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Deutsche Telekom AG Management Reports 2013

Apr 17, 2013

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Management Reports

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Deutsche Telekom AG Bonn Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012 - ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT DAS GESCHÄFTSJAHR 2012 IM ÜBERBLICK. G 05 Konzernumsatz. ― Der Konzernumsatz sank leicht um 0,8 %. Hierin enthalten sind im Saldo positive Wechselkurseffekte von rund 1,1 Mrd. €, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro. ― Positive Auswirkungen auf das operative Geschäft: Entwicklung der Fernsehangebote und der Datenumsätze im Mobilfunk, v. a. im Zusammenhang mit der Smartphone-Vermarktung. ― Negative Auswirkungen auf das operative Geschäft: rückläufige Umsätze in der Sprachtelefonie, regulierungsbedingte Preisänderungen sowie hoher Wettbewerbsdruck. G 06 Anteil Ausland am Konzernumsatz. ― Die Auslandsquote des Konzerns am Konzernumsatz stieg auf 55,7 % (2011: 55,1 %), u. a. aufgrund des wechselkursbedingten Umsatzanstiegs im operativen Segment USA. G 07 EBITDA bereinigt. ― Mit einem bereinigten EBITDA von 18,0 Mrd. € haben wir unser kommuniziertes Unternehmensziel erreicht. ― Positive Auswirkungen: Fokussierung auf werthaltige Umsätze im Zusammenhang mit Fernsehangeboten und Datenumsätzen im Mobilfunk (siehe Konzernumsatz) und Wechselkurseffekte von im Saldo 0,3 Mrd. €. ― Negative Auswirkungen: wettbewerbsbedingte Anschlussverluste im Festnetz, regulierungsbedingte Preisänderungen sowie Sonderabgaben im Zuge staatlicher Sparprogramme. Unser umfassendes Kosten-Management konnte die negativen Effekte teilweise auffangen. G 08 Free cashflow (vor Ausschüttung, Investitionen in spektrum).a ― Mit einem Free Cashflow von 6,2 Mrd. € wurde das kommunizierte Unternehmensziel von rund 6,0 Mrd. € übererfüllt. a Sowie vor PTC- und AT&T-Transaktionen. Weitergehende Erläuterungen finden sich im Kapitel "Geschäftsentwicklung des Konzerns". G 09 Netto-Finanzverbindlichkeiten. ― Die Netto-Finanzverbindlichkeiten verringerten sich gegenüber dem Jahresende 2011 um 3,3 Mrd. € bzw. 8,1 % auf 36,9 Mrd. €. ― Trotz Dividendenzahlungen (inkl. an Minderheiten in Beteiligungen) (3,4 Mrd. €), Effekten im Zusammenhang mit der AT&T-Transaktion (0,5 Mrd. €), Zahlungen an externe Versorgungsträger (0,8 Mrd. €) und Spektrumerwerb (0,4 Mrd. €) konnten wir unsere Netto-Finanzverbindlichkeiten um mehr als 3 Mrd. € reduzieren. ― Positiv wirkten sich der Free Cashflow (6,2 Mrd. €), der Verkauf der Anteile an Telekom Srbija (0,4 Mrd. €) sowie die erhaltene Zahlung im Zusammenhang mit der Funkturm-Transaktion zwischen T-Mobile USA und Crown Castle (1,9 Mrd. €) aus. G 10 Konzernüberschuss/(-fehlbetrag). ― Verringerung des Konzernüberschusses um 5,8 Mrd. € auf minus 5,3 Mrd. €. ― Negativ wirkte sich v. a. die Wertminderung auf Goodwill und Vermögenswerte der T-Mobile USA (rund 7,4 Mrd. € nach Steuern) aus. ― Rückgang des bereinigten Konzernüberschusses von 2,9 Mrd. € um 0,3 Mrd. € auf 2,5 Mrd. €. G 11 Eigenkapital. ― Das Eigenkapital hat sich im Vergleich zum Jahresende 2011 um 9,4 Mrd. € verringert. ― Vermindernd wirkten: Konzernfehlbetrag (5,3 Mrd. €), erfolgsneutral erfasste versicherungsmathematische Verluste (1,3 Mrd. € nach Steuern) sowie Dividendenzahlungen inkl. an Minderheiten in Beteiligungen (3,4 Mrd. €). G 12 Eigenkapitalquote. ― Trotz der Verringerung des Eigenkapitals blieb die Eigenkapitalquote im Bereich der ausgegebenen Zielbandbreite von 25 bis 35 %. ― Reduzierung der Bilanzsumme um 11,9 %: v. a. aufgrund der Wertminderung auf Goodwill und Vermögenswerte der T-Mobile USA (rund 10,6 Mrd. €) sowie Dividendenzahlungen inkl. an Minderheiten in Beteiligungen (3,4 Mrd. €). DIE DEUTSCHE TELEKOM AUF EINEN BLICK. Insgesamt konnten wir in 2012 unsere wichtigsten finanziellen Unternehmensziele mit einem bereinigten EBITDA von 18,0 Mrd. € erreichen und mit einem Free Cashflow von 6,2 Mrd. € sogar übererfüllen. Der Umsatz auf Konzernebene war mit minus 0,8 % leicht rückläufig: Auf unserem Heimatmarkt Deutschland verzeichneten wir einen leichten Rückgang, in den USA sorgten positive Wechselkurseffekte für ein moderates Wachstum, während die Entwicklung bei den Beteiligungen in Osteuropa nach wie vor durch das schwierige ökonomische Umfeld, den intensiven Wettbewerb sowie massive Regulierungseingriffe geprägt war. Beim bereinigten EBITDA verzeichneten wir erwartungsgemäß einen Rückgang von 3,8 %: Höhere Aufwendungen zur Verbesserung der Marktposition in Deutschland und den USA sowie rückläufige Umsätze im operativen Segment Europa konnten nicht vollständig durch Kostensenkungen kompensiert werden. Am 3. Oktober 2012 haben wir mit MetroPCS einen Vertrag über die Zusammenlegung unserer Geschäftsaktivitäten in den USA abgeschlossen. Aufgrund einer verbesserten Position für Mobilfunk-Frequenzen und eines erweiterten Kundenstamms werden wir mit der gemeinsamen Gesellschaft in den USA offensiver mit den anderen nationalen Mobilfunk-Betreibern konkurrieren können. Obwohl wir im Zusammenhang mit dem vereinbarten Zusammenschluss eine Wertminderung auf Goodwill und andere langfristige Vermögenswerte von insgesamt 7,4 Mrd. € (nach Steuern) erfassen mussten und dies unser Konzernergebnis erheblich belastete, ist diese Transaktion aus unserer Sicht wertsteigernd und unternehmerisch sinnvoll. In 2012 ist uns eine Entschuldung in Höhe von 3,3 Mrd. € gelungen. Unsere Netto-Finanzverbindlichkeiten konnten wir somit auf 36,9 Mrd. € reduzieren. Positiv wirkten sich v. a. der Free Cashflow, die Einzahlung im Zusammenhang mit der Funkturm-Transaktion zwischen T-Mobile USA und Crown Castle sowie der Verkauf der Anteile an der Telekom Srbija aus. Auf unserem Kapitalmarkttag in Bonn Anfang Dezember 2012 haben wir unsere Wachstumspläne vorgestellt: Wir investieren in die Zukunft, v. a. in moderne Breitbandnetze in Deutschland, in den USA und in Europa. Damit wollen wir uns deutlich von vielen Wettbewerbern abheben. Vorgestellt haben wir auch unsere Finanzstrategie für die Jahre 2013 bis 2015. Unsere Dividende haben wir - vor dem Hintergrund der enormen Investitionen, die wir tätigen - auf ein nachhaltiges Niveau angepasst. Zudem haben wir eine Vertriebspartnerschaft von T-Mobile USA und Apple bekannt gegeben, die uns helfen wird, bisherige Wettbewerbsnachteile von T-Mobile USA im Laufe des kommenden Jahres auszugleichen. Wir investieren verstärkt in unsere Netze und bauen unsere Breitband-Infrastruktur aus. Diese Investitionen in die Zukunft sollen sich lohnen - wir haben vor, bereits 2014 wieder zu wachsen: In Deutschland streben wir eine Umsatzstabilisierung an, in Europa und den USA wollen wir auf den Wachstumspfad zurückkehren. Daher erwarten wir für das Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr neben einem steigenden Gesamtumsatz auch ein besseres Ergebnis. Mit der Neuformierung unseres operativen Segments Systemgeschäft haben wir den Grundstein gelegt, unsere Aufwendungen für konzerninterne IT-Dienstleistungen zu reduzieren. Darüber hinaus wollen wir im Geschäft mit Großkunden profitabel wachsen. SOLL-IST-VERGLEICH DER KONZERNERWARTUNGEN. G 13 Soll-Ist-Vergleich der Konzernerwartungen. scroll Bereinigtes EBITDAa Free Cashflowa,b Erwartung 2012 Ist 2012 Erwartung 2012 Ist 2012 • rund 18 Mrd. € • 18,0 Mrd. € • rund 6 Mrd. € • 6,2 Mrd. € a Den Erwartungen 2012 lagen konstante Wechselkurse und eine vergleichbare Konsolidierungsstruktur zugrunde. Im bereinigten EBITDA 2012 sind 0,3 Mrd. € positive Wechselkurse enthalten. Die Wechselkurse wichtiger Währungen können TABELLE T 058 im Konzern-Anhang, entnommen werden. b Vor Ausschüttung, Investitionen in Spektrum und vor AT&T-Transaktion. Das Investitionsniveau (vor Spektrum) lag 2012 bei 8,0 Mrd. €. Der Schwerpunkt der Investitionen war der weitere Breitband-Ausbau sowie die Kapazitätserweiterung der bestehenden Netze. Im Mobilfunk-Bereich haben wir Investitionen in LTE getätigt, die Netzabdeckung 3G erhöht und die Kapazitäten an den steigenden Bedarf für Datenübertragungen angepasst. Im Festnetz-Bereich standen die Themen Glasfaser-Ausbau, IPTV sowie die Weiterführung der Umstellung des bestehenden Telefonnetzes auf ein IP-basiertes Netz der nächsten Generation im Vordergrund. Die Investitionen in den Kernmarkt Deutschland blieben dabei auf konstant hohem Niveau. In den meisten Ländern unseres operativen Segments Europa war, bedingt durch die schwierige Marktlage sowie zusätzliche Belastungen wie z. B. die Sondersteuer in Ungarn, ein zurückhaltendes Investitionsverhalten zu beobachten. In den USA fokussierten sich die Investitionen auf die Modernisierung des Mobilfunknetzes. Bei T-Systems wurden neben Investitionen in die interne IT der Deutschen Telekom Investitionen im Zusammenhang mit Kundenaufträgen und zum Ausbau übergreifender neuer Plattformen (z. B. für Cloud Services, De-Mail und Intelligente Netze) getätigt. SOLL-IST-VERGLEICH DER ERWARTUNGEN UNSERER INTERESSENGRUPPEN. Für weitere Erläuterungen und zur aktuellen Finanzstrategie 2013 bis 2015 verweisen wir auf das Kapitel "Konzernsteuerung". Die folgenden Maßnahmen und Zielerreichungen dienen dazu, die unterschiedlichen Erwartungen unserer vier Interessengruppen (Aktionäre, Fremdkapitalgeber, Mitarbeiter und die sog. "Unternehmer im Unternehmen") an den Konzern sicherzustellen. G 14 Ergebnisse und Soll-Ist-Vergleich der Erwartungen unserer Interessengruppen. a Vorbehaltlich der notwendigen Gremienbeschlüsse und des Vorliegens weiterer gesetzlicher Voraussetzungen. b Aktienrückkäufe im Rahmen der Ausschüttungsstrategie wurden zugunsten von Zukunftsinvestitionen nicht getätigt. c Einmaleffekte: Auswirkungen aus der Funkturm-Transaktion mit Crown Castle (+1 %-Punkt); aus Wertminderungen (-7,3 %-Punkte; davon aus dem Impairment T-Mobile USA -7,0 %-Punkte). 3-JÄHRIGER SOLL-IST-VERGLEICH. 2010 bis 2012: Wichtige Ziele erreicht. Wir nehmen uns viel vor und lassen uns an unseren Ergebnissen messen: Im Jahr 2010 formulierten wir klare Ambitionen für die nächsten drei Jahre. In TABELLE T 006 geben wir einen Überblick über unsere Ambitionen und deren Status quo. T 006 Ambitionsniveau Konzern 2012 (kommuniziert in 2010). 2010 bis 2012: Ausgewählte Erfolge. 2010 formulierten wir die Strategie "Verbessern - Verändern - Erneuern" mit den Handlungsfeldern: ― Verbesserung der Performance im Mobilfunk ― Vorsprung auf integrierten Märkten ― Netze und Prozesse für die Gigabit-Gesellschaft ― Vernetztes Leben vom Handy bis zum Fernseher ― Vernetztes Arbeiten mit führenden ICT-Lösungen Diese Strategie setzten wir in den vergangenen drei Jahren erfolgreich um. Unsere wichtigsten Erfolge sind in GRAFIK G 15 aufgezählt. Mehr zu unserer Strategie finden Sie im Kapitel "Konzernstrategie". Die 2010 eingeschlagene Richtung gilt auch heute noch. Dennoch haben wir im Juni 2012 entschieden, unsere Strategie weiterzuentwickeln - sie zu vereinfachen, zu fokussieren und noch stärker am Kunden auszurichten. G 15 2010 bis 2012: Erfolge. scroll Verbessern Verändern Erneuern • Joint Venture Everything Everywhere: Gute operative Entwicklung und signifikante Wertsteigerung durch Hebung von Synergien • "One Company" in Deutschland, der Slowakei, Ungarn und Kroatien • Umsatz der Wachstumsfelder weitestgehend im Plan für Ambitionsniveau 2015 • USA: verbesserte Position nach Auflösung der Vereinbarung mit AT&T • Einsparungsziel Save for Service von 4,5 Mrd. € in 2011 und damit ein Jahr eher erreicht • Prioritäten im Bereich Innovation konzernweit definiert • Deutschland: Anteil Breitband weitestgehend stabil • "Telekom IT" gegründet - Reduzierung der IT-Aufwendungen um 1 Mrd. € bis 2015 • Kooperationen intensiviert WICHTIGE EREIGNISSE IM GESCHÄFTSJAHR 2012. Personalia. Am 20. Dezember 2012 hat René Obermann als Vorstandsvorsitzender des Unternehmens den Aufsichtsrat gebeten, ihn mit Ablauf des 31. Dezember 2013 von seinen Aufgaben zu entbinden. Diesem Wunsch hat der Aufsichtsrat entsprochen und seine Bestellung einvernehmlich mit Wirkung zu diesem Zeitpunkt aufgehoben. Der Aufsichtsrat hat weiterhin beschlossen, Timotheus Höttges mit Wirkung zum 1. Januar 2013 zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden zu bestellen. Er soll im Laufe des Jahres 2013 mit Wirkung zum 1. Januar 2014 zum Vorstandsvorsitzenden bestellt werden. Mit Ablauf des 31. Mai 2012 wurde die Bestellung von Dr. Manfred Balz als Vorstandsmitglied für das Vorstandsressort Datenschutz, Recht und Compliance einvernehmlich aufgehoben und mit Wirkung zum 1. Juni 2012 Dr. Thomas Kremer zum Mitglied des Vorstands für das Vorstandsressort Datenschutz, Recht und Compliance bestellt. Mit Ablauf des 2. Mai 2012 endete die Bestellung von Thomas Sattelberger als Vorstandsmitglied für das Vorstandsressort Personal und als Arbeitsdirektor. Mit Wirkung zum 3. Mai 2012 bestellte der Aufsichtsrat Prof. Dr. Marion Schick zum Vorstandsmitglied für das Vorstandsressort Personal sowie zur Arbeitsdirektorin. Mitarbeiter. Tarifrunde 2012 in Deutschland abgeschlossen. In den Verhandlungen zur Tarifrunde 2012 für die Deutsche Telekom AG, die Telekom Deutschland GmbH und ihre Service-Gesellschaften sowie für T-Systems haben sich die Vertragspartner geeinigt. Als Ergebnis dieser Tarifverhandlungen werden u. a. die Gehälter der tariflichen Arbeitnehmer schrittweise bis 2013 um insgesamt 6,5 % angehoben. Die jeweiligen Tarifverträge haben eine Laufzeit bis Ende Januar bzw. Ende März 2014. Die Bundesregierung und der Bundestag haben den Entwurf eines Bundesbesoldungs- und Versorgungsanpassungsgesetzes 2012/2013 beschlossen. Der Gesetzesentwurf sieht vor, das Tarifergebnis für den öffentlichen Dienst im Bund auf Beamte zu übertragen. Die Bezüge von Beamten bei der Deutschen Telekom werden schrittweise bis August 2013 um insgesamt 5,7 % angehoben. Vorruhestandsregelung für Beamte aktualisiert. Wir haben unsere Vorruhestandsregelung für Beamte in Deutschland aktualisiert und unseren Beamten bis Ende 2012 in begrenztem Umfang ein Vorruhestandsprogramm angeboten. Die Auszahlung wird sich über die nächsten sechs bis sieben Jahre verteilen. Shape Headquarters. Bereits in 2012 haben wir für die Neuausrichtung der zentralen Steuerungs- und Service-Funktionen unseres Konzerns umfangreiche strukturelle und personelle Maßnahmen eingeleitet. Zum 1. Januar 2013 ist nun der Startschuss für die neue Konzernzentrale & Shared Services gefallen. Dabei wollen wir die Zentrale deutlich effizienter aufstellen, die Komplexität reduzieren und die Effektivität steigern. Für alle Beschäftigten, die im Rahmen der Umorganisation keine neue Stelle gefunden haben, wird es bis zum Jahr 2015 keine betriebsbedingten Kündigungen geben. Personalumbauprogramm OTE. Am 7. November 2012 verabschiedete das Board of Directors der OTE ein freiwilliges und sozialverträgliches Personalumbauprogramm, das im vierten Quartal 2012 umgesetzt wurde. Der erfolgreiche Abschluss des freiwilligen Personalumbauprogramms ermöglicht es der OTE, ihre Betriebskosten erheblich zu senken, ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen und die Transformation der Gesellschaft weiter voranzutreiben. Das ursprüngliche Abbauziel des Programms wurde deutlich übertroffen, da insgesamt 1 516 Beschäftigte auf das Angebot der Gesellschaft eingingen. Die OTE geht davon aus, dass sie durch den Personalumbau jährliche Einsparungen in Höhe von netto rund 80 Mio. € erzielen kann. Hervorzuheben ist, dass mit dem Personalumbauprogramm keinerlei Belastungen für die staatliche Rentenversicherung verbunden sind, da alle Kosten von der OTE getragen werden. Magyar Telekom einigt sich mit Gewerkschaften. Gemäß der mit den Gewerkschaften erzielten Vereinbarung sollen 2013 insgesamt 500 Mitarbeiter die Gesellschaft verlassen. Zur weiteren Effizienzverbesserung werden darüber hinaus zum 1. Januar 2013 organisatorische Umstrukturierungen vorgenommen und außerdem wird eine Komponente der Sozialleistungen um 25 % reduziert. Die Vereinbarung sieht des Weiteren ab April 2013 eine generelle Erhöhung der Grundgehälter für Beschäftigte der Muttergesellschaft um 4 % vor, um die Reallöhne der im Unternehmen verbleibenden Mitarbeiter zu sichern. Auf dieser Grundlage will Magyar Telekom 2013 die Kosten für das Total Workforce Management ohne Abfindungen und aktivierte Personalkosten um 5,8 Mrd. HUF (rund 19 Mio. €) verringern. Vereinbarter Zusammenschluss von T-Mobile USA und MetroPCS. Die Deutsche Telekom AG und MetroPCS Communications, Inc., Dallas/USA (MetroPCS) haben am 3. Oktober 2012 einen Vertrag über die Zusammenlegung ihrer Geschäftsaktivitäten in den USA abgeschlossen. Im Rahmen dieser Transaktion wird die Deutsche Telekom AG die T-Mobile USA in die börsennotierte MetroPCS einbringen und im Gegenzug im Rahmen einer Kapitalerhöhung 74 % der Anteile am Stammkapital der MetroPCS erhalten. Die restlichen 26 % der Anteile entfallen auf die Alt-Aktionäre der MetroPCS, die darüber hinaus eine einmalige Barzahlung in Höhe von 1,5 Mrd. US-$ von MetroPCS erhalten. Die Transaktion löste einen Wertminderungstest aus, welcher zum 30. September 2012 zu einer Wertminderung des Goodwills und der Vermögenswerte der T-Mobile USA in Höhe von insgesamt rund 7,4 Mrd. € (nach Steuern) führte. Weitere Erläuterungen zu dieser Wertminderung finden sich in ANGABE 30 "Abschreibungen" im Konzern-Anhang. Da es sich aus bilanzieller Sicht um einen umgekehrten Unternehmenszusammenschluss handelt, werden zum Zeitpunkt des Abschlusses der Transaktion (voraussichtlich im ersten Halbjahr 2013) die bestehenden Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden der T-Mobile USA fortgeführt. Die Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden der MetroPCS werden dagegen im Rahmen des Unternehmenserwerbs mit ihrem beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Mit dem Abschluss der Transaktion wird das kombinierte Unternehmen im Konzernabschluss der Deutschen Telekom als vollkonsolidiertes Unternehmen ausgewiesen und seine Aktien werden voraussichtlich an der New Yorker Börse (NYSE) gehandelt werden. Sowohl der Firmensitz in Bellevue, Washington als auch eine Präsenz in Dallas, Texas werden beibehalten. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigungen durch das amerikanische Justizministerium (DOJ), die US-Telekommunikations-Aufsichtsbehörde Federal Communications Commission (FCC) und den Regierungsausschuss zur Überwachung ausländischer Investitionen in den USA (CFIUS). Zudem ist auch die Zustimmung der MetroPCS-Aktionäre erforderlich. Die Deutsche Telekom und MetroPCS erwarten, dass alle erforderlichen Genehmigungen und Zustimmungen im ersten Halbjahr 2013 vorliegen. Der vereinbarte Zusammenschluss bietet für das US-Geschäft aufgrund einer verbesserten Position für Mobilfunk-Frequenzen und zusätzlicher Finanzmittel eine hervorragende Basis für die Zukunft. Die Deutsche Telekom geht davon aus, dass hierdurch Synergien mit einem Barwert von 6 bis 7 Mrd. US-$ realisiert werden. Vorteile resultieren aus einer größeren Auswahl günstiger Produkte und Services, einer verbesserten Netzabdeckung und einer klaren Technologieausrichtung für ein gemeinsames LTE-Netz. Nach Abschluss der Transaktion werden die beiden Unternehmen Mobilfunk-Leistungen für rund 42,5 Mio. Kunden in den USA anbieten können. Unternehmenstransaktionen. T-Mobile USA erhält rund 2,5 Mrd. US-$ für Funktürme. T-Mobile USA hat am 28. September 2012 einen Rahmenvertrag mit Crown Castle International Corp., Houston/USA (Crown Castle) abgeschlossen: zum einen über die Vermietung und Nutzung von rund 6 300 Funktürmen, zum anderen über den Verkauf weiterer rund 800 Funkturm-Standorte der T-Mobile USA. Gegen eine Einmalzahlung von rund 2,5 Mrd. US-$ erhält Crown Castle für durchschnittlich 28 Jahre das alleinige Recht, die Funkturm-Standorte zu nutzen und zu vermieten. Die Zahlung erfolgte mit Abschluss des Vertrags im vierten Quartal 2012. T-Mobile USA wird ihre Mobilfunk-Technik weiterhin auf diesen Funktürmen betreiben und den hierfür benötigten Platz von Crown Castle anmieten. Bisher ungenutzte Flächen werden so zur Fremdvermietung abgegeben. Der Verkauf der Anteile an der Telekom Srbija wurde am 25. Januar 2012 abgeschlossen. Nähere Informationen zu dieser Transaktion können dem zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011 entnommen werden (GESCHÄFTSBERICHT 2011, SEITE 147). Kooperationen. Mit Telefónica Germany haben wir eine Kooperation zur gemeinsamen Nutzung von Teilen unserer Netzinfrastruktur unterzeichnet. Unsere Beteiligung am IT-Dienstleister HMM Deutschland haben wir erhöht, um unser Geschäftsfeld Gesundheit weiter auszubauen und u. a. den digitalen Datenfluss zwischen Krankenkassen, Apotheken und Sanitätshäusern zu verbessern. Dank unserer Partnerschaft mit dem Kreditkarten-Anbieter MasterCard geben wir dem Bezahlen per Smartphone einen neuen Schub. Wir wollen, dass Kunden überall bequem, einfach und sicher bezahlen können. Mit dem Netztechnik-Betreiber ANTEC Servicepool GmbH sind wir im zweiten Quartal eine Partnerschaft eingegangen: Vertraglich vereinbart wurde die TV- und Radioversorgung von rund 33 000 Wohnungen im Raum Hannover. In Zukunft wollen wir weitere Wohnungen in die Kooperation aufnehmen. Nach der 2011 geschlossenen Kooperation mit dem Immobilienunternehmen Deutsche Annington untermauern wir mit dieser Partnerschaft unseren Wiedereinstieg in den deutschen Kabelmarkt. Bei PAYBACK - dem größten deutschen Bonusprogramm - werden wir exklusiver Partner für das gesamte Segment Telekommunikation: Über 20 Mio. PAYBACK-Kunden erhalten bei uns PAYBACK-Punkte, wenn sie einen Festnetz- oder Mobilfunk-Vertrag abschließen. Investitionen in Netze und neue Spektren. LTE-Netzausbau in Deutschland. Gemeinsam mit den beiden anderen 800 MHz-Netzbetreibern haben wir die LTE-Ausbauverpflichtungen in Deutschland in allen 16 Bundesländern erfüllt: Die sog. "weißen Flecken" sind verschwunden - auch in den ländlichen Regionen steht nun ein Breitband-Internet-Zugang zur Verfügung. Mit der Erfüllung der Ausbauverpflichtungen können wir die zugeteilten Frequenzen im 800 MHz-Bereich bundesweit uneingeschränkt nutzen; dies ermöglicht Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 50 MBit/s. Wie angekündigt haben wir bis zum Jahresende 2012 in Deutschlands 100 größten Städten Hochgeschwindigkeits-LTE aufgebaut. Die Hochgeschwindigkeitsvariante von LTE, die derzeit nur wir anbieten, nutzt den Frequenzbereich um 1,8 GHz. Damit sind Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 100 MBit/s möglich. Durch diese Exklusivität besitzen wir gegenüber unseren Wettbewerbern einen Vorteil bei der Vermarktung von Apple Produkten wie dem iPhone 5 und dem neuen iPad. LTE-Netzausbau in Europa. In Ungarn sind wir der erste Anbieter von mobilen Internet-Diensten, die auf der 4G-/LTE-Mobilfunk-Technik basieren. Verfügbar ist dieses 4G-/LTE-Angebot nicht nur in der Hauptstadt Budapest, sondern auch im gesamten Großraum Budapest und einigen anderen Städten. Auch in Kroatien haben wir im März 2012 als erster Anbieter die 4G-/LTE-Mobilfunk-Technik eingeführt und konnten im Laufe des Berichtsjahres 2012 die Verfügbarkeit weiter ausbauen. Cosmote Griechenland gab in Athen und Thessaloniki den Auftakt für das erste kommerzielle Breitband-Mobilfunknetz auf Basis der 4G-Technologie LTE für Nutzer von USB-Modems sowie Tablet-PCs. In Österreich haben wir unsere Netzwerk-Modernisierung erfolgreich abgeschlossen. Wir haben unsere GSM-Infrastruktur modernisiert und eine neue Sendertechnologie installiert. Mehr als 5 500 Sendestationen wurden auf die neueste Multistandard-Technik umgestellt. Damit sind wir österreichweit für den LTE-Ausbau bereit. Erfolgreiche Teilnahme an Lizenzversteigerungen in Europa. In Rumänien hat unsere Tochtergesellschaft neue Spektren in den Frequenzbereichen 0,8 GHz, 1,8 GHz und 2,6 GHz erworben. Außerdem wurden die bestehenden Lizenzen in den Frequenzbereichen 0,9 GHz und 1,8 GHz verlängert. Die neuen Lizenzen gelten ab April 2014 und haben eine Laufzeit von 15 Jahren. Unsere Tochtergesellschaft in Kroatien hat erfolgreich an einer Vergabe des 0,8 GHz-Spektrums teilgenommen und zwei Mal 10 MHz für den Aufbau eines LTE-Netzes erworben. Die Lizenz für das Spektrum läuft über zwölf Jahre. In den Niederlanden hat unsere Tochtergesellschaft Lizenzen für die Frequenzbereiche von 0,9 bis 1,8 GHz sowie in der Bandbreite von 2,6 GHz ersteigert. Alle in der Auktion versteigerten Lizenzen laufen bis zum Jahr 2030. Übertragung von AWS-Spektrumlizenzen in den USA. Die US-Aufsichtsbehörde für den Telekommunikationsmarkt (FCC) veröffentlichte im April 2012 die Zustimmung zur Übertragung von Advanced Wireless Service (AWS)-Spektrumlizenzen in den USA; vollzogen wurde diese Übertragung am 4. Mai 2012. Diese Lizenzen waren Teil der Ausfallentschädigung, die AT&T im Rahmen der Auflösung der Vereinbarung zum Verkauf der T-Mobile USA an die Deutsche Telekom zu leisten hatte. TeraStream - die neue, Cloud-basierte IP-Netzarchitektur. Im vierten Quartal haben wir den Startschuss für den Pilotversuch der neuen TeraStream-Architektur in Kroatien gegeben. Es handelt sich dabei um ein erheblich vereinfachtes IP-Netzkonzept, das sämtliche Services, einschließlich traditioneller TK-Dienstleistungen (Sprache, IPTV, Internet-Zugang), aus der Cloud zur Verfügung stellt und nicht wie heute über ein Netz. Neue Produkte. DEUTSCHE TELEKOM INNOVATIV. Am 31. August 2012 starteten wir unseren Dienst De-Mail: Damit können Dokumente sicher, vertraulich und nachweisbar über das Internet versendet und empfangen werden. Unsere Mobilfunk-Kunden in Deutschland können seit Anfang September 2012 dank unserer neuen Zubuchoption "Speed Option LTE" mit bis zu 100 MBit/s via Smartphone im Internet surfen. Diese Geschwindigkeit ermöglichen derzeit nur wir, u. a. exklusiv auf dem iPhone 5. Seit Oktober 2012 bieten wir als exklusiver Kooperationspartner des Music Streaming Services Spotify als erstes deutsches Telekommunikationsunternehmen einen Flat-Tarif mit dem Spotify Premium-Dienst als Zubuchoption an. Mehr über unsere neuen Produkte und innovativen Dienste erfahren Sie im Kapitel "Innovation und Produktentwicklung". Immer mehr Unternehmen setzen auf die Wolke; T-Systems mit neuen Verträgen. Megatrend Cloud: Unternehmen im In- und Ausland nutzen zunehmend Anwendungen, Rechen- und Speicherleistung ganz nach ihrem Bedarf über das Netz. In diesem Wachstumsmarkt sind wir Pionier und bieten bereits seit 2005 Cloud Services für Großkunden an. Auch im Berichtsjahr waren wir erfolgreich: Das Mineralöl- und Erdgasunternehmen Shell hat seinen seit 2008 bestehenden Vertrag über den Bezug von weltweiten Rechenzentrumsleistungen vorzeitig um fünf Jahre verlängert: T-Systems wird weiterhin die SAP-Services für die weltweiten Standorte von Shell aus der Wolke bereitstellen. Der Energiekonzern BP hat sich bei seiner Mitarbeiterkommunikation für die Cloud-Dienste von T-Systems entschieden; damit können über 83 000 BP-Mitarbeiter rund um den Globus auf ihre gewohnten Kommunikationsdienste zugreifen -jederzeit und überall. Mit dem Schweizer Industriekonzern Georg Fischer hat T-Systems einen Vertrag mit einer Laufzeit von sechs Jahren und drei Monaten über globale ICT-Leistungen unterzeichnet: T-Systems wird die IT-Infrastruktur von Georg Fischer bündeln und als Cloud Services managen. Mit dem Tabakkonzern British American Tobacco (BAT) hat T-Systems einen der größten Cloud-Aufträge seiner Unternehmensgeschichte mit einer Laufzeit von sieben Jahren abgeschlossen. T-Systems wird in den kommenden zwei Jahren die Unternehmens-Software von BAT in die Cloud überführen. Doch nicht nur die Cloud war ein Geschäftstreiber: 2012 konnten wir auch in anderen Bereichen verschiedene internationale Aufträge und Auftragserweiterungen abschließen. Den Automobilhersteller BMW konnte die Telekom Deutschland als Mobilfunk-Kunden gewinnen; der Vertrag hat eine Laufzeit bis Ende 2019. Vorgesehen sind neben der Bereitstellung von Mobilfunk-Karten für mehr als 50 000 BMW-Mitarbeiter auch eine direkte Anbindung der Mobilfunk-Karten an die Geschäftsprozesse von BMW. So werden z. B. SMS-Nachrichten und mobile Datenverbindungen im Rahmen von Logistik- und Fertigungsprozessen verwendet und so die Abläufe in der Produktion optimiert. Fraport betreibt mit dem Flughafen Frankfurt eines der bedeutendsten Luftverkehrsdrehkreuze der Welt. Für diesen Flughafen haben wir 15 000 Festnetz-Anschlüsse und rund 6 000 Mobilfunk-Anschlüsse auf unser Netz portiert. Damit bezieht Fraport neben Mobilfunk- und Festnetz-Technologie auch Internet-Zugänge, Rechenzentrums-, Netzwerk- sowie Service Desk-Leistungen. Der Energieversorger RWE Deutschland setzt auf unsere Infrastruktur und Dienste für die Kommunikation mit einem Anteil von 15 000 digitalen Stromzählern in Mülheim an der Ruhr. Dafür installierten wir Smart Meter sowie die für eine Fernabfrage erforderlichen Kommunikationsboxen. Das Projekt "Mülheim zählt" ist das bislang größte Smart Meter-Projekt in Deutschland. Auszeichnungen. Bereits zum dreizehnten Mal in Folge wählten uns die Leserinnen und Leser des Fachmagazins "connect" zum "Mobilfunknetz-Betreiber des Jahres" in Deutschland. Auch in Österreich kürte uns die Leserschaft zum besten Mobilfunknetz-Betreiber. Der "connect"-Netztest 2012 in Deutschland brachte ein klares Ergebnis: Sowohl bei Telefonaten als auch beim mobilen Internet versorgen wir unsere Kunden am besten und am zuverlässigsten. Mit dem Gesamturteil "sehr gut" wurden wir beim "connect"-Netztest in Österreich ausgezeichnet; hier haben wir im Bereich Sprachbewertung den ersten Platz erreicht. Unser deutsches Mobilfunknetz belegte zum dritten Mal in Folge den ersten Platz bei einem weiteren Netztest - dem des Fachportals "CHIP Online". Auch unser gesellschaftliches Engagement findet Anerkennung. So qualifizierten wir uns dieses Jahr erneut für die beiden renommiertesten Nachhaltigkeitsindizes: "Dow Jones Sustainability Index World" und "Dow Jones Sustainability Index Europe". In diese Indizes werden nur die besten zehn Prozent einer Branche aufgenommen - und damit nachhaltig orientierten Investoren und Fondsmanagern als Top-Investment empfohlen. In der Tschechischen Republik wurden wir von der Zeitschrift "World Finance" als bester Mobilfunk-Anbieter in Osteuropa ausgezeichnet. Regulierungsentscheidungen. Integrierte Netzstrategie. Am 19. Dezember 2012 haben wir bei der Bundesnetzagentur einen Antrag auf Änderung der Regulierungsverfügung zur Regulierung der Teilnehmer-Anschlussleitung eingereicht. Unser Ziel ist es, darauf hinzuwirken, dass sich die regulatorischen Rahmenbedingungen so verändern, dass wir eine größtmögliche Flexibilität beim Vectoring-Ausbau erhalten. Vectoring ist eine Technologieerweiterung, die auf VDSL aufbaut. Die bisherigen Kupferleitungen zwischen den Haushalten und den Kabelverzweigern können bestehen bleiben. Vectoring sorgt dafür, dass die Signalfrequenzen, die auf dem Kupfer für eine Verlangsamung der Datenübertragung sorgen, ausgeglichen werden, und ermöglicht eine Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu 100 MBit/s. Über regulatorische Entscheidungen 2012 informieren wir Sie ausführlich im Kapitel "Wirtschaftliches Umfeld". Weitere Entwicklungen im Bereich Regulierung, die bislang für uns nicht abschätzbar sind, erläutern wir im Kapitel "Risiko- und Chancen-Management". Rechtsstreitigkeiten. Folgende Verfahren entwickelten sich positiv: "Schadensersatzklage gegen Bundesrepublik Deutschland und KfW", "Sonderzahlung Beamte" sowie "Verfahren der kroatischen Wettbewerbsbehörde gegen Hrvatski Telekom". Mehr Informationen hierzu finden Sie im Kapitel "Risiko- und Chancen-Management". KONZERNSTRUKTUR. • Geschäftstätigkeit und Organisation • Leitung und Kontrolle • GESCHÄFTSTÄTIGKEIT UND ORGANISATION. Geschäftstätigkeit: Führender Dienstleistungskonzern in Telekommunikation und Informationstechnologie. Wir sind weltweit eines der führenden Dienstleistungsunternehmen in der Telekommunikations- und Informationstechnologiebranche. Unseren Millionen Kunden bieten wir Produkte und Services rund um das Vernetzte Leben und Arbeiten an. Dabei richten wir uns international aus und sind in rund 50 Ländern vertreten. Mit 32,4 Mrd. € erwirtschafteten wir im Geschäftsjahr 2012 mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes außerhalb unseres Heimatmarkts Deutschland. Insgesamt beschäftigen wir 229 686 Mitarbeiter (31. Dezember 2012). Wir orientieren uns an wichtigen technischen und gesellschaftlichen Trends und prägen diese entscheidend mit: So hält die Digitaltechnik verstärkt Einzug in viele Bereiche unseres Lebens. Produkte und Dienste werden individueller und personalisierter, die Menschen immer mobiler und auch die Globalisierung schreitet voran. Verschiedene Technologien wachsen immer mehr zusammen - im Fachjargon spricht man von "zunehmender Konvergenz". Darum setzen wir auf ein integriertes Portfolio an Produkten, mit denen Kunden auf persönliche Daten wie Musik, Videos oder Adressen von allen Endgeräten aus zugreifen können. Über Festnetz und Mobilfunk bieten wir Netzzugänge, Kommunikations- und Mehrwertdienste mit immer höherer Bandbreite an. So fördern wir mit innovativen Produkten und Dienstleistungen die Vernetzung der Menschen. Unsere Kunden in Deutschland erhalten nicht nur maßgeschneiderte Produkte und Services, sondern auch die beste Netzqualität - und das aus einer Hand. Das "T" ist konzernweit unsere Unternehmensmarke; sie wird in Zukunft auch für die ausländischen Beteiligungen fester Bestandteil ihres Markenauftritts sein. Neben dem Stammgeschäft - dem klassischen Anschlussgeschäft im Festnetz und im Mobilfunk - erschließen wir mit Investitionen in Intelligente Netze, mit IT-Services sowie mit Internet- und Netzwerk-Diensten gezielt neue Wachstumsfelder. Unsere in 2012 weiterentwickelte Strategie setzen wir in vier strategischen Handlungsfeldern konsequent um und orientieren uns dabei an den drei Prinzipien: Kämpfen, Verändern und Erneuern. Nähere Informationen finden Sie im Kapitel "Konzernstrategie". Das Festnetz-Geschäft umfasst alles rund um die Sprach- und Datenkommunikation durch Festnetz- bzw. Breitband-Technik. Dazu gehören sowohl der Vertrieb von Endgeräten und sonstiger Hardware als auch der Vertrieb der Dienste an Wiederverkäufer. Das Mobilfunk-Geschäft bietet Privat- und Geschäftskunden mobile Sprach- und Datendienste an. In Verbindung mit diesen Diensten verkaufen wir Mobilfunk-Geräte und andere Hardware. Darüber hinaus vertreiben wir Mobilfunk-Dienste auch an Wiederverkäufer sowie an Gesellschaften, die Netzleistungen einkaufen und selbstständig an Dritte vermarkten (Mobile Virtual Network Operator, MVNO). T-Systems, unsere Großkundensparte, konzentriert sich auf das Geschäft mit netzzentrierten ICT-Lösungen, d. h. mit kombinierten Angeboten aus Informationstechnologie- und Telekommunikationsdiensten. T-Systems bietet global aufgestellten Unternehmen Komplettlösungen an. In den Fokus rücken darüber hinaus Services wie Cloud Computing und IT-Lösungen für Branchen, die sich im Umbruch befinden, wie z. B. Energie, Gesundheit und Vernetztes Automobil. Organisation: Vier operative Segmente. Unsere Finanzberichterstattung steht im Einklang mit unserer Konzernstrategie und basiert auf der folgenden Organisationsstruktur: Der Konzern ist in vier operative Segmente gegliedert. Die Geschäftstätigkeit dieser operativen Segmente teilt sich bei drei Segmenten nach Regionen, bei einem Segment nach Kunden und Produkten auf. G 16 Organisationsstruktur. Das operative Segment Deutschland umfasst sämtliche Aktivitäten des Festnetz- und Mobilfunk-Geschäfts in Deutschland. Darüber hinaus erbringt das operative Segment Deutschland Telekommunikationsvorleistungen für andere operative Segmente im Konzern. Das operative Segment Europa umfasst sämtliche Aktivitäten aus Festnetz- und Mobilfunk-Geschäft der Landesgesellschaften in Griechenland, Rumänien, Ungarn, Polen, der Tschechischen Republik, Kroatien, den Niederlanden, der Slowakei, Österreich, Bulgarien, Albanien, EJR Mazedonien und Montenegro sowie des Joint Ventures in Großbritannien. Daneben werden den Geschäftskunden in einzelnen Landesgesellschaften auch ICT-Lösungen angeboten. Ebenso zum operativen Segment Europa gehört der Bereich International Carrier Sales & Solutions, der hauptsächlich Telekommunikationsvorleistungen für andere operative Segmente im Konzern erbringt. Das operative Segment USA umfasst sämtliche Mobilfunk-Aktivitäten auf dem US-amerikanischen Markt. Das operative Segment Systemgeschäft bündelt unter der Marke "T-Systems" das Geschäft für ICT-Produkte und -Lösungen für große multinationale Unternehmen. Das operative Segment bietet seinen Kunden Informations- und Kommunikationstechnik aus einer Hand. Für multinationale Konzerne und öffentliche Institutionen entwickelt und betreibt das operative Segment Infrastruktur- und Branchenlösungen. Das Angebot reicht von Standardprodukten über IP-basierte Hochleistungsnetze bis zur Realisierung kompletter ICT-Lösungen. Die Konzernzentrale & Shared Services umfassen alle Konzerneinheiten, die nicht direkt einem der operativen Segmente zugeordnet sind. Die Konzernzentrale übernimmt die strategischen und segmentübergreifenden Steuerungsaufgaben. Die sog. "Shared Services", die ihre Leistungen schwerpunktmäßig in Deutschland erbringen, sind für alle sonstigen operativen Aufgaben zuständig, die nicht unmittelbar das Kerngeschäft der operativen Segmente betreffen. Zu den Shared Services zählen neben den typischen Dienstleistungen wie Finanzbuchhaltung, Personal-Service und operativem Einkauf u. a. Vivento, die dafür verantwortlich ist, im Rahmen des Personalumbaus Mitarbeitern neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu vermitteln, der Bereich "Grundstücke und Gebäude" und der Bereich "MobilitySolutions" als Komplettanbieter von Fuhrpark-Management und Mobilitätsleistungen. Neuerungen 2012. Seit dem 1. Januar 2012 weist die Deutsche Telekom die Aufgaben und Funktionen des Wachstumsgeschäfts "Digital Services" sowie des Internet-Dienstleisters STRATO, die zum 31. Dezember 2011 im Wesentlichen noch Bestandteile des operativen Segments Deutschland waren, gebündelt als Digital Business Unit (DBU) in der Konzernzentrale & Shared Services aus. Seit dem 1. Juli 2012 hat die Deutsche Telekom die IT-Konzerninfrastruktur neu formiert und die gesamte interne IT aus den zwei operativen Segmenten Deutschland, Systemgeschäft sowie der Konzernzentrale & Shared Services innerhalb des operativen Segments Systemgeschäft als Telekom IT neu gebündelt. Die Vorjahreswerte wurden zur besseren Vergleichbarkeit angepasst. Für nähere Informationen verweisen wir auf ANGABE 32 "Segmentberichterstattung" im Konzern-Anhang. Neuerungen 2013. Zum 1. Januar 2013 fiel der Startschuss für unsere neue Konzernzentrale & Shared Services. Ziel der Maßnahme sind neben der Konzentration auf die strategische Steuerung des Konzerns eine verbesserte Service-Kultur und mehr Unternehmertum in den Service-Funktionen. Daneben gilt es die Zentrale effizienter aufzustellen, die Komplexität zu reduzieren und die Effektivität zu steigern - und dabei die internen Kundenbedürfnisse stets im Blick zu haben. Aufgaben der neuen Konzernzentrale sind die konzernweite Ausrichtung und Steuerung des Konzerns, die Regelungsgebung, konzernweite strategische Projekte und die entsprechende Umsetzungs- und Erfolgsmessung. Die neu formierten Shared Services erbringen ihre Leistungen als Dienstleister für den gesamten Konzern. LEITUNG UND KONTROLLE. Die Führungs- und Kontrollstrukturen sowie das Vergütungssystem für Vorstand und Aufsichtsrat orientieren sich am langfristigen Erfolg des Konzerns und folgen insbesondere den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Die Geschäftsverteilung des Vorstands sieht zum 31. Dezember 2012 sieben Vorstandsbereiche vor. Vier davon sind die zentralen Führungsbereiche: ― Vorstandsvorsitzender und die Vorstandsressorts ― Finanzen, ― Personal, ― Datenschutz, Recht und Compliance. Zudem gibt es drei weitere segmentbezogene Vorstandsbereiche: ― Deutschland, ― Europa und Technik, ― T-Systems. Veränderungen im Vorstand. Mit Ablauf des 2. Mai 2012 endete die Bestellung von Thomas Sattelberger als Vorstandsmitglied für das Vorstandsressort Personal und als Arbeitsdirektor. Mit Wirkung zum 3. Mai 2012 bestellte der Aufsichtsrat Prof. Dr. Marion Schick zum Vorstandsmitglied für das Vorstandsressort Personal sowie zur Arbeitsdirektorin. Mit Ablauf des 31. Mai 2012 wurde die Bestellung von Dr. Manfred Balz als Vorstandsmitglied für das Vorstandsressort Datenschutz, Recht und Compliance einvernehmlich aufgehoben und Dr. Thomas Kremer mit Wirkung zum 1. Juni 2012 zum Mitglied des Vorstands für das Vorstandsressort Datenschutz, Recht und Compliance bestellt. Am 20. Dezember 2012 hat René Obermann als Vorstandsvorsitzender des Unternehmens den Aufsichtsrat gebeten, ihn mit Ablauf des 31. Dezember 2013 von seinen Aufgaben zu entbinden. Diesem Wunsch hat der Aufsichtsrat entsprochen und seine Bestellung einvernehmlich mit Wirkung zu diesem Zeitpunkt aufgehoben. Der Aufsichtsrat hat weiterhin beschlossen, Timotheus Höttges mit Wirkung zum 1. Januar 2013 zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden zu bestellen. Er soll im Laufe des Jahres 2013 mit Wirkung zum 1. Januar 2014 zum Vorstandsvorsitzenden bestellt werden. T 007 Zusammensetzung des Vorstands zum 31. Dezember 2012. scroll Mitglieder des Vorstands Ressort René Obermann Vorstandsvorsitzender (CEO)/USA Reinhard Clemens T-Systems Niek Jan van Damme Deutschland Timotheus Höttges Finanzen (CFO) Dr. Thomas Kremer Datenschutz, Recht und Compliance Claudia Nemat Europa und Technik Prof. Dr. Marion Schick Personal Veränderungen im Aufsichtsrat. Ulrich Hocker schied mit Ablauf der Hauptversammlung am 24. Mai 2012 aus dem Aufsichtsrat aus. Als Nachfolgerin wurde Dagmar P. Kollmann von der Hauptversammlung zum Mitglied des Aufsichtsrats gewählt. Ebenfalls auf der Hauptversammlung am 24. Mai 2012 wurden die amtierenden Mitglieder des Aufsichtsrats Dr. Hans Bernhard Beus, der zuvor bereits gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden war, sowie Lawrence H. Guffey für eine zweite Amtszeit bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2016 beschließt, in den Aufsichtsrat gewählt. Michael Löffler legte mit Ablauf des 31. Mai 2012 sein Aufsichtsratsmandat nieder. Als Nachfolger wurde Klaus-Dieter Hanas mit Wirkung zum 1. Juni 2012 gerichtlich zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. Mit Ablauf des 31. Oktober 2012 legte Hans Martin Bury sein Mandat im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom nieder. Als Nachfolgerin wurde Sari Baldauf mit Wirkung zum 1. November 2012 gerichtlich bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2013 in den Aufsichtsrat bestellt. Auf der Hauptversammlung 2013 wird Sari Baldauf zur Wahl vorgeschlagen werden. Hermann Josef Becker ist mit Ablauf des 31. Dezember 2012 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Seine Nachfolgerin Petra Steffi Kreusel wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2013 gerichtlich bis zum Ablauf der Hauptversammlung 2013 in den Aufsichtsrat bestellt. Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG überwacht die Geschäftsführung des Vorstands und berät ihn. Er setzt sich aus 20 Mitgliedern zusammen, von denen zehn die Aktionäre und zehn die Arbeitnehmer vertreten. Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands erfolgt auf Grundlage der §§ 84, 85 AktG, § 31 MitbestG. Änderungen der Satzung richten sich nach den §§ 179, 133 AktG und § 18 der Satzung. Dabei ist der Aufsichtsrat gemäß § 21 der Satzung ermächtigt, die Satzung ohne Beschluss der Hauptversammlung an neue gesetzliche Vorschriften anzupassen, die für die Gesellschaft verbindlich werden, und Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung betreffen. Grundlagen der Vorstandsvergütung. Für weitere Details zur Vorstandsvergütung und den Angaben nach § 314 Handelsgesetzbuch (HGB), dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 17 (DRS 17) sowie den Angaben nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex verweisen wir auf ANGABE 40 "Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat" im Konzern-Anhang. Der Aufsichtsrat hat am 24. Februar 2010 ein neues System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder beschlossen. Umgesetzt wurden dabei die seit dem 5. August 2009 geltenden Regelungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG). Die Hauptversammlung der Deutschen Telekom AG vom 3. Mai 2010 billigte dieses neue System. Dienstverträge der Vorstände, die bereits vor Inkrafttreten des VorstAG bestanden haben, unterliegen gemäß den Gesetzesbegründungsmaterialien (Drucksache 16/13433) einem Bestandsschutz. Dennoch bestand für diese Vorstandsmitglieder die Möglichkeit, freiwillig in das neue Vergütungssystem zu wechseln. Zum 31. Dezember 2012 befinden sich alle amtierenden Vorstandsmitglieder im neuen System der Vorstandsvergütung. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Die Mitglieder des Vorstands haben auf Basis der mit ihnen geschlossenen Dienstverträge einen Anspruch auf: eine jährliche feste Vergütung, eine jährliche variable Erfolgsvergütung, eine langfristig ausgelegte variable Vergütungskomponente sowie Anspruch auf Nebenleistungen und auf Anwartschaften aus einer betrieblichen Pensionszusage. Der Aufsichtsrat legt die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand fest. Diese Struktur und die Angemessenheit der Vergütung überprüft er regelmäßig. Die feste Vergütung ist bei allen Vorstandsmitgliedern gemäß den aktienrechtlichen Anforderungen unter Beachtung der marktüblichen Vergütungen festgelegt. Es ist sichergestellt, dass die Vorstandsvergütung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet ist und im Neusystem die variablen Vergütungsbestandteile eine Bemessungsgrundlage über mehrere Jahre haben. Der Aufsichtsrat kann zudem nach seinem pflichtgemäßen Ermessen außerordentliche Leistungen einzelner oder aller Vorstandsmitglieder in Form einer besonderen Erfolgstantieme vergüten. In markt- und konzernüblicher Weise gewährt die Gesellschaft allen Mitgliedern des Vorstands aus ihren Vorstandsverträgen weitere Leistungen, die zum Teil als geldwerte Vorteile angesehen und entsprechend versteuert werden; so v. a. die Überlassung eines Geschäftsfahrzeugs sowie die Gewährung von Unfallversicherungs- und Haftpflichtschutz und Leistungen im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung. Nebentätigkeiten sind grundsätzlich genehmigungspflichtig. Die Übernahme von Management- und Aufsichtsratsfunktionen in Konzerngesellschaften erfolgt grundsätzlich unentgeltlich. KONZERNSTRATEGIE. • Unsere Strategie von heute ist der Grundstein für unseren Erfolg von morgen • Die Deutsche Telekom zählt zu den weltweit führenden Anbietern von Telekommunikation und Informationstechnologie. Diese Position wollen wir festigen. Das ist keine leichte Aufgabe, denn schließlich sind die Märkte im klassischen Anschlussgeschäft hart umkämpft; aber wir sehen auch Wachstumschancen, z. B. in Märkten für mobile Datennutzung, Cloud- und Internet-Angebote. Wir sind weiterhin auf Kurs, doch die Aufgaben sind herausfordernder denn je. Den Rahmen für den langfristigen Erfolg unseres Konzerns definiert unsere Strategie. 2010 formulierten wir die Strategie "Verbessern - Verändern - Erneuern" und setzen sie seitdem erfolgreich um. Diese Ausrichtung gilt auch heute noch. Wir werden den eingeschlagenen Weg also weiter fortsetzen. Darüber hinaus haben wir uns dazu entschieden, unsere Strategie weiterzuentwickeln - sie zu vereinfachen, zu fokussieren und noch stärker am Kunden auszurichten. Dies zeigt sich auch in unserem neuen Leitbild: Deutsche Telekom - Meine erste Wahl für Vernetztes Leben und Arbeiten. Damit rücken wir den Kunden noch konsequenter in den Mittelpunkt. Egal ob es um Privat-, Geschäfts- oder Großkunden geht - für alle wollen wir die erste Wahl sein. Erreichen wollen wir dies, indem wir uns auf vier strategische Handlungsfelder konzentrieren, wie in GRAFIK G 17 dargestellt. Bei der Umsetzung der vier Handlungsfelder orientieren wir uns an drei Prinzipien: Kämpfen, Verändern und Erneuern. Das bedeutet konkret: ― Wir kämpfen um unsere Kunden, um Marktpositionen zu verteidigen oder auszubauen. ― Wir verändern unsere Prozesse und Systeme, um weiterhin wettbewerbsfähig zu bleiben. ― Wir erneuern in allen Bereichen unseres Unternehmens, um weiter zu wachsen und Innovationen voranzutreiben. G 17 Unternehmensstrategie. Integrierte Netze für die Gigabit-Gesellschaft. Wir setzen auf unsere hervorragende Netzqualität. Unser Ziel ist es, unseren Kunden immer die beste und schnellstmögliche Verbindung zu bieten. Dabei werden wir ein flächendeckendes und leistungsstarkes Netz mit Gigabit-Geschwindigkeit durch einen intelligenten Technologiemix realisieren: Wir treiben den Netzausbau sowohl über Mobilfunk-Lösungen wie LTE und UMTS als auch über das Festnetz voran. Dafür investieren wir in Netze und Technologien - allein im vergangenen Jahr waren es über 5 Mrd. € Gesamtinvestitionen in Netzwerk-Technologie für Festnetz und Mobilfunk. Dies zahlt sich aus: 2012 haben wir z. B. in Deutschland erneut die Mobilfunknetz-Tests der Magazine "Chip Online" und "connect" gewonnen. Im Festnetz-Bereich setzen wir auf den Glasfaser-Ausbau und die Vectoring-Technologie. Seit 2010 haben wir bereits rund 382 000 Haushalte in 20 deutschen Städten an das Glasfasernetz angeschlossen. Zukünftig wollen wir den Ausbau noch effizienter vorantreiben, indem wir die Glasfaser bis zum nächsten Kabelverzweiger legen und von da an mit Vectoring auf den bestehenden Kupferleitungen bis in die Wohnungen Bandbreiten von bis zu 100 MBit/s realisieren. Chancen und Risiken des Ausbaus wollen wir zudem in neuen Kooperationsformen mit Wettbewerbern wie NetCologne, der 1&1 Internet AG und Telefónica Deutschland teilen. Die Bundesnetzagentur genehmigte in 2012 ein entsprechendes VDSL-Kontingentmodell. Zudem positionieren wir uns verstärkt als Partner der Wohnungswirtschaft und intensivieren so den Wettbewerb mit Kabelanbietern. Zusammen mit der ANTEC Servicepool GmbH und der Deutschen Annington versorgen wir in den kommenden Jahren insgesamt mehr als 200 000 Wohnungen mit einer TV- und Rundfunkversorgung und bieten den Mietern passende Breitband-Angebote. Siehe "Regulatorische Eingriffe in das Geschäft". Eine noch bessere Netzabdeckung und noch höhere Übertragungsraten sind auch im Mobilfunk unsere wichtigsten Ziele. Mit LTE in über 100 deutschen Städten bieten wir bereits heute Übertragungsraten von bis zu 100 MBit/s. Bis 2016 sollen LTE-Übertragungsraten für rund 85 % der Bevölkerung möglich sein. Die Bundesnetzagentur sieht durch LTE nun auch die Versorgungsverpflichtung für ländliche Gebiete im gesamten Bundesgebiet erfüllt; dazu sind bereits insgesamt 4 731 Mobilfunk-Antennen in Betrieb. Von der neuen Technologie profitieren in Europa auch unsere Kunden in Österreich, Ungarn, Kroatien und Griechenland. Für 2013 ist die Einführung der LTE-Technik in Polen, der Tschechischen Republik, Montenegro und den Niederlanden geplant. Die optimale Kombination von Top-Gerät und bestem Netz bieten wir mit LTE-fähigen Endgeräten wie dem iPhone 5 oder dem Samsung Galaxy SIII LTE. Parallel dazu setzen wir auch weiterhin auf die Modernisierung unseres UMTS-Netzes und bieten mit HSPA plus bereits Geschwindigkeiten von bis zu 42 MBit/s. Auch auf Reisen sind unsere Kunden bestens verbunden: Auf rund 1 700 Kilometern des ICE-Streckennetzes der Deutschen Bahn und an Bord von sechs Fluglinien sind Reisende mit uns online. T-Mobile USA setzt ihre Initiativen der Herausforderer-Strategie fort: Hierzu gehört v. a. die landesweite Netzwerk-Modernisierung mit einem Investitionsvolumen von 4 Mrd. US-$. Durch den vereinbarten Zusammenschluss mit dem Wettbewerber MetroPCS entsteht auf dem US-Mobilfunk-Markt ein Unternehmen mit einer klaren Technologieausrichtung für ein gemeinsames modernes LTE-Netz und dem Ziel, den Kunden das beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten. So kann T-Mobile USA den Kunden eine große Auswahl günstiger Produkte und Services in Verbindung mit einer noch höheren Netzabdeckung bieten. In 2013 werden wir unsere Kunden zudem mit Apple Produkten begeistern. Mehr Innovation durch Kooperation. DEUTSCHE TELEKOM INNOVATIV. Unser Konzern nutzt nicht nur eigene Innovationen, sondern integriert auch erfolgreich Neues von außen. Innovation ist für uns ein Dreiklang aus Eigenentwicklungen, Partnerschaften und Unternehmensbeteiligungen. So sind die T-Labs unser eigener zentraler Forschungs- und Innovationsbereich. In unserer Digital Business Unit (DBU) fokussieren wir uns auf Produktentwicklung in sechs Geschäftsfeldern: Kommunikationsdienste, Medien/ Unterhaltung, Cloud-Dienste, Werbung, Portal- und Anzeigengeschäft sowie Bezahldienste. Insbesondere im Internet-Geschäft steigt die Bedeutung von Plattformen. Die Stärke der Deutschen Telekom liegt im Aufbau und Management von solchen komplexen Ökosystemen, z. B. für Heimvernetzung, Machine to Machine (M2M) oder Cloud-Dienste. Außerdem setzen wir sowohl auf kleine Partnerschaften mit Start-ups als auch auf globale strategische Partnerschaften, um von externer Innovationskraft zu profitieren. Über Beteiligungen unserer Wagniskapitalfirma T-Venture sichern wir uns Zugang zu neuen Geschäftskonzepten und Technologien. Darüber hinaus haben wir einen sog. "Inkubator" für Start-ups gegründet: hub:raum. Damit die Innovationskultur in unserem Unternehmen weiter wächst, haben wir uns eine neue "Innovation Governance" gegeben. Dazu gehört, dass wir ein Product & Innovation Board ins Leben gerufen haben, das unter Leitung unseres Vorstandsvorsitzenden die wichtigsten Entscheidungen über Innovationen trifft. Zudem haben wir konzernweite Innovationsprioritäten (Corporate Priorities) gesetzt, die wir nun nach und nach in vielen Ländern einführen: Das sind derzeit die Themen Business Marketplace mit Cloud-Applikationen für kleine und mittelständische Kunden, der Kommunikationsdienst Joyn, die Datenübertragung zwischen verschiedenen Geräten und Maschinen (M2M) und ein Ökosystem rund um das mobile Bezahlen. Weitere Informationen zu unserer Innovationsstrategie und -kultur sowie Beispiele für die erfolgreiche Umsetzung finden Sie im Kapitel "Innovation und Produktentwicklung". Sichere Cloud-Lösungen. Cloud-Dienste werden immer wichtiger und sind damit für uns ein zukunftsträchtiger Markt. Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, all unseren Kunden permanenten Zugriff auf Daten und Services zu ermöglichen - unabhängig von Zeit, Ort und Gerät, mit dem gesamten Leistungsspektrum und bei höchstmöglicher Sicherheit. Bereits seit 2005 bietet unsere Großkundensparte T-Systems dynamische SAP-Leistungen an. Seitdem wuchs das Portfolio schrittweise über die Applikationsmigration und Datenintegration bis hin zu komplexen Cloud Services mit höchsten Sicherheitsanforderungen. T-Systems betreibt eine Vielzahl von Services und kundenspezifischen Cloud-Lösungen innerhalb der Hosting-Umgebung von 90 Rechenzentren weltweit mit mehr als 60 000 Servern. 2,6 Mio. SAP-Kunden nutzen unsere Cloud-Dienste. Im vergangenen Jahr konnten wir weitere Großaufträge gewinnen, etwa BP und Georg Fischer AG. Um unseren Kunden einen noch einfacheren und schnelleren Zugang zu Cloud-Diensten zu ermöglichen, ging T-Systems zudem eine strategische Partnerschaft mit VMware ein, dem weltweit führenden Anbieter von Virtualisierungs- und Cloud-Lösungen. Wir bieten ebenfalls Cloud Services an, die in erster Linie auf die Bedürfnisse unserer 2,2 Mio. kleinen und mittelständischen Geschäftskunden in Deutschland zugeschnitten sind, so z. B. virtuelle Server, Sicherheits- und Anwendungsprogramme. Im Berichtsjahr startete der Online-Marktplatz "Business Marketplace", auf dem Firmen flexible und kostengünstige Business-Anwendungen buchen können. Unsere Privatkunden sind längst in der Cloud unterwegs. Mit Smartphone Sync verbinden sie alle mobilen Geräte mit dem E-Mail Center in der TelekomCloud und haben so E-Mails, Kontakte und Termine automatisch auf dem neuesten Stand. Mit dem Mediencenter können die Kunden eigene Dokumente, Fotos, Videos und Musik in der Cloud speichern und dann von überall auf diese Daten zugreifen. Das funktioniert mit jedem Internet-fähigen Endgerät, sei es Smartphone, Tablet-PC, Computer oder Fernseher. Der TÜV bestätigt: Unser Online-Speicher ist sicher, ebenso wie die Kundendaten - z. B. weil sich die Server in Deutschland befinden. Unseren elektronischen Briefdienst De-Mail können unsere Privat- und Firmenkunden seit September nutzen. De-Mail kombiniert die Vorteile des Internets mit denen schriftlicher Kommunikation: De-Mail ist so schnell und komfortabel wie eine herkömmliche E-Mail und so sicher und verbindlich wie ein Brief. Mit De-Mail können Firmen einen großen Teil ihrer Briefkommunikation in die digitale Welt überführen und private Nutzer auf persönliche Termine und Unterschrift verzichten. Schon vor dem Start von De-Mail hatten sich weit mehr als eine Million Menschen eine De-Mail Adresse reserviert. Inzwischen sind bereits viele namhafte Unternehmen aus der Versicherungs- und den Finanzdienstleistungsbranchen angemeldet. Kunden begeistern. Als Deutsche Telekom wollen wir unsere Kunden begeistern. Wir wollen die besten Kundenerfahrungen bieten - und zwar überall dort, wo Kunden mit unserem Konzern in Berührung kommen: von der Werbung über unsere T-Shops bis hin zu unseren Produkten. Das Deutsche Institut für Service-Qualität zeichnete 2012 unsere T-Shops als beste Mobilfunk-Shops aus. Auch beim Online Service gehen wir neue Wege: Unser Service-Kanal "Telekom hilft" bei Facebook und Twitter ist bereits sehr erfolgreich. Um noch besser zu werden, haben wir mit dem Programm "K1 - Kunde zuerst" einige Verbesserungen für unsere Kunden erreicht; dazu gehören eine vereinfachte Auftragsbestätigung, eine schnellere Software-Aktualisierung für Internet Router und die Übernahme von Eskalationsfällen durch eine spezielle Hotline. Hilfe zur Selbsthilfe bieten die kostenlose App "DSL Hilfe", mit der Kunden ihren Breitband-Anschluss im Fehlerfall selbst unter die Lupe nehmen können, und die Broschüre "Wechselbegleiter" für Umzüge. Das Programm wird im kommenden Jahr mit weiteren Themen fortgeführt. Unser operatives Segment Europa startete ebenfalls eine Initiative, um die Kundenerfahrungen weiter zu verbessern. Dabei ist es wichtig, die jeweiligen Unterschiede unserer Tochterunternehmen und den Reifegrad beim Kunden-Service zu berücksichtigen. Wir initiierten das Programm mit einer kleinen Gruppe unserer Tochterunternehmen; diese Gruppe entwickelt Konzepte, setzt entsprechende Maßnahmen um und teilt ihre Erkenntnisse. T-Mobile Czech Republic wird als Pilot dienen und ein funktionsübergreifendes Programm ist in der Entwicklung. Ungarn und Griechenland haben bereits Programme zur Steigerung der Kundenzufriedenheit etabliert und sind deshalb auch Teil der Kerngruppe. Auch alle anderen Tochterunternehmen profitieren von den Erfahrungen: In einem Forum werden Einsichten und "Best Practices" geteilt. Wachstumsfelder. Die Erfolge in den strategischen Handlungsfeldern wirken direkt positiv auf unsere wesentlichen Wachstumsfelder: Mobiles Internet, Vernetztes Zuhause, Internet-Angebote, T-Systems und Intelligente Netzlösungen. Insgesamt wollen wir die Umsätze in den Wachstumsfeldern bis zum Jahr 2015 von 15 Mrd. € im Jahr 2009 auf dann etwa 27 Mrd. € steigern. Im Vergleich zum Vorjahr haben wir unser Ambitionsniveau um insgesamt 2 Mrd. € gesenkt, da sich veränderte Markterwartungen negativ auf das Ambitionsniveau unserer Wachstumsfelder "Internet-Angebote" und "T-Systems (externer Umsatz)" auswirkten. ― Mobiles Internet ist unser größtes Wachstumsfeld; hierunter fallen alle Umsätze, die wir mit mobilen Datendiensten erwirtschaften. Unser Ziel: bis zum Jahr 2015 einen Umsatz von rund 10 Mrd. € erreichen. ― Vernetztes Zuhause ist ein weiteres, für uns sehr wichtiges Wachstumsfeld; hier bündeln wir alle Umsätze, die wir mit unseren bereits bestehenden Double Play- und Triple Play-Angeboten - also unseren Festnetz-basierten Sprach-, Daten- und TV-Diensten - erzielen. Auch unsere innovativen Produkte für das Vernetzte Zuhause zählen dazu, wie z. B. der Kommunikationsdienst Joyn oder die Heimvernetzungsplattform Qivicon. Unser Ziel hier: bis 2015 rund 7 Mrd. € Umsatz. ― Auch unser gesamtes Internet-Angebot fassen wir in einem Wachstumsfeld zusammen, das hauptsächlich aus drei Blöcken besteht: 1. Online-Werbung, z. B. auf den Internet-Seiten der Scout Gruppe, auf Mobiltelefonen und auf unseren Fernsehangeboten; 2. den digitalen Inhalten unserer Load Familie (z. B. Musicload und Videoload) und 3. den sog. "Near Access Services"; hierzu gehören z. B. das Bereitstellen von Web-Seiten und der Verkauf von Sicherheits-Software. Unser Ziel ist es, den Umsatz mit den Internet-Angeboten bis 2015 aus eigener Kraft auf rund 2 Mrd. € zu steigern. ― In einem weiteren Wachstumsfeld messen wir alle externen Umsätze der T-Systems; gebündelt in dem Bereich Market Unit. Hierzu gehören v. a. auch Geschäfte mit innovativen Cloud Services. Für 2015 haben wir uns das Ziel gesteckt, in diesem Wachstumsfeld insgesamt rund 7 Mrd. € Umsatz zu erwirtschaften. ― Das Wachstumsfeld Intelligente Netzlösungen umfasst das Geschäft in Branchen, die gesellschaftlich relevant sind und sich im Umbruch befinden. Energie: Mit flexiblen, modular aufgebauten Ende-zu-Ende-Lösungen adressieren wir die Marktanforderungen der Energiebranche - unsere Stärke ist die effiziente Erfassung und Verarbeitung von Massendaten. Gesundheit: Beim Arzt, in der Klinik, der Verwaltung oder zu Hause - mithilfe innovativer Informations- und Kommunikationstechnik eröffnen wir neue Wege in Vorsorge, Pflege und Administration, die helfen Kosten zu senken und die Qualität zu verbessern. Vernetztes Automobil: Mit unseren Produkten und Diensten rund um das vernetzte Auto unterstützen wir neue Geschäftsmodelle und wirtschaftliche Anforderungen wie Effizienzsteigerung, die Einhaltung von Regularien, eine steigende Anzahl von Elektroautos und den Wunsch nach ganzheitlichen Mobilitätskonzepten. Unser Ziel: bis 2015 etwa 1 Mrd. € Umsatz. TABELLE T 008 gibt einen Überblick über unsere Wachstumsfelder inkl. angestrebter Umsätze. T 008 Wachstumsfelder der Deutschen Telekom. scroll Ambitionsniveau Umsatz in Mrd. € 2012 2015 Mobiles Internet 6,4 ≈ 10 Vernetztes Zuhause 6,3 ≈ 7 Internet-Angebote 1,0 ≈ 2 T-Systems (externer Umsatz)a 6,5 ≈ 7 Intelligente Netzlösungen (Energie, Gesundheit, Vernetztes Automobil) 0,1 ≈ 1 a Ohne Umsatz aus Intelligenten Netzlösungen, KONZERNSTEUERUNG. • Finanzstrategie 2010 bis 2012 umgesetzt • Finanzstrategie 2013 bis 2015 beschlossen • Konzernweites Wert-Management • Wir bekennen uns weiterhin zum Konzept der wertorientierten Unternehmensführung. Um unseren Konzern erfolgreich und nachhaltig zu steuern, müssen wir die Erwartungen aller vier Interessengruppen (Stakeholder) stets im Blick haben. ― Die Aktionäre erwarten eine angemessene und verlässliche Verzinsung auf ihr eingesetztes Kapital. ― Die Fremdkapitalgeber erwarten eine angemessene Verzinsung und die Fähigkeit zur Schuldenrückzahlung. ― Die Mitarbeiter erwarten sichere Arbeitsplätze mit Zukunftsperspektiven sowie eine sozialverträgliche Gestaltung des notwendigen Personalumbaus. ― Die "Unternehmer im Unternehmen" erwarten ausreichend Investitionsmittel, um das zukünftige Geschäft zu gestalten und um Produkte, Innovationen und Services für die Kunden zu entwickeln. FINANZSTRATEGIE. Wir wollen einen Ausgleich der unterschiedlichen Erwartungen dieser Interessengruppen sicherstellen, damit genügend Mittel für eine attraktive Dividendenpolitik, den Schuldenabbau, einen sozialverträglichen Personalumbau und Investitionen zur Verfügung stehen. Unsere 3-jährige Finanzstrategie der Jahre 2010 bis 2012 wurde umgesetzt. Siehe "Soll-Ist-Vergleich der Erwartungen unserer Interessengruppen". Auf unserem Kapitalmarkttag in Bonn Anfang Dezember 2012 haben wir unsere Finanzstrategie für die Jahre 2013 bis 2015 vorgestellt. Mit einer klaren Aussage zu den auch bisher angestrebten Finanzrelationen - Relative Verschuldung (Verhältnis von Netto-Finanzverbindlichkeiten zum bereinigten EBITDA), Eigenkapitalquote - sowie zur Liquiditätsreserve von 24 Monaten wollen wir ein Rating von A-/BBB halten. Zudem ist es unser Ziel, den uneingeschränkten Zugang zum Kapitalmarkt sicherzustellen. Für die Aktionäre gibt es eine Dividendenaussage für die Geschäftsjahre 2013 und 2014. Über die Ausschüttungspolitik für das Geschäftsjahr 2015 wollen wir nach der Phase erhöhter geplanter Investitionen in breitbandige Netze und Produkte neu entscheiden. Wir planen, die Dividende wahlweise in bar oder in Form von Aktien der Deutschen Telekom AG zu leisten. Dies bietet Investoren die Chance, Mittel in unserem Unternehmen zu belassen, die Finanzrelationen weiter zu verbessern und vom Erfolg ihrer Investitionen langfristig noch mehr zu profitieren. Bereits für das Geschäftsjahr 2012 wollen wir unseren Aktionären diese Wahlmöglichkeit anbieten. Unsere Planung sieht für die kommenden drei Jahre deutlich erhöhte Gesamtinvestitionen vor. Der ausgeweitete Investitionsspielraum soll genutzt werden, um unsere Breitband-Infrastruktur insbesondere in Deutschland und den USA auszubauen. Im Mobilfunk geschieht dies auf Basis des modernsten Standards LTE; im Festnetz mit Glasfaser und Vectoring. Die Dividende für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 wurde zugunsten unserer geplanten Investitionen in zukünftiges Wachstum angepasst; vorgesehen ist jeweils eine Dividende von 0,50 € je Aktie. Unseren Aktionären bieten wir mit unserer Dividendenplanung eine attraktive Rendite und Planbarkeit. G 18 Unsere 3-jährige Finanzstrategie der Jahre 2013 bis 2015. a Vorbehaltlich der notwendigen Gremienbeschlüsse und des Vorliegens weiterer gesetzlicher Voraussetzungen. b Kumuliertes Delta bis 2015 gegenüber Niveau 2012. c Sum of the Parts. Die Finanzstrategie unterstützt unsere Konzernstrategie bei der Transformation unseres Konzerns von einem reinen "Telco" zu einem "Telco Plus" Unternehmen. Um nachhaltig Wertzuwachs zu generieren, prüfen wir auch die Möglichkeiten von Portfolio-Veränderungen; z. B. hinsichtlich unseres Joint Ventures Everything Everywhere (EE) sowie der Scout Gruppe. Gleichzeitig führen wir unsere Effizienzprogramme fort, indem wir planen, unsere indirekten Kosten um 2 Mrd. € zu reduzieren. Bei einem professionellen Risiko-Management stellen wir bereits heute die Weichen für eine zukunftssichere Telekom und arbeiten damit an der Erfüllung der Erwartungen unserer Interessengruppen. WERT-MANAGEMENT UND STEUERUNGSSYSTEM. Um unsere strategischen Ziele besser setzen und erreichen zu können, verfolgen wir ein konzernweites Wert-Management. Schließlich braucht es konkrete Steuerungsgrößen, um den Erfolg zu messen. Die Grundlage dafür ist ein zuverlässiges und verständliches Steuerungssystem. Einen Überblick über unsere Steuerungsgrößen gibt TABELLE T 009. T 009 Steuerungsgrößen. scroll 2012 2011 2010 2009 2008 ROCE % (2,3) 3,8 3,5 3,9 - Umsatz Mrd. € 58,2 58,7 62,4 64,6 61,7 EBITDA bereinigt Mrd. € 18,0 18,7 19,5 20,7 19,5 EBITDA Mrd. € 18,1 20,0 17,3 19,9 18,0 EBIT Mrd. € (3,8) 5,6 5,5 6,0 7,0 Free Cashflowa Mrd. € 6,2 6,4 6,5 7,0 7,0 Gearing 1,2 1,0 1,0 1,0 0,9 Relative Verschuldung 2,1 2,1 2,2 2,0 2,0 a Free Cashflow vor Ausschüttung, Investitionen in Spektrum, PTC- und AT&T-Transaktionen. Rentabilität. Um zu unterstreichen, wie wichtig uns eine langfristig erfolgreiche Entwicklung unseres Konzerns ist, haben wir die nachhaltige Konzernwertsteigerung in den mittelfristigen Zielen festgeschrieben und als Kennzahl im gesamten Konzern implementiert. Unsere zentrale Steuerungsgröße auf Konzernebene und für die einzelnen operativen Segmente ist seit 2009 die Kapitalrendite: Return On Capital Employed (ROCE). Um die Kapitalrendite zu ermitteln, wird das operative Ergebnis nach Abschreibungen und kalkulatorischen Steuern (Net Operating Profit After Taxes; NOPAT) ins Verhältnis zum dafür notwendigen durchschnittlich im Jahresverlauf gebundenen Vermögen (Net Operating Assets; NOA) gesetzt. Mit der Steuerungsgröße ROCE verankern wir unser Ziel der nachhaltigen Konzernwertsteigerung in allen operativen Maßnahmen. Zusätzlicher Wert erwächst dann, wenn die Rendite auf das eingesetzte Vermögen größer ist als die Kapitalkosten. Unser Ziel ist es also, die aus dem Kapitalmarkt abgeleiteten Renditevorgaben der Fremd- und Eigenkapitalgeber zu verdienen bzw. zu übertreffen. Maßstab für den Verzinsungsanspruch ist der Kapitalkostensatz. Diesen ermitteln wir als gewichteten Durchschnittskostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital; WACC). Im Geschäftjahr 2012 erzielten wir einen ROCE von minus 2,3 %. Wir sind der Meinung, dass das ROCE die Erwartungen unserer oben beschriebenen vier Interessengruppen am besten widerspiegelt. Die Kennzahl misst, wie effizient wir mit dem eingesetzten Kapital wirtschaften. Gerade für eine langfristige Betrachtung ist ROCE eine sehr aussagekräftige Kennzahl, weil sie beides berücksichtigt: das durch unsere kapitalintensive Infrastruktur enorm große, gebundene Vermögen und dessen Auslastung. Hieraus wird der entscheidende Vorteil dieser Kennzahl deutlich: Im Fokus steht nicht die absolute Höhe des erzielten Ergebnisses, sondern wie viel Ergebnis das eingesetzte Kapital dabei erbringt. ROCE eröffnet uns eine ganzheitliche Perspektive, sodass wir mit neuen Impulsen über unsere Investitionen nachdenken. Zur operativen Steuerung nutzen wir die im Folgenden beschriebenen Kennzahlen. Zur Entwicklung der Kennzahlen siehe TABELLE T 009, und Kapitel "Geschäftsentwicklung des Konzerns". Ertragskraft. Die Entwicklung des Umsatzes ist eine wesentliche Größe, um den Unternehmenserfolg zu messen. Das EBITDA entspricht dem EBIT (Betriebsergebnis) vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. EBIT und EBITDA messen die kurzfristige operative Leistungskraft und den Erfolg der einzelnen Geschäftsbereiche. Neben diesen beiden Größen verwenden wir die EBIT- und EBITDA-Margen, um diese Kennzahlen im Verhältnis zum Umsatz zu zeigen. Dies lässt einen Vergleich der Ertragskraft von ergebnisorientierten Bereichen unterschiedlicher Größen zu. Finanzierungsspielraum. Den Free Cashflow definieren wir als Cashflow aus Geschäftstätigkeit abzüglich Nettozahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) und Sachanlagen. Diese Kennzahl ist der zentrale Gradmesser für die Fremd- und Eigenkapitalgeber; sie misst das Potenzial zur Weiterentwicklung unseres Unternehmens, wie zur Schaffung von organischem Wachstum und für die Dividendenfähigkeit sowie für die Fähigkeit, Verbindlichkeiten zurückzuzahlen. Unsere Bestrebungen im Rahmen unseres zentralen Free Cashflow Managements bestehen darin, das Working Capital weiter zu verbessern. So ist das Free Cashflow Management verantwortlich für Transparenz, Steuerung, Forecast und Performance-Messung hinsichtlich des Konzern Free Cashflows und im Speziellen des Working Capitals. Im Jahr 2010 starteten wir mit CORE (Cash Optimization for ROCE Enhancement) ein Programm zur nachhaltigen Verbesserung des Working Capitals. 2012 lag der Fokus darauf, die 2010 verabschiedete, konzernweite Zahlungsrichtlinie für ein besseres Verbindlichkeiten-Management in Europa und den USA einzuführen und es in Deutschland weiter zu verbessern. Weiterhin arbeiteten wir daran, das Forderungs-Management - insbesondere in unseren operativen Segmenten Europa, USA und Systemgeschäft -konzernweit zu optimieren. Diesen eingeschlagenen Weg wollen wir in den folgenden Jahren fortsetzen; Schwerpunkte sind dabei: weitere Verbesserungen auf Basis der eingeführten Zahlungsrichtlinie, das Forderungs- und Vorräte-Management bei T-Mobile USA und Europa sowie das Working Capital Management bei der OTE-Gruppe. WIRTSCHAFTLICHES UMFELD. • Abkühlung der Weltkonjunktur in 2012 • ICT-Markt wächst in den Schwellenländern und stagniert in Europa • ENTWICKLUNG DER WELTWIRTSCHAFT. Die Weltkonjunktur hat sich im Verlauf des Jahres 2012 zunehmend abgekühlt. Die Staatsschuldenkrise infolge der globalen Wirtschaftskrise und die notwendige Konsolidierung der öffentlichen Haushalte belasteten das Wachstum weltweit. Darüber hinaus verlangsamte sich im zweiten Halbjahr 2012 auch in den Schwellenländern die wirtschaftliche Dynamik. Gleichzeitig stagnierte das Wachstum in vielen europäischen Volkswirtschaften bzw. war rückläufig (Rezession). In Anbetracht dieser Entwicklung reagierten die staatlichen Notenbanken im Herbst 2012 weltweit mit einer Ausweitung der expansiven Geld- und Finanzpolitik. Diese Maßnahmen führten Ende 2012 dazu, dass die Perspektiven für die Weltwirtschaft inzwischen wieder robuster als in den Vormonaten gesehen werden; die wesentlichen vorlaufenden Unternehmer- und Konsumenten-Vertrauens-Indizes konnten sich gegen Ende 2012 leicht erholen. Nahezu alle großen Industrienationen und Schwellenländer erlebten im zweiten Halbjahr 2012 eine Abkühlung - wenn auch unterschiedlich stark ausgeprägt. In Deutschland ließ die Wirtschaftsdynamik im zweiten Halbjahr 2012 deutlich nach; dabei zeigte sich der Arbeitsmarkt bislang robust. Die Wirtschaft in den USA wuchs 2012 moderat, die Arbeitslosigkeit ging im Laufe des Jahres leicht zurück. Die konjunkturelle Entwicklung in den Volkswirtschaften unseres operativen Segments Europa verlief auch in 2012 uneinheitlich. In Griechenland hat sich die wirtschaftliche Situation weiter verschlechtert. Die Volkswirtschaften der Niederlande und der Tschechischen Republik befanden sich 2012 in einer Rezession. In Ungarn und Kroatien fiel die Rezession mit bis zu 1,7 % etwas stärker aus. Die Volkswirtschaften in Polen, Österreich und der Slowakei haben sich, angesichts der nach wie vor positiven Wachstumsraten der Bruttoinlandsprodukte, teilweise moderat positiv, teilweise weiterhin relativ robust entwickelt. In Großbritannien bremste v. a. der harte Sparkurs eine positivere Entwicklung. TABELLE T 010 zeigt die Entwicklung der Wachstumsraten des BIP 2012 in unseren wichtigsten Märkten. T 010 Wachstumsraten des BIP. scroll Q1 2012 gegenüber Q1 2011 % Q2 2012 gegenüber Q2 2011 % Q3 2012 gegenüber Q3 2011 % Q4 2012 gegenüber Q4 2011 % Schätzung Gesamtjahr 2012 % Deutschland 1,2 1,0 0,9 0,5 0,8 USA 2,4 2,1 2,6 1,9 2,3 Griechenland (6,7) (6,3) (6,9) (3,3) (5,8) Polen 3,5 2,3 1,9 1,1 2,2 Ungarn (1,3) (1,4) (1,6) (1,9) (1,6) Tschechische Republik (0,5) (1,0) (1,3) (1,7) (1,1) Kroatien (1,4) 2,0 (1,9) (1,5) (1,7) Niederlande (0,8) (0,6) (1,3) (0,8) (0,9) Slowakei 2,9 2,6 2,5 1,5 2,4 Österreich 0,7 0,5 0,7 0,7 0,5 Großbritannien 0,2 (0,3) 0,0 0,4 0,1 Quelle: Oxford Economics, Stand Januar 2013. TELEKOMMUNIKATIONSMARKT. Die europäische Initiative zur Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Unterhaltungselektronik in Europa EITO (European Information Technology Observatory) sieht den globalen ICT-Markt auf einem stabilen Wachstumspfad und sieht für 2012 ein Umsatzplus von rund 5,1 %. Dabei ist sowohl das größte Segment Informationstechnologie als auch das Segment Telekommunikation gewachsen, dies jedoch mit starken regionalen Unterschieden. Die ICT-Branche wächst v. a. in den Schwellenländern und stagniert bzw. entwickelt sich rückläufig in Europa. Gründe für die schwache Entwicklung in Europa waren im Berichtsjahr der immer härtere Wettbewerb und regulatorische Eingriffe, die einen weiteren Preisverfall mit sich brachten. Durch den hohen Druck zur Konsolidierung der Staatsfinanzen haben einzelne Länder auch 2012 Sondersteuern für Telekommunikationsunternehmen aufrechterhalten bzw. neue eingeführt wie z. B. in Ungarn. In den meisten unserer Kernmärkte beeinflussten die schwache konjunkturelle Entwicklung und die leicht sinkende Konsumneigung den ICT-Markt nur geringfügig. In Ländern, in denen die Kaufkraft stärker sank, war ein negativer bzw. bremsender Effekt auch auf dem ICT-Sektor feststellbar. Im Folgenden beschreiben wir die wesentlichen Marktentwicklungen in unseren operativen Segmenten. Deutschland. In Deutschland erleben wir im Telekommunikationsmarkt sowohl im Mobilfunk- als auch im Festnetz-Bereich seit Jahren einen starken Wettbewerb. Die Branche ist von regulatorischen und politischen Entscheidungen stark beeinflusst. Der Branchenverband BITKOM sieht für 2012 in der Telekommunikation ein Umsatzwachstum von 3,4 % auf 66,4 Mrd. €. Entscheidend hierfür ist v. a. der boomende Absatz von Smartphones und Tablet-PCs: Sieben von zehn in Deutschland verkauften Mobiltelefonen sind Smartphones. Das starke Wachstum im Smartphone- und Tablet-PC-Bereich führt zu einem harten Wettbewerb, der durch innovative Datentarife im Mobilfunk angeheizt wird. Die Telekommunikationsdienste entwickeln sich - wie schon in der Vergangenheit - sehr uneinheitlich. Während das Geschäft mit mobilen Datendiensten um 13 % auf 8,5 Mrd. € zulegt, sinkt der Umsatz mit mobilen Gesprächen um 4 % auf 12,8 Mrd. €. Das Geschäft mit Sprachdiensten im Festnetz reduziert sich sogar um 7,5 % auf 11,3 Mrd. €. Grund sind nicht allein der Wettbewerb, sondern auch die scharfen Eingriffe der nationalen und europäischen Regulierungsbehörden. Seit Jahren sinken die Terminierungsentgelte im Inland und die Roaming-Gebühren im Ausland. Der Anteil von SMS und MMS am Gesamtumsatz mit mobilen Datendiensten ist seit Jahren rückläufig; 2009 lag er noch über 50 %, in diesem Jahr voraussichtlich bei 37 %. In 2012 wird der Umsatz mit SMS und MMS in Deutschland bei voraussichtlich 3,1 Mrd. € nahezu stabil bleiben. Die Nachfrage nach Anwendungen, Diensten und sozialen Netzwerken steigt stetig. Damit wächst der Bedarf nach immer höheren Geschwindigkeiten auf den Datenautobahnen - sowohl zu Hause als auch unterwegs. Nach Angaben von BITKOM hat sich binnen eines Jahres der Datenverkehr allein im deutschen Mobilfunk verdoppelt. Bis 2018 soll er zwölfmal so hoch sein wie heute. Das stellt den gesamten Telekommunikationsmarkt vor die Herausforderung, entsprechende Netzinfrastruktur zur Verfügung zu stellen. Die Bundesregierung strebt mit der sog. "Breitbandstrategie" an, dass für 75 % der Haushalte bis 2014 Bandbreiten von mindestens 50 MBit/s zur Verfügung stehen - unabhängig von der Übertragungstechnologie. Für Teilnehmernetz- bzw. Glasfasernetz-Betreiber gibt es immer mehr Konkurrenz durch Kabelnetz-Betreiber, die weiterhin Marktanteile im Breitband-Markt gewinnen und bereits rund 60 % der deutschen Haushalte mit Geschwindigkeiten von über 50 MBit/s abdecken. Durch die neuen Mobilfunk-Tarife mit Daten- und SMS-Flatrates kommt es zur Konvergenz von Daten und Sprache. Dank des schnellen LTE-Ausbaus haben die großen Mobilfunk-Gesellschaften gute Chancen, ihre Marktanteile mittelfristig zu steigern. Mit steigender Bedeutung der Datentarife gewinnt die Netzqualität deutlich an Relevanz. Was die Bandbreite betrifft, ist LTE keine Konkurrenz für das Glasfasernetz. Doch in Gebieten mit niedrigen Geschwindigkeiten werden schnellere Mobilfunk-Lösungen als Ersatz attraktiver werden. Europa. Auch 2012 waren die Telekommunikationsmärkte in den Ländern unseres operativen Segments Europa hart umkämpft. Das sehr intensive Wettbewerbsumfeld beinhaltete neben den traditionellen Segmenten wie Festnetz- und Mobilfunk-Geschäft auch ICT- und Internet-Dienste. So erhöhte die bereits hohe Anzahl an bestehenden sowie neuen Marktteilnehmern (z. B. Mobile Virtual Network Operator; MVNO) den Preisdruck auf unsere Gesellschaften, was sich in gesunkenen Endkundenpreisen widerspiegelte. Zusätzlich belasteten Einflüsse staatlicher Behörden die Telekommunikationsumsätze in den europäischen Ländern: zum einen scharfe regulatorische Eingriffe, die die nationalen Terminierungsentgelte für Mobilfunk und für Festnetz sowie die Roaming-Gebühren ins Ausland deutlich absenkten. Im Zuge von staatlichen Sparprogrammen wie in Griechenland, Ungarn und Kroatien wirkten sich zum anderen Änderungen in der Gesetzgebung negativ auf die Telekommunikationsbranche aus, z. B. Infrastruktur- und Sondersteuern. Die Telekommunikationsmärkte litten auch unter der schwachen bzw. zurückhaltenden Kaufkraft in den Ländern unseres operativen Segments Europa. Bis auf Polen und die Slowakei verzeichneten alle Länder ein negatives bzw. gleichbleibend niedriges BIP-Wachstum. Die Folge dieser Effekte: In allen Ländern unseres operativen Segments Europa schrumpften bzw. stagnierten die Telekommunikationsmärkte; stark betroffen waren z. B. Griechenland, die Slowakei und Kroatien. Neben den regulierungsbedingten Rückgängen führte die derzeitige konjunkturelle Lage dazu, dass die Bürger weniger für Telekommunikation ausgaben. Ähnlich wie im Vorjahr gab es im Festnetz-Geschäft hauptsächlich zwei Trends: den Breitband-Ausbau sowie ein vielfältiges Angebot von TV-Inhalten. Eine hohe Breitband-Abdeckung ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil. Schließlich setzen die Konsumenten mehr und mehr auf gebündelte Produkte, z. B. die Integration von Breitband mit TV. Eine wichtige Rolle beim Breitband-Ausbau spielt die zukunftsweisende Glasfaser-Technik. Darum investieren wir in den Ländern unseres operativen Segments Europa in den Ausbau des Glasfasernetzes. Darüber hinaus entwickelte sich das ICT-Geschäft auf den Telekommunikationsmärkten zu einem Wachstumstreiber, insbesondere im Geschäftskundensegment. Da der Bedarf an schnellerer Datenübertragung auch im Mobilfunk-Markt stark gewachsen ist, modernisieren wir unsere Mobilfunknetze in unseren Ländern und bauen sie kontinuierlich aus, z. B. mit dem Mobilfunk-Standard LTE. So erreichten wir in diesem Jahr die kommerzielle Markteinführung von LTE in Ungarn, Kroatien und Griechenland. Im Vergleich zum Vorjahr boten integrierte Telekommunikationsunternehmen immer mehr gebündelte Service-Leistungen rund um Mobilfunk, Breitband/TV und Festnetz an. USA. In den USA setzte sich das leichte Wachstum des Mobilfunk-Markts fort. Erneut konnten steigende Datenumsätze die rückläufigen Sprachumsätze mehr als ausgleichen. Den Markt in den USA teilen sich vier nationale Mobilfunk-Anbieter (AT&T, Verizon Wireless, Sprint-Nextel und T-Mobile USA) und verschiedene regionale Netzbetreiber. Außerdem gibt es eine Reihe von virtuellen Mobilfunknetz-Betreibern, die ihren Mobilfunk- und Datenverkehr über die Netze eines oder mehrerer nationaler Netzbetreiber abwickeln. Die beiden größten nationalen Netzbetreiber sind AT&T und Verizon Wireless. Sie verzeichneten in 2012 erneut ein starkes Umsatzwachstum und solide Margen. Die Gründe dafür waren ein deutlicher Zuwachs bei den Smartphones und steigende durchschnittliche Umsätze je Kunde im Vertragskundensegment. Bis 2011 war für AT&T der Exklusiv-Vertrieb des Apple iPhones ein wichtiger Wettbewerbsvorteil; seit Februar bzw. Oktober 2011 vertreiben auch Verizon Wireless und Sprint-Nextel das iPhone in ihren Mobilfunknetzen. Auf unserem Kapitalmarkttag in Bonn im Dezember 2012 haben wir eine Vertriebspartnerschaft von T-Mobile USA und Apple bekannt gegeben: Wir erwarten, dass diese helfen wird, bisherige Wettbewerbsnachteile von T-Mobile USA im Laufe des Jahres 2013 auszugleichen. Die Deutsche Telekom hat im Oktober 2012 den vereinbarten Zusammenschluss mit MetroPCS bekannt gegeben. Ebenfalls im vierten Quartal gab der japanische Mischkonzern Softbank ein Übernahmeangebot für Sprint-Nextel ab. Sprint-Nextel gab wiederum ein Übernahmeangebot für diejenigen Anteile von Clearwire ab, die nicht bereits im Eigentum von Sprint-Nextel sind. Die Regulierungsbehörden und die Aktionäre von Clearwire bzw. Sprint-Nextel müssen diese Transaktionen noch genehmigen. Im Januar 2013 kündigte DISH, ein amerikanischer Betreiber von Satellitenfernsehen, ein Übernahmeangebot für Clearwire an. Wie der Wettbewerb in den USA sich in Zukunft entwickelt, hängt v. a. davon ab, wie die angekündigten Transaktionen umgesetzt werden. Systemgeschäft. Die Abschwächung der Weltwirtschaft in 2012 hat sich auch auf den ICT-Markt ausgewirkt. Die negative gesamtwirtschaftliche Entwicklung zog weiter anhaltenden Kostendruck, verzögerte Investitionen und steigende Wettbewerbsintensität nach sich. Die einzelnen Segmente des ICT-Markts entwickelten sich dabei sehr unterschiedlich: ― Das Marktsegment Telekommunikation wurde von der wirtschaftlichen Entwicklung vergleichsweise wenig beeinflusst. Wie schon in den vergangenen Jahren prägten ein weiterhin intensiver Wettbewerb und anhaltender Preisverfall den Markt. Es wird erwartet, dass die Konjunkturabschwächung den grundsätzlich abwärtsgerichteten Trend kaum zusätzlich beeinflusst, wie es bereits in der Wirtschaftskrise 2008/2009 der Fall war. ― Der Markt für IT-Dienstleistungen wuchs nach den Krisenjahren in 2012 wieder leicht. Insbesondere in den Bereichen Computing & Desktop Services ist eine Erholung spürbar. Dies ist nicht nur in der Entwicklung des traditionellen Outsourcing-Geschäfts begründet, sondern insbesondere auch auf den wachsenden Erfolg von Cloud Services zurückzuführen. Das IT-Projektgeschäft ist in hohem Maß konjunkturabhängig. Nach einem starken Rückgang 2009 und einer ebenso deutlichen Erholung in 2010 und 2011, schwächte sich das Wachstum im Berichtsjahr wieder ab. Das Standard-Projektgeschäft im Umfeld ERP (Enterprise Resource Planning), CRM (Customer Relationship Management) und SCM (Supply Chain Management) zeigte 2012 noch Wachstum, während das industriespezifische Systemintegrationsgeschäft zurückging. Bezüglich der Gesamtnachfrage lässt sich ein fortschreitender Wandel feststellen: Vor allem die Wachstums- und Innovationsthemen Cloud Services, Big Data (Speicherung, Aufbereitung, Verarbeitung und Analyse großer Datenmengen), ICT-Sicherheit, Embedded Systems und Intelligente Netze gewinnen zunehmend an Bedeutung. REGULATORISCHE EINGRIFFE IN DAS GESCHÄFT. Unser Geschäft unterliegt in hohem Maß der nationalen und europäischen Regulierung; damit verbunden sind weitreichende Eingriffsbefugnisse in unsere Produkt- und Preisgestaltung. Auch 2012 wurde unser Festnetz- und Mobilfunk-Geschäft umfassend reguliert. Hauptsächlich handelt es sich um regulatorische Eingriffe in folgenden Bereichen: ― Richtlinien oder andere bindende Vorgaben auf EU-Ebene; gesetzliche Änderungen auf nationaler Ebene, wie die Novellierung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) oder Verordnungen ― Regulierung von Entgelten ― Regulierung von Breitband-Vorleistungen und Investitionen in neue Netze und Infrastruktur (Next Generation Network & Next Generation Access; NGN & NGA) Richtlinien oder andere bindende Vorgaben auf EU-Ebene; gesetzliche Änderungen auf nationaler Ebene, wie die Novellierung des Telekommunikationsgesetzes (TKG) oder Verordnungen. EU-Kommission kündigt Neuausrichtung der Festnetz-Regulierung zur Förderung von Investitionen in Breitband-Zugangsnetze an. Am 12. Juli 2012 hat die zuständige Kommissarin der Europäischen Kommission Eckpunkte für eine Neuausrichtung der europäischen Telekommunikationsregulierung dargelegt. Wesentliche Elemente, um die Rahmenbedingungen für Investitionen in Glasfasernetze zu verbessern, sind: 1. stabile Preise für kupferbasierte Zugangsprodukte, 2. größere Flexibilität für die Preissetzung bei NGA Wholesale-Produkten, die nicht mehr notwendig auf Basis kostenbasierter Entgeltregulierung erfolgen soll, 3. im Gegenzug striktere Vorgaben zur Gleichbehandlung aller Kunden für regulierte Vorleistungsprodukte (Nicht-Diskriminierung). Hintergrund ist die für das zweite Quartal 2013 anstehende Verabschiedung einer neuen EU-Empfehlung zu "Konsistenten Nicht-Diskriminierungs-Auflagen und Kostenmethodologien zur Förderung von Wettbewerb und Verbesserung der Rahmenbedingungen für Breitbandinvestitionen". Ein erster Entwurf wurde am 7. Dezember 2012 auf der Internet-Seite der Kommission veröffentlicht und wird derzeit mit der Gruppe der Europäischen Regulierungsbehörden BEREC abgestimmt. Die möglichen Auswirkungen der Empfehlung auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage können derzeit noch nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden. EU-Roaming-Verordnung ab Juli 2012. Zum 1. Juli 2012 trat eine neue EU-Roaming-Verordnung in Kraft, die niedrigere Preisobergrenzen auf Vorleistungs- und Endkundenseite sowie die Ausweitung der Transparenzmaßnahmen für Roaming auch außerhalb der EU bestimmt. Daneben schreibt die Verordnung eine Wholesale-Zugangsverpflichtung - u. a. für MVNOs - fest, um den Wettbewerb durch eine größere Anbietervielfalt zu stimulieren. In diesem Sinne tritt außerdem ab Juli 2014 die Entbündelung von Roaming-Leistungen und nationalen Leistungen in Kraft: Endkunden können dann mit einem anderen Anbieter einen zweiten Vertrag ausschließlich für Roaming-Leistungen schließen, ohne dass eine zweite SIM-Karte oder eine neue Telefonnummer nötig ist. Geändertes Telekommunikationsgesetz. Aufgrund novellierter EU-Richtlinien wurde das deutsche Telekommunikationsgesetz (TKG) überarbeitet. Die Novellierung des TKG, die am 10. Mai 2012 in Kraft trat, soll bessere Anreize zu Investitionen in neue Infrastrukturen setzen. Außerdem enthält sie zusätzliche Vorgaben zum Kundenschutz. Nationale Telekommunikationsgesetze wurden auch in den anderen EU-Mitgliedsstaaten, in denen unsere Tochterunternehmen arbeiten, an die EU-Richtlinien angepasst. Regulierung von Entgelten. Regulierung von Mobilfunk- und Festnetz-Terminierungsentgelten in Deutschland. Am 22. August bzw. 24. August 2012 veröffentlichte die Bundesnetzagentur (BNetzA) die vorläufigen Regulierungsverfügungen für die Mobilfunk-Terminierung (MTR) und die Festnetz-Terminierung (IC). Zwar sieht die BNetzA keine weitere Verschärfung der Regulierung durch einen sog. "Pure LRIC"-Ansatz für die Entgeltregulierung vor, jedoch wird für die Festnetz-Terminierung der Regulierungsumfang ausgeweitet auf die Terminierung in den Next Generation Networks. Auf Basis dieser vorläufigen Regulierungsverfügungen hat die BNetzA am 16. November 2012 und am 30. November 2012 vorläufige Entgeltentscheidungen getroffen: ― Das Mobilfunk-Terminierungsentgelt sinkt zum 1. Dezember 2012 um 45 % von 3,38 Cent/Min. auf 1,85 Cent/Min. und zum 1. Dezember 2013 auf 1,79 Cent/Min. ― Das Festnetz-Terminierungsentgelt sinkt zum 1. Dezember 2012 um 21 % von durchschnittlich 0,38 Cent/Min. auf 0,30 Cent/Min. Die Entscheidungen müssen noch EU-weit konsultiert werden. Siehe hierzu im Detail Kapitel "Risiko- und Chancen-Management". Entgeltabsenkungen bei Beteiligungen. Im Vorfeld des Eintritts eines neuen gekürzten Kostenmaßstabs aus der EU-Empfehlung zu Terminierungsentgelten kam es in den meisten Länderbeteiligungen bereits in 2012 zu weiteren Kürzungen der Mobilfunk-Terminierungsentgelte. Im Festnetz waren die Entgeltabsenkungen bei unseren Beteiligungen in Griechenland, Rumänien und EJR Mazedonien am stärksten. Bei OTE in Griechenland und bei MakTel (EJR Mazedonien) wurden Vorleistungsentgelte, u. a. für die Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL), abgesenkt. Darüber hinaus wurden bei MakTel die Monatsentgelte für Endkunden-Telefonanschlüsse abgesenkt. In Rumänien und EJR Mazedonien wurden die Festnetz-Terminierungsentgelte reduziert. Regulierung von Breitband-Vorleistungen und Investitionen in neue Netze und Infrastruktur (NGN & NGA). Die BNetzA hat das VDSL-Kontingentmodell der Telekom Deutschland GmbH bestätigt. Dieses neue Preismodell ermöglicht Wettbewerbern der Telekom Deutschland GmbH den Bezug von vergünstigten VDSL-Anschlüssen, wenn diese durch eine Vorabzahlung für 3 % der erreichbaren Haushalte in einer oder mehreren Regionen eine Abnahmeverpflichtung abgeben. Nach Änderungen des VDSL-Kontingentmodells durch die Telekom Deutschland GmbH, insbesondere die Einführung eines Sonderkündigungsrechts in Bezug auf die Nutzung anderer neuer Infrastrukturen (NGA), hat die BNetzA die Zulässigkeit des VDSL-Kontingentmodells nach Konsultation mit der EU-Kommission final bestätigt. In Griechenland genehmigte die nationale Regulierungsbehörde nach mehr als eineinhalb Jahren intensiver Regulierungsdiskussion die VDSL-Angebote der OTE für Großhandelskunden (Wholesale) und Endkunden (Retail). Diese VDSL-Angebote sind seit dem 26. November 2012 verfügbar. Im Oktober 2012 erweiterte die nationale Regulierungsbehörde die Zugangsverpflichtungen der Slovak Telekom von der Kupfertechnologie auf Glasfaser-Varianten und Kabelkanalanlagen und zum 17. Dezember 2012 hat Slovak Telekom ein entsprechendes Standardangebot veröffentlicht, das als Muster für die entsprechenden Wholesale-Verträge gilt. GESCHÄFTSENTWICKLUNG DES KONZERNS. • Unternehmensziele wurden erreicht bzw. übererfüllt • Bereinigtes EBITDA von 18,0 Mrd. € • Free Cashflow von 6,2 Mrd. € • GESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS ZUR GESCHÄFTSENTWICKLUNG IM JAHR 2012. Bonn, den 12. Februar 2013 Auch 2012 haben wir ein für uns erfolgreiches Geschäftsjahr abschließen können. Unsere selbst gesetzten Unternehmensziele konnten wir mit einem bereinigten EBITDA von 18,0 Mrd. € erreichen und mit einem Free Cashflow von 6,2 Mrd. € (vor Ausschüttung, Investitionen in Spektrum und vor AT&T-Transaktion) sogar übererfüllen. Zudem halten wir an unserer kommunizierten Ausschüttungsstrategie fest und schlagen der Hauptversammlung eine Dividende von 0,70 € je Aktie vor. Am 3. Oktober 2012 haben wir mit MetroPCS einen Vertrag über die Zusammenlegung unserer Geschäftsaktivitäten in den USA abgeschlossen. Diese Transaktion ist aus unserer Sicht wertsteigernd und unternehmerisch sinnvoll: Aufgrund einer verbesserten Position für Mobilfunk-Frequenzen und eines erweiterten Kundenstamms werden wir mit der gemeinsamen Gesellschaft in den USA offensiver mit den anderen nationalen Mobilfunk-Betreibern konkurrieren können. Obwohl wir im Zusammenhang mit dem vereinbarten Zusammenschluss eine Wertminderung auf Goodwill und andere langfristige Vermögenswerte von insgesamt 7,4 Mrd. € (nach Steuern) erfassen mussten, lag unsere Eigenkapitalquote mit 28,3 % weiterhin im Bereich der ausgegebenen Zielbandbreite von 25 bis 35 %. Vor allem durch die Erfassung der genannten Wertminderung bedingt, verzeichneten wir in diesem Jahr einen Konzernfehlbetrag von 5,3 Mrd. € - ein Rückgang um 5,8 Mrd. €. Der bereinigte Konzernüberschuss reduzierte sich um 0,3 Mrd. € auf 2,5 Mrd. €. Unsere Netto-Finanzverbindlichkeiten sanken auf 36,9 Mrd. €. Trotz Dividendenzahlungen, Effekten im Zusammenhang mit der AT&T-Transaktion, Zahlungen an externe Versorgungsträger und Spektrumerwerb haben wir unsere Netto-Finanzverbindlichkeiten um mehr als 3 Mrd. € reduziert. Positiv wirkten sich u. a. der Free Cashflow sowie die erhaltene Zahlung im Zusammenhang mit der Funkturm-Transaktion zwischen T-Mobile USA und Crown Castle aus. Negative Rahmenbedingungen in der Telekommunikationsbranche wie gesättigte Märkte, steigender Wettbewerbsdruck, sich weiter verschärfende regulatorische Eingriffe und damit einhergehender weiterer Preisverfall wirkten sich negativ auf unsere Ergebnisse aus und führen zu einem rückläufigen Ergebnistrend. Um diesen Herausforderungen zu begegnen und die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens zu sichern, haben wir u. a. Investitionen (vor Spektrum) in Höhe von 8,0 Mrd. € getätigt. Dabei standen der weitere Breitband-Ausbau sowie die Kapazitätserweiterung der bestehenden Netze im Vordergrund. Zusätzlich haben wir Spektren in Höhe von 0,4 Mrd. € erworben. Im Mobilfunk-Bereich haben wir Investitionen in LTE getätigt, die Netzabdeckung 3G erhöht und die Kapazitäten an den steigenden Bedarf für Datenübertragungen angepasst. In 2012 haben wir uns entschieden, unsere Strategie weiterzuentwickeln - sie zu vereinfachen, zu fokussieren und noch stärker am Kunden auszurichten. Dies zeigt sich in unserem neuen Leitbild: Deutsche Telekom -Meine erste Wahl für Vernetztes Leben und Arbeiten. Dabei orientieren wir uns an den drei Prinzipien "Kämpfen - Verändern - Erneuern". Wir sind weiterhin auf Kurs. Unsere Strategie definiert den Rahmen für unseren langfristigen Erfolg. ERTRAGSLAGE DES KONZERNS. Umsatz. Detaillierte Angaben zu den Umsatzentwicklungen unserer operativen Segmente sowie der Konzernzentrale & Shared Services finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen Segmente". Im Geschäftsjahr 2012 erzielten wir einen gegenüber dem Vorjahr leicht rückläufigen Konzernumsatz von 58,2 Mrd. €; das sind 0,8 % weniger als im Vorjahr. Belastend wirkten der intensive Wettbewerb, regulierungsbedingte Preisänderungen sowie die schwierige konjunkturelle Situation in den meisten Ländern unseres operativen Segments Europa. Bei dem im Ausland erwirtschafteten Umsatzanteil wirkten sich im Saldo Wechselkurseffekte von rund 1,1 Mrd. €, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, positiv auf unseren Konzernumsatz aus. Unser operatives Segment USA konnte auf Euro-Basis, ebenso wie unser operatives Segment Systemgeschäft, einen Umsatzanstieg verzeichnen. Unsere operativen Segmente Europa und Deutschland mussten hingegen Umsatzrückgänge hinnehmen. T 011 Beitrag der Segmente zum Konzernumsatz. scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € Veränderung Mio. € Veränderung % 2010 Mio. € KONZERNUMSATZ 58 169 58 653 (484) (0,8) 62 421 Deutschland 22 736 23 206 (470) (2,0) 24 208 Europa 14 408 15 124 (716) (4,7) 16 840 USA 15 371 14 811 560 3,8 16 087 Systemgeschäft 10 016 9 953 63 0,6 9 937 Konzernzentrale & Shared Services 2 978 2 977 1 0,0 3 119 Intersegmentumsatz (7 340) (7 418) 78 1,1 (7 770) Mit einem gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig um 0,3 Prozentpunkte gesunkenen Anteil von 36,8 % leistete unser operatives Segment Deutschland unverändert den größten Beitrag zum Konzernumsatz. Der Anstieg des Umsatzes in den operativen Segmenten USA und Systemgeschäft führte im Zusammenhang mit der rückläufigen bzw. stagnierenden Umsatzentwicklung in den übrigen Segmenten zu einem Anstieg des Anteils des operativen Segments USA am Konzernumsatz um 1,2 Prozentpunkte. Dies spiegelte sich auch in der Auslandsquote des Konzerns am Konzernumsatz wider, die gegenüber dem Vorjahr von 55,1 auf 55,7 % anstieg. G 19 Regionale Umsatzverteilung. G 20 Beitrag der Segmente zum Konzernumsatz. EBITDA, bereinigtes EBITDA. Gegenüber dem Vorjahr verringerte sich unser EBITDA um 1,9 Mrd. € auf 18,1 Mrd. €. Vor allem die um 1,2 Mrd. € niedrigeren Sondereinflüsse wirkten sich hierbei negativ aus. Im EBITDA 2012 waren insgesamt positive Sondereinflüsse von 0,2 Mrd. € enthalten. Diese resultieren im Wesentlichen aus einem Ertrag von 1,4 Mrd. €, der im Zusammenhang mit dem zwischen T-Mobile USA und Crown Castle geschlossenen Vertrag über den Verkauf sowie die Vermietung und Nutzung von Funkturm-Standorten in den USA steht. Positiv wirkten sich auch Erträge aus einer im September 2012 vollzogenen Transaktion über den Tausch von AWS-Spektrumlizenzen zwischen T-Mobile USA und Verizon von rund 0,1 Mrd. € aus. Ebenso positiv wirkten sich rund 0,1 Mrd. € aus, die aus einem im ersten Quartal 2012 abgeschlossenen Gerichtsverfahren mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau resultierten. Aufwendungen im Zusammenhang mit Personalmaßnahmen sowie sachbezogene Restrukturierungsaufwendungen von minus 1,3 Mrd. € belasteten unser EBITDA im Berichtsjahr. Zu Details der Transaktion verweisen wir auf das Kapitel "Wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr 2012". T 012 Beitrag der Segmente zum Konzern-EBITDA bereinigt. scroll 2012 Mio. € Anteil am Konzern - EBITDA bereinigt % 2011 Mio. € Anteil am Konzern- EBITDA bereinigt % Veränderung Mio. € Veränderung % 2010 Mio. € EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) IM KONZERN 17 978 100,0 18 685 100,0 (707) (3,8) 19 473 Deutschland 9 165 51,0 9 553 51,1 (388) (4,1) 9 698 Europa 4 921 27,4 5 241 28,0 (320) (6,1) 5 748 USA 3 840 21,4 3 831 20,5 9 0,2 4 156 Systemgeschäft 747 4,1 672 3,6 75 11,2 752 Konzernzentrale & Shared Services (695) (3,9) (617) (3,3) (78) (12,6) (872) Überleitung 0 0 5 0,1 (5) n. a. (9) Im Vorjahr wirkten sich Sondereinflüsse von insgesamt 1,3 Mrd. € positiv auf unser EBITDA aus. Von wesentlicher Bedeutung war die erhaltene Ausfallentschädigung von AT&T in Höhe von 3,0 Mrd. €. Angefallene Aufwendungen im Zusammenhang mit Personalmaßnahmen sowie sachbezogene Restrukturierungsaufwendungen belasteten auch im Vorjahr mit 1,3 Mrd. € unser EBITDA. Eine Übersicht über die Entwicklung der Sondereinflüsse gibt TABELLE T 013. Ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen erwirtschafteten wir im Berichtsjahr 2012 ein gegenüber dem Vorjahr um 0,7 Mrd. € vermindertes bereinigtes EBITDA von 18,0 Mrd. €. Wechselkurseffekte wirkten sich im Saldo in Höhe von 0,3 Mrd. €, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, positiv auf die Entwicklung unseres bereinigten EBITDA aus. Detailliertere Angaben zur Entwicklung von EBITDA/bereinigtem EBITDA unserer Segmente können dem Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen Segmente" entnommen werden. Marketing-Aufwendungen. Im Geschäftsjahr 2012 betrugen unsere Marketing-Aufwendungen 2,4 Mrd. € und lagen damit über dem Vorjahresniveau von 2,1 Mrd. €. Hierin enthalten sind Kosten für Marktforschung, Marktanalyse, Zielmarktuntersuchungen, Festlegung von Marketing-Strategien, die Gestaltung des Marketing-Mix, die Durchführung und Steuerung von Marketing-Maßnahmen. Ebenso sind hier Kosten aus Kundenbindungsprogrammen, aus Marktplanung und -segmentierung sowie aus Produktprognosen erfasst. Marketing-Kommunikation geschieht bei der Deutschen Telekom v. a. in Form von Produkt- sowie Markenkampagnen wie z. B. "Entertain", "TelekomCloud", "Mobiles Internet - LTE", "Innovationsoffensive - Digitale Welt", "Move On" oder "LIGA total!". EBIT. Das EBIT des Konzerns sank gegenüber dem Vorjahr um 9,4 Mrd. € auf minus 3,8 Mrd. €, v. a. aufgrund eines Wertminderungstests, welcher im dritten Quartal 2012 zu einer einmaligen, nicht zahlungswirksamen Wertminderung des Goodwills und der Vermögenswerte der T-Mobile USA in Höhe von insgesamt rund 10,6 Mrd. € (vor Steuern) führte. Der Wertminderungstest wurde nach der Bekanntgabe des vereinbarten Zusammenschlusses von T-Mobile USA und MetroPCS durchgeführt. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr Wertminderungen auf Goodwill im operativen Segment Europa von rund 0,4 Mrd. € sowie Wertminderungen auf Sachanlagen von rund 0,1 Mrd. € erfasst. Im Vorjahr ergaben sich Wertminderungen auf Goodwill von 3,1 Mrd. € und auf Sachanlagevermögen von 0,3 Mrd. €. Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen sowie auf immaterielle Vermögenswerte betrugen im Berichtsjahr 10,8 Mrd. € und lagen damit nahezu auf Vorjahresniveau. Weitere Erläuterungen sind ANGABE 30 "Abschreibungen" im Konzern-Anhang, zu entnehmen. T 013 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Auswirkungen von Sondereinflüssen. scroll EBITDA 2012 Mio. € EBIT 2012 Mio. € EBITDA 2011 Mio. € EBIT 2011 Mio. € EBITDA 2010 Mio. € EBIT 2010 Mio. € EBITDA/EBIT 18 147 (3 810) 20 022 5 586 17 313 5 505 DEUTSCHLAND (427) (427) (689) (689) (501) (501) Personalrestrukturierung (367) (367) (586) (586) (393) (393) Sachbezogene Restrukturierungen 0 0 (4) (4) (11) (11) Ergebniseffekte aus Dekonsolidierungen, Ver- und Zukäufen (8) (8) 0 0 0 0 Sonstiges (52) (52) (99) (99) (97) (97) EUROPA (204) (567) (246) (1 286) (606) (1 297) Personalrestrukturierung (179) (179) (132) (132) (209) (209) Sachbezogene Restrukturierungen (16) (19) 0 0 (5) (5) Ergebniseffekte aus Dekonsolidierungen, Ver- und Zukäufen 0 0 0 0 (355) (355) Wertminderungen 0 (360) - (1 040) - (680) Sonstiges (9) (9) (114) (114) (37) (48) USA 1 479 (9 110) (134) (2 431) 0 0 Personalrestrukturierung (69) (69) (116) (116) 0 0 Sachbezogene Restrukturierungen (28) (28) 0 0 0 0 Ergebniseffekte aus Dekonsolidierungen, Ver- und Zukäufen 1 558 1 558 0 0 0 0 Wertminderungen 0 (10 589) - (2 297) - 0 Sonstiges 18 18 (18) (18) 0 0 SYSTEMGESCHÄFT (397) (409) (293) (313) (289) (297) Personalrestrukturierung (230) (230) (99) (99) (121) (121) Sachbezogene Restrukturierungen (166) (178) (163) (175) (170) (178) Sonstiges (1) (1) (31) (39) 2 2 KONZERNZENTRALE & SHARED SERVICES (280) (280) 2 698 2 698 (769) (769) Personalrestrukturierung (241) (241) (224) (224) (281) (281) Sachbezogene Restrukturierungen (13) (13) (22) (22) (100) (100) Ergebniseffekte aus Dekonsolidierungen, Ver- und Zukäufen (46) (46) (56) (56) (385) (385) Ausfallentschädigung AT&T 0 0 3 000 3 000 - - Sonstiges 20 20 0 0 (3) (3) KONZERNÜBERLEITUNG (2) (1) 1 1 5 5 Sachbezogene Restrukturierungen 0 0 0 0 1 1 Ergebniseffekte aus Dekonsolidierungen, Ver- und Zukäufen 0 0 0 0 4 4 Sonstiges (2) (1) 1 1 0 0 SUMME SONDEREINFLÜSSE 169 (10 794) 1 337 (2 020) (2 160) (2 859) EBITDA/EBIT (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) 17 978 6 984 18 685 7 606 19 473 8 364 Finanzergebnis (bereinigt um Sondereinflüsse) (2 554) (2 613) (2 724) ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) 4 430 4 993 5 640 Ertragsteuern (bereinigt um Sondereinflüsse) (1 453) (1 708) (1 898) ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) 2 977 3 285 3 742 ZURECHNUNG DES ÜBERSCHUSSES/(FEHLBETRAGS) (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) AN DIE Eigentümer des Mutterunternehmens (Konzernüberschuss/(-fehlbetrag)) (bereinigt um Sondereinflüsse) 2 529 2 851 3 364 Anteile anderer Gesellschafter (bereinigt um Sondereinflüsse) 448 434 378 Ergebnis vor Ertragsteuern. Das Ergebnis vor Ertragsteuern sank aufgrund der zuvor genannten Effekte gegenüber dem Vorjahr um 9,2 Mrd. € auf minus 6,2 Mrd. €. Unser Finanzergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum um 0,1 Mrd. € auf minus 2,4 Mrd. €. Dies stand u. a. im Zusammenhang mit dem Verkauf der Anteile an der Telekom Srbija. Darüber hinaus verbesserte sich unser Zinsergebnis um 0,3 Mrd. € v. a. aufgrund eines geringeren Zinsaufwands aus Anleihen und verbrieften Verbindlichkeiten. Konzernüberschuss/-fehlbetrag. Vor allem bedingt durch die Erfassung einer Wertminderung im Zusammenhang mit dem vereinbarten Zusammenschluss von T-Mobile USA und MetroPCS verzeichneten wir einen Konzernfehlbetrag von rund 5,3 Mrd. €. Der Steuerertrag des laufenden Geschäftsjahres belief sich auf 1,5 Mrd. €. Zum Steuerertrag siehe ANGABE 25 "Ertragsteuern" im Konzern-Anhang. Das den Anteilen anderer Gesellschafter zugerechnete Ergebnis stieg, vorwiegend bedingt durch den Verkauf der Anteile an der Telekom Srbija auf 0,5 Mrd. € an. Im Vorjahr belasteten Wertminderungen auf Goodwill und Sachanlagevermögen in unserem operativen Segment Europa das den Anteilen anderer Gesellschafter zugerechnete Ergebnis. Weitere Informationen zur Entwicklung unserer Ertragslage finden Sie im Kapitel "Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung" im Konzern-Anhang. Sondereinflüsse. Sondereinflüsse überlagern die Darstellung der operativen Geschäftstätigkeit und erschweren somit eine Vergleichbarkeit von Ergebnisgrößen mit Vorjahren. Zum Zweck einer transparenten Darstellung erfolgt die Bereinigung unserer Ergebnisgrößen. Zudem sind Aussagen über die künftige Entwicklung der Ertragslage ohne Bereinigung der enthaltenen Sondereinflüsse nur eingeschränkt möglich. Ausgehend von den unbereinigten Ergebnisgrößen werden die jeweils bereinigten Werte ermittelt. Die Überleitung des EBITDA, des EBIT sowie des Konzernüberschusses/(-fehlbetrags) auf die um Sondereinflüsse bereinigten Werte zeigt TABELLE T 013. Anzahl der Mitarbeiter (im Durchschnitt). Der durchschnittliche Mitarbeiterbestand sank im Vergleich zur Vorjahresberichtsperiode um 3,3 %. Im operativen Segment Deutschland verringerte sich der Personalbestand um 2,7 % aufgrund des sozialverträglichen Personalum- und -abbaus. In unserem operativen Segment Europa trugen Abbauprogramme, die infolge von Effizienzsteigerungsmaßnahmen durchgeführt wurden, zu einem um 3,6 % niedrigeren Durchschnittsbestand bei. Der größte Anteil hiervon entfiel auf die Länder Slowakei, Rumänien, Griechenland und Kroatien. Im operativen Segment USA haben wir in 2012 u. a. unsere CallCenter-Standorte konsolidiert. Gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum waren weniger Mitarbeiter im Kunden-Support, im Vertrieb und in der Verwaltung beschäftigt. Im Vorjahresvergleich sank der Bestand um 12,6 %. In unserem operativen Segment Systemgeschäft stieg die Mitarbeiteranzahl gegenüber dem Vorjahr um 1,0 % an. Der Anstieg resultierte u. a. aus einer zunehmenden Eigenerstellung von vormals fremdbezogenen Leistungen und aus dem Aufbau von Produktionskapazitäten im Ausland. Vor allem führte der geringere Personalbestand bei Vivento in der Konzernzentrale & Shared Services zu einem Rückgang um 0,7 %. Die Maßnahme "Shape Headquarters" brachte ein Personalum- und -abbauprogramm mit sich, das wir im Jahr 2012 größtenteils infolge von in- und externer Fluktuation und mithilfe üblicher Ausstiegsmodelle sozialverträglich implementieren konnten. Die Kundenbuchhaltung wurde im Berichtsjahr mit ca. 600 Mitarbeitern aus unserem operativen Segment Deutschland in die Konzernzentrale & Shared Services versetzt. T 014 Anzahl der Mitarbeiter (im Durchschnitt). scroll 2012 2011 2010 Deutschland 68 653 70 525 76 912 Europa 57 955 60 105 65 435 USA 30 184 34 518 37 795 Systemgeschäft 52 742 52 241 47 924 Konzernzentrale & Shared Services 22 808 22 980 24 428 ANZAHL MITARBEITER KONZERN 232 342 240 369 252 494 davon: Beamte (Inland, aktives Dienstverhältnis) 22 920 24 810 28 066 VERMÖGENS- UND FINANZLAGE DES KONZERNS. T 015 Konzern-Bilanz (Kurzfassung). scroll 31.12.2012 Mio. € Veränderung Mio. € 31.12.2011 Mio. € 31.12.2010 Mio. € 31.12.2009 Mio. € 31.12.2008 Mio. € AKTIVA KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 15 019 (846) 15 865 15 243 23 012 15 431 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4 026 277 3 749 2 808 5 022 3 026 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 6 417 (140) 6 557 6 889 6 757 7 393 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 90 (346) 436 51 6 527 434 Übrige kurzfristige Vermögenswerte 4 486 (637) 5 123 5 495 4 706 4 578 LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 92 923 (13 754) 106 677 112 569 104 762 107 709 Immaterielle Vermögenswerte 41 732 (8 365) 50 097 53 807 51 705 53 927 Sachanlagen 37 522 (4 405) 41 927 44 298 45 468 41 559 Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 6 726 (147) 6 873 7 242 147 3 557 Übrige langfristige Vermögenswerte 6 943 (837) 7 780 7 222 7 442 8 666 BILANZSUMME 107 942 (14 600) 122 542 127 812 127 774 123 140 PASSIVA KURZFRISTIGE SCHULDEN 23 008 (1 330) 24 338 26 452 24 794 24 242 Finanzielle Verbindlichkeiten 9 260 (959) 10 219 11 689 9 391 9 584 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 6 445 9 6 436 6 750 6 304 7 073 Kurzfristige Rückstellungen 2 899 (318) 3 217 3 193 3 369 3 437 Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen 9 9 - - 1 423 95 Übrige kurzfristige Schulden 4 395 (71) 4 466 4 820 4 307 4 053 LANGFRISTIGE SCHULDEN 54 391 (3 872) 58 263 58 332 61 043 55 786 Finanzielle Verbindlichkeiten 35 354 (2 745) 38 099 38 857 41 800 37 010 Langfristige Rückstellungen 9 142 1 358 7 784 8 001 8 340 8 461 Übrige langfristige Schulden 9 895 (2 485) 12 380 11 474 10 903 10 315 EIGENKAPITAL 30 543 (9 398) 39 941 43 028 41 937 43 112 BILANZSUMME 107 942 (14 600) 122 542 127 812 127 774 123 140 G 21 Konzern-Bilanzstruktur. (Mio. €) Unsere Bilanzsumme verringerte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2011 um 14,6 Mrd. €. Die kurzfristigen Vermögenswerte sanken um 0,8 Mrd. € und die langfristigen Vermögenswerte um 13,8 Mrd. €. Die kurzfristigen Schulden sanken um 1,3 Mrd. € und die langfristigen Schulden um 3,9 Mrd. €. Detailinformationen zu Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sind TABELLE T 051 "Konzern-Kapitalflussrechnung", und ANGABE 31 "Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung" im Konzern-Anhang, zu entnehmen. Im Folgenden werden die wesentlichen Veränderungen der Bilanz zum 31. Dezember 2012 im Vergleich zum 31. Dezember 2011 näher erläutert: Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Mrd. € an. Die Entwicklung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen ging einher mit der Entwicklung der Umsatzerlöse und reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,1 %. Darüber hinaus wirkten sich im Rahmen unserer Factoring-Vereinbarungen getätigte Forderungsverkäufe im operativen Segment Systemgeschäft sowie kontinuierliche Prozessoptimierungen in der Bonitätsprüfung und der Beitreibung von Forderungen vermindernd aus. G 22 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. (Mio. €) Die Buchwerte der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen sanken um 0,3 Mrd. € im Wesentlichen aufgrund des Verkaufs der Anteile an der Telekom Srbija. Die übrigen kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich v. a. aufgrund einer Rückerstattung von Investitionen in Wertpapiere in Höhe von 0,3 Mrd. €. Zudem wurde eine von unserem Joint Venture Everything Everywhere begebene Anleihe in Höhe von 0,2 Mrd. € zurückgezahlt. Der Rückgang der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen zum 31. Dezember 2012 um 12,8 Mrd. € war durch Wertminderungen in den operativen Segmenten USA und Europa in Höhe von insgesamt 11,1 Mrd. €, planmäßige Abschreibungen in Höhe von insgesamt 10,8 Mrd. € und Abgänge von insgesamt 1,2 Mrd. € begründet. Davon entfielen 0,6 Mrd. € auf die Ausbuchung der Funktürme im Zusammenhang mit dem mit Crown Castle abgeschlossenen Vertrag über den Verkauf sowie die Vermietung und Nutzung von Funkturm-Standorten in den USA. Zugänge in Höhe von 10,5 Mrd. € standen diesen Effekten entgegen. Von den Anlagenzugängen entfielen 60 % auf Investitionen, die der Steigerung der betrieblichen Kapazität dienten. Neben Investitionen in neue Produkte und Technologien handelte es sich hierbei vorwiegend um Maßnahmen, um zusätzliche Kapazitäten sowie eine verbesserte Qualität bei bestehenden Produkten und Technologien bereitstellen zu können. G 23 Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. (Mio. €) Die Beteiligungswerte unserer at equity bilanzierten Unternehmen sanken leicht um 0,1 Mrd. €. Wesentlicher Effekt war eine erhaltene Dividende von unserem Joint Venture Everything Everywhere in Höhe von 0,5 Mrd. €. Wechselkurseffekte aus dem Britischen Pfund in Höhe von 0,2 Mrd. € und der Ausweis von zwei neuen Gesellschaften (T-Mobile USA Tower und T-Mobile West Tower) in Höhe von insgesamt 0,2 Mrd. € standen dem gegenüber. Die beiden Gesellschaften stehen im Zusammenhang mit dem mit Crown Castle abgeschlossenen Vertrag. Der Rückgang bei den übrigen langfristigen Vermögenswerten um 0,8 Mrd. € war v. a. durch die Umgliederung von AWS-Spektrumlizenzen mit einem Wert von 0,9 Mrd. € in die immateriellen Vermögenswerte begründet. Das Lizenzpaket war Teil der von AT&T geleisteten Ausfallentschädigung im Zusammenhang mit der Auflösung des Kaufvertrags der Anteile an T-Mobile USA. Unsere finanziellen Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Mrd. € verringert. Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten sanken um 1,0 Mrd. € und die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten sanken um 2,7 Mrd. €. Weitere Erläuterungen hierzu sind den Tabellen t 016 sowie t 017 und den zugehörigen Erläuterungen zu entnehmen. G 24 Finanzielle Verbindlichkeiten. (Mio. €) Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten blieben stabil bei 6,4 Mrd. €. Die Rückstellungen (kurzfristig und langfristig) erhöhten sich um 1,0 Mrd. € hauptsächlich aufgrund gestiegener Pensionsrückstellungen. Erhöhend wirkten versicherungsmathematische Verluste, v. a. aufgrund eines gesunkenen Zinsniveaus, in Höhe von 1,8 Mrd. €. Gegenläufig wirkte sich die Erhöhung unseres Planvermögens um 750 Mio. € aus (Dotierung in Deutsche Telekom Trust e.V.). Der Rückgang der übrigen Schulden (kurzfristig und langfristig) um 2,6 Mrd. € ist v. a. auf den Rückgang der passiven latenten Steuern zurückzuführen. Dies stand im Zusammenhang mit der im dritten Quartal im operativen Segment USA vorgenommenen Wertminderung auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. Das Eigenkapital hat sich um 9,4 Mrd. € auf 30,5 Mrd. € verringert. Verringernd wirkten sich im Wesentlichen der Konzernfehlbetrag von 5,3 Mrd. €, Dividendenzahlungen inkl. an Minderheiten in Beteiligungen von insgesamt 3,4 Mrd. € und ergebnisneutral erfasste versicherungsmathematische Verluste von 1,3 Mrd. € (nach Steuern) aus. Die ergebnisneutrale Erfassung von Wechselkurseffekten in Höhe von 0,3 Mrd. € hatte dagegen einen positiven Effekt auf das Eigenkapital. T 016 Finanzielle Verbindlichkeiten. scroll 31.12.2012 Summe Mio. € Restlaufzeit bis 1 Jahr Mio. € Restlaufzeit über 1 Jahr bis 5 Jahre Mio. € Restlaufzeit über 5 Jahre Mio. € Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten Nicht konvertible Anleihen 19 950 3 377 8 497 8 076 Commercial Paper, Medium Term Notes und ähnliche Verbindlichkeiten 13 724 1 743 6 154 5 827 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3 912 499 3 284 129 37 586 5 619 17 935 14 032 Verbindlichkeiten aus Leasing-Verhältnissen 1 780 652 475 653 Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen 1 167 40 606 521 Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten 1 551 1 296 175 80 Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten 1 611 1 534 76 1 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 919 119 721 79 7 028 3 641 2 053 1 334 FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN 44 614 9 260 19 988 15 366 T 017 Netto-Finanzverbindlichkeiten. scroll 31.12.2012 Mio. € Veränderung Mio. € 31.12.2011 Mio. € 31.12.2010 Mio. € 31.12.2009 Mio. € 31.12.2008 Mio. € Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) 9 260 (959) 10 219 11 689 9 391 9 584 Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) 35 354 (2 745) 38 099 38 857 41 800 37 010 FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN 44 614 (3 704) 48 318 50 546 51 191 46 594 Zinsabgrenzungen (903) 63 (966) (1 195) (1 175) (988) Verpflichtungen aus Unternehmenstransaktionen - - - (1 566) (1 455) (1 641) Sonstige (754) (139) (615) (467) (444) (518) BRUTTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN 42 957 (3 780) 46 737 47 318 48 117 43 447 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4 026 277 3 749 2 808 5 022 3 026 Finanzielle Vermögenswerte zur Veräußerung verfügbar/ zu Handelszwecken gehalten 27 (375) 402 75 162 101 Derivative finanzielle Vermögenswerte 1 287 (246) 1 533 835 1 048 1 598 Andere finanzielle Vermögenswerte 757 (175) 932 1 331 974 564 NETTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN 36 860 (3 261) 40 121 42 269 40 911 38 158 G 25 Veränderung der Netto-Finanzverbindlichkeiten. (Mio. €) a Vor Ausschüttung, Investitionen in Spektrum und Effekten im Rahmen der AT&T-Transaktion. Zum Geschäftsjahresende lag der durchschnittliche Zinssatz auf die finanziellen Verbindlichkeiten bei 5,2 % (2011: 5,5 %). Wir haben unsere Netto-Finanzverbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr um 3,3 Mrd. € auf 36,9 Mrd. € verringert. Die dafür ursächlichen Effekte sind TABELLE T 017 zu entnehmen. Nicht-bilanziertes Vermögen und außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente. Neben dem in der Bilanz ausgewiesenen Vermögen nutzen wir nicht bilanzierte Vermögenswerte. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um geleaste, gepachtete oder gemietete Gegenstände. Für weitere Informationen verweisen wir auf die Erläuterung in ANGABE 34 "Angaben zu Leasing-Verhältnissen" im Konzern-Anhang. Als außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente verkaufen wir v. a. Forderungen mittels Factoring. Zum 31. Dezember 2012 betrug das verkaufte Forderungsvolumen 1,3 Mrd. € (31. Dezember 2011: 1,1 Mrd. €). Finanz-Management. Das Finanz-Management der Deutschen Telekom stellt die permanente Zahlungsfähigkeit und damit die Erhaltung des finanziellen Gleichgewichts im Konzern sicher. Die Grundzüge der Finanzpolitik legt der Vorstand jährlich fest, der Aufsichtsrat überwacht sie. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risiko-Management verantwortet die Konzern-Treasury. T 018 Rating der Deutschen Telekom AG. scroll Standard & Poor's Moody's Fitch LANGFRIST-RATING 31.12.2008 BBB+ Baa1 A- 31.12.2009 BBB+ Baa1 BBB+ 31.12.2010 BBB+ Baa1 BBB+ 31.12.2011 BBB+ Baa1 BBB+ 31.12.2012 BBB+ Baa1 BBB+ KURZFRIST-RATING A-2 P-2 F2 AUSBLICK stabil stabil stabil T 019 Finanzielle Flexibilität. scroll 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2008 RELATIVE VERSCHULDUNG Netto-Finanzverbindlichkeiten --------------- EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 2,1 2,1 2,2 2,0 2,0 EIGENKAPITALQUOTE % 28,3 32,6 33,7 32,8 35,0 GEARING Netto-Finanzverbindlichkeiten --------------- Eigenkapital 1,2 1,0 1,0 1,0 0,9 Zur Sicherstellung der finanziellen Flexibilität setzten wir 2012 im Wesentlichen zwei Kennzahlen ein: das Gearing und die Relative Verschuldung. Ein Bestandteil der Kennzahlen sind die Netto-Finanzverbindlichkeiten, die der Konzern als eine wichtige Kenngröße gegenüber Investoren, Analysten und Rating-Agenturen verwendet. T 020 Kapitalflussrechnung (Kurzfassung). scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 13 577 16 214 14 731 Effekte im Rahmen der AT&T-Transaktion 470 (2 289) - Auszahlung im Zuge der PTC-Transaktion - 400 - CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT (VOR PTC- UND AT&T-TRANSAKTIONEN) 14 047 14 325 14 731 Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill und vor Investitionen in Spektrum) und Sachanlagen (CASH CAPEX) (8 021) (8 260) (8 532) Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten (ohne Goodwill) und Sachanlagen 213 356 344 FREE CASHFLOW (VOR AUSSCHÜTTUNG, INVESTITIONEN IN SPEKTRUM SOWIE VOR PTC- UND AT&T-TRANSAKTIONEN) 6 239 6 421 6 543 CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT (6 671) (9 275) (10 711) CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT (6 601) (5 958) (6 369) Auswirkung von Kursveränderungen auf die Zahlungsmittel (Laufzeit bis 3 Monate) (28) (40) 50 Zahlungsmittelveränderung im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen - - 85 Veränderung der kurzfristigen Zahlungsmittel 277 941 (2 214) ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE 4 026 3 749 2 808 G 26 Veränderung der Zahlungsmittel. (Mio. €) Free Cashflow. Der Free Cashflow des Konzerns lag mit 6,2 Mrd. € um 0,2 Mrd. € unter dem des Vorjahres. Im Geschäftsjahr 2012 verminderte sich der Cashflow aus Geschäftstätigkeit gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Mrd. € auf 13,6 Mrd. €. Diese Entwicklung war v. a. geprägt durch Zahlungen im Zusammenhang mit der Auflösung des Kaufvertrags der T-Mobile USA mit AT&T: In 2011 haben wir eine Ausgleichszahlung (2,3 Mrd. €) erhalten; in 2012 erfolgten in diesem Zusammenhang Auszahlungen (0,5 Mrd. €), von denen 0,2 Mrd. € Ertragsteuern auf in 2011 erhaltene Erträge darstellen. Daneben wirkten sich in 2012 Auszahlungen im Rahmen der Untersuchung der US-Behörden von Verträgen in EJR Mazedonien und Montenegro (0,1 Mrd. €) und reduzierende Effekte aus der operativen Geschäftsentwicklung negativ aus. Dem gegenüber standen im Vorjahr geleistete Auszahlungen für die PTC-Transaktion (0,4 Mrd. €). Erhöhend wirkten im Geschäftsjahr 2012 niedrigere Nettozinszahlungen (0,4 Mrd. €), Einzahlungen im Rahmen der Vereinbarung über die Vermietung und Nutzung von Funkturm-Standorten in den USA (0,1 Mrd. €), Einzahlungen aus der Auflösung von Zinsswaps (0,1 Mrd. €) sowie geringere gezahlte Ertragsteuern (0,3 Mrd. €). Informationen zum Cashflow aus Investitionstätigkeit und zum Cashflow aus Finanzierungstätigkeit sind ANGABE 31 "Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung" im Konzern-Anhang, zu entnehmen. T 021 Überleitungsrechnung zu den in 2012 durchgeführten Ausweisänderungen für wesentliche Kennzahlen. scroll Gesamtumsatz Betriebsergebnis (EBIT) EBITDA 2011 Mio. € 2010 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € DARSTELLUNG WIE BERICHTET (VOR ANPASSUNGEN) Deutschland 24 031 25 145 4 445 4 916 8 892 9 109 Europa 15 124 16 840 780 985 4 995 5 142 USA 14 811 16 087 (710) 2 092 3 697 4 156 Systemgeschäft 9 249 9 057 (43) 44 597 667 Konzernzentrale & Shared Services 2 144 2 166 1 160 (2 479) 1 956 (1 639) SUMME 65 359 69 295 5 632 5 558 20 137 17 435 Überleitung (6 706) (6 874) (46) (53) (115) (122) KONZERN 58 653 62 421 5 586 5 505 20 022 17 313 +/- AUSWEISÄNDERUNG DIGITAL BUSINESS UNIT (DBU) ZUM 1. JANUAR 2012 Deutschland (830) (946) (86) 38 (125) 5 Europa - - - - - - USA - - - - - - Systemgeschäft - - - - - - Konzernzentrale & Shared Services 833 953 82 (36) 125 (3) SUMME 3 7 (4) 2 - 2 Überleitung (3) (7) 4 (2) - (2) KONZERN - - - - - - +/- AUSWEISÄNDERUNG TELEKOM IT ZUM 1. JULI 2012 Deutschland 5 9 161 146 97 83 Europa - - - - - - USA - - - - - - Systemgeschäft 704 880 (247) (237) (218) (204) Konzernzentrale & Shared Services - - 32 39 - 1 SUMME 709 889 (54) (52) (121) (120) Überleitung (709) (889) 54 52 121 120 KONZERN - - - - - - = DARSTELLUNG ZUM 31. DEZEMBER 2012 Deutschland 23 206 24 208 4 520 5 100 8 864 9 197 Europa 15 124 16 840 780 985 4 995 5 142 USA 14 811 16 087 (710) 2 092 3 697 4 156 Systemgeschäft 9 953 9 937 (290) (193) 379 463 Konzernzentrale & Shared Services 2 977 3 119 1 274 (2 476) 2 081 (1 641) SUMME 66 071 70 191 5 574 5 508 20 016 17 317 Überleitung (7 418) (7 770) 12 (3) 6 (4) KONZERN 58 653 62 421 5 586 5 505 20 022 17 313 scroll EBITDA bereinigt Planmäßige Abschreibungen Wertminderungen 2011 Mio. € 2010 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € DARSTELLUNG WIE BERICHTET (VOR ANPASSUNGEN) Deutschland 9 599 9 618 (4 438) (4 178) (9) (15) Europa 5 241 5 748 (3 159) (3 453) (1 056) (704) USA 3 831 4 156 (2 110) (2 063) (2 297) (1) Systemgeschäft 872 948 (626) (619) (14) (4) Konzernzentrale & Shared Services (742) (870) (721) (714) (75) (126) SUMME 18 801 19 600 (11 054) (11 027) (3 451) (850) Überleitung (116) (127) 69 68 - 1 KONZERN 18 685 19 473 (10 985) (10 959) (3 451) (849) +/- AUSWEISÄNDERUNG DIGITAL BUSINESS UNIT (DBU) ZUM 1. JANUAR 2012 Deutschland (125) 5 33 33 6 - Europa - - - - - - USA - - - - - - Systemgeschäft - - - - - - Konzernzentrale & Shared Services 125 (3) (33) (33) (10) - SUMME - 2 - - (4) - Überleitung - (2) - - 4 - KONZERN - - - - - - +/- AUSWEISÄNDERUNG TELEKOM IT ZUM 1. JULI 2012 Deutschland 79 75 65 63 (1) - Europa - - - - - - USA - - - - - - Systemgeschäft (200) (196) (28) (33) (1) - Konzernzentrale & Shared Services - 1 32 37 - 1 SUMME (121) (120) 69 67 (2) 1 Überleitung 121 120 (69) (67) 2 (1) KONZERN - - - - - - = DARSTELLUNG ZUM 31. DEZEMBER 2012 Deutschland 9 553 9 698 (4 340) (4 082) (4) (15) Europa 5 241 5 748 (3 159) (3 453) (1 056) (704) USA 3 831 4 156 (2 110) (2 063) (2 297) (1) Systemgeschäft 672 752 (654) (652) (15) (4) Konzernzentrale & Shared Services (617) (872) (722) (710) (85) (125) SUMME 18 680 19 482 (10 985) (10 960) (3 457) (849) Überleitung 5 (9) - 1 6 - KONZERN 18 685 19 473 (10 985) (10 959) (3 451) (849) scroll Segmentvermögen 2011 Mio. € 2010 Mio. € DARSTELLUNG WIE BERICHTET (VOR ANPASSUNGEN) Deutschland 33 522 35 334 Europa 37 815 46 040 USA 38 075 38 316 Systemgeschäft 8 751 8 855 Konzernzentrale & Shared Services 101 152 107 357 SUMME 219 315 235 902 Überleitung (96 773) (108 090) KONZERN 122 542 127 812 +/- AUSWEISÄNDERUNG DIGITAL BUSINESS UNIT (DBU) ZUM 1. JANUAR 2012 Deutschland (962) (852) Europa - - USA - - Systemgeschäft - - Konzernzentrale & Shared Services (438) (398) SUMME (1 400) (1 250) Überleitung 1 400 1 250 KONZERN - - +/- AUSWEISÄNDERUNG TELEKOM IT ZUM 1. JULI 2012 Deutschland 18 (11) Europa - - USA - - Systemgeschäft 557 353 Konzernzentrale & Shared Services (546) (248) SUMME 29 94 Überleitung (29) (94) KONZERN - - = DARSTELLUNG ZUM 31. DEZEMBER 2012 Deutschland 32 578 34 471 Europa 37 815 46 040 USA 38 075 38 316 Systemgeschäft 9 308 9 208 Konzernzentrale & Shared Services 100 168 106 711 SUMME 217 944 234 746 Überleitung (95 402) (106 934) KONZERN 122 542 127 812 GESCHÄFTSENTWICKLUNG DER OPERATIVEN SEGMENTE. G 27 Anteil der operativen Segmente am Konzernumsatz. G 28 Anteil der operativen Segmente am EBITDA bereinigt. DEUTSCHLAND. Seit dem 1. Januar 2012 weisen wir die Aufgaben und Funktionen des Wachstumsgeschäfts "Digital Services" sowie des Internet-Dienstleisters STRATO, die zum 31. Dezember 2011 im Wesentlichen noch Bestandteile des operativen Segments Deutschland waren, gebündelt als Digital Business Unit (DBU) in der Konzernzentrale & Shared Services aus. Zum 1. Juli 2012 haben wir die IT-Infrastruktur unseres Konzerns neu formiert und die gesamte interne IT aus den zwei operativen Segmenten Deutschland und Systemgeschäft sowie der Konzernzentrale & Shared Services innerhalb des operativen Segments Systemgeschäft als neue Telekom IT gebündelt. Die Vorjahreswerte wurden zur besseren Vergleichbarkeit entsprechend angepasst. Für nähere Informationen verweisen wir auf ANGABE 32 "Segmentberichterstattung" im Konzern-Anhang. KUNDENENTWICKLUNG. G 29 Festnetz-Anschlüsse. (Tsd.) G 30 TV-Kunden (inkl. Sat).a (Tsd.) a Angeschlossene Kunden. G 31 Breitband-Anschlüsse Retail. (Tsd.) G 32 Mobilfunk-Kunden. (Tsd.) T 022 scroll 31.12.2012 Tsd. 31.12.2011 Tsd. Veränderung Tsd. Veränderung % 31.12.2010 Tsd. GESAMT Festnetz-Anschlüsse 22 384 23 399 (1 015) (4,3) 24 650 Breitband-Anschlüsse Retaila 12 427 12 265 162 1,3 11 954 TV (inkl. Sat) 1 966 1 553 413 26,6 1 156 Mobilfunk-Kunden 36 568 35 403 1 165 3,3 34 694 Vertragskundena 19 570 18 221 1 349 7,4 17 173 Prepaid-Kunden 16 998 17 182 (184) (1,1) 17 521 Teilnehmer-Anschlussleitungen (TAL) 9 436 9 598 (162) (1,7) 9 498 Wholesale entbündelte Anschlüsse 1 303 1 222 81 6,6 1 037 Wholesale gebündelte Anschlüsse 518 704 (186) (26,4) 984 DAVON: PRIVATKUNDEN Festnetz-Anschlüsse 17 789 18 763 (974) (5,2) 19 889 Breitband-Anschlüsse Retaila 10 039 9 959 80 0,8 9 705 TV (inkl. Sat) 1 804 1 434 370 25,8 1 070 Mobilfunk-Kunden 29 915 29 333 582 2,0 29 153 Vertragskundena 13 990 12 874 1 116 8,7 12 111 Prepaid-Kunden 15 926 16 459 (533) (3,2) 17 042 DAVON: GESCHÄFTSKUNDEN Festnetz-Anschlüsse 3 510 3 505 5 0,1 3 624 Breitband-Anschlüsse Retaila 2 062 1 973 89 4,5 1 920 TV (inkl. Sat) 161 117 44 37,6 86 Mobilfunk-Kunden 6 653 6 070 583 9,6 5 541 Vertragskundena 5 581 5 347 234 4,4 5 062 Prepaid-Kunden (M2M)b 1 072 723 349 48,3 479 a Seit dem 1. Oktober 2011 weisen wir stationäre Funklösungen bei Vertragskunden im Mobilfunk aus. b M2M: Maschine zu Maschine. Gesamt. In unserem operativen Segment Deutschland konnten wir uns unter den regulatorischen und wettbewerbsbedingten Rahmenbedingungen durch Fokussierung auf Werthaltigkeit im Festnetz gut im Markt behaupten. Trotz des starken Wettbewerbs verzeichneten wir im Mobilfunk eine positive Kundenentwicklung. Im Deutschlandgeschäft setzten sich 2012 mehrere positive Trends fort. So verzeichneten wir einen Anstieg der Nutzer unseres Internet-basierten Fernsehangebots "Entertain", der Mobilfunk-Vertragskunden und mehr VDSL-Anschlüsse. Im zweiten Quartal 2011 führten wir "Call & Surf Comfort via Funk" ein, das auch in Gebieten ohne DSL-Versorgung schnelles Surfen im Internet möglich macht. Zum Ende des Berichtsjahres nutzten bereits 124 Tsd. Kunden dieses Produkt. Festnetz. Telefon, Internet und Fernsehen. Die Zahl der "Entertain" Kunden steigerten wir zum Jahresende 2012 gegenüber dem Vorjahr um 26,6 % auf 2,0 Mio. Davon konnten wir allein 299 Tsd. Kunden für das im September 2011 eingeführte Produkt "Entertain via Sat" gewinnen. Um sogar 48,1 % im Jahresvergleich erhöhten wir die Zahl der schnellen VDSL-Anschlüsse auf 0,9 Mio. Im vierten Quartal 2012 konnten wir rund 4 Tsd. Kunden mit einem Anschluss an das Glasfasernetz versorgen. Gleichzeitig verzeichneten wir im klassischen Festnetz 18,9 % weniger Anschlussverluste als im Vorjahr. Dabei wechselten die Kunden v. a. zu Kabelnetz-Betreibern und vermehrt zu Produkten auf Mobilfunk-Basis. Mobilfunk. Mobile Telefonie und Datenanwendungen. Im Mobilfunk haben wir verstärkt an der Kundengewinnung und Kundenrückgewinnung gearbeitet: insbesondere mit besseren und neuen Tarifen bei Vertrags- und Prepaid-Kunden. Zum Ende des Berichtsjahres steigerten wir die Zahl der Mobilfunk-Kunden auf 36,6 Mio.; ein Plus von 3,3 % gegenüber dem 31. Dezember 2011. Die Zahl der Mobilfunk-Vertragskunden wuchs im abgelaufenen Jahr um 1,3 Mio. Davon entfielen 569 Tsd. auf das eigene Geschäft unter den Marken "Telekom" und "congstar", die übrigen Kunden auf das stark wachsende, aber deutlich umsatzschwächere Segment der Wiederverkäufer (Service Provider). Immer mehr Kunden konnten wir für unser Wachstumsfeld Machine to Machine (M2M) gewinnen. So erhöhten wir unseren M2M-Kartenbestand gegenüber 2011 um 502 Tsd. auf 2,2 Mio. Im Berichtsjahr stieg die Anzahl der verkauften Mobilfunk-Telefone auf 5,6 Mio. Den Anteil an Smartphones, v. a. an Android-Endgeräten und iPhones, steigerten wir gegenüber 2011 um 11 Prozentpunkte auf 73 %. Privatkunden. Vernetztes Leben vom Handy bis zum Fernseher. Die Anschlussverluste im klassischen Festnetz fielen 2012 geringer aus als im Vorjahr. In dem hart umkämpften Breitband-Markt konnten wir mit dem Markt weiter wachsen. Bei unserem TV-Angebot "Entertain" bauten wir die Quote der Pay TV-Pakete wie z. B. LIGA total!, Big TV und HD weiter aus. Im Berichtsjahr erhöhten wir bei den Vertragskunden des Mobilfunk-Portfolios die Kundenzahl um 8,7 % im Vergleich zum 31. Dezember 2011. Positiv entwickelten sich v. a. die Tarife mit integrierten Daten-Flatrates für das mobile Internet (Call & Surf Mobil, Complete Mobil und Mobile Data); speziell die darin enthaltenen Aktionstarife. Dabei konnten wir viele Kunden aus den reinen Sprachtarifen in die höherwertigeren Datentarife migrieren. Bei unseren SMS-Tarifen vermarkteten wir 2012 unsere Zubuchoption "SMS Flat all net" verstärkt erfolgreich. Der Rückgang der Prepaid-Kunden im Vorjahresvergleich ist größtenteils auf die Ausbuchung inaktiver Karten zurückzuführen. Diesen Rückgang konnten wir teilweise kompensieren, u. a. durch die Neuplatzierung von "congstar" in unseren Telekom Shops. Geschäftskunden. Vernetztes Arbeiten mit innovativen Lösungen. Die Anzahl der Festnetz-Anschlüsse im Bereich Geschäftskunden blieb gegenüber 2011 stabil bei 3,5 Mio. Bei der Internet-Nutzung wächst die Kundennachfrage nach Tarifen mit höheren Bandbreiten wie z. B. "Business Complete". Positiv entwickelten sich die Produkte beim Vernetzten Arbeiten. Entsprechend verzeichneten wir bei unseren Internet-Festanschlüssen "CompanyConnect" weiter steigende Zuwächse. In der Datenkommunikation bauten wir die Anzahl der Netze und der Verbindungen deutlich aus, v. a. bei Internet-basierten Datennetzen (IP-VPNs) und bei Standortvernetzungen mit hoher Bandbreite. Bei der M2M-Mobilfunk-Kommunikation und bei den Vertragskunden steigerten wir die Teilnehmerzahlen in Summe gegenüber dem Jahresende 2011 um 9,6 %. Dazu beigetragen hat nicht zuletzt der Vermarktungsstart neuer, attraktiver Mobilfunk-Tarife mit integrierten Daten-Flatrates im Geschäftskundensegment. 2012 konnten wir verschiedene Mobilfunk-Geschäftskunden gewinnen bzw. zurückgewinnen wie z. B. BMW, Henkel und RWE. Wholesale. Die Anzahl unserer entbündelten Wholesale-Anschlüsse erhöhte sich um 81 Tsd., während die Anzahl unserer gebündelten Wholesale-Anschlüsse um 186 Tsd. sank. Wir gehen davon aus, dass dieser Trend auch in den kommenden Jahren anhält; insbesondere deshalb, weil unsere Mitbewerber von gebündelten zu entbündelten Wholesale-Produkten oder auf eigene Infrastruktur wechseln. Die Anzahl unserer Teilnehmer-Anschlussleitungen (TAL) reduzierte sich gegenüber dem Jahresende 2011 u. a. marktbedingt um 162 Tsd., da immer mehr Wettbewerber auf eigene bzw. andere Infrastrukturen umsteigen oder ihre Kunden zum Mobilfunk migrieren. Mit dem sog. "VDSL-Kontingentmodell" werden wir in Deutschland bei der Vermarktung von schnellen VDSL-Anschlüssen mit Telefónica Deutschland, 1&1 und NetCologne zusammenarbeiten. Das Modell ermöglicht es den Partnerunternehmen, VDSL-Anschlüsse der Telekom Deutschland zu reduzierten Monatsentgelten zu beziehen. In einem reziproken, d. h. auf Gegenseitigkeit beruhenden Modell, das erstmals mit NetCologne vereinbart wurde, verpflichtet sich das Partnerunternehmen, der Telekom Deutschland ebenfalls ein Kontingent von Anschlüssen auf Basis seiner eigenen Glasfaser-Infrastruktur zu vergleichbaren Konditionen anzubieten. Für uns haben diese Vereinbarungen den Vorteil, dass wir unsere VDSL-Infrastruktur besser auslasten können. Die Partnerunternehmen übernehmen durch die Vorauszahlungen auf vereinbarte abnehmbare Kontingente einen Teil des Investitionsrisikos. Das reziproke Modell bietet uns zudem die Chance, Vorleistungen in Regionen zu beziehen, in denen wir selbst über keine eigene wettbewerbsfähige Infrastruktur verfügen. OPERATIVE ENTWICKLUNG. T 023 scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € Veränderung Mio. € Veränderung % 2010 Mio. € GESAMTUMSATZ 22 736 23 206 (470) (2,0) 24 208 Privatkunden 12 217 12 497 (280) (2,2) 13 018 Geschäftskunden 5 661 5 615 46 0,8 5 662 Wholesale 4 035 4 209 (174) (4,1) 4 556 Mehrwertdienste 367 425 (58) (13,6) 512 Sonstiges 456 460 (4) (0,9) 460 Betriebsergebnis (EBIT) 4 345 4 520 (175) (3,9) 5 100 EBIT-Marge % 19,1 19,5 21,1 Abschreibungen (4 393) (4 344) (49) (1,1) (4 097) EBITDA 8 738 8 864 (126) (1,4) 9 197 EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (427) (689) 262 38,0 (501) EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) 9 165 9 553 (388) (4,1) 9 698 EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 40,3 41,1 40,1 CASH CAPEX (3 418) (3 506) 88 2,5 (4 781) Gesamtumsatz. Der Umsatz 2012 war um 2,0 % geringer als im Vorjahr. Somit konnten wir den Umsatzrückgang gegenüber 2011 halbieren. Dieser resultierte hauptsächlich aus der rückläufigen Sprachtelefonie im Mobilfunk und Festnetz. Teilweise glich die wachsende Nachfrage nach Komplettpaketen mit mobilen Daten- oder Fernsehtarifen und attraktiven Endgeräten, v. a. Smartphones, diesen Rückgang aus. Die erfolgreiche Vermarktung von "Entertain" und "Zubuchoptionen" wirkte sich positiv im Festnetz aus. So wuchs der Umsatzbeitrag des operativen Segments Deutschland zu unserem Wachstumsfeld "Vernetztes Zuhause" um 42 Mio. € auf 5,3 Mrd. €. Diese positive Entwicklung reichte jedoch nicht aus, um den Umsatzrückgang aus der Sprachtelefonie aufgrund der Anschlussverluste zu kompensieren. Im Mobilfunk erhöhten wir unseren Umsatz gegenüber 2011 um 1,1 %. Die mobilen Serviceumsätze waren im Jahresverlauf um 1,5 % rückläufig. Dies resultierte im Wesentlichen aus gesunkenen Sprach- und Nachrichtendiensten sowie aus Visitorenumsätzen. Hinzu kam neben der regulierungsbedingten Preissenkung beim Roaming zum 1. Juli 2012 die Senkung der Mobilfunk-Terminierungsentgelte im Dezember 2012. Hinzu kam die Umsatzreduktion durch die Beendigung der Zusammenarbeit mit einem Wiederverkäufer. Gegenläufig wirkte das Wachstum der Datenumsätze mit einer Steigerung von 19,6 % auf 2,0 Mrd. €. Kompensierend war die erfolgreiche Smartphone-Vermarktung, die sich im mobilen Endgeräteumsatz widerspiegelte. Hauptgrund für den Rückgang im Privatkundenbereich war das rückläufige Sprachtelefonie-Geschäft - im Festnetz und Mobilfunk. Im Festnetz glichen das Wachstum bei TV-Umsätzen (plus 29,3 %) und der Endgeräteumsatz (plus 29,4 %) den Umsatzrückgang teilweise aus. Der Umsatzrückgang bei den mobilen Serviceumsätzen betrug im Jahresverlauf 2,3 % und resultierte im Wesentlichen aus gesunkener Sprachtelefonie, Textnachrichten und Visitoren. Dies konnte teilweise durch das starke Datenwachstum und die Bündelung in Flatrate-Komponenten kompensiert werden. Durch das Wachstum bei den mobilen Endgeräten aufgrund der starken Smartphone-Vermarktung war jedoch der Mobilfunk-Umsatz im Privatkundenbereich insgesamt auf Vorjahresniveau. Im Geschäftskundenbereich blieb der Gesamtumsatz stabil. Die positive Umsatzentwicklung bei Mobilfunk-Daten, Breitband, IT-Produkten und Mobilfunk-Telefonen glich die rückläufigen Umsätze aus der klassischen Sprachtelefonie im Festnetz und Mobilfunk vollständig aus. Für den Umsatzrückgang im Wholesale-Bereich - um minus 4,1 % auf 4,0 Mrd. € - waren u. a. folgende Faktoren verantwortlich: regulatorisch bedingte Preissenkungen hauptsächlich bei Interconnection-Verbindungen (ab 1. Juli 2011 und 1. Dezember 2012), die rückläufige Nutzung von Interconnection-Verbindungen sowie mengen- bzw. preisbedingte Umsatzrückgänge aufgrund von Migration auf moderne Infrastrukturplattformen. Rückläufige Umsätze im Bereich Mehrwertdienste ergaben sich aus einer geringeren Inanspruchnahme von Service-Rufnummern, wie z. B. Auskunftsdienste und der öffentlichen Telefone. Dazu kam das Inkrafttreten der Neuregelung zu kostenlosen Warteschleifen zum 1. September 2012. EBITDA, bereinigtes EBITDA. Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA sank im Berichtsjahr gegenüber 2011 um 4,1 % auf 9,2 Mrd. €. Der Umsatzrückgang konnte nicht vollständig durch den Rückgang der Kosten kompensiert werden. Die direkten Kosten stiegen im Wesentlichen durch höhere Marktinvestitionen und höhere Interconnection-Kosten, bedingt durch die kontinuierliche Aufwertung unserer Tarife, u. a. durch Pakete mit Inklusivminuten und Textnachrichten. Die indirekten Kosten konnten auf vergleichbarem Niveau wie 2011 gesenkt werden. Nahezu stabil blieb die bereinigte EBITDA-Marge trotz Marktinvestitionen bei über 40 %. EBIT. Das Betriebsergebnis unseres operativen Segments Deutschland ging im Vorjahresvergleich um 3,9 % zurück. Dazu trugen in erster Linie das rückläufige bereinigte EBITDA und höhere Abschreibungen, v. a. aufgrund der Aktivierung der LTE-Lizenz im Vorjahr, bei. Cash Capex. Wir haben das beste Mobilfunknetz und investieren in Netze der Zukunft. Bei den klassischen Übertragungswegen verzeichneten wir einen Rückgang des Cash Capex, z. B. aufgrund der durchgeführten Migration in modernere Infrastrukturplattformen. Gleichzeitig haben wir verstärkt in unsere strategischen Themen wie LTE- und Glasfaser-Ausbau sowie in die All IP-Migration investiert. Dennoch lag der Cash Capex 2,5 % unter dem Vorjahresniveau. EUROPA. KUNDENENTWICKLUNG. G 33 Festnetz-Anschlüsse. (Tsd.) G 34 IPTV-Kunden. (Tsd.) G 35 Breitband-Anschlüsse Retail. (Tsd.) G 36 Mobilfunk-Kunden. (Tsd.) T 024 scroll 31.12.2012 Tsd. 31.12.2011 Tsd. Veränderung Tsd. Veränderung % 31.12.2010 Tsd. EUROPA, GESAMT Festnetz-Anschlüsse 9 954 10 563 (609) (5,8) 11 337 Breitband-Anschlüsse Retail 4 766 4 588 178 3,9 4 353 Wholesale gebündelte Anschlüsse 153 153 - - 180 Wholesale ungebündelte Anschlüsse 74 50 24 48,0 44 Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL) 1 963 1 844 119 6,5 1 504 Mobilfunk-Kunden 61 876 60 293 1 583 2,6 60 100 GRIECHENLAND Festnetz-Anschlüsse 3 016 3 317 (301) (9,1) 3 739 Breitband-Anschlüsse 1 203 1 126 77 6,8 1 147 Mobilfunk-Kunden 7 697 7 885 (188) (2,4) 7 990 RUMÄNIEN Festnetz-Anschlüsse 2 418 2 487 (69) (2,8) 2 597 Breitband-Anschlüsse 1 134 1 078 56 5,2 961 Mobilfunk-Kunden 6 368 6 499 (131) (2,0) 6 849 UNGARN Festnetz-Anschlüsse 1 401 1 486 (85) (5,7) 1 652 Breitband-Anschlüsse 875 848 27 3,2 824 Mobilfunk-Kunden 4 837 4 817 20 0,4 5 208 POLEN Mobilfunk-Kunden 16 040 14 161 1 879 13,3 13 259 TSCHECHISCHE REPUBLIK Festnetz-Anschlüsse 111 100 11 11,0 69 Breitband-Anschlüsse 111 100 11 11,0 69 Mobilfunk-Kunden 5 498 5 381 117 2,2 5 475 KROATIEN Festnetz-Anschlüsse 1 312 1 387 (75) (5,4) 1 431 Breitband-Anschlüsse 658 651 7 1,1 629 Mobilfunk-Kunden 2 326 2 418 (92) (3,8) 2 901 NIEDERLANDE Festnetz-Anschlüsse 283 294 (11) (3,7) 289 Breitband-Anschlüsse 275 284 (9) (3,2) 289 Mobilfunk-Kunden 4 720 4 909 (189) (3,9) 4 526 SLOWAKEI Festnetz-Anschlüsse 960 1 021 (61) (6,0) 1 061 Breitband-Anschlüsse 480 464 16 3,4 436 Mobilfunk-Kunden 2 311 2 326 (15) (0,6) 2 411 ÖSTERREICH Mobilfunk-Kunden 4 104 4 060 44 1,1 3 778 ÜBRIGEa Festnetz-Anschlüsse 453 471 (18) (3,8) 498 Breitband-Anschlüsse 258 239 19 7,9 220 Mobilfunk-Kunden 7 975 7 838 137 1,7 7 702 a Übrige enthält die Landesgesellschaften der Länder Bulgarien, Albanien, EJR Mazedonien und Montenegro. Gesamt. In unserem operativen Segment Europa haben sich im Geschäftsjahr 2012 unsere Kundenbestände robust entwickelt; und dies trotz des harten Wettbewerbs und der weiterhin schwierigen konjunkturellen Lage in den meisten Ländern unseres Segments. Im Festnetz-Bereich konnten wir dank der Fokussierung auf den Ausbau der Breitband-Technologie mehr Breitband-Anschlüsse gegenüber dem Jahresende 2011 hinzugewinnen. Damit kompensierten wir teilweise die Anschlussverluste bei den analogen Festnetz-Anschlüssen. Im Mobilfunk steigerten wir gegenüber dem Vorjahr unseren Gesamtkundenbestand, v. a. wegen erfreulicher Zuwächse bei den Vertragskunden. Auch die Prepaid-Kundenzahl stieg im Segment durch die positive Entwicklung in Polen aufgrund einer Veränderung des Ausbuchungsverfahrens. Festnetz. Telefon, Internet und Fernsehen. Als beständiger Wachstumsmotor verzeichnete das IPTV-Geschäft im Berichtsjahr gegenüber 2011 einen deutlichen Anstieg der Kundenzahlen um rund 18 %. Wir konnten bei fast allen Ländern unseres operativen Segments unseren Kundenstamm hinsichtlich der Breitband-Anschlüsse Retail weiter ausbauen; im Vergleich zum 31. Dezember 2011 um 3,9 % auf rund 4,8 Mio. Anschlüsse. Dies gelang uns mit innovativen Tarifangeboten, wie z. B. TV in Verbindung mit einem Internet-Anschluss. Die größten absoluten Zuwächse gegenüber dem Vorjahreswert erzielten wir in Griechenland und Rumänien - insbesondere aufgrund der gestiegenen Zahl an DSL-Anschlüssen. Auch in Ungarn und der Tschechischen Republik verzeichneten wir einen deutlichen Zuwachs bei den Breitband-Anschlüssen: in Ungarn v. a. bei den Breitband-Kabelanschlüssen und in der Tschechischen Republik im DSL-Geschäft. Zum 31. Dezember 2012 nutzten in unserem operativen Segment Europa rund 10 Mio. Kunden einen Festnetz-Anschluss; 5,8 % weniger als im Vorjahr. Der überwiegende Teil dieses Rückgangs entfiel auf Verluste bei der klassischen Telefonie, v. a. in Griechenland, Kroatien, Rumänien und EJR Mazedonien. Aber auch die wirtschaftliche Situation und der damit verbundene hohe Wettbewerbsdruck führten zu einem Rückgang der Anschlüsse. Mobilfunk. Mobile Telefonie und Datenanwendungen. Unseren Gesamtkundenbestand im Mobilfunk steigerten wir gegenüber dem Vorjahr um 2,6 % auf rund 62 Mio. dank spürbarer Zuwächse bei den Vertragskunden. Zum 31. Dezember 2012 erreichten wir insgesamt einen Vertragskundenbestand von rund 28 Mio.: gegenüber 2011 ein Wachstum von 3,5 %. Zu verdanken ist dies neben der guten Entwicklung im Privatkundenbereich auch dem klaren Anstieg bei den Geschäftskunden; auf diesen Bereich entfiel bereits die Hälfte dieses Zuwachses. Insbesondere in der Tschechischen Republik, Rumänien und Polen erhöhte sich deren Anzahl. Auf Segmentebene trug der Geschäftskundenbereich mit mehr als 8 Mio. Kunden bereits zu knapp 30 % des gesamten Vertragskundenbestands bei. Dank der ungebrochenen Attraktivität der Nutzung von Smartphones, v. a. in Österreich und in den Niederlanden, erhöhten wir den Anteil der Vertragskunden am gesamten Kundenbestand unseres operativen Segments auf 45 %. Zum 31. Dezember 2012 nahm der Prepaid-Kundenbestand gegenüber dem Vorjahr leicht zu. In den meisten Ländern unseres operativen Segments sank der Prepaid-Kundenbestand - eine Folge unserer Strategie, uns auf werthaltige Vertragskunden auszurichten. Nur in Polen erhöhte sich der Prepaid-Bestand in nennenswertem Umfang um rund 1,6 Mio.; dies ist in erster Linie auf ein seit September 2011 geändertes Ausbuchungsverfahren zurückzuführen. OPERATIVE ENTWICKLUNG. T 025 scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € Veränderung Mio. € Veränderung % 2010 Mio. € GESAMTUMSATZ 14 408 15 124 (716) (4,7) 16 840 Griechenland 3 253 3 546 (293) (8,3) 3 876 Rumänien 1 037 1 072 (35) (3,3) 1 165 Ungarn 1 429 1 438 (9) (0,6) 1 517 Polen 1 678 1 740 (62) (3,6) 1 839 Tschechische Republik 1 044 1 092 (48) (4,4) 1 157 Kroatien 992 1 084 (92) (8,5) 1 148 Niederlande 1 664 1 747 (83) (4,8) 1 767 Slowakei 837 886 (49) (5,5) 934 Österreich 878 924 (46) (5,0) 983 Großbritannien - - - - 783 Übrigea 1 811 1 827 (16) (0,9) 1 937 Betriebsergebnis (EBIT) 1 484 780 704 90,3 985 EBIT-Marge % 10,3 5,2 5,8 Abschreibungen (3 233) (4 215) 982 23,3 (4 157) EBITDA 4 717 4 995 (278) (5,6) 5 142 EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (204) (246) 42 17,1 (606) EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) 4 921 5 241 (320) (6,1) 5 748 Griechenland 1 210 1 300 (90) (6,9) 1 433 Rumänien 289 274 15 5,5 281 Ungarn 474 542 (68) (12,5) 567 Polen 586 629 (43) (6,8) 691 Tschechische Republik 486 509 (23) (4,5) 551 Kroatien 469 508 (39) (7,7) 507 Niederlande 525 505 20 4,0 461 Slowakei 352 388 (36) (9,3) 403 Österreich 234 253 (19) (7,5) 283 Großbritannien - - - - 167 Übrigea 299 339 (40) (11,8) 426 EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 34,2 34,6 34,1 CASH CAPEX (1 698) (1 870) 172 9,2 (2 012) Die Beiträge der Landesgesellschaften entsprechen den jeweiligen Einzelabschlüssen der Gesellschaften ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten auf der Ebene des operativen Segments. a Übrige enthält die Landesgesellschaften der Länder Bulgarien, Albanien, EJR Mazedonien und Montenegro sowie ICSS (International Carrier Sales & Solutions) und Europa Headquarter. Gesamtumsatz. Im Berichtsjahr erzielte unser operatives Segment Europa einen Gesamtumsatz von 14,4 Mrd. € und lag damit 4,7 % unter dem Vorjahreswert. Rund 16 % des Rückgangs lassen sich auf die in Summe negativen Wechselkurseffekte zurückführen, v. a. des Ungarischen Forint, des Polnischen Zloty, der Tschechischen Krone und der Kroatischen Kuna. Bereinigt um diese negativen Wechselkurseffekte gegenüber dem Euro reduzierte sich der Segmentumsatz nur um 4,0 %. Ein wesentlicher Anteil an diesem Umsatzrückgang war regulierungsbedingt - initiiert durch nationale Regulierungsbehörden und durch die EU. So führten in den meisten Ländern unseres operativen Segments abgesenkte Mobilfunk-Terminierungsentgelte oder Roaming-Regulierung zu einem deutlichen Umsatzrückgang - mit der Folge, dass diese Umsätze auf Segmentebene stärker sanken als im Festnetz-Bereich. Nur teilweise konnten wir diese Rückgänge durch gestiegene Kundenzahlen sowie leicht höhere Minutennutzung pro Kunde im Mobilfunk-Geschäft auffangen. Preisreduzierungen als Folge des harten Wettbewerbs setzten unseren operativen Umsatz zusätzlich weiter unter Druck, genauso wie die weiterhin schwierige gesamtwirtschaftliche Situation, v. a. in den süd- und osteuropäischen Ländern. Etwa die Hälfte des operativen Umsatzrückgangs entfiel auf Griechenland, aber auch die meisten übrigen Länder mussten Umsatzrückgänge hinnehmen. Einen leicht kompensatorischen Effekt auf Segmentebene hatten Zuwächse im internationalen Wholesale-Geschäft sowie Umsatzanstiege in den Bereichen Breitband und TV sowie Energie. Durch diese Wachstumsfelder konnten wir die negativen Umsatzeffekte aus der Sprachtelefonie teilweise ausgleichen. Wir sehen hier den Erfolg unserer Strategie, den Ausbau von Breitband-Technologien im Festnetz und Mobilfunk voranzutreiben - kombiniert mit attraktiven Tarifen und einem breiten Portfolio an Endgeräten. So verzeichneten wir im Mobilfunk-Bereich mit einem Anstieg von 15 % auf rund 1,3 Mrd. € weiter sichtlich wachsende Umsätze beim Datengeschäft - währungsbereinigt betrug der Anstieg im Jahresvergleich rund 16 %. Hierzu trugen fast alle Länder unseres operativen Segments Europa bei; insbesondere aber die Niederlande, Österreich, Polen, Rumänien und die Tschechische Republik. EBITDA, bereinigtes EBITDA. Unser operatives Segment Europa erzielte im Geschäftsjahr 2012 ein bereinigtes EBITDA von 4,9 Mrd. €; das sind 6,1 % weniger als im Vorjahr. Ohne die insgesamt negativen Wechselkurseffekte - insbesondere aus der Umrechnung des Ungarischen Forint, der Tschechischen Krone, des Polnischen Zloty und auch der Kroatischen Kuna - reduzierte sich das bereinigte EBITDA um 5,3 %. Dieser operative Rückgang auf Segmentebene war v. a. auf folgende Länder zurückzuführen: Griechenland, Ungarn, Slowakei, Polen und Kroatien. Zum Teil kompensierten gestiegene bereinigte EBITDA-Beiträge in den Niederlanden und in Rumänien diese Rückgänge. Im Jahresvergleich wirkten sich die insgesamt niedrigeren Umsätze auf Segmentebene negativ auf die EBITDA-Entwicklung aus. Zusätzlich belasteten Änderungen in der Gesetzgebung, z. B. im Zuge von staatlichen Sparprogrammen, unsere EBITDA-Entwicklung. So minderte z. B. in Ungarn die zum 1. Juli 2012 eingeführte Sonderabgabe zusätzlich zu der bestehenden Sondersteuer unser bereinigtes EBITDA. Durch die konsequente Senkung der Gemeinkosten infolge unserer Effizienzsteigerungsmaßnahmen, welche v. a. in geringeren Personal- und Materialkosten zum Ausdruck kamen, konnten wir die negativen Auswirkungen aus dem Umsatzrückgang zum Teil ausgleichen. Darüber hinaus erzielten wir einen positiven EBITDA-Effekt sowohl durch eine gezielte Kundenansprache bei der Kundenbindung als auch bei den regulierungsbedingt niedrigeren Interconnection-Kosten. Dieser wurde jedoch durch höhere Ausgaben bei den Endgeräten sowie im Energie-Geschäft aufgehoben. Operative Entwicklung in ausgewählten Ländern. Griechenland. In Griechenland erwirtschafteten wir 2012 einen Umsatz von 3,3 Mrd. €. Gegenüber dem Vorjahr verringerte er sich damit um 8,3 % - überwiegend getrieben durch das Festnetz-Geschäft. Dort waren v. a. Anschlussverluste in Höhe von ca. 9 % bei der klassischen Telefonie für die rückläufigen Sprachumsätze verantwortlich. Da das Festnetz-Geschäft in Griechenland nach wie vor stark reguliert ist und wir die Erlaubnis der Regulierungsbehörde VDSL anzubieten erst Ende November 2012 erhalten haben, konnten wir die geplante Kundenakquise und die damit verbundenen Umsätze noch nicht im vollen Umfang realisieren. Positiv auf den Umsatz wirkten hingegen gestiegene Umsätze im Wholesale- und im TV-Geschäft. Auch im Mobilfunk belastete ein niedrigeres Preisgefüge unsere Umsätze im Vergleich zum Vorjahr. Dies ist zurückzuführen auf regulierungsbedingt abgesenkte Terminierungsentgelte - im August und nochmals Mitte Oktober 2012 - sowie auf den Wettbewerb. Insgesamt schlug sich die nach wie vor schwierige gesamtwirtschaftliche Situation in der Umsatzentwicklung nieder: sichtbar an den rückläufigen Serviceumsätzen sowie den geringeren Endgeräteverkäufen. Das bereinigte EBITDA verringerte sich in Griechenland im Berichtszeitraum auf 1,2 Mrd. € - ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 6,9 %. Hauptgrund dafür ist der Umsatzrückgang. Dessen negative Effekte konnten wir teilweise mit Maßnahmen zur Kundenbindung und -gewinnung im Mobilfunk und mit unseren Programmen zur Effizienzsteigerung im Mobilfunk- und im Festnetz-Geschäft auffangen. Der Erfolg dieser Programme zeigt sich v. a. in geringeren Personalkosten, einerseits durch eine geringere Mitarbeiterzahl und andererseits durch die geschlossenen Vereinbarungen mit den Gewerkschaften. Ungarn. Im Berichtsjahr erzielten wir einen Umsatz von 1,4 Mrd. €, der sich nahezu auf Vorjahresniveau bewegte. Bereinigt um die negative Wechselkursentwicklung des Ungarischen Forint gegenüber dem Euro, ergab sich ein operativer Umsatzanstieg von 2,7 %. Dieser Anstieg im Vergleich zum Vorjahr resultierte v. a. aus Zuwächsen beim Energie-Resale-Geschäft. Dank insgesamt höherer Festnetz-Umsätze im Breitband- und TV-Geschäft sowie bei den Endgeräteverkäufen konnten wir die Rückgänge bei der Sprachtelefonie nahezu ausgleichen. Im Mobilfunk-Geschäft entwickelten sich die währungsbereinigten Serviceumsätze nahezu konstant. Durch wettbewerbsbedingte Preissenkungen sowie eine regulierungsbedingte Absenkung der Terminierungsentgelte kam es zu Umsatzrückgängen bei der Sprachtelefonie. Diese Umsatzrückgänge konnten wir teilweise kompensieren - durch höhere Datenumsätze infolge eines gesteigerten Nutzungsverhaltens der Kunden sowie durch einen insgesamt höheren Vertragskundenbestand. Einen positiven Umsatzbeitrag leisteten auch gestiegene Umsätze aus dem Endgeräteverkauf, der v. a. auf einen hohen Smartphone-Anteil an den insgesamt verkauften Endgeräten zurückzuführen ist. Das bereinigte EBITDA betrug 474 Mio. € und ging damit 2012 gegenüber dem Vorjahr um 12,5 % zurück. Dieser Rückgang ist zurückzuführen auf die weiterhin ungünstige Wechselkursentwicklung des Ungarischen Forint gegenüber dem Euro; währungsbereinigt bleibt ein bereinigter EBITDA-Rückgang von 9,0 %. Dieser Rückgang resultierte hauptsächlich aus dem Umsatzrückgang des klassischen Festnetz-Telefoniegeschäfts im Vergleich zum Vorjahr sowie aus der zum 1. Juli 2012 neu eingeführten Sonderabgabe. Positiv wirkten sich auch unsere Programme zur Effizienzsteigerung auf das bereinigte EBITDA aus. Polen. In Polen betrugen die Umsätze im Berichtsjahr 1,7 Mrd. € und damit 3,6 % weniger als 2011. Bereinigt um die deutlich negative Wechselkursentwicklung des Polnischen Zloty gegenüber dem Euro, reduzierten sich die Umsätze nur um 1,8 % gegenüber dem Vorjahr. Der Rückgang der Serviceumsätze war einerseits getrieben durch ein niedrigeres Preisgefüge infolge des intensiven Wettbewerbs auf dem polnischen Mobilfunk-Markt, andererseits durch regulierungsbedingt abgesenkte Terminierungsentgelte. Durch einen robusten Umsatzanstieg im Datengeschäft konnten wir diesen Rückgang bei der Sprachtelefonie teilweise auffangen. Einen positiven Umsatzbeitrag leisteten zusätzlich höhere Umsätze aus dem Endgeräteverkauf, im Wesentlichen resultierend aus der erfolgreichen Vermarktung von Smartphones. Das bereinigte EBITDA belief sich 2012 auf 586 Mio. € und sank damit im Vergleich zum Vorjahr um 6,8 %. Bereinigt um die negativen Wechselkurseffekte, ergab sich ein Rückgang um nur 5,6 %. Zum einen resultierte dieser Rückgang aus gestiegenen Kosten bei der Kundenakquise durch die Vermarktung höherwertiger Endgeräte und aus einem höheren Anteil von Vertragskunden am gesamten Neukundengeschäft. Zum anderen war das Vorjahr durch die Auflösung einer Rückstellung positiv beeinflusst. Einen positiven EBITDA-Beitrag erzielten Einsparungen bei den Kundenbindungskosten, die zurückzuführen sind auf optimierte Maßnahmen bei der Kundenansprache in Bezug auf unsere werthaltigen Vertragskunden. Niederlande. Im Berichtsjahr reduzierte sich der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 4,8 % auf 1,7 Mrd. €. Regulierungsbedingte Umsatzrückgänge in der Sprachtelefonie sowie geringere SMS-Umsätze konnten wir durch das sehr erfolgreiche Datengeschäft teilweise kompensieren. Auch wirkte sich eine höhere Vertragskundenzahl dank neuer Tarife positiv auf den Sprachtelefonie-Umsatz aus. Dank der ungebremsten Attraktivität von Smartphones - v. a. der hochpreisigen Geräte - erzielte das Endgerätegeschäft einen positiven Umsatzbeitrag. Gegenläufig wirkte ein Einmaleffekt im vierten Quartal des Vorjahres. Das Festnetz-Geschäft hingegen schrumpfte gegenüber dem Vorjahr; Grund dafür ist die geringere Anzahl an Breitband-Anschlüssen. Das bereinigte EBITDA stieg 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 4,0 % und betrug somit 525 Mio. €. Dieses positive Ergebnis erzielten wir trotz des negativen Effekts, der aus der Regulierung resultiert. Bei den Kosten reduzierten sich die Interconnection-Kosten zudem auch mengenbedingt. Ferner trugen gesunkene Kosten bei der Kundenbindung und -gewinnung sowie geringere Gemeinkosten, u. a. bei den Personal- und Materialkosten, zu einer Verbesserung des bereinigten EBITDA bei. EBIT. In unserem operativen Segment Europa lag das EBIT im Berichtsjahr bei 1,5 Mrd. €, ein Anstieg gegenüber 2011um 90,3 %. Großteils war dieser Anstieg bedingt durch deutlich niedrigere Wertminderungen auf Goodwill. Zusätzlich erzielten wir auf Segmentebene einen positiven EBIT-Beitrag, der bei den meisten Ländern auf geringere Abschreibungen infolge des zurückhaltenden Investitionsverhaltens zurückzuführen ist. Dadurch konnten die negativen Effekte aus dem EBITDA-Rückgang voll aufgefangen werden. Cash Capex. 2012 wiesen wir in unserem operativen Segment Europa einen Cash Capex von 1,7 Mrd. € aus. Dies entspricht einer Reduzierung gegenüber dem Vorjahr um 9,2 %. Die meisten Länder unseres operativen Segments agieren bei Investitionsausgaben verhalten. Gründe dafür sind eine schwierige Marktlage, Entscheidungen von Regulierungsbehörden sowie zusätzliche Belastungen, wie die Sondersteuer in Ungarn oder die Immobiliensteuer in Griechenland. Allerdings erhöhten sich in einigen Ländern unseres operativen Segments die Investitionsausgaben, um bestehende Mobilfunk-Lizenzen zu verlängern bzw. um neue zu erwerben. USA. KUNDENENTWICKLUNG. G 37 Vertragskunden.a (Tsd.) G 38 Prepaid-Kunden.a (Tsd.) a Die Werte der Vorquartale wurden entsprechend der Kundenklassifizierung der aktuellen Periode angepasst. T 026 scroll 31.12.2012 Tsd. 31.12.2011 Tsd. Veränderung Tsd. Veränderung % 31.12.2010 Tsd. USA Mobilfunk-Kunden 33 389 33 186 203 0,6 33 734 Vertragskunden 23 383 24 797 (1 414) (5,7) 26 447 Endkunden 20 293 22 367 (2 074) (9,3) 24 574 Maschine zu Maschine (M2M) 3 090 2 430 660 27,2 1 873 Prepaid-Kunden 10 006 8 389 1 617 19,3 7 287 Endkunden 5 826 4 819 1 007 20,9 4 497 MVNO 4 180 3 570 610 17,1 2 790 Zum 31. Dezember 2012 hatte das operative Segment USA (T-Mobile USA) 33,4 Mio. Kunden. Dies entspricht einem Anstieg um netto 203 Tsd. Kunden gegenüber einem Bestand von 33,2 Mio. Kunden zum 31. Dezember 2011. Dieser Netto-Kundenzuwachs im Geschäftsjahr 2012 stellt eine deutliche Verbesserung im Vergleich zu einem Rückgang von netto 548 Tsd. Kunden im Jahr 2011 dar. Dabei konnten die Zuwächse bei den Prepaid-Kunden im Jahr 2012 die Verluste im Vertragskundensegment mehr als ausgleichen. 2012 verlor T-Mobile USA 1,4 Mio. Vertragskunden, während im Jahr 2011 ein Rückgang um 1,7 Mio. verzeichnet wurde. Die Verluste bei Vertragskunden unter der Marke "T-Mobile" (eigene Kunden) gingen 2012 aufgrund der geringeren Fluktuation bei den eigenen Vertragskunden zurück, wobei die Fluktuation im Jahr 2012 weiterhin im strategischen Fokus stand. Gegenläufig wirkte sich der geringere Bruttozuwachs bei den eigenen Vertragskunden aus. Im Berichtsjahr hat sich darüber hinaus zum 31. Dezember 2012 das gesamte M2M-Geschäft (Maschine zu Maschine) weiter auf insgesamt 3,1 Mio. Kunden verbessert. 2012 verzeichnete T-Mobile USA einen Anstieg der Prepaid-Kunden um netto 1,6 Mio. gegenüber einem Zuwachs von netto 1,1 Mio. in diesem Segment im Jahr 2011. Der deutliche Anstieg bei den eigenen Prepaid-Kunden im Jahr 2012 war auf den anhaltenden Erfolg von 4G-Prepaid-Produkten mit monatlichen Flatrates und auf den Wechsel von Kunden in Prepaid-Tarife zurückzuführen, nachdem der FlexPay-Tarif nicht mehr angeboten wurde. Außerdem war im Geschäftsjahr 2012 ein weiteres, wenngleich gegenüber 2011 etwas geringeres Wachstum bei den MVNO-Kunden zu verzeichnen. Ihre Gesamtzahl stieg zum 31. Dezember 2012 auf 4,2 Mio. Die Kundenfluktuation im Gesamtkundenbestand von T-Mobile USA verringerte sich im Vorjahresvergleich von durchschnittlich 3,6 % pro Monat auf durchschnittlich 3,4 % pro Monat, v. a. begründet durch die niedrigere Fluktuation bei den eigenen Vertragskunden infolge einer veränderten Zusammensetzung des T-Mobile USA Produktportfolios für Vertragskunden. Auch die Tatsache, dass die Rückführung der Fluktuationsrate weiterhin ein wichtiger Aspekt der Unternehmensstrategie ist, hat zu diesem Rückgang beigetragen. Insgesamt sank die Fluktuation bei den eigenen Vertragskunden im Vergleich zum Vorjahr um 30 Basispunkte auf 2,4 %. Auch die Fluktuation bei den eigenen Prepaid-Kunden verringerte sich um 30 Basispunkte auf 6,4 %. Zur Optimierung des Produktportfolios für Prepaid-Kunden wurden bestimmte Produkte mit einer höheren Fluktuationsrate wie z. B. FlexPay 2011 aus dem Portfolio genommen. OPERATIVE ENTWICKLUNG. T 027 scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € Veränderung Mio. € Veränderung % 2010 Mio. € GESAMTUMSATZ 15 371 14 811 560 3,8 16 087 Betriebsergebnis (EBIT) (7 547) (710) (6 837) n. a. 2 092 EBIT-Marge % (49,1) (4,8) 13,0 Abschreibungen (12 866) (4 407) (8 459) n. a. (2 064) EBITDA 5 319 3 697 1 622 43,9 4 156 EBITDA-wirksame Sondereinflüsse 1 479 (134) 1 613 n. a. - EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) 3 840 3 831 9 0,2 4 156 EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 25,0 25,9 25,8 CASH CAPEX (2 560) (1 963) (597) (30,4) (2 121) Value- und Monthly 4G-Tarife. T-Mobile USA bietet in den USA flächendeckend erschwingliche Mobilfunk-Dienste der vierten Generation mit verschiedenen Tarifen mit und ohne Laufzeitvertrag an. Im dritten Quartal 2011 führte T-Mobile USA die sog. "Value-Tarife" ein, die den Kunden eine größere Auswahl und ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Diese Value-Tarife gelten für Mobilfunk-Dienste, die nicht durch ein Paketangebot an den Kauf eines Endgeräts bzw. eine andere vorherige Zahlung für ein solches gekoppelt sind. Kunden, die sich für einen Value-Tarif der T-Mobile USA entscheiden, profitieren von geringeren monatlichen Grundentgelten, indem sie ein geeignetes, bereits vorhandenes Mobiltelefon nutzen; alternativ können sie aber auch ein Endgerät zum vollen Verkaufspreis erwerben oder die Kosten für das Gerät im Rahmen eines Ratenvertrags auf 20 Monate Laufzeit verteilen. Bei den Value-Tarifen der T-Mobile USA werden im Vergleich zu den klassischen Bündeltarifen höhere Endgeräteumsätze erzielt, was sich wiederum für den Zeitraum der Registrierung positiv auf das Ergebnis auswirkt. Andererseits fallen die während der Vertragslaufzeit generierten Serviceumsätze niedriger aus. Im Geschäftsjahr 2012 führte T-Mobile USA zusätzlich einen 4G-Daten-Flatrate-Tarif ein, der mit jedem beliebigen Value- oder herkömmlichen Tarif kombiniert werden kann. Diese Daten-Flatrate beinhaltet USA-weite 4G-Netzabdeckung für Datenkommunikation ohne Volumenbegrenzung oder Zusatzentgelte. Bereits seit 2011 bietet T-Mobile USA die sog. "Monthly 4G-Tarife" an: ein Prepaid-Angebot für T-Mobile USA Kunden mit vielen verschiedenen Tarifoptionen, z. B. Sprach-, Text/SMS- und Internet-Dienste im landesweiten T-Mobile USA Netz der vierten Generation zu monatlichen Flatrates, die nicht an einen Jahresvertrag gebunden sind. Gesamtumsatz. Der Gesamtumsatz unseres operativen Segments USA erhöhte sich im Geschäftsjahr 2012 gegenüber dem Vorjahr aufgrund von Wechselkurseffekten um 3,8 % von 14,8 Mrd. € auf 15,4 Mrd. €. Auf US-Dollar-Basis verzeichnete T-Mobile USA einen Umsatzrückgang um 4,1 % gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum. Hauptgrund hierfür waren niedrigere Serviceumsätze, die durch höhere Endgeräteumsätze im Zusammenhang mit den Value-Tarifen nur zum Teil ausgeglichen werden konnten. Die niedrigeren Serviceumsätze sind auf den Rückgang des Bestands an eigenen Vertragskunden (ohne M2M) und eine Verlagerung der Kundenstruktur hin zu kostengünstigeren Value-Tarifen zurückzuführen. Dieser Trend konnte durch einen starken Zuwachs der Serviceumsätze im Prepaid-Segment teilweise ausgeglichen werden, der sich aus dem anhaltenden Erfolg der im zweiten Quartal 2011 eingeführten Monthly 4G-Prepaid Flatrate-Tarife ergab. Unter anderem aufgrund der zunehmenden Akzeptanz von Smartphone-Tarifen stiegen die Serviceumsätze im Bereich der Datenkommunikation 2012 um 6,7 % gegenüber dem Vorjahr. Trotz eines mengenmäßigen Rückgangs stieg der Endgeräteumsatz um 20,4 % infolge von Preisanpassungen im Endgeräteprogramm in Verbindung mit den im dritten Quartal 2011 eingeführten Value-Tarifen und einem gestiegenen Smartphone-Absatz. EBITDA, bereinigtes EBITDA. Das EBITDA stieg um 43,9 % von 3,7 Mrd. € im Jahr 2011 auf 5,3 Mrd. € im Geschäftsjahr 2012. Bedingt durch Wechselkursschwankungen, welche die Verluste in nationaler Währung ausgleichen konnten, blieb das bereinigte EBITDA mit 3,8 Mrd. € im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Bereinigt wurde das EBITDA für 2012 um Sondereinflüsse in Höhe von 1,5 Mrd. €, hauptsächlich in Verbindung mit Erträgen in Höhe von 1,4 Mrd. € aus dem Verkauf von Funkturm-Standorten im November 2012. Auf US-Dollar-Basis sank das bereinigte EBITDA um 7,5 %. Hauptursache hierfür war der bereits beschriebene Rückgang der Serviceumsätze, der durch geringere Aufwendungen für die Endgerätesubventionierung durch Preisanpassungen im Endgeräteprogramm infolge der Value-Tarife und insgesamt rückläufige Stückzahlen beim Endgeräteabsatz nicht vollständig ausgeglichen werden konnte. Auch niedrigere Roaming-Kosten und personalbezogene Aufwendungen sowie die laufenden Kosten-Management-Programme trugen im Geschäftsjahr 2012 zur Senkung der Aufwendungen bei. Gegenläufig wirkten sich höhere Marketing-Aufwendungen für im Jahr 2012 neu aufgelegte Werbekampagnen aus. Für weitere Informationen zum Verkauf der Funkturm-Standorte verweisen wir auf den Abschnitt "Unternehmenszusammenschlüsse und sonstige Transaktionen" im Konzern-Anhang. EBIT. Das Betriebsergebnis sank um 6,8 Mrd. € im Geschäftsjahr 2012 auf minus 7,5 Mrd. €, gegenüber minus 710 Mio. € im Jahr 2011. Hauptursache hierfür war eine 2012 vorgenommene Wertminderung auf den Goodwill, weitere immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen in Höhe von insgesamt 10,6 Mrd. €. Im Geschäftsjahr 2011 erfasste T-Mobile USA eine Wertminderung auf den Goodwill in Höhe von 2,3 Mrd. €. Im Geschäftsjahr 2012 wurden außerdem vorgezogene Abschreibungen in Höhe von 0,2 Mrd. € für den Netzausbau erfasst. Für weitere Informationen zur Bewertung dieser Wertminderung siehe ANGABE 30 "Abschreibungen" im Konzern-Anhang. Cash Capex. Der Cash Capex stieg im Vorjahresvergleich um 30,4 % von 2,0 Mrd. € auf 2,6 Mrd. €. Auf US-Dollar-Basis stiegen die Investitionen im Vergleich zum Vorjahr um 20,0 %, begründet durch höhere Investitionen für Netzmodernisierung bzw. -umstellung sowie den Zukauf von Spektrumlizenzen; Verschiebungen bei den Zahlungszielen für Investitionen wirkten sich gegenläufig aus. 2012 gab T-Mobile USA bekannt, in den Jahren 2012 und 2013 insgesamt 4 Mrd. US-$ in den Ausbau des 4G-Netzes investieren zu wollen. Dies schließt ab 2012 auch die Wiederverwendung (Refarming) von zuvor für GSM/HSPA plus genutzten Frequenzen im 1 900 MHz-Bereich sowie die geplante Einführung der Long Term Evolution (LTE)-Technik im Jahr 2013 ein. Des Weiteren konnte T-Mobile USA als Folge der nicht fortgeführten AT&T-Transaktion eine zahlungsunwirksame Erweiterung des AWS-Spektrums im Wert von 1,2 Mrd. US-$ verbuchen. SYSTEMGESCHÄFT. Für nähere Informationen verweisen wir auf ANGABE 32 "Segmentberichterstattung" im Konzern-Anhang. Zum 1. Juli 2012 haben wir die IT-Konzernstruktur neu formiert und die gesamte interne IT aus den zwei operativen Segmenten Deutschland und Systemgeschäft sowie der Konzernzentrale & Shared Services innerhalb des operativen Segments Systemgeschäft als neue Telekom IT gebündelt. Damit vereint unser operatives Segment Systemgeschäft zwei Geschäftsmodelle: zum einen die Market Unit - unser Geschäft mit externen Kunden, ausgerichtet auf Umsatzwachstum; zum anderen die intern ausgerichtete Telekom IT, die den eigenen Umsatz und somit die IT-Kosten unseres Konzerns kontinuierlich senken soll. Die Werte für 2011 wurden zur besseren Vergleichbarkeit angepasst. WESENTLICHE KPIs. G 39 Auftragseingang. (Mio. €) G 40 Umsatz extern. (Mio. €) G 41 Umsatz. (Mio. €) G 42 EBIT bereinigt. (Mio. €) T 028 scroll 31.12.2012 31.12.2011 Veränderung Veränderung % 31.12.2010 AUFTRAGSEINGANG Mio.€ 8 737 7 396 1 341 18,1 9 281 COMPUTING & DESKTOP SERVICES Anzahl der betreuten Server Stück 57 121 58 053 (932) (1,6) 58 073 Anzahl der betreuten Arbeitsplatzsysteme Mio. Stück 1,93 2,00 (0,07) (3,5) 1,95 SYSTEMS INTEGRATION Fakturierte Stunden Mio. 6,3 n. a. n. a. n. a. n. a. Utilization Rate % 85,1 n. a. n. a. n. a. n. a. Geschäftsentwicklung. Im Geschäftsjahr 2012 steigerten wir den Auftragseingang gegenüber dem Vorjahr deutlich um 18,1 %. Grund hierfür sind wichtige Vertragsabschlüsse wie z. B. Großaufträge von der katalanischen Regierung, Shell, Clariant, BP, Daimler, British American Tobacco und dem Schweizer Industriekonzern Georg Fischer. Bei vielen dieser Großkunden haben sich unsere Standardlösungen aus dem Wachstumsfeld Cloud Computing gegen den starken Wettbewerb durchgesetzt. Entsprechend hat T-Systems seine dynamischen Ressourcen auch im Berichtszeitraum weiter ausgebaut. Für unsere Kunden bedeutet das: Sie erhalten Bandbreite, Rechnerkapazität und Speicherleistung nach Bedarf, zahlen nach Verbrauch und teilen sich die Infrastruktur. Erfreulich ist auch, dass RWE bei dem bislang größten Smart Meter-Projekt in Deutschland auf uns als Partner setzt. Die Anzahl der betreuten Server reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr. Begründet ist dies im technologischen Fortschritt: Neue Vertragsabschlüsse steigern den Bedarf an unseren ICT-Leistungen. Diesen Bedarf decken nun leistungsstärkere Server mit einer verbesserten Auslastung ab. Eine ähnliche Entwicklung zeichnet sich bei den Rechenzentren ab: Durch Zusammenlegung von Rechenzentren entstehen größere und leistungsstärkere Einheiten. OPERATIVE ENTWICKLUNG. T 029 scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € Veränderung Mio. € Veränderung % 2010 Mio. € GESAMTUMSATZ 10 016 9 953 63 0,6 9 937 Betriebsergebnis (EBIT) (299) (290) (9) (3,1) (193) EBIT-wirksame Sondereinflüsse (409) (313) (96) (30,7) (297) EBIT (bereinigt um Sondereinflüsse) 110 23 87 n. a. 104 EBIT-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 1,1 0,2 1,0 Abschreibungen (649) (669) 20 3,0 (656) EBITDA 350 379 (29) (7,7) 463 EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (397) (293) (104) (35,5) (289) EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) 747 672 75 11,2 752 EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 7,5 6,8 7,6 CASH CAPEX (1 187) (1 413) 226 16,0 (1 501) Gesamtumsatz. Der Gesamtumsatz unseres operativen Segments Systemgeschäft betrug im Berichtsjahr 10,0 Mrd. € und lag somit um 0,6 % über dem Vorjahreswert. Dazu trugen im Wesentlichen externe internationale Umsätze bei: zum einen aus Verträgen des Jahres 2011 mit Everything Everywhere, Magna und TOTAL; zum anderen aus den oben genannten Vertragsabschlüssen des Berichtsjahres. Diese Vertragsabschlüsse glichen die generell rückläufige Preisentwicklung im IT- und Kommunikationsgeschäft sowie den leichten Rückgang im nationalen Geschäft aus. Die externen Umsätze lagen über dem Vorjahreswert, dabei sind die internationalen Umsätze deutlich um 6,3 % gestiegen, die nationalen dagegen um 1,8 % gesunken. Der Umsatz der Market Unit umfasst den Umsatz mit externen Kunden sowie konzerninterne Umsätze für internationale IT-Services und nationale Services, die nicht im Verantwortungsbereich der Telekom IT liegen. Der Umsatz der Market Unit lag mit 7,8 Mrd. € leicht über Vorjahresniveau. Im neu gegründeten Geschäftsbereich Telekom IT, der alle internen nationalen IT-Projekte unseres Konzerns bündelt, lag der Umsatz leicht unter dem Vorjahresniveau. Grund dafür sind v. a. die Sparbemühungen des Konzerns bei den IT-Kosten sowie saisonale Effekte im Projektgeschäft. EBITDA, bereinigtes EBITDA. Im Berichtszeitraum steigerte unser operatives Segment Systemgeschäft das bereinigte EBITDA um 11,2 % als Ergebnis eines eingeleiteten Restrukturierungs- und Effizienzprogramms. Die bereinigte EBITDA-Marge wuchs von 6,8 auf 7,5 %. Das unbereinigte EBITDA sank um 7,7 %, maßgeblich beeinflusst durch die Bildung von Rückstellungen, etwa für den geplanten Vorruhestand von Beamten und weitere Restrukturierungsmaßnahmen. EBIT, bereinigtes EBIT. Das bereinigte EBIT lag im Geschäftsjahr 2012 um 87 Mio. € über dem Vorjahreswert. Unter anderem ist dies auf geringere Abschreibungen im Vergleich zu 2011 zurückzuführen, bedingt durch eine effizientere Investitionstätigkeit. Die bereinigte EBIT-Marge erhöhte sich im Berichtszeitraum von 0,2 auf 1,1 %. Cash Capex. Der Cash Capex lag 2012 mit 1,2 Mrd. € deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die Investitionen in neue Verträge und Kundenbeziehungen konnten wir durch geringere Investitionen als Folge gesteigerter Effizienzen, u. a. durch weitere Standardisierung der ICT-Plattformen, ausgleichen. Die Steuerung der Telekom IT sieht eine nachhaltige Senkung der eigenen Investitionen vor. Auszahlungen entfielen u. a. auf den Ausbau der Plattform für Dynamic Computing und auf technische Modernisierungen im Zusammenhang mit Neuverträgen. KONZERNZENTRALE & SHARED SERVICES. Für nähere Informationen verweisen wir auf ANGABE 32 "Segmentberichterstattung" im Konzern-Anhang. Die Konzernzentrale & Shared Services übernehmen für den Konzern strategische und segmentübergreifende Steuerungsaufgaben sowie operative Aufgaben, die nicht zum unmittelbaren Kerngeschäft der operativen Segmente gehören. Seit dem 1. Januar 2012 weist die Deutsche Telekom die Aufgaben und Funktionen des Wachstumsgeschäfts "Digital Services" sowie des Internet-Dienstleisters STRATO, die zum 31. Dezember 2011 im Wesentlichen noch Bestandteile des operativen Segments Deutschland waren, gebündelt als Digital Business Unit (DBU) in der Konzernzentrale & Shared Services aus. Zum 1. Juli 2012 hat die Deutsche Telekom die IT-Konzernstruktur neu formiert und die gesamte interne IT aus den zwei operativen Segmenten Deutschland und Systemgeschäft sowie der Konzernzentrale & Shared Services innerhalb des operativen Segments Systemgeschäft als neue Telekom IT gebündelt. Die Vorjahreswerte wurden zur besseren Vergleichbarkeit angepasst. Unser Personaldienstleister Vivento unterstützte auch 2012 den Personalumbau in unserem Konzern. Dabei stand im Fokus, Beamte und Angestellte in externe Beschäftigungsperspektiven, insbesondere in den öffentlichen Dienst, zu vermitteln. Zum 31. Dezember 2012 beschäftigte Vivento rund 8 200 Mitarbeiter (31. Dezember 2011: rund 8 500 Mitarbeiter), davon rund 3 600 in externen Beschäftigungen, v. a. im öffentlichen Sektor wie der Bundesagentur für Arbeit. Weitere ca. 3 200 Mitarbeiter waren konzernintern tätig, insbesondere im Bereich ServiceCenter. Etwa 1 500 Beschäftigte waren in operativen und strategischen Einheiten von Vivento eingesetzt oder wurden von Vivento betreut. Während Vivento im Berichtsjahr insgesamt rund 1 100 Mitarbeiter neu übernahm, verließen im Gegenzug ca. 1 400 Mitarbeiter den Personaldienstleister mit einer neuen Perspektive. OPERATIVE ENTWICKLUNG. T 030 scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € Veränderung Mio. € Veränderung % 2010 Mio. € GESAMTUMSATZ 2 978 2 977 1 0,0 3 119 davon: Digital Business Unit 868 843 25 3,0 961 Betriebsergebnis (EBIT) (1 786) 1 274 (3 060) n. a. (2 476) Abschreibungen (811) (807) (4) (0,5) (835) EBITDA (975) 2 081 (3 056) n. a. (1 641) EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (280) 2 698 (2 978) n. a. (769) EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) (695) (617) (78) (12,6) (872) davon: Digital Business Unit 137 168 (31) (18,5) 40 CASH CAPEX (404) (352) (52) (14,8) (258) Gesamtumsatz. Der Gesamtumsatz der Konzernzentrale & Shared Services blieb im Geschäftsjahr 2012 auf Vorjahresniveau. Dabei sind höhere Umsätze der DBU (v. a. der Scout Gruppe) zu verzeichnen sowie geringere interne Immobilienverrechnungen aus Flächenoptimierungen bei den operativen Segmenten, die sich für den Konzern insgesamt positiv auswirken. EBITDA, bereinigtes EBITDA. Im Berichtsjahr verringerte sich das bereinigte EBITDA der Konzernzentrale & Shared Services im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Mrd. €. Beeinflusst wurde diese Entwicklung durch den Wegfall von Erträgen, die im Vorjahr enthalten waren, denen 2012 aber keine vergleichbaren Effekte gegenüberstanden. Bei den im Vorjahr enthaltenen Erträgen handelte es sich um Erträge im Zusammenhang mit unserem Einkaufs-Joint Venture BUYIN und um eine Rückstellungsauflösung bei der DBU. Höhere Erträge aus Markenlizenzen wirkten sich positiv auf das bereinigte EBITDA aus. Insgesamt wurde das EBITDA im Berichtsjahr mit negativen Sondereinflüssen in Höhe von 280 Mio. € belastet. Negativ wirkten sich dabei v. a. Aufwendungen für geplante und kommunizierte Personalmaßnahmen aus, hauptsächlich für Vorruhestand. Einen positiven Sondereinfluss hatte die Kostenrückerstattung der Kreditanstalt für Wiederaufbau, die im Zusammenhang mit einem in den USA im Jahr 2005 geschlossenen Vergleich stand. Im Vergleichszeitraum 2011 wirkten sich Sondereinflüsse in Höhe von 2,7 Mrd. € positiv auf das EBITDA aus. Diese waren im Wesentlichen zurückzuführen auf die Auflösung der Vereinbarung über den Verkauf der T-Mobile USA an AT&T (positive Sondereinflüsse) und auf Aufwendungen für Personalmaßnahmen, hauptsächlich für Vorruhestand (negative Sondereinflüsse). EBIT. Das EBIT sank gegenüber dem Vorjahr um 3,1 Mrd. € - in erster Linie wegen der genannten Sondereinflüsse und des geringeren bereinigten EBITDA. GESCHÄFTSENTWICKLUNG DER DEUTSCHEN TELEKOM AG. Die Deutsche Telekom AG, die über diverse Zweigniederlassungen in der Bundesrepublik Deutschland verfügt, stellt ihren Jahresabschluss nach den Grundsätzen des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) auf. Als Konzernzentrale übernehmen wir strategische und segmentübergreifende Steuerungsaufgaben und erbringen Dienstleistungen für andere Konzerngesellschaften. Die Ergebnisse unserer Tochtergesellschaften und die Maßnahmen der Konzernfinanzierung prägen entscheidend unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Das Geschäftsjahr 2012 war für die Deutsche Telekom AG weiterhin durch einen hohen Wettbewerbs- und Preisdruck in der Telekommunikationsbranche beeinflusst, der sich in den Ergebnissen der Tochtergesellschaften widerspiegelt. Die Deutsche Telekom AG weist für das Geschäftsjahr 2012 einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 4,5 Mrd. € aus. Die Geschäftsentwicklung wurde im Berichtsjahr von einer Vielzahl unterschiedlichster Sachverhalte (z. B. Verlängerung der Vorruhestandsregelung bis zum 31. Dezember 2012, außerplanmäßige Abschreibungen, insbesondere auf den Beteiligungsbuchwert an T-Mobile USA, Abspaltung der Anteile der Polska Telefonia Cyfrowa S.A., Warschau (PTC), von der Telekom Deutschland GmbH auf die T-Mobile Poland Holding GmbH) geprägt, die sich sowohl originär aus dem eigenen Geschäft der Gesellschaft als auch aus dem Beteiligungsergebnis ergaben. ERTRAGSLAGE DER DEUTSCHEN TELEKOM AG. T 031 HGB-Gewinn- und Verlustrechnung Deutsche Telekom AG (Gesamtkostenverfahren). scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € Veränderung Mio. € Veränderung % 2010 Mio. € UMSATZERLÖSE 3 817 3 824 (7) (0,2) 4 269 Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 2 - 2 n. a. 7 GESAMTLEISTUNG 3 819 3 824 (5) (0,1) 4 276 Sonstige betriebliche Erträge 5 296 7 542 (2 246) (29,8) 5 146 Materialaufwand (1 456) (1 404) (52) (3,7) (1 596) Personalaufwand (3 327) (3 398) 71 2,1 (3 394) Abschreibungen (496) (491) (5) (1,0) (525) Sonstige betriebliche Aufwendungen (4 489) (5 221) 732 14,0 (6 081) BETRIEBSERGEBNIS (653) 852 (1 505) n. a. (2 174) Finanzergebnis (3 710) 1 214 (4 924) n. a. 4 738 ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT (4 363) 2 066 (6 429) n. a. 2 564 Außerordentliches Ergebnis (17) (19) 2 10,5 (24) Steuern (165) (399) 234 58,6 443 JAHRESÜBERSCHUSS/(-FEHLBETRAG) (4 545) 1 648 (6 193) n. a. 2 983 Das Betriebsergebnis verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um ca. 1,5 Mrd. € bei im Vorjahresvergleich nahezu stabilen Umsatzerlösen von 3,8 Mrd. €. Der Rückgang des Betriebsergebnisses resultiert aus im Vorjahresvergleich niedrigeren sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 2,2 Mrd. €, denen um 0,7 Mrd. € geringere sonstige betriebliche Aufwendungen gegenüberstehen. Die sonstigen betrieblichen Erträge waren im Vorjahr insbesondere mit 2,9 Mrd. € aus der von AT&T an die Deutsche Telekom gezahlten bzw. gewährten Ausfallentschädigungen für die Auflösung der Vereinbarung über die Veräußerung der T-Mobile USA an AT&T sowie durch eine innerkonzernliche Unternehmensumhängung von 0,6 Mrd. € beeinflusst. Im Rahmen der Abspaltung der Anteile der PTC von der Telekom Deutschland GmbH auf die T-Mobile Poland Holding GmbH zu Zeitwerten ergab sich im Geschäftsjahr ein sonstiger betrieblicher Ertrag von 1,5 Mrd. €. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert mit 0,3 Mrd. € aus gegenüber dem Vorjahr gesunkenen Aufwendungen aus Derivaten. Die Materialaufwendungen, Personalaufwendungen und Abschreibungen sind im Berichtsjahr nahezu auf Vorjahresniveau stabil geblieben. Das im Vorjahr positive Finanzergebnis von 1,2 Mrd. € verringerte sich um 4,9 Mrd. € auf minus 3,7 Mrd. €. Wesentlichen Einfluss darauf hatte der Rückgang des Beteiligungsergebnisses um 5,5 Mrd. €. Dieser Rückgang resultierte insbesondere aus der Verlustübernahme von der T-Mobile Global Zwischenholding GmbH (TMGZH) in Höhe von 7,1 Mrd. € (2011: 3,3 Mrd. €). Das Ergebnis der TMGZH war dabei im Wesentlichen durch die außerplanmäßige Abschreibung auf den Beteiligungsbuchwert der T-Mobile Global Holding GmbH (TMGH), deren wesentlichste Beteiligung T-Mobile USA ist, beeinflusst. Gegenläufig wirkte sich auf das Finanzergebnis insbesondere die Ergebnisabführung der Telekom Deutschland GmbH in Höhe von 4,2 Mrd. € (2011: 5,7 Mrd. €) positiv aus, die im Vorjahr noch zusätzlich mit 1,6 Mrd. € durch eine kumulierte Dividendenausschüttung der PTC ebenfalls positiv beeinflusst war. Das Zinsergebnis entwickelte sich im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen aufgrund der im Geschäftsjahr erfolgten Reduzierung von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten durch die Rückzahlung von Commercial Paper um insgesamt 1,6 Mrd. € positiv. Das insbesondere durch die vorgenannten Effekte geprägte Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verringerte sich im Geschäftsjahr 2012 insgesamt gegenüber dem Vorjahr um 6,4 Mrd. €. Bei außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von 17 Mio. € und einem Steueraufwand von 165 Mio. €, der im Vorjahr insbesondere durch die Mindestbesteuerung auf die Ausfallentschädigung von AT&T beeinflusst war, ergibt sich unter Einbeziehung der oben beschriebenen Einflüsse im Geschäftsjahr 2012 ein Jahresfehlbetrag von 4,5 Mrd. €. Unter der Berücksichtigung des Gewinnvortrags von 1,6 Mrd. € und der Entnahme aus den Gewinnrücklagen von 6,0 Mrd. € ergibt sich ein Bilanzgewinn von 3,1 Mrd. €. VERMÖGENS- UND FINANZLAGE DER DEUTSCHEN TELEKOM AG. T 032 HGB-Bilanz Deutsche Telekom AG. scroll 31.12.2012 Mio. € 31.12.2012 % 31.12.2011 Mio. € Veränderung Mio. € 31.12.2010 Mio. € AKTIVA Immaterielle Vermögensgegenstände 197 0,2 326 (129) 206 Sachanlagen 4 266 4,4 4 698 (432) 5 034 Finanzanlagen 81 632 84,3 81 146 486 80 876 ANLAGEVERMÖGEN 86 095 88,9 86 170 (75) 86 116 Vorräte 2 0,0 5 (3) 10 Forderungen 8 302 8,6 8 439 (137) 11 571 Sonstige Vermögensgegenstände 942 1,0 1 636 (694) 869 Wertpapiere - - - - 14 Flüssige Mittel 997 1,0 1 507 (510) 754 UMLAUFVERMÖGEN 10 243 10,6 11 587 (1 344) 13 218 Rechnungsabgrenzungsposten 470 0,5 644 (174) 738 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 9 0,0 29 (20) 12 BILANZSUMME 96 817 100,0 98 430 (1 613) 100 084 PASSIVA Gezeichnetes Kapital und Rücklagen 47 357 48,9 53 307 (5 950) 53 310 Bilanzgewinn 3 050 3,2 4 656 (1 606) 6 018 EIGENKAPITAL 50 407 52,1 57 963 (7 556) 59 328 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1 986 2,0 2 461 (475) 2 662 Steuerrückstellungen 352 0,4 515 (163) 124 Sonstige Rückstellungen 3 127 3,2 3 578 (451) 2 903 RÜCKSTELLUNGEN 5 465 5,6 6 554 (1 089) 5 689 Finanzverbindlichkeiten 5 540 5,7 7 153 (1 613) 6 711 Übrige Verbindlichkeiten 35 157 36,3 26 485 8 672 28 031 VERBINDLICHKEITEN 40 697 42,0 33 638 7 059 34 742 Rechnungsabgrenzungsposten 248 0,3 275 (27) 325 BILANZSUMME 96 817 100,0 98 430 (1 613) 100 084 Unsere Vermögenslage ist, neben dem Eigenkapital, v. a. durch das Anlagevermögen sowie die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Konzerngesellschaften bestimmt. Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Mrd. € auf 96,8 Mrd. €. Die Verminderung der Aktivseite ist im Wesentlichen durch den Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände um 0,7 Mrd. € und der flüssigen Mittel um 0,5 Mrd. € bedingt. Die sonstigen Vermögensgegenstände waren im Vorjahr wesentlich durch die Einbuchung einer Forderung gegen AT&T für zu gewährende Spektrumlizenzen im Zusammenhang mit der Auflösung der Vereinbarung über die Veräußerung der T-Mobile USA an AT&T in Höhe von 0,8 Mrd. € beeinflusst. Dem Rückgang der flüssigen Mittel steht ein Anstieg der Finanzanlagen um 0,5 Mrd. € gegenüber, der im Wesentlichen aus der Abspaltung der Anteile der PTC von der Telekom Deutschland GmbH auf die T-Mobile Poland Holding GmbH in Höhe von 1,5 Mrd. € resultiert. Gegenläufig wirkten sich auf die Entwicklung der Finanzanlagen Kapitalrückzahlungen in Höhe von 0,4 Mrd. € (im Wesentlichen Deutsche Telekom BK-Holding GmbH mit 0,3 Mrd. €) sowie Abschreibungen auf Beteiligungen von 0,4 Mrd. € aus. Die Reduzierung der Passivseite ist im Wesentlichen durch die Verminderung des Eigenkapitals, den Rückgang der Finanzverbindlichkeiten und der Rückstellungen geprägt. Das Eigenkapital verminderte sich gegenüber dem 31. Dezember 2011 um insgesamt 7,5 Mrd. € aufgrund der Gewinnausschüttung für das Vorjahr von 3,0 Mrd. € und des Jahresfehlbetrags des laufenden Geschäftsjahres von 4,5 Mrd. €. Somit ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 52,1 % (2011: 58,9 %). Die Finanzverbindlichkeiten sind insgesamt um 1,6 Mrd. € aufgrund der Rückzahlung von Commercial Paper gesunken. Dem steht ein Anstieg der übrigen Verbindlichkeiten gegenüber, der im Wesentlichen auf die Verlustübernahme von der TMGZH von 7,1 Mrd. € zurückzuführen ist. Der Rückgang der Rückstellungen resultiert insbesondere aus dem Rückgang der Personalrückstellungen aufgrund der Dotierung des CTA-Vermögens mit 0,4 Mrd. € sowie der Inanspruchnahme von Drohverlustrückstellungen aufgrund der Fälligkeit von USD-Devisen-Derivaten in Höhe von 0,4 Mrd. €. T 033 Kapitalflussrechnung. scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € Veränderung Mio. € JAHRESÜBERSCHUSS/(-FEHLBETRAG) (4 545) 1 648 (6 193) Cashflow aus Geschäftstätigkeit 1 918 3 997 (2 079) Cashflow aus Investitionstätigkeit 66 (571) 637 Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (2 494) (2 673) 179 NETTOVERÄNDERUNG DER FLÜSSIGEN MITTEL (510) 753 (1 263) Bestand der flüssigen Mittel am Anfang des Jahres 1 507 754 753 BESTAND DER FLÜSSIGEN MITTEL AM ENDE DES JAHRES 997 1 507 (510) Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit hat sich im Vorjahresvergleich um 2,1 Mrd. € auf 1,9 Mrd. € reduziert. Bei einem Jahresfehlbetrag von 4,5 Mrd. € resultiert der Cashflow aus Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr insbesondere aus dem Aufbau der Verbindlichkeiten aus dem Cash Management mit 7,0 Mrd. € sowie gegenläufig aus der Auszahlung für die Dotierung der CTA-Vermögen mit ca. 0,8 Mrd. € für alle betroffenen Gesellschaften des Deutsche Telekom Konzerns. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist im laufenden Geschäftsjahr maßgeblich durch Kapitalrückzahlungen von verschiedenen Beteiligungsgesellschaften mit 0,4 Mrd. € beeinflusst. Gegenläufig wirkten sich mit 0,3 Mrd. € insbesondere Darlehensgewährungen an verbundene Unternehmen aus. Die Auszahlungen für Investitionen im Vorjahr betrafen im Wesentlichen die Aufstockung der Anteile an der OTE. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit ist überwiegend auf die Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2011 von 3,0 Mrd. € sowie die Rückzahlung von Commercial Paper von 1,6 Mrd. € zurückzuführen. Gegenläufig wirkte sich mit einem Saldo von 2,2 Mrd. € die Aufnahme von kurz- und mittelfristigen Verbindlichkeiten gegenüber der Deutschen Telekom International Finance B.V., Amsterdam, aus. Zusammen führte dies im Berichtsjahr zu einem Rückgang an flüssigen Mitteln von ca. 0,5 Mrd. €. RISIKO-MANAGEMENT BEI DER BILANZIERUNG VON SICHERUNGSGESCHÄFTEN. Wir setzen derivative Finanzinstrumente ein, um Zinsänderungs- und Währungsrisiken zu begrenzen; also nur zu Sicherungszwecken und nicht aus spekulativen Gründen. Dabei überprüfen wir laufend die Wirksamkeit des Sicherungszusammenhangs. CORPORATE RESPONSIBILITY. • Herausforderungen • Chancen • Messbare Fortschritte • BEKENNTNIS ZU GESELLSCHAFTLICHER VERANTWORTUNG. Digitale Lebens- und Arbeitswelten versprechen Effizienz, Selbstbestimmung und wachsenden Wohlstand für viele Menschen. Sie bilden eine tragende Säule für eine künftige klimaschonendere Gesellschaft. Die Menge der transportierten und verarbeiteten Daten wächst aber rasant und damit der Energieverbrauch und die CO2 -Emissionen. Wir sehen uns deshalb gefordert, unsere Übertragungstechnologien laufend effizienter zu gestalten, Rechnerkapazität besser auszunutzen und Prozesse zu bündeln. Zugleich wollen wir das enorme Potenzial der ICT nutzen, um den CO2 -Fußabdruck unserer Gesellschaft besonders in energieintensiven Branchen zu reduzieren. Als Vorreiter auf dem Weg zu einer vernetzten Gesellschaft sehen wir uns außerdem in der Verantwortung, diejenigen, die allein nicht mit der Entwicklung Schritt halten können, mitzunehmen. Seit mehr als fünf Jahren bekennen wir uns mit unserer Corporate Responsibility (CR)-Strategie zu unserer Verantwortung für Vernetztes Leben und Arbeiten, für eine aktive, chancengleiche Teilhabe an der Informations- und Wissensgesellschaft sowie für klimafreundliches Handeln. CR ist eine strategische Querschnittsaufgabe, die viele Konzernfunktionen betrifft. Die Verantwortung für CR ist beim Vorstand verankert. Die Führung des Fachbereichs CR liegt beim Personalvorstand. Jedes Jahr veröffentlichen wir hierzu einen umfassenden CR-Bericht einschließlich spezifischer CR-Steuerungsgrößen. Die CR KPIs übernehmen eine ähnliche Rolle wie finanztechnische Steuerungsgrößen und erfüllen damit eine wichtige Voraussetzung einer künftigen integrierten Finanz- und CR-Berichterstattung. Die Diskussion über die vom Deutschen Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit vorgeschlagenen SD-KPIs (Sustainable Development Key Performance Indicators; Nachhaltigkeitsindikatoren) haben wir aufmerksam verfolgt. Wir halten jedoch an unseren eigenen CR KPIs fest und entwickeln sie kontinuierlich weiter, da diese uns eine genauere Darstellung unserer CR-Leistungen erlauben. Weiterführende Informationen zu CR-Strategie, CR-Zielen und den wichtigsten CR-Themen enthält der CR Online-Bericht unter: WWW.CR-BERICHT.TELEKOM.COM VERANTWORTUNGSVOLLE UNTERNEHMENSFÜHRUNG. Handlungsfelder unserer CR-Strategie. Am hart umkämpften Telekommunikationsmarkt wollen wir uns mit unseren CR-Aktivitäten von den Mitbewerbern abheben. Wir wollen innovativer und schneller sein als andere und unsere Wachstumschancen nutzen. Dazu konzentrieren wir unsere gesellschaftlichen Aktivitäten auf drei strategische Handlungsfelder: Vernetztes Leben und Arbeiten, Chancengleiche Teilhabe an der Informations- und Wissensgesellschaft und Klimafreundliche Gesellschaft. Für jedes dieser CR-Handlungsfelder haben wir uns langfristige Ziele gesetzt. Wie weit wir diese Ziele bereits umgesetzt haben, dokumentieren wir jedes Jahr in Statusberichten. Gesellschaftliche Verantwortung ist Teamarbeit. Wir legen großen Wert auf dauerhafte und vertrauensvolle Beziehungen zu unseren Interessengruppen, denn viele Herausforderungen lassen sich nur gemeinsam mit ihnen bewältigen. Dazu entwickelten wir 2011 eine neue Strategie. Unser Anspruch dabei: die Anliegen unserer Interessengruppen ernst nehmen und sie nach höchsten qualitativen Maßstäben einbeziehen. Hierbei orientieren wir uns v. a. an den von der Nichtregierungsorganisation AccountAbility entwickelten drei AA1000-Prinzipien Wesentlichkeit, Inklusivität und Reaktivität. Darüber hinaus erarbeiteten wir 2012 einen Leitfaden für unsere Mitarbeiter, den "Wegbegleiter für erfolgreiche Stakeholder-Einbeziehung". Nach einer Prüfung im Vorjahr bestätigte die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC), dass unsere Systeme und Prozesse zur Interessengruppen-Einbeziehung die AA1000-Anforderungen erfüllen. DIE GESELLSCHAFTLICHE DIMENSION. Der schnelle technologische Wandel unserer Gesellschaft bietet viele Chancen. Er birgt aber auch ein Risiko für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Deshalb muss es uns als verantwortungsvollem Unternehmen auch darum gehen, möglichst Vielen die Teilhabe an der Informations- und Wissensgesellschaft zu sichern. Um Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen und -situationen zu erreichen, haben wir unser gesellschaftliches Engagement breit angelegt und unter dem Dach unseres Programms "engagement@telekom" zusammengefasst. "Ich kann was!"-Initiative. Mit der "Ich kann was!"-Initiative fördern wir in Deutschland Projekte, die dazu beitragen, Kindern und Jugendlichen aus sozial schwierigem Umfeld Selbstvertrauen zu vermitteln. 2012 wurden zahlreiche Kinder- und Jugendprojekte in sozialen Brennpunkten gefördert - dabei wurden 123 bei der Initiative eingereichte Projekte mit bis zu 10 000 € unterstützt. Seit dem Start der Initiative im Jahr 2009 unterstützten wir mehr als 350 Projekte. Dafür stellen wir jedes Jahr rund 250 000 € zur Verfügung. Am 28. Februar 2012 erhielt unsere "Ich kann was!"-Initiative zum zweiten Mal die Auszeichnung der UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung". Bildungsengagement der Deutschen Telekom Stiftung. Die von der Deutschen Telekom AG gegründete Deutsche Telekom Stiftung gehört heute mit einem Stiftungskapital von 150 Mio. € zu den großen deutschen Unternehmensstiftungen. Sie engagiert sich bundesweit für eine Verbesserung der Bildung in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Möglichkeiten für ehrenamtliche Tätigkeit gut angenommen. Als Teil von "engagement@telekom" fördern wir das ehrenamtliche Engagement unserer Mitarbeiter. Auf einer Internet-Plattform finden sie Informationen über bestehende Projekte, an denen sie sich beteiligen können. Außerdem besteht die Möglichkeit, eigene Projekte vorzuschlagen und Unterstützer hierfür zu suchen. Darüber hinaus können dort Fördergelder für ehrenamtliche Engagements beantragt werden. Zahlreiche Mitarbeiter nutzten dieses Angebot: Bis Ende 2012 wurden mehr als 300 Projekte bzw. Projektanträge und Anfragen nach Unterstützern auf "engagement@telekom" eingestellt. Für dieses Projekt stellen wir jedes Jahr 250 000 € zur Verfügung. CR KPI "Gesellschaftliches Engagement". Siehe GRAFIK G 43. Die Wahrnehmung des CR Engagements der Deutschen Telekom ist in 2012 um einen Prozentpunkt gesunken. Gleichzeitig sank die Einschätzung der Wichtigkeit des gesellschaftlichen Engagements in der Öffentlichkeit deutlich von 58 auf 50 %. Die Differenz zwischen Wichtigkeit und Leistung verringerte sich hierdurch auf 6 Prozentpunkte. G 43 CR KPI "Gesellschaftliches Engagement". G 44 CR KPI "Energieverbrauch".a a Berechnung unter Berücksichtigung von sachgerechten Schätzungen bzw. Hochrechnungen. G 45 CR KPI "CO2-Emissionen". (Veränderung gegenüber Basisjahr 2008 in Tsd. t CO2) G 46 CR KPI "Nachhaltiger Einkauf". (%) G 47 CR KPI "Nachhaltiges Investment (SRI)". (%) UMWELT- UND KLIMASCHUTZ. Richtig eingesetzt kann Informations- und Kommunikationstechnik (ICT) bis 2020 weltweit pro Jahr annähernd 9,1 Gigatonnen CO2 einsparen, indem sie energieintensive Prozesse optimiert, reduziert oder ersetzt. Dies besagt die auf der 18. UN-Klimakonferenz im November 2012 in Doha vorgestellte globale SMARTer-2020-Studie - vorgestellt von unserem Konzernbeauftragten für Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Das Einsparpotenzial entspricht damit etwa 16,5 % aller CO2 -Emissionen und ist siebenmal höher als die eigenen Emissionen der ICT. Darum unterstützen wir unsere Privat- und Geschäftskunden dabei, ihr Energie-Management zu optimieren. Einige Beispiele dafür, wie sich der CO2 -Fußabdruck von Unternehmen und Verbrauchern durch ICT verkleinern lässt, sind Cloud-Dienste, Smart Clients, Videokonferenzen und intelligente Energieversorgungsnetze (Smart Grids). Zugleich reduzieren wir konsequent unsere eigenen CO2 -Emissionen. Dafür stellen wir unsere Netztechnik vom klassischen Telefonnetz auf das Internet-Protokoll um, ersetzen Mobilfunk-Technik der zweiten Generation durch neue Technologien und erhöhen die Auslastung sowie die Energieeffizienz unserer Rechenzentren. Der CR KPI "Energieverbrauch" hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht erhöht: Der Stromverbrauch im Konzern ist um ca. 3 % gestiegen. Gleichzeitig blieb der dazugehörige Umsatz weitgehend stabil - der hier relevante Umsatz der im CR Reporting erfassten Konzerneinheiten deckte 96 % des Konzernumsatzes ab. Kontinuierlich wachsende Datenmengen waren u. a. ein Grund für den erhöhten Stromverbrauch. Mit unseren erheblichen Anstrengungen zur Energieeinsparung und zur Steigerung der Energieeffizienz konnte jedoch ein deutlicher Anstieg des Energieverbrauchs verhindert werden. Siehe GRAFIK G 44. Der CR KPI "CO2 -Emissionen" stieg gegenüber dem Vorjahr um ca. 4 Prozentpunkte sowie gegenüber dem Basiswert von 2008 um 17 %. Die Änderung der berichteten Werte für 2008 bis 2011 gegenüber der Darstellung im zusammengefassten Lagebericht 2011 ist auf die Anpassung der Berichtsgrenzen (Wegfall der damaligen Tochtergesellschaft T-Mobile UK im Wert für 2008 sowie Aufnahme drei neuer Gesellschaften (Globul Bulgaria, Cosmote Romania, AMC Albania in die Daten 2008 bis 2011)), auf eine Darstellungskorrektur für das Basisjahr 2008 in der letztjährigen Grafik (1 500 statt 3 195 Tsd. t CO2 ) sowie auf einzelne Datenkorrekturen bei den zugrunde liegenden Energieverbrauchswerten für 2011 zurückzuführen. Ende 2012 hat die IEA ihre veröffentlichten Emissionsfaktoren für Emissionen aus Stromverbrauch grundlegend überarbeitet. Dies wurde für die Emissionen 2012 berücksichtigt und trug zu einer Erhöhung der Emissionen bei. Siehe GRAFIK G 45. Basis der Berechnungen sind die Scopes 1 und 2 des Greenhouse Gas Protocols (GHG). Diese beziehen sich auf direkte und indirekte Emissionen. Indirekte Emissionen nach GHG Scope 3 wurden hier nicht berücksichtigt. Hierzu gehören u. a. die CO2 -Emissionen unserer Geschäftsreisen. CO2-Fußabdruck. 2012 entwickelten wir ein Konzept, um unsere indirekten Emissionen nach GHG Scope 3 zu erfassen. Am Ende des Berichtszeitraums legten wir unseren Entwurf einer international anerkannten Verifizierungsgesellschaft zur Begutachtung vor. Deren Ergebnisse erwarten wir bis Mitte 2013. Weiterhin beteiligten wir uns an branchenweiten Initiativen, um die Vergleichbarkeit der Daten sicherzustellen. Mit Unterstützung des Öko-Instituts e. V. haben wir außerdem eine Richtlinie für die Erstellung eines CO2 -Fußabdrucks für Produkte (Product Carbon Footprint; PCF) erarbeitet. VON DER WERTSCHÖPFUNGSKETTE ZUM WERTSCHÖPFUNGSKREISLAUF. Verantwortung in der Lieferkette. Mit unseren Leitlinien und Selbstverpflichtungen verlangen wir von unseren Lieferanten, soziale und ökologische Mindeststandards einzuhalten. Unser konzernweit gültiger Code of Conduct und unsere darin enthaltene Sozialcharta beziehen unsere Lieferanten ausdrücklich in die Vorschriften mit ein. Um diese Normen zur Anwendung zu bringen, setzen wir eine Reihe von Instrumenten ein: Im Vorfeld einer Geschäftsbeziehung befragen wir potenzielle Lieferanten über das Supplier Management Portal anhand eines Prä-Qualifikations-Fragebogens bezüglich ihrer CR Engagements und Selbstverpflichtungen. Im weiteren Verlauf einer Geschäftsbeziehung erwarten wir bei Bedarf erweiterte CR-Selbstauskünfte und führen ggf. im Einverständnis mit unseren Lieferanten Sozialaudits vor Ort durch. Darüber hinaus arbeiten wir im Rahmen einer Auditkooperation (Joint Audit Cooperation; JAC) mit Wettbewerbern zusammen und wirken an etlichen Programmen mit, um die Rahmenbedingungen für die Rohstoffgewinnung und -verarbeitung sowie für die Herstellung der Produkte zu verbessern. Innovationen im Lieferanten-Management. Im September 2012 nahmen wir eine neue Version des Supplier Management Portals (SMP) in Betrieb; neu ist u. a. ein Punktesystem zur Lieferantenbewertung, das uns - wenn Vorgaben nicht eingehalten werden - ein abgestuftes Vorgehen erlaubt. Ein wichtiges Element unseres Lieferanten-Managements ist E-TASC. Die damit erfassten Lieferantendaten nutzen wir auch zur Ermittlung des CR KPI "Nachhaltiger Einkauf". Seit 2012 berücksichtigen wir neben den in E-TASC erfassten Lieferanten und Sozialaudits auch Lieferanten aus dem SMP. Der CR KPI "Nachhaltiger Einkauf" misst den Anteil des Einkaufsvolumens von Lieferanten, bei welchen innerhalb der Unternehmensgruppe, eine oder mehrere Konzerngesellschaften, auf die Einhaltung unserer Sozial- und Umweltstandards überprüft wurden. Dies gilt auch, wenn Audits bei Vorlieferanten durchgeführt wurden. Dabei fokussieren wir uns v. a. auf die Lieferanten mit strategischer Relevanz sowie erhöhtem CR-Risiko. In der Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten setzen wir auf partnerschaftlichen Dialog und Kooperation. Siehe GRAFIK G 46. Es konnte eine signifikante Erhöhung des auf Nachhaltigkeitskriterien überprüften Einkaufsvolumens erzielt werden. Da das via SMP abgedeckte Einkaufsvolumen als Self Assessment der Lieferanten neu in die Berechnung des KPI einfließt, erhöhte sich der prozentuale Anteil des abgedeckten Order Volumens um 16 Prozentpunkte auf 54 %. NACHHALTIGKEITS-RATINGS UND AUSZEICHNUNGEN. Wie in den Vorjahren sind wir auch im Berichtsjahr in den wichtigsten Indizes und Rankings für sozial verantwortungsvolles Investment (Socially Responsible Investment - SRI) gelistet, darunter in den Dow Jones Sustainability Indizes World und Europe, dem FTSE4Good Index und STOXX Global ESG Leaders Index. Zudem konnten wir unsere Unternehmensbewertung in einigen Ratings weiter verbessern: So erhielten wir im Berichtsjahr erneut das Prädikat "Prime Company" der Rating-Agentur Oekom und kletterten im Rating der Schweizer Agentur SAM um weitere drei Punkte auf 82 Zähler (von maximal 100). TABELLE T 034 gibt einen Überblick über die Listung der T-Aktie in wesentlichen Nachhaltigkeitsindizes. T 034 Listing der T-Aktie in Nachhaltigkeitsindizes bzw. Prädikate. scroll Rating-Agentur Indizes/Prädikate/Ranking Erfolge Index-Listing 2012 2011 2010 2009 SAM DJSI World √ √ √ √ DJSI Europe √ √ √ √ Oekom "Prime" √ √ √ √ VIGEO ASPI √ √ √ √ ESI Χ √ √ √ imug/EIRIS FTSE4Good √ √ √ √ Sarasin DAX Global Sarasin Sustainability √ √ √ √ CDP Carbon Disclosure Leadership Χ Χ Χ Χ Carbon Performance Leadership (neu seit 2010) Χ Χ √ n. a. MSCIa MSCI Global Climate Χ √ √ √ Newsweek 2011 Green Rankings Rank Germany #5, Global #41, Technology #7 √ √ √ n. a. STOXX STOXX Global ESG Leaders (neu seit 2011) √ √ n. a. n. a. a Vorher RiskMetrics/KLD. scroll √ erfolgreich gelistet x nicht gelistet Im Jahr 2012 wurden 12 % der Aktien der Deutschen Telekom AG von Investoren gehalten, die zumindest teilweise SRI/ESG-Kriterien bei Investment-Entscheidungen berücksichtigen. 2 % der T-Aktien wurden von Investoren gehalten, die ihre Fonds vorrangig unter SRI/ESG-Gesichtspunkten managen. Siehe GRAFIK G 47. INNOVATION UND PRODUKTENTWICKLUNG. • Mehr Innovation durch Kooperation • CHANCEN IN WACHSTUMSFELDERN NUTZEN. DEUTSCHE TELEKOM INNOVATIV. Um unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter zu verbessern und die Zukunft unseres Unternehmens zu sichern, müssen wir unsere Innovationskraft stärken. Davon profitieren am Ende auch unsere Kunden: Wir haben durch innovative Technik z. B. die besten Netze - insbesondere im Mobilfunk - und wir bieten unseren Kunden Zugang zu neuen Diensten und Produkten. Sodass sie im besten Fall sagen: "Die Deutsche Telekom -Meine erste Wahl für Vernetztes Leben und Arbeiten". Vielversprechende Umsatzchancen sehen wir in unseren wesentlichen Wachstumsfeldern: Mobiles Internet, Vernetztes Zuhause, Internet-Angebote, T-Systems und Intelligente Netzlösungen. Es gilt, die Chancen in diesen Wachstumsfeldern zu nutzen und dort stark zu wachsen. Durch die Aufnahme der Wachstumsfelder in unsere Unternehmensziele unterstreichen wir deren Wichtigkeit. Damit wollen wir erreichen, dass alle Führungskräfte und Mitarbeiter den zukünftigen Produkten und Dienstleistungen genauso viel Bedeutung entgegenbringen wie den heutigen. Mehr über unsere Wachstumsfelder erfahren Sie im Kapitel "Konzernstrategie". Basis für innovative Anwendungen und Dienste ist und bleibt die leistungsfähige Breitband-Infrastruktur im Festnetz wie im Mobilfunk. Die Menge an Daten, die transportiert und gespeichert wird, nimmt extrem zu. Daher müssen wir in den kommenden Jahren in die Infrastruktur weiter massiv investieren. So sollen unsere Konzerninvestitionen einschließlich MetroPCS in den nächsten drei Jahren auf rund 9 bis 10 Mrd. € steigen - und damit in Summe auf nahezu 30 Mrd. €. Dabei ist Deutschland ein Schwerpunkt mit dem Ausbau des LTE-Netzes sowie im Festnetz mit Glasfaser und der Vectoring-Technologie. Darüber hinaus planen wir, eine Hybrid-Lösung einzuführen, die LTE und Vectoring miteinander verbindet und so die Bandbreiten erhöht. Von LTE profitieren auch unsere Kunden in Österreich, Ungarn, Kroatien und Griechenland. Für 2013 ist die Einführung der LTE-Technik in Polen, der Tschechischen Republik, Montenegro und den Niederlanden geplant. In den USA steht der Aufbau des landesweiten LTE-Netzes auf dem Programm. Innovationskultur und Innovationsprozess. Innovation kann nicht verordnet werden. Innovation ist Kultur, die vorgelebt und gefördert werden muss. Gerade in großen Unternehmen wie unserem Konzern braucht es eine innovationsfördernde Kultur. Möglichst schnell wollen wir daher eine lebendige Innovationskultur schaffen, in der unsere Wachstumsfelder optimal gedeihen können. Wichtige Elemente einer solchen Kultur sind: schnelles Entscheiden und Umsetzen durch schlanke interne Prozesse, kreatives Potenzial sowie das Fördern und Fordern von Ideen und unternehmerischem Handeln. G 48 Innovationsprozess bei der Deutschen Telekom. Klar strukturierte Abläufe sorgen dafür, dass Ideen wachsen und sich in innovative Produkte und Dienstleistungen umsetzen lassen. So läuft ein Innovationsprozess bei uns in vier Phasen ab: Siehe auch GRAFIK G 48. ― Am Anfang steht eine Idee - evtl. entstanden aus Marktforschung oder Kunden-Feedback oder aus internen Quellen wie unserem Creation Center oder unserem Ideen-Management. Zudem haben wir ein weltweites Scout-Netz etabliert: mit Trend Scouts in Deutschland, den USA, Israel und Asien. ― In der Auswahlphase bewerten wir die Idee: Wie gut ist sie umsetzbar? Wie groß ist ihr Potenzial? ― In der Entwicklungsphase integrieren wir die Erkenntnisse über Kundenwünsche und Anforderungen an Design und Handhabung in das spätere Produkt bzw. die spätere Dienstleistung. ― Am Ende steht schließlich der Transfer in den Markt. In jeder der vier Phasen prüfen wir natürlich, ob die Ressourcen, die wir einsetzen, im Verhältnis zu dem erwarteten Ergebnis stehen. Dies kann dazu führen, dass ein Produkt in einer der Phasen des Innovationsprozesses eingestellt wird - eine Notwendigkeit, denn nicht jede gute Idee hat auch das Potenzial für ein gutes Produkt oder eine gute Dienstleistung. Jede Innovation muss Wert aus Kundensicht bieten. Nehmen die Kunden die Innovation nicht an oder stimmt der Zeitpunkt dieser Innovation nicht, ist selbst die beste Idee wertlos. Innovation Governance. Um die Innovationsprozesse in unserem Konzern zu steuern und die Innovationskultur weiter zu fördern, haben wir eine "Innovation Governance" etabliert. Dazu gehört u. a. das neue "Portfolio & Innovation Board", das sicherstellt, dass wir die richtigen Prioritäten setzen. Unter Leitung unseres Vorstandsvorsitzenden identifiziert und selektiert dieses Gremium die Innovationsschwerpunkte für den Konzern und beschließt die jeweilige Strategie zur Umsetzung. Das heißt z. B. auch, gezielt ein Portfolio mit den größten Chancen zu definieren und diese dann auch zu implementieren. Konzernweite Innovationsprioritäten (Corporate Priorities) sind gesetzt, die wir nun nach und nach in allen Ländern einführen. Das sind derzeit die folgenden Themen: Cloud Services für kleine und mittelständische Unternehmen, der Kommunikationsdienst Joyn, die Datenübertragung zwischen verschiedenen Geräten und Maschinen (Machine to Machine; M2M) und das mobile Bezahlen. INNOVATION ALS DREIKLANG. Wir wollen Wachstum aus Innovation auf drei Arten generieren: aus Eigenentwicklungen, aus Partnerschaften und aus Unternehmensbeteiligungen. Wie GRAFIK G 49 zeigt, ist Innovation für uns ein Dreiklang. Im Mittelpunkt steht dabei immer die konsequente Ausrichtung am Kundennutzen. G 49 Wachstum durch Innovation. scroll Eigene Entwicklungen Partnerschaften und Kooperationen Start-up-Förderung und Beteiligungen ↑ ↑ ↑ Digital Business Unit Strategische Partnerschaften T-Venture Telekom Innovation Pool Incubation hub:raum T-Labs T-Labs: unsere eigene Ideenschmiede. Mit unserem zentralen Forschungs- und Innovationsbereich, den Telekom Laboratories (T-Labs), verfügen wir über eigene Forschungs- und Entwicklungsstätten an verschiedenen Standorten, u. a. in Berlin, Darmstadt, Tel Aviv (Israel) und im Silicon Valley (USA). Dort entwickeln und testen rund 400 Experten und Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen neue Technologien; dabei arbeiten sie eng mit internationalen Universitäten und Forschungsinstitutionen zusammen. An ihrem Hauptstandort Berlin sind die T-Labs seit 2005 mit der Technischen Universität Berlin verbunden und bilden damit eine der größten und bekanntesten Public Private Partnerships in Europa. Im Berichtsjahr entwickelten wir zusammen mit unseren T-Labs neue Produkte wie z. B. ― Mobile Wallet: Mit Mobile Wallet wird das Handy zum Portemonnaie. Unsere Kunden können über Near Field Communication (NFC) mit ihrem Mobiltelefon Waren bezahlen, Tickets für Veranstaltungen oder den Regionalverkehr kaufen. NFC ist eine drahtlose Übertragungstechnik, die zum kontaktlosen Datenaustausch zwischen Geräten mit geringem Abstand zueinander dienen soll. ― Business Marketplace: Hier können kleine und mittelständische Unternehmen innovative und sichere Software-Lösungen für typische Geschäftsanwendungen aus der Cloud buchen. Die Online Cloud-Plattform ermöglicht es kleineren Unternehmen, sich ohne Investition in Hard- oder Software hochprofessionelle Lösungen leisten zu können, da alle gebuchten Dienste nur verbrauchsabhängig bezahlt werden. Von der Buchung, über den Service bis hin zur Abrechnung sind wir alleiniger Ansprechpartner der Kunden. Ende 2012 nutzten bereits rund 10 000 Kunden unser Business Marketplace Angebot. ― De-Mail: De-Mail ermöglicht eine sichere elektronische Kommunikation, so verbindlich wie die Papierpost und so einfach wie E-Mail. Nachrichten und Dokumente können vertraulich, fälschungssicher und verbindlich online verschickt werden. Auf Wunsch kann die Zustellung auch bestätigt werden. ― Remote Control App: Mit unserer Remote App wird das Smartphone zur Fernbedienung für "Entertain" TV. Außerdem gründeten die T-Labs neue Start-up-Unternehmen, wie z. B. Trust2Core. Siehe Abschnitt "Open Innovation": Neues von außen integrieren". Eigene Entwicklungen. Digital Business Unit - mit mehr Tempo am Markt. Wir haben mit der Neuausrichtung unseres Bereichs Innovation & Produktentwicklung die Weichen für mehr Wachstum gestellt: Die Digital Business Unit (DBU) besteht aus den sechs Geschäftsfeldern Kommunikationsdienste, Medien, Cloud Services, Werbung, Anzeigengeschäft und Bezahldienste. Sie unterstützt uns u. a. dabei, den Umsatz bei Online-Diensten und dem mobilen Internet zu steigern. Die DBU soll sicherstellen, dass wir auf unseren verschiedenen Märkten die richtigen Produkte über passende Kanäle an die richtigen Kunden bringen. Alle sechs Bereiche sind so aufgestellt, dass sie in ihren jeweiligen Märkten unabhängig agieren können: Die Bereichsleiter führen ihre Einheiten so, als ob es ihr eigenes Unternehmen wäre. Sie können frei entscheiden, was für den Erfolg ihrer Produkte auf dem Markt notwendig ist. Dies gibt uns die Möglichkeit, fit für die Zukunft zu werden sowie innovative Produkte und Dienste mit noch mehr Tempo auf den Markt zu bringen. Partnerschaften und Kooperationen. Für unseren Konzern steht auf der Agenda, noch schneller, kreativer und offener zu werden. Das bedeutet, dass wir zugänglich sein müssen für die Ideen und Geschäftsmodelle von anderen Unternehmen, die uns neue Möglichkeiten eröffnen. Daher sind Partnerschaften und Kooperationen fester Bestandteil unserer Innovationsstrategie. "Innovation durch Kooperation" ist einer der vier Schwerpunkte unserer Konzernstrategie: Durch strategische Partnerschaften und Kooperationen profitieren wir von externer Innovationskraft. Hier einige Beispiele: ― Seit September 2012 bieten wir für das iPhone 5 und die neuen iPads von Apple exklusiv die Hochgeschwindigkeitsvariante von LTE an. ― Mit MasterCard arbeiten wir im Bereich mobiles Bezahlen zusammen. ― Mit Spotify bieten wir unseren Kunden eine attraktive Zubuchoption und spezielle Tarif-Pakete an, in denen der Music Streaming-Dienst enthalten ist. ― In Kooperation mit Telefónica und Vodafone arbeiten wir zusammen am neuen Kommunikationsdienst Joyn. ― Bei Qivicon, der herstellerübergreifenden Plattform für das Intelligente Haus, bieten Partner aus den Bereichen Energie, Konsumgüterelektronik und Hausgeräte eine sichere und flexible Infrastruktur für die Vernetzung des Zuhauses. Auch in unserem Wachstumsfeld Intelligente Netzlösungen kooperieren wir erfolgreich mit anderen Unternehmen und Institutionen: Siehe auch Kapitel "Konzernstrategie". ― Energie: Im Bereich Energie haben wir uns als kompetenter Partner für die Energiewirtschaft etabliert und werden eine wichtige Rolle in der Energiewende spielen. Wir haben zahlreiche Smart Metering-Aufträge erhalten; mit RWE, ABB und EnBW treiben wir gemeinsam das Smart Grid weiter voran. ― Gesundheit: Speziell beim Thema Vernetzung im Gesundheitsbereich sind wir in 2012 gut vorankommen. Wir haben richtungsweisende Verträge abgeschlossen, z. B. mit der Heil- und Hilfsmittel GmbH bei der Barmer Ersatzkasse, mit dem Hausärzteverband in Deutschland oder auch im Ausland mit der Raffles Klinik-Kette in Singapur und dem Presbyterian Healthcare Service in den USA. Zudem haben wir mit Partnern Produkte zur Gesundheitsüberwachung, wie den intelligenten Hausnotruf und den kabellosen Fitness-Coach (Fitbit), auf den Markt gebracht. ― Vernetztes Automobil: Wir arbeiten mit unseren Kunden und spezialisierten Partnern an Pilotprojekten und Lösungen, die das Auto in eine zunehmend vernetzte Gesellschaft einbinden. Dabei gehen die Anwendungen weit darüber hinaus, das Auto als fahrendes Endgerät zu nutzen. In einem Pilotprojekt mit der Hamburger Hafenbehörde geht es z. B. darum, wie Verkehr mithilfe von Smartphones und Tablet-PCs besser fließt. Ziel ist es, Verkehr und Logistikabläufe zu optimieren, um größere Gütermengen im Hafengebiet umschlagen zu können. Des Weiteren haben wir in 2012 im Bereich Flotten-Management eine strategische Technologiepartnerschaft mit der Deutschen Bahn geschlossen. In Friedrichshafen zeigen wir mit einem Pilotprojekt, wie man vernetzte Elektrofahrzeuge erfolgreich in das Stromnetz der Zukunft einbindet. Start-up-Förderung und Beteiligungen. DEUTSCHE TELEKOM INNOVATIV. "Open Innovation": Neues von außen integrieren. Neben dem traditionellen Weg mit eigener Forschung und Entwicklung setzen wir auf "Open Innovation": Auch außerhalb unseres Konzerns suchen wir nach den besten Ideen und den besten Köpfen. Bei unseren Venture-Beteiligungen geht es nicht nur darum, bei der Finanzierung zu helfen, sondern auch darum, diese Unternehmen zu beraten und zu begleiten. Ebenso vermitteln wir unternehmerisches Know-how. Dabei lassen wir den noch jungen und oft sehr kleinen Unternehmen genug Raum, um beweglich und agil zu bleiben. An Innovationen beteiligen wir uns auch mit unserer Wagniskapitalfirma T-Venture. So binden wir bereits seit 15 Jahren vielversprechende Start-up-Unternehmen an uns. T-Venture ist einer der aktivsten Corporate Venture Capital Fonds in Deutschland, weltweit gehört er zu den Top Fünf. Zurzeit investieren wir aus einem Fonds mit einem Investitionsvolumen von 410 Mio. €. Seit Gründung sind wir insgesamt über 180 Minderheitsbeteiligungen eingegangen, haben die Unternehmen über einen bestimmten Zeitraum bei ihrer Weiterentwicklung begleitet und uns dann zum Teil aus dem Engagement wieder zurückgezogen (z. B. Börsengänge). T-Venture hält derzeit rund 90 Beteiligungen; dass diese Früchte tragen, zeigen folgende Beispiele: ― MyTaxi von der Intelligent Apps GmbH ist eine Mobilitätsplattform, die insbesondere in Deutschland durch die erfolgreiche Taxiruf-App "MyTaxi" bekannt wurde. Neben der App revolutioniert die MyTaxi-Software durch den automatisierten Bestellvorgang, den direkten Kontakt zum Taxifahrer und die Unabhängigkeit von Funkzentralen den gesamten Taximarkt. Auch international entwickelt sich MyTaxi ausgesprochen erfolgreich. Bereits im Sommer 2010 beteiligte sich T-Venture als Erstinvestor (sog. "Seed-Finanzierung") an dem Unternehmen und begleitet es seitdem in seiner hervorragenden Entwicklung. ― CipherCloud stellt Datensicherheitslösungen für Cloud-Applikationen bereit. CipherClouds Technologie ermöglicht die sichere Nutzung von und die volle Kontrolle über Daten in privaten, hybriden und öffentlichen Cloud-Applikationen und eliminiert damit herkömmliche Datenschutz- und Regulierungsbedenken bei Cloud-Applikationen. Darüber hinaus erkennt CipherCloud Schad-Software und blockiert so die Verbreitung von infizierten Dateien. Damit wird nicht nur Hackerangriffen, sondern auch evtl. Manipulationen von externen Cloud-Applikationen vorgebeugt. Um künftig junge Unternehmen auch als Mehrheitsbeteiligung in die Deutsche Telekom zu integrieren, haben wir Mitte 2012 die Telekom Innovation Pool GmbH (TIP) gegründet. Sie wird von T-Venture geführt, d. h. sie stellt die finanziellen Mittel und verwaltet zudem die neue Gesellschaft. Die TIP übernimmt auch konzerninterne Spin-offs, das sind Unternehmensbereiche, die als eigenständige Firmen ausgegründet werden. Ein Beispiel ist die in 2012 gegründete Trust2Core GmbH, hervorgegangen aus den T-Labs. Außerdem unterstützen wir auch gezielt Start-ups bei der Unternehmensgründung. Hierfür haben wir am 8. Mai 2012 in Berlin einen sog. "Inkubator" ins Leben gerufen: hub:raum. Damit wollen wir durch die Vernetzung von Menschen und Kapital innovative Geschäftsideen fördern und neue Geschäfte aufbauen: Junge Gründertalente unterstützen wir mit Telekommunikationsinfrastruktur, technischen Entwicklungsplattformen und Startfinanzierung - alles begleitet von erfahrenen Mentoren. Wir als Unternehmen profitieren von der Dynamik der Start-ups. Ideen erleben. T-City. Bereits seit 2007 ist die T-City unsere Zukunftswerkstatt mit der Stadt Friedrichshafen: Gemeinsam arbeiten wir daran, die Welt von morgen erlebbar zu machen - anhand von über 40 zukunftsträchtigen Projekten aus den Branchen Energie, Gesundheit und Verkehr. T-Gallery. Um zu erleben, was wir entwickeln, empfiehlt sich ein Besuch in unserem Zukunftsforum T-Gallery in Bonn. Zu sehen gibt es dort u. a. Prototypen für Produkte und Dienste der Zukunft sowie weltweite Entwicklungen rund um das Vernetzte Leben und Arbeiten. Patente. Die Bedeutung von Patenten in der Telekommunikationsindustrie wächst beständig. Akteure und Aktionsfelder ändern sich und beeinflussen die IPR-Agenda (IPR - Intellectual Property Rights; Rechte am geistigen Eigentum) der Deutschen Telekom. Einerseits gilt es, die Handlungsfreiheit in den Geschäftsfeldern des Konzerns zu erhalten. Andererseits gilt es, den Weg der Open Innovation durch Kooperation und Partnerschaft zu öffnen. Für dieses Spektrum sind Schutzrechte - national wie international - außerordentlich bedeutend. Wir widmen uns im Rahmen der Forschung & Entwicklung wie auch der Produkt- und Technologieentwicklung intensiv der Generierung eigener Rechte. Im Berichtsjahr konnten wir 151 Patente anmelden und damit den Gesamtbestand auf rund 7 600 Schutzrechte (2011: rund 7 500) erhöhen. Intensive Entwicklung und Bereinigung des IPR-Portfolios sichert die Werthaltigkeit des Bestands sowie den strategischen Fit mit den Stoßrichtungen des Konzerns. Komplementär trägt die professionelle Handhabung von patentjuristischen Aufgaben zur Stabilität der IPR Assets der Deutschen Telekom bei. Die Deutsche Telekom ist darüber hinaus in Standardisierungsgremien tätig. Beim Management der Schutzrechte berücksichtigen wir Kosten-Nutzen-Aspekte durch selektive Anmeldung und stringentes Terminieren. AUFWAND UND INVESTITIONEN IN FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG. Zu unseren Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen zählen produktvorbereitende Forschung und Entwicklung, wie z. B. die Suche nach alternativen Produkten, Verfahren, Systemen oder Dienstleistungen. Nicht als Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen erfassen wir im Gegensatz dazu die Aufwendungen zur Entwicklung von System- und Anwender-Software mit dem Ziel der Produktivitätssteigerung und effektiveren IT-Unterstützung der Geschäftsprozesse. 2012 lag der Forschungs- und Entwicklungsaufwand für den Konzern mit 65,9 Mio. € unter dem Niveau des Vorjahres. Die Deutsche Telekom AG trägt als Konzernmutter einen Teil der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Konzern. Hier liegt der Aufwand mit 52 Mio. € leicht über dem Vorjahresniveau von 48 Mio. €. Diese Kennzahl darf jedoch nicht losgelöst von unserem oben genannten Innovationsdreiklang betrachtet werden. So setzen wir hierbei auch auf neue Innovationen von außen und wollen Wachstum nicht nur aus Eigenentwicklungen, sondern auch aus Partnerschaften und Unternehmensbeteiligungen generieren. Hierfür halten wir z. B. in unserer T-Venture ein Fondsvolumen von derzeit 410 Mio. € zur Verfügung. Die Investitionen des Konzerns in zu aktivierende selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte liegen bei 78,0 Mio. € und damit unter Vorjahresniveau. Schwerpunktmäßig betreffen diese Investitionen selbst erstellte Software, wobei der überwiegende Anteil auf unser operatives Segment Systemgeschäft entfällt. Für alle Projekte und Aktivitäten, die zu neuen Produkten und deren effizienterem Angebot an Kunden führen, arbeiteten im Berichtsjahr rund 2 400 Mitarbeiter (2011: rund 2 200). Die für unsere ergebnisorientierte Forschung und Innovation zuständigen T-Labs beschäftigen überwiegend Wissenschaftler verschiedenster Fachrichtungen. T 035 Aufwand und Investitionen in Forschung und Entwicklung. scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € 2009 Mio. € 2008 Mio. € Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen 65,9 121,4 145,6 205,5 172,4 Investitionen in zu aktivierende selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte 78,0 122,4 162,2 232,5 413,6 MITARBEITER. • Personalstrategie • Diversity und Health & Safety • Personalentwicklung • PERSONALSTRATEGIE. Siehe auch Kapitel "Konzernstrategie". Die Konzernstrategie der Deutschen Telekom basiert auf den vier strategischen Handlungsfeldern: "Integrierte Netze für die Gigabit-Gesellschaft", "Mehr Innovation durch Kooperation", "Sichere Cloud-Lösungen" und "Kunden begeistern". Daraus leiten wir unsere Personalstrategie ab. Externe Faktoren, die die Schwerpunkte unserer Personalstrategie beeinflussen, berücksichtigen wir ebenso. Dazu gehören Mega-Trends wie Globalisierung, Individualisierung, Nachhaltigkeit oder Demografischer Wandel wie auch die derzeitige Wettbewerbslandschaft. Grundvoraussetzung zur Erreichung der Unternehmensziele ist eine motivierte und fokussierte Belegschaft. Auf dieser Basis haben wir unser HR (Human Resources)-Leitbild entwickelt: "HR beschleunigt den Erfolg des Unternehmens und der Mitarbeiter". Das Strategieprogramm unseres Personalbereichs. Die drei strategischen Stoßrichtungen "Productivity", "Performance" und "Power" sind elementare HR-Stellhebel zur Unterstützung der Unternehmensstrategie und bedeuten: ― Mitarbeiter mit den richtigen Fähigkeiten, der richtigen Einstellung am richtigen Ort und im richtigen Verhältnis von Kosten und Kapazität steigern unsere Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit. ― Inspirierende Führung, persönliche und organisatorische Weiterentwicklung, angemessene Belohnung guter Performance sowie ein fairer Umgang mit Performance-Problemen sind Voraussetzungen für die weitere erfolgreiche Transformation des Unternehmens. ― Agile Unternehmensstrukturen, moderne Arbeitswelten sowie unternehmerisches Denken und Handeln fördern unsere Innovations-Power. Für das Jahr 2013 haben wir vier Handlungsfelder - die sog. "HR Big 4" - abgeleitet, die das HR-Leitbild und die strategischen Stoßrichtungen konkretisieren. Big I - "Wir managen die interne und externe Mitarbeiterstruktur, um Arbeitsproduktivität zu maximieren." Zielsetzung ist es, den Einsatz interner und externer Mitarbeiter so zu balancieren, dass wir die bestmögliche Produktivität erreichen. Im Rahmen des "Total Workforce Managements" nutzen wir eine quantitative und qualitative Planung der internen und externen Belegschaft in Bezug auf Kosten, Kapazitäten, Qualifikationen, Demografie und Einsatzort. Darüber hinaus setzen wir in 2013 ein gezieltes Kosten-Management im Hinblick auf den Einsatz von externen Mitarbeitern auf. Big II - "Wir verankern inspirierende Führungsgrundsätze, um Top-Leistung zu fördern und zu belohnen." Im Rahmen dieses Handlungsfelds entwickeln wir ein neues Performance Management-System auf Ebene der Top-Führungskräfte. Damit werden wir die bisher getrennt laufenden Prozesse zum Ziel- und Performance Management verschlanken sowie Leistungen stärker differenzieren und fördern. Zudem richten wir unser Führungsleitbild und -verständnis auf die Herausforderungen der heutigen und künftigen Arbeitswelt aus. Wir erarbeiten ein entsprechendes Leitbild sowie flankierende Maßnahmen, um unsere Führungskräfte in ihrer Arbeit optimal zu unterstützen. Big III - "Wir gestalten moderne Arbeitswelten, um Berufserfahrung und -kenntnisse teilen und erweitern zu können." Wir wissen, dass das Know-how in unserem Konzern sehr vielfältig ist und das vorhandene Wissen durch den Einsatz moderner Arbeitswelten noch stärker als bisher geteilt werden kann. Wir unterstützen unsere Mitarbeiter dabei, diese Möglichkeiten zu nutzen. Ein internes Projektteam arbeitet bereits daran. Unter dem Titel "Future Workplace" beleuchtet und bewertet es derzeit verschiedene Aspekte des Arbeitsplatzes der Zukunft, um ein für unseren Konzern richtungsweisendes Konzept zu erstellen. Darüber hinaus schaffen wir ein Umfeld, das es allen Mitarbeitern ermöglicht, ihr Wissen auf dem neuesten Stand zu halten bzw. zu bringen, neue Wissensfelder zu erschließen, Erfahrungen und Kenntnisse zu teilen und sich fit zu halten für die Herausforderungen der Arbeitswelt. Big IV - "Unsere Verpflichtung: Wir setzen klar und einfach um." Dieses Handlungsfeld umfasst alle Aktivitäten des Personalbereichs. Wir werden unsere HR-Prozesse, -Angebote und -Produkte im Sinne des Nutzers klar und einfach gestalten. Hierzu haben wir 2012 unser gesamtes globales Produkt- und Service-Portfolio auf den Prüfstand gestellt. Damit wir unseren Kunden - Mitarbeiter und Führungskräfte - möglichst effektiv unterstützen können, verbessern wir kontinuierlich die segmentübergreifende HR-Arbeit. Neben einem kundenorientierten Portfolio ist dabei die reibungslose Interaktion in unserem HR-Drei-Rollen-Modell ein Erfolgsfaktor. Steuernde Aufgaben übernehmen unsere HR Competence Center, beratende Tätigkeiten zu strategischen HR-Themenstellungen erfolgen durch unsere HR Business Partner und geschäftsorientierte HR-Leistungen werden aus unseren Group HR Services erbracht. Unter den Stichworten "Lean HR" und "HR Category- und Product Management" optimieren wir unser HR-Portfolio sowie die HR-interne Aufstellung und Zusammenarbeit auch in 2013. DIVERSITY MANAGEMENT UND HEALTH & SAFETY MANAGEMENT. DEUTSCHE TELEKOM INNOVATIV. Diversity und Frauenquote. Unser Konzern vereint weltweit viele Kulturen, Vorstellungen und Talente. Diese Vielfalt fördern und nutzen wir als Quelle von Kreativität und Agilität. Wir verstehen Diversity als Voraussetzung für Innovation, Kundenorientierung und als Treiber des Wandels unserer Unternehmenskultur hin zu einem offenen und flexiblen Unternehmen. Ziel von Diversity Management ist es, im Unternehmen ein Bewusstsein für soziale Vielfalt zu schaffen, bei dem Diversität innerhalb der Belegschaft als unternehmerische Stärke erkannt und gefördert wird. Vielfalt und Unternehmenserfolg gehen Hand in Hand, indem v. a. international, alters- und geschlechtsheterogen besetzte Teams höchst erfolgreich am nationalen, aber insbesondere auch internationalen Markt agieren. Als erstes DAX 30-Unternehmen führten wir 2010 eine Quote für den Frauenanteil im Management ein: Bis Ende 2015 sollen weltweit mindestens 30 % der oberen und mittleren Führungspositionen mit Frauen besetzt sein. Dazu steuern wir unser Programm zur Umsetzung der Frauenquote weltweit entlang der gesamten Talent-Pipeline - von der Einstellung über die Quotierung von Führungskräfte-Entwicklungsprogrammen und Auswahl-Assessments bis hin zur Besetzung konzerninterner Aufsichtsratsgremien. Deutsche Telekom für Diversity ausgezeichnet. Im Berichtsjahr erhielten wir gleich mehrere Auszeichnungen für unsere Aktivitäten, mittels derer wir die Vielfalt in unserem Konzern erhöht und eine integrative Unternehmenskultur etabliert haben. Die Deutsche Telekom wurde u. a. 2012 beim Bundeswettbewerb Erfolgsfaktor Familie "Deutschlands familienfreundlichster Arbeitgeber" für ihr umfassendes Gesamtkonzept zur Vereinbarkeit von Berufs- und Familienleben geehrt. Mit dem Max-Spohr-Verlegerpreis wurden wir dafür gewürdigt, dass wir die sexuelle Identität unserer Beschäftigten als Vorteil begreifen, den es bewusst wahrzunehmen und aktiv zu nutzen gilt. Außerdem zeichnete der Landschaftsverband Rheinland uns mit dem Prädikat "Behindertenfreundlicher Arbeitgeber" aus. Frauenanteil im Management steigt kontinuierlich. Der Blick in die jüngste Vergangenheit zeigt: Seit Einführung der Frauenquote schauen wir auf eine positive Entwicklung der Quotenwerte zurück. Der Anteil der Frauen im Führungskräftebereich konnte konzernweit von 19 % (Februar 2010) auf 24 % (Dezember 2012) gesteigert werden. Im Vergleich zu Dezember 2011 sank der Frauenanteil in Führungspositionen leicht um 0,7 % aufgrund von Umstrukturierungen (inkl. Verkäufen) bei T-Mobile USA. In allen anderen Segmenten konnte der Anteil wie in den Vorjahren gesteigert werden. Auch den Frauenanteil in unseren Aufsichtsräten haben wir seit 2010 konsequent erhöht, wobei wir insbesondere beim Arbeitgeberanteil einen deutlichen Anstieg zu verzeichnen haben: 2010 betrug der weibliche Arbeitgeberanteil in Deutschland 17,7 %, Ende 2012 bereits 24,8 %. Einen ebenso positiven Effekt haben wir im selben Zeitraum durch den Anstieg des weiblichen Arbeitgeberanteils von 7,4 auf 25,5 % bei unseren internationalen Aufsichtsräten erzielt. Darüber hinaus sind seit 2012 zwei unserer sieben Vorstandspositionen mit Frauen besetzt. Im internationalen Management Team unterhalb des Konzernvorstands, dem Business Leader Team, wurde der Frauenanteil von zwei (Februar 2010) auf neun (Dezember 2012) erhöht. Arbeit und Freizeit miteinander in Einklang bringen. Mit dem Programm "work-life@telekom" verbessern wir systematisch die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben. Auch im Berichtsjahr haben wir unsere Angebote ausgebaut: National haben wir seit 2010 die Anzahl der betrieblichen Kinderbetreuungsplätze um 212 auf 559 erhöht, die der Ferienbetreuungsplätze von Schulkindern von 170 auf nunmehr 300. Gleichzeitig haben wir als Treffpunkte für Mitarbeiter und deren Kinder sieben neue Eltern-Kind-Büros an Standorten in ganz Deutschland eingerichtet, im kommenden Jahr wollen wir mindestens zehn weitere Möglichkeiten schaffen, um Betreuungsengpässe abzufedern. Zudem bieten wir unseren Mitarbeitern eine kostenlose Unterstützung bei der Suche nach Kinderbetreuungsplätzen vor Ort sowie zusätzlich eine Notfallbetreuung für Kinder an. Dass nicht nur weibliche, sondern zunehmend auch männliche Beschäftigte sich bewusst Zeit für ihre Kinder nehmen, dafür spricht eine Verdopplung des Anteils von Männern, die eine Elternzeit von länger als zwei Monaten nehmen: Mitte 2011 lag deren Anteil bei 11,3 %; Ende 2012 waren es bereits 22,1 %. Angebote des Health & Safety Managements. Ein multidisziplinäres Expertenteam verfolgt in den Themengebieten Gesundheits-, Arbeits- und Brandschutz einen ganzheitlich systemischen Ansatz. Dieser umfasst im Arbeitsschutz und betrieblich-organisatorischen Brandschutz die Gestaltung konzerneinheitlicher Produkte und Prozesse zur Einhaltung gesetzlicher Anforderungen sowie zur kontinuierlichen Verbesserung der Sicherheit der Beschäftigten. Über die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben im Arbeits- und Gesundheitsschutz und zielgruppenspezifischen Maßnahmen hinaus fördern wir mit Projekten und konzernweiten Präventionsangeboten die Gesundheitskompetenz und das Gesundheitsbewusstsein unserer Beschäftigten: von speziellen Angeboten zur psychischen Gesundheit wie Seminaren zur Stressprävention bis hin zu den klassischen Angeboten der betrieblichen Gesundheitsförderung wie Grippeschutzimpfung, Darmkrebsvorsorge, Informationen zu Ernährung, Bewegung und Entspannung oder einem umfassenden Gesundheits-Check beim Betriebsarzt. Rund 130 Betriebsärzte und 120 Fachkräfte für Arbeitssicherheit kümmern sich um die gesundheitlichen und arbeitsschutzbezogenen Belange unserer Beschäftigten. Darüber hinaus können unsere Mitarbeiter kostenfrei und vertraulich auch das Angebot zu einer persönlichen Beratung durch etwa 50 Experten in psychosozialen Fragestellungen nutzen. Psychische Gesundheit. Eine zentrale Rolle bei der Prävention psychischer Erkrankungen räumen wir unseren Führungskräften ein: Ein umfassendes Paket von Handlungsleitfäden und Informationsblättern hilft ihnen dabei, ihren Einfluss auf die Gesundheit der Mitarbeiter zu erkennen sowie beim Umgang mit psychischen Auffälligkeiten, Stress und Burn-out entsprechende Hilfsangebote zu nutzen. Außerdem bieten wir allen Führungskräften ein Web-basiertes Training zum Thema psychische Gesundheit an. Dieses E-Learning-Programm sensibilisiert unsere Führungskräfte dafür, frühzeitig mögliche psychische Belastungen bei sich und ihren Mitarbeitern zu erkennen, um rechtzeitig eine Unterstützung zu ermöglichen. Allen unseren Mitarbeitern bieten wir ein breites Angebot an Workshops zum Thema psychische Gesundheit, Stressprävention und Beratung über gesundheitsförderliches Verhalten. Unsere Beschäftigten nutzen insbesondere das innovative Workshop-Konzept zum Thema Resilienz - der Steigerung der psychischen Widerstandsfähigkeit. Daneben gibt es individuelle psychosoziale Beratung bei den Themen Stress, Sucht, Konflikte, Veränderung, Führung und Gesundheit. Schnell und unbürokratisch hilft die kostenfreie Telefonberatung bei beruflichen und privaten Problemen. Eine schnelle Reaktion ist besonders bei psychischen Erkrankungen wichtig, um eine Chronifizierung zu vermeiden, denn psychische Leiden erzeugen schon lange vor einem Ausfall hohe Kosten durch Leistungseinbußen. Health & Safety International. Der bestmögliche Schutz unserer Beschäftigten steht bei uns immer im Mittelpunkt. Den konzernweiten Ansatz unseres Arbeits- und Gesundheitsschutzes unterstützen wir mit einem international einheitlichen Health, Safety & Environmental Management-System. 29 Landesgesellschaften sind derzeit integriert, 2013 werden wir neun weitere Gesellschaften unseres Konzerns anbinden. Damit ist der Grundstein für konzernweit einheitliche Standards im Arbeits- und Gesundheitsschutz gelegt. Das System basiert auf den folgenden internationalen Standards: OHSAS 18001, ISO 14001 und ISO 9001 für Gesundheits-, Arbeits- und Umweltschutz sowie Qualität. Zudem haben wir einheitliche Kennzahlen festgelegt, z. B. um Ausfallzeiten zu messen. Mindeststandards und entsprechende Kennzahlen schaffen international mehr Transparenz und bessere Vergleichbarkeit. Das Health, Safety & Environmental Management-System unterstützt uns darüber hinaus dabei, auch im Krisenfall die weltweite Telekommunikationsinfrastruktur aufrechtzuerhalten. PERSONALUMBAU. Nicht nur der nach wie vor harte Wettbewerb in unserer Branche, sondern auch die schwierige konjunkturelle Lage in unseren Kernmärkten machten auch 2012 einen weiteren Personalumbau mit Effizienzsteigerungen hin zu einem effektiven und zukunftsorientierten Personalkörper notwendig. Details siehe im Kapitel "Geschäftsentwicklung des Konzerns". Für weitere Informationen verweisen wir auf unseren Personalbericht: WWW.TELEKOM.COM/PERSONALBERICHT MITARBEITERSTATISTIK. T 036 Entwicklung des Personalbestands. scroll Mitarbeiter im Konzern 31.12.2012 31.12.2011c 31.12.2010c 31.12.2009 31.12.2008 GESAMT 229 686 235 132 246 777 259 920 227 747 davon: Deutsche Telekom AGa 30 637 33 335 35 855 49 122 44 645 Operatives Segment Deutschland 67 497 69 574 70 902 81 336 85 637 Operatives Segment Europa 56 468 58 010 63 338 71 163 39 140 Operatives Segment USA 30 288 32 868 37 760 40 697 38 031 Operatives Segment Systemgeschäft 52 847 52 170 51 742 46 021 45 862 Konzernzentrale & Shared Services 22 586 22 510 23 035 20 703 19 077 GEOGRAFISCHE VERTEILUNG Deutschland 118 840 121 564 123 174 127 487 131 713 International 110 846 113 568 123 603 132 433 96 034 davon: Übrige EU 63 244 64 257 68 941 76 196 45 115 davon: Europa außerhalb EU 9 422 9 736 9 991 10 061 7 908 davon: Nordamerika 31 037 33 511 38 467 41 235 38 621 davon: Übrige Welt 7 143 6 064 6 204 4 941 4 390 PRODUKTIVITÄTSENTWICKLUNGb Konzernumsatz je Mitarbeiter Tsd. € 250 244 247 251 263 a Aufgrund der Ausgliederung des Festnetz-Geschäfts ist die Vergleichbarkeit der Vorjahresbeträge nicht gegeben. b Mitarbeiter im Durchschnitt. c Werte der Vorjahresperioden der operativen Segmente sowie der Konzernzentrale & Shared Services wurden angepasst. T 037 Personalaufwand. scroll 2012 Mrd. € 2011 Mrd. € 2010 Mrd. € 2009 Mrd. € 2008 Mrd. € Personalaufwand im Konzern 14,6 14,7 15,1 14,3 14,1 Sondereinflüssea 1,1 1,1 1,0 0,5 1,1 Personalaufwand im Konzern bereinigt um Sondereinflüsse 13,5 13,6 14,1 13,8 13,0 Konzernumsatz 58,2 58,7 62,4 64,6 61,7 BEREINIGTE PERSONALAUFWANDSQUOTE % 23,2 23,1 22,5 21,4 21,1 PERSONALAUFWAND DER DEUTSCHEN TELEKOM AG NACH HGBb 3,3 3,4 3,4 4,0 3,9 a Aufwendungen für Personalmaßnahmen (Details hierzu geben wir im Kapitel "Geschäftsentwicklung des Konzerns"). b Aufgrund der Ausgliederung des Festnetz-Geschäfts in 2010 ist die Vergleichbarkeit der Vorjahresbeträge nicht gegeben. PERSONALENTWICKLUNG. Wir setzen auf eine lebenszyklusorientierte Personal- und Organisationsentwicklung. Den einzelnen Mitarbeitern stellen wir Angebote zur Verfügung, die ihre persönlichen und beruflichen Lebensumstände berücksichtigen. Neben den Ausbildungsangeboten gibt es ein "Start-up!-Programm" für ambitionierte Einsteiger und Karriereentwicklungsangebote für Experten und Führungskräfte. Unter der Prämisse des "Lebenslangen Lernens" werden wir zukünftig die Erfahrung von älteren Mitarbeitern noch stärker nutzen und weitere spezifische Angebote entwickeln. Dabei verändern sich auch die Lernmethoden: Klassische "Face to Face"-Trainings werden durch innovative Formate wie z. B. "Leadership Labs" für Führungskräfte ersetzt, die Management-Theorie mit Erfahrungslernen im realen Kontext verbinden. Um "Learning on Demand"-Angebote weiter auszubauen, setzen wir in bestimmten Weiterbildungskontexten bereits auf speziell entwickelte Smartphone Apps oder auf unser internes Telekom Social Network, was nachhaltig zum Wissenstransfer beiträgt. Duale Berufsausbildung/Duales Studium. Seit Jahren zählen wir zu den größten Ausbildungsunternehmen in Deutschland. Im Berichtsjahr haben über 3 200 junge Menschen die Chance genutzt, über unsere Ausbildungs- oder dualen Studienangebote eine qualitativ hochwertige Berufsausbildung in unserem Konzern zu beginnen. Bundesweit bilden wir kompetenten Berufsnachwuchs in elf Ausbildungsberufen und neun dualen Studiengängen in Kooperation mit zehn Partnerhochschulen aus. Die Gesamtzahl der Auszubildenden und dual Studierenden lag im Ausbildungsjahr 2012/2013 bei rund 9 300, davon 1 200 dual Studierende. Einen wichtigen Baustein zur beruflichen Erstausbildung und Weiterbildung - insbesondere im technischen Bereich - liefert mit ihren akademischen Angeboten auch die konzerneigene Hochschule für Telekommunikation in Leipzig (HfTL). Im Berichtsjahr haben wir von insgesamt 340 Absolventen unserer Präsenz- und dualen Studiengänge aller Kooperationshochschulen rund 70 % in unseren Konzern übernommen, davon alleine von der HfTL 72 Absolventen. Weiterbildung weiter gestärkt, wichtiger Fokus auf Expertenentwicklung. Insbesondere mit CAMPUS, der modular ausgelegten Weiterbildungssystematik für Experten, werden wir deutlich stärker den strategischen Weiterbildungsbedarfen des Business gerecht. CAMPUS@Telekom - Zahlen und Fakten: ― Derzeit verfügen wir über acht konzernweit einheitliche Programme mit unterschiedlicher funktionaler Ausrichtung, wie z. B. für Finanzen und Controlling, Projekt-Management oder für den Vertrieb. ― Durch CAMPUS konnten wir das vorhandene Maßnahmenportfolio an Weiterbildungen um ca. 40 % von etwa 1 800 auf ca. 1 100 Maßnahmen reduzieren und sinnvoll konsolidieren. ― Die Maßnahmen sind eng mit Go Ahead!, unserem einheitlichen Rahmen zur Expertenentwicklung und -karriere, verzahnt und werden jeweils auf drei Qualifizierungsleveln ("basis", "fortgeschritten" und "professionell") angeboten. Bologna@Telekom: berufsbegleitend zu Bachelor und Master. Mit der Initiative Bologna@Telekom fördern wir leistungsstarke Mitarbeiter, die neben ihrem Job ein Bachelor- oder Master-Studium absolvieren möchten. Dabei fördern wir Leistungsträger ab zwei Jahren Konzernzugehörigkeit durch zehn Tage Freistellung für Prüfungen (pro Studienjahr) und die Übernahme von 50 % der Studiengebühren. Bologna@Telekom - Zahlen und Fakten: ― Jährlich vergeben wir rund 200 Bologna-Stipendien an ausgewählte Mitarbeiter. Derzeit fördern wir insgesamt rund 600 Mitarbeiter ― In 2012 haben die ersten 33 Mitarbeiter die Initiative erfolgreich absolviert. ― Seit 2011 fördern wir zudem berufsbegleitende Promotionen unserer Mitarbeiter. RISIKO- UND CHANCEN-MANAGEMENT. • Risikofrüherkennungssystem • Chancen-Identifikation • RISIKO- UND CHANCEN-MANAGEMENT-SYSTEM. Als einer der weltweit führenden Anbieter von Telekommunikation und Informationstechnologie sind wir zahlreichen Unsicherheiten und Veränderungen ausgesetzt. Um in diesem nach wie vor volatilen Umfeld erfolgreich zu agieren, müssen wir mögliche Entwicklungen frühzeitig antizipieren und daraus resultierende Risiken systematisch erfassen, bewerten und steuern. Ebenso wichtig ist es, Chancen zu erkennen und zu nutzen. Unser Risiko- und Chancen-Management orientiert sich an unserem Regelprozess (siehe GRAFIK G 50), an dessen Anfang die Definition des angestrebten Risikoprofils steht. Nach der Identifikation von Chancen und Risiken erfolgt die weitergehende Analyse bzw. Bewertung. Dies umfasst u. a. die Aggregation von Chancen und Risiken unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeit und dem jeweiligen Risikoausmaß. Danach erfolgt eine Entscheidung bezüglich der konkreten Handhabung (z. B. Risikoverminderung/Chancenergreifung). Der damit verbundene Maßnahmenplan wird implementiert, kontinuierlich überwacht und bewertet. Alle Schritte werden immer wieder durchlaufen und entsprechend den aktuellen Entwicklungen und Entscheidungen angepasst. G 50 Das Risiko- und Chancen-Management-System. Unser Risiko- und Chancen-Management-System erfasst alle strategischen, operativen sowie finanziellen Risiken und Chancen. Ziel ist es, diese frühzeitig zu erkennen, zu überwachen und entsprechend dem angestrebten Risikoprofil zu steuern. Unser Bereich "Group Risk Management & Insurance" verfügt über die zentrale Methoden- und Systemverantwortung für das konzernweit standardisierte, eigenständige Risiko-Management-System und das dazugehörige Berichtswesen. Darüber hinaus gibt unser Konzern-Controlling einen konzernweiten Leitfaden für die Planung, die Budgetierung, die betriebswirtschaftliche Steuerung und das Reporting von Investitionen und Projekten vor. Dieser Leitfaden gewährleistet die erforderliche Transparenz im Investitionsprozess und die Durchgängigkeit von Investitionsplanungen und -entscheidungen in unserem Konzern und in unseren operativen Segmenten. Außerdem gibt er eine Entscheidungsunterstützung für den Vorstand und den Vorstandsausschuss "Investitionen". Im Rahmen dieses Prozesses erfolgt auch eine systematische Identifikation strategischer Chancen, die in die Finanzplanung des Unternehmens einfließen. Bei unseren Finanztransaktionen gilt für uns der Grundsatz der Risikominimierung. Dies gilt auch beim Einsatz derivativer Finanzinstrumente: Wir setzen derivative Finanzinstrumente ein, um Risiken aus Zinsveränderungen sowie zahlungswirksame Währungsrisiken und sonstige Preisrisiken zu begrenzen; wir setzen sie nicht zu Handelszwecken oder für andere spekulative Zwecke ein. Wir führen alle Finanztransaktionen und Risikopositionen in einem zentralen Treasury-System und informieren die Konzernführung regelmäßig darüber. Abhängig von Art und Höhe einer Finanztransaktion muss der Vorstand diese genehmigen. Zudem erhält er regelmäßig Informationen über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risiko-Exposures. Um die Auswirkungen unterschiedlicher Marktgegebenheiten einschätzen zu können, führen wir verschiedene Simulationsrechnungen durch, die möglichst umfassend denkbare Marktentwicklungen abdecken. Zur Sicherung von Marktrisiken setzen wir ausgewählte derivative und nicht-derivative Sicherungsinstrumente ein. Grundsätzlich werden jedoch nur Risiken besichert, die sich auf den Cashflow auswirken. Unsere interne Revision prüft in regelmäßigen Abständen die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des Risiko-Management-Systems. Der Abschlussprüfer prüft im Rahmen des gesetzlichen Prüfungsauftrags für den Jahresabschluss und den Konzernabschluss, ob das Risikofrüherkennungssystem geeignet ist, unternehmensgefährdende Risiken und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Das System entspricht den gesetzlichen Anforderungen an ein Risikofrüherkennungssystem und steht im Einklang mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex. Das Risiko-Reporting. Jedes operative Segment erstellt nach den Vorgaben des zentralen Risiko-Managements und gemäß seinen spezifischen Wesentlichkeitsgrenzen jedes Quartal einen Risikobericht. Darin werden Einzelrisiken und Chancen auf EBITDA-Basis nach Ausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet, Handlungsbedarfe identifiziert und Maßnahmen aufgezeigt bzw. initiiert. Diese Informationen bilden die Basis für den Konzernrisikobericht an den Vorstand. In diesem werden die wesentlichen EBITDA-bewerteten Einzelrisiken als Portfolio dargestellt, Korrelationen aufgezeigt und mittels eines Simulationsverfahrens ausgewiesen. Außerdem fließt in die Betrachtung eine Reihe von qualitativen Faktoren ein, die für unsere Reputation bedeutend werden könnten und das Gesamtrisiko mit determinieren. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats befasst sich in seinen Sitzungen mit dem Risikobericht. Treten neben dem turnusmäßigen Reporting der wesentlichen Chancen und Risiken unerwartete Risiken auf, so werden diese unmittelbar gemeldet. Ein professionelles Risiko-Management ist weiterhin wichtiger denn je. Als Reaktion auf die Finanzkrise 2008 haben wir unser Risiko-Management-System weiter ausgebaut und die Frühwarnfunktion deutlich verstärkt. So erstellen wir seit etwa drei Jahren für den Vorstand neben dem quartalsweisen Risikobericht ein "Risiko-Cockpit" als zusätzliches Risikobeobachtungs- und Analyseinstrument. In diesem wird jedes Quartal eine Vielzahl von Frühwarn- und Konjunkturindikatoren, z. B. zu makroökonomischen, politischen und gesetzlichen Entwicklungen in unseren Kernländern, erfasst. Bei den Konjunkturindikatoren analysieren wir vor-, gleich- und nachlaufende Indikatoren. So projizieren etwa die Composite Leading Indicators der OECD als Produkt mehrerer vorlaufender Teilindikatoren das wirtschaftliche Geschehen in seiner Gesamtheit. Dadurch, dass sie auf monatlicher Basis zur Verfügung stehen, sind sie eine zeitnahe Messlatte der wirtschaftlichen Aktivität, als dies etwa die vierteljährliche Veröffentlichung des Bruttoinlandsprodukts sein kann (siehe GRAFIK G 51). Auf Basis des gesamtheitlichen Indikatorensystems aus makroökonomischen und unter Berücksichtigung der politischen und gesetzlichen Entwicklungen entwickeln wir unterschiedliche Szenarien und ermitteln mögliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Mit dem Risiko-Cockpit haben wir ein Instrument entwickelt, das mehr Transparenz über unsere Risiken schafft, die Relevanz der Risiken bewertet und sie priorisiert. Das ist die Voraussetzung dafür, den Fokus auf alle steuerungsrelevanten Risiken zu legen und bei Fehlentwicklungen schnell und effektiv gegenzusteuern. G 51 Auszug aus Risiko-Cockpit. Die Chancen-Identifikation. Die Erkennung und Erhebung von Chancen in unserem Geschäft erfolgt durch unsere operativen Segmente und die Konzernzentrale ganzjährig im Rahmen des kurzfristigen Ergebnis-Monitorings und des mittelfristigen Planungsprozesses. Während das kurzfristige Ergebnis-Monitoring auf Chancen abzielt, die hauptsächlich das laufende Geschäftsjahr betreffen, stehen im mittelfristigen Planungsprozess Chancen im Fokus, die für den Konzern von strategischer Bedeutung sind. Wir unterscheiden zwei Arten von Chancen: ― Chancen, die von außen gegeben sind und damit nicht beeinflussbare Ursachen haben, z. B. die Rücknahme einer Zusatzsteuer in Europa. ― Chancen, die von uns geschaffen werden, z. B. durch organisatorische Fokussierung auf Innovation (z. B. Gründung der Digital Business Unit (DBU), T-Labs, T-Venture) sowie Wachstumsfelder und -produkte, oder auch durch Partnerschaften und Kooperationen, von denen wir Synergien erwarten. 2012 haben wir unseren Planungsprozess effizienter gestaltet, um mehr Freiräume zu schaffen. So versetzen wir unsere Organisation in die Lage, Chancen zu nutzen und neues Geschäft zu generieren. Die Vorplanungen unserer operativen Segmente münden in einer Planungsphase, in der Vorstände, Business Leader, leitende Angestellte und Experten aus allen Geschäftsbereichen täglich intensiv über die strategische und finanzielle Ausrichtung des Konzerns und der operativen Segmente diskutieren und schließlich zu einem Gesamtbild fügen. Die Identifikation von Chancen und deren strategische und finanzielle Bewertung spielen während dieser Phase eine wichtige Rolle und wird entscheidend von unserer Innovationseinheit, der DBU, begleitet. Die Ergebnisse dieser "Denkrunden" werden im Rahmen der während der Planungsphase täglich stattfindenden Entscheidungsrunden entweder verworfen, zur Überarbeitung in die Arbeitsgruppen zurückgegeben oder angenommen und in die Organisation überführt. DIE RISIKEN. Informationen zu unseren Chancen finden Sie im Abschnitt "Die Chancen". Aus allen für den Konzern identifizierten Risiken und Chancen erläutern wir nachfolgend diejenigen Risikofelder bzw. Einzelrisiken sowie Chancen, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom und über die Ergebnisse der Tochtergesellschaften die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom AG wesentlich beeinflussen könnten. Weitere, uns derzeit noch nicht bekannte oder wesentliche Veränderungen bei von uns als zurzeit nicht kritisch eingeschätzten Einflüsse könnten unsere Geschäftstätigkeit ebenfalls beeinträchtigen. Soweit es möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, werden von uns versicherbare Risiken durch ein konzernübergreifendes Versicherungsprogramm abgedeckt. Konjunktur. Die Staatsschuldenkrise hat sich auch in 2012 weiter stark auf die Wirtschaftsleistung ausgewirkt. Die Europäische Zentralbank (EZB) und die US-Notenbank (Fed) haben seit Spätsommer 2012 die Liquidität massiv ausgeweitet. Obwohl dies die Kapitalmärkte beruhigt hat, ist die Staatsschuldenkrise weiterhin ein signifikantes Risiko für die Wirtschaftsentwicklung. Weiterhin mit einer hohen Unsicherheit behaftet sind sowohl die langfristige Entwicklung der Staatsverschuldung als auch die volkswirtschaftliche Entwicklung v. a. in den europäischen Krisenstaaten Griechenland, Portugal, Irland, Spanien und Italien. Ein erneutes Aufflammen der Euro-Krise bzw. der mögliche Austritt einzelner Länder aus dem Euro-Raum könnten zu einer Belastung für die Kapitalmärkte und die Realwirtschaft werden. Auch die in 2012 noch offene und Anfang 2013 noch nicht final abgeschlossene Lösung des sog. "Fiscal Cliffs" des US-Staatshaushalts stellt ein Risiko für die Wirtschaftsentwicklung in den USA dar, wenn auch mittlerweile mit einer deutlich geringeren Eintrittswahrscheinlichkeit. Die Risiken der Konjunkturentwicklung könnten sich in einigen unserer Kernländer unterschiedlich bemerkbar machen: Privat- und Geschäftskunden könnten sich bei einer weiter fortschreitenden Eintrübung der Wirtschaft und ansteigender Unsicherheit beim Konsum zunehmend zurückhalten. Zu weiteren negativen Auswirkungen auf den Telekommunikationskonsum könnten staatliche Sparmaßnahmen führen - hervorgerufen durch eine reduzierte Staatsnachfrage und ein verringertes verfügbares Einkommen im Privatsektor. Im Rahmen der staatlichen Konsolidierungsanstrengungen droht für unser operatives Geschäft zudem das Risiko unangekündigter und weiterer Steuererhöhungen bzw. Sondersteuern, speziell in unseren süd- und osteuropäischen Märkten. Ferner resultieren aus den Risiken der Staatsschuldenkrisen weiterhin volatile Wechselkursbewegungen. Die Ausweitung der expansiven Geldpolitik durch die EZB und die US-Notenbank gegen Ende 2012 hat das Risiko einer mittelfristigen Beschleunigung des Preisauftriebs in den USA und in vielen Ländern des Euro-Raums erhöht. Branche und Wettbewerb. 2012 ging das Preisniveau bei Sprach- und Datendiensten im Festnetz und im Mobilfunk weiter zurück. Die Ursachen dafür waren neben regulierungsbedingten Preissenkungen, wie etwa bei den Interconnection-, den Mobilfunk-Terminierungsentgelten oder beim International Roaming, v. a. der intensive Wettbewerb in der Telekommunikationsbranche und Kannibalisierungseffekte durch den technologischen Fortschritt. Der Wettbewerbsdruck hat sich insbesondere im Festnetz-Bereich weiter erhöht. Regionale Teilnehmernetzbetreiber haben ihre Marktabdeckung weiter ausgeweitet. Der Trend, dass der Mobilfunk die Festnetz-Kommunikation zunehmend ersetzt, ist ungebrochen. Im Festnetz-Breitband-Markt beobachten wir v. a. in Deutschland nach wie vor eine wachsende Dominanz der Kabelnetz-Betreiber im Neukundengeschäft: Sie bauen ihr Angebotsportfolio aus und können flächendeckend Haushalten und kleineren Unternehmen Telekommunikationsprodukte anbieten, für die weder ein Netzausbau noch eine Teilnehmer-Anschlussleitung der Deutschen Telekom benötigt wird. Darüber hinaus verlängern Wettbewerber in bestimmten Regionen ihr eigenes Glasfasernetz bis in die Haushalte, um sich auch dort von unserem Netz unabhängig zu machen. Ein weiteres Wettbewerbsrisiko liegt darin, dass wir verstärkt auch Konkurrenten gegenüberstehen, die nicht zur Telekommunikationsbranche im engeren Sinne zählen: große Unternehmen aus den Branchen Internet und Unterhaltungselektronik. Für uns besteht daher das Risiko, dass Marktanteile und Margen weiter sinken. In der mobilen Sprachtelefonie und bei mobilen Datendiensten erwarten wir einen weiteren Preisrückgang. Dies könnte sich negativ auf unsere Mobilfunk-Umsätze auswirken. Gründe für den Preisrückgang sind u. a. Billiganbieter, die in Deutschland und in weiteren europäischen Märkten expandieren. Im Berichtsjahr waren wir in den USA der kleinste der vier nationalen Mobilfunk-Anbieter. Durch die vereinbarte Verschmelzung mit MetroPCS kann das neue Unternehmen eine verbesserte Marktpositionierung erlangen und sich gestärkt der Herausforderung stellen, durch eine neue Produkt- und Service-Qualität und eine attraktive Preisgestaltung den Kunden zu überzeugen. Auch unser operatives Segment Systemgeschäft steht vor Herausforderungen; schließlich ist der ICT-Markt durch beständig starken Wettbewerb, Preisrückgang, lange Verkaufszyklen und die verhaltene Vergabe von Projekten gekennzeichnet. Dies führt zu einem potenziellen Risiko von Umsatzrückgängen und Margenverfall für T-Systems. Produkte, Dienste und Innovationen. Stetig kürzer werdende Innovationszyklen stellen den Telekommunikationssektor vor die Herausforderung, neue Produkte und Dienstleistungen in immer kürzeren Zeitabständen hervorbringen zu müssen. Der technologische Fortschritt ermöglicht, dass sich Technologien bzw. Produkte teilweise gegenseitig ersetzen. Dies kann sowohl im Sprach- als auch im Datenverkehr zu geringeren Preisen und Umsätzen führen. Doch besteht durch die Weiterentwicklung von Smartphones und v. a. von mobilen Datendiensten (wie etwa Mobile Payment, Connected Car oder Smart Metering) auch die Chance, neue Einnahmequellen im mobilen Internet zu erschließen. Regulierung. Nach wie vor unterliegen unsere deutschen und internationalen Gesellschaften der sektorspezifischen Marktregulierung: Die nationalen Regulierungsbehörden haben umfassende Eingriffsbefugnisse in unsere Produkt- und Preisgestaltung. Das hat erhebliche Auswirkungen auf unser operatives Geschäft. Diese regulatorischen Eingriffe sind für uns nur bedingt vorherzusehen und können den bestehenden Preis- und Wettbewerbsdruck zusätzlich verschärfen. Es ist zu befürchten, dass die regulatorischen Einflüsse in Deutschland und in den anderen europäischen Ländern die Umsatzentwicklung im Festnetz- und im Mobilfunk-Markt mittel- bis langfristig weiterhin negativ beeinflussen. Eine strenge Regulierung erfolgt immer dann, wenn die zuständige nationale Regulierungsbehörde auf dem für uns relevanten Telekommunikationsmarkt eine beträchtliche Marktmacht unsererseits vermutet. Das bedeutet, dass wir in Deutschland im Markt für Festnetz-Telefonanschlüsse und zugehöriger Paketangebote einer ex-post Missbrauchsaufsicht ausgesetzt sind. Außerdem müssen wir unseren Wettbewerbern Vorleistungen anbieten, deren Preise von der Regulierungsbehörde auf Basis einer strikten Kostenprüfung festgesetzt werden. Beispiele für derart regulierte Leistungen sind der Zugang zum Teilnehmeranschluss, dem Bitstream Access sowie der Festnetz- und Mobilfunk-Terminierung. Auch unsere europäischen Tochtergesellschaften agieren im Festnetz- und Mobilfunk-Bereich unter entsprechenden Rahmenbedingungen. Darüber hinaus erlässt die Europäische Kommission Empfehlungen, die zwar nicht unmittelbar bindend sind, aber von den nationalen Regulierungsbehörden berücksichtigt werden müssen. ― Die Empfehlung der Kommission vom 7. Mai 2009 über die Regulierung der Festnetz- und Mobilfunk-Zustellungsentgelte in der EU (2009/396/EG) sieht vor, dass ab dem 1. Januar 2013 die Terminierungsentgelte EU-weit auf Basis eines neuen Kostenkonzepts festgesetzt werden. Daraus ergibt sich für uns und unsere europäischen Tochtergesellschaften das Risiko, dass die Terminierungsentgelte zukünftig weiter sinken. ― Die Europäische Kommission plant für das Jahr 2013 eine neue Empfehlung zu Nicht-Diskriminierung und Kostenrechnungsmethodiken. Unter Nicht-Diskriminierung wird hierbei die Gleichbehandlung aller Abnehmer von regulierten Leistungen verstanden. Je nachdem, wie diese Empfehlung konkret ausgestaltet ist, können sich sowohl Risiken bezüglich einer Ausweitung der Regulierung ergeben als auch Chancen durch eine größere Stabilität der Regulierungsvorgaben. Details siehe im Kapitel "Regulatorische Eingriffe in das Geschäft". ― Die Roaming-Verordnung, die zum 1. Juli 2012 in Kraft trat, weitet die Regulierung durch zusätzliche Auflagen aus, insbesondere durch Entbündelung von Diensten, die bis Juli 2014 zu implementieren ist. Details siehe im Kapitel "Regulatorische Eingriffe in das Geschäft". Netzneutralität. Bis heute gibt es für den Begriff Netzneutralität noch keine allgemeingültige und zugleich funktional-technisch geeignete Definition. Das Thema Netzneutralität wird verstärkt öffentlich diskutiert. Teilweise wird sogar gefordert, dass alle Datenpakete technisch und wirtschaftlich vollkommen gleich zu behandeln sind. Insbesondere Content- und Applikationsanbieter setzen auch für die Zukunft voraus, dass die Netzbetreiber ihre Transportkapazität stetig erweitern und die Infrastruktur ausbauen. Es besteht das Risiko, dass Regelungen den Gestaltungsspielraum bei der Einführung neuer Geschäftsmodelle im Internet einschränken. Frequenzvergabe. In verschiedenen europäischen Ländern stehen auch 2013 Mobilfunk-Verlängerungen auslaufender Lizenzen und die Vergabe neuer Frequenznutzungsrechte an. Risiken entstehen dabei durch die Ungewissheit über Umfang und Verfügbarkeit des künftigen Spektrums sowie über die Kosten beim Erwerb der Frequenzressourcen. Diese Risiken sind u. a. durch das Auftreten neuer Wettbewerber und v. a. durch eine mögliche Reservierung von Frequenzteilbereichen für neue Wettbewerber bedingt. Im Folgenden erläutern wir einige wichtige laufende und zukünftige Frequenzvergabeverfahren: ― In Ungarn wurden im Frühjahr 2012 Frequenzen an ein neues staatliches Mobilfunk-Unternehmen vergeben. Die Frequenzbedingungen besagten, dass ein Marktstart bis Ende 2012 erfolgen muss. Etablierte Netzbetreiber seien verpflichtet, diesem möglichen neuen Marktteilnehmer Vorleistungen anzubieten. Am 17. September 2012 entschied ein ungarisches Gericht, dass die 0,9 GHz-Auktionsbeteiligung des staatlichen Unternehmens Magyar Posta unrechtmäßig war. Die ungarische Regulierungsbehörde wurde aufgefordert, das Ergebnis der Auktion zu annullieren. Wir erwarten daher, dass 2013 die Auktionsergebnisse aufgehoben werden und eine erneute Vergabe erfolgt, evtl. gemeinsam mit Frequenzen aus anderen Bändern (0,8 GHz, 1,8 GHz, 2,1 GHz und 2,6 GHz). Für Magyar Telekom ergibt sich daraus erneut die Chance, die Frequenzressourcen wie angestrebt zu erweitern. ― In Deutschland plant die BNetzA, bis Mitte 2013 über das Verfahren zur Neuregelung der 0,9/1,8 GHz-Rechte ab 2017 zu entscheiden (Lizenzverlängerung oder Neuvergabe per Auktion). Ein neuerliches Frequenzvergabeverfahren bzw. ein Termin dazu ist noch nicht festgesetzt. ― In der Tschechischen Republik und in den Niederlanden wurden Spektrumauktionen in jeweils mehreren Frequenzbändern durchgeführt. Unsere jeweiligen Tochterunternehmen beteiligten sich an diesen Auktionen. In den Niederlanden endete die Auktion am 14. Dezember 2012 mit einem Frequenzerwerb in den Bereichen 0,9 GHz, 1,8 GHz und 2,6 GHz; in der Tschechischen Republik wurde sie bislang nicht abgeschlossen. ― Im September 2012 erfolgte in Kroatien die Ausschreibung des 0,8 GHz-Spektrums (drei Lizenzen à 2x10 MHz). Hrvatski Telekom konnte sich eine der Lizenzen erfolgreich sichern, sodass dem Unternehmen am 29. Oktober 2012 die entsprechenden Nutzungsrechte für die Zeit bis zum 18. Dezember 2024 zugeteilt wurden. ― Im Herbst 2012 erfolgte in Polen die Ausschreibung zusätzlichen 1,8 GHz-Spektrums (2 x 25 MHz). Wir gehen davon aus, dass die Polska Telefonia Cyfrowa (PTC) im Februar 2013 hiervon 2 x10 MHz zugeteilt bekommt. Die Behörde plant für die zweite Hälfte des Jahres eine Auktion für die 0,8 GHz- und 2,6 GHz-Frequenzen. ― Für die zweite Jahreshälfte 2013 ist in der Slowakei eine Vergabe von 0,8 GHz-, 1,8 GHz- und 2,6 GHz-Frequenzen angedacht. ― In Österreich wird eine Frequenzauktion für die Bereiche 0,8 GHz, 0,9 GHz und 1,8 GHz für den Herbst 2013 erwartet. ― Auch in diesen für 2013 geplanten Vergaben ist - wie in den Niederlanden und der Tschechischen Republik - mit neuen Anbietern zu rechnen und dass Frequenzteilbereiche ausschließlich für neue Wettbewerber reserviert werden. Ausweitung der Regulierung bei internationalen Beteiligungen. Auch international sehen wir eine Ausweitung der Regulierung. Magyar Telekom (Ungarn) wurde im Festnetz verpflichtet, Zugang zu sämtlichen Hierarchieebenen des Anschlussnetzes zu gewähren und den Festnetz-Ausbau jeweils spätestens sechs Monate vorab im Markt bekannt zu geben. In Kroatien weitete die nationale Regulierungsbehörde mit Beschluss vom 21. März 2012 die Regulierung von Hrvatski Telekom und Iskon Internet aus: zum einen auf den Endkundenmarkt für Breitband-Internet-Zugang und zum anderen auf die Übertragung von TV-Programmen, beides mit einer ex-ante Entgeltkontrolle. Die Regulierungsbehörde Montenegros hat im Oktober 2012 begonnen, die Regulierungsbedürftigkeit der Endkundenmärkte für Breitband (ADSL) und Mobilfunk zu prüfen und bereitet eine entsprechende Preisregulierung vor. In Ungarn wurde am 17. November 2012 eine Änderung des Telekommunikationsgesetzes verabschiedet, die negative Auswirkungen für Magyar Telekom bei Endkundenverträgen hat, zu Auflagen und Rechtsmitteln im Zusammenhang mit zukünftigen Spektrumvergabeverfahren führt und sich auch negativ auf die Rolle von Magyar Telekom als Universaldienstanbieter auswirkt. In Polen wurde das Telekommunikationsgesetz novelliert: Der finale Text sieht zum Nachteil der Polska Telefonia Cyfrowa (PTC) vor, dass die polnische Regulierungsbehörde bestimmte Frequenzvergabeverfahren aus dem Jahr 2007 nicht wiederholen muss - entgegen eindeutig anderslautenden Gerichtsurteilen. In der Tschechischen Republik bereitet die nationale Regulierungsbehörde die Auflage von Zugangsverpflichtungen gegenüber allen Mobilfunknetz-Betreibern vor, um sog. "Mobile Virtual Network Operator" als weitere Marktteilnehmer zu etablieren. Regulatorischen Entscheidungen bzw. vorläufigen Entwürfen der zuständigen Regulierungsbehörden zufolge werden 2013 die Mobilfunk-Terminierungsentgelte in allen Ländern, in denen unsere Tochterunternehmen agieren, weiter abgesenkt. Grund dafür ist hauptsächlich, dass die EU-Kommission mit einer Empfehlung den Wechsel zu einem Kostenstandard durchgesetzt hat, der die bisherige Anerkennung nur indirekt zurechenbarer Kosten ausschließt. In Deutschland ergeben sich neben den bereits beschriebenen allgemeinen regulatorischen Risiken auch Unsicherheiten dadurch, dass Verwaltungsgerichte Entgeltentscheidungen der Regulierungsbehörde aufheben können. Die Regulierungsbehörde muss dann für die Vergangenheit neu über die Entgelte entscheiden. Grundsätzlich ist hierbei offen, ob und in welcher Höhe sich Entgelte ändern. Zu den Verwaltungsgerichtsverfahren vgl. Abschnitt "Rechtsrisiken". Zusammenschluss von T-Mobile USA und MetroPCS. Über die Einzelheiten informieren wir Sie gesondert im Kapitel "Wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr 2012" und in ANGABE 30 "Abschreibungen" im Konzern-Anhang. Die Deutsche Telekom und das US-amerikanische Mobilfunk-Unternehmen MetroPCS haben vereinbart, ihre Geschäftsaktivitäten in den USA zusammenzulegen. Die gemeinsame Gesellschaft wird aufgrund einer verbesserten Position für Mobilfunk-Frequenzen und zusätzlicher Finanzmittel mit den anderen nationalen Mobilfunk-Betreibern in den USA offensiver konkurrieren können. Durch die Transaktion entsteht auf dem US-Mobilfunk-Markt eine gemeinsame Gesellschaft mit dem Ziel, ein führendes Preis-Leistungs-Verhältnis zu bieten. Den Kunden kann so eine größere Auswahl günstiger Produkte und Services, eine verbesserte Netzabdeckung und eine klare Technologieausrichtung für ein gemeinsames LTE-Netz angeboten werden. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigungen durch das amerikanische Justizministerium (DOJ), der US-Telekommunikations-Aufsichtsbehörde Federal Communications Commission (FCC) und des Regierungsausschusses zur Überwachung ausländischer Investitionen in den USA (CFIUS). Zudem ist auch die Zustimmung der MetroPCS-Aktionäre erforderlich. Die Deutsche Telekom und MetroPCS erwarten, dass alle erforderlichen Genehmigungen und Zustimmungen im ersten Halbjahr 2013 vorliegen. Verweigern die zuständigen Behörden die Zustimmung zur Transaktion und kann diese daher nicht vollzogen werden, müsste die Deutsche Telekom MetroPCS eine Ausfallentschädigung in Höhe von 250 Mio. US-$ zahlen. Das Risiko eines Konkurrenzangebots eines oder mehrerer Dritter für MetroPCS ist nicht auszuschließen. Sollte MetroPCS nach Erhalt eines Konkurrenzangebots ihren Aktionären empfehlen, das Konkurrenzangebot anzunehmen, könnte die Deutsche Telekom die Vereinbarung mit MetroPCS kündigen und von MetroPCS eine Ausfallentschädigung in Höhe von 150 Mio. US-$ verlangen. Die Deutsche Telekom AG hat Mitte Oktober und nachfolgend zudem Kenntnis von mehreren in den USA eingereichten Sammelklagen erhalten, die sich gegen den Zusammenschluss von MetroPCS und T-Mobile USA richten. Neben zwei im US-Bundesstaat Texas anhängigen Klageverfahren existiert ein weiteres Verfahren im Bundesstaat Delaware, in dem vier Klagen zusammengefasst wurden. Alle Verfahren richten sich auch gegen die Deutsche Telekom AG und T-Mobile USA. Derartige Klagen sind im Zusammenhang mit Unternehmensfusionen in den USA üblich und es ist derzeit nicht davon auszugehen, dass die Fusion hierdurch unterbunden wird. Personal. Auch in 2012 konnten wir den personellen Umbau in unserem Konzern sozialverträglich gestalten und umsetzen: im Wesentlichen über Abfindungen, Altersteilzeit, Vorruhestand und die von Vivento angebotenen Beschäftigungsperspektiven für Beamte und Angestellte, insbesondere im öffentlichen Sektor. Der Personalumbau wird auch im kommenden Geschäftsjahr fortgesetzt. Falls sich die Maßnahmen nicht oder nicht wie geplant realisieren lassen, kann sich dies negativ auf unsere Finanzziele und unsere Rentabilität auswirken. Über wesentliche Rechtsverfahren im Zusammenhang mit Personal informieren wir Sie im Abschnitt "Rechtsrisiken". Rückkehrrecht Beamte. Werden Konzerneinheiten, in denen Beamte beschäftigt sind, veräußert, besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass diese weiterhin bei der veräußerten Konzerneinheit arbeiten. Dazu muss der Beamte selbst zustimmen bzw. den Antrag dazu stellen. Allerdings besteht das Risiko, dass Beamte, z. B. nach dem Ende der Beurlaubung, von einer veräußerten Einheit zu uns zurückkehren, ohne dass ausreichende Beschäftigungsmöglichkeiten für die Beamten bestehen. Ein solches Rückkehrrecht besteht derzeit für etwa 2 643 Beamte. Unter der Annahme, dass im Geschäftsjahr 2013 alle oben genannten Beamten zu uns zurückkehren würden, beträgt das maximale Risiko rund 0,2 Mrd. € pro Jahr. Dieses Risiko lässt sich etwa durch Kompensationszahlungen reduzieren, aber nicht vollständig vermeiden. Risiken aus der IT-/NT-Infrastruktur. Wir verfügen über eine komplexe Informations-/Netztechnik (IT-/NT)-Infrastruktur. Ausfälle der technischen Infrastruktur sind nicht vollständig auszuschließen. Sollte es dazu kommen, könnte dies zu Umsatzausfall oder Kostensteigerungen führen. Unter IT-/NT-Infrastruktur verstehen wir alle Gebäude (Netzknoten), Kommunikationsdienste (Netzwerke), Hardware und Software, die zur Informationsverarbeitung bereitstehen. Unsere IT-/NT-Ressourcen und -Strukturen bilden eine organisatorische und technische Plattform zur Unterstützung unserer Geschäftstätigkeit. Es können Risiken entstehen, die alle IT-/NT-Systeme und -Produkte mit Internet-Anbindung betreffen. So könnten Störungen zwischen neu entwickelten und bereits bestehenden IT-/NT-Systemen zu Unterbrechungen bei Geschäftsprozessen, Produkten und Services, z. B. Smartphones und "Entertain", führen. Um Ausfallrisiken, z. B. ausgelöst durch Naturkatastrophen oder Feuer, zu vermeiden, setzen wir technische Frühwarnsysteme und Dopplung von IT-/NT-Systemen ein. Unser Computer Emergency Response Team (CERT) von T-Systems kümmert sich um die Sicherheit der Server unserer Großkunden. Beim Cloud Computing lagern alle Daten und Anwendungen in Rechenzentren. Die Telekom Rechenzentren sind sicherheitszertifiziert und erfüllen die strengen rechtlichen Datenschutzbestimmungen sowie EU-Regularien. So sind alle Daten von Unternehmen und Privatpersonen sicher vor fremdem Zugriff geschützt. Ständige Pflege und automatische Updates halten die Sicherheitsvorkehrungen stets auf dem aktuellsten Stand. Auf Basis eines konzernweit standardisierten Business Continuity Managements setzen wir zudem organisatorische und technische Maßnahmen ein, um Schäden zu verhindern bzw. zu mindern. Versicherbare Risiken decken wir darüber hinaus durch ein konzernübergreifendes Versicherungsprogramm ab. Datenschutz und Datensicherheit. DEUTSCHE TELEKOM INNOVATIV. Die Sicherheit und der Schutz von Kundendaten haben für uns weiterhin die höchste Priorität. Dies gilt auch für das wachsende Cloud Computing-Geschäft. Es unterliegt den gleichen strengen Auflagen für Sicherheit und Schutz von Informationen wie jedes andere unserer Produkte. Um diese hohen Standards zu halten und Risiken weitgehend auszuschließen, setzen wir uns dafür ein, dass europäischer Datenschutz zwingend zur Anwendung kommt, wenn ein Unternehmen seine Dienste am europäischen Markt anbietet. So hätten Verbraucher innerhalb von Europa ein einheitliches Recht. Zudem könnten auch Datenschutz-Schlupflöcher innerhalb Europas geschlossen und einheitliche Wettbewerbsverhältnisse geschaffen werden. Bei der IT-Sicherheit stehen wir vor vielen neuen Herausforderungen. In den vergangenen Jahren hat sich der Schwerpunkt verschoben - weg von der Prävention, hin zur Analyse. Hier setzt unser Frühwarnsystem an: Es erkennt neue Quellen und Formen von Cyber-Angriffen, analysiert das Verhalten der Angreifer unter strenger Wahrung des Datenschutzes und identifiziert so neue Trends im Sicherheitsbereich. Neben den sog. "Honeypot-Systemen", die Schwächen in IT-Systemen simulieren, umfasst unser Frühwarnsystem Melde- und Analyse-Tools für Spam Mails, Viren und Trojaner. Die Informationen, die wir aus den Honeypots gewinnen, werden mit öffentlichen und privaten Stellen ausgetauscht, um zukünftige Angriffe zu erkennen und zu vermeiden. Cyber-Kriminalität und Industriespionage nehmen zu. Diesen Risiken begegnen wir mit neuen Sicherheitskonzepten. Wir setzen dabei verstärkt auf Partnerschaften, z. B. mit öffentlichen und privaten Organisationen, um mehr Transparenz zu schaffen und so den Bedrohungen besser begegnen zu können. Mit "Security by Design" arbeiten wir kontinuierlich daran, Sicherheit als festen Entwicklungsbestandteil für neue Produkte und Informationssysteme zu verwirklichen. Das bedeutet noch intensivere und obligatorische digitale Sicherheitstests, die wir als Standard in der Branche etablieren wollen. Über unsere Internet-Seiten WWW.TELEKOM.COM/DATENSCHUTZ und WWW.TELEKOM.COM/SICHERHEIT berichten wir fortlaufend über aktuelle Entwicklungen in diesen Bereichen. Gesundheit und Umwelt. Der Mobilfunk bzw. die elektromagnetischen Felder, die der Mobilfunk nutzt, lösen immer wieder Bedenken in der Bevölkerung über mögliche Gesundheitsrisiken aus. Dazu gibt es eine intensive öffentliche, politische und wissenschaftliche Diskussion. Akzeptanzprobleme in der Öffentlichkeit betreffen sowohl die Mobilfunknetze als auch den Einsatz der mobilen Endgeräte. Im Mobilfunk-Bereich wirkt sich dies u. a. auf den Ausbau der Mobilfunknetze sowie auf die Nutzung der Mobilfunk-Geräte aus. Im Festnetz-Bereich betrifft dies den Absatz von herkömmlichen DECT-Geräten (digitale schnurlose Telefone) sowie Endgeräte mit WLAN-Technologie. Neben rechtlichen Risiken (z. B. Grenzwertsenkung) sind regulatorische Eingriffe möglich, wie etwa die Umsetzung von Vorsorgemaßnahmen beim Mobilfunk (z. B. durch Veränderungen im Baurecht oder Kennzeichnungspflichten für Endgeräte). Basierend auf dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand haben anerkannte Gremien wie die Weltgesundheitsorganisation und die Internationale Strahlenschutzkommission (ICNIRP) in den vergangenen Jahren wiederholt die geltenden Grenzwerte für den Mobilfunk überprüft und die sichere Nutzung der Mobilfunk-Technik bestätigt. Trotz fehlenden wissenschaftlichen Nachweises hat in 2011 die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC), eine Fachagentur der Weltgesundheitsorganisation, aufgrund von einzelnen Hinweisen die hochfrequenten elektromagnetischen Felder als "möglicherweise krebserregend" eingestuft - dies ist die schwächste Kategorie, die auf eine mögliche krebserzeugende Wirkung hinweist. In der gleichen Kategorie ist z. B. auch der Genuss von Kaffee eingeordnet. Diese Bewertung führte zu einem Anstieg an Pressereaktionen sowie zu Kontroversen auf Expertenebene. So hat die Deutsche Strahlenschutzkommission diese Einschätzung kritisiert, da aus ihrer Sicht die wissenschaftliche Evidenz nicht ausreichend sei. Zwischen allen Institutionen und Fachgremien besteht Einigkeit bezüglich der Forderung nach weitergehender Forschung und dass es keinen wissenschaftlichen Nachweis für ein Gesundheitsrisiko durch elektromagnetische Felder gibt. Wir sind davon überzeugt, dass die sichere Anwendung der Mobilfunk-Technik durch die Einhaltung der geltenden Grenzwerte garantiert wird. Dabei stützen wir uns auf die Bewertung anerkannter Gremien. Die Basis unseres verantwortungsvollen Umgangs mit der Mobilfunk-Thematik ist die "EMF-Policy". In dieser verpflichten wir uns - weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus - zu mehr Transparenz, Information, Partizipation und finanzieller Unterstützung unabhängiger Forschung zum Mobilfunk. Wir arbeiten daran, Unsicherheiten in der Bevölkerung durch eine sachliche, wissenschaftlich fundierte und transparente Informationspolitik abzubauen. Einkauf. Als Dienstleister sowie Betreiber und Anbieter von Telekommunikations (TK)- und IT-Produkten arbeiten wir mit unterschiedlichen Lieferanten für technische Komponenten zusammen. Zu diesen Komponenten zählen u. a. Soft- und Hardware, Übertragungstechnik, Vermittlungs- und Linientechnik sowie Endgeräte. Lieferrisiken lassen sich nicht grundsätzlich ausschließen. So können Lieferengpässe, Preiserhöhungen, veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen oder Produktstrategien der Lieferanten negative Folgen auf unsere Geschäftsprozesse und unser Ergebnis haben. Risiken können sich aus Abhängigkeiten von einzelnen Zulieferern bzw. dem Ausfall von einzelnen Lieferanten als direkte Folge der Wirtschaftskrise ergeben. Diesen Risiken begegnen wir mit organisatorischen, vertraglichen und einkaufsstrategischen Maßnahmen. So haben wir u. a. ein kennzahlengestütztes Lieferantenbewertungssystem eingeführt, das auch Kennzahlen mit einer Prognosegüte beinhaltet. Auf diese Weise können wir Lieferantenrisiken frühzeitig erkennen und rechtzeitig Maßnahmen zur Risikoreduzierung einleiten. Rechtsrisiken. Wesentliche laufende Rechtsverfahren. Die Deutsche Telekom ist Partei in mehreren gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren mit Behörden, Wettbewerbern sowie anderen Beteiligten. Von besonderer Bedeutung sind aus Sicht der Deutschen Telekom die nachfolgend aufgeführten Verfahren. T 038 Wesentliche laufende Rechtsverfahren. scroll Schiedsverfahren Toll Collect Prospekthaftungsverfahren Eutelsat-Schiedsverfahren Schadensersatzklagen für die Überlassung von Teilnehmerdaten Schadensersatzklagen Preis-Kosten-Schere Klagen wegen Entgelten für Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen Rechtsstreitigkeiten wegen Entscheidungen der Bundesnetzagentur Entgelte für die Überlassung von Teilnehmer-Anschlussleitungen Vergabe von Frequenzen (Versteigerung von LTE-Frequenzen, GSM-Frequenzverlängerung) Aktionärsklage Patentrisiken Patentstreitigkeiten Mobilfunk Schadensersatzklage gegen Slovak Telekom Schadensersatzklage gegen OTE MetroPCS Sonderzahlung Beamte Abgesenkte Besoldungstabellen ― Schiedsverfahren Toll Collect. Hauptgesellschafter des Konsortiums Toll Collect sind die Daimler Financial Services AG und die Deutsche Telekom. Im Schiedsverfahren zwischen diesen Hauptgesellschaftern sowie der Konsortialgesellschaft Toll Collect GbR einerseits und der Bundesrepublik Deutschland andererseits über Streitigkeiten in Zusammenhang mit dem Mauterhebungssystem erhielt die Deutsche Telekom am 2. August 2005 die Klageschrift der Bundesrepublik Deutschland. Darin machte der Bund einen Anspruch auf entgangene Mauteinnahmen in Höhe von ca. 3,51 Mrd. € zuzüglich Zinsen wegen Verspätung der Aufnahme des Wirkbetriebs geltend. Die Summe der geforderten Vertragsstrafen beträgt 1,65 Mrd. € zuzüglich Zinsen; diese Forderungen beruhen auf angeblichen Verletzungen des Betreibervertrags: behauptete fehlende Zustimmung zu Unterauftragnehmerverträgen, behauptete verspätete Bereitstellung von "On-Board-Units" und Kontrolleinrichtungen. Der Bund hat mit Schriftsatz vom 16. Mai 2008 seine Klageforderung in Bezug auf den Mautausfallschaden neu berechnet und um 169 Mio. € nach unten korrigiert. Die neue Klageforderung beträgt nunmehr ca. 3,33 Mrd. € zuzüglich Zinsen. Die Summe aller Hauptforderungen des Bundes - einschließlich der Vertragsstrafenforderungen - beträgt damit ca. 4,98 Mrd. € zuzüglich Zinsen. Nach Rücktritt des Vorsitzenden des Schiedsgerichts zum 31. März 2012 wurde Ende Oktober 2012 Dr. Wolfgang Nitsche infolge eines verwaltungsgerichtlichen Verfahrens als Nachfolger bestellt. Das Verfahren wird daher demnächst fortgesetzt. ― Prospekthaftungsverfahren. Hierbei handelt es sich um ca. 2 600 laufende Klagen von ca. 16 000 angeblichen Käufern von T-Aktien, die auf der Grundlage der Prospekte vom 28. Mai 1999 (zweiter Börsengang, DT2) und vom 26. Mai 2000 (dritter Börsengang, DT3) verkauft wurden. Die Kläger behaupten, dass einzelne Angaben in diesen Prospekten unrichtig oder unvollständig seien. Der Streitwert beläuft sich auf insgesamt ca. 80 Mio. €. Die Klagen richten sich zum Teil auch gegen die KfW und/oder die Bundesrepublik Deutschland sowie teilweise auch gegen emissionsbegleitende Banken. Das Landgericht Frankfurt am Main hat jeweils Vorlagebeschlüsse nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) zum Oberlandesgericht Frankfurt am Main erlassen und die Ausgangsverfahren ausgesetzt. Am 16. Mai 2012 hat der Senat des Oberlandesgerichts Frankfurt im Musterverfahren zum dritten Börsengang (DT3) festgestellt, dass es keinen Fehler im Prospekt zum dritten Börsengang der Deutschen Telekom AG gab und die Deutsche Telekom AG nicht haftet. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig. Gegen die Entscheidung wurde von der Musterklägerseite - Musterkläger und Beigeladene - Rechtsbeschwerde zum Bundesgerichtshof eingelegt. ― Eutelsat-Schiedsverfahren. Im Rahmen eines Schiedsverfahrens, das die Eutelsat S.A. gegen die Deutsche Telekom AG seit 2011 führt, hat Eutelsat S.A. in einem vor der International Chamber of Commerce initiierten Schiedsverfahren insbesondere Klärung hinsichtlich eines Nutzungsrechts an einer bestimmten Orbitposition beantragt; dieses Nutzungsrecht stehe Eutelsat nach eigener Auffassung längerfristig zu. Weiterhin hat Eutelsat S.A. eine Klärung hinsichtlich der Laufzeit eines zwischen Deutsche Telekom AG und Eutelsat S.A. geschlossenen Vertrags zur Nutzung dieser Orbitposition durch einen Eutelsat-Satelliten beantragt. Ferner hat Eutelsat S.A. verschiedene Zahlungsforderungen geltend gemacht - abhängig von der Laufzeit des genannten Vertrags. Die Deutsche Telekom AG betreibt heute selbst kein Satellitengeschäft mehr; sie hat es bereits vor einigen Jahren auf die inzwischen nicht mehr mit ihr verbundene Media Broadcast GmbH übertragen. Die Parteien haben nach intensiven Vergleichsverhandlungen am 7. Februar 2013 einen Vergleich zur Beendigung des Verfahrens geschlossen. ― Schadensersatzklagen für die Überlassung von Teilnehmerdaten. 2005 wurde der Deutschen Telekom AG eine Schadensersatzklage der telegate AG in Höhe von ca. 86 Mio. € zuzüglich Zinsen zugestellt. Die telegate AG begründet ihre Klage mit angeblich überhöhten Preisen der Deutschen Telekom AG für die Überlassung von Teilnehmerdaten zwischen 1997 und 1999. Damit hätten der telegate AG ausreichende Mittel für Marketing-Maßnahmen nicht zur Verfügung gestanden, sodass der geplante Marktanteil nicht erreicht werden konnte. Ebenfalls 2005 wurde der Deutschen Telekom AG eine Schadensersatzklage von Dr. Harisch in Höhe von ca. 329 Mio. € zuzüglich Zinsen zugestellt. Dr. Harisch begründet seine Klage damit, dass wegen der angeblich überhöhten Preise für die Überlassung von Teilnehmerdaten zwischen 1997 und 1999 mehrfach der Eigenkapitalanteil der telegate AG signifikant abgesunken sei, sodass Kapitalerhöhungsmaßnahmen erforderlich gewesen seien. Hierzu hätten Dr. Harisch und ein weiterer Gesellschafter Anteile aus ihrem Aktienbestand abgeben müssen; dadurch sei ihr verbliebener Aktienbestand verwässert worden. Der Kläger macht zwischenzeitlich eine weiter erhöhte Forderung von ca. 612 Mio. € zuzüglich Zinsen geltend. Beide Klagen sind in erster Instanz vor dem Landgericht Köln anhängig. Eine weitere Klage mit einem Streitwert von ca. 14 Mio. € zuzüglich Zinsen wurde 2006 von der klickTel AG, die heute zur telegate AG gehört, mit der Begründung erhoben, der Firma sei erheblicher Gewinn entgangen, weil sie ohne die angeblich überhöhten Preise schon 1999 Online-Verzeichnisse an den Markt gebracht hätte. Mit Urteil vom 27. November 2012 hat das Landgericht Köln diese Klage abgewiesen. ― Schadensersatzklagen Preis-Kosten-Schere. Verschiedene Wettbewerbsunternehmen hatten Schadensersatzansprüche wegen einer Preis-Kosten-Schere zwischen Vorleistungspreisen und Endkundenpreisen im Ortsnetz gegenüber der Deutschen Telekom AG bzw. der Telekom Deutschland GmbH geltend gemacht, nachdem im Jahr 2003 im Rahmen einer Bußgeldentscheidung eine Preis-Kosten-Schere von der EU-Kommission festgestellt worden war. Im April 2012 haben mit QSC und DOKOM zwei weitere Wettbewerber entsprechende Forderungen in Höhe von 7 Mio. € bzw. 4,5 Mio. €, jeweils zuzüglich Zinsen, geltend gemacht. Die Klage von QSC wurde nach Vergleich zurückgenommen; die Klage von DOKOM ist noch in erster Instanz anhängig. Die Klagen von Versatel (ca. 70 Mio. € zuzüglich Zinsen) und M-Net (ca. 27 Mio. € zuzüglich Zinsen) wurden durch Urteil vom 9. November 2012 erstinstanzlich vom Landgericht Köln abgewiesen. Versatel hat gegen das klageabweisende Urteil Berufung eingelegt. Das Urteil gegen M-Net ist zwischenzeitlich rechtskräftig, nachdem M-Net infolge eines Vergleichs darauf verzichtet hat, Berufung gegen die Entscheidung einzulegen. Das Landgericht Köln hat den Klagen von NetCologne (ca. 73 Mio. € zuzüglich Zinsen) und EWE Tel (ca. 82 Mio. € zuzüglich Zinsen) mit Urteil vom 17. Januar 2013 dem Grunde nach stattgegeben, jedoch einen Teil der Ansprüche als verjährt zurückgewiesen. Im Laufe des Jahres 2012 wurden die Klagen von Hansenet (Klageforderung ca. 126 Mio. € zuzüglich Zinsen) und Vodafone (Klageforderung ca. 223 Mio. € zuzüglich Zinsen) ebenfalls infolge jeweils individuell abgeschlossener Vergleichsvereinbarungen zurückgenommen. ― Klagen wegen Entgelten für Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen. Mit am 14. Juni 2012 zugestellter Klage fordert die Kabel Deutschland Vertrieb und Service GmbH (KDG) von der Telekom Deutschland GmbH zweierlei: einerseits die Reduzierung des jährlichen Entgelts für die Nutzungsrechte an Kabelkanalkapazitäten für die Zukunft, andererseits die teilweise Rückzahlung von in diesem Zusammenhang seit 2004 geleisteter Zahlungen, die die KDG mit ca. 273 Mio. € zuzüglich Zinsen beziffert. Am 23. Januar 2013 wurde der Telekom Deutschland GmbH zudem eine Klage zugestellt, mit welcher Unitymedia Hessen GmbH & Co. KG, Unitymedia NRW GmbH und Kabel BW GmbH fordern, dass die Telekom Deutschland GmbH es unterlässt, mehr als ein jeweils genau beziffertes Entgelt für die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen von den Klägern zu fordern. Daneben fordert Unitymedia Hessen GmbH & Co. KG die Zahlung von ca. 36,5 Mio. € zuzüglich Zinsen, Unitymedia NRW GmbH 90,8 Mio. € zuzüglich Zinsen und Kabel BW GmbH 61,5 Mio. € zuzüglich Zinsen für seit 2009 angeblich zu viel gezahlter Entgelte für die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen. Die finanziellen Auswirkungen beider Verfahren können derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden. ― Rechtsstreitigkeiten wegen Entscheidungen der Bundesnetzagentur. Wettbewerbsunternehmen beantragten in vielen Fällen die Aufhebung von Entscheidungen der Bundesnetzagentur (BNetzA), die auch zugunsten der Deutschen Telekom oder Telekom Deutschland GmbH ergangen sind. Sollten diese Anträge Erfolg haben, bedarf es in der Regel einer erneuten Entscheidung durch die BNetzA. Von besonderer Bedeutung sind aus Sicht der Deutschen Telekom die nachfolgend aufgeführten Verfahren: ― Entgelte für die Überlassung von Teilnehmer-Anschlussleitungen. Mit Ausnahme der Genehmigung der Einmalentgelte aus dem Jahr 1999 sind die Genehmigungen der Entgelte für die Überlassung der Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL) nicht bestandskräftig, weil Wettbewerbsunternehmen die Aufhebung durch die zuständigen Gerichte beantragt haben. Einzelne Genehmigungen wurden rechtskräftig aufgehoben, sodass die BNetzA über die Entgelte neu entscheiden muss. Konkret waren dies bislang die Entgeltgenehmigungen für die TAL-Überlassung aus den Jahren 1999, 2001 und 2003 und für die TAL-Einmalentgelte aus den Jahren 2001, 2002 und 2003. Im Jahr 2012 wurden die Entgeltgenehmigungen für die TAL-Überlassung aus dem Jahr 2005 und für die Einmalentgelte aus den Jahren 2004 und 2005 aufgehoben. Die Neubescheidungen der TAL-Einmalentgelte aus den Jahren 2001 und 2002, die nur gegenüber den ehemaligen Klägerinnen erfolgten, wurden erneut von einzelnen Wettbewerbern beklagt. Mit Urteil vom 21. Dezember 2012 wurde die Neubescheidung der TAL-Einmalentgelte aus dem Jahr 2002 hinsichtlich der Kündigungsentgelte aufgehoben, die Klage im Übrigen jedoch abgewiesen. ― Vergabe von Frequenzen. Gegen die Entscheidungen der BNetzA über die Vergabe bestimmter Frequenzen an einzelne Mobilfunk-Unternehmen, darunter die Telekom Deutschland GmbH, sind verschiedene Klagen anhängig. ― Versteigerung von LTE-Frequenzen. Im April/Mai 2010 hat die BNetzA zusätzliche Frequenzen in den Bereichen 800 MHz, 1,8 GHz, 2,0 GHz und 2,6 GHz unter Teilnahme der vier Mobilfunknetz-Betreiber in Deutschland versteigert. Rechtliche Grundlage dieser Frequenzversteigerung im April/Mai 2010 war eine Allgemeinverfügung der BNetzA vom 12. Oktober 2009 (sog. "Präsidentenkammerentscheidung"). Gegen diese Allgemeinverfügung haben einige Mobilfunk-Unternehmen sowie Kabelnetz- und Rundfunk-Betreiber Anfechtungsklage beim Verwaltungsgericht Köln erhoben. Die Telekom Deutschland GmbH selbst hat keine Klage erhoben und ist an den Verfahren nicht beteiligt. Die Klagen der Kabelnetz- und Rundfunk-Betreiber sind rechtskräftig abgewiesen. Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hatte festgestellt, dass die Kläger durch die streitgegenständliche BNetzA-Entscheidung nicht in ihren Rechten verletzt seien. Erst die spätere Frequenzzuteilung an die Mobilfunk-Betreiber könne zu einer Rechtsverletzung führen. Alle Kläger haben auch jeweils Widerspruch gegen die Frequenzzuteilungen an die Telekom Deutschland GmbH erhoben, über die noch nicht entschieden ist. In Klagen von Mobilfunk-Betreibern hat das BVerwG die Verfahren wegen unzureichender Sachverhaltsaufklärung zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das Verwaltungsgericht zurückverwiesen. Eine rechtskräftige Entscheidung liegt noch nicht vor. ― GSM-Frequenzverlängerung. Mit Verwaltungsakt vom 31. Juli 2009 verlängerte die BNetzA die Laufzeit der GSM-Frequenzen, die ursprünglich bis zum 31. Dezember 2009 befristet zugeteilt waren, gegenüber der T-Mobile Deutschland GmbH - heute Telekom Deutschland GmbH - bis zum 31. Dezember 2016. Gegen diese Frequenzverlängerung hatten die Unternehmen E-Plus, Telefónica und Airdata Widerspruch bei der BNetzA eingelegt. Telefónica nahm den Widerspruch zurück; das Widerspruchsverfahren von E-Plus ist ausgesetzt. Den Widerspruch der Airdata hat die BNetzA zurückgewiesen. Hiergegen hat Airdata eine Klage erhoben, die noch beim Verwaltungsgericht Köln anhängig ist. ― Aktionärsklage. Unter Bezugnahme auf die beiden zuvorgenannten Verfahren betreffend der Vergabe von Frequenzen hat eine Aktionärin im Jahr 2011 Nichtigkeits- und Anfechtungsklage vor dem Landgericht Köln gegen die Deutsche Telekom AG erhoben: Sie begehrt die Feststellung der Nichtigkeit von den auf der Hauptversammlung der Deutschen Telekom AG vom 12. Mai 2011 gefassten Beschlüssen über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom AG für das Geschäftsjahr 2010 (TOP 3 und 5) sowie die Feststellung der Nichtigkeit des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr 2010. Das Gericht hat mit Urteil vom 6. Januar 2012 die Klage in erster Instanz abgewiesen, die Berufung gegen dieses Urteil hat das Oberlandesgericht Köln mit Beschluss vom 11. September 2012 zurückgewiesen und die Revision nicht zugelassen. Hiergegen hat die Aktionärin Nichtzulassungsbeschwerde zum Bundesgerichtshof eingelegt. ― Patentrisiken. Wie viele andere große Telekommunikations- und Internet-Anbieter sieht sich auch die Deutsche Telekom einer wachsenden Zahl von IPR-Streitfällen ausgesetzt (IPR: Intellectual Property Rights; Recht am geistigen Eigentum). Für die Deutsche Telekom besteht das Risiko der Zahlung von Lizenzgebühren und/oder Schadensersatz. In einigen Fällen droht auch die Verurteilung zur Unterlassung. Von besonderer Bedeutung sind aus Sicht der Deutschen Telekom die nachfolgend aufgeführten Verfahren: ― Patentstreitigkeiten Mobilfunk. Wegen vermeintlicher Verletzung von angeblich standard-essenziellen Patenten im Bereich Mobilfunk verklagte der Patentverwerter IPCom GmbH & Co. KG die Deutsche Telekom AG sowie einzelne Mitglieder des Vorstands der Deutschen Telekom und die Telekom Deutschland GmbH. IPCom begehrt neben der Zahlung von Schadensersatz auch die Unterlassung der Verwendung von Patenten im Rahmen wichtiger Dienste im Mobilfunk-Bereich, was zu deren Abschaltung führen könnte. Derzeit sind sieben Verletzungsverfahren aus fünf verschiedenen Patenten anhängig. Stattgegeben hat das Landgericht Düsseldorf am 24. April 2012 der Klage der IPCom GmbH & Co. KG gegen die Telekom Deutschland GmbH wegen Patentverletzung aufgrund des Vertriebs von UMTS-fähigen Endgeräten von HTC und Nokia. Am 25. April 2012 hat aber das Europäische Patentamt in München das betreffende Patent vollumfänglich widerrufen. Beide Entscheidungen sind nicht rechtskräftig. Wir haben Berufung gegen das Urteil des Landgerichts Düsseldorf eingelegt und gehen davon aus, dass dieses Urteil nicht vollstreckt wird. IPCom hat gegen die Entscheidung des Europäischen Patentamts Beschwerde eingelegt, über die am 7. März 2013 mündlich verhandelt wird. In einem weiteren Prozess, der ein Patent betreffend eines Verfahrens zur Sprachcodierung betrifft, konnte am 18. Juli 2012 eine Einigung mit IPCom erzielt werden: IPCom hat auf alle Ansprüche aus diesem Patent gegenüber dem Konzern Deutsche Telekom verzichtet und die Patentverletzungsklage zurückgenommen. Im Gegenzug hat die Deutsche Telekom ihre Nichtigkeitsklage gegen das Patent zurückgenommen. Darüber hinaus sind unverändert weitere Rechtsstreitigkeiten mit IPCom anhängig. Der Gesamtbetrag der finanziellen Auswirkungen aus den Verfahren kann derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden. Mehrere Nichtigkeitsklagen und Einspruchsverfahren zur Überprüfung des Rechtsbestands der Patente, deren Verletzung IPCom behauptet, laufen parallel zu den Verletzungsverfahren. ― Schadensersatzklage gegen Slovak Telekom. Im Jahr 1999 wurde Klage gegen Slovak Telekom mit dem Vorwurf eingereicht, dass der Rechtsvorgänger der Slovak Telekom die Sendung eines internationalen Radioprogramms entgegen der vertraglichen Grundlage abgeschaltet habe. Der Kläger forderte ursprünglich ca. 100 Mio. € zuzüglich Zinsen als Schadensersatz und entgangenen Gewinn. Das Landgericht in Bratislava gab der Klage mit Urteil vom 9. November 2011 teilweise statt und verurteilte Slovak Telekom zur Zahlung von rund 32 Mio. € zuzüglich Zinsen. Die Slovak Telekom hat am 27. Dezember 2011 gegen das Urteil Berufung zum Supreme Court eingelegt. Für den Fall einer rechtskräftigen gerichtlichen Entscheidung zum Nachteil der Slovak Telekom kann die Deutsche Telekom AG für einen Teil der eingeforderten Summe Rückgriffsansprüche gegen Dritte geltend machen. ― Schadensersatzklage gegen OTE. Lannet Communications S.A. hat im Mai 2009 Klage eingereicht und fordert Schadensersatz in Höhe von 176 Mio. € aufgrund einer angeblich rechtswidrigen Kündigung von Leistungen seitens der OTE - hauptsächlich Zusammenschaltungsleistungen, Entbündelung von TAL und Vermietung von Standleitungen. Der von dem zuständigen Gericht anberaumte Termin zur mündlichen Verhandlung wurde vom 17. Februar 2011 auf den 30. Mai 2013 verlegt. ― MetroPCS. Im Rahmen des vereinbarten Zusammenschlusses der T-Mobile USA mit MetroPCS Communications, Inc., hat die Deutsche Telekom AG im Oktober 2012 und nachfolgend Kenntnis von mehreren in den USA eingereichten Sammelklagen ("Class Actions") erhalten, die sich gegen den Zusammenschluss von MetroPCS und T-Mobile USA richten. Neben zwei im US-Bundesstaat Texas anhängigen Klageverfahren existiert ein weiteres Verfahren im Bundesstaat Delaware, in dem vier Klagen zusammengefasst wurden. Alle Verfahren richten sich auch gegen die Deutsche Telekom AG und T-Mobile USA. Derartige Klagen sind im Zusammenhang mit Unternehmensfusionen in den USA üblich und es ist derzeit nicht davon auszugehen, dass die Fusion hierdurch unterbunden wird. ― Sonderzahlung Beamte. Im November 2004 hat die Bundesrepublik Deutschland das Erste Gesetz zur Änderung des Postpersonalrechtsgesetzes verabschiedet; dies beseitigte die Notwendigkeit für die Deutsche Telekom und für die anderen Post-Nachfolgeunternehmen, den beschäftigten Beamten eine jährliche Sonderzahlung nach dem Bundessonderzahlungsgesetz zu zahlen. Verschiedene Instanzgerichte sahen hier keine Unvereinbarkeit mit dem Verfassungsrecht. Im Dezember 2008 hat das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) entschieden, die streitgegenständlichen Normen dem Bundesverfassungsgericht (BVerfG) zur Normenkontrolle gemäß Artikel 100 Grundgesetz vorzulegen. Mit Beschluss vom 17. Januar 2012 hat das BVerfG entschieden, dass die Streichung der Sonderzahlung für Beamte der Deutschen Telekom mit dem Grundgesetz (GG) vereinbar ist: Die Maßnahme verstößt nicht gegen den in Artikel 3 Abs. 1 GG in Verbindung mit Artikel 33 Abs. 5 GG verankerten Grundsatz der gleichen Besoldung. Unter Berücksichtigung der Entscheidung des BVerfG hat nun das BVerwG zu entscheiden - in den ihm vorliegenden Rechtsstreiten über die Klagen auf Zahlung des Unterschiedsbetrags zwischen der Zahlung nach dem Bundessonderzahlungsgesetz und der geringeren Zahlung nach der Deutschen Telekom Sonderzahlungsverordnung. ― Abgesenkte Besoldungstabellen. Mit Inkrafttreten des Dienstrechtsneuordnungsgesetzes am 11. Februar 2009 hat der Gesetzgeber die Beträge der bisher jährlichen Sonderzahlung nach dem Bundessonderzahlungsgesetz für alle Bundesbeamtinnen und Bundesbeamten in das monatliche Grundgehalt integriert. Dies gilt nach § 78 Bundesbesoldungsgesetz (BBesG) nicht für die bei den Post-Nachfolgeunternehmen beschäftigten Beamtinnen und Beamten. Gegen die um den Anteil der Sonderzahlung abgesenkten Besoldungstabellen legten einige Beamte ebenfalls Rechtsmittel ein. Das Verwaltungsgericht Stuttgart hatte in zwei Klageverfahren mit Beschluss vom 15. Dezember 2009 die Frage der Verfassungsmäßigkeit des § 78 BBesG dem BVerfG zur Entscheidung vorgelegt. Das BVerfG regte beim Verwaltungsgericht Stuttgart unter Hinweis auf die ergangene Entscheidung zur Streichung der Sonderzahlung die Rücknahme der Vorlage an, woraufhin das Verwaltungsgericht Stuttgart die Vorlage vor dem BVerfG mittlerweile zurückgenommen hat. In einigen Fällen haben Kläger ihre Klage zurückgenommen, andere wurden klageabweisend entschieden. Wir halten eine Inanspruchnahme in den noch anhängigen Klageverfahren für unwahrscheinlich. Die Deutsche Telekom beabsichtigt im Übrigen, sich in jedem dieser Gerichts-, Güte- und Schiedsverfahren entschieden zu verteidigen bzw. ihre Ansprüche zu verfolgen. Abgeschlossene Verfahren: ― Eventualforderungen - Schadensersatzklage/Erstattungsbegehren gegen Bundesrepublik Deutschland und KfW. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs zugunsten der Deutschen Telekom aus dem Jahr 2011 hat die bundeseigene KfW Bankengruppe (KfW) die Kosten und zugehörigen Zinsen erstattet, die der Deutschen Telekom durch einen Vergleich im Rahmen einer Sammelklage von Aktionären in den USA entstanden waren. Auf Basis einer im März 2012 geschlossenen vertraglichen Vereinbarung erhielt die Deutsche Telekom Anfang April 2012 den gesamten geforderten Betrag - einschließlich zwischenzeitlich aufgelaufener Zinsen - in Höhe von ca. 96 Mio. €. Darüber hinaus erreichte sie die Zahlung eines Betrags in Höhe von 20 Mio. € an die D&O-Versicherer (Directors and Officers-Versicherer), von denen die Deutsche Telekom bereits im Vorgriff auf die KfW Zahlung eine Erstattung erhalten hatte. Damit ist der Rechtsstreit abgeschlossen. Zusätzlich hat die KfW der Deutschen Telekom aufgrund eines außergerichtlichen Vergleichs einen Betrag in Höhe von 32,3 Mio. €, davon rund 7,8 Mio. € Zinsen, erstattet. Damit übernahm sie, unter der Bedingung, dass kein wesentlicher Prospektfehler festgestellt wird, die Rechtsverteidigungskosten der Deutschen Telekom in den deutschen Prospekthaftungsverfahren, die den dritten Börsengang der Deutschen Telekom (DT3) betreffen. ― Verfahren der kroatischen Wettbewerbsbehörde gegen Hrvatski Telekom. Die kroatische Wettbewerbsbehörde AZTN hat am 24. Oktober 2012 das im September 2011 gegen Hrvatski Telekom (HT) und andere Mobilfunk-Anbieter eingeleitete Verfahren wegen angeblicher kartellrechtswidriger Absprachen im Zusammenhang mit der Einführung einer staatlichen Mobilfunk-Abgabe eingestellt. Nach Ablauf der gesetzlichen Wartefrist ist diese Entscheidung im Januar 2013 rechtskräftig geworden. Kartell- und Verbraucherschutzverfahren. Wie viele andere Unternehmen unterliegt auch unser Konzern den Vorschriften des Kartellrechts. In einzelnen Ländern sehen sich die Deutsche Telekom und ihre Beteiligungen unterschiedlichen kartellrechtlichen bzw. wettbewerbsrechtlichen Verfahren ausgesetzt. Die Deutsche Telekom hält die Vorwürfe jeweils für unbegründet. Im Folgenden beschreiben wir die wesentlichen Kartell- und Verbraucherschutzverfahren. Verfahren der Anti-Monopol-Kommission in Polen. Die polnische Anti-Monopol-Kommission UOKiK hat am 23. November 2011 eine im Jahr 2010 begonnene Untersuchung abgeschlossen. Sie wirft der Polska Telefonia Cyfrowa (PTC) und anderen polnischen Telekommunikationsunternehmen kartellrechtswidrige Preisabsprachen vor und hat gegenüber der PTC ein Bußgeld in Höhe von 34 Mio. PLN (etwa 8 Mio. €) verhängt. Die PTC hält diese Vorwürfe weiterhin für unbegründet und hat gegen die Entscheidung geklagt. Dadurch ist das Bußgeld derzeit noch nicht zahlbar. Das Gleiche gilt für ein weiteres Bußgeld in Höhe von 21 Mio. PLN (etwa 5 Mio. €), das die UOKiK wegen eines angeblichen verbraucherschutzrechtlichen Verstoßes am 2. Januar 2012 gegen die PTC verhängt hatte. Verfahren der Europäischen Kommission gegen Slovak Telekom und Deutsche Telekom. Die Europäische Kommission hat am 8. Mai 2012 beschlossen, der Slovak Telekom und der Deutschen Telekom eine Mitteilung der Beschwerdepunkte zu übersenden. Sie legt darin ihre vorläufige Ansicht dar, dass die Slovak Telekom, eine 51 %-Beteiligung der Deutschen Telekom, auf dem slowakischen Breitband-Markt europäisches Kartellrecht verletzt habe. Hierfür beabsichtigt die Europäische Kommission auch die Deutsche Telekom als Konzernmutter verantwortlich zu machen. Die Europäische Kommission hatte das Verfahren gegen Slovak Telekom im April 2009 und jenes gegen die Deutsche Telekom im Dezember 2010 eröffnet. Wir sehen weiterhin keine Grundlage für eine Haftung der Deutschen Telekom für das angeblich kartellrechtswidrige Verhalten der Slovak Telekom. Weiterhin sind wir überzeugt, dass Slovak Telekom sich an die geltenden Gesetze hält. Der starke Wettbewerb und stetig fallende Preise auf dem slowakischen Breitband-Markt sprechen außerdem gegen eine Behinderung der Wettbewerber durch Slovak Telekom. Die Beschwerdepunkte stellen noch keine finale Entscheidung dar; sollte die Kommission aber im Laufe des weiteren Verfahrens an ihren Vorwürfen festhalten, kann sie ein Bußgeld gegen Slovak Telekom und die Deutsche Telekom verhängen. Die finanzielle Auswirkung des Verfahrens kann derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden. Durchsuchung bei T-Mobile Netherlands. Mit einer Durchsuchung am 6. Dezember 2011 hat die niederländische Kartellbehörde NMa ein Verfahren gegen T-Mobile Netherlands (TM NL) und andere niederländische Mobilfunk-Anbieter eröffnet. Gegen die Anbieter stehen Vorwürfe kartellrechtswidriger Abstimmungen bezüglich Tarifen und Vertriebswegen im Raum. Die TM NL hält die Vorwürfe für unbegründet, kooperiert aber mit der Behörde bei der Aufklärung der Vorwürfe. Finanzwirtschaftliche Risiken. G 52 Entwicklung Liquiditätsreserve, Fälligkeiten 2012/2011. (Mrd. €) Unsere finanzwirtschaftlichen Risiken resultieren im Wesentlichen aus Liquiditätsrisiken, Ausfallrisiken sowie Währungs- und Zinsrisiken. Aufgrund von operativen Erfordernissen und Transferbeschränkungen existieren risikobehaftete Geldanlagen von Tochtergesellschaften, insbesondere bei Finanzinstituten in Süd- und Osteuropa. Diese Risiken überwachen und steuern wir durch regelmäßige Analysen und Bewertungen der Anlagerisiken. Damit wir die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns und der Deutschen Telekom AG jederzeit sicherstellen können, halten wir eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vor. Hauptsächlich genutzte Instrumente der mittel- bis langfristigen Finanzierung sind Anleihen und Medium Term Notes (MTN), jeweils in unterschiedlichen Währungen und Rechtsrahmen. Diese werden in der Regel über die Deutsche Telekom International Finance B.V. emittiert und als interne Kredite im Konzern weitergereicht. GRAFIK G 52 zeigt die Entwicklung unserer Liquiditätsreserve im Verhältnis zu den Fälligkeiten. Zum Ende des Jahres 2012, und auch in Quartalen zuvor, erfüllten wir eindeutig unsere Anforderungen an die Liquiditätsreserve, die Fälligkeiten der jeweiligen nächsten 24 Monate abzudecken. Zum 31. Dezember 2012 stellten uns 22 Banken Kreditlinien mit einem Gesamtvolumen von 13,2 Mrd. € zur Verfügung. In 2012 konnte eine neue Linie kontrahiert werden; eine Kreditlinie ist in 2012 hingegen ausgelaufen. Der Zugang zu den internationalen Fremdkapitalmärkten ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet. In 2012 emittierte die Deutsche Telekom eine Anleihe im Volumen von 2,0 Mrd. US-$ (ca. 1,5 Mrd. €) sowie mehrere MTN im Gegenwert von insgesamt rund 1,5 Mrd. €. Zum 31. Dezember 2012 bewertete die Rating-Agentur Moody's die Deutsche Telekom mit Baa1, Fitch und Standard & Poor's mit BBB+. Der Ausblick ist bei allen drei Agenturen stabil. Ein verschlechtertes Rating unter definierte Schwellenwerte hätte höhere Zinsen bei einem Teil der emittierten Anleihen und MTNs zur Folge. Werthaltigkeit des Vermögens der Deutschen Telekom. Der Wert des Vermögens der Deutschen Telekom AG und deren Tochterunternehmen wird regelmäßig überprüft. Flankierend zu den regelmäßigen jährlichen Bewertungen sind in bestimmten Fällen zusätzliche Werthaltigkeitstests durchzuführen: z. B. dann, wenn infolge von Änderungen im Wirtschafts-, Regulierungs-Geschäfts- oder Politikumfeld zu vermuten ist, dass sich der Wert von Goodwill, immateriellen Vermögenswerten oder Gegenständen des Sachanlagevermögens vermindert haben könnte. Ergebnis solcher Werthaltigkeitstests können entsprechende Wertminderungen sein, die aber nicht zu Auszahlungen führen. Unser Ergebnis kann hierdurch in erheblichem Umfang gemindert werden; dies könnte den Kurs der T-Aktie belasten. Eine ausführliche Darstellung finden Sie im Kapitel "Grundlagen und Methoden - Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten" im Konzern-Anhang. Aktienverkäufe des Bundes bzw. der KfW. Zum 31. Dezember 2012 hielt der Bund zusammen mit der KfW rund 32,0 % an der Deutschen Telekom AG. Es ist nicht auszuschließen, dass der Bund seine Privatisierungspolitik fortführt und sich von weiteren Beteiligungen kapitalmarktgerecht und unter Einbeziehung der KfW trennt - u. a. auch von Anteilen an der Deutschen Telekom AG. Die KfW hat am 16. Mai 2008 eine 5-jährige Umtauschanleihe auf Aktien der Deutschen Telekom AG begeben. Umtauschanleihen sind Schuldtitel, die der Gläubiger während einer vorher festgelegten Periode zu einem vorher festgelegten Wandlungspreis in Aktien einer anderen Gesellschaft umtauschen kann; im Fall der beschriebenen KfW Umtauschanleihe in Namensaktien der Deutschen Telekom AG. Bei Überschreitung des Wandlungspreises darf und bei Ausübung des Wandlungsrechts durch die Anleihegläubiger muss die KfW die ihr angedienten Anleihen in Aktien der Deutschen Telekom AG umtauschen. Bei Fälligkeit der Anleihen hat die KfW das Recht, die Anleihen mit Aktien der Deutschen Telekom zurückzuzahlen. Das Volumen der Anleihe beläuft sich auf 3,3 Mrd. €, der Wandlungspreis beträgt 14,9341 €. Für uns besteht das Risiko, dass die Veräußerung von Anteilen der Deutschen Telekom AG durch den Bund oder die KfW in größerem Umfang bzw. durch entsprechende Spekulationen am Markt den Kurs der T-Aktie kurzfristig negativ beeinflussen. Einschätzung des Managements zur Gesamtrisiko- und Chancensituation. Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken. Die Gesamtrisikosituation hat sich 2012 gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend verändert. Unsere wesentlichen Herausforderungen umfassen insbesondere die konjunkturellen sowie die regulatorischen Rahmenbedingungen, den intensiven Wettbewerb und den starken Preisverfall im Telekommunikationsgeschäft. Aus heutiger Sicht sieht das Management der Deutschen Telekom den Bestand des Unternehmens nicht gefährdet. Wir sind davon überzeugt, dass wir die sich bietenden Chancen und Herausforderungen auch in der Zukunft nutzen können, ohne dabei unvertretbar hohe Risiken eingehen zu müssen. DIE CHANCEN. Neben einem systematischen Management von Risiken gilt es, den Unternehmenserfolg langfristig durch ein ganzheitliches Chancen-Management zu sichern. Die Identifikation von Chancen und deren strategische und finanzielle Bewertung spielen in unserem jährlichen Planungsprozess eine wichtige Rolle. Unseren operativen Segmenten und der Digital Business Unit haben wir mehr Freiräume gegeben, um sie in die Lage zu versetzen, Chancen zu nutzen und neues operatives Geschäft zu generieren, die sich aus den unternehmerischen Rahmenbedingungen und aus unserem unternehmerischen Handeln ergeben. In unserem mittelfristigen Planungsprozess stehen Chancen im Fokus, die für den Konzern von strategischer Bedeutung sind. Hierbei sehen wir zwei Arten von Chancen: ― Chancen, die Ursachen haben, die von außen gegeben und damit nicht beeinflussbar sind, z. B. die Rücknahme einer Zusatzsteuer in Europa. ― Chancen, die von uns geschaffen werden, z. B. durch organisatorische Fokussierung auf verstärkte Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie Wachstumsfelder und -produkte, oder auch durch Unternehmensverbindungen und Kooperationen, durch die wir Synergien erwarten. Wir sehen, dass die Nachfrage nach Anwendungen, Diensten und sozialen Netzwerken stetig steigt. Damit wächst der Bedarf nach immer höheren Geschwindigkeiten auf den Datenautobahnen - sowohl zu Hause als auch unterwegs. Dies verlangt eine immer höhere bitratige Breitband-Versorgung sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunknetz. Auf unserem Kapitalmarkttag in Bonn Anfang Dezember 2012 haben wir unsere Wachstumspläne und Chancen vorgestellt. Wir wollen in erheblichem Umfang v. a. in moderne Breitbandnetze in Deutschland, in den USA und in Europa investieren, um uns klar von vielen anderen Unternehmen unserer Branche abzuheben. Im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie werden wir ab 2013 einen zusätzlichen LTE-Ausbau in Angriff nehmen. Wir werden mit hohen Investitionen in Fiber to the Curb (FTTC) unsere Position im Festnetz-Bereich ausbauen und stärken. Und wir werden mit Vectoring höhere Bandbreiten zum Kunden bringen können. Dabei werden sich unsere Rahmenbedingungen ändern: Die EU-Kommission kündigte die Neuausrichtung der Festnetz-Regulierung zur Förderung von Investitionen in Breitband-Zugangsnetze an. Für uns stellt dies eine Verbesserung gegenüber den seit Herbst 2011 diskutierten Ansätzen dar, die u. a. eine erhebliche Absenkung von Zugangspreisen eingeschlossen hatten. Stabile und vorhersehbare Rahmenbedingungen sowie Preisflexibilität sind Grundvoraussetzungen für langfristige Investitionen in moderne Breitbandnetze. Details finden Sie im Kapitel "Wirtschaftliches Umfeld". Der technologische Fortschritt ermöglicht, dass sich Technologien bzw. Produkte teilweise gegenseitig ersetzen. Dies kann sowohl im Sprach- als auch im Datenverkehr zu geringeren Preisen und Umsätzen führen. Doch besteht durch die Weiterentwicklung von Smartphones und v. a. von mobilen Datendiensten (wie etwa Mobile Payment, Connected Car oder Smart Metering) auch die Chance, neue Einnahmequellen im mobilen Internet zu erschließen. Durch konzernweit ausgerollte Regelwerke haben wir Datenschutz und Sicherheit fest in unserer Unternehmenskultur, unseren Produkten sowie als Handlungsmaxime unserer Mitarbeiter verankert. Auch im Jahr 2012 hat der Datenschutzbeirat, dessen Mitglieder führende Datenschutzexperten und Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und unabhängigen Organisationen sind, seine erfolgreiche Arbeit fortgesetzt. In seinen Sitzungen hat sich der Beirat u. a. mit Cloud Computing und den Intelligenten Netzen (Energie und Vernetztes Automobil) befasst. Nachfolgend geben wir einen Überblick über die wesentlichen Chancen, die sich aus den unternehmerischen Rahmenbedingungen und unserem Handeln in unseren operativen Segmenten ergeben. In Deutschland werden wir den LTE-Ausbau beschleunigen: Im Jahr 2016 sollen 85 % der Bevölkerung diese Mobilfunk-Technologie nutzen können. Im gleichen Zeitraum bauen wir das Glasfasernetz aus: Rund 65 % der Bevölkerung sollen dann im Rahmen der integrierten Netzstrategie Zugang dazu erhalten. Damit wird eine höhere Abdeckung als im Netz der Kabelanbieter ermöglicht. Durch Verwendung der neuen Vectoring-Technologie bei entsprechenden regulatorischen Rahmenbedingungen erhöht sich die Datenübertragungsrate an einem VDSL-Anschluss auf bis zu 100 MBit/s. Am 19. Dezember 2012 haben wir bei der BNetzA einen Antrag auf Änderung der Regulierungsverfügung zur Regulierung der Teilnehmer-Anschlussleitung eingereicht. Damit wollen wir die regulatorischen Rahmenbedingungen dahingehend ändern, dass wir durch den großflächigen Einsatz von Vectoring einen wesentlichen Beitrag dazu leisten können, die Breitband-Ziele der Bundesregierung zu erfüllen. Ähnliche Änderungen der Regulierungsverfügung hat es bereits in anderen europäischen Ländern gegeben. Weiterhin wollen wir Glasfaser und LTE in Zukunft in einer sog. "Hybrid-Box" miteinander verbinden: Dies ermöglicht Download-Geschwindigkeiten von bis zu 200 MBit/s und Upload-Geschwindigkeiten von bis zu 90 MBit/s. Ein weiteres bedeutendes Wachstumsfeld ist die 2012 eingeführte Deutschland-Mail (De-Mail). Sie übermittelt digitale Briefe über verschlüsselte Kommunikationskanäle rechtlich und technisch sicher. Der Markt für Kommunikation zwischen Maschinen (M2M) mit Anwendungsbereichen wie Vernetztes Automobil, Container Tracking, Fleet Management oder die Zählerablesung der lokalen Energieversorger eröffnet ebenfalls neue Wachstumspotenziale. In den USA steht neben den Chancen, die sich aus dem Zusammenschluss mit MetroPCS ergeben, v. a. die Netzwerk-Modernisierung im Fokus. Für den Ausbau des LTE-Netzes investieren wir allein rund 4 Mrd. US-$. Durch den vereinbarten Zusammenschluss mit MetroPCS kann T-Mobile USA seine Position für Mobilfunk-Frequenzen in wichtigen Ballungsgebieten wie z. B. New York deutlich verbessern. Wir werden ab 2014 LTE mit einer Bandbreite von mindestens 2x20 MHz in 90 % der Top 25-Märkte ausbauen. Darüber hinaus kann T-Mobile USA durch den Zusammenschluss mit MetroPCS die Position im stark wachsenden Prepaid-Segment festigen. Außerdem wird T-Mobile USA ab 2013 Produkte von Apple vertreiben, ein wichtiges Element, das bislang in unserer USA-Strategie fehlte. Im Segment Europa soll die stärkere Kooperation zwischen den Landesgesellschaften dazu beitragen, Skalenvorteile zu nutzen und Kostenvorteile durch Zentralisierung gemeinsamer Aufgaben zu erreichen. Außerdem werden wir uns verstärkt auf die Wachstumsmärkte Business to Business (B2B)/ICT, mobile Datenumsätze und TV konzentrieren. Der Weg zu höherer Bandbreite im Mobilfunk erfordert jedoch weitere Schritte: zum einen durch neue Mobilfunk-Frequenzen. So haben wir in einigen Ländern erfolgreich an Auktionen teilgenommen, um bisherige Lizenzen zu verlängern sowie zusätzliche Frequenzbänder zu erwerben. Zum anderen helfen uns Netzwerk-Kooperationen - in Polen, der Tschechischen Republik und in Österreich - dabei, die Netzabdeckung und die Kapazität zu erhöhen. Für T-Systems stellt die im Juli 2012 gestartete Bündelung der konzerninternen IT-Aktivitäten in Deutschland in der Telekom IT einen wesentlichen Meilenstein dar. Ziel der neuen Einheit ist es, die IT-Kosten des Konzerns bis 2015 dauerhaft um 1 Mrd. € zu reduzieren. Im externen Geschäft von T-Systems werden Cloud-basierte Lösungen noch mehr im Mittelpunkt stehen. Für diesen Markt erwarten Experten bis 2017 durchschnittliche jährliche Wachstumsraten von 17 %, deutlich mehr als im klassischen ICT-Geschäft, das um 2 % pro Jahr zulegen soll. Neben den Chancen in unseren operativen Segmenten sehen wir darüber hinaus Chancen bei dem Auf- und Ausbau von segmentübergreifenden Partnerschaften wie BUYIN, unserer gemeinsamen Einkaufskooperation mit France Télécom-Orange. Strategische Partnerschaften bieten auch dann Chancen, wenn es darum geht, weiteres Marktpotenzial zu erschließen, oder bei Innovationen und Produktentwicklungen. In nur wenigen Bereichen ist die Innovationsgeschwindigkeit so hoch wie in der IT und der Telekommunikation. Wer hier nicht nur Schritt halten, sondern auch neue Entwicklungen vorantreiben will, sollte eigene Ideen gezielt durch die externer Partner ergänzen. Denn oft lassen sich intelligente Ansätze klug kombinieren - und aus der Summe der Entwicklungen entsteht ein noch besseres Angebot für die Kunden. Darum setzen wir verstärkt auf Kooperationen: Partner auf Augenhöhe können dabei alle werden - sowohl der global aufgestellte Konzern als auch das kleine Start-up-Unternehmen oder der Existenzgründer. Bei den Partnerschaften präferieren wir v. a. drei Modelle: Kooperationen mit großen etablierten Partnern, finanzielle Beteiligung und Zusammenarbeit mit Start-ups. Eine Win-win-Situation: Wir integrieren so erfolgreich Neues von außen und unsere Kunden können an neuesten Entwicklungen und Ideen teilhaben; unsere Partner profitieren vom Zugang zu unseren Kommunikations- und Internet-Diensten sowie zu den Vertriebskanälen und der Vertriebskraft unseres Konzerns. RECHNUNGSLEGUNGS-BEZOGENES INTERNES KONTROLLSYSTEM. Das interne Kontrollsystem (IKS) der Deutschen Telekom AG ist in Anlehnung an das international anerkannte Rahmenwerk für interne Kontrollsysteme des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO Internal Control - Integrated Framework) aufgebaut. Der Prüfungsausschuss der Deutschen Telekom AG überwacht die Wirksamkeit des IKS - wie es § 107 Abs. 3 Satz 2 AktG fordert. Der Umfang und die Ausgestaltung des IKS liegen dabei im Ermessen und in der Verantwortung des Vorstands. Die interne Revision ist dafür zuständig, die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des IKS im Konzern und bei der Deutschen Telekom AG unabhängig zu prüfen. Um dies tun zu können, hat die interne Revision umfassende Informations-, Prüf- und Eintrittsrechte. Zusätzlich werden die für die Finanzberichterstattung relevanten Teile des IKS vom Abschlussprüfer im Rahmen eines risikoorientierten Prüfungsansatzes auf Wirksamkeit geprüft. Das rechnungslegungsbezogene IKS beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sicherzustellen. Es wird kontinuierlich weiterentwickelt und zielt auf Folgendes ab: Der Konzernabschluss der Deutschen Telekom soll nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt werden, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften. Zudem verfolgt das rechnungslegungsbezogene IKS auch das Ziel, dass der Jahresabschluss der Deutschen Telekom AG nach den handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt wird. Grundsätzlich gilt für jedes IKS, dass es, unabhängig davon, wie es konkret ausgestaltet ist, keine absolute Sicherheit gibt, ob es seine Ziele erreicht. Bezogen auf das rechnungslegungsbezogene IKS kann es somit nur eine relative, aber keine absolute Sicherheit geben, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden. Unser Bereich Group Accounting steuert die Prozesse zur Konzernrechnungslegung und Lageberichtserstellung. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden kontinuierlich analysiert, ob und wie weit sie relevant sind und wie sie sich auf die Rechnungslegung auswirken. Relevante Anforderungen werden z. B. in der Konzern-Bilanzierungsrichtlinie festgehalten, kommuniziert und sind zusammen mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender die Basis für den Abschlusserstellungsprozess. Darüber hinaus unterstützen ergänzende Verfahrensanweisungen, standardisierte Meldeformate, IT-Systeme sowie IT-unterstützte Reporting- und Konsolidierungsprozesse den Prozess der einheitlichen und ordnungsgemäßen Konzernrechnungslegung. Wenn nötig, setzen wir auch externe Dienstleister ein, z. B. für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Group Accounting stellt sicher, dass diese Anforderungen konzernweit einheitlich eingehalten werden. Die in den Rechnungslegungsprozess einbezogenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Die Deutsche Telekom AG und die Konzerngesellschaften sind dafür verantwortlich, dass sie die konzernweit gültigen Richtlinien und Verfahren einhalten. Die Konzerngesellschaften stellen den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme sicher; Group Accounting unterstützt und überwacht sie dabei. Die Durchführung der operativen Rechnungswesenprozesse wird mit weiter zunehmender Tendenz national und international durch Shared Service Center erbracht. Durch eine Harmonisierung der Prozesse steigt die Effizienz und Qualität der Prozesse und damit auch die Zuverlässigkeit des internen Kontrollsystems. Das IKS sichert dabei sowohl die interne Prozessqualität als auch die Schnittstelle zu den Kunden durch geeignete Kontrollen und durch einen internen Zertifizierungsprozess ab. Eingebettet in den Rechnungslegungsprozess sind unter Risikoaspekten definierte, interne Kontrollen. Das rechnungslegungsbezogene IKS umfasst sowohl präventive als auch aufdeckende Kontrollen; dazu gehören: ― IT-gestützte und manuelle Abstimmungen, ― die Funktionstrennung, ― das Vier-Augen-Prinzip, ― allgemeine IT-Kontrollen wie z. B. Zugriffsregelungen in IT-Systemen und ein Veränderungs-Management. Konzernweit haben wir ein standardisiertes Verfahren implementiert, um die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen IKS zu überwachen. Dieses Verfahren orientiert sich konsequent an den Risiken einer möglichen Fehlberichterstattung im Konzernabschluss: Zu Jahresbeginn werden unter Risikoaspekten Abschlusspositionen und Rechnungslegungsprozesse ausgewählt, die im Laufe des Jahres in der Regel durch Fremdprüfungen auf Wirksamkeit untersucht werden. Um die hohe Qualität dieses rechnungslegungsbezogenen IKS zu sichern, ist die interne Revision über alle Stufen des Verfahrens hinweg eng mit einbezogen. BESONDERE EREIGNISSE NACH SCHLUSS DES GESCHÄFTSJAHRES. Sky Kooperation. Anfang Januar 2013 schlossen wir mit Sky Deutschland eine Vereinbarung für einen umfangreichen Kooperationsvertrag. Zur Bundesliga Saison 2013/14 werden wir für unsere "Entertain" IPTV-Kunden zum ersten Mal die Programmpakete von Sky Deutschland einspeisen. Ab Mitte 2013 können "Entertain" Kunden aus der kompletten Bandbreite der Sky Pakete auswählen: Sky Welt, Sky Fußball Bundesliga, Sky Sport und Sky Film sowie dem umfangreichen Sky HD-Angebot. Die Vereinbarung läuft bis Mitte 2017. Emission Euro-Anleihe. Die Deutsche Telekom AG hat am 10. Januar 2013 eine Anleihe im Volumen von 2 Mrd. € über die niederländische Finanzierungstochter Deutsche Telekom International Finance B.V. begeben. Die Anleihe umfasst zwei Tranchen: eine 8-jährige Tranche mit einem Volumen von 1,25 Mrd. € und einem Kupon von 2,125 % sowie eine 15-jährige Tranche im Volumen von 750 Mio. € und einem Kupon von 3,25 %. Die Emission ist Teil der allgemeinen Unternehmensfinanzierung. Unsere Netto-Finanzverbindlichkeiten werden dadurch nicht erhöht. Die Anleihe wird ab dem Begebungstag in den langfristigen finanziellen Verpflichtungen ausgewiesen. Erweiterung des Vorruhestands für 2013 beschlossen. Unser Vorstand hat im Januar 2013 eine Erweiterung der Vorruhestandsregelungen für die Beamten für das Jahr 2013 beschlossen. Der Aufwand dafür wird im Jahr 2013 0,6 Mrd. € betragen. Aktienrückkauf im Januar 2013 im Zusammenhang mit dem Share Matching Plan. Die Deutsche Telekom AG hat das vom Vorstand am 18. Dezember 2012 beschlossene Aktienrückkaufprogramm am 16. Januar 2013 abgeschlossen. Im Zeitraum 2. bis 16. Januar 2013 wurden insgesamt 268 295 Aktien mit einem Gesamterwerbsvolumen von insgesamt 2,4 Mio. € im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms der Deutschen Telekom AG erworben (durchschnittlicher Kaufpreis pro Aktie: 8,92 €); damit wurde der Rückkauf eigener Aktien abgeschlossen. Als Folge daraus wurden eigene Anteile von 0,7 Mio. € offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt (rechnerischer Wert pro Aktie: 2,56 €) und die Gewinnrücklagen des Konzerns um rund 1,7 Mio. € verringert. Der Aktienrückkauf erfolgte im Rahmen des Vergütungssystems der Deutschen Telekom zur Bedienung des sog. "Share Matching Plans". Personalumbau Deutschland. Die Geschäftsführung der Telekom Deutschland GmbH hat im Januar 2013 beschlossen, in 2013 für Beschäftigte mit Steuerungs- und Querschnittsfunktionen im operativen Segment Deutschland ein spezielles bis 30. Juni 2013 befristetes Abfindungsprogramm anzubieten. Ebenso werden wir gerade auch in diesen Bereichen den Vorruhestand für Beamte anbieten. Dieser graduelle Abbau ermöglicht der Telekom Deutschland einen verantwortungsvollen und sozialverträglichen Personalumbau. Wir erwarten damit einen signifikanten Beitrag zur Reduktion unserer Personalkosten. TAL-Antrag. Die Deutsche Telekom hat am 22. Januar 2013 bei der Bundesnetzagentur für die Überlassung der Teilnehmer-Anschlussleitung (TAL) ein monatliches Entgelt in Höhe von 12,37 € beantragt. Erstmals soll der Genehmigungszeitraum drei Jahre betragen und eine Verlängerungsoption auf weitere drei Jahre umfassen (bis zum 31. Dezember 2019). Das derzeit gültige Entgelt (10,08 €) läuft am 30. Juni 2013 aus. OTE - Emission Anleihe. Die OTE S.A. hat am 30. Januar 2013 eine Anleihe im Volumen von 0,7 Mrd. € mit 5-jähriger Laufzeit und einem Kupon von 7,875 % über ihre englische Finanzierungstochter OTE PLC begeben. Die Emission ist Teil der allgemeinen Unternehmensfinanzierung. Unsere Netto-Finanzverbindlichkeiten werden dadurch nicht erhöht. Die Anleihe wird am Begebungstag in den langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Anleihe ist bei Investoren auf großes Interesse gestoßen und zeigt das Vertrauen der Märkte in die Strategie der OTE. Zudem ist die erfolgreiche Emission ein positives Signal für den Zugang griechischer Unternehmen zu den globalen Finanzmärkten. Verkauf von Hellas Sat. Am 7. Februar 2013 hat die zum operativen Segment Europa gehörende OTE einen Vertrag über den Verkauf der Anteile an der Hellas Sat für 0,2 Mrd. € abgeschlossen. Der Verkauf wird voraussichtlich in der ersten Hälfte 2013 abgeschlossen. Der Erlös aus dem Verkauf und die Auswirkung auf den Konzernüberschuss werden voraussichtlich nicht wesentlich sein. Erläuterungen zum Eutelsat-Schiedsverfahren, zu den Verfahren Schadensersatzklagen Preis-Kosten-Schere und Klagen wegen Entgelten für Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen sowie zum abgeschlossenen Verfahren der kroatischen Wettbewerbsbehörde gegen Hrvatski Telekom finden sich im Kapitel "Risiko- und Chancen-Management". SONSTIGE ANGABEN. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289a HGB. Die Erklärung ist auf der Internet-Seite der Deutschen Telekom (WWW.TELEKOM.COM) öffentlich zugänglich. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts. SCHLUSSERKLÄRUNG DES VORSTANDS ZUM BERICHT ÜBER BEZIEHUNGEN ZU VERBUNDENEN UNTERNEHMEN. Da die Bundesrepublik Deutschland als Anteilseigner der Deutschen Telekom AG mit ihrer Minderheitsbeteiligung aufgrund der durchschnittlichen Hauptversammlungspräsenz eine sichere Hauptversammlungsmehrheit repräsentiert, ist ein Abhängigkeitsverhältnis der Deutschen Telekom gegenüber der Bundesrepublik Deutschland nach § 17 Abs. 1 AktG begründet. Ein Beherrschungs- oder Gewinnabführungsvertrag der Deutschen Telekom mit der Bundesrepublik Deutschland besteht nicht. Der Vorstand der Deutschen Telekom AG hat daher gemäß § 312 AktG einen Abhängigkeitsbericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Der Vorstand hat am Ende des Berichts folgende Erklärung abgegeben: "Der Vorstand erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt bekannt waren, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Maßnahmen im Interesse oder auf Veranlassung des herrschenden Unternehmens oder der mit ihm verbundenen Unternehmen sind nicht getroffen und auch nicht unterlassen worden." RECHTLICHE KONZERNSTRUKTUR. Die Deutsche Telekom AG, Bonn, ist das Mutterunternehmen des Deutsche Telekom Konzerns. Ihre Aktien werden neben Frankfurt am Main auch an anderen deutschen Börsen gehandelt. Hinsichtlich der Angaben des Grundkapitals gemäß § 289 Abs. 4 Nr. 1 HGB wird auf ANGABE 15 "Eigenkapital" im Konzern-Anhang, verwiesen. Eigenkapital. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Eingeschränkt sind diese Stimmrechte jedoch bei den eigenen Anteilen (per 31. Dezember 2012: rund 2 Mio. Stück) und den sog. "Trust" (Treuhänder)-Aktien (per 31. Dezember 2012: rund 19 Mio. Stück). Die Trust-Aktien stehen im Zusammenhang mit dem Erwerb von VoiceStream und Powertel (jetzt T-Mobile USA) im Jahr 2001. Im Rahmen dieser Akquisitionen gab die Deutsche Telekom AG neue Aktien aus genehmigtem Kapital an Treuhänder aus, u. a. zugunsten von Inhabern von Optionsscheinen, Optionen und Umtauschrechten. Was die an Trusts ausgegebenen Aktien betrifft, verzichtet der jeweilige Treuhänder - solange der Trust besteht - auf Stimmrechte und Bezugsrechte sowie grundsätzlich auf Dividendenrechte. Die an die Trusts ausgegebenen Aktien können auf Weisung der Deutschen Telekom AG über die Börse verkauft werden, wenn die Berechtigten ihre Options-, Umtausch- bzw. Wandlungsrechte nicht ausüben oder diese erlöschen. Der Veräußerungserlös fließt der Deutschen Telekom AG zu. Rückkauf eigener Aktien. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 23. Mai 2017 Aktien der Gesellschaft mit einem auf diese entfallenden Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 1 106 257 715,20 € mit folgender Maßgabe zu erwerben: Auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, entfallen zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft. Ferner sind die Voraussetzungen des § 71 Abs. 2 Sätze 2 und 3 AktG zu beachten. Der Erwerb darf nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien erfolgen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Der Erwerb kann innerhalb des Ermächtigungszeitraums bis zur Erreichung des maximalen Erwerbsvolumens in Teiltranchen, verteilt auf verschiedene Erwerbszeitpunkte, erfolgen. Der Erwerb kann auch durch von der Deutschen Telekom AG im Sinn von § 17 AktG abhängige Konzernunternehmen oder durch Dritte für Rechnung der Deutschen Telekom AG oder für Rechnung von nach § 17 AktG abhängigen Konzernunternehmen der Deutschen Telekom AG durchgeführt werden. Der Erwerb erfolgt unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53a AktG) über die Börse. Er kann stattdessen auch mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kauf- oder Aktientauschangebots erfolgen, bei dem, vorbehaltlich eines zugelassenen Ausschlusses des Andienungsrechts, der Gleichbehandlungsgrundsatz ebenfalls zu wahren ist. Die Aktien sollen zu einem oder mehreren Zwecken, die in der unter Tagesordnungspunkt 7 der Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 beschlossenen Ermächtigung vorgesehen sind, verwendet werden können. Die Aktien sollen auch für Zwecke, bei denen ein Bezugsrechtsausschluss vorgesehen ist, verwendet werden können, aber auch über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre veräußert werden können oder eingezogen werden können. Die Aktien sollen auch dazu genutzt werden können, sie aufgrund einer entsprechenden Entscheidung des Aufsichtsrats zur Erfüllung von Rechten von Mitgliedern des Vorstands auf Übertragung von Aktien der Deutschen Telekom AG zu verwenden, die der Aufsichtsrat diesen im Rahmen der Regelung der Vorstandsvergütung eingeräumt hat. Der Vorstand ist gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 24. Mai 2012 ermächtigt, den Erwerb der eigenen Anteile auch unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten durchzuführen. Genehmigtes Kapital und bedingtes Kapital. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2009 ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 29. April 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 2 176 000 000 € durch Ausgabe von bis zu 850 000 000 auf den Namen lautende Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Diese Ermächtigung kann vollständig oder ein- oder mehrmals in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, um neue Aktien im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen, einschließlich der Erhöhung bestehenden Anteilsbesitzes, oder von anderen mit einem solchen Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehenden einlagefähigen Wirtschaftsgütern, einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft, auszugeben. Der Vorstand ist darüber hinaus ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2009/I). Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2009 darüber hinaus ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 29. April 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 38 400 000 € durch Ausgabe von bis zu 15 000 000 auf den Namen lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann vollständig oder ein- oder mehrmals in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Die neuen Aktien dürfen nur zur Gewährung von Aktien an Mitarbeiter der Deutschen Telekom AG und der nachgeordneten verbundenen Unternehmen ausgegeben werden (Belegschaftsaktien). Die neuen Aktien können dabei auch an ein Kreditinstitut oder ein anderes die Voraussetzungen des § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG erfüllendes Unternehmen ausgegeben werden, das die Aktien mit der Verpflichtung übernimmt, sie ausschließlich zur Gewährung von Belegschaftsaktien zu verwenden. Soweit gesetzlich zulässig, können die Belegschaftsaktien auch in der Weise ausgegeben werden, dass die auf sie zu leistende Einlage aus dem Teil des Jahresüberschusses gedeckt wird, den Vorstand und Aufsichtsrat nach § 58 Abs. 2 AktG in andere Gewinnrücklagen einstellen können. Die als Belegschaftsaktien auszugebenden Aktien können auch im Wege von Wertpapierdarlehen von einem Kreditinstitut oder einem anderen die Voraussetzungen des § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG erfüllenden Unternehmen beschafft und die neuen Aktien zur Rückführung dieser Wertpapierdarlehen verwendet werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2009/II). Das Grundkapital ist zum 31. Dezember 2012 um bis zu 31 813 089,28 € bedingt erhöht - eingeteilt in bis zu 12 426 988 neue auf den Namen lautende Stückaktien (Bedingtes Kapital II). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Erfüllung von Bezugsrechten auf Aktien aus Aktienoptionen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses für einen Aktienoptionsplan 2001 der Hauptversammlung vom 29. Mai 2001 in der Zeit bis zum 31. Dezember 2003 an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Führungskräfte der Ebenen unterhalb des Vorstands der Gesellschaft sowie an weitere Führungskräfte, Leiter und Spezialisten der Gesellschaft und an Vorstände, Mitglieder der Geschäftsführung und weitere Führungskräfte, Leiter und Spezialisten von nachgeordneten Konzernunternehmen im In- und Ausland begeben wurden. Sie wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Bezugsrechte von ihren Bezugsrechten Gebrauch machen. Das Grundkapital ist zum 31. Dezember 2012 um bis zu 1 100 000 000 € bedingt erhöht - eingeteilt in bis zu 429 687 500 auf den Namen lautende Stückaktien (Bedingtes Kapital 2010). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie a) die Inhaber bzw. Gläubiger von Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) mit Options- oder Wandlungsrechten, die von der Deutschen Telekom AG oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Mai 2010 bis zum 2. Mai 2015 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen, oder b) die aus von der Deutschen Telekom AG oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Mai 2010 bis zum 2. Mai 2015 ausgegebenen oder garantierten Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) Verpflichteten ihre Options- bzw. Wandlungspflicht erfüllen, und nicht andere Erfüllungsformen eingesetzt werden. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Options- oder Wandlungsrechten oder durch Erfüllung von Options- bzw. Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, § 5 Abs. 5 der Satzung entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des bedingten Kapitals und nach Ablauf sämtlicher Options- bzw. Wandlungsfristen zu ändern. Wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels (Change of Control). Die wesentlichen Vereinbarungen der Deutschen Telekom AG, die eine Klausel für den Fall einer Übernahme (Change of Control) der Deutschen Telekom AG enthalten, betreffen hauptsächlich bilaterale Kreditfazilitäten sowie mehrere Darlehensverträge. Im Übernahmefall haben die jeweiligen Kreditgeber das Recht, die Fazilität zu kündigen und ggf. fällig zu stellen bzw. die Rückzahlung der Darlehen zu verlangen. Dabei wird eine Übernahme angenommen, wenn ein Dritter die Kontrolle über die Deutsche Telekom AG erlangt; dies kann auch eine gemeinschaftlich handelnde Gruppe sein. Ferner haben die anderen Konsortialpartner von Toll Collect (Daimler Financial Services AG und Cofiroute S.A.) eine Call Option für den Fall, dass ein Wechsel in der Eigentümerstruktur der Deutschen Telekom AG dadurch eintritt, dass mehr als 50 % des Aktienkapitals oder der Stimmrechte von einem neuen Gesellschafter gehalten werden, die er zuvor nicht besaß, und die anderen Konsortialpartner diesem Wechsel nicht zugestimmt haben. Der griechische Staat kann alle Anteile der Deutschen Telekom AG an der griechischen Hellenic Telecommunications Organization S.A., Athen, Griechenland (OTE) von der Deutschen Telekom AG erwerben oder verlangen, dass sie an einen von ihm bekannten Dritten übertragen werden, wenn die Deutsche Telekom AG von einem Unternehmen übernommen werden sollte, das kein Telekommunikationsunternehmen aus der Europäischen Union oder den USA mit ähnlicher Größe und vergleichbarem Ansehen wie die Deutsche Telekom AG ist. Eine Übernahme in diesem Sinne liegt vor, wenn eine oder mehrere Personen - mit Ausnahme der Bundesrepublik Deutschland - direkt oder indirekt 35 % der Stimmrechte an der Deutschen Telekom AG erwerben. Bei der Gründung des Joint Ventures Everything Everywhere in Großbritannien haben die Deutsche Telekom AG und France Télécom S.A. im Joint Venture Agreement vereinbart, dass die France Télécom - für den Fall, dass die Deutsche Telekom unter den beherrschenden Einfluss eines Dritten gelangt - für die Dauer eines Jahres von sämtlichen den Gesellschaftern im Hinblick auf eine Übertragung ihrer Anteile auferlegten Restriktionen befreit ist. Eine Übertragung von Anteilen an Wettbewerber ist aber auch in diesem Fall untersagt. Im Rahmen der Gründung des Einkaufs-Joint Ventures BUYIN in Belgien haben die Deutsche Telekom AG und France Télécom S.A./Atlas Services Belgium S.A. (eine Tochter der France Télécom S.A.) im Master Agreement vereinbart, dass, falls die Deutsche Telekom oder France Télécom unter den beherrschenden Einfluss eines Dritten gelangt bzw. ein nicht vollständig zum France Télécom Konzern gehörender Dritter Anteile an Atlas Services Belgium S.A. erwirbt, der jeweils andere Vertragspartner (France Télécom und Atlas Services Belgium nur gemeinschaftlich) das Master Agreement mit sofortiger Wirkung kündigen kann. Konsolidierungskreisveränderungen. Im Konzernabschluss der Deutschen Telekom werden neben der Deutschen Telekom AG 68 inländische und 167 ausländische Tochterunternehmen vollkonsolidiert (31. Dezember 2011: 64 und 174). Zusätzlich werden zwölf assoziierte Unternehmen (31. Dezember 2011: 10) und acht Gemeinschaftsunternehmen (31. Dezember 2011: 7) nach der Equity-Methode einbezogen. Die wesentlichen Tochterunternehmen der Deutschen Telekom AG werden im Konzern-Anhang im Kapitel "Grundlagen und Methoden" unter "Wesentliche Tochterunternehmen" aufgeführt. Unternehmenszusammenschlüsse. Im Geschäftsjahr 2012 hat die Deutsche Telekom keine wesentlichen Unternehmenszusammenschlüsse getätigt. PROGNOSEN ZUR UMSATZ- UND ERGEBNISENTWICKLUNG.1 KONJUNKTURERWARTUNGEN. Die Stützungsprogramme der Europäischen Zentralbank (EZB) und der US-Notenbank (Fed) konnten Ende 2012 die Finanzmärkte deutlich beruhigen und zeigten auch erste positive Entwicklungen bei den Konjunkturvertrauens-Indizes. Jedoch gehen wir davon aus, dass die durch die Konsolidierungsmaßnahmen hervorgerufene Schwächephase in den wesentlichen Industrie- und Schwellenländern die Volkswirtschaften auch in den ersten Monaten des Jahres 2013 noch belasten wird. Sollte es zu keiner erneuten Verschärfung der Staatsschulden- und Bankenkrise kommen, kann sich die weltwirtschaftliche Expansion im Laufe des Jahres 2013 beschleunigen. Gestärkt wird dies v. a. durch ein Anziehen des Wachstums in den Schwellenländern. Auch die Volkswirtschaft im Euro-Raum könnte sich im Laufe des Jahres, v. a. gestützt durch die deutsche Wirtschaft, leicht erholen. Für unsere Kernmärkte fällt der konjunkturelle Ausblick weiter unterschiedlich aus: Für Deutschland wird nach den zwei starken Jahren 2010 und 2011 und einem moderaten Wachstum in 2012 im kommenden Jahr mit einem abgeschwächten Wachstum gerechnet. Das Ifo-Institut prognostiziert für Deutschland ein Wachstum des realen BIP von 0,7 %, das v. a. aus der positiven Entwicklung im zweiten Halbjahr 2013 resultieren wird. Andere Untersuchungen rechnen mit einem geringeren Wachstum von 0,3 bis 0,5 %. Die relativ starke Wettbewerbsposition Deutschlands dürfte jedoch auch in 2013 gesichert sein. Der Arbeitsmarkt sollte sich auch im Jahr 2013 stabil zeigen, gestützt u. a. durch den in der zweiten Jahreshälfte erwarteten wieder anziehenden Export. T 039 Prognose für die BIP-Entwicklung 2013. scroll 2013 gegenüber 2012 % Deutschland 0,7 USA 1,8 Griechenland (4,3) Polen 1,5 Ungarn 0,0 Tschechische Republik (0,2) Kroatien 0,3 Niederlande (0,4) Slowakei 1,7 Österreich 0,9 Großbritannien 1,0 Quelle: Oxford Economics, Stand Januar 2013. Für die USA wird in aktuellen Schätzungen für das Jahr 2013 von einer Wachstumsrate von bis zu 2 % ausgegangen, welche v. a. neben dem weiter steigenden Privatkonsum auch auf eine Erholung am Immobilienmarkt zurückzuführen ist. Es wird erwartet, dass die Arbeitslosenquote auch in 2013 geringfügig rückläufig ist und auf durchschnittlich 7,8 % fällt. Insgesamt verläuft der Beschäftigungsaufbau weiterhin jedoch langsamer als in früheren Erholungsphasen. Entscheidend für die weitere Entwicklung ist eine langfristige Einigung der Politik auf einen Konsolidierungskurs der Finanzpolitik. Eine sich abkühlende, aber weiterhin moderat wachsende wirtschaftliche Entwicklung in 2013 wird aktuell für unsere Kernmärkte Polen, Österreich und Slowakei erwartet. Die jährlichen Wachstumsraten werden hierbei zwischen 0,5 und 2,2 % erwartet. Eine stagnierende oder leicht rezessive und somit schwierige wirtschaftliche Entwicklung für 2013 wird für die Volkswirtschaften in den Niederlanden, der Tschechischen Republik und Ungarn erwartet. Für Griechenland ist auch in 2013 weiter mit einer Rezession zu rechnen. Aktuelle Prognosen erwarten im Durchschnitt ein Minus von 4,3 %. MARKTERWARTUNGEN. Für 2013 und 2014 gehen wir in Deutschland insgesamt weiterhin von einem Rückgang des Telekommunikationsmarkts bei gleichzeitig intensivem Wettbewerb aus, in dem verstärkt Kabelnetz-Betreiber mit den klassischen Anbietern der Branche konkurrieren. Für den Mobilfunk-Markt erwarten wir in 2013 einen leichten Rückgang, getrieben durch die Absenkung der Terminierungsentgelte. Kompensiert wird der regulierungsbedingte Umsatzrückgang v. a. durch die weiterhin steigende Nutzung der mobilen Datendienste. Insbesondere die stark zunehmende Verbreitung von Smartphones und Tablet-PCs wird auch in den kommenden Jahren die mobile Daten- und Internet-Nutzung und den Umsatz im Bereich "Mobile Data" begünstigen. Im Festnetz-Markt rechnen wir nur noch mit einer leichten Zunahme der Breitband-Anschlüsse. Die klassischen Sprachumsätze gehen nach wie vor zurück. In angrenzenden Marktsegmenten wie TV oder Diensten wie z. B. De-Mail und Cloud Services erwarten wir ein Wachstum. Bei kleineren und mittelgroßen Unternehmen steigt die Nachfrage nach Telekommunikationsprodukten voraussichtlich weiter, insbesondere in den Bereichen der mobilen Datenübertragung und des automatisierten Datenaustauschs zwischen Maschinen. Die europäischen Märkte (ohne Deutschland) sind geprägt von hartem Wettbewerb zwischen Marktteilnehmern aus der klassischen Telekommunikationsbranche und Kabelnetz-Anbietern. Auch im kommenden Jahr gehen wir davon aus, dass Entscheidungen von Regulierungsbehörden die Märkte weiter unter Druck setzen und den Umsatz v. a. bei der Sprachtelefonie negativ beeinflussen. So wird sich z. B. durch die Lizenzvergabe von Mobilfunk-Frequenzen in einigen Ländern unseres Segments die Anzahl an neuen Marktteilnehmern spürbar erhöhen. Auch erwarten wir harte Einschnitte bei den Terminierungsraten, die voraussichtlich alle Länder unseres Segments Europa treffen. Trotz alledem gehen wir davon aus, dass wir die Umsatzrückgänge in der klassischen Telefonie durch die Zuwächse in den Wachstumsfeldern, wie z. B. Breitband und TV, teilweise ausgleichen können. Insbesondere die stark zunehmende Verbreitung von Smartphones und Tablet-PCs erhöht die Nachfrage nach höheren Bandbreiten. Auch im Geschäftskundensegment/ICT und bei den Internet-Diensten erkennen wir deutliche Wachstumspotenziale. In einigen der süd- und osteuropäischen Märkte, in denen wir agieren, wird auch das kommende Jahr 2013 von der Wirtschaftskrise geprägt sein. So könnten Regierungen in einigen Ländern unseres Segments nach wie vor versucht sein, ihre Finanzsituation durch fiskalpolitische Eingriffe zu unseren Ungunsten zu verbessern. Diese Maßnahmen können auch den privaten Konsum dämpfen, was das Marktvolumen schmälert. Insgesamt rechnen wir für das Segment Europa ab 2014 mit moderat wachsenden Telekommunikationsmärkten. Obwohl der konjunkturelle Aufschwung in den Vereinigten Staaten derzeit für niedrigere Arbeitslosenzahlen sorgt und eine Erhöhung der Konsumausgaben erwarten lässt, ist der US-amerikanische Markt für Mobilfunk-Dienste nach wie vor von einem intensiven Wettbewerb zwischen den großen Netzanbietern geprägt. Angesichts der Wettbewerbssituation und der konjunkturellen Lage in den USA gehen wir davon aus, dass der Telekommunikationsmarkt bei Produkten ohne feste Vertragslaufzeit sowie bei den Umsätzen mit mobilen breitbandigen Datendiensten wachsen wird. Mit diesem Umsatzwachstum werden wir entsprechende Verluste in der Sprachtelefonie und bei SMS voraussichtlich ausgleichen können. Aufgrund der erwarteten leichten Erholung der Weltwirtschaft gehen wir davon aus, dass sich der Wachstumstrend im ICT-Markt in den Jahren 2013 und 2014 wieder verstärken wird. Der ICT-Markt wird unseres Erachtens weiterhin durch anhaltenden Kostendruck, verzögerte Investitionen und einen starken Wettbewerb geprägt sein. Die Gesamtnachfrage verändert sich stetig: Vor allem die Themen Cloud Services, Big Data (Speicherung, Aufbereitung, Verarbeitung und Analyse großer Datenmengen), Intelligente Netze und Mobilisierung von Geschäftsprozessen (Verwendung und Benutzung von mobilen Endgeräten in den Geschäftsprozessen eines Unternehmens) verändern den Markt zunehmend. Wir gehen davon aus, dass sich die Märkte in unseren Marktsegmenten unterschiedlich entwickeln: ― "Telekommunikation": Die wirtschaftliche Gesamtentwicklung beeinflusst das Marktsegment Telekommunikation nur wenig. Wie schon in den Jahren zuvor erwarten wir, dass dieser Markt weiterhin hart umkämpft sein und der Preisverfall andauern wird. ― "IT-Dienstleistungen": Nach einer leichten Abschwächung des Markts für IT-Dienstleistungen im Berichtsjahr wird für die Folgejahre wieder eine Erholung erwartet. IT-Dienstleistungen setzen sich im Wesentlichen aus "Outsourcing" und "IT-Projektgeschäft" zusammen: ― "Outsourcing": Im Jahr 2012 war eine weitere Erholung im Outsourcing-Geschäft im Bereich Computing & Desktop Services zu beobachten, die sich in der nahen Zukunft auch so fortsetzen wird. Das liegt nicht nur am traditionellen Outsourcing-Geschäft, sondern auch am zunehmenden Erfolg im Cloud Services-Geschäft, dem Bereitstellen von IT-Dienstleistungen über das Internet. ― "IT-Projektgeschäft": Im Berichtsjahr hat sich das Wachstum aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung abgeschwächt, aufgrund der aktuellen Prognosen wird aber eine deutliche Erholung des "IT-Projektgeschäfts" erwartet. Das Wachstum resultiert im Wesentlichen aus den Themen ICT-Sicherheit, Big Data und Cloud Services. GESAMTAUSSAGE DER UNTERNEHMENSLEITUNG ZUR VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG DES KONZERNS. Zukunft auf einen Blick. Auf unserem Kapitalmarkttag in Bonn Anfang Dezember 2012 haben wir u. a. unsere Erwartungen für die Jahre 2013 bis 2015 vorgestellt. Die im Folgenden dargestellten Aussagen geben die dort kommunizierten Inhalte wieder; hieran halten wir unverändert fest. Wir werden die Entwicklung der Deutschen Telekom von einem reinen Telekommunikationsunternehmen zur "Telco plus" weiter vorantreiben. Wir wollen für unsere Kunden die erste Wahl für Vernetztes Leben und Arbeiten werden und daher verstärkt in unsere Zukunft investieren und bereits in 2014 wieder wachsen. Unsere strategische Ausrichtung geht einher mit folgenden Kernbotschaften für den Zeitraum 2013 bis 2015: ― In Deutschland streben wir ab 2014 eine Umsatzstabilisierung an. ― In Europa und den USA wollen wir ab 2014 auf einen leichten Wachstumspfad zurückkehren. ― In unserer Innovationseinheit, der Digital Business Unit (DBU), streben wir ein zweistelliges Umsatzwachstum an. ― Im operativen Segment Systemgeschäft wollen wir im Geschäft mit Großkunden profitabel wachsen und im Bereich der konzerninternen IT-Dienstleistungen die Gesamtausgaben reduzieren. Um unsere Ziele zu erreichen, werden wir verstärkt in unsere Netze investieren und unsere Breitband-Infrastruktur insbesondere in Deutschland und den USA ausbauen. Insgesamt streben wir im Konzern in 2013 ein Investitionsvolumen (ohne Spektruminvestitionen) von 9,8 Mrd. € an. Dabei wird für das Jahr 2013 auf Basis einer Pro-forma-Rechnung die Einbeziehung der MetroPCS für ein vollständiges Geschäftsjahr unterstellt. Für den Ausbau der deutschen Breitband-Infrastruktur im Festnetz mit Glasfaser und dem sog. "Vectoring" sind für die Jahre 2013 bis 2020 Investitionen von rund 6 Mrd. € vorgesehen. Voraussetzung für unsere Investitionen in das schnelle Festnetz ist allerdings ein verlässliches und innovationsfreundliches regulatorisches Umfeld in Europa. Im Mobilfunk setzen wir auf den Standard LTE. Zusätzlich haben T-Mobile USA und Apple vereinbart, dass T-Mobile USA im Jahr 2013 Produkte von Apple vertreiben wird. Unsere Maßnahmen sollen sich bereits in 2014 umsatz- und ergebnissteigernd auswirken: ― Wir erwarten für den Konzern - nach einem Rückgang in 2013 - bis 2014 einen steigenden Gesamtumsatz gegenüber dem Vorjahr (einschließlich MetroPCS auf vergleichbarer Basis). Dabei gehen wir davon aus, dass sich im Segment Deutschland die Umsätze stabilisieren werden; im Segment Europa ist die Rückkehr zu organischem Wachstum geplant, also ohne Einfluss von Regulierungsentscheidungen, Wechselkursen und staatlichen Sondermaßnahmen wie Zusatzsteuern. In den USA wollen wir in 2014 wieder wachsen. Dazu sollen nicht nur die geplanten Investitionen, sondern auch der Vertrag mit Apple beitragen, durch den wir die beliebten Smartphones mit hervorragender Netzqualität bzw. -abdeckung anbieten können. Unser Geschäft mit externen Großkunden im operativen Segment Systemgeschäft soll profitabel wachsen. ― Nicht zuletzt aufgrund erforderlicher Marktinvestitionen im Zusammenhang mit dem Vertrag mit Apple wird für das bereinigte EBITDA 2013 im Konzern mit etwa 18,4 Mrd. € ein Rückgang gegenüber dem Geschäftsjahr 2012 erwartet (einschließlich MetroPCS auf vergleichbarer Basis). Bereits im darauffolgenden Jahr wollen wir aufgrund der positiven Auswirkungen aus unseren Investitionsmaßnahmen und Initiativen im bereinigten EBITDA gegenüber dem Vorjahr wachsen. ― Der Free Cashflow 2013 des Konzerns wird v. a. durch die erhöhten Investitionen sowie die Umsetzung der Challenger-Strategie (Herausforderer-Strategie) auf dem US-Markt einschließlich der Vereinbarung mit Apple voraussichtlich bei rund 5 Mrd. € liegen. Bis 2015 soll der Free Cashflow des Konzerns bei rund 6 Mrd. € liegen (einschließlich MetroPCS). Auch in Zukunft wollen wir durch Kooperationen oder angemessene Akquisitionen in Präsenzmärkten Größenvorteile und Synergien nutzen. Nicht geplant sind allerdings größere Akquisitionen und die Expansion in aufstrebende Länder (Emerging Markets). Unsere Kooperationen und Beteiligungen, wie Everything Everywhere und Scout, werden wir mit Blick auf Unternehmenswert-Maximierung strategisch prüfen. Wir werden die oben erwähnten Maßnahmen und Initiativen durch Kosteneinsparprogramme insbesondere bei den indirekten Kosten flankieren, um profitables Wachstum zu erzielen. Insgesamt wollen wir so bis 2015 unsere Gesamtkapitalrendite (ROCE) auf 5,5 % steigern. Trotz der erheblichen Investitionen wollen wir unsere Aktionäre auch weiterhin angemessen vergüten. So soll für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 - vorbehaltlich der notwendigen Gremienbeschlüsse und weiterer gesetzlicher Voraussetzungen - eine Dividende von jeweils 0,50 € je dividendenberechtigter Aktie gezahlt werden. Dabei ist geplant, die Dividende wahlweise in bar oder in Form von Aktien der Deutschen Telekom AG zu leisten. Die Lage an den internationalen Finanzmärkten stand im Jahr 2012 erneut im Zeichen der europäischen Schuldenkrise. In deren Folge hatten einige Länder Schwierigkeiten, ihre fälligen Schulden zu refinanzieren. Für 2013 ist zunächst mit einem stabilen Marktumfeld zu rechnen. Die Entwicklung an den Finanzmärkten wird voraussichtlich von der Implementierung weiterer geeigneter Maßnahmen zur Bewältigung der Schuldenkrise geprägt sein. Die Deutsche Telekom hat nach wie vor einen ausgezeichneten Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten und ist mittels ihres Daueremissionsprogramms jederzeit in der Lage, Emissionen kurzfristig an den internationalen Kapitalmärkten durchzuführen. Die Einhaltung der folgenden, im Rahmen unserer Finanzstrategie definierten Leitplanken wird uns auch in 2013 und in den Folgejahren einen flexiblen Zugang zu den internationalen Fremdkapitalmärkten ermöglichen: ― Rating: A- bis BBB ― Verhältnis der Netto-Finanzverbindlichkeiten zum EBITDA: 2 bis 2,5 x ― Eigenkapitalquote: 25 bis 35 % In 2012 konnte die Deutsche Telekom insgesamt Anleihen und Medium Term Notes (MTN) im Gesamtvolumen von über 3 Mrd. € an den internationalen Kapitalmärkten zu attraktiven Konditionen erfolgreich platzieren. In 2013 sind Rückzahlungen von insgesamt 3,9 Mrd. € in Anleihen, MTNs und Schuldscheindarlehen fällig. Im Januar 2013 haben wir bereits eine Anleihe im Volumen von 2 Mrd. € zu guten Konditionen begeben. Weitere Informationen zu unserer im Januar 2013 begebenen Anleihe finden Sie im Kapitel "Besondere Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres". Ende 2012 stuften uns die Rating-Agenturen Fitch, Moody's und Standard & Poor's mit BBB+/Baa1/BBB+ als solides Investment Grade-Unternehmen ein. Der Ausblick der Agenturen war jeweils stabil. Um auch zukünftig einen sicheren Zugang zu den internationalen Finanzmärkten zu haben, ist der Erhalt eines soliden Investment Grade Ratings von A- bis BBB Kernbestandteil unserer Finanzstrategie. Ein solides Rating hilft uns zudem, unsere geplanten Investitionen in den nächsten Jahren flexibel zu steuern und damit einen Beitrag für zukünftiges Wachstum zu leisten. Per Jahresende 2012 hatten wir eine komfortable Liquiditätsreserve in Höhe von rund 18,3 Mrd. €. Auch für 2013 planen wir eine Liquiditätsreserve, welche die Fälligkeiten der nächsten 24 Monate abdeckt. Im Rahmen der Liquiditätsvorsorge wird die Deutsche Telekom im Verlauf des Jahres 2013 Fremdfinanzierungen am Kapitalmarkt durchführen. Die Finanzierungsmaßnahmen richten sich zeitlich insbesondere nach dem jeweiligen Umfeld an internationalen Kapitalmärkten. Erwartungen der Deutschen Telekom AG. Die Geschäftsentwicklung der Deutschen Telekom AG, als Konzernmuttergesellschaft, spiegelt sich insbesondere in den Leistungsbeziehungen zu unseren Tochtergesellschaften und den Ergebnissen aus den inländischen Organschaftsverhältnissen der Töchter sowie sonstigen Beteiligungserträgen wider. Somit ist die zukünftige Entwicklung der Ergebnisse der Deutschen Telekom AG im Wesentlichen durch die Chancen und Herausforderungen unserer Töchter und deren operativen Ergebnissen geprägt. Entsprechend beeinflussen die auf den folgenden Seiten beschriebenen Erwartungen der operativen Segmente zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung, wie z. B. starker Wettbewerbsdruck, regulatorische Entscheidungen, Markt- und Konjunkturerwartungen etc., neben den Konzernerwartungen, die zukünftige Entwicklung des Jahresüberschusses der Deutschen Telekom AG. Da wir eine Dividende von 0,50 € anstreben, stellt der Jahresüberschuss dafür einen wesentlichen Faktor dar. Auf Basis der beschriebenen Erwartungen bei den operativen Segmenten und der sich daraus ergebenden Effekte für 2013 und 2014 geht die Deutsche Telekom AG unter Berücksichtigung der vorhandenen Gewinnrücklage auch zukünftig für die beiden Geschäftsjahre von einer entsprechenden Dividendenausschüttung aus. Erwartungen bis 2015. Die Erwartungen des Konzerns und der operativen Segmente im Einzelnen bis 2015 sind in TABELLE T 040 dargestellt und gelten unter der Annahme einer vergleichbaren Konsolidierungsstruktur und konstanter Wechselkurse. Eine weitere Verschlechterung der makroökonomischen Lage sowie unvorhergesehene staatliche oder regulatorische Eingriffe können sich auf die Erwartung entsprechend auswirken. Alle Trendaussagen beziehen sich auf das jeweilige Vorjahr. T 040 scroll Ergebnisse 2012 Erwartungen 2013 Erwartungen 2014e Erwartungen 2015e UMSATZ Konzern Mrd. € 58,2 leichter Rückgang Konzern (inkl. MetroPCS) leichter Rückgang leichter Anstieg leichter Anstieg Deutschland Mrd. € 22,7 leichter Rückgang Stabilisierung stabiler Verlauf Europa Mrd. € 14,4 Rückgang Stabilisierung leichter Anstieg USA (in lokaler Währung) Mrd. US-$ 19,8 Stabilisierung USA (in lokaler Währung) inkl. MetroPCS Stabilisierung leichter Anstieg leichter Anstieg Systemgeschäft Mrd. € 10,0 stabiler Verlauf leichter Anstieg leichter Anstieg davon "Market Unit" Mrd. € 7,8 Anstieg Anstieg Anstieg EBITDA (BEREINIGT UM SONDEREINFLÜSSE) Konzern Mrd. € 18,0 rund 17,4 Konzern (inkl. MetroPCS) Mrd. € rund 18,4 leichter Anstieg leichter Anstieg Deutschland Mrd. € 9,2 rund 8,9 leichter Rückgang stabiler Verlauf Europa Mrd. € 4,9 rund 4,7 Stabilisierung leichter Anstieg USA (in lokaler Währung) Mrd. US-$ 4,9 rund 4,7 USA (in lokaler Währung) inkl. MetroPCS Mrd. US-$ rund 6,0 leichter Anstieg Anstieg Systemgeschäft Mrd. € 0,7 rund 0,8 leichter Anstieg leichter Anstieg INVESTITIONENa Konzern Mrd. € 8,0 rund 8,6 Konzern (inkl. MetroPCS) Mrd. € rund 9,8 leichter Rückgang rund 9,5 Deutschland Mrd. € 3,5 rund 3,4 rund 4,1 rund 4,3 Europa Mrd. € 1,6 rund 1,7 rund 1,7 rund 1,7 USA (in lokaler Währung) Mrd. US-$ 2,9 3,3 bis 3,4 USA (in lokaler Währung) inkl. MetroPCS Mrd. US-$ 4,7 bis 4,8 rund 3,0 rund 3,1 Systemgeschäft ("Market Unit") Mrd. € 0,5 rund 0,6 rund 0,6 rund 0,7 ROCE % (2,3) Ziel 2015: rund 5,5 Free Cashflowb Mrd. € 6,2 rund 5 leicht steigend rund 6 Dividende je Aktiec,d € 0,70 0,50 0,50 re-visit EPS (bereinigt um Sondereinflüsse) € 0,59 Ziel 2015: rund 0,8 Eigenkapitalquote % 28,3 25 bis 35 25 bis 35 25 bis 35 Relative Verschuldung 2,1x 2 bis 2,5x 2 bis 2,5x 2 bis 2,5x Rating BBB+ A-/BBB A-/BBB A-/BBB a Vor etwaigen Investitionen in Spektrum. b Free Cashflow vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum sowie vor AT&T-Transaktion. c Zusätzliche Option für Anteilseigner: Dividende wahlweise in bar oder in Form von Aktien der Deutschen Telekom AG. d Vorbehaltlich der notwendigen Gremienbeschlüsse und des Vorliegens weiterer gesetzlicher Voraussetzungen. e Erwartungen 2014 und 2015 inkl. MetroPCS. Im Rahmen unserer Planung haben wir die Wechselkurse wie in TABELLE T 041 angenommen. T 041 Wechselkurse. scroll Kroatische Kuna HRK 7,52/€ Polnischer Zloty PLN 4,18/€ Tschechische Krone CZK 25,14/€ Ungarischer Forint HUF 289,17/€ US-Dollar USD 1,29/€ Die von uns durchgeführten Modellierungen und Szenarioanalysen möglicher wesentlicher externer Einflussfaktoren werden zusammenfassend in TABELLE T 042 dargestellt: T 042 Mögliche Einflussfaktoren auf das Ergebnis. scroll Externer Einflussfaktor Gegenwärtiger Trend Ergebnisauswirkungen Wettbewerbsintensität Telekommunikationssektor USA und Europaa ↓ - Regulierung Mobilfunk Europaa ↓ - Regulierung Festnetz Europaa,b ↑ + Wechselkursentwicklung: USD ↔ Ο Wechselkursentwicklung: europäische Währungen ↔ Ο Konjunktur Europaa und USA ↔ Ο Preisdruck in Telekommunikationsmärkten ↓ - Inflation ↔ Ο Eurokrise ↔ Ο Zusatzsteuern (in Europa/USA) ↓ - ICT-Markt ↑ + Datenverkehr ↑ + a Europa inkl. Deutschland. b Aufgrund der von der EU-Kommission angekündigten Neuausrichtung der Festnetz-Regulierung zur Förderung von Investitionen in Breitband-Zugangsnetze erwarten wir eine Verbesserung des Trends. scroll ↑ verbessert sich ↔ gleichbleibend ↓ verschärft sich + positiv Ο unverändert - negativ ERWARTUNGEN DER OPERATIVEN SEGMENTE. Deutschland. Der Breitband-Bedarf für unsere innovativen Produkte, z. B. Cloud-Dienste oder TV auf allen Endgeräten, wird unseres Erachtens sowohl im Mobilfunk als auch im Festnetz weiter deutlich steigen. Bis 2015 streben wir sowohl bei den Serviceumsätzen im Mobilfunk einen Mobilfunk-Marktanteil von rund 35 % als auch bei der Zahl der Breitband-Anschlüsse die Marktführerschaft mit rund 43 % in Deutschland an. Daher werden wir in Deutschland in den kommenden Jahren unsere Investitionen in breitbandige Netze, Produkte und Kunden-Service gemessen am Kundenzufriedenheitsindex TRIMa deutlich erhöhen, um unsere Wettbewerbsposition nachhaltig zu verbessern. Schwerpunkt ist der beschleunigte LTE- und Glasfasernetz-Ausbau in Deutschland mit folgenden Punkten: ― Ein beschleunigter LTE-Ausbau bis zu einer Bevölkerungsabdeckung von 85 % in 2016. ― Ausbau des Glasfasernetzes im gleichen Zeitraum mit dem Ziel, rund 65 % der Haushalte einen FTTC-Anschluss anbieten zu können. Durch Verwendung der neuen Vectoring-Technologie erhöht sich die Datenübertragung an einem FTTC-Anschluss auf bis zu 100 MBit/s. Dieser Ausbau erfolgt bei Vorliegen entsprechender regulatorischer Rahmenbedingungen. ― Zukünftig wird eine innovative Hybrid-Technologie die Übertragungskapazitäten des Fest- und Mobilfunknetzes intelligent bündeln und so die maximal verfügbare Bandbreite entsprechend additiv nutzbar machen. Während wir die Investitionen in neue Technologien vorantreiben, reduzieren wir gleichzeitig die Investitionen in Alttechnologien und stellen damit die Weichen klar auf Innovation und Wachstum. Wir erwarten im operativen Segment Deutschland für 2013 gegenüber dem Vorjahr einen leicht rückläufigen Umsatz. Dieser resultiert v. a. aus Regulierungsentscheidungen (z. B. Terminierungsentgelte, Interconnection und Roaming im Mobilfunk), aber auch aus rückläufigen Umsätzen in der klassischen Sprachtelefonie sowie im Festnetz-Wholesale-Geschäft. In 2014 streben wir eine Umsatzstabilisierung gegenüber der Vorjahresperiode an. Insbesondere unsere attraktiven Bündelprodukte im Mobilfunk, die zunehmend mit einem hochwertigen Endgerät ausgestattet sind, sowie unser TV-Angebot "Entertain" auf Basis unserer erweiterten Glasfaser-Infrastruktur im Festnetz sollen die Umsatzentwicklung unterstützen. Gleichzeitig werden wir innovative Cloud-Lösungen vorantreiben und weitere innovative Produktideen realisieren, insbesondere in den Wachstumsfeldern Mobiles Internet und Connected Home b. Dadurch wollen wir den Rückgang im klassischen Geschäft kompensieren. Wir erwarten für das operative Segment Deutschland, u. a. aufgrund des leicht rückläufigen Umsatzes in 2013 sowie eines Anstiegs der direkten Kosten aufgrund erhöhter Marktinvestitionen in den nächsten Jahren, ein rückläufiges bereinigtes EBITDA für 2013 und 2014 gegenüber der jeweiligen Vorjahresperiode. Durch ein weiteres konsequentes Kosten-Management bei den indirekten Kosten durch Optimierung unserer Prozesse und Systeme streben wir eine bereinigte EBITDA-Marge um 40 % an. Unsere mittelfristigen Erwartungen für das operative Segment Deutschland, die wir auf unserem Kapitalmarkttag im Dezember 2012 veröffentlicht haben, sind in TABELLE T 043 dargestellt: T 043 Mittelfristiges Ambitionsniveau. scroll Markt Nr. 1 beim Marktanteil Serviceumsätze im Mobilfunk ≈ 35 % 2015 Nr. 1 beim Breitband-Marktanteil ≈ 43 % 2015 Nr. 1 bei TV-Wachstum 2012 bis 2015 Qualität Kundenbindungsindex ≈ + 10 % 2015 gegenüber 2012 Finanzdaten Stabiler Gesamtumsatz 2014 Umsatz aus Connected Homeb + 2 % 2015 gegenüber 2012 EBITDA-Marge ≈ 40 % 2012 bis 2015 a TRIM (Measuring, Managing und Monitoring) ist ein standardisiertes Kennzahlensystem für die Kundenzufriedenheit und beruht auf Kundenbefragungen. b Bündelung aller Umsätze, die wir mit bereits bestehenden Double Play- und Triple Play-Angeboten - also unseren Festnetzbasierten Sprach-, Daten- und TV-Diensten - erzielen werden (inkl. Zubuchoption und nach Erlösschmälerungen). Europa. Wie bereits im Abschnitt zur Markterwartung 2013 erläutert, erwarten wir für das operative Segment Europa eine angespannte Marktsituation. Unsere Landesgesellschaften bewegen sich in einem harten Wettbewerbsumfeld. Die meisten Märkte unseres Segments sind nahezu gesättigt und das klassische Festnetz-Geschäft ist durch Anschlussverluste geprägt. Entscheidungen von Regulierungsbehörden, wie z. B. die erneute Absenkung der Terminierungsentgelte im Mobilfunk als auch Vorleistungsentscheidungen im Festnetz, lassen das Preisniveau weiter sinken. Zudem verschärft die Vergabe von zusätzlichen und bestehenden Mobilfunk-Frequenzen an mögliche neue Marktteilnehmer den Wettbewerb zusätzlich. Trotz dieser schwierigen Wettbewerbsbedingungen in den meisten Ländern unseres Segments streben wir an, unsere starken Ergebnisse weiterhin zu verteidigen. Entsprechend der jeweiligen Marktposition des Unternehmens werden wir z. B. in den sog. "senior leaders" Griechenland, Ungarn, Kroatien und EJR Mazedonien darauf hinwirken, die Marktführerschaft sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk zu halten. Hingegen in Rumänien, der Slowakei und in Montenegro - den "junior leaders" - wollen wir die starke Stellung im Festnetz-Bereich nutzen und das Mobilfunk-Geschäft vorantreiben. Bei unseren reinen Mobilfunk-Gesellschaften beabsichtigen wir bei den sog. "mobile runner-ups" in Polen und der Tschechischen Republik die Marktführerschaft zu erlangen. Auch unterstützen wir die Aktivitäten unserer Beteiligungen in den Niederlanden, Österreich und Albanien als "smart attackers" zu wachsen und damit den Unternehmenswert zu steigern. Im Sinne unserer Vision von "Deutsche Telekom - Meine erste Wahl für Vernetztes Leben und Arbeiten" streben wir an, unsere Kunden durch ein konsistentes Nutzungserlebnis sowie die Kommunikation von digitalen Inhalten über alle Bildschirme (Fernseher, Computer, Laptop oder Mobilfunk-Gerät) hinweg zu begeistern. Unterstützt wird das durch ein attraktives Service-Portfolio, z. B. mit modularen und flexiblen Bündelangeboten auf intelligenten Endgeräten. Innovative Daten- und Content-Dienste für Smartphones und Laptops runden das Angebot ab. Insbesondere für das Surfen in Hochgeschwindigkeit, dreidimensionales Fernsehen, hochauflösende Filme und Mehrwertdienste ist die Wahl eines Breitband-Zugangs entscheidend. Einen deutlichen Schwerpunkt unseres Geschäfts werden wir auf neue Wachstumsfelder legen. Im Bereich Breitband & TV werden wir z. B. unseren Kunden das TV-Angebot mit eigenen Inhalten bzw. Inhalten in Kooperation mit Partnern anreichern. Darüber hinaus entwickeln wir im Bereich des mobilen Internets neue Produkte und Dienste wie z. B. die mobile Geldbörse (Mobile Wallet). Dieser Dienst feierte bereits Ende des Berichtsjahres 2012 in Polen seinen kommerziellen Marktstart. Zusätzlich dazu wird unsere Beteiligung in Polen sich auch dafür einsetzen, andere Länder des Segments bei der Einführung der mobilen Geldbörse zu unterstützen. Unsere Strategie geht davon aus, dass intelligente ICT-Lösungen immer wichtiger werden. Daher werden wir im Segment Europa im Bereich Business to Business (B2B) starke ICT-Dienste für kleine und mittlere Unternehmen sowie für Großkunden anbieten. In diesem Zusammenhang arbeiten wir an einheitlichen Plattformen über alle Ländergesellschaften hinweg, z. B. die Entwicklung einer M2M-Plattform in Österreich. Auch wollen wir eine stärkere Präsenz im Privatkundensegment mit überzeugenden Cloud-Lösungen zeigen. Um diese Vorhaben realisieren zu können, planen wir eine Transformation des Geschäftsmodells insbesondere durch die IP-Transformation, d. h. von der traditionellen PSTN-Welt hin zu einer neuen IP-Ära. Dadurch wollen wir ein vereinfachtes und standardisiertes Netzwerk und damit die Voraussetzung für die zukunftsträchtige e-Gesellschaft schaffen. So gingen wir bereits im Jahr 2012 mit unseren beiden Gesellschaften Kroatien und EJR Mazedonien voran. Die Vorteile liegen im Wesentlichen im automatisierten Generieren von Diensten und Produkten und auch in einer deutlichen Reduzierung der Kosten, z. B. für das Equipment und geringeren Energieverbrauch. Ziel ist ein nahtloses Zusammenspiel aller Zugangstechnologien. So werden wir schwerpunktmäßig in die Weiterentwicklung der Netzinfrastruktur investieren. Beim Mobilfunk konzentrieren wir unser Engagement darauf, die LTE-Technologie als vierte Mobilfunk-Generation neben Österreich, Ungarn, Kroatien und Griechenland auch in anderen Ländern unseres Segments einzuführen. Dazu werden wir auch im kommenden Jahr an Frequenzauktionen teilnehmen. Parallel dazu sind Investitionen vorgesehen, um die UMTS-Netze auszubauen und diese für unsere Kunden in einer Mehrzahl der Länder HSPA plus-fähig zu machen. Im Festnetz soll weiter investiert werden, um die Breitband-Abdeckung zu erhöhen. Ferner planen wir, in den integrierten Märkten durch eine Bündelung von Datenströmen aus Festnetz und Mobilfunk zu einem sog. "Hybrid-Zugang" dem Kunden ein größtmögliches Bandbreiten-Erlebnis zu bieten. Bis 2014 wollen wir diese Technologie in mindestens einem Land unseres Segments einführen. Ein weiterer technologischer Meilenstein stellt TeraStream dar - ein Konzept, das auf einer Cloud-basierten IP-Architektur beruht. In Kroatien wurde im Dezember 2012 ein erster Feldversuch mit Privatkunden erfolgreich durchgeführt. Auch in Griechenland planen wir, als Vorstufe von TeraStream die Einführung eines Broadband Network Gateways (BNG) bis 2015 zu realisieren. Weitere Investitionen sind für einen besseren Kunden-Service und effizientere Prozesse geplant. Ungünstig auf unsere Umsätze und Ergebnisse können sich Änderungen in der Gesetzgebung (z. B. im Zuge von staatlichen Sparprogrammen) auswirken. So werden z. B. die Sondersteuern neben Ungarn auch auf die Slowakei und Montenegro im kommenden Jahr umsatz- und/oder ergebnisbelastend wirken und das Investitionspotenzial im Land einschränken. Zusätzlich könnten Wechselkursänderungen zu einer Belastung der Ergebnisse auf Euro-Basis führen. Hingegen sollen Kostensenkungsmaßnahmen und strategische Initiativen mögliche negative Effekte teilweise ausgleichen. Wir werden weiterhin unsere Produktivität durch Kostensenkungen erhöhen, was in einigen Ländern unseres Segments eine Verringerung des Personalbestands zur Folge hat. Zudem wollen wir für bestimmte Länder des Segments Europa weitere Netzwerkkooperationen mit Wettbewerbern prüfen. Ab dem 1. Januar 2013 werden Aufgaben und Funktionen der Group Technology und der Global Network Factory, die bisher bei der Konzernzentrale & Shared Services geführt wurden, im Segment Europa zusammengeführt und ausgewiesen. Für das operative Segment Europa erwarten wir aus der Verschiebung obiger Aktivitäten keine Veränderung im Umsatz, aber eine leichte Erhöhung des bereinigten EBITDA. Auf Basis dieser vorgenannten Rahmenparameter erwarten wir im operativen Segment Europa, dass die Umsätze und das bereinigte EBITDA - auf Basis konstanter Wechselkurse als auch basierend auf Annahmen zur Regulierung (z. B. Terminierungsabsenkungen), zu neuen Marktteilnehmern, zu Spektrumauktionen etc. sowie gleicher Organisationsstruktur - im Jahr 2013 gegenüber 2012 sinken werden. Für 2014 gehen wir davon aus, dass sich die Umsätze und das bereinigte EBITDA gegenüber 2013 stabilisieren werden. Unsere mittelfristigen Erwartungen für das operative Segment Europa, die wir auf unserem Kapitalmarkttag im Dezember 2012 veröffentlicht haben, sind in TABELLE T 044 dargestellt: T 044 Ambitionsniveau 2015. scroll Finanzielle Stabilität in Europa Technologieführerschaft Operativer Free Cashflow (bereinigt) Stabil All IP-Migration in Kroatien und EJR Mazedonien/ All IP-Migration in weiteren Ländern gestartet All IP-Transformation Gesamtumsatza 14 Mrd. € Start TeraStream-Pilot in Kroatien bis Ende 2012/ Einführung BNG in Griechenland läuft bis 2015 TeraStream/BNGc Kumulierte Reduzierung des indirekten Opex bis 2015b 0,6 Mrd. € Maximales Bandbreiten-Erlebnis durch Bündelung der Festnetz- und Mobilfunk-Datenkanäle; Start in mindestens einem Land in 2014 Hybrid Accessd Operativer ROCE Weitere Verbesserung Massenmarktprodukt bis 2015 Mobile Geldbörse (Mobile Wallet) a Nur bereinigte, organische Umsatzentwicklung auf der Grundlage von Annahmen zur Regulierung (insbesondere Senkung MTRs), neuer Marktteilnehmer/Spektrumauktionen etc. b Basisjahr 2012. c Broadband and Network Gateway. d Integrierte Netzstrategie. USA. T-Mobile USA wird im Geschäftsjahr 2013 die Challenger-Strategie (Herausforderer-Strategie) weiter verfolgen, die durch den geplanten Unternehmenszusammenschluss mit MetroPCS weiteren Schub erhält. Einer der Eckpfeiler dieser Strategie ist das Angebot faszinierender 4G-Dienste, die durch das erweiterte Frequenzspektrum und den Ausbau des LTE-Netzes der nächsten Generation möglich werden. Weitere Elemente der Challenger-Strategie sind der Ausbau und die Sicherung eines loyalen Kundenstamms mithilfe eines guten Preis-Leistungs-Verhältnisses, die Steigerung der Effizienz im operativen Bereich, die weitere gezielte Verbesserung der Netzqualität sowie attraktive Endgeräteangebote, u. a. erstmalig auch von Apple Produkten. T-Mobile USA wird auch weiterhin gezielt in die Verbesserung der Netzqualität und -abdeckung und insbesondere in die weitere Modernisierung des mobilen Breitbandnetzes investieren und so 2013 die neueste Generation LTE-Technik einsetzen. Aus diesem Grund sind bei T-Mobile USA für die Jahre 2013 und 2014 keine größeren Investitionen in Spektrumlizenzen vorgesehen. Durch den Unternehmenszusammenschluss mit MetroPCS erweitert sich das in wichtigen LTE- bzw. HSPA plus (1,9 GHz) Versorgungsgebieten zur Verfügung stehende Frequenzspektrum erheblich, sodass bis Ende 2013 mehr als 200 Mio. US-Bürger erreicht werden. Ohne MetroPCS geht T-Mobile USA für 2013 von einem nahezu unveränderten Gesamtumsatz in lokaler Währung aus. Auf Pro-forma-Basis, d. h. mit MetroPCS, erwarten wir für 2014 einen Umsatzanstieg mit durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten von voraussichtlich 3 bis 5 % über fünf Jahre (2012 bis 2017). Die Ergebniserwartungen für das Geschäftsjahr 2013 gehen von positiven Auswirkungen durch Zuwächse bei Angeboten ohne feste Vertragslaufzeit und bei Datendiensten aus, denen negative Einflüsse durch geringere Serviceumsätze, verursacht durch den Wechsel von Kunden in Value Flatrate-Tarife, gegenüberstehen. Letztere wirken sich allerdings wiederum positiv auf die Endgeräteumsätze aus, da bei diesen Tarifen geringere Endgerätesubventionen anfallen. Für 2013 erwartet T-Mobile USA (ohne MetroPCS) einen Rückgang des bereinigten EBITDA in lokaler Währung. T-Mobile USA geht davon aus, dass das bereinigte EBITDA 2013 durch anhaltende Investitionen in den Netzausbau und weitere Marketing-Kampagnen zur Stärkung der Marke T-Mobile USA mit dem Ziel der Kundengewinnung und -bindung belastet wird. Andererseits werden aber auch die Sparmaßnahmen zur Senkung der Betriebskosten fortgeführt. Auf Pro-forma-Basis, d. h. inkl. MetroPCS, erwartet T-Mobile USA für 2014 einen Anstieg des bereinigten EBITDA mit durchschnittlichen jährlichen Wachstumsraten von voraussichtlich 7 bis10 % über fünf Jahre (2012 bis 2017). Erhebliche negative Einflüsse auf den Umsatz und das bereinigte EBITDA in lokaler Währung sind außerdem durch den zunehmenden Wettbewerbsdruck zu erwarten, und Wechselkurseffekte könnten in 2013 und 2014 Umsatz und bereinigtes EBITDA auf Euro-Basis deutlich belasten. Unsere mittelfristigen Erwartungen für das operative Segment USA, die wir auf unserem Kapitalmarkttag Im Dezember 2012 veröffentlicht haben, sind in GRAFIK G 53 dargestellt: G 53 Wachstumsprognose für die neue Gesellschaft, einschließlich MetroPCs. a Free Cashflow definiert als EBITDA abzüglich Investitionen. T 045 Hauptquellen für Umsatzwachstum der neuen Gesellschaft. scroll Vertragsangebote Kein Wachstum Teilnehmerzahlen 2013 stabilisieren; ab 2014 moderater Teilnehmerzuwachs Prepaid-Angebote 80 bis 90 % Wachstum (2012 bis 2017) Gezielte geografische Ausdehnung der MetroPCS-Marke 10 bis 20 % Wachstum (2012 bis 2017) Systemgeschäft. Zum 1. Juli 2012 hat die Deutsche Telekom die IT-Konzernstruktur neu formiert und die gesamte interne IT aus den zwei operativen Segmenten Deutschland und Systemgeschäft sowie der Konzernzentrale & Shared Services innerhalb des operativen Segments Systemgeschäft als neue Telekom IT gebündelt. Dadurch ist die Entwicklung der Geschäftsbereiche des operativen Segments Systemgeschäft unterschiedlich geprägt. Die T-Systems Market Unit konzentriert sich auf den Wachstumsmarkt der ICT-Services mit Lösungen für Großkunden. Hier nimmt die Bedeutung internationaler ICT-Lösungen durch die zunehmende Globalisierung der Unternehmen weiter zu. Mit einer weltumspannenden Infrastruktur aus Rechenzentren und Netzen betreibt die T-Systems Market Unit die Informations- und Kommunikationstechnik für rund 400 Großkunden: multinationale Konzerne sowie Institutionen der öffentlichen Hand und des Gesundheitswesens. Unsere Großkundensparte bietet auf dieser Basis integrierte Lösungen für die vernetzte Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft. Auch in 2012 konnten wieder neue Großaufträge mit namhaften Branchengrößen wie Shell, der katalanischen Regierung, Clariant, BP, Daimler, British American Tobacco und dem Schweizer Industriekonzern Georg Fischer hinzugewonnen oder verlängert werden. Bei vielen dieser Großkunden konnten sich unsere Standardlösungen aus dem Wachstumsfeld Cloud Computing gegen den starken Wettbewerb durchsetzen. Entsprechend hat T-Systems seine dynamischen Ressourcen, durch die Kunden nach Bedarf Bandbreite, Rechnerkapazität und Speicherleistung erhalten, nach Verbrauch zahlen und sich die Infrastruktur teilen, auch im Berichtszeitraum 2012 weiter ausgebaut. Erfreulich ist ebenfalls, dass auch in den Wachstumsfeldern "Intelligente Netze" und "Security" bedeutende Abschlüsse erzielt werden konnten. RWE Deutschland setzt z. B. bei dem bislang größten Smart Meter-Projekt in Deutschland auf die Deutsche Telekom als Partner. Diese Vertragsabschlüsse bilden den Grundstein für die Umsatzentwicklung der kommenden Jahre. Effizienzsteigerungsmaßnahmen, die im technologischen Fortschritt begründet sind, und Kostensenkungsmaßnahmen zeigten auf der Kostenseite bereits erfreuliche Auswirkungen und werden fortgeführt. Die Telekom IT entwickelt als Konzerndienstleister die IT-Landschaft innerhalb des Konzerns Deutsche Telekom stetig weiter. Dabei tragen standardisierte und optimierte Systeme wesentlich dazu bei, ein konsequentes Effizienz-Management zu betreiben und die IT-Kosten im Konzern weiterhin zu optimieren. Insgesamt erwarten wir für das operative Segment Systemgeschäft in 2013 im Umsatz einen stabilen Verlauf sowie eine leicht positive Entwicklung des bereinigten EBITDA. Für 2014 wird sowohl im Umsatz als auch im bereinigten EBITDA eine leicht positive Entwicklung erwartet. Der konzernexterne Umsatz des operativen Segments wird in 2013 und 2014 steigend, die Umsatzerlöse mit anderen Konzerneinheiten aufgrund der Effizienzbemühungen sinkend erwartet. Unsere mittelfristigen Erwartungen für das operative Segment Systemgeschäft, die wir auf unserem Kapitalmarkttag im Dezember 2012 veröffentlicht haben, sind in TABELLE T 046 dargestellt: T 046 Ambitionsniveau 2015. scroll Umsatza,b Über Marktwachstum (erwartete durchschnittliche Wachstumsrate ≈ 2 %) Qualität TRIM-Indexc über Durchschnitt der Wettbewerber und > 70 Punkte EBIT-Margea (bereinigt um Sondereinflüsse) ca. 4 % Telekom IT Reduzierung der IT-Aufwendungen um ≈ 1 Mrd. € auf Benchmark-Niveau a Das Ambitionsniveau bei Umsatz und bereinigter EBIT-Marge bezieht sich jeweils auf die Market Unit. b Umsatz: 2 % jährliche durchschnittliche Wachstumsrate für den adressierbaren Markt erwartet; gewichtet nach der T-Systems Umsatzaufteilung in Telekommunikation/Informationstechnologie (TK/IT). c TRIM (Measuring, Managing und Monitoring) ist ein standardisiertes Kennzahlensystem für die Kundenzufriedenheit und beruht auf Kundenbefragungen. Konzernzentrale & Shared Services. Das bereinigte EBITDA wird im Wesentlichen durch die Aufwendungen der Konzernzentrale und die Aktivitäten zum Personalumbau über Vivento negativ beeinflusst. Dem stehen positive Ergebnisbeiträge aus den Shared Services und dem Innovationsbereich Digital Business Unit (DBU) gegenüber. Für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 erwarten wir ein fortgeführtes Kosten-Management in den Shared Services, welches das EBITDA positiv beeinflussen wird. Die mit dem Projekt "Shape Headquarters" angestoßenen Optimierungen wirken sich ebenfalls positiv aus, werden aber 2013 durch Remanenzkosten in ihrer Wirkung noch gedämpft. Die im Geschäftsjahr 2012 neu aufgestellte DBU wird 2013 mit umfangreichen Marktinvestitionen die Basis für ein stärkeres Wachstum verbreitern. Diese kostenintensiven Aktivitäten in den innovativen Wachstumsfeldern (z. B. Cloud Services, Payment, Media Business) der DBU werden in 2013 das bereinigte EBITDA belasten. Insgesamt erwarten wir für die Konzernzentrale & Shared Services, dass die in 2012 und 2013 initiierten Maßnahmen, die wir v. a. im Bereich der DBU ergreifen werden, zu einem rückläufigen bereinigten EBITDA 2013 führen, aber eine spürbare Verbesserung des EBITDA ab 2014 bewirken werden. 1 Die Prognosen zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung enthalten vorausschauende Aussagen über künftige Entwicklungen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements beruhen. Wörter wie "antizipieren", "annehmen", "glauben", "einschätzen", "erwarten", "beabsichtigen", "können/könnten", "planen", "anstreben", "sollten", "werden", "wollen" und ähnliche Begriffe kennzeichnen vorausschauende Aussagen. Diese vorausschauenden Aussagen enthalten Aussagen zur erwarteten Entwicklung in Bezug auf Umsatzerlöse, bereinigtes EBITDA, Investitionen und Free Cashflow. Solche Aussagen sind Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Beispiele hierfür sind ein konjunktureller Abschwung in Europa oder Nordamerika, Veränderungen der Wechselkurse und Zinssätze, der Ausgang von Streitigkeiten, an denen die Deutsche Telekom beteiligt ist, sowie wettbewerbs- und ordnungspolitische Entwicklungen. □ Einige Unsicherheitsfaktoren oder andere Unwägbarkeiten, die die Fähigkeit, die Ziele zu erreichen, beeinflussen können, werden im Kapitel "Risiko- und Chancen-Management" im zusammengefassten Lagebericht und im "Haftungsausschluss" am Ende des Geschäftsberichts beschrieben. Sollten diese oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen. Wir garantieren nicht, dass sich unsere vorausschauenden Aussagen als richtig erweisen. Die hier enthaltenen vorausschauenden Aussagen basieren auf der aktuellen Konzernstruktur, wobei unter Umständen noch zu beschließende Akquisitionen, Veräußerungen, Unternehmenszusammenschlüsse oder Joint Ventures unberücksichtigt bleiben. Diese Aussagen werden im Hinblick auf die Gegebenheiten am Tag der Veröffentlichung dieses Dokuments getroffen. Wir haben - unbeschadet bestehender kapitalmarktrechtlicher Verpflichtungen - weder die Absicht noch übernehmen wir eine Verpflichtung, vorausschauende Aussagen laufend zu aktualisieren. DER KONZERNABSCHLUSS KONZERN-BILANZ. T 047 AKTIVA scroll Angabe 31.12.2012 Mio. € 31.12.2011 Mio. € KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 15 019 15 865 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1 4 026 3 749 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 2 6 417 6 557 Ertragsteuerforderungen 25 95 129 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 8 2 020 2 373 Vorräte 3 1 106 1 084 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 4 90 436 Übrige Vermögenswerte 9 1 265 1 537 LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 92 923 106 677 Immaterielle Vermögenswerte 5 41 732 50 097 Sachanlagen 6 37 522 41 927 Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 7 6 726 6 873 Sonstige finanzielle Vermögenswerte 8 1 901 2 096 Aktive latente Steuern 25 4 714 4 449 Übrige Vermögenswerte 9 328 1 235 BILANZSUMME 107 942 122 542 PASSIVA scroll Angabe 31.12.2012 Mio. € 31.12.2011 Mio. € KURZFRISTIGE SCHULDEN 23 008 24 338 Finanzielle Verbindlichkeiten 10 9 260 10 219 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 11 6 445 6 436 Ertragsteuerverbindlichkeiten 25 440 577 Sonstige Rückstellungen 13 2 899 3 217 Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen 4 9 - Übrige Schulden 14 3 955 3 889 LANGFRISTIGE SCHULDEN 54 391 58 263 Finanzielle Verbindlichkeiten 10 35 354 38 099 Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 12 7 280 6 095 Sonstige Rückstellungen 13 1 862 1 689 Passive latente Steuern 25 5 990 8 492 Übrige Schulden 14 3 905 3 888 SCHULDEN 77 399 82 601 EIGENKAPITAL 15 30 543 39 941 Gezeichnetes Kapital 11 063 11 063 Eigene Anteile (6) (6) 11 057 11 057 Kapitalrücklage 51 506 51 504 Gewinnrücklagen einschließlich Ergebnisvortrag (29 212) (25 498) Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis (2 176) (2 326) Konzernüberschuss/(-fehlbetrag) (5 255) 557 ANTEILE DER EIGENTÜMER DES MUTTERUNTERNEHMENS 25 920 35 294 Anteile anderer Gesellschafter 4 623 4 647 BILANZSUMME 107 942 122 542 KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG. T 048 scroll Angabe 2012 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € UMSATZERLÖSE 58 169 58 653 62 421 Umsatzkosten 17 (34 202) (33 885) (35 725) BRUTTOERGEBNIS VOM UMSATZ 23 967 24 768 26 696 Vertriebskosten 18 (13 997) (14 060) (14 620) Allgemeine Verwaltungskosten 19 (4 852) (5 284) (5 252) Sonstige betriebliche Erträge 20 2 968 4 362 1 498 Sonstige betriebliche Aufwendungen 21 (11 896) (4 200) (2 817) BETRIEBSERGEBNIS (3 810) 5 586 5 505 Zinsergebnis 22 (2 033) (2 325) (2 500) Zinserträge 306 268 349 Zinsaufwendungen (2 339) (2 593) (2 849) Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen 23 (154) (73) (57) Sonstiges Finanzergebnis 24 (233) (169) (253) FINANZERGEBNIS (2 420) (2 567) (2 810) ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN (6 230) 3 019 2 695 Ertragsteuern 1 473 (2 349) (935) ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) (4 757) 670 1 760 ZURECHNUNG DES ÜBERSCHUSSES/(FEHLBETRAGS) AN DIE Eigentümer des Mutterunternehmens (Konzernüberschuss/(-fehlbetrag)) (5 255) 557 1 695 Anteile anderer Gesellschafter 26 498 113 65 ERGEBNIS JE AKTIE 27 Unverwässert € (1,22) 0,13 0,39 Verwässert € (1,22) 0,13 0,39 KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG. T 049 scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) (4 757) 670 1 760 Im Eigenkapital ausgewiesene Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Plänen (siehe ANGABE 12) (1 818) 177 (32) Neubewertung im Rahmen von Unternehmenserwerben 0 0 (2) Gewinne und Verluste aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Geschäftsbetriebe Erfolgswirksame Änderung 4 0 2 151 Erfolgsneutrale Änderung 318 10 1 547 Gewinne und Verluste aus der Neubewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten Erfolgswirksame Änderung (227) 0 0 Erfolgsneutrale Änderung 33 242 (3) Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten Erfolgswirksame Änderung 9 200 0 Erfolgsneutrale Änderung (197) (765) 58 Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 0 0 28 Sonstige direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 0 0 0 Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen 631 102 (5) SONSTIGES ERGEBNIS (1 247) (34) 3 742 GESAMTERGEBNIS (6 004) 636 5 502 ZURECHNUNG DES GESAMTERGEBNISSES AN DIE Eigentümer des Mutterunternehmens (6 366) 425 5 443 Anteile anderer Gesellschafter 362 211 59 KONZERN-EIGENKAPITAL-VERÄNDERUNGSRECHNUNG. T 050 scroll Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens Anzahl der Aktien Bezahltes Eigenkapital Erwirtschaftetes Konzern-Eigenkapital Tsd. Gezeichnetes Kapital Mio. € Eigene Anteile Mio. € Kapitalrücklage Mio. € Gewinnrücklagen einschließlich Ergebnisvortrag Mio. € Konzern- überschuss/ (-fehlbetrag) Mio. € STAND ZUM 1. JANUAR 2010 4 361 320 11 165 (5) 51 530 (20 951) 353 Veränderung Konsolidierungskreis Gewinnvortrag 353 (353) Dividendenausschüttungen (3 386) Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen/ Share Matching Plan 3 2 Kapitalherabsetzung (40 001) (102) 102 (400) Überschuss/ (Fehlbetrag) 1 695 Sonstiges Ergebnis (52) Transfer in Gewinnrücklagen 79 STAND ZUM 31. DEZEMBER 2010 4 321 319 11 063 (5) 51 635 (24 355) 1 695 STAND ZUM 1. JANUAR 2011 4 321 319 11 063 (5) 51 635 (24 355) 1 695 Veränderung Konsolidierungskreis (131) Gewinnvortrag 1 695 (1 695) Dividendenausschüttungen (3 011) Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen/ Share Matching Plan Aktienrückkauf (1) (2) Überschuss/ (Fehlbetrag) 557 Sonstiges Ergebnis 105 Transfer in Gewinnrücklagen 70 STAND ZUM 31. DEZEMBER 2011 4 321 319 11 063 (6) 51 504 (25 498) 557 STAND ZUM 1. JANUAR 2012 4 321 319 11 063 (6) 51 504 (25 498) 557 Veränderung Konsolidierungskreis Gewinnvortrag 557 (557) Dividendenausschüttungen (3 010) Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen/ Share Matching Plan 2 Überschuss/ (Fehlbetrag) (5 255) Sonstiges Ergebnis (1 264) Transfer in Gewinnrücklagen 3 STAND ZUM 31. DEZEMBER 2012 4 321 319 11 063 (6) 51 506 (29 212) (5 255) scroll Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis Währungs- umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe Mio. € Neubewertungs- rücklage Mio. € Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte Mio. € Sicherungs- instrumente Mio. € Übriges sonstiges Ergebnis Mio. € Steuern Mio. € STAND ZUM 1. JANUAR 2010 (6 577) 118 (3) 1 037 0 (313) Veränderung Konsolidierungskreis Gewinnvortrag Dividendenausschüttungen Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen/ Share Matching Plan Kapitalherabsetzung Überschuss/ (Fehlbetrag) Sonstiges Ergebnis 3 734 (2) (1) 85 (16) Transfer in Gewinnrücklagen (79) STAND ZUM 31. DEZEMBER 2010 (2 843) 37 (4) 1 122 0 (329) STAND ZUM 1. JANUAR 2011 (2 843) 37 (4) 1 122 0 (329) Veränderung Konsolidierungskreis (2) Gewinnvortrag Dividendenausschüttungen Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen/ Share Matching Plan Aktienrückkauf Überschuss/ (Fehlbetrag) Sonstiges Ergebnis 67 106 (565) 155 Transfer in Gewinnrücklagen (70) STAND ZUM 31. DEZEMBER 2011 (2 778) (33) 102 557 0 (174) STAND ZUM 1. JANUAR 2012 (2 778) (33) 102 557 0 (174) Veränderung Konsolidierungskreis Gewinnvortrag Dividendenausschüttungen Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen/ Share Matching Plan Überschuss/ (Fehlbetrag) Sonstiges Ergebnis 330 (59) (188) 70 Transfer in Gewinnrücklagen (3) STAND ZUM 31. DEZEMBER 2012 (2 448) (36) 43 369 0 (104) scroll Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens Summe Mio. € Anteile anderer Gesellschafter Mio. € Gesamt Konzern- Eigenkapital Mio. € STAND ZUM 1. JANUAR 2010 36 354 5 583 41 937 Veränderung Konsolidierungskreis 0 (23) (23) Gewinnvortrag 0 0 Dividendenausschüttungen (3 386) (612) (3 998) Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen/ Share Matching Plan 5 5 10 Kapitalherabsetzung (400) (400) Überschuss/(Fehlbetrag) 1 695 65 1 760 Sonstiges Ergebnis 3 748 (6) 3 742 Transfer in Gewinnrücklagen 0 0 STAND ZUM 31. DEZEMBER 2010 38 016 5 012 43 028 STAND ZUM 1. JANUAR 2011 38 016 5 012 43 028 Veränderung Konsolidierungskreis (133) (77) (210) Gewinnvortrag 0 0 Dividendenausschüttungen (3 011) (497) (3 508) Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen/ Share Matching Plan 0 (2) (2) Aktienrückkauf (3) (3) Überschuss/(Fehlbetrag) 557 113 670 Sonstiges Ergebnis (132) 98 (34) Transfer in Gewinnrücklagen 0 0 STAND ZUM 31. DEZEMBER 2011 35 294 4 647 39 941 STAND ZUM 1. JANUAR 2012 35 294 4 647 39 941 Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 Gewinnvortrag 0 0 Dividendenausschüttungen (3 010) (387) (3 397) Kapitalerhöhung aus Aktienoptionen/ Share Matching Plan 2 1 3 Überschuss/(Fehlbetrag) (5 255) 498 (4 757) Sonstiges Ergebnis (1 111) (136) (1 247) Transfer in Gewinnrücklagen 0 0 STAND ZUM 31. DEZEMBER 2012 25 920 4 623 30 543 KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG. T 051 scroll Angabe 31 2012 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € ÜBERSCHUSS/(FEHLBETRAG) (4 757) 670 1 760 Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 21 957 14 436 11 808 Ertragsteueraufwand/(-ertrag) (1 473) 2 349 935 Zinsaufwand/(-ertrag) 2 033 2 325 2 500 Sonstiges Finanzergebnis 233 169 253 Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen 154 73 57 Ergebnis aus dem Abgang vollkonsolidierter Gesellschaften (6) (4) 349 Sonstiger betrieblicher Ertrag aus dem Rahmenvertrag mit Crown Castle über die Vermietung und Nutzung von Funktürmen in den USA (1 444) - - Zahlungsunwirksame Vorgänge im Zusammenhang mit der Ausfallentschädigung von AT&T - (705) - Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge 15 27 (21) Ergebnis aus dem Abgang immaterieller Vermögenswerte und Sachanlagen (83) 28 90 Veränderung aktives Working Capital (24) 690 (243) Veränderung der Rückstellungen 319 535 (68) Veränderung übriges passives Working Capital (1 080) (1 578) (209) Erhaltene/(Gezahlte) Ertragsteuern (694) (778) (819) Erhaltene Dividenden 490 515 412 Nettozahlungen aus dem Abschluss und der Auflösung von Zinsswaps 122 - 265 OPERATIVER CASHFLOW 15 762 18 752 17 069 Gezahlte Zinsen (3 060) (3 397) (3 223) Erhaltene Zinsen 875 859 885 CASHFLOW AUS GESCHÄFTSTÄTIGKEIT 13 577 16 214 14 731 Auszahlungen für Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte (2 120) (1 837) (2 978) Sachanlagen (6 312) (6 569) (6 873) Langfristige finanzielle Vermögenswerte (1 028) (430) (997) Anteile vollkonsolidierter Gesellschaften und Geschäftseinheiten (19) (1 239) (448) Einzahlungen aus Abgängen von Immateriellen Vermögenswerten 26 20 26 Sachanlagen 187 336 318 Funktürmen aus dem Rahmenvertrag mit Crown Castle in den USA 1 769 - - Langfristigen finanziellen Vermögenswerten 549 61 162 Anteilen vollkonsolidierter Gesellschaften und Geschäftseinheiten 50 5 4 Veränderung der Zahlungsmittel (Laufzeit mehr als 3 Monate), Wertpapiere und Forderungen des kurzfristigen finanziellen Vermögens 219 339 491 Sonstiges 8 39 (416) CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT (6 671) (9 275) (10 711) Aufnahme kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten 22 664 66 349 30 046 Rückzahlung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten (29 064) (71 685) (34 762) Aufnahme mittel- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten 3 539 3 303 3 219 Rückzahlung mittel- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten (171) (51) (149) Dividendenausschüttungen (3 400) (3 521) (4 003) Aktienrückkauf - (3) (400) Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten (169) (163) (139) Sonstiges - (187) (181) CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT (6 601) (5 958) (6 369) Auswirkung von Kursveränderungen auf die Zahlungsmittel (Laufzeit bis 3 Monate) (28) (40) 50 Zahlungsmittelveränderung im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen - - 85 NETTOVERÄNDERUNG DER ZAHLUNGSMITTEL (LAUFZEIT BIS 3 MONATE) 277 941 (2 214) BESTAND AM ANFANG DES JAHRES 3 749 2 808 5 022 BESTAND AM ENDE DES JAHRES 4 026 3 749 2 808 KONZERN-ANHANG. GRUNDLAGEN UND METHODEN. ALLGEMEINE ANGABEN. Der Deutsche Telekom Konzern (im Nachfolgenden Deutsche Telekom oder Konzern genannt) ist eines der weltweit führenden Dienstleistungsunternehmen der Telekommunikations- und Informationstechnologiebranche. Die Deutsche Telekom bietet Kunden Produkte und Services rund um das Vernetzte Leben und Arbeiten an. Dabei berichtet die Deutsche Telekom die vier operativen Segmente Deutschland, Europa, USA, Systemgeschäft sowie die Konzernzentrale & Shared Services. Die Gesellschaft wurde am 2. Januar 1995 unter der Firma Deutsche Telekom AG in das Handelsregister beim Amtsgericht Bonn (HRB 6794) eingetragen. Sitz der Gesellschaft ist Bonn, Deutschland. Die Anschrift lautet: Deutsche Telekom AG, Friedrich-Ebert-Allee 140, 53113 Bonn. Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht. Diese Entsprechenserklärung kann auch über die Internet-Seite der Deutschen Telekom (WWW.TELEKOM.COM) unter dem Pfad INVESTOR RELATIONS/CORPORATE GOVERNANCE/ENTSPRECHENSERKLÄRUNG eingesehen werden. Die Aktien der Deutschen Telekom AG werden neben Frankfurt am Main auch an anderen deutschen Börsen gehandelt. Der von der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss der Deutschen Telekom AG sowie der Konzernabschluss der Deutschen Telekom AG werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Geschäftsbericht kann bei der Deutschen Telekom AG, Bonn, Investor Relations, angefordert bzw. auf der Internet-Seite der Deutschen Telekom (WWW.TELEKOM.COM) eingesehen werden. Der Konzernabschluss der Deutschen Telekom für das Geschäftsjahr 2012 wurde am 12. Februar 2013 durch den Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben. GRUNDLAGEN DER BILANZIERUNG. Der Konzernabschluss der Deutschen Telekom wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt. Alle vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen und zum Zeitpunkt der Aufstellung des vorliegenden Konzernabschlusses geltenden und von der Deutschen Telekom angewendeten IFRS wurden von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der EU übernommen. Der Konzernabschluss der Deutschen Telekom entspricht damit auch den durch das IASB veröffentlichten IFRS. Im Folgenden wird daher einheitlich der Begriff IFRS verwendet. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. In der Konzern-Bilanz werden Vergleichszahlen für einen Abschluss-Stichtag angegeben. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie der Konzern-Kapitalflussrechnung werden Vergleichszahlen für zwei Vorjahre angegeben. Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Konzern-Anhang grundsätzlich detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren gegliedert. Dabei werden den Umsatzerlösen die zu ihrer Erzielung angefallenen Aufwendungen gegenübergestellt, die den Funktionsbereichen Herstellung, Vertrieb und allgemeine Verwaltung zugeordnet werden. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die Abschlüsse der Deutschen Telekom AG und deren Tochterunternehmen werden unter Beachtung der einheitlich für den Konzern geltenden Ansatz- und Bewertungsmethoden in den Konzernabschluss einbezogen. ERSTMALS IM GESCHÄFTSJAHR ANZUWENDENDE STANDARDS, INTERPRETATIONEN UND ÄNDERUNGEN VON STANDARDS UND INTERPRETATIONEN. Die Deutsche Telekom hat folgende Verlautbarungen bzw. Änderungen von Verlautbarungen des IASB im Geschäftsjahr erstmals angewandt: T 052 scroll Verlautbarung Datum der Veröffentlichung durch das IASB Titel IFRS 7 7. Oktober 2010 Disclosures - Transfers of Financial Assets IAS 12 20. Dezember 2010 Deferred Tax - Recovery of Underlying Assets Im Oktober 2010 hat das IASB die Verlautbarung "Disclosures -Transfers of Financial Assets" als Ergänzung zu IFRS 7 "Financial Instruments: Disclosures" veröffentlicht. Die Änderung schreibt quantitative und qualitative Angaben zu solchen Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten vor, bei denen die übertragenen Vermögenswerte vollständig ausgebucht werden oder beim übertragenden Unternehmen ein anhaltendes Engagement (Continuing Involvement) verbleibt. Dadurch soll den Anwendern ein besserer Einblick in solche Transaktionen (z. B. Verbriefungen) ermöglicht und die potenziellen Auswirkungen zurückbehaltener Risiken auf das übertragende Unternehmen dargestellt werden. Die Neufassung des Standards verlangt außerdem zusätzliche Angaben, falls ein unangemessen hoher Anteil solcher Transaktionen in zeitlicher Nähe zum Abschluss-Stichtag vorgenommen wird. Die Änderung ist erstmals anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen. Diese Verlautbarung wurde im November 2011 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Aus der Anwendung des Standards resultieren erweiterte Anhangangaben, insbesondere in Bezug auf Factoring-Transaktionen. Das IASB hat im Dezember 2010 die Verlautbarung "Deferred Tax: Recovery of Underlying Assets - Amendments to IAS 12" veröffentlicht. Die neue Verlautbarung stellt klar, welche Art der Realisierung für bestimmte Vermögenswerte zu unterstellen ist. Dies ist wichtig in Fällen, in denen sich je nach Art der Realisierung unterschiedliche Steuerkonsequenzen ergeben. Die Verlautbarung setzt die widerlegbare Vermutung, dass der Buchwert einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie, die durch den IAS 40 "Investment Property" zum beizulegenden Zeitwert bewertet wird, durch Verkauf realisiert wird. Des Weiteren gilt in jedem Fall die unwiderlegbare Vermutung, dass der Buchwert eines nicht abnutzbaren Vermögenswerts, der nach dem Neubewertungsmodell des IAS 16 "Property, Plant and Equipment" zum Neubewertungsbetrag bewertet wird, durch Verkauf realisiert wird. Durch die neue Verlautbarung wird die Interpretation SIC-21 "Income Taxes -Recovery of Revalued Non-Depreciable Assets" außer Kraft gesetzt. Die Verlautbarung wurde im Dezember 2012 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen und ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnen. Die Deutsche Telekom wendet die Verlautbarung seit dem 1. Januar 2012 an. Sie hat keine wesentliche Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows. VERÖFFENTLICHTE, ABER NOCH NICHT ANGEWENDETE STANDARDS, INTERPRETATIONEN UND ÄNDERUNGEN. Das IASB hat im November 2009 IFRS 9 "Financial Instruments" veröffentlicht. Der Standard ist das Ergebnis der ersten von drei Phasen des Projekts zum Ersatz des IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement" durch IFRS 9. IFRS 9 regelt die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten. Die Regelungen zu Wertminderungen von Finanzinstrumenten und Hedge Accounting werden derzeit vom IASB überarbeitet. IFRS 9 ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Die Verlautbarung wurde bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Der Prozess zur Übernahme der Verlautbarung in europäisches Recht ist derzeit ausgesetzt. Vorperioden brauchen bei erstmaliger Anwendung nicht geändert zu werden, wobei Angabepflichten zu den sich aus der Erstanwendung ergebenden Effekten bestehen. Die Deutsche Telekom prüft die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows. Im Oktober 2010 hat das IASB die Vorschriften zur Bilanzierung von finanziellen Verbindlichkeiten veröffentlicht. Diese werden in IFRS 9 "Financial Instruments" integriert und ersetzen die hierzu existierenden Vorschriften in IAS 39 "Financial Instruments: Recognition and Measurement". Die neue Verlautbarung übernimmt die Vorschriften zur Einbuchung und Ausbuchung sowie die meisten Vorschriften zu Klassifizierung und Bewertung unverändert aus IAS 39. Vorperioden brauchen bei erstmaliger Anwendung nicht geändert zu werden, wobei Angabepflichten zu den sich aus der Erstanwendung ergebenden Effekten bestehen. Die Verlautbarung ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen. Diese Verlautbarung wurde bislang noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Der Prozess zur Übernahme der Verlautbarung in europäisches Recht ist derzeit ausgesetzt. Die Deutsche Telekom prüft die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows. Das IASB hat im Mai 2011 drei neue IFRS (IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12) sowie zwei überarbeitete Standards (IAS 27, IAS 28) zur Bilanzierung von Beteiligungen an Tochterunternehmen, gemeinschaftlichen Vereinbarungen und assoziierten Unternehmen veröffentlicht. Die Regelungen wurden im Dezember 2012 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Innerhalb der Europäischen Union sind die Regelungen für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, anzuwenden. Die Deutsche Telekom beabsichtigt keine frühere Anwendung. Die Anwendung der neuen und geänderten IFRS wird Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom haben. Davon ausgenommen ist allerdings die Neufassung des IAS 27, da dieser sich nunmehr ausschließlich auf den Einzelabschluss erstreckt, die Deutsche Telekom hingegen keinen IFRS-Einzelabschluss gemäß § 325 Abs. 2a HGB erstellt. ― Mit IFRS 10 "Consolidated Financial Statements" führt das IASB ein einheitliches Konsolidierungskonzept ein. Damit wird die bisherige Unterscheidung zwischen klassischen Tochterunternehmen (IAS 27) und Zweckgesellschaften (SIC-12) aufgegeben. Beherrschung (Control) besteht dann und nur dann, wenn ein Investor über die Entscheidungsmacht verfügt, variablen Rückflüssen ausgesetzt ist oder ihm Rechte bezüglich der Rückflüsse zustehen und infolge der Entscheidungsmacht in der Lage ist, die Höhe der variablen Rückflüsse zu beeinflussen. Mit Inkrafttreten des IFRS 10 wird SIC-12 "Consolidation - Special Purpose Entities" aufgehoben; ebenfalls aufgehoben werden die konzernabschlussrelevanten Vorschriften des IAS 27 "Consolidated and Separate Financial Statements". ― IFRS 11 "Joint Arrangements" wird IAS 31 "Interests in Joint Ventures" sowie SIC-13 "Jointly Controlled Entities - Non-Monetary Contributions by Venturers" ersetzen. Er regelt die Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) und von gemeinschaftlichen Tätigkeiten (Joint Operations). Mit Aufhebung von IAS 31 ist die Anwendung der Quotenkonsolidierungsmethode für Gemeinschaftsunternehmen nicht länger zulässig. Die Anwendung der Equity-Methode ist nunmehr in der Neufassung des IAS 28 "Interests in Associates and Joint Ventures" geregelt und erstreckt sich sowohl auf assoziierte Unternehmen als auch auf Gemeinschaftsunternehmen. Bei Bestehen einer gemeinschaftlichen Tätigkeit werden die zurechenbaren Vermögenswerte, Schulden, Aufwendungen und Erträge gemäß der Beteiligungsquote unmittelbar in den Konzern- und Jahresabschluss des Joint Operators übernommen. ― In IFRS 12 "Disclosure of Interests in Other Entities" werden sämtliche Angabepflichten, die im Konzernabschluss in Bezug auf Tochterunternehmen, gemeinschaftliche Vereinbarungen und assoziierte Unternehmen sowie nicht konsolidierte strukturierte Unternehmen zu tätigen sind, zentral gebündelt. ― Die Neufassung des IAS 27 "Separate Financial Statements" regelt ausschließlich die bilanzielle Abbildung von Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierten Unternehmen im Jahresabschluss sowie zugehörige Anhangangaben (Einzelabschluss gemäß § 325 Abs. 2a HGB). ― Die Neufassung des IAS 28 "Investments in Associates and Joint Ventures" regelt die Einbeziehung von Anteilen an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode. Ebenfalls im Mai 2011 hat das IASB den IFRS 13 "Fair Value Measurement" veröffentlicht. Mit dieser Veröffentlichung schafft das IASB einen einheitlichen übergreifenden Standard zur Fair Value-Bewertung. IFRS 13 ist prospektiv anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. IFRS 13 regelt, wie zum Fair Value zu bewerten ist, sofern ein anderer IFRS die Fair Value-Bewertung (oder die Fair Value-Angabe) vorschreibt. Es gilt eine neue Fair Value-Definition, die den Fair Value als Veräußerungspreis einer tatsächlichen oder hypothetischen Transaktion zwischen beliebigen unabhängigen Marktteilnehmern unter marktüblichen Bedingungen am Bewertungs-Stichtag charakterisiert. Der Standard gilt nahezu allumfassend, lediglich IAS 2 "Inventories", IAS 17 "Leases" und IFRS 2 "Share-based Payment" sind ausgenommen. Während für Finanzinstrumente der Umfang dieser Vorschriften nahezu unverändert bleibt, ist dies für andere Sachverhalte (z. B. als Finanzinvestition gehaltene Immobilien, immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen) nunmehr umfassender bzw. präziser geregelt. Die bereits bekannte dreistufige Fair Value-Hierarchie ist übergreifend anzuwenden. Die Anwendung des IFRS 13 führt voraussichtlich zu erweiterten Anhangangaben im Abschluss der Deutschen Telekom. Die Regelungen wurden im Dezember 2012 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Das IASB hat im Juni 2011 Änderungen zu IAS 1 "Presentation of Financial Statements" veröffentlicht. Die Änderungen verlangen, dass die im sonstigen Ergebnis dargestellten Posten in zwei Kategorien unterteilt werden müssen - in Abhängigkeit davon, ob sie in Zukunft in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden (Recycling). Die Änderungen zu IAS 1 sind anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen, und wurden im Juni 2012 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Deutsche Telekom wird ab dem Geschäftsjahr 2013 die oben dargestellten Änderungen in der Gesamtergebnisrechnung anwenden. Ebenfalls im Juni 2011 hat das IASB Änderungen zu IAS 19 "Employee Benefits" veröffentlicht. Die Änderungen führen zum Wegfall bestehender Wahlrechte bei der Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste. Weitere Änderungen betreffen die Erfassung von nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand und die Darstellung des Nettozinsergebnisses bei leistungsorientierten Pensionsplänen sowie die Unterscheidung zwischen Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Termination Benefits) und anderen Leistungen an Arbeitnehmer. Die Eliminierung der sog. "Korridormethode" hat für die Deutsche Telekom keine Relevanz, da versicherungsmathematische Gewinne und Verluste bereits unter dem geltenden Standard sofort in voller Höhe und ausschließlich erfolgsneutral innerhalb des Eigenkapitals erfasst werden. Die Änderungen bei der Erfassung von nachzuverrechnendem Dienstzeitaufwand haben keine wesentliche Auswirkung, weil aufgrund der derzeitigen Struktur der Pensionsansprüche nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand in wesentlichem Umfang nur im Zusammenhang mit unverfallbaren Ansprüchen entsteht. Aufgrund des vergleichsweise geringen Planvermögens ist hinsichtlich der Höhe und Darstellung des Nettozinsergebnisses bei leistungsorientierten Pensionsplänen ebenfalls nicht mit wesentlichen Auswirkungen zu rechnen. Die Änderungen bei Definition und Ansatz von Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Termination Benefits) können wesentliche Auswirkungen auf die Höhe der Personalrückstellungen und den Personalaufwand haben, da es unter IAS 19.166 (2011) unter bestimmten Umständen zu einem späteren Ansatz von Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Termination Benefits) kommen kann. Die Deutsche Telekom hat im Inland in den letzten Jahren in wesentlichem Umfang Abfindungsangebote auf verschiedenen Rechtsgrundlagen an die Mitarbeiter im Inland unterbreitet und wird dies voraussichtlich auch in Zukunft tun. Die quantitativen Auswirkungen zu den jeweiligen Abschluss-Stichtagen hängen jedoch stark von der rechtlichen und zeitlichen Gestaltung zukünftiger Programme ab. Aufgrund der geänderten Definition dürfen die Aufstockungsbeträge in Altersteilzeitprogrammen zukünftig nicht mehr als Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses klassifiziert werden und müssen daher über den Zeitraum der Erdienung angesammelt werden. Altersteilzeitprogramme der Deutschen Telekom, die nach 2007 angeboten wurden, sind aufgrund der rechtlichen und wirtschaftlichen Eigenheiten nicht mehr als Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses klassifiziert worden. Aus diesem Grund hat diese Änderung keine wesentlichen Auswirkungen. Darüber hinaus werden Angabepflichten erweitert, z. B. für Eigenschaften und Risiken von leistungsorientierten Plänen. Die Änderungen zu IAS 19 sind rückwirkend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, und wurden im Juni 2012 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Im Dezember 2011 hat das IASB in IAS 32 "Financial Instruments: Presentation" Präzisierungen zu den Saldierungsvorschriften veröffentlicht. Um die Saldierungsvoraussetzungen nach IAS 32 zu erfüllen, darf nach den neuen Vorschriften der für den Bilanzierenden zum gegenwärtigen Zeitpunkt bestehende Rechtsanspruch auf Saldierung nicht unter der Bedingung eines künftigen Ereignisses stehen und muss sowohl im ordentlichen Geschäftsverkehr als auch bei Verzug und Insolvenz einer Vertragspartei gelten. Des Weiteren wird bestimmt, dass ein Bruttoausgleichsmechanismus die Saldierungsvoraussetzungen nach IAS 32 erfüllt, sofern keine wesentlichen Kredit- und Liquiditätsrisiken verbleiben, Forderungen und Verbindlichkeiten in einem einzigen Verrechnungsprozess verarbeitet werden und er damit im Ergebnis äquivalent ist zu einem Nettoausgleich. Die neuen Vorschriften sind rückwirkend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, und wurden im Dezember 2012 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Deutsche Telekom prüft die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows, geht jedoch derzeit von keinen wesentlichen Änderungen aus. Ebenfalls im Dezember 2011 hat das IASB in IFRS 7 "Financial Instruments: Disclosures" erweiterte Angabepflichten zu Saldierungsrechten veröffentlicht. Neben erweiterten Angaben zu nach IAS 32 tatsächlich vorgenommenen Saldierungen werden für bestehende Saldierungsrechte unabhängig davon, ob eine Saldierung nach IAS 32 tatsächlich vorgenommen wird, Angabepflichten eingeführt. Die neuen Vorschriften sind rückwirkend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, und wurden im Dezember 2012 von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Deutsche Telekom prüft die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows und geht von erweiterten Angabepflichten aus. Im Mai 2012 hat das IASB "Annual Improvements to IFRSs 2009 -2011 Cycle" veröffentlicht, durch die fünf Standards geändert werden. Die neuen Vorschriften sind rückwirkend anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen, und wurden bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen. Die Deutsche Telekom prüft die hieraus resultierenden Effekte auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows und geht von keinen wesentlichen Änderungen aus. In den Änderungen zu IAS 1 "Presentation of Financial Statements" wird klargestellt, dass bei Angabe freiwilliger Vergleichsinformationen im Abschluss auch die diesbezüglichen Anhangangaben offenzulegen sind. Die Änderungen zu IAS 16 "Property, Plant and Equipment" haben zur Folge, dass Wartungsgeräte in Abhängigkeit der erwarteten Nutzungsdauer als Sachanlagen oder Vorräte auszuweisen sind. Änderungen zu IAS 32 "Financial Instruments: Presentation" stellen klar, dass Steuereffekte bei Ausschüttungen an Eigenkapitalgeber und bei Transaktionskosten einer Eigenkapitaltransaktion in Übereinstimmung mit IAS 12 auszuweisen sind. Aufgrund der Änderungen zu IAS 34 "Interim Financial Reporting" sind Angaben zu Segmentvermögen und Schulden nur dann notwendig, wenn diese Gegenstand der regelmäßigen Management-Berichterstattung sind und sich seit dem letzten Jahresabschluss wesentliche Änderungen ergeben haben. Die Änderungen an IFRS 1 "First-time Adoption of IFRS" haben auf die Deutsche Telekom keine Auswirkung. Im Juni 2012 hat das IASB Änderungen an den Übergangsvorschriften zu den im Mai 2011 verabschiedeten drei neuen Konsolidierungsstandards IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 veröffentlicht. Die Regelungen wurden bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen und sind voraussichtlich innerhalb der Europäischen Union für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, anzuwenden. Die Anwendung der neuen und geänderten IFRS wird Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom haben. Im November 2012 hat das IASB weitere Änderungen zu den Konsolidierungsstandards IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27 veröffentlicht. Die Änderungen betreffen die Konsolidierung von Investment-Gesellschaften. Die Regelungen wurden bisher noch nicht von der Europäischen Union in europäisches Recht übernommen und sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, anzuwenden. Die Anwendung der geänderten IFRS wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows der Deutschen Telekom haben. ÄNDERUNGEN DER BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGS-METHODEN UND ÄNDERUNGEN DER BERICHTSSTRUKTUR. Die Deutsche Telekom hat außer den dargestellten erstmals im Geschäftsjahr anzuwendenden Standards, Interpretationen und Änderungen von Standards und Interpretationen keine wesentlichen Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen. Seit dem 1. Januar 2012 weist die Deutsche Telekom die Aufgaben und Funktionen des Wachstumsgeschäfts Digital Services sowie des Internet-Dienstleisters STRATO, die zum 31. Dezember 2011 im Wesentlichen noch Bestandteile des operativen Segments Deutschland waren, gebündelt als Digital Business Unit (DBU) in der Konzernzentrale & Shared Services aus. Zum 1. Juli 2012 hat die Deutsche Telekom die IT-Konzerninfrastruktur neu formiert und die gesamte interne IT aus den zwei operativen Segmenten Deutschland und Systemgeschäft sowie der Konzernzentrale & Shared Services innerhalb des operativen Segments Systemgeschäft als neue Telekom IT gebündelt. ANSATZ UND BEWERTUNG. Die wesentlichen Aktiv- und Passivposten der Konzern-Bilanz werden wie nachfolgend dargestellt bewertet: T 053 scroll Bilanzposten Bewertungsgrundsatz Bilanzposten Bewertungsgrundsatz AKTIVA PASSIVA Kurzfristige Vermögenswerte Kurzfristige Schulden Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente Fortgeführte Anschaffungskosten Finanzielle Verbindlichkeiten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen Fortgeführte Anschaffungskosten Originäre finanzielle verzinsliche und unverzinsliche Verbindlichkeiten Fortgeführte Anschaffungskosten Ertragsteuerforderungen Betrag, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden erwartet wird, basierend auf Steuersätzen, die am Abschluss-Stichtag gelten oder in Kürze gelten werden Derivative finanzielle Verbindlichkeiten Beizulegender Zeitwert Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Fortgeführte Anschaffungskosten Sonstige finanzielle Vermögenswerte Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte Ertragsteuer- verbindlichkeiten Betrag, in dessen Höhe eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird, basierend auf Steuersätzen, die am Abschluss-Stichtag gelten oder in Kürze gelten werden Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen Fortgeführte Anschaffungskosten Sonstige Rückstellungen Barwert des künftigen Erfüllungsbetrags Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte Beizulegender Zeitwert bzw. Anschaffungskosten Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen Niedrigerer Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten Ausgereichte Darlehen und Forderungen Fortgeführte Anschaffungskosten Derivative finanzielle Vermögenswerte Beizulegender Zeitwert Vorräte Niedrigerer Wert aus Nettoveräußerungswert und Anschaffungs- oder Herstellungskosten Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen Niedrigerer Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten Langfristige Vermögenswerte Langfristige Schulden Immaterielle Vermögenswerte Finanzielle Verbindlichkeiten davon: Mit bestimmbarer Nutzungsdauer Fortgeführte Anschaffungskosten Originäre finanzielle verzinsliche und unverzinsliche Verbindlichkeiten Fortgeführte Anschaffungskosten davon: Mit unbestimmbarer Nutzungsdauer (inkl. Goodwill) Impairment Only-Ansatz Derivative finanzielle Verbindlichkeiten Beizulegender Zeitwert Sachanlagen Fortgeführte Anschaffungskosten Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen Versicherungsmathematisches Anwartschaftsbarwertverfahren Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen Fortgeführter anteiliger Wert des Eigenkapitals der Beteiligung Sonstige Rückstellungen Barwert des künftigen Erfüllungsbetrags Sonstige finanzielle Vermögenswerte Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte Passive latente Steuern Undiskontierte Bewertung anhand der Steuersätze, deren Gültigkeit für die Periode erwartet wird, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird Bis zur Endfälligkeit gehaltene Vermögenswerte Fortgeführte Anschaffungskosten Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte Beizulegender Zeitwert bzw. Anschaffungskosten Ausgereichte Darlehen und Forderungen Fortgeführte Anschaffungskosten Derivative finanzielle Vermögenswerte Beizulegender Zeitwert Aktive latente Steuern Undiskontierte Bewertung anhand der Steuersätze, deren Gültigkeit für die Periode erwartet wird, in der ein Vermögenswert realisiert oder eine Schuld erfüllt wird Die nachstehend dargestellten wesentlichen Regelungen zum Ansatz und zur Bewertung sind einheitlich für alle in diesem Konzernabschluss dargestellten Rechnungslegungsperioden angewendet worden. Immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) mit bestimmbarer Nutzungsdauer, einschließlich der UMTS- und LTE-Lizenzen, werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet und grundsätzlich planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Derartige Vermögenswerte sind im Wert gemindert, wenn der erzielbare Betrag - der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert - niedriger ist als der Buchwert. Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer (Mobilfunk-Lizenzen der Federal Communications Commission in den USA (FCC-Lizenzen)) werden zu Anschaffungskosten bewertet. Obwohl die FCC-Lizenzen grundsätzlich für eine vertraglich definierte Zeit vergeben werden, werden sie regelmäßig zu vernachlässigbaren Kosten erneuert. Daneben liegen keine sonstigen rechtlichen, regulatorischen, vertraglichen, wettbewerbsbedingten, wirtschaftlichen oder anderen Faktoren vor, die die Nutzungsdauer der Lizenzen beschränken. Sie werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich und zusätzlich immer dann, wenn Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen, auf ihre Werthaltigkeit untersucht und, sofern notwendig, auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Soweit die Gründe für zuvor erfasste Wertminderungen entfallen sind, werden diese Vermögenswerte bis auf den Wert zugeschrieben, der sich ergeben hätte, wenn in den früheren Perioden keine Wertminderungen erfasst worden wären. Die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethode der immateriellen Vermögenswerte werden mindestens an jedem Abschluss-Stichtag überprüft; wenn die Erwartungen von den bisherigen Schätzungen abweichen, werden die entsprechenden Änderungen gemäß IAS 8 als Änderungen von Schätzungen erfasst. Die planmäßige Abschreibung von Mobilfunk-Lizenzen beginnt, sobald das zugehörige Netz betriebsbereit ist. Die Nutzungsdauern von Mobilfunk-Lizenzen werden auf der Grundlage verschiedener Faktoren festgelegt, u. a. der Laufzeit der von der jeweiligen nationalen Regulierungsbehörde gewährten Lizenzen, der Verfügbarkeit und der erwarteten Kosten für die Erneuerung der Lizenzen sowie der Entwicklung künftiger Technologien. Die Restnutzungsdauern wesentlicher Mobilfunk-Lizenzen der Deutschen Telekom betragen: T 054 scroll Mobilfunk-Lizenzen Jahre FCC-Lizenzen unbestimmbar LTE-Lizenzen 13 UMTS-Lizenzen 8 bis 17 GSM-Lizenzen 2 bis 24 Ausgaben für Entwicklung werden aktiviert, sofern die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, und planmäßig über ihre Nutzungsdauer abgeschrieben. Forschungsausgaben werden im Entstehungszeitpunkt verursachungsgemäß als Aufwand erfasst. Der Goodwill wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern auf der Basis des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Goodwill zugeordnet ist, auf eine Wertminderung untersucht (Impairment Only-Ansatz). Der Werthaltigkeitstest wird regelmäßig am Ende eines jeden Geschäftsjahres durchgeführt und zusätzlich auch immer dann, wenn Anzeichen dafür vorliegen, dass die zahlungsmittelgenerierende Einheit in ihrem Wert gemindert ist. Im Rahmen der Überprüfung auf Wertminderung wird der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbene Goodwill jeder einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet, die voraussichtlich von den Synergien aus dem Zusammenschluss profitiert. Übersteigt der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, welcher der Goodwill zugewiesen wurde, deren erzielbaren Betrag, ist der dieser zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnete Goodwill in Höhe des Differenzbetrags im Wert zu mindern. Wertminderungen des Goodwills dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Übersteigt die Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert des ihr zugeordneten Goodwills, ist die darüber hinausgehende Wertminderung durch anteilige Minderung von Buchwerten der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordneten Vermögenswerte zu erfassen. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen und ggf. Wertminderungen, bewertet. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Im Zugangsjahr werden Vermögenswerte des Sachanlagevermögens zeitanteilig abgeschrieben. Die Restbuchwerte, die Nutzungsdauern und die Abschreibungsmethode der Vermögenswerte werden mindestens an jedem Abschluss-Stichtag überprüft; wenn die Erwartungen von den bisherigen Schätzungen abweichen, werden die entsprechenden Änderungen gemäß IAS 8 als Änderungen von Schätzungen bilanziert. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie produktions- bzw. leistungserstellungsbezogene Verwaltungskosten. Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen neben dem Kaufpreis und den direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert zu dem Standort und in den erforderlichen, vom Management beabsichtigten, betriebsbereiten Zustand zu bringen, auch die geschätzten Kosten für den Abbruch und das Abräumen des Gegenstands und die Wiederherstellung des Standorts, an dem er sich befindet. Besteht ein Vermögenswert des Sachanlagevermögens aus mehreren Bestandteilen mit unterschiedlichen Nutzungsdauern, werden die einzelnen wesentlichen Bestandteile über ihre individuellen Nutzungsdauern abgeschrieben. Wartungs- und Reparaturkosten werden im Entstehungszeitpunkt als Aufwand erfasst. Öffentliche Investitionszuschüsse mindern die Anschaffungs- oder Herstellungskosten derjenigen Vermögenswerte, für die der Zuschuss gewährt wurde. Bei Abgang eines Gegenstands des Sachanlagevermögens oder wenn kein weiterer wirtschaftlicher Nutzen aus seiner Nutzung oder seinem Abgang zu erwarten ist, wird der Buchwert des Gegenstands ausgebucht. Der Gewinn oder Verlust aus dem Abgang einer Sachanlage ist die Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Gegenstands und wird im Zeitpunkt der Ausbuchung in den sonstigen betrieblichen Erträgen oder sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die Nutzungsdauern der wesentlichen Anlagenklassen sind in TABELLE T 055 dargestellt: T 055 scroll Jahre Gebäude 25 bis 50 Einrichtungen der Fernsprechdienste und Endeinrichtungen 3 bis 10 Datenübermittlungseinrichtungen, Telefonnetz- und ISDN-Vermittlungseinrichtungen, Übertragungseinrichtungen, Funkeinrichtungen, technische Einrichtungen für Breitband-Verteilnetze 2 bis 12 Breitband-Verteilnetze, Liniennetze, Kabelkanal-Linien 8 bis 35 Andere Anlagen und Betriebs- und Geschäftsausstattung 2 bis 23 Mietereinbauten werden entweder über ihre jeweilige Nutzungsdauer oder über die kürzere Laufzeit eines etwaigen Leasing-Verhältnisses abgeschrieben. Fremdkapitalkosten, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können, werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Die Deutsche Telekom definiert qualifizierte Vermögenswerte als Bauprojekte oder andere Vermögenswerte, für die notwendigerweise mindestens zwölf Monate erforderlich sind, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Fremdkapitalkosten für Vermögenswerte, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, und für Vorräte, die regelmäßig in großen Mengen hergestellt oder produziert werden, auch wenn der Zeitraum bis zum verkaufsfähigen Zustand wesentlich ist, werden nicht aktiviert. Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten (inkl. Goodwill) und von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens werden durch den Vergleich des Buchwerts mit dem erzielbaren Betrag ermittelt. Können einzelnen Vermögenswerten keine eigenen, von anderen Vermögenswerten unabhängig generierten künftigen Finanzmittelzuflüsse zugeordnet werden, ist die Werthaltigkeit auf Basis der übergeordneten zahlungsmittelgenerierenden Einheit von Vermögenswerten zu untersuchen. An jedem Abschluss-Stichtag wird geprüft, ob Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass ein Vermögenswert möglicherweise wertgemindert ist. Wenn ein solcher Anhaltspunkt vorliegt, ist der erzielbare Betrag des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zu bestimmen. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmbarer Nutzungsdauer (Goodwill und FCC-Lizenzen) wird darüber hinaus ein jährlicher Werthaltigkeitstest durchgeführt. Der erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit wird durch den höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Verkaufskosten und Nutzungswert des Vermögenswerts bestimmt. Der erzielbare Betrag wird in der Regel unter Anwendung des Discounted Cashflow (DCF)-Verfahrens ermittelt, soweit nicht eine Bewertung aufgrund eines bindenden Kaufvertrags oder eines Marktpreises in einem aktiven und liquiden Markt maßgeblich ist. Diesen DCF-Berechnungen liegen Prognosen zugrunde, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen für zehn Jahre beruhen und auch für interne Zwecke verwendet werden. Der gewählte Planungshorizont spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider. Cashflows, die über den 10-Jahres-Zeitraum hinausgehen, werden anhand geeigneter Wachstumsraten berechnet. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten durch das Management beruht, gehören Annahmen bezüglich Umsatzentwicklung, Kundengewinnung und Kosten für die Kundenbindung, Kündigungsrate, Investitionen, Marktanteil, Wachstumsraten sowie Diskontierungszinssatz. Die Cashflow-Berechnungen werden durch externe Informationsquellen abgesichert. Der verwendete Abzinsungssatz berücksichtigt die mit dem Vermögenswert oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Risiken. Das wirtschaftliche Eigentum an Leasing-Gegenständen wird demjenigen Vertragspartner in einem Leasing-Verhältnis zugerechnet, der die wesentlichen Chancen und Risiken trägt, die mit dem Leasing-Gegenstand verbunden sind. Trägt der Leasing-Geber die wesentlichen Chancen und Risiken (Operating Lease), wird der Leasing-Gegenstand vom Leasing-Geber in der Bilanz angesetzt. Die Bewertung des Leasing-Gegenstands richtet sich nach den für den Leasing-Gegenstand einschlägigen Bilanzierungsvorschriften. Die Leasing-Raten werden vom Leasing-Geber erfolgswirksam vereinnahmt. Der Leasing-Nehmer in einem Operating Lease erfasst während des Zeitraums des Leasing-Verhältnisses gezahlte Leasing-Raten erfolgswirksam. Vertraglich festgelegte künftige Veränderungen der Leasing-Raten während der Laufzeit werden über die gesamte nur einmal zum Datum des Vertragsabschlusses festgelegte Vertragslaufzeit gleichmäßig im Aufwand erfasst (Straight line lease). Im Fall von Verlängerungsoptionen wird zum Zeitpunkt des Abschlusses des Leasing-Verhältnisses zunächst die hinreichend sichere Inanspruchnahme von Verlängerungsoptionen berücksichtigt. Während des Leasing-Verhältnisses wird bei Bekanntwerden von Umständen, die zu einer Änderung der ursprünglichen Einschätzung der Inanspruchnahme von Verlängerungsoptionen führen könnten, eine entsprechende Schätzungsänderung für die Ermittlung der künftigen Verpflichtungen aus Operating Leasing-Geschäften vorgenommen. Trägt der Leasing-Nehmer die wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am Leasing-Gegenstand verbunden sind (Finance Lease), so hat der Leasing-Nehmer den Leasing-Gegenstand in der Bilanz anzusetzen. Der Leasing-Gegenstand wird im Zugangszeitpunkt mit seinem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindest-Leasing-Zahlungen bewertet und über die geschätzte Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die Abschreibung wird erfolgswirksam erfasst. Der Leasing-Nehmer setzt im Zugangszeitpunkt zugleich eine Leasing-Verbindlichkeit an, die in ihrer Höhe dem Buchwert des Leasing-Gegenstands entspricht. Die Leasing-Verbindlichkeit wird in den Folgeperioden nach der Effektivzinsmethode getilgt und fortgeschrieben. Der Leasing-Geber in einem Finance Lease setzt eine Forderung in Höhe des Nettoinvestitionswerts aus dem Leasing-Verhältnis an. Die Leasing-Erträge werden in Tilgungen der Leasing-Forderung und Finanzerträge aufgeteilt. Die Forderung aus dem Leasing-Verhältnis wird nach der Effektivzinsmethode getilgt und fortgeschrieben. Wenn eine Sale and Leaseback-Transaktion zu einem Finance Lease führt, wird ein Überschuss der Verkaufserlöse über den Buchwert abgegrenzt und über die Laufzeit des Leasing-Verhältnisses erfolgswirksam erfasst. Sonstige langfristige Forderungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen werden als solche klassifiziert, wenn der zugehörige Buchwert überwiegend durch ein Veräußerungsgeschäft und nicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Diese Vermögenswerte werden mit dem niedrigeren Wert aus Buchwert oder beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet und werden als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen klassifiziert. Diese Vermögenswerte werden nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Wertminderungen werden für diese Vermögenswerte grundsätzlich nur dann erfasst, wenn der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten unterhalb des Buchwerts liegt. Im Fall einer späteren Erhöhung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten ist die zuvor erfasste Wertminderung rückgängig zu machen. Die Zuschreibung ist auf die zuvor für die betreffenden Vermögenswerte erfassten Wertminderungen begrenzt. Sind die Voraussetzungen zur Klassifizierung von Vermögenswerten als zur Veräußerung gehalten nicht mehr erfüllt, sind die Vermögenswerte nicht mehr als zur Veräußerung gehalten auszuweisen. Die Vermögenswerte sind zu bewerten mit dem niedrigeren Wert aus dem Buchwert, der sich ergeben hätte, wenn der Vermögenswert nicht als zur Veräußerung gehalten klassifiziert worden wäre, und dem erzielbaren Betrag zum Zeitpunkt, zu dem die Voraussetzungen zur Klassifizierung als zur Veräußerung gehalten nicht mehr erfüllt sind. Vorräte werden zum niedrigeren Wert aus Nettoveräußerungswert und Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten zählen alle Kosten des Erwerbs und der Herstellung sowie sonstige Kosten, die angefallen sind, um die Vorräte an ihren derzeitigen Ort und in ihren derzeitigen Zustand zu versetzen. Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden nach der Durchschnittskostenmethode ermittelt. Der Nettoveräußerungswert ist der geschätzte, im normalen Geschäftsgang erzielbare Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Kosten bis zur Fertigstellung und der geschätzten notwendigen Vertriebskosten. Die Deutsche Telekom verkauft Endgeräte separat sowie in Verbindung mit Dienstleistungsverträgen. Als Teil der Strategie zur Gewinnung neuer Kunden verkauft das Unternehmen gelegentlich Endgeräte in Verbindung mit einem Dienstleistungsvertrag zu einem Preis, der unter den Anschaffungskosten liegt. Da die Endgerätesubvention Teil der Unternehmensstrategie zur Gewinnung neuer Kunden ist, wird dieser Verlust aus dem Endgeräteverkauf zum Zeitpunkt des Verkaufs erfasst und grundsätzlich unter den Umsatzkosten ausgewiesen. Finanzielle Vermögenswerte werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Dabei sind bei allen finanziellen Vermögenswerten, die in der Folge nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten zu berücksichtigen. Die in der Bilanz angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen in der Regel den Marktpreisen der finanziellen Vermögenswerte. Sofern diese nicht unmittelbar verfügbar sind, werden sie unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Dazu werden die bereits fixierten oder unter Anwendung der aktuellen Zinsstrukturkurve über Forward Rates ermittelten Cashflows mit den aus der am Stichtag gültigen Zinsstrukturkurve bestimmten Diskontfaktoren auf den Bewertungs-Stichtag diskontiert. Zur Anwendung kommen die Mittelkurse. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere kurzfristige Forderungen werden - ggf. unter Anwendung der Effektivzinsmethode - mit dem Buchwert im Zeitpunkt des Zugangs abzüglich Wertminderungen bewertet. Die Wertminderungen, welche in Form von Einzelwertberichtigungen vorgenommen werden, tragen den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung; konkrete Ausfälle führen zur Ausbuchung der betreffenden Forderungen. Im Rahmen von Einzelwertberichtigungen werden finanzielle Vermögenswerte, für welche ein potenzieller Abwertungsbedarf besteht, anhand gleichartiger Ausfallrisikoeigenschaften gruppiert und gemeinsam auf Wertminderungen untersucht sowie ggf. wertberichtigt. Bei der dazu notwendigen Ermittlung der erwarteten künftigen Cashflows der Portfolios werden neben den vertraglich vorgesehenen Zahlungsströmen auch historische Ausfallerfahrungen berücksichtigt. Die Cashflows werden auf Basis des gewichteten Durchschnitts der ursprünglichen Effektivzinssätze der im jeweiligen Portfolio enthaltenen finanziellen Vermögenswerte abgezinst. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden teilweise unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder über eine direkte Minderung der Forderung berücksichtigt wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der Risikosituation ab. Aufgrund unterschiedlicher operativer Segmente sowie unterschiedlicher regionaler Rahmenbedingungen obliegt diese Beurteilung den einzelnen Portfolioverantwortlichen. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, welche Geldkonten und kurzfristige Geldanlagen bei Kreditinstituten einschließen, haben beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten und werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der Konzern unterhält in verschiedenen Ländern leistungsorientierte Altersversorgungspläne (Defined Benefit Pension Plans) auf der Grundlage der ruhegehaltsfähigen Vergütung der Mitarbeiter und ihrer Dienstzeiten. Diese Pläne werden teilweise über externe Pensionsfonds sowie durch Einbringung in ein Contractual Trust Agreement (CTA) finanziert. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgt nach den vorgeschriebenen versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) für leistungsorientierte Altersversorgungspläne. Dabei werden sowohl die am Abschluss-Stichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften als auch die künftig zu erwartenden Steigerungen der Gehälter und Renten berücksichtigt. Der Zinssatz zur Ermittlung des Barwerts der Verpflichtungen wird auf der Grundlage der Renditen für erstrangige festverzinsliche Unternehmensanleihen des jeweiligen Währungsraums ermittelt. In Ländern ohne liquiden Markt für solche Anleihen werden stattdessen Schätzungen auf der Basis von Renditen für Staatsanleihen verwendet. Die Erträge aus dem Planvermögen und Aufwendungen aus der Aufzinsung der Verpflichtungen werden im Zinsergebnis ausgewiesen. Der Dienstzeitaufwand wird als betrieblicher Aufwand klassifiziert. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird erfasst, sofern die Anwartschaften unverfallbar sind; anderenfalls werden sie linear über den durchschnittlich verbleibenden Erdienungszeitraum vereinnahmt. Das bestehende Wahlrecht bei der Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste aufgrund von Anpassungen und Änderungen der versicherungsmathematischen Annahmen wird derart ausgeübt, dass diese Gewinne und Verluste in der Periode, in der sie entstehen, sofort in voller Höhe erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst werden. Dies hat im Vergleich zu der alternativ zulässigen sog. "Korridormethode" zwei wesentliche Konsequenzen: Zum einen sind versicherungsmathematische Gewinne und Verluste vollständig in der bilanzierten Pensionsverpflichtung enthalten. Zum anderen erfolgt die Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern direkt im Eigenkapital. Die Deutsche Telekom präferiert die gewählte Methodik aufgrund des hohen Informationsgehalts und der Transparenz insbesondere vor dem Hintergrund, dass diese Methode aufgrund der Änderungen des Standards für das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnende Geschäftsjahr die einzig zulässige Darstellung sein wird. Einige Konzerngesellschaften gewähren ihren Mitarbeitern beitragsorientierte Zusagen (Defined Contribution Plans) aufgrund gesetzlicher oder vertraglicher Bestimmungen, wobei die Zahlungen an staatliche oder private Rentenversicherungsträger erfolgen. Bei beitragsorientierten Versorgungsplänen geht der Arbeitgeber über die Entrichtung von Beitragszahlungen an einen externen Versorgungsträger hinaus keine weiteren Verpflichtungen ein. Die Höhe der künftigen Pensionsleistungen richtet sich ausschließlich nach der Höhe der Beiträge, die der Arbeitgeber (und ggf. auch dessen Arbeitnehmer) an den externen Versorgungsträger gezahlt hat, einschließlich der Erträge aus der Anlage dieser Beiträge. Die zu zahlenden Beträge werden aufwandswirksam erfasst, wenn die Verpflichtung zur Zahlung der Beträge entsteht, und als Bestandteil der betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Pensionsregelungen für Beamte der Deutschen Telekom. Nach den Vorschriften des Postneuordnungsgesetzes (PTNeuOG) erbringt der BPS-PT (Bundes-Pensions-Service für Post und Telekommunikation e. V. für aktive und früher beamtete Mitarbeiter) Versorgungs- und Beihilfeleistungen an im Ruhestand befindliche Mitarbeiter und deren Hinterbliebene, denen aus einem Beamtenverhältnis Versorgungsleistungen zustehen. Die Höhe der Zahlungsverpflichtungen der Deutschen Telekom AG an ihre Unterstützungskasse ist in § 16 Postpersonalrechtsgesetz geregelt. Die Deutsche Telekom AG ist gesetzlich verpflichtet, seit dem Jahr 2000 einen jährlichen Beitrag in Höhe von 33 % der Bruttobezüge der aktiven und der fiktiven Bruttobezüge der ruhegehaltsfähig beurlaubten Beamten an die Unterstützungskasse zu leisten. Die Deutsche Telekom AG und ihre inländischen Tochterunternehmen haben in der Vergangenheit Altersteilzeitvereinbarungen mit variierenden Konditionen und Vertragsbedingungen vereinbart, überwiegend nach dem sog. "Blockmodell". In diesem Zusammenhang entstehen zwei Arten von Verpflichtungen, die jeweils in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Grundsätzen mit ihrem Barwert bewertet und getrennt voneinander bilanziert werden: Die erste Verpflichtungsart bezieht sich auf den kumulierten ausstehenden Erfüllungsbetrag, der anteilig über die Laufzeit der Aktiv- bzw. Arbeitsphase erfasst wird. Der kumulierte ausstehende Erfüllungsbetrag basiert auf der Differenz zwischen der Vergütung des Arbeitnehmers vor Beginn der Altersteilzeitvereinbarung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen) und der Vergütung für die Teilzeitbeschäftigung (einschließlich des Arbeitgeberanteils an den Sozialversicherungsbeiträgen, jedoch ohne Berücksichtigung der Aufstockungsbeträge). Die zweite Verpflichtungsart bezieht sich auf die Verpflichtung des Arbeitgebers zur Leistung von Aufstockungsbeträgen zuzüglich eines weiteren Beitrags zur gesetzlichen Rentenversicherung. Aufstockungsbeträge haben regelmäßig einen hybriden Charakter, d. h. obwohl einerseits der Vereinbarung häufig eine Kompensationsfunktion für eine frühere Beendigung des Arbeitsverhältnisses zugemessen wird, steht die spätere Auszahlung andererseits unter dem Vorbehalt der künftigen Erbringung von Arbeitsleistungen. Soweit Altersteilzeitprogramme überwiegend Abfindungscharakter haben, werden Aufstockungsbeträge unmittelbar bei Entstehen der Verpflichtung in voller Höhe erfasst. In Fällen, in denen die Erbringung künftiger Arbeitsleistungen im Vordergrund steht, werden die Aufstockungsbeträge über den Erdienungszeitraum erfasst. Rückstellungen für Abfindungen für Angestellte und Rückstellungen im Zusammenhang mit der Regelung zum vorzeitigen Ruhestand für Beamte werden angesetzt, wenn die Deutsche Telekom nachweislich zur Erbringung dieser Leistungen verpflichtet ist. Dies ist der Fall, wenn die Deutsche Telekom einen detaillierten formalen Plan für die Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses besitzt und keine realistische Möglichkeit hat, sich dem zu entziehen. Die Leistungen aus Anlass der Beendigung von Beschäftigungsverhältnissen werden auf der Basis der Anzahl von Beschäftigten, die voraussichtlich betroffen sein werden, bewertet. Sind die Leistungen mehr als zwölf Monate nach dem Abschluss-Stichtag fällig, ist der erwartete Erfüllungsbetrag auf den Abschluss-Stichtag abzuzinsen. Sonstige Rückstellungen werden für gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten angesetzt, die bezüglich ihrer Fälligkeit oder ihrer Höhe ungewiss sind. Für solche Verpflichtungen werden Rückstellungen gebildet, soweit diese auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen, wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen und diese Abflüsse zuverlässig ermittelt werden können. Rückstellungen werden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken zum voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bewertet. Der Erfüllungsbetrag wird auf der Basis einer bestmöglichen Schätzung bestimmt, wobei je nach Charakteristik der Verpflichtung geeignete Schätzverfahren und Informationsquellen genutzt werden. Bei einer Vielzahl ähnlicher Verpflichtungen wird die Gruppe der Verpflichtungen als Ganzes betrachtet. Als Schätzverfahren wird auf die Erwartungswertmethode zurückgegriffen. Bei Vorliegen von Bandbreiten möglicher Ereignisse mit gleicher Eintrittswahrscheinlichkeit wird der Mittelwert angesetzt. Einzelne Verpflichtungen (z. B. Rechts- und Prozessrisiken) werden regelmäßig mit dem wahrscheinlichsten Ergebnis bewertet, soweit nicht aufgrund besonderer Wahrscheinlichkeitsverteilungen andere Schätzungen zu einer angemesseneren Bewertung führen. Bei der Bewertung von Rückstellungen werden Erfahrungswerte aus der Vergangenheit, aktuelle Kosten- und Preisinformationen sowie Einschätzungen bzw. Gutachten von Sachverständigen und Experten genutzt. Soweit zur Bestimmung des Erfüllungsbetrags Erfahrungswerte oder aktuelle Kosten- und Preisinformationen herangezogen werden, erfolgt eine Fortschreibung dieser Werte auf den voraussichtlichen Erfüllungszeitpunkt. Zu diesem Zweck wird auf geeignete Preisentwicklungsindikatoren (z. B. Baupreisindizes oder Inflationsraten) zurückgegriffen. Rückstellungen werden abgezinst, wenn der Effekt hieraus wesentlich ist. Zur Abzinsung werden Marktzinssätze vor Steuern verwendet, die Laufzeit und Risiko (soweit nicht bereits bei Ermittlung des Erfüllungsbetrags berücksichtigt) der Verpflichtung widerspiegeln. Erstattungsansprüche werden nicht mit Rückstellungen saldiert, sondern getrennt aktiviert, sobald deren Realisation so gut wie sicher ist. Rückstellungen für Entsorgungs-, Wiederherstellungs- und ähnliche Verpflichtungen, die als Folge des Erwerbs von Sachanlagen entstehen, werden erfolgsneutral als Teil der Anschaffungs- und Herstellungskosten des korrespondierenden Vermögenswerts angesetzt. Spätere Änderungen der Schätzungen der Höhe oder des zeitlichen Anfalls von Auszahlungen oder Änderungen des Zinssatzes zur Bewertung dieser Verpflichtungen werden ebenfalls erfolgsneutral erfasst und führen zu nachträglichen Erhöhungen oder Verminderungen des Buchwerts der betroffenen Sachanlage. Für den Fall, dass eine Minderung der Rückstellung den Buchwert des korrespondierenden Vermögenswerts überschreitet, ist der übersteigende Betrag unmittelbar erfolgswirksam als Ertrag zu erfassen. Erfolgsunsicherheiten (Eventualschulden und -forderungen) sind mögliche Verpflichtungen oder Vermögenswerte, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse bedingt ist, die nicht vollständig unter Kontrolle der Deutschen Telekom stehen. Eventualschulden sind zudem gegenwärtige Verpflichtungen, die aus Ereignissen der Vergangenheit resultieren, bei denen der Abfluss von Ressourcen, die wirtschaftlichen Nutzen verkörpern, unwahrscheinlich ist oder bei denen der Umfang der Verpflichtung nicht verlässlich geschätzt werden kann. Eventualschulden werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt, wenn sie im Rahmen eines Unternehmenserwerbs übernommen wurden. Nicht im Rahmen eines Unternehmenserwerbs übernommene Eventualschulden werden nicht angesetzt. Eventualforderungen werden nicht angesetzt. Ist die Realisation von Erträgen jedoch so gut wie sicher, ist der betreffende Vermögenswert nicht mehr als Eventualforderung anzusehen und wird als Vermögenswert angesetzt. Sofern ein Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen nicht unwahrscheinlich ist, werden im Konzern-Anhang Angaben zu Eventualschulden gemacht. Gleiches gilt für Eventualforderungen, sofern der Zufluss wirtschaftlichen Nutzens wahrscheinlich ist. Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zur Entstehung eines finanziellen Vermögenswerts und bei einem anderen Unternehmen zur Entstehung einer finanziellen Verbindlichkeit oder eines Eigenkapitalinstruments führt. Finanzielle Vermögenswerte umfassen insbesondere Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige ausgereichte Kredite und Forderungen, bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen und zu Handelszwecken gehaltene originäre und derivative finanzielle Vermögenswerte. Finanzielle Verbindlichkeiten begründen regelmäßig einen Rückgabeanspruch in Zahlungsmitteln oder einem anderen finanziellen Vermögenswert. Darunter fallen insbesondere Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen, Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen und derivative Finanzverbindlichkeiten. Finanzinstrumente werden angesetzt, sobald die Deutsche Telekom Vertragspartei der Regelungen des Finanzinstruments wird. Bei marktüblichen Käufen oder Verkäufen (Käufe oder Verkäufe im Rahmen eines Vertrags, dessen Bedingungen die Lieferung des Vermögenswerts innerhalb eines Zeitraums vorsehen, der üblicherweise durch Vorschriften oder Konventionen des jeweiligen Markts festgelegt wird) ist für die erstmalige bilanzielle Erfassung sowie den bilanziellen Abgang allerdings der Erfüllungstag relevant, d. h. der Tag, an dem der Vermögenswert an oder durch die Deutsche Telekom geliefert wird. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Regel unsaldiert ausgewiesen; sie werden nur dann saldiert, wenn bezüglich der Beträge zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Aufrechnungsrecht besteht und beabsichtigt wird, den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen. Sofern Verträge zum Kauf oder Verkauf nicht finanzieller Vermögenswerte in den Anwendungsbereich von IAS 39 fallen, werden sie gemäß den Regelungen dieses Standards bilanziert. Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Darunter fallen primär derivative Finanzinstrumente, die nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden sind und damit zwingend als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert werden müssen. Ein aus der Folgebewertung resultierender Gewinn oder Verlust wird erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Bei bestimmten Finanzinvestitionen ist sowohl beabsichtigt als auch wirtschaftlich mit hinreichender Verlässlichkeit zu erwarten, dass diese bis zur Endfälligkeit gehalten werden. Diese finanziellen Vermögenswerte werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die nicht die Definition einer anderen Kategorie von Finanzinstrumenten erfüllenden originären finanziellen Vermögenswerte sind als zur Veräußerung verfügbar kategorisiert und werden grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die aus der Bewertung mit dem beizulegenden Zeitwert in der Folge resultierenden Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Dies gilt nicht, wenn es sich um dauerhafte oder wesentliche Wertminderungen sowie um währungsbedingte Wertänderungen von Fremdkapitalinstrumenten handelt, die erfolgswirksam erfasst werden. Erst mit dem Abgang der finanziellen Vermögenswerte werden die im Eigenkapital erfassten kumulierten Gewinne und Verluste aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Lässt sich für nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente der Zeitwert nicht hinreichend verlässlich bestimmen, werden die Anteile mit den Anschaffungskosten (ggf. abzüglich Wertminderungen) bewertet. Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte (Financial Assets at Fair Value through Profit or Loss) zu designieren, hat die Deutsche Telekom bislang keinen Gebrauch gemacht. Zu jedem Abschluss-Stichtag werden die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte, die nicht erfolgswirksam mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, daraufhin untersucht, ob objektive substanzielle Hinweise (wie etwa erhebliche finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners, die hohe Wahrscheinlichkeit eines Insolvenzverfahrens gegen den Schuldner, der Wegfall eines aktiven Markts für den finanziellen Vermögenswert, eine bedeutende Veränderung des technologischen, ökonomischen, rechtlichen Umfelds sowie des Marktumfelds des Emittenten, ein andauernder Rückgang des beizulegenden Zeitwerts des finanziellen Vermögenswerts unter die fortgeführten Anschaffungskosten) auf eine Wertminderung hindeuten. Ein etwaiger Wertminderungsaufwand, welcher sich durch einen im Vergleich zum Buchwert geringeren beizulegenden Zeitwert begründet, wird erfolgswirksam erfasst. Wurden Wertminderungen der beizulegenden Zeitwerte von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten bisher erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst, so sind diese bis zur Höhe der ermittelten Wertminderung aus dem Eigenkapital zu eliminieren und erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Ergibt sich zu späteren Bewertungszeitpunkten, dass der beizulegende Zeitwert infolge von Ereignissen, die nach dem Zeitpunkt der Erfassung der Wertminderung eingetreten sind, objektiv gestiegen ist, werden die Wertminderungen in entsprechender Höhe zurückgenommen. Bei Schuldinstrumenten wird diese Wertaufholung erfolgswirksam erfasst. Wertminderungen, die als zur Veräußerung verfügbare und mit den Anschaffungskosten bilanzierte nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente betreffen, dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Der im Rahmen der Prüfung auf etwaige Wertminderungen zu bestimmende beizulegende Zeitwert von Wertpapieren, die bis zur Endfälligkeit zu halten sind, sowie der beizulegende Zeitwert der mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Kredite und Forderungen entsprechen dem Barwert der geschätzten und mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz diskontierten künftigen Cashflows. Der beizulegende Zeitwert von mit den Anschaffungskosten bewerteten nicht börsennotierten Eigenkapitalinstrumenten ergibt sich als Barwert der erwarteten künftigen Cashflows, diskontiert mit dem aktuellen Zinssatz, welcher der speziellen Risikolage der Investition entspricht. Finanzielle Verbindlichkeiten werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Transaktionskosten werden bei allen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Folge nicht als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ebenfalls angesetzt. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige originäre finanzielle Verbindlichkeiten werden grundsätzlich unter Anwendung der Effektivzinsmethode mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Bei den finanziellen Verbindlichkeiten hat die Deutsche Telekom von der Anwendung des Wahlrechts, diese bei ihrer erstmaligen bilanziellen Erfassung als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten (Financial Liabilities at Fair Value through Profit or Loss) zu designieren, bisher keinen Gebrauch gemacht. Nicht in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebundene derivative Finanzinstrumente sind zwingend als zu Handelszwecken gehalten einzustufen und damit erfolgswirksam mit den beizulegenden Zeitwerten zu bewerten. Sind die beizulegenden Zeitwerte negativ, führt dies zum Ansatz unter den finanziellen Verbindlichkeiten. Die Deutsche Telekom setzt derivative Finanzinstrumente zur Absicherung der aus operativen Tätigkeiten, Finanztransaktionen und Investitionen resultierenden Zins- und Währungsrisiken ein. Zu Spekulationszwecken werden derivative Finanzinstrumente weder gehalten noch begeben. Die derivativen Finanzinstrumente werden bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Zeitwerte sind auch für die Folgebewertungen relevant. Der beizulegende Zeitwert gehandelter derivativer Finanzinstrumente entspricht dem Marktwert. Dieser Wert kann positiv oder negativ sein. Liegen keine Marktwerte vor, müssen die Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet werden. Für derivative Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den die Deutsche Telekom bei Beendigung des Finanzinstruments zum Abschluss-Stichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dieser wird unter Anwendung der zum Abschluss-Stichtag relevanten Wechselkurse und Zinssätze der Vertragspartner berechnet. Für die Berechnungen werden Mittelkurse verwendet. Bei zinstragenden derivativen Finanzinstrumenten wird zwischen dem Clean Price und dem Dirty Price unterschieden. Im Unterschied zum Clean Price umfasst der Dirty Price auch die abgegrenzten Stückzinsen. Die angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen dem Full Fair Value bzw. dem Dirty Price. Für die Erfassung der Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte - erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung oder erfolgsneutrale Erfassung im Eigenkapital - ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden ist. Liegen keine Sicherungsgeschäfte (Hedge Accounting) gemäß IAS 39 vor, sind die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente sofort erfolgswirksam zu erfassen. Besteht hingegen eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39, wird der Besicherungszusammenhang als solcher bilanziert. Die Deutsche Telekom wendet Vorschriften zu Hedge Accounting zur Sicherung von Bilanzposten und künftigen Zahlungsströmen an. Dies mindert Volatilitäten in der Gewinn- und Verlustrechnung. Nach Art des abgesicherten Grundgeschäfts ist zwischen Fair Value Hedge, Cashflow Hedge und Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation zu unterscheiden. Ein Fair Value Hedge dient der Besicherung der beizulegenden Zeitwerte von in der Bilanz angesetzten Vermögenswerten, in der Bilanz angesetzten Verbindlichkeiten oder noch nicht in der Bilanz angesetzten festen Verpflichtungen. Jede Veränderung des beizulegenden Zeitwerts des als Sicherungsinstrument eingesetzten Derivats ist erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen; der Buchwert des Grundgeschäfts ist um den auf das besicherte Risiko entfallenden Gewinn oder Verlust erfolgswirksam anzupassen (Basis Adjustment). Die Anpassungen des Buchwerts werden erst ab Auflösung der Hedge-Beziehung amortisiert. Mittels eines Cashflow Hedges werden künftige Zahlungsströme aus in der Bilanz angesetzten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, aus festen Verpflichtungen (im Fall von Währungsrisiken) oder aus mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktionen gegen Schwankungen abgesichert. Zur Absicherung des Währungsrisikos einer bilanzunwirksamen festen Verpflichtung nutzt die Deutsche Telekom das Wahlrecht und bilanziert diese nicht als Fair Value Hedge, sondern als Cashflow Hedge. Liegt ein Cashflow Hedge vor, wird der effektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments bis zur Erfassung des Ergebnisses aus dem gesicherten Grundgeschäft erfolgsneutral im Eigenkapital (Sicherungsrücklage) erfasst; der ineffektive Teil der Wertänderung des Sicherungsinstruments ist erfolgswirksam zu erfassen. Führt die Absicherung einer erwarteten Transaktion später zur Erfassung von finanziellen oder nicht finanziellen Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten, so verbleiben die mit der Sicherungsmaßnahme verbundenen kumulierten Gewinne und Verluste zunächst im Eigenkapital und sind später in denselben Perioden erfolgswirksam zu erfassen, in denen der erworbene finanzielle Vermögenswert bzw. die übernommene finanzielle Verbindlichkeit das Periodenergebnis beeinflusst. Die Deutsche Telekom hat sich somit bei der Absicherung von geplanten Transaktionen mit Entstehung von nicht finanziellen Bilanzposten gegen das Wahlrecht zur Anpassung des Erstbuchwerts (Basis Adjustment) entschieden. Wird eine Nettoinvestition in eine ausländische Einheit durch einen Hedge of a Net Investment in a Foreign Operation besichert, werden alle Wertänderungen des effektiven Teils des eingesetzten Sicherungsinstruments gemeinsam mit dem Ergebnis aus der Fremdwährungsumrechnung der besicherten Investition erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst; auf den ineffektiven Teil entfallende Gewinne und Verluste werden sofort erfolgswirksam erfasst. Erst mit dem Abgang des Investments werden die zuvor kumuliert im Eigenkapital erfassten Bewertungsänderungen des Sicherungsinstruments und die Umrechnungsergebnisse des Grundgeschäfts erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. IAS 39 stellt strenge Anforderungen an die Anwendung des Hedge Accountings. Diese werden von der Deutschen Telekom wie folgt erfüllt: Bei Beginn einer Sicherungsmaßnahme werden sowohl die Beziehung zwischen dem als Sicherungsinstrument eingesetzten Finanzinstrument und dem Grundgeschäft als auch Ziel sowie Strategie der Absicherung dokumentiert. Dazu zählen sowohl die konkrete Zuordnung der Absicherungsinstrumente zu den entsprechenden Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten oder (fest vereinbarten/erwarteten) künftigen Transaktionen als auch die Einschätzung des Grads der Wirksamkeit der eingesetzten Absicherungsinstrumente. Bestehende Sicherungsmaßnahmen werden fortlaufend auf ihre Effektivität hin überwacht; wird ein Hedge ineffektiv, wird er umgehend aufgelöst. Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken bilanzierter monetärer Vermögenswerte und Verbindlichkeiten wendet die Deutsche Telekom kein Hedge Accounting gemäß IAS 39 an, da die aus der Währungsumrechnung gemäß IAS 21 erfolgswirksam zu realisierenden Gewinne und Verluste der Grundgeschäfte in der Erfolgsrechnung gleichzeitig mit den Gewinnen und Verlusten aus den als Sicherungsinstrumente eingesetzten Derivaten gezeigt werden. Aktienbasierte Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente werden im Zeitpunkt der Gewährung mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert der Verpflichtung wird über den Erdienungszeitraum als Personalaufwand erfasst. Der beizulegende Zeitwert wird bei aktienbasierten Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente mit international anerkannten Bewertungsverfahren ermittelt, z. B. dem Black Scholes-Modell oder dem Monte Carlo-Modell. Die Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die aus der typischen Geschäftstätigkeit der Deutschen Telekom resultieren. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und sonstige bei den Kunden erhobene und an die Steuerbehörden abgeführte Steuern ausgewiesen. Sie werden zeitraumbezogen nach dem Realisationsprinzip erfasst. Bereitstellungsentgelte werden über die geschätzte durchschnittliche Kundenbindungsdauer abgegrenzt, es sei denn, sie sind Teil eines Mehrkomponentenvertrags; in diesem Fall sind sie Bestandteil des vom Kunden zu entrichtenden Entgelts für das Mehrkomponentengeschäft. Kosten der Bereitstellung und mit der Gewinnung von Kunden verbundene Kosten werden bis zu dem Betrag der abgegrenzten Bereitstellungsentgelte abgegrenzt und über die durchschnittliche Kundenbindungsdauer erfasst. Bei Mehrkomponentenverträgen ist die Umsatzerfassung für jede der identifizierten Bewertungseinheiten (Komponenten) gesondert zu bestimmen. Hierbei wird der Umsatz auf Basis der beizulegenden Zeitwerte der einzelnen Komponenten realisiert. Vereinbarungen, welche die Lieferung von gebündelten Produkten bzw. die Erbringung von gebündelten Dienstleistungen enthalten, sind in einzelne Komponenten zu trennen, wobei für jede Komponente ein gesonderter Erlösbeitrag zu bestimmen ist. Der Preis für das gesamte Mehrkomponentengeschäft wird auf der Grundlage der anteiligen beizulegenden Zeitwerte auf die verschiedenen Komponenten aufgeteilt (d. h., der beizulegende Zeitwert jeder einzelnen Komponente wird ins Verhältnis zum gesamten beizulegenden Zeitwert der gebündelten Leistungen gesetzt). Der anteilige beizulegende Zeitwert einer einzelnen Komponente und damit der realisierte Umsatz für diese Bewertungseinheit wird jedoch durch den Teil der vom Kunden zu erbringenden Gegenleistung für das gesamte Mehrkomponentengeschäft begrenzt, dessen Zahlung nicht von der Erbringung weiterer Leistungen abhängig ist. Wenn der beizulegende Zeitwert der erbrachten Einzelleistungen nicht verlässlich bestimmt werden kann, aber der beizulegende Zeitwert der nicht erbrachten Einzelleistungen verlässlich bestimmt werden kann, wird zur Aufteilung des Gesamtpreises für das Mehrkomponentengeschäft der beizulegende Zeitwert der erbrachten Leistungen als Differenz zwischen der vom Kunden zu erbringenden Gegenleistung für das gesamte Mehrkomponentengeschäft und den verlässlich bestimmbaren beizulegenden Zeitwerten der nicht erbrachten Einzelleistungen bestimmt. Zahlungen an Kunden einschließlich Zahlungen an Händler und Vermittler (Rabatte, Provisionen) werden grundsätzlich als Erlösminderung erfasst. Hat die Gegenleistung einen eigenständigen Nutzen und ist zuverlässig bewertbar, werden die Zahlungen als Aufwendungen erfasst. Im Einzelnen gestaltet sich die Umsatzrealisierung der Deutschen Telekom wie folgt: Im Mobilfunk-Geschäft der operativen Segmente Deutschland, Europa und USA werden Umsätze durch das Angebot von Mobilfunk-Diensten, einmalige Bereitstellungsentgelte sowie den Verkauf mobiler Endgeräte und Zubehör generiert. Umsätze aus Mobilfunk-Diensten enthalten monatliche Leistungsentgelte, Entgelte für Sondermerkmale sowie Verbindungs- und Roaming-Entgelte, die sowohl Kunden der Deutschen Telekom als auch anderen Mobilfunk-Betreibern in Rechnung gestellt werden. Umsätze aus Mobilfunk-Diensten werden auf Basis in Anspruch genommener Nutzungsminuten oder anderer vereinbarter Tarifmodelle realisiert abzüglich Gutschriften und Anpassungen aufgrund von Preisnachlässen. Der aus dem Verkauf mobiler Telefone, mobiler Datengeräte und Zubehör generierte Umsatz und die damit verbundenen Aufwendungen werden realisiert, sobald die Produkte geliefert und vom Kunden abgenommen wurden. Das Festnetz-Geschäft in den operativen Segmenten Deutschland und Europa umfasst schmal- und breitbandige Zugänge zum Festnetz sowie Internet. Der aus diesen Zugängen erzielte Umsatz aus der Nutzung für Sprach-/Datenkommunikation wird mit Erbringung der vereinbarten Dienstleistung realisiert. Die erbrachten Dienstleistungen beziehen sich dabei entweder auf die Nutzung durch den Kunden (z. B. Telefonminuten), den Zeitablauf (z. B. monatliche Service-Gebühren) oder andere vereinbarte Tarifmodelle. Darüber hinaus werden Telekommunikationseinrichtungen verkauft, vermietet und gewartet. Der Umsatz und die mit dem Verkauf von Telekommunikationseinrichtungen und Zubehör verbundenen Aufwendungen werden erfasst, sobald die Produkte geliefert werden und soweit keine unerfüllten Verpflichtungen seitens des Unternehmens bestehen, die sich auf die endgültige Abnahme des Kunden auswirken. Umsätze aus Vermietungen sowie Mieten und Leasing-Raten für nicht aktivierte Gegenstände werden monatlich mit Entstehung des Anspruchs auf die Entgelte realisiert. Umsätze aus Bereitstellungsentgelten werden über die durchschnittliche Kundenbindungsdauer abgegrenzt. Weitere Umsatzerlöse resultieren aus Entgelten für Werbung und E-Commerce. Werbeumsätze werden in der Periode erfasst, in der die Werbung gezeigt wird. Transaktionsumsätze werden realisiert, sobald der Kunde mitteilt, dass eine entsprechende Transaktion stattgefunden hat und eine Einziehung der entsprechenden Forderung weitgehend gesichert ist. Im operativen Segment Systemgeschäft werden Umsatzerlöse erfasst, wenn substanzielle Hinweise für eine Kaufvereinbarung vorliegen, die Produkte geliefert oder Dienstleistungen erbracht werden, der Verkaufspreis oder die Entgelte fest oder bestimmbar sind und die Einbringlichkeit angemessen gesichert ist. Umsatzerlöse aus Computing & Desktop Services werden mit Bereitstellung der Leistung unter Anwendung eines sog. "Proportional Performance"-Modells erfasst. Bei Verträgen auf Basis von Festpreisen werden Umsatzerlöse anteilig über die Laufzeit des Dienstleistungsvertrags erfasst und bei allen anderen Dienstleistungsverträgen auf Basis der erbrachten Dienstleistung oder auf Nutzungsbasis. Umsatzerlöse aus Verträgen für nach Zeit- und Materialaufwand abgerechnete Leistungen werden mit dem Erbringen von Arbeitsstunden und dem Anfallen direkter Kosten zum vertraglich festgelegten Stundensatz erfasst. Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Hardware bzw. verkaufsartigen Miet- und Leasing-Geschäften werden realisiert, sobald das Produkt an den Kunden versandt wurde und soweit es keine unerfüllten Verpflichtungen seitens des Unternehmens gibt, die sich auf die endgültige Abnahme des Kunden auswirken. Sämtliche Kosten aus diesen Verpflichtungen werden bei der Realisierung des entsprechenden Umsatzerlöses erfasst. Telecommunications (TK) Services umfassen Network Services und Hosting & ASP Services. Verträge für Network Services, die aus der Errichtung und dem Betrieb von Kommunikationsnetzen für Kunden bestehen, haben eine durchschnittliche Laufzeit von ca. drei Jahren. Bereitstellungsentgelte und die zugehörigen Kosten werden über die geschätzte durchschnittliche Kundenbindungsdauer abgegrenzt. Umsatzerlöse aus Sprachdiensten und Datendiensten werden im Rahmen solcher Verträge realisiert, sobald sie vom Kunden in Anspruch genommen werden. Wenn eine Vereinbarung ein Leasing-Verhältnis enthält, wird dieses Leasing-Verhältnis gemäß IFRIC 4 und IAS 17 getrennt bilanziert. Umsatzerlöse aus Hosting & ASP Services werden mit Bereitstellung der Leistungen erfasst. Umsatzerlöse aus Vermietungen sowie Mieten und Leasing-Raten werden linear über den Mietzeitraum erfasst. Die Ertragsteuern umfassen sowohl die tatsächlichen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag als auch die latenten Steuern. Die Steuerverbindlichkeiten/-forderungen enthalten im Wesentlichen Verpflichtungen/Ansprüche aus in- und ausländischen Ertragsteuern. Diese umfassen sowohl das laufende Jahr als auch etwaige Verpflichtungen/ Ansprüche aus Vorjahren. Die Verbindlichkeiten/Forderungen werden auf Basis der steuerlichen Vorschriften in den Ländern unserer Geschäftstätigkeit berechnet. Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Konzern-Bilanz und der Steuerbilanz sowie für steuerliche Verlustvorträge angesetzt. Aktive latente Steuern werden angesetzt, sofern es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verwendet werden kann. Passive latente Steuern werden gebildet bei temporären Differenzen aus Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen, außer wenn die Deutsche Telekom in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Umkehrung der temporären Differenz zu steuern, und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht umkehren wird. Außerdem werden keine latenten Steuern angesetzt, wenn diese aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld im Rahmen eines Geschäftsvorfalls resultieren, bei dem es sich nicht um einen Unternehmenszusammenschluss handelt, und wenn dadurch weder das IFRS-Ergebnis (vor Ertragsteuern) noch das steuerrechtliche Ergebnis beeinflusst wird. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die zum Abschluss-Stichtag gültigen bzw. verabschiedeten steuerlichen Vorschriften herangezogen. ERMESSENSENTSCHEIDUNGEN UND SCHÄTZUNGSUNSICHERHEITEN. Die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Konzernabschluss ist von Ansatz- und Bewertungsmethoden sowie von Annahmen und Schätzungen abhängig. Die sich tatsächlich ergebenden Beträge können von den Schätzungen abweichen. Die nachstehend aufgeführten wesentlichen Schätzungen und zugehörigen Annahmen sowie die mit den gewählten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verbundenen Unsicherheiten sind entscheidend für das Verständnis der zugrunde liegenden Risiken der Finanzberichterstattung sowie der Auswirkungen, die diese Schätzungen, Annahmen und Unsicherheiten auf den Konzernabschluss haben könnten. Die Bewertung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und immateriellen Vermögenswerten ist mit Schätzungen zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts zum Erwerbszeitpunkt verbunden, wenn diese im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben wurden. Ferner ist die erwartete Nutzungsdauer der Vermögenswerte zu schätzen. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten und Schulden sowie der Nutzungsdauern der Vermögenswerte basiert auf Beurteilungen des Managements. Im Rahmen der Ermittlung der Wertminderung von Vermögenswerten des Sachanlagevermögens und von immateriellen Vermögenswerten werden auch Schätzungen vorgenommen, die sich u. a. auf Ursache, Zeitpunkt und Höhe der Wertminderung beziehen. Eine Wertminderung beruht auf einer Vielzahl von Faktoren. Grundsätzlich werden Änderungen der gegenwärtigen Wettbewerbsbedingungen, Erwartungen bezüglich des Wachstums der Telekommunikationsbranche, Erhöhungen der Kapitalkosten, Änderungen der künftigen Verfügbarkeit von Finanzierungsmitteln, technologische Veralterung, die Einstellung von Dienstleistungen, aktuelle Wiederbeschaffungskosten, in vergleichbaren Transaktionen gezahlte Kaufpreise und sonstige das Umfeld betreffende Änderungen, die auf eine Wertminderung hindeuten, berücksichtigt. Die Identifizierung von Anhaltspunkten, die auf eine Wertminderung hindeuten, die Schätzung von künftigen Cashflows sowie die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte von Vermögenswerten (oder von Gruppen von Vermögenswerten) sind mit wesentlichen Einschätzungen verbunden, die das Management hinsichtlich der Identifizierung und Überprüfung von Anzeichen für eine Wertminderung, der erwarteten Cashflows, der zutreffenden Abzinsungssätze, der jeweiligen Nutzungsdauern sowie der Restwerte zu treffen hat. Insbesondere geht die Schätzung der den beizulegenden Zeitwerten zugrunde liegenden Cashflows aus dem Mobilfunk-Geschäft von anhaltenden Investitionen in unsere Netzinfrastruktur aus, die notwendig sind, um durch das Angebot neuer Datenprodukte und -dienste ein Erlöswachstum zu generieren. Hierzu liegen nur in begrenztem Umfang historische Informationen über die Kundennachfrage vor. Wenn die Nachfrage nach diesen Produkten und Diensten sich nicht so entwickelt wie erwartet, würde dies die Erlöse und Cashflows reduzieren und möglicherweise zu Wertminderungsaufwendungen in Verbindung mit der Abschreibung dieser Investitionen auf ihre beizulegenden Zeitwerte führen. Darüber hinaus fließen weitere Planungsunsicherheiten in die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte ein, die die Risiken der makroökonomischen Entwicklung widerspiegeln. Dies könnte sich negativ auf die künftige Ertragslage auswirken. Die Ermittlung des erzielbaren Betrags einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit ist mit Schätzungen durch das Management verbunden. Zu den verwendeten Methoden zur Ermittlung des erzielbaren Betrags zählen Methoden auf der Grundlage von Discounted Cashflows und Methoden, die als Basis Marktpreise in aktiven und liquiden Märkten oder bindende Kaufverträge verwenden. Den Bewertungen auf der Grundlage von Discounted Cashflows liegen Prognosen zugrunde, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen beruhen und auch für interne Zwecke verwendet werden. Der gewählte Planungshorizont spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider. Cashflows, die über den Planungshorizont hinausgehen, werden anhand geeigneter Wachstumsraten berechnet. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten durch das Management beruht, gehören folgende im Wesentlichen intern ermittelte Annahmen, die auf vergangenen Erfahrungen aufbauen, um aktuelle interne Erwartungen erweitert und von externen Marktdaten und -einschätzungen untermauert werden: Umsatzentwicklung, Kundengewinnungs- und Kundenbindungskosten, Kündigungsraten, Investitionen, Marktanteile sowie Wachstumsraten. Diskontierungszinssätze werden auf Basis vom Markt abgeleiteter Größen bestimmt, unter Berücksichtigung der mit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Risiken. Künftige Veränderungen in den oben aufgeführten Annahmen können dabei einen wesentlichen Einfluss auf die beizulegenden Zeitwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten haben. Das Management bildet Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen, um erwarteten Verlusten Rechnung zu tragen, die aus der Zahlungsunfähigkeit von Kunden resultieren. Die vom Management verwendeten Grundlagen für die Beurteilung der Angemessenheit der Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen sind die Fälligkeitsstruktur der Forderungssalden und Erfahrungen in Bezug auf Ausbuchungen von Forderungen in der Vergangenheit, die Bonität der Kunden sowie Veränderungen der Zahlungsbedingungen. Bei einer Verschlechterung der Finanzlage der Kunden kann der Umfang der tatsächlich vorzunehmenden Ausbuchungen den Umfang der erwarteten Ausbuchungen übersteigen. Ertragsteuern sind für jede Steuerjurisdiktion zu schätzen, in der die Deutsche Telekom tätig ist. Dabei ist für jedes Besteuerungssubjekt die erwartete tatsächliche Ertragsteuer zu berechnen und die temporären Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS-Konzernabschluss und dem steuerrechtlichen Abschluss sind zu beurteilen. Soweit temporäre Differenzen vorliegen, führen diese Differenzen grundsätzlich zum Ansatz von aktiven und passiven latenten Steuern im Konzernabschluss. Das Management muss bei der Berechnung tatsächlicher und latenter Steuern Beurteilungen treffen. Aktive latente Steuern werden in dem Maß angesetzt, in dem es wahrscheinlich ist, dass sie genutzt werden können. Die Nutzung aktiver latenter Steuern hängt von der Möglichkeit ab, im Rahmen der jeweiligen Steuerart und Steuerjurisdiktion ausreichendes zu versteuerndes Einkommen zu erzielen, wobei ggf. gesetzliche Beschränkungen hinsichtlich der maximalen Verlustvortragsperiode zu berücksichtigen sind. Zur Beurteilung der Wahrscheinlichkeit der künftigen Nutzbarkeit von aktiven latenten Steuern sind verschiedene Faktoren heranzuziehen, wie z. B. Ertragslage der Vergangenheit, operative Planungen, Verlustvortragsperioden und Steuerplanungsstrategien. Weichen die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen ab oder sind diese Schätzungen in künftigen Perioden anzupassen, könnte dies nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. Kommt es zu einer Änderung der Werthaltigkeitsbeurteilung bei aktiven latenten Steuern, sind die angesetzten aktiven latenten Steuern - entsprechend der ursprünglichen Bildung - erfolgswirksam oder erfolgsneutral abzuwerten bzw. wertberichtigte aktive latente Steuern erfolgswirksam oder erfolgsneutral zu aktivieren. Die Pensionsverpflichtungen für Leistungen an nicht beamtete Arbeitnehmer sind grundsätzlich durch leistungsorientierte Pläne gedeckt. Die Aufwendungen für Altersversorgung für nicht beamtete Arbeitnehmer werden in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Verfahren ermittelt, die auf Annahmen hinsichtlich des Zinssatzes, der Lebenserwartung und ggf. der erwarteten Erträge aus Planvermögen beruhen. Die Annahmen der Deutschen Telekom in Bezug auf die erwarteten Erträge aus Planvermögen werden unter Berücksichtigung langfristiger historischer Renditen in der Vergangenheit, der Anlagestrategie sowie von Schätzungen langfristiger Anlageerträge auf einheitlicher Basis getroffen. Falls Änderungen der Annahmen in Bezug auf Zinssätze oder die erwarteten Erträge aus Planvermögen erforderlich sind, könnte dies wesentliche Auswirkungen auf die künftige Höhe der Aufwendungen für Altersversorgung haben. Gemäß dem Gesetz zur Reorganisation der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Deutsche Bundespost ist die Deutsche Telekom verpflichtet, ihren Anteil an der Deckungslücke zwischen den Einnahmen der Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK) und ihren Leistungen auszugleichen. Die PBeaKK erbringt für ihre Mitglieder (aktive oder frühere Beamte der Deutschen Telekom AG, der Deutschen Post AG und der Deutschen Postbank AG) und deren Angehörige Leistungen in Krankheits-, Geburts- und Todesfällen. Die PBeaKK wurde mit Inkrafttreten der Postreform II in ihrem Bestand geschlossen. Die von der PBeaKK vereinnahmten Versicherungsbeiträge dürfen die von alternativen Anbietern privater Krankenversicherung berechneten Versicherungsbeiträge für vergleichbare Leistungen nicht überschreiten. Daher wird die sich ändernde Altersstruktur der Mitglieder in der PBeaKK nicht in den Versicherungsbeiträgen berücksichtigt. In Höhe des nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechneten Barwerts des Anteils der Deutschen Telekom an den künftigen Deckungslücken werden Rückstellungen gebildet. Dabei werden Abzinsungssätze verwendet sowie Annahmen bezüglich der Lebenserwartungen und Prognosen hinsichtlich der Beiträge und der künftigen Steigerungen der Gesundheitskosten in Deutschland vorgenommen. Da die Berechnung dieser Rückstellung mit langfristigen Prognosen über einen Zeitraum von mehr als 50 Jahren verbunden ist, kann sich der Barwert der Verbindlichkeit schon bei geringfügigen Schwankungen der der Berechnung zugrunde liegenden Annahmen erheblich ändern. Ansatz und Bewertung der Rückstellungen und der Höhe der Eventualschulden im Zusammenhang mit anhängigen Rechtsstreitigkeiten oder anderen ausstehenden Ansprüchen aus Vergleichs-, Vermittlungs-, Schiedsgerichts- oder staatlichen Verfahren bzw. sonstiger Eventualschulden sind in erheblichem Umfang mit Einschätzungen durch die Deutsche Telekom verbunden. So beruht die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, dass ein anhängiges Verfahren Erfolg hat oder eine Verbindlichkeit entsteht, bzw. die Quantifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtung auf der Einschätzung der jeweiligen Situation. Für Verbindlichkeiten werden Rückstellungen gebildet, wenn Verluste aus schwebenden Geschäften drohen, ein Verlust wahrscheinlich ist und dieser Verlust verlässlich geschätzt werden kann. Wegen der mit dieser Beurteilung verbundenen Unsicherheiten können die tatsächlichen Verluste ggf. von den ursprünglichen Schätzungen und damit von dem Rückstellungsbetrag abweichen. Zudem ist die Ermittlung von Rückstellungen für Steuern und Rechtsrisiken mit erheblichen Schätzungen verbunden. Diese Schätzungen können sich aufgrund neuer Informationen ändern. Bei der Einholung neuer Informationen nutzt die Deutsche Telekom hauptsächlich die Dienste interner Experten sowie die Dienste externer Berater wie z. B. Versicherungsmathematiker oder Rechtsberater. Änderungen der Schätzungen dieser drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften können sich erheblich auf die künftige Ertragslage auswirken. Umsatzrealisierung. Einmalige Bereitstellungsentgelte. Die operativen Segmente Deutschland, Europa und USA erhalten von Neukunden Entgelte für die erstmalige Bereitstellung und die Freischaltung ihres Anschlusses. Diese Entgelte (sowie die zugehörigen direkt zurechenbaren Kosten) werden abgegrenzt und über die erwartete Dauer der Kundenbeziehung verteilt. Die Schätzung der erwarteten durchschnittlichen Dauer der Kundenbeziehung basiert auf der historischen Kunden-Fluktuationsrate. Bei einer Änderung der Schätzungen durch das Management können sich wesentliche Unterschiede in Betrag und Zeitpunkt der Umsätze für nachfolgende Perioden ergeben. Mehrkomponentenverträge. Die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte von einzelnen Bewertungseinheiten von gebündelten Produkten bzw. Dienstleistungen ist komplex, da bestimmte Komponenten preissensibel sind und daher in einem von Wettbewerb geprägten Marktumfeld Schwankungen unterliegen. Änderungen der Schätzungen dieser anteiligen beizulegenden Zeitwerte können die Aufteilung des Preises für das gesamte Mehrkomponentengeschäft auf die einzelnen Bewertungseinheiten erheblich beeinflussen und sich daher auf die künftige Ertragslage auswirken. KONSOLIDIERUNGSKREIS. In den Konzernabschluss werden sämtliche Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierte Unternehmen einbezogen. Tochterunternehmen sind Gesellschaften, die direkt oder indirekt von der Deutschen Telekom beherrscht und vollkonsolidiert werden. Die Existenz und Auswirkung von potenziellen Stimmrechten, die gegenwärtig ausgeübt oder umgewandelt werden können, einschließlich von anderen Unternehmen gehaltener potenzieller Stimmrechte, werden bei der Beurteilung, ob ein Unternehmen beherrscht wird, berücksichtigt. Gemeinschaftsunternehmen sind Gesellschaften, über die mit anderen Unternehmen die gemeinschaftliche Führung ausgeübt wird. Assoziierte Unternehmen sind Gesellschaften, auf die die Deutsche Telekom maßgeblichen Einfluss ausübt und die weder Tochterunternehmen noch Gemeinschaftsunternehmen sind. Assoziierte Unternehmen werden ebenso wie die Gemeinschaftsunternehmen nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Tochterunternehmen werden nicht in den Konzernabschluss einbezogen, wenn sie aus Sicht eines operativen Segments oder des Konzerns nach folgender Beurteilung unwesentlich sind: Die Summe aller nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen darf nicht mehr als 1 % des Gesamtkonzernwerts der Bilanzsumme, des Umsatzes, des Jahresergebnisses und der Eventualforderungen, -verbindlichkeiten sowie sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausmachen. Sollte die Grenze von 1 % überschritten werden, wird unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeits- und Konsolidierungseffekten geprüft, welches Unternehmen in den Konzernabschluss einzubeziehen ist. Die Wesentlichkeitsbeurteilung für assoziierte und gemeinschaftlich geführte Unternehmen beschränkt sich lediglich auf die Kriterien Jahresergebnis und Eventualforderungen, -verbindlichkeiten sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen. Neben den quantitativen Kriterien werden auch qualitative Kriterien zur Beurteilung der Wesentlichkeit eines Unternehmens für den Konsolidierungskreis herangezogen. So dürfen sich durch eine unterlassene Einbeziehung weder wesentliche Veränderungen des Segment- oder des Konzernjahresergebnisses ergeben noch weitere wesentliche Trends unberücksichtigt bleiben. Der Konsolidierungskreis veränderte sich im Geschäftsjahr 2012 wie folgt: T 056 scroll Inland Ausland Gesamt VOLLKONSOLIDIERTE TOCHTERUNTERNEHMEN 1. Januar 2012 64 174 238 Zugänge 6 5 11 Abgänge (einschließlich Verschmelzungen) 2 12 14 31. DEZEMBER 2012 68 167 235 NACH DER EQUITY-METHODE EINBEZOGENE ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN 1. Januar 2012 5 5 10 Zugänge 0 3 3 Abgänge 1 0 1 31. DEZEMBER 2012 4 8 12 NACH DER EQUITY-METHODE EINBEZOGENE GEMEINSCHAFTS-UNTERNEHMEN 1. Januar 2012 2 5 7 Zugänge 1 0 1 Abgänge 0 0 0 31. DEZEMBER 2012 3 5 8 INSGESAMT 1. Januar 2012 71 184 255 Zugänge 7 8 15 Abgänge (einschließlich Verschmelzungen) 3 12 15 31. DEZEMBER 2012 75 180 255 Für die Einbringung von 5 821 Standorten im Rahmen des von T-Mobile USA abgeschlossenen Rahmenvertrags mit Crown Castle über die Vermietung und Nutzung von Funkturm-Standorten (◊ siehe Abschnitt "Unternehmenszusammenschlüsse und sonstige Transaktionen" im Kapitel "Grundlagen und Methoden") wurden von T-Mobile USA zwei Gesellschaften gegründet, an denen T-Mobile USA jeweils zu 100 % beteiligt ist. Beide Gesellschaften wurden am Tag des Abschlusses der Transaktion entkonsolidiert, weil Crown Castle selbstständig die Bewirtschaftung der Funkturm-Standorte betreibt und somit die Finanz- und Geschäftspolitik der beiden Gesellschaften bestimmt. Zum 31. Dezember 2012 werden sie daher als assoziierte Gesellschaften in den Konsolidierungskreis der Deutschen Telekom einbezogen, da die Deutsche Telekom einen maßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaften ausübt. 833 Funkturm-Standorte wurden in zwei weitere neu gegründete Betreibergesellschaften eingebracht, und die Gesellschaften wurden anschließend an Crown Castle veräußert. Die weiteren Veränderungen im Konsolidierungskreis hatten nur eine untergeordnete Bedeutung für den Konzernabschluss der Deutschen Telekom. Die Deutsche Telekom hält zum Abschluss-Stichtag 40 % und eine Stimme der Anteile an der OTE-Gruppe. Aufgrund von Gesellschaftervereinbarungen zwischen der Deutschen Telekom und der Hellenischen Republik besitzt die Deutsche Telekom die Kontrolle über 50 % zuzüglich zwei stimmberechtigte Aktien und übt damit die Beherrschung der Finanz- und Geschäftspolitik über die OTE-Gruppe aus. Die Gesellschaften der OTE-Gruppe sind somit als Tochterunternehmen vollzukonsolidieren. UNTERNEHMENSZUSAMMENSCHLÜSSE UND SONSTIGE TRANSAKTIONEN. Unternehmenszusammenschlüsse. Im Geschäftsjahr 2012 hat die Deutsche Telekom keine wesentlichen Unternehmenszusammenschlüsse getätigt. Der Vollzug des Zusammenschlusses von T-Mobile USA und MetroPCS steht noch aus. Zusammenschluss von T-Mobile USA und MetroPCS. Die Deutsche Telekom AG und MetroPCS Communications, Inc., Dallas/USA (MetroPCS) haben am 3. Oktober 2012 einen Vertrag über die Zusammenlegung ihrer Geschäftsaktivitäten in den USA abgeschlossen. Im Rahmen dieser Transaktion wird die Deutsche Telekom AG die T-Mobile USA in die börsennotierte MetroPCS einbringen und im Gegenzug im Rahmen einer Kapitalerhöhung 74 % der Anteile am Stammkapital von MetroPCS erhalten. Die restlichen 26 % der Anteile entfallen auf die Alt-Aktionäre von MetroPCS, die darüber hinaus eine einmalige Barzahlung in Höhe von 1,5 Mrd. US-$ von MetroPCS erhalten. Die Transaktion löste einen Wertminderungstest aus, welcher zum 30. September 2012 zu einer Wertminderung des Goodwills und der Vermögenswerte von T-Mobile USA in Höhe von insgesamt rund 7,4 Mrd. € (nach Steuern) führte. ◊ Weitere Informationen sind den Erläuterungen in ANGABE 5 "IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE" sowie ANGABE 30 "ABSCHREIBUNGEN" zu entnehmen. Da es sich aus bilanzieller Sicht um einen umgekehrten Unternehmenszusammenschluss handelt, werden zum Zeitpunkt des Abschlusses der Transaktion (voraussichtlich im ersten Halbjahr 2013) die bestehenden Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden der T-Mobile USA fortgeführt. Die Buchwerte der Vermögenswerte und Schulden der MetroPCS werden dagegen im Rahmen des Unternehmenserwerbs mit ihrem beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Mit dem Abschluss der Transaktion wird das kombinierte Unternehmen im Konzernabschluss der Deutschen Telekom als vollkonsolidiertes Unternehmen ausgewiesen und seine Aktien werden voraussichtlich an der New Yorker Börse (NYSE) gehandelt werden. Sowohl der Firmensitz in Bellevue, Washington als auch eine Präsenz in Dallas, Texas werden beibehalten. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigungen durch das amerikanische Justizministerium (DOJ), der US-Telekommunikations-Aufsichtsbehörde Federal Communications Commission (FCC) und des Regierungsausschusses zur Überwachung ausländischer Investitionen in den USA (CFIUS). Zudem ist auch die Zustimmung der MetroPCS-Aktionäre erforderlich. Die Deutsche Telekom und MetroPCS erwarten, dass alle erforderlichen Genehmigungen und Zustimmungen im ersten Halbjahr 2013 vorliegen werden. Rahmenvertrag über die Vermietung und Nutzung von Funkturm-Standorten in den USA. T-Mobile USA hat am 28. September 2012 einen Rahmenvertrag mit Crown Castle International Corp., Houston/USA über die Vermietung und Nutzung von Funkturm-Standorten abgeschlossen. ― 5 821 Funkturm-Standorte wurden in zwei Betreibergesellschaften der T-Mobile USA eingebracht, an denen T-Mobile USA jeweils zu 100 % beteiligt ist. Am Tag des Abschlusses der Transaktion wurden die beiden Gesellschaften entkonsolidiert, da für diese Standorte das alleinige Recht der weiteren Nutzung und Vermietung für einen Zeitraum von durchschnittlich 28 Jahren auf Crown Castle übergeht. Beide Gesellschaften wurden zum 31. Dezember 2012 als assoziierte Gesellschaften in den Konsolidierungskreis der Deutschen Telekom einbezogen (siehe Abschnitt "Konsolidierungskreis" im Kapitel "Grundlagen und Methoden" und ANGABE 7 "BETEILIGUNGEN AN AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMEN"). ― 451 Funkturm-Standorte können derzeit aus rechtlichen Gründen nicht in die beiden Betreibergesellschaften der T-Mobile USA eingebracht werden. Sie werden im Rahmen eines Finanzierungs-Leasing-Verhältnisses an Crown Castle vermietet. ― 833 Funkturm-Standorte wurden in zwei weitere Betreibergesellschaft eingebracht und die Gesellschaften veräußert. T-Mobile USA erhielt im Gegenzug in Summe eine Zahlung in Höhe von ca. 1,9 Mrd. € (2,5 Mrd. US-$). T-Mobile USA mietet den benötigten Platz im Rahmen von Operating Leasing-Verhältnissen von Crown Castle an. Den von T-Mobile USA nicht benötigten Platz kann Crown Castle an fremde Dritte vermieten. Die Transaktion wurde im vierten Quartal 2012 vollzogen. Die Transaktion hat die folgenden wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Cashflow im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 der Deutschen Telekom: ― Zum 31. Dezember 2012 wurden die Vermögenswerte, die den Funkturm-Standorten zugerechnet werden, in Höhe von insgesamt 0,6 Mrd. € ausgebucht. Davon entfallen 0,5 Mrd. € auf technische Anlagen und Maschinen und 0,1 Mrd. € auf Grundstücke und Bauten. ― Innerhalb der übrigen Schulden (siehe ANGABE 14) wurden Verbindlichkeiten in Höhe von 0,1 Mrd. € aus Straight line lease aufgelöst, die im Zusammenhang mit Abgrenzungen für die Linearisierung von Leasing-Aufwand standen. Eine Zuführung in Höhe von 0,1 Mrd. € für eine erhaltene Zahlung im Rahmen der 833 veräußerten Funkturm-Standorte stand dem entgegen. ― Mit Abschluss der Transaktion wurde ein sonstiger betrieblicher Ertrag in Höhe von 1,4 Mrd. € erfasst (siehe ANGABE 20). ― Die erhaltene Zahlung in Höhe von insgesamt 1,9 Mrd. € wird im Wesentlichen im Cashflow aus Investitionstätigkeit in Höhe von 1,8 Mrd. € und im Cashflow aus Geschäftstätigkeit in Höhe von 0,1 Mrd. € ausgewiesen (siehe ANGABE 31). Weitere Informationen zu der Transaktion sind den Angaben zu den Leasing-Verhältnissen (siehe ANGABE 34) und den Angaben zum Risiko-Management, Finanzderivaten und weiteren Angaben zum Kapital-Management zu entnehmen (siehe ANGABE 38). WESENTLICHE TOCHTERUNTERNEHMEN. Die wesentlichen Tochterunternehmen des Konzerns sind in TABELLE T 057 dargestellt: T 057 scroll Name und Sitz der Gesellschaft Kapitalanteil der Deutschen Telekom 31.12.2012 % Umsatz 2012 Mio. € Betriebsergebnis 2012 Mio. € Eigenkapital 2012 Mio. € Anzahl Mitarbeiter (im Durch- schnitt) 2012 Telekom Deutschland GmbH, Bonn, Deutschland 100,00 22 388 4 683 5 501 13 814 T-Mobile USA, Inc., Bellevue, Washington, USAa,b 100,00 15 371 (7 547) 6 182 30 184 T-Systems International GmbH, Frankfurt a. M., Deutschland 100,00 7 073 (424) 1 162 22 937 Hellenic Telecommunications Organization S.A. (OTE), Athen, Griechenlanda 40,00 4 685 296 3 673 26 951 Magyar Telekom Nyrt., Budapest, Ungarna,b 59,23 2 018 301 2 336 11 291 T-Mobile Netherlands Holding B.V., Den Haag, Niederlandea,b 100,00 1 664 246 2 150 1 720 PTC, Polska Telefonia Cyfrowa S.A., Warschau, Polenb 100,00 1 678 241 2 160 4 760 T-Mobile Czech Republic a.s., Prag, Tschechische Republikb 60,77 1 044 344 1 749 2 850 Hrvatski Telekom d.d., Zagreb, Kroatiena 51,00 992 258 1 991 5 767 T-Mobile Austria Holding GmbH, Wien, Österreicha,b 100,00 878 (234) 1 516 1 235 Slovak Telekom a.s., Bratislava, Slowakeia 51,00 837 109 1 928 3 906 a Vorkonsolidierter Teilkonzern. b Indirekte Beteiligung der Deutschen Telekom AG. Die vollständige Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 313 HGB, die Bestandteil des Konzern-Anhangs ist, wird mit dem Konzernabschluss im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt. Sie kann bei der Deutschen Telekom AG, Bonn, Investor Relations, angefordert bzw. auf der Internet-Seite der Deutschen Telekom (WWW.TELEKOM.COM) unter dem Pfad INVESTOR RELATIONS/CORPORATE GOVERNANCE/JÄHRLICHES DOKUMENT eingesehen werden. Des Weiteren enthält die Aufstellung des Anteilsbesitzes auch eine abschließende Aufzählung aller Tochterunternehmen, die von Erleichterungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB bzw. von der Offenlegungserleichterung gemäß § 264b HGB Gebrauch machen. KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE. Nach IFRS sind sämtliche Unternehmenszusammenschlüsse nach der Erwerbsmethode abzubilden. Der Kaufpreis eines erworbenen Tochterunternehmens wird auf die erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verteilt. Maßgeblich sind dabei die Wertverhältnisse zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt wurde. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und die übernommenen Schulden und Eventualschulden werden - unabhängig von der Beteiligungshöhe - in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Ein verbleibender aktivischer Unterschiedsbetrag wird als Goodwill angesetzt. Ein verbleibender passivischer Unterschiedsbetrag wird erfolgswirksam erfasst. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens werden ab dem Erwerbszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens bleiben bis zu dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, an dem die Beherrschung durch das Mutterunternehmen endet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Erlös aus der Veräußerung des Tochterunternehmens und seinem Buchwert, einschließlich der kumulierten Umrechnungsdifferenzen, die im Eigenkapital erfasst wurden, wird zum Zeitpunkt der Veräußerung in der konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung als Gewinn oder Verlust aus dem Abgang des Tochterunternehmens erfasst. Aufwendungen und Erträge, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Ergebnisse zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden eliminiert. Die Beteiligungen an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen, die nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen werden, werden beim Erwerb mit ihren anteiligen neu bewerteten Vermögenswerten (zuzüglich etwaigem Goodwill), Schulden und Eventualschulden angesetzt. Der Goodwill aus der Anwendung der Equity-Methode wird nicht planmäßig abgeschrieben. Unrealisierte Gewinne und Verluste aus Geschäftsvorfällen mit diesen Unternehmen werden anteilig eliminiert. Die Werthaltigkeit des aus der Anwendung der Equity-Methode resultierenden Buchwerts der Beteiligung wird untersucht, wenn Anzeichen für eine Wertminderung vorliegen. Sofern der Buchwert der Beteiligung ihren erzielbaren Betrag übersteigt, ist in Höhe der Differenz ein Wertminderungsaufwand zu erfassen. Der erzielbare Betrag wird durch den höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert der Beteiligung bestimmt. WÄHRUNGSUMRECHNUNG. Transaktionen in fremder Währung werden mit dem Kurs am Tag der Transaktion in die funktionale Währung umgerechnet. Am Abschluss-Stichtag werden monetäre Posten zum Stichtagskurs umgerechnet, nicht monetäre Posten werden mit dem Kurs am Tag der Transaktion umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst. Die Vermögenswerte und Schulden der Konzernunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden von der jeweiligen Landeswährung in Euro mit den Mittelkursen am Abschluss-Stichtag umgerechnet. Die Mittelkurse entsprechen den durchschnittlichen Geld- und Briefkursen zum Ende der jeweiligen Stichtage. Die Gewinn- und Verlustrechnungen der ausländischen Konzernunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden wie die entsprechenden Jahresergebnisse zu Durchschnittskursen des Berichtszeitraums umgerechnet. Die Differenzen, die durch die Anwendung beider Kurse entstehen, werden erfolgsneutral erfasst. Die Wechselkurse wichtiger Währungen entwickelten sich wie folgt: T 058 scroll Durchschnittskurse Stichtagskurse 2012 € 2011 € 2010 € 31.12.2012 € 31.12.2011 € 100 Tschechische Kronen (CZK) 3,97740 4,06830 3,95536 3,98309 3,87758 1 Britisches Pfund (GBP) 1,23292 1,15203 1,16553 1,22643 1,19583 100 Kroatische Kuna (HRK) 13,29600 13,44360 13,72000 13,23580 13,28090 1 000 Ungarische Forint (HUF) 3,45820 3,58103 3,63022 3,41775 3,18883 100 Mazedonische Denar (MKD) 1,62376 1,62472 1,62536 1,60626 1,62320 100 Polnische Zloty (PLN) 23,89580 24,27060 25,03330 24,48640 22,39550 1 US-Dollar (US-$) 0,77820 0,71801 0,75398 0,75845 0,77246 ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-BILANZ. 1 ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente haben eine ursprüngliche Laufzeit von bis zu drei Monaten und enthalten überwiegend Festgeldanlagen bei Kreditinstituten. Daneben sind hier in geringem Umfang Kassenbestände sowie Schecks enthalten. Zur Sicherung etwaiger Ausfallrisiken aus derivativen Transaktionen hat die Deutsche Telekom auf Basis von Collateralverträgen Barsicherheiten in Höhe von 729 Mio. € (31. Dezember 2011: 640 Mio. €) erhalten. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente erhöhten sich in der Berichtsperiode um 0,3 Mrd. € auf 4,0 Mrd. €. Weitere Informationen sind der Konzern-Kapitalflussrechnung in ANGABE 31 zu entnehmen. Zum 31. Dezember 2012 hat die Deutsche Telekom 7 Mio. € (31. Dezember 2011: 20 Mio. € (EJR Mazedonien und Montenegro)) als Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente ausgewiesen, die von Tochterunternehmen in EJR Mazedonien gehalten werden. Diese unterliegen Devisenverkehrskontrollen und anderen gesetzlichen Einschränkungen. Die Verfügbarkeit über diese Bestände durch das Mutterunternehmen und andere Konzernunternehmen ist daher eingeschränkt. 2 FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE FORDERUNGEN. T 059 scroll 31.12.2012 Mio. € 31.12.2011 Mio. € Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6 316 6 455 Sonstige Forderungen 101 102 6 417 6 557 Vom Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen sind 6 188 Mio. € (31. Dezember 2011: 6 454 Mio. €) innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungsentwicklung der Deutschen Telekom korrespondiert im Wesentlichen mit der Umsatzentwicklung. Unter anderem hatten folgende Effekte Einfluss auf den Forderungsbestand: Reduzierend wirkten sich das Factoring im operativen Segment Systemgeschäft sowie kontinuierliche Prozessoptimierungen in der Bonitätsprüfung und der Beitreibung aus. Gegenläufig wurde das Forderungsvolumen in den operativen Segmenten USA und Europa durch eine intensivere Marktbearbeitung, insbesondere durch den Verkauf von Endgeräten zum vollen Preis mittels Ratenverträgen, die bestimmte Kundengruppen in Anspruch nehmen können, erhöht. TABELLE T 060 zeigt die Fälligkeitsstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an, die zum Stichtag nicht wertgemindert sind: T 060 scroll davon: Zum Abschluss- Stichtag weder wertgemindert noch überfällig Mio. € davon: Zum Abschluss-Stichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Weniger als 30 Tage Mio. € Zwischen 30 und 60 Tagen Mio. € Zwischen 61 und 90 Tagen Mio. € Zwischen 91 und 180 Tagen Mio. € Zwischen 181 und 360 Tagen Mio. € zum 31.12.2012 3 722 597 108 53 138 86 zum 31.12.2011 3 190 490 78 47 71 71 scroll davon: Zum Abschluss-Stichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Mehr als 360 Tage Mio. € zum 31.12.2012 64 zum 31.12.2011 20 Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschluss-Stichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt: T 061 scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € STAND WERTBERICHTIGUNGEN AM 1. JANUAR 1 232 1 323 Kursdifferenzen 2 (9) Zuführungen (Aufwendungen für Wertberichtigungen) 949 830 Verbrauch (754) (589) Auflösungen (113) (323) STAND WERTBERICHTIGUNGEN AM 31. DEZEMBER 1 316 1 232 In TABELLE T 062 sind die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Erträge aus dem Eingang von ausgebuchten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dargestellt: T 062 scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen 138 107 138 Erträge aus dem Eingang von ausgebuchten Forderungen 103 28 7 Alle Aufwendungen und Erträge aus Wertberichtigungen und Ausbuchungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den Vertriebskosten ausgewiesen. 3 VORRÄTE. T 063 scroll 31.12.2012 Mio. € 31.12.2011 Mio. € Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 96 124 Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 59 82 Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 950 878 Geleistete Anzahlungen 1 - 1 106 1 084 Von den am 31. Dezember 2012 angesetzten Vorräten wurden Wertminderungen auf den Nettoveräußerungswert in Höhe von 58 Mio. € (2011: 69 Mio. €, 2010: 50 Mio. €) vorgenommen. Die Wertminderungen wurden erfolgswirksam erfasst. Der Buchwert der Vorräte, der während der Periode als Aufwand erfasst wurde, beträgt 5 519 Mio. € (2011: 5 905 Mio. €, 2010: 5 774 Mio. €). Die fertigen Erzeugnisse und Handelswaren enthalten Produkte zum Verkauf für Endkunden (z. B. Endgeräte und Zubehör), die nicht selbst hergestellt wurden, und noch nicht abgerechnete, jedoch fertiggestellte Leistungen v. a. gegenüber Geschäftskunden. 4 ZUR VERÄUSSERUNG GEHALTENE LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE UND VERÄUSSERUNGSGRUPPEN. Zum 31. Dezember 2012 sind in den kurzfristigen Vermögenswerten der Konzern-Bilanz 0,1 Mrd. € als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen ausgewiesen. Der Rückgang in Höhe von 0,3 Mrd. € gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf den Verkauf der Anteile an der Telekom Srbija zurückzuführen. 5 IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE. T 064 scroll Erworbene immaterielle Vermögenswerte Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte Mio. € Gesamt Mio. € Erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte Mio. € LTE- Lizenzen Mio. € UMTS- Lizenzen Mio. € GSM- Lizenzen Mio. € ANSCHAFFUNGS- BZW. HERSTELLUNGSKOSTEN STAND 31. DEZEMBER 2010 2 916 43 952 1 591 1 323 10 046 1 575 Währungsumrechnung 46 369 (18) 0 (40) (34) Veränderung Konsolidierungskreis 2 8 1 0 0 0 Sonstige Veränderung 0 0 0 0 0 0 Zugänge 122 845 7 21 17 48 Abgänge 282 709 51 0 0 0 Veränderung aus zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 0 (24) 0 0 0 0 Umbuchungen 677 648 (696) 11 0 119 STAND 31. DEZEMBER 2011 3 481 45 089 834 1 355 10 023 1 708 Währungsumrechnung (12) (231) 13 0 26 24 Veränderung Konsolidierungskreis 1 6 5 0 0 0 Sonstige Veränderung 0 0 0 0 0 0 Zugänge 78 2 102 7 0 3 45 Abgänge 476 1 327 57 0 2 0 Veränderung aus zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 0 (160) 0 0 0 0 Umbuchungen 530 1 338 37 0 (2) 0 STAND 31. DEZEMBER 2012 3 602 46 817 839 1 355 10 048 1 777 KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN STAND 31. DEZEMBER 2010 1 725 12 916 895 0 3 991 954 Währungsumrechnung 35 (211) (18) 0 (14) (22) Veränderung Konsolidierungskreis 1 (2) 0 0 0 0 Zugänge (planmäßige Abschreibungen) 662 2 662 78 66 606 129 Zugänge (Wertminderungen) 14 7 4 0 0 0 Abgänge 278 692 51 0 0 0 Veränderung aus zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 0 0 0 0 0 0 Umbuchungen 4 (3) (272) 0 1 (1) STAND 31. DEZEMBER 2011 2 163 14 677 636 66 4 584 1 060 Währungsumrechnung (10) 26 13 0 9 17 Veränderung Konsolidierungskreis 0 (3) 0 0 0 0 Zugänge (planmäßige Abschreibungen) 720 2 451 20 92 605 134 Zugänge (Wertminderungen) 121 6 002 1 0 0 0 Abgänge 473 1 225 57 0 2 0 Veränderung aus zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 0 (18) 0 0 0 0 Umbuchungen (169) 167 1 0 0 0 STAND 31. DEZEMBER 2012 2 352 22 077 614 158 5 196 1 211 BUCHWERTE Stand 31. Dezember 2011 1 318 30 412 198 1 289 5 439 648 STAND 31. DEZEMBER 2012 1 250 24 740 225 1 197 4 852 566 scroll Erworbene immaterielle Vermögenswerte Goodwill Geleistete Anzahlungen und immaterielle Vermögenswerte in Entwicklung Gesamt FCC- Lizenzen (T-Mobile USA) Mio. € Übrige erworbene immaterielle Vermögenswerte Mio. € Mio. € Mio. € Mio. € ANSCHAFFUNGS- BZW. HERSTELLUNGSKOSTEN STAND 31. DEZEMBER 2010 18 442 10 975 27 447 1 059 75 374 Währungsumrechnung 629 (168) (75) (5) 335 Veränderung Konsolidierungskreis 0 7 1 0 11 Sonstige Veränderung 0 0 0 0 0 Zugänge 54 698 71 1 000 2 038 Abgänge 0 658 39 36 1 066 Veränderung aus zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen (24) 0 0 0 (24) Umbuchungen 0 1 214 14 (809) 530 STAND 31. DEZEMBER 2011 19 101 12 068 27 419 1 209 77 198 Währungsumrechnung (396) 102 67 5 (171) Veränderung Konsolidierungskreis 0 1 0 0 7 Sonstige Veränderung 0 0 0 0 0 Zugänge 1 587 460 8 1 206 3 394 Abgänge 93 1 175 0 29 1 832 Veränderung aus zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen (154) (6) 0 0 (160) Umbuchungen 0 1 303 0 (1 089) 779 STAND 31. DEZEMBER 2012 20 045 12 753 27 494 1 302 79 215 KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN STAND 31. DEZEMBER 2010 0 7 076 6 926 0 21 567 Währungsumrechnung 0 (157) 221 0 45 Veränderung Konsolidierungskreis 0 (2) 0 0 (1) Zugänge (planmäßige Abschreibungen) 0 1 783 0 0 3 324 Zugänge (Wertminderungen) 0 3 3 100 0 3 121 Abgänge 0 641 0 0 970 Veränderung aus zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 0 0 0 0 0 Umbuchungen 0 269 14 0 15 STAND 31. DEZEMBER 2011 0 8 331 10 261 0 27 101 Währungsumrechnung (116) 103 (172) 0 (156) Veränderung Konsolidierungskreis 0 (3) 0 0 (3) Zugänge (planmäßige Abschreibungen) 0 1 600 0 0 3 171 Zugänge (Wertminderungen) 5 822 179 2 965 0 9 088 Abgänge 0 1 166 0 0 1 698 Veränderung aus zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen (12) (6) 0 0 (18) Umbuchungen 0 166 0 0 (2) STAND 31. DEZEMBER 2012 5 694 9 204 13 054 0 37 483 BUCHWERTE Stand 31. Dezember 2011 19 101 3 737 17 158 1 209 50 097 STAND 31. DEZEMBER 2012 14 351 3 549 14 440 1 302 41 732 Der Nettobuchwert der UMTS-Lizenzen in Höhe von 4,9 Mrd. € entfällt im Wesentlichen auf das operative Segment Deutschland. Zum Abschluss-Stichtag hat sich die Deutsche Telekom in Höhe von 1,7 Mrd. € (31. Dezember 2011: 0,3 Mrd. €) vertraglich zum Erwerb von immateriellen Vermögenswerten verpflichtet. Der Anstieg entfällt im Wesentlichen auf Mobilfunk-Lizenzen in Höhe von 0,9 Mrd. € bei T-Mobile Netherlands und 0,4 Mrd. € im operativen Segment USA, der im Zusammenhang mit dem Ausbau des Mobilfunknetzes steht. In den Zugängen der FCC-Lizenzen waren zum 31. Dezember 2012 0,9 Mrd. € Zugänge aus der Übertragung von AWS-Spektrumlizenzen enthalten, die Teil der Ausfallentschädigung von AT&T im Zusammenhang mit der Auflösung der Vereinbarung zum Verkauf von T-Mobile USA waren. Die Lizenzen wurden bis zur Zustimmung der Übertragung durch die Federal Communications Commission (FCC) im zweiten Quartal 2012 in den langfristigen übrigen Vermögenswerten ausgewiesen. T-Mobile USA hat im September 2012 mit Verizon, Inc., New York/USA AWS-Spektrumlizenzen getauscht. Aus der Transaktion resultierten Zugänge von 0,5 Mrd. €, Abgänge von 0,1 Mrd. € sowie eine Ausgleichszahlung an Verizon in Höhe von 0,3 Mrd. €. Aus den genannten Effekten ergab sich ein Buchgewinn in Höhe von 0,1 Mrd. €, der in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wurde. Die Buchwerte des Goodwills sind den operativen Segmenten, der Konzernzentrale & Shared Services und den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wie folgt zugeordnet: T 065 scroll 31.12.2012 Mio. € 31.12.2011 Mio. €a DEUTSCHLAND 3 974 3 967 EUROPA 7 241 7 379 davon: Polen 1 600 1 463 Niederlande 1 317 1 317 Ungarn 1 071 996 Österreich 866 1 163 Tschechische Republik 666 648 Kroatien 488 489 Griechenland - Mobilfunk 422 422 Slowakei 399 399 Rumänien - Mobilfunk 145 149 EJR Mazedonien 109 110 Bulgarien 75 138 Übrige 83 85 USA 0 2 600 SYSTEMGESCHÄFT 3 171 3 158 KONZERNZENTRALE & SHARED SERVICES 54 54 14 440 17 158 a Die Änderungen in der Zusammensetzung der Segmentstruktur zum 1. Januar 2012, bei der die Aufgaben und Funktionen des Wachstumsgeschäfts Digital Services sowie des Internet-Dienstleisters STRATO auf die Konzernzentrale & Shared Services übertragen wurden, resultierten in einer geänderten Zusammensetzung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Die Werte wurden rückwirkend angepasst. Im Geschäftsjahr 2012 haben sich folgende wesentliche Entwicklungen der Buchwerte des Goodwills zahlungsmittelgenerierender Einheiten ergeben: USA. Der am 3. Oktober 2012 abgeschlossene Vertrag zwischen der Deutschen Telekom AG und MetroPCS Communications Inc., Dallas/ USA (MetroPCS) über die Zusammenlegung der Geschäftsaktivitäten in den USA (siehe Abschnitt "Unternehmenszusammenschlüsse und sonstige Transaktionen" im Kapitel "Grundlagen und Methoden") löste einen Wertminderungstest aus, welcher zum 30. September 2012 zu einer Wertminderung des Goodwills und anderer langfristiger Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit USA in Höhe von insgesamt 10,6 Mrd. € führte. Dieser Wertminderung stand ein positiver Steuereffekt in Höhe von 3,2 Mrd. € entgegen. Nach der Vereinbarung über die Zusammenlegung von T-Mobile USA mit MetroPCS musste der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit USA bestimmt werden. Als Bewertungsgrundlage dafür diente der Wert der Anteile (Marktpreis) an MetroPCS unmittelbar vor Bekanntgabe der Vereinbarung, die der Deutschen Telekom zustehen werden. Diese Anteile erhält die Deutsche Telekom als Gegenleistung für die Einbringung der T-Mobile USA in die MetroPCS. Da der Buchwert des Nettovermögens der zahlungsmittelgenerierenden Einheit USA über dem so ermittelten erzielbaren Betrag lag, war die Wertminderung in Höhe des Unterschiedsbetrags erfolgswirksam zu erfassen. Sie führte zunächst zu einer vollständigen Abschreibung des Goodwills in Höhe von 2,6 Mrd. €. Der verbleibende Teil in Höhe von 5,8 Mrd. € entfiel überwiegend auf FCC-Lizenzen. Europa. Die Buchwerte des Goodwills der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Österreich und Bulgarien gingen aufgrund der zum Jahresende erfassten Wertminderungen als Ergebnis des Wertminderungstests in Summe um 0,4 Mrd. € zurück. Angaben zu den jährlichen Werthaltigkeitstests. Die Deutsche Telekom führte zum 31. Dezember 2012 ihre jährlichen Werthaltigkeitstests für den den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugrunde gelegten Goodwill durch. Im Fall der zahlungsmittelgenerierenden Einheit USA wurde der Werthaltigkeitstest aufgrund der darin enthaltenen FCC-Lizenzen mit unbestimmbarer Nutzungsdauer durchgeführt. Auf Basis der zum Abschluss-Stichtag vorliegenden Erkenntnisse und Erwartungen des Markt- und Wettbewerbsumfelds ergaben die Werthaltigkeitstests zum Jahresende Wertminderungsbedarf für folgende zahlungsmittelgenerierende Einheiten, die beide dem operativen Segment Europa zugeordnet waren: T 066 Wertminderungen auf Goodwill. scroll Mio. € Österreich 297 Bulgarien 63 WERTMINDERUNGEN (SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN) 360 Die Wertminderungen des Goodwills in Österreich resultierten im Wesentlichen aus Verschlechterungen der künftigen Umsatzentwicklung durch verschärften Wettbewerb und negative Regulierungsentscheidungen. In Bulgarien waren v. a. gestiegene Diskontierungszinssätze, die aus Planungsunsicherheiten über die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft stammen, für die vorgenommene Wertminderung ursächlich. Der erzielbare Betrag bei der Durchführung des Werthaltigkeitstests im Geschäftsjahr 2012 war der jeweilige beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten. Im Fall der zahlungsmittelgenerierenden Einheit USA diente als Bewertungsgrundlage der Wert der Anteile an MetroPCS unmittelbar vor Bekanntgabe der Vereinbarung, die der Deutschen Telekom zustehen werden. Im Fall der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Kroatien war der Marktpreis eines aktiven und liquiden Markts (Börsenkurs) der Hrvatski Telekom Grundlage für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten. Den Bewertungen der anderen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten liegen in der Regel Prognosen zugrunde, die auf den vom Management genehmigten Finanzplänen beruhen und auch für interne Zwecke verwendet werden. Der gewählte Planungshorizont spiegelt die Annahmen für kurz- bis mittelfristige Marktentwicklungen wider. Cashflows, die über den Planungshorizont hinausgehen, werden anhand geeigneter Wachstumsraten berechnet. Zu den wesentlichen Annahmen, auf denen die Ermittlung des erzielbaren Betrags beruht, gehören folgende im Wesentlichen intern ermittelte Annahmen, die auf vergangenen Erfahrungen aufbauen, um aktuelle interne Erwartungen erweitert und von externen Marktdaten und -einschätzungen untermauert werden: Umsatzentwicklung, Kundengewinnungs- und Kundenbindungskosten, Kündigungsraten, Investitionen, Marktanteile sowie Wachstumsraten. Diskontierungszinssätze werden auf Basis externer vom Markt abgeleiteter Größen bestimmt, unter Berücksichtigung der mit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit verbundenen Risiken. Sollten sich künftig wesentliche Veränderungen in den oben aufgeführten Annahmen ergeben, so würde dies Einfluss auf die beizulegenden Zeitwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten haben. Mögliche Veränderungen dieser Annahmen können sich durch zukünftige Entwicklungen der makroökonomischen Lage, des anhaltend harten Wettbewerbs sowie weitere mögliche Änderungen in der Gesetzgebung (z. B. im Zuge von staatlichen Sparprogrammen) und regulatorische Eingriffe insbesondere im operativen Segment Europa negativ auswirken. TABELLE T 067 enthält eine Übersicht über den jeweils zugrunde gelegten Zeitraum für die Cashflow-Prognosen, die zur Extrapolation der Cashflow-Prognosen genutzten Wachstumsraten und die auf die Cashflow-Prognosen angewandten Diskontierungszinssätze, gegliedert nach operativen Segmenten und wesentlichen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten: T 067 scroll Prognosezeitraum Jahre Wachstumsraten % Diskontierungszinssätze % Deutschland 10 1,0 6,16 Europa Polen 10 2,0 7,32 Niederlande 10 2,0 6,39 Ungarn 10 2,0 7,23 Österreich 10 2,0 6,63 Übrige zahlungsmittelgenerierende Einheiten 10 1,0 - 2,0 5,80 - 10,55 Systemgeschäft 10 1,5 8,17 Wären bei den Werthaltigkeitstests die zugrunde gelegten Diskontierungssätze um 0,5 Prozentpunkte höher gewesen, hätten sich um 0,2 Mrd. € höhere Wertminderungen ergeben. Wären die Diskontierungssätze hingegen um 0,5 Prozentpunkte niedriger gewesen, hätten sich um 0,1 Mrd. € niedrigere Wertminderungen ergeben. Wären die bei diesen Werthaltigkeitstests zugrunde gelegten Wachstumsraten um 0,5 Prozentpunkte niedriger gewesen, hätte dies eine um 0,1 Mrd. € höhere Wertminderung und bei 0,5 Prozentpunkten höheren Wachstumsraten eine um 0,1 Mrd. € niedrigere Wertminderung zur Folge gehabt. 6 SACHANLAGEN. T 068 scroll Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte, Bauten und Bauten auf fremden Grundstücken Mio. € Technische Anlagen und Maschinen Mio. € Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Mio. € Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Mio. € Gesamt Mio. € ANSCHAFFUNGS- BZW. HERSTELLUNGSKOSTEN STAND 31. DEZEMBER 2010 19 420 99 823 7 483 3 023 129 749 Währungsumrechnung (38) (66) (17) 2 (119) Veränderung Konsolidierungskreis 0 4 0 0 4 Zugänge 117 2 493 495 3 410 6 515 Abgänge 81 3 460 623 43 4 207 Veränderung aus zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen (285) (4) (2) (1) (292) Umbuchungen 326 2 693 245 (3 794) (530) STAND 31. DEZEMBER 2011 19 459 101 483 7 581 2 597 131 120 Währungsumrechnung 14 (25) 1 (20) (30) Veränderung Konsolidierungskreis 0 3 4 0 7 Zugänge 220 2 404 501 4 030 7 155 Abgänge 229 2 936 830 88 4 083 Veränderung aus zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen (612) (849) (2) (33) (1 496) Umbuchungen 282 2 049 404 (3 514) (779) STAND 31. DEZEMBER 2012 19 134 102 129 7 659 2 972 131 894 KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN UND WERTMINDERUNGEN STAND 31. DEZEMBER 2010 9 031 71 190 5 199 31 85 451 Währungsumrechnung (1) (77) (12) 0 (90) Veränderung Konsolidierungskreis 0 1 0 0 1 Zugänge (planmäßige Abschreibungen) 799 6 146 716 0 7 661 Zugänge (Wertminderungen) 77 247 2 4 330 Abgänge 67 3 285 541 6 3 899 Veränderung aus zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen (223) (3) (1) 0 (227) Umbuchungen 30 (47) 2 0 (15) Zuschreibungen (19) 0 0 0 (19) STAND 31. DEZEMBER 2011 9 627 74 172 5 365 29 89 193 Währungsumrechnung (2) (32) (3) 0 (37) Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 3 0 3 Zugänge (planmäßige Abschreibungen) 789 6 152 736 0 7 677 Zugänge (Wertminderungen) 288 1 603 125 4 2 020 Abgänge 166 2 767 739 2 3 674 Veränderung aus zur Veräußerung gehaltener langfristiger Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen (408) (382) (3) (4) (797) Umbuchungen 14 (113) 101 0 2 Zuschreibungen (13) 0 (2) 0 (15) STAND 31. DEZEMBER 2012 10 129 78 633 5 583 27 94 372 BUCHWERTE Stand 31. Dezember 2011 9 832 27 311 2 216 2 568 41 927 STAND 31. DEZEMBER 2012 9 005 23 496 2 076 2 945 37 522 Erläuterungen zu den Abschreibungen und Wertminderungen befinden sich in ANGABE 5 "IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE" und ANGABE 30 "ABSCHREIBUNGEN". Zum 31. Dezember 2012 wurden Rückbauverpflichtungen in Höhe von 0,2 Mrd. € (31. Dezember 2011: 0,2 Mrd. €) aktiviert. Die Deutsche Telekom hat sich zum Abschluss-Stichtag in Höhe von 2,0 Mrd. € (31. Dezember 2011: 0,7 Mrd. €) vertraglich zum Erwerb von Sachanlagen verpflichtet. Der Anstieg entfällt im Wesentlichen auf den Ausbau des Mobilfunknetzes im operativen Segment USA. Zum 31. Dezember 2012 werden Vermögenswerte im operativen Segment USA in Höhe von insgesamt 0,6 Mrd. €, die den Rahmenvertrag mit Crown Castle International Corp., Houston/USA über die Vermietung und Nutzung von Funkturm-Standorten betreffen, nicht mehr in den Sachanlagen der Deutschen Telekom ausgewiesen, da sie zum 30. September 2012 in die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen umgegliedert wurden. Der Abgang erfolgte nach Abschluss der Transaktion aus dem Umlaufvermögen. Davon entfallen 0,5 Mrd. € auf technische Anlagen und Maschinen und 0,1 Mrd. € auf Grundstücke und Bauten (siehe Abschnitt "Unternehmenszusammenschlüsse und sonstige Transaktionen" im Kapitel "Grundlagen und Methoden"). 7 BETEILIGUNGEN AN AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMEN. Die wesentlichen Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen stellen sich wie folgt dar: T 069 scroll 31.12.2012 31.12.2011 Name Kapitalanteil % Buchwerte Mio. € Kapitalanteil % Buchwerte Mio. € Everything Everywherea 50,00 6 352 50,00 6 725 T-Mobile USA Towerb 100,00 79 - - T-Mobile West Towerb 100,00 90 - - HT Mostarc 39,10 52 39,10 52 Toll Collecta 45,00 12 45,00 28 Sonstige 141 68 6 726 6 873 a Gemeinschaftsunternehmen. b Indirekte Beteiligung über T-Mobile USA, Inc., USA (Anteil Deutsche Telekom AG: 100,00 %). c Indirekte Beteiligung über Hrvatski Telekom d.d., Kroatien (Anteil Deutsche Telekom AG: 51,00 %). In den wesentlichen Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen sind zum 31. Dezember 2012 zwei Gesellschaften neu enthalten, auf die bei Abschluss der Transaktion mit Crown Castle 5 821 Funkturm-Standorte übertragen wurden (siehe Abschnitt "Unternehmenszusammenschlüsse und sonstige Transaktionen" im Kapitel "Grundlagen und Methoden"). TABELLE T 070 zeigt aggregierte Eckdaten zu den nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen assoziierten Unternehmen. Die Werte beziehen sich nicht auf die auf den Konzern Deutsche Telekom entfallenden Anteile, sondern stellen die Werte auf Basis eines fiktiven Anteilsbesitzes von 100 % dar. T 070 Aggregierte Eckdaten at equity bilanzierter assoziierter Unternehmen. scroll 31.12.2012 Mrd.€ 31.12.2011 Mrd.€ Gesamtvermögen 0,5 0,2 Gesamtschulden 0,1 0,1 scroll 2012 Mrd.€ 2011 Mrd.€ Umsatzerlöse 0,1 0,1 Ergebnis (0,1) 0,0 Eine zusammenfassende Darstellung aggregierter Eckdaten der nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Gemeinschaftsunternehmen der Deutschen Telekom auf Basis der jeweiligen Beteiligungsquote ist TABELLE T 071 zu entnehmen: T 071 Aggregierte Eckdaten at equity bilanzierter Gemeinschaftsunternehmen. scroll Everything Everywhere Mrd.€ Sonstige Mrd.€ Gesamt 31.12.2012 Mrd.€ Gesamt 31.12.2011 Mrd.€ GESAMTVERMÖGEN 9,3 0,4 9,7 9,5 Kurzfristig 1,3 0,4 1,7 1,3 Langfristig 8,0 0,0 8,0 8,2 GESAMTSCHULDEN 3,0 0,3 3,3 2,8 Kurzfristig 1,4 0,2 1,6 1,9 Langfristig 1,6 0,1 1,7 0,9 scroll Everything Everywhere Mrd.€ Sonstige Mrd.€ Gesamt 2012 Mrd.€ Gesamt 2011 Mrd.€ Umsatzerlöse 4,1 0,3 4,4 4,2 Ergebnis (0,1) 0,0 (0,1) (0,1) 8 SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE. T 072 scroll 31.12.2012 31.12.2011 Gesamt Mio. € davon: Kurzfristig Mio. € Gesamt Mio. € davon: Kurzfristig Mio. € Ausgereichte Darlehen und Forderungen 2 123 1 718 2 030 1 504 Zur Veräußerung verfügbare Vermögenswerte 380 25 729 403 Derivative finanzielle Vermögenswerte 1 287 201 1 533 346 Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen 131 76 177 120 3 921 2 020 4 469 2 373 T 073 scroll davon: Zum Abschluss- Stichtag weder wertgemindert noch überfällig Mio. € davon: Zum Abschluss-Stichtag nicht wertgemindert und in den folgenden Zeitbändern überfällig Ausgereichte Darlehen und Forderungen Weniger als 30 Tage Mio. € Zwischen 30 und 60 Tagen Mio. € Zwischen 61 und 90 Tagen Mio. € Zwischen 91 und 180 Tagen Mio. € Zwischen 181 und 360 Tagen Mio. € Mehr als 360 Tage Mio. € zum 31.12.2012 Restlaufzeit bis 1 Jahr 1 937 3 10 15 29 2 1 Restlaufzeit über 1 Jahr 500 - - - - - 4 zum 31.12.2011 Restlaufzeit bis 1 Jahr 1 435 11 7 5 14 4 1 Restlaufzeit über 1 Jahr 516 - - - - - 2 Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestands der ausgereichten Darlehen und Forderungen deuten zum Abschluss-Stichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Forderungen in Höhe von 246 Mio. € (31. Dezember 2011: 302 Mio. €) wurden im Rahmen von Collateralverträgen zur Sicherung etwaiger Ausfallrisiken aus derivativen Transaktionen eingesetzt. Die zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte enthalten u. a. nicht börsennotierte Eigenkapitalinstrumente, deren beizulegende Zeitwerte nicht zuverlässig bestimmbar waren und die daher am 31. Dezember 2012 in Höhe von 230 Mio. € (31. Dezember 2011: 270 Mio. €) zu Anschaffungskosten bewertet worden sind. Für sie bestand am Bilanz-Stichtag keine Verkaufsabsicht. Ursächlich für den Rückgang waren hier u. a. zurückerhaltene Gelder aus ausgelaufenen Investitionen in Wertpapiere in Höhe von 0,3 Mrd. €, die zum 31. Dezember 2011 in den zur Veräußerung verfügbaren Vermögenswerten enthalten waren. Im Geschäftsjahr 2012 wurden zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte um 16 Mio. € (2011: 15 Mio. €) erfolgswirksam im Wert gemindert, da die Wertminderungen dauerhaft oder wesentlich waren. 9 ÜBRIGE VERMÖGENSWERTE. Der Rückgang der übrigen Vermögenswerte um 1,2 Mrd. € auf 1,6 Mrd. € war v. a. begründet durch die Umgliederung von AWS-Spektrumlizenzen in die immateriellen Vermögenswerte in Höhe von 0,9 Mrd. € nach Zustimmung der Übertragung durch die Federal Communications Commission (FCC). Sie waren Teil der Ausfallentschädigung von AT&T im Zusammenhang mit der Auflösung der Vereinbarung zum Verkauf von T-Mobile USA. Ansonsten werden in den übrigen Vermögenswerten im Wesentlichen aktivische Rechnungsabgrenzungen in Höhe von 1,1 Mrd. € (31. Dezember 2011: 1,3 Mrd. €) ausgewiesen. 10 FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN. T 074 scroll 31.12.2012 Summe Mio. € Restlaufzeit bis 1 Jahr Mio. € Restlaufzeit über 1 Jahr bis 5 Jahre Mio. € Restlaufzeit über 5 Jahre Mio. € Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 33 674 5 120 14 651 13 903 davon: Nicht konvertible Anleihen 19 950 3 377 8 497 8 076 davon: Commercial Paper, Medium Term Notes und ähnliche Verbindlichkeiten 13 724 1 743 6 154 5 827 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3 912 499 3 284 129 davon: Schuldscheindarlehen 1 986 299 1 558 129 davon: Kredite gegenüber der Europäischen Investitionsbank 1 631 64 1 567 - davon: Sonstige Kredite 295 136 159 - 37 586 5 619 17 935 14 032 Verbindlichkeiten aus Leasing-Verhältnissen 1 780 652 475 653 Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen 1 167 40 606 521 Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten 1 551 1 296 175 80 Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten 1 611 1 534 76 1 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 919 119 721 79 7 028 3 641 2 053 1 334 FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN 44 614 9 260 19 988 15 366 scroll 31.12.2011 Summe Mio. € Restlaufzeit bis 1 Jahr Mio. € Restlaufzeit über 1 Jahr bis 5 Jahre Mio. € Restlaufzeit über 5 Jahre Mio. € Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 36 228 5 266 17 005 13 957 davon: Nicht konvertible Anleihen 20 649 1 997 9 279 9 373 davon: Commercial Paper, Medium Term Notes und ähnliche Verbindlichkeiten 15 579 3 269 7 726 4 584 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4 916 1 562 3 225 129 davon: Schuldscheindarlehen 2 060 79 1 852 129 davon: Kredite gegenüber der Europäischen Investitionsbank 1 825 518 1 307 - davon: Sonstige Kredite 1 031 965 66 - 41 144 6 828 20 230 14 086 Verbindlichkeiten aus Leasing-Verhältnissen 1 885 159 987 739 Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen 1 188 10 587 591 Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten 1 179 941 122 116 Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten 1 528 1 489 36 3 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 1 394 792 453 149 7 174 3 391 2 185 1 598 FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN 48 318 10 219 22 415 15 684 Bei der Deutschen Telekom ist ein fortlaufendes Liquiditäts-Management implementiert. Damit die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns und der Deutschen Telekom AG jederzeit sichergestellt werden können, hält die Deutsche Telekom eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vor. Diese Liquiditätsreserve soll zu jedem Zeitpunkt die Fälligkeiten der nächsten 24 Monate abdecken. Neben den ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten standen der Deutschen Telekom am 31. Dezember 2012 standardisierte bilaterale Kreditlinien mit 22 Banken mit einem aggregierten Gesamtvolumen von 13,2 Mrd. € zur Verfügung. Zum 31. Dezember 2012 wurde keine dieser Banklinien in Anspruch genommen. Die Konditionen sind gemäß den Kreditverträgen abhängig vom Rating der Deutschen Telekom. Die bilateralen Kreditverträge haben eine ursprüngliche Laufzeit von 36 Monaten und können jeweils nach 12 Monaten um weitere 12 Monate auf wiederum 36 Monate prolongiert werden. Der Zugang zu den internationalen Fremdkapitalmärkten ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet. In 2012 emittierte die Deutsche Telekom eine Anleihe im Volumen von 2 Mrd. US-$ (ca. 1,5 Mrd. €). Darüber hinaus wurden Medium Term Notes mit einem Gesamtwert von 1,6 Mrd. € begeben. Im Vorjahr wurden am Kapitalmarkt in Summe 1,4 Mrd. € Fremdmittel aufgenommen. Aus den TABELLEN T 075 und T 076 sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit positivem und negativem beizulegenden Zeitwert der Deutschen Telekom ersichtlich: T 075 scroll Cashflows 2013 Cashflows 2014 Buchwert 31.12.2012 Mio. € Zins fix Mio. € Zins variabel Mio. € Tilgung Mio. € Zins fix Mio. € Zins variabel Mio. € Tilgung Mio. € ORIGINÄRE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN Anleihen, sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen und ähnliche Verbindlichkeiten (38 753) (1 911) (83) (6 084) Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing (1 246) (92) (158) (1 573) (44) (5 411) Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten (2 085) (4) (1 803) (87) (118) Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten (1 611) (1 534) (5) (96) DERIVATIVE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND VERMÖGENSWERTE (59) Derivative finanzielle Verbindlichkeiten: Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung (38) (44) Devisenderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges (9) (7) Devisenderivate in Verbindung mit Net Investment Hedges - Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung (289) (85) 20 (58) (85) 18 Zinsderivate in Verbindung mit Fair Value Hedges - Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges (575) (122) 21 (118) 23 Derivative finanzielle Vermögenswerte: Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung 12 10 1 Devisenderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges 22 14 9 Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung 519 37 (23) 139 25 (20) 143 Zinsderivate in Verbindung mit Fair Value Hedges 498 299 (79) 260 (65) Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges 236 12 12 FINANZGARANTIEN UND KREDITZUSAGENa (1) (381) scroll Cashflows 2015-2017 Cashflows 2018-2022 Zins fix Mio. € Zins variabel Mio. € Tilgung Mio. € Zins fix Mio. € Zins variabel Mio. € Tilgung Mio. € ORIGINÄRE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN Anleihen, sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen und ähnliche Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing (3 547) (35) (13 052) (3 410) (7 751) Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten (201) (343) (199) (277) Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten (29) (78) (83) (107) DERIVATIVE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND VERMÖGENSWERTE (16) (2) Derivative finanzielle Verbindlichkeiten: Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung Devisenderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges Devisenderivate in Verbindung mit Net Investment Hedges Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung (62) 19 (29) 10 Zinsderivate in Verbindung mit Fair Value Hedges Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges (448) 61 (29) 4 Derivative finanzielle Vermögenswerte: Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung Devisenderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung 17 (24) 80 19 (37) 39 Zinsderivate in Verbindung mit Fair Value Hedges 302 (110) (2) 225 (97) Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges 39 40 61 121 FINANZGARANTIEN UND KREDITZUSAGENa (2 418) scroll Cashflows 2023 ff. Zins fix Mio. € Zins variabel Mio. € Tilgung Mio. € ORIGINÄRE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN Anleihen, sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen und ähnliche Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing (4 119) (7 163) Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten (144) (350) Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten DERIVATIVE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND VERMÖGENSWERTE Derivative finanzielle Verbindlichkeiten: Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung Devisenderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges Devisenderivate in Verbindung mit Net Investment Hedges Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung 38 13 Zinsderivate in Verbindung mit Fair Value Hedges Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges Derivative finanzielle Vermögenswerte: Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung Devisenderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung 105 (72) 42 Zinsderivate in Verbindung mit Fair Value Hedges 766 (356) Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges 27 49 FINANZGARANTIEN UND KREDITZUSAGENa a Für ausführliche Erläuterungen vgl. ANGABE 38 "RISIKO-MANAGEMENT, FINANZDERIVATE UND WEITERE ANGABEN ZUM KAPITAL-MANAGEMENT". Es wurde jeweils die maximale Zahlung für den frühestmöglichen Zeitpunkt der Inanspruchnahme dargestellt. T 076 scroll Cashflows Buchwert 31.12.2011 Mio. € 2012 Mio. € 2013 Mio. € 2014-2016 Mio. € 2017-2021 Mio. € 2022 ff. Mio. € ORIGINÄRE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN Anleihen, sonstige verbriefte Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen und ähnliche Verbindlichkeiten (42 332) (9 014) (8 088) (18 169) (10 467) (11 687) Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing (1 351) (279) (199) (546) (589) (548) Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten (1 713) (1 033) (518) (94) (213) (60) Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten (1 528) (1 489) (18) (18) (3) DERIVATIVE FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN UND VERMÖGENSWERTE Derivative finanzielle Verbindlichkeiten: Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung (581) (603) (3) Devisenderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges (13) (9) Devisenderivate in Verbindung mit Net Investment Hedges (78) (83) Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung (245) (113) (89) (47) (31) 6 Zinsderivate in Verbindung mit Fair Value Hedges Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges (470) (54) (94) (298) (89) Derivative finanzielle Vermögenswerte: Devisenderivate ohne Hedge-Beziehung 259 271 2 1 Devisenderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges 21 16 3 3 Zinsderivate ohne Hedge-Beziehung 574 41 214 157 (4) 65 Zinsderivate in Verbindung mit Fair Value Hedges 431 120 135 184 26 35 Zinsderivate in Verbindung mit Cashflow Hedges 248 36 9 66 77 132 FINANZGARANTIEN UND KREDITZUSAGENa n. a. (369) a Für ausführliche Erläuterungen vgl. ANGABE 38 "RISIKO-MANAGEMENT, FINANZDERIVATE UND WEITERE ANGABEN ZUM KAPITAL-MANAGEMENT". Es wurde jeweils die maximale Zahlung für den frühestmöglichen Zeitpunkt der Inanspruchnahme dargestellt. Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31. Dezember 2012 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten wurden nicht einbezogen. Fremdwährungsbeträge wurden jeweils mit dem Stichtagskassakurs umgerechnet. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31. Dezember 2012 gefixten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühesten Zeitraster zugeordnet. Gemäß § 2 Abs. 4 PostUmwG trägt der Bund die Gewährleistung für die Erfüllung der Verbindlichkeiten, die am 1. Januar 1995 bereits bestanden. Diese beliefen sich zum 31. Dezember 2012 auf nominal 2,1 Mrd. € (31. Dezember 2011: 2,0 Mrd. €). 11 VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN UND SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN. T 077 scroll 31.12.2012 Mio. € 31.12.2011 Mio. € Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6 415 6 409 Sonstige Verbindlichkeiten 30 27 6 445 6 436 Vom Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten sind 6 439 Mio. € (31. Dezember 2011: 6 430 Mio. €) innerhalb eines Jahres fällig. 12 PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN. Leistungsorientierte Versorgungszusagen (Leistungszusagen). Der wesentliche Anteil der Pensionsverpflichtungen im Konzern beruht auf unmittelbaren und mittelbaren Zusagen in Deutschland, Griechenland und der Schweiz. Darüber hinaus bestehen in Deutschland Verpflichtungen gemäß Artikel 131 des Grundgesetzes (GG). Die Versorgungsverpflichtungen der Deutschen Telekom setzen sich wie folgt zusammen: T 078 scroll 31.12.2012 Mio. € 31.12.2011 Mio. € PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN 7 280 6 095 Vermögenswert aus Pensionsverpflichtungen (16) (14) PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN (NETTO) 7 264 6 081 Versorgungsverpflichtungen Unmittelbare 6 677 5 710 Mittelbare 585 369 Verpflichtungen gemäß Artikel 131 GG 2 2 Der Vermögenswert aus Pensionsverpflichtungen ist in der Konzern-Bilanz unter den übrigen langfristigen Vermögenswerten erfasst. Herleitung der Pensionsrückstellungen: T 079 scroll 31.12.2012 Mio. € 31.12.2011 Mio. € Barwert der über einen Fonds ganz oder teilweise finanzierten Verpflichtungen 6 445 5 009 Ausgegliederte Vermögenswerte (1 680) (860) DAS VERMÖGEN ÜBERSTEIGENDE LEISTUNGSVERPFLICHTUNGEN 4 765 4 149 Barwert der nicht über einen Fonds finanzierten Verpflichtungen 2 533 1 960 Unrealisierter nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand (36) (31) PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN (GEMÄSS IAS 19.54) 7 262 6 078 Anpassung aufgrund der Vermögensobergrenze (gemäß IAS 19.58) 2 3 PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN (NETTO) 7 264 6 081 Ab dem Geschäftsjahr 2011 werden die inländischen Direktzusagen, die im Rahmen eines Contractual Trust Agreements (CTA) finanziert werden, unter den Verpflichtungen, die über einen Fonds finanziert werden, ausgewiesen. Annahmen für die Bewertung der Pensionsverpflichtungen mit dem Barwert zum 31. Dezember des Jahres: T 080 scroll 2012 2011 % Jahre % Jahre Rechnungszins und Duration Inland 3,26 14,8 5,31 13,3 Schweiz (T-Systems Schweiz AG) 1,78 17,5 2,57 16,1 Griechenland (OTE S.A.) 2,86a /2,26b 11,2a /7,1b 4,72a /4,18b 8,6a /6,6b Gehaltstrend Inland (tariflich Angestellte) 2,75 2,75 Inland (außertariflich Angestellte) 2,75 2,75 Schweiz (T-Systems Schweiz AG) 1,50 1,50 Griechenland (OTE S.A.) 1,00c 1,50d Rententrend Inland (allgemein) 1,50 1,50 Inland (satzungsgemäß) 1,00 1,00 Schweiz (T-Systems Schweiz AG) 0,30 0,30 Griechenland (OTE S.A.) n. a. n. a. a Rechnungszins und Duration beziehen sich auf die Pläne Staff Retirement Indemnities und Phone Credits (siehe Planbeschreibung). b Rechnungszins und Duration beziehen sich auf den Plan Youth Accounts (siehe Planbeschreibung). c Die Annahmen des Jahres 2012 für den Gehaltstrend betragen für die nachfolgenden Jahre: 2013: 0,97 %, 2014: 0,97 %, 2015: 9,69 %, 2016: 0,00 %. Für die Jahre ab 2017 wird eine Steigerung von 1,00 % angenommen. d Die Annahmen des Jahres 2011 für den Gehaltstrend betrugen für die nachfolgenden Jahre: 2012: -10,06 %, 2013: - 7,04 %, 2014: - 3,93 %, 2015: 9,09 %. Für die Jahre ab 2016 wurde eine Steigerung von 1,50 % angenommen. Aufgrund einer Einigung mit der Gewerkschaft in 2011 war der Gehaltstrend für die Jahre 2012 bis 2014 sinkend und ab 2015 wieder steigend. Für die deutschen Konzernunternehmen erfolgt die Bewertung der Pensionsverpflichtungen unter Verwendung der biometrischen Rechnungsgrundlagen Heubeck Richttafel 2005G. In den anderen Ländern wurden landesspezifische Richttafeln verwendet. Für die Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen unter Berücksichtigung künftiger Gehaltssteigerungen wurden zum 31. Dezember 2012 die oben genannten Zinssätze zugrunde gelegt. Diese Zinssätze wurden in Übereinstimmung mit der mittleren gewichteten Laufzeit (Duration) der jeweiligen Verpflichtungen gewählt. In der Eurozone basiert die Ermittlung des Rechnungszinses auf der Rendite von qualitativ hochwertigen europäischen Unternehmensanleihen mit AA-Rating, für die eine Zinsstrukturkurve auf Basis von Spot Rates gebildet wird. Die Ermittlung des Rechnungszinses in der Schweiz wurde entsprechend auf Basis von Swap-Renditen zuzüglich Risikozuschlägen vorgenommen. Annahmen für die Ermittlung der Pensionsaufwendungen für Jahre, die am 31. Dezember geendet haben: T 081 scroll 2012 % 2011 % 2010 % Rechnungszins Inland 5,31 5,16 5,25 Schweiz (T-Systems Schweiz AG) 2,57 3,05 3,15 Griechenland (OTE S.A.) 4,72/4,18 4,56/3,71 4,56/3,89 Gehaltstrend Inland (tariflich Angestellte) 2,75 3,25 3,25 Inland (außertariflich Angestellte) 2,75 3,50 3,50 Schweiz (T-Systems Schweiz AG) 1,50 1,50 1,50 Griechenland (OTE S.A.) (10,06)a 2,20 4,50 Erwarteter Zinsertrag vom Planvermögen Inland (CTA) 4,80 - - Inland (Sonstiges) 2,50 3,00 3,90 Schweiz (T-Systems Schweiz AG) 4,50 4,50 4,50 Rententrend Inland (allgemein) 1,50 1,50 1,50 Inland (satzungsgemäß) 1,00 1,00 1,00 Schweiz (T-Systems Schweiz AG) 0,30 0,30 0,30 Griechenland (OTE S.A.) n. a. n. a. n. a. a In 2011 war aufgrund einer Einigung mit der Gewerkschaft der Gehaltstrend für das Jahr 2012 sinkend. Entwicklung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen im Berichtsjahr: T 082 scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € BARWERT DER PENSIONSVERPFLICHTUNGEN ZUM 1. JANUAR 6 969 7 017 Veränderung durch Unternehmenszusammenschlüsse/Betriebsübergänge/Zu- und Verkäufe 3 6 Laufender Dienstzeitaufwand 185 192 Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche 353 342 Beiträge von Planteilnehmern 4 4 Versicherungsmathematische Verluste (+)/Gewinne (-) 1 870 (185) Versorgungszahlungen im Geschäftsjahr (420) (419) Plankürzungen (6) (2) Planabgeltungen 2 11 Im Geschäftsjahr neu nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 16 (3) Wechselkursänderungen bei Plänen in fremder Währung 2 6 BARWERT DER PENSIONSVERPFLICHTUNGEN ZUM 31. DEZEMBER 8 978 6 969 Unter Berücksichtigung ausgegliederter Vermögenswerte sind die Versorgungsverpflichtungen vollständig ausgewiesen. Sensitivitätsdarstellung der Pensionsverpflichtungen: T 083 scroll Barwert der Pensionsverpflichtungen Mio. € Zunahme Rechnungszins um 100 Basispunkte 7 956 31.12.2012 8 978 Abnahme Rechnungszins um 100 Basispunkte 10 230 Zunahme Gehaltstrend um 50 Basispunkte 9 000 31.12.2012 8 978 Abnahme Gehaltstrend um 50 Basispunkte 8 957 Zunahme Rententrend um 25 Basispunkte 8 989 31.12.2012 8 978 Abnahme Rententrend um 25 Basispunkte 8 968 Eine Veränderung der drei Einflussgrößen um die dargestellten Änderungen hätte zum 31. Dezember 2012 bei sonst unveränderten Annahmen die in TABELLE T 083 dargestellten Auswirkungen auf den Barwert der Pensionsverpflichtung. Um die Risiken von leistungsorientierten Versorgungszusagen (Leistungszusagen) weltweit kalkulierbar zu halten, steuert die Deutsche Telekom diese neben den lokalen Maßnahmen mittels einer Global Pension Policy, in der Mindeststandards für die Einführung, die Änderung, die Verwaltung und die Finanzierung von Leistungszusagen festgelegt werden. So wurden im Konzern endgehaltsabhängige Leistungszusagen bereits weitgehend durch beitragsbasierte Leistungszusagen abgelöst. In Deutschland wurde zur weiteren Deckung der Pensionsverpflichtungen zudem in 2011 ein konzerneigenes CTA (Deutsche Telekom Trust e. V.) gegründet. Ein CTA ist eine rechtlich ausgestaltete Treuhandvereinbarung zur Kapitaldeckung unmittelbarer Versorgungszusagen mit separiertem und ausgegliedertem Vermögen sowie zum erweiterten Insolvenzschutz für diese Verpflichtungen. Die weltweiten Verpflichtungen sowie die bestehenden ausgegliederten Vermögenswerte werden regelmäßig auf risikoreduzierende Maßnahmen untersucht. Dieses erfolgt z. B. mithilfe von Asset Liability-Studien und regelmäßigen Benefit Audits. In Deutschland besteht im Wesentlichen eine flexible marktkonforme beitragsbasierte Leistungszusage (sog. "Kapitalkontenplan"). Der Kapitalkontenplan bildet im Gegensatz zu herkömmlichen endgehaltsabhängigen Leistungszusagen die Lebensarbeitszeit ab. Im Versorgungsfall wird primär Einmalkapital gewährt. Aufgrund der Auszahlungsrichtlinien, der Planstruktur und der Steuerungsmodule des Kapitalkontenplans ist dieser für den Arbeitgeber planbar und die Bezügedynamik betreffend frei von akuten Schwankungen und Risiken. Im Rahmen einer Neuordnung der betrieblichen Altersversorgung im Jahr 1997 wurden die Altzusagen aus der Gesamtversorgung der Versorgungsanstalt der Deutschen Bundespost (VAP) in den Kapitalkontenplan überführt. Das Gesamtversorgungssystem wirkt daher nur für den im Jahr 1997 bereits bestehenden Rentnerbestand und für den damals unverfallbaren Anwärterbestand nach. Sofern Leistungszusagen Rente gewähren, ist die Rentenanpassung für diese Renten bis auf wenige unwesentliche Ausnahmen in den bestehenden Versorgungsregelungen in prozentualer Höhe fest definiert. Daher hat eine Änderung des allgemeinen Rententrends im Inland nur einen unwesentlichen Effekt auf den Barwert der Verpflichtungen. Im Rahmen der obligatorischen betrieblichen Altersversorgung in der Schweiz besteht bei der T-Systems Schweiz AG ein beitragsbasierter, durch Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge finanzierter Leistungsplan, der über die legalrechtlich selbstständige T-Systems Pensionskasse abgewickelt wird und, wie in der Schweiz nicht unüblich, über die vom Gesetz vorgegebenen Mindestleistungen hinausgeht. Die von der Regierung vorgeschriebene Mindestverzinsung beträgt 1,5 %. Für die Auszahlung der Versorgungsleistungen besteht die Möglichkeit, die Kapitalzahlung mithilfe fester Verrentungsfaktoren in eine lebenslange Rente umzuwandeln. Das ausgegliederte Vermögen ist in ein Portfolio diverser Anlageklassen investiert. Da evtl. Überdeckungen des Vermögens über die Verpflichtungen hinaus im Plan verbleiben müssen, kann die T-Systems Schweiz AG diese nicht nutzen. Im Plan sind Mindestbeiträge festgesetzt, die nur mit Zustimmung des Stiftungsrats reduziert werden können. In Griechenland werden bei vorzeitiger Kündigung durch den Arbeitgeber - sowie in reduzierter Höhe bei Eintritt in den Ruhestand - obligatorische Abfertigungsleistungen (Staff Retirement Indemnities) fällig. Diese werden als Kapital ausbezahlt und können in Abhängigkeit von der Dienstzeit des Arbeitnehmers ein Vielfaches des letzten Monatseinkommens betragen. Im Rahmen einer Gesetzesänderung in 2012 wurde eine Beschränkung der Kapitalzahlung auf maximal zwölf Monatsgehälter eingeführt. Ergänzend leistet die Firma einen freiwilligen Aufstockungsbetrag. Darüber hinaus bestehen bei der OTE S.A. Verpflichtungen zur Leistung einer Kapitalzahlung an Kinder von Beschäftigten bei Erreichen des Alters von 25 Lebensjahren (Youth Accounts). Im November 2011 wurde die frühere endgehaltsabhängige Leistungszusage auf eine beitragsbasierte Leistungszusage umgestellt, die sich aus Beiträgen des Arbeitnehmers und begrenzten Matching-Beiträgen des Arbeitgebers finanziert. Daneben haben Arbeitnehmer und Rentner Anspruch auf ein Guthaben für Telefoneinheiten (Phone Credits). Die Zahlungsverpflichtung der OTE S.A. hängt somit vom Preis der Telefoneinheit und Grad der Inanspruchnahme durch die Berechtigten ab. Das Verpflichtungsvolumen (Guthaben) ist auf einen Höchstbetrag beschränkt. Entwicklung der ausgegliederten Vermögenswerte im Berichtsjahr: T 084 scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € AUSGEGLIEDERTE VERMÖGENSWERTE ZUM 1. JANUAR 860 629 Veränderung durch Unternehmenszusammenschlüsse/Betriebsübergänge/Zu- und Verkäufe 5 (11) Erwarteter Vermögensertrag 34 23 Versicherungsmathematische Verluste (-)/Gewinne (+) 51 (5) Arbeitgeberbeiträge an externe Versorgungsträger 768 267 Beiträge von Planteilnehmern 4 4 Versorgungszahlungen externer Versorgungsträger im Geschäftsjahr (45) (52) Planabgeltungen 0 (1) Wechselkursänderungen bei Plänen in fremder Währung 3 6 AUSGEGLIEDERTE VERMÖGENSWERTE ZUM 31. DEZEMBER 1 680 860 In den Arbeitgeberbeiträgen an externe Versorgungsträger sind zum 31. Dezember 2012 750 Mio. € (31. Dezember 2011: 250 Mio. €) für die Dotierung an einen konzerneigenen CTA im Inland enthalten. Die Dotierung erfolgt in der Regel am Jahresende. Zusammensetzung ausgegliederter Vermögenswerte nach Anlagekategorien: T 085 scroll 31.12.2012 % 31.12.2011 % Eigenkapitalpapiere 20 20 Schuldpapiere 67 66 Immobilien 3 5 Sonstiges 10 9 Die Anlagenstruktur wird mithilfe von Asset/Liability-Studien definiert, gesteuert und regelmäßig überprüft. Die sich ergebenden Zielallokationen für die Planvermögen der jeweiligen Pensionspläne berücksichtigen daher u. a. die Duration (Fälligkeitsstruktur) der Verpflichtungen, den Verpflichtungsumfang, die Mindestanforderungen an das Deckungskapital und ggf. weitere Faktoren. Die ausgegliederten Vermögenswerte enthalten zum Abschluss-Stichtag 0,8 Mio. € in Aktien (31. Dezember 2011: 1,0 Mio. € in Aktien), die von der Deutschen Telekom AG ausgegeben worden sind. Weitere eigene Finanzinstrumente sind in den dargestellten Jahren nicht enthalten. Bestimmung der erwarteten Renditen der wesentlichen ausgegliederten Vermögenswerte: Den genannten erwarteten Renditen liegen vorwiegend Konsensus-Prognosen der jeweiligen Asset-Klassen zugrunde. Die Prognosen basieren auf Erfahrungswerten, Wirtschaftsdaten, Zinsprognosen und Erwartungen am Aktienmarkt. Die Pensionsaufwendungen für die jeweilige Periode setzen sich wie folgt zusammen und sind in den jeweils angegebenen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) ausgewiesen: T 086 scroll GuV-Ausweis 2012 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € Laufender Dienstzeitaufwand Funktionskostena 185 192 193 Zinsaufwand der bereits erworbenen Ansprüche Sonstiges Finanzergebnis 353 342 344 Erwarteter Vermögensertrag Sonstiges Finanzergebnis (34) (23) (27) Verteilungsaufwendungen für nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwand Funktionskostena 11 9 9 PENSIONSAUFWENDUNGEN VOR PLANKÜRZUNGEN/-ABGELTUNGEN 515 520 519 Plankürzungen Funktionskostena (6) (2) (2) Planabgeltungen Funktionskostena 2 12 (3) PENSIONSAUFWENDUNGEN DER PERIODE 511 530 514 Tatsächlicher Vermögensertrag 85 18 34 a Einschließlich sonstigem betrieblichen Aufwand. Der Anstieg des tatsächlichen Vermögensertrags in 2012 gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf die Anlagestrategie im Inland sowie auf das erhöhte Anlagenvolumen des inländischen CTA zurückzuführen. Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung beinhaltet folgende Beträge: T 087 scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € IM GESCHÄFTSJAHR ERFASSTE GEWINNE (-)/VERLUSTE (+) IM EIGENKAPITAL 1 818 (177) 32 davon: Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) 1 819 (180) 32 davon: Anpassung aufgrund der Vermögensobergrenze (gemäß IAS 19.58) (1) 3 - KUMULIERTE IM EIGENKAPITAL ERFASSTE GEWINNE (-)/VERLUSTE (+) ZUM 31. DEZEMBER 2 194 376 553 davon: Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) 2 192 373 553 davon: Anpassung aufgrund der Vermögensobergrenze (gemäß IAS 19.58) 2 3 - Erwartete Zahlungen in Zusammenhang mit Pensionsleistungen: T 088 scroll 2013 Mio. € 2014 Mio. € 2015 Mio. € 2016 Mio. € 2017 Mio. € Versorgungszahlungen aus Pensionsrückstellungen 313 336 355 385 350 Versorgungszahlungen aus den ausgegliederten Vermögenswerten 47 49 51 51 52 SUMME DER ERWARTETEN VERSORGUNGSZAHLUNGEN 360 385 406 436 402 Unmittelbar durch den Arbeitgeber gezahlte Versorgungsleistungen, für die grundsätzlich das im Rahmen eines CTA angesammelte Vermögen herangezogen werden kann, lässt sich ein Arbeitgeber üblicherweise zeitnah aus dem CTA-Vermögen erstatten. Die Deutsche Telekom praktiziert aktuell noch keine solchen Erstattungen, um einem verstärkten Vermögensaufbau innerhalb des CTA in den ersten Jahren nicht entgegenzuwirken. Zum langfristigen Aufbau von ausgegliedertem Vermögen werden in Deutschland in 2013 zusätzlich 250 Mio. € (2012: 750 Mio. €) in den CTA dotiert. Für 2013 wird konzernweit eine Dotierung in Höhe von 269 Mio. € (2012: 768 Mio. €) erwartet. Beträge für das laufende Jahr und die vier Vorjahre der Pensionsverpflichtungen, der ausgegliederten Vermögenswerte, das Vermögen übersteigende Leistungsverpflichtungen und erfahrungsbedingte Anpassungen: T 089 scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € 2009 Mio. € 2008 Mio. € Pensionsverpflichtungen (Barwert der Pensionsverpflichtungen) 8 978 6 969 7 017 6 833 6 101 Ausgegliederte Vermögenswerte (1 680) (860) (629) (618) (952) DAS VERMÖGEN ÜBERSTEIGENDE LEISTUNGSVERPFLICHTUNGEN 7 298 6 109 6 388 6 215 5 149 T 090 scroll Anpassungen 2012 % 2011 % 2010 % 2009 % 2008 % Erfahrungsbedingte Erhöhung (+)/Reduzierung (-) der Pensionsverpflichtung (0,2) (0,3) 0,1 (0,7) (0,1) Erfahrungsbedingte Erhöhung (+)/Reduzierung (-) der ausgegliederten Vermögenswerte 3,0 (0,6) 1,1 (9,9) (0,2) Beitragsorientierte Versorgungszusagen (Beitragszusagen). Im Geschäftsjahr 2012 betrugen die laufenden Beitragszahlungen für beitragsorientierte Versorgungszusagen, die als Aufwand des jeweiligen Jahres in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen werden, 99 Mio. € (2011: 118 Mio. €, 2010: 114 Mio. €). Pensionsregelungen für Beamte der Deutschen Telekom. Im Geschäftsjahr 2012 wurden 592 Mio. € (2011: 610 Mio. €, 2010: 676 Mio. €) als Aufwand für den jährlichen Beitrag in Höhe von 33 % der Bruttobezüge der aktiven und der fiktiven Bruttobezüge der ruhegehaltsfähig beurlaubten Beamten an die Unterstützungskasse BPS-PT erfasst. Der Barwert der Gesamtverpflichtung aus Zahlungsverpflichtungen an diese Unterstützungskasse beträgt zum Abschluss-Stichtag 5,6 Mrd. € (31. Dezember 2011: 5,2 Mrd. €). 13 SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN. T 091 scroll Rückstellungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen Mio. € Übrige Personal- rückstellungen Mio. € Rückstellungen für Rückbau- verpflichtungen Mio. € Rückstellungen für Prozessrisiken Mio. € STAND AM 31. DEZEMBER 2010 437 1 639 874 457 davon: Kurzfristig 260 1 360 32 427 Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0 Währungsdifferenzen (1) 13 (6) 0 Zuführung 312 1 592 113 132 Verbrauch (304) (1 369) (44) (55) Auflösung (87) (122) (38) (83) Zinseffekt 0 5 28 1 Sonstige Veränderungen (1) 5 (2) 0 STAND AM 31. DEZEMBER 2011 356 1 763 925 452 davon: Kurzfristig 219 1 424 32 425 Änderungen des Konsolidierungskreises 0 2 0 0 Währungsdifferenzen 2 (7) 5 (2) Zuführung 185 1 572 122 135 Verbrauch (273) (1 445) (34) (168) Auflösung (89) (92) (39) (77) Zinseffekt 9 15 56 2 Sonstige Veränderungen 9 (40) 0 0 STAND AM 31. DEZEMBER 2012 199 1 768 1 035 342 davon: Kurzfristig 118 1 333 44 320 scroll Rückstellungen für Vertriebs- und Einkaufs- unterstützungen Mio. € Übrige sonstige Rückstellungen Mio. € Gesamt Mio. € STAND AM 31. DEZEMBER 2010 454 960 4 821 davon: Kurzfristig 454 660 3 193 Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 Währungsdifferenzen 0 0 6 Zuführung 305 572 3 026 Verbrauch (341) (320) (2 433) Auflösung (82) (205) (617) Zinseffekt 0 8 42 Sonstige Veränderungen 0 59 61 STAND AM 31. DEZEMBER 2011 336 1 074 4 906 davon: Kurzfristig 336 781 3 217 Änderungen des Konsolidierungskreises 0 (1) 1 Währungsdifferenzen (1) 5 2 Zuführung 406 386 2 806 Verbrauch (283) (265) (2 468) Auflösung (10) (233) (540) Zinseffekt 0 7 89 Sonstige Veränderungen 0 (4) (35) STAND AM 31. DEZEMBER 2012 448 969 4 761 davon: Kurzfristig 448 636 2 899 Die Rückstellungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen beinhalten die Rückstellungen für den Personalumbau. Im Geschäftsjahr haben sich diese Rückstellungen wie folgt entwickelt: T 092 scroll 01.01.2012 Mio. € Zuführung Mio. € Verbrauch Mio. € Auflösung Mio. € Sonstige Veränderungen Mio. € 31.12.2012 Mio. € Vorzeitiger Ruhestand 0 12 0 0 0 12 Abfindungsmodelle 191 100 (124) (89) 1 79 Altersteilzeit 165 73 (149) 0 19 108 356 185 (273) (89) 20 199 davon: Kurzfristig 219 118 Die hier dargestellten Personalumbauinstrumente sind zum Teil gesetzlich verankert, so z. B. der vorzeitige Ruhestand für Beamte im Gesetz zur Verbesserung der personellen Struktur beim Bundeseisenbahnvermögen und in den Post-Nachfolgeunternehmen. Für die bei der Deutschen Telekom beschäftigten Beamten bietet das Gesetz die Möglichkeit, unter bestimmten Voraussetzungen ab dem vollendeten 55. Lebensjahr in den vorzeitigen Ruhestand zu treten. Mit Inkrafttreten des Gesetzes zur Neuordnung der Postbeamtenversorgungskasse wurde die Vorruhestandsregelung für Beamte bis zum 31. Dezember 2016 verlängert. Eine Inanspruchnahme für das Jahr 2012 wurde vom Vorstand beschlossen. Die übrigen Personalrückstellungen umfassen eine Vielzahl von Einzelthemen wie Rückstellungen für Entgeltabgrenzungen, Beihilfen und Jubiläumszuwendungen. Die Aufwendungen werden verursachungsgerecht den Funktionskosten bzw. den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zugeordnet. Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen enthalten die geschätzten Kosten für den Abbruch und das Abräumen eines Vermögenswerts und die Wiederherstellung des Standorts, an dem er sich befindet. Die geschätzten Kosten sind Bestandteil der Anschaffungs- und Herstellungskosten des betreffenden Vermögenswerts. Die Rückstellungen für Prozessrisiken betreffen im Wesentlichen mögliche Inanspruchnahmen aus anhängigen Klagen. Die Rückstellungen für Vertriebs- und Einkaufsunterstützungen enthalten Händlerprovisionen, Werbekostenzuschüsse und Rückvergütungen. Die übrigen sonstigen Rückstellungen beinhalten eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten. Unter anderem sind hier Rückstellungen im Zusammenhang mit belastenden Verträgen aus schwebenden Geschäften, Unternehmensverkäufen und Standortschließungen überwiegend aus früheren Geschäftsjahren sowie Rückstellungen für Gewährleistungen enthalten. 14 ÜBRIGE SCHULDEN. T 093 scroll 31.12.2012 Mio. € davon: Kurzfristig Mio. € 31.12.2011 Mio. € davon: Kurzfristig Mio. € Abgegrenzte Umsatzerlöse 1 829 1 311 1 838 1 330 Vorzeitiger Ruhestand 2 435 802 2 437 823 Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 1 141 1 135 1 076 1 070 Verbindlichkeiten aus Straight line lease 1 326 - 1 292 - Sonstige abgegrenzte Erlöse 445 253 468 241 Übrige sonstige Schulden 684 454 666 425 7 860 3 955 7 777 3 889 Innerhalb der übrigen Schulden wurden Verbindlichkeiten in Höhe von 0,1 Mrd. € aus Straight line lease ergebniserhöhend aufgelöst. Es handelte sich hierbei um die Abgrenzungen für die Linearisierung des zukünftigen Leasing-Aufwands für die Grundstücke, auf denen die Funktürme stehen. T-Mobile USA wird die Grundstücke für 6 654 Funkturm-Standorte nicht mehr anmieten. Dem entgegen steht eine Zuführung für eine erhaltene Zahlung für die 833 veräußerten Funkturm-Standorte in Höhe von 0,1 Mrd. € unter den sonstigen abgegrenzten Erlösen. Beide Effekte sind in direktem Zusammenhang mit dem Vertrag mit Crown Castle zu sehen (◊ siehe Abschnitt "Unternehmenszusammenschlüsse und sonstige Transaktionen" im Kapitel "Grundlagen und Methoden"). 15 EIGENKAPITAL. Gezeichnetes Kapital. Zum 31. Dezember 2012 beträgt das Grundkapital der Deutschen Telekom 11 063 Mio. €. Das Grundkapital ist in 4 321 319 206 nennwertlose, auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt. T 094 scroll 2012 Tsd. Stück % Bund 646 575 15,0 KfW Bankengruppe 735 662 17,0 Streubesitz 2 939 082 68,0 davon: BlackRock 129 899 3,0 4 321 319 100,0 Rückkauf eigener Aktien. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 23. Mai 2017 Aktien der Gesellschaft mit einem auf diese entfallenden Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 1 106 257 715,20 € mit folgender Maßgabe zu erwerben: Auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, entfallen zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft. Ferner sind die Voraussetzungen des § 71 Abs. 2 Sätze 2 und 3 AktG zu beachten. Der Erwerb darf nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien erfolgen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Der Erwerb kann innerhalb des Ermächtigungszeitraums bis zur Erreichung des maximalen Erwerbsvolumens in Teiltranchen, verteilt auf verschiedene Erwerbszeitpunkte, erfolgen. Der Erwerb kann auch durch von der Deutschen Telekom AG im Sinn von § 17 AktG abhängige Konzernunternehmen oder durch Dritte für Rechnung der Deutschen Telekom AG oder für Rechnung von nach § 17 AktG abhängigen Konzernunternehmen der Deutschen Telekom AG durchgeführt werden. Der Erwerb erfolgt unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53a AktG) über die Börse. Er kann stattdessen auch mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kauf- oder Aktientauschangebots erfolgen, bei dem, vorbehaltlich eines zugelassenen Ausschlusses des Andienungsrechts, der Gleichbehandlungsgrundsatz ebenfalls zu wahren ist. Die Aktien sollen zu einem oder mehreren Zwecken, die in der unter Tagesordnungspunkt 7 der Hauptversammlung vom 24. Mai 2012 beschlossenen Ermächtigung vorgesehen sind, verwendet werden können. Die Aktien sollen auch für Zwecke, bei denen ein Bezugsrechtsausschluss vorgesehen ist, verwendet werden können, aber auch über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre veräußert oder eingezogen werden können. Die Aktien sollen auch dazu genutzt werden können, sie aufgrund einer entsprechenden Entscheidung des Aufsichtsrats zur Erfüllung von Rechten von Mitgliedern des Vorstands auf Übertragung von Aktien der Deutschen Telekom AG zu verwenden, die der Aufsichtsrat diesen im Rahmen der Regelung der Vorstandsvergütung eingeräumt hat. Der Vorstand ist gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 24. Mai 2012 ermächtigt, den Erwerb der eigenen Anteile auch unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten durchzuführen. Stimmrechte. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Eingeschränkt sind diese Stimmrechte jedoch bei den eigenen Anteilen (per 31. Dezember 2012: rund 2 Mio. Stück) und den sog. "Trust" (Treuhänder)-Aktien (per 31. Dezember 2012: rund 19 Mio. Stück). Die Trust-Aktien stehen im Zusammenhang mit dem Erwerb von VoiceStream und Powertel (jetzt T-Mobile USA) im Jahr 2001. Im Rahmen dieser Akquisitionen gab die Deutsche Telekom AG neue Aktien aus genehmigtem Kapital an Treuhänder aus, u. a. zugunsten von Inhabern von Optionsscheinen, Optionen und Umtauschrechten. Was die an Trusts ausgegebenen Aktien betrifft, verzichtet der jeweilige Treuhänder - solange der Trust besteht - auf Stimmrechte und Bezugsrechte sowie grundsätzlich auf Dividendenrechte. Die an die Trusts ausgegebenen Aktien können auf Weisung der Deutschen Telekom AG über die Börse verkauft werden, wenn die Berechtigten ihre Options-, Umtausch- bzw. Wandlungsrechte nicht ausüben oder diese erlöschen. Der Veräußerungserlös fließt der Deutschen Telekom AG zu. Genehmigtes Kapital und bedingtes Kapital. Das genehmigte Kapital und das bedingte Kapital zum 31. Dezember 2012 setzen sich aus den folgenden Bestandteilen zusammen: T 095 scroll Betrag Mio. € Stückaktien Tsd. Stück Zweck Genehmigtes Kapital 2009/Ia 2 176 850 000 Erhöhung Grundkapital (bis 29. April 2014) Genehmigtes Kapital 2009/IIa 38 15 000 Belegschaftsaktien (bis 29. April 2014) Bedingtes Kapital II 32 12 427 Erfüllung von Bezugsrechten auf Aktien aus Aktienoptionen für den Aktienoptionsplan 2001 Bedingtes Kapital 2010 1 100 429 688 Bedienung von bis zum 2. Mai 2015 ausgegebenen garantierten Wandelschuld- oder Optionsschuldverschreibungen a Die Zustimmung des Aufsichtsrats ist erforderlich. Kapitalrücklage. Die Kapitalrücklage des Konzerns umfasst insbesondere die Kapitalrücklage der Deutschen Telekom AG. Unterschiede zu der Kapitalrücklage der Deutschen Telekom AG resultieren aus dem Ansatz der im Rahmen des Erwerbs von T-Mobile USA, Inc., Bellevue (USA)/ Powertel Inc., Bellevue (USA) neu ausgegebenen Aktien der Deutschen Telekom AG zu deren Marktwert anstelle des Nennwerts sowie aus der damit im Zusammenhang stehenden Behandlung der Emissionskosten, die von der Kapitalrücklage abgezogen wurden. Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis. Im kumulierten sonstigen Konzernergebnis wurden nach dem Verkauf der Anteile an der Telekom Srbija 0,2 Mrd. € in das sonstige Finanzergebnis umgegliedert. Der Betrag wurde zum 31. Dezember 2011 durch die Aufwertung auf den beizulegenden Zeitwert erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen. Davon entfielen auf die Anteile anderer Gesellschafter 0,1 Mrd. €. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG. Detailinformationen zu den Sondereinflüssen werden im zusammengefassten Lagebericht im Kapitel "Geschäftsentwicklung des Konzerns" dargestellt. 16 UMSATZERLÖSE. Die Umsätze gliedern sich in die folgenden Erlösarten: T 096 scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen 53 734 54 812 58 159 Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren 3 859 3 650 4 067 Umsatzerlöse aus der Nutzungsüberlassung von Vermögenswerten 576 191 195 58 169 58 653 62 421 Ausführliche Erläuterungen zur Entwicklung der Umsatzerlöse sind dem Kapitel "Geschäftsentwicklung des Konzerns" im zusammengefassten Lagebericht zu entnehmen. 17 UMSATZKOSTEN. Die im Zusammenhang mit der Festnetz- und Mobilfunk-Telekommunikation stehenden Umsatzkosten umfassen sämtliche durch den Betrieb und die Aufrechterhaltung des Telekommunikationsnetzwerks verursachten Kosten. Darin enthalten sind Abschreibungen auf netzwerkbezogenes Anlagevermögen, Personalaufwendungen mit dem Betrieb und der Aufrechterhaltung des Netzwerks befasster Mitarbeiter, sonstige Reparatur- und Instandhaltungskosten, Miet- und Mietnebenkosten für Netzwerk-Standorte sowie Interconnection- und Roaming-Kosten. Darüber hinaus sind hier Kosten für die Anschaffung von Endgeräten inbegriffen. Die aus dem operativen Segment Systemgeschäft resultierenden Umsatzkosten entfallen im Wesentlichen auf Software-Entwicklung und -Wartung, auf den Betrieb von Rechenzentren und Arbeitsplatzsystemen sowie auf die Errichtung und den Betrieb von Kundennetzwerken. Sie enthalten insbesondere Abschreibungen auf technische Anlagen, Personalaufwendungen für die Informationstechnologie- und Telekommunikationsentwicklungs- und Service-Leistungen sowie Kosten für Vorleistungen und Materialbezüge. T 097 scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € Umsatzkosten aus Festnetz- und Mobilfunk-Telekommunikation 27 954 27 819 29 657 Umsatzkosten aus dem operativen Segment Systemgeschäft 5 457 5 558 5 341 Sonstige Umsatzkosten 791 508 727 34 202 33 885 35 725 Die Umsatzkosten stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Mrd. € an. Negative Wechselkurseffekte von 0,6 Mrd. €, v. a. im operativen Segment USA, belasteten die Umsatzkosten im Berichtsjahr. Zusätzlich resultierten aus einer im operativen Segment USA vorgenommenen Schätzungsänderung bei den Nutzungsdauern von Sachanlagen um 0,2 Mrd. € höhere Abschreibungen. Die Vorjahreswerte wurden aufgrund von Änderungen in den Segmentstrukturen zur besseren Vergleichbarkeit angepasst. Für nähere Informationen verweisen wir auf die Erläuterungen in ANGABE 32 "SEGMENT-BERICHTERSTATTUNG". 18 VERTRIEBSKOSTEN. Die Vertriebskosten umfassen alle Kosten für Tätigkeiten, die sich nicht unmittelbar werterhöhend auf Produkte bzw. Dienstleistungen des Konzerns auswirken, sondern der Absatzsicherung dienen. Dazu gehören neben den im Vertriebsbereich anfallenden Material- und Personalaufwendungen sowie den Abschreibungen auch die vertriebsbereichsspezifischen Kosten wie z. B. Wertberichtigungen von Kundenforderungen, Forderungsausbuchungen, Ausgangsfrachten und Transportversicherungen. T 098 scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € Kosten des operativen Vertriebs 9 322 9 553 9 880 Marketing-Kosten 2 373 2 143 2 183 Kosten des Auftrags-Managements 254 258 243 Kosten des Debitoren-Managements 1 010 1 078 1 202 Sonstige Vertriebskosten 1 038 1 028 1 112 13 997 14 060 14 620 Die Vertriebskosten lagen mit 14,0 Mrd. € nur leicht unter dem Vorjahresniveau. Auch hier belasteten negative Wechselkurseffekte von 0,3 Mrd. €, v. a. im operativen Segment USA, die Vertriebskosten. 19 ALLGEMEINE VERWALTUNGSKOSTEN. Zu den allgemeinen Verwaltungskosten zählen alle Aufwendungen, die den Kernfunktionen der Verwaltung zuzuordnen sind und nicht unmittelbar dem Herstellungs- oder Vertriebsprozess zugerechnet werden können. Die allgemeinen Verwaltungskosten enthalten demnach alle Aufwendungen, die im Zusammenhang mit den Tätigkeiten der Verwaltungsfunktionen, u. a. der Bereiche Finanzen, Personal, Konzernstrategie, -organisation und -revision sowie Datenschutz, Recht und Compliance, anfallen. Dazu gehören grundsätzlich neben den Material- und Personalaufwendungen sowie den Abschreibungen auch die den Funktionsbereichen spezifisch zuordenbaren sonstigen Kosten wie z. B. Aufwendungen für Hauptversammlungen. T 099 scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € Allgemeine Verwaltungskosten der operativen Segmente 3 233 3 297 3 449 Allgemeine Verwaltungskosten der Konzernzentrale & Shared Services 1 619 1 987 1 803 4 852 5 284 5 252 Die allgemeinen Verwaltungskosten liegen um 0,4 Mrd. € unter Vorjahresniveau. Im Vorjahr waren Aufwendungen in Höhe von 0,1 Mrd. € aus geschlossenen Vergleichen bezüglich beendeter Untersuchungen der US-Behörden in EJR Mazedonien und Montenegro mit externen Unternehmen und Beratern enthalten. Die Vorjahreswerte wurden aufgrund von Änderungen in den Segmentstrukturen zur besseren Vergleichbarkeit angepasst. ◊ Für nähere Informationen verweisen wir auf die Erläuterungen in ANGABE 32 "SEGMENT-BERICHTERSTATTUNG". 20 SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE. T 100 scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € Erträge aus Kostenerstattungen 408 409 381 Erträge aus der Zuschreibung langfristiger Vermögenswerte gemäß IFRS 5 15 19 47 Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 1 702 121 70 Erträge aus Versicherungsentschädigungen 55 47 42 Erträge aus Entkonsolidierungen 6 4 3 Erträge aus der Ausfallentschädigung von AT&T - 3 000 - Übrige sonstige betriebliche Erträge 782 762 955 2 968 4 362 1 498 Die sonstigen betrieblichen Erträge verringerten sich gegenüber dem Vorjahr um 1,4 Mrd. €. Die Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten beinhalten einen Buchgewinn von rund 1,4 Mrd. € aus der Funkturm-Transaktion zwischen T-Mobile USA und Crown Castle, der aus wirtschaftlicher Sicht einen Ertrag aus dem Abgang von Sachanlagen darstellt. Davon entfallen 0,2 Mrd. € auf die Bewertung der beiden entkonsolidierten und nunmehr als at equity bilanzierten Gesellschaften zum Fair Value. ◊ Zu weiteren Erläuterungen wird auf Abschnitt "Unternehmenszusammenschlüsse und sonstige Transaktionen" im Kapitel "Grundlagen und Methoden", verwiesen. Daneben ist hier ein Buchgewinn von rund 0,1 Mrd. € enthalten, der aus einer Transaktion über den Tausch von AWS-Spektrumlizenzen zwischen T-Mobile USA und Verizon resultiert. In den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen sind neben einer Vielzahl von Einzelsachverhalten Erträge von rund 0,1 Mrd. € enthalten, die aus einem im ersten Quartal 2012 abgeschlossenen Rechtsverfahren mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau resultieren. Im Vorjahr waren die sonstigen betrieblichen Erträge im Wesentlichen durch die seitens AT&T geleistete Ausfallentschädigung aus der Auflösung des Kaufvertrags über die Veräußerung von T-Mobile USA beeinflusst. 21 SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN. T 101 scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € Wertminderungen aus dem Werthaltigkeitstest zum Jahresende 360 3 337 680 Wertminderungen im Zusammenhang mit dem vereinbarten Zusammenschluss von T-Mobile USA und MetroPCS 10 589 - - Aufwand im Zusammenhang mit der Einigung mit der französischen Vivendi und der polnischen Elektrim über die PTC-Anteile - - 400 Verluste aus Entkonsolidierungen - - 350 Verluste aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 177 137 159 Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen 770 726 1 228 11 896 4 200 2 817 Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 7,7 Mrd. €. Ursächlich für diesen Anstieg war v. a. die im dritten Quartal 2012 erfasste Wertminderung auf den Goodwill und andere langfristige Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit USA in Höhe von insgesamt 10,6 Mrd. €. ◊ Erläuterungen hierzu sind ANGABE 30 "ABSCHREIBUNGEN" sowie ANGABE 5 "IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE" zu entnehmen. Die in 2011 erfassten Wertminderungen entfielen auf die operativen Segmente USA und Europa. Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten angefallene Aufwendungen im Zusammenhang mit bestehenden Finanz-Factoring-Verträgen von 0,1 Mrd. € sowie eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten. 22 ZINSERGEBNIS. T 102 scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € Zinserträge 306 268 349 Zinsaufwendungen (2 339) (2 593) (2 849) (2 033) (2 325) (2 500) davon: Aus Finanzinstrumenten der Bewertungskategorien gemäß IAS 39 Loans and Receivables (LaR) 51 67 77 Held-to-Maturity Investments (HtM) 2 4 2 Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 48 14 15 Financial Liabilities Measured at Amortized Cost (FLAC)a (2 036) (2 315) (2 490) a Nach der Effektivzinsmethode ermittelte Zinsaufwendungen korrigiert um in der Berichtsperiode gebildete Zinsabgrenzungen aus derivativen Finanzinstrumenten, die in der Berichtsperiode im Rahmen des Hedge Accountings gemäß IAS 39 als Sicherungsinstrumente gegen Zinsänderungen von zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten finanziellen Verbindlichkeiten eingesetzt wurden (2012: Zinserträge 156 Mio. € und Zinsaufwendungen 36 Mio. €, 2011: Zinserträge 126 Mio. €, 2010: Zinserträge 155 Mio. €). Im Geschäftsjahr wurden 27 Mio. € (2011: 80 Mio. €, 2010: 69 Mio. €) als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert. Als Zinssatz lag der Berechnung eine konzernweit anzuwendende durchschnittliche Bandbreite von 5,0 bis 5,2 % (2010 bis 2011: 5,2 bis 5,9 %) zugrunde. Im Geschäftsjahr wurden 3,1 Mrd. € (2011: 3,5 Mrd. €, 2010: 3,3 Mrd. €) an Zinszahlungen (inkl. aktivierter Zinsen) geleistet. Abgegrenzte Zinszahlungen aus derivativen Finanzinstrumenten (Zinsswaps), die als Sicherungsinstrumente in einem Fair Value Hedge gemäß IAS 39 designiert wurden, werden pro Swap-Kontrakt saldiert und entsprechend dem Nettobetrag entweder als Zinsertrag oder -aufwand erfasst. Das Zinsergebnis wird den Bewertungskategorien anhand des Grundgeschäfts zugeordnet; im Berichtszeitraum wurden ausschließlich finanzielle Verbindlichkeiten gesichert. Die Verbesserung des Zinsergebnisses um 0,3 Mrd. € resultiert im Wesentlichen aus einem geringeren Zinsaufwand aus Anleihen und verbrieften Verbindlichkeiten. 23 ERGEBNIS AUS AT EQUITY BILANZIERTEN UNTERNEHMEN. T 103 scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen (129) (67) (59) Ergebnis aus assoziierten Unternehmen (25) (6) 2 (154) (73) (57) Das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen hat sich gegenüber der Vorjahresvergleichsperiode um 0,1 Mrd. € verschlechtert. Ursächlich war hier der Ergebnisanteil in Höhe von -118 Mio. € (2011: - 61 Mio. €, 2010: - 49 Mio. €) aus dem Joint Venture Everything Everywhere. Dieser ist im Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen enthalten. 24 SONSTIGES FINANZERGEBNIS. T 104 scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € Beteiligungsergebnis (ohne Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen) 16 29 30 Ergebnis aus Finanzinstrumenten 251 216 133 Zinsanteil aus der Bewertung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten (500) (414) (416) (233) (169) (253) Im sonstigen Finanzergebnis werden sämtliche Ergebniskomponenten, einschließlich der Zinserträge und -aufwendungen von Finanzinstrumenten, die nach IAS 39 als zu Handelszwecken gehalten eingestuft sind, ausgewiesen. Im Ergebnis aus Finanzinstrumenten sind Ergebniseffekte aus Währungsumrechnungen in Höhe von 86 Mio. € (2011: - 249 Mio. €, 2010: - 424 Mio. €) und Ergebniseffekte aus Finanzinstrumenten in Höhe von 165 Mio. € (2011: 465 Mio. €, 2010: 557 Mio. €), die im Wesentlichen zur Sicherung von Währungseffekten eingegangen wurden, enthalten. Im Ergebnis aus Finanzinstrumenten ist zudem ein Erlös von 0,2 Mrd. € aus dem Verkauf der Anteile der Telekom Srbija zum 25. Januar 2012 enthalten. Davon entfielen 0,1 Mrd. € auf Anteile anderer Gesellschafter. 25 ERTRAGSTEUERN. Ertragsteuern in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten bzw. geschuldeten tatsächlichen Steuern sowie die latenten Steuern ausgewiesen. Die Ertragsteuern teilen sich auf das In- und Ausland wie folgt auf: T 105 scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € TATSÄCHLICHE STEUERN 596 956 768 Deutschland 172 498 87 Ausland 424 458 681 LATENTE STEUERN (2 069) 1 393 167 Deutschland 121 790 197 Ausland (2 190) 603 (30) (1 473) 2 349 935 Der zusammengefasste Ertragsteuersatz für das Jahr 2012 beträgt bei der Deutschen Telekom 30,7 %. Er setzt sich aus der Körperschaftsteuer mit einem Steuersatz von 15,0 % und dem Solidaritätszuschlag, der in Höhe von 5,5 % auf die Körperschaftsteuer erhoben wird, sowie der Gewerbesteuer mit einem Durchschnittshebesatz von 425 % (2011: 425 %, 2010: 419 %) zusammen. Für 2011 belief sich der zusammengefasste Ertragsteuersatz auf 30,7 % und für 2010 auf 30,5 %. Ableitung Effektivsteuersatz. Die Ertragsteuern im Berichtsjahr in Höhe von 1 473 Mio. € (als Ertrag) (2011: - 2 349 Mio. € (als Aufwand), 2010: - 935 Mio. € (als Aufwand)) leiten sich wie folgt von einem erwarteten Ertragsteueraufwand/(-ertrag) ab, der sich bei Anwendung des gesetzlichen Ertragsteuersatzes des Mutterunternehmens (zusammengefasster Ertragsteuersatz) auf das Ergebnis vor Ertragsteuern ergeben hätte: T 106 scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € ERGEBNIS VOR ERTRAGSTEUERN (6 230) 3 019 2 695 Erwarteter Ertragsteueraufwand/(-ertrag) (Nominaler Ertragsteuersatz der Deutschen Telekom AG: 2012: 30,7 %, 2011: 30,7 %, 2010: 30,5 %) (1 913) 927 822 ANPASSUNGEN DES ERWARTETEN STEUERAUFWANDS/(-ERTRAGS) Auswirkungen von Steuersatzänderungen 8 83 (113) Steuereffekte aus Vorjahren (11) 54 112 Steuereffekte aus anderen Ertragsteuern 45 37 68 Steuerfreie Erträge (29) (30) (85) Steuereffekte aus Equity Investments 39 (21) 16 Nicht abziehbare Aufwendungen 101 115 130 Permanente Differenzen (62) 45 123 Wertminderungen auf Goodwill 856 913 106 Steuereffekte aus Verlustvorträgen 76 304 (385) Steuereffekte aus Hinzurechnungen und Kürzungen für lokale Steuern 55 64 91 Anpassungen des Steuerbetrags an den abweichenden nationalen Steuersatz (642) (137) 52 Sonstige Steuereffekte 4 (5) (2) ERTRAGSTEUERAUFWAND/(-ERTRAG) GEMÄSS KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG (1 473) 2 349 935 Effektiver Steuersatz % 24 78 35 Tatsächliche Ertragsteuern in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Die tatsächlichen Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen: T 107 scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € TATSÄCHLICHE ERTRAGSTEUERN 596 956 768 davon: Steueraufwand der laufenden Periode 594 902 560 Steueraufwand aus Vorperioden 2 54 208 Latente Steuern in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung. Die latenten Steuern haben sich wie folgt entwickelt: T 108 scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € LATENTER STEUERAUFWAND/(-ERTRAG) (2 069) 1 393 167 davon: Aus temporären Differenzen (2 608) 632 21 Aus Verlustvorträgen 543 735 165 Aus Steuergutschriften (4) 26 (19) Im Geschäftsjahr 2012 entstand ein Steuerertrag von 1,5 Mrd. €. Dies ist im Wesentlichen auf Erträge aus der Auflösung passiver latenter Steuern von 3,2 Mrd. € zurückzuführen, die aufgrund von Wertminderungen von Vermögenswerten von T-Mobile USA infolge des vereinbarten Zusammenschlusses mit MetroPCS entstanden sind. Diese latenten Steuererträge von T-Mobile USA haben den Steueraufwand auf das im Übrigen positive Vorsteuerergebnis überkompensiert. Die Wertminderungen auf den Goodwill von T-Mobile USA waren dagegen steuerlich nur zu einem geringen Teil, die Wertminderungen auf Goodwills in Europa nicht zu berücksichtigen. Ertragsteuern in der Konzern-Bilanz. Tatsächliche Ertragsteuern in der Konzern-Bilanz: T 109 scroll 31.12.2012 Mio. € 31.12.2011 Mio. € Steuerforderungen 95 129 Steuerverbindlichkeiten (440) (577) Tatsächliche Steuern aus Verrechnung mit dem Eigenkapital: Sicherungsinstrumente 54 54 Latente Steuern in der Konzern-Bilanz: T 110 scroll 31.12.2012 Mio. € 31.12.2011 Mio. € Aktive latente Steuern 4 714 4 449 Passive latente Steuern (5 990) (8 492) (1 276) (4 043) davon: Aus Verrechnung mit dem Eigenkapital Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 689 136 Neubewertungsrücklage - (6) Sicherungsinstrumente (158) (222) Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte VERRECHNUNG MIT DEM EIGENKAPITAL VOR ANTEILEN ANDERER GESELLSCHAFTER 531 (92) Anteile anderer Gesellschafter (10) (18) 521 (110) Entwicklung der latenten Steuern: T 111 scroll 31.12.2012 Mio. € 31.12.2011 Mio. € Bilanzansatz latente Steuern (1 276) (4 043) Unterschied gegenüber dem Vorjahr 2 767 (1 537) davon: Erfolgswirksam 2 069 (1 393) Verrechnung mit dem Eigenkapital 631 48 Akquisitionen/Veräußerungen 15 (1) Währungsdifferenzen 52 (191) Entwicklung der latenten Steuern auf Verlustvorträge: T 112 scroll 31.12.2012 Mio. € 31.12.2011 Mio. € Bilanzansatz latente Steuern 3 139 3 654 Unterschied gegenüber dem Vorjahr (515) (319) davon: Zugang/Abgang (489) (394) Akquisitionen/Veräußerungen 5 (2) Währungsdifferenzen (31) 77 Die latenten Steuern entfallen auf folgende wesentliche Bilanzposten, Verlustvorträge und Steuergutschriften: T 113 scroll 31.12.2012 31.12.2011 Aktive latente Steuern Mio. € Passive latente Steuern Mio. € Aktive latente Steuern Mio. € Passive latente Steuern Mio. € KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 1 110 (498) 1 141 (438) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 317 (94) 1 029 (346) Vorräte 132 (22) 58 (27) Übrige Vermögenswerte 661 (382) 54 (65) LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE 2 350 (9 834) 2 392 (12 759) Immaterielle Vermögenswerte 827 (5 115) 1 010 (7 553) Sachanlagen 676 (3 228) 734 (3 511) Sonstige finanzielle Vermögenswerte 847 (1 491) 648 (1 695) KURZFRISTIGE SCHULDEN 750 (537) 857 (771) Finanzielle Verbindlichkeiten 406 (283) 493 (353) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 54 (23) 59 (22) Sonstige Rückstellungen 122 (77) 120 (257) Übrige Schulden 168 (154) 185 (139) LANGFRISTIGE SCHULDEN 4 233 (1 192) 3 294 (645) Finanzielle Verbindlichkeiten 2 413 (332) 1 752 (302) Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 1 098 (700) 454 (238) Sonstige Rückstellungen 348 (84) 307 (101) Übrige Schulden 374 (76) 781 (4) STEUERGUTSCHRIFTEN 224 - 198 - VERLUSTVORTRÄGE 3 139 - 3 654 - ZINSVORTRÄGE 34 - 27 - GESAMT 11 840 (12 061) 11 563 (14 613) davon: Langfristig 9 742 (11 027) 9 091 13 404 Wertberichtigung (1 055) - (993) - Saldierung (6 071) 6 071 (6 121) 6 121 BILANZANSATZ 4 714 (5 990) 4 449 (8 492) Die Wertberichtigungen beziehen sich im Wesentlichen auf die Verlustvorträge. Die Verlustvorträge betragen: T 114 scroll 31.12.2012 Mio. € 31.12.2011 Mio. € VERLUSTVORTRÄGE KÖRPERSCHAFTSTEUER 9 209 10 785 Verfallsdatum innerhalb von 1 Jahr 77 117 2 Jahren 31 71 3 Jahren 7 21 4 Jahren 9 30 5 Jahren 97 46 Nach 5 Jahren 4 187 4 690 Unbegrenzt vortragsfähig 4 801 5 810 Die Verlustvorträge und temporären Differenzen, auf die keine latenten Steuern gebildet wurden, betragen: T 115 scroll 31.12.2012 Mio. € 31.12.2011 Mio. € VERLUSTVORTRÄGE KÖRPERSCHAFTSTEUER 2 161 2 055 Verfallsdatum innerhalb von 1 Jahr 77 97 2 Jahren 31 63 3 Jahren 9 7 4 Jahren 9 5 5 Jahren 40 11 Nach 5 Jahren 246 148 Unbegrenzt vortragsfähig 1 749 1 724 TEMPORÄRE DIFFERENZEN KÖRPERSCHAFTSTEUER 484 543 Daneben werden keine latenten Steuern für gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 136 Mio. € (31. Dezember 2011: 95 Mio. €) und gewerbesteuerliche Ansprüche aus temporären Differenzen in Höhe von 3 Mio. € (31. Dezember 2011: 3 Mio. €) angesetzt. Weiterhin wurden - getrennt von den körperschaftsteuerlichen Verlustvorträgen - keine latenten Steuern in Höhe eines Betrags von 350 Mio. € (31. Dezember 2011: 342 Mio. €) für sonstige ausländische ertragsteuerliche Verlustvorträge angesetzt. Auf die oben genannten steuerlichen Verlustvorträge und temporären Differenzen wurden keine aktiven latenten Steuern gebildet, da von einer Realisierung der Steueransprüche in absehbarer Zeit nicht auszugehen ist. Aus der Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen, auf die bislang keine aktiven latenten Steuern gebildet wurden, entstand im Berichtsjahr ein positiver Effekt in Höhe von 7 Mio. € (2011: 6 Mio. €, 2010: 301 Mio. €). Auf temporäre Unterschiede im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften wurden in Höhe von 394 Mio. € (31. Dezember 2011: 705 Mio. €) keine latenten Steuerschulden angesetzt, da es nicht wahrscheinlich ist, dass sich diese temporären Differenzen in absehbarer Zeit umkehren werden. T 116 Angaben zu steuerlichen Auswirkungen auf das sonstige Ergebnis. scroll 2012 2011 Vor Steuereffekt Mio. € Steuereffekt Mio. € Nach Steuereffekt Mio. € Vor Steuereffekt Mio. € Steuereffekt Mio. € Nach Steuereffekt Mio. € Im Eigenkapital ausgewiesene Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Plänen (1 818) 554 (1 264) 177 (53) 124 Neubewertung im Rahmen von Unternehmenserwerben 0 0 0 0 0 0 Gewinne und Verluste aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Geschäftsbetriebe 322 0 322 10 0 10 davon: Erfolgswirksam 4 0 4 0 0 0 Gewinne und Verluste aus der Neubewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten (194) 14 (180) 242 (9) 233 davon: Erfolgswirksam (227) 14 (213) 0 0 0 Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten (188) 63 (125) (565) 164 (401) davon: Erfolgswirksam 9 (3) 6 200 (61) 139 Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 0 0 0 0 0 0 Sonstige direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 0 0 0 0 0 0 SONSTIGES ERGEBNIS (1 878) 631 (1 247) (136) 102 (34) Überschuss/(Fehlbetrag) (4 757) 670 GESAMTERGEBNIS (6 004) 636 scroll 2010 Vor Steuereffekt Mio. € Steuereffekt Mio. € Nach Steuereffekt Mio. € Im Eigenkapital ausgewiesene Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Plänen (32) 12 (20) Neubewertung im Rahmen von Unternehmenserwerben (2) 0 (2) Gewinne und Verluste aus der Umrechnung der Abschlüsse ausländischer Geschäftsbetriebe 3 698 0 3 698 davon: Erfolgswirksam 2 151 0 2 151 Gewinne und Verluste aus der Neubewertung von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten (3) 1 (2) davon: Erfolgswirksam 0 0 0 Gewinne und Verluste aus Sicherungsinstrumenten 58 (18) 40 davon: Erfolgswirksam 0 0 0 Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 28 0 28 Sonstige direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen 0 0 0 SONSTIGES ERGEBNIS 3 747 (5) 3 742 Überschuss/(Fehlbetrag) 1 760 GESAMTERGEBNIS 5 502 26 ZURECHNUNG DES ÜBERSCHUSSES/(FEHLBETRAGS) AN DIE ANTEILE ANDERER GESELLSCHAFTER. Von dem den Anteilen anderer Gesellschafter zugerechneten Überschuss von 498 Mio. € (2011: 113 Mio. €, 2010: 65 Mio. €) entfallen 564 Mio. € (2011: 472 Mio. €, 2010: 484 Mio. €) auf Gewinnanteile und 66 Mio. € (2011: 359 Mio. €, 2010: 419 Mio. €) auf Verlustanteile. Die den Anteilen anderer Gesellschafter zugerechneten Gewinnanteile in 2012 setzen sich im Wesentlichen aus den Gesellschaften der OTE-Gruppe, der T-Mobile Czech Republic, der Hrvatski Telekom, der Makedonski Telekom und der Slovak Telekom zusammen. 27 ERGEBNIS JE AKTIE. Das unverwässerte und das verwässerte Ergebnis je Aktie berechnen sich gemäß IAS 33 wie folgt: Unverwässertes Ergebnis je Aktie. T 117 scroll 2012 2011 2010 Den Eigentümern des Mutterunternehmens zugerechneter Überschuss/(Fehlbetrag) Mio. € (5 255) 557 1 695 Anpassung Mio. € - - - ANGEPASSTER UNVERWÄSSERTER KONZERNÜBERSCHUSS/ (-FEHLBETRAG) Mio. € (5 255) 557 1 695 Anzahl der ausgegebenen Stammaktien Mio. Stück 4 321 4 321 4 358 Eigene Aktien Mio. Stück (2) (2) (5) Hinterlegte Aktien für noch ausstehende Optionsrechte (T-Mobile USA/Powertel) Mio. Stück (19) (19) (19) ANGEPASSTE GEWICHTETE DURCHSCHNITTLICHE ANZAHL DER AUSSTEHENDEN STAMMAKTIEN (UNVERWÄSSERT) Mio. Stück 4 300 4 300 4 334 UNVERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE € (1,22) 0,13 0,39 Der Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie liegt die zeitlich gewichtete Summe aller ausstehenden Stammaktien zugrunde. Zudem wird die gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Stammaktien unter Abzug der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der von der Deutschen Telekom AG gehaltenen eigenen Aktien sowie der Aktien, die im Rahmen der Ausgabe neuer Aktien im Zuge der Akquisition von T-Mobile USA/Powertel treuhänderisch für eine spätere Ausgabe und die Aufnahme des Handels als Namensaktien gehalten werden, berechnet. Verwässertes Ergebnis je Aktie. T 118 scroll 2012 2011 2010 Angepasster den Eigentümern des Mutterunternehmens zugerechneter unverwässerter Überschuss/(Fehlbetrag) Mio. € (5 255) 557 1 695 Verwässernde Ergebniseffekte aus Aktienoptionen (nach Steuern) Mio. € - 0 0 VERWÄSSERTER KONZERNÜBERSCHUSS/(-FEHLBETRAG) Mio. € (5 255) 557 1 695 Angepasste gewichtete durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Stammaktien (unverwässert) Mio. Stück 4 300 4 300 4 334 Verwässernde potenzielle Stammaktien aus Aktienoptionen und Warrants Mio. Stück - 0 0 GEWICHTETE DURCHSCHNITTLICHE ANZAHL DER AUSSTEHENDEN STAMMAKTIEN (VERWÄSSERT) Mio. Stück 4 300 4 300 4 334 VERWÄSSERTES ERGEBNIS JE AKTIE € (1,22) 0,13 0,39 Die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie entspricht grundsätzlich der Berechnungsweise des unverwässerten Ergebnisses je Aktie. Die in die Berechnung eingehenden Größen sind jedoch zusätzlich um alle Kapitalverwässerungseffekte, die sich aus potenziellen Stammaktien ergeben, zu bereinigen. Eigenkapitalinstrumente können das unverwässerte Ergebnis je Aktie in Zukunft verwässern und wurden - sofern im jeweiligen Betrachtungszeitraum bereits eine potenzielle Verwässerung vorlag - in die Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie einbezogen. Im Geschäftsjahr 2012 haben keine wesentlichen Verwässerungseffekte vorgelegen. Weitere Einzelheiten zu den derzeit gültigen Eigenkapitalinstrumenten sind ANGABE 15 "EIGENKAPITAL" und ANGABE 36 "SHARE MATCHING PLAN/MID-TERM UND LONG-TERM INCENTIVE PLÄNE (MTIP, LTIP)/AKTIENOPTIONSPLÄNE" zu entnehmen. 28 DIVIDENDE JE AKTIE. Für das Geschäftsjahr 2012 schlägt der Vorstand eine Dividende in Höhe von 0,70 € je dividendenberechtigter Stückaktie vor. Unter Zugrundelegung dieses Ausschüttungsvolumens entfällt auf die am 12. Februar 2013 dividendenberechtigten Stückaktien eine Dividendensumme von 3 010 Mio. € (2011: 3 010 Mio. €). Für das Geschäftsjahr 2011 wurde in 2012 eine Dividende in Höhe von ebenfalls 0,70 € je dividendenberechtigter Stückaktie ausgeschüttet. Die endgültige Dividendensumme hängt von der Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns am Tag der Hauptversammlung ab. 29 ANZAHL DER MITARBEITER UND PERSONALAUFWAND. T 119 Anzahl der Mitarbeiter (im Durchschnitt). scroll 2012 2011 2010 GESAMTKONZERN 232 342 240 369 252 494 Inland 120 614 122 925 126 952 Ausland 111 728 117 444 125 542 Arbeitnehmer 209 422 215 559 224 428 Beamte (Inland, aktives Dienstverhältnis) 22 920 24 810 28 066 Auszubildende/Duale Studenten 8 402 8 889 9 217 PERSONALAUFWAND Mio. € 14 582 14 743 15 071 Der durchschnittliche Mitarbeiterbestand sank im Vergleich zur Vorjahresberichtsperiode um 3,3 %. Diese Entwicklung ist v. a. auf den um 4,9 % verringerten Personalbestand im Ausland zurückzuführen, der u. a. durch Abbauprogramme und Umstrukturierungsmaßnahmen in den operativen Segmenten Europa und USA zustande kam. Dem stand eine gestiegene Anzahl an Mitarbeitern im operativen Segment Systemgeschäft, welche u. a. durch eine zunehmende Eigenerstellung von vormals fremdbezogenen Leistungen und durch den Aufbau von Produktionskapazitäten im Ausland resultierte, gegenüber. Im Inland reduzierte sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter um 1,9 % v. a. aufgrund des sozialverträglichen Personalum- und -abbaus im operativen Segment Deutschland und eines geringeren Personalbestands bei Vivento in der Konzernzentrale & Shared Services. Der Personalaufwand verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,1 %. Wesentlich wirkten sich hier die beschriebenen Effekte der geringeren durchschnittlichen Mitarbeiterzahl aus. Höhere Personalkosten im operativen Segment Deutschland, Systemgeschäft und in der Konzernzentrale & Shared Services, die durch die tarifliche Anhebung der Gehälter entstanden sind, wirkten sich gegenläufig aus. 30 ABSCHREIBUNGEN. Die in den Funktionskosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen: T 120 scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € ABSCHREIBUNGEN AUF IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE 12 259 6 445 3 743 davon: Wertminderungen auf Goodwill 2 965 3 100 395 Planmäßige Abschreibungen auf Mobilfunk-Lizenzen 831 801 743 Wertminderungen auf Mobilfunk-Lizenzen 5 822 - 1 ABSCHREIBUNGEN AUF SACHANLAGEN 9 698 7 991 8 065 davon: Wertminderungen auf Sachanlagevermögen 2 020 330 450 21 957 14 436 11 808 TABELLE T 121 zeigt die im Gesamtbetrag der Abschreibungen enthaltenen Wertminderungen: T 121 scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE 9 088 3 121 399 davon: Auf Goodwill aus dem Werthaltigkeitstest zum Jahresende 360 803 395 Auf Goodwill im Zusammenhang mit dem vereinbarten Zusammenschluss von T-Mobile USA und MetroPCS 2 605 - - Auf Goodwill im Zusammenhang mit der Reklassifizierung von T-Mobile USA - 2 297 - Auf immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) im Zusammenhang mit dem vereinbarten Zusammenschluss von T-Mobile USA und MetroPCS 6 094 - - SACHANLAGEN 2 020 330 450 davon: Aus dem Werthaltigkeitstest zum Jahresende - 237 285 Im Zusammenhang mit dem vereinbarten Zusammenschluss von T-Mobile USA und MetroPCS 1 890 - - 11 108 3 451 849 Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahr um 7,5 Mrd. €, wobei die planmäßigen Abschreibungen auf Vorjahresniveau lagen. Der Anstieg resultierte v. a. aus einer im dritten Quartal 2012 erfassten Wertminderung auf den Goodwill und andere langfristige Vermögenswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheit USA in Höhe von insgesamt 10,6 Mrd. €. Diese Wertminderung führte zunächst zu einer vollständigen Abschreibung des Goodwills in Höhe von 2,6 Mrd. €. Der verbleibende Teil entfiel auf immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) in Höhe von 6,1 Mrd. € (überwiegend auf Mobilfunk-Lizenzen in Höhe von 5,8 Mrd. €) und Sachanlagen in Höhe von 1,9 Mrd. €. Für weitere Erläuterungen zur vereinbarten Transaktion der Zusammenlegung der Geschäftsaktivitäten von T-Mobile USA und MetroPCS wird auf den Abschnitt "Unternehmenszusammenschlüsse und sonstige Transaktionen" im Kapitel "Grundlagen und Methoden" sowie auf ANGABE 5 "IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE" verwiesen. Von den verbleibenden Wertminderungen auf Sachanlagen entfielen 0,1 Mrd. € auf Grundstücke und Gebäude. Darüber hinaus wurden im Berichtsjahr im Rahmen der planmäßig durchgeführten Werthaltigkeitstests der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Wertminderungen auf Goodwill in Höhe von 0,4 Mrd. € erfasst. Weitere Erläuterungen hierzu sind ebenfalls ANGABE 5 "IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE" zu entnehmen. Im Vorjahr wurden Wertminderungen auf Goodwill in Höhe von 3,1 Mrd. € erfasst. Davon entfielen auf das operative Segment USA 2,3 Mrd. € und auf das operative Segment Europa 0,8 Mrd. €. Die Deutsche Telekom hat im zweiten Quartal 2012 eine Schätzungsänderung bei den Nutzungsdauern von Sachanlagen im operativen Segment USA vorgenommen. Im Zusammenhang mit dem Ausbau der Übertragungsgeschwindigkeit im Mobilfunk erfolgt für ältere, noch nicht vollständig abgeschriebene Mobilfunk-Technik eine Verkürzung der Nutzungsdauern. Hieraus resultierten zum 31. Dezember 2012 um 0,2 Mrd. € höhere Abschreibungen. SONSTIGE ANGABEN. 31 ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG. Die Deutsche Telekom erhielt im vierten Quartal 2012 im Rahmen der Vereinbarung über die Vermietung und Nutzung von Funkturm-Standorten in den USA eine Zahlung in Höhe von 1,9 Mrd. €. Der Betrag wird in Höhe von 1,8 Mrd. € im Cashflow aus Investitionstätigkeit und in Höhe von 0,1 Mrd. € in den Veränderungen des übrigen passiven Working Capitals im Cashflow aus Geschäftstätigkeit ausgewiesen. Im ersten Quartal 2011 hat die Deutsche Telekom 1,4 Mrd. € an Elektrim und Vivendi gezahlt. Dadurch erlangte die Deutsche Telekom das vollständige und unumstrittene Eigentum an der PTC (PTC-Transaktion). Der Betrag teilt sich wie folgt auf: 0,4 Mrd. € sind im Cashflow aus Geschäftstätigkeit, 0,8 Mrd. € im Cashflow aus Investitionstätigkeit und 0,2 Mrd. € im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit enthalten. Im Geschäftsjahr 2011 wurden 3,0 Mrd. € von AT&T im Rahmen der Ausfallentschädigung an die Deutsche Telekom geleistet. 2,3 Mrd. € davon sind zum 31. Dezember 2011 im Cashflow aus Geschäftstätigkeit erfasst worden. 0,7 Mrd. € davon waren im Geschäftsjahr 2011 nicht zahlungswirksam. Hierin enthalten war im Wesentlichen ein Recht auf Übertragung von Advanced Wireless Services (AWS)-Spektrum-lizenzen in Höhe von 0,9 Mrd. €, dem ein negativer Betrag aus einer Fremdwährungssicherung (Cashflow Hedge) in Höhe von 0,2 Mrd. € gegenüberstand. Cashflow aus Geschäftstätigkeit. Im Geschäftsjahr 2012 verminderte sich der Cashflow aus Geschäftstätigkeit gegenüber dem Vorjahr um 2,6 Mrd. € auf 13,6 Mrd. €. Die Entwicklung ist v. a. geprägt durch Zahlungen im Zusammenhang mit der Auflösung des Kaufvertrags von T-Mobile USA mit AT&T: In 2011 erhielt die Deutsche Telekom eine Ausgleichszahlung in Höhe von 2,3 Mrd. €; in 2012 erfolgten Auszahlungen im Rahmen der Transaktion in Höhe von 0,5 Mrd. €. Daneben wirkten sich in 2012 Auszahlungen im Rahmen der Untersuchung der US-Behörden von Verträgen in EJR Mazedonien und Montenegro in Höhe von 0,1 Mrd. € und reduzierende Effekte aus der operativen Geschäftsentwicklung negativ aus. Erhöhend wirkten im Geschäftsjahr 2012 niedrigere Nettozinszahlungen in Höhe von 0,4 Mrd. €, Einzahlungen in Höhe von 0,1 Mrd. € im Rahmen der Vereinbarung über die Vermietung und Nutzung von Funkturm-Standorten in den USA, Einzahlungen aus der Auflösung von Zinsswaps in Höhe von 0,1 Mrd. € sowie im Vorjahr geleistete Auszahlungen für die PTC-Transaktion in Höhe von 0,4 Mrd. €. Cashflow aus Investitionstätigkeit. T 122 scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € Cash Capex Operatives Segment Deutschland (3 418) (3 506) (4 781) Operatives Segment Europa (1 698) (1 870) (2 012) Operatives Segment USA (2 560) (1 963) (2 121) Operatives Segment Systemgeschäft (1 187) (1 413) (1 501) Konzernzentrale & Shared Services (404) (352) (258) Überleitung 835 698 822 Dotierung Contractual Trust Agreement für Pensionszusagen (750) (250) - Zahlungsflüsse für hinterlegte Sicherheitsleistungen und Sicherungsgeschäfte (netto) (339) 49 313 Abgang Funkturm-Standorte USA 1 769 - - Verkauf Telekom Srbija 380 - - Erwerb/Veräußerung Staatsanleihen (netto) 319 (332) (60) Zahlungsflüsse der vom Joint Venture Everything Everywhere begebenen Anleihe 218 505 (764) Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen 187 336 318 PTC-Transaktion - (820) - OTE Put Option II - (392) - Abgehende Fonds des Joint Ventures Everything Everywhere (T-Mobile UK) - - (418) Erwerb STRATO - - (266) Erwerb Firstgate (ClickandBuy) - - (81) Sicherheitsleistung STRATO - - 290 Sonstiges (23) 35 (192) (6 671) (9 275) (10 711) Cashflow aus Finanzierungstätigkeit. T 123 scroll 2012 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € Dividendenausschüttung (inkl. Minderheiten) (3 400) (3 521) (4 003) Rückzahlung Euro-Bonds (1 978) (3 461) (1 237) Commercial Paper (netto) (1 657) 1 586 48 Rückzahlung Medium Term Notes (kurzfristig) (1 619) (1 446) (398) Kreditlinie OTE (netto) (757) 1 223 (23) Rückzahlung EIB-Kredite (532) (35) (580) Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten (169) (163) (139) Begebung USD-Bonds 1 502 862 - Begebung Medium Term Notes (langfristig) 1 574 - 1 786 Ziehung von EIB-Krediten 300 701 104 Rückzahlung Geldanlagen des Joint Ventures Everything Everywhere (netto) 280 (141) 291 Zahlungsflüsse für hinterlegte Sicherheitsleistungen und Sicherungsgeschäfte (netto) 90 132 500 Rückzahlung Euro-Bonds OTE - (1 429) - Rückzahlung USD-Bonds (2010 Global Bond) - (351) (3 178) PTC-Transaktion - (187) - Aktienrückkauf - (3) (400) Begebung Euro-Bonds OTE - 500 - Begebung Euro-Bonds - - 1 237 Rückzahlung KfW-Darlehen - - (176) Spruchverfahren T-Online - - (172) Sonstiges (235) (225) (29) (6 601) (5 958) (6 369) 32 SEGMENTBERICHTERSTATTUNG. Die Deutsche Telekom berichtet über vier operative Segmente sowie die Konzernzentrale & Shared Services. In drei der operativen Segmente wird eine regionale Aufteilung der Geschäftstätigkeiten vorgenommen, während bei einem Segment eine Kunden- und Produktzuordnung erfolgt. Das operative Segment Deutschland umfasst sämtliche Aktivitäten des Festnetz- und Mobilfunk-Geschäfts in Deutschland. Darüber hinaus erbringt das operative Segment Deutschland Telekommunikationsvorleistungen für andere operative Segmente im Konzern. Das operative Segment Europa umfasst sämtliche Aktivitäten aus Festnetz- und Mobilfunk-Geschäft der Landesgesellschaften in Griechenland, Rumänien, Ungarn, Polen, der Tschechischen Republik, Kroatien, den Niederlanden, der Slowakei, Österreich, Bulgarien, Albanien, EJR Mazedonien und Montenegro sowie das Joint Venture in Großbritannien. Ebenso gehört der Bereich International Carrier Sales & Solutions dazu, der hauptsächlich Telekommunikationsvorleistungen für andere operative Segmente im Konzern erbringt. Das operative Segment Europa bietet den Geschäftskunden in einzelnen Landesgesellschaften auch ICT-Lösungen an. Das operative Segment USA umfasst sämtliche Mobilfunk-Aktivitäten auf dem US-amerikanischen Markt. Das Festnetz-Geschäft umfasst sämtliche Aktivitäten der Sprach- und Datenkommunikation durch Festnetz- bzw. Breitband-Technik. Dazu gehören sowohl der Vertrieb von Endgeräten und sonstiger Hardware als auch der Vertrieb der Dienste an Wiederverkäufer. Das Mobilfunk-Geschäft bietet Privat- und Geschäftskunden mobile Sprach- und Datendienste an. In Verbindung mit den angebotenen Diensten werden zudem Mobilfunk-Endgeräte und andere Hardware vertrieben. Darüber hinaus erfolgt der Vertrieb der Mobilfunk-Dienste auch an Wiederverkäufer sowie an Gesellschaften, die Netzleistungen einkaufen und selbstständig an Dritte vermarkten (MVNO). Das operative Segment Systemgeschäft bündelt unter der Marke T-Systems das Geschäft für ICT-Produkte und -Lösungen für große multinationale Unternehmen. Das operative Segment bietet seinen Kunden Informations- und Kommunikationstechnik aus einer Hand. Für multinationale Konzerne und öffentliche Institutionen entwickelt und betreibt das operative Segment Infrastruktur- und Branchenlösungen. Das Angebot reicht von Standardprodukten über IP-basierte Hochleistungsnetze bis zur Realisierung kompletter ICT-Lösungen. Die Konzernzentrale & Shared Services besteht aus der Service-Zentrale und den Beteiligungen der Deutschen Telekom AG, die nicht den operativen Segmenten zugeordnet sind. Im Jahr 2012 hat die Deutsche Telekom zwei Änderungen an der Segmentstruktur vorgenommen: Seit dem 1. Januar 2012 weist die Deutsche Telekom die Aufgaben und Funktionen des Wachstumsgeschäfts Digital Services sowie des Internet-Dienstleisters STRATO, die zum 31. Dezember 2011 im Wesentlichen noch Bestandteile des operativen Segments Deutschland waren, gebündelt als Digital Business Unit (DBU) in der Konzernzentrale & Shared Services aus. Das Aufgabengebiet reicht von Forschung & Entwicklung über das Innovations-Management und -Marketing sowie Produktentwicklung und -Management bis hin zur Steuerung des digitalen Produktportfolios. Das Wachstumsgeschäft fokussiert nun auf sechs Geschäftsfelder, in denen Angebote für Privat- und Geschäftskunden entwickelt werden: Kommunikationsdienste, Medien/ Unterhaltung, Cloud-Dienste, Portal/Werbung, Anzeigengeschäfte/ E-Commerce und Bezahldienste. Die organisatorische Veränderung soll gewährleisten, dass die Deutsche Telekom mehr Wachstum in den digitalen Märkten generiert und damit das strategische Ziel unterstreicht, neue Umsatzfelder zu erschließen - über das Kerntelekommunikationsgeschäft hinaus. Die Vergleichswerte wurden entsprechend rückwirkend angepasst. Zum 1. Juli 2012 hat die Deutsche Telekom die IT-Konzerninfrastruktur neu formiert und die gesamte interne IT aus den zwei operativen Segmenten Deutschland und Systemgeschäft sowie der Konzernzentrale & Shared Services innerhalb des operativen Segments Systemgeschäft als neue Telekom IT gebündelt. Ziel ist die Etablierung einer IT-Organisation, die eine deutliche Verbesserung von Qualität und Stabilität erreicht und durch höhere Effizienz Spielraum für die Entwicklung neuer qualitativ hochwertiger Produkte und Dienstleistungen sowie kürzere Produktionszeiten ermöglicht. Diese Organisationsänderung ist ein wichtiger Schritt, um das Kerngeschäft der Segmente der Deutschen Telekom zu unterstützen und weiter auszubauen. Die Vergleichswerte wurden für das Vorjahr entsprechend rückwirkend angepasst. Den Bewertungsgrundsätzen für die Segmentberichterstattung der Deutschen Telekom liegen die im Konzernabschluss verwendeten IFRS zugrunde. Die Deutsche Telekom beurteilt die Leistung der Segmente u. a. anhand des Umsatzes und des Betriebsergebnisses (EBIT). Die Umsätze und Vorleistungen zwischen den Segmenten werden auf Basis von Marktpreisen verrechnet. Die Verrechnung von Leistungen der Telekom IT erfolgt ohne Gewinnmarge. Segmentvermögen und -schulden umfassen sämtliche Vermögenswerte und Schulden, die auf der Basis der durch die Segmente erstellten und in den Konzernabschluss einbezogenen Abschlüsse bilanziert werden. Die Segmentinvestitionen enthalten die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen. Soweit nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen einem Segment direkt zurechenbar sind, werden deren Anteile am Periodenergebnis und deren Buchwerte dort angegeben. Alle in den folgenden Tabellen T 124, T 125 und T 126 ausgewiesenen Steuerungsgrößen werden vollständig aus der Sicht der Segmente dargestellt. Die Eliminierungen konzerninterner Verflechtungen zwischen den Segmenten werden für den Ausweis des Konzernwerts in der Überleitungszeile zusammengefasst angegeben. Im Folgenden werden die von der Deutschen Telekom zur Beurteilung der Leistung der operativen Segmente herangezogenen Steuerungsgrößen und darüber hinausgehende segmentbezogene Größen dargestellt: T 124 scroll Außenumsatz Mio. € Intersegment- umsatz Mio. € Gesamtumsatz Mio. € Betriebsergebnis (EBIT) Mio. € Zinserträge Mio. € Deutschland 2012 21 384 1 352 22 736 4 345 38 2011 21 783 1 423 23 206 4 520 89 2010 22 570 1 638 24 208 5 100 22 Europa 2012 13 733 675 14 408 1 484 64 2011 14 431 693 15 124 780 141 2010 16 183 657 16 840 985 147 USA 2012 15 365 6 15 371 (7 547) 86 2011 14 801 10 14 811 (710) 86 2010 16 075 12 16 087 2 092 24 Systemgeschäft 2012 6 609 3 407 10 016 (299) 37 2011 6 567 3 386 9 953 (290) 31 2010 6 411 3 526 9 937 (193) 23 Konzernzentrale & Shared Services 2012 1 078 1 900 2 978 (1 786) 1 458 2011 1 071 1 906 2 977 1 274 1 545 2010 1 182 1 937 3 119 (2 476) 1 881 SUMME 2012 58 169 7 340 65 509 (3 803) 1 683 2011 58 653 7 418 66 071 5 574 1 892 2010 62 421 7 770 70 191 5 508 2 097 Überleitung 2012 - (7 340) (7 340) (7) (1 377) 2011 - (7 418) (7 418) 12 (1 624) 2010 - (7 770) (7 770) (3) (1 748) KONZERN 2012 58 169 - 58 169 (3 810) 306 2011 58 653 - 58 653 5 586 268 2010 62 421 - 62 421 5 505 349 scroll Zinsaufwendungen Mio. € Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen Mio. € Ertragsteuern Mio. € Deutschland 2012 (501) 1 (7) 2011 (605) 2 (6) 2010 (587) 2 5 Europa 2012 (419) (113) (401) 2011 (478) (54) (522) 2010 (840) (52) (319) USA 2012 (661) (26) 2 191 2011 (628) (11) (562) 2010 (514) (1) (595) Systemgeschäft 2012 (23) (14) 15 2011 (31) (10) (11) 2010 (31) (4) (12) Konzernzentrale & Shared Services 2012 (2 057) (2) (333) 2011 (2 419) - (1 271) 2010 (3 089) (2) 139 SUMME 2012 (3 661) (154) 1 465 2011 (4 161) (73) (2 372) 2010 (5 061) (57) (782) Überleitung 2012 1 322 - 8 2011 1 568 - 23 2010 2 212 - (153) KONZERN 2012 (2 339) (154) 1 473 2011 (2 593) (73) (2 349) 2010 (2 849) (57) (935) T 125 scroll Segmentvermögena Mio. € Segmentschulden Mio. € Segment- investitionen Mio. € Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen Mio. € Planmäßige Abschreibungen Mio. € Deutschland 2012 31 224 22 988 3 559 16 (4 389) 2011 32 578 23 013 3 572 17 (4 340) 2010 34 471 24 648 4 946 16 (4 082) Europa 2012 36 348 11 910 1 919 6 410 (2 845) 2011 37 815 12 990 1 998 6 781 (3 159) 2010 46 040 20 334 2 127 7 143 (3 453) USA 2012 27 436 21 254 4 217 215 (2 265) 2011 38 075 24 110 1 787 27 (2 110) 2010 38 316 23 056 2 118 24 (2 063) Systemgeschäft 2012 9 044 5 873 3 966 23 (632) 2011 9 308 6 024 1 475 38 (654) 2010 9 208 6 149 1 604 49 (652) Konzernzentrale & Shared Services 2012 95 360 53 609 305 62 (711) 2011 100 168 56 853 488 10 (722) 2010 106 711 60 883 467 10 (710) SUMME 2012 199 412 115 634 13 966 6 726 (10 842) 2011 217 944 122 990 9 320 6 873 (10 985) 2010 234 746 135 070 11 262 7 242 (10 960) Überleitung 2012 (91 470) (38 235) (3 417) - (6) 2011 (95 402) (40 389) (767) - - 2010 (106 934) (50 286) (923) - 1 KONZERN 2012 107 942 77 399 10 549 6 726 (10 848) 2011 122 542 82 601 8 553 6 873 (10 985) 2010 127 812 84 784 10 339 7 242 (10 959) scroll Wertminderungen Mio. € Anzahl Mitarbeiter (im Durchschnitt) Deutschland 2012 (4) 68 653 2011 (4) 70 525 2010 (15) 76 912 Europa 2012 (388) 57 955 2011 (1 056) 60 105 2010 (704) 65 435 USA 2012 (10 601) 30 184 2011 (2 297) 34 518 2010 (1) 37 795 Systemgeschäft 2012 (17) 52 742 2011 (15) 52 241 2010 (4) 47 924 Konzernzentrale & Shared Services 2012 (100) 22 808 2011 (85) 22 980 2010 (125) 24 428 SUMME 2012 (11 110) 232 342 2011 (3 457) 240 369 2010 (849) 252 494 Überleitung 2012 1 - 2011 6 - 2010 - - KONZERN 2012 (11 109) 232 342 2011 (3 451) 240 369 2010 (849) 252 494 a Innerhalb des Segmentvermögens des operativen Segments USA werden zum 31. Dezember 2012 0,9 Mrd. € AWS-Spektrumlizenzen ausgewiesen, die Teil der Ausfallentschädigung von AT&T im Zusammenhang mit der Auflösung der Vereinbarung zum Verkauf von T-Mobile USA waren (nicht zahlungswirksame Transaktion). T 126 scroll Cashflow aus Geschäftstätigkeit Mio. € Cashflow aus Investitionstätigkeit Mio. € davon: Cash Capexa Mio. € Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Mio. € Deutschland 2012 8 489 (3 509) (3 418) (7 174) 2011 8 315 (3 454) (3 506) (6 469) 2010 8 922 (4 624) (4 781) (10 101) Europa 2012 4 324 (862) (1 698) (2 838) 2011 4 837 (493) (1 870) (1 895) 2010 4 481 (3 045) (2 012) (2 839) USA 2012 3 164 (785) (2 560) (2 301) 2011 3 523 (3 013) (1 963) (364) 2010 3 691 (1 870) (2 121) (1 920) Systemgeschäft 2012 272 (463) (1 187) 367 2011 433 (794) (1 413) 224 2010 422 (729) (1 501) (136) Konzernzentrale & Shared Services 2012 3 084 3 681 (404) (5 135) 2011 6 103 (666) (352) (5 479) 2010 7 400 3 376 (258) (5 576) SUMME 2012 19 333 (1 938) (9 267) (17 081) 2011 23 211 (8 420) (9 104) (13 983) 2010 24 916 (6 892) (10 673) (20 572) Überleitung 2012 (5 756) (4 733) 835 10 480 2011 (6 997) (855) 698 8 025 2010 (10 185) (3 819) 822 14 203 KONZERN 2012 13 577 (6 671) (8 432) (6 601) 2011 16 214 (9 275) (8 406) (5 958) 2010 14 731 (10 711) (9 851) (6 369) a Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) und Sachanlagen laut Kapitalflussrechnung. Informationen über geografische Gebiete. Langfristige Vermögenswerte und die Außenumsätze des Konzerns werden nach Regionen aufgeteilt dargestellt: Inland, Europa (ohne Deutschland), Nordamerika und übrige Länder. Die Region Europa (ohne Deutschland) umfasst das gesamte Gebiet der Europäischen Union (ohne Deutschland) sowie die sonstigen Staaten Europas. Die Region Nordamerika setzt sich aus den USA und Kanada zusammen. In der Region Übrige Länder sind alle Staaten erfasst, die weder Deutschland, Europa (ohne Deutschland) noch Nordamerika zugehörig sind. Die Zuordnung der langfristigen Vermögenswerte zu den Regionen wird nach dem Standort des betreffenden Vermögens vorgenommen. Die langfristigen Vermögenswerte umfassen immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen, Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen sowie übrige langfristige Vermögenswerte. Die Zuordnung der Außenumsätze orientiert sich nach dem Standort der jeweiligen Kunden. T 127 scroll Langfristige Vermögenswerte Außenumsatz 31.12.2012 Mio. € 31.12.2011 Mio. € 31.12.2010 Mio. € 2012 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € Inland 36 497 40 145 41 138 25 775 26 361 27 268 Ausland 49 811 59 987 64 607 32 394 32 292 35 153 davon: Europa (ohne Deutschland) 28 001 28 419 31 385 15 966 16 577 18 217 Nordamerika 21 696 31 457 33 104 15 593 14 945 16 192 Übrige Länder 114 111 118 835 770 744 KONZERN 86 308 100 132 105 745 58 169 58 653 62 421 Informationen über Produkte und Dienstleistungen. Die Umsatzerlöse mit externen Kunden für die Gruppen vergleichbarer Produkte und Dienstleistungen entwickelten sich wie folgt: T 128 scroll Außenumsatz 2012 Mio. € 2011 Mio. € 2010 Mio. € Telekommunikation 50 952 51 496 55 425 ICT-Lösungen 6 988 6 924 6 767 Sonstige 229 233 229 58 169 58 653 62 421 33 EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND -FORDERUNGEN. Die Deutsche Telekom ist im Rahmen ihrer allgemeinen Geschäftstätigkeit an verschiedenen gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren mit Behörden, Wettbewerbern sowie anderen Beteiligten, deren Ergebnisse oft nicht mit Sicherheit vorausgesehen werden können, beteiligt. Zum Abschluss-Stichtag bestehen im Konzern Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 0,3 Mrd. € (31. Dezember 2011: 0,8 Mrd. €) und Eventualforderungen in Höhe von 0,2 Mrd. € (31. Dezember 2011: 0,1 Mrd. €), die auf Grundlage der vorliegenden Erkenntnisse und Einschätzungen die Voraussetzungen zum Ansatz in der Bilanz nicht erfüllen. Die Rechtsberatungskosten und die voraussichtlichen Kosten aufgrund negativer Verfahrensergebnisse wurden als Rückstellungen für Prozessrisiken berücksichtigt. Die Deutsche Telekom geht nicht davon aus, dass weitere potenzielle Kosten aus Rechtsberatung und aufgrund von Verfahrensergebnissen wesentliche negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben werden. In der oben aufgeführten Summe der Eventualverbindlichkeiten sind neben Einzelfällen, die alleine betrachtet keine wesentlichen Auswirkungen haben, folgende Sachverhalte enthalten, wobei deren Reihenfolge keine Wertigkeit der Eintrittswahrscheinlichkeit oder des potenziellen Schadensausmaßes impliziert. Eventualverbindlichkeiten. Verfahren der Anti-Monopol-Kommission in Polen. Die polnische Anti-Monopol-Kommission UOKiK hat am 23. November 2011 eine im Jahr 2010 begonnene Untersuchung abgeschlossen. Sie wirft der Polska Telefonia Cyfrowa (PTC) und anderen polnischen Telekommunikationsunternehmen kartellrechtswidrige Preisabsprachen vor und hat gegenüber der PTC ein Bußgeld in Höhe von 34 Mio. PLN (etwa 8 Mio. €) verhängt. Die PTC hält diese Vorwürfe weiterhin für unbegründet und hat gegen die Entscheidung geklagt. Dadurch ist das Bußgeld derzeit noch nicht zahlbar. Das Gleiche gilt für ein weiteres Bußgeld in Höhe von 21 Mio. PLN (etwa 5 Mio. €), das die UOKiK wegen eines angeblichen verbraucherschutzrechtlichen Verstoßes am 2. Januar 2012 gegen die PTC verhängt hatte. Schadensersatzklage gegen Slovak Telekom. Im Jahr 1999 wurde Klage gegen Slovak Telekom mit dem Vorwurf eingereicht, dass der Rechtsvorgänger der Slovak Telekom die Sendung eines internationalen Radioprogramms entgegen der vertraglichen Grundlage abgeschaltet habe. Der Kläger forderte ursprünglich ca. 100 Mio. € zuzüglich Zinsen als Schadensersatz und entgangenen Gewinn. Das Landgericht in Bratislava gab der Klage mit Urteil vom 9. November 2011 teilweise statt und verurteilte Slovak Telekom zur Zahlung von rund 32 Mio. € zuzüglich Zinsen. Die Slovak Telekom hat am 27. Dezember 2011 gegen das Urteil Berufung zum Supreme Court eingelegt. Für den Fall einer rechtskräftigen gerichtlichen Entscheidung zum Nachteil der Slovak Telekom kann die Deutsche Telekom AG für einen Teil der eingeforderten Summe Rückgriffsansprüche gegen Dritte geltend machen. Die folgenden Sachverhalte erfüllen ebenfalls auf Grundlage der vorliegenden Erkenntnisse und Einschätzungen nicht die Voraussetzungen zum Ansatz in der Bilanz. Da der Konzern aufgrund der bestehenden und im Folgenden beschriebenen Unsicherheiten die Höhe der jeweiligen Eventualverbindlichkeiten bzw. Gruppe von Eventualverbindlichkeiten nicht schätzen kann, sind diese in der zuvor genannten Summe der Eventualverbindlichkeiten allerdings nicht enthalten. Kartell- und Verbraucherschutzverfahren. Wie viele andere Unternehmen unterliegt auch unser Konzern den Vorschriften des Kartellrechts. In einzelnen Ländern sehen sich die Deutsche Telekom und ihre Beteiligungen unterschiedlichen kartellrechtlichen bzw. wettbewerbsrechtlichen Verfahren ausgesetzt. Diese haben für sich alleine betrachtet keine wesentlichen Auswirkungen. Die Deutsche Telekom hält die Vorwürfe jeweils für unbegründet. Die Verfahrensausgänge sind zurzeit nicht bestimmbar. Verfahren der Europäischen Kommission gegen Slovak Telekom und Deutsche Telekom. Die Europäische Kommission hat am 8. Mai 2012 beschlossen, der Slovak Telekom und der Deutschen Telekom eine Mitteilung der Beschwerdepunkte zu übersenden. Sie legt darin ihre vorläufige Ansicht dar, dass Slovak Telekom, eine 51 %-Beteiligung der Deutschen Telekom, auf dem slowakischen Breitband-Markt europäisches Kartellrecht verletzt habe. Hierfür beabsichtigt die Europäische Kommission auch die Deutsche Telekom als Konzernmutter verantwortlich zu machen. Die Europäische Kommission hatte das Verfahren gegen Slovak Telekom im April 2009 und jenes gegen die Deutsche Telekom im Dezember 2010 eröffnet. Wir sehen weiterhin keine Grundlage für eine Haftung der Deutschen Telekom für das angeblich kartellrechtswidrige Verhalten der Slovak Telekom. Weiterhin sind wir überzeugt, dass Slovak Telekom sich an die geltenden Gesetze hält. Der starke Wettbewerb und stetig fallende Preise auf dem slowakischen Breitband-Markt sprechen außerdem gegen eine Behinderung der Wettbewerber durch Slovak Telekom. Die Beschwerdepunkte stellen noch keine finale Entscheidung dar, sollte die Kommission aber im Laufe des weiteren Verfahrens an ihren Vorwürfen festhalten, kann sie ein Bußgeld gegen Slovak Telekom und die Deutsche Telekom verhängen. Schiedsverfahren Toll Collect. Hauptgesellschafter des Konsortiums Toll Collect sind die Daimler Financial Services AG und die Deutsche Telekom. Im Schiedsverfahren zwischen diesen Hauptgesellschaftern sowie der Konsortialgesellschaft Toll Collect GbR einerseits und der Bundesrepublik Deutschland andererseits über Streitigkeiten in Zusammenhang mit dem Mauterhebungssystem erhielt die Deutsche Telekom am 2. August 2005 die Klageschrift der Bundesrepublik Deutschland. Darin machte der Bund einen Anspruch auf entgangene Mauteinnahmen in Höhe von ca. 3,51 Mrd. € zuzüglich Zinsen wegen Verspätung der Aufnahme des Wirkbetriebs geltend. Die Summe der geforderten Vertragsstrafen beträgt 1,65 Mrd. € zuzüglich Zinsen; diese Forderungen beruhen auf angeblichen Verletzungen des Betreibervertrags: behauptete fehlende Zustimmung zu Unterauftragnehmerverträgen, behauptete verspätete Bereitstellung von "On-Board-Units" und Kontrolleinrichtungen. Der Bund hat mit Schriftsatz vom 16. Mai 2008 seine Klageforderung in Bezug auf den Mautausfallschaden neu berechnet und um 169 Mio. € nach unten korrigiert. Die neue Klageforderung beträgt nunmehr ca. 3,33 Mrd. € zuzüglich Zinsen. Die Summe aller Hauptforderungen des Bundes - einschließlich der Vertragsstrafenforderungen - beträgt damit ca. 4,98 Mrd. € zuzüglich Zinsen. Nach Rücktritt des Vorsitzenden des Schiedsgerichts zum 31. März 2012 wurde Ende Oktober 2012 Dr. Wolfgang Nitsche infolge eines verwaltungsgerichtlichen Verfahrens als Nachfolger bestellt. Das Verfahren wird daher demnächst fortgesetzt. ― Garantie von Bankkrediten. Die Deutsche Telekom garantiert gegenüber Dritten bis zu einem Höchstbetrag von 110 Mio. € für Bankkredite, die der Toll Collect GmbH gewährt werden. Diese Garantien für Bankkredite haben eine Laufzeit bis zum 15. Oktober 2015. ― Kapitalintakthalteerklärung. Die Konsortialpartner haben die Verpflichtung, gesamt- und einzelschuldnerisch, weiteres Eigenkapital der Toll Collect GmbH bereitzustellen, um eine Eigenkapitalquote von mindestens 15 % (des nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts aufgestellten Einzelabschlusses) zu gewährleisten (sog. "Kapitalintakthalteerklärung"). Diese Verpflichtung endet mit Ablauf des Betreibervertrags am 31. August 2015 oder früher, falls der Betreibervertrag vorzeitig gekündigt werden sollte. Im Juni 2006 begann die Bundesrepublik Deutschland damit, die monatlichen Vorauszahlungen der Betreibervergütung an die Toll Collect GmbH partiell in Höhe von 8 Mio. € mit Vertragsstrafenforderungen aufzurechnen, die bereits Gegenstand des vorstehend beschriebenen Schiedsverfahrens sind. Als Folge der Aufrechnung könnte es für die Konsortialmitglieder im weiteren Verlauf erforderlich sein, der Toll Collect GmbH weitere Liquidität zuzuführen. Die Risiken und Verpflichtungen von Compagnie Financière et Industrielle des Autoroutes S.A., Sèvres Cedex (Cofiroute, die zu 10 % Anteilseigner an der Toll Collect ist), sind auf den Betrag von 70 Mio. € beschränkt. Die Deutsche Telekom AG und Daimler Financial Services AG sind gesamtschuldnerisch verpflichtet, Cofiroute von weiteren Ansprüchen freizustellen. Die Deutsche Telekom hält die Ansprüche der Bundesrepublik Deutschland für unbegründet. Darüber hinaus kann die Höhe einer möglichen Inanspruchnahme aus der Kapitalintakthalteerklärung oder aus der beschriebenen Schiedsklage, welche wesentlich sein könnten, aufgrund der oben beschriebenen Unsicherheiten nicht eingeschätzt werden. Klagen wegen Entgelten für Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen. Mit am 14. Juni 2012 zugestellter Klage fordert die Kabel Deutschland Vertrieb und Service GmbH (KDG) von der Telekom Deutschland GmbH zweierlei: einerseits die Reduzierung des jährlichen Entgelts für die Nutzungsrechte an Kabelkanalkapazitäten für die Zukunft, andererseits die teilweise Rückzahlung von in diesem Zusammenhang seit 2004 geleisteter Zahlungen, die die KDG mit ca. 273 Mio. € zuzüglich Zinsen beziffert. Am 23. Januar 2013 wurde der Telekom Deutschland GmbH zudem eine Klage zugestellt, mit welcher Unitymedia Hessen GmbH & Co. KG, Unitymedia NRW GmbH und Kabel BW GmbH fordern, dass die Telekom Deutschland GmbH es unterlässt, mehr als ein jeweils genau beziffertes Entgelt für die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen von den Klägern zu fordern. Daneben fordert Unitymedia Hessen GmbH & Co. KG die Zahlung von ca. 36,5 Mio. € zuzüglich Zinsen, Unitymedia NRW GmbH 90,8 Mio. € zuzüglich Zinsen und Kabel BW GmbH 61,5 Mio. € zuzüglich Zinsen für seit 2009 angeblich zu viel gezahlter Entgelte für die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen. Schadensersatzklage gegen OTE. Lannet Communications S.A. hat im Mai 2009 Klage eingereicht und fordert Schadensersatz in Höhe von 176 Mio. € aufgrund einer angeblich rechtswidrigen Kündigung von Leistungen seitens der OTE - hauptsächlich Zusammenschaltungsleistungen, Entbündelung von TAL und Vermietung von Standleitungen. Der von dem zuständigen Gericht anberaumte Termin zur mündlichen Verhandlung wurde vom 17. Februar 2011 auf den 30. Mai 2013 verlegt. Patentrisiken. Wie viele andere große Telekommunikations- und Internet-Anbieter sieht sich auch die Deutsche Telekom einer wachsenden Zahl von IPR-Streitfällen ausgesetzt (IPR: Intellectual Property Rights; Recht am geistigen Eigentum). Für die Deutsche Telekom besteht das Risiko der Zahlung von Lizenzgebühren und/oder Schadensersatz. In einigen Fällen droht auch die Verurteilung zur Unterlassung. Patentstreitigkeiten Mobilfunk. Wegen vermeintlicher Verletzung von angeblich standard-essenziellen Patenten im Bereich Mobilfunk verklagte der Patentverwerter IPCom GmbH & Co. KG die Deutsche Telekom AG sowie einzelne Mitglieder des Vorstands der Deutschen Telekom und die Telekom Deutschland GmbH. IPCom begehrt neben der Zahlung von Schadensersatz auch die Unterlassung der Verwendung von Patenten im Rahmen wichtiger Dienste im Mobilfunk-Bereich, was zu deren Abschaltung führen könnte. Derzeit sind sieben Verletzungsverfahren aus fünf verschiedenen Patenten anhängig. Stattgegeben hat das Landgericht Düsseldorf am 24. April 2012 der Klage der IPCom GmbH & Co. KG gegen die Telekom Deutschland GmbH wegen Patentverletzung aufgrund des Vertriebs von UMTS-fähigen Endgeräten von HTC und Nokia. Am 25. April 2012 hat aber das Europäische Patentamt in München das betreffende Patent vollumfänglich widerrufen. Beide Entscheidungen sind nicht rechtskräftig. Wir haben Berufung gegen das Urteil des Landgerichts Düsseldorf eingelegt und gehen davon aus, dass dieses Urteil nicht vollstreckt wird. IPCom hat gegen die Entscheidung des Europäischen Patentamts Beschwerde eingelegt, über die am 7. März 2013 mündlich verhandelt wird. In einem weiteren Prozess, der ein Patent betreffend eines Verfahrens zur Sprachcodierung betrifft, konnte am 18. Juli 2012 eine Einigung mit IPCom erzielt werden: IPCom hat auf alle Ansprüche aus diesem Patent gegenüber dem Konzern Deutsche Telekom verzichtet und die Patentverletzungsklage zurückgenommen. Im Gegenzug hat die Deutsche Telekom ihre Nichtigkeitsklage gegen das Patent zurückgenommen. Darüber hinaus sind unverändert weitere Rechtsstreitigkeiten mit IPCom anhängig. Mehrere Nichtigkeitsklagen und Einspruchsverfahren zur Überprüfung des Rechtsbestands der Patente, deren Verletzung IPCom behauptet, laufen parallel zu den Verletzungsverfahren. Eventualforderungen. Deutsches Hauptzollamt. Die Deutsche Telekom hat eine Eventualforderung in Höhe von 0,2 Mrd. € gegenüber dem deutschen Hauptzollamt. 34 ANGABEN ZU LEASING-VERHÄLTNISSEN. Die Deutsche Telekom als Leasing-Nehmer. Finanzierungs-Leasing-Verhältnisse. Sofern die Deutsche Telekom als Leasing-Nehmer die wesentlichen Chancen und Risiken aus einem Leasing-Verhältnis trägt, setzt sie die Leasing-Gegenstände in der Bilanz im Zugangszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert oder dem niedrigeren Barwert der künftigen Mindest-Leasing-Zahlungen an. Die im Rahmen von Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen in der Bilanz angesetzten Leasing-Gegenstände betreffen überwiegend langfristige Miet-/Pachtverträge für Bürogebäude. Die durchschnittliche Vertragslaufzeit umfasst dabei 17 Jahre. Die Verträge enthalten Verlängerungs- und Kaufoptionen. Die zum Abschluss-Stichtag bestehenden Nettobuchwerte der im Rahmen eines Finanzierungs-Leasings aktivierten Leasing-Gegenstände können TABELLE T 129 entnommen werden: T 129 scroll 31.12.2012 Mio. € davon: Sale and Leaseback Mio. € 31.12.2011 Mio. € davon: Sale and Leaseback Mio. € Grundstücke und Gebäude 792 443 883 493 Technische Anlagen und Maschinen 80 0 104 0 Sonstiges 7 0 11 0 NETTOBUCHWERT DER AKTIVIERTEN LEASING-GEGENSTÄNDE 879 443 998 493 Die Deutsche Telekom setzt im Zugangszeitpunkt des Leasing-Gegenstands zugleich eine Leasing-Verbindlichkeit an, die in ihrer Höhe dem Buchwert des Leasing-Gegenstands entspricht. In den Folgeperioden mindern - unter Anwendung der Effektivzinsmethode - die an die jeweiligen Leasing-Geber zu zahlenden Leasing-Raten in Höhe des Tilgungsanteils die Leasing-Verbindlichkeit. Der Zinsanteil der Zahlungen wird ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Im Einzelnen ergeben sich folgende Werte: T 130 scroll Mindest-Leasing-Zahlungen Enthaltener Zinsanteil Barwerte Gesamt Mio. € davon: Sale and Leaseback Mio. € Gesamt Mio. € davon: Sale and Leaseback Mio. € Gesamt Mio. € davon: Sale and Leaseback Mio. € 31.12.2012 FÄLLIGKEIT Bis 1 Jahr 231 109 95 57 136 52 1 bis 3 Jahre 408 215 158 99 250 116 3 bis 5 Jahre 361 202 126 79 235 123 Über 5 Jahre 969 566 344 219 625 347 1 969 1 092 723 454 1 246 638 31.12.2011 FÄLLIGKEIT Bis 1 Jahr 257 108 100 60 157 48 1 bis 3 Jahre 413 218 177 109 236 109 3 bis 5 Jahre 363 209 142 90 221 119 Über 5 Jahre 1 136 666 399 257 737 409 2 169 1 201 818 516 1 351 685 Operating Leasing-Verhältnisse. Das wirtschaftliche Eigentum an Leasing-Geschäften verbleibt beim Leasing-Geber, wenn dieser die mit dem Leasing-Gegenstand verbundenen wesentlichen Chancen und Risiken trägt. Der Leasing-Geber setzt den Leasing-Gegenstand in seiner Bilanz an. Die Deutsche Telekom erfasst während des Zeitraums des Operating Leasing-Verhältnisses gezahlte Leasing-Raten erfolgswirksam. Die Verpflichtungen der Deutschen Telekom aus Operating Leasing-Verhältnissen betreffen überwiegend langfristige Miet-/Pachtverträge für Netzinfrastruktur, Funktürme und Immobilien. Einige Verträge beinhalten Verlängerungsoptionen und Staffelmieten. Diese betreffen im Wesentlichen Leasing-Verhältnisse für Funktürme in den USA. Die erfolgswirksam erfassten Aufwendungen aus Operating Leasing-Verhältnissen betrugen im Geschäftsjahr 2012 2,8 Mrd. € (2011: 2,8 Mrd. €, 2010: 2,9 Mrd. €). Im Einzelnen ergeben sich folgende Werte für künftige Verpflichtungen aus Operating Leasing-Geschäften: T 131 scroll 31.12.2012 Mio. € 31.12.2011 Mio. € FÄLLIGKEIT Bis 1 Jahr 2 385 2 369 1 bis 3 Jahre 4 096 3 845 3 bis 5 Jahre 3 492 3 085 Über 5 Jahre 7 529 5 982 17 502 15 281 Ab dem Geschäftsjahr 2012 werden Kapazitätsverträge zur Datenanbindung von Mobilfunk-Türmen in Höhe von 2,0 Mrd. € (2011: 2,1 Mrd. €) im operativen Segment USA nicht mehr in den Angaben zu Operating Leasing-Verhältnissen ausgewiesen. Die Werte für die Vorjahresvergleichsperioden wurden rückwirkend angepasst. Die Verpflichtungen werden in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausgewiesen (siehe ANGABE 35). T-Mobile USA hat mit Crown Castle einen Vertrag über die Vermietung und Nutzung von Funkturm-Standorten abgeschlossen (siehe Abschnitt "Unternehmenszusammenschlüsse und sonstige Transaktionen" im Kapitel "Grundlagen und Methoden"). T-Mobile USA wird ihre Mobilfunk-Technik weiterhin auf diesen Funkturm-Standorten betreiben und den benötigten Platz im Rahmen von Operating Leasing-Verhältnissen von Crown Castle anmieten. Im Gegenzug wird T-Mobile USA für die in die beiden assoziierten Gesellschaften eingebrachten und die veräußerten Funkturm-Standorte keine Mietzahlungen mehr an die Eigentümer des Grund und Bodens leisten, auf dem die Funktürme stehen. T-Mobile USA hat in 2012 mit mehreren Funkturm-Betreibern Vertragsverlängerungen und -veränderungen bei der Anmietung von Kapazitäten zur Mobilfunk-Übertragung auf Funktürmen abgeschlossen. Zum 31. Dezember 2012 resultierten daraus um 1,6 Mrd. € höhere Verpflichtungen in den Operating Leasing-Verhältnissen. Die Deutsche Telekom als Leasing-Geber. Finanzierungs-Leasing-Verhältnisse. Die Deutsche Telekom ist Leasing-Geber im Rahmen von Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die Vermietung von Routern und anderer Hardware, die den Kunden der Deutschen Telekom für Daten- und Telefonnetzwerklösungen bereitgestellt werden. Die Deutsche Telekom setzt eine Forderung in Höhe des Nettoinvestitionswerts aus dem Leasing-Verhältnis an. Die von den jeweiligen Leasing-Nehmern gezahlten Leasing-Raten werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode in einen Zins- und Tilgungsanteil aufgeteilt. Die Forderung aus dem Leasing-Verhältnis wird vermindert um die erhaltenen Tilgungsanteile fortgeschrieben. Der Zinsanteil der Zahlungen wird als Finanzertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die Ableitung des Nettoinvestitionswerts aus Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen kann TABELLE T 132 entnommen werden: T 132 scroll 31.12.2012 Mio. € 31.12.2011 Mio. € Mindest-Leasing-Zahlungen 262 348 Nicht garantierter Restwert 13 3 Bruttoinvestition 275 351 Noch nicht realisierter Finanzertrag (27) (33) NETTOINVESTITION (BARWERT DER MINDEST-LEASING-ZAHLUNGEN) 248 318 Die Bruttoinvestition und der Barwert der ausstehenden Mindest-Leasing-Zahlungen sind in TABELLE T 133 dargestellt: T 133 scroll 31.12.2012 31.12.2011 Bruttoinvestition Mio. € Barwert der Mindest-Leasing- Zahlungen Mio. € Bruttoinvestition Mio. € Barwert der Mindest-Leasing- Zahlungen Mio. € FÄLLIGKEIT Bis 1 Jahr 131 106 139 124 1 bis 3 Jahre 116 110 168 153 3 bis 5 Jahre 16 20 41 38 Über 5 Jahre 12 12 3 3 275 248 351 318 Gemäß dem zwischen T-Mobile USA und Crown Castle abgeschlossenen Rahmenvertrag (siehe Abschnitt "Unternehmenszusammenschlüsse und sonstige Transaktionen" im Kapitel "Grundlagen und Methoden") werden 451 Funkturm-Standorte im Rahmen von Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen an Crown Castle vermietet. Operating Leasing-Verhältnisse. Ist die Deutsche Telekom Leasing-Geber im Rahmen von Operating Leasing-Verhältnissen, setzt sie die überlassenen Vermögenswerte weiterhin in ihrer Bilanz an. Die erhaltenen Leasing-Raten werden erfolgswirksam erfasst. Im Wesentlichen handelt es sich dabei um die Vermietung von Funktürmen oder Gebäudeflächen. Die Verträge haben eine Vertragslaufzeit von durchschnittlich 13 Jahren. Die zukünftigen Mindest-Leasing-Zahlungen aus unkündbaren Operating Leasing-Verhältnissen können TABELLE T 134 entnommen werden: T 134 scroll 31.12.2012 Mio. € 31.12.2011 Mio. € FÄLLIGKEIT Bis 1 Jahr 266 374 1 bis 3 Jahre 371 476 3 bis 5 Jahre 310 349 Über 5 Jahre 676 737 1 623 1 936 Der Rückgang in Höhe von 0,3 Mrd. € steht im Zusammenhang mit dem in den USA mit Crown Castle abgeschlossenen Vertrag über die Vermietung und Nutzung von Funkturm-Standorten (siehe Abschnitt "Unternehmenszusammenschlüsse und sonstige Transaktionen" im Kapitel "Grundlagen und Methoden"). 35 ANGABEN ZU SONSTIGEN FINANZIELLEN VERPFLICHTUNGEN. TABELLE T 135 gibt einen Überblick über die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Deutschen Telekom: T 135 scroll 31.12.2012 Mio. € Bestellobligo für Sachanlagen 2 025 Bestellobligo für immaterielle Vermögenswerte 1 723 Abgeschlossene Einkaufsverpflichtungen für Vorräte 3 411 Sonstiges Bestellobligo und Abnahmeverpflichtungen 5 620 Öffentlich-rechtliche Verpflichtungen gegenüber Unterstützungskasse 5 565 Verpflichtungen aus der Übernahme von Gesellschaftsanteilen 116 Andere sonstige Verpflichtungen 1 578 20 038 Im sonstigen Bestellobligo und Abnahmeverpflichtungen sind seit dem 31. Dezember 2012 2,0 Mrd. € für Kapazitätsverträge zur Datenanbindung von Mobilfunk-Türmen im operativen Segment USA enthalten. 36 SHARE MATCHING PLAN/MID-TERM UND LONG-TERM INCENTIVE PLÄNE (MTIP, LTIP)/AKTIENOPTIONSPLÄNE. Innerhalb des Konzerns gibt es verschiedene Programme für den Share Matching Plan, Mid-Term und Long-Term Incentive Pläne und Aktienoptionspläne, die insgesamt keine wesentlichen Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bzw. der Cashflows des Konzerns haben. Der Aufwand aus diesen Programmen im Berichtsjahr betrug 89 Mio. € (2011: 59 Mio. €, 2010: 47 Mio. €). Die Rückstellungen belaufen sich zum Abschluss-Stichtag auf 132 Mio. € (31. Dezember 2011: 83 Mio. €). Zum Vergütungssystem der Mitglieder des Vorstands wird auf ANGABE 40 verwiesen. Share Matching Plan. Im Geschäftsjahr 2011 sind bestimmte Führungskräfte vertraglich dazu verpflichtet worden, mindestens 10 % bis maximal 33,3 % des ausgezahlten variablen kurzfristigen Gehaltsbestandteils, der sich nach dem Grad der Zielerreichung der für das Geschäftsjahr fixierten Zielvorgabe jeder Person bestimmt (Variable I), in Aktien der Deutschen Telekom AG zu investieren. Die Deutsche Telekom AG wird für jede im Rahmen des oben beschriebenen Eigeninvestments der entsprechenden Person erworbene Aktie eine zusätzliche Aktie gewähren (Share Matching Plan). Nach Ablauf einer 4-jährigen Haltefrist werden diese dem Planberechtigten zugeteilt. Mid-Term Incentive Plan (MTIP). Der MTIP der Deutschen Telekom AG ist ein Cash-basierter Plan, der an zwei gleich gewichtete aktienbezogene Erfolgsparameter - einen absoluten und einen relativen - gebunden ist. Werden beide Erfolgsziele erfüllt, so wird den Planteilnehmern der gesamte durch das jeweilige Arbeitgeberunternehmen ausgelobte Betrag ausgezahlt; wird ein Erfolgsziel erreicht, werden 50 % des ausgelobten Betrags ausgezahlt; wird keines der beiden Erfolgsziele erreicht, erfolgt keine Auszahlung. Das absolute Erfolgsziel ist erfüllt, wenn am Ende der einzelnen Pläne der Aktienkurs der T-Aktie um mindestens 30 % im Vergleich zum Kurs der T-Aktie bei Planbeginn gestiegen ist. Maßstab für die Betrachtung sind die nicht gewichteten Durchschnitte der T-Aktie (auf Basis der Schlusskurse der T-Aktie im Xetra-Handel) der Deutschen Börse AG während der letzten 20 Börsenhandelstage vor Planbeginn bzw. vor Planende. Das relative Erfolgsziel ist erfüllt, wenn sich der Total Return der T-Aktie während der jeweiligen Planlaufzeit prozentual besser entwickelt hat als der Dow Jones EURO STOXX® Total Return Index im gleichen Zeitraum. Maßstab sind die nicht gewichteten Durchschnitte der T-Aktie (auf Basis der Schlusskurse der T-Aktie im Xetra-Handel) zuzüglich des in die T-Aktie reinvestierten Werts der Dividendenzahlungen, der Bonusaktien etc. sowie die nicht gewichteten Durchschnitte des Dow Jones EURO STOXX® Total Return Index, jeweils während der letzten 20 Börsenhandelstage vor Planbeginn bzw. vor Planende. Der MTIP wurde mit Ausnahme für die Vorstandsmitglieder, die nicht in das neue Vergütungssystem für Vorstandsmitglieder gewechselt sind, im Jahr 2010 letztmalig begeben und durch die Variable II ersetzt. Für die Tranchen 2009 und 2010 des MTIP wurde die relative und absolute Planhürde nicht erreicht. Es kam hier zu keiner Auszahlung bzw. es wird zu keiner Auszahlung kommen. T 136 scroll MTIP-Planjahr Maximales Budget Mio. € Planlaufzeit Jahre Aktienkurs zu Planbeginn € Absolutes Erfolgsziel € Ausgangswert des Index 2010 57 3 10,29 13,38 417,62 2011 1 3 9,79 12,73 441,12 Der anteilig als Aufwand zu erfassende Betrag wird nach dem Monte Carlo-Modell berechnet. Long-Term Incentive Pläne (LTIP). In 2010 wurde der MTIP der Deutschen Telekom AG durch die Variable II ersetzt. Die ausschließlich langfristig angelegte Variable II wird an der Erfüllung von vier gleich gewichteten Erfolgsparametern (bereinigter operativer Return On Capital Employed (ROCE), bereinigte Earnings Per Share (EPS), Kundenzufriedenheit und Mitarbeiterzufriedenheit) gemessen. Jeder Parameter beeinflusst ein Viertel des Auslobungsbetrags. Eine Übererfüllung der Zielvorgaben wird linear abgebildet und ist auf 150 % des Auslobungsbetrags begrenzt. Der Bemessungszeitraum beträgt vier Jahre. Die Messung erfolgt über die durchschnittliche Zielerreichung der vier zum Zeitpunkt der Auslobung geplanten Jahre. Der Long-Term Incentive Plan (LTIP) von T-Mobile USA richtet sich nach der Langzeitstrategie im Hinblick auf EBITDA-Performance und Kundenzufriedenheit der Gesellschaft. Teilnehmer sind leitende Angestellte und Beschäftigte in bestimmten Schlüsselpositionen. Die Ziele des LTIP werden jährlich nach einem anteiligen Schema innerhalb der Gesamtlaufzeit von drei Jahren mit 50 % und nach Ablauf der Laufzeit mit 50 % Zielerreichungsgrad gemessen. Aktienoptionspläne. Mit dem Laufzeitende am 12. August 2011 für die in 2001 ausgegebenen Bezugsrechte und dem Laufzeitende am 14. Juli 2012 für die in 2002 ausgegebenen Bezugsrechte der Deutschen Telekom AG sind sämtliche bis zum Ende der jeweiligen Laufzeit nicht ausgeübten Bezugsrechte ersatz- und entschädigungslos verfallen. Ansonsten bestehen keine Aktienoptionspläne mit wesentlichen Auswirkungen bei der Deutschen Telekom. 37 ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN. T 137 Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Klassen und Bewertungskategorien. scroll Bewertungs- kategorie nach IAS 39 Buchwert 31.12.2012 Mio. € Wertansatz Bilanz nach IAS 39 Fortgeführte Anschaffungs- kosten Mio. € Anschaffungs- kosten Mio. € Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral Mio. € Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam Mio. € AKTIVA Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente LaR 4 026 4 026 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen LaR 6 316 6 316 Ausgereichte Darlehen und Forderungen LaR/n. a. 2 123 1 875 Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen HtM 131 131 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswertea AfS 380 230 150 Derivative finanzielle Vermögenswerteb Derivate ohne Hedge-Beziehung FAHfT 531 531 Derivate mit Hedge-Beziehung n. a. 756 257 499 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppenc AfS - PASSIVAd Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen FLAC 6 415 6 415 Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten FLAC 33 674 33 674 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten FLAC 3 912 3 912 Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen FLAC 1 167 1 167 Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten FLAC 2 085 2 085 Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten FLAC 1 611 1 611 Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing n. a. 1 246 Derivative finanzielle Verbindlichkeitenb Derivate ohne Hedge-Beziehung FLHfT 335 335 Derivate mit Hedge-Beziehung n. a. 584 584 Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 Kredite und Forderungen/Loans and Receivables LaR 12 217 12 217 Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen/ Held-to-Maturity Investments HtM 131 131 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte/ Available-for-Sale Financial Assetsa AfS 380 230 150 Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten/ Financial Assets Held for Trading FAHfT 531 531 Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet/Financial Liabilities Measured at Amortized Cost FLAC 48 864 48 864 Finanzielle Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten/ Financial Liabilities Held for Trading FLHfT 335 335 scroll Wertansatz Bilanz nach IAS 17 Mio. € Beizulegen- der Zeitwert 31.12.2012 Mio. € Bewertungs- kategorie nach IAS 39 Buchwert 31.12.2011 Mio. € Wertansatz Bilanz nach IAS 39 Fortgeführte Anschaffungs- kosten Mio. € Anschaffungs- kosten Mio. € AKTIVA Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4 026 LaR 3 749 3 749 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6 316 LaR 6 455 6 455 Ausgereichte Darlehen und Forderungen 248 2 123 LaR/n. a. 2 030 1 712 Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen 131 HtM 177 177 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswertea 150 AfS 729 270 Derivative finanzielle Vermögenswerteb Derivate ohne Hedge-Beziehung 531 FAHfT 833 Derivate mit Hedge-Beziehung 756 n. a. 700 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppenc AfS 380 PASSIVAd Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6 415 FLAC 6 409 6 409 Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 38 544 FLAC 36 228 36 228 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4 082 FLAC 4 916 4 916 Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen 1 383 FLAC 1 188 1 188 Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten 2 085 FLAC 1 713 1 713 Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten 1 611 FLAC 1 528 1 528 Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing 1 246 1 635 n. a. 1 351 Derivative finanzielle Verbindlichkeitenb Derivate ohne Hedge-Beziehung 335 FLHfT 833 Derivate mit Hedge-Beziehung 584 n. a. 561 Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 Kredite und Forderungen/Loans and Receivables 12 217 LaR 11 916 11 916 Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen/ Held-to-Maturity Investments 131 HtM 177 177 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte/ Available-for-Sale Financial Assetsa 150 AfS 1 109 270 Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten/ Financial Assets Held for Trading 531 FAHfT 833 Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet/Financial Liabilities Measured at Amortized Cost 54 120 FLAC 51 982 51 982 Finanzielle Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten/ Financial Liabilities Held for Trading 335 FLHfT 833 scroll Wertansatz Bilanz nach IAS 39 Wertansatz Bilanz nach IAS 17 Mio. € Beizulegender Zeitwert 31.12.2011 Mio. € Beizulegender Zeitwert erfolgsneutral Mio. € Beizulegender Zeitwert erfolgswirksam Mio. € AKTIVA Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3 749 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6 455 Ausgereichte Darlehen und Forderungen 318 2 030 Sonstige originäre finanzielle Vermögenswerte Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen 177 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswertea 459 459 Derivative finanzielle Vermögenswerteb Derivate ohne Hedge-Beziehung 833 833 Derivate mit Hedge-Beziehung 269 431 700 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppenc 380 380 PASSIVAd Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6 409 Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 38 539 Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 5 037 Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen 1 321 Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten 1 713 Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten 1 528 Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing 1 351 1 637 Derivative finanzielle Verbindlichkeitenb Derivate ohne Hedge-Beziehung 833 833 Derivate mit Hedge-Beziehung 561 561 Davon: Aggregiert nach Bewertungskategorien gemäß IAS 39 Kredite und Forderungen/Loans and Receivables 11 916 Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen/ Held-to-Maturity Investments 177 Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte/ Available-for-Sale Financial Assetsa 839 839 Finanzielle Vermögenswerte zu Handelszwecken gehalten/ Financial Assets Held for Trading 833 833 Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet/Financial Liabilities Measured at Amortized Cost 54 548 Finanzielle Verbindlichkeiten zu Handelszwecken gehalten/ Financial Liabilities Held for Trading 833 833 a Vgl. dazu ausführlich ANGABE 8 "SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE". b Zu Einzelheiten vgl. die detaillierte Aufstellung derivativer Finanzinstrumente in ANGABE 38 "RISIKO-MANAGEMENT, FINANZDERIVATE UND WEITERE ANGABEN ZUM KAPITAL-MANAGEMENT". c In den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen ist im Vorjahr die Beteiligung an der Telekom Srbija dargestellt. Für diese wurde zum 31. Dezember 2011 eine eigene Bewertungsklasse gebildet. d Bezüglich der zum Stichtag bestehenden Finanzgarantien und Kreditzusagen verweisen wir auf ANGABE 38 "RISIKO-MANAGEMENT, FINANZDERIVATE UND WEITERE ANGABEN ZUM KAPITAL-MANAGEMENT". Fair Value-Hierarchie nach IFRS 7.27 ff. T 138 scroll 31.12.2012 31.12.2011 Level 1 Mio. € Level 2 Mio. € Level 3 Mio. € Summe Mio. € Level 1 Mio. € Level 2 Mio. € AKTIVA Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 107 43 150 341 118 Financial Assets Held for Trading (FAHfT) 531 531 833 Derivative finanzielle Vermögenswerte mit Hedge-Beziehung 756 756 700 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen (AfS) 380 PASSIVA Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) 335 335 833 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehung 584 584 561 scroll 31.12.2011 Level 3 Mio. € Summe Mio. € AKTIVA Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 459 Financial Assets Held for Trading (FAHfT) 833 Derivative finanzielle Vermögenswerte mit Hedge-Beziehung 700 Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen (AfS) 380 PASSIVA Financial Liabilities Held for Trading (FLHfT) 833 Derivative finanzielle Verbindlichkeiten mit Hedge-Beziehung 561 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Forderungen haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Abschluss-Stichtag näherungsweise dem beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte von sonstigen langfristigen Forderungen sowie von bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinvestitionen mit Restlaufzeiten über einem Jahr entsprechen den Barwerten der mit den Vermögenswerten verbundenen Zahlungen unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Zinsparameter, welche markt- und partnerbezogene Veränderungen der Konditionen und Erwartungen reflektieren. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Restlaufzeiten; die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar. Die beizulegenden Zeitwerte der börsennotierten Anleihen und sonstigen verbrieften Verbindlichkeiten entsprechen den Nominalwerten multipliziert mit den Kursnotierungen zum Abschluss-Stichtag. Die beizulegenden Zeitwerte von nicht börsennotierten Anleihen, Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen und sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert bestimmten Credit Spread-Kurve der Deutschen Telekom ermittelt. In den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen wurde zum 31. Dezember 2011 die Beteiligung an der Telekom Srbija ausgewiesen. Der beizulegende Zeitwert dieser Beteiligung entsprach dem vertraglich vereinbarten Verkaufspreis. Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien. T 139 scroll Erfolgswirksam aus Zinsen, Dividenden Mio. € Erfolgswirksam aus der Folgebewertung Erfolgsneutral aus der Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert Mio. € Erfolgswirksam aus Abgang Mio. € zum beizulegenden Zeitwert Mio. € Währungs- umrechnung Mio. € Wert- berichtigung Mio. € Loans and Receivables (LaR) 51 (73) (825) Held-to-Maturity Investments (HtM) 2 Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 63 (66) 33 276 Financial Instruments Held for Trading (FAHfT und FLHfT) n. a. (165) Financial Liabilities Measured at Amortized Cost (FLAC) (2 157) 152 (2 041) (165) 79 (891) 33 276 scroll Nettoergebnis 2012 Mio. € 2011 Mio. € Loans and Receivables (LaR) (847) (307) Held-to-Maturity Investments (HtM) 2 (8) Available-for-Sale Financial Assets (AfS) 306 274 Financial Instruments Held for Trading (FAHfT und FLHfT) (165) 576 Financial Liabilities Measured at Amortized Cost (FLAC) (2 005) (3 056) (2 709) (2 521) Die Zinsen aus Finanzinstrumenten werden im Zinsergebnis, die Dividenden im sonstigen Finanzergebnis (Beteiligungsergebnis) ausgewiesen (vgl. ANGABE 22 und ANGABE 24). Die übrigen Komponenten des Nettoergebnisses erfasst die Deutsche Telekom im sonstigen Finanzergebnis. Davon ausgenommen sind die der Bewertungskategorie Loans and Receivables zuzuordnenden Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (vgl. ANGABE 2), die unter den Vertriebskosten ausgewiesen werden. In das Ergebnis aus der Folgebewertung der Finanzinstrumente, die der Bewertungskategorie Held for Trading zugeordnet sind (Verluste in Höhe von netto 165 Mio. €), gehen sowohl Zins- als auch Währungseffekte ein. Die Verluste aus der Währungsumrechnung von den der Bewertungskategorie Loans and Receivables zugeordneten finanziellen Vermögenswerten in Höhe von netto 73 Mio. € resultieren überwiegend aus der konzerninternen Weiterleitung von Darlehen, welche die Finanzierungsgesellschaft der Deutschen Telekom, die Deutsche Telekom International Finance B.V., in Fremdwährung am Kapitalmarkt aufnimmt. Diesen stehen entsprechende Währungskursgewinne aus den Kapitalmarktverbindlichkeiten gegenüber (152 Mio. €). Das Zinsergebnis aus finanziellen Verbindlichkeiten der Bewertungskategorie Financial Liabilities Measured at Amortized Cost (Aufwendungen in Höhe von netto 2 157 Mio. €) schließt im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus Anleihen und aus sonstigen (verbrieften) Finanzverbindlichkeiten ein. Ferner werden darunter auch Zinsaufwendungen aus der Aufzinsung und Zinserträge aus der Abzinsung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen subsumiert. Nicht enthalten sind jedoch die Zinsaufwendungen und Zinserträge aus Zinsderivaten, welche die Deutsche Telekom in der Berichtsperiode im Rahmen von Fair Value Hedges als Sicherungsinstrumente zur Absicherung des Zeitwertrisikos finanzieller Verbindlichkeiten eingesetzt hat (vgl. ANGABE 22 "ZINSERGEBNIS"). 38 RISIKO-MANAGEMENT, FINANZDERIVATE UND WEITERE ANGABEN ZUM KAPITAL-MANAGEMENT. Grundsätze des Risiko-Managements. Die Deutsche Telekom unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen insbesondere Risiken aus der Veränderung der Wechselkurse, der Zinssätze und der Börsenkurse. Ziel des finanziellen Risiko-Managements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanzorientierten Aktivitäten zu begrenzen. Hierzu werden je nach Einschätzung des Risikos ausgewählte derivative und nicht derivative Sicherungsinstrumente (Sicherungsgeschäfte) eingesetzt. Grundsätzlich werden jedoch nur die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Cashflow des Konzerns haben. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente genutzt, d. h., für Handels- oder andere spekulative Zwecke kommen sie nicht zum Einsatz. Zur Minderung des Ausfallrisikos werden die Sicherungsinstrumente grundsätzlich nur mit führenden Finanzinstituten mit einem Kredit-Rating von mindestens BBB+/Baa1 abgeschlossen. Zudem wird über eine Limitverwaltung das Ausfallrisiko bei Finanzinstrumenten mit positivem Marktwert minimiert, indem abhängig vom Rating, der Aktienkursentwicklung und Credit Default Swap-Level des Kontrahenten individuell bestimmte relative und absolute Größen des Risikoausmaßes festgelegt werden. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden vom Vorstand festgelegt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risiko-Management obliegen der Konzern-Treasury. Bestimmte Transaktionen bedürfen der vorherigen Genehmigung durch den Vorstand, der darüber hinaus regelmäßig über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risikoausmaßes informiert wird. Die Treasury betrachtet das effektive Management des Marktrisikos als eine ihrer Hauptaufgaben. Um die Auswirkungen unterschiedlicher Gegebenheiten am Markt einschätzen zu können, werden Simulationsrechnungen unter Verwendung verschiedener Worst Case- und Markt-Szenarien vorgenommen. Währungsrisiken. Die Währungskursrisiken der Deutschen Telekom resultieren aus Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Risiken aus Fremdwährungen werden gesichert, soweit sie die Cashflows des Konzerns beeinflussen. Fremdwährungsrisiken, welche die Cashflows des Konzerns nicht beeinflussen (d. h. die Risiken, die aus der Umrechnung des Abschlusses der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten ausländischer Unternehmenseinheiten in die Konzern-Berichterstattungswährung resultieren), bleiben hingegen grundsätzlich ungesichert. Unter Umständen kann die Deutsche Telekom jedoch auch dieses Fremdwährungsrisiko besichern. Fremdwährungsrisiken im Investitionsbereich resultieren u. a. aus dem Erwerb und der Veräußerung von Beteiligungen an ausländischen Unternehmen. Die Deutsche Telekom sichert diese Risiken. Falls die Risikoposition 100 Mio. € übersteigt, obliegt die Sicherungsstrategie einer speziellen Entscheidung des Vorstands. Liegt die Risikoposition unter 100 Mio. €, führt die Konzern-Treasury die Währungssicherung selbstständig durch. Zum Abschluss-Stichtag unterlag die Deutsche Telekom keinen wesentlichen Risiken aus auf Fremdwährung lautenden Transaktionen im Investitionsbereich. Fremdwährungsrisiken im Finanzierungsbereich resultieren aus finanziellen Verbindlichkeiten in Fremdwährung und aus Darlehen in Fremdwährung, die zur Finanzierung an Konzerngesellschaften ausgereicht werden. Die Treasury sichert diese Risiken vollständig. Zur Umwandlung von auf fremde Währung lautenden finanziellen Verpflichtungen und konzerninternen Darlehen in die funktionalen Währungen der Konzernunternehmen werden Zins-/Währungsswaps und Devisenderivate eingesetzt. Zum Abschluss-Stichtag bestehen die auf ausländische Währungen lautenden Verbindlichkeiten, für die Währungsrisiken gesichert sind, in erster Linie aus Anleihen und Medium Term Notes in Australischen Dollar, Britischen Pfund, Japanischen Yen, Norwegischen Kronen, Schweizer Franken, Tschechischen Kronen und US-Dollar. Die Deutsche Telekom war aufgrund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschluss-Stichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im Finanzierungsbereich ausgesetzt. Im operativen Bereich wickeln die Konzernunternehmen ihre Aktivitäten überwiegend in ihrer jeweiligen funktionalen Währung ab. Auszahlungen, die außerhalb der jeweiligen funktionalen Währung erfolgen, führen zu Fremdwährungsrisiken im Konzern. Diese betreffen im Wesentlichen Zahlungen für die Beschaffung von Netztechnik und Mobilfunk-Geräten sowie Zahlungen an internationale Telekommunikationsgesellschaften für die Bereitstellung von Anschlussleistungen. Zur Sicherung setzt die Deutsche Telekom Devisenderivate oder vereinzelt Devisenoptionen ein. Die Deutsche Telekom war aufgrund dieser Sicherungsaktivitäten zum Abschluss-Stichtag keinen wesentlichen Währungskursrisiken im operativen Bereich ausgesetzt. Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Neben Währungsrisiken unterliegt die Deutsche Telekom Zinsänderungsrisiken und Preisrisiken von Beteiligungen. Die periodischen Auswirkungen werden bestimmt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschluss-Stichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschluss-Stichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist. Währungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind; wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Als relevante Risikovariablen gelten grundsätzlich alle nicht funktionalen Währungen, in denen die Deutsche Telekom Finanzinstrumente kontrahiert hat. Den Währungssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde: Wesentliche originäre monetäre Finanzinstrumente (Flüssige Mittel, Forderungen, verzinsliche Wertpapiere bzw. gehaltene Fremdkapitalinstrumente, verzinsliche Schulden, Verbindlichkeiten aus Finanzierungs-Leasing-Verhältnissen, unverzinsliche Verbindlichkeiten) sind entweder unmittelbar in funktionaler Währung denominiert oder werden durch den Einsatz von Derivaten in die funktionale Währung transferiert. Währungskursänderungen haben daher keine Auswirkungen auf Ergebnis oder Eigenkapital, Im Bestand befindliche unverzinsliche Wertpapiere bzw. gehaltene Eigenkapitalinstrumente sind nicht monetär und demnach mit keinem Währungsrisiko im Sinne des IFRS 7 verbunden. Zinserträge und -aufwendungen aus Finanzinstrumenten werden ebenfalls entweder direkt in funktionaler Währung erfasst oder mittels Derivateeinsatz in die funktionale Währung überführt. Daher können auch diesbezüglich keine Auswirkungen auf die betrachteten Größen entstehen. Bei zur Absicherung von Währungsrisiken designierten Fair Value Hedges gleichen sich die wechselkursbedingten Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft vollständig in derselben Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung aus. Demzufolge sind auch diese Finanzinstrumente nicht mit Währungsrisiken in Bezug auf Ergebnis- oder Eigenkapitalwirkung verbunden. Bei zur Absicherung von Währungsrisiken designierten Net Investment Hedges gleichen sich die wechselkursbedingten Wertänderungen von Grund- und Sicherungsinstrument vollständig in derselben Periode im Eigenkapital aus. Demzufolge sind auch diese Finanzinstrumente nicht mit Währungsrisiken in Bezug auf Ergebnis- oder Eigenkapitalwirkung verbunden. Zins-/Währungsswaps sind stets originären Grundgeschäften zugeordnet, sodass auch aus diesen Instrumenten keine Währungswirkungen entstehen. Die Deutsche Telekom ist demnach nur Währungsrisiken aus bestimmten Devisenderivaten ausgesetzt. Dabei handelt es sich zum einen um Devisenderivate, die in eine wirksame Cashflow Hedge-Beziehung zur Absicherung wechselkursbedingter Zahlungsschwankungen nach IAS 39 eingebunden sind. Kursänderungen der diesen Geschäften zugrunde liegenden Währungen haben Auswirkungen auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und auf den beizulegenden Zeitwert dieser Sicherungsinstrumente. Zum anderen handelt es sich um die Devisenderivate, welche weder in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 noch in eine Sicherungsbeziehung mit bilanzwirksamen Grundgeschäften (Natural Hedge) eingebunden sind. Diese Derivate dienen der Sicherung von Planpositionen. Kursänderungen der solchen Finanzinstrumenten zugrunde liegenden Währungen wirken sich auf das sonstige Finanzergebnis (Bewertungsergebnis aus der Anpassung der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten an den beizulegenden Zeitwert) aus. Wenn der Euro gegenüber dem US-Dollar, dem Britischen Pfund und der Indischen Rupie zum 31. Dezember 2012 um 10 % aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und die beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsinstrumente vor Steuern um 49 Mio. € höher (niedriger) (31. Dezember 2011: 50 Mio. € niedriger (höher)) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von 49 Mio. € ergibt sich im Wesentlichen aus den Währungssensitivitäten EUR/USD: 64 Mio. € und EUR/GBP: -14 Mio. €. Wenn der Euro gegenüber sämtlichen Währungen zum 31. Dezember 2012 um 10 % aufgewertet (abgewertet) gewesen wäre, wären das sonstige Finanzergebnis und die beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsinstrumente vor Steuern um 20 Mio. € höher (niedriger) (31. Dezember 2011: 4 Mio. € höher (niedriger)) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von 20 Mio. € ergibt sich im Wesentlichen aus den Währungssensitivitäten EUR/USD: -47 Mio. €, EUR/PLN: 46 Mio. €, EUR/HUF: 15 Mio. €, EUR/CZK: 8 Mio. € und EUR/GBP: -2 Mio. €. Zinsrisiken. Die Deutsche Telekom unterliegt Zinsrisiken hauptsächlich in der Euro-Zone und in den Vereinigten Staaten von Amerika. Um die Auswirkungen von Zinsschwankungen in diesen Regionen zu minimieren, managt die Deutsche Telekom das Zinsrisiko für die auf Euro und den US-Dollar lautenden Netto-Finanzverbindlichkeiten getrennt. Einmal im Jahr legt der Vorstand für den Planungszeitraum von mindestens drei Jahren die gewünschte Mischung aus fest und variabel verzinslichen Netto-Finanzverbindlichkeiten fest. Unter Berücksichtigung der gegebenen und der geplanten Schuldenstruktur setzt die Treasury Zinsderivate ein, um so die Zinsausstattung für die Netto-Finanzverbindlichkeiten der vom Vorstand vorgegebenen Zusammensetzung anzupassen. Aufgrund der derivativen Sicherungsinstrumente waren in 2012 durchschnittlich 65 % (2011: 63 %) der auf Euro lautenden und 56 % (2011: 60 %) der auf US-Dollar lautenden Netto-Finanzverbindlichkeiten festverzinslich. Der durchschnittliche Wert ist repräsentativ für das Gesamtjahr. Zinsänderungsrisiken werden gemäß IFRS 7 mittels Sensitivitätsanalysen dargestellt. Diese stellen die Effekte von Änderungen der Marktzinssätze auf Zinszahlungen, Zinserträge und -aufwendungen, andere Ergebnisteile sowie ggf. auf das Eigenkapital dar. Den Zinssensitivitätsanalysen liegen die folgenden Annahmen zugrunde: Marktzinssatzänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Demnach unterliegen alle zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Bei zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken designierten Fair Value Hedges gleichen sich die zinsbedingten Wertänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft nahezu vollständig in derselben Periode in der Gewinn- und Verlustrechnung aus. Demzufolge sind zinsbedingte Marktbewertungsänderungen von Grund- und Sicherungsgeschäft weitestgehend ergebnisneutral und unterliegen deshalb keinen Zinsänderungsrisiken. Marktzinssatzänderungen betreffen bei Zinsderivaten in Fair Value Hedges jedoch die Höhe der Zinszahlungen, wirken sich damit auf das Zinsergebnis aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten ein. Marktzinssatzänderungen bei Finanzinstrumenten, die als Sicherungsinstrumente im Rahmen eines Cashflow Hedges zur Absicherung zinsbedingter Zahlungsschwankungen designiert wurden, haben Auswirkungen auf die Sicherungsrücklage im Eigenkapital und werden daher bei den eigenkapitalbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. Marktzinssatzänderungen wirken sich auf das Zinsergebnis von originären variabel verzinslichen Finanzinstrumenten, deren Zinszahlungen nicht als Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow Hedges gegen Zinsänderungsrisiken designiert sind, aus und gehen demzufolge in die Berechnung der ergebnisbezogenen Sensitivitäten mit ein. Marktzinssatzänderungen bei Zinsderivaten (Zinsswaps, Zins-/Währungsswaps), die nicht in eine Sicherungsbeziehung nach IAS 39 eingebunden sind, haben Auswirkungen auf das sonstige Finanzergebnis und werden daher bei den ergebnisbezogenen Sensitivitätsberechnungen berücksichtigt. Währungsderivate unterliegen keinen Zinsänderungsrisiken und haben daher keinen Einfluss auf die Zinssensitivitäten. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2012 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Ergebnis vor Steuern um 212 Mio. € (31. Dezember 2011: 223 Mio. €) geringer (höher) gewesen. Die hypothetische Ergebnisauswirkung von - 212 Mio. € ergibt sich aus den potenziellen Effekten aus Zinsderivaten von -191 Mio. € und originären variabel verzinslichen Finanzschulden von -21 Mio. €. Die potenziellen Effekte aus Zinsderivaten werden teilweise kompensiert durch gegenläufige Wertentwicklungen bei nicht derivativen Finanzinstrumenten, die jedoch aufgrund der Rechnungslegungsvorschriften nicht abgebildet werden. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2012 um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre die Sicherungsrücklage im Eigenkapital vor Steuern um 179 Mio. € (31. Dezember 2011: 208 Mio. €) höher (geringer) gewesen. Sonstige Preisrisiken. IFRS 7 verlangt im Rahmen der Darstellung zu Marktrisiken auch Angaben darüber, wie sich hypothetische Änderungen von Risikovariablen auf Preise von Finanzinstrumenten auswirken. Als Risikovariablen kommen insbesondere Börsenkurse oder Indizes infrage. Wie auch schon zum 31. Dezember 2011 existierten zum 31. Dezember 2012 keine wesentlichen sonstigen Preisrisiken. Ausfallrisiken. Die Deutsche Telekom ist aus ihrem operativen Geschäft und aus bestimmten Finanzierungsaktivitäten einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Im Finanzierungsbereich werden Geschäfte nur mit Kontrahenten mit einem Kredit-Rating von mindestens BBB+/Baa1 abgeschlossen, verbunden mit einem laufenden Bonitäts-Management-System. Im operativen Geschäft werden die Außenstände bereichsbezogen, also dezentral, fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen und pauschalierten Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das Geschäft mit Großkunden, insbesondere internationalen Carriern, unterliegt einer gesonderten Bonitätsüberwachung. Gemessen an dem gesamten Risikoausmaß aus dem Ausfallrisiko sind die Forderungen gegenüber diesen Kontrahenten jedoch nicht so groß, als dass sie außerordentliche Risikokonzentrationen begründen würden. Gemäß den vertraglichen Vereinbarungen werden im Insolvenzfall sämtliche mit dem betreffenden Kontrahenten bestehenden Derivate mit positivem bzw. negativem beizulegenden Zeitwert aufgerechnet und es verbleibt lediglich in Höhe des Saldos eine Forderung bzw. Verbindlichkeit. Von Kontrahenten, mit denen die Nettoderivateposition, d. h. der Saldo der positiven bzw. negativen beizulegenden Zeitwerte aller derivativen Finanzinstrumente, aus Sicht der Deutschen Telekom jeweils positiv ist, erhielt die Deutsche Telekom entsprechend der in ANGABE 1 "ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTELÄQUIVALENTE" genannten Collateralverträge frei verfügbare Barmittel, die das Ausfallrisiko weiter reduzierten (zum beizulegenden Zeitwert der unter den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten ausgewiesenen Barmittel vgl. ANGABE 37 "ANGABEN ZU FINANZINSTRUMENTEN"). Für die derivativen Finanzinstrumente mit positivem beizulegenden Zeitwert, deren Buchwert zum Abschluss-Stichtag 1 287 Mio. € (31. Dezember 2011: 1 533 Mio. €) beträgt, besteht aufgrund dieser Vereinbarungen zum Abschluss-Stichtag ein maximales Ausfallrisiko in Höhe von 60 Mio. € (zum 31. Dezember 2011: maximales Ausfallrisiko 45 Mio. €). An Kontrahenten, mit denen die Nettoderivateposition, d. h. der Saldo der positiven bzw. negativen beizulegenden Zeitwerte aller derivativen Finanzinstrumente, aus Sicht der Deutschen Telekom jeweils negativ war, stellte die Deutsche Telekom im Rahmen von Collateralverträgen Barsicherheiten, weshalb die hierfür ausgewiesenen Forderungen in Höhe von 246 Mio. € (31. Dezember 2011: 302 Mio. €) zum Abschluss-Stichtag keinen Ausfallrisiken unterlagen (vgl. ANGABE 8 "SONSTIGE FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE"). Darüber hinaus existieren keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko von finanziellen Vermögenswerten mindernden Vereinbarungen. Das maximale Ausfallrisiko der übrigen finanziellen Vermögenswerte entspricht somit deren Buchwert. Des Weiteren ist die Deutsche Telekom auch durch die Gewährung finanzieller Garantien einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Zum Abschluss-Stichtag waren Garantiebeträge im Nominalvolumen von insgesamt 2 523 Mio. € (31. Dezember 2011: 100 Mio. €) zugesagt, die zugleich das maximale Ausfallrisiko darstellen. Hierin enthalten ist zum 31. Dezember 2012 der folgende Sachverhalt: Für den mit Crown Castle abgeschlossenen Rahmenvertrag über die Vermietung und Nutzung von Funkturm-Standorten in den USA wurden von T-Mobile USA zwei Gesellschaften gegründet, die als assoziierte Gesellschaften im Konsolidierungskreis der Deutschen Telekom ausgewiesen sind, und zwei Gesellschaften, die veräußert wurden (siehe Abschnitt "Unternehmenszusammenschlüsse und sonstige Transaktionen" im Kapitel "Grundlagen und Methoden"). Bei insgesamt 6 654 Funkturm-Standorten hat T-Mobile USA Mietverträge für Grund und Boden, auf dem die Funktürme stehen, in diese Gesellschaften übertragen. Bei einem Zahlungsausfall von Crown Castle steht T-Mobile USA unter bestimmten Umständen weiterhin in der Haftung für Mietzahlungen gegenüber den Eigentümern des Grund und Bodens. In diesem Fall hat T-Mobile USA einen Anspruch auf Entschädigung durch Crown Castle. Sollte ein Insolvenzgericht im Fall eines etwaigen Konkurses von Crown Castle die Fortführung des Rahmenvertrags mit T-Mobile USA ablehnen, geht die Deutsche Telekom davon aus, dass T-Mobile USA die weitere Nutzung der betreffenden Funkturm-Standorte wieder selbst übernehmen kann. Der Eintritt eines Zahlungsausfalls sowie die Ablehnung des Rahmenvertrags durch ein Insolvenzgericht sind unwahrscheinlich, da die Deutsche Telekom davon ausgeht, dass Crown Castle mit der Transaktion ausreichend Überschüsse und Cashflow generieren kann, um somit die eingegangenen vertraglichen Verpflichtungen einzuhalten. Neben dem Entschädigungsanspruch liegen keine weiteren Vereinbarungen vor, die das maximale Ausfallrisiko mindern. Im ungünstigsten Fall beträgt das maximale Ausfallrisiko 2,4 Mrd. €. Der Buchwert und der beizulegende Zeitwert dieser finanziellen Garantie betragen zum 31. Dezember 2012 jeweils 1 Mio. €. Zum Abschluss-Stichtag deuten keinerlei Anzeichen darauf hin, dass der Deutschen Telekom aus einer finanziellen Garantie ein Verlust droht. Risiken aus Finanzierungs- und Kreditzusagen. Die Deutsche Telekom hat dem Joint Venture Everything Everywhere im Berichtszeitraum erneut zu marktüblichen Konditionen eine noch nicht in Anspruch genommene unwiderrufliche Kreditzusage über einen Höchstbetrag von 225 Mio. GBP gewährt. Die Kreditlinie kann jederzeit in Anspruch genommen werden und hat eine Laufzeit bis zum 14. November 2013. Die Kreditlinie verlängert sich um jeweils zwölf Monate, wenn sie von der Deutschen Telekom nicht mindestens drei Monate vor Laufzeitende gekündigt wird. Der Nominalbetrag von 225 Mio. GBP stellt das maximale Ausfallrisiko aus dieser Kreditzusage dar. Es liegen keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko der Finanzierungs- und Kreditzusagen mindernden Vereinbarungen vor. Zum Abschluss-Stichtag deuten keine Anzeichen darauf hin, dass der Deutschen Telekom ein Verlust droht. Liquiditätsrisiken. Vgl. dazu ANGABE 10 "FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN". Sicherungsmaßnahmen. Fair Value Hedges. Zur Sicherung des Zeitwertrisikos festverzinslicher Verbindlichkeiten hat die Deutsche Telekom im Wesentlichen Zinsswaps und Forward Zinsswaps ("Zahle variabel - Empfange fix") in CHF, EUR, GBP, NOK und USD eingesetzt. Als Grundgeschäfte wurden festverzinsliche CHF-, EUR-, GBP-, NOK- und USD-Anleihen/ MTNs designiert. Die Wertänderungen der Grundgeschäfte, die sich aus den Veränderungen der CHFLibor-, Euribor-, GBPLibor-, NOK-OIBOR bzw. USDLibor-Swap-Rate ergeben, werden durch die Wertänderungen der Zinsswaps ausgeglichen. Mit den Sicherungsmaßnahmen wird das Ziel verfolgt, die festverzinslichen Anleihen in variabel verzinsliche Finanzschulden zu transformieren und damit den beizulegenden Zeitwert der finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern. Bonitätsrisiken sind nicht Teil der Sicherung. Erstmals hat die Deutsche Telekom in 2012 einen Zins-/Währungsswap über 125 Mio. AUD als Fair Value Hedge designiert, der ein festverzinsliches MTN in ein variabel verzinsliches Papier umwandelt. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird prospektiv und retrospektiv zu jedem Abschluss-Stichtag mit einem Effektivitätstest mit statistischen Methoden in Form einer Regressionsrechnung überprüft. Zum Abschluss-Stichtag waren alle designierten Sicherungsbeziehungen hinreichend effektiv. Wie der Auflistung zu den beizulegenden Zeitwerten von derivativen Finanzinstrumenten zu entnehmen ist (siehe TABELLE T 141 im Abschnitt "Derivative Finanzinstrumente"), waren bei der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2012 Zinsderivate mit einem beizulegenden Zeitwert von saldiert +0,5 Mrd. € (31. Dezember 2011: +0,4 Mrd. €) als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Fair Value Hedges designiert. Aus der Buchwertanpassung der Grundgeschäfte resultieren im Geschäftsjahr 2012 im sonstigen Finanzergebnis erfasste Verluste von 0,0 Mrd. € (2011: Verluste von 0,3 Mrd. €), aus den Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der Sicherungsgeschäfte wurden Gewinne von 0,1 Mrd. € (2011: Gewinne von 0,2 Mrd. €) im sonstigen Finanzergebnis erfasst. Cashflow Hedges - Zinsänderungsrisiken. Zur Sicherung des Zahlungsstromrisikos variabel verzinslicher Verbindlichkeiten hat die Deutsche Telekom Payer-Zinsswaps und Forward Payer-Zinsswaps ("Zahle fix - Empfange variabel") abgeschlossen. Die während des Sicherungszeitraums zu leistenden Zinszahlungen stellen die gesicherten Grundgeschäfte dar und werden auch in diesem Zeitraum erfolgswirksam. Die Zahlungsstromänderungen der Grundgeschäfte, die sich aus den Veränderungen der Euribor- bzw. Libor-Rate ergeben, werden durch die Zahlungsstromänderungen der Zinsswaps ausgeglichen. Mit den Sicherungsmaßnahmen wird das Ziel verfolgt, die variabel verzinslichen Anleihen in festverzinsliche Finanzschulden zu transformieren und damit den Zahlungsstrom aus den finanziellen Verbindlichkeiten zu sichern. Die Laufzeiten der Sicherungsbeziehungen enden in den Jahren 2013 bis 2018. Bonitätsrisiken sind nicht Teil der Sicherung. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird prospektiv und retrospektiv mit einem Effektivitätstest mit statistischen Methoden in Form einer Regressionsrechnung überprüft. In der Berichtsperiode wurden Ineffektivitäten in Höhe von insgesamt - 2 Mio. € erfolgswirksam im sonstigen Finanzergebnis erfasst (2011: - 25 Mio. €). Alle designierten Sicherungsbeziehungen waren zum Abschluss-Stichtag hinreichend effektiv. In 2012 hat die Deutsche Telekom Forward Payer-Zinsswaps für erwartete Transaktionen in 2015 in Höhe von 1,2 Mrd. € abgeschlossen. TABELLE T 140 zeigt die in 2012 neu in eine Hedge-Beziehung genommenen vertraglichen Fälligkeiten der Zahlungen für Forward Payer-Zinsswaps. T 140 scroll Start Ende Nominalvolumen Referenzzins 2. Februar 2015 2. Februar 2018 1 200 Mio. € 6-Monats Euribor Wie der Auflistung zu den beizulegenden Zeitwerten von derivativen Finanzinstrumenten zu entnehmen ist (siehe TABELLE T 141 im Abschnitt "Derivative Finanzinstrumente"), waren bei der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2012 Zinsderivate mit einem beizulegenden Zeitwert von - 0,6 Mrd. € (2011: - 0,5 Mrd. €) und einem Nominalvolumen von 7,8 Mrd. € (2011: 8,8 Mrd. €) als Sicherungsinstrumente zur Absicherung von Zinsänderungsrisiken im Rahmen von Cashflow Hedges designiert. Aus der erfolgsneutralen Erfassung der Wertveränderung der Sicherungsinstrumente resultieren im Geschäftsjahr 2012 im Eigenkapital Verluste (vor Steuern) von 0,3 Mrd. € (2011: Verluste von 0,3 Mrd. €). Im Geschäftsjahr 2012 wurden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Verluste in Höhe von 68 Mio. € (2011: Verluste in Höhe von 53 Mio. €) erfolgswirksam in das sonstige Finanzergebnis reklassifiziert. Cashflow Hedges - Währungsrisiken. Zur Sicherung nicht in funktionaler Währung denominierter Zahlungsströme hat die Deutsche Telekom Devisenderivate und Zins-/Währungsswaps abgeschlossen. Die während des Sicherungszeitraums zu leistenden Fremdwährungszahlungen stellen die gesicherten Grundgeschäfte dar und werden auch in diesem Zeitraum erfolgswirksam. Die Laufzeiten der Sicherungsbeziehungen enden in den Jahren 2013 bis 2030. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird prospektiv und retrospektiv mit einem Effektivitätstest mit statistischen Methoden in Form einer Regressionsrechnung überprüft. Alle designierten Sicherungsbeziehungen waren zum Abschluss-Stichtag hinreichend effektiv. Im Berichtszeitraum wurden keine neuen Cashflow Hedges dieser Art designiert. Im Geschäftsjahr 2012 wurden aus der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte von Devisenderivaten resultierende Gewinne (vor Steuern) von insgesamt 36 Mio. € (2011: Verluste von 58 Mio. €) im Eigenkapital (Sicherungsrücklage) erfasst. Diese Wertänderungen stellen den effektiven Teil der Sicherungsbeziehung dar. Im Geschäftsjahr 2012 wurden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Gewinne in Höhe von 58 Mio. € in das sonstige Finanzergebnis (2011: Gewinne von 61 Mio. € in das sonstige Finanzergebnis und Verluste von 188 Mio. € in die sonstigen betrieblichen Erträge) reklassifiziert. Die Sicherungsmaßnahmen waren bis zum Abschluss-Stichtag mit keinen wesentlichen Ineffektivitäten verbunden. Wie der Auflistung zu den beizulegenden Zeitwerten von derivativen Finanzinstrumenten zu entnehmen ist (siehe TABELLE T 141), waren bei der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2012 Devisentermingeschäfte mit einem beizulegenden Zeitwert von saldiert 13 Mio. € (31. Dezember 2011: 8 Mio. €), die aus Devisenkäufen im Gesamtvolumen in Höhe von 0,6 Mrd. € und Devisenverkäufen im Gesamtvolumen in Höhe von 1,2 Mrd. € resultieren (31. Dezember 2011: Devisenkäufe 0,6 Mrd. € und Devisenverkäufe 0,1 Mrd. €), sowie Zins-/Währungsswaps mit einem beizulegenden Zeitwert von saldiert +0,2 Mrd. € (31. Dezember 2011: +0,2 Mrd. €) und einem Gesamtvolumen in Höhe von 1,8 Mrd. € (31. Dezember 2011: 2,1 Mrd. €) als Sicherungsinstrumente im Rahmen von Cashflow Hedges designiert. Absicherung einer Nettoinvestition. Im April 2011 hat die Deutsche Telekom zur Absicherung der Nettoinvestition in T-Mobile USA gegen Schwankungen des US-Dollar-Kassakurses einen Net Investment Hedge in Höhe von nominal 7 Mrd. US-$ designiert. Als Sicherungsinstrumente wurden Devisentermingeschäfte ("Verkaufe USD - Erhalte EUR") eingesetzt, wobei als gesichertes Risiko die Kassakursveränderung des US-Dollar definiert wurde. Dadurch werden Wertveränderungen des gesicherten Grundgeschäfts, die sich aus den Veränderungen des US-Dollar-Kassakurses ergeben, durch die Wertveränderungen der Devisentermingeschäfte ausgeglichen. Nach erfolgter Reduzierung des Sicherungsvolumens waren zum 31. Dezember 2011 noch Devisentermingeschäfte mit einem Nominalvolumen von 1,2 Mrd. US-$ und einem beizulegenden Zeitwert von - 0,1 Mrd. € (vor Steuern) als Sicherungsinstrumente designiert, die im Geschäftsjahr 2012 vollumfänglich fällig geworden sind. Aus der Sicherungsbeziehung wurden im Geschäftsjahr 2012 Gewinne in Höhe von 6 Mio. € (2011: Verluste in Höhe von 444 Mio. €) (vor Steuern) erfolgsneutral im Eigenkapital (kumuliertes sonstiges Konzernergebnis) erfasst. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wurde prospektiv und retrospektiv zu jedem Abschluss-Stichtag mit einem Effektivitätstest auf Basis des Vergleichs der kumulierten Wertänderungen von Sicherungsinstrumenten und gesichertem Grundgeschäft überprüft. Die Sicherungsbeziehung war während des gesamten Sicherungszeitraums zu 100 % effektiv. Derivative Finanzinstrumente. In TABELLE T 141 sind die bilanzierten beizulegenden Zeitwerte der verschiedenen derivativen Finanzinstrumente dargestellt. Dabei wird unterschieden, ob diese in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 (Fair Value Hedge, Cashflow Hedge, Net Investment Hedge) eingebunden sind oder nicht. Sonstige Derivate können zudem eingebettet, d. h. Bestandteil eines zusammengesetzten Instruments, welches einen nicht derivativen Basisvertrag enthält, sein. T 141 scroll Buchwerte 31.12.2012 Mio. € Buchwerte 31.12.2011 Mio. € AKTIVA Zinsswaps Ohne Hedge-Beziehung 46 56 In Verbindung mit Fair Value Hedges 490 431 In Verbindung mit Cashflow Hedges - - Devisentermingeschäfte/Devisenswaps Ohne Hedge-Beziehung 12 259 In Verbindung mit Cashflow Hedges 22 21 Zins-/Währungsswaps Ohne Hedge-Beziehung 473 518 In Verbindung mit Fair Value Hedges 8 - In Verbindung mit Cashflow Hedges 236 248 Sonstige Derivate in Verbindung mit Cashflow Hedges - - PASSIVA Zinsswaps Ohne Hedge-Beziehung 164 74 In Verbindung mit Fair Value Hedges - - In Verbindung mit Cashflow Hedges 575 470 Devisentermingeschäfte/Devisenswaps Ohne Hedge-Beziehung 38 581 In Verbindung mit Cashflow Hedges 9 13 In Verbindung mit Net Investment Hedges - 78 Zins-/Währungsswaps Ohne Hedge-Beziehung 125 171 In Verbindung mit Cashflow Hedges - - Sonstige Derivate in Verbindung mit Cashflow Hedges - - Eingebettete Derivate 8 7 Übertragungen von finanziellen Vermögenswerten. Factoring. Seit 2009 besteht eine Factoring-Vereinbarung, gemäß der eine Bank zum Ankauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über ein monatlich revolvierendes Nominalvolumen von 300 Mio. € verpflichtet ist. Die Vereinbarung hat eine Laufzeit bis 2015, wobei die Deutsche Telekom frei entscheiden kann, ob und in welchem Volumen Forderungen verkauft werden. Die für die Risikobeurteilung relevanten Risiken hinsichtlich der verkauften Forderungen sind das Kreditrisiko sowie, von untergeordneter Bedeutung, das Risiko verspäteter Zahlung (Spätzahlungsrisiko). Der von der Deutschen Telekom zu tragende kreditrisikobedingte Maximalverlust ist auf den variablen Kaufpreisabschlag begrenzt, der bei Verkauf von der Bank einbehalten und in Höhe des nicht verbrauchten Teils zurückerstattet wird. Die übrigen kreditrisikobedingten Ausfälle stellen so gut wie alle mit den Forderungen verbundenen Risiken und Chancen dar und werden von der Bank getragen. Das Spätzahlungsrisiko wird weiterhin in voller Höhe von der Deutschen Telekom getragen. Das aus Kreditrisiko und Spätzahlungsrisiko resultierende maximale Verlustrisiko für die Deutsche Telekom aus den per 31. Dezember 2012 verkauften und ausgebuchten Forderungen (Nominalvolumen 253 Mio. €) beträgt 8 Mio. €. Im Ausbuchungszeitpunkt wurde der beizulegende Zeitwert der erwarteten Erstattung des variablen Kaufpreisabschlags abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des erwarteten Verlusts aus dem Spätzahlungsrisiko in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten aktiviert und die verbleibende Differenz aufwandswirksam erfasst. Per 31. Dezember 2012 beträgt der Buchwert des das gesamte anhaltende Engagement der Deutschen Telekom repräsentierenden sonstigen finanziellen Vermögenswerts 3 Mio. € und dessen beizulegender Zeitwert 3 Mio. €. Aus ihrem anhaltenden Engagement hat die Deutsche Telekom einschließlich Programmgebühren im Geschäftsjahr 2012 insgesamt 42 Mio. € aufwandswirksam erfasst, seit 2009 kumuliert aufwandswirksam 213 Mio. €. Die Bank hat das Recht, überfällige Forderungen an die Deutsche Telekom zurückzuverkaufen, was jedoch keinerlei Auswirkungen auf die Aufteilung der kreditrisikobedingten Ausfälle hat, da der Kaufpreis den tatsächlichen Inkassoerlösen entspricht. Aus dem Rückkauf ergeben sich für die Deutsche Telekom keinerlei Liquiditätsrisiken, da der Kaufpreis erst nach tatsächlichem Zufluss der Inkassoerlöse an die Bank zu zahlen ist. Das Volumen an verkauften Forderungen unterlag - wie in den Vorjahren - während des Geschäftsjahres keinen wesentlichen Schwankungen. Per 31. Dezember 2012 wurde für das von der Deutschen Telekom vorzunehmende Forderungs-Management eine Rückstellung in Höhe von 4 Mio. € gebildet. Ebenfalls seit 2009 besteht eine weitere Factoring-Vereinbarung, gemäß der eine Bank zum Ankauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über ein monatlich revolvierendes Nominalvolumen von 740 Mio. € verpflichtet ist. Die Vereinbarung hat eine Laufzeit bis 2015, wobei die Deutsche Telekom frei entscheiden kann, ob und in welchem Volumen Forderungen verkauft werden. Die für die Risikobeurteilung relevanten Risiken hinsichtlich der verkauften Forderungen sind das Kreditrisiko sowie, von untergeordneter Bedeutung, das Risiko verspäteter Zahlung (Spätzahlungsrisiko). Der von der Deutschen Telekom zu tragende kreditrisikobedingte Maximalverlust ist auf den variablen Kaufpreisabschlag begrenzt, der bei Verkauf von der Bank einbehalten und in Höhe des nicht verbrauchten Teils zurückerstattet wird. Die übrigen kreditrisikobedingten Ausfälle stellen so gut wie alle mit den Forderungen verbundenen Risiken und Chancen dar und werden von der Bank getragen. Es besteht eine Kreditversicherung, die Ausfälle bestimmter Debitoren bis zu einem Höchstbetrag von 65 Mio. € erstattet und auf diese Weise das Verlustrisiko mindert. Das Spätzahlungsrisiko wird weiterhin in voller Höhe von der Deutschen Telekom getragen. Das aus Kreditrisiko und Spätzahlungsrisiko resultierende maximale Verlustrisiko für die Deutsche Telekom aus den per 31. Dezember 2012 verkauften und ausgebuchten Forderungen (Nominalvolumen 740 Mio. €) vor Berücksichtigung der Kreditversicherung beträgt 26 Mio. €. Im Ausbuchungszeitpunkt wurde der beizulegende Zeitwert der erwarteten Erstattung des variablen Kaufpreisabschlags abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des erwarteten Verlusts aus dem Spätzahlungsrisiko in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten aktiviert und die verbleibende Differenz aufwandswirksam erfasst. Per 31. Dezember 2012 beträgt der Buchwert des das gesamte anhaltende Engagement der Deutschen Telekom repräsentierenden sonstigen finanziellen Vermögenswerts 16 Mio. € und dessen beizulegender Zeitwert 16 Mio. €. Aus ihrem anhaltenden Engagement hat die Deutsche Telekom einschließlich Programmgebühren im Geschäftsjahr 2012 insgesamt 82 Mio. € aufwandswirksam erfasst, seit 2009 kumuliert aufwandswirksam 386 Mio. €. Die Bank hat das Recht, überfällige Forderungen an die Deutsche Telekom zurückzuverkaufen, was jedoch keinerlei Auswirkungen auf die Aufteilung der kreditrisikobedingten Ausfälle hat, da der Kaufpreis den tatsächlichen Inkassoerlösen entspricht. Aus dem Rückkauf ergeben sich für die Deutsche Telekom keinerlei Liquiditätsrisiken, da der Kaufpreis erst nach tatsächlichem Zufluss der Inkassoerlöse an die Bank zu zahlen ist. Das Volumen an verkauften Forderungen unterlag - wie in den Vorjahren - während des Geschäftsjahres keinen wesentlichen Schwankungen. Per 31. Dezember 2012 wurde für das von der Deutschen Telekom vorzunehmende Forderungs-Management eine Rückstellung in Höhe von 4 Mio. € gebildet. Seit Oktober 2012 besteht eine weitere Factoring-Vereinbarung, gemäß der eine Bank zum Ankauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen über ein monatlich revolvierendes Nominalvolumen von 280 Mio. € verpflichtet ist. Die Vereinbarung hat eine Laufzeit von drei Jahren, wobei die Deutsche Telekom frei entscheiden kann, ob und in welchem Volumen Forderungen verkauft werden. Die für die Risikobeurteilung relevanten Risiken hinsichtlich der verkauften Forderungen sind das Kreditrisiko sowie, von untergeordneter Bedeutung, das Risiko verspäteter Zahlung (Spätzahlungsrisiko). Der Kaufpreis entspricht dem Nominalbetrag. Die ersten 15 Mio. € kreditrisikobedingten Ausfälle werden jeweils anteilig von der Deutschen Telekom zu 70 % und von der Bank zu 30 % getragen. Die darüber hinausgehenden ersten 56 Mio. € kreditrisikobedingten Ausfälle trägt die Deutsche Telekom in voller Höhe. Die übrigen kreditrisikobedingten Ausfälle übernimmt die Bank. Es besteht eine Kreditversicherung, die Ausfälle bestimmter Debitoren bis zu einem Höchstbetrag von 115 Mio. € erstattet und auf diese Weise das Verlustrisiko mindert. Das Spätzahlungsrisiko wird weiterhin in voller Höhe von der Deutschen Telekom getragen. Das aus Kreditrisiko und Spätzahlungsrisiko resultierende maximale Verlustrisiko für die Deutsche Telekom aus den per 31. Dezember 2012 verkauften Forderungen (Nominalvolumen 280 Mio. €) vor Berücksichtigung der Kreditversicherung beträgt 72 Mio. €. So gut wie alle mit den verkauften Forderungen verbundenen Risiken und Chancen wurden weder übertragen noch behalten (Aufteilung der wesentlichen Risiken zwischen Deutscher Telekom und Bank), und die Verfügungsgewalt über diese Forderungen ging auf die Bank über. Alle per 31. Dezember 2012 verkauften Forderungen wurden ausgebucht. Im Ausbuchungszeitpunkt wird der beizulegende Zeitwert der erwarteten Verluste aufwandswirksam in den finanziellen Verbindlichkeiten erfasst. Per 31. Dezember 2012 beträgt der Buchwert der das gesamte anhaltende Engagement der Deutschen Telekom repräsentierenden finanziellen Verbindlichkeit 4 Mio. € und dessen beizulegender Zeitwert 4 Mio. €. Aus ihrem anhaltenden Engagement hat die Deutsche Telekom einschließlich Programmgebühren im Geschäftsjahr insgesamt 6 Mio. € aufwandswirksam erfasst. Die Bank hat das Recht, sämtliche seit mehr als 90 Tagen überfälligen Forderungen zum Nominalbetrag an die Deutsche Telekom zurückzuverkaufen. Solche Rückkäufe hätten keinerlei Auswirkungen auf die Aufteilung der kreditrisikobedingten Ausfälle, da diese der Bank entsprechend der vereinbarten Risikoteilung zurückbelastet würden. Die aus den Rückkäufen resultierenden Zahlungsmittelabflüsse würden kurzfristig, d. h. in 2013 erfolgen. Das Volumen an verkauften Forderungen unterlag seit Transaktionsbeginn keinen wesentlichen Schwankungen. Per 31. Dezember 2012 wurde für das von der Deutschen Telekom vorzunehmende Forderungs-Management eine Rückstellung in Höhe von 0,1 Mio. € gebildet. Angaben zum Kapital-Management. Vorrangiges Ziel des Kapital-Managements bzw. der Finanzstrategie der Deutschen Telekom ist es, einen Ausgleich der unterschiedlichen Erwartungen der vier Interessengruppen ― Aktionäre, ― Fremdkapitalgeber, ― Mitarbeiter und ― "Unternehmer im Unternehmen" sicherzustellen. Weitere Informationen hierzu sind dem Kapitel "Konzernsteuerung" im zusammengefassten Lagebericht zu entnehmen. Eine wichtige Kennzahl der Kapitalmarkt-Kommunikation gegenüber Investoren, Analysten und Rating-Agenturen ist die relative Verschuldung, die das Verhältnis von Netto-Finanzverbindlichkeiten zum bereinigten EBITDA darstellt. Zum 31. Dezember 2012 ergibt sich hieraus unverändert zum Vorjahr ein Wert von 2,1. Der Zielkorridor für die relative Verschuldung liegt zwischen 2,0 und 2,5. Die Kenngröße Netto-Finanzverbindlichkeiten ist nicht Bestandteil der Rechnungslegungsvorschriften nach den International Financial Reporting Standards und kann in der Definition und Berechnung dieser Größe bei anderen Unternehmen abweichend sein. Eine weitere wesentliche Kenngröße ist die Eigenkapitalquote, das Verhältnis von Eigenkapital zur Bilanzsumme, jeweils gemäß Konzern-Bilanz. Zum 31. Dezember 2012 beträgt die Eigenkapitalquote 28,3 % (31. Dezember 2011: 32,6 %). Der Zielkorridor liegt zwischen 25 und 35 %. Darüber hinaus hält die Deutsche Telekom eine Liquiditätsreserve, welche die Fälligkeiten der nächsten 24 Monate deckt. Das Gearing betrug am 31. Dezember 2012 1,2 (31. Dezember 2011: 1,0). T 142 Herleitung der Netto-Finanzverbindlichkeiten; Eigenkapital. scroll 31.12.2012 Mio. € 31.12.2011 Mio. € Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) 9 260 10 219 Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) 35 354 38 099 FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN 44 614 48 318 Zinsabgrenzungen (903) (966) Verpflichtungen aus Unternehmenstransaktionen - - Sonstige (754) (615) BRUTTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN 42 957 46 737 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4 026 3 749 Finanzielle Vermögenswerte zur Veräußerung verfügbar/zu Handelszwecken gehalten 27 402 Derivative finanzielle Vermögenswerte 1 287 1 533 Andere finanzielle Vermögenswerte 757 932 NETTO-FINANZVERBINDLICHKEITEN 36 860 40 121 EIGENKAPITAL 30 543 39 941 39 ANGABEN ÜBER BEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN. Bundesrepublik Deutschland und andere nahe stehende Unternehmen. Die Bundesrepublik Deutschland (Bund) ist direkt und indirekt (über die KfW Bankengruppe) mit insgesamt rund 32,0 % (31. Dezember 2011: 32,0 %) an der Deutschen Telekom AG beteiligt. Sie besitzt in der Hauptversammlung eine sichere Präsenzmehrheit und begründet damit ein Beherrschungsverhältnis gegenüber der Deutschen Telekom. Daher gelten der Bund und die von ihm beherrschten Unternehmen bzw. Unternehmen, bei denen der Bund wesentlichen Einfluss ausüben kann, als nahe stehende Unternehmen der Deutschen Telekom. Die Geschäftsbeziehungen der Deutschen Telekom bestehen jeweils unmittelbar zu den einzelnen Unternehmen, Behörden und sonstigen staatlichen Stellen als voneinander unabhängigen Parteien. Die Deutsche Telekom nimmt an Frequenzauktionen der Bundesnetzagentur teil. Erwerbe über Lizenzen an Mobilfunk-Spektren können gegenüber dieser Behörde Ausbauverpflichtungen zur Folge haben. Der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation (Bundesanstalt) sind per Gesetz bestimmte Aufgaben übertragen worden, die unternehmensübergreifende Angelegenheiten der Deutschen Telekom AG sowie der Deutschen Post AG und der Deutschen Postbank AG betreffen. Die Bundesanstalt führt u. a. die Postbeamtenkrankenkasse, das Erholungswerk, die Versorgungsanstalt der Deutschen Bundespost (VAP) und das Betreuungswerk für die Deutsche Telekom AG, die Deutsche Post AG und die Deutsche Postbank AG. Die Koordinations- und Verwaltungsaufgaben werden auf der Grundlage von Geschäftsbesorgungsverträgen wahrgenommen. Für das Geschäftsjahr 2012 wurden von der Deutschen Telekom Zahlungen in Höhe von 61 Mio. € (2011: 58 Mio. €, 2010: 59 Mio. €) geleistet. Zahlungen erfolgen zudem nach den Vorschriften des Postneuordnungsgesetzes an die Unterstützungskasse (vgl. ANGABE 12 "PENSIONSRÜCKSTELLUNGEN UND ÄHNLICHE VERPFLICHTUNGEN"). Der Bund und die von ihm beherrschten Unternehmen bzw. Unternehmen, bei denen der Bund wesentlichen Einfluss ausüben kann, sind Kunden bzw. Lieferanten der Deutschen Telekom und haben somit gegenseitige Vertragsbeziehungen. Im Geschäftsjahr 2012 hatte die Deutsche Telekom keine für sich einzeln betrachtet wesentlichen Transaktionen, die zu marktunüblichen Konditionen oder die außerhalb der normalen Geschäftstätigkeit durchgeführt wurden. Gemeinschaftsunternehmen. Gegenüber dem am 1. April 2010 gegründeten Gemeinschaftsunternehmen Everything Everywhere erzielte die Deutsche Telekom im Geschäftsjahr 2012 Umsatzerlöse und sonstige betriebliche Erträge in Höhe von insgesamt 315 Mio. € und gegenüber Toll Collect Umsatzerlöse in Höhe von 61 Mio. €. Das Joint Venture Everything Everywhere hat eine emittierte Anleihe mit einem Nominalbetrag am 31. Dezember 2011 von 187 Mio. GBP im ersten Quartal 2012 an die Deutsche Telekom zurückgezahlt. Zum Jahresende bestanden gegenüber dem Joint Venture Everything Everywhere Forderungen in Höhe von 96 Mio. €, Verbindlichkeiten in Höhe von 453 Mio. € sowie Kreditzusagen in Höhe von 0,3 Mrd. €. Gegenüber externen Vertragspartnern der Gesellschaft bestanden Bürgschaften und Garantieerklärungen in Höhe von insgesamt 0,6 Mrd. €. Für Toll Collect bestanden zum 31. Dezember 2012 eine Kapitalintakthalteerklärung sowie Kreditgarantien gegenüber Banken. Zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auf ANGABE 33 "EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND -FORDERUNGEN". Natürliche nahe stehende Personen. Zur Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat wird auf ANGABE 40 verwiesen. Den Arbeitnehmervertretern, die in den Aufsichtsrat der Deutschen Telekom gewählt wurden, steht weiterhin ein reguläres Gehalt im Rahmen ihres Arbeitsvertrags zu. Die Höhe des Gehalts entspricht einer angemessenen Vergütung für die entsprechende Funktion bzw. Tätigkeit im Unternehmen. Daneben haben keine wesentlichen Transaktionen mit natürlichen nahe stehenden Personen stattgefunden. 40 VERGÜTUNG VON VERSTAND UND AUFSICHTSRAT. Vergütung des Vorstands. Bei den nachfolgenden Angaben zur Vorstandsvergütung handelt es sich um die Anhangangaben nach § 314 Handelsgesetzbuch (HGB), dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 17 (DRS 17) sowie um die Angaben aufgrund der Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex. Veränderungen im Vorstand und Vertragsverlängerungen. Die Bestellung von Thomas Sattelberger endete nach 5-jähriger Laufzeit mit Ablauf des 2. Mai 2012. Seit dem 3. Mai 2012 verantwortet Prof. Dr. Marion Schick als Arbeitsdirektorin das Personalressort. Ihre Bestellung läuft bis zum 31. Dezember 2016. Die Bestellung von Dr. Manfred Balz endete durch Niederlegung des Mandats mit Ablauf des 31. Mai 2012. In der Sitzung am 22. Februar 2012 wurde Dr. Thomas Kremer mit Wirkung ab dem 1. Juni 2012 vom Aufsichtsrat für fünf Jahre als Vorstandsmitglied für das Ressort Datenschutz, Recht und Compliance bestellt. René Obermann hat den Aufsichtsrat gebeten, ihn mit Ablauf des 31. Dezember 2013 von seinen Aufgaben als Vorstandsvorsitzender zu entbinden. Der Aufsichtsrat hat diesem Wunsch in der Sitzung am 20. Dezember 2012 entsprochen. In der gleichen Sitzung wurde beschlossen, Timotheus Höttges mit Wirkung zum 1. Januar 2013 zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden zu bestellen. Im Laufe des Jahres 2013 soll er mit Wirkung zum 1. Januar 2014 zum Vorstandsvorsitzenden bestellt werden. Änderung der Vorstandsvergütung. Der Aufsichtsrat hat am 24. Februar 2010 ein neues System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder beschlossen. Umgesetzt wurden dabei die seit dem 5. August 2009 geltenden Regelungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG). Die Hauptversammlung der Deutschen Telekom AG vom 3. Mai 2010 billigte dieses neue System. Dienstverträge der Vorstände, die bereits vor Inkrafttreten des VorstAG bestanden haben, unterliegen gemäß den Gesetzesbegründungsmaterialien (Drucksache 16/13433) einem Bestandsschutz. Dennoch bestand für diese Vorstandsmitglieder die Möglichkeit, freiwillig in das neue Vergütungssystem zu wechseln. Zum 31. Dezember 2012 befinden sich alle amtierenden Vorstandsmitglieder im neuen System der Vorstandsvergütung. Für die beiden unterjährig ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder Dr. Manfred Balz und Thomas Sattelberger gelten jedoch noch die Regelungen des Altsystems, welches bereits weitestgehend den Anforderungen des VorstAG entspricht. Im Folgenden wird sowohl die neue als auch die alte Systematik erläutert. Grundlagen der Vorstandsvergütung. Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Die Mitglieder des Vorstands haben auf Basis der mit ihnen geschlossenen Dienstverträge einen Anspruch auf ein jährliches festes Jahresgehalt, eine jährliche variable Erfolgsvergütung, eine langfristig ausgelegte variable Vergütungskomponente sowie Anspruch auf Nebenleistungen und auf Anwartschaften aus einer betrieblichen Pensionszusage. Der Aufsichtsrat legt die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand fest. Diese Struktur und die Angemessenheit der Vergütung überprüft er regelmäßig. Das feste Jahresgehalt ist bei allen Vorstandsmitgliedern gemäß den aktienrechtlichen Anforderungen unter Beachtung der marktüblichen Vergütungen festgelegt. Es ist sichergestellt, dass die Vorstandsvergütung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet ist und im Neusystem die variablen Vergütungsbestandteile eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben. Der Aufsichtsrat kann zudem nach seinem pflichtgemäßen Ermessen außerordentliche Leistungen einzelner oder aller Vorstandsmitglieder in Form einer besonderen Erfolgstantieme vergüten. In markt- und konzernüblicher Weise gewährt die Gesellschaft allen Mitgliedern des Vorstands aus ihren Vorstandsverträgen weitere Leistungen, die zum Teil als geldwerte Vorteile angesehen und entsprechend versteuert werden; so v. a. die Überlassung eines Geschäftsfahrzeugs sowie die Gewährung von Unfallversicherungs- und Haftpflichtschutz und Leistungen im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung. Nebentätigkeiten sind grundsätzlich genehmigungspflichtig. Die Übernahme von Management- und Aufsichtsratsfunktionen in Konzerngesellschaften erfolgt grundsätzlich unentgeltlich. Bei einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit, die durch Krankheit, Unfall oder aus einem anderen nicht durch das jeweilige Vorstandsmitglied zu vertretenden Grund eintritt, wird die feste Grundvergütung weitergewährt; maximal jedoch für einen Zeitraum von bis zu drei Monaten nach dem Ende des Monats, in dem eine dauernde Arbeitsunfähigkeit des Vorstandsmitglieds festgestellt worden ist. Variable Erfolgsvergütung (altes System). Die jährliche kurzfristige variable Erfolgsvergütung der Vorstandsmitglieder bestimmt sich nach dem Grad der Erreichung der vom Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG vor Beginn des Geschäftsjahres jedem Mitglied des Vorstands erteilten Zielvorgabe. Die Zielvorgabe setzt sich aus Konzernzielen und Individualzielen der einzelnen Vorstandsmitglieder zusammen, für die die Parameter Umsatz, Umsatz aus Wachstumsthemen, EBITDA ohne Sondereinflüsse und Free Cashflow verwendet werden. Die Individualziele bestehen aus den auf den nachhaltigen Unternehmenserfolg ausgerichteten Zielen zur Umsetzung der Strategie (30 %) sowie dem Handeln im Einklang mit dem Konzernleitbild (Value Adherence) in Höhe von 20 %. Die Zielvereinbarung und die Zielerreichung werden vom Aufsichtsrat für das jeweilige Geschäftsjahr festgelegt. Daneben partizipieren die im Altsystem verbliebenen Vorstandsmitglieder an dem im Geschäftsjahr 2004 erstmalig eingeführten Mid-Term Incentive Plan (MTIP) der Deutschen Telekom AG (vgl. ANGABE 36), der für berechtigte Vorstandsmitglieder letztmalig mit der Tranche 2011 begeben wurde. Für das Jahr 2012 ergab sich durch Auflösung von für die MTIP-Tranchen 2010 und 2011 gebildeten Rückstellungen ein Gesamtertrag in Höhe von 204 113 €. Dieser ist in Höhe von 128 464 € Thomas Sattelberger und in Höhe von 75 649 € Dr. Manfred Balz zuzurechnen. Im Vorjahr betrug der Gesamtaufwand 219 139 €, der in Höhe von 133 558 € auf Thomas Sattelberger und in Höhe von 85 581 € auf Dr. Manfred Balz entfiel. Für die MTIP-Tranche 2011 besteht für Thomas Sattelberger eine nominelle Zusage auf ein Volumen von 515 000 € und für Dr. Manfred Balz von 330 000 €. Die Laufzeit der MTIP-Tranche 2011 endet am 31. Dezember 2013. Variable Erfolgsvergütung (neues System). Die variable Vergütung der Mitglieder des Vorstands unterteilt sich in die Variablen I und II. Die Variable I enthält sowohl kurzfristige als auch langfristig angelegte Komponenten, die in der Realisierung des Budgets in konkreten Zielgrößen sowie der Umsetzung der Strategie und dem Handeln im Einklang mit dem Konzernleitbild bestehen. Die Variable II ist ausschließlich langfristig orientiert. So ist sichergestellt, dass im Rahmen der variablen Vergütung eine Ausrichtung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung erfolgt und eine überwiegend langfristige Anreizwirkung besteht. Variable I. Die jährliche variable Vergütung der Vorstandsmitglieder bestimmt sich nach dem Grad der Erreichung der vom Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG zu Beginn des Geschäftsjahres jedem Mitglied des Vorstands erteilten Zielvorgabe. Die Zielvorgabe setzt sich dabei aus Konzernzielen (50 %) für Umsatz, Umsatz aus Wachstumsthemen, EBITDA ohne Sondereinflüsse und Free Cashflow sowie Individualzielen der einzelnen Vorstandsmitglieder zusammen. Die Individualziele bestehen aus den auf den nachhaltigen Unternehmenserfolg ausgerichteten Zielen zur Umsetzung der Strategie (30 %) sowie dem Handeln im Einklang mit dem Konzernleitbild (Value Adherence) in Höhe von 20 %. Die Zielvereinbarung und Zielerreichung für das jeweilige Geschäftsjahr werden vom Aufsichtsratsplenum festgelegt. Eine Übererfüllung der Zielvorgaben wird linear abgebildet und ist auf 150 % des Zusagebetrags begrenzt. Darüber hinausgehende Zielerreichungsgrade bleiben unberücksichtigt. Zur darüber hinausgehenden Sicherstellung der langfristigen Anreizwirkung und der Ausrichtung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ist ein Betrag von einem Drittel der jährlich durch das Aufsichtsratsplenum festgesetzten Variablen in Aktien der Deutschen Telekom AG zu investieren; diese sind über einen Zeitraum von mindestens vier Jahren vom jeweiligen Vorstandsmitglied zu halten. Variable II. Die ausschließlich langfristig angelegte Variable II wird an der Erfüllung von vier gleich gewichteten Erfolgsparametern (bereinigter operativer Return On Capital Employed (ROCE), bereinigte Earnings Per Share (EPS), Kundenzufriedenheit und Mitarbeiterzufriedenheit) gemessen. Jeder Parameter beeinflusst ein Viertel des Auslobungsbetrags. Eine Übererfüllung der Zielvorgaben wird linear abgebildet und ist auf 150 % des Auslobungsbetrags begrenzt. Der Bemessungszeitraum beträgt vier Jahre. Die Messung erfolgt über die durchschnittliche Zielerreichung der vier zum Zeitpunkt der Zusage geplanten Jahre. Der Auslobungsbetrag wird entkoppelt von anderen Vergütungsbestandteilen und individuell pro Vorstandsmitglied festgelegt. Im Geschäftsjahr 2012 wurden den Vorstandsmitgliedern die folgenden absoluten Nominalbeträge im Fall einer 100 %-Zielerreichung für die Teilnahme an der Tranche 2012 der Variable II zugesagt: T 143 scroll Tranche 2012 € Tranche 2011 € René Obermann 1 092 000 1 092 000 Reinhard Clemens 650 000 650 000 Niek Jan van Damme 550 000 550 000 Timotheus Höttges 650 000 650 000 Dr. Thomas Kremer 492 708 355 208 Claudia Nemat 675 000 548 438 Prof. Dr. Marion Schick 550 000 412 500 Angaben zum Share Matching Plan. Im Geschäftsjahr 2012 sind die Vorstandsmitglieder, für die das neue Vorstandsvergütungssystem gilt, wie oben beschrieben vertraglich dazu verpflichtet, ein Drittel der Variablen I in Aktien der Deutschen Telekom AG zu investieren. Die Deutsche Telekom AG wird für jede im Rahmen des oben beschriebenen Eigeninvestments des Vorstands erworbene Aktie eine zusätzliche Aktie gewähren (Share Matching Plan), die nach Ablauf der 4-jährigen Haltefrist dem Planberechtigten zugeteilt wird. So wird sichergestellt, dass frühestens nach Ablauf von vier Jahren eine Veräußerung der von Unternehmensseite gewährten Aktien möglich ist und nur der Verbleib im Unternehmen durch diesen Vergütungsbestandteil honoriert wird. In Anwendung der Vorschriften DRS 17 und IFRS 2 sind neben dem Gesamtaufwand aus aktienbasierter Vergütung aus Matching Shares im Geschäftsjahr 2012 und dem beizulegenden Zeitwert der Matching Shares zum Zeitpunkt der Gewährung auch die Anzahl der bestehenden Anrechte auf Matching Shares und deren Entwicklung im aktuellen Geschäftsjahr darzustellen. Der in TABELLE T 144 dargestellte beizulegende Zeitwert der Matching Shares zum Zeitpunkt der Gewährung stellt keinen Gehaltszufluss des Jahres 2012 für Vorstandsmitglieder dar. Es handelt sich hierbei um einen ermittelten kalkulatorischen Wert der Matching Shares-Anrechte, der nach einschlägigen Rechnungslegungsgrundsätzen ermittelt wurde. TABELLE T 144 basiert dabei auf einer erwarteten Zielerreichung für das Geschäftsjahr 2012 und damit einer geschätzten Höhe des vom jeweiligen Vorstand zu leistenden Eigeninvestments, welches Anrechte auf Matching Shares begründet. Die für das Geschäftsjahr 2012 finale Anzahl von Anrechten auf Matching Shares kann gegenüber den hier verwendeten geschätzten Werten höher oder niedriger ausfallen. Der in den Geschäftsjahren 2011 und 2012 gemäß IFRS 2 zu erfassende Gesamtaufwand aus aktienbasierter Vergütung für Matching Shares, mit dem das Unternehmen belastet wurde, ist in den letzten beiden Spalten von TABELLE T 144 enthalten. T 144 scroll Anzahl der seit 2010 insgesamt gewährten Anrechte auf Matching Shares zum Beginn des Geschäftsjahres Stück Anzahl der in 2012 neu gewährten Anrechte auf Matching Shares Stück Beizulegende Zeitwerte der Matching Shares zum Zeitpunkt der Gewährung € Kumulierter Gesamtaufwand aktienbasierte Vergütung im Jahr 2012 aus Matching Shares der Jahre 2010 bis 2012 € Kumulierter Gesamtaufwand aktienbasierte Vergütung im Jahr 2011 aus Matching Shares der Jahre 2010 und 2011 € René Obermann 143 454 40 945 266 961 258 458 202 898 Reinhard Clemens 68 259 24 372 158 905 129 381 105 101 Niek Jan van Damme 59 061 20 622 134 458 109 567 85 516 Timotheus Höttges 86 072 24 372 158 905 157 625 118 168 Dr. Thomas Kremer 0 13 606 74 698 8 753 0 Claudia Nemat 7 011 25 309 165 017 34 786 2 246 Prof. Dr. Marion Schick 0 20 622 134 458 20 249 0 Bis zum 31. Dezember 2012 hat die Deutsche Telekom insgesamt 232 169 Stück Aktien für Zwecke der Ausgabe von Matching Shares an Vorstandsmitglieder im Rahmen des Share Matching Plans erworben. Regelungen für den Fall der Beendigung der Vorstandstätigkeit. In Vorstandsverträgen, die seit dem Geschäftsjahr 2009 abgeschlossen worden sind bzw. durch Wechsel in das neue Vergütungssystem geändert wurden, ist für den Fall der vorzeitigen Beendigung ohne wichtigen Grund eine Ausgleichszahlung vorgesehen, deren Höhe entsprechend den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex auf maximal zwei Jahresvergütungen begrenzt ist (Abfindungs-Cap) und die nicht höher als die Vergütung für die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags sein darf. Die Vorstandsverträge der Deutschen Telekom AG enthalten keine Zusagen für Leistungen aus Anlass der Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels. Die Verträge der Vorstandsmitglieder sehen grundsätzlich ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot vor. Den Mitgliedern des Vorstands ist es danach vertraglich untersagt, während der Dauer von einem Jahr nach Ausscheiden Leistungen an oder für einen Wettbewerber zu erbringen. Hierfür erhalten sie als Karenzentschädigung entweder eine Zahlung in Höhe von 50 % des letzten festen Jahresgehalts und 50 % der letzten Variable I auf Basis einer Zielerreichung von 100 % oder 100 % des letzten festen Jahresgehalts. Betriebliche Altersversorgung. Betriebliche Altersversorgung (Altzusage). Die Mitglieder des Vorstands haben eine Zusage auf eine betriebliche Altersversorgung. Die betriebliche Altersversorgung steht in einem direkten Verhältnis zum individuellen Jahresgehalt. Die Vorstandsmitglieder erhalten im Versorgungsfall pro abgeleistetem Dienstjahr einen festgelegten Prozentsatz des letzten festen Jahresgehalts vor Eintritt des Versorgungsfalls als betriebliche Altersversorgung. Die Zusageform besteht in einem lebenslangen Ruhegeld ab Vollendung des 62. Lebensjahres bzw. einem vorgezogenen Ruhegeld mit Vollendung des 60. Lebensjahres. Für den Fall des vorgezogenen Ruhegelds werden jedoch entsprechende versicherungsmathematische Abschläge durchgeführt. Die Höhe des betrieblichen Ruhegelds berechnet sich durch Multiplikation eines Basisprozentsatzes von 5 % (6 % für René Obermann) mit der Anzahl der in Jahren abgeleisteten Vorstandsdienstzeiten. Nach zehn Jahren Dienstzeit wäre somit das maximale Versorgungsniveau von 50 % (60 % für René Obermann) der letzten fixen Jahresvergütung erreicht. Die zu leistenden Versorgungszahlungen werden jährlich dynamisiert. Dabei beträgt der verwendete Steigerungsprozentsatz 1 % (3 % für René Obermann). Darüber hinaus enthalten die Versorgungsvereinbarungen Regelungen zur Hinterbliebenenversorgung in Form von Witwen- und Waisenrentenansprüchen. Dabei kann der Anspruch auf Witwenrenten in speziell geregelten Sonderfällen ausgeschlossen sein. Anrechnungstatbestände sind in den Versorgungszusagen marktüblich geregelt. Im Fall einer dauernden Arbeitsunfähigkeit (Invalidität) wird jeweils die Dienstzeit bis zum Ende der laufenden Bestellperiode für die Berechnung der Versorgung zugrunde gelegt. Die Gesellschaft übernimmt für ein Vorstandsmitglied noch die Beiträge inkl. deren Versteuerung für eine Risikolebensversicherung mit marktüblicher Deckung (1,3 Mio. €). Die hieraus entstandenen Kosten werden im Rahmen der geldwerten Vorteile mit ausgewiesen. Betriebliche Altersversorgung (Neuzusage). Für alle Vorstandsmitglieder mit einer Neuzusage auf betriebliche Altersversorgung wird eine beitragsbasierte Zusage in Form eines Einmalkapitals im Versorgungsfall erteilt. Für jedes abgeleistete Dienstjahr wird dem Vorstandsmitglied ein Beitrag auf einem Versorgungskonto gutgeschrieben, welches mit einer marktüblichen Verzinsung hinterlegt ist. Die Zuführung des jährlichen Beitrags erfolgt nicht liquiditätswirksam. Der Liquiditätsabfluss entsteht erst mit Eintritt des Versorgungsfalls. Der Versorgungsfall tritt grundsätzlich mit dem vollendeten 62. Lebensjahr ein. Für vor dem 31. Dezember 2011 abgeschlossene Versorgungsvereinbarungen besteht die Möglichkeit, ein vorgezogenes Ruhegeld ab dem vollendeten 60. Lebensjahr gegen entsprechende versicherungsmathematische Abschläge zu beziehen. Die Höhe des jährlich bereitzustellenden Beitrags wird individualisiert und entkoppelt von anderen Vergütungsbestandteilen vorgenommen. Bei der exakten Festlegung des Beitrags erfolgt eine Orientierung an Unternehmen gleicher Größenordnung, die einen angemessenen Vergleichsmaßstab darstellen und die ebenfalls eine beitragsbasierte Zusage anbieten. Darüber hinaus enthalten die Versorgungsvereinbarungen Regelungen zur Hinterbliebenenversorgung in Form von Witwen- und Waisenansprüchen. Im Fall einer dauernden Arbeitsunfähigkeit (Invalidität) erwirbt der Berechtigte ebenfalls Anspruch auf das Versorgungsguthaben. In TABELLE T 145 sind der Dienstzeitaufwand und die Defined Benefit Obligation für jedes Vorstandsmitglied dargestellt: T 145 scroll Dienstzeitaufwand 2012 € Barwert der Pensionsverpflichtung (DBO) 31.12.2012 € Dienstzeitaufwand 2011 € Barwert der Pensionsverpflichtung (DBO) 31.12.2011 € René Obermann 633 893 10 310 353 696 460 5 456 843 Dr. Manfred Balz 211 611 0a 248 312 899 151 Reinhard Clemens 393 132 2 985 441 419 746 1 521 799 Niek Jan van Damme 248 106 1 260 019 250 568 726 336 Timotheus Höttges 306 848 2 924 289 337 339 1 475 193 Dr. Thomas Kremer 150 492 150 492 0 0 Claudia Nemat 191 850 349 412 47 633 47 633 Thomas Sattelberger 345 354 0a 373 834 5 259 298 Prof. Dr. Marion Schick 249 144 249 144 0 0 a Aufgrund des unterjährigen Ausscheidens von Dr. Manfred Balz und Thomas Sattelberger erfolgt der Ausweis der DBO-Werte zum 31. Dezember 2012 im Rahmen der Anhangangaben zu früheren und ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern. Im Rahmen der Regelungen der neuen betrieblichen Altersversorgung wurden Niek Jan van Damme 290 000 € als Beitrag dem Versorgungskonto gutgeschrieben, während der Beitrag für Dr. Manfred Balz 270 000 € jährlich beträgt. Dr. Thomas Kremer, Claudia Nemat und Prof. Dr. Marion Schick erhalten jeweils 250 000 € jährlich gutgeschrieben. Die Beiträge von Dr. Manfred Balz, Dr. Thomas Kremer und Prof. Dr. Marion Schick wurden in 2012 zeitanteilig gewährt. Der Anstieg der DBO-Werte in TABELLE T 145 resultiert im Wesentlichen aus der Absenkung des Rechnungszinssatzes um 2 Prozentpunkte. Der aus der betrieblichen Altersversorgung resultierende Pensionsaufwand wird durch die Angabe des Dienstzeitaufwands dargestellt. Die in 2012 vorgenommenen Zuführungen zu den Pensionsrückstellungen betrugen 3,3 Mio. € (2011: 3,1 Mio. €). In diesem Betrag sind Zinsaufwendungen in Höhe von 0,5 Mio. € (2011: 0,7 Mio. €) enthalten. Aktienoptionsplan. Bei der Deutschen Telekom werden keine Aktienoptionspläne mehr ausgegeben. Einzelne Vorstandsmitglieder hielten jedoch noch Aktienoptionen aus der Tranche 2002 des Aktienoptionsplans 2001. Die gewährten Aktienoptionen sind vollständig durch Auslaufen der Tranche 2002 am 12. Juli 2012 verfallen, ohne dass es zu Ausübungen von berechtigten Vorstandsmitgliedern gekommen wäre. Durch das Auslaufen der Tranche 2002 sind insgesamt 63 240 Aktienoptionen verfallen. Die verfallenen Aktienoptionen waren in Höhe von 28 830 Stück René Obermann zuzurechnen. 17 050 Stück verfallene Aktienoptionen entfielen auf Timotheus Höttges und 17 360 Stück auf Dr. Manfred Balz. Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2012. Unter Zugrundelegung der rechtlichen und sonstigen Vorgaben werden in TABELLE T 146, die Bezüge der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2012 mit insgesamt 15,0 Mio. € (2011: 13,6 Mio. €) ausgewiesen. Diese beinhalten für Vorstandsmitglieder, für die das neue Vorstandsvergütungssystem gilt, das feste Jahresgehalt sowie sonstige Leistungen, geldwerte Vorteile und Sachbezüge, die kurzfristige variable Vergütung (Variable I), vollständig erdiente Tranchen der langfristigen variablen Vergütung (Variable II) und den beizulegenden Zeitwert der Matching Shares. Dieser wurde auf Basis der zum Zeitpunkt der Gewährung geschätzten Höhe der Variablen I und einer daraus resultierenden Anzahl von Anrechten auf Matching Shares berechnet. Für Vorstandsmitglieder, für die das alte Vergütungssystem gilt, beinhaltet die Vorstandsvergütung das feste Jahresgehalt sowie sonstige Leistungen, geldwerte Vorteile und Sachbezüge und die variable kurzfristige Vergütung für das Geschäftsjahr 2012. Das feste Jahresgehalt und die sonstigen Bezüge sind vollständig erfolgsunabhängig. Gesamtbezüge. Die Vergütung des Vorstands ergibt sich im Einzelnen aus TABELLE T 146: T 146 scroll Erfolgsunabhängige Vergütung Erfolgsabhängige Vergütung Festes Jahresgehalt € Sonstige Bezüge € Kurzfristige variable Vergütung € Langfristige variable Erfolgsvergütung (Variable II) € Langfristige variable Erfolgsvergütung (beizulegender Zeitwert Matching Shares) € Gesamt- vergütung € René Obermann 2012 1 450 000 51 711 1 299 480 709 800 266 961 3 777 952 2011 1 450 000 28 683 1 471 250 585 000 315 958 3 850 891 Dr. Manfred Balz 2012 333 333 6 342 147 000 - - 486 675 (bis 31. Mai 2012) 2011 800 000 16 102 355 700 - 10 190 1 181 992 Reinhard Clemens 2012 840 000 22 596 688 350 422 500 158 905 2 132 351 2011 840 000 26 800 628 550 327 600 164 298 1 987 248 Niek Jan van Damme 2012 700 000 26 023 716 100 357 500 134 458 1 934 081 2011 700 000 20 125 527 450 230 100 139 021 1 616 696 Timotheus Höttges 2012 900 000 22 415 762 450 422 500 158 905 2 266 270 2011 900 000 21 214 870 250 351 000 189 575 2 332 039 Dr. Thomas Kremer 2012 408 333 28 996 351 954 - 74 698 863 981 (seit 1. Juni 2012) 2011 - - - - - - Claudia Nemat 2012 900 000 54 749 750 600 - 165 017 1 870 366 2011 225 000 10 900 166 219 - 42 654 444 773 Thomas Sattelberger 2012 270 968 1 600 343 487 - - 616 055 (bis 2. Mai 2012) 2011 800 000 4 762 941 417 - 15 902 1 762 081 Prof. Dr. Marion Schick 2012 462 903 17 969 397 664 - 134 458 1 012 994 (seit 3. Mai 2012) 2011 - - - - - - 2012 6 265 537 232 401 5 457 085 1 912 300 1 093 402 14 960 725 2011a 5 715 000 128 586 4 960 836 1 493 700b 877 598 13 175 720 a Bezüge von Vorständen, die im Verlauf des Jahres 2011 das Unternehmen verlassen haben, sind in der TABELLE nicht mehr enthalten. b Die Abweichungen gegenüber den Vorjahreswerten resultieren aus Bezügen nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 3 HGB in Höhe von 1,5 Mio. €, die im Geschäftsjahr 2012 gewährt worden sind, aber das Geschäftsjahr 2011 betreffen. Für die in der Spalte langfristige variable Erfolgsvergütung (Variable II) ausgewiesenen Beträge wurde den berechtigten Vorstandsmitgliedern im Geschäftsjahr 2010 eine entsprechende Zusage erteilt. Im Rahmen der mit Dr. Manfred Balz mit Wirkung zum 31. Mai 2012 abgeschlossenen Aufhebungsvereinbarung wurde vereinbart, dass er nach erfolgter Niederlegung seines Vorstandsmandats noch bis zum 21. Oktober 2012 für Sonderprojekte zur Verfügung steht und so lange seine feste monatliche Grundvergütung weiter erhält. Für den Zeitraum bis zum 31. Mai 2012 hat Dr. Manfred Balz Anspruch auf seine kurzfristige variable Erfolgsvergütung. Seine bis zum Beendigungszeitpunkt erworbenen Ansprüche aus der Teilnahme an den MTIP-Tranchen 2010 und 2011 bleiben zeitanteilig aufrechterhalten. Beginnend ab dem 1. November 2012 erfolgt die Auszahlung von Versorgungsleistungen, die während seiner Beschäftigung bei der Deutschen Telekom AG erworben wurden und in den Angaben zu früheren und ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern enthalten sind. Das Vorstandsmandat von Thomas Sattelberger ist mit Ablauf des 2. Mai 2012 turnusmäßig ausgelaufen. Für den Zeitraum bis zum 2. Mai 2012 besteht ein zeitanteiliger Anspruch auf kurzfristige variable Erfolgsvergütung. Seine bis zum Beendigungszeitpunkt erworbenen Ansprüche aus der Teilnahme an den MTIP-Tranchen 2010 und 2011 bleiben zeitanteilig aufrechterhalten. Seit Juni 2012 erhält Thomas Sattelberger monatliche Ruhegeldzahlungen aus seiner Vorstandsversorgungszusage, die in den Angaben zu früheren und ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern enthalten sind. Kein Mitglied des Vorstands hat im abgelaufenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine oder ihre Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten. Frühere und im Geschäftsjahr ausgeschiedene Mitglieder des Vorstands. Für Leistungen und Ansprüche früherer und während des Geschäftsjahres ausgeschiedener Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene sind 7,2 Mio. € (2011: 5,0 Mio. €) als Gesamtbezüge gewährt. Für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen wurden für diesen Personenkreis sowie deren Hinterbliebene 142,5 Mio. € (31. Dezember 2011: 100,6 Mio. €) als Rückstellungen (Bewertung nach IAS 19) passiviert. Sonstiges. Die Gesellschaft hat keine Vorschüsse und Kredite an Vorstandsmitglieder bzw. ehemalige Vorstandsmitglieder gewährt. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises eingegangen. Vergütung des Aufsichtsrats. Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wird in § 13 der Satzung der Deutschen Telekom AG geregelt. Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste jährliche Vergütung, die 40 000,00 € beträgt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats können bei entsprechender Entwicklung des Konzernüberschusses je Stückaktie eine variable erfolgsorientierte Vergütung erhalten. Diese erfolgsorientierte jährliche Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung beträgt 1 000,00 € für jeweils 0,02 €, um die der Konzernüberschuss pro Stückaktie des zweiten, dem jeweiligen Geschäftsjahr nachfolgenden Geschäftsjahres (Referenzjahr), den Konzernüberschuss pro Stückaktie des dem jeweiligen Geschäftsjahr vorangegangenen Geschäftsjahres übersteigt. Die erfolgsorientierte jährliche Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung beträgt jedoch höchstens 40 000,00 €. Die variable Vergütung 2012 wird mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung 2015 fällig, wenn die Bedingungen zu ihrer Gewährung eingetreten sind. Da die Bedingungen für den Eintritt der erfolgsabhängigen variablen Vergütung zum 31. Dezember 2012 nicht erfüllt wurden, kommt es zu keiner Auszahlung der erfolgsorientierten Vergütung 2010. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das 2-Fache, der stellvertretende Vorsitzende das 1,5-Fache der Vergütung eines einfachen Aufsichtsratsmitglieds. Die gesamte Vergütung erhöht sich außerdem für jede Mitgliedschaft in einem Aufsichtsratsausschuss (außer Vermittlungsausschuss sowie Nominierungsausschuss) jeweils um das 0,5-Fache, im Fall des Prüfungsausschusses um das 1,0-Fache, und für jeden Vorsitz in einem Aufsichtsratsausschuss zusätzlich jeweils um das 0,5-Fache. Aufsichtsratsmitglieder, die nicht während des ganzen Geschäftsjahres im Amt waren, erhalten für jeden angefangenen Monat ihrer Tätigkeit ein Zwölftel der Vergütung. Dies gilt sowohl für die feste jährliche Vergütung als auch für die jährliche Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jede Sitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, an der sie teilgenommen haben, ein Sitzungsgeld von 1 000,00 €. Die auf die Vergütung und Auslagen zu zahlende Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet. Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für 2012 beträgt 2 017 266,67 € (zuzüglich Umsatzsteuer). Kredite wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats nicht gewährt. Die Aufsichtsratsvergütung 2012 verteilt sich auf die einzelnen Mitglieder wie folgt: T 147 scroll Aufsichtsratsmitglied Fixvergütung € Sitzungsgeld € Gesamtsumme € Baldauf, Sari (seit 1. November 2012) 6 666,67 - 6 666,67 Becker, Hermann Josef 100 000,00 21 000,00 121 000,00 Dr. Bernotat, Wulf 83 333,33 16 000,00 99 333,33 Dr. Beus, Hans Bernharda 60 000,00 15 000,00 75 000,00 Brandl, Monika 80 000,00 14 000,00 94 000,00 Bury, Hans Martin (bis 31. Oktober 2012) 66 666,67 11 000,00 77 666,67 Dr. von Grünberg, Hubertus 80 000,00 10 000,00 90 000,00 Guffey, Lawrence H. 80 000,00 13 000,00 93 000,00 Hanas, Klaus-Dieter (seit 1. Juni 2012) 23 333,33 4 000,00 27 333,33 Hauke, Sylviab 40 000,00 8 000,00 48 000,00 Hocker, Ulrich (bis 24. Mai 2012) 25 000,00 4 000,00 29 000,00 Holzwarth, Lotharc 83 200,00 18 000,00 101 200,00 Kallmeier, Hans-Jürgend 100 000,00 17 000,00 117 000,00 Kollmann, Dagmar P. (seit 24. Mai 2012) 45 000,00 6 000,00 51 000,00 Prof. Dr. Lehner, Ulrich (Vorsitzender) 206 800,00 26 000,00 232 800,00 Litzenberger, Waltraud 123 200,00 24 000,00 147 200,00 Löffler, Michael (bis 31. Mai 2012) 16 666,67 4 000,00 20 666,67 Prof. Dr. Middelmann, Ulrich 103 200,00 18 000,00 121 200,00 Schröder, Lothar (stellv. Vorsitzender)e 163 200,00 25 000,00 188 200,00 Dr. Schröder, Ulrich 60 000,00 12 000,00 72 000,00 Sommer, Michael 40 000,00 7 000,00 47 000,00 Spoo, Sibylle 40 000,00 8 000,00 48 000,00 Dr. h.c. Walter, Bernhard 100 000,00 10 000,00 110 000,00 1 726 266,67 291 000,00 2 017 266,67 a Zuzüglich einer Nachzahlung für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von 1 666,67 € aufgrund einer Korrektur. b Neben der Vergütung für ihre Tätigkeit im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG erhielt Sylvia Hauke für das Geschäftsjahr 2012 eine weitere Vergütung in Höhe von 13 500,00 € (Aufsichtsratsmandat bei der Telekom Deutschland GmbH). c Neben der Vergütung für seine Tätigkeit im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG erhielt Lothar Holzwarth für das Geschäftsjahr 2012 eine weitere Vergütung in Höhe von 16 500,00 € (Aufsichtsratsmandat bei der Telekom Deutschland GmbH). d Neben der Vergütung für seine Tätigkeit im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG erhielt Hans-Jürgen Kallmeier für das Geschäftsjahr 2012 eine weitere Vergütung in Höhe von 10 000,00 € (Aufsichtsratsmandat bei der T-Systems International GmbH). e Neben der Vergütung für seine Tätigkeit im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG erhielt Lothar Schröder für das Geschäftsjahr 2012 weitere Vergütungen in Höhe von 37 500,00 € (Aufsichtsratsmandat bei der Telekom Deutschland GmbH: 22 500,00 €; Vorsitzender des Datenschutzbeirats: 15 000,00 €). 41 ERKLÄRUNG GEMÄSS § 161 AktG ZUM DEUTSCHEN CORPORATE GOVERNANCE KODEX. Vorstand und Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG haben die nach § 161 des AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären auf der Internet-Seite der Deutschen Telekom AG zugänglich gemacht. Der vollständige Wortlaut der Entsprechenserklärung ist über die Internet-Seite der Deutschen Telekom (WWW.TELEKOM.COM) im Bereich "Investor Relations" unter der Rubrik "Corporate Governance" zugänglich. 42 EREIGENISSE NACH DER BERICHTSPERIODE. Emission Euro-Anleihe. Die Deutsche Telekom AG hat am 10. Januar 2013 eine Anleihe im Volumen von 2 Mrd. € über die niederländische Finanzierungstochter Deutsche Telekom International Finance B.V. begeben. Die Anleihe umfasst zwei Tranchen: eine 8-jährige Tranche mit einem Volumen von 1,25 Mrd. € und einem Kupon von 2,125 % sowie eine 15-jährige Tranche im Volumen von 750 Mio. € und einem Kupon von 3,25 %. Die Emission ist Teil der allgemeinen Unternehmensfinanzierung. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten werden dadurch nicht erhöht. Die Anleihe wird ab dem Begebungstag in den langfristigen finanziellen Verpflichtungen ausgewiesen. Erweiterung des Vorruhestands für 2013 beschlossen. Der Vorstand der Deutschen Telekom hat im Januar 2013 eine Erweiterung der Vorruhestandsregelungen für die Beamten für das Jahr 2013 beschlossen. Der Aufwand dafür wird im Jahr 2013 0,6 Mrd. € betragen. Aktienrückkauf im Januar 2013 im Zusammenhang mit dem Share Matching Plan. Die Deutsche Telekom AG hat das vom Vorstand am 18. Dezember 2012 beschlossene Aktienrückkaufprogramm am 16. Januar 2013 abgeschlossen. Im Zeitraum 2. bis 16. Januar 2013 wurden insgesamt 268 295 Aktien mit einem Gesamterwerbsvolumen von insgesamt 2,4 Mio. € im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms der Deutschen Telekom AG erworben (durchschnittlicher Kaufpreis pro Aktie: 8,92 €); damit wurde der Rückkauf eigener Aktien abgeschlossen. Als Folge daraus wurden eigene Anteile von 0,7 Mio. € offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt (rechnerischer Wert pro Aktie: 2,56 €) und die Gewinnrücklagen des Konzerns um rund 1,7 Mio. € verringert. Der Aktienrückkauf erfolgte im Rahmen des Vergütungssystems der Deutschen Telekom zur Bedienung des sog. "Share Matching Plans". Personalumbau Deutschland. Die Geschäftsführung der Telekom Deutschland GmbH hat im Januar 2013 beschlossen, in 2013 für Beschäftigte mit Steuerungs- und Querschnittsfunktionen im operativen Segment Deutschland ein spezielles bis 30. Juni 2013 befristetes Abfindungsprogramm anzubieten. Ebenso wird die Deutsche Telekom gerade auch in diesen Bereichen den Vorruhestand für Beamte anbieten. Dieser graduelle Abbau ermöglicht der Telekom Deutschland einen verantwortungsvollen und sozialverträglichen Personalumbau. Die Deutsche Telekom erwartet damit einen signifikanten Beitrag zur Reduktion der Personalkosten. OTE - Emission Anleihe. Die OTE S.A. hat am 30. Januar 2013 eine Anleihe im Volumen von 0,7 Mrd. € mit 5-jähriger Laufzeit und einem Kupon von 7,875 % über ihre englische Finanzierungstochter OTE PLC begeben. Die Emission ist Teil der allgemeinen Unternehmensfinanzierung. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten werden dadurch nicht erhöht. Die Anleihe wird am Begebungstag in den langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Anleihe ist bei Investoren auf großes Interesse gestoßen und zeigt das Vertrauen der Märkte in die Strategie der OTE. Zudem ist die erfolgreiche Emission ein positives Signal für den Zugang griechischer Unternehmen zu den globalen Finanzmärkten. Verkauf von Hellas Sat. Am 7. Februar 2013 hat die zum operativen Segment Europa gehörende OTE einen Vertrag über den Verkauf der Anteile an Hellas Sat für 0,2 Mrd. € abgeschlossen. Der Verkauf wird voraussichtlich in der ersten Hälfte 2013 abgeschlossen. Der Erlös aus dem Verkauf und die Auswirkung auf den Konzernüberschuss werden voraussichtlich nicht wesentlich sein. Klagen wegen Entgelten für Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen. Erläuterungen zu dem Verfahren finden sich in ANGABE 33 "EVENTUALVERBINDLICHKEITEN UND -FORDERUNGEN". 43 HONORARE UND DIENSTLEISTUNGEN DES ABSCHLUSSPRÜFERS GEMÄSS § 314 HGB. Das für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr 2012 als Aufwand erfasste Honorar gliedert sich wie folgt: T 148 PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. scroll 2012 Mio. € Abschlussprüfungsleistungen 5 Andere Bestätigungsleistungen 19 Steuerberatungsleistungen 0 Sonstige Leistungen 2 26 Unter den Honoraren für Abschlussprüfungsleistungen werden insbesondere Honorare für die gesetzliche Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses ausgewiesen sowie Honorare für weitere Prüfungsleistungen. Bei den Honoraren für andere Bestätigungsleistungen handelt es sich v. a. um Entgelte für die prüferische Durchsicht der Zwischenabschlüsse sowie die prüferische Begleitung im Rahmen der Dokumentation des internen Kontrollsystems für die Finanzberichterstattung. Honorare für Steuerberatungsleistungen beinhalten im Wesentlichen erbrachte Steuerberatungsleistungen im Zusammenhang mit laufenden und geplanten Transaktionen. Die sonstigen Leistungen umfassen überwiegend Leistungen im Zusammenhang mit der Erfüllung von Anforderungen, die von der Bundesnetzagentur und anderen Behörden an die Gesellschaft gestellt werden. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER. Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Deutschen Telekom AG zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind. Bonn, den 12. Februar 2013 Deutsche Telekom AG Der Vorstand René Obermann Reinhard Clemens Niek Jan van Damme Timotheus Höttges Dr. Thomas Kremer Claudia Nemat Prof. Dr. Marion Schick BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS. An die Deutsche Telekom AG, Bonn. Vermerk zum Konzernabschluss. Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der Deutschen Telekom AG und ihrer Tochtergesellschaften - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Konzerngesamtergebnisrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, Konzernkapitalflussrechnung und Konzernanhang - für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Verantwortung des Vorstands für den Konzernabschluss. Der Vorstand der Deutschen Telekom AG ist verantwortlich für die Aufstellung dieses Konzernabschlusses. Diese Verantwortung umfasst, dass dieser Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellt wird und unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Der Vorstand ist auch verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig erachtet, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Verantwortung des Abschlussprüfers. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage unserer Prüfung ein Urteil zu diesem Konzernabschluss abzugeben. Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) durchgeführt. Danach haben wir die Berufspflichten einzuhalten und die Abschlussprüfung so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen falschen Darstellungen ist. Eine Abschlussprüfung umfasst die Durchführung von Prüfungshandlungen, um Prüfungsnachweise für die im Konzernabschluss enthaltenen Wertansätze und sonstigen Angaben zu erlangen. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers. Dies schließt die Beurteilung der Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss ein. Bei der Beurteilung dieser Risiken berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, das relevant ist für die Aufstellung eines Konzernabschlusses, der ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt. Ziel hierbei ist es, Prüfungshandlungen zu planen und durchzuführen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Eine Abschlussprüfung umfasst auch die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Rechnungslegungsmethoden und der Vertretbarkeit der von dem Vorstand ermittelten geschätzten Werte in der Rechnungslegung sowie die Beurteilung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Prüfungsurteil. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des Konzernabschlusses zu keinen Einwendungen geführt hat. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2012 sowie der Ertragslage für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr. Vermerk zum Konzernlagebericht. Wir haben den beigefügten Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Deutschen Telekom AG zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 geprüft. Der Vorstand der Deutschen Telekom AG ist verantwortlich für die Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts in Übereinstimmung mit den nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften. Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 2 HGB und unter Beachtung der für die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Danach ist die Prüfung des zusammengefassten Lageberichts so zu planen und durchzuführen, dass hinreichende Sicherheit darüber erlangt wird, ob der zusammengefasste Lagebericht mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Abschlussprüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung des zusammengefassten Lageberichts zu keinen Einwendungen geführt hat. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung des Konzernabschlusses und zusammengefassten Lageberichts gewonnenen Erkenntnisse steht der zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Frankfurt am Main, den 12. Februar 2013 PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Harald Kayser, Wirtschaftsprüfer Thomas Tandetzki, Wirtschaftsprüfer Aufstellung des Anteilsbesitzes gem. §313 Abs. 2 HGB zum Konzernabschluss zum 31.12.2012 der Deutsche Telekom AG scroll Lfd.Nr. Ges.Nr. Name und Sitz der Gesellschaft über indirekt direkt 1. Vollkonsolidierte Tochterunternehmen 1. 0792K Accumio Finance Services GmbH, Heidelberg 1.110. 100,00% 2. 1577K Albanian Mobile Communications Sh.A., Tirana 1.16. 14,76% 2. 1577K Albanian Mobile Communications Sh.A., Tirana 1.24. 85,00% 3. 1102K Atrada Trading Network AG, Nürnberg 100,00% 4. 1152K AutoScout24 AS GmbH, Wien 1.8. 100,00% 5. 1146K AutoScout24 Belgium S.A., Brüssel 1.8. 100,00% 6. 1144K AutoScout24 España S.A., Madrid 1.8. 100,00% 7. 1151K AutoScout24 France SAS, Boulogne Billincourt 1.8. 100,00% 8. 1143K AutoScout24 GmbH, München 1.114. 100,00% 9. 1148K AutoScout24 Italia S.R.L., Padua 1.8. 100,00% 10. 1150K AutoScout24 Nederland B.V., Amsterdam 1.8. 100,00% 11. 0083K BERCOS Gesellschaft für Kommunikationstechniken mbH, Bonn 1.41. 100,00% 12. 0295K Budakalász KTV Kft., Budakalàsz 1.80. 100,00% 13. 1407K CBS GmbH, Köln 1.17. 100,00% 14. 0191K CMobil B.V., Amsterdam 1.139. 100,00% 15. 1420K COMBIS, usluge integracija informatičkih tehnologija, d.o.o., Zagreb 1.67. 100,00% 16. 1560K COSMOTE Mobile Telecommunications S.A., Maroussi, Athens 1.66. 100,00% 17. 1168K ClickandBuy Holding GmbH, Darmstadt 100,00% 18. 1406K ClickandBuy International Limited, London 1.17. 100,00% 19. 1315K Combridge S.R.L., Bukarest 1.80. 100,00% 20. 0955K Cook Inlet/VS GSM IV PCS Holdings, LLC, Bellevue 1.164. 1,00% 20. 0955K Cook Inlet/VS GSM IV PCS Holdings, LLC, Bellevue 1.136. 99,00% 21. 0946K Cook Inlet/VS GSM VII PCS Holding, LLC, Bellevue 1.146. 79,80% 22. 0932K Cook Inlet/VS GSM VII PCS L.L.C., Bellevue 1.21. 100,00% 23. 1574K Cosmo Bulgaria Mobile EAD, Sofia 1.16. 100,00% 24. 1576K Cosmo Holding Albania Societe Anonyme, Maroussi, Athens 1.16. 97,00% 25. 1561K Cosmoholding Cyprus Limited, Limassol 1.16. 100,00% 26. 1591K Cosmoholding Romania Ltd, Limassol 1.16. 100,00% 27. 1573K Cosmote Romanian Mobile Telecommunications S.A., Bukarest 1.16. 70,00% 27. 1573K Cosmote Romanian Mobile Telecommunications S.A., Bukarest 1.111. 30,00% 28. 1384K Crnogorski Telekom a.d. Podgorica, Podgorica 1.80. 76,53% 29. 1397K Cronon AG, Berlin 1.113. 100,00% 30. 1426K DATEN-KONTOR Számitástechnikai Fejlesztö és Szolgáltató Kft., Budapest 1.80. 100,00% 31. 0716K DFMG Deutsche Funkturm GmbH, Münster 1.209. 16,67% 31. 0716K DFMG Deutsche Funkturm GmbH, Münster 1.32. 83,33% 32. 0359K DFMG Holding GmbH, Bonn 100,00% 33. 1510K DIERGASIA Interim Employment S.A., Athen 1.97. 100,00% 34. 2641K Data Migration Consulting AG, Kreuzlingen 1.196. 100,00% 35. 0668K DeTeAssekuranz - Deutsche Telekom Assekuranz-Vermittlungsgesellschaft mbH, Monheim 100,00% 36. 0145K DeTeFleetServices GmbH, Bonn 100,00% 37. 0007K DeTeMedien, Deutsche Telekom Medien GmbH, Frankfurt/Main 100,00% 38. 1713K Detecon (Schweiz) AG, Zürich 1.41. 100,00% 39. 2589K Detecon Asia-Pacific Ltd., Bangkok 1.41. 100,00% 40. 2642K Detecon Consulting FZ-LLC, Dubai 1.41. 100,00% 41. 0054K Detecon International GmbH, Köln 1.181. 100,00% 42. 0143K Detecon, Inc., Wilmington, DE 1.41. 100,00% 43. 0471K Deutsche Telekom (UK) Limited, Hatfield 100,00% 44. 0694K Deutsche Telekom Accounting GmbH, Bonn 100,00% 45. 0280K Deutsche Telekom BK-Holding GmbH, Bonn 100,00% 46. 1359K Deutsche Telekom Glasfaser Service GmbH, Bonn 1.209. 100,00% 47. 0154K Deutsche Telekom International Finance B.V., Amsterdam 100,00% 48. 1342K Deutsche Telekom Kundenservice GmbH, Bonn 1.209. 100,00% 49. 1391K Deutsche Telekom Shared Services s.r.o., Bratislava 2.71. 0,01% 49. 1391K Deutsche Telekom Shared Services s.r.o., Bratislava 1.44. 99,99% 50. 1341K Deutsche Telekom Technik GmbH, Bonn 1.209. 100,00% 51. 1340K Deutsche Telekom Technischer Service GmbH, Bonn 1.209. 100,00% 52. 1750K Deutsche Telekom Training GmbH, Bonn 100,00% 53. 1374K Deutsche Telekom Venture Funds GmbH, Bonn 100,00% 54. 1592K E-Value Collection Ltd., Agios Stefanos 1.55. 100,00% 55. 1565K E-Value Societe Anonyme of Direct Marketing and Customer Support Services, Agios Stefanos 1.61. 100,00% 56. 0764K Erste DFMG Deutsche Funkturm Vermögens-GmbH , Heusenstamm 100,00% 57. 1138K FMPP Verwaltungsgesellschaft mbH, München 1.114. 100,00% 58. 1155K FriendScout24 GmbH, München 1.114. 100,00% 59. 0005K GMG Generalmietgesellschaft mbH, Bonn 100,00% 60. 0811K GSV LLC, Bellevue 1.164. 100,00% 61. 1563K Germanos Societe Anonyme Instrustrial & Commercial Company of Electronic Telecommunicationmaterial & Services, Agios Stefanos 1.25. 100,00% 62. 1564K Germanos Telecom Bulgaria AD, Sofia 1.61. 100,00% 63. 1570K Germanos Telecom Romania S.A., Ilfov County, Voluntari town 1.61. 99,99% 64. 1504K HELLAS-SAT Consortium Ltd., Nicosia 1.66. 99,05% 65. 1505K HELLAS-SAT S.A. Satellite System Services & Communications, Maroussi, Athens 1.64. 99,99% 65. 1505K HELLAS-SAT S.A. Satellite System Services & Communications, Maroussi, Athens 1.93. 0,01% 66. 1500K Hellenic Telecommunications Organization S.A. ( OTE ), Athen 40,00% 67. 0381K Hrvatski Telekom d.d., Zagreb 51,00% 68. 0085K I.T.E.N.O.S. International Telecom Network Operation Services GmbH, Bonn 1.181. 100,00% 69. 2613K IT Services Hungary Szolgáltató Kft., Budapest 1.181. 100,00% 70. 1159K Immobilien Scout GmbH, Berlin 1.115. 60,10% 70. 1159K Immobilien Scout GmbH, Berlin 1.114. 39,90% 71. 9924K Infovan (Proprietary) Limited, Midrand 1.200. 100,00% 72. 1128K Interactive Media CCSP GmbH, Darmstadt 100,00% 73. 1394K International System House Kereskedelmi és Szoftverfejlesztö Kft., Budapest 1.80. 100,00% 74. 0197K Investel Magyar Távközlési Befektetési ZRt., Budapest 1.80. 100,00% 75. 1351K Iskon Internet d.d., Zagreb 1.67. 100,00% 76. 1135K JobScout24 International Holding AG, Baar 1.114. 100,00% 77. 0352K KIBU Innováció Nonprofit Kft., Budapest 1.80. 99,20% 77. 0352K KIBU Innováció Nonprofit Kft., Budapest 1.74. 0,80% 78. 0765K Kabelsko distributivni sustav d.o.o., Cakovec 1.67. 100,00% 79. 1443K M-Kábel Távközlési Kft., Csorna 1.223. 100,00% 80. 0092K Magyar Telekom Távközlési Nyilvánosan Müködö Részvénytársaság (Magyar Telekom Telecommunications Public Limited Company), Budapest 1.81. 59,23% 81. 0160K MagyarCom Holding GmbH, Bonn 100,00% 82. 1383K Makedonski Telekom A.D. Skopje, Skopje 1.123. 56,67% 83. 1312K Mindentudás Egyeteme Tudományos Közhasznú Nonprofit Kft. i.l., Budapest 1.80. 60,00% 84. 1562K Mobilbeeep Telecommunications One Person Limited Liability, Maroussi, Athens 1.25. 100,00% 85. 1421K Modultechnika Kereskedelmi és Szolgáltató Kft, Budapest 1.80. 100,00% 86. 1526K NextGen Communications SRL, Bukarest 1.111. 100,00% 87. 1322K Novatel EOOD , Sofia 1.80. 100,00% 88. 1336K Novatel Ukraine Ltd. i.L., Kiew 1.80. 99,94% 88. 1336K Novatel Ukraine Ltd. i.L., Kiew 1.74. 0,06% 89. 0323K ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Bonn 1.41. 100,00% scroll Lfd.Nr. Ges.Nr. Name und Sitz der Gesellschaft Gesamtnominalwert Währung Bemerkung 1. Vollkonsolidierte Tochterunternehmen 1. 0792K Accumio Finance Services GmbH, Heidelberg 2.001.000,00 EUR 1) 2. 1577K Albanian Mobile Communications Sh.A., Tirana 813.821.915,79 ALL 2. 1577K Albanian Mobile Communications Sh.A., Tirana 813.821.915,79 ALL 3. 1102K Atrada Trading Network AG, Nürnberg 146.302,09 EUR 4. 1152K AutoScout24 AS GmbH, Wien 35.000,00 EUR 5. 1146K AutoScout24 Belgium S.A., Brüssel 62.000,00 EUR 6. 1144K AutoScout24 España S.A., Madrid 153.388,00 EUR 7. 1151K AutoScout24 France SAS, Boulogne Billincourt 95.280,00 EUR 8. 1143K AutoScout24 GmbH, München 1.269.950,00 EUR 1) 9. 1148K AutoScout24 Italia S.R.L., Padua 97.000,00 EUR 10. 1150K AutoScout24 Nederland B.V., Amsterdam 36.400,00 EUR 11. 0083K BERCOS Gesellschaft für Kommunikationstechniken mbH, Bonn 400.000,00 DEM 12. 0295K Budakalász KTV Kft., Budakalàsz 70.000.000,00 HUF 13. 1407K CBS GmbH, Köln 838.710,00 EUR 1) 14. 0191K CMobil B.V., Amsterdam 30.403,27 EUR 15. 1420K COMBIS, usluge integracija informatičkih tehnologija, d.o.o., Zagreb 3.703.600,00 HRK 16. 1560K COSMOTE Mobile Telecommunications S.A., Maroussi, Athens 157.899.931,00 EUR 17. 1168K ClickandBuy Holding GmbH, Darmstadt 25.000,00 EUR 1) 18. 1406K ClickandBuy International Limited, London 1.301.006,00 GBP 19. 1315K Combridge S.R.L., Bukarest 29.801.490,00 RON 20. 0955K Cook Inlet/VS GSM IV PCS Holdings, LLC, Bellevue 1,00 USD 20. 0955K Cook Inlet/VS GSM IV PCS Holdings, LLC, Bellevue 1,00 USD 21. 0946K Cook Inlet/VS GSM VII PCS Holding, LLC, Bellevue 1,00 USD 22. 0932K Cook Inlet/VS GSM VII PCS L.L.C., Bellevue 1,00 USD 23. 1574K Cosmo Bulgaria Mobile EAD, Sofia 490.664.220,00 BGN 24. 1576K Cosmo Holding Albania Societe Anonyme, Maroussi, Athens 64.722.000,00 EUR 25. 1561K Cosmoholding Cyprus Limited, Limassol 190.000,00 EUR 26. 1591K Cosmoholding Romania Ltd, Limassol 30.000,00 EUR 27. 1573K Cosmote Romanian Mobile Telecommunications S.A., Bukarest 1.593.747.500,00 RON 27. 1573K Cosmote Romanian Mobile Telecommunications S.A., Bukarest 1.593.747.500,00 RON 28. 1384K Crnogorski Telekom a.d. Podgorica, Podgorica 140.996.394,00 EUR 29. 1397K Cronon AG, Berlin 51.129,19 EUR 1) 30. 1426K DATEN-KONTOR Számitástechnikai Fejlesztö és Szolgáltató Kft., Budapest 200.000.000,00 HUF 31. 0716K DFMG Deutsche Funkturm GmbH, Münster 30.000,00 EUR 1) 31. 0716K DFMG Deutsche Funkturm GmbH, Münster 30.000,00 EUR 1) 32. 0359K DFMG Holding GmbH, Bonn 26.000,00 EUR 1) 33. 1510K DIERGASIA Interim Employment S.A., Athen 180.000,00 EUR 34. 2641K Data Migration Consulting AG, Kreuzlingen 100.000,00 CHF 35. 0668K DeTeAssekuranz - Deutsche Telekom Assekuranz-Vermittlungsgesellschaft mbH, Monheim 1.000.000,00 EUR 1) 36. 0145K DeTeFleetServices GmbH, Bonn 5.000.000,00 EUR 1) 37. 0007K DeTeMedien, Deutsche Telekom Medien GmbH, Frankfurt/Main 23.008.134,65 EUR 1) 38. 1713K Detecon (Schweiz) AG, Zürich 1.000.000,00 CHF 39. 2589K Detecon Asia-Pacific Ltd., Bangkok 49.000.000,00 THB 40. 2642K Detecon Consulting FZ-LLC, Dubai 500.000,00 AED 41. 0054K Detecon International GmbH, Köln 19.430.100,00 EUR 42. 0143K Detecon, Inc., Wilmington, DE 1.872.850,30 USD 43. 0471K Deutsche Telekom (UK) Limited, Hatfield 30.100.000,00 GBP 44. 0694K Deutsche Telekom Accounting GmbH, Bonn 100.000,00 EUR 1) 45. 0280K Deutsche Telekom BK-Holding GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 1) 46. 1359K Deutsche Telekom Glasfaser Service GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 1) 47. 0154K Deutsche Telekom International Finance B.V., Amsterdam 453.780,22 EUR 48. 1342K Deutsche Telekom Kundenservice GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 1) 49. 1391K Deutsche Telekom Shared Services s.r.o., Bratislava 6.520.000,00 EUR 49. 1391K Deutsche Telekom Shared Services s.r.o., Bratislava 6.520.000,00 EUR 50. 1341K Deutsche Telekom Technik GmbH, Bonn 27.000,00 EUR 1) 51. 1340K Deutsche Telekom Technischer Service GmbH, Bonn 27.000,00 EUR 1) 52. 1750K Deutsche Telekom Training GmbH, Bonn 102.300,00 EUR 1) 53. 1374K Deutsche Telekom Venture Funds GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 1) 54. 1592K E-Value Collection Ltd., Agios Stefanos 350.010,00 EUR 55. 1565K E-Value Societe Anonyme of Direct Marketing and Customer Support Services, Agios Stefanos 5.105.062,06 EUR 56. 0764K Erste DFMG Deutsche Funkturm Vermögens-GmbH , Heusenstamm 100.000,00 EUR 1) 57. 1138K FMPP Verwaltungsgesellschaft mbH, München 728.823,00 EUR 1) 58. 1155K FriendScout24 GmbH, München 1.500.000,00 EUR 1) 59. 0005K GMG Generalmietgesellschaft mbH, Bonn 51.130.000,00 EUR 1) 60. 0811K GSV LLC, Bellevue 0,10 USD 61. 1563K Germanos Societe Anonyme Instrustrial & Commercial Company of Electronic Telecommunicationmaterial & Services, Agios Stefanos 29.600.892,00 EUR 62. 1564K Germanos Telecom Bulgaria AD, Sofia 5.400.000,00 BGN 63. 1570K Germanos Telecom Romania S.A., Ilfov County, Voluntari town 77.100.310,00 RON 64. 1504K HELLAS-SAT Consortium Ltd., Nicosia 191.235.884,00 EUR 65. 1505K HELLAS-SAT S.A. Satellite System Services & Communications, Maroussi, Athens 4.606.640,45 EUR 65. 1505K HELLAS-SAT S.A. Satellite System Services & Communications, Maroussi, Athens 4.606.640,45 EUR 66. 1500K Hellenic Telecommunications Organization S.A. ( OTE ), Athen 1.171.459.429,71 EUR 67. 0381K Hrvatski Telekom d.d., Zagreb 8.188.853.500,00 HRK 68. 0085K I.T.E.N.O.S. International Telecom Network Operation Services GmbH, Bonn 3.000.000,00 EUR 1) 69. 2613K IT Services Hungary Szolgáltató Kft., Budapest 150.100.000,00 HUF 70. 1159K Immobilien Scout GmbH, Berlin 144.250,00 EUR 1) 70. 1159K Immobilien Scout GmbH, Berlin 144.250,00 EUR 1) 71. 9924K Infovan (Proprietary) Limited, Midrand 2.000,00 ZAR 72. 1128K Interactive Media CCSP GmbH, Darmstadt 901.000,00 EUR 1) 73. 1394K International System House Kereskedelmi és Szoftverfejlesztö Kft., Budapest 3.000.000,00 HUF 74. 0197K Investel Magyar Távközlési Befektetési ZRt., Budapest 1.113.000.000,00 HUF 75. 1351K Iskon Internet d.d., Zagreb 272.902.200,00 HRK 76. 1135K JobScout24 International Holding AG, Baar 1.540.000,00 CHF 77. 0352K KIBU Innováció Nonprofit Kft., Budapest 40.000.000,00 HUF 77. 0352K KIBU Innováció Nonprofit Kft., Budapest 40.000.000,00 HUF 78. 0765K Kabelsko distributivni sustav d.o.o., Cakovec 1.229.600,00 HRK 79. 1443K M-Kábel Távközlési Kft., Csorna 3.000.000,00 HUF 80. 0092K Magyar Telekom Távközlési Nyilvánosan Müködö Részvénytársaság (Magyar Telekom Telecommunications Public Limited Company), Budapest 104.274.254.300,00 HUF 81. 0160K MagyarCom Holding GmbH, Bonn 316.009.000,00 EUR 1) 82. 1383K Makedonski Telekom A.D. Skopje, Skopje 9.583.887.759,70 MKD 83. 1312K Mindentudás Egyeteme Tudományos Közhasznú Nonprofit Kft. i.l., Budapest 5.000.000,00 HUF 84. 1562K Mobilbeeep Telecommunications One Person Limited Liability, Maroussi, Athens 620.100,00 EUR 85. 1421K Modultechnika Kereskedelmi és Szolgáltató Kft, Budapest 500.000,00 HUF 86. 1526K NextGen Communications SRL, Bukarest 227.824.020,00 RON 87. 1322K Novatel EOOD , Sofia 5.190.000,00 BGN 88. 1336K Novatel Ukraine Ltd. i.L., Kiew 1.656.900,00 UAH 88. 1336K Novatel Ukraine Ltd. i.L., Kiew 1.656.900,00 UAH 89. 0323K ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Bonn 128.000,00 EUR Stichtag: Dec 31, 2012 scroll Lfd.Nr. Ges.Nr. Name und Sitz der Gesellschaft über indirekt direkt 90. 1551K OTE Academy S.A., Maroussi, Athens 1.66. 100,00% 90. 1551K OTE Academy S.A., Maroussi, Athens 2.54. 0,00% 91. 1552K OTE Estate S.A., Athen 1.66. 100,00% 91. 1552K OTE Estate S.A., Athen 1.97. 0,00% 92. 1513K OTE International Investments Limited, Limassol 1.66. 100,00% 93. 1506K OTE International Solutions S.A., Maroussi, Athen 1.66. 100,00% 93. 1506K OTE International Solutions S.A., Maroussi, Athen 2.54. 0,00% 94. 1514K OTE Investment Services S.A., Maroussi, Athen 1.92. 100,00% 95. 1554K OTE Plc., London 1.66. 100,00% 96. 1590K OTE Properties S.A., Athen 1.91. 100,00% 97. 1508K OTEplus Technical & Business Solutions S.A., Athen 1.66. 100,00% 98. 0717K One 2 One Personal Communications Ltd., Hatfield 1.141. 100,00% 99. 0507K One2One Limited, Hatfield 1.141. 100,00% 100. 0452K P & I Holding GmbH, Darmstadt 100,00% 101. 1321K PASM Power and Air Condition Solution Management GmbH & Co. KG, München 100,00% 102. 0179K PTC, Polska Telefonia Cyfrowa S.A., Warschau 1.158. 100,00% 103. 1444K Pan-Inform Kutatás-Fejlesztési és Innovácios Kft., Balatonfüred 1.185. 20,00% 104. 1445K Pelsoft Informatika Kft., Balatonfüred 1.185. 16,67% 105. 1398K PosAm spol. s.r.o., Bratislava 1.120. 51,00% 106. 0915K Powertel Memphis Licenses, Inc., Bellevue 1.107. 100,00% 107. 0907K Powertel/Memphis, Inc., Bellevue 1.164. 100,00% 108. 0741K Qingdao DETECON Consulting Co. Ltd., Peking 1.41. 100,00% 109. 1153K Revvl Internet Services GmbH, München 1.115. 100,00% 110. 0164K SAF Forderungsmanagement GmbH, Heidelberg 1.209. 100,00% 111. 1501K SC Romtelecom S.A., Bukarest 1.92. 54,01% 112. 8137K SCS Personalberatung GmbH, Düsseldorf 100,00% 113. 1395K STRATO AG, Berlin 1.153. 100,00% 114. 1131K Scout24 AG, Baar 1.115. 100,00% 115. 0451K Scout24 Holding GmbH, München 100,00% 116. 1132K Scout24 International Management AG, Baar 1.115. 100,00% 117. 1142K Scout24 Schweiz AG, Flamatt 1.118. 85,04% 117. 1142K Scout24 Schweiz AG, Flamatt 1.116. 14,96% 118. 1139K Scout24 Schweiz Holding AG, Wünnewil-Flamatt 1.116. 50,10% 119. 1137K Scout24 Services GmbH, München 1.115. 100,00% 120. 0485K Slovak Telekom, a.s., Bratislava 51,00% 121. 2587K Software Daten Service Gesellschaft m.b.H., Wien 1.181. 100,00% 122. 2817K Soluciones y Proyectos Consulting, S.L., Barcelona 1.179. 100,00% 123. 0631K Stonebridge Communication A.D. i.l., Skopje 1.80. 100,00% 124. 0980K SunCom Wireless Holdings Inc., Bellevue 1.164. 100,00% 125. 0981K SunCom Wireless Investment Co., LLC, Bellevue 1.124. 100,00% 126. 0988K SunCom Wireless License Co, LLC, Bellevue 1.218. 100,00% 127. 0984K SunCom Wireless Management Co, Inc, Bellevue 1.130. 100,00% 128. 0987K SunCom Wireless Operating Co, LLC, Bellevue 1.218. 100,00% 129. 0986K SunCom Wireless Property Co, LLC, Bellevue 1.218. 100,00% 130. 0982K SunCom Wireless, Inc., Bellevue 1.125. 100,00% 131. 1571K Sunlight Romania - Filiala Bucuresti S.R.L., Ilfov County, Voluntari town 1.63. 100,00% 132. 0513K T-Mobile (UK) Ltd., Hatfield 1.141. 100,00% 133. 0508K T-Mobile (UK) Retail Limited, Hatfield 1.141. 100,00% 134. 0525K T-Mobile Austria GmbH, Wien 1.135. 100,00% 135. 0159K T-Mobile Austria Holding GmbH, Wien 1.139. 100,00% 136. 0814K T-Mobile Central LLC, Bellevue 1.164. 100,00% 137. 0246K T-Mobile Czech Republic a.s., Prag 1.14. 60,77% 138. 0791K T-Mobile Global Holding GmbH, Bonn 1.140. 100,00% 139. 0514K T-Mobile Global Holding Nr. 2 GmbH, Bonn 100,00% 140. 1373K T-Mobile Global Zwischenholding GmbH, Bonn 100,00% 141. 0540K T-Mobile Holdings Limited, Hatfield 1.138. 100,00% 142. 0518K T-Mobile HotSpot GmbH, Bonn 100,00% 143. 0787K T-Mobile International Austria GmbH, Wien 1.134. 100,00% 144. 0719K T-Mobile International Limited, Hatfield 1.141. 100,00% 145. 0541K T-Mobile International UK Pension Trustee Limited, Hatfield 1.43. 100,00% 146. 0826K T-Mobile License LLC, Bellevue 1.164. 100,00% 147. 0512K T-Mobile Ltd., Hatfield 1.141. 100,00% 148. 0737K T-Mobile Macedonia A.D. Skopje, Skopje 1.82. 100,00% 149. 0547K T-Mobile Netherlands B.V., s Gravenhagen 1.150. 100,00% 150. 0606K T-Mobile Netherlands Holding B.V., Den Haag 1.138. 100,00% 151. 0772K T-Mobile Netherlands Klantenservice B.V., Den Haag 1.149. 100,00% 152. 0520K T-Mobile Netherlands Retail B.V. , Den Haag 1.149. 100,00% 153. 0553K T-Mobile Newco Nr. 4 GmbH, Bonn 100,00% 154. 0502K T-Mobile No. 1 Limited, Hatfield 1.141. 100,00% 155. 0504K T-Mobile No. 5 Limited, Hatfield 1.141. 100,00% 156. 0855K T-Mobile Northeast LLC, Bellevue 1.164. 100,00% 157. 0801K T-Mobile PCS Holdings, LLC, Bellevue 1.164. 100,00% 158. 1375K T-Mobile Poland Holding GmbH, Bonn 100,00% 159. 0989K T-Mobile Puerto Rico Holdings LLC, Bellevue 1.218. 100,00% 160. 0990K T-Mobile Puerto Rico LLC , Bellevue 1.159. 100,00% 161. 0816K T-Mobile Resources Corporation, Bellevue 1.157. 100,00% 162. 0937K T-Mobile South LLC, Bellevue 1.164. 100,00% 163. 0810K T-Mobile Subsidiary IV Corporation, Bellevue 1.164. 100,00% 164. 0650K T-Mobile USA, Inc., Bellevue 1.138. 100,00% 165. 0831K T-Mobile West LLC, Bellevue 1.164. 100,00% 166. 0360K T-Mobile Worldwide Holding GmbH, Bonn 100,00% 167. 1123K T-Online Travel GmbH, Darmstadt 100,00% 168. 1126K T-Online Venture Fund GmbH & Co.KG, Bonn 99,00% 168. 1126K T-Online Venture Fund GmbH & Co.KG, Bonn 2.86. 1,00% 169. 2553K T-Systems Austria GesmbH, Wien 1.181. 100,00% 170. 8207K T-Systems Belgium NV, Groot-Bijgaarden 1.189. 0,65% 170. 8207K T-Systems Belgium NV, Groot-Bijgaarden 1.181. 99,35% 171. 1648K T-Systems CIS, Moskau 1.181. 100,00% 172. 0180K T-Systems Canada, Inc., Toronto 1.191. 100,00% 173. 4033K T-Systems China Limited, Hongkong 1.181. 100,00% 174. 0473K T-Systems Czech Republic a.s., Prag 1.181. 100,00% 175. 9101K T-Systems DDM GmbH, Weingarten 1.181. 100,00% 176. 2572K T-Systems Eltec, S.L., Barcelona 1.179. 100,00% 177. 2656K T-Systems France SAS, Saint Denis 1.181. 100,00% 178. 8109K T-Systems GEI GmbH, Aachen 1.181. 100,00% 179. 2380K T-Systems ITC Iberia, S.A., Barcelona 1.181. 100,00% 180. 2605K T-Systems Individual Desktop Solutions GmbH, Frankfurt am Main 1.181. 100,00% 181. 8108K T-Systems International GmbH, Frankfurt am Main 100,00% 182. 9573K T-Systems Italia S.p.A., Vicenza 1.181. 100,00% 183. 0018K T-Systems Japan K.K., Tokyo 1.181. 100,00% 184. 1908K T-Systems Limited, London 1.181. 100,00% 185. 1353K T-Systems Magyarország Zrt., Budapest 1.80. 100,00% 186. 2625K T-Systems Malaysia Sdn. Bhd., Kuala Lumpur 1.181. 100,00% 187. 2811K T-Systems Mexico, S.A. de C.V., Puebla 1.181. 100,00% 188. 0128K T-Systems Multimedia Solutions GmbH, Dresden 1.181. 100,00% scroll Lfd.Nr. Ges.Nr. Name und Sitz der Gesellschaft Gesamtnominalwert Währung Bemerkung 90. 1551K OTE Academy S.A., Maroussi, Athens 1.761.029,62 EUR 90. 1551K OTE Academy S.A., Maroussi, Athens 1.761.029,62 EUR 91. 1552K OTE Estate S.A., Athen 455.987.090,68 EUR 91. 1552K OTE Estate S.A., Athen 455.987.090,68 EUR 92. 1513K OTE International Investments Limited, Limassol 477.366.810,56 EUR 93. 1506K OTE International Solutions S.A., Maroussi, Athen 163.697.462,00 EUR 93. 1506K OTE International Solutions S.A., Maroussi, Athen 163.697.462,00 EUR 94. 1514K OTE Investment Services S.A., Maroussi, Athen 3.400.000,00 EUR 95. 1554K OTE Plc., London 50.000,00 GBP 96. 1590K OTE Properties S.A., Athen 30.000.000,00 EUR 97. 1508K OTEplus Technical & Business Solutions S.A., Athen 3.837.002,00 EUR 98. 0717K One 2 One Personal Communications Ltd., Hatfield 1,00 GBP 99. 0507K One2One Limited, Hatfield 2,00 GBP 100. 0452K P & I Holding GmbH, Darmstadt 30.000,00 EUR 1) 101. 1321K PASM Power and Air Condition Solution Management GmbH & Co. KG, München 10.025.000,00 EUR 2) 102. 0179K PTC, Polska Telefonia Cyfrowa S.A., Warschau 471.000.000,00 PLN 103. 1444K Pan-Inform Kutatás-Fejlesztési és Innovácios Kft., Balatonfüred 500.000,00 HUF 104. 1445K Pelsoft Informatika Kft., Balatonfüred 600.000,00 HUF 105. 1398K PosAm spol. s.r.o., Bratislava 170.000,00 EUR 106. 0915K Powertel Memphis Licenses, Inc., Bellevue 1,00 USD 107. 0907K Powertel/Memphis, Inc., Bellevue 32.261,90 USD 108. 0741K Qingdao DETECON Consulting Co. Ltd., Peking 2.000.000,00 USD 109. 1153K Revvl Internet Services GmbH, München 38.350,00 EUR 1) 110. 0164K SAF Forderungsmanagement GmbH, Heidelberg 4.101.000,00 EUR 1) 111. 1501K SC Romtelecom S.A., Bukarest 5.975.037.351,00 RON 112. 8137K SCS Personalberatung GmbH, Düsseldorf 100.000,00 DEM 1) 113. 1395K STRATO AG, Berlin 6.033.345,00 EUR 1) 114. 1131K Scout24 AG, Baar 532.081,00 CHF 115. 0451K Scout24 Holding GmbH, München 1.000.000,00 EUR 1) 116. 1132K Scout24 International Management AG, Baar 250.000,00 CHF 117. 1142K Scout24 Schweiz AG, Flamatt 224.600,00 CHF 117. 1142K Scout24 Schweiz AG, Flamatt 224.600,00 CHF 118. 1139K Scout24 Schweiz Holding AG, Wünnewil-Flamatt 980.000,00 CHF 119. 1137K Scout24 Services GmbH, München 25.000,00 EUR 120. 0485K Slovak Telekom, a.s., Bratislava 864.113.000,00 EUR 121. 2587K Software Daten Service Gesellschaft m.b.H., Wien 290.691,34 EUR 122. 2817K Soluciones y Proyectos Consulting, S.L., Barcelona 3.006,00 EUR 123. 0631K Stonebridge Communication A.D. i.l., Skopje 21.194.506.100,00 MKD 124. 0980K SunCom Wireless Holdings Inc., Bellevue 1,00 USD 125. 0981K SunCom Wireless Investment Co., LLC, Bellevue 1,00 USD 126. 0988K SunCom Wireless License Co, LLC, Bellevue 1,00 USD 127. 0984K SunCom Wireless Management Co, Inc, Bellevue 1,00 USD 128. 0987K SunCom Wireless Operating Co, LLC, Bellevue 1,00 USD 129. 0986K SunCom Wireless Property Co, LLC, Bellevue 1,00 USD 130. 0982K SunCom Wireless, Inc., Bellevue 1,00 USD 131. 1571K Sunlight Romania - Filiala Bucuresti S.R.L., Ilfov County, Voluntari town 12.700.000,00 RON 132. 0513K T-Mobile (UK) Ltd., Hatfield 1,00 GBP 133. 0508K T-Mobile (UK) Retail Limited, Hatfield 105,00 GBP 134. 0525K T-Mobile Austria GmbH, Wien 60.000.000,00 EUR 135. 0159K T-Mobile Austria Holding GmbH, Wien 15.000.000,00 EUR 136. 0814K T-Mobile Central LLC, Bellevue 1,00 USD 137. 0246K T-Mobile Czech Republic a.s., Prag 520.000.000,00 CZK 138. 0791K T-Mobile Global Holding GmbH, Bonn 50.000,00 EUR 1) 139. 0514K T-Mobile Global Holding Nr. 2 GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 1) 140. 1373K T-Mobile Global Zwischenholding GmbH, Bonn 26.000,00 EUR 1) 141. 0540K T-Mobile Holdings Limited, Hatfield 706.540.268,00 GBP 142. 0518K T-Mobile HotSpot GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 143. 0787K T-Mobile International Austria GmbH, Wien 37.000,00 EUR 144. 0719K T-Mobile International Limited, Hatfield 1,00 GBP 145. 0541K T-Mobile International UK Pension Trustee Limited, Hatfield 1,00 GBP 146. 0826K T-Mobile License LLC, Bellevue 1,00 USD 147. 0512K T-Mobile Ltd., Hatfield 1,00 GBP 148. 0737K T-Mobile Macedonia A.D. Skopje, Skopje 2.344.377.000,00 MKD 149. 0547K T-Mobile Netherlands B.V.,s Gravenhagen 1.250.628,00 EUR 150. 0606K T-Mobile Netherlands Holding B.V., Den Haag 90.756.042,31 EUR 151. 0772K T-Mobile Netherlands Klantenservice B.V., Den Haag 1.116.950,00 EUR 152. 0520K T-Mobile Netherlands Retail B.V. , Den Haag 18.000,00 EUR 153. 0553K T-Mobile Newco Nr. 4 GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 1) 154. 0502K T-Mobile No. 1 Limited, Hatfield 1,00 GBP 155. 0504K T-Mobile No. 5 Limited, Hatfield 1,00 GBP 156. 0855K T-Mobile Northeast LLC, Bellevue 1,00 USD 157. 0801K T-Mobile PCS Holdings, LLC, Bellevue 1,00 USD 158. 1375K T-Mobile Poland Holding GmbH, Bonn 26.000,00 EUR 1) 159. 0989K T-Mobile Puerto Rico Holdings LLC, Bellevue 1,00 USD 160. 0990K T-Mobile Puerto Rico LLC , Bellevue 1,00 USD 161. 0816K T-Mobile Resources Corporation, Bellevue 1,00 USD 162. 0937K T-Mobile South LLC, Bellevue 1,00 USD 163. 0810K T-Mobile Subsidiary IV Corporation, Bellevue 1,00 USD 164. 0650K T-Mobile USA, Inc., Bellevue 292,00 USD 165. 0831K T-Mobile West LLC, Bellevue 1.000,00 USD 166. 0360K T-Mobile Worldwide Holding GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 1) 167. 1123K T-Online Travel GmbH, Darmstadt 4.000.000,00 EUR 168. 1126K T-Online Venture Fund GmbH & Co.KG, Bonn 100.000,00 EUR 168. 1126K T-Online Venture Fund GmbH & Co.KG, Bonn 100.000,00 EUR 169. 2553K T-Systems Austria GesmbH, Wien 185.000,00 EUR 170. 8207K T-Systems Belgium NV, Groot-Bijgaarden 4.731.000,00 EUR 170. 8207K T-Systems Belgium NV, Groot-Bijgaarden 4.731.000,00 EUR 171. 1648K T-Systems CIS, Moskau 4.630.728,00 RUB 172. 0180K T-Systems Canada, Inc., Toronto 2.031.554,00 CAD 173. 4033K T-Systems China Limited, Hongkong 24.000.000,00 HKD 174. 0473K T-Systems Czech Republic a.s., Prag 251.300.000,00 CZK 175. 9101K T-Systems DDM GmbH, Weingarten 154.400,00 EUR 1) 176. 2572K T-Systems Eltec, S.L., Barcelona 666.400,00 EUR 177. 2656K T-Systems France SAS, Saint Denis 2.000.000,00 EUR 178. 8109K T-Systems GEI GmbH, Aachen 11.301.600,00 EUR 1) 179. 2380K T-Systems ITC Iberia, S.A., Barcelona 1.243.100,00 EUR 180. 2605K T-Systems Individual Desktop Solutions GmbH, Frankfurt am Main 25.000,00 EUR 1) 181. 8108K T-Systems International GmbH, Frankfurt am Main 154.441.900,00 EUR 1) 182. 9573K T-Systems Italia S.p.A., Vicenza 1.000.000,00 EUR 183. 0018K T-Systems Japan K.K., Tokyo 495.000.000,00 JPY 184. 1908K T-Systems Limited, London 550.001,00 GBP 185. 1353K T-Systems Magyarország Zrt., Budapest 2.001.000.000,00 HUF 186. 2625K T-Systems Malaysia Sdn. Bhd., Kuala Lumpur 4.000.000,00 MYR 187. 2811K T-Systems Mexico, S.A. de C.V., Puebla 32.000.000,00 MXN 188. 0128K T-Systems Multimedia Solutions GmbH, Dresden 4.090.400,00 EUR 1) Stichtag: Dec 31, 2012 scroll Lfd.Nr. Ges.Nr. Name und Sitz der Gesellschaft über indirekt direkt 189. 2193K T-Systems Nederland B.V., Vianen (Utrecht) 1.181. 100,00% 190. 1887K T-Systems Nordic A/S, Ballerup 1.181. 100,00% 191. 0017K T-Systems North America, Inc., Wilmington, DE 1.181. 100,00% 192. 2602K T-Systems P.R. China Ltd., Peking 1.181. 100,00% 193. 1647K T-Systems Polska Sp. z o.o., Breslau 1.181. 100,00% 194. 2604K T-Systems Regional Services and Solutions GmbH, Frankfurt am Main 1.181. 100,00% 195. 2654K T-Systems SFPH GmbH, Düsseldorf 1.181. 100,00% 196. 1709K T-Systems Schweiz AG, Münchenbuchsee 1.181. 100,00% 197. 8200K T-Systems Singapore Pte. Ltd., Singapore 1.181. 100,00% 198. 2600K T-Systems Slovakia s.r.o., Kosice 2.71. 2,50% 198. 2600K T-Systems Slovakia s.r.o., Kosice 1.181. 97,50% 199. 9973K T-Systems Solutions for Research GmbH, Weßling 1.181. 100,00% 200. 2615K T-Systems South Africa (Proprietary) Limited, Midrand 1.201. 70,00% 201. 2439K T-Systems South Africa Holdings (Proprietary) Limited, Midrand 1.181. 100,00% 202. 1737K T-Systems Spring Italia S.r.l., Fiumicino 1.181. 100,00% 203. 4015K T-Systems Telecomunicacoes e Servicos Ltda., Sao Paulo 1.204. 100,00% 203. 4015K T-Systems Telecomunicacoes e Servicos Ltda., Sao Paulo 2.71. 0,00% 204. 8343K T-Systems do Brasil Ltda., Sao Paulo 1.181. 99,99% 204. 8343K T-Systems do Brasil Ltda., Sao Paulo 2.71. 0,01% 205. 2804K T-Systems on site services GmbH, Berlin 1.181. 100,00% 206. 0161K T-Venture Holding GmbH, Bonn 100,00% 207. 0999K TMUS Assurance Corporation, Honolulu 1.164. 100,00% 208. 0212K Tele-Data Távközlési Adatfeldolgozó és Hirdetésszervezö Kft., Budaõrs 1.80. 50,98% 209. 0002K Telekom Deutschland GmbH, Bonn 100,00% 210. 1305K Telekom Innovation Pool GmbH, Bonn 100,00% 211. 1385K Telekom New Media Zrt., Budapest 1.80. 100,00% 212. 1365K Telekom Sec, s.r.o., Bratislava 1.120. 100,00% 213. 1304K Telekom Shop Vertriebsgesellschaft mbH, Bonn 1.209. 100,00% 214. 0632K Telemacedónia A.D., Skopje 1.80. 100,00% 215. 1581K Telemobil S.A., Bukarest 1.26. 100,00% 216. 2599K Transparent Goods GmbH, Köln 1.181. 100,00% 217. 0983K Triton PCS Finance Co, Inc., Bellevue 1.130. 100,00% 218. 0985K Triton PCS Holdings Company, LLC, Bellevue 1.130. 100,00% 219. 1437K Trust2Core GmbH, Bonn 1.210. 100,00% 220. 0546K Tulip 2 B.V., 's-Gravenhage 1.150. 100,00% 221. 0771K Tulip B.V., Den Haag 1.150. 100,00% 222. 0689K VIOLA Kabelgesellschaft (Deutschland) mbH, Bonn 1.32. 100,00% 223. 0453K Vidanet ZRt., Györ 1.80. 67,50% 223. 0453K Vidanet ZRt., Györ 1.74. 22,50% 224. 1309K Vivento Customer Services GmbH, Bonn 100,00% 225. 0822K VoiceStream PCS I Iowa Corporation, Bellevue 1.164. 100,00% 226. 0800K VoiceStream Pittsburgh General Partner, Inc., Bellevue 1.164. 100,00% 227. 0836K VoiceStream Pittsburgh, LP, Bellevue 1.226. 54,00% 227. 0836K VoiceStream Pittsburgh, LP, Bellevue 1.156. 46,00% 228. 1335K Zoznam Mobile, s.r.o., Bratislava 1.120. 100,00% 229. 1334K Zoznam, s.r.o., Bratislava 1.120. 100,00% 230. 0773K Zweite DFMG Deutsche Funkturm Vermögens-GmbH, Heusenstamm 1.209. 100,00% 231. 0346K [origo] Média és Kommunikációs Zrt, Budapest 1.80. 100,00% 232. 1165K congstar GmbH, Köln 1.209. 100,00% 233. 1436K congstar Services GmbH, Köln 1.232. 100,00% 234. 2580K d-Core NETWORK IBERIA, S.L., Tarragona 1.179. 100,00% 235. 2802K operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 1.181. 50,00% 2. Nicht einbezogene Tochterunternehmen 1. 0750K 3.T-Venture Beteiligungsgesellschaft mbH (3. TVB), Bonn 2.59. 100,00% 2. 0707K Aesop Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 1.209. 100,00% 3. 1441K Aquamarin Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 100,00% 4. 2632K Ariviakom (Proprietary) Limited i. L., Midrand 1.200. 100,00% 5. 2633K Ariviakom Consulting (Proprietary) Limited i. L., Midrand 2.4. 100,00% 6. 1110K Atrada Trading Network Limited, Manchester 1.3. 100,00% 7. 1160K AutoScout24 d.o.o., Zagreb 1.8. 75,00% 8. 1512K COSMO-ONE HELLAS MARKET SITE SOCIETE ANONYME OF ELECTRONIC COMMERCE SERVICES , Athen 1.66. 30,87% 8. 1512K COSMO-ONE HELLAS MARKET SITE SOCIETE ANONYME OF ELECTRONIC COMMERCE SERVICES , Athen 1.16. 30,87% 9. 1409K ClickandBuy Marketing Inc., New York, NY 2.25. 100,00% 10. 1410K ClickandBuy Private Limited, Hydrabad 2.25. 99,62% 11. 1107K Compendo GmbH, Nürnberg 1.3. 100,00% 12. 2634K Csiper Consulting (Proprietary) Limited i. L., Midrand 2.4. 100,00% 13. 2638K Dataware Szolgáltató Kft., Budapest 1.69. 100,00% 14. 0329K DeTeAsia Holding GmbH, Bonn 100,00% 15. 1045K Detecon Consulting Austria GmbH, Wien 1.169. 100,00% 16. 0798K Detecon Consulting España S.A., Madrid 1.11. 0,00% 16. 0798K Detecon Consulting España S.A., Madrid 1.41. 100,00% 17. 8342K Detecon Vezetési Tanácsadó Kft., Budapest 1.41. 100,00% 18. 0019K Deutsche TELEKOM Asia Pte Ltd, Singapur 100,00% 18. 0014K Deutsche TELEKOM Ltd., London 100,00% 20. 0153K Deutsche Telekom Holding B.V., Amsterdam 100,00% 21. 1368K Deutsche Telekom North America Inc., Wilmington, DE 1.191. 100,00% 22. 0610K Deutsche Telekom, Inc., New York, NY 100,00% 23. 0089K Eutelis Consult GmbH i. L., Ratingen 1.41. 60,00% 24. 2585K Fal Dete Telecommunications S.A.L., Furn El Chebbak 1.41. 51,00% 25. 1228K Firstgate Holding AG, Baar 1.17. 100,00% 26. 1408K Firstgate Internet SAS, Paris 2.25. 100,00% 27. 1442K Freya Telekommunkationsdienste GmbH, Bonn 1.210. 100,00% 28. 2609K GEMAPPS Gesellschaft für mobile Lösungen mbH , Hamburg 1.181. 100,00% 29. 1447K Gapt Telekommunikationsdienste GmbH , Bonn 1.210. 100,00% 30. 0362K Global TIMES Ventures Administration GmbH (GTV), Bonn 1.206. 100,00% 31. 0688K Global TIMES Ventures GmbH & Co.KG, Bonn 1.206. 60,00% 32. 1515K HATWAVE Hellenic-American Telecommunications Wave Ltd., Donetsk 1.66. 52,67% 33. 1448K Hakon Telekommunikationsdienste GmbH , Bonn 1.210. 100,00% 34. 1503K Hellascom International A.E., Athen 1.66. 100,00% 35. 1320K Horaz Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 1.181. 100,00% 36. 0166K ImmoCom Verwaltungs GmbH, Heusenstamm 1.59. 100,00% 37. 1171K Immobilien Scout Deutschland GmbH, Berlin 1.70. 100,00% 38. 2636K Intersolve Health Informatics (Proprietary) Limited i. L., Midrand 2.4. 100,00% 39. 1377K Kappa Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 100,00% 40. 1449K Kolga Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 1.210. 100,00% 41. 1439K Kristall Telekommunikationsdienste GmbH , Bonn 100,00% 42. 1451K Loki Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 1.210. 100,00% 43. 0063K MAGYARCOM SZOLGÁLTATÓ KOMMUNIKÁCIÓS Kft., Budapest 100,00% 44. 2643K Med-RZ Medizinisches Rechenzentrum GmbH, Köln 1.181. 95,10% 45. 1553K OTE Insurance Agency S.A., Athen 1.66. 99,90% 45. 1553K OTE Insurance Agency S.A., Athen 1.97. 0,10% 46. 1371K Omikron Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 100,00% scroll Lfd.Nr. Ges.Nr. Name und Sitz der Gesellschaft Gesamtnominalwert Währung Bemerkung 189. 2193K T-Systems Nederland B.V., Vianen (Utrecht) 908.000,00 EUR 190. 1887K T-Systems Nordic A/S, Ballerup 5.500.000,00 DKK 191. 0017K T-Systems North America, Inc., Wilmington, DE 34,30 USD 192. 2602K T-Systems P.R. China Ltd., Peking 24.000.000,00 EUR 193. 1647K T-Systems Polska Sp. z o.o., Breslau 8.327.000,00 PLN 194. 2604K T-Systems Regional Services and Solutions GmbH, Frankfurt am Main 25.000,00 EUR 1) 195. 2654K T-Systems SFPH GmbH, Düsseldorf 511.300,00 EUR 1) 196. 1709K T-Systems Schweiz AG, Münchenbuchsee 13.000.000,00 CHF 197. 8200K T-Systems Singapore Pte. Ltd., Singapore 38.905.000,00 SGD 198. 2600K T-Systems Slovakia s.r.o., Kosice 258.580,62 EUR 198. 2600K T-Systems Slovakia s.r.o., Kosice 258.580,62 EUR 199. 9973K T-Systems Solutions for Research GmbH, Weßling 5.000.000,00 EUR 1) 200. 2615K T-Systems South Africa (Proprietary) Limited, Midrand 4.000,00 ZAR 201. 2439K T-Systems South Africa Holdings (Proprietary) Limited, Midrand 4.100.085,00 ZAR 202. 1737K T-Systems Spring Italia S.r.l., Fiumicino 494.000,00 EUR 203. 4015K T-Systems Telecomunicacoes e Servicos Ltda., Sao Paulo 4.182.560,00 BRL 203. 4015K T-Systems Telecomunicacoes e Servicos Ltda., Sao Paulo 4.182.560,00 BRL 204. 8343K T-Systems do Brasil Ltda., Sao Paulo 15.000.000,00 BRL 204. 8343K T-Systems do Brasil Ltda., Sao Paulo 15.000.000,00 BRL 205. 2804K T-Systems on site services GmbH, Berlin 154.000,00 EUR 1) 206. 0161K T-Venture Holding GmbH, Bonn 10.225.900,00 EUR 207. 0999K TMUS Assurance Corporation, Honolulu 10,00 USD 208. 0212K Tele-Data Távközlési Adatfeldolgozó és Hirdetésszervezö Kft., Budaõrs 38.640.000,00 HUF 209. 0002K Telekom Deutschland GmbH, Bonn 1.515.000.000,00 EUR 1) 210. 1305K Telekom Innovation Pool GmbH, Bonn 26.000,00 EUR 1) 211. 1385K Telekom New Media Zrt., Budapest 669.930.000,00 HUF 212. 1365K Telekom Sec, s.r.o., Bratislava 6.639,00 EUR 213. 1304K Telekom Shop Vertriebsgesellschaft mbH, Bonn 10.000.000,00 EUR 1) 214. 0632K Telemacedónia A.D., Skopje 621.300,00 MKD 215. 1581K Telemobil S.A., Bukarest 360.090.000,00 RON 216. 2599K Transparent Goods GmbH, Köln 800.000,00 EUR 217. 0983K Triton PCS Finance Co, Inc., Bellevue 1,00 USD 218. 0985K Triton PCS Holdings Company, LLC, Bellevue 1,00 USD 219. 1437K Trust2Core GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 220. 0546K Tulip 2 B.V., 's-Gravenhage 124.105,00 EUR 221. 0771K Tulip B.V., Den Haag 45.398.021,61 EUR 222. 0689K VIOLA Kabelgesellschaft (Deutschland) mbH, Bonn 1.000.000,00 EUR 223. 0453K Vidanet ZRt., Györ 2.000.000.000,00 HUF 223. 0453K Vidanet ZRt., Györ 2.000.000.000,00 HUF 224. 1309K Vivento Customer Services GmbH, Bonn 100.000,00 EUR 1) 225. 0822K VoiceStream PCS I Iowa Corporation, Bellevue 1,00 USD 226. 0800K VoiceStream Pittsburgh General Partner, Inc., Bellevue 100,00 USD 227. 0836K VoiceStream Pittsburgh, LP, Bellevue 1,00 USD 227. 0836K VoiceStream Pittsburgh, LP, Bellevue 1,00 USD 228. 1335K Zoznam Mobile, s.r.o., Bratislava 6.639,00 EUR 229. 1334K Zoznam, s.r.o., Bratislava 6.639,00 EUR 230. 0773K Zweite DFMG Deutsche Funkturm Vermögens-GmbH, Heusenstamm 100.000,00 EUR 1) 231. 0346K [origo] Média és Kommunikációs Zrt, Budapest 300.330.000,00 HUF 232. 1165K congstar GmbH, Köln 250.000,00 EUR 1) 233. 1436K congstar Services GmbH, Köln 30.000,00 EUR 1) 234. 2580K d-Core NETWORK IBERIA, S.L., Tarragona 3.010,00 EUR 235. 2802K operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 250.000,00 EUR 2. Nicht einbezogene Tochterunternehmen 1. 0750K 3.T-Venture Beteiligungsgesellschaft mbH (3. TVB), Bonn 25.000,00 EUR 2. 0707K Aesop Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 3. 1441K Aquamarin Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 4. 2632K Ariviakom (Proprietary) Limited i. L., Midrand 1,00 ZAR 5. 2633K Ariviakom Consulting (Proprietary) Limited i. L., Midrand 1,00 ZAR 6. 1110K Atrada Trading Network Limited, Manchester 1,00 GBP 7. 1160K AutoScout24 d.o.o., Zagreb 40.000,00 HRK 8. 1512K COSMO-ONE HELLAS MARKET SITE SOCIETE ANONYME OF ELECTRONIC COMMERCE SERVICES , Athen 5.391.100,00 EUR 8. 1512K COSMO-ONE HELLAS MARKET SITE SOCIETE ANONYME OF ELECTRONIC COMMERCE SERVICES , Athen 5.391.100,00 EUR 9. 1409K ClickandBuy Marketing Inc., New York, NY 5,00 USD 10. 1410K ClickandBuy Private Limited, Hydrabad 1.609.920,00 INR 11. 1107K Compendo GmbH, Nürnberg 25.000,00 EUR 12. 2634K Csiper Consulting (Proprietary) Limited i. L., Midrand 1,00 ZAR 13. 2638K Dataware Szolgáltató Kft., Budapest 80.000.000,00 HUF 14. 0329K DeTeAsia Holding GmbH, Bonn 50.000,00 DEM 15. 1045K Detecon Consulting Austria GmbH, Wien 72.672,83 EUR 16. 0798K Detecon Consulting España S.A., Madrid 250.000,00 EUR 16. 0798K Detecon Consulting España S.A., Madrid 250.000,00 EUR 17. 8342K Detecon Vezetési Tanácsadó Kft., Budapest 4.600.000,00 HUF 18. 0019K Deutsche TELEKOM Asia Pte Ltd, Singapur 137.777.793,00 SGD 18. 0014K Deutsche TELEKOM Ltd., London 240.000,00 GBP 20. 0153K Deutsche Telekom Holding B.V., Amsterdam 18.151,21 EUR 21. 1368K Deutsche Telekom North America Inc., Wilmington, DE 30,00 USD 22. 0610K Deutsche Telekom, Inc., New York, NY 100,00 USD 23. 0089K Eutelis Consult GmbH i. L., Ratingen 1.360.000,00 DEM 24. 2585K Fal Dete Telecommunications S.A.L., Furn El Chebbak 150.000.000,00 LBP 25. 1228K Firstgate Holding AG, Baar 2.335.505,00 CHF 26. 1408K Firstgate Internet SAS, Paris 100.000,00 EUR 27. 1442K Freya Telekommunkationsdienste GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 28. 2609K GEMAPPS Gesellschaft für mobile Lösungen mbH , Hamburg 25.000,00 EUR 29. 1447K Gapt Telekommunikationsdienste GmbH , Bonn 25.000,00 EUR 30. 0362K Global TIMES Ventures Administration GmbH (GTV), Bonn 100.000,00 EUR 31. 0688K Global TIMES Ventures GmbH & Co.KG, Bonn 47.500,00 EUR 32. 1515K HATWAVE Hellenic-American Telecommunications Wave Ltd., Donetsk 100,00 CYP 33. 1448K Hakon Telekommunikationsdienste GmbH , Bonn 25.000,00 EUR 34. 1503K Hellascom International A.E., Athen 750.000,00 EUR 35. 1320K Horaz Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 36. 0166K ImmoCom Verwaltungs GmbH, Heusenstamm 50.000,00 DEM 37. 1171K Immobilien Scout Deutschland GmbH, Berlin 50.000,00 DEM 38. 2636K Intersolve Health Informatics (Proprietary) Limited i. L., Midrand 100,00 ZAR 39. 1377K Kappa Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 40. 1449K Kolga Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 41. 1439K Kristall Telekommunikationsdienste GmbH , Bonn 25.000,00 EUR 42. 1451K Loki Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 43. 0063K MAGYARCOM SZOLGÁLTATÓ KOMMUNIKÁCIÓS Kft., Budapest 50.000.000,00 HUF 44. 2643K Med-RZ Medizinisches Rechenzentrum GmbH, Köln 25.000,00 EUR 45. 1553K OTE Insurance Agency S.A., Athen 86.000,00 EUR 45. 1553K OTE Insurance Agency S.A., Athen 86.000,00 EUR 46. 1371K Omikron Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 25.000,00 EUR Stichtag: Dec 31, 2012 scroll Lfd.Nr. Ges.Nr. Name und Sitz der Gesellschaft über indirekt direkt 47. 0795K PASM Power and Air Condition Solution Management Beteiligungs GmbH, Bonn 100,00% 48. 0167K Residenzpost GmbH & Co. Liegenschafts KG, Heusenstamm 100,00% 49. 1370K Revvl Marketing & Sales GmbH, Bonn 100,00% 50. 1432K Rho Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 1.209. 100,00% 51. 1154K SCOUT Business Services GmbH, München 1.109. 100,00% 52. 1361K Sallust Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 100,00% 53. 1438K Saphir Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 100,00% 54. 1507K Satellite and Maritime Telecommunications S.A., Athen 1.66. 94,08% 54. 1507K Satellite and Maritime Telecommunications S.A., Athen 1.97. 0,01% 55. 1376K Sigma Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 100,00% 56. 1446K SureNow situationally intelligent solutions GmbH , Bonn 1.210. 100,00% 57. 2591K T SYSTEMS TELEKOMÜNIKASYON LIMITED SIRKETI, Istanbul 2.71. 0,60% 57. 2591K T SYSTEMS TELEKOMÜNIKASYON LIMITED SIRKETI, Istanbul 1.181. 99,40% 58. 1205K T-Com Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 98,02% 58. 1205K T-Com Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 2.86. 1,98% 59. 1206K T-Corporate Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 99,00% 59. 1206K T-Corporate Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 2.86. 1,00% 60. 0569K T-Mobile (UK Properties), Inc., Denver, CO 1.141. 100,00% 61. 0515K T-Mobile Global Holding Nr. 3 GmbH, Bonn 100,00% 62. 0516K T-Mobile Global Holding Nr. 4 GmbH, Bonn 100,00% 63. 0517K T-Mobile Global Holding Nr. 5 GmbH, Bonn 100,00% 64. 0552K T-Mobile Newco Nr. 3 GmbH, Bonn 100,00% 65. 0373K T-Mobile Service GmbH, Wien 1.139. 100,00% 66. 0687K T-Mobile Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 99,00% 66. 0687K T-Mobile Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 2.86. 1,00% 67. 1239K T-Mobile Venture Fund II GmbH & Co. KG, Bonn 99,00% 67. 1239K T-Mobile Venture Fund II GmbH & Co. KG, Bonn 2.86. 1,00% 68. 1170K T-Online Beteiligungs GmbH, Darmstadt 100,00% 69. 1169K T-Online Verwaltungs GmbH, Darmstadt 100,00% 70. 2806K T-Systems Argentina S.A., Buenos Aires 2.71. 2,00% 70. 2806K T-Systems Argentina S.A., Buenos Aires 1.181. 98,00% 71. 2289K T-Systems Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main 1.181. 100,00% 72. 2640K T-Systems Bulgaria EOOD, Sofia 1.181. 100,00% 73. 2637K T-Systems ICT Romania S.R.L., Bukarest 2.71. 5,00% 73. 2637K T-Systems ICT Romania S.R.L., Bukarest 1.181. 95,00% 74. 2619K T-Systems IT Epsilon GmbH, Bonn 1.181. 100,00% 75. 2621K T-Systems IT Eta GmbH, Bonn 1.181. 100,00% 76. 2617K T-Systems IT Gamma GmbH, Bonn 1.181. 100,00% 77. 2622K T-Systems IT Theta GmbH, Bonn 1.181. 100,00% 78. 2620K T-Systems IT Zeta GmbH, Bonn 1.181. 100,00% 79. 2603K T-Systems Information and Communication Technology E.P.E., Athen 2.71. 1,00% 79. 2603K T-Systems Information and Communication Technology E.P.E., Athen 1.181. 99,00% 80. 2631K T-Systems Information and Communication Technology India Private Limited, Pune 1.181. 100,00% 80. 2631K T-Systems Information and Communication Technology India Private Limited, Pune 2.71. 0,00% 81. 2610K T-Systems Luxembourg S.A., Luxembourg 2.71. 0,02% 81. 2610K T-Systems Luxembourg S.A., Luxembourg 1.181. 99,98% 82. 9923K T-Systems Solutions (Proprietary) Limited i. L., Midrand 1.200. 100,00% 83. 2812K T-Systems TMT Limited, Milton Keynes 1.184. 100,00% 84. 1204K T-Systems Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 1.181. 99,00% 84. 1204K T-Systems Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 2.86. 1,00% 85. 2596K T-Systems, informacijski sistemi, d.o.o., Ljubljana 1.181. 100,00% 86. 0692K T-Venture Telekom Funds Beteiligungs-GmbH, Bonn 1.206. 100,00% 87. 0615K T-Venture of America, Inc., Foster City 1.206. 100,00% 88. 0667K TAMBURO Telekommunikationsdienste GmbH, Heusenstamm 100,00% 89. 2598K TOB T-Systems Ukraine, Kiew 2.71. 0,10% 89. 2598K TOB T-Systems Ukraine, Kiew 1.181. 99,90% 90. 1433K Tau Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 1.209. 100,00% 91. 1372K Theta Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 100,00% 92. 1450K Thor Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 1.210. 100,00% 93. 1362K Tibull Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 100,00% 94. 1440K Türkis Telekommunikationsdienste GmbH , Bonn 100,00% 95. 1502K VOICENET Limited Company Telecommunications Services & Infrastructures SA, Athen 1.66. 100,00% 96. 0239K ZODIAC Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 100,00% 97. 2803K operational services Beteiligungs-GmbH, Frankfurt am Main 1.235. 100,00% 3.a Nach der Equity-Methode einbezogene Gemeinschaftsunternehmen 1. 0554K 4 MNO Sp.z o. o. w likwidacji, Warschau 1.102. 25,00% 2. 1429K BUYIN S.A., Brüssel 50,00% 3. 0503K Everything Everywhere Limited, Hatfield 1.141. 50,00% 4. 1254K HMM Deutschland GmbH, Moers 38,46% 4. 1254K HMM Deutschland GmbH, Moers 2.84. 10,97% 5. 0790K Hrvatske telekomunikacije d.d. Mostar, Mostar 1.67. 39,10% 6. 0556K NetWorkS! Sp.z.o.o, Warschau 1.102. 50,00% 7. 0784K Toll Collect GbR, Berlin 45,00% 8. 0785K Toll Collect GmbH, Berlin 45,00% 3.b Nach der Equity-Methode einbezogene assoziierte Unternehmen 1. 1173K ASPM Holding B.V., Amsterdam 1.8. 49,00% 2. 1177K AllProperty Media Pte. Ltd., Singapore 1.70. 40,00% 3. 0332K CTDI GmbH, Malsch (Kreis Karlsruhe) 1.209. 49,00% 4. 0743K CoreMedia AG, Hamburg 1.168. 27,31% 5. 0100K DETECON AL SAUDIA Co. Ltd., Riyadh 1.41. 46,50% 6. 0770K Hrvatska posta d.o.o., Mostar 1.67. 30,29% 7. 0961K Iowa Wireless Services LLC, Bellevue 1.225. 44,68% 8. 0998K JVL Ventures, LLC, Little Rock 1.164. 20,00% 9. 0691K SEARCHTEQ GmbH, Frankfurt am Main 1.37. 25,10% 10. 2903K T-Mobile USA Tower LLC, Wilmington, DE 1.164. 100,00% 11. 2902K T-Mobile West Tower LLC, Wilmington, DE 1.165. 100,00% 12. 1392K solute holding GmbH & Co. KG, Hannover 1.37. 25,10% 4.a Nicht konsolidierte Gemeinschaftsunternehmen 1. 0058K Electrocycling Anlagen GmbH, Goslar 1.209. 25,00% 2. 1346K European Center for Information and Communications Technologies - EICT GmbH, Berlin 20,00% 3. 1428K MNP Deutschland GbR, Düsseldorf 1.209. 16,67% 4. 1582K Mobile Telephony Companies Association, Maroussi, Athen 1.16. 33,33% 5. 1308K Vivento Interim Services GmbH, Bonn 49,02% 4.b Nicht konsolidierte assoziierte Unternehmen 1. 2635K AMC-IT (Proprietary) Limited i. L., Midrand 2.4. 35,00% 2. 1622K Blinks Labs GmbH, Berlin 1.53. 27,00% 3. 1294K BodyTel Europe GmbH, Bad Wildungen 1.53. 25,00% scroll Lfd.Nr. Ges.Nr. Name und Sitz der Gesellschaft Gesamtnominalwert Währung Bemerkung 47. 0795K PASM Power and Air Condition Solution Management Beteiligungs GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 48. 0167K Residenzpost GmbH & Co. Liegenschafts KG, Heusenstamm 1,00 EUR 49. 1370K Revvl Marketing & Sales GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 50. 1432K Rho Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 51. 1154K SCOUT Business Services GmbH, München 69.100,00 EUR 52. 1361K Sallust Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 53. 1438K Saphir Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 54. 1507K Satellite and Maritime Telecommunications S.A., Athen 5.463.750,00 EUR 54. 1507K Satellite and Maritime Telecommunications S.A., Athen 5.463.750,00 EUR 55. 1376K Sigma Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 56. 1446K SureNow situationally intelligent solutions GmbH , Bonn 25.000,00 EUR 57. 2591K T SYSTEMS TELEKOMÜNIKASYON LIMITED SIRKETI, Istanbul 385.600,00 TRY 57. 2591K T SYSTEMS TELEKOMÜNIKASYON LIMITED SIRKETI, Istanbul 385.600,00 TRY 58. 1205K T-Com Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 50.500,00 EUR 58. 1205K T-Com Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 50.500,00 EUR 59. 1206K T-Corporate Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 100.000,00 EUR 59. 1206K T-Corporate Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 100.000,00 EUR 60. 0569K T-Mobile (UK Properties), Inc., Denver, CO 1,00 USD 61. 0515K T-Mobile Global Holding Nr. 3 GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 62. 0516K T-Mobile Global Holding Nr. 4 GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 63. 0517K T-Mobile Global Holding Nr. 5 GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 64. 0552K T-Mobile Newco Nr. 3 GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 65. 0373K T-Mobile Service GmbH, Wien 35.000,00 EUR 66. 0687K T-Mobile Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 100.000,00 EUR 66. 0687K T-Mobile Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 100.000,00 EUR 67. 1239K T-Mobile Venture Fund II GmbH & Co. KG, Bonn 100.000,00 EUR 67. 1239K T-Mobile Venture Fund II GmbH & Co. KG, Bonn 100.000,00 EUR 68. 1170K T-Online Beteiligungs GmbH, Darmstadt 25.000,00 EUR 69. 1169K T-Online Verwaltungs GmbH, Darmstadt 25.000,00 EUR 70. 2806K T-Systems Argentina S.A., Buenos Aires 2.424.250,00 ARS 70. 2806K T-Systems Argentina S.A., Buenos Aires 2.424.250,00 ARS 71. 2289K T-Systems Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main 25.600,00 EUR 72. 2640K T-Systems Bulgaria EOOD, Sofia 5.000,00 BGN 73. 2637K T-Systems ICT Romania S.R.L., Bukarest 200,00 RON 73. 2637K T-Systems ICT Romania S.R.L., Bukarest 200,00 RON 74. 2619K T-Systems IT Epsilon GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 75. 2621K T-Systems IT Eta GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 76. 2617K T-Systems IT Gamma GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 77. 2622K T-Systems IT Theta GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 78. 2620K T-Systems IT Zeta GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 79. 2603K T-Systems Information and Communication Technology E.P.E., Athen 18.000,00 EUR 79. 2603K T-Systems Information and Communication Technology E.P.E., Athen 18.000,00 EUR 80. 2631K T-Systems Information and Communication Technology India Private Limited, Pune 34.500.000,00 INR 80. 2631K T-Systems Information and Communication Technology India Private Limited, Pune 34.500.000,00 INR 81. 2610K T-Systems Luxembourg S.A., Luxembourg 1.500.000,00 EUR 81. 2610K T-Systems Luxembourg S.A., Luxembourg 1.500.000,00 EUR 82. 9923K T-Systems Solutions (Proprietary) Limited i. L., Midrand 1,00 ZAR 83. 2812K T-Systems TMT Limited, Milton Keynes 500.000,00 GBP 84. 1204K T-Systems Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 50.000,00 EUR 84. 1204K T-Systems Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 50.000,00 EUR 85. 2596K T-Systems, informacijski sistemi, d.o.o., Ljubljana 8.763,00 EUR 86. 0692K T-Venture Telekom Funds Beteiligungs-GmbH, Bonn 25.100,00 EUR 87. 0615K T-Venture of America, Inc., Foster City 100,00 USD 88. 0667K TAMBURO Telekommunikationsdienste GmbH, Heusenstamm 25.000,00 EUR 89. 2598K TOB T-Systems Ukraine, Kiew 35.000,00 UAH 89. 2598K TOB T-Systems Ukraine, Kiew 35.000,00 UAH 90. 1433K Tau Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 91. 1372K Theta Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 92. 1450K Thor Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 93. 1362K Tibull Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 25.000,00 EUR 94. 1440K Türkis Telekommunikationsdienste GmbH , Bonn 25.000,00 EUR 95. 1502K VOICENET Limited Company Telecommunications Services & Infrastructures SA, Athen 5.650.050,00 EUR 96. 0239K ZODIAC Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 25.600,00 EUR 97. 2803K operational services Beteiligungs-GmbH, Frankfurt am Main 25.000,00 EUR 3.a Nach der Equity-Methode einbezogene Gemeinschaftsunternehmen 1. 0554K 4 MNO Sp.z o. o. w likwidacji, Warschau 440.000,00 PLN 2. 1429K BUYIN S.A., Brüssel 123.000,00 EUR 3. 0503K Everything Everywhere Limited, Hatfield 22.050.306,00 GBP 4. 1254K HMM Deutschland GmbH, Moers 197.758,00 EUR 4. 1254K HMM Deutschland GmbH, Moers 197.758,00 EUR 5. 0790K Hrvatske telekomunikacije d.d. Mostar, Mostar 315.863.250,00 BAM 6. 0556K NetWorkS! Sp.z.o.o, Warschau 30.000.000,00 PLN 7. 0784K Toll Collect GbR, Berlin 0,00 EUR 8. 0785K Toll Collect GmbH, Berlin 5.000.000,00 EUR 3.b Nach der Equity-Methode einbezogene assoziierte Unternehmen 1. 1173K ASPM Holding B.V., Amsterdam 18.000,00 EUR 2. 1177K AllProperty Media Pte. Ltd., Singapore 2.487.138,59 SGD 3. 0332K CTDI GmbH, Malsch (Kreis Karlsruhe) 2.500.000,00 EUR 4. 0743K CoreMedia AG, Hamburg 3.786.106,00 EUR 5. 0100K DETECON AL SAUDIA Co. Ltd., Riyadh 4.000.000,00 SAR 6. 0770K Hrvatska posta d.o.o., Mostar 26.335.069,00 BAM 7. 0961K Iowa Wireless Services LLC, Bellevue 71.707.718,73 USD 8. 0998K JVL Ventures, LLC, Little Rock 352.500.000,00 USD 9. 0691K SEARCHTEQ GmbH, Frankfurt am Main 7.239.000,00 EUR 10. 2903K T-Mobile USA Tower LLC, Wilmington, DE 1,00 USD 11. 2902K T-Mobile West Tower LLC, Wilmington, DE 1,00 USD 12. 1392K solute holding GmbH & Co. KG, Hannover 1.000.000,00 EUR 4.a Nicht konsolidierte Gemeinschaftsunternehmen 1. 0058K Electrocycling Anlagen GmbH, Goslar 9.000.000,00 DEM 2. 1346K European Center for Information and Communications Technologies - EICT GmbH, Berlin 25.000,00 EUR 3. 1428K MNP Deutschland GbR, Düsseldorf 0,00 EUR 4. 1582K Mobile Telephony Companies Association, Maroussi, Athen 2.806.656,13 EUR 5. 1308K Vivento Interim Services GmbH, Bonn 51.000,00 EUR 4.b Nicht konsolidierte assoziierte Unternehmen 1. 2635K AMC-IT (Proprietary) Limited i. L., Midrand 1.000,00 ZAR 2. 1622K Blinks Labs GmbH, Berlin 25.000,00 EUR 3. 1294K BodyTel Europe GmbH, Bad Wildungen 121.000,00 EUR Stichtag: Dec 31, 2012 scroll Lfd.Nr. Ges.Nr. Name und Sitz der Gesellschaft über indirekt direkt 4. 0680K Callahan Nordrhein-Westfalen GmbH I.L., Köln 1.222. 45,00% 5. 1519K Central Georgian Communications Co. Ltd., Roustavi 2.34. 25,00% 6. 1286K ChooChee, Inc., Wilmington, DE 2.49. 38,02% 6. 1286K ChooChee, Inc., Wilmington, DE 1.53. 1,90% 7. 1236K Cittadino GmbH, Düsseldorf 2.84. 46,95% 8. 1298K Cost Xpert AG, Gersthofen 1.53. 30,00% 9. 0768K Das Telefonbuch-Servicegesellschaft mbH, Frankfurt am Main 1.37. 25,10% 10. 0753K Das Örtliche Service- und Marketing GmbH, Frankfurt/Main 1.37. 25,10% 11. 0046K Deutscher Adreßbuchverlag für Wirtschaft und Verkehr GmbH i.L.(DAV), Frankfurt am Main 1.37. 25,10% 12. 0549K Devas Multimedia Private Limited, Bangalore 2.18. 20,73% 13. 1517K Donbass Telecom Ltd., Donetsk 2.34. 49,00% 14. 1557K EDEKT-OTE Asset management S.A., Athen 1.66. 40,00% 15. 0057K Electrocycling GmbH, Goslar 1.209. 25,50% 16. 0752K Gelbe Seiten Marketing Gesellschaft mbH, Frankfurt am Main 1.37. 25,10% 17. 7564K HWW - Höchstleistungsrechner für Wissenschaft und Wirtschaft GmbH, Stuttgart 1.181. 20,00% 17. 7564K HWW - Höchstleistungsrechner für Wissenschaft und Wirtschaft GmbH, Stuttgart 1.199. 20,00% 18. 1251K HiProCall, Inc., Wilmington, DE 2.58. 43,06% 19. 1283K IGA Worldwide Inc., Wilmington, DE 1.53. 23,53% 20. 1288K Intelligent Apps GmbH, Hamburg 1.53. 28,39% 21. 1299K Jamii GmbH, Berlin 1.53. 33,00% 22. 1249K LOCANIS AG, Unterföhring 2.84. 49,99% 23. 1273K MGRID B.V., Amsterdam 1.53. 21,05% 24. 1278K Metasonic AG, Pfaffenhofen-Hettenshausen 1.53. 46,73% 25. 0742K MindMatics AG, München 2.66. 21,79% 26. 1605K Mixaroo, Inc., Dover 1.53. 22,08% 27. 1270K Moviepilot GmbH, Berlin 1.53. 22,10% 28. 1267K Pie Digital, Inc., Newark 2.58. 28,96% 29. 1274K Portavita B.V., Amsterdam 1.53. 21,05% 30. 1616K Radial Network Corp., Wilmington, DE 1.53. 35,83% 31. 1518K Scortel-FMS Ltd., Sofia 2.34. 44,00% 32. 1268K Sones GmbH i. L., Leipzig 1.168. 23,14% 33. 1555K South Eastern Europe Telecommunications & Informatics Research Institute S.A., Thessaloniki 1.66. 10,56% 33. 1555K South Eastern Europe Telecommunications & Informatics Research Institute S.A., Thessaloniki 2.34. 10,56% 34. 2623K T-Systems Telecomunicaciones de Mexico, S.A. de C.V. i. L., Puebla 1.181. 49,00% 35. 0657K TVG Telefonbuch- und Verzeichnisverlag GmbH & Co. KG, Frankfurt/Main 1.37. 25,10% 36. 0769K Tele-Auskunft Online GmbH, Frankfurt am Main 1.37. 25,32% 37. 2595K TeleOp Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Oberpfaffenhofen 1.181. 32,40% 38. 0311K Telesens KSCL AG i.L., Köln 1.206. 24,09% 39. 1522K Trans Jordan For Communication Services Company Ltd., Amman 1.66. 40,00% 39. 1522K Trans Jordan For Communication Services Company Ltd., Amman 2.34. 10,00% 40. 1516K Ukrainian Wave Ltd., Lviv 2.32. 48,80% 41. 1604K VeliQ B.V., Barendrecht 1.53. 33,06% 42. 1607K VibeSec Ltd., Haifa 1.53. 21,94% 43. 1521K Yemen Public Payphone Company Ltd., Sana'a 1.66. 10,00% 43. 1521K Yemen Public Payphone Company Ltd., Sana'a 2.34. 15,00% 44. 1252K Zimory GmbH, Berlin 2.59. 22,33% 45. 1281K apprupt GmbH, Hamburg 1.53. 21,08% 46. 0496K e-fellows.net GmbH & Co. KG, München 33,33% 47. 0495K e-fellows.net Verwaltungs-GmbH, München 33,33% 48. 0681K iesy Holdings GmbH, Oberursel (Taunus) 1.222. 35,00% 49. 1246K mediapeers GmbH, Berlin 1.168. 24,10% 50. 1269K myON-ID Media GmbH, München 1.168. 39,89% scroll Lfd.Nr. Ges.Nr. Name und Sitz der Gesellschaft Gesamtnominalwert Währung Bemerkung 4. 0680K Callahan Nordrhein-Westfalen GmbH I.L., Köln 2.595.000,00 EUR 5. 1519K Central Georgian Communications Co. Ltd., Roustavi 280.000,00 GEL 6. 1286K ChooChee, Inc., Wilmington, DE 526,00 USD 6. 1286K ChooChee, Inc., Wilmington, DE 526,00 USD 7. 1236K Cittadino GmbH, Düsseldorf 52.034,00 EUR 8. 1298K Cost Xpert AG, Gersthofen 71.429,00 EUR 9. 0768K Das Telefonbuch-Servicegesellschaft mbH, Frankfurt am Main 500.000,00 EUR 10. 0753K Das Örtliche Service- und Marketing GmbH, Frankfurt/Main 500.000,00 EUR 11. 0046K Deutscher Adreßbuchverlag für Wirtschaft und Verkehr GmbH i.L.(DAV), Frankfurt am Main 700.000,00 DEM 12. 0549K Devas Multimedia Private Limited, Bangalore 177.313,00 INR 13. 1517K Donbass Telecom Ltd., Donetsk 342.700,00 UAH 14. 1557K EDEKT-OTE Asset management S.A., Athen 2.935.000,00 EUR 15. 0057K Electrocycling GmbH, Goslar 1.500.000,00 EUR 16. 0752K Gelbe Seiten Marketing Gesellschaft mbH, Frankfurt am Main 500.000,00 EUR 17. 7564K HWW - Höchstleistungsrechner für Wissenschaft und Wirtschaft GmbH, Stuttgart 50.000,00 EUR 17. 7564K HWW - Höchstleistungsrechner für Wissenschaft und Wirtschaft GmbH, Stuttgart 50.000,00 EUR 18. 1251K HiProCall, Inc., Wilmington, DE 567,29 USD 19. 1283K IGA Worldwide Inc., Wilmington, DE 85.000,00 USD 20. 1288K Intelligent Apps GmbH, Hamburg 161.488,00 EUR 21. 1299K Jamii GmbH, Berlin 47.627,00 EUR 22. 1249K LOCANIS AG, Unterföhring 588.139,00 EUR 23. 1273K MGRID B.V., Amsterdam 22.800,00 EUR 24. 1278K Metasonic AG, Pfaffenhofen-Hettenshausen 501.022,00 EUR 25. 0742K MindMatics AG, München 185.879,00 EUR 26. 1605K Mixaroo, Inc., Dover 136,05 USD 27. 1270K Moviepilot GmbH, Berlin 88.505,00 EUR 28. 1267K Pie Digital, Inc., Newark 27,78 USD 29. 1274K Portavita B.V., Amsterdam 22.800,00 EUR 30. 1616K Radial Network Corp., Wilmington, DE 11.800,04 USD 31. 1518K Scortel-FMS Ltd., Sofia 55.000,00 BGN 32. 1268K Sones GmbH i. L., Leipzig 48.640,00 EUR 33. 1555K South Eastern Europe Telecommunications & Informatics Research Institute S.A., Thessaloniki 1.320.060,00 EUR 33. 1555K South Eastern Europe Telecommunications & Informatics Research Institute S.A., Thessaloniki 1.320.060,00 EUR 34. 2623K T-Systems Telecomunicaciones de Mexico, S.A. de C.V. i. L., Puebla 50.000,00 MXN 35. 0657K TVG Telefonbuch- und Verzeichnisverlag GmbH & Co. KG, Frankfurt/Main 2.501.000,00 EUR 36. 0769K Tele-Auskunft Online GmbH, Frankfurt am Main 250.000,00 EUR 37. 2595K TeleOp Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Oberpfaffenhofen 25.000,00 EUR 38. 0311K Telesens KSCL AG i.L., Köln 23.588.222,00 EUR 39. 1522K Trans Jordan For Communication Services Company Ltd., Amman 3.500.000,00 JOD 39. 1522K Trans Jordan For Communication Services Company Ltd., Amman 3.500.000,00 JOD 40. 1516K Ukrainian Wave Ltd., Lviv 100,00 UAH 41. 1604K VeliQ B.V., Barendrecht 98.620,00 EUR 42. 1607K VibeSec Ltd., Haifa 3.394,92 ILS 43. 1521K Yemen Public Payphone Company Ltd., Sana'a 2.960.000,00 USD 43. 1521K Yemen Public Payphone Company Ltd., Sana'a 2.960.000,00 USD 44. 1252K Zimory GmbH, Berlin 121.427,00 EUR 45. 1281K apprupt GmbH, Hamburg 62.582,00 EUR 46. 0496K e-fellows.net GmbH & Co. KG, München 150.000,00 EUR 47. 0495K e-fellows.net Verwaltungs-GmbH, München 30.000,00 EUR 48. 0681K iesy Holdings GmbH, Oberursel (Taunus) 1.000.000,00 EUR 49. 1246K mediapeers GmbH, Berlin 44.890,00 EUR 50. 1269K myON-ID Media GmbH, München 98.380,00 EUR 1) Die Gesellschaft hat von Erleichterungen nach § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch gemacht und es besteht eine Verlustübernahme nach § 302 AktG. 2) Die Gesellschaft hat von den Offenlegungserleichterungen nach § 264 b HGB Gebrauch gemacht. Stichtag: Dec 31, 2012