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Deutsche Telekom AG Management Reports 2010

Apr 29, 2011

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Management Reports

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Deutsche Telekom AG

Bonn

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010

Der Lagebericht der Deutschen Telekom AG und der Konzernlagebericht sind zusammengefasst und in unserem Geschäftsbericht 2010 veröffentlicht.

Der Jahresabschluss und der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht der Deutschen Telekom AG für das Geschäftsjahr 2010 werden im elektronischem Bundesanzeiger veröffentlicht und sind ferner über die Internetseiten des Unternehmensregisters zugänglich.

Zusammengefasster Lagebericht

Das Geschäftsjahr 2010 im Überblick

Wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr 2010

Konzernstruktur

Konzernstrategie und Konzernsteuerung

Wirtschaftliches Umfeld

Geschäftsentwicklung des Konzerns

Geschäftsentwicklung der operativen Segmente

Geschäftsentwicklung der Deutschen Telekom AG

Corporate Responsibility

Innovation und Produktentwicklung

Mitarbeiter

Risiko- und Chancenmanagement

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

Besondere Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres

Sonstige Angaben

Prognosen zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Das Geschäftsjahr 2010 im Überblick.

Soll-Ist-Vergleich der Konzernerwartungen.

Die ursprünglichen im Geschäftsbericht 2009 veröffentlichten Einschätzungen für das Jahr 2010 basierten auf einer planerischen Annahme einer Vollkonsolidierung der britischen Tochtergesellschaft T-Mobile UK. Das aus der Zusammenlegung der T-Mobile UK und der Orange UK am 1. April 2010 neu gegründete Joint Venture Everything Everywhere wird als Beteiligung an at equity bilanzierten Unternehmen in der Konzern-Bilanz ausgewiesen. Das (anteilige) Ergebnis des Joint Venture wird im Finanzergebnis in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Entsprechend haben wir daher die ursprünglichen Einschätzungen um diesen Sachverhalt angepasst.

Das Investitionsniveau (vor Spektrum) lag 2010 bei 8,5 Mrd. €. Der Schwerpunkt der Investitionen war in allen Ländern der weitere Breitbandausbau sowie die Kapazitätserweiterung der bestehenden Netze. Im Mobilfunk-Bereich haben wir insbesondere die Netzabdeckung 3G erhöht, während im Festnetz-Bereich die Themen DSL, VDSL und IPTV im Vordergrund standen. Weitergeführt haben wir auch die Umrüstung des bestehenden Telefonnetzes auf ein Netz der nächsten Generation, wie z.B. das IP-basierte Sprachnetz. Bei T-Systems wurden Investitionen vor allem im Zusammenhang mit Kundenaufträgen und zum Ausbau übergreifender neuer Plattformen (z.B. für Cloud Service) getätigt

Soll-Ist-Vergleich der Stakeholder-Erwartungen.

Die folgenden Maßnahmen und Zielerreichungen dienen dazu, die unterschiedlichen Erwartungen und Interessen der Stakeholder (Aktionäre, Fremdkapitalgeber, Mitarbeiter und die sog. „Unternehmer im Unternehmen”) an den Konzern sicherzustellen. Für weitere Erläuterungen verweisen wir auf das Kapitel „Konzernstrategie und Konzernsteuerung”.

aSiehe Fußnote 2 am Ende des Lageberichts.

bROCE 2010: 3,9% (ohne Aufwendungen aus PTC-Transaktion und ohne Entkonsolidierungseffekt T-Mobile UK).

Wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr 2010.

Weiterentwicklung der Konzernstrategie.

Der Vorstand hat die Konzernstrategie weiterentwickelt. Im Rahmen der weiterentwickelten Strategie „Verbessern - Verändern - Erneuern” wollen wir mit Investitionen in intelligente Netze und mit IT-Services sowie Internet- und Netzwerkdiensten unser Geschäft umbauen. Unser Ziel dabei: deutlich mehr Umsatz in den Wachstumsfeldern erzielen.

□ Mehr über unsere weiterentwickelte Strategie finden Sie im Kapitel „Konzernstrategie und Konzernsteuerung”.

Personalia.

René Obermann erhält neuen 5-Jahres-Vertrag. Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG hat in seiner Sitzung am 16. Dezember 2010 beschlossen, den Vertrag von René Obermann als Vorstandsvorsitzender unseres Unternehmens vorzeitig um weitere fünf Jahre zu verlängern. Sein aktueller Vertrag läuft am 31. Oktober 2011 aus; der neue gilt bis Ende Oktober 2016.

Edward R. Kozel ist neues Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom AG. In der Aufsichtsratssitzung am 2. Mai 2010 hat der Aufsichtsrat Edward R. Kozel mit Wirkung zum 3. Mai 2010 zum neuen Vorstandsmitglied der Deutschen Telekom AG bestellt. Als Vorstand Technologie und Innovation/Chief Technology and Innovation Officer (CTIO) verantwortet er Technik, IT, Einkauf sowie Produkte & Innovation für das Standardgeschäft (Privat-und Geschäftskunden).

Führungswechsel bei T-Mobile USA und OTE. Philipp Humm hat mit Wirkung zum 1. November 2010 den vorherigen CEO von T-Mobile USA, Robert Dotson, abgelöst und damit die Unternehmensführung übernommen. Robert Dotson steht dem Unternehmen weiterhin als Vice Chairman zur Verfügung. Michael Tsamaz wurde mit Wirkung vom 3. November 2010 zum Nachfolger von Panagis Vourloumis ernannt und ist damit Chairman and Chief Executive Officer (CEO) der OTE. Panagis Vourloumis hat das Unternehmen zum 3. November 2010 verlassen. Michael Tsamaz wird auch weiterhin seine Aufgaben als CEO der Cosmote Mobile Communications wahrnehmen.

Investoren/Ausschüttungspolitik.

Ausschüttungspolitik* für die Geschäftsjahre 2010 bis 2012 beschlossen. Vorstand und Aufsichtsrat haben eine Ausschüttungsstrategie beschlossen, die für die Geschäftsjahre 2010 bis 2012 eine Ausschüttung einer jährlichen Dividende in Höhe von mindestens 0,70 € pro Aktie umfasst. Vorgesehen ist darüber hinaus der Rückkauf eigener Aktien in Höhe der Restsumme bis zu einer Gesamtausschüttungssumme von rund 3,4 Mrd. €. Die Realisierung dieser Strategie steht unter dem Vorbehalt, dass für das jeweilige Geschäftsjahr ein entsprechender Bilanzgewinn im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Deutschen Telekom AG zur Verfügung steht. Zudem muss die für den Aktienrückkauf erforderliche Fähigkeit zur Rücklagenbildung bestehen. Voraussetzung ist darüber hinaus, dass die zuständigen Organe unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Situation der Gesellschaft entsprechende Beschlüsse fassen.

Aktienrückkauf und Kapitalherabsetzung in 2010 durchgeführt. Die Deutsche Telekom AG hat im Jahr 2010 Aktien zu einem Kaufpreis von 400 Mio. € (ohne Nebenkosten) erworben. Anschließend wurden die so erworbenen rund 40 Mio. Stück Aktien eingezogen und das Grundkapital der Deutschen Telekom AG entsprechend um 102 Mio. € herabgesetzt.

□ Für weitere Informationen verweisen wir auf die Erläuterungen im Konzernabschluss.

Deutsche Telekom abermals im Dow Jones Sustainability Index (DJSI) gelistet. Auch 2010 qualifizierten wir uns wieder für die renommiertesten Nachhaltigkeitsindizes „Dow Jones Sustainability Index World” und „Dow Jones Sustainability Index Europe”.

Unternehmenstransaktionen/Änderungen der Segmentstruktur.

Joint Venture Everything Everywhere in Großbritannien erfolgreich gegründet. Zusammen mit der France Télécom S.A. haben wir am 1. April 2010 T-Mobile UK und Orange UK in ein Joint Venture mit dem Namen Everything Everywhere eingebracht, an dem beide Gesellschafter jeweils einen 50-prozentigen Anteil halten. Als Folge dieser Gründung wurden die Vermögenswerte und Schulden der T-Mobile UK ab dem 1. April 2010 nicht mehr in der Konzern-Bilanz ausgewiesen. Ab dem 1. April 2010 ist auch die Gewinn- und Verlustrechnung der T-Mobile UK nicht mehr in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. In der Konzern-Bilanz wird das Joint Venture stattdessen als Beteiligung an at equity bilanzierten Unternehmen erfasst. Das (anteilige) Ergebnis des Joint Venture wird demnach in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis ausgewiesen.

Zusammenlegung der operativen Segmente Europa und Süd- und Osteuropa. Der Aufsichtsrat hat am 24. Februar 2010 beschlossen, die Führungsstruktur der beiden bisherigen operativen Segmente Süd- und Osteuropa und Europa neu auszurichten: Diese beiden operativen Segmente wurden am 1. April 2010 zum neuen operativen Segment Europa zusammengefasst. Es umfasst die Festnetz- und Mobilfunk-Aktivitäten der Landesgesellschaften in Griechenland, Rumänien, Ungarn, Polen, der Tschechischen Republik, Kroatien, den Niederlanden, der Slowakei, Österreich, Bulgarien, Albanien, EJR Mazedonien und Montenegro sowie des Joint Venture in Großbritannien. Ebenso dazu gehört der Bereich International Carrier Sales and Services, der im Wesentlichen Telekommunikationsvorleistungen für andere operative Segmente im Konzern erbringt. Seit dem 1. April 2010 berichten wir also in vier operativen Segmenten Deutschland, Europa, USA, Systemgeschäft sowie der Konzernzentrale & Shared Services.

Erwerb von STRATO und ClickandBuy. Zum 1. Januar 2010 haben wir die STRATO AG und die STRATO Rechenzentrum AG (STRATO) vollkonsolidiert. Das macht uns zu einem führenden Anbieter von Webhosting-Produkten, vor allem für Privat- und kleine Geschäftskunden in Deutschland. Außerdem haben wir mit Wirkung zum 1. April 2010 die ausstehenden Anteile an dem Internetzahlungsanbieter Firstgate erworben. Bereits seit 2006 waren wir an der durch die Marke ClickandBuy bekannten Firstgate beteiligt, über unser Venture Capital Unternehmen T-Venture.

Beendigung von Rechtsstreitigkeiten.

Spruchverfahren T-Online. Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat am 3. September 2010 entschieden, dass die Deutsche Telekom im Verfahren zur Überprüfung der Angemessenheit des Umtauschverhältnisses bei der Verschmelzung der T-Online auf die Deutsche Telekom eine bare Zuzahlung in Höhe von 1,15 € zuzüglich Zinsen je Aktie an ehemalige T-Online Aktionäre leisten muss. Der Beschluss betrifft nur diejenigen Aktionäre, deren T-Online Aktien im Rahmen der Verschmelzung in Aktien der Deutschen Telekom umgetauscht wurden. Bei ca. 120 Mio. betroffenen Aktien ergibt sich daraus ein barer Zuzahlungsbetrag von ca. 138 Mio. € zuzüglich Zinsen.

Polska Telefonia Cyfrowa Sp.z o.o. (PTC). Im Dezember 2010 haben wir eine Vereinbarung mit der französischen Vivendi und der polnischen Elektrim sowie den Gläubigern von Elektrim abschließen können. Diese Vereinbarung sichert uns das vollständige und unumstrittene Eigentum an der PTC. Entsprechend der Vereinbarung haben die Deutsche Telekom AG und ihre Beteiligungsgesellschaften insgesamt ca. 1,4 Mrd. € im Januar 2011 an Elektrim und Vivendi gezahlt. Daneben wurde die Beilegung aller juristischen Auseinandersetzungen der Parteien vereinbart.

□ Für weitere Informationen verweisen wir auf die Erläuterungen im Konzernabschluss.

One Company.

Offizieller Start für die Telekom Deutschland GmbH. Mit Eintrag ins Handelsregister am 30. März 2010 ist die Ausgliederung des Geschäftsbereichs „T-Home” auf die T-Mobile Deutschland GmbH wirksam geworden - dadurch wurde das deutsche Festnetz- und Mobilfunk-Geschäft in einer Gesellschaft zusammengeführt. Zugleich ist die T-Mobile Deutschland GmbH - ebenfalls mit Eintragung in das Handelsregister am 30. März 2010 - in Telekom Deutschland GmbH umbenannt worden.

Zusammenschluss von Festnetz und Mobilfunk nun auch in der Slowakei. Nachdem in Ungarn, Montenegro und zum Jahresbeginn 2010 in Kroatien bereits Mobilfunk- und Festnetz-Geschäft zusammengeführt wurden, haben sich auch Slovak Telekom und T-Mobile Slovakia zusammengeschlossen. Somit gehen nun auch die Landesgesellschaften in der Slowakei als „One Company” den gleichen Weg, den wir bereits in Deutschland erfolgreich eingeschlagen haben.

Delisting.

Die Deutsche Telekom hat ihre Börsennotierung an der New Yorker Börse (NYSE) und der Börse in Tokio beendet. Seit dem 21. Juni 2010 werden die Aktien der Deutschen Telekom AG am US-amerikanischen Freihandelsmarkt (Over-the-Counter, OTC) gehandelt. Zudem hat sich die Deutsche Telekom AG bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) deregistriert. Von der Börse in Tokio sind die Aktien der Deutschen Telekom seit dem 15. Juli 2010 delistet.

OTE und Magyar Telekom ziehen sich von der New Yorker Börse zurück. OTE ist seit dem 17. September 2010 und Magyar Telekom seit dem 12. November 2010 mit ihren American Depositary Shares (ADS) nicht mehr an der New Yorker Börse (NYSE) notiert. Beide Unternehmen wollen zudem ihre Berichtspflichten gegenüber der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) beenden (Deregistrierung).

Mitarbeiter.

Deutsche Telekom führt als erstes DAX-30-Unternehmen Frauenquote für Führungspositionen ein. Als erstes Dax-30-Unternehmen haben wir im März 2010 eine Frauenquote für mittlere und obere Führungspositionen eingeführt: Bis 2015 sollen konzernweit 30% der oberen und mittleren Führungspositionen mit Frauen besetzt sein.

Investitionen in Netze und neue Spektren.

Telekom Deutschland GmbH hat erfolgreich an der LTE-Frequenzversteigerung teilgenommen. Im Mai 2010 ersteigerte die Telekom Deutschland GmbH für rund 1,3 Mrd. € Spektren in den Frequenzbereichen 0,8 GHz, 1,8 GHz und 2,6 GHz. Damit können wir ländliche Regionen mit Breitbandanschlüssen versorgen und kurzfristig die ersten „Weißen Flecken” schließen. Im August 2010 haben wir als erster Netzbetreiber eine 4G-Basisstation im brandenburgischen Kyritz in den Live-Betrieb genommen. Im Dezember 2010 startete der Pilotbetrieb mit ausgewählten Kunden in Baden-Württemberg und Brandenburg.

Glasfaserausbau in Deutschland/Fiber-to-the-home. Unsere Rolle als Innovationsführer behaupteten wir im vergangenen Jahr auch, was den Breitbandausbau betrifft. Neben einem weiteren Ausbau der Glasfaserverbindungen unserer Netzinfrastruktur im Verbindungsnetz haben wir 2010 in Deutschland begonnen, Glasfasern bis in die Wohnungen unserer Kunden zu verlegen (Fiber-to-the-home, FTTH). Erste Pilotstädte für diesen Ausbau waren hierbei Hennigsdorf und Braunschweig.

T-Mobile USA bietet das schnellste Netz in den USA an. T-Mobile USA bietet Mobilfunk-Nutzern durch die HSPA+-Technik nun ein 4G-Erlebnis an - einschließlich der Geschwindigkeiten vergleichbar mit anderen 4G-Netzen, die derzeit den Mobilfunk-Nutzern in den USA angeboten werden. So erreicht T-Mobile USA bis zum Jahresende nun 200 Mio. Menschen mit dieser Technologie.

3G-/UMTS-Netzausbau in Europa vorangetrieben. In Österreich, der Tschechischen Republik, Rumänien und Griechenland haben wir den 3G-/UMTS-Netzausbau entscheidend vorangetrieben. So hat beispielsweise T-Mobile Austria das komplette 3G-Netzwerk gemeinsam mit dem Netzwerkausrüster Nokia Siemens Networks ausgetauscht und es auf den neuesten technischen Stand gebracht. In der Tschechischen Republik versorgt T-Mobile nun 39 Städte mit UMTS und testet derzeit die HSPA+-Technologie mit Geschwindigkeiten von bis zu 21 Mbit/s. In Rumänien haben wir bereits in mehreren größeren Städten ein 3G-Netzwerk mit bis zu 21,6 Mbit/s in Betrieb genommen. Die Mobilfunk-Tochter Cosmote in Griechenland kann als erster Anbieter in Griechenland Download-Geschwindigkeiten im mobilen Breitbandmarkt von bis zu 42,2 Mbit/s erzielen.

T-Mobile Niederlande und T-Mobile Austria erwerben jeweils Lizenzen im 2,6 GHz-Bereich. T-Mobile Niederlande hat im Rahmen der Versteigerung von Mobilfunk-Frequenzen im 2,6 GHz-Bereich zweiteilige 10 MHz-Bandbreiten für 109.000 € erworben. Die T-Mobile Austria sicherte sich insgesamt 2 x 20 MHz im Rahmen des 2,6 GHz-Bereichs für einen Betrag von 11 Mio. €. Die erworbenen Frequenzen ermöglichen es, die volle Leistungsbandbreite der neuen 4G-Technologie zu nutzen. Mitte Oktober 2010 schaltete T-Mobile Austria 4G live und vernetzte Innsbruck als erste Stadt Österreichs.

Cosmote Bulgarien (GLOBUL) erwarb zusätzliches Spektrum für das UMTS-Netz. In Bulgarien haben wir über Cosmote Bulgarien - Teil der OTE-Gruppe - Spektrum zum Ausbau des UMTS-Netzes erworben. Damit bauen wir das 3G-Netz von GLOBUL, der Mobilfunk-Marke von Cosmote Bulgarien, weiter aus. Für den Erwerb des von der bulgarischen Kommunikationsaufsichtsbehörde (CRC) vergebenen Spektrums zahlte GLOBUL ein einmaliges Entgelt in Höhe von 17 Mio. BGN sowie ein zusätzliches Jahresentgelt in Höhe von 1 Mio. BGN - umgerechnet ca. 9 Mio. €.

Neue Produkte/Vernetztes Leben und Arbeiten.

DeutschlandLAN. Für das vernetzte Arbeiten bieten wir ein innovatives Komplettpaket an: eine Lösung mit Breitbandanbindung und netzbasierten Anwendungen für die Sprach- und Datenkommunikation via Festnetz und Mobilfunk. Eine übergreifende Kommunikationszentrale macht das vernetzte Arbeiten im Büro und unterwegs einfach und komfortabel.

T-Systems zeigt neue Lösungen für die vernetzte Arbeitswelt. Auf der CeBIT 2010 stellten T-Systems und Continental ein offenes, flexibles und zukunftssicheres Infotainment-Konzept auf Basis des Kommunikationsnetzwerks AutoLinQ vor. Damit können Fahrzeuge über eine Mobilfunk-Verbindung überall und jederzeit im Stil der „Apps" moderner Handys vernetzt werden.

HomeNetwork 2.0 in der T-City. Im Juli 2010 startete das Pilotprojekt HomeNetwork 2.0. Damit können Haushalte unterschiedliche Elektrogeräte vernetzen sowie standortunabhängig und zentral im Blick behalten und steuern.

LIGA total! Interaktiv. Zur Fußballbundesliga-Saison 2010/2011 präsentierten wir die persönliche Live-Konferenz. Abonnenten von LIGA total! haben die Wahl zwischen der Standardkonferenz aus allen parallel laufenden Spielen und einer selbst zusammengestellten, persönlichen Konferenz.

Innovative Endgeräte. Im Jahr 2010 haben wir mit dem Verkauf des iPhone 4 in Deutschland und in allen Ländern unseres operativen Segments Europa begonnen. Dabei haben wir bei den jeweiligen Tarifen das individuelle Nutzerverhalten und die unterschiedlichen technischen Möglichkeiten des jeweiligen Landes berücksichtigt. Ebenso konnten wir als strategischer Partner von Microsoft seit dem vierten Quartal 2010 zwei exklusive und hochwertige Endgeräte mit dem neuen, innovativen Betriebssystem Windows Phone 7 vertreiben, das HTC 7 Mozart und das Samsung Omnia 7. In den USA bieten wir das neue T-Mobile G2 mit Google-Technik an. Dieses bietet Download-Geschwindigkeiten und Websurfen in 4G-Qualität sowie integrierte Google-Dienste. Mit dem G2 betreten wir Neuland: Es ist das erste Smartphone, das speziell für das HSPA+-Netz von T-Mobile USA entwickelt wurde. Ebenfalls brachte T-Mobile USA seinen ersten mobilen Tablet-PC auf Android-Basis heraus: den Samsung Galaxy Tab.

Verbindungen der Zukunft/Drahtlose Internetanbindungen.

Entertain-Neuheiten. Auf der Internationalen Funkausstellung im September 2010 in Berlin präsentierten wir erstmals 3D-Inhalte, die jeder Entertain-Kunde mit einem passenden Fernseher und entsprechender 3D-Brille jederzeit aus der Online-Videothek abrufen kann. Im Jahr 2010 konnten wir zahlreiche HD-Sender wie z.B. Das Erste HD, ZDF HD, TNT Film HD, SyFy, Sport1 + HD anbieten. Auch das Angebot der Online-Videothek haben wir auf 15.000 Titel und 1.500 HD-Inhalte erweitert.

De-Mail. Seit dem 22. Oktober 2010 können zukünftige De-Mail-Nutzer bei uns ihre persönliche Wunschadresse für die sichere und rechtsverbindliche Online-Kommunikation registrieren.

Breitband-Internetzugänge in Flugzeugen. Seit dem 30. November 2010 bieten wir neben mehr als 8.000 Zugangspunkten (HotSpots) in ganz Deutschland auch Breitband-Internetzugänge in Flugzeugen der Deutschen Lufthansa an. Unsere Kunden haben nun dank der Kooperation mit der Deutschen Lufthansa auf Interkontinentalflügen unbegrenzten Internetzugang.

Der Ausbau der Cloud Services und zukunftsweisende Projekte für Großkunden stärken T-Systems.

Immer mehr Energieversorger fragen nicht nur klassische ICT-Dienstleistungen nach, sondern auch Services für das intelligente Stromnetz. Im Jahr 2010 haben wir in diesem Sektor einige neue Verträge über das Auslesen, Übertragen und Aufbereiten von Energiedaten geschlossen.

Dass wir uns auf das Systemgeschäft von Großkunden ausgerichtet haben, hat sich 2010 im In- und Ausland in erfolgreichen Großaufträgen niedergeschlagen. So beziehen Deutsche Post DHL und die DekaBank von T-Systems für jeweils mindestens fünf Jahre wichtige ICT-Services. Auch der Energieversorger E.ON lagert einen Teil der bisher im eigenen Unternehmen erbrachten IT-Services aus. Partner dafür sind T-Systems und Hewlett-Packard. Die Vertragslaufzeit erstreckt sich über maximal sieben, mindestens jedoch fünf Jahre. Das Gesamtvolumen des Auftrags beträgt bis zu 1 Mrd. €.

Erfolgreich war T-Systems auch beim länderübergreifenden Geschäft; das zeigen z.B. Großaufträge im Ausland. So wird T-Systems ein europaweites Telekommunikationsnetz für die Unternehmensstandorte des Touristikkonzerns TUI Travel aufbauen. Auch die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) setzen - mittlerweile seit mehr als zehn Jahren - weiterhin auf die strategische Partnerschaft mit T-Systems und verlängerten ihre bestehenden Verträge bis 2015.

Konzernstruktur.

Zusammenlegung der operativen Segmente Europa und Süd- und Osteuropa

Geschäftstätigkeit und Organisation.

Geschäftstätigkeit.

Wir sind weltweit eines der führenden Dienstleistungsunternehmen in der Telekommunikations- und Informationstechnologiebranche. Unseren Millionen Kunden bieten wir Produkte und Services rund um das vernetzte Leben und Arbeiten an.

Wir richten uns international aus und sind in rund 50 Ländern vertreten. Mehr als die Hälfte des Konzernumsatzes in Höhe von 35,1 Mrd. € erwirtschafteten wir im Geschäftsjahr 2010 außerhalb unseres Heimatmarkts Deutschlands. Insgesamt beschäftigen wir 246.777 Menschen (Dezember 2010).

Wir orientieren uns an den wesentlichen technischen und gesellschaftlichen Trends und prägen diese entscheidend mit: So hält die Digitaltechnik verstärkt Einzug in viele Lebensbereiche. Produkte und Dienste werden immer individueller und personalisierter, die Menschen immer mobiler, und auch die Globalisierung schreitet voran. Die verschiedenen Technologien wachsen immer mehr zusammen. Im Fachjargon heißt das zunehmende Konvergenz. Darum setzen wir auf ein integriertes Produktportfolio, mit dem Kunden auf persönliche Daten wie Musik, Videos oder auch Adressen von allen Endgeräten aus zugreifen können. Über Festnetz und Mobilfunk bieten wir Netzzugänge, Kommunikations- und Mehrwertdienste mit immer höherer Bandbreite an. So fördern wir mit innovativen Produkten und Dienstleistungen die persönliche und soziale Vernetzung der Menschen. Neben dem Stammgeschäft - dem klassischen Anschlussgeschäft im Festnetz und im Mobilfunk - erschließen wir mit Investitionen in intelligente Netze, mit IT-Services sowie mit Internet- und Netzwerkdiensten gezielt neue Wachstumsfelder.

Von uns erhalten Kunden in Deutschland aus einer Hand für sie maßgeschneiderte Produkte und Services und die beste Netzqualität. Dafür haben wir die bislang eigenständigen Geschäftseinheiten für Festnetz (T-Home) und Mobilfunk (T-Mobile) nun auch rechtlich zusammengelegt. Das „T” ist konzernweit unsere Unternehmensmarke; sie wird in Zukunft auch für die ausländischen Beteiligungen fester Bestandteil des Markenauftritts sein.

T-Systems, unsere Großkundensparte, konzentriert sich auf das Geschäft mit netzzentrierten ICT-Lösungen - also mit kombinierten Angeboten aus IT- und TK-Diensten. T-Systems bietet global aufgestellten Unternehmen Komplettlösungen an. In den Fokus rücken darüber hinaus Services wie Cloud Computing und IT-Lösungen für Branchen, die sich im Umbruch befinden, wie z. B. Energie, Gesundheit, Mediendistribution und Automobil.

Organisation.

Der Aufsichtsrat hat am 24. Februar 2010 beschlossen, die Führungsstruktur der beiden bisherigen operativen Segmente Süd- und Osteuropa und Europa neu auszurichten: Am 1. April 2010 wurden die beiden operativen Segmente zum neuen operativen Segment Europa zusammengelegt. Somit berichten wir seit dem 1. April 2010 die vier folgenden operativen Segmente:

- Deutschland,

- Europa,

- USA,

- Systemgeschäft.

Das Festnetz-Geschäft umfasst alles rund um die Sprach- und Datenkommunikation durch Festnetz- bzw. Breitbandtechnik. Dazu gehören sowohl der Vertrieb von Endgeräten und sonstiger Hardware als auch der Vertrieb der Dienste an Wiederverkäufer.

Das Mobilfunk-Geschäft bietet Privat- und Geschäftskunden mobile Sprach-und Datendienste an. In Verbindung mit diesen Diensten verkaufen wir Mobilfunk-Geräte und andere Hardware. Darüber hinaus vertreiben wir T-Mobile Dienste auch an Wiederverkäufer sowie an Gesellschaften, die Netzleistungen einkaufen und selbstständig an Dritte vermarkten (Mobile Virtual Network Operator, MVNO).

Bei den vier operativen Segmenten wird die Geschäftstätigkeit wie folgt aufgeteilt: bei drei Segmenten nach Regionen, bei einem Segment nach Kunden und Produkten.

Das operative Segment Deutschland umfasst sämtliche Aktivitäten des Festnetz- und Mobilfunk-Geschäfts in Deutschland. Darüber hinaus erbringt das operative Segment Deutschland Telekommunikationsvorleistungen für andere operative Segmente im Konzern.

Das operative Segment Europa umfasst sämtliche Aktivitäten aus Festnetz- und Mobilfunk-Geschäft der Landesgesellschaften in Griechenland, Rumänien, Ungarn, Polen, der Tschechischen Republik, Kroatien, den Niederlanden, der Slowakei, Österreich, Bulgarien, Albanien, EJR Mazedonien und Montenegro sowie des Joint Venture in Großbritannien. Ebenso dazu gehört der Bereich International Carrier Sales and Services, der hauptsächlich Telekommunikationsvorleistungen für andere operative Segmente im Konzern erbringt.

Das operative Segment USA umfasst sämtliche Mobilfunk-Aktivitäten auf dem US-amerikanischen Markt.

Das operative Segment Systemgeschäft bündelt unter der Marke T-Systems das Geschäft für ICT-Produkte und -Lösungen für große multinationale Unternehmen. Das operative Segment bietet seinen Kunden Informations- und Kommunikationstechnik aus einer Hand. Für multinationale Konzerne und öffentliche Institutionen entwickelt und betreibt das operative Segment Infrastruktur- und Branchenlösungen. Das Angebot reicht von Standardprodukten über IP-basierte Hochleistungsnetze bis zur Realisierung kompletter ICT-Lösungen.

Die Konzernzentrale & Shared Services umfassen alle Konzerneinheiten, die nicht direkt einem der operativen Segmente zugeordnet sind. Die Konzernzentrale übernimmt die strategischen und segmentübergreifenden Steuerungsaufgaben. Die sog. Shared Services sind für alle sonstigen operativen Aufgaben zuständig, die nicht unmittelbar das Kerngeschäft der operativen Segmente betreffen. Zu den Shared Services zählen unter anderen neben Vivento, die dafür verantwortlich ist, im Rahmen des Personalumbaus Mitarbeitern neue Beschäftigungsmöglichkeiten zu vermitteln, der Bereich „Grundstücke und Gebäude” und die DeTeFleetServices GmbH als Komplettanbieter von Fuhrparkmanagement und Mobilitätsleistungen. Des Weiteren umfassen die Konzernzentrale & Shared Services auch das Vorstandsressort Technologie und Innovation. Die Shared Services erbringen ihre Leistungen schwerpunktmäßig in Deutschland.

Rechtliche Konzernstruktur.

Die Deutsche Telekom AG, Bonn, ist das Mutterunternehmen des Deutsche Telekom Konzerns. Ihre Aktien werden neben Frankfurt am Main auch an anderen deutschen Börsen gehandelt.

□ Hinsichtlich der Angaben des Grundkapitals gemäß § 289 Abs. 4 Nr. 1 HGB wird auf die Anmerkung 15 im Anhang verwiesen.

Eigenkapital.

Jede Aktie gewährt eine Stimme. Eingeschränkt sind diese Stimmrechte jedoch bei den eigenen Anteilen (per 31. Dezember 2010: rund 2 Mio. Stück) und den sog. Trust (Treuhänder)-Aktien (per 31. Dezember 2010: rund 19 Mio. Stück). Die Trust-Aktien stehen im Zusammenhang mit dem Erwerb von VoiceStream und Powertel im Jahr 2001. Im Rahmen dieser Akquisitionen gab die Deutsche Telekom neue Aktien aus genehmigtem Kapital an Treuhänder aus, u. a. zugunsten von Inhabern von Optionsscheinen, Optionen und Umtauschrechten. Was die an Trusts ausgegebenen Aktien betrifft, verzichtet der jeweilige Treuhänder - solange der Trust besteht -auf Stimmrechte und Bezugsrechte sowie grundsätzlich auf Dividendenrechte. Die an die Trusts ausgegebenen Aktien können auf Weisung der Deutschen Telekom über die Börse verkauft werden, wenn die Berechtigten ihre Options-, Umtausch- bzw. Wandlungsrechte nicht ausüben oder diese erlöschen. Der Veräußerungserlös fließt der Deutschen Telekom zu.

Rückkauf eigener Aktien. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Mai 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum 2. November 2011 Aktien der Gesellschaft mit einem auf diese entfallenden Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 1.116.497.918,20 € mit folgender Maßgabe zu erwerben: Auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, entfallen zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des Grundkapitals der Gesellschaft. Ferner sind die Voraussetzungen des § 71 Abs. 2 Sätze 2 und 3 AktG zu beachten. Der Erwerb darf nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien erfolgen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Der Erwerb kann innerhalb des Ermächtigungszeitraums bis zur Erreichung des maximalen Erwerbsvolumens in Teiltranchen, verteilt auf verschiedene Erwerbszeitpunkte, erfolgen. Der Erwerb kann auch durch von der Deutschen Telekom AG im Sinn von § 17 AktG abhängige Konzernunternehmen oder durch Dritte für Rechnung der Deutschen Telekom AG oder für Rechnung von nach § 17 AktG abhängigen Konzernunternehmen der Deutschen Telekom AG durchgeführt werden. Der Erwerb erfolgt unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53a AktG) über die Börse. Er kann stattdessen auch mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kauf- oder Aktientauschangebots erfolgen, bei dem, vorbehaltlich eines zugelassenen Ausschlusses des Andienungsrechts, der Gleichbehandlungsgrundsatz ebenfalls zu wahren ist.

Der Hauptversammlungsbeschluss vom 3. Mai 2010 hat den Vorstand u. a. auch dazu ermächtigt, Aktien der Deutschen Telekom AG, die aufgrund der vorstehenden Ermächtigung erworben werden, einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Auf Grundlage dieser Ermächtigung hat der Vorstand am 27. Juli 2010 die Durchführung eines Aktienrückkaufprogramms beschlossen.

Das Rückkaufprogramm wurde am 3. Dezember 2010 abgeschlossen. Insgesamt wurden 40.001 Tsd. Stück Aktien mit einem Gesamterwerbsvolumen von insgesamt 400 Mio.€ (ohne Nebenkosten) erworben (durchschnittlicher Kaufpreis pro Aktie: 9,99 €). Am 14. Dezember 2010 hat der Vorstand beschlossen, das Grundkapital der Deutschen Telekom AG entsprechend herabzusetzen und die erworbenen Aktien einzuziehen. Als Folge daraus verringerte sich zum 31. Dezember 2010 das gezeichnete Kapital um 102 Mio. € (rechnerischer Wert pro Aktie: 2,56 €) und die Gewinnrücklagen des Konzerns um 400 Mio. €. Der Kapitalrücklage wurden 102 Mio. € gemäß § 237 Abs. 5 AktG zugeführt.

Genehmigtes Kapital und bedingtes Kapital. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2009 ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 29. April 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 2.176.000.000 € durch Ausgabe von bis zu 850.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Diese Ermächtigung kann vollständig oder ein- oder mehrmals in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, um neue Aktien auszugeben im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen, einschließlich der Erhöhung bestehenden Anteilsbesitzes, oder von anderen mit einem solchen Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehenden einlagefähigen Wirtschaftsgütern, einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft. Der Vorstand ist darüber hinaus ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2009/I).

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2009 darüber hinaus ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 29. April 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 38.400.000 € durch Ausgabe von bis zu 15.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann vollständig oder ein- oder mehrmals in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Die neuen Aktien dürfen nur zur Gewährung von Aktien an Mitarbeiter der Deutschen Telekom AG und der nachgeordneten verbundenen Unternehmen ausgegeben werden (Belegschaftsaktien). Die neuen Aktien können dabei auch an ein Kreditinstitut oder ein anderes die Voraussetzungen des § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG erfüllendes Unternehmen ausgegeben werden, das die Aktien mit der Verpflichtung übernimmt, sie ausschließlich zur Gewährung von Belegschaftsaktien zu verwenden. Soweit gesetzlich zulässig, können die Belegschaftsaktien auch in der Weise ausgegeben werden, dass die auf sie zu leistende Einlage aus dem Teil des Jahresüberschusses gedeckt wird, den Vorstand und Aufsichtsrat nach § 58 Abs. 2 AktG in andere Gewinnrücklagen einstellen können. Die als Belegschaftsaktien auszugebenden Aktien können auch im Wege von Wertpapierdarlehen von einem Kreditinstitut oder einem anderen die Voraussetzungen des § 186 Abs. 5 Satz 1 AktG erfüllenden Unternehmen beschafft und die neuen Aktien zur Rückführung dieser Wertpapierdarlehen verwendet werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2009/II).

Das Grundkapital ist zum 31. Dezember 2010 um bis zu 31 813 089,28 € bedingt erhöht - eingeteilt in bis zu 12 426 988 neue auf den Namen lautende Stückaktien (Bedingtes Kapital II). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Erfüllung von Bezugsrechten auf Aktien aus Aktienoptionen, die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses für einen Aktienoptionsplan 2001 der Hauptversammlung vom 29. Mai 2001 in der Zeit bis zum 31. Dezember 2003 an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Führungskräfte der Ebenen unterhalb des Vorstands der Gesellschaft sowie an weitere Führungskräfte, Leiter und Spezialisten der Gesellschaft und an Vorstände, Mitglieder der Geschäftsführung und weitere Führungskräfte, Leiter und Spezialisten von nachgeordneten Konzernunternehmen im In- und Ausland begeben wurden. Sie wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Bezugsrechte von ihren Bezugsrechten Gebrauch machen.

Das Grundkapital ist zum 31. Dezember 2010 um 1.100.000.000 € bedingt erhöht - eingeteilt in bis zu 429.687.500 auf den Namen lautende Stückaktien (Bedingtes Kapital 2010). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie

a) die Inhaber bzw. Gläubiger von Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) mit Options- oder Wandlungsrechten, die von der Deutschen Telekom AG oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Mai 2010 bis zum 2. Mai 2015 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder
b) die aus von der Deutschen Telekom AG oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Mai 2010 bis zum 2. Mai 2015 ausgegebenen oder garantierten Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) Verpflichteten ihre Options- bzw. Wandlungspflicht erfüllen

und nicht andere Erfüllungsformen eingesetzt werden. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Options- oder Wandlungsrechten oder durch Erfüllung von Options- bzw. Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, § 5 Abs. 5 der Satzung entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des bedingten Kapitals und nach Ablauf sämtlicher Options- bzw. Wandlungsfristen zu ändern.

Wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels (Change of Control).

Die wesentlichen Vereinbarungen der Deutschen Telekom AG, die eine Klausel für den Fall einer Übernahme (Change of Control) der Deutschen Telekom AG enthalten, betreffen hauptsächlich bilaterale Kreditfazilitäten sowie mehrere Darlehensverträge. Im Übernahmefall haben die jeweiligen Kreditgeber das Recht, die Fazilität zu kündigen und ggf. fällig zu stellen bzw. die Rückzahlung der Darlehen zu verlangen. Dabei wird eine Übernahme angenommen, wenn ein Dritter die Kontrolle über die Deutsche Telekom AG erlangt; dies kann auch eine gemeinschaftlich handelnde Gruppe sein.

Ferner haben die anderen Konsortialpartner von Toll Collect (Daimler Financial Services AG und Cofiroute SA) eine Call Option für den Fall, dass ein Wechsel in der Eigentümerstruktur der Deutschen Telekom AG dadurch eintritt, dass mehr als 50% des Aktienkapitals oder der Stimmrechte von einem neuen Gesellschafter gehalten werden, die er zuvor nicht besaß, und die anderen Konsortialpartner diesem Wechsel nicht zugestimmt haben. Bei der Zurechnung von Stimmrechten gilt § 22 Abs. 1 WpHG analog.

Sollte die Deutsche Telekom AG von einem Unternehmen übernommen werden, das kein Telekommunikationsunternehmen aus der Europäischen Union oder den USA mit ähnlicher Größe und vergleichbarem Standing wie die Deutsche Telekom AG ist, kann der griechische Staat alle Anteile der Deutschen Telekom AG an der griechischen Hellenic Telecommunications Organization S.A., Athen, Griechenland (OTE) von der Deutschen Telekom AG erwerben. Eine Übernahme in diesem Sinne liegt vor, wenn eine oder mehrere Personen - mit Ausnahme der Bundesrepublik Deutschland - direkt oder indirekt 35% der Stimmrechte an der Deutschen Telekom AG erwerben.

Im Rahmen der Gründung des Joint Venture Everything Everywhere in Großbritannien haben die Deutsche Telekom AG und France Télécom S.A. im Joint Venture Agreement vereinbart, dass die France Télécom für den Fall, dass die Deutsche Telekom unter den beherrschenden Einfluss eines Dritten gelangt, für die Dauer eines Jahres von sämtlichen den Gesellschaftern im Hinblick auf eine Übertragung ihrer Anteile auferlegten Restriktionen befreit ist. Eine Übertragung von Anteilen an Wettbewerber ist aber auch in diesem Fall untersagt.

Konsolidierungskreisveränderungen.

□ Die wesentlichen Tochterunternehmen der Deutschen Telekom AG werden im Konzern-Anhang im Abschnitt „Grundlagen und Methoden” unter „Wesentliche Tochterunternehmen” aufgeführt. Im Konzernabschluss der Deutschen Telekom werden neben der Deutschen Telekom AG 64 inländische und 177 ausländische Tochterunternehmen vollkonsolidiert (31. Dezember 2009: 62 und 182). Zusätzlich werden 13 assoziierte Unternehmen (31. Dezember 2009: 12) und 5 Gemeinschaftsunternehmen (31. Dezember 2009: 5) nach der Equity-Methode einbezogen.

Im Folgenden werden Unternehmenszusammenschlüsse und sonstige Unternehmenstransaktionen im Geschäftsjahr 2010 erläutert:

Erwerb der STRATO. Die Deutsche Telekom unterzeichnete am 19. November 2009 einen Vertrag mit der Freenet AG zur Übernahme von 100% der Anteile an dem Webhosting-Anbieter STRATO AG und der STRATO Rechenzentrum AG (im Folgenden: STRATO). Am 1. Januar 2010 hat die Deutsche Telekom die Beherrschung über die STRATO erlangt. In Deutschland und Europa ist die STRATO-Gruppe der zweitgrößte Webhosting-Anbieter. Neben dem Hauptmarkt Deutschland ist sie auch in den Ländern Spanien, Niederlande, Frankreich, Großbritannien und Italien tätig.

Anteilserwerb Firstgate (ClickandBuy). Die Deutsche Telekom hat am 23. März 2010 einen Vertrag mit den ehemaligen Anteilseignern zum Erwerb der ausstehenden Anteile an dem Internetzahlungsanbieter Firstgate unterzeichnet. Das Datum des Kontrollübergangs und damit der Zeitpunkt der erstmaligen Vollkonsolidierung war der 1. April 2010. Bereits seit 2006 war die Deutsche Telekom über ihr Venture Capital Unternehmen T-Venture an der durch die Marke ClickandBuy bekannten Firstgate mit 20,2% beteiligt.

Joint Venture Everything Everywhere in Großbritannien. Die Deutsche Telekom AG und France Télécom S.A. haben mit Wirkung zum 1. April 2010 die Gesellschaften T-Mobile UK und Orange UK in ein Joint Venture mit dem Namen Everything Everywhere zusammengelegt. Beide Gesellschaften halten einen 50-prozentigen Anteil an der neuen Gesellschaft. Die Deutsche Telekom hat die T-Mobile UK in das neue Joint Venture eingebracht. Als Folge daraus wird das Joint Venture nun als Beteiligung an at equity bilanzierten Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen.

Leitung und Kontrolle.

Die Führungs- und Kontrollstrukturen sowie das Vergütungssystem für Vorstand und Aufsichtsrat orientieren sich am langfristigen Erfolg des Konzerns und folgen insbesondere den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Die Geschäftsverteilung des Vorstands sieht acht Vorstandsbereiche vor. Fünf davon sind die zentralen Führungsbereiche:

Vorstandsvorsitzender

und die Vorstandsressorts

Finanzen,
Personal,
Datenschutz, Recht und Compliance,
Technologie und Innovation.

Zudem gibt es drei weitere segmentbezogene Vorstandsbereiche:

Deutschland,
Europa,
T-Systems.

Veränderungen im Vorstand. Am 17. Dezember 2009 hat der Aufsichtsrat dem Wunsch von Hamid Akhavan entsprochen, sein Vorstandsmandat mit Wirkung zum 15. Februar 2010 niederzulegen. Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom hat am 29. Januar 2010 dem Vorschlag des Vorstands zugestimmt, die Zuständigkeiten für die bisherigen Aufgabenbereiche von Hamid Akhavan zunächst kommissarisch zu regeln. Dazu haben die Vorstandsmitglieder Guido Kerkhoff und Reinhard Clemens kommissarisch die Aufgaben von Hamid Akhavan übernommen. Guido Kerkhoff war seit dem 15. Februar 2010 kommissarisch für das operative Segment Europa (Großbritannien, die Niederlande, Österreich, Polen und Tschechische Republik) sowie International Sales und Service zuständig. Reinhard Clemens übernahm ab diesem Zeitpunkt konzernübergreifend die Führung der restlichen Bereiche des Chief Operating Office (COO) wie Produkte & Innovation, Technik, IT und Einkauf - dies ebenfalls kommissarisch.

Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom hat am 24. Februar 2010 dem Vorschlag des Vorstands zugestimmt, den Zuständigkeitsbereich von Guido Kerkhoff dauerhaft zu erweitern. Guido Kerkhoff verantwortet seit dem 1. April 2010 neben dem operativen Segment Süd- und Osteuropa das operative Segment Europa. Das bisherige Vorstandsressort Chief Operating Office (COO) wurde entsprechend verändert. Seit dem 1. April 2010 sind diese beiden operativen Segmente zusammengeführt und werden unter dem Namen operatives Segment Europa fortgeführt.

In der Aufsichtsratssitzung am 2. Mai 2010 hat der Aufsichtsrat Edward R. Kozel mit Wirkung zum 3. Mai 2010 zum neuen Vorstand der Deutschen Telekom bestellt. Edward R. Kozel übernimmt als Vorstand Technologie und Innovation/Chief Technology and Innovation Officer (CTIO) und verantwortet damit die Bereiche Technik, IT, Einkauf sowie Produkte & Innovation für das Standardgeschäft (Privat- und Geschäftskunden).

Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom überwacht die Geschäftsführung des Vorstands und berät ihn. Er setzt sich aus 20 Mitgliedern zusammen, von denen 10 die Aktionäre und 10 die Arbeitnehmer vertreten.

Die Bestellung und Abberufung von Mitgliedern des Vorstands erfolgt auf Grundlage der §§ 84, 85 AktG, § 31 MitbestG. Änderungen der Satzung richten sich nach den §§ 179, 133 AktG und § 18 der Satzung. Dabei ist der Aufsichtsrat gemäß § 21 der Satzung ermächtigt, die Satzung ohne Beschluss der Hauptversammlung an neue gesetzliche Vorschriften anzupassen, die für die Gesellschaft verbindlich werden, und Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung betreffen.

Zusammensetzung des Vorstands zum 31. Dezember 2010.

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Mitglieder des Vorstands Ressort
René Obermann Vorstandsvorsitzender (CEO)/USA
Dr. Manfred Balz Datenschutz, Recht und Compliance
Reinhard Clemens T-Systems
Niek Jan van Damme Deutschland
Timotheus Höttges Finanzen (CFO)
Guido Kerkhoff Europa
Edward R. Kozel Technologie und Innovation
Thomas Sattelberger Personal

Grundlagen der Vorstandsvergütung. Der Aufsichtsrat hat am 24. Februar 2010 ein neues System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder beschlossen. Umgesetzt wurden dabei die seit dem 5. August 2009 geltenden Regelungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG). Die Hauptversammlung der Deutschen Telekom AG vom 3. Mai 2010 billigte dieses neue System. Dienstverträge der Vorstände, die bereits vor Inkrafttreten des VorstAG bestanden haben, unterliegen gemäß den Gesetzesbegründungsmaterialien (Drucksache 16/13433) einem Bestandsschutz. Dennoch besteht für diese Vorstandsmitglieder die Möglichkeit, freiwillig in das neue Vergütungssystem zu wechseln.

□ Für weitere Details zur Vorstandsvergütung und den Angaben nach § 314 Handelsgesetzbuch, dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 17 (DRS 17) sowie die Angaben nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex verweisen wir auf die Angabe 39 im Konzern-Anhang.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Die Mitglieder des Vorstands haben auf Basis der mit ihnen geschlossenen Dienstverträge einen Anspruch auf: eine jährliche feste Vergütung, eine jährliche variable Erfolgsvergütung, eine langfristig ausgelegte variable Vergütungskomponente sowie Anspruch auf Nebenleistungen und auf Anwartschaften aus einer betrieblichen Pensionszusage. Der Aufsichtsrat legt die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand fest. Diese Struktur und die Angemessenheit der Vergütung überprüft er regelmäßig.

Die feste Vergütung ist bei allen Vorstandsmitgliedern gemäß den aktienrechtlichen Anforderungen unter Beachtung der marktüblichen Vergütungen festgelegt. Es ist sichergestellt, dass die Vorstandsvergütung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet ist und im Neusystem die variablen Vergütungsbestandteile eine Bemessungsgrundlage über mehrere Jahre haben.

Der Aufsichtsrat kann zudem nach seinem pflichtgemäßen Ermessen außerordentliche Leistungen einzelner oder aller Vorstandsmitglieder in Form einer besonderen Erfolgstantieme vergüten.

In markt- und konzernüblicher Weise gewährt die Gesellschaft allen Mitgliedern des Vorstands aus ihren Vorstandsverträgen weitere Leistungen, die zum Teil als geldwerte Vorteile angesehen und entsprechend versteuert werden; so vor allem die Überlassung eines Geschäftsfahrzeugs sowie die Gewährung von Unfallversicherungs- und Haftpflichtschutz und Leistungen im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung.

Nebentätigkeiten sind grundsätzlich genehmigungspflichtig. Die Übernahme von Management- und Aufsichtsratsfunktionen in Konzerngesellschaften erfolgt grundsätzlich unentgeltlich.

Konzernstrategie und Konzernsteuerung.

Neue Konzernstrategie // Fünf Wachstumsfelder // 3–jährige Finanzstrategie bis 2012

Konzernstrategie.

Verbessern – Verändern – Erneuern. Seit März 2010 setzen wir unsere neue Strategie erfolgreich um. Ständiger, dynamischer Wandel und globale Trends prägen das Bild der Telekommunikationsbranche. Das betrifft alle relevanten Bereiche: das Festnetz, den Mobilfunk und das Internet.

Auch in Zukunft bleibt die Infrastruktur die Basis unseres Geschäfts. Wir gehen davon aus, dass die Gigabit-Gesellschaft nach immer schnelleren Netzen verlangt. Zwei Punkte sind hier entscheidend, um effizient und erfolgreich zu sein: die Netze der nächsten Generation und standardisierte IT. Daneben wird es für Telekommunikationsanbieter künftig auch verstärkt darum gehen, Wachstumspotenziale zu realisieren. Erhebliche Wachstumschancen sehen wir z. B. beim mobilen Internet und bei Internetangeboten. Was erwarten die Kunden? Einen sicheren und universellen Zugang zu allen Diensten – und das mit allen Endgeräten. Bei den Geschäftskunden bieten unserer Meinung nach Cloud Computing und Dynamic Computing großes Wachstumspotenzial. Zudem werden in Zukunft Intelligente Netze die anstehenden Veränderungen in Branchen wie Energie, Gesundheit, Medien und Verkehr/Automobil unterstützen. Grundsätzlich sind wir nach wie vor davon überzeugt, dass eine starke nationale Wettbewerbsposition wichtig für ein profitables Geschäft ist.

Nachdem wir unsere bisherige Strategie „Konzentrieren und gezielt wachsen” in den Jahren 2007 bis 2009 erfolgreich umgesetzt haben, entwickelten wir mit der im März 2010 vorgestellten neuen Strategie „Verbessern – Verändern – Erneuern” unsere strategische Ausrichtung weiter. Wir richten uns gezielt auf die Herausforderungen und Chancen im Markt aus und sichern so langfristig unsere erfolgreiche Position. Unsere Vision ist es weiterhin, ein internationaler Marktführer für vernetztes Leben und Arbeiten zu werden. Darum bauen wir in den kommenden Jahren unser Geschäftsmodell konsequent um – mit Investitionen in Intelligente Netze, mit IT-Services sowie Internet- und Netzwerkdiensten. Mit dieser Strategie positionieren wir uns entlang der gesamten Wertschöpfungskette und treten als ein offener Partner sowohl für Privat- und Geschäftskunden als auch für die Internetbranche auf.

Wir haben fünf neue strategische Handlungsfelder definiert:

– Verbessern der Performance im Mobilfunk.

– Vorsprung auf integrierten Märkten.

– Netze und Prozesse für die Gigabit-Gesellschaft.

– Vernetztes Leben vom Handy bis zum Fernseher.

– Vernetztes Arbeiten mit führenden ICT-Lösungen.

In diesen Handlungsfeldern setzen wir die neue Strategie konsequent um und konnten bereits in allen Feldern erste Erfolge erzielen.

Verbessern der Performance im Mobilfunk.

In allen Ländern, in denen wir überwiegend Mobilfunk-Dienste anbieten, wollen wir noch leistungsfähiger werden und gezielt in Technologien der nächsten Generation investieren, innovative Dienste entwickeln und unser Portfolio an Mobilfunk-Geräten erweitern.

So ist in Großbritannien das neu gegründete Joint Venture Everything Everywhere erfolgreich als Marktführer gestartet und zwar gemessen an der gemeinsamen Kundenbasis. In den USA haben wir eine neue strategische Ausrichtung festgelegt, um unsere Wettbewerbsposition weiter zu verbessern. Im Jahr 2010 steigerten wir dort dank unseres 3G-/4G-Netzes den durchschnittlichen Datenumsatz je Kunde in einer Größenordnung von mehr als 20%. Darüber hinaus erreichten wir auch in den anderen auf Mobilfunk fokussierten Märkten eine bessere Position, so z. B. in den Niederlanden und Polen, wo wir unsere Datenumsätze ebenfalls deutlich erhöhten.

Vorsprung auf integrierten Märkten.

Den Weg der Integration von Festnetz und Mobilfunk, den wir im Rahmen des Projekts „One Company” eingeschlagen haben, setzen wir auch mit der neuen Strategie planmäßig fort. Durch die in diesem Jahr erfolgreich abgeschlossene Integration in Deutschland und in einigen europäischen Märkten (z.B. in Kroatien und der Slowakei) können wir zusätzliche Umsätze erzielen, den Service weiter verbessern und Synergien erzeugen. Zudem haben wir unsere Europaaktivitäten organisatorisch neu aufgestellt. Mit gutem Ergebnis: Die EBITDA-Margen liegen in den integrierten Märkten weiterhin auf hohem Niveau – und das, obwohl die gesamtwirtschaftliche Situation in einigen Ländern schwierig war.

Mit neuen, innovativen Diensten und Tarifen können wir uns besser gegenüber den Wettbewerbern differenzieren. Beispielsweise haben unsere Kunden bereits heute über das Mediencenter jederzeit Zugriff auf ihre Musik, ihre Bilder und andere Medieninhalte – egal, ob am PC, am Fernseher oder dem Smartphone. LIGA total!, das Fußballangebot der Deutschen Telekom in Deutschland, ist ebenfalls auf verschiedenen Bildschirmen zuhause und unterwegs zu empfangen.

Netze und Prozesse für die Gigabit-Gesellschaft.

Beim globalen Datenverkehr erwarten wir in den nächsten Jahren einen rasanten Anstieg. Unser Ziel ist es deshalb, das operative Geschäft weiter zu transformieren, indem wir einerseits effizienter werden und andererseits für die nachgefragte, größere Bandbreite sorgen. Daher richten wir unseren Fokus darauf:

– die Glasfasernetze auszubauen und die Mobilfunknetze mit HSPA+ und LTE weiterzuentwickeln,

das All-IP-Konzept konsequent umzusetzen,
die IT-Fabrik schneller und flexibler zu machen,
führende Enabling-Kompetenzen kontinuierlich auszubauen.

Um diese Ziele zu erreichen, haben wir bereits erste Schritte unternommen. Wir haben zusätzliche Mobilfunk-Frequenzen u. a. in Deutschland, den Niederlanden und Österreich erworben. Beim Netzausbau konnten wir weitere Fortschritte erzielen und haben in Deutschland im Jahr 2010 mehr als 3 000 zusätzliche UMTS-Standorte in Betrieb genommen. Außerdem haben wir damit begonnen, das LTE-Netz in mehreren Ländern auszubauen. In den USA bieten wir mit dem schnellen Übertragungsstandard HSPA+ jetzt das größte 4G-Netz in Amerika, das aktuell in 100 Großstädten verfügbar ist und mit dem wir eine Abdeckung von 200 Mio. Einwohnern erreichen.

Auf der Festnetz-Seite bauen wir unsere Netze ebenfalls weiter aus. Unsere Milliardeninvestitionen sorgen für eine immer größere Abdeckung der Haushalte mit schnellen Breitbandanschlüssen. In Zahlen ausgedrückt: Als Marktführer in Deutschland haben wir rund 12 Mio. Breitbandanschlüsse im Bestand, daneben haben sich 342 Tsd. Kunden für einen VDSL-Anschluss der Deutschen Telekom entschieden.

Vernetztes Leben vom Handy bis zum Fernseher.

Ein strategisches Ziel ist es, innovative, geräteübergreifende und konvergente Dienste bereitzustellen. Die größten Wachstumschancen sehen wir bei der Mobilisierung von Datendiensten, insbesondere bei dem mobilen Internet. Im Bereich Vernetztes Leben entwickeln und vermarkten wir eigenständig zentrale Angebote, so z.B. innovative Kommunikationslösungen rund um das persönliche netzbasierte Adressbuch, welches wir bereits in fünf Ländern erfolgreich auf den Markt gebracht haben (z.B. unser Produkt myPhonebook in Deutschland). Natürlich legen wir auch viel Wert darauf, unsere Kunden mit attraktiven Endgeräten auszustatten. Mit dem Vertrieb von Smartphones haben wir in Deutschland und den USA erste Erfolge erzielt: In Deutschland sind in etwa 50% aller verkauften Endgeräte Smartphones; in den USA besitzen nun mehr als 8 Mio. unserer Kunden ein Smartphone für das dortige 3G-/4G-Netz – mehr als eine Verdopplung gegenüber dem Vorjahr.

Darüber hinaus positioniert sich die Deutsche Telekom als Wegweiser für digitale Inhalte, indem wir Medieninhalte gezielt und personalisiert verknüpfen und verteilen. Mit gezielten Zukäufen (z. B. ClickandBuy und STRATO) haben wir unser Portfolio im wachstumsstarken Internetgeschäft ergänzt. Weiterer Baustein unseres Erfolgs ist unsere starke Position im europäischen TV-Geschäft. In Deutschland haben wir seit Markteinführung bereits 1,6 Mio. Entertain-Pakete vermarktet und unsere TV-Kundenzahl in den süd- und osteuropäischen Märkten auf 2,3 Mio. gesteigert (+23% gegenüber 2009).

Vernetztes Arbeiten mit führenden ICT-Lösungen.

Die Deutsche Telekom bietet Geschäftskunden maßgeschneiderte Lösungen im Bereich Informations- und Kommunikationstechnologie und nutzt T-Systems bei der fortschreitenden Standardisierung interner IT-Lösungen. Dazu wird T-Systems weiter umgebaut und ihre Profitabilität auf Branchenniveau gehoben. T-Systems konnte den externen Umsatz mit IT-Services im Jahr 2010 erfolgreich steigern und dabei verstärkt auf internationalen Märkten hinzugewinnen.

Wir haben intelligente und innovative Angebote rund um sichere Cloud Dienste geschaffen, die unsere Geschäftskunden gerne in Anspruch nehmen. T-Systems positionieren wir als offenen Partner, eben auch für andere Branchen; so möchten wir Wachstumsmöglichkeiten bei ICT-Lösungen in Branchen nutzen, die sich im Umbruch befinden. Innerhalb dieser Initiative haben wir vier neue Geschäftsfelder geschaffen, um Intelligente Netzlösungen zu entwickeln: Energie, Gesundheit, Mediendistribution und Vernetztes Automobil. Auch hier konnten wir schon erste Erfolge verbuchen. So wurde z. B. auf der CeBIT 2010 mit Continental vereinbart, gemeinsam ein offenes, flexibles und zukunftssicheres Infotainment- Konzept für vernetzte Fahrzeuge zu entwickeln. Ein weiterer Erfolg ist die Kooperation mit ABB zur Entwicklung intelligenter Stromnetze der Zukunft.

Wachstumsfelder der Deutschen Telekom.

Die erzielten Erfolge in den strategischen Handlungsfeldern wirken direkt und positiv auf die wesentlichen Wachstumsfelder der Deutschen Telekom.

Unser größtes Wachstumsfeld ist das Mobile Internet. Hierunter fallen alle Umsätze, die wir mit mobilen Datendiensten erzielen. Unser Ziel: in diesem Bereich bis zum Jahr 2015 einen Umsatz von rund 10 Mrd. € zu erreichen. Dazu haben wir in unseren Ländergesellschaften entsprechende Initiativen gestartet.

Ein weiteres für uns sehr wichtiges Wachstumsfeld ist das Vernetzte Zuhause. Hier bündeln wir alle Umsätze, die wir mit unseren bereits bestehenden Double- und Triple-Play-Angeboten – also unseren Festnetz- basierten Sprach-, Daten- und TV-Diensten – erzielen. Auch unsere künftigen innovativen Produkte für das Vernetzte Zuhause, wie z.B. der Home Gateway oder auch die Personal Communication Suite, zählen zu diesem Bereich. Unser Ziel hier: bis 2015 rund 7 Mrd. € Umsatz.

Unser gesamtes Internetangebot fassen wir ebenfalls in einem Wachstumsfeld zusammen, das hauptsächlich aus drei Blöcken besteht: Online-Werbung (z. B. auf den Internetseiten der Scout Gruppe, auf den Mobiltelefonen, auf unseren Fernsehangeboten), den digitalen Inhalten unserer Load Familie (Musik, Video, Spiele und Software) sowie den sog. „Near Access Services” – hierzu gehören z. B. das Bereitstellen von Webseiten und der Verkauf von Sicherheitssoftware. Unser Ziel ist es, den Umsatz mit den Internetangeboten bis 2015 auf 2 bis 3 Mrd. € zu steigern.

In einem weiteren Wachstumsfeld messen wir alle extern erzielten Umsätze der T-Systems; hierzu gehören entsprechend der neuen Strategie insbesondere auch Geschäfte mit innovativen Cloud Services. Für 2015 haben wir uns das Ziel gesteckt, insgesamt rund 8 Mrd. € Umsatz durch die T-Systems mit externen Kunden zu erwirtschaften.

Das Wachstumsfeld Intelligente Netzlösungen umfasst das neue Geschäft in Branchen, die sich im Umbruch befinden, wie Energie, Gesundheit, Medien und Verkehr/Automobil. Hier haben wir uns bis 2015 etwa 1 Mrd. € Umsatz als Ziel gesetzt. Um dies zu schaffen, haben wir in diesem Jahr vier neue Geschäftsbereiche gegründet, die innovative Lösungen entwickeln und vermarkten.

Wachstumsfelder der Deutschen Telekom.

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Ambitionsniveau 2015

Umsatz

in Mrd. €
Mobile Internet \= 10
Vernetztes Zuhause \= 7
Internetangebot 2 bis 3
T-Sytems (externer Umsatz) \= 8
Intelligente Netzlösungen (Energie, Gesundheit, Mediendistribution, Vernetztes Automobil) \= 1

Insgesamt wollen wir die Umsätze in den Wachstumsfeldern bis zum Jahr 2015 nahezu verdoppeln – von 15 Mrd. € im Jahr 2009 auf dann etwa 29 Mrd. €. Dazu werden wir auch im Jahr 2011 alle fünf Handlungsfelder der Strategie konsequent umsetzen.

Konzernsteuerung.

Eine nachhaltige Konzernsteuerung erfordert die Berücksichtigung der Erwartungen der vier Stakeholdergruppen der Deutschen Telekom (Aktionäre, Fremdkapitalgeber, Mitarbeiter und die sog. „Unternehmer im Unternehmen”) an den Konzern:

Die Aktionäre erwarten eine angemessene und verlässliche Verzinsung auf das eingesetzte Kapital.
Die Fremdkapitalgeber und Banken erwarten eine angemessene Verzinsung und die Fähigkeit der Schuldenrückzahlung.
Die Mitarbeiter erwarten nachhaltige und sichere Arbeitsplätze mit Perspektiven sowie eine sozialverträgliche Gestaltung des notwendigen Personalumbaus.
Die „Unternehmer im Unternehmen” erwarten ausreichend Investitionsmittel, um das zukünftige Geschäft zu gestalten und Produkte, Innovationen und Services für die Kunden zu entwickeln.

Die Konzernsteuerung zielt darauf ab, einen Ausgleich der unterschiedlichen Erwartungen und Interessen dieser Stakeholder sicherzustellen, damit ausreichend Mittel für Investitionen, einen sozialverträglichen Personalumbau, den Schuldenabbau und eine attraktive Dividendenpolitik zur Verfügung stehen.

Die Kapitalrendite (ROCE) ist für uns der wesentliche Maßstab für die Ausrichtung aller operativen Maßnahmen auf die Steigerung des Konzernwerts. Unseres Erachtens spiegelt die Kapitalrendite die Erwartungen der oben beschriebenen Stakeholdergruppen am besten wider. Sie gibt an, welches Ergebnis ein Unternehmen im Verhältnis zum dafür eingesetzten Vermögen erwirtschaftet. Um die Kapitalrendite zu ermitteln, wird das operative Ergebnis nach Abschreibungen und kalkulatorischer Steuern (entspricht dem Net Operating Profit After Taxes; NOPAT) ins Verhältnis zum dafür notwendigen durchschnittlich im Jahresverlauf gebundenen Vermögen (dies entspricht den Net Operating Assets; NOA) gesetzt. Unser Ziel ist es, die aus dem Kapitalmarkt abgeleiteten Renditevorgaben der Fremd- und Eigenkapitalgeber zu verdienen bzw. zu übertreffen und damit Wert zu schaffen. Maßstab für den Verzinsungsanspruch ist der Kapitalkostensatz. Diesen ermitteln wir als gewichteten Durchschnittskostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital; WACC).

Zur operativen Steuerung nutzen wir daneben die im Folgenden beschriebenen Kennzahlen.

Die Entwicklung des Umsatzes ist eine wesentliche Größe, um den Unternehmenserfolg zu messen. So stellen Top Line Programme zur Umsatzsteigerung eine wesentliche Säule für die zukünftige Entwicklung dar.

Das EBITDA entspricht dem EBIT (Betriebsergebnis) vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen. EBIT und EBITDA zeigen die kurzfristige operative Leistungskraft und den Erfolg der einzelnen Geschäftsbereiche. Neben diesen beiden Größen verwendet der Konzern die EBIT- und EBITDA-Margen, um die Kennzahlen im Verhältnis zum Umsatz darzustellen. Diese relative Größe lässt einen Vergleich der Ertragskraft von ergebnisorientierten Bereichen unterschiedlicher Größen zu.

Den Free Cashflow definieren wir als Cashflow aus Geschäftstätigkeit abzüglich Nettozahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) und Sachanlagen. Diese Kennzahl ist die zentrale Maßgröße für die Fremd- und Eigenkapitalgeber als Stakeholder der Deutschen Telekom. Der Free Cashflow ist Gradmesser für das Potenzial zur Weiterentwicklung des Unternehmens, wie zur Schaffung von organischem und anorganischem Wachstum und für die Dividendenfähigkeit sowie für die Fähigkeit, Verbindlichkeiten zurückzuzahlen.

Im Vorjahr wurde eine zentrale Free Cashflow Management-Organisation aufgebaut, die verantwortlich für Transparenz, Steuerung, Forecast und Performancemessung ist. Der Schwerpunkt in 2010 lag darin, das Working Capital weiter zu optimieren, kurz- und mittelfristige Planungsinstrumente zu verbessern und die Steuerungsprozesse zu verfeinern. Zur Verbesserung des Working Capital wurde das konzernweite Programm CORE (Cash Optimization for ROCE Enhancement) aufgesetzt. Im Vordergrund stand 2010 dabei die Entwicklung einer konzernweiten Zahlungsrichtlinie, um das Verbindlichkeitsmanagement zu optimieren. Daneben gab es konzernweit Workshops, in denen die Potenziale aus dem Forderungsmanagement in den einzelnen Gesellschaften ausgearbeitet und evaluiert sowie Maßnahmen definiert wurden. Die Umsetzung dieser Maßnahmen sollte in den Jahren 2011 bis 2013 folgen und zu einer nachhaltigen Verbesserung des Working Capital führen.

Um die Anforderungen der Fremdkapitalgeber zu erfüllen und die finanzielle Stabilität zu sichern, sind neben einem stabilen Rating im Wesentlichen die Kennzahlen „Gearing” und „Relative Verschuldung” relevant. Die Kennzahl „Relative Verschuldung” setzt die Netto-Finanzverbindlichkeiten ins Verhältnis zum bereinigten EBITDA. Die Kennzahl „Gearing” setzt die Netto-Finanzverbindlichkeiten ins Verhältnis zum Eigenkapital.

Finanzstrategie.

* □ Siehe Fußnote 2 am Ende des Lageberichts.

Wirtschaftliches Umfeld.

Positive Entwicklung 2010 // Leicht nachlassende Dynamik 2011

Entwicklung der Weltwirtschaft.

Im Jahr 2010 erholte sich die Weltwirtschaft weiter – dank des anziehenden Welthandels und der expansiven Geld- und Fiskalpolitik der führenden Wirtschaftsnationen. Während sie 2009 noch um 1% schrumpfte, ist sie laut OECD-Prognose im Jahr 2010 voraussichtlich um 4,5% gewachsen. Vor allem im ersten Halbjahr 2010 ist die Weltwirtschaftsleistung deutlich kräftiger gestiegen als noch vor einem Jahr prognostiziert. Allerdings ließ das Tempo dieser Erholung gegen Ende des Jahres 2010 leicht nach. Gründe dafür sind u. a., dass die Konjunkturmaßnahmen in den Industrieländern teilweise ausliefen und so die davon ausgehenden Anschubeffekte nachließen; diese konnten noch nicht vollständig durch eine selbsttragende Wachstumsdynamik abgelöst werden.

Wachstumslokomotive 2010 waren mit rund 70% Anteil am globalen Wachstum die Schwellenländer. In den meisten Industrieländern verlief nach den Prognosen der OECD und ersten Schätzungen der wirtschaftliche Aufschwung spürbar moderater und zunehmend unterschiedlich: Deutschland, Konjunkturmotor der Europäischen Union, wuchs im Berichtsjahr um 3,6%, deutlich mehr als die 1,7% Wachstumsrate der Länder des Euroraums. Nach einem guten Start konnte die US-Wirtschaft verhalten zulegen. Mit 2,8% lag das Wachstum historisch gesehen auf einem relativ moderaten Niveau. Auch die Kernländer unseres operativen Segments Europa gaben kein einheitliches Bild ab: Polen, die Slowakei und die Tschechische Republik zeigen recht gute Wachstumsraten von 2,5 bis 4,5%, während die Volkswirtschaften in Griechenland, Rumänien und Kroatien um 2 bis 4% gegenüber dem Vorjahr schrumpften. Die Niederlande, Österreich und Ungarn wuchsen moderat um 1 bis 2%.

Auch die Bedingungen an den Arbeitsmärkten entwickelten sich im Laufe des Jahres 2010 zunehmend ungleich. Sehr positiv entwickelte sich der Arbeitsmarkt in Deutschland. Das lag vor allem an der flexiblen Arbeitsmarktpolitik in Form von Kurzarbeit sowie dem abermals starken Export. Die Arbeitslosenquote sank bis zum Jahresende auf 7,2 %. In vielen anderen westlichen Industrienationen und Kernländern der Deutschen Telekom liegt sie aber immer noch nahe ihrer Höchststände des Krisenjahres 2009. In den USA blieb die Arbeitslosenquote auf einem hohen Niveau von 9,4 %. Zudem ist speziell in den Ländern mit hoher Staatsverschuldung und damit verbundenen Sparprogrammen und fiskalpolitischen Maßnahmen eine größere Beeinträchtigung der Volkswirtschaft und somit auch eine höhere Arbeitslosigkeit festzustellen.

Telekommunikationsmarkt.

Unser Geschäft war im Berichtsjahr geprägt von intensivem Wettbewerb, sich weiter verschärfenden regulatorischen Eingriffen und damit einhergehendem weiteren Preisverfall.

In unseren meisten Kernmärkten konnten die anziehende Weltkonjunktur und die leicht steigende Konsumneigung das Geschäftsumfeld nur leicht stützen, ohne jedoch große Impulse zu setzen. In Ländern mit nach wie vor sinkender Kaufkraft war ein negativer bzw. weiterhin bremsender Effekt sichtbar. Aufgrund des in einzelnen Ländern hohen Drucks zur Konsolidierung der Staatsfinanzen kam es in 2010 vereinzelt zu Steuererhöhungen bzw. neuen Steuern für Telekommunikationsunternehmen. Diese belasteten sowohl den Konsum als auch die Telekommunikationsunternehmen. Im Bereich der Telekommunikation werden die süd- und osteuropäischen Märkte auch 2011 von der Wirtschaftskrise geprägt sein. In einigen Ländern werden die Regierungen versuchen, durch fiskalpolitische Eingriffe ihre Finanzsituation zu verbessern.

Deutschland.

Der Gesamtumsatz aus Telekommunikationsdiensten sank 2010 in Deutschland um mehr als 1% auf ca. 61 Mrd. €. Die Umsätze im Festnetz-Markt gingen in diesem Zeitraum im Vergleich zum Vorjahr um 3,5% zurück. Der Mobilfunk-Markt konnte diesen Rückgang mit einem leichten Gesamtumsatzplus von 0,8% teilweise kompensieren.

Für Telekommunikationsdienstleistungen insgesamt (Festnetz und Mobilfunk) sanken im Berichtsjahr die Preise um 2,0% gegenüber dem Vorjahr. Für Dienstleistungen im Festnetz und Internet sanken die Preise um 1,8%, für mobile Sprach- und Datenverbindungen um 2,8%.

Auch 2010 veränderte sich der Festnetz-Markt in Deutschland weiter stark. So gingen mehr als 90% der generierten Sprachminuten auf das Konto von Komplettangeboten, während die Anteile an Sprachminuten über Call-by-Call- und Preselection-Angeboten weiter zurückgingen. Die Zahl der rein Festnetz-basierten Anschlüsse blieb in etwa gleich, die Zahl der Breitbandanschlüsse in Deutschland legte um rund 1,3 Mio. auf knapp 26 Mio. zu. Davon profitieren derzeit vor allem die Kabelnetzbetreiber, die hohe Bandbreiten von zum Teil bis zu 128 Mbit/s und integrierte Produkte (Telefonie, Internet und TV) anbieten: Sie verbuchten 2010 bei den Nutzerzahlen Zuwächse von ca. 26%.

Immer wichtiger in Deutschland wird der Ausbau des Glasfasernetzes. Wir unterstützen diesen Ausbau beispielsweise in Dresden, Hennigsdorf und Braunschweig. Dort haben wir begonnen, Glasfasern bis in die Wohnungen unserer Kunden zu verlegen.

Der deutsche Mobilfunk-Markt war 2010 gekennzeichnet durch ein leichtes Wachstum, das jedoch hart umkämpft und von einem starken Verdrängungswettbewerb geprägt war. Eine immer größere Rolle bei der Marktentwicklung spielen regulatorische Entscheidungen, wie z. B. die Absenkung der Terminierungsentgelte. Daher legen Mobilfunk-Anbieter verstärkt Wert auf eine hohe Kundenbindung und werthaltiges Wachstum bei den Vertragskunden. Die Serviceumsätze im Gesamtmarkt entwickelten sich 2010 im Vergleich zum Vorjahr positiv. Dies ist vor allem auf die wachsende mobile Datennutzung durch die immer beliebter werdenden Smartphones zurückzuführen. Um den steigenden Ansprüchen an das Mobilfunknetz gerecht zu werden, gibt es schon jetzt in Deutschland insgesamt 69.258 Mobilfunk-Standorte (Quelle: BNetzA), davon allein ca. 25.000 von der Deutschen Telekom.

Im Mai 2010 wurden die neuen Long-Term-Evolution-Frequenzen (LTE) versteigert. Seitdem haben Telekommunikationsanbieter in ganz Deutschland damit begonnen, den neuen Mobilfunk-Standard auszubauen. Wir starteten im Juni 2010 mit dem LTE-Ausbau in Brandenburg, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern.

Telekommunikationsunternehmen fächern das Spektrum an Produkten und Dienstleistungen, das sie ihren Kunden anbieten, weiter auf. Auch wir erschließen neue Geschäftsfelder. Dazu zählen der automatisierte Datenaustausch zwischen Maschinen, intelligente Netzstrukturen und neue Serviceangebote zur elektronischen Datenübermittlung wie z.B. De-Mail.

Europa.

Auch der Telekommunikationsmarkt in den Ländern unseres operativen Segments Europa war gekennzeichnet durch intensiven Wettbewerb und, als Folge davon, weiter sinkende Endkundenpreise. Darüber hinaus minderten die von den Regulierungsbehörden reduzierten Terminierungsentgelte die Umsätze. In den meisten süd- und osteuropäischen Ländern des operativen Segments Europa waren die Telekommunikationsanbieter starken staatlichen und regulatorischen Einflüssen unterworfen.

Die Märkte unseres operativen Segments Europa sind im Mobilfunk weitgehend gesättigt. Dennoch erhöhte sich bei fast allen Ländern die Marktpenetration. Nur Griechenland und die Niederlande hatten eine geringere Marktdurchdringung. Grund hierfür war in Griechenland die umzusetzende staatliche Vorschrift, Prepaid-Kunden ab sofort zu registrieren. In den Niederlanden verzeichneten wir eine geringere Marktdurchdringung aufgrund der Ausbuchung inaktiver Prepaid-Kunden bei T-Mobile Netherlands.

Das klassische Festnetz-Geschäft verliert mehr und mehr an Bedeutung: 2010 gab es in allen Ländern des operativen Segments Europa weitere Anschlussverluste, wenn auch leicht geringere als im Vorjahr. Das Breitbandgeschäft dagegen wächst nach wie vor, 2010 jedoch weniger dynamisch. Die Breitbandabdeckung ist in den einzelnen Ländern unterschiedlich hoch. Der Bedarf nach größeren Bandbreiten wächst kontinuierlich weiter, beispielsweise aufgrund des IPTV-Geschäfts.

USA.

In den USA setzt sich das Wachstum des Mobilfunk-Markts insgesamt fort, nachdem rückläufige Sprachumsätze durch steigende Datenumsätze überkompensiert werden konnten. Vier nationale Carrier (AT&T Wireless, Verizon Wireless, Sprint und T-Mobile USA) und verschiedene regionale Netzbetreiber teilen den Markt unter sich auf. Zudem gibt es eine Reihe von sog. virtuellen Mobilfunknetzbetreibern (MVNO), die ihren Verkehr über die Netze eines oder mehrerer nationaler Netzbetreiber abwickeln. Die beiden größten nationalen Netzbetreiber AT&T Wireless und Verizon Wireless verzeichneten im Geschäftsjahr 2010 ein besonders starkes Umsatzwachstum und solide Margen. Dies war auf einen deutlichen Zuwachs bei den Smartphones und steigende durchschnittliche Umsätze je Kunde im Vertragskundensegment zurückzuführen. Aufgrund von Größenvorteilen und der Möglichkeit, Mobilfunk- und Festnetz-Angebote zu bündeln, wären AT&T Wireless und Verizon Wireless in der Lage, ihre Dienstleistungen kostengünstiger anzubieten und so ihren Kundenbestand überproportional zu steigern. Dies hätte negative Auswirkungen auf die Wettbewerbsposition von T-Mobile USA.

AT&T konnte in den vergangenen drei Jahren durch den Exklusivvertrieb des Apple iPhone einen Wettbewerbsvorteil erzielen. Dieser Exklusivvertrieb läuft allerdings 2011 aus. Verizon kommt als weiterer Vertriebspartner hinzu und erlangt dadurch ebenfalls einen Wettbewerbsvorteil. Wann T-Mobile USA das iPhone anbieten kann, ist derzeit unklar. Insbesondere Verizon und AT&T konnten 2010 einen überproportional höheren Nettokundenzuwachs verzeichnen, was in Verbindung mit dem Wettbewerbsdruck seitens der regionalen Billig-Komplett-Anbieter 2010 zu einem leicht rückläufigen Marktanteil von T-Mobile USA führte.

Ein Hauptthema der Branche ist der Ausbau der 4G-Netze. So hat Verizon Wireless mit der Umstellung auf die LTE-Netztechnologie begonnen, die bis Ende des Jahres bereits für 110 Mio. Menschen verfügbar sein soll. Bislang kann Verizon Wireless zwar nur LTE-Dongles anbieten, aber im Laufe des Jahres 2011 sollen auch LTE-Smartphones verfügbar sein. AT&T und T-Mobile USA haben HSPA+-Netze aufgebaut. An das HSPA+-Netz der T-Mobile USA konnten bis Ende 2010 bereits 200 Mio. Menschen angeschlossen werden. AT&T liegt vermutlich bei der HSPA+-Netzabdeckung hinter T-Mobile USA, da die Backhaul-Anbindungen noch nicht so umfassend auf Glasfaser umgestellt sind. AT&T will 2011 mit dem LTE-Ausbau beginnen. Sprint hat kein eigenes 4G-Netz, sondern setzt auf das Unternehmen Clearwire, an dem es eine Minderheitenbeteiligung hält. Ende 2010 erreichte das auf WiMAX basierende Netz von Clearwire rund 110 Mio. Menschen. Von Sprint sind inzwischen die ersten WiMAX-fähigen Smartphones auf dem Markt.

Systemgeschäft.

Während die Jahre 2008 und 2009 von der Weltwirtschaftskrise geprägt waren, zeigte 2010 deutliche Zeichen der Erholung. Trotz der allgemeinen Erholung der Märkte lastete der Kostendruck weiterhin auf den Unternehmen. Die erforderliche Modernisierung und Anpassung der IT kam in vielen Unternehmen nur zögerlich in Gang. Das Projekt- und das Infrastrukturgeschäft erholten sich langsam. In den einzelnen Marktsegmenten zeigt sich diese Entwicklung sehr unterschiedlich.

Auf die Telekommunikation hatte die wirtschaftliche Erholung einen relativ geringen Einfluss. Dieser Markt war wie schon in den vergangenen Jahren geprägt von intensivem Wettbewerb und Preisverfall.

Der Markt für IT-Dienstleistungen verzeichnete nach den Krisenjahren wieder ein leichtes Wachstum. Die Erholung im Outsourcing-Geschäft im Bereich Computing und Desktop Services (CDS) ist spürbar. Das liegt nicht nur am traditionellen Outsourcing-Geschäft, sondern auch am Erfolg im Cloud Service, dem Bereitstellen von IT-Dienstleistungen über das Internet.

Auch das IT-Projektgeschäft verzeichnete nach einem starken Rückgang 2009 ebenfalls ein leichtes Wachstum im Jahr 2010. Das industriespezifische Systemintegrationsgeschäft, getrieben durch IT-Projekte in den Branchen Gesundheit, Energie und öffentliche Hand, hat sich hierbei deutlich schneller erholt als das Standardprojektgeschäft im Umfeld ERP (Enterprise Resource Planning), CRM (Customer Relationship Management) und SCM (Supply Chain Management).

Die Gesamtnachfrage wandelt sich immer mehr: Während die Kunden bisher Telekommunikationsprodukte und IT-Services als separate Leistungen nachfragten, wollen sie heute zunehmend ICT-Lösungen aus einer Hand, um ihre Unternehmensprozesse zu verbessern und den Unternehmenswert zu steigern. Vor allem die Themen Cloud Service, Embedded Systems und intelligente Netze verändern den Markt zunehmend.

Regulatorischer Einfluss auf das Geschäft.

Unsere Geschäftstätigkeit unterliegt in hohem Maße der nationalen und europäischen Regulierung; damit verbunden sind umfassende Eingriffsbefugnisse in unsere Produkt- und Preisgestaltung.

Auch 2010 wurde unser Festnetz-Geschäft umfassend reguliert. Wesentliche Eingriffe waren:

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat im Berichtszeitraum zwei Regulierungsverfügungen erlassen: Am 17. September 2010 hat die Behörde festgelegt, dass VDSL- und FTTH-Anschlüsse auch grundsätzlich dem regulierten Vorleistungsregime von DSL unterworfen werden sollen. Aufgenommen wurde auch ein Ethernet-basierter Bitstream-Access. Um die Verfügung umzusetzen, muss ein angepasstes Standardangebot vorgelegt werden. Die Entgelte unterliegen einer ex-post Kontrolle durch die BNetzA.

Im September 2010 hat die BNetzA den Konsultationsentwurf zur Regulierungsverfügung Teilnehmeranschlussleitung (TAL) veröffentlicht. Dieser bestätigt grundsätzlich den bisherigen Verpflichtungsumfang zum entbündelten Zugang zur TAL. Zudem beabsichtigt die BNetzA, in Zukunft auch den Zugang zur TAL auf reiner Glasfaser unter den Anwendungsbereich des vorliegenden Regulierungsregimes auf Basis einer ex-post Verpflichtung fallen zu lassen. Das Bundesverwaltungsgericht hat mit seinem Revisionsurteil 2010 erneut die Zugangsverpflichtung zur unbeschalteten Glasfaser (Dark Fibre, DF) auferlegt. Die endgültige Regulierungsverfügung wird nach Konsultation mit der EU-Kommission verabschiedet.

Darüber hinaus prüfte die BNetzA die Entgelte für die Weitergabe von Teilnehmerdaten an Datenabnehmer (Telefonbücher, Auskunftsbetreiber) in einem ex-post Verfahren auf Missbräuchlichkeit. Im Beschluss vom 19. Juli 2010 hat sie die Entgelte für missbräuchlich erklärt, soweit sie für die Datenabgabe 1,6 Mio. € p. a. überschreiten. Gegen diesen Beschluss haben wir Klage eingereicht. Bis zur Entscheidung über diese Klage ist der Beschluss der BNetzA bindend.

Am 20. September 2010 veröffentlichte die EU-Kommission die Empfehlung zur Regulierung von Zugangsnetzen der nächsten Generation (Next Generation Access (NGA)-Recommendation). Die Empfehlung enthält Leitlinien für nationale Regulierungsbehörden, die diese bei der Auferlegung von Zugangsverpflichtungen für Next Generation Access-Netze marktmächtiger Unternehmen weitestgehend berücksichtigen sollen. Ziel ist es, Regulierungsauflagen in Europa einheitlich zu gestalten. Die Empfehlung sieht grundsätzlich regulierten Zugang zur physischen Netzinfrastruktur auf der Vorleistungsebene sowie im Markt für Breitbandzugang vor. Insgesamt erwartet die EU-Kommission eine Fortführung der bisherigen, für das bestehende Kupfernetz entwickelten Preis- und Zugangsregulierung auch für neue Glasfasernetze.

In Bezug auf die Mobilfunk-Terminierung wurde der Mobilfunk-Markt auch 2010 trotz intensiven Wettbewerbs nach wie vor ex-ante reguliert und unterlag damit weiterhin der Preiskontrolle durch die BNetzA und die EU.

Zum 1. Juli 2010 wurde die nächste Stufe der EU-Roaming-Verordnung umgesetzt. Abgehende Gespräche in der EU kosten seitdem 39 ct zuzüglich MwSt., ankommende Gespräche 15 ct zuzüglich MwSt. Der zwischen den Betreibern abgerechnete Vorleistungspreis (IOT) sank auf 22 ct zuzüglich MwSt. Die Preise für gesendete bzw. empfangene SMS blieben unverändert bei 11 ct bzw. 4 ct jeweils zuzüglich MwSt. Bezüglich Daten-Roaming wurde der IOT von 1 € auf 0,80 € abgesenkt. Ebenfalls ab dem 1. Juli 2010 wurde für alle Kunden, die sich nicht auf Wunsch davon haben ausnehmen lassen, ein sog. Spending Cap eingeführt: Es unterbricht die Daten-Roaming-Verbindung nach einem Rechnungsbetrag von 50 € netto automatisch – bis der Kunde einer weiteren Nutzung und weiteren Kosten aktiv zustimmt. Aktuell diskutiert man in Brüssel die Zukunft der Roaming-Regulierung nach dem Ende der aktuellen Verordnung ab Juli 2012. Die Kommission hat in ihrer „Digitalen Agenda für Europa” das politische Ziel ausgegeben, bis 2015 die Unterschiede zwischen nationalen Tarifen und Roaming-Tarifen abzuschaffen.

Die Bundesnetzagentur hat am 30. November 2010 die ab 1. Dezember 2010 gültigen neuen Entgelte für die Zustellung von Sprachverbindungen in die nationalen Mobilfunknetze vorläufig genehmigt. Die bisherigen asymmetrischen Entgelte für Vodafone und Telekom Deutschland GmbH wurden dabei um rund 50% auf de facto symmetrische Entgelte abgesenkt. Die Entgeltentscheidung der BNetzA ist EU-weit zu konsultieren und wird voraussichtlich gegen Ende des ersten Quartals 2011 in Kraft treten. Diese Entgelte sind bis zum 30. November 2012 befristet.

Regulierungsauflagen zum LTE-Ausbau. Die Telekom Deutschland GmbH ersteigerte im Mai 2010 Frequenzen in den Bereichen 800 MHz, 1,8 GHz und 2,6 GHz. Ende Oktober 2010 lagen die Zuteilungsbescheide der BNetzA für alle erworbenen Frequenzen vor. Die Versorgungsauflage sieht für den Bereich 800 MHz vor, dass die Netzbetreiber LTE zunächst in den Städten und Gemeinden ausbauen müssen, die keine oder nur geringe Breitbandversorgung haben (sog. „Weiße Flecken”). Bis Anfang 2016 soll die Breitbandabdeckung auf jeweils 90% der Bevölkerung in den „Weißen Flecken” angehoben sein. Hierbei ist ein stufenweiser Ausbau bezogen auf die Einwohnerzahl vorgegeben, beginnend in Orten mit 0 bis 5.000 Einwohnern. Bei der Auflagenerfüllung werden auch andere, eigene und sonstige Breitbandabdeckungen (z. B. durch DSL oder UMTS) angerechnet, die eine Mindestübertragungsbandbreite von 1 Mbit/s haben. Unabhängig davon soll aber jeder Netzbetreiber bis Anfang 2016 jeweils 50% der Bevölkerung mit 800 MHz-Breitbanddiensten versorgen.

Auch für die neuen Frequenzen in den Bereichen 1,8 GHz und 2,6 GHz gelten Ausbauauflagen: 25 % Bevölkerungsversorgung bis Anfang 2014, 50% bis Anfang 2016. Da hier die erreichten Abdeckungen mit GSM und UMTS anerkannt werden, erfüllt die Telekom Deutschland GmbH diese Auflagen bereits.

Geschäftsentwicklung des Konzerns.

Unternehmensziele erreicht // Bereinigtes EBITDA in Höhe von 19,5 Mrd. € // Free Cashflow mit 6,5 Mrd. € übererfüllt

Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung im Jahr 2010.

Wir haben unsere kommunizierten Unternehmensziele – das bereinigte EBITDA und den Free Cashflow (vor Ausschüttung und vor Investitionen in Spektrum) – erreicht bzw. übererfüllt. Ebenso konnten wir die für die Geschäftsjahre 2010 bis 2012 kommunizierte Ausschüttungspolitik durch einen Dividendenvorschlag von 0,70 € je dividendenberechtigter Stückaktie und den durchgeführten Aktienrückkauf mit einem Volumen von 0,4 Mrd. € im Jahr 2010 voll erfüllen. Mit den durchgeführten Investitionen (vor Spektrum) in Höhe von 8,5 Mrd. € haben wir den Breitbandausbau vorangetrieben, in Kapazitätserweiterungen der bestehenden Netze sowie in schnellere Mobilfunknetze investiert. Darüber hinaus haben wir Spektren in Höhe von 1,3 Mrd. € erworben, die unseren Breitbandausbau vorantreiben werden. Vor dem Hintergrund eines weiter steigenden Wettbewerbsdrucks im Telekommunikationsmarkt, sich weiter verschärfender regulatorischer Eingriffe und des damit einhergehenden weiteren Preisverfalls haben wir ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2010 abschließen können. Dem lag die zu Beginn des Jahres 2010 kommunizierte und seitdem angewandte Konzernstrategie „Verbessern – Verändern – Erneuern” zugrunde.

Konsolidierungskreiseffekte.

Konsolidierungskreiseffekte haben die Geschäftsentwicklung im Jahr 2010 wesentlich beeinflusst. Diese Effekte gehen hauptsächlich auf folgende Sachverhalte zurück:

OTE-Gruppe. Die Hellenic Telecommunications Organization S.A. (OTE/OTE-Gruppe) wird seit Februar 2009 vollständig in den Konzernabschluss einbezogen. Daher war sie im Geschäftsjahr 2009 nicht über den gesamten Zeitraum in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Ausgewiesen wird die OTE-Gruppe in unserem operativen Segment Europa.

Joint Venture Everything Everywhere. Die Deutsche Telekom AG und France Télécom S.A. haben am 1. April 2010 T-Mobile UK und Orange UK in ein Joint Venture mit dem Namen Everything Everywhere eingebracht, an dem beide Gesellschaften jeweils einen 50-prozentigen Anteil halten. Infolge dieser Gründung werden die Vermögenswerte und Schulden der T-Mobile UK ab dem 1. April 2010 nicht mehr in der Konzern-Bilanz ausgewiesen. Ebenso ist die Gewinn- und Verlustrechnung der T-Mobile UK ab dem 1. April 2010 nicht mehr in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. In der Konzern-Bilanz wird das Joint Venture stattdessen als Beteiligung an at equity bilanzierten Unternehmen erfasst. Das (anteilige) Ergebnis des Joint Venture wird im Finanzergebnis in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aufgeführt. Ausgewiesen wird das neue Joint Venture in unserem operativen Segment Europa.

In der folgenden Tabelle zeigen wir, welche Auswirkungen der Konsolidierungskreiseffekt des Joint Venture Everything Everywhere auf unsere wesentlichen Kennzahlen hat. Dazu eliminierten wir aus 2010 bzw. den jeweiligen Vergleichsperioden (1. April bis 31. Dezember) die der Deutschen Telekom zuzurechnenden anteiligen Ergebnisse des Joint Venture bzw. der T-Mobile UK.

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ohne T-Mobile UK mit T-Mobile UK
2010

Mio. €
2009

Mio. €
2008

Mio. €
2010

Mio. €
2009

Mio. €
2008

Mio. €
--- --- --- --- --- --- ---
Umsatz 62.421 62.152 58.815 62.421 64.602 61.666
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 19.473 20.168 18.811 19.473 20.668 19.459
Konzernüberschuss/(-fehlbetrag) 1.744 232 1.374 1.695 353 1.483
Konzernüberschuss/(-fehlbetrag) (bereinigt um Sondereinflüsse) 3.413 3.259 3.322 3.364 3.390 3.426
Free Cashflow (vor Ausschüttung und vor Investitionen in Spektrum) 6.163 6.688 6.646 6.543 6.969 7.033
Cash Capex 9.851 9.054 8.408 9.851 9.202 8.707

□ Details zu diesen Konsolidierungskreiseffekten geben wir im Konzern-Anhang im Abschnitt „Unternehmenszusammenschlüsse und sonstige Unternehmenstransaktionen” im Kapitel „Grundlagen und Methoden”.

Ertragslage des Konzerns.

Umsatz.

Im Geschäftsjahr 2010 erzielten wir einen Konzernumsatz von 62,4 Mrd. €, das sind 2,2 Mrd. € weniger als im Vorjahr. Die zuvor beschriebenen Konsolidierungskreiseffekte von 1,9 Mrd. € wirkten sich dabei negativ aus, Wechselkurseffekte von 1,2 Mrd. € dagegen positiv. Diese Wechselkurseffekte entstanden hauptsächlich durch die Umrechnung von US-Dollar, Polnischen Zloty und Tschechischen Kronen in Euro. Ohne diese Effekte sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Mrd. € oder 2,4%.

Unsere operativen Segmente Systemgeschäft und USA konnten ihren Umsatz steigern. Alle anderen operativen Segmente mussten Umsatzrückgänge hinnehmen. Im Einzelnen entwickelte sich der Umsatz unserer operativen Segmente wie folgt:

Unser operatives Segment Deutschland verzeichnete im Berichtsjahr einen Umsatzrückgang von 1,1% im Vergleich zu 2009. Der Umsatzanstieg im Mobilfunk-Geschäft von 0,2 Mrd. € konnte den Umsatzrückgang im Festnetz-Geschäft von 0,6 Mrd. € nur zum Teil ausgleichen.

Unser operatives Segment Europa verbuchte im Vergleich zum Vorjahr einen Umsatzrückgang von 2,8 Mrd. € bzw. 14,1%. Dieser Rückgang ergibt sich vor allem durch die oben genannten negativen Konsolidierungskreiseffekte. Bereinigt um diese Effekte von 2,1 Mrd. € und die positiven Wechselkurseffekte von 0,2 Mrd. € sank der Umsatz gegenüber 2009 um 1,0 Mrd. € oder 5,6%. Dieser operative Umsatzrückgang lag hauptsächlich an Preisminderungen, die in den meisten Ländern des Segments durch regulierungsbedingt geringere Mobilfunk-Terminierungsentgelte und den scharfen Wettbewerb verursacht waren. Auch zum Teil neu erlassene oder gestiegene Sondersteuern und Mobilfunk-Abgaben minderten den Gesamtumsatz.

Unser operatives Segment USA erhöhte den Umsatz auf Euro-Basis um 4,0% im Vergleich zum Vorjahr. Berücksichtigt man die Wechselkurseffekte von 0,8 Mrd. €, ging der Umsatz allerdings um 1,0% leicht zurück.

Unser operatives Segment Systemgeschäft erzielte 2010 einen Umsatzanstieg von 2,9% verglichen mit 2009. Diese positive Entwicklung ist das Ergebnis der vielen Verträge, die sowohl im letzten als auch in diesem Jahr abgeschlossen wurden. Diese neuen Verträge kompensierten die generell rückläufige Preisentwicklung im IT- und Kommunikationsgeschäft.

Beitrag der operativen Segmente zum Konzernumsatz.

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2010

Mio. €
2009

Mio. €
Veränderung

Mio. €
Veränderung

%
2008

Mio. €
Konzernumsatz 62.421 64.602 (2.181) (3,4) 61.666
Deutschland 25.145 25.423 (278) (1,1) 26.400
Europa 16.840 19.607 (2.767) (14,1) 15.932
USA 16.087 15.471 616 4,0 14.957
Systemgeschäft 9.057 8.798 259 2,9 9.343
Konzernzentrale & Shared Services 2.166 2.410 (244) (10,1) 2.781
Intersegmentumsatz (6.874) (7.107) 233 3,3 (7.747)

Mit einem Anteil von 38% leistete unser operatives Segment Deutschland im Geschäftsjahr 2010 den größten Beitrag zum Konzernumsatz. Der Anteil unseres operativen Segments Europa sank infolge der Konsolidierungskreiseffekte gegenüber dem Vorjahr um 3,5 Prozentpunkte. Bei unserem operativen Segment USA stieg der Anteil am Konzernumsatz insbesondere aufgrund von Wechselkurseffekten um 1,9 Prozentpunkte. Nahezu gleich blieb der Anteil unseres operativen Segments Systemgeschäft am Konzernumsatz.

Die Auslandsquote des Konzernumsatzes blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant. Sowohl der Konzernumsatz in Deutschland als auch im Ausland reduzierte sich. Während sich in Europa (ohne Deutschland) im Wesentlichen die Konsolidierungskreisveränderungen negativ auswirkten, stieg der Umsatz in Nordamerika hauptsächlich aufgrund von Wechselkurseffekten.

EBITDA.

Wir haben im Geschäftsjahr 2010 ein EBITDA von 17,3 Mrd. € erzielt, das ist ein Rückgang von 13,0% gegenüber dem Vorjahr. Neben einem operativen Rückgang des EBITDA wirkten sich folgende Effekte negativ auf das EBITDA aus: der Konsolidierungskreiseffekt aus der Entkonsolidierung der T-Mobile UK und damit der Wegfall des Beitrags der Gesellschaft zum EBITDA von 0,5 Mrd. € sowie im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Mrd. € gestiegene Sondereinflüsse. Hierbei handelte es sich im Wesentlichen um Aufwendungen im Zusammenhang mit Personalmaßnahmen und sachbezogenen Restrukturierungen (1,3 Mrd. €), Aufwendungen aus der PTC-Transaktion (0,4 Mrd. €) sowie Aufwendungen im Zusammenhang mit der Entkonsolidierung der T-Mobile UK (0,4 Mrd. €). Dem entgegen standen positive Wechselkurseffekte (0,3 Mrd. €).

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und Auswirkungen von Sondereinflüssen.

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EBITDA 2010

Mio. €
EBIT 2010

Mio. €
EBITDA 2009

Mio. €
EBIT 2009

Mio. €
EBITDA 2008

Mio. €
EBIT 2008

Mio. €
EBITDA/EBIT 17.313 5.505 19.906 6.012 18.015 7.040
Deutschland (509) (509) (349) (356) (960) (973)
Personalrestrukturierung (401) (401) (300) (300) (772) (772)
Sachbezogene Restrukturierungen (11) (11) (31) (31) (23) (23)
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen 0 0 10 10 0 0
Sonstiges (97) (97) (28) (35) (165) (178)
Europa (606) (1.297) (93) (2.443) (151) (440)
Personalrestrukturierung (209) (209) (36) (36) (50) (50)
Sachbezogene Restrukturierungen (5) (5) (26) (26) (65) (65)
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen (355) (355) 0 0 0 0
Wertminderungen (680) (2.345) (249)
Sonstiges (37) (48) (31) (36) (36) (76)
USA 0 0 0 0 (57) (57)
Personalrestrukturierung 0 0 0 0 (11) (11)
Sachbezogene Restrukturierungen 0 0 0 0 (46) (46)
Systemgeschäft (281) (289) (213) (240) 36 12
Personalrestrukturierung (113) (113) (68) (68) (320) (320)
Sachbezogene Restrukturierungen (170) (178) (152) (179) (167) (191)
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen 0 0 7 7 518 518
Sonstiges 2 2 0 0 5 5
Konzernzentrale & Shared Services (769) (769) (101) (101) (312) (322)
Personalrestrukturierung (281) (281) (109) (109) 84 84
Sachbezogene Restrukturierungen (100) (100) 0 0 0 0
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen (385) (385) 24 24 (346) (356)
Sonstiges (3) (3) (16) (16) (50) (50)
Konzernüberleitung 5 5 (6) (6) 0 0
Personalrestrukturierung 0 0 (16) (16) 15 15
Sachbezogene Restrukturierungen 1 1 10 10 0 0
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen 4 4 0 0 (25) (25)
Sonstiges 0 0 0 0 10 10
Summe Sondereinflüsse (2.160) (2.859) (762) (3.146) (1.444) (1.780)
EBITDA/EBIT (bereinigt um Sondereinflüsse) 19.473 8.364 20.668 9.158 19.459 8.820
Finanzergebnis (bereinigt um Sondereinflüsse) (2.724) (3.125) (2.936)
Steuern (bereinigt um Sondereinflüsse) (1.898) (2.102) (1.889)
Minderheiten (bereinigt um Sondereinflüsse) 378 541 569
Konzernüberschuss (bereinigt um Sondereinflüsse) 3.364 3.390 3.426

Bereinigtes EBITDA.

Unser um Sondereinflüsse bereinigtes EBITDA betrug 19,5 Mrd. € gegenüber 20,7 Mrd. € im Vorjahr. Wechselkurseffekte wirkten in Höhe von 0,3 Mrd. € positiv, dem gegenüber standen negative Konsolidierungskreiseffekte – vor allem aus der Entkonsolidierung der T-Mobile UK – in Höhe von 0,3 Mrd. €. Ohne diese Effekte sank das bereinigte EBITDA im Vergleich zum Vorjahr um 1,2 Mrd. € oder 6,0%.

In unserem operativen Segment Deutschland erhöhte sich das bereinigte EBITDA im Berichtszeitraum leicht um 0,1%. Die positive Entwicklung im Mobilfunk-Geschäft konnte den Rückgang im klassischen Festnetz-Geschäft auffangen. Einen wichtigen Beitrag dazu leistete ein effektives Kostenmanagement im Rahmen unseres „Save for Service”-Programms. Die bereinigte EBITDA-Marge stieg um 0,6 Prozentpunkte.

Unser operatives Segment Europa erzielte im Geschäftsjahr 2010 ein bereinigtes EBITDA von 5,7 Mrd. €. Zum einen verringerte sich das bereinigte EBITDA des Segments durch die Entkonsolidierung der T-Mobile UK zum 1. April 2010; zum anderen erhöhte sich das bereinigte EBITDA als Folge des Konsolidierungskreiseffekts der OTE-Gruppe. Zudem wirkten sich positive Wechselkurseffekte bei dem Polnischen Zloty, der Tschechischen Krone, dem Ungarischen Forint, der Kroatischen Kuna und dem Britischen Pfund aus. Ohne diese Effekte sank das bereinigte EBITDA um 7,0%. Hier wirkten sich neben den oben beschriebenen Entwicklungen des operativen Geschäfts insbesondere die neu erlassene Sondersteuer in Ungarn – rückwirkend für das gesamte Berichtsjahr 2010 – aus.

In unserem operativen Segment USA ging das bereinigte EBITDA im Vergleich zum Vorjahr zurück. Hauptgründe dafür sind neben einem leicht geringeren Umsatz (auf US-Dollar Basis) steigende Kosten (auf US-Dollar Basis); diese entstanden aus verstärkten Kundenanreizprogrammen und aus der Tatsache, dass Kunden eher zu kostenintensiveren 3G-Geräten wechselten. Wechselkurseffekte in Höhe von 0,2 Mrd. € dämpften den Rückgang des bereinigten EBITDA in Euro.

In unserem operativen Segment Systemgeschäft stieg das bereinigte EBITDA im Vergleich zu 2009 um 2,7%. Das lag vor allem an Einsparungen, die mit dem umfassenden Restrukturierungs- und Effizienzprogramm „Save for Service” erzielt wurden.

Neben den beschriebenen Entwicklungen innerhalb unserer operativen Segmente erreichten die Konzernzentrale & Shared Services ein um 0,6 Mrd. € geringeres bereinigtes EBITDA als im Vorjahr. Ausschlaggebend dafür waren im Vorjahr höhere Erträge aus Rückstellungsauflösungen und höhere Erträge aus der Umklassifizierung von Immobilien aus zur Veräußerung gehalten in die langfristigen Vermögenswerte. Einen ebenfalls negativen Einfluss auf das bereinigte EBITDA hatten der gestiegene Personalaufwand (u. a. bei Vivento) und höhere zentral anfallende Marketing- und Technikkosten. Zudem waren in diesem Jahr die Erlöse aus Immobilienverkäufen geringer als 2009.

Beitrag der operativen Segmente zum Konzern-EBITDA bereinigt.

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2010

Mio. €
Anteil am Konzern-EBITDA bereinigt

%
2009

Mio. €
Anteil am Konzern-EBITDA bereinigt

%
Veränderung

Mio. €
Veränderung

%
2008

Mio. €
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) im Konzern 19.473 100,0 20.668 100,0 (1.195) (5,8) 19.459
Deutschland 9.618 49,4 9.607 46,5 11 0,1 9.764
Europa 5.748 29,5 6.390 30,9 (642) (10,0) 4.954
USA 4.156 21,3 4.261 20,6 (105) (2,5) 4.240
Systemgeschäft 948 4,9 923 4,5 25 2,7 826
Konzernzentrale & Shared Services (870) (4,5) (315) (1,5) (555) n. a. (181)
Überleitung (127) (0,6) (198) (1,0) 71 35,9 (144)

EBIT.

Das EBIT des Konzerns sank gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Mrd. € auf 5,5 Mrd. €. Neben den bereits oben beschriebenen Effekten, die sich insgesamt negativ auf das EBIT auswirkten, konnten gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Mrd. € geringere Abschreibungen diese Effekte zum Teil ausgleichen. Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagevermögen (Technische Anlagen und Maschinen) sanken hauptsächlich dadurch, dass Abschreibungen auf die Vermögenswerte der T-Mobile UK in diesem Jahr wegfielen bzw. ausgesetzt wurden. Daneben wurden im Vorjahr Wertminderungen auf Goodwill in Höhe von 2,3 Mrd. € notwendig, während wir in 2010 zum Jahresende Wertminderungen auf Goodwill und Sachanlagevermögen von insgesamt 0,7 Mrd. € als Ergebnis aus unseren jährlichen Werthaltigkeitstests erfasst haben.

Ergebnis vor Ertragsteuern.

Das Ergebnis vor Ertragsteuern blieb gegenüber dem Vorjahr konstant bei 2,7 Mrd. €. Neben den bereits oben beschriebenen Effekten war das um 0,5 Mrd. € verbesserte Finanzergebnis des Konzerns der Grund für diesen Anstieg. Neben Effekten aus der Veränderung des Ergebnisses aus Finanzinstrumenten lässt sich die deutliche Verbesserung des sonstigen Finanzergebnisses in Höhe von 0,6 Mrd. € hauptsächlich auf geringere Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten (Zinsanteil) zurückführen.

Konzernüberschuss.

Wir steigerten im Geschäftsjahr 2010 den Konzernüberschuss gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Mrd. € auf 1,7 Mrd. €. Wesentliche Ursache war neben den bereits oben beschriebenen Effekten der um 0,8 Mrd. € gegenüber 2009 gesunkene Ertragsteueraufwand. Das ist die Folge von den zum Teil gegenläufigen Effekten: Im Jahr 2010 wurden latente Steuern in Höhe von 0,5 Mrd. € auf temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge im operativen Segment Europa aktiviert, da eine zukünftige Nutzung dieser temporären Differenzen und Verlustvorträge wahrscheinlich geworden ist. Gegenläufig wirkte eine griechische Sonderabgabe, die den Steueraufwand des Konzerns im Berichtszeitraum ansteigen ließ. Zusätzlich erhöhte sich der Konzernüberschuss durch eine geringere Zurechnung des Überschusses an die Anteile anderer Gesellschafter in Höhe von 0,4 Mrd. €. Die Anteile anderer Gesellschaften beinhalten u. a. in Höhe von 0,2 Mrd. € die oben erwähnten Wertminderungen am Jahresende.

„Save for Service”-Programm.

Das Programm „Save for Service” hat in der ersten Phase von 2007 bis 2009 insgesamt 5,9 Mrd. € Kosteneinsparungen realisiert.

Nach diesem Erfolg haben wir uns auch für die Jahre 2010 bis 2012 mit konzernweiten Einsparungen in Höhe von weiteren 4,2 Mrd. € ambitionierte Ziele gesetzt, um die Rentabilität zu steigern und unsere Servicequalität noch weiter zu verbessern.

Wie bereits in den letzten Jahren haben wir auch in 2010 das Kostensenkungsziel von 2 Mrd. € wieder deutlich übererfüllt. Die so freigewordenen Mittel konnten wir zum Teil zur Steigerung der Servicequalität einsetzen. Wesentliche Einsparhebel waren u. a.:

Steigerung der Produktions- und Prozesseffizienz,
Reduktion von Kundenbeschwerden,
Verbesserte Einkaufskonditionen,
Standardisierung des Produktportfolios,
Shared Services im Bereich Finance.

Vermögens- und Finanzlage des Konzerns.

Konzern-Bilanzstruktur.

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31.12.2010

Mio. €
31.12.2010

%
31.12.2009

Mio. €
31.12.2009

%
Veränderung

Mio. €
Aktiva
Kurzfristige Vermögenswerte 15.243 11,9 23.012 18,0 (7.769)
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.808 2,2 5.022 3,9 (2.214)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 6.889 5,4 6.757 5,3 132
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 51 0,0 6.527 5,1 (6.476)
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 5.495 4,3 4.706 3,7 789
Langfristige Vermögenswerte 112.569 88,1 104.762 82,0 7.807
Immaterielle Vermögenswerte 53.807 42,1 51.705 40,5 2.102
Sachanlagen 44.298 34,7 45.468 35,6 (1.170)
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 7.242 5,7 147 0,1 7.095
Übrige langfristige Vermögenswerte 7.222 5,6 7.442 5,8 (220)
Bilanzsumme 127.812 100,0 127.774 100,0 38
Passiva
Kurzfristige Schulden 26.452 20,7 24.794 19,4 1.658
Finanzielle Verbindlichkeiten 11.689 9,1 9.391 7,4 2.298
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 6.750 5,3 6.304 4,9 446
Kurzfristige Rückstellungen 3.193 2,5 3.369 2,6 (176)
Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen 0,0 1.423 1,1 (1.423)
Übrige kurzfristige Schulden 4.820 3,8 4.307 3,4 513
Langfristige Schulden 58.332 45,6 61.043 47,8 (2.711)
Finanzielle Verbindlichkeiten 38.857 30,4 41.800 32,7 (2.943)
Langfristige Rückstellungen 8.001 6,2 8.340 6,5 (339)
Übrige langfristige Schulden 11.474 9,0 10.903 8,6 571
Eigenkapital 43.028 33,7 41.937 32,8 1.091
Bilanzsumme 127.812 100,0 127.774 100,0 38

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31.12.2008

Mio. €
31.12.2008

%
Aktiva
Kurzfristige Vermögenswerte 15.431 12,5
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 3.026 2,4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen 7.393 6,0
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 434 0,4
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 4.578 3,7
Langfristige Vermögenswerte 107.709 87,5
Immaterielle Vermögenswerte 53.927 43,8
Sachanlagen 41.559 33,7
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 3.557 2,9
Übrige langfristige Vermögenswerte 8.666 7,1
Bilanzsumme 123.140 100,0
Passiva
Kurzfristige Schulden 24.242 19,7
Finanzielle Verbindlichkeiten 9.584 7,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 7.073 5,7
Kurzfristige Rückstellungen 3.437 2,8
Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen 95 0,1
Übrige kurzfristige Schulden 4.053 3,3
Langfristige Schulden 55.786 45,3
Finanzielle Verbindlichkeiten 37.010 30,0
Langfristige Rückstellungen 8.461 6,9
Übrige langfristige Schulden 10.315 8,4
Eigenkapital 43.112 35,0
Bilanzsumme 123.140 100,0

Unsere Bilanzsumme blieb im Vergleich zum Jahresende 2009 nahezu unverändert. Während die kurzfristigen Vermögenswerte um 7,8 Mrd. € sanken, stiegen die langfristigen Vermögenswerte um diesen Betrag an. Auf der Passivseite stiegen die kurzfristigen Schulden um 1,7 Mrd. €, während die langfristigen Schulden um 2,7 Mrd. € sanken.

Im Folgenden werden die wesentlichen Veränderungen der Bilanz im Vergleich zum 31. Dezember 2009 näher erläutert:

Der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten sank gegenüber dem 31. Dezember 2009 um 2,2 Mrd. €.

□ Detailinformationen zu dieser Veränderung sind der Konzern-Kapitalflussrechnung und den ausgewählten Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung im Konzern-Anhang zu entnehmen.

Die Buchwerte der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen sowie der Schulden im direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen sanken saldiert um 5,1 Mrd. €. Die Einbringung der T-Mobile UK in ein Joint Venture mit dem Namen Everything Everywhere seit dem 1. April 2010 hatte zur Folge, dass die Vermögenswerte und Schulden der T-Mobile UK, die zum 31. Dezember 2009 als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen waren, entkonsolidiert wurden und stattdessen die 50-prozentige Beteiligung der Deutschen Telekom an dem Joint Venture als Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen ausgewiesen wurde.

□ Weitere Erläuterungen hierzu sind dem Konzern-Anhang zu entnehmen.

Die übrigen kurzfristigen Vermögenswerte haben sich um 0,8 Mrd. € erhöht. Während die Vorräte, die Ertragsteuerforderungen und die übrigen Vermögenswerte insgesamt um 0,4 Mrd. € stiegen, erhöhten sich die sonstigen finanziellen Vermögenswerte im Vergleich zum 31. Dezember 2009 um 0,4 Mrd. €. In diesem Geschäftsjahr haben wir gemeinsam mit der France Télécom S.A. dem Joint Venture Everything Everywhere eine Finanzierung bereitgestellt. Diese wurde in Form einer Anleihe, die zu gleichen Teilen von beiden Gesellschaftern (jeweils 0,8 Mrd. €) erworben wurde, vorgenommen. Die Bewertung der kurzfristigen derivativen finanziellen Vermögenswerte führte dem entgegen zu einer Reduzierung um 0,2 Mrd. €.

Der Anstieg der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen von 0,9 Mrd. € war im Wesentlichen auf Zugänge von 10,8 Mrd. € (davon Technische Anlagen und Maschinen: 2,6 Mrd. €, Erwerb Spektrum: 1,3 Mrd. € und geleistete Anzahlungen: 4,0 Mrd. €), Wechselkurseffekte von 2,4 Mrd. € und den Zugang des Goodwills aus dem Erwerb der STRATO von 0,2 Mrd. € zurückzuführen. Abschreibungen von 11,8 Mrd. € (davon erworbene immaterielle Vermögenswerte: 2,8 Mrd. €, Technische Anlagen und Maschinen: 6,1 Mrd. €) und Abgänge von 0,7 Mrd. € standen dem entgegen.

Die kurzfristigen und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum Jahresende um 0,6 Mrd. € verringert. Während die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten um 2,3 Mrd. € anstiegen, sanken die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten um 2,9 Mrd. €.

□ Weitere Erläuterungen hierzu sind den nachfolgenden Tabellen und den zugehörigen Erläuterungen zu entnehmen.

Die übrigen Schulden (kurzfristig und langfristig) stiegen um 1,1 Mrd. € vor allem aufgrund von gestiegenen Verbindlichkeiten im Rahmen des Vorruhestands der Beamten (0,4 Mrd. €) und um 0,5 Mrd. € höhere passive latente Steuern (im Wesentlichen aus Wechselkurseffekten).

Die Rückstellungen (kurzfristig und langfristig) sanken um 0,5 Mrd. €. Während die Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen um 0,2 Mrd. € anstiegen, reduzierten sich die Rückstellungen aus Restrukturierung um 0,9 Mrd. € im Vergleich zum 31. Dezember 2009.

Das Eigenkapital hat sich um 1,1 Mrd. € auf 43,0 Mrd. € erhöht. Die positive Entwicklung des sonstigen Ergebnisses mit 3,7 Mrd. € (im Wesentlichen aus Währungsumrechnungen ausländischer Geschäftsbetriebe) und der Überschuss in Höhe von 1,8 Mrd. € wirkten sich hierbei steigernd aus. Dagegen wirkten sich die Dividendenausschüttungen des Konzerns in Höhe von 4,0 Mrd. € und die Kapitalherabsetzung der Deutschen Telekom AG von 0,4 Mrd. € reduzierend aus.

Finanzielle Verbindlichkeiten.

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Summe

Mio. €
31.12.2010
Restlaufzeit bis 1 Jahr über

Mio. €
Restlaufzeit 1 Jahr bis 5 Jahre

Mio. €
Restlaufzeit über 5 Jahre

Mio. €
--- --- --- --- ---
Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten
Nicht konvertible Anleihen 23.078 3.894 9.317 9.867
Commercial Papers, Medium Term Notes und ähnliche Verbindlichkeiten 15.112 2.843 6.195 6.074
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.190 472 3.284 434
42.380 7.209 18.796 16.375
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 1.934 142 426 1.366
Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen 1.164 192 972
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten 1.304 1.056 139 109
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten 3.193 3.176 15 2
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 571 106 457 8
8.166 4.480 1.229 2.457
Finanzielle Verbindlichkeiten 50.546 11.689 20.025 18.832

Herleitung Brutto-Finanzverbindlichkeiten.

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31.12.2010

Mio. €
31.12.2009

Mio. €
Veränderung

Mio. €
Veränderung

%
31.12. 2008

Mio. €
Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig) 11.689 9.391 2.298 24,5 9.584
Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig) 38.857 41.800 (2.943) (7,0) 37.010
Finanzielle Verbindlichkeiten 50.546 51.191 (645) (1,3) 46.594
Zinsabgrenzungen (1.195) (1.175) (20) (1,7) (988)
Verpflichtungen aus Unternehmenstransaktionen (1.566) (1.455) (111) (7,6) (1.641)
Sonstige (467) (444) (23) (5,2) (518)
Brutto-Finanzverbindlichkeiten 47.318 48.117 (799) (1,7) 43.447

Netto-Finanzverbindlichkeiten.

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31.12.2010

Mio. €
31.12.2009

Mio. €
31.12. 2008

Mio. €
Anleihen 38.190 38.508 34.302
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.190 4.718 4.222
Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen 1.164 1.057 887
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 561 924 1.053
Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen 1.934 1.909 2.009
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 1.279 1.001 974
Brutto-Finanzverbindlichkeiten 47.318 48.117 43.447
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.808 5.022 3.026
Finanzielle Vermögenswerte Available-for-Sale/Held for Trading 75 162 101
Derivative finanzielle Vermögenswerte 835 1.048 1.598
Andere finanzielle Vermögenswerte 1.331 974 564
Netto-Finanzverbindlichkeiten 42.269 40.911 38.158

Wir haben unsere Netto-Finanzverbindlichkeiten im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Mrd. € auf 42,3 Mrd. € erhöht. Erhöhend wirkten sich Dividendenausschüttungen von 4,0 Mrd. €, der Erwerb von Spektrum (1,3 Mrd. €), Effekte aus Unternehmenstransaktionen von insgesamt 0,8 Mrd. €, Wechselkurseffekte von 0,8 Mrd. € sowie der Aktienrückkauf in Höhe von 0,4 Mrd. € aus. Der Free Cashflow von 6,5 Mrd. € wirkte sich verringernd auf die Netto-Finanzverbindlichkeiten aus.

Das Finanzmanagement der Deutschen Telekom stellt die permanente Zahlungsfähigkeit und damit die Erhaltung des finanziellen Gleichgewichts im Konzern sicher. Die Grundzüge der Finanzpolitik legt der Vorstand jährlich fest, der Aufsichtsrat überwacht sie. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risikomanagement verantwortet die Konzern-Treasury.

Rating der Deutschen Telekom AG.

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Standard & Poor’s Moody’s Fitch
Langfrist-Rating
31.12.2008 BBB+ Baa1 A –
31.12.2009 BBB+ Baa1 BBB+
31.12.2010 BBB+ Baa1 BBB+
Kurzfrist-Rating A–2 P–2 F2
Ausblick stabil stabil stabil

Finanzielle Flexibilität.

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31.12.2010 31.12.2009 31.12.2008
Relative Verschuldung
Netto-Finanzverbindlichkeiten/EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 2,2 2,0 2,0
Eigenkapitalquote 33,7 32,8 35,0
Gearing
Netto-Finanzverbindlichkeiten/Eigenkapital 1,0 1,0 0,9

Zur Sicherstellung der finanziellen Flexibilität setzen wir im Wesentlichen zwei Kennzahlen ein: das Gearing und die Relative Verschuldung. Ein Bestandteil der Kennzahlen sind die Netto-Finanzverbindlichkeiten, die der Konzern als eine wichtige Kenngröße gegenüber Investoren, Analysten und Ratingagenturen verwendet.

Kapitalflussrechnung (Kurzfassung).

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2010

Mio. €
2009

Mio. €
2008

Mio. €
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 14.731 15.795 15.368
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill und vor Investitionen in Spektrum) und Sachanlagen (Cash Capex) (8.532) (9.202) (8.707)
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten (ohne Goodwill) und Sachanlagen 344 376 372
Free Cashflow (vor Ausschüttung und vor Investitionen in Spektrum) 6.543 6.969 7.033
Cashflow aus Investitionstätigkeit (10.711) (8.649) (11.384)
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (6.369) (5.123) (3.097)
Auswirkung von Kursveränderungen auf die Zahlungsmittel (Laufzeit bis 3 Monate) 50 58 (61)
Zahlungsmittelveränderung im Zusammen hang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten
und Veräußerungsgruppen 85 (85)
Veränderung der kurzfristigen Zahlungsmittel (2.214) 1.996 826
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 2.808 5.022 3.026

Free Cashflow. Der Free Cashflow des Konzerns lag mit 6,5 Mrd. € um 0,4 Mrd. € unter dem des Vorjahres.

Im Geschäftsjahr 2010 verringerte sich der Cashflow aus Geschäftstätigkeit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,1 Mrd. € auf 14,7 Mrd. €. Neben den Effekten aus der operativen Geschäftsentwicklung waren im Wesentlichen die folgenden Effekte für diesen Rückgang verantwortlich: gegenüber dem Vorjahr geringere Einzahlungen im Rahmen von Forderungsverkäufen (Factoring) in Höhe von 0,6 Mrd. € sowie netto höhere Auszahlungen aus dem Aufbau von Vorräten in Höhe von 0,4 Mrd. €. Dem stehen höhere Einzahlungen aus erhaltenen Dividenden in Höhe von 0,4 Mrd. € – im Wesentlichen aus einer unterjährigen Ausschüttung des Joint Venture Everything Everywhere – gegenüber. Die weiteren Veränderungen des Cashflows aus Geschäftstätigkeit umfassen eine Vielzahl von zum Teil gegenläufigen Effekten.

Die Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill und vor Investitionen in Spektrum) und Sachanlagen sanken im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Mrd. €, während die Einzahlungen auf dem Niveau des Vorjahres blieben.

Cashflow aus Investitionstätigkeit. Die Mittelabflüsse aus Investitionstätigkeit beliefen sich auf 10,7 Mrd. € gegenüber 8,6 Mrd. € im Vorjahr. Zu dieser Veränderung trug u. a. der Zugang der Zahlungsmittel der OTE-Gruppe in Höhe von 1,6 Mrd. € im Vorjahr bei, dem in diesem Jahr ein Gesamteffekt aus dem Abgang der T-Mobile UK in Höhe von 0,4 Mrd. € gegenüberstand. Darüber hinaus erwarb die Deutsche Telekom im Geschäftsjahr 2010 Anteile in Höhe von 0,8 Mrd. € an einer vom Joint Venture Everything Everywhere begebenen Anleihe und verzeichnete höhere Auszahlungen für immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1,4 Mrd. €, was hauptsächlich auf die Auszahlungen für den Erwerb von Mobilfunk-Lizenzen (Spektrum) in Deutschland in Höhe von 1,3 Mrd. € zurückzuführen war.

Gegenläufig entwickelten sich die Auszahlungen für Sachanlagen (0,7 Mrd. €) und Auszahlungen für Unternehmenserwerbe (0,6 Mrd. €), die sich jeweils verringerten. Gegenläufig entwickelten sich die Nettozahlungen aus der Veränderung kurzfristiger finanzieller Vermögenswerte, die sich um 0,8 Mrd. € erhöhten.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit. Die Mittelabflüsse aus Finanzierungstätigkeit betrugen 6,4 Mrd. € im Vergleich zu 5,1 Mrd. € im Vorjahr. Neben einer netto Aufnahme von mittel- und langfristigen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 3,1 Mrd. € (2009: 5,3 Mrd. €) ist diese Entwicklung auch auf Auszahlungen für den Rückkauf von Aktien in Höhe von 0,4 Mrd. € zurückzuführen. Demgegenüber verringerte sich netto die Rückzahlung von kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten um 1,3 Mrd. €, während sich die Ausschüttungen der OTE um 0,2 Mrd. € sowie der Slovak Telekom um 0,1 Mrd. € gegenüber dem Vorjahr verringerten.

□ Weitergehende Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung finden sich im Konzern-Anhang.

Geschäftsentwicklung der operativen Segmente.

Deutschland.

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31.12.2010

Mio.
31.12.2009

Mio.
Veränderung

Mio.
Veränderung

%
31.12.2008

Mio.
Festnetz
Festnetz-Anschlüsse 24,7 26,2 (1,5) (5,7) 28,3
Breitbandanschlüsse Retail 12,0 11,5 0,5 4,3 10,6
Wholesale gebündelte Anschlüsse 1,0 1,6 (0,6) (37,5) 2,5
Teilnehmeranschlussleitung (TAL) 9,5 9,1 0,4 4,4 8,3
Wholesale entbündelte Anschlüsse 1,0 0,6 0,4 66,7 0,2
Mobilfunk Mobilfunk-Kunden* 34,7 39,1 (4,4) (11,3) 39,1

* Ab dem 1. April 2010 erfolgt automatisch eine Kündigung durch die Telekom Deutschland GmbH, wenn eine Prepaid-Karte zwei Jahre nicht aufgeladen wurde und drei Monate nicht aktiv war.

Gesamt.

Im operativen Segment Deutschland bündeln wir die Servicedienstleistungen rund um Mobilfunk, Breitband und Festnetz-Telefonie. In den vergangenen Jahren begegneten wir immer neuen Herausforderungen: Regulatorische Entscheidungen, zunehmend gesättigte Märkte und gut aufgestellte Mitbewerber haben den Wettbewerb verschärft. Doch unser Deutschlandgeschäft hat sich in allen Märkten gut behauptet.

Festnetz.

Alles, was verbindet: Telefon, Internet und Fernsehen.

Unser Anteil am hiesigen Breitbandmarkt liegt auch am Ende des Jahres 2010 stabil bei 46%. Bei den Retail-Anschlüssen konnten wir rund 0,5 Mio. Neukunden gewinnen. Somit steigt die Gesamtzahl der Anschlüsse auf 12,0 Mio. Auch im Berichtsjahr haben sich für unser TV-Angebot Entertain wieder mehr als eine halbe Million Menschen entschieden: Bis zum 31. Dezember 2010 wurden insgesamt 1,6 Mio. Entertain-Pakete vermarktet. Die Anzahl der Bestandskunden steigerten wir im Berichtsjahr um 0,4 Mio. auf rund 1,2 Mio.

Bis zum 31. Dezember 2010 nutzten rund 24,7 Mio. Menschen einen Festnetz-Anschluss der Deutschen Telekom. Also haben wir im Jahr 2010 zwar rund 5,7% bzw. mehr als 1,5 Mio. Anschlüsse verloren, jedoch 0,5 Mio. weniger Anschlussverluste als im Jahr zuvor. Zum Vergleich: Ende des Jahres 2009 waren es 2,1 Mio. und Ende 2008 noch 2,5 Mio. verlorene Anschlüsse. Bei den Anschlussverlusten handelt es sich größtenteils um Kunden, die zu Kabelnetzbetreibern, Netzinfrastrukturanbietern und Mobilfunk-Betreibern wechseln.

Dagegen stiegen die Zahlen verschiedener Vorleistungsprodukte unseres Unternehmens für die Mitbewerber, wie der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) und des entbündelten Bitstromzugangs (IP-BSA). Die Anzahl der TAL erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 4,4 % auf nun 9,5 Mio. Anschlüsse. Die Anzahl unserer gebündelten Wholesale-Anschlüsse sank im Jahr 2010 um rund 0,6 Mio. auf 1,0 Mio. Wir gehen davon aus, dass dieser Trend auch in den kommenden Jahren anhält. Grund dafür ist vor allem, dass unsere Mitbewerber, um ihr Angebot zu optimieren, von gebündelten zu entbündelten Wholesale-Angeboten wechseln. So verbuchen wir bei den entbündelten Angeboten einen Zuwachs von rund 0,4 Mio.

Mobilfunk.

Überall mitten im Leben: Mobile Telefonie und Datenanwendungen.

Auch 2010 haben wir weiterhin das im Vergleich zum Gesamtmarkt umsatzstärkste Mobilfunk-Geschäft in Deutschland. Wir konnten somit unseren Marktanteil steigern. Unsere Strategie, den Fokus unseres Mobilfunk-Geschäfts auf werthaltige Vertragskunden auszurichten, ist also erfolgreich. Die Zahl unserer Mobilfunk-Kunden sank zwar um 11,3% auf 34,7 Mio., doch ist die Ursache hierfür die Bereinigung unserer Kundendatenbank: Auch im vergangenen Geschäftsjahr haben wir sie konsequent bereinigt und insgesamt rund 8,3 Mio. inaktive Prepaid-Kundenkarten deaktiviert. So senken wir unseren Verwaltungsaufwand. Da diese SIM-Karten bereits seit langer Zeit inaktiv waren, steuerten sie auch nichts zu unserem Umsatz bei. Die Anzahl unserer Vertragskunden bleibt stabil bei 17,2 Mio. Für diese positive Entwicklung sehen wir zwei Gründe:

Unsere Kunden nutzen unser umfassendes Angebot an attraktiven und innovativen Smartphones, wie das neue Windows Phone 7, zahlreiche Android-Geräte und nach wie vor das Apple iPhone.
Seit November 2010 bieten wir unseren Kunden verbesserte integrierte Tarife für Telefonie und Datennutzung. Damit setzen wir bei den Vertragskunden auch weiterhin auf nachhaltiges und vor allem werthaltiges Wachstum.

Operative Entwicklung.

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2010

Mio. €
2009

Mio. €
Veränderung

Mio. €
Veränderung

%
2008

Mio. €
Gesamtumsatz 25.145 25.423 (278) (1,1) 26.400
Festnetz 18.177 18.736 (559) (3,0) 19.782
Mobilfunk 8.349 8.109 240 3,0 8.069
Betriebsergebnis (EBIT) 4.916 5.062 (146) (2,9) 4.624
EBIT-Marge % 19,6 19,9 17,5
Abschreibungen (4.193) (4.196) 3 0,1 (4.180)
EBITDA 9.109 9.258 (149) (1,6) 8.804
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (509) (349) (160) (45,8) (960)
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 9.618 9.607 11 0,1 9.764
Festnetz 6.061 6.247 (186) (3,0) 6.400
Mobilfunk 3.559 3.373 186 5,5 3.364
EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 38,3 37,7 37,0
Festnetz % 33,3 33,3 32,4
Mobilfunk % 42,6 41,6 41,7
Cash Capex (4.765) (3.158) (1.607) (50,9) (3.038)
Anzahl Mitarbeiter (im Durchschnitt) 79.364 84.584 (5.220) (6,2) 89.961
Festnetz 73.614 78.507 (4.893) (6,2) 83.932
Mobilfunk 5.750 6.077 (327) (5,4) 6.029

Die Beiträge der Bereiche Festnetz und Mobilfunk entsprechen grundsätzlich den jeweiligen Einzelsichten ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten auf der Ebene des operativen Segments.

Gesamtumsatz.

Der Gesamtumsatz unseres operativen Segments Deutschland liegt 2010 bei 25,1 Mrd. €. Der Rückgang um 1,1% im Vergleich zum Vorjahr kommt vor allem durch die Verluste in unserer Festnetz-Sparte, die der Umsatz unseres Mobilfunk-Geschäfts teilweise kompensieren konnte. Trotz regulatorischer Entscheidungen und des starken Wettbewerbs – sowohl im Mobilfunk als auch im Festnetz – konnten wir den Rückgang des Gesamtumsatzes damit im Vergleich zum Vorjahr (Umsatzrückgang 2009: 3,7%) erneut verringern.

Der Umsatz im Festnetz-Geschäft sank um 3,0% auf 18,2 Mrd. €. Neben den bereits erwähnten regulatorischen Eingriffen liegen die Ursachen hierfür in den anhaltenden Anschlussverlusten. Die Umsatzrückgänge konnten in diesem Jahr teilweise kompensiert werden durch die positiven Effekte unserer Erstkonsolidierungen von STRATO und Firstgate (ClickandBuy), das Mengenwachstum der TAL und der entbündelten Anschlüsse sowie durch die Zuwächse im Bereich unserer Breitband-Retail-Anschlüsse.

Im Mobilfunk-Geschäft steigerten wir unseren Gesamtumsatz im Berichtsjahr um 3,0% auf 8,3 Mrd. €. Bereits 2009 stieg der Umsatz um 0,5%, und mit dem erneuten Umsatzplus in 2010 bestätigen wir die positiven Anzeichen aus den vorangegangenen Jahren.

Einen großen Anteil an diesem Erfolg haben erneut die gestiegenen Service- und Datenumsätze. So wuchsen die Serviceumsätze im vergangenen Geschäftsjahr um 4,4% auf 7,3 Mrd. €, während die Datenumsätze sogar um 35,7% zulegten. Dieser positive Trend ist vor allem Folge der wachsenden Beliebtheit von innovativen Smartphones. Nach wie vor sind wir im gesamten deutschen Mobilfunk-Markt das umsatzstärkste Unternehmen.

Die Absenkung der Terminierungsentgelte im Mobilfunk um 49% am 30. November 2010 hatte zwar im Dezember negative Auswirkungen auf unseren Umsatz und unser EBITDA, jedoch noch nicht in berichtenswerter Höhe. In 2011 rechnen wir mit deutlich stärkeren negativen Effekten.

EBITDA, bereinigtes EBITDA.

Im Jahr 2010 beträgt unser – um Sondereffekte bereinigtes – EBITDA 9,6 Mrd. € und bleibt somit im Vergleich zum Vorjahr trotz Umsatzrückgang stabil. Das Verhältnis unseres bereinigten EBITDA zum Gesamtumsatz – die bereinigte EBITDA-Marge – stieg um 0,6 Prozentpunkte auf 38,3%.

Ungeachtet des bereits dargestellten Umsatzrückgangs im Festnetz-Geschäft bleibt das bereinigte EBITDA stabil bei 6,1 Mrd. €. Im Mobilfunk steigerten wir das bereinigte EBITDA sogar um 5,5% auf 3,6 Mrd. €. Wesentlichen Beitrag dazu leisteten unsere umfassenden Projekte für besseren Service und effektives Kostenmanagement wie z. B. „Save for Service“. Beispiele dafür sind die Optimierung unseres Kundenservice oder der Versand von Rechnungen per E-Mail. Außerdem erhöhten wir die Effizienz unserer Werbe- und Kommunikationsmaßnahmen und optimierten unsere Büro- und Lagerflächennutzung. Trotz Investitionen in Wachstumsgeschäfte (wie z. B. STRATO) oder in die stark gestiegene Vermarktung von Smartphones konnten wir im Jahr 2010 durch verschiedene Maßnahmen in Geschäftsfeldern wie Produktion, Vertrieb, Service, Marketing und IT unsere operativen Kosten um ca. 0,5 Mrd. € senken.

EBIT.

Das Betriebsergebnis beläuft sich 2010 auf 4,9 Mrd. €. Somit liegt unser Betriebsergebnis 2,9% unter dem Vorjahreswert von 5,1 Mrd. €. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen auf die Sondereffekte in Höhe von 0,5 Mrd. € zurückzuführen, die im Vergleich zum Vorjahr um 0,2 Mrd. € höher waren und sich größtenteils unseren personalbezogenen Ausgaben zuordnen lassen.

Cash Capex.

Wir investieren seit Jahren konsequent in den Breitbandstandort Deutschland. Entsprechend stiegen unsere Investitionsausgaben im Vergleich zum Vorjahr um 50,9% auf 4,8 Mrd. €. Diese Steigerung ergibt sich insbesondere durch die von uns im Mai 2010 ersteigerten Mobilfunk-Frequenzen im Bereich der Long Term Evolution (LTE). Damit sichern wir schon jetzt den Ausbau des mobilen Internets, gerade in ländlichen Regionen. Darüber hinaus steigerten wir unsere Investitionen in den marktgerechten Mobilfunknetzausbau durch hochbitratige Anbindung der Basisstationen unseres UMTS-Mobilfunknetzes, verstärkten Ausbau hochwertiger Übertragungswege sowie Sicherstellung des Netzbetriebs und den All-IP-Ausbau.

Mitarbeiter.

Im Jahr 2010 beschäftigten wir durchschnittlich 79.364 Mitarbeiter. Das macht uns zu einem der größten Arbeitgeber in Deutschland. Trotz der Neueinstellungen durch die Erstkonsolidierungen der STRATO und ClickandBuy verringerte sich die Zahl unserer Mitarbeiter um 6,2%. Zurückführen lässt sich das hauptsächlich auf unsere sozialverträglichen Maßnahmen im Personalum- und -abbau.

Europa.

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31.12.2010

Mio.
31.12.2009

Mio.
Veränderung

Mio.
Veränderung

%
31.12.2008

Mio.
Europa, gesamt a, b Festnetz-Anschlüsse 11,3 12,3 (1,0) (8,1) 13,2
Breitbandanschlüsse Retail 4,4 3,9 0,5 12,8 3,3
Wholesale gebündelte Anschlüsse 0,2 0,2 0,3
Teilnehmeranschlussleitung (TAL) 1,5 1,1 0,4 36,4 0,7
Mobilfunk-Kunden 60,1 61,6 (1,5) (2,4) 59,0
Griechenland b Festnetz-Anschlüsse 3,7 4,2 (0,5) (11,9) 4,6
Breitbandanschlüsse 1,1 1,1 1,0
Mobilfunk-Kunden 8,0 9,2 (1,2) (13,0) 7,9
Rumänien b, c Festnetz-Anschlüsse 2,6 2,8 (0,2) (7,1) 3,0
Breitbandanschlüsse 1,0 0,8 0,2 25,0 0,7
Mobilfunk-Kunden 6,8 7,3 (0,5) (6,8) 5,9
Ungarn Festnetz-Anschlüsse 1,7 1,8 (0,1) (5,6) 2,0
Breitbandanschlüsse 0,8 0,8 0,8
Mobilfunk-Kunden 5,2 5,1 0,1 2,0 5,4
Polen Mobilfunk-Kunden 13,3 13,5 (0,2) (1,5) 13,3
Tschechische Republik Festnetz-Anschlüsse 0,1 0,0 0,1 n. a.
Breitbandanschlüsse 0,1 0,0 0,1 n. a.
Mobilfunk-Kunden 5,5 5,5 5,4
Kroatien Festnetz-Anschlüsse 1,4 1,5 (0,1) (6,7) 1,6
Breitbandanschlüsse 0,6 0,6 0,5
Mobilfunk-Kunden 2,9 2,9 2,7
Niederlande Festnetz-Anschlüsse 0,3 0,3 0,3
Breitbandanschlüsse 0,3 0,3 0,3
Mobilfunk-Kunden 4,5 4,6 (0,1) (2,2) 5,3
Slowakei Festnetz-Anschlüsse 1,1 1,1 1,1
Breitbandanschlüsse 0,4 0,4 0,3
Mobilfunk-Kunden 2,4 2,4 2,3
Österreich Mobilfunk-Kunden 3,8 3,4 0,4 11,8 3,4
Übrige b, d Festnetz-Anschlüsse 0,5 0,5 0,6
Breitbandanschlüsse 0,2 0,2 0,1
Mobilfunk-Kunden 7,7 7,7 7,4

a Die Kunden der T-Mobile UK, die seit dem 1. April 2010 durch die Zusammenlegung der T-Mobile UK und der Orange UK in das Joint Venture Everything Everywhere übergegangen sind, wurden zur besseren Vergleichbarkeit aus allen historischen Kundenzahlen herausgerechnet.

b Die OTE-Gruppe ist seit 1. Februar 2009 vollkonsolidiert. Vorjahreszahlen wurden pro-forma entsprechend angepasst.

c Inkl. der rumänischen Zapp seit dem 1. November 2009.

d Übrige enthält die Landesgesellschaften der Länder Bulgarien, Albanien, EJR Mazedonien und Montenegro.

Gesamt.

Im Geschäftsjahr 2010 beeinträchtigten die angespannte gesamtwirtschaftliche Situation, vor allem in Griechenland und Rumänien, sowie der hohe Wettbewerbsdruck in allen Ländern die Kundenentwicklung unseres operativen Segments Europa. Im klassischen Festnetz sank die Zahl der Anschlüsse gegenüber 2009. Das konnten wir durch Zuwächse bei den Breitbandanschlüssen Retail sowie beim innovativen IPTV-Geschäft teilweise auffangen. Der Gesamtkundenbestand im Mobilfunk-Geschäft ging im gleichen Zeitraum leicht zurück.

Festnetz.

Alles, was verbindet: Telefon, Internet und Fernsehen.

Im klassischen Festnetz hatten wir Ende 2010 einen Bestand von 11,3 Mio. Anschlüssen; ein Rückgang um 8,1% gegenüber 2009. Doch die Anschlussverluste haben sich von Quartal zu Quartal innerhalb des Jahres 2010 deutlich verlangsamt – mit dem bisher niedrigsten Verlust im vierten Quartal. Zurückzuführen sind diese Anschlussverluste auf den Wechsel der Kunden zu anderen Netzbetreibern, Kabelnetzbetreibern und Mobilfunk-Anbietern. Die großen Wachstumspotenziale der Zukunft liegen jedoch im Breitbandgeschäft, wie die Entwicklung unserer Breitbandanschlüsse zeigt: Zum 31. Dezember 2010 wuchsen die Retail-Anschlüsse sowie die ge- und entbündelten Wholesale-Anschlüsse insgesamt auf 4,6 Mio. Anschlüsse gegenüber 2009. Dabei trugen alle Länder unseres operativen Segments Europa zu diesem Ergebnis bei. Am höchsten waren diese Zuwächse in Rumänien und Ungarn. Außerdem setzte sich das kräftige Wachstum des IPTV-Geschäfts fort. Dank der erfolgreichen Vermarktung erzielten wir eine Wachstumsrate von 54% gegenüber 2009. Die größten Beiträge leisteten hierbei Kroatien und Ungarn. Diese Entwicklung bestätigt unsere Strategie: Die Entscheidung, in einigen europäischen Ländern das Breitband- und TV-Geschäft mit Angeboten innovativer Produkte beispielsweise von Quad Play-Paketen in den Vordergrund der Vermarktung zu stellen, ist der richtige Weg zum Erfolg.

Mobilfunk.

Überall mitten im Leben: Mobile Telefonie und Datenanwendungen.

Der Gesamtkundenbestand des operativen Segments Europa fiel um 2,4% auf 60,1 Mio. Mobilfunk-Kunden. Den größten Anteil an diesen sinkenden Kundenbeständen trugen Griechenland, Rumänien, Polen und die Niederlande. Wachsende Gesamtkundenzahlen erzielten Österreich und Ungarn und wirkten so dem Kundenrückgang entgegen. Alle übrigen Länder unseres operativen Segments Europa behaupteten sich in ihren hart umkämpften Märkten und stabilisierten ihren Kundenbestand. Hauptgrund für die niedrigeren Gesamtkundenzahlen gegenüber dem Vorjahr ist die Entwicklung im Prepaid-Segment: Dieses Segment umfasst 56% des Gesamtkundenbestands. In Griechenland, Rumänien, Polen und den Niederlanden sank die Zahl der Prepaid-Kunden um rund 2 Mio. In Polen und den Niederlanden verringerte sich der Prepaid-Bestand aufgrund einer stärkeren Ausrichtung hin zum werthaltigen Vertragskundengeschäft. Zusätzlich verminderte sich in den Niederlanden und Rumänien der Prepaid-Kundenbestand, weil inaktive Prepaid-Kunden ausgebucht wurden. In Griechenland führten die im November 2009 neu eingeführten Registrierungsvorschriften zu einem Rückgang im Prepaid-Bestand.

Wachstumsmotor unseres operativen Segments Europa war auch im Berichtsjahr das werthaltige Vertragskundengeschäft. Bei fast allen europäischen Gesellschaften, mit Ausnahme von Rumänien und Mazedonien, konnten wir die Anzahl der Vertragskunden gegenüber dem Vorjahr weiter steigern. Von den insgesamt 1,1 Mio. neuen Vertragskunden stammte mit rund 0,6 Mio. Kunden der Großteil aus den Niederlanden, Ungarn und Bulgarien. Dieser positive Trend spiegelte sich auch im Anteil der Vertragskunden am gesamten Kundenbestand des operativen Segments Europa wider: Seit Jahresende 2009 erreichten wir einen Anstieg um 2,8 Prozentpunkte auf jetzt knapp 44%. Dieses positive Ergebnis erzielten wir, weil wir uns strategisch darauf ausgerichtet haben, werthaltige Kunden zu gewinnen und an uns zu binden, wie beispielsweise durch die Vermarktung von attraktiven Tarifen mit Inklusivminuten, Flatrate-Tarifen und neuen Hardware-Angeboten in Verbindung mit einem Laufzeitvertrag. Im Rahmen von vernetztem Leben und Arbeiten erreichten wir gezielt neue Kundengruppen, indem wir innovative Daten- und Content-Dienste für das mobile Internet sowie innovative Mobilfunk-Endgeräte anboten. Hierbei kam den Smartphones eine besondere Bedeutung zu; beispielsweise trug die erfolgreiche Vermarktung des in allen europäischen Märkten eingeführten Apple iPhone 4 deutlich zu einem steigenden Vertragskundenbestand bei.

Operative Entwicklung.

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2010

Mio. €
2009

Mio. €
Veränderung

Mio. €
Veränderung

%
2008

Mio. €
Gesamtumsatz 16.840 19.607 (2.767) (14,1) 15.932
davon: Griechenland 3.876 3.899 (23) (0,6)
davon: Rumänien 1.165 1.104 61 5,5
davon: Ungarn 1.517 1.682 (165) (9,8) 2.006
davon: Polen 1.839 1.757 82 4,7 2.260
davon: Tschechische Republik 1.157 1.191 (34) (2,9) 1.329
davon: Kroatien 1.148 1.161 (13) (1,1) 1.223
davon: Niederlande 1.767 1.807 (40) (2,2) 1.806
davon: Slowakei 934 974 (40) (4,1) 994
davon: Österreich 983 1.038 (55) (5,3) 1.085
davon: Großbritannien 783 3.390 (2.607) (76,9) 4.051
davon: Übrige * 1.937 1.885 52 2,8 1.331
Betriebsergebnis (EBIT) 985 140 845 n.a. 1.412
EBIT-Marge % 5,8 0,7 8,9
Abschreibungen (4.157) (6.157) 2.000 32,5 (3.391)
EBITDA 5.142 6.297 (1.155) (18,3) 4.803
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (606) (93) (513) n.a. (151)
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 5.748 6.390 (642) (10,0) 4.954
davon: Griechenland 1.433 1447 (14) (1,0)
davon: Rumänien 281 293 (12) (4,1)
davon: Ungarn 567 675 (108) (16,0) 820
davon: Polen 691 616 75 12,2 785
davon: Tschechische Republik 551 614 (63) (10,3) 634
davon: Kroatien 507 525 (18) (3,4) 557
davon: Niederlande 461 430 31 7,2 352
davon: Slowakei 403 439 (36) (8,2) 427
davon: Österreich 283 283 285
davon: Großbritannien 167 611 (444) (72,7) 888
davon: Übrige * 426 446 (20) (4,5) 199
EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 34,1 32,6 31,1
Cash Capex Anzahl Mitarbeiter (im Durchschnitt) (2.012) (2.489) 477 19,2 (2.018)
65.435 69.277 (3.842) (5,5) 39.174

Die Beiträge der Landesgesellschaften entsprechen den jeweiligen Einzelabschlüssen der Gesellschaften ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten auf der Ebene des operativen Segments.

* Übrige enthält die Landesgesellschaften der Länder Bulgarien, Albanien, EJR Mazedonien und Montenegro sowie ICSS (International Carrier Sales and Services), Europa Headquarter und bis einschließlich Mai 2010 T-Mobile International UK.

Gesamtumsatz.

Im Geschäftsjahr 2010 erzielte unser operatives Segment Europa einen Gesamtumsatz von 16,8 Mrd. €, das sind 14,1 % oder 2,8 Mrd. € weniger als im Vorjahr. Dieser Nettorückgang ist vor allem die Folge von zwei gegenläufigen Effekten: Zum einen verringerte sich der Segmentumsatz durch die Entkonsolidierung der T-Mobile UK zum 1. April 2010; zum anderen wirkte sich der Konsolidierungskreiseffekt der OTE-Gruppe, die seit Februar 2009 vollständig einbezogen wurde, positiv auf die Umsatzentwicklung aus. Die positive Entwicklung der Wechselkurse gegenüber dem Euro verbesserte den Umsatz des Segments. Dazu trugen insbesondere der Polnische Zloty, die Tschechische Krone, der Ungarische Forint, das Britische Pfund und die Kroatische Kuna bei. Bereinigt um diese Effekte reduzierte sich der Gesamtumsatz nur um 5,6%. Dieser operative Umsatzrückgang lag hauptsächlich an Preisminderungen, die in den meisten Ländern des Segments durch regulierungsbedingt geringere Mobilfunk-Terminierungsentgelte und den scharfen Wettbewerb verursacht waren. Auch die von der ungarischen Regierung im Oktober 2010 erlassene Sondersteuer minderte mit einem Betrag von rund 0,1 Mrd. € rückwirkend für das gesamte Jahr 2010 den Gesamtumsatz. Zusätzlich belasteten die Mobilfunk-Abgabe in Kroatien sowie die schwierige gesamtwirtschaftliche Situation vor allem in den süd- und osteuropäischen Ländern den Gesamtumsatz erheblich. Besonders stark davon betroffen waren Griechenland, Rumänien und Ungarn: Auf sie entfallen über 64% des operativen Umsatzrückgangs. Dem entgegen wirkten starke Umsatzzuwächse im Festnetz in den Bereichen Wholesale, Breitband und TV.

Griechenland. In Griechenland erreichten wir 2010 mit insgesamt 3,9 Mrd. € einen stabilen Umsatz gegenüber dem Vorjahr. Bereinigt um den griechischen Konsolidierungskreiseffekt der OTE-Gruppe sank der Umsatz um 9,7%. Festnetz und Mobilfunk waren hierbei annähernd zu gleichen Teilen betroffen. Das Festnetz konnte die Verluste aus dem klassischen Geschäft durch eine positive Entwicklung der Wholesale- und Breitband-Umsätze nahezu auffangen. Im Mobilfunk wirkten sich die abgesenkten Terminierungsentgelte und der scharfe Preiswettbewerb negativ auf die Serviceumsätze aus. Zusätzlich führten die Prepaid-Registrierungsvorschriften erneut zu Kundenverlusten im Prepaid-Segment – und somit zu niedrigeren Umsätzen. Die leicht höheren Verkäufe bei den Endgeräten im Jahresvergleich wirkten dem Umsatzrückgang entgegen.

Rumänien. In Rumänien stieg im Berichtsjahr der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 5,5%, vor allem durch den positiven rumänischen Konsolidierungskreiseffekt der OTE-Gruppe. Operativ sank der Umsatz im Festnetz aufgrund der angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage und des sehr intensiven Preiskampfs auf dem rumänischen Telekommunikationsmarkt. Das enorme Kundenwachstum im Breitband führte zu höheren Umsätzen bei Breitband und TV. Diese Zuwächse konnten jedoch die negativen Effekte aus den Rückgängen im klassischen Festnetz-Geschäft nur zum Teil ausgleichen. Im Gegensatz dazu wuchs der operative Mobilfunk-Umsatz um einen knapp zweistelligen Prozentsatz hauptsächlich dank höherer Service- und Endgeräteumsätze. Einen weiteren positiven Umsatzbeitrag leistete ein leicht höherer Anteil von Vertragskunden am Gesamtkundenbestand, auch bedingt durch die Erstkonsolidierung des Mobilfunk-Anbieters Zapp zum 1. November 2009.

Ungarn. In Ungarn sank der Umsatz um 9,8% auf 1,5 Mrd. € gegenüber 2009. Die im Oktober 2010 von der ungarischen Regierung neu eingeführte Sondersteuer reduzierte den Umsatz um rund 0,1 Mrd. €. Ohne diese Steuer wären die Umsätze nur um 4,4% zurückgegangen. Wir profitierten dagegen von einer positiven Wechselkursentwicklung des Ungarischen Forint gegenüber dem Euro. Der um diese beiden Effekte bereinigte operative Umsatzrückgang geht primär auf die allgemeine gesamtwirtschaftliche Lage zurück. Davon war das Festnetz-Geschäft stärker betroffen als der Mobilfunk, trotz eines höheren Bestands an Breitband-TV-Anschlüssen und des dort gestiegenen Umsatzes. Die Serviceumsätze im Mobilfunk-Geschäft fielen vor allem infolge gesunkener Mobilfunk - Terminierungsentgelte. Zum Teil konnten steigende Non Voice-Umsätze diesen Rückgang ausgleichen.

Polen. Bei PTC ließen positive Wechselkurseffekte des Polnischen Zloty gegenüber dem Euro den Umsatz um 4,7% steigen. Diese konnten die sinkenden operativen Umsätze – hauptsächlich verursacht durch die Serviceumsätze – ausgleichen. Höhere Non Voice-Umsätze kompensierten nur teilweise die Umsatzverluste bei der Sprachtelefonie. Diese Umsatzverluste wurden vor allem durch den Verfall der durchschnittlichen Minutenpreise ausgelöst.

Tschechische Republik. Im Vergleich zum Vorjahr reduzierte sich der Umsatz bei T-Mobile CZ um 2,9% auf insgesamt 1,2 Mrd. €. Positive Wechselkurseffekte der Tschechischen Krone gegenüber dem Euro fingen teilweise den Rückgang des operativen Umsatzes auf. Der geringere operative Umsatz lag hauptsächlich an den Serviceumsätzen, die im Vorjahresvergleich vor allem wegen eines positiven Einmaleffekts im zweiten Quartal 2009 sanken. Zudem belastete die regulierungsbedingte Absenkung der Terminierungsentgelte die Umsätze. Die Festnetz-Umsätze infolge des Erwerbs des Retail-Geschäfts der České Radiokomunikace im Dezember 2009 konnten diese Effekte teilweise kompensieren.

Kroatien. In Kroatien ging der Umsatz gegenüber dem Vorjahr nur leicht zurück. Positive Wechselkurseffekte der Kroatischen Kuna gegenüber dem Euro milderten den Umsatzrückgang in lokaler Währung ab. Hauptgrund für den sinkenden operativen Umsatz war die gesamtwirtschaftliche Lage; das Mobilfunk-Geschäft war hiervon viel stärker betroffen als das Festnetz. Im Mobilfunk sanken die Serviceumsätze. Obwohl die Anzahl der Mobilfunk-Kunden leicht stieg, ließen sich die Umsatzrückgänge bei der mobilen Sprachtelefonie und im Non Voice-Bereich nicht ausgleichen. Zusätzlich belastete die im August 2009 eingeführte Mobilfunk-Abgabe die Umsätze wegen des Ganzjahreseffekts 2010 stärker als 2009. Dagegen entwickelte sich das Festnetz-Geschäft erfreulich konstant. Die positiven Beiträge aus den Umsätzen von Breitband und TV sowie den Konsolidierungskreiseffekten konnten die Verluste aus dem klassischen Festnetz fast komplett ausgleichen.

Niederlande. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wies T-Mobile Netherlands ein leichtes Umsatzminus aus, hauptsächlich wegen geringerer MVNO- und Online-Umsätze. Dem standen positive Serviceumsätze gegenüber. Der gestiegene Anteil von Vertragskunden am Gesamtkundenbestand ließ den Umsatz aus ausgehenden Gesprächen wachsen. Zusammen mit den höheren Non Voice-Umsätzen konnten sie die durch die Regulierung verursachten negativen Effekte ausgleichen.

Slowakei. In der Slowakei reduzierten sich die Umsätze gegenüber 2009 vor allem wegen der Entwicklung im Mobilfunk-Geschäft. Abgesenkte Terminierungsentgelte und Preisreduzierungen infolge der hohen Wettbewerbsintensität verringerten die Serviceumsätze deutlich. Höhere MVNO-Umsätze wirkten dem entgegen. Im Gegensatz zum Mobilfunk konnten wir im Festnetz-Geschäft den Umsatz steigern. Grund waren die Entwicklung der Anschlüsse im Breitband und die erfolgreiche Vermarktung der TV-Produkte IPTV und Satelliten-TV. Zusätzlich wirkten sich Konsolidierungskreiseffekte positiv auf den Umsatz aus.

Österreich. T-Mobile Austria wies im Berichtsjahr geringere Umsätze aus, die großteils das Ergebnis niedrigerer Serviceumsätze waren. Die Umsätze aus der Sprachtelefonie sanken aufgrund der wettbewerbsbedingten Senkung des Minutenpreises sowie regulierungsbedingt geringerer Terminierungsentgelte. Teilweise kompensierten Zuwächse bei den Non Voice-Umsätzen und bei den Endgeräteverkäufen diese negativen Effekte.

EBITDA, bereinigtes EBITDA.

Unser operatives Segment Europa erzielte im Geschäftsjahr 2010 ein bereinigtes EBITDA von 5,7 Mrd. €. Diese Minderung um 10,0% im Vergleich zum Vorjahr ist hauptsächlich auf zwei gegenläufige Effekte zurückzuführen: Zum einen verringerte sich das EBITDA des Segments durch die Entkonsolidierung der T-Mobile UK zum 1. April 2010; zum anderen erhöhte sich das EBITDA als Folge des Konsolidierungskreiseffekts der OTE-Gruppe. Aufgrund der neu erlassenen Sondersteuer in Ungarn – rückwirkend für das gesamte Berichtsjahr 2010 – sank das bereinigte EBITDA gegenüber dem Vorjahr. Zudem wirkten sich positive Wechselkurseffekte bei dem Polnischen Zloty, der Tschechischen Krone, dem Ungarischen Forint, der Kroatischen Kuna und dem Britischen Pfund aus. Ohne diese Effekte sank das bereinigte EBITDA um 5,5%.

Griechenland. Wir erzielten 2010 im griechischen Mobilfunk- und Festnetz-Geschäft mit insgesamt 1,4 Mrd. € ein nahezu stabiles bereinigtes EBITDA, vor allem infolge des positiven Konsolidierungskreiseffekts. Ohne dessen Berücksichtigung sank das bereinigte EBITDA wegen der negativen Umsatzentwicklung. Höhere Kundenakquisitionskosten als Reaktion auf den intensiven Mobilfunk-Wettbewerb verstärkten diesen Rückgang. Einsparungen bei den Gemeinkosten konnten diese Effekte nicht ausgleichen.

Rumänien. In Rumänien sank das bereinigte EBITDA im Berichtsjahr gegenüber 2009 hauptsächlich durch die geringeren Umsätze im Festnetz-Geschäft. Ferner konnten die Einsparungen bei anderen Kostenpositionen die gestiegenen Kosten für TV-Rechte nicht vollständig kompensieren. Dagegen erzielten wir im Mobilfunk im Jahresvergleich ein höheres bereinigtes EBITDA infolge des gestiegenen Umsatzes sowie geringerer Kundenakquisitionskosten.

Ungarn. Das bereinigte EBITDA verringerte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Mrd. € auf 0,6 Mrd. €. Die neu erlassene Sondersteuer beeinflusste die EBITDA-Entwicklung deutlich negativ. Die positiven Wechselkurseffekte des Ungarischen Forint gegenüber dem Euro milderten diesen Rückgang ab. Bereinigt um die zuvor genannten Effekte wies das Mobilfunk-Geschäft ein leicht höheres bereinigtes EBITDA aus. Effizienzsteigernde Maßnahmen konnten den operativen Umsatzrückgang des Festnetz-Geschäfts nur teilweise auffangen.

Polen. In Polen wuchs das bereinigte EBITDA 2010 auf 0,7 Mrd. €. Bereinigt um die positiven Wechselkurseffekte erhöhte sich das bereinigte EBITDA somit leicht. Geringere Kundenbindungskosten sowie Einsparungen bei den Gemeinkosten, insbesondere in den Bereichen Technik und Marketing, halfen die negativen Effekte aus den Umsatzrückgängen auszugleichen. Zusätzlich wirkte sich ein positiver Einmaleffekt im vierten Quartal 2010 ergebnisverbessernd aus.

Tschechische Republik. T-Mobile CZ wies 2010 ein geringeres bereinigtes EBITDA aus. Positive Wechselkurseffekte der Tschechischen Krone gegenüber dem Euro kompensierten nur zum Teil die Rückgänge in lokaler Währung. Die Ursache dafür waren vor allem positive Einmaleffekte im zweiten Quartal 2009, die im Berichtsjahr nicht in vergleichbarer Weise anfielen. Des Weiteren wirkten sich prozessoptimierende Maßnahmen positiv auf das bereinigte EBITDA aus. Geringeren Kundenakquisitions- und Kundenbindungskosten standen höhere Gemeinkosten aus dem Erwerb des Retail-Geschäfts der České Radiokomunikace und wegen des deutlichen Ausbaus des 3G-Netzes im Vergleich zum Vorjahr gegenüber.

Kroatien. In Kroatien erzielten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr ein bereinigtes EBITDA von 0,5 Mrd. €; dies entspricht einer Minderung von 3,4%. Der größte Anteil davon entfiel auf das Mobilfunk-Geschäft. Geringere Kundenakquisitions- und Kundenbindungskosten sowie Einsparungen bei den Gemeinkosten konnten die negativen Effekte aus den rückläufigen Mobilfunk-Umsätzen nicht auffangen. Dagegen verzeichnete das Festnetz-Geschäft ein höheres bereinigtes EBITDA durch Einsparungen bei den allgemeinen Verwaltungskosten und durch die erfolgreiche Umsetzung von Initiativen zur Effizienzsteigerung.

Niederlande. T-Mobile Netherlands steigerte 2010 das bereinigte EBITDA deutlich. Niedrigere Kundenakquisitionskosten sowie ein Einmaleffekt im zweiten Quartal 2010 verbesserten das Ergebnis. Da die Integration von Orange mittlerweile abgeschlossen ist, führten deutliche Einsparungen bei den Gemeinkosten zu einem höheren bereinigten EBITDA.

Slowakei. Im Berichtsjahr reduzierte sich das bereinigte EBITDA insbesondere aufgrund der negativen Effekte aus den Umsätzen des Mobilfunk-Geschäfts. Nur teilweise konnten geringere Kundenakquisitions- und Kundenbindungskosten sowie Einsparungen bei den Gemeinkosten diese ausgleichen. Auch das bereinigte EBITDA des Festnetz-Geschäfts ging zurück.

Österreich. Gegenüber 2009 erzielten wir in Österreich eine stabile Entwicklung des bereinigten EBITDA. Die Einsparungen bei den Gemeinkosten sowie ein Einmaleffekt im vierten Quartal 2010 konnten die negativen Effekte aus den Umsatzrückgängen sowie höhere Kosten für Kundengewinnung und Kundenbindung ausgleichen.

EBIT.

In unserem operativen Segment Europa wuchs das EBIT zum Ende des Geschäftsjahres 2010 auf 1,0 Mrd. €, vor allem bedingt durch die im Vorjahr enthaltenen Wertminderungen auf Goodwill in Höhe von 2,3 Mrd. €. Davon entfielen 1,8 Mrd. € auf die zahlungsmittelgenerierende Einheit T-Mobile UK. Dem entgegen standen die zum Jahresende 2010 notwendig gewordenen Wertminderungen auf Goodwill und Sachanlagevermögen in Höhe von insgesamt 0,7 Mrd. € im Festnetz von Griechenland und Rumänien und im Mobilfunk von Rumänien und Albanien. Zu der Verbesserung des EBIT führte zusätzlich die Tatsache, dass im Zeitraum September 2009 bis März 2010 die T-Mobile UK als „zur Veräußerung gehalten“ ausgewiesen wurde und damit die planmäßigen Abschreibungen aussetzten. Diese Effekte konnten den EBITDA-Rückgang mehr als kompensieren.

Cash Capex.

Zum 31. Dezember 2010 wiesen wir im operativen Segment Europa einen Cash Capex von insgesamt 2,0 Mrd. € aus. Dies ist ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 19,2% oder 0,5 Mrd. € – trotz des Konsolidierungskreiseffekts der OTE-Gruppe. Außerdem trug die Entkonsolidierung der T-Mobile UK zu einem niedrigeren Cash Capex bei. Darüber hinaus führten die schwierige Marktlage sowie die Sondersteuer in Ungarn und die Mobilfunk-Abgabe in Kroatien zu einem zurückhaltenden Investitionsverhalten der Länder.

Mitarbeiter.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter sank 2010 in unserem opera tiven Segment Europa um 5,5% auf insgesamt 65 435. Die erstmalige Vollkonsolidierung der OTE-Gruppe Anfang Februar 2009 erhöhte die Mitarbeiterzahl; dem wirkte die Entkonsolidierung der T-Mobile UK zum 1. April 2010 entgegen. Auch führten Abbauprogramme infolge von Effizienzsteigerungsmaßnahmen in mehreren Ländern zu einem geringeren durchschnittlichen Mitarbeiterbestand. Dem standen gestiegene Mitarbeiterzahlen durch einige kleinere Akquisitionen gegenüber.

USA.

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31.12.2010

Mio.
31.12.2009

Mio.
Veränderung

Mio.
Veränderung

%
31.12.2008

Mio.
USA
Mobilfunk-Kunden 33,7 33,8 (0,1) (0,3) 32,8

Zum Ende des Geschäftsjahres 2010 betreute das operative Segment USA (T-Mobile USA) 33,7 Mio. Endkunden. Dies entspricht einem Rückgang im Gesamtjahr 2010 um netto 56 000 Kunden im Vergleich zu 1,0 Mio. Nettoneuzugängen 2009. Der Nettokundenbestand war im Vergleich zum Vorjahr insgesamt rückläufig, wobei die Zuwächse im Wholesale-Bereich (MVNOs und vernetzte Geräte) die Verluste bei Endkunden (Gesamtkundenzahl ohne MVNOs) nicht ausgleichen konnten. Bei den Vertragskunden verzeichnete T-Mobile USA 2010 einen Nettorückgang von 390.000 gegenüber 42.000 im Jahr 2009. Diese Entwicklung ist in erster Linie auf rückläufige Bruttozugänge bei FlexPay-Vertragskunden zurückzuführen, die durch die kräftigen Zuwächse bei vernetzten Geräten nur teilweise ausgeglichen werden konnten. Zum Stichtag 31. Dezember 2010 betrug die Anzahl der Kunden mit vernetzten Geräten 1,9 Mio. Der Bestand der Prepaid-Kunden erhöhte sich im Gesamtjahr 2010 um netto 334.000, während es 2009 netto 1,1 Mio. waren. Diese Veränderung in der Bestandsentwicklung bei Prepaid-Kunden im Jahr 2010 ist vor allem auf die vermehrte Ausbuchung von MVNO-Kunden und klassischen Prepaid-Kunden zurückzuführen. Zum 31. Dezember 2010 verzeichnete T-Mobile USA einen MVNO-Kundenbestand von 2,8 Mio.

Die Kundenfluktuation im Gesamtkundenbestand von T-Mobile USA erhöhte sich 2010 im Vergleich zum Vorjahr von 3,2% pro Monat auf 3,4% pro Monat. Insgesamt war im Jahresverlauf 2010 ein Anstieg der Fluktuation im Gesamtkundenbestand zu beobachten. Hauptgrund hierfür war eine verstärkte Abwanderung von MVNO-Kunden im Prepaid-Bereich. Die Fluktuation bei Vertragskunden blieb aufgrund der anhaltenden Wettbewerbsintensität auf hohem Niveau.

Operative Entwicklung.

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2010

Mio. €
2009

Mio. €
Veränderung

Mio. €
Veränderung

%
2008

Mio. €
Gesamtumsatz 16.087 15.471 616 4,0 14.957
Betriebsergebnis (EBIT) 2.092 2.233 (141) (6,3) 2.299
EBIT-Marge % 13,0 14,4 15,4
Abschreibungen (2.064) (2.028) (36) (1,8) (1.884)
EBITDA 4.156 4.261 (105) (2,5) 4.183
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (57)
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 4.156 4.261 (105) (2,5) 4.240
EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 25,8 27,5 28,3
Cash Capex (2.121) (2.666) 545 20,4 (2.540)
Anzahl Mitarbeiter (im Durchschnitt) 37.795 38.231 (436) (1,1) 36.076

Gesamtumsatz.

Der Gesamtumsatz des operativen Segments USA (T-Mobile USA) erhöhte sich aufgrund von Währungsschwankungen gegenüber dem Vorjahr um 4% von 15,5 Mrd. € auf 16,1 Mrd. €. Auf US-Dollar Basis verzeichnete T-Mobile USA einen leichten Umsatzrückgang um 1,0% gegenüber dem Vorjahr. Hauptgrund hierfür waren rückläufige Sprachumsätze aufgrund rückläufiger Bestandszahlen bei Endkunden (Gesamtkundenzahl ohne MVNOs und vernetzte Geräte). Darüber hinaus war bei den variablen Sprachumsätzen wegen des höheren Anteils an Kunden mit einer Flatrate und niedrigerer Roaming-Umsätze im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang zu verzeichnen. Diesem Rückgang stand ein deutlicher Zuwachs beim Datenumsatz mit Kunden gegenüber, die ein Smartphone besitzen und einen Datentarif für die mobile Breitbandnutzung gewählt haben. Die Zahl der Nutzer von Smartphones der dritten und vierten Generation, die den UMTS-, HSPA- oder HSPA+-Standard unterstützen, hat sich seit dem Ende des Vorjahres von 3,9 Mio. auf 8,2 Mio. zum Ende des Jahres 2010 mehr als verdoppelt. Auch profitierte der Gesamtumsatz des operativen Segments gegen Ende des Jahres 2010 vom erstmaligen Angebot einer eigenen Handy-Versicherung von T-Mobile USA.

EBITDA, bereinigtes EBITDA.

Das EBITDA sank im Geschäftsjahr 2010 auf 4,2 Mrd. €; dies entspricht einem Rückgang um 2,5% im Vergleich zum Vorjahr. Auf US-Dollar Basis sank das EBITDA aufgrund des bereits erläuterten leichten Rückgangs der Umsatzerlöse und gestiegener betrieblicher Aufwendungen. Die betrieblichen Aufwendungen stiegen im Vorjahresvergleich, vor allem aufgrund höherer Kosten für den Endgeräteverkauf, da T-Mobile USA zahlreiche Kaufanreize im Endgerätebereich setzte, die das Interesse für Smartphones und mobile Breitbanddatentarife wecken sollten. Außerdem entstanden durch den Betrieb des HSPA+-Netzes im Festnetz-Bereich höhere Kosten, die nur teilweise durch niedrigere Aufwendungen für Roaming und Outsourcing ausgeglichen werden konnten. Teilweise konnten die im Jahr 2010 gestiegenen betrieblichen Aufwendungen auch durch niedrigere Provisionskosten ausgeglichen werden, die wiederum aus geringeren Bruttozuwächsen bei Endkunden von T-Mobile USA resultierten.

EBIT.

Das EBIT reduzierte sich im Geschäftsjahr 2010 gegenüber dem Vorjahr um 141 Mio. € oder 6,3% auf 2,1 Mrd. € aufgrund der bereits dargestellten Effekte.

Cash Capex.

Im Vorjahresvergleich sank der Cash Capex von 2,7 Mrd. € auf 2,1 Mrd. € im Jahr 2010. Dieser Rückgang der Investitionen im Berichtsjahr ist vor allem das Ergebnis des Ausbaus des landesweiten UMTS/HSDPA (3G)-Netzes im Jahr 2009. Die netzbezogenen Aufwendungen konzentrierten sich im Jahr 2010 auf weitere Netzinvestitionen, u. a. auf den Ausbau der Netzabdeckung und die Umstellung auf HSPA+. Damit bietet T-Mobile USA seinen Kunden in 100 Ballungsgebieten nunmehr das landesweit größte 4G-Netz mit HSPA+-Technologie, an das 200 Mio. Menschen zwischen Ost- und Westküste angeschlossen werden können.

Mitarbeiter.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter war 2010 im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig. Grund hierfür war ein Rückgang bei der Anzahl von Mitarbeitern im Kundenservice wegen des geringeren Aufkommens von Kundenanrufen, der allerdings durch eine höhere Anzahl von Mitarbeitern im Endkundenvertrieb teilweise wieder ausgeglichen wurde.

Systemgeschäft.

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31.12.2010 31.12.2009 Veränderung Veränderung

%
31.12.2008
Auftragseingang Mio. € 9.281 9.364 (83) (0,9) 10.235
Computing & Desktop Services
Anzahl der betreuten Server Stück 58.073 47.092 10.981 23,3 56.734
Anzahl der betreuten Arbeitsplatzsysteme Mio. Stück 1,95 1,86 0,09 4,8 1,51
Systems Integration
Fakturierte Stunden Mio. 9,2 9,6 (0,4) (4,2) 10,7
Utilization Rate % 84,0 81,3 2,7p 80,9

Geschäftsentwicklung.

Unserem operativen Segment Systemgeschäft (T-Systems) gelangen im Geschäftsjahr 2010 neue, strategisch wichtige Vertragsabschlüsse im Großkundenmarkt für ICT. Insbesondere im neuen Wachstumsfeld Dynamic Computing spüren wir eine große Nachfrage. Beim Dynamic Computing erhalten die Kunden Bandbreite, Rechenkapazität und Speicherleistung nach Bedarf, zahlen nach Verbrauch und teilen sich die Infrastruktur. Aus den sog. Cloud Services nutzen Unternehmen zunehmend Software, um ihre Geschäftsprozesse zu steuern (Private Cloud). Innerhalb von acht Monaten verdoppelte T-Systems diese dynamischen Ressourcen aus dem Netz.

Die Anzahl der betreuten Server wuchs im Berichtszeitraum um 23,3% im Vergleich zum Vorjahr. Grund dafür war hauptsächlich die steigende Nachfrage nach Dynamic Computing Services. Die Zahl der betreuten Arbeitsplatzsysteme stieg ebenfalls deutlich. Zurückzuführen ist das vor allem auf neu gewonnene Kundenaufträge. Auch der Bereich Systems Integration entwickelte sich positiv, auch wenn der wettbewerbsbedingte Kostendruck weiterhin zu spüren war. Es gab zwar weniger fakturierte Stunden, doch eine höhere Auslastung (Utilization Rate) konnte dies ausgleichen. Ebenfalls erfreulich ist, dass immer mehr Energieversorger neben klassischen ICT-Dienstleistungen auch Dienstleistungen für das intelligente Stromnetz nachfragen: 2010 konnten wir neue Verträge schließen – zuletzt mit den Stadtwerken Emden über das Auslesen, Übertragen und Aufbereiten von Energiedaten.

Operative Entwicklung.

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2010

Mio. €
2009

Mio. €
Veränderung

Mio. €
Veränderung

%
2008

Mio. €
Gesamtumsatz 9.057 8.798 259 2,9 9.343
Betriebsergebnis (EBIT) 44 (11) 55 n.a. 81
EBIT-wirksame Sondereinflüsse (289) (240) (49) (20,4) 12
EBIT (bereinigt um Sondereinflüsse) 333 229 104 45,4 69
EBIT-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 3,7 2,6 0,7
Abschreibungen (623) (721) 98 13,6 (781)
EBITDA 667 710 (43) (6,1) 862
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (281) (213) (68) (31,9) 36
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 948 923 25 2,7 826
EBITDA-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 10,5 10,5 8,8
Cash Capex (725) (681) (44) (6,5) (823)
Anzahl Mitarbeiter (im Durchschnitt) 47.588 45.328 2.260 5,0 46.095

Gesamtumsatz.

Der Gesamtumsatz unseres operativen Segments Systemgeschäft betrug im Berichtsjahr 9,1 Mrd. € und lag damit 2,9% über dem Vorjahreswert. Diese positive Entwicklung ist das Ergebnis der vielen Verträge, die sowohl im letzten als auch in diesem Jahr abgeschlossen wurden. Diese neuen Verträge kompensierten die generell rückläufige Preisentwicklung im IT- und Kommunikationsgeschäft. Der Umsatz mit anderen operativen Segmenten der Deutschen Telekom betrug im Berichtszeitraum 2,6 Mrd. €, ein Rückgang um 2,5%. Als Dienstleister für unseren Konzern trägt T-Systems wesentlich zur Optimierung der IT-Kosten bei. Hier standardisierte und verbesserte T-Systems die IT-Landschaft für den Konzern und leistete einen wichtigen Beitrag für das „Save for Service”-Programm.

Außenumsatz.

Das Geschäft mit Kunden außerhalb der Deutschen Telekom konnte T-Systems deutlich ausweiten. Das zeigt den Erfolg des neu eingeschlagenen Wachstumskurses von T-Systems. Mit einem Außenumsatz von 6,4 Mrd. € erwirtschaftete das operative Segment 5,4% mehr als im Vorjahr. Diese erfreuliche Entwicklung fußt zum einen auf Computing & Desktop Services. Viele Kunden greifen bereits auf sog. Cloud Services zurück. Derzeit bedienen wir hieraus bereits zwei Drittel der SAP-Leistungen für unsere Kunden. Zum anderen wird diese Entwicklung ergänzt durch ein Wachstum im Systemintegrationsgeschäft um 1,3%, insbesondere durch Application Management & Development. Außerdem setzten die Vertragsabschlüsse mit TUI Travel und E.ON positive Akzente im preisbedingt rückläufigen Telekommunikationsgeschäft.

EBITDA, bereinigtes EBITDA.

Im Berichtsjahr erzielte unser operatives Segment Systemgeschäft ein EBITDA von 0,7 Mrd. €. Der Rückgang von 6,1% gegenüber 2009 liegt vor allem an erhöhtem Materialaufwand aufgrund von Anfangsautwendungen im Zusammenhang mit gewonnenen Verträgen. Die steigenden Kosten wurden teilweise durch die Einsparungen ausgeglichen, die mit dem umfassenden Restrukturierungs- und Effizienzprogramm „Save for Service” erzielt wurden. Das EBITDA wurde durch Sondereffekte in Höhe von 0,3 Mrd. € im Wesentlichen aus Restrukturierungsmaßnahmen belastet. Das bereinigte EBITDA lag in 2010 bei 0,9 Mrd. €, ein Anstieg von 2,7%.

EBIT, bereinigtes EBIT.

Das bereinigte EBIT wuchs gegenüber dem Vorjahr um 45,4 %. Positiv wirkte das umfassende Restrukturierungs- und Effizienzprogramm „Save for Service”. Für einen weiteren positiven Effekt sorgten geringere Abschreibungen aufgrund wirtschaftlich begründeter Verlängerungen der Nutzungsdauern einiger Anlagegüter, wie z. B. leistungsstärkere Server. Die bereinigte EBIT-Marge stieg von 2,6% in 2009 auf 3,7% im Berichtszeitraum.

Cash Capex.

Der Cash Capex lag mit 0,7 Mrd. € im Berichtszeitraum über dem Vorjahreswert. 2010 investierte T-Systems in neue Verträge und Kundenbeziehungen, zudem in den Ausbau der Plattform für Dynamic Computing. Positive Auswirkungen der Effizienzmaßnahmen, wie z. B. die zunehmende Standardisierung der ICT-Plattformen, wurden durch die Übernahme von Vermögensgütern im Rahmen der Vertragsabschlüsse teilweise wieder kompensiert.

Mitarbeiter.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter stieg 2010 um 2.260 auf 47.588 Mitarbeiter. Das sind 5,0% mehr als im Vorjahr. Während im Inland die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Berichtszeitraum um 452 bzw. 1,8% auf 25.095 Mitarbeiter sank, stieg sie im Ausland um 2.712 oder 13,7%. Hier spiegeln sich die eingeleiteten Maßnahmen zur Personalrestrukturierung wider, insbesondere im Bereich Systems Integration in Deutschland sowie die Offshore-Verlagerung bei Computing & Desktop Services. Daneben sind für den Anstieg die Übernahme von Mitarbeitern im Rahmen von gewonnenen Großaufträgen und der verstärkte Einsatz eigener Mitarbeiter aus Near- und Offshore-Ländern ursächlich.

Konzernzentrale & Shared Services.

Unser Personaldienstleister Vivento unterstützte uns auch 2010 konsequent beim Personalumbau im Konzern. Dabei stand im Fokus, Beamte und Angestellte in externe Beschäftigungsperspektiven, insbesondere in den öffentlichen Dienst, zu vermitteln. Vivento legte ein besonderes Augenmerk auf die Versetzung von Mitarbeitern, speziell zur Bundesagentur für Arbeit. Zudem bietet Vivento Konzernmitarbeitern Beschäftigungsmöglichkeiten in der Vivento Customer Services GmbH an.

Vivento beschäftigte zum 31. Dezember 2010 rund 8.900 Mitarbeiter. Dazu zählten rund 3.600 Mitarbeiter in externen Beschäftigungen, vor allem im öffentlichen Sektor wie z. B. der Bundesagentur für Arbeit. Weitere rund 3.300 Mitarbeiter waren in der konzerninternen Beschäftigung, insbesondere im Service-Center-Bereich, tätig. Rund 2.000 Mitarbeiter waren in operativen und strategischen Einheiten von Vivento eingesetzt oder wurden von Vivento betreut. 2010 übernahm Vivento insgesamt rund 2.200 Mitarbeiter aus unserem Konzern. Indes verließen im Berichtszeitraum rund 2.800 Mitarbeiter Vivento mit einer neuen Beschäftigungsperspektive. Davon vermittelte Vivento rund 800 Mitarbeitern unbefristete Stellen im öffentlichen Dienst, rund 700 davon bei der Bundesagentur für Arbeit.

Das Immobilienmanagement arbeitete auch 2010 weiterhin daran, das Immobilienportfolio zu bereinigen und zu optimieren. Insgesamt schloss die Deutsche Telekom im Berichtsjahr 196 Immobilienverkäufe über eine Gesamtmietfläche von 149 Tsd. Quadratmeter und 1,5 Mio. Quadratmeter Grundstücksfläche ab. Die Einzahlungen aus Immobilienverkäufen erreichten 0,1 Mrd. €. Durch die fortgesetzte Flächen- und Standortoptimierung konnten wir die Anmietflächen um weitere 106 Tsd. Quadratmeter reduzieren. Insgesamt lagen die Flächen- und Bewirtschaftungskosten 2010 auf Vorjahresniveau.

Operative Entwicklung.

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2010

Mio. €
2009

Mio. €
Veränderung

Mio. €
Veränderung

%
2008

Mio. €
Gesamtumsatz 2.166 2.410 (244) (10,1) 2.781
Betriebsergebnis (EBIT) (2.479) (1.249) (1.230) (98,5) (1.266)
Abschreibungen (840) (833) (7) (0,8) (773)
EBITDA (1.639) (416) (1.223) n.a. (493)
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (769) (101) (668) n.a. (312)
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) (870) (315) (555) n.a. (181)
Cash Capex (406) (449) 43 9,6 (426)
Anzahl Mitarbeiter (im Durchschnitt) 22.312 20.181 2.131 10,6 23.581
davon: Vivento * 8.900 9.600 (700) (7,3) 8.200

* Mitarbeiter zum Stichtag, einschließlich Stammkräfte und Management; Werte gerundet.

Gesamtumsatz.

Der Gesamtumsatz der Konzernzentrale & Shared Services reduzierte sich im Geschäftsjahr 2010 gegenüber dem Vorjahr um 10,1%. Eine wesentliche Ursache dafür war der Umsatzrückgang im Bereich Grundstücke und Gebäude im Zusammenhang mit den Flächenoptimierungen der operativen Segmente, insbesondere für Technikflächen. Einen negativen Einfluss auf die Umsatzentwicklung hatten darüber hinaus die Reduzierungen der Verrechnungen von Technikfunktionen im Konzern sowie die mengenbedingt gesunkenen Umsätze für Service-Center- Leistungen bei Vivento. Hinzu kamen geringere Umsätze der DeTeFleetServices GmbH, die hauptsächlich aus gesunkenen Erlösen aus Fahrzeugverkäufen und einem niedrigeren Durchschnittsbestand an Flottenfahrzeugen resultierten.

EBITDA, bereinigtes EBITDA.

In der Berichtsperiode verschlechterte sich das bereinigte EBITDA der Konzernzentrale & Shared Services um 0,6 Mrd. € im Vergleich zum Vorjahr. Grund dafür waren vor allem die im Vorjahr höheren Erträge aus Rückstellungsauflösungen sowie aus der Umklassifizierung von Immobilien aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten in die langfristigen Vermögenswerte. Einen ebenfalls negativen Einfluss auf das bereinigte EBITDA hatten der gestiegene Personalaufwand (u. a. bei Vivento) und höhere zentral anfallende Marketing- und Technikkosten. Hinzu kamen der Umsatzrückgang bei Vivento und die in der Berichtsperiode geringeren Ergebnisbeiträge aus Immobilienverkäufen. Insgesamt wurde das EBITDA 2010 mit negativen Sondereinflüssen von 0,8 Mrd. € belastet. Im Wesentlichen handelte es sich dabei um Aufwendungen im Zusammenhang mit der Beilegung der Rechtsstreitigkeiten zwischen der Deutschen Telekom AG, Vivendi und Elektrim bezüglich des Eigentums an dem polnischen Mobilfunk-Unternehmen Polska Telefonia Cyfrowa (PTC) sowie um Aufwendungen für Personalmaßnahmen. Zum Vergleich: 2009 wirkten sich Sondereinflüsse von 0,1 Mrd. € negativ auf das EBITDA aus – im Wesentlichen Aufwendungen für Personalmaßnahmen.

EBIT.

Das EBIT sank gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Mrd. € wegen des Anstiegs der negativen Sondereinflüsse und der Entwicklung des bereinigten EBITDA.

Mitarbeiter.

Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter lag im Berichtsjahr bei 22.312. Der Anstieg um 2.131 Mitarbeiter im Vergleich zu 2009 resultierte vor allem aus dem höheren Personalbestand bei Vivento sowie den Personalzugängen aus den im Rahmen der konzernweiten Neuausrichtung der Führungsstruktur bei der Konzernzentrale & Shared Services integrierten Einheiten.

Geschäftsentwicklung der Deutschen Telekom AG.

Die Deutsche Telekom AG, die über diverse Zweigniederlassungen in der Bundesrepublik Deutschland verfügt, stellt ihren Jahresabschluss nach den Grundsätzen des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) auf.

Als Konzernzentrale übernehmen wir strategische und segmentübergreifende Steuerungsaufgaben und erbringen Dienstleistungen für andere Konzerngesellschaften. Die Ergebnisse unserer Tochtergesellschaften und die Maßnahmen der Konzernfinanzierung prägen entscheidend unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Das Geschäftsjahr 2010 war für die Deutsche Telekom AG weiterhin durch einen hohen Wettbewerbs- und Preisdruck in der Telekommunikationsbranche beeinflusst, der sich in den Ergebnissen der Tochtergesellschaften widerspiegelt.

Die Deutsche Telekom AG weist für das Geschäftsjahr 2010 einen Jahresüberschuss in Höhe von 3,0 Mrd. € aus. Die Geschäftsentwicklung wurde im Berichtsjahr von einer Vielzahl unterschiedlichster Effekte geprägt, die sich sowohl originär aus dem operativen Geschäft der Gesellschaft als auch aus dem Beteiligungsergebnis und den im Geschäftsjahr 2010 durchgeführten Umstrukturierungen ergeben.

So erfolgte mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2010 die Ausgliederung des von uns betriebenen Festnetz-Geschäfts (im Folgenden: Geschäftsbereich T-Home) auf die Telekom Deutschland GmbH. Das ausgegliederte Festnetz-Geschäft umfasst Aktivitäten der Sprach- und Datenkommunikation durch Festnetz- und Breitbandtechnik. Aufgrund der Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home ist die Vergleichbarkeit der Vorjahresbeträge nicht gegeben.

Zum ersten Mal wurde im Berichtsjahr das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz vollumfänglich angewendet. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend § 265 Abs. 2 Satz 3 HGB sowie Artikel 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht angepasst.

Die HGB-Ausgliederungsbilanz des Geschäftsbereichs T-Home wird im Folgenden verkürzt dargestellt:

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Mio. €
Aktiva
Anlagevermögen 13.254
Umlaufvermögen 1.205
Rechnungsabgrenzungsposten 56
Bilanzsumme 14.515
Passiva
Eigenkapital 2.232
Rückstellungen 1.015
Verbindlichkeiten 11.232
Rechnungsabgrenzungsposten 36
Bilanzsumme 14.515

In Höhe des ausgegliederten Reinvermögens (2,2 Mrd. €) hat sich der Beteiligungsbuchwert an der Telekom Deutschland GmbH bei der Deutschen Telekom AG erhöht.

Ertragslage der Deutschen Telekom AG.

HGB-Gewinn- und Verlustrechnung Deutsche Telekom AG (Gesamtkostenverfahren).

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2010

Mio. €
2009

Mio. €
Veränderung

Mio. €
Veränderung

%
2008

Mio. €
Umsatzerlöse 4.269 18.220 (13.951) (76,6) 18.201
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 7 37 (30) (81,1) 56
Gesamtleistung 4.276 18.257 (13.981) (76,6) 18.257
Sonstige betriebliche Erträge 5.146 7.160 (2.014) (28,1) 5.284
Materialaufwand (1.596) (6.935) 5.339 77,0 (6.411)
Personalaufwand (3.394) (3.979) 585 14,7 (3.871)
Abschreibungen (525) (3.526) 3.001 85,1 (3.565)
Sonstige betriebliche Aufwendungen (6.081) (9.160) 3.079 33,6 (8.682)
Betriebsergebnis (2.174) 1.817 (3.91) n. a. 1.012
Finanzergebnis 4.738 3.183 1.555 48,9 1.064
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.564 5.000 (2.436) (48,7) 2.076
Außerordentliches Ergebnis (24) (329) 305 92,7
Steuern 443 (161) 604 n. a. (72)
Jahresüberschuss 2.983 4.510 (1.527) (33,9) 2.004

Das Betriebsergebnis ist aufgrund der Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home mit dem Vorjahr nicht mehr vergleichbar.

Im Rahmen dieser Ausgliederung ergibt sich für unsere Ertragslage deshalb eine Verschiebung zwischen dem Betriebs- und dem Finanzergebnis, da wesentliche Teile des Geschäfts der Deutschen Telekom AG in die Telekom Deutschland GmbH übertragen wurden und der Ergebnisbeitrag aus diesem Geschäft über die Ergebnisabführung jetzt erstmalig im Finanzergebnis ausgewiesen wird.

Das Betriebsergebnis verringerte sich somit im Vergleich zum Vorjahr um 4,0 Mrd. €. Wesentliche Gründe dafür sind, infolge der Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home, sinkende Umsatzerlöse, denen jedoch niedrigere Materialautwendungen, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen gegenüberstehen. Weiterhin war das Betriebsergebnis durch Sondereinflüsse von ca. 0,5 Mrd. € belastet. Im Gegensatz zum Vorjahr sind in den Umsatzerlösen insbesondere Erträge aus der Personalüberlassung, Vermietung und Verpachtung sowie Weiterbildung enthalten.

Das Finanzergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,6 Mrd. € auf 4,7 Mrd. €. Wesentlichen Anteil daran hatte die Entwicklung des darin enthaltenen Beteiligungsergebnisses von 6,9 Mrd. € (2009: 5,5 Mrd. €), das, wie im Vorjahr, u. a. auch durch Sondereinflüsse – insbesondere durch die Ergebnisabführung der T-Mobile Global Zwischenholding GmbH in Höhe von 1,8 Mrd. € (2009: 3,5 Mrd. €) – beeinflusst war. Das Beteiligungsergebnis erhöhte sich insbesondere durch die Ergebnisabführung der Telekom Deutschland GmbH in Höhe von 5,3 Mrd. € (2009: 2,2 Mrd. €). Gegenläufig wirkten sich Abschreibungen auf Finanzanlagen von ca. 1,0 Mrd. € auf das Finanzergebnis in 2010 aus.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit verringerte sich gegenüber dem Vorjahr, neben den Sondereinflüssen im Betriebsergebnis, insbesondere noch aufgrund von niedrigeren positiven Sondereffekten im Finanzergebnis.

Unter Einbeziehung des außerordentlichen Aufwands in Höhe von 24 Mio. € und des Steuerertrags von 443 Mio. € ergibt sich so unter Einbezug der oben beschriebenen Einflüsse im Geschäftsjahr ein Jahresüberschuss von 3,0 Mrd. €.

Vermögens- und Finanzlage der Deutschen Telekom AG.

HGB-Bilanz Deutsche Telekom AG.

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31.12.2010

Mio. €
31.12.2010

%
31.12.2009

Mio. €
Veränderung

Mio. €
31.12.2008

Mio. €
Aktiva
Immaterielle Vermögensgegenstände 206 0,2 1.275 (1.069) 1.030
Sachanlagen 5.034 5,0 17.282 (12.248) 18.815
Finanzanlagen 80.876 80,8 75.759 5.117 83.277
Anlagevermögen 86.116 86,0 94.316 (8.200) 103.122
Vorräte 10 0,0 84 (74) 88
Forderungen 11.571 11,6 9.356 2.215 3.344
Sonstige Vermögensgegenstände 869 0,9 1.112 (243) 803
Wertpapiere 14 0,0 226 (212) 206
Flüssige Mittel 754 0,8 2.732 (1.978) 960
Umlaufvermögen 13.218 13,3 13.510 (292) 5.401
Rechnungsabgrenzungsposten 738 0,7 516 222 536
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 12 0,0 12
Bilanzsumme 100.084 100,0 108.342 (8.258) 109.059
Passiva
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen 53.310 53,3 53.715 (405) 53.713
Bilanzgewinn 6.018 6,0 6.421 (403) 5.297
Eigenkapital 59.328 59,3 60.136 (808) 59.010
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.662 2,7 2.769 (107) 2.630
Steuerrückstellungen 124 0,1 547 (423) 179
Sonstige Rückstellungen 2.903 2,9 4.598 (1.695) 5.049
Rückstellungen 5.689 5,7 7.914 (2.225) 7.858
Finanzverbindlichkeiten 6.711 6,7 6.195 516 6.308
Übrige Verbindlichkeiten 28.031 28,0 33.891 (5.860) 35.833
Verbindlichkeiten 34.742 34,7 40.086 (5.344) 42.141
Rechnungsabgrenzungsposten 325 0,3 206 119 50
Bilanzsumme 100.084 100,0 108.342 (8.258) 109.059

Unsere Vermögenslage ist insbesondere neben dem Eigenkapital durch die Finanzanlagen, die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Konzerngesellschaften sowie durch die Finanzverbindlichkeiten bestimmt.

Die Verringerung der Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus der Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home.

So verringerte sich unser Anlagevermögen gegenüber dem Vorjahr im Saldo um 8,2 Mrd. €.

Ursache hierfür ist primär der Rückgang des Sachanlagevermögens um 12,2 Mrd. €, dem ein Anstieg der Finanzanlagen um 5,1 Mrd. € gegenübersteht. Die Sachanlagen haben am Gesamtvermögen einen Anteil von 5,0% (31. Dezember 2009: 16,0%); sie verringerten sich gegenüber 2009 vor allem durch die Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home. Die Finanz anlagen machen 80,8% des Gesamtvermögens aus (31. Dezember 2009: 69,9%); sie enthalten überwiegend Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 74,5 Mrd. € sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen in Höhe von 6,3 Mrd. €.

Die Finanzanlagen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 5,1 Mrd. € hauptsächlich aufgrund von Zugängen bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen, die sich aus der Übertragung von Finanzkontrakten im Rahmen der Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home auf die Telekom Deutschland GmbH ergaben.

Die Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen 10,6 Mrd. € (31. Dezember 2009: 8,6 Mrd. €) bzw. 22,2 Mrd. € (31. Dezember 2009: 28,5 Mrd. €). Der Rückgang der Verbindlichkeiten resultierte überwiegend aus der Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home.

Das Eigenkapital reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 0,8 Mrd. €, insbesondere durch den Jahresüberschuss von 3,0 Mrd. €, die Gewinnausschüttung für das Vorjahr von 3,4 Mrd. € und den Rückkauf eigener Anteile von 0,4 Mrd. €. Die Eigenkapitalquote stieg um 3,8 Prozentpunkte auf 59,3% (31. Dezember 2009: 55,5%).

Kapitalflussrechnung.

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2010

Mio. €
2009

Mio. €
Veränderung

Mio. €
Jahresüberschuss 2.983 4.510 (1.527)
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 751 5.442 (4.691)
Cashflow aus Investitionstätigkeit (329) (2.903) 2.574
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (2.400) (767) (1.633)
Nettoveränderung der flüssigen Mittel (1.978) 1.772 (3.750)
Bestand der flüssigen Mittel am Anfang des Jahres 2.732 960 1.772
Bestand der flüssigen Mittel am Ende des Jahres 754 2.732 (1.978)

Die Reduzierung des Cashflows aus der Geschäftstätigkeit resultiert wesentlich aus dem Rückgang des Jahresüberschusses sowie der Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home. Die Veränderung des Cashflows aus der Investitionstätigkeit ist primär auf die Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home zurückzuführen.

Der Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit ist neben der Auszahlung der Dividende in Höhe von 3,4 Mrd. € und dem Rückkauf eigener Anteile mit einem Volumen von 0,4 Mrd. € auch durch Mittelzuflüsse aus dem Aufbau konzerninterner Finanzverbindlichkeiten bedingt. Zusammen führte dies im Berichtsjahr zu einem reduzierten Bestand an liquiden Mitteln in Höhe von 0,8 Mrd. €.

Risikomanagement bei der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften.

Wir setzen derivative Finanzinstrumente ein, um Zinsänderungs- und Währungsrisiken zu begrenzen; also nur zu Sicherungszwecken und nicht aus spekulativen Gründen. Dabei überprüfen wir laufend die Wirksamkeit des Sicherungszusammenhangs.

Corporate Responsibility.

Verantwortungsvolle Unternehmensführung // Klimaschutzaktivitäten // Nachhaltigkeitsratings und Auszeichnungen

Verantwortungsvolle Unternehmensführung.

Wir wollen bis 2015 weltweit Vorreiter im Bereich Corporate Responsibility (CR) werden; bereits heute sind wir in vielen Bereichen führend. Unser Handlungsrahmen dafür ist seit 2008 unsere konzernweit gültige CR-Strategie mit ihren drei zentralen Handlungsfeldern: „Vernetzung von Leben und Arbeit”, „Anschluss an die Informations- und Wissensgesellschaft” und „Wege zu einer klimaschonenden Gesellschaft”. Die Meilensteine für unser ehrgeiziges CR-Ziel haben wir mit einem neuen internen Projekt bestimmt: Zunächst betrachteten wir mithilfe externer Benchmarks und interner SWOT-Analysen den Status quo, was die Integration von CR in die Konzernprozesse betrifft, sowie die konkrete inhaltliche Leistung des Unternehmens gegenüber Dritten. Unser CR-Bereich entwickelte daraus nicht nur die Erfolgskriterien, sondern auch schon konkrete Handlungsempfehlungen. 2010 haben wir bereits erste Maßnahmen umgesetzt. Bis 2015 unterziehen wir empfohlene Einzelmaßnahmen einem Monitoring und Controlling. Genauso überprüfen wir bis 2015 bereits existierende Key Performance Indikatoren (KPI) auf Basis der Ergebnisse des internen Projekts.

Klimaschutzaktivitäten und neue Klimaschutzziele.

Klimaschutzaktivitäten. Ein besonderer Schwerpunkt unserer CR-Aktivitäten lag im Berichtsjahr 2010 auf dem Klimaschutz. Und das nicht nur, was die Reduktion von schädlichen Treibhausgasen bei unserer eigenen Geschäftstätigkeit betrifft, sondern auch die Einsparungen bei unseren Kunden durch den Einsatz unserer Produkte und Lösungen. Bei unserer eigenen Geschäftstätigkeit setzten wir u. a. auf nachhaltige Mobilität. So soll nach der neuen „Green Car Policy” die CO2-Emission neuer PKW der gesamten Fahrzeugflotte bis 2015 bei durchschnittlich 110 Gramm pro Kilometer liegen. Das entspricht einem Durchschnittsverbrauch von 4,2 Liter Diesel pro 100 Kilometer. Dieser Wert liegt sogar unter den angestrebten Klimaschutzzielen der Europäischen Union, die bis 2015 einen Wert von 120 Gramm pro Kilometer erreichen will.

Mit über 33.000 in Deutschland zugelassenen PKW und Servicefahrzeugen ist unsere Firmenflotte eine der größten Europas. Unser Fuhrpark wurde 2010 vom TÜV Rheinland genau analysiert und mit dem „Bluefleet”-Siegel für einen CO2-kontrollierten Fuhrpark ausgezeichnet. Dieses Zertifikat wird alle zwölf Monate neu überprüft.

Darüber hinaus fahren die Telekom-Mitarbeiter bei Dienstreisen mit der Bahn CO2-frei. Rund 128 Mio. Kilometer fahren unsere Mitarbeiter jedes Jahr mit der Bahn. Die dafür benötigte Menge Strom speist die Deutsche Bahn aus erneuerbaren Energien direkt in ihr Netz ein. Alleine durch dieses Abkommen mit der Bahn tragen wir dazu bei, jährlich rund 5 700 Tonnen CO2 zu vermeiden.

Unsere Kunden können durch unsere Dienste ebenfalls einen großen Beitrag zum Klimaschutz und zum nachhaltigen Umgang mit Ressourcen leisten. So z. B. durch „Smart Metering”, einer intelligenten Technologie, die hilft, den Stromverbrauch transparenter zu machen und so Energie zu sparen, in Unternehmen und in privaten Haushalten.

„Smart Grids” (intelligente Stromnetze) sind die Voraussetzung dafür, um dezentrale Energieerzeugung effizient zu vernetzen. Energieversorger können damit beispielsweise genau so viel Strom in ihr Netz einspeisen, wie gerade benötigt wird. Oder bedarfsgerecht fehlende Mengen hinzukaufen. Mit dem Einsatz von „Smart Grids” könnten bis 2020 allein in Deutschland 23,6 Megatonnen CO2-Emissionen eingespart werden (Quelle: Studie Smart 2020 Addendum Deutschland).

Neue Klimaschutzziele. Schon seit 1995 haben wir uns dem Klimaschutz verpflichtet. Der Klimawandel schreitet heute schneller voran, als man damals noch dachte. Gleichzeitig hat aber die Informations- und Kommunikationstechnologie in den letzten Jahren enorme Fortschritte in Sachen Leistungsfähigkeit und Energieeffizienz gemacht. Unsere Klimaschutzstrategie aus dem Jahr 2005 sah für unseren Konzern in Deutschland eine Reduktion der CO2-Emissionen um 20% vor, im Zeitraum 1995 bis 2020. Dieses Ziel ist aus unserer Sicht nicht mehr ambitioniert genug. Im vergangenen Jahr haben wir daher mit der Überarbeitung der Klimaschutzstrategie auf Basis der in 2008 erhobenen Daten begonnen und streben nun eine Reduktion der CO2-Emissionen von 30% bis 2020 für diesen Zeitraum für die Telekom in Deutschland an. Das entspricht hochgerechnet auf das Jahr 1995 einer Reduktion von insgesamt 40%.

Die Reduktionen in den nächsten Jahren resultieren vor allem aus der Umstellung des Netzes auf das energieeffizientere Internet-Protokoll (All-IP), aus der neuen „Green Car Policy“ und aus Einsparungen im Bereich Gebäude und Mobilität (z. B. CO2-freie Dienstreisen mit der Bahn). Als nächsten Meilenstein wollen wir unsere Klimaschutzstrategie internationalisieren und für die verschiedenen Länder spezifische Ziele erarbeiten.

Die gesamte Lieferkette im Blick.

Wir stellen uns unserer unternehmerischen Verantwortung – entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Als internationaler ICT-Dienstleister sind wir in mehr als 50 Ländern vertreten; mit entsprechenden Lieferantenbeziehungen. Wir kaufen also direkt und indirekt auch in Entwicklungs- und Schwellenländern Waren und Dienstleistungen ein. Oft entsprechen die Produktionsbedingungen in diesen Ländern noch nicht unseren Umwelt- und Sozialanforderungen. Ein Grund dafür, warum wir uns für die Förderung und Sicherung entsprechender Standards einsetzen. Genauso engagieren wir uns für die Einhaltung der Menschenrechte bei unseren Lieferanten.

Zusätzlich setzen wir uns in Brancheninitiativen dafür ein, Lieferantenbeziehungen nachhaltig zu gestalten. Mitte 2010 haben wir im Rahmen eines Abkommens mit France Télécom und Telecom Italia eine sog. Joint Audit Cooperation ins Leben gerufen, um gemeinsame Prüfungsverfahren bei Lieferanten – Social Audits – weltweit durchzuführen. Diese gemeinsamen Audits werden mit externen Auditierungsfirmen durchgeführt. Sie laufen nach genau festgelegten einheitlichen Kriterien ab, um ethische, soziale und umweltrelevante Standards bei unseren Lieferanten zu etablieren und zu gewährleisten. Im Berichtsjahr führten wir bereits 26 Audits bei unseren Lieferanten durch (2009: 4); bis 2012 sollen es dann insgesamt 200 werden.

Neue Wege in der Stakeholderkommunikation.

Utopia-Kooperation. utopia.de ist eine der wichtigsten Online-Plattformen für nachhaltigen Konsum im deutschsprachigen Raum. (i) Bereits seit Oktober 2009 sind wir dort mit einem eigenen Unternehmensprofil samt Blog präsent. Im Frühjahr 2010 bauten wir die Partnerschaft mit Utopia zu einer strategischen Kooperation aus. Ziel ist es, gemeinsam den Bewusstseinswandel für nachhaltigen Konsum durch gesellschaftlichen Dialog voranzutreiben. Grundlage dieser Partnerschaft ist das „Changemaker Manifest” der Utopia-Stiftung: eine Selbstverpflichtung zur Nachhaltigkeit in zehn Punkten; diese unterzeichnete René Obermann im April 2010 als erster Vorstandsvorsitzender eines DAX-Unternehmens. Direkt danach stellte er sich auch gleich dem ersten gesellschaftlichen Dialog – einem Livechat im Internet mit der Utopia-Nutzergruppe.

Nachhaltigkeitsoffensive. Was nachhaltiges Handeln angeht, wollen wir ganz gezielt auch unsere Kunden einbinden. Den ersten Schritt dazu machten wir bereits 2009, als wir die auf mehrere Jahre angelegte Nachhaltigkeitsoffensive „Große Veränderungen fangen klein an” starteten. Ein Schwerpunkt dieser Offensive 2010: alte Handys zurückzunehmen. In Deutschland gibt es rund 60 Mio. alte, unbenutzte Mobiltelefone, die neben Wertstoffen auch Schadstoffe enthalten. Wir haben mit verschiedenen Aktionen dazu aufgerufen, Althandys abzugeben, wie z. B. mit einem großen Gewinnspiel oder über eine Facebook-Aktion mit dem Popstar Katy Perry. All dies hat geholfen, im Berichtsjahr fast 250.000 Althandys einzusammeln.

Twittmob. Ein weiteres Beispiel für die neuen Wege in der Stakeholderkommunikation ist die von Telekom-Mitarbeitern freiwillig in ihrer Freizeit organisierte Online-Demonstration „MachMitMob”. Unter dem Motto „140 Zeichen für Nachhaltigkeit” wurde vor und während des 16. Juli 2010 auf der Online-Plattform Twitter dazu aufgerufen, Nachrichten zum Thema Nachhaltigkeit abzusetzen, z. B. Tipps, Infos, Aufrufe und Aktionen. Der Erfolg übertraf alle Erwartungen: Nachhaltigkeit war an diesem Tag das mit Abstand am meisten „getwitterte” Thema in Deutschland.

(i) Weiterführende Informationen zur CR-Strategie und den wichtigsten CR-Themen enthält der CR-Printbericht 2010 bzw. der CR-Onlinebericht unter www.cr-bericht.telekom.de.*

Weitere Erfolge: Nachhaltigkeitsratings und Auszeichnungen.

Listing der T-Aktie in Nachhaltigkeitsindizes bzw. Prädikate.

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Ratingagentur Indizes/Prädikate/Ranking Erfolge Index-Listing
2010 2009 2008 2007
--- --- --- --- --- ---
SAM DJSI World
DJSI Europe (bis 2009 STOXX®)
Oekom „Prime” (√) (√)
VIGEO ASPI
ESI
imug/EIRIS FTSE4Good
Sarasin DAX Global Sarasin Sustainability (√) (√)
CDP Carbon Disclosure Leadership Index X X X X
Carbon Performance Leadership Index (neu seit 2010) n.a. n.a. n.a.
RiskMetrics FTSE KLD Global Climate 100
FTSE KLD Global Sustainability X X X
Newsweek Green Rankings Global 100 Rank Germany #1, Global #7, Technology #3 n.a. n.a. n.a.

√ = Erfolgreich gelistet.

( ) = Mehrjähriger Rhythmus.

√ = Nicht gelistet.

* Soweit der Lagebericht auf Inhalte von Internetseiten verweist, sind diese Inhalte nicht Bestandteil des Lageberichts.

Erneut konnten wir im abgelaufenen Jahr in Sachen Nachhaltigkeit punkten – wie im renommierten „SAM” (Sustainable Asset Management)- Rating. Wir qualifizierten uns von neuem für ein Listing in den relevanten „Dow Jones Sustainability”-Indizes. Im Branchenvergleich der Mobilfunk-Unternehmen belegten wir im Gegensatz zum Vorjahr – in dem wir als Sector Leader ausgezeichnet wurden – im Berichtsjahr einen erfolgreichen zweiten Platz. Auch das kontinuierliche Listing in den auf den Analysen von VIGEO und imug/EIRIS beruhenden Indizes bestätigt unsere Leistung gegenüber den Interessen von SRI-orientierten Investoren (Socially Responsible Investment). Zum Jahresbeginn 2010 erreichten wir in dem bekannten Ranking von Oekom und der „Wirtschaftswoche” den zweiten Platz innerhalb der DAX-Konzerne – ebenfalls ein sehr gutes Ergebnis.

Neu hinzugekommen ist die Auszeichnung des US-Nachrichtenmagazins „Newsweek”: Dabei haben wir in einer nach Umweltfreundlichkeit erstellten Rangliste der 100 größten Unternehmen weltweit den siebten Platz erreicht – und sind bestes deutsches Unternehmen! In der Kategorie der Technologie-Firmen rangieren wir hinter IBM, HP und Sony.

Neu: Stark gestiegenes Interesse an nachhaltigen Investments. Das Volumen der 354 zum Publikumsvertrieb zugelassenen nachhaltigen Fonds in Deutschland, Österreich und der Schweiz umfasste zum Jahresende 2010 nach Recherchen des Sustainable Business Institute (SBI) ca. 34 Mrd. €. Damit hat sich das Wachstum der nachhaltigen Publikumsfonds auch im vierten Quartal 2010 fortgesetzt. Ende 2009 registrierte das SBI noch 313 Fonds. Dabei sind alle Fonds miteinbezogen, die angeben, in besonderer Weise soziale, ökologische oder auch ethische Kriterien (ESG-Kriterien) zu berücksichtigen.

Auch das Interesse dieser Fonds an Aktien der Deutschen Telekom ist weiterhin hoch. 9% aller Aktien der Deutschen Telekom wurden im Jahr 2009 von Investoren gehalten, die zumindest teilweise SRI/ESG-Kriterien bei Investmententscheidungen berücksichtigen. 2% der T-Aktien werden von Investoren gehalten, die ihre Fonds vorrangig unter SRI/ESG-Gesichtspunkten managen (Quelle: Ipreo).

Innovation und Produktentwicklung.

Vernetztes Leben treibt Innovation

Innovation treibt die Vernetzung der Produkte voran.

Die Vision vom vernetzten Leben und Arbeiten ist der rote Faden für unseren Innovationsprozess. Schließlich sind unsere Produkte miteinander vernetzt. Wir betrachten und entwickeln sie aus Kundensicht. Weil wir finden, dass jeder Kunde seinen ganz persönlichen digitalen Lebensstil gestalten können sollte. Dabei wollen wir ihn unterstützen. Um die Vernetzung geht es aber nicht nur bei unseren Produkten, sondern sie spielt auch eine wichtige Rolle bei Innovation und Produktentwicklung. Hier sind unsere Experten, externe Partner und auch Kunden miteinander verbunden.

Unser Unternehmensbereich Produkte & Innovationen (Products & Innovation) verantwortet unsere Innovationen und Produktentwicklungen von der konzernweiten Forschung & Entwicklung über das Innovationsmanagement und -marketing sowie Produktentwicklung und -management bis hin zur Steuerung unseres Produktportfolios. Mit dem Ziel, innovative und wettbewerbsfähige Produkte, Dienste und Geschäftsmodelle zu entwickeln Mit einem breiten Verständnis von Markt und Kunden sowie Innovations- und Technologiekompetenz begeben wir uns auf die gemeinsame Missio „Superior User Experience & Simplicity”; Kundenorientierung, Einfachheit, ein exzellentes Nutzungserlebnis, ein werthaltiges Produktportfolio und nachhaltige Wirtschaftlichkeit sind uns hier besonders wichtig.

Am Anfang steht die Idee.

Was Innovationen betrifft, handeln wir nach den Prinzipien „Open Innovation” und „User Driven Innovation”. Innovationen entwickeln wir zusammen mit Kunden und Partnern – die Bedürfnisse unserer Kunden dabei immer fest im Blick. Ein Instrument ist z. B. das Creation Center, das Produktideen und -konzepte für alle Konzernbereiche erarbeitet. Hier schauen wir zusammen mit Forschern buchstäblich in die Wohnzimmer der Kunden und erarbeiten gemeinsam mit den Produktmanagern stimmige Konzepte für Endverbraucher.

Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten unseres Konzerns sind in den Deutsche Telekom Laboratories (T-Labs) gebündelt – einem „An-Institut” der Technischen Universität Berlin, als privatrechtlich organisierte wissenschaftliche Einrichtung. In Berlin, Darmstadt, Beer Sheva (Israel) und Los Altos (Kalifornien, USA) entwickeln etwa 180 Wissenschaftler und 180 Telekom-Experten Prototypen für innovative Produkte und Dienste. Die T-Labs arbeiten schwerpunktmäßig an Projekten und neuen Technologien, von denen man erwartet, dass sie in eineinhalb bis fünf Jahren marktreif oder am Markt eingeführt sind.

Wir engagieren uns in nationalen und internationalen Foren und Gremien, um zukünftige Produkte und Leistungen mitzugestalten. Hier bringen wir unsere Interessen und die Wünsche unserer Kunden ein. Unsere T-Labs sind vernetzt mit internationalen Industriepartnern und anerkannten Forschungseinrichtungen.

Um die Wünsche der Kunden herauszufinden, haben die T-Labs das „Innovationsforum” aufgebaut: Über 900 Berliner Haushalte helfen bei Produkttests, Befragungen und Vor-Ort-Recherchen. T-Labs veranstalten auch Workshops, um Bedürfnisse besser und schneller zu erkennen. Unter anderen mit Zielgruppen wie Senioren und Seniorinnen oder jungen Frauen. Die Verantwortlichen für Produktentwicklung und -design nutzen diese Erkenntnisse und setzen sie um.

Geschäftsideen aus den T-Labs, die wir nicht in unser Produktportfolio überführen, denen aber ein überzeugender Kundennutzen bescheinigt und Markterfolg prognostiziert wird, werden aus unserem Konzern als eigenständige Unternehmen ausgegründet. Diese erhalten von Venture-Capital-Gebern, wie z. B. T-Venture, nicht nur das erforderliche Eigenkapital, sondern auch wichtiges Know-how und agieren schließlich eigenständig am Markt. Bisher gab es vier Spin-offs aus den T-Labs, zuletzt YOOCHOOSE und wahwah.fm. Um die Zahl der Spin-offs zu erhöhen, gibt es das „Inkubations-Management”, das gute Ideen systematischer und schneller zur Marktreife bringt. In den T-Labs wurde das Entrepreneurs-Programm entwickelt, das interne und externe Start-up-Teams u. a. mit finanziellen Starthilfen in der Gründungsphase eines Unternehmens (sog. Seed-Finanzierungen) unterstützt, um so die Potenziale aus disruptiven Technologien auszuschöpfen.

Immer kürzere Innovationszyklen.

Die Innovationszyklen verkürzen sich. Das bedeutet für uns in der Telekommunikationsbranche, dass wir neue Produkte in immer kürzeren Zeitabständen hervorbringen müssen. Das erfordert neue Konzepte und daher halten wir uns an die Prinzipien der offenen Innovation. Indem alle, die an der Lösung eines Problems interessiert sind, offen und intensiv zusammenarbeiten, werden marktfähige Produkte wesentlich schneller entwickelt. Eines unserer Beispiele dafür ist das Projekt „Android” zur Weiterentwicklung einer offenen Plattform für Mobiltelefone. Innovationen für unsere Kunden sind aber auch Ergebnis offener Wettbewerbe, wie z. B. des IPTV-Wettbewerbs zur Weiterentwicklung unseres Entertain-Produkts. Mit unserem Portal Developer Garden sprechen wir die Software-Entwickler-Szene an; hier können Entwickler mit unseren Toolboxen neue Software- Lösungen für Internetanwendungen zur Marktreife bringen. Mit der T-City Friedrichshafen entsteht bis zum Jahr 2012 eine Stadt, die beispielhaft für die Lebens- und Standortqualität in der Zukunft ist. Auf Basis einer modernsten Infrastruktur im Festnetz und Mobilfunk werden zahlreiche Innovationen – von der Betreuung herzkranker Menschen bis hin zur Stromzählerfernablesung über das Netz – erprobt.

Patente und Preise.

Patente. Im Markt der Mobilfunk- und Festnetz-Telefonie sind Schutzrechte – national wie international – außerordentlich bedeutend. Darum widmen wir uns intensiv den Feldern Eigenentwicklung und Erwerb von Rechten. Die Zahl der Patentanmeldungen in 2010 stieg gegenüber dem Vorjahr um 28,1% auf 913. Der Bestand an Gesamtschutzrechten (Erfindungen, Patentanmeldungen, Patente, Gebrauchsmuster und Geschmacksmuster) betrug 7.434 zum Jahresende 2010. Der Bestand wird regelmäßig überprüft und um nicht mehr relevante Schutzrechte bereinigt. Gezielt berücksichtigen wir beim Management dieser Schutzrechte Kosten- Nutzen-Aspekte.

Auszeichnungen. Der Erfolg der Innovationsarbeit spiegelt sich auch in zahlreichen Auszeichnungen für das Unternehmen, die Produkte und Mitarbeiter wider. So erhielten die T-Labs im Jahr 2010 den „Open Innovation”-Preis in der Kategorie Forschung und Entwicklung. Seit ihrer Eröffnung erhielten die T-Labs bereits über 50 Preise und Auszeichnungen, z. B. den Berliner Wissenschaftspreis 2008, den Johann-Philipp-Reis-Preis 2009, den Convergator of the Year 2009 und zuletzt den Leibniz-Preis 2011, den höchstdotierten deutschen Wissenschaftspreis. Bereits mehrere Jahre in Folge erhielten unsere Entwicklungen den Voice Award für die besten Sprachdialogsysteme, also Telefondienste, die per Sprache gesteuert werden.

Innovationspreis Public Private Partnership. Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und T-Systems erhalten für ihre zehnjährige Outsourcing-Partnerschaft für ICT-Dienstleistungen den Innovationspreis Public Private Partnership. Die Jury bewertete neben dem Faktor Innovation auch die Wirtschaftlichkeit, Effizienz und angemessene Risikoverteilung zwischen den Partnern.

Preis für innovatives Lösungsangebot. Laut Cisco und IDG Global Solutions hat T-Systems mit Application Performance Management als erster Anbieter einen Service geschaffen, der Anwendungen in globalen Unternehmensnetzen optimiert. Daher hat T-Systems den Preis in der Kategorie „Most Innovative Service Offering” erhalten. Damit können international tätige Unternehmen die Leistung ihres weltweiten Firmennetzes und der standortübergreifenden Applikationen steigern – um das bis zu 50-Fache.

New Product Innovation Award für T-Systems. Die internationale Unternehmensberatung Frost & Sullivan zeichnet mit dem „New Product Innovation Award” jährlich Unternehmen mit innovativen Produkten und Spitzentechnologien aus. T-Systems erhielt die Auszeichnung für eine neue Lösung im Bereich „Elektronische Mauterhebung”.

Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung.

Wichtig für uns ist der Transfer der Arbeitsergebnisse in unsere Konzernbereiche, die daraus für unsere Kunden neue Produkte und Dienste auf den Markt bringen.

Ein Beispiel für einen solchen Transfer ist das Empfehlungssystem des Kölner Start-up-Unternehmens YOOCHOOSE. Deren Recommender Engine für Internetangebote basiert auf Technologien und Patenten, die aus unseren T-Labs stammen. Verglichen mit anderen Empfehlungssystemen ist das Besondere an dieser Lösung die außergewöhnlich präzise Auswahl relevanter Inhalte; die Produkthinweise sind genau auf den jeweiligen Nutzer zugeschnitten. Dabei ist die Lösung so konstruiert, dass sie schnell angepasst werden kann an unterschiedliche Einsatzgebiete, z. B. bei Musicload, Gamesload und anderen Portalen. Wir werden die Recommender Engine auf weiteren Portalen, wie z. B. Videoload, installieren und den Empfehlungsservice portalübergreifend anbieten. Damit erhalten Kunden, wenn sie unsere Portale nutzen, automatisch zusätzliche Empfehlungen für andere, passende Produkte der Deutschen Telekom.

Ein weiteres Beispiel ist das Projekt SEE ICT (Solutions for Energy Efficient Information Communication Technology), in dem Lösungen entwickelt werden, mit denen der Energiebedarf der Netzplattformen der Deutschen Telekom reduziert werden kann. Schließlich benötigen diese für ihren Betrieb die Leistung von mehr als einem Großkraftwerk. Auf der Basis der Projektergebnisse zählt die Energieaufnahme von technischen Elementen der Netzinfrastruktur inzwischen zu den Einkaufskriterien. Mit dem Tochterunternehmen Power and Air Solutions werden mithilfe von Modellrechnungen abgestufte Konzepte etwa für die Stromversorgung in Betriebsstellen erarbeitet, in die auch Faktoren wie die Alterung bestimmter Geräte einbezogen werden. Im Mobilfunk-Bereich, der durch den gleichzeitigen Betrieb von drei unterschiedlichen Übertragungstechnologien besonders anspruchsvoll ist, konnten Beiträge für kurzfristige Einsparungen bei dem Energieverbrauch der Basisstationen geleistet werden.

Viele mobile Endgeräte weisen Bewegungssensoren und Navigationsfähigkeit auf, die auch für mobile Multiplayer-Spiele genutzt werden können. Dank intelligenter Software können die Spiele sich zudem an spezifische Situationen anpassen. Im Projekt Adaptive Mobile Gaming wird ein Software-Development-Kit (SDK) erarbeitet, das Entwickler bei der Realisierung mobiler Multiplayer-Spiele unterstützt. Als Demonstrator wurde eine mit mobilen Geräten spielbare Variante des Brettspielklassikers „Scotland Yard“ geschaffen. Das Spiel „Mister X Mobile”, das in Zusammenarbeit mit der Uni Bonn entwickelt wurde, hatte im Berichtsjahr eine sehr positive Medienresonanz und wird über Gamesload und als App im iTunes-Store angeboten. Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse dienen als Grundlage für die Weiterentwicklung des Software-Development-Kit (SDK).

Innovative Produkte, schnelle Netze und Weiterentwicklungen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir einige neue Produkte und Weiterentwicklungen zur Marktreife gebracht. Dazu zählen unteren anderen:

Ausbau 3G-Netzwerke auf HSPA+. In den Ländern Deutschland, Österreich, der Tschechischen Republik, den Niederlanden, Polen und Griechenland haben wir unsere Netze auf ein 3G-Netzwerk auf HSPA+ ausgebaut. T-Mobile USA bietet durch HSPA+ Geschwindigkeiten vergleichbar mit der eines 4G-Netzwerks an – und das in größerer Flächenabdeckung als alle Wettbewerber. Auch haben wir das Daten-Roaming deutlich vereinfacht; in Großbritannien können Kunden bereits „Roaming passes” per SMS oder im Internet buchen und wissen genau und von Anfang an, was die Services kosten.

DeutschlandLAN. DeutschlandLAN ist die netzbasierte Lösung für die gesamte Business-Kommunikation im Büro und unterwegs. Eine einheitliche Benutzeroberfläche integriert als Kommunikationszentrale für das vernetzte Arbeiten sämtliche Kommunikationskanäle wie Telefonie, E-Mail, SMS und Instant Messaging.

Cloud Services. T-Systems ist weltweit Vorreiter, was Standards für neue Dienste wie Cloud Computing betrifft – das ist die Nutzung von Daten und Software aus dem Netz. Die im weltweiten Vergleich strengen deutschen Datenschutzvorgaben, die T-Systems einhält, sind für uns ein deutlicher Wettbewerbsvorteil gegenüber internationalen Anbietern. Unter dem Namen Dynamic Services bietet T-Systems schon seit Jahren Cloud Computing weltweit erfolgreich an. Hier können Unternehmen kurzfristig und kostengünstig IT-Ressourcen an allen Standorten beziehen, hinzubuchen und abbestellen. So können sie schnell und ohne eigenes Investitionsrisiko IT-Projekte voranbringen oder neue Geschäftsmodelle etablieren. Sie nutzen und bezahlen nur das, was sie tatsächlich benötigen. Die Dynamic Services lassen sich nahtlos in jede bestehende ICT-Landschaft integrieren. Das bringt ein hohes Maß an Investitionssicherheit mit sich. Über das „traditionelle” Cloud Computing hinaus integriert T-Systems auch Netzdienste, Applikationen und Desktops.

Zukunftsmärkte mit „intelligenten Netzen” erschließen. Schwerpunkte im Bereich „intelligente Netze“ sind für T-Systems das vernetzte Auto, das Gesundheitswesen und effizientes Energiemanagement. Darunter ver stehen wir u. a. Internetnutzung im PKW oder satellitengestützte Mautsysteme, automatischen Notruf oder sprachgesteuerte E-Mails. Im Gesundheitswesen vernetzt T-Systems die verschiedenen Akteure sicher und komfortabel. Dabei unterstützt T-Systems auch die sog. integrierte Versorgung, bei der Patienten von einer fachübergreifenden Betreuung und Behandlung profitieren – etwa durch Klinikärzte, Hausärzte, spezialisierte Therapeuten und Reha-Einrichtungen. Für die effiziente Nutzung von Energie, das minutengenaue Ablesen des Stromverbrauchs im Privathaushalt, steht mit Smart Metering bereits eine Lösung bereit, die die notwendige Transparenz schafft. Derzeit arbeitet T-Systems an einer Lösung für die Stromnetze der Zukunft, den sog. Smart Grids. Sie bringen die schwankende Produktion (Wind, Sonne) und den Verbrauch in Einklang. Dabei greift T-Systems zurück auf ihr Know-how beim Betrieb komplexer Netze sowie auf ihre Branchenexpertise im Energiesektor.

Mobile Enterprise. Unternehmen werden immer mobiler. T-Systems unterstützt sie dabei und hat im Geschäftsjahr das Mobile Enterprise Service Portfolio beachtlich weiterentwickelt: Hierin gebündelt sind alle Services rund um mobile Endgeräte im Unternehmenseinsatz – seien es klassische Mobiltelefone oder neuartige Tablets. Diese Angebote umfassen sowohl Verbindungsthemen als auch das Management der Geräte mit passenden Sicherheitsservices – jeweils als voll gemanagten Service oder alternativ als Service aus der Cloud.

LIGA total! Interaktiv. Das Feature „Persönliche Konferenz”. Unseren Kunden steht eine individuelle Auswahl der parallelen Spielbegegnungen eines Fußballbundesliga-Spieltags mit weiteren Features zur Verfügung. Mit der LIGA total! Spieltagskarte kann man Fußball an einem beliebigen Spieltag genießen, also ein Schnupperangebot für Entertain-Kunden, um LIGA total! ohne Vertragsbindung zu testen.

MyPhonebook. Mit MyPhonebook wird der Massenmarkt erreicht, und es bietet allen Kunden ein sicheres, auch über mehrere Endgeräte und Screens einfach nutzbares netzwerkbasiertes Adressbuch. Neben Telefonie, SMS, E-Mail und Mobilbox werden künftig vermehrt weitere Dienste wie Mediencenter oder neue Kommunikationsdienste darauf aufbauen. Visual Voice Mail (VVM) und Mobilbox Pro bieten bereits heute dem Kunden den nutzerfreundlichen Dienst einer Mobilbox.

DT One Music Platform. Im November 2010 wurde eine einheitliche Plattform für Musik-Downloadservices im Konzern erfolgreich ausgerollt. Dadurch konnten Synergien beim technischen Betrieb der Services und ein einheitlicher Auftritt für Festnetz- und Mobilfunk-Kunden erzielt werden. Auf der DT One Music Plattform werden sowohl Musicload als auch Musik-Downloadshops von Telekom Landesgesellschaften betrieben.

Neues PayTV-Portfolio, Einführung eines HD-Pakets. In 2010 wurde das gesamte Entertain PayTV-Portfolio umstrukturiert. Unsere Entertain-Kunden haben seitdem die Auswahl zwischen sechs PayTV-Paketen aus verschiedenen Genres. Außerdem wurde die Anzahl der HD-Sender (High-Definition) in 2010 stark ausgebaut.

Machine-to-Machine Competence Center. Wir haben im Februar 2010 ein Machine-to-Machine Competence Center (M2M CC) gegründet und erschließen damit ein weiteres zukunftsweisendes Geschäftsfeld. Mithilfe strategischer Allianzen realisiert das M2M CC die Integration intelligenter Dienste in Endkunden-Produkte. So bietet BMW’s „Connected Drive”- Service durch die Anbindung an das Mobilfunknetz der neuesten Generation nun zusätzliche Vorteile für den Fahrer, wie z. B. eCall Notruf-Funktion, Verkehrsinformationen und persönliche Kommunikation per E-Mails. Durch den Aufbau technischer und kommerzieller Strukturen durch das M2M CC konnten segmentspezifische Kundenlösungen weltweit vermarktet werden. Weiterhin wurde speziell die M2M-Servicequalität erforscht, um bei kritischen Applikationen, wie z. B. im Gesundheitsbereich, die Konsequenzen durch Störungen über neue Standards zu minimieren.

Innovation Center München. Zukunft zum Anfassen – T-Systems hat in der bayerischen Hauptstadt ihr erstes Innovation Center eröffnet, um Innovationen erlebbar zu machen. Im Münchner Euroindustriepark können Unternehmen künftig auf rund 450 Quadratmetern neue Informations- und Telekommunikationslösungen in einem realistischen Arbeitsumfeld testen. Kunden können eigene Ideen einbringen, um eine Lösung weiterzuentwickeln und sie auf ihre Anforderungen zuzuschneiden. Wissenschaftlicher Partner des Innovation Center Münchens ist die Münchner Ludwig-Maximilians-Universität.

Aufwand und Investitionen in Forschung und Entwicklung.

Zu unseren Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im engeren Sinne zählen produktvorbereitende Forschung und Entwicklung, wie z. B. die Suche nach alternativen Produkten, Verfahren, Systemen oder Dienstleitstungen. Dagegen erfassen wir die Aufwendungen zur Entwicklung von System- und Anwendersoftware mit dem Ziel der Produktivitätssteigerung nicht als Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen. Im Geschäftsjahr 2010 lag der Forschungs- und Entwicklungsaufwand für den Konzern mit 0,1 Mrd. € unter dem Niveau der Vorjahre. Die Deutsche Telekom AG trägt als Konzernmutter die wesentlichen Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Konzern. Auch hier ist der Autwand niedriger als im Vorjahr.

Die Investitionen des Konzerns in zu aktivierende selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte beliefen sich auf 0,2 Mrd. € (2009: 0,2 Mrd. €). Diese Investitionen betreffen hauptsächlich selbst erstellte Software, wobei der überwiegende Anteil auf das operative Segment Deutschland entfällt. Für alle Projekte und Aktivitäten, die zu neuen Produkten und deren effizienterem Angebot an Kunden führen, arbeiteten im Berichtsjahr über 2.200 Mitarbeiter.

Mitarbeiter.

Wettbewerbsfähige Belegschaft // Servicekultur // Talent Agenda // HR@2012

„Verbessern – Verändern – Erneuern”.

„HR Big 4” unterstützen Strategie und Wachstumsfelder. Für ein weltweit herausragendes Service- und Produktportfolio in unserem heutigen Kerngeschäft und in unseren Wachstumsfeldern brauchen wir effektive, effiziente und integrierte Unternehmens- und Personalstrukturen. Diese gilt es weiter zu optimieren. Unser HR-Bereich unterstützt uns dabei als „Partner für das Geschäft“ mit seinen vier Strategie-Stoßrichtungen „HR Big 4”: wettbewerbsfähige Belegschaft, Servicekultur, Talent Agenda und dem HR-spezifischen Qualitäts- und Effizienzprogramm HR@2012. Unser Ziel ist es, eine Unternehmenskultur zu fördern, die auf unternehmerischer Mitverantwortung basiert und die Balance zwischen hocheffizientem Serviceunternehmen und kreativem Innovationstreiber schafft. Stetig verbessern wir zudem nach außen wie nach innen unser Arbeitgeber - image und unser Talentmanagement. Wir stellen sicher, dass der Konzern immer kompetente und engagierte Mitarbeiter hat: Mit unserer Diversity-Strategie sind wir Vorreiter einer zukunftsgerichteten Personal- und Talentpolitik, die eine große Vielfalt an Persönlichkeiten, Talenten und Stilen in einer werteorientierten Unternehmenskultur vereint und diese Potenziale gewinnbringend erschließt.

Personalbestandsentwicklung.

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Mitarbeiter im Konzern 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2008
Gesamt 246.777 259.920 227.747
davon: Deutsche Telekom AG a 35.855 49.122 44.645
Operatives Segment Deutschland 76.478 81.336 85.637
Operatives Segment Europa 63.338 71.163 39.140
Operatives Segment USA 37.760 40.697 38.031
Operatives Segment Systemgeschäft 47.707 46.021 45.862
Konzernzentrale & Shared Services 21.494 20.703 19.077
Geografische Verteilung Deutschland 123.174 127.487 131.713
International 123.603 132.433 96.034
davon: Übrige EU 68.941 76.196 45.115
davon: Europa außerhalb EU 9.991 10.061 7.908
davon: Nordamerika 38.467 41.235 38.621
davon: Übrige Welt 6.204 4.941 4.390
Produktivitätsentwicklung b
Konzernumsatz je Mitarbeiter Tsd. € 247 251 263

a Aufgrund der Ausgliederung des Festnetz-Geschäfts ist die Vergleichbarkeit der Vorjahresbeträge nicht gegeben.

b Mitarbeiter im Durchschnitt.

Personalaufwand.

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2010

Mrd. €
2009

Mrd. €
2008

Mrd. €
Personalaufwand im Konzern 15,1 14,3 14,1
Sondereinflüsse 1,0 0,5 1,1
Personalaufwand im Konzern bereinigt um Sondereinflüsse 14,1 13,8 13,0
Konzernumsatz 62,4 64,6 61,7
Bereinigte Personalaufwandsquote % 22,5 21,4 21,1
Personalaufwand der Deutschen Telekom AG nach HGB 3,4 4,0 3,9

Sondereinflüsse: Aufwendungen für Personalmaßnahmen (□ Details hierzu geben wir im Kapitel „Geschäftsentwicklung des Konzerns”).

HR Big I: Wettbewerbsfähige Belegschaft.

Total Workforce Management: Personaleinsatz weltweit optimieren.

Nicht nur als Vorreiter der Branche, sondern auch richtungsweisend in der Liga der großen Konzerne haben wir 2008/2009 zunächst in Deutschland damit begonnen, das auf unserer Geschäftsstrategie aufbauende sog. Total Workforce Management (TWM) einzuführen: TWM lässt uns erstmals weltweit qualitativ und quantitativ den eigenen Personalbestand sowie die notwendigen Fremdleister ermitteln, planen und systematisch optimieren. 2010 haben wir TWM sowohl in Polen als auch in Ungarn ausgerollt sowie in den anderen Landesgesellschaften die Einführungsvoraussetzungen geschaffen. Damit werden wir ab 2011 weltweit strategiebasiert Fähigkeiten, Wertschöpfung, Menge und Kosten der eigenen Belegschaft sowie der Fremdleister optimal planen und steuern können. Wie schon zuvor in Deutschland werden wir dadurch beispielsweise Kosten sowie Know-how unserer internen und externen Workforce analysieren und durch maßgeschneiderte Personalstrukturen im operativen Geschäft noch effizienter arbeiten können. Beispielsweise gab es in Ungarn 2010 dank des durchgängigen Skill- und Kostenabgleichs im Rahmen des TWM einen deutlichen Effizienzsprung durch die Optimierung externer Ressourcen, interner Umqualifizierungen und die Optimierung der Organisationsstruktur. Seit Sommer 2010 läuft unser Konzernprojekt „Global Labor Cost Management”, um bis 2012 die organisatorischen und technischen Grundlagen zu schaffen, unsere Personalkosten auch unterjährig länderübergreifend zu planen, zu steuern und zu kontrollieren. Total Workforce Management bildet auch das Fundament für längerfristige Personalaufbauplanung und Talentmanagement.

Neueinstellungen, Nachwuchskräfte-Übernahmen und Ausbildung. Wir brauchen vielfältige und neue Kompetenzen, um unsere Chancen in unseren Kerngeschäften wie auch in Innovations- und Wachstumsfeldern zu ergreifen. Darum planen wir, neben der Weiterentwicklung des vorhandenen Personals, bis 2012 in Deutschland ca. 10.400 und europaweit ca. 18.000 (ohne exklusive Einstellungen im Operativen Systemgeschäft (OS) außerhalb Deutschlands) neue, entsprechend qualifizierte Mitarbeiter einzustellen. Exzellente Experten von außen gewinnen und unsere eigenen Talente fördern: Dieser Mix ist der Schlüssel dazu, unser Unternehmen fit für die Zukunft zu machen. Deshalb ist es nur konsequent, dass z. B. in Deutschland mehr als die Hälfte der Einstellungen aus den Reihen unserer intern ausgebildeten Nachwuchskräfte stammt. 2010 haben wir über 2.000 Nachwuchskräfte aus der eigenen Ausbildung übernommen, davon 91 Studierende aus dualen Studiengängen. Wieder einmal konnten wir das zweifelsohne hohe Übernahmeniveau der Vorjahre steigern. Insgesamt haben wir in Deutschland im Berichtsjahr 3.998 Menschen neu eingestellt, davon rund 1.990 externe Hochschul absolventen sowie Experten mit Berufserfahrung. Auf dem externen Arbeitsmarkt rekrutieren wir vor allem Software-Entwickler, IT-Architekten, Betriebswirte, Produktmanager und Business-Analysten. Wir haben in Deutschland erneut rund 3 300 jungen Menschen die Chance geboten, eine qualitativ hochwertige Berufsausbildung im Konzern zu beginnen. Mit 9.952 Auszubildenden und Studierenden in dualen Studiengängen sind wir einer der größten Ausbildungsbetriebe in Deutschland.

Personalumbau: erfolgreiche Bilanz. Neben dem Aufbau wissens- und zukunftsstarker Arbeitsplätze haben wir 2010 in Teilbereichen unsere Anstrengungen für einen sozialverträglichen Personalumbau fortgesetzt, um die Telekom in wirtschaftlich fordernden Zeiten erfolgreich auf Kurs zu halten. Der weiterhin intensive Wettbewerb und die technologische Entwicklung erfordern, dass in einigen Bereichen unseres Unternehmens künftig weniger Mitarbeiter mit zum Teil anderer Qualifikation arbeiten werden. Um unserer Verantwortung gegenüber unseren Mitarbeitern und dem Unternehmen selbst gerecht zu werden, haben wir neben umfangreichen Re-Qualifikationsprogrammen insbesondere Instrumente zum freiwilligen Ausscheiden aus dem Unternehmen eingesetzt. Dazu zählen die Vorruhestandsprogramme für Beamte und Arbeitnehmer („55er-Programm”) die noch laufende Altersteilzeit sowie für Teilbereiche speziell aufgelegte Sonder-Abfindungsprogramme.

Vivento hat dabei seine Position als spezialisierter Dienstleister für den Personalumbau in Deutschland weiter gestärkt. 2010 lag der Fokus darauf, in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit (BA) dauerhafte Beschäftigungsalternativen im öffentlichen Dienst zu eröffnen. Mit Erfolg: Zum ersten Mal standen 2010 dort auch in größerer Zahl unbefristete Stellen zur Verfügung; rund 700 Stellen konnten mit Mitarbeitern aus der Deutschen Telekom dauerhaft besetzt werden. Zudem waren rund 2.00 Telekom-Mitarbeiter Ende des Geschäftsjahres 2010 in Projekten bei der BA im Einsatz. Vivento realisierte darüber hinaus rund 100 weitere Versetzungen in den öffentlichen Dienst.

Health & Safety. Ein Gesundheitsmanagement als reinen „Reparaturbetrieb” akzeptieren wir nicht. In einer sich ständig verändernden Branche wollen wir Vorreiter einer proaktiven Gesundheitskultur sein. Und wir sind auf einem guten Weg: Für unsere Bemühungen um die psychische Gesundheit unserer Belegschaft sind wir im Berichtsjahr mit dem Corporate Health Award, der unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales steht, ausgezeichnet worden. Erstmals haben wir bei der alle zwei Jahre stattfindenden Mitarbeiterbefragung im vierten Quartal 2010 auch rund 50 Fragen zur psychischen Arbeitsbelastung und Gesundheit gestellt. Fördern wollen wir damit, dass sich die Mitarbeiter wie auch die Führungskräfte mit den Themen Arbeitsgestaltung, Stressbelastung und Bewältigen von Veränderungsprozessen auseinandersetzen. Außerdem sollen Risiken rechtzeitig erkannt werden. Unabhängig von der Mitarbeiterbefragung fördern wir mit unserem Gesundheitsmanagement und seinen Präventivangeboten die Gesundheitskompetenz und das Gesundheitsbewusstsein aller Mitarbeiter, z. B. auch durch das gut genutzte Angebot persönlicher und telefonischer Führungskräfte- und Mitarbeiterberatung.

Mit einem international einheitlichen Health & Safety-Managementsystem unterstützen wir konzernweit diese strategische Ausrichtung. In bereits elf internationalen Tochterunternehmen haben wir damit begonnen, dieses System in Betrieb zu nehmen. Damit haben wir den Grundstein für künftig weltweit einheitliche Standards im Arbeits- und Gesundheitsschutz gelegt. Dem System liegen die internationalen Standards OHSAS 18001, ISO 14001 und ISO 9001 für Gesundheits-, Arbeits- und Umweltschutz sowie Qualität zugrunde. Durch Mindeststandards und entsprechende Kennzahlen schaffen wir international nicht nur mehr Transparenz und bessere Vergleichbarkeit, sondern auch weitere Optimierungspotenziale. Außerdem sind einheitliche Standards und Kennzahlen Teil und Grundlage unserer langfristigen Pandemie-Vorsorgeplanung. Mit ihr wollen wir auf der einen Seite unsere Mitarbeiter gezielt und bestmöglich schützen; auf der anderen Seite versetzen wir unser Unternehmen dadurch in die Lage, auch im Krisenfall die weltweite Telekommunikationsinfrastruktur aufrechtzuerhalten. Auf Grundlage der Erfahrungen, die wir bisher gesammelt haben, werden wir das Health & Safety-Managementsystem 2011 und 2012 in jeweils zehn weiteren Konzerneinheiten umsetzen.

HR Big II: Servicekultur.

One Company für eine gemeinsame Servicekultur. Ob Deutschland, Kroatien, die Slowakei oder Ungarn: Die kundenorientierte Integration unserer Festnetz- und Mobilfunk-Aktivitäten schreitet rasch und gezielt voran. Jetzt geht es darum, den Wandel zu „One Company” in einer gemeinsamen, am Kunden ausgerichteten Unternehmenskultur mit Leben zu füllen – und zwar auf allen Hierarchieebenen und in allen Bereichen unseres Unternehmens.

Ein professionelles und konzernweit hochwertiges Change-Management, das auch die Emotionalität und subjektive Betroffenheit einbezieht, unterstützt die Umsetzung von „One Company”. Nur so können wir die Mitarbeiter bei umwälzenden, teils schwierigen Veränderungen zur „Neuen Telekom“ mitnehmen und die neuen Strukturen und die neue Kultur im Arbeitsalltag verankern. 2009 und 2010 richtete unser Personalbereich sein Augenmerk darauf, die „One Company” Integration aktiv zu begleiten.

Wir haben unsere Change-Tools und -Initiativen unter dem Begriff „Change-aus” gebündelt. Seit 2010 haben wir damit ein effizientes, konzernweit standardisiertes Change-Management etabliert, das zugleich auch Rücksicht nimmt auf spezifische regionale und lokale Gegebenheiten.

Umsetzung der Guiding Principles. Am „Tag der Guiding Principles”, unseren Unternehmenswerten, haben vielfältige, kreative Mitarbeiteraktionen gezeigt, dass unser Leitbild im Konzern weltweit angekommen ist. In 19 Sprachen, 34 Ländern und 50 Geschäftseinheiten ist es uns gelungen, den nächsten Schritt der Implementierung – nämlich die aktive Anwendung der Leitlinien – sichtbar zu machen. Damit haben wir ein klares Zeichen gesetzt, dass diese auf Dauer eine wichtige Rolle für die Entwicklung unseres Unternehmens spielen. Zur weiteren Verankerung im gesamten Konzern bedarf es nun vor allem der Nachhaltigkeit und damit dem Vorleben der Leitlinien, insbesondere von unseren Führungskräften. Dazu haben wir auch unseren geltenden Code of Conduct (CoC) aktualisiert. Mit dem internationalen Roll-out unseres neuen CoC – in Deutschland im Januar 2011 gestartet – veranschaulichen wir, was die Guiding Principles für Mitarbeiter wie Führungskräfte im Arbeitsalltag bedeuten, und etablieren einen operationalisierten Verhaltenskodex für den gesamten Konzern. Damit stellen wir sicher, dass wir weltweit nach den gleichen Leitlinien agieren und leben.

Unsere Führungskräfte fordern wir dazu auf, das Verhalten vorzuleben, das wir von unseren Mitarbeitern erwarten. Für die Wahrnehmung ihrer Rolle als Multiplikatoren von Konzernstrategie, Leitlinien und Kodex stärken wir unseren Führungskräften gezielt den Rücken. Beispiel Telekom Deutschland GmbH: Bereits die Hälfte aller deutschen Führungskräfte hatte bis September 2010 an den Workshops des mehrstufigen Programms „Initiative 2010 Deutschland. Strategie und Integration – Leitlinien und Leadership” teilgenommen.

Top-Exzellenz im Kundenservice. Wir wollen im Kundenservice herausragend werden! Daran arbeiten wir zielstrebig weiter. Ein Beispiel für internationale Service-Initiativen ist das dreiphasige Servicekultur-Programm der kroatischen Hrvatski Telekom. Sie schult im Zeitraum 2009 bis 2011 ihr technisches Personal rund um die Servicekultur. Ihr Ziel: „Kunden begeistern”. Auch in Deutschland arbeiten wir weiterhin an einer intensiven Servicequalifizierung. Allein in unseren drei Servicegesellschaften haben die Mitarbeiter im Berichtsjahr über 100.000 Servicequalifizierungstage absolviert. Darüber hinaus haben alle Mitarbeiter im operativen Segment Deutschland an rund 360.000 Qualifizierungstagen und mehr als 14.00 Tagen IT-/IP-Trainings teilgenommen. Das entspricht rund 4,5 Qualifizierungstagen pro Jahr, die wir je Mitarbeiter für die Weiterbildung zur Verfügung gestellt haben – und einem Investitionsvolumen in das Know-how unserer Mitarbeiter von über 72 Mio. €.

2009/2010 setzten wir auch unsere Personalentwicklungsmaßnahme „Servicekarriere” erfolgreich um – einen neuen, auf alle drei Servicegesellschaften jeweils genau zugeschnittenen Karriereweg. Er bietet besonders leistungsstarken Mitarbeitern eine weitere hochkarätige Möglichkeit, sich beruflich weiterzuentwickeln, und zwar über Top-Leistung im Service. 1.100 Mitarbeiter haben ihre Qualifikation für ihre Zusatztätigkeit bzw. ihre neue Funktion oder Tätigkeit im Rahmen der Servicekarriere aufgenommen. Die Qualifizierungsphase dauert maximal zehn Monate und führt zu unterschiedlichen Zieltätigkeiten, beim Vertrieb und Service Deutschland z. B. als Kundenberater, Teamleiter, Top Agent oder Workforce Manager. Damit wollen wir sowohl die persönlichen Entwicklungsperspektiven als auch die Lösungs- und Servicekompetenz unserer Mitarbeiter gegenüber den Kunden verbessern.

Um das Service-Verständnis unserer Führungskräfte weiter zu vertiefen, haben wir darüber hinaus die erfolgreiche deutsche Service Akademie fortgesetzt. 1.913 Führungskräfte haben in 2010 die Angebote der Service Akademie genutzt.

Ideenmanagement. Lebendige Identifikation mit dem Unternehmen und kreativer, innovativer Austausch heißt aktive Einbindung der Mitarbeiter. Indem sie – möglichst hierarchiefrei – Ideen und Vorschläge einbringen können für Verbesserungen im Kundenservice, bei internen Prozessen bis hin zu Produktinnovationen. Im Ideenmanagement haben 2010 zwei weitere zentrale Schlüsselaktivitäten begonnen. Zum einen haben wir das deutschlandweit einheitliche IT-Tool „genial@telekom” gestartet und ausgebaut. Ideen einzubringen ist nun deutlich komfortabler und einfacher – und auch transparenter über den gesamten Prozess bis hin zur Bewertung. Dies zeigt auch die Teilnahmequote: Im Jahr 2010 haben 4.992 Mitarbeiter ihre Ideen eingereicht. Somit konnte mit 10.498 eingebrachten Ideen eine Steigerung in Höhe von 88% zum Vorjahr festgestellt werden. Zum anderen haben wir die konzernweite Nachhaltigkeitsaktion „Große Veränderungen fangen klein an” unterstützt. Unser Ideenmanagement ist damit schon heute ein wichtiges Element der Mitarbeiter-Teilhabe an der Unternehmensgestaltung. Zugleich zeigt es mit seinen interaktiven Tools den Weg zu einer noch weiteren Öffnung der Deutschen Telekom nach innen und nach außen.

Enterprise 2.0. Wir wollen das Wissen unserer Mitarbeiter vernetzen, Wissenszugang demokratisieren und potenzieren, ganz im Sinne einer verzahnten Enterprise 2.0-Strategie. Dabei setzen wir in Zukunft auch auf übergreifenden, zeitlich und räumlich unbegrenzten Dialog und Kontakt, z. B. mit dem in 2011 startenden „Ideengarten”: Innerhalb dieses virtuellen Kommunikationsraums können noch unausgereifte Einfälle und Ansätze in einer Community kommuniziert und weiterentwickelt werden.

Business Excellence. Bezogen auf Kundenzufriedenheit sowie auf Qualität und Effizienz der Prozesse, setzen wir seit 2006 erfolgreich auch auf die Methoden „Six Sigma” und „Lean Management/Office Lean”. Die Six Sigma-Arbeitsgruppe arbeitet dazu sehr eng mit der Change Management Community zusammen. Um unsere Mitarbeiter entsprechend zu qualifizieren, wurden konzernweit mehrere hundert Mitarbeiter zu Six Sigma- Projektleitern ausgebildet und über 750 Prozessmanager in den Six Sigma-Werkzeugen geschult. Alle Business Excellence-Ausbildungen enthalten ein Zertifizierungskonzept, das im Berichtsjahr konzernweit einheitlich geregelt wurde. Plan ist es, das Zertifizierungskonzept im kommenden Jahr in die Expertenkarriere sowie in die Leistungsbeurteilung aufzunehmen.

HR Big III: Talent Agenda.

Arbeitgeberimage. Wir sind auf dem Weg in die Top 10 der Arbeitgeber bzw. Talentunternehmen in jeder unserer internationalen Landesgesellschaften. Das bestätigen auch zahlreiche aktuelle Auszeichnungen als hervorragende Arbeitgeber, die unsere weltweiten Gesellschaften und Beteiligungen 2010 erhalten haben. Einige Gesellschaften gehören sowohl aufgrund ihrer Kultur als auch ihres innovativen und bedarfs orientierten HR Managements schon seit Jahren sogar zu den Top 3 Arbeitgebern ihres Landes. Hier galt es für den restlichen Konzern einen Best-Practice-Austausch voranzutreiben, um von den Besten zu lernen. In Deutschland sind wir begehrtester Arbeitgeber der Telekommunikationsbranche und konnten auch insgesamt in den relevanten Arbeitgeber-Rankings deutlich bessere Plätze belegen als in den Vorjahren. Damit sind wir auf gutem Weg zurück in die Top 30 der attraktivsten Arbeitgeber in Deutschland. Mit ein Grund dafür ist unser innovatives Talent Recruiting. So gilt die Deutsche Telekom, was den Einsatz von Social Media Tools zur Talentgewinnung betrifft, inzwischen als Vorreiter unter den DAX 30-Unternehmen. Maßstäbe setzen hier die vielfältigen und innovativen Maßnahmen unseres zentralen Recruiting & Talent Services (RTS). Zu dem wachsenden Ansehen als Arbeitgeber tragen auch unsere herausragende interne Ausbildung und unser langjähriges Engagement als Befürworter des Bologna-Prozesses bei. Unter dem Leitmotiv „The Great Experience” erarbeiten wir derzeit Alleinstellungsmerkmale, die unsere Arbeitgebermarke unverwechselbar machen.

Top-Ausbildungsunternehmen. Wir sind einer der größten Ausbildungsbetriebe in Deutschland. Im Ausbildungsjahr 2010/2011 liegt die Zahl der Auszubildenden und Studierenden in dualen Studiengängen bei über 10.000, davon rund 1.000 Studenten in dualen Studiengängen. Hinzu kommen über 200 Direktstudenten an unserer unternehmenseigenen Hochschule für Telekommunikation in Leipzig (HfTL). Ein Programm für benachteiligte Jugendliche trägt dazu bei, unentdeckte Talente zu fördern. Jugendliche, vor allen aus bildungsfernen Schichten, erhalten über das Programm „Einstiegsqualifizierung” (EQ) konkrete Perspektiven für den Berufseinstieg. Von 61 beteiligten Jugendlichen haben es 50 geschafft, einen Ausbildungsplatz zu erhalten. Darüber hinaus fördern wir im Rahmen unseres Konzernprogramms Bologna@Telekom beispielhaft das lebenslange Lernen unserer Mitarbeiter und bieten ihnen akademische Entwicklungsperspektiven. Seit dem Wintersemester 2010/2011 können jedes Jahr rund 200 Mitarbeiter berufsbegleitend und mit Unterstützung des Konzerns einen Bachelor- oder Masterstudiengang an einer unserer Kooperationshochschulen belegen.

Diversity Management. Für uns bedeutet Diversity produktive Vielfalt: Wir setzen auf die große Palette der Persönlichkeiten, Talente und Stile als Quelle von Geschäftserfolg, Kreativität und Innovation. Diversity ist ein maßgeblicher Treiber des Wandels unserer Unternehmenskultur – von der Monokultur zum offenen Unternehmen. Damit bieten wir Talenten in ihren verschiedenen Lebensphasen vielfältige Möglichkeiten, sich beruflich und individuell zu entfalten. Wir schaffen attraktive Arbeitsumfelder und flexible Arbeitsbedingungen, für Frauen wie für Männer. Wir verankern Diversity mit praktischen Maßnahmen weltweit im Unternehmen und entwickeln sie als unternehmerischen Erfolgsfaktor weiter. 2009 definierten wir hierfür in einem ersten Schritt die Business Cases für Diversity. Im Berichtsjahr haben wir dann Diversity durch zahlreiche praktische Maßnahmen noch fester im Unternehmen verankert. Aus den vielen Initiativen ragen zwei besonders heraus: der Start des neuen konzernweiten Programms zur Umsetzung der Frauenquote und unser bereits etabliertes Programm „work-life@telekom”, das wir mit weiteren Maßnahmen und Angeboten ausgebaut haben.

Fair Share. Wir haben uns das mutige Ziel gesteckt, bis Ende 2015 im gesamten Konzern unser mittleres und oberes Management zu 30% mit Frauen zu besetzen. Um das zu schaffen, steuern wir unser Programm zur Umsetzung der Frauenquote systematisch durch Zielwerte entlang

der gesamten Talentpipeline. Ein Jahr nach Einführung der Frauenquote stellen wir bereits erste Erfolge fest, so konnten wir zahlreiche Frauen gewinnen, gerade auch für Top-Führungspositionen und wichtige Personalentwicklungsprogramme:

Die Frauenquote im mittleren und oberen Management ist weltweit von 19% auf 22,6% gestiegen.
In unserem 67-köpfigen Management-Team unterhalb des Konzernvorstands, dem Business Leader Team, sind seit März 2010 statt zwei nun insgesamt sechs Managerinnen vertreten.
Wir haben zehn weibliche Aufsichtsräte in unseren deutschen Tochter- und Enkelunternehmen bestellt. Damit nehmen jetzt 14 Frauen Mandate in Aufsichtsräten der Deutschen Telekom wahr.
Bei Einstellungen von Top-Nachwuchskräften hat sich der Frauenanteil von 33% Anfang 2010 bis Jahresende auf 52% erhöht.
Der Anteil von Frauen in Managemententwicklungsprogrammen ist von 2009 auf 2010 von 18% auf mittlerweile 31% gestiegen.

Harmonisierte Personalentwicklung. Der Performance & Potential Review (PPR) trägt wesentlich dazu bei, die individuellen Personalentwicklungsprozesse konzernweit gehaltvoller, transparenter und einheitlicher zu gestalten. 2010 haben wir ihn nicht nur erfolgreich zur Führungskräfteentwicklung unserer Executives in Deutschland eingesetzt, sondern auch bei über 2.700 außertariflichen Führungskräften und Fachleitern in Deutschland sowie bei über 2.000 weiteren Führungskräften im Ausland. Insgesamt sind unsere Führungskräfte mit dem PPR als Drehscheibe der individuellen Führungskräfteentwicklung sehr zufrieden. Sie sowie die HR Business Partner bestätigen mit einem überdurchschnittlichen Votum in Befragungen, dass der PPR die Führungskräfte effektiv bei der Leistungs- und Potenzialbewertung unterstützt. Die Rückmeldung der Befragten hat u. a. dazu geführt, dass wir das 2009 erstmals eingesetzte IT-Tool erneut verbessern konnten. Und wir bleiben am Ball: Anfang 2011 werden wir eine weitere Befragung durchführen, um herauszufinden, wie zufrieden die Teilnehmer mit der Durchführung des PPR sind.

Expertenlaufbahn in der gesamten Deutschen Telekom Gruppe. Als Alternative zu einer klassischen Managementkarriere haben wir im Unternehmen einen Rahmen zur Expertenentwicklung (Go Ahead!) eingeführt. Aktuell nutzen ca. 33.000 Mitarbeiter Go Ahead! besonders bei der T-Systems in Deutschland und in den Ländergesellschaften sowie bei den europäischen Festnetz- und Mobilfunk-Töchtern, in wettbewerbskritischen Bereichen wie Technologie und Informations- und Kommunikationstechnologie sowie Projektmanagement. Parallel dazu haben 2010 über 20.000 Experten von T-Systems die strategischen Qualifizierungsprogramme CAMPUS im Rahmen der Expertenentwicklung durchlaufen. Bei T-Mobile Austria ist das Fachkräfte-Entwicklungsprogramm bereits vollständig umgesetzt, für insgesamt rund 1.700 Experten. Außerdem ist die Expertenkarriere bei der kroatischen Hrvatski Telekom, in den Niederlanden und Tschechien in ausgewählten Expertengruppen eingeführt. Erste Vorbereitungen laufen bei Magyar Telekom (Ungarn) und der polnischen PTC. Nach und nach setzen wir den internationalen Roll-out in Tschechien, der Slowakei, den Niederlanden und in Griechenland fort. In verschiedenen Förderprogrammen vernetzen sich die Experten untereinander und mit dem Top-Management.

HR Big IV: HR@2012.

Qualität und Effizienz für besten HR-Service und exzellente HR-Produkte. Die elementaren Bausteine für ein Top-Kundenerlebnis sind auch Eckpfeiler unserer internen Organisationsstruktur und unserer HR-Kultur. Wir stärken die Dienstleistungskultur im Personalbereich und seine Position als „Partner fürs Geschäft” der Deutschen Telekom.

Im Rahmen von „HR@2009” haben wir eine neue, dreigliedrige Organisation aus Business Partnern, Competence Centern und Shared Services implementiert. Diese Struktur schärfen wir derzeit mit dem neu aufgelegten Programm HR@2012. Darüber hinaus steigern wir die Qualität der HR Dienstleistung, indem wir Prozesse anwenderorientiert automatisiert und weiter vereinfacht haben. Auf diese Weise konnten wir auch die Effizienz der HR-Organisation weiter erhöhen.

Qualität und Effizienz der HR-Arbeit gehen einher mit einer funktionalen, nutzerorientierten Prozess- und IT-Landschaft. Die Beschäftigten der Deutschen Telekom erwarten als Kunden des HR-Bereichs, dass angemessene HR-Services und -Leistungsangebote sie im Arbeitsalltag optimal unterstützen. Diese Unterstützung ist letztlich ausschlaggebend für die Zufriedenheit der HR-Kunden. Ziel ist deshalb der Aufbau einer „Global HR Service Architecture” (GHSA). Sie soll die Qualität der HR-Services verbessern. Durch sie kann der HR-Bereich außerdem auch sehr flexibel auf organisatorische Veränderungen im Konzern reagieren und gleichzeitig Prozesse und Systeme auf nationaler und internationaler Ebene vereinheitlichen.

Mit den besten Mitarbeitern zum herausragenden HR-Kundenerlebnis. Der Anspruch, den die Telekom an die Personalarbeit stellt und der sich an der HR-Mission „Partner fürs Geschäft” festmacht, ist hoch. Neben einer optimierten Organisationsstruktur sind ausgeprägte Kompetenz und professionelles Serviceverständnis unserer Personalerinnen und Personaler gefordert, um einerseits die Erwartungen unserer internen Kunden zu erfüllen und andererseits die Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens insgesamt zu fördern. Als eines der HR Top-Projekte zielt „Best HR People” deshalb darauf ab, die Personalfunktion in ihrer eigenen Personalentwicklung weiterzuentwickeln. Das Projekt fokussierte sich 2010 auf die Schärfung der Business Partner-Rolle in Deutschland, insbesondere auch über Qualifizierung zum Thema Total Workforce Management (TWM). Weitere Schwerpunkte in diesem Projekt sind Talentmanagement und die Nachwuchssicherung im HR-Bereich sowie eine breite Qualifizierung von Personalern über „HR CAMPUS”.

Risiko- und Chancenmanagement.

Risikofrüherkennungssystem ausgebaut und optimiert // Schieds- und Gerichtsverfahren PTC beigelegt

Risikomanagementsystem.

Unser Umfeld ist geprägt von hohem technologischen Fortschritt, sich weiter verschärfendem Wettbewerb und einschneidenden regulatorischen Entscheidungen in den Bereichen Mobilfunk und Festnetz. Diesen Herausforderungen begegnen wir, indem wir Risiken und Chancen systematisch managen – innerhalb eines ganzheitlichen Systems zur Risikofrüherkennung.

Unser konzernweites Risikomanagementsystem enthält alle strategischen und organisatorischen Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen, um Risiken zu steuern. Dabei konzentrieren wir uns darauf, Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen und zu bewerten. Denn nur so können wir zeitnah Maßnahmen zur Risikoprävention bzw. -handhabung einleiten.

Regelmäßig analysieren wir Risiken und Chancen, sowohl in unseren operativen Segmenten als auch in unseren zentralen Konzerneinheiten. Die Systeme, die wir zur Risikofrüherkennung einsetzen, beruhen auf konzernweit vorgegebenen Methoden und sind auf die jeweils individuellen Bedürfnisse genau zugeschnitten. Dabei werden Risiken, u. a. in Form von Szenarien, identifiziert und nach Ausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Bezugsgrößen für das Ausmaß sind unsere Zielgrößen (u. a. EBITDA).

Unser Risikomanagement aggregiert wesentliche EBITDA-bewertete Einzelrisiken. Dabei werden Eintrittswahrscheinlichkeiten und Korrelationen mittels Kombinations- und Simulationsverfahren berücksichtigt. Außerdem analysiert es Themen, die für unsere Reputation und unser Image bedeutend werden könnten. Diese Komponenten fließen in die Bewertung eines Gesamtrisikos ein.

Unser Risikomanagement berichtet über Risiken, und wie diese sich entwickeln, regelmäßig an den Vorstand. Dieser wiederum informiert den Aufsichtsrat. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats befasst sich regelmäßig in seinen Sitzungen mit dem vierteljährlichen Risikobericht. Das Reporting der wesentlichen Chancen und Risiken erfolgt turnusmäßig je Quartal; bei Risiken, die unerwartet auftreten, auch unmittelbar („ad hoc”). Für jede Berichtsebene gibt es definierte Wesentlichkeitsgrenzen für Risiken. Ergänzend dazu wird auf Konzernebene regelmäßig ein Risiko-Cockpit für den Vorstand erstellt. In diesem werden die für die Telekommunikationsbranche relevanten Indikatoren aus konzerninternen und -externen Quellen zusammengestellt und ausgewertet. Das Instrument befindet sich kontinuierlich in der Weiterentwicklung und soll in erster Linie im Rahmen einer ergänzenden operativen Frühwarnfunktion die Möglichkeit bieten, den Fokus auf ausgewählte, für den Konzern kritische Risikofelder zu legen.

Der Bereich „Group Risk Management/Insurance” hat die zentrale Methoden- und Systemverantwortung für dieses konzernweit standardisierte, eigenständige Berichtswesen. Dieser Bereich stellt auch sicher, dass das Risikofrüherkennungssystem effizient funktioniert.

Besonderen Wert legen wir auf das Management von Risiken, die sich aus den einzelnen Finanzpositionen ergeben können. Für alle Finanztransaktionen – insbesondere für den Einsatz derivativer Instrumente – gilt der Grundsatz der Risikominimierung. Darum führen wir alle Finanztransaktionen und Risikopositionen in einem zentralen System. Die Konzernführung wird regelmäßig über diese Positionen informiert. Wir setzen derivative Finanzinstrumente ein, um Risiken aus Zinsveränderungen sowie zahlungswirksame Währungsrisiken und sonstige Preisrisiken zu begrenzen.

Abhängig von Art und Höhe einer Finanztransaktion muss der Vorstand diese vorher genehmigen. Zudem erhält er regelmäßig Informationen über den Umfang und den Betrag des aktuellen Risiko-Exposures. Um die Auswirkungen unterschiedlicher Marktgegebenheiten einschätzen zu können, nehmen wir Simulationsrechnungen vor. Dabei verwenden wir verschiedene Markt- und Worst-Case-Szenarien. Zur Sicherung von Marktrisiken setzen wir ausgewählte derivative und nicht-derivative Sicherungsinstrumente ein. Grundsätzlich werden jedoch nur Risiken besichert, die sich auf den Cashflow auswirken. Für uns gilt: Derivative Finanzinstrumente nutzen wir nur als Sicherungsinstrumente; wir setzen sie nicht zu Handelszwecken oder für andere spekulative Zwecke ein.

Bezogen auf die Risiken der Rechnungslegung greift das Risikomanagementsystem auf das interne Kontrollsystem zurück. Damit stellen wir sicher, dass wir alle rechnungslegungsbezogenen Risiken im Rahmen des Risikomanagementsystems erfassen. Das interne Kontrollsystem und eindeutige konzerninterne Regelungen und Leitlinien stellen die Konformität des Konzernabschlusses sicher. Risiken, die dem Ziel der Regelungskonformität entgegenstehen könnten, sollen frühzeitig erkannt, bewertet, zeitnah kommuniziert und begrenzt werden. Genau dies gewährleistet das Risikomanagement.

Unsere interne Revision prüft in regelmäßigen Abständen, ob die Risikomanagementprozesse effizient funktionieren. Der Abschlussprüfer prüft im Rahmen des gesetzlichen Prüfungsauftrags für die Jahresabschlussprüfung, ob das Risikofrüherkennungssystem geeignet ist, unternehmensgefährdende Risiken und Entwicklungen frühzeitig zu erkennen. Die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des Systems sind sichergestellt.

Wir gewährleisten durch unser Risikomanagementsystem, dass sich unternehmerische Chancen und Risiken frühzeitig erkennen lassen. Dieses System entspricht den gesetzlichen Anforderungen an ein Risikofrüherkennungssystem und steht im Einklang mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex.

Die Risiken.

Aus allen für den Konzern identifizierten Risiken erläutern wir nachfolgend die Risikofelder bzw. Einzelrisiken, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom und über die Ergebnisse der Tochtergesellschaften die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom AG wesentlich beeinflussen könnten.

Konjunktur.

Die Weltwirtschaft hat sich 2010 weiter erholt. Allerdings verlor das Wachstum in der zweiten Jahreshälfte – nach einem kräftigen Aufschwung im ersten Halbjahr 2010 – leicht an Schwung. Risiken für die Konjunkturentwicklung ergeben sich durch die weiterhin volatilen Finanz- und Devisenmärkte, die Belastungen für den Privatkonsum infolge hoher Arbeitslosigkeit in einzelnen Ländern und die Gefahren durch die hohen Staatsverschuldungen in vielen Nationen. In einigen Ländern unseres operativen Segments Europa können sich durch die angespannte gesamtwirtschaftliche Lage, den anhaltend harten Wettbewerb sowie die in einigen dieser Länder neu erhobenen bzw. angehobenen Mobilfunk-Steuern weitere Risikopotenziale für unsere Geschäftsentwicklung ergeben. Mit besonderen Unsicherheiten verbunden ist die Konjunkturentwicklung in Griechenland, Rumänien und Kroatien. Ferner resultieren ggf. Risiken aus den stark schwankenden Wechselkursen, insbesondere dem US-Dollar und den süd- und osteuropäischen Währungen.

Branche und Wettbewerb.

Im Festnetz und im Mobilfunk ging das Preisniveau bei Sprach- und Datendiensten auch 2010 weiter zurück. Grund dafür waren der beständig starke Wettbewerb und der technologische Fortschritt. Generell besteht das Risiko, dass sich Preisreduzierungen nicht durch entsprechendes Mengenwachstum ausgleichen lassen.

Der Wettbewerbsdruck – vor allem im Festnetz-Bereich – könnte sich noch weiter erhöhen, z. B. indem sich die Marktabdeckung von (regionalen) Teilnehmernetzbetreibern deutlich ausweitet und sich der Trend zu Bündelangeboten fortsetzt. Außerdem verschärft sich die Konkurrenzsituation durch technologische Innovationen sowie dadurch, dass der Mobilfunk die Festnetz-Kommunikation immer mehr ersetzt. Hinzu kommt, dass bisher reine Mobilfunk-Anbieter in Deutschland zunehmend auch mit Festnetz- bzw. DSL-Angeboten an den Markt gehen. Darüber hinaus verkaufen DSL-Wettbewerber Bündelangebote, die Breitband und VoIP integrieren, ohne dass es hierfür einen separaten Telefonanschluss braucht.

Kabelnetzbetreiber intensivieren den Wettbewerb zusätzlich: Sie sind in der Lage, flächendeckend Haushalten und kleineren Unternehmen Telekommunikationsprodukte anzubieten, für die weder ein eigener Netzausbau noch eine Teilnehmeranschlussleitung der Deutschen Telekom benötigt wird. Die Kabelnetzbetreiber selbst bauen ihr Angebotportfolio weiter aus, z. B. durch Triple-Play-Angebote und Angebote mit hohen Datenübertragungsraten. Alternativ verlängern Wettbewerber in bestimmten Regionen ihr eigenes Glasfasernetz bis an die Haushalte, um sich auch dort von unserem Netz unabhängig zu machen. Ein weiteres Wettbewerbsrisiko liegt darin, dass wir verstärkt auch Konkurrenten gegenüberstehen, die nicht im engeren Sinne zur Telekommunikationsbranche zählen. Zu diesen neuen Wettbewerbern gehören große Unternehmen aus dem Bereich Consumer Electronics und der Internetbranche. Für uns besteht daher über die bisherigen Marktanteilsverluste hinaus das Risiko, dass Marktanteile und Margen weiter sinken.

Der zu erwartende weitere Preisrückgang sowohl in der mobilen Sprachtelefonie als auch bei mobilen Datendiensten könnte sich auf unsere Mobilfunk-Umsätze negativ auswirken. Gründe für den Preisrückgang sind u. a. Billiganbieter, die in Deutschland und auf weiteren europäischen Märkten expandieren.

In den USA stehen wir vor der Herausforderung, der kleinste der vier nationalen Anbieter zu sein. Weiterhin muss T-Mobile USA auch durch Produkt- und Servicequalität sowie durch die Preisgestaltung überzeugen.

Auch der ICT-Markt in unserem operativen Segment Systemgeschäft ist gekennzeichnet durch intensiven Wettbewerb, Preisrückgang sowie die verhaltene Vergabe von Projekten und lange Verkaufszyklen. Das führt zu einem potenziellen Risiko von Umsatzrückgängen und Margenverfall für die T-Systems. Einerseits hat sich die Situation grundsätzlich wegen des konjunkturellen Aufschwungs verbessert – vor allem in Deutschland. Andererseits wurde der Markt für Großaufträge, sog. „Big Deals”, noch schwieriger, was sich negativ auf das ICT-Geschäft der T-Systems auswirken kann.

Produkte, Dienste und Innovationen.

Durch den schnellen technologischen Fortschritt und die andauernde technologische Konvergenz ist es möglich, dass sich Technologien bzw. Produkte teilweise gegenseitig ersetzen. Dies kann sowohl im Sprach- als auch im Datenverkehr zu geringeren Preisen und Umsätzen führen. Doch besteht durch die Weiterentwicklung von Smartphones und Datendiensten auch die Chance, neue Einnahmequellen im mobilen Internet zu erschließen.

In Bezug auf die Nachfrage nach Breitbandanschlüssen muss man bei Breitbandanschlüssen in Deutschland wegen der hohen Marktdurchdringung mit Tendenzen hin zur Marktsättigung rechnen. Dies zeigt sich durch geringeres Marktwachstum im Jahr 2010. Die erfolgreiche Vermarktung von IPTV-Angeboten, wie z.B. Entertain, kann dadurch negativ beeinflusst werden. Wir verbessern die Marktchancen des mobilen Internets, indem wir unser leistungsfähiges Mobilfunknetz kontinuierlich ausbauen. Sollten sich jedoch die Anwendungen der mobilen Datenkommunikation nicht wie erwartet entwickeln, besteht das Risiko, Umsatzziele zu verfehlen. Zudem könnten sich die Investitionen in Netzaufbau und -ausbau sowie in bestehende und künftige Mobilfunk-Lizenzen erst später als ursprünglich erwartet amortisieren.

Regulierung.

Die Deutsche Telekom unterliegt der sektorspezifischen Marktregulierung, wenn die zuständige nationale Regulierungsbehörde für sie auf dem relevanten Telekommunikationsmarkt eine beträchtliche Marktmacht feststellt. In Deutschland bedeutet das für uns, dass wir im Markt für Festnetz-Telefonanschlüsse und zugehöriger Paketangebote noch einer ex-post Missbrauchsaufsicht ausgesetzt sind. Darüber hinaus müssen wir unseren Wettbewerbern kostenorientierte Vorleistungen anbieten, z. B. in den Vorleistungsmärkten für den Zugang zum Teilnehmeranschluss, dem Bitstream-Access sowie der Festnetz- und Mobilfunk-Terminierung. Auch unsere anderen europäischen Tochtergesellschaften sind im Festnetz- und Mobilfunk-Bereich entsprechenden Rahmenbedingungen ausgesetzt.

Mit der Regulierung verbunden sind umfassende Eingriffsbefugnisse in unsere Produkt- und Preisgestaltung. Das hat erhebliche Auswirkungen auf unser operatives Geschäft. Diese Eingriffe sind für uns nur bedingt vorherzusehen und können den bestehenden Preis- und Wettbewerbsdruck weiter verschärfen. Es ist zu befürchten, dass die regulatorischen Einflüsse in Deutschland und in den anderen europäischen Ländern die Umsatzentwicklung im Festnetz-Kernmarkt und im Mobilfunk-Markt mittel- bis langfristig beeinflussen.

Investitionen in den Kundenzugang der nächsten Netzgeneration (Next Generation Access, NGA) erfordern einen modifizierten investitionsfördernden Regulierungsrahmen, der u. a. eine faire Risikoverteilung zwischen Investor und Zugangsuchenden vorsieht und die nötige Preisflexibilität ermöglicht. Andernfalls besteht das Risiko, dass die Wirtschaftlichkeit für diese Investitionen nicht wie geplant erreicht werden kann.

Novellierte EU-Richtlinien bestimmen, dass das Telekommunikationsgesetz (TKG), das den wesentlichen Rechtsrahmen für die Regulierung bildet, bis Ende Mai 2011 überarbeitet werden muss. Wesentliches Ziel dieser TKG-Novelle ist die Umsetzung der Richtlinienvorschriften. Diese sollen Anreize für Investitionen in den Aufbau neuer Hochgeschwindigkeitsnetze setzen. Zudem sind Änderungen durch zusätzliche Vorgaben für den Kundenschutz zu erwarten.

Am 20. Januar 2011 haben wir die Entgelte für die Teilnehmeranschlussleitung (TAL) neu beantragt. Mit einer Entscheidung dazu rechnen wir im März 2011. Für die wichtigste Leitung, den Zugang zu TAL, wurden 12,90 € beantragt. Die Höhe des TAL-Entgelts ist entscheidend für die Rentabilität einer flächendeckenden Infrastruktur. Zudem setzt sie Anreize für den weiteren Breitbandausbau, insbesondere für den Ausbau neuer Glasfasernetze.

Die Beschlüsse über die TAL-Überlassungsentgelte aus dem Jahr 1999 und über die TAL-Einmalentgelte aus den Jahren 2001 und 2002 wurden rechtskräftig aufgehoben. Die Bundesnetzagentur (BNetzA) muss nun erneut über diese Entgelte entscheiden. Eine formal durch die BNetzA zu beachtende Vorfestlegung zur Entgelthöhe durch das Gericht gibt es nicht. Daher ist prinzipiell offen, ob und in welcher Höhe Entgelte verändert werden. Mit Beschluss vom 20. Januar 2011 genehmigte die BNetzA die TAL-Einmalentgelte 2002 für den Zeitraum April 2002 bis Juni 2003 neu. Im Vergleich zur Entscheidung aus dem Jahr 2002 wurden die Entgelte gesenkt: für die wichtigsten Bereitstellungs -/Übernahmevarianten um 3% bis 8% und für Kündigungsvarianten um 11% bis 15%. Die Entgeltentscheidung wurde nur für die im Gerichtsverfahren erfolgreichen Klägerinnen ausgesprochen; Grund dafür ist der in 2002 nach damaligem Telekommunikationsgesetz anzuwendende sog. Einzelvertragsbezug.

Netzneutralität. Bis heute gibt es für diesen Begriff noch keine allgemein gültige und zugleich funktional-technisch geeignete Definition. Das Thema Netzneutralität wird verstärkt öffentlich diskutiert. Teilweise wird sogar gefordert, dass alle Datenpakete technisch und wirtschaftlich vollkommen gleich zu behandeln sind. Insbesondere Content- und Applikationsanbieter setzen auch für die Zukunft voraus, dass die Netzbetreiber ihre Transportkapazität stetig erweitern und die Infrastruktur ausbauen.

Mit der Umsetzung der neuen europäischen Richtlinienvorgaben in nationales Recht erhalten die nationalen Regulierungsbehörden die Möglichkeit, Mindestanforderungen an die Dienstequalität aufzuerlegen. In Deutschland sind derzeit keine über die Richtlinienumsetzungen hinausgehenden regulatorischen Eingriffe bekannt. Das Bundeswirtschaftsministerium geht davon aus, dass der funktionierende Wettbewerb und die vorgesehenen Transparenzverpflichtungen ausreichen, um entsprechenden Veränderungen entgegenzuwirken.

Personal.

Auch 2010 konnten wir den personellen Umbau in unserem Konzern in Deutschland sozialverträglich gestalten und umsetzen; im Wesentlichen über Abfindungen, Altersteilzeit, Vorruhestand und die von Vivento angebotenen Beschäftigungsperspektiven für Beamte und Angestellte, insbesondere im öffentlichen Sektor. Auch künftig setzen wir den Personalumbau im erforderlichen Umfang fort. Falls sich die entsprechenden Maßnahmen nicht oder nicht im geplanten Ausmaß realisieren lassen, kann sich dies negativ auf unsere Finanzziele und unsere Rentabilität auswirken.

Werden Konzerneinheiten, in denen Beamte beschäftigt sind, veräußert, besteht grundsätzlich die Möglichkeit, dass diese weiterhin bei der veräußerten Konzerneinheit arbeiten. Dazu muss der Beamte selbst zustimmen bzw. den Antrag stellen. Allerdings besteht das Risiko, dass Beamte, z. B. nach dem Ende der Beurlaubung, von einer veräußerten Einheit zur Deutschen Telekom zurückkehren. Ein solches Rückkehrrecht besteht derzeit für etwa 3.000 Beamte. Dieses Risiko lässt sich etwa durch Kompensationszahlungen reduzieren, aber nicht vollständig vermeiden.

Sonderzahlung Beamte. Im November 2004 hat die Bundesrepublik Deutschland das Erste Gesetz zur Änderung des Postpersonalrechtsgesetzes (PostPersRG) verabschiedet, das die Notwendigkeit für die Deutsche Telekom und für die anderen Postnachfolgeunternehmen beseitigt hat, den beschäftigten Beamten eine jährliche Sonderzahlung nach dem Bundessonderzahlungsgesetz zu zahlen. Dieses Gesetz wurde in verschiedenen gerichtlichen Instanzen geprüft. Im Dezember 2008 hat das Bundesverwaltungsgericht entschieden, den Fall dem Bundesverfassungsgericht zur Normenkontrolle gemäß Artikel 100 Grundgesetz vor zulegen. Eine Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts wird für Anfang 2011 erwartet. Sollte entschieden werden, dass die Streichung der Sonderzahlung verfassungswidrig war, könnte das für die Jahre 2004 bis Juni 2009 zu einem Nachzahlungsaufwand führen.

Abgesenkte Besoldungstabellen. Mit Inkrafttreten des Dienstrechtsneuordnungsgesetzes am 11. Februar 2009 hat der Gesetzgeber die Beträge, die bisher die jährliche Sonderzahlung nach dem Bundessonderzahlungsgesetz darstellten, für alle Bundesbeamtinnen und Bundesbeamten in das monatliche Grundgehalt integriert. Dies gilt nach § 78 Bundesbesoldungsgesetz nicht für die bei den Postnachfolgeunternehmen beschäftigten Beamtinnen und Beamten. Gegen die um den Anteil der Sonderzahlung abgesenkten Besoldungstabellen legten einige Beamte ebenfalls Rechtsmittel ein. In zwei Klageverfahren wurde diese gesetzliche Regelung vom Verwaltungsgericht Stuttgart dem Bundesverfassungsgericht zur Prüfung auf Verfassungsmäßigkeit vorgelegt. Daraus könnte ab Juli 2009 Nachzahlungsaufwand entstehen.

IT-/NT-I nfrastrukturen.

Unter Informations -/Netztechnik (IT/NT)-Infrastruktur verstehen wir alle Gebäude (Netzknoten), Kommunikationsdienste (Netzwerk), Hardware und Software, die zur Informationsverarbeitung bereitstehen. Unsere IT-/NT-Ressourcen und -Strukturen sind also eine organisatorische und technische Plattform, die die Geschäftstätigkeit unseres Konzerns unterstützt. IT/NT ist sowohl das zentrale Fundament für die „Gigabit-Gesellschaft” als auch Grundlage für innovative neue TK-Produkte und -Dienste.

Wir wollen die aus dem Betrieb und der Architektur der IT-/NT-Infrastruktur resultierenden Risiken minimieren. Daher betrachten wir die Aspekte Kosten/Nutzen, Qualität und Sicherheit und schöpfen diese optimal aus.

Auch im Geschäftsjahr 2010 führten wir umfangreiche Programme durch, um die IT-Systeme und die IT-Infrastruktur an die sich ändernden Kundenbedürfnisse und die neuen organisatorischen Anforderungen im Rahmen von „One Company” anzupassen. 2011 setzen wir diese konzernweiten Programme fort. Bei unzureichender Planung und Steuerung dieser Programme könnte es zu Störungen der Geschäftprozesse und somit Umsatzausfall oder Kostensteigerungen kommen.

Sechs konzernweite „Next Generation IT” (NG IT) Programme sind der Rahmen für alle IT-relevanten Anteile in den Transformationsprogrammen des Konzerns. Mit „Next Generation IT” wollen wir die IT-Strategie umsetzen und die zukünftige IT-Zielarchitektur des Konzerns implementieren. Schwerpunkt ist dabei, die Applikationen und Infrastruktur zu harmonisieren, zu standardisieren und zu konsolidieren. In konzernübergreifenden Projekten werden Lösungen erarbeitet, z. B. für ein übergreifendes Kundenbeziehungsmanagement der Zukunft, für die Fakturierung konvergenter Produkte oder die zukünftige IT-Unterstützung der Funktionen Finanzen, Personal, Logistik und Einkauf. Alle aufgesetzten IT-Programme vereinfachen die IT-Architektur und verbessern u. a. auch die Netzstabilität bzw. reduzieren das Ausfallrisiko, da das Netz effizienter werden wird.

Wir ersetzen die vielen verschiedenen heterogenen Architekturen, Zugangsarten und Dienste durch eine einheitliche Architektur – mit gemeinsamen Aggregations-, Transport- und Zugangsebenen. Hier bestehen Risiken, die alle IT-/NT-Systeme und -Produkte mit Internetanbindung betreffen können. Die IT-/NT-Landschaft ist sehr komplex. Daher würden Störungen, beispielsweise zwischen neu entwickelten und bereits bestehenden IT-/NT-Systemen, zu Unterbrechungen von Geschäftsprozessen und Produkten, z.B. bei der Mobiltelefonie, führen.

Risiken durch Hackerangriffe, Spammails/Calls, Viren/Trojanersoftware und Netzausfall treten wir mit vielen Maßnahmen entgegen, z. B. Firewalls, Virenscans, technische Frühwarnsysteme (z. B. Entwicklung von Datenmengen) und Dopplung von Systemen und Rechenzentren. Außerdem setzen wir organisatorische und technische Notfallmaßnahmen ein, um Schäden zu mindern. Darüber hinaus sind versicherbare Risiken durch ein konzernübergreifendes Versicherungsprogramm abgedeckt.

Datenschutz und Datensicherheit.

Die Sicherheit und der Schutz von Kundendaten haben für uns höchste Priorität. Schließlich sind sie die Basis jeder vertrauensvollen Kundenbeziehung. Wie wichtig diese Themen für uns sind, zeigt sich darin, dass wir 2008 ein eigenes Vorstandsressort für Datenschutz, Recht und Compliance geschaffen haben sowie ein umfangreiches Maßnahmenpaket für einen verbesserten Datenschutz, eine erhöhte Datensicherheit und mehr Transparenz. Dieser Bereich stellt sicher, dass wir die notwendigen Maßnahmen zu Datenschutz und Datensicherheit sowie Compliance bereichsübergreifend abstimmen und konzernweit einheitlich umsetzen. Zudem haben wir einen externen Datenschutzbeirat eingerichtet, der sich aus führenden Datenschutzexperten und Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und unabhängigen Organisationen zusammensetzt. 2010 gab es insgesamt fünf Sitzungen dieses Datenschutzbeirats; für 2011 sind weitere Treffen geplant.

Um konzernweit die höchsten Standards beim operativen Datenschutz zu gewährleisten, haben wir umfangreiche Maßnahmen eingeleitet und laufende Projekte weitergeführt. Für noch mehr Datensicherheit haben wir 2010 z. B. ein sog. „Listenprüf-Tool” eingeführt. Dies stellt sicher, dass personenbezogene Daten nur so lange wie unbedingt erforderlich verwendet werden dürfen – und auch nur von einem definierten Personenkreis. Außerdem haben wir für ein Vertriebspartnerportal personalisierte Einmalpassworte eingeführt. Das verbessert die Authentifizierung der Vertriebspartner wesentlich, erschwert die Nutzung des Systemzugangs durch unbefugte Dritte deutlich und reduziert das Missbrauchsrisiko. Für 2011 haben wir weitere Maßnahmen geplant, um den Zugriffsschutz auf sensible Daten weiter zu verbessern; dazu gehört z. B. das Pilotprojekt für eine mobile Transaktionsnummer (mTAN), die den Zugriff auf Vertragsdaten der Festnetz-Kunden absichert. Ein Vertriebspartner erhält erst dann Zugriff auf Kundendaten, wenn der Kunde ihn dazu über eine auf sein Mobiltelefon übermittelte mTAN autorisiert hat.

Bezogen auf unternehmensinterne Systementwicklungsprozesse, haben wir mit Erfolg die Sicherheit und den Schutz personenbezogener Daten verbessert. Das sog. Privacy & Security Assessment gewährleistet, dass Anforderungen bezüglich Sicherheit und Datenschutz bei den neu entwickelten Systemen und Anwendungen berücksichtigt werden, und zwar so früh wie möglich. Wir haben eine einheitliche Schnittstelle zu den Systementwicklungsprozessen eingerichtet; so können wir systemimmanente Risiken optimal bewerten und diese auch wirksam mithilfe angemessener Datenschutz- und Sicherheitsmaßnahmen bzw. -aktivitäten bewältigen. Sicherheit und Datenschutz sind damit zu einem Designkriterium für neue Systeme geworden.

Wir wollen die Sensibilität unserer Beschäftigten, insbesondere auch unserer Führungskräfte, für das Thema Datenschutz und Datensicherheit weiter erhöhen. Darum haben wir die bereits bestehenden Schulungen und jährlichen Daten-Audits weiter vertieft.

Unser Ziel: Wir wollen die Transparenz im Bereich Datenschutz nachhaltig erhöhen. Regelmäßig und freiwillig veröffentlichen wir einen Bericht zum Stand des Datenschutzes/der Datensicherheit. Diesen legen wir unserem Aufsichtsrat, dem Bundesbeauftragten für Datenschutz sowie der Öffentlichkeit vor. Die ersten Datenschutzberichte sind im April 2009 und Mai 2010 erschienen. (i) Im Oktober 2008 starteten wir die Internetseite www.telekom.com/datenschutz*; sie informiert über die derzeitige Lage des Datenschutzes der Deutschen Telekom in Deutschland und gibt Auskunft über aktuelle und kritische Datenschutzvorgänge. Damit gehen wir über die Anforderungen zur Informationspflicht hinaus, die der Gesetzgeber am 1. September 2009 mit der Novellierung des Bundesdatenschutzgesetzes § 42a vorgegeben hat.

Wir minimieren den Eintritt weiterer negativer Ereignisse im Rahmen von Datensicherheit und Datenschutz durch das optimale Zusammenspiel präventiver und reaktiver Maßnahmen.

(i) Informationen über die aktuelle Lage des Datenschutzes der Deutschen Telekom finden Sie unter www.telekom.com/datenschutz.

* Soweit der Lagebericht auf Inhalte von Internetseiten verweist, sind diese Inhalte nicht Bestandteil des Lageberichts

Gesundheit und Umwelt.

Elektromagnetische Felder (EMF) werden mit möglichen Umwelt- und Gesundheitsbeeinträchtigungen in Zusammenhang gebracht. Zu diesem Thema gibt es eine intensive öffentliche Diskussion. Akzeptanzprobleme in der Öffentlichkeit gibt es dabei sowohl, was die Netzwerke angeht, als auch beim Einsatz von Endgeräten. Diese Probleme wirken sich z.B. im Mobilfunk-Bereich insbesondere auf den Ausbau der Mobilfunknetze

aus. Im Festnetz-Bereich betreffen sie den Absatz von schnurlosen DECT-Geräten sowie Endgeräten mit WLAN-Technologie. Neben rechtlichen Risiken sind regulatorische Maßnahmen möglich, wie etwa die Umsetzung von Vorsorgemaßnahmen beim Mobilfunk. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat erklärt, dass – auf Basis des momentanen wissenschaftlichen Kenntnisstands – keine bekannten nachteiligen Gesundheitseffekte unterhalb der internationalen Grenzwerte bestehen. Auch für die Zukunft erwartet die WHO keine ernsthaften Gefahren. Sie empfiehlt aber weitergehende Forschung wegen bestehender wissenschaftlicher Unsicherheiten.

Unser Ziel ist es, die Unsicherheit in der Bevölkerung abzubauen – durch eine sachliche, wissenschaftlich fundierte und transparente Informationspolitik. So engagieren wir uns in einer Brancheninitiative der Mobilfunk-Unternehmen: im „Informationszentrum Mobilfunk”, ein umfassendes Informations- und Dialogangebot für die Öffentlichkeit. Unser Bestreben, modernste Technologien anzubieten, beinhaltet auch die Förderung wissenschaftlicher Forschung, um mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen. Für uns bedeutet das neben dem langjährigen Engagement in der Forschungsgemeinschaft Funk (FGF) insbesondere die finanzielle Förderung der Forschungsaktivitäten der Bundesregierung im Rahmen des Deutschen Mobilfunk-Forschungsprogramms und des Umweltforschungsplans. Aktuell ist dazu noch die Gründung des Wissenschaftsforums EMF hinzugekommen – einer wichtigen Forschungsplattform, die die Lücke, die nach der Auflösung der FGF entstanden ist, schließt. Wir haben diese Neugründung angestoßen und unterstützen dieses Wissenschaftsforum finanziell. Zudem hat T-Mobile mit der 2004 beschlossenen EMF-Policy für alle Landesgesellschaften bestimmte Maßnahmen zur Transparenz, Information, Beteiligung und Forschungsförderung festgeschrieben. Sie sollen mögliche rechtliche und regulatorische sowie Akzeptanzprobleme in der Bevölkerung minimieren.

Einkauf.

Als Dienstleister sowie Betreiber und Anbieter von IT-/TK-Produkten arbeiten wir mit unterschiedlichen Lieferanten für technische Komponenten zusammen; zu diesen Komponenten zählen z. B. Soft- und Hardware, Übertragungstechnik, Vermittlungs- und Linientechnik sowie Endgeräte.

Lieferrisiken lassen sich grundsätzlich nicht ausschließen. So können Lieferengpässe, Preiserhöhungen, veränderte wirtschaftliche Rahmenbedingungen oder Produktstrategien der Lieferanten negative Folgen für unsere Geschäftsprozesse und unser Ergebnis haben. Risiken können sich aus Abhängigkeiten von einzelnen Zulieferern bzw. dem Ausfall von einzelnen Lieferanten als direkte Folge der Wirtschaftskrise ergeben. Diesen Risiken begegnen wir mit einer Vielzahl von organisatorischen, vertraglichen und einkaufsstrategischen Vorsorgemaßnahmen. Wir haben u. a. ein kennzahlengestütztes Lieferantenbewertungssystem eingeführt. Es beinhaltet auch Kennzahlen mit einer gewissen Prognosegüte. So können wir Lieferantenrisiken möglichst frühzeitig erkennen und rechtzeitig Risikomanagementmaßnahmen einleiten.

OTE.

Die Deutsche Telekom hält 30% plus eine Aktie an der OTE und übt durch ein entsprechendes Shareholder Agreement Beherrschung aus. Die Regierungspartei der sozialistischen Bewegung in Griechenland PASOK hatte sich vor ihrem Wahlerfolg am 4. Oktober 2009 kritisch zum Teilverkauf der OTE an uns geäußert. Allerdings ist das Risiko von „Nachverhandlungen zu Inhalten des Shareholder Agreements“ durch die neue Regierung gering, da grundsätzlich Änderungen des Shareholder Agreements nur einvernehmlich beschlossen werden können.

Rechtsrisiken.

Rechtsstreitigkeiten. Die Deutsche Telekom ist Partei in mehreren gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren mit Behörden, Wettbewerbern sowie anderen Beteiligten. Von besonderer Bedeutung sind aus Sicht der Deutschen Telekom die nachfolgend aufgeführten Verfahren.

Prospekthaftungsverfahren. Es handelt sich um ca. 2.600 laufende Klagen von ca. 16.000 angeblichen Käufern von T-Aktien, die auf der Grundlage der Prospekte vom 28. Mai 1999 und vom 26. Mai 2000 verkauft wurden. Der Streitwert beläuft sich auf insgesamt ca. 80 Mio. €. Die Klagen richten sich zum Teil auch gegen die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und/oder die Bundesrepublik Deutschland sowie teilweise auch gegen emissionsbegleitende Banken.

Das Landgericht Frankfurt am Main hat jeweils Vorlagebeschlüsse nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) zum Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main in Bezug auf den zweiten und dritten Börsengang (DT2 und DT3) erlassen und die Ausgangsverfahren ausgesetzt. Die letzte mündliche Verhandlung im Musterverfahren DT3 hat am 15. Dezember 2010 stattgefunden. Die Parteien haben die Möglichkeit, sich nochmals schriftlich zu äußern. Das Gericht hat eine Entscheidung für das zweite Quartal 2011 angekündigt. Das Vorlageverfahren zu DT2 ruht derzeit faktisch.

Ca. 12.000 weitere angebliche Käufer von T- Aktien hatten Güteverfahren bei der „Öffentlichen Rechtsauskunfts- und Antragsstelle der Freien und Hansestadt Hamburg (ÖRA)” beantragt. Davon wurden ca. 8.000 Verfahren abgeschlossen und die verbleibenden ca. 4.000 bislang noch nicht vollständig abgeschlossenen Verfahren aufgrund eines Beschlusses des Hanseatischen OLG vom 10. Februar 2010 von der ÖRA mit Schreiben vom 4. März 2010 gegenüber der Deutschen Telekom AG für beendet erklärt.

Toll Collect. In dem Schiedsverfahren zwischen den Hauptgesellschaftern des Konsortiums Toll Collect, der Daimler Financial Services AG und der Deutschen Telekom sowie der Konsortialgesellschaft Toll Collect GbR einerseits und der Bundesrepublik Deutschland andererseits über Streitigkeiten, die mit dem Mauterhebungssystem zusammenhängen, erhielt die Deutsche Telekom die Klageschrift des Bundes am 2. August 2005. Darin machte der Bund einen Anspruch auf entgangene Mauteinnahmen in Höhe von ca. 3,51 Mrd. € nebst Zinsen wegen Verspätung der Aufnahme des Wirkbetriebs zum 1. September 2003 geltend. Die Summe der geltend gemachten Vertragsstrafen wurde in Höhe von 1,65 Mrd. € nebst Zinsen gefordert. Die Vertragsstrafen beruhen auf angeblichen Verletzungen des Betreibervertrags (fehlender Zustimmung zu Unterauftragnehmerverträgen, verspäteter Bereitstellung von „On-Board-Units” und Kontrolleinrichtungen). Der Bund hat mit Schriftsatz vom 16. Mai 2008 seine Klageforderung in Bezug auf den Mautausfallschaden neu berechnet und geringfügig um 169 Mio. € nach unten korrigiert. Die neue Klageforderung beträgt nunmehr ca. 3,3 Mrd. € zuzüglich Zinsen. Die Summe aller Hauptforderungen des Bundes (einschließlich Vertragsstrafenansprüchen) beträgt nunmehr ca. 4,99 Mrd. €.

Die Beklagten haben am 30. Juni 2006 die Klageerwiderung eingereicht. Die Klägerin hat dazu mit Schriftsatz vom 14. Februar 2007 Stellung genommen. Nach weiteren Schriftsatzwechseln zwischen den Verfahrensbeteiligten fand im Juni 2008 eine erste mündliche Verhandlung statt, in der das Schiedsgericht rechtliche Fragen mit den Schiedsparteien erörterte, ohne dass hieraus bereits Schlüsse auf den Ausgang des Verfahrens gezogen werden könnten. Die Parteien reichten seitdem weitere Schriftsätze ein. In einer weiteren mündlichen Verhandlung im Dezember 2010 wurden verschiedene Zeugen und Sachverständige angehört. Es wurde eine weitere Schriftsatzfrist für die Parteien bis zum 20. Mai 2011 festgelegt.

Schieds- und Gerichtsverfahren in Sachen PTC – Anteilserwerb (Polska Telefonia Cyfrowa Sp.z o.o.; PTC). In den diversen Rechtsstreitigkeiten um die Anteile an der polnischen PTC hat die Deutsche Telekom AG im Dezember 2010 eine Vereinbarung mit der französischen Vivendi und der polnischen Elektrim sowie den Gläubigern von Elektrim abgeschlossen. Die Vereinbarung sichert das vollständige und unumstrittene Eigentum an der PTC. Entsprechend der Vereinbarung haben die Deutsche Telekom AG und ihre Beteiligungsgesellschaften insgesamt ca. 1,4 Mrd. € im Januar 2011 an Elektrim und Vivendi gezahlt. Daneben wurde die Beilegung aller juristischen Auseinandersetzungen der Parteien vereinbart. Neben einer Vielzahl von Klagen und Schiedsverfahren betrifft diese Beilegung u. a. die Schiedsklage von Vivendi SA in Genf/Schweiz. Schadensersatzansprüche von Vivendi SA in Paris/Frankreich und von Vivendi SA in Seattle/USA wurden bereits im Jahr 2010 rechtskräftig abgewiesen.
telegate AG/Harisch. Am 19. Oktober 2005 wurde der Deutschen Telekom AG nach vorangegangenem Mahnverfahren eine Schadensersatzklage der telegate AG in Höhe von ca. 86 Mio. € nebst Zinsen zugestellt. Die telegate begründet ihre Klage mit angeblich überhöhten Preisen der Deutschen Telekom AG für die Überlassung der Teilnehmerdaten zwischen 1997 und 1999. Damit hätten der telegate AG nicht ausreichende Mittel für Marketingmaßnahmen zur Verfügung gestanden, sodass der geplante Marktanteil nicht erreicht werden konnte. Ebenfalls am 19. Oktober 2005 wurde der Deutschen Telekom AG wiederum nach vorangegangenem Mahnverfahren eine Schadensersatzklage des Herrn Dr. Harisch in Höhe von ca. 329 Mio. € nebst Zinsen zugestellt. Herr Dr. Harisch begründet seine Klage damit, dass wegen der angeblich überhöhten Preise für die Überlassung der Teilnehmerdaten zwischen 1997 und 1999 mehrfach der Eigenkapitalanteil der telegate AG signifikant abgesunken sei, sodass Kapitalerhöhungsmaßnahmen erforderlich gewesen seien. Hierzu hätten Herr Dr. Harisch und ein weiterer Gesellschafter Anteile aus ihrem Aktienbestand abgeben müssen, ihr verbliebener Aktienbestand sei dadurch verwässert worden. Der Kläger macht nunmehr einen um ca. 283 Mio. € erhöhten Schaden geltend. Der Streitwert hat sich dadurch auf ca. 612 Mio. € erhöht. Das Verfahren ist noch in erster Instanz vor dem Landgericht Köln anhängig.
Schadensersatzklagen – Preis-Kosten-Schere. Wettbewerbsunternehmen haben Schadensersatzansprüche wegen einer Preis-Kosten-Schere zwischen Vorleistungspreisen und Endkundenpreisen im Ortsnetz geltend gemacht, die von der EU-Kommission im Rahmen einer Bußgeldentscheidung im Jahr 2003 festgestellt worden ist. Vodafone (vormals Arcor) hat aktuell Schadensersatz in Höhe von 223 Mio. € nebst Zinsen gerichtlich geltend gemacht. Der bisher anhängige Rechtsstreit war bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung der europäischen Gerichte über die Bußgeldentscheidung der EU-Kommission ausgesetzt. Das Europäische Gericht Erster Instanz (EuG) hatte am 10. April 2008 die Nichtigkeitsklage der Deutschen Telekom AG gegen die Bußgeldentscheidung abgewiesen. Das hiergegen gerichtete Rechtsmittel der Deutschen Telekom AG wurde vom Europäischen Gerichtshof (EuGH) am 14. Oktober 2010 zurückgewiesen. Die Bußgeldentscheidung der EU-Kommission in Höhe von 12,6 Mio. € zuzüglich Zinsen ist damit bestandskräftig geworden. Im Rahmen des fortzusetzenden Schadensersatzprozesses darf das nationale Gericht keine Entscheidung erlassen, die der Entscheidung des EuGH zuwiderlaufen würde. Die Höhe des Schadens von Wettbewerbern war nicht Gegenstand des Verfahrens vor dem EuGH. In 2011 haben Versatel und EWE Tel gegen die Telekom Deutschland GmbH eine Schadensersatzklage über ca. 70 Mio. € bzw. ca. 82 Mio. € und NetCologne in Höhe von ca. 73 Mio. € jeweils nebst Zinsen bei Gericht eingereicht. HanseNet hat eine Klage auf Feststellung erhoben, dass die Deutsche Telekom AG und die Telekom Deutschland GmbH verpflichtet sind, HanseNet sämtliche Schäden zu ersetzen, die aufgrund der von der EU-Kommission festgestellten Preis-Kosten-Schere entstanden sind. Daneben hat ein weiterer Wettbewerber einen Schadensersatzanspruch über ca. 27 Mio. € nebst Zinsen geltend gemacht.
Entgelte zu den Teilnehmeranschlussleitungen. Im November 2008 hob das Verwaltungsgericht Köln die Entgeltgenehmigung für die Teilnehmeranschlussleitung (TAL) aus dem Jahr 1999 hinsichtlich der Überlassungsentgelte auf. Sowohl die Deutsche Telekom AG als auch die BNetzA erhoben gegen die Urteile die Nichtzulassungsbeschwerde. Mit Beschluss vom 5. Oktober 2009 wies das BVerwG diese Beschwerden zurück, da es sich bei den aufgeworfenen Rechtsfragen um solche zur alten Rechtslage handelt. Die aufhebenden Urteile des Verwaltungsgerichts Köln wurden da durch rechtskräftig und das Entgeltverfahren aus 1999 lebt wieder auf, d. h. die BNetzA muss über die TAL-Überlassungsentgelte für den Zeit raum Februar 1999 bis März 2001 neu entscheiden.

Hinsichtlich der TAL-Entgeltgenehmigung 2001 hat das Bundesverwaltungsgericht mit Beschluss vom 23. Juni 2010 auf die Nichtzulassungsbeschwerden der Deutschen Telekom AG und der Bundesnetzagentur (BNetzA) gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Köln vom 27. August 2009 die Revision bezüglich der TAL-Überlassungsentgelte zugelassen. Bezüglich der TAL-Einmalentgelte für den Zeitraum April 2001 bis März 2002 wies das Gericht die Nichtzulassungsbeschwerden zurück. Demnach wurde das aufhebende Urteil des Verwaltungsgerichts insoweit rechtskräftig und die BNetzA muss erneut über die TAL-Einmalentgelte entscheiden.

In Hinsicht auf die TAL-Einmalentgeltgenehmigung 2002 für den Zeitraum April 2002 bis Juni 2003 hat das Bundesverwaltungsgericht am 30. Juni 2010 die Nichtzulassungsbeschwerden der Deutschen Telekom AG und der BNetzA gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Köln vom 19. November 2009 zurückgewiesen. Mit Beschluss vom 19. Januar 2011 genehmigte die BNetzA gegenüber den Klägerinnen neue Entgelte für den genannten Zeitraum.

Auch alle übrigen Entscheidungen der BNetzA zu TAL-Entgelten seit 1999 wurden von den Wettbewerbern angefochten und sind bis auf die TAL-Einmalentgelte 1999 daher nicht bestandskräftig.

Untersuchung von Verträgen in EJR Mazedonien und Montenegro. Im Rahmen der Abschlussprüfung der Magyar Telekom für das Geschäftsjahr 2005 wurden Verträge identifiziert, deren angemessener wirtschaftlicher Hintergrund seinerzeit nicht vollständig festgestellt werden konnte. Der Prüfungsausschuss der Magyar Telekom beauftragte eine unabhängige Rechtsanwaltskanzlei, betreffende Verträge auf ihre Rechtmäßigkeit zu untersuchen. Magyar Telekom informierte die US-Behörden (Department of Justice und Securities and Exchange Commission (SEC)), die dann ein Ermittlungsverfahren wegen möglicher Verstöße gegen den Foreign Corrupt Practices Act (FCPA) einleite ten. Magyar Telekom und die als Konzernobergesellschaft betroffene Deutsche Telekom haben diese Ermittlungen umfangreich unterstützt sowie ihr eigenes Compliance-Programm überprüft und weiter verbessert. Die anwaltlichen Vertreter der Magyar Telekom und der Deutschen Telekom besprechen gegenwärtig mit den US-Behörden den Ermittlungsstand und die Möglichkeiten einer Verfahrensbeendigung. Das Ergebnis dieser Gespräche kann nicht vorhergesehen werden. Kommt eine einvernehmliche Verfahrensbeendigung nicht zustande, kann derzeit nicht abgeschätzt werden, ob und ggf. welche weiteren Maßnahmen die US-Behörden ergreifen werden. In Zusammenhang mit einem Rechtshilfeersuchen der US-Behörden hat die Staatsanwaltschaft Bonn ein eigenes Ermittlungsverfahren eingeleitet.
(PR-Risiken. Die Deutsche Telekom sieht sich – wie viele andere große Telekommunikations -/Internetanbieter auch – einer tendenziell wachsenden Zahl von IPR-Streitfällen (IPR Intellectual Property Rights) ausgesetzt. Für die Deutsche Telekom besteht das Risiko der Zahlung von Lizenzgebühren und/oder Schadensersatz. In einigen Fällen droht auch die Verurteilung zur Unterlassung.
(PR-Klagen gegen ADSL-Technik. Die Deutsche Telekom AG wurde in vier Klageverfahren wegen Patentverletzungen verklagt, die sich auf DSL-Datenübertragungsverfahren beziehen. Insbesondere richten sich die in den vier Klagen geltend gemachten Patente auf besondere Verfahren, die zur Prüfung der DSL-Kanalqualität, zum Kodieren von Daten und zum Einstellen von Übertragungsraten sowie zur Korrektur von Übertragungsfehlern verwendet werden. Für zwei Patente wurde vor dem Bundespatentgericht erstinstanzlich eine Nichtigerklärung erstritten. Gegen ein weiteres läuft eine Nichtigkeitsklage, eine vierte Nichtigkeitsklage ist in Ausarbeitung, wurde aber noch nicht erhoben. Vor dem Verletzungsgericht sind zwei Klagen ausgesetzt, die anderen zwei Klagen terminlos gestellt, sodass zurzeit keine Verhandlungstermine bezüglich der Verletzung existieren.
OTE Lannet Case. Lannet Communications SA hat im Mai 2009 Klage eingereicht und fordert Schadensersatz in Höhe von 176 Mio. € aufgrund der angeblich rechtswidrigen Kündigung von Leistungen (hauptsächlich Zusammenschaltungsleistungen, Entbündelung von TAL und Vermietung von Standleitungen) seitens der OTE. Eine Anhörung vor dem zuständigen Gericht soll am 17. Februar 2011 stattfinden.

Die Deutsche Telekom beabsichtigt im Übrigen, sich in jedem dieser Gerichts-, Güte- und Schiedsverfahren entschieden zu verteidigen bzw. ihre Ansprüche zu verfolgen.

Kartellrechtliche Verfahren.

Verfahren der Anti-Monopol Kommission in Polen. Die polnische Anti-Monopol Kommission (UOKiK) hat im Jahr 2010 mehrere Verfahren gegen verschiedene polnische Telekommunikationsunternehmen eröffnet, u. a. auch gegen die PTC. Die UOKiK ist zum einen der Auffassung, dass zwischen den Anbietern kollusives Zusammenwirken stattgefunden hat. Zum anderen wirft die UOKiK der PTC vor, verschiedene Verstöße gegen Kundeninteressen begangen zu haben. In beiden Fällen ist die maximale Strafsumme in Polen gesetzlich festgeschrieben und bemisst sich auf 10% der Erlöse aus Telekommunikationsleistungen oder auf 10% der steuerlich geltend zu machenden Erlöse.
Verfahren der Europäischen Kommission gegen Slovak Telekom. Die Europäische Kommission hat im April 2009 ein Verfahren eröffnet um zu untersuchen, ob Slovak Telekom sich missbräuchlich auf dem slowakischen Breitbandmarkt verhalten hat. Nach Angaben der Europäischen Kommission könnte ein solcher Missbrauch u. a. bestehen in Zugangsverweigerungen zur Teilnehmeranschlussleitung sowie andere Vorleistungen für Breitbandinfrastruktur, Preis-Kosten-Scheren in diesen Bereichen und anderen diskriminierenden Verhaltensweisen wie Bündelungen. Im Dezember 2010 wurde das Verfahren förmlich auf die Deutsche Telekom als Konzern ausgeweitet. Auf dieser Grundlage kann die Deutsche Telekom in die Haftung für eventuelle Verstöße einbezogen werden. Sollte die Europäische Kommission letztlich einen Verstoß gegen europäisches Kartellrecht feststellen, könnte sie Bußgelder gegen Slovak Telekom und auch gegen die Deutsche Telekom festsetzen.

Finanzwirtschaftliche Risiken.

Unsere finanzwirtschaftlichen Risiken resultieren im Wesentlichen aus Liquiditätsrisiken, Ausfallrisiken sowie Währungs- und Zinsrisiken. Aufgrund von operativen Erfordernissen und Transferbeschränkungen existieren risikobehaftete Geldanlagen von Tochtergesellschaften, insbesondere in Süd- und Osteuropa. Diese Risiken überwachen und steuern wir durch regelmäßige Analysen und Bewertungen der Anlagerisiken.

Damit wir die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns und der Deutschen Telekom AG jederzeit sicherstellen können, halten wir eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vor. Hauptsächlich genutzte Instrumente der mittel- bis langfristigen Finanzierung sind Anleihen und Medium Term Notes (MTN), jeweils in unterschiedlichen Währungen und Rechtsrahmen. Diese werden in der Regel über die Deutsche Telekom International Finance B.V. emittiert und als interne Kredite im Konzern weitergereicht.

Zum 31. Dezember 2010 stellten uns 21 Banken Kreditlinien mit einem Gesamtvolumen von 12,6 Mrd. € zur Verfügung. Die Situation an den internationalen Finanzmärkten hat sich während der Jahre 2009 und 2010 zuletzt deutlich entspannt. Der Zugang zu den internationalen Fremdkapitalmärkten ist aus heutiger Sicht nicht gefährdet. Das Jahr 2010 war von hohen Neuemissionsvolumina geprägt. 2010 konnten wir in verschiedenen Märkten 3,1 Mrd. € Fremdmittel aufnehmen.

Während in 2008 diverse Banken die Kreditlinien nicht prolongiert haben, teils aufgrund der Kapitallimitierungen im Zusammenhang mit der Bankenkrise, teils aufgrund der mit der Krise einhergehenden Konsolidierung in der Bankenbranche, konnten die bilateralen Linien nach Januar 2009 – mit Ausnahme einer Kreditlinie – sämtlich verlängert werden. In 2010 wurde zudem eine neue Kreditlinie vereinbart und eine zuvor in 2008 gekündigte Linie erneut verlängert.

Zum 31. Dezember 2010 bewertet die Ratingagentur Moody’s die Deutsche Telekom mit Baa1, Fitch und Standard & Poor’s mit BBB+. Der Ausblick ist bei allen drei Agenturen stabil. Ein verschlechtertes Rating unter definierte Schwellenwerte hätte höhere Zinsen bei einem Teil der emittierten Anleihen und MTNs zur Folge.

Werthaltigkeit des Vermögens der Deutschen Telekom.

Der Wert des Vermögens der Deutschen Telekom und deren Tochterunternehmen wird regelmäßig überprüft. Flankierend zu den regelmäßigen jährlichen Bewertungen sind in bestimmten Fällen zusätzliche Werthaltigkeitstests durchzuführen. Zum Beispiel dann, wenn infolge von Änderungen im Wirtschafts-, Regulierungs-, Geschäfts- oder Politikumfeld zu vermuten ist, dass sich der Wert von Goodwill, immateriellen Vermögenswerten oder Gegenständen des Sachanlagevermögens vermindert haben könnte. Ergebnis solcher Werthaltigkeitstests können entsprechende Wertminderungen sein, die aber nicht zu Auszahlungen führen. Unser Ergebnis kann hierdurch in erheblichem Umfang gemindert werden; dies könnte den Kurs der T-Aktie belasten.

Aktienverkäufe des Bundes bzw. der KfW.

Zum 31. Dezember 2010 hielt der Bund zusammen mit der KfW rund 32,0%, die Blackstone Group 4,4% der Anteile an der Deutschen Telekom AG. Am 24. April 2006 erwarb die Blackstone Group von der KfW Anteile am Grundkapital der Deutschen Telekom AG.

Es ist nicht auszuschließen, dass der Bund seine Privatisierungspolitik fortführt und sich von weiteren Beteiligungen kapitalmarktgerecht und unter Einbeziehung der KfW trennt – u. a. auch von Anteilen an der Deutschen Telekom AG. Die KfW hat am 16. Mai 2008 eine fünfjährige Umtauschanleihe auf Aktien der Deutschen Telekom AG begeben. Umtauschanleihen sind Schuldtitel, die der Gläubiger während einer vorher festgelegten Periode zu einem vorher festgelegten Wandlungspreis in Aktien einer anderen Gesellschaft umtauschen kann; im Fall der beschriebenen KfW-Umtauschanleihe in Namensaktien der Deutschen Telekom AG. Bei Überschreitung des Wandlungspreises darf und bei Ausübung des Wandlungsrechts durch die Anleihegläubiger muss die KfW die ihr angedienten Anleihen in Aktien der Deutschen Telekom AG umtauschen. Bei Fälligkeit der Anleihen hat die KfW das Recht, die Anleihen mit Aktien der Deutschen Telekom zurückzuzahlen. Das Volumen der Anleihe beläuft sich auf 3,3 Mrd. €, der Wandlungspreis beträgt 14,9341 €. Für uns besteht das Risiko, dass die Veräußerung von Anteilen der Deutschen Telekom durch den Bund oder die KfW in größerem Umfang bzw. durch entsprechende Spekulationen am Markt den Kurs der T-Aktie kurzfristig negativ beeinflussen.

Gesamtrisikosituation.

Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikofelder bzw. Einzelrisiken. Die Gesamtrisikosituation hat sich 2010 gegenüber dem Vorjahr nicht grundlegend verändert – trotz des hohen Wettbewerbs- und Preisdrucks, der regulatorischen Rahmenbedingungen, der konjunkturellen Bedingungen sowie der großen Herausforderungen beim Personalumbau und der Servicequalität. Aus heutiger Sicht ist der Bestand unseres Unternehmens nicht gefährdet.

Die Chancen.

Unsere neue Strategie „Verbessern – Verändern – Erneuern” haben wir im März 2010 vorgestellt. Mit der neuen Strategie streben wir einen breiteren Umsatzmix an, der neben dem klassischen Anschlussgeschäft im Festnetz und im Mobilfunk auch neue Wachstumsbereiche umfasst. Mit unseren fünf strategischen Handlungsfeldern (siehe Kapitel „Konzernstrategie und Konzernsteuerung”) wollen wir gezielt die Herausforderungen und Chancen im Markt angehen und unsere erfolgreiche Positionierung langfristig sichern. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom AG ist über die Ergebnisse der Tochtergesellschaften dadurch ebenfalls beeinflusst.

In den Ländern, in denen wir Mobilfunk-Dienste anbieten, werden wir unsere Leistungsfähigkeit weiter verbessern und gezielt in Technologien der nächsten Generation investieren. Darüber hinaus werden wir innovative Dienste entwickeln und unser Portfolio an hochwertigen Mobilfunk-Geräten erweitern. Auch setzen wir konsequent die weitere Integration von Festnetz und Mobilfunk fort. Diese Zusammenführung erlaubt uns, den Service weiter zu verbessern, Synergien durch die Integration in Marketing, Vertrieb und Service auszunutzen und durch Cross-Selling zusätzliche Umsatzpotenziale zu erschließen. Mit neuen, innovativen Diensten und Tarifen können wir uns besser gegenüber den Wettbewerbern differenzieren.

Wir sehen die Mobilisierung von Datendiensten und hier insbesondere den mobilen Internetzugriff als größte Wachstumschance in unserer Branche. Eine weitere strategische Chance ist es, innovative, geräteübergreifende und konvergente Dienste anzubieten. Neben eigenen Diensten und Services gehen wir auch gezielt Kooperationen ein und positionieren uns langfristig als strategischer Partner für die Top-Akteure anderer Branchen, z. B. als exklusiver Online-Inhalte-Partner oder bei der Vermarktung innovativer Endgeräte wie dem Windows Phone 7, dem T-Mobile G2 in den USA oder dem iPhone und iPad von Apple.

In den nächsten Jahren erwarten wir beim globalen Datenverkehr einen rasanten Anstieg. Unser Ziel ist es deshalb, das operative Geschäft weiter zu transformieren, indem wir einerseits effizienter werden und andererseits für die nachgefragte, größere Bandbreite sorgen. Bei T-Systems führen wir den Umbau fort und steigern ihre Profitabilität auf Branchenniveau. Mit ihrer globalen Infrastruktur aus Rechenzentren und Netzen bietet T-Systems ein einzigartiges Know-how und Produktportfolio.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem.

Das interne Kontrollsystem (IKS) der Deutschen Telekom AG ist in Anlehnung an das international anerkannte Rahmenwerk „COSO (The Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission) Internal Control – Integrated Framework” aufgebaut. Der Prüfungsausschuss der Deutschen Telekom überwacht die Wirksamkeit des IKS – wie gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz in § 107 Abs. 3 Satz 2 AktG gefordert. Der Umfang und die Ausgestaltung des IKS liegen dabei im Ermessen und in der Verantwortung des Vorstands.

Die interne Revision ist verantwortlich dafür, die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit des IKS im Konzern und bei der Deutschen Telekom AG unabhängig zu prüfen. Um dies tun zu können, hat die interne Revision umfassende Informations-, Prüf- und Eintrittsrechte. Grundsätzlich gilt für jedes IKS, dass es, unabhängig davon, wie es konkret ausgestaltet ist, keine absolute Sicherheit gibt, ob es seine Ziele erreicht. Bezogen auf das rechnungslegungsbezogene IKS kann es somit nur eine relative, aber keine absolute Sicherheit geben, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden.

Das rechnungslegungsbezogene IKS beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sicherzustellen, und wird kontinuierlich weiterentwickelt.

Das rechnungslegungsbezogene IKS zielt darauf ab, dass der Konzernabschluss der Deutschen Telekom nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, und den nach § 315a Abs. 1 HGB ergänzend zu beachtenden handelsrechlichen Vorschriften aufgestellt wird. Zudem verfolgt das rechnungslegungsbezogene IKS auch das Ziel, dass der Jahresabschluss der Deutschen Telekom AG nach den handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt wird.

Bei uns steuert der Bereich Group Accounting die Prozesse zur Konzernrechnungslegung und Lageberichtserstellung. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden kontinuierlich analysiert, ob und wie weit sie relevant sind und wie sie sich auf die Rechnungslegung auswirken. Relevante Anforderungen werden z. B. in der Konzern-Bilanzierungsrichtlinie festgehalten, kommuniziert und sind zusammen mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender die Basis für den Abschlusserstellungsprozess. Darüber hinaus unterstützen ergänzende Verfahrensanweisungen, standardisierte Meldeformate, IT-Systeme sowie IT-unterstützte Reporting- und Konsolidierungsprozesse den Prozess der einheitlichen und ordnungsgemäßen Konzernrechnungslegung. Wenn nötig, setzen wir auch externe Dienstleister ein, z. B. für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen. Der Bereich Group Accounting stellt über entsprechende Prozesse sicher, dass diese Anforderungen konzernweit und einheitlich eingehalten werden. Die in den Rechnungslegungsprozess einbezogenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Die Deutsche Telekom AG und die Konzerngesellschaften sind dafür verantwortlich, dass sie die konzernweit gültigen Richtlinien und Verfahren einhalten. Weiterhin stellen sie den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme sicher. Dabei unterstützt und überwacht sie der Bereich Group Accounting.

Eingebettet in den Rechnungslegungsprozess sind unter Risikoaspekten definierte, interne Kontrollen. Das rechnungslegungsbezogene IKS umfasst sowohl präventive als auch aufdeckende Kontrollen; dazu gehören: IT-gestützte und manuelle Abstimmungen, die Funktionstrennung, das Vier-Augen-Prinzip, allgemeine IT-Kontrollen wie z. B. Zugriffsregelungen in IT-Systemen und ein Veränderungsmanagement sowie deren Überwachung.

Seit dem Geschäftsjahr 2006 verfügen wir über ein konzernweit standardisiertes Verfahren, um die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen IKS zu überwachen. Dieses Verfahren ist konsequent an den Risiken einer möglichen Fehlberichterstattung im Konzernabschluss ausgerichtet. Dazu werden zunächst bestimmte Teile unter Risikoaspekten ausgewählt, für die nacheinander Selbstbeurteilungen angefertigt werden – begonnen wird dabei bei den Prozessbeteiligten über die wesentlichen Verantwortungsträger im Rechnungslegungsprozess bis hin zum Vorstand. Die interne Revision ist über alle Stufen des Verfahrens hinweg eng einbezogen, um die hohe Qualität dieses rechnungslegungsbezogenen IKS zu sichern, und nimmt dafür auch eine unabhängige, stichprobenhafte Prüfung der Selbstbeurteilungen vor.

Besondere Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres.

Ministerialbeschluss zum Sozialversicherungsfonds IKA-ETAM.

Das griechische Arbeits- und Sozialministerium hat einen Ministerialbeschluss erlassen und die OTE darauf hingewiesen, dass eventuell nach Erstellung eines Gutachtens zusätzliche Zahlungen zur Deckung eines Defizits in den Fonds zu leisten sind. Die OTE hat Widerspruch gegen den Ministerialbeschluss eingelegt. Im Januar 2011 hat das griechische Arbeits- und Sozialministerium eine Zahlungsaufforderung in Höhe von 130 Mio. € an die OTE gestellt. Die OTE wird erneut Widerspruch vor weiteren juristischen Schritten einlegen. Im Konzernabschluss wurde dieser Sachverhalt entsprechend berücksichtigt. Nach Meinung der OTE bestehen gute Gründe dafür, einen Prozess durch das Einreichen einer Klage gegen den Sachverhalt gewinnen zu können.

Einigung mit der französischen Vivendi, der polnischen Elektrim sowie den Gläubigern von Elektrim vollzogen.

Am 14. Januar 2011 wurde die Einigung über das Eigentum am polnischen Mobilfunk-Anbieter PTC abgeschlossen. Die Deutsche Telekom hat 1,4 Mrd. € im Januar 2011 gezahlt und sich nun das unumstrittene Eigentum an der PTC gesichert. Die Deutsche Telekom ist im Besitz aller Anteile an der PTC.

Sonstige Angaben.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB.

Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB ist Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts. (i) Diese ist auf der Internetseite der Deutschen Telekom (www.telekom.com) öffentlich zugänglich.

Schlusserklärung des Vorstands zum Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen.

Da die Bundesrepublik Deutschland als Anteilseigner der Deutschen Telekom AG mit ihrer Minderheitsbeteiligung aufgrund der durchschnittlichen Hauptversammlungspräsenz eine sichere Hauptversammlungsmehrheit repräsentiert, ist ein Abhängigkeitsverhältnis der Deutschen Telekom gegenüber der Bundesrepublik Deutschland nach § 17 Abs. 1 AktG begründet.

Ein Beherrschungs- oder Gewinnabführungsvertrag der Deutschen Telekom mit der Bundesrepublik Deutschland besteht nicht. Der Vorstand der Deutschen Telekom hat daher gemäß § 312 AktG einen Abhängigkeitsbericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt. Der Vorstand hat am Ende des Berichts folgende Erklärung abgegeben: „Der Vorstand erklärt, dass die Gesellschaft nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt bekannt waren, zu dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Maßnahmen im Interesse oder auf Veranlassung des herrschenden Unternehmens oder der mit ihm verbundenen Unternehmen sind nicht getroffen und auch nicht unterlassen worden.”

Prognosen zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung.1

Konjunkturerwartungen.

Für das Jahr 2011 wird eine Fortsetzung der positiven weltwirtschaftlichen Entwicklung erwartet, wenn auch die Dynamik leicht abnehmen sollte. Frühindikatoren, wie z. B. die Composite Leading Indicators der OECD oder die internationalen Einkaufsmanagerindizes, deuten auf einen weiterhin intakten und nachhaltigen Aufwärtstrend. Hierbei sind es weiterhin die Schwellenländer, welche überdurchschnittlich stark wachsen werden, flankiert von einer weiterhin robusten Entwicklung in Deutschland sowie einem sich langsam, aber stetig verbessernden Wachstum in den USA.

Für unsere Kernmärkte fällt der konjunkturelle Ausblick unterschiedlich aus: In Deutschland – so die derzeitige Annahme – wird sich die Konjunktur im Vergleich zu anderen europäischen Volkswirtschaften weiterhin als robust erweisen und sich auch in 2011 positiv entwickeln. Während der Aufschwung in 2010 maßgeblich vom Export gestützt wurde, wird für 2011 eine zunehmende Stützung durch die Binnennachfrage erwartet. Die „Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose“ prognostizierte in ihrem Herbstgutachten 2010 für Deutschland, dass das reale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2011 um 2,0% zunehmen wird. In der aktuellen Prognose des Bundeswirtschaftsministeriums wird für 2011 ein Wachstum von 2,3% erwartet.

Für die USA wird in aktuellen Schätzungen für das Jahr 2011 von einer Wachstumsrate um die 3% bis 3,5% ausgegangen. Die jüngste Verbesserung des Ausblicks ist dabei speziell auf die zum Ende 2010 beschlossenen Steuererleichterungen zurückzuführen, mit entsprechend positiven Auswirkungen auf den Privatkonsum. Dennoch bleibt die wirtschaftliche Entwicklung in den USA mit einem erhöhten Maß an Unsicherheit verbunden, insbesondere im Hinblick auf die relativ hohe Arbeitslosigkeit und Staatsverschuldung.

Eine moderate und sich in Teilen auch zunehmend verbessernde wirtschaftliche Entwicklung in 2011 wird aktuell für unsere Kernmärkte: Polen, Österreich, Tschechien, Ungarn, Niederlande und Slowakei erwartet. Die jährlichen Wachstumsraten werden hierbei um die 2% bis 4% erwartet. Eine unverändert schwierige wirtschaftliche Entwicklung für 2011 wird für die Kernmärkte Griechenland, Rumänien und Kroatien erwartet, wobei Kroatien Ende 2010 erstmalig seit der Krise wieder zu marginal positiven Wachstumsraten kam. Für Rumänien wird eine Rückkehr zu positivem Wachstum im Laufe von 2011 erwartet. Für Griechenland prognostiziert die Gemeinschaftsdiagnose ein Minus von 2,1%.

Aufgrund des in einzelnen Ländern weiterhin hohen Drucks zur Konsolidierung der Staatsfinanzen ist nicht auszuschließen, dass es in 2011 vereinzelt zu weiteren Sparprogrammen und/oder Steuererhöhungen kommen kann, mit entsprechend negativen Effekten auf den Konsum und einzelne Unternehmen.

Markterwartungen.

Der deutsche Mobilfunk-Markt kehrte in 2010, getrieben durch eine steigende Penetration von Smartphones und starkes Wachstum im mobilen Datenverkehr, zu einem gesunden Wachstum zurück. Dieser positive Trend der verstärkten mobilen Daten- und Internetnutzung wird sich auch in 2011 fortsetzen! Allerdings wird sich der massive regulatorische Eingriff in Form der Absenkung der Terminierungsentgelte um nahezu 50% für die gesamte Industrie negativ auf dieses positive unterliegende Wachstum auswirken. Im Festnetz-Bereich schätzen wir, dass die Zahl der Breitbandanschlüsse nur noch leicht zunimmt. Die klassischen Sprachumsätze gehen nach wie vor zurück. Die Nachfrage der kleinen und mittleren Geschäftskunden nach Telekommunikationsprodukten steigt voraussichtlich weiter, insbesondere in den Bereichen der mobilen Datenübertragung und des automatisierten Datenaustauschs zwischen Maschinen.

In den europäischen Märkten ohne Deutschland, in denen wir vertreten sind, wird der Preisverfall in der Sprachtelefonie – bedingt durch Regulierung und Wettbewerb – insgesamt zu stagnierenden Marktumsätzen führen. Der Umsatzzuwachs aus mobiler Datennutzung und aus Angeboten neuer Produkte in der Telekommunikation wird den Umsatzrückgang in der Sprachtelefonie nur zum Teil ausgleichen. Die süd- und osteuropäischen Märkte, in denen wir agieren, werden auch 2011 von der Wirtschaftskrise gekennzeichnet sein. In einigen Ländern werden die Regierungen versuchen, durch fiskalpolitische Eingriffe ihre Finanzsituation zu verbessern. Diese Maßnahmen können den privaten Konsum und damit das Marktvolumen negativ beeinflussen. Für Griechenland gehen wir von einer nach wie vor angespannten gesamtwirtschaftlichen Lage aus.

Der Mobilfunk-Markt in den USA wird voraussichtlich in den nächsten beiden Jahren bei verbessertem Konsumklima und relativ hoher Arbeitslosigkeit immer noch wachsen und gleichzeitig von einem intensiven Wettbewerb zwischen den großen Mobilfunk-Anbietern geprägt sein. Das Wachstum wird voraussichtlich vor allem auf dem immer erfolgreicheren Vertrieb von Datendiensten basieren. Dieser zusätzliche Umsatz dürfte den sinkenden Umsatz in den Bereichen Telefonie und Kurznachrichten ausgleichen. Flatrate-Produkte sorgen für weiteren Preisdruck. Prepaid wird voraussichtlich weiterhin an Stärke gewinnen. Postpaid sollte das moderate Wachstum durch mobile Breitbandverbindungen aufrechterhalten können.

Die konjunkturelle Erholung sollte sich in den relevanten in- und ausländischen Märkten positiv auf das Geschäft mit Groß- und Geschäftskunden in der Telekommunikation und Informationstechnologie auswirken. Was das Großkundengeschäft angeht, erwarten wir durch die kontinuierliche wirtschaftliche Erholung und durch die stark steigende Nachfrage nach Cloud Computing in den nächsten Jahren ein nachhaltiges Wachstum.

Konzernerwartungen.

Wir streben ein organisches Umsatzwachstum bei einem breiteren Umsatzmix an. So sollen in den nächsten Jahren die Umsätze der neuen Wachstumsbereiche stark wachsen; diese Bereiche sind „Mobile Internet”, „Vernetztes Zuhause”, „Internetangebot”, „T-Systems (externer Umsatz)” und „Intelligente Netzlösungen”. Um diese Ziele zu erreichen, werden wir weiter in Technologien der nächsten Generation investieren. So wollen wir 2011 und 2012 – neben dem Ausbau des schnellen Breitbandnetzes in Deutschland – leistungsfähige Mobilfunk-Frequenzen in anderen Ländern in Europa erwerben. Daneben haben wir uns ehrgeizige Ziele gesetzt, die sich positiv auf die Rentabilität auswirken sollen: Bis zum Jahr 2012 sollen – ausgehend vom Jahr 2009 – im Rahmen der zweiten Phase des „Save for Service”-Programms weitere 4,2 Mrd. € an Kosten eingespart werden. Die Kapitalrendite (ROCE) des Gesamtkonzerns soll – ebenfalls bis 2012 – um rund 150 Basispunkte gesteigert werden.

Wir erwarten, dass unser gesamtes Investitionsvolumen 2011 rund 9 Mrd. € (vor etwaigen Investitionen in Spektrum) betragen wird. Ausgehend von den 2010 Zahlen (bereinigt um das erste Quartal der T-Mobile UK) erwarten wir für 2011 ein bereinigtes EBITDA von rund 19,1 Mrd. €. Wir erwarten ebenso für 2011 einen gegenüber dem Niveau von 2010 stabilen bis leicht steigenden Free Cashflow von rund 6,5 Mrd. € (ohne die Auswirkung der PTC-Transaktion in Höhe von 0,4 Mrd. €, die im Januar 2011 abgeschlossen wurde).

Für 2012 erwarten wir ein nachhaltig starkes bereinigtes EBITDA und einen nachhaltig starken Free Cashflow.

Trotz hoher Investitionen in unsere Zukunftsfähigkeit wollen wir auch in den Jahren 2011 und 2012 – vorbehaltlich der Erzielung eines entsprechenden Bilanzgewinns – unsere Aktionäre angemessen vergüten. So soll den Anteilseignern der Deutschen Telekom AG eine Mindestdividende in Höhe von 0,70 € je Aktie ausgeschüttet werden, die sich mit den bis 2012 angestrebten Aktienrückkäufen zu einer Gesamtausschüttung von jährlich 3,4 Mrd. € summiert.2 Durch die Aufteilung auf Dividende und Aktienrückkauf sollen sowohl der Bar-Zufluss unserer Aktionäre gesichert als auch unser Aktienkurs unterstützt werden.

Auch in Zukunft wollen wir durch angemessene Akquisitionen in Präsenzmärkten internationale Größenvorteile und Synergien nutzen. Nicht geplant sind allerdings größere Akquisitionen und die Expansion in Emerging Markets.

Die Lage an den internationalen Finanzmärkten stand im Jahr 2010 vor allem im Zeichen der Schuldenkrise. In deren Folge hatten einige Länder Schwierigkeiten, ihre fälligen Schulden an den internationalen Kapitalmärkten zu refinanzieren. 2011 wird die Entwicklung der Finanzmärkte voraussichtlich maßgeblich von der Implementierung geeigneter Maßnahmen abhängig sein, um die Schuldenkrise zu bewältigen.

Wir konnten 2010 Anleihen, Medium Term Notes und Schuldscheindarlehen im Gegenwert von insgesamt 3,1 Mrd. € an den internationalen Kapitalmärkten platzieren. Für 2011 erwarten wir für unsere Finanzierungsmaßnahmen grundsätzlich offene Finanzmärkte.

Per Jahresende 2010 hatten wir eine komfortable Liquiditätsreserve in Höhe von rund 18 Mrd. €. Auch für 2011 planen wir eine Liquiditätsreserve, die so bemessen sein soll, dass wir hieraus die Fälligkeiten der nächsten 24 Monate bedienen können.

Ende 2010 stuften uns die Ratingagenturen Fitch, Moody’s und Standard & Poor’s mit BBB+/Baa1/BBB+ als solides Investment-Grade-Unternehmen ein. Der Ausblick der Agenturen war jeweils stabil. Um auch zukünftig einen sicheren Zugang zu den internationalen Finanzmärkten zu haben, ist für 2011 gleichermaßen ein solides Investment-Grade-Rating ein Teil unserer Finanzstrategie.

Für 2011 und 2012 strebt die Deutsche Telekom AG als Konzernmuttergesellschaft weiterhin einen Jahresüberschuss an.

Erwartungen operative Segmente.

Deutschland.

Unsere Strategie werden wir in den kommenden Jahren an Themenfeldern ausrichten, die das Fundament für unser erfolgreiches Deutschlandgeschäft bilden:

Erstklassige Produkt- und Servicequalität für unsere Kunden.
LTE- und Glasfaserausbau - Investition in den Breitbandstandort Deutschland.
Entertain - innovative TV- und Unterhaltungsplattform der Zukunft.
„Save for Service” – Wir machen unser Unternehmen fit für die Zukunft.

Insbesondere durch regulatorische Eingriffe rechnen wir auch für das Jahr 2011 mit einem sinkenden Umsatz im operativen Segment Deutschland. Diesem Rückgang wollen wir in den nächsten Jahren mit folgenden Aktivitäten entgegenwirken: Fortführung des Breitbandausbaus, Weiterentwicklung des mobilen Datengeschäfts, Investitionen in intelligente und innovative Netzstrukturen, Weiterentwicklung unseres Produktportfolios sowie anhaltende Verbesserung unserer Serviceleistungen. Diese Aktivitäten sollen auf die angestrebte Umsatzstabilisierung ab 2012 einzahlen. Wir erwarten, dass das bereinigte EBITDA sich 2011 und 2012 – im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr – weiter stabilisieren bis leicht steigen wird; bei der EBITDA-Marge erwarten wir eine positive Entwicklung.

Wir werden unsere Marktführerschaft im Festnetz- und Breitbandgeschäft auch im nächsten Jahr behaupten können. Allerdings ist dieser Markt nahezu gesättigt und wird durch Anschlussverluste geprägt sein. Der Wettbewerb im Festnetz- und Breitbandgeschäft wird auch in den kommenden Jahren immer stärker werden. Unser TV-Angebot Entertain wollen wir weiter im Massenmarkt etablieren. Dieses Ziel wollen wir mit einem ausgebauten 3D- und HD-Angebot, neuen Funktionen sowie neuen Verbreitungswegen – beispielsweise über Satellit – erreichen.

Auf den intensiven Wettbewerb im deutschen Mobilfunk-Markt sind wir schon jetzt gut vorbereitet: Unsere neue Tarifstruktur orientiert sich noch stärker als in der Vergangenheit an den Bedürfnissen unserer Kunden. Unser Angebot an Endgeräten umfasst attraktive Smartphones aus der Windows Phone- und Android-Reihe sowie weiterhin das Apple iPhone mit exklusiven Applikationen für unsere Kunden. Der Wachstumstreiber mobiles Internet profitiert von den steigenden Smartphone-Absätzen. Die Bundesnetzagentur hat entschieden, die Preise für Anrufzustellung im Mobilfunk um fast 50% auf 3,36 ct pro Minute zu senken. Das wird sich voraussichtlich im nächsten Jahr negativ auf unsere Serviceumsätze im Mobilfunk auswirken. Insgesamt sollten sich unsere Serviceumsätze im Mobilfunk dennoch weiterhin positiv entwickeln und unsere Datenumsätze weiterhin stark wachsen.

Für den Zeitraum von 2010 bis 2012 beträgt das geplante Investitionsvolumen des operativen Segments Deutschland mehr als 10 Mrd. €. Damit werden wir hauptsächlich in unsere strategischen Wachstums- und Innovationsfelder investieren, beispielsweise in unsere Netzstrukturen im Festnetz und Mobilfunk. So bauen wir seit Juni 2010 in ländlichen Gebieten unsere LTE-Standorte aus und wollen ab April 2011 mit der offiziellen Vermarktung unseres LTE-Angebots beginnen. Unsere Angebotsstruktur werden wir entsprechend mit neuen Angeboten, wie z. B. Call & Surf Comfort via Funk, erweitern. Auch der Glasfaserausbau (FTTx) wird nach einigen erfolgreichen Pilotprojekten – u. a. in Brandenburg – in den kommenden Jahren eine größere Rolle spielen.

Im Rahmen von „One Company” möchten wir unsere Geschäftsstruktur noch enger an den Bedürfnissen der Kunden ausrichten. Daher werden wir ab dem ersten Quartal 2011 unseren Kundenstamm erstmals nach privater und geschäftlicher Nutzung zusammenfassen – und nicht mehr nach Mobilfunk- und Festnetz. Diese Neuausrichtung wird sich auch in der Berichterstattung der Geschäftszahlen widerspiegeln.

Europa.

Im operativen Segment Europa wollen wir unsere starke Marktposition weiterhin verteidigen bzw. unsere Marktanteile in einigen Ländern ausbauen. Im Sinne unserer Strategie von vernetztem Leben streben wir an, unsere Privat- und Geschäftskunden mit neuen intelligenten Endgeräten und attraktiven Tarifen zu überzeugen. Außerdem wollen wir unser Angebot an innovativen Daten- und Content-Diensten für Smartphones und Laptops erweitern. In den Ländern, in denen wir die Integration von Festnetz- und Mobilfunk-Geschäft bereits erfolgreich vollzogen haben, werden wir unser Produktportfolio verstärkt mit innovativen Bündelangeboten bewerben. Wichtiger werden hier insbesondere IPTV sowie TV über Satellit. Im Zuge der Strategie von vernetztem Arbeiten werden intelligente ICT-Lösungen auch im operativen Segment Europa bedeutender.

Um unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, werden wir schwerpunktmäßig darin investieren, die Netzinfrastruktur weiterzuentwickeln. Beim Mobilfunk werden wir unser Engagement darauf konzentrieren, die LTE-Technologie als vierte Mobilfunk-Generation einzuführen. Neben der Markteinführung von LTE bei T-Mobile Austria wurden erste vielversprechende Live-Tests in Griechenland und Kroatien durchgeführt. Parallel dazu sind weitere Investitionen vorgesehen, um die UMTS-Netze auszubauen, HSPA+ einzuführen sowie die GSM-Netze zu verbessern. Im Festnetz soll weiter investiert werden, um die Breitbandabdeckung zu erhöhen, wie beispielsweise in den Ausbau der Glasfaserinfrastruktur. Weitere Investitionen sind für einen besseren Kundenservice und effizientere Prozesse geplant.

Nach wie vor ist die gesamtwirtschaftliche Lage im operativen Segment Europa angespannt. Insbesondere in Griechenland und Rumänien schätzen wir die gesamtwirtschaftliche Situation auch im kommenden Jahr kritisch ein. Darüber hinaus werden wir uns gegen einen anhaltend harten Wettbewerb und den damit verbundenen weiteren Preisverfall behaupten müssen. Hier sollen strategische Initiativen sowie Kostensenkungsmaßnahmen, die auch Aktivitäten im Rahmen des „Save for Service”-Programms beinhalten, weiterhin ihre Wirkung entfalten und mögliche negative Effekte teilweise ausgleichen. Ein Beispiel für diese strategischen Initiativen ist unsere im Dezember 2010 mit PTK Centertel unterzeichnete Absichtserklärung zur gemeinsamen Nutzung der Netzinfrastruktur und der Funkfrequenzen in Polen. Regulatorische Maßnahmen sowie Änderungen in der Gesetzgebung (z. B. im Zuge von staatlichen Sparprogrammen) können sich nachteilig auf die Umsätze und Ergebnisse auswirken. So wird sich beispielsweise in Ungarn die im Oktober 2010 beschlossene Sondersteuer für Großunternehmen im Handel-, Energie- und Telekommunikationssektor umsatz- und ergebnisbelastend auswirken und das Investitionspotenzial im Land begrenzen. Gleiches gilt in Kroatien für die seit August 2009 erhobene Mobilfunk-Abgabe. Darüber hinaus können Wechselkursänderungen zu einer Belastung der Ergebnisse auf Euro-Basis führen.

Auf Basis dieser vorgenannten Rahmenparameter erwarten wir im operativen Segment Europa – bereinigt um den Effekt aus der Gründung des Joint Venture Everything Everywhere in Großbritannien–, dass die Umsätze und das bereinigte EBITDA 2011 gegenüber dem Vorjahr sinken werden. Für 2012 gehen wir davon aus, dass sich der Umsatzrückgang gegenüber 2011 verlangsamt und sich das bereinigte EBITDA stabilisiert.

USA.

Im Geschäftsjahr 2011 wollen wir in den USA das Angebot an mobilen Breitband- und anderen Datendiensten ausbauen, neue Kunden gewinnen und bestehende Kunden besser an uns binden. Positive Auswirkungen auf die Ergebnisse erwarten wir ferner durch steigende Datenumsätze, die Weiterentwicklung des Handy-Versicherungsangebots und durch betriebliche Effizienzsteigerungen.

Regulatorische Veränderungen und Wettbewerbsdruck können den Umsatz und das bereinigte EBITDA in lokaler Währung negativ beeinflussen. Darüber hinaus können sich die Wechselkurse in den Jahren 2011 und 2012 deutlich auf Umsatz und bereinigtes EBITDA auf Euro-Basis auswirken. Im gleichen Zeitraum erwartet T-Mobile USA eine positive Entwicklung von Umsatz und bereinigtem EBITDA in lokaler Währung.

T-Mobile USA wird sich nach wie vor darauf konzentrieren, die Netzqualität und -abdeckung zu verbessern, und insbesondere das mobile Breitband-netz weiter auf- und ausbauen.

Systemgeschäft.

T-Systems konzentriert sich auf den Wachstumsmarkt der ICT-Services mit Lösungen für Großkunden. Hier steigt die Nachfrage nach internationalen ICT-Lösungen – nicht zuletzt durch die zunehmende Globalisierung der Unternehmen. Mit einer weltumspannenden Infrastruktur aus Rechenzentren und Netzen betreibt T-Systems die Informations- und Kommunikationstechnik für rund 400 Großkunden: multinationale Konzerne sowie Institutionen der öffentlichen Hand und des Gesundheitswesens. Unsere Großkundensparte bietet auf dieser Basis integrierte Lösungen für die vernetzte Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft. Wir konnten den Grundstein legen für die Umsatzentwicklung der kommenden Jahre, insbesondere durch neue Großaufträge von namhaften Branchengrößen wie Deutsche Post, TUI, SBB und E.ON. Dennoch bleibt abzuwarten, wie sich die Geschäfte bei den Kunden von T-Systems im aktuellen wirtschaftlichen Umfeld entwickeln werden.

Den Weg, den wir eingeschlagen haben, unsere Kosten zu senken, werden wir weiter beschreiten. Schließlich zeigten die Kostensenkungsmaßnahmen im abgelaufenen Geschäftsjahr erfreuliche Auswirkungen und werden fortgeführt. Für das operative Segment erwarten wir in 2011 einen leichten Umsatzanstieg und ein stabiles bereinigtes EBITDA und für 2012 eine leicht positive Entwicklung bei Umsatz und bereinigtem EBITDA.

Konzernzentrale & Shared Services.

In den Jahren 2011 und 2012 erwarten wir für die Konzernzentrale & Shared Services ein bereinigtes EBITDA, das etwa auf dem Niveau des jeweiligen Vorjahres liegt. Das bereinigte EBITDA wird im Wesentlichen durch die Autwendungen der Konzernzentrale und die Aktivitäten zum Personalumbau über Vivento zunehmend negativ beeinflusst. Dem gegenüber stehen positive Ergebnisbeiträge aus den Shared Services.

„Save for Service”-Programm.

Wir haben uns ehrgeizige Ziele gesetzt, die sich positiv auf die Rentabilität auswirken: Bis zum Jahr 2012 sollen – ausgehend vom Jahr 2009 – im Rahmen der zweiten Phase des „Save for Service”-Programms weitere 4,2 Mrd. € an Kosten eingespart werden.

1 Die Prognosen zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung enthalten vorausschauende Aussagen über künftige Entwicklungen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements beruhen. Wörter wie „antizipieren”, „annehmen”, „glauben”, „einschätzen”, „erwarten”, „beabsichtigen”, „können/könnten”, „planen”, „anstreben”, „sollten”, „werden”, „wollen” und ähnliche Begriffe kennzeichnen vorausschauende Aussagen. Diese vorausschauenden Aussagen enthalten Aussagen zur erwarteten Entwicklung in Bezug auf Umsatzerlöse, bereinigtes EBITDA, Investitionen und Free Cashflow bis 2012. Solche Aussagen sind Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Beispiele hierfür sind ein konjunktureller Abschwung in Europa oder Nordamerika, Veränderungen der Wechselkurse und Zinssätze, der Ausgang von Streitigkeiten, an denen die Deutsche Telekom beteiligt ist, sowie wettbewerbs- und ordnungspolitische Entwicklungen. □ Einige Unsicherheitsfaktoren oder andere Unwägbarkeiten, die die Fähigkeit, die Ziele zu erreichen, beeinflussen können, werden im Kapitel „Risiko- und Chancenmanagement” im zusammengefassten Lagebericht und im „Haftungsausschluss“ am Ende des Geschäftsberichts beschrieben. Sollten diese oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen. Wir garantieren nicht, dass sich unsere vorausschauenden Aussagen als richtig erweisen. Die hier enthaltenen vorausschauenden Aussagen basieren auf der aktuellen Konzernstruktur, wobei unter Umständen noch zu beschließende Akquisitionen, Veräußerungen, Unternehmenszusammenschlüsse oder Joint Ventures unberücksichtigt bleiben. Diese Aussagen werden im Hinblick auf die Gegebenheiten am Tag der Veröffentlichung dieses Dokuments getroffen. Wir haben – unbeschadet bestehender kapitalmarktrechtlicher Verpflichtungen – weder die Absicht noch übernehmen wir eine Verpflichtung, vorausschauende Aussagen laufend zu aktualisieren.

2 Die Realisierung dieser Strategie steht unter dem Vorbehalt, dass für das jeweilige Geschäftsjahr ein entsprechender Bilanzgewinn im handelsrechtlichen Einzelabschluss der Deutschen Telekom AG ausgewiesen werden kann und die für den Aktienrückkauf erforderliche Fähigkeit zur Rücklagenbildung besteht. Voraussetzung ist darüber hinaus, dass die zuständigen Organe unter Berücksichtigung der jeweils aktuellen Situation der Gesellschaft entsprechende Beschlüsse fassen.

Gewinn- und Verlustrechnung.

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in Mio. € Anmerkung 2010 2009
Umsatzerlöse 1 4.269 18.220
Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen 2 7 37
Gesamtleistung 4.276 18.257
Sonstige betriebliche Erträge 3 5.146 7.160
Materialaufwand 4 (1.596) (6.935)
Personalaufwand 5 (3.394) (3.979)
Abschreibungen 6 (525) (3.526)
Sonstige betriebliche Aufwendungen 7 (6.081) (9.160)
Finanzergebnis 8 4.738 3.183
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.564 5.000
Außerordentliches Ergebnis 9 (24) (329)
Steuern 10 443 (161)
Jahresüberschuss 2.983 4.510
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 3.035 1.911
Ertrag aus der Kapitalherabsetzung 102 -
Einstellung in die Kapitalrücklage (102) -
Entnahmen aus anderen Gewinnrücklagen 400 -
Aufwand aus der Einziehung von Aktien (400) -
Bilanzgewinn 11 6.018 6.421

Bilanz

AKTIVA

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in Mio. € Anmerkung 31.12.2010 31.12.2009
Anlagevermögen 12
Immaterielle Vermögensgegenstände 206 1.275
Sachanlagen 5.034 17.282
Finanzanlagen 80.876 75.759
86.116 94.316
Umlaufvermögen
Vorräte 13 10 84
Forderungen 14 11.571 9.356
Sonstige Vermögensgegenstände 15 869 1.112
Wertpapiere 16 14 226
Flüssige Mittel 17 754 2.732
13.218 13.510
Rechnungsabgrenzungsposten 18 738 516
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 19 12 -
Bilanzsumme 100.084 108.342
PASSIVA
Eigenkapital 20
Gezeichnetes Kapital 21 11.058 11.165
Bedingtes Kapital 1.132 Mio. €
Kapitalrücklage 22 26.752 26.650
Gewinnrücklagen 23 15.500 15.900
Bilanzgewinn 6.018 6.421
59.328 60.136
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 25 2.662 2.769
Steuerrückstellungen 26 124 547
Sonstige Rückstellungen 27 2.903 4.598
5.689 7.914
Verbindlichkeiten 28
Finanzverbindlichkeiten 6.711 6.195
Übrige Verbindlichkeiten 28.031 33.891
34.742 40.086
Rechnungsabgrenzungsposten 29 325 206
Bilanzsumme 100.084 108.342

Anhang

Grundlagen und Methoden.

Beschreibung der Geschäftstätigkeit.

Die Deutsche Telekom AG1, Bonn, (im Folgenden auch Deutsche Telekom oder Gesellschaft genannt) tritt insbesondere als Anbieter von Telekommunikationsdiensten, Informationstechnologie, Multimedia, Information und Unterhaltung, Sicherheitsleistungen sowie von Vertriebs- und Vermittlungsdienstleistun gen über ihre Tochtergesellschaften auf. Ihre Geschäftstätigkeit erstreckt sich auf das In- und Ausland. Die Gesellschaft verfügt über diverse Zweigniederlassungen in der Bundesrepublik Deutschland.

Die Deutsche Telekom übernimmt als Konzernzentrale strategische und segmentübergreifende Steuerungsaufgaben und erbringt Dienstleistungen an andere Konzerngesellschaften. Diese umfassen im Wesentlichen die Leistungen der Vivento zur Vermittlung von neuen Beschäftigungsmöglichkeiten für Mitarbeiter im Rahmen des Personalumbaus, des Bereichs „Grundstücke und Gebäude” mit der Steuerung und Bewirtschaftung des Immobilienvermögens der Gesellschaft sowie des Bereichs „Products & Innovation”, der für Produkte und Innovationen im Konzern und weitere konzernübergreifende Funktionen der Technik, der IT und des Mobilfunks zuständig ist. Des Weiteren ist in der Gesellschaft der Bereich „International Carrier Sales & Solutions” organisiert, der im Wesentlichen Telekommunikationsvorleistungen für Tochtergesellschaften der Deutschen Telekom erbringt.

Einen Teil ihres Personalbestands beschäftigt die Gesellschaft in ihren Tochtergesellschaften. Es handelt sich dabei insbesondere um Beamte, denen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften eine Tätigkeit zugewiesen wurde.

Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2010 erfolgte die Ausgliederung des von der Gesellschaft betriebenen Festnetzgeschäfts (im Folgenden Geschäftsbereich T-Home genannt) auf die Telekom Deutschland GmbH, Bonn, (im Folgenden Telekom Deutschland genannt, vormals T-Mobile Deutschland GmbH und im Folgenden T-Mobile Deutschland). Das ausgegliederte Festnetzgeschäft umfasste Aktivitäten der Sprach- und Datenkommunikation durch Festnetz- und Breitbandtechnik.

Beschreibung der Beziehungen zur Bundesrepublik Deutschland (Bund).

Gegenüber dem Vorjahr hält der Bund zum Ende des Berichtsjahrs an der Deutschen Telekom Anteile von insgesamt 32,0%, wovon ihm gemäß § 16 Abs. 4 AktG 17,0% über die KfW Bankengruppe (KfW) zuzurechnen sind. Seit Dezember 2005 übernimmt das Bundesministerium der Finanzen die Wahrnehmung der Aktionärsrechte für den Bund.

Die Bundesanstalt für Post und Telekommunikation (Bundesanstalt) übernimmt entsprechend gesetzlicher Regelungen Koordinations- und Verwaltungsaufgaben in unternehmensübergreifenden Angelegenheiten der Deutschen Telekom, der Deutschen Post AG, Bonn, und der Deutschen Postbank AG, Bonn. Diese werden im Rahmen von Geschäftsbesorgungsverträgen unter anderem für die Postbeamtenkrankenkasse, das Erholungswerk, die Versorgungsanstalt der Deutschen Bundespost (VAP) sowie das Betreuungswerk wahrgenommen.

Als Kunde nimmt der Bund Leistungen der Deutschen Telekom in Anspruch. Diese Geschäftsbeziehungen bestehen jeweils unmittelbar zu den einzelnen Behörden und sonstigen staatlichen Stellen als voneinander unabhängigen Einzelkunden. Die diesen gegenüber erbrachten Leistungen sind jeweils nicht erheblich für die Gesamteinnahmen der Deutschen Telekom.

Die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (Bundesnetzagentur, BNetzA) führt als selbstständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie unter anderem die Aufsicht über den Telekommunikationssektor in Deutschland und reguliert in diesem Rahmen die unternehmerische Tätigkeit der Deutschen Telekom.

1 Die Deutsche Telekom wurde am 2. Januar 1995 unter der Firma Deutsche Telekom AG in das Handelsregister beim Amtsgericht Bonn (Nr. HRB 6794) eingetragen.

Vergleichbarkeit mit Vorjahreszahlen auf Grund organisatorischer Veränderungen und der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG).

Gemäß § 265 Abs. 2 S. 1 HGB wurden für die Bilanz zum 31. Dezember 2010 und die Gewinn- und Verlustrechnung für den Zeitraum 1. Januar bis 31. Dezember 2010 die Beträge des vorangegangenen Geschäftsjahrs der Gesellschaft angegeben.

Auf Grund der beschriebenen Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home ist die Vergleichbarkeit der Vorjahresbeträge nicht gegeben (§ 265 Abs. 2 S. 2 HGB). Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst (§ 265 Abs. 2 S. 3 HGB).

Im Berichtsjahr wurde das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz erstmalig vollumfänglich angewendet (gemäß Art. 66 EGHGB). Eine Anpassung der Vorjahreszahlen erfolgte entsprechend Art. 67 Abs. 8 S. 2 EGHGB nicht.

Soweit die Auswirkungen der Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home auf die Telekom Deutschland sowie der erstmaligen Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes wesentlich und für ein besseres Verständnis der Geschäftszahlen erforderlich sind, werden sie bei der Erläuterung der einzelnen Posten der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt.

Grundlagen der Bilanzierung.

Der Jahresabschluss und der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht der Deutschen Telekom werden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) in der Fassung des BilMoG und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt.

Ab dem Berichtsjahr erstellt die Deutsche Telekom erstmalig einen mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht nach § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB. Die Deutsche Telekom wird daher keinen separaten Lagebericht aufstellen.

Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Gliederungsvorschriften der §§ 266 und 275 HGB, wobei die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert ist. Der Ausweis erfolgt in Millionen Euro (€), sofern nichts anderes angegeben wird. Soweit zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit in Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst werden, erfolgt ein getrennter Ausweis im Anhang. Erforderliche Zusatzangaben für einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen ebenfalls im Anhang. Die Berichterstattung beginnt mit der Gewinn- und Verlustrechnung.

Bilanzierung und Bewertung.

Als Umsatzerlöse werden alle Erlöse ausgewiesen, die im Zusammenhang mit der Erbringung von unternehmenstypischen Dienstleistungen und aus dem Verkauf von unternehmenstypischen Waren anfallen und damit aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Deutschen Telekom resultieren. Dies betrifft im Wesentlichen Erlöse aus dem Bereich „International Carrier Sales & Solutions”, „Products & Innovation” sowie Erlöse aus der Überlassung von Mitarbeitern, Vermietung und Verpachtung und aus Weiterbildung.

Infolge der Ausgliederung des Festnetzgeschäfts hat sich der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zunehmend auf die Erbringung von Dienstleistungen an andere Konzerngesellschaften verlagert. Aus diesem Grund werden die mit diesen Dienstleistungen verbundenen Leistungsentgelte als Umsatzerlöse klassifiziert und nicht mehr wie in den Vorjahren als sonstiger betrieblicher Ertrag ausgewiesen.

Der Ausweis der Umsatzerlöse erfolgt ohne Umsatzsteuer und um Erlösschmälerungen gekürzt. Entsprechend dem Realisationsprinzip erfolgt eine periodengerechte Erfassung.

Forschungs- und Entwicklungskosten werden im Zeitpunkt ihres Entstehens als Aufwand erfasst.

Die Aufwendungen für die Altersversorgung umfassen Aufwendungen im Rahmen der Dotierung der Pensionsrückstellungen für die beschäftigten Arbeitnehmer und Aufwendungen für die laufenden Zahlungen an den Bundes-Pensions-Service für Post und Telekommunikation (BPS-PT) für die beschäftigten Beamten. Die Pensionsverpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt (nach Änderung durch das BilMoG). Die Gesellschaft übt das Wahlrecht gemäß Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB aus, den aus der Neu- bzw. Umbewertung resultierenden Unterdeckungsbetrag der Pensionsverpflichtungen bis spätestens zum 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel anzusammeln.

Die Aufwendungen für Ertragsteuern beinhalten die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Die Deutsche Telekom übt das Wahlrecht zur Bildung aktiver latenter Steuern gemäß § 274 Abs. 1 HGB (nach Änderung durch das BilMoG) nicht aus.

Im außerordentlichen Ergebnis werden die Effekte auf Grund der Anpassung der Bilanzierung an das BilMoG ausgewiesen.

Entgeltlich erworbene Immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet und planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben.

Die Deutsche Telekom übt das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände (nach Änderung durch das BilMoG) nicht aus.

In der Eröffnungsbilanz der Deutschen Telekom sind in Ausübung des durch die Postreform II gewährten Wahlrechts die am 1. Januar 1995 auf die Deutsche Telekom übergegangenen Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit ihren Verkehrswerten angesetzt worden. Dabei wurden wegen ihrer Nähe zum Bewertungsstichtag bei den ab dem 1. Januar 1993 zugegangenen Sachanlagen deren Restbuchwerte zum 31. Dezember 1994 als Anschaffungs- oder Herstellungskosten zum Ansatz gebracht. Die Restnutzungsdauern

und die Abschreibungsmethode für diese Vermögensgegenstände werden unverändert fortgeführt. Die in der Eröffnungsbilanz angesetzten Werte gelten seitdem als die Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieser Sachanlagen.

Im Übrigen wird das Sachanlagevermögen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Dabei umfassen die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung.

Die planmäßigen Abschreibungen werden grundsätzlich linear vorgenommen. Die dabei zu Grunde gelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern basieren auf einer betriebsindividuellen Einschätzung, die sowohl technische als auch wirtschaftliche Entwertungsfaktoren berücksichtigt.

Mit Inkrafttreten des BilMoG dürfen Abschreibungen, die allein steuerrechtlich zulässig sind, im handelsrechtlichen Jahresabschluss grundsätzlich nicht mehr vorgenommen werden. Die Deutsche Telekom übt das Wahlrecht der Beibehaltung der bisherigen Wertansätze gemäß Art. 67 Abs. 4 S. 1 EGHGB aus.

Der zum 31. Dezember 2009 erreichte Restbuchwert wird danach vom 1. Januar 2010 an linear über die Restnutzungsdauer abgeschrieben. Die Anwendung der linearen Abschreibungsmethode trägt zur Vermittlung eines besseren den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bilds der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage bei.

Im Einzelnen liegen den planmäßigen Abschreibungen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:

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Jahre
Software 2 bis 4
Gebäude 25 bis 50
Datenübermittlungseinrichtungen, Telefonnetz- und ISDN-Vermittlungseinrichtungen, Übertragungseinrichtungen, Funkeinrichtungen 3 bis 10
Fernmeldestromversorgungseinrichtungen 10
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 23

Die Zugänge zu Immobilien und beweglichen Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens werden im Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben.

Vermögensgegenstände von geringem Wert (steuerlich: Geringwertige Wirtschaftsgüter) wurden bis 31. Dezember 2007 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben und als Abgang ausgewiesen. Seit dem 1. Januar 2008 werden Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten nicht mehr als 150 € betragen, im Zugangsjahr sofort abgeschrieben. Betragen die Anschaffungs- oder Herstellungskosten mehr als 150 €, aber nicht mehr als 1.000 €, werden die Vermögensgegenstände in jährlichen Sammelposten, die insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind, aktiviert und über einen Zeitraum von fünf Jahren planmäßig abgeschrieben. Mit dem Zeitpunkt der vollständigen Abschreibung werden diese Vermögensgegenstände im Anlagenspiegel als Abgang ausgewiesen. Das steuerliche Sammelpostenverfahren wird aus Vereinfachungsgründen auch in der Handelsbilanz angewendet.

Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden bei Verkauf oder sonstigem Abgang mit ihren jeweiligen Buchwerten (Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen) ausgebucht. In Höhe des Unterschieds zwischen dem Verkaufserlös und dem Buchwert des Vermögensgegenstands wird ein Gewinn oder Verlust aus Anlageabgang ergebniswirksam berücksichtigt.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Bei Beteiligungserwerben in Fremdwährung wird bei Ermittlung der Anschaffungskosten der Tageskurs und bei Kurssicherungen der Sicherungskurs der im vorhinein beschafften Devisen zu Grunde gelegt, soweit eine wirksame Bewertungseinheit gebildet wurde. Die Ausleihungen entsprechen den gewährten Darlehensbeträgen, vermindert um Tilgungen und – soweit erforderlich – um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden auf Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung durchgeführt.

Auf Grund der Anwendung des IDW ERS HFA 13 n.F. wird bei der Entnahme von Vermögensgegenständen durch den Gesellschafter die Minderung des Buchwerts der Beteiligung „nach dem Verhältnis des Zeitwerts des entnommenen Vermögensgegenstands zum Zeitwert der Beteiligung“ berechnet und bilanziert. Der Unterschied zwischen der Minderung des Buchwerts und dem Betrag der Entnahme des Vermögensgegenstands wird somit erfolgswirksam realisiert.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren werden zu Anschaffungskosten bewertet. Sie werden zum Abschlussstichtag abgewertet, wenn die Wiederbeschaffungskosten oder der Marktwert niedriger sind. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer bzw. verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abschläge berücksichtigt.

Nach § 240 Abs. 4 HGB werden gleichartige Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens jeweils zu einer Gruppe zusammengefasst und mit dem gewogenen Durchschnittswert angesetzt. Des Weiteren wendet die Deutsche Telekom das Lifo-Verfahren an. Hierbei wird nach § 256 S. 1 HGB für gleichartige Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens unterstellt, dass die zuletzt angeschafften Vermögensgegenstände zuerst verbraucht oder veräußert worden sind.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände, flüssige Mittel und aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden zum Nennbetrag angesetzt. Einzelrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen sowie das allgemeine Ausfallrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung auf den Forderungsbestand berücksichtigt. Niedrig- bzw. unverzinsliche Positionen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden abgezinst.

Auf fremde Währung lautende Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden gemäß § 256 a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet und unter Beachtung des Anschaffungskostenprinzips (§ 253 Abs. 1 S. 1 HGB) und des Realisationsprinzips (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB) bewertet. Kurzfristige Posten mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr werden gemäß § 256 a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Börsenkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 266 Abs. 2 Buchst. C HGB als gesonderter Posten angesetzt. Sie werden zu jedem Abschlussstichtag neu berechnet. Das in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthaltene Disagio resultiert aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Erfüllungsbetrag einer Finanzverbindlichkeit und deren niedrigerem Ausgabebetrag. Das Disagio wird planmäßig abgeschrieben (§ 250 Abs. 3 S. 2 HGB). Die Deutsche Telekom macht keinen Gebrauch von der Möglichkeit einer sofortigen aufwandswirksamen Erfassung des Unterschiedsbetrags.

Aktienoptionen betreffen sogenannte Equity Settled-Pläne, die im Rahmen einer bedingten Kapitalerhöhung ausgegeben wurden. Sie werden bilanziell im Zeitpunkt der Optionsausübung und nicht im Zeitpunkt der Zusage erfasst. Zum Ausübungszeitpunkt wird der der Gesellschaft zufließende Betrag gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in Höhe des anteiligen Betrags der ausgegebenen Anteile am Grundkapital in das gezeichnete Kapital und in Höhe des darüber hinausgehenden Betrags in die Kapitalrücklage eingestellt. Dagegen werden die Mid-Term Incentive Pläne (MTIP) als sogenannte Cash Settled-Pläne ab dem Zeitpunkt ihres Inkrafttretens ergebniswirksam berücksichtigt. Ihr Zeitwert wird sowohl bei aktienbasierten Vergütungstransaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente als auch bei aktienbasierten Vergütungstransaktionen mit Barausgleich anhand international anerkannter Bewertungsverfahren ermittelt (z.B. dem Monte-Carlo-Modell).

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ergeben sich aus Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern (ohne Beamte). Sie werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck ermittelt. Dabei werden auch künftig zu erwartende Steigerungen der Gehälter und Renten berücksichtigt. Der Zinssatz zur Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen entspricht dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB). Soweit auf Grund der geänderten Bewertung eine Zuführung zu den Pensionsrückstellungen erforderlich ist, ist der Betrag bis spätestens 31. Dezember 2024 in jedem Berichtsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel anzusammeln (Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB). Die Gesellschaft übt das Wahlrecht so aus, dass der jährliche Zuführungsbetrag genau einem Fünfzehntel des insgesamt zuzuführenden Betrags entspricht.

Die Bewertung der Rückstellung für Altersteilzeit erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Barwert. Zur Absicherung der Ansprüche aus Altersteilzeit wurden Wertpapiere im sogenannten Contractual Trust Agreement (CTA) auf einen Treuhänder übertragen. Das verrechnete Deckungs vermögen ist nach § 253 Abs. 1 S. 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Entsprechend § 246 Abs. 2 S. 2 HGB (nach Änderung durch das BilMoG) erfolgt die Verrechnung der Rückstellung für Altersteilzeit mit dem Deckungsvermögen. Übersteigt das Deckungsvermögen die Rückstellung, wird dieser aktive Überhang als gesonderter Posten auf der Aktivseite ausgewiesen (§ 266 Abs. 2 Buchst. E HGB). Gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB werden auch die Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen innerhalb des Finanzergebnisses verrechnet. Übersteigt der Zeitwert des Deckungsvermögens die historischen Anschaffungs kosten, unterliegt dieser Teil gemäß § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre.

Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen, einschließlich solcher für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und für Umweltrisiken, werden mit ihrem nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelten Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei der Bemessung dieser Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen. Die zu erwartenden zwischenzeitlichen Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Stichtag mit dem von der Deutschen Bundesbank bekanntgegebenen Zinssatz abgezinst. Als Zinssatz wird der durchschnittliche laufzeitadäquate Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet.

Sofern auf Grund der Einführung des BilMoG und der daraus folgenden Bewertungsänderungen Auflösungen von Rückstellungen notwendig werden, nimmt die Deutsche Telekom das Beibehaltungswahlrecht für einen höheren Wertansatz in Anspruch, soweit der aufzulösende Betrag bis zum 31. Dezember 2024 wieder zugeführt werden müsste (Art. 67 Abs. 1 S. 2 EGHGB). Erhöht sich hingegen infolge der geänderten Bewertung der Wertansatz der gebildeten Rückstellung, wird dieser Zuführungsbetrag im Jahr der Erstanwendung des BilMoG erfolgswirksam als außerordentlicher Aufwand gemäß Art. 67 Abs. 7 EGHGB erfasst.

Verbindlichkeiten werden zum Nennwert oder zum höheren Erfüllungsbetrag bilanziert. In den Fällen, in denen der Erfüllungsbetrag einer Verbindlichkeit höher ist als der Ausgabebetrag, wird der Unterschiedsbetrag in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten aufgenommen und auf die Laufzeit der Verbindlichkeit erfolgswirksam verteilt. Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden gemäß § 256 a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag, unter Beachtung des Anschaffungskostenprinzips (§ 253 Abs. 1 S. 1 HGB) und des Realisationsprinzips (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HGB) bewertet. Kurzfristige Posten mit einer Restlaufzeit unter einem Jahr werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Entsprechend dem Imparitätsprinzip werden Bewertungsverluste aus originären und derivativen Finanzinstrumenten sofort aufwandswirksam berücksichtigt. Werden Finanzinstrumente zu Bewertungseinheiten – Grund- und Sicherungsgeschäft – zusammengefasst, so erfolgt zum Stichtag pro Bewertungseinheit eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Stückzinsen. Bei Finanzinstrumenten, die Teil einer Bewertungseinheit sind, wird der die positiven Marktwerte übersteigende Bewertungsverlust durch Bildung einer Drohverlustrückstellung erfolgswirksam berücksichtigt. Bewertungsgewinne werden erst zum Zeitpunkt ihrer Realisierung ertragswirksam erfasst.

Finanzverbindlichkeiten in Fremdwährung, die Bestandteil einer Bewertungseinheit sind, werden zum Devisenkassamittelkurs am Tag des Geschäftsvorfalls bilanziert.

Die Abrechnungserfolge aus ausgelaufenen Sicherungsgeschäften bei rollierender Sicherung (Prolongationserfolge) werden separat als sonstige Vermögensgegenstände bzw. als sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Ermessensspielräume.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses muss die Gesellschaft Einschätzungen vornehmen und Annahmen treffen, welche die Ansätze der Vermögensgegenstände und Schulden, die Angabe von Risiken und Unsicherheiten bezüglich der angesetzten Vermögensgegenstände und Schulden zum Abschlussstichtag sowie die Aufwendungen und Erträge für den Berichtszeitraum beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Einschätzungen abweichen.

Darstellung der Ausgliederungsbilanz des Geschäftsbereichs T-Home.

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 19. November 2009 wurde durch die Aktionäre der Deutschen Telekom die Ausgliederung des von der Gesellschaft betriebenen Festnetzgeschäfts auf die T-Mobile Deutschland, firmiert seit 30. März 2010 unter Telekom Deutschland, beschlossen. Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2010 erfolgte die Übertragung des Geschäftsbereichs T-Home der Deutschen Telekom im Wege der Ausgliederung zur Aufnahme gemäß § 123 Abs. 3 Nr. 1 UmwG in Verbindung mit §§ 124 ff., 138, 141 ff. UmwG. Die Eintragung in das Handelsregister datiert vom 30. März 2010.

Das ausgegliederte Festnetzgeschäft umfasste Aktivitäten im Rahmen der Festnetztelefonie- und Breitbanddienste sowie anschlussbezogene Internet- und Entertainmentangebote auf dem deutschen Markt für Privat- und Geschäftskunden sowie für Carrier. Auf Basis des Ausgliederungsvertrags vom 3. September 2009 übertrug die Deutsche Telekom Vermögensgegenstände und Schulden, die dem Geschäftsbereich T-Home zuzuordnen sind, als Gesamtheit auf die T-Mobile Deutschland. Diese umfassen alle materiellen und immateriellen Vermögensgegenstände, einschließlich der Vertragsverhältnisse und sonstigen Rechtsverhältnisse sowie Rechtspositionen aller Art, Forderungen und Verbindlichkeiten, ungewissen Verbindlichkeiten, Eventualverbindlichkeiten, künftigen und bedingten Forderungen und Verbindlichkeiten, deren Rechtsgrund bereits belegt ist, und zwar unabhängig davon, ob diese bilanzierungspflichtig sind oder nicht. Dies schließt auch sämtliche Vermögensgegenstände und Schulden der Geschäftseinheit „Geschäftskunden“ („DT GK“) ein, die mit Eintragung der Verschmelzung der T-Systems Business Services GmbH mit Sitz in Bonn auf die Deutsche Telekom im Handelsregister am 1. April 2009 auf die Deutsche Telekom übergegangen waren.

Damit ergibt sich folgende Ausgliederungsbilanz zum 1. Januar 2010.

Ausgliederungsbilanz.

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in Mio. €
AKTIVA
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 679
Geleistete Anzahlungen 468
1.147
Sachanlagen
Technische Anlagen und Maschinen 11.420
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 51
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 381
11.852
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 248
Beteiligungen 7
255
Umlaufvermögen
Vorräte
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 10
Unfertige Leistungen 8
Waren 64
82
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 664
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 400
Sonstige Vermögensgegenstände 44
1.108
Kassenbestand 15
Rechnungsabgrenzungsposten 56
Bilanzsumme 14.515
in Mio. €
PASSIVA
Eigenkapital 2232
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 153
Steuerrückstellungen 10
Sonstige Rückstellungen 852
1.015
Verbindlichkeiten
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 552
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 10.506
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 4
Sonstige Verbindlichkeiten 165
11.232
Rechnungsabgrenzungsposten 36
Bilanzsumme 14.515

Die Deutsche Telekom hat den Beteiligungsbuchwert an der Telekom Deutschland nach den allgemeinen Tauschgrundsätzen zu dem Buchwert des ausgegliederten Reinvermögens in Höhe von 2,2 Mrd. € erhöht.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung.

1 Umsatzerlöse.

Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereich.

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in Mio. € 2010 2009
Umsatzerlöse aus Personalüberlassung 1.462 -
Umsatzerlöse aus Festnetzgeschäft 1.324 18.220
Umsatzerlöse aus Vermietung und Verpachtung von Grundstücken und Gebäuden 1.235 -
Umsatzerlöse aus Weiterbildung (Telekom Training) 248 -
4.269 18.220

Infolge der Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home hat sich der Schwer - punkt der Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zunehmend auf die Erbringung von Dienstleistungen an andere Konzerngesellschaften verlagert. Aus diesem Grund werden die mit diesen Dienstleistungen verbundenen Leistungsentgelte im Berichtsjahr als Umsatzerlöse klassifiziert (2009: 2,1 Mrd. €) und nicht mehr wie in den Vorjahren als sonstiger betrieblicher Ertrag ausgewiesen. Eine Anpassung der Vorjahreszahlen erfolgte nicht.

Die Verringerung der Umsatzerlöse um 14,0 Mrd. € resultiert im Wesentlichen aus der Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home.

Die Umsatzerlöse aus Personalüberlassung mit 1,5 Mrd. € resultieren aus der Überlassung von Mitarbeitern an andere Gesellschaften. Dabei werden Angestellte über Leih- und Zeitarbeitsverträge sowie Beamte durch Zuweisung oder Beurlaubung an konzerninterne und konzernexterne Arbeitgeber vermittelt. Im Vorjahr waren Erträge aus Personalüberlassungen in Höhe von 1,3 Mrd. € in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten.

Der Rückgang der Umsatzerlöse aus dem Festnetzgeschäft ist im Wesentlichen auf die Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home zurückzuführen. Diese Umsatzerlöse werden in Höhe von 1,3 Mrd. € insbesondere durch den Wholesaleservice für internationale Carrier erzielt. Dabei stellt die Deutsche Telekom den Carriern Leistungen, wie beispielsweise internationale Sprach- und Datenverbindungen, zur Verfügung. Des Weiteren werden Umsatzerlöse aus den Internetgeschäftsfeldern Inform&Entertain (z.B. Musicload, Gamesload), eCommerce&Search (z.B. Scout24 und DeTeMedien) sowie aus dem T-Online Shop erzielt.

Die Umsatzerlöse aus der Vermietung und Verpachtung von Grundstücken und Gebäuden in Höhe von 1,2 Mrd. € werden im Rahmen des sogenannten Warmmietmodells erzielt. Dabei mietet die Deutsche Telekom Immobilien zentral von der GMG Generalmietgesellschaft mbH, Bonn, an und vermietet diese nach Erbringung von Facility-Managementleistungen in Form standardisierter Flächenprodukte an inländische Tochtergesellschaften weiter. Im Vorjahr waren diese Erträge aus der Vermietung und Verpachtung in Höhe von 511 Mio. € in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten. Der Anstieg resultiert aus der Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home.

Umsatzerlöse nach Regionen.

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in Mio. € 2010 2009
Inland 3.632 17.571
Ausland 637 649
4.269 18.220

Die im Ausland erzielten Umsatzerlöse in Höhe von 637 Mio. € resultieren aus dem Bereich International Carrier Sales & Solutions und ergeben sich im Wesentlichen aus dem Wholesaleservice für internationale Carrier. Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen durch internationale Sprach- und Datenverbindungen generiert.

2 Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen.

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in Mio. € 2010 2009
Veränderung des Bestands an unfertigen Leistungen - (13)
Andere aktivierte Eigenleistungen 7 50
7 37

Der Rückgang der Bestandsveränderungen und der anderen aktivierten Eigenleistungen ist im Wesentlichen auf die Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home aus der Deutschen Telekom zurückzuführen.

3 Sonstige betriebliche Erträge.

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in Mio. € 2010 2009
Kostenweiterverrechnungen/-erstattungen 1.698 3.372
Währungskursgewinne 1.336 1.112
Erträge aus Derivaten 939 587
Erträge aus Nebengeschäften 286 373
Erträge aus dem Verbrauch von Drohverlustrückstellungen 143 143
Erträge aus Interoperator Discount Services 130 127
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 124 818
Erträge aus Zuschreibungen zu Gegenständen des Anlagevermögens 50 93
Erträge aus Anlageabgängen 34 91
Übrige Erträge 406 444
5.146 7.160

Als Erträge aus Kostenweiterverrechnungen/-erstattungen werden insbesondere Erträge aus der Weiterberechnung von Forschungs- und Entwicklungskosten an die Telekom Deutschland, Miet- und Pachterträge aus der Vermietung von Grundstücken und Gebäuden an die GMG Generalmietgesellschaft mbH, Bonn, Erträge aus der Abrechnung zentral erbrachter Dienstleistungen an Tochtergesellschaften (Cross-Charging) sowie Erträge aus der Verrechnung von Verwaltungskosten an die Deutsche Telekom Technischer Service GmbH, Bonn, Deutsche Telekom Netzproduktion GmbH, Bonn, und Deutsche Telekom Kundenservice GmbH, Bonn, (im Folgenden Servicegesellschaften genannt) ausgewiesen. Der Ausweis der im Vorjahr in den Kostenerstattungen enthaltenen Erträge aus Personalüberlassung in Höhe von 1,3 Mrd. € erfolgt im Berichtsjahr in den Umsatzerlösen (vgl. Anmerkung 1).

Die Währungskursgewinne resultieren im Wesentlichen mit 929 Mio. € (2009: 496 Mio. €) aus realisierten Währungskurseffekten bei Fälligkeit von ausgereichten bzw. aufgenommenen Darlehen.

Die Erträge aus Derivaten betreffen Währungskurseffekte aus Devisenderivaten.

Die Erträge aus Nebengeschäften entstehen im Berichtsjahr insbesondere aus dem Serviceangebot der Deutschen Telekom. Dabei handelt es sich unter anderem um Telekom Seminare für Dritte und Softwareverkäufe.

Die Erträge aus Interoperator Discount Services resultieren aus Roamingverträgen mit ausländischen Mobilfunkanbietern. Die erhaltenen Erstattungen, die zuerst durch die Deutsche Telekom gebündelt werden, stehen gemäß vertraglichen Vereinbarungen den Tochterunternehmen der Deutschen Telekom zu und werden diesen wieder gutgeschrieben.

Die Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen betreffen im Berichtsjahr insbesondere Erträge aus der Auflösung von Personalrückstellungen in Höhe von 28 Mio. € (2009: 280 Mio. €) sowie Rückstellungen für Altlasten in Höhe von 14 Mio. € (2009: 5 Mio. €).

Die übrigen Erträge in Höhe von 406 Mio. € resultieren aus Grundsteuererstattungen sowie sonstigen Sondereinflüssen.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Berichtsjahr periodenfremde Erträge gemäß § 277 Abs. 4 HGB in Höhe von 157 Mio. € (2009: 783 Mio. €) ausgewiesen. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, der Zuschreibung des Sachanlagevermögens und Abgängen des Sachanlagevermögens.

4 Materialaufwand.

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in Mio. € 2010 2009
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2 62
Bezogene Waren 184 450
186 512
Aufwendungen für bezogene Leistungen
Netzzugangsentgelte Inland 5 1.660
Netzzugangsentgelte Ausland 780 683
Sonstige Leistungen 625 4.080
1.410 6.423
1.596 6.935

Der Materialaufwand verringert sich im Vergleich zum Vorjahr im Wesentlichen auf Grund der Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home um insgesamt 5,3 Mrd. € auf 1,6 Mrd. €.

Die Aufwendungen für Netzzugangsentgelte im Inland reduzieren sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Mrd. €. Der Rückgang ist im Wesentlichen bedingt durch die Verlagerung des Festnetzgeschäfts im Rahmen der Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home.

In den sonstigen Leistungen sind insbesondere Aufwendungen für Vorleistungen der Vermietung und Verpachtung von Grundstücken und Gebäuden in Höhe von 393 Mio. €, die im Rahmen des sogenannten Warmmietmodells angefallen sind, enthalten.

5 Personalaufwand/Beschäftigte.

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in Mio. € 2010 2009
Löhne und Gehälter 2.438 2.812
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
Aufwendungen für Altersversorgung Beamte 684 684
Aufwendungen für Unterstützung 114 110
Soziale Abgaben 102 184
Aufwendungen für Altersversorgung der Arbeitnehmer 56 189
956 1.167
3.394 3.979

Der Personalaufwand vermindert sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 585 Mio. €. Der Rückgang resultiert in Höhe von 374 Mio. € aus den Aufwendungen für Löhne und Gehälter und in Höhe von 211 Mio. € aus den Aufwendungen für soziale Abgaben und Altersversorgung und Unterstützung.

Der Rückgang der Aufwendungen für Löhne und Gehälter ist im Wesentlichen auf den Übergang von Arbeitsverhältnissen auf die Telekom Deutschland infolge der Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home zurückzuführen.

Für Personalanpassungen fallen im Berichtsjahr Aufwendungen in Höhe von 485 Mio. € an (2009: 185 Mio. €). Sie resultieren im Wesentlichen aus der Inanspruchnahme des vorzeitigen Ruhestands für Beamte.

Im Rahmen der Altersversorgung für Beamte hat die Deutsche Telekom bis zum Berichtsjahr 2000 eine unternehmenseigene Unterstützungskasse unterhalten, die durch den notariell beurkundeten Vertrag vom 7. Dezember 2000 mit den Unterstützungskassen der Deutschen Post AG, Bonn, und der Deutschen Postbank AG, Bonn, zu der gemeinsamen Versorgungskasse Bundes-Pensions-Service für Post und Telekommunikation e.V. (BPS-PT) verschmolzen wurde. Der Verein wurde am 11. Januar 2001 rückwirkend zum 1. Juli 2000 im Vereinsregister eingetragen. Sitz des BPS-PT ist Bonn. Diese gemeinsame Versorgungskasse ist arbeitsteilig tätig und übernimmt dazu für den Bund treuhänderisch die Finanzverwaltung im Rahmen der Altersversorgung. Für die Unternehmen Deutsche Post AG, Deutsche Postbank AG und Deutsche Telekom wird das gesamte Auszahlungsgeschäft der Versorgungs- und Beihilfeleistungen ausgeübt. Nach den Vorschriften des Postneuordnungsgesetzes (PTNeuOG) erbringt der BPS-PT Versorgungs- und Beihilfeleistungen an im Ruhestand befindliche Mitarbeiter und deren Hinterbliebene, denen aus einem Beamtenverhältnis Versorgungsleistungen zustehen.

Nach dem PTNeuOG gleicht der Bund Unterschiedsbeträge zwischen laufenden Zahlungsverpflichtungen des BPS-PT einerseits und laufenden Zuwendungen der Postnachfolgeunternehmen oder den Vermögenserträgen andererseits auf geeignete Weise aus und gewährleistet, dass der BPS-PT jederzeit in der Lage ist, die gegenüber seinen Trägerunternehmen übernommene Verpflichtung zu erfüllen. Soweit der Bund danach Leistungen an den BPS-PT erbringt, kann er von der Deutschen Telekom keine Erstattung verlangen.

Die Höhe der Zahlungsverpflichtungen der Deutschen Telekom an den BPS-PT ist in § 16 Postpersonalrechtsgesetz geregelt. Die Deutsche Telekom ist gesetzlich verpflichtet, seit dem Jahr 2000 einen jährlichen Beitrag in Höhe von jeweils 33% der Bruttobezüge ihrer aktiven Beamten und der fiktiven Bruttobezüge der ruhegehaltsfähig beurlaubten Beamten an den BPS-PT zu leisten, der als laufender Aufwand des betreffenden Jahrs erfasst wird; im Berichtsjahr sind dies 676 Mio. € (2009: 684 Mio. €). Die im Vergleich zum Vorjahr rückläufigen Aufwendungen sind insbesondere durch die Inanspruchnahme der Regelung zum vorzeitigen Ruhestand für Beamte bedingt.

Die Verringerung der sozialen Abgaben ist im Wesentlichen auf die Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home zurückzuführen. Die Aufwendungen für Altersversorgung der Arbeitnehmer verringern sich im Zuge der Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home.

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten (FTE) entwickelte sich wie folgt:

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Anzahl 2010 2009
Beamte 28.066 31.141
Arbeitnehmer 9.355 19.228
37.421 50.369
Auszubildende/Praktikanten 8.934 9.517

Der Rückgang der Beschäftigten ist im Wesentlichen auf den Übergang von Arbeitsverhältnissen auf die Telekom Deutschland infolge der Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home zurückzuführen.

6 Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen.

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in Mio. € 2010 2009
Planmäßige Abschreibungen
Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 88 369
Abschreibungen auf Sachanlagen 345 2.988
433 3.357
Außerplanmäßige Abschreibungen
gemäß § 253 Abs. 3 S. 3 HGB 92 169
525 3.526

Auf Grund der Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home reduzieren sich die immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 13,0 Mrd. €. Dies bedingt im Wesentlichen die Verringerung der planmäßigen Abschreibungen auf das immaterielle Anlagevermögen und auf Sachanlagen im Vorjahresvergleich um 2,9 Mrd. €.

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände betreffen überwiegend Abschreibungen auf Software-Lizenzen in Höhe von 76 Mio. € (2009: 341 Mio. €).

Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen entfallen im Berichtsjahr mit 232 Mio. € (2009: 237 Mio. €) insbesondere auf Gebäude.

Die außerplanmäßigen Abschreibungen des Berichtsjahrs entfallen in Höhe von 89 Mio. € (2009: 169 Mio. €) fast vollständig auf Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert von Immobilien.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen werden im Finanzergebnis erfasst.

7 Sonstige betriebliche Aufwendungen.

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in Mio. € 2010 2009
Währungskursverluste 1.354 717
Miet- und Pachtaufwendungen (einschließlich Leasing) 1.101 1.510
Aufwendungen aus Derivaten 651 681
Rechts- und Beratungskosten 348 439
Forschung und Entwicklung 337 508
Marketingaufwendungen 333 1.465
Sonstige Personalnebenkosten 252 269
IT-Support 236 618
Aufwendungen aus Schuldbeitritt für Pensionen und Altersteilzeit 142 224
Reinigung, Transport und Bewachung 132 155
Interoperator Discount Services 130 127
Instandhaltung 121 990
Kostenerstattungen 117 195
Zuführung zu Drohverlustrückstellungen 104 189
Übrige Aufwendungen 723 1.073
6.081 9.160

Die Währungskursverluste resultieren im Wesentlichen mit 945 Mio. € aus realisierten Währungskurseffekten bei Fälligkeit von ausgereichten bzw. aufgenommenen Darlehen.

Der Rückgang der Miet- und Pachtaufwendungen resultiert aus der Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home. Die im Rahmen des sogenannten Warmmietmodells angefallenen Aufwendungen wurden im Berichtsjahr im Materialaufwand ausgewiesen (vgl. Anmerkung 4).

Die im Vergleich zum Vorjahr mit 30 Mio. € gesunkenen Aufwendungen aus Derivaten sind im Wesentlichen durch Währungskurseffekte aus Devisenderivaten bedingt.

Die Rechts- und Beratungskosten umfassen insbesondere Aufwendungen für die Managementberatung, Aufwendungen für die Zuführung zu Rückstellungen für Prozesskosten sowie Aufwendungen für die Jahresabschlusserstellung und -prüfung.

Als Aufwendungen für Forschung und Entwicklung werden im Wesentlichen Aufwendungen für die Entwicklung von Software sowie Aufwendungen für Hochschulkooperationen ausgewiesen.

Im Berichtsjahr umfassen die Marketingaufwendungen insbesondere Aufwendungen für Sponsoring, Messen und Tagungen sowie sonstige Agenturleistungen. Die Verringerung der Aufwendungen ist nahezu ausschließlich auf die Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home zurückzuführen.

Die sonstigen Personalnebenkosten in Höhe von 252 Mio. € enthalten mit 110 Mio. € den Kostenausgleich im Rahmen der Vermittlung von Beamtinnen und Beamten an diverse Bundesbehörden sowie mit 75 Mio. € Verwaltungskostenumlagen an die Bundesanstalt.

Der Rückgang der Aufwendungen für IT-Support im Berichtsjahr ist im Wesentlichen auf die Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home zurückzuführen. Der IT-Support umfasst nahezu ausschließlich die Bereitstellung von IT-Rechner- sowie Netzleistung.

Mit der Gründung der Servicegesellschaften im Jahr 2007 wurden die Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen der vom Betriebsübergang betroffenen Mitarbeiter rechtlich auf die neuen Gesellschaften übertragen. In diesem Zusammenhang hat die Deutsche Telekom die Pensions- und Altersteilzeitverpflichtungen durch Schuldbeitritt und Erfüllungsübernahme wirtschaftlich übernommen und hierfür eine Rückstellung gebildet. Aus den laufenden Zuführungen zu diesen Rückstellungen resultiert im Berichtsjahr ein Aufwand in Höhe von 142 Mio. €.

Die übrigen Aufwendungen umfassen im Berichtsjahr insbesondere Aufwendungen aus der Risikovorsorge für laufende Rechtsstreitigkeiten, Aufwendungen aus der Beilegung von Rechtsstreitigkeiten, Aufwendungen für Reisen, Versicherungen, Porto, Frachtdienst sowie Zeitarbeit.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr periodenfremde Aufwendungen gemäß § 277 Abs. 4 HGB in Höhe von 22 Mio. € enthalten. Diese betreffen überwiegend Aufwendungen aus Abgängen des Sachanlagevermögens sowie der Ausbuchung von Forderungen.

8 Finanzergebnis.

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in Mio. € 2010 2009
Erträge aus Beteiligungen
davon: Aus verbundenen Unternehmen 299 Mio. € (2009: 461 Mio. €) 300 462
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 8.078 6.282
Aufwendungen aus Verlustübernahmen (1.498) (1.282)
Beteiligungsergebnis 6.880 5.462
Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
davon: Aus verbundenen Unternehmen 0 Mio. € (2009: 17 Mio. €) - 17
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
davon: Aus verbundenen Unternehmen 511 Mio. € (2009: 118 Mio. €)
davon: Aus der Abzinsung von Rückstellungen 2 Mio. € (2009: 0 Mio. €) 670 358
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon: An verbundene Unternehmen 1,6 Mrd. € (2009: 1,4 Mrd. €)
davon: Aus der Aufzinsung von Rückstellungen 195 Mio. € (2009: 0 Mio. €) (1.830) (1.810)
Zinsergebnis (1.160) (1.435)
Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens (982) (844)
4.738 3.183

Die Erträge aus Beteiligungen ergeben sich hauptsächlich aus Gewinnausschüttungen der Hrvatski Telekom d.d., Zagreb (196 Mio. €), der Slovak Telekom a.s., Bratislava (68 Mio. €), sowie der Hellenic Telecommunications Organization S.A. (OTE), Athen (28 Mio. €).

Die im Berichtsjahr vereinnahmten Erträge aus Gewinnabführungsverträgen resultieren im Wesentlichen aus der Telekom Deutschland (5,3 Mrd. €), der T-Mobile Global Zwischenholding GmbH, Bonn (1,8 Mrd. €), der T-Mobile Global Holding Nr. 2 GmbH, Bonn (271 Mio. €), sowie der DFMG Holding GmbH, Bonn (240 Mio. €).

Die Aufwendungen aus Verlustübernahmen betreffen im Wesentlichen die Deutsche Telekom Kundenservice GmbH, Bonn (311 Mio. €), die Deutsche Telekom Technischer Service GmbH, Bonn (309 Mio. €), die Deutsche Telekom Netzproduktion GmbH, Bonn (228 Mio. €), sowie die T-Mobile Worldwide Holding GmbH, Bonn (195 Mio. €).

Die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen sowie die Aufwendungen aus Verlustübernahmen sind teilweise durch Sondereinflüsse geprägt.

Die Zinserträge aus verbundenen Unternehmen betreffen überwiegend Zinsen aus Darlehen, die an die Telekom Deutschland ausgereicht wurden.

Die Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen resultieren insbesondere aus Darlehen, die bei der Deutschen Telekom International Finance B.V., Amsterdam, aufgenommen wurden.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen betreffen im Wesentlichen die Abschreibung auf die Beteiligung an der Hellenic Telecommunications Organization S.A. (OTE), Athen (786 Mio. €).

9 Außerordentliches Ergebnis.

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in Mio. € 2010 2009
Außerordentliche Erträge aus der Fremdwährungsbewertung 4 -
Außerordentliche Aufwendungen aus der Rückstellungsbewertung (18) -
Sonstige außerordentliche Aufwendungen (10) (329)
(24) (329)

Das außerordentliche Ergebnis ist durch die erstmals im Berichtsjahr vollumfängliche Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes bedingt. Die außerordentlichen Aufwendungen resultieren aus der Anpassung der Bewertung der Pensionsrückstellungen an das BilMoG. Das Wahlrecht zur Verteilung des Zuführungsbetrags gemäß Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB übt die Gesellschaft so aus, dass der jährliche Zuführungsbetrag genau einem Fünfzehntel des insgesamt zuzuführenden Betrags entspricht. Die außerordentlichen Aufwendungen des Vorjahrs in Höhe von 329 Mio. € resultieren aus der Verschmelzung der T-Systems Business Services, Frankfurt am Main, auf die Deutsche Telekom.

10 Steuern.

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in Mio. € 2010 2009
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 463 (139)
Sonstige Steuern (20) (22)
443 (161)

Der im Berichtsjahr entstandene Steuerertrag entfällt vollständig auf Vorjahre und ist damit periodenfremd gemäß § 277 Abs. 4 HGB.

Die sonstigen Steuern beinhalten im Wesentlichen Grundsteueraufwendungen.

11 Überleitung vom Jahresüberschuss zum Bilanzgewinn.

Der im Geschäftsjahr erzielte Jahresüberschuss beträgt 3,0 Mrd. €. Zusammen mit dem Gewinnvortrag aus dem Jahr 2009 in Höhe von 3,0 Mrd. € sowie den Effekten aus der Kapitalherabsetzung ergibt sich damit ein Bilanzgewinn in Höhe von 6,0 Mrd. €.

Erläuterungen zur Bilanz.

12 Anlagevermögen.

Der Rückgang der Immateriellen Vermögensgegenstände gegenüber dem 31. Dezember 2009 in Höhe von 1,1 Mrd. € ist im Wesentlichen durch die Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home bedingt.

Der Bestand des Sachanlagevermögens verringert sich im Berichtsjahr um 12,2 Mrd. € auf 5,0 Mrd. €. Dieser Rückgang resultiert nahezu vollumfänglich aus der Übertragung des technischen Anlagevermögens im Rahmen der Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home in die Telekom Deutschland. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen belaufen sich im Berichtsjahr auf insgesamt 142 Mio. € (2009: 1,6 Mrd. €). Der wesentliche Teil betrifft die anderen Anlagen und die Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 98 Mio. €.

Das Finanzanlagevermögen erhöht sich zum Bilanzstichtag im Vergleich zum 31. Dezember 2009 um 5,1 Mrd. €. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Erhöhung der Beteiligung an der Telekom Deutschland sowie aus den Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Gegenläufig wirken sich Abschreibungen auf das Finanzanlagevermögen aus. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen bestehen zum 31. Dezember 2010 im Wesentlichen aus Ausleihungen gegenüber der Telekom Deutschland (5,8 Mrd. €), der Scout24 Holding GmbH, München (322 Mio. €), sowie der DeTeFleetServices GmbH, Bonn (100 Mio. €).

Die aus der Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home resultierenden Veränderungen im Anlagevermögen werden im Anlagespiegel als Abgänge aus Ausgliederungen separat ausgewiesen.

Die Abschreibungen auf Finanzanlagen werden im Finanzergebnis erfasst (vgl. Anmerkung 8).

Die Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB wird unter Anmerkung 41 aufgeführt.

Anlagespiegel.

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in Mio. € Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 1.1.2010 Zugänge Zugänge aus Übertra-

gungen von Konzern-

unter-

nehmen
Abgänge Abgänge aus Übertra-

gungen an Konzern-

unter-

nehmen
Abgänge aus Ausgliederungen Umbu-

chungen
Stand 31.12.2010
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögens-

gegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.395 67 70 (111) (1) (1.181) 37 276
2. Geleistete Anzahlungen 510 74 4 (1) - (468) (37) 82
1.905 141 74 (112) (1) (1.649) - 358
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.892 17 - (325) - - 12 11.596
2. Technische Anlagen und Maschinen 58.999 7 1 (18) (1) (58.452) (8) 528
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-

ausstattung
1.178 98 6 (68) - (304) 24 934
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 460 20 - (33) - (381) (28) 38
72.529 142 7 (444) (1) (59.137) - 13.096
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 78.850 4.288 - (3.380) (95) (301) 5 79.367
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 779 5.914 - (393) - - - 6.300
3. Beteiligungen 224 1 - (1) - (7) (5) 212
4. Wertpapiere des Anlagevermögens - 764 - (764) - - - -
5. Sonstige Ausleihungen 9 - - - - - - 9
79.862 10.967 - (4.538) (95) (308) - 85.888
Anlagevermögen 154.296 11.250 81 (5.094) (97) (61.094) - 99.342

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in Mio. € Abschreibungen
Stand 1.1.2010 Zugänge Zugänge aus Übertragungen von Konzern-

unternehmen
Abgänge Abgänge aus Ausgliederungen Umbu-

chungen
Zuschrei-

bungen
Stand 31.12.2010
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögens-

gegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten (630) (90) (45) 111 502 - - (152)
2. Geleistete Anzahlungen - (1) - 1 - - - -
(630) (91) (45) 112 502 - - (152)
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken (6.901) (321) - 252 - - 31 (6.939)
2. Technische Anlagen und Maschinen (47.409) (44) - 16 47.032 7 - (398)
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-

ausstattung
(937) (69) (2) 37 253 (7) - (725)
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau - - - - - - - -
(55.247) (434) (2) 305 47.285 - 31 (8.062)
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen (3.978) (962) - - 53 - - (4.887)
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen (42) - - - - - 19 (23)
3. Beteiligungen (83) (20) - 1 - - - (102)
4. Wertpapiere des Anlagevermögens - - - - - - - -
5. Sonstige Ausleihungen - - - - - - - -
(4.103) (982) - 1 53 - 19 (5.012)
Anlagevermögen (59.980) (1.507) (47) 418 47.840 - 50 (13.226)

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in Mio. € Buchwerte
Stand 31.12.2010 Stand 31.12.2009
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögens-

gegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 124 765
2. Geleistete Anzahlungen 82 510
206 1.275
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.657 4.991
2. Technische Anlagen und Maschinen 130 11.590
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-

ausstattung
209 241
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 38 460
5.034 17.282
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 74.480 74.872
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 6.277 737
3. Beteiligungen 110 141
4. Wertpapiere des Anlagevermögens - -
5. Sonstige Ausleihungen 9 9
80.876 75.759
Anlagevermögen 86.116 94.316

13 Vorräte.

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in Mio. € 31.12.2010 31.12.2009
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1 10
Unfertige Leistungen - 8
Waren 9 66
10 84

Der Rückgang der Vorräte im Vergleich zum Vorjahr um 74 Mio. € ist im Wesentlichen bedingt durch die Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home.

14 Forderungen.

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in Mio. € 31.12.2010 31.12.2009
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 113 791
davon: Mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0 Mio. € (31.12.2009: 0 Mio. €)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.609 8.562
davon: Mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 95 Mio. € (31.12.2009: 128 Mio. €)
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 849 3
davon: Mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr: 0 Mio. € (31.12.2009: 0 Mio. €)
11.571 9.356

Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem 31. Dezember 2009 resultiert im Wesentlichen aus der Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen insbesondere Forderungen im Rahmen des konzerninternen Cash Poolings in Höhe von 9,0 Mrd. € (31. Dezember 2009: 4,1 Mrd. €), konzerninterne Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 642 Mio. € (31. Dezember 2009: 445 Mio. €) sowie Finanzforderungen in Höhe von 523 Mio. € (31. Dezember 2009: 3,5 Mrd. €). Die Veränderungen der Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen zum 31. Dezember 2010 resultieren im Wesentlichen aus Forderungen gegenüber der Telekom Deutschland.

Die Forderungen gegen Beteiligungsunternehmen betreffen mit 846 Mio. € Forderungen gegen die Everything Everywhere Ltd., Hatfield. In Höhe von 725 Mio. € entfallen die Forderungen auf einen durch die Everything Everywhere Ltd. ausgegebenen variabel verzinslichen Bond, der bis zum 30. November 2011 gültig ist. Insofern besteht in dieser Höhe eine Mitzugehörigkeit zu den innerhalb des Umlaufvermögens ausgewiesenen sonstigen Wertpapieren.

15 Sonstige Vermögensgegenstände.

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in Mio. € 31.12.2010 31.12.2009
Forderungen aus Steuern
Forderungen aus Ertragsteuern
Körperschaftsteuer 24 35
Gewerbeertragsteuer 84 5
Solidaritätszuschlag 1 2
109 42
Forderungen aus sonstigen Steuern 3 3
112 45
Forderungen aus Collaterals 222 337
Forderungen aus Zinsabgrenzungen 201 248
Forderungen aus Derivaten 128 215
Forderungen aus Kostenerstattungen 112 66
Forderungen gegen Mitarbeiter 7 13
Übrige sonstige Vermögensgegenstände 87 188
757 1.067
869 1.112

Die Forderungen aus Steuern entfallen mit 10 Mio. € (31. Dezember 2009: 15 Mio. €) auf das laufende Geschäftsjahr und mit 99 Mio. € (31. Dezember 2009: 27 Mio. €) auf Vorjahre. Die Forderungen aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag resultieren im Wesentlichen aus anrechenbaren Steuern. Die Gewerbesteuerforderungen ergeben sich insbesondere aus Erstattungsansprüchen für Vorjahre, die seitens der Finanzverwaltung abschließend geprüft worden sind.

Collaterals sind Barsicherheiten und werden zur Absicherung des Ausfallrisikos von derivativen Finanzinstrumenten eingesetzt. Die Deutsche Telekom leistet in diesem Zusammenhang Sicherheiten in Form von Barmitteln gegenüber ihren Vertragspartnern, falls die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente einen bestimmten Betrag, den sogenannten Freibetrag, überschreiten.

Bei den Forderungen aus Zinsabgrenzungen handelt es sich im Wesentlichen um Stückzinsen aus Zinsderivaten.

Unter den Forderungen aus Derivaten werden Abrechnungserfolge aus ausgelaufenen Sicherungsgeschäften bei rollierender Sicherung ausgewiesen (Prolongationserfolge).

Die übrigen sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten insbesondere Forderungen gegenüber dem BPS-PT.

Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Forderungen haben eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von 130 Mio. € (31. Dezember 2009: 215 Mio. €).

16 Wertpapiere.

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in Mio. € 31.12.2010 31.12.2009
Eigene Anteile - 5
Sonstige Wertpapiere 14 221
14 226

Die im Vorjahr ausgewiesenen eigenen Anteile werden im Berichtsjahr gemäß § 272 Abs. 1 a HGB vom gezeichneten Kapital abgesetzt.

Die sonstigen Wertpapiere betreffen Wertpapiere, die nicht der Sicherung von Altersteilzeitverpflichtungen oder Verpflichtungen aus Langzeitkonten dienen.

17 Flüssige Mittel.

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in Mio. € 31.12.2010 31.12.2009
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 754 2.732

Die Gesamtlaufzeit der flüssigen Mittel beträgt weniger als drei Monate.

18 Rechnungsabgrenzungsposten.

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in Mio. € 31.12.2010 31.12.2009
Personalaufwendungen 586 302
Disagien 73 93
Sonstige Vorauszahlungen 79 121
738 516

Die abgegrenzten Personalaufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Vorauszahlungen an den BPS-PT.

19 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung.

Zum 31. Dezember 2010 beträgt der aktive Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 12 Mio. €. Dieser entfällt ausschließlich auf die Saldierung von Wertpapieren, die zur Absicherung von Ansprüchen aus Altersteilzeitverpflichtungen im sogenannten Contractual Trust Agreement (CTA) auf einen Treuhänder übertragen wurden, mit den Erfüllungsrückständen der Rückstellung für Altersteilzeit. Der beizulegende Zeitwert des CTA-Vermögens in Höhe von 105 Mio. € deckt die abgezinsten Erfüllungsrückstände in Höhe von 93 Mio. € der Deutschen Telekom gegenüber den Altersteilzeitbeschäftigten zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 vollständig ab.

Die Höhe der in der Gewinn- und Verlustrechnung im Berichtsjahr verrechneten Aufwendungen und Erträge im Zusammenhang mit den Wertschwankungen des CTA-Vermögens sowie der Aufzinsung der saldierten Erfüllungsrückstände setzen sich aus Zinsaufwendungen in Höhe von 3 Mio. € sowie Zuschreibungen des CTA-Vermögens in Höhe von 16 Mio. € zusammen.

Die historischen Anschaffungskosten des CTA-Vermögens für Altersteilzeit belaufen sich auf 116 Mio. €.

Die Bewertung des CTA-Vermögens erfolgt zum Stichtag unter Berücksichtigung der aktuellen Kurswerte.

20 Eigenkapital.

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in Mio. € 31.12.2010 31.12.2009
Gezeichnetes Kapital 11.063 11.165
auf erworbene eigene Anteile entfallendes Kapital (5) -
11.058 11.165
Kapitalrücklage 26.752 26.650
26.752 26.650
Gewinnrücklagen
Rücklage für eigene Anteile - 5
Andere Gewinnrücklagen 15.500 15.895
15.500 15.900
Bilanzgewinn 6.018 6.421
Eigenkapital 59.328 60.136

Das Eigenkapital verringert sich gegenüber dem Vorjahr um 808 Mio. €. Die Veränderungen werden im Einzelnen in den folgenden Abschnitten erläutert.

21 Gezeichnetes Kapital.

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Gezeichnetes Kapital

(genehmigt und ausgegeben)
Genehmigtes Kapital

(nicht ausgegeben)
Bedingtes Kapital

(nicht ausgegeben)
in Tsd. Aktien in Tsd. € in Tsd. Aktien in Tsd. € in Tsd. Aktien in Tsd. €
--- --- --- --- --- --- ---
Stand am 31.12.2009 4.361.320 11.164.979 865.000 2.214.400 246.802 631.813
Aufhebung Bedingtes Kapital IV - - - - (234.375) (600.000)
Aktienrückkauf (40.001) (102.402) - - - -
Schaffung Bedingtes Kapital 2010 - - - - 429.688 1.100.000
Stand am 31.12.2010 4.321.319 11.062.577 865.000 2.214.400 442.115 1.131.813

Am 31. Dezember 2010 beträgt das Grundkapital der Deutschen Telekom 11,1 Mrd. €. Das Grundkapital ist in 4.321.319.206 Stück nennwertlose, auf den Namen lautende Stammaktien eingeteilt. Jede Aktie gewährt eine Stimme.

Der gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitteilungspflichtige Besitz an Aktien der Deutschen Telekom entfällt zum 31. Dezember 2010 auf die in folgender Tabelle genannten Anteilseigner. Die übrigen Aktien befinden sich im Streubesitz.

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31.12.2010

in Tsd. Aktien
in Prozent
Bundesrepublik Deutschland 646.575 15,0
KfW Bankengruppe 735.662 17,0
Blackstone 191.700 4,4
BlackRock 145.762 3,4

Hinterlegte Aktien.

Im Zug des Erwerbs von T-Mobile USA, Inc., Bellevue/Powertel Inc., Bellevue, hat die Deutsche Telekom im Tausch gegen die zum Zeitpunkt der Akquisition zwischen der Deutschen Telekom und T-Mobile USA/Powertel in Umlauf befindlichen Optionsscheine Bezugsrechte auf die Aktien der Deutschen Telekom ausgegeben. Dazu wurden neue Aktien aus genehmigtem Kapital an Treuhänder, unter anderem zugunsten von Inhabern von Optionsscheinen, Optionen und Umtauschrechten, ausgegeben und hinterlegt. Am 31. Dezember 2010 beträgt die Anzahl der hinterlegten Deutsche Telekom-Aktien für die noch ausstehenden, an T-Mobile USA/Powertel Mitarbeiter gewährten Bezugsrechte 3.042.000 Stück.

Genehmigtes Kapital.

Zum 31. Dezember 2010 bestehen die genehmigten Kapitale 2009/I und 2009/II:

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in Tsd. € in Tsd. Aktien Zweck Ermächtigung bis zum
Genehmigtes Kapital 2009/I 2.176.000 850.000 Erhöhung des Grundkapitals gegen Sacheinlage 29. April 2014
Genehmigtes Kapital 2009/II 38.400 15.000 Gewährung von Mitarbeiteraktien 29. April 2014

Genehmigtes Kapital 2009/I.

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2009 ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 29. April 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 2.176.000.000 € durch Ausgabe von bis zu 850.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien gegen Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann vollständig oder ein- oder mehrmals in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen, um neue Aktien im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen, einschließlich der Erhöhung bestehenden Anteilsbesitzes, oder von anderen mit einem solchen Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehenden einlagefähigen Wirtschaftsgütern, einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft, auszugeben. Der Vorstand ist darüber hinaus ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Genehmigtes Kapital 2009/II.

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 30. April 2009 darüber hinaus ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 29. April 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 38.400.000 € durch Ausgabe von bis zu 15.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann vollständig oder ein- oder mehrmals in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Das Bezugsrecht der Aktionäre ist ausgeschlossen. Die neuen Aktien dürfen nur zur Gewährung von Aktien an Mitarbeiter der Deutschen Telekom und der nachgeordneten verbundenen Unternehmen (Belegschaftsaktien) ausgegeben werden. Die neuen Aktien können dabei auch an ein Kreditinstitut oder ein anderes die Voraussetzungen des § 186 Abs. 5 S. 1 AktG erfüllendes Unternehmen ausgegeben werden, das die Aktien mit der Verpflichtung übernimmt, sie ausschließlich zur Gewährung von Belegschaftsaktien zu verwenden. Soweit gesetzlich zulässig, können die Belegschaftsaktien auch in der Weise ausgegeben werden, dass die auf sie zu leistende Einlage aus dem Teil des Jahresüberschusses gedeckt wird, den Vorstand und Aufsichtsrat nach § 58 Abs. 2 AktG in andere Gewinnrücklagen einstellen können. Die als Belegschaftsaktien auszugebenden Aktien können auch im Wege von Wertpapierdarlehen von einem Kreditinstitut oder einem anderen die Voraussetzungen des § 186 Abs. 5 S. 1 AktG erfüllenden Unternehmen beschafft und die neuen Aktien zur Rückführung dieser Wertpapierdarlehen verwendet werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Bedingtes Kapital.

Zum 31. Dezember 2010 bestanden folgende bedingte Kapitale:

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in Tsd. € in Tsd. Aktien Zweck
Bedingtes Kapital II 31.813 12.427 Erfüllung von Bezugsrechten auf Aktien aus Aktienoptionen
Bedingtes Kapital 2010 1.100.000 429.688 Bedienung ausgegebener oder garantierter Wandel -/Optionsschuldverschreibungen

Bedingtes Kapital II.

Das Grundkapital ist um bis zu 31.813.089,28 €, eingeteilt in bis zu 12.426.988 neue auf den Namen lautende Stückaktien, bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Erfüllung von Bezugsrechten auf Aktien aus Aktienoptionen, die auf Grund des Ermächtigungsbeschlusses für einen Aktienoptionsplan 2001 der Hauptversammlung vom 29. Mai 2001 in der Zeit bis zum 31. Dezember 2003 an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Führungskräfte der Ebenen unterhalb des Vorstands der Gesellschaft sowie an weitere Führungskräfte, Leiter und Spezialisten der Gesellschaft und an Vorstände, Mitglieder der Geschäftsführung und weitere Führungskräfte, Leiter und Spezialisten von nachgeordneten Konzernunternehmen im In- und Ausland begeben wurden. Weitergehende Angaben können den Erläuterungen zu Anmerkung 24 (Aktienorientierte Vergütungssysteme) entnommen werden.

Im Berichtsjahr wurden keine Bezugsrechte im Rahmen des Aktienoptionsplans 2001 ausgeübt. Daher hat sich das bedingte Kapital II in Höhe von 31.813.089,28 € nicht verändert.

Bedingtes Kapital 2010.

Das Grundkapital ist zum 31. Dezember 2010 um 1.100.000.000 € bedingt erhöht – eingeteilt in bis zu 429 687 500 auf den Namen lautende Stückaktien – (Bedingtes Kapital 2010). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie

a) die Inhaber bzw. Gläubiger von Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) mit Options- oder Wandlungsrechten, die von der Deutschen Telekom oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften auf Grund des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Mai 2010 bis zum 2. Mai 2015 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder
b) die aus von der Deutschen Telekom oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften auf Grund des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 3. Mai 2010 bis zum 2. Mai 2015 ausgegebenen oder garantierten Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) Verpflichteten ihre Options- bzw. Wandlungspflicht erfüllen

und nicht andere Erfüllungsformen eingesetzt werden. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahrs an, in dem sie durch Ausübung von Options- oder Wandlungsrechten oder durch Erfüllung von Options- bzw. Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt § 5 Abs. 5 der Satzung entsprechend der jeweiligen Inanspruchnahme des bedingten Kapitals und nach Ablauf sämtlicher Options- bzw. Wandlungsfristen zu ändern.

Eigene Anteile.

Der zum 31. Dezember 2010 auf die eigenen Anteile entfallende Betrag des gezeichneten Kapitals beträgt 4,8 Mio. €. Dies entspricht einem Anteil am Grund- kapital in Höhe von 0,04%. Der im Vergleich zum Stichtag 2009 unveränderte Bestand an eigenen Anteilen in Höhe von 1.881.508 Stück setzt sich dabei wie folgt zusammen:

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Anzahl
Mitarbeiterprogramm 1999 5.185.278
Abgang durch das Mitarbeiterprogramm 2000 (2.988.980)
Abgang durch das Mitarbeiterprogramm 2005 (314.790)
1.881.508

Erwerb und Einziehung eigener Anteile.

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 3. Mai 2010 wurde der Vor- stand ermächtigt, bis zum 2. November 2011 Aktien der Gesellschaft mit einem auf diese entfallenden Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 1.116.497.918,20 € mit folgender Maßgabe zu erwerben. Auf die auf Grund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß §§ 71 d und 71 e AktG zuzurechnen sind, entfallen zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des Grundkapitals der Gesellschaft. Ferner sind die Voraussetzungen des § 71 Abs. 2 S. 2 und 3 AktG zu beachten. Der Erwerb darf nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien erfolgen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Der Erwerb kann innerhalb des Ermächtigungszeitraums bis zur Erreichung des maximalen Erwerbsvolumens in Teiltranchen, verteilt auf verschiedene Erwerbszeitpunkte, erfolgen. Der Erwerb kann auch durch von der Deutschen Telekom im Sinn von § 17 AktG abhängige Konzernunternehmen oder durch Dritte für Rechnung der Deutschen Telekom oder für Rechnung von nach § 17 AktG abhängigen Konzernunternehmen der Deutschen Telekom durchgeführt werden. Der Erwerb erfolgt unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53 a AktG) über die Börse. Er kann stattdessen auch mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kauf- oder Aktientauschangebots erfolgen, bei dem, vorbehaltlich eines zugelassenen Ausschlusses des Andienungsrechts, der Gleichbehandlungsgrundsatz ebenfalls zu wahren ist.

Der Hauptversammlungsbeschluss vom 3. Mai 2010 hat den Vorstand unter anderem auch dazu ermächtigt, Aktien der Deutschen Telekom, die auf Grund der vorstehenden Ermächtigung erworben werden, einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Auf Grundlage dieser Ermächtigung hat der Vorstand am 27. Juli 2010 die Durchführung eines Aktienrückkaufprogramms beschlossen.

Das Rückkaufprogramm wurde am 3. Dezember 2010 abgeschlossen. Insgesamt wurden 40.001 Tsd. Stück Aktien mit einem Gesamterwerbsvolumen von insgesamt 400 Mio. € (ohne Nebenkosten) erworben (durchschnittlicher Kaufpreis pro Aktie: 9,99 €). Am 14. Dezember 2010 hat der Vorstand beschlossen, das Grundkapital der Deutschen Telekom entsprechend herabzusetzen und die erworbenen Aktien einzuziehen. Als Folge daraus verringerte sich das gezeichnete Kapital um 102 Mio. € (2,56 € rechnerischer Wert pro Aktie) und die Gewinnrücklagen der Deutschen Telekom um 400 Mio. € zum 31. Dezember 2010. Der Kapitalrücklage wurden 102 Mio. € gemäß § 237 Abs. 5 AktG zugeführt.

22 Kapitalrücklage.

Im Berichtsjahr erhöht sich die Kapitalrücklage durch die Einstellung von 102 Mio. € gemäß § 237 Abs. 5 AktG. Im Rahmen des Aktienrückkaufs und der anschließenden Einziehung der Aktien ist der auf die eingezogenen Aktien entfallende Betrag des Grundkapitals in die Kapitalrücklage einzustellen.

23 Gewinnrücklagen.

Die Gewinnrücklagen beinhalten die Einstellungen aus den Jahresüberschüssen der Vorjahre in die sonstigen Gewinnrücklagen. Ferner hat die Deutsche Telekom im Berichtsjahr im Rahmen eines Aktienrückkaufs auf die Deutsche Telekom ausgegebene Anteile am Markt zurück erworben und anschließend eingezogen (vgl. Anmerkung 21). Auf Grund der Einziehung vermindern sich die anderen Gewinnrücklagen um 400 Mio. €. Die Rücklage für eigene Anteile in Höhe von 4,8 Mio. € wurde in die anderen Gewinnrücklagen umgebucht.

24 Aktienorientierte Vergütungssysteme.

Aktienoptionsplan Deutsche Telekom.

Im Berichtsjahr ergab sich die in folgender Tabelle dargestellte Entwicklung der Optionsrechte:

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Aktienoptionsplan 2001
2010 2009 2008
--- --- --- --- --- --- ---
Aktien-

optionen

Tsd. Stück
Gewichteter durch-

schnittlicher Ausübungspreis

Aktienoptionen

Tsd. Stück
Gewichteter durch-

schnittlicher Ausübungspreis

Aktien-

optionen

Tsd. Stück
Gewichteter durch-

schnittlicher Ausübungspreis

--- --- --- --- --- --- ---
Ausstehende Aktienoptionen zu Beginn des Berichtsjahrs 8.057 24,14 9.006 24,38 9.746 24,47
Gewährt - - - - - -
Ausgeübt - - - - (22) 12,36
Verfallen (1.357) 27,63 (949) 26,43 (718) 25,95
Ausstehende Aktienoptionen zum Ende des Berichtsjahrs 6.700 23,44 8.057 24,14 9.006 24,38
Ausübbar zum Ende des Berichtsjahrs 6.700 23,44 8.057 24,14 9.006 24,38

Ergänzende Angaben.

Auf Grundlage des Aktienoptionsplans 2001 kam es im August 2001 und im Juli 2002 zur Ausgabe von Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands, weitere Führungskräfte sowie an Spezialisten der Gesellschaft und ihrer verbundenen Unternehmen.

Der Ausübungspreis ist zugleich das Erfolgsziel. Der Ausübungspreis je Aktie beträgt 120% des Referenzkurses. Der Referenzkurs entsprach dem höheren der Werte aus dem Vergleich des nicht gewichteten Durchschnitts der Schlusskurse der T-Aktie im Xetra-Handel der Deutschen Börse AG, Frankfurt am Main, während der letzten 30 Handelstage vor dem Tag der Ausgabe der Bezugsrechte und dem Schlusskurs der T-Aktie im Xetra-Handel am Tag der Ausgabe der Bezugsrechte.

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Ausgabedatum der Bezugsrechte Aktienoptionsplan 2001
Gewährte Aktien-

optionen

Tsd. Stück
Ausübungs-

preis

Referenzkurs

Aktienkurs bei XETRA- Schluss-

notierung zum Zeitpunkt der Gewährung

Optionswert im Zeitpunkt der Begebung

Laufzeit der Option bis zum
--- --- --- --- --- --- ---
13. August 2001 8.221 30,00 25,00 19,10 4,87 12. August 2011
15. Juli 2002 3.928 12,36 10,30 10,30 3,79 14. Juli 2012

50% der gewährten Bezugsrechte durften erst nach Ablauf einer Wartezeit von zwei Jahren ausgeübt werden; die übrigen 50% der gewährten Bezugsrechte frühestens nach Ablauf einer Wartezeit von drei Jahren. Alle Wartezeiten sind zwischenzeitlich abgelaufen. Die Optionsrechte sind rechtsgeschäftlich nicht veräußerbar, übertragbar, verpfändbar oder anderweitig wirtschaftlich verwertbar, mit Ausnahme des Todesfalls, in welchem die Optionen auf den Erben übergehen.

Seit dem Jahr 2003 wurden keine neuen Aktienoptionspläne aufgelegt. Von der Hauptversammlung 2004 wurde die Ermächtigung von Vorstand und Aufsichtsrat zur Ausgabe weiterer Bezugsrechte für den Aktienoptionsplan 2001 aufgehoben.

Die Deutsche Telekom behält sich das Recht vor, nach eigenem Ermessen den Bezugsberechtigten an Stelle neuer Aktien einen Barausgleich zu zahlen (Stock Appreciation Rights, „SAR”). Durch die Ausübung eines SAR erlischt die entsprechende Option, und durch die Ausübung einer Option erlischt das entsprechende SAR. Bis zum 31. Dezember 2010 wurde kein entsprechender Wandlungsbeschluss gefasst.

Des Weiteren gewährte die Deutsche Telekom in den Jahren 2001 und 2002 Mitarbeitern in den Ländern, in denen es rechtlich nicht möglich war, Aktienoptionen auszugeben, Rechte auf einen Barausgleich an Stelle von Aktien. Insgesamt wurden dabei 167.920 SARs ausgegeben. Im Berichtsjahr sind 1.690 SARs verfallen. Zum 31. Dezember 2010 standen noch 132.665 SARs aus.

Deutsche Telekom AG (vormals T-Online Inter national AG (vor Verschmelzung)).

Im Mai 2001 bewilligte die Hauptversammlung der T-Online International AG den Aktienoptionsplan 2001, der zur Ausgabe von Aktienoptionen im August 2001 und im Juli 2002 führte. Mit dem Eintrag in das Handelsregister am 6. Juni 2006 wurde die Verschmelzung der T-Online International AG auf die Deutsche Telekom wirksam. Die Deutsche Telekom war gemäß Umwandlungsgesetz verpflichtet, den Inhabern der Aktienoptionen „gleichwertige Rechte“ zu gewähren. Dementsprechend ist im Verschmelzungsvertrag vereinbart worden, dass jedes Optionsrecht gemäß dem vertraglich bestimmten Umtauschverhältnis zum Bezug von 0,52 Stückaktien der Deutschen Telekom zu dem in den Optionsbedingungen jeweils genannten Ausübungspreis berechtigt. Der Vorstand hat am 2. August 2005 auf der Grundlage des Verschmelzungsvertrags beschlossen, dass zur Gewährung gleichwertiger Rechte ein Barausgleich vorgenommen wird.

Aus den einzelnen von der T-Online International AG aufgelegten Aktienoptionsplänen resultiert folgende Entwicklung der Optionsrechte:

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Aktienoptionsplan 2001
2010 2009 2008
--- --- --- --- --- --- ---
Aktien-

optionen

Tsd. Stück
Gewichteter durch-

schnittlicher Ausübungspreis

Aktienoptionen

Tsd. Stück
Gewichteter durch-

schnittlicher Ausübungspreis

Aktienoptionen

Tsd. Stück
Gewichteter durch-

schnittlicher Ausübungspreis

--- --- --- --- --- --- ---
Ausstehende Aktienoptionen zu Beginn des Berichtsjahrs 2.346 10,30 2.840 10,30 3.085 10,30
Gewährt - - - - - -
Ausgeübt - - - - - -
Verfallen (325) 9,15 (494) 10,31 (245) 10,30
Ausstehende Aktienoptionen zum Ende des Berichtsjahrs 2.021 9,15 2.346 10,30 2.840 10,30
Ausübbar zum Ende des Berichtsjahrs 2.021 9,15 2.346 10,30 2.840 10,30

Ergänzende Angaben.

Der Ausübungspreis der Optionen diente zugleich als Erfolgsziel, wobei der Ausübungspreis je Aktie 125% des Referenzkurses betrug. Der Referenzkurs entsprach dem höheren der Werte aus dem Vergleich des nicht gewichteten Durchschnitts der Schlusskurse der T-Online-Aktie im Xetra-Handel der Deutsche Börse AG, Frankfurt am Main, während der letzten 30 Handelstage vor dem Tag der Ausgabe der Bezugsrechte und dem Schlusskurs der T-Online-Aktie im Xetra-Handel am Tag der Ausgabe der Bezugsrechte.

Das Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat im Verfahren zur Überprüfung der Angemessenheit des Umtauschverhältnisses bei der Verschmelzung der T-Online International AG auf die Deutsche Telekom mit Beschluss vom 3. September 2010 entschieden, dass die Deutsche Telekom eine bare Zuzahlung in Höhe von 1,15 € je Aktie an ehemalige T-Online Aktionäre leisten muss.

Entsprechend den Regelungen des Verschmelzungsvertrags mindert diese bare Zuzahlung den – jeweils in den Optionsbedingungen genannten – Ausübungspreis. Dies führt im Ergebnis zu einer Minderung des jeweiligen Ausübungspreises um 1,15 €. Der um die bare Zuzahlung geminderte Ausübungspreis für die Tranche 2001 beträgt 9,20 € (bisher: 10,35 €); für die Tranche 2002 beträgt der geminderte Ausübungspreis 9,11 € (bisher: 10,26 €).

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Ausgabedatum der Bezugsrechte Aktienoptionsplan 2001
Gewährte Aktienoptionen

Tsd. Stück
Ausübungs-

preis im Zeitpunkt der Gewährung

Referenz-

kurs

Aktienkurs bei XETRA- Schluss-

notierung zum Zeitpunkt der Gewährung

Optionswert im Zeitpunkt der Begebung

Laufzeit der Option bis zum
--- --- --- --- --- --- ---
13. August 2001 2.370 10,35 8,28 7,73 3,72 12. August 2011
15. Juli 2002 2.067 10,26 8,21 7,36 4,06 14. Juli 2012

Hinsichtlich der Ausübung wurde geregelt, dass 50% der gewährten Optionen erst nach einer Wartezeit von zwei Jahren ausgeübt werden durften. Die übrigen 50 % der gewährten Optionen durften frühestens nach Ablauf einer Wartezeit von drei Jahren ausgeübt werden. Alle Wartezeiten sind zwischenzeitlich abgelaufen. Die Optionsrechte sind rechtsgeschäftlich nicht veräußerbar, übertragbar, verpfändbar oder anderweitig wirtschaftlich verwertbar, mit Ausnahme des Todesfalls, in welchem die Optionen auf den Erben übergehen.

Mid -Term Incentive Plan (MTIP) der Deutschen Telekom AG.

Im Geschäftsjahr 2004 führte die Deutsche Telekom zur Gewährleistung einer marktgerechten Gesamtvergütung für Vorstandsmitglieder, Senior Executives des Deutschen Telekom Konzerns sowie für weitere Berechtigte vor allem aus den USA und Großbritannien erstmals einen Mid-Term Incentive Plan (MTIP) ein. Mit dem MTIP ist ein globales, konzernweites Vergütungsinstrument für die Deutsche Telekom und weitere teilnehmende Konzernunternehmen geschaffen worden, das die mittel- und langfristige Wertsteigerung des Konzerns fördert und so die Interessen von Management und Anteilseignern bündelt.

Der MTIP ist ein cash-basierter Plan, der an zwei gleich gewichtete, aktienbezogene Erfolgsparameter – einen absoluten und einen relativen – gebunden ist. Bei Erreichung beider Erfolgsziele wird der gesamte und bei Erreichung nur eines Erfolgsziels die Hälfte des ausgelobten Betrags ausgezahlt. Eine Auszahlung unterbleibt, wenn keines der beiden Erfolgsziele erreicht wird.

Über die Neuauflage und über die konkrete Ausgestaltung, insbesondere der Erfolgsziele, wird jährlich neu entschieden. Dabei werden die Erfolgsziele auf ihre Ambitioniertheit und ihre strategische Relevanz hin überprüft und ggf. entsprechend geändert. Nach Planbeginn sind jegliche Änderungen von Art oder Höhe der Erfolgsziele ausgeschlossen. Im Rahmen der jährlichen Überprüfung der Erfolgsziele wurden bisher keine Änderungen vorgenommen, so dass die nachstehend beschriebenen Ziele auf alle bisher aufgelegten Pläne Anwendung fanden.

Der MTIP wurde im Jahr 2010 letztmalig begeben.

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MTIP Deutsche Telekom AG1
Absolutes Erfolgsziel Relatives Erfolgsziel
--- --- --- --- --- --- ---
Laufzeit

Jahre
Maximales Budget

Mio. €
Ausgangswert T-Aktie

Erfolgsziel T-Aktie

Ausgangswert des Total Return der T-Aktie

Ausgangswert des Total Return Index

Punkte
--- --- --- --- --- --- ---
MTIP 2008 3 83 15,11 19,64 15,11 601,59
MTIP 2009 3 55 11,01 14,31 11,01 328,55
MTIP 2010 3 57 10,29 13,38 10,29 417,62

1 Der anteilig zurückzustellende und als Aufwand zu erfassende Betrag wird nach dem Monte-Carlo-Modell berechnet.

Das absolute Erfolgsziel ist erfüllt, wenn am Ende der einzelnen Pläne der Aktienkurs der T-Aktie um mindestens 30% im Vergleich zum Kurs der T-Aktie bei Planbeginn gestiegen ist. Maßstab für die Betrachtung sind die nicht gewichteten Durchschnitte der Schlusskurse der T-Aktie im Xetra- Handel der Deutschen Börse AG während der letzten 20 Börsenhandelstage vor Planbeginn bzw. vor Planende.

Das relative Erfolgsziel ist erfüllt, wenn sich der Total Return der T-Aktie während der jeweiligen Planlaufzeit prozentual besser entwickelt hat als der Dow Jones Euro STOXX® Total Return Index. Maßstab sind die nicht gewichteten Durchschnitte der T-Aktie (auf Basis der Schlusskurse der T-Aktie im Xetra-Handel) zuzüglich des in die T-Aktie reinvestierten Werts der Dividendenzahlungen, der Bonusaktien etc. sowie die nicht gewichteten Durchschnitte des Dow Jones Euro STOXX® Total Return Index, jeweils während der letzten 20 Börsenhandelstage vor Planbeginn bzw. vor Planende.

Nach Ablauf der Laufzeit der einzelnen Pläne stellt der Präsidialausschuss des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom die Zielerreichung des absoluten sowie des relativen Erfolgsziels für den Vorstand fest. Auf dieser Grundlage stellt der Vorstand die Zielerreichung einheitlich für die Deutsche Telekom und alle teilnehmenden Unternehmen fest und kommuniziert diese. Im Anschluss an die Feststellung der Zielerreichung erfolgt bei Erreichung eines oder beider Ziele unabhängig voneinander die Auszahlung an die Planteilnehmer.

Der Präsidialausschuss des Aufsichtsrats hat in seiner Sitzung am 3. Februar 2010 und der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 24. Februar 2010 festgestellt, dass in der Tranche 2007 des MTIP die relative Planhürde erreicht worden ist. Somit wurden 50% des Auslobungsvolumens der Tranche 2007 im Jahr 2010 ausgezahlt.

25 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen.

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in Mio. € 31.12.2010 31.12.2009
Unmittelbare Pensionsverpflichtungen davon: Parallelverpflichtungen 1,3 Mrd. € (31.12.2009: 1,4 Mrd. €) 2.444 2.575
Mittelbare Pensionsverpflichtungen 215 191
2.659 2.766
Verpflichtungen gemäß Artikel 131 GG 3 3
2.662 2.769

Der aufgeführte Bilanzansatz der Pensionsverpflichtungen wird auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten ermittelt.

Die Pensionsverpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern beruhen auf mittelbaren und unmittelbaren Versorgungszusagen. Zu den mittelbaren Versorgungszusagen zählen die Verpflichtungen der Versorgungsanstalt der Deutschen Bundespost (VAP) sowie der Unterstützungskasse Deutsche Telekom Betriebsrenten-Service e.V.

Die unmittelbaren Versorgungszusagen der Deutschen Telekom umfassen die Direktzusagen ohne und mit VAP-Parallelverpflichtung. Die VAP-Parallelverpflichtungen beruhen auf unmittelbar gegenüber der Deutschen Telekom bestehenden Rechtsansprüchen, die ursprünglich gegenüber der VAP bestanden. Die Verpflichtungen der VAP ruhen insoweit.

Die VAP-Leistungen stocken die Rentenbezüge der gesetzlichen Altersversicherung bis zu der nach der Satzung festgelegten Höhe auf und sind grundsätzlich von den Bezügen und der anrechenbaren Dienstzeit der berechtigten Mitarbeiter abhängig. Für die in der Vergangenheit erworbenen Ansprüche auf VAP-Leistungen haben die Tarifparteien im Rahmen der Neuordnung der betrieblichen Altersversorgung im Jahr 1997 eine Besitzstandsregelung vereinbart.

Demnach werden die Ansprüche von Rentnern und rentennahen Jahrgängen unverändert fortgeführt. Bei jüngeren Anwärtern wurden die Ansprüche abhängig von der bisherigen Versicherungsdauer in eine Initialgutschrift auf ein vom Arbeitgeber geführtes Kapitalkonto umgerechnet. Die Deutsche Telekom leistet jährliche Gutschriften auf dieses Konto. Im Versorgungsfall wird der erreichte Kontostand als Einmalbetrag oder in Raten ausgezahlt oder alternativ in eine lebenslängliche Rente umgewandelt.

Auf Grund des Tarifvertrags zur Neuregelung der betrieblichen Altersversorgung bei der Deutschen Telekom vom 17. August 2005 erfolgte eine Änderung der Durchführungsform. Demnach werden alle Leistungen der betrieblichen Altersversorgung für aktive und ruhende Arbeitsverhältnisse nunmehr unmittelbar und mit Rechtsanspruch gewährt.

Bis zum 31. Dezember 2009 wurde handelsrechtlich eine Pensionsrückstellung nach § 6 a EstG gebildet. Mit Einführung des BilMoG zum 1. Januar 2010 erfolgt die Bewertung der Pensionsrückstellungen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren. Der sich durch die geänderte Bewertung der Pensionsrückstellungen ergebende Zuführungsbetrag wird gemäß den Übergangsvorschriften (Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB) des BilMoG über 15 Jahre verteilt.

Zum 31. Dezember 2010 beträgt der Anteil der auf Grund der Übergangsvorschriften des BilMoG in der Bilanz nicht ausgewiesenen Pensionsrückstellungen 236 Mio. €.

Zum Stichtag liegen der Berechnung die folgenden Annahmen zugrunde:

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in % 31.12.2010
Rechnungszinssatz 5,16
Gehaltstrend
Tariflich Angestellte 3,25
Außertariflich Angestellte 3,50
Rententrend
allgemein 1,50
satzungsgemäß 1,00

Für die Deutsche Telekom erfolgt die Bewertung der Pensionsverpflichtungen unter Verwendung der biometrischen Grundlagen der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck.

26 Steuerrückstellungen.

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in Mio. € 31.12.2010 31.12.2009
Körperschaftsteuer 46 207
Gewerbeertragsteuer 1 242
Sonstige Steuern 77 98
124 547

Die im Vorjahr ausgewiesenen Steuerrückstellungen waren im Wesentliche durch die Verschmelzung der T-Mobile International AG, Bonn, auf die Deutsche Telekom bedingt.

27 Sonstige Rückstellungen.

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in Mio. € 31.12.2010 31.12.2009
Verpflichtungen aus dem Personalbereich
Postbeamtenkrankenkasse 96 88
Altersteilzeit 71 220
Vorzeitiger Ruhestand (BPS-PT) 13 655
Personalanpassung - 63
Übrige Verpflichtungen 217 299
Sonstige Verpflichtungen
Rückstellungen aus dem Schuldbeitritt für Pensionen und Altersteilzeit 1.424 1.325
Drohverluste aus sonstigen schwebenden Geschäften 330 375
Drohverluste aus Zinsderivaten 242 253
Prozessrisiken 137 478
Ausstehende Rechnungen 128 378
Rückbauverpflichtungen 13 59
Übrige sonstige Rückstellungen 232 405
2.903 4.598

Die Rückstellung für die Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK) deckt das Risiko für Ausgleichszahlungen an die PBeaKK ab. Das Risiko entsteht, wenn nach planmäßiger Entnahme aus dem Fondsvermögen noch eine Deckungslücke verbleiben würde. Die Deutsche Telekom macht von der Möglichkeit der Beibehaltung des bisherigen Wertansatzes Gebrauch, soweit der aufzulösende Betrag bis spätestens zum 31. Dezember 2024 wieder zugeführt werden müsste. Unter Verzicht des Beibehaltungswahlrechts hätte sich ein Auflösungsbetrag der Rückstellungen für die PBeaKK in Höhe von 7 Mio. € ergeben.

Der Rückgang der Rückstellung für Altersteilzeit resultiert im Wesentlichen aus der Saldierung der Rückstellung mit dem CTA-Vermögen gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB. Die Rückstellung in Höhe von 71 Mio. € umfasst vollständig den Aufstockungsbetrag.

Im Jahr 2006 wurde das „Zweite Gesetz zur Änderung des Gesetzes zur Verbesserung der personellen Struktur beim Bundeseisenbahnvermögen und in den Unternehmen der Deutschen Bundespost” verabschiedet. Danach können Beamte nach Vollendung des 55. Lebensjahrs und bei Erfüllung aller im Gesetz festgelegten Kriterien den vorzeitigen Ruhestand beantragen. Die Deutsche Telekom gleicht die hierbei entstehenden Abschläge bei der Altersversorgung für die Beamten durch Abschlagszahlungen an den BPS-PT sowie sonstige Kosten teilweise aus. Die Rückstellung für den vorzeitigen Ruhestand von Beamten wurde im Berichtsjahr auf Grund von fortgesetzten Zurruhesetzungen in Höhe von 655 Mio. € in Anspruch genommen. Ein Restbetrag verbleibt aus der Beamtenbesoldungserhöhung. Die Entwicklung der daraus resultierenden Verbindlichkeiten ist unter Anmerkung 28 dargestellt.

Die Rückstellungen für Personalanpassungen sowie die übrigen Verpflichtungen aus dem Personalbereich vermindern sich insbesondere infolge der Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home.

Die Rückstellungen für den Schuldbeitritt für Pensionen und Altersteilzeit in Höhe von 1,4 Mrd. € umfassen insbesondere die durch die Deutsche Telekom wirtschaftlich übernommenen Verpflichtungen der Servicegesellschaften für Pensionsansprüche.

Die Rückstellungen für drohende Verluste aus sonstigen schwebenden Geschäften resultieren wie im Vorjahr im Wesentlichen aus mit konzernfremden Partnern geschlossenen Verträgen, die der Erzielung eines Deckungsbeitrags für die Aufwendungen, die sich aus dem Personalüberhang ergeben, dienen.

Der Rückgang der Drohverlustrückstellungen aus Zinsderivaten zum 31. Dezember 2010 um 11 Mio. € auf 242 Mio. € ergibt sich im Wesentlichen aus der Marktwertentwicklung von Zins- und Zinswährungsswaps.

Die Rückstellungen für Prozessrisiken reduzieren sich gegenüber dem 31. Dezember 2009 überwiegend auf Grund der Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home.

Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen umfassen zum 31. Dezember 2010 unter anderem Rückstellungen für Rechts-, IT- und Managementberatung sowie Verkaufsprovisionen. Die Verringerung gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf die Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home zurückzuführen.

Die übrigen sonstigen Rückstellungen setzen sich unter anderem aus Rückstellungen für Altlasten, Rückstellungen für Zuschüsse an durch die Deutsche Telekom unterstützte Lehrstühle sowie Rückstellungen für Jahresabschlusskosten und Archivierungskosten zusammen.

Die Deutsche Telekom macht vom Beibehaltungswahlrecht des höheren Wertansatzes der Rückstellungen im Rahmen der Übergangsvorschriften zum BilMoG Gebrauch. Unter Verzicht der Beibehaltung des höheren Wertansatzes ergibt sich ein Überdeckungsbetrag der übrigen sonstigen Rückstellungen in Höhe von 3 Mio. €.

28 Verbindlichkeiten.

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in Mio. € 31.12.2010 31.12.2009
Insgesamt davon mit einer Restlaufzeit Insgesamt davon mit einer Restlaufzeit
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
bis 1 Jahr über 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre bis 1 Jahr über 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Finanzverbindlichkeiten
Anleihen 1.926 50 593 1.283 1.560 13 630 917
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.785 1.955 2.507 323 4.635 1.807 2.042 786
6.711 2.005 3.100 1.606 6.195 1.820 2.672 1.703
Übrige Verbindlichkeiten
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen - - - - 6 5 - 1
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 331 331 - - 861 861 - -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 22.177 10.430 4.564 7.183 28.512 10.289 9.371 8.852
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 318 318 - - 7 7 - -
Sonstige Verbindlichkeiten 5.205 2.197 1.793 1.215 4.505 1.778 1.630 1.097
davon: Aus Steuern 224 224 - - 242 242 - -
davon: Im Rahmen der sozialen Sicherheit 40 17 19 4 33 8 19 6
28.031 13.276 6.357 8.398 33.891 12.940 11.001 9.950
Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten 34.742 15.281 9.457 10.004 40.086 14.760 13.673 11.653

Die Anleihen betreffen nahezu ausschließlich mit 983 Mio. € Postschatzanweisungen der Deutschen Post AG, Bonn, mit 299 Mio. € Bonds und mit 630 Mio. € Medium Term Notes.

Im Einzelnen gliedern sich die Anleihen wie nachfolgend dargestellt. Die Zuordnung der variabel verzinslichen Anleihen orientiert sich in der Aufstellung nach dem zum 31. Dezember 2010 gültigen letzten Zinsfixing.

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fällig zum 31. Dezember

in Mio. €
bis 2% bis 3% bis 4% bis 7% bis 8% Gesamt
2011 37 13 - - - 50
2012 - - - - - -
2013 123 205 - - - 328
2014 - - 265 - - 265
2015 - - - - - -
2016 bis 2020 - 300 - - 983 1.283
Summe 160 518 265 - 983 1.926

Der Anstieg der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 150 Mio. € ist hauptsächlich auf die im Vergleich zur Tilgung höheren Emissionen aus Commercial Papers gegenüber dem 31. Dezember 2009 zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen nahezu ausschließlich Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 14,7 Mrd. € (31. Dezember 2009: 20,2 Mrd. €) sowie mit 6,6 Mrd. € (31. Dezember 2009: 7,0 Mrd. €) Verbindlichkeiten aus dem Cash Pooling. Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen mit 14,3 Mrd. € (31. Dezember 2009: 19,6 Mrd. €) Verbindlichkeiten gegenüber der Deutschen Telekom International Finance B.V., Amsterdam. Der sich ergebende Rückgang ist auf die im Vergleich zur Neuaufnahme höheren Tilgungen von Krediten in Höhe von 5,3 Mrd. € zurückzuführen.

Die Deutsche Telekom International Finance B.V., Amsterdam, (DT IF) emittiert Bonds und Medium Term Notes, die sie an Konzernunternehmen weiterreicht.

Die hieraus resultierenden Verbindlichkeiten der Deutschen Telekom gegenüber der DT IF gliedern sich im Wesentlichen wie nachfolgend dargestellt. Das Jahr der externen Kapitalaufnahmen bei der DT IF ist in einzelnen Fällen nicht mit dem Jahr der Weitergabe an die Deutsche Telekom identisch.

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Tranche 2002 Nominalbetrag in Währung Zinssatz

in %
Laufzeit
GBP 250.000.000 7,195 2012
Tranche 2003 Nominalbetrag in Währung Zinssatz

in %
Laufzeit
EUR 1.717.418.341 7,215 2011
USD 626.865.000 5,335 2013
EUR 500.000.000 6,706 2018
EUR 500.000.000 7,580 2033
Tranche 2005 Nominalbetrag in Währung Zinssatz

in %
Laufzeit
GBP 250.000.000 4,950 2014
EUR 1.588.801.384 4,075 2015
Tranche 2006 Nominalbetrag in Währung Zinssatz

in %
Laufzeit
EUR 666.563.254 4,575 2013
EUR 500.000.000 4,825 2016
Tranche 2008 Nominalbetrag in Währung Zinssatz

in %
Laufzeit
EUR 200.000.000 5.926 2023
Tranche 2009 Nominalbetrag in Währung Zinssatz

in %
Laufzeit
EUR 425.000.000 4,450 2014
EUR 2.000.000.000 6,075 2017
EUR 350.000.000 5,450 2021
GBP 700.000.000 6,575 2022
Tranche 2010 Nominalbetrag in Währung Zinssatz

in %
Laufzeit
GBP 250.000.000 7,195 2012
GBP 250.000.000 7,455 2019
EUR 462.246.714 4,375 2020
GBP 300.000.000 7,715 2030
EUR 300.000.000 4,625 2030

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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in Mio. € 31.12.2010 31.12.2009
Verbindlichkeiten aus der Regelung für den vorzeitigen Ruhestand 2.329 1.895
Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen 1.146 1.093
Verbindlichkeiten aus Collaterals 625 578
Verbindlichkeiten aus Zinsen 359 323
Verbindlichkeiten aus Steuern 224 242
Verbindlichkeiten aus Derivaten 120 122
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 18 52
Sonstige übrige Verbindlichkeiten 384 200
5.205 4.505

Die Verbindlichkeiten aus der Regelung für den vorzeitigen Ruhestand für Beamte bestehen gegenüber dem BPS-PT und resultieren aus Zahlungsverpflichtungen aus bereits unterzeichneten Verträgen. Die Verpflichtungen sind in bis zu sieben Jahresraten zu zahlen. Der Anstieg ist in einer verstärkten Inanspruchnahme der Vorruhestandsregelung begründet.

Die Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen bestehen gegenüber Versicherungen und anderen institutionellen Anlegern. Sie sind mit Ausnahme der in den Jahren 2002 bis 2010 erhaltenen Darlehen in Höhe von insgesamt 673 Mio. € durch die Bundesrepublik Deutschland gesichert.

Collaterals sind Barsicherheiten und werden zur Absicherung des Ausfallrisikos von derivativen Finanzinstrumenten eingesetzt. Die Deutsche Telekom erhält in diesem Zusammenhang Sicherheiten in Form von Barmitteln von ihren Vertragspartnern, wenn die Marktwerte der derivativen Finanzinstrumente einen bestimmten Betrag, den so genannten Freibetrag, überschreiten.

Bei den Verbindlichkeiten aus Zinsen handelt es sich im Wesentlichen um Zinsabgrenzungen aus Schuldscheindarlehen, Anleihen, Zinsderivaten und sonstigen Verbindlichkeiten.

Die Steuerverbindlichkeiten setzen sich im Wesentlichen aus Ertragsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 5 Mio. € (31. Dezember 2009: 5 Mio. €) und Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern in Höhe von 217 Mio. € (31. Dezember 2009: 237 Mio. €) zusammen. Die Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer des Organträgers aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit in Höhe von 204 Mio. € und Lohnsteuerverbindlichkeiten in Höhe von 12 Mio. €.

Unter den Verbindlichkeiten aus Derivaten werden Abrechnungserfolge aus ausgelaufenen Sicherungsgeschäften bei rollierender Sicherung ausgewiesen (Prolongationserfolge).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern resultieren überwiegend aus Abfindungsvereinbarungen, die im Rahmen des Personalumbauprogramms abgeschlossen wurden.

29 Rechnungsabgrenzungsposten.

Der Anstieg des passiven Rechnungsabgrenzungspostens gegenüber dem Vorjahr in Höhe von 119 Mio. € resultiert im Wesentlichen aus Agien aus aufgenommenen Darlehen gegenüber der DT IF.

30 Passive latente Steuern.

Im Berichtsjahr besteht ein Aktivüberhang bei den latenten Steuern. Die Deutsche Telekom übt das Wahlrecht gemäß § 274 Abs. 1 HGB zum Ansatz der sich daraus ergebenden Steuerentlastung als aktive latente Steuern nicht aus. Die aktiven wie passiven latenten Steuern beruhen im Wesentlichen auf Differenzen der Bilanzpositionen immaterielle Vermögensgegenstände, Grundstücke und Bauten, technische Anlagen und Maschinen und Rückstellungen sowie auf Verlustvorträgen. Bei der Ermittlung der latenten Steuern wird ein effektiver Steuersatz für die Körperschaftsteuer nebst Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von 30,5% angewendet.

Sonstige Angaben.

31 Haftungsverhältnisse und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB sowie Gründe der Einschätzung des Risikos der Inanspruchnahme von Haftungsverhältnissen gemäß § 285 Nr. 27 HGB.

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in Mio. € 31.12.2010 31.12.2009
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 780 716
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen davon: Gegenüber verbundenen Unternehmen 0 Mio. € (31.12.2009: 0 Mio. €) 27.044 25.915
27.824 26.631

Die Bürgschaften beinhalten Prozess-, Mietkautions- und Gewährleistungsbürgschaften. Die Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen bestehen gegenüber Dritten und werden zum Teil für verbundene Unternehmen eingegangen.

Die Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen beinhalten Garantien sowie Patronatserklärungen und bestehen im Wesentlichen zu Gunsten der Deutschen Telekom International Finance B.V. (DT IF), Amsterdam (18,2 Mrd. €), der Telekom Deutschland (4,3 Mrd. €), der Everything Everywhere Ltd., Hatfield, (1,3 Mrd. €) sowie der T-Systems International GmbH, Frankfurt am Main (410 Mio. €). Bei den Garantien handelt es sich im Wesentlichen um Kreditbesicherungsgarantien. Die Deutsche Telekom garantiert für die Erfüllung der – im Wesentlichen aus der Emittierung von Bonds und Medium Term Notes stammenden – Verbindlichkeiten der DT IF gegenüber fremden Dritten. Sofern die Finanz- mittel nicht an die Deutsche Telekom weitergereicht und damit bei ihr als Verbindlichkeit passiviert werden, ist eine Verpflichtung aus Gewährleistungsverträgen anzugeben.

Die Deutsche Telekom hat eine von der Everything Everywhere Ltd., Hatfield, emittierte Anleihe mit einem Nominalbetrag von 725 Mio. € erworben. Die Deutsche Telekom ist der Everything Everywhere Ltd., Hatfield, gegenüber verpflichtet, diese am 30. November 2011 fällige Finanzierung bis Ende März 2012 in derselben Höhe weiterhin zur Verfügung zu stellen, wobei die Anschlussfinanzierung zu dann marktüblichen Konditionen zu gewähren ist und auch in Form einer Garantie- oder Bürgschaftsübernahme erfolgen kann. Der Nominalbetrag von 725 Mio. € stellt das maximale Ausfallrisiko aus dieser Finanzierungszusage dar.

Die Deutsche Telekom hat im Jahr 2008 einen Rahmeneinkaufsvertrag mit der STRABAG Property and Facility Services GmbH, Münster, abgeschlossen. Damit konnte die Deutsche Telekom einen hoch spezialisierten Dienstleister für die Bewirtschaftung von Immobilien und die Wartung technischer Einrichtungen vertraglich langfristig an sich binden. Im Rahmen dieses Vertrags garantierte die Deutsche Telekom der STRABAG PFS innerhalb der nächsten zehn Jahre eine Mindestabnahme von Leistungen, die entweder von der Deutschen Telekom direkt oder ihren inländischen Tochtergesellschaften abgerufen werden. Die Deutsche Telekom übernahm dabei das Risiko einer unbedingten Zahlungsverpflichtung, soweit der Gegenwert der abgenommenen Leistungen den Gegenwert der vereinbarten Mindestabnahme unterschreitet. In diesem Fall kann die Deutsche Telekom – entsprechend der wirtschaftlichen Verursachung – Ansprüche gegen ihre inländischen Tochtergesellschaften geltend machen. Der Gegenwert der vertraglich vereinbarten Mindestabnahme von 2,2 Mrd. € ist in den Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen angegeben.

In dem Schiedsverfahren zwischen den Hauptgesellschaftern des Konsortiums Toll Collect, der Daimler Financial Services AG, Berlin, und der Deutschen Telekom sowie der Konsortialgesellschaft Toll Collect GbR, Berlin, einerseits und der Bundesrepublik Deutschland andererseits über Streitigkeiten, die mit dem Mauterhebungssystem zusammenhängen, erhielt die Deutsche Telekom die Klageschrift des Bundes am 2. August 2005. Darin machte der Bund einen Anspruch auf entgangene Mauteinnahmen in Höhe von ca. 3,5 Mrd. € nebst Zinsen wegen Verspätung der Aufnahme des Wirkbetriebs zum 1. September 2003 geltend. Die Summe der geltend gemachten Vertragsstrafen wurde in Höhe von ca. 1,7 Mrd. € nebst Zinsen gefordert. Die Vertragsstrafen beruhen auf angeblichen Verletzungen des Betreibervertrags (fehlender Zustimmung zu Unterauftragnehmerverträgen, verspäteter Bereitstellung von On-board-Units und Kontrolleinrichtungen). Der Bund hat mit Schriftsatz vom 16. Mai 2008 seine Klageforderung in Bezug auf den Mautausfallschaden neu berechnet und geringfügig um 169 Mio. € nach unten korrigiert. Die neue Klageforderung beträgt nunmehr ca. 3,3 Mrd. € zuzüglich Zinsen. Die Summe aller Hauptforderungen des Bundes (einschließlich Vertragsstrafenansprüche) beträgt nunmehr ca. 5,0 Mrd. €.

Die Beklagten haben am 30. Juni 2006 die Klageerwiderung eingereicht. Die Klägerin hat dazu mit Schriftsatz vom 14. Februar 2007 Stellung genommen. Nach weiteren Schriftsatzwechseln zwischen den Verfahrensbeteiligten fand im Juni 2008 eine erste mündliche Verhandlung statt, in der das Schiedsgericht rechtliche Fragen mit den Schiedsparteien erörterte, ohne dass hieraus bereits Schlüsse auf den Ausgang des Verfahrens gezogen werden könnten. Die Parteien reichten seitdem weitere Schriftsätze ein. In einer weiteren mündlichen Verhandlung im Dezember 2010 wurden verschiedene Zeugen und Sachverständige angehört. Es wurde eine weitere Schriftsatzfrist für die Parteien bis zum 20. Mai 2011 festgelegt.

Garantie von Bankkrediten. Die Deutsche Telekom garantiert gegenüber Dritten bis zu einem Höchstbetrag von 115 Mio. € Bankkredite, die der Toll Collect GmbH gewährt werden. Diese Garantien für Bankkredite haben eine Laufzeit bis zum 31. Mai 2012.

Kapitalintakthalteerklärung. Die Konsortialpartner haben die Verpflichtung, gesamt- und einzelschuldnerisch, weiteres Eigenkapital der Toll Collect GmbH bereitzustellen, um eine Eigenkapitalquote von mindestens 15% (des nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts aufgestellten Einzelabschlusses) zu gewährleisten (sog. „Kapitalintakthalteerklärung”). Diese Verpflichtung endet mit Ablauf des Betreibervertrags am 31. August 2015 oder früher, falls der Betreibervertrag vorzeitig gekündigt werden sollte.

Im Juni 2006 begann die Bundesrepublik Deutschland damit, die monatlichen Vorauszahlungen der Betreibervergütung an die Toll Collect GmbH partiell in Höhe von 8 Mio. € mit Vertragsstrafenforderungen aufzurechnen, die bereits Gegenstand des vorstehend beschriebenen Schiedsverfahrens sind. Als Folge der Aufrechnung könnte es für die Konsortialmitglieder im weiteren Verlauf erforderlich sein, der Toll Collect GmbH weitere Liquidität zuzuführen.

Die Risiken und Verpflichtungen von Compagnie Financière et Industrielle des Autoroutes S.A., Sèvres Cedex, (Cofiroute, die zu 10% Anteilseigener an der Toll Collect ist) sind auf den Betrag von 70 Mio. € beschränkt. Die Deutsche Telekom und Daimler Financial Services AG, Berlin, sind gesamtschuldnerisch verpflichtet, Cofiroute von weiteren Ansprüchen freizustellen.

Die Deutsche Telekom hält die Ansprüche der Bundesrepublik Deutschland für unbegründet. Darüber hinaus kann die Höhe einer möglichen Inanspruchnahme aus der Kapitalintakthalteerklärung oder aus der beschriebenen Schiedsklage, welche wesentlich sein könnten, auf Grund der oben beschriebenen Unsicherheiten nicht eingeschätzt werden.

Die zugunsten von verbundenen Unternehmen eingegangenen Eventualverbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen gegenüber Dritten sind nicht zu passivieren, da die zugrunde liegende Verpflichtung durch die Tochterunternehmen der Gesellschaft erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist.

Nachhaftung gemäß § 133 UmwG.

Nach § 133 UmwG haftet die Deutsche Telekom gesamtschuldnerisch für die Verpflichtungen des mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2010 ausgegliederten Geschäftsbereichs T-Home. Die gesamtschuldnerische Haftung besteht für Verpflichtungen, die vor der Ausgliederung begründet wurden. Sie endet fünf Jahre nach Bekanntmachung der Eintragung der Ausgliederung in das Handelsregister; diese erfolgte zum 30. März 2010. Im Ausgliederungsvertrag wurde geregelt, dass die Deutsche Telekom und die Telekom Deutschland sich wechselseitig von jeglicher gesetzlich angeordneten Mithaftung für Verbindlichkeiten freistellen, für die sie gemäß Ausgliederungsvertrag Hauptschuldner sind.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte.

Die vorgenannten Haftungsverhältnisse gehören auch zu den nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften. Darüber hinaus waren folgende finanzielle Verpflichtungen nicht in der Bilanz enthalten:

Zur strategischen Optimierung des Immobilienportfolios hat die Deutsche Telekom 11 Immobilien im Geschäftsjahr 2002 an die Sireo Immobilienfonds No. 1 GmbH und Co. KG, Frankfurt am Main (im Nachfolgenden Sireo), veräußert. Dabei wurden den Gesellschaftern der Sireo Put-Optionen in Bezug auf ihre Gesellschaftsanteile eingeräumt. Die Deutsche Telekom trägt hieraus das Risiko einer Zahlungsverpflichtung zum 31. Dezember 2010 von 534 Mio. €. Im Gegenzug hat die Deutsche Telekom Call-Optionen auf die Gesellschaftsanteile an der Sireo erhalten.

Im Rahmen des Anteilskaufvertrags der OTE-Gruppe im Jahr 2009 räumte die Deutsche Telekom dem griechischen Staat für weitere 10% der Anteile eine Verkaufsoption (Verkaufsoption II) ein. Diese konnte ab dem 10. November 2009 für zwölf Monate zum jeweils gültigen Marktpreis mit einem Aufschlag von zunächst 20 % und kann danach bis zum 31. Dezember 2011 mit einem Aufschlag von 15 % ausgeübt werden. Der Buchwert der Verkaufsoption II wird im Fall von Marktpreisänderungen zu jedem Bilanzstichtag angepasst. Die Deutsche Telekom trägt hieraus das Risiko einer Zahlungsverpflichtung zum 31. Dezember 2010 in Höhe von 346 Mio. €. Für die Bemessung der Zahlungsverpflichtung zum 31. Dezember 2010 wurde der Stichtagskurs der Aktie der Hellenic Telecommunications Organisation S.A. (OTE), Athen, zum 31. Dezember 2010 herangezogen.

32 Sonstige finanzielle Verpflichtungen.

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in Mio. € 31.12.2010 31.12.2009
Insgesamt davon mit einer Fälligkeit Insgesamt davon mit einer Fälligkeit
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im kommenden Geschäftsjahr ab dem zweiten folgenden Geschäftsjahr im kommenden Geschäftsjahr ab dem zweiten folgenden Geschäftsjahr
--- --- --- --- --- --- ---
Barwert der Zahlungen an den BPS-PT 5.831 660 5.171 6.555 700 5.855
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 9.429 1.585 7.844 10.136 1.863 8.273
davon: Gegenüber verbundenen Unternehmen 9,2 Mrd. € (31.12.2009: 9,6 Mrd. €)
Bestellobligo aus begonnenen Investitionen, einschließlich Verpflichtungen aus künftigen Aufwendungen 512 422 90 1.814 1330 484
davon: Gegenüber verbundenen Unternehmen 192 Mio. € (31.12.2009: 596 Mio. €)
Verpflichtungen aus ausstehenden Einlagen und aus schwebenden Geschäften 1.274 511 763 4.088 1.709 2.379
davon: Gegenüber verbundenen Unternehmen 1,3 Mrd. € (31.12.2009: 4,1 Mrd. €)
17.046 3.178 13.868 22.593 5.602 16.991

Der Barwert der von der Deutschen Telekom an den BPS-PT gemäß den Vorschriften des PTNeuOG zu leistenden Zahlungen unter Berücksichtigung der Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck beläuft sich zum 31. Dezember 2010 auf 5,8 Mrd. €. Der Rückgang gegenüber dem Jahr 2009 resultiert aus der verminderten Anzahl der beschäftigten Beamten insbesondere auf Grund von Eintritten in den vorzeitigen Ruhestand.

Von den Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen bestehen 9,2 Mrd. € gegenüber verbundenen Unternehmen. Diese bestehen gegenüber der GMG Generalmietgesellschaft mbH, Bonn, in Höhe von 9,1 Mrd. €, der DeTeFleetServices GmbH, Bonn, in Höhe von 130 Mio. € und der T-Systems International GmbH, Frankfurt am Main, in Höhe von 2 Mio. €.

Das Bestellobligo aus begonnenen Investitionen, einschließlich Verpflichtungen aus künftigen Aufwendungen, setzt sich im Wesentlichen aus Abnahmeverpflichtungen für den nicht investiven Bereich (466 Mio. €) zusammen. Der starke Rückgang des Bestellobligos ergibt sich aus der Ausgliederung des Geschäftsbereichs T-Home.

Ausstehende, aber noch nicht eingeforderte Einlagen ergeben sich insbesondere bei den Gesellschaften Vivento Customer Services GmbH, Bonn (96 Mio. €), T-Mobile Venture Fund II GmbH & Co. KG, Bonn (69 Mio. €), Vivento Technical Services GmbH, Bonn (31 Mio. €), T-Com Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn (29 Mio. €), T-Online Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn (28 Mio. €), T-Corporate Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn (17 Mio. €), und T-Mobile Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn (16 Mio. €). Die Verpflichtungen aus schwebenden Geschäften betreffen insbesondere Geschäfte mit der Vivento Customer Services GmbH, Bonn (567 Mio. €), der GMG Generalmietgesellschaft mbH, Bonn (325 Mio. €), der Deutschen Telekom Venture Funds GmbH, Bonn (55 Mio. €), und der Deutschen Telekom Accounting GmbH, Bonn (27 Mio. €).

Die Deutsche Telekom ist im Rahmen des allgemeinen Geschäftsbetriebs an einer Reihe von Rechtsstreitigkeiten, anderen Verfahren und Angelegenheiten beteiligt. Die Rechtsberatungskosten und die voraussichtlichen Kosten auf Grund negativer Verfahrensergebnisse werden bei den Rückstellungen für Prozessrisiken berücksichtigt.

33 Derivative Finanzinstrumente.

Das Volumen der zum Bilanzstichtag ausstehenden Transaktionen stellt sich wie folgt dar:

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in Mio. € Nominalbetrag Beizulegender Zeitwert
Summe Restlaufzeiten Summe Restlaufzeiten
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
bis 1 Jahr über 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre bis 1 Jahr über 1 Jahr bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- --- --- --- --- ---
Zinsbezogene Instrumente
Zinsswaps 35.568 9.675 21.932 3.961 (696) 11 (415) (292)
Zins-/Währungsswaps 16.497 797 9.925 5.775 182 11 61 110
52.065 10.472 31.857 9.736 (514) 22 (354) (182)
Devisenbezogene Instrumente
Devisentermingeschäfte short 3.013 2.626 387 - 6 18 (12) -
Devisentermingeschäfte long 5.362 4.975 387 - (27) (39) 12 -
8.375 7.601 774 - (21) (21) - -
60.440 18.073 32.631 9.736 (535) 1 (354) (182)

Die oben dargestellten beizulegenden Zeitwerte wurden sämtlich auf Basis der Discounted Cash Flow Methode, welche zur Berechnung am Stichtag 31. Dezember 2010 die relevanten Marktdaten als Inputparameter verwendet, ermittelt. Die folgende Tabelle führt die Zinsabgrenzungen, die auf derivative Finanzinstrumente entfallen, und die im Rahmen von Drohverlustrückstellungen abgebildeten Verlustüberhänge aus:

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in Mio. € Forderungen aus Zinsen Verbindlichkeiten aus Zinsen Forderungen aus Vorfälligkeits-

entschädigungen
Verbindlichkeiten aus Vorfälligkeits-

entschädigungen
Übrige Rückstellungen
Zinsswaps 218 (293) 97 (311) (215)
Zins-/Währungsswaps 167 (179) - - (27)
Devisentermingeschäfte - - - - (12)
385 (472) 97 (311) (254)

Diese Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen wurden im Einzelnen unter folgenden Bilanzposten ausgewiesen:

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in Mio. € Forderungen aus Zinsen Verbindlichkeiten aus Zinsen Forderungen aus Vorfälligkeits-

entschädigungen
Verbindlichkeiten aus Vorfälligkeits-

entschädigungen
Übrige Rückstellungen
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 205 - 97 - -
Sonstige Vermögensgegenstände 180 - - - -
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen - (261) - (311) -
Verbindlichkeiten - (211) - - -
Sonstige Rückstellungen - - - - (254)
385 (472) 97 (311) (254)

Derivative Finanzinstrumente werden zur Begrenzung der Änderungsrisiken für Währungen und Zinsen eingesetzt. Oberster Grundsatz jeglichen Derivate-Einsatzes ist die Absicherung von Risiken aus Grundgeschäften. Derivative Finanzinstrumente dürfen daher nur zum Schließen von Positionen, niemals zum Eingehen von neuen Risiken aus spekulativen Gründen eingesetzt werden.

Ziel des Einsatzes von Derivaten ist es, Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte und Zinszahlungsveränderungen der zugeordneten Finanzanlagen und -verbindlichkeiten auszugleichen. Die Wirksamkeit des Sicherungszusammenhangs wird fortlaufend überprüft. Die derivativen Finanzinstrumente unterliegen internen Risikokontrollen.

Die Nominalwerte der derivativen Finanzinstrumente stellen in der Regel lediglich die Basis für die Bemessung von Ausgleichszahlungen, keine zwischen den Vertragspartnern vereinbarten Zahlungen, dar. Sie geben nicht den Risikogehalt der Finanzderivate wieder. Die tatsächlichen Zahlungen aus den Derivaten basieren auf dem Marktwert, der sich auf der Grundlage aktueller Zinssätze, Wechselkurse und sonstiger Konditionen bestimmt.

Zinsswaps werden mit dem Ziel abgeschlossen, die Zinsausstattung von Anleihen und Krediten gemäß eines einmal pro Jahr festgelegten Mixes aus fest und variabel verzinslichen Finanzierungsmitteln zu transformieren.

Devisentermingeschäfte werden zur Devisenkurssicherung und Zins-/Währungsswaps zur Eliminierung von Risiken im Finanzierungsbereich eingesetzt.

Devisentermingeschäfte werden mit den entsprechenden Grundgeschäften zu währungsspezifischen Bewertungseinheiten zusammengefasst und am Bilanzstichtag mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet; Devisentermingeschäfte werden mit den Devisenterminkursen am Bilanzstichtag und Zins-/Währungsswaps mit dem Barwert der zukünftigen Zahlungen angesetzt. Bewertungsgewinne und -verluste werden pro Bewertungseinheit saldiert. In Höhe des Verlustüberhangs wird für die jeweilige Bewertungseinheit eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Gewinnüberhänge bleiben außer Ansatz.

Zins-/Währungsswaps werden im Wesentlichen zur Transformation anderer Währungen aus Anleihen, Medium Term Note-Ziehungen und Schuldscheindarlehen in die Zielwährungen der Deutschen Telekom, im Wesentlichen EUR und USD, eingesetzt. Zusätzlich werden verschiedene Zins-/Währungsswaps zur währungsrisikogesicherten Finanzierung von Tochtergesellschaften eingesetzt.

Absicherung von Risiken durch Bewertungseinheiten:

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Art des Grundgeschäfts Art des abgesicherten Risikos Abgesicherter Betrag des Grundgeschäfts (Buchwert, erwarteter Wert)

in Mio. €
Vermögensgegenstände Zinsänderungsrisiko -
Zinsänderungs-/ Währungsrisiko -
Währungsrisiko 909
Schulden
Zinsänderungsrisiko (5.866)
Zinsänderungs-/ Währungsrisiko (1.797)
Währungsrisiko (5.849)
Mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen
Zinsänderungsrisiko (5.100)
Zinsänderungs-/ Währungsrisiko -
Währungsrisiko -
(17.703)

Es handelt sich bei der Art der Bewertungseinheit stets um Mikro-Hedges.

In allen Fällen ist eine sehr hohe Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen gegeben, da die wesentlichen risikobestimmenden Parameter zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmen.

Die gegenläufigen Wert- und Zahlungsstromänderungen werden sich sowohl bezüglich der Zins- als auch bezüglich der Währungssicherungen künftig voraussichtlich weitestgehend bis zum 31. Oktober 2032 ausgleichen.

Die Ermittlung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen im Hinblick auf das abgesicherte Risiko am Abschlussstichtag erfolgt anhand der Critical Terms Match-Methode. Im Falle von rollierenden Sicherungen erfolgt die Wirksamkeitsmessung mittels einer Marktwertänderungsbetrachtung auf Basis von Kassakurskomponenten („Dollar-Offset-Methode”). Der so ermittelte ineffektive Teil der Wertänderung wird in diesen Fällen unmittelbar imparitätisch in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die unter den Schulden in Höhe von 5,9 Mrd. € ausgewiesenen abgesicherten Grundgeschäfte mit Zinsänderungsrisiko teilen sich auf in 1,1 Mrd. € Grundgeschäfte im Rahmen von Cash Flow Risikoabsicherungen und 4,8 Mrd. € Grundgeschäfte im Rahmen der Fair Value Risikoabsicherung.

Bei den mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen handelt es sich um geplante Finanzierungsmaßnahmen in den Jahren 2011 und 2012. Die der Absicherung zugrunde liegenden Werte wurden auf Basis der mittelfristigen Planung des Konzerns ermittelt und werden demzufolge mit hoher Wahrscheinlichkeit eintreten.

34 Umrechnungskurse.

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in € Durchschnittskurs Stichtagskurs
2010 2009 31.12.2010 31.12.2009
--- --- --- --- ---
100 Schweizer Franken (CHF) 72,41340 66,22150 79,90000 67,38660
100 Tschechische Kronen (CZK) 3,95536 3,78123 3,98728 3,77646
1 Britisches Pfund (GBP) 1,16553 1,12218 1,15979 1,12387
100 Hong Kong Dollar (HKD) 9,70505 9,24790 9,61029 8,94898
100 Kroatische Kuna (HRK) 13,72000 13,62190 13,54730 13,70710
100 Ungarische Forint (HUF) 0,36302 0,35663 0,36000 0,36961
100 Japanische Yen (JPY) 0,85989 0,76724 0,91882 0,75101
100 Polnische Zloty (PLN) 25,03330 23,09760 25,25810 24,35900
100 Singapur-Dollar (SGD) 55,35540 49,39090 58,27070 49,51500
1 US-Dollar (USD) 0,75398 0,71692 0,74698 0,69393

35 Honorare und Dienstleistungen der Abschlussprüfer.

Das von den Abschlussprüfern für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar im Sinne des § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangangabe des Konzernabschlusses enthalten.

36 Der Vorstand der Deutschen Telekom AG 2010 einschließlich der Aufsichtsratsmandate bei anderen Gesellschaften.

René Obermann.

Vorsitzender des Vorstands seit 13. November 2006

Aufsichtsratsmandate in Tochtergesellschaften und Beteiligungen:

■ T-Mobile USA Inc., Bellevue, USA (seit 1/2003), Vorsitzender des Board of Directors (seit 12/2006)

■ T-Systems International GmbH, Frankfurt am Main, Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit 12/2006)

Dr. Manfred Balz.

Vorstand Datenschutz, Recht und Compliance seit 22. Oktober 2008

Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien in Wirtschaftsunternehmen:

■ Arcandor AG (in Insolvenz), Essen (seit 4/2009)

Reinhard Clemens.

Vorstand T-Systems seit 1. Dezember 2007

– keine weiteren Mandate –

Niek Jan van Damme.

Vorstand Deutschland seit 1. Juli 2009

Aufsichtsratsmandate in Tochtergesellschaften und Beteiligungen:

■ Deutsche Telekom Kundenservice GmbH, Bonn (seit 8/2009)

■ Deutsche Telekom Technischer Service GmbH, Bonn (seit 9/2009), Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit 12/2009)

■ Telekom Shop Vertriebsgesellschaft mbH, Bonn (seit 8/2009), Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit 9/2009)

Timotheus Höttges.

Vorstand Finanzen seit 1. März 2009

Aufsichtsratsmandate in Tochtergesellschaften und Beteiligungen:

■ Telekom Deutschland GmbH (vormals T-Mobile Deutschland GmbH), Bonn (seit 4/2005), Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit 7/2009)

■ Everything Everywhere Limited, Hatfield, UK, Chairman of the Board of Directors (seit 4/2010)

Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien in Wirtschaftsunternehmen:

■ FC Bayern München AG, München (seit 2/2010)

Guido Kerkhoff.

Vorstand Europa seit 1. April 2010

Vorstand Süd- und Osteuropa vom 1. März 2009 bis 31. März 2010

Aufsichtsratsmandate in Tochtergesellschaften und Beteiligungen:

■ Deutsche Telekom Venture Funds GmbH, Bonn (11/2008 bis 10/2010)

■ HELLENIC TELECOMMUNICATIONS ORGANIZATION S.A. (OTE S.A.), Maroussi, Athen, Griechenland (seit 3/2009)

■ Hrvatski Telekom d.d., Zagreb, Kroatien, Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit 4/2009)

■ Magyar Telekom Nyrt., Budapest, Ungarn, Board of Directors (seit 4/2009)

■ Polska Telefonia Cyfrowa, Spółka z ograniczon Polska Telefonia Cyfrowa, Spółka z ograniczoną odpowiedzialnoscą, Warschau, Polen (seit 7/2010)

■ T-Mobile Austria GmbH, Wien, Österreich, Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit 4/2010)

■ T-Mobile Austria Holding GmbH, Wien, Österreich, Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit 4/2010)

■ Everything Everywhere Limited, Hatfield, UK, Board of Directors (seit 7/2010)

■ T-Venture Holding GmbH, Bonn (5/2006 bis 10/2010)

Edward R. Kozel.

Vorstand Technologie und Innovation seit 3. Mai 2010

Aufsichtsratsmandate in Tochtergesellschaften und Beteiligungen:

■ Deutsche Telekom Venture Funds GmbH, Bonn (seit 6/2010), Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit 9/2010)

■ T-Venture Holding GmbH, Bonn (seit 6/2010), Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit 9/2010)

Thomas Sattelberger.

Vorstand Personal seit 3. Mai 2007

Aufsichtsratsmandate in Tochtergesellschaften und Beteiligungen:

■ Telekom Deutschland GmbH (vormals T-Mobile Deutschland GmbH), Bonn (seit 7/2009)

■ T-Systems International GmbH, Frankfurt am Main (seit 6/2007)

In 2010 ausgeschiedene Vorstandsmitglieder:

Hamid Akhavan.

Vorstand Chief Operating Officer (COO) vom 1. Juli 2009 bis 14. Februar 2010

Aufsichtsratsmandate in Tochtergesellschaften und Beteiligungen:

■ Deutsche Telekom Venture Funds GmbH, Bonn, Vorsitzender des Aufsichtsrats (11/2008 bis 2/2010)

■ HELLENIC TELECOMMUNICATIONS ORGANIZATION S.A. (OTE S.A.), Maroussi, Athen, Griechenland (6/2008 bis 2/2010)

■ T-Mobile USA Inc., Bellevue, USA, Board of Directors (7/2007 bis 2/2010)

■ T-Venture Holding GmbH, Bonn (1/2007 bis 2/2010), Vorsitzender des Aufsichtsrats (3/2007 bis 2/2010)

37 Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG 2010 einschließlich der Aufsichtsratsmandate bei anderen Gesellschaften.

Prof. Dr. Ulrich Lehner.

Mitglied des Aufsichtsrats seit 17. April 2008

Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 25. April 2008

Mitglied des Gesellschafterausschusses der Henkel AG & Co. KGaA, Düsseldorf

■ Porsche Automobil Holding SE, Stuttgart (seit 11/2007)

■ Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart (1/2007 bis 11/2009)

■ E.ON AG, Düsseldorf (seit 4/2003)

■ Henkel Management AG, Düsseldorf (seit 2/2008)

■ HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Düsseldorf (seit 6/2004)

■ ThyssenKrupp AG, Düsseldorf (seit 1/2008)

Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien in Wirtschaftsunternehmen:

■ Dr. August Oetker KG, Bielefeld, Beirat (seit 3/2000)

■ Novartis AG, Basel, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrats (seit 3/2002)

Lothar Schröder.

Mitglied des Aufsichtsrats seit 22. Juni 2006

Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 29. Juni 2006

Mitglied des Bundesvorstands ver.di, Berlin

■ Telekom Deutschland GmbH (vormals T-Mobile Deutschland GmbH), Bonn (seit 8/2003), Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit 9/2003)

Jörg Asmussen.

Mitglied des Aufsichtsrats seit 1. Juli 2008

Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, Berlin

■ Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) (vormals Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit GmbH (GTZ)), Frankfurt am Main (seit 9/2008)

Hermann Josef Becker.

Mitglied des Aufsichtsrats seit 1. Januar 2008

Mitglied der Geschäftsleitung Deutsche Telekom Direktvertrieb und Beratung sowie Vorsitzender des Konzernsprecherausschusses und des Unternehmenssprecherausschusses Deutsche Telekom AG, Bonn

– keine weiteren Mandate –

Dr. Wulf H. Bernotat.

Mitglied des Aufsichtsrats seit 1. Januar 2010

Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der E.ON AG, Düsseldorf

■ Allianz SE, München (seit 4/2003)

■ Bertelsmann AG, Gütersloh (seit 5/2006)

■ Metro AG, Düsseldorf (seit 5/2003)

■ E.ON Energie AG1, München, Vorsitzender des Aufsichtsrats (5/2003 bis 4/2010)

■ E.ON Ruhrgas AG1, Essen, Vorsitzender des Aufsichtsrats (5/2003 bis 7/2010)

Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien in Wirtschaftsunternehmen:

■ E.ON Sverige AB1, Malmö, Schweden, Vorsitzender des Aufsichtsrats (4/2004 bis 9/2010)

■ E.ON US Investments Corp.1, Delaware, USA, Vorsitzender des Aufsichtsrats (1/2004 bis 04/2010)

1 Konzernmandat im Sinne von § 100 Abs. 2 Satz 2 AktG.

Monika Brandl.

Mitglied des Aufsichtsrats seit 6. November 2002

Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats der Deutschen Telekom AG, Bonn

– keine weiteren Mandate –

Hans Martin Bury.

Mitglied des Aufsichtsrats seit 15. Mai 2008

Managing Partner, HERING SCHUPPENER Consulting

Corporate Affairs & Public Strategies GmbH, Düsseldorf (vormals Hering Schuppener Strategieberatung für Kommunikation GmbH)

– keine weiteren Mandate –

Dr. Hubertus von Grünberg.

Mitglied des Aufsichtsrats seit 25. Mai 2000

Präsident des Verwaltungsrats ABB Ltd., Zürich, Schweiz

■ Allianz Versicherungs-AG, München (seit 5/1998)

Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien in Wirtschaftsunternehmen:

■ ABB Ltd., Zürich, Schweiz, Präsident des Verwaltungsrats (seit 5/2007)

■ Schindler Holding AG, Hergiswil, Schweiz, Verwaltungsrat (seit 5/1999)

Lawrence H. Guffey.

Mitglied des Aufsichtsrats seit 1. Juni 2006

Senior Managing Director, The Blackstone Group International Partners Ltd., London, UK

Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien in Wirtschaftsunternehmen:

■ Axtel Ote Corp., San Pedro Gaza Garcia, Nuevo Leon, Mexiko (seit 4/2000)

■ Cineworld Corp., London, UK (10/2004 bis 11/2009)

■ Paris Review, New York, USA (seit 7/2006)

■ TDC AS Corp., Kopenhagen, Dänemark (seit 2/2006)

Ulrich Hocker.

Mitglied des Aufsichtsrats seit 14. Oktober 2006

Hauptgeschäftsführer Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. (DSW), Düsseldorf

■ E.ON AG, Düsseldorf (seit 6/2000)

■ Feri Finance AG, Bad Homburg (seit 12/2001), Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit 12/2005)

■ Gildemeister AG, Bielefeld (seit 5/2010)

Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien in Wirtschaftsunternehmen:

■ Gartmore SICAV, Luxemburg, Luxemburg (seit 5/2005)

■ Phoenix Mecano AG, Stein am Rhein, Schweiz (seit 8/1988), Präsident des Verwaltungsrats (seit 7/2003)

Lothar Holzwarth.

Mitglied des Aufsichtsrats seit 6. November 2002

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Telekom Deutschland GmbH, Bonn (seit 6/2010)

■ PSD Bank RheinNeckarSaar eG (seit 1/1996), Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit 6/2008)

■ Telekom Deutschland GmbH (vormals T-Mobile Deutschland GmbH), Bonn (seit 3/2010)

Hans-Jürgen Kallmeier.

Mitglied des Aufsichtsrats seit 15. Oktober 2008

Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der T-Systems International GmbH, Frankfurt am Main

■ T-Systems International GmbH, Frankfurt am Main (seit 12/2010)

Sylvia Kühnast.

Mitglied des Aufsichtsrats seit 3. Mai 2007

Mitglied im Gesamtbetriebsratsausschuss des Gesamtbetriebsrats der Telekom Deutschland GmbH, Hannover

■ Telekom Deutschland GmbH (vormals T-Mobile Deutschland GmbH), Bonn (seit 1/2011)

Waltraud Litzenberger.

Mitglied des Aufsichtsrats seit 1. Juni 1999

Vorsitzende des Konzernbetriebsrats und des Europäischen Betriebsrats der Deutschen Telekom AG, Bonn

– keine weiteren Mandate –

Michael Löffler.

Mitglied des Aufsichtsrats seit 1. Januar 1995

Mitglied des Betriebsrats der Deutschen Telekom Netzproduktion GmbH, Bonn, TI NL MO

– keine weiteren Mandate –

Prof. h.c. (CHN) Dr.-Ing. E. h. Dr. Ulrich Middelmann.

Mitglied des Aufsichtsrats seit 1. Januar 2010

Ehemaliger stellvertretender Vorsitzender des Vorstands der ThyssenKrupp AG, Duisburg und Essen

■ Commerzbank AG, Frankfurt am Main (seit 4/2006)

■ E.ON Ruhrgas AG, Essen (9/2005 bis 6/2010)

■ LANXESS AG, Leverkusen (seit 3/2005)

■ LANXESS Deutschland GmbH, Leverkusen (seit 3/2005)

■ ThyssenKrupp Elevator AG1, Düsseldorf (10/2006 bis 4/2010)

■ ThyssenKrupp Marine Systems AG1, Hamburg (10/2009 bis 2/2010)

■ ThyssenKrupp Materials International GmbH1, Düsseldorf (seit 10/2009)

■ ThyssenKrupp Nirosta GmbH1, Krefeld (9/1997 bis 4/2010)

■ ThyssenKrupp Steel Europe AG1, Duisburg (seit 9/1997)

Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien in Wirtschaftsunternehmen:

■ Hoberg & Driesch GmbH, Düsseldorf (seit 2/2001), Vorsitzender des Beirats (seit 5/2004)

■ ThyssenKrupp Acciai Speciali Terni S.p.A.1, Terni, Italien (1/1997 bis 4/2010)

■ ThyssenKrupp (China) Ltd.1, Peking, VR China (7/2005 bis 4/2010)

Dr. Ulrich Schröder.

Mitglied des Aufsichtsrats seit 1. Oktober 2008

Vorsitzender des Vorstands der KfW, Frankfurt am Main

■ DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH1, Köln (seit 10/2009)

■ Deutsche Post AG, Bonn (seit 9/2008)

■ KfW IPEX-Bank GmbH1, Frankfurt am Main (seit 10/2009)

■ 2020 European Fund for Energy, Climate Change and Infrastructure („Fonds Marguerite”), Luxemburg, Luxemburg (seit 11/2009)

Michael Sommer.

Mitglied des Aufsichtsrats seit 15. April 2000

Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes, Berlin

■ Deutsche Postbank AG, Bonn, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats (11/1997 bis 6/2010)

Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien in Wirtschaftsunternehmen:

■ KfW, Frankfurt am Main, Verwaltungsrat (seit 1/2003)

Sybille Spoo.

Mitglied des Aufsichtsrats seit 4. Mai 2010

Rechtsanwältin, Gewerkschaftssekretärin bei der ver.di-Bundesverwaltung, Berlin

– keine weiteren Mandate –

Dr. h.c. Bernhard Walter.

Mitglied des Aufsichtsrats seit 27. Mai 1999

Ehemaliger Sprecher des Vorstands der Dresdner Bank AG, Frankfurt am Main

■ Bilfinger Berger SE, Mannheim (seit 7/1998), Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit 5/2006)

■ Daimler AG, Stuttgart (seit 5/1998)

■ Henkel AG & Co. KGaA, Düsseldorf (seit 5/1998)

In 2010 ausgeschiedene Aufsichtsratsmitglieder:

Josef Falbisoner.

Mitglied des Aufsichtsrats vom 2. Oktober 1997 bis 3. Mai 2010

Landesbezirksleiter ver.di Bayern, München (bis 16. April 2010)

■ PSD Bank eG, München, Sitz Augsburg (seit 6/1994)

1 Konzernmandat im Sinne von § 100 Abs. 2 Satz 2 AktG.

38 Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat.

Vergütung des Vorstands.

Bei den nachfolgenden Angaben zur Vorstandsvergütung handelt es sich um die Anhangangaben nach dem Handelsgesetzbuch (§ 285 HGB), dem Deutschen Rechnungslegungsstandard Nr. 17 (DRS-17) sowie um die Angaben auf Grund der Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Veränderungen im Vorstand und Vertragsverlängerungen.

Am 17. Dezember 2009 hat der Aufsichtsrat dem Wunsch von Herrn Hamid Akhavan entsprochen, sein Vorstandsmandat mit Wirkung zum 15. Februar 2010 niederzulegen. Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom hat am 29. Januar 2010 dem Vorschlag des Vorstands zugestimmt, die Zuständigkeiten für die bisherigen Aufgabenbereiche von Herrn Hamid Akhavan zunächst kommissarisch zu regeln. Dazu haben die Vorstandsmitglieder Herr Guido Kerkhoff und Herr Reinhard Clemens kommissarisch die Aufgaben von Herrn Hamid Akhavan übernommen. Herr Guido Kerkhoff war seit dem 15. Februar 2010 kommissarisch für das operative Segment Europa (Großbritannien, die Niederlande, Österreich, Polen und die Tschechische Republik) sowie International Sales und Service zuständig. Herr Reinhard Clemens übernahm ab diesem Zeitpunkt konzernübergreifend die Führung der restlichen Bereiche des Chief Operating Office (COO) wie Produkte & Innovation, Technik, IT und Einkauf – dies ebenfalls kommissarisch.

Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom hat am 24. Februar 2010 dem Vorschlag des Vorstands zugestimmt, den Zuständigkeitsbereich von Herrn Guido Kerkhoff dauerhaft zu erweitern. Herr Guido Kerkhoff verantwortet seit dem 1. April 2010 neben dem operativen Segment Süd- und Osteuropa das operative Segment Europa. Das bisherige Vorstandsressort Chief Operating Office (COO) wurde entsprechend verändert. Seit dem 1. April 2010 sind diese beiden operativen Segmente zusammengeführt und werden unter dem Namen operatives Segment Europa fortgeführt.

In der Aufsichtsratssitzung am 2. Mai 2010 hat der Aufsichtsrat Herrn Edward R. Kozel mit Wirkung zum 3. Mai 2010 zum neuen Vorstand der Deutschen Telekom bestellt. Herr Edward R. Kozel übernimmt als Vorstand Technologie und Innovation/Chief Technology and Innovation Officer (CTIO) und verantwortet damit die Bereiche Technik, IT, Einkauf sowie Produkte & Innovation für das Standardgeschäft (Privat- und Geschäftskunden).

Das am 21. Oktober 2010 endende Mandat von Herrn Dr. Manfred Balz wurde mit Beschluss des Aufsichtsrats vom 17. Dezember 2009 um zwei weitere Jahre verlängert.

Der Aufsichtsrat hat mit Beschluss vom 16. Dezember 2010, den am 31. Oktober 2011 endenden Vorstandsvertrag von Herrn Obermann um weitere fünf Jahre verlängert.

Zusammensetzung des Vorstands zum 31. Dezember 2010.

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Mitglieder des Vorstands Ressort
René Obermann Vorstandsvorsitzender (CEO)/USA
Dr. Manfred Balz Datenschutz, Recht und Compliance
Reinhard Clemens T-Systems
Niek Jan van Damme Deutschland
Timotheus Höttges Finanzen (CFO)
Guido Kerkhoff Europa
Edward R. Kozel Technologie und Innovation
Thomas Sattelberger Personal

Änderung der Vorstandsvergütung.

Der Aufsichtsrat hat am 24. Februar 2010 ein neues System zur Vergütung der Vorstandsmitglieder beschlossen. Umgesetzt wurden dabei die seit dem 5. August 2009 geltenden Regelungen des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG). Die Hauptversammlung der Deutschen Telekom vom 3. Mai 2010 billigte dieses neue System. Dienstverträge der Vorstände, die bereits vor Inkrafttreten des VorstAG bestanden haben, unterliegen gemäß den Gesetzesbegründungsmaterialien (Drucksache 16/13433) einem Bestandsschutz. Dennoch besteht für diese Vorstandsmitglieder die Möglichkeit, freiwillig in das neue Vergütungssystem zu wechseln. Zum 31. Dezember 2010 befinden sich die Vorstandsmitglieder Herr Obermann, Herr Clemens, Herr van Damme, Herr Höttges, Herr Kerkhoff und Herr Kozel in der neuen Systematik der Vorstandsvergütung, während für die übrigen Vorstandsmitglieder die Regelungen des Altsystems Gültigkeit behalten, welches bereits weitestgehend den Anforderungen des VorstAG entspricht. Im Folgenden wird sowohl die neue als auch die alte Systematik erläutert.

Grundlagen der Vorstandsvergütung.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder setzt sich aus verschiedenen Bestandteilen zusammen. Die Mitglieder des Vorstands haben auf Basis der mit ihnen geschlossenen Dienstverträge einen Anspruch auf eine jährliche feste Vergütung, eine jährliche variable Erfolgsvergütung, eine langfristig ausgelegte variable Vergütungskomponente sowie Anspruch auf Nebenleistungen und auf Anwartschaften aus einer betrieblichen Pensionszusage. Der Aufsichtsrat legt die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand fest. Diese Struktur und die Angemessenheit der Vergütung überprüft er regelmäßig.

Die feste Vergütung ist bei allen Vorstandsmitgliedern gemäß den aktienrechtlichen Anforderungen unter Beachtung der marktüblichen Vergütungen festgelegt. Es ist sichergestellt, dass die Vorstandsvergütung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ausgerichtet ist und im Neusystem die variablen Vergütungsbestandteile eine mehrjährige Bemessungsgrundlage haben.

Der Aufsichtsrat kann zudem nach seinem pflichtgemäßen Ermessen außerordentliche Leistungen einzelner oder aller Vorstandsmitglieder in Form einer besonderen Erfolgstantieme vergüten.

In markt- und konzernüblicher Weise gewährt die Gesellschaft allen Mitgliedern des Vorstands aus ihren Vorstandsverträgen weitere Leistungen, die zum Teil als geldwerte Vorteile angesehen und entsprechend versteuert werden; so vor allem die Überlassung eines Geschäftsfahrzeugs sowie die Gewährung von Unfallversicherungs- und Haftpflichtschutz und Leistungen im Rahmen einer doppelten Haushaltsführung.

Nebentätigkeiten sind grundsätzlich genehmigungspflichtig. Die Übernahme von Management- und Aufsichtsratsfunktionen in Konzerngesellschaften erfolgt grundsätzlich unentgeltlich.

Bei einer vorübergehenden Arbeitsunfähigkeit, die durch Krankheit, Unfall oder aus einem anderen nicht durch das jeweilige Vorstandsmitglied zu vertretenden Grund eintritt, wird die feste Grundvergütung weitergewährt; maximal jedoch für einen Zeitraum von bis zu drei Monaten nach dem Ende des Monats, in dem eine dauernde Arbeitsunfähigkeit des Vorstandsmitglieds festgestellt worden ist.

Variable Erfolgsvergütung (altes System).

Die jährliche kurzfristige variable Erfolgsvergütung der Vorstandsmitglieder bestimmt sich nach dem Grad der Erreichung der vom Aufsichtsrat der Deutschen Telekom vor Beginn des Geschäftsjahrs jedem Mitglied des Vorstands erteilten Zielvorgabe. Die Zielvorgabe setzt sich aus Konzernzielen und Individualzielen der einzelnen Vorstandsmitglieder zusammen, für die die Parameter Umsatz, EBITDA ohne Sondereinflüsse und Free Cash Flow verwendet werden. Die Zielerreichung wird vom Aufsichtsrat für das jeweilige Geschäftsjahr festgelegt.

Daneben nehmen die Mitglieder des Vorstands an dem im Geschäftsjahr 2004 eingeführten Mid-Term Incentive Plan der Deutschen Telekom (MTIP) teil (siehe hierzu die vorstehenden Ausführungen zum MTIP unter Anmerkung 24).

Vergütung mit Anreizwirkung aus MTIP.

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in €1 MTIP 2010

Auslobungs-

betrag
MTIP 2010

Beizulegender Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung
Gesamt-

aufwand aktienbasierte Vergütung aus MTIP in 2010
MTIP 2009

Auslobungs-

betrag
Gesamt-

aufwand aktienbasierte Vergütung aus MTIP in 2009
René Obermann - - 181.341 750.000 257.518
Hamid Akhavan (bis 15. Februar 2010) - - (123.942) 480.000 164.812
Dr. Manfred Balz 330.000 22.489 61.375 330.000 62.004
Reinhard Clemens - - 101.551 420.000 63.869
Niek Jan van Damme - - 22.737 295.000 41.502
Dr. Karl-Gerhard Eick (bis 28. Februar 2009) - - - - (250.939)
Timotheus Höttges - - 108.805 450.000 154.511
Guido Kerkhoff - - 46.776 360.000 70.366
Thomas Sattelberger 515.000 35.097 163.652 515.000 173.887
845.000 57.586 562.295 3600.000 737.530

1 Beizulegender Zeitwert ermittelt nach dem sog. Monte-Carlo-Modell.

Variable Erfolgsvergütung (neues System).

Die variable Vergütung der Mitglieder des Vorstands unterteilt sich in die Variablen I und II. Die Variable I enthält sowohl kurzfristige als auch langfristig angelegte Komponenten, die in der Realisierung des Budgets in konkreten Zielgrößen sowie der Umsetzung der Strategie und dem Handeln im Einklang mit dem Konzernleitbild bestehen. Die Variable II ist ausschließlich langfristig orientiert. So ist sichergestellt, dass im Rahmen der variablen Vergütung eine Ausrichtung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung erfolgt und eine überwiegend langfristige Anreizwirkung besteht.

Variable I.

Die jährliche variable Vergütung der Vorstandsmitglieder bestimmt sich nach dem Grad der Erreichung der vom Aufsichtsrat der Deutschen Telekom zu Beginn des Geschäftsjahrs jedem Mitglied des Vorstands erteilten Zielvorgabe. Die Zielvorgabe setzt sich dabei aus Konzernzielen (50%) für Umsatz, EBITDA ohne Sondereinflüsse und dem Free Cash Flow, sowie Individualzielen der einzelnen Vorstandsmitglieder zusammen. Die Individualziele bestehen aus den auf den nachhaltigen Unternehmenserfolg ausgerichteten Zielen zur Umsetzung der Strategie (30%) sowie dem Handeln im Einklang mit dem Konzernleitbild („Value Adherance”) in Höhe von 20%. Die Zielvereinbarung und Zielerreichung für das jeweilige Geschäftsjahr wird vom Aufsichtsratsplenum festgelegt. Eine Übererfüllung der Zielvorgaben wird linear abgebildet und ist auf 150% des Auslobungsbetrags begrenzt. Darüber hinaus gehende Zielerreichungsgrade bleiben unberücksichtigt. Zur darüber hinausgehenden Sicherstellung der langfristigen Anreizwirkung und der Ausrichtung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung ist in einem vorgegebenen Zeitfenster ein Betrag von einem Drittel der jährlich durch das Aufsichtsratsplenum festgesetzten jährlichen Variablen in Aktien der Deutschen Telekom zu investieren. Diese sind über einen Zeitraum von mindestens vier Jahren vom jeweiligen Vorstandsmitglied zu halten. Die Deutsche Telekom wird für jede im Rahmen des oben beschriebenen Eigeninvestments des Vorstands erworbene Aktie eine zusätzliche Aktie erwerben (Share Matching Plan).

Variable II.

Die ausschließlich langfristig angelegte Variable II wird an der Erfüllung von vier gleich gewichteten Erfolgsparametern (bereinigter operativer Return On Capital Employed (ROCE), bereinigte Earnings Per Share (EPS), Kundenzufriedenheit und Mitarbeiterzufriedenheit) gemessen. Jeder Parameter beeinflusst ein Viertel des Auslobungsbetrags. Eine Übererfüllung der Zielvorgaben wird linear abgebildet und ist auf 150 % des Auslobungsbetrags begrenzt. Der Bemessungszeitraum beträgt vier Jahre. Die Messung erfolgt über die durchschnittliche Zielerreichung der vier zum Zeitpunkt der Auslobung geplanten Jahre. Der Auslobungsbetrag wird entkoppelt von anderen Vergütungsbestandteilen und individuell pro Vorstandsmitglied festgelegt.

Überleitung vom Altsystem der Vorstandsvergütung in das neue Vorstandsvergütungssystem.

Zur Überleitung vom Altsystem in das Neusystem hat der Aufsichtsrat beschlossen, den zum Zeitpunkt des Systemwechsels bereits bestellten Vorständen das Angebot zu unterbreiten, auf das Anrecht aus der bestehenden Tranche des MTIP 2009 zu verzichten und für die Restlaufzeit dieser Tranche (bis zum 31. Dezember 2011) eine Auslobung der Variable II nach oben beschriebener Ausgestaltung zu erhalten. Das ursprünglich ausgelobte Volumen wurde dabei nicht verändert (siehe hierzu Tabelle zu MTIP-Auslobungen, Anmerkung 24). Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat beschlossen, dass alle in das Neusystem gewechselten Vorstandsmitglieder keine Auslobung einer MTIP-Tranche 2010 erhalten sollen, sondern stattdessen eine Auslobung in Höhe der vertraglich vereinbarten Variable II erfolgt, die eine dreijährige Laufzeit aufweist. Die noch bis zum 31. Dezember 2010 laufende Tranche des MTIP 2008 bleibt wegen der kurzen Restlaufzeit in unveränderter Form bestehen. Durch diese Gestaltung ermöglicht der Aufsichtsrat dem Vorstand auch in der Zukunft in jedem Jahr eine Auszahlung des mehrjährigen variablen Vergütungsanspruchs zu erhalten, wenn die vorgegebenen Ziele erfüllt werden. Ohne diese Übergangslösung wäre durch den Wechsel von einer dreijährigen auf eine vierjährige Laufzeit bei den langfristigen Vergütungsinstrumenten systembedingt im Jahr 2013 keine Auszahlung möglich gewesen. Vorstandsmitglieder, die in das neue System der Vorstandsvergütung wechseln, können optional mit im Jahr 2010 erworbenen Aktien bereits am Share Matching Plan partizipieren. Die maximale Höhe der Teilnahme am Matching Share Plan ist dabei für das Jahr 2010 auf ein Drittel der vertraglich vereinbarten neuen Variable I begrenzt.

Angaben zu Matching Shares.

Im Berichtsjahr haben sich die Vorstandsmitglieder, für die das neue Vorstandsvergütungssystem gilt, wie oben beschrieben, vertraglich dazu verpflichtet, ein Drittel der Variablen I in Aktien der Deutschen Telekom zu investieren. Die Deutsche Telekom wird für jede im Rahmen des oben beschriebenen Eigeninvestments des Vorstands erworbene Aktie eine zusätzliche Aktie gewähren (Matching Share Plan), die nach Ablauf der vierjährigen Haltefrist dem Plan berechtigten zugeteilt wird. So wird sichergestellt, dass frühestens nach Ablauf von vier Jahren eine Veräußerung der von Unternehmensseite gewährten Aktien möglich ist und nur der Verbleib im Unternehmen durch diesen Vergütungsbestandteil honoriert wird.

In Anwendung der Vorschriften des DRS 17 ist der Gesamtaufwand aus aktienbasierter Vergütung aus Matching Shares 2010 und der beizulegende Zeitwert der Matching Shares zum Zeitpunkt der Gewährung anzugeben. Die folgende Tabelle basiert dabei auf einer erwarteten Zielerreichung für das Berichtsjahr und damit einer erwarteteten Höhe des vom jeweiligen Vorstand zu leistenden Eigeninvestments.

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in € Gesamtaufwand aktienbasierte Vergütung aus Matching Shares 2010 Beizulegende Zeitwerte der Matching Shares zum Zeitpunkt der Gewährung
René Obermann 78.372 628.943
Reinhard Clemens 40.937 328.255
Niek Jan van Damme 34.461 276.523
Timotheus Höttges 47.023 377.363
Guido Kerkhoff 23.958 138.949
Edward R. Kozel 32.143 225.115

Bis zum 31. Dezember 2010 hat die Deutsche Telekom keine Aktien für Zwecke zur Ausgabe von Matching Shares erworben.

Daneben ist auch die Anzahl der zu gewährenden Matching Shares für die einzelnen Vorstandsmitglieder anzugeben. Diese sind in Abhängigkeit von der voraussichtlichen Zielerreichung der Variablen I sowie dem Aktienkurs zum Zeitpunkt der Gewährung zu ermitteln. Für das Berichtsjahr werden Herrn René Obermann 85 804 Stück Matching Shares, Herrn Reinhard Clemens 44.002 Stück Matching Shares, Herrn Niek Jan von Damme 37.828 Stück Matching Shares, Herrn Timotheus Höttges 51.482 Stück Matching Shares, Herrn Guido Kerkhoff 18.601 Stück Matching Shares und Herrn Edward R. Kozel 22.693 Stück Matching Shares gewährt.

Durch die erstmalige Gewährung von Matching Shares im Berichtsjahr bestehen für den Vorjahreszeitraum keine anzugebenden Vergleichswerte.

Regelungen für den Fall der Beendigung der Vorstandstätigkeit.

In Vorstandsverträgen, die seit dem Geschäftsjahr 2009 abgeschlossen worden sind, bzw. durch Wechsel in das neue Vergütungssystem geändert wurden, ist für den Fall der vorzeitigen Beendigung ohne wichtigen Grund eine Ausgleichszahlung vorgesehen, deren Höhe entsprechend den Regelungen des Deutschen Corporate Governance Kodex auf maximal zwei Jahresvergütungen begrenzt ist (Abfindungs-Cap) und die nicht höher als die Vergütung für die Restlaufzeit des Anstellungsvertrages sein darf.

Die Vorstandsverträge der Deutschen Telekom enthalten keine Zusagen für Leistungen aus Anlass der Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels.

Die Verträge der Vorstandsmitglieder sehen grundsätzlich ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot vor. Den Mitgliedern des Vorstands ist es danach vertraglich untersagt, während der Dauer von einem Jahr nach Ausscheiden Leistungen an oder für einen Wettbewerber zu erbringen. Hierfür erhalten sie als Karenzentschädigung eine Zahlung in Höhe der zuletzt bezogenen jährlichen Grundvergütung.

Betriebliche Altersversorgung (Altzusage).

Die Mitglieder des Vorstands haben eine Zusage auf eine betriebliche Altersversorgung. Die betriebliche Altersversorgung steht in einem direkten Verhältnis zum individuellen Jahresgehalt. Die Vorstandsmitglieder erhalten im Versorgungsfall pro abgeleistetem Dienstjahr einen festgelegten Prozentsatz des letzten festen Jahresgehalts vor Eintritt des Versorgungsfalls als betriebliche Altersversorgung. Die Zusageform besteht in einem lebenslangen Ruhegeld ab Vollendung des 62. Lebensjahrs, bzw. eines vorgezogenen Ruhegeldes mit Vollendung des 60. Lebensjahrs. Für den Fall des vorgezogenen Ruhegelds werden jedoch entsprechende versicherungsmathematische Abschläge durchgeführt. Die Höhe des betrieblichen Ruhegelds berechnet sich durch Multiplikation eines Basisprozentsatzes von 5% (6% für Herrn René Obermann) mit der Anzahl der in Jahren abgeleisteten Vorstandsdienstzeiten. Nach 10 Jahren Dienstzeit wäre somit das maximale Versorgungsniveau von 50% (60% für Herrn René Obermann) der letzten fixen Jahresvergütung erreicht.

Die zu leistenden Versorgungszahlungen werden jährlich dynamisiert. Dabei beträgt der verwendete Steigerungsprozentsatz 1%, bei Herrn Obermann 3 %. Darüber hinaus enthalten die Versorgungsvereinbarungen Regelungen zur Hinterbliebenenversorgung in Form von Witwen- und Waisenrentenansprüchen. Dabei kann der Anspruch auf Witwenrenten in speziell geregelten Sonderfällen ausgeschlossen sein. Anrechnungstatbestände sind in den Versorgungszusagen marktüblich geregelt. Im Fall einer dauernden Arbeitsunfähigkeit (Invalidität) wird jeweils die Dienstzeit bis zum Ende der laufenden Bestellperiode für die Berechnung der Versorgung zugrunde gelegt.

Die Gesellschaft übernimmt für ein Vorstandsmitglied noch die Beiträge inklusive deren Versteuerung für eine Risikolebensversicherung mit marktüblicher Deckung (1,3 Mio. €). Die hieraus entstandenen Kosten werden im Rahmen der geldwerten Vorteile mit ausgewiesen.

Betriebliche Altersversorgung (Neuzusage).

Für alle Vorstandsmitglieder mit einer Neuzusage auf betriebliche Altersversorgung wird eine beitragsorientierte Zusage in Form eines Einmalkapitals im Versorgungsfall erteilt. Für jedes abgeleistete Dienstjahr wird dem Vorstandsmitglied ein Beitrag auf einem Versorgungskonto gutgeschrieben, welches mit einer marktüblichen Verzinsung hinterlegt ist. Die Zuführung des jährlichen Beitrags erfolgt nicht liquiditätswirksam. Der Liquiditätsabfluss entsteht erst mit Eintritt des Versorgungsfalls. Der Versorgungsfall tritt grundsätzlich mit dem vollendeten 62. Lebensjahr ein. Es besteht jedoch die Möglichkeit, ein vorgezogenes Ruhegeld ab dem vollendeten 60. Lebensjahr gegen entsprechende versicherungsmathematische Abschläge zu beziehen. Die Höhe des jährlich bereitzustellenden Beitrags wird individualisiert und entkoppelt von anderen Vergütungsbestandteilen vorgenommen. Bei der exakten Festlegung des Beitrags erfolgt eine Orientierung an Unternehmen gleicher Größenordnung, die einen angemessenen Vergleichsmaßstab darstellen und die ebenfalls eine beitragsorientierte Versorgungszusage anbieten.

Darüber hinaus enthalten die Versorgungsvereinbarungen Regelungen zur Hinterbliebenenversorgung in Form von Witwen- und Waisenrentenansprüchen. Ein Anspruch auf Witwenrente ist in speziell geregelten Sonderfällen ausgeschlossen. Schlussendlich sind in den Versorgungszusagen Anrechnungstatbestände marktüblich geregelt. Im Fall einer dauernden Arbeitsunfähigkeit (Invalidität) wird jeweils die Dienstzeit bis zum Ende der laufenden Bestellperiode für die Berechnung der Versorgung zu Grunde gelegt.

In der folgenden Tabelle ist die Entwicklung der Pensionsrückstellung für jedes Vorstandsmitglied dargestellt:

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in € Entwicklung der Pensionsrückstellungen für derzeitige Vorstandsmitglieder
Zuführung zur Pensionsrückstellung Barwert der Pensionsverpflichtung 31.12.2010
--- --- ---
René Obermann 1.545.357 5.358.169
Dr. Manfred Balz 269.896 613.412
Reinhard Clemens 504.857 1.232.442
Niek Jan van Damme 232.886 465.141
Timotheus Höttges 551.297 1.307.754
Guido Kerkhoff 356.876 431.504
Edward R. Kozel 146.567 146.567
Thomas Sattelberger 935.252 4.751.293

Die im Berichtsjahr vorgenommene aufwandswirksame Zuführung zur Pensionsrückstellung für aktuelle Vorstandsmitglieder beträgt 4.542.988 € (2009: 5.168.608 €).

Im Rahmen der Regelungen der neuen betrieblichen Altersversorgung wurden den Herren Guido Kerkhoff und Niek Jan van Damme 290.000 € als jährlicher Beitrag dem Versorgungskonto gutgeschrieben, während die Beiträge für Herrn Dr. Manfred Balz 270.000 € und für Herrn Edward R. Kozel 250.000 € betrugen.

Herr Timotheus Höttges und Herr René Obermann nehmen noch aus ihrer vorherigen Tätigkeit für T-Mobile an der Tranche 2002 des Aktienoptionsplans 2001 teil. Herr Dr. Manfred Balz und Herr Guido Kerkhoff partizipieren noch aus ihrem Angestelltenverhältnis vor der Berufung zum Vorstandsmitglied am Aktienoptionsplan.

Die gewährten Aktienoptionen sind im Rahmen der Vorgaben ausübbar; bislang erfolgte jedoch noch keine Ausübung. Der Bestand an Aktienoptionen ist in Bezug auf die zum 31. Dezember 2010 aktiven Vorstandsmitglieder unverändert zum Vorjahr.

Aktienoptionsplan.

Bei der Deutschen Telekom werden keine Aktienoptionspläne mehr ausgegeben. Einzelne Vorstandsmitglieder halten jedoch noch Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsplan 2001 mit den beiden Tranchen 2001 und 2002.

Vergütung mit Anreizwirkung aus Aktienoptionsplänen.

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Optionen

AOP 2001 Tranche 2001

Anzahl
Wert der Optionen bei Begebung (2001)

in €
Optionen

AOP 2001

Tranche 2002

Anzahl
Wert der Optionen bei Begebung (2002)

in €
Gewichteter Durchschnitt der Ausübungspreise der Aktienoptionen

in €
René Obermann 2010 48.195 4,87 28.830 3,79 23,40
2009 48.195 28.830
Hamid Akhavan 2010 - - - - -
(bis 15. Februar 2010) 2009 - 19.840 3,79 12,36
Dr. Manfred Balz 2010 32.130 4,87 17.360 3,79 23,81
2009 32.130 17.360
Timotheus Höttges 2010 - - 17.050 3,79 12,36
2009 - 17.050
Guido Kerkhoff 2010 - - 4.650 3,79 12,36
2009 - 4.650
2010 80.325 67.890
2009 80.325 87.730

Die Bandbreite der Ausübungspreise der Optionen von Herrn René Obermann und Herrn Dr. Manfred Balz variiert zwischen 12,36 € und 30,00 €.

Auf Grund der Teilnahme der verbleibenden Vorstandsmitglieder an nur jeweils einer Tranche des Aktienoptionsplans sind keine Bandbreiten anzugeben.

Aus den am 31. Dezember 2010 ausstehenden Optionen für Vorstandsmitglieder ergibt sich ein gewichteter Durchschnitt der restlichen Vertragslaufzeit von 1,0 Jahren.

Siehe im Übrigen die Ausführungen zum Aktienoptionsplan vorstehend unter Anmerkung 24.

Vorstandsvergütung für das Berichtsjahr.

Unter Zugrundelegung der rechtlichen und sonstigen Vorgaben werden im Folgenden Bezüge der Mitglieder des Vorstands für das Berichtsjahr mit insgesamt 14,4 Mio. € (2009: 13,7 Mio. €) ausgewiesen.

Diese beinhalten für Vorstandsmitglieder, für die das neue Vorstandsvergütungssystem gilt, die feste Jahresvergütung sowie sonstige Leistungen, geldwerte Vorteile und Sachbezüge, die variable Vergütung (Variable I) und den beizulegenden Zeitwert der Matching Shares. Dieser wurde auf Basis der zum Zeitpunkt der Gewährung geschätzten Höhe der Variablen I und einer daraus resultierenden Anzahl an Matching Shares berechnet.

Für Vorstandsmitglieder, für die das alte Vergütungssystem gilt, beinhaltet die Vorstandsvergütung die feste Jahresvergütung sowie sonstige Leistungen, geldwerte Vorteile und Sachbezüge, die variable Vergütung für das Berichtsjahr und die beizulegenden Zeitwerte des MTIP 2010 zum Zeitpunkt der Gewährung.

Die sonstigen Bezüge sind vollständig erfolgsunabhängig.

Gesamtbezüge.

Die Vergütung des Vorstands ergibt sich im Einzelnen aus der nachfolgenden Tabelle.

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in € Festes Jahresgehalt Sonstige Bezüge Kurzfristige variable Vergütung Langfristige1 variable Vergütung (beizulegender Zeitwert) Summe
René Obermann 2010 1.350.000 35.790 1.346.250 628.943 3.360.983
2009 1.250.000 37.233 1.365.000 76.613 2.728.846
Hamid Akhavan 2010 100.000 50.0012 119.244 - 269.245
(bis 15. Februar 2010) 2009 800.000 611.8782 789.600 49.032 2.250.510
Dr. Manfred Balz 2010 687.097 18.292 391.716 22.489 1.119.594
2009 660.000 19.204 468.600 33.710 1.181.514
Reinhard Clemens 2010 795.000 25.064 665.000 328.255 1.813.319
2009 658.333 31.531 825.750 42.903 1.558.517
Niek Jan van Damme 2010 570.000 24.502 542.080 276.523 1.413.105
2009 366.667 31.538 549.450 30.134 977.789
Dr. Karl-Gerhard Eick 2010 - - - - -
(bis 28. Februar 2009) 2009 183.750 17.371 183.750 - 384.871
Timotheus Höttges 2010 825.000 22.265 775.500 377.363 2.000.128
2009 750.000 21.583 803.250 45.968 1.620.801
Guido Kerkhoff 2010 610.000 20.322 606.480 138.949 1.375.751
2009 433.333 11.874 692.250 36.774 1.174.231
Edward R. Kozel 2010 595.161 43.960 420.623 225115 1.284.859
(seit 3. Mai 2010) 2009 - - - - -
Thomas Sattelberger 2010 800.000 4.582 908.417 35.097 1.748.096
2009 800.000 5.687 976.250 52.607 1.834.544
2010 6.332.258 244.778 5.775.310 2.032.734 14.385.080
2009 5.902.083 787.899 6.653.900 367.741 13.711.623

1 In dieser Spalte ist sowohl der beizulegende Zeitwert für Matching Shares als auch für die Teilnahme am MTIP 2010 ausgewiesen.

2 Herr Hamid Akhavan erhält wegen seiner US-Staatsbürgerschaft neben der „pension substitute” einen pauschalen monatlichen Steuerausgleich auf Grund unterschiedlicher Besteuerungsregeln in Deutschland und den USA.

Der Gesamtaufwand für die im Berichtsjahr gewährten Auslobungen der Variablen II beträgt 3,3 Mio. € (2009: 0,0 Mio. €).

Im Rahmen der mit Herrn Hamid Akhavan mit Wirkung zum 15. Februar 2010 geschlossenen Aufhebungsvereinbarung wurden sämtliche bestehenden Anrechte auf Aktienoptionen und die noch ausstehenden Tranchen des MTIP 2008 und 2009 entschädigungslos aufgehoben. Für den Zeitraum bis zum 15. Februar 2010 wurde die anteilige feste Grundvergütung und die anteiligen sonstigen Bezüge gezahlt. Für den gleichen Zeitraum wurde der anteilige Anspruch auf kurzfristige variable Vergütung auf Grundlage der durchschnittlichen Zielerreichung der vergangenen drei Geschäftsjahre festgelegt. Die mit Herrn Hamid Akhavan vereinbarte jährliche Zahlung einer Pension Substitute wurde letztmalig im Vorjahr geleistet. Mit Beginn des 15. Februar 2010 erhält Herr Hamid Akhavan die im Rahmen des Wettbewerbsverbots vereinbarte Karenzentschädigung in Höhe eines festen Jahresgehalts in monatlichen Zahlungen.

Kein Mitglied des Vorstands hat im abgelaufenen Berichtsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten.

Frühere und ausgeschiedene Mitglieder des Vorstands.

Für Leistungen und Ansprüche früherer und ausgeschiedener Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene sind 5,4 Mio. € (2009: 4,2 Mio. €) als Gesamtbezüge ausgewiesen.

Für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen wurden für diesen Personenkreis sowie deren Hinterbliebene 90,3 Mio. € (2009: 86,6 Mio. €) als Rückstellungen passiviert. Für diese Personengruppe beträgt der Anteil der auf Grund der Übergangsvorschriften des BilMoG in der Bilanz nicht ausgewiesenen Pensionsrückstellungen zum Bilanzstichtag 9,0 Mio. €.

Einige ausgeschiedene Vorstandsmitglieder haben einen Anspruch auf Beamtenversorgung gegenüber der Postbeamtenversorgungskasse (heute BPS-PT). Im Berichtsjahr fiel hierfür kein Aufwand an. Zum 31. Dezember 2010 beträgt der Barwert der erwarteten Ruhegehälter dieser Vorstandsmitglieder 2,7 Mio. € (2009: 2,4 Mio. €).

Sonstiges.

Die Gesellschaft hat keine Kredite an Vorstandsmitglieder bzw. ehemalige Vorstandsmitglieder gewährt.

Vorschüsse und Kredite an Organmitglieder wurden nicht gewährt. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zu Gunsten dieses Personenkreises eingegangen (§ 285 Nr. 9 c HGB).

Vergütung des Aufsichtsrats.

Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wird in § 13 der Satzung der Deutschen Telekom geregelt. Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten eine feste jährliche Vergütung, die für das Berichtsjahr 30.000,00 € und für die Folgejahre 40.000,00 € beträgt. Die Mitglieder des Aufsichtsrats können bei entsprechender Entwicklung des Konzernüberschusses je Stückaktie eine variable erfolgsorientierte Vergütung erhalten.

Diese erfolgsorientierte jährliche Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung beträgt 1 000,00 € für jeweils 0,02 €, um die der Konzernüberschuss pro Stückaktie des zweiten dem jeweiligen Geschäftsjahr nachfolgenden Geschäftsjahrs (Referenzjahr) den Konzernüberschuss pro Stückaktie des dem jeweiligen Geschäftsjahr vorangegangenen Geschäftsjahrs übersteigt. Die erfolgsorientierte jährliche Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung beträgt jedoch höchstens 40.000,00 €.

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Doppelte, der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache der Vergütung eines einfachen Aufsichtsratsmitglieds. Die gesamte Vergütung erhöht sich außerdem für jede Mitgliedschaft in einem Aufsichtsratsausschuss (außer Vermittlungsausschuss sowie Nominierungsausschuss) jeweils um das 0,5-fache, im Falle des Prüfungsausschusses um das 1,0-fache, und für jeden Vorsitz in einem Aufsichtsratsausschuss zusätzlich jeweils um das 0,5-fache. Aufsichtsratsmitglieder, die nicht während des ganzen Geschäftsjahrs im Amt waren, erhalten für jeden angefangenen Monat ihrer Tätigkeit ein Zwölftel der Vergütung. Dies gilt sowohl für die feste jährliche Vergütung als auch für die jährliche Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten für jede Sitzung des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse, an der sie teilgenommen haben, ein Sitzungsgeld von 1 000,00 €. Die auf die Vergütung und Auslagen zu zahlende Umsatzsteuer wird von der Gesellschaft erstattet.

Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für das Jahr 2010 beträgt 1.942.791,66 € (zzgl. Umsatzsteuer).

Kredite wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats nicht gewährt.

Die Aufsichtsratsvergütung für das Jahr 2010 verteilt sich auf die einzelnen Mitglieder wie folgt:

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in €

Aufsichtsratsmitglied
Fixumvergütung inkl. Sitzungsgeld Bewertung des langfristigen Vergütungsanspruchs1
Asmussen, Jörg 54.000,00 23.250,00
Becker, Hermann Josef 90.000,00 38.750,00
Dr. Bernotat, Wulf 47.000,00 20.150,00
Brandl, Monika 47.000,00 20.150,00
Bury, Hans Martin 81.000,00 35.650,00
Falbisoner, Josef (bis 3. Mai 2010) 14.500,00 6.458,33
Dr. von Grünberg, Hubertus 51.000,00 23.250,00
Guffey, Lawrence H. 78.000,00 35.650,00
Hocker, Ulrich 36.000,00 15.500,00
Holzwarth, Lothar2 76.000,00 32.550,00
Kallmeier, Hans-Jürgen3 52.000,00 23.250,00
Kühnast, Sylvia 36.000,00 15.500,00
Prof. Dr. Lehner, Ulrich (Vorsitzender) 136.000,00 60.450,00
Litzenberger, Waltraud 131.000,00 54.250,00
Löffler, Michael 36.000,00 15.500,00
Prof. Dr. Middelmann, Ulrich 53.000,00 23.250,00
Schröder, Lothar (stellv. Vorsitzender)4 115.000,00 49.600,00
Dr. Schröder, Ulrich 47.000,00 20.150,00
Sommer, Michael 35.000,00 15.500,00
Spoo, Sibylle (seit 4. Mai 2010) 22.000,00 10.333,33
Dr. h. c. Walter, Bernhard 115.000,00 51.150,00
1.352.500,00 590.291,66

1 Zum Zwecke der Ermittlung eines Rückstellungsbetrags wurde hypothetisch zugrunde gelegt, dass der Konzernüberschuss pro Stückaktie im Jahr 2012 dem Konzernüberschuss pro Stückaktie im Jahr 2010 entsprechen wird. Ausgehend von dieser Prämisse ergibt sich für den Vergleichszeitraum 2009 bis 2012 ein Anspruch von 15.500,00 €, bezogen auf das Gesamtjahr. Nach Anwendung der Multiplikatoren ergibt sich ein Rückstellungsbetrag von 590.291,66 €.

2 Für ein Aufsichtsratsmandat bei der Telekom Deutschland GmbH (vormals T-Mobile Deutschland GmbH), Bonn, einer 100%-Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom, hat Lothar Holzwarth von dieser Gesellschaft für das Berichtsjahr eine Aufsichtsratsvergütung in Höhe von 11.333,33 € erhalten.

3 Für ein Aufsichtsratsmandat bei der T-Systems International GmbH, Frankfurt, einer 100%-Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom, hat Hans-Jürgen Kallmeier von dieser Gesellschaft für das Berichtsjahr eine Aufsichtsratsvergütung in Höhe von 833,33 € erhalten.

4 Für ein Aufsichtsratsmandat bei der Telekom Deutschland GmbH (vormals T-Mobile Deutschland GmbH), Bonn, einer 100%-Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom, hat Lothar Schröder von dieser Gesellschaft für das Berichtsjahr eine Aufsichtsratsvergütung in Höhe von 18.800,00 € erhalten.

39 Erklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex.

Vorstand und Aufsichtsrat der Deutschen Telekom haben die nach § 161 des AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Deutschen Telekom zugänglich gemacht. Der vollständige Wortlaut der Entsprechenserklärung ist über die Internetseite der Deutschen Telekom (www.telekom.com) im Bereich „Investor Relations“ unter der Rubrik „Corporate Governance” zugänglich.

40 Gewinnverwendungsvorschlag.

Der Vorstand der Deutschen Telekom schlägt der Hauptversammlung vor, von dem Bilanzgewinn in Höhe von 6,0 Mrd. € eine Dividende von 0,70 € je dividendenberechtigter Stückaktie an die Aktionäre auszuschütten und den Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Die endgültige Dividendensumme hängt von der Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns am Tag der Hauptversammlung ab.

41 Anteilsbesitzliste gemäß § 285 Nr. 11 HGB.

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Lfd. Nr. Name und Sitz der Gesellschaft über Indirekt

%
Direkt

%
Gesamt-

nominalwert
Währung
1. Verbundene Unternehmen
1. 3.T-Venture Beteiligungsgesellschaft mbH (3. TVB), Bonn 1.191. 100,00 25.000 EUR
2. Accumio Finance Services GmbH, Heidelberg 1.162. 100,00 2.001.000 EUR
3. Aesop Telekommuni-

kationsdienste GmbH, Bonn
100,00 25.000 EUR
4. Albania Mobile Communications Sh.A, Tirana 1.24. 14,76 813.821.916 ALL
4. Albania Mobile Communications Sh.A, Tirana 1.39. 85,00 813.821.916 ALL
5. Ariviakom (Proprietary) Limited, Midrand 1.283. 100,00 1.540.400 ZAR
6. Ariviakom Consulting (Proprietary) Limited, Midrand 1.5. 100,00 1 ZAR
7. Atrada Trading Network AG, Nürnberg 100,00 146.302 EUR
8. Atrada Trading Network Limited, Manchester 1.7. 100,00 1 GBP
9. AutoScout24 AS GmbH, Wien 1.13. 100,00 35.000 EUR
10. AutoScout24 Belgium S.A., Brüssel 1.13. 100,00 62.000 EUR
11. AutoScout24 España S.A., Madrid 1.13. 100,00 153.388 EUR
12. AutoScout24 France SAS, Trappes 1.13. 100,00 95.280 EUR
13. AutoScout24 GmbH, München 1.169. 100,00 1.269.950 EUR
14. AutoScout24 Italia S.R.L., Padua 1.13. 100,00 97.000 EUR
15. AutoScout24 Nederland B.V., Amsterdam 1.13. 100,00 36.400 EUR
16. AutoScout24 Scandinavia A.B., Stockholm 1.13. 100,00 109.000 SEK
17. AutoScout24 d.o.o., Zagreb 1.13. 75,00 40.000 HRK
18. Axelero Kft., Budapest 1.126. 10,00 500.000 HUF
18. Axelero Kft., Budapest 1.116. 90,00 500.000 HUF
19. BERCOS Gesellschaft für Kommunikations-

techniken mbH, Bonn
1.59. 100,00 400.000 DEM
20. CBS GmbH, Köln 1.28. 100,00 838.710 EUR
21. CMobil B.V., Amsterdam 1.199. 100,00 30.403 EUR
22. COMBIS, usluge integracija informatickih tehnologija, d.o.o., Zagreb 1.103. 100,00 3.703.600 HRK
23. COSMO-ONE HELLAS MARKET SITE SOCIETE ANONYME OF ELECTRONIC COMMERCE SERVICES, Athen 1.101. 30,87 5.391.100 EUR
23. COSMO-ONE HELLAS MARKET SITE SOCIETE ANONYME OF ELECTRONIC COMMERCE SERVICES , Athen 1.24. 30,87 5.391.100 EUR
24. COSMOTE S.A., Maroussi, Athen 1.101. 100,00 157.899.931 EUR
25. Cato Telekommuni-

kationsdienste GmbH, Bonn
100,00 25.000 EUR
26. Cicero Telekommuni-

kationsdienste GmbH, Bonn
100,00 25.000 EUR
27. ClickandBuy (International) Limited, London 1.28. 100,00 1.301.000 GBP
28. ClickandBuy Holding GmbH, Darmstadt 100,00 25.000 EUR
29. ClickandBuy Marketing AG, Zug 1.28. 100,00 100.000 CHF
30. ClickandBuy Marketing Inc., New York 1.86. 100,00 5 USD
31. ClickandBuy Private Limited, Hydrabad 1.86. 99,62 1.609.920 INR
32. Combridge S.R.L., Sfântu Gheorghe 1.126. 100,00 29.801.490 RON
33. Compargo Kft., Budapest 1.120. 80,00 3.000.000 HUF
34. Compendo GmbH, Nürnberg 1.7. 100,00 25.000 EUR
35. Cook Inlet/VS GSM IV PCS Holdings, LLC, Bellevue 1.196. 99,00 1 USD
35. Cook Inlet/VS GSM IV PCS Holdings, LLC, Bellevue 1.234. 1,00 1 USD
36. Cook Inlet/VS GSM VII PCS Holdings, LLC, Bellevue 1.209. 66,00 1 USD
37. Cook Inlet/VS GSM VII PCS LLC., Bellevue 1.36. 100,00 1 USD
38. Cosmo Bulgaria Mobile EAD, Sofia 1.24. 100,00 490.664.220 BGN
39. Cosmo Holding Albania Societe Anonyme, Maroussi, Athen 1.24. 97,00 64.108.000 EUR
40. Cosmoholding Cyprus Limited, Limassol 1.24. 100,00 190.000 EUR
41. Cosmoholding Romania Ltd, Limassol 1.24. 100,00 30.000 EUR
42. Cosmote Romanian Mobile Telecommunications S.A., Bukarest 1.24. 70,00 1.593.747.500 RON
42. Cosmote Romanian Mobile Telecommunications S.A., Bukarest 1.163. 30,00 1.593.747.500 RON
43. Crnogorski Telekom a.d. Podgorica, Podgorica 1.126. 76,53 140.996.394 EUR
44. Cronon AG, Berlin 1.166. 100,00 51.129 EUR
45. Csiper Consulting (Proprietary) Limited, Midrand 1.5. 100,00 1.001 ZAR
46. DFMG Deutsche Funkturm GmbH, Münster 1.300. 16,67 30.000 EUR
46. DFMG Deutsche Funkturm GmbH, Münster 1.47. 83,33 30.000 EUR
47. DFMG Holding GmbH, Bonn 100,00 26.000 EUR
48. DIERGASIA Interim Employment S.A., Athen 1.146. 100,00 180.000 EUR
49. Dataplex Infokommunikációs Infrastruktúra Szolgáltató és Ingatlanhasznosító Korlátolt Felelösségü Társaság, Budapest 1.126. 100,00 1.850.000.000 HUF
50. Dataware Szolgáltató Kft., Budapest 1.107. 100,00 80.000.000 HUF
51. DeTeAsia Holding GmbH, Bonn 100,00 50.000 DEM
52. DeTeAssekuranz - Deutsche Telekom Assekuranz-Vermittlungsgesellschaft mbH, Monheim 100,00 1.000.000 EUR
53. DeTeFleetServices GmbH, Bonn 100,00 5.000.000 EUR
54. DeTeMedien, Deutsche Telekom Medien GmbH, Frankfurt/Main 100,00 23.008.135 EUR
55. Detecon (Schweiz) AG, Zürich 1.59. 100,00 1.000.000 CHF
56. Detecon Asia-Pacific Ltd., Bangkok 1.59. 100,00 49.000.000 THB
57. Detecon Consulting Austria GmbH, Wien 1.241. 100,00 72.673 EUR
58. Detecon Consulting España S.A., Madrid 1.19. 250.000 EUR
58. Detecon Consulting España S.A., Madrid 1.59. 100,00 250.000 EUR
59. Detecon International GmbH, Bonn 1.263. 100,00 1.9430.100 EUR
60. Detecon Vezetési Tanácsadó Kft., Budapest 1.59. 100,00 4.600.000 HUF
61. Detecon, Inc., Reston, VA 1.59. 100,00 1.872.850 USD
62. Deutsche TELEKOM Asia Pte Ltd., Singapur 100,00 136.777.793 SGD
63. Deutsche TELEKOM Ltd., London 100,00 240.000 GBP
64. Deutsche Telekom (UK) Limited, Hatfield 100,00 30.100.000 GBP
65. Deutsche Telekom Accounting GmbH, Bonn 100,00 100.000 EUR
66. Deutsche Telekom BK-Holding GmbH, Bonn 100,00 500.000.000 DEM
67. Deutsche Telekom Holding B.V., Amsterdam 100,00 18.151 EUR
68. Deutsche Telekom International Finance B.V., Amsterdam 100,00 453.780 EUR
69. Deutsche Telekom K.K., Tokio 100,00 120.000.000 JPY
70. Deutsche Telekom Kundenservice GmbH, Bonn 1.300. 100,00 25.000 EUR
71. Deutsche Telekom Netzproduktion GmbH, Bonn 1.300. 100,00 27.000 EUR
72. Deutsche Telekom North America Inc., Wilmington, DW 1.273. 100,00 30 USD
73. Deutsche Telekom Shared Services s.r.o., Bratislava 1.243. 3,75 20.000 EUR
73. Deutsche Telekom Shared Services s.r.o., Bratislava 1.65. 96,25 20.000 EUR
74. Deutsche Telekom Technischer Service GmbH, Bonn 1.300. 100,00 27.000 EUR
75. Deutsche Telekom Training GmbH, Bonn 100,00 102.300 EUR
76. Deutsche Telekom Value Added Services Austria GmbH, Wien 1.300. 100,00 100.000 EUR
77. Deutsche Telekom Venture Funds GmbH, Bonn 100,00 25.000 EUR
78. Deutsche Telekom, Inc., New York 100,00 100 USD
79. E-Value Collection L.T.D., Agios Stefanos 1.80. 100,00 350.010 EUR
80. E-Value Societe Anonyme of Direct Marketing and Customer Support Services, Agios Stefanos 1.91. 100,00 4.745.062 EUR
81. EURACCOUNT Kft., Budapest 1.126. 99,00 450.000.000 HUF
81. EURACCOUNT Kft., Budapest 1.116. 1,00 450.000.000 HUF
82. Erste DFMG Deutsche Funkturm Vermögens-GmbH, Heusenstamm 100,00 100.000 EUR
83. Eutelis Consult GmbH, Ratingen 1.59. 60,00 1.360.000 DEM
84. Fal Dete Telecommunications S.A.L., Furn El Chebbak 1.59. 51,00 150.000.000 LBP
85. FinanceScout24 GmbH, München 1.169. 100,00 728.823 EUR
86. Firstgate Holding AG, Zug 1.29. 100,00 2.335.505 CHF
87. Firstgate Internet SAS, Paris 1.86. 100,00 100.000 EUR
88. FriendScout24 GmbH, München 1.169. 100,00 1.500.000 EUR
89. GEMAPPS Gesellschaft für mobile Lösungen mbH, Hamburg 1.263. 100,00 25.000 EUR
90. GMG Generalmietgesellschaft mbH, Bonn 100,00 51.130.000 EUR
91. Germanos Societe Anoyme Instrustrial & Commercial Company of Electronic Telecommunicationmaterial & Services, Agios Stefanos 1.40. 100,00 29.600.892 EUR
92. Germanos Telecom Bulgaria AD, Sofia 1.91. 100,00 5.400.000 BGN
93. Germanos Telecom Romania S.A., Ilfov County, Voluntari town 1.91. 99,99 98.668.441 RON
94. Global TIMES Ventures Administration GmbH (GTV), Bonn 1.293. 100,00 100.000 EUR
95. Global TIMES Ventures GmbH & Co.KG, Bonn 1.293. 60,00 47.500 EUR
96. HATWAVE Hellenic-American Telecommunications Wave Ltd., Donetsk 1.101. 52,67 100 CYP
97. HELLAS-SAT Consortium Ltd., Nicosia 1.101. 99,05 191.235.884 EUR
98. HELLAS-SAT S.A. Satellite System Services & Communications, Maroussi, Athen 1.142. 0,01 9.058.696 EUR
98. HELLAS-SAT S.A. Satellite System Services & Communications, Maroussi, Athen 1.97. 99,99 9.058.696 EUR
99. HOLDCO Sp.z o. o., Warschau 1.235. 100,00 4.000.000 PLN
100. Hellascom International A.E., Athen 1.101. 100,00 750.000 EUR
101. Hellenic Telecommunications Organization S.A. (OTE), Athen 30,00 1.171.459.430 EUR
102. Horaz Telekommunikations-

dienste GmbH, Bonn
1.263. 100,00 25.000 EUR
103. Hrvatski Telekom d.d., Zagreb 51,00 8.188.853.500 HRK
104. I.T.E.N.O.S. International Telecom Network Operation Services GmbH, Bonn 1.263. 100,00 3.000.000 EUR
105. IQSYS Informatikai és Tanácsadó ZRt., Budapest 1.126. 100,00 1.001.500.000 HUF
106. ISH International System House Informatika Kft., Budapest 1.126. 100,00 3.000.000 HUF
107. IT Services Hungary Szolgáltató Kft., Budapest 1.263. 100,00 150.100.000 HUF
108. ImmoCom Verwaltungs GmbH, Heusenstamm 1.90. 100,00 50.000 DEM
109. Immobilien Scout Deutschland GmbH, Berlin 1.110. 100,00 50.000 DEM
110. Immobilien Scout GmbH, Berlin 1.171. 60,10 144.250 EUR
110. Immobilien Scout GmbH, Berlin 1.169. 39,90 144.250 EUR
111. Infovan (Proprietary) Limited, Midrand 1.283. 100,00 2.000 ZAR
112. Institute of Next Generation Networks, Zilina 1.177. 100,00 - EUR
113. Interactive Media CCSP GmbH, Darmstadt 100,00 901.000 EUR
114. International System House Kereskedelmi és Szoftverfejlesztö Kft., Budapest 1.126. 100,00 3.000.000 HUF
115. Intersolve Health Informatics (Proprietary) Limited, Midrand 1.5. 100,00 100 ZAR
116. Investel Magyar Távközlési Befektetési ZRt., Budapest 1.126. 100,00 4.453.000.000 HUF
117. Iskon Internet d.d., Zagreb 1.103. 100,00 42.876.600 HRK
118. JobScout24 GmbH, München 1.119. 100,00 25.000 EUR
119. JobScout24 International Holding AG, Baar 1.169. 100,00 1.540.000 CHF
120. KFKI Rendszerintegrációs ZRt., Budapest 1.126. 100,00 2.001.000.000 HUF
121. Kabelsko distributivni sustav d.o.o., Cakovec 1.103. 100,00 1.229.600 HRK
122. Kappa Telekommuni-

kationsdienste GmbH, Bonn
100,00 25.000 EUR
123. Kitchen Budapest Kft., Budapest 1.116. 0,80 40.000.000 HUF
123. Kitchen Budapest Kft., Budapest 1.126. 99,20 40.000.000 HUF
124. Lambda Telekommuni-

kationsdienste GmbH, Bonn
100,00 25.000 EUR
125. MAGYARCOM SZOLGÁLTATÓ KOMMUNIKÁCIÓS Kft., Budapest 100,00 50.000.000 HUF
126. Magyar Telekom Távközlési Nyilvánosan Müködö Részvénytársaság (Magyar Telekom Telecommunications Public Limited Company [ehem. MATAV], Budapest) 1.127. 59,30 104.274.254.300 HUF
127. MagyarCom Holding GmbH, Bonn 100,00 316.009.000 EUR
128. Makedonski Telekom A.D., Skopje 1.180. 56,67 9.583.887.760 MKD
129. Matáv Kft, Budapest 1.126. 10,00 500.000 HUF
129. Matáv Kft, Budapest 1.116. 90,00 500.000 HUF
130. Mindentudás Egyeteme Tudományos Közhasznú Nonprofit Kft., Budapest 1.126. 60,00 5.000.000 HUF
131. Mobilbeep Telecommunications One Person Limited Liability, Maroussi, Athen 1.40. 100,00 20.100 EUR
132. Modultechnika Kereskedelmi és Szolgáltató Kft, Ajka 1.126. 100,00 500.000 HUF
133. NextGen Communications SRL, Bukarest 1.163. 100,00 26.489.080 RON
134. Norma Telekommuni-

kationsdienste GmbH, Bonn
100,00 25.000 EUR
135. Novatel EOOD, Sofia 1.126. 100,00 5.190.000 BGN
136. Novatel Ukraine Ltd., Kiew 1.116. 0,06 1.656.900 UAH
136. Novatel Ukraine Ltd., Kiew 1.126. 99,94 1.656.900 UAH
137. ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Bonn 1.59. 94,12 128.000 EUR
138. OTE Academy S.A., Maroussi, Athen 1.101. 100,00 1.761.030 EUR
138. OTE Academy S.A., Maroussi, Athen 1.168. 0,00 1.761.030 EUR
139. OTE Estate S.A., Athen 1.101. 100,00 455.987.091 EUR
139. OTE Estate S.A., Athen 1.146. 0,00 455.987.091 EUR
140. OTE Insurance Agency S.A., Athen 1.101. 99,90 86.000 EUR
140. OTE Insurance Agency S.A., Athen 1.146. 0,10 86.000 EUR
141. OTE International Investments Limited, Limassol 1.101. 100,00 382.862.721 EUR
142. OTE International Solutions S.A., Maroussi, Athen 1.101. 100,00 163.697.462 EUR
142. OTE International Solutions S.A., Maroussi, Athen 1.168. 0,00 163.697.462 EUR
143. OTE Investment Services S.A., Maroussi, Athen 1.141. 100,00 8.500.000 EUR
144. OTE Plc., London 1.101. 100,00 50.000 GBP
145. OTE Properties S.A., Athen 1.139. 100,00 30.000.000 EUR
146. OTEplus Technical & Business Solutions S.A., Athen 1.101. 100,00 3.837.002 EUR
147. Omega Telekommuni-

kationsdienste GmbH, Bonn
100,00 25.000 EUR
148. Omikron Telekommuni-

kationsdienste GmbH, Bonn
100,00 25.000 EUR
149. One2One Personal Communications Ltd., Hatfield 1.204. 100,00 1 GBP
150. One2One Limited, Hatfield 1.204. 100,00 2 GBP
151. P & I Holding GmbH, Darmstadt 100,00 30.000 EUR
152. PASM Power and Air Condition Solution Management Beteiligungs GmbH, Bonn 100,00 25.000 EUR
153. PASM Power and Air Condition Solution Management GmbH & Co. KG, München 100,00 10.025.000 EUR
154. PTC, Polska Telefonia Cyfrowa Sp.z o.o., Warschau 1.300. 70,50 471.000.000 PLN
154. PTC, Polska Telefonia Cyfrowa Sp.z o.o., Warschau 1.222. 22,50 471.000.000 PLN
154. PTC, Polska Telefonia Cyfrowa Sp.z o.o., Warschau 1.155. 4,00 471.000.000 PLN
155. Polpager Sp.z o.o., Warschau 1.99. 100,00 2.000.000 PLN
156. PosAm spol. s.r.o., Bratislava 1.177. 51,00 33.200 EUR
157. Powertel Memphis Licenses, Inc., Bellevue 1.158. 100,00 1 USD
158. Powertel/Memphis, Inc., Bellevue 1.231. 100,00 32.262 USD
159. Pro-M Zrt, Budapest 1.126. 100,00 5.200.000.000 HUF
160. Qingdao DETECON Consulting Co. Ltd., Peking 1.59. 100,00 1.230.000 USD
161. Residenzpost GmbH & Co. Liegenschafts KG, Heusenstamm 100,00 1 EUR
162. SAF Forderungsmanagement GmbH, Heidelberg 1.300. 100,00 4.101.000 EUR
163. SC Romtelecom SA, Bukarest 1.141. 54,01 5.975.037.351 RON
164. SCOUT Business Services GmbH, München 1.170. 100,00 69.100 EUR
165. SCS Personalberatung GmbH, Düsseldorf 100,00 100.000 DEM
166. STRATO AG, Berlin 1.217. 100,00 6.033.345 EUR
167. Sallust Telekommuni-

kationsdienste GmbH, Bonn
100,00 25.000 EUR
168. Satellite and Maritime Telecommunications S.A., Athen 1.101. 94,08 5.463.750 EUR
168. Satellite and Maritime Telecommunications S.A., Athen 1.146. 0,01 5.463.750 EUR
169. Scout24 AG, Baar 1.171. 100,00 532.081 CHF
170. Scout24 GmbH, München 1.171. 100,00 75.000 DEM
171. Scout24 Holding GmbH, München 100,00 1.000.000 EUR
172. Scout24 International Management AG, Baar 1.171. 100,00 250.000 CHF
173. Scout24 Schweiz AG, Flamatt 1.174. 85,04 224.600 CHF
173. Scout24 Schweiz AG, Flamatt 1.172. 14,96 224.600 CHF
174. Scout24 Schweiz Holding AG, Wünnewil-Flamatt 1.172. 50,10 980.000 CHF
175. Scout24 Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, München 1.171. 100,00 25.000 EUR
176. Sigma Telekommuni-

kationsdienste GmbH, Bonn
100,00 25.000 EUR
177. Slovak Telekom, a.s., Bratislava 51,00 864.113.000 EUR
178. Software Daten Service Gesellschaft m.b.H., Wien 1.263. 100,00 290.691 EUR
179. Soluciones y Proyectos Consulting, S.L., Barcelona 1.258. 100,00 3.006 EUR
180. Stonebridge Communication A.D. i.l., Skopje 1.126. 100,00 21.194.506.100 MKD
181. SunCom Wireless Holdings Inc., Bellevue 1.231. 100,00 1 USD
182. SunCom Wireless Investment Co., LLC, Bellevue 1.181. 100,00 1 USD
183. SunCom Wireless License Co, LLC, Bellevue 1.311. 100,00 1 USD
184. SunCom Wireless Management Co, Inc., Bellevue 1.187. 100,00 1 USD
185. SunCom Wireless Operating Co, LLC, Bellevue 1.311. 100,00 1 USD
186. SunCom Wireless Property Co, LLC, Bellevue 1.311. 100,00 1 USD
187. SunCom Wireless, Inc., Bellevue 1.182. 100,00 1 USD
188. Sunlight Romania - Filiala Bucuresti S.R.L., Ilfov County, Voluntari town 1.93. 100,00 14.833.058 RON
189. T SYSTEMS TELEKOMÜNIKASYON LIMITED SIRKETI, Istanbul 1.243. 0,60 385.600 TRY
189. T SYSTEMS TELEKOMÜNIKASYON LIMITED SIRKETI, Istanbul 1.263. 99,40 385.600 TRY
190. T-Com Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 98,02 50.500 EUR
190. T-Com Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 1.294. 1,98 50.500 EUR
191. T-Corporate Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 99,00 100.000 EUR
191. T-Corporate Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 1.294. 1,00 100.000 EUR
192. T-Kábel Magyarország Kft., Budapest 1.116. 90,00 500.000 HUF
192. T-Kábel Magyarország Kft., Budapest 1.126. 10,00 500.000 HUF
193. T-Mobile (UK) Ltd., Hatfield 1.204. 100,00 1 GBP
194. T-Mobile Austria GmbH, Wien 1.195. 100,00 60.000.000 EUR
195. T-Mobile Austria Holding GmbH, Wien 1.199. 100,00 15.000.000 EUR
196. T-Mobile Central LLC, Bellevue 1.231. 100,00 1 USD
197. T-Mobile Czech Republic a.s., Prag 1.21. 60,77 520.000.000 CZK
198. T-Mobile Global Holding GmbH, Bonn 1.203. 100,00 50.000 EUR
199. T-Mobile Global Holding Nr. 2 GmbH, Bonn 100,00 25.000 EUR
200. T-Mobile Global Holding Nr. 3 GmbH, Bonn 100,00 25.000 EUR
201. T-Mobile Global Holding Nr. 4 GmbH, Bonn 100,00 25.000 EUR
202. T-Mobile Global Holding Nr. 5 GmbH, Bonn 100,00 25.000 EUR
203. T-Mobile Global Zwischenholding GmbH, Bonn 100,00 26.000 EUR
204. T-Mobile Holdings Limited, Hatfield 1.198. 100,00 706.540.268 GBP
205. T-Mobile HotSpot GmbH, Bonn 100,00 25.000 EUR
206. T-Mobile International Austria GmbH, Wien 1.194. 100,00 37.000 EUR
207. T-Mobile International Limited, Hatfield 1.204. 100,00 1 GBP
208. T-Mobile International UK Pension Trustee Limited, Hatfield 1.64. 100,00 1 GBP
209. T-Mobile License LLC, Bellevue 1.231. 100,00 1 USD
210. T-Mobile Ltd., Hatfield 1.204. 100,00 1 GBP
211. T-Mobile Macedonia A.D. Skopje, Skopje 1.128. 100,00 2.344.377.000 MKD
212. T-Mobile Netherlands B.V., `s Gravenhage 1.213. 100,00 1.250.628 EUR
213. T-Mobile Netherlands Holding B.V., Den Haag 1.198. 100,00 90.756.042 EUR
214. T-Mobile Netherlands Klantenservice B.V., Den Haag 1.212. 100,00 1.116.950 EUR
215. T-Mobile Netherlands Retail B.V. , Den Haag 1.212. 100,00 18.000 EUR
216. T-Mobile Newco Nr. 3 GmbH, Bonn 100,00 25.000 EUR
217. T-Mobile Newco Nr. 4 GmbH, Bonn 100,00 25.000 EUR
218. T-Mobile No. 1 Limited, Hatfield 1.204. 100,00 1 GBP
219. T-Mobile No. 5 Limited, Hatfield 1.204. 100,00 1 GBP
220. T-Mobile Northeast LLC, Bellevue 1.231. 100,00 1 USD
221. T-Mobile PCS Holdings, LLC, Bellevue 1.231. 100,00 1 USD
222. T-Mobile Poland Holding Nr. 1 B.V., Eindhoven 100,00 26.719.789 EUR
223. T-Mobile Puerto Rico Holdings LLC, Bellevue 1.311. 100,00 1 USD
224. T-Mobile Puerto Rico LLC, Bellevue 1.223. 100,00 1 USD
225. T-Mobile Resources Corporation, Bellevue 1.221. 100,00 1 USD
226. T-Mobile Retail Limited, Hatfield 1.204. 100,00 105 GBP
227. T-Mobile Service GmbH, Wien 1.199. 100,00 35.000 EUR
228. T-Mobile South LLC, Bellevue 1.231. 100,00 1 USD
229. T-Mobile Subsidiary IV Corporation, Bellevue 1.231. 100,00 1 USD
230. T-Mobile Subsidiary V Corporation, Bellevue 1.231. 100,00 - USD
231. T-Mobile USA, Inc., Bellevue 1.198. 100,00 292 USD
232. T-Mobile Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 99,00 100.000 EUR
232. T-Mobile Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 1.294. 1,00 100.000 EUR
233. T-Mobile Venture Fund II GmbH & Co. KG, Bonn 1.294. 1,00 100.000 EUR
233. T-Mobile Venture Fund II GmbH & Co. KG, Bonn 99,00 100.000 EUR
234. T-Mobile West Corporation, Bellevue 1.231. 100,00 1.000 USD
235. T-Mobile Worldwide Holding GmbH, Bonn 100,00 25.000 EUR
236. T-Online Beteiligungs GmbH, Darmstadt 100,00 25.000 EUR
237. T-Online Travel GmbH, Darmstadt 100,00 4.000.000 EUR
238. T-Online Venture Fund GmbH & Co.KG, Bonn 99,00 100.000 EUR
238. T-Online Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 1.294. 1,00 100.000 EUR
239. T-Online Verwaltungs GmbH, Darmstadt 100,00 25.000 EUR
240. T-Systems Argentina S.A., Buenos Aires 1.243. 2,00 8.802.500 ARS
240. T-Systems Argentina S.A., Buenos Aires 1.263. 98,00 8.802.500 ARS
241. T-Systems Austria GesmbH, Wien 1.263. 100,00 185.000 EUR
242. T-Systems Belgium NV, Groot-Bijgaarden 1.271. 0,65 4.731.000 EUR
242. T-Systems Belgium NV, Groot-Bijgaarden 1.263. 99,35 4.731.000 EUR
243. T-Systems Beteiligungsverwal-

tungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main
1.263. 100,00 25.600 EUR
244. T-Systems CIS, Moskau 1.263. 100,00 4.630.728 RUB
245. T-Systems Canada, Inc., Toronto 1.273. 100,00 2.031.554 CAD
246. T-Systems China Limited, Hongkong 1.263. 100,00 24.000.000 HKD
247. T-Systems Czech Republic a.s., Prag 1.263. 100,00 251.300.000 CZK
248. T-Systems DDM GmbH, Weingarten 1.263. 100,00 154.400 EUR
249. T-Systems Eltec, S.L., Barcelona 1.258. 100,00 664.400 EUR
250. T-Systems France SAS, Saint Denis 1.263. 100,00 2.000.000 EUR
251. T-Systems GEI GmbH, Aachen 1.263. 100,00 113.01.600 EUR
252. T-Systems Hosting Services GmbH, Bonn 1.263. 100,00 25.000 EUR
253. T-Systems IT Epsilon GmbH, Bonn 1.263. 100,00 25.000 EUR
254. T-Systems IT Eta GmbH, Bonn 1.263. 100,00 25.000 EUR
255. T-Systems IT Gamma GmbH, Bonn 1.263. 100,00 25.000 EUR
256. T-Systems IT Theta GmbH, Bonn 1.263. 100,00 25.000 EUR
257. T-Systems IT Zeta GmbH, Bonn 1.263. 100,00 25.000 EUR
258. T-Systems ITC Iberia, S.A., Barcelona 1.263. 100,00 1.242.100 EUR
259. T-Systems ITS Austria GmbH, Wien 1.263. 100,00 35.000 EUR
260. T-Systems Individual Desktop Solutions GmbH, Frankfurt am Main 1.263. 100,00 25.000 EUR
261. T-Systems Information and Communication Technology E.P.E., Athen 1.243. 1,00 18.000 EUR
261. T-Systems Information and Communication Technology E.P.E., Athen 1.263. 99,00 18.000 EUR
262. T-Systems Information and Communication Technology India Private Limited, Pune 1.243. 0,00 34.500.000 INR
262. T-Systems Information and Communication Technology India Private Limited, Pune 1.263. 100,00 34.500.000 INR
263. T-Systems International GmbH, Frankfurt am Main 100,00 154.441.900 EUR
264. T-Systems Italia S.p.A., Vicenza 1.263. 100,00 1.000.000 EUR
265. T-Systems Japan K.K., Tokyo 1.263. 100,00 495.000.000 JPY
266. T-Systems Limited, London 1.263. 100,00 550.001 GBP
267. T-Systems Luxembourg S.A., Luxembourg 1.243. 0,02 1.500.000 EUR
267. T-Systems Luxembourg S.A., Luxembourg 1.263. 99,98 1.500.000 EUR
268. T-Systems Malaysia Sdn. Bhd., Kuala Lumpur 1.263. 100,00 4.000.000 MYR
269. T-Systems Mexico, S.A. de C.V., Puebla 1.263. 100,00 32.000.000 MXN
270. T-Systems Multimedia Solutions GmbH, Dresden 1.263. 100,00 4.090.400 EUR
271. T-Systems Nederland B.V., Vianen (Utrecht) 1.263. 100,00 908.000 EUR
272. T-Systems Nordic A/S, Farum 1.263. 100,00 5.500.000 DKK
273. T-Systems North America, Inc., Wilmington, DW 1.263. 100,00 34 USD
274. T-Systems P.R. China Ltd., Peking 1.263. 100,00 13.500.000 EUR
275. T-Systems Polska Sp. z o.o., Breslau 1.263. 100,00 8.327.000 PLN
276. T-Systems Regional Services and Solutions GmbH, Frankfurt am Main 1.263. 100,00 25.000 EUR
277. T-Systems SFPH GmbH, Düsseldorf 1.263. 100,00 511.300 EUR
278. T-Systems Schweiz AG, Münchenbuchsee 1.263. 100,00 13.000.000 CHF
279. T-Systems Singapore Pte. Ltd., Singapur 1.263. 100,00 38.905.000 SGD
280. T-Systems Slovakia s.r.o., Kosice 1.243. 2,50 258.581 EUR
280. T-Systems Slovakia s.r.o., Kosice 1.263. 97,50 258.581 EUR
281. T-Systems Solutions (Proprietary) Limited, Midrand 1.283. 100,00 4.000 ZAR
282. T-Systems Solutions for Research GmbH, Weßling 1.263. 100,00 5.000.000 EUR
283. T-Systems South Africa (Proprietary) Limited, Midrand 1.284. 70,00 4.000 ZAR
284. T-Systems South Africa Holdings (Proprietary) Limited, Midrand 1.263. 100,00 4.100.085 ZAR
285. T-Systems Spring Italia S.r.l., Fiumicino 1.263. 100,00 494.000 EUR
286. T-Systems TMT Limited, Milton Keynes 1.266. 100,00 500.000 GBP
287. T-Systems Telecomunicacoes e Servicos Ltda., Sao Paulo 1.290. 100,00 4.182.560 BRL
287. T-Systems Telecomunicacoes e Servicos Ltda., Sao Paulo 1.243. 0,00 4.182.560 BRL
288. T-Systems Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 1.263. 99,00 50.000 EUR
288. T-Systems Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 1.294. 1,00 50.000 EUR
289. T-Systems d.o.o., Sarajevo 1.263. 100,00 2.000 BAM
290. T-Systems do Brasil Ltda., Sao Paulo 1.243. 0,01 15.000.000 BRL
290. T-Systems do Brasil Ltda., Sao Paulo 1.263. 99,99 15.000.000 BRL
291. T-Systems on site services GmbH, Berlin 1.263. 100,00 154.000 EUR
292. T-Systems, informacijski sistemi, d.o.o., Ljubljana 1.263. 100,00 8.763 EUR
293. T-Venture Holding GmbH, Bonn 100,00 10.225.900 EUR
294. T-Venture Telekom Funds Beteiligungs-GmbH, Bonn 1.293. 100,00 25.100 EUR
295. T-Venture of America, Inc., Foster City 1.293. 100,00 100 USD
296. TAMBURO Telekommuni-

kationsdienste GmbH, Heusenstamm
100,00 25.000 EUR
297. TMUS Assurance Corporation, Honolulu 1.231. 100,00 10 USD
298. TOB T-Systems Ukraine, Kiew 1.243. 0,10 35.000 UAH
298. TOB T-Systems Ukraine, Kiew 1.263. 99,90 35.000 UAH
299. Tele-Data Távközlési Adatfeldolgozó és Hirdetésszervezö Kft., Budaõrs 1.126. 50,98 38.640.000 HUF
300. Telekom Deutschland GmbH, Bonn 100,00 1.500.000.000 EUR
301. Telekom New Media ZRt., Budapest 1.126. 100,00 1.669.930.000 HUF
302. Telekom Sec, s.r.o., Bratislava 1.177. 100,00 6.639 EUR
303. Telekom Shop Vertriebsgesellschaft mbH, Bonn 1.300. 100,00 10.000.000 EUR
304. Telemacedónia A.D., Skopje 1.126. 100,00 621.300 MKD
305. Telemobil S.A., Bukarest 1.41. 100,00 228.090.000 RON
306. Theta Telekommuni-

kationsdienste GmbH, Bonn
100,00 25.000 EUR
307. Tibull Telekommuni-

kationsdienste GmbH, Bonn
100,00 25.000 EUR
308. Transparent Goods GmbH, Köln 1.263. 100,00 800.000 EUR
309. Traviata Telekommuni-

kationsdienste GmbH, Bonn
100,00 25.000 EUR
310. Triton PCS Finance Co, Inc., Bellevue 1.187. 100,00 1 USD
311. Triton PCS Holdings Company, LLC, Bellevue 1.187. 100,00 1 USD
312. Tulip 2 B.V., 's-Gravenhage 1.213. 100,00 124.105 EUR
313. Tulip B.V., Den Haag 1.213. 100,00 45.398.022 EUR
314. VIOLA Kabelgesellschaft (Deutschland) mbH, Bonn 5,00 1.000.000 EUR
314. VIOLA Kabelgesellschaft (Deutschland) mbH, Bonn 1.66. 95,00 1.000.000 EUR
315. VOICENET Limited Company Telecommunications Services & Infrastructures SA, Athen 1.101. 100,00 5.650.050 EUR
316. Vidanet ZRt., Budapest 1.126. 67,50 2.000.000.000 HUF
316. Vidanet ZRt., Budapest 1.116. 22,50 2.000.000.000 HUF
317. Vivento Customer Services GmbH, Bonn 100,00 100.000 EUR
318. Vivento Technical Services GmbH, Bonn 100,00 100.000 EUR
319. VoiceStream PCS I Iowa Corporation, Bellevue 1.231. 100,00 1 USD
320. VoiceStream Pittsburgh General Partner, Inc., Bellevue 1.231. 100,00 100 USD
321. VoiceStream Pittsburgh, LP, Bellevue 1.320. 54,00 1 USD
321. VoiceStream Pittsburgh, LP, Bellevue 1.220. 46,00 1 USD
322. XL AG i.L., München 1.169. 100,00 50.000 EUR
323. ZODIAC Telekommuni-

kationsdienste GmbH, Bonn
100,00 25.600 EUR
324. Zoznam Mobile, s.r.o., Bratislava 1.177. 100,00 6639 EUR
325. Zoznam, s.r.o., Bratislava 1.177. 100,00 6.639 EUR
326. Zweite DFMG Deutsche Funkturm Vermögens-GmbH, Heusenstamm 1.300. 100,00 100.000 EUR
327. [origo] Média és Kommunikációs ZRt, Budapest 1.126. 100,00 300.230.000 HUF
328. congstar GmbH, Köln 1.300. 100,00 250.000 EUR
329. d-Core NETWORK IBERIA, S.L., Tarragona 1.258. 100,00 3.010 EUR
330. operational services Beteiligungs-GmbH, Frankfurt am Main 1.331. 100,00 25.000 EUR
331. operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 1.263. 50,00 250.000 EUR

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Lfd. Nr. Name und Sitz der Gesellschaft Eigenkapital Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag Währung Bemerkung
1. Verbundene Unternehmen
1. 3.T-Venture Beteiligungsgesellschaft mbH (3. TVB), Bonn 6.560.660 82.806 EUR
2. Accumio Finance Services GmbH, Heidelberg 9.696.656 - EUR a)
3. Aesop Telekommuni-

kationsdienste GmbH, Bonn
20.444 (343) EUR f)
4. Albania Mobile Communications Sh.A, Tirana 75.013.286.083 2.552.926.531 ALL
4. Albania Mobile Communications Sh.A, Tirana 75.013.286.083 2.552.926.531 ALL
5. Ariviakom (Proprietary) Limited, Midrand 21.561.710 2.287.600 EUR
6. Ariviakom Consulting (Proprietary) Limited, Midrand (489.230) (489.230) EUR
7. Atrada Trading Network AG, Nürnberg 1.028.377 558.167 EUR
8. Atrada Trading Network Limited, Manchester 1 - GBP
9. AutoScout24 AS GmbH, Wien 41.681 119.544 EUR f)
10. AutoScout24 Belgium S.A., Brüssel 1561.356 998.445 EUR f)
11. AutoScout24 España S.A., Madrid 112.152 378.207 EUR f)
12. AutoScout24 France SAS, Trappes 2.096.029 (1.760.615) EUR f)
13. AutoScout24 GmbH, München 48.168.716 - EUR a)
14. AutoScout24 Italia S.R.L., Padua 3.032.959 2.487.672 EUR f)
15. AutoScout24 Nederland B.V., Amsterdam 2.477.938 952.666 EUR f)
16. AutoScout24 Scandinavia A.B., Stockholm 52.143 (5.298) SEK f)
17. AutoScout24 d.o.o., Zagreb - - HRK f)
18. Axelero Kft., Budapest 3.189.000 (761.000) HUF
18. Axelero Kft., Budapest 3.189.000 (761.000) HUF
19. BERCOS Gesellschaft für Kommunikations-

techniken mbH, Bonn
234.200 690 EUR
20. CBS GmbH, Köln 18.076.588 - EUR a) m)
21. CMobil B.V., Amsterdam 753.473.050 - EUR
22. COMBIS, usluge integracija informatickih tehnologija, d.o.o., Zagreb 42.039.537 12.376.045 HRK
23. COSMO-ONE HELLAS MARKET SITE SOCIETE ANONYME OF ELECTRONIC COMMERCE SERVICES, Athen 1.097.287 (246.576) EUR
23. COSMO-ONE HELLAS MARKET SITE SOCIETE ANONYME OF ELECTRONIC COMMERCE SERVICES , Athen 1.097.287 (246.576) EUR
24. COSMOTE S.A., Maroussi, Athen 1.312.164.063 33.134.600 EUR
25. Cato Telekommuni-

kationsdienste GmbH, Bonn
25.313 (296) EUR f)
26. Cicero Telekommuni-

kationsdienste GmbH, Bonn
25.303 (296) EUR f)
27. ClickandBuy (International) Limited, London (646.709) 8.237.565 EUR
28. ClickandBuy Holding GmbH, Darmstadt 98.037.000 - EUR a)
29. ClickandBuy Marketing AG, Zug (5.814.163) 3.458.576 EUR
30. ClickandBuy Marketing Inc., New York 2.797.445 (130.785) USD
31. ClickandBuy Private Limited, Hydrabad 24.722.218 (3.697.850) INR e)
32. Combridge S.R.L., Sfântu Gheorghe 42.542.320 3.420.281 RON
33. Compargo Kft., Budapest 72.759.908 15.350.393 HUF
34. Compendo GmbH, Nürnberg 27.951 (530) EUR
35. Cook Inlet/VS GSM IV PCS Holdings, LLC, Bellevue 123.259.892 (2.442.751) USD f)
35. Cook Inlet/VS GSM IV PCS Holdings, LLC, Bellevue 123.259.892 (2.442.751) USD f)
36. Cook Inlet/VS GSM VII PCS Holdings, LLC, Bellevue 296.720.482 18.098.226 USD f)
37. Cook Inlet/VS GSM VII PCS LLC., Bellevue 296.720.482 18.098.226 USD f)
38. Cosmo Bulgaria Mobile EAD, Sofia 1.118.126.601 (29.504.551) BGN
39. Cosmo Holding Albania Societe Anonyme, Maroussi, Athen 447.318.690 89.469 EUR
40. Cosmoholding Cyprus Limited, Limassol 304.437.972 (54.672) EUR
41. Cosmoholding Romania Ltd, Limassol 202.000.716 3.976.140 EUR
42. Cosmote Romanian Mobile Telecommunications S.A., Bukarest 28.549.406 (182.658.327) RON
42. Cosmote Romanian Mobile Telecommunications S.A., Bukarest 28.549.406 (182.658.327) RON
43. Crnogorski Telekom a.d. Podgorica, Podgorica 186.281.296 19.472.573 EUR
44. Cronon AG, Berlin 56.242 - EUR a)
45. Csiper Consulting (Proprietary) Limited, Midrand 1.051.380 793.950 EUR
46. DFMG Deutsche Funkturm GmbH, Münster 7.726.925 - EUR a)
46. DFMG Deutsche Funkturm GmbH, Münster 7.726.925 - EUR a)
47. DFMG Holding GmbH, Bonn 53.751 - EUR a) f)
48. DIERGASIA Interim Employment S.A., Athen (70.612) (46.937) EUR
49. Dataplex Infokommunikációs Infrastruktúra Szolgáltató és Ingatlanhasznosító Korlátolt Felelösségü Társaság, Budapest 2.439.623.788 537.191.154 HUF
50. Dataware Szolgáltató Kft., Budapest 313.000 11.310 EUR
51. DeTeAsia Holding GmbH, Bonn 99.378 - EUR f)
52. DeTeAssekuranz - Deutsche Telekom Assekuranz-Vermittlungsgesellschaft mbH, Monheim 1.000.000 - EUR a) f)
53. DeTeFleetServices GmbH, Bonn 220.262.853 - EUR a) f)
54. DeTeMedien, Deutsche Telekom Medien GmbH, Frankfurt/Main 24.572.258 - EUR a) f)
55. Detecon (Schweiz) AG, Zürich 9.796.000 2.838.000 EUR
56. Detecon Asia-Pacific Ltd., Bangkok 739.000 (154.000) EUR
57. Detecon Consulting Austria GmbH, Wien 109.000 (3.000) EUR
58. Detecon Consulting España S.A., Madrid (988.000) (16.000) EUR
58. Detecon Consulting España S.A., Madrid (988.000) (16.000) EUR
59. Detecon International GmbH, Bonn 28.939.820 9.509.720 EUR
60. Detecon Vezetési Tanácsadó Kft., Budapest 17.000 - EUR
61. Detecon, Inc., Reston, VA 473.190 111.400 EUR
62. Deutsche TELEKOM Asia Pte Ltd., Singapur 107.084.861 517.290 USD h)
63. Deutsche TELEKOM Ltd., London 2.204.783 (26147) GBP f)
64. Deutsche Telekom (UK) Limited, Hatfield 46.504.000 4.405.000 GBP f)
65. Deutsche Telekom Accounting GmbH, Bonn 100.000 - EUR a) f)
66. Deutsche Telekom BK-Holding GmbH, Bonn 255.645.941 - EUR a) f)
67. Deutsche Telekom Holding B.V., Amsterdam 51.122 (27) EUR f)
68. Deutsche Telekom International Finance B.V., Amsterdam 348.376.000 18.042.000 EUR f)
69. Deutsche Telekom K.K., Tokio 239.862.412 5.398.472 JPY f)
70. Deutsche Telekom Kundenservice GmbH, Bonn 19.110.240 - EUR a)
71. Deutsche Telekom Netzproduktion GmbH, Bonn 29.651.556 - EUR a)
72. Deutsche Telekom North America Inc., Wilmington, DW 2.291.000 (9.000) EUR
73. Deutsche Telekom Shared Services s.r.o., Bratislava 161.871 40.705 EUR
73. Deutsche Telekom Shared Services s.r.o., Bratislava 161.871 40.705 EUR
74. Deutsche Telekom Technischer Service GmbH, Bonn 56.964.589 - EUR a)
75. Deutsche Telekom Training GmbH, Bonn 124.988 - EUR a) f)
76. Deutsche Telekom Value Added Services Austria GmbH, Wien 112.732.611 (1.396.116) EUR
77. Deutsche Telekom Venture Funds GmbH, Bonn 37.816.546 - EUR a)
78. Deutsche Telekom, Inc., New York 5.944.336 387.079 USD f)
79. E-Value Collection L.T.D., Agios Stefanos 427.603 87.583 EUR
80. E-Value Societe Anonyme of Direct Marketing and Customer Support Services, Agios Stefanos 3.348.450 (998) EUR
81. EURACCOUNT Kft., Budapest 712.256.154 333.003.898 HUF
81. EURACCOUNT Kft., Budapest 712.256.154 333.003.898 HUF
82. Erste DFMG Deutsche Funkturm Vermögens-GmbH, Heusenstamm 170.272.893 16.045.466 EUR a) f)
83. Eutelis Consult GmbH, Ratingen - -
84. Fal Dete Telecommunications S.A.L., Furn El Chebbak 455.300 (258.490) EUR f)
85. FinanceScout24 GmbH, München 3.559.481 - EUR a)
86. Firstgate Holding AG, Zug 14.781.813 458.457 EUR
87. Firstgate Internet SAS, Paris (597.842) (34.870) EUR f)
88. FriendScout24 GmbH, München 4.535.642 - EUR a)
89. GEMAPPS Gesellschaft für mobile Lösungen mbH, Hamburg 125.000 (15.000) EUR
90. GMG Generalmietgesellschaft mbH, Bonn 51.423.214 - EUR a) f)
91. Germanos Societe Anoyme Instrustrial & Commercial Company of Electronic Telecommunicationmaterial & Services, Agios Stefanos 303.724.593 673.625 EUR
92. Germanos Telecom Bulgaria AD, Sofia 4.510.390 (1.032.914) BGN
93. Germanos Telecom Romania S.A., Ilfov County, Voluntari town (21.855.892) (27.412.938) RON
94. Global TIMES Ventures Administration GmbH (GTV), Bonn 178.912 11.999 EUR
95. Global TIMES Ventures GmbH & Co.KG, Bonn 468.046 61.753 EUR
96. HATWAVE Hellenic-American Telecommunications Wave Ltd., Donetsk - -
97. HELLAS-SAT Consortium Ltd., Nicosia 141.734.952 9.047.908 EUR
98. HELLAS-SAT S.A. Satellite System Services & Communications, Maroussi, Athen 6.897.340 308.008 EUR
98. HELLAS-SAT S.A. Satellite System Services & Communications, Maroussi, Athen 6.897.340 308.008 EUR
99. HOLDCO Sp.z o. o., Warschau 774.272.521 (268.456) PLN b)
100. Hellascom International A.E., Athen 8.203.552 (513.819) EUR
101. Hellenic Telecommunications Organization S.A. (OTE), Athen 1.949.700.000 370.700.000 EUR f)
102. Horaz Telekommunikations-

dienste GmbH, Bonn
24.000 - EUR
103. Hrvatski Telekom d.d., Zagreb 12.012.000.000 2.024.000.000 HRK f)
104. I.T.E.N.O.S. International Telecom Network Operation Services GmbH, Bonn 6.410.000 - EUR a)
105. IQSYS Informatikai és Tanácsadó ZRt., Budapest 4.725.226.211 (226.351.117) HUF
106. ISH International System House Informatika Kft., Budapest 2.389.877.505 345.739.977 HUF
107. IT Services Hungary Szolgáltató Kft., Budapest 17.403.210 8.286.690 EUR
108. ImmoCom Verwaltungs GmbH, Heusenstamm (39.419.415) (495.325) EUR f)
109. Immobilien Scout Deutschland GmbH, Berlin 21.145 (327) EUR c)
110. Immobilien Scout GmbH, Berlin 4.115.551 - EUR a)
110. Immobilien Scout GmbH, Berlin 4.115.551 - EUR a)
111. Infovan (Proprietary) Limited, Midrand 8.801.280 1.461.040 EUR
112. Institute of Next Generation Networks, Zilina (280.913) (30.330) EUR
113. Interactive Media CCSP GmbH, Darmstadt 2.484.000 - EUR a)
114. International System House Kereskedelmi és Szoftverfejlesztö Kft., Budapest 2.207.973 77.440 HUF
115. Intersolve Health Informatics (Proprietary) Limited, Midrand (26.000) 158.000 EUR
116. Investel Magyar Távközlési Befektetési ZRt., Budapest 5.752.806.779 254.646.636 HUF
117. Iskon Internet d.d., Zagreb (162.114.141) (37.436.229) HRK
118. JobScout24 GmbH, München 20.324.470 - EUR a)
119. JobScout24 International Holding AG, Baar 9.380.350 (2.214.393) CHF
120. KFKI Rendszerintegrációs ZRt., Budapest 8.110.541.577 2.056.061.066 HUF
121. Kabelsko distributivni sustav d.o.o., Cakovec 4.431.880 272.922 HRK
122. Kappa Telekommuni-

kationsdienste GmbH, Bonn
26.546 - EUR f)
123. Kitchen Budapest Kft., Budapest 50.970.511 15.623.223 HUF
123. Kitchen Budapest Kft., Budapest 50.970.511 15.623.223 HUF
124. Lambda Telekommuni-

kationsdienste GmbH, Bonn
4.026.546 - EUR
125. MAGYARCOM SZOLGÁLTATÓ KOMMUNIKÁCIÓS Kft., Budapest 441.039.000 52.226.000 HUF f)
126. Magyar Telekom Távközlési Nyilvánosan Müködö Részvénytársaság (Magyar Telekom Telecommunications Public Limited Company [ehem. MATAV], Budapest) 316.120.096.205 76.117.374.012 HUF f)
127. MagyarCom Holding GmbH, Bonn 2.344.520.428 - EUR a) f)
128. Makedonski Telekom A.D., Skopje 21.480.596.452 5.735.599.588 MKD
129. Matáv Kft, Budapest 3.201.000 (749.000) HUF
129. Matáv Kft, Budapest 3.201.000 (749.000) HUF
130. Mindentudás Egyeteme Tudományos Közhasznú Nonprofit Kft., Budapest 16.335.333 2.318.176 HUF
131. Mobilbeep Telecommunications One Person Limited Liability, Maroussi, Athen 24.546 (51.336) EUR
132. Modultechnika Kereskedelmi és Szolgáltató Kft, Ajka 120.954.806 (2.921.207) HUF
133. NextGen Communications SRL, Bukarest (19.366.039) (31.700.196) RON
134. Norma Telekommuni-

kationsdienste GmbH, Bonn
26.592 - EUR f)
135. Novatel EOOD, Sofia 8.793.000 1.125.000 BGN
136. Novatel Ukraine Ltd., Kiew (5.052.596) 1.200.573 UAH
136. Novatel Ukraine Ltd., Kiew (5.052.596) 1.200.573 UAH
137. ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Bonn 944.310 474.420 EUR
138. OTE Academy S.A., Maroussi, Athen 37.057 (1.745.728) EUR
138. OTE Academy S.A., Maroussi, Athen 37.057 (1.745.728) EUR
139. OTE Estate S.A., Athen 1.234.457.416 14.885.509 EUR
139. OTE Estate S.A., Athen 1.234.457.416 14.885.509 EUR
140. OTE Insurance Agency S.A., Athen 85.914 109.989 EUR
140. OTE Insurance Agency S.A., Athen 85.914 109.989 EUR
141. OTE International Investments Limited, Limassol 854.105.381 15.139.216 EUR
142. OTE International Solutions S.A., Maroussi, Athen 160.160.606 3.096.710 EUR
142. OTE International Solutions S.A., Maroussi, Athen 160.160.606 3.096.710 EUR
143. OTE Investment Services S.A., Maroussi, Athen 8.107.359 255.864 EUR
144. OTE Plc., London 193.312.382 (62.162.522) GBP
145. OTE Properties S.A., Athen 29.856.552 (18.534) EUR
146. OTEplus Technical & Business Solutions S.A., Athen 6.629.431 1.529.062 EUR
147. Omega Telekommuni-

kationsdienste GmbH, Bonn
26.546 - EUR f)
148. Omikron Telekommuni-

kationsdienste GmbH, Bonn
26.546 - EUR f)
149. One2One Personal Communications Ltd., Hatfield 1 - GBP
150. One2One Limited, Hatfield 2 - GBP
151. P & I Holding GmbH, Darmstadt (8.924.572) 583.451 EUR n)
152. PASM Power and Air Condition Solution Management Beteiligungs GmbH, Bonn 33.733 1.584 EUR f)
153. PASM Power and Air Condition Solution Management GmbH & Co. KG, München 335.651.255 16.562.000 EUR f)
154. PTC, Polska Telefonia Cyfrowa Sp.z o.o., Warschau 10.108.103.188 864.138.489 PLN b)
154. PTC, Polska Telefonia Cyfrowa Sp.z o.o., Warschau 10.108.103.188 864.138.489 PLN b)
154. PTC, Polska Telefonia Cyfrowa Sp.z o.o., Warschau 10.108.103.188 864.138.489 PLN b)
155. Polpager Sp.z o.o., Warschau - - PLN
156. PosAm spol. s.r.o., Bratislava 6.875.441 2.786.710 EUR
157. Powertel Memphis Licenses, Inc., Bellevue 179.889.891 - USD f)
158. Powertel/Memphis, Inc., Bellevue 355.468.303 15.398.981 USD f)
159. Pro-M Zrt, Budapest 10.700.917.510 828.761.669 HUF
160. Qingdao DETECON Consulting Co. Ltd., Peking 4.620 (132.710) EUR
161. Residenzpost GmbH & Co. Liegenschafts KG, Heusenstamm 452.847 983.000 EUR f)
162. SAF Forderungsmanagement GmbH, Heidelberg 11.796.656 - EUR a)
163. SC Romtelecom SA, Bukarest 4.982.999.177 (1.304.920.009) RON
164. SCOUT Business Services GmbH, München 73.967 (1.818) EUR
165. SCS Personalberatung GmbH, Düsseldorf 51.129 - EUR a) f)
166. STRATO AG, Berlin 9.716.049 - EUR a)
167. Sallust Telekommuni-

kationsdienste GmbH, Bonn
27.000 - EUR f)
168. Satellite and Maritime Telecommunications S.A., Athen 8.661.733 1.748.035 EUR
168. Satellite and Maritime Telecommunications S.A., Athen 8.661.733 1.748.035 EUR
169. Scout24 AG, Baar 220.597.723 (802.637) CHF f)
170. Scout24 GmbH, München 724.962 - EUR a)
171. Scout24 Holding GmbH, München 244.456.120 - EUR a)
172. Scout24 International Management AG, Baar 45.096.982 2.285.428 CHF
173. Scout24 Schweiz AG, Flamatt 18.992.773 8.049.051 CHF f)
173. Scout24 Schweiz AG, Flamatt 18.992.773 8.049.051 CHF f)
174. Scout24 Schweiz Holding AG, Wünnewil-Flamatt 5.534.739 (1.685.671) CHF f)
175. Scout24 Verwaltungs- und Beteiligungsgesellschaft mbH, München 45.160 (1.864) EUR
176. Sigma Telekommuni-

kationsdienste GmbH, Bonn
26.546 - EUR f)
177. Slovak Telekom, a.s., Bratislava 1.678.686.000 145.550.000 EUR f)
178. Software Daten Service Gesellschaft m.b.H., Wien 8.561.700 417.890 EUR
179. Soluciones y Proyectos Consulting, S.L., Barcelona 182.010 (840) EUR
180. Stonebridge Communication A.D. i.l., Skopje 27.890.448.122 3.728.899.873 MKD
181. SunCom Wireless Holdings Inc., Bellevue 1.888.518.779 57.092.731 USD f)
182. SunCom Wireless Investment Co., LLC, Bellevue 2.294.238.235 57.352.389 USD f)
183. SunCom Wireless License Co, LLC, Bellevue 526.392.306 (75.497) USD f)
184. SunCom Wireless Management Co, Inc., Bellevue (30.391.199) (3.079.337) USD f)
185. SunCom Wireless Operating Co, LLC, Bellevue - -
186. SunCom Wireless Property Co, LLC, Bellevue - -
187. SunCom Wireless, Inc., Bellevue 2.288.724.204 57.352.389 USD f)
188. Sunlight Romania - Filiala Bucuresti S.R.L., Ilfov County, Voluntari town 14.833.058 (2.199.716) RON
189. T SYSTEMS TELEKOMÜNIKASYON LIMITED SIRKETI, Istanbul 1.976.000 420.000 EUR
189. T SYSTEMS TELEKOMÜNIKASYON LIMITED SIRKETI, Istanbul 1.976.000 420.000 EUR
190. T-Com Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 9.637.530 (3.417.802) EUR f)
190. T-Com Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 9.637.530 (3.417.802) EUR f)
191. T-Corporate Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 8.090.454 (853.783) EUR f)
191. T-Corporate Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 8.090.454 (853.783) EUR f)
192. T-Kábel Magyarország Kft., Budapest 3.182.000 (768.000) HUF
192. T-Kábel Magyarország Kft., Budapest 3.182.000 (768.000) HUF
193. T-Mobile (UK) Ltd., Hatfield 1 - GBP
194. T-Mobile Austria GmbH, Wien 368.593.349 106.630.526 EUR
195. T-Mobile Austria Holding GmbH, Wien 1.628.298.404 127.610.679 EUR
196. T-Mobile Central LLC, Bellevue 5.313.158.600 1.080.096.170 USD f)
197. T-Mobile Czech Republic a.s., Prag 24.981.000.000 9.080.000.000 CZK f)
198. T-Mobile Global Holding GmbH, Bonn 17.701.393.430 - EUR a)
199. T-Mobile Global Holding Nr. 2 GmbH, Bonn 2.742.147.975 232.310.480 EUR a) f)
200. T-Mobile Global Holding Nr. 3 GmbH, Bonn 23.564 (727) EUR f)
201. T-Mobile Global Holding Nr. 4 GmbH, Bonn 22.962 (718) EUR f)
202. T-Mobile Global Holding Nr. 5 GmbH, Bonn 22.404 (716) EUR f)
203. T-Mobile Global Zwischenholding GmbH, Bonn 26.483.896.554 454 EUR a) f)
204. T-Mobile Holdings Limited, Hatfield 6.459.678.302 280.960.065 GBP b)
205. T-Mobile HotSpot GmbH, Bonn 7.427.564 645.847 EUR f)
206. T-Mobile International Austria GmbH, Wien 676.055 645.488 EUR
207. T-Mobile International Limited, Hatfield 1 - GBP
208. T-Mobile International UK Pension Trustee Limited, Hatfield 1 - GBP
209. T-Mobile License LLC, Bellevue 732.182.543 (1.005.680.571) USD f)
210. T-Mobile Ltd., Hatfield 1 - GBP
211. T-Mobile Macedonia A.D. Skopje, Skopje 7.858.007.218 4.082.462.165 MKD
212. T-Mobile Netherlands B.V., `s Gravenhage 7.573.979 (4.383.843) EUR f)
213. T-Mobile Netherlands Holding B.V., Den Haag 498.399.000 29.731.000 EUR f)
214. T-Mobile Netherlands Klantenservice B.V., Den Haag (248.976.486) (63.276.015) EUR f)
215. T-Mobile Netherlands Retail B.V. , Den Haag (149.663.801) (58.043.883) EUR f)
216. T-Mobile Newco Nr. 3 GmbH, Bonn 25.000 - EUR f)
217. T-Mobile Newco Nr. 4 GmbH, Bonn 27.000 - EUR a) f)
218. T-Mobile No. 1 Limited, Hatfield 1 - GBP
219. T-Mobile No. 5 Limited, Hatfield 1 - GBP
220. T-Mobile Northeast LLC, Bellevue 5.562.744.553 1.575.507.695 USD f)
221. T-Mobile PCS Holdings, LLC, Bellevue (5.989.720.260) (2.060.147.747) USD f)
222. T-Mobile Poland Holding Nr. 1 B.V., Eindhoven 73.060.000 (278.000) EUR f)
223. T-Mobile Puerto Rico Holdings LLC, Bellevue 679.484.508 14.311.212 USD f)
224. T-Mobile Puerto Rico LLC, Bellevue 679.484.508 14.311.212 USD f)
225. T-Mobile Resources Corporation, Bellevue 34.245.420 (4.573.003) USD f)
226. T-Mobile Retail Limited, Hatfield 105 - GBP
227. T-Mobile Service GmbH, Wien 90.668 (5.356) EUR
228. T-Mobile South LLC, Bellevue 2.789.685.085 539.126.692 USD f)
229. T-Mobile Subsidiary IV Corporation, Bellevue (8.731) (60) USD f)
230. T-Mobile Subsidiary V Corporation, Bellevue - - USD f)
231. T-Mobile USA, Inc., Bellevue 24.250.000 1.470.000 USD f)
232. T-Mobile Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 32.642.032 4.261.443 EUR f)
232. T-Mobile Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 32.642.032 4.261.443 EUR f)
233. T-Mobile Venture Fund II GmbH & Co. KG, Bonn 15.064.190 (12.795.791) EUR f)
233. T-Mobile Venture Fund II GmbH & Co. KG, Bonn 15.064.190 (12.795.791) EUR f)
234. T-Mobile West Corporation, Bellevue 11.099.337.770 1.847.409.733 USD f)
235. T-Mobile Worldwide Holding GmbH, Bonn 1.977.990.187 - EUR a) f)
236. T-Online Beteiligungs GmbH, Darmstadt 26.311 (290) EUR
237. T-Online Travel GmbH, Darmstadt (5.785.447) (39.947) EUR
238. T-Online Venture Fund GmbH & Co.KG, Bonn 40.955.158 5.081.166 EUR
238. T-Online Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 40.955.158 5.081.166 EUR
239. T-Online Verwaltungs GmbH, Darmstadt 22.860 (298) EUR
240. T-Systems Argentina S.A., Buenos Aires 1.091.000 160.000 EUR
240. T-Systems Argentina S.A., Buenos Aires 1.091.000 160.000 EUR
241. T-Systems Austria GesmbH, Wien 40.738.000 13.289.000 EUR
242. T-Systems Belgium NV, Groot-Bijgaarden 2.717.000 (747.000) EUR
242. T-Systems Belgium NV, Groot-Bijgaarden 2.717.000 (747.000) EUR
243. T-Systems Beteiligungsverwal-

tungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main
27.000 - EUR
244. T-Systems CIS, Moskau 9.069.000 1.771.000 EUR
245. T-Systems Canada, Inc., Toronto 4.837.000 1.651.000 EUR
246. T-Systems China Limited, Hongkong 4.271.000 769.000 EUR
247. T-Systems Czech Republic a.s., Prag 74.734.970 8.159.910 EUR
248. T-Systems DDM GmbH, Weingarten 3.788.750 - EUR a)
249. T-Systems Eltec, S.L., Barcelona 1.071.390 (6.889.490) EUR
250. T-Systems France SAS, Saint Denis 6.501.450 (52.048.240) EUR
251. T-Systems GEI GmbH, Aachen 11.588.820 - EUR a)
252. T-Systems Hosting Services GmbH, Bonn 25.000 - EUR a)
253. T-Systems IT Epsilon GmbH, Bonn 25.000 - EUR
254. T-Systems IT Eta GmbH, Bonn 25.000 - EUR
255. T-Systems IT Gamma GmbH, Bonn 25.000 - EUR
256. T-Systems IT Theta GmbH, Bonn 24.000 - EUR
257. T-Systems IT Zeta GmbH, Bonn 25.000 - EUR
258. T-Systems ITC Iberia, S.A., Barcelona 6.441.370 (1.336.060) EUR
259. T-Systems ITS Austria GmbH, Wien 6.000 (3.000) EUR
260. T-Systems Individual Desktop Solutions GmbH, Frankfurt am Main 69.260 - EUR a)
261. T-Systems Information and Communication Technology E.P.E., Athen 299.000 13.000 EUR
261. T-Systems Information and Communication Technology E.P.E., Athen 299.000 13.000 EUR
262. T-Systems Information and Communication Technology India Private Limited, Pune 402.548 (159.363) EUR
262. T-Systems Information and Communication Technology India Private Limited, Pune 402.548 (159.363) EUR
263. T-Systems International GmbH, Frankfurt am Main 1.342.825.861 - EUR a) f)
264. T-Systems Italia S.p.A., Vicenza 1.185.000 (9.305.000) EUR
265. T-Systems Japan K.K., Tokyo 6.279.890 4.342.520 EUR
266. T-Systems Limited, London 20.273.000 (11.174.000) EUR
267. T-Systems Luxembourg S.A., Luxembourg 3.585.000 266.000 EUR
267. T-Systems Luxembourg S.A., Luxembourg 3.585.000 266.000 EUR
268. T-Systems Malaysia Sdn. Bhd., Kuala Lumpur 2.347.000 1.641.000 EUR
269. T-Systems Mexico, S.A. de C.V., Puebla 4.698.650 2.903.220 EUR
270. T-Systems Multimedia Solutions GmbH, Dresden 4.090.400 - EUR a)
271. T-Systems Nederland B.V., Vianen (Utrecht) 83.662.000 (12.405.000) EUR
272. T-Systems Nordic A/S, Farum (645.000) (2.015.000) EUR
273. T-Systems North America, Inc., Wilmington, DW 32.803.000 7.771.000 EUR
274. T-Systems P.R. China Ltd., Peking (4.236.000) (1.709.000) EUR
275. T-Systems Polska Sp. z o.o., Breslau 6.501.000 109.000 EUR
276. T-Systems Regional Services and Solutions GmbH, Frankfurt am Main 91.470 - EUR a)
277. T-Systems SFPH GmbH, Düsseldorf 2.160.800 - EUR a)
278. T-Systems Schweiz AG, Münchenbuchsee 20.159.110 8.743.800 EUR
279. T-Systems Singapore Pte. Ltd., Singapur 7.829.010 (662.730) EUR
280. T-Systems Slovakia s.r.o., Kosice 15.346.890 7.143.120 EUR
280. T-Systems Slovakia s.r.o., Kosice 15.346.890 7.143.120 EUR
281. T-Systems Solutions (Proprietary) Limited, Midrand 1.889.520 715.060 EUR
282. T-Systems Solutions for Research GmbH, Weßling 5.427.260 - EUR a)
283. T-Systems South Africa (Proprietary) Limited, Midrand (47.084.420) (26.721.860) EUR
284. T-Systems South Africa Holdings (Proprietary) Limited, Midrand 74.345.270 1.916.240 EUR
285. T-Systems Spring Italia S.r.l., Fiumicino 1.576.780 56.330 EUR
286. T-Systems TMT Limited, Milton Keynes 580.000 - EUR
287. T-Systems Telecomunicacoes e Servicos Ltda., Sao Paulo 2.241.000 186.000 EUR
287. T-Systems Telecomunicacoes e Servicos Ltda., Sao Paulo 2.241.000 186.000 EUR
288. T-Systems Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 9.484.000 (420.000) EUR
288. T-Systems Venture Fund GmbH & Co. KG, Bonn 9.484.000 (420.000) EUR
289. T-Systems d.o.o., Sarajevo 55.000 (12.000) EUR
290. T-Systems do Brasil Ltda., Sao Paulo 23.318.000 445.000 EUR
290. T-Systems do Brasil Ltda., Sao Paulo 23.318.000 445.000 EUR
291. T-Systems on site services GmbH, Berlin 154.000 - EUR a)
292. T-Systems, informacijski sistemi, d.o.o., Ljubljana 52.000 9.000 EUR
293. T-Venture Holding GmbH, Bonn - 3.678.261 EUR f)
294. T-Venture Telekom Funds Beteiligungs-GmbH, Bonn 3.619.859 - EUR
295. T-Venture of America, Inc., Foster City 381.777 79.463 USD
296. TAMBURO Telekommuni-

kationsdienste GmbH, Heusenstamm
52.382 4.222 EUR f)
297. TMUS Assurance Corporation, Honolulu - -
298. TOB T-Systems Ukraine, Kiew 42.000 23.000 EUR
298. TOB T-Systems Ukraine, Kiew 42.000 23.000 EUR
299. Tele-Data Távközlési Adatfeldolgozó és Hirdetésszervezö Kft., Budaõrs 927.32.965 5.031.960 HUF
300. Telekom Deutschland GmbH, Bonn 3.678.971.173 - EUR a)
301. Telekom New Media ZRt., Budapest 2.715.427.786 205.261.234 HUF
302. Telekom Sec, s.r.o., Bratislava 6.009 (4.223) EUR
303. Telekom Shop Vertriebsgesellschaft mbH, Bonn 44.258.116 - EUR a)
304. Telemacedónia A.D., Skopje 71.400.201 1.792.251 MKD
305. Telemobil S.A., Bukarest (157.118.148) (181.200.655) RON
306. Theta Telekommuni-

kationsdienste GmbH, Bonn
26.546 - EUR f)
307. Tibull Telekommuni-

kationsdienste GmbH, Bonn
27.000 - EUR f)
308. Transparent Goods GmbH, Köln (6.000.000) (6.000) EUR
309. Traviata Telekommuni-

kationsdienste GmbH, Bonn
26.592 - EUR f)
310. Triton PCS Finance Co, Inc., Bellevue 1.409.583.523 44.267.182 USD f)
311. Triton PCS Holdings Company, LLC, Bellevue 500.543.193 14.406.342 USD f)
312. Tulip 2 B.V., 's-Gravenhage 923.621.628 208.479.090 EUR f)
313. Tulip B.V., Den Haag (243.265.314) (51.797.150) EUR f)
314. VIOLA Kabelgesellschaft (Deutschland) mbH, Bonn 1.000.000 - EUR a)
314. VIOLA Kabelgesellschaft (Deutschland) mbH, Bonn 1.000.000 - EUR a)
315. VOICENET Limited Company Telecommunications Services & Infrastructures SA, Athen 2.453.602 158.058 EUR
316. Vidanet ZRt., Budapest 5.843.553.601 490.587.732 HUF
316. Vidanet ZRt., Budapest 5.843.553.601 490.587.732 HUF
317. Vivento Customer Services GmbH, Bonn 122.173.009 - EUR a) f)
318. Vivento Technical Services GmbH, Bonn 38.373.789 - EUR a) f)
319. VoiceStream PCS I Iowa Corporation, Bellevue 32.107.658 7.502.144 USD f)
320. VoiceStream Pittsburgh General Partner, Inc., Bellevue (12.777.114) 5.976.543 USD f)
321. VoiceStream Pittsburgh, LP, Bellevue (240.844.571) 11.067.672 USD f)
321. VoiceStream Pittsburgh, LP, Bellevue (240.844.571) 11.067.672 USD f)
322. XL AG i.L., München 36.630 (1.442) EUR
323. ZODIAC Telekommuni-

kationsdienste GmbH, Bonn
10.244 (285) EUR f)
324. Zoznam Mobile, s.r.o., Bratislava 308.609 171.472 EUR
325. Zoznam, s.r.o., Bratislava 1.648.142 (326.307) EUR
326. Zweite DFMG Deutsche Funkturm Vermögens-GmbH, Heusenstamm 37.124.753 - EUR a)
327. [origo] Média és Kommunikációs ZRt, Budapest 2.405.020.141 (1.596.810.310) HUF
328. congstar GmbH, Köln 3.747.047 - EUR a)
329. d-Core NETWORK IBERIA, S.L., Tarragona 28.780 (56.040) EUR
330. operational services Beteiligungs-GmbH, Frankfurt am Main 31.000 1.000 EUR
331. operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 3.126.930 1.151.420 EUR

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Lfd. Nr. Name und Sitz der Gesellschaft über Indirekt

%
Direkt

%
Gesamt-

nominalwert
Währung
2. Assoziierte Unternehmen und übrige Beteiligungen
1. 4 MNO z o. o., Warschau 1.154. 25,00 440.000 PLN
2. AMC-IT (Proprietary) Limited, Midrand 1.5. 35,00 1.000 ZAR
3. ASPM Holding B.V., Vianen (Utrecht) 1.13. 49,00 18.000 EUR
4. Atypisch stille Beteiligung am Deutschen Adreßbuchverlag für Wirtschaft und Verkehr GmbH, Hamburg 1.54. 28,30 - EUR
5. Axentra Corporation, Ottawa 1.238. 46,03 54.153.209 USD
6. Budakalász KTV Kft., Budakalàsz 1.126. 25,00 70.000.000 HUF
7. CTDI GmbH, Malsch (Kreis Karlsruhe) 1.300. 49,00 2.500.000 EUR
8. Callahan Nordrhein-Westfalen GmbH i.L., Köln 1.66. 45,00 2.595.000 EUR
9. Central Georgian Communications Co. Ltd., Roustavi 1.100. 25,00 280.000 GEL
10. ChooChee, Inc., Wilmington, DE 1.124. 38,02 526 USD
10. ChooChee, Inc., Wilmington, DE 1.77. 1,90 526 USD
11. Cittadino GmbH, Düsseldorf 1.288. 42,86 43.750 EUR
12. CoreMedia AG, Hamburg 1.238. 27,31 3.786.106 EUR
13. Cyworld Europe GmbH i.L., Frankfurt am Main 1.238. 49,80 25.000 EUR
14. DETECON AL SAUDIA Co. Ltd., Riyadh 1.59. 46,50 4.000.000 SAR
15. DT-FT Italian Holding GmbH i.L., Bonn 50,00 50.000 DEM
16. Das Telefonbuch-Servicegesellschaft mbH, Frankfurt am Main 1.54. 25,10 500.000 EUR
17. DasÖrtliche Service- und Marketinggesellschaft mbH, Frankfurt/Main 1.54. 25,10 500.000 EUR
18. Deutscher Adreßbuchverlag für Wirtschaft und Verkehr GmbH (DAV), Frankfurt am Main 1.54. 25,10 700.000 DEM
19. Devas Multimedia Private Limited, Bangalore 1.62. 20,73 177.313 INR
20. Donbass Telecom Ltd., Donetsk 1.100. 49,00 342.700 UAH
21. EDEKT-OTE Asset management S.A., Athen 1.101. 40,00 2.935.000 EUR
22. Electrocycling Anlagen GmbH, Goslar 1.300. 25,00 9.000.000 DEM
23. Electrocycling GmbH, Goslar 1.300. 25,50 1.500.000 EUR
24. European Center for Information and Communications Technologies - EICT GmbH, Berlin 20,00 25.000 EUR
25. Everything Everywhere Limited, Hatfield 1.204. 50,00 22.050.306 GBP
26. Gelbe Seiten Marketing Gesellschaft mbH, Frankfurt am Main 1.54. 25,10 500.000 EUR
27. HWW-Höchstleistungsrechner für Wissenschaft und Wirtschaft Betriebsgesellschaft mbH, Stuttgart 1.263. 20,00 50.000 EUR
27. HWW-Höchstleistungsrechner für Wissenschaft und Wirtschaft Betriebsgesellschaft mbH, Stuttgart 1.282. 20,00 50.000 EUR
28. HiProCall, Inc., Wilmington, DE 1.190. 43,06 567 USD
29. Hrvatska posta d.o.o. , Mostar 1.103. 30,29 26.335.069 BAM
30. Hrvatske telekomunikacije d.d. Mostar, Mostar 1.103. 39,10 315.863.250 BAM
31. Hunsat Magyar Urtávközlés ZRt. i.l., Budapest 1.126. 50,00 100.000.000 HUF
32. IGA Worldwide Inc., Wilmington, DE 1.77. 23,68 84.443 USD
33. Intelligent Apps GmbH, Hamburg 1.77. 23,26 79.837 EUR
34. Internet Service Provider, E-Commerce, Telecommunication Kai Site Management, Maroussi, Athens 1.101. 50,00 733.500 EUR
35. Iowa Wireless Services LLC, Bellevue 1.319. 37,74 40.943.732 USD
36. JVL Ventures, LLC, Little Rock 1.231. 20,00 49.499.999 USD
37. LOCANIS AG, Unterföhring 1.288. 23,88 449.150 EUR
38. Logalty Servicios de Tercero de Confianza, S.L. , Madrid 1.258. 30,00 10.000 EUR
39. MGRID B.V., Amsterdam 1.77. 21,05 22.800 EUR
40. Metasonic AG, Pfaffenhofen-Hettenshausen 1.77. 31,04 286.339 EUR
41. MindMatics AG, München 1.232. 21,79 185.879 EUR
42. Mobile Telephony Companies Association, Maroussi, Athens 1.24. 33,33 1.600.000 EUR
43. Portavita B.V., Amsterdam 1.77. 21,05 22.800 EUR
44. SEARCHTEQ GmbH, Frankfurt am Main 1.54. 25,10 7.239.000 EUR
45. Scortel-FMS Ltd., Sofia 1.100. 40,00 55.000 BGN
46. Sones GmbH, Leipzig 1.238. 23,14 48.640 EUR
47. South Eastern Europe Telecommunications & Informatics Research Institute S.A., Thessaloniki 1.101. 10,56 1.320.060 EUR
47. South Eastern Europe Telecommunications & Informatics Research Institute S.A., Thessaloniki 1.100. 10,56 1.320.060 EUR
48. T-Systems Telecomunicaciones de Mexico, S.A. de C.V., Puebla 1.263. 49,00 50.000 MXN
49. TVG Telefonbuch- und Verzeichnisverlag GmbH & Co. KG, Frankfurt/Main 1.54. 25,10 2.501.000 EUR
50. Tele-Auskunft Online GmbH, Frankfurt am Main 1.54. 25,32 250.000 EUR
51. TeleOp Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Oberpfaffenhofen 1.263. 32,40 25.000 EUR
52. Telekom SRBIJA a.d. Belgrade, Belgrad 1.101. 20,00 82.512.552.000 RSD
53. Telesens KSCL AG i.L., Köln 1.293. 24,09 23.588.222 EUR
54. Toll Collect GbR, Berlin 45,00 EUR
55. Toll Collect GmbH, Berlin 45,00 5.000.000 EUR
56. Trans Jordan For Communication Services Company Ltd., Amman 1.101. 40,00 3.500.000 JOD
56. Trans Jordan For Communication Services Company Ltd., Amman 1.100. 10,00 3.500.000 JOD
57. Ukrainian Wave Ltd., Lviv 1.96. 48,80 100 UAH
58. Vivento Interim Services GmbH, Frankfurt am Main 49,02 51.000 EUR
59. Yemen Public Payphone Company Ltd., Sana'a 1.101. 10,00 2.960.000 USD
59. Yemen Public Payphone Company Ltd., Sana'a 1.100. 15,00 2.960.000 USD
60. e-fellows.net GmbH & Co. KG, München 33,33 150.000 EUR
61. e-fellows.net Verwaltungs-GmbH, München 33,33 30.000 EUR
62. iesy Holdings GmbH, Oberursel (Taunus) 1.66. 35,00 1.000.000 EUR
63. mediapeers GmbH, Berlin 1.238. 24,10 44.890 EUR
64. myON-ID Media GmbH, München 1.238. 39,89 98.380 EUR
65. sevenload GmbH, Köln 1.238. 34,79 167.601 EUR
66. solute holding GmbH & Co. KG, Hannover 1.54. 25,10 1.000.000 EUR
67. wwg worldwidegames GmbH, Hamburg 1.77. 23,82 162.105 EUR

scroll

Lfd. Nr. Name und Sitz der Gesellschaft Eigenkapital Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag Währung Bemer-

kung
2. Assoziierte Unternehmen und übrige Beteiligungen
1. 4 MNO z o. o., Warschau 145.128 (294.872) PLN f)
2. AMC-IT (Proprietary) Limited, Midrand - - EUR
3. ASPM Holding B.V., Vianen (Utrecht) 6.000.000 - EUR
4. Atypisch stille Beteiligung am Deutschen Adreßbuchverlag für Wirtschaft und Verkehr GmbH, Hamburg - -
5. Axentra Corporation, Ottawa (3.380.239) (1.624.723) CAD f)
6. Budakalász KTV Kft., Budakalàsz 92.000.000 31.190.000 HUF
7. CTDI GmbH, Malsch (Kreis Karlsruhe) 37.471.824 5.140.717 EUR
8. Callahan Nordrhein-Westfalen GmbH i.L., Köln - -
9. Central Georgian Communications Co. Ltd., Roustavi - -
10. ChooChee, Inc., Wilmington, DE - -
10. ChooChee, Inc., Wilmington, DE - -
11. Cittadino GmbH, Düsseldorf (421.248) (883.695) EUR f)
12. CoreMedia AG, Hamburg 3.283.335 (3.667.176) EUR c)
13. Cyworld Europe GmbH i.L., Frankfurt am Main 1.565.573 (4.068.317) EUR i)
14. DETECON AL SAUDIA Co. Ltd., Riyadh 20.593.000 6.469.420 EUR
15. DT-FT Italian Holding GmbH i.L., Bonn 5.462.091 96.470 EUR j)
16. Das Telefonbuch-Servicegesellschaft mbH, Frankfurt am Main 589.168 38.962 EUR f)
17. DasÖrtliche Service- und Marketinggesellschaft mbH, Frankfurt/Main 666.302 15.510 EUR f)
18. Deutscher Adreßbuchverlag für Wirtschaft und Verkehr GmbH (DAV), Frankfurt am Main (535.510) 98.481 EUR d)
19. Devas Multimedia Private Limited, Bangalore - -
20. Donbass Telecom Ltd., Donetsk - -
21. EDEKT-OTE Asset management S.A., Athen - -
22. Electrocycling Anlagen GmbH, Goslar - -
23. Electrocycling GmbH, Goslar - -
24. European Center for Information and Communications Technologies - EICT GmbH, Berlin 554.306 167.289 EUR f)
25. Everything Everywhere Limited, Hatfield 12.234.766.200 (83.814.019) GBP
26. Gelbe Seiten Marketing Gesellschaft mbH, Frankfurt am Main 821.432 34.395 EUR f)
27. HWW-Höchstleistungsrechner für Wissenschaft und Wirtschaft Betriebsgesellschaft mbH, Stuttgart 939.000 74.000 EUR
27. HWW-Höchstleistungsrechner für Wissenschaft und Wirtschaft Betriebsgesellschaft mbH, Stuttgart 939.000 74.000 EUR
28. HiProCall, Inc., Wilmington, DE (510.150) (2.288.318) USD f)
29. Hrvatska posta d.o.o. , Mostar 25.637.723 558.014 BAM
30. Hrvatske telekomunikacije d.d. Mostar, Mostar 314.990.000 7.568.929 BAM
31. Hunsat Magyar Urtávközlés ZRt. i.l., Budapest 108.000.000 15.000.000 HUF
32. IGA Worldwide Inc., Wilmington, DE - -
33. Intelligent Apps GmbH, Hamburg 6.101 (27.299) EUR f)
34. Internet Service Provider, E-Commerce, Telecommunication Kai Site Management, Maroussi, Athens - -
35. Iowa Wireless Services LLC, Bellevue 48.271.577 12.876.582 USD f)
36. JVL Ventures, LLC, Little Rock - -
37. LOCANIS AG, Unterföhring (7.225.112) (2.530.248) EUR f)
38. Logalty Servicios de Tercero de Confianza, S.L. , Madrid (2.624.000) (589.000) EUR
39. MGRID B.V., Amsterdam - -
40. Metasonic AG, Pfaffenhofen-Hettenshausen (934.211) (2.425.264) EUR f)
41. MindMatics AG, München 1.029.579 (51.376) EUR f)
42. Mobile Telephony Companies Association, Maroussi, Athens - -
43. Portavita B.V., Amsterdam 2.304.409 (528.615) EUR f)
44. SEARCHTEQ GmbH, Frankfurt am Main 4.584.747 (556.204) EUR f)
45. Scortel-FMS Ltd., Sofia - -
46. Sones GmbH, Leipzig 1.072.663 (112.076) EUR f)
47. South Eastern Europe Telecommunications & Informatics Research Institute S.A., Thessaloniki - -
47. South Eastern Europe Telecommunications & Informatics Research Institute S.A., Thessaloniki - -
48. T-Systems Telecomunicaciones de Mexico, S.A. de C.V., Puebla 1.000 - EUR
49. TVG Telefonbuch- und Verzeichnisverlag GmbH & Co. KG, Frankfurt/Main 5.011.854 2.510.854 EUR f)
50. Tele-Auskunft Online GmbH, Frankfurt am Main 1.472.545 214.607 EUR f)
51. TeleOp Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Oberpfaffenhofen 125.000 14.000 EUR
52. Telekom SRBIJA a.d. Belgrade, Belgrad - -
53. Telesens KSCL AG i.L., Köln 574.505.000 (70.283.001) DEM l)
54. Toll Collect GbR, Berlin - 9.107.405 EUR f)
55. Toll Collect GmbH, Berlin 512.551.000 91.964.783 EUR g)
56. Trans Jordan For Communication Services Company Ltd., Amman - -
56. Trans Jordan For Communication Services Company Ltd., Amman - -
57. Ukrainian Wave Ltd., Lviv - -
58. Vivento Interim Services GmbH, Frankfurt am Main 2.861.570 2.808.570 EUR f)
59. Yemen Public Payphone Company Ltd., Sana'a - -
59. Yemen Public Payphone Company Ltd., Sana'a - -
60. e-fellows.net GmbH & Co. KG, München 1.160.843 1.971.851 EUR f)
61. e-fellows.net Verwaltungs-GmbH, München 35.943 547 EUR f)
62. iesy Holdings GmbH, Oberursel (Taunus) - -
63. mediapeers GmbH, Berlin 498.867 (707.662) EUR h)
64. myON-ID Media GmbH, München 591.512 (488.703) EUR f)
65. sevenload GmbH, Köln 3.604.738 (7464.799) EUR h)
66. solute holding GmbH & Co. KG, Hannover 12.783.121 31.146 EUR f)
67. wwg worldwidegames GmbH, Hamburg 198.925 (592.110) EUR h)

a) Jahresüberschuss/-fehlbetrag unter Berücksichtigung der vorhandenen Ergebnisabführungsverträge.

b) Eigenkapital und Jahresüberschuss/-fehlbetrag IFRS.

c) Eigenkapital und Jahresüberschuss/-fehlbetrag per 30.06.2010.

d) Eigenkapital und Jahresüberschuss/-fehlbetrag per 30.04.2010.

e) Eigenkapital und Jahresüberschuss/-fehlbetrag per 31.03.2010.

f) Eigenkapital und Jahresüberschuss/-fehlbetrag per 31.12.2009.

g) Eigenkapital und Jahresüberschuss/-fehlbetrag per 31.08.2010.

h) Eigenkapital und Jahresüberschuss/-fehlbetrag per 31.12.2008.

i) Eigenkapital und Jahresüberschuss/-fehlbetrag per 31.12.2007.

j) Eigenkapital und Jahresüberschuss/-fehlbetrag per 31.12.2005.

k) Eigenkapital und Jahresüberschuss/-fehlbetrag per 31.12.2002.

l) Eigenkapital und Jahresüberschuss/-fehlbetrag per 31.12.2000.

m) Rumpfgeschäftsjahr 01.07.2010 - 31.12.2010.

n) Jahresüberschuss/-fehlbetrag unter Berücksichtigung des vorhandenen Ergebnisführungsvertrags, keine Abführung wegen Verlustvortrags aus Vorjahren.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter.

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht der Deutschen Telekom AG zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

Bonn, den 18. Februar 2011

Deutsche Telekom AG

Der Vorstand

René Obermann

Dr. Manfred Balz

Reinhard Clemens

Niek Jan van Damme

Timotheus Höttges

Guido Kerkhoff

Edward R. Kozel

Thomas Sattelberger

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Deutsche Telekom AG, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung sowie unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA) vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Stuttgart/Frankfurt am Main, den 8. Februar 2011/18. Februar 2011

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Prof. Dr. Wollmert, Wirtschaftsprüfer

Forst, Wirtschaftsprüfer

**PricewaterhouseCoopers

Aktiengesellschaft

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Kayser, Wirtschaftsprüfer

Tandetzki, Wirtschaftsprüfer

Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung 2011

Das Geschäftsjahr 2010 war für die Deutsche Telekom insbesondere gekennzeichnet von der Umsetzung der Zusammenführung von Festnetz- und Mobilfunk- Geschäft in Deutschland, der Entwicklung der T-Mobile US und strategischen Planung des Geschäfts in den USA sowie dem weiterhin schwierigen Wettbewerbs- und Regulierungsumfeld. Trotz der in Süd- und Osteuropa schwierigen makroökonomischen Bedingungen hat der Konzern im Geschäftsjahr 2010 gute Ergebnisse erzielt und die Erwartungen erfüllt. Der Aufsichtsrat hat die Führung der Geschäfte durch den Vorstand in Erfüllung seiner gesetzlichen Beratungs- und Überwachungsfunktion intensiv begleitet.

Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2010.

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung des Vorstands und die Konzernleitung durch den Vorstand kontinuierlich überwacht. Maßstab für diese Überwachung waren namentlich die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung und Konzernleitung. Wesentliche Grundlage für die Erfüllung der gesetzlichen Überwachungsaufgabe waren die schriftlichen und mündlichen Berichte des Vorstands. Dem Aufsichtsrat ist vom Vorstand insbesondere regelmäßig über die Unternehmensplanung, die Geschäftsentwicklung sowie wichtige Geschäftsvorfälle der Gesellschaft und wesentlicher Beteiligungsgesellschaften berichtet worden. Die aktuelle Situation des Unternehmens ist vom Aufsichtsrat regelmäßig in den Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse auf Basis der schriftlichen und mündlichen Berichterstattung des Vorstands überprüft worden. Eine Erörterung insbesondere der Geschäftsentwicklung wurde in jeder Sitzung des Aufsichtsrats vorgenommen. Dabei wurden auch die Abweichungen vom ursprünglich geplanten Geschäftsverlauf erörtert. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten gegenüber dem Aufsichtsrat zeitnah und vollständig nachgekommen. Die Berichte des Vorstands wurden sowohl hinsichtlich ihrer Gegenstände als auch hinsichtlich ihres Umfangs den vom Gesetz, guter Corporate Governance und vom Aufsichtsrat an sie gestellten Anforderungen gerecht. Zusätzlich zu den Berichten ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand ergänzende Informationen und Auskünfte erteilen. Die vom Vorstand erteilten Berichte und sonstigen Informationen hat der Aufsichtsrat auf ihre Plausibilität hin überprüft sowie kritisch gewürdigt und hinterfragt.

Ein vom Aufsichtsrat erstellter, in den Geschäftsordnungen von Vorstand und Aufsichtsrat verankerter und vom Aufsichtsrat regelmäßig auf erforderliche Anpassungen hin überprüfter Katalog listet die Arten von Geschäften und Maßnahmen auf, die von grundlegender Bedeutung sind und zu deren Vornahme der Vorstand deshalb der Zustimmung des Aufsichtsrats bedarf. Die danach vom Vorstand dem Aufsichtsrat zur Zustimmung vorzulegenden Geschäfte und Maßnahmen hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand erörtert und eingehend geprüft. Dabei haben regelmäßig der Nutzen und die Auswirkungen des jeweiligen Geschäfts im Mittelpunkt gestanden. Der Aufsichtsrat hat allen ihm zur Zustimmung vorgelegten Geschäften und Maßnahmen zugestimmt. Der Prüfungsausschuss hat sich darüber hinaus u. a. regelmäßig mit den Quartalsberichten befasst und diese mit den Abschlussprüfern besprochen sowie der Quartalsberichterstattung zugestimmt.

Zwischen den Sitzungsterminen hat der Aufsichtsratsvorsitzende im kontinuierlichen Austausch mit dem Vorstand und hier insbesondere mit dem Vorstandsvorsitzenden die Strategie, die Geschäftsentwicklung und das Risikomanagement des Unternehmens erörtert und sich über den Gang der Geschäfte sowie wichtige Ereignisse informiert.

Neben der gesetzlichen Regelberichterstattung sind insbesondere folgende Themen intensiv beraten und geprüft worden:

Die Befassung mit der Umsetzung der Zusammenführung von Festnetz- und Mobilfunk-Geschäft in Deutschland.
Die Entwicklung des Regulierungs- und Wettbewerbsumfelds und die daraus resultierenden Maßnahmen in Strategie und Planung des Konzerns.
Die Implementierung der Konzernstrategie im Rahmen einer Klausurtagung von Vorstand und Aufsichtsrat.
Die Entwicklung der T-Mobile US und die strategische Planung für diese Gesellschaft.
Die Gründung des Joint Venture zwischen der T-Mobile UK und Orange UK in Großbritannien.
Die Entwicklung der griechischen OTE vor dem besonderen Hintergrund der makroökonomischen Entwicklungen in Griechenland.
Die Begleitung der rechtlichen Auseinandersetzungen in Bezug auf die PTC in Polen.
Die Beteiligung an Frequenzauktionen für die vierte Mobilfunk-Generation in Deutschland und in weiteren europäischen Ländern.
Die Budget- und Mittelfristplanung sowie die Ausschüttungspolitik des Konzerns.
Die Begleitung der Personalbedarfs- und -bestandsentwicklung sowie die qualitative Personalplanung.
Die Erörterung der Risikosituation des Konzerns und der Compliance im Konzern.
Die Beratung der Ergebnisse der nach den Regeln der International Financial Reporting Standards (IFRS) regelmäßig durchzuführenden Impairment- Tests sowie die Prüfung der Bilanzansätze der immateriellen Vermögensgegenstände nach deutschem Handelsrecht.
Die Umsetzung der durch das Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) geänderten Rechtslage in den vertraglichen Regelungen für die Mitglieder des Vorstands
Die kontinuierliche Begleitung der Aufarbeitung der Datenmissbrauchsaffäre und der Schutz der Betroffenen.
Die Corporate Governance unter besonderer Berücksichtigung der Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex.
Die Erörterung der Entwicklung des Beteiligungsportfolios des Konzerns.
Die Deregistrierung der Aktie der Deutschen Telekom AG von der New Yorker Börse sowie der Börse in Tokio.
 Die Vorbereitung des Vorschlags des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung 2011 zur Bestellung des Abschlussprüfers für das Geschäftsjahr 2011.

Der Aufsichtsrat und sein Prüfungsausschuss haben insbesondere überwacht, dass der Vorstand rechtmäßig gehandelt und u. a. durch eine konzernweit eingerichtete Compliance-Organisation für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der unternehmensinternen Regelungen und Richtlinien gesorgt hat. Der Aufsichtsrat und der Prüfungsausschuss unterstützen den weiteren Ausbau dieser Organisation durch den Vorstand. Der Aufsichtsrat hat sich zudem regelmäßig vom Vorstand über das vom Vorstand eingerichtete konzernweite Risikomanagement und konzernweite Risikocontrolling berichten lassen. Der Aufsichtsrat ist aufgrund seiner Prüfungen, die Erörterungen mit den Abschlussprüfern einschlossen, zu der Einschätzung gelangt, dass das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem sowie das konzernweite Risikocontrolling wirksam und funktionsfähig sind.

Organisation der Aufsichtsratsarbeit.

Der Aufsichtsrat hat zur Steigerung der Effizienz seiner Arbeit und unter Berücksichtigung der spezifischen Anforderungen an den Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG folgende Ausschüsse gebildet, die jeweils paritätisch besetzt sind.

Der Präsidialausschuss ist für die Vorbereitungen der Sitzungen und wesentliche Entscheidungen des Aufsichtsrats sowie für die Vorbereitung der Vorstandspersonalia zuständig. Mitglieder: Prof. Dr. Ulrich Lehner (Vorsitzender), Jörg Asmussen, Waltraud Litzenberger, Lothar Schröder. Der Finanzausschuss behandelt komplexe finanzwirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Unternehmensvorgänge, die ihm vom Aufsichtsratsvorsitzenden oder vom Aufsichtsrat zur Prüfung und Beratung zugewiesen werden. Mitglieder: Prof. h. c. (CHN) Dr.-Ing. E. h. Dr. Ulrich Middelmann (Vorsitzender seit 5. Juli 2010), Hermann Josef Becker, Dr. Wulf H. Bernotat (seit 5. Juli 2010), Monika Brandl (seit 5. Juli 2010), Hans Martin Bury (bis 5. Juli 2010), Lawrence H. Guffey (bis 5. Juli 2010), Lothar Holzwarth, Waltraud Litzenberger (bis 5. Juli 2010), Dr. Ulrich Schröder (seit 5. Juli 2010) und Dr. h. c. Bernhard Walter (Vorsitzender bis 5. Juli 2010).

Der Prüfungsausschuss behandelt u. a. die Themen, für welche das deutsche Recht und der Deutsche Corporate Governance Kodex Zuständigkeiten für den Prüfungsausschuss vorsehen. Hierzu gehören insbesondere die Überwachung der Rechnungslegung sowie die Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Darüber hinaus befasst sich der Prüfungsausschuss mit der Abschlussprüfung, hier insbesondere mit der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, der Compliance und dem Datenschutz. Der Prüfungsausschuss behandelte ferner bis zum Wirksamwerden der Deregistrierung von der New Yorker Börse alle Aufgaben, die einem Audit Committee nach geltendem US-Recht für börsennotierte Unternehmen mit Sitz außerhalb der USA zugewiesen sind. Herr Dr. h. c. Bernhard Walter, der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, verfügt als unabhängiges Mitglied über Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung (§ 100 Abs. 5 AktG) und hat besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Weitere Mitglieder: Hermann Josef Becker, Hans Martin Bury, Lawrence H. Guffey, Lothar Holzwarth (bis 5. Juli 2010), Hans-Jürgen Kallmeier (seit 5. Juli 2010), Waltraud Litzenberger.

Der Prüfungsausschuss hat im Geschäftsjahr 2010 erstmals eine Sondersitzung zu grundsätzlichen Themen durchgeführt, die künftig jährlich stattfinden soll. Auf der Sondersitzung in 2010 standen die Themen Risikomanagement, Versicherungsschutz, Abschlussprüfung, Anforderungen an den Prüfungsausschuss und neue Rechts- und Bilanzentwicklungen im Vordergrund. Ferner wurde die Arbeit des Prüfungsausschusses mit sehr guten Ergebnissen einer externen Effizienzprüfung unterzogen.

Der Personalausschuss befasst sich mit Fragen des Personals der Deutschen Telekom, insbesondere mit der Personalstruktur und -entwicklung sowie der Personalplanung des Unternehmens. Dabei hat sich der Personalausschuss in Vorbereitung der Beschlussfassung des Aufsichtsrats zu Budget und Mittelfristplanung insbesondere mit der Personalbestands- und -bedarfsplanung befasst. Mitglieder: Lothar Schröder (Vorsitzender), Dr. Hubertus von Grünberg, Prof. Dr. Ulrich Lehner, Frau Waltraud Litzenberger.

Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorzuschlagen. Entsprechend der Empfehlung des Deutschen Corporate Governance Kodex besteht er ausschließlich aus Vertretern der Anteilseigner. Mitglieder: Prof. Dr. Ulrich Lehner, Jörg Asmussen. Im Jahr 2010 wurden auf Seiten der Anteilseignervertreter keine Aufsichtsratsmandate vakant.

Der gemäß § 27 Absatz 3 Mitbestimmungsgesetz zu bildende Vermittlungsausschuss erfüllt die ihm gesetzlich obliegenden Aufgaben. Er hat im Geschäftsjahr 2010 nicht getagt. Mitglieder: Prof. Dr. Ulrich Lehner (Vorsitzender), Dr. Hubertus von Grünberg, Waltraud Litzenberger, Lothar Schröder.

Vom 1. Januar 2010 bis zum 20. Mai 2010 wurde ein Sonderausschuss eingerichtet, der die Beteiligung des Unternehmens an der Versteigerung von Frequenzen der vierten Mobilfunk-Generation in Deutschland begleitete. Mitglieder: Prof. Dr. Ulrich Lehner (Vorsitzender), Waltraud Litzenberger, Lothar Schröder, Dr. h. c. Bernhard Walter.

Über den Inhalt und die Ergebnisse der Sitzungen der Ausschüsse wurde der Aufsichtsrat in seinen Sitzungen durch die jeweiligen Ausschussvorsitzenden

Sitzungen und Teilnahme.

Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2010 in vier regulären und einer außerordentlichen Sitzung. Darüber hinaus ist der Aufsichtsrat zu einer Klausurtagung zusammengekommen, um mit dem Vorstand die strategische Ausrichtung des Konzerns zu erörtern. Der Präsidialausschuss des Aufsichtsrats hat im vergangenen Jahr mit acht Sitzungen (davon eine zusammen mit dem Finanzausschuss) die Arbeit des Aufsichtsrats unterstützt. Der Prüfungsausschuss kam im Geschäftsjahr 2010 zu sechs Sitzungen zusammen, der Finanzausschuss tagte dreimal (davon einmal zusammen mit dem Präsidialausschuss). Der Personalausschuss des Aufsichtsrats traf sich zu zwei Sitzungen. Der Sonderausschuss für Frequenzerwerb in Deutschland traf sich insgesamt zu drei Sitzungen. Nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex berichtspflichtige Vorgänge in Bezug auf die Häufigkeit der Sitzungsteilnahme von Mitgliedern des Aufsichtsrats lagen im Geschäftsjahr 2010 nicht vor.

Interessenkonflikte.

Herr Ulrich Hocker ist Mitglied des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom AG und zugleich Hauptgeschäftsführer der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. (DSW). Die DSW vertritt bzw. unterstützt auch in diversen Angelegenheiten Anlegerinteressen gegenüber der Deutschen Telekom AG. Um von vornherein auszuschließen, dass es hier zu einem Interessenkonflikt kommen könnte, erklärte Herr Hocker gegenüber dem Aufsichtsrat, dass er als Mitglied des Aufsichtsrats darauf verzichte, Berichte oder Informationen zu erhalten, an Beschlüssen mitzuwirken und an Aufsichtsrats- und Ausschusssitzungen teilzunehmen, sobald Sachverhalte betroffen seien, bei denen die DSW Interessen gegen die Deutsche Telekom AG vertrete oder unterstütze. Ferner erklärte Herr Hocker, dass er sich bei Bedarf im Einzelfall mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden über den Umgang mit einem etwaigen Interessenkonflikt abstimmen werde.

Corporate Governance.

Aufsichtsrat und Vorstand handeln in dem Bewusstsein, dass eine gute Corporate Governance im Interesse unserer Aktionäre und der Kapitalmärkte eine wichtige Basis für den Erfolg des Unternehmens ist. Dabei ist der Deutsche Corporate Governance Kodex in den Statuten der Gesellschaft reflektiert. Vorstand und Aufsichtsrat haben zuletzt im Dezember 2010 die Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex abgegeben.

Die Corporate Governance des Unternehmens wird über diesen Bericht hinaus gesondert im Geschäftsbericht dargestellt.

Personalia Vorstand.

Der Aufsichtsrat hat mit Beschluss vom 17. Dezember 2009 mit Wirkung zum 15. Februar 2010 der Bitte von Herrn Akhavan entsprochen, ihn von seinen Aufgaben zu entbinden, um eine andere berufliche Herausforderung annehmen zu können.

Der Aufsichtsrat hat beschlossen, dass ab dem 15. Februar 2010 die Verantwortung für die Mobilfunk-Beteiligungen in den Niederlanden, Großbritannien, Österreich, Polen und der Tschechischen Republik kommissarisch von Herrn Kerkhoff, Vorstand Süd- und Osteuropa, wahrgenommen wird. Diese Mobilfunk- Beteiligungen wurden mit Wirkung zum 1. April 2010 in die Verantwortung von Herrn Kerkhoff überführt und das Vorstandsressort „Süd- und Osteuropa” in „Europa” umbenannt.

Die weiteren Aufgaben des bisher von Herrn Akhavan geführten Ressorts wurden ab dem 15. Februar 2010 kommissarisch von Herrn Clemens, Vorstand TSystems, wahrgenommen. Mit Beschluss vom 2. Mai 2010 hat der Aufsichtsrat Herrn Edward R. Kozel mit Wirkung zum 3. Mai 2010 zum Vorstand bestellt und ihm die Verantwortung für Technik, IT, Einkauf sowie Produkte und Innovation für das Standardgeschäft Privat- und Geschäftskunden im Rahmen des Vorstandsressorts „Technologie und Innovation” zugewiesen.

Personalia Aufsichtsrat.

Anteilseignervertreter: Auf der Hauptversammlung am 3. Mai 2010 wurden die zuvor mit Wirkung zum 1. Januar 2010 gerichtlich bestellten Herren Dr. Wulf Bernotat und Prof. h. c. (CHN) Dr.-Ing. E. h. Dr. Ulrich Middelmann bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2014 beschließt, in den Aufsichtsrat gewählt.

Arbeitnehmervertreter: Herr Josef Falbisoner hat mit Ablauf der Hauptversammlung 2010 wegen Eintritts in den Ruhestand sein Mandat niedergelegt. Für ihn wurde vom zuständigen Amtsgericht Bonn mit Wirkung zum 4. Mai 2010 Frau Sibylle Spoo in den Aufsichtsrat bestellt.

Der Aufsichtsrat dankt den ausgeschiedenen Mitgliedern der Gremien für ihre engagierte Tätigkeit im Interesse des Unternehmens.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2010.

Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, den Konzernabschluss und den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht der Deutschen Telekom AG sowie seinen Gewinnverwendungsvorschlag fristgerecht vorgelegt.

Die von der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2010 auf Empfehlung des Prüfungsausschusses und Wahlvorschlag des gesamten Aufsichtsrats gemeinsam zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer (Abschlussprüfer) Bestellten – die PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, und die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart – haben den nach den Regeln des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 und den mit dem Konzernlagebericht zusammengefassten Lagebericht sowie den nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 und den mit dem Lagebericht zusammengefassten Konzernlagebericht geprüft und jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Die Prüfung des Konzernabschlusses umfasste ergänzend den Auftrag, dessen Übereinstimmung mit den IFRS insgesamt zu beurteilen.

Die Abschlussprüfer haben vor der Beschlussfassung zur Empfehlung des Prüfungsausschusses an den Aufsichtsrat betreffend den Wahlvorschlag an die Hauptversammlung erklärt, dass keine geschäftlichen, finanziellen, persönlichen oder sonstigen Beziehungen zwischen den Prüfern und ihren Organen und Prüfungsleitern einerseits und dem Unternehmen und seinen Organmitgliedern andererseits bestehen, die Zweifel an ihrer Unabhängigkeit begründen können. Im Rahmen dieser Erklärung wurde auch angegeben, in welchem Umfang im vorausgegangenen Geschäftsjahr andere Leistungen für das Unternehmen, insbesondere auf dem Beratungssektor, erbracht wurden bzw. für das folgende Jahr vertraglich vereinbart waren. In diesem Rahmen wurde vom Prüfungsausschuss geprüft und bestätigt, dass die erforderliche Unabhängigkeit gegeben ist. Über das Ergebnis der Prüfung ist der Aufsichtsrat vor seiner Beschlussfassung zum Wahlvorschlag an die Hauptversammlung informiert worden.

Die Abschlussprüfer haben ihre Berichte über Art und Umfang sowie über das Ergebnis ihrer Prüfungen (Prüfungsberichte) dem Aufsichtsrat vorgelegt. Die genannten Abschlussunterlagen, die Prüfungsberichte der Abschlussprüfer und der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig übermittelt.

Der Aufsichtsrat hat die Vorlagen des Vorstands und die Prüfungsberichte der Abschlussprüfer seinerseits geprüft.

Zur Vorbereitung der Prüfung und Beschlussfassung durch den Aufsichtsrat hat sich zunächst der Prüfungsausschuss eingehend mit den vorgenannten Unterlagen befasst. In seiner Sitzung am 22. Februar 2011 ließ sich der Prüfungsausschuss den Jahresabschluss, den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht sowie den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns eingehend erläutern. Ferner wurden Fragen der Ausschussmitglieder beantwortet. Die an der Sitzung ebenfalls teilnehmenden Abschlussprüfer haben darüber hinaus über ihre Prüfungen, insbesondere ihre im Einvernehmen mit dem Prüfungsausschuss und dem Aufsichtsrat festgelegten Prüfungsschwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfungen, berichtet sowie ihre Prüfungsberichte erläutert. Wesentliche Schwächen des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems sowie des Rechnungslegungsprozesses sind von den Abschlussprüfern nicht festgestellt worden. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben die Prüfungsberichte und die Bestätigungsvermerke zur Kenntnis genommen, kritisch gewürdigt und sie ebenso wie die Prüfungen selbst mit den Abschlussprüfern diskutiert, was die Befragung zu Art und Umfang der Prüfungen sowie zu den Prüfungsergebnissen einschloss. Dabei konnte sich der Prüfungsausschuss von der Ordnungsmäßigkeit der Prüfungen und der Prüfungsberichte überzeugen. Er gelangte insbesondere zu der Überzeugung, dass die Prüfungsberichte – wie auch die von den Abschlussprüfern durchgeführten Prüfungen selbst – den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Der Prüfungsausschuss teilt die Einschätzung der Abschlussprüfer, dass das interne Kontroll- und das Risikomanagementsystem, insbesondere auch bezogen auf den Rechnungslegungsprozess, keine wesentlichen Schwächen aufweist. Der Prüfungsausschuss hat dem Aufsichtsrat empfohlen, dem Ergebnis der Prüfungen durch die Abschlussprüfer zuzustimmen und, da nach seiner Beurteilung keine Einwendungen gegen die Vorlagen des Vorstands zu erheben sind, den Jahresabschluss und den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht zu billigen und sich dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns anzuschließen.

Die abschließende Prüfung von Jahresabschluss, Konzernabschluss und zusammengefasstem Lage- und Konzernlagebericht sowie des Vorschlags des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns durch den Aufsichtsrat erfolgte in der Aufsichtsratssitzung am 23. Februar 2010 unter Berücksichtigung des Berichts und der Empfehlungen des Prüfungsausschusses sowie der Prüfungsberichte der Abschlussprüfer. Die Vorstandsmitglieder nahmen an dieser Sitzung teil, erläuterten ihre Vorlagen und beantworteten die Fragen der Aufsichtsratsmitglieder. Die Abschlussprüfer nahmen an dieser Sitzung ebenfalls teil, berichteten über ihre Prüfungen und ihre wesentlichen Prüfungsergebnisse, erläuterten ihre Prüfungsberichte und beantworteten Fragen der Aufsichtsratsmitglieder zu Art und Umfang der Prüfungen und zu den Prüfungsergebnissen. Hierdurch und auf der Grundlage des vom Prüfungsausschuss erstatteten Berichts konnte sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der Prüfungen und der Prüfungsberichte überzeugen. Der Empfehlung des Prüfungsausschusses folgend hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfungen durch die Abschlussprüfer zugestimmt.

Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat durchgeführten eigenen Prüfung von Jahresabschluss, Konzernabschluss und zusammengefasstem Lage- und Konzernlagebericht sowie des Vorschlags des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns sind keine Einwendungen zu erheben; das betrifft auch die Erklärung zur Unternehmensführung und zwar auch, soweit sie nicht vom Abschlussprüfer zu prüfen ist. Der Empfehlung des Prüfungsausschusses folgend hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt. Der Aufsichtsrat hat dabei insbesondere gebilligt, dass vom Jahresüberschuss des Einzelabschlusses der Deutschen Telekom AG gemäß § 58 Abs. 2 AktG in Verbindung mit § 19 Abs. 3 der Satzung ein Betrag in Höhe von 0,0 € in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt wird. Mit der Billigung des Jahresabschlusses durch den Aufsichtsrat ist dieser festgestellt. Der Aufsichtsrat stimmt in seiner Einschätzung der Lage von Gesellschaft und Konzern mit der des Vorstands in dessen zusammengefasstem Lage- und Konzernlagebericht überein und hat diese Berichte, der Empfehlung des Prüfungsausschusses folgend, ebenfalls gebilligt.

Bereits im Zuge der Verabschiedung der mittelfristigen Finanzplanung des Unternehmens für die kommenden drei Jahre durch Vorstand und Aufsichtsrat am 16. Dezember 2010 hat sich der Aufsichtsrat intensiv mit der mittelfristigen Finanz- und Investitionsplanung und insbesondere mit der Entwicklung der operativen Erträge, des Free Cashflows und der Bilanzrelationen beschäftigt. Als Ergebnis der in der Sitzung des Prüfungsausschusses am 22. Februar 2011 und in der Aufsichtsratssitzung am 23. Februar 2011 durchgeführten Prüfung des Vorschlags des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns, die eine Erörterung mit den Abschlussprüfern in beiden Gremien einschloss, hat der Aufsichtsrat – der Empfehlung des Prüfungsausschusses folgend – diesem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns zugestimmt und sich ihm angeschlossen. Der Vorschlag beinhaltet eine Ausschüttungssumme in Höhe von rund 3,0 Mrd. € und einen Vortrag auf neue Rechnung in Höhe von rund 3,0 Mrd. €.

Prüfung des Berichts des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen.

Der Vorstand hat den von ihm aufgestellten Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen im Geschäftsjahr 2010 (Abhängigkeitsbericht) dem Aufsichtsrat fristgerecht vorgelegt.

Die Abschlussprüfer haben den Abhängigkeitsbericht geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

„Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.”

Den Prüfungsbericht haben die Abschlussprüfer dem Aufsichtsrat vorgelegt. Der Abhängigkeitsbericht und der Prüfungsbericht hierzu wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig übermittelt.

Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht des Vorstands und den Prüfungsbericht der Abschlussprüfer seinerseits geprüft. Zur Vorbereitung der Prüfung und Beschlussfassung durch den Aufsichtsrat hat sich zunächst der Prüfungsausschuss eingehend mit den vorgenannten Unterlagen befasst. In seiner Sitzung am 22. Februar 2011 ließ sich der Prüfungsausschuss den Abhängigkeitsbericht eingehend von den Mitgliedern des Vorstands erläutern. Ferner wurden Fragen der Ausschussmitglieder beantwortet. Die an der Sitzung ebenfalls teilnehmenden Abschlussprüfer haben darüber hinaus über ihre Prüfung, insbesondere ihre Prüfungsschwerpunkte und die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung, berichtet sowie ihren Prüfungsbericht erläutert. Die Mitglieder des Prüfungsausschusses haben den Prüfungsbericht und den Bestätigungsvermerk zur Kenntnis genommen, kritisch gewürdigt und sie ebenso wie die Prüfungen selbst mit den Abschlussprüfern diskutiert, was die Befragung zu Art und Umfang der Prüfung sowie zu den Prüfungsergebnissen einschloss. Dabei konnte sich der Prüfungsausschuss von der Ordnungsmäßigkeit der Prüfung und des Prüfungsberichts überzeugen. Er gelangte insbesondere zu der Überzeugung, dass der Prüfungsbericht – wie auch die von den Abschlussprüfern durchgeführte Prüfung selbst – den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Der Prüfungsausschuss hat dem Aufsichtsrat empfohlen, dem Ergebnis der Prüfung durch die Abschlussprüfer zuzustimmen, da nach seiner Beurteilung keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands zum Abhängigkeitsbericht zu erheben sind.

Die abschließende Prüfung durch den Aufsichtsrat erfolgte in der Aufsichtsratssitzung am 23. Februar 2011 unter Berücksichtigung des Prüfungsberichts der Abschlussprüfer. Die Vorstandsmitglieder nahmen auch an dieser Sitzung teil, erläuterten den Abhängigkeitsbericht und beantworteten die Fragen der Aufsichtsratsmitglieder. Die Abschlussprüfer nahmen an dieser Sitzung ebenfalls teil, berichteten über ihre Prüfung des Abhängigkeitsberichts und ihre wesentlichen Prüfungsergebnisse, erläuterten ihren Prüfungsbericht und beantworteten Fragen der Aufsichtsratsmitglieder zu Art und Umfang der Prüfung des Abhängigkeitsberichts und zu den Prüfungsergebnissen. Hierdurch und auf der Grundlage des vom Prüfungsausschuss erstatteten Berichts konnte sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der Prüfung des Abhängigkeitsberichts und des Prüfungsberichts überzeugen. Er gelangte insbesondere zu der Überzeugung, dass der Prüfungsbericht – wie auch die von den Abschlussprüfern durchgeführte Prüfung selbst – den gesetzlichen Anforderungen entsprechen. Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht insbesondere auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft und hat sich dabei auch davon vergewissert, dass der Kreis der verbundenen Unternehmen mit der gebotenen Sorgfalt festgestellt und notwendige Vorkehrungen zur Erfassung der berichtspflichtigen Rechtsgeschäfte und Maßnahmen getroffen wurden. Anhaltspunkte für Beanstandungen des Abhängigkeitsberichts sind bei dieser Prüfung nicht ersichtlich geworden. Der Empfehlung des Prüfungsausschusses folgend hat der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung des Abhängigkeitsberichts durch die Abschlussprüfer zugestimmt. Nach dem abschließenden Ergebnis der vom Aufsichtsrat durchgeführten eigenen Prüfung des Abhängigkeitsberichts sind keine Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands zum Abhängigkeitsbericht zu erheben.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr großes Engagement im Geschäftsjahr 2010.

Bonn, den 23. Februar 2011 Der Aufsichtsrat

Prof. Dr. Ulrich Lehner, Vorsitzender

Corporate Governance-Bericht.

Für die Deutsche Telekom als international ausgerichtetem Konzern mit einer Vielzahl von Beteiligungen ist eine gute und nachhaltige Unternehmensführung (Corporate Governance) von besonderer Bedeutung. Dabei werden vom Unternehmen sowohl nationale Regelungen wie die Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ als auch internationale Standards eingehalten. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Überzeugung, dass eine gute Corporate Governance, welche die unternehmens- und branchenspezifischen Gesichtspunkte berücksichtigt, eine wichtige Grundlage für den Erfolg der Deutschen Telekom ist. Die Umsetzung und Beachtung dieser Grundsätze wird als zentrale Führungsaufgabe verstanden.

Vorstand und Aufsichtsrat haben sich auch im Geschäftsjahr 2010 intensiv mit der Corporate Governance der Deutschen Telekom AG und des Konzerns sowie mit den Inhalten des Corporate Governance Kodex befasst. Die Deutsche Telekom AG hat in diesem Berichtszeitraum erneut sämtlichen Empfehlungen des Corporate Governance Kodex entsprochen. Aufsichtsrat und Vorstand der Deutschen Telekom AG konnten daher am 30. Dezember 2010 eine uneingeschränkte Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex abgeben:

Entsprechenserklärung gemäß § 161 Aktiengesetz

I. Aufsichtsrat und Vorstand der Deutschen Telekom AG erklären, dass seit Abgabe der letzten Erklärung nach § 161 Aktiengesetz am 5. Januar 2010 den vom Bundesministerium der Justiz am 5. August 2009 im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex” ohne Ausnahme entsprochen wurde.
II. Aufsichtsrat und Vorstand der Deutschen Telekom AG erklären weiter, dass den vom Bundesministerium der Justiz am 2. Juli 2010 im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex” ohne Ausnahme entsprochen wird.

Diese Entsprechenserklärung kann auch über die Internetseite der Deutschen Telekom (www.telekom.com) unter dem Pfad: Investor Relations/Corporate Governance/Entsprechenserklärung, eingesehen werden. Auf dieser Internetseite sind auch die nicht mehr aktuellen Entsprechenserklärungen der vergangenen Jahre zugänglich. Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen und stehen in regelmäßigem Kontakt. Bei der Deutschen Telekom AG finden jährlich regelmäßig vier ordentliche Aufsichtsratssitzungen statt. Im Geschäftsjahr 2010 fand zusätzlich eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung sowie eine Klausur zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens statt. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Geschäftsentwicklung, die Planung, die Risikosituation, das Risikomanagement, die Compliance und über etwaige Abweichungen der Geschäfts entwicklung von der ursprünglichen Planung. Berichte des Vorstands werden regelmäßig schriftlich erstattet. Die Berichtspflichten des Vorstands sind durch den Aufsichtsrat über die gesetzlichen Verpflichtungen hinaus gehend konkretisiert worden. Die Arbeit der Organe Vorstand und Aufsichtsrat ist jeweils in einer Geschäftsordnung geregelt. Die Geschäftsordnung des Vorstands regelt insbesondere die Geschäftsverteilung des Vorstands sowie die erforderlichen Beschlussmehrheiten. Der Vorstandsvorsitzende hat regelmäßigen Informationsaustausch mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden.

Einzelheiten zur Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat können dem Geschäftsbericht entnommen werden.

Zusammensetzung des Vorstands. Die Geschäftsverteilung des Vorstands sieht acht Vorstandsbereiche vor: Den Vorstandsvorsitzenden, den Vorstand Finanzen, den Vorstand Personal, den Vorstand Datenschutz, Recht und Compliance, den Vorstand T-Systems, den Vorstand Deutschland, den Vorstand Technologie und Innovation und den Vorstand Europa. Jedes Vorstandsmitglied ist im Rahmen des ihm zugewiesenen Aufgabenbereichs allein geschäftsführungsbefugt. Bestimmte Angelegenheiten entscheidet der Vorstand in seiner Gesamtheit. Außerdem kann jedes Vorstandsmitglied dem Gesamtvorstand Angelegenheiten zur Beschlussfassung vorlegen. Für die Mitglieder des Vorstands gilt grundsätzlich eine Altersgrenze von 62 Jahren.

Zusammensetzung des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG setzt sich aus zwanzig Mitgliedern zusammen, je zehn Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner und der Arbeitnehmer. Die Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner werden von der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit gewählt. Wie bereits in den vergangenen Jahren wurden auch auf der letzten Hauptversammlung am 3. Mai 2010 Wahlen zum Aufsichtsrat als Einzelwahl durchgeführt. Die Amtsperioden der einzelnen Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat enden zu unterschiedlichen Terminen. Hierdurch kann bei der Besetzung des Aufsichtsrats Kontinuität gewahrt werden. Die Aufsichtsratsmitglieder der Arbeitnehmer wurden von den Arbeitnehmern zuletzt auf der Delegiertenversammlung am 4. Dezember 2008 nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes neu gewählt. Einzelheiten zum Wechsel von Aufsichtsratsmitgliedern im Berichtszeitraum können dem Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung in dem Geschäftsbericht entnommen werden. Der Aufsichtsrat ist zu der Überzeugung gelangt, dass dem Gremium – wie vom Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlen – eine ausreichende Zahl unabhängiger Mitglieder angehören, um eine unabhängige Beratung und Überwachung des Vorstands durch den Aufsichtsrat zu ermöglichen.

Der Aufsichtsrat hat für seine Besetzung folgende Ziele benannt:

Der Aufsichtsrat setzt sich unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation zum Ziel, bei künftigen Aufsichtsratsbesetzungen neben der erforderlichen fachlichen Qualifikation bei den Vorschlägen an die zuständigen Wahlgremien auf Vielfalt (Diversity) zu achten.
Der Aufsichtsrat ist so zusammenzusetzen, dass seine Mitglieder insgesamt über die zur ordnungsgemäßen Wahrnehmung der Aufgaben erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und fachlichen Erfahrungen verfügen.
Der Aufsichtsrat unterstützt eine angemessene Beteiligung von Frauen im Aufsichtsrat. Er strebt an, den Frauenanteil im Aufsichtsrat bis zum Ende des Jahres 2015 auf den im Unternehmen angestrebten Anteil von Frauen in Führungspositionen von 30% zu erhöhen. Derzeit liegt der Frauenanteil im Aufsichtsrat bei 20%.
Mit Blick auf die internationale Ausrichtung des Unternehmens sollen bei der Besetzung des Aufsichtsrats auch Mitglieder mit internationalem Hintergrund ausreichend berücksichtigt werden.
Bei der Besetzung des Aufsichtsrats sollen Interessenkonflikte vermieden werden.
Zum Zeitpunkt der Bestellung sollen Aufsichtsratsmitglieder grundsätzlich nicht älter als 67 Jahre sein.

Arbeit des Aufsichtsrats. Der Aufsichtsrat berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und überwacht und prüft ihn in seiner Tätigkeit. Er wird in Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden. Die Arbeit des Aufsichtsrats ist in einer Geschäftsordnung geregelt. Zur Konkretisierung der Vorlagepflichten des Vorstands hat der Aufsichtsrat einen Katalog zustimmungspflichtiger Geschäfte definiert, der Bestandteil der Geschäftsordnungen des Aufsichtsrats und des Vorstands ist. Der Aufsichtsrat führt regelmäßig eine Effizienzprüfung durch, zuletzt im Geschäftsjahr 2009. Die Selbstbeurteilung des Aufsichtsrats erfolgte auf Grundlage eines umfangreichen Fragebogens sowie individueller Gespräche mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden. Die Arbeit des Prüfungsausschusses wurde in 2010 mit sehr guten Ergebnissen einer externen Effizienzprüfung unterzogen.

Der Aufsichtsrat hat zur optimalen Wahrnehmung seiner Aufgaben derzeit sechs ständige Ausschüsse gebildet: Der Präsidialausschuss bereitet Vorstandspersonalia und insgesamt die Sitzungen des Aufsichtsrats vor. Der Personalausschuss berät den Vorstand bei Personalthemen – mit Ausnahme der Vorstandspersonalia. Der Finanzausschuss behandelt komplexe finanzwirtschaftliche Themen und die Planungen des Unternehmens. Der Prüfungsausschuss nimmt die Aufgaben eines Prüfungsausschusses nach dem Gesetz und dem Deutschen Corporate Governance Kodex wahr. Hierzu gehören insbesondere die Vorbefassung mit dem Jahresabschluss, die Überwachung der Rechnungslegung sowie die Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems. Bis zur Deregistrierung von der US-amerikanischen Börse erfüllte der Prüfungsausschuss die Aufgaben eines Audit Committees nach US-Recht. Der Aufsichtsrat hat ferner einen Nominierungsausschuss gebildet, der ausschließlich mit Vertretern der Anteilseigner besetzt ist. Der Nominierungsausschuss hat die Aufgabe, dem Aufsichtsrat für dessen Wahlvorschläge an die Hauptversammlung geeignete Kandidaten vorzuschlagen. Schließlich gibt es einen Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 des Mitbestimmungsgesetzes. Vom 1. Januar bis 20. Mai 2010 wurde ein Sonderausschuss eingerichtet, der die Beteiligung des Unternehmens an der Versteigerung von Frequenzen der vierten Mobilfunk-Generation in Deutschland begleitet hat. Nähere Angaben zur Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse können dem Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung in dem Geschäftsbericht entnommen werden.

Die jeweiligen Ausschussvorsitzenden berichten regelmäßig an den Aufsichtsrat über die Arbeit der Ausschüsse. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses, Herr Dr. h. c. Bernhard Walter, verfügt über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Dr. Walter ist kein ehemaliges Vorstandsmitglied der Gesellschaft.

In die Aufsichtsratsarbeit werden im Rahmen der bestehenden gesetzlichen Möglichkeiten moderne Kommunikationsmedien einbezogen, um im Interesse des Unternehmens eine zügige Befassung und ggf. Beschlussfassung des Aufsichtsratsgremiums zu gewährleisten.

Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat und leitet dessen Sitzungen. Er steht über die organisatorischen Aufgaben im Aufsichtsrat hinaus mit dem Vorstandsvorsitzenden und dem Vorstand insgesamt in regelmäßigem Kontakt, um sich über die Strategie, die Geschäftsentwicklung, das Risikomanagement des Unternehmens und die Maßnahmen des Managements zu informieren und sich mit dem Vorstand auszutauschen. In diesem Rahmen wird der Aufsichtsratsvorsitzende vom Vorstandsvorsitzenden über alle Ereignisse informiert, die für die Lage, die Entwicklung sowie die Leitung des Unternehmens von wesentlicher Bedeutung sind. Weitere Angaben zu den Aufsichtsratsmitgliedern einschließlich ihrer Aufsichtsratsmandate bei anderen Gesellschaften sind in dem Geschäftsbericht zu finden.

Vermeidung von Interessenkonflikten. Interessenkonflikte von Vorstands- bzw. Aufsichtsratsmitgliedern werden dem Aufsichtsrat unverzüglich offengelegt. Die Übernahme von Tätigkeiten von Vorstandsmitgliedern, die nicht zur Wahrnehmung des Vorstandsmandats gehören, unterliegt der Zustimmung des Präsidialausschusses des Aufsichtsrats.

Risiko- und Chancenmanagement. Der Umgang mit Chancen und Risiken, die im Zusammenhang mit der Geschäftstätigkeit des Unternehmens entstehen, ist für Vorstand und Aufsichtsrat von grundsätzlicher Bedeutung für eine professionelle Unternehmensführung. Der Vorstand wird von dem im Konzern eingerichteten Risikomanagement regelmäßig über die Risiken sowie deren Entwicklung informiert. Er berichtet seinerseits über die Risikolage und das Risikomanagement- System an den Aufsichtsrat. Das Risikomanagement-System der Deutschen Telekom wird von den Abschlussprüfern und der internen Revision geprüft und von der Gesellschaft kontinuierlich weiterentwickelt. Der Prüfungsausschuss befasst sich mit dem Risikomanagement inklusive der Überwachung der Wirksamkeit des internen Risikomanagementsystems. Das Risikomanagement umfasst neben finanziellen Risiken u. a. auch Reputationsrisiken. Weitere Ausführungen finden sich im Konzernlagebericht unter dem Kapitel „Risiko- und Chancenmanagement” in dem Geschäftsbericht.

Compliance. Die Deutsche Telekom verfügt über eine konzernweite Compliance-Organisation, die kontinuierlich ausgebaut wird (veröffentlicht auch im Corporate Responsibility-Bericht 2010 unter www.cr-bericht. telekom.de). Dabei wurde zunächst ein Compliance Committee eingerichtet, das den Vorstand dabei unterstützt, die notwendigen Strukturen für ein funktionsfähiges Compliance Management einzurichten und weiterzuentwickeln. Mitglieder des Compliance Committees sind erfahrene Führungskräfte der Bereiche Compliance, Recht, Datenschutz, Konzernrevision, Konzernsicherheit und Personal. Der vom Vorstand ernannte Chief Compliance Officer hat den Vorsitz im Compliance Committee. Er berichtet an den Konzernvorstand sowie direkt an den Prüfungsausschuss und den Aufsichtsrat. In den strategischen Geschäftsfeldern wurde jeweils ein Compliance Officer benannt. Je nach Größe und Risikosituation existieren Compliance-Beauftragte/- Ansprechpartner in den Geschäftseinheiten. Durch die Bündelung der Compliance-Aktivitäten im Vorstandsbereich Datenschutz, Recht und Compliance wird die Bedeutung der Compliance-Thematik weiterhin hervorgehoben

Als Teil des Compliance-Programms gibt es den Code of Conduct sowie den Ethikkodex. Der Code of Conduct ist ein Verhaltenskodex, in dem verbindlich festgelegt ist, wie ein an Werten orientiertes und rechtskonformes Verhalten im Geschäftsalltag von den Mitarbeitern und dem Management gelebt werden soll. Der Ethikkodex gilt für die Mitglieder des Konzernvorstands und Personen, die eine besondere Verantwortung für die Finanzberichterstattung tragen. Er verpflichtet zu Redlichkeit, Integrität, Transparenz und ethischem Verhalten und wird von den betroffenen Personen einmal im Jahr durch Unterzeichnung explizit anerkannt. Der Code of Conduct sowie der Ethikkodex sind auf der Internetseite der Deutschen Telekom (www.telekom.com) veröffentlicht.

Weitere Einzelheiten zum Compliance-Programm sind auf der Internetseite der Deutschen Telekom (www.telekom.com/compliance) veröffentlicht.

Internes Kontrollsystem der Finanzberichterstattung. Die Deutsche Telekom hat einen Prozess zur systematischen Bewertung der Effektivität des Internen Kontrollsystems der Finanzberichterstattung implementiert. Die konzernweite Funktionsfähigkeit wurde für das Geschäftsjahr 2010 erneut nachgewiesen. Der Prüfungsausschuss nimmt für den Aufsichtsrat die Aufgabe der Überwachung der Rechnungslegungs- und Finanzberichterstattungsprozesse wahr. Das Interne Kontrollsystem der Finanzberichterstattung wird kontinuierlich weiterentwickelt und von der Internen Revision und von den Abschlussprüfern unabhängig voneinander geprüft.

Der Prüfungsausschuss befasst sich auch mit der Überwachung der Wirksamkeit des Internen Kontrollsystems, das über die Finanzberichterstattung hinausgeht, und erfüllt damit die seit Mai 2009 in Kraft getretenen Anforderungen des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG). Eine Beschreibung der wesentlichen Merkmale des rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystems findet sich im Abschnitt „Konzernstruktur” des Konzernlageberichts in dem Geschäftsbericht.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung. Mit den Abschlussprüfern der Deutschen Telekom ist vereinbart, dass der Vorsitzende des Aufsichtsrats bzw. des Prüfungsausschusses über während der Prüfung auftretende mögliche Ausschluss- oder Befangenheitsgründe unverzüglich unterrichtet wird, soweit diese nicht unverzüglich beseitigt werden. Ferner ist vereinbart, dass die Abschlussprüfer über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse unverzüglich berichten, die sich bei der Durchführung der Abschlussprüfung ergeben. Vereinbarungsgemäß haben die Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren bzw. im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn sie bei Durchführung der Abschlussprüfung Tatsachen feststellen, die eine Unrichtigkeit der von Vorstand und Aufsichtsrat abgegebenen Erklärungen zum Deutschen Corporate Governance Kodex ergeben. Der Prüfungsausschuss untersucht die Unabhängigkeit der Abschlussprüfer.

Bericht über die Vergütung des Vorstands.

Die Vergütung der Vorstandsmitglieder ist im Konzern-Anhang des Konzernabschlusses entsprechend den gesetzlichen Vorgaben, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten sowie Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung, individualisiert ausgewiesen und in dem Geschäftsbericht unter der Überschrift „Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat”. Diese im Konzern-Anhang gemachten Angaben sind zugleich integraler Bestandteil dieses Corporate Governance-Berichts. Darüber hinaus wird im Folgenden ein Überblick zur Struktur und den Grundzügen der Vorstandsvergütung gegeben:

Die Hauptversammlung der Deutschen Telekom AG hat am 3. Mai 2010 ein neues System der Vorstandsvergütung gebilligt, welches den Vorgaben des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) entspricht. Im Anschluss an das Votum der Hauptversammlung hat der Aufsichtsrat begonnen, die bereits bestehenden Vorstandsverträge in das neue System der Vorstandsvergütung zu überführen. Zum 31. Dezember 2010 waren sechs Vorstandsmitglieder in das neue System der Vorstandsvergütung überführt, zwei Vorstandsmitglieder machten von der zulässigen Möglichkeit Gebrauch, mit ihrem Bestandsvertrag im alten System der Vorstandsvergütung zu verbleiben.

Das Vergütungssystem für den Vorstand einschließlich der wesentlichen Vertragselemente wird vom Aufsichtsrat festgelegt und regelmäßig überprüft. Seit Einführung des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) und der Aktualisierung des Deutschen Corporate Governance Kodex in 2009 beschließt der Aufsichtsrat im Plenum die individualvertraglichen Regelungen der Verträge mit Vorständen. Dem Präsidialausschuss des Aufsichtsrats kommt seitdem eine vorbereitende Funktion für die Beschlussfassung im Aufsichtsrat zu. Die Vergütung des Vorstands besteht sowohl im Altsystem als auch im Neusystem aus mehreren Bestandteilen. Sie umfasst fixe und kurz- und langfristig ausgelegte variable Bestandteile, diverse – im Einzelnen in den Anhangangaben auch individualisiert angegebene – Nebenleistungen, die grundsätzlich als Sachleistungen, in Form von Beiträgen zum Versicherungsschutz und als geldwert zu versteuernde Vorteile ausgestaltet sind, sowie Zusagen auf Anwartschaften auf eine Vorstandsversorgung.

Sowohl im Altsystem als auch im Neusystem enthalten die variablen Vergütungsbestandteile einerseits Komponenten, die an den jährlichen geschäftlichen Erfolg gebunden sind, andererseits auch Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter.

Die jährliche variable Vergütung (im Neusystem als Variable I bezeichnet) bestimmt sich nach dem Grad der Erreichung der vom Aufsichtsrat vor Beginn des Geschäftsjahres jedem Mitglied des Vorstands erteilten Zielvorgaben. Bei voller Zielerreichung der variablen Gehaltsbestandteile sind im Altsystem der Vorstandsvergütung etwa zwei Drittel der Vergütung variabel und ein Drittel fix ausgestaltet. Im Neusystem beträgt der Anteil der jährlichen festen Zielvergütung ca. 40% und die variablen Zielvergütungsbestandteile (Variable I und Variable II) betragen ca. 60% der Gesamtzielvergütung eines Vorstandsmitglieds.

Im Neusystem besteht die Verpflichtung, ein Drittel der vom Aufsichtsrat jährlich festgesetzten Variable I in Aktien der Deutschen Telekom AG zu investieren und diese über einen Zeitraum von mindestens vier Jahren zu halten. Die Deutsche Telekom AG überträgt nach Ablauf von vier Jahren und gleichzeitigem Verbleib im Unternehmen für jede im Rahmen dieses Eigeninvestments erworbene Aktie eine weitere Aktie ohne Zuzahlung durch das Vorstandsmitglied (Matching Shares). Somit wird sichergestellt, dass frühestens nach Ablauf von vier Jahren eine Veräußerung der von Unternehmensseite gewährten Aktien möglich ist und der Verbleib im Unternehmen honoriert wird.

Als Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter sind im Altsystem Leistungen auf der Grundlage des sog. „Mid-Term Incentive Plans“ ausgelobt. Darüber hinaus bestehen auch Ansprüche aus Aktienoptionsplänen (siehe unten zum Aktienoptionsplan 2001). Bei dem Mid-Term Incentive Plan der Deutschen Telekom AG (MTIP) handelt es sich um ein konzernweites Vergütungsinstrument mit langfristigem Charakter für obere Führungskräfte. Die Mitglieder des Vorstands nehmen seit dem Geschäftsjahr 2004 daran teil. Der Plan hat eine dreijährige Laufzeit und wird jährlich revolvierend aufgelegt. Er sieht zwei aktienbasierte, additive und gleichgewichtete Erfolgsparameter vor. Für das Geschäftsjahr 2010 wurden – wie auch für die vorherigen Geschäftsjahre – eine absolute und eine relative Planhürde festgelegt. Die absolute Planhürde bezieht sich auf die Steigerung des Werts der Aktie der Deutschen Telekom AG. Die relative Planhürde verlangt eine bessere Entwicklung des Total Return der Aktie der Deutschen Telekom AG gegenüber dem Dow Jones Euro STOXX® Total Return Index. Die Tranche des MTIP 2008 hat das relative Kursentwicklungsziel erreicht, während das absolute Kursentwicklungsziel verfehlt wurde. Somit kann für die Tranche 2008 ein Anteil von 50% des Auslobungsvolumens ausgezahlt werden. Weitere Einzelheiten sind im Konzern-Anhang in dem Geschäftsbericht zu finden.

Im Neusystem der Vorstandsvergütung stellt die sog. Variable II die Vergütungskomponente mit langfristiger Anreizwirkung dar. Die Variable II wird jährlich revolvierend aufgelegt und hat eine vierjährige Laufzeit. Zielparameter der Variable II sind die vier gleichgewichteten Kennzahlen (bereinigter operativer Return On Capital Employed (ROCE), bereinigte Earnings Per Share (EPS), Kundenzufriedenheit und Mitarbeiterzufriedenheit). Eine Übererfüllung der Zielvorgaben wird linear abgebildet und ist auf 150% des Auslobungsbetrags begrenzt. Die Messung erfolgt über die durchschnittliche Zielerreichung der vier zum Zeitpunkt der Auslobung geplanten Jahre. Der Auslobungsbetrag wird entkoppelt von anderen Vergütungsbestandteilen und individuell pro Vorstandsmitglied festgelegt, wobei dieser Vergütungsbestandteil ca. 30% der Gesamtzielvergütung ausmachen soll.

Der Aktienoptionsplan 2001 wurde bereits im Jahr 2004 für den Vorstand geschlossen. Aus Tranchen des Aktienoptionsplans 2001 an aktuelle und im Berichtsjahr ausgeschiedene Vorstandsmitglieder gewährte Optionen sind grundsätzlich weiterhin ausübbar, sofern die hierfür festgelegten Voraussetzungen erfüllt sind. Weitere Einzelheiten sind im Konzern-Anhang in dem Geschäftsbericht zu finden. Diese im Konzern-Anhang gemachten Angaben sind zugleich integraler Bestandteil dieses Corporate Governance-Berichts.

Im Neusystem der Vorstandsvergütung ist ein Matching Share Plan als weiterer mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter angelegter variabler Vergütungsbestandteil verankert. Für jede Aktie, die das berechtigte Vorstandsmitglied im Rahmen des verpflichtenden Eigeninvestments aus der vom Aufsichtsrat festgesetzten Variable I nachweist, gewährt die Deutsche Telekom AG eine weitere Aktie, die dem Vorstandsmitglied nach Ablauf von vier Jahren zugeteilt wird.

Die Laufzeiten der Verträge der Mitglieder des Vorstands sind an die Laufzeit der Bestellung zum Mitglied des Vorstands gekoppelt. Für den Fall, dass die Gesellschaft berechtigt ist, die Berufung zu beenden, ohne dass dies zugleich auch ein zivilrechtlich relevanter „wichtiger Grund“ für die Beendigung des Dienstvertrags wäre, sehen die Vorstandsverträge aller Vorstandsmitglieder der Deutschen Telekom AG eine Klausel zur Höchstbetragsbegrenzung für die im Falle eines diesbezüglichen Ausscheidens an das Vorstandsmitglied zu zahlende Abfindung vor.

Die Verträge der Mitglieder des Vorstands sehen grundsätzlich ein nachvertragliches Wettbewerbsverbot vor.

Beim Abschluss von Vorstandsverträgen wird für den Fall der vorzeitigen Beendigung ohne wichtigen Grund eine Ausgleichszahlung vorgesehen, deren Höhe entsprechend den Regelungen des Corporate Governance Kodex auf maximal zwei Jahresvergütungen begrenzt ist (Abfindungs-Cap) und die nicht höher als die Vergütung für die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags sein darf.

Die Mitglieder des Vorstands haben grundsätzlich eine Zusage auf eine betriebliche Altersversorgung. Diese ist für Vorstandsmitglieder, die vor 2009 erstmalig zum Vorstandsmitglied bestellt worden sind, in Abhängigkeit vom Endgehalt ausgestaltet. Das bedeutet, dass die Vorstände im Versorgungsfall pro abgeleistetem Dienstjahr einen festgelegten Prozentsatz (zwischen 5% und 6%) des letzten festen Jahresgehalts vor Eintritt des Versorgungsfalls als betriebliche Altersversorgung erhalten. Maximal kann nach zehn Jahren Vorstandszugehörigkeit ein Versorgungssatz i. H. v. 50% (bzw. 60%) des letzten festen Jahresgehalts erreicht werden. Die Anwartschaften sind grundsätzlich nach den gesetzlichen Vorgaben unverfallbar (bzw. in Einzelfällen sofortig vertraglich unverfallbar). Die Versorgung wird in Form von lebenslangem Ruhegeld, vorgezogenem Ruhegeld, Invalidenversorgung sowie Witwen- und Waisenversorgung gezahlt. Alle darüber hinaus anzugebenden Details hierzu finden sich im Anhang zum Konzernabschluss in dem Geschäftsbericht unter der Überschrift „Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat”. Diese im Konzern- Anhang gemachten Angaben sind zugleich integraler Bestandteil dieses Corporate Governance-Berichts.

Seit 2009 erstmalig bestellte Vorstandsmitglieder erhalten eine beitragsorientierte Versorgungszusage in Form eines Einmalkapitals im Versorgungsfall. Für jedes abgeleistete Dienstjahr wird dem Vorstandsmitglied ein Beitrag auf einem Versorgungskonto gutgeschrieben, welches mit einer marktüblichen Verzinsung hinterlegt ist. Die Zuführung des jährlichen Beitrags erfolgt nicht liquiditätswirksam. Der Liquiditätsabfluss entsteht erst mit Eintritt des Versorgungsfalls. Der Versorgungsfall tritt grundsätzlich mit dem vollendeten 62. Lebensjahr ein. Die Höhe des jährlich bereitzustellenden Beitrags wird individualisiert und entkoppelt von anderen Vergütungsbestandteilen vorgenommen. Bei der exakten Festlegung des Beitrags erfolgt eine Orientierung an Unternehmen gleicher Größenordnung, die einen angemessenen Vergleichsmaßstab darstellen und die ebenfalls eine beitragsorientierte Versorgungszusage anbieten.

Leistungen Dritter für die Vorstandstätigkeit werden nicht gezahlt.

Darüber hinaus sind die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die konkrete Ausgestaltung der Vergütungsbestandteile mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter im Anhang zum Konzernabschluss in dem Geschäftsbericht unter der Überschrift „Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat“ sowie im Internet (www.telekom.com) unter dem Pfad: Investor Relations/Corporate Governance/Incentive-Pläne, dargestellt. Diese im Konzern-Anhang gemachten Angaben sind integraler Bestandteil dieses Corporate Governance-Berichts.

Bericht über die Vergütung des Aufsichtsrats.

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 13 der Satzung festgelegt. Sie wurde auf der Hauptversammlung am 3. Mai 2010 neu geregelt. Die Vergütung soll der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg des Unternehmens Rechnung tragen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten neben einer festen eine erfolgsorientierte Vergütung mit langfristiger Anreizwirkung, die sich an der Entwicklung des Konzernüberschusses je Aktie orientiert. Der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie der Vorsitz und die Mitgliedschaft in den Ausschüssen werden bei der Aufsichtsratsvergütung berücksichtigt.

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist im Anhang des Konzernabschlusses entsprechend den gesetzlichen Vorgaben aufgeteilt nach Bestandteilen individualisiert ausgewiesen und im Geschäftsbericht unter der Überschrift „Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat“. Diese im Konzern-Anhang gemachten Angaben sind zugleich integraler Bestandteil dieses Corporate Governance-Berichts.

Darüber hinaus wurden vom Unternehmen an die Mitglieder des Aufsichtsrats keine Vergütungen gezahlt oder Vorteile für persönliche erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, gewährt. Für seine Tätigkeit als Vorsitzender des Datenschutzbeirats hat Herr Lothar Schröder Sitzungsgeld erhalten.

Aktienbesitz von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats.

Der direkte oder indirekte Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern übersteigt insgesamt nicht 1% der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.

Wertpapierorientierte Anreizsysteme.

Konkrete Angaben zu den wertpapierorientierten Anreizsystemen der Gesellschaft finden sich im Anhang zum Konzernabschluss in dem Geschäftsbericht unter der Überschrift „Mid-Term Incentive Pläne (MTIP)/„Phantom-Share” Plan/Aktienorientierte Vergütungssysteme” sowie in dem Geschäftsberichts unter der Überschrift „Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat”. Diese im Konzern-Anhang gemachten Angaben sind zugleich integraler Bestandteil dieses Corporate Governance-Berichts.

Bonn, den 23. Februar 2011

Aufsichtsrat und Vorstand

Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns gemäß § 170 Abs. 2 des Aktiengesetzes:

Der Vorstand will der am 12. Mai 2011 stattfindenden ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft folgenden Vorschlag für die Verwendung des im Geschäftsjahr 2010 erzielten Bilanzgewinns machen:

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1. Verteilung an die Aktionäre: Ausschüttung einer Dividende von € 0,70 je dividendenberechtigter Stückaktie
\= € 3.010.644.620,90
2. Einstellung in Gewinnrücklagen: € 0,00
3. Gewinnvortrag: Vortrag des Restbetrags auf neue Rechnung
\= € 3.007.916.676,58
4. Bilanzgewinn: € 6.018.561.297,48

Die Dividendensumme und der auf neue Rechnung vorzutragende Restbetrag in vorstehendem Beschlussvorschlag zur Gewinnverwendung basieren auf dem am 18. Februar 2011, dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses, dividendenberechtigten Grundkapital in Höhe von € 11.010.357.470,72 eingeteilt in 4.300.920.887 Stückaktien.

Die Anzahl der dividendenberechtigten Aktien kann sich bis zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns ändern. In diesem Fall wird vom Vorstand der Hauptversammlung ein entsprechend angepasster Beschlussvorschlag zur Gewinnverwendung unterbreitet, der unverändert eine Ausschüttung von € 0,70 je dividendenberechtigter Stückaktie vorsieht. Die Anpassung erfolgt dabei wie folgt: Sofern sich die Anzahl der dividendenberechtigten Aktien und damit die Dividendensumme vermindert, erhöht sich der auf neue Rechnung vorzutragende Betrag entsprechend. Sofern sich die Anzahl der dividendenberechtigten Aktien und damit die Dividendensumme erhöht, vermindert sich der auf neue Rechnung vorzutragende Betrag entsprechend.

Die Dividende wird in vollem Umfang aus dem steuerlichen Einlagekonto im Sinne des § 27 KStG (nicht in das Nennkapital geleistete Einlagen) geleistet. Die Auszahlung erfolgt deshalb ohne Abzug von Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag.

Bonn, den 18. Februar 2011

Deutsche Telekom AG

Der Vorstand

René Obermann, Vorsitzender

Dr. Manfred Balz

Reinhard Clemens

Niek Jan van Damme

Timotheus Höttges

Guido Kerkhoff

Edward R. Kozel

Thomas Sattelberger