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Deutsche Telekom AG Interim / Quarterly Report 2021

Sep 22, 2021

112_10-q_2021-09-22_1eaf96bd-b0ac-4391-8ebf-c26b9619772f.pdf

Interim / Quarterly Report

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Deutsche Telekom Konzern-Zwischenbericht

H 1 2021

  1. Januar bis 30. Juni

Inhalt

Die Finanzdaten des Konzerns auf einen Blick

An unsere Aktionäre

Konzern-Zwischenlagebericht

Konzern-Zwischenabschluss

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

Weitere Informationen

Die Finanzdaten des Konzerns auf einen Blick

in Mio. €
Q2 2021 Q2 2020 Veränderung
in %
H1 2021 H1 2020 Veränderung
in %
Gesamtjahr
2020
Umsatz und Ergebnisa
Umsatzerlöse 26.593 27.041 (1,7) 52.983 46.984 12,8 100.999
davon: Inlandsanteil
%
19,5 22,5 21,6 25,8 24,5
davon: Auslandsanteil
%
80,5 77,5 78,4 74,2 75,5
Betriebsergebnis (EBIT) 3.688 3.087 19,5 7.207 5.597 28,8 12.804
Konzernüberschuss/(-fehlbetrag) 1.879 754 n.a. 2.815 1.670 68,6 4.158
Konzernüberschuss/(-fehlbetrag)
(bereinigt um Sondereinflüsse)
2.113 1.278 65,3 3.315 2.562 29,4 5.715
EBITDA 10.469 10.026 4,4 20.830 16.966 22,8 38.633
EBITDA AL 8.793 8.585 2,4 17.591 14.505 21,3 33.178
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 10.877 11.271 (3,5) 21.575 18.834 14,6 40.374
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 9.418 9.829 (4,2) 18.662 16.373 14,0 35.017
EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse)
%
35,4 36,3 35,2 34,8 34,7
Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert)
0,40 0,16 n.a. 0,59 0,35 68,6 0,88
Bereinigtes Ergebnis je Aktie (unverwässert/verwässert)
0,45 0,27 66,7 0,70 0,54 29,6 1,20
Bilanz
Bilanzsumme 270.504 269.971 0,2 264.917
Eigenkapital 77.000 73.502 4,8 72.550
Eigenkapitalquote
%
28,5 27,2 27,4
Netto-Finanzverbindlichkeiten 127.972 120.897 5,9 120.227
a
Cashflow
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 8.080 5.148 57,0 16.387 9.107 79,9 23.743
Cash Capex (4.322) (4.547) 4,9 (16.593) (8.117) n.a. (18.694)
Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) (4.287) (3.669) (16,8) (8.570) (7.022) (22,0) (16.980)
Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen
b
in Spektrum)
3.851 3.677 4,7 7.923 5.970 32,7 10.756
Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen
b
in Spektrum)
2.766 2.425 14,1 5.350 3.712 44,1 6.288
Cashflow aus Investitionstätigkeit (3.934) (8.548) 54,0 (16.307) (11.254) (44,9) (22.649)
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (5.100) 13.797 n.a. (4.513) 11.234 n.a. 7.561

a Seit dem 1. April 2020 wird Sprint als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Die Transaktion hat Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Werte der Berichtsperiode mit den Vorjahresvergleichswerten. Weitere Informationen zur Transaktion finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen" im Konzern-Zwischenabschluss.

b Vor Zinszahlungen für Nullkupon-Anleihen und vor Auflösung von Zinssicherungsgeschäften bei T-Mobile US im ersten Halbjahr 2020.

in Mio.
30.06.2021 31.12.2020 Veränderung
30.06.2021/
31.12.2020
in %
30.06.2020 Veränderung
30.06.2021/
30.06.2020
in %
Kunden im Festnetz und Mobilfunk
Mobilfunk-Kundena 246,6 241,5 2,1 235,5 4,7
Festnetz-Anschlüsse 27,4 27,4 0,1 27,3 0,1
Breitband-Kundenb 22,1 21,7 1,5 21,3 3,4

a Inkl. Wholesale-Kunden der T-Mobile US.

b Ohne Wholesale.

Die Zahlenangaben im vorliegenden Bericht wurden kaufmännisch gerundet. Dies kann dazu führen, dass sich einzelne Werte nicht exakt zur angegebenen Summe addieren. Veränderungen wurden auf Basis der genaueren Millionenwerte berechnet.

An unsere Aktionäre

Die Deutsche Telekom auf einen Blick

Konzernumsatz

  • Der Konzernumsatz erhöhte sich um 6,0 Mrd. € bzw. 12,8 % auf 53,0 Mrd. €. Organisch wuchs unser Umsatz um 3,4 Mrd. € bzw. 6,9 %.
  • Dabei zeigt unser Segment USA einen Umsatzanstieg von 20,7 %. Organisch lag der Umsatz um 10,1 % über Vorjahresniveau, was auf gestiegene Service- und Endgeräteumsätze zurückzuführen ist.
  • Unsere Segmente Deutschland und Europa konnten ihre Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 % bzw. 1,6 % aufgrund der guten Geschäftsentwicklung steigern.
  • Der Umsatz unseres Segments Systemgeschäft lag um 5,0 % unter Vorjahresniveau, insbesondere infolge des erwartungsgemäß rückläufigen klassischen IT-Infrastrukturgeschäfts.
  • In unserem Segment Group Development lag der Umsatz durch das operative und strukturelle Wachstum der Geschäftseinheiten T‑Mobile Netherlands und GD Towers um 9,8 % über dem Vorjahresniveau. Organisch wuchs der Umsatz um 4,4 %.

EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse)

  • Unser bereinigtes EBITDA AL erhöhte sich um 2,3 Mrd. € bzw. 14,0 % auf 18,7 Mrd. €, wobei alle operativen Segmente hierzu beitrugen. Organisch stieg unser bereinigtes EBITDA AL um 0,8 Mrd. € bzw. 4,6 %.
  • Unser Segment USA zeigt eine deutliche Erhöhung des bereinigten EBITDA AL von 20,9 %, was insbesondere auf den Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint zurückzuführen ist. Organisch stieg das bereinigte EBITDA AL – trotz der negativen Auswirkungen aus dem begonnenen Rückzug aus dem Endgeräte-Mietmodell in den USA – um 4,6 %.
  • Unsere Segmente Deutschland und Europa weisen Anstiege beim bereinigten EBITDA AL um 3,5 % bzw. 2,8 % aus.
  • Einen deutlichen Anstieg des bereinigten EBITDA AL von 14,9 % zeigt unser Segment Group Development. Hier wirkten v. a. eine positive Umsatzentwicklung bei T‑Mobile Netherlands und GD Towers, Synergien aus der Übernahme der Tele2 Netherlands, der Erwerb von Simpel sowie das effiziente Kosten-Management der T‑Mobile Netherlands positiv.
  • Die bereinigte EBITDA AL-Marge des Konzerns lag mit 35,2 % um 0,4 Prozentpunkte über dem Vorjahresniveau. Im Segment Deutschland lag die bereinigte EBITDA AL-Marge bei 39,3 %, im Segment Europa bei 34,9 % und im Segment USA bei 34,5 %.

EBIT

  • Unser EBIT erhöhte sich um 1,6 Mrd. € bzw. 28,8 % auf 7,2 Mrd. €, insbesondere aufgrund der beim bereinigten EBITDA AL beschriebenen Effekte.
  • Das EBITDA AL ist mit Sondereinflüssen in Höhe von 1,1 Mrd. € belastet, denen in der Vergleichsperiode Aufwendungen in Höhe von 1,9 Mrd. € gegenüber standen. Im Zusammenhang mit entstandenen Akquisitions- und Integrationsaufwendungen sowie mit Restrukturierungskosten zur Realisierung von Kosteneffizienzen aus dem Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint wurden Aufwendungen in Höhe von 0,7 Mrd. € erfasst; in der Vergleichsperiode fielen 0,8 Mrd. € an. Aus der Veräußerung des niederländischen Funkturmgeschäfts entstand ein als Sondereinfluss klassifizierter Entkonsolidierungsertrag in Höhe von 0,2 Mrd. €. Gegenüber dem Vergleichszeitraum fielen um 0,2 Mrd. € geringere Sondereinflüsse auf Personalrestrukturierungen an. Zudem wurden im Vorjahr v. a. im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie im Segment USA Aufwendungen in Höhe von 0,4 Mrd. € als Sondereinflüsse klassifiziert.
  • Die Abschreibungen lagen insbesondere aufgrund des Erwerbs von Sprint um 2,3 Mrd. € über dem Niveau der Vergleichsperiode.

Konzernüberschuss

  • Der Konzernüberschuss erhöhte sich um 1,1 Mrd. € bzw. 68,6 % auf 2,8 Mrd. €.
  • Unser Finanzergebnis beträgt unverändert minus 2,2 Mrd. €. Dabei entwickelte sich das Zinsergebnis um 0,3 Mrd. € auf minus 2,3 Mrd. € rückläufig. Gründe hierfür sind v. a. die im Rahmen des Erwerbs von Sprint übernommenen finanziellen Verbindlichkeiten sowie die in diesem Zusammenhang begonnene Neustrukturierung und Erhöhung des Finanzierungsvolumens. Das sonstige Finanzergebnis erhöhte sich dagegen um 0,4 Mrd. € auf 0,2 Mrd. €. Dies ist im Wesentlichen auf einen gestiegenen Zinsertrag aus der Bewertung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten zurückzuführen.
  • Der Steueraufwand erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode um 0,3 Mrd. € auf 1,3 Mrd. €.
  • Das den Anteilen anderer Gesellschafter zugerechnete Ergebnis erhöhte sich um 0,2 Mrd. € auf 1,0 Mrd. €.
  • Das bereinigte Ergebnis je Aktie beträgt 0,70 € gegenüber 0,54 € in der Vergleichsperiode.

Eigenkapitalquote

  • Die Eigenkapitalquote erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 1,1 Prozentpunkte auf 28,5 %.
  • Die Erhöhung des Eigenkapitals um 4,5 Mrd. € ist im Wesentlichen auf den Überschuss in Höhe von 3,8 Mrd. € und auf das erfolgsneutral erfasste sonstige Ergebnis in Höhe von 3,7 Mrd. € zurückzuführen. Hierin enthalten sind v. a. Effekte aus der Währungsumrechnung (2,1 Mrd. €) sowie der Neubewertung der leistungsorientierten Pläne (1,6 Mrd. €).
  • Eigenkapitalmindernd wirkten v. a. die Dividendenausschüttung an unsere Aktionäre (2,8 Mrd. €) und an andere Gesellschafter von Tochterunternehmen (0,2 Mrd. €) sowie Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechneten Wertänderungen in Höhe von 0,3 Mrd. €.

Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum)

  • Der Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) erhöhte sich von 7,0 Mrd. € auf 8,6 Mrd. €.
  • Der Anstieg resultierte v. a. aus dem Einbezug von Sprint sowie aus dem weiteren Ausbau des 5G-Netzwerks in den USA. Im Segment Deutschland sank der Cash Capex aufgrund geringerer Auszahlungen sowie witterungsbedingt niedrigerer Investitionen in Glasfaser. Im Segment Europa investierten wir ebenfalls weiter in unser Glasfasernetz und trieben den Ausbau unserer Mobilfunk-Infrastruktur voran.
  • Der Cash Capex (einschließlich Investitionen in Spektrum) stieg von 8,1 Mrd. € auf 16,6 Mrd. €. Im Berichtszeitraum wurden Spektrumlizenzen in Höhe von 8,0 Mrd. € erworben, im Wesentlichen FCC-Mobilfunk-Lizenzen im Rahmen der C-Band-Auktion im Segment USA. In der Vergleichsperiode waren im Segment USA FCC-Mobilfunk-Lizenzen in Höhe von 0,9 Mrd. € und im Segment Europa Mobilfunk-Lizenzen in Höhe von 0,2 Mrd. € enthalten.

Free CashflowAL (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) a

  • Der Free Cashflow AL erhöhte sich von 3,7 Mrd. € auf 5,4 Mrd. €.
  • Erhöhend wirkte die positive Geschäftsentwicklung der operativen Segmente. Zudem waren in der Vorjahresperiode Factoring-Vereinbarungen in Höhe von minus 0,5 Mrd. € enthalten, die im Berichtszeitraum nicht anfielen.
  • Belastend wirkten neben dem um 1,5 Mrd. € höheren Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) insbesondere um 0,6 Mrd. € höhere Zinszahlungen (netto), im Wesentlichen resultierend aus den im Rahmen des Erwerbs von Sprint übernommenen finanziellen Verbindlichkeiten sowie der in diesem Zusammenhang begonnenen Neustrukturierung und Erhöhung des Finanzierungsvolumens. Um 0,3 Mrd. € höhere Ertragsteuerzahlungen wirkten ebenfalls belastend.

  • Die Netto-Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich gegenüber dem Jahresende 2020 von 120,2 Mrd. € auf 128,0 Mrd. €.

  • Erhöhend wirkte insbesondere der Erwerb von Spektrum (8,0 Mrd. €), v. a. im Segment USA. Die Dividendenausschüttungen an unsere Aktionäre – inklusive an Minderheiten – in Höhe von 2,9 Mrd. €, Währungskurseffekte (2,7 Mrd. €) und die Zugänge von Leasing-Verbindlichkeiten (2,5 Mrd. €) wirkten zusätzlich erhöhend.
  • Reduzierend wirkten im Wesentlichen der Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) in Höhe von 7,9 Mrd. € sowie Bewertungseffekte im Zusammenhang mit den von SoftBank erhaltenen Aktienoptionen (0,4 Mrd. €).

Weitere Informationen finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung des Konzerns" im Konzern-Zwischenlagebericht.

Wichtige Ereignisse im zweiten Quartal 2021

Weitere Informationen zu diesen und weiteren Ereignissen finden Sie in unseren Medieninformationen.

Unternehmens- und sonstige Transaktionen

Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und Errichtung eines Infrastrukturfonds. Am 21. Januar 2021 haben die Deutsche Telekom, Cellnex Telecom und die neu gegründete, unabhängig gemanagte Fondsgesellschaft Digital Infrastructure Vehicle (DIV) eine Vereinbarung unterzeichnet, die jeweiligen niederländischen Mobilfunk-Infrastruktur-Tochtergesellschaften der Deutschen Telekom und der Cellnex zusammenzuführen. Im Rahmen der Vereinbarung wurde – nach Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörde – die niederländische Funkturmgesellschaft T‑Mobile Infra am 1. Juni 2021 an die DIV veräußert und nachfolgend in die Cellnex Netherlands eingebracht.

Weitere Informationen zu der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds finden Sie im Kapitel "Konzernstruktur, -strategie und -steuerung" im Konzern-Zwischenlagebericht sowie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen" im Konzern-Zwischenabschluss.

Kapitalmarkttag 2021

Im Mai 2021 haben wir bei unserem Kapitalmarkttag in Bonn unsere mittelfristige Strategie und den finanziellen Ausblick vorgestellt. Unsere Wachstumsprognose bleibt bis 2024 auf konstant hohem Niveau: Wir erwarten beim Umsatz 1 bis 2 % jährliches Wachstum und beim bereinigten EBITDA AL 3 bis 5 %. Der Free Cashflow AL soll 2024 mehr als 18 Mrd. € erreichen. Kundenerlebnis, der Geschäftskunden-Bereich, Nachhaltigkeit, Netzausbau und Digitalisierung stehen im Fokus unserer Strategie. Der Schwerpunkt unserer weiterhin massiven Investitionen liegt auf Glasfaser und 5G. Richtschnur für die Dividende bleibt das bereinigte Ergebnis je Aktie. Dieser Wert soll von 1,20 € im Jahr 2020 bis 2024 auf mehr als 1,75 € steigen. Vorbehaltlich der erforderlichen Gremienbeschlüsse sollen 40 bis 60 % des bereinigten Ergebnisses je Aktie ausgeschüttet werden. Weiterhin gilt die im November 2019 eingeführte Mindestdividende in Höhe von 0,60 € je Aktie. Außerdem wollen wir uns bis 2025 die Aktienmehrheit (> 50 %) an T‑Mobile US sichern und an den von T‑Mobile US in Aussicht gestellten Kapitalrückflüssen partizipieren. Weiterhin werden wir unsere Beteiligung an T‑Mobile Netherlands sowie unser Funkturm-Portfolio einem strategischen Review unterziehen mit dem Fokus auf Wertpotenzial und strategischen Optionalitäten.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Medienbericht.

Rating

Im Juni 2021 hat die Rating-Agentur Moody's den Rating-Ausblick der Deutschen Telekom AG von "Baa1/negativ" auf "Baa1/ stabil" angehoben.

Investitionen in Netze

Netzausbau in Deutschland. Zum 30. Juni 2021 haben wir deutschlandweit unser UMTS-Netz (3G) abgeschaltet, um die frei werdenden Frequenzen für die schnelleren und leistungsfähigeren Dienste LTE/4G und 5G zu nutzen. Im zweiten Quartal 2021 haben wir zusätzlich über 800 Standorte für 5G gerüstet. Damit ist unser 5G-Netz für 82,4 % der Haushalte in Deutschland verfügbar. Zudem haben wir im zweiten Quartal 2021 eine LTE-Abdeckung von 98,9 % der deutschen Haushalte erreicht.

Zum Ende des zweiten Quartals 2021 haben rund 2,5 Mio. Haushalte in Deutschland die Möglichkeit einer direkten Anbindung an unser Glasfasernetz (FTTH, FTTB). Deutschlandweit ziehen wir bei unserer Glasfaser-Offensive das Tempo weiter an: Nachdem wir bereits im März 2021 unsere Ambition für den FTTH-Ausbau in Berlin verkündet hatten, gaben wir im Mai und Juni 2021 u. a. unsere FTTH-Ziele für Hamburg, Frankfurt am Main, Düsseldorf und München bekannt.

Netzausbau in den USA. Zum Ende des zweiten Quartals 2021 versorgte T‑Mobile US 165 Mio. Menschen in den USA mit "Ultra Capacity 5G" im 2,5 GHz-Band und Millimeterwellen-Bereich (mmWave). Gleichzeitig wird die Erweiterung des 5G-Netzes auf Basis des 600 MHz-Spektrums vorangetrieben, worüber bereits ca. 305 Mio. Menschen in den USA erreicht werden. Laut Ookla® deckt das 5G-Netz von T‑Mobile US 92 % der landesweiten Highways in den USA ab (Stand Juni 2021). Somit bietet T‑Mobile US ihren Kund*innen unterwegs die für Gaming, Snapchat, TikTok und Co. erforderliche Konnektivität in 5G-Geschwindigkeit.

Netzausbau in Europa. Auch in unseren europäischen Landesgesellschaften haben wir den Netzausbau im zweiten Quartal 2021 kontinuierlich vorangetrieben. In Griechenland hat Cosmote mit einer Bevölkerungsabdeckung von über 50 % bereits im Juni seine 5G-Ausbauziele für 2021 erreicht. Unser 5G-Netz versorgt dort derzeit 29 Städte und Inseln. Hinzu kommt eine 5G-Abdeckung von über 90 % in den Städten Athen und Thessaloniki. Bis zum Jahresende 2021 hat sich Cosmote für die landesweite Versorgung der Bevölkerung mit 5G nun ein neues Ziel von 60 % gesetzt. Das 5G-Netz von Hrvatski Telekom ist im Juni 2021 bereits in 76 kroatischen Städten verfügbar, sodass dort rund 2 Mio. Menschen die Vorteile von 5G nutzen können. In Österreich hat Magenta Telekom unterdessen den ersten 5G-Standort mit der neuen 700 MHz-Frequenz im Mai 2021 in Betrieb genommen, nachdem sie bei der letzten 5G-Auktion im September 2020 zwei Drittel des 700 MHz-Bands ersteigert hatte. Hunderte 700 MHz-Standorte sollen noch dieses Jahr folgen; weitere werden über die nächsten Jahre laufend ausgerollt. Aktuell wird bereits mehr als ein Drittel der österreichischen Bevölkerung mit 5G von Magenta Telekom versorgt. Zudem versorgten wir zum Ende des zweiten Quartals 2021 in unseren europäischen Ländern 97,8 % der Bevölkerung mit LTE und erreichten damit insgesamt rund 108 Mio. Einwohner.

Zum Ende des zweiten Quartals 2021 haben rund 6,3 Mio. Haushalte in unseren Landesgesellschaften die Möglichkeit, eine direkte Anbindung an unser schnelles Glasfasernetz mit Geschwindigkeiten von bis zu 1 GBit/s zu buchen.

Damit die Cloud grüner wird. T‑Systems hat ein Forschungsprojekt im Rechenzentrum Biere in Sachsen-Anhalt gestartet. Gemeinsam mit dem Fraunhofer IFF in Magdeburg entwickeln T‑Systems-Experten Maßnahmen für mehr Nachhaltigkeit im Betrieb von Rechenzentren. Das langfristige Ziel: ein Rechenzentrum, das sich durch ein intelligentes Zusammenspiel aus regenerativer Erzeugung, Speichern und flexiblen Verbrauchern energiebilanziell selbst versorgt. Das entlastet einerseits das Stromnetz. Andererseits stärkt eine erhöhte Autarkie die Resilienz des Rechenzentrums.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Medienbericht.

Kooperationen und Partnerschaften

Für ein lückenloses Handynetz entlang der Schienen in Deutschland. Gemeinsam mit der Deutschen Bahn (DB) planen wir, den Handyempfang im Zug erheblich zu verbessern: Reisende, die unser Mobilfunknetz nutzen, sollen künftig deutschlandweit auf allen Strecken ohne Unterbrechung telefonieren und surfen können. Spätestens 2026 soll es entlang der Schienenstrecken im Fern- und im Regionalverkehr keine Versorgungslücken mehr geben. Beide Unternehmen haben vereinbart, dass sie gemeinsam einen dreistelligen Millionenbetrag investieren werden, damit wir unser Mobilfunknetz an den Schienenstrecken der DB schnellstmöglich ausbauen, vorhandene Lücken schließen und die Leistungsfähigkeit des Netzes erheblich steigern können.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Medienbericht.

T‑Mobile US kooperiert mit Zyter für digitale Gesundheitslösungen. Im April 2021 gaben T‑Mobile US und Zyter eine bevorzugte Partnerschaft (Preferred Partnership) zur Bereitstellung digitaler Gesundheitslösungen bekannt – darunter Telemedizin, mobile Patientenüberwachung und digitale Zusammenarbeit der Pflegeteams. Von den Lösungen sollen in den USA Gesundheitsorganisationen sowie deren Patient*innen profitieren. Gemeinsam erleichtern die beiden Unternehmen mehr Menschen den Zugang zur digitalen Gesundheitsversorgung, um dadurch Patientenergebnisse qualitativ zu verbessern, die Anzahl an Wiederaufnahmen zu reduzieren und das Wohlbefinden der Patient*innen insgesamt zu steigern.

Partnerschaft für Fertigung der Zukunft. T‑Systems und GFT Technologies arbeiten beim industriellen Internet der Dinge zusammen. Gemeinsam bieten sie der Fertigungsindustrie Lösungen für die Analyse von großen Maschinen-, Produktions- und Planungsdaten an: Ende-zu-Ende und direkt in der Produktionshalle. Dazu verbinden die Partner die Digital Twin-Plattform "sphinx open online" von GFT mit Edge Computing von T‑Systems und Künstlicher Intelligenz aus der Cloud.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Medienbericht.

Produkte, Tarife und Services

MagentaEINS Unlimited. Wir haben unser Kombi-Angebot MagentaEINS weiter ausgebaut. Mit dem neuen MagentaEINS Unlimited Vorteil erhalten Kund*innen mit einem passenden Festnetz- und Mobilfunk-Vertrag der Telekom deutschlandweit unbegrenztes Datenvolumen inklusive 5G für zuhause und unterwegs. Mit den passenden Zweitkarten kann das Bundle-Angebot für Familienmitglieder flexibel erweitert werden. Dafür haben wir einen eigenen Mobilfunk-Tarif aufgelegt: MagentaMobil EINS bietet eine Telefonie- und SMS-Flat in alle deutschen Netze. Der MagentaEINS Unlimited Vorteil bündelt das neue Mobilfunk-Angebot wahlweise mit unserem Festnetz-Angebot MagentaZuhause L, XL, XXL oder Giga.

Fußball-EM bei MagentaTV. Ab dem 11. Juni 2021 haben wir alle 51 Partien der UEFA EURO 2020 live und in Ultra-HD bei MagentaTV gezeigt. Darunter zehn exklusive Partien – wie etwa das Spiel zwischen dem Europameister Portugal und dem Weltmeister Frankreich. Dazu präsentierten wir ein umfangreiches Programmangebot wie die Berichterstattung rund um die Spiele mit einem Experten-Team. Und dafür mussten MagentaTV Abonnenten nicht mehr unbedingt zuhause bleiben: Egal ob am Badesee oder im Biergarten – die Fußballspiele der EM konnten unsere Kund*innen jederzeit auch auf Smartphone oder Tablet verfolgen.

Die nächste Un-Carrier-Aktion von T‑Mobile US: #5GforAll. Im April 2021 läutete T‑Mobile US mit folgenden Initiativen die Ära von #5GforAll ein: In den USA kann jetzt jeder bei T‑Mobile US ein beliebiges Mobiltelefon kostenlos gegen ein 5Gfähiges Smartphone eintauschen. Zudem bietet unsere US-Tochter den ca. 60 Mio. Mobilfunk-Kund*innen ihrer US-Wettbewerber, die noch Tarife mit begrenztem Datenvolumen und/oder eingeschränktem 5G-Zugang nutzen, einen Tarif mit unbegrenztem Datenvolumen und 5G-Netzzugang von T‑Mobile US zum Wettbewerbspreis oder sogar weniger an. Mit T‑Mobile Home Internet führt T‑Mobile US zudem eine einfache und schnelle WLAN-Breitband-Lösung über Mobilfunk ein. Das T‑Mobile Hometown-Versprechen beinhaltet, in den kommenden Jahren 5G in die ländlichen Gebiete der USA zu bringen, 7.500 neue Mitarbeiter*innen in Kleinstädten und ländlichen Regionen einzustellen und Zuschüsse in Höhe von insgesamt 25 Mio. US-Dollar für Projekte zur Gemeindeentwicklung bereitzustellen.

MWC 2021: Telekom Tech Grounds. Im Rahmen des Mobile World Congress (MWC) 2021 haben wir am 28./29. Juni 2021 unter dem Motto "exploring human-centered technology" zu den Telekom Tech Grounds eingeladen, einer digitalen Konferenz in neuem Format, mit dem wir verdeutlichen wollen, wie technologische Lösungen zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft beitragen können. Besucher konnten in der virtuellen Konferenzwelt Innovationen erfahren und sich zu der Frage austauschen, wie die Gegenwart mit technologischen Innovationen verbessert werden kann. Hier haben wir gemeinsam mit Ericsson und Samsung Electronics die erfolgreiche Umsetzung von 5G End-to-End Network Slicing bekanntgeben. Es ist die weltweit erste Implementierung, die herstellerübergreifend mit einem bereits im Handel erhältlichen 5G-Gerät erfolgt ist. Zudem verkündeten wir die Inbetriebnahme unserer "O-RAN Town" in Neubrandenburg. O-RAN Town wird an bis zu 25 Standorten 4G- und 5G-Dienste auf Basis von Open RAN bereitstellen. Die ersten Standorte sind nun in Betrieb und in das Live-Netz der Telekom Deutschland integriert. Bei den Telekom Tech Grounds wurden außerdem die Gewinner des Network Sustainability Awards 2021 von hubraum geehrt.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Medienbericht.

Hannover Messe. T‑Systems präsentierte auf der Messe Anfang April 2021 sein neues Angebot für Künstliche Intelligenz (KI): "AI Solution Factory" bündelt das Entwickeln, Testen, Einführen und den Betrieb von KI-Lösungen für Produktion und Logistik. Es ist ein Modulbaukasten aus Hard- und Software, Konnektivität und Sicherheit. Außerdem zeigte T‑Systems erstmals "Campus Edge Framework". Das Angebot kombiniert Netzlösungen wie 5G mit Infrastruktur und Services von Amazon Web Services zu gemanagten Lösungen. T‑Systems orchestriert und integriert alle Edge-Computing-Komponenten und entlastet den Kunden auf Wunsch von Administration, Wartung und Vertragsmanagement. Zu den weiteren Themen zählten Catena X, Sicherheit, SAP, digitale Lieferketten und wie Daten den CO2 -Fußabdruck verringern können.

Weiterführende Informationen finden Sie in unserem Medienbericht.

Digital Home Service. Ein gut funktionierendes Heimnetz ist wichtiger denn je. Immer mehr Geräte werden in den eigenen vier Wänden miteinander vernetzt, damit steigt die Komplexität. Für alle Anwendungen im digitalen Zuhause gibt es ab April 2021 unseren "Digital Home Service". Dieser Service unterstützt bei der Optimierung des heimischen WLAN sowie bei der Einrichtung von Rechnern, Tablets und Smartphones sowie MagentaTV. Auch Fragen zu Smart Home-Anwendungen sowie zu Firewalls und dem passenden Virenschutz können mit dem Rundum-sorglos-Paket geklärt werden.

Auszeichnungen

Die folgende Grafik stellt die wesentlichen Auszeichnungen des zweiten Quartals 2021 zusammen:

Connect Hotline-Test Mobilfunk-Anbieter
Zum 3. Mal in Folge gewinnen sowohl
Deutsche Telekom als auch Magenta
Telekom in Österreich den Mobilfunk
Hotline-Test des Fachmagazins mit
der Note "sehr gut" (Heft 05/2021).
Chip Netztest Mobilfunk
Tutela Report
Das Mobilfunknetz der Deutschen Telekom ist
laut dem Report des Mobile-Crowdsourcing
Unternehmens in Deutschland Spitzenreiter
und schneidet in allen sechs getesteten
Kategorien am besten ab.
German Brand Awards
Deutsche Telekom ist "Best of Best" in den
Kategorien "Brand Innovation of the Year"
sowie "Brand Experience of the Year" und
erhält insgesamt acht Preise bei dem
renommierten Wettbewerb.
April – Juni
Chip Netztest Festnetz
Deutsche Telekom holt sich mit der Gesamt
note 1,5 den Testsieg und erreicht als einziger
Anbieter die Kategorie "sehr gut" (Ausgabe
05/2021).
Connect Leserwahl 2021
Magenta Telekom wurde zum 8. Mal in Folge
von den Leser*innen des Fachmagazins zum
beliebtesten Mobilfunk-Netzbetreiber
Umlaut Best in Test
Ookla & umlaut 5G-Netztests Österreichs gewählt (Heft 05/2021).
ÖGVS-Test Mobilfunk-Shops

Konzern-Zwischenlagebericht

Konzernstruktur, -strategie und -steuerung

Hinsichtlich unserer Konzernstruktur, -strategie und -steuerung verweisen wir auf die Erläuterungen im zusammengefassten Lagebericht im Geschäftsbericht 2020. Aus Sicht des Konzerns ergaben sich folgende Änderungen bzw. Ergänzungen:

Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und Errichtung eines Infrastrukturfonds. Am 21. Januar 2021 haben u. a. die Deutsche Telekom, Cellnex Telecom (Cellnex) und die neu gegründete, unabhängig gemanagte Fondsgesellschaft Digital Infrastructure Vehicle II (DIV) eine Vereinbarung unterzeichnet, die jeweiligen niederländischen passiven Mobilfunk-Infrastruktur-Tochtergesellschaften der Deutschen Telekom und der Cellnex in der Cellnex Netherlands (Cellnex NL) zusammenzuführen. Im Rahmen der Vereinbarung wurde – nach Zustimmung der zuständigen Wettbewerbsbehörde – die niederländische Funkturmgesellschaft T‑Mobile Infra am 1. Juni 2021 an die DIV veräußert und nachfolgend in die Cellnex NL eingebracht. Der von der Deutschen Telekom erhaltene Barmittelzufluss beträgt 0,4 Mrd. €. Der Veräußerungsgewinn beträgt 0,3 Mrd. € und ist wie folgt aufzuteilen: 0,2 Mrd. € sind zum 30. Juni 2021 in den sonstigen betrieblichen Erträgen enthalten und 0,1 Mrd. € werden anteilig durch die nachfolgend genannte Sale-and-Leaseback-Transaktion in späteren Perioden erfasst. Unmittelbar vor dem Verkauf hat T‑Mobile Infra der Deutschen Telekom AG zusätzlich eine Dividende in Höhe von 0,3 Mrd. € ausgeschüttet. Zum 30. Juni 2021 hält die Deutsche Telekom 37,65 % der Anteile an der neuen Cellnex NL mittelbar über die Beteiligung an der DIV und bezieht die Beteiligung mit einem Buchwert in Höhe von 0,4 Mrd. € nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss ein. T‑Mobile Netherlands hat weiterhin vollständigen Zugang zur eingebrachten passiven Mobilfunk-Infrastruktur durch eine langfristige Vereinbarung zu marktüblichen Konditionen, im Wesentlichen über die Anmietung entsprechender Infrastruktur. Die in der Vereinbarung enthaltene Leasing-Komponente erfüllt die Voraussetzungen einer Sale-and-Leaseback-Transaktion. In diesem Zusammenhang wurden zum 1. Juni 2021 Nutzungsrechte in Höhe von 0,3 Mrd. € sowie Leasing-Verbindlichkeiten in Höhe von 0,4 Mrd. € erfasst.

Verlagerung des Wachstumsfelds Internet der Dinge (IoT). Die Deutsche Telekom hat die Geschäfts- und Ergebnisverantwortung für die Deutsche Telekom IoT GmbH zum 1. Januar 2021 vom operativen Segment Systemgeschäft in den Geschäftskundenbereich des operativen Segments Deutschland verlagert. Die Konzerntochter verantwortet das IoT-Geschäft der Deutschen Telekom. Durch die Verlagerung sind wir in der Lage, den IoT-Markt schneller zu bedienen und somit die Position der Deutschen Telekom in diesem Wachstumsmarkt zu stärken. In den beiden betroffenen Segmenten wurden die Vorjahreswerte der operativen Entwicklung, der Kunden- und Mitarbeiterentwicklung sowie der Auftragseingang rückwirkend angepasst.

Verlagerung des österreichischen Funkturmgeschäfts. Zum 1. Januar 2021 hat die Deutsche Telekom ihr österreichisches Funkturmgeschäft vom operativen Segment Europa in die Einheit GD Towers des operativen Segments Group Development verlagert, um Effizienzen im Management des Funkturmgeschäfts zu heben. Darüber hinaus wird GD Towers den Ausbau des Drittgeschäfts, die Steigerung der Profitabilität sowie die Erschließung von Wachstumsfeldern vorantreiben. In den beiden betroffenen Segmenten wurden die Vorjahreswerte nicht angepasst.

Reorganisation der DT IT. Zum 1. Januar 2021 wurden die Deutsche Telekom IT (DT IT) Russland, DT IT Slowakei und DT IT Ungarn vom operativen Segment Deutschland in das Segment Group Headquarters & Group Services verlagert. In den beiden betroffenen Segmenten wurden die Vorjahreswerte nicht angepasst.

Verantwortung leben. Wir richten Kernunternehmensprozesse zur Wahrnehmung unserer gesellschaftlichen Verantwortung konsequent nachhaltig aus. Mit unserem neuen Konzernprogramm "#GreenMagenta" wollen wir effektiv zum Klima- und Ressourcenschutz beitragen und erweitern damit unsere bisherige Klimastrategie. Die Klimaneutralität für eigene Emissionen soll bis spätestens 2025 erreicht werden. Auch die Emissionen aus der Produktion bis hin zum Betrieb beim Kunden sollen bereits 2040 – zehn Jahre früher als bisher geplant – komplett klimaneutral sein.

Kapitalmarkttag 2021. Im Mai 2021 haben wir bei unserem Kapitalmarkttag unsere mittelfristige Strategie und den finanziellen Ausblick vorgestellt. Basis für die zukünftige Dividendenentwicklung bleibt das bereinigte Ergebnis je Aktie. Dieser Wert soll von 1,20 € im Jahr 2020 bis 2024 auf mehr als 1,75 € steigen. Vorbehaltlich der erforderlichen Gremienbeschlüsse sollen 40 bis 60 % des bereinigten Ergebnisses je Aktie ausgeschüttet werden. Seit November 2019 gilt als Mindestdividende 0,60 € je Aktie. Außerdem beabsichtigen wir, in den kommenden Jahren Aktienkäufe von Anteilen an der T‑Mobile US zu tätigen, um mittelfristig die Aktienmehrheit (> 50 %) an der US-Tochter zu sichern. Dies führt zu einer um ein Jahr späteren Erreichung des angestrebten Zielkorridors der relativen Verschuldung von 2,25x bis 2,75x im Jahr 2024.

Rating-Ausblick angehoben. Im Juni 2021 hat die Rating-Agentur Moody's den Rating-Ausblick der Deutschen Telekom AG von "Baa1/negativ" auf "Baa1/stabil" angehoben.

Wirtschaftliches Umfeld

Im Folgenden werden Ergänzungen und neue Entwicklungen zu der im zusammengefassten Lagebericht im Geschäftsbericht 2020 dargestellten Situation des wirtschaftlichen Umfelds ausgeführt. Hierbei wird auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in den ersten sechs Monaten 2021, den Ausblick, die zurzeit wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sowie auf das regulatorische Umfeld eingegangen. Der gesamtwirtschaftliche Ausblick erfolgt unter dem Vorbehalt, dass die Quantifizierung der Auswirkungen der Corona-Krise stark von dem weiteren Verlauf der Coronavirus-Pandemie abhängt.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Mit den Lockerungen der Corona-Beschränkungen hat sich die Weltkonjunktur merklich erholt. Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet in seiner im April 2021 aktualisierten Prognose mit einem Wachstum der weltweiten Wirtschaftsleistung im Jahr 2021 von 6,0 % und erwartet für das Jahr 2022 ein Wachstum von 4,4 %.

Für die deutsche Wirtschaft rechnet der IWF mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts um 3,6 % im laufenden Jahr. Doch die rasche Erholung fordert auch ihren Tribut: Die Preise für Rohstoffe sind in die Höhe geschnellt und immer mehr Unternehmen fehlt es an Vorprodukten. Im Informations- und Kommunikationstechnologiesektor hat sich das Geschäftsklima weiter verbessert: Der Bitkom-ifo-Digitalindex, der sich aus der Beurteilung der Geschäftslage und -erwartungen berechnet, ist im zweiten Quartal 2021 weiter angestiegen und hat im Juni einen neuen Spitzenwert erreicht.

Auch die Volkswirtschaften unserer Kernmärkte in Nordamerika und Europa werden in diesem Jahr wachsen: Der IWF rechnet im laufenden Jahr mit einem Wachstum der Wirtschaftsleistung um 6,4 % in den USA und um 4,4 % in der Eurozone.

Ausblick

In den USA dürfte die Wirtschaft im zweiten Quartal 2021 bereits wieder das Niveau vor Ausbruch der Coronavirus-Pandemie erreichen. Im Verlauf der zweiten Jahreshälfte dürfte sich das Wirtschaftswachstum weiter verstärken, wenn die Verbraucher einen Teil der in der Krise aufgestauten Ersparnisse ausgeben. Anders als in den USA ist die Wirtschaft im Euroraum noch deutlich schwächer ausgelastet. Aber auch hier hat die wirtschaftliche Aktivität im Frühjahr 2021 merklich zugenommen. Zum Jahresende dürfte die Wirtschaftsleistung im Euroraum wieder das Vorkrisenniveau erreichen.

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Neben den Unwägbarkeiten bezüglich des weiteren Pandemieverlaufs besteht das Risiko, dass Unternehmen trotz der in vielen Ländern ergriffenen Stützungsmaßnahmen in Liquiditätsschwierigkeiten geraten. Auch aus einer expansiven Geld- und Fiskalpolitik können im Hinblick auf die Stabilität der globalen Finanzmärkte Risiken erwachsen. Weitere Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung ergeben sich aus den weiterhin schwelenden Handelskonflikten zwischen den USA und China sowie sonstigen geopolitischen Risiken.

Regulierung

Commitment-Verträge sind in Kraft getreten. Im vierten Quartal 2020 wurden die Vereinbarungen mit Telefónica und Vodafone über die langjährige Zusammenarbeit im Festnetz verlängert. Hierbei wurden die bisherigen Kontingentverträge durch neue Commitment-Verträge ersetzt. Im ersten Quartal 2021 konnten entsprechende langfristige Vereinbarungen auch mit 1&1 und NetCologne getroffen werden. Diese umfassen sowohl die bestehenden Breitbandnetze als auch die in den kommenden Jahren von der Deutschen Telekom kontinuierlich auszubauenden FTTH-Glasfasernetze. Nachdem die BNetzA keine regulatorischen Einwände gegen die Vereinbarungen vorgetragen hat, sind sie zum 1. April 2021 in Kraft getreten. Dadurch sind die Voraussetzungen für die Zusammenarbeit im Festnetz für die nächsten 10 Jahre geschaffen.

Festlegung von Terminierungsentgelten ab 1. Juli 2021 durch die Europäische Kommission. Die Europäische Kommission hat am 22. April 2021 einen Rechtsakt veröffentlicht, mit dem jeweils eine einheitliche Preisobergrenze für Mobilfunk- (MTR) und Festnetz-Terminierung (FTR) für alle Mitgliedsstaaten der Europäischen Union festgelegt werden. Demnach werden die Mobilfunk-Terminierungsentgelte in mehreren Schritten auf ein einheitliches Niveau von 0,2 Eurocent/Min. im Jahr 2024 abgesenkt werden. Für Festnetz-Terminierungsentgelte wird bereits zum 1. Januar 2022 ein einheitliches Niveau von 0,07 Eurocent/Min. gesetzt; zum 1. Juli 2021 gelten bereits neue, aber noch je nach Mitgliedsland variierende Preisobergrenzen.

Umsetzung des "Europäischen Kodex für die elektronische Kommunikation" (EKEK) in nationales Recht. In Deutschland wird das Telekommunikationsmodernisierungsgesetz zum 1. Dezember 2021 in Kraft treten. Die Novellierung des deutschen Telekommunikationsgesetzes (TKG) ist erforderlich, um europäische Vorgaben aus dem EKEK in nationales Recht umzusetzen. Die wichtigsten Änderungen betreffen Verbraucherschutzregelungen, die Regulierung von sog. "Netzen mit hoher Kapazität", worunter auch FTTH fällt, die Frequenzregulierung, Regelungen zum Universaldienst sowie den Wegfall der Möglichkeit zur Abrechnung von Kabelfernsehanschlüssen über die Nebenkosten der Miete. So wurden zugunsten der Verbraucher Regelungen zu den Vertragslaufzeiten und Vertragsverlängerungen angepasst. Hierdurch sind Verträge nun nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit monatlich kündbar. Weitere Änderungen betreffen die bereits bestehenden Rechte der Endkunden zur Minderung bei Schlechtleistung, die nun noch einmal im TKG aufgenommen wurden. Für die Entstörung gibt es strengere Fristen als bisher. Im Bereich der Wholesale-Regulierung marktmächtiger Unternehmen sieht das TKG Regulierungserleichterungen für den Ausbau von FTTH-Netzen vor. Der bisherige Universaldienst wird nun in Form eines Versorgungsanspruchs sichergestellt. Mindestanforderungen müssen hierzu noch in einer Rechtsverordnung festgelegt werden. Eine wichtige Änderung besteht im Wegfall des sog. "Nebenkostenprivilegs" zum 30. Juni 2024. Nach diesem Datum dürfen Vermieter die Kosten für Kabel-TV und Internet-Dienste nicht mehr als Betriebskosten in Rechnung stellen. Die Finanzierung des Ausbaus mit Glasfaser erfolgt über neue Finanzierungsinstrumente wie ein Glasfaser-Bereitstellungsentgelt für die Mieter in Höhe von max. 60 Euro pro Jahr für 5 bzw. 9 Jahre, eine Umlage auf die Kaltmiete oder die bereits bestehenden Regelungen zu Netznutzungsentgelten. Auch für Netzbetreiber sinken damit die Kosten für Nutzung von Inhausnetzen. In Griechenland und in Ungarn ist der EKEK bereits in nationales Recht umgesetzt worden; in den Niederlanden und der Tschechischen Republik ist der Gesetzgebungsprozess im Gange.

Frequenzvergabe

In den USA endete am 17. Februar 2021 die Assignment-Phase der C-Band-Auktion (3,7-4,2 GHz). Die FCC gab am 24. Februar 2021 die Anzahl der ersteigerten Lizenzen der mitbietenden Unternehmen bekannt. Verizon gab ca. 45 Mrd. US‑\$ für 3.511 Lizenzen aus, AT&T über 23 Mrd. US‑\$ für 1.621 Lizenzen und T‑Mobile US 9,3 Mrd. US‑\$ für 142 Lizenzen. Insgesamt wurden in der C-Band-Auktion 280 MHz versteigert. Die Lizenzerwerber sind verpflichtet, über die kommenden drei Jahre sog. "Relocation Payments" für die Umsiedlung der bisherigen Lizenzinhaber zu tätigen. Diese werden sich für T‑Mobile US voraussichtlich auf 1,2 Mrd. US‑\$ belaufen. In Ungarn wurde die Neuvergabe des 900 und 1.800 MHz-Spektrums, für das die Lizenzen 2022 auslaufen, am 28. Januar 2021 durchgeführt und abgeschlossen. Magyar Telekom erwarb 2x 8 bzw. 2x 20 MHz zu einem Gesamtpreis von umgerechnet 123 Mio. €.

In Kroatien hat sich Hrvatski Telekom erfolgreich zur Teilnahme an der Frequenzvergabe der Bereiche 700, 3.400 bis 3.800 sowie 26.000 MHz angemeldet. Die Auktion startete am 12. Juli 2021. Der Abschluss des Verfahrens wird im August 2021 erwartet. Nach wie vor gibt es keine Neuigkeiten zu dem in Polen verschobenen Starttermin für die 3.400 bis 3.800 MHz-Vergabe. Das Verfahren wird durch offene Gesetzgebungsverfahren aufgehalten. Rumänien plant eine große Frequenzauktion für die Bereiche 700, 800, 1.500, 2.600 und 3.400 bis 3.800 MHz. Deren Durchführung wird für Winter/Frühjahr 2021/22 erwartet. Die slowakische Regulierungsbehörde bereitet die Allokation des 3.400 bis 3.800 MHz-Bereichs vor, welcher jedoch erst 2024 für den breitbandigen Mobilfunk verfügbar wird. Eine Konsultation dazu wurde gestartet. Zwischenzeitlich wurde für die Vergabeprozedur die Ergänzung um den bisher ungenutzten 2.600 MHz-TDD-Bereich (50 MHz) in die Planungen aufgenommen. Eine Verschiebung der Auktion in das nächste Jahr ist nicht ausgeschlossen. In den USA gab die Federal Communications Commission den 5. Oktober 2021 als Startdatum für die 3,45 GHz-Auktion bekannt. In dieser Auktion werden insgesamt 100 MHz an Frequenzen in dem Bereich zwischen 3.450 bis 3.550 MHz vergeben.

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die wesentlichen laufenden und geplanten Frequenzvergaben wie Auktionen sowie Lizenzverlängerungen. Daneben gibt es in verschiedenen Ländern Hinweise auf in Kürze erwartete Frequenzvergaben.

Erwarteter
Vergabestart
Erwartetes
Vergabeende
Frequenzbereiche
(MHz)
Vergabeverfahren Aktuelle Hinweise
Kroatien gestartet Q3 2021 700 / 3.400-3.800 /
26.000
Auktion (Sequential SMRAa
)
Start: 12.07.2021. Erwartung einer
weiteren Vergabe in 2022.
Polen Q4 2021 Q1 2022 3.400-3.800 Auktion, Details noch offen Neustart verzögert sich durch
politische Diskussionen um nat.
Sicherheits-Richtlinien.
Polen Q3 2022 Q4 2022 700 / 2.100 / 26.000 Auktion, Details noch offen Planungen für alle Bereiche noch
unsicher wg. Diskussionen um
Vergabemodelle.
Rumänien Q4 2021 Q1 2022 700 / 800 / 1.500 /
2.600 /
3.400-3.800
Auktion, Details noch offen Verfahrensstart weiter verzögert.
Ergänzung um 2.100 MHz möglich.
Slowakei Q4 2021 Q1 2022 3.400-3.800 /
2.600 (TDD)
Auktion, Details noch offen Konsultation gestartet.
Tschechische
Republik
Q3 2023 Q1 2024 900 / 1.800 / 2.100 Verlängerung erwartet 900 / 1.800 MHz-GSM-Lizenz und
2.100 MHz-UMTS-Lizenz von TMCZ
enden in 2024.
USA Q4 2021 Q4 2021/
Q1 2022
3.450-3.550 Auktion (Ascending Clock
Auctionb
)
Start: 05.10.2021
USA H1 2022 H1 2022 2.500-2.700 Auktion, Details noch offen Andauernde Konsultation.

Wesentliche Frequenzvergaben

a Simultaneous Multi Round Auction (SMRA): simultane elektronische Mehrrundenauktion mit aufsteigenden, parallelen Geboten für alle beteiligten Frequenzbänder.

b Ascending Clock Auction: elektronische Mehrrundenauktion mit einer Clock-Phase zur Klärung der in verschiedenen Gebieten nachgefragten Frequenzmengen und einer Zuteilungsphase zur Bestimmung der Verteilung der frequenzspezifischen Zuteilungsbereiche auf die Bieter.

Geschäftsentwicklung des Konzerns

Seit dem 1. April 2020 wird Sprint als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Neben der Übernahme der zu diesem Zeitpunkt neu bewerteten Vermögenswerte und Schulden führte dies auch zum Einbezug sämtlicher ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt erwirtschafteter Erträge und Aufwendungen in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Deutschen Telekom. Das hat im ersten Halbjahr 2021 weiterhin Einfluss auf die Vergleichbarkeit der Darstellung der Ertrags- und Finanzlage der Berichtsperiode mit den Vorjahresvergleichswerten.

Weitere Informationen zu dem Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen" im Konzern-Zwischenabschluss.

Die Deutsche Telekom hat die Geschäfts- und Ergebnisverantwortung für die Deutsche Telekom IoT GmbH zum 1. Januar 2021 vom operativen Segment Systemgeschäft in den Geschäftskundenbereich des operativen Segments Deutschland verlagert. Die Konzerntochter verantwortet das IoT-Geschäft der Deutschen Telekom. In den beiden betroffenen Segmenten wurden die Vorjahreswerte der operativen Entwicklung, der Kunden- und Mitarbeiterentwicklung sowie der Auftragseingang rückwirkend angepasst. Auf der Ebene des Gesamtkonzerns ergaben sich keine Anpassungen.

Weitere Informationen zu der Verlagerung des IoT-Geschäfts finden Sie im Kapitel "Konzernstruktur, -strategie und -steuerung".

Unsere Geschäftstätigkeit war in verschiedenen Geschäftsfeldern bei Umsatz und Ergebnis von der Coronavirus-Pandemie betroffen. So bedeuten temporäre Reisebeschränkungen geringere Roaming- und Visitoren-Umsätze. Des Weiteren ergaben sich Belastungen im Endgerätegeschäft. Zudem ist die Corona-Krise auch in unserem Großkundengeschäft spürbar. Auf der anderen Seite verzeichneten wir eine verstärkte Nachfrage bei Sprachverbindungen im Mobilfunk wie im Festnetz.

Ertragslage des Konzerns

Umsatz

Im ersten Halbjahr 2021 erzielten wir einen Konzernumsatz in Höhe von 53,0 Mrd. €, der mit einem Anstieg von 6,0 Mrd. € um 12,8 % über dem Niveau des Vergleichszeitraums lag. Organisch betrachtet, d. h. unter der Annahme eines vergleichbaren Konsolidierungskreises in der Vorjahresperiode und ohne Berücksichtigung von Währungskurseffekten, entwickelte sich der Umsatz mit einem Anstieg von 3,4 Mrd. € bzw. 6,9 % positiv. In der organischen Betrachtung wurde der Konzernumsatz in der Vergleichsperiode aufgrund von Konsolidierungskreiseffekten – im Wesentlichen aus dem Erwerb von Sprint sowie der Veräußerung der Prepaid-Sparte von Sprint an DISH im operativen Segment USA – um im Saldo 5,5 Mrd. € erhöht und es wurden negative Währungskurseffekte von im Saldo 2,9 Mrd. € berücksichtigt.

Zur positiven Umsatzentwicklung trug insbesondere unser operatives Segment USA mit einem Anstieg von 20,7 % bei. Organisch betrachtet, d. h. vor allem neutralisiert um den Erwerb von Sprint sowie unter der Annahme konstanter Währungskurse, lag der Umsatz um 10,1 % über Vorjahresniveau, was insbesondere auf gestiegene Service- und Endgeräteumsätze zurückzuführen ist. In unserem Heimatmarkt Deutschland lagen die Umsätze mit einem Anstieg um 1,4 % über dem Niveau des Vorjahres. Dies ist im Wesentlichen getrieben durch den Umsatzanstieg bei Breitband und bei den Endgeräteverkäufen sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk. Als Folge der Coronavirus-Pandemie ergaben sich negative Effekte bei den Roamingund Visitoren-Umsätzen sowie Verzögerungen oder Verschiebungen bei laufenden Aufträgen im Bereich des Telekommunikationsgeschäfts für Geschäftskunden, wenn auch im zweiten Quartal mit abflachender Entwicklung aufgrund der Entspannung der Situation. Unser operatives Segment Europa erzielte im ersten Halbjahr 2021 einen Umsatzanstieg von 1,6 %. Organisch betrachtet, d. h. unter der Annahme konstanter Währungskurse, erhöhte sich der Umsatz um 2,4 %. Die organischen Zuwächse sind auf die gute Entwicklung im Mobilfunk-Geschäft zurückzuführen. Maßgeblich hierfür waren v. a. die gestiegenen höhermargigen Service-Umsätze trotz leichter Verluste bei den Roaming- und Visitoren-Umsätzen sowie höhere Umsätze bei den Endgeräteverkäufen. Eine gleichbleibende Umsatzentwicklung verzeichnete hingegen das Festnetz-Geschäft. Der Umsatz unseres operativen Segments Systemgeschäft lag um 5,0 % unter Vorjahresniveau. Der Rückgang ist im Wesentlichen getrieben durch das erwartungsgemäß rückläufige klassische IT-Infrastrukturgeschäft, zum Teil bedingt durch bewusste unternehmerische Entscheidungen wie den Abbau von End-User-Services. Dagegen wuchsen unsere Wachstumsfelder deutlich, insbesondere Public Cloud, Road Charging und Digital Solutions. Der Umsatz unseres operativen Segments Group Development stieg um 9,8 %. Organisch betrachtet, d. h. neutralisiert um die Veräußerung des niederländischen Funkturmgeschäfts, die Verlagerung des österreichischen Funkturmgeschäfts sowie den Erwerb des niederländischen MVNO und SIM-Anbieters Simpel, stieg der Umsatz um 4,4 %. Der Umsatzanstieg resultierte aus dem operativen und strukturellen Wachstum unserer beiden Geschäftseinheiten T‑Mobile Netherlands und GD Towers mit der DFMG sowie dem österreichischen Funkturmgeschäft.

Weitere Informationen zur Umsatzentwicklung unserer Segmente finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen Segmente".

Beitrag der Segmente zum Konzernumsatz

in Mio. €
Q1
2021
Q2
2021
Q2
2020
Veränderung
in %
H1
2021
H1
2020
Veränderung
in %
Gesamtjahr
2020
Konzernumsatz 26.390 26.593 27.041 (1,7) 52.983 46.984 12,8 100.999
Deutschland 5.942 5.903 5.853 0,9 11.844 11.683 1,4 23.790
USA 16.483 16.643 17.297 (3,8) 33.126 27.455 20,7 61.208
Europa 2.729 2.823 2.706 4,3 5.551 5.464 1,6 11.335
Systemgeschäft 1.015 1.006 1.065 (5,5) 2.021 2.127 (5,0) 4.159
Group Development 782 780 716 8,9 1.563 1.424 9,8 2.883
Group Headquarters &
Group Services 625 671 651 3,1 1.296 1.285 0,9 2.556
Intersegmentumsatz (1.186) (1.232) (1.247) 1,2 (2.419) (2.453) 1,4 (4.932)

a Weitere Informationen zum Außenumsatz finden Sie im Abschnitt

"Segmentberichterstattung" im Konzern-Zwischenabschluss.

Gemessen am Außenumsatz leistete unser operatives Segment USA mit einem Anteil von 62,5 % mit Abstand den größten Beitrag zum Konzernumsatz und lag damit aufgrund des Erwerbs von Sprint um 4,1 Prozentpunkte über dem Niveau der Vergleichsperiode. Auch die Auslandsquote des Konzerns am Konzernumsatz erhöhte sich in diesem Zusammenhang deutlich von 74,2 % auf 76,5 %.

Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA AL

Im ersten Halbjahr 2021 erzielten wir ein gegenüber dem Vergleichszeitraum um 2,3 Mrd. € bzw. 14,0 % höheres bereinigtes EBITDA AL in Höhe von 18,7 Mrd. €. Organisch betrachtet erhöhte sich das bereinigte EBITDA AL um 0,8 Mrd. € bzw. 4,6 %. In der organischen Betrachtung wurde das bereinigte EBITDA AL in der Vergleichsperiode aufgrund von Konsolidierungskreiseffekten – im Wesentlichen aus dem Erwerb von Sprint sowie der Veräußerung der Prepaid-Sparte von Sprint an DISH im operativen Segment USA – um 2,5 Mrd. € erhöht und es wurden negative Währungskurseffekte von im Saldo 1,0 Mrd. € berücksichtigt.

Alle operativen Segmente leisteten einen positiven Beitrag zu dieser Entwicklung. Das bereinigte EBITDA AL unseres operativen Segments USA entwickelte sich deutlich positiv, was auf den Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint zurückzuführen ist. Organisch betrachtet, d. h. vor allem neutralisiert um den Erwerb von Sprint sowie unter der Annahme konstanter Währungskurse, lag das bereinigte EBITDA AL um 4,6 % über Vorjahresniveau. Diesen positiven Einflüssen standen negative Auswirkungen aus dem begonnenen Rückzug aus dem Endgeräte-Mietmodell in den USA sowie höhere operative Aufwendungen – überwiegend im Zusammenhang mit dem Erwerb von Sprint – gegenüber. Unser operatives Segment Deutschland trug dank werthaltigem Umsatzwachstum und einer verbesserten Kosteneffizienz mit einem um 3,5 % höheren bereinigten EBITDA AL dazu bei. Um 2,8 % erhöhte sich das bereinigte EBITDA AL in unserem operativen Segment Europa. Organisch betrachtet, d. h. unter der Annahme konstanter Währungskurse sowie um die Verlagerung des österreichischen Funkturmgeschäfts zum operativen Segment Group Development neutralisiert, stieg das bereinigte EBITDA AL um 4,7 %. Dazu trugen neben den positiven Effekten aus dem Umsatz auch Einsparungen bei den indirekten Kosten bei. In unserem operativen Segment Systemgeschäft entwickelte sich das bereinigte EBITDA AL mit 3,1 % positiv. Effizienzeffekte aus unserem Transformationsprogramm sowie Effekte durch Umsatzsteigerung in allen Wachstumsfeldern überstiegen den Ergebnisrückgang im klassischen IT-Infrastrukturgeschäft. Das bereinigte EBITDA AL in unserem operativen Segment Group Development erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 14,9 %; organisch betrachtet um 8,1 %. Der Anstieg resultierte aus der positiven Umsatzentwicklung bei

Beitrag der Segmente zum Konzernumsatza

T‑Mobile Netherlands, aus Synergien aus der Übernahme der Tele2 Netherlands, aus dem Erwerb von Simpel sowie dem effizienten Kosten-Management der T‑Mobile Netherlands. Das GD Towers Geschäft entwickelte sich aufgrund steigender Mengen konstant positiv und wurde durch die Verlagerung des österreichischen Funkturmgeschäfts weiter verstärkt.

in Mio. €
Q1
2021
Q2
2021
Q2
2020
Veränderung
in %
H1
2021
H1
2020
Veränderung
in %
Gesamtjahr
2020
EBITDA AL (bereinigt um
Sondereinflüsse) im Konzern
9.245 9.418 9.829 (4,2) 18.662 16.373 14,0 35.017
Deutschland 2.305 2.354 2.270 3,7 4.659 4.500 3,5 9.188
USA 5.706 5.737 6.304 (9,0) 11.444 9.464 20,9 20.997
Europa 946 994 952 4,4 1.940 1.888 2,8 3.910
Systemgeschäft 62 72 71 1,4 134 130 3,1 279
Group Development 316 318 283 12,4 634 552 14,9 1.101
Group Headquarters &
Group Services
(84) (21) (27) 22,2 (105) (130) 19,2 (429)
Überleitung (7) (37) (24) (54,2) (45) (31) (45,2) (28)

Beitrag der Segmente zum bereinigten Konzern-EBITDA AL

Unser EBITDA AL erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum um 3,1 Mrd. € bzw. 21,3 % auf17,6 Mrd. €. Dabei veränderten sich die EBITDA AL-wirksamen Sondereinflüsse von minus 1,9 Mrd. € auf minus 1,1 Mrd. €. Aufwendungen im Zusammenhang mit Personalrestrukturierungen lagen mit 0,4 Mrd. € unter dem Vergleichsniveau von 0,6 Mrd. €. Im Bereich der Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen waren Aufwendungen im Saldo in Höhe von 0,6 Mrd. € als Sondereinflüsse erfasst. Davon standen 0,7 Mrd. € im Wesentlichen im Zusammenhang mit entstandenen Akquisitions- und Integrationsaufwendungen sowie mit Restrukturierungskosten zur Realisierung von Kosteneffizienzen aus dem Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint. In der Vergleichsperiode waren im Konzern Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Genehmigungsprozess zum Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint sowie mit entstandenen Akquisitions- und Integrationsaufwendungen in Höhe von insgesamt 0,8 Mrd. € enthalten. Daneben entlasteten im operativen Segment Group Development positive Sondereinflüsse das EBITDA AL im Saldo in Höhe von 0,2 Mrd. €. Diese standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem aus der Veräußerung des niederländischen Funkturmgeschäfts entstandenen Entkonsolidierungsertrag. Bei den sonstigen EBITDA-wirksamen Sondereinflüssen waren im Vorjahr 0,4 Mrd. € als Aufwendungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie im operativen Segment USA erfasst.

Weitere Informationen zur Entwicklung des (bereinigten) EBITDA AL unserer Segmente finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen Segmente".

Eine Überleitung der Definition des EBITDA auf die "after leases"-Betrachtung (EBITDA AL) kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:

in Mio. €
Q1
2021
Q2
2021
Q2
2020
Veränderung
in %
H1
2021
H1
2020
Veränderung
in %
Gesamtjahr
2020
EBITDA 10.361 10.469 10.026 4,4 20.830 16.966 22,8 38.633
Abschreibungen auf aktivierte
a
Nutzungsrechte
(1.284) (1.399) (1.218) (14,9) (2.683) (2.047) (31,1) (4.530)
Zinsaufwendungen für die
passivierten Leasing
Verbindlichkeitena
(279) (277) (224) (23,7) (556) (413) (34,6) (925)
EBITDA AL 8.798 8.793 8.585 2,4 17.591 14.505 21,3 33.178
EBITDA AL-wirksame
Sondereinflüsse
(447) (625) (1.245) 50 (1.072) (1.868) 42,6 (1.839)
EBITDA AL (bereinigt um
Sondereinflüsse)
9.245 9.418 9.829 (4,2) 18.662 16.373 14,0 35.017

a Ohne Finanzierungs-Leasing-Sachverhalte der T-Mobile US.

EBIT

Das EBIT des Konzerns erhöhte sich von 5,6 Mrd. € auf 7,2 Mrd. € und war damit um 1,6 Mrd. € bzw. 28,8 % höher als im Vergleichszeitraum. Ursächlich für diese Veränderung sind u. a. die beim bereinigten EBITDA AL bzw. EBITDA AL beschriebenen Effekte. Die Abschreibungen lagen insgesamt bei13,6 Mrd. € und damit um 2,3 Mrd. € über dem Niveau der Vergleichsperiode. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die seit dem 1. April 2020 zu berücksichtigende Sprint zurückzuführen.

Ergebnis vor Ertragsteuern

Das Ergebnis vor Ertragsteuern erhöhte sich aus den zuvor genannten Gründen um 1,7 Mrd. € auf 5,0 Mrd. €. Das Finanzergebnis beträgt gegenüber dem ersten Halbjahr 2020 unverändert minus 2,2 Mrd. €. Dabei entwickelte sich das Zinsergebnis um 0,3 Mrd. € auf minus 2,3 Mrd. € rückläufig. Gründe hierfür sind v. a. die im Rahmen des Erwerbs von Sprint übernommenen finanziellen Verbindlichkeiten sowie die in diesem Zusammenhang begonnene Neustrukturierung und Erhöhung des Finanzierungsvolumens. Das sonstige Finanzergebnis erhöhte sich dagegen im Vorjahresvergleich um 0,4 Mrd. € auf 0,2 Mrd. €. Dies ist im Wesentlichen auf einen gestiegenen Zinsertrag aus der Bewertung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten v. a. im Segment Group Headquarters & Group Services zurückzuführen. Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten entwickelte sich nahezu stabil. Positive Bewertungseffekte entstanden aus der Folgebewertung der im Juni 2020 von SoftBank erhaltenen Aktienoptionen zum Kauf von Anteilen an T‑Mobile US. Negative Bewertungseffekte resultierten hingegen u. a. aus eingebetteten Derivaten der T‑Mobile US.

Konzernüberschuss, bereinigter Konzernüberschuss

Der Konzernüberschuss hat sich im Vergleich zur Vorjahresperiode um 1,1 Mrd. € auf 2,8 Mrd. € erhöht. Der Steueraufwand erhöhte sich um 0,3 Mrd. € auf 1,3 Mrd. €. Das den Anteilen anderer Gesellschafter zugerechnete Ergebnis erhöhte sich um 0,2 Mrd. € auf1,0 Mrd. €, im Wesentlichen in unserem operativen Segment USA. Ohne Berücksichtigung von Sondereinflüssen, die sich auf den Konzernüberschuss insgesamt in Höhe von minus 0,5 Mrd. € auswirkten, betrug der bereinigte Konzernüberschuss im ersten Halbjahr 2021 3,3 Mrd. € und lag damit um 0,8 Mrd. € über dem Niveau der Vorjahresperiode.

Weitere Informationen zum Steueraufwand finden Sie im Abschnitt "Ertragsteuern" im Konzern-Zwischenabschluss.

Die folgende Tabelle zeigt die Herleitung des Konzernüberschusses auf den um Sondereinflüsse bereinigten Konzernüberschuss:

in Mio. €
Q1
2021
Q2
2021
Q2
2020
Veränderung
in %
H1
2021
H1
2020
Veränderung
in %
Gesamtjahr
2020
Konzernüberschuss/(-fehlbetrag) 936 1.879 754 n.a. 2.815 1.670 68,6 4.158
EBITDA AL-wirksame
Sondereinflüsse
(447) (625) (1.245) 49,8 (1.072) (1.868) 42,6 (1.839)
Personalrestrukturierung (171) (268) (262) (2,3) (439) (604) 27,3 (1.268)
Sachbezogene
Restrukturierungen
(5) (5) (8) 37,5 (9) (16) 43,8 (32)
Ergebniseffekte aus
Entkonsolidierungen,
Ver- und Zukäufen
(245) (346) (655) 47,2 (592) (800) 26,0 (1.655)
Wertaufholungen 0 0 0 n.a. 0 0 n.a. 1.655
Sonstiges (26) (5) (319) 98,4 (31) (448) 93,1 (539)
Konzernüberschuss-wirksame
Sondereinflüsse
182 391 720 (45,7) 573 975 (41,2) 283
Wertminderungen (70) (61) 0 n.a. (132) 0 n.a. (656)
Finanzergebnis (12) 1 (8) n.a. (11) (28) 60,7 (25)
Ertragsteuern 130 234 325 (28,0) 364 492 (26,0) 730
Minderheiten 134 217 403 (46,2) 351 512 (31,4) 234
Sondereinflüsse (265) (234) (525) 55,4 (499) (892) 44,1 (1.557)
Konzernüberschuss/(-fehlbetrag)
(bereinigt um Sondereinflüsse)
1.201 2.113 1.278 65,3 3.315 2.562 29,4 5.715

Ergebnis je Aktie, bereinigtes Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich aus dem Konzernüberschuss im Verhältnis zur angepassten gewichteten durchschnittlichen Anzahl ausstehender Stammaktien – diese betrug zum 30. Juni 2021 4.744 Mio. Stück. Dies führt zu einem Ergebnis je Aktie in Höhe von 0,59 €. In der Vergleichsperiode betrug das Ergebnis je Aktie 0,35 €. Das um Konzernüberschuss-wirksame Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis je Aktie beträgt 0,70 € gegenüber 0,54 € in der Vergleichsperiode.

Die folgende Tabelle zeigt die Herleitung des EBITDA AL, des EBIT und des Konzernüberschusses auf die um Sondereinflüsse bereinigten Werte:

in Mio. €
EBITDA AL EBIT
EBITDA AL
H1 2021
EBIT
H1 2021
EBITDA AL
H1 2020
EBIT
H1 2020
Gesamtjahr
2020
Gesamtjahr
2020
EBITDA AL/EBIT 17.591 7.207 14.505 5.597 33.178 12.804
Deutschland (271) (271) (332) (332) (752) (805)
Personalrestrukturierung (248) (248) (304) (304) (676) (676)
Sachbezogene Restrukturierungen (6) (6) (9) (9) (18) (18)
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen,
Ver- und Zukäufen (2) (2) (6) (6) (18) (18)
Wertminderungen 0 0 0 0 0 (52)
Sonstiges (16) (16) (13) (13) (40) (40)
USA (750) (808) (1.166) (1.166) (370) (370)
Personalrestrukturierung (17) (17) (32) (32) (32) (32)
Sachbezogene Restrukturierungen 0 0 0 0 0 0
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen,
Ver- und Zukäufen
(733) (733) (715) (715) (1.522) (1.522)
Wertminderungen 0 (57) 0 0 0 0
Wertaufholungen 0 0 0 0 1.604 1.604
Sonstiges 0 0 (420) (420) (420) (420)
Europa (25) (25) (90) (90) (188) (374)
Personalrestrukturierung (18) (18) (78) (78) (181) (181)
Sachbezogene Restrukturierungen (1) (1) 0 0 0 0
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen,
Ver- und Zukäufen (3) (3) (3) (3) (6) (6)
Wertminderungen 0 0 0 0 0 (186)
Wertaufholungen 0 0 0 0 50 50
Sonstiges (3) (3) (9) (9) (51) (51)
Systemgeschäft (127) (160) (97) (97) (209) (582)
Personalrestrukturierung (76) (76) (80) (80) (167) (167)
Sachbezogene Restrukturierungen (1) (1) (2) (2) (3) (3)
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen,
Ver- und Zukäufen (39) (39) 0 0 0 0
Wertminderungen 0 (33) 0 0 0 (373)
Sonstiges (12) (12) (15) (15) (39) (39)
Group Development 182 182 (44) (44) (43) (43)
Personalrestrukturierung (6) (6) (4) (4) (11) (11)
Sachbezogene Restrukturierungen 0 0 0 0 0 0
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen,
Ver- und Zukäufen
189 189 (39) (39) (30) (30)
Wertminderungen 0 0 0 0 0 0
Sonstiges (2) (2) (1) (1) (2) (2)
Group Headquarters & Group Services (81) (95) (139) (139) (277) (322)
Personalrestrukturierung (75) (75) (107) (107) (201) (201)
Sachbezogene Restrukturierungen (2) (2) (5) (5) (11) (11)
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen,
Ver- und Zukäufen
(5) (5) (37) (37) (78) (78)
Wertminderungen 0 (14) 0 0 0 (44)
Sonstiges 1 1 10 10 14 14
Konzern (1.072) (1.176) (1.868) (1.868) (1.839) (2.496)
Personalrestrukturierung (439) (439) (604) (604) (1.268) (1.268)
Sachbezogene Restrukturierungen (9) (9) (16) (16) (32) (32)
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen,
Ver- und Zukäufen
(592) (592) (800) (800) (1.655) (1.655)
Wertminderungen
Wertaufholungen
0
0
(104)
0
0
0
0
0
0
1.655
(656)
1.655
Sonstiges (31) (31) (448) (448) (539) (539)
in Mio. €
EBITDA AL
H1 2021
EBIT
H1 2021
EBITDA AL
H1 2020
EBIT
H1 2020
EBITDA AL
Gesamtjahr
2020
EBIT
Gesamtjahr
2020
EBITDA AL/EBIT (bereinigt um Sondereinflüsse) 18.662 8.383 16.373 7.465 35.017 15.300
Finanzergebnis (bereinigt um Sondereinflüsse) (2.131) (2.185) (4.103)
Ergebnis vor Ertragsteuern
(bereinigt um Sondereinflüsse)
6.251 5.280 11.197
Ertragsteuern (bereinigt um Sondereinflüsse) (1.626) (1.460) (2.659)
Überschuss/(Fehlbetrag) (bereinigt um Sondereinflüsse) 4.626 3.821 8.538
Zurechnung des Überschusses/(Fehlbetrags)
(bereinigt um Sondereinflüsse) an die
Eigentümer des Mutterunternehmens
(Konzernüberschuss/ (-fehlbetrag))
(bereinigt um Sondereinflüsse)
3.315 2.562 5.715
Anteile anderer Gesellschafter
(bereinigt um Sondereinflüsse)
1.311 1.258 2.823

Mitarbeiter

Entwicklung des Personalbestands

30.06.2021 31.12.2020 Veränderung Veränderung
in %
Mitarbeiter (FTE) im Konzern 221.909 226.291 (4.382) (1,9)
davon: Beamte (Inland, aktives Dienstverhältnis) 10.067 10.583 (516) (4,9)
Deutschlanda 61.765 66.348 (4.583) (6,9)
USA 70.781 71.303 (522) (0,7)
Europa 39.683 41.272 (1.589) (3,9)
Systemgeschäft 27.147 28.098 (951) (3,4)
Group Development 2.703 2.684 19 0,7
Group Headquarters & Group Servicesa 19.829 16.585 3.244 19,6

a Zum 1. Januar 2021 wurden ca. 3,7 Tsd. Mitarbeiter im Zuge einer Reorganisation der Deutschen Telekom IT aus dem operativen Segment Deutschland in den Bereich "Technologie und Innovation" des Segments Group Headquarters & Group Services umgegliedert. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.

Der Mitarbeiterbestand des Konzerns sank im Vergleich zum Jahresende 2020 um 1,9 %. In unserem operativen Segment Deutschland sank die Anzahl der Mitarbeiter um 6,9 % gegenüber dem Jahresende 2020, was im Wesentlichen aus der Umgliederung von Mitarbeitern in das Segment Group Headquarters & Group Services im Zusammenhang mit einer Reorganisationsmaßnahme der Deutschen Telekom IT resultierte. Darüber hinaus setzte sich die Inanspruchnahme sozialverträglicher Instrumente zum Personalumbau, wie z. B. engagierter Vorruhestand oder Altersteilzeit, fort. Die Gesamtzahl der Mitarbeiter in unserem operativen Segment USA sank saisonal bedingt um 0,7 % gegenüber dem 31. Dezember 2020. In unserem operativen Segment Europa sank die Mitarbeiterzahl gegenüber dem Vorjahresende um 3,9 %. Dabei verringerte sich der Mitarbeiterbestand v. a. in Griechenland, Ungarn, Kroatien und Rumänien. Die Mitarbeiterzahl in unserem operativen Segment Systemgeschäft sank gegenüber dem Jahresende 2020 um 3,4 %, im Wesentlichen bedingt durch Effizienzmaßnahmen (-1,9 %) und die Veräußerung eines Geschäftsbetriebs (-1,5 %). Im operativen Segment Group Development ist der Anstieg der Mitarbeiterzahl um 0,7 % auf das Insourcing vormals externer Aktivitäten zur Realisierung von Kosteneinsparungen bei T‑Mobile Netherlands zurückzuführen. Der Personalbestand im Segment Group Headquarters & Group Services stieg im Vergleich zum Jahresende 2020 um 19,6 %, im Wesentlichen bedingt durch die bereits o. g. Umgliederung von Mitarbeitern aus dem operativen Segment Deutschland.

Vermögens- und Finanzlage des Konzerns

Konzern-Bilanz (Kurzfassung)

in Mio. €
30.06.2021 in % 31.12.2020 in % 30.06.2020
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 8.861 3,3 12.939 4,9 14.537
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.968 5,2 13.523 5,1 12.690
Immaterielle Vermögenswerte 128.431 47,5 118.066 44,6 126.372
Sachanlagen 60.439 22,3 60.975 23,0 62.912
Nutzungsrechte 30.624 11,3 30.302 11,4 23.821
Kurz- und langfristige finanzielle Vermögenswerte 9.072 3,4 9.640 3,6 9.492
Aktive latente Steuern 7.752 2,9 7.972 3,0 8.434
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
und Veräußerungsgruppen
664 0,2 1.113 0,4 1.786
Sonstige Aktiva 10.693 4,0 10.387 3,9 9.927
Bilanzsumme 270.504 100,0 264.917 100,0 269.971
Passiva
Kurz- und langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 109.690 40,6 107.108 40,4 116.610
Kurz- und langfristige Leasing-Verbindlichkeiten 33.263 12,3 32.715 12,3 25.806
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und
sonstige Verbindlichkeiten
8.342 3,1 9.760 3,7 9.601
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 5.925 2,2 7.684 2,9 8.003
Kurz- und langfristige sonstige Rückstellungen 8.575 3,2 9.033 3,4 8.215
Passive latente Steuern 18.257 6,7 17.260 6,5 18.716
Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung
gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und
Veräußerungsgruppen
271 0,1 449 0,2 541
Sonstige Passiva 9.181 3,4 8.358 3,2 8.977
Eigenkapital 77.000 28,5 72.550 27,4 73.502
Bilanzsumme 270.504 100,0 264.917 100,0 269.971

Unsere Bilanzsumme beträgt am 30. Juni 2021 270,5 Mrd. € und erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 5,6 Mrd. €. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte für Spektrumerwerbe in den operativen Segmenten USA und Europa zurückzuführen. Darüber hinaus wurde die Bilanzsumme durch Währungskurseffekte – v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro – erhöht. Gegenläufig wirkte u. a. ein rückläufiger Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten.

Auf der Aktivseite lagen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 14,0 Mrd. € um 0,4 Mrd. € über dem Niveau des Jahresendes 2020. Der Anstieg resultierte aus stichtagsbedingt höheren Forderungsbeständen im operativen Segment USA sowie Währungskurseffekten. Gegenläufig wirkten rückläufige Forderungsbestände im operativen Segment Deutschland.

Die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen erhöhten sich um 9,8 Mrd. € auf insgesamt 188,9 Mrd. €. Dies ist im Wesentlichen auf die Beendigung der C-Band-Auktion in den USA zurückzuführen – T‑Mobile US hat hier 142 Lizenzen für rund 7,8 Mrd. € (9,3 Mrd. US‑\$) ersteigert. Darüber hinaus wurden die im operativen Segment Europa im November 2020 durch die T‑Mobile Czech Republic ersteigerten 5G-Lizenzen in Höhe von 0,1 Mrd. € erworben. In Ungarn wurde die Neuvergabe des 900 und 1.800 MHz-Spektrums am 28. Januar 2021 durchgeführt und abgeschlossen. Magyar Telekom erwarb Spektrumlizenzen in Höhe von 0,1 Mrd. €. Investitionen im Zusammenhang mit der Netzwerk-Modernisierung, dem Netzwerk-Ausbau sowie dem Erwerb mobiler Endgeräte im operativen Segment USA sowie mit dem Breitband- und Glasfaser-Ausbau und der Mobilfunk-Infrastruktur in den operativen Segmenten Deutschland und Europa wirkten ebenfalls buchwerterhöhend. Ebenso trugen positive Währungskurseffekte mit 3,9 Mrd. € zur Erhöhung des Buchwerts bei. Abschreibungen verminderten die Buchwerte um insgesamt 10,7 Mrd. €. Abgänge in Höhe von 1,0 Mrd. € reduzierten die Buchwerte ebenfalls.

Die Nutzungsrechte haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 im Wesentlichen aufgrund der folgenden Effekte um 0,3 Mrd. € auf 30,6 Mrd. € verändert: Buchwerterhöhend wirkten Zugänge in Höhe von 2,7 Mrd. €, u. a. infolge einer nach der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds abgeschlossenen Sale-and-Leaseback-Transaktion sowie positiver Währungskurseffekte in Höhe von 0,8 Mrd. €. Mindernd wirkten sich Abschreibungen in Höhe von 3,0 Mrd. € sowie Abgänge in Höhe von 0,2 Mrd. € aus.

Weitere Informationen zu der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen" im Konzern-Zwischenabschluss.

Die kurz- und langfristigen finanziellen Vermögenswerte verringerten sich um 0,6 Mrd. € auf 9,1 Mrd. €. Dabei verringerte sich der Buchwert der Derivate mit Hedge-Beziehung um 0,5 Mrd. € auf 1,5 Mrd. €. Dies resultierte im Wesentlichen aus dem Rückgang der positiven Marktwerte aus Zins-Swaps in Fair Value Hedges und ist v. a. begründet durch das angestiegene Zinsniveau. Im Zusammenhang mit hinterlegten Barsicherheiten – insbesondere in Verbindung mit der Beendigung der C-Band-Auktion der FCC im operativen Segment USA – verringerte sich der Buchwert der ausgereichten Darlehen und Forderungen um 0,4 Mrd. €. Der Buchwert der Derivate ohne Hedge-Beziehung erhöhte sich im Saldo um 0,1 Mrd. € auf 2,1 Mrd. €. Positive Bewertungseffekte entstanden aus der Folgebewertung der im Juni 2020 von SoftBank erhaltenen Aktienoptionen zum Kauf von Anteilen an T‑Mobile US sowie bei in Verträgen eingebetteten Stromtermingeschäften. Negative Bewertungseffekte bei eingebetteten Derivaten der T‑Mobile US resultierten hingegen u. a. aus der vorzeitigen Rückzahlung von Anleihen. Darüber hinaus wirkten noch zu empfangende Zuwendungen aus Förderprojekten für den Breitband-Ausbau in Deutschland mit 0,2 Mrd. € buchwerterhöhend.

Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen reduzierten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 0,4 Mrd. € auf 0,7 Mrd. €. Der Rückgang stand im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Veräußerung der niederländischen T‑Mobile Infra zum 1. Juni 2021. In den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen waren zum 30. Juni 2021 die Vermögenswerte der das rumänische Festnetz-Geschäft im operativen Segment Europa betreibenden Telekom Romania Communications S.A. enthalten.

Weitere Informationen zu der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen" im Konzern-Zwischenabschluss.

Der Anstieg der sonstigen Aktiva um 0,3 Mrd. € auf 10,7 Mrd. € resultierte im Wesentlichen aus dem Anstieg des Buchwerts der Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen von 0,5 Mrd. € auf 0,9 Mrd. €. Dies resultierte im Wesentlichen aus der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds. Infolge der Transaktion sind im operativen Segment Group Development 37,65 % der Anteile an der Cellnex NL mit einem Buchwert in Höhe von 0,4 Mrd. € nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen worden. Darüber hinaus wirkten Währungskurseffekte buchwerterhöhend.

Weitere Informationen zu der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen" im Konzern-Zwischenabschluss.

Auf der Passivseite erhöhten sich unsere kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten im Vergleich zum Jahresende 2020 um 2,6 Mrd. € auf insgesamt 109,7 Mrd. €. Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten den Buchwert um insgesamt 1,9 Mrd. €. T‑Mobile US hat im ersten Halbjahr 2021 Anleihen (Senior Notes) in Höhe von insgesamt 9,8 Mrd. US‑\$ (8,2 Mrd. €) emittiert sowie Anleihen in Höhe von insgesamt 4,8 Mrd. US‑\$ (4,0 Mrd. €) vorzeitig zurückgezahlt. Des Weiteren wurden im Konzern Euro-Anleihen in Höhe von 1,4 Mrd. € planmäßig getilgt. Im Zusammenhang mit erhaltenen Barsicherheiten (Collaterals) für derivative Finanzinstrumente reduzierten sich die finanziellen Verbindlichkeiten um 0,3 Mrd. €.

Die kurz- und langfristigen Leasing-Verbindlichkeiten erhöhten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 0,5 Mrd. € auf insgesamt 33,3 Mrd. €. Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten den Buchwert um insgesamt 0,9 Mrd. €. Die im Zusammenhang mit der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds abgeschlossene Sale-and-Leaseback-Transaktion wirkte ebenfalls buchwerterhöhend. Gegenläufig wirkten insbesondere die Aufgabe von ehemaligen Sprint-Mobilfunk-Standorten und einzelner ehemaliger Sprint-Shops im operativen Segment USA.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich um 1,4 Mrd. € auf 8,3 Mrd. €, was insbesondere auf geringere Verbindlichkeiten gegenüber Endgeräteherstellern und rückläufige Verbindlichkeiten für bezogene Leistungen im operativen Segment USA zurückzuführen ist. Auch im operativen Segment Europa reduzierte sich der Verbindlichkeitenbestand. Währungskurseffekte wirkten dagegen buchwerterhöhend.

Die Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen verringerten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 1,8 Mrd. € auf 5,9 Mrd. €. Begründet ist dies im Wesentlichen durch eine positive Kursentwicklung der als Planvermögen ausgegliederten Vermögenswerte sowie Rechnungszinsanpassungen, aus denen insgesamt ein erfolgsneutral erfasster Ertrag aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen von 1,6 Mrd. € resultierte.

Die Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen reduzierten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 von 0,4 Mrd. € auf 0,3 Mrd. €. Der Rückgang stand im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Veräußerung der niederländischen T‑Mobile Infra zum 1. Juni 2021.

Weitere Informationen zu der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen" im Konzern-Zwischenabschluss.

Die sonstigen Passiva haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 0,8 Mrd. € auf 9,2 Mrd. € erhöht. Dies resultierte insbesondere aus den um 0,4 Mrd. € gestiegenen übrigen Schulden. Unter anderem begründen höhere Schulden im Zusammenhang mit noch zu empfangenden Zuwendungen aus Förderprojekten für den Breitband-Ausbau in Deutschland sowie Währungskurseffekte diesen Anstieg.

Das Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2020 von 72,6 Mrd. € auf 77,0 Mrd. €. Erhöhend wirkte sich der Überschuss in Höhe von 3,8 Mrd. € auf das Eigenkapital aus. Ebenso erhöhte das sonstige Ergebnis das Eigenkapital um 3,7 Mrd. €. Hier trugen im Wesentlichen erfolgsneutrale Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von 2,1 Mrd. €, die Neubewertung der leistungsorientierten Pläne in Höhe von 1,6 Mrd. € sowie die Gewinne aus Sicherungsinstrumenten in Höhe von 0,2 Mrd. € zum positiven sonstigen Ergebnis bei. Gegenläufig wirkten sich Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen in Höhe von 0,3 Mrd. € negativ auf das sonstige Ergebnis aus. Das Eigenkapital verringerte sich im Zusammenhang mit Dividendenausschüttungen an die Aktionäre der Deutschen Telekom AG für das Geschäftsjahr 2020 in Höhe von 2,8 Mrd. € und an andere Gesellschafter von Tochterunternehmen in Höhe von 0,2 Mrd. €.

Weitere Informationen zur Bilanz finden Sie im Abschnitt "Ausgewählte Erläuterungen zur Konzern-Bilanz" im Konzern-Zwischenabschluss.

Herleitung der Netto-Finanzverbindlichkeiten
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in Mio. €
30.06.2021 31.12.2020 Veränderung Veränderung
in %
30.06.2020
Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 91.749 87.702 4.047 4,6 90.767
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.480 5.257 (777) (14,8) 4.977
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 13.461 14.149 (688) (4,9) 20.866
Leasing-Verbindlichkeiten 33.263 32.715 548 1,7 25.806
Finanzielle Verbindlichkeiten und Leasing
Verbindlichkeiten
142.953 139.823 3.130 2,2 142.416
Zinsabgrenzungen (1.017) (1.035) 18 1,7 (1.097)
Sonstige (934) (703) (231) (32,9) (852)
Brutto-Finanzverbindlichkeiten 141.002 138.085 2.917 2,1 140.467
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 8.861 12.939 (4.078) (31,5) 14.537
Derivative finanzielle Vermögenswerte 3.650 4.038 (388) (9,6) 4.598
Andere finanzielle Vermögenswerte 519 881 (362) (41,1) 435
Netto-Finanzverbindlichkeiten 127.972 120.227 7.745 6,4 120.897

Veränderung der Netto-Finanzverbindlichkeiten

in Mio. €

Die sonstigen Effekte in Höhe von 39 Mio. € enthalten eine Vielzahl kleinerer Effekte.

in Mio. €
Q1
2021
Q2
2021
Q2
2020
Veränderung
in %
H1
2021
H1
2020
Veränderung
in %
Gesamtjahr
2020
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 8.307 8.080 5.148 57,0 16.387 9.107 79,9 23.743
Zinszahlungen Nullkupon-Anleihen 0 0 0 0,0 0 1.600 (100,0) 1.600
Auflösung Zinssicherungs
geschäfte T‑Mobile US
0 0 2.158 (100,0) 0 2.158 (100,0) 2.158
Cashflow aus Geschäftstätigkeita 8.307 8.080 7.306 10,6 16.387 12.865 27,4 27.501
Cash Capex (12.272) (4.322) (4.547) 4,9 (16.593) (8.117) n.a. (18.694)
Investitionen in Spektrum 7.989 35 878 (96,0) 8.024 1.095 n.a. 1.714
Cash Capex (vor Investitionen
in Spektrum)
(4.283) (4.287) (3.669) (16,8) (8.570) (7.022) (22,0) (16.980)
Einzahlungen aus Abgängen von
immateriellen Vermögenswerten
(ohne Goodwill) und Sachanlagen
48 58 41 41,5 105 128 (18,0) 236
Free Cashflow (vor Ausschüttung
a
und Investitionen in Spektrum)
4.072 3.851 3.677 4,7 7.923 5.970 32,7 10.756
Tilgung von Leasing
Verbindlichkeitenb
(1.487) (1.085) (1.251) 13,3 (2.573) (2.258) (14,0) (4.468)
Free Cashflow AL
(vor Ausschüttung und
a
Investitionen in Spektrum)
2.585 2.766 2.425 14,1 5.350 3.712 44,1 6.288

a Vor Zinszahlungen für Nullkupon-Anleihen und vor Auflösung von Zinssicherungsgeschäften bei T-Mobile US im ersten Halbjahr 2020.

b Ohne Finanzierungs-Leasing-Sachverhalte der T‑Mobile US.

Der Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode von 3,7 Mrd. € auf 5,4 Mrd. €. Folgende Effekte beeinflussten die Entwicklung:

Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit erhöhte sich um 3,5 Mrd. €. Die positive Geschäftsentwicklung, sowohl in als auch außerhalb der USA, wirkte positiv auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit. Der Anstieg ist zudem auf den Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint zum 1. April 2020 zurückzuführen. Belastend wirkten insbesondere um 0,6 Mrd. € höhere Zinszahlungen (netto), im Wesentlichen resultierend aus den im Rahmen des Erwerbs von Sprint übernommenen finanziellen Verbindlichkeiten sowie der in diesem Zusammenhang begonnenen Neustrukturierung und Erhöhung des Finanzierungsvolumens. Die Ertragsteuerzahlungen erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um 0,3 Mrd. €. Factoring-Vereinbarungen in Höhe von 0,1 Mrd. € wirkten im ersten Halbjahr 2021 positiv auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit. In der Vergleichsperiode ergaben sich negative Effekte aus Factoring-Vereinbarungen in Höhe von minus 0,5 Mrd. €, im Wesentlichen resultierend aus der vertragsgemäßen Kündigung einer revolvierenden Factoring-Vereinbarung im operativen Segment Deutschland.

Der Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) erhöhte sich von 7,0 Mrd. € auf 8,6 Mrd. €. Die Erhöhung ergab sich im Wesentlichen im operativen Segment USA in Höhe von 1,8 Mrd. € durch den Einbezug von Sprint sowie den weiteren Ausbau des 5G-Netzwerks. Gegenläufig verringerte sich der Cash Capex im operativen Segment Deutschland um 0,3 Mrd. €, bedingt durch rückläufige Investitionen: Es wurden für 2021 geplante Baumaßnahmen in das vierte Quartal 2020 vorgezogen sowie witterungsbedingt weniger in Glasfaser investiert.

Der Anstieg der Tilgungen von Leasing-Verbindlichkeiten resultierte insbesondere aus Zahlungen für im operativen Segment USA bestehende Leasing-Verhältnisse resultierend aus dem Einbezug von Sprint.

Weitere Informationen zur Kapitalflussrechnung finden Sie im Abschnitt "Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung" im Konzern-Zwischenabschluss.

Geschäftsentwicklung der operativen Segmente

Weitere Informationen zu der Geschäftsentwicklung der operativen Segmente finden Sie im IR-Back-up auf unserer Investor Relations Website.

Zum 1. Januar 2021 hat die Deutsche Telekom die Geschäfts- und Ergebnisverantwortung für die Deutsche Telekom IoT GmbH vom operativen Segment Systemgeschäft in den Geschäftskundenbereich des operativen Segments Deutschland verlagert. In den beiden Segmenten wurden die Vorjahreswerte der operativen Entwicklung, der Kunden- und Mitarbeiterentwicklung sowie der Auftragseingang rückwirkend angepasst.

Weitere Informationen zu der Verlagerung des IoT-Geschäfts finden Sie im Kapitel "Konzernstruktur, -strategie und -steuerung" sowie im Abschnitt "Segmentberichterstattung" im Konzern-Zwischenabschluss.

Deutschland

Kundenentwicklung

in Tsd.
30.06.2021 31.03.2021 Veränderung
30.06.2021/
31.03.2021
in %
31.12.2020 Veränderung
30.06.2021/
31.12.2020
in %
30.06.2020 Veränderung
30.06.2021/
30.06.2020
in %
Mobilfunk-Kunden 50.272 49.091 2,4 48.213 4,3 47.116 6,7
Vertragskundena, b 22.682 22.509 0,8 25.975 (12,7) 25.445 (10,9)
Prepaid-Kundena, b 27.590 26.582 3,8 22.239 24,1 21.671 27,3
Festnetz-Anschlüsse 17.555 17.562 0,0 17.590 (0,2) 17.649 (0,5)
Breitband-Anschlüsse Retail 14.304 14.211 0,7 14.118 1,3 13.900 2,9
davon: Glasfaser 9.971 9.758 2,2 9.515 4,8 9.012 10,6
TV (IPTV, Sat) 3.933 3.896 0,9 3.864 1,8 3.724 5,6
Teilnehmer-Anschlussleitungen
(TAL)
3.853 3.968 (2,9) 4.101 (6,0) 4.361 (11,6)
Breitband-Anschlüsse
Wholesale
7.853 7.813 0,5 7.733 1,6 7.552 4,0
davon: Glasfaser 6.636 6.558 1,2 6.433 3,2 6.155 7,8

a Aufgrund der Neuaufstellung des Telekommunikationsgeschäfts für Geschäftskunden im Jahr 2020 wurden im Geschäftskundenbereich ca. 310 Tsd. SIM-Karten ausgebucht, die nun als interne Karten behandelt werden. Die Vorjahreswerte wurden rückwirkend angepasst.

b Seit dem 1. Januar 2021 werden ca. 3,6 Mio. SIM-Karten eines Service Providers, die bisher unter den Vertragskunden ausgewiesen wurden, unter den Prepaid-Kunden ausgewiesen. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.

Gesamt

In Deutschland sind wir weiterhin Marktführer, sowohl bei den Festnetz- als auch bei den Mobilfunk-Umsätzen. Die Basis für unseren Erfolg sind unsere leistungsfähigen Netze. Wir begeistern unsere Kunden mit einer ausgezeichneten Netzqualität – in Festnetz und Mobilfunk – sowie einem breiten Produkt-Portfolio und exzellentem Service. Wir wollen unseren Kunden ein nahtloses und technologieunabhängiges Telekommunikationserlebnis bieten. Deshalb vermarkten wir neben Festnetz- und Mobilfunk-Produkten auch konvergente Produkte. Ende Mai 2021 haben wir den "MagentaEINS Unlimited" Vorteil eingeführt mit deutschlandweit unbegrenztem Datenvolumen. Mit unseren konvergenten Produkten der "MagentaEINS" Familie überzeugen wir unsere Kunden weiterhin. Bis Ende Juni 2021 haben sich über 5 Mio. Kunden dafür entschieden. Der Kundenbestand liegt somit auf Vorjahresendniveau.

Nach wie vor gab es eine hohe Nachfrage nach unseren Glasfaser-basierten Anschlüssen: Die Gesamtzahl dieser Anschlüsse stieg bis Ende Juni 2021 auf über 16,6 Mio. In den ersten sechs Monaten 2021 haben wir somit in Deutschland 659 Tsd. Anschlüsse neu an unser Glasfasernetz angebunden. Mit dem fortschreitenden Glasfaser-Ausbau und der Vectoring-Technologie haben wir die Vermarktung höherer Bandbreiten erfolgreich vorangetrieben.

Mobilfunk

Im Mobilfunk-Bereich gewannen wir im ersten Halbjahr 2021 insgesamt rund 2,1 Mio. Kunden hinzu; davon entfielen 328 Tsd. Kunden auf unser eigenes werthaltiges Vertragskundengeschäft unter den Marken "Telekom" und "congstar". Gründe dafür sind die beständig hohe Nachfrage nach Mobilfunk-Tarifen mit integriertem Datenvolumen und unsere vielfach ausgezeichnete Netzqualität. Seit dem 1. Januar 2021 werden die bisher unter den Vertragskunden ausgewiesenen Kunden eines Service Providers unter den Prepaid-Kunden ausgewiesen. Unter Berücksichtigung dieser Ausweisänderung konnten wir im Bereich der Prepaid-Kunden seit Jahresbeginn einen Zuwachs von rund 1,7 Mio. Kunden verzeichnen, der im Wesentlichen durch unsere Automotive-Initiativen im Geschäftskundenbereich getrieben ist.

Die Option StreamOn, mit der bestimmte Nutzungen von Streaming-Diensten für Musik, Gaming oder Video nicht auf das Datenvolumen des Tarifs angerechnet werden, erfreut sich nach wie vor reger Nachfrage. Ende Juni 2021 nutzten knapp 4,3 Mio. Kunden diese Option, 24,9 % mehr als ein Jahr zuvor.

Festnetz

Der Festnetz-Breitband-Markt ist durch eine Vielzahl von Akteuren mit unterschiedlichen Infrastrukturen gekennzeichnet – vom überregionalen Anbieter bis hin zum regionalen Versorger. Um unsere Marktposition als führender integrierter Telekommunikationsanbieter in Deutschland zu behaupten, bauen wir unsere Angebote weiter aus.

Die Anzahl unserer Breitband-Anschlüsse ist im ersten Halbjahr 2021 auf über 14,3 Mio. bzw. um 186 Tsd. gewachsen. Die Nachfrage nach unseren Glasfaser-basierten Anschlüssen Retail ist dabei mit 456 Tsd. der Treiber. Bei unseren TV-Kunden konnten wir gegenüber dem Jahresende 2020 ein Wachstum um 69 Tsd. verzeichnen. Im klassischen Festnetz sank die Zahl der Anschlüsse leicht um 35 Tsd., was eine deutliche Reduzierung der Anschlussverluste gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum darstellt. Die Anzahl unserer Festnetz-Anschlüsse ist somit wie erwartet stabil bei 17,6 Mio. Anschlüssen.

Wholesale

Zum 30. Juni 2021 lag der Anteil der Glasfaser-basierten Anschlüsse am Gesamtbestand mit 56,7 % um 2,3 Prozentpunkte über dem Jahresende 2020. Ursache für das Wachstum war in erster Linie die hohe Nachfrage nach unserem Kontingentmodell. Die Zahl unserer Teilnehmer-Anschlussleitungen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahresende um 248 Tsd. Gründe dafür sind zum einen die Verlagerung zu höherwertigen Glasfaser-basierten Anschlüssen, zum anderen, dass Endkunden zu Kabelanbietern wechseln. Hinzu kommt, dass unsere Wholesale-Kunden ihre Endkunden auf eigene Glasfaser-basierte Anschlüsse migrieren. Insgesamt lag der Anschlussbestand im Bereich Wholesale Ende Juni 2021 bei rund 11,7 Mio.

Operative Entwicklung

in Mio. €
Q1
2021
Q2
2021
Q2
2020
Veränderung
in %
H1
2021
H1
2020
Veränderung
in %
Gesamtjahr
2020
Gesamtumsatz 5.942 5.903 5.853 0,9 11.844 11.683 1,4 23.790
Privatkunden 2.984 2.979 2.901 2,7 5.963 5.774 3,3 11.740
Geschäftskunden 2.188 2.166 2.152 0,7 4.354 4.320 0,8 8.857
Wholesale 709 679 749 (9,3) 1.388 1.491 (6,9) 2.983
Sonstiges 61 78 51 52,9 139 98 41,8 210
Betriebsergebnis (EBIT) 1.215 1.182 1.045 13,1 2.397 1.979 21,1 3.970
EBIT-Marge % 20,4 20,0 17,9 20,2 16,9 16,7
Abschreibungen (1.001) (1.009) (1.110) 9,1 (2.010) (2.207) 8,9 (4.510)
EBITDA 2.215 2.191 2.155 1,7 4.406 4.186 5,3 8.480
EBITDA-wirksame
Sondereinflüsse
(99) (172) (125) (37,6) (271) (332) 18,4 (752)
EBITDA (bereinigt um
Sondereinflüsse)
2.314 2.363 2.280 3,6 4.678 4.518 3,5 9.232
EBITDA AL 2.206 2.182 2.145 1,7 4.388 4.168 5,3 8.435
EBITDA AL-wirksame
Sondereinflüsse
(99) (172) (125) (37,6) (271) (332) 18,4 (752)
EBITDA AL (bereinigt um
Sondereinflüsse)
2.305 2.354 2.270 3,7 4.659 4.500 3,5 9.188
EBITDA AL-Marge
(bereinigt um Sondereinflüsse)
% 38,8 39,9 38,8 39,3 38,5 38,6
Cash Capex (860) (839) (915) 8,3 (1.699) (1.964) 13,5 (4.191)

Gesamtumsatz

In den ersten sechs Monaten 2021 erzielten wir einen Gesamtumsatz in Höhe von 11,8 Mrd. €, der mit einem Anstieg um 1,4 % über dem Niveau des Vorjahres lag. Dies ist im Wesentlichen getrieben durch den Umsatzanstieg bei Breitband um 6,5 % und bei den Endgeräten sowohl im Festnetz um 8,9 % als auch im Mobilfunk um 8,2 %. In Summe war der Umsatz durch die Coronavirus-Pandemie beeinflusst wie z. B. durch temporär verhängte Reisebeschränkungen und Lockdowns sowie verschlechterte wirtschaftliche Rahmenbedingungen, wenn auch im zweiten Quartal mit abflachender Entwicklung aufgrund der Entspannung bei der Corona-Situation. Daraus ergaben sich negative Effekte bei den Roaming- und Visitoren-Umsätzen sowie Verzögerungen oder Verschiebungen bei laufenden Aufträgen im Bereich des Telekommunikationsgeschäfts für Geschäftskunden.

Im Privatkundenbereich stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 3,3 %. Das klassische Festnetz-Geschäft wurde weiterhin durch mengenbedingte Umsatzrückgänge bei den Voice-Komponenten beeinflusst. Dagegen stieg der Umsatz im Breitband-Geschäft um 6,8 % u. a. positiv beeinflusst durch eine höhere Kundensensibilität für stabile Datenleitungen. Ebenfalls stieg das Festnetz-Endgerätegeschäft um 10,4 %, beeinflusst durch das starke Endgeräte-Mietgeschäft. Das Mobilfunk-Geschäft entwickelte sich um 3,1 % positiv, im Wesentlichen durch höhere Umsätze aus dem Mobilfunk-Endgerätegeschäft und positive Teilnehmerentwicklung unserer Zweitmarke "congstar".

Im Geschäftskundenbereich lag der Umsatz um 0,8 % über Vorjahresniveau. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg der IT-Umsatz um 5,6 % im Wesentlichen durch das Vorantreiben der Digitalisierung bei mittelständischen Unternehmen. Der Mobilfunk-Umsatz lag insgesamt um 1,1 % über Vorjahresniveau. Positive Umsätze aus dem Endgerätegeschäft sowie das anhaltende Bestandswachstum trugen dazu bei. Organisch betrachtet, d. h. unter der Annahme konstanter Währungskurse sowie neutralisiert um die Verlagerung der Deutsche Telekom IT (DT IT) Russland, DT IT Slowakei und DT IT Ungarn in das Segment Group Headquarters & Group Services, ergibt sich ein deutlicher Umsatzanstieg um 2,6 % im Vorjahresvergleich.

Der Umsatz im Wholesale-Bereich lag Ende Juni 2021 um 6,9 % unter Vorjahresniveau. Die positive Mengenentwicklung der Glasfaser-basierten Anschlüsse von 7,8 % gegenüber der Vorjahresperiode setzte sich fort. Dies konnte aber die rückläufigen Umsätze aus Mengenverlusten bei den Teilnehmer-Anschlussleitungen um 11,6 % nicht kompensieren. Darüber hinaus ist im Vorjahresvergleich der positive Beitrag aufgrund der Verkürzung der Kundenbindungsdauer bei der Vermietung von Teilnehmer-Anschlussleitungen im Rahmen der Anwendung des Rechnungslegungsstandard IFRS 16 "Leases" weggefallen und belastete somit das aktuelle Halbjahr zusätzlich. Zum 1. April 2021 führt der Übergang von Kontingentverträgen in neue Commitment-Verträge zu verstärkten Umsatzrückgängen im zweiten Quartal im Vergleich zum ersten Quartal. Dies ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass in dem neuen Modell zu Beginn niedrigere jährliche Commitment-Zahlungen gegenüber den bisherigen Upfront-Zahlungen der Kontingentverträge hinterlegt sind. In den Folgejahren steigen die jährlichen Commitment-Zahlungen an. Der Voice-Umsatz lag unter dem Niveau des Vorjahres, aufgrund der damals Corona-bedingt höheren Umsätze.

Weitere Informationen zum Inkrafttreten der Commitment-Verträge finden Sie im Kapitel "Wirtschaftliches Umfeld – Regulierung".

Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA AL

Das um Sondereinflüsse bereinigte EBITDA AL stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum um 159 Mio. € bzw. 3,5 % und betrug 4,7 Mrd. €. Unsere bereinigte EBITDA AL-Marge ist im Vergleich zum Vorjahr von 38,5 % auf 39,3 % gestiegen. Hauptgründe dafür sind die positive operative Entwicklung getrieben durch das werthaltige Umsatzwachstum sowie eine verbesserte Kosteneffizienz. Diese ist im Wesentlichen auf geringere Personalaufwendungen, u. a. aufgrund einer niedrigeren Anzahl an Mitarbeitern und weiteren Umsetzungen von Effizienz- und Digitalisierungsmaßnahmen, zurückzuführen.

Gegenläufig zu den beim bereinigten EBITDA AL beschriebenen Effekten wirkten geringere als Sondereinflüsse erfasste Aufwendungen für sozialverträgliche Instrumente zum Personalumbau, insbesondere engagierter Vorruhestand. In den ersten sechs Monaten 2021 wuchs unser EBITDA AL auf 4,4 Mrd. € und lag um 5,3 % über Vorjahresniveau.

EBIT

Das Betriebsergebnis lag um 21,1 % über Vorjahresniveau und betrug rund 2,4 Mrd. €. Die positive Entwicklung des EBITDA zusammen mit niedrigeren Abschreibungen, insbesondere getrieben durch geringere Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, trugen zu dieser Entwicklung bei.

Cash Capex

Der Cash Capex sank im Vergleich zur Vorjahresperiode um 265 Mio. € bzw. 13,5 %. Dies ist v. a. auf zwei Gründe zurückzuführen. Zum einen resultierten geringere Auszahlungen gegenüber dem Vorjahreshalbjahr aus im vierten Quartal 2020 vorgezogenen Investitionen. Zum anderen lag der cash-wirksame Teil des Book Capex unter dem Vorjahresniveau aufgrund witterungsbedingt niedrigerer Investitionen in Glasfaser.

Insgesamt investierten wir in den ersten sechs Monaten 2021 rund 1,7 Mrd. € insbesondere in den 5G- und Glasfaser-Ausbau. Hierbei ist z. B. die Zahl der Haushalte, die die Möglichkeit einer direkten Anbindung an unser Glasfasernetz haben, bis Ende Juni 2021 auf rund 2,5 Mio. gestiegen. Im Mobilfunk profitieren unsere Kunden von einer hohen LTE-Netzabdeckung. So versorgten wir zum 30. Juni 2021 in Deutschland 98,9 % der Haushalte mit LTE. 5G können jetzt bereits 82,4 % der Haushalte in Deutschland nutzen.

USA

Kundenentwicklung

in Tsd. 30.06.2021 31.03.2021 Veränderung 30.06.2021/ 31.03.2021 in % 31.12.2020 Veränderung 30.06.2021/ 31.12.2020 in % 30.06.2020 Veränderung 30.06.2021/ 30.06.2020 in % Kunden 104.789 103.437 1,3 102.064 2,7 107.720 (2,7) Postpaid-Kunden 83.848 82.572 1,5 81.350 3,1 77.753 7,8 Postpaid-Telefonie-Kundena, b 68.029 67.402 0,9 66.618 2,1 65.105 4,5 Andere Postpaid-Kundena, b 15.819 15.170 4,3 14.732 7,4 12.648 25,1 Prepaid-Kundena, b, c 20.941 20.865 0,4 20.714 1,1 29.967 (30,1)

Anpassungen der Kundenbasis

in Tsd.
Summe
Kundenbasis
anpassungen
2020
Anpassung der
Kundendefinition
Prepaid-Sparte
Sprint zum
01.07.2020c
Anpassung der
Kundendefinition
Sprint zum
01.04.2020a
Zugänge
Sprint zum
01.04.2020
Kunden 28.354 (9.393) (4.853) 42.600
Postpaid-Kunden 28.830 0 (5.514) 34.344
Postpaid-Telefonie-Kunden 24.055 0 (1.861) 25.916
Andere Postpaid-Kunden 4.775 0 (3.653) 8.428
Prepaid-Kunden (476) (9.393) 661 8.256

a Einschließlich der im Rahmen des Zusammenschlusses mit Sprint übernommenen Kunden und spezifischer Anpassungen der Kundenbasis zum 1. April 2020.

b Im ersten Quartal 2021 wurden durch die Übernahme eines verbundenen Unternehmens 11.000 Postpaid-Telefonie-Kunden und 1.000 weitere Postpaid-Kunden übernommen.

c Zur Erlangung der Genehmigungen der US-Behörden für den Zusammenschluss mit Sprint wurden zum 1. Juli 2020 im Wesentlichen alle übernommenen Prepaid-Kunden nachfolgend durch DISH übernommen. Nach Abschluss der Transaktion mit DISH haben wir einen Rahmenvertrag über Mobilfunk-Dienste mit DISH abgeschlossen, über den wir den Prepaid-Kunden von DISH für einen Zeitraum von bis zu sieben Jahren Mobilfunk-Dienste anbieten. Infolgedessen nahm T-Mobile US eine Anpassung der Kundenbasis vor, durch die sich die Zahl der Prepaid-Kunden im dritten Quartal 2020 um 9,4 Mio. verringert hat. Die in unserer Gesamtkundenbasis zum 30. Juni 2020 berücksichtigten Prepaid-Kunden umfassen auch die nachfolgend durch DISH übernommenen Kunden. Es ist davon auszugehen, dass diese Kunden sich aufgrund unterschiedlicher Grundsätze zum Ausweis von Kunden von den durch den Rahmenvertrag abgedeckten Kunden unterscheiden und als Wholesale-Kunden zu klassifizieren sind.

Kunden

Zum 30. Juni 2021 hatte das operative Segment USA (T‑Mobile US) 104,8 Mio. Kunden, gegenüber einem Bestand von 102,1 Mio. Kunden zum 31. Dezember 2020. Der Zuwachs lag in den ersten sechs Monaten 2021 bei 2,7 Mio. Kunden gegenüber 2,1 Mio. im Vorjahreszeitraum. Die Gründe dafür erläutern wir nachfolgend:

Der Anstieg bei den Postpaid-Kunden belief sich im ersten Halbjahr 2021 auf netto 2,5 Mio. gegenüber netto 1,9 Mio. im Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung ist auf den höheren Zuwachs bei den Postpaid-Telefonie-Kunden zurückzuführen, v. a. aufgrund des vermehrten Kundenkontakts im stationären Einzelhandel nach den Corona-bedingten Shop-Schließungen im ersten Halbjahr 2020. Gegenläufig wirkte neben einer höheren Kundenabwanderung auch ein geringerer Nettozuwachs bei anderen Postpaid-Kunden, der im Wesentlichen auf eine höhere Anzahl an Anschlussverlusten infolge einer größeren Kundenbasis zurückgeht.

Der Anstieg bei den Prepaid-Kunden betrug im ersten Halbjahr 2021 netto 227 Tsd., gegenüber netto 190 Tsd. Anschlussverlusten in der ersten Jahreshälfte 2020. Diese Entwicklung ist hauptsächlich auf eine niedrigere Kundenabwanderung zurückzuführen.

Operative Entwicklung

in Mio. €
Q1 2021 Q2 2021 Q2 2020 Veränderung
in %
H1 2021 H1 2020 Veränderung
in %
Gesamtjahr
2020
Gesamtumsatz 16.483 16.643 17.297 (3,8) 33.126 27.455 20,7 61.208
Betriebsergebnis (EBIT) 2.144 2.147 1.959 9,6 4.291 3.468 23,7 9.187
EBIT-Marge % 13,0 12,9 11,3 13,0 12,6 15,0
Abschreibungen (4.577) (4.484) (4.589) 2,3 (9.062) (6.673) (35,8) (15.665)
EBITDA 6.722 6.632 6.548 1,3 13.353 10.141 31,7 24.852
EBITDA-wirksame
Sondereinflüsse
(151) (272) (892) 69,5 (424) (1.166) 63,6 (270)
EBITDA (bereinigt um
Sondereinflüsse)
6.873 6.904 7.441 (7,2) 13.777 11.307 21,8 25.122
EBITDA AL 5.446 5.248 5.412 (3,0) 10.694 8.298 28,9 20.628
EBITDA AL-wirksame
Sondereinflüsse
(261) (489) (892) 45,2 (750) (1.166) 35,7 (370)
EBITDA AL (bereinigt um
Sondereinflüsse)
5.706 5.737 6.304 (9,0) 11.444 9.464 20,9 20.997
EBITDA AL-Marge
(bereinigt um Sondereinflüsse)
% 34,6 34,5 36,4 34,5 34,5 34,3
Cash Capex (10.513) (2.725) (2.679) (1,7) (13.237) (4.387) n.a. (10.394)

Gesamtumsatz

Der Gesamtumsatz unseres operativen Segments USA stieg im ersten Halbjahr 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 27,5 Mrd. € um 20,7 % auf 33,1 Mrd. €. Auf US-Dollar-Basis erhöhte sich der Gesamtumsatz der T‑Mobile US um 32,0 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Hauptgrund dafür waren sowohl höhere Service- als auch Endgeräteumsätze, die sich im Einzelnen wie folgt entwickelten:

Die Service-Umsätze stiegen im ersten Halbjahr 2021 v. a. aufgrund der höheren durchschnittlichen Anzahl an Postpaid-Kundenkonten, des höheren durchschnittlichen Umsatzes je Postpaid-Kundenkonto (Average Revenue per Account, ARPA) und der höheren Wholesale-Umsätze, die v. a. aus unserem Rahmenvertrag über Mobilfunk-Dienste mit DISH und aus anderen erfolgreichen MVNO-Partnerschaften resultieren. Außerdem trugen höhere andere Service-Umsätze, insbesondere infolge der Integration des durch den Zusammenschluss mit Sprint übernommenen Festnetz-Geschäfts, maßgeblich zu dieser Entwicklung bei.

Die Endgeräteumsätze stiegen im ersten Halbjahr 2021 insbesondere aufgrund höherer Umsätze durch Endgeräteverkäufe, mit Ausnahme der am Ende der Mietzeit kundenseitig erworbenen Geräte und der Verwertung zurückgenommener Endgeräte. Zudem ist der Anstieg auf den Zusammenschluss mit Sprint zurückzuführen: Dazu beigetragen haben höhere Umsätze aus Leasing-Verhältnissen durch eine höhere Anzahl an von Kunden gemieteten Endgeräten, ein verstärkter Absatz an Zubehör sowie höhere Umsätze durch verkaufte Endgeräte, v. a. aufgrund des vermehrten Kundenkontakts im stationären Einzelhandel nach den Corona-bedingten Shop-Schließungen im Vorjahreszeitraum sowie eine größere Kundenbasis. Höhere Umsätze insbesondere infolge des Zusammenschlusses mit Sprint umfassen außerdem solche im Zusammenhang mit dem Anstieg der Verkäufe von gemieteten Endgeräten insbesondere infolge des höheren Bestands an Mietgeräten.

Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA AL

Auf Euro-Basis stieg das bereinigte EBITDA AL um 20,9 % von 9,5 Mrd. € im Vorjahreszeitraum auf 11,4 Mrd. € in den ersten sechs Monaten 2021. Die bereinigte EBITDA AL-Marge blieb mit 34,5 % im ersten Halbjahr 2021 gegenüber der ersten Jahreshälfte 2020 stabil. Auf US-Dollar-Basis wuchs das bereinigte EBITDA AL im gleichen Zeitraum um 32,3 %. Das bereinigte EBITDA AL stieg im Wesentlichen aufgrund des zuvor erläuterten Anstiegs der Service- und Endgeräteumsätze. Diesen positiven Einflüssen wirkte ein Anstieg der Aufwendungen, insbesondere infolge des Zusammenschlusses mit Sprint, entgegen: Dazu zählen u. a. Aufwendungen für den Bezug von Endgeräten – mit Ausnahme der am Ende der Mietzeit kundenseitig erworbenen Geräte, Aufwendungen im Zusammenhang mit Leasing-Verhältnissen und Backhaul-Vereinbarungen sowie für externe Kräfte, Dienstleistungen und Werbung. Die höheren Aufwendungen insbesondere infolge des Zusammenschlusses mit Sprint umfassen außerdem solche im Zusammenhang mit Personalkosten und personalbezogenen Leistungen v. a. aufgrund eines höheren Mitarbeiterbestands, Kosten in Verbindung mit der Verwertung einer höheren Zahl von zurückgenommenen Endgeräten und dem Bezug von Endgeräten, insbesondere aufgrund des höheren Bestands an Mietgeräten. Neben diesen primär dem Zusammenschluss mit Sprint zuzurechnenden Aufwendungen schlugen höhere Aufwendungen für den Bezug von Endgeräten (mit Ausnahme der am Ende der Mietzeit kundenseitig erworbenen Geräte), v. a. aufgrund einer höheren Anzahl an verkauften Endgeräten infolge des vermehrten Kundenkontakts im stationären Einzelhandel nach den Corona-bedingten Shop-Schließungen im Vorjahreszeitraum, höhere durchschnittliche Kosten je verkauftem Endgerät insbesondere aufgrund des besseren Mix aus High-End-Geräten sowie der weitere Ausbau des landesweiten 5G-Netzes zu Buche. Hinzu kommen höhere Zubehörkosten, die ebenfalls auf den vermehrten Kundenkontakt im stationären Einzelhandel nach den Corona-bedingten Shop-Schließungen im Vorjahreszeitraum zurückzuführen sind.

Im EBITDA AL sind in den ersten sechs Monaten 2021 negative Sondereinflüsse in Höhe von 0,8 Mrd. € enthalten, während im Vorjahreszeitraum negative Sondereinflüsse in Höhe von 1,2 Mrd. € erfasst wurden. Die Entwicklung bei den Sondereinflüssen ergab sich im Wesentlichen aus den im ersten Halbjahr 2020 erfassten höheren Sondereinflüssen, einschließlich eines höheren Personalaufwands, Provisionen im indirekten Vertrieb, Reinigungsaufwendungen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie und der Ausbuchung eines Abrechnungssystems für Vertragskunden. Dem wirkte die von SoftBank geleistete Zahlung einer Strukturierungsgebühr entgegen. Die Sondereinflüsse umfassten auch höhere Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss mit Sprint, einschließlich Rechtskosten und Beratungsleistungen für den Vollzug des Zusammenschlusses sowie des Erwerbs von verbundenen Unternehmen, Restrukturierungskosten, einschließlich Abfindungen, Rationalisierungsmaßnahmen im stationären Handel, Netzwerk-Stilllegungen sowie Integrationskosten zur Erzielung von Synergien im Netz, im Einzelhandel, in der IT und im Back Office-Betrieb. Insgesamt stieg das EBITDA AL aufgrund der bereits beschriebenen Faktoren, einschließlich der Auswirkungen von Sondereinflüssen, um 28,9 % von 8,3 Mrd. € im Vorjahreszeitraum auf 10,7 Mrd. € im ersten Halbjahr 2021.

EBIT

Das EBIT stieg von 3,5 Mrd. € im ersten Halbjahr 2020 auf 4,3 Mrd. € im Berichtszeitraum. Auf US-Dollar-Basis stieg das EBIT im gleichen Zeitraum um 35,6 %, insbesondere aufgrund des gestiegenen EBITDA AL. Auf US-Dollar-Basis erhöhten sich die Abschreibungen um 48,5 %, hauptsächlich aufgrund des weiteren Ausbaus des landesweiten 5G-Netzes, höherer Abschreibungen auf Mietgeräte aufgrund eines höheren Bestands an Mietgeräten infolge des Zusammenschlusses mit Sprint sowie höherer Abschreibungen auf durch den Zusammenschluss mit Sprint übernommene immaterielle Vermögenswerte. Dem wirkte die vollständige Abschreibung spezifischer 4G-Netztechnik entgegen.

Cash Capex

Der Cash Capex stieg von 4,4 Mrd. € im ersten Halbjahr 2020 auf 13,2 Mrd. € in den ersten sechs Monaten 2021. Auf US-Dollar-Basis erhöhte sich der Cash Capex um 11,0 Mrd. US‑\$, v. a. aufgrund von erworbenen Spektrumlizenzen, insbesondere im Rahmen der C-Band-Auktion im März 2021 in Höhe von 8,9 Mrd. US‑\$, der Integration des infolge des Zusammenschlusses mit Sprint übernommenen Netzes und des weiteren Ausbaus des landesweiten 5G-Netzes.

Europa

Kundenentwicklung

in Tsd.
Veränderung
30.06.2021/
31.03.2021
Veränderung
30.06.2021/
31.12.2020
Veränderung
30.06.2021/
30.06.2020
30.06.2021 31.03.2021 in % 31.12.2020 in % 30.06.2020 in %
Europa, Mobilfunk-Kunden 45.788 45.454 0,7 45.619 0,4 45.665 0,3
gesamt Vertragskundena 27.172 26.995 0,7 26.844 1,2 26.416 2,9
Prepaid
Kundena
18.616 18.459 0,9 18.775 (0,8) 19.249 (3,3)
Festnetz-Anschlüsse 9.111 9.117 (0,1) 9.084 0,3 9.040 0,8
davon: IP
basiert
8.537 8.511 0,3 8.439 1,2 8.322 2,6
Breitband-Kundenb 7.059 7.001 0,8 6.943 1,7 6.797 3,9
TV (IPTV, Sat, Kabel)c 5.098 5.092 0,1 5.046 1,0 4.951 3,0
Teilnehmer
Anschlussleitung
(TAL)/ Wholesale PSTN
1.996 2.039 (2,1) 2.246 (11,1) 2.265 (11,9)
Breitband-Anschlüsse
Wholesale
774 730 6,0 684 13,2 602 28,6
Griechenland Mobilfunk-Kunden 6.935 6.840 1,4 6.914 0,3 7.172 (3,3)
Festnetz-Anschlüsse 2.605 2.597 0,3 2.589 0,6 2.575 1,2
Breitband-Kunden 2.252 2.220 1,4 2.185 3,1 2.112 6,6
Rumänien Mobilfunk-Kunden 4.582 4.592 (0,2) 4.683 (2,2) 4.710 (2,7)
Festnetz-Anschlüsse 1.409 1.432 (1,6) 1.444 (2,4) 1.487 (5,2)
Breitband-Kunden 841 872 (3,6) 912 (7,8) 959 (12,3)
Ungarn Mobilfunk-Kundena 5.503 5.456 0,9 5.427 1,4 5.398 1,9
Festnetz-Anschlüsse 1.778 1.769 0,5 1.759 1,1 1.722 3,3
Breitband-Kundenb 1.361 1.342 1,4 1.321 3,0 1.268 7,3
Polen Mobilfunk-Kunden 11.290 11.205 0,8 11.198 0,8 11.021 2,4
Festnetz-Anschlüsse 30 33 (9,1) 31 (3,2) 29 3,4
Breitband-Kundenb 59 43 37,2 32 84,4 17 n.a.
Tschechische Mobilfunk-Kunden 6.205 6.185 0,3 6.178 0,4 6.239 (0,5)
Republik Festnetz-Anschlüsse 625 615 1,6 606 3,1 583 7,2
Breitband-Kunden 383 377 1,6 368 4,1 356 7,6
Kroatien Mobilfunk-Kunden 2.273 2.256 0,8 2.253 0,9 2.232 1,8
Festnetz-Anschlüsse 881 882 (0,1) 885 (0,5) 893 (1,3)
Breitband-Kunden 630 627 0,5 625 0,8 622 1,3
Slowakei Mobilfunk-Kunden 2.479 2.452 1,1 2.441 1,6 2.399 3,3
Festnetz-Anschlüsse 865 865 0,0 865 0,0 861 0,5
Breitband-Kunden 620 614 1,0 607 2,1 591 4,9
Österreich Mobilfunk-Kunden 5.067 5.034 0,7 5.074 (0,1) 4.990 1,5
Festnetz-Anschlüsse 582 578 0,7 569 2,3 556 4,7
Breitband-Kunden 650 645 0,8 635 2,4 620 4,8
Übriged Mobilfunk-Kunden 1.453 1.433 1,4 1.451 0,1 1.505 (3,5)
Festnetz-Anschlüsse 335 346 (3,2) 335 0,0 333 0,6
Breitband-Kunden 263 261 0,8 259 1,5 252 4,4

a In Ungarn wurden zum 1. Januar 2020 im Rahmen der Vereinheitlichung der zugrundeliegenden Kundendefinition M2M-Karten ausschließlich dem Prepaid-Kundensegment zugeordnet.

b Die Vorjahresvergleichswerte für Breitband-Kunden in Polen und Ungarn wurden im Rahmen der Vereinheitlichung der zugrundeliegenden Kundendefinition rückwirkend angepasst.

c Die Vergleichswerte für TV-Kunden in Kroatien wurden im Rahmen der Vereinheitlichung der zugrundeliegenden Kundendefinition rückwirkend angepasst.

d "Übrige" enthält die Landesgesellschaften Nordmazedonien, Montenegro und die Anschlüsse der GTS Central Europe Gruppe in Rumänien.

Gesamt

Im operativen Segment Europa konnten wir trotz weitreichender Corona-bedingter Lockdown-Maßnahmen eine stabile Kundenentwicklung sicherstellen. Einen wesentlichen Beitrag leistete die konzentrierte Ausweitung digitaler Vertriebskanäle, wie z. B. unsere Service-App. In den ersten sechs Monaten 2021 verzeichneten wir leichte Zuwächse bei den Festnetz-Kunden. Gerade das konvergente Produkt-Portfolio "MagentaOne" erzielte durch die anhaltende Nachfrage einen Anstieg bei den FMC-Kunden um 5,6 % im Vergleich zum Jahresende 2020. Mit Hochdruck bauen wir unsere Festnetz-Infrastruktur mit moderner Glasfaser aus. Insgesamt konnten wir die Zahl der Breitband-Kunden auf 7,1 Mio. leicht erhöhen.

Auch das Mobilfunk-Geschäft erzielte wiederholt leicht steigende Kundenzahlen: Mit einem Zuwachs bei den werthaltigen Vertragskunden konnten wir den Rückgang in der Prepaid-Kundenbasis mehr als auffangen. Unser Ausbau des 5G-Netzes kommt gut voran: Bereits in sieben Landesgesellschaften konnten wir den Vertrieb von 5G-Angeboten kommerziell starten.

Mobilfunk

Im operativen Segment Europa zählten wir zum Ende des ersten Halbjahres 2021 insgesamt 45,8 Mio. Mobilfunk-Kunden; gegenüber dem Jahresende 2020 zeigt sich somit ein stabiler Verlauf mit einer positiven Wachstumstendenz. Die Anzahl der werthaltigen Vertragskunden stieg um 1,2 %. Dabei wuchs der Vertragskundenbestand in allen Landesgesellschaften, insbesondere in Polen, Österreich, Rumänien, Kroatien und der Tschechischen Republik. Insgesamt beträgt der Anteil der Vertragskunden am Gesamtkundenbestand 59,3 %. Zusätzlich zu unseren innovativen Diensten und Tarifen trägt auch das Produkt-Portfolio nach dem "Mehr-für-Mehr"-Prinzip zu diesem Wachstum bei: Danach erhalten unsere Kunden für einen geringen monatlichen Mehrpreis hochwertige Zusatzleistungen wie z. B. mehr Datenvolumen, wodurch gleichzeitig auch Video-Streaming und Gaming bedient werden. Darüber hinaus profitierten unsere Kunden im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie von einer hohen Netzabdeckung mit einer schnellen, mobilen Breitband-Anbindung. So versorgten wir zum 30. Juni 2021 in den Ländern unseres operativen Segments 97,8 % der Bevölkerung mit LTE und erreichten damit insgesamt rund 108 Mio. Einwohner. Auch die 5G-Abdeckung schreitet in den Ländern unseres operativen Segments voran. So konnte bereits ein großer Anteil der Bevölkerung z. B. in Griechenland, Österreich und Kroatien an das 5G-Netz der Telekom angebunden werden.

Der Prepaid-Kundenbestand entwickelte sich, im Wesentlichen in Rumänien, rückläufig. Darüber hinaus richten wir den Fokus unseres Marktangangs auf die Vertragstarife aus und bieten unseren Prepaid-Kunden hochwertige Vertragstarife an. Rund die Hälfte der Zugänge im Vertragskundengeschäft entfällt auf ehemalige Prepaid-Kunden, die ein solches Angebot in Anspruch genommen haben. Zusätzlich werden in regelmäßigen Abständen inaktive SIM-Karten aus der Kundenbasis ausgebucht.

Festnetz

Das Breitband-Geschäft ist zum 30. Juni 2021 gegenüber dem Vorjahresendwert um 1,7 % auf insgesamt 7,1 Mio. Kunden gewachsen. In fast allen Landesgesellschaften, insbesondere in Griechenland, Ungarn, Polen, der Tschechischen Republik und der Slowakei, erhöhten sich die Kundenbestände deutlich, außer in Rumänien. Mittels unserer steten Investitionen in zukunftsweisende Glasfaser-Technologien bauen wir unsere Festnetz-Infrastruktur konsequent aus. Zum Ende des zweiten Quartals 2021 haben rund 6,3 Mio. Haushalte in unseren Landesgesellschaften die Möglichkeit, eine direkte Anbindung an unser schnelles Glasfasernetz mit Geschwindigkeiten von bis zu 1 GBit/s zu buchen. Der Anteil der IP-basierten Anschlüsse an den gesamten Festnetz-Anschlüssen stieg im selben Zeitraum auf 93,7 %. Insgesamt bewegte sich die Anzahl der Festnetz-Anschlüsse in unserem operativen Segment Europa mit 9,1 Mio. knapp über dem Vorjahresniveau.

Das TV- und Entertainment-Geschäft zählte zum 30. Juni 2021 insgesamt 5,1 Mio. Kunden und zeigte damit ein leichtes Wachstum von 1,0 % gegenüber dem Vorjahresendwert. Der TV-Markt ist in vielen Ländern unseres Segments bereits gesättigt; hier sind es neben den Telekommunikationsunternehmen auch sog. "OTT-Player", die TV-Dienste anbieten.

FMC – Fixed Mobile Convergence

Unser konvergentes Produkt-Portfolio "MagentaOne" erfreut sich in all unseren Landesgesellschaften großer Beliebtheit. Im Privatkundenbereich erreichten wir zum Ende des ersten Halbjahres 2021 einen Bestand von 6,1 Mio. FMC-Kunden; das entspricht einem Anstieg von 5,6 % gegenüber dem Vorjahresendwert. Insbesondere unsere Landesgesellschaften in Griechenland, Ungarn, Österreich und der Tschechischen Republik trugen zu diesem Wachstum bei. Auch im Geschäftskundenbereich vertreiben wir das Produkt "MagentaOne Business" mit steigenden Zuwachsraten.

Operative Entwicklung

in Mio. €
Q1
2021
Q2
2021
Q2
2020
Veränderung
in %
H1
2021
H1
2020
Veränderung
in %
Gesamtjahr
2020
Gesamtumsatz 2.729 2.823 2.706 4,3 5.551 5.464 1,6 11.335
Griechenland 717 759 692 9,7 1.476 1.399 5,5 2.940
Rumänien 210 217 229 (5,2) 427 466 (8,4) 951
Ungarn 406 424 405 4,7 830 832 (0,2) 1.734
Polen 341 349 359 (2,8) 689 719 (4,2) 1.453
Tschechische Republik 269 280 255 9,8 549 521 5,4 1.072
Kroatien 219 223 215 3,7 442 428 3,3 917
Slowakei 190 194 186 4,3 384 372 3,2 773
Österreich 326 327 317 3,2 652 630 3,5 1.302
Übrigea 70 76 64 18,8 146 130 12,3 283
Betriebsergebnis (EBIT) 385 425 365 16,4 810 713 13,6 1.278
EBIT-Marge %
14,1
15,1 13,5 14,6 13,0 11,3
Abschreibungen (645) (648) (642) (0,9) (1.292) (1.301) 0,7 (2.875)
EBITDA 1.029 1.073 1.007 6,6 2.102 2.014 4,4 4.153
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (10) (15) (51) 70,6 (25) (90) 72,2 (188)
EBITDA (bereinigt um
Sondereinflüsse)
1.039 1.088 1.058 2,8 2.127 2.103 1,1 4.341
EBITDA AL 936 979 901 8,7 1.915 1.799 6,4 3.722
EBITDA AL-wirksame
Sondereinflüsse
(10) (15) (51) 70,6 (25) (90) 72,2 (188)
EBITDA AL (bereinigt um
Sondereinflüsse)
946 994 952 4,4 1.940 1.888 2,8 3.910
Griechenland 298 304 285 6,7 602 573 5,1 1.199
Rumänien 37 44 36 22,2 81 70 15,7 153
Ungarn 106 133 125 6,4 239 238 0,4 520
Polen 95 100 97 3,1 195 192 1,6 378
Tschechische Republik 111 120 105 14,3 231 214 7,9 430
Kroatien 79 85 82 3,7 163 159 2,5 337
Slowakei 84 78 80 (2,5) 162 159 1,9 335
Österreichb 125 123 124 (0,8) 249 247 0,8 496
Übrigea 11 8 19 (57,9) 18 35 (48,6) 63
EBITDA AL-Marge
(bereinigt um Sondereinflüsse)
%
34,7
35,2 35,2 34,9 34,6 34,5
Cash Capex (485) (386) (562) 31,3 (871) (1.000) 12,9 (2.216)

Die Beiträge der Landesgesellschaften entsprechen den jeweiligen Einzelabschlüssen der Gesellschaften ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten auf der Ebene des operativen Segments.

a "Übrige" enthält die Landesgesellschaften Nordmazedonien, Montenegro sowie die GTS Central Europe Gruppe in Rumänien und Europe Headquarters.

b Zum 1. Januar 2021 wurde das österreichische Funkturmgeschäft vom operativen Segment Europa in das operative Segment Group Development verlagert. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.

Gesamtumsatz

Unser operatives Segment Europa erzielte im ersten Halbjahr 2021 einen Gesamtumsatz von 5,6 Mrd. €, gegenüber der Vorjahresperiode ein Plus von 1,6 %. Organisch betrachtet, d. h. unter der Annahme konstanter Währungskurse, erhöhte sich der Umsatz um 2,4 % gegenüber dem Vorjahresniveau.

Die organischen Zuwächse sind auf die gute Entwicklung im Mobilfunk-Geschäft zurückzuführen. Maßgeblich hierfür waren v. a. gestiegene höhermargige Service-Umsätze trotz leichter Verluste bei den Roaming- und Visitoren-Umsätzen sowie höhere Umsätze aus Endgeräteverkäufen. Eine gleichbleibende Umsatzentwicklung verzeichnete hingegen das Festnetz-Geschäft. Höhere Umsätze beim Breitband- und Wholesale-Geschäft konnten die Einbußen beim Systemgeschäft kompensieren. Die Umsätze bei der Sprachtelefonie zeigten deutliche Einbußen.

Die beste organische Umsatzentwicklung aus Länderperspektive hatten zum 30. Juni 2021 unsere Landesgesellschaften in Griechenland, Ungarn und Österreich zu verzeichnen. Dadurch konnten wir die sinkenden Umsätze in Rumänien und Polen ausgleichen. In Rumänien sind die Rückgänge im Wesentlichen durch die rückläufigen Systemgeschäft-Umsätze verursacht.

Im Privatkundenbereich erhöhten sich die Umsätze gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 1,6 %, organisch betrachtet stiegen sie auf 2,7 %. Dazu beigetragen haben großteils höhere Mobilfunk-Umsätze: Sowohl die Service-Umsätze als auch die Verkäufe von mobilen Endgeräten stiegen an. Im Festnetz-Bereich erzielten wir im Breitband-/TV-Geschäft dank unserer innovativen TVund Entertainment-Angebote und des kontinuierlichen Ausbaus der Glasfaser-Technologie ein Plus bei der Umsatzentwicklung. Dadurch konnten wir die rückläufigen Umsätze bei der Sprachtelefonie überkompensieren. Zusätzlich wirkte sich auch eine höhere Anzahl an FMC-Kunden umsatzsteigernd aus.

Europas Geschäftskundenbereich konnte im zweiten Quartal 2021 den Rückgang aus dem Vorquartal aufholen und erreichte eine stabile Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr. Organisch zeigen die Umsätze bereits ein leichtes Plus von 0,6 %. Die Zahlen in unserem ICT-Bereich sind weiterhin beeinflusst von der vereinbarten Veräußerung des Festnetz-Geschäfts in Rumänien; hier kann auch die starke Leistung aus Griechenland mit dem Vertrieb von Hybrid Cloud und Security-Lösungen das Minus im zweiten Quartal nur teilweise auffangen. Das Kerngeschäft in Europa hingegen zeigt sehr gute Wachstumsraten im Mobilfunk-Geschäft, v. a. in Polen und Österreich. Unsere Umsätze im Vorjahreshalbjahr waren massiv durch die Coronavirus-Pandemie gezeichnet; 2021 hat sich das wirtschaftliche Umfeld wieder verbessert und unsere Geschäftskunden fragen zunehmend wieder unsere Business-Lösungen aus den Bereichen Produktivität, Kollaboration und Kontinuität nach.

Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA AL

Unser operatives Segment Europa erzielte im ersten Halbjahr 2021 ein bereinigtes EBITDA AL von 1,9 Mrd. € und lag damit um 2,8 % über dem Vorjahreszeitraum. Organisch betrachtet, d. h. unter der Annahme konstanter Währungskurse sowie um die Verlagerung des österreichischen Funkturmgeschäfts zum operativen Segment Group Development neutralisiert, stieg das bereinigte EBITDA AL um 4,7 % und verzeichnete damit einen positiven Ergebnisbeitrag. Dazu trugen neben den positiven Effekten aus dem Umsatz auch Einsparungen bei den indirekten Kosten, auch durch geringere Aufwendungen beim Personal, bei.

Aus Länderperspektive war der Anstieg des bereinigten organischen EBITDA AL auf die positive Entwicklung in allen unseren Landesgesellschaften, insbesondere aber in Griechenland und Österreich, zurückzuführen.

Unser EBITDA AL erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 6,4 % auf 1,9 Mrd. €. Der Aufwand aus Sondereinflüssen lag unter Vorjahresniveau. Organisch betrachtet stieg das EBITDA AL um 8,6 % an.

Operative Entwicklung in ausgewählten Ländern

Griechenland. In Griechenland lagen die Umsätze mit 1,5 Mrd. € um 5,5 % über dem Vorjahreshalbjahr. Die gute Entwicklung im Mobilfunk-Bereich ist im Wesentlichen durch höhere Umsätze bei den Endgeräteverkäufen begründet. Darüber hinaus befanden sich die Service-Umsätze im zweiten Quartal 2021 im Vergleich zum Vorquartal wieder auf Wachstumskurs. Aufgrund des intensiven Glasfaser- und Vectoring-Ausbaus, einhergehend mit entsprechend höheren Kundenzahlen, erholte sich auch das Festnetz-Geschäft zusehends. Es erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2021 steigende Umsätze zum einen getrieben durch das Breitband- zum anderen durch das Wholesale-Geschäft. Außerdem trug das Systemgeschäft zum Umsatzwachstum bei, getrieben durch einen Anstieg im zweiten Quartal 2021.

Im ersten Halbjahr 2021 lag das bereinigte EBITDA AL in Griechenland bei 602 Mio. € und stieg gegenüber dem Vorjahr somit um 5,1 %. Zu verdanken ist dies einer umsatzbedingt höheren Nettomarge. Die indirekten Kosten bewegten sich insgesamt auf dem Niveau der Vorjahresperiode.

Ungarn. Bis zum 30. Juni 2021 erzielten wir in Ungarn einen Umsatz von 830 Mio. €. Damit ist die Umsatzentwicklung trotz negativer Währungskurseffekte gegenüber dem Vergleichszeitraum stabil geblieben. Organisch betrachtet lagen die Umsätze 3,4 % über dem Vorjahresniveau. Das Mobilfunk-Geschäft ist dabei der wesentliche Treiber. Vor allem die Service-Umsätze entwickelten sich positiv. Darüber hinaus konnten durch Zuwächse bei der Anzahl der Vertragskunden positive Effekte auf das Endgerätegeschäft verzeichnet werden. Der Festnetz-Bereich entwickelte sich ebenfalls leicht positiv mit steigenden Umsätzen im TV- sowie im Breitband-Geschäft, beides durch eine höhere Kundenbasis. Auch unser Konvergenzangebot "MagentaOne" entwickelte sich weiterhin erfolgreich mit einer erneut gestiegenen Kundenzahl und entsprechenden Umsätzen.

Das bereinigte EBITDA AL lag mit 239 Mio. € leicht über dem Vorjahresniveau. Organisch betrachtet stieg das bereinigte EBITDA AL um 3,5 %. Dieses Wachstum ist insbesondere auf die höheren Umsätze zurückzuführen, die den Anstieg der Kosten mehr als ausgleichen.

Polen. In Polen reduzierten sich die Umsätze in den ersten sechs Monaten 2021 um 4,2 % auf 689 Mio. €. Verursacht war dies durch negative Währungskurseffekte. Organisch betrachtet reduzierten sich die Umsätze lediglich um 1,5 %. Dabei verzeichnete das Mobilfunk-Geschäft leichte Rückgänge aus reduzierten National Roaming-Umsätzen. Im Festnetz-Geschäft konnten wir die Anzahl der FTTH-Kunden deutlich steigern und damit die Basis für weiteres Wachstum schaffen.

Das bereinigte EBITDA AL lag zum 30. Juni 2021 mit195 Mio. € um 1,6 % über der Vorjahresperiode. Organisch betrachtet stieg das bereinigte EBITDA AL v. a. infolge geringerer Kosten um 4,1 % an.

Tschechische Republik. Im ersten Halbjahr 2021 lagen die Umsätze in der Tschechischen Republik bei 549 Mio. € und somit um 5,4 % über dem Niveau des Vorjahres. Organisch betrachtet, stiegen die Umsätze um 3,6 % an. Neben der positiven Entwicklung des Mobilfunk-Umsatzes etabliert sich auch das Festnetz-Geschäft zunehmend als Umsatztreiber. Die Anzahl der Breitband-Kunden stieg um 7,6 % im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr an. Die Mobilfunk-Umsätze bewegten sich trotz der durch die Coronavirus-Pandemie ausgelösten Rückgänge der Roaming- und Visitoren-Umsätze über dem Niveau des Vorjahres. Das geht im Wesentlichen auf das Geschäft mit höhermargigen Service-Umsätzen zurück, flankiert durch stärkere Endgeräteumsätze. Im Bereich des Systemgeschäfts konnten wir ebenfalls Umsätze hinzugewinnen.

Das bereinigte EBITDA AL erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um 7,9 % auf 231 Mio. €. Organisch betrachtet stieg das Ergebnis hauptsächlich umsatzbedingt um 6,1 %.

Österreich. In Österreich erwirtschafteten wir im ersten Halbjahr 2021 einen Umsatz von 652 Mio. €. Das entspricht einem Anstieg von 3,5 % und ist im Wesentlichen auf Zuwächse aus dem Verkauf von mobilen Endgeräten zurückzuführen. Das Geschäft mit höhermargigen Service-Umsätzen (ohne Visitoren) leistete ebenso einen positiven Umsatzbeitrag. Beide Effekte konnten die durch die Coronavirus-Pandemie ausgelösten Rückgänge der Visitoren-Umsätze mehr als ausgleichen. Die Umsätze im Festnetz-Geschäft entwickelten sich ebenfalls positiv. Insbesondere das Breitband-Geschäft erzielte deutliche Zuwachsraten, u. a. infolge einer höheren Kundenbasis und höherwertigerer Tarife.

Das bereinigte EBITDA AL stieg zum 30. Juni 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 % auf 249 Mio. €. Organisch betrachtet, d. h. neutralisiert um die Verlagerung des österreichischen Funkturmgeschäfts zum operativen Segment Group Development, stieg das bereinigte EBITDA AL deutlich um 12,7 % an. Neben den positiven Umsatzeffekten trug eine geringere Kostenbelastung zu diesem Anstieg bei. Ein wesentlicher Beitrag kommt auch durch die Realisierung von Synergieeffekten infolge der Akquisition und Integration von UPC Austria.

EBIT

Unser operatives Segment Europa wies im ersten Halbjahr 2021 eine Steigerung des EBIT um 97 Mio. € auf. Das resultierte im Wesentlichen aus einem um 88 Mio. € höheren EBITDA. Die planmäßigen Abschreibungen lagen leicht unter dem Niveau der Vorjahresperiode. Hier wirkten sich v. a. die seit dem ersten Quartal 2021 ausgesetzten Abschreibungen aufgrund des als zur Veräußerung gehaltenen Festnetz-Geschäfts in Rumänien aus.

Cash Capex

Im ersten Halbjahr 2021 wies das operative Segment Europa einen im Vergleich zum Vorjahr um 12,9 % niedrigeren Cash Capex von 871 Mio. € aus. Dieser Rückgang ist auf geringere Auszahlungen für den Erwerb von Spektrumlizenzen, v. a. in Ungarn, zurückzuführen. Wir investieren weiterhin im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie in die Bereitstellung von Breitbandund Glasfaser-Technologie sowie in 5G.

Systemgeschäft

Auftragseingang

in Mio. €

H1 2021 Q1 2021 Gesamtjahr
2020
H1 2020 Veränderung
H1 2021/
H1 2020
in %
Auftragseingang 2.019 891 4.564 1.788 12,9

Geschäftsentwicklung

Das erste Halbjahr 2021 stand weiter im Zeichen der Fokussierung unseres Systemgeschäfts auf Wachstums- und Zukunftsthemen und der Beschleunigung unseres Transformationsprogramms, während die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf unser Geschäft eine rückläufige Tendenz zeigten.

Im Rahmen des Transformationsprogramms haben wir die Anpassung unserer Organisation, Abläufe und Kapazitäten sowie die Entwicklung der Strategie für unser Portfolio weiter vorangetrieben. Neben selbstständigen Portfolio-Einheiten, die sowohl unsere Wachstumsfelder (z. B. Public Cloud und Security) als auch unser klassisches IT-Geschäft verantworten, haben wir ausgewählte Branchen definiert (Automotive, Gesundheitswesen, öffentliche Hand und Transportwesen), für die wir auf Basis unserer Expertise verstärkt vertikale Lösungen anbieten werden. Um unsere Konzernstrategie im Feld "Führend bei Geschäftskunden-Produktivität" konsequent umzusetzen, wurde zum 1. Januar 2021 unsere Portfolio-Einheit IoT (Internet of Things) in das operative Segment Deutschland überführt.

Der Auftragseingang unseres operativen Segments Systemgeschäft liegt im ersten Halbjahr 2021 um 12,9 % über dem Vorjahreszeitraum. Die Entwicklung reflektiert die Erholung von den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die wirtschaftliche Lage unserer Geschäftskunden und die Zurückhaltung bei der Vergabe von Aufträgen im Vorjahr. Insbesondere in unseren Wachstumsfeldern ist eine deutlich positive Entwicklung zu verzeichnen.

Operative Entwicklung

in Mio. €
Q1
2021
Q2
2021
Q2
2020
Veränderung
in %
H1
2021
H1
2020
Veränderung
in %
Gesamtjahr
2020
Gesamtumsatz 1.015 1.006 1.065 (5,5) 2.021 2.127 (5,0) 4.159
davon: Umsatz extern 798 799 829 (3,6) 1.596 1.669 (4,4) 3.237
Betriebsergebnis (EBIT) (27) (68) (60) (13,3) (95) (110) 13,6 (534)
EBIT-wirksame Sondereinflüsse (56) (104) (59) (76,3) (160) (97) (64,9) (582)
EBIT (bereinigt um Sondereinflüsse) 29 36 (1) n.a. 65 (13) n.a. 48
EBIT-Marge (bereinigt um
Sondereinflüsse)
% 2,9 3,6 (0,1) 3,2 (0,6) 1,2
Abschreibungen (80) (74) (103) 28,2 (155) (205) 24,4 (720)
EBITDA 53 7 43 (83,7) 60 95 (36,8) 185
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (36) (91) (59) (54,2) (127) (97) (30,9) (209)
EBITDA (bereinigt um
Sondereinflüsse)
89 98 102 (3,9) 187 192 (2,6) 394
EBITDA AL 26 (19) 12 n.a. 7 33 (78,8) 70
EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse (36) (91) (59) (54,2) (127) (97) (30,9) (209)
EBITDA AL (bereinigt um
Sondereinflüsse)
62 72 71 1,4 134 130 3,1 279
EBITDA AL-Marge
(bereinigt um Sondereinflüsse)
% 6,1 7,2 6,7 6,6 6,1 6,7
Cash Capex (49) (50) (55) 9,1 (99) (80) (23,8) (235)

Gesamtumsatz

Der Gesamtumsatz unseres operativen Segments Systemgeschäft lag im ersten Halbjahr 2021 bei 2,0 Mrd. € bzw. um 5,0 % unter Vorjahresniveau. Der Rückgang ist im Wesentlichen getrieben durch das erwartungsgemäß rückläufige klassische IT-Infrastrukturgeschäft, zum Teil bedingt durch bewusste unternehmerische Entscheidungen wie den Abbau von End User Services. Dagegen wachsen unsere Wachstumsfelder deutlich, insbesondere Public Cloud (+22,5 %), Road Charging (+17,6 %) und Digital Solutions (+13,3 %).

Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA AL

Im ersten Halbjahr 2021 stieg das bereinigte EBITDA AL unseres operativen Segments Systemgeschäft gegenüber dem Vorjahreshalbjahr um 3,1 % auf 134 Mio. €. Effizienzeffekte aus unserem Transformationsprogramm sowie Effekte durch Umsatzsteigerung in unseren Wachstumsfeldern überstiegen den Ergebnisrückgang im klassischen IT-Infrastrukturgeschäft. Das EBITDA AL sank gegenüber dem Vorjahr um 26 Mio. € auf 7 Mio. €. Die Sondereinflüsse lagen um 30 Mio. € über Vorjahr bei minus 127 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch ein negatives Entkonsolidierungsergebnis im Zusammenhang mit der Veräußerung eines Geschäftsbetriebs.

Bereinigtes EBIT, EBIT

Das bereinigte EBIT unseres operativen Segments Systemgeschäft stieg im ersten Halbjahr 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 78 Mio. € auf 65 Mio. €, insbesondere vor dem Hintergrund rückläufiger planmäßiger Abschreibungen, die aus einer nicht zahlungswirksamen Wertminderung der langfristigen Vermögenswerte im dritten Quartal des Vorjahres und einer damit verbundenen Verringerung der Abschreibungsbasis resultierten. Das EBIT stieg gegenüber der Vorjahresperiode um 15 Mio. € auf minus 95 Mio. €. Die Sondereinflüsse lagen um 63 Mio. € über dem Vorjahreszeitraum bei minus 160 Mio. €. Im Wesentlichen wirkte hier eine im ersten Halbjahr 2021 erfasste nicht zahlungswirksame Wertminderung der langfristigen Vermögenswerte, die ebenfalls im Zusammenhang mit der Überprüfung der Werthaltigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Systemgeschäft im dritten Quartal des Vorjahres stand, sowie das zuvor genannte negative Entkonsolidierungsergebnis.

Cash Capex

Der Cash Capex des operativen Segments Systemgeschäft lag im ersten Halbjahr 2021 bei 99 Mio. € verglichen mit 80 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Dies resultierte im Wesentlichen aus vorgezogenen Investitionen im Vergleich zum Vorjahr. Der Schwerpunkt unserer Investitionen liegt perspektivisch weiterhin auf der Entwicklung unseres Wachstumsgeschäfts.

Group Development

Kundenentwicklung

in Tsd.
30.06.2021 31.03.2021 Veränderung
30.06.2021/
31.03.2021
in %
31.12.2020 Veränderung
30.06.2021/
31.12.2020
in %
30.06.2020 Veränderung
30.06.2021/
30.06.2020
in %
T‑Mobile
Netherlands
Mobilfunk
Kunden
6.853 6.798 0,8 6.803 0,7 5.741 19,4
Festnetz
Anschlüsse
707 693 2,0 682 3,7 644 9,8
Breitband
Kunden
695 680 2,2 668 4,0 628 10,7

In den Niederlanden stieg aufgrund der nach dem Corona-Lockdown erst Ende April 2021 wiedereröffneten Shops die Kundenanzahl im Mobilfunk-Bereich leicht an. Im Berichtszeitraum konnte der millionste "Unlimited" Kunde begrüßt werden. Die Anzahl der Festnetz-Anschlüsse in den Niederlanden stieg ebenfalls und profitierte von der Wiedereröffnung der Shops sowie von den erfolgreichen Werbemaßnahmen.

Operative Entwicklung

in Mio. €
Q1
2021
Q2
2021
Q2
2020
Veränderung
in %
H1
2021
H1
2020
Veränderung
in %
Gesamtjahr
2020
Gesamtumsatz 782 780 716 8,9 1.563 1.424 9,8 2.883
davon: T‑Mobile Netherlands 513 506 480 5,4 1.019 956 6,6 1.946
a, b
davon: GD Towers
282 283 248 14,1 565 495 14,1 989
Betriebsergebnis (EBIT) 166 381 123 n.a. 547 263 n.a. 562
Abschreibungen (210) (219) (192) (14,1) (429) (386) (11,1) (780)
EBITDA 376 600 316 89,9 976 649 50,4 1.343
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (16) 198 (37) n.a. 182 (44) n.a. (43)
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 392 403 353 14,2 794 693 14,6 1.386
davon: T‑Mobile Netherlands 171 184 163 12,9 355 320 10,9 639
a, b
davon: GD Towers
224 226 195 15,9 451 390 15,6 786
EBITDA AL 301 516 246 n.a. 816 508 60,6 1.058
EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse (16) 198 (37) n.a. 182 (44) n.a. (43)
EBITDA AL (bereinigt um
Sondereinflüsse)
316 318 283 12,4 634 552 14,9 1.101
davon: T‑Mobile Netherlands 151 155 143 8,4 306 278 10,1 554
a, b
davon: GD Towers
169 170 145 17,2 339 290 16,9 587
EBITDA AL-Marge
(bereinigt um Sondereinflüsse)
%
40,4
40,8 39,5 40,6 38,8 38,2
Cash Capex (115) (134) (117) (14,5) (250) (236) (5,9) (699)

a Zum 1. Januar 2021 wurde das österreichische Funkturmgeschäft vom operativen Segment Europa in das operative Segment Group Development verlagert. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst.

b Zum 1. Juni 2021 wurde das niederländische Funkturmgeschäft an die DIV veräußert und nachfolgend in die Cellnex Netherlands eingebracht.

Gesamtumsatz

Der Gesamtumsatz unseres operativen Segments Group Development stieg im ersten Halbjahr 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 9,8 % auf1,6 Mrd. €. Am 1. Juni 2021 wurde die niederländische Funkturmgesellschaft T‑Mobile Infra an die DIV veräußert und nachfolgend in die Cellnex Netherlands eingebracht. Organisch betrachtet, d. h. neutralisiert um die Veräußerung des niederländischen Funkturmgeschäfts, die Verlagerung des österreichischen Funkturmgeschäfts zum 1. Januar 2021 sowie den Erwerb des niederländischen MVNO und SIM-Anbieters Simpel zum 1. Dezember 2020, stieg der Gesamtumsatz um 4,4 %. Der Umsatzanstieg resultierte aus dem operativen und strukturellen Wachstum unserer beiden Geschäftseinheiten T‑Mobile Netherlands und GD Towers mit der DFMG sowie dem österreichischen Funkturmgeschäft. In den Niederlanden trug insbesondere der Mobilfunk-Bereich aufgrund höherer "Out of Bundle"-Umsätze und höherer Endgeräteverkäufe zum Umsatzanstieg bei. Der Bereich GD Towers verzeichnete ebenso einen Umsatzanstieg, welcher auf einem mengenbedingten Wachstum bei der DFMG beruht sowie durch die Verlagerung des österreichischen Funkturmgeschäfts weiter verstärkt wird.

Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA AL

Das bereinigte EBITDA AL stieg um 14,9 % auf 634 Mio. € an. Organisch betrachtet stieg das bereinigte EBITDA AL um 8,1 %. Der Anstieg resultierte aus der zuvor genannten positiven Umsatzentwicklung bei T‑Mobile Netherlands, aus Synergien aus der Übernahme der Tele2 Netherlands, aus dem Erwerb von Simpel sowie dem effizienten Kosten-Management der T‑Mobile Netherlands. Das GD Towers Geschäft entwickelte sich aufgrund steigender Mengen konstant positiv und wurde durch die Verlagerung des österreichischen Funkturmgeschäfts weiter verstärkt. Darüber hinaus konnte auch eine operative Steigerung durch Umsatzwachstum und Kostentransformation erreicht werden. Positive Sondereinflüsse entlasteten das EBITDA AL im Saldo in Höhe von 182 Mio. €. Diese standen im Wesentlichen im Zusammenhang mit dem aus der Veräußerung des niederländischen Funkturmgeschäfts entstandenen Entkonsolidierungsertrag. Das EBITDA AL stieg gegenüber dem Vergleichsquartal um 308 Mio. € auf 816 Mio. € an.

EBIT

Das EBIT erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum im Wesentlichen aufgrund der beim EBITDA AL beschriebenen Entwicklung auf 547 Mio. €. Die Abschreibungen lagen 11,1 % über dem Niveau der Vergleichsperiode im Wesentlichen aufgrund der seit dem 1. Januar 2021 zu berücksichtigenden Abschreibungen aus dem österreichischen Funkturmgeschäft.

Cash Capex

Der Cash Capex lag bei 250 Mio. € und somit über dem Niveau des Vergleichszeitraums. Der Schwerpunkt unserer Investitionen liegt weiterhin im 5G-Ausbau sowie im Ausbau der Mobilfunk-Infrastruktur in Deutschland.

Group Headquarters & Group Services

Operative Entwicklung

in Mio. €
Q1 Q2 Q2 Veränderung H1 H1 Veränderung Gesamtjahr
2021 2021 2020 in % 2021 2020 in % 2020
Gesamtumsatz 625 671 651 3,1 1.296 1.285 0,9 2.556
Betriebsergebnis (EBIT) (357) (378) (345) (9,6) (735) (709) (3,7) (1.655)
Abschreibungen (330) (382) (325) (17,5) (712) (620) (14,8) (1.304)
EBITDA (27) 4 (20) n.a. (23) (89) 74,2 (350)
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (26) (55) (81) 32,1 (81) (139) 41,7 (277)
EBITDA (bereinigt um
Sondereinflüsse) (2) 59 62 (4,8) 57 50 14,0 (73)
EBITDA AL (110) (75) (108) 30,6 (186) (269) 30,9 (707)
EBITDA AL-wirksame
Sondereinflüsse (26) (55) (81) 32,1 (81) (139) 41,7 (277)
EBITDA AL (bereinigt um
Sondereinflüsse) (84) (21) (27) 22,2 (105) (130) 19,2 (429)
Cash Capex (250) (222) (240) 7,5 (472) (470) (0,4) (990)

Gesamtumsatz

Der Gesamtumsatz unseres Segments Group Headquarters & Group Services erhöhte sich im ersten Halbjahr 2021 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,9 %. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf höhere konzerninterne Umsätze bei Deutsche Telekom IT aus der Lizenzierung des ERP-Systems zurückzuführen. Gegenläufig wirkten gesunkene Umsätze im Bereich Grundstücke und Gebäude aufgrund der weiteren Optimierung von Flächen.

Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA AL

In der Berichtsperiode verbesserte sich das bereinigte EBITDA AL unseres Segments Group Headquarters & Group Services im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25 Mio. € auf minus 105 Mio. €. Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus gestiegenen Umsätzen bei Deutsche Telekom IT aus der Lizenzierung des ERP-Systems und aus geringeren operativen Aufwendungen bei unseren Group Services. Gegenläufig belasteten geringere Erträge aus Immobilienverkäufen und gesunkene Umsätze im Bereich Grundstücke und Gebäude das bereinigte EBITDA AL.

Insgesamt war das EBITDA AL in der Berichtsperiode mit Sondereinflüssen, insbesondere für Personalmaßnahmen, in Höhe von 81 Mio. € belastet. Im Vorjahreszeitraum standen dem Sondereinflüsse, ebenfalls insbesondere für Personalmaßnahmen, in Höhe von 139 Mio. € gegenüber.

EBIT

Der Rückgang des EBIT um 26 Mio. € gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf minus 735 Mio. € resultierte im Wesentlichen aus zwei gegenläufigen Effekten: Einerseits aus dem Anstieg der Abschreibungen und andererseits aus der positiven Entwicklung des EBITDA AL. Der Anstieg der Abschreibungen ist im Wesentlichen auf das erhöhte Fertigungsvolumen im Zusammenhang mit der Einführung agiler Prozesse und auf kürzere Projektlaufzeiten bei Deutsche Telekom IT zurückzuführen. Darüber hinaus stiegen die Abschreibungen durch höhere Aktivierungen im Rahmen der Lizenzierung des ERP-Systems. Ferner ergab sich im ersten Quartal 2021 eine Wertminderung auf durch das operative Segment Systemgeschäft genutzte Software in Höhe von 14 Mio. €. Diese stand im Zusammenhang mit der unterjährigen Überprüfung der Werthaltigkeit der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Systemgeschäft im dritten Quartal des Vorjahres. Gegenläufig sanken die Abschreibungen im Bereich Grundstücke und Gebäude infolge der fortgesetzten Optimierung unseres Immobilien-Portfolios.

Cash Capex

Der Cash Capex lag im Berichtszeitraum auf dem Niveau der Vergleichsperiode.

Ereignisse nach der Berichtsperiode

Wir verweisen diesbezüglich auf die "Ereignisse nach der Berichtsperiode" im Konzern-Zwischenabschluss.

Prognose

Die in diesem Kapitel getroffenen Aussagen basieren auf der aktuellen Einschätzung unseres Managements. Abweichend von den im zusammengefassten Lagebericht 2020 (Seite 107 ff.) sowie im Konzern-Zwischenbericht zum 31. März 2021 (Seite 32 f.) veröffentlichten Prognosen, gehen wir davon aus, dass das bereinigte EBITDA AL stärker als bislang erwartet wachsen wird. Bisher gingen wir in unserer Prognose von einer Steigerung des bereinigten EBITDA AL auf über 37,0 Mrd. € aus. Nun erwarten wir, dass das bereinigte EBITDA AL des Konzerns im Geschäftsjahr 2021 auf über 37,2 Mrd. € wachsen wird. Maßgeblich dafür ist die über unseren Erwartungen liegende Entwicklung des Geschäfts im operativen Segment USA, für das wir jetzt ein bereinigtes EBITDA AL von rund 26,1 Mrd. US‑\$ statt zuletzt 25,9 Mrd. US‑\$ erwarten. Die übrigen abgegebenen Aussagen behalten weiterhin ihre Gültigkeit. Für das Geschäft außerhalb der USA erwarten wir für das bereinigte EBITDA AL den im Konzern-Zwischenbericht zum 31. März 2021 kommunizierten erhöhten Wert von insgesamt14,4 Mrd. €. Ebenso prognostizieren wir den Free Cashflow AL des Konzerns (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) auf dem zuletzt erhöhten Niveau von über 8,0 Mrd. €. Darüber hinaus gehen wir im Kapitel "Wirtschaftliches Umfeld" in diesem Konzern-Zwischenlagebericht auf Ergänzungen und neue Entwicklungen der gesamtwirtschaftlichen Situation ein. Ferner wird auf den "Haftungsausschluss" am Ende dieses Berichts verwiesen.

Risiko- und Chancensituation

Im Folgenden werden die wesentlichen Ergänzungen und neuen Entwicklungen zu der im zusammengefassten Lagebericht im Geschäftsbericht 2020 dargestellten Risiko- und Chancensituation ausgeführt. Ferner wird auf den "Haftungsausschluss" am Ende dieses Berichts verwiesen.

Risiko- und Chancen-Management-System

Ab dem zweiten Quartal 2021 wurden Anpassungen im Risiko- und Chancen-Management-System aufgrund des neu gefassten Prüfungsstandards 340 des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW) zur Prüfung des Risikofrüherkennungssystems vorgenommen. Im Wesentlichen geht es hierbei um die Implementierung eines Risikotragfähigkeitskonzepts, die Verbesserung der Risikoaggregation (z. B. verstärkte Quantifizierung von Risiken) sowie die Umbenennung und teilweise Neuzuordnung der Risiken und Chancen zu den Risiko- und Chancenkategorien. Zusätzlich wurden die Werte zur Einordnung des Risikoausmaßes angepasst, da durch organisches Unternehmenswachstum und den Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint das EBITDA AL der Deutschen Telekom stark gewachsen ist. Diese Anpassungen haben Auswirkungen auf die Darstellung und Bewertung der Risiken und Chancen. Eine detaillierte Erläuterung der Änderungen werden wir im Geschäftsbericht 2021 geben. Im Konzern-Zwischenbericht zum 30. Juni 2021 werden ausschließlich die "inhaltlichen" Änderungen der Risiko- und Chancenkategorien beschrieben und nicht die, deren Ursprung in der Anpassung der Methodik liegt.

Konjunkturelle Risiken Deutschland und Europa

Mit den Lockerungen der Corona-Beschränkungen zeichnet sich in Deutschland und Europa eine kräftige Wirtschaftserholung ab. Das Geschäfts- und Konsumklima hat sich in den letzten Monaten spürbar verbessert. Gleichzeitig trifft die ansteigende gesamtwirtschaftliche Nachfrage auf Angebotsbeschränkungen: Die Preise für Rohstoffe sind in die Höhe geschnellt und immer mehr Unternehmen fehlt es an Vorprodukten. Die Wachstumsaussichten für Deutschland und Europa sind insgesamt jedoch positiv. Der Internationale Währungsfonds rechnet in seiner Prognose von April 2021 mit einem Wachstum der Wirtschaft im Euroraum von 4,4 % für das laufende Jahr (Deutschland +3,6 %); ein Rückfall in eine Rezession gilt als unwahrscheinlich. Die Unwägbarkeiten bezüglich des weiteren Verlaufs der Coronavirus-Pandemie, u. a. die Bildung von Virus-Mutationen, lassen uns mögliche wirtschaftliche Folgen nicht ausschließen. Basierend auf den Erkenntnissen aus der Vergangenheit, sind durch die Coronavirus-Pandemie nur eingeschränkte Auswirkungen auf das Geschäft der Deutschen Telekom zu erwarten. Daher haben wir die Risikobedeutung der Risikokategorie "Konjunkturelle Risiken Deutschland" und "Konjunkturelle Risiken Europa" auf "gering" abgesenkt.

Konjunkturelle Risiken USA

Führende Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Wachstumsprognosen für die USA angehoben. Im März 2021 wurde ein 1.900 Mrd. US‑\$ schweres Konjunkturpaket verabschiedet, das perspektivisch allerdings auch mit höheren US-Körperschaftsteuersätzen einhergehen könnte, die unter Umständen unsere Konzerngesellschaft T‑Mobile US in Zukunft stärker steuerlich belasten würden. Der Internationale Währungsfonds rechnet in seiner Prognose von April 2021 mit einem Wachstum der US-Wirtschaft von 6,4 % für das laufende Jahr; ein Rückfall in eine Rezession gilt als unwahrscheinlich. Die Wirtschaftstätigkeit in den USA dürfte bereits Mitte diesen Jahres das Vorkrisenniveau erreichen. Aufgrund der Wachstumsaussichten haben wir die Risikobedeutung der Risikokategorie "Konjunkturelle Risiken USA" auf "gering" abgesenkt.

Risiken aus strategischer Transformation und Integration

Die Zusammenarbeit mit chinesischen Lieferanten wird durch den andauernden Handelskonflikt zwischen den USA und China erschwert. Seit 2020 sanktionieren die USA aufgrund von Sicherheitsbedenken die Nutzung von US-Technologie für und durch chinesische Lieferanten. Dabei wirken sie auch auf andere Länder ein, sich entsprechend zu verhalten. In Deutschland hat der Gesetzgeber durch das neue "Zweite Gesetz zur Erhöhung der Sicherheit informationstechnischer Systeme" (IT-Sicherheitsgesetz 2.0) eine langjährige intensive Diskussion um die Sicherheit in kritischen Infrastrukturen beendet. Positiv ist, dass nun einige Anforderungen an kritische Infrastrukturen (KRITIS) geregelt werden, die lange Zeit strittig waren. Die Deutsche Telekom selbst prüft sicherheitskritische Komponenten seit langem vor dem Einbau und laufend im Betrieb. Wir gehen davon aus, dass auch die Prüfung durch die Behörden mit einem zügigen Netzausbau vereinbar ist und es nicht zu dauerhaften Verzögerungen kommt. Das IT-Sicherheitsgesetz 2.0 beinhaltet kein Verbot von einzelnen Herstellern. Für die praktische Anwendung des IT-Sicherheitsgesetzes 2.0 erarbeitet das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat gegenwärtig die notwendige Rechtsverordnung. Bezüglich der möglicherweise betroffenen kritischen Komponenten sind die Vorgaben des sog. "TKG-Sicherheitskatalogs" relevant, der derzeit ebenfalls zwischen der BNetzA und dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik erarbeitet wird. Das Risiko einer Rückbauanordnung bereits im Netz verbauter Komponenten ist anhand der Gesetzeslage als gering einzuschätzen. Das zukünftige Risiko zur Verwendung noch zu verbauender Komponententypen wird erst mit Vorliegen des Sicherheitskatalogs final bewertbar sein. Gleichwohl wird eine Rückbauanordnung einmal genehmigter Komponenten nur nach hohen Hürden angeordnet werden können. Entsprechend reduziert sich das potenzielle Schadensausmaß und wir haben die Risikobedeutung der Risikokategorie "Risiken aus strategischer Transformation und Integration" auf "mittel" abgesenkt.

Regulierungsrisiken

Neue staatliche Interventionen im Kontext Netzsicherheit in Polen in Diskussion. In Polen hat die Regierung im Januar 2021 einen Entwurf für ein Cyber-Sicherheitsgesetz und neue Bestimmungen für eine Novelle des Telekommunikationsgesetzes veröffentlicht. Demnach sollen neue Mobilfunknetz-Betreiber mit privilegiertem Zugang zu Ressourcen etabliert werden. Dies könnte zu Wettbewerbsverzerrungen führen und die Wettbewerbsposition unserer Mobilfunk-Tochter in Polen negativ beeinflussen.

Rechtsverfahren

Klagen wegen Entgelten für die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen. In den von der Kabel Deutschland Vertrieb und Service GmbH (heute Vodafone Kabel Deutschland GmbH) einerseits und von der Unitymedia Hessen GmbH & Co. KG (heute Vodafone Hessen GmbH), der Unitymedia NRW GmbH (heute Vodafone NRW GmbH) und der Kabel BW GmbH (heute Vodafone BW GmbH) andererseits geführten Klageverfahren gegen die Telekom Deutschland GmbH hat der Bundesgerichtshof die Revisionen der Kläger mit Beschlüssen vom 18. Mai 2021 insoweit zugelassen, als die Klagen Ansprüche für den Zeitraum ab dem 1. Januar 2012 (Vodafone Kabel Deutschland GmbH) bzw. für die übrigen Kläger ab dem 1. Januar 2016 betreffen. Die finanziellen Auswirkungen beider Verfahren können derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Prospekthaftungsverfahren (dritter Börsengang – DT3). Hierbei handelt es sich um ursprünglich ca. 2.600 laufende Klagen von ca. 16.000 angeblichen Käufern von T-Aktien, die auf der Grundlage des Prospekts vom 26. Mai 2000 verkauft wurden. Die Kläger behaupten, dass einzelne Angaben in diesem Prospekt unrichtig oder unvollständig seien. Der Streitwert beläuft sich aktuell auf insgesamt noch ca. 78 Mio. € zuzüglich Zinsen. Die Klagen richten sich zum Teil auch gegen die KfW und/oder die Bundesrepublik Deutschland sowie teilweise auch gegen emissionsbegleitende Banken. Das Landgericht (LG) Frankfurt am Main hatte Vorlagebeschlüsse nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) zum Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main erlassen und die Ausgangsverfahren ausgesetzt. Am 16. Mai 2012 hatte das OLG Frankfurt am Main festgestellt, dass der Börsenprospekt der Deutschen Telekom AG keinen wesentlichen Fehler enthält. Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte in seiner Entscheidung vom 21. Oktober 2014 diese Entscheidung teilweise aufgehoben, einen Fehler im Börsenprospekt festgestellt und das Verfahren an das OLG Frankfurt am Main zurückverwiesen. Am 30. November 2016 stellte das OLG Frankfurt am Main in einem Musterentscheid fest, dass aus dem vom BGH festgestellten Fehler eine grundsätzliche Haftung der Deutschen Telekom AG resultieren könne; Einzelheiten seien aber in den Ausgangsverfahren zu klären. Auf Beschwerde beider Parteien hat der BGH das Verfahren im Februar 2021 erneut an das OLG Frankfurt am Main zurückverwiesen. Die Deutsche Telekom hat bilanzielle Risikovorsorge in angemessener Höhe gebildet.

Sammelklage im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss mit Sprint. Am 4. Juni 2021 wurden vor dem Delaware Court of Chancery eine Aktionärssammelklage (Shareholder Class Action) und eine abgeleitete Aktionärsklage (Derivative Action) gegen die Deutsche Telekom, SoftBank, T‑Mobile US und einige unserer derzeitigen und ehemaligen Mitglieder des Verwaltungsrats (Board of Directors) der T‑Mobile US eingereicht. Darin wird geltend gemacht, dass diese mit der ergänzenden Vereinbarung über die Kaufpreisanpassung zur Fusionsvereinbarung und SoftBanks nachfolgender Monetarisierung der T‑Mobile US-Aktien ihre Treuepflichten verletzt hätten. Die sich aus diesem Verfahren ergebende Klageforderung und das finanzielle Risiko für die Deutsche Telekom können derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Kartellverfahren

Schadensersatzklagen gegen Slovak Telekom infolge einer Bußgeldentscheidung der Europäischen Kommission. Die Europäische Kommission hat am 15. Oktober 2014 entschieden, dass Slovak Telekom ihre Marktmacht auf dem slowakischen Breitband-Markt missbraucht habe, und im Zuge dessen Bußgelder gegen Slovak Telekom und Deutsche Telekom verhängt, die im Januar 2015 vollständig bezahlt wurden. Im Jahr 2018 hat das Gericht der Europäischen Union die Entscheidung der Europäischen Kommission nach einer von Slovak Telekom und Deutsche Telekom eingelegten Berufung teilweise für nichtig erklärt und die verhängten Bußgelder um insgesamt 13 Mio. € reduziert. Mit Urteil vom 25. März 2021 wurde eine weitere Berufung zum Europäischen Gerichtshof vollumfänglich abgewiesen. Im Anschluss an die Bußgeldentscheidung der Europäischen Kommission hatten Wettbewerber Klage vor dem Zivilgericht in Bratislava gegen Slovak Telekom erhoben. Mit diesen Klagen begehren sie die Erstattung eines angeblichen Schadens, der sich aus dem von der Europäischen Kommission festgestellten Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung durch die Slovak Telekom ergeben haben soll. Derzeit sind noch zwei Klagen in Höhe von insgesamt 112 Mio. € zuzüglich Zinsen anhängig. Die finanziellen Auswirkungen können derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Einschätzung zur Gesamtrisikosituation

Die Gesamtrisikosituation hat sich im Vergleich zu der im zusammengefassten Lagebericht im Geschäftsbericht 2020 dargestellten Risiko- und Chancensituation aufgrund von verbesserten Konjunkturprognosen in Deutschland, Europa und in den USA sowie des neuen IT-Sicherheitsgesetzes 2.0, was Klarheit hinsichtlich Beschränkungen mit chinesischen Lieferanten geschaffen hat, verbessert. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts sind in unserem Risiko-Management-System, wie auch nach Einschätzung unseres Managements, keine wesentlichen Risiken absehbar, die den Bestand der Deutschen Telekom AG oder eines wesentlichen Konzernunternehmens gefährden könnten.

Konzern-Zwischenabschluss

Konzern-Bilanz

in Mio. €
30.06.2021 31.12.2020 Veränderung Veränderung
in %
30.06.2020
Aktiva
Kurzfristige Vermögenswerte 32.728 37.293 (4.565) (12,2) 37.936
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 8.861 12.939 (4.078) (31,5) 14.537
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.968 13.523 445 3,3 12.690
Vertragsvermögenswerte 1.995 1.966 29 1,5 1.905
Ertragsteuerforderungen 242 349 (107) (30,7) 245
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 3.061 3.224 (163) (5,1) 2.776
Vorräte 2.066 2.695 (629) (23,3) 2.077
Übrige Vermögenswerte 1.872 1.484 388 26,1 1.919
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte
und Veräußerungsgruppen
664 1.113 (449) (40,3) 1.786
Langfristige Vermögenswerte 237.775 227.624 10.151 4,5 232.035
Immaterielle Vermögenswerte 128.431 118.066 10.365 8,8 126.372
Sachanlagen 60.439 60.975 (536) (0,9) 62.912
Nutzungsrechte 30.624 30.302 322 1,1 23.821
Aktivierte Vertragskosten 2.315 2.192 123 5,6 2.081
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 950 543 407 75,0 541
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 6.011 6.416 (405) (6,3) 6.715
Aktive latente Steuern 7.752 7.972 (220) (2,8) 8.434
Übrige Vermögenswerte 1.255 1.159 96 8,3 1.158
Bilanzsumme 270.504 264.917 5.587 2,1 269.971
Passiva
Kurzfristige Schulden 35.225 37.135 (1.910) (5,1) 39.015
Finanzielle Verbindlichkeiten 11.902 12.652 (750) (5,9) 13.567
Leasing-Verbindlichkeiten 4.977 5.108 (131) (2,6) 5.812
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige Verbindlichkeiten
8.342 9.760 (1.418) (14,5) 9.601
Ertragsteuerverbindlichkeiten 833 690 143 20,7 566
Sonstige Rückstellungen 3.389 3.638 (249) (6,8) 3.395
Übrige Schulden 3.812 3.213 599 18,6 3.739
Vertragsverbindlichkeiten 1.699 1.625 74 4,6 1.794
Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung
gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und
Veräußerungsgruppen 271 449 (178) (39,6) 541
Langfristige Schulden 158.279 155.232 3.047 2,0 157.454
Finanzielle Verbindlichkeiten 97.788 94.456 3.332 3,5 103.043
Leasing-Verbindlichkeiten 28.286 27.607 679 2,5 19.994
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 5.925 7.684 (1.759) (22,9) 8.003
Sonstige Rückstellungen 5.186 5.395 (209) (3,9) 4.820
Passive latente Steuern 18.257 17.260 997 5,8 18.716
Übrige Schulden 2.257 2.418 (161) (6,7) 2.450
Vertragsverbindlichkeiten 580 411 169 41,1 428
Schulden 193.504 192.367 1.137 0,6 196.469
Eigenkapital 77.000 72.550 4.450 6,1 73.502
Gezeichnetes Kapital 12.189 12.189 0 0,0 12.189
Eigene Anteile (46) (46) 0 0,0 (47)
12.144 12.143 1 0,0 12.142
Kapitalrücklage 62.597 62.640 (43) (0,1) 62.535
Gewinnrücklagen einschließlich Ergebnisvortrag (36.217) (38.905) 2.688 6,9 (39.014)
Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis (2.969) (4.115) 1.146 27,8 (1.573)
Konzernüberschuss/(-fehlbetrag) 2.815 4.158 (1.343) (32,3) 1.670
Anteile der Eigentümer des Mutterunternehmens 38.370 35.922 2.448 6,8 35.760
Anteile anderer Gesellschafter 38.630 36.628 2.002 5,5 37.743
Bilanzsumme 270.504 264.917 5.587 2,1 269.971

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio. €
Q2
2021
Q2
2020
Veränderung
in %
H1
2021
H1
2020
Veränderung
in %
Gesamtjahr
2020
Umsatzerlöse 26.593 27.041 (1,7) 52.983 46.984 12,8 100.999
davon: nach der Effektivzinsmethode
berechnete Zinserträge
69 75 (8,0) 141 156 (9,6) 278
Sonstige betriebliche Erträge 553 527 4,9 841 820 2,6 2.879
Bestandsveränderungen (5) 2 n.a. (5) 30 n.a. (15)
Aktivierte Eigenleistungen 706 721 (2,1) 1.380 1.326 4,1 2.774
Materialaufwand (11.722) (11.678) (0,4) (23.155) (20.243) (14,4) (44.674)
Personalaufwand (4.702) (5.131) 8,4 (9.358) (9.615) 2,7 (18.853)
Sonstige betriebliche Aufwendungen (954) (1.456) 34,5 (1.855) (2.336) 20,6 (4.476)
Wertminderungsaufwendungen aus
finanziellen Vermögenswerten
(124) (333) 62,8 (269) (474) 43,2 (862)
Gewinne/(Verluste) aus der
Ausbuchung von zu fortgeführten
Anschaffungskosten bewerteten
finanziellen Vermögenswerten
(29) (33) 12,1 (53) (85) 37,6 (188)
Sonstiges (801) (1.090) 26,5 (1.533) (1.777) 13,7 (3.425)
EBITDA 10.469 10.026 4,4 20.830 16.966 22,8 38.633
Abschreibungen (6.781) (6.939) 2,3 (13.623) (11.368) (19,8) (25.829)
Betriebsergebnis (EBIT) 3.688 3.087 19,5 7.207 5.597 28,8 12.804
Zinsergebnis (1.118) (1.443) 22,5 (2.304) (2.000) (15,2) (4.224)
Zinserträge 100 93 7,5 215 193 11,4 414
Zinsaufwendungen (1.218) (1.536) 20,7 (2.519) (2.193) (14,9) (4.638)
Ergebnis aus at equity bilanzierten
Unternehmen
(33) (7) n.a. (44) (6) n.a. (12)
Sonstiges Finanzergebnis 656 202 n.a. 178 (206) n.a. 109
Finanzergebnis (495) (1.249) 60,4 (2.170) (2.213) 1,9 (4.128)
Ergebnis vor Ertragsteuern 3.193 1.838 73,7 5.037 3.384 48,8 8.677
Ertragsteuern (719) (517) (39,1) (1.261) (968) (30,3) (1.929)
Überschuss/(Fehlbetrag) 2.473 1.321 87,2 3.776 2.417 56,2 6.747
Zurechnung des Überschusses/(Fehlbetrags)
an die
Eigentümer des Mutterunternehmens
(Konzernüberschuss/ (-fehlbetrag))
1.879 754 n.a. 2.815 1.670 68,6 4.158
Anteile anderer Gesellschafter 594 568 4,6 960 747 28,5 2.589

Seit dem 1. April 2020 wird Sprint als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Die Transaktion hat Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Werte der Berichtsperiode mit den Vorjahresvergleichswerten. Weitere Informationen zur Transaktion finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Ergebnis je Aktie

Q2
2021
Q2
2020
Veränderung
in %
H1
2021
H1
2020
Veränderung
in %
Gesamtjahr
2020
Den Eigentümern des
Mutterunternehmens zugerechneter
Überschuss/(Fehlbetrag)
(Konzernüberschuss/(-fehlbetrag))
Mio. € 1.879 754 n.a. 2.815 1.670 68,6 4.158
Angepasste gewichtete
durchschnittliche Anzahl der
ausstehenden Stammaktien
unverwässert/verwässert
Mio. Stück 4.744 4.743 0,0 4.744 4.743 0,0 4.743
Ergebnis je Aktie unverwässert/
verwässert
0,40 0,16 n.a. 0,59 0,35 68,6 0,88

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

in Mio. €
Q2 Q2 H1 H1 Gesamtjahr
2021 2020 Veränderung 2021 2020 Veränderung 2020
Überschuss/(Fehlbetrag) 2.473 1.321 1.152 3.776 2.417 1.359 6.747
Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und
Verlustrechnung umklassifiziert werden
Ergebnis aus der Neubewertung von gehaltenen
Eigenkapitalinstrumenten
54 45 9 87 59 28 62
Ergebnis aus der Neubewertung von
leistungsorientierten Plänen
631 (348) 979 1.610 (1.355) 2.965 (1.358)
Neubewertung im Rahmen von
Unternehmenserwerben
0 0 0 0 0 0 0
Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen
an at equity bilanzierten Unternehmen
0 0 0 0 0 0 0
Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital
verrechnete Wertänderungen (38) 97 (135) (223) 11 (234) 142
648 (205) 853 1.474 (1.285) 2.759 (1.154)
Posten, die nachträglich in die Gewinn- und
Verlustrechnung umklassifiziert werden,
wenn bestimmte Gründe vorliegen
Gewinne und Verluste aus der Umrechnung der
Abschlüsse ausländischer Geschäftsbetriebe
Erfolgswirksame Änderung 41 0 41 41 0 41 0
Erfolgsneutrale Änderung (649) (1.291) 642 2.047 (1.045) 3.092 (6.578)
Gewinne und Verluste aus der Neubewertung
von gehaltenen Fremdkapitalinstrumenten
Erfolgswirksame Änderung 97 105 (8) 179 212 (33) 491
Erfolgsneutrale Änderung (147) (33) (114) (179) (195) 16 (481)
Gewinne und Verluste aus
Sicherungsinstrumenten
(designierte Risikokomponenten)
Erfolgswirksame Änderung 98 141 (43) 14 141 (127) 431
Erfolgsneutrale Änderung 24 (162) 186 148 (1.082) 1.230 (1.446)
Gewinne und Verluste aus
Sicherungsinstrumenten
(Kosten der Absicherung)
Erfolgswirksame Änderung 1 1 0 1 1 0 2
Erfolgsneutrale Änderung 12 (27) 39 21 (29) 50 (30)
Anteil am sonstigen Ergebnis von Beteiligungen
an at equity bilanzierten Unternehmen
Erfolgswirksame Änderung 0 0 0 0 0 0 0
Erfolgsneutrale Änderung 0 0 0 0 0 0 1
Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital
verrechnete Wertänderungen
(33) 4 (37) (46) 257 (303) 283
(556) (1.263) 707 2.226 (1.740) 3.966 (7.327)
Sonstiges Ergebnis 92 (1.469) 1.561 3.700 (3.025) 6.725 (8.481)
Gesamtergebnis 2.565 (148) 2.713 7.475 (608) 8.083 (1.734)
Zurechnung des Gesamtergebnisses an die
Eigentümer des Mutterunternehmens 2.439 29 2.410 5.333 (552) 5.885 (496)
Anteile anderer Gesellschafter 126 (178) 304 2.142 (57) 2.199 (1.238)

Seit dem 1. April 2020 wird Sprint als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Die Transaktion hat Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Werte der Berichtsperiode mit den Vorjahresvergleichswerten. Weitere Informationen zur Transaktion finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

in Mio. €

Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens
Bezahltes Eigenkapital Erwirtschaftetes Konzern-Eigenkapital
Gezeichnetes
Kapital
Eigene Anteile Kapital
rücklage
Gewinn
rücklagen
einschl.
Ergebnis
vortrag
Konzern
überschuss/
(-fehlbetrag)
Währungs
umrechnung
ausländischer
Geschäfts
betriebe
Neube
wertungs
rücklage
Stand zum 1. Januar 2020 12.189 (47) 55.029 (38.709) 3.867 (808) (21)
Übertrag aufgrund Änderung der
Rechnungslegungsvorschriften
Veränderung Konsolidierungskreis
Transaktionen mit Eigentümern 7.374 (336)
Gewinnvortrag 3.867 (3.867)
Dividendenausschüttung (2.846)
Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG
Kapitalerhöhung aus
anteilsbasierter Vergütung
133
Aktienrückkauf/Treuhänderisch
hinterlegte Aktien
Überschuss/(Fehlbetrag) 1.670
Sonstiges Ergebnis (1.323) (485)
Gesamtergebnis
Transfer in Gewinnrücklagen (3) 3
Stand zum 30. Juni 2020 12.189 (47) 62.535 (39.014) 1.670 (1.630) (17)
Stand zum 1. Januar 2021 12.189 (46) 62.640 (38.905) 4.158 (4.092) (14)
Übertrag aufgrund Änderung der
Rechnungslegungsvorschriften
Veränderung Konsolidierungskreis
Transaktionen mit Eigentümern (110) 1
Gewinnvortrag 4.158 (4.158)
Dividendenausschüttung (2.846)
Kapitalerhöhung Deutsche Telekom AG
Kapitalerhöhung aus
anteilsbasierter Vergütung
67
Aktienrückkauf/Treuhänderisch
hinterlegte Aktien
Überschuss/(Fehlbetrag) 2.815
Sonstiges Ergebnis 1.330 1.006
Gesamtergebnis
Transfer in Gewinnrücklagen 46 3
Stand zum 30. Juni 2021 12.189 (46) 62.597 (36.217) 2.815 (3.085) (11)
Eigenkapital der Eigentümer des Mutterunternehmens Summe Anteile
anderer
Gesellschafter
Gesamt
Konzern
Eigenkapital
Kumuliertes sonstiges Konzernergebnis
Eigenkapital
instrumente zum
beizulegenden
Zeitwert über das
sonstige Ergebnis
(IFRS 9) Fremdkapital
instrumente zum
beizulegenden
Zeitwert über das
sonstige Ergebnis
(IFRS 9)
Sicherungs
instrumente:
designierte
Risikokom
ponenten
(IFRS 9)
Sicherungs
instrumente:
Kosten der
Absicherung
(IFRS 9)
At equity
bilanzierte
Unternehmen
Steuern
101 (6) 130 51 0 (69) 31.707 14.524 46.231
17.329 17.329
12 377 (109) 7.317 6.006 13.323
(2.846) (174) (3.019)
133 113 246
59 (3) (617) (27) 175 1.670
(2.222)
747
(803)
2.417
(3.025)
(552) (56) (608)
160 3 (110) 24 0 (3) 35.760 37.743 73.502
156 0 (223) 24 0 34 35.922 36.628 72.550
4 (1) (106) 10 (96)
(2.846) (234) (3.080)
67 83 150
2.815 960 3.776
81 119 22 (41) 2.517 1.182 3.700
5.333 2.142 7.475
(52) 2
185 0 (100) 46 0 (5) 38.370 38.630 77.000

Konzern-Kapitalflussrechnung

in Mio. €
Q2
2021
Q2
2020
H1
2021
H1
2020
Gesamtjahr
2020
Ergebnis vor Ertragsteuern 3.193 1.838 5.037 3.384 8.677
Abschreibungen 6.781 6.939 13.623 11.368 25.829
Finanzergebnis 495 1.249 2.170 2.213 4.128
Ergebnis aus dem Abgang vollkonsolidierter Gesellschaften (163) (9) (163) (9) (10)
Ergebnis aus Veräußerungen von nach der Equity-Methode bewerteten Anteilen 0 0 0 0 0
Sonstige zahlungsunwirksame Vorgänge (92) 164 5 394 (857)
Ergebnis aus dem Abgang immaterieller Vermögenswerte und Sachanlagen (7) 199 (2) 178 368
Veränderung aktives operatives Working Capital (242) (95) 436 (361) (2.702)
Veränderung sonstige operative Vermögenswerte (203) 226 (542) (263) (509)
Veränderung der Rückstellungen (80) (162) (499) (263) 20
Veränderung passives operatives Working Capital (330) (1.667) (1.130) (1.875) (2.108)
Veränderung sonstige operative Verbindlichkeiten 145 37 397 182 (239)
Erhaltene/(Gezahlte) Ertragsteuern (102) 70 (357) (74) (690)
Erhaltene Dividenden 1 1 2 4 6
Nettozahlungen aus Abschluss, Auflösung und Konditionenänderung
von Zinsderivaten
0 (2.189) 0 (2.189) (2.207)
Operativer Cashflow 9.396 6.600 18.977 12.690 29.706
Gezahlte Zinsen (1.718) (1.917) (3.206) (4.394) (7.252)
Erhaltene Zinsen 402 464 615 811 1.289
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 8.080 5.148 16.387 9.107 23.743
Auszahlungen für Investitionen in
Immaterielle Vermögenswerte (1.016) (1.900) (10.089) (3.055) (5.756)
Sachanlagen (3.306) (2.648) (6.505) (5.061) (12.938)
Langfristige finanzielle Vermögenswerte (111) (237) (176) (374) (566)
Auszahlungen für geförderte Investitionen in den Breitband-Ausbau (95) (112) (179) (214) (507)
Einzahlungen von Fördermitteln für Investitionen in den Breitband-Ausbau 77 53 103 76 431
Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit der Übernahme der
Beherrschung über Tochterunternehmen und sonstige Beteiligungen
(1) (4.647) (25) (4.648) (5.028)
Einzahlungen aus Abgängen von
Immateriellen Vermögenswerten 1 0 1 1 3
Sachanlagen 57 40 105 126 233
Langfristigen finanziellen Vermögenswerten 128 54 190 73 112
Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit dem Verlust der
Beherrschung über Tochterunternehmen und sonstige Beteiligungen
145 22 145 22 1.094
Veränderung der Zahlungsmittel (Laufzeit mehr als 3 Monate), Wertpapiere
und Forderungen des kurzfristigen finanziellen Vermögens
187 826 122 1.790 273
Sonstiges 0 0 0 11 (2)
Cashflow aus Investitionstätigkeit (3.934) (8.548) (16.307) (11.254) (22.649)
Aufnahme kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten 3.673 17.597 4.297 18.918 19.018
Rückzahlung kurzfristiger Finanzverbindlichkeiten (7.331) (22.109) (11.105) (26.175) (34.939)
Aufnahme mittel- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten 2.909 24.506 8.575 26.114 34.131
Rückzahlung mittel- und langfristiger Finanzverbindlichkeiten 0 (1.697) 0 (1.699) (1.699)
Dividendenausschüttungen (inkl. an andere Gesellschafter von
Tochterunternehmen)
(2.909) (2.874) (2.909) (2.874) (3.067)
Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten (1.311) (1.467) (3.035) (2.730) (5.371)
Einzahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern 8 20 11 24 53
Auszahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern (140) (179) (347) (344) (565)
Sonstiges 0 0 0 0 0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (5.100) 13.797 (4.513) 11.234 7.561
Auswirkung von Kursveränderungen auf die Zahlungsmittel (Laufzeit bis 3 Monate) (58) 63 356 57 (1.036)
Zahlungsmittelveränderung im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen
langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen (1) 0 (1) 0 (73)
Nettoveränderung der Zahlungsmittel (Laufzeit bis 3 Monate) (1.014) 10.459 (4.078) 9.144 7.547
Bestand am Anfang der Periode 9.872 4.078 12.939 5.393 5.393
Bestand am Ende der Periode 8.861 14.537 8.861 14.537 12.939

Seit dem 1. April 2020 wird Sprint als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Die Transaktion hat Auswirkungen auf die Vergleichbarkeit der Werte der Berichtsperiode mit den Vorjahresvergleichswerten. Weitere Informationen zur Transaktion finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Erhebliche Ereignisse und Geschäftsvorfälle

Rechnungslegung

Der Halbjahres-Finanzbericht der Deutschen Telekom AG umfasst nach den Vorschriften des § 115 Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) einen Konzern-Zwischenabschluss und einen Konzern-Zwischenlagebericht sowie die Versicherung der gesetzlichen Vertreter nach § 297 Abs. 2 Satz 4, § 315 Abs. 1 Satz 5 Handelsgesetzbuch (HGB). Der Konzern-Zwischenabschluss wurde unter Beachtung der International Financial Reporting Standards (IFRS) für die Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Der Konzern-Zwischenlagebericht wurde unter Beachtung des Wertpapierhandelsgesetzes aufgestellt.

Statement of Compliance

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2021 ist unter Beachtung der Regelungen des International Accounting Standards (IAS) 34 aufgestellt worden. In Einklang mit den Regelungen des IAS 34 wurde ein verkürzter Berichtsumfang gegenüber dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 gewählt. Alle von der Deutschen Telekom AG angewendeten IFRS wurden von der EU-Kommission für die Anwendung in der EU übernommen.

Aus Sicht der Unternehmensleitung enthält der prüferisch durchgesehene Halbjahres-Finanzbericht alle üblichen, laufend vorzunehmenden Anpassungen, die für eine angemessene Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns notwendig sind. Hinsichtlich der im Rahmen der Konzernrechnungslegung angewendeten Grundlagen und Methoden verweisen wir auf den Anhang des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2020.

Erstmals in der Berichtsperiode anzuwendende Standards, Interpretationen und Änderungen

Verlautbarung Titel Anwendungs
pflicht für die
Deutsche
Telekom ab
Änderungen Voraussichtliche
Auswirkungen auf
die Darstellung der
Vermögens-,
Finanz- und
Ertragslage der
Deutschen Telekom
In EU-Recht übernommene IFRS
Amendment to IFRS 16 Covid-19-related
Rent Concessions
01.01.2021a Erleichterungsregelungen für die Bilanzierung von
Mietzugeständnissen beim Leasingnehmer, welche
aufgrund der COVID-19-Pandemie gewährt wurden.
Statt zu beurteilen, ob eine Mietkonzession als
Modifizierung des Leasingvertrags zu bilanzieren ist, darf
der Leasingnehmer die Veränderungen der
Leasingzahlungen so behandeln, als läge keine
Modifizierung vor.
Kein Inanspruch
nahme der
Erleichterungs
möglichkeit
durch die
Deutsche Telekom.
Amendments to IFRS 4 Insurance
Contracts –
deferral of IFRS 9
01.01.2021 Verschiebung der Erstanwendung von IFRS 9 für die
Versicherungsunternehmen.
Keine
Auswirkungen.
Amendments to IFRS 9,
IAS 39 and IFRS 7, IFRS 4
and IFRS 16
Interest Rate
Benchmark
Reform (Phase 2)
01.01.2021 Die Anpassungen behandeln die Folgewirkungen von
Änderungen an Finanzinstrumenten durch die IBOR
Reform, Vorschriften bzgl. der Bilanzierung des Hedge
Accounting sowie die begleitenden Angabevorschriften.
Voraussichtlich
keine wesentlichen
Auswirkungen.

a Eine frühere Anwendung ist zulässig. Die Deutsche Telekom hat bereits im Geschäftsjahr 2020 beschlossen, von der Erleichterungsmöglichkeit keinen Gebrauch zu machen.

Die Reform der Referenzzinssätze (IBORs) führt aufgrund intensiver Vorbereitungs- und Implementierungsarbeiten derzeit zu niedrigen Restrisiken in der zeitlichen Umsetzung und der genauen inhaltlichen Ausgestaltung der geplanten Änderungen für einzelne in Fremdwährung abgeschlossene Kontrakte. Die Deutsche Telekom ist hinsichtlich der Absicherung von Zins- und Währungsrisiken in designierten Fair Value- und Cashflow Hedges von diesen Unsicherheiten betroffen, soweit bestimmte Referenzzinssätze Teil der Sicherungsbeziehungen sind (EURIBOR, USD-LIBOR, GBP-LIBOR und CHF-LIBOR). Die Konzern-Treasury analysiert fortlaufend die aktuellen Entwicklungen und leitet ggf. zusätzlich notwendige Maßnahmen zum Übergang auf die neuen Referenzzinssätze ein. Der Übergang von EONIA auf €STR wurde bereits umgesetzt, während für die Währungen CHF, GBP und JPY konkrete Umsetzungsarbeiten vorbereitet werden. Der Umstellungszeitpunkt für alle weiteren von der Reform betroffenen Währungen ist abhängig von der jeweiligen Marktliquidität der neuen Risk Free Rates. Für den USD-LIBOR wird marktseitig eine Umstellung bis Mitte 2023 erwartet.

Weitere Informationen zu veröffentlichten, aber noch nicht angewendeten Standards, Interpretationen und Änderungen sowie Angaben zum Ansatz und zur Bewertung von Bilanzposten als auch zu Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten sind dem Kapitel "Grundlagen und Methoden" des Konzern-Anhangs im Geschäftsbericht 2020 zu entnehmen.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und Änderungen der Berichtsstruktur

Die Deutsche Telekom hat in der Berichtsperiode keine wesentlichen Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden vorgenommen.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2021 hat die Deutsche Telekom die Geschäfts- und Ergebnisverantwortung für die Deutsche Telekom IoT GmbH vom operativen Segment Systemgeschäft in den Geschäftskundenbereich des operativen Segments Deutschland verlagert. Die Deutsche Telekom IoT GmbH verantwortet das IoT-Geschäft der Deutschen Telekom. Durch die Verlagerung kann der IoT-Markt schneller bedient werden und somit die Position der Deutschen Telekom in diesem Wachstumsmarkt gestärkt werden. In den beiden betroffenen Segmenten wurden die Vorjahresvergleichswerte in der Segmentberichterstattung entsprechend rückwirkend angepasst.

Zum 1. Januar 2021 hat die Deutsche Telekom das österreichische Funkturmgeschäft vom operativen Segment Europa in die Einheit GD Towers des operativen Segments Group Development verlagert, um Effizienzen im Management des Funkturmgeschäfts zu heben. Darüber hinaus wird GD Towers den Ausbau des Drittgeschäfts, die Steigerung der Profitabilität sowie die Erschließung von Wachstumsfeldern vorantreiben. Des Weiteren wurden zum 1. Januar 2021 die Deutsche Telekom IT (DT IT) Russland, DT IT Slowakei und DT IT Ungarn vom operativen Segment Deutschland in das Segment Group Headquarters & Group Services verlagert. Die Vorjahresvergleichswerte in den betroffenen Segmenten wurden nicht rückwirkend angepasst, da die Auswirkungen von untergeordneter Bedeutung für den Konzern sind, und die Kosten der Aufbereitung den Nutzen einer entsprechenden Anpassung übersteigen.

Coronavirus-Pandemie

Die Coronavirus-Pandemie hat sich zu einer globalwirtschaftlichen Krise entwickelt. Die Auswirkungen auf die Telekommunikationsbranche und die Deutsche Telekom sind durch eine höhere Nachfrage nach bestimmten Telekommunikationsdienstleistungen nicht so gravierend wie in anderen Branchen. Die Geschäftstätigkeit und damit die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom war in verschiedenen Geschäftsfeldern bei Umsatz und Ergebnis von der Coronavirus-Pandemie betroffen, jedoch nicht in wesentlichem Umfang. Die Deutsche Telekom hat Kosteneinsparmaßnahmen zur Mitigation möglicher Ergebniseffekte aufgesetzt. Wir stellen zu diesem Zeitpunkt nur geringe Auswirkungen auf Zahlungsausfälle und Kundenzahlen fest.

Mögliche künftige Auswirkungen auf die Bewertung einzelner Vermögenswerte und Schulden werden fortlaufend analysiert. Die Unwägbarkeiten bezüglich des weiteren Verlaufs der Coronavirus-Pandemie, u. a. die Bildung von Virus-Mutationen, lassen die Deutsche Telekom mögliche wirtschaftliche Folgen nicht ausschließen. Zum Beispiel könnten mögliche neue Reisebeschränkungen, Shop-Schließungen oder Lieferkettenunterbrechungen zu weiteren Rückgängen des Roaming- und Visitoren-Volumens oder rückläufigen Endgeräteverkäufen und einer geringeren Anzahl von Vertragsabschlüssen führen. Zusätzlich kann das Großkundengeschäft z. B. durch aufgeschobene oder revidierte Kundenentscheidungen weiter zurückgehen. Darüber hinaus sind erhöhte Forderungsausfälle im Privat- und Geschäftskundenbereich nicht auszuschließen. Basierend auf den Erkenntnissen aus der Vergangenheit, sind durch die Coronavirus-Pandemie nur eingeschränkte Auswirkungen auf das Geschäft der Deutschen Telekom zu erwarten.

Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen

Im ersten Halbjahr 2021 waren folgende Entwicklungen im Zusammenhang mit den in Vorperioden von der Deutschen Telekom vollzogenen Transaktionen im Konzern zu verzeichnen.

Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint

T‑Mobile US und Sprint Corp. haben gemeinsam mit ihren Mehrheitsaktionären Deutsche Telekom AG und SoftBank K.K. am 29. April 2018 eine verbindliche Vereinbarung abgeschlossen, um die beiden Gesellschaften zu einem Unternehmen zusammenzuführen. Am 26. Juli 2019 sowie am 20. Februar 2020 wurden weitere Bedingungen des Zusammenschlusses vereinbart. Die Transaktion wurde am 1. April 2020 vollzogen. Zuvor wurden notwendige Genehmigungen der nationalen und regionalen Regulierungs- und Kartellbehörden und Gerichte in den USA eingeholt sowie weitere Vollzugsbedingungen erfüllt. Zuletzt hatte die US-Behörde California Public Utilities Commission (CPUC) dem Zusammenschluss am 16. April 2020 zugestimmt. Infolge des Zusammenschlusses hat T‑Mobile US alle Sprint-Anteile übernommen.

Der Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint wurde über einen Aktientausch ohne Barkomponente vollzogen. Für jeweils 9,75 Sprint-Anteile erhielten deren Aktionäre, mit Ausnahme von SoftBank, im Gegenzug eine neue Aktie der T‑Mobile US. Gemäß der ergänzenden Vereinbarung vom 20. Februar 2020 hat sich SoftBank bereit erklärt, insgesamt 48.751.557 Stammaktien der T‑Mobile US, erhalten im Zuge der Transaktion, unmittelbar ohne zusätzliche Gegenleistung an T‑Mobile US zurück zu übertragen, so dass SoftBank nunmehr effektiv für jeweils 11,31 Sprint-Anteile eine neue Aktie der T‑Mobile US erhielt. Unter Berücksichtigung dieser Anpassungen wurden insgesamt 373.396.310 neue T‑Mobile US Stammaktien an die Sprint-Aktionäre ausgegeben.

Die Kaufpreisallokation und die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden von Sprint zum Erwerbszeitpunkt wurden zum 31. März 2021 abgeschlossen.

Die übertragene Gegenleistung setzt sich wie folgt zusammen:

in Mio. €
Beizulegende Zeitwerte
zum Erwerbszeitpunkt
Ausgegebene T‑Mobile US Stammaktien 28.649
+ Anwartschaften aus aktienbasierten Vergütungsplänen 350
+ Bedingte Gegenleistungen gegenüber SoftBank 1.721
– Erhaltene Zahlung aus Kostenumlage von SoftBank im Zusammenhang mit CPUC (93)
= Übertragene Gegenleistung 30.627

Bemessen mit dem am Vollzugstag letzten öffentlich verfügbaren Börsenschlusskurs der T‑Mobile US Aktie zum 31. März 2020 in Höhe von 83,90 US‑\$, betrug der Gesamtwert der T‑Mobile US Stammaktien, ausgegeben im Umtausch für die Sprint-Stammaktien, 31,3 Mrd. US‑\$ (28,6 Mrd. €). Darüber hinaus ist Teil der übertragenen Gegenleistung die Übernahme der aktienbasierten Vergütung für bestimmte Sprint-Mitarbeiter aus deren vor dem Zusammenschluss erbrachten Arbeitsleistungen sowie eine bedingte Kaufpreiskomponente, zu leisten an SoftBank. Die bedingte Kaufpreiskomponente resultiert aus der am 20. Februar 2020 geschlossenen Vereinbarung, dass, sofern der 45-Tage-volumengewichtete durchschnittliche Aktienkurs der T‑Mobile US Stammaktie zu einem Zeitpunkt innerhalb eines Zeitraums zwischen dem 1. April 2022 und dem 31. Dezember 2025 den Wert von 150,00 US‑\$ erreichen oder übersteigen sollte, die T‑Mobile US 48.751.557 Stammaktien, d. h. die Anzahl der von SoftBank an T‑Mobile US im Zuge des Vollzugs der Transaktion übertragenen Aktien, ohne Gegenleistung an SoftBank übertragen wird. Die Bewertung der bedingten Kaufpreiskomponente wurde mittels Monte Carlo Simulation vorgenommen. Wesentliche Parameter und Annahmen sind die Volatilität in Höhe von 28,5 %, der risikolose Zins in Höhe von 0,44 %, der Zeitraum der Bedingungserfüllung, der 45-Tage-volumengewichtete durchschnittliche Aktienkurs der T‑Mobile US Stammaktie sowie der entsprechende Aktienkurs zum Erwerbszeitpunkt. Der maximale Wert der undiskontierten bedingten Gegenleistung entspricht der Anzahl der zu übertragenden Aktien multipliziert mit dem Kurs bei Erreichen der Bedingung. Die übertragene Gegenleistung vermindert sich um eine anteilige Kostenerstattung durch SoftBank an die Deutsche Telekom aus der Erfüllung von Vollzugsbedingungen gegenüber der CPUC. Im Zuge des Zusammenschlusses von T‑Mobile US und Sprint wurde auch die Finanzierungsstruktur neu geordnet. Unmittelbar nach der Transaktion wurden Verbindlichkeiten der ehemaligen Sprint in Höhe von 9,8 Mrd. US‑\$ (rund 8,9 Mrd. €) zurückgezahlt, von denen 7,4 Mrd. US‑\$ (rund 6,8 Mrd. €) einer verpflichtenden Kontrollwechsel-Klausel unterlagen und in diesem Rahmen fällig wurden. Die zurückgezahlten Beträge sind zum Vollzugstag in den kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten und in der Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2020 im Cashflow aus Investitionstätigkeit (verpflichtende Rückzahlungen) bzw. im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (optionale Rückzahlungen) ausgewiesen. Die Gesamtkosten des Erwerbs, einschließlich der verpflichtenden Tilgung von Finanzverbindlichkeiten zum Erwerbsstichtag, betrugen damit 37,4 Mrd. €.

Nach Abschluss der Transaktion hielten die Deutsche Telekom rund 43,6 % der T‑Mobile US Aktien, SoftBank rund 24,7 % und übrige Aktionäre rund 31,7 % an der "neuen" T‑Mobile US. Aufgrund einer mit SoftBank abgeschlossenen Stimmrechtsvereinbarung und des Umstands, dass von der Deutschen Telekom benannte Personen im Board of Directors der neuen Gesellschaft mehrheitlich vertreten sind, wird T‑Mobile US weiterhin als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen.

Die zum Erwerbszeitpunkt angesetzten beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden von Sprint sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

in Mio. €
Beizulegende Zeitwerte
zum Erwerbszeitpunkt
Aktiva
Kurzfristige Vermögenswerte 7.903
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 1.904
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.924
Vertragsvermögenswerte 141
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 205
Übrige Vermögenswerte 364
Ertragsteuerforderungen 18
Vorräte 602
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 1.745
Langfristige Vermögenswerte 85.678
Goodwill 8.704
Andere immaterielle Vermögenswerte 50.322
davon: FCC-Spektrumlizenzen 41.629
davon: Kundenstamm 4.481
davon: übrige 4.212
Sachanlagen 13.660
Nutzungsrechte 6.287
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 224
Aktive latente Steuern 6.269
Übrige Vermögenswerte 212
Vermögenswerte 93.581
Passiva
Kurzfristige Schulden 18.978
Finanzielle Verbindlichkeiten 11.988
Leasing-Verbindlichkeiten 1.669
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 2.948
Ertragsteuerverbindlichkeiten 136
Sonstige Rückstellungen 890
Vertragsverbindlichkeiten 249
Übrige Schulden 664
Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen 434
Langfristige Schulden 43.976
Finanzielle Verbindlichkeiten 27.068
Leasing-Verbindlichkeiten 5.146
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 816
Sonstige Rückstellungen 1.057
Passive latente Steuern 9.809
Übrige Schulden 55
Vertragsverbindlichkeiten 25
Schulden 62.954

Die erworbenen immateriellen Vermögenswerte umfassen im Wesentlichen FCC-Spektrumlizenzen und Kundenbeziehungen, die mit einem beizulegenden Zeitwert in Höhe von 41.629 Mio. € bzw. 4.481 Mio. € bewertet wurden. Hierbei wurden die Spektrumlizenzen auf Grundlage der Greenfield-Methode bewertet. Nach der Greenfield-Methode wird der Wert eines immateriellen Vermögenswertes unter Verwendung eines hypothetischen Cashflow-Szenarios bestimmt, bei dem das operative Geschäft eines Unternehmens entwickelt wird, das zu Beginn nur den immateriellen Vermögenswert besitzt. FCC-Spektrumlizenzen haben eine unbestimmte Nutzungsdauer. Bei der Bewertung der Kundenbeziehungen wurde die Multi-Period Excess Earnings-Methode zugrunde gelegt. Bei dieser Methode wird der beizulegende Zeitwert des Kundenstamms durch die Ermittlung des Barwerts der Ergebnisse nach Steuern, welche den bestehenden Kunden zugerechnet werden können, ermittelt. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer der Kundenbeziehungen beträgt durchschnittlich acht Jahre. In den übrigen immateriellen Vermögenswerte sind u. a. befristete Anmietungen von Spektrum (Spektrum-Leases) enthalten, deren Bewertung die vertraglichen Zahlungsverpflichtungen und die Bemessung der Vorteilhaftigkeit der Verträge gegenüber aktuellen Marktwerten umfasst. Die durchschnittliche Restlaufzeit der Mietverträge beträgt zum Erwerbszeitpunkt 20 Jahre für nicht kündbare Mietverträge mit einer Laufzeit von in der Regel 30 Jahren und 7 Jahre für kündbare Verträge mit einer Mindestlaufzeit von in der Regel 10 Jahren.

Deutsche Telekom. Konzern-Zwischenbericht H1 2021.

Der beizulegende Zeitwert der erworbenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich auf 2.924 Mio. €. Der Bruttobetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beläuft sich auf 3.076 Mio. €, davon sind erwartungsgemäß 152 Mio. € uneinbringlich.

Im ersten Quartal 2021 wurden Bewertungsanpassungen der übernommenen Vermögenswerte und Schulden vorgenommen, die im Wesentlichen Steuern, Eventualverbindlichkeiten und Spektrum-Leases betrafen und zu einer unwesentlichen Veränderung des Goodwills führten.

Der erworbene Goodwill in Höhe von 8.704 Mio. € berechnet sich wie folgt:

in Mio. € Beizulegende Zeitwerte
zum Erwerbszeitpunkt
Übertragene Gegenleistung 30.627
– Beizulegender Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte (84.877)
+ Beizulegender Zeitwert der übernommenen Schulden 62.954
= Goodwill 8.704

Die nicht beherrschenden Anteile haben durch den Aktientausch in vollem Umfang an der Transaktion teilgenommen. Durch die Ausgabe von T‑Mobile US Stammaktien an die ehemaligen Sprint-Aktionäre ist der Gesamtanteil der nicht beherrschenden Anteile gestiegen. Der angesetzte Betrag der kumulierten nicht beherrschenden Anteile an der T‑Mobile US wurde auf Basis der neubewerteten Anteile am Eigenkapital der T‑Mobile US ermittelt und beträgt zum 1. April 2020 auf Basis der Kaufpreisallokation 34,7 Mrd. € (31. Dezember 2019: 11,0 Mrd. €). Da die an die ehemaligen Sprint-Aktionäre im Rahmen des Aktientauschs ausgegebenen Anteile mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet werden, kommt die "Full Goodwill-Methode" zur Anwendung. Der Goodwill umfasst die im Zusammenhang mit dem Erwerb antizipierten Synergien, die erwarteten Neukundenzugänge und den zusammengeführten Personalbestand. Kein Bestandteil des erfassten Goodwills ist ertragsteuerlich abzugsfähig.

Weitere Informationen zu dem Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint finden Sie im Kapitel "Konzernstruktur" im zusammengefassten Lagebericht sowie im Kapitel "Grundlagen und Methoden – Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen" im Konzern-Anhang im Geschäftsbericht 2020.

Erwerb von Simpel durch T‑Mobile Netherlands

Am 16. Oktober 2020 unterzeichnete T‑Mobile Netherlands B.V. eine Vereinbarung über den Erwerb von 100 % der Anteile an der Complex Bidco. B.V. einschließlich ihrer 100 %-Beteiligung an dem niederländischen MVNO und SIM-Anbieter Simpel.nl B.V. Am 16. November 2020 hat die niederländische Regulierungsbehörde (Authority for Consumers and Markets) dem Erwerb ohne Auflagen zugestimmt. Der Erwerb wurde am 1. Dezember 2020 vollzogen. Die Complex Bidco. B.V. einschließlich Simpel.nl B.V. wird seit dem 1. Dezember 2020 in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen.

Die Kaufpreisallokation und die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden von Simpel zum Erwerbszeitpunkt wurden zum 30. Juni 2021 abgeschlossen. Die Finalisierung der Kaufpreisallokation hat zu keinen wesentlichen Änderungen gegenüber den im Konzern-Anhang zum 31. Dezember 2020 dargestellten beizulegenden Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerten und übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt geführt.

Die übertragene Gegenleistung setzt sich wie folgt zusammen:

in Mio. € Beizulegende Zeitwerte
zum Erwerbszeitpunkt
Barzahlung 259
+ Beizulegender Zeitwert der Kaufoption 26
+ Ausgleich der zuvor bestehenden Beziehungen 8
= Übertragene Gegenleistung 293

Die Kaufoption resultierte aus der im Juli 2019 geschlossenen Call-Option-Vereinbarung, die der T‑Mobile Netherlands das Recht zum Erwerb von 100 % der Anteile an der Complex Bidco. B.V. einschließlich ihrer 100 % Beteiligung an Simpel zusicherte. Die zum Erwerbszeitpunkt angesetzten beizulegenden Zeitwerte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden der Simpel sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

in Mio. €
Beizulegende Zeitwerte
zum Erwerbszeitpunkt
Aktiva
Kurzfristige Vermögenswerte 6
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 4
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1
Übrige Vermögenswerte 1
Langfristige Vermögenswerte 336
Goodwill 196
Andere immaterielle Vermögenswerte 138
davon: Kundenstamm 114
davon: Marke 15
davon: übrige 9
Sachanlagen 1
Aktive latente Steuern 1
Vermögenswerte 342
Passiva
Kurzfristige Schulden 15
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 4
Ertragsteuerverbindlichkeiten 7
Übrige Schulden 4
Langfristige Schulden 34
Passive latente Steuern 34
Schulden 49

Die Bewertung des Kundenstamms wurde anhand der Multi-Period Excess Earnings-Methode vorgenommen. Bei dieser Methode wird der beizulegende Zeitwert des Kundenstamms durch die Ermittlung des Barwerts der Ergebnisse nach Steuern, welche den bestehenden Kunden zugerechnet werden können, ermittelt. Der Kundenstamm wird über die Restnutzungsdauer von ca. 8 Jahren abgeschrieben. Die Marke wurde mittels der Lizenzpreisanalogiemethode bewertet. Bei dieser Methode wird der Wert der Marke errechnet, indem unterstellt wird, welche Lizenzraten fiktiv zu entrichten wären, würde sich der betreffende Vermögenswert nicht im Eigentum des Unternehmens befinden. Die Marke wird über die Restnutzungsdauer von 10 Jahren abgeschrieben.

Die Buchwerte der erworbenen Forderungen entsprechen den beizulegenden Zeitwerten. Wesentliche Eventualverbindlichkeiten wurden nicht identifiziert.

Die passiven latenten Steuern umfassen den Steuereffekt aus temporären Differenzen zwischen dem beizulegenden Zeitwert der jeweiligen Vermögenswerte und Schulden und dem entsprechenden Buchwert für Steuerzwecke.

Der erworbene Goodwill in Höhe von 196 Mio. € berechnet sich wie folgt:

in Mio. €
Beizulegende Zeitwerte
zum Erwerbszeitpunkt
Übertragene Gegenleistung 293
– Beizulegender Zeitwert der erworbenen Vermögenswerte (146)
+ Beizulegender Zeitwert der übernommenen Schulden 49
= Goodwill 196

Der Goodwill spiegelt den Wert der im Zusammenhang mit dem Erwerb erwarteten Neukundenzugänge wider. Kein Bestandteil des erfassten Goodwill ist ertragsteuerlich abzugsfähig.

Weitere Informationen zu dem Erwerb von Simpel finden Sie im Kapitel "Grundlagen und Methoden – Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen" im Konzern-Anhang im Geschäftsbericht 2020.

Im ersten Halbjahr 2021 wurden von der Deutschen Telekom folgende Transaktionen durchgeführt, die Auswirkung auf den Konsolidierungskreis hatten. Weitere – hier nicht dargestellte – Veränderungen im Konsolidierungskreis hatten keine wesentliche Bedeutung für den Konzern-Zwischenabschluss der Deutschen Telekom.

Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und Errichtung eines Infrastrukturfonds

Die Deutsche Telekom hat einen Fonds für Investitionen in digitale Infrastruktur in Europa gegründet. Am 21. Januar 2021 haben u. a. die Deutsche Telekom, Cellnex Telecom S.A. (Cellnex) und die neu gegründete, unabhängig gemanagte Fondsgesellschaft Digital Infrastructure Vehicle II SICAF-RAIF (DIV) eine Vereinbarung unterzeichnet, die jeweiligen niederländischen passiven Mobilfunk-Infrastruktur-Tochtergesellschaften der Deutschen Telekom und der Cellnex, T‑Mobile Infra B.V. und Cellnex Netherlands B.V. (Cellnex NL), in der Cellnex NL zusammenzuführen. Im ersten Schritt wurde eine Kapitalerhöhung bei der DIV durch die Deutsche Telekom und Cellnex durchgeführt. Als Folge halten die Deutsche Telekom 66,67 % und Cellnex 33,33 % der Anteile an der DIV. Da die Deutsche Telekom die DIV beherrscht, wird die DIV in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom als Tochterunternehmen einbezogen. Anschließend wurde die T‑Mobile Infra B.V. an die DIV veräußert. Die Deutsche Telekom hat von der T‑Mobile Infra B.V. unmittelbar vor dem Verkauf eine Dividende in Höhe von 0,3 Mrd. € erhalten. Im nächsten Schritt brachte die DIV ihre Beteiligung an der T‑Mobile Infra B.V. in die Cellnex NL ein. Im Gegenzug erhielt die DIV eine Beteiligung von 37,65 % an dem "neuen" Unternehmen Cellnex NL. Die Transaktion wurde am 1. Juni 2021 vollzogen, nachdem von der zuständigen Wettbewerbsbehörde alle erforderlichen Genehmigungen erteilt worden waren. Infolgedessen verlor die Deutsche Telekom die Beherrschung über die T‑Mobile Infra B.V., das daraus resultierende Entkonsolidierungsergebnis in Höhe von insgesamt 0,3 Mrd. € ist in Höhe von 0,2 Mrd. € in den sonstigen betrieblichen Erträgen zum 30. Juni 2021 enthalten. 0,1 Mrd. € werden anteilig durch die nachfolgend beschriebene Sale-and Leaseback-Transaktion in späteren Perioden erfasst. Die Beteiligung an Cellnex NL wird seit dem 1. Juni 2021 mit einem Buchwert in Höhe von 0,4 Mrd. € mittelbar über die Beteiligung an der DIV nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Der Buchwert der nicht beherrschenden Anteile von 33,33 % an der DIV betrug zum 1. Juni 2021 0,1 Mrd. €. Aufgrund der mit den Anteilen an der DIV verbundenen Inhaberkündigungsrechte werden die nicht beherrschenden Anteile in den langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

T‑Mobile Netherlands hat weiterhin vollständigen Zugang zur eingebrachten passiven Mobilfunk-Infrastruktur durch eine langfristige Vereinbarung zu marktüblichen Konditionen, im Wesentlichen über die Anmietung entsprechender Infrastruktur. Die in der Vereinbarung enthaltene Leasing-Komponente mit einer unkündbaren Rest-Grundmietzeit von ca. 12 Jahren erfüllt die Voraussetzungen einer Sale-and-Leaseback-Transaktion. In diesem Zusammenhang wurden zum 1. Juni 2021 Nutzungsrechte in Höhe von 0,3 Mrd. € sowie Leasing-Verbindlichkeiten in Höhe von 0,4 Mrd. € erfasst. Der Gewinn aus dem Sale-and-Leaseback betrug insgesamt 0,1 Mrd. €, davon wurden 12 Mio. € direkt erfolgswirksam erfasst, der verbleibende Betrag wird erfolgswirksam über die Rest-Nutzungsdauer der aktivierten Nutzungsrechte erfasst. Der aus der Veräußerung der T‑Mobile Infra B.V. resultierende Barmittelzufluss in Höhe von insgesamt 377 Mio. € ist in der Konzern-Kapitalflussrechnung zum 30. Juni 2021 in Höhe von 135 Mio. € im Zusammenhang mit dem Verkauf des Geschäftsbetriebs im Cashflow aus Investitionstätigkeit sowie in Höhe von 242 Mio. € im Zusammenhang mit dem Sale-and-Leaseback der passiven Mobilfunk-Infrastruktur im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

An der DIV sollen sich künftig neben der Deutschen Telekom und Cellnex weitere institutionelle Investoren beteiligen können. Die Deutsche Telekom beabsichtigt, in der Zielstruktur rund 25 % an dem Fonds zu halten. Bis zum Verlust der Beherrschung wird die DIV als Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen werden.

Folgende Transaktionen werden in Zukunft den Konsolidierungskreis der Deutschen Telekom ändern:

Erwerb von Shentel

Sprint hatte eine Reihe von Verträgen mit der Shenandoah Personal Communications Company (Shentel) unterzeichnet, durch die Shentel für Sprint zum exklusiven Anbieter von Mobilfunk-Netzprodukten in bestimmten Regionen einiger US-Bundesstaaten mit insgesamt rund 1,1 Mio. Kunden wurde. In einem dieser Verträge wurde Sprint eine Option eingeräumt, die Mobilfunk-Vermögenswerte von Shentel zu erwerben. Am 26. August 2020 hat Sprint diese Option ausgeübt und Shentel diesbezüglich eine verbindliche Mitteilung gemacht. Der Kaufpreis für die durch Sprint zu erwerbenden Mobilfunk-Vermögenswerte von Shentel wird über ein in dem Vertrag festgelegtes Bewertungsverfahren ermittelt. Das Bewertungsverfahren wurde am 1. Februar 2021 abgeschlossen. Der Kaufpreis (Base Purchase Price) für die Mobilfunk-Vermögenswerte beträgt 1,9 Mrd. US‑\$ vorbehaltlich bestimmter in der Vereinbarung festgelegter sowie weiterer, zwischen den Parteien vereinbarter Kaufpreisanpassungen. Am 28. Mai 2021 wurde zwischen T‑Mobile USA Inc. und Shentel ein Kaufvertrag über den Erwerb von Vermögenswerten und Schulden im direkten Zusammenhang mit dem oben genannten Mobilfunk-Geschäftsbetrieb von Shentel unterzeichnet. Die Transaktion wurde am 1. Juli 2021 vollzogen. Zuvor wurden notwendige Genehmigungen der Regulierungsbehörden eingeholt sowie weitere Vollzugsbedingungen erfüllt. Die vorläufige, zum Erwerbszeitpunkt übertragene Gegenleistung in Form einer Barzahlung belief sich – unter vorläufiger Berücksichtigung der geleisteten Zahlung für den Ausgleich der zuvor bestehenden Beziehungen zwischen T‑Mobile US und Shentel in Höhe von insgesamt 0,1 Mrd. US‑\$ (0,1 Mrd. €) – auf 1,9 Mrd. US‑\$ (1,6 Mrd. €).

Der Erwerb erfüllt die Voraussetzungen eines Unternehmenszusammenschlusses gemäß IFRS 3. Aufgrund der zeitlichen Nähe des Vollzugs der Transaktion zum Aufstellungszeitpunkt des Konzern-Zwischenabschlusses können zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch keine Angaben zu der Kaupreisallokation sowie zu den beizulegenden Zeitwerten der erworbenen Vermögenswerte und übernommenen Schulden sowie zu dem aus der Transaktion resultierenden Goodwill gemacht werden. Die wesentlichen erworbenen Vermögenswerte umfassen Sachanlagen im Zusammenhang mit den Mobilfunk-Standorten und der Netzwerk-Technik, Nutzungsrechte an Leasing-Gegenständen und sonstige immaterielle Vermögenswerte. Zu den übernommenen Schulden zählen im Wesentlichen Leasing-Verbindlichkeiten.

Sonstige Transaktionen ohne Auswirkungen auf den Konsolidierungskreis Aktienrückkauf OTE

OTE hat infolge eines im Zeitraum vom 4. März 2020 bis zum 31. Oktober 2020 durchgeführten Aktienrückkauf-Programms insgesamt 9.965.956 eigene Aktien mit einem Gesamtwert von 121 Mio. € erworben. In der außerordentlichen Hauptversammlung der OTE S.A. vom 4. Dezember 2020 wurde beschlossen, 9.965.956 Aktien mit einer entsprechenden Kapitalherabsetzung von rund 28 Mio. € einzuziehen. Die Aktien wurden am 15. Januar 2021 an der Börse in Athen eingezogen. Infolgedessen stieg der Anteil der Deutschen Telekom an der OTE von 46,91 % auf 47,90 %.

Ausgewählte Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lag mit14,0 Mrd. € um 0,4 Mrd. € über dem Niveau des Jahresendes 2020. Der Anstieg resultierte aus stichtagsbedingt höheren Forderungsbeständen im operativen Segment USA sowie Währungskurseffekten, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro. Gegenläufig wirkten rückläufige Forderungsbestände im operativen Segment Deutschland.

Vertragsvermögenswerte

Der Buchwert der Vertragsvermögenswerte lag zum Abschluss-Stichtag im Vergleich zum 31. Dezember 2020 unverändert bei 2,0 Mrd. €. Die Vertragsvermögenswerte betreffen rechtlich noch nicht entstandene Forderungen aus der – im Vergleich zur Rechnungsstellung – früheren Erfassung von Umsätzen, insbesondere aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren. Weiterhin werden bilanzierte Forderungen aus langfristiger Auftragsfertigung in den Vertragsvermögenswerten erfasst.

Vorräte

Der Buchwert der Vorräte reduzierte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 0,6 Mrd. € auf 2,1 Mrd. €. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus Verkäufen von hochpreisigen Mobilfunk-Endgeräten aufgrund einer Marketing-Aktion im operativen Segment USA. Gegenläufig wirkten positive Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, buchwerterhöhend.

Immaterielle Vermögenswerte

Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte erhöhte sich im Wesentlichen aufgrund der folgenden Effekte um 10,4 Mrd. € auf 128,4 Mrd. €: Zugänge in Höhe von 10,6 Mrd. € erhöhten den Buchwert. Diese resultieren im Wesentlichen aus der Beendigung der C-Band-Auktion der FCC in den USA. T‑Mobile US hat 142 Lizenzen für 7,8 Mrd. € (9,3 Mrd. US‑\$) ersteigert. Im operativen Segment Europa gab es Lizenzerwerbe von insgesamt 0,2 Mrd. €. Die im November 2020 durch die T‑Mobile Czech Republic ersteigerten 5G-Lizenzen in Höhe wurden im ersten Halbjahr 2021 in Höhe von 0,1 Mrd. € erworben. Darüber hinaus wurde in Ungarn die Neuvergabe des 900 und 1.800 MHz-Spektrums am 28. Januar 2021 durchgeführt und abgeschlossen. Magyar Telekom erwarb Spektrumlizenzen in Höhe von 0,1 Mrd. €. Ebenso trugen positive Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, mit 3,1 Mrd. € zur Erhöhung des Buchwerts bei. Gegenläufig wirkten Abschreibungen in Höhe von 3,3 Mrd. €.

Im Zuge der Neuausrichtung des Telekommunikationsgeschäfts für Geschäftskunden wurden im September 2020 die den betroffenen Geschäftsbereichen zugeordneten Vermögenswerte und Schulden im Wesentlichen von den operativen Segmenten Systemgeschäft und Europa in das operative Segment Deutschland übertragen. Die Neuaufstellung des Telekommunikationsgeschäfts für Geschäftskunden veranlasste in Verbindung mit den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie im dritten Quartal 2020 eine unterjährige anlassbezogene Überprüfung der Werthaltigkeit der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Systemgeschäft zugeordneten Vermögenswerte, bei der eine Verschlechterung der Geschäftsaussichten für das IT-Geschäft festgestellt wurde. In der Folge wurden Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen im operativen Segment Systemgeschäft und auf immaterielle Vermögenswerte im Segment Group Headquarters & Group Services erfasst. Im ersten Halbjahr 2021 resultierten hieraus Wertminderungen in Höhe von 47 Mio. € auf in der Entwicklung bzw. im Bau befindliche immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen.

Weitere Informationen zur der Wertminderung finden Sie im Geschäftsbericht 2020, Angabe 6 "Immaterielle Vermögenswerte".

Sachanlagen

Der Buchwert der Sachanlagen reduzierte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 0,5 Mrd. € auf 60,4 Mrd. €. Zugänge in Höhe von 6,8 Mrd. €, im Zusammenhang mit der Netzwerk-Modernisierung, dem Netzwerk-Ausbau sowie dem Erwerb mobiler Endgeräte im operativen Segment USA sowie dem Breitband- und Glasfaser-Ausbau und dem Ausbau der Mobilfunk-Infrastruktur in den operativen Segmenten Deutschland und Europa erhöhten den Buchwert. Ebenso trugen positive Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, mit 0,9 Mrd. € zur Erhöhung des Buchwerts bei. Gegenläufig wirkten Abschreibungen in Höhe von 7,3 Mrd. € sowie Abgänge in Höhe von 0,9 Mrd. €.

Nutzungsrechte

Der Buchwert der Nutzungsrechte hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 im Wesentlichen aufgrund der folgenden Effekte um 0,3 Mrd. € auf 30,6 Mrd. € erhöht: Buchwerterhöhend wirkten Zugänge in Höhe von 2,7 Mrd. €, u. a. infolge einer nach der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds abgeschlossenen Sale-and-Leaseback-Transaktion sowie positiver Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, in Höhe von 0,8 Mrd. €. Mindernd wirkten sich Abschreibungen in Höhe von 3,0 Mrd. € sowie Abgänge in Höhe von 0,2 Mrd. € aus.

Weitere Informationen zu der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Aktivierte Vertragskosten

Der Buchwert der aktivierten Vertragskosten lag zum 30. Juni 2021 mit 2,3 Mrd. € um 0,1 Mrd. € über dem Niveau zum 31. Dezember 2020. Die aktivierten Vertragskosten entfallen im Wesentlichen auf die operativen Segmente Deutschland, USA und Europa.

Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen

Der Buchwert der Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 von 0,5 Mrd. € auf 0,9 Mrd. € erhöht. Dies resultierte im Wesentlichen aus der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Einrichtung eines Infrastrukturfonds. In Folge der Transaktion sind im operativen Segment Group Development 37,65 % der Anteile an der Cellnex Netherlands B.V. mit einem Buchwert in Höhe von 0,4 Mrd. € nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen worden.

Weitere Informationen zu der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Der Buchwert der kurz- und langfristigen sonstigen finanziellen Vermögenswerte lag mit 9,1 Mrd. € um 0,6 Mrd. € unter dem Niveau zum 31. Dezember 2020. Dabei verringerte sich der Buchwert der Derivate mit Hedge-Beziehung um 0,5 Mrd. € auf 1,5 Mrd. €. Dies resultierte im Wesentlichen aus dem Rückgang der positiven Marktwerte aus Zins-Swaps in Fair Value Hedges und ist v. a. begründet durch das angestiegene Zinsniveau. Im Zusammenhang mit hinterlegten Barsicherheiten – insbesondere in Verbindung mit der Beendigung der C-Band-Auktion der FCC im operativen Segment USA – verringerte sich der Buchwert um 0,4 Mrd. €. Der Buchwert der Derivate ohne Hedge-Beziehung erhöhte sich im Saldo um 0,1 Mrd. € auf 2,1 Mrd. €. Positive Bewertungseffekte entstanden aus der Folgebewertung der im Juni 2020 von SoftBank erhaltenen Aktienoptionen zum Kauf von Anteilen an T‑Mobile US in Höhe von 0,4 Mrd. € sowie bei in Verträgen eingebetteten Stromtermingeschäften in Höhe von 0,2 Mrd. €. Hingegen resultierten negative Bewertungseffekte in Höhe von 0,5 Mrd. € aus eingebetteten Derivaten der T‑Mobile US u. a. aus der vorzeitigen Rückzahlung von Anleihen. Darüber hinaus wirkten Forderungen aus noch zu empfangenden Zuwendungen aus Förderprojekten für den Breitband-Ausbau in Deutschland mit 0,2 Mrd. € buchwerterhöhend.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen

Der Buchwert der zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen sank im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 0,4 Mrd. € auf 0,7 Mrd. €. Der Rückgang stand im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Veräußerung der niederländischen T‑Mobile Infra B.V. zum 1. Juni 2021. In den zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen waren zum 30. Juni 2021 die Vermögenswerte der das rumänische Festnetz-Geschäft im operativen Segment Europa betreibenden Telekom Romania Communications S.A. enthalten. Beide Gesellschaften wurden zum 31. Dezember 2020 wegen konkret bestehender Verkaufsabsichten als "zur Veräußerung gehalten" eingestuft.

Weitere Informationen zu der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

In der folgenden Tabelle sind die Zusammensetzung und die Fälligkeitsstruktur der finanziellen Verbindlichkeiten zum 30. Juni 2021 dargestellt:

in Mio. €
30.06.2021 Restlaufzeit
bis 1 Jahr
Restlaufzeit
> 1 bis 5 Jahre
Restlaufzeit
> 5 Jahre
Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 91.749 5.534 29.034 57.180
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.480 1.429 2.151 899
Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten
aus Schuldscheindarlehen
481 53 0 428
Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen
Tilgung bei Ausfall
3.513 626 2.254 633
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten 7.020 2.505 1.995 2.520
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten 1.916 1.637 146 134
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 531 119 234 178
Finanzielle Verbindlichkeiten 109.690 11.902 35.815 61.973

Der Buchwert der kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten erhöhte sich im Vergleich zum Jahresende 2020 im Wesentlichen aufgrund der nachfolgend beschriebenen Sachverhalte um 2,6 Mrd. € auf insgesamt 109,7 Mrd. €. Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten den Buchwert um insgesamt 1,9 Mrd. €.

Der Buchwert der Anleihen und sonstigen verbrieften Verbindlichkeiten erhöhte sich um 4,0 Mrd. €. Erhöhend wirkten insbesondere die in der Berichtsperiode durch T‑Mobile US emittierten Anleihen (Senior Notes) in Höhe von insgesamt 9,8 Mrd. US‑\$ (8,2 Mrd. €) mit Laufzeiten zwischen 2026 und 2031 und einer Verzinsung zwischen 2,25 % und 3,5 %. Buchwerterhöhend wirkten darüber hinaus die durch die Deutsche Telekom AG emittierten AUD-Anleihen von 0,1 Mrd. AUD (0,1 Mrd. €) sowie Euro-Anleihen von 0,1 Mrd. € Gegenläufig wirkten in der Berichtsperiode vorzeitige Tilgungen durch T‑Mobile US von Anleihen in Höhe von insgesamt 4,8 Mrd. US‑\$ (4,0 Mrd. €) mit ursprünglichen Laufzeiten bis zwischen 2023 und 2026 und einer Verzinsung zwischen 5,125 % und 6,5 % sowie planmäßige Tilgungen im Konzern von Euro-Anleihen in Höhe von 1,4 Mrd. €. Durch Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhte sich der Buchwert der Anleihen und sonstigen verbrieften Verbindlichkeiten um 1,6 Mrd. €.

Der Buchwert der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten reduzierte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 0,8 Mrd. € auf 4,5 Mrd. €, bedingt im Wesentlichen durch planmäßige Tilgungen in der Berichtsperiode in Höhe von 0,6 Mrd. € sowie einen Rückgang in Höhe von 0,3 Mrd. € im Zusammenhang mit Factoring im operativen Segment USA.

Bei den Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall in Höhe von 3,5 Mrd. € (31. Dezember 2020: 3,9 Mrd. €) handelt es sich im Wesentlichen um von Sprint emittierte Anleihen. Für diese Anleihen wurden Sicherheiten gestellt, weshalb sie eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten darstellen. Buchwertreduzierend wirkten die Tilgungen der Berichtsperiode in Höhe von umgerechnet 0,5 Mrd. €. Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten den Buchwert um insgesamt 0,1 Mrd. €.

Der Buchwert der sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten lag mit 7,0 Mrd. € um 0,2 Mrd. € unter dem Niveau zum 31. Dezember 2020. Im Zusammenhang mit erhaltenen Barsicherheiten (Collaterals) für derivative Finanzinstrumente reduzierte sich der Buchwert der sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten insgesamt um 0,3 Mrd. €. Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten den Buchwert um insgesamt 0,1 Mrd. €.

Weitere Informationen zu den Barsicherheiten finden Sie im Abschnitt "Angaben zu Finanzinstrumenten".

Der Buchwert der derivativen finanziellen Verbindlichkeiten hat sich um insgesamt 0,3 Mrd. € auf 0,5 Mrd. € verringert, im Wesentlichen im Zusammenhang mit positiven Bewertungseffekten in der Berichtsperiode.

Weitere Informationen zu den derivativen finanziellen Verbindlichkeiten finden Sie im Abschnitt "Angaben zu Finanzinstrumenten".

Der Buchwert der kurz- und langfristigen Leasing-Verbindlichkeiten erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 0,5 Mrd. € auf insgesamt 33,3 Mrd. €. Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten den Buchwert um insgesamt 0,9 Mrd. €. Die im Zusammenhang mit der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds abgeschlossene Sale-and-Leaseback-Transaktion wirkte in Höhe von 0,4 Mrd. € buchwerterhöhend. Gegenläufig wirkten insbesondere die Aufgabe von ehemaligen Sprint Mobilfunk-Standorten und einzelner ehemaliger Sprint-Shops im operativen Segment USA. Insgesamt sind Leasing-Verbindlichkeiten in Höhe von 5,0 Mrd. € innerhalb eines Jahres fällig.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten

Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten reduzierte sich um 1,4 Mrd. € auf 8,3 Mrd. €, was insbesondere auf geringere Verbindlichkeiten gegenüber Endgeräteherstellern und rückläufige Verbindlichkeiten für bezogene Leistungen im operativen Segment USA zurückzuführen ist. Auch im operativen Segment Europa reduzierte sich der Verbindlichkeitenbestand. Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, wirkten dagegen buchwerterhöhend.

Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen

Der Buchwert der Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen verringerte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 1,8 Mrd. € auf 5,9 Mrd. €. Begründet ist dies im Wesentlichen durch eine positive Kursentwicklung der als Planvermögen ausgegliederten Vermögenswerte sowie Rechnungszinsanpassungen, aus denen insgesamt ein erfolgsneutral erfasster Ertrag aus der Neubewertung von leistungsorientierten Plänen von 1,6 Mrd. € resultierte.

Im ersten Quartal 2021 wurden die Risikoleistungen (Tod in der Aktivphase und Invalidität) der außertariflichen Mitarbeiter in Deutschland neu gestaltet, wie es bereits auch für die tariflichen Mitarbeiter im vierten Quartal 2020 umgesetzt wurde. Durch die Neugestaltung der Risikoleistung von einer jährlichen Beitragszahlung (anteilig) hin zur Zahlung einer Pauschalleistung erteilt der Arbeitgeber zukünftig dienstzeitunabhängige Zusagen zur Risikoleistung. Damit werden künftig Auszahlungen der Risikoleistungen direkt im Jahr der Zahlung als Aufwand erfasst. Die nach der bisherigen Regelung zurückgestellten Beträge in Höhe von 0,1 Mrd. € wurden im ersten Quartal 2021 aufwandsmindernd aufgelöst.

Weitere Informationen zur Global Pension Policy und Planbeschreibung finden Sie im Geschäftsbericht 2020, Angabe 15 "Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen".

Kurz- und langfristige sonstige Rückstellungen

Der Buchwert der kurz- und langfristigen sonstigen Rückstellungen reduzierte sich im Vergleich zum Jahresende 2020 um 0,5 Mrd. € auf 8,6 Mrd. €. Dieser Rückgang resultierte im Wesentlichen aus den im ersten Halbjahr 2021 an die Mitarbeiter gezahlten erfolgsabhängigen Vergütungsbestandteile für das Vorjahr.

Übrige Schulden

Der Buchwert der kurz- und langfristigen übrigen Schulden erhöhte sich um 0,4 Mrd. € auf 6,1 Mrd. €. Die Schulden aufgrund bestehender Ausbauverpflichtungen im Zusammenhang mit noch zu empfangenden Zuwendungen aus Förderprojekten für den Breitband-Ausbau in Deutschland erhöhten sich um 0,1 Mrd. €. Zusätzlich wirkten negative Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von Euro in US-Dollar, buchwerterhöhend.

Vertragsverbindlichkeiten

Der Buchwert der kurz- und langfristigen Vertragsverbindlichkeiten lag mit 2,3 Mrd. € um 0,2 Mrd. € über dem Niveau zum 31. Dezember 2020. Im Wesentlichen sind hierunter abgegrenzte Umsatzerlöse erfasst.

Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen

Der Buchwert der Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen reduzierte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2020 um 0,2 Mrd. € auf 0,3 Mrd. €, im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Veräußerung der niederländischen T‑Mobile Infra B.V. zum 1. Juni 2021. Zum 30. Juni 2021 sind in den Buchwerten die Schulden der das rumänische Festnetz-Geschäft im operativen Segment Europa betreibenden Telekom Romania Communications S.A. enthalten. Beide Gesellschaften wurden zum 31. Dezember 2020 wegen konkret bestehender Verkaufsabsichten als "zur Veräußerung gehalten" eingestuft.

Weitere Informationen zu der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Eigenkapital

Der Buchwert des Eigenkapitals erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2020 von 72,6 Mrd. € auf 77,0 Mrd. €. Erhöhend wirkte sich der Überschuss in Höhe von 3,8 Mrd. € auf das Eigenkapital aus. Ebenso erhöhte das sonstige Ergebnis das Eigenkapital um 3,7 Mrd. €. Hier trugen im Wesentlichen erfolgsneutrale Effekte aus der Währungsumrechnung in Höhe von 2,1 Mrd. €, die Neubewertung der leistungsorientierten Pläne in Höhe von 1,6 Mrd. € sowie die Gewinne aus Sicherungsinstrumenten in Höhe von 0,2 Mrd. € zum positiven sonstigen Ergebnis bei. Gegenläufig wirkten sich Steuern auf direkt mit dem Eigenkapital verrechnete Wertänderungen in Höhe von 0,3 Mrd. € negativ auf das sonstige Ergebnis aus. Das Eigenkapital verringerte sich im Zusammenhang mit Dividendenausschüttungen an die Aktionäre der Deutschen Telekom AG für das Geschäftsjahr 2020 in Höhe von 2,8 Mrd. € und an andere Gesellschafter von Tochterunternehmen in Höhe von 0,2 Mrd. €.

Vor allem infolge des Zusammenschlusses von T‑Mobile US und Sprint im Vorjahr hat sich der Anteil des Konzern-Eigenkapitals, der auf die Anteile anderer Gesellschafter entfällt, deutlich erhöht. Die Entwicklung der Transaktionen mit Eigentümern und die Veränderung des Konsolidierungskreises in der Eigenkapitalveränderungsrechnung zeigt die nachfolgende Tabelle:

in Mio. €
30.06.2021 31.12.2020
Eigenkapital
der
Eigentümer
des Mutter
unternehmens
Anteile
anderer
Gesellschafter
Gesamt
Konzern
Eigenkapital
Eigenkapital
der
Eigentümer
des Mutter
unternehmens
Anteile
anderer
Gesellschafter
Gesamt
Konzern
Eigenkapital
Veränderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0 17.329 17.329
Erwerb Sprint 0 0 0 0 17.331 17.331
Sonstige Effekte 0 0 0 0 (2) (2)
Transaktionen mit Eigentümern (106) 10 (96) 7.299 5.967 13.266
Erwerb Sprint 0 0 0 7.474 5.915 13.389
Aktienbasierte Vergütung T‑Mobile US (126) 134 8 (207) 249 42
Aktienrückkauf Magyar Telekom 9 (38) (29) 68 (83) (15)
Aktienrückkauf OTE (20) (46) (66) (40) (103) (143)
Aktienrückkauf Hrvatski Telekom (1) (8) (9) 5 (17) (12)
Sale-and-Leaseback T‑Mobile
Netherlands
32 (32) 0 0 0 0
Sonstige Effekte 0 0 0 (1) 6 5

Ausgewählte Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Seit dem 1. April 2020 wird Sprint als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Die unterjährige Veränderung des Konsolidierungskreises führt neben der Übernahme der zu diesem Zeitpunkt neu bewerteten Vermögenswerte und Schulden auch zum Einbezug sämtlicher ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt erwirtschafteter Erträge und Aufwendungen in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung der Deutschen Telekom. Dies hat Einfluss auf die Vergleichbarkeit der Werte der aktuellen Periode mit den Vorjahresvergleichswerten.

Weitere Informationen zum Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Umsatzerlöse

Die Umsätze gliedern sich in die folgenden Erlösarten:

in Mio. €
H1 2021 H1 2020
Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen 41.401 38.226
Deutschland 10.131 9.918
USA 24.247 21.273
Europa 4.638 4.625
Systemgeschäft 1.550 1.610
Group Development 795 764
Group Headquarters & Group Services 40 36
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern und Handelswaren 9.250 6.614
Deutschland 1.065 1.003
USA 7.230 4.745
Europa 709 645
Systemgeschäft 31 35
Group Development 215 187
Group Headquarters & Group Services 0 0
Umsatzerlöse aus der Nutzungsüberlassung von Vermögenswerten 2.331 2.144
Deutschland 356 384
USA 1.648 1.437
Europa 105 106
Systemgeschäft 16 24
Group Development 144 135
Group Headquarters & Group Services 63 58
Konzernumsatz 52.983 46.984

Weitere Informationen zur Entwicklung der Umsatzerlöse finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung des Konzerns" im Konzern-Zwischenlagebericht.

Sonstige betriebliche Erträge

in Mio. €
H1 2021 H1 2020
Erträge aus der Zuschreibung langfristiger Vermögenswerte 1 3
Erträge aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 82 79
Erträge aus Kostenerstattungen 64 73
Erträge aus Versicherungsentschädigungen 47 34
Erträge aus sonstigen Nebengeschäften 11 12
Übrige sonstige betriebliche Erträge 636 619
davon: Erträge aus Entkonsolidierungen und aus Veräußerungen von nach der
Equity-Methode einbezogenen Anteilen
201 9
841 820

Die Erträge aus Entkonsolidierungen und aus Veräußerungen von nach der Equity-Methode einbezogenen Anteilen resultierten aus der Veräußerung der niederländischen Funkturmgesellschaft T‑Mobile Infra an die unabhängig gemanagte Fondsgesellschaft Digital Infrastructure Vehicle (DIV) und deren nachfolgender Einbringung in die Cellnex NL im Zusammenhang der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden. Die übrigen sonstigen betrieblichen Erträge enthalten eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten.

Weitere Informationen zu der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Sonstige betriebliche Aufwendungen

in Mio. €
H1 2021 H1 2020
Wertminderungsaufwand aus finanziellen Vermögenswerten (269) (474)
Gewinne/(Verluste) aus der Ausbuchung von zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewerteten finanziellen Vermögenswerten
(53) (85)
Sonstige (1.533) (1.777)
Aufwand Rechts- und Prüfungskosten (272) (305)
Verluste aus Anlagenabgängen (80) (257)
Ergebnis aus Bewertung von Factoring-Forderungen (2) (4)
Sonstige Steuern (270) (283)
Aufwand Geldverkehr und Bürgschaften (256) (259)
Versicherungsaufwendungen (67) (55)
Übrige sonstige betriebliche Aufwendungen (586) (615)
(1.855) (2.336)

Der Rückgang des Wertminderungsaufwands aus finanziellen Vermögenswerten im Vorjahresvergleich resultierte im Wesentlichen aus Wertberichtigungen von Kundenforderungen aufgrund gesunkener Bonität im ersten Halbjahr 2020 als Folge der Coronavirus-Pandemie im operativen Segment USA. Die Aufwendungen für Rechts- und Prüfungskosten resultierten im Wesentlichen aus dem Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint. In der Vergleichsperiode resultierten Verluste aus Anlagenabgängen in Höhe von 0,2 Mrd. € aus der Ausbuchung einer noch in Bau befindlichen Abrechnungssoftware für Vertragskunden in den USA. Vor der Migration der Sprint-Vertragskunden auf die T‑Mobile US Abrechnungssoftware wurde entschieden, dass sich diese für die gemeinsame Kundenbasis nicht eignet und nicht in Betrieb genommen wird. Die übrigen sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten eine Vielzahl von betragsmäßig geringen Einzelsachverhalten.

Abschreibungen

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte lagen im ersten Halbjahr 2021 bei 13,6 Mrd. € und damit insgesamt um 2,3 Mrd. € über dem Niveau der Vergleichsperiode. Dabei stiegen die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen um 1,3 Mrd. € und die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte um 0,3 Mrd. €. Die planmäßigen Abschreibungen auf aktivierte Nutzungsrechte erhöhten sich um 0,6 Mrd. €. Die Anstiege sind im Wesentlichen jeweils auf die seit dem 1. April 2020 in den Konsolidierungskreis einbezogene Sprint zurückzuführen. Die Wertminderungen lagen mit 0,1 Mrd. € um 0,1 Mrd. € über dem Niveau der Vergleichsperiode, was u. a. auf die Wertminderungen aus der 2020 erfolgten anlassbezogenen Überprüfung der Werthaltigkeit der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Systemgeschäft zugeordneten Vermögenswerte zurückzuführen ist.

Weitere Informationen zur unterjährig erfassten Wertminderung finden Sie im Abschnitt "Ausgewählte Erläuterungen zur Konzern-Bilanz".

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis betrug gegenüber dem ersten Halbjahr 2020 unverändert minus 2,2 Mrd. €. Dabei entwickelte sich das Zinsergebnis um 0,3 Mrd. € auf minus 2,3 Mrd. € rückläufig. Gründe hierfür sind v. a. die im Rahmen des Erwerbs von Sprint übernommenen finanziellen Verbindlichkeiten sowie die in diesem Zusammenhang begonnene Neustrukturierung und Erhöhung des Finanzierungsvolumens. Das sonstige Finanzergebnis erhöhte sich dagegen im Vorjahresvergleich um 0,4 Mrd. € auf 0,2 Mrd. €. Dies ist im Wesentlichen auf einen gestiegenen Zinsertrag aus der Bewertung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten v. a. im Segment Group Headquarters & Group Services zurückzuführen. Das Ergebnis aus Finanzinstrumenten entwickelte sich nahezu stabil. Positive Bewertungseffekte entstanden aus der Folgebewertung der im Juni 2020 von SoftBank erhaltenen Aktienoptionen zum Kauf von Anteilen an T‑Mobile US. Negative Bewertungseffekte resultierten hingegen u. a. aus der vorzeitigen Rückzahlung von Anleihen und der daraus folgenden Ausbuchung von eingebetteten Derivaten der T‑Mobile US. Das Ergebnis aus at equity bilanzierten Unternehmen lag ebenfalls auf dem Niveau der Vergleichsperiode.

Weitere Informationen zu eingebetteten Derivaten der T‑Mobile US finden Sie im Abschnitt "Angaben zu Finanzinstrumenten".

Ertragsteuern

Im ersten Halbjahr 2021 entstand ein Steueraufwand von 1,3 Mrd. €. Die Steuerquote von 25 % spiegelt im Wesentlichen den Anteil der Länder am Vorsteuerergebnis und deren jeweilige nationalen Steuersätze wider. Darüber hinaus wird die Steuerquote durch den Gewinn aus der Veräußerung von Anteilen an einer Beteiligung im operativen Segment Group Development gemindert. Im Vergleichszeitraum entstand bei einem niedrigeren Vorsteuerergebnis ein Steueraufwand in Höhe von 1,0 Mrd. €.

Sonstige Angaben

Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Seit dem 1. April 2020 wird Sprint als vollkonsolidiertes Tochterunternehmen in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen. Die Entwicklung des Cashflow der Berichtsperiode ist damit nur bedingt mit der Vorjahresperiode vergleichbar.

Weitere Informationen zum Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Cashflow aus Geschäftstätigkeit

Gegenüber der Vergleichsperiode erhöhte sich der Cashflow aus Geschäftstätigkeit um 7,3 Mrd. € auf 16,4 Mrd. €. Die positive Geschäftsentwicklung, sowohl in als auch außerhalb der USA, wirkte positiv auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit. Der Anstieg ist zudem auf den Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint zum 1. April 2020 zurückzuführen. Im Vergleichszeitraum belasteten geleistete Zinszahlungen für Nullkupon-Anleihen in Höhe von insgesamt 1,6 Mrd. € den Cashflow aus Geschäftstätigkeit. Darüber hinaus wirkten insbesondere um 0,6 Mrd. € höhere Zinszahlungen (netto), im Wesentlichen resultierend aus den im Rahmen des Erwerbs von Sprint übernommenen finanziellen Verbindlichkeiten sowie der in diesem Zusammenhang begonnenen Neustrukturierung und Erhöhung des Finanzierungsvolumens, belastend. Die Ertragsteuerzahlungen erhöhten sich gegenüber der Vergleichsperiode um 0,3 Mrd. €. Factoring-Vereinbarungen in Höhe von 0,1 Mrd. € wirkten im Berichtszeitraum positiv auf den Cashflow aus Geschäftstätigkeit. In der Vergleichsperiode ergaben sich negative Effekte aus Factoring-Vereinbarungen in Höhe von minus 0,5 Mrd. €, im Wesentlichen resultierend aus der vertragsgemäßen Kündigung einer revolvierenden Factoring-Vereinbarung im operativen Segment Deutschland.

Cashflow aus Investitionstätigkeit

in Mio. €
H1 2021 H1 2020
Cash Capex
Operatives Segment Deutschland (1.699) (1.964)
Operatives Segment USA (13.237) (4.387)
Operatives Segment Europa (871) (1.000)
Operatives Segment Systemgeschäft (99) (80)
Operatives Segment Group Development (250) (236)
Group Headquarters & Group Services (472) (470)
Überleitung 35 20
(16.593) (8.117)
Auszahlungen für geförderte Investitionen in den Breitband-Ausbau (179) (214)
Einzahlungen von Fördermitteln für Investitionen in den Breitband-Ausbau 103 76
Zahlungsflüsse für hinterlegte Sicherheitsleistungen und Sicherungsgeschäfte (netto) 124 1.783
Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit dem vollzogenen
Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint
0 (4.647)
a
davon: Übernahme liquider Mittel von Sprint
0 2.117
davon: Rückzahlung von Sprint-Darlehen mit Kontrollwechsel-Klausel 0 (6.764)
Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit der Einbringung der
Beteiligung an T‑Mobile Infra in die Cellnex Netherlandsb
135 0
Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit der Übernahme der
Beherrschung über Tochterunternehmen und sonstige Beteiligungen
(25) 0
Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit dem Verlust der Beherrschung
über Tochterunternehmen und sonstige Beteiligungen
33 22
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen
Vermögenswerten
83 128
Sonstiges 13 (285)
(16.307) (11.254)

a Enthält u. a. eine erhaltene Zahlung aus einer Kostenumlage von SoftBank im Zusammenhang mit CPUC in Höhe von 93 Mio. €.

b Enthält neben dem Zahlungsmittelzufluss für den Verkauf des Geschäftsbetriebs in Höhe von 113 Mio. € (118 Mio. € Zahlungsmittelzufluss abzüglich abgegangener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Höhe von 5 Mio. €) den Zahlungsmittelzufluss aus der Sale-und-Leaseback-Transaktion in Höhe von 23 Mio. €.

Der Cash Capex lag mit 16,6 Mrd. € um 8,5 Mrd. € über der Vergleichsperiode. Im Berichtszeitraum wurden im operativen Segment USA FCC-Mobilfunk-Lizenzen in Höhe von 8,0 Mrd. € im Wesentlichen im Rahmen der Beendigung der C-Band-Auktion und im operativen Segment Europa Mobilfunk-Lizenzen in Höhe von 0,1 Mrd. € erworben. In der Vergleichsperiode waren 1,1 Mrd. € für erworbene Mobilfunk-Lizenzen enthalten, welche in Höhe von 0,9 Mrd. € das operative Segment USA und in Höhe von 0,2 Mrd. € das operative Segment Europa betrafen. Ohne Berücksichtigung der Investitionen in Mobilfunk-Lizenzen lag der Cash Capex um 1,5 Mrd. € über der Vergleichsperiode. Die Veränderung ergibt sich im Wesentlichen aus einem Anstieg um 1,8 Mrd. € im operativen Segment USA aufgrund des Einbezugs von Sprint sowie infolge des weiteren Ausbaus des 5G-Netzwerks. Gegenläufig wirkte sich ein Rückgang im operativen Segment Deutschland um 0,3 Mrd. € aus. Witterungsbedingt wurde im ersten Halbjahr 2021 weniger in Glasfaser investiert. Zudem wurden für 2021 geplante Baumaßnahmen in das vierte Quartal 2020 vorgezogen.

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

in Mio. €
H1 2021 H1 2020
Rückzahlung Anleihen (5.804) (5.449)
Dividendenausschüttungen (inkl. an andere Gesellschafter von Tochterunternehmen) (2.909) (2.874)
Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten aus finanziertem Capex und Opex (41) (160)
Rückzahlung von EIB-Krediten (481) (181)
Zahlungsflüsse für hinterlegte Sicherheitsleistungen und Sicherungsgeschäfte (netto) 0 (4)
Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten (3.035) (2.730)
Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten für Medienübertragungsrechte (140) (193)
Zahlungsflüsse Continuing Involvement Factoring (netto) (71) (93)
Schuldscheindarlehen (netto) (58) (202)
Begebung Anleihen 8.332 1.609
Commercial Paper (netto) 0 0
Tagesgeldaufnahmen Kreditinstitute (netto) 0 0
Tilgung Spektrum Verbindlichkeiten (85) (197)
Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit dem Sale-and-Leaseback der
passiven Mobilfunk-Infrastruktur der T‑Mobile Infra
242 0
Ausgabe besicherter Anleihen im Zusammenhang mit Erwerb Sprint 0 20.942
Aufnahme besichertes Darlehen im Zusammenhang mit Erwerb Sprint 0 3.562
Aufnahme Brückenfinanzierung im Zusammenhang mit Erwerb Sprint 0 17.405
Rückzahlung Brückenfinanzierung im Zusammenhang mit Erwerb Sprint 0 (17.493)
Rückzahlung Sprint-Darlehen (Aufnahme vor Erwerb durch T‑Mobile US) 0 (2.304)
Einzahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern
Aktienoptionen T‑Mobile US 7 13
Kapitaleinzahlungen Cellnex Netherlands 3 0
Kapitaleinzahlungen Toll4Europe 0 11
11 24
Auszahlungen aus Transaktionen mit nicht beherrschenden Gesellschaftern
Aktienrückkäufe T‑Mobile US (243) (255)
Aktienrückkäufe OTE (65) (60)
Sonstige Auszahlungen (39) (29)
(347) (344)
Sonstiges (126) (84)
(4.513) 11.234

Zahlungsunwirksame Transaktionen

Die Deutsche Telekom hat weder im Berichtszeitraum noch in der Vergleichsperiode in wesentlichem Umfang Finanzierungsformen gewählt, durch welche die Auszahlungen für Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aus dem operativen und investiven Bereich v. a. durch Zwischenschaltung von Bankgeschäften später fällig werden.

Die Deutsche Telekom hat im ersten Halbjahr 2021 in Höhe von 2,9 Mrd. € Vermögenswerte, im Wesentlichen Netzwerk-Ausstattung und Grundstücke und Gebäude, angemietet (in der Vergleichsperiode: 2,3 Mrd. €). In der Bilanz werden diese Vermögenswerte in der Folge unter den Nutzungsrechten und die dazugehörigen Verpflichtungen unter den Leasing-Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die künftigen Tilgungen der Verbindlichkeiten werden im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr resultierte im Wesentlichen aus dem weiteren Ausbau des 5G-Netzwerks Einbezug von Sprint im operativen Segment USA sowie aus den Sale-and-Leaseback-Vereinbarungen im Zuge der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden.

Gegenleistungen für den Erwerb von Medienübertragungsrechten werden von der Deutschen Telekom entsprechend der Vertragsgestaltung bei Vertragsabschluss oder verteilt über die Vertragslaufzeit gezahlt. Für erworbene Medienübertragungsrechte wurden im ersten Halbjahr 2021 finanzielle Verbindlichkeiten für zukünftige Gegenleistungen in Höhe von 0,1 Mrd. € passiviert (in der Vergleichsperiode: 0,1 Mrd. €). Die Zahlung der Gegenleistung wird im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.

Im operativen Segment USA wurden im ersten Halbjahr 2021 Mobilfunk-Endgeräte in Höhe von 0,7 Mrd. € in den Sachanlagen aktiviert (im ersten Halbjahr 2020: 1,6 Mrd. €). Diese stehen im Zusammenhang mit dem Endgeräte-Mietmodell der T‑Mobile US, bei dem Kunden das Endgerät nicht kaufen, sondern mieten. Die Auszahlungen werden im Cashflow aus Geschäftstätigkeit gezeigt. Der Rückgang resultierte insbesondere aus dem Rückzug aus dem Endgeräte-Mietmodell.

Aus der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds im operativen Segment Group Development resultierten folgende zahlungsunwirksame Transaktionen: Zum einen wurde die Beteiligung an T‑Mobile Infra in die Cellnex Netherlands gegen Gewährung einer Beteiligung von 37,65 % an dem "neuen" Unternehmen Cellnex Netherlands eingebracht. Zum anderen wurde zur Sicherung des Zugangs der T‑Mobile Netherlands zur eingebrachten passiven Mobilfunk-Infrastruktur eine langfristige Vereinbarung, im Wesentlichen über die Anmietung entsprechender Infrastruktur, als Sale-and-Leaseback-Transaktion abgeschlossen.

Weitere Informationen zu der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Segmentberichterstattung

Die folgende Tabelle gibt einen Gesamtüberblick über die operativen Segmente und das Segment Group Headquarters & Group Services der Deutschen Telekom für das erste Halbjahr 2021 und 2020.

Weitere Informationen finden Sie im Kapitel "Geschäftsentwicklung der operativen Segmente" im Konzern-Zwischenlagebericht.

Zum 1. Januar 2021 hat die Deutsche Telekom die Geschäfts- und Ergebnisverantwortung für die Deutsche Telekom IoT GmbH vom operativen Segment Systemgeschäft in den Geschäftskundenbereich des operativen Segments Deutschland verlagert. In den beiden Segmenten wurden die Vorjahresvergleichswerte rückwirkend angepasst. Zum 1. Januar 2021 hat die Deutsche Telekom das österreichische Funkturmgeschäft vom operativen Segment Europa in die Einheit GD Towers des operativen Segments Group Development verlagert. Die Vorjahresvergleichswerte in den beiden betroffenen Segmenten wurden nicht rückwirkend angepasst. Zum 1. Januar 2021 wurden die DT IT Russland, DT IT Slowakei und DT IT Ungarn vom operativen Segment Deutschland in das Segment Group Headquarters & Group Services verlagert. Die Vorjahresvergleichswerte in den beiden betroffenen Segmenten wurden nicht rückwirkend angepasst.

Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt "Rechnungslegung".

In Übereinstimmung mit den internen Grundsätzen der Segmentsteuerung wird bei intern an Konzerngesellschaften begebenen Darlehen mit eingebetteten Derivaten die derivative Komponente auch im Segmentabschluss der Gläubigergesellschaft abgespalten und erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Segmentinformationen im ersten Halbjahr

in Mio. €
Vergleichsperiode Stichtag
Außen
umsatz
Inter
segment
umsatz
Gesamt
umsatz
Betriebs
ergebnis
(EBIT)
Planmäßige
Abschrei
bungen
Wertmin
derungen
Segment
vermögena
Segment
schuldena
Beteili
gungen an
at equity
bilanzierten
Unter
nehmena
Deutschland H1 2021 11.552 292 11.844 2.397 (2.008) (1) 46.486 33.646 27
H1 2020 11.304 379 11.683 1.979 (2.207) 0 45.114 32.725 34
USA H1 2021 33.125 1 33.126 4.291 (9.036) (26) 184.803 122.165 302
H1 2020 27.454 1 27.455 3.468 (6.654) (19) 176.765 117.681 296
Europa H1 2021 5.452 99 5.551 810 (1.290) (2) 25.516 9.429 54
H1 2020 5.376 88 5.464 713 (1.299) (2) 27.034 9.172 54
Systemgeschäft H1 2021 1.596 425 2.021 (95) (122) (33) 4.084 3.484 22
H1 2020 1.669 458 2.127 (110) (205) 0 4.094 3.754 23
Group Development H1 2021 1.154 409 1.563 547 (429) 0 10.356 12.302 530
H1 2020 1.086 338 1.424 263 (386) 0 9.212 11.220 122
Group Headquarters & H1 2021 103 1.193 1.296 (735) (697) (14) 47.389 60.585 14
Group Services H1 2020 94 1.191 1.285 (709) (620) 0 48.047 63.188 14
Summe H1 2021 52.983 2.419 55.401 7.215 (13.582) (76) 318.634 241.611 949
H1 2020 46.984 2.453 49.438 5.604 (11.371) (21) 310.266 237.740 543
Überleitung H1 2021 0 (2.419) (2.419) (8) 35 0 (48.130) (48.107) 1
H1 2020 0 (2.453) (2.453) (7) 24 0 (45.349) (45.373) 0
Konzern H1 2021 52.983 0 52.983 7.207 (13.547) (76) 270.504 193.504 950
H1 2020 46.984 0 46.984 5.597 (11.347) (21) 264.917 192.367 543

a Werte sind stichtagsbezogen auf den 30. Juni 2021 und den 31. Dezember 2020.

Eventualverbindlichkeiten

Im Folgenden werden Ergänzungen und neue Entwicklungen zu den im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2020 dargestellten Eventualverbindlichkeiten ausgeführt.

Klagen wegen Entgelten für die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen. In den von der Kabel Deutschland Vertrieb und Service GmbH (heute Vodafone Kabel Deutschland GmbH) einerseits und von der Unitymedia Hessen GmbH & Co. KG (heute Vodafone Hessen GmbH), der Unitymedia NRW GmbH (heute Vodafone NRW GmbH) und der Kabel BW GmbH (heute Vodafone BW GmbH) andererseits geführten Klageverfahren gegen die Telekom Deutschland GmbH hat der Bundesgerichtshof die Revisionen der Kläger mit Beschlüssen vom 18. Mai 2021 insoweit zugelassen, als die Klagen Ansprüche für den Zeitraum ab dem 1. Januar 2012 (Vodafone Kabel Deutschland GmbH) bzw. für die übrigen Kläger ab dem 1. Januar 2016 betreffen. Die finanziellen Auswirkungen beider Verfahren können derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Prospekthaftungsverfahren (dritter Börsengang – DT3). Hierbei handelt es sich um ursprünglich ca. 2.600 laufende Klagen von ca. 16.000 angeblichen Käufern von T-Aktien, die auf der Grundlage des Prospekts vom 26. Mai 2000 verkauft wurden. Die Kläger behaupten, dass einzelne Angaben in diesem Prospekt unrichtig oder unvollständig seien. Der Streitwert beläuft sich aktuell auf insgesamt noch ca. 78 Mio. € zuzüglich Zinsen. Die Klagen richten sich zum Teil auch gegen die KfW und/oder die Bundesrepublik Deutschland sowie teilweise auch gegen emissionsbegleitende Banken. Das Landgericht (LG) Frankfurt am Main hatte Vorlagebeschlüsse nach dem Kapitalanleger-Musterverfahrensgesetz (KapMuG) zum Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt am Main erlassen und die Ausgangsverfahren ausgesetzt. Am 16. Mai 2012 hatte das OLG Frankfurt am Main festgestellt, dass der Börsenprospekt der Deutschen Telekom AG keinen wesentlichen Fehler enthält. Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte in seiner Entscheidung vom 21. Oktober 2014 diese Entscheidung teilweise aufgehoben, einen Fehler im Börsenprospekt festgestellt und das Verfahren an das OLG Frankfurt am Main zurückverwiesen. Am 30. November 2016 stellte das OLG Frankfurt am Main in einem Musterentscheid fest, dass aus dem vom BGH festgestellten Fehler eine grundsätzliche Haftung der Deutschen Telekom AG resultieren könne; Einzelheiten seien aber in den Ausgangsverfahren zu klären. Auf Beschwerde beider Parteien hat der BGH das Verfahren im Februar 2021 erneut an das OLG Frankfurt am Main zurückverwiesen. Die Deutsche Telekom hat zum 30. Juni 2021 bilanzielle Risikovorsorge in angemessener Höhe gebildet.

Schadensersatzklagen gegen Slovak Telekom infolge einer Bußgeldentscheidung der Europäischen Kommission. Die Europäische Kommission hat am 15. Oktober 2014 entschieden, dass Slovak Telekom ihre Marktmacht auf dem slowakischen Breitband-Markt missbraucht habe, und im Zuge dessen Bußgelder gegen Slovak Telekom und Deutsche Telekom verhängt, die im Januar 2015 vollständig bezahlt wurden. Im Jahr 2018 hat das Gericht der Europäischen Union die Entscheidung der Europäischen Kommission nach einer von Slovak Telekom und Deutsche Telekom eingelegten Berufung teilweise für nichtig erklärt und die verhängten Bußgelder um insgesamt 13 Mio. € reduziert. Mit Urteil vom 25. März 2021 wurde eine weitere Berufung zum Europäischen Gerichtshof vollumfänglich abgewiesen. Im Anschluss an die Bußgeldentscheidung der Europäischen Kommission hatten Wettbewerber Klage vor dem Zivilgericht in Bratislava gegen Slovak Telekom erhoben. Mit diesen Klagen begehren sie die Erstattung eines angeblichen Schadens, der sich aus dem von der Europäischen Kommission festgestellten Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung durch die Slovak Telekom ergeben haben soll. Derzeit sind noch zwei Klagen in Höhe von insgesamt 112 Mio. € zuzüglich Zinsen anhängig. Die finanziellen Auswirkungen können derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Sammelklage im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss mit Sprint. Am 4. Juni 2021 wurden vor dem Delaware Court of Chancery eine Aktionärssammelklage (Shareholder Class Action) und eine abgeleitete Aktionärsklage (Derivative Action) gegen die Deutsche Telekom, SoftBank, T‑Mobile US und einige unserer derzeitigen und ehemaligen Mitglieder des Verwaltungsrats (Board of Directors) der T‑Mobile US eingereicht. Darin wird geltend gemacht, dass diese mit der ergänzenden Vereinbarung über die Kaufpreisanpassung zur Fusionsvereinbarung und SoftBanks nachfolgender Monetarisierung der T‑Mobile US-Aktien ihre Treuepflichten verletzt hätten. Die sich aus diesem Verfahren ergebende Klageforderung und das finanzielle Risiko für die Deutsche Telekom können derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die sonstigen finanziellen Verpflichtungen der Deutschen Telekom zum 30. Juni 2021:

in Mio. €
30.06.2021
Bestellobligo für Sachanlagevermögen 6.326
Bestellobligo für immaterielle Vermögenswerte 1.553
Abgeschlossene Einkaufsverpflichtungen für Vorräte 3.913
Sonstiges Bestellobligo und Abnahmeverpflichtungen 18.530
Öffentlich-rechtliche Verpflichtungen gegenüber der Postbeamtenversorgungskasse 1.463
Verpflichtungen im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben 1.634
Andere sonstige Verpflichtungen 51
33.470

Die Verpflichtungen im Zusammenhang mit Unternehmenserwerben betreffen in Höhe von 1,9 Mrd. US‑\$ (1,6 Mrd. €) Verpflichtungen aus dem zum 1. Juli 2021 vollzogenen Erwerb von Vermögenswerten und Schulden im direkten Zusammenhang mit dem Mobilfunk-Geschäftsbetrieb von Shentel.

Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Angaben zu Finanzinstrumenten

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Klassen und Bewertungskategorien

in Mio. €

Bewer
tungs
kategorie
nach
IFRS 9
Buchwert
30.06.2021
Fort
geführte
Anschaf
fungs
kosten
Beizulegen
der Zeitwert
über das
sonstige
Ergebnis
ohne
nachträgliche
Umklassifi
zierung in die
Gewinn- und
Verlust
rechnung
Beizulegender
Zeitwert über
das sonstige
Ergebnis
mit
nachträglicher
Umklassifi
zierung in die
Gewinn- und
Verlust
rechnung
Beizu
legender
Zeitwert
erfolgs
wirksama
Wert
ansatz
Bilanz
nach
IFRS 16
Beizu
legender
Zeitwert
30.06.2021b
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 8.861 8.861
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten AC 5.812 5.812
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige
Ergebnis
FVOCI 8.155 8.155 8.155
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam FVTPL 1 1 1
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten AC 4.403 4.403 4.434
davon: gezahlte Collaterals AC 113 113
davon: Förderprojekte der öffentlichen
Hand
AC 1.829 1.829
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige
Ergebnis FVOCI 0 0 0
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam FVTPL 223 223 223
Eigenkapitalinstrumente
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige
Ergebnis
FVOCI 505 505 505
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam FVTPL 3 3 3
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung FVTPL 2.102 2.102 2.102
davon: in emittierte Anleihen eingebettete
Kündigungsrechte
FVTPL 386 386 386
davon: in Verträge eingebettete
Stromtermingeschäfte
FVTPL 231 231 231
davon: Von Dritten erhaltene Optionen zum
Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen
und assoziierten Unternehmen
FVTPL 1.255 1.255 1.255
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 1.548 226 1.322 1.548
Leasing-Vermögenswerte n.a. 288 288
Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
sonstige finanzielle Vermögenswerte im direkten
Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen
langfristigen Vermögenswerten und
Veräußerungsgruppen
AC 208 208
Eigenkapitalinstrumente innerhalb der zur
Veräußerung gehaltenen langfristigen
Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen
FVOCI 34 34 34
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 8.342 8.342
Anleihen und sonstige verbriefte
Verbindlichkeiten
AC 91.749 91.749 100.081
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten AC 4.480 4.480 4.593
Verbindlichkeiten gegenüber Nicht
Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen
AC 481 481 568
Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur
vorrangigen Tilgung bei Ausfall
AC 3.513 3.513 3.750
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten AC 7.020 7.020 7.057
davon: erhaltene Collaterals AC 1.215 1.215

a Für in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte sowie von Dritten erhaltene Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen verweisen wir auf die detaillierten Ausführungen im nachfolgenden Abschnitt.

b Für Angaben über bestimmte beizulegende Zeitwerte wurden die Erleichterungsvorschriften des IFRS 7.29 in Anspruch genommen.

in Mio. € Wertansatz Bilanz nach IFRS 9
Bewer
tungs
kategorie
nach
IFRS 9
Buchwert
30.06.2021
Fort
geführte
Anschaf
fungs
kosten
Beizulegen
der Zeitwert
über das
sonstige
Ergebnis
ohne
nachträgliche
Umklassifi
zierung in die
Gewinn- und
Verlust
rechnung
Beizulegender
Zeitwert über
das sonstige
Ergebnis
mit
nachträglicher
Umklassifi
zierung in die
Gewinn- und
Verlust
rechnung
Beizu
legender
Zeitwert
erfolgs
wirksama
Wert
ansatz
Bilanz
nach
IFRS 16
Beizu
legender
Zeitwert
30.06.2021b
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten AC 1.916 1.916
davon: mit Inhaberkündigungsrechten
ausgestattete Anteile nicht beherrschender
Gesellschafter an konsolidierten
Personengesellschaften
AC 134 134
Leasing-Verbindlichkeiten n.a. 33.263 33.263
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung FVTPL 257 257 257
davon: Dritten gewährte Optionen zum
Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen
und assoziierten Unternehmen
FVTPL 0 0 0
davon: in Verträge eingebettete
Stromtermingeschäfte
FVTPL 52 52 52
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 274 221 53 274
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
und sonstige finanzielle Verbindlichkeiten im
direkten Zusammenhang mit zur Veräußerung
gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und
Veräußerungsgruppen
AC 255 255
davon: aggregiert nach
Bewertungskategorien gemäß IFRS 9
Aktiva
Finanzielle Vermögenswerte zu
fortgeführten Anschaffungskosten
AC 19.284 19.284 4.434
Finanzielle Vermögenswerte zum
beizulegenden Zeitwert über das sonstige
Ergebnis mit nachträglicher
Umklassifizierung in die Gewinn- und
Verlustrechnung
FVOCI 8.155 8.155 8.155
Finanzielle Vermögenswerte zum
beizulegenden Zeitwert über das sonstige
Ergebnis ohne nachträgliche
Umklassifizierung in die Gewinn- und
Verlustrechnung FVOCI 539 539 539
Finanzielle Vermögenswerte zum
beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam
FVTPL 2.329 2.329 2.329
Passiva
Finanzielle Verbindlichkeiten zu
fortgeführten Anschaffungskosten
AC 117.756 117.756 116.049
Finanzielle Verbindlichkeiten zum
beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam
FVTPL 257 257 257

a Für in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte sowie von Dritten erhaltene Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen verweisen wir auf die detaillierten Ausführungen im nachfolgenden Abschnitt.

b Für Angaben über bestimmte beizulegende Zeitwerte wurden die Erleichterungsvorschriften des IFRS 7.29 in Anspruch genommen.

Buchwerte, Wertansätze und beizulegende Zeitwerte nach Klassen und Bewertungskategorien

in Mio. €

Wertansatz Bilanz nach IFRS 9
Bewer
tungs
kategorie
nach
IFRS 9
Buchwert
31.12.2020
Fort
geführte
Anschaf
fungs
kosten
Beizulegen
der Zeitwert
über das
sonstige
Ergebnis
ohne
nachträgliche
Umklassifi
zierung in die
Gewinn- und
Verlust
rechnung
Beizulegender
Zeitwert über
das sonstige
Ergebnis
mit
nachträglicher
Umklassifi
zierung in die
Gewinn- und
Verlust
rechnung
Beizu
legender
Zeitwert
erfolgs
wirksama
Wert
ansatz
Bilanz
nach
IFRS 16
Beizu
legender
Zeitwert
31.12.2020b
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente AC 12.939 12.939
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten AC 6.007 6.007
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis FVOCI 7.516 7.516 7.516
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam FVTPL 0 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten AC 4.722 4.722 4.758
davon: gezahlte Collaterals AC 543 543
davon: Förderprojekte der öffentlichen Hand AC 1.676 1.676
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis FVOCI 0 0
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam FVTPL 203 203 203
Eigenkapitalinstrumente
Zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis FVOCI 425 425 425
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam FVTPL 3 3 3
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung FVTPL 1.992 1.992 1.992
davon: in emittierte Anleihen eingebettete
Kündigungsrechte
FVTPL 889 889 889
davon: in Verträge eingebettete
Stromtermingeschäfte
FVTPL 77 77 77
davon: Von Dritten erhaltene Optionen zum Kauf
von Anteilen an Tochterunternehmen und
assoziierten Unternehmen
FVTPL 819 819 819
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 2.047 21 2.026 2.047
Leasing-Vermögenswerte n.a. 248 248
Zahlungsmittel, Zahlungsmitteläquivalente und
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und
sonstige finanzielle Vermögenswerte im direkten
Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen
langfristigen Vermögenswerten und
Veräußerungsgruppen
AC 206 206
Eigenkapitalinstrumente innerhalb der zur Veräußerung
gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und
Veräußerungsgruppen
FVOCI 32 32 32
Passiva
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen AC 9.760 9.760
Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten AC 87.702 87.702 97.655
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten AC 5.257 5.257 5.393
Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus
Schuldscheindarlehen
AC 490 490 586
Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen
Tilgung bei Ausfall
AC 3.886 3.886 4.167
Sonstige verzinsliche Verbindlichkeiten AC 7.206 7.206 7.270
davon: erhaltene Collaterals AC 1.530 1.530
Sonstige unverzinsliche Verbindlichkeiten
davon: mit Inhaberkündigungsrechten
ausgestattete Anteile nicht beherrschender
Gesellschafter an konsolidierten
Personengesellschaften
AC
AC
1.703
6
1.703
6

a Für in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte sowie von Dritten erhaltene Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen verweisen wir auf die detaillierten Ausführungen im nachfolgenden Abschnitt.

b Für Angaben über bestimmte beizulegende Zeitwerte wurden die Erleichterungsvorschriften des IFRS 7.29 in Anspruch genommen.

in Mio. €
Wertansatz Bilanz nach IFRS 9
Bewer
tungs
kategorie
nach
IFRS 9
Buchwert
31.12.2020
Fort
geführte
Anschaf
fungs
kosten
Beizulegen
der Zeitwert
über das
sonstige
Ergebnis
ohne
nachträgliche
Umklassifi
zierung in die
Gewinn- und
Verlust
rechnung
Beizulegender
Zeitwert über
das sonstige
Ergebnis
mit
nachträglicher
Umklassifi
zierung in die
Gewinn- und
Verlust
rechnung
Beizu
legender
Zeitwert
erfolgs
wirksama
Wert
ansatz
Bilanz
nach
IFRS 16
Beizu
legender
Zeitwert
31.12.2020b
Leasing-Verbindlichkeiten n.a. 32.715 32.715
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung FVTPL 478 478 478
davon: Dritten gewährte Optionen zum Kauf von
Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten
Unternehmen
FVTPL 8 8 8
davon: in Verträge eingebettete
Stromtermingeschäfte
FVTPL 129 129 129
Derivate mit Hedge-Beziehung n.a. 386 334 52 386
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten im direkten
Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen
langfristigen Vermögenswerten und
Veräußerungsgruppen
AC 398 398
davon: aggregiert nach Bewertungskategorien
gemäß IFRS 9
Aktiva
Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten
Anschaffungskosten
AC 23.874 23.874 4.758
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden
Zeitwert über das sonstige Ergebnis mit
nachträglicher Umklassifizierung in die Gewinn
und Verlustrechnung
FVOCI 7.516 7.516 7.516
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden
Zeitwert über das sonstige Ergebnis ohne
nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und
Verlustrechnung
FVOCI 457 457 457
Finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden
Zeitwert erfolgswirksam
FVTPL 2.198 2.198 2.198
Passiva
Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten
AC 116.402 116.402 115.071
Finanzielle Verbindlichkeiten zum beizulegenden
Zeitwert erfolgswirksam
FVTPL 478 478 478

a Für in Verträge eingebettete Stromtermingeschäfte sowie von Dritten erhaltene Optionen zum Kauf von Anteilen an Tochterunternehmen und assoziierten Unternehmen verweisen wir auf die detaillierten Ausführungen im nachfolgenden Abschnitt.

b Für Angaben über bestimmte beizulegende Zeitwerte wurden die Erleichterungsvorschriften des IFRS 7.29 in Anspruch genommen.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen in Höhe von 2,3 Mrd. € (31. Dezember 2020: 2,0 Mrd. €) enthalten, die eine Laufzeit von mehr als einem Jahr haben. Der beizulegende Zeitwert entspricht im Wesentlichen dem Buchwert.

Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden

Bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts ist die Verwendung von aktuellen, für das betreffende Finanzinstrument an liquiden Märkten beobachtbaren Bewertungsfaktoren (Eingangsparameter) zu maximieren und die Verwendung anderer Eingangsparameter (z. B. historische Preise, Preise für ähnliche Instrumente, Preise auf nicht liquiden Märkten) zu minimieren. Für diese Zwecke ist eine Bewertungshierarchie mit drei Bewertungsstufen (Levels) definiert. Sind für das betreffende Finanzinstrument am Abschluss-Stichtag notierte Preise auf liquiden Märkten verfügbar, werden diese unangepasst für die Bewertung verwendet (Level 1-Bewertung). Andere Eingangsparameter sind dann für die Bewertung irrelevant. Ein Beispiel sind aktiv gehandelte börsennotierte Aktien und Anleihen. Sind für das betreffende Finanzinstrument am Abschluss-Stichtag zwar keine notierten Preise auf liquiden Märkten verfügbar, kann es jedoch mittels anderer am Abschluss-Stichtag am Markt beobachtbarer Eingangsparameter bewertet werden, liegt eine Level 2-Bewertung vor. Voraussetzung hierfür ist, dass die beobachtbaren Eingangsparameter nicht wesentlich angepasst und keine nicht beobachtbaren Eingangsparameter verwendet werden müssen. Ein Beispiel für Level 2-Bewertungen sind besicherte Zins-Swaps, Devisentermingeschäfte und Zins-/Währungs-Swaps, die anhand aktueller Zinssätze bzw. Fremdwährungskurse bewertet werden können. Sofern die Voraussetzungen für eine Level 1-Bewertung oder eine Level 2-Bewertung nicht erfüllt sind, liegt eine Level 3-Bewertung vor. In solchen Fällen müssen beobachtbare Eingangsparameter wesentlich angepasst bzw. nicht beobachtbare Eingangsparameter verwendet werden.

in Mio. €
30.06.2021 31.12.2020
Level 1 Level 2 Level 3 Summe Level 1 Level 2 Level 3 Summe
Aktiva
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Zum beizulegenden Zeitwert über das
sonstige Ergebnis 8.155 8.155 7.516 7.516
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 1 1 0 0
Sonstige finanzielle Vermögenswerte –
Ausgereichte Darlehen und sonstige Forderungen
Zum beizulegenden Zeitwert über das
sonstige Ergebnis
0 0
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 138 76 9 223 133 62 8 203
Eigenkapitalinstrumente
Zum beizulegenden Zeitwert über das
sonstige Ergebnis
34 505 539 457 457
Zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam 3 3 3 3
Derivative finanzielle Vermögenswerte
Derivate ohne Hedge-Beziehung 230 1.872 2.102 207 1.785 1.992
Derivate mit Hedge-Beziehung 1.548 1.548 2.047 2.047
Passiva
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten
Derivate ohne Hedge-Beziehung 205 52 257 341 137 478
Derivate mit Hedge-Beziehung 274 274 386 386

Finanzinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden

Von den zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis bewerteten Eigenkapitalinstrumenten der sonstigen finanziellen Vermögenswerte bilden die Instrumente der verschiedenen Levels jeweils eigene Klassen von Finanzinstrumenten. Die beizulegenden Zeitwerte des Gesamtbestands an Eigenkapitalinstrumenten in Level 1 entsprechen jeweils den Kursnotierungen zum Abschluss-Stichtag.

Börsennotierte Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten werden Level 1 oder Level 2 in Abhängigkeit von der Marktliquidität des jeweiligen Instruments zugeordnet. Folglich sind die in EUR oder USD denominierten Emissionen mit relativ großem Emissionsvolumen grundsätzlich als Level 1 qualifiziert, die übrigen grundsätzlich als Level 2. Die beizulegenden Zeitwerte der Level 1 zugeordneten Instrumente entsprechen den Nominalwerten multipliziert mit den Kursnotierungen zum Abschluss-Stichtag. Die beizulegenden Zeitwerte der Level 2 zugeordneten Instrumente werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert bestimmten Credit Spread-Kurve der Deutschen Telekom ermittelt.

Die beizulegenden Zeitwerte von Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, Verbindlichkeiten gegenüber Nicht-Kreditinstituten aus Schuldscheindarlehen und sonstigen verzinslichen Verbindlichkeiten werden als Barwerte der mit den Schulden verbundenen Zahlungen unter Zugrundelegung der jeweils gültigen Zinsstrukturkurve sowie der währungsdifferenziert bestimmten Credit Spread-Kurve der Deutschen Telekom ermittelt.

Da für die im Bestand befindlichen Level 2 zugeordneten derivativen Finanzinstrumente mangels Marktnotierung keine Marktpreise vorliegen, werden die Zeitwerte mittels anerkannter finanzmathematischer Modelle berechnet, wobei ausschließlich beobachtbare Eingangsparameter in die Bewertung einfließen. Für derivative Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert dem Betrag, den die Deutsche Telekom bei Übertragung des Finanzinstruments zum Abschluss-Stichtag entweder erhalten würde oder zahlen müsste. Dabei finden zum Abschluss-Stichtag relevante Zinssätze der Vertragspartner Anwendung. Als Wechselkurse werden die am Abschluss-Stichtag geltenden Mittelkurse verwendet. Bei zinstragenden derivativen Finanzinstrumenten wird zwischen dem Clean Price und dem Dirty Price unterschieden. Im Unterschied zum Clean Price umfasst der Dirty Price auch die abgegrenzten Stückzinsen. Die angesetzten beizulegenden Zeitwerte entsprechen dem Full Fair Value bzw. dem Dirty Price.

Die zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis bewerteten Eigenkapitalinstrumente umfassen eine Vielzahl von Investments in strategische, nicht-börsennotierte Einzelpositionen. Die Deutsche Telekom erachtet die gewählte Bewertung über das sonstige Ergebnis ohne nachträgliche Umklassifizierung in die Gewinn- und Verlustrechnung für angemessen, da für die Beteiligungen keine kurzfristigen Gewinnerzielungsabsichten bestehen. Im Zeitpunkt der Veräußerung eines Investments wird der gesamte kumulierte Gewinn oder Verlust in die Gewinnrücklagen reklassifiziert. Erwerbe und Veräußerungen basieren auf geschäftspolitischen Investitionsentscheidungen.

in Mio. €
Eigenkapital
instrumente
zum
beizulegenden
Zeitwert über
das sonstige
Ergebnis
Derivative finanzielle
Vermögenswerte zum
beizulegenden Zeit
wert erfolgswirksam:
in emittierte Anleihen
eingebettete
Kündigungsrechte
Derivative finanzielle
Vermögenswerte zum
beizulegenden Zeit
wert erfolgswirksam:
Aktienoptionen
Derivative finanzielle
Vermögenswerte zum
beizulegenden Zeit
wert erfolgswirksam:
in Verträge
eingebettete Strom
termingeschäfte
Derivative finanzielle
Verbindlichkeiten zum
beizulegenden Zeit
wert erfolgswirksam:
in Verträge
eingebettete Strom
termingeschäfte
Buchwert zum
1. Januar 2021
457 889 805 77 (129)
Zugänge (inkl. erstmaliger
Klassifizierung als Level 3)
59 43 0 0 0
Erfolgswirksam erfasste
Wertminderungen
(inkl. Abgangsverluste)
(662) (209) (2) (3)
Erfolgswirksam erfasste
Werterhöhungen
(inkl. Abgangsgewinne)
95 641 153 83
Erfolgsneutral im
Eigenkapital erfasste
negative Wertänderungen
(31)
Erfolgsneutral im
Eigenkapital erfasste
positive Wertänderungen
95
Abgänge (77) 0 0 0 0
Erfolgsneutral im
Eigenkapital erfasste
Kursdifferenzen
2 21 0 3 (3)
Buchwert zum
30. Juni 2021
505 386 1.237 231 (52)

Entwicklung der Buchwerte der Level 3 zugeordneten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten

Bei den Level 3 zugeordneten zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis bewerteten Eigenkapitalinstrumenten der sonstigen finanziellen Vermögenswerte handelt es sich mit einem Buchwert von 492 Mio. € um Beteiligungen, deren Bewertung auf Basis der besten verfügbaren Informationen zum Abschluss-Stichtag vollzogen wird. Die größte Relevanz misst die Deutsche Telekom dabei grundsätzlich Transaktionen über Anteile an den betreffenden Beteiligungsunternehmen bei. Außerdem werden Transaktionen über Anteile an vergleichbaren Unternehmen betrachtet. Für die Entscheidung, welche Informationen für die Bewertung verwendet werden, ist sowohl die zeitliche Nähe der jeweiligen Transaktion zum Abschluss-Stichtag relevant als auch die Frage, ob die Transaktion zu marktüblichen Konditionen vollzogen wurde. Außerdem ist hierbei der Grad der Ähnlichkeit zwischen Bewertungsobjekt und vergleichbarem Unternehmen zu berücksichtigen. Nach Einschätzung der Deutschen Telekom sind die beizulegenden Zeitwerte der Beteiligungen zum Abschluss-Stichtag hinreichend zuverlässig bestimmbar. Zur Entwicklung der Buchwerte in der Berichtsperiode verweisen wir auf die vorstehende Tabelle. Am Abschluss-Stichtag waren Beteiligungen mit einem Buchwert von 34 Mio. € zur Veräußerung gehalten, für die übrigen bestand keine Verkaufsabsicht. Bei Beteiligungen mit einem Buchwert von 388 Mio. € fanden in hinreichender zeitlicher Nähe zum Abschluss-Stichtag Transaktionen über Anteile dieser Unternehmen zu marktüblichen Konditionen statt, weshalb die dort vereinbarten Anteilspreise unangepasst für die Bewertung zum 30. Juni 2021 heranzuziehen waren. Für Beteiligungen mit einem Buchwert von 7 Mio. € entspricht nach Analyse der operativen Entwicklung (insbesondere Umsatzerlöse, EBIT und Liquidität) der bisherige Buchwert dem aktuellen beizulegenden Zeitwert. Aufgrund besserer Vergleichbarkeit sind frühere marktübliche Transaktionen über Anteile dieser Unternehmen neueren Transaktionen über Anteile gleichartiger Unternehmen vorzuziehen. Für Beteiligungen mit einem Buchwert von 97 Mio. €, bei denen die letzten marktüblichen Transaktionen über Anteile dieser Unternehmen schon weiter in der Vergangenheit liegen, repräsentiert eine Bewertung auf Basis von in größerer zeitlicher Nähe vollzogenen marktüblichen Transaktionen über Anteile gleichartiger Unternehmen den beizulegenden Zeitwert am zuverlässigsten. Hierbei wurden Multiples auf die Bezugsgröße erwartete Umsatzerlöse (Bandbreite von 3,0 bis 12,7) angewendet. Entsprechend den individuellen Gegebenheiten wurde bei den Multiples das 25 %-Quantil, der Median oder das 75 %-Quantil verwendet. Wären für die Multiples und für die erwarteten Umsatzerlöse andere Werte verwendet worden, hätten sich andere beizulegende Zeitwerte errechnet. Diese hypothetischen Abweichungen (Sensitivitäten) sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Weiterhin sind mit einem Buchwert von in Euro umgerechnet13 Mio. € nicht wesentliche Einzeltitel enthalten, deren Wertschwankungen von untergeordneter Bedeutung sind.

Bei den Level 3 zugeordneten Derivaten ohne Hedge-Beziehung der derivativen finanziellen Vermögenswerte handelt es sich mit einem Buchwert von in Euro umgerechnet 386 Mio. € um in von T‑Mobile US emittierte Anleihen eingebettete Optionen. Die durch T‑Mobile US jederzeit ausübbaren Optionen ermöglichen die vorzeitige Tilgung der Anleihen zu festgelegten Ausübungspreisen. Für die Anleihen als Gesamtinstrumente sind zwar regelmäßig und auch am Abschluss-Stichtag beobachtbare Marktpreise verfügbar, nicht jedoch für die darin eingebetteten Optionen. Diese Kündigungsrechte werden mithilfe eines Optionspreismodells bewertet. Dabei werden historische Zinsvolatilitäten von Anleihen der T‑Mobile US und vergleichbarer Emittenten verwendet, da sie zum Abschluss-Stichtag einen zuverlässigeren Schätzwert als aktuelle Marktvolatilitäten darstellen. Die ebenfalls nicht beobachtbare Spread-Kurve wurde auf Basis aktueller Marktpreise von Anleihen der T‑Mobile US und Schuldinstrumenten vergleichbarer Emittenten ermittelt. Risikoloser Zins und Spread wurden getrennt voneinander simuliert. Zum aktuellen Abschluss-Stichtag wurden für die verschiedenen Rating-Stufen der Anleihen folgende Zinsvolatilitäten und Spreads verwendet:

Verwendete Zinsvolatilitäten und Spreads nach Rating-Stufen

in %
Zinsvolatilität
(absoluter Wert)
Spread
BBB+ 0,2 %-0,3 % 0,2 %-1,1 %
BBB- 0,6 %-0,7 % 0,3 %-1,8 %
BB 1,0 %-1,3 % 0,6 %-2,9 %

Für den nicht beobachtbaren Eingangsparameter Mean Reversion wurden 3 % verwendet. Die verwendeten Werte stellen nach unserer Einschätzung den jeweils besten Schätzwert dar. Wären für die Zinsvolatilität, die Spread-Kurve und für die Mean Reversion andere Werte verwendet worden, hätten sich andere beizulegende Zeitwerte errechnet. Diese hypothetischen Abweichungen (Sensitivitäten) sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Wäre der risikolose Zins am Abschluss-Stichtag um 50 Basispunkte höher (niedriger) gewesen, wäre der beizulegende Zeitwert der Optionen um 136 Mio. € niedriger (um 166 Mio. € höher) gewesen. In der Berichtsperiode wurde für die am Abschluss-Stichtag im Bestand befindlichen Optionen im Rahmen der Level 3-Bewertung im sonstigen Finanzergebnis ein Nettoergebnis (Aufwand) von in Euro umgerechnet109 Mio. € für unrealisierte Verluste erfasst. Im Berichtszeitraum wurde eine Option ausgeübt und die betreffende Anleihe vorzeitig gekündigt. Im Zeitpunkt der Kündigung wurde die Option mit ihrem gesamten Buchwert von in Euro umgerechnet 451 Mio. € aufwandswirksam ausgebucht. Zur Entwicklung der Buchwerte in der Berichtsperiode wird auf die obenstehende Tabelle verwiesen. Die im Berichtszeitraum erfolgswirksam erfassten Wertänderungen waren im Wesentlichen auf Bewegungen der bewertungsrelevanten Zinssätze und historischen absoluten Zinsvolatilitäten zurückzuführen. Aufgrund ihrer Eigenart bilden diese Instrumente eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten.

Sensitivitätena der Buchwerte der Level 3 zugeordneten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten in Abhängigkeit der nicht beobachtbaren Eingangsparameter

in Mio. €

Multiple nächst höheres Quantil
8
Multiple nächst niedrigeres Quantil
(8)
Erwartete Umsatzerlöse +10 %
3
Erwartete Umsatzerlöse -10 %
(4)
b +10 %
Zinsvolatilität
46
b
Zinsvolatilität
-10 %
(41)
c +50 Basispunkte
Spread-Kurve
(194)
c
Spread-Kurve
-50 Basispunkte
243
Mean Reversiond +100 Basispunkte
(25)
Mean Reversiond
-100 Basispunkte
30
Zukünftige Energiepreise +10 %
58
24
Zukünftige Energiepreise -10 %
(66)
(24)
Zukünftige Energieproduktionsmenge +5 %
36
4
Zukünftige Energieproduktionsmenge -5 %
(45)
(4)
Zukünftige Preise für Renewable
Energy Creditse +100 %
82
45
Zukünftige Preise für Renewable
Energy Creditse
von Null
(90)
(45)
f +10 %
Aktienkursvolatilität
66
f
Aktienkursvolatilität
-10 %
(63)
Eigenkapital
instrumente
zum beizu
legenden
Zeitwert über
das sonstige
Ergebnis
Derivative
finanzielle
Vermögenswerte
zum beizu
legenden Zeitwert
erfolgswirksam:
in emittierte
Anleihen
eingebettete
Kündigungsrechte
Derivative
finanzielle
Vermögens
werte zum
beizulegenden
Zeitwert
erfolgswirksam:
Aktienoptionen
Derivative
finanzielle
Vermögens
werte zum
beizulegenden
Zeitwert
erfolgswirksam:
in Verträge
eingebettete
Stromtermin
geschäfte
Derivative
finanzielle
Verbindlich
keiten zum
beizulegenden
Zeitwert
erfolgswirksam:
in Verträge
eingebettete
Stromtermin
geschäfte

a Veränderung des betreffenden Eingangsparameters unter der Annahme, dass alle übrigen Eingangsparameter unverändert sind.

b Die Zinsvolatilität gibt das Ausmaß der Zinsänderungen im Zeitablauf an (relative Änderung). Je größer die Zinsbewegungen, desto höher die Zinsvolatilität. c Die Spread-Kurve zeigt für die jeweiligen Laufzeiten die Differenz zwischen von T-Mobile US zu bezahlenden Zinsen und risikolosen Zinsen. Für die

Sensitivitätsberechnung wird für die Spread-Kurve ein Minimum von Null gesetzt, d. h. negative Spreads sind ausgeschlossen.

d Als Mean Reversion wird die Annahme bezeichnet, dass sich die Zinsen nach einer Änderung wieder zu ihrem Mittelwert zurückbewegen. Je höher der gewählte Wert (Mean Reversion Speed), desto schneller wird im Bewertungsmodell zum Mittelwert zurückgekehrt.

e Die Renewable Energy Credits sind US-amerikanische Emissionszertifikate.

f Die Aktienkursvolatilität gibt die Schwankungsbreite des Basiswertes über die Restlaufzeit einer Option an.

Bei den Level 3 zugeordneten Derivaten ohne Hedge-Beziehung der derivativen finanziellen Verbindlichkeiten handelt es sich mit einem Buchwert von in Euro umgerechnet minus 52 Mio. € um Stromtermingeschäfte (Energy Forward Agreements), die in von der T‑Mobile US abgeschlossene Verträge eingebettet sind. Dies gilt entsprechend für derivative finanzielle Vermögenswerte mit einem Buchwert von in Euro umgerechnet 231 Mio. €. Diese Verträge bestehen aus jeweils zwei Komponenten, dem Energy Forward Agreement und dem Erwerb von Renewable Energy Credits durch T‑Mobile US. Die Verträge wurden seit 2017 mit Energieproduzenten geschlossen und haben Laufzeiten von 12 bis 15 Jahren ab jeweiligem kommerziellem Produktionsbeginn. Für ein Energy Forward Agreement wird der kommerzielle Produktionsbeginn für 2023 erwartet, für die übrigen hat er bereits stattgefunden. Der jeweilige Erfüllungszeitraum des separat als Derivate bilanzierten Energy Forward Agreements startet ebenfalls bei kommerziellem Produktionsbeginn. Unter den Energy Forward Agreements erhält T‑Mobile US während des Erfüllungszeitraums variable Beträge basierend auf der tatsächlichen Produktionsmenge des Energieproduzenten und dann aktuellen Energiepreisen und bezahlt feste Beträge je produzierter Energieeinheit. Die Energy Forward Agreements werden mangels beobachtbarer Marktpreise mittels Bewertungsmodellen bewertet. Der Wert der Derivate wird wesentlich beeinflusst von der künftigen Produktionsmenge des Energieproduzenten, die T‑Mobile US zum Abschluss-Stichtag mit 4.057 Gigawattstunden pro Jahr veranschlagt hat. Der Wert der Derivate wird außerdem wesentlich beeinflusst von den künftigen Energiepreisen auf den betreffenden Märkten. Für einen Zeitraum von etwa 5 Jahren sind in der Regel Marktpreise beobachtbar, darüber hinaus ist die Marktliquidität gering. Des Weiteren wird der Wert der Derivate wesentlich beeinflusst von den ebenfalls nicht beobachtbaren künftigen Preisen für Renewable Energy Credits. Für den nicht beobachtbaren Zeitraum hat T‑Mobile US on-peak-Energiepreise (Energiepreise für Zeiten relativ hoher Energienachfrage) zwischen in Euro umgerechnet 15,70 €/MWh und 59,83 €/MWh und off-peak-Energiepreise (Energiepreise für Zeiten relativ niedriger Energienachfrage) zwischen in Euro umgerechnet 8,96 €/MWh und 36,44 €/MWh verwendet. Für das on-peak/off-peak-Verhältnis wurde ein Wert von durchschnittlich 52 % verwendet. Die verwendeten Werte stellen nach unserer Einschätzung den jeweils besten Schätzwert dar. Am Abschluss-Stichtag ist der errechnete beizulegende Zeitwert aus Sicht der Deutschen Telekom für alle Stromtermingeschäfte positiv und beträgt für die Vermögenswerte in Euro umgerechnet insgesamt 287 Mio. € und für die Verbindlichkeiten 36 Mio. €. Wären für die künftigen Energiepreise, für die künftige Energieproduktionsmenge und für die künftigen Preise der Renewable Energy Credits andere Werte verwendet worden, hätten sich andere beizulegende Zeitwerte errechnet. Diese hypothetischen Abweichungen (Sensitivitäten) sind in der vorstehenden Tabelle dargestellt. Aus der Level 3-Bewertung wurde in der Berichtsperiode im sonstigen betrieblichen Ergebnis ein Nettoergebnis (Ertrag) von in Euro umgerechnet 227 Mio. € für unrealisierte Gewinne der Derivate erfasst. Zur Entwicklung der Buchwerte in der Berichtsperiode wird auf die entsprechende Tabelle verwiesen. Die Wertänderungen im Berichtszeitraum sind im Wesentlichen auf Veränderungen der beobachtbaren und der nicht beobachtbaren Energiepreise sowie auf Zinseffekte zurückzuführen. Aufgrund ihrer Eigenart bilden die Instrumente eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten. Nach Einschätzung der T‑Mobile US wurden die Verträge zu aktuellen Marktkonditionen geschlossen, und bei der Bewertung wurden die am besten geeigneten Werte für die nicht beobachtbaren Eingangsparameter verwendet. Der Transaktionspreis bei Vertragsschluss betrug jeweils Null. Weil nicht beobachtbare Eingangsparameter wesentlichen Einfluss auf die Bewertung der Derivate haben, wurde – mit Ausnahme der nachfolgend erläuterten, von Sprint abgeschlossenen Verträge – im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung der sich bei der Bewertung jeweils ergebende Betrag nicht bilanziert. Vielmehr werden diese Beträge über den Zeitraum der kommerziellen Energieproduktion linear ertragswirksam amortisiert (in Euro umgerechnet jährlich insgesamt 12 Mio. €). Diese Amortisation modifiziert den Effekt aus der periodischen Bewertung der Derivate mit dem jeweiligen Bewertungsmodell und aktualisierten Bewertungsparametern. Alle Beträge aus der Derivatebewertung werden je Vertrag sowohl in der Bilanz (derivative finanzielle Vermögenswerte bzw. derivative finanzielle Verbindlichkeiten) als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung (sonstige betriebliche Aufwendungen bzw. sonstige betriebliche Erträge) saldiert. Die Entwicklung des noch in der Gewinn- und Verlustrechnung zu amortisierenden Betrags in der Berichtsperiode ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen. Auch bei den noch vor dem Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint abgeschlossenen Verträgen haben nicht beobachtbare Eingangsparameter wesentlichen Einfluss auf die Bewertung der Derivate. Aufgrund der Vorschriften für Unternehmenszusammenschlüsse sind jedoch die sich bei der Bewertung jeweils ergebenden Beträge als derivative finanzielle Vermögenswerte erfasst, weshalb für diese Verträge keine noch zu amortisierenden Beträge existieren. An den nachfolgenden Abschluss-Stichtagen werden die Effekte aus der periodischen Bewertung der Derivate in voller Höhe in der Gewinn- und Verlustrechnung (sonstige betriebliche Aufwendungen bzw. sonstige betriebliche Erträge) erfasst.

In den Level 3 zugeordneten finanziellen Vermögenswerten sind mit einem Buchwert von in Euro umgerechnet1.237 Mio. € derivative finanzielle Vermögenswerte enthalten, die aus erworbenen Aktienoptionen zum Kauf von Anteilen an T‑Mobile US resultieren. Die jederzeit ausübbaren Aktienoptionen haben eine Laufzeit bis 2024, können teilweise zu festen sowie teilweise zu variablen Kaufpreisen ausgeübt werden und werden mithilfe eines Optionspreismodells bewertet. Dabei werden neben dem am Markt beobachtbaren Aktienkurs und den risikolosen Zinssätzen auch durchschnittliche, aus historischen und aktuellen Werten abgeleitete Aktienkursvolatilitäten der T‑Mobile US und vergleichbarer Unternehmen verwendet, da diese zum Abschluss-Stichtag einen zuverlässigeren Schätzwert für diesen Eingangsparameter darstellen als ausschließlich aktuelle Marktvolatilitäten. Der zum aktuellen Abschluss-Stichtag für die Aktienkursvolatilität verwendete absolute Wert lag bei 26,2 % und stellt nach unserer Einschätzung den besten Schätzwert dar. Am Abschluss-Stichtag beträgt der errechnete beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen 1.941 Mio. €. Wäre für die Aktienkursvolatilität ein anderer Wert verwendet worden, hätte sich ein anderer beizulegender Zeitwert errechnet. Diese hypothetischen Abweichungen (Sensitivitäten) sind in der vorstehenden Tabelle dargestellt. Aufgrund ihrer Eigenart bilden diese Instrumente eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten. Der Transaktionspreis bei Vertragsschluss betrug Null. Weil nicht beobachtbare Eingangsparameter wesentlichen Einfluss auf die Bewertung der Optionen haben, wurde im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung der sich bei der Bewertung ergebende Fair Value von in Euro umgerechnet 1.005 Mio. € (vor Abzug von Transaktionskosten) nicht bilanziert. Vielmehr wird dieser Betrag über die Laufzeit der Optionen ertragswirksam amortisiert. Diese Amortisation modifiziert den Effekt aus der periodischen Bewertung der Optionen mit dem Bewertungsmodell und aktualisierten Bewertungsparametern. Alle Beträge aus der Optionsbewertung werden sowohl in der Bilanz (sonstige derivative finanzielle Vermögenswerte), als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung (sonstiges Finanzergebnis) saldiert. Die Wertänderungen im Berichtszeitraum sind im Wesentlichen auf Veränderungen des Aktienkurses sowie des risikolosen Zinses zurückzuführen. Die Entwicklung des noch in der Gewinn- und Verlustrechnung zu amortisierenden Betrags in der Berichtsperiode ist der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.

Entwicklung der noch nicht amortisierten Beträge

in Mio. €
Energy Forward
Agreements
Aktienoptionen
Bewertung bei erstmaliger Erfassung 173 1.005
Bewertung bei erstmaliger Erfassung (Zugänge im Berichtszeitraum) 0 0
In Vorperioden ertragswirksam amortisierte Beträge (18) (127)
In der aktuellen Berichtsperiode ertragswirksam amortisierte Beträge (5) (118)
Kursdifferenzen (6) (49)
Abgänge in der aktuellen Berichtsperiode 0 0
Nicht amortisierte Beträge zum 30. Juni 2021 144 711

Für die in Level 3 zugeordneten zum beizulegenden Zeitwert über das sonstige Ergebnis oder zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam bewerteten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie ausgereichten Darlehen und sonstigen Forderungen stellt das Kreditrisiko der jeweiligen Gegenpartei den wesentlichen Einflussfaktor bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts dar. Wären zum Abschluss-Stichtag um 1 % höhere (niedrigere) Ausfallraten anzusetzen gewesen, so wären bei unveränderten Bezugsgrößen die beizulegenden Zeitwerte der Instrumente um 1 % niedriger (höher) gewesen.

In den Level 3 zugeordneten zum beizulegenden Zeitwert erfolgswirksam bewerteten finanziellen Vermögenswerten sind derivative finanzielle Vermögenswerte mit einem in Euro umgerechneten Buchwert von 17 Mio. € enthalten, die aus von Dritten erworbenen Optionen zum Kauf von Unternehmensanteilen resultieren. Hieraus sind keine wesentlichen Wertschwankungen zu erwarten. Aufgrund ihrer Eigenart bilden diese Instrumente eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten.

Angaben zum Kreditrisiko

Gemäß den vertraglichen Vereinbarungen werden im Insolvenzfall sämtliche mit dem betreffenden Kontrahenten bestehenden Derivate mit positivem bzw. negativem beizulegenden Zeitwert aufgerechnet, und es verbleibt lediglich in Höhe des Saldos eine Forderung bzw. Verbindlichkeit. Die Salden werden im Regelfall bankarbeitstäglich neu berechnet und ausgeglichen. Von Kontrahenten, mit denen die Nettoderivateposition, d. h. der Saldo der positiven bzw. negativen beizulegenden Zeitwerte aller derivativen Finanzinstrumente, aus Sicht der Deutschen Telekom jeweils positiv ist, erhielt die Deutsche Telekom frei verfügbare Barmittel im Rahmen von Collateralverträgen in Höhe von 1.215 Mio. € (31. Dezember 2020: 1.530 Mio. €). Hierdurch wurde das Ausfallrisiko um 1.211 Mio. € (31. Dezember 2020: 1.516 Mio. €) reduziert, da den erhaltenen Barsicherheiten (Collaterals) am Abschluss-Stichtag in dieser Höhe entsprechende Nettoderivatepositionen gegenüberstehen. Für die derivativen Finanzinstrumente mit positivem beizulegenden Zeitwert, deren Buchwert zum Abschluss-Stichtag 1.779 Mio. € (31. Dezember 2020: 2.253 Mio. €) betrug, bestand aufgrund dieser Vereinbarungen zum 30. Juni 2021 ein maximales Ausfallrisiko in Höhe von 111 Mio. € (31. Dezember 2020: 44 Mio. €).

An Kontrahenten, mit denen die Nettoderivateposition, d. h. der Saldo der positiven bzw. negativen beizulegenden Zeitwerte aller derivativen Finanzinstrumente, aus Sicht der Deutschen Telekom jeweils negativ war, stellte die Deutsche Telekom im Rahmen von Collateralverträgen zum Abschluss-Stichtag Barsicherheiten in Höhe von 25 Mio. € (31. Dezember 2020: 34 Mio. €). Den gezahlten Barsicherheiten stehen am Abschluss-Stichtag in Höhe von 24 Mio. € (31. Dezember 2020: 34 Mio. €) entsprechende Nettoderivatepositionen gegenüber, weshalb sie in dieser Höhe keinen Ausfallrisiken unterlagen.

Aufgrund ihrer engen Verbindung zu den entsprechenden derivativen Finanzinstrumenten bilden die erhaltenen (gezahlten) Collaterals eine eigene Klasse von finanziellen Verbindlichkeiten (Vermögenswerten). Darüber hinaus existieren keine wesentlichen, das maximale Ausfallrisiko von finanziellen Vermögenswerten mindernden Vereinbarungen. Das maximale Ausfallrisiko der übrigen finanziellen Vermögenswerte entspricht somit deren Buchwert.

Bei einem Großteil der von T‑Mobile US emittierten Anleihen hat T‑Mobile US gemäß der Anleihebedingungen das Recht, die Anleihen zu bestimmten Konditionen vorzeitig zu kündigen. Diese Kündigungsrechte stellen eingebettete Derivate dar und werden gesondert als derivative finanzielle Vermögenswerte in der Konzern-Bilanz angesetzt. Da sie keinem Ausfallrisiko unterliegen, bilden sie eine eigene Klasse von Finanzinstrumenten. Zu den Energy Forward Agreements, für die keine Sicherheiten gestellt werden, wird auf vorstehende Ausführungen verwiesen. Darüber hinaus existiert kein Ausfallrisiko aus im Bestand befindlichen eingebetteten Derivaten. Für die von Dritten erworbenen Optionen auf Aktien eines Tochterunternehmens der Deutschen Telekom sowie andere Unternehmensanteile bestehen keine Sicherheiten (siehe oben).

Für von Sprint emittierte Verbindlichkeiten mit dem Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall waren am Abschluss-Stichtag Zahlungsmittel von umgerechnet 84 Mio. € (31. Dezember 2020: 63 Mio. €) als Barsicherheit verpfändet. Diese Barsicherheiten unterliegen keinem wesentlichen Ausfallrisiko.

Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Zu den im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2020 beschriebenen Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen ergaben sich bis zum 30. Juni 2021 folgende wesentlichen Änderungen:

Assoziiertes Unternehmen. Im Zuge der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds hat die neu gegründete, unabhängig gemanagte Fondsgesellschaft Digital Infrastructure Vehicle II SICAF-RAIF (DIV) die zuvor von der T‑Mobile Netherlands erworbenen Anteile an der T‑Mobile Infra B.V. in die Cellnex Netherlands B.V. eingebracht. Im Gegenzug erhielt die DIV eine Beteiligung von 37,65 % an dem "neuen" Unternehmen Cellnex NL. Seit dem wird die Cellnex NL nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Die Transaktion wurde am 1. Juni 2021 vollzogen. Nach der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds hat T‑Mobile Netherlands im Zuge einer Sale-and-Leaseback-Transaktion mit der T‑Mobile Infra B.V. weiterhin vollständigen Zugang zur eingebrachten passiven Mobilfunk-Infrastruktur. Hierzu wurde eine langfristige Vereinbarung über die Anmietung zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen.

Weitere Informationen zu der Zusammenlegung des Funkturmgeschäfts in den Niederlanden und der Errichtung eines Infrastrukturfonds finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Ereignisse nach der Berichtsperiode

Erwerb von Shentel. Am 1. Juli 2021 hat T‑Mobile US den Erwerb von Mobilfunk-Vermögenswerten von Shentel vollzogen.

Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt "Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen".

Vereinbarte Veräußerung der Telekom Romania Communications. Am 6. November 2020 hat OTE mit Orange Romania eine Vereinbarung über die Veräußerung des 54-prozentigen Anteils an der Telekom Romania Communications S.A., die das rumänische Festnetz-Geschäft betreibt, an Orange Romania für einen Kaufpreis von 268 Mio. € geschlossen. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt notwendiger behördlicher Genehmigungen und weiterer Vollzugsbedingungen. Die EU-Kommission hat ihre Freigabe am 28. Juli 2021 erteilt. Andere Vollzugsbedingungen stehen noch aus.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Halbjahres-Finanzberichterstattung der Konzern-Halbjahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Bonn, den 12. August 2021

Deutsche Telekom AG Der Vorstand

Timotheus Höttges

Adel Al-Saleh

Birgit Bohle

Srini Gopalan

Dr. Christian P. Illek

Thorsten Langheim

Dominique Leroy

Claudia Nemat

Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

An die Deutsche Telekom AG, Bonn

Wir haben den verkürzten Konzern-Zwischenabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben – und den Konzern-Zwischenlagebericht der Deutsche Telekom AG, Bonn, für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2021, die Bestandteile des Halbjahres-Finanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses nach den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des Konzern-Zwischenlageberichts nach den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzern-Zwischenabschluss und dem Konzern-Zwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses und des Konzern-Zwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen unter ergänzender Beachtung des International Standard on Review Engagements "Review of Interim Financial Information Performed by the Independent Auditor of the Entity" (ISRE 2410) vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzern-Zwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzern-Zwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind.

Frankfurt am Main, den 12. August 2021

PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Thomas Tandetzki Wirtschaftsprüfer Dr. Sven Willms Wirtschaftsprüfer

Weitere Informationen

Überleitungsrechnung zu Ausweisänderungen für wesentliche Kennzahlen der Vorjahresvergleichsperiode

in Mio. €
Gesamt
umsatz
Betriebs
ergebnis
(EBIT)
EBITDA AL
(bereinigt um
Sondereinflüsse)
Planmäßige
Abschrei
bungen
Wertmin
derungen
Segment
vermögen
Segment
schulden
H1 2020/30. Juni 2020
Darstellung zum 30. Juni 2020 –
wie berichtet
Deutschland 10.852 1.927 4.382 (2.153) 0 41.099 30.835
USA 27.455 3.468 9.464 (6.654) (19) 181.862 120.672
Europa 5.746 758 1.941 (1.307) (2) 27.314 11.081
Systemgeschäft 3.244 (90) 199 (242) 0 6.499 4.962
Group Development 1.424 263 552 (386) 0 8.548 10.647
Group Headquarters & Group Services 1.281 (723) (132) (631) 0 50.024 63.669
Summe 50.002 5.603 16.406 (11.373) (21) 315.346 241.866
Überleitung (3.018) (6) (33) 26 0 (45.375) (45.397)
Konzern 46.984 5.597 16.373 (11.347) (21) 269.971 196.469
H1 2020/30. Juni 2020
+/- Neuaufstellung des TK-Geschäfts
für Geschäftskunden zum 1. Juli 2020
Deutschland 828 91 143 (41) 0 2.856 1.094
USA 0 0 0 0 0 0 0
Europa (282) (45) (53) 8 0 (755) (254)
Systemgeschäft (1.110) (60) (94) 23 0 (1.980) (712)
Group Development 0 0 0 0 0 0 0
Group Headquarters & Group Services 4 14 2 11 0 159 156
Summe (560) 0 (2) 1 0 280 284
Überleitung 560 0 2 (1) 0 (280) (284)
Konzern 0 0 0 0 0 0 0
H1 2020/30. Juni 2020
+/- Verlagerung des IoT-Geschäfts
zum 1. Januar 2021
Deutschland 3 (39) (25) (13) 0 116 112
USA 0 0 0 0 0 0 0
Europa 0 0 0 0 0 0 0
Systemgeschäft (7) 40 25 14 0 (72) (68)
Group Development 0 0 0 0 0 0 0
Group Headquarters & Group Services 0 0 0 0 0 0 0
Summe (4) 1 0 1 0 44 44
Überleitung 4 (1) 0 (1) 0 (44) (44)
Konzern 0 0 0 0 0 0 0
H1 2020/30. Juni 2020
= Darstellung nach Ausweisänderungen
Deutschland 11.683 1.979 4.500 (2.207) 0 44.071 32.041
USA 27.455 3.468 9.464 (6.654) (19) 181.862 120.672
Europa 5.464 713 1.888 (1.299) (2) 26.559 10.827
Systemgeschäft 2.127 (110) 130 (205) 0 4.447 4.182
Group Development 1.424 263 552 (386) 0 8.548 10.647
Group Headquarters & Group Services 1.285 (709) (130) (620) 0 50.183 63.825
Summe 49.438 5.604 16.404 (11.371) (21) 315.670 242.194
Überleitung (2.453) (7) (31) 24 0 (45.699) (45.725)
Konzern 46.984 5.597 16.373 (11.347) (21) 269.971 196.469

Überleitungsrechnung zur organischen Entwicklung für wesentliche Kennzahlen der Vorjahresvergleichsperiode

In der organischen Betrachtung werden die Zahlen der Vergleichsperiode aufgrund von Konsolidierungskreiseffekten, Währungskurseffekten und sonstigen Effekten angepasst. Dies erhöht die Aussagefähigkeit des Vorjahresvergleichs an eine geänderte Unternehmensstruktur bzw. Währungskursentwicklungen.

in Mio. €
Überleitung auf organische
Werte
Organische Veränderung
H1
2021
H1
2020
Veränderung Veränderung
in %
Überleitung
H1 2020
davon:
Währungs
kurseffekte
Organisch
H1 2020
Veränderung Veränderung
in %
Umsatz 52.983 46.984 5.999 12,8 2.557 (2.901) 49.541 3.441 6,9
Deutschland 11.844 11.683 161 1,4 (107) (4) 11.576 268 2,3
USA 33.126 27.455 5.671 20,7 2.633 (2.840) 30.087 3.038 10,1
Europa 5.551 5.464 87 1,6 (41) (41) 5.424 128 2,4
Systemgeschäft 2.021 2.127 (106) (5,0) (34) (19) 2.093 (72) (3,4)
Group Development 1.563 1.424 139 9,8 73 0 1.497 66 4,4
Group Headquarters & Group Services 1.296 1.285 11 0,9 0 0 1.284 11 0,9
Überleitung (2.418) (2.453) 35 1,4 33 3 (2.420) 2 0,1
EBITDA AL 17.591 14.505 3.086 21,3 1.446 (926) 15.951 1.639 10,3
Deutschland 4.388 4.168 220 5,3 (7) 0 4.162 226 5,4
USA 10.694 8.298 2.396 28,9 1.442 (921) 9.740 954 9,8
Europa 1.915 1.799 116 6,4 (35) (9) 1.764 152 8,6
Systemgeschäft 7 33 (26) (78,8) 3 3 36 (29) (79,3)
Group Development 816 508 308 60,6 35 0 543 273 50,4
Group Headquarters & Group Services (186) (269) 83 30,9 11 5 (258) 73 (28,1)
Überleitung (43) (32) (11) (34,4) (4) (4) (35) (9) (22,9)
EBITDA AL (bereinigt um
Sondereinflüsse)
18.662 16.373 2.289 14,0 1.475 (1.037) 17.849 814 4,6
Deutschland 4.659 4.500 159 3,5 (7) 0 4.494 165 3,7
USA 11.444 9.464 1.980 20,9 1.473 (1.031) 10.937 507 4,6
Europa 1.940 1.888 52 2,8 (36) (10) 1.853 87 4,7
Systemgeschäft 134 130 4 3,1 3 3 133 2 1,3
Group Development 634 552 82 14,9 35 0 587 48 8,1
Group Headquarters & Group Services (105) (130) 25 19,2 11 5 (119) 14 11,7
Überleitung (44) (31) (13) (41,9) (4) (4) (35) (9) (25,7)

Glossar

Für Begriffserklärungen verweisen wir auf den Geschäftsbericht 2020 und das darin enthaltene Glossar.

Haftungsausschluss

Dieser Bericht (v. a. das Kapitel "Prognose") enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des Managements der Deutschen Telekom hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Sie sind im Allgemeinen durch die Wörter "erwarten", "davon ausgehen", "annehmen", "beabsichtigen", "einschätzen", "anstreben", "zum Ziel setzen", "planen", "werden", "erstreben", "Ausblick" und vergleichbare Ausdrücke gekennzeichnet und beinhalten im Allgemeinen Informationen, die sich auf Erwartungen oder Ziele für Umsatzerlöse, bereinigtes EBITDA AL oder andere Maßstäbe für die Performance beziehen.

Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen. Daher sollten Sie sie mit Vorsicht betrachten. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig einzuschätzen sind und die im Allgemeinen außerhalb der Kontrolle der Deutschen Telekom liegen. Dazu gehören u. a. auch der Fortschritt, den die Deutsche Telekom mit den personalbezogenen Restrukturierungsmaßnahmen erzielt, und die Auswirkungen anderer bedeutender strategischer und operativer Initiativen, einschließlich des Erwerbs oder der Veräußerung von Gesellschaften sowie von Unternehmenszusammenschlüssen.

Weitere mögliche Faktoren, die die Kosten- und Erlösentwicklung wesentlich beeinträchtigen, sind Veränderungen der Wechselkurse und Zinssätze, regulatorische Vorgaben, ein Wettbewerb, der schärfer ist als erwartet, Veränderungen bei den Technologien, Rechtsstreitigkeiten und aufsichtsrechtliche Entwicklungen.

Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sollten sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, so können die tatsächlichen Ergebnisse der Deutschen Telekom wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Die Deutsche Telekom kann keine Garantie dafür geben, dass die Erwartungen oder Ziele erreicht werden.

Die Deutsche Telekom lehnt – unbeschadet bestehender kapitalmarktrechtlicher Verpflichtungen – jede Verantwortung für eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen durch Berücksichtigung neuer Informationen oder zukünftiger Ereignisse oder anderer Dinge ab.

Zusätzlich zu den nach IFRS erstellten Kennzahlen legt die Deutsche Telekom alternative Leistungskennzahlen vor, z. B. EBITDA, EBITDA AL, bereinigtes EBITDA, bereinigtes EBITDA AL, bereinigte EBITDA AL-Marge, bereinigtes EBIT, EBIT-Marge, bereinigter Konzernüberschuss/(-fehlbetrag), bereinigtes Ergebnis je Aktie, Free Cashflow, Free Cashflow AL sowie Brutto- und Netto-Finanzverbindlichkeiten, die nicht Bestandteil der Rechnungslegungsvorschriften sind. Diese Kennzahlen sind als Ergänzung, jedoch nicht als Ersatz für die nach IFRS erstellten Angaben zu sehen. Alternative Leistungskennzahlen unterliegen weder den IFRS noch anderen allgemein geltenden Rechnungslegungsvorschriften. Andere Unternehmen legen diesen Begriffen unter Umständen andere Definitionen zugrunde.

Weitere Informationen zu alternativen Leistungskennzahlen finden Sie im Geschäftsbericht 2020, Kapitel "Konzernsteuerung" sowie auf unserer Investor Relations Website.

Die Zahlenangaben in diesem Bericht wurden kaufmännisch gerundet. Dies kann dazu führen, dass sich einzelne Werte nicht exakt zur angegebenen Summe addieren.

In unserem Konzern-Zwischenbericht (PDF und online) verweisen wir mittels Hinweisen bzw. Verlinkungen auf Internet-Seiten mit weiterführenden Informationen außerhalb des Konzern-Zwischenberichts. Dies erfolgt lediglich ergänzend und dient ausschließlich dem vereinfachten Zugang zu diesen Informationen. Wir weisen darauf hin, dass diese Informationen nicht Bestandteil des Konzern-Zwischenberichts sind.

Finanzkalender

12.August 2021 12.
November 2021
24.
Februar 2022
Veröffentlichung Veröffentlichung Bilanzpressekonferenzfür
des Konzern des Konzern das Geschäftsjahr 2021
Zwischenberichts Zwischenberichts undVeröffentlichung des
zum 30. Juni 2021 zum 30. September 2021 Geschäftsberichts 2021
7.April 2022 13.
Mai 2022
11.August 2022
Hauptversammlung
2022
Veröffentlichung
des Konzern
Zwischenberichts
zum 31. März 2022
Veröffentlichung
des Konzern
Zwischenberichts
zum 30. Juni 2022

Bei allen Terminen Änderungen vorbehalten.

Weitere Termine, Terminaktualisierungen und Hinweise zu Live-Übertragungen finden Sie auf unserer Investor Relations Website.

Impressum

Deutsche Telekom AG Friedrich-Ebert-Allee 140 53113 Bonn www.telekom.com

Kontakt für Medienanfragen: Unternehmenskommunikation Telefon 0228 181 49494 E-Mail [email protected]

Kontakt für Fragen rund um die T-Aktie: Investor Relations Telefon 0228 181 88880 E-Mail [email protected] Der Konzern-Zwischenbericht 1. Januar bis 30. Juni 2021 ist eine Veröffentlichung der Deutschen Telekom AG und liegt auch in englischer Sprache vor. Im Zweifelsfall ist die deutsche Version maßgeblich.

Dieser Konzern-Zwischenbericht ist im Internet abrufbar.

Unser Geschäftsbericht ist im Internet abrufbar.

Konzeption: Deutsche Telekom AG

Gestaltung & technische Umsetzung: nexxar GmbH, Wien – Online-Geschäftsberichte und Online-Nachhaltigkeitsberichte