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Deutsche Telekom AG Annual Report 2024

Jul 29, 2025

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Deutsche Telekom AG Jahresabschluss und zusammengefasster Lagebericht zum 31. Dezember 2024

Deutsche Telekom AG Jahresabschluss 2024

Inhalt

  • Jahresabschluss der Deutschen Telekom AG
  • Bilanz
  • Gewinn- und Verlustrechnung
  • Anhang
    • Grundlagen und Methoden
    • Erläuterungen zur Bilanz
    • Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
    • Sonstige Angaben
  • Zusammengefasster Lagebericht - Auszug aus dem Geschäftsbericht 2024

Deutsche Telekom AG Jahresabschluss 2024

Bilanz

in Mio. €

Anmerkung 31.12.2024 31.12.2023
Aktiva
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 54 79
Sachanlagen 2.246 2.268
Finanzanlagen 118.781 106.260
121.081 108.607
Umlaufvermögen
Forderungen 2 7.641
Sonstige Vermögensgegenstände 3 2.360
Flüssige Mittel 4 1.965
11.966 14.426
Rechnungsabgrenzungsposten 5 367
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 6 1
Bilanzsumme 133.415
Passiva
Eigenkapital 7
Gezeichnetes Kapital 8 12.765
Abzüglich rechnerischer Wert eigener Anteile (220)
Ausgegebenes Kapital 12.545
Bedingtes Kapital 1.200 Mio. € (31.12.2023: 1.200 Mio. €)
Kapitalrücklage 9 31.570
Gewinnrücklagen 10 7.779
Bilanzgewinn 29.122
81.016
Rückstellungen
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 12 3.827
Steuerrückstellungen 13 299
Sonstige Rückstellungen 14 2.898
7.024
Verbindlichkeiten 15
Finanzverbindlichkeiten 10.697
Übrige Verbindlichkeiten 34.583
45.280
Rechnungsabgrenzungsposten 16 95
Bilanzsumme 133.415

Deutsche Telekom AG Jahresabschluss 2024

Gewinn- und Verlustrechnung

in Mio. €

Anmerkung 2024 2023
Umsatzerlöse 18 1.964
Andere aktivierte Eigenleistungen 19 2
Gesamtleistung 1.966
Sonstige betriebliche Erträge 20 13.794
Materialaufwand 21 (391)
Personalaufwand 22 (1.566)
Abschreibungen 23 (117)
Sonstige betriebliche Aufwendungen 24 (3.193)
Finanzergebnis 25 10.633
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 26 (481)
Ergebnis nach Steuern 20.645
Sonstige Steuern 27 (18)
Jahresüberschuss 20.627
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.495
Bilanzgewinn 28 29.122

Deutsche Telekom AG Jahresabschluss 2024

5 Anhang

Grundlagen und Methoden

Wirtschaftliche und rechtliche Grundlagen der Gesellschaft

Die Deutsche Telekom AG ¹, Bonn (im Folgenden Deutsche Telekom oder Gesellschaft genannt), tritt insbesondere als Anbieter von Telekommunikationsdiensten, Informationstechnologie, Multimedia, Information und Unterhaltung, Sicherheitsdienstleistungen sowie von Vertriebs- und Vermittlungsdienstleistungen über ihre Tochtergesellschaften auf. Ihre Geschäftstätigkeit erstreckt sich auf das In- und Ausland. Die Deutsche Telekom übernimmt als Konzernzentrale strategische und segmentübergreifende Steuerungsaufgaben und erbringt Dienstleistungen an andere Konzerngesellschaften. Diese umfassen im Wesentlichen die Leistungen des Bereichs „Group Supply Services“ mit der Steuerung und Bewirtschaftung des Immobilienvermögens der Gesellschaft, des Bereichs „Technologie und Innovation“, der für die Felder Technologie, Innovation, IT und Security des Konzerns verantwortlich ist, des Bereichs „Group Development“ mit den Konzernfunktionen Mergers & Acquisitions und Strategisches Portfoliomanagement sowie des Bereichs „Job Opportunities & Business Projects“ zur Vermittlung von neuen Beschäftigungsmöglichkeiten für Mitarbeiter im Rahmen des Personalumbaus. Die Deutsche Telekom setzt einen Teil ihres Personalbestands in ihren Tochtergesellschaften ein. Es handelt sich dabei insbesondere um Beamte, denen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften eine Tätigkeit zugewiesen wurde.

Beschreibung der Beziehungen zur Bundesrepublik Deutschland (Bund)

Der Bund hielt zum Ende des Berichtsjahres an der Deutschen Telekom Anteile von insgesamt 27,80 %, wovon ihm gemäß § 16 Abs. 4 AktG 13,97 % der Anteile über die KfW Bankengruppe (KfW) zuzurechnen waren. Der gehaltene Gesamtanteil an der Deutschen Telekom reduzierte sich gegenüber dem 31. Dezember 2023 (30,46 %) durch Aktienverkäufe der KfW um 2,66 %-Punkte. Das Bundesministerium der Finanzen (BMF) übernimmt die Wahrnehmung der Aktionärsrechte für den Bund. Die Bundesanstalt für Post und Telekommunikation Deutsche Bundespost, Bonn (BAnst PT), übernimmt entsprechend gesetzlichen Regelungen Koordinations- und Verwaltungsaufgaben in unternehmensübergreifenden Angelegenheiten der Deutschen Telekom, der Deutschen Post AG, Bonn, und der Deutschen Bank AG, Frankfurt am Main (als Rechtsnachfolgerin der Deutsche Postbank AG, Bonn). Diese werden im Rahmen von Geschäftsbesorgungsverträgen unter anderem für die Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK), das Erholungswerk, die Versorgungsanstalt der Deutschen Bundespost (VAP), das Betreuungswerk sowie die Postbeamtenversorgungskasse wahrgenommen. Als Kunde nimmt der Bund Leistungen der Deutschen Telekom in Anspruch. Im Geschäftsverkehr agiert die Deutsche Telekom jeweils unmittelbar gegenüber einzelnen Behörden und sonstigen staatlichen Stellen als voneinander unabhängigen Einzelkunden. Die diesen gegenüber erbrachten Leistungen sind jeweils nicht erheblich für die Gesamteinnahmen der Deutschen Telekom. Die Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen führt als selbstständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz unter anderem die Aufsicht über den Telekommunikationssektor in Deutschland und reguliert in diesem Rahmen die unternehmerische Tätigkeit der Deutschen Telekom.

Grundlagen der Bilanzierung

Der Jahresabschluss und der nach § 315 Abs. 5 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 2 HGB mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht der Deutschen Telekom werden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung entsprechen den Gliederungsvorschriften der §§ 266 und 275 HGB, wobei die Gewinn- und Verlustrechnung gemäß § 275 Abs. 2 HGB nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert ist. Der Ausweis erfolgt in Millionen Euro (Mio. €), sofern nichts anderes angegeben wird. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Soweit zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit in Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst werden, erfolgt ein getrennter Ausweis im Anhang. Erforderliche Zusatzangaben für einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgen ebenfalls im Anhang.

¹ Die Deutsche Telekom wurde am 2. Januar 1995 unter der Firma Deutsche Telekom AG in das Handelsregister beim Amtsgericht Bonn (Nr. HRB 6794) eingetragen.

Bilanzierung und Bewertung

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet und planmäßig über die jeweilige Nutzungsdauer abgeschrieben. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung. Die Deutsche Telekom übt das Wahlrecht gemäß § 248 Abs. 2 HGB zur Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände nicht aus.

In der Eröffnungsbilanz der Deutschen Telekom sind, in Ausübung des durch die Postreform II gewährten Wahlrechts, die am 1. Januar 1995 auf die Deutsche Telekom übergegangenen Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens mit ihren Verkehrswerten angesetzt worden. Dabei wurden wegen ihrer Nähe zum Bewertungsstichtag bei den ab dem 1. Januar 1993 zugegangenen Sachanlagen deren Restbuchwerte zum 31. Dezember 1994 als Anschaffungs- oder Herstellungskosten zum Ansatz gebracht. Die Restnutzungsdauern und die Abschreibungsmethode für diese Vermögensgegenstände werden unverändert fortgeführt. Die in der Eröffnungsbilanz angesetzten Werte gelten seitdem als die Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieser Sachanlagen.

Im Übrigen wird das Sachanlagevermögen zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Dabei umfassen die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Material- und Fertigungsgemeinkosten. Das Wahlrecht, Teile der allgemeinen Verwaltungskosten sowie der Aufwendungen für soziale Einrichtungen des Betriebs, für freiwillige soziale Leistungen und für betriebliche Altersversorgung in die Herstellungskosten einzubeziehen, wird von der Deutschen Telekom nicht ausgeübt. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert erfolgen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung. Die planmäßigen Abschreibungen werden grundsätzlich linear vorgenommen. Die dabei zugrunde gelegten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern basieren auf einer betriebsindividuellen Einschätzung, die sowohl technische als auch wirtschaftliche Entwertungsfaktoren berücksichtigt. Entfallen die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung in Folgejahren teilweise oder ganz, erfolgt eine Zuschreibung in Höhe der eingetretenen Wertaufholung, höchstens jedoch bis zu dem Wert, der sich ohne Vornahme der außerplanmäßigen Abschreibung ergeben hätte.

Im Wesentlichen liegen den planmäßigen Abschreibungen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

  • Jahre
  • Erworbene Software: 4
  • Gebäude: 25 bis 50
  • Vermittlungs-, Übertragungs-, IP- und Funkeinrichtungen: 3 bis 10
  • Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 23

Die Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen sowie zu Immobilien und beweglichen Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens werden ab dem Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben. In Anlehnung an § 6 Abs. 2 S. 1 EStG werden Vermögensgegenstände, deren Anschaffungs- oder Herstellungskosten nicht mehr als 800 € betragen, im Zugangsjahr sofort abgeschrieben und im Anlagespiegel als Abgang ausgewiesen.# Deutsche Telekom AG Jahresabschluss 2024 7

Diese Regelung wird aus Vereinfachungsgründen für entsprechende Zugänge in der Handelsbilanz übernommen. Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden bei Verkauf oder sonstigem Abgang mit ihren jeweiligen Buchwerten (Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der kumulierten Abschreibungen) ausgebucht. In Höhe des Unterschiedsbetrags zwischen dem Verkaufserlös und dem Buchwert des Vermögensgegenstands wird ein Gewinn oder Verlust aus Anlageabgang ergebniswirksam berücksichtigt. Geleistete Anzahlungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen werden zum Nennbetrag bewertet. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Die Ausleihungen entsprechen den gewährten Darlehensbeträgen, vermindert um Tilgungen und – soweit erforderlich – um Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Außerplanmäßige Abschreibungen werden auf Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Behandlung strukturierter Finanzinstrumente basiert auf dem IDW RS HFA 22. Strukturierte Finanzinstrumente werden demnach grundsätzlich als einheitlicher Vermögensgegenstand angesetzt. Sofern strukturierte Finanzinstrumente jedoch durch das eingebettete Derivat im Vergleich zum Basisinstrument wesentlich erhöhte oder zusätzliche bzw. andersartige Risiken oder Chancen aufweisen, handelt es sich bei wirtschaftlicher Betrachtung um zwei Instrumente, die getrennt voneinander angesetzt und bewertet werden.

Aufgrund der Anwendung des IDW ERS HFA 13 n. F., Tz. 94 wird bei der Entnahme von Vermögensgegenständen durch den Gesellschafter die Minderung des Buchwerts der Beteiligung „nach dem Verhältnis des Zeitwerts des entnommenen Vermögensgegenstands zum Zeitwert der Beteiligung“ berechnet und bilanziert. Der Unterschied zwischen der Minderung des Buchwerts und dem Betrag der Entnahme des Vermögensgegenstands wird somit erfolgswirksam realisiert. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel werden zum Nennbetrag angesetzt. Einzelrisiken werden durch angemessene Wertberichtigungen und das allgemeine Ausfallrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung auf den Forderungsbestand berücksichtigt. Niedrig- bzw. unverzinsliche Positionen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr werden mit einem fristadäquaten Marktzins abgezinst. Auf fremde Währung lautende Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden im Zeitpunkt ihres Zugangs mit dem Devisenkassamittelkurs erfasst. Am Bilanzstichtag werden sie gemäß § 256a S. 1 HGB ebenfalls mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet und unter Beachtung des Anschaffungskostenprinzips (§ 253 Abs. 1 S. 1 HGB) und des Realisationsprinzips (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HS. 2 HGB) bewertet. Kurzfristige Posten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden gemäß § 256a S. 2 HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird gemäß § 266 Abs. 2 Buchst. C HGB als gesonderter Posten angesetzt. Er wird zu jedem Abschlussstichtag neu berechnet. Das im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten enthaltene Disagio resultiert aus dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Erfüllungsbetrag einer Finanzverbindlichkeit und deren niedrigerem Ausgabebetrag. Das Disagio wird planmäßig über die Laufzeit der Finanzverbindlichkeiten abgeschrieben (§ 250 Abs. 3 S. 2 HGB). Die Deutsche Telekom macht keinen Gebrauch von der Möglichkeit einer sofortigen aufwandswirksamen Erfassung des Unterschiedsbetrags.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen ergeben sich aus Verpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern (ohne Beamte). Sie werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G ermittelt. Dabei werden auch künftig zu erwartende Steigerungen der Gehälter und Renten berücksichtigt. Für die Berücksichtigung der Fluktuation werden unternehmensspezifische altersabhängige Fluktuationswahrscheinlichkeiten angesetzt. Der Zinssatz zur Ermittlung des Barwerts der Pensionsverpflichtungen entspricht dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (§ 253 Abs. 2 S. 2 HGB). Gemäß § 253 Abs. 2 S. 1 HGB ergibt sich der durchschnittliche Marktzinssatz zur Abzinsung von Pensionsrückstellungen aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren (bis zum Geschäftsjahr 2015: sieben Geschäftsjahre). Ein positiver Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ist ausschüttungsgesperrt (§ 253 Abs. 6 S. 2 HGB). Soweit aufgrund der geänderten Bewertung mit Inkrafttreten des BilMoG eine Zuführung zu den Pensionsrückstellungen erforderlich ist, ist der Betrag bis spätestens zum 31. Dezember 2024 in jedem Geschäftsjahr zu mindestens einem Fünfzehntel anzusammeln (Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB). Die Gesellschaft hat das Wahlrecht so ausgeübt, dass der jährliche Zuführungsbetrag einem Fünfzehntel des insgesamt zuzuführenden Betrags entspricht. Dieser Betrag wird unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gesondert ausgewiesen.

Die Deutsche Telekom hat in der Vergangenheit Altersteilzeitvereinbarungen mit variierenden Konditionen und Vertragsbedingungen überwiegend nach dem sog. Blockmodell abgeschlossen. In diesem Zusammenhang entstehen zwei Arten von Verpflichtungen, die jeweils in Übereinstimmung mit versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Zugrundelegung der Heubeck-Richttafeln 2018 G mit ihrem Barwert bewertet und getrennt voneinander bilanziert werden. Dabei handelt es sich um Erfüllungsrückstände und Aufstockungsbeträge. Aufstockungsbeträge haben regelmäßig einen hybriden Charakter, das heißt, obwohl einerseits der Vereinbarung häufig eine Kompensationsfunktion für eine frühere Beendigung des Arbeitsverhältnisses zugemessen wird, steht die spätere Auszahlung andererseits unter dem Vorbehalt der künftigen Erbringung von Arbeitsleistungen. Soweit Altersteilzeitprogramme überwiegend Abfindungscharakter haben, werden Aufstockungsbeträge unmittelbar bei Entstehen der Verpflichtung in voller Höhe erfasst. Steht bei Altersteilzeitvereinbarungen dagegen die Erbringung künftiger Arbeitsleistungen im Vordergrund, werden die Aufstockungsbeträge über den Erdienungszeitraum erfasst. Die Bewertung der Verpflichtungen aus Langzeitkonten erfolgt nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit dem Barwert. Die Verpflichtungen aus Lebensarbeitszeitkonten entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hierfür abgeschlossenen Rückdeckungsversicherungen. Zur Absicherung von Ansprüchen aus Altersteilzeit, Lebensarbeitszeitkonten, Langzeitkonten und Pensionszusagen wurde Vermögen im sog. Contractual Trust Arrangement auf einen Treuhänder übertragen. Dieses Deckungsvermögen besteht aus Wertpapieren, Bankguthaben und Rückdeckungsversicherungen. Gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB werden die Rückstellungen für Lebensarbeitszeitkonten, Langzeitkonten und Pensionsverpflichtungen sowie die Rückstellungen für Erfüllungsrückstände bei Altersteilzeit mit dem entsprechenden Deckungsvermögen verrechnet. Das verrechnete Deckungsvermögen wird nach § 253 Abs. 1 S. 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Bewertung erfolgt zum jeweiligen Stichtag unter Berücksichtigung der aktuellen Kurswerte, bei Bankguthaben zum Nennbetrag und bei Rückdeckungsversicherungen zum Aktivwert. Entsteht durch die Verrechnung ein aktiver Unterschiedsbetrag, so wird dieser als gesonderter Posten ausgewiesen (§ 266 Abs. 2 Buchst. E HGB). Gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB werden auch die Aufwendungen und Erträge aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen

Deutsche Telekom AG Jahresabschluss 2024 8

verrechnet und innerhalb des Finanzergebnisses ausgewiesen. Übersteigt der Zeitwert des Deckungsvermögens die historischen Anschaffungskosten, unterliegt dieser Teil gemäß § 268 Abs. 8 HGB der Ausschüttungssperre. Die Verrechnung des Erfüllungsbetrags der unmittelbaren Altersversorgungsverpflichtungen erfolgt ohne Risikoleistungen. Diese umfassen die Versorgungsfälle resultierend aus Tod in der Aktivphase und Invalidität.

Die Steuerrückstellungen sowie die sonstigen Rückstellungen, einschließlich solcher für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und für Umweltrisiken, werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Bei der Bemessung dieser Rückstellungen wird allen erkennbaren Risiken angemessen Rechnung getragen. Die zu erwartenden zwischenzeitlichen Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden zum Stichtag mit dem von der Deutschen Bundesbank bekannt gegebenen Zinssatz abgezinst. Als Zinssatz wird der durchschnittliche laufzeitadäquate Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet. Sofern im Geschäftsjahr 2010 aufgrund der Einführung des BilMoG und der daraus folgenden Bewertungsänderungen Auflösungen von Rückstellungen notwendig gewesen wären, hat die Deutsche Telekom das Beibehaltungswahlrecht für einen höheren Wertansatz in Anspruch genommen, soweit der aufzulösende Betrag bis zum 31. Dezember 2024 wieder zugeführt werden müsste (Art. 67 Abs. 1 S. 2 EGHGB). Die erfolgsorientierten Vergütungssysteme umfassen den Short Term Incentive, den Share Matching Plan sowie den Long Term Incentive Plan.# Im Rahmen der kurzfristigen Erfolgsvergütungskomponente (Short Term Incentive) sind der Vorstand und das Business Leader Team vertraglich verpflichtet und auf freiwilliger Basis auch andere Führungskräfte ermächtigt, einen Teil der festgesetzten jährlichen va- riablen Vergütung, der sich nach dem Grad der Zielerreichung der für das Geschäftsjahr fixierten Zielvorgabe jeder Person bestimmt, in Aktien der Deutschen Telekom zu investieren und über einen Zeitraum von mindestens vier Jahren zu halten. Die Deutsche Telekom wird für die von den Planberechtigten erworbenen Aktien zusätzliche Aktien gewähren (Share Matching Plan), die nach Ablauf der vierjährigen Haltefrist den Planberechtigten aus dem durch die Deutsche Telekom gehaltenen Bestand an eigenen Aktien zugeteilt werden. Darüber hinaus wird eine erfolgsabhängige Vergütung in Abhängigkeit von der Erfüllung langfristiger Zielvorgaben ausgelobt. Für das Business Leader Team und weitere Führungskräfte handelt es sich dabei um den sog. Long Term Incentive Plan, an dem die Vor- standsmitglieder seit dem Gewährungsjahr 2021 ebenfalls teilnehmen. Bei dem Share Matching Plan sowie dem Long Term Incentive Plan handelt es sich um anteilsbasierte Vergütungsinstrumente, die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Für den Share Matching Plan entspricht der beizulegende Zeitwert dem Kurs der Aktie der Deutschen Telekom am Tag der Gewährung abzüglich eines erwarteten Dividendenabschlags. Beim Long Term Incentive Plan wird das dem Mitarbeiter zu Planbeginn zugeteilte virtuelle Aktienpaket mit dem Aktienkurs der Deutschen Telekom am Tag der Gewährung multipliziert und auf den Stichtag diskontiert. Während der Planlaufzeit ändert sich der Wert analog den Veränderungen des Börsenkurses der Aktie der Deutschen Telekom. Die Anzahl der virtuellen Aktien verändert sich durch die Zielerreichung von vier gleich gewichteten Kennzahlen. Darüber hinaus erhält jeder Berechtigte während der Planlaufzeit eine Dividende. Diese wird in virtuelle Aktien reinvestiert und erhöht den Bestand an virtuellen Aktien bei jedem Planteilnehmer. Für die voraussichtlichen Kosten, die für die erfolgsorientierte Vergütung entstehen, werden Rückstellungen gebildet. Im Falle des Share Matching Plans und des Long Term Incentive Plans erfolgt die Berücksichtigung des Personalaufwands über die jeweilige Lauf- zeit. Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert. In den Fällen, in denen der Erfüllungsbetrag einer Verbindlichkeit höher ist als der Ausgabebetrag, wird der Unterschiedsbetrag in den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten aufgenommen und auf die Laufzeit der Verbindlichkeit erfolgswirksam verteilt. Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, werden im Zeitpunkt ihres Zugangs mit dem Devisenkassamittelkurs erfasst. Am Bilanzstichtag werden sie gemäß § 256a S. 1 HGB ebenfalls mit dem Devisen- kassamittelkurs umgerechnet und unter Beachtung des Anschaffungskostenprinzips (§ 253 Abs. 1 S. 1 HGB) und des Realisations- prinzips (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 HS. 2 HGB) bewertet. Kurzfristige Posten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden gemäß § 256a S. 2 HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Entsprechend dem Imparitätsprinzip werden Bewertungsverluste aus originären und derivativen Finanzinstrumenten sofort auf- wandswirksam berücksichtigt. Dies gilt auch für getrennt zu bilanzierende eingebettete Derivate in strukturierten Finanzinstrumen- ten. Werden Finanzinstrumente zu Bewertungseinheiten – Grund- und Sicherungsgeschäft – zusammengefasst, so wird gemäß § 254 HGB auf die bilanzielle Erfassung unrealisierter Verluste, die aus abgesicherten Risiken resultieren, verzichtet, soweit diesen Verlusten unrealisierte Gewinne in gleicher Höhe gegenüberstehen (Einfrierungsmethode). Soweit sich aus der Verrechnung (Kom- pensation) der Wertänderungen von Grundgeschäft und Sicherungsinstrument, die sich auf das abgesicherte Risiko beziehen, ein Deutsche Telekom AG Jahresabschluss 2024 9 Verlustüberhang ergibt, wird dieser entsprechend IDW RS HFA 35 durch Bildung einer Drohverlustrückstellung erfolgswirksam be- rücksichtigt. Bewertungsgewinne werden erst zum Zeitpunkt ihrer Realisierung ertragswirksam erfasst. Finanzverbindlichkeiten in Fremdwährung, die Bestandteil einer Bewertungseinheit sind, werden zum Devisenkassamittelkurs am Tag des Geschäftsabschlusses bilanziert. Die unrealisierten Abrechnungserfolge aus ausgelaufenen Sicherungsgeschäften bei rollierender Sicherung (Prolongationserfolge) sowie andere Abrechnungserfolge, bei denen das Grundgeschäft noch nicht ergebniswirksam geworden ist, werden separat als sons- tige Vermögensgegenstände bzw. als sonstige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten wird gemäß § 266 Abs. 3 Buchst. D HGB als gesonderter Posten angesetzt. Er wird zu jedem Abschlussstichtag neu berechnet. Latente Steuern werden für zeitliche Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögens- gegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Bei der Deutschen Telekom werden dabei nicht nur die Unter- schiede aus den eigenen Bilanzposten einbezogen, sondern auch solche, die bei Tochtergesellschaften bestehen, die Bestandteil des steuerlichen Organkreises sind. Der Ausweis der latenten Steuern in der Bilanz erfolgt saldiert (§ 274 Abs. 1 S. 3 HGB). Sollte sich nach Verrechnung ein Aktivüberhang ergeben, wird das Aktivierungswahlrecht zur Bildung aktiver latenter Steuern gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht ausgeübt. Als Umsatzerlöse werden alle Erlöse aus dem Verkauf und der Vermietung oder Verpachtung von Produkten sowie der Erbringung von Dienstleistungen ausgewiesen. Dies betrifft im Wesentlichen Erlöse aus dem Bereich „Technologie und Innovation“ sowie Erlöse aus der Überlassung von Mitarbeitern, Vermietung und Verpachtung und Ausbildungsleistungen. Der Ausweis der Umsatzerlöse erfolgt nach dem Abzug von Erlösschmälerungen und der Umsatzsteuer sowie sonstiger direkt mit dem Umsatz verbundener Steuern. Entsprechend dem Realisationsprinzip erfolgt eine periodengerechte Erfassung. Forschungs- und Entwicklungskosten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens als Aufwand erfasst. Die Aufwendungen für Altersversorgung umfassen Aufwendungen im Rahmen der Dotierung der Pensionsrückstellungen für die be- schäftigten Arbeitnehmer und Aufwendungen für die laufenden Zahlungen an die BAnst PT für die beschäftigten Beamten. Die Aufwendungen für Ertragsteuern beinhalten die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag.

Ermessensspielräume

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses muss die Gesellschaft Einschätzungen vornehmen und Annahmen treffen, welche die An- sätze der Vermögensgegenstände und Schulden, die Angabe von Risiken und Unsicherheiten bezüglich der angesetzten Vermögens- gegenstände und Schulden zum Abschlussstichtag sowie die Aufwendungen und Erträge für den Berichtszeitraum beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse können von diesen Einschätzungen abweichen.

Deutsche Telekom AG Jahresabschluss 2024 10

Erläuterungen zur Bilanz

1 Anlagevermögen

Zum 31. Dezember 2024 betragen die immateriellen Vermögensgegenstände 54 Mio. € (31. Dezember 2023: 79 Mio. €) und umfas- sen im Wesentlichen Lizenzen und Nutzungsrechte an Software sowie hierauf geleistete Anzahlungen. Das Sachanlagevermögen betrifft im Wesentlichen Immobilien und lag mit 2,2 Mrd. € auf Vorjahresniveau. Reduzierend wirkten sich die Abschreibungen des Berichtsjahres in Höhe von 81 Mio. € aus. Die Zugänge beliefen sich auf 52 Mio. € (2023: 39 Mio. €), wovon 36 Mio. € auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau sowie 14 Mio. € auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung entfallen. Das Finanzanlagevermögen erhöhte sich zum Bilanzstichtag im Vergleich zum 31. Dezember 2023 um 12,5 Mrd. €. Der Anstieg der Anteile an verbundenen Unternehmen um 13,1 Mrd. € ist im Wesentlichen verursacht durch die Aufdeckung von stillen Reserven im Rahmen der konzerninternen Zusammenführung von Anteilen in der mehrstufigen Holding-Struktur für die Betei- ligung an der T-Mobile US, Inc., Bellevue (im Folgenden T-Mobile US genannt). Im ersten Schritt hat die Deutsche Telekom die im Berichtsjahr durch Ausübung von Kaufoptionen hinzuerworbenen T-Mobile US-Aktien mit Anschaffungskosten von 0,6 Mrd. € in die Deutsche Telekom Holding B.V., Maastricht (im Folgenden Deutsche Telekom Holding B.V. genannt), eingebracht, die dadurch sämt- liche im Konzern gehaltenen T-Mobile US-Aktien hält. Im Gegenzug erhielt die Deutsche Telekom weitere Anteile an der Deutsche Telekom Holding B.V., die unter Ausübung des Bewertungswahlrechts nach den allgemeinen Tauschgrundsätzen zum Zeitwert von 1,2 Mrd. € in den Zugängen erfasst wurden. Dadurch erhöhten sich die Anschaffungskosten der Anteile an der Deutsche Telekom Holding B.V. auf 4,0 Mrd. €. Der Ertrag aus der Aufdeckung von stillen Reserven in den Anteilen an der Deutsche Telekom Holding B.V. von 0,6 Mrd. € wird in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. In einem weiteren Schritt brachte die Deutsche Telekom ihre Direktbeteiligung an der Deutsche Telekom Holding B.V. in die T-Mobile Global Holding GmbH, Bonn (im Folgenden T-Mobile Global Holding genannt), ein, die damit 100 % der Anteile an der Deutsche Telekom Holding B.V. auf sich vereint. Im Gegenzug erhielt die Deutsche Telekom dafür neue Anteile an der T-Mobile Global Holding, die nach den Tauschgrundsätzen erfolgsneutral mit dem Buchwert der eingebrachten Anteile von 4,0 Mrd. € erfasst wurden. Im letzten Schritt brachte die Deutsche Telekom die kurz zuvor erhaltenen neuen Anteile an der T-Mobile Global Holding in ihre direkte Tochtergesellschaft T-Mobile Global Zwischenholding GmbH, Bonn (im Folgenden T-Mobile Global Zwischenholding), ein, die damit 100 % der Anteile an der T-Mobile Global Holding auf sich vereint.# Deutsche Telekom AG Jahresabschluss 2024

I. Immaterielle Vermögensgegenstände

  1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
  2. Geleistete Anzahlungen

II. Sachanlagen

  1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken
  2. Technische Anlagen und Maschinen
  3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung
  4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau

III. Finanzanlagen

  1. Anteile an verbundenen Unternehmen
  2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen
  3. Beteiligungen
  4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
  5. Wertpapiere des Anlagevermögens
  6. Sonstige Ausleihungen

Anlagevermögen

Anschaffungs- oder Herstellungskosten in Mio. €

Stand 1.1.2024 Zugänge Zugänge aus Übertragungen von Konzernunternehmen Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2024
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 483 2 0 (42) 14 457
2. Geleistete Anzahlungen 14 9 0 0 (14) 9
Summe 497 11 0 (42) 0 466
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.502 2 0 (20) 2 8.486
2. Technische Anlagen und Maschinen 13 0 0 0 0 13
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 475 14 1 (38) 48 500
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 75 36 0 0 (50) 61
Summe 9.065 52 1 (58) 0 9.060
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 89.028 17.665 5 (4.790) 0 101.908
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 19.124 66 0 (558) 0 18.632
3. Beteiligungen 350 29 0 (30) 0 349
4. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 286 0 0 (232) 0 54
5. Wertpapiere des Anlagevermögens 0 183 0 0 0 183
6. Sonstige Ausleihungen 6 0 0 0 0 6
Summe 108.794 17.943 5 (5.610) 0 121.132
Anlagevermögen 118.356 18.006 6 (5.710) 0 130.658

Abschreibungen

Buchwert Stand 1.1.2024 Zugänge Zugänge aus Übertragungen von Konzernunternehmen Zuschreibungen Abgänge Stand 31.12.2024 Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände (418) (36) 0 0 42 (412) 45
II. Sachanlagen (6.371) (62) 0 9 18 (6.406) 2.080
III. Finanzanlagen (2.534) 0 0 176 7 (2.351) 99.579
Summe (9.323) (98) 0 185 67 (9.169) 101.704

Buchwert

Stand 31.12.2024 Stand 31.12.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 54 65
II. Sachanlagen 2.080 2.131
III. Finanzanlagen 118.781 106.260
Summe 121.081 108.607

2 Forderungen in Mio. €

31.12.2024 31.12.2023
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 0 0
davon: mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 Mio. € (31.12.2023: 0 Mio. €)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.633 9.977
davon: mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 Mio. € (31.12.2023: 0 Mio. €)
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 8 4
davon: mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 Mio. € (31.12.2023: 0 Mio. €)
Summe 7.641 9.981

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen Forderungen im Rahmen des konzerninternen Cash Managements in Höhe von 4.637 Mio. € (31. Dezember 2023: 8.463 Mio. €), Finanzforderungen in Höhe von 2.326 Mio. € (31. Dezember 2023: 813 Mio. €), konzerninterne Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 162 Mio. € (31. Dezember 2023: 194 Mio. €) sowie sonstige Forderungen in Höhe von 508 Mio. € (31. Dezember 2023: 507 Mio. €). Der Rückgang der Forderungen aus Cash Management resultiert im Wesentlichen aus der Ablösung von Cash Management Forderungen gegen die Deutsche Telekom Towers Holding GmbH, Bonn, von 3,7 Mrd. € infolge einer Darlehensrückzahlung an die Gesellschaft. Der Anstieg der Finanzforderungen gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Mrd. € ist im Wesentlichen auf die Ausreichung von Darlehen an die Deutsche Telekom Holding B.V. in Höhe von 1,7 Mrd. € zurückzuführen. Gegenläufig wirkte sich eine Darlehensrückzahlung der Deutsche Telekom Europe B.V., Maastricht, in Höhe von 0,3 Mrd. € aus. In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 7 Mio. € enthalten (31. Dezember 2023: 2 Mio. €).

3 Sonstige Vermögensgegenstände in Mio. €

31.12.2024 31.12.2023
Forderungen aus Steuern
Forderungen aus Ertragsteuern
Körperschaftsteuer 192 51
Gewerbeertragsteuer 121 34
Summe 313 85
Forderungen aus sonstigen Steuern 31 74
Summe 344 159
Forderungen aus Collaterals 1.395 1.642
Forderungen aus Zinsabgrenzungen 339 427
Forderungen aus Derivaten 182 208
Forderungen gegen Mitarbeiter 6 5
Übrige sonstige Vermögensgegenstände 94 554
Summe 2.360 2.995

Die Forderungen aus Ertragsteuern betreffen Körperschaftsteuerforderungen sowie Gewerbeertragsteuerforderungen für das Berichtsjahr und für Vorjahre aufgrund von Überzahlungen an die Finanzbehörden und Gemeinden. Die Forderungen aus sonstigen Steuern betreffen Umsatzsteuer.

Collaterals sind Barsicherheiten, die zur Absicherung des Ausfallrisikos von derivativen Finanzinstrumenten eingesetzt werden. Die Deutsche Telekom leistet in diesem Zusammenhang Sicherheiten in Form von Barmitteln gegenüber ihren Vertragspartnern. Die Veränderung der Forderungen aus Collaterals ist auf übliche Marktwertschwankungen zurückzuführen. Bei den Forderungen aus Zinsabgrenzungen handelt es sich nahezu ausschließlich um Stückzinsen aus Zinsderivaten. Unter den Forderungen aus Derivaten werden im Wesentlichen unrealisierte Abrechnungserfolge aus ausgelaufenen und aufgelösten Sicherungsgeschäften ausgewiesen. Die übrigen sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten insbesondere mit 51 Mio. € Forderungen gegen den DT Trust aus Guthaben auf Treuhandkonten im Zusammenhang mit Pensionen. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus verminderten Forderungen aus Guthaben auf Wertpapierkonten gegen den DT Trust infolge eines konzerninternen Tauschs von Treuhandvermögen. Die verbliebenen Guthaben auf Wertpapierkonten wurden aufgrund einer langfristigen Halteabsicht in die Wertpapiere des Anlagevermögens umgegliedert. Die in den sonstigen Vermögensgegenständen enthaltenen Forderungen haben in Höhe von 157 Mio. € (31. Dezember 2023: 185 Mio. €) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

4 Flüssige Mittel in Mio. €

31.12.2024 31.12.2023
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.965 1.450
Summe 1.965 1.450

Die Laufzeit der flüssigen Mittel beträgt weniger als drei Monate.

5 Rechnungsabgrenzungsposten in Mio. €

31.12.2024 31.12.2023
Personalaufwendungen 249 235
Disagio 93 103
Agio 2 4
Sonstige Vorauszahlungen 23 22
Summe 367 364

Die abgegrenzten Personalaufwendungen des Berichtsjahres bestehen im Wesentlichen aus Vorauszahlungen an die BAnst PT für das Jahr 2025 und aus vorausgezahlten Bezügen. Rechnungsabgrenzungsposten für Disagien stammen fast ausschließlich aus Verbindlichkeiten aus Anleihen und aus Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der Deutsche Telekom International Finance B.V., Maastricht.

6 Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Mio. €

| | 31.12.2024 | 31.12.2023 |# Deutsche Telekom AG Jahresabschluss 2024

Verpflichtungen aus Altersvorsorge und ähnlichen Verpflichtungen

Altersteilzeitvereinbarungen Lebensarbeitszeit- und Langzeitkonten Summe Altersteilzeitvereinbarungen Lebensarbeitszeit- und Langzeitkonten Summe
Beizulegender Zeitwert des Deckungsvermögens 87 28 115 79 25 104
Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden 86 28 114 76 24 100
Überschuss des Deckungsvermögens über die Verpflichtungen 1 0 1 3 1 4
Anschaffungskosten des Deckungsvermögens 77 27 104 75 25 100
Ausschüttungsgesperrter Betrag 10 1 11 4 0 4

Ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung entsteht, soweit der beizulegende Wert des Deckungsvermögens den Betrag der damit verrechneten Verpflichtungen überschreitet. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens für Altersteilzeit und Langzeitkonten liegen unter dem beizulegenden Zeitwert. Der daraus resultierende Differenzbetrag ist grundsätzlich ausschüttungsgesperrt. Die fortgeführten Anschaffungskosten des Deckungsvermögens für Lebensarbeitszeitkonten entsprechen dem beizulegenden Zeitwert.

7 Eigenkapital in Mio. €

31.12.2024 31.12.2023
Gezeichnetes Kapital 12.765 12.765
Abzüglich rechnerischer Wert eigener Anteile (220) (20)
Ausgegebenes Kapital 12.545 12.745
Kapitalrücklage 31.570 31.502
Kapitalrücklage 31.570 31.502
Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 7.779 9.545
Andere Gewinnrücklagen 7.779 9.545
Bilanzgewinn 29.122 12.312
Bilanzgewinn 29.122 12.312
Summe Eigenkapital 81.016 66.104

Das Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 14,9 Mrd. €. Die Veränderungen werden im Einzelnen in den folgenden Abschnitten erläutert.

8 Gezeichnetes Kapital

Gezeichnetes Kapital (genehmigt und ausgegeben)

in Tsd. Aktien in Tsd. €
Stand am 31.12.2023 4.986.459 12.765.334
Aufhebung Bedingtes Kapital 2018 0 0
Schaffung Bedingtes Kapital 2024 0 0
Stand am 31.12.2024 4.986.459* 12.765.334*

Genehmigtes Kapital (nicht ausgegeben)

in Tsd. Aktien in Tsd. €
Stand am 31.12.2023 1.495.938 3.829.600
Aufhebung Bedingtes Kapital 2018 0 0
Schaffung Bedingtes Kapital 2024 0 0
Stand am 31.12.2024 1.495.938 3.829.600

Bedingtes Kapital (nicht ausgegeben)

in Tsd. Aktien in Tsd. €
Stand am 31.12.2023 468.750 1.200.000
Aufhebung Bedingtes Kapital 2018 (468.750) (1.200.000)
Schaffung Bedingtes Kapital 2024 468.750 1.200.000
Stand am 31.12.2024 468.750 1.200.000

*davon: eigene Anteile 86.029 Tsd. Aktien bzw. 220.235 Tsd. €

Am 31. Dezember 2024 betrug das Grundkapital der Deutschen Telekom ca. 12,8 Mrd. €. Das Grundkapital ist in 4.986.458.596 Stück nennwertlose, auf den Namen lautende Stammaktien eingeteilt. Daraus ergibt sich für jede Aktie ein rechnerischer Wert von 2,56 €. Jede Aktie gewährt eine Stimme.

Der gemäß § 33 Abs. 1 WpHG mitteilungspflichtige Besitz an Aktien der Deutschen Telekom entfiel zum 31. Dezember 2024 auf die in folgender Tabelle genannten Anteilseigner. Die übrigen Aktien befanden sich im Streubesitz.

Anteilseigner 31.12.2024
in Tsd. Aktien
Bundesrepublik Deutschland* 1.386.380
davon: KfW Bankengruppe, Frankfurt am Main, Deutschland 696.779
BlackRock, Inc., Wilmington, DE, USA** 245.067
SoftBank Group Corp., Tokio, Japan*** 225.000
  • Gemäß der letzten Mitteilung von der Bundesrepublik Deutschland, veröffentlicht am 5. Juni 2024, wurde die Meldeschwelle von 30 % der Stimmrechte unterschritten. Die Beteiligung an der Deutschen Telekom betrug demnach am 5. Juni 2024 28,18 % der Stimmrechte. Durch weitere Aktienverkäufe reduzierte sich die Beteiligung an der Deutschen Telekom auf 27,80 %.

** Gemäß der letzten Mitteilung von BlackRock, veröffentlicht am 7. Februar 2025, wurde die Meldeschwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten. Die Beteiligung an der Deutschen Telekom betrug demnach am 7. Februar 2025 4,99 % der Stimmrechte. Weitere 0,12 % entfielen auf Stimmrechte in Verbindung mit Instrumenten gemäß § 38 Abs. 1 WpHG.

*** Gemäß der letzten Mitteilung von SoftBank, veröffentlicht am 7. Oktober 2021, wurde die Meldeschwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten. Die Beteiligung an der Deutschen Telekom betrug demnach am 7. Oktober 2021 4,51 % der Stimmrechte.

Genehmigtes Kapital

Zum 31. Dezember 2024 besteht das folgende Genehmigte Kapital:

Zweck Ermächtigung bis zum in Tsd. € in Tsd. Aktien
Kapitalerhöhung gegen Bar- und/oder Sacheinlagen 6. April 2027 3.829.600 1.495.938

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 7. April 2022 ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 6. April 2027 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 3.829.600.199,68 € durch Ausgabe von bis zu 1.495.937.578 auf den Namen lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen. Die Ermächtigung kann vollständig oder ein- oder mehrmals in Teilbeträgen ausgenutzt werden. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Der Vorstand ist zudem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen auszuschließen, um neue Aktien im Rahmen von Unternehmenszusammen- schlüssen oder im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen, einschließlich der Erhöhung bestehenden Anteilbesitzes, oder anderen mit einem solchen Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehenden einlagefähigen Wirtschaftsgütern, einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft, auszugeben. Jedoch darf der auf neue Aktien, für die das Bezugsrecht aufgrund dieser Ermächtigungen ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grund- kapitals zusammen mit dem anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf Aktien entfällt oder auf den sich Wandlungs- und/oder Optionsrechte bzw. -pflichten aus Schuldverschreibungen beziehen, die nach Beginn des 7. April 2022 unter Bezugsrechtsausschluss ausgegeben bzw. veräußert worden sind, 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten; maßgeblich ist entweder das zum 7. April 2022, das zum Zeitpunkt der Eintragung der Ermächtigung oder das zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandene Grundkapital, wobei auf denjenigen der drei genannten Zeitpunkte abzustellen ist, zu dem der Grundkapitalbetrag am geringsten ist. Als Bezugs- rechtsausschluss ist es auch anzusehen, wenn die Ausgabe bzw. Veräußerung in entsprechender oder sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 S. 4 AktG erfolgt. Der Vorstand ist darüber hinaus ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Bedingtes Kapital

Zum 31. Dezember 2024 besteht das folgende Bedingte Kapital:

Zweck in Tsd. € in Tsd. Aktien
Bedienung von bis zum 9. April 2029 ausgegebenen Wandelschuld- und/oder Optionsschuldverschreibungen 1.200.000 468.750

Das Grundkapital der Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2024 um bis zu 1.200.000.000 €, eingeteilt in bis zu 468.750.000 Stückaktien, bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie a) die Inhaber bzw. Gläubiger von Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinn- schuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) mit Options- oder Wandlungsrechten, die von der Deut- schen Telekom oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbe- schlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 10. April 2024 bis zum 9. April 2029 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder b) die aus von der Deutschen Telekom oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 10. April 2024 bis zum 9. April 2029 ausgegebenen oder garantierten Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldver- schreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) Verpflichteten ihre Options- bzw. Wandlungspflicht erfüllen (einschließ- lich des Falls, dass die Deutsche Telekom in Ausübung eines Tilgungswahlrechts bei Endfälligkeit ganz oder teilweise an Stelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Deutschen Telekom gewährt) und nicht andere Erfüllungsformen eingesetzt werden. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Options- oder Wandlungsrechten oder durch Erfüllung von Options- bzw. Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil.

Ermächtigung zum Erwerb und zur Verwendung eigener Anteile

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 1. April 2021 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 31. März 2026 Aktien der Gesell- schaft mit einem auf diese entfallenden Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 1.218.933.400,57 € mit folgender Maßgabe zu erwerben: Auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Ge- sellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, entfallen zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft. Ferner sind die Voraussetzungen des § 71 Abs. 2 S. 2 und 3 AktG zu beachten. Der Erwerb darf nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien erfolgen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen aus- geübt werden. Der Erwerb kann innerhalb des Ermächtigungszeitraums bis zur Erreichung des maximalen Erwerbsvolumens in Teiltranchen, verteilt auf verschiedene Erwerbszeitpunkte, erfolgen. Der Erwerb kann auch durch von der Deutschen Telekom im Sinne von § 17 AktG abhängige Konzernunternehmen oder durch Dritte für Rechnung der Deutschen Telekom oder für Rechnung von nach § 17 AktG abhängigen Konzernunternehmen der Deutschen Telekom durchgeführt werden. Der Erwerb erfolgt unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53a AktG) über die Börse. Er kann stattdessen auch mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kauf- oder Aktientauschangebots erfolgen, bei dem, vorbehaltlich eines zugelassenen Ausschlusses des Andienungs- rechts, der Gleichbehandlungsgrundsatz ebenfalls zu wahren ist. Die Aktien können zu einem oder mehreren Zwecken, die in der unter Tagesordnungspunkt 7 der Hauptversammlung vom 1.# Deutsche Telekom AG Jahresabschluss 2024

Eigene Anteile

Die Veränderung der eigenen Anteile ist in nachfolgender Tabelle dargestellt:

Ausgabe eigene Aktien in Stückaktien Stand 1.1.2024 Erwerb eigene Aktien Umwidmungen Aktien davon: Mitarbeiter-Aktienprogramm davon: Share Matching Plan Stand 31.12.2024
Aktienrückkaufprogramm 0 81.268.383 0 0 0 81.268.383
Vormals treuhänderisch hinterlegte Aktien 7.800.811 0 (3.830.887) 0 0 3.969.924
Share Matching Plan 42.302 0 1.720.831 0 (972.094) 791.039
Mitarbeiter-Aktienprogramm 0 0 2.110.056 (2.110.056) 0 0
Summe 7.843.113 81.268.383 0 (2.110.056) (972.094) 86.029.346
Betrag am Grundkapital in Mio. € 20 208 0 (5) (3) 220
Anteil am Grundkapital (%) 0,16 1,63 0,00 (0,04) (0,02) 1,73
Veränderung Gewinnrücklagen in Mio. € 0 (1.766) 0 0 0 (1.766)
Veränderung Kapitalrücklage in Mio. € 0 0 0 53 15 68
Kurs in € 24,29 1 27,90
Zeitraum Jan.-Dez. 2024 17.10.2024 Jan.-Dez. 2024
durchschnittlicher Kurs 1

Aktienrückkaufprogramm

Der Vorstand hat am 2. November 2023 angekündigt, im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms im Geschäftsjahr 2024 Aktien der Deutschen Telekom zu einem Gesamtkaufpreis von bis zu 2 Mrd. € zurückzukaufen. Der Rückkauf hat am 3. Januar 2024 begonnen und erfolgte innerhalb des Zeitraums bis zum 18. Dezember 2024 in mehreren Tranchen. Zweck des Aktienrückkaufprogramms 2024 war die teilweise Rückführung des Verwässerungseffekts aus der Kapitalerhöhung 2021 der Deutschen Telekom. Die zurückgekauften Aktien sollen dementsprechend eingezogen werden. Im Zeitraum vom 3. Januar 2024 bis 18. Dezember 2024 hat die Deutsche Telekom im Rahmen ihres Aktienrückkaufprogramms rund 81 Mio. eigene Aktien im Volumen (ohne Erwerbsnebenkosten) von rund 2,0 Mrd. € zurückerworben.

Vormals treuhänderisch hinterlegte Aktien

Im Zuge des Erwerbs der VoiceStream Wireless Corp., Bellevue, und der Powertel, Inc., Bellevue, im Jahr 2001 gab die Deutsche Telekom neue Aktien aus Genehmigtem Kapital an einen Treuhänder aus, unter anderem zugunsten von Inhabern von Optionsscheinen, Optionen und Umtauschrechten. Im Geschäftsjahr 2013 sind diese Options-, Umtausch- bzw. Wandlungsrechte vollständig ausgelaufen. Damit bestand keine weitere Verpflichtung des Treuhänders zur Erfüllung der Ansprüche gemäß dem Zweck der Hinterlegung. Das Treuhandverhältnis wurde Anfang des Jahres 2016 beendet und die hinterlegten Aktien wurden unentgeltlich auf ein Depot der Deutschen Telekom überführt. Die vormals hinterlegten Aktien sind nach § 272 Abs. 1a HGB als eigene Anteile bilanziert. Die unentgeltlich erworbenen eigenen Anteile können aufgrund der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 1. April 2021 für die gleichen Zwecke wie die entgeltlich erworbenen eigenen Aktien verwendet werden.

Share Matching Plan und Mitarbeiter-Aktienprogramm

Die Ausgabe von eigenen Aktien für Teilnehmer des Share Matching Plans sowie des Mitarbeiter-Aktienprogramms „Shares2You“ erfolgt derzeit aus dem Bestand der vormals treuhänderisch hinterlegten Aktien. Bei Matching Shares aus dem Share Matching Plan sowie bei Gratisaktien aus dem Mitarbeiter-Aktienprogramm „Shares2You“ erfolgt die Übertragung eigener Aktien in Depots von Beschäftigten der Deutschen Telekom unentgeltlich. Bei Übertragungen eigener Aktien in Depots von Beschäftigten anderer Konzernunternehmen erfolgt seit dem Geschäftsjahr 2016 eine Weiterberechnung zu Zeitwerten an die jeweiligen Konzernunternehmen. Im Berichtsjahr wurden 1.073 Tsd. Stück eigene Aktien mit einem Zeitwert von 28 Mio. € an andere Konzernunternehmen weiterberechnet. Sofern eigene Aktien in Depots von Mitarbeitern übertragen wurden, die im Rahmen des Mitarbeiter-Aktienprogramms „Shares2You“ aus dem Eigeninvestment getätigt wurden, erfolgte dies zu einem Umrechnungskurs von 27,90 € je Aktie. Maßgeblich für die Umrechnung ist der am Umrechnungsstichtag niedrigste an einer amtlichen deutschen Börse festgestellte Kurs, zu dem auch tatsächlich ein Handel stattgefunden hat.

Deutsche Telekom AG Jahresabschluss 2024

9 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage erhöhte sich im Berichtsjahr um 68 Mio. €. Der Anstieg resultiert ausschließlich aus Einstellungen in die Kapitalrücklage, welche sich aus Übertragungen der durch die Deutsche Telekom gehaltenen eigenen Aktien in Teilnehmerdepots des Share Matching Plans sowie in Teilnehmerdepots des Mitarbeiter-Aktienprogramms „Shares2You“ ergaben.

10 Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen beinhalten insbesondere die Einstellungen aus den Jahresüberschüssen der Vorjahre. Die Verringerung im Berichtsjahr um 1.766 Mio. € resultiert aus dem Aktienrückkaufprogramm.

Ausschüttungssperre

Der ausschüttungsgesperrte Betrag gemäß § 268 Abs. 8 S. 3 HGB resultiert aus der Bewertung der Deckungsvermögen für Rückstellungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von 931 Mio. €, aus der Bewertung des Deckungsvermögens für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 10 Mio. € und aus der Bewertung des Deckungsvermögens für Langzeitkonten in Höhe von 1 Mio. €. Auf die Differenz zwischen handelsrechtlichem Ansatz des Deckungsvermögens und den steuerlichen fortgeführten Anschaffungskosten entfallen passive latente Steuern von 157 Mio. €, so dass sich im Saldo ein Betrag von 785 Mio. € ergibt. Unter Berücksichtigung von aktiven latenten Steuern von ebenfalls 157 Mio. €, die durch Aufrechnung gegen die passiven latenten Steuern berücksichtigt werden, ergibt sich ein ausschüttungsgesperrter Betrag von 942 Mio. € nach § 268 Abs. 8 HGB. Der Bilanzgewinn kann in voller Höhe ausgeschüttet werden, da der nach § 268 Abs. 8 HGB insgesamt gesperrte Betrag von 942 Mio. € durch die frei verfügbaren Rücklagen gedeckt ist.

11 Aktienorientierte Vergütungssysteme

Share Matching Plan

Die Mitglieder des Vorstands sind vertraglich dazu verpflichtet, ein Drittel des vom Aufsichtsrat festgesetzten Short Term Incentive (STI) in Aktien der Deutschen Telekom zu investieren. Es besteht die freiwillige Möglichkeit, das Investitionsvolumen bis auf 50 % des STI zu erhöhen. Die Deutsche Telekom wird für jede im Rahmen des zuvor beschriebenen Eigeninvestments des Vorstands erworbene Aktie nach Ablauf der vierjährigen Haltefrist ab dem Kaufdatum eine zusätzliche Aktie übertragen (Share Matching Plan, SMP). Die Funktionsweise von STI und SMP kann der nachfolgenden Darstellung entnommen werden.

Funktionsweise von Share Matching Plan sowie Short Term Incentive für Mitglieder des Vorstands

Bestimmte Führungskräfte sind vertraglich dazu verpflichtet, mindestens 10 % bis maximal 50 % des Bruttoauszahlungsbetrags des kurzfristigen variablen Gehaltsbestandteils, der sich nach dem Grad der Zielerreichung der für das Geschäftsjahr fixierten Zielvorgabe jeder Person bestimmt (Short Term Incentive), in Aktien der Deutschen Telekom zu investieren. Die Zielerreichung bestimmt sich dabei im Regelfall nach den vorgegebenen Kollektivzielen des jeweiligen Organisationsbereichs. Die Deutsche Telekom wird für jede im Rahmen des oben beschriebenen Eigeninvestments der entsprechenden Person erworbene Aktie eine zusätzliche Aktie gewähren (SMP). Nach Ablauf einer vierjährigen Haltefrist werden diese dem Planberechtigten zugeteilt.

Weiteren Führungskräften in bestimmten Management-Gruppen, soweit sie nicht bereits vertraglich zur Teilnahme verpflichtet wurden, wird eine Teilnahme am SMP auf freiwilliger Basis angeboten. Dieses Angebot erfolgt nur, wenn das Konzern-Free-Cashflow-Ziel des jeweiligen Vorjahres erreicht wurde. Zur Teilnahme investieren die Führungskräfte mindestens 5 % bzw. 10 % bis maximal 50 % des Zielbetrags (100 %-Wert) des kurzfristigen variablen Gehaltsbestandteils (STI) in Aktien der Deutschen Telekom. Die Deutsche Telekom wird für je zwei der im Rahmen des zuvor beschriebenen Eigeninvestments der entsprechenden Person erworbenen Aktien eine zusätzliche Aktie gewähren (SMP). Nach Ablauf einer vierjährigen Haltefrist werden die zusätzlichen Aktien dem Planberechtigten zugeteilt.

Share Matching Plan – SMP

  • Short Term Incentive – STI (vom Aufsichtsrat final festgesetzt)
  • Matching Shares im Verhältnis 1:1 zum vor 4 Jahren durchgeführten Eigeninvestment
  • Aktiendeferral
  • Nach Ablauf der 4-jährigen Haltefrist des Eigeninvestments
  • Optionale Aufstockung des Investments auf bis zu ½ des STI
  • Verpflichtendes Investment von ⅓ des STI in T-Aktien
  • Freigabe der Aktien aus dem vor 4 Jahren durchgeführten Eigeninvestment

Long Term Incentive Plan

Mit der Einführung des neuen Vorstandsvergütungssystems im Jahr 2021 partizipieren auch die Mitglieder des Vorstands am bereits im Konzern existierenden Long Term Incentive Plan (LTI).# Deutsche Telekom AG Jahresabschluss 2024

21 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Auf Basis der versicherungsmathematischen Gutachten ergibt sich zum Abschlussstichtag die folgende Rückstellungsbewertung:

31.12.2024 31.12.2023
in Mio. €
Mittelbare Pensionsverpflichtungen 20 26
Verbleibender Zuführungsbetrag nach Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB 0 1
Unmittelbare Pensionsverpflichtungen 2.295 2.560
Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen ohne Risikoleistungen 4.435 4.549
Abzüglich verbleibender Zuführungsbetrag nach Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB 0 10
Abzüglich Zeitwert des treuhänderisch verwalteten Deckungsvermögens 2.177 2.013
Verpflichtungsüberschuss ohne Risikoleistungen 2.258 2.526
Zuzüglich Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen für Risikoleistungen 37 34
Rückstellungen aus dem Schuldbeitritt für Pensionen 1.512 1.547
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.827 4.133
davon: Parallelverpflichtung 0,8 Mrd. € 0,9 Mrd. €
Anschaffungskosten des Deckungsvermögens 1.246 1.367
Ausschüttungsgesperrter Betrag gemäß § 268 Abs. 8 HGB 931 646
Unterschiedsbetrag gemäß § 253 Abs. 6 S. 3 HGB (45) 45

Die Pensionsverpflichtungen gegenüber Arbeitnehmern beruhen auf mittelbaren und unmittelbaren Versorgungszusagen. Zu den mittelbaren Versorgungszusagen zählen die Verpflichtungen der Versorgungsanstalt der Deutschen Bundespost (VAP) sowie Verpflichtungen des Telekom-Pensionsfonds a. G. (TPF), Bonn. Das der Deutschen Telekom zugewiesene Vermögen im TPF übersteigt in beiden Jahren den Teil der mittelbaren Pensionsverpflichtungen im TPF. Daher erfolgt bei den mittelbaren Pensionsverpflichtungen im TPF kein Bilanzausweis.

Die unmittelbaren Versorgungszusagen der Deutschen Telekom umfassen insbesondere den im Rahmen einer Neuordnung der betrieblichen Altersversorgung im Jahr 1997 für aktive Mitarbeiter flächendeckend eingeführten Kapitalkontenplan. Hierbei handelt es sich um eine arbeitgeberfinanzierte, beitragsorientierte Leistungszusage. Die Deutsche Telekom leistet jährliche Gutschriften auf ein von ihr geführtes Kapitalkonto; im Versorgungsfall wird der erreichte Kontostand als Einmalbetrag oder in Raten ausgezahlt oder alternativ in eine lebenslange Rente umgewandelt. Darüber hinaus bestehen – neben verschiedenen geschlossenen Altzusagen – noch die sog. VAP-Parallelverpflichtungen. Diese beruhen auf ursprünglich bei der VAP bestehenden Verpflichtungen, die der Deutschen Telekom im Zuge der Privatisierung per Segmentierungsvereinbarung zugeordnet wurden, und für die die Deutsche Telekom im Rahmen der Parallelverpflichtung eine unmittelbare Versorgungszusage ausgesprochen hat.

Die Rückstellungen aus dem Schuldbeitritt für Pensionen umfassen die durch die Deutsche Telekom wirtschaftlich übernommenen Verpflichtungen für Pensionsansprüche der Gesellschaften Deutsche Telekom Außendienst GmbH, Bonn, Deutsche Telekom Technik GmbH, Bonn, und Deutsche Telekom Service GmbH, Bonn. Der Bilanzansatz wird auf Basis von versicherungsmathematischen Gutachten ermittelt.

Zum Stichtag liegen der Berechnung für die unmittelbaren und mittelbaren Pensionsverpflichtungen sowie für die Rückstellungen aus dem Schuldbeitritt die folgenden Annahmen zugrunde:

2024
in %
Rechnungszinssatz 1,90
Gehaltstrend 2,50
Rententrend
Allgemein 2,20
Satzungsgemäß 1,00
Fluktuation 4,00

Zum Rückgang der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen von insgesamt 306 Mio. € haben insbesondere die Auszahlungen von Versorgungsansprüchen sowie der gestiegene beizulegende Zeitwert des mit den Verpflichtungen verrechneten Deckungsvermögens beigetragen. Teilweise kompensierend wirkte der laufende Dienstzeit- und Zinsaufwand sowie eine Erstattung aus dem Deckungsvermögen.

13 Steuerrückstellungen

31.12.2024 31.12.2023
in Mio. €
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 282 300
Sonstige Steuern 17 19
Summe 299 319

Die Rückstellungen für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen Körperschaftsteuer und Gewerbeertragsteuer für das Berichtsjahr und die Vorjahre. Der überwiegende Teil der sonstigen Steuern entfällt auf Umsatzsteuer aus Vorjahren.

14 Sonstige Rückstellungen

31.12.2024 31.12.2023
in Mio. €
Verpflichtungen aus dem Personalbereich
Postbeamtenkrankenkasse 1.507 1.439
Altersteilzeit 594 602
Vorzeitiger Ruhestand (Postbeamtenversorgungskasse) 0 398
Übrige Verpflichtungen 267 237
Sonstige Verpflichtungen
Drohverluste aus sonstigen schwebenden Geschäften 147 164
Drohverluste aus Derivaten 135 95
Ausstehende Rechnungen 65 61
Prozessrisiken 49 64
Übrige sonstige Rückstellungen 134 81
Summe 2.898 3.141

Die Rückstellung für die Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK) deckt das Risiko für Ausgleichszahlungen an die PBeaKK ab. Das Risiko der Inanspruchnahme entsteht, wenn nach planmäßiger Entnahme aus dem Fondsvermögen noch eine Deckungslücke verbleiben würde. Die Rückstellung für Altersteilzeit umfasst sowohl Aufstockungsbeträge als auch Beträge für den Erfüllungsrückstand, soweit diese nicht durch Deckungsvermögen gedeckt sind.

Die Rückstellung für den vorzeitigen Ruhestand wurde im Geschäftsjahr 2024 vollständig in Anspruch genommen. Aufgrund der derzeit nicht erfolgten Verlängerung der gesetzlichen Regelung über 2024 hinaus sind weitere Vorruhestandsprogramme für Beamte gegenwärtig nicht absehbar.

Die Rückstellungen für drohende Verluste aus sonstigen schwebenden Geschäften resultieren im Wesentlichen aus mit konzernfremden Partnern geschlossenen Verträgen, die sich aus dem Personalüberhang ergeben. Drohverlustrückstellungen aus Derivaten wurden im Wesentlichen für externe Devisen- und Zinsderivate gebildet. Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen wurden insbesondere für Beratungs- und Dienstleistungskosten gebildet. Die Rückstellungen für Prozessrisiken beinhalten im Wesentlichen Risikovorsorgen für laufende Rechtsstreitigkeiten. Die übrigen sonstigen Rückstellungen setzen sich unter anderem aus Altlasten, Rückbauverpflichtungen, Archivierungskosten, Zinsansprüchen Dritter und Rückstellungen für Versetzungsprämien im Rahmen des Personalumbaus zusammen.

Die Deutsche Telekom macht vom Beibehaltungswahlrecht des höheren Wertansatzes der Rückstellungen im Rahmen der Übergangsvorschriften des BilMoG Gebrauch. Der Überdeckungsbetrag der übrigen sonstigen Rückstellungen aufgrund der Beibehaltung des höheren Wertansatzes beträgt 48 Tsd. € zum 31. Dezember 2024.

15 Verbindlichkeiten

Insgesamt davon mit einer Restlaufzeit Insgesamt davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2024 > 1 Jahr 31.12.2023 > 1 Jahr
in Mio. €

15 Finanzverbindlichkeiten und übrige Verbindlichkeiten

31.12.2024 bis 1 Jahr über 1 Jahr davon: über 5 Jahre 31.12.2023 bis 1 Jahr über 1 Jahr davon: über 5 Jahre
Finanzverbindlichkeiten
Anleihen 8.593 0 8.593 6.848 6.966 0 6.848 5.221
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.104 162 1.942 0 2.580 553 2.027 900
Gesamtbetrag der Finanzverbindlichkeiten 10.697 162 10.535 6.848 9.428 553 8.875 6.121
Übrige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 80 80 0 0 95 95 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 31.940 18.662 13.278 6.163 37.474 22.690 14.784 7.482
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsver- 51 51 0 0 47 47 0 0
hältnis besteht
Sonstige Verbindlichkeiten 2.512 1.207 1.305 580 2.551 1.187 1.364 605
davon: aus Steuern 14 14 0 0 14 14 0 0
davon: im Rahmen der sozialen Sicherheit 8 3 5 1 8 2 6 1
Gesamtbetrag der übrigen Verbindlichkeiten 34.583 20.000 14.583 6.743 40.167 24.019 16.148 8.087
Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten 45.280 20.162 25.118 13.709 49.595 24.572 25.023 14.208

Die Anleihen betreffen mit 8.593 Mio. € ausschließlich Standardanleihen.

Im Einzelnen gliedern sich die Anleihen wie nachfolgend dargestellt:

Fällig zum 31. Dezember in Mio. € bis 1 % bis 2 % bis 3 % bis 4 % bis 5 % Gesamt
2025 0 0 0 0 0 0
2026 428 0 0 0 0 428
2027 1.007 0 108 0 0 1.115
2028 0 0 52 32 0 84
2029 0 0 0 0 0 0
2030 bis 2050 280 2.565 500 3.467 154 6.966
Gesamt 1.715 2.565 660 3.499 154 8.593

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen im Wesentlichen Buchkredite und Schuldscheindarlehen. Der Rückgang resultiert insbesondere aus der Tilgung dieser Kredite in Höhe von 0,5 Mrd. €.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen resultieren im Wesentlichen aus bezogenen Dienstleistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen umfassen Verbindlichkeiten aus Cash Management in Höhe von 16.405 Mio. € (31. Dezember 2023: 13.521 Mio. €) sowie mit 15.265 Mio. € (31. Dezember 2023: 23.572 Mio. €) Finanzverbindlichkeiten. Weiterhin resultieren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Berichtsjahr in Höhe von 40 Mio. € (31. Dezember 2023: 137 Mio. €) aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und in Höhe von 230 Mio. € (31. Dezember 2023: 244 Mio. €) aus sonstigen Verbindlichkeiten.

Von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entfallen 14,7 Mrd. € (31. Dezember 2023: 17,0 Mrd. €) auf Verbindlichkeiten gegenüber der Deutsche Telekom International Finance B.V., Maastricht.

Die Finanzverbindlichkeiten reduzierten sich um insgesamt 8,3 Mrd. € insbesondere aufgrund von Darlehensrückzahlungen an die Deutsche Telekom Towers Holding GmbH, Bonn, in Höhe von 6,3 Mrd. € sowie an die Deutsche Telekom International Finance B.V., Maastricht, in Höhe von 2,2 Mrd. €.

Der Anstieg der Verbindlichkeiten aus Cash Management resultiert im Wesentlichen aus der Darlehensrückzahlung an die Deutsche Telekom Towers Holding GmbH, Bonn, die per Saldo zum Aufbau einer entsprechenden Verbindlichkeit in Höhe von 2,6 Mrd. € führte.

Die Deutsche Telekom International Finance B.V., Maastricht, emittiert Anleihen, die sie an Konzernunternehmen weiterreicht. Die hieraus resultierenden Verbindlichkeiten der Deutschen Telekom gegenüber der Deutsche Telekom International Finance B.V., Maastricht, gliedern sich im Wesentlichen wie nachfolgend dargestellt. Das Jahr der externen Kapitalaufnahmen bei der Deutsche Telekom International Finance B.V., Maastricht, ist in einzelnen Fällen nicht mit dem Jahr der Weitergabe an die Deutsche Telekom identisch.

Tranche 2003

Nominalbetrag in Währung Zinssatz in % Laufzeit
EUR 500.000.000 7,580 2033

Tranche 2010

Nominalbetrag in Währung Zinssatz in % Laufzeit
GBP 300.000.000 7,715 2030
EUR 300.000.000 4,625 2030

Tranche 2012

Nominalbetrag in Währung Zinssatz in % Laufzeit
USD 1.000.000.000 5,000 2042

Tranche 2013

Nominalbetrag in Währung Zinssatz in % Laufzeit
EUR 431.766.000 5,000 2025
EUR 750.000.000 3,380 2028
USD 1.815.000.000 8,023 2030
USD 1.685.000.000 6,800 2030
USD 500.000.000 9,330 2032

Tranche 2016

Nominalbetrag in Währung Zinssatz in % Laufzeit
EUR 1.395.000.000* 1,630 2028

Tranche 2017

Nominalbetrag in Währung Zinssatz in % Laufzeit
EUR 605.964.000 1,276 2026
USD 860.123.000 3,751 2027
EUR 938.531.000 1,526 2027
HKD 1.300.000.000 3,101 2027
GBP 250.000.000 2,401 2029

Tranche 2018

Nominalbetrag in Währung Zinssatz in % Laufzeit
EUR 650.756.000* 1,526 2025
USD 958.064.000 4,526 2028
EUR 945.000.000* 2,151 2029
EUR 250.000.000 2,351 2033
USD 550.000.000 4,901 2038
  • Teiltilgungen in 2024

In den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 5 Mio. € (31. Dezember 2023: 3 Mio. €) erfasst.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

in Mio. € 31.12.2024 31.12.2023
Verbindlichkeiten aus Zinsen 845 926
Verbindlichkeiten aus der Regelung für den vorzeitigen Ruhestand 767 712
Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen 381 448
Verbindlichkeiten aus Derivaten 278 280
Verbindlichkeiten aus Collaterals 109 39
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 95 88
Verbindlichkeiten aus Steuern 14 14
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 23 44
Summe 2.512 2.551

Bei den Verbindlichkeiten aus Zinsen handelt es sich im Wesentlichen um Zinsabgrenzungen sowie unrealisierte Abrechnungserfolge aus aufgelösten Zinssicherungsderivaten.

Die Verbindlichkeiten aus der Regelung für den vorzeitigen Ruhestand für Beamte bestehen gegenüber der Postbeamtenversorgungskasse und resultieren aus Zahlungsverpflichtungen aus bereits unterzeichneten Verträgen. Die Verpflichtungen sind in bis zu sieben der Zurruhesetzung folgenden Jahresraten zu zahlen.

Die Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen bestehen gegenüber Versicherungen.

Unter den Verbindlichkeiten aus Derivaten werden im Wesentlichen unrealisierte Abrechnungserfolge aus ausgelaufenen und aufgelösten Sicherungsgeschäften ausgewiesen.

Collaterals sind Barsicherheiten, die zur Absicherung des Ausfallrisikos von derivativen Finanzinstrumenten eingesetzt werden. Die Deutsche Telekom erhält in diesem Zusammenhang Sicherheiten in Form von Barmitteln von ihren Vertragspartnern. Die Veränderung der Verbindlichkeiten aus Collaterals ist auf übliche Marktwertschwankungen zurückzuführen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern resultieren im Wesentlichen aus kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen aus der betrieblichen Altersversorgung und Abfindungsvereinbarungen.

Die Verbindlichkeiten aus Steuern beinhalten im Wesentlichen Lohnsteuerverbindlichkeiten.

In den übrigen sonstigen Verbindlichkeiten sind unter anderem Verbindlichkeiten aus dem Personalumbau (z. B. Versetzungsprämien für Beamte) enthalten.

16 Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rückgang des passiven Rechnungsabgrenzungspostens um 14 Mio. € gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der Amortisation von Agien, die aus aufgenommenen Darlehen gegenüber der Deutsche Telekom International Finance B.V., Maastricht, und aus emittierten Anleihen stammen.

17 Latente Steuern

Im Berichtsjahr besteht ein Aktivüberhang bei den latenten Steuern, der gemäß § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht bilanziert wird. In einer unsaldierten Sicht bestehen passive latente Steuern im Wesentlichen auf Bewertungsunterschieden im Anlagevermögen sowie auf dem Deckungsvermögen für Personalrückstellungen, welches steuerlich nicht gegen diese Rückstellungen zu rechnen ist. Aktive latente Steuern bestehen im Wesentlichen auf Bewertungsunterschieden im Sachanlagevermögen und bei Rückstellungen, die steuerlichen Ansatz- oder Bewertungsvorbehalten unterliegen.

Bei der Ermittlung der latenten Steuern wurde ein effektiver Steuersatz für die Körperschaftsteuer nebst Solidaritätszuschlag und Gewerbesteuer in Höhe von insgesamt 31,7 % angewendet.

18 Umsatzerlöse

Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereich

in Mio. € 2024 2023
Umsatzerlöse aus Personalüberlassung 687 792
Umsatzerlöse aus Vermietung und Verpachtung von Grundstücken und Gebäuden 630 674
Umsatzerlöse aus Ausbildungsleistungen 153 157
Übrige Umsatzerlöse 494 487
Summe 1.964 2.110

Die Umsatzerlöse aus Personalüberlassung resultieren aus der Überlassung von Mitarbeitern an andere Gesellschaften. Dabei wurden Angestellte über Leih- und Zeitarbeitsverträge sowie Beamte durch Zuweisung oder Beurlaubung an konzerninterne und mittels Abordnungen an konzernexterne Arbeitgeber vermittelt.

Die Umsatzerlöse aus Vermietung und Verpachtung von Grundstücken und Gebäuden werden im Rahmen des sog. Warmmietmodells erzielt. Dabei mietet die Deutsche Telekom Immobilien zentral von der GMG Generalmietgesellschaft mbH, Köln, an und vermietet diese nach Erbringung von Facility-Managementleistungen in Form standardisierter Flächenprodukte an inländische Tochtergesellschaften weiter.

Die Umsatzerlöse aus Ausbildungsleistungen umfassen im Wesentlichen Leistungen zur Ausbildung des Berufsnachwuchses im Inland.

Unter den übrigen Umsatzerlösen werden insbesondere Erträge der Bereiche HR Business Services, Group Legal Services sowie Technologie und Innovation ausgewiesen.

Umsatzerlöse nach Regionen

in Mio. € 2024 2023
Inland 1.820 1.977
Ausland 144 133
Summe 1.964 2.110

19 Andere aktivierte Eigenleistungen

in Mio. € 2024 2023
Andere aktivierte Eigenleistungen 2 2
Summe 2 2

20 Sonstige betriebliche Erträge

in Mio. € 2024 2023
Erträge aus konzerninternen Einbringungsvorgängen 12.801 0
Kostenweiterverrechnungen/-erstattungen 298 328
Erträge aus Derivaten 269 344
Erträge aus Zuschreibungen zu Gegenständen des Anlagevermögens 185 11
Währungskursgewinne gemäß § 277 Abs. 5 HGB 147 249
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 37 194
Erträge aus Anlageabgängen 21 138
Übrige Erträge 36 107
Summe 13.794 1.371

Die Erträge aus konzerninternen Einbringungsvorgängen beinhalten mit 12,2 Mrd. €# Deutsche Telekom AG Jahresabschluss 2024

21 Materialaufwand in Mio. €

2024 2023
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 0 0
Aufwendungen für bezogene Leistungen
Miet- und Pachtaufwendungen 256 285
Energie 20 19
Übrige sonstige Leistungen 115 115
Gesamt 391 419

Die unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen ausgewiesenen Miet- und Pachtaufwendungen betreffen im Wesentlichen die Anmietung von konzernexternen Immobilien von der GMG Generalmietgesellschaft mbH, Köln, die anschließend im Rahmen des Warmmietmodells als bewirtschaftete Flächen an die konzerninternen Nutzer bereitgestellt werden.

22 Personalaufwand/Beschäftigte in Mio. €

2024 2023
Löhne und Gehälter 1.094 1.551
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
Aufwendungen für Altersversorgung Beamte 263 274
Aufwendungen für Altersversorgung der Arbeitnehmer 84 2
Soziale Abgaben 80 78
Aufwendungen für Unterstützung 37 38
Aufwendungen aus dem Schuldbeitritt für Pensionen 8 21
Gesamt 472 413
Gesamt 1.566 1.964

Im Vorjahr waren in den Aufwendungen für Löhne und Gehälter Aufwendungen für den vorzeitigen Ruhestand für Beamte in Höhe von 398 Mio. € enthalten. Eine Verlängerung der gesetzlichen Regelung über das Jahr 2024 hinaus ist derzeit nicht erfolgt. Im Gegensatz zum Vorjahr wurde im Berichtsjahr daher keine Rückstellung für den vorzeitigen Ruhestand für Beamte gebildet.

Die Postbeamtenversorgungskasse bei der BAnst PT nimmt die in den §§ 14 bis 16 Postpersonalrechtsgesetz (PostPersRG) beschriebenen Aufgaben zur Altersversorgung der Beamten der Deutschen Bundespost und ihrer Nachfolgeunternehmen wahr. Für die Unternehmen Deutsche Post AG, Bonn, Deutsche Bank AG, Frankfurt am Main (als Rechtsnachfolgerin der Deutsche Postbank AG, Bonn), und Deutsche Telekom wird das gesamte Auszahlungsgeschäft der Versorgungs- und Beihilfeleistungen ausgeübt. Nach den Vorschriften des Gesetzes erbringt die Postbeamtenversorgungskasse Versorgungs- und Beihilfeleistungen an im Ruhestand befindliche Mitarbeiter und deren Hinterbliebene, denen aus einem Beamtenverhältnis Versorgungsleistungen zustehen. Nach dem PostPersRG gleicht der Bund Unterschiedsbeträge zwischen laufenden Zahlungsverpflichtungen der Postbeamtenversorgungskasse einerseits und laufenden Zuwendungen der Postnachfolgeunternehmen oder den Vermögenserträgen andererseits auf geeignete Weise aus und gewährleistet, dass die Postbeamtenversorgungskasse jederzeit in der Lage ist, die gegenüber seinen Trägerunternehmen übernommene Verpflichtung zu erfüllen. Soweit der Bund danach Leistungen an die Postbeamtenversorgungskasse erbringt, kann er von der Deutschen Telekom keine Erstattung verlangen. Gemäß § 16 PostPersRG ist die Deutsche Telekom verpflichtet, Beiträge in Höhe von 33 % der Bruttobezüge der aktiven Beamten und der fiktiven Bruttobezüge der beurlaubten Beamten, soweit die Zeit der Beurlaubung ruhegehaltsfähig ist, an den Bund in Form der Postbeamtenversorgungskasse zu leisten, der als laufender Aufwand des betreffenden Jahres erfasst wird. Im Berichtsjahr betrug dieser 245 Mio. € (2023: 271 Mio. €). Die im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Aufwendungen sind insbesondere durch die rückläufige Zahl der beschäftigten Beamten (natürliche Altersabgänge und Inanspruchnahme des vorzeitigen Ruhestands und Versetzung zu anderen Behörden) bedingt.

Die durchschnittliche Zahl der Beschäftigten (Full-Time-Equivalents) entwickelte sich wie folgt:

Anzahl 2024 Anzahl 2023
Beamte 6.161 7.443
Arbeitnehmer 3.811 3.918
Gesamt 9.972 11.361
Auszubildende/Praktikanten 4.875 5.120

Der Rückgang der Anzahl der Beschäftigten beruht überwiegend auf der Inanspruchnahme der Regelung zum vorzeitigen Ruhestand für Beamte.

23 Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Mio. €

2024 2023
Planmäßige Abschreibungen
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 36 76
Abschreibungen auf Sachanlagen 80 96
Zwischensumme planmäßige Abschreibungen 116 172
Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 S. 5 HGB 1 2
Gesamt 117 174

Die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände betreffen im Wesentlichen Abschreibungen auf Nutzungsrechte an Software in Höhe von 36 Mio. € (2023: 75 Mio. €). Die planmäßigen Abschreibungen auf Sachanlagen entfallen im Berichtsjahr mit 61 Mio. € (2023: 77 Mio. €) insbesondere auf Gebäude. Die außerplanmäßigen Abschreibungen des Berichtsjahres entfallen mit 1 Mio. € (2023: 2 Mio. €) ausschließlich auf Wertberichtigungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert von Immobilien.

24 Sonstige betriebliche Aufwendungen in Mio. €

2024 2023
Miet- und Pachtaufwendungen (einschließlich Leasing) 739 731
Aufwendungen aus Derivaten 369 405
Sonstige Personalnebenkosten 269 242
Währungskursverluste gemäß § 277 Abs. 5 HGB 128 185
Reinigung, Transport und Bewachung 119 121
Marketingaufwendungen 111 120
IT-Support 103 126
Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB 11 19
Übrige Aufwendungen 1.344 532
Gesamt 3.193 2.481

Die unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesenen Miet- und Pachtaufwendungen betreffen im Wesentlichen den eigenen Immobilienbestand der Deutschen Telekom, der im ersten Schritt bei der GMG Generalmietgesellschaft mbH, Köln, gebündelt und anschließend im Rahmen des Warmmietmodells zentral durch die Deutsche Telekom angemietet wird.

Die Aufwendungen aus Derivaten betreffen insbesondere Effekte aus fälligen US-Dollar-Devisenderivaten. Die sonstigen Personalnebenkosten enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für die Postbeamtenkrankenkasse, die Verwaltungs kostenumlagen an die BAnst PT, das Recruiting, Weiterbildung, den ärztlichen Dienst, Tagungen sowie die Vermittlung von Beamten an diverse Bundesbehörden. Die Währungskursverluste resultieren überwiegend aus realisierten Effekten im Zusammenhang mit ausgereichten bzw. aufgenommenen Darlehen sowie Zinsabgrenzungen für Zinsderivate in Fremdwährung. Ferner sind Effekte aus dem konzerninternen Cash Management in Fremdwährung enthalten. Die Aufwendungen für Reinigung, Transport und Bewachung fallen im Rahmen des sog. Warmmietmodells an und beinhalten nahezu ausschließlich den Anteil der Eigennutzung durch die Deutsche Telekom. Die Marketingaufwendungen beinhalten insbesondere Aufwendungen für Sponsoring, Werbung, Messen sowie sonstige Agenturleistungen. Die Aufwendungen für IT-Support umfassen die Bereitstellung von IT-Rechner- und Netzleistungen sowie Leistungen für Arbeitsplatzsysteme. Die Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 und 2 EGHGB beinhalten Aufwendungen aus der Anpassung der Bewertung der Pensionsrückstellungen aufgrund des BilMoG in Höhe von 11 Mio. € (2023: 19 Mio. €). Das Wahlrecht zur Verteilung des Zuführungsbetrags gemäß Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB hat die Gesellschaft so ausgeübt, dass der jährliche Zuführungsbetrag einem Fünfzehntel des insgesamt zuzuführenden Betrags entspricht. In den übrigen Aufwendungen ist mit 0,8 Mrd. € der Teilabgang der Anteile an der T-Mobile Global Zwischenholding im Zusammenhang mit der Kapitalrückzahlung der mittelbaren Tochtergesellschaft Deutsche Telekom Holding B.V. ausgewiesen. Die Kapitalrückzahlung hat sich darüber hinaus auf die Ergebnisabführung der T-Mobile Global Zwischenholding an die Deutsche Telekom ausgewirkt, die im Beteiligungsergebnis erfasst wurde. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr periodenfremde Aufwendungen gemäß § 285 Nr. 32 HGB in Höhe von 1 Mio. € enthalten. Diese betreffen im Wesentlichen Aufwendungen aufgrund von Abgängen des Anlagevermögens sowie Aufwendungen aus der Forderungsbewertung.

25 Finanzergebnis in Mio. €

2024 2023
Erträge aus Beteiligungen 304 272
davon: aus verbundenen Unternehmen 299 Mio. € (2023: 268 Mio. €)

26 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

2024 in Mio. € 2023 in Mio. €
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 481 614
481 614

In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind für das Berichtsjahr 286 Mio. € Gewerbesteuer sowie 224 Mio. € Körperschafts- teuer und Solidaritätszuschlag enthalten. Im Ertragsteueraufwand ist ein Betrag in Höhe von 29 Mio. € als periodenfremder Ertrag gemäß § 285 Nr. 32 HGB enthalten, der aus Sachverhalten aus Vorjahren resultiert.

Globale Mindestbesteuerung

Vorschriften gemäß der sog. OECD Pillar-2 Model Rules, die eine Mindestbesteuerung multinationaler Unternehmensgruppen sicher- stellen sollen, wurden in Deutschland in nationales Recht umgesetzt und im Mindeststeuergesetz (MinStG) zusammengefasst. Die Deutsche Telekom fällt in den Anwendungsbereich des MinStG, das für das Berichtsjahr erstmals anzuwenden ist. Auch in vielen anderen Ländern, in denen der Konzern tätig ist, erfolgte eine entsprechende Umsetzung in nationales Recht bzw. ist diese für die Zukunft vorgesehen. Dementsprechend waren auch von ausländischen Tochtergesellschaften der Deutschen Telekom nationale ge- setzliche Vorschriften zur Mindestbesteuerung für das Berichtsjahr erstmals anzuwenden. In diesem Zusammenhang waren bei der Deutschen Telekom zum 31. Dezember 2024 keine Rückstellungen zu berücksichtigen.

27 Sonstige Steuern

2024 in Mio. € 2023 in Mio. €
Sonstige Steuern 18 17
18 17

Als sonstige Steuern werden im Wesentlichen Grundsteueraufwendungen in Höhe von 18 Mio. € ausgewiesen.

28 Überleitung vom Jahresüberschuss zum Bilanzgewinn

Der im Geschäftsjahr 2024 erzielte Jahresüberschuss betrug 20.627 Mio. €. Zusammen mit dem Gewinnvortrag aus dem Jahr 2023 in Höhe von 8.495 Mio. € nach Dividendenausschüttung (Bilanzgewinn Vorjahr in Höhe von 12.312 Mio. € abzüglich Dividendenaus- schüttung von 3.817 Mio. €) ergibt sich ein Bilanzgewinn in Höhe von 29.122 Mio. €.

29 Haftungsverhältnisse und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB sowie Gründe der Einschätzung des Risikos der Inanspruchnahme von Haftungsverhältnissen gemäß § 285 Nr. 27 HGB

31.12.2024
Verbindlichkeiten aus Bürgschaften 1.261
Verbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen 5.952
davon: gegenüber verbundenen Unternehmen 0 Mio. €
davon: gegenüber assoziierten Unternehmen 0 Mio. €
7.213

Die Bürgschaften beinhalten Prozess-, Mietkautions- und Gewährleistungsbürgschaften. Die Verbindlichkeiten aus Gewährleistungs- verträgen bestehen gegenüber Dritten und wurden überwiegend für verbundene Unternehmen eingegangen. Die Haftungsverhältnisse aus Gewährleistungsverträgen beinhalten Garantien sowie Patronatserklärungen und bestehen im We- sentlichen zugunsten der Telekom Deutschland (3,7 Mrd. €) und der T-Systems International GmbH, Frankfurt am Main (im Folgenden T-Systems genannt) (317 Mio. €). Die Deutsche Telekom garantiert für die Erfüllung der – im Wesentlichen aus der Emittierung von Anleihen stammenden – Verbindlichkeiten der Deutsche Telekom International Finance B.V., Maastricht, gegenüber fremden Dritten. Sofern die Finanzmittel nicht an die Deutsche Telekom weitergereicht und damit bei ihr als Verbindlichkeit passiviert werden, ist eine Verpflichtung aus Gewährleistungsverträgen anzugeben, die zugunsten der Deutsche Telekom International Finance B.V., Maastricht, zum 31. Dezember 2024 in Höhe von 1,4 Mrd. € besteht. Die zugunsten von verbundenen Unternehmen eingegangenen Bürgschaften sowie Eventualverbindlichkeiten aus Gewährleistungs- verträgen gegenüber Dritten sind nicht zu passivieren, da die zugrunde liegenden Verpflichtungen durch die Tochterunternehmen der Gesellschaft erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist.

Die Deutsche Telekom hat Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen von der T-Systems im Rahmen einer Abspaltung mit wirt- schaftlicher Rückwirkung zum 1. Januar 2023 übernommen. Gemäß § 133 Abs. 1 und 3 UmwG haftet die Deutsche Telekom gesamt- schuldnerisch für die Verbindlichkeiten der T-Systems, die vor dem Wirksamwerden der Spaltung begründet worden sind. Die Haf- tung ist beschränkt auf den Wert des der Deutschen Telekom am Tag des Wirksamwerdens der Spaltung zugeteilten Nettoaktivver- mögens. Für das Innenverhältnis zwischen der Deutschen Telekom und der T-Systems wurde im Abspaltungs- und Übernahmevertrag geregelt, dass nur die Gesellschaft belastet sein soll, der die Verbindlichkeit nach dem Abspaltungs- und Übernahmevertrag zuge- wiesen wurde; von einer dieser Zuweisung entgegenstehenden gesetzlich angeordneten Mithaftung werden sich die Gesellschaften wechselseitig freistellen.

Des Weiteren haftet die Deutsche Telekom nach § 133 Abs. 1 UmwG im Außenverhältnis gesamtschuldnerisch für die Verbindlich- keiten des mit wirtschaftlicher Rückwirkung zum 1. Januar 2020 ausgegliederten Geschäftsbereichs „Deutsche Telekom Global Carrier“. Die gesamtschuldnerische Haftung besteht für Verbindlichkeiten, die vor dem Wirksamwerden der Ausgliederung am 1. Oktober 2020 begründet wurden. Für das Innenverhältnis zwischen der Deutschen Telekom und der Telekom Deutschland wurde im Ausgliederungs- und Übernahmevertrag geregelt, dass nur die Gesellschaft belastet sein soll, der die Verbindlichkeit nach dem Ausgliederungs- und Übernahmevertrag zugewiesen wurde; von einer dieser Zuweisung entgegenstehenden gesetzlich angeordne- ten Mithaftung werden sich die beiden Gesellschaften wechselseitig freistellen.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Die vorgenannten Haftungsverhältnisse gehören auch zu den nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften.

30 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2024 Insgesamt davon mit einer Fälligkeit im kommenden Geschäftsjahr ab dem zweiten folgenden Geschäfts- jahr
Barwert der Zahlungen an die Postbeamtenversorgungskasse für die Altersversorgung der Beamten 603 0 603
Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen 6.375 1.090 5.285
davon: gegenüber verbundenen Unternehmen 6,4 Mrd. €
davon: gegenüber assoziierten Unternehmen 0 Mrd. €
Bestellobligo aus Verpflichtungen für künftige Aufwendungen und Investitionen 645 385 260
davon: gegenüber verbundenen Unternehmen 347 Mio. €
davon: gegenüber assoziierten Unternehmen 0 Mio. €
Verpflichtungen aus ausstehenden Einlagen und aus schwebenden Geschäften 1.274 1.274 0
davon: gegenüber verbundenen Unternehmen 1,1 Mrd. €
davon: gegenüber assoziierten Unternehmen 165 Mio. €
8.897 2.749 6.148

Der Barwert der von der Deutschen Telekom an die Postbeamtenversorgungskasse gemäß den Vorschriften des PTNeuOG zu leis- tenden Zahlungen, unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G, beläuft sich zum 31. Dezember 2024 auf 0,6 Mrd. €. Die Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen nahezu ausschließlich gegen- über der GMG Generalmietgesellschaft mbH, Köln. Das Bestellobligo aus Verpflichtungen für künftige Aufwendungen und Investitionen setzt sich im Wesentlichen aus Abnahmever- pflichtungen für den nicht investiven Bereich in Höhe von 635 Mio. € zusammen. Ausstehende, aber noch nicht eingeforderte Einlagen ergeben sich im Wesentlichen bei der Fondsgesellschaft Digital Infrastructure Vehicle II SCSp SICAV-RAIF, Senningerberg (142 Mio. €).# Deutsche Telekom AG Jahresabschluss 2024 36

Derivative Finanzinstrumente in Bewertungseinheiten

Zum Bilanzstichtag hat die Deutsche Telekom das Wahlrecht zur Bildung von Bewertungseinheiten für die folgenden Grundgeschäfte ausgeübt:

Art des Grundgeschäfts Art des abgesicherten Risikos Abgesicherter Betrag des Grundgeschäfts (Buchwert, erwarteter Wert) in Mio. €
Vermögensgegenstände Währungsrisiko 807
Zinsänderungs-/Währungsrisiko 1.651
Zinsänderungsrisiko 0
Schulden Währungsrisiko (4.013)
Zinsänderungs-/Währungsrisiko (7.900)
Zinsänderungsrisiko (9.952)
Mit hoher Wahrscheinlichkeit erwartete Transaktionen Zinsänderungsrisiko 0
Schwebende Geschäfte Zinsänderungsrisiko 0
Gesamt (19.407)

Die unter den Vermögensgegenständen in Höhe von 1,7 Mrd. € ausgewiesenen abgesicherten Grundgeschäfte mit Zinsänderungsrisiko teilen sich auf in 0,1 Mrd. € Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow-Risikoabsicherung und 1,6 Mrd. € Grundgeschäfte im Rahmen der Fair-Value-Risikoabsicherung. Die unter den Schulden in Höhe von 17,9 Mrd. € ausgewiesenen abgesicherten Grundgeschäfte mit Zinsänderungsrisiko teilen sich auf in 13,8 Mrd. € Grundgeschäfte im Rahmen von Cashflow-Risikoabsicherung und 4,1 Mrd. € Grundgeschäfte im Rahmen der Fair-Value-Risikoabsicherung. Es handelt sich bei der Art der Bewertungseinheiten um Mikro-Hedges. Die Wirksamkeit des Sicherungszusammenhangs wird fortlaufend überprüft. In allen Fällen war eine sehr hohe Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen gegeben, da die wesentlichen risikobestimmenden Parameter zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmten.

Die Höhe der mit Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken betrug zum Stichtag:

in Mio. € 31.12.2024
Zinsänderungsrisiko 2.039
Zinsänderungs-/Währungsrisiko 337
Währungsrisiko 1.407
Gesamt 3.783

Die gegenläufigen Wert- und Zahlungsstromänderungen werden sich sowohl bezüglich der Zins- als auch bezüglich der Währungssicherungen voraussichtlich weitestgehend bis zum 21. Januar 2050 ausgleichen. Die Ermittlung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen im Hinblick auf das abgesicherte Risiko am Abschlussstichtag erfolgte prospektiv und retrospektiv anhand der Critical-Terms-Match-Methode. Im Falle von rollierenden Sicherungen erfolgte die Wirksamkeitsmessung mittels einer Marktwertänderungsbetrachtung auf Basis von Kassakurs-Komponenten („Dollar-Offset-Methode“). Der so ermittelte ineffektive Teil der Wertänderung wurde in diesen Fällen unmittelbar imparitätisch in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Nicht in Bewertungseinheiten einbezogene derivative Finanzinstrumente

Die derivativen Finanzinstrumente, die zum Bilanzstichtag nicht in Bewertungseinheiten einbezogen sind, stellen sich wie folgt dar:

Nominalbetrag 2 Beizulegender Zeitwert in Mio. €
31.12.2024 31.12.2024
Zinsbezogene Instrumente
Zinsswaps 0 0
Eingebettete Derivate (Call Optionen) 1.443 (33)
Devisenbezogene Instrumente
Devisentermingeschäfte und Devisenswaps 3.771 (57)
Sonstige Instrumente
Dieselderivate (Termingeschäfte) 7 0
Gesamt 5.221 (90)

1 Zinsanpassungskomponente, die nicht eng mit den wirtschaftlichen Merkmalen und Risiken des Basisvertrags verbunden ist.
2 Bei den dargestellten Werten handelt es sich um Absolutbeträge. Die Nominalwerte der derivativen Finanzinstrumente stellen in der Regel lediglich die Basis für die Ermittlung der Zinszahlung dar. Forderungen bzw. Verbindlichkeiten stellen die Nominalwerte nur bei Zins-/Währungsswaps dar. Die Nominalwerte haben grundsätzlich einen untergeordneten Einfluss auf die Werthaltigkeit eines Derivats. Von grundsätzlich wesentlichem Einfluss für den Marktwert von Derivaten sind hingegen die Veränderungen von Zinssätzen, Wechselkursen und sonstigen Konditionen. Die oben dargestellten beizulegenden Zeitwerte wurden auf Basis von Discounted Cashflow Modellen und einschlägigen Optionspreismodellen ermittelt, die zur Berechnung am Stichtag 31. Dezember 2024 die relevanten Marktdaten als Inputparameter verwenden. Dieselderivate werden zur Absicherung des Preisrisikos, das aus dem Einkauf von Dieselkraftstoff für die Fahrzeugflotte der Deutschen Telekom resultiert, eingesetzt.

Buchwerte der nicht in Bewertungseinheiten einbezogenen derivativen Finanzinstrumente:

in Mio. € Sonstige Vermögensgegenstände Sonstige Rückstellungen Sonstige Verbindlichkeiten
Zinsbezogene Instrumente
Eingebettete Derivate (Call Optionen) 0 (25) (8)
Devisenbezogene Instrumente
Devisentermingeschäfte und Devisenswaps 0 (67) 0
Sonstige Instrumente
Dieselderivate (Termingeschäfte) 0 0 0
Gesamt 0 (92) (8)

Umrechnungskurse

Durchschnittskurs 2024 Durchschnittskurs 2023 Stichtagskurs 31.12.2024 Stichtagskurs 31.12.2023
100 Schweizer Franken (CHF) 104,98300 102,90340 106,23050 108,04970
100 Tschechische Kronen (CZK) 3,98049 4,16582 3,96834 4,04417
1 Britisches Pfund (GBP) 1,18105 1,14963 1,20562 1,15088
100 Hong Kong-Dollar (HKD) 11,84035 11,81110 12,38828 11,58668
100 Ungarische Forint (HUF) 0,25299 0,26180 0,24307 0,26151
100 Japanische Yen (JPY) 0,61055 0,65806 0,61323 0,63990
100 Mazedonische Denar (MKD) 1,62386 1,62354 1,62725 1,62352
100 Polnische Zloty (PLN) 23,22300 22,01400 23,38780 23,05050
100 Rumänische Lei (RON) 20,10200 20,21630 20,10450 20,09610
100 Singapur-Dollar (SGD) 69,16200 68,85010 70,57160 68,53070
1 US-Dollar (USD) 0,92391 0,92468 0,96209 0,90506

Honorare und Dienstleistungen des Abschlussprüfers

Das von dem Abschlussprüfer für das Berichtsjahr berechnete Gesamthonorar wird aufgeschlüsselt nach Abschlussprüfungsleistungen, anderen Bestätigungsleistungen und sonstigen Leistungen in der entsprechenden Angabe des Konzernabschlusses angegeben. Unter den Honoraren für Abschlussprüfungsleistungen werden insbesondere Honorare für die gesetzliche Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses und der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen, Entgelte für die prüferische Durchsicht der Zwischenabschlüsse und Honorare für weitere Prüfungsleistungen ausgewiesen. Die unter den anderen Bestätigungsleistungen ausgewiesenen Honorare betreffen insbesondere Prüfungsleistungen zur zusammengefassten Nachhaltigkeitserklärung. Das von dem Abschlussprüfer für das Berichtsjahr berechnete Gesamthonorar im Sinne des § 285 Nr. 17 HGB ist in der entsprechenden Anhangangabe des Konzernabschlusses enthalten.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres

Im Zuge des Kapitalmarkttags im Oktober 2024 hat die Deutsche Telekom ein neues Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu 2 Mrd. € für das Jahr 2025 angekündigt. Der Rückkauf hat am 3. Januar 2025 begonnen und erfolgt innerhalb des Zeitraums bis zum 31. Dezember 2025 in mehreren Tranchen. Im Zeitraum vom 3. Januar 2025 bis 18. Februar 2025 hat die Deutsche Telekom im Rahmen dieses Aktienrückkaufprogramms rund 8 Mio. eigene Aktien im Volumen von 0,2 Mrd. € zurückerworben. Die Deutsche Telekom hat am 20. Januar 2025 EUR-Anleihen in Höhe von 1,5 Mrd. €, bestehend aus zwei Tranchen mit Laufzeitbeginn am 3. Februar 2025 und Laufzeitende zwischen 2032 und 2045 sowie einer Verzinsung zwischen 3,000 % und 3,625 % emittiert.

Der Vorstand der Deutschen Telekom AG 2024

Timotheus Höttges

Vorsitzender des Vorstands seit 1. Januar 2014

Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:
▪ Mercedes-Benz Group AG, Stuttgart (seit 7/2020)
▪ Mercedes-Benz AG, Stuttgart (seit 10/2021)
▪ T-Mobile US, Inc., Bellevue, USA, Vorsitzender des Board of Directors (seit 4/2013)
, **

* börsennotiert
** Konzernmandat

Dr. Feri Abolhassan Pur-Moghaddam

Vorstandsmitglied T-Systems seit 1. Januar 2024
– Keine weiteren Mandate –

Birgit Bohle

Vorstandsmitglied Personal und Recht und Arbeitsdirektorin seit 1.# Deutsche Telekom AG Jahresabschluss 2024

40

Dominique Leroy

Vorstandsmitglied Europa seit 1. November 2020

Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:
* Hellenic Telecommunications Organization S.A. (OTE S.A.), Marousi, Athen, Griechenland (seit 11/2020) , **
* T-Mobile US, Inc., Bellevue, USA, Mitglied des Board of Directors (seit 11/2020)
, **
* T-Mobile Polska S.A., Warschau, Polen (seit 11/2020), Vorsitzende des Aufsichtsrats (seit 11/2020)**

Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien in Wirtschaftsunternehmen:
* Compagnie de Saint-Gobain, Courbevoie, Frankreich, Mitglied des Board of Directors (seit 11/2017)*

Claudia Nemat

Vorstandsmitglied Technologie und Innovation seit 1. Januar 2017

Mitgliedschaften in gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:
* Airbus Defence and Space GmbH, Ottobrunn (seit 5/2016)
* Deutsche Telekom IT GmbH, Bonn, Vorsitzende des Aufsichtsrats (seit 6/2017)
* Deutsche Telekom Security GmbH, Bonn (seit 8/2020), stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats (seit 9/2020)

* T-Systems International GmbH, Frankfurt am Main (seit 4/2020), Vorsitzende des Aufsichtsrats (seit 6/2021)**

Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien in Wirtschaftsunternehmen:
* Airbus SE, Leiden, Niederlande, Mitglied des Board of Directors (seit 5/2016)*

36 Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG 2024

Dr. Frank Appel

Mitglied des Aufsichtsrats seit 7. April 2022
Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 7. April 2022
Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Deutsche Post AG, Bonn

Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:
* Fresenius Management SE, Bad Homburg (seit 5/2021)
* RWE AG, Essen (seit 5/2024)*

Odysseus D. Chatzidis

Mitglied des Aufsichtsrats seit 3. Januar 2018
Vorsitzender des Europäischen Betriebsrats der Deutsche Telekom AG, Bonn
– Keine weiteren Mandate –

Eric Daum

Mitglied des Aufsichtsrats seit 7. November 2023
Erster stellvertretender Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der Deutsche Telekom AG, Bonn

Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:
* Deutsche Telekom Service GmbH, Bonn (seit 1/2016)**

Constantin Greve

Mitglied des Aufsichtsrats seit 20. November 2018
Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats der Deutsche Telekom AG, Bonn
– Keine weiteren Mandate –

Katja Hessel

Mitglied des Aufsichtsrats vom 7. April 2022 bis 31. Dezember 2024
Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister der Finanzen, Berlin bis 7. November 2024
– Keine weiteren Mandate –

Lars Hinrichs

Mitglied des Aufsichtsrats seit 1. Oktober 2013
Geschäftsführender Gesellschafter der Cinco Capital GmbH, Hamburg, und der Digital Art Museum GmbH, Hamburg, Geschäftsführer der HackFwd Admin GmbH, Hamburg

Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:
* Xempus AG, München (seit 1/2016), stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit 10/2023)

Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien in Wirtschaftsunternehmen:
* Target Global Acquisition I Corp., Grand Cayman, Cayman Islands (seit 3/2021)
* Simsalasim Inc., New York, USA, Mitglied des Boards (seit 12/2024)

Dr. Helga Jung

Mitglied des Aufsichtsrats seit 25. Mai 2016
Ehemaliges Mitglied des Vorstands der Allianz SE, München

Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:
* Allianz Global Corporate & Specialty SE, München, stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats (seit 5/2013)
* Allianz Lebensversicherungs-AG, Stuttgart (seit 4/2020)
* Allianz Versicherungs-AG, München (11/2019 bis 1/2024)

Dagmar P. Kollmann

Mitglied des Aufsichtsrats seit 24. Mai 2012
Unternehmerin, Mitglied in verschiedenen Aufsichtsräten und Beiräten sowie der Monopolkommission
Ehemalige Vorsitzende des Vorstands der Morgan Stanley Bank, Frankfurt am Main
Ehemaliges Mitglied des Verwaltungsrats (Board of Directors) der Morgan Stanley Bank International Limited, London, Vereinigtes Königreich

Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:
* Citigroup Global Markets Europe AG, Frankfurt am Main, Vorsitzende des Aufsichtsrats (seit 11/2021)

Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien in Wirtschaftsunternehmen:
* Coca Cola European Partners plc, London, Vereinigtes Königreich (seit 5/2019)
* Paysafe Holdings UK Limited, London, Vereinigtes Königreich (seit 3/2021)

* Unibail-Rodamco SE, Paris, Frankreich, Mitglied des Aufsichtsrats (seit 5/2014)*

Petra Steffi Kreusel

Mitglied des Aufsichtsrats seit 1. Januar 2013
Senior Vice President, Customer & Public Relations der Deutsche Telekom Geschäftskunden GmbH, Bonn
Konzernbeauftragte Digitale Bildung und Schule der Deutsche Telekom AG, Bonn
Vorsitzende des Unternehmenssprecherausschusses der Deutsche Telekom Geschäftskunden GmbH, Bonn
Stellvertretende Vorsitzende des Konzernsprecherausschusses der Deutsche Telekom AG, Bonn

Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:
* Deutsche Telekom Geschäftskunden GmbH, Bonn (seit 10/2023)**

42

Harald Krüger

Mitglied des Aufsichtsrats seit 17. Mai 2018
Geschäftsführender Gesellschafter der KC&C GmbH, Gräfelfing
Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der Bayerische Motoren Werke Aktiengesellschaft, München

Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:
* Deutsche Lufthansa AG, Köln (seit 5/2020)*

Kerstin Marx

Mitglied des Aufsichtsrats seit 1. Mai 2020
Vorsitzende des Konzernbetriebsrats der Deutsche Telekom AG, Bonn

Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:
* Deutsche Telekom Geschäftskunden GmbH, Bonn (seit 10/2023)**

Dr. Reinhard Ploss

Mitglied des Aufsichtsrats seit 5. April 2023
Vorsitzender des Aufsichtsrats der Knorr-Bremse AG, München
Ehemaliger Vorsitzender des Vorstands der Infineon Technologies AG, Neubiberg

Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:
* Knorr-Bremse AG, München, Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit 5/2022)* ††

Mitgliedschaften in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien in Wirtschaftsunternehmen:
* CustomCells Holding GmbH, Itzehoe, Vorsitzender des Beirats (seit 9/2023)

Frank Sauerland

Mitglied des Aufsichtsrats seit 20. November 2018
Bereichsleiter Tarifpolitik Grundsatz IKT, Bundesfachbereich A beim ver.di-Bundesvorstand, Berlin

Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:
* Telekom Deutschland GmbH, Bonn (seit 12/2016), stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats (seit 1/2017)**

Christoph Schmitz-Dethlefsen

Mitglied des Aufsichtsrats seit 7. November 2023
Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats seit 1. Januar 2024
Mitglied des ver.di-Bundesvorstands, Bundesfachbereichsleiter Finanzdienste, Kommunikation und Technologie, Kultur, Ver- und Entsorgung, Berlin

Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:
* AXA Konzern AG, Köln (seit 4/2017)

Susanne Schöttke

Mitglied des Aufsichtsrats seit 7. April 2022
Landesbezirksleiterin ver.di Nord, Lübeck

Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:
* MVV Energie AG, Mannheim (seit 2/2021)*

Nicole Seelemann-Wandtke

Mitglied des Aufsichtsrats seit 5. Juli 2018
Stellvertretende Betriebsratsvorsitzende des Betriebs Privatkunden der Telekom Deutschland GmbH, Bonn

Mitgliedschaften in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten:
* Telekom Deutschland GmbH, Bonn (seit 10/2023)**

Karl-Heinz Streibich

Mitglied des Aufsichtsrats seit 1.# 37 Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat

Die Angabe der Gesamtbezüge der aktuellen und früheren Mitglieder des Vorstands und Aufsichtsrats der Deutschen Telekom richtet sich nach den Vorschriften des § 285 Nr. 9 HGB.

Vorstandsvergütung für das Geschäftsjahr 2024

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2024 betragen insgesamt 31,7 Mio. € (2023: 40,1 Mio. €). Darin enthalten sind insgesamt 163.801 Stück Anrechte auf Matching Shares mit einem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung von 3,1 Mio. € (2023: 2,9 Mio. €). Seit dem Jahr 2021 partizipieren die Mitglieder des Vorstands an einem aktienkursbasierten Long Term Incentive Plan (LTI), in dessen Rahmen Anrechte auf virtuelle Aktien im Umfang von 367.208 Stück, mit einem beizulegenden Zeitwert von 8,0 Mio. € gewährt wurden.

Frühere Mitglieder des Vorstands

Für Leistungen und Ansprüche früherer und während des Geschäftsjahres ausgeschiedener Mitglieder des Vorstands und deren Hinterbliebene sind 9,1 Mio. € (2023: 9,1 Mio. €) als Gesamtbezüge enthalten. Für laufende Pensionen und Anwartschaften auf Pensionen wurden für diesen Personenkreis sowie deren Hinterbliebene 178,9 Mio. € (31. Dezember 2023: 183,1 Mio. €) als Rückstellungen passiviert. Für diese Personengruppe beträgt der Anteil der aufgrund der Übergangsvorschriften des BilMoG in der Bilanz nicht ausgewiesenen Pensionsrückstellungen zum Bilanzstichtag 0,0 Mio. € (31. Dezember 2023: 0,6 Mio. €). Einige ausgeschiedene Vorstandsmitglieder haben einen Anspruch auf Beamtenversorgung gegenüber der Postbeamtenversorgungskasse. Im Berichtsjahr fiel hierfür kein Aufwand an. Zum 31. Dezember 2024 beträgt der Barwert der erwarteten Ruhegehälter dieser Vorstandsmitglieder 2,8 Mio. € (31. Dezember 2023: 3,0 Mio. €).

Sonstiges

Die Gesellschaft hat keine Vorschüsse und Kredite an Vorstandsmitglieder bzw. ehemalige Vorstandsmitglieder gewährt. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises eingegangen.

Aufsichtsratsvergütung für das Geschäftsjahr 2024

Die Gesamtvergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats für 2024 beträgt 3,9 Mio. € (zuzüglich Umsatzsteuer) (2023: 3,5 Mio. € (zuzüglich Umsatzsteuer)) und setzt sich zusammen aus festen jährlichen Vergütungen und Sitzungsgeldern. Die Gesellschaft hat keine Vorschüsse und Kredite an Aufsichtsratsmitglieder bzw. ehemalige Aufsichtsratsmitglieder gewährt. Ebenso wurden keine Haftungsverhältnisse zugunsten dieses Personenkreises eingegangen.

** Konzernmandat Deutsche Telekom AG Jahresabschluss 2024 44

38 Erklärung gemäß § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat der Deutschen Telekom haben die nach § 161 des AktG vorgeschriebene Erklärung abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Deutschen Telekom zugänglich gemacht. Der vollständige Wortlaut der Entsprechenserklärung ist über die Internetseite der Deutschen Telekom (www.telekom.com) im Bereich „Investor Relations“ unter der Rubrik „Management & Corporate Governance“ zugänglich.

** Konzernmandat Deutsche Telekom AG Jahresabschluss 2024 45

39 Gewinnverwendungsvorschlag

Der Vorstand der Deutschen Telekom schlägt der Hauptversammlung vor, von dem Bilanzgewinn in Höhe von 29,1 Mrd. € eine Dividende von 0,90 € je dividendenberechtigter Stückaktie an die Aktionäre auszuschütten und den restlichen Betrag auf neue Rechnung vorzutragen. Die endgültige Dividendensumme hängt von der Anzahl der dividendenberechtigten Stückaktien zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns am Tag der Hauptversammlung ab. Der ausschüttungsgesperrte Betrag gemäß § 268 Abs. 8 S. 3 HGB resultiert aus der Bewertung der Deckungsvermögen für Rückstellungen aus Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen zum beizulegenden Zeitwert in Höhe von 931 Mio. €, aus der Bewertung des Deckungsvermögens für Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 10 Mio. € und aus der Bewertung des Deckungsvermögens für Langzeitkonten in Höhe von 1 Mio. €. Auf die Differenz zwischen handelsrechtlichem Ansatz des Deckungsvermögens und den steuerlichen fortgeführten Anschaffungskosten entfallen passive latente Steuern von 157 Mio. €, so dass sich im Saldo ein Betrag von 785 Mio. € ergibt. Unter Berücksichtigung von aktiven latenten Steuern von ebenfalls 157 Mio. €, die durch Aufrechnung gegen die passiven latenten Steuern berücksichtigt werden, ergibt sich ein ausschüttungsgesperrter Betrag von 942 Mio. € nach § 268 Abs. 8 HGB. Der Bilanzgewinn kann in voller Höhe ausgeschüttet werden, da der nach § 268 Abs. 8 HGB insgesamt gesperrte Betrag von 942 Mio. € durch die frei verfügbaren Rücklagen gedeckt ist.

Deutsche Telekom AG Jahresabschluss 2024 46

40 Anteilsbesitzliste gemäß § 285 Nr. 11, 11a, 11b HGB

1. Verbundene Unternehmen

Lfd. Nr. Name und Sitz der Gesellschaft über Indirekt % Direkt % Eigenkapital in Tsd. Jahresüberschuss/ Jahresfehlbetrag in Tsd. Reporting- währung Bemerkung
1. „goingsoft“ Softwarevertriebs- und Beratungs GmbH, St. Johann in Tirol 1.90. 100,00 552 16 EUR 1) 10)
2. T-Venture Beteiligungsgesellschaft mbH (3. TVB), Bonn 1.135. 100,00 5.581 339 EUR 1) 10)
3. APC Realty and Equipment Co., LLC, Wilmington 1.253. 100,00 332.321 11.075 USD 1) 10)
4. ATI Sub, LLC, Wilmington 1.20. 100,00 94.964 (7.770) USD 1) 10)
5. Achte Newco GmbH, Bonn 100,00 26 0 EUR 1) 3) 10)
6. Antel Germany GmbH i.L, Karben 1.155. 100,00 372 (2) EUR 1) 6) 12)
7. Arbeitgeberverband comunity, Arbeitgeberverband für Telekommunikation und IT e. V., Bonn 0,00 417 82 EUR 1) 10)
8. Assessment Point (Proprietary) Limited i. L., Johannesburg 1.170. 100,00 0 0 6)
9. Assurance Wireless USA, L.P., Wilmington 1.359. 5,00 300.582 (150) USD 1) 10)
9. Assurance Wireless USA, L.P., Wilmington 1.255. 95,00 300.582 (150) USD 1) 10)
10. Assurance Wireless of South Carolina, LLC, Wilmington 1.9. 100,00 0 0 USD 1) 10)
11. BENOCS GmbH, Berlin 1.348. 100,00 496 (35) EUR 1) 10)
12. CBS GmbH, Bonn 100,00 6.481 106 EUR 1) 3) 10)
13. CE Colo Czech, s.r.o., Prag 1.264. 100,00 862.794 150.802 CZK 1) 10)
14. COMBIS – IT Usluge d.o.o., Belgrad 1.16. 100,00 (53.388) 14.713 RSD 1) 10)
15. COMBIS d.o.o. Sarajevo, Sarajevo 1.16. 100,00 6.812 1.060 BAM 1) 10)
16. COMBIS,usluge integracija informatickih tehnologija, d.o.o., Zagreb 1.162. 100,00 20.850 3.330 EUR 1) 10)
17. COSMOTE GLOBAL SOLUTIONS NV, Brüssel 1.32. 1,00 9.547 4.181 EUR 1) 10)
17. COSMOTE GLOBAL SOLUTIONS NV, Brüssel 1.163. 99,00 9.547 4.181 EUR 1) 10)
18. COSMOTE PAYMENTS ELECTRONIC MONEY SERVICES SINGLE MEMBER SA, Marousi 1.163. 100,00 29.549 (5.208) EUR 1) 10)
19. CTA Holding GmbH, Bonn 100,00 1.974.987 105.939 EUR 1) 7) 10)
20. Clearwire Communications, LLC, Wilmington 1.235. 100,00 24.748.504 2.638.824 USD 1) 10)
21. Clearwire International, LLC, Tumwater 1.22. 100,00 11 (1) USD 1) 10)
22. Clearwire Legacy, LLC, Wilmington 1.20. 100,00 2.038.788 (125.988) USD 1) 10)
23. Clearwire Spectrum Holdings II, LLC, Carson City 1.22. 100,00 934.578 (108.187) USD 1) 10)
24. Clearwire Spectrum Holdings III, LLC, Carson City 1.197. 100,00 3.120.722 (140.909) USD 1) 10)
25. Clearwire Spectrum Holdings, LLC, Carson City 1.22. 100,00 66.988 (7.172) USD 1) 10)
26. ClickandBuy International Limited, Southampton 1.12. 100,00 5.193 1.554 EUR 1) 6) 11)
27. Combridge S.R.L., Sfântu Gheorghe 1.179. 100,00 51.100 16.111 RON 1) 10)
28. Comfortcharge GmbH, Bonn 1.348. 100,00 16.037 0 EUR 1) 3) 10)
29. Connect CCC, LLC., Wilmington 1.300. 100,00 80.735 (21.092) USD 1) 10)
30. Consortium 1 S.à r.l., Münsbach 1.85. 100,00 4.932 61 EUR 1) 10)
31. Cosmoholding International B.V., Amsterdam 1.160.

47 Lfd. Nr. Name und Sitz der Gesellschaft über Indirekt % Direkt % Eigenkapital in Tsd. Jahres- überschuss/ Jahresfehl- betrag in Tsd. Report- ing- währung Bemer- kung

Lfd. Nr. Name und Sitz der Gesellschaft über Indirekt % Direkt % Eigenkapital in Tsd. Jahres- überschuss/ Jahresfehl- betrag in Tsd. Report- ing- währung Bemer- kung
31. Cosmoholding International B.V., Amsterdam 1.163. 99,79 111 (42) EUR 1) 11)
32. Cosmote E-Value Contact Center Services Societe Anonyme, Xanthi 1.160. 85,18 46.396 3.866 EUR 1) 10)
32. Cosmote E-Value Contact Center Services Societe Anonyme, Xanthi 1.163. 14,82 46.396 3.866 EUR 1) 10)
33. Cosmote TV Productions & Services A.E., Marousi 1.163. 100,00 5.050 274 EUR 1) 10)
34. Cosmote Technical Services Single Member S.A, Athen 1.163. 100,00 30.335 2.708 EUR 1) 10)
35. Crnogorski Telekom a.d. Podgorica, Podgorica 1.162. 78,10 144.204 6.636 EUR 1) 10)
36. DEUTSCHE TELEKOM GLOBAL BUSINESS SOLUTIONS CANADA INC., Saint John 1.120. 100,00 3.809 (286) CAD 1) 10)
37. DIGI SLOVAKIA, s.r.o., Bratislava 1.231. 100,00 10.902 5.235 EUR 1) 10)
38. DTAG Global Business Solutions Mexico, S.A. de C.V., Puebla 1.60. 100,00 26.508 (1.653) MXN 1) 10)
39. DTCP Growth Equity III SCSp SICAV-RAIF, Luxemburg 59,56 59.120 (6.247) USD 5) 10)
40. DTCP Israel Ltd., Herzliya 1.63. 100,00 469 (18) ILS 1) 10)
41. DTCP USA, LLC, Las Vegas 1.63. 100,00 522 521 USD 1) 10)
42. DTCP VF2 AcquiCo Social Chorus GmbH, Hamburg 1.71. 75,59 4.783 (15) EUR 1) 10)
42. DTCP VF2 AcquiCo Social Chorus GmbH, Hamburg 1.72. 24,41 4.783 (15) EUR 1) 10)
43. DeTeAsia Holding GmbH, Bonn 100,00 49 0 EUR 1) 3) 10)
44. DeTeAssekuranz - Deutsche Telekom Assekuranz- Vermittlungsgesellschaft mbH, Köln 1.45. 100,00 1.000 0 EUR 1) 3) 10)
45. DeTeAssekuranz Holding GmbH (ehemals Motionlogic GmbH), Bonn 100,00 36 (6) EUR 1) 10)
46. DeTeFleetServices GmbH, Bonn 100,00 129.263 0 EUR 1) 3) 10)
47. Detecon (Schweiz) AG, Zürich 1.51. 100,00 15.370 595 CHF 1) 10)
48. Detecon Asia-Pacific Ltd., Bangkok 1.51. 100,00 119.896 8.839 THB 1) 10)
49. Detecon Consulting Austria GmbH, Wien 1.47. 100,00 919 (138) EUR 1) 10)
50. Detecon Consulting FZ-LLC, Dubai 1.51. 100,00 7.720 2.915 AED 1) 10)
51. Detecon International GmbH, Köln 1.317. 100,00 27.470 (5.060) EUR 1) 10)
52. Detecon Vezetési Tanácsadó Kft., Budapest 1.51. 100,00 28.485 25.640 HUF 1) 10)
53. Detecon, Inc., Wilmington 1.51. 100,00 30 5 USD 1) 10)
54. Deutsche TELEKOM Asia Pte. Ltd., Singapur 100,00 5.735 (89) SGD 1) 10)
55. Deutsche Telekom (UK) Limited, Welwyn Garden City 100,00 24.003 2.974 GBP 1) 10)
56. Deutsche Telekom Asset Management GmbH & Co. KG, Monheim 100,00 168.262 42.347 EUR 1) 10)
57. Deutsche Telekom Asset Management Verwaltungs- gesellschaft mbH, Monheim 100,00 109 5 EUR 1) 10)
58. Deutsche Telekom Außendienst GmbH, Bonn 1.347. 100,00 56.146 1 EUR 1) 3) 10)
59. Deutsche Telekom Business Development & Venturing Ltd., Ramat Gan 100,00 4.079 753 ILS 1) 10)
60. Deutsche Telekom Business Solutions GmbH, Bonn 1.347. 100,00 320.000 0 EUR 1) 3) 10)
61. Deutsche Telekom Capital Partners Expert/Advisor Co-Invest GmbH & Co. KG, Hamburg 1.63. 0,00 1.769 2.780 EUR 1) 10)
61. Deutsche Telekom Capital Partners Expert/Advisor Co-Invest GmbH & Co. KG, Hamburg 93,20 1.769 2.780 EUR 1) 10)
62. Deutsche Telekom Capital Partners Fund GmbH, Hamburg 1.63. 100,00 82 8 EUR 1) 10)
63. Deutsche Telekom Capital Partners Management GmbH, Hamburg 1.63. 49,00 4.092 1.752 EUR 1) 10)
63. Deutsche Telekom Capital Partners Management GmbH, Hamburg 2.14. 51,00 4.092 1.752 EUR 1) 10)
64. Deutsche Telekom Capital Partners Portfolio Fund Carry GmbH & Co. KG, Hamburg 1.63. 0,00 6.897 294 EUR 1) 10)
64. Deutsche Telekom Capital Partners Portfolio Fund Carry GmbH & Co. KG, Hamburg 51,00 6.897 294 EUR 1) 10)
65. Deutsche Telekom Capital Partners Portfolio Fund Co-Invest I GmbH & Co. KG, Hamburg 1.67. 96,77 80.392 0 EUR 1) 10)
65. Deutsche Telekom Capital Partners Portfolio Fund Co-Invest I GmbH & Co. KG, Hamburg 1.64. 0,75 80.392 0 EUR 1) 10)
65. Deutsche Telekom Capital Partners Portfolio Fund Co-Invest I GmbH & Co. KG, Hamburg 1.61. 2,48 80.392 0 EUR 1) 10)
66. Deutsche Telekom Capital Partners Portfolio Fund Co-Invest Ia GmbH, Hamburg 1.65. 100,00 71 (115) EUR 1) 10)
67. Deutsche Telekom Capital Partners Portfolio Fund GmbH & Co. KG, Hamburg 1.63. 0,00 57.174 0 EUR 1) 10)
67. Deutsche Telekom Capital Partners Portfolio Fund GmbH & Co. KG, Hamburg 1.64. 0,00 57.174 0 EUR 1) 10)
67. Deutsche Telekom Capital Partners Portfolio Fund GmbH & Co. KG, Hamburg 100,00 57.174 0 EUR 1) 10)
68. Deutsche Telekom Capital Partners Venture Fund Carry GmbH & Co. KG, Hamburg 1.63. 0,00 5.636 34.611 EUR 1) 10)
68. Deutsche Telekom Capital Partners Venture Fund Carry GmbH & Co. KG, Hamburg 25,00 5.636 34.611 EUR 1) 10)
69. Deutsche Telekom Capital Partners Venture Fund GmbH & Co. KG, Hamburg 1.61. 2,48 57.675 0 EUR 1) 10)
69. Deutsche Telekom Capital Partners Venture Fund GmbH & Co. KG, Hamburg 1.68. 0,75 57.675 0 EUR 1) 10)
69. Deutsche Telekom Capital Partners Venture Fund GmbH & Co. KG, Hamburg 1.63. 0,00 57.675 0 EUR 1) 10)
69. Deutsche Telekom Capital Partners Venture Fund GmbH & Co. KG, Hamburg 96,77 57.675 0 EUR 1) 10)
70. Deutsche Telekom Capital Partners Venture Fund II Carry GmbH & Co. KG, Hamburg 1.63. 0,00 16.483 6.486 EUR 1) 10)
70. Deutsche Telekom Capital Partners Venture Fund II Carry GmbH & Co. KG, Hamburg 20,72 16.483 6.486 EUR 1) 10)
71. Deutsche Telekom Capital Partners Venture Fund II GmbH & Co. KG, Hamburg 1.63. 0,00 156.543 0 EUR 1) 10)
71. Deutsche Telekom Capital Partners Venture Fund II GmbH & Co. KG, Hamburg 1.70. 0,75 156.543 0 EUR 1) 10)
71. Deutsche Telekom Capital Partners Venture Fund II GmbH & Co. KG, Hamburg 98,10 156.543 0 EUR 1) 10)
72. Deutsche Telekom Capital Partners Venture Fund II Parallel GmbH & Co. KG, Hamburg 1.63. 0,00 269.697 6.182 EUR 1) 10)
72. Deutsche Telekom Capital Partners Venture Fund II Parallel GmbH & Co. KG, Hamburg 1.70. 0,75 269.697 6.182 EUR 1) 10)
73. Deutsche Telekom Clinical Solutions GmbH, Bonn 1.108. 100,00 2.029 0 EUR 1) 3) 10)
74. Deutsche Telekom Clinical Solutions India Private Limited, Pune 1.306. 0,00 720.118 129.707 INR 8)
74. Deutsche Telekom Clinical Solutions India Private Limited, Pune 1.317. 100,00 720.118 129.707 INR 8)
75. Deutsche Telekom Cloud Services DOOEL Skopje, Skopje 1.88. 100,00 195.183 1.938 MKD 1) 10)
76. Deutsche Telekom Cloud Services EPE, Athen 1.86. 0,12 8.419 1.866 EUR 1) 10)
76. Deutsche Telekom Cloud Services EPE, Athen 1.88. 99,88 8.419 1.866 EUR 1) 10)
77. Deutsche Telekom Cloud Services GmbH, Wien 1.88. 100,00 2.380 (45) EUR 1) 10)
78. Deutsche Telekom Cloud Services Kft., Budapest 1.88. 100,00 1.835 293 HUF 1) 10)
79. Deutsche Telekom Cloud Services S.R.L., Bukarest 1.88. 100,00 22.616 955 RON 1) 10)
80. Deutsche Telekom Cloud Services d.o.o, Zagreb 1.88. 100,00 (16.524) (353) EUR 1) 10)
81. Deutsche Telekom Cloud Services d.o.o. Podgorica, Podgorica 1.88. 100,00 2.079 (2) EUR 1) 10)
82. Deutsche Telekom Cloud Services s.r.o., Bratislava 1.86. 3,00 51.235 1.438 EUR 1) 10)
82. Deutsche Telekom Cloud Services s.r.o., Bratislava 1.88. 97,00 51.235 1.438 EUR 1) 10)
83. Deutsche Telekom Cyber Security Austria GmbH, Wien 1.98. 100,00 4.538 658 EUR 1) 10)
84. Deutsche Telekom Digital Labs Private Limited, Gurgaon 1.86. 1,00 8.000 405.977 INR 8)
84. Deutsche Telekom Digital Labs Private Limited, Gurgaon 1.88. 99,00 8.000 405.977 INR 8)
85. Deutsche Telekom Europe B.V., Maastricht 1.87. 100,00 10.479.690 645.509 EUR 1) 10)
86. Deutsche Telekom Europe Beteiligungsverwaltungs- gesellschaft mbH, Bonn 100,00 1.177 (27) EUR 1) 10)
87. Deutsche Telekom Europe Holding B.V., Maastricht 1.88. 100,00 4.768.538 (63) EUR 1) 10)
88. Deutsche Telekom Europe Holding GmbH, Bonn 100,00 14.464.965 0 EUR 1) 3) 10)
89. Deutsche Telekom GBS Japan K.K., Tokio 1.60. 100,00 235.121 7.201 JPY 1) 10)

49 Lfd. Nr. Name und Sitz der Gesellschaft über Indirekt % Direkt % Eigenkapital in Tsd. Jahres- überschuss/ Jahresfehl- betrag in Tsd. Report- ing- währung Bemer- kung

Lfd. Nr. Name und Sitz der Gesellschaft über Indirekt % Direkt % Eigenkapital in Tsd. Jahres- überschuss/ Jahresfehl- betrag in Tsd. Report- ing- währung Bemer- kung
90. Deutsche Telekom Geschäftskunden GmbH, Bonn 1.347. 100,00 10.338 (34) EUR 1) 3) 10)
91. Deutsche Telekom Global Business & Security Schweiz AG, Münchenbuchsee 1.60. 100,00 5.273 (6.255) CHF 1) 10)
92. Deutsche Telekom Global Business Solutions Argentina S.A., Buenos Aires 1.306. 2,00 65.073 (30.374) ARS 1) 10)
92. Deutsche Telekom Global Business Solutions Argentina S.A., Buenos Aires 1.60. 98,00 65.073 (30.374) ARS 1) 10)
93. Deutsche Telekom Global Business Solutions Belgium NV, Machelen 1.60. 100,00 5.268 1.486 EUR 1) 10)
94. Deutsche Telekom Global Business Solutions Brasil Holding Ltda, Sao Bernardo do Campo 1.60. 100,00 28.909 2.877 BRL 1) 10)
95. Deutsche Telekom Global Business Solutions Brasil Ltda, Sao Bernardo do Campo 1.94. 100,00 28.813 2.879 BRL 1) 10)
96. Deutsche Telekom Global Business Solutions China (HK) Limited, Hongkong 1.60. 100,00 32.636 6.274 HKD 1) 10)
97. Deutsche Telekom Global Business Solutions France SAS, Courbevoie 1.60. 100,00 6.094 112 EUR 1) 10)
98. Deutsche Telekom Global Business Solutions GmbH, Wien 1.60. 100,00 15.895 2.060 EUR 1) 10)
99. Deutsche Telekom Global Business Solutions Greece E.P.E., Athen 1.60. 99,00 219 23 EUR 1) 10)
99. Deutsche Telekom Global Business Solutions Greece E.P.E., Athen 1.86. 1,00 219 23 EUR 1) 10)
100. Deutsche Telekom Global Business Solutions Iberia S.L., Madrid 1.60. 100,00 4.637 17 EUR 1) 10)
101. Deutsche Telekom Global Business Solutions Italia S.r.l., Rozzano 1.60. 100,00 5.378 (370) EUR 1) 10)
102. Deutsche Telekom Global Business Solutions Luxembourg S.A., Münsbach 1.60. 100,00 3.347 123 EUR 1) 10)
103. Deutsche Telekom Global Business Solutions Nederland B.V., Utrecht 1.60. 100,00 1.804 (485) EUR 1) 12)
104. Deutsche Telekom Global Business Solutions Singapore Pte. Ltd., Singapur 1.60.
Deutsche Telekom AG Jahresabschluss 2024 50
Lfd. Nr. Name und Sitz der Gesellschaft über Indirekt % Direkt % Eigenkapital in Tsd. Jahres- überschuss/ Jahresfehl- betrag in Tsd. Report- ing- währung Bemer- kung
100. Deutsche Telekom Global Business Solutions Telekomünikasyon Limited Sirketi, Istanbul 1.60. 100,00 102.988 (50.410) TRY 1) 10)
101. Deutsche Telekom Global Business Solutions UK Ltd., Milton Keynes 1.60. 100,00 (1.280) (1.322) GBP 1) 10)
102. Deutsche Telekom Healthcare Solutions Netherlands B.V., Bunnik 1.317. 100,00 2.936 6 EUR 1) 10)
103. Deutsche Telekom Healthcare and Security Solutions GmbH, Bonn 1.317. 100,00 2.161 0 EUR 1) 3) 10)
104. Deutsche Telekom Holding B.V., Maastricht 1.268. 100,00 12.091.976 343.127 EUR 1) 10)
105. Deutsche Telekom Hosted Business Services, Inc., San Francisco 1.174. 100,00 1.090 82 USD 1) 10)
106. Deutsche Telekom IT & Telecommunications Slovakia s.r.o., Kosice 1.60. 99,90 8.349 3.315 EUR 1) 10)
107. Deutsche Telekom IT & Telecommunications Slovakia s.r.o., Kosice 1.86. 0,10 8.349 3.315 EUR 1) 10)
108. Deutsche Telekom IT GmbH, Bonn 100,00 142.893 0 EUR 1) 3) 10)
109. Deutsche Telekom ITTC Hungary Kft., Budapest 1.60. 100,00 9.322.138 2.817.207 HUF 1) 10)
110. Deutsche Telekom Individual Solutions & Products GmbH, Bonn 1.347. 100,00 2.283 1.300 EUR 1) 3) 10)
111. Deutsche Telekom International Finance B.V., Maastricht 100,00 207.460 (21.099) EUR 1) 10)
112. Deutsche Telekom IoT GmbH, Bonn 100,00 40.029 0 EUR 1) 3) 10)
113. Deutsche Telekom MMS GmbH, Dresden 1.118. 100,00 4.170 80 EUR 1) 3) 10)
114. Deutsche Telekom MMS Holding GmbH, Bonn 100,00 22.825 0 EUR 1) 3) 10)
115. Deutsche Telekom Nordic A/S, Kopenhagen 1.60. 100,00 (3.499) (19.318) DKK 1) 10)
116. Deutsche Telekom North America Inc., Wilmington 1.60. 100,00 19.315 11.154 USD 1) 10)
117. Deutsche Telekom Privatkunden-Vertrieb GmbH, Bonn 1.347. 100,00 44.258 0 EUR 1) 3) 10)
118. Deutsche Telekom Security GmbH, Bonn 100,00 14.624 0 EUR 1) 3) 10)
119. Deutsche Telekom Service GmbH, Bonn 1.347. 100,00 141.960 0 EUR 1) 3) 10)
120. Deutsche Telekom Services Europe Czech Republic s.r.o., Brno 1.126. 100,00 69.669 17.946 CZK 1) 10)
121. Deutsche Telekom Services Europe Romania S.R.L., Bukarest 1.126. 100,00 13.187 (2.908) RON 1) 10)
122. Deutsche Telekom Services Europe SE, Bonn 100,00 3.032 0 EUR 1) 3) 10)
123. Deutsche Telekom Services Europe Slovakia s.r.o., Bratislava 1.126. 100,00 7.592 1.172 EUR 1) 10)
124. Deutsche Telekom Strategic Investments GmbH, Bonn 100,00 26.354 779 EUR 1) 10)
125. Deutsche Telekom Systems Solutions Slovakia s.r.o., Kosice 1.306. 2,50 118.651 7.393 EUR 1) 10)
126. Deutsche Telekom Systems Solutions Slovakia s.r.o., Kosice 1.317. 97,50 118.651 7.393 EUR 1) 10)
127. Deutsche Telekom TSI Hungary Kft., Budapest 1.317. 100,00 6.979.236 2.497.424 HUF 1) 10)
128. Deutsche Telekom Tech Fund GmbH, Bonn 100,00 25 0 EUR 1) 3) 10)
129. Deutsche Telekom Technik GmbH, Bonn 1.347. 100,00 385.192 0 EUR 1) 3) 10)
130. Deutsche Telekom Tiefbau GmbH, Bonn 1.347. 100,00 27 0 EUR 1) 3) 10)
131. Deutsche Telekom Towers Holding GmbH, Bonn 100,00 5.152.025 0 EUR 1) 3) 10)
132. Deutsche Telekom Venture Funds GmbH, Bonn 100,00 329.185 0 EUR 1) 3) 10)
133. Deutsche Telekom hub:raum Fund GmbH, Bonn 100,00 8.970 0 EUR 1) 3) 10)
134. Deutsche Telekom, Inc., New York 100,00 9.741 496 USD 1) 10)
135. Digital Media Audience Products GmbH, Bonn 1.348. 100,00 26 0 EUR 1) 10)
136. E-Value International S.A., Bukarest 1.32. 0,00 (21.166) (6.469) RON 1) 10)
137. E-Value International S.A., Bukarest 1.31. 100,00 (21.166) (6.469) RON 1) 10)
138. Finco Depositor I LLC, Wilmington 1.266. 100,00 63.493 (52.761) USD 1) 10)
139. Finco Depositor II LLC, Wilmington 1.266. 100,00 0 0 USD 1) 10)
140. Finco Depositor III LLC, Wilmington 1.266. 100,00 0 0 USD 1) 10)
141. Finco Depositor IV LLC, Wilmington 1.266. 100,00 0 0 USD 1) 10)
142. Finco Owner Trust IV, Wilmington 1.140. 100,00 0 0 USD 1) 10)
143. Finco Owner Trust IX, Wilmington 1.140. 100,00 0 0 USD 1) 10)
144. Finco Owner Trust V, Wilmington 1.140. 100,00 0 0 USD 1) 10)
145. Finco Owner Trust VI, Wilmington 1.140. 100,00 0 0 USD 1) 10)
146. Finco Owner Trust VII, Wilmington 1.140. 100,00 0 0 USD 1) 10)
147. Finco Owner Trust VIII, Wilmington 1.140. 100,00 0 0 USD 1) 10)
148. Finco Owner Trust X, Wilmington 1.140. 100,00 0 0 USD 1) 10)
149. Fixed Wireless Holdings, LLC, Wilmington 1.22. 100,00 1.257.412 3.052 USD 1) 10)
150. Fünfte Newco GmbH, Bonn 100,00 25 0 EUR 1) 3) 10)
151. GEMAPPS Gesellschaft für mobile Lösungen mbH, Hamburg 1.317. 100,00 205 0 EUR 1) 10)
152. GMG Generalmietgesellschaft mbH, Köln 100,00 51.423 0 EUR 1) 3) 10)
153. GTS Central European Holding B.V. (Netherlands), Amsterdam 1.85. 100,00 18.617 75 EUR 1) 10)
154. GTS Poland sp.z o.o. (Poland), Warschau 1.85. 100,00 31.950 4.628 PLN 1) 10)
155. GTS Telecom S.R.L., Bukarest 1.155. 100,00 27.703 57.875 RON 1) 10)
156. GTS Ukraine L.L.C., Kiew 1.155. 100,00 (76.514.600) (4.801) UAH 1) 10)
157. GeoMobile GmbH, Dortmund 1.317. 100,00 342 (304) EUR 1) 10)
158. Germanos Industrial and Commercial Company of Electronic Telecommunication materials and supply of Services Single Membe, Athen 1.163. 100,00 148.641 6.983 EUR 1) 10)
159. HT Services limited liability company for services, Zagreb 1.164. 100,00 3 0 EUR 1) 2) 10)
160. HT holding d.o.o., Zagreb 1.164. 100,00 167.450 6.352 EUR 1) 10)

Deutsche Telekom AG Jahresabschluss 2024 51

Lfd. Nr. Name und Sitz der Gesellschaft über Indirekt % Direkt % Eigenkapital in Tsd. Jahres- überschuss/ Jahresfehl- betrag in Tsd. Report- ing- währung Bemer- kung
161. Hellenic Telecommunications Organization S.A. (OTE), Marousi 53,45 3.224.800 397.100 EUR 1) 10)
162. Hrvatski Telekom d.d., Zagreb 1.85. 53,54 1.670.871 125.161 EUR 1) 10)
163. I.T.E.N.O.S. International Telecom Network Operation Services GmbH, Bonn 1.60. 100,00 6.410 0 EUR 1) 3) 10)
164. IBSV LLC i. L., Wilmington 1.300. 100,00 0 0 USD 1) 6) 10)
165. ITgen Informatikai Szolgáltató Korlátolt FelelQsségq Társaság, Budapest 1.351. 100,00 1.023.835 118.856 HUF 1) 10)
166. ImmoCom Verwaltungs GmbH, Bonn 1.154. 100,00 4.764 (1) EUR 1) 10)
167. Incharge Capital Partners GmbH, Hamburg 1.63. 51,00 0 0 4)
168. Intervate Holdings (Proprietary) Limited i. L., Johannesburg 1.330. 100,00 0 0 6)
169. Intervate Solutions (Proprietary) Limited, Johannesburg 1.330. 100,00 (33) 31.844 ZAR 1) 10)
170. Investel Magyar Távközlési Befektetési Zrt., Budapest 1.179. 100,00 1.650.715 73.462 HUF 1) 10)
171. KalászNet Kft., Budapest 1.179. 100,00 7.025.140 1.505.813 HUF 1) 10)
172. Lambda Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 100,00 37 0 EUR 1) 3) 10)
173. Leto Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 1.347. 100,00 28 0 EUR 1) 10)
174. Loki Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 1.347. 100,00 27 0 EUR 1) 3) 10)
175. MAGYARCOM SZOLGÁLTATÓ Kommunikációs Kft., Budapest 1.347. 100,00 1.419.631 200.905 HUF 1) 10)
176. Magenta GmbH, Bonn 100,00 25 0 EUR 1) 10)
177. Magyar Telekom Telecommunications Public Limited Company, Budapest 1.85. 65,78 696.093.000 74.439.000 HUF 1) 10)
178. Makedonski Telekom AD Skopje, Skopje 1.256. 56,67 16.052.015 2.080.351 MKD 1) 10)
179. MetroPCS California, LLC, Wilmington 1.300. 100,00 11.450.395 1.531.416 USD 1) 10)
180. MetroPCS Florida, LLC, Wilmington 1.294. 100,00 8.208.761 901.873 USD 1) 10)
181. MetroPCS Georgia, LLC, Wilmington 1.294. 100,00 4.115.687 608.859 USD 1) 10)
182. MetroPCS Massachusetts, LLC, Wilmington 1.285. 100,00 1.531.652 250.603 USD 1) 10)
183. MetroPCS Michigan, LLC, Wilmington 1.263. 100,00 5.659.549 850.943 USD 1) 10)
184. MetroPCS Nevada, LLC, Wilmington 1.302. 100,00 406.232 63.962 USD 1) 10)
185. MetroPCS New York, LLC, Wilmington 1.285. 100,00 3.580.183 503.796 USD 1) 10)
186. MetroPCS Pennsylvania, LLC, Wilmington 1.285. 100,00 3.200.689 505.097 USD 1) 10)
187. MetroPCS Texas, LLC, Wilmington 1.302. 100,00 2.367.386 496.418 USD 1) 10)
188. Mint Mobile Incentive Company, LLC, Wilmington 1.300. 100,00 0 0 4)
189. Mint Mobile, LLC, Wilmington 1.300. 99,00 0 0 4)
190. Mint Mobile, LLC, Wilmington 1.229. 1,00 0 0 4)
191. Mobilbeeep Telecommunications One Person Limited Liability, Athen 1.163. 100,00 (20) (7) EUR 1) 10)
192. NSAC, LLC, Wilmington 1.197. 100,00 5.874.982 (36.038) USD 1) 10)
193. Neunte Newco GmbH, Bonn 100,00 26 0 EUR 1) 3) 10)
194. New IT Telekom Solutions SIA, Riga 1.112. 100,00 107 205 EUR 1) 10)
195. Nextel Systems, LLC, Wilmington 1.255. 100,00 3.081.842 172.097 USD 1) 10)
196. Nextel West Corporation, Wilmington 1.235. 100,00 56.320.212 5.195.681 USD 1) 10)
197. Novatel EOOD, Sofia 1.179. 100,00 16.046 3.191 BGN 1) 10)
198. OOO GBS RUS, Moskau 1.60. 100,00 1.253.109 370.059 RUB 1) 10)
199. OOO IT Solutions RUS, Sankt Petersburg 1.199. 99,00 57.949 (39.620) RUB 1) 10)
200. OOO IT Solutions RUS, Sankt Petersburg 1.60. 1,00 57.949 (39.620) RUB 1) 10)
201. OOO IT Systems RUS, Sankt Petersburg 1.317. 100,00 (313.811) (45.521) RUB 1) 10)
202. ORBIT Gesellschaft für Applikations- und Informationssysteme mbH, Bonn 1.51. 100,00 15.199 1.413 EUR 1) 10)
203. OTE ASFALISI INSURANCE AGENCY SOCIETE ANONYME, Athen 1.163. 99,90 1.965 364 EUR 1) 10)
204. OTE ASFALISI INSURANCE AGENCY SOCIETE ANONYME, Athen 1.34. 0,10 1.965 364 EUR 1) 10)

Deutsche Telekom AG Jahresabschluss 2024 52

Lfd. Nr. Name und Sitz der Gesellschaft über Indirekt % Direkt % Eigenkapital in Tsd. Jahres- überschuss/ Jahresfehl- betrag in Tsd. Report- ing- währung Bemer- kung
205. OTE EDUCATIONAL SINGLE MEMBER SOCIETE ANONYME, Athen 1.163. 100,00 1.642 41 EUR 1) 10)
206. OTE Estate S.A., Athen 1.163. 100,00 1.024.455 88.051 EUR 1) 10)
207. OTE Estate S.A., Athen 1.34. 0,00 1.024.455 88.051 EUR 1) 10)
208. OTE Plc., London 1.163. 100,00 7.548 102 EUR 1) 10)
209. OTE RURAL NORTH SINGLE MEMBER SΟCIETE ANONYME SPV DEVELOPMENT AND MANAGEMENT OF BROADBAND INFRASTRUCTURE, Athen 1.163. 100,00 450 1.590 EUR 1) 10)
``` Lfd. Nr. Name und Sitz der Gesellschaft über Indirekt % Direkt % Eigenkapital in Tsd. Jahres- überschuss/ Jahresfehl- betrag in Tsd. Reporting- währung
--- --- --- --- --- --- --- ---
209. OTE RURAL SOUTH SINGLE MEMBER SΟCIETE ANONYME SPV DEVELOPMENT AND MANAGEMENT OF BROADBAND INFRASTRUCTURE, Athen 1.163. 100,00 6.005 1.828 EUR 1) 10)
210. Octopus Interactive Inc., Wilmington 1.300. 100,00 33.386 (16.282) USD 1) 10)
211. One 2 One Personal Communications Ltd., Welwyn Garden City 1.55. 100,00 0 0 GBP 1) 10)
212. PASM Power and Air Condition Solution Management GmbH, München 100,00 137.822 0 EUR 1) 3) 10)
213. PR Wireless PR, LLC, Wilmington 1.300. 100,00 125.595 (73.289) USD 1) 10)
214. PT T Systems Indonesia, Jakarta 1.317. 99,60 (31.615.513) (11.787.714) IDR 1) 10)
215. PT T Systems Indonesia, Jakarta 1.306. 0,40 (31.615.513) (11.787.714) IDR 1) 10)
216. Pelsoft Informatika Kft., Budapest 1.351. 100,00 28.354 3.204 HUF 1) 10)
217. Play Octopus, LLC, Wilmington 1.209. 100,00 0 0 USD 1) 10)
218. PushSpring, LLC, Wilmington 1.300. 100,00 34.860 (476) USD 1) 10)
219. Qingdao DETECON Consulting Co., Ltd., Qingdao 1.51. 100,00 19.122 3.207 CNY 1) 10)
220. R-PASS Opérateur SAS, Straßburg 1.326. 85,00 0 0 4)
221. STC Five, LLC, Wilmington 1.253. 100,00 210.341 (74.144) USD 1) 10)
222. STC Four, LLC, Wilmington 1.253. 100,00 11.690 (3.056) USD 1) 10)
223. STC One, LLC, Wilmington 1.253. 100,00 52.810 (12.760) USD 1) 10)
224. STC Six Company, Wilmington 1.219. 100,00 6.395 (2.614) USD 1) 10)
225. STC Three LLC, Wilmington 1.3. 100,00 15.732 (4.705) USD 1) 10)
226. STC Two LLC, Wilmington 1.255. 100,00 96.096 (37.763) USD 1) 10)
227. Satellic NV, Machelen 1.326. 76,00 31.691 37.511 EUR 1) 10)
228. Sechste Newco GmbH, Bonn 100,00 26 0 EUR 1) 3) 10)
229. Siebte Newco GmbH, Bonn 100,00 26 0 EUR 1) 3) 10)
230. Sigma Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 100,00 27 0 EUR 1) 3) 10)
231. Slingshot Merger Sub 2 Inc., Wilmington 1.300. 100,00 0 0 USD 2) 10)
232. Slovak Telekom Infra, a.s., Bratislava 1.85. 100,00 0 0 4)
233. Slovak Telekom, a.s., Bratislava 1.85. 100,00 1.242 150 EUR 5) 10)
234. Software Daten Service Gesellschaft m.b.H., Wien 1.317. 100,00 20.720 16.279 EUR 1) 10)
235. Sophia Invest GmbH, Bonn 1.348. 100,00 9 (42) EUR 1) 10)
236. Sprint Capital Corporation, Wilmington 1.235. 100,00 3.734.945 137.991 USD 1) 10)
237. Sprint Communications, LLC, Wilmington 1.254. 100,00 59.423.056 6.123.447 USD 1) 10)
238. Sprint Intermediate HoldCo II, LLC, Wilmington 1.243. 100,00 188.767 35.275 USD 1) 10)
239. Sprint Intermediate HoldCo II, LLC, Wilmington 1.254. 0,00 188.767 35.275 USD 1) 10)
240. Sprint Intermediate HoldCo III, LLC, Wilmington 1.244. 100,00 1.771.807 197.839 USD 1) 10)
241. Sprint Intermediate HoldCo III, LLC, Wilmington 1.254. 0,00 1.771.807 197.839 USD 1) 10)
242. Sprint Intermediate HoldCo, LLC, Wilmington 1.245. 100,00 3.678.752 1.617.388 USD 1) 10)
243. Sprint Intermediate HoldCo, LLC, Wilmington 1.254. 0,00 3.678.752 1.617.388 USD 1) 10)
244. Sprint Solutions LLC, Wilmington 1.235. 100,00 0 0 USD 1) 10)
245. Sprint Spectrum Co. II, LLC, Wilmington 1.249. 100,00 188.767 35.275 USD 1) 10)
246. Sprint Spectrum Co. III, LLC, Wilmington 1.250. 100,00 1.771.807 197.839 USD 1) 10)
247. Sprint Spectrum Co. LLC, Wilmington 1.251. 100,00 3.678.752 1.617.388 USD 1) 10)
248. Sprint Spectrum Depositor II, LLC, Wilmington 1.255. 100,00 425.817 49.296 USD 1) 10)
249. Sprint Spectrum Depositor III, LLC, Wilmington 1.253. 100,00 2.933.583 266.051 USD 1) 10)
250. Sprint Spectrum Depositor, LLC, Wilmington 1.20. 100,00 14.217.370 2.239.011 USD 1) 10)
251. Sprint Spectrum License Holder II, LLC, Wilmington 1.240. 100,00 230.166 37.001 USD 1) 10)
252. Sprint Spectrum License Holder III, LLC, Wilmington 1.241. 100,00 2.004.071 207.518 USD 1) 10)
253. Sprint Spectrum License Holder, LLC, Wilmington 1.242. 100,00 5.618.396 1.698.217 USD 1) 10)
254. Sprint Spectrum PledgeCo II, LLC, Wilmington 1.236. 100,00 188.767 35.275 USD 1) 10)
255. Sprint Spectrum PledgeCo II, LLC, Wilmington 1.254. 0,00 188.767 35.275 USD 1) 10)
256. Sprint Spectrum PledgeCo III, LLC, Wilmington 1.237. 100,00 1.771.807 197.839 USD 1) 10)
257. Sprint Spectrum PledgeCo III, LLC, Wilmington 1.254. 0,00 1.771.807 197.839 USD 1) 10)
258. Sprint Spectrum PledgeCo, LLC, Wilmington 1.238. 100,00 3.678.752 1.617.388 USD 1) 10)
259. Sprint Spectrum PledgeCo, LLC, Wilmington 1.254. 0,00 3.678.752 1.617.388 USD 1) 10)
260. Sprint Spectrum Realty Company, LLC, Wilmington 1.279. 100,00 444.128 (120.697) USD 1) 10)
261. Sprint Spectrum, LLC, Wilmington 1.255. 100,00 8.646.594 (478.697) USD 1) 10)
262. Sprint, LLC, Wilmington 1.300. 100,00 63.355.374 6.080.680 USD 1) 10)
263. SprintCom, LLC, Topeka 1.235. 100,00 17.926.429 (225.258) USD 1) 10)
264. Stonebridge Communication AD, Skopje 1.179. 100,00 13.376.192 959.790 MKD 1) 10)
265. T-Mobile (UK Properties), Inc., Denver 1.55. 100,00 0 0 USD 11)
266. T-Mobile (UK) Ltd., Welwyn Garden City 1.55. 100,00 0 0 GBP 10)
267. T-Mobile (UK) Retail Limited, Welwyn Garden City 1.55. 100,00 0 0 GBP 10)
268. T-Mobile Airtime Funding LLC, Wilmington 1.300. 100,00 (166.950) 179 USD 1) 10)
269. T-Mobile Austria GmbH, Wien 1.262. 98,97 1.694.400 124.852 EUR 1) 10)
270. T-Mobile Austria Holding GmbH, Wien 1.85. 100,00 3.375.648 27.835 EUR 1) 10)
271. T-Mobile Central LLC, Wilmington 1.300. 100,00 11.801.069 (27.905) USD 1) 10)
272. T-Mobile Czech Republic a.s., Prag 1.85. 100,00 33.439.000 6.338.000 CZK 1) 10)
273. T-Mobile Fiber JV Holdings LLC, Wilmington 1.300. 100,00 0 0 4)
274. T-Mobile Financial LLC, Wilmington 1.300. 100,00 7.841.549 1.161.611 USD 1) 10)
275. T-Mobile Global Care Corporation, Wilmington 1.300. 100,00 804 (471) USD 1) 10)
276. T-Mobile Global Holding GmbH, Bonn 1.269. 100,00 5.992.725 0 EUR 1) 3) 10)
277. T-Mobile Global Zwischenholding GmbH, Bonn 100,00 18.987.848 0 EUR 1) 3) 10)
278. T-Mobile Handset Funding LLC, Wilmington 1.266. 100,00 379.831 (15.110) USD 1) 10)
279. T-Mobile Holdings Limited, Milton Keynes 1.19. 100,00 1.733.891 106.275 EUR 7) 10)
280. T-Mobile HotSpot GmbH, Bonn 1.347. 100,00 5.970 0 EUR 1) 3) 10)
281. T-Mobile Infra CZ s.r.o., Prag 1.264. 100,00 1.545.141 214.534 CZK 1) 10)
282. T-Mobile Innovations LLC, Wilmington 1.300. 100,00 5.736 (1.717) USD 1) 10)
283. T-Mobile International Austria GmbH, Wien 1.261. 100,00 4.089 336 EUR 1) 10)
284. T-Mobile International Limited, Welwyn Garden City 1.55. 100,00 0 0 GBP 10)
285. T-Mobile International UK Pension Trustee Limited, Welwyn Garden City 1.55. 100,00 0 0 GBP 10)
286. T-Mobile Leasing LLC, Wilmington 1.300. 100,00 533.253 27.862 USD 1) 10)
287. T-Mobile License LLC, Wilmington 1.300. 100,00 13.158.454 (199.167) USD 1) 10)
288. T-Mobile Ltd., Welwyn Garden City 1.55. 100,00 0 0 GBP 10)
289. T-Mobile Newco Nr. 3 GmbH, Bonn 100,00 25 0 EUR 1) 3) 10)
290. T-Mobile Newco Nr. 4 GmbH, Bonn 100,00 27 0 EUR 1) 3) 10)
291. T-Mobile No. 1 Limited, London 1.55. 100,00 0 0 GBP 6) 11)
292. T-Mobile No. 5 Limited, London 1.55. 100,00 0 0 GBP 6) 11)
293. T-Mobile Northeast LLC, Bellevue 1.300. 100,00 17.165.294 2.645.368 USD 1) 10)
294. T-Mobile Polska Business Solutions sp. z o.o., Warschau 1.287. 100,00 59.087 938 PLN 1) 10)
295. T-Mobile Polska S.A., Warschau 1.85. 100,00 8.221.934 205.952 PLN 1) 10)
296. T-Mobile Puerto Rico Holdings LLC, Wilmington 1.300. 100,00 0 0 USD 1) 10)
297. T-Mobile Puerto Rico LLC, Wilmington 1.288. 100,00 770.610 138.611 USD 1) 10)
298. T-Mobile Reserved Subsidiary I LLC, Wilmington 1.266. 100,00 0 0 USD 1) 10)
299. T-Mobile Reserved Subsidiary II LLC, Wilmington 1.266. 100,00 0 0 USD 1) 10)
300. T-Mobile Resources LLC, Wilmington 1.300. 100,00 334.148 (21.046) USD 1) 10)
301. T-Mobile Secure Federal Operations LLC, Wilmington 1.300. 100,00 252.126 26.522 USD 1) 10)
302. T-Mobile South LLC, Wilmington 1.300. 100,00 13.081.699 1.540.662 USD 1) 10)
303. T-Mobile US Trust 2022-1, Wilmington 1.140. 100,00 63.443 (52.712) USD 1) 10)
304. T-Mobile US Trust 2024-1, Newark 1.140. 100,00 (50) (50) USD 1) 10)
305. T-Mobile US Trust 2024-2, Wilmington 1.140. 100,00 0 0 USD 1) 10)
306. T-Mobile US Trust 2025-1, Wilmington 1.140. 100,00 0 0 USD 1) 10)
307. T-Mobile US, Inc., Wilmington 1.109. 46,30 64.715.000 8.317.000 USD 1) 10)
308. T-Mobile USA, Inc., Wilmington 1.299. 100,00 50.241.976 8.316.821 USD 1) 10)
309. T-Mobile Ventures LLC, Wilmington 1.300. 100,00 3.093 (10.798) USD 1) 10)
310. T-Mobile West LLC, Wilmington 1.300. 100,00 17.796.041 303.356 USD 1) 10)
311. T-Systems Argentina S.A., Buenos Aires 1.317. 98,00 35.913 (249.949) ARS 1) 10)
312. T-Systems Argentina S.A., Buenos Aires 1.306. 2,00 35.913 (249.949) ARS 1) 10)
313. T-Systems Austria GesmbH, Wien 1.317. 100,00 53.611 4.460 EUR 1) 10)
314. T-Systems Belgium Road Charging NV, Machelen 1.326. 100,00 1.037 272 EUR 1) 10)
315. T-Systems Beteiligungsverwaltungsgesellschaft mbH, Frankfurt am Main 1.317. 100,00 986 20 EUR 1) 10)
316. T-Systems Client Services GmbH, Bonn 1.317. 100,00 1.470 (121) EUR 1) 10)
317. T-Systems Data Migration Consulting AG, Kreuzlingen 1.327. 100,00 4.143 (273) CHF 1) 10)
318. T-Systems France SAS, Rueil-Malmaison 1.317. 100,00 3.862 1.560 EUR 1) 10)
319. T-Systems Hong Kong Limited, Hongkong 1.317. 100,00 2.279 103 HKD 1) 10)
320. T-Systems IT Eta GmbH, Bonn 1.317. 100,00 25 0 EUR 1) 3) 10)
321. T-Systems IT Gamma GmbH, Bonn 1.317. 100,00 25 0 EUR 1) 3) 10)
322. T-Systems IT Zeta GmbH, Bonn 1.317. 100,00 25 0 EUR 1) 3) 10)
323. T-Systems ITC Iberia, S.A., Barcelona 1.317. 100,00 136.497 27.670 EUR 1) 10)
324. T-Systems Information Services GmbH, Berlin 1.317. 100,00 5.427 0 EUR 1) 3) 10)
325. T-Systems Information and Communication Technology India Private Limited, Pune 1.306.

3.1. Directly and Indirectly Held Subsidiaries

The following is a list of directly and indirectly held subsidiaries of Deutsche Telekom AG as of December 31, 2024:

Lfd. Nr. Name und Sitz der Gesellschaft über Indirekt % Direkt % Eigenkapital in Tsd. Jahres- überschuss/ Jahresfehl- betrag in Tsd. Reporting- währung Bemerkung
316. T-Systems Information and Communication Technology India Private Limited, Pune 1.317. 100,00 3.328.848 1.612.466 INR 8)
317. T-Systems International GmbH, Frankfurt am Main 100,00 1.083.116 0 EUR 1) 3) 10)
318. T-Systems Limited, London 1.317. 100,00 7.244 (3.840) GBP 1) 10)
319. T-Systems Malaysia Sdn. Bhd., Kuala Lumpur 1.317. 100,00 353 (107) MYR 1) 10)
320. T-Systems Mexico, S.A. de C.V., Puebla 1.317. 100,00 1.213.783 43.981 MXN 1) 10)
321. T-Systems Nederland B.V., Utrecht 1.317. 100,00 179.480 6.298 EUR 1) 12)
322. T-Systems Nordic A/S, Kopenhagen 1.317. 100,00 (1.496) (10.106) DKK 1) 10)
323. T-Systems North America, Inc., Wilmington 1.321. 100,00 64.361 9.111 USD 1) 10)
324. T-Systems P.R. China Ltd., Peking 1.317. 100,00 97.376 14.137 CNY 1) 10)
325. T-Systems Public Network Services GmbH, Berlin 1.317. 100,00 25 0 EUR 1) 10)
326. T-Systems Road User Services GmbH, Bonn 1.317. 100,00 76.101 0 EUR 1) 3) 10)
327. T-Systems Schweiz AG, Münchenbuchsee 1.317. 100,00 10.365 329 CHF 1) 10)
328. T-Systems Singapore Pte. Ltd., Singapur 1.317. 100,00 49.177 6.542 SGD 1) 11)
329. T-Systems Solutions Brasil Ltda., Barueri 1.332. 100,00 0 0 4)
330. T-Systems South Africa (Proprietary) Limited, Johannesburg 1.331. 100,00 141.873 (10.136) ZAR 1) 10)
331. T-Systems South Africa Holdings (Proprietary) Limited, Johannesburg 1.317. 100,00 44.113 1.603 ZAR 1) 10)
332. T-Systems do Brasil Ltda., Sao Paulo 1.306. 0,00 196.373 20.618 BRL 1) 10)
332. T-Systems do Brasil Ltda., Sao Paulo 1.317. 100,00 196.373 20.618 BRL 1) 10)
333. T-Systems on site services GmbH, Berlin 1.317. 100,00 154 0 EUR 1) 3) 10)
334. TAMBURO Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 100,00 47 0 EUR 1) 10)
335. TDI Acquisition Sub., LLC, Wilmington 1.279. 100,00 2.882.290 (33.148) USD 1) 10)
336. TELEKOM ROMANIA MOBILE COMMUNICATIONS S.A., Bukarest 1.163. 100,00 104.215 (79.800) RON 1) 10)

Deutsche Telekom AG Jahresabschluss 2024 55

Lfd. Nr. Name und Sitz der Gesellschaft über Indirekt % Direkt % Eigenkapital in Tsd. Jahres- überschuss/ Jahresfehl- betrag in Tsd. Reporting- währung Bemerkung
337. TMUS Assurance Corporation, Honolulu 1.300. 100,00 622.948 1.116.947 USD 1) 10)
338. TMUS International Argentina S.R.L., La Plata 1.267. 10,00 1.737 1.737 ARS 1) 10)
338. TMUS International Argentina S.R.L., La Plata 1.342. 90,00 1.737 1.737 ARS 1) 10)
339. TMUS International Belgium B.V., Brüssel 1.342. 100,00 2 2 EUR 1) 10)
340. TMUS International Germany GmbH, München 1.342. 100,00 14.440 584 EUR 2) 10)
341. TMUS International Japan Corporation, Tokio 1.342. 100,00 527 527 JPY 1) 10)
342. TMUS International LLC, Wilmington 1.300. 100,00 29.535 (500) USD 1) 10)
343. TMUS International Netherlands B.V., Hoofddorp 1.342. 100,00 59 59 EUR 2) 10)
344. TMUS International Services Singapore Pte. Ltd., Singapur 1.342. 100,00 5 5 SGD 1) 10)
345. TMUS International Spain SL, Madrid 1.342. 100,00 0 0 EUR 2) 10)
346. TVN Ventures, LLC, Wilmington 1.300. 100,00 0 0 USD 1) 10)
347. Telekom Deutschland GmbH, Bonn 100,00 2.447.869 0 EUR 1) 3) 10)
348. Telekom Innovation Pool GmbH, Bonn 100,00 425.749 0 EUR 1) 3) 10)
349. Telekom Innovation Pool Projects GmbH, Bonn 1.348. 100,00 313 (7) EUR 1) 10)
350. Telekom New Media Szolgáltató Zrt., Budapest 1.179. 100,00 728.298 53.790 HUF 1) 10)
351. Telekom Rendszerintegráció Zártkörűen Működő Részvénytársaság, Budapest 1.179. 100,00 34.201.094 5.990.347 HUF 1) 10)
352. Telekom Sec, s.r.o., Bratislava 1.231. 100,00 54 (1) EUR 1) 10)
353. Toll4Europe GmbH, München 1.326. 55,00 3.140 (15.865) EUR 1) 10)
354. Trust2Core GmbH, Berlin 100,00 391 (17) EUR 1) 10)
355. UVNV, LLC, Wilmington 1.300. 100,00 0 0 4)
356. UltrafastOTE SINGLE MEMBER SOCIETE ANONYME S.P.V., Athen 1.163. 100,00 15.243 247 EUR 1) 10)
357. VGreen Korlátolt Felelősségű Társaság, Győr 1.172. 22,50 3.524 1.219 HUF 1) 10)
357. VGreen Korlátolt Felelősségű Társaság, Győr 1.179. 67,50 3.524 1.219 HUF 1) 10)
358. VIOLA Kabelgesellschaft (Deutschland) mbH, Bonn 1.86. 100,00 968 23 EUR 1) 10)
359. VMU GP, LLC, Wilmington 1.255. 100,00 1 0 USD 1) 10)
360. Vesta Telekommunikationsdienste GmbH, Bonn 1.348. 100,00 26 0 EUR 1) 10)
361. Vidanet Zrt., Győr 1.179. 67,50 9.319.595 2.067.637 HUF 1) 10)
361. Vidanet Zrt., Győr 1.172. 22,50 9.319.595 2.067.637 HUF 1) 10)
362. WBSY Licensing, LLC, Wilmington 1.255. 100,00 568.562 (15.280) USD 1) 10)
363. Zehnte Newco GmbH, Bonn 100,00 26 0 EUR 1) 3) 10)
364. bodyconcept GmbH, Bonn 100,00 217 (7) EUR 1) 10)
365. congstar GmbH, Köln 1.347. 100,00 34 0 EUR 1) 3) 10)
366. congstar Services GmbH, Köln 1.365. 100,00 4.092 0 EUR 1) 3) 10)
367. emetriq GmbH, Bonn 1.347. 100,00 (371) 1.041 EUR 1) 10)
368. goingsoft Deutschland GmbH, München 1.1. 100,00 4 (12) EUR 1) 10)
369. immmr GmbH, Bonn 100,00 311 7 EUR 1) 10)
370. operational services Beteiligungs-GmbH, Frankfurt am Main 1.371. 100,00 45 1 EUR 1) 10)
371. operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 1.370. 0,00 36.747 19.262 EUR 1) 10)
371. operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main 1.317. 100,00 36.747 19.262 EUR 1) 10)
372. rola Security Solutions GmbH, Köln 1.317. 100,00 11.299 0 EUR 1) 3) 10)

Deutsche Telekom AG Jahresabschluss 2024 56

3.2. Associated Companies and Other Investments

Lfd. Nr. Name und Sitz der Gesellschaft über Indirekt % Direkt % Eigenkapital in Tsd. Jahres- überschuss/ Jahresfehl- betrag in Tsd. Reporting- währung Bemerkung
1. 1nce GmbH, Köln 1.348. 47,19 6.196 (33.921) EUR 1) 10)
2. Alpen Glasfaser Holding GmbH, Wien 1.262. 49,90 34.024 (54) EUR 1) 10)
3. BT Group plc, London 1.271. 12,06 12.518.000 855.000 GBP 7) 9)
4. BUYIN GmbH, Bonn 2.5. 100,00 1.976 1.112 EUR 1) 10)
5. BUYIN S.A., Brüssel 50,00 4.347 4.099 EUR 1) 10)
6. BUYIN S.A.S., Issy-les-Moulineaux 2.5. 100,00 1.465 1.000 EUR 1) 10)
7. BuyIn Canada Corporation Inc., Verdun 2.5. 100,00 247 48 CAD 1) 10)
8. DFMG Deutsche Funkturm GmbH, Münster 2.10. 82,97 44.852 0 EUR 1) 3) 10)
8. DFMG Deutsche Funkturm GmbH, Münster 2.9. 17,03 44.852 0 EUR 1) 3) 10)
9. DFMG Holding GmbH, Münster 2.26. 100,00 5.443.405 0 EUR 1) 3) 10)
10. DFMG Zwischenholding GmbH, Bonn 2.9. 100,00 137 0 EUR 1) 3) 10)
11. Daten-Kompetenzzentrum Städte und Regionen DKSR GmbH, Berlin 1.60. 23,69 1.650 174 EUR 1) 10)
12. Desquared Computing Services S.A., Athen 1.348. 21,48 3.777 510 EUR 1) 10)
13. Detecon Al Saudia DETASAD Co. Ltd., Riad 1.51. 46,50 215.628 10.877 SAR 1) 10)
14. Deutsche Telekom Capital Partners Executive Pool GmbH & Co. KG, Hamburg 1.62. 0,00 51 709 EUR 1) 10)
15. Deutsche Telekom Venture Studio Limited, London 1.136. 17,23 171 (1.379) GBP 1) 10)
16. Deutscher Fernsehpreis GmbH, Köln 1.347. 20,00 217 (13) EUR 1) 10)
17. Devas Multimedia Private Limited i. L., Bangalore 1.54. 20,73 0 0 INR 1) 6) 11)
18. Digital Infrastructure Vehicle II SCSp SICAV-RAIF, Luxemburg 35,77 771.724 105.119 EUR 1) 10)
19. Donbass Telecom Ltd. i. L., Donetsk 1.34. 49,00 0 0 6)
20. Droniq GmbH, Frankfurt am Main 1.348. 49,00 (609) (2.632) EUR 1) 10)
21. E2 Hungary Energiakereskedelmi es Szolgaltato Zrt., Budapest 1.179. 50,00 5.582 1.941 EUR 1) 10)
22. ENIO GmbH, Wien 1.28. 29,24 (654) (2.340) EUR 1) 10)
23. Electrocycling GmbH, Goslar 1.347. 25,35 34.443 5.635 EUR 1) 10)
24. Erste DFMG Deutsche Funkturm Vermögens-GmbH, Bonn 10,10 170.273 0 EUR 1) 3) 10)
24. Erste DFMG Deutsche Funkturm Vermögens-GmbH, Bonn 2.9. 89,90 170.273 0 EUR 1) 3) 10)
25. Fiber Experts Deutschland GmbH, Leverkusen 1.65. 40,00 7.342 4.324 EUR 1) 10)
26. GD Towers Holding GmbH, Bonn 1.134. 49,00 4.214.683 (762.309) EUR 1) 10)
27. Glasfaser NordWest Connect GmbH & Co. KG, Oldenburg 2.29. 100,00 1.000 8.655 EUR 1) 10)
28. Glasfaser NordWest Connect Verwaltungs-GmbH, Oldenburg 2.29. 100,00 31 4 EUR 1) 10)
29. Glasfaser NordWest GmbH & Co. KG, Oldenburg 1.347. 50,00 19.543 (16.441) EUR 1) 10)
30. Glasfaser NordWest Verwaltungs-GmbH, Oldenburg 2.29. 100,00 38 6 EUR 1) 10)
31. GlasfaserPlus GP GmbH, Köln 2.33. 100,00 27 1 EUR 1) 10)
32. GlasfaserPlus GmbH, Köln 2.33. 100,00 132.001 0 EUR 1) 3) 10)
33. GlasfaserPlus Holding GmbH & Co. KG, Köln 1.347. 50,00 287.381 (67.464) EUR 1) 10)
34. GlasfaserPlus IT-Services GmbH, Köln 2.33. 100,00 33 0 EUR 1) 3) 10)
35. HMM Deutschland GmbH, Moers 1.135. 10,97 19.050 (173) EUR 1) 10)
35. HMM Deutschland GmbH, Moers 38,46 19.050 (173) EUR 1) 10)
36. HWW - Höchstleistungsrechner für Wissenschaft und Wirtschaft GmbH, Stuttgart 1.317. 20,00 1.450 50 EUR 1) 10)
36. HWW - Höchstleistungsrechner für Wissenschaft und Wirtschaft GmbH, Stuttgart 1.315. 20,00 1.450 50 EUR 1) 10)
37. Incharge Fund I SCSp SICAV-RAIF, Luxemburg 19,77 0 0 4)
38. JP Hrvatske telekomunikacije d.d. Mostar, Mostar 1.164. 39,10 335.266 1.423 BAM 1) 10)
39. Keepler Data Tech, S.L., Madrid 1.65. 42,82 3.452 (986) EUR 1) 10)
40. MNP Deutschland GbR, Düsseldorf 1.347. 33,33 678 118 EUR 1) 10)

Deutsche Telekom AG Jahresabschluss 2024 57

Lfd. Nr. Name und Sitz der Gesellschaft über Indirekt % Direkt % Eigenkapital in Tsd. Jahres- überschuss/ Jahresfehl- betrag in Tsd. Reporting- währung Bemerkung
41. MVS Net, S.A. de C.V., Mexico-Stadt 1.21. 26,27 0 0 USD 1) 10)
42. Mobile Telephony Companies Association, Marousi 1.163. 33,33 1.156 (1.248) EUR 1) 10)
43. NetWorks Sp. z.o.o., Warschau 1.287. 50,00 40.190 5.556 PLN 1) 10)
44. OmegaTowers 1 Funkdienste GmbH & Co. KG, Münster 2.8. 100,00 5.383 31 EUR 1) 10)
45. OmegaTowers 1 Funkdienste Komplementär GmbH, Münster 2.8. 100,00 32 1 EUR 1) 10)
46. OmegaTowers 2 Funkdienste GmbH & Co. KG, Münster 2.8. 100,00 14.698 550 EUR 1) 10)
47. OmegaTowers 2 Funkdienste Komplementär GmbH, Münster 2.8. 100,00 31 1 EUR 1) 10)
48. PC Topco Limited, Guernsey 1.65. 25,00 258.517 (61) GBP 1) 10)
49. PreHCM Services GmbH, Niedernberg 2.8. 100,00 2.258 420 EUR 1) 10)
50. SK Gaming Beteiligungs GmbH, Köln 1.347. 28,27 19.382 (30) EUR 1) 10)
51. STRATOSPHERIC PLATFORMS (UK) LIMITED, London 1.233. 38,22 (83.106) (3.445) GBP 1) 10)
52. T-Mobile USA Tower LLC, Wilmington 1.300.

Vorbemerkungen

Dieser Bericht fasst den Lagebericht des Deutschen Telekom Konzerns, bestehend aus der Deutschen Telekom AG und ihren konsolidierten Tochtergesellschaften, sowie den Lagebericht der Deutschen Telekom AG zusammen. Mit Blick auf die zu erwartende Umsetzung der europäischen Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) in nationales Recht haben wir als global agierendes Unternehmen bereits bei der Erstellung der zusammengefassten Nachhaltigkeitserklärung den ersten Satz der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) als Rahmenwerk zugrunde gelegt und vollständig angewendet.

Die vorliegende Nachhaltigkeitserklärung enthält die Angaben nach § 315c HGB i.V.m. §§ 289c bis 289e HGB. Wesentliche Inhalte des im Vorjahresbericht enthaltenen Kapitels „Mitarbeitende“ haben wir in diesem Zusammenhang in die Nachhaltigkeitserklärung eingegliedert.

Zusätzlich enthält die Nachhaltigkeitserklärung die Berichtsanforderungen in Bezug auf ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten gemäß der Verordnung (EU) 2020/852 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur Änderung der Verordnung (EU) 2019/2088 (EU-Taxonomie). Die inhaltliche Prüfung der Nachhaltigkeitserklärung obliegt dem Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG. Das Gremium wurde dabei von der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durch eine Prüfung mit begrenzter Sicherheit (Limited Assurance) unterstützt.

Weitere Informationen zur Überleitung auf das Rahmenwerk der ESRS und der EU-Taxonomie finden Sie im Kapitel „Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung“.

Ebenfalls im Hinblick auf die zu erwartende Umsetzung der CSRD in nationales Recht haben wir die Berichterstattung über unsere wichtigsten immateriellen Ressourcen in den allgemeinen Teil des zusammengefassten Lageberichts aufgenommen.

Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel „Konzernstruktur – Immaterielle Ressourcen“.

Im Zuge der Anpassung des allgemeinen Teils des zusammengefassten Lageberichts an die CSRD haben wir das Kapitel „Technologie und Innovation“ für eine verbesserte Übersichtlichkeit sowie zielgerichtete Darstellung neu strukturiert und auf die gesetzlich geforderten Mindestangaben zurückgeführt. Der Thematik kommt im Konzern unverändert eine hohe Bedeutung zu.

Im zusammengefassten Lagebericht sind lageberichtsfremde Angaben enthalten, die durch Fußnoten kenntlich gemacht sind. Es handelt sich um Angaben, die weder vom Gesetz vorgeschrieben noch durch den Deutschen Rechnungslegung Standard 20 (DRS 20) gefordert sind. Die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung, die am 27. Juni 2022 im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, sehen u. a. Angaben zu dem internen Kontrollsystem und dem Risiko- und Chancen-Management-System vor, die über die gesetzlichen Anforderungen an den Lagebericht hinausgehen und somit von der inhaltlichen Prüfung des Lageberichts durch den Abschlussprüfer ausgenommen sind (lageberichtsfremde Angaben). Sie sind von den inhaltlich zu prüfenden Angaben durch separate Absätze abgegrenzt und mittels Fußnote entsprechend gekennzeichnet.

Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel „Governance und sonstige Angaben“.

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §§ 289f, 315d HGB finden Sie auf unserer Investor Relations Website. Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG ist sowohl Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung, die – wie vorstehend erläutert – im Internet veröffentlicht wird, als auch zusätzlich im zusammengefassten Lagebericht gesondert im Kapitel „Governance und sonstige Angaben“ als Wiedergabe enthalten ist. Die Erklärung zur Unternehmensführung ist nicht Gegenstand der inhaltlichen Prüfung durch den Abschlussprüfer. Auch die im zusammengefassten Lagebericht wiedergegebene Entsprechenserklärung ist inhaltlich nicht in die Abschlussprüfung einzubeziehen.

Den Vergütungsbericht gemäß § 162 AktG finden Sie auf der Internetseite der Deutschen Telekom AG. Der Vergütungsbericht wurde durch den Abschlussprüfer gemäß § 162 Abs. 3 AktG geprüft. Der erteilte Prüfvermerk über das Ergebnis der Prüfung ist im Anschluss an den Vergütungsbericht vollständig wiedergegeben.

Um inhaltliche Wiederholungen innerhalb des zusammengefassten Lageberichts, der die zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung umfasst, zu vermeiden, verweisen wir an geeigneten Stellen auf weiterführende Informationen in anderen Kapiteln oder Berichtsteilen des zusammengefassten Lageberichts. Dies betrifft u. a. Verweise von der zusammengefassten Nachhaltigkeitserklärung in den zusammengefassten Lagebericht und andersherum.

Darüber hinaus verweisen wir in unserem zusammengefassten Lagebericht mittels Hinweisen bzw. Verlinkungen auf Internetseiten mit weiterführenden Informationen außerhalb des zusammengefassten Lageberichts. Dies erfolgt lediglich ergänzend und dient ausschließlich dem vereinfachten Zugang zu diesen Informationen. Wir weisen darauf hin, dass diese Informationen nicht Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts sind und daher ebenfalls von der inhaltlichen Prüfung durch den Abschlussprüfer ausgenommen sind.

Konzernstruktur

Geschäftstätigkeit

Wir gehören mit über 261 Mio. Mobilfunk-Kunden, über 25 Mio. Festnetz-Anschlüssen und über 22 Mio. Breitband-Kunden zu den führenden integrierten Telekommunikationsunternehmen weltweit.

Beteiligungen und Tochtergesellschaften

Nr. Name Sitz Anteil (%) Kapital EUR/USD Ergebnis EUR/USD Währung Anmerkungen
53. T-Mobile West Tower LLC Wilmington 100,00 1.164.198 (29.218) USD 1) 10)
54. TELEGNOUS - Provider of solvency Assessment Information in the Telecommunications Sector - Private Company Athen 33,33 18 1 EUR 1) 10)
55. TOWERS Infra Austria GmbH Wien 100,00 1.393.988 (34.234) EUR 1) 10)
56. Techmaker GmbH Bonn 50,00 6.041 879 EUR 1) 10)
57. Tehnoloski centar Split d.o.o. Split 29,76 67 (1) EUR 1) 10)
58. Teridion Technologies Ltd. Ra’anana 32,34 14.671 (9.162) USD 1) 10)
59. Trans Jordan For Communication Services Company Ltd. i. L. Amman 40,00 0 0 6)
59. Trans Jordan For Communication Services Company Ltd. i. L. Amman 10,00 0 0 6)
60. Utiq Deutschland GmbH Frankfurt am Main 100,00 31 6 EUR 1) 2) 10)
61. Utiq France SAS Boulogne-Billancourt 100,00 9 (1) EUR 1) 2) 10)
62. Utiq Italia S.r.l. Mailand 100,00 10 0 EUR 1) 2) 10)
63. Utiq S.A. Brüssel 25,00 8.033 (5.967) EUR 1) 2) 10)
64. Utiq Solutions Espana S.L. Madrid 100,00 10 0 EUR 1) 2) 10)
65. Utiq UK Limited London 100,00 0 0 GBP 1) 2) 10)
66. Yemen Public Payphone Company Ltd. i. L. Sanaa 10,00 0 0 6)
66. Yemen Public Payphone Company Ltd. i. L. Sanaa 15,00 0 0 6)
67. iesy Holdings GmbH Oberursel 35,00

1) Eigenkapital/Jahresüberschuss/-fehlbetrag nach lokalem Jahresabschluss
2) Eigenkapital/Jahresüberschuss/-fehlbetrag Rumpfgeschäftsjahr
3) Jahresüberschuss/-fehlbetrag unter Berücksichtigung der vorhandenen Ergebnisabführungsverträge
4) Zugang durch Gründung oder Erwerb
5) Eigenkapital/Jahresüberschuss/-fehlbetrag nach IFRS
6) In Liquidation
7) Anteile werden treuhänderisch vom Deutsche Telekom Trust e. V. gehalten
8) Eigenkapital/Jahresüberschuss/-fehlbetrag nach lokalem Jahresabschluss 31.03.2024
9) Eigenkapital/Jahresüberschuss/-fehlbetrag nach konsolidierten IFRS Werten 31.03.2024
10) Eigenkapital / Jahresüberschuss/-fehlbetrag 2023
11) Eigenkapital / Jahresüberschuss/-fehlbetrag 2022
12) Eigenkapital / Jahresüberschuss/-fehlbetrag 2021

Bonn, den 18. Februar 2025
Deutsche Telekom AG
Der Vorstand
Timotheus Höttges
Dr. Ferri Abolhassan
Birgit Bohle
Srini Gopalan
Dr. Christian P. Illek
Thorsten Langheim
Dominique Leroy
Claudia Nemat

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024. Zusammengefasster Lagebericht

03 Vorbemerkungen

04 Konzernstruktur

04 Geschäftstätigkeit

04 Unternehmenskultur

04 Immaterielle Ressourcen

05 Technologie und Innovation

06 Segmentstruktur

08 Konzernstrategie

08 „Leading Digital Telco“ – unsere Vision

09 Investitionen

10 Kunden

11 Effizienz

12 Daten & KI

12 Globale Ausrichtung

13 Finanzen

13 Unsere Identität: „T“

14 Finanzstrategie

15 Konzernsteuerung

15 Steuerungssystem

19 Wirtschaftliches Umfeld

19 Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

19 Telekommunikationsmarkt

22 Wesentliche Regulierungsentscheidungen

24 Geschäftsentwicklung des Konzerns

24 Gesamtaussage des Vorstands zur Geschäftsentwicklung im Jahr 2024

24 Soll-Ist-Vergleich der Konzernerwartungen

26 Aktionärsvergütung Deutsche Telekom AG

27 Sonstige Transaktionen

32 Ertragslage des Konzerns

34 Vermögenslage des Konzerns

37 Rentabilität und Finanzlage des Konzerns

37 Geschäftsentwicklung der operativen Segmente

38 Deutschland

40 USA

43 Europa

44 Systemgeschäft

44 Group Development

46 Group Headquarters & Group Services

46 Geschäftsentwicklung der Deutschen Telekom AG

46 Ertragslage der Deutschen Telekom AG

47 Vermögens- und Finanzlage der Deutschen Telekom AG

48 Risiko-Management bei der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften

049 Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung

049 Allgemeine Informationen

065 Umwelt

086 Soziales

108 Governance

111 Prognose

111 Gesamtaussage des Vorstands zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns

111 Konjunkturerwartungen

112 Erwartungen des Konzerns

115 Erwartungen der operativen Segmente

119 Risiko- und Chancen-Management

119 Einschätzung des Vorstands zur Gesamtrisiko- und Chancensituation

119 Risiko- und Chancen-Management-System

122 Risiken und Chancen

135 Governance und sonstige Angaben

135 Governance

136 Ereignisse nach der Berichtsperiode

136 Integriertes Kontroll- und Überwachungssystem

137 Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

138 Erklärung zur Unternehmensführung und Entsprechenserklärung sowie Aktualisierung der Entsprechenserklärung 2024

139 Rechtliche Konzernstruktur

Zusammengefasster Lagebericht – Vorbemerkungen | 3

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Vorbemerkungen

Dieser Bericht fasst den Lagebericht des Deutschen Telekom Konzerns, bestehend aus der Deutschen Telekom AG und ihren konsolidierten Tochtergesellschaften, sowie den Lagebericht der Deutschen Telekom AG zusammen. Mit Blick auf die zu erwartende Umsetzung der europäischen Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) in nationales Recht haben wir als global agierendes Unternehmen bereits bei der Erstellung der zusammengefassten Nachhaltigkeitserklärung den ersten Satz der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) als Rahmenwerk zugrunde gelegt und vollständig angewendet.

Die vorliegende Nachhaltigkeitserklärung enthält die Angaben nach § 315c HGB i.V.m. §§ 289c bis 289e HGB. Wesentliche Inhalte des im Vorjahresbericht enthaltenen Kapitels „Mitarbeitende“ haben wir in diesem Zusammenhang in die Nachhaltigkeitserklärung eingegliedert.

Zusätzlich enthält die Nachhaltigkeitserklärung die Berichtsanforderungen in Bezug auf ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten gemäß der Verordnung (EU) 2020/852 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur Änderung der Verordnung (EU) 2019/2088 (EU-Taxonomie). Die inhaltliche Prüfung der Nachhaltigkeitserklärung obliegt dem Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG. Das Gremium wurde dabei von der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durch eine Prüfung mit begrenzter Sicherheit (Limited Assurance) unterstützt.

Weitere Informationen zur Überleitung auf das Rahmenwerk der ESRS und der EU-Taxonomie finden Sie im Kapitel „Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung“.

Ebenfalls im Hinblick auf die zu erwartende Umsetzung der CSRD in nationales Recht haben wir die Berichterstattung über unsere wichtigsten immateriellen Ressourcen in den allgemeinen Teil des zusammengefassten Lageberichts aufgenommen.

Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel „Konzernstruktur – Immaterielle Ressourcen“.

Im Zuge der Anpassung des allgemeinen Teils des zusammengefassten Lageberichts an die CSRD haben wir das Kapitel „Technologie und Innovation“ für eine verbesserte Übersichtlichkeit sowie zielgerichtete Darstellung neu strukturiert und auf die gesetzlich geforderten Mindestangaben zurückgeführt. Der Thematik kommt im Konzern unverändert eine hohe Bedeutung zu.

Im zusammengefassten Lagebericht sind lageberichtsfremde Angaben enthalten, die durch Fußnoten kenntlich gemacht sind. Es handelt sich um Angaben, die weder vom Gesetz vorgeschrieben noch durch den Deutschen Rechnungslegung Standard 20 (DRS 20) gefordert sind. Die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung, die am 27. Juni 2022 im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, sehen u. a. Angaben zu dem internen Kontrollsystem und dem Risiko- und Chancen-Management-System vor, die über die gesetzlichen Anforderungen an den Lagebericht hinausgehen und somit von der inhaltlichen Prüfung des Lageberichts durch den Abschlussprüfer ausgenommen sind (lageberichtsfremde Angaben). Sie sind von den inhaltlich zu prüfenden Angaben durch separate Absätze abgegrenzt und mittels Fußnote entsprechend gekennzeichnet.

Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel „Governance und sonstige Angaben“.

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §§ 289f, 315d HGB finden Sie auf unserer Investor Relations Website. Die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG ist sowohl Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung, die – wie vorstehend erläutert – im Internet veröffentlicht wird, als auch zusätzlich im zusammengefassten Lagebericht gesondert im Kapitel „Governance und sonstige Angaben“ als Wiedergabe enthalten ist. Die Erklärung zur Unternehmensführung ist nicht Gegenstand der inhaltlichen Prüfung durch den Abschlussprüfer. Auch die im zusammengefassten Lagebericht wiedergegebene Entsprechenserklärung ist inhaltlich nicht in die Abschlussprüfung einzubeziehen.

Den Vergütungsbericht gemäß § 162 AktG finden Sie auf der Internetseite der Deutschen Telekom AG. Der Vergütungsbericht wurde durch den Abschlussprüfer gemäß § 162 Abs. 3 AktG geprüft. Der erteilte Prüfvermerk über das Ergebnis der Prüfung ist im Anschluss an den Vergütungsbericht vollständig wiedergegeben.

Um inhaltliche Wiederholungen innerhalb des zusammengefassten Lageberichts, der die zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung umfasst, zu vermeiden, verweisen wir an geeigneten Stellen auf weiterführende Informationen in anderen Kapiteln oder Berichtsteilen des zusammengefassten Lageberichts. Dies betrifft u. a. Verweise von der zusammengefassten Nachhaltigkeitserklärung in den zusammengefassten Lagebericht und andersherum.

Darüber hinaus verweisen wir in unserem zusammengefassten Lagebericht mittels Hinweisen bzw. Verlinkungen auf Internetseiten mit weiterführenden Informationen außerhalb des zusammengefassten Lageberichts. Dies erfolgt lediglich ergänzend und dient ausschließlich dem vereinfachten Zugang zu diesen Informationen. Wir weisen darauf hin, dass diese Informationen nicht Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts sind und daher ebenfalls von der inhaltlichen Prüfung durch den Abschlussprüfer ausgenommen sind.

Zusammengefasster Lagebericht – Konzernstruktur | 4

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Konzernstruktur

Geschäftstätigkeit

Wir gehören mit über 261 Mio. Mobilfunk-Kunden, über 25 Mio. Festnetz-Anschlüssen und über 22 Mio. Breitband-Kunden zu den führenden integrierten Telekommunikationsunternehmen weltweit.# Zusammengefasster Lagebericht – Konzernstruktur

Unseren Privatkunden bieten wir Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Festnetz/Breitband, Mobilfunk, Internet und internetbasiertes Fernsehen sowie Lösungen der Informations- und Kommunikationstechnik (ICT) für Groß- und Geschäftskunden. Dabei richten wir uns international aus und sind in über 50 Ländern vertreten. Im Geschäftsjahr 2024 haben wir mit weltweit rund 200 Tsd. Mitarbeitern (Stand: 31. Dezember 2024) einen Umsatz von 115,8 Mrd. € erwirtschaftet. Unsere Auslandsquote am Konzernumsatz liegt bei 76,3 %. Im Mobilfunk-Geschäft bieten wir Privat- und Geschäftskunden mobile Sprach- und Datendienste an. Hinzu kommt der Verkauf von Mobilfunk-Geräten und anderer Hardware. Wir vertreiben Mobilfunk-Dienste auch an Wiederverkäufer sowie an Gesellschaften, die Netzleistungen einkaufen und an Dritte vermarkten (Mobile Virtual Network Operator). Unser Festnetz-Geschäft umfasst alle Bereiche rund um die Sprach- und Datenkommunikation durch Festnetz- bzw. Breitband-Technik. Dazu vertreiben wir sowohl Endgeräte und sonstige Hardware als auch Dienste an Wiederverkäufer. Zudem betreiben wir mit einer weltumspannenden Infrastruktur aus Rechenzentren und Netzen die ICT für global aufgestellte Unternehmen und öffentliche Institutionen.

Unsere Ambition ist es, das führende digitale Telekommunikationsunternehmen zu werden. Denn nur eine in allen Bereichen digitalisierte Deutsche Telekom schreibt den erfolgreichen Weg der vergangenen Jahre fort. Daher treiben wir die Digitalisierung unseres Unternehmens voran und wollen das Potenzial unserer Daten und von KI zukünftig noch besser nutzen. Sowohl für interne Prozesse, um Qualität und Effizienz weiter zu steigern, als auch für konkrete Angebote für unsere Kunden. Mit unserer Präsenz in Europa und den USA sind wir dafür gut positioniert. Der Be- und Vertrieb von Netzen und Anschlüssen bleibt dabei unser Kerngeschäft.

Weitere Informationen zu unserer Vision „Leading Digital Telco“ finden Sie im Kapitel „Konzernstrategie“.

Unternehmenskultur

Das Fundament für unsere verantwortungsvolle Unternehmensführung und den geschäftlichen Erfolg bilden unsere gemeinsamen Unternehmenswerte und unsere Leitlinien. Unser Unternehmenszweck lautet: Wir geben uns erst zufrieden, wenn alle dabei sind.

Unsere sechs Unternehmensleitlinien

Unsere Werte definieren in Verbindung mit unserem Unternehmenszweck, für was wir bei der Deutschen Telekom stehen: Wir wollen ein nachhaltig wachsendes und wertebasiertes Unternehmen sein, das seine Kunden begeistert, für seine Anleger Werte schafft, in dem seine Beschäftigten gerne arbeiten, das die Umwelt schont und eine demokratische, inklusive Gesellschaft fördert. Unser Netz ist schnell, zuverlässig, sicher und soll für jeden einfach zugänglich sein. Zudem wird es seit 2021 konzernweit zu 100 % mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben. Dabei möchten wir mehr sein als irgendein Unternehmen, das die Gesellschaft mit Netzinfrastruktur versorgt. Unser Markenclaim „T – Connecting your world“ steht dafür, dass wir Menschen verbinden und ihr Leben nachhaltig vereinfachen und bereichern wollen. Ziel unseres Engagements gegen Hass im Netz ist die Förderung der digitalen Demokratie. Als vertrauenswürdiger Begleiter sind wir nah bei den Kunden, transparent, fair und offen für den Dialog. So leisten wir unseren Beitrag für ein gesellschaftliches Miteinander.

Immaterielle Ressourcen

Immaterielle Ressourcen (im Sinne des §§ 289 Abs. 3a, 315 Abs. 3a HGB-E) haben keine physische Substanz und sind mitunter nicht Gegenstand der Bilanz. Sie lassen sich in drei Kategorien unterteilen:

  • Humankapital, d. h. Werte, die Mitarbeiter durch die Anwendung ihrer Fähigkeiten, Kompetenzen und ihres Wissens zur Verfügung stellen.
  • Beziehungskapital, d. h. Werte, die sich aus den Beziehungen eines Unternehmens zu seinen Kunden, Lieferanten, Geschäftspartnern, Investoren und anderen wichtigen Akteuren ergeben.
  • Wissens- und Strukturkapital, d. h. Werte, die ein Unternehmen durch seine Innovationen, Prozesse oder Standorte schafft.

Neben den als Vermögenswerte in unserer Konzernbilanz aktivierten Netzinfrastruktur (z. B. Breitband-, Glasfaser- oder Mobilfunk-Infrastruktur) sowie Spektrumlizenzen kommen v. a. dem Mitarbeiter-, Kunden-, Lieferanten-, Investoren- und Innovationskapital in unserem Geschäftsmodell Schlüsselfunktionen zu. Sie sind essenzielle Wertschöpfungsquellen zur Sicherung unseres Unternehmenserfolgs und der Zukunftsfähigkeit des Konzerns.

Informationen zu unserem Konzept der wertorientierten Unternehmensführung und unseren Interessengruppen finden Sie im Kapitel „Konzernsteuerung“.

Informationen zu den in der Konzernbilanz angesetzten Vermögenswerten finden Sie in den Angaben 6-8 „Immaterielle Vermögenswerte“, „Sachanlagen“ und „Nutzungsrechte – Leasing-Nehmer-Verhältnisse“ im Konzernanhang.

Diese immateriellen Ressourcen sind nicht als Vermögenswerte in unserem Konzernabschluss erfasst. So betragen z. B. die Marktkapitalisierung der Deutschen Telekom AG zum Abschluss-Stichtag 144,1 Mrd. € und unser Markenwert im Geschäftsjahr 2024 67,7 Mrd. € (73,3 Mrd. US-$ laut der Global- 500-Studie 2024 von Brand Finance). Dahingegen betrug der bilanzielle Buchwert des Eigenkapitals 98,6 Mrd. € zum 31. Dezember 2024. Unsere wichtigsten immateriellen Ressourcen sind im Steuerungssystem berücksichtigt. Die Messung erfolgt über die bedeutsamsten (nichtfinanziellen) Leistungsindikatoren Mitarbeiterzufriedenheit (Engagement-Score), Kundenzufriedenheit (TRI*M-Index) und das Rating.

Informationen zu unserem Steuerungssystem finden Sie im Kapitel „Konzernsteuerung“.

Begeistere unsere Kunden
Einfach machen
Handle mit Respekt und Integrität
Offen diskutieren, dann geschlossen handeln
Ich bin die Telekom – auf mich ist Verlass
Bleibe neugierig und wachse

Zusammengefasster Lagebericht – Konzernstruktur | 5
Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Darüber hinaus machen wir weitere Angaben zu unseren Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten, Investoren und Innovationen.

Informationen zu unserer Fluktuationsquote finden Sie in der Mitarbeiterstatistik im Abschnitt „Ertragslage des Konzerns“. Informationen zu Mitarbeitern finden Sie im Kapitel „Konzernstrategie“ sowie im Unterkapitel „Soziales“ im Kapitel „Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung“.

Informationen zu der Entwicklung unserer Kundenzahlen finden Sie im Kapitel „Geschäftsentwicklung der operativen Segmente“. Informationen zu Kunden finden Sie im Kapitel „Konzernstrategie“ sowie im Unterkapitel „Soziales“ im Kapitel „Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung“.

Informationen zu unseren Lieferanten finden Sie im Unterkapitel „Soziales“ im Kapitel „Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung“.

Informationen zu unseren Interessengruppen finden im Unterkapitel „Allgemeine Informationen“ im Kapitel „Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung“. Informationen zu der Aktionärsstruktur der Deutschen Telekom AG finden Sie in Angabe 19 „Eigenkapital“ im Konzernanhang.

Informationen zu Patenten und technologische Innovationen, denen wir als Betreiber von Netzinfrastruktur Bedeutung zumessen, finden Sie im Abschnitt „Technologie und Innovation“.

Technologie und Innovation

Innovation bei der Deutschen Telekom bedeutet: Auf Basis unserer Netze erzielen wir das bestmögliche Kundenerlebnis und sichern das Ziel der Technologieführerschaft. Dabei konzentrieren wir uns im Vorstandsbereich „Technologie und Innovation“ auf vier strategische Bereiche: globale Größenvorteile, technologische Souveränität, autonome Netze und datengestützte Künstliche Intelligenz (KI). Unsere Kernkompetenz sehen wir in der Entwicklung von menschzentrierten Technologie- und Produktplattformen, die wir global verfügbar machen, sowie in der Integration einzelner Bausteine, wie Hard- und Software im Mobilfunk- und Festnetz. So verwenden wir resiliente und zukunftssichere Technologie für das bestmögliche Kundenerlebnis auf angemessener Kostenbasis. Dies gelingt uns im Zusammenspiel mit eigener Netz- und IT-Infrastruktur, unterstützt durch Partner. Die Innovationen im Technologie- und Produktumfeld zielen auf die Sicherung der Netz- und Technologieführerschaft sowie eine gesteigerte Kundenzufriedenheit in den operativen Segmenten Deutschland, Europa und USA ab. Damit ermöglichen wir unser heutiges Geschäft und gestalten gleichzeitig die Zukunft.

Auf drei Wegen differenzieren wir uns durch Innovationen und erzeugen damit Wachstum:

  • Eigenentwicklungen: Die T-Labs sind der Forschungs- und Entwicklungsbereich der Deutschen Telekom. Ihr Tätigkeitsschwerpunkt ist die Übersetzung neuer Technologietrends in greifbare Erlebnisse. Dafür erforschen die T-Labs disruptive Technologien für Infrastrukturen der zukünftigen Telekommunikation. Unsere derzeitigen Forschungsfelder sind Netze der Zukunft, Quantenkommunikation, Spatial Computing, dezentrale Systeme und Sicherheit. Die T-Labs arbeiten mit zahlreichen Universitäten weltweit zusammen.
  • Partnerschaften und Kooperationen: Um die digitale Transformation erfolgreich umsetzen zu können, greifen wir auch auf die Kompetenzen und Fähigkeiten unserer Partner zurück. Dabei setzen wir weltweit auf Innovationskraft und kooperieren mit Unternehmen aus Deutschland, den USA, Israel, Korea, Indien und aus anderen Innovations-Hotspots weltweit.
  • Start-up-Förderung, Venture- und Wachstumskapital: Unser Tech-Inkubator hubraum verbindet Start-ups mit relevanten Geschäftseinheiten und Forschungs- und Entwicklungsinitiativen im Konzern. Durch exklusiven Zugang zu Netzen (mittels Netzwerk-APIs), zu Produktplattformen oder Testdaten können die Start-ups ihre Produkte bzw. Angebote schneller und besser entwickeln und testen. Die globale T Challenge, die gemeinsam mit T-Mobile US durchgeführt wird, fördert Start-ups bei der Entwicklung zukunftsweisender Lösungen, die zur digitalen Transformation und Wettbewerbsfähigkeit der Deutschen Telekom beitragen.# Venture- und Wachstumskapital

Venture- und Wachstumskapital wird sowohl direkt durch unser strategisches Beteiligungsvehikel T.Capital, als auch über unsere Investitionen in die Investment-Management-Gruppe Deutsche Telekom Capital Partners bereitgestellt. Wir haben uns der WIN-Initiative der Bundesregierung angeschlossen und stärken gemeinsam den Technologiestandort Deutschland und Europa. Die Koordination dieser Aufgabe liegt in den Vorstandsbereichen „Technologie und Innovation“ sowie „USA und Unternehmensentwicklung“ in enger Zusammenarbeit mit unseren operativen Segmenten.

Unsere Innovationsaktivitäten sind unternehmensübergreifend und strategisch ausgerichtet. Einen konzernweit gültigen Rahmen dafür bilden unsere miteinander verbundenen Innovationsfelder:

  • Home Experience & TV: Breitband, Smart Home, Entertainment sowie Fernsehen (MagentaTV)
  • Digitale Kanäle: Apps und andere Kanäle für Kundenbindung und Marketing, Service sowie Entstörung (z. B. OneApp, Chatbot Frag Magenta)
  • AI Competence Center: Nutzung und Ausbau von (generativer) KI für die Verbesserung des Kundenerlebnisses und interner Prozesse
  • Telco-as-a-Platform: Automatisierung, Disaggregation und Cloudifizierung von Netzproduktion und -nutzung
  • 5G-Standalone: Aufbau eines 5G-Kernnetzes in der Cloud mit virtualisierten Kernnetz-Funktionen wie z. B. Network Slicing und getrennten logischen Netzebenen mit individuellen anwendungsspezifischen Leistungsmerkmalen wie z. B. Bandbreite, Latenz und Sicherheitsfunktionen
  • Sustainable Telco: Verbesserung der Energieeffizienz und -resilienz

Patent-Portfolio

Die Bedeutung von Patenten in der Telekommunikationsbranche wächst beständig. Akteure und Aktionsfelder ändern sich und beeinflussen unsere Patentstrategie. Dabei gilt es einerseits, die Handlungsfreiheit unseres Konzerns zu erhalten. Andererseits wollen wir die Ergebnisse unserer eigenen Forschung und Entwicklung schützen und in Kooperationen und Partnerschaften nutzen. Dafür sind Patentrechte – national wie international – außerordentlich bedeutend. Wir widmen uns daher intensiv der Entwicklung, Erteilung und Aufrechterhaltung eigener Patente. Im Berichtsjahr verfügt die Deutsche Telekom über einen Gesamtbestand von 8.109 Patentrechten. Unser Patent-Portfolio entwickeln wir intensiv weiter unter Berücksichtigung heutiger und zukünftig relevanter Technologien. Dies sichert in einer dynamischen Welt die Werthaltigkeit unserer Innovationen und stützt die Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns. Wir lizenzieren unsere Patente insbesondere durch die Teilnahme an Patentpools.

Investitionen in Forschung und Entwicklung

Zu unseren Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen (F&E) zählen produktvorbereitende Forschung und Entwicklung, wie z. B. die Suche nach alternativen Produkten, Verfahren, Systemen oder Dienstleistungen. Nicht als F&E-Aufwendungen erfassen wir im Gegensatz dazu die Aufwendungen zur Entwicklung von System- und Anwender-Software, die zum Ziel hat, die Produktivität zu steigern und unsere Geschäftsprozesse effektiver zu gestalten.

2024 lag der F&E-Aufwand für den Konzern bei 21 Mio. € (2023: 25 Mio. €). Die Deutsche Telekom AG trägt als Konzernmutter einen Teil der Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Konzern. Hier liegt der Aufwand mit 12 Mio. € leicht über dem Niveau des Vorjahres.

Die Investitionen unseres Konzerns in zu aktivierende selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte lagen 2024 bei 592 Mio. € und damit unter dem Vorjahreswert von 708 Mio. €. Schwerpunktmäßig betreffen diese Investitionen selbst erstellte Software, wobei der überwiegende Anteil auf das Segment Group Headquarters & Group

Zusammengefasster Lagebericht – Konzernstruktur | 6

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Services entfällt. Die Investitionen der Deutschen Telekom AG in zu aktivierende selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte lagen 2024 bei 5 Mio. € gegenüber einem Vorjahreswert von 2 Mio. €.

Segmentstruktur

Unsere Finanzberichterstattung ist in fünf operative Segmente sowie das Segment Group Headquarters & Group Services gegliedert, die wir nachfolgend im Detail erläutern.

Unser operatives Segment Deutschland umfasst sämtliche Aktivitäten des Festnetz- und Mobilfunk-Geschäfts für Privat- und Geschäftskunden mit eigenen Vertriebsgesellschaften in Deutschland, um einen kundenzentrierten Vertriebsangang zu ermöglichen. Das Segment bietet ein individuelles Service- und Produkt-Portfolio an. Mit der Bündelung des Vertriebs- und Service-Geschäfts in Sales & Service wird ein weiterer Fokus auf das Kundenerlebnis und die Kundenzufriedenheit gelegt. Im Wholesale-Geschäft werden Telekommunikationsvorleistungen für andere Telekommunikationsunternehmen erbracht. Der Netzausbau für Mobilfunk und Festnetz in Deutschland erfolgt durch den Geschäftsbereich Technik.

Unser operatives Segment USA umfasst sämtliche Mobilfunk-Aktivitäten auf dem US-amerikanischen Markt. Über ihre Hauptmarken bietet T-Mobile US Dienste, Endgeräte und Zubehör an. Zusätzlich werden Endgeräte für den Weiterverkauf an Händler und andere Drittanbieter vertrieben. Das Mobilfunk- Angebot umfasst verschiedene Tarife für Privat- und Geschäftskunden sowie mobile Endgeräte. Neben Mobilfunk-Diensten stellt T-Mobile US auch eine Lösung für Highspeed-Internet auf Basis ihres landesweiten 5G-Netzes bereit. Zudem bietet T-Mobile US auch Produkte an, die ihre Mobilfunk-Dienste ergänzen, darunter Geräteschutz.

Unser operatives Segment Europa umfasst sämtliche Aktivitäten des Festnetz- und Mobilfunk-Geschäfts der Landesgesellschaften in Griechenland, Ungarn, Polen, der Tschechischen Republik, Kroatien, der Slowakei, Österreich, Nordmazedonien und Montenegro. Wir sind in diesen Ländern integrierter Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen. In Rumänien konzentrieren wir uns auf Mobilfunk-Aktivitäten. Neben dem klassischen Festnetz- und Mobilfunk-Geschäft mit Privat- und Geschäftskunden bieten die meisten Landesgesellschaften auch ICT-Lösungen für Geschäftskunden an.

Unser operatives Segment Systemgeschäft bietet im Kernmarkt Deutschland, Österreich und Schweiz (DACH) unter der Marke „T-Systems“ auf Geschäftskunden ausgerichtete ICT-Services an. T-Systems adressiert ihr Produkt-Portfolio v. a. in den ICT-Wachstumsfeldern Beratung, Cloud Services und Digitalisierung. Sicherheitslösungen sowie Vernetzung sind dabei integrale Bestandteile des Angebots, ergänzt um strategische Partnerschaften. Die Dienstleistungen reichen tief in die Wertschöpfungsketten ausgewählter Branchen (Automobil, Gesundheitswesen und öffentliche Hand) hinein. Das Segment ist in vier Portfolio-Bereiche aufgestellt: Cloud, Digital, Security (in enger Zusammenarbeit mit Deutsche Telekom Security) und Advisory (mit Detecon als integrierter Beratung). Darüber hinaus bietet der Geschäftsbereich Road User Services Mautsysteme für den Straßenverkehr an.

Unser operatives Segment Group Development hat das Ziel, Einheiten bzw. Beteiligungen aktiv zu steuern und wertsteigernd zu entwickeln – ihnen soll das nötige Maß an unternehmerischer Freiheit eingeräumt und so ihre strategische Weiterentwicklung gefördert werden. Zudem sind hier die Investment-Management-Gruppe Deutsche Telekom Capital Partners, Comfort Charge als Anbieter der Ladeinfrastruktur für E-Mobilität sowie die Konzernfunktionen Mergers & Acquisitions und strategisches Portfolio-Management angesiedelt.

Group Headquarters & Group Services umfasst alle Konzerneinheiten, die nicht direkt einem der operativen Segmente zugeordnet sind, sowie unseren Vorstandsbereich „Technologie und Innovation“, in dem die übergreifenden Funktionen Technologie, Innovation, IT und Security unserer operativen Segmente Deutschland, USA, Europa und Systemgeschäft zusammengefasst sind. Als Richtungs- und Impulsgeber definiert Group Headquarters die strategischen Vorgaben für den Konzern, stellt sicher, dass diese eingehalten werden, und bearbeitet ausgewählte Konzernprojekte. Group Services erbringt seine Leistungen als Dienstleister für den Konzern. Dazu zählen neben den von Deutsche Telekom Services Europe erbrachten typischen Dienstleistungen wie Finanzbuchhaltung, Personal-Service und operativem Einkauf auch Vermittlungsdienstleistungen durch unseren Personaldienstleister Vivento. Dieser vermittelt Mitarbeiter in externe Beschäftigungsverhältnisse, v. a. in den öffentlichen Dienst. Darüber hinaus gibt es die Bereiche Group Supply Services für unser Immobilien-Management und unseren strategischen Einkauf sowie Telekom MobilitySolutions als Komplettanbieter von Fuhrpark-Management und Mobilitätsleistungen.

Änderungen in der Segment- und Organisationsstruktur im Jahr 2024

Erwerb von Ka’ena in den USA.

Am 9. März 2023 hat T-Mobile US eine Vereinbarung über den Erwerb von 100 % der Anteile an dem US-amerikanischen Prepaid-Anbieter Ka’ena sowie deren Tochtergesellschaften, darunter Mint Mobile, für einen Kaufpreis von max. 1,35 Mrd. US-$ getroffen. Die Transaktion wurde am 1. Mai 2024 vollzogen. Zuvor wurden alle erforderlichen behördlichen Genehmigungen erteilt sowie die restlichen Vollzugsbedingungen erfüllt. Ka’ena wird seit dem 1. Mai 2024 in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen.

Bei Abschluss der Transaktion hat T-Mobile US eine Kaufpreisvorauszahlung in Höhe von rund 1,0 Mrd. US-$ (0,9 Mrd. €) geleistet. Diese Zahlung bestand aus einer Barkomponente von rund 0,4 Mrd. US-$ (0,4 Mrd. €) und rund 3 Mio. Stammaktien der T-Mobile US im Wert von rund 0,5 Mrd. US-$ (0,5 Mrd. €), ermittelt auf Grundlage des Börsenschlusskurses vom 30. April 2024. Darüber hinaus besteht eine variable, erfolgsabhängige Kaufpreiskomponente, die am 1. August 2026 zu zahlen ist, sofern Kaʼena bestimmte Finanzkennzahlen erreicht.

Weitere Informationen zu dem Erwerb von Ka’ena in den USA finden Sie im Abschnitt „Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen“ im Konzernabschluss.

(Voraussichtliche) Änderungen in der Segment- und Organisationsstruktur im Jahr 2025

Vereinbarung über den Erwerb von Lumos in den USA.

Am 24.# Zusammengefasster Lagebericht – Konzernstruktur

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Vereinbarung über den Erwerb von Lumos in den USA.

April 2024 hat T-Mobile US eine Vereinbarung über den Erwerb der FTTH-Plattform Lumos mit dem Investmentfonds EQT getroffen. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt von behördlichen Genehmigungen und weiterer Vollzugsbedingungen. Der Vollzug wird im ersten Halbjahr 2025 erwartet. Mit Vollzug der Transaktion soll T-Mobile US rund 1,0 Mrd. US-$ (0,9 Mrd. €) in das Unternehmen einlegen, um 50 % der Anteile zu erwerben und alle bestehenden Glasfaser-Kunden zu übernehmen. Die von T-Mobile US investierten Mittel sollen von Lumos für den künftigen Glasfaser-Ausbau verwendet werden. Darüber hinaus beabsichtigt T-Mobile US, weitere rund 0,5 Mrd. US-$ (0,5 Mrd. €) zwischen 2027 und 2028 in das Unternehmen einzulegen.

Vereinbarung über den Erwerb von UScellular in den USA.

Am 24. Mai 2024 hat T-Mobile US eine Vereinbarung über den Erwerb des Mobilfunk-Geschäfts und ausgewählter Spektrumlizenzen von UScellular getroffen. Der Kaufpreis beträgt insgesamt rund 4,4 Mrd. US-$ (4,2 Mrd. €) und besteht aus einer Barkomponente sowie der Übernahme von Schulden in Höhe von bis zu 2,0 Mrd. US-$ (1,9 Mrd. €). Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt von behördlichen Genehmigungen und weiterer Vollzugsbedingungen. Der Vollzug wird Mitte 2025 erwartet.

Zusammengefasster Lagebericht – Konzernstrategie

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Vereinbarung über den Erwerb von Metronet in den USA.

Am 18. Juli 2024 hat T-Mobile US mit KKR eine Vereinbarung über den Erwerb der FTTH- Plattform Metronet sowie eines Teils derer Tochtergesellschaften getroffen. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt von behördlichen Genehmigungen und weiterer Vollzugsbedingungen. Der Vollzug wird 2025 erwartet. Mit Vollzug der Transaktion soll T-Mobile US rund 4,9 Mrd. US-$ (4,7 Mrd. €) in das Unternehmen investieren, um 50 % der Anteile zu erwerben, alle bestehenden Glasfaser-Privatkunden zu übernehmen und das Unternehmen zu finanzieren.

Vereinbarung über den Erwerb von Vistar Media in den USA.

Am 20. Dezember 2024 hat T-Mobile US eine Vereinbarung über den Erwerb von 100 % der Anteile an der Vistar Media, einem Anbieter für digitale Werbetechnologie, für einen Kaufpreis von rund 0,6 Mrd. US-$ (0,6 Mrd. €) getroffen. Der Kaufpreis unterliegt bestimmten vereinbarten Anpassungen des Working Capital sowie anderen Anpassungen. Die Transaktion wurde am 3. Februar 2025 vollzogen. Zuvor wurden alle erforderlichen behördlichen Genehmigungen erteilt sowie die restlichen Vollzugsbedingungen erfüllt.

Konzernstrategie „Leading Digital Telco“ – unsere Vision

Seit 2021 leitet sich unsere Konzernstrategie aus der Vision ab, bis 2030 die „Leading Digital Telco“ zu sein. Denn: Kaum eine Industrie ist so starken Veränderungen ausgesetzt wie die Telekommunikationsbranche. Digitalisierung ist dabei der zentrale Katalysator für die wesentlichen Trends, wie z. B. zunehmender Datenverkehr mit Nachfrage nach leistungsfähigen und sicheren Netzen, hochgradig individualisierte und kontext-sensitive digitale Produkte und Services mit sofortiger Verfügbarkeit durch Self-Service und Cloud-basierte as-a-Service-Modelle. Branchenfremde Unternehmen drängen mit schlanken, Software-basierten Produktionsmodellen in den Markt. Anbieter wie Google, Microsoft oder Amazon Web Services bieten Konnektivitätslösungen für Geschäftskunden und schaffen es zunehmend, Netzfunktionen in ihren Cloud-Umgebungen abzubilden. CPaaS-Unternehmen (Communications Platform as a Service, CPaaS) bieten nutzerfreundliche Kommunikationsdienste auf einer eigenen Kommunikationsplattform an – ohne eigene Netze. Sie machen Standard-Telekommunikationsdienste (Anrufe, SMS) und neue Netzfunktionalitäten durch standardisierte Programmierschnittstellen (API) für Entwickler und Geschäftskunden zugänglich. Der Zugang zum Endkunden verschiebt sich dadurch von den Telekommunikationsbetreibern zu den CPaaS- und Big-Tech-Unternehmen. Wir als Deutsche Telekom greifen Digitalisierung als den zentralen Treiber für wesentliche Veränderungen in unserem Ökosystem und infolgedessen auch in unserer strategischen Ausrichtung auf. Für uns bedeutet das, weiterhin in unsere Netze zu investieren und digitale Teilhabe für alle möglich zu machen. Denn konvergente Netze zu bauen und zu betreiben, ist weiterhin Kern unserer Strategie. Aber es bedeutet auch, fortlaufend zu digitalisieren. Dazu gehört, selbst als Unternehmen in Produkten, Services, Marktangang, Produktion und Prozessen digitaler zu werden. Denn nur eine in allen Bereichen digitalisierte Deutsche Telekom wird den erfolgreichen Weg der vergangenen Jahre fortschreiben, da sie sich schneller und flexibler an sich ändernde Marktbedingungen anpassen kann. Auf unserem Kapitalmarkttag im Oktober 2024 haben wir ausführlich über die Weiterentwicklung unserer Strategie berichtet. Um unsere Ziele auf dem Weg zu unserer Vision „Leading Digital Telco“ umzusetzen, sind wir bereits gut positioniert: Zum Ende des Geschäftsjahres 2024 zeigen unsere wesentlichen Leistungsindikatoren, dass die Deutsche Telekom weiterhin das führende Telekommunikationsunternehmen in Europa ist. Und kein anderes Telekommunikationsunternehmen verfügt über einen vergleichbaren Footprint mit eigenen Netzen in Europa und den USA. Wir verstehen uns als ein globales Unternehmen mit hoher Präsenz in Europa, europäischen Wurzeln und Werten sowie einem sehr starken Geschäftszweig in den USA. Unsere Konzernstrategie hat jedoch nicht den Anspruch, alle lokalen Einheiten zu 100 % zu steuern, sondern einen strategischen Rahmen vorzugeben und die lokalen Stärken wie z. B. Netze und Wettbewerbsposition zu nutzen. Mit diesem dezentralen Ansatz ist v. a. unser Geschäftszweig T-Mobile US mit ihren Un-Carrier-Initiativen seit Jahren in den USA erfolgreich. Denn unsere konzernweiten strategischen Ziele sind klar: Wir wollen uns nachhaltig auf die Bedürfnisse unserer Kunden ausrichten, uns digital transformieren und zusätzlich die Synergien aus unserem Konzernverbund nutzen, um gegen neue Wettbewerber zu bestehen und unseren Wachstumskurs fortzuführen. Unsere Wachstumsambitionen und die Erfolgsmessung über wesentliche Leistungsindikatoren sind unverändert. Der Erfolg unserer Strategie zeigt sich in unserer langfristigen Wettbewerbsfähigkeit und schlägt sich somit in den etablierten Finanzkennzahlen nieder: Für die Jahre 2021 bis 2024 hatten wir ein jährliches Wachstum (Group CAGR) in Höhe von 1 bis 2 % für den Umsatz und 3 bis 5 % für das bereinigte EBITDA AL als Ziel gesetzt. Diese Ziele haben wir erreicht und auf unserem Kapitalmarkttag 2024 neue Ziele bis 2027 kommuniziert. | Weitere Informationen zu unseren finanziellen Ambitionsniveaus bis 2027 finden Sie in dem Abschnitt „Finanzstrategie“. Unsere steuerungsrelevanten Leistungsindikatoren definieren wir im Kapitel „Konzernsteuerung“; die im Geschäftsjahr erreichten Ergebnisse berichten wir in der „Geschäftsentwicklung des Konzerns“. Unsere Erwartungen bis 2026 formulieren wir in der „Prognose“. Auf unsere Nachhaltigkeitsstrategie und -ziele gehen wir detailliert in der „Zusammengefassten Nachhaltigkeitserklärung“ ein.

Schwungrad zur Vision „Leading Digital Telco“

Im Zentrum unserer Strategie steht unser Schwungrad. Es beschreibt die Wirkmechanismen unserer strategischen Prioritäten in unseren wesentlichen Handlungsfeldern:

▪ Investitionen: Wir investieren – v. a. in unsere Netze. Sie sind die Basis für die Produkte und Dienste für unsere Kunden.
▪ Kunden: Mit unserem Produkt- und Diensteangebot gewinnen wir stetig neue Kunden. Weltweit sind es über 261 Mio. Kunden im Mobilfunk und weitere Kunden im Festnetz und TV.
▪ Effizienz: Durch die Vielzahl der Kunden lasten wir unsere Netze gut aus und erreichen auch in anderen Bereichen des Unternehmens gute Skaleneffekte. Etwa, wenn wir bestimmte Plattformen für alle Kunden weltweit entwickeln und nicht in den einzelnen Märkten. Wir gewinnen also einen Effizienzvorteil. Zudem verbessern wir unsere Effizienz in unseren Regelabläufen, etwa durch Digitalisierung unserer Prozesse.
▪ Finanzen: Dadurch erreichen wir solide Finanzergebnisse. Sie versetzen uns in die Lage, weiter zu investieren. Unser Schwungrad dreht sich dadurch weiter.

Dieses Schwungrad beschleunigen wir zukünftig durch zwei weitere Handlungsfelder:

▪ Wir fahren mit der Digitalisierung unseres Unternehmens fort und wollen das Potenzial unserer Daten und von KI zukünftig noch besser nutzen. Sowohl für interne Prozesse, um Qualität und Effizienz weiter zu steigern, als auch für konkrete Angebote für unsere Kunden.
▪ Gleichzeitig bauen wir auf unsere weltweite Größe und wollen zukünftig mehr Skaleneffekte nutzen, z. B. Synergien durch gemeinsame Plattformen, Produkte und Arbeitsabläufe.

Im Weiteren beschreiben wir die Handlungsfelder unserer Strategie sowie die hier erreichten Ergebnisse im Geschäftsjahr 2024.

Investitionen

Das Herzstück unserer Wertschöpfung sind unsere Netze und unsere Technologie. Deshalb bauen wir unsere Fest- und Mobilfunknetze konsequent aus und verzahnen sie miteinander. Denn unser strategisches Ziel ist, unseren Kunden jederzeit und überall die schnellstmögliche Verbindung in hervorragender Qualität anzubieten. Auch für die Zukunft setzen wir weiter auf hohe Investitionen. Auf unserem Kapitalmarkttag 2024 haben wir angekündigt, bis 2027 rund 21 % unserer Service-Umsätze wieder zu investieren (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US und ohne Investitionen in Spektrum). Im Jahr 2024 investierten wir konzernweit rund 16 Mrd. € v. a. in den Aufbau und Betrieb von Netzen (Spektruminvestitionen nicht berücksichtigt), davon entfallen 5,8 Mrd. € allein auf Deutschland. Damit investieren wir mehr als jeder einzelne unserer Wettbewerber in Deutschland. Für hervorragende Qualität und einen noch schnelleren und effizienteren Netzausbau gehen wir auch neue Wege, z. B.# Zusammengefasster Lagebericht – Konzernstrategie | 10

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Die Bereitstellung von Konnektivität und Diensten auf Basis eigener und Partnerinfrastruktur setzt technologie- und domänenunabhängige Orchestrierungsfähigkeiten voraus. Diese liegen in einem separaten technischen Kontroll-Layer über der eigentlichen Infrastruktur. Mit dieser Orchestrierungsebene steuern wir das „Netz der Netze“. Um die notwendigen Orchestrierungsfähigkeiten aufzubauen, modernisieren wir unsere NT-/IT-Architektur. Wir fokussieren uns darauf, das volle Potenzial von Netzwerk-Automatisierung, Cloudifizierung und Disaggregation zu heben und somit auch deutlich schneller, flexibler und kosteneffizienter in unserer Produktion zu werden. Durch Disaggregation – also die Trennung von Hardware und Software – wird auch die Einführung neuer Lieferanten möglich. Im Berichtsjahr haben wir wesentliche Fortschritte beim offenen Antennen-Zugangsnetz, dem sog. Open Radio Access Network (Open RAN), gemacht. Anders als bisher funktionieren dabei Komponenten einer Vielzahl verschiedener Technologielieferanten zusammen. Der erste Verbund solcher Antennen funkt seit Dezember 2023 erstmals im kommerziellen Netz und versorgt Gebiete in Neubrandenburg. Nokia und Fujitsu liefern die dafür nötigen Technologiekomponenten. Bis 2027 planen wir mehr als 3 Tsd. Open-RAN-kompatible Antennenstandorte. Dazu haben wir im Berichtsjahr einen Vertrag mit Nokia und Fujitsu abgeschlossen. Die Hersteller werden für diese Standorte Komponenten zur Unterstützung des Open-RAN-Netzwerks liefern.

Kunden

Privatkunden

Unser Anspruch ist es, Kunden immer und überall das beste Netz zu bieten – zu Hause und auf der Arbeit, nahtlos und technologieunabhängig. Deshalb vermarkten wir Festnetz und Mobilfunk in konvergenten Produkten (Fixed Mobile Convergence, FMC). Und das mit Erfolg: Zum Ende des Berichtsjahres konnten wir die Kundenzahlen bei FMC- oder vergleichbaren Angeboten in unseren operativen Segmenten Deutschland und Europa auf 14,6 Mio. Kunden steigern. Wir haben uns beim Kapitalmarkttag 2024 zudem das Ziel gesetzt, unsere allgemeine Kundenzufriedenheit weiter zu steigern und unsere Vorreiterrolle in der Branche weiter auszubauen. | Weitere Informationen zu der Entwicklung unserer Kundenzahlen finden Sie in dem Kapitel „Geschäftsentwicklung der operativen Segmente“. Auf dem Weg zum führenden digitalen Telekommunikationsunternehmen wollen wir mehr bieten als nur die beste Konnektivität: Entscheidend ist für uns auch das Netzerlebnis. Deshalb bieten wir zusätzlich Dienste, die unseren Anspruch der Netzführerschaft erlebbar machen.

mit der Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) für eine bedarfsgerechtere oder stärker automatisierte Infrastrukturplanung und -ausbau. Eine integrierte Steuerung verbessert die Auslastung unserer Infrastruktur und erhöht die Effizienz in Betrieb sowie Wartung. Glasfaserbasierte Festnetze sind die Grundlage für integrierte Netzerlebnisse. Mit Priorität bauen wir unsere Festnetz-Infrastruktur mit moderner Glasfaser aus. So konnten wir die Zahl der Breitband-Kunden im operativen Segment Europa gegenüber dem Jahresende 2023 um 3,3 % auf 7,2 Mio. Kunden erhöhen. Insgesamt 10,1 Mio. Haushalte (Abdeckung von rund 38,5 %) haben in unseren europäischen Landesgesellschaften Zugang zu unserem leistungsfähigen Glasfasernetz. In Deutschland haben wir im Jahr 2024 weiteren 2,5 Mio. Haushalten und Unternehmen Zugang zu Glasfaser-Anschlüssen (FTTH) ermöglicht. Damit haben wir unser selbstgestecktes Ziel, bis Ende 2024 mehr als 10 Mio. Glasfaser-Anschlüsse bereitzustellen, erreicht (31. Dezember 2024: 10,1 Mio.). Auch die Nutzung steigt spürbar. Mehr als 470 Tsd. neue Kunden haben sich 2024 für einen unserer Glasfaser-Anschlüsse entschieden. Das ist eine Steigerung von rund 60 % im Vergleich zum Vorjahr. 2025 möchten wir das Level beim Glasfaser-Ausbau beibehalten und erneut ca. 2,5 Mio. neuen Haushalten Glasfaser ermöglichen. Bis 2030 soll jeder Haushalt und jedes Unternehmen in Deutschland einen Glasfaser-Anschluss bekommen. Unser Anspruch ist es, dass die Telekom Deutschland einen Großteil davon bauen wird. Um dieses Ziel zu unterstützen, haben wir 2023 eine eigene Tiefbaugesellschaft (Deutsche Telekom Tiefbau) gegründet, um die dringend benötigten Kapazitäten für Tiefbauarbeiten auf dem Markt zu erhöhen. Mit den Joint Ventures GlasfaserPlus und Glasfaser NordWest wollen wir in Summe mehr als 5 Mio. Haushalten in Deutschland einen Glasfaser-Anschluss ermöglichen. Zudem haben wir Kooperationen mit anderen Unternehmen vereinbart, die zu unserer strategischen Zielsetzung beitragen (z. B. die Zusammenarbeit mit dem Verband der Immobilienverwalter Deutschland e.V., der Glasfaser Ruhr und mit 179 Städten und Gemeinden in der Gigabit- Region Stuttgart in Deutschland). Neben den urbanen Zentren soll auch der ländliche Raum vom Netzausbau profitieren, daher planen wir dort bis 2030 insgesamt 8 Mio. Haushalte mit Glasfaser zu versorgen. Auch in unseren europäischen Landesgesellschaften nutzen wir Kooperationen, um den Glasfaser- Ausbau voranzutreiben (z. B. Alpen Glasfaser in Österreich). Auch in den USA wollen wir unser Angebot um Breitband-Festnetz erweitern. Dazu nutzt T- Mobile US zum einen ihre Spitzenposition in Bezug auf Mobilfunk-Spektrum im mittleren Frequenzband, um Kunden mittels Fixed Wireless Access breitbandiges Festnetz anzubieten. Zum anderen möchte T-Mobile US bis 2030 12 bis 15 Mio. Haushalte in den USA mit Glasfaser erreichen. Dafür werden sie vornehmlich auf Kollaborationen und Joint Ventures setzen. Die positive Resonanz zeigt, dass sich unsere Anstrengungen auszahlen. 2024 sind wir erneut ausgezeichnet worden: Imtest hat die Deutsche Telekom zum besten Internetanbieter Deutschlands gekürt (09/2024), wobei sie im Festnetz-Test 2024 mit der Spitzennote „sehr gut“ als Testsieger hervorging. Auch bei der Connect Leserwahl 2024 in Deutschland konnten wir erneut überzeugen und belegten den ersten Platz in der Kategorie „Festnetzanbieter“. Beim Test der digitalen Service-Angebote der Fachzeitschrift Chip holten wir in der Kategorie „DSL & Festnetz“ ebenfalls den ersten Platz mit der Gesamtnote „sehr gut“. Auch bei dem Festnetz-Test der Fachzeitung Connect sind wir in Deutschland (09/2024) und Österreich Testsieger unter den bundesweiten Anbietern. Unser Netz in Österreich ist zudem beim Ookla® Speedtest Award 2024 als schnellstes Festnetz-Internet ausgezeichnet worden. In Kroatien hat unser Festnetz den Best in Test Award von Umlaut erhalten. Im Mobilfunk heben wir uns mit unserer durch vielfache Netztests ausgezeichneten Netzqualität vom Wettbewerb ab. Mit 5G schaffen wir ein mobiles Netz mit sehr hoher Zuverlässigkeit, extrem kurzer Reaktionszeit sowie hohen Datendurchsatzraten. Zum Jahresende 2024 können bereits 98,0 % der Bevölkerung in Deutschland unser 5G-Netz nutzen. Bis Ende 2025 soll unser 5G-Netz 90 % der Fläche in Deutschland abdecken und 99 % der Bevölkerung erreichen. Im Jahr 2024 haben wir 5G-Standalone mit innovativen Funktionen wie Network Slicing für unsere Privatkunden in dedizierten Tarifen verfügbar gemacht. Für unsere Geschäftskunden ist diese Technologie bereits seit Längerem verfügbar, z. B. für Live-TV-Übertragungen oder in 5G-Campus-Netzen für Industrie und Forschung. Zum Jahresende 2024 haben unsere Landesgesellschaften durchschnittlich 77,2 % der Bevölkerung in unserem europäischen Footprint mit 5G versorgt. In den USA hat T-Mobile US seine 5G-Netzführerschaft im Berichtsjahr ausgebaut. Unabhängigen Netztests zufolge erreicht das Netz die beste 5G-Verfügbarkeit und eine höhere Abdeckung als der Wettbewerb. Bei unabhängigen Netztests schneiden wir immer wieder als Sieger ab: Bei der Connect Leserwahl 2024 in Deutschland belegt die Deutsche Telekom in den Kategorien „Mobilfunknetzbetreiber“ und „Netzbetreiber-Prepaid-Karten“ wiederholt den ersten Platz. Auch bei den drei großen Mobilfunk-Netztests der Fachmagazine Connect, Chip und Computer Bild sind wir erneut Testsieger – bei Ersterem erhält unser Netz sogar die Bestnote „überragend“. Das Mobilfunknetz von T-Mobile US ist beim Ookla® Speedtest hinsichtlich der Geschwindigkeit weiterhin ungeschlagen. Auch unsere Landesgesellschaften in der Tschechischen Republik, Österreich und Kroatien erhalten diese Auszeichnungen von Ookla. Unser Mobilfunknetz in Kroatien erhält darüber hinaus den Best in Test Award von Umlaut und auch der Test der kroatischen Regulierungsbehörde HAKOM bestätigt uns das beste Mobilfunknetz. Unser strategisches Ziel ist es, dass wir für unsere Produkte und Dienste die beste integrierte Netzinfrastruktur nutzen können. Daher ergänzen wir unsere eigene Infrastruktur mit der von strategischen Partnern und berücksichtigen auch alternative Zugangsnetze (z. B. Satelliten). Im Berichtsjahr haben T-Mobile US und SpaceX von der US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) die Genehmigung erhalten, das bestehende Mobilfunknetz in den USA um Verbindungen zu ergänzen, die direkt über Satelliten abgewickelt werden. Mit fast allen aktuellen Smartphones soll es dann auch in Funklöchern möglich sein, Verbindungen herzustellen. Auch in Griechenland testen wir, wie zukünftig Satelliten in das Mobilfunknetz integriert werden können. Dazu hat unsere griechischen Landesgesellschaft eine innovative Anwendung realisiert: Gemeinsam mit dem Partner Skylo konnten die Technik-Teams erfolgreich Satellitenkommunikation in unser Netz integrieren. In ersten Tests haben wir SMS über diesen Weg direkt auf ein mobiles Endgerät geschickt. Kommunikation über Satellit ergänzt mittlerweile auch die klassischen terrestrischen IoT-Netze (NB-IoT, LTE-M, 4G und 5G). Im Berichtsjahr haben wir IoT-Tarife für Satellitenkonnektivität auf den Markt gebracht. Dafür arbeitet unsere Deutsche Telekom IoT mit drei Spezialisten zusammen: Intelsat, Skylo und Viasat.# Zusammengefasster Lagebericht – Konzernstrategie

Unser TV-Produkt MagentaTV haben wir mittlerweile in ganz Europa zu einem Aggregator von linearem Fernsehen mit umfangreichen Funktionalitäten einerseits und dem Zugriff auf die größten Video-on-Demand-Anbieter andererseits ausgebaut. 2024 haben wir weitere Maßnahmen durchgeführt, um das TV-Erlebnis zu verbessern und auszubauen: So haben wir 2024 unsere neue TV-Plattform MagentaTV 2.0 eingeführt und wir haben z. B. bei der Fußball-Europameisterschaft 2024 in Deutschland alle Spiele inklusive Vor- und Nachberichterstattung übertragen, davon einige Spiele exklusiv. Darüber hinaus bieten wir attraktive Konditionen für MagentaTV an, wie beispielsweise kostenfreie Abonnements von sechs Monaten für Apple TV+ oder Paramount+ sowie ein vergünstigtes MegaStream Angebot für unsere Festnetz-Kunden. Zudem haben wir Maßnahmen umgesetzt, um das im Berichtsjahr weggefallene Nebenkostenprivileg in Deutschland für uns zu nutzen. Das Nebenkostenprivileg hatte es Wohnungswirtschaftsunternehmen erlaubt, die Kosten für den TV-Anschluss über die Wohnnebenkosten abzurechnen. Seit der Gesetzesänderung zum 1. Juli 2024 können Mieter ihren eigenen Vertrag mit einem TV-Anbieter abschließen. Um diese neue Kundengruppe, zu der wir bislang keinen direkten Zugang hatten, anzusprechen, bieten wir attraktive Wechselangebote für MagentaTV an. Für ein noch personalisierteres Nutzererlebnis haben wir unsere Android-basierte TV-Plattform mit Telekom-spezifischer Benutzeroberfläche weiter ausgerollt und diese inzwischen in sieben Ländern (Deutschland, Österreich, Polen, Kroatien, Ungarn, Montenegro und Nordmazedonien) implementiert. Der Zuwachs um 311 Tsd. TV-Kunden in Deutschland und um 126 Tsd. TV-Kunden in unseren europäischen Landesgesellschaften zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir haben außerdem die OneApp-Plattform für ein digitales Sales & Service-Erlebnis in unseren europäischen Landesgesellschaften und in Deutschland weiterentwickelt. Damit konnten wir zum einen das Kundenerlebnis durch Funktionen wie die Einrichtung sowie das Management des Routers oder die Überwachung des Internetnutzungsverhaltens im Heim-Netzwerk via App verbessern, zum anderen ermöglicht sie auch eine Monetarisierung unserer bestehenden Angebote (z. B. durch Upselling von Festnetz-/Glasfaser-Verträgen, durch unser Loyalitätsprogramm Magenta Moments und durch In-App-Coupons). In den USA haben wir mit der T-Life App im Berichtsjahr ebenso eine digitale Service-Plattform für unsere Kunden gelauncht.

Magenta Advantage

Darüber hinaus versuchen wir auch neue, digitale Geschäftsmodelle – neben unserem Kerngeschäft – auf Basis unseres „Magenta Vorteils“ aufzubauen und zu monetarisieren. Unser Vorteil begründet sich aus unseren besonderen Werten und Fähigkeiten in unserem Kerngeschäft. Bisher zählen hierzu z. B. 261,4 Mio. Mobilfunk-Kunden, 9,0 Mio. TV-Kunden sowie der Zugang zu den industrieübergreifend größten Unternehmen weltweit. Den daraus erzielbaren Vorteil nennen wir Magenta Advantage. Zum Beispiel möchten wir unseren Vorteil der digitalen Reichweite und der Markenstärke gezielter ausnutzen, um unseren Kunden exklusive Angebote von Partnern zugänglich zu machen, ihre Loyalität zu belohnen und – wo möglich – Zusatzerlöse zu generieren. Im Jahr 2024 haben wir unser Loyalitätsprogramm Magenta Moments, das mit einer eigenen Sektion in der OneApp in unseren europäischen Landesgesellschaften sowie in Deutschland (die App läuft hier unter dem Namen „MeinMagenta“) vertreten ist, weiter ausgebaut. In Deutschland gelang es uns im Jahr 2024 durchschnittlich 1,7 Mio. aktive Kunden pro Monat (und bis zu 2,5 Mio. aktive Kunden im Dezember 2024) mit exklusiven Angeboten von Partnern wie z. B. Rituals, Lindt, Paramount und Perplexity zu begeistern. Insgesamt konnten wir im Jahr 2024 mehr als 250 Momente für unsere Kunden beispielsweise mit externen Partnerschaften und Prio-Tickets im Musikbereich ermöglichen. In unseren europäischen Landesgesellschaften hatte die Markteinführung im dritten Quartal 2023 begonnen und ist zum Jahresende 2024 in acht Ländern aktiv. Seitdem konnten wir dort ca. 5,9 Mio. Nutzer gewinnen und über 40 Mio. Transaktionen ermöglichen. Unser Netzwerk an aktiven Partnerschaften umfasst über 3.200 internationale Marken wie Perplexity, Samsung und Wolt. Der Ansatz zeigt Erfolg: Die Kundenzufriedenheit ist bei Nutzern von Magenta Moments höher als bei Nichtnutzern. In Zukunft beabsichtigen wir, weitere Fähigkeiten zur Datenanalyse und Segmentierung aufzubauen und die Personalisierung unserer Angebote stetig zu verbessern. Darüber hinaus nutzen wir unseren Magenta Advantage auch, um in digitale Geschäftsmodelle zu investieren. Beispiele hierfür sind der Online-Lieferdienst Box und der Bezahl-Service Payzy in Griechenland. Der Kern unseres Markenversprechens „Verlässlichkeit, Sicherheit und Vertrauen“ bleibt dabei unangetastet – der Schutz der Daten und Privatsphäre unserer Kunden ist oberstes Gebot.

Kundenzufriedenheit und Service

Unsere Anstrengungen für einen hervorragenden Kundenservice und das Ausspielen des Magenta Advantage zahlen sich aus. Auch im Berichtsjahr konnten wir die Kundenzufriedenheit, die wir mit der weltweit anerkannten TRIM-Methodik messen, auf einem hohen Niveau halten. Auf Basis dieses nichtfinanziellen Leistungsindikators steuern wir die Verbesserung unserer Prozesse im Kundenkontakt sowie unserer Produkte und Dienstleistungen. Gleichzeitig ermitteln wir darüber die Loyalität unserer Kunden zur Deutschen Telekom. Die Ergebnisse werden in einer Kennzahl dargestellt: dem TRIM- Index, auf einer Skala von minus 66 bis plus 134 Punkten. Zum Ende des Berichtsjahres lag dieser Wert (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US) bei 77,6 Punkten gegenüber 76,2 Punkten zum Vorjahresende. Insbesondere für die operativen Segmente Deutschland und Systemgeschäft sowie im überwiegenden Teil des operativen Segments Europa sind wir mit den jeweils erzielten Werten in führender Position zum jeweils relevanten Benchmark. Diese führenden Positionen im Benchmark sollen für 2025 gehalten werden bzw. wird für das operative Segment Europa in Teilen eine leichte Verbesserung angestrebt. Daneben setzen wir seit 2021 den Net Promoter Score (NPS) ein. Der NPS misst das Verhältnis von begeisterten (Promotoren) Zusammengefasster Lagebericht – Konzernstrategie | 11 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024. zu unzufriedenen (Detraktoren) Kunden. Ein NPS von 10 bedeutet beispielsweise, dass der Anteil der Promotoren den Anteil der Detraktoren um 10 Prozentpunkte übersteigt. In all unseren operativen Segmenten mit Privatkundenbereich (Deutschland, USA, Europa) konnten wir den NPS im Laufe des Berichtsjahres halten oder sogar ausbauen. Beispielsweise konnten wir in den USA unseren NPS-Wert gegenüber dem Vorjahr erneut verbessern. Maßgeblich für den Erfolg waren zahlreiche Maßnahmen, die wir in den letzten Monaten vorangetrieben haben. Exemplarisch hierfür sind die im August 2024 neu eingeführten Prepaid-Tarife in Deutschland, bei denen wir das Datenvolumen erhöht haben und das nicht verbrauchte Inklusiv-Datenvolumen mit in den nächsten Abrechnungszeitraum genommen werden kann. Außerdem haben wir das Datenvolumen für unsere Young-Postpaid-Bestandskunden in Deutschland Anfang Oktober 2024 verdoppelt. Unsere Auszeichnungen bestätigen unsere Anstrengungen. Wir konnten beispielsweise erneut die Connect Leserwahl in den vier Bereichen Mobilfunk, Festnetz, Prepaid und IPTV gewinnen. Zudem durfte sich unser Kundenservice in den Telekom Shops über den Gesamtsieg beim Connect Shop-Test freuen. Auch beim Chip Test zum digitalen Kundenservice belegen wir in allen Kategorien den ersten Platz. Darüber hinaus hat das Magazin Focus Money unsere Shops in der Deutschland-Test-Studie 2024 zum 8. Mal mit dem Service-König ausgezeichnet. Auch in den USA trägt unser konsequenter Kundenfokus Früchte: T-Mobile US liegt bei zahlreichen Umfragen zur Service-Qualität vor den Wettbewerbern (z. B. zum 14. Mal in Folge das Mobilfunk- Unternehmen mit dem besten Kundenservice der USA in der Studie „Wireless Customer Care Mobile Network Operator Performance“ von J.D. Power).

Geschäftskunden

Im Berichtsjahr konnten wir unsere Marktführerschaft (gemessen am Umsatz) im Bereich Telekommunikationsservices für Geschäftskunden im operativen Segment Deutschland fortführen und bei den Service-Umsätzen leicht über Vorjahresniveau wachsen. Auf Basis globaler, sicherer Konnektivität, flexibler Software-basierter Netze und Ende-zu-Ende-Sicherheitslösungen treiben wir als vertrauensvoller Partner die Digitalisierung unserer Kunden voran. Dabei werden wir in Zukunft noch stärker auf integrierte Angebote (aus Festnetz, Mobilfunk und IT) setzen und unser Portfolio im IT-Umfeld weiter stärken. Integrierte Angebote erfordern jedoch auch Digitalisierungskompetenzen über Konnektivität hinaus (z. B. spezialisierter Fachvertrieb, Beratung, Integration), da insbesondere Mittelstandskunden verstärkt Lösungen aus einer Hand nachfragen. 2024 haben wir unseren gemeinsamen Marktauftritt im Geschäftskundensegment gestärkt: Sowohl die Aktivitäten in Europa als auch in Deutschland werden unter der Markenidentität „T Business“ vermarktet. Zudem verstärken wir den gemeinsamen Marktauftritt mit Events wie der Digital X. Diese Bemühungen wurden belohnt: Die Fachzeitschrift Connect befragte Geschäftskunden in Deutschland nach ihrer Zufriedenheit mit ihrem Mobilfunk- und Internetanbieter und zeichnete uns als Gesamtsieger aus. Auch in unseren europäischen Landesgesellschaften konnten wir im Geschäftskundenbereich ein deutliches Umsatzwachstum in allen Bereichen (Mobilfunk, Festnetz, IT) erreichen. Das stärkste Wachstum erzielten wir innerhalb des operativen Segments Europa mit einer organischen Umsatzsteigerung von 11,6 % im IT-Geschäft. Unser Portfolio für Produktivität, Cloud und Security erfuhr 2024 wiederholt eine wachsende Nachfrage. Wir wollen auch in Zukunft im Geschäftskundensegment unsere Position halten und profitabel wachsen.# Konzernstrategie

Konnektivität

Dazu gehört auch, dass wir die erste Wahl für Unternehmen mit länderübergreifenden Konnektivitätsanforderungen sein wollen. Deswegen investieren wir in robuste, globale Festnetz- und Mobilfunk- Strukturen und agieren als „One-Stop-Shop“ für Konnektivität durch Orchestrierung von eigenen und Partnernetzen. Mittelfristig wollen wir mit vollständig Cloud-basierten und modularen Netzdiensten auf geänderte Kundenanforderungen eingehen und Netze dynamisch anpassen. Über standardisierte Programmierschnittstellen (API) können einzelne Anwendungen zukünftig sogar individuelle Netzparameter automatisch in Echtzeit steuern. Hierfür werden wir in den nächsten Jahren unsere eigene Netz- und IT-Landschaft radikal umbauen hin zu einer modularen, Software-gesteuerten Produktion und der Fähigkeit zur Integration in kundenspezifische App- und IT-Landschaften. Wir treiben die kommerzielle Bereitstellung von Kommunikations- und Netzwerk-APIs kontinuierlich voran. Unter der Marke „Magenta Business API“ bieten wir bereits seit 2023 einen einfachen Zugang für Entwickler und Geschäftskunden. Im Berichtsjahr haben wir unsere Magenta Business APIs außerdem produktisiert, welche in unserem Entwicklerportal verfügbar gestellt werden, und haben deren Vermarktung gestartet, sodass sie von unseren Geschäftskunden bereits genutzt werden.

Fokusthemen wie das Internet der Dinge (IoT) und Cybersicherheit haben weiterhin eine hohe Relevanz: Sicherheits- und Netzlösungen (Netzwerk, IT und Cloud) verschmelzen zu hochsicheren Ende-zu-Ende-Lösungen. Sicherheitsfunktionen, die bislang separat erworben wurden, werden zunehmend ein Teil des Konnektivitätsprodukts bzw. von Sicherheitslösungen: Beispielsweise sind neuartige Firewalls teilweise bereits integrierter Bestandteil von SD-WAN- Lösungen oder klassischen Mobilfunk- und Festnetz-Lösungen, während SASE-Lösungen (Secure Access Service Edge, SASE) SD-WAN in Kombination mit Cloud- und Applikationssicherheit aus einer Hand liefern. Unsere MPLS-Lösungen (Multiprotocol Label Switching, MPLS) und SD-WAN-Produkte als zentrale Elemente unseres Geschäftskunden-Portfolios werden wir daher ganzheitlich unter Netz- und Sicherheitsaspekten weiterentwickeln. Bei jedem Dienst und Produkt (z. B. Campus-Netze, IoT) stellen wir das Thema Sicherheit in den Fokus – und zwar bei jedem Teilaspekt der Kommunikationskette: vom Nutzer über das Endgerät, WLAN/Mobilfunk/LAN bis hin zu Zugangs- und Unternehmensnetzen, Transportnetzen und Datenzentren. Es gilt „Security by Design“ – von der Entwicklung über den Betrieb bis zum Management der Netzleistungen durch uns und unsere Kunden.

Das IT-Geschäft für Großkunden verändert sich von „klassischen“ IT-Outsourcing-Dienstleistungen hin zu neuen Cloud-basierten Services und digitalen Lösungen (v. a. im Bereich der Künstlichen Intelligenz). Die Strategie unseres operativen Segments Systemgeschäft hat unverändert das Ziel, „Leading European vertical full-service IT player“ (Führender europäischer vertikaler IT-Dienstleister) zu werden. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der DACH-Region, in der wir zu den führenden IT-Service-Anbietern (gemessen am Umsatz) gehören. Unser strategischer Schwerpunkt liegt auf der Erfüllung von Kernkundenbedarfen der Digitalisierung: Beratung, Cloud Services und digitale Lösungen. Für ausgewählte Branchen (Automobil, Gesundheitswesen sowie öffentliche Hand) bieten wir zusätzlich industriespezifische Lösungen an. Zudem setzen wir verstärkt auf den Einsatz von KI zur Verbesserung von Kundenlösungen und internen Prozessen.

Das Thema Near- und Offshore gewinnt für den Konzern zunehmend an Relevanz in einem kompetitiven Umfeld. Hier setzen wir verstärkt auf den Ausbau von Near- und Offshore-Kapazitäten, v. a. bei T-Systems. Im Berichtsjahr bauten wir zudem unser globales IoT-Geschäft aus, in dem wir der Bridge Alliance beigetreten sind, die sich aus 34 Mobilfunk-Unternehmen in Asien, Australien, Afrika und dem Nahen Osten zusammensetzt. Mit diesem Beitritt ermöglichen wir einerseits weltweit agierenden Unternehmen aus Europa einen vereinfachten Zugang in die Länder der Asien-Pazifik- Region und andererseits den Unternehmen aus dem außereuropäischen Raum einen vereinfachten Zugang in Europa.

Effizienz

Durch eine bessere Auslastung unserer Netze können wir unsere Effizienz steigern. Daher spielt Kundenwachstum sowohl mit Blick auf die Anzahl der Kunden als auch auf die Nutzungsintensität eine zentrale Rolle für unsere Effizienz. Aber „Leading Digital Telco“ bedeutet für uns auch, dass wir uns in puncto Effizienz an digitalen Unternehmen orientieren (z. B. Netflix, Microsoft). Die Digitalisierung ist einer der wesentlichen Hebel, um die Kosteneffizienz entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette weiter zu steigern: von der Kundenschnittstelle über unsere Produktion bis hin zum Management unserer eigenen Infrastruktur und Lieferketten.

In den vergangenen Jahren haben wir kontinuierlich in unsere digitalen Kontaktpunkte zu unseren Kunden investiert. Wir bieten unseren Kunden unterschiedlichste digitale Service-Instrumente an, wie z. B. unsere digitalen Assistenten, die es ihnen ermöglichen, bestimmte Anliegen und Fragen direkt und schnell im Self-Service zu klären. Die zentrale Plattform für digitale Kundeninteraktionen in Europa und Deutschland ist unsere OneApp. In unseren europäischen Landesgesellschaften nutzen rund 73 % unserer Kunden unsere OneApp, in Deutschland rund 58 %. Zudem legen wir höchsten Wert auf eine rasche Lösung von Kundenanliegen. 2024 konnten wir unsere Erstlösungsquote, also die Kundenanliegen, die wir direkt im ersten Kontakt lösen, erneut steigern (74,1 %; 2023: 69,0 %). Wichtig für ein herausragendes Kundenerlebnis und das rasche Lösen von Kundenanliegen ist auch der „Rundum“-Blick auf unsere Kunden, unabhängig vom Kanal – online und offline. Magenta View ist unser Frontend für alle Mitarbeiter mit direktem Kundenkontakt mit allen notwendigen Kundendaten aus einer Quelle. Von Magenta View haben am Ende des Berichtsjahres über 26 Tsd. Mitarbeiter in Deutschland profitiert.

Zudem wollen wir intern möglichst effizient, d. h. zeit- und kostensparend agieren. Beispielsweise beim Ausbau unserer Glasfasernetze: Unsere sog. T Cars erfassen sensorbasiert Umgebungsdaten zur automatisierten Glasfaser-Planung. Der gesamte Planungsprozess wird von einer KI unterstützt: von der Erfassung der Oberflächen über eine entsprechende Tiefbauplanung bis hin zum digitalen Dialog mit Kommunen für Genehmigungsverfahren. Der Planungsaufwand wird damit signifikant reduziert. Ein weiterer Schritt, um unsere Effizienz zu verbessern, ist die Automatisierung unseres Netzbetriebs. Autonome Netze können Probleme vorhersehen und verhindern, bevor die Kunden sie bemerken. Automatisches Ticket-Handling hilft, Störungen schneller zu beheben: Aus Kundenbeschwerden zu Netzstörungen werden KI-gestützt Tickets generiert und konkrete Maßnahmen zur Behebung der Störung abgeleitet. Auch weitere interne Prozesse stellen wir kontinuierlich auf den Prüfstand und optimieren sie. Unseren Weg der Kostentransformation beschreiten wir deshalb konsequent weiter.

Daten & KI

Um nachhaltiges Wachstum, Effizienz und Profitabilität zu sichern und somit unsere Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu erhalten, müssen wir kontinuierlich unsere Prozesse verbessern. Dafür digitalisieren wir weiter. Wir wollen das volle Potenzial unserer Daten heben. Innovative Technologien wie KI wollen wir zum integralen Bestandteil unserer täglichen Arbeit machen und die Vorteile von KI bestmöglich entlang unserer Wertschöpfungskette nutzen. Dies beginnt mit unseren Netzen: Perspektivisch wollen wir immer autonomere Netze haben, die sich zunehmend selbst steuern. KI wird es uns z. B. in Zukunft ermöglichen, jede Mobilfunkzelle individuell an die erwartete Auslastung anzupassen. Ist diese etwa wegen eines Open-Air-Konzerts oder eines Fußballspiels lokal groß, kann die KI dies antizipieren und die Antennenleistung erhöhen. Umgekehrt kann sie bei absehbarer schwacher Nachfrage zu Nachtstunden oder Ferienzeiten bestimmte Frequenzen in den Schlafmodus schicken. So kann durch Algorithmen ohne Kompromisse beim Surferlebnis der Stromverbrauch reduziert werden.

Ein anderes Beispiel ist das sog. automatische Ticket-Handling. Beschweren sich Kunden beim Service über Netzstörungen, werden diese Meldungen automatisch in Tickets übersetzt. Seit August 2024 nutzen wir für einen Teil der Ticketerstellung große KI- Sprachmodelle (Large Language Model, LLM). Sie können aus den Meldungen genaue Problembilder herausfiltern und strukturieren. Und auch beim Lösen der Tickets hilft künftig KI. Durch den Einsatz von KI in unseren Netzen haben wir weniger Ausfälle, schaffen eine höhere Qualität und eine bessere Energieeffizienz.

LLMs und generative KI (GenAI) haben das Potenzial, alle Kundenschnittstellen grundlegend zu verändern. Wir nutzen GenAI zur Verbesserung unseres Chatbots Frag Magenta. So können wir auch Kundenfragen bearbeiten, für die wir keine passenden vorgeschriebenen Texte haben oder die ungenau bzw. grammatikalisch unpräzise formuliert sind. Kundenanliegen werden dadurch zukünftig noch besser automatisiert bearbeitet und das Volumen der eingehenden Anrufe bei unseren Kundenbetreuern reduziert. Neben der Weiterentwicklung unseres Chatbots haben wir die Funktion Frag Magenta in unserer OneApp um einen allgemeinen KI-Assistenten erweitert: Im vierten Quartal 2024 haben wir Magenta AI eingeführt. Magenta AI beinhaltet nun den Chatbot sowie eine KI-gestützte Suchmaschine, die Weltwissen aus frei zugänglichen Quellen verwendet. So ermöglichen wir einer breiten Masse den Zugang zu KI. Auch die Arbeit unserer Mitarbeiter außerhalb der Kundeninteraktionen wird von KI profitieren, indem z. B. Arbeitsschritte automatisiert, Dokumente zusammengefasst oder Vorschläge automatisch erstellt werden. In der IT wird der Einsatz von KI z. B.# Zusammengefasster Lagebericht – Konzernstrategie | 13

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

in sämtlichen Stufen der Software-Entwicklung erfolgreich getestet: von der KI-gestützten Generierung von Codes über das Testen der fertigen Software bis hin zur kontinuierlichen Identifikation und Behebung auftretender Fehler. Weitere Beispiele sind die Analyse von juristischen Texten oder der Einsatz interner Chatbots, die dazu dienen, Zugänge zu internen Daten und Dokumenten zu vereinfachen. Im Berichtsjahr haben wir intern den Chatbot AskT eingeführt, für den wir mit unserem Partner Glean zusammenarbeiten. Es werden verschiedene Modelle eingesetzt, aktuell von Glean und OpenAI. AskT greift sowohl auf interne Quellen als auch auf externe Quellen zu. KI nutzen wir immer entlang ethischer Leitlinien, die wir uns gegeben haben. Bereits 2023 haben wir das AI Competence Center (AICC) gegründet, das die KI-Kompetenzen des Konzerns bündelt. Es bietet allen Konzerneinheiten praktische technische Unterstützung. So können sie insbesondere generative KI schnell nutzen. Das AICC berät, wie eine ethische und sichere Nutzung von KI aussieht, und gibt Hilfestellung bei der Auswahl geeigneter Partner. Wir engagieren uns auch im KI-Ökosystem, v. a. mit der Global Telco AI Alliance, die wir 2023 zusammen mit e&, Singtel und SK Telecom gegründet haben und im Berichtsjahr um Softbank erweitern konnten. Ihr Ziel ist es, neue Wachstumstreiber durch innovative KI-Modelle zu entwickeln.

Globale Ausrichtung

Der Konzern will seine globalen Größenvorteile mit weltweit über 261 Mio. Kunden im Mobilfunk und weiteren Kunden im Festnetz und TV stärker nutzen und dabei etwa Skaleneffekte durch global verfügbare Services und API-basierte IT-Plattformen in der Cloud realisieren. Globale ICT-Lösungen und -Partnerschaften sollen dazu beitragen, die Skalenvorteile zu heben. Zu einer globalen Ausrichtung gehört auch, dass wir den systematischen Wissensaustausch innerhalb des Konzerns vorantreiben. Zudem wollen wir einen stärkeren Fokus darauf legen, interne Geschäftsmodelle und Plattformen über den gesamten Konzern zu skalieren. Hierzu zählen z. B. unsere Kunden-App in Europa und Deutschland sowie unser OneTV-Ansatz mit einer einheitlichen TV-Produktionsplattform für unsere europäischen Landesgesellschaften. Weitere Beispiele sind unsere sechs B2B-Kompetenzzentren, die gemeinsam je nach Bedarf Plattformen/Services entwickeln und diese allen Märkten sowie Kundensegmenten zur Verfügung stellen. Ein weiterer Stellhebel ist die Implementierung eines gemeinsamen Betriebsmodells für Teile unserer Netzinfrastruktur in Europa (Common Operating Model Europe). Unsere Produktionsplattformen passen wir darüber hinaus an die Kundenbedürfnisse der Zukunft an: Dafür bauen wir Cloud-basierte, skalierbare, modulare Plattformen, die in ausgewählten Teilen auch für Dritte (z. B. Service Provider und Anwendungsentwickler) über standardisierte Programmierschnittstellen (API) zugänglich sein werden. Ziel ist es, dass Konnektivität, Dienste und Daten (z. B. Standortdaten, Verbindungskonditionen und Nutzerverhalten) bedarfsweise mit neuen Anwendungen kombinierbar sind. Die Vorteile einer solchen Architektur sind kürzere Entwicklungszeiten, eine schnellere Erschließung von Umsatzpotenzialen, eine stärker automatisierte und erheblich kosteneffizientere Produktion, eine Skalierung über Geschäftsbereiche und Länder hinweg sowie ein maßgeblich verbessertes Kundenerlebnis durch personalisierte, digitale Interaktionen.

Ein weiterer Bestandteil unserer globalen Ausrichtung liegt in der nachhaltigen Sicherung unserer Mehrheit an T-Mobile US. Die Schwelle zur Kapitalmehrheit an T-Mobile US wurde bereits im ersten Halbjahr 2023 überschritten. Im Juni 2024 haben wir weitere rund 7 Mio. Aktien der T-Mobile US durch die Ausübung entsprechender Festpreis-Optionen (Fixed Options) erworben. Unter Berücksichtigung der eigenen Aktien im Bestand der T-Mobile US betrug unser Anteil an T-Mobile US zum 31. Dezember 2024 51,4 %.

Finanzen

Unsere Kosteneffizienz und unsere Produktivitätssteigerung resultierte im Berichtsjahr in einem soliden Wachstum entlang unserer relevanten Finanzkennzahlen (z. B. Umsatz, bereinigtes EBITDA AL und Free Cashflow AL). Unsere Bestrebung liegt einerseits in der Maximierung unserer Kapitalerträge zur Reinvestition in nachhaltiges Wachstum, damit wir unser Schwungrad weiter beschleunigen können und andererseits zur Steigerung unserer Dividendenrendite. Dies drückt sich ebenfalls darin aus, dass wir im Berichtsjahr rund 2 Mrd. € in Aktienrückkäufe investiert haben. Auf unserem Kapitalmarkttag 2024 haben wir ausführlich über unsere Planung für die nächsten Jahre berichtet.

Weitere Informationen zu der Entwicklung unserer Finanzkennzahlen finden Sie im Kapitel „Geschäftsentwicklung im Konzern“. Unsere Finanzplanung für die Jahre 2024 bis 2027 finden Sie im Kapitel „Finanzstrategie“ und unsere Erwartungen für die Jahre 2025 und 2026 im Kapitel „Prognose“.

Unsere Identität: „T“

Bei der Umsetzung unserer Strategie nutzen wir unsere Stärken und übernehmen gesellschaftliche Verantwortung: In der Wahrnehmung unserer Kunden spielt v. a. unsere Marke eine wichtige Rolle. Im Berichtsjahr ist die Deutsche Telekom in der Studie Brand Finance Global 500 als die wertvollste Telekommunikationsmarke der Welt ausgezeichnet worden und rangiert unter den 10 wertvollsten Marken weltweit. Laut Brand Finance ist der Anstieg des Markenwerts der Deutschen Telekom um 17 % auf 73,3 Mrd. US-$ auf ein starkes Netz und den erfolgreichen Glasfaser-Ausbau in Europa sowie auf die 5G-Führerschaft in den USA zurückzuführen. Die Brand-Finance-Studie unterstreicht die führende Rolle der Deutschen Telekom bei der Kundenzufriedenheit und hebt ihren Brand Strength Index (BSI) auf 83 von 100 Punkten an.

Ein weiterer wesentlicher Faktor für unseren langfristigen Erfolg ist das Engagement unserer Mitarbeiter. Die Frage nach der Stimmung bzw. Zufriedenheit bewegt sich mit 80 % (2023: 78 %) weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. 83 % der Mitarbeiter bestätigen, dass sie stolz auf die Marke sind. Dass sich unsere Mitarbeiter mit unserem Unternehmen identifizieren, zeigt sich auch an der Beteiligung an unserem Aktienprogramm „Shares2You“. Darüber wollen wir unseren Mitarbeitern eine stärkere Teilhabe am Unternehmenserfolg ermöglichen. Im Berichtsjahr haben sich mehr als 40 % unserer Mitarbeiter in Deutschland (rund 38 Tsd. Mitarbeiter exklusive Führungskräfte) an dem Programm beteiligt, international zudem mehr als 4 Tsd. Mitarbeiter. Neben den bisherigen Ländern Deutschland, Slowakei, der Tschechischen Republik, Rumänien und Ungarn kamen im Berichtsjahr neun weitere Länder hinzu: Singapur, Österreich, Indien, Schweiz, die Niederlande, Griechenland, Kroatien, Spanien und das Vereinigte Königreich. Somit wurde Shares2You über Europa hinaus zu einem weltweiten Mitarbeiterprogramm.

Darüber hinaus richten wir zur Wahrnehmung unserer gesellschaftlichen Verantwortung Kernunternehmensprozesse konsequent nachhaltig aus. Auf Basis unserer 2022 überarbeiteten und geschärften Nachhaltigkeitsstrategie arbeiten wir an der Umsetzung unserer Ziele zu Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft, Vielfalt und Team-Performance sowie digitaler Verantwortung und Teilhabe. Bis spätestens 2040 wollen wir entlang der gesamten Wertschöpfungskette klimaneutral („Netto-Null“) sein. Als Zwischenziel wollen wir bis 2030 entlang der Wertschöpfungskette 55 % Emissionen gegenüber 2020 eingespart haben und bis 2040 sogar 90 %. Unser Klimaziel entspricht den Anforderungen der SBTi. Darüber hinaus wollen wir bis 2030 unsere Wertschöpfungskette für Endgeräte und Netztechnik in Deutschland und Europa nahezu vollständig kreislauffähig gestalten. Mit rund 5,5 Mio. Geräten, die wir in Deutschland und Europa zurückgenommen haben, um sie entweder wiederaufzubereiten oder dem Recycling-Kreislauf zurückzuführen, tragen wir gemeinsam mit unseren Kunden aktiv zum Ressourcen- und Klimaschutz bei. Auch unsere Lieferanten adressieren wir beim Thema Klimaschutz und Kreislaufwirtschaft, z. B. in Ausschreibungsbedingungen. Bereits seit 2020 gilt ein nachhaltiger Verpackungsstandard, in dem auf Single-use-Plastik verzichtet und stattdessen auf recyclebare Materialen und umweltverträgliche Farben gesetzt wird. Alle neuen Gerätetypen unter der Marke „Telekom“ (T-Branded) und mehr als zwei Drittel der neuen Verpackungen von Smartphones, die wir von unseren Lieferanten beziehen, entsprechen diesen Kriterien.

Unseren eigenen Stromverbrauch decken wir seit 2021 für alle Konzerneinheiten zu 100 % mit Strom aus erneuerbaren Energien ab. Unsere Energieeffizienz – das Verhältnis von Datenvolumen im Netz und dafür aufgewendeten Strom – haben wir im Jahr 2024 gegenüber 2020 wie geplant verdoppelt. Die Außerbetriebnahme von Altplattformen, wie PSTN, die Umstellung auf effizientere Technologie, wie von 3G auf 5G, die Nutzung hocheffizienter Rechenzentren sowie der Einsatz von KI helfen hierbei. Langfristig wird auch die Umstellung von Kupfer- auf Glasfaser-Technologie einen Beitrag leisten. So konnten wir trotz signifikant steigenden Datenverkehrs, mehr aktiven Komponenten im Netz und einer weiteren Verdichtung unserer Netze den Energieverbrauch in unseren Netzen in Deutschland und Europa 2024 im Vergleich zu 2020 stabil halten.

Um insbesondere den Einsatz von KI verantwortungsvoll zu gestalten, haben wir unsere bereits vorhandenen ethischen Prinzipien im Jahr 2024 um grüne KI-Prinzipien ergänzt. Neun Grundsätze helfen uns künftig dabei, den Energie- und Ressourcenbedarf von KI auch ökologisch verantwortungsvoll zu steuern. Darüber hinaus setzen wir uns für eine verantwortungsvolle Digitalisierung ein. Unter dem Motto „Gegen Hass im Netz“ unterstützt die Deutsche Telekom z. B. Projekte zur Medienkompetenz in der Gesellschaft oder gegen Cybermobbing. 2024 haben wir unser Engagement hier um eine Kampagne gegen Desinformation und Fake News erfolgreich ausgeweitet.# Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Zusammengefasster Lagebericht – Konzernstrategie

Im Berichtsjahr haben wir zudem den Telekom Sustainability Campus ins Leben gerufen, eine Lernplattform, über die alle Beschäftigten in Deutschland und Europa Zugang zu webbasierten Nachhaltigkeitstrainings erhalten. So sollen sie dabei unterstützt werden, zur Erreichung der Nachhaltigkeitsziele des Konzerns in ihrer Arbeit beizutragen. Weitere Informationen zu unserer Nachhaltigkeitsstrategie finden Sie im Kapitel „Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung“. Zusammenfassend drückt sich unsere Strategie durch folgende Ambitionen aus:

  • Wir wollen den Unterschied machen mit dem besten Netzerlebnis für unsere Kunden: bestes Glasfasernetz, bestes 5G-Netz.
  • Wir wollen weiter wachsen: mit besten Netzen und Produkten, die das Leben aller Kunden vereinfachen. Und mit neuen Erlösen durch den Magenta Advantage.
  • Wir vereinfachen, wir automatisieren, wir modernisieren – überall. Dadurch steigern wir Produktivität und Effizienz.
  • Wir schaffen den bestmöglichen Mehrwert: Für unsere Aktionäre und für neue Investitionen in nachhaltiges Wachstum.
  • Wir stellen Digitalisierung an die erste Stelle und nutzen das volle Potenzial unserer Daten und von KI.
  • Wir nutzen unsere Größe. Wir bauen und betreiben Plattformen und Produkte global, in der Cloud und mit einheitlichen Schnittstellen.
  • Wir sind ein verantwortungsbewusster und aktiver Teil der Gesellschaft. Wir sind Partner nicht nur auf gesellschaftlicher, sondern auch auf politischer Ebene und tragen zu einer offenen und zukunftsorientierten Weiterentwicklung aller Länder bei, in denen wir aktiv sind.

Finanzstrategie

Im Oktober 2024 haben wir auf unserem Kapitalmarkttag die Strategie für die Jahre 2024 bis 2027 vorgestellt. Für Investoren bleibt die Finanzstrategie der Deutschen Telekom attraktiv und verlässlich. Exzellente Finanzkennzahlen unterstützen unsere Investitionen, die wiederum Kundenwachstum ermöglichen. Begleitet wird dies durch ein ständiges Streben nach Effizienz.

Unsere Finanzstrategie bis 2027

a Vorbehaltlich der notwendigen Gremienbeschlüsse und weiterer gesetzlicher Voraussetzungen.

Zu unserer Finanzstrategie gehören das Erreichen unserer angestrebten Finanzrelationen – relative Verschuldung (Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten zum bereinigten EBITDA) und Eigenkapitalquote – sowie eine Liquiditätsreserve, die mindestens die Fälligkeiten der nächsten 24 Monate abdeckt. Mit diesen klaren Aussagen wollen wir unser Rating in einem Korridor von A- bis BBB halten und den uneingeschränkten Zugang zum Kapitalmarkt sicherstellen.

Für die Aktionäre gibt es – vorbehaltlich der notwendigen Gremienbeschlüsse und weiterer gesetzlicher Voraussetzungen – eine attraktive und nachhaltige Dividendenpolitik. Die Dividendenhöhe für die Geschäftsjahre ab 2024 basiert weiterhin auf einer Ausschüttungsquote von 40 bis 60 % des bereinigten Ergebnisses je Aktie, wobei eine Dividende von mindestens 0,60 € je dividendenberechtigter Aktie gezahlt werden soll. Für das Geschäftsjahr 2024 schlagen wir, wie bereits im Oktober 2024 angekündigt, eine Dividende von 0,90 € je dividendenberechtigter Aktie vor. Dies entspricht 47,3 % des bereinigten Ergebnisses je Aktie. Dieser Wert soll von 1,60 € im Jahr 2023 bis 2027 auf rund 2,5 € steigen. Unseren Aktionären bieten wir damit eine attraktive Rendite und ein hohes Maß an Planbarkeit. Wie in den Vorjahren wird auch die Dividende für das Geschäftsjahr 2024 ohne Abzug von Kapitalertragsteuer ausgezahlt.

Auf dem Kapitalmarkttag 2024 hat der Vorstand der Deutschen Telekom AG verkündet, für das Jahr 2025 eine Aktionärsvergütung von insgesamt bis zu 6,4 Mrd. € zu planen – einschließlich Aktienrückkäufen mit einem Gesamtvolumen von bis zu 2 Mrd. €. Der Rückkauf hat am 3. Januar 2025 begonnen und erfolgt innerhalb des Zeitraums bis zum 31. Dezember 2025 in mehreren Tranchen.

Kapitalmarkttag 2024: Ambitionsniveaus a bis 2027 a

a Bei der Ermittlung unserer Ambitionsniveaus wurde ein durchschnittlicher US-Dollar-Währungskurs von 1,08 US-$ sowie ein konstanter Konsolidierungskreis zugrunde gelegt.
b Vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum.
c Das Ambitionsniveau basiert auf dem organischen Wert für 2023, d. h. der Entkonsolidierungsertrag aus dem Verkauf von GD Towers zum 1. Februar 2023 wurde nicht berücksichtigt.

Mit der auf dem Kapitalmarkttag 2024 vorgestellten Strategie streben wir bis 2027 eine neue Wachstumsphase an: Wir erwarten beim Umsatz und Service-Umsatz im Durchschnitt jeweils rund 4 % jährliches Wachstum, beim bereinigten EBITDA AL 4 bis 6 %. Unsere Investitionen (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US) ohne Ausgaben für Spektrum sollen im Jahr 2027 rund 21 % der Service-Umsätze betragen. Der Investitionsspielraum soll genutzt werden, um unsere Breitband-Infrastruktur weiter auszubauen und die digitale Transformation des Unternehmens voranzutreiben. Im Mobilfunk geschieht der Infrastrukturausbau auf Basis des Standards 5G, im Festnetz v. a. mit unserem konsequenten Ausbau von Glasfaser-Infrastruktur.

Die Finanzstrategie unterstützt die Transformation unseres Konzerns hin zur „Leading Digital Telco“. Um nachhaltig Wertzuwachs zu generieren, wollen wir mindestens unsere Kapitalkosten verdienen. Dieses Ziel soll einerseits durch eine Optimierung der Auslastung unseres Anlagevermögens, andererseits durch eine strenge Kostendisziplin und nachhaltig profitables Wachstum erreicht werden (ROCE 2024: 8,5 %). Treiber des Wachstums ist die Weiterentwicklung unseres Geschäftsmodells. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Nutzung globaler Größenvorteile sowie der konsequente Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Daten.

Weitere Informationen zu der erwarteten Geschäftsentwicklung in den Jahren 2025 und 2026 finden Sie im Kapitel „Prognose“. Um unsere strategischen Ziele besser setzen und erreichen zu können, verfolgen wir ein konzernweites, wertorientiertes Steuerungssystem, das wir im Kapitel „Konzernsteuerung“ erläutern.

Eigenkapital

  • Dividende
    a 40 bis 60 % des bereinigten Ergebnisses je Aktie (2024: 47,3 %)
    b Mindestens 0,60 €/Aktie (2024: 0,90 €/Aktie, Ausschüttung 2025)
  • Rückkäufe
    • Im Jahr 2025 bis zu 2 Mrd. €

Verlässliche Ausschüttungspolitik

Fremdkapital

  • Rating A- bis BBB (zum 31.12.2024: BBB+)
  • Relative Verschuldung ≤ 2,75x (zum 31.12.2024: 2,78x)
  • Eigenkapitalquote 25 bis 35 % (zum 31.12.2024: 32,3 %)
  • Liquiditätsreserve deckt die Kapitalmarktfälligkeiten der nächsten 24 Monate

Uneingeschränkter Zugang zum Fremdkapitalmarkt

„Leading Digital Telco“ – ROCE > WACC

Zusammengefasster Lagebericht – Konzernsteuerung

Wir verfolgen das Konzept der wertorientierten Unternehmensführung. Wir wollen einen Ausgleich der unterschiedlichen Erwartungen unserer Interessengruppen sicherstellen, damit genügend Mittel für eine attraktive Dividendenpolitik, den Schuldenabbau, einen verantwortungsvollen Personalumbau sowie Investitionen in ein nachhaltiges und positives Kundenerlebnis zur Verfügung stehen.

  • Die Aktionäre erwarten eine angemessene und verlässliche Verzinsung auf ihr eingesetztes Kapital.
  • Die Fremdkapitalgeber erwarten eine angemessene Verzinsung und die Fähigkeit zur Schuldenrückzahlung.
  • Die Mitarbeiter erwarten sichere Arbeitsplätze sowie eine verantwortungsvolle Gestaltung des notwendigen Personalumbaus.
  • Die „Unternehmer im Unternehmen“ erwarten ausreichende Investitionsmittel, um das zukünftige Geschäft zu gestalten und um Produkte, Innovationen und Services für die Kunden zu entwickeln.
  • Die Gesellschaft erwartet, dass wir unsere Möglichkeiten ausschöpfen, um die Umwelt zu schützen, ein faires und demokratisches Miteinander zu fördern und die Digitalisierung verantwortungsvoll zu gestalten.

Steuerungssystem

Wir verwenden konkrete Leistungsindikatoren, um den Erfolg zuverlässig und nachvollziehbar zu messen. Einen Überblick über unsere bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren geben die folgenden Tabellen und Erläuterungen.

Finanzielle Leistungsindikatoren

2024 2023 2022 2021 2020
Umsatz Mrd. € 115,8 112,0 114,4 107,8 100,1
Service-Umsatz a Mrd. € 96,5 92,9 92,0 83,2 78,1
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) Mrd. € 43,0 40,5 40,2 37,3 35,0
Betriebsergebnis (EBIT) Mrd. € 26,3 33,8 16,2 13,1 12,8
Ergebnis je Aktie (bereinigt um Sondereinflüsse) € 1,90 1,60 1,83 1,22 1,20
ROCE % 8,5 9,0 4,5 4,1 4,6
Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) b Mrd. € 19,2 16,1 11,5 8,8 6,3
Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) Mrd. € (16,0) (16,6) (21,0) (18,0) (17,0)
Rating (Standard & Poor’s, Fitch) BBB+, BBB+ BBB+, BBB+ BBB, BBB+ BBB, BBB+ BBB, BBB+
Rating (Moody’s) Baa1 Baa1 Baa1 Baa1 Baa1

a Zum 1. Januar 2023 wurde die Definition des Service-Umsatzes erweitert. Die Vorjahreswerte wurden bis einschließlich 2021 rückwirkend angepasst.
b Vor Zinszahlungen für Nullkupon-Anleihen und vor Auflösung von Zinssicherungsgeschäften bei T‑Mobile US (jeweils im Jahr 2020). Darstellung GD Towers im Vorjahr.

Am 1. Februar 2023 wurde die Veräußerung der Geschäftseinheit GD Towers vollzogen, die seitdem nicht mehr Bestandteil des Konzerns ist. Im Konzernabschluss wurde GD Towers ab dem dritten Quartal 2022 bis zu ihrer Veräußerung als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen. Hingegen beinhalten die finanziellen Leistungsindikatoren des Vorjahres im zusammengefassten Lagebericht die Wertbeiträge von GD Towers bis einschließlich Januar 2023. Eine Aufteilung dieser Leistungsindikatoren auf die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Beträge in den Jahren 2023 und 2022 kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.

in Mio.# Zusammengefasster Lagebericht – Konzernsteuerung | 16

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Umsatz und Ergebnis

Der Umsatz entspricht dem Wert unserer betrieblichen Tätigkeit. Der absolute Umsatz hängt davon ab, wie gut wir unsere Produkte und Dienstleistungen am Markt absetzen können. Die Entwicklung des Umsatzes ist eine wesentliche Größe, um den Unternehmenserfolg zu messen. Neue Produkte und Dienstleistungen sowie zusätzliche Absatzbemühungen sind erst erfolgreich, wenn sie den Umsatz erhöhen.

Der Service-Umsatz enthält im Wesentlichen werthaltige – also planbare bzw. wiederkehrende – Umsätze aus Kernaktivitäten der Deutschen Telekom. Service-Umsatz sind die Umsätze, die von Kunden aus Diensten generiert werden (d. h. Umsätze aus Festnetz- und Mobilfunk-Sprachdiensten – eingehenden und abgehenden Gesprächen – sowie Datendiensten), zuzüglich Roaming-Umsätzen, monatlicher Grundgebühren und Visitoren-Umsätze, sowie Umsätze aus dem ICT-Geschäft. Die Service- Umsätze enthalten auch Umsätze im Zusammenhang mit Zusatzleistungen für Kunden, u. a. Rückversicherung für Endgeräteversicherungen und erweiterte Garantieleistungen. Die Service-Umsätze sind ein wichtiger Indikator für die erfolgreiche Umsetzung der Wachstumsstrategie des Konzerns.

Die Messung unserer operativen Ertragskraft erfolgt über das bereinigte EBITDA AL als ein um Abschreibungen auf aktivierte Nutzungsrechte sowie Zinsaufwendungen für passivierte Leasing-Verbindlichkeiten angepasstes und um Sondereinflüsse bereinigtes EBITDA. Dabei entspricht das EBITDA dem EBIT (Betriebsergebnis) vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte. Beide Kennzahlen messen die kurzfristige operative Leistungskraft und den Erfolg der einzelnen Geschäftsbereiche.

Sondereinflüsse überlagern die Darstellung der operativen Geschäftstätigkeit und erschweren somit eine Vergleichbarkeit von Ergebnisgrößen mit Vorjahren. Für eine transparente Darstellung bereinigen wir daher unsere Ergebnisgrößen. Ohne diese Bereinigung sind Aussagen über die künftige Entwicklung der Ertragslage nur eingeschränkt möglich. Durch die zusätzliche Betrachtung des unbereinigten EBIT/EBITDA AL werden auch die Sondereinflüsse berücksichtigt. Hierdurch fördern wir den ganzheitlichen Blick auf unsere Aufwendungen.

Neben diesen absoluten Größen verwenden wir die EBIT- und EBITDA AL-Margen, um diese Kennzahlen im Verhältnis zum Umsatz zu zeigen. Dies lässt einen Vergleich der Ertragskraft von ergebnisorientierten Bereichen unterschiedlicher Größen zu.

davon: fortzuführende Geschäfts- bereiche davon: aufgegebener Geschäfts- bereich 2022 davon: fortzuführende Geschäfts- bereiche davon: aufgegebener Geschäfts- bereich
Konzernumsatz 111.985 111.970 15 114.413 114.197
Service-Umsatz 92.919 92.923 (4) 91.988 92.006
EBITDA 57.777 44.772 13.004 43.986 43.049
Abschreibungen auf aktivierte Nutzungsrechte (4.810) (4.810) 0 (6.507) (6.406)
Zinsaufwendungen für die passivierten Leasing-Verbindlichkeiten (1.807) (1.802) (5) (1.489) (1.452)
EBITDA AL 51.160 38.161 12.999 35.989 35.191
EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse 10.663 (2.264) 12.927 (4.219) (4.213)
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 40.497 40.424 73 40.208 39.404
Abschreibungen (23.975) (23.975) 0 (27.827) (27.635)
Betriebsergebnis (EBIT) 33.802 20.798 13.004 16.159 15.414
Finanzergebnis (8.845) (8.829) (16) (4.455) (4.437)
Ergebnis vor Ertragsteuern 24.957 11.968 12.989 11.703 10.977
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) € 3,57 0,82 2,75 1,61 1,52
Bereinigtes Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) € 1,60 1,59 0,01 1,83 1,72

Der im Geschäftsjahr 2023 aus dem Verkauf von GD Towers resultierende Entkonsolidierungsgewinn in Höhe von 12,9 Mrd. € ist im EBITDA und den daraus abgeleiteten Leistungsindikatoren enthalten. In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird er im Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich als sonstiger betrieblicher Ertrag ausgewiesen.

Die Herleitung des EBITDA AL, des EBIT sowie des Konzernüberschusses/(-fehlbetrags) auf die um Sondereinflüsse bereinigten Werte finden Sie im Kapitel „Geschäftsentwicklung des Konzerns“. Das bereinigte Ergebnis je Aktie ermittelt sich aus dem bereinigten Konzernüberschuss im Verhältnis zur zeitlich gewichteten Summe aller ausstehenden Stammaktien, die unter Abzug der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der von der Deutschen Telekom AG gehaltenen eigenen Aktien berechnet wird.

Rentabilität

Eine nachhaltige Konzernwertsteigerung haben wir in den mittelfristigen Zielen festgeschrieben und als Kennzahl im gesamten Konzern implementiert. Eine wichtige Steuerungsgröße auf Konzernebene ist die Kapitalrendite (Return On Capital Employed, ROCE). Um die Kapitalrendite zu ermitteln, wird das operative Ergebnis nach Abschreibungen und kalkulatorischen Steuern (Net Operating Profit After Taxes, NOPAT) ins Verhältnis zum durchschnittlich im Jahresverlauf gebundenen Vermögen (Net Operating Assets, NOA) gesetzt. Unser Ziel ist es, die aus dem Kapitalmarkt abgeleiteten Renditevorgaben der Fremd- und Eigenkapitalgeber zu verdienen bzw. zu übertreffen. Maßstab für den Verzinsungsanspruch ist der Kapitalkostensatz. Diesen ermitteln wir als gewichteten Durchschnittskostensatz aus Eigen- und Fremdkapitalkosten (Weighted Average Cost of Capital, WACC). Der NOPAT leitet sich als Ergebnisgröße aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung unter der Berücksichtigung eines kalkulatorischen Steueraufwands ab. Er ist ohne Berücksichtigung von Kapitalkosten definiert. Die NOA umfassen alle Vermögenswerte, die direkt zur Umsatzerzielung beitragen. Dazu gehören alle Elemente der Aktivseite der Konzernbilanz, welche zur Leistungserbringung erforderlich sind. Hinzuaddiert wird das operative Working Capital, welches sich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den Vorräten sowie den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten ermittelt. Abgezogen wird der Betrag der sonstigen Rückstellungen, da hierfür kein Verzinsungsanspruch besteht.

Finanzierungsspielraum

Den Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) definieren wir als Cashflow aus Geschäftstätigkeit abzüglich Nettozahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) und Sachanlagen sowie der Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten (ohne Berücksichtigung von Finanzierungs-Leasing-Sachverhalten der T-Mobile US). Der Free Cashflow AL ist ein zentraler Gradmesser für die Fremd- und Eigenkapitalgeber. Er misst das Potenzial zur Weiterentwicklung unseres Unternehmens, zur Schaffung von organischem Wachstum und für die Dividendenfähigkeit sowie für die Fähigkeit, Verbindlichkeiten zurückzuzahlen. Der Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) entspricht den Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (ohne Goodwill) und Sachanlagen, die als Teil des Free Cashflows auszahlungsrelevant dargestellt sind.

Ein Rating ist eine Beurteilung oder Klassifizierung der Bonität von Schuldtiteln und deren Emittenten nach einheitlichen Kriterien. Die Beurteilung der Bonität durch Rating-Agenturen hat Einfluss auf den Kapitalmarktzugang zu den internationalen Finanzmärkten und die Refinanzierungskosten. Wir haben als Teil unserer Finanzpolitik einen Rating-Korridor definiert. Mit einem Rating im Bereich von A– bis BBB (Standard & Poor’s, Fitch) bzw. A3 bis Baa2 (Moody’s) sind wir überzeugt, grundsätzlich den notwendigen Kapitalmarktzutritt zu haben, um die erforderlichen Finanzierungsmittel zu generieren.

Zusammengefasster Lagebericht – Konzernsteuerung | 17

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

2024 2023 2022 2021 2020
Kundenzufriedenheit (TRI*M-Index) a 77,6 76,2 76,0 73,4 72,2
Mitarbeiterzufriedenheit (Engagement-Score) b 77 76 78 77 4,0
Energieverbrauch c, d GWh 11.926 12.241 13.253 13.323
davon: Deutsche Telekom ohne T-Mobile US GWh 4.514 4.567 4.704 n.a.
CO 2 -Ausstoß (Scope 1 + 2) d, e, f kt CO 2 e 253 258 233 247
davon: Deutsche Telekom ohne T-Mobile US kt CO 2 e 183 188 179 n.a.
Kunden im Festnetz und Mobilfunk
Mobilfunk-Kunden g Mio. 261,4 252,2 245,4 248,2
Festnetz-Anschlüsse Mio. 25,2 25,4 25,3 26,1
Breitband-Kunden h Mio. 22,4 22,0 21,4 21,6
Systemgeschäft
Auftragseingang i Mio. € 4.020 3.628 3.952 3.876

a Deutsche Telekom ohne T-Mobile US.
b 2021 wurde u. a. die Skalenlogik des Engagement-Scores (ehemals „Engagement-Index“) von 1 bis 5 auf 0 bis 100 geändert.
c Energieverbrauch im Wesentlichen: Strom, Kraftstoff, weitere fossile Brennstoffe, Fernwärme für Gebäude. Der Wert zum Jahr 2020 wurde 2024 aufgrund von methodischen und strukturellen Änderungen rückwirkend angepasst.
d Die Angaben zum Jahr 2020 wurden aus der mit begrenzter Sicherheit (Limited Assurance) geprüften nichtfinanziellen Erklärung 2020 entnommen, die damals nicht Gegenstand der gesetzlichen Prüfung von zusammengefasstem Lagebericht und Konzernabschluss war.
e Die Werte zu den Jahren 2020 und 2023 wurden im Berichtsjahr aufgrund von methodischen und strukturellen Änderungen rückwirkend angepasst. Seit 2023 enthält der CO 2 -Ausstoß auch flüchtige Emissionen aus Kühl- und Feuerschutzmitteln. Ohne flüchtige Emissionen läge der CO 2 -Ausstoß im Jahr 2024 mit T-Mobile US bei 206 kt CO 2 e (2023: 217 kt CO 2 e) und ohne T-Mobile US bei 162 kt CO 2 e (2023: 171 kt CO 2 e).
f Berechnet nach der marktbasierten Methode des Greenhouse Gas Protocol.
g Inklusive Wholesale-Kunden der T-Mobile US.
h Ohne Wholesale.
i Im Zusammenhang mit der Verlagerung des Security-Geschäfts wurde der Auftragseingang für das Geschäftsjahr 2021 rückwirkend angepasst.

Wir glauben, dass zufriedene Kunden Multiplikatoren unseres Unternehmenserfolgs sind.# Konzernsteuerung

Als serviceorientiertes, verantwortungsvolles Unternehmen liegen uns die Bedürfnisse und Meinungen unserer Kunden am Herzen und wir wollen sie langfristig an unser Unternehmen binden. Daher messen wir die Kundenzufriedenheit in unseren Gesellschaften mithilfe der weltweit anerkannten TRIM-Methodik. Die Ergebnisse systematischer Befragungen werden in einer Kennzahl dargestellt: dem TRIM-Index. Um die hohe Bedeutung der Kundenbindung/-zufriedenheit für unser operatives Geschäft zu unterstreichen, wurde eine Steuerung und Incentivierung der Vorstände und berechtigten Führungskräfte auch über die langfristige variable Vergütung (Long Term Incentive) eingeführt. Als einer von vier relevanten Zielparametern fließt diese Kennzahl in den seit 2015 aufgelegten Long Term Incentive Plan ein, an dem seit 2021 auch der Vorstand teilnimmt. Dabei aggregieren wir die für die operativen Einheiten (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US) ermittelten TRIM-Indizes in Annäherung an die jeweiligen Umsatzanteile der Einheiten zu einem TRIM-Wert. Auf diese Weise partizipieren die Vorstände und berechtigten Führungskräfte an der Entwicklung der Kundenbindung/-zufriedenheit.

Weitere Informationen zu unserem Kundenservice finden Sie im Kapitel „Konzernstrategie“.

Unsere Mitarbeiter möchten sich für die Entwicklung des Unternehmens einsetzen und sich mit ihm identifizieren. Wir wollen einen offenen Dialog und einen produktiven Austausch mit unseren Mitarbeitern etablieren. Dabei helfen uns neue Arbeitsformen, moderne Kommunikationsmöglichkeiten und regelmäßige Befragungen. Zu den wichtigsten Feedback-Instrumenten für die Beurteilung der Mitarbeiterzufriedenheit zählen die zuletzt alle zwei Jahre durchgeführte Mitarbeitendenbefragung (MAB) und die halbjährig durchgeführte Pulsbefragung (jeweils Deutsche Telekom ohne T-Mobile US). Wir messen den Leistungsindikator Mitarbeiterzufriedenheit in unserem Unternehmen mit dem sog. Engagement-Score – abgeleitet aus den Ergebnissen der jeweils letzten Befragung – als Mittelwert aus den vier Engagement-Fragen zu Stimmung, Markenidentität, Arbeitgeberattraktivität und Inspiration. Die hohe Bedeutung der Mitarbeiterzufriedenheit für den Unternehmenserfolg hat dazu geführt, dass eine Steuerung und Incentivierung der Vorstände und berechtigten Führungskräfte auch über die langfristige variable Vergütung (Long Term Incentive) eingeführt wurde. Als einer von vier relevanten Zielparametern fließt das Mitarbeiter-Feedback in den seit 2015 aufgelegten Long Term Incentive Plan ein, an dem seit 2021 auch der Vorstand teilnimmt. Auf diese Weise partizipieren die Vorstände und berechtigten Führungskräfte an der Entwicklung der Mitarbeiterzufriedenheit.

Weitere Informationen zur Personalarbeit finden Sie im Unterkapitel „Soziales“ im Kapitel „Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung“.

Klimawandel und Umweltzerstörung sind existenzielle Bedrohungen für die Welt. Unternehmen sind daher gefordert, ihre Energie- und Ressourceneffizienz deutlich zu steigern und den absoluten Energieverbrauch zu begrenzen. Für Anbieter von Informations- und Kommunikationstechnik wird dieser Aspekt immer wichtiger. Die oft formulierte Erwartung an die Branche ist, dass der Grundverbrauch an Energie bei gleichzeitigem Ausbau des Telekommunikationsnetzes mittelfristig mindestens stabil bleibt oder sogar leicht sinkt. Die Deutsche Telekom erfasst ESG-Daten und -Kennzahlen (Environmental, Social and Governance, ESG), die in erster Linie dazu genutzt werden, unsere konzernweiten ESG KPIs zu berechnen, mit denen wir unsere CR-Leistung messen und steuern. Die hohe Bedeutung zweier Nachhaltigkeitsziele hat dazu geführt, dass seit 2021 eine Steuerung und Incentivierung der Vorstände auch über die jährliche variable Vergütung eingeführt wurde. Diese gilt seit 2022 auch für unsere Führungskräfte (außerhalb der T-Mobile US) sowie alle außertariflichen Mitarbeiter in Deutschland. Mit dem nichtfinanziellen Leistungsindikator Energieverbrauch dokumentieren wir den Energieverbrauch für den Betrieb unseres eigentlichen Geschäftsmodells. Unser Ziel ist, den Energieverbrauch, der umweltbelastend wirkt, mittelfristig mindestens stabil zu halten (2027 gegenüber 2023, Deutsche Telekom ohne T-Mobile US). Dieses Ziel wird unterstützt durch Programme und Investitionen in Energieeinsparmaßnahmen für alle Energieträger, durch die Optimierung der Infrastruktur sowie durch den Einsatz innovativer Technologiekomponenten. Wir kommen unserer Verantwortung zum Klima- und Ressourcenschutz auch dadurch nach, dass wir mit verschiedenen Initiativen daran arbeiten, den CO 2 -Ausstoß zu reduzieren, der im Rahmen unserer Geschäftstätigkeit anfällt. Zu diesen Initiativen gehören u. a. die nachhaltige Verankerung von Grünstrom, eine Verbrauchsoptimierung bei Gebäuden und die sukzessive Umstellung der im Konzern eingesetzten Fahrzeugflotte von fossilen Brennstoffen auf emissionsfreie oder -arme Antriebsformen. Unseren Fortschritt in der CO 2 -Reduktion bemessen wir mit dem nichtfinanziellen Leistungsindikator CO 2 -Ausstoß (Scope 1 und 2). Bei beiden Nachhaltigkeitszielen wurde das Ambitionsniveau und die Zielerreichung im Rahmen der kurzfristigen variablen Vergütung ohne T-Mobile US ermittelt. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass zum einen in den USA das 5G-Netz insbesondere in ländlichen Gebieten sehr intensiv ausgebaut wird und dies zu einem steigenden Stromverbrauch führt. Diesen Verbrauch deckt T-Mobile US wie der Konzern seit 2021 vollständig aus erneuerbaren Energiequellen. Zum anderen sind die Scope-1-Emissionen von T-Mobile US Schwankungen durch nicht planbare Naturkatastrophen und dem damit verbundenen temporären Einsatz von u. a. Dieselgeneratoren zur Wiederherstellung und Sicherstellung beschädigter Netzinfrastruktur ausgesetzt. Der besonderen nationalen Situation in diesem wichtigen Markt soll Rechnung getragen werden. Deshalb wurde entschieden, T-Mobile US im Rahmen der kurzfristigen variablen Vergütung in den Nachhaltigkeitszielen nicht zu berücksichtigen. So soll die richtige Anreizwirkung für den Vorstand zugunsten einer nachhaltigen Geschäftsentwicklung bei gleichzeitiger Sicherstellung eines stabilen Netzbetriebs gewährleistet werden. Eine konzernweite, jährliche Ambition für die Leistungsindikatoren „Energieverbrauch“ und „CO 2 -Ausstoß“ wird wie bisher inklusive eines Zielwerts für T-Mobile US gesetzt, gesteuert und berichtet.

Weitere Informationen zu diesen und weiteren ESG KPIs finden Sie im Kapitel „Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung“.

Als einer der weltweit führenden Anbieter von Telekommunikation und Informationstechnologie ist die Entwicklung unseres Konzerns – und damit auch unserer finanziellen Leistungsindikatoren – eng verknüpft mit der Entwicklung der Kundenzahlen. Darum sind Kundengewinnung und -bindung unabdingbar für den Erfolg unseres Unternehmens. Wir messen die Entwicklung unserer Kundenzahl entsprechend der Geschäftstätigkeit in unseren operativen Segmenten in unterschiedlichen Ausprägungen: Je nach operativem Segment sind das die Zahl der Mobilfunk-Kunden (jede Mobilfunk-Karte entspricht einem Kunden) sowie die Zahl der Breitband-Kunden und Festnetz-Anschlüsse. In unserem operativen Segment Systemgeschäft verwenden wir den Auftragseingang als nichtfinanziellen Leistungsindikator. Dabei definieren und ermitteln wir den Auftragseingang als die Summe aller Beträge der Kundenaufträge, die im Geschäftsjahr eingegangen sind. Der Auftragseingang in Form von langfristig abgeschlossenen Verträgen hat für unseren Konzern eine hohe Bedeutung bei der Abschätzung des Umsatzpotenzials. Damit ergibt sich aus dem Auftragseingang eine recht hohe Planungssicherheit.

Leistungsindikator der Deutschen Telekom AG

Der bedeutsamste finanzielle Leistungsindikator für die Deutsche Telekom AG ist der Bilanzgewinn, aus dem die Dividende an die Aktionäre ausgeschüttet wird.

Wirtschaftliches Umfeld

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Trotz aller Herausforderungen zeigte sich die Weltwirtschaft im Jahr 2024 widerstandsfähig. Die Arbeitslosigkeit blieb im historischen Vergleich niedrig. Starke nominale Lohnzuwächse und die rückläufige Inflation haben die realen Haushaltseinkommen gestärkt. Dennoch blieb das Wachstum des privaten Konsums in vielen Ländern verhalten, was auf ein schwaches Verbrauchervertrauen zurückzuführen ist. Nach Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) lag das globale Wachstum im Jahr 2024 bei 3,2 %, nach 3,3 % im Vorjahr. Hinter diesen Wachstumszahlen vollzieht sich eine globale Verlagerung der Nachfrage von Gütern hin zu Dienstleistungen. Diese Neuausrichtung belebt den Dienstleistungssektor in Industrie- und in Schwellenländern, während sie die industrielle Produktion tendenziell dämpft. Aus Sicht des IWF geben die Erfolge bei der Inflationsbekämpfung Anlass zur Zuversicht.

Die US-Wirtschaft zeigte sich im Berichtsjahr robust, v. a. gestützt durch privaten und staatlichen Konsum sowie staatlich geförderte Unternehmensinvestitionen. Für das Jahr 2024 wird ein BIP-Wachstum von 2,7 % erwartet. Nachdem die US-Notenbank die Zinswende im September 2024 mit einer Senkung um 0,5 Prozentpunkte einleitete, folgten Anfang November und Mitte Dezember 2024 zwei weitere Schritte um jeweils 0,25 Prozentpunkte.

Nach einer längeren Stagnationsphase kehrte die Wirtschaft in Europa im ersten Quartal 2024 zu moderatem Wachstum zurück, das sich in den Folgequartalen fortsetzte, begleitet von weiter nachlassendem Inflationsdruck. Die Europäische Zentralbank (EZB) hat ihre Leitzinsen im Jahr 2024 in vier Schritten um insgesamt einen Prozentpunkt gesenkt. Während die Wirtschaftsleistung 2024 in unseren europäischen Kernländern Deutschland und Österreich zurückging, verzeichneten die übrigen Kernländer positives Wirtschaftswachstum.# Zusammengefasster Lagebericht – Wirtschaftliches Umfeld | 20

Die deutsche Volkswirtschaft befindet sich seit längerem in einer Stagnationsphase, die sowohl konjunkturellen als auch strukturellen Problemen geschuldet ist. Zu diesen zählen die nachlassende Wettbewerbsfähigkeit, hohe Energiepreise und eine überbordende Bürokratie. In unseren Kernländern Griechenland, Kroatien, Polen und der Slowakei stützten v. a. private Konsumausgaben das robuste Wachstum im Jahr 2024. In Deutschland gab der Bitkom-ifo-Digitalindex, der sich aus der Beurteilung der Geschäftslage und -erwartungen berechnet, im Laufe des Berichtsjahres nach. Das Geschäftsklima der IT- und Telekommunikationsunternehmen lag im Dezember 2024 mit 5,3 Punkten im Minus. Im Vergleich zur Gesamtwirtschaft bewegte sich die ICT-Branche aber weiterhin auf deutlich höherem Niveau: Das ifo-Geschäftsklima Deutschland lag im Dezember 2024 bei minus 14,8 Punkten. Eine Belebung des privaten Konsums auf breiterer Basis könnte im kommenden Jahr zu einer moderaten konjunkturellen Erholung führen. Fortschritte bei der digitalen Transformation und die jüngsten Entwicklungen im Bereich der Künstlichen Intelligenz könnten mittelfristig das Produktivitätswachstum ankurbeln. Der Konjunkturausblick unterliegt aber weiterhin bedeutenden Abwärtsrisiken.

Weitere Informationen zu den Konjunkturerwartungen finden Sie im Kapitel „Prognose“.
Weitere Informationen zu den Risiken und Chancen aus dem makroökonomischen Umfeld finden Sie im Kapitel „Risiko- und Chancen-Management“.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Wachstumsraten des Bruttoinlandprodukts (BIP) und die Veränderung der harmonisierten Verbraucherpreise in unseren wichtigsten Märkten.

BIP 2022 gegenüber 2021 BIP 2023 gegenüber 2022 Schätzung BIP 2024 gegenüber 2023 Verbraucherpreise 2022 gegenüber 2021 Verbraucherpreise 2023 gegenüber 2022 Schätzung Verbraucherpreise 2024 gegenüber 2023
Deutschland 1,4 (0,3) (0,2) 8,7 6,0 2,4
USA 2,5 2,9 2,7 8,0 4,1 2,9
Griechenland 5,7 2,3 2,1 9,3 4,2 3,0
Rumänien 4,0 2,4 1,4 12,0 9,7 5,5
Ungarn 4,3 (0,9) 0,6 15,3 17,0 3,8
Polen 5,3 0,1 3,0 13,2 10,9 3,8
Tschechische Republik 2,8 (0,1) 1,0 14,8 12,0 2,7
Kroatien 7,3 3,3 3,6 10,7 8,4 4,0
Slowakei 0,4 1,4 2,2 12,1 11,0 3,1
Österreich 5,3 (1,0) (0,6) 8,6 7,7 2,9

Quellen: Eurostat, Europäische Kommission, nationale Behörden. Stand: Januar 2025.

Telekommunikationsmarkt

Die Nachfrage nach schnellem Breitband – sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk – bleibt ungebrochen. Laut Schätzungen des Beratungsunternehmens Analysys Mason erreichte der Festnetz-Datenverkehr in Europa im Jahr 2024 ein Volumen von 1.016 Exabyte, ein Anstieg von 13 % gegenüber dem Vorjahr. Im Mobilfunk stieg der Datenverkehr um 16 % auf 141 Exabyte. Ericsson prognostiziert, dass sich der globale Mobilfunk- Datenverkehr bis 2030 verdreifachen wird.

Im Festnetz wird die Entwicklung v. a. durch den anhaltenden Wandel von linearem Fernsehen zu On-Demand- Diensten vorangetrieben. Hinzu kommt ein zunehmender Anteil an hochauflösenden Inhalten sowie der Trend zum Live-Streaming von Sportveranstaltungen. In der mobilen Kommunikation sind insbesondere der zunehmende Konsum von Kurzvideos, die intensive Nutzung sozialer Medien und in einigen Ländern die Verbreitung von Fixed Wireless Access (FWA) die treibenden Kräfte des Verkehrswachstums.

Der globale Telekommunikationsmarkt wird weiterhin wachsen. Analysys Mason schätzt, dass der weltweite Umsatz mit Telekommunikationsdienstleistungen im Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 % gestiegen ist. Das Umsatzwachstum bei herkömmlichen Telekommunikationsdiensten wird maßgeblich durch höhere Ausgaben für Datendienste getrieben. Analysys Mason erwartet, dass mit dem Ausbau von Glasfasernetzen und der steigenden Nachfrage nach schnelleren Breitband-Anschlüssen die durchschnittlichen Ausgaben pro Nutzer für Festnetz- Anschlüsse ansteigen werden, insbesondere in Nordamerika und Westeuropa. Analysys Mason erwartet zudem, dass das Umsatzwachstum im nordamerikanischen Mobilfunk-Markt auch in den kommenden Jahren über dem Umsatzwachstum in Europa liegen wird.

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Die Telekommunikationsbranche ist weiterhin von einer hohen Wettbewerbsintensität geprägt. Verbraucher profitieren von einer breiten Angebotsauswahl. Im Festnetz stehen etablierte Telekommunikationsunternehmen im intensiven Wettbewerb mit Kabelnetzbetreibern, Stadtnetzbetreibern und Wiederverkäufern, die auf überwiegend regulierte Vorleistungsprodukte zurückgreifen. Finanzinvestoren engagieren sich beim Ausbau regionaler und überregionaler Glasfasernetze. Schließlich üben auch Internetunternehmen zunehmenden Wettbewerbsdruck aus. Zudem operieren in jedem unserer Märkte drei oder vier Mobilfunk-Netzbetreiber, die über eine eigene Netzinfrastruktur verfügen. Zusätzlich haben sich in vielen Märkten Mobile Virtual Network Operator (MVNO) etabliert, die auf die Netzinfrastruktur der herkömmlichen Mobilfunk-Netzbetreiber zurückgreifen.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob die hohe Regulierungsintensität in den Telekommunikationsmärkten der Europäischen Union (EU) noch gerechtfertigt ist. Zwei wegweisende Berichte – der im April 2024 veröffentlichte Letta-Bericht zur Zukunft des EU-Binnenmarkts und der im September 2024 erschienene Draghi-Bericht zur Zukunft der Wettbewerbsfähigkeit der EU – fordern Reformen zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Telekommunikationssektors. Die Schwerpunkte liegen dabei insbesondere auf Deregulierung, Konsolidierung, Spektrumreform und Fairness im digitalen Ökosystem. Damit greifen beide Berichte Handlungsfelder auf, die die EU-Kommission bereits in ihrem im Februar 2024 veröffentlichten Weißbuch zur Zukunft der digitalen Infrastruktur adressiert hat. Die neue EU-Kommission, die am 1. Dezember 2024 ihre Arbeit aufgenommen hat, betrachtet v. a. den Draghi-Bericht als Eckpfeiler ihrer Wirtschaftspolitik für die kommenden fünf Jahre. Für das Jahr 2025 plant die EU-Kommission die Vorlage eines Gesetzesvorschlags (Digital Network Act), der sich an den Vorschlägen aus dem Weißbuch und den Empfehlungen des Draghi-Berichts orientieren und Teile davon aufgreifen könnte.

Deutschland

In einer konjunkturell stagnierenden deutschen Wirtschaft setzt sich der Aufwärtstrend der Telekommunikationsindustrie fort. Nach einer Schätzung des Branchenverbands Bitkom von Januar 2025 ist der Gesamtumsatz der Telekommunikationsbranche in Deutschland im Berichtsjahr auf 74,3 Mrd. € und damit im Vergleich zum Vorjahr um 1,8 % angestiegen. Im Einzelnen betrug der Umsatzanstieg im Bereich der Telekommunikationsausrüstung 3,5 %, bei den Telekommunikationsdiensten 1,4 % und bei den Telekommunikationsendgeräte 2,7 %. Die Zahl der Breitband-Anschlüsse in Deutschland stieg bis zum Ende des ersten Halbjahres 2024 gemäß einer Schätzung des Branchenverbands VATM auf 37,7 Mio. Anschlüsse. Der Ausbau von modernen Glasfasernetzen geht weiter: Neben den etablierten Telekommunikationsunternehmen sind Stadtwerke, Gemeinden und Zweckverbände sowie investorengetriebene Netzbetreiber aktiv. Es werden zunehmend FTTB/H-Anschlüsse gegenüber VDSL-/Vectoring-Anschlüssen bzw. Kabelnetz-Anschlüssen vermarktet.

Im Markt für TV-Dienste haben durch den Wegfall des Nebenkostenprivilegs im Sommer 2024 viele Kunden ihren TV-Anbieter gewechselt. Vor allem Anbieter von IPTV-Diensten konnten einen Anstieg der TV-Kundenzahlen verzeichnen. Im deutschen Mobilfunk-Markt stiegen die Service-Umsätze gemäß Analysys Mason gegenüber 2023 um 1,4 % auf 19,6 Mrd. € an. Hauptgrund für das Umsatzwachstum war die weiterhin steigende Datennutzung. Der zusätzlichen Datennachfrage wirkte der anhaltende Preis- und Wettbewerbsdruck entgegen. Die Nutzung von mobilen Daten, u. a. für mobile Videoanwendungen, wächst weiterhin stark.

Vernetzte Geräte wie Smartwatches und Fitnessarmbänder (Wearables) werden immer beliebter. Neben etablierten Anwendungen wie IP-Messaging oder soziale Netzwerke verbreiten sich auch Anwendungen wie das Tracking von Fitness-, Vital- und Gesundheitsdaten oder die mobile Nutzung von Bezahldiensten stärker. Dies steigert die Nachfrage nach hohen mobilen Breitband-Geschwindigkeiten, großen Datenvolumina und zusätzlichen SIM-Karten in den Tarif-Portfolios. Die Digitalisierung setzt sich weiter fort – sowohl bei privaten als auch geschäftlichen Anwendungen. Auch in der Industrie nimmt die Nachfrage nach Konnektivität zur Vernetzung von Maschinen und Produktionsstätten weiter zu. Der verstärkte Einsatz von Künstlicher Intelligenz steigert die Effizienz, senkt Kosten und ermöglicht gleichzeitig durch schnellere und maßgeschneiderte Dienstleistungen eine höhere Kundenzufriedenheit.

USA

Um die im Jahr 2024 anhaltende Nachfrage nach schnelleren Netzen bedienen zu können, haben die US-amerikanischen Breitband-Anbieter ihre Netzkapazitäten durch den Ausbau von Mobilfunk und Glasfaser erweitert. Zum Jahresende 2024 erreichte das Netz von T-Mobile US laut unabhängigen Netztests die beste 5G-Verfügbarkeit und hat mit rund 54 % der Fläche der USA eine höhere Abdeckung als der Wettbewerb. AT&T deckt ca. 30 % ab, während Verizon Anfang November 2024 mit rund 13 % die geringste 5G- Abdeckung in den USA hatte.

Der mobilfunkbasierte Internetanschluss (Fixed Wireless Access, FWA), der Privat- und Geschäftskunden mit Highspeed-Internet versorgt, treibt weiterhin das Wachstum beim Breitband-Festnetz, sodass die USA hier führend ist. Mobilfunk-Anbieter haben FWA genutzt, um in den Markt für breitbandiges Festnetz einzutreten. Anbieter festnetzbasierter Internetdienste mit Zugang zu 5G-Spektrum setzen die Technologie unterdessen ein, um ihr Breitband-Angebot in Gebieten zu ergänzen, in denen es keine glasfaserbasierten Netze gibt. In den USA kommt FWA außerdem zum Einsatz, um die digitale Kluft in ländlichen Regionen zu überbrücken, in denen die Verlegung von Glasfaser wirtschaftlich nicht sinnvoll ist.# Zusammengefasster Lagebericht – Wirtschaftliches Umfeld

21 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Die FCC verabschiedete im April 2024 Vorschriften zur Netzneutralität, die anschließend vor Gericht angefochten wurden. Im Januar 2025 hob ein US-amerikanisches Berufungsgericht die Vorschriften mit der Begründung auf, dass die FCC nicht über die notwendigen Befugnisse verfüge, um die Vorschriften nach den einschlägigen Gesetzen zu erlassen. In mehreren US-Bundesstaaten gelten die Vorschriften zur Netzneutralität jedoch nach wie vor.

Europa

Im Berichtsjahr hat sich die Konjunktur in den Ländern unseres operativen Segments Europa langsam erholt. Nach einem schwierigen Jahr 2023, geprägt von hoher Inflation, geopolitischen Spannungen und Energiepreissteigerungen, stabilisierten sich die wirtschaftlichen Bedingungen allmählich. Die Inflation sank in den Ländern unseres Segments, v. a. dank niedrigerer Energiepreise. In der EU fiel die Inflation auf durchschnittlich 2 %. Dieser Rückgang hat zu einer Erholung der Kaufkraft beigetragen. Trotz erster Senkungen der Zinsen agierten Haushalte und Unternehmen zurückhaltend und dämpften somit die Dynamik. Die Arbeitsmärkte blieben robust, mit stabilen Beschäftigungsquoten. Der private Konsum nahm leicht zu, gestützt durch Reallohnzuwächse und die abflauende Inflation.

Die Konsumausgaben für Telekommunikation in Europa blieben 2024 relativ stabil. Die Nachfrage nach Breitband-Anschlüssen, insbesondere mit höherer Bandbreite, blieb ungebrochen hoch. Diese Entwicklungen spiegeln sich auch in den Zahlen zum Festnetz-Geschäft (ohne Systemgeschäft) von Analysys Mason für das erste Halbjahr 2024 wider: Es wuchs insbesondere getrieben durch den deutlichen Anstieg im Breitband-Geschäft um rund 6 %. Damit konnten die rückläufigen Umsätze aus der Sprachtelefonie ausgeglichen werden. Auch im Mobilfunk erhöhten sich laut Analysys Mason die Umsätze um knapp 5 %, getrieben durch einen höheren Datenverbrauch pro SIM-Karte und durch die wachsende Popularität datenintensiver Anwendungen. Zudem förderte der Ausbau von 5G-Netzen die Nachfrage nach höherwertigen Tarifen und erhöhte die Investitionen in Telekommunikationsinfrastruktur.

Die Marktteilnehmer in unserem europäischen Footprint fokussierten ihre Akquisitionsaktivitäten im Berichtsjahr weiterhin darauf, sich zu Anbietern konvergenter Bündelangebote aus Festnetz und Mobilfunk (FMC) zu entwickeln. Auf dem griechischen Markt fanden 2024 wesentliche Aktivitäten statt: So wurden beispielsweise mehrere öffentliche ICT-Ausschreibungen durchgeführt. Des Weiteren hat unsere griechische Landesgesellschaft mit Nova eine Vereinbarung zum gegenseitigen Austausch von Sportinhalten getroffen. Für Nova wird im Jahr 2025 ein Eigentümerwechsel erwartet. Ferner investierten die Marktteilnehmer in ihre Hochgeschwindigkeitsinfrastruktur. In Ungarn setzte die ICT-Gruppe 4iG ihre Strategie zur Übernahme kleinerer Marktteilnehmer fort. Die Expansion weitet sich auch auf den Westbalkan aus. Bei Yettel hat Ende des Berichtsjahres ein Eigentümerwechsel stattgefunden.

Die FMC ist nach wie vor ein strategischer Schwerpunkt für die europäischen Märkte. Das spiegelt sich in einem starken Wachstum der konvergenten Kundenbasis und des Umsatzes im Berichtsjahr. Laut Analysys Mason stiegen sowohl die FMC-Kundenzahlen als auch die Umsätze im ersten Halbjahr 2024 gegenüber der Vorjahresperiode um rund 3 % bzw. 5 % an. Dieser Trend ist auch bei unseren Landesgesellschaften zu beobachten: Die Einnahmen aus konvergenten Produkten stiegen 2024 im Vergleich zum Vorjahr zweistellig an. MagentaOne blieb unser Top-Produkt und die beliebteste Wahl unserer Kunden. Das hat erhebliche Auswirkungen auf die Reduzierung der Abwanderung und die Verbesserung des Kundenerlebnisses im Vergleich zu nicht konvergenten Kunden.

Mit der zunehmenden Reife von FMC in den meisten europäischen Märkten fokussieren sie sich zunehmend auf Wertschöpfung und Personalisierung. In unseren Landesgesellschaften, z. B. in Griechenland und der Slowakei, haben wir die FMC-Angebote erneuert. Dabei verbinden wir monetäre und nicht-monetäre Anreize und Dienstleistungen, die auf alle Kundenbedürfnisse zugeschnitten sind. Der Wettbewerb verdoppelt das konvergente Produktangebot durch den Zusammenschluss von Telekommunikationsanbietern. So positionierte sich 4iG nach der Übernahme von Vodafone und UPC Ungarn als starker konvergenter Anbieter neben Magyar Telekom.

Streaming-Dienste, die auf Abonnements basieren, blieben auch im Berichtsjahr auf dem Vormarsch – sowohl internationale als auch lokale Dienste gewinnen an Relevanz. Unverändert ist auch der erweiterte Content-Mix bei lokalen Pay-TV-Anbietern. Diese sind z. B. in der Lage, attraktive Sportangebote in ihr Portfolio aufzunehmen, da es einfacher ist, Sportrechte für die entsprechenden einzelnen Märkte zu erwerben. So hat sich RTL+ in Ungarn Teile der UEFA-Klubwettbewerbe (z. B. UEFA Champions League) gesichert. Dem Kunden Live-Sport anzubieten, z. B. über lizensierte oder eigene Kanäle, ist und bleibt ein attraktiver Ankerpunkt in den Portfolios der Pay-TV-Anbieter; die Refinanzierung wird aber durch die Preisentwicklung immer schwieriger. In Griechenland haben wir deswegen mit dem Wettbewerber Nova eine Vereinbarung getroffen, die es uns ermöglicht, die Nova-Sportkanäle auf unserer TV-Plattform anzubieten. Im Gegenzug verbreitet Nova unsere Sportkanäle. Für die Kunden sind dadurch fast alle im griechischen Markt übertragenen Sportereignisse über eine Plattform erhältlich. Das erhöht nicht nur die Attraktivität von Pay-TV und sorgt für eine höhere Penetration, sondern hat positive Auswirkungen auf die Pay-TV-Piraterie, die in Griechenland stark verbreitet ist. Das zeigt auch, dass es möglich ist, im traditionellen Pay-TV zu wachsen: Während diese Umsätze laut Analysys Mason im ersten Halbjahr 2024 um rund 3 % gewachsen sind und Streaming-Dienste mit einem Wachstum von rund 12 % aufholten, wächst auch die Zahl unserer TV-Kunden in unseren Landesgesellschaften weiter an.

Im Jahr 2024 hat sich der Telekommunikationsmarkt in Europa, geprägt von technologischer Entwicklung, regulatorischen Änderungen, Bedenken hinsichtlich der Cybersicherheit, Wettbewerb, Fokus auf Nachhaltigkeit und grüne Initiativen, Herausforderungen in der Lieferkette, steigenden Energiekosten und geopolitischer Unsicherheit, weiterentwickelt. Beeinflusst durch den sog. Green Deal der Europäischen Kommission kommt dem Telekommunikationssektor dabei eine zentrale Rolle als strategischer Partner zu, um die Fähigkeit Europas zu stärken und auf eine größere Widerstandsfähigkeit sowie eine beschleunigte Digitalisierung hinzuarbeiten. Im Jahr 2024 wurden Anwendungen mit Künstlicher Intelligenz (KI) in einem beispiellosen Tempo weiterentwickelt sowie Innovationen und die Integration von KI in alle Geschäftsprozesse vorangetrieben. Die europäischen Märkte setzten auch die schnelle Einführung von Technologien wie 5G, wettbewerbsfähigen Breitbandnetzen und digitalen Diensten wie softwaredefinierten Netzwerken, Cybersicherheit und Cloud Computing fort. Damit legten sie den Grundstein für die digitale und grüne Transformation.

Systemgeschäft

In der IT-Branche stieg das Umsatzvolumen in unserem Kernmarkt Deutschland, Österreich und Schweiz (DACH), welchen wir durch unser operatives Segment Systemgeschäft unter der Marke „T-Systems“ adressieren, im Berichtsjahr um 3,8 % auf 47 Mrd. €. Nach wie vor investieren Unternehmen in digitale Lösungen. In der DACH-Region ist im Bereich der IT-Dienstleistungen die Nachfrage nach Public Cloud Services und Cyber Security Services sowie die Bedeutung der Digitalisierung weiter gewachsen. Der von T-Systems adressierte Cloud-Markt sowie der Markt für digitale Dienste in dieser Region wuchsen 2024 um 4,2 % bzw. 3,6 %. Eine ebenfalls positive Entwicklung zeigte sich in unseren Fokusindustrien. Im Gesundheitswesen betrug das Marktwachstum 5,9 %. Die öffentliche Hand zeigte mit 5,3 % ein ähnliches Marktwachstum, während der Markt für IT-Dienstleistungen im Automobilsektor lediglich um 2,7 % wuchs.

22 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.# Der Wettbewerbs- und Preisdruck hält in allen Teilmärkten unseres operativen Segments Systemgeschäft an. Grund dafür sind zum einen Wettbewerber aus dem klassischen IT-Services-Geschäft, wie z. B. IBM, Atos und Capgemini, zum anderen Cloud-Anbieter wie Amazon Web Services, Microsoft Azure und Google Cloud. Der Preisverfall wird verstärkt durch Anbieter von primär offshore erbrachten Leistungen (z. B. Tata Consultancy Services, Infosys, Wipro und Accenture).

Wesentliche Regulierungsentscheidungen

Unser Geschäft unterliegt in hohem Maße der nationalen und europäischen bzw. US-amerikanischen Regulierung; damit sind v. a. in Europa weitreichende Eingriffsbefugnisse in unsere Produkt- und Preisgestaltung verbunden. Auch 2024 wurde unser Festnetz- und Mobilfunk-Geschäft umfassend reguliert.

Regulierung

Fusionskontrollrechtliche Freigabe des Gemeinschaftsunternehmens Glasfaser NordWest weiter vor Gericht.

Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte am 12. September 2023 die Revision des Bundeskartellamts (BKartA) und der Telekom Deutschland gegen den Beschluss des Oberlandesgerichts (OLG) Düsseldorf vom 22. September 2021 zugelassen. Das OLG Düsseldorf hatte entschieden, die fusionskontrollrechtliche Freigabe des Gemeinschaftsunternehmens Glasfaser NordWest durch das BKartA aufzuheben. Nach einer mündlichen Verhandlung am 1. Oktober 2024 wird die Entscheidung des BGH für den 25. Februar 2025 erwartet. Diese kann eine finale inhaltliche Entscheidung über die Rechtmäßigkeit der Freigabeentscheidung des BKartA oder eine Zurückverweisung an das OLG beinhalten. Bis zu einer anderweitigen Entscheidung des BKartA kann das Gemeinschaftsunternehmen den FTTH-Ausbau weiter fortsetzen.

„Weißbuch“ der Europäischen Kommission veröffentlicht.

Die Europäische Kommission hat am 21. Februar 2024 ein sog. Weißbuch mit dem Titel „How to master Europeʼs digital infrastructure needs?“ veröffentlicht. Dieses Weißbuch bündelt Vorschläge für Maßnahmen der Europäischen Union in Vorbereitung eines geplanten Digital Networks Act. Die Deutsche Telekom hat am 28. Juni 2024 ihre Stellungnahme im Rahmen einer öffentlichen Konsultation abgegeben. Auf Basis des Weißbuchs und der Rückmeldungen zur Konsultation sind voraussichtlich Ende 2025 entsprechende Gesetzesinitiativen wie der Digital Networks Act zu erwarten. Als zukünftige Handlungsfelder identifiziert das Weißbuch den Ausbau der digitalen Netzwerke der Zukunft, die Bewältigung des Übergangs zu neuen Technologien und Geschäftsmodellen, die Abdeckung des zukünftigen Bedarfs an Konnektivität und die Sicherstellung der Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft sowie sicherer und resilienter Infrastrukturen der EU. In der Folge ist mit einer weitreichenden Überarbeitung des derzeitigen Regulierungsrahmens zu rechnen.

BNetzA Regulierungsverfahren auf Basis der Entscheidung für die Zugangsregulierung inklusive Zugang zu FTTB/H-Netzen.

Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat am 17. Juli 2024 die Entgeltgenehmigung für die regulierten Entgelte für den Zugang zu baulichen Anlagen veröffentlicht. Die Entgelte gelten bis 31. Dezember 2025. Im parallel geführten BNetzA Regulierungsverfahren zum zugehörigen Standardangebot wurde am 14. November 2024 der erste Teilbescheid erlassen. Der Abschluss des Gesamtverfahrens wird jedoch nicht vor dem zweiten Quartal 2025 erwartet.

Frequenzvergaben

2024 wurden in Österreich Frequenzen im Bereich 26 GHz und Restfrequenzen im Band 3,4 bis 3,8 GHz versteigert. T-Mobile Austria konnte sich im Band 26 GHz 400 MHz landesweites Spektrum und im Band 3,4 bis 3,8 GHz 40 MHz in Wien und 60 MHz in Kärnten für insgesamt 10,5 Mio. € sichern. In den USA ist die Zuteilung der im September 2022 im Rahmen der Auktion 108 für rund 0,3 Mrd. US-$ (0,3 Mrd. €) erworbenen Frequenzen im 2,5-GHz-Bereich erfolgt. Diese Frequenzen wurden zum großen Teil unmittelbar aufgeschaltet. In der Tschechischen Republik erfolgte die Verlängerung der 2024 endenden 900/1.800-MHz-GSM-Lizenz. Die Verlängerungsgebühren für T-Mobile Czech Republic betrugen rund 28 Mio. €. In der Slowakei wurden die Nutzungsrechte für Frequenzen im 900-MHz-Bereich für 4,3 Mio. € um 3 Jahre verlängert. In Deutschland konsultierte die Regulierungsbehörde BNetzA einen Entscheidungsentwurf für die Verlängerung der Ende 2025 auslaufenden Nutzungsrechte um fünf Jahre für die Mobilfunk-Frequenzen für 800 MHz, 1.800 MHz und 2.600 MHz. Sie soll an die Stelle der zunächst geplanten Auktion dieser Frequenzen treten. Der Entwurf sieht im Gegenzug u. a. weitere Versorgungsverpflichtungen für die bestehenden Frequenzinhaber sowie eine kooperative Mitnutzung von Frequenzen unterhalb 1 GHz für 1&1 vor. Am 9. Januar 2025 fand eine öffentliche Anhörung zum aktualisierten Entwurf der BNetzA statt, die anschließend bis zum 23. Januar 2025 konsultiert wurde. Die endgültige Entscheidung des Regulierers wird im ersten Halbjahr 2025 erwartet. Die Vergaberegeln der Auktion 2019 wurden vom Verwaltungsgericht (VG) Köln am 26. August 2024 für rechtswidrig erklärt. Diese Entscheidung hat aber zunächst keinen direkten Einfluss auf unsere Frequenznutzungsrechte in den damals vergebenen Bändern 2,1 und 3,6 GHz. Die diesbezüglichen Frequenzzuteilungen bleiben bis auf Weiteres wirksam. Das Urteil des VG Köln verpflichtet die BNetzA dazu, über die Anträge von Freenet und EWE Tel aus dem Jahr 2018 auf Auferlegung einer Dienstanbieterverpflichtung (statt eines Verhandlungsgebots) neu zu entscheiden. Die BNetzA hat am 9. Januar 2025 Nichtzulassungsbeschwerde gegen das Urteil eingelegt. Im Fall der Rechtskraft des Urteils wird sie eine neue Entscheidung über Vergabe- und Versteigerungsregeln (Entscheidungen III und IV) treffen müssen. In Österreich hat der Prozess für die Neuvergabe von Frequenzen im Bereich 2.600 MHz, die Ende 2026 auslaufen, sowie Frequenzen aus dem Bereich 2.300 MHz am 12. Dezember 2024 begonnen. In Polen wurde am 4. Oktober 2024 die öffentliche Konsultation zur Vergabe von 2x30 MHz im 700-MHz- Band und von 2x5 MHz im 800-MHz-Band gestartet. Die Auktion ist für das erste Quartal 2025 geplant. Gegebenenfalls könnte auch die Vergabe des 26- GHz-Bands starten. In der Slowakei sind Auktionen für die 2025, 2026 und 2028 auslaufenden Bänder 800, 900, 1.500, 2.100 und 2.600 MHz in Diskussion.

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die wesentlichen laufenden und geplanten Frequenzvergaben wie Auktionen sowie Lizenzverlängerungen. Daneben gibt es in verschiedenen Ländern Hinweise auf in Kürze erwartete Frequenzvergaben.

Zusammengefasster Lagebericht – Wirtschaftliches Umfeld 23 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024. Wesentliche Frequenzvergaben Erwarteter Vergabestart Frequenzbereiche Geplantes Vergabeverfahren
Deutschland Q1 2025 800/1.800/2.600 MHz Verlängerung, Details noch offen
Österreich Gestartet 2.300 MHz/2.600 MHz Details noch offen
Polen Q1 2025 700/800 MHz Auktion (SMRA a )
Polen Noch offen 26 GHz Details noch offen
Slowakei b Noch offen 800/900/1.500/2.100/2.600 MHz Auktion

a Simultaneous Multi Round Auction (SMRA): simultane Mehrrundenauktion mit aufsteigenden, parallelen Geboten für alle beteiligten Frequenzbänder.
b Derzeit erneute Prüfung der Auktionsbedingungen und damit Verschiebung in Diskussion.

Vereinbarungen über Spektrumlizenzen

Am 10. September 2024 haben T-Mobile US und N77 License (N77) eine Vereinbarung über den Verkauf von Spektrumlizenzen getroffen, nach der N77 die Option hat, alle oder einen Teil der verbliebenen 3,45-GHz-Spektrumlizenzen von T-Mobile US gegen eine Barzahlung in einem bestimmten Preisbereich zu erwerben. Die Anzahl der zu verkaufenden Lizenzen wird in Abhängigkeit zu der Höhe der durch N77 zugesagten Finanzierung festgelegt. Zum Abschluss-Stichtag hatten die entsprechenden Lizenzen einen Buchwert von 2,7 Mrd. US-$ (2,6 Mrd. €). Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung der US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC).

Am 8. August 2022 hat T-Mobile US mit Channel 51 License und LB License (Channel 51) Vereinbarungen über den Erwerb von Spektrumlizenzen im 600- MHz-Bereich zu einem Kaufpreis von insgesamt 3,5 Mrd. US-$ (3,4 Mrd. €) getroffen. Am 30. März 2023 haben die Vertragspartner weiterhin vereinbart, dass die Transaktion in zwei separate Tranchen aufgeteilt wird. Der Transfer der verbleibenden Lizenzen gemäß den Vereinbarungen steht unter dem Vorbehalt der Genehmigungen der Regulierungsbehörden sowie weiterer Vollzugsbedingungen. Die US-Regulierungsbehörde FCC hat dem Transfer der Lizenzen der ersten Tranche am 29. Dezember 2023 zugestimmt. Die erste Tranche wurde am 24. Juni 2024 abgeschlossen. Die entsprechende Kaufpreiszahlung in Höhe von 2,4 Mrd. US-$ (2,2 Mrd. €) erfolgte am 5. August 2024. Am 22. Oktober 2024 hat die FCC dem Transfer von bestimmten Lizenzen der zweiten Tranche zugestimmt. Der Transfer dieser Lizenzen und die damit verbundene Kaufpreiszahlung in Höhe von 0,5 Mrd. US-$ (0,5 Mrd. €) erfolgte am 6. Dezember 2024. Der Abschluss der Transaktion bezüglich der verbleibenden Lizenzen der zweiten Tranche wird 2025 erwartet.

Am 1. Juli 2020 haben T-Mobile US und DISH Network Corporation (DISH) eine Vereinbarung über den Verkauf von Spektrumlizenzen getroffen, in deren Rahmen sich DISH bereit erklärte, bestimmte 800-MHz-Spektrumlizenzen von T-Mobile US für 3,6 Mrd. US-$ (3,2 Mrd. €) zu erwerben. Am 15. Oktober 2023 hatten T-Mobile US und DISH Änderungen an der Vereinbarung vorgenommen, die u. a. vorgesehen haben, dass DISH eine nicht erstattungsfähige Verlängerungsgebühr in Höhe von 0,1 Mrd. US-$ (0,1 Mrd. €) an T-Mobile US zahlt und der Erwerb der Spektrumlizenzen durch DISH bis zum 1. April 2024 abgeschlossen sein muss. DISH hat die Kaufoption bis zum 1. April 2024 nicht ausgeübt. Die bereits am 25. Oktober 2023 gezahlte Verlängerungsgebühr wurde vereinbarungsgemäß einbehalten. T-Mobile US war vertraglich verpflichtet, die Lizenzen im Rahmen einer Auktion zum Verkauf anzubieten. Der entsprechende Auktionsprozess wurde am 1. Oktober 2024 beendet.# Zusammengefasster Lagebericht – Geschäftsentwicklung des Konzerns

Geschäftsentwicklung des Konzerns

Gesamtaussage des Vorstands zur Geschäftsentwicklung im Jahr 2024

Bonn, den 18. Februar 2025

Die Deutsche Telekom war im Geschäftsjahr 2024 in einem geopolitisch und makroökonomisch herausfordernden Umfeld weiterhin verlässlich und wirtschaftete erfolgreich. Bei unserem Kapitalmarkttag im Oktober 2024 konnten wir zeigen, dass wir unsere mittelfristigen Unternehmensziele bis 2024 erreicht und zum Teil sogar übertroffen haben. Unser Wachstumskurs hat sich in den operativen Segmenten fortgesetzt: Das zeigen steigende Kundenzahlen und entsprechende Umsätze. Unterjährig haben wir unsere Jahresprognose für das Geschäftsjahr 2024 zweimal erhöht.

Unser Konzernumsatz ist um 3,4 % auf 115,8 Mrd. € gestiegen. Der werthaltige Service-Umsatz stieg um 3,9 % auf 96,5 Mrd. €. Dies ist Ergebnis des positiven Kundenzuspruchs, der sich v. a. im Mobilfunk- und Breitband-Geschäft zeigt. Unser bereinigtes EBITDA AL stieg um 6,2 % auf 43,0 Mrd. €. Hauptgrund dafür ist die gute operative Entwicklung sowie eine weiter verbesserte Kosteneffizienz.

Unser EBIT liegt bei 26,3 Mrd. € und war damit niedriger als im Vorjahr. Das Jahr 2023 profitierte von dem Entkonsolidierungsertrag aus dem Verkauf von GD Towers. Unser Finanzergebnis erhöhte sich insbesondere aufgrund der Wertaufholungen unserer Beteiligungen an GD Towers und GlasfaserPlus deutlich. Im Vorjahr hatten diese insbesondere wegen gesunkener Diskontierungszinssätze aufgrund der makroökonomischen Entwicklungen wertgemindert werden müssen.

Der bereinigte Konzernüberschuss erhöhte sich deutlich um 18,3 % auf 9,4 Mrd. €. Das bereinigte Ergebnis je Aktie stieg auf 1,90 €. Unser ROCE sank im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 8,5 %. Ursache hierfür war eine Verringerung des operativen Ergebnisses (NOPAT). Dies ist v. a. auf den Verkauf von GD Towers im Vorjahr zurückzuführen, dem die zuvor genannten Wertaufholungen nur teilweise entgegen wirkten.

Unsere Nettofinanzverbindlichkeiten stiegen von 132,3 Mrd. €. auf 137,3 Mrd. €. Das ist zum überwiegenden Teil auf die Aktienrückkaufprogramme von T-Mobile US und Deutscher Telekom AG, unsere Dividendenausschüttungen sowie einen stärkeren US-Dollar zurückzuführen. Entschuldend wirkte insbesondere der starke Anstieg des Free Cashflows (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum).

Die Rahmenbedingungen, insbesondere auf den europäischen Telekommunikationsmärkten, bleiben aufgrund des anhaltenden Wettbewerbsdrucks und hoher regulatorischer Anforderungen herausfordernd. Um auch in Zukunft erfolgreich zu sein, investieren wir konsequent in die Basis unseres Erfolgs: unsere Netzinfrastruktur und unsere Technologie. 2024 haben wir konzernweit Investitionen (vor Spektrum) in Höhe von 16,0 Mrd. € getätigt. Einschließlich der Ausgaben für Mobilfunk-Spektrum waren es im Berichtsjahr 19,2 Mrd. €. Unser Fokus lag in Europa auch weiterhin auf dem parallelen Ausbau unserer Breitband- und Mobilfunk-Infrastruktur (Glasfaser und 5G).

Unser Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) stieg auf 19,2 Mrd. €. Damit sind wir weiterhin ein solides Investment-Grade-Unternehmen mit Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten. Die Rating- Agentur Moody’s hat unseren Rating-Ausblick im Oktober 2024 von Baa1/stabil auf Baa1/positiv angehoben.

Wie auf unserem Kapitalmarkttag 2024 kommuniziert, streben wir in Zukunft eine neue Phase des Wachstums an. Das bereinigte Ergebnis je Aktie (EPS) soll bis 2027 auf rund 2,5 € steigen. Für unsere Aktionäre behalten wir unsere attraktive Dividendenpolitik bei: Jährlich sollen 40 bis 60 % des bereinigten EPS ausgeschüttet werden. Für das Geschäftsjahr 2024 werden wir eine Dividende von 0,90 € je dividendenberechtigte Aktie vorschlagen. Diese wird auch in diesem Jahr – und hiervon gehen wir auch für weitere Jahre aus – ohne Abzug von Kapitalertragsteuer ausgezahlt. Unser neu aufgelegtes Aktienrückkaufprogramm 2025 von bis zu 2 Mrd. € Gesamtvolumen haben wir am 3. Januar 2024 begonnen.

Die internationalen Aktienmärkte blieben 2024 von einer starken Kursentwicklung geprägt. Auch für den europäischen Telekommunikationssektor war es ein gutes Jahr: Bis zum Jahresende 2024 gewann das Branchenbarometer Dow Jones STOXX® Europe 600 Telecommunications 20,7 %. Nochmal deutlich stärker beendete die T-Aktie das Jahr 2024 mit einem Aufschwung von 32,8 % – auf Total-Return-Basis sogar mit einem Plus von 37,8 %. Unsere Strategie nachhaltiger Unternehmensführung zahlt sich auch am Kapitalmarkt aus: Unsere Aktie ist im Geschäftsjahr 2024 zwischenzeitlich auf über 30 € gestiegen und setzt ihren Aufwärtstrend fort.

Unser Ziel haben wir klar vor Augen: Wir wollen das führende digitale Telekommunikationsunternehmen sein. Auf unserem Kapitalmarkttag 2024 haben wir unsere weiterentwickelte Strategie präsentiert, in deren Zentrum unser Schwungrad steht. Es beschreibt die Wirkmechanismen unserer strategischen Prioritäten in den Bereichen Investitionen, Kunden, Effizienz und Finanzen. Durch die Dimensionen Daten und Künstliche Intelligenz sowie globale Skalierung soll es beschleunigt werden. Denn auch in Zukunft wollen wir mehr investieren als unsere Wettbewerber. So können wir immer mehr Menschen von der Deutschen Telekom überzeugen und Kunden zu Fans machen, indem wir ihnen beste Produkte und beste Services im besten Netz anbieten möchten. Dadurch können wir skalieren und effizienter werden. Darauf aufbauend erzielen wir bessere Finanzzahlen; höhere Profitabilität wiederum ermöglicht höhere Investitionen.

| Weiterführende Informationen zu unserer weiterentwickelten Strategie und dem Schwungrad finden Sie im Kapitel „Konzernstrategie“.

Zugleich halten wir an unserem Wertekanon und unseren Überzeugungen fest. Die Deutsche Telekom möchte weiterhin für Vertrauen, Qualität und Innovation stehen. Jede einzelne Person im Unternehmen trägt dazu bei, dass unser Versprechen Wirklichkeit wird: Connecting your world.

| Alle Details zu unserer auf dem Kapitalmarkttag 2024 vorgestellten Strategie finden Sie auf unserer Investor Relations Website.

Soll-Ist-Vergleich der Konzernerwartungen

Im Geschäftsbericht 2023 haben wir für unsere bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die in unserem Steuerungssystem verankert sind, Erwartungen für das Geschäftsjahr 2024 formuliert. Die nachfolgenden Tabellen geben einen zusammenfassenden Überblick über die Pro-forma-Werte für 2023, die für das Berichtsjahr erwarteten Ergebnisse und die tatsächlich erzielten Ergebnisse 2024. Die im Geschäftsbericht 2023 darüber hinaus von uns prognostizierten Leistungsindikatoren und deren Entwicklung werden im Rahmen der jeweiligen Kapitel dargestellt.

Soll-Ist-Vergleich der finanziellen Leistungsindikatoren Pro-forma 2023 Ursprüngliche Erwartungen 2024 a Unterjährig aktualisierte Erwartungen 2024 a Ergebnisse 2024
Umsatz Mrd. € 112,2 Anstieg 115,8
Service-Umsatz Mrd. € 93,2 Anstieg 96,5
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) b Mrd. € 40,6 rund 42,9 rund 43,0 43,0
Betriebsergebnis (EBIT) Mrd. € 33,8 starker Rückgang 26,3
Ergebnis je Aktie (bereinigt um Sondereinflüsse) c € 1,60 > 1,75 1,90
ROCE c % 9,0 starker Rückgang 8,5
Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) b Mrd. € 16,2 rund 18,9 rund 19,0 19,2
Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) Mrd. € (16,6) rund (15,9) (16,0)
Rating (Standard & Poor’s, Fitch) c BBB+ von A– bis BBB BBB+
Rating (Moody’s) c Baa1 von A3 bis Baa2 Baa1

a Im Rahmen unserer Planung für 2024 hatten wir einen US-Dollar-Währungskurs von 1,08 US‑$ und einen vergleichbaren Konsolidierungskreis (u. a. die Veräußerung von Anteilen an GD Towers, die Veräußerung des Wireline Business sowie der Erwerb von Ka’ena in den USA) angenommen.

b Abweichend von den im zusammengefassten Lagebericht 2023 (Geschäftsbericht 2023) veröffentlichten Prognosen haben wir unterjährig die Erwartungswerte 2024 für das EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) und den Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) angepasst (Konzernzwischenberichte zum 30. Juni 2024 sowie zum 30. September 2024).

c Für diese Leistungsindikatoren wurden im Geschäftsbericht 2023 keine Pro-forma-Werte angegeben. Stattdessen berichten wir an dieser Stelle die Ist-Werte 2023. Der in der Tabelle dargestellte Vergleich der Pro-forma-Werte für 2023 bzw. der auf dieser Basis formulierten Erwartungen für 2024 mit den tatsächlich erzielten Ergebnissen 2024 erfolgt nicht auf vergleichbarer Basis, d. h. diesen Werten liegen keine vergleichbaren Währungskurse und kein vergleichbarer Konsolidierungskreis zugrunde. Im Folgenden erläutern wir die auf vergleichbarer Basis erzielten Ergebnisse, d. h. unter Verwendung konstanter Währungskurse sowie eines vergleichbaren Konsolidierungskreises.# Zusammengefasster Lagebericht – Geschäftsentwicklung des Konzerns

Die Unterschiede zu den tatsächlich erzielten Ergebnissen sind jedoch aufgrund des im Jahr 2024 gleichen durchschnittlichen Währungskurses für den US-Dollar von 1,08 und geringfügigen Änderungen im Konsolidierungskreis von untergeordneter Bedeutung. Erneut blicken wir auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Unsere Erwartungen haben wir erfüllt bzw. übertroffen. Unser Umsatz zeigt organisch, d. h. währungskurs- und konsolidierungskreisbereinigt, mit 3,3 % den erwarteten Anstieg. Bei unserem Service-Umsatz konnten wir mit einer organischen Wachstumsrate von 3,7 % einen noch deutlicheren Anstieg als beim Umsatz verzeichnen. Unser bereinigtes EBITDA AL stieg trotz des strategischen Rückzugs aus dem Geschäftsmodell der Endgerätevermietung in den USA organisch um 6,0 %, womit wir unsere zuletzt abgegebene Erwartung von rund 43,0 Mrd. € ebenfalls erfüllen. Beim EBIT sehen wir den aufgrund des im Jahr 2023 im Zusammenhang mit der Veräußerung von Anteilen an GD Towers erfassten Ertrags erwarteten starken Rückgang für das Jahr 2024. Das bereinigte Ergebnis je Aktie lag entsprechend der guten operativen Entwicklung sowie einiger nicht wiederkehrender Effekte bei 1,90 € und übertrifft damit unsere Erwartung. Der ROCE entwickelte sich auch aufgrund nicht geplanter Wertaufholungen auf FCC-Lizenzen bei T-Mobile US sowie auf unsere Beteiligungen an GD Towers bzw. an GlasfaserPlus weniger stark rückläufig als angenommen. Für den Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) erreichten wir mit 19,2 Mrd. € sogar einen über unserer unterjährig aktualisierten Erwartung von rund 19,0 Mrd. € liegenden Wert. Beim Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) treffen wir etwa den von uns erwarteten Wert.

Soll-Ist-Vergleich der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren

Indikator Pro-forma 2023 Erwartungen 2024 Ergebnisse 2024
Konzern Kundenzufriedenheit (TRI*M-Index) a 76,2 stabiler Verlauf 77,6
Mitarbeiterzufriedenheit (Engagement-Score) a 76 stabiler Verlauf 77
Energieverbrauch a, b (GWh) 12.241 leichter Anstieg 11.926
CO₂-Ausstoß (Scope 1 + 2) a, c, d (kt CO₂e) 258 Rückgang 253

Kunden im Festnetz und Mobilfunk

Region Kennzahl Einheit Pro-forma 2023 Erwartungen 2024 Ergebnisse 2024
Deutschland Mobilfunk-Kunden Mio. 61,4 Anstieg 68,6
Festnetz-Anschlüsse Mio. 17,3 stabiler Verlauf 17,2
Breitband-Anschlüsse Retail Mio. 15,0 leichter Anstieg 15,2
USA Postpaid-Kunden Mio. 98,1 Anstieg 104,1
Prepaid-Kunden Mio. 24,5 leichter Anstieg 25,4
Europa Mobilfunk-Kunden Mio. 47,9 leichter Anstieg 49,7
Festnetz-Anschlüsse Mio. 8,0 stabiler Verlauf 8,1
Breitband-Kunden Mio. 7,0 Anstieg 7,2
Systemgeschäft Auftragseingang Mrd. € 3,6 leichter Anstieg 4,0

a Für diese Leistungsindikatoren wurden im Geschäftsbericht 2023 keine Pro-forma-Werte angegeben. Stattdessen berichten wir an dieser Stelle die Ist-Werte 2023.
b Energieverbrauch im Wesentlichen: Strom, Kraftstoff, weitere fossile Brennstoffe, Fernwärme für Gebäude.
c Berechnet nach der marktbasierten Methode des Greenhouse Gas Protocol.
d Der Wert zum Jahr 2023 wurde im Berichtsjahr aufgrund von methodischen und strukturellen Änderungen rückwirkend angepasst. Seit 2023 enthält der CO₂-Ausstoß auch flüchtige Emissionen aus Kühl- und Feuerschutzmitteln. Ohne flüchtige Emissionen läge der CO₂-Ausstoß im Jahr 2024 bei 206 kt CO₂e (2023: 217 kt CO₂e).

Auch im Hinblick auf unsere nichtfinanziellen Leistungsindikatoren liegen wir gut im Plan. In unserem Heimatmarkt Deutschland konnten wir bei den Mobilfunk-Kunden sogar einen starken Anstieg um 11,6 % verzeichnen, was sowohl auf den Prepaid-Bereich, insbesondere bei den M2M-Karten aus der Automobilbranche, als auch auf das werthaltige Vertragskundengeschäft unter den Marken „Telekom“ und „congstar“ zurückzuführen ist. Die Festnetz- und Breitband-Anschlüsse entwickelten sich wie erwartet. Im operativen Segment USA lagen die Zuwächse bei den Postpaid- und Prepaid-Kunden über unseren Erwartungen. Unser operatives Segment Europa zeigt in seinen Kundenzahlen erwartungsgemäß eine positive Entwicklung, die bei den Mobilfunk-Kunden v. a. auf den Anstieg des Vertragskundenbestands zurückzuführen ist. Seit dem 1. Januar 2024 werden Kunden eines Wholesale Zusammengefasster Lagebericht – Geschäftsentwicklung des Konzerns | 26 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024. Service Providers als Prepaid-Kunden in Österreich ausgewiesen. Ohne Berücksichtigung dieser Umstellung blieb die Anzahl der Prepaid-Kunden auf Vorjahresniveau. Der Anstieg des Auftragseingangs in unserem operativen Segment Systemgeschäft war im Wesentlichen auf Vertragsabschlüsse in den Geschäftsbereichen Cloud und Digital zurückzuführen.

Die Kundenzufriedenheit lag zum Ende des Berichtsjahres bei 77,6 Punkten gegenüber 76,2 Punkten zum Vorjahresende. Zu der weiterhin positiven Entwicklung trugen die operativen Segmente Deutschland, Europa und Systemgeschäft mit Verbesserungen in der Kundenloyalität bei. Die Mitarbeiterzufriedenheit wurde zuletzt im November 2024 gemessen und erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr von 76 auf 77 Punkte. Damit liegt dieser Wert wie erwartet konstant im hohen Bereich. Der Energieverbrauch des Konzerns zeigt erfreulicherweise einen Rückgang statt des erwarteten leichten Anstiegs, weil insbesondere die USA mehr Einsparungen realisieren konnte als in der ursprünglichen Planung angenommen. Der Rückgang des CO₂- Ausstoßes liegt (sowohl mit als auch ohne Berücksichtigung der methodischen und strukturellen Änderungen) im Rahmen unserer Erwartungen.

Weitere Informationen zu den Entwicklungen unserer bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren finden Sie in diesem Kapitel sowie im Kapitel „Geschäftsentwicklung der operativen Segmente“.
Weitere Informationen zu den erwarteten Entwicklungen unserer bedeutsamsten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren in den Jahren 2025 und 2026 finden Sie im Kapitel „Prognose“.

Aktionärsvergütung

Deutsche Telekom AG

Dividendenvorschlag der Deutschen Telekom AG

Auf Basis des Ergebnisses für das Geschäftsjahr 2024 sowie der zum Kapitalmarkttag im Oktober 2024 bestätigten Dividendenpolitik wird der Vorstand der Deutschen Telekom AG der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2024 eine Dividende von 0,90 € je dividendenberechtigte Aktie vorschlagen.

Aktienrückkaufprogramme der Deutschen Telekom AG

Im Geschäftsjahr 2024 hat die Deutsche Telekom AG in mehreren Tranchen rund 81 Mio. eigene Aktien im Gesamtvolumen von 2,0 Mrd. € zurückerworben. Das Aktienrückkaufprogramm 2024 wurde am 18. Dezember 2024 abgeschlossen. Mit dem Einzug der zurückerworbenen Aktien wird voraussichtlich im April 2025 begonnen. Im Zuge des Kapitalmarkttags im Oktober 2024 hat die Deutsche Telekom AG ein neues Aktienrückkaufprogramm in Höhe von bis zu 2 Mrd. € für das Jahr 2025 angekündigt. Der Rückkauf hat am 3. Januar 2025 begonnen und erfolgt innerhalb des Zeitraums bis zum 31. Dezember 2025 in mehreren Tranchen.

Sonstige Transaktionen

Veräußerung von T‑Mobile US Aktien durch die Deutsche Telekom

Im Berichtsjahr hat die Deutsche Telekom Aktien von T-Mobile US aus ihrem Bestand über den Markt veräußert, ohne die eigene Mehrheitsposition bei T-Mobile US zu gefährden. Im Zuge dessen hat die Deutsche Telekom rund 23 Mio. T‑Mobile US Aktien im Volumen von 3,6 Mrd. € verkauft. Am 2. Juli 2024 teilte die Deutsche Telekom mit, dass der Aktienverkauf zunächst bis zum 26. September 2024 ausgesetzt wird. Am 24. September 2024 wurde der Verkaufsplan (Sales Plan) beendet.

Erwerb von T‑Mobile US Aktien durch die Deutsche Telekom

Die Deutsche Telekom hat am 7. Juni 2024 weitere rund 7 Mio. Aktien der T-Mobile US für einen Gesamtpreis von 0,7 Mrd. US-$ (0,6 Mrd. €) erworben, indem sie die im Juni 2020 vereinbarten Festpreis-Optionen (Fixed Options) auf von SoftBank gehaltene Aktien an T-Mobile US ausgeübt hat. Der ursprünglich festgelegte Ausübungspreis von 101,46 US-$ je Aktie wurde aufgrund der Dividendenzahlungen von T-Mobile US auf 99,51 US-$ angepasst. Damit konnte die Deutsche Telekom die Aktien zu einem Preis erwerben, der rund 45 % unter dem Schlusskurs von 179,82 US-$ am Ausübungstag lag. Nach Abschluss dieser Transaktion hat die Deutsche Telekom alle von SoftBank gewährten Festpreis-Optionen ausgeübt. Die verbliebenen Optionen mit variablem Ausübungspreis (Floating Options) wurden nicht ausgeübt und sind im zweiten Quartal 2024 verfallen.

Programm zur Aktionärsvergütung von T‑Mobile US aus September 2023

Am 6. September 2023 hat T-Mobile US bekannt gegeben, dass der Verwaltungsrat (Board of Directors) ein Programm zur Aktionärsvergütung von bis zu 19 Mrd. US-$ mit einer Laufzeit vom 1. Oktober 2023 bis zum 31. Dezember 2024 genehmigt hat. Das Programm bestand aus Aktienrückkäufen und auszuschüttenden Dividenden. Im Geschäftsjahr 2024 hat T‑Mobile US im Rahmen dieses Programms in mehreren Tranchen rund 59 Mio. eigene Aktien im Volumen von 11,1 Mrd. US-$ (10,3 Mrd. €) zurückerworben sowie Bardividenden in Höhe von 3,3 Mrd. US-$ (3,1 Mrd. €) ausgeschüttet. Die Bardividenden entfielen in Höhe von 1,5 Mrd. € auf den Anteil der Deutschen Telekom sowie in Höhe von 1,5 Mrd. € auf Anteile anderer Gesellschafter von T-Mobile US.

Programm zur Aktionärsvergütung 2025 von T‑Mobile US

Am 13. Dezember 2024 hat T-Mobile US ein neues Programm zur Aktionärsvergütung von bis zu 14 Mrd. US-$ für 2025 bekannt gegeben. Es soll aus weiteren Aktienrückkäufen und Dividendenausschüttungen bestehen und hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2025. Der für Aktienrückkäufe verfügbare Betrag reduzierte sich um den Betrag etwaiger vom Verwaltungsrat der T-Mobile US beschlossener Dividenden.

Zusammengefasster Lagebericht – Geschäftsentwicklung des Konzerns | 27 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Ertragslage des Konzerns

a in Mio.# Deutsche Telekom AG

Konzernlagebericht

2024 2023 Veränderung Veränderung in % 2022
Konzernumsatz 115.769 111.985 3.784 3,4 114.413
Service-Umsatz 96.537 92.919 3.618 3,9 91.988
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 43.021 40.497 2.524 6,2 40.208
EBITDA AL 43.815 51.160 (7.345) (14,4) 35.989
Abschreibungen (24.027) (23.975) (52) (0,2) (27.827)
Betriebsergebnis (EBIT) 26.277 33.802 (7.525) (22,3) 16.159
Finanzergebnis (3.319) (8.845) 5.526 62,5 (4.455)
Ergebnis vor Ertragsteuern 22.958 24.957 (1.999) (8,0) 11.703
Ertragsteuern (5.301) (2.964) (2.336) (78,8) (2.221)
Konzernüberschuss/(-fehlbetrag) 11.209 17.788 (6.579) (37,0) 8.001
Konzernüberschuss/(-fehlbetrag) (bereinigt um Sondereinflüsse) 9.397 7.940 1.457 18,3 9.081
Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) € 2,27 3,57 (1,31) (36,5) 1,61
Bereinigtes Ergebnis je Aktie (unverwässert und verwässert) € 1,90 1,60 0,31 19,3 1,83

a Informationen zu der Darstellung der veräußerten Geschäftseinheit GD Towers im Vorjahr finden Sie im Kapitel „Konzernsteuerung“.

Um die Aussagefähigkeit des Vorjahresvergleichs aufgrund einer geänderten Unternehmensstruktur bzw. aufgrund von Währungskursentwicklungen zu erhöhen, beschreiben wir ausgewählte Ergebnisgrößen zusätzlich in einer organischen Betrachtung. In dieser werden die Zahlen des Vorjahres um Konsolidierungskreis-, Währungskurs- und sonstige Effekte angepasst.

Konsolidierungskreiseffekte entstanden v. a. aus dem Erwerb von Kaʼena zum 1. Mai 2024 und der Veräußerung des Wireline Business zum 1. Mai 2023 im operativen Segment USA sowie aus der Veräußerung von GD Towers zum 1. Februar 2023 im operativen Segment Group Development.

Umsatz, Service-Umsatz

Im Berichtsjahr erzielten wir einen Konzernumsatz in Höhe von 115,8 Mrd. €, der mit einem Anstieg von 3,8 Mrd. € um 3,4 % über dem Niveau des Vorjahres lag. Organisch betrachtet lag der Umsatz um 3,3 % über dem Vorjahresniveau, wobei Konsolidierungskreiseffekte im Saldo um 0,2 Mrd. € erhöhend wirkten.

Der werthaltige Service-Umsatz des Konzerns erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 3,6 Mrd. € bzw. 3,9 % auf 96,5 Mrd. €. Organisch betrachtet erhöhte sich der Service-Umsatz um 3,7 %.

Beitrag der Segmente zum Konzernumsatz

a in Mio. € 2024 2023 Veränderung Veränderung in % 2022
Deutschland 25.711 25.187 524 2,1 24.505
USA 75.046 72.436 2.611 3,6 75.436
Europa 12.347 11.790 557 4,7 11.158
Systemgeschäft 4.004 3.896 108 2,8 3.811
Group Development 10 115 (106) (91,8) 1.708
Group Headquarters & Group Services 2.226 2.305 (79) (3,4) 2.407
Intersegmentumsatz (3.575) (3.744) 169 4,5 (4.612)
Konzernumsatz 115.769 111.985 3.784 3,4 114.413

a Informationen zu der Darstellung der veräußerten Geschäftseinheit GD Towers im Vorjahr finden Sie im Kapitel „Konzernsteuerung“.

In unserem Heimatmarkt Deutschland lag der Umsatz mit einem Anstieg von 2,1 % über dem Vorjahresniveau. Dies ist v. a. getrieben durch den Anstieg der Service-Umsätze im Festnetz-Kerngeschäft, im Wesentlichen durch das Breitband- und IT-Geschäft, und im Mobilfunk.

In unserem operativen Segment USA lag der Umsatz um 3,6 % über Vorjahresniveau. Organisch betrachtet erhöhte er sich um 3,3 %. Dabei stiegen die Service-Umsätze, v. a. aufgrund höherer Postpaid- und Prepaid-Umsätze. Die Endgeräteumsätze erhöhten sich leicht.

In unserem operativen Segment Europa erhöhte sich der Umsatz im Vorjahresvergleich um 4,7 %. Organisch betrachtet erhöhte er sich um 5,2 %, was hauptsächlich auf die gestiegenen Service-Umsätze im Mobilfunk- und Festnetz-Geschäft zurückzuführen ist. Durch die Zuwächse bei den Vertragskunden zeigten sich auch positive Effekte bei den Endgeräteumsätzen.

Der Umsatz unseres operativen Segments Systemgeschäft lag um 2,8 % über Vorjahresniveau. Die positive Umsatzentwicklung resultierte im Wesentlichen aus dem Wachstum in den Bereichen Digital, Cloud und Road Charging.

| Weitere Informationen zur Umsatzentwicklung unserer Segmente finden Sie im Kapitel „Geschäftsentwicklung der operativen Segmente“.

Beitrag der Segmente zum Konzernumsatz

a, b Regionale Umsatzverteilung in %
2024 21,7 Deutschland, 64,8 USA, 10,5 Europa, 2,9 Systemgeschäft, 0,1 Group Headquarters & Group Services
2023 23,7 Deutschland, 64,9 Nordamerika, 10,9 Europa (ohne Deutschland), 0,5 Übrige Länder

a Weitere Informationen zum Außenumsatz finden Sie in Angabe 38 „Segmentberichterstattung“ im Konzernanhang.
b Das operative Segment Group Development trägt nach der Veräußerung der Geschäftseinheit GD Towers im Vorjahr nicht mehr wesentlich zum Konzernumsatz bei.

Zusammengefasster Lagebericht – Geschäftsentwicklung des Konzerns | 28 | Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Gemessen am Außenumsatz leistete unser operatives Segment USA mit einem Anteil von 64,8 % (2023: 64,7 %) mit Abstand den größten Beitrag zum Konzernumsatz. Die Auslandsquote am Konzernumsatz verminderte sich auf 76,3 % (2023: 77,0 %).

Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA AL

Im Berichtsjahr erzielten wir ein gegenüber dem Vorjahr um 2,5 Mrd. € bzw. 6,2 % höheres bereinigtes EBITDA AL in Höhe von 43,0 Mrd. €. Organisch betrachtet erhöhte sich das bereinigte EBITDA AL um 6,0 %, wobei Konsolidierungskreiseffekte im Saldo um 0,1 Mrd. € erhöhend wirkten.

Das bereinigte Core EBITDA AL, d. h. ohne Umsätze aus der Endgerätevermietung in den USA, stieg um 2,7 Mrd. € bzw. 6,8 % auf 42,9 Mrd. €.

Beitrag der Segmente zum bereinigten Konzern-EBITDA AL

a in Mio. € 2024 Anteil am bereinigten Konzern- EBITDA AL in % 2023 Anteil am bereinigten Konzern- EBITDA AL in % Veränderung Veränderung in % 2022
Deutschland 10.516 24,4 10.238 25,3 278 2,7 9.837
USA 28.545 66,4 26.409 65,2 2.136 8,1 25.614
Europa 4.431 10,3 4.114 10,2 317 7,7 3.964
Systemgeschäft 369 0,9 321 0,8 48 14,8 284
Group Development (32) (0,1) 45 0,1 (77) n.a. 964
Group Headquarters & Group Services (801) (1,9) (609) (1,5) (193) (31,6) (437)
Überleitung (6) (0,0) (22) (0,1) 15 70,1 (17)
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 43.021 100,0 40.497 100,0 2.524 6,2 40.208

a Informationen zu der Darstellung der veräußerten Geschäftseinheit GD Towers im Vorjahr finden Sie im Kapitel „Konzernsteuerung“.

Unser operatives Segment Deutschland trug dank werthaltigem Umsatzwachstum und einer verbesserten Kosteneffizienz mit einem um 2,7 % höheren bereinigten EBITDA AL zum Anstieg bei.

Unser operatives Segment USA zeigt eine Erhöhung des bereinigten EBITDA AL von 8,1 %. Organisch betrachtet stieg es um 7,4 %. Der Anstieg ist v. a. auf gestiegene Service-Umsätze, leicht höhere Endgeräteumsätze und insgesamt niedrigere Kosten zurückzuführen. Das bereinigte Core EBITDA AL von T-Mobile US stieg um 2,3 Mrd. € bzw. 8,9 % auf 28,5 Mrd. €.

Das bereinigte EBITDA AL in unserem operativen Segment Europa erhöhte sich um 7,7 %. Organisch betrachtet stieg es um 8,1 %. Dabei konnte eine positive Nettomarge die gestiegenen indirekten Kosten deutlich überkompensieren.

In unserem operativen Segment Systemgeschäft entwickelte sich das bereinigte EBITDA AL mit einem Anstieg um 14,8 % positiv. Dies ist v. a. auf das Umsatzwachstum in den Bereichen Cloud und Digital zurückzuführen.

Unser EBITDA AL verringerte sich gegenüber dem Vorjahr deutlich um 7,3 Mrd. € auf 43,8 Mrd. €. Die EBITDA AL-wirksamen Sondereinflüsse reduzierten sich um 9,9 Mrd. € auf 0,8 Mrd. €. Im Bereich der Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen waren im Vorjahr Erträge von im Saldo 12,2 Mrd. € als Sondereinflüsse erfasst, die mit 12,9 Mrd. € aus der Entkonsolidierung der GD Towers und gegenläufig mit 1,0 Mrd. € v. a. aus Integrationsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss von T‑Mobile US und Sprint resultierten. Im Berichtsjahr lagen die Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen im Saldo bei minus 0,7 Mrd. €. Hierin enthalten sind u. a. die Aufwendungen aus dem Verzicht auf die bedingte Kaufpreisforderung gegenüber dem IFM Global Infrastructure Fund. Zudem sind weitere Integrationsaufwendungen sowie gegenläufig die von DISH erhaltene Verlängerungsgebühr für die mittlerweile verfallene Kaufoption auf Mobilfunk-Spektrum im operativen Segment USA enthalten. Die Integration von Sprint war zum Ende des zweiten Quartals 2024 weitgehend abgeschlossen. Die Aufwendungen im Zusammenhang mit Personalrestrukturierungen lagen bei 1,0 Mrd. € gegenüber 1,5 Mrd. € im Vorjahr. Hier waren im Vorjahr Aufwendungen im Zusammenhang mit einem Programm zur Reduzierung des Personalbestands im operativen Segment USA in Höhe von 0,4 Mrd. € enthalten. Die als Sondereinflüsse erfassten Wertaufholungen resultierten in Höhe von 2,6 Mrd. € aus der vollständigen Wertaufholung von in Vorjahren wertgeminderten FCC-Lizenzen der T‑Mobile US.

| Weitere Informationen zur Entwicklung des (bereinigten) EBITDA AL der Segmente finden Sie im Kapitel „Geschäftsentwicklung der operativen Segmente“.
| Weitere Informationen zu der Wertaufholung der FCC-Lizenzen finden Sie in Angabe 6 „Immaterielle Vermögenswerte“ im Konzernanhang.

Betriebsergebnis (EBIT)

Das EBIT des Konzerns reduzierte sich auf 26,3 Mrd. € und lag damit um 7,5 Mrd. € unter dem Vorjahresniveau. Dafür verantwortlich war v. a. der Entkonsolidierungsertrag aus der Veräußerung von GD Towers im Vorjahr.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und Nutzungsrechte lagen bei 24,0 Mrd. € und damit auf dem Vorjahresniveau. Die planmäßigen Abschreibungen erhöhten sich dabei leicht von 23,8 Mrd. € auf 23,9 Mrd. €, v. a. im operativen Segment Deutschland.

Die Wertminderungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 0,1 Mrd. € und entfielen überwiegend auf langfristige Vermögenswerte des operativen Segments Europa. Diese betrafen die zahlungsmittelgenerierende Einheit Rumänien, die in dem strukturell herausfordernden und wettbewerbsintensiven rumänischen Markt operiert. Die im Vorjahr erfassten Wertminderungen beliefen sich auf 0,2 Mrd. € und entfielen überwiegend auf Vermögenswerte im operativen Segment Systemgeschäft und im Segment Group Headquarters & Group Services.

| Weitere Informationen zu den Abschreibungen finden Sie in Angabe 27 „Abschreibungen“ im Konzernanhang.# Ergebnis vor Ertragsteuern

Das Ergebnis vor Ertragsteuern reduzierte sich um 2,0 Mrd. € auf 23,0 Mrd. €. Das Finanzergebnis erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 5,5 Mrd. € auf minus 3,3 Mrd. €. Hierzu trug im Wesentlichen das um 5,3 Mrd. € verbesserte Ergebnis aus nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit 2,5 Mrd. € bei. Ursächlich hierfür waren v. a. im Berichtsjahr erfasste Wertaufholungen in Höhe von 2,1 Mrd. € bzw. 0,3 Mrd. € auf die Buchwerte der Beteiligungen an GD Towers bzw. an GlasfaserPlus. Diese Wertaufholungen waren bei GD Towers durch gesunkene Diskontierungszinssätze sowie eine verbesserte Planung und bei der GlasfaserPlus nahezu ausschließlich durch gesunkene Diskontierungszinssätze bedingt. Dahingegen waren im Vorjahr Wertminderungen in Höhe von 2,6 Mrd. € bzw. 0,1 Mrd. € auf die Buchwerte der Beteiligungen an GD Towers bzw. an GlasfaserPlus erfasst. Das sonstige Finanzergebnis verbesserte sich um 0,2 Mrd. € auf minus 0,2 Mrd. €, insbesondere im Zusammenhang mit dem Zinsanteil aus der Bewertung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Dieser Anstieg stand u. a. im Zusammenhang mit der Folgebewertung des nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelten Barwerts der Rückstellung für die Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK). Dahingegen verringerte sich das Ergebnis aus Finanzinstrumenten um 0,2 Mrd. €. Das Zinsergebnis lag stabil bei minus 5,7 Mrd. €.

Konzernüberschuss, bereinigter Konzernüberschuss

Der Konzernüberschuss hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 6,6 Mrd. € auf 11,2 Mrd. € verringert. Dafür ursächlich war v. a. der zuvor beschriebene Entkonsolidierungsertrag aus der Veräußerung von GD Towers im Vorjahr. Der Steueraufwand erhöhte sich um 2,3 Mrd. € auf 5,3 Mrd. €. Die Steuerquote wurde im Vorjahr durch die Realisierung steuerfreier Erträge aus der Veräußerung von GD Towers und durch latente Steuereffekte, die durch die in diesem Zusammenhang abgeschlossene Sale-and-Leaseback-Transaktion entstanden sind, erheblich reduziert. Darüber hinaus wurde die Steuerquote durch steuerlich nicht zu berücksichtigende Wertminderungen auf GD Towers im Vorjahr erhöhend bzw. Wertaufholungen im Berichtsjahr reduzierend beeinflusst. Das den Anteilen anderer Gesellschafter zugerechnete Ergebnis erhöhte sich um 2,2 Mrd. € auf 6,4 Mrd. €. Der Anstieg entfiel v. a. auf unser operatives Segment USA. Der um Sondereinflüsse bereinigte Konzernüberschuss betrug 9,4 Mrd. € gegenüber 7,9 Mrd. € im Vorjahr.

Weitere Informationen zum Steueraufwand finden Sie in Angabe 32 „Ertragsteuern“ im Konzernanhang.

Ergebnis je Aktie, bereinigtes Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie ermittelt sich aus dem Konzernüberschuss im Verhältnis zur gewichteten durchschnittlichen Anzahl ausstehender Stammaktien. Zum 31. Dezember 2024 waren das 4.938 Mio. Stückaktien. Dies führte zu einem Ergebnis je Aktie in Höhe von 2,27 €. Im Vorjahr betrug das Ergebnis je Aktie 3,57 €, was im Wesentlichen durch den Ertrag aus dem Verkauf von GD Towers beeinflusst war. Das um Konzernüberschuss-wirksame Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis je Aktie lag bei 1,90 € gegenüber 1,60 € im Vorjahr.

Mitarbeiter

Entwicklung des Personalbestands

31.12.2024 31.12.2023 Veränderung Veränderung in % 31.12.2022
Mitarbeiter (FTE) im Konzern 198.194 199.652 (1.458) (0,7) 206.759
davon: Deutsche Telekom AG 9.537 10.789 (1.252) (11,6) 12.302
davon: Beamte (Inland, aktives Dienstverhältnis) 5.801 6.891 (1.090) (15,8) 8.381
Operatives Segment Deutschland 57.303 59.709 (2.405) (4,0) 59.014
Operatives Segment USA 65.154 62.677 2.477 4,0 67.088
Operatives Segment Europa 32.761 32.932 (171) (0,5) 34.083
Operatives Segment Systemgeschäft 25.691 26.036 (344) (1,3) 27.392
Operatives Segment Group Development 100 108 (8) (7,4) 828
davon: GD Towers 0 0 0 n.a. 762
Group Headquarters & Group Services 17.184 18.190 (1.006) (5,5) 18.353
Geografische Verteilung
Inland 74.550 78.600 (4.050) (5,2) 81.469
Ausland 123.644 121.052 2.592 2,1 125.290

Produktivitätsentwicklung

Tsd. € Tsd. € Tsd. € % Tsd. €
Konzernumsatz je Mitarbeiter 578 547 32 5,8 542

a Berechnung auf Basis der Mitarbeiter im Durchschnitt.

Der Personalbestand im Konzern sank im Vergleich zum Vorjahresende leicht um 0,7 %. In unserem operativen Segment Deutschland reduzierte sich die Anzahl der Mitarbeiter gegenüber dem Vorjahresende um 4,0 %. Die Inanspruchnahme sozialverträglicher Instrumente zum Personalumbau, wie z. B. engagierter Vorruhestand oder Altersteilzeit, setzte sich fort. Die Gesamtzahl der Mitarbeiter in unserem operativen Segment USA erhöhte sich gegenüber dem Jahresende 2023 um 4,0 %. Zu dieser Entwicklung trugen v. a. der höhere Personalbestand im Einzelhandel zur Betreuung der wachsenden Kundenbasis von T-Mobile US sowie der Erwerb von Kaʼena im zweiten Quartal 2024 bei. In unserem operativen Segment Europa sank die Mitarbeiterzahl gegenüber dem Jahresende 2023 leicht um 0,5 %, insbesondere in Griechenland. Die Mitarbeiterzahl in unserem operativen Segment Systemgeschäft ist gegenüber dem Jahresende 2023 um 1,3 % gesunken. Dies resultierte im Wesentlichen aus dem Personalabbau im klassischen Infrastrukturgeschäft. Der Mitarbeiterbestand im Segment Group Headquarters & Group Services sank im Vergleich zum Vorjahresende um 5,5 %. Dies ist im Wesentlichen durch den fortgesetzten Personalumbau, insbesondere im Vorstandsbereich „Technologie und Innovation“ und bei Vivento, bedingt.

Personalaufwand

Mio. € Mio. € Veränderung Veränderung in % Mio. €
2024 2023 2022
Personalaufwand im Konzern 19.004 19.083 (79) (0,4) 19.446
davon: Inland 8.364 8.201 163 2,0 8.389
davon: Ausland 10.640 10.882 (242) (2,2) 11.057
Sondereinflüsse a 1.099 1.557 (458) (29,4) 1.367
Personalaufwand im Konzern (bereinigt um Sondereinflüsse) 17.905 17.526 378 2,2 18.080
Bereinigte Personalaufwandsquote % 15,5 15,6 15,8
Personalaufwand der Deutschen Telekom AG nach HGB 1.566 1.964 (398) (20,3) 1.936

a Aufwendungen für Personalmaßnahmen.

Überleitungen von finanziellen Leistungsindikatoren zum IFRS-Konzernabschluss

Eine Überleitung der Definition des EBITDA auf die „after leases“-Betrachtung (EBITDA AL) kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden:

Mio. € Mio. € Veränderung Veränderung in % Mio. €
2024 2023 2022
EBITDA 50.304 57.777 (7.473) (12,9) 43.986
Abschreibungen auf aktivierte Nutzungsrechte a (4.703) (4.810) 107 2,2 (6.507)
Zinsaufwendungen für die passivierten Leasing-Verbindlichkeiten a (1.787) (1.807) 20 1,1 (1.489)
EBITDA AL 43.815 51.160 (7.345) (14,4) 35.989
EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse 794 10.663 (9.869) (92,6) (4.219)
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 43.021 40.497 2.524 6,2 40.208

a Ohne Finanzierungs-Leasing-Sachverhalte der T-Mobile US.

Die folgende Tabelle zeigt die Herleitung des Konzernüberschusses auf den um Sondereinflüsse bereinigten Konzernüberschuss:

Mio. € Mio. € Veränderung Veränderung in % Mio. €
2024 2023 2022
Konzernüberschuss/(-fehlbetrag) 11.209 17.788 (6.579) (37,0) 8.001
EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse 794 10.663 (9.869) (92,6) (4.219)
Personalrestrukturierung (1.036) (1.485) 449 30,3 (1.230)
Sachbezogene Restrukturierungen (20) (40) 19 48,7 (175)
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen (746) 12.187 (12.933) n.a. (2.256)
Wertminderungen 0 (8) 8 100,0 (276)
Wertaufholungen 2.630 0 2.630 n.a. 0
Sonstiges (34) 8 (42) n.a. (283)
Konzernüberschuss-wirksame Sondereinflüsse 1.018 (815) 1.833 n.a. 3.139
Abschreibungen (407) (189) (218) n.a. (989)
Finanzergebnis 2.328 (2.742) 5.070 n.a. (487)
Ertragsteuern (236) 1.503 (1.739) n.a. 1.936
Minderheiten (666) 613 (1.279) n.a. 2.680
Sondereinflüsse 1.812 9.848 (8.036) (81,6) (1.080)
Konzernüberschuss/(-fehlbetrag) (bereinigt um Sondereinflüsse) 9.397 7.940 1.457 18,3 9.081

Die folgende Tabelle zeigt die Herleitung des EBITDA AL, des EBIT sowie des Konzernüberschusses auf die um Sondereinflüsse bereinigten Werte:

EBITDA AL 2024 EBIT 2024 EBITDA AL 2023 EBIT 2023 EBITDA AL 2022 EBIT 2022
EBITDA AL/EBIT 43.815 26.277 51.160 33.802 35.989 16.159
Deutschland (1.056) (1.056) (501) (501) 1.162 1.162
Personalrestrukturierung (576) (576) (484) (484) (523) (523)
Sachbezogene Restrukturierungen (11) (11) (18) (18) (8) (8)
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen (478) (478) (8) (8) 1.608 1.608
Wertminderungen 0 0 0 0 0 0
Sonstiges 9 9 11 11 84 84
USA 2.345 2.078 (1.569) (1.556) (5.949) (6.637)
Personalrestrukturierung (65) (65) (643) (643) (352) (352)
Sachbezogene Restrukturierungen 0 0 0 0 0 0
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen (240) (507) (958) (917) (4.956) (5.084)
Wertminderungen 0 0 (8) (36) (275) (836)
Wertaufholungen 2.630 2.630 0 0 0 0
Sonstiges 20 20 39 39 (366) (366)
Europa (71) (158) (94) (94) (31) (147)
Personalrestrukturierung (62) (62) (69) (69) (70) (70)
Sachbezogene Restrukturierungen 0 0 0 0 0 0
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen 29 29 1 1 12 12
Wertminderungen 0 (88) 0 0 0 (117)
Wertaufholungen 0 0 0 0 0 0
Sonstiges (38) (38) (26) (26) 27 27
Systemgeschäft (118) (133) (144) (270) (159) (270)
Personalrestrukturierung (92) (92) (116) (116) (107) (107)
Sachbezogene Restrukturierungen (0) (0) (1) (1) (5) (5)
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen (1) (1) (0) (0) (2) (2)
Wertminderungen 0 (15) 0 (126) (0) (111)
Sonstiges (25) (25) (27) (27) (44) (44)
Group Development (5) (5) 13.170 13.170 992 992
Personalrestrukturierung 0 0 (3) (3) (10) (10)
Sachbezogene Restrukturierungen 0 0 0 0 0 0
Ergebniseffekte aus Entkonsolidierungen, Ver- und Zukäufen (5) (5) 13.173 13.173 1.003 1.003
Wertminderungen 0 0 0 0 0 0
Sonstiges 0 0 0 0 (1) (1)
Group Headquarters & Group Services (301) (302) (199) (225) (234) (270)
# Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.
# Vermögenslage des Konzerns
# Konzernbilanz (Kurzfassung)
## in Mio. €
31.12.2024 Anteil an der Bilanzsumme in % 31.12.2023 Veränderung 31.12.2022
Aktiva
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 8.472 2,8 7.274 1.198 5.767
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 16.411 5,4 16.157 255 16.766
Immaterielle Vermögenswerte 149.115 48,9 136.004 13.112 140.600
Sachanlagen 66.612 21,8 65.042 1.570 65.729
Nutzungsrechte 32.214 10,6 32.826 (613) 33.727
Beteiligungen an nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen 7.343 2,4 4.605 2.738 1.318
Kurz- und langfristige finanzielle Vermögenswerte 7.743 2,5 9.593 (1.849) 9.910
Aktive latente Steuern 3.682 1,2 6.401 (2.720) 8.316
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen 256 0,1 211 45 4.683
Sonstige Aktiva 13.085 4,3 12.193 892 11.774
Bilanzsumme 304.934 100,0 290.305 14.629 298.590
Passiva
Kurz- und langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 112.191 36,8 104.522 7.669 113.030
Kurz- und langfristige Leasing-Verbindlichkeiten 40.248 13,2 40.792 (544) 38.792
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten 9.489 3,1 10.916 (1.426) 12.035
Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen 3.209 1,1 4.060 (851) 4.150
Kurz- und langfristige sonstige Rückstellungen 7.868 2,6 8.100 (232) 8.204
Passive latente Steuern 24.260 8,0 21.918 2.342 22.800
Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen 0 0,0 0 0 3.347
Sonstige Passiva 9.027 3,0 8.759 268 8.914
Eigenkapital 98.640 32,3 91.237 7.403 87.320
Bilanzsumme 304.934 100,0 290.305 14.629 298.590

Am 31. Dezember 2024 betrug unsere Bilanzsumme 304,9 Mrd. € und erhöhte sich im Vergleich zum 31. Dezember 2023 um 14,6 Mrd. €. Insbesondere Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten die Bilanzsumme. Daneben wirkten unsere Investitionen in Spektrumlizenzen, eine Wertaufholung bei in Vorjahren wertgeminderten FCC-Lizenzen, erfasste Wertaufholungen auf Beteiligungen sowie die Emission von Anleihen erhöhend.

Auf der Aktivseite erhöhte sich der Bestand an Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten gegenüber dem Vorjahr um 1,2 Mrd. € auf 8,5 Mrd. €. | Weitere Informationen hierzu finden Sie in Angabe 37 „Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung“ im Konzernanhang.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen mit 16,4 Mrd. € um 0,3 Mrd. € über dem Niveau des Jahresendes 2023. Dies resultierte im Wesentlichen aus Währungskurseffekten, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro. Ohne Berücksichtigung von Währungskurseffekten verringerte sich der Forderungsbestand im operativen Segment USA. Dies ist durch eine geringere Anzahl an Neuverträgen mit Ratenzahlungen für Endgeräte sowie durch geringere Forderungen aus der Beendigung von staatlichen Unterstützungsprogrammen und gegen Wholesale-Partner bedingt.

Die immateriellen Vermögenswerte erhöhten sich um 13,1 Mrd. € auf 149,1 Mrd. €. Hierzu trugen im Wesentlichen Investitionen in Höhe von 9,6 Mrd. € bei. Diese entfielen mit 4,3 Mrd. € auf den Erwerb von Mobilfunk-Spektrum im operativen Segment USA. Hiervon entfielen 2,7 Mrd. € auf den Erwerb von Spektrumlizenzen im 600-MHz-Bereich von Channel 51. Darüber hinaus gingen T‑Mobile US im Rahmen von Tauschtransaktionen im Saldo Spektrumlizenzen in Höhe von 0,2 Mrd. € zu. Ebenfalls im operativen Segment USA erhöhte eine Wertaufholung bei in Vorjahren wertgeminderten FCC- Lizenzen den Buchwert um 2,6 Mrd. €. Konsolidierungskreiseffekte aus dem Erwerb von Kaʼena erhöhten den Buchwert um weitere 1,4 Mrd. €. Hiervon entfielen 0,7 Mrd. € auf den in diesem Zusammenhang erworbenen Goodwill. Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten den Buchwert um 7,3 Mrd. €. Dahingegen verringerten Abschreibungen den Buchwert um 6,7 Mrd. €. Abgänge wirkten in Höhe von 0,2 Mrd. € buchwertmindernd.

Die Sachanlagen erhöhten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2023 um 1,6 Mrd. € auf 66,6 Mrd. €. Zugänge v. a. im Zusammenhang mit der Netzwerk- Modernisierung und dem Netzwerk-Ausbau (Breitband-, Glasfaser- sowie Mobilfunk-Infrastruktur) erhöhten den Buchwert um 11,6 Mrd. €. Ebenso trugen Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, mit 1,7 Mrd. € zur Erhöhung des Buchwerts bei. Umgliederungen aus den Nutzungsrechten nach Ende der vertraglichen Leasing-Laufzeit in die Sachanlagen, v. a. für Netzwerk-Technik im operativen Segment USA, erhöhten den Buchwert um 0,6 Mrd. €. Abschreibungen verminderten den Buchwert um 11,9 Mrd. €. Hierin enthalten sind Wertminderungen in Höhe von 0,1 Mrd. €. Ebenso trugen Abgänge zur Reduzierung des Buchwerts um 0,4 Mrd. € bei.

Die Nutzungsrechte reduzierten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2023 um 0,6 Mrd. € auf 32,2 Mrd. €. Abschreibungen verminderten den Buchwert um 5,4 Mrd. €. Ebenfalls reduzierten die zuvor genannten Umgliederungen in die Sachanlagen den Buchwert um 0,6 Mrd. € sowie Abgänge um 0,1 Mrd. €. Buchwerterhöhend wirkten Zugänge in Höhe von 3,8 Mrd. € sowie Währungskurseffekte, v. a. aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, in Höhe von 1,6 Mrd. €.

Die Beteiligungen an nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2023 um 2,7 Mrd. € auf 7,3 Mrd. € erhöht. Ursächlich hierfür waren v. a. im Berichtsjahr erfasste Wertaufholungen in Höhe von 2,1 Mrd. € bzw. 0,3 Mrd. € auf die Buchwerte der Beteiligungen an GD Towers bzw. an GlasfaserPlus. Diese Wertaufholungen waren bei GD Towers durch gesunkene Diskontierungszinssätze sowie eine verbesserte Planung und bei GlasfaserPlus nahezu ausschließlich durch gesunkene Diskontierungszinssätze bedingt. Ebenfalls buchwerterhöhend wirkten durchgeführte Kapitalerhöhungen von jeweils 0,1 Mrd. € bei den Beteiligungen an GlasfaserPlus und Glasfaser NordWest.

Zusammengefasster Lagebericht – Geschäftsentwicklung des Konzerns | 33

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Die kurz- und langfristigen finanziellen Vermögenswerte verringerten sich um 1,8 Mrd. € auf 7,7 Mrd. €. Der Saldo der ausgereichten Darlehen und Forderungen verringerte sich um 1,4 Mrd. €, v. a. durch geringere Forderungen im Zusammenhang mit Endgeräteversicherungen (0,5 Mrd. €), niedrigere Forderungen aus Collateral-Verträgen zur Sicherung von Ausfallrisiken in Verbindung mit Zinssicherungsgeschäften (0,2 Mrd. €), außerplanmäßige Tilgungen von Gesellschafterdarlehen an GD Towers (0,2 Mrd. €) sowie niedrigere Forderungen aus noch zu empfangenden Zuwendungen aus Förderprojekten der öffentlichen Hand (0,3 Mrd. €). Der Buchwert der Schuldinstrumente verringerte sich um 0,4 Mrd. €, aufgrund des Verzichts auf die bedingte Kaufpreisforderung gegenüber dem IFM Global Infrastructure Fund. Die Derivate ohne Hedge-Beziehung reduzierten sich um 0,2 Mrd. €, insbesondere im Zusammenhang mit den im Geschäftsjahr ausgeübten Optionsrechten zum Erwerb weiterer T‑Mobile US Aktien. Durch Währungskurseffekte erhöhte sich der Buchwert der sonstigen finanziellen Vermögenswerte um 0,2 Mrd. €.

Die zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen erhöhten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2023 von 0,2 Mrd. € auf 0,3 Mrd. €. Der Anstieg steht v. a. im Zusammenhang mit einer zwischen T‑Mobile US und einem anderen Telekommunikationsunternehmen vereinbarten Transaktion über den Tausch von Spektrumlizenzen.

Die sonstigen Aktiva erhöhten sich um 0,9 Mrd. € auf 13,1 Mrd. €. Zum Anstieg trugen die Vertragsvermögenswerte mit 0,3 Mrd. € sowie um 0,2 Mrd. € höhere Ertragsteuerforderungen bei. Ebenso trugen die kurz- und langfristigen übrigen Vermögenswerte mit 0,2 Mrd. €, u. a. aufgrund eines Anstiegs diverser Vorauszahlungen sowie um 0,2 Mrd. € höhere aktivierte Vertragskosten, dazu bei.

Auf der Passivseite erhöhten sich unsere kurz- und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten im Vergleich zum Jahresende 2023 um 7,7 Mrd. € auf 112,2 Mrd. €. Dabei erhöhten sich die Anleihen und sonstigen verbrieften Verbindlichkeiten um insgesamt 7,6 Mrd. €, v. a. durch von T‑Mobile US emittierte USD- Anleihen in Höhe von 5,5 Mrd. US‑$ (5,0 Mrd. €) sowie EUR-Anleihen in Höhe von 2,0 Mrd. €. Ebenso erhöhten die Emissionen von EUR-Anleihen der Deutschen Telekom AG den Buchwert in Höhe von 1,7 Mrd. €. Planmäßige Tilgungen einer USD-Anleihe (2,3 Mrd. €), von EUR-Anleihen (2,0 Mrd. €) und EUR-Schuldscheindarlehen (0,1 Mrd. €) reduzierten den Buchwert dagegen. Ebenso verringerte die vorzeitige Rückzahlung einer USD-Anleihe den Buchwert um 1,5 Mrd. €.# Zusammengefasster Lagebericht – Geschäftsentwicklung des Konzerns | 34

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Rentabilität und Finanzlage des Konzerns

Rentabilität in Mio. €

2024 2023 2022
Betriebsergebnis (EBIT) 26.277 33.802 16.159
Ergebnis aus nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen 2.534 (2.766) (522)
Net Operating Profit (NOP) 28.811 31.036 15.636
Steuer (kalkulatorischer Steuersatz 2024: 25,7 %; 2023: 26,6 %; 2022: 27,8 %) (7.390) (8.256) (4.347)
Net Operating Profit after Taxes (NOPAT) 21.421 22.781 11.289
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 8.472 7.274 5.767
Immaterielle Vermögenswerte 149.115 136.004 140.600
Sachanlagen 66.612 65.042 65.729
Nutzungsrechte 32.214 32.826 33.727
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Veräußerungsgruppen und Schulden a 256 211 1.336
Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen 7.343 4.605 1.318
Operatives Working Capital 9.372 7.660 7.370
Sonstige Rückstellungen (7.868) (8.100) (8.204)
Net Operating Assets (NOA) 265.516 245.520 247.643
Durchschnittliche Net Operating Assets (Ø NOA) 253.122 253.453 253.389
ROCE % 8,5 9,0 4,5

a Ohne Berücksichtigung der Buchwerte at equity bilanzierter Unternehmen.

Der ROCE reduzierte sich im Berichtsjahr um 0,5 Prozentpunkte auf 8,5 %. Ursache hierfür war eine Verringerung des operativen Ergebnisses (NOPAT) um 1,4 Mrd. € auf 21,4 Mrd. € bei einem nahezu konstanten durchschnittlich im Jahresverlauf gebundenen Vermögen (NOA) von 253,1 Mrd. €. Die Verringerung des NOPATs ist v. a. auf die Entwicklung der Sondereinflüsse im Betriebsergebnis (EBIT) zurückzuführen. Im Berichtsjahr wirkten sich Sondereinflüsse von insgesamt 0,4 Mrd. € positiv auf das EBIT aus. Hierin enthalten ist u. a. die vollständige Wertaufholung von in Vorjahren wertgeminderten FCC-Lizenzen der T‑Mobile US. Im Vorjahr war das EBIT noch durch positive Sondereinflüsse von insgesamt 10,5 Mrd. € beeinflusst. Grund hierfür war der Entkonsolidierungsgewinn aus der Veräußerung von GD Towers. Positiv auf das NOPAT wirkte im Berichtsjahr zudem das Ergebnis aus nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen mit 2,5 Mrd. €, nachdem im Vorjahr noch ein Verlust von minus 2,8 Mrd. € verzeichnet wurde. Ursächlich für das positive Ergebnis im Berichtsjahr waren erfasste Wertaufholungen in Höhe von 2,1 Mrd. € bzw. 0,3 Mrd. € auf die Buchwerte der Beteiligungen an GD Towers bzw. an GlasfaserPlus. Im Vorjahr hatten diese insbesondere wegen gesunkener Diskontierungszinssätze aufgrund der makroökonomischen Entwicklungen wertgemindert werden müssen.

Weitere Informationen zur Bedeutung und Ermittlung des ROCE finden Sie im Kapitel „Konzernsteuerung“.

Finanz-Management

Unser Finanz-Management stellt die permanente Zahlungsfähigkeit und damit die Erhaltung des finanziellen Gleichgewichts in unserem Konzern sicher. Die Grundzüge der Finanzpolitik legt der Vorstand jährlich fest, der Aufsichtsrat überwacht sie. Die Umsetzung der Finanzpolitik sowie das laufende Risiko- Management verantwortet Group Treasury. Um den Finanzierungspielraum zu gewährleisten, überwachen wir fortlaufend die Entwicklung der Nettofinanzverbindlichkeiten, das Rating der Deutschen Telekom AG, die finanzielle Flexibilität und den Free Cashflow AL. An unserem Finanz- Management haben sich im Berichtsjahr keine wesentlichen Änderungen ergeben. Den Weg für die kommenden Jahre haben wir im Oktober 2024 auf unserem Kapitalmarkttag vorgestellt.

Herleitung der Nettofinanzverbindlichkeiten in Mio. €

31.12.2024 31.12.2023 Veränderung Veränderung in % 31.12.2022
Anleihen und sonstige verbriefte Verbindlichkeiten 94.678 87.097 7.581 8,7 93.802
Durch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besicherte Anleihen (Asset Backed Securities) 1.506 677 829 n.a. 0
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.284 3.560 (1.276) (35,9) 4.122
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 13.723 13.189 534 4,1 15.107
Leasing-Verbindlichkeiten 40.248 40.792 (544) (1,3) 41.063
Finanzielle Verbindlichkeiten und Leasing-Verbindlichkeiten 152.439 145.314 7.125 4,9 154.093
Zinsabgrenzungen (1.158) (1.009) (149) (14,7) (999)
Sonstige (2.184) (966) (1.218) n.a. (807)
Bruttofinanzverbindlichkeiten 149.097 143.339 5.758 4,0 152.288
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 8.472 7.274 1.198 16,5 5.767
Derivative finanzielle Vermögenswerte 1.585 1.780 (196) (11,0) 2.273
Andere finanzielle Vermögenswerte 1.713 2.006 (292) (14,6) 1.824
Nettofinanzverbindlichkeiten a 137.327 132.279 5.048 3,8 142.425
Leasing-Verbindlichkeiten b 38.011 38.533 (522) (1,4) 38.692
Nettofinanzverbindlichkeiten AL 99.316 93.746 5.570 5,9 103.733

a Einschließlich von in den Schulden in direktem Zusammenhang mit zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen enthaltenen Nettofinanzverbindlichkeiten.
b Ohne Finanzierungs-Leasing-Sachverhalte der T-Mobile US.

Zusammengefasster Lagebericht – Geschäftsentwicklung des Konzerns | 35
Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

US-$ (1,4 Mrd. €). Durch Währungskurseffekte erhöhte sich der Buchwert der Anleihen und sonstigen verbrieften Verbindlichkeiten um 4,8 Mrd. €. Die durch Forderungen aus Lieferungen und Leistungen besicherten Anleihen erhöhten sich v. a. durch die Begebung von besicherten Anleihen (Asset Backed Securities) durch T-Mobile US um 0,8 Mrd. €. Die sonstigen unverzinslichen Verbindlichkeiten erhöhten sich, im Wesentlichen bedingt durch den auf andere Gesellschafter an T‑Mobile US entfallenden Anteil an der am 21. November 2024 seitens T‑Mobile US beschlossenen Ausschüttung einer Bardividende von 0,88 US‑$ pro Aktie, um 0,5 Mrd. €. Dagegen verringerten sich die Verbindlichkeiten mit Recht der Gläubiger zur vorrangigen Tilgung bei Ausfall um 0,8 Mrd. €. im Wesentlichen durch die Tilgung von ehemaligen Sprint-Anleihen im operativen Segment USA. Die Rückzahlung eines EIB- Kredits verringerte den Buchwert der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 0,4 Mrd. €. Die kurz- und langfristigen Leasing-Verbindlichkeiten verringerten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2023 um 0,5 Mrd. € auf insgesamt 40,2 Mrd. €. Die Leasing-Verbindlichkeiten verminderten sich im operativen Segment USA, im Wesentlichen aufgrund der Außerbetriebnahme des ehemaligen Sprint- Mobilfunk-Netzwerks sowie rückläufiger Netz- und Ausbauinvestitionen, v. a. aufgrund höherer Kapitaleffizienz infolge des beschleunigten Ausbaus des landesweiten 5G-Netzes im Vorjahr, um 2,2 Mrd. €. Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten den Buchwert um 2,0 Mrd. €. Im operativen Segment Deutschland sowie im Segment Group Headquarters & Group Services verringerten sich die Leasing- Verbindlichkeiten um jeweils 0,2 Mrd. €. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten reduzierten sich um 1,4 Mrd. € auf 9,5 Mrd. €, was insbesondere auf geringere Verbindlichkeitenbestände in den operativen Segmenten USA, Deutschland und Europa zurückzuführen ist. Währungskurseffekte, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, erhöhten dagegen den Buchwert. Die Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen verringerten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2023 um 0,9 Mrd. € auf 3,2 Mrd. €. Begründet ist dies im Wesentlichen durch die positive Marktwertentwicklung der als Planvermögen ausgegliederten Vermögenswerte. Gegenläufig wirkte sich der Rückgang des Rechnungszinses gegenüber dem 31. Dezember 2023 buchwerterhöhend aus. Die kurz- und langfristigen sonstigen Rückstellungen reduzierten sich im Vergleich zum Jahresende 2023 um 0,2 Mrd. € auf 7,9 Mrd. €. Im Vorjahresvergleich reduzierten sich die Rückstellungen für Prozessrisiken um 0,4 Mrd. €. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus Zahlungen zur Beilegung der bundesgerichtlichen Verbrauchersammelklage im Zusammenhang mit dem Cyberangriff auf T-Mobile US im August 2021. Die Rückstellungen aus Anlass der Beendigung von Arbeitsverhältnissen reduzierten sich um 0,2 Mrd. €. Im Vorjahr wurden Aufwendungen im Zusammenhang mit dem seitens T‑Mobile US umgesetzten Programm zur Reduzierung des Personalbestands passiviert. Der Rückgang resultierte v. a. aus damit verbundenen Zahlungsmittelabflüssen im Geschäftsjahr. Dagegen erhöhten sich die übrigen Personalrückstellungen um 0,4 Mrd. €, v. a. aufgrund eines Anstiegs der Rückstellungen für kurz- und langfristige variable Vergütungsbestandteile sowie der Rückstellungen für Altersteilzeit. Die sonstigen Passiva haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2023 von 8,8 Mrd. € auf 9,0 Mrd. € erhöht. Dies resultierte insbesondere aus um 0,6 Mrd. € erhöhten Vertragsverbindlichkeiten. Gegenläufig sind die übrigen Schulden um 0,4 Mrd. € rückläufig, v. a. durch geringere Verbindlichkeiten aufgrund bestehender Ausbauverpflichtungen im Zusammenhang mit noch zu empfangenden Zuwendungen aus Förderprojekten für den Breitband- Ausbau in Deutschland sowie rückläufigen Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern. Das Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2023 um 7,4 Mrd. € auf 98,6 Mrd. €. Erhöhend wirkten der Überschuss mit 17,7 Mrd. € sowie das sonstige Ergebnis mit 4,7 Mrd. €. Ebenfalls erhöhten Kapitalerhöhungen aus anteilsbasierter Vergütung den Buchwert des Eigenkapitals um 0,8 Mrd. €. Transaktionen mit Eigentümern reduzierten den Buchwert des Eigenkapitals in Höhe von 7,7 Mrd. €, insbesondere durch das T‑Mobile US Aktienrückkaufprogramm aus September 2023. Weiterhin verringerte sich der Buchwert im Zusammenhang mit Dividendenausschüttungen an die Aktionäre der Deutschen Telekom AG für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 3,8 Mrd. € und an andere Gesellschafter von Tochterunternehmen in Höhe von 2,2 Mrd. €. In Letzterem enthalten sind insbesondere die im Berichtszeitraum beschlossenen Bardividenden der T‑Mobile US an Minderheitsgesellschafter. Darüber hinaus trug das Aktienrückkaufprogramm 2024 der Deutschen Telekom AG mit Aktienrückkäufen in Höhe von 2,0 Mrd. € zur Reduzierung des Buchwerts bei.# Veränderung der Nettofinanzverbindlichkeiten in Mio. €

Die Nettofinanzverbindlichkeiten erhöhten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2023 auf 137,3 Mrd. €. Erhöhend wirkten v. a. das Aktienrückkaufprogramm der T-Mobile US, Währungskurseffekte, die Dividendenausschüttungen (inklusive Minderheiten), Zugänge von Leasing- Verbindlichkeiten bzw. Nutzungsrechten und der Erwerb von Spektrum, v. a. im operativen Segment USA.

Die Unternehmenstransaktionen enthalten im Wesentlichen Auszahlungen für den Erwerb von T-Mobile US Aktien durch die Deutsche Telekom AG gegen Ausübung von bestehenden Festpreis- Optionen sowie Zahlungsmittelveränderungen im Zusammenhang mit dem Erwerb von Ka’ena in den USA. In den sonstigen Effekten sind eine Vielzahl gegenläufiger Effekte enthalten. Verringernd wirkten der Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) und der Verkauf von Aktien der T-Mobile US durch die Deutsche Telekom.

Sonstige Finanzierungsformen

Als außerbilanzielle Finanzierungsinstrumente verkaufen wir v. a. Forderungen mittels Factoring. Zum 31. Dezember 2024 betrug das verkaufte Forderungsvolumen 2,0 Mrd. € (31. Dezember 2023: 2,7 Mrd. €). Dies beinhaltet zum Jahresende 2024 ausschließlich Factoring-Vereinbarungen im operativen Segment USA. Die Vereinbarungen werden insbesondere zum aktiven Forderungsmanagement genutzt.

Rating der Deutschen Telekom AG

Standard & Poor’s Moody’s Fitch
Langfrist-Rating/Ausblick BBB/positiv Baa1/stabil BBB+/stabil
31.12.2022 BBB/positiv Baa1/stabil BBB+/stabil
31.12.2023 BBB+/stabil Baa1/stabil BBB+/stabil
31.12.2024 BBB+/stabil Baa1/positiv BBB+/stabil
Kurzfrist-Rating A-2 P-2 F2

Am 23. Oktober 2024 wurde unser Rating-Ausblick durch die Rating-Agentur Moody’s angehoben und lag zum 31. Dezember 2024 bei Baa1 mit positivem Ausblick. Damit sind wir weiterhin ein solides Investment-Grade-Unternehmen mit Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten.

Finanzielle Flexibilität

2024 2023 2022
Relative Verschuldung a 2,78x 2,82x 3,07x
Nettofinanzverbindlichkeiten / EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse)
Eigenkapitalquote % 32,3 31,4 29,2

a Die relative Verschuldung wird auf Quartalsbasis berechnet.

Zur Sicherstellung der finanziellen Flexibilität setzen wir v. a. die Kennzahl „Relative Verschuldung“ (Verhältnis von Nettofinanzverbindlichkeiten zum bereinigten EBITDA) ein. Sie ist zentraler Bestandteil unserer Finanzstrategie und gilt als wichtige Kennzahl für Investoren, Analysten und Rating- Agenturen. Mit einem Wert von 2,78x haben wir die Zielgröße der relativen Verschuldung von ≤ 2,75x v. a. aufgrund von Währungskurseffekten, insbesondere aus der Umrechnung von US-Dollar in Euro, nicht ganz eingehalten.

Flussdiagramm der Veränderung der Nettofinanzverbindlichkeiten
3.209 Erwerb Spektrum
949 Unternehmens- transaktionen
597 Dividenden- ausschüttungen (inkl. Minderheiten)
137.327 Netto- finanz- verbindlich- keiten am 31.12.2023
132.279 Free Cashflow (vor Aus- schüttung und Investitionen in Spektrum)
1.974 Aktien- rückkauf- programm T-Mobile US
3.793 Währungs- kurs- effekte
5.592 Sonstige Effekte
10.426 Netto- finanz- verbindlich- keiten am 31.12.2024
(-3.567) Aktien- rückkauf- programm Deutsche Telekom AG
(-24.102) Verkauf von T-Mobile US Aktien durch die Deutsche Telekom
6.177 Zugänge von Leasing- Verbind- lichkeiten bzw. von Nutzungs- rechten

Herleitung des Free Cashflow AL in Mio. €

2024 2023 Veränderung Veränderung in % 2022
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 39.874 37.298 2.577 6,9 35.819
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (7.973) (5.560) (2.413) (43,4) (7.551)
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen (11.198) (12.306) 1.108 9,0 (16.563)
Cash Capex (19.171) (17.866) (1.305) (7,3) (24.114)
Investitionen in Spektrum 3.209 1.275 1.934 n.a. 3.096
Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) (15.962) (16.591) 629 3,8 (21.019)
Einzahlungen aus Abgängen von immateriellen Vermögenswerten (ohne Goodwill) und Sachanlagen 190 205 (15) (7,5) 439
Free Cashflow (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) 24.102 20.912 3.190 15,3 15.239
Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten a (4.946) (4.770) (176) (3,7) (3.769)
Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) 19.156 16.141 3.015 18,7 11.470

a Ohne Finanzierungs-Leasing-Sachverhalte der T-Mobile US.

Der Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr von 16,1 Mrd. € auf 19,2 Mrd. €. Folgende Effekte beeinflussten die Entwicklung:

Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit erhöhte sich um 2,6 Mrd. € auf 39,9 Mrd. €. Neben der guten operativen Geschäftsentwicklung wirkten niedrigere Auszahlungen im Zusammenhang mit der Integration von Sprint in den USA positiv.

Der Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) reduzierte sich um 0,6 Mrd. € auf 16,0 Mrd. €. Im operativen Segment USA sank der Cash Capex um 0,8 Mrd. € auf 8,2 Mrd. €, im Wesentlichen bedingt durch höhere Auszahlungen im Vorjahr für den beschleunigten Ausbau des 5G-Netzes. Im operativen Segment Deutschland investierten wir im Berichtsjahr rund 4,8 Mrd. €, insbesondere in den Glasfaser-Ausbau, und lagen damit um 0,2 Mrd. € über dem Vorjahresniveau. Im operativen Segment Europa lag der Cash Capex mit 1,9 Mrd. € um 0,1 Mrd. € über dem Niveau des Vorjahres. Hier investieren wir weiterhin im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie in die Bereitstellung von Breitband, Glasfaser und 5G. Unsere Investitionen im operativen Segment Systemgeschäft lagen wie im Vorjahr bei 0,2 Mrd. €.

Um 0,2 Mrd. € höhere Auszahlungen für die Tilgung von Leasing-Verbindlichkeiten – insbesondere in den operativen Segmenten USA und Deutschland – belasteten den Free Cashflow AL.

Weitere Informationen zur Kapitalflussrechnung finden Sie in Angabe 37 „Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung“ im Konzernanhang.

Geschäftsentwicklung der operativen Segmente

Deutschland

Kundenentwicklung in Tsd.

31.12.2024 31.12.2023 Veränderung Veränderung in % 31.12.2022
Mobilfunk-Kunden 68.553 61.419 7.134 11,6 54.249
Vertragskunden 26.532 25.171 1.361 5,4 23.791
Prepaid-Kunden 42.021 36.248 5.773 15,9 30.458
Festnetz-Anschlüsse 17.155 17.342 (187) (1,1) 17.363
Breitband-Anschlüsse Retail 15.152 15.018 134 0,9 14.715
davon: Glasfaser a 13.213 12.893 321 2,5 12.112
TV (IPTV, Sat) 4.638 4.327 311 7,2 4.122
Teilnehmeranschlussleitungen (TAL) 1.887 2.527 (640) (25,3) 3.136
Breitband-Anschlüsse Wholesale 8.587 8.307 280 3,4 8.045
davon: Glasfaser a 7.602 7.307 295 4,0 6.970

a Ausweis der Summe aller glasfaserbasierten Anschlüsse (FTTx).

Gesamt
In Deutschland sind wir weiterhin Marktführer, sowohl bei den Festnetz- als auch bei den Mobilfunk-Umsätzen. Die Basis für unseren Erfolg sind unsere leistungsfähigen Netze, ein breites Produkt-Portfolio und guter Service. Wir wollen unseren Kunden ein nahtloses und technologieunabhängiges Telekommunikationserlebnis bieten. Unser Produkt-Portfolio passen wir regelmäßig an die Bedürfnisse unserer Kunden an.

Mobilfunk
Im Mobilfunk-Bereich stieg die Zahl der Kunden im werthaltigen Vertragskundengeschäft unter den Marken „Telekom“ und „congstar“ im Vergleich zum 31. Dezember 2023 um insgesamt 1,2 Mio. Kunden. Grund dafür ist die konstant hohe Nachfrage nach Mobilfunk-Tarifen mit Datenvolumen. Seit dem Jahresbeginn 2024 sehen wir einen Zuwachs im Prepaid-Bereich von 5,8 Mio. Kunden, insbesondere bei den M2M-Karten aus der Automobilbranche.

Festnetz
Nach wie vor gab es eine hohe Nachfrage nach unseren glasfaserbasierten Anschlüssen: Die Gesamtzahl stieg seit dem Jahresende 2023 auf 20,8 Mio. Anschlüsse. Treiber des starken Wachstums ist die Nachfrage nach höheren Bandbreiten. Die Anzahl unserer Breitband-Anschlüsse Retail ist im Vergleich zum 31. Dezember 2023 auf 15,2 Mio. gewachsen und lag damit auf einem weiterhin hohen Niveau. Rund 51 % der Kunden sind mit einem Tarif ausgestattet, der eine Geschwindigkeit von 100 MBit/s oder mehr beinhaltet. Aufgrund der erhöhten Nachfrage nach unseren TV-Inhalten konnten wir bei unseren TV-Kunden gegenüber dem Jahresende 2023 ein Wachstum um 311 Tsd. verzeichnen. Die Anzahl unserer Festnetz-Anschlüsse lag bei 17,2 Mio. Anschlüssen.

Wholesale
Zum 31. Dezember 2024 lag der Anteil der glasfaserbasierten Anschlüsse am Gesamtbestand mit 72,6 % um 5,1 Prozentpunkte über dem Jahresende 2023. Das Wachstum ergibt sich aus der Nachfrage nach unseren Commitment-Verträgen. Darüber hinaus spielt die anhaltende Nachfrage der Endkunden nach Anschlüssen mit höherer Bandbreite eine Rolle. Die Zahl unserer Teilnehmeranschlussleitungen reduzierte sich um 640 Tsd. gegenüber dem Vorjahresende, während glasfaserbasierte Anschlüsse um 295 Tsd. anstiegen. Diese Entwicklungen reflektieren zum einen die Verlagerung zu höherwertigen glasfaserbasierten Anschlüssen, zum anderen, dass Endkunden zu anderen Anbietern wechseln. Hinzu kommt, dass unsere Wholesale- Partner Endkunden auf eigene Infrastrukturen migrieren. Insgesamt lag der Bestand im Bereich Wholesale Ende Dezember 2024 bei 10,5 Mio. Anschlüssen.

Operative Entwicklung in Mio. €

2024 2023 Veränderung Veränderung in % 2022
Umsatz 25.711 25.187 524 2,1 24.505
Privatkunden 13.174 12.640 535 4,2 12.370
Geschäftskunden a 8.727 9.258 (531) (5,7) 9.040
Wholesale a 3.249 2.688 561 20,9 2.676
Sonstiges 561 602 (41) (6,8) 419
Service-Umsatz 22.480 22.096 384 1,7 21.533
EBITDA 10.082 10.294 (212) (2,1) 11.025
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (1.056) (501) (556) n.a. 1.162
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 11.138 10.794 344 3,2 9.864
EBITDA AL 9.459 9.737 (278) (2,9) 10.998
EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse (1.056) (501) (556) n.a.

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Umsatz, Service-Umsatz

Im Jahr 2024 erzielten wir einen Umsatz in Höhe von 25,7 Mrd. €, der damit um 2,1 % über dem Niveau des Vorjahres lag. Der wesentliche Treiber sind die Service-Umsätze mit einem Plus von 1,7 %. Dies ist sowohl auf den Umsatzanstieg im Festnetz-Kerngeschäft, im Wesentlichen durch das Breitband- und IT-Geschäft, als auch im Mobilfunk zurückzuführen.

Im Privatkundenbereich stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 4,2 %. Das Umsatzwachstum im Breitband-Geschäft setzte sich fort, u. a. positiv beeinflusst durch eine Kundensensibilität für zuverlässige Netze und hohe Bandbreiten. Das Festnetz-Geschäft wurde weiterhin durch mengenbedingte Umsatzrückgänge bei den Voice-Komponenten beeinflusst. Das Mobilfunk-Geschäft entwickelte sich positiv durch höhere Service-Umsätze im Wesentlichen durch die positive Kundenentwicklung.

Im Geschäftskundenbereich lag der Umsatz um 5,7 % unter dem Niveau des Vorjahres. Das ist v. a. darauf zurückzuführen, dass bestimmte Umsätze seit dem 1. Januar 2024 im Wholesale-Bereich ausgewiesen werden. Organisch betrachtet lag der Umsatz auf Vorjahresniveau.

Der Umsatz im Wholesale-Bereich lag im Jahr 2024 aufgrund der beim Geschäftskundenbereich beschriebenen Ausweisänderung mit 20,9 % über dem Vorjahr. Organisch betrachtet lag der Umsatz auf Vorjahresniveau.

Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA AL

Das bereinigte EBITDA AL stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,3 Mrd. € bzw. 2,7 %. Hauptgründe dafür sind die positive operative Entwicklung getrieben durch das werthaltige Service-Umsatzwachstum sowie eine verbesserte Kosteneffizienz. Diese ist im Wesentlichen auf eine niedrigere Mitarbeiteranzahl und weitere Umsetzungen von Effizienz- und Digitalisierungsmaßnahmen zurückzuführen. Diese Entwicklung wurde im Wesentlichen durch die Inflationsausgleichsprämie im Rahmen der Tarifeinigung negativ beeinflusst. Unsere bereinigte EBITDA AL-Marge lag bei 40,9 %.

Das EBITDA AL lag mit 9,5 Mrd. € unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Zu den beim bereinigten EBITDA AL beschriebenen Effekten wirkten Sondereinflüsse in Höhe von 1,1 Mrd. €. Neben sozialverträglichen Personalmaßnahmen ist in den Sondereinflüssen der Verzicht auf die bedingte Kaufpreisforderung gegenüber dem IFM Global Infrastructure Fund enthalten.

Betriebsergebnis (EBIT)

Das Betriebsergebnis betrug 5,7 Mrd. € und lag somit um 6,2 % unter dem Vorjahresniveau. Zusätzlich zu den beim EBITDA AL genannten Sachverhalten, die negativ auf das EBITDA wirkten, war das EBIT im Vergleich zum Vorjahr durch höhere Abschreibungen belastet. Diese resultierten im Wesentlichen aus steigenden Ausbaumengen bei Glasfaser und Mobilfunk sowie bei der Mobilfunk-Netzinfrastruktur, die wir von GD Towers anmieten. Die Abschreibungen erhöhten sich zusätzlich als Folge höherer Investitionen in Lizenzen.

Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum), Cash Capex

Der Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) stieg im Vergleich zum Vorjahr um 195 Mio. € bzw. 4,3 %. Insgesamt investierten wir im Jahr 2024 rund 4,8 Mrd. €, insbesondere in den Glasfaser-Ausbau. Die Zahl der Haushalte, die die Möglichkeit einer direkten Anbindung an unser Glasfasernetz haben, ist bis Jahresende 2024 auf 10,1 Mio. gestiegen. Im Mobilfunk können bereits 98,0 % der Haushalte 5G in Deutschland nutzen.

USA

Kundenentwicklung in Tsd. 31.12.2024 31.12.2023 Veränderung Veränderung in % 31.12.2022
Kunden 129.528 119.700 9.828 8,2 113.598
Postpaid-Kunden 104.118 98.052 6.066 6,2 92.232
Postpaid-Telefonie-Kunden a 79.013 75.936 3.076 4,1 72.834
Andere Postpaid-Kunden a 25.105 22.116 2.989 13,5 19.398
Prepaid-Kunden b 25.410 21.648 3.763 17,4 21.366

a Im vierten Quartal 2023 haben wir eine weitere Anpassung der Kundenbasis erfasst, durch die die Zahl der Postpaid-Telefonie-Kunden um 20 Tsd. und die Zahl der anderen Postpaid-Kunden um 150 Tsd. gestiegen ist, nachdem im Rahmen von Netzabschaltungen weniger Kunden deaktiviert wurden als erwartet.

b Im zweiten Quartal 2024 haben wir durch den Erwerb von Ka’ena 3,5 Mio. Prepaid-Kunden übernommen; darin enthalten sind Effekte aus spezifischen Anpassungen der Kundenbasis zur Angleichung der Definitionskriterien für die Erfassung bei Ka’ena und T-Mobile US.

Kunden

Zum 31. Dezember 2024 hatte das operative Segment USA (T-Mobile US) 129,5 Mio. Kunden, gegenüber einem Bestand von 119,7 Mio. Kunden zum 31. Dezember 2023. Der Nettozuwachs lag im Geschäftsjahr 2024 bei 6,3 Mio. Kunden gegenüber 5,9 Mio. im Vorjahr. Die Gründe dafür erläutern wir nachfolgend:

Der Anstieg bei den Postpaid-Kunden belief sich 2024 auf netto 6,1 Mio. gegenüber 5,7 Mio. im Vorjahr. Der Nettozuwachs bei den Postpaid-Kunden stieg insbesondere dank des höheren Nettozuwachses bei den anderen Postpaid-Kunden, v. a. aufgrund der höheren Nettozuwächse bei internetfähigen Mobilfunk-Endgeräten und bei anderen vernetzten Geräten. Der gestiegene Nettozuwachs bei internetfähigen Mobilfunk-Endgeräten war v. a. auf die im Vorjahr vermehrten Deaktivierungen internetfähiger Mobilfunk-Endgeräte im Bildungssektor zurückzuführen. Diese Endgeräte mit einem niedrigeren durchschnittlichen Umsatz je Kunde (Average Revenue per User, ARPU) waren während der Coronavirus-Pandemie aktiviert worden und werden nun nicht mehr benötigt. Der gestiegene Nettozuwachs bei den anderen Postpaid-Kunden wurde teilweise durch einen geringeren Nettozuwachs bei Wearables und bei den Highspeed-Internet-Kunden ausgeglichen. Letzteres war v. a. bedingt durch vermehrte Deaktivierungen aufgrund einer größeren Kundenbasis. Diese Entwicklung wurde teilweise durch eine rückläufige Kundenabwanderung kompensiert. Der unter den anderen Postpaid-Kunden erfasste Nettozuwachs bei den Highspeed-Internet-Kunden lag 2024 bei 1,5 Mio. und im Vorjahr bei 1,9 Mio.

Die Zahl der Prepaid-Kunden stieg 2024 um netto 258 Tsd. gegenüber einem Anstieg von netto 282 Tsd. im Vorjahr. Dieser rückläufige Trend ist im Wesentlichen auf ein anhaltend gedämpftes Wachstum der Prepaid-Branche und einen gesunkenen Nettozuwachs bei den Highspeed-Internet-Kunden zurückzuführen, wurde aber teilweise durch den im Zuge des Erwerbs von Ka’ena gestiegenen Nettozuwachs ausgeglichen. Der unter den Prepaid-Kunden erfasste Nettozuwachs bei den Highspeed-Internet-Kunden lag 2024 bei 200 Tsd. und im Vorjahr bei 252 Tsd.

Zusammengefasster Lagebericht – Geschäftsentwicklung der operativen Segmente | 39

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Operative Entwicklung in Mio. € 2024 2023 Veränderung Veränderung in % 2022
Umsatz 75.046 72.436 2.611 3,6 75.436
Service-Umsatz 61.143 58.522 2.620 4,5 58.219
EBITDA 35.869 30.038 5.831 19,4 26.707
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse 2.432 (1.286) 3.718 n.a. (4.155)
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 33.437 31.324 2.112 6,7 30.862
EBITDA AL 30.890 24.840 6.050 24,4 19.665
EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse 2.345 (1.569) 3.914 n.a. (5.949)
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 28.545 26.409 2.136 8,1 25.614
Core EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) a 28.459 26.130 2.329 8,9 24.280
EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 38,0 36,5 34,0
Abschreibungen (15.546) (15.551) 4 0,0 (19.237)
Betriebsergebnis (EBIT) 20.323 14.487 5.835 40,3 7.470
EBIT-Marge % 27,1 20,0 9,9
Cash Capex (11.410) (10.053) (1.358) (13,5) (16.340)
Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) (8.248) (9.060) 813 9,0 (13.361)

a Das bereinigte Core EBITDA AL unterscheidet sich durch die Herausnahme der Umsatzerlöse aus der Endgerätevermietung vom bereinigten EBITDA AL und zeigt damit eine Darstellung der operativen Entwicklung, die nicht durch den Rückzug aus dem Geschäft der Endgerätevermietung verzerrt ist.

Umsatz, Service-Umsatz

Der Gesamtumsatz unseres operativen Segments USA stieg 2024 gegenüber dem Vorjahr von 72,4 Mrd. € um 3,6 % auf 75,0 Mrd. €. Auf US-Dollar-Basis wuchs der Gesamtumsatz der T-Mobile US ebenfalls um 3,6 %. Der Gesamtumsatz legte hauptsächlich aufgrund höherer Service-Umsätze zu. Gegenläufig wirkten rückläufige sonstige Umsätze. Die Umsätze entwickelten sich im Einzelnen wie folgt:

Die Service-Umsätze stiegen im Jahr 2024 um 4,5 % auf 61,1 Mrd. €. Auf US-Dollar-Basis erhöhten sich die Service-Umsätze der T-Mobile US ebenfalls um 4,5 %. Dieses Wachstum ist hauptsächlich auf höhere Postpaid-Umsätze zurückzuführen, v. a. aufgrund einer gestiegenen durchschnittlichen Anzahl an Postpaid-Kundenkonten und eines höheren durchschnittlichen Umsatzes je Postpaid-Kundenkonto (Average Revenue per Account, ARPA). Darüber hinaus stiegen die Service-Umsätze dank höherer Prepaid-Umsätze, die im Wesentlichen auf eine infolge der mit dem Erwerb von Ka’ena übernommenen Prepaid-Kunden höhere durchschnittliche Anzahl an Prepaid-Kunden zurückzuführen sind. Dieser Zuwachs wurde teilweise durch einen niedrigeren ARPU im Prepaid-Bereich kompensiert. Gegenläufig wirkten niedrigere Wholesale- und andere Service-Umsätze, v. a. infolge rückläufiger Umsätze mit MVNOs, geringerer Umsätze aus den Förderprogrammen der FCC für Haushalte mit niedrigeren Einkommen „Lifeline“ und „Affordable Connectivity Program“ und gesunkener Festnetz-Umsätze durch den Verkauf des Wireline Business zum 1. Mai 2023. Der Umsatzrückgang mit MVNOs geht insbesondere auf die Auswirkungen des Erwerbs von Ka’ena sowie niedrigere MVNO-Umsätze mit DISH und TracFone zurück.# Zusammengefasster Lagebericht – Geschäftsentwicklung der operativen Segmente

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Die Endgeräteumsätze stiegen 2024 leicht an, v. a. aufgrund eines Anstiegs der Umsätze aus der Verwertung zurückgenommener Geräte. Dieser ist v. a. auf eine höhere Anzahl verwerteter Geräte zurückzuführen, zu der die Auswirkungen der Umstellung von Geräteverwertungsprogrammen von einer externen in die interne Abwicklung beigetragen haben. Diesem Anstieg wirkte netto ein rückläufiger Geräteabsatz entgegen, bedingt durch das Zurückfahren staatlich geförderter Programme und weniger verkaufte Prepaid-Endgeräte. Diese Entwicklung wurde teilweise durch einen höheren Absatz von Geräten aus Postpaid-Verträgen ausgeglichen. Dem Rückgang wirkte teilweise ein gestiegener durchschnittlicher Umsatz je verkauftem Endgerät entgegen, der abzüglich des Effekts von Verkaufsaktionen v. a. auf einen höheren Anteil an High-End-Mobiltelefonen zurückzuführen ist. Dem Anstieg der Endgeräteumsätze stand außerdem ein Rückgang der Umsätze aus der Vermietung von Endgeräten gegenüber. Dazu beigetragen hat im Wesentlichen die geringere Anzahl an von Kunden gemieteten Endgeräten aufgrund des fortgesetzten strategischen Umstiegs bei der Endgerätefinanzierung von der Vermietung hin zum Ratenkauf. Die sonstigen Umsätze verzeichneten im Jahr 2024 einen Rückgang, v. a. infolge der Umstellung von Geräteverwertungsprogrammen von einer externen in die interne Abwicklung, was zu einer Ausweisänderung in die Endgeräteumsätze führte.

Bereinigtes EBITDA AL

Auf Euro-Basis stieg das bereinigte EBITDA AL um 8,1 % von 26,4 Mrd. € im Vorjahr auf 28,5 Mrd. € im Jahr 2024. Die bereinigte EBITDA AL-Marge erhöhte sich von 36,5 % im Jahr 2023 auf 38,0 % im Berichtsjahr. Auf US-Dollar-Basis stieg das bereinigte EBITDA AL im gleichen Zeitraum ebenfalls um 8,1 %. Der Anstieg des bereinigten EBITDA AL resultierte insbesondere aus den zuvor erläuterten höheren Service-Umsätzen und leicht gestiegenen Endgeräteumsätzen, gesunkenen Kosten infolge des Verkaufs des Wireline Business zum 1. Mai 2023, den gestiegenen Synergieeffekten infolge des Zusammenschlusses mit Sprint sowie einem Rückgang der Endgerätekosten aufgrund eines netto rückläufigen Geräteabsatzes. Der auf Nettobasis rückläufige Geräteabsatz ist auf das Zurückfahren staatlich geförderter Programme und weniger verkaufter Prepaid-Endgeräte zurückzuführen. Diese Entwicklung wurde teilweise durch einen höheren Absatz von Geräten aus Postpaid-Verträgen ausgeglichen. Dem Anstieg des bereinigten EBITDA AL gegenüber standen höhere Kosten für Mobilfunk-Standorte im Zusammenhang mit dem weiteren Ausbau des landesweiten 5G-Netzes von T-Mobile US, gestiegene Werbekosten, höhere Kosten aus der Verwertung zurückgenommener Geräte, die v. a. auf eine höhere Anzahl verwerteter Geräte zurückgeht, und höhere durchschnittliche Kosten je verkauftem Endgerät insbesondere infolge eines höheren Anteils an High-End-Mobiltelefonen. Der Kostenanstieg in der Verwertung zurückgenommener Geräte war u. a. auf die Auswirkungen der Umstellung von Geräteverwertungsprogrammen von einer externen in die interne Abwicklung zurückzuführen. Auf US-Dollar-Basis verringerte sich der Umsatz aus der Vermietung von Endgeräten im Jahr 2024 um 69,1 % infolge des fortgesetzten strategischen Umstiegs bei der Endgerätefinanzierung weg vom Mietmodell hin zum Ratenkaufmodell.

Auf Euro-Basis stieg das bereinigte Core EBITDA AL um 8,9 % von 26,1 Mrd. € im Vorjahr auf 28,5 Mrd. € im Jahr 2024. Auf US-Dollar-Basis wuchs das bereinigte Core EBITDA AL im gleichen Zeitraum um 9,0 %. Dieser Anstieg geht hauptsächlich auf die beim bereinigten EBITDA AL beschriebenen Effekte zurück, ohne Berücksichtigung der Veränderungen beim Umsatz aus der Endgerätevermietung.

Im EBITDA AL sind für 2024 Sondereinflüsse in Höhe von 2,3 Mrd. € enthalten, gegenüber negativen Sondereinflüssen in Höhe von 1,6 Mrd. € im Vorjahr. Die Entwicklung bei den Sondereinflüssen ergab sich im Wesentlichen aus einer Wertaufholung von in Vorjahren wertgeminderten Spektrumlizenzen, niedrigeren Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss mit Sprint sowie aus den im Vorjahr erfassten Abfindungen und damit zusammengefasster Lagebericht – Geschäftsentwicklung der operativen Segmente | 40 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024. verbundenen Zahlungen im Zusammenhang mit dem Programm zur Reduzierung des Personalbestands aus August 2023. Zu der Entwicklung beigetragen haben auch andere Sondereinflüsse wie weitere Abfindungen, Restrukturierungs- und sonstige Aufwendungen, Erträge und Verluste, die nicht in direktem Zusammenhang mit dem Zusammenschluss mit Sprint stehen und nicht dem 2023 erfassten Kerngeschäft von T-Mobile US zuzuordnen sind.

Insgesamt erhöhte sich das EBITDA AL im Jahr 2024 um 24,4 % von 24,8 Mrd. € im Vorjahr auf 30,9 Mrd. €, insbesondere aufgrund der bereits beschriebenen Effekte, einschließlich der Auswirkungen von Sondereinflüssen.

Betriebsergebnis (EBIT)

Das EBIT stieg um 40,3 % von 14,5 Mrd. € im Vorjahr auf 20,3 Mrd. € im Berichtsjahr. Auf US-Dollar-Basis stieg das EBIT im gleichen Zeitraum um 39,8 %, insbesondere aufgrund des höheren EBITDA AL. Die Abschreibungen blieben auf US-Dollar-Basis stabil.

Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum), Cash Capex

Der Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) verringerte sich von 9,1 Mrd. € im Vorjahr um 9,0 % auf 8,2 Mrd. €. Auf US-Dollar-Basis sank der Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) im gleichen Zeitraum ebenfalls um 9,0 % aufgrund des rückläufigen Erwerbs von Sachanlagen, v. a. durch höhere Kapitaleffizienzen infolge der in Vorjahren erfolgten beschleunigten Investitionen in das landesweite 5G-Netz von T-Mobile US.

Der Cash Capex erhöhte sich von 10,1 Mrd. € im Vorjahr um 13,5 % auf 11,4 Mrd. € im Berichtsjahr. Auf US-Dollar-Basis erhöhte sich der Cash Capex im gleichen Zeitraum um 13,9 %, v. a. aufgrund des verstärkten Erwerbs von Spektrumlizenzen im Wesentlichen für die erste Tranche und bestimmte Lizenzen der zweiten Tranche der von Channel 51 gekauften 600-MHz-Lizenzen. Diesem Anstieg wirkte der vorstehend erläuterte rückläufige Erwerb von Sachanlagen teilweise entgegen.

Europa

Kundenentwicklung in Tsd.

31.12.2024 31.12.2023 Veränderung Veränderung in % 31.12.2022
Europa, gesamt
Mobilfunk-Kunden 49.722 47.853 1.869 3,9 47.336
Vertragskunden 27.951 27.222 729 2,7 26.476
Prepaid-Kunden 21.772 20.631 1.141 5,5 20.860
Festnetz-Anschlüsse 8.076 8.020 56 0,7 7.904
Breitband-Kunden 7.223 6.989 234 3,3 6.682
TV (IPTV, Sat, Kabel) 4.410 4.283 126 3,0 4.131
Teilnehmeranschlussleitungen (TAL)/ Wholesale PSTN 1.445 1.614 (168) (10,4) 1.768
Breitband-Anschlüsse Wholesale 1.182 1.121 61 5,4 1.011
Griechenland
Mobilfunk-Kunden 7.143 7.119 24 0,3 7.323
Festnetz-Anschlüsse 2.581 2.617 (36) (1,4) 2.622
Breitband-Kunden 2.402 2.405 (3) (0,1) 2.359
Rumänien
Mobilfunk-Kunden 3.517 3.798 (282) (7,4) 4.166
Ungarn
Mobilfunk-Kunden 6.454 6.246 208 3,3 5.950
Festnetz-Anschlüsse 1.958 1.936 22 1,1 1.886
Breitband-Kunden 1.654 1.592 62 3,9 1.507
Polen
Mobilfunk-Kunden 12.865 12.592 273 2,2 12.512
Festnetz-Anschlüsse 28 29 (0) (1,4) 30
Breitband-Kunden 359 260 98 37,8 154
Tschechische Republik
Mobilfunk-Kunden 6.510 6.523 (14) (0,2) 6.423
Festnetz-Anschlüsse 835 763 72 9,4 704
Breitband-Kunden 512 463 50 10,8 430
Kroatien
Mobilfunk-Kunden 2.477 2.336 141 6,1 2.305
Festnetz-Anschlüsse 867 870 (3) (0,3) 868
Breitband-Kunden 669 661 8 1,2 648
Slowakei
Mobilfunk-Kunden 2.534 2.525 9 0,3 2.446
Festnetz-Anschlüsse 849 860 (11) (1,3) 854
Breitband-Kunden 664 657 7 1,0 643
Österreich
Mobilfunk-Kunden 6.428 4.975 1.452 29,2 4.510
Festnetz-Anschlüsse 615 607 8 1,4 605
Breitband-Kunden 669 665 4 0,6 663
Übrige a
Mobilfunk-Kunden 1.796 1.738 58 3,3 1.702
Festnetz-Anschlüsse 342 338 4 1,3 336
Breitband-Kunden 294 285 9 3,1 277

a „Übrige“ enthält die Landesgesellschaften Nordmazedonien, Montenegro und die Anschlüsse der GTS Central Europe Gruppe in Rumänien.

Die Kundenentwicklung im operativen Segment Europa war bei nahezu allen Kennzahlen gegenüber dem Jahresendwert 2023 positiv. Mit unserem konvergenten Produkt-Portfolio erreichten wir durch die anhaltende Nachfrage einen Anstieg bei den FMC-Kunden um 6,5 %. Mit Priorität bauen wir unsere Festnetz-Infrastruktur mit moderner Glasfaser aus. So konnten wir die Zahl der Breitband-Kunden um 3,3 % steigern. Bei den Mobilfunk-Kunden verzeichneten wir einen Anstieg um 3,9 %. Unser Ausbau des 5G-Netzes kommt gut voran.

Mobilfunk

Zum Jahresende 2024 zählten wir im operativen Segment Europa insgesamt 49,7 Mio. Mobilfunk-Kunden – gegenüber dem Jahresende 2023 ein Anstieg um 3,9 %. Dabei erhöhte sich die Anzahl an Vertragskunden um 2,7 %. In fast allen Landesgesellschaften wuchs der Vertragskundenbestand, insbesondere in Polen, Griechenland, Kroatien und der Tschechischen Republik. Insgesamt belief sich der Anteil der Vertragskunden am Gesamtkundenbestand auf 56,2 %. Im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie profitieren unsere Kunden von einer hohen Netzabdeckung mit einer schnellen, mobilen Breitband- Zusammengefasster Lagebericht – Geschäftsentwicklung der operativen Segmente | 41 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024. Anbindung. Auch die 5G-Abdeckung schreitet in den Ländern unseres operativen Segments weiter voran. Zum Jahresende 2024 haben unsere Landesgesellschaften durchschnittlich 77,2 % der Bevölkerung mit 5G versorgt und somit eine erneute Erhöhung gegenüber dem Vorjahr realisiert. Der Prepaid-Kundenbestand erhöhte sich um 5,5 % im Vergleich zum Jahresende 2023. Seit dem 1. Januar 2024 werden Kunden eines Wholesale- Service-Providers als Prepaid-Kunden in Österreich ausgewiesen. Ohne Berücksichtigung dieses Effekts blieb die Anzahl der Prepaid-Kunden auf Vorjahresniveau. Wir konnten einen Teil unserer Prepaid-Kunden davon überzeugen, in höherwertige Vertragstarife zu wechseln.

Festnetz

Das Breitband-Geschäft hat sich gegenüber dem Jahresende 2023 um 3,3 % auf insgesamt 7,2 Mio. Kunden erhöht.# H1

Zusammengefasster Lagebericht – Geschäftsentwicklung der operativen Segmente | 42 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Dieser Zuwachs ist im Wesentlichen getrieben durch die Landesgesellschaften in Polen, Ungarn und der Tschechischen Republik. Mittels unserer stetigen Investitionen in Glasfaser bauen wir unsere Festnetz-Infrastruktur konsequent aus. Zum Jahresende 2024 haben 10,1 Mio. Haushalte und damit rund 1 Mio. zusätzliche Haushalte gegenüber dem Jahresendwert 2023 Zugang zu unserem leistungsfähigen Glasfasernetz, das Gigabit-Geschwindigkeiten ermöglicht. Die Anzahl aller gebuchten Festnetz-Anschlüsse lag zum Jahresende 2024 mit 8,1 Mio. Anschlüssen leicht über dem Vorjahr. Das TV- und Entertainment-Geschäft zählte zum Jahresende 2024 insgesamt 4,4 Mio. Kunden. Das entspricht einem Zuwachs um 3,0 % gegenüber dem Vorjahreswert. Im dritten Quartal 2024 hat unsere griechische Landesgesellschaft zusammen mit dem Wettbewerber Nova eine Vereinbarung getroffen, dass unsere TV-Kunden in Griechenland, die das Sportpaket gebucht haben, für eine geringe Extragebühr Zugang zu allen Novasports-Kanälen bekommen. Der TV-Markt ist in vielen Ländern unseres Segments bereits gesättigt. Hier sind neben den Telekommunikationsunternehmen auch sog. OTT-Player tätig, die TV-Dienste anbieten.

FMC – Fixed Mobile Convergence und Digitalisierung

Unser konvergentes Produkt-Portfolio MagentaOne erfreut sich in all unseren Landesgesellschaften großer Beliebtheit. Im Privatkundenbereich erreichten wir zum Jahresende 2024 einen Bestand von 8,2 Mio. FMC-Kunden. Das entspricht einem Anstieg von 6,5 % gegenüber dem Vorjahreswert. Fast alle Landesgesellschaften, insbesondere Polen, Griechenland, Ungarn und die Tschechische Republik, trugen zu dem Wachstum bei. Aufgrund einer Optimierung des FMC-Produkt-Portfolios weist die Slowakei einen geringeren Bestand aus. Auch im Geschäftskundenbereich vertreiben wir das Produkt MagentaOne Business mit steigenden Kundenzahlen. Die digitale Interaktion mit unseren Kunden bauen wir weiter aus, um individueller und effizienter auf die Kundenbedürfnisse einzugehen sowie Produkte und innovative Dienstleistungen schneller am Markt zu platzieren. Unsere Service-App nutzen 72,8 % unserer Privatkunden.

Operative Entwicklung in Mio. €

2024 2023 Veränderung Veränderung in % 2022
Umsatz 12.347 11.790 557 4,7 11.158
Griechenland 3.334 3.189 145 4,5 3.155
Rumänien 263 287 (24) (8,2) 306
Ungarn 2.238 2.031 208 10,2 1.715
Polen 1.660 1.522 138 9,1 1.413
Tschechische Republik 1.238 1.280 (42) (3,3) 1.226
Kroatien 1.012 956 56 5,9 905
Slowakei 864 825 39 4,8 806
Österreich 1.494 1.458 36 2,5 1.391
Übrige a 315 319 (3) (1,1) 319
Service-Umsatz 10.239 9.739 500 5,1 9.296
EBITDA 4.869 4.496 372 8,3 4.296
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (71) (94) 23 24,9 (31)
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 4.939 4.590 349 7,6 4.327
EBITDA AL 4.360 4.020 340 8,5 3.933
EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse (71) (94) 23 24,9 (31)
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 4.431 4.114 317 7,7 3.964
Griechenland 1.346 1.325 21 1,6 1.310
Rumänien 1 17 (16) (93,5) 38
Ungarn 768 600 168 27,9 493
Polen 435 393 42 10,7 378
Tschechische Republik 506 470 37 7,8 503
Kroatien 384 367 17 4,5 349
Slowakei 389 350 39 11,2 350
Österreich 546 529 17 3,2 506
Übrige a 54 61 (7) (11,8) 37
EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 35,9 34,9 35,5
Abschreibungen (2.622) (2.524) (98) (3,9) (2.572)
Betriebsergebnis (EBIT) 2.247 1.973 274 13,9 1.724
EBIT-Marge % 18,2 16,7 15,4
Cash Capex (1.919) (2.049) 130 6,3 (1.872)
Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) (1.872) (1.766) (106) (6,0) (1.755)

Die Beiträge der Landesgesellschaften entsprechen den jeweiligen Einzelabschlüssen der Gesellschaften ohne Berücksichtigung von Konsolidierungseffekten auf der Ebene des operativen Segments. a „Übrige“ enthält die Landesgesellschaften in Nordmazedonien, Montenegro sowie die GTS Central Europe Gruppe in Rumänien und Europe Headquarters.

Umsatz, Service-Umsatz

Unser operatives Segment Europa erzielte im Jahr 2024 einen Umsatz von 12,3 Mrd. €, gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 4,7 %. Organisch betrachtet erhöhte sich der Umsatz um 5,2 %. Die Service-Umsätze wuchsen gegenüber dem Vorjahr um 5,1 % bzw. organisch um 5,0 %.

Die organischen Service-Umsatzzuwächse sind auf die gute Entwicklung im Mobilfunk-Geschäft zurückzuführen. In mehreren Ländern führten eine größere Vertragskundenbasis sowie ein höherer Umsatz pro Kunde zu dieser Entwicklung. Zudem stiegen auch im Festnetz-Geschäft die Service-Umsätze gegenüber dem Vorjahr an. Durch den konsequenten Ausbau unserer Highspeed-Netzinfrastruktur wuchsen die Breitband- und TV-Umsätze und konnten somit die Einbußen bei den erwartungsgemäß rückläufigen Umsätzen der Sprachtelefonie mehr als ausgleichen. Das IT-Geschäft zeigte ebenfalls einen positiven Umsatzbeitrag. Regulatorische Eingriffe, wie beispielsweise die Absenkung von Terminierungsentgelten, wirkten sich im Berichtsjahr belastend auf unsere organische Umsatzentwicklung aus. Durch die Zuwächse bei der Anzahl der Vertragskunden zeigten sich auch positive Effekte bei den Endgeräteumsätzen. Alle Länder bis auf Rumänien trugen in der organischen Betrachtung zum Service-Umsatzwachstum bei. Dabei hatten unsere Landesgesellschaften in Ungarn, Griechenland, Polen und Kroatien die höchsten absoluten Entwicklungen aus Länderperspektive zu verzeichnen.

Im Privatkundenbereich erhöhten sich die Service-Umsätze gegenüber dem Vorjahr organisch um 5,2 %. Im Mobilfunk-Geschäft stiegen sowohl die Service-Umsätze als auch die Verkäufe von mobilen Endgeräten an. Die Zuwächse im Festnetz-Bereich erzielten wir im Breitband- und TV-Geschäft dank unseres kontinuierlichen Glasfaser-Ausbaus sowie unseres TV- und Entertainment-Angebots. Somit konnten wir die rückläufigen Umsätze bei der Sprachtelefonie überkompensieren. Zusätzlich wirkte sich eine höhere Anzahl an FMC-Kunden umsatzsteigernd aus. Die Service-Umsätze mit Geschäftskunden wuchsen organisch um 6,2 % gegenüber dem Vorjahr, wobei Griechenland, Ungarn, Kroatien und Polen den größten Beitrag leisteten. Alle Produktbereiche – Mobilfunk, Festnetz und IT – verzeichneten Zuwächse. Die Kundenbasis im mobilen Vertragskundengeschäft wuchs um 2,1%, wozu fast alle Landesgesellschaften, insbesondere aber Polen, Rumänien, Österreich, Kroatien und Griechenland, beitrugen. Im Festnetz-Geschäft stieg die Zahl der Breitband-Kunden um 5,6 %. Insgesamt wuchsen die Festnetz-Umsätze organisch um 3,2 %, wobei das stärkste Wachstum im Segment der kleineren Geschäftskunden zu verzeichnen war. Damit konnte der Rückgang der Sprachtelefonie- Umsätze im Firmenkunden-Segment in Griechenland kompensiert werden. Die IT-Umsätze stiegen organisch im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 11,6 %, was auf einen Anstieg des Geschäfts mit Systemlösungen und der Datenkommunikation zurückzuführen ist, insbesondere im Zusammenhang mit EU-geförderten Projekten im öffentlichen Sektor Griechenlands. Positiv entwickelte sich Digital Infrastructure aufgrund des Kapazitätsausbaus und des starken Wachstums im Geschäft mit Cloud- und Security-Lösungen.

Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA AL

Die gute operative Entwicklung im Mobilfunk-, Festnetz- und IT-Geschäft konnte die inflationsgetriebenen Kostensteigerungen überkompensieren. Dies führte im Jahr 2024 zu einem starken Wachstum des bereinigten EBITDA AL von 7,7 % gegenüber dem Vorjahr auf 4,4 Mrd. €. Organisch betrachtet stieg das bereinigte EBITDA AL um 8,1 %. Dabei konnte eine positive Nettomarge höhere indirekte Kosten deutlich überkompensieren. Letztere sind im Wesentlichen durch die inflationsbedingte Steigerung der Gehälter beeinflusst. Aus Länderperspektive war der Anstieg des bereinigten organischen EBITDA AL auf positive absolute Entwicklungen insbesondere in unseren Landesgesellschaften in Ungarn, der Tschechischen Republik, der Slowakei, Griechenland und Polen zurückzuführen. Diesen Ergebnissteigerungen stehen Rückgänge in Rumänien gegenüber. Unser EBITDA AL bewegte sich mit 4,4 Mrd. € bzw. einem Plus von 8,5 % über dem Vorjahresniveau. Der Aufwand aus Sondereinflüssen reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr.

Operative Entwicklung in ausgewählten Ländern

Griechenland.

Im Jahr 2024 lagen die Umsätze in Griechenland mit 3,3 Mrd. € um 4,5 % über dem Niveau des Vorjahres. Organisch betrachtet wiesen wir einen Umsatzanstieg von 4,8 % aus. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf höhere Service-Umsätze, v. a. im Bereich IT, zurückzuführen. Auch im Mobilfunk-, Wholesale- und TV-Geschäft konnten die Service-Umsätze gesteigert werden. Die Mobilfunk-Umsätze unterlagen dabei einer regulatorisch indizierten Absenkung der Terminierungsentgelte. Erwartungsgemäß niedriger fielen die Umsätze in der klassischen Sprachtelefonie aus. Die Endgeräteumsätze wiederum trugen durch den Zuwachs neuer Vertragskunden zum Umsatzwachstum bei. Unser Konvergenzangebot entwickelte sich erfolgreich: Wir verzeichneten erneut gestiegene Kundenzahlen und entsprechende Umsätze. Das bereinigte EBITDA AL lag mit 1,3 Mrd. € um 1,6 % über dem Vorjahr, getrieben durch eine höhere Nettomarge. Höhere indirekte Kosten, u. a. für Energie, reduzierten den positiven Effekt.

Ungarn.

In Ungarn erzielten wir im Geschäftsjahr 2024 Umsätze von 2,2 Mrd. €. Damit weisen wir trotz negativer Währungskurseffekte ein deutliches Wachstum von 10,2 % aus. Organisch betrachtet lagen die Umsätze um 14,3 % über denen des Vorjahres. Wesentlicher Treiber war zum einen das Mobilfunk-Geschäft, auch bedingt durch einen höheren Umsatz pro Kunde. Zum anderen stiegen die Service-Umsätze im Festnetz. Dank unserer verstärkten Investitionen in den Ausbau von Glasfaser-Anschlüssen überzeugten wir viele Kunden von unseren Angeboten. Auch in den IT-Umsätzen konnte ein deutliches Wachstum erzielt werden. Das Wachstum der Kundenbasis, insbesondere bei den Privatkunden, führte darüber hinaus zu einem Anstieg der Endgeräteumsätze.# Zusammengefasster Lagebericht – Geschäftsentwicklung der operativen Segmente | 43

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Polen

Im Berichtsjahr betrugen die Umsätze in Polen 1,7 Mrd. €, d. h. sie wuchsen um 9,1 %. Ohne Berücksichtigung positiver Währungskurseffekte weisen die Umsätze einen Anstieg um 3,5 % auf. Die Service-Umsätze im Mobilfunk-Geschäft wiesen das höchste Wachstum auf. Die Mobilfunk-Umsätze unterlagen dabei einer regulatorisch indizierten Absenkung der Terminierungsentgelte. Darüber hinaus konnten wir im Festnetz-Geschäft deutliche Zuwächse der Breitband-Umsätze verzeichnen. Beide Entwicklungen resultierten aus einer jeweils höheren Kundenbasis. Auch die Anzahl unserer FMC- Kunden erhöhte sich erneut deutlich und führte zu entsprechend höheren Umsätzen. Dem stehen gesunkene Umsätze des IT-Geschäfts gegenüber. Das bereinigte EBITDA AL lag mit 435 Mio. € um 10,7 % über dem Niveau des Vorjahres. Organisch betrachtet ist ein Wachstum von 5,0 % zu verzeichnen. Das ist auf eine gestiegene Nettomarge zurückzuführen, die den Anstieg der indirekten Kosten mehr als ausgleichen konnte.

Tschechische Republik

In der Tschechischen Republik lagen die Umsätze im Jahr 2024 bei 1,2 Mrd. € und somit um 3,3 % unter dem Niveau des Vorjahres. Ohne Berücksichtigung negativer Währungskurseffekte erzielten wir ein Wachstum von 1,3 %. Die Service-Umsätze erhöhten sich organisch um 2,2 %, was im Wesentlichen auf Steigerungen im Festnetz, insbesondere im Breitband- und TV-Geschäft, zurückging. Auch die Mobilfunk-Umsätze zeigten positive Wachstumsraten, getrieben durch eine Erhöhung der jeweiligen Kundenbasis. Dabei unterlagen sie einer regulatorisch indizierten Absenkung der Terminierungsentgelte. Die Anzahl unserer FMC-Kunden erhöhte sich im Berichtsjahr ebenfalls. Dem standen Rückgänge u. a. bei den IT- Umsätzen sowie bei den übrigen Umsätzen gegenüber, die infolge der Auflösung einer Geschäftsbeziehung rückläufig waren. Das bereinigte EBITDA AL erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 7,8 % auf 506 Mio. €. Organisch betrachtet fiel das Ergebnis 12,9 % höher aus. Dies resultierte aus einer höheren Nettomarge, die auf den gestiegenen Service-Umsätzen im Mobilfunk- und Festnetz-Geschäft basiert.

Österreich

In Österreich erwirtschafteten wir im Jahr 2024 einen um 2,5 % gestiegenen Umsatz von 1,5 Mrd. €. Organisch betrachtet betrug der Anstieg 2,2 %. Das resultierte aus höheren Service-Umsätzen im Breitband- und Mobilfunk-Geschäft, denen eine höhere Kundenbasis sowie ein höherer Umsatz pro Kunde zugrunde liegt. Die Mobilfunk-Umsätze unterlagen dabei einer regulatorisch indizierten Absenkung der Terminierungsentgelte. Auch die Anzahl unserer FMC-Kunden erhöhte sich im Berichtsjahr mit entsprechenden Umsätzen. Die Umsätze im IT-Geschäft wuchsen leicht an. Das bereinigte EBITDA AL stieg im Vergleich zum Vorjahr um 3,2 % auf 546 Mio. €. Organisch betrachtet erhöhte sich das Ergebnis um 3,0 %, im Wesentlichen getrieben durch eine umsatzbedingt höhere Nettomarge, der höhere indirekte Kosten u. a. für Personal- und Energie gegenüberstehen.

Betriebsergebnis (EBIT)

Unser operatives Segment Europa wies im Jahr 2024 einen Anstieg des EBIT um 13,9 % auf 2,2 Mrd. € aus. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen das um 8,3 % höhere EBITDA. Die Abschreibungen lagen aufgrund einer erfassten Wertminderung der langfristigen Vermögenswerte des rumänischen Mobilfunk-Geschäfts um 0,1 Mrd. € über dem Vorjahresniveau und wirkten dem Anstieg des EBITDA entgegen. Die planmäßigen Abschreibungen entwickelten sich stabil.

Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum), Cash Capex

Im Jahr 2024 wies unser operatives Segment Europa einen im Vergleich zur Vorjahr um 6,0 % höheren Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) von 1,9 Mrd. € aus. Das ist auf höhere Investitionen zurückzuführen. Unser Cash Capex sank aufgrund geringerer Auszahlungen für den Erwerb von Spektrum gegenüber dem Vorjahr um 6,3 %. Wir investieren weiterhin im Rahmen unserer integrierten Netzstrategie in die Bereitstellung von Breitband, Glasfaser und 5G.

Systemgeschäft

Auftragseingang in Mio. € 2024 2023 Veränderung Veränderung in % 2022
Auftragseingang 4.020 3.628 392 10,8 3.952

Geschäftsentwicklung

Das Geschäftsjahr 2024 war geprägt durch eine fortgesetzte Fokussierung unseres Systemgeschäfts auf Wachstums- und Zukunftsthemen. Der Auftragseingang unseres operativen Segments Systemgeschäft lag im Jahr 2024 um 10,8 % über dem Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung ist vorwiegend auf wachsende Auftragseingänge in den Portfolio-Bereichen Cloud und Digital zurückzuführen.

Operative Entwicklung in Mio. €

2024 2023 Veränderung Veränderung in % 2022
Umsatz 4.004 3.896 108 2,8 3.811
davon: Umsatz extern 3.377 3.258 120 3,7 3.106
Service-Umsatz 3.883 3.796 87 2,3 3.751
EBITDA 344 272 71 26,2 229
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (118) (144) 26 17,8 (159)
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) 462 416 46 11,0 388
EBITDA AL 251 177 73 41,3 125
EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse (118) (144) 26 17,8 (159)
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) 369 321 48 14,8 284
EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 9,2 8,3 7,4
Abschreibungen (237) (344) 107 31,1 (340)
Betriebsergebnis (EBIT) 107 (71) 178 n.a. (110)
EBIT-wirksame Sondereinflüsse (133) (270) 136 50,6 (270)
EBIT (bereinigt um Sondereinflüsse) 240 198 42 21,2 160
EBIT-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % 6,0 5,1 4,2
Cash Capex (229) (210) (19) (9,1) (221)
Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) (229) (210) (19) (9,1) (221)

Umsatz, Service-Umsatz

Der Umsatz unseres operativen Segments Systemgeschäft lag im Jahr 2024 mit 4,0 Mrd. € um 2,8 % über dem Vorjahr. Die positive Umsatzentwicklung resultierte im Wesentlichen aus dem Wachstum in den Portfolio-Bereichen Digital, Cloud und Road Charging. Der externe Umsatz ist um 3,7 % angestiegen, ebenfalls getrieben durch die Bereiche Digital, Cloud und Road Charging. Der Service-Umsatz entwickelte sich mit einem Anstieg von 2,3 % ebenfalls positiv.

Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA AL

Im Jahr 2024 stieg das bereinigte EBITDA AL unseres operativen Segments Systemgeschäft gegenüber dem Vorjahr um 14,8 % auf 369 Mio. €. Der Anstieg des bereinigten EBITDA AL ist hauptsächlich auf das Umsatzwachstum in den Bereichen Cloud und Digital zurückzuführen. Das EBITDA AL stieg gegenüber dem Vorjahr um 73 Mio. € auf 251 Mio. €. Der Aufwand aus Sondereinflüssen lag um 26 Mio. € unter dem Vorjahreswert bei minus 118 Mio. €, im Wesentlichen bedingt durch geringere Restrukturierungsaufwendungen.

Betriebsergebnis (EBIT), bereinigtes EBIT

Das bereinigte EBIT unseres operativen Segments Systemgeschäft stieg im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr um 42 Mio. € auf 240 Mio. €, bedingt durch die beim bereinigten EBITDA AL genannten Gründe. Das EBIT stieg gegenüber dem Vorjahr deutlich auf 107 Mio. €. Dieser Anstieg resultierte sowohl aus einer operativen Verbesserung als auch aus geringeren Abschreibungen. Der Aufwand aus Sondereinflüssen war mit minus 133 Mio. € um 136 Mio. € geringer als im Vorjahr, im Wesentlichen bedingt durch geringere Wertminderungen auf langfristige Vermögenswerte.

Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum), Cash Capex

Der Cash Capex des operativen Segments Systemgeschäft lag im Jahr 2024 mit 229 Mio. € um 19 Mio. € über dem Vorjahr. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf höhere Investitionen im Portfolio-Bereich Cloud zurückzuführen.

Group Development

Operative Entwicklung in Mio. € 2024 2023 Veränderung Veränderung in % 2022
Umsatz 10 115 (106) (91,8) 1.708
davon: GD Towers 0 99 (99) (100,0) 1.154
Service-Umsatz 0 0 0 n.a. 411
EBITDA (36) 13.220 (13.256) n.a. 2.106
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (5) 13.170 (13.174) n.a. 992
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) (32) 50 (82) n.a. 1.113
davon: GD Towers 0 78 (78) (100,0) 943
EBITDA AL (36) 13.215 (13.251) n.a. 1.956
EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse (5) 13.170 (13.174) n.a. 992
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) (32) 45 (77) n.a. 964
davon: GD Towers 0 73 (73) (100,0) 804
EBITDA AL-Marge (bereinigt um Sondereinflüsse) % n.a. 39,2 56,4
Abschreibungen (3) (2) (0) (8,5) (195)
Betriebsergebnis (EBIT) (39) 13.217 (13.256) n.a. 1.911
Cash Capex (4) (24) 21 84,4 (343)
Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) (4) (24) 21 84,4 (343)

Am 1. Februar 2023 wurde die Veräußerung der Geschäftseinheit GD Towers vollzogen, die seitdem nicht mehr Bestandteil des Konzerns ist. Die operative Entwicklung des Vorjahres enthält die Wertbeiträge bis einschließlich Januar 2023. | Weitere Informationen zu der Darstellung von GD Towers im Vorjahr finden Sie im Kapitel „Konzernsteuerung“. Der Vergleich des Geschäftsjahres 2024 mit dem Vorjahr ist maßgeblich durch den Verkauf von GD Towers geprägt. Der im Geschäftsjahr 2023 aus der Transaktion resultierende Entkonsolidierungsgewinn in Höhe von 12,9 Mrd. € ist im EBITDA und den daraus abgeleiteten Leistungsindikatoren enthalten. Unser operatives Segment Group Development hat das Ziel, Einheiten bzw. Beteiligungen aktiv zu steuern und wertsteigernd zu entwickeln. Deshalb sind hier u. a. die Deutsche Telekom Capital Partners und Comfort Charge angesiedelt.

Group Headquarters & Group Services

Operative Entwicklung in Mio. €# Zusammengefasster Lagebericht – Geschäftsentwicklung der operativen Segmente | 45

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

€ 2024 2023 Veränderung Veränderung in % 2022
Umsatz 2.226 2.305 (79) (3,4) 2.407
Service-Umsatz 972 1.024 (51) (5,0) 1.026
EBITDA (816) (522) (295) (56,4) (361)
EBITDA-wirksame Sondereinflüsse (301) (199) (102) (51,3) (234)
EBITDA (bereinigt um Sondereinflüsse) (515) (323) (192) (59,6) (128)
EBITDA AL (1.103) (808) (295) (36,5) (672)
EBITDA AL-wirksame Sondereinflüsse (301) (199) (102) (51,3) (234)
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) (801) (609) (193) (31,6) (437)
Abschreibungen (1.242) (1.352) 110 8,1 (1.476)
Betriebsergebnis (EBIT) (2.058) (1.874) (184) (9,8) (1.837)
Cash Capex (833) (969) 136 14,0 (973)
Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) (833) (969) 136 14,0 (973)

Umsatz, Service-Umsatz

Der Umsatz unseres Segments Group Headquarters & Group Services verringerte sich im Jahr 2024 um 3,4 %. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf die gesunkenen konzerninternen Service-Umsätze bei Deutsche Telekom IT aufgrund einer reduzierten umsatzrelevanten Kostenbasis zurückzuführen, die v. a. durch eine geringere Beauftragung von IT-Projekten erzielt wird. Des Weiteren sanken die konzerninternen Umsätze im Bereich Grundstücke und Gebäude aufgrund der weiteren Optimierung von Flächen.

Zusammengefasster Lagebericht – Geschäftsentwicklung der Deutschen Telekom AG | 46

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Bereinigtes EBITDA AL, EBITDA AL

Im Jahr 2024 reduzierte sich das bereinigte EBITDA AL unseres Segments Group Headquarters & Group Services um 193 Mio. € auf minus 801 Mio. €. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf eine geringere Kapitalisierungsquote bei den aktivierten Eigenleistungen und auf höhere Infrastrukturkosten, beides bei Deutsche Telekom IT, sowie auf verschiedene Einmaleffekte zurückzuführen. Des Weiteren sanken die Umsätze im Bereich Grundstücke und Gebäude aufgrund der weiteren Optimierung von Flächen. Insgesamt war das EBITDA AL mit Sondereinflüssen, insbesondere für Personalmaßnahmen, in Höhe von 301 Mio. € im Berichtsjahr und 199 Mio. € im Vorjahr belastet.

Betriebsergebnis (EBIT)

Der Rückgang des EBIT um 184 Mio. € gegenüber dem Vorjahr auf minus 2.058 Mio. € resultierte im Wesentlichen aus der rückläufigen Entwicklung des EBITDA AL. Gegenläufig sanken die Abschreibungen, im Wesentlichen durch die geringere Beauftragung von IT-Projekten sowie eine niedrigere Kapitalisierungsquote bei den aktivierten Eigenleistungen. Des Weiteren waren im Vorjahr Wertminderungen auf durch das operative Segment Systemgeschäft genutzte Software enthalten.

Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum), Cash Capex

Der Cash Capex reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 136 Mio. €. Diese Entwicklung resultierte im Wesentlichen aus geringeren Investitionen im Vorstandsbereich „Technologie und Innovation“ durch die geringere Beauftragung von IT-Projekten bei der Deutschen Telekom IT.

Zusammengefasster Lagebericht – Geschäftsentwicklung der Deutschen Telekom AG | 47

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Geschäftsentwicklung der Deutschen Telekom AG

Die Deutsche Telekom AG stellt ihren Jahresabschluss nach den Grundsätzen des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) auf. Als Konzernzentrale übernehmen wir strategische und segmentübergreifende Steuerungsaufgaben und erbringen Dienstleistungen für andere Konzerngesellschaften. Die Ergebnisse unserer Tochtergesellschaften und die Maßnahmen der Konzernfinanzierung prägen entscheidend unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Im operativen Segment Deutschland lag der Gesamtumsatz um 2,1 % über dem Niveau des Vorjahres. Wesentliche Treiber waren die Service-Umsätze im Festnetz-Kerngeschäft und Mobilfunk-Geschäft. Der Gesamtumsatz des operativen Segments USA stieg gegenüber dem Vorjahr um 3,6 %. Auf US-Dollar-Basis wuchs der Gesamtumsatz ebenfalls um 3,6 %. Der Gesamtumsatz legte hauptsächlich aufgrund höherer Service-Umsätze zu. Gegenläufig wirkten niedrigere sonstige Umsätze. Unser operatives Segment Europa erzielte gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 4,7 %. Die Service-Umsatzzuwächse sind zum einen auf die gute Entwicklung im Mobilfunk-Geschäft zurückzuführen. Zudem stiegen auch im Festnetz-Geschäft die Service-Umsätze gegenüber dem Vorjahr an. Der Umsatz unseres operativen Segments Systemgeschäft lag um 2,8 % über dem Vorjahr. Die positive Umsatzentwicklung resultierte im Wesentlichen aus dem Wachstum in den Portfolio-Bereichen Digital, Cloud und Road Charging.

Die Deutsche Telekom AG weist für das Geschäftsjahr 2024 einen Jahresüberschuss in Höhe von 20,6 Mrd. € aus. Dieser enthält mit 12,8 Mrd. € Buchgewinne aus der Aufdeckung von stillen Reserven im Rahmen der konzerninternen Zusammenführung von Anteilen in der mehrstufigen Holding- Struktur für die T-Mobile US, nachdem die Deutsche Telekom AG im Berichtsjahr sowie in vorherigen Geschäftsjahren weitere T-Mobile US Aktien durch Ausübung von Kaufoptionen erworben hat. Davon entfallen 0,6 Mrd. € auf die konzerninterne Einbringung der erworbenen T-Mobile US Aktien in die Deutsche Telekom Holding B.V., Maastricht, die damit sämtliche im Konzern gehaltenen T-Mobile US Aktien bündelt, sowie 12,2 Mrd. € auf die nachfolgende Einbringung von Anteilen an einer zwischengeschalteten Holding-Gesellschaft. Des Weiteren resultieren 5,7 Mrd. € aus einer konzerninternen Kapitalrückzahlung der Deutsche Telekom Holding B.V., Maastricht. Die Kapitalrückzahlung umfasst im Wesentlichen Erlöse aus der Veräußerung von T-Mobile US Aktien und Dividenden der T-Mobile US auf Ebene der Deutsche Telekom Holding B.V., Maastricht.

Ertragslage der Deutschen Telekom AG

HGB-Gewinn- und Verlustrechnung Deutsche Telekom AG (Gesamtkostenverfahren)
in Mio. €

2024 2023 Veränderung Veränderung in % 2022
Umsatzerlöse 1.964 2.110 (146) (6,9) 2.250
Andere aktivierte Eigenleistungen 2 2 0 0,0 9
Gesamtleistung 1.966 2.112 (146) (6,9) 2.259
Sonstige betriebliche Erträge 13.794 1.371 12.423 n.a. 2.480
Materialaufwand (391) (419) 28 6,7 (456)
Personalaufwand (1.566) (1.964) 398 20,3 (1.936)
Abschreibungen (117) (174) 57 32,8 (277)
Sonstige betriebliche Aufwendungen (3.193) (2.481) (712) (28,7) (2.919)
Betriebsergebnis 10.493 (1.555) 12.048 n.a. (849)
Finanzergebnis 10.633 11.281 (648) (5,7) 5.700
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (481) (614) 133 21,7 (839)
Ergebnis nach Steuern 20.645 9.112 11.533 n.a. 4.012
Sonstige Steuern (18) (17) (1) (5,9) (18)
Jahresüberschuss 20.627 9.095 11.532 n.a. 3.994

Das Betriebsergebnis verbesserte sich von minus 1,6 Mrd. € auf 10,5 Mrd. €. Diese Veränderung resultierte im Wesentlichen aus um 12,4 Mrd. € höheren sonstigen betrieblichen Erträgen und um 0,4 Mrd. € verminderten Personalaufwendungen. Gegenläufig wirkten sich insbesondere um 0,7 Mrd. € gestiegene sonstige betriebliche Aufwendungen aus. Geringere konzerninterne Weiterbelastungen aus der Personalüberlassung trugen zu einer Verminderung der Umsatzerlöse um insgesamt 0,1 Mrd. € bei. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten mit 12,8 Mrd. € insbesondere Buchgewinne aus der konzerninternen Zusammenführung von Anteilen in der mehrstufigen Holding-Struktur für die T-Mobile US unter Aufdeckung von stillen Reserven. Der Rückgang des Personalaufwands ist insbesondere auf den vorzeitigen Ruhestand für Beamte zurückzuführen. Eine Verlängerung der gesetzlichen Regelung über das Jahr 2024 hinaus ist derzeit nicht erfolgt. Im Gegensatz zum Vorjahr wurde daher keine Rückstellung für den vorzeitigen Ruhestand für Beamte gebildet. Im Vorjahr beliefen sich die Aufwendungen hierfür auf 0,4 Mrd. €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultierten mit 0,8 Mrd. € aus einer Minderung von Anteilen an verbundenen Unternehmen im Zusammenhang mit der Kapitalrückzahlung der mittelbaren Tochtergesellschaft Deutsche Telekom Holding B.V., Maastricht. Die Kapitalrückzahlung hat sich darüber hinaus im Beteiligungsergebnis der Deutschen Telekom AG ausgewirkt. Das Finanzergebnis verminderte sich um 0,6 Mrd. € auf 10,6 Mrd. €. Wesentlichen Einfluss hierauf hatte ein um 0,6 Mrd. € geringeres Beteiligungsergebnis. Das Zinsergebnis blieb mit minus 0,8 Mrd. € nahezu unverändert auf Vorjahresniveau. Zum Beteiligungsergebnis in Höhe von 11,5 Mrd. € (2023: 12,1 Mrd. €) haben im Berichtsjahr im Wesentlichen die Ergebnisabführungen der T-Mobile Global Zwischenholding GmbH, Bonn, in Höhe von 6,4 Mrd. € (2023: Verlust 0,1 Mrd. €) und der Telekom Deutschland GmbH, Bonn, in Höhe von 4,9 Mrd. € (2023: 5,0 Mrd. €) beigetragen. Gegenläufig wirkten sich Verlustübernahmen in Höhe von 0,9 Mrd. € (2023: 1,3 Mrd. €) aus. Die operativen Ergebnisabführungen und Verlustübernahmen lagen insgesamt auf Vorjahresniveau. Neben dem operativen Geschäft der Tochtergesellschaften ist das Beteiligungsergebnis im Berichtsjahr maßgeblich beeinflusst durch die Kapitalrückzahlung der mittelbaren Tochtergesellschaft Deutsche Telekom Holding B.V., Maastricht, die unmittelbar die Anteile an der T-Mobile US hält. Die Kapitalrückzahlung führte auf Ebene des Gesellschafters T-Mobile Global Holding GmbH, Bonn, zu einem Ertrag aus der anteiligen Aufdeckung stiller Reserven von 6,5 Mrd. € unter Anwendung von IDW ERS HFA 13 n.F., der sich in der mehrstufigen Holding-Struktur auf die Ergebnisabführungen an die T-Mobile Global Zwischenholding GmbH, Bonn, und an die Deutsche Telekom AG ausgewirkt hat. Im Vorjahr waren im Beteiligungsergebnis mit 3,7 Mrd. € der Ertrag aus dem Anteilsverkauf an der GD Towers Holding GmbH, Bonn, sowie mit 3,5 Mrd. € der Ertrag aus einer Kapitalrückzahlung der Deutsche Telekom Europe B.V., Maastricht, enthalten. Das Ergebnis nach Steuern erhöhte sich im Geschäftsjahr 2024 gegenüber dem Vorjahr um insgesamt 11,5 Mrd. €. Bei einem sonstigen Steueraufwand von 18 Mio. € beläuft sich der Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2024 auf 20.627 Mio. €. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags von 8.495 Mio. € ergibt sich ein Bilanzgewinn von 29.122 Mio. € (Vorjahr: 12.312 Mio. €).# €). Vermögens- und Finanzlage der Deutschen Telekom AG

HGB-Bilanz

Deutsche Telekom AG in Mio. €

31.12.2024 31.12.2024 in % 31.12.2023 Veränderung 31.12.2022
Aktiva
Immaterielle Vermögensgegenstände 54 0,0 79 (25) 139
Sachanlagen 2.246 1,7 2.268 (22) 2.252
Finanzanlagen 118.781 89,0 106.260 12.521 105.599
Anlagevermögen 121.081 90,8 108.607 12.474 107.990
Forderungen 7.641 5,7 9.981 (2.340) 10.800
Sonstige Vermögensgegenstände 2.360 1,8 2.995 (635) 2.689
Flüssige Mittel 1.965 1,5 1.450 515 162
Umlaufvermögen 11.966 9,0 14.426 (2.460) 13.651
Rechnungsabgrenzungsposten 367 0,3 364 3 338
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 1 0,0 4 (3) 0
Bilanzsumme 133.415 100,0 123.401 10.014 121.979
Passiva
Gezeichnetes Kapital und Rücklagen 51.894 38,9 53.792 (1.898) 53.674
Bilanzgewinn 29.122 21,8 12.312 16.810 6.700
Eigenkapital 81.016 60,7 66.104 14.912 60.374
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3.827 2,9 4.133 (306) 4.010
Steuerrückstellungen 299 0,2 319 (20) 490
Sonstige Rückstellungen 2.898 2,2 3.141 (243) 3.150
Rückstellungen 7.024 5,3 7.593 (569) 7.650
Finanzverbindlichkeiten 10.697 8,0 9.428 1.269 12.619
Übrige Verbindlichkeiten 34.583 25,9 40.167 (5.584) 41.206
Verbindlichkeiten 45.280 33,9 49.595 (4.315) 53.825
Rechnungsabgrenzungsposten 95 0,1 109 (14) 130
Bilanzsumme 133.415 100,0 123.401 10.014 121.979

Unsere Vermögenslage ist, neben dem Eigenkapital, im Wesentlichen durch das Anlagevermögen sowie die Forderungen und die Verbindlichkeiten gegenüber Konzerngesellschaften bestimmt. Die unter den Finanzanlagen ausgewiesenen Ausleihungen sowie die Forderungen und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren überwiegend aus Finanzierungsbeziehungen zwischen der Deutschen Telekom AG und ihren Tochtergesellschaften.

Die Bilanzsumme lag mit 133,4 Mrd. € um 10,0 Mrd. € über dem Niveau des Vorjahres. Die Entwicklung der Aktivseite war im Wesentlichen durch den Anstieg der Finanzanlagen um 12,5 Mrd. € sowie der flüssigen Mittel um 0,5 Mrd. € gekennzeichnet. Gegenläufig verringerten sich die Forderungen um 2,3 Mrd. € sowie die sonstigen Vermögensgegenstände um 0,6 Mrd. €. Der Anstieg der Finanzanlagen um 12,5 Mrd. € ist im Wesentlichen zurückzuführen auf die Aufdeckung von stillen Reserven im Rahmen der konzerninternen Zusammenführung von Anteilen in der mehrstufigen Holding-Struktur für die T-Mobile US durch Einbringungen zu Zeitwerten.

Die Forderungen lagen mit 7,6 Mrd. € um 2,3 Mrd. € unter dem Niveau des Vorjahres. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus der Ablösung von Cash-Management-Forderungen gegen die Deutsche Telekom Towers Holding GmbH, Bonn, von 3,7 Mrd. € infolge einer Darlehensrückzahlung an die Gesellschaft. Gegenläufig wirkte sich die Ausgabe eines kurzfristigen Darlehens an die Deutsche Telekom Holding B.V., Maastricht, in Höhe von 1,7 Mrd. € aus. Der Rückgang der sonstigen Vermögensgegenstände um 0,6 Mrd. € resultierte v. a. aus verminderten Forderungen aus Guthaben auf Wertpapierkonten gegen den Deutsche Telekom Trust e. V., Bonn.

Die Passivseite war im Wesentlichen durch den Anstieg des Eigenkapitals um 14,9 Mrd. € sowie der Finanzverbindlichkeiten um 1,3 Mrd. € geprägt. Gegenläufig reduzierten sich die übrigen Verbindlichkeiten um 5,6 Mrd. €, die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen um 0,3 Mrd. € sowie die sonstigen Rückstellungen um 0,2 Mrd. €. Der Anstieg des Eigenkapitals um 14,9 Mrd. € resultierte im Wesentlichen aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2024 von 20,6 Mrd. €. Reduzierend wirkte die Dividendenausschüttung für das Vorjahr in Höhe von 3,8 Mrd. €. Das Aktienrückkaufprogramm reduzierte die Gewinnrücklagen um 1,8 Mrd. € sowie das gezeichnete Kapital um 0,2 Mrd. €.

Zusammengefasster Lagebericht – Geschäftsentwicklung der Deutschen Telekom AG | 48
Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sind um 0,3 Mrd. € gesunken. Die Auszahlungen von Versorgungsansprüchen sowie der gestiegene beizulegende Zeitwert des mit den Verpflichtungen verrechneten Deckungsvermögens haben dabei den laufenden Dienstzeit- und Zinsaufwand sowie eine Erstattung aus dem Deckungsvermögen überkompensiert.

Die sonstigen Rückstellungen reduzierten sich um 0,2 Mrd. €. Im Vorjahr waren in Höhe von 0,4 Mrd. € Rückstellungen für den vorzeitigen Ruhestand für Beamte enthalten. Aufgrund der derzeit nicht erfolgten Verlängerung der gesetzlichen Regelung über 2024 hinaus, sind weitere Vorruhestandsprogramme für Beamte gegenwärtig nicht absehbar.

Die Finanzverbindlichkeiten lagen mit 10,7 Mrd. € um 1,3 Mrd. € über dem Niveau des Vorjahres, im Wesentlichen bedingt durch Aufnahme neuer Anleihen in Höhe von 1,7 Mrd. €. Gegenläufig wirkten Tilgungen von im Vorjahr ausgewiesenen Krediten in Höhe von 0,5 Mrd. €.

Der Rückgang der übrigen Verbindlichkeiten um insgesamt 5,6 Mrd. € resultierte im Wesentlichen aus Darlehensrückzahlungen an die Deutsche Telekom Towers Holding GmbH, Bonn, in Höhe von 6,3 Mrd. € sowie an die Deutsche Telekom International Finance B.V., Maastricht, in Höhe von 2,2 Mrd. €. Gegenläufig entwickelten sich die Verbindlichkeiten aus Cash Management. Insbesondere führte die im Rahmen des konzerninternen Cash Managements durchgeführte Darlehensrückzahlung an die Deutsche Telekom Towers Holding GmbH, Bonn, per Saldo zum Aufbau einer entsprechenden Verbindlichkeit in Höhe von 2,6 Mrd. €.

HGB-Kapitalflussrechnung

Deutsche Telekom AG in Mio. €

2024 2023 Veränderung 2022
Jahresüberschuss 20.627 9.095 11.532 3.994
Cashflow aus Geschäftstätigkeit 15.575 8.714 6.861 4.753
Cashflow aus Investitionstätigkeit (162) 47 (209) 1.614
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit (14.898) (7.473) (7.425) (6.659)
Nettoveränderungen der flüssigen Mittel 515 1.288 (773) (292)
Bestand der flüssigen Mittel am Anfang des Jahres 1.450 162 1.288 454
Bestand der flüssigen Mittel am Ende des Jahres 1.965 1.450 515 162

Der Cashflow aus Geschäftstätigkeit stieg im Vorjahresvergleich um 6,9 Mrd. € auf 15,6 Mrd. € und wurde hauptsächlich durch das Beteiligungsergebnis und die Veränderung der Salden des konzerninternen Cash Managements bestimmt. Der Anstieg ist insbesondere auf die Veränderung des Saldos aus Cash Management gegenüber der Deutsche Telekom Towers Holding GmbH, Bonn, um 6,3 Mrd. € zurückzuführen, welche durch die Zahlung des im Vorjahr durch die Deutsche Telekom AG vereinnahmten Verkaufserlöses für die Anteile an der GD Towers Holding GmbH, Bonn, hervorgerufen wurde.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit weist mit minus 0,2 Mrd. € einen leicht negativen Saldo aus, was einer Veränderung gegenüber dem Vorjahr um gleichfalls minus 0,2 Mrd. € entspricht. Die maßgeblichen Mittelzuflüsse resultierten aus erhaltenen Zinsen in Höhe von 1,1 Mrd. € sowie aus Rückzahlungen mittel- und langfristiger Darlehen durch Tochtergesellschaften in Höhe von 0,8 Mrd. €. Gegenläufig wirkten sich die Ausreichung eines kurzfristigen Darlehens an die Deutsche Telekom Holding B.V., Maastricht, in Höhe von 1,7 Mrd. € sowie der Erwerb von 6,7 Mio. Aktien an der T-Mobile US, Inc., Bellevue, für 0,6 Mrd. € im Rahmen der Ausübung von Festpreis-Optionen aus.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit veränderte sich gegenüber dem Vorjahr um 7,4 Mrd. € auf minus 14,9 Mrd. €. Er enthält im Berichtsjahr zu einem wesentlichen Teil Nettotilgungen finanzieller Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von 8,2 Mrd. €. Weiterhin resultiert er aus Dividendenzahlungen für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von 3,8 Mrd. €, Zinszahlungen in Höhe von 2,1 Mrd. € sowie Auszahlungen für Aktienrückkäufe in Höhe von 2,0 Mrd. €. Gegenläufig wirkten sich Nettoaufnahmen von Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 1,2 Mrd. € aus. Zusammen führte dies im Berichtsjahr zu einem Anstieg der flüssigen Mittel von 515 Mio. €.

Risiko-Management bei der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften

Wir setzen derivative Finanzinstrumente ein, um Zinsänderungs- und Währungsrisiken sowie sonstige Preisrisiken zu begrenzen, also nur zu Sicherungszwecken und nicht aus spekulativen Gründen. Dabei überprüfen wir regelmäßig die Wirksamkeit des Sicherungszusammenhangs.

Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 49
Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung

Allgemeine Informationen ESRS 2 – Allgemeine Angaben

Transparenz schaffen

Nachhaltigkeit steht für die Deutsche Telekom im Mittelpunkt ihres unternehmerischen Handelns. Wir berichten jährlich u. a. im zusammengefassten Lagebericht über unsere Fortschritte. Die Transparenzanforderungen zur unternehmerischen Nachhaltigkeit nehmen kontinuierlich zu. Mit Blick auf die zu erwartende Umsetzung der europäischen Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) in nationales Recht haben wir als global agierendes Unternehmen bereits bei der Erstellung der zusammengefassten Nachhaltigkeitserklärung (Nachhaltigkeitserklärung) den ersten Satz der European Sustainability Reporting Standards (ESRS) als Rahmenwerk für die Nachhaltigkeitserklärung des Konzerns zugrunde gelegt und vollständig angewendet. Die vorliegende Nachhaltigkeitserklärung enthält die Angaben nach § 315c HGB i.V.m. §§ 289c bis 289e HGB. Die Wesentlichkeitsanalyse wurde nach den Vorgaben der ESRS durchgeführt und geht damit über die handelsrechtlichen Anforderungen hinaus. Die vorliegende Nachhaltigkeitserklärung ist in die Abschnitte „Allgemeine Informationen“, „Umwelt“, „Soziales“ und „Governance“ unterteilt. Unter Anwendung der ESRS hat das Kriterium der „Wesentlichkeit“ eine zentrale Bedeutung und definiert die Inhalte, die in die Nachhaltigkeitsberichterstattung aufzunehmen sind.# Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung

Nach dem Prinzip der doppelten Wesentlichkeit stellen wir in den folgenden ESRS-Themenstandards unseren Umgang mit wesentlichen Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Gesellschaft und Umwelt sowie mit wesentlichen Risiken und Chancen, die die Deutsche Telekom entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette ermittelt hat, dar:

  • ESRS E1 – Klimawandel
  • ESRS E5 – Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
  • ESRS S1 – Eigene Belegschaft
  • ESRS S2 – Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette
  • ESRS S4 – Verbraucher und Endnutzer
  • ESRS G1 – Unternehmensführung

Zudem erfüllen wir die seit dem Berichtsjahr 2021 verpflichtenden Berichtsanforderungen in Bezug auf ökologisch nachhaltige Wirtschaftsaktivitäten gemäß der Verordnung (EU) 2020/852 des Europäischen Parlaments und Rates über die Einrichtung eines Rahmens zur Erleichterung nachhaltiger Investitionen und zur Änderung der Verordnung (EU) 2019/2088 (im Folgenden EU-Taxonomie).

Alle Angaben in der Nachhaltigkeitserklärung gelten, soweit nicht anders kenntlich gemacht, für den Konzern Deutsche Telekom, im Folgenden auch „wir“ und „uns“. Die inhaltliche Prüfung der Nachhaltigkeitserklärung obliegt dem Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG. Das Gremium wurde dabei von der Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft durch eine Prüfung mit begrenzter Sicherheit (Limited Assurance) unterstützt. Die beiden nichtfinanziellen Leistungsindikatoren „Energieverbrauch“ und „CO₂-Ausstoß“ (Scope 1 und 2) sind als steuerungsrelevante Leistungsindikatoren Teil der Prüfung mit hinreichender Sicherheit (Reasonable Assurance) des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Prüfungsgrundlage der Nachhaltigkeitserklärung ist der International Standard on Assurance Engagements (ISAE) 3000 (revised).

Um Dopplungen innerhalb des zusammengefassten Lageberichts zu vermeiden, verweisen wir an den geeigneten Stellen auf weiterführende Informationen in anderen Kapiteln. Verweise auf Angaben außerhalb des zusammengefassten Lageberichts bzw. des Konzernabschlusses sind weiterführende, über die gesetzlichen Anforderungen für die Nachhaltigkeitsberichterstattung hinausgehende Informationen und nicht Gegenstand der externen Prüfung.

Berücksichtigung der Deutschen Telekom AG in der Nachhaltigkeitserklärung

Die Deutsche Telekom AG ist als Mutterunternehmen gem. §§ 289b und 315b HGB dazu verpflichtet, eine nichtfinanzielle Erklärung sowie eine nichtfinanzielle Konzernerklärung abzugeben. Sie macht von der Möglichkeit Gebrauch, beide Berichte zusammenzufassen. Die nach § 289c HGB verpflichtenden Angaben der Deutschen Telekom AG sind in der Nachhaltigkeitserklärung enthalten und sofern notwendig kenntlich gemacht. Die nach § 289c Abs. 2 und 3 HGB geforderten Informationen der Deutschen Telekom AG sind demnach Teil der allgemeinen Angaben sowie der ESRS-Themenstandards der Nachhaltigkeitserklärung und lassen sich wie im nachfolgenden Abschnitt dargestellt überleiten.

Überleitung zu den ESRS

In Vorbereitung auf die Umsetzung der CSRD in nationales Recht hat die Deutsche Telekom bei der Erstellung der Nachhaltigkeitserklärung 2024 die ESRS freiwillig als Rahmenwerk verwendet. Neben dem sektorunabhängigen Standard „ESRS 2 – Allgemeine Angaben“ bestimmen die für die Deutsche Telekom wesentlichen ESRS-Themenstandards die Berichtsinhalte und lassen sich den fünf Aspekten nach § 315c Abs. 1 HGB i.V.m. § 289c Abs. 2 HGB zuordnen:

Aspekt nach § 315c Abs. 1 HGB i.V.m. § 289c Abs. 2 HGB Abbildung in ESRS-Themenstandards Ausgewählte Inhalte
Aspekt 1 – Umweltbelange ESRS E1 – Klimawandel Treibhausgas-Emissionen, Energieeffizienz sowie Ressourcenverbrauch
ESRS E5 – Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
Aspekt 2 – Arbeitnehmerbelange ESRS S1 – Eigene Belegschaft Leitlinien und Maßnahmen zu den Themen Arbeitsbedingungen, wie z. B. Gesundheit und Sicherheit oder sozialer Dialog sowie Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle
Aspekt 3 – Sozialbelange ESRS S1 – Eigene Belegschaft Dialogformate, Hinweisgebersysteme sowie der Schutz von Verbrauchern und Endnutzern
ESRS S2 – Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette
ESRS S4 – Verbraucher und Endnutzer
Aspekt 4 – Achtung von Menschenrechten ESRS S1 – Eigene Belegschaft Prozesse zur Einhaltung menschenrechtlicher und umweltbezogener Sorgfaltspflichten in der vorgelagerten Wertschöpfungskette und in der eigenen Geschäftstätigkeit, Arbeitsstandards bei Zulieferern
ESRS S2 – Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette
Aspekt 5 – Bekämpfung von Korruption ESRS G1 – Unternehmensführung Instrumente zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung

Die in den ESRS-Themenstandards nach den Anforderungen des HGBs beschriebenen Aspekte werden durch Informationen zu Strategien, Maßnahmen sowie Zielen und Kennzahlen ergänzt, die sich auf Auswirkungen, Risiken und Chancen unserer Geschäftstätigkeit beziehen. Eine Übersicht dieser Auswirkungen, Risiken und Chancen ist zu Beginn jedes Themenstandards unter „ESRS 2 SBM-3 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell“ zu finden.

Grundlagen für die Erstellung

Der folgende Index gibt die allgemeinen Angabepflichten des Standards „ESRS 2 – Allgemeine Angaben“ wieder.

ESRS-Index nach ESRS 2 IRO-2

Angabepflicht Bezeichnung mit Referenz
ESRS 2 Allgemeine Angaben
ESRS 2 BP-1 Allgemeine Grundlagen für die Erstellung der Nachhaltigkeitserklärung
ESRS 2 BP-2 Angaben im Zusammenhang mit konkreten Umständen
ESRS 2 GOV-1 Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane
ESRS 2 GOV-2 Informationen und Nachhaltigkeitsaspekte, mit denen sich die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane des Unternehmens befassen
ESRS 2 GOV-3 Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme
ESRS 2 GOV-4 Erklärung zur Sorgfaltspflicht
ESRS 2 GOV-5 Risikomanagement und interne Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung
ESRS 2 SBM-1 Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette
ESRS 2 SBM-2 Interessen und Standpunkte der Interessenträger
ESRS 2 SBM-3 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell (Nutzung Phase-in-Option für ESRS 2 SBM-3 §48e)
ESRS 2 IRO-1 Beschreibung des Verfahrens zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen
ESRS 2 IRO-2 In ESRS enthaltene von der Nachhaltigkeitserklärung des Unternehmens abgedeckte Angabepflichten

ESRS 2 BP-1 – Allgemeine Grundlagen für die Erstellung der Nachhaltigkeitserklärung

Diese Nachhaltigkeitserklärung wurde auf konsolidierter Basis erstellt. Der Kreis der in die konsolidierte Nachhaltigkeitserklärung einbezogenen Unternehmen umfasst grundsätzlich die Deutsche Telekom AG und ihre Tochterunternehmen. Die aus finanzieller Sicht als unwesentlich eingestuften Tochterunternehmen wurden hinsichtlich ihrer Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Gesellschaft und Umwelt analysiert und sind für die Nachhaltigkeitserklärung ebenfalls unwesentlich. Im Rahmen der Nachhaltigkeitserklärung beziehen wir sowohl unsere eigene Geschäftstätigkeit als auch die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette mit ein. Bei der Erstellung haben wir nicht von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, bestimmte Informationen, die sich auf geistiges Eigentum, Know-how oder die Ergebnisse von Innovation beziehen, auszulassen. Angaben zu bevorstehenden Entwicklungen oder sich in Verhandlungsphasen befindenden Angelegenheiten haben wir ebenfalls nicht ausgelassen.

ESRS 2 BP-2 – Angaben im Zusammenhang mit konkreten Umständen

Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht der Kennzahlen, die wir mithilfe von Schätzungen ermittelt haben und beschreibt die Grundlage für deren Erstellung sowie den daraus resultierenden Genauigkeitsgrad.

Schätzungen zur Wertschöpfungskette

Kennzahlen der vor- und/oder nachgelagerten Wertschöpfungskette Beschreibung der Grundlage für die Erstellung Beschreibung des daraus resultierenden Genauigkeitsgrads
Scope-3-Emissionen und Emissionsfaktoren Aufgrund fehlender Primärdaten, insbesondere in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette, und fehlender produktbezogener Emissionsfaktoren haben wir bei der Ermittlung der Treibhausgas-Emissionen (THG-Emissionen) auf Schätzungen zurückgegriffen. Emissionsfaktoren können nicht für jedes einzelne Produkt exakt bestimmt werden, daher kalkulieren wir mit einem Durchschnittswert in der vorgelagerten Wertschöpfungskette. Da nur in einigen Fällen Primärdaten von Lieferanten vorliegen, haben wir mit statistischen Sekundärdaten gearbeitet, wie es branchenübliches Verfahren ist. Wir greifen nur auf anerkannte Quellen von öffentlichen Stellen zurück. Software-Lösungen und die steigende Digitalisierung der Datenerhebung sichern unsere Berechnungsbasis ab. Der jährliche Abgleich der verwendeten Daten mit den öffentlichen Quellen und neuesten Erkenntnissen lassen die Datenqualität jährlich steigen. Insgesamt können wir eine sich immer weiter verbessernde Datenqualität sicherstellen. Vor dem Hintergrund von sehr komplexen Zusammenhängen in der Lieferkette sowie schwieriger Datenermittlung und Datenerstellung (Lebenszyklusanalyse) ist die jährliche Analyse ein fester Bestandteil der Kundengespräche und der Auswahl der Zulieferer. Hierfür werden u. a. Lebenszyklusanalysen, Umfragen sowie angepasste Emissionsfaktoren auf Basis von CDP-Daten berücksichtigt. Das Ziel ist die Reduzierung der Emissionen und die Verbesserung der Genauigkeit der Erhebung der Emissionsdaten zusammen mit den Zulieferern. Weitere Informationen zu den Berechnungshintergründen der Scope-3-Emissionen finden Sie in Abschnitt „ESRS E1-6 – THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen“.

Die folgende Tabelle zeigt eine Übersicht der Kennzahlen, bei denen eine hohe Messunsicherheit besteht. Sie gibt ebenfalls Aufschluss über die Quellen dieser Messunsicherheiten.# Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung

Quellen für Schätzungen und Ergebnisunsicherheit

Kennzahlen, die einem hohen Maß an Messunsicherheit unterliegen

Informationen über die Quellen für Messunsicherheiten

Annahmen, Näherungswerte und Beurteilungen, die der Messung zugrunde gelegt wurden

Ressourcenzuflüsse: Glasfaser und Antennen
Da Angaben über das verwendete Gewicht von Glasfaser und Antennen bekannt sind, jedoch auf Komponentenebene nicht praktikabel erfasst werden können, arbeiten wir mit Durchschnittswerten und Hochrechnungen und nehmen Clusterungen vor, um das Gewicht effizient zu bestimmen. Bei der Datenerfassung zu Glasfaser-Kabeln und Mobilfunk-Antennen arbeiten wir mit historienbasierten Durchschnittswerten. Diese basieren bei Kabeln auf Angaben zur Gesamtlänge der eingekauften Kabel und dem durchschnittlichen Gewicht pro Längeneinheit. Zur Berechnung des Gesamtgewichts der Antennen multiplizieren wir die Anzahl der Antennen mit dem durchschnittlichen Gewicht pro Stück. Bei der Datenerfassung sowohl für Kabel als auch für Antennen nutzen wir jeweils zwei Gewichtskategorien, um die Gewichte unterschiedlicher Kabel- und Antennentypen pro Einheit möglichst präzise zu bewerten.

Einsatz von nachhaltig beschafften biologischen Materialien für den Ausbau und die Instandhaltung der Netzinfrastruktur
Da hierzu keine Informationen von Herstellern vorliegen, handelt es sich um eine Schätzung auf Basis von Erfahrungswerten der vergangenen Jahre. Die Genauigkeit der Schätzung ist eingeschränkt. Bei der Zertifizierung von Verpackungen orientieren wir uns hauptsächlich an Zertifikaten für verantwortungsvolle Forstwirtschaft, z. B. an dem international anerkannten Zertifikat des Forest Stewardship Council (FSC). Aufgrund des im Verhältnis zum Gesamtgewicht relativ geringen Gewichts der Verpackungen liegt der Anteil eingesetzter biologischer Materialien geschätzt bei 5 % des Gesamtgewichts.

Einsatz von recycelten Materialien in Verpackungen, Komponenten und Materialien der Netztechnik
Der Genauigkeitsgrad der Schätzung ist als gering einzustufen, da die Anteile von Herstellern nicht ausgewiesen werden und die Schätzung annahmenbasiert auf Erfahrungswerten der vergangenen Jahre erfolgt. Der Recyclinganteil bei Verpackungen liegt schätzungsweise bei 15 % des Gesamtgewichts.

Die folgende Übersicht gibt Auskunft über die Informationen, die wir mittels Verweis aufnehmen.

Aufnahme von Informationen mittels Verweis

Angabepflicht (Datenpunkte) Verweis, Kapitel
ESRS 2 GOV-5 Risikomanagement und interne Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung (§ 36 a, b, d, e) Risiko- und Chancen-Management
ESRS 2 GOV-1 – Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane Governance

ESRS 2 GOV-1 – Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane

Vorstand und Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen und stehen in regelmäßigem Austausch. Der Vorstand stimmt die strategische Ausrichtung mit dem Aufsichtsrat ab und wirkt auf deren Umsetzung im Konzern im Rahmen des geltenden Rechts und der bestehenden gesellschaftsrechtlichen Einflussmöglichkeiten hin. Dabei sind und bleiben lokale Anpassungen in unseren Landesgesellschaften möglich. Indem wir – sofern rechtlich möglich – Mindeststandards in unsere konzernweiten Richtlinien integrieren, z. B. im Menschenrechtskodex, legen wir einen einheitlichen strategischen Rahmen fest. In regelmäßigen Abständen erörtern Vorstand und Aufsichtsrat den Stand der Strategieumsetzung.

Die Geschäftsverteilung des Vorstands der Deutschen Telekom AG sah zum 31. Dezember 2024 acht Vorstandsbereiche vor. Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG überwacht die Geschäftsführung des Vorstands und berät ihn. Er setzt sich aus 20 Mitgliedern zusammen: Zehn vertreten die Anteilseigner, zehn die Arbeitnehmenden. Die Vorstandsmitglieder verfügen über die relevante Erfahrung, um ihre Funktion ausüben zu können. In seiner Gesamtheit soll der Vorstand insbesondere langjährige Erfahrung in den Bereichen Telekommunikationswirtschaft, Technik, Innovation, Finanzen, Digitalisierung, Personalführung sowie Recht und Compliance aufweisen. Für die Mitglieder des Vorstands galt bis zum 26. Januar 2025 grundsätzlich eine Altersgrenze von 65 Jahren. Kein Vorstandsmitglied überschreitet diese Grenze derzeit. Ab dem 27. Januar 2025 gilt für die Mitglieder des Vorstands grundsätzlich eine Altersgrenze von 67 Jahren. Mit Blick auf die internationale Ausrichtung des Konzerns ist es unser Anspruch, dass mindestens ein Mitglied mit internationalem Hintergrund im Vorstand vertreten ist. Auch die Aufsichtsratsmitglieder verfügen über Erfahrungen, die für unseren Sektor, unsere Produkte und die geografischen Orte, an denen wir tätig sind, erforderlich sind. In seiner Gesamtheit soll der Aufsichtsrat insbesondere über Erfahrungen aus den für die Deutsche Telekom wichtigen Geschäftsfeldern, insbesondere im Telekommunikations- und Infrastrukturbereich, sowie über Erfahrungen im Bereich Strategie, Finanzen, Kontrolle, Innovation, ESG und Personal verfügen.

Die folgende Tabelle zeigt die Geschlechterdiversität des Vorstands und Aufsichtsrats der Deutschen Telekom AG.

31.12.2024 31.12.2023
Anteil der Frauen im Vorstand der Deutschen Telekom AG 37,5 37,5
Anteil der Frauen im Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG 45 45

Nach Einschätzung der Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat sind zum 31. Dezember 2024 sämtliche Mitglieder der Anteilseignerseite unabhängig im Sinne des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) (100 %).

Zusammensetzung des Vorstands und des Aufsichtsrats zum 31. Dezember 2024

Gremium Mitglieder Gremium Mitglieder
Vorstand Timotheus Höttges Aufsichtsrat Dr. Frank Appel
Dr. Ferri Abolhassan Odysseus D. Chatzidis
Birgit Bohle Eric Daum
Srini Gopalan Constantin Greve
Dr. Christian P. Illek Katja Hessel
Thorsten Langheim Lars Hinrichs
Dominique Leroy Dr. Helga Jung
Claudia Nemat Dagmar P. Kollmann
Steffi Kreusel Harald Krüger
Dr. Reinhard Ploss Kerstin Marx
Christoph Schmitz-Dethlefsen Susanne Schöttke
Karin Topel Nicole Seelemann-Wandtke
Karl-Heinz Streibich
Margret Suckale
Stefan B. Wintels

Der Vorstand bewertet, steuert bzw. monitort die im Rahmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse identifizierten Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Gesellschaft und Umwelt sowie Risiken und Chancen. Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Umsetzung. Dazu hat er u. a. einen Prüfungs- und Finanzausschuss sowie einen Strategie-, ESG- und Innovationsausschuss eingerichtet.

Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG erhält regelmäßig Informationen über die Corporate-Responsibility-Strategie (CR-Strategie), deren Umsetzung sowie wesentliche Kennzahlen. Zudem ist der Aufsichtsrat in verschiedene Ausschüsse aufgegliedert. Während der Prüfungs- und Finanzausschuss die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und Risiko-Management-Systems sowie die Nachhaltigkeitsberichterstattung und deren Prüfung überwacht, befasst sich der Strategie-, ESG- und Innovationsausschuss u. a. mit den Aktivitäten der Gesellschaft in den Bereichen Umwelt, Soziales und Governance (ESG) und der Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie.

Der Vorstand der Deutschen Telekom AG verabschiedet konzernweite nachhaltigkeitsbezogene Regelungen und strategische Vorgaben. Er wird regelmäßig durch Vertretungen der Geschäftsfelder über Status und Fortschritte bei der Umsetzung der CR-Strategie sowie über den Status der Ziele und der dazugehörigen Maßnahmen informiert. Der Bereich Group Corporate Responsibility (GCR) ist ein zentrales Kompetenzzentrum für die Strategie, strategische Richtlinien und Projekte, fachliche und prozessuale Beratung, externes Reporting und Stakeholder-Management von Nachhaltigkeitsthemen. Die Segmentgeschäftsleitungen verantworten die Umsetzung von Strategie, Vorgaben und Zielen in den Segmenten, berichten dazu an den Vorstand und konkretisieren die CR-Strategie entsprechend den Erfordernissen des Geschäfts. Die Geschäftsleitungen der Konzerngesellschaften verantworten die Umsetzung von Strategie, Vorgaben und Zielen in den Konzerngesellschaften, berichten dazu an das eigene Segment und konkretisieren ebenfalls die CR-Strategie.

Verfahren, Kontrollen und Vorgänge zur Überwachung, Verwaltung und Beaufsichtigung von nachhaltigkeitsbezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen liegen nicht nur bei einer bestimmten Position oder einem Ausschuss im Unternehmen. Vielmehr sind sie Teil des Regelprozesses des konzernweiten Risiko- und Chancen-Managements. Der Konzern-Risikobericht, in dem die wichtigen Risiken dargestellt sind, wird vierteljährlich für den Vorstand erstellt. Auch der Prüfungs- und Finanzausschuss des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom AG befasst sich in seinen Sitzungen mit diesem Bericht. Darüber hinaus informiert der Vorstand den Aufsichtsrat über die nachhaltigkeitsbezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen des Konzerns. Zur Sicherstellung der Korrektheit der Finanzberichterstattung hat die Deutsche Telekom konzernweit ein internes Kontrollsystem (IKS) etabliert. Die Wirksamkeit aller Kontrollen wird jährlich Telekom-intern geprüft. | Weitere Informationen zu unserem integrierten Kontroll- und Überwachungssystem finden Sie im Kapitel „Governance und sonstige Angaben“.

Der Aufsichtsrat überwacht die Festlegung von Zielen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und die Fortschritte bei der Erreichung dieser Ziele, indem er beides fortlaufend monitort, bewertet und sich über die Fortschritte regelmäßig von GCR informieren lässt.# Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung

ESRS 2 GOV-2 – Informationen und Nachhaltigkeitsaspekte, mit denen sich die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane des Unternehmens befassen

Die Verantwortung für GCR liegt im Bereich des Vorstandsvorsitzenden. Quartalsweise informiert GCR den Vorstand mit dem Group Performance Report über den Status der wichtigsten Nachhaltigkeitsindikatoren. Darüber hinaus findet in einem sog. Sustainability Business Review ein tiefergehender Austausch der Vorstandsmitglieder über diese Indikatoren und über die Entwicklungen im Konzern statt. Zudem dient das Global CR-Board als konzernweites Steuerungsgremium und vorbereitende Instanz für den Vorstand. Im Jahresverlauf unterrichtet GCR den Aufsichtsrat ebenfalls regelmäßig über die CR-Strategie und den Fortschritt ihrer Umsetzung sowie über neue nachhaltigkeitsbezogene Anforderungen an den Aufsichtsrat.

Aufgrund ihrer ausgewiesenen Expertise und beruflichen Erfahrungen im Bereich ESG, insbesondere durch Verantwortung bei einem DAX-Unternehmen (einschließlich Leitung des Corporate Sustainability Boards) und auf Verbandsebene (Ausschussvorsitz beim Verband der Chemie, VCI), wurde Margret Suckale vom Aufsichtsrat als ESG-Expertin benannt, um ein besonderes Augenmerk auf die nachhaltigkeitsbezogenen Themen und Bereiche des Konzerns zu legen. Darüber hinaus bildet sich Frau Suckale fortlaufend zum Themengebiet ESG fort. Zudem wurde im Berichtsjahr der Strategie-, ESG- und Innovationsausschuss des Aufsichtsrats eingerichtet. Ergänzend schulen die GCR-Experten den Aufsichtsrat in Bezug auf Nachhaltigkeitsaspekte. Auch der Vorstand wird durch GCR zu Nachhaltigkeitsaspekten informiert. Dabei berücksichtigen wir unsere wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen und befähigen unseren Vorstand und Aufsichtsrat, Nachhaltigkeitsaspekte angemessen zu überwachen.

Die Wahrnehmung und Einhaltung unserer Sorgfaltspflichtenprozesse liegen in der Verantwortung des Vorstands der Deutschen Telekom AG und der jeweiligen Geschäftsleitungen der Konzerngesellschaften. Eine regelmäßige und/oder anlassbezogene interne Berichterstattung zu menschenrechts- und umweltbezogenen Ergebnissen in Entscheidungsgremien (z. B. bei Geschäftsleitungen) soll dafür sorgen, dass stets informierte Entscheidungen getroffen werden können.

Vorstand und Aufsichtsrat sind im Berichtsjahr durch GCR über die Ergebnisse der doppelten Wesentlichkeitsanalyse sowie über die identifizierten nachhaltigkeitsbezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen informiert worden und haben diese diskutiert. Der Aufsichtsrat und der Vorstand der Deutschen Telekom AG berücksichtigen die wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen bei der Überwachung der Strategie, den Entscheidungen des Unternehmens über wichtige Transaktionen sowie dem Risiko-Management-Prozess durch das Risiko- und Chancen-Management.

Kompromisse im Zusammenhang mit unseren Auswirkungen, Risiken und Chancen werden nur eingegangen, sofern es keine gesetzlichen Verstöße gibt und gleichzeitig alle relevanten Kodizes und Nachhaltigkeitsziele eingehalten werden. Im Falle von Abweichungen zur Konzernstrategie wird darüber berichtet. Wir führen entsprechende Maßnahmen durch, um unsere negativen Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt zu mildern. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich im Berichtsjahr mit allen wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen befasst. Eine Auflistung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen ist unter den Angabepflichten zu SBM-3 in den jeweiligen Themenstandards zu finden.

ESRS 2 GOV-3 – Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme

Das Vergütungssystem der Aufsichtsratsmitglieder wird der Hauptversammlung der Deutschen Telekom AG bei wesentlichen Änderungen, mindestens jedoch alle vier Jahre zur Beschlussfassung vorgelegt. Das Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands wird zunächst durch den Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG verabschiedet. Bei wesentlichen Änderungen bzw. mindestens alle vier Jahre hat die Hauptversammlung das Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder ebenfalls zu billigen.

Während sich die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats lediglich aus einer festen Grundvergütung, Ausschussvergütung und Sitzungsgeldern zusammensetzt, sieht das Vergütungssystem der Vorstandsmitglieder neben der Grundvergütung auch ein- und mehrjährige variable Vergütungskomponenten vor, deren Zielerreichung sich sowohl an finanziellen als auch an nichtfinanziellen Leistungsindikatoren orientiert. Im Folgenden sollen lediglich die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren der variablen Vergütungsinstrumente der Vorstandsmitglieder betrachtet werden.

Ausführliche Informationen zu den finanziellen Leistungsindikatoren der einzelnen Vergütungskomponenten und zu den weiteren hier nicht näher beleuchteten Vergütungsbestandteilen des Vergütungssystems der Vorstandsmitglieder sowie zum Vergütungssystem der Aufsichtsratsmitglieder können dem separaten Vergütungsbericht und den Vergütungssystemen entnommen werden.

Kurzfristige variable Vergütung (STI)

Die einjährige variable Vergütung (Short Term Incentive, STI) der Vorstandsmitglieder beinhaltet die nichtfinanziellen ökologischen Leistungsindikatoren „Energieverbrauch“ und „CO 2 -Ausstoß“ (Scope 1 und 2). Sie machen ein Drittel des gesamten Zielbetrags (vor Anwendung des sog. Performancefaktors) aus und werden dabei jeweils mit 50 % gewertet. Die beiden ökologischen Leistungsindikatoren gelten seit 2022 auch für unsere Führungskräfte (außerhalb der T-Mobile US) sowie alle außertariflichen Mitarbeiter in Deutschland.

Vor Beginn eines Geschäftsjahres leitet der Aufsichtsrat die Ziel- und Schwellenwerte für diese Leistungsindikatoren aus der Unternehmensplanung ab. Der 100 %-Zielwert entspricht dabei dem Budgetwert aus der Planung. Jeder einzelne Zielparameter kann eine Zielerreichungsausprägung zwischen 0 % und 150 % annehmen.

Mit dem Leistungsindikator „Energieverbrauch“ dokumentieren wir den Energieverbrauch für den Betrieb unseres eigentlichen Geschäftsmodells. Die Vorstandsmitglieder sollen in ihrem Verhalten dahingehend incentiviert werden, dass der Energieverbrauch, der umweltbelastend wirkt, mittelfristig mindestens stabil bleibt (2027 gegenüber 2023, Deutsche Telekom ohne T-Mobile US). Dieses Ziel wird unterstützt durch Programme und Investitionen in Energieeinsparmaßnahmen für alle Energieträger, durch die Optimierung der Infrastruktur sowie durch den Einsatz innovativer Technologiekomponenten.

Der Leistungsindikator „CO 2 -Ausstoß“ (Scope 1 und 2) soll die Vorstandsmitglieder zu einer nachhaltigen Verankerung von Grünstrom sowie einer Verbrauchsoptimierung bei Gebäuden und der sukzessiven Umstellung der im Konzern eingesetzten Fahrzeugflotte von fossilen Brennstoffen auf emissionsfreie oder -arme Antriebsformen motivieren.

Bei beiden Nachhaltigkeitszielen wurde das Ambitionsniveau und die Zielerreichung im Rahmen der kurzfristigen variablen Vergütung ohne T-Mobile US ermittelt. Dies ist dem Umstand geschuldet, dass zum einen in den USA das 5G-Netz in ländlichen Gebieten sehr intensiv ausgebaut wird und dies zu einem steigenden Stromverbrauch führt. Diesen Verbrauch deckt T-Mobile US wie der Konzern seit 2021 vollständig aus erneuerbaren Energiequellen. Zum anderen sind die Scope-1-Emissionen von T-Mobile US Schwankungen durch nicht planbare Naturkatastrophen und dem damit verbundenen temporären Einsatz von u. a. Dieselgeneratoren zur Wiederherstellung und Sicherstellung beschädigter Netzinfrastruktur ausgesetzt. Der besonderen nationalen Situation in diesem wichtigen Markt soll Rechnung getragen werden. Deshalb wurde entschieden, T-Mobile US im Rahmen der kurzfristigen variablen Vergütung in den Nachhaltigkeitszielen nicht zu berücksichtigen. So soll die richtige Anreizwirkung für den Vorstand zugunsten einer nachhaltigen Geschäftsentwicklung bei gleichzeitiger Sicherstellung eines stabilen Netzbetriebs gewährleistet werden. Eine konzernweite, jährliche Ambition für die Leistungsindikatoren „Energieverbrauch“ und „CO 2 -Ausstoß“ (Scope 1 und 2) wird wie bisher inklusive eines Zielwerts für T-Mobile US gesetzt, gesteuert und berichtet.

Mehrjährige variable Vergütung (LTI)

Im Rahmen der mehrjährigen variablen Vergütung (Long Term Incentive, LTI) der Vorstandsmitglieder hat der Aufsichtsrat entschieden, neben den finanziellen Leistungsindikatoren ROCE und bereinigtes Ergebnis je Aktie (EPS), die nichtfinanziellen sozialen Leistungsindikatoren Kundenzufriedenheit und Mitarbeiterzufriedenheit im Vergütungssystem zu verankern, um sicherzustellen, dass sich der Vorstand angemessen für die Belange der Kunden und Mitarbeiter einsetzt (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US).

Der LTI ist aktienbasiert ausgestaltet und hat eine Laufzeit von vier Jahren. Zu Planbeginn des LTI wird der Teilnahmebetrag eines Vorstandmitglieds in virtuelle Aktien (Phantom Shares) der Gesellschaft umgerechnet und gleichmäßig auf jedes der vier Planjahre aufgeteilt.

Die beiden Leistungsindikatoren Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit haben dabei jeweils einen Anteil von 25 % am LTI und können eine Zielerreichungsausprägung zwischen 0 % und 150 % annehmen. Zur Messung der Kundenzufriedenheit wird dabei auf die weltweit anerkannte TRI*M-Methodik zurückgegriffen. Für die Messung der Mitarbeiterzufriedenheit wertet der Aufsichtsrat aus seiner Sicht besonders relevante Fragen im Rahmen der unterjährig durchgeführten Pulsbefragungen sowie der alle zwei Jahre stattfindenden Mitarbeiterbefragung (MAB) aus.

Weitere Informationen zu unseren nichtfinanziellen Leistungsindikatoren Mitarbeiterzufriedenheit (Engagement-Score) und Kundenzufriedenheit (TRI*M-Index) finden Sie im Kapitel „Konzernsteuerung“.

ESRS 2 GOV-4 – Erklärung zur Sorgfaltspflicht

Die folgende Übersicht zeigt, wie und an welchen Stellen in der Nachhaltigkeitserklärung die wichtigsten Aspekte und Schritte des Verfahrens zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht berücksichtigt werden.# Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Übersicht der wichtigsten Aspekte und Schritte des Verfahrens zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht in der Nachhaltigkeitserklärung

Kernelemente des Verfahrens zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht Abschnitte in der Nachhaltigkeitserklärung
Einbindung der Sorgfaltspflicht in Governance, Strategie und Geschäftsmodell ESRS 2 GOV-2 – Informationen und Nachhaltigkeitsaspekte, mit denen sich die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane des Unternehmens befassen
ESRS 2 GOV-3 – Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme
ESRS 2 SBM-3 E1 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell
ESRS 2 SBM-3 E5 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell
ESRS 2 SBM-3 S1 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell
ESRS 2 SBM-3 S2 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell
ESRS 2 SBM-3 S4 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell
ESRS 2 SBM-3 G1 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell
Einbindung betroffener Interessens- träger in alle wichtigen Schritte der Verfahren zur Erfüllung der Sorgfalts- pflicht ESRS 2 GOV-2 – Informationen und Nachhaltigkeitsaspekte, mit denen sich die Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane des Unternehmens befassen
ESRS 2 SBM-2 – Interessen und Standpunkte der Interessenträger
ESRS 2 IRO-1 – Beschreibung des Verfahrens zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen
ESRS E1-2 – Leitlinien im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel
ESRS E5-1 – Leitlinien im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
ESRS S1-1 – Leitlinien im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft
ESRS S2-1 – Leitlinien im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette
ESRS S4-1 – Leitlinien im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern
ESRS G1-1 – Leitlinien in Bezug auf Unternehmensführung und Unternehmenskultur
Ermittlung und Bewertung negativer Auswirkungen ESRS 2 IRO-1 (einschließlich Anwendungsanforderungen in Bezug auf spezifische Nachhaltigkeitsaspekte in den einschlägigen ESRS)
ESRS 2 SBM-3 E1 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell
ESRS 2 SBM-3 E5 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell
ESRS 2 SBM-3 S1 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell
ESRS 2 SBM-3 S2 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell
ESRS 2 SBM-3 S4 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell
ESRS 2 SBM-3 G1 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell
Maßnahmen gegen diese negativen Auswirkungen ESRS E1-3 – Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimastrategien
ESRS E5-2 – Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
ESRS S1-4 – Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen und Ansätze
ESRS S2-4 – Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen und Ansätze
ESRS S4-4 – Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf Verbraucher und Endnutzer und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen und Ansätze
ESRS G1-3 – Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung
Nachverfolgung der Wirksamkeit dieser Bemühungen und Kommunikation
Ziele: ESRS E1-4 – Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel
ESRS E5-3 – Ziele im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
ESRS S1-5 – Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen
ESRS S2-5 – Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen
ESRS S4-5 – Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen
Kennzahlen: ESRS E1-5 – Energieverbrauch und Energiemix
ESRS E1-6 – THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen
ESRS E1-7 – Treibhausgas-Entnahmen und Projekte zur Verringerung von Treibhausgasen, finanziert über Treibhausgas-Zertifikate
ESRS E1-8 – Interne CO 2 -Bepreisung
ESRS E5-4 – Ressourcenzuflüsse
ESRS E5-5 – Ressourcenabflüsse
ESRS S1-6 – Merkmale der Beschäftigten des Unternehmens
ESRS S1-8 – Tarifvertragliche Abdeckung und sozialer Dialog
ESRS S1-9 – Diversitätskennzahlen
ESRS S1-12 – Menschen mit Behinderungen
ESRS S1-14 – Kennzahlen für Gesundheitsschutz und Sicherheit
ESRS S1-16 – Vergütungskennzahlen (Verdienstunterschiede und Gesamtvergütung)
ESRS S1-17 – Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten

ESRS 2 GOV-5 – Risikomanagement und interne Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung

Das Risiko-Management und die internen Kontrollen der Nachhaltigkeitsberichterstattung sind Teil des Risiko-Management-Prozesses der Deutschen Telekom. Grundsätzlich bewerten wir alle nachhaltigkeitsrelevanten Risiken und Chancen in unserem Risiko- und Chancen-Management-System und beziehen dabei auch solche ein, die in Bezug auf das Verfahren der Nachhaltigkeitsberichterstattung bestehen. Im Berichtsjahr wurden diesbezüglich keine Risiken identifiziert. Dennoch gibt es innerhalb des internen Kontrollsystems fortlaufend Kontrollen, die den konzernweiten, IT-gestützten Erhebungsprozess von ESG-Daten der Themenstandards ESRS E1, E5 und S4 adressieren.

Eine genauere Beschreibung des Risiko-Management-Prozesses finden Sie im Kapitel „Risiko- und Chancen-Management“. Die verschiedenen vom Vorstand implementierten Systeme (insbesondere das interne Kontrollsystem und das Risiko- und Chancen-Management-System einschließlich des Compliance-Management-Systems) zur Risikoerfassung und Risikomitigation arbeiten dabei in einem sich gegenseitig ergänzenden Kontroll- und Überwachungssystem zusammen und unterliegen dabei der Prüfung durch die Interne Revision.

Das IKS unterstützt die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Vorstands. Dazu zählen das Erreichen der Geschäftsziele, die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung sowie die Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften und Regelungen. Dabei werden auch Nachhaltigkeitsaspekte, wie die Nachhaltigkeitsberichterstattung, berücksichtigt, die auf Basis der regulatorischen Vorgaben fortlaufend weiterentwickelt werden. Die regelmäßige Überprüfung der Wirksamkeit erfolgt im Vier-Augen-Prinzip und je nach Risikoexposition der Kontrolle innerhalb der Fachabteilung, abteilungsübergreifend oder (zusätzlich) durch die Interne Revision. Ziel ist es, Kontrolllücken sowie nicht funktionsfähige Kontrollen zu identifizieren, insbesondere die Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung zu analysieren sowie geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten und nachzuhalten. Der Abschluss des IKS-Prozesses findet im Rahmen kaskadierter Freigaben beginnend bei den Funktionsverantwortlichen in den Gesellschaften, über die lokalen Finanzdirektoren und Geschäftsführer bis in den Konzern statt. Der IKS-Lenkungsausschuss unter Beteiligung der wichtigsten Funktionsverantwortlichen des Konzerns würdigt anschließend die Ergebnisse und spricht Empfehlungen an den Vorstand aus. Auf dieser Basis entscheidet der Vorstand zweimal jährlich über die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS. Der Prüfungs- und Finanzausschuss wird mindestens dreimal jährlich ausführlich über Status und Ergebnisse des IKS-Prozesses informiert und diskutiert die Ausrichtung des IKS mit dem Management und den Abschlussprüfern. Dessen ungeachtet gibt es inhärente Beschränkungen jedes IKS. Kein Kontrollsystem – auch wenn es als angemessen und wirksam beurteilt wurde – kann sicherstellen, dass alle relevanten Kontrollrisiken aufgedeckt sowie vollständig und effektiv über Kontrollen adressiert werden.

Weitere Informationen zu unserem integrierten Kontroll- und Überwachungssystem finden Sie im Kapitel „Governance und sonstige Angaben“.

Strategie

ESRS 2 SBM-1 – Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette

Unser Konzern ist in fünf operative Segmente sowie das Segment Group Headquarters & Group Services gegliedert, die wir nachfolgend erläutern:

Unser operatives Segment Deutschland umfasst sämtliche Aktivitäten des Festnetz- und Mobilfunk-Geschäfts für Privat- und Geschäftskunden mit eigenen Vertriebsgesellschaften in Deutschland, um einen kundenzentrierten Vertriebsangang zu ermöglichen. Im Wholesale-Geschäft werden Telekommunikationsvorleistungen für andere Telekommunikationsunternehmen erbracht.

Unser operatives Segment USA umfasst sämtliche Mobilfunk-Aktivitäten auf dem US-amerikanischen Markt.# Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung

Das Mobilfunk-Angebot umfasst verschiedene Tarife für Privat- und Geschäftskunden sowie mobile Endgeräte. Neben Mobilfunk-Diensten stellt T-Mobile US auch eine Lösung für Highspeed-Internet auf Basis ihres landesweiten 5G-Netzes bereit.

Unser operatives Segment Europa umfasst sämtliche Festnetz- und Mobilfunk-Aktivitäten der Landesgesellschaften in Griechenland, Ungarn, Polen, der Tschechischen Republik, Kroatien, der Slowakei, Österreich, Nordmazedonien und Montenegro. Wir sind in diesen Ländern integrierter Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen. In Rumänien konzentrieren wir uns auf Mobilfunk-Aktivitäten. Neben dem klassischen Festnetz- und Mobilfunk- Geschäft mit Privat- und Geschäftskunden bieten die meisten Landesgesellschaften auch ICT-Lösungen für Geschäftskunden an.

Unser operatives Segment Systemgeschäft bietet im Kernmarkt Deutschland, Österreich und Schweiz (DACH) unter der Marke „T-Systems“ auf Geschäftskunden ausgerichtete ICT-Services an. T-Systems adressiert ihr Produkt-Portfolio v. a. in den ICT-Wachstumsfeldern Beratung, Cloud Services und Digitalisierung. Sicherheitslösungen sowie Vernetzung sind dabei integrale Bestandteile des Angebots, ergänzt um strategische Partnerschaften.

Unser operatives Segment Group Development hat das Ziel, Einheiten bzw. Beteiligungen aktiv zu steuern und wertsteigernd zu entwickeln – ihnen soll das nötige Maß an unternehmerischer Freiheit eingeräumt und so ihre strategische Weiterentwicklung gefördert werden.

Group Headquarters & Group Services umfasst alle Konzerneinheiten, die nicht direkt einem der operativen Segmente zugeordnet sind, sowie unseren Vorstandsbereich „Technologie und Innovation“, in dem die übergreifenden Funktionen Technologie, Innovation, IT und Security unserer operativen Segmente Deutschland, USA, Europa und Systemgeschäft zusammengefasst sind.

Weiterführende Informationen zu unserer Geschäftstätigkeit und Segmentstruktur finden Sie im Kapitel „Konzernstruktur“.

Von den dargestellten Segmenten tragen die operativen Segmente Deutschland, USA, Europa und Systemgeschäft wesentlich zur Nachhaltigkeitsentwicklung des Konzerns bei. Die Deutsche Telekom AG übernimmt als Konzernzentrale strategische und segmentübergreifende Steuerungsaufgaben und erbringt Dienstleistungen an andere Konzerngesellschaften.

Zahl der Beschäftigten nach geografischen Gebieten in FTE

31.12.2024 31.12.2023
Deutschland 74.550 78.600
International 123.644 121.052
Gesamtzahl der Beschäftigten 198.194 199.652
davon: übrige EU 48.169 48.305
davon: Europa außerhalb EU 2.105 2.174
davon: Nordamerika 65.355 62.902
davon: übrige Welt 8.015 7.672

Beitrag der Segmente zum Konzernumsatz in Mio. €

2024 2023
Deutschland 25.711 25.187
USA 75.046 72.436
Europa 12.347 11.790
Systemgeschäft 4.004 3.896
Group Development 10 115
Group Headquarters & Group Services 2.226 2.305
Intersegmentumsatz (3.575) (3.744)
Konzernumsatz 115.769 111.985

Nachhaltigkeitsziele

Nr. Ziel Geltungsbereich nach geografischen Gebieten
1 Umwelt
1.1 Klimawandel
1.1.1 Bis Ende 2025 werden wir bei unseren eigenen Emissionen (Scope 1 und 2) klimaneutral. Dazu werden wir weltweit die Emissionen aus unserer eigenen Geschäftstätigkeit um bis zu 95 % im Vergleich zu 2017 reduzieren. Die verbleibenden Emissionen unseres CO₂e-Fußabdrucks werden wir durch hochwertige Offsetting-Maßnahmen neutralisieren. konzernweit/global
1.1.2 Reduktion der CO₂e-Emissionen über die Scopes 1–3 bis 2030 um 55 % gegenüber 2020 konzernweit/global
1.1.3 Bis 2040 werden wir im Vergleich zu 2020 unsere Emissionen über die gesamte Wertschöpfungskette um 90 % absolut reduzieren und Netto-Null-Emissionen erreichen. konzernweit/global
1.2 Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
1.2.1 Bis 2030 wollen wir bei Technik und Endgeräten nahezu komplett kreislauffähig sein (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US). Europa (inkl. Deutschland) und global für das Segment Systemgeschäft
2 Soziales
2.1 Eigene Belegschaft
2.1.1 Erhöhung des Frauenanteils in Management-Positionen auf 30 % bis Ende 2025 konzernweit/global
2.2 Verbraucher/Endnutzer
2.2.1 >80 Mio. Menschen (ESG KPI „Beneficiaries – Digital Society“: kumuliert im Zeitraum 2024 bis 2027), die von dem sozialen Engagement der Deutschen Telekom im Bereich Digital Society profitieren konzernweit/global

Die folgende Tabelle zeigt die Bewertung der derzeit wichtigsten Produkte und Dienstleistungen sowie bedeutender Märkte und Kundengruppen in Hinblick auf die Nachhaltigkeitsziele der Deutschen Telekom.

Bewertung der wichtigsten Produkte und Dienstleistungen, Märkte und Kundengruppen in Hinblick auf die Nachhaltigkeitsziele

Kundengruppen Produkte und Dienstleistungen Deutschland (inkl. Systemgeschäft) Europa (exkl. Deutschland; inkl. Systemgeschäft) Nordamerika (inkl. Systemgeschäft) Nachhaltigkeitsziel (Nr.)
Privatkunden Mobilfunk x x x 1.1.1, 1.1.2, 1.1.3, 1.2.1 (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US), 2.2.1
Festnetz x x 1.1.1, 1.1.2, 1.1.3, 1.2.1, 2.2.1
TV x x H1 2024 (beendet) 1.1.1, 1.1.2, 1.1.3, 1.2.1 (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US)
Geschäftskunden: KMU (kleine und mittlere Unternehmen) Mobilfunk x x x 1.1.1, 1.1.2, 1.1.3, 1.2.1 (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US), 2.2.1
Festnetz x x 1.1.1, 1.1.2, 1.1.3, 1.2.1, 2.2.1
Cloud x x x 1.1.1, 1.1.2, 1.1.3, 1.2.1 (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US)
Security x x x 1.1.1, 1.1.2, 1.1.3
Geschäftskunden: L Journey-to-Digital (Standardanwendungen, Prozesstransformation und -integration, Data Analytics) x x x 1.1.1, 1.1.2, 1.1.3
Skalierbare Telekommunikationsplattformen x x x 1.1.1, 1.1.2, 1.1.3, 1.2.1 (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US)
Geschäftskunden: XL Advisory x x x 1.1.1, 1.1.2, 1.1.3
Security x x x 1.1.1, 1.1.2, 1.1.3, 1.2.1 (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US)
Digital x x x 1.1.1, 1.1.2, 1.1.3, 1.2.1 (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US)
Connectivity x x x 1.1.1, 1.1.2, 1.1.3, 1.2.1 (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US)
Produktivität, z. B. UCC (Unified Communication Collaboration Tools) x x x 1.1.1, 1.1.2, 1.1.3, 1.2.1 (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US)
Öffentliches Segment Digitalisierung und Konnektivität bei öffentlichen Einrichtungen (z. B. Kommunen und Schulen) x x x 1.1.1, 1.1.2, 1.1.3, 1.2.1 (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US), 2.2.1
Wholesale Telekommunikation x x x 1.1.1, 1.1.2, 1.1.3
App- und IT-Landschaften x 1.1.1, 1.1.2, 1.1.3

Nachhaltigkeit ist seit über zwei Jahrzehnten Bestandteil unseres unternehmerischen Handelns. Unser Selbstverständnis als verantwortungsvolles Unternehmen ist Teil unserer Konzernstrategie. Damit verpflichten wir uns zu nachhaltigem Handeln entlang unserer Wertschöpfungskette – und dazu, zur Lösung ökologischer, ökonomischer und sozialer Herausforderungen beizutragen. Unsere CR-Strategie leitet sich aus der Konzernstrategie ab. Sie fokussiert auf eine gute Unternehmensführung sowie vier umwelt- und sozialbezogene Schwerpunkte, in denen wir mit vorbildlichem Handeln vorangehen möchten:

  1. Unser striktes Bekenntnis zu klimaneutralem Wirtschaften: Wir wollen auf dem Weg zu einer klimaneutralen Zukunft eine Vorreiterrolle einnehmen und unsere Kunden sowie die Gesellschaft dazu befähigen, diesen Weg bis 2040 mit uns zusammen zu gehen. Dazu wollen wir im Vergleich zu 2020 mindestens 90 % der Emissionen einsparen; lediglich bis zu 10 % dürfen neutralisiert werden.
  2. Unser Streben nach kreislauffähigen Produkten und Dienstleistungen: In Bezug auf unsere Technologien und Endgeräte möchten wir bis 2030 unsere gesamte Wertschöpfungskette nahezu vollständig kreislauffähig gestalten (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US).
  3. Unsere Förderung von Vielfalt, Chancengleichheit und Einbindung sowie unsere Investitionen in die Weiterbildung unserer Beschäftigten: Wir wollen für ein sicheres und unterstützendes Umfeld sorgen, in dem wir Chancengleichheit für Menschen fördern – und das in allen Dimensionen der Vielfalt.
  4. Unser Engagement, eine digitale Gesellschaft mitzugestalten, die auf demokratischen Grundwerten beruht und an der alle Menschen sicher, kompetent und souverän teilhaben können: Wir wollen dazu beitragen, die digitale Welt zu einem toleranten und sicheren Raum für alle zu machen und die Gesellschaft dazu zu befähigen, die digitale Spaltung zu überwinden.

Als Fundament dieser strategischen Schwerpunkte dient eine gute Unternehmensführung. Um diese umzusetzen, konzentrieren wir uns auf eine Reihe unterschiedlicher, aber gleichermaßen bedeutsamer Aspekte:
* Datenschutz, Cyber- und Informationssicherheit
* Compliance- sowie Risiko- und Chancen-Management-System
* Umsetzung der Grundprinzipien digitaler Verantwortung
* Achtung der Menschenrechte und nachhaltige Gestaltung der Lieferketten
* Kapitalanlagen nach ökologischen und sozialen Kriterien sowie transparente Kommunikation über unsere Aktivitäten im Bereich der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit
* Effektive Steuerung für Nachhaltigkeitsthemen im Konzern

Mit Blick auf die damit verbundenen Herausforderungen arbeiten wir an Lösungen zu den wichtigsten Herausforderungen. Diese wollen wir in den kommenden Jahren weiter entwickeln und verknüpfen. Dazu gehören für uns
* die integrierte ESG-Steuerung in der Wertschöpfungskette des Konzerns, wie z. B.# Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 58

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

durch ein Projekt zum Lieferanten-Management in Bezug auf Scope- 3-Emissionen oder durch das Aufsetzen eines Management-Systems zur Erfüllung der Anforderungen des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes (LkSG),
▪ die Entwicklung industrieübergreifender Standards für die wesentlichen Nachhaltigkeitsindikatoren in der Wertschöpfungskette im Rahmen von Kooperationen und
▪ die Befähigung von Mitarbeitern und Führungskräften zur Bewältigung der konkreten Herausforderungen in Bezug auf Nachhaltigkeit in ihrer jeweils spezifischen Funktion durch den Telekom Sustainability Campus, einer Lernplattform für digitale ESG-Trainings.

Wir gehören zu den führenden integrierten Telekommunikationsunternehmen weltweit. Unser Geschäft haben wir nach den Bereichen Festnetz, Mobilfunk, Handelsware (Verkauf von Hardware zur Nutzung des Netzes) und Systemgeschäft (Geschäftskunden) strukturiert.

Weitere Informationen zu unserem Geschäftsmodell finden Sie in den Kapiteln „Konzernstruktur“ und „Konzernstrategie“. Die folgende Abbildung stellt unsere Wertschöpfungskette entlang unserer Geschäftsbereiche dar, inklusive der verwendeten Inputs und erzeugten Outputs unseres Unternehmens. Auswirkungen, Risiken und Chancen der Telekommunikationsbranche haben wir als Teil unserer doppelten Wesentlichkeitsanalyse betrachtet und eine mögliche Beziehung zu unserer Wertschöpfungskette und unserem Geschäftsmodell geprüft. Wesentliche potenzielle Auswirkungen, Risiken und Chancen erläutern wir in den jeweiligen Themenstandards.

Wertschöpfungskette

Wir wollen erreichen, dass unser Produktangebot immer nachhaltiger wird. Dazu betrachten wir das Thema Ressourcenschonung ganzheitlich und setzen uns entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen ein. Durch längere Nutzungsphasen und Wiederverwendung von Produkten und Materialien werden nicht nur Ressourcen, sondern auch Energie und Emissionen eingespart. Bis 2030 streben wir an, dass nahezu alle von uns in Umlauf gebrachten Produkte in den Kreislauf zurückgeführt werden können. Dieses gilt gleichermaßen auch für die von uns genutzte Netzwerk-Technik. T-Mobile US hat keine verbindlichen Ziele für die Kreislaufwirtschaft definiert.

Weitere Informationen zu unserem Ansatz zur Rohstoffgewinnung sowie Entsorgung und Recycling finden Sie in Kapitel „ESRS E5 – Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft“.

Zu den wichtigsten Wirtschaftsakteuren zählen für die Deutsche Telekom ihre Lieferanten, Kunden und Investoren.

Lieferanten: Im Rahmen des Ausbaus der Netzinfrastruktur sind für uns v. a. unsere Lieferanten aus dem Tiefbausektor sowie die Hersteller von Mobilfunk- und Festnetz-Endgeräten und ICT-Netztechnologie von großer Bedeutung. Sie liefern die notwendigen Infrastrukturdienstleistungen, Technologien, Geräte und Netzwerk-Technik, die für den Betrieb und die Weiterentwicklung der Telekommunikationsinfrastruktur erforderlich sind. Die Deutsche Telekom arbeitet eng mit ihren Lieferanten zusammen, um gemeinsame Nachhaltigkeitsziele zu erreichen, z. B. die Reduktion von Emissionen aus CO 2 -Äquivalenten (CO 2 e) und die Förderung der Kreislaufwirtschaft. Außerdem haben wir unsere Lieferanten im Bereich Netztechnik und Endgeräte (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US) dazu angehalten, ihre Produkte und Dienstleistungen bis 2030 nahezu komplett zirkulär zu gestalten. Die Beziehung zwischen der Deutsche Telekom und ihren Wirtschaftsakteuren zeichnet sich neben der engen Zusammenarbeit auch durch gegenseitige Abhängigkeiten aus. Beide Seiten arbeiten daran, gemeinsame Ziele zu erreichen und nachhaltige Praktiken zu fördern.

Kunden: Zu unserem Kundenkreis gehören Privatkunden, Geschäftskunden, öffentliche Segmente und Wholesale. Sie nutzen die verschiedenen Telekommunikationsdienste und -produkte der Deutschen Telekom, wie Mobilfunk, Festnetz, Internet und TV-Dienste. Die Beziehung zu unseren Kunden prägt unser hoher Anspruch an Servicequalität und Kundenzufriedenheit. Zudem legen wir großen Wert auf den Schutz ihrer Privatsphäre und ihrer Daten.

Investoren: Eines der Hauptziele unserer Finanzstrategie ist der uneingeschränkte Zugang zu den Kapitalmärkten. Daher sind für uns als Unternehmen Investoren von entscheidender Bedeutung, da sie das nötige Kapital bereitstellen, das wir für Wachstum, Innovation und Expansion benötigen. Sie ermöglichen es uns, Risiken zu teilen und bieten strategische Unterstützung sowie wertvolle Netzwerke, die uns bei der Sicherung der Finanzierungsfähigkeit sowie der Optimierung unserer Wertschöpfungskette helfen. Die uns dadurch zur Verfügung gestellte Liquidität ist für die Skalierung unseres Geschäftsmodells unerlässlich. Die Unterstützung durch Investoren fördert somit unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit, sodass wir unsere Geschäftsziele effizient erreichen und uns kontinuierlich weiterentwickeln können.

ESRS 2 SBM-2 – Interessen und Standpunkte der Interessenträger

Der Dialog mit unseren Interessengruppen hilft uns nicht nur, Unterstützung für unsere Anliegen zu finden. Wir bekommen durch ihn auch Impulse, die uns helfen, Trends frühzeitig zu erkennen. So fördert der Austausch unsere Innovationsprozesse. Die folgende Auflistung zeigt unsere Interessengruppen:

▪ Aktionäre
▪ Fremdkapitalgeber
▪ Mitarbeiter (Arbeitnehmer, Führungskräfte, Vorstand, Bewerber und potenzielle Arbeitnehmer, Gewerkschaften und Betriebsräte, Auszubildende und Studenten)
▪ „Unternehmer im Unternehmen“
▪ Gesellschaft (aus Nachhaltigkeitsperspektive differenziert nach: Kunden, potenzielle Kunden, Endnutzer und deren Vertreter, Analysten, NGOs und Interessensvertretungen, Medien, Unternehmen in der Lieferkette und deren Belegschaft, Wissenschaft, Forschung und Bildung, Stiftungslehrstühle, Wirtschaft und deren Vertreter, Politik und öffentliche Verwaltung)

Weitere Informationen zu unseren Interessengruppen finden Sie im Kapitel „Konzernsteuerung“.

Wir beziehen unsere Interessengruppen in unser unternehmerisches Handeln ein. Hierzu entwickelten wir eine entsprechende Herangehensweise. Sie orientiert sich an den von der Nichtregierungsorganisation (NGO) AccountAbility entwickelten AA1000-Prinzipien: Wesentlichkeit, Inklusion und Reaktivität. Im Berichtsjahr haben wir die Dialoge mit unseren Mitarbeitern weiter vertieft, um das Thema Nachhaltigkeit noch stärker in unsere internen Prozesse zu integrieren – etwa im Rahmen des CR-Management-Meetings in Bonn und durch regelmäßige virtuelle Meetings mit dem CR-Netzwerk. Wir organisieren die Einbindung unserer Interessengruppen nach drei Formen: Partizipation, Dialog und Information. Wie intensiv wir unsere Interessengruppen einbeziehen, bestimmen wir mit unserer wiederkehrenden fallbezogenen Relevanzanalyse. Je relevanter eine Anspruchsgruppe für das jeweilige Thema bzw. Projekt ist, umso stärker soll sie einbezogen werden.

Nachfolgend führen wir einige Beispiele für das aktive Management unserer Interessengruppen auf:

Datenschutzbeirat: Der Datenschutzbeirat ist ein unabhängiges Beratungsgremium des Vorstands der Deutschen Telekom AG. Er berät zu wichtigen Themen des Datenschutzes und der Datensicherheit. Dabei berücksichtigt er auch Aspekte der Digitalisierung, gesellschaftliche Entwicklungen und ethische Fragestellungen. Der Beirat umfasst Interessengruppen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und unabhängigen Organisationen.

„Telekom hilft“: Wir beziehen Kunden und Endnutzer ein, indem wir ihnen die Möglichkeit geben, in der Community Fragen zu stellen und Antworten zu geben sowie an Diskussionen teilzunehmen, Blogs zu Telekom Themen zu lesen und zu kommentieren und neue Produkte der Deutschen Telekom zu testen.

Telekom Ideenschmiede: Die Telekom Ideenschmiede fördert ebenfalls den Dialog mit Kunden, Endnutzern und Interessierten. Diese können dort Ideen zu Innovationen teilen und bewerten. Für unsere Mitarbeiter gibt es das Ideenmanagement, in dem diese ebenfalls Ideen und Verbesserungsvorschläge einreichen können.

Kommunalrat der Telekom: Das Gremium bildet den Rahmen für den direkten Dialog zwischen Kommunen und der Deutschen Telekom. Es wirkt als Plattform, um gegenseitige Vorstellungen, Interessen und Erwartungen zu besprechen und Lösungen für bestimmte Problemstellungen zeitnah zu entwickeln. Zusätzlich kann das Gremium zu einzelnen Sitzungen auch externe Fachleute einladen. Es setzt sich aus 14 Mitgliedern aus Kommunen und kommunalen Spitzenverbänden zusammen.

Dialog mit unseren Mitarbeitern: Über unsere internen Communities, wie z. B. die GreenPioneers, die Human-Centered Technology Community und Telekom@School, gehen unsere Mitarbeiter zu verschiedenen Interessengebieten in den Austausch.

Townhall-Meetings: Die Mitglieder des Vorstands gehen regelmäßig in den Dialog mit unseren Mitarbeitern und stehen Rede und Antwort zu aktuellen Themen.

Das Feedback, das wir von unseren Interessengruppen erhalten, fließt in die Ausrichtung unserer CR-Aktivitäten ein und beeinflusst unser CR-Programm.

Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 59

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Wir verfolgen den Ansatz, Anliegen von Interessengruppen nach Möglichkeit dort zu erfassen, wo der Dialog mit ihnen erfolgt. Die am Dialog beteiligten Bereiche erhalten dadurch unmittelbares Feedback und können dieses direkt in die Gestaltung ihrer Arbeit einfließen lassen. Es obliegt ihnen, vor Ort nicht lösbare Anliegen an die entsprechenden Gremien im Konzern zu adressieren. Dies gilt entsprechend auch für die spezifischen Themen, die im Rahmen des Verfahrens zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht und der Wesentlichkeitsbewertung von Relevanz sind. Erweist sich ein Themenfeld von besonderem Interesse für bestimmte Zielgruppen, reagieren wir themenbezogen und entwickeln bei Bedarf besondere Dialogformate.# Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung

Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen

ESRS 2 IRO-1 – Beschreibung des Verfahrens zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen

Zur Ermittlung unserer Auswirkungen, Risiken und Chancen haben wir eine doppelte Wesentlichkeitsanalyse durchgeführt. Ziel der doppelten Wesentlichkeitsanalyse war es einerseits, alle tatsächlichen und potenziellen wesentlichen Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt zu identifizieren, die unsere Geschäftstätigkeit und Standorte entlang der gesamten Wertschöpfungskette verursachen. Andererseits galt es, einen vollständigen Überblick über die finanziellen Risiken und Chancen für die Deutsche Telekom zu gewinnen, die sich aus Reaktionen der Interessengruppen und dem Klimawandel ergeben.

Die doppelte Wesentlichkeitsanalyse für die vorliegende Nachhaltigkeitserklärung basiert auf einer umfangreichen Recherche unter Bezugnahme auf Studien, auf weiteren öffentlich zugänglichen Informationen sowie auf einer internen und externen Interessengruppen-Einbindung in Form von qualitativen Interviews. Für die doppelte Wesentlichkeitsanalyse haben sich die Fachbereiche im Berichtsjahr mit den Offenlegungsanforderungen aller ESRS-Standards auseinandergesetzt und deren Relevanz für das Geschäft der Deutschen Telekom abgewogen. Zudem haben sie den Reifegrad der existierenden Management-Systeme mit den Anforderungen der Nachhaltigkeitsstandards abgeglichen. Die gewonnenen Erkenntnisse dienten dazu, die Wesentlichkeitsanalyse aus dem Vorjahr zu überprüfen, zu aktualisieren sowie Auswirkungen, Risiken und Chancen zu identifizieren. Zudem glichen die Experten die Ergebnisse mit allen von den ESRS geforderten Datenpunkten ab, um sicherzustellen, dass alle Offenlegungsanforderungen überprüft wurden und die Deutsche Telekom ihren Offenlegungsverpflichtungen nachkommt.

Wir haben sowohl negative als auch positive Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit und Standorte auf Gesellschaft und Umwelt entlang der gesamten Wertschöpfungskette analysiert. Dabei haben wir u. a. Auswirkungen auf die Umweltverschmutzung, auf Wasser- und Meeresressourcen sowie Abhängigkeiten von der biologischen Vielfalt und von Ökosystemen berücksichtigt. In einem weiteren Schritt haben wir unsere finanziellen Nachhaltigkeitschancen und -risiken bewertet und dabei auch Übergangsrisiken und physische Risiken und Chancen im Zusammenhang mit biologischer Vielfalt und Ökosystemen berücksichtigt. Systemische Risiken wurden bei diesem Vorgehen ebenfalls betrachtet. Anschließend wurden die Ergebnisse in einem internen Workshop mit Teilnehmenden aus unterschiedlichen Fachbereichen validiert.

Zudem setzen wir uns für die Achtung der Menschenrechte ein und setzen uns zum Ziel, diese im Zusammenhang mit unserem operativen Geschäft, unseren Lieferanten und unseren Kunden sowohl auf globaler als auch regionaler Ebene zu schützen. Die Grundlage unseres Handelns bilden u. a. die entsprechenden anerkannten internationalen Standards und Leitprinzipien, die wir im Abschnitt „ESRS S2-1 – Leitlinien im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette“ auflisten. Unser Bekenntnis dazu formulieren wir außerdem in unserem Menschenrechtskodex. Aufsichtsrat und Vorstand der Deutschen Telekom AG wurden im Geschäftsjahr 2024 über die Standpunkte und Interessen der betroffenen Interessengruppen in Bezug auf die nachhaltigkeitsbezogenen Auswirkungen des Unternehmens im Rahmen der Vorstellung der Wesentlichkeitsanalyse informiert.

ESRS 2 SBM-3 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Die wesentlichen Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt, Risiken und Chancen der Deutschen Telekom und ihre Wechselwirkungen mit unserer Strategie und dem Geschäftsmodell beschreiben wir in den jeweiligen Themenstandards. Die als wesentlich identifizierten ESRS-Themen beleuchten wir dort eingehend und berichten zu entsprechenden Strategien, Zielen, Maßnahmen und Kennzahlen, die in Verbindung mit den wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen stehen. Den derzeitigen und erwarteten Einfluss der Auswirkungen, Risiken und Chancen auf Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette sowie die Entscheidungsfindung und ihr Zusammenspiel überprüfen wir kontinuierlich und entwickeln entsprechende Maßnahmen. Weder die identifizierten Auswirkungen, Risiken und Chancen noch die ergriffenen und geplanten Maßnahmen haben im Berichtsjahr zu einer Änderung der Strategie oder des Geschäftsmodells geführt. Zudem hat es im Berichtsjahr keine erheblichen aktuellen finanziellen Effekte der wesentlichen Risiken und Chancen auf unsere Finanz- und Ertragslage sowie Zahlungsströme gegeben.

Durch neue Technologien, innovative Ideen und durch das Angebot von nachhaltigeren Produkten und Dienstleistungen wollen wir den Wandel zu mehr Nachhaltigkeit fördern und reagieren somit auf die Auswirkungen des Klimawandels. Wir achten stets darauf, Sorgfaltspflichten einzuhalten und alle Aspekte für eine nachhaltige Unternehmensführung zu berücksichtigen. Die Ergebnisse der wiederkehrenden Risikoanalyse gemäß dem LkSG im eigenen Geschäftsbereich und in der vorgelagerten Wertschöpfungskette dienen z. B. als Grundlage für die Ableitung von Maßnahmen und fließen auch in unternehmerische Entscheidungsprozesse ein (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US). T-Mobile US führt als US-börsennotierte Gesellschaft ein unternehmensspezifisches Risk Assessment nach eigener Methodik durch. Die Ergebnisse berichtet das Unternehmen regelmäßig u. a. auch an Vertreter der Deutschen Telekom AG.

Die tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen auf die verschiedenen Interessengruppen, über die wir unter ESRS S1, S2 und S4 berichten, ergeben sich aus unserer Strategie bzw. unserem Geschäftsmodell (ESRS S1) bzw. sind durch den Bezug von Waren (ESRS S2) und unseren Fokus auf den fortschreitenden Netzausbau (ESRS S4) mit diesen verbunden. Alle wesentlichen negativen Auswirkungen auf die betroffenen Interessengruppen, die wir im Rahmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse identifiziert haben, sind systemischer Natur; sie stehen weder im Zusammenhang mit individuellen Vorfällen noch mit spezifischen Geschäftsbeziehungen der Deutschen Telekom. Über die Berichterstattung zum Umgang mit wesentlichen Auswirkungen hinaus machen wir hinsichtlich unserer verschiedenen Interessengruppen in den sozialen Themenstandards zudem Angaben über das Verhältnis von wesentlichen Risiken und Chancen, die sich aus Auswirkungen und Abhängigkeiten ergeben.

Als Teil des operativen Sicherheits- und Risiko-Managements hilft das Business Continuity Management (BCM) der Deutschen Telekom dabei, Geschäftsprozesse vor den Auswirkungen schädigender Ereignisse und Unterbrechungen zu schützen. Durch stetige Analyse, Bewertung und Handhabe von Risiken soll das BCM die Kontinuität der Geschäftsprozesse sicherstellen und soll eine Widerstandsfähigkeit des Konzerns gewährleisten. Darüber hinaus berichtet die Deutsche Telekom über ihre Klimarisikoanalyse unter Berücksichtigung von den Empfehlungen der Task Force on Climate- related Financial Disclosures (TCFD), um die Widerstandsfähigkeit insbesondere in Bezug auf Risiken sicherzustellen, die sich in Zusammenhang mit den Folgen des Klimawandels ergeben. | Weitere Informationen hierzu finden Sie in Abschnitt „ESRS E1 – Klimawandel“.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die Auswirkungen, Risiken und Chancen, die durch zusätzliche unternehmensspezifische Angaben abgedeckt werden.

Unternehmensspezifische Angaben Auswirkungen, Risiken und Chancen Unternehmensspezifische Angabe Verweis
Die Rechenzentren von T-Systems werden zu ca. 30 bis 50 % mit adiabatischer Kühlung (Verdunstungskühlung) gekühlt. Der restliche Energiebedarf wird mit Strom aus erneuerbaren Quellen gedeckt. Zudem fordert die steigende Nachfrage nach Cloud-basierten Diensten ebenfalls Leistungen der Rechenzentren und steigert den Energiebedarf. ESG KPI „PUE“ (Power Usage Effectiveness) ESRS E1-3 – Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimastrategien
Die Nutzung und die Instandhaltung der von der Deutschen Telekom bereitgestellten Netze fordern einen hohen Energiebedarf. ESG KPI „Energy Intensity“ ESRS E1-5 – Energieverbrauch und Energiemix
Der fortschreitende Netzausbau der Deutschen Telekom erleichtert den Zugang zu Informationen. Die Möglichkeit, Meinungen an einen größeren Adressatenkreis zu richten, wirkt sich grundsätzlich positiv auf die Ausübung des Rechts auf Meinungsfreiheit aus. Damit trägt der Netzausbau auch dazu bei, dass alle Menschen gleichberechtigt an der digitalen Gesellschaft teilhaben können. ESG KPI „Community Contribution – Digital Society“
ESG KPI „Beneficiaries – Digital Society“
ESRS S4-4 – Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf Verbraucher und Endnutzer und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen und Ansätze
Der Netzausbau trägt dazu bei, dass alle Menschen Zugang zu Produkten und Dienstleistungen der Deutschen Telekom erhalten und so an der digitalen Gesellschaft teilhaben können. Initiativen wie „Gegen Hass im Netz“ fördern zudem die Nichtdiskriminierung in der digitalen Welt. Unser Engagement in diesen Initiativen und die damit erzielten Veränderungen zeigen unternehmensspezifische Kennzahlen wie die ESG KPIs „Community Contribution – Digital Society“ und „Beneficiaries – Digital Society“. ESG KPI „Community Contribution – Digital Society“
ESG KPI „Beneficiaries – Digital Society“
ESRS S4-5 – Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen

60 | Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024. | Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen |# Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung

Dabei brachten sie auch die Belange verschiedener externer Interessengruppen ein, deren Haltungen ihnen aufgrund ihrer Tätigkeit gut bekannt sind. So wurde in dem Zusammenhang u. a. eine Biodiversitätsanalyse durchgeführt, bei der entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Deutschen Telekom Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt identifiziert wurden. Die Installation von Festnetz- und Mobilfunk-Infrastruktur findet hauptsächlich in städtischen, bebauten Gebieten statt. In ländlichen Gebieten sowie Gebieten mit schutzbedürftiger Biodiversität, werden Eingriffe nach den nationalen gesetzlichen Anforderungen (z. B. Umweltverträglichkeitsprüfungen) durchgeführt und bei Bedarf mit den örtlichen Umweltbehörden koordiniert. Unsere Aktivitäten haben jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf diese Gebiete. Dennoch hat das Thema einen hohen Stellenwert bei der Deutschen Telekom und wird weiterhin beobachtet.

Um die eigene Geschäftstätigkeit und die Wertschöpfungskette der Deutschen Telekom realitätsnah und gleichzeitig effizient betrachten zu können, haben wir folgende Grundannahmen vorausgesetzt:
▪ Unser Geschäft haben wir nach den Bereichen Festnetz, Mobilfunk, Handelsware (Verkauf von Hardware zur Nutzung des Netzes) und Systemgeschäft (Geschäftskunden) strukturiert.
▪ Als Dienstleistungsunternehmen, das in der Regel nicht selbst produziert, vertreiben wir die Produkte unserer Lieferanten. Dabei handelt es sich vornehmlich um Hersteller von Mobilfunk-Endgeräten. Die Deutsche Telekom hat nur einen sehr begrenzten Einfluss auf die Rohstoffgewinnung ihrer Handelsware und stellt keinen direkten Bezug dieser Aktivitäten zum eigenen Geschäftsmodell her.

Grundlage unseres Verfahrens zur Erfüllung der Sorgfaltspflicht sind die ESRS-Dimensionen Schweregrad und Eintrittswahrscheinlichkeit. Anhand dieser Kriterien nutzten wir ein Bewertungsschema, um die Relevanz positiver und negativer, tatsächlicher und potenzieller Auswirkungen einzuschätzen. Für die Bewertung der tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen haben wir folgende Aspekte berücksichtigt und darin den Schweregrad bestimmt:
▪ Ausmaß: Wie schwerwiegend ist die Auswirkung?
▪ Umfang: Wie weit ist sie verbreitet?
▪ Unumkehrbarkeit: Wie schwierig ist es, ihr entgegenzuwirken? (nur für negative Auswirkungen)

Potenzielle Auswirkungen beurteilten wir zudem nach ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit sowie dem Zeithorizont (kurz-, mittel- oder langfristig) und haben dafür eine fünfstufige Skala verwendet, die auf den Empfehlungen der Implementierungsleitlinien (Implementation Guidance) der European Financial Reporting Advisory Group (EFRAG) von Dezember 2023 basiert. Für jede Auswirkung ermittelten wir auch die Wertschöpfungsstufe, in der sie eintritt oder eintreten könnte.

Das Schema der finanziellen Wesentlichkeitsanalyse folgt der vierstufigen Bewertungslogik unseres etablierten Risiko- und Chancen-Management- Systems. Um unsere finanziellen Risiken und Chancen zu ermitteln, haben wir diese inventarisiert, bewertet, den ESRS-Unterthemen zugeordnet und Zusammenhänge mit den Auswirkungen identifiziert. Die Risiken wurden in folgende Kategorien unterteilt:
▪ Strategische Risiken
▪ Operative Risiken
▪ Regulatorische Risiken
▪ Rechts- und Kartellverfahren (betreffend nur Risiken)
▪ Compliance-Risiken
▪ Finanzwirtschaftliche Risiken

Eine genauere Beschreibung des Risiko-Management-Prozesses finden Sie im Kapitel „Risiko- und Chancen-Management“. Auch die betroffenen Wertschöpfungsstufen, in denen Risiken und Chancen entstehen, haben wir bestimmt. Ebenso haben wir den Zeithorizont, in dem sie sich für uns ergeben können, den Risiken zugeordnet. Die beiden von uns angewandten Kriterien Eintrittswahrscheinlichkeit und Risikoausmaß entstammen den etablierten Kriterien des konzernweiten Risiko- und Chancen-Managements. Wenn einzelne Risiken oder Chancen die GCR-internen Monitoring-Schwellen überschreiten, werden diese im Rahmen des konzernweiten Risiko- und Chancen-Management-Prozesses gemeldet.

Im Berichtsjahr wurde weiterhin das Bewertungsschema unseres Risiko- und Chancen-Managements verwendet, welches mit unseren Wesentlichkeitsprozessen verknüpft ist. So nutzt GCR das Risiko- und Chanceninventar im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse seit 2022 dazu, neue Nachhaltigkeitsrisiken nachzuverfolgen und dem Bewertungsschema entsprechend im konzernweiten Risiko- und Chancen-Management-System zu berücksichtigen. Nach der Identifikation unserer nachhaltigkeitsbezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen haben wir diese auf Basis eines Schwellenwerts priorisiert. Die negativen und positiven Auswirkungen, die nahe an der Wesentlichkeitsschwelle liegen, unterliegen internen Kontrollprozessen und werden fortlaufend auf ihre potenzielle Wesentlichkeit hin beobachtet.

Ein verantwortungsvoller und angemessener Umgang mit Risken und Chancen ist ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmensführung. Der Vorstand hat Systeme zur Risikoerfassung und -mitigation – insbesondere das Risiko- und Chancen-Management-System und das interne Kontrollsystem, einschließlich des Compliance-Management-Systems – implementiert. Nachhaltigkeitsthemen sind dabei sowohl im Risiko- und Chancen-Management- System integriert als auch im internen Kontrollsystem. Beide Systeme berücksichtigen Nachhaltigkeitsaspekte, die im Einklang mit der fortlaufenden Weiterentwicklung der regulatorischen Vorgaben weiter an Bedeutung zunehmen. Das konzernweite Risiko- und Chancen-Management-System deckt Risiken und Chancen aller Segmente und Zentralbereiche ab. Zudem werden alle wesentlichen Risiken und Chancen gesondert nach ESG-Kriterien bewertet und ausgewiesen. Nachhaltigkeitsbezogene Ziele sind zudem auch Bestandteil der Konzern-Risikoberichterstattung. Das interne Kontrollsystem umfasst u. a. Kontrollen, die den konzernweiten, IT-gestützten Erhebungsprozess von ESG-Daten der Themenstandards ESRS E1, E5 und S4 adressieren. Das Risiko- und Chanceninventar des Berichtsjahres baut auf dem Inventar des Vorjahres auf. Auf Basis der Auseinandersetzung mit den ESRS- Datenpunkten wurde es angereichert und plausibilisiert. Daraus gewonnene Erkenntnisse haben wir dazu genutzt, einzelne Bewertungen anzupassen und zu aktualisieren. Die Ergebnisse der doppelten Wesentlichkeitsanalyse zeigen, dass die Deutsche Telekom keine wesentlichen Auswirkungen durch Standorte in oder in der Nähe von Gebieten mit schutzbedürftiger Biodiversität hat. Abhilfemaßnahmen sind somit nicht gefordert.

ESRS 2 IRO-1 E1 – Beschreibung des Verfahrens zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen klimabezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen

Die Berechnung der THG-Emissionen, die unseren Klimazielen zugrunde liegt, erfolgt für unseren eigenen Energieverbrauch (Scope 1 und 2) sowie für den Energieverbrauch in unseren vor- und nachgelagerten Aktivitäten entlang unserer Wertschöpfungskette (Scope 3). Dabei orientieren wir uns an der Methode des international anerkannten Greenhouse Gas Protocol. Indirekte THG-Emissionen aus vor- und nachgelagerten Aktivitäten machen den größten Teil unserer Gesamtemissionen aus. Deren Erfassung dient sowohl als Grundlage für die Emissionsreduktion unserer eigenen Geschäftstätigkeit als auch dafür, gemeinsam mit unseren Lieferanten und Kunden die Emissionen in unserer Wertschöpfungskette durch gezielte Maßnahmen zu senken. Im Rahmen unserer Wesentlichkeitsanalyse haben wir tatsächliche und potenzielle THG-Emissionsquellen für unsere eigenen Tätigkeiten und entlang der Wertschöpfungskette ermittelt. Die wichtigsten Hebel wurden systematisch analysiert.

Die Deutsche Telekom berichtet über ihre Klimarisikoanalyse unter Berücksichtigung der Empfehlungen der TCFD. Im Zuge der Klimarisikoanalyse haben wir mit Experten aus Technik, Einkauf sowie Strategie und Risiko-Management die wesentlichen klimabezogenen Chancen und Risiken ermittelt und auf dieser Basis eine erste Gewichtung vorgenommen. Hierbei betrachteten wir zum einen die Konsequenzen für unsere Geschäftstätigkeit, die aus physischen Auswirkungen des fortschreitenden Klimawandels resultieren können. Zum anderen analysierten wir die Auswirkungen, die – einhergehend mit der angestoßenen Transition hin zu einer emissionsarmen Wirtschaft – durch politische, technologische und gesellschaftliche Entwicklungen denkbar sind. Außerdem beinhaltet die Analyse eine finanzielle Quantifizierung transitorischer Risiken. Dieser Prozess wurde zuletzt 2023 vollständig durchlaufen; im Berichtsjahr haben wir die definierten Risiken überprüft und die Datengrundlage für die physischen Klimarisiken aktualisiert.

Im Jahr 2023 haben wir ausgewählte Standorte der Deutschen Telekom in Deutschland, Ungarn, Griechenland und Kroatien in Bezug auf ihre physischen Klimarisiken analysiert. Die Analyse schloss alle Rechenzentren ein sowie kritische Infrastruktur im Festnetz und eine Stichprobe im Mobilfunknetz. Im Jahr 2024 haben wir diese Analyse auf Österreich, Polen, die Slowakei, die Tschechische Republik und die USA ausgeweitet. Damit beinhaltet die Analyse unsere deutschen und internationalen Einheiten, die insgesamt 97 % unseres Umsatzes im Jahr 2023 ausmachten. Hierbei wurden Standorte aus den Bereichen Mobilfunk, Festnetz und Rechenzentren einbezogen, deren Funktionalität einen wesentlichen Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit hat: Insgesamt haben wir über 8 Tsd. Standorte mithilfe einer anerkannten Software, der die Klimaszenarien des Weltklimarats (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) zugrunde liegen, analysiert. Die Analyse umfasste neun Klimaindizes. Die Risikogefährdung für die jeweiligen Standorte betrachteten wir in zwei Klimaszenarien des IPCC: einem Business-as-Usual-Szenario (RCP 4.5/SSP2-4.5), bei dem der weltweite Temperaturanstieg bei über zwei Grad liegen wird, und einem Vier-Grad-Szenario (RCP 8.5/SSP5-8.5).# Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung

Neben den Klimaszenarien beleuchteten wir die Risikogefährdung außerdem in verschiedenen Zeiträumen: im Berichtsjahr für die Jahre 2030, 2040 und 2050.

Die Deutsche Telekom hat kurz-, mittel- und langfristige Zeithorizonte definiert und an die bestehenden Zeithorizonte aus dem konzernweiten Risiko- und Chancen-Management angelehnt. Damit wollen wir gewährleisten, dass die Integration von Klimarisiken in unser Risiko- und Chancen-Management- System funktioniert und alle unternehmerischen Risikokategorien einer vergleichbaren Logik folgen. Für die Szenarioanalyse haben wir zusätzlich einen Zeithorizont bis 2050 gewählt. Dies stimmt einerseits mit den Zeithorizonten aus internationalen Übereinkünften zum Klimaschutz, wie dem Pariser Abkommen, überein. Andererseits entspricht dies einem realistischen Planungshorizont für die interne strategische Planung und der Lebensdauer klassischer Vermögenswerte der Deutschen Telekom, etwa von Infrastrukturkomponenten.

Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 62
Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Bei der Bewertung der Klimarisiken haben wir Eintrittswahrscheinlichkeit und Risikoausmaß bewertet. Sowohl die physischen Klimarisiken als auch die transitorischen Gefahren bewerteten wir unter Berücksichtigung der geografischen Koordinaten wesentlicher Standorte der Deutschen Telekom. Für die transitorische Risikobewertung haben wir zusätzlich die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette analysiert. Aufgrund einer Priorisierung der eigenen Geschäftstätigkeit wurde unsere vor- und nachgelagerte Lieferkette in die physische Klimarisikoanalyse vorerst nicht einbezogen. Um transitorische Chancen und Risiken zu ermitteln, haben wir außerdem das im Abschnitt „ESRS E1 SBM-3 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell“ beschriebene „Net Zero Emissions 2050 Szenario“ (NZE) angewandt.

Der Prozess für die Bewertung der mit dem Klimawandel verbundenen Chancen und Risiken umfasst:
▪ Identifizierung und Quantifizierung der relevanten Entwicklungen
▪ Berechnung der Auswirkungen auf das Unternehmen
▪ Analyse der Auswirkungen auf die Wertschöpfungskette

Im Rahmen unseres Risiko-Managements quantifizieren wir einige Risiken und veröffentlichen diese im Fragebogen des CDP, einem Instrument, um klimabezogene Indikatoren beispielsweise Investoren offenzulegen. Das Risikoausmaß beziehen wir in die Unternehmensplanung ein. Zudem prüfen wir Management-Instrumente, mit denen wir regelmäßig nachhaltige und attraktive Finanzierungsmodelle z. B. mit Bezug zu Klimaschutzaspekten in Investitionsentscheidungen integrieren, auf Anwendbarkeit und Nutzen.

Wir haben keine Vermögenswerte und Geschäftstätigkeiten ermittelt, die nicht mit dem Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft vereinbar sind oder die erhebliche Anstrengungen erfordern, um mit dem Übergang zu einer klimaneutralen Wirtschaft vereinbar zu sein. Bisher wurden keine kritischen klimabezogenen Annahmen bei der Bewertung von Vermögenswerten und Schulden im Konzernabschluss verwendet.

ESRS 2 IRO-2 – In ESRS enthaltene von der Nachhaltigkeitserklärung des Unternehmens abgedeckte Angabepflichten

Der nachfolgenden Tabelle sind die Angabepflichten zu entnehmen, denen wir bei der Erstellung der Nachhaltigkeitserklärung auf Grundlage der Ergebnisse der doppelten Wesentlichkeitsanalyse nachgekommen sind, sowie die geforderten Angaben nach Artikel 8 der Verordnung (EU) 2020/852 (Taxonomie-Verordnung). Die Bestimmung der zu berichtenden Datenpunkte und somit wesentlichen Informationen erfolgte mithilfe eines qualitativen Mappings, das auf einer tiefgehenden inhaltlichen Auseinandersetzung mit den ermittelten Auswirkungen, Risiken und Chancen basiert. Es richtet sich nach den unter ESRS 1 § 31 genannten Kriterien.

Nach umfassender Prüfung unserer Geschäftstätigkeiten und Standorte haben wir die Themenstandards ESRS E2 – Umweltverschmutzung, ESRS E3 – Wasser- und Meeresressourcen, ESRS E4 – Biologische Vielfalt und Ökosysteme sowie ESRS S3 – Betroffene Gemeinschaften als nicht wesentlich bewertet. Hingegen wurden folgende Themenstandards als wesentlich bewertet:

Wesentliche Themenstandards
ESRS-Index
Allgemeine Informationen
ESRS 2 – Allgemeine Angaben
Umwelt
Angaben nach Artikel 8 der Verordnung (EU) 2020/852 (Taxonomie-Verordnung)
ESRS E1 – Klimawandel
ESRS E5 – Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
Soziales
ESRS S1 – Eigene Belegschaft
ESRS S2 – Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette
ESRS S4 – Verbraucher und Endnutzer
Governance
ESRS G1 – Unternehmensführung

Die folgende Tabelle enthält alle Datenpunkte, die sich aus anderen EU-Rechtsvorschriften ergeben, wie in ESRS 2 Anhang B aufgeführt, und geben an, wo die Datenpunkte in unserem Bericht zu finden sind und welche Datenpunkte als „Nicht wesentlich“, „Nicht berichtet“ und „Nicht relevant“ bewertet werden.

Liste der Datenpunkte in generellen und themenbezogenen Standards, die sich aus anderen EU-Rechtsvorschriften ergeben

Angabepflicht Datenpunkt Bezeichnung SFDR- Referenz Säule-3- Referenz Benchmark- Verordnungs- Referenz EU- Klimagesetz- referenz Wesentlichkeit Abschnitt
ESRS 2 GOV-1 21d Geschlechtervielfalt in den Leitungs- und Kontrollorganen x x ESRS 2 GOV-1 – Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane
ESRS 2 GOV-1 Prozentsatz, der Leitungsorganmitglieder, die unabhängig sind x ESRS 2 GOV-1 – Die Rolle der Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorgane
ESRS 2 GOV-4 30 Erklärung zur Sorgfaltspflicht ESRS 2 GOV-4 – Erklärung zur Sorgfaltspflicht
ESRS 2 SBM-1 40d-i Beteiligung an Aktivitäten im Zusammenhang mit fossilen Brennstoffen x x x Nicht relevant -
ESRS 2 SBM-1 40d-ii Aktivitäten im Zusammenhang mit der Herstellung von Chemikalien x x Nicht relevant -
ESRS 2 SBM-1 40d-iii Beteiligung an Tätigkeiten im Zusammenhang mit umstrittenen Waffen x x Nicht relevant -
ESRS 2 SBM-1 40d-iv Beteiligung an Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Anbau und der Produktion von Tabak x Nicht relevant -
ESRS E1-1 14 Übergangsplan zur Verwirklichung der Klimaneutralität bis 2050 x ESRS E1-1 – Übergangsplan für den Klimaschutz
ESRS E1-1 16g Unternehmen, die von den Paris- abgestimmten Referenzwerten ausgenommen sind x x ESRS E1-1 – Übergangsplan für den Klimaschutz
ESRS E1-4 34 THG-Emissions-Reduktionsziele x x x ESRS E1-4 – Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel
ESRS E1-5 38 Energieverbrauch aus fossilen Brennstoffen aufgeschlüsselt nach Quellen (nur klimaintensive Sektoren) ESRS E1-5 – Energieverbrauch und Energiemix
ESRS E1-5 37 Energieverbrauch und Energiemix ESRS E1-5 – Energieverbrauch und Energiemix
ESRS E1-5 40-43 Energieintensität im Zusammenhang mit Tätigkeiten in klimaintensiven Sektoren ESRS E1-5 – Energieverbrauch und Energiemix
ESRS E1-6 44 THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG- Gesamtemissionen x x x ESRS E1-6 – THG- Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen
ESRS E1-6 53-55 Intensität der THG-Bruttoemissionen x x x ESRS E1-6 – THG- Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen
ESRS E1-7 56 Treibhausgas-Entnahmen und Treibhausgas-Zertifikate ESRS E1-7 – Entnahme von Treibhausgasen und Projekte zur Verringerung von Treibhausgasen finanziert über CO 2 -Zertifikate
ESRS E1-9 66 Risikoposition des Referenzwert- Portfolios gegenüber klimabezogenen physischen Risiken x Nicht berichtet (Phase-in-Option) -
ESRS E1-9 66a, 66c Aufschlüsselung der Geldbeträge nach akutem und chronischem physischem Risiko/Ort, an dem sich erhebliche Vermögenswerte mit wesentlichem physischem Risiko befinden x Nicht berichtet (Phase-in-Option) -
ESRS E1-9 67c Aufschlüsselungen des Buchwerts seiner Immobilien nach Energieeffizienzklassen Nicht berichtet (Phase-in-Option) -
ESRS E1-9 69 Grad der Exposition des Portfolios gegenüber klimabezogenen Chancen Nicht berichtet (Phase-in-Option) -
ESRS E2-4 28 Menge jedes in Anhang II der EPRTR- Verordnung (Europäisches Schadstoff- freisetzungs- und -verbringungsregister) aufgeführten Schadstoffs, der in Luft, Wasser und Boden emittiert wird Nicht wesentlich -
ESRS E3-1 9 Wasser- und Meeresressourcen Nicht wesentlich -
ESRS E3-1 13 Spezielle Strategie Nicht wesentlich -
ESRS E3-1 14 Nachhaltige Ozeane und Meere Nicht wesentlich -
ESRS E3-4 28c Gesamtmenge des zurückgewonnenen und wiederverwendeten Wassers Nicht wesentlich -
ESRS E3-4 29 Gesamtwasserverbrauch in m 3 je Nettoeinnahme aus eigenen Tätigkeiten Nicht wesentlich -
ESRS 2 SBM-3 E4 16a-i x Nicht wesentlich -
ESRS 2 SBM-3 E4 16b x Nicht wesentlich -
ESRS 2 SBM-3 E4 16c x Nicht wesentlich -
ESRS E4-2 24b Nachhaltige Verfahren oder Leitlinien im Bereich Landnutzung und Landwirtschaft Nicht wesentlich -
ESRS E4-2 24c Nachhaltige Verfahren oder Leitlinien im Bereich Ozeane/Meere Nicht wesentlich -
ESRS E4-2 24d Leitlinien zur Bekämpfung der Entwaldung Nicht wesentlich -
ESRS E5-5 37d Nicht recycelte Abfälle ESRS E5-5 – Ressourcenabflüsse
ESRS E5-5 39 Gefährliche und radioaktive Abfälle ESRS E5-5 – Ressourcenabflüsse
ESRS 2 SBM-3 – S1 14f Risiko von Zwangsarbeit Nicht wesentlich -
ESRS 2 SBM-3 – S1 14g Risiko von Kinderarbeit Nicht wesentlich -
ESRS S1-1 20 Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechtspolitik ESRS S1-1 – Leitlinien im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft
ESRS S1-1 21 Vorschriften zur Sorgfaltsprüfung in Bezug auf Fragen, die in den grundlegenden Konventionen 1 bis 8 der Internationalen Arbeitsorganisation behandelt werden ESRS S1-1 – Leitlinien im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft
ESRS S1-1 22 Verfahren und Maßnahmen zur Bekämpfung des

Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 63
Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.# Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 64

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Angabepflicht Datenpunkt Bezeichnung Wesentlichkeit ESRS S1-1 ESRS S1-3 ESRS S1-14 ESRS S1-16 ESRS S1-17 ESRS 2 SBM3 S2 ESRS S2-1 ESRS S2-4 ESRS S3-1 ESRS S3-4 ESRS S4-1 ESRS S4-4 ESRS G1-1 ESRS G1-4 SFDR- Referenz Säule-3- Referenz Benchmark- Verordnungs- Referenz EU- Klimagesetz- referenz
Menschenhandels x x
Leitlinie oder ein Managementsystem in Bezug auf die Verhütung von Arbeitsunfällen x x
Bearbeitung von Beschwerden x
Zahl der Todesfälle und Zahl und Quote der Arbeitsunfälle x x
Anzahl der durch Verletzungen, Unfälle, Todesfälle oder Krankheiten bedingten Ausfalltage x
Unbereinigtes geschlechtsspezifisches Verdienstgefälle x x
Verhältnis der jährlichen Gesamtvergütung der am höchsten bezahlten Einzelperson zum Median der jährlichen Gesamtvergütung aller Beschäftigten x
Fälle von Diskriminierung x
Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte und der OECD- Leitlinien x x x
Erhebliches Risiko von Kinderarbeit oder Zwangsarbeit in der Wertschöpfungskette x
Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechtspolitik x
Leitlinien im Zusammenhang mit Arbeitskräften der Wertschöpfungskette x
Vorschriften zur Sorgfaltsprüfung in Bezug auf Fragen, die in den grundlegenden Konventionen 1 bis 8 der Internationalen Arbeitsorganisation behandelt werden x
Probleme und Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten innerhalb der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette x
Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechte x
Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte und der OECD- Leitlinien x x
Probleme und Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten x
Leitlinien im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern x
Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte und der OECD- Leitlinien x x
Probleme und Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten x
Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen Korruption x
Schutz von Hinweisgebern (Whistleblowers) x
Geldstrafen für Verstöße gegen Korruptions- und Bestechungsvorschriften x x
Standards zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung x

Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 65

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Angabepflicht Datenpunkt Bezeichnung Wesentlichkeit ESRS S1-1 ESRS S1-3 ESRS S1-14 ESRS S1-16 ESRS S1-17 ESRS 2 SBM3 S2 ESRS S2-1 ESRS S2-4 ESRS S3-1 ESRS S3-4 ESRS S4-1 ESRS S4-4 ESRS G1-1 ESRS G1-4 SFDR- Referenz Säule-3- Referenz Benchmark- Verordnungs- Referenz EU- Klimagesetz- referenz
Leitlinie oder ein Managementsystem in Bezug auf die Verhütung von Arbeitsunfällen x x
Leitlinien im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft x
Bearbeitung von Beschwerden x
Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die eigene Belegschaft Bedenken äußern können x
Zahl der Todesfälle und Zahl und Quote der Arbeitsunfälle x x
Kennzahlen für Gesundheitsschutz und Sicherheit x
Anzahl der durch Verletzungen, Unfälle, Todesfälle oder Krankheiten bedingten Ausfalltage x
Kennzahlen für Gesundheitsschutz und Sicherheit x
Unbereinigtes geschlechtsspezifisches Verdienstgefälle x x
Vergütungskennzahlen (Verdienstunterschiede und Gesamtvergütung) x
Verhältnis der jährlichen Gesamtvergütung der am höchsten bezahlten Einzelperson zum Median der jährlichen Gesamtvergütung aller Beschäftigten x
Vergütungskennzahlen (Verdienstunterschiede und Gesamtvergütung) x
Fälle von Diskriminierung x
Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten x
Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte und der OECD- Leitlinien x x x
Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten x x
Erhebliches Risiko von Kinderarbeit oder Zwangsarbeit in der Wertschöpfungskette x
Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell x
Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechtspolitik x
Leitlinien im Zusammenhang mit Arbeitskräften der Wertschöpfungskette x
Leitlinien im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette x
Leitlinien im Zusammenhang mit Arbeitskräften der Wertschöpfungskette x
Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte und der OECD- Leitlinien x x
Leitlinien im Zusammenhang mit Arbeitskräften der Wertschöpfungskette x
Vorschriften zur Sorgfaltsprüfung in Bezug auf Fragen, die in den grundlegenden Konventionen 1 bis 8 der Internationalen Arbeitsorganisation behandelt werden x
Leitlinien im Zusammenhang mit Arbeitskräften der Wertschöpfungskette x
Probleme und Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten innerhalb der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette x
Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen x
Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechte x
Nicht wesentlich - x
Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte und der OECD- Leitlinien x x
Nicht wesentlich - x
Probleme und Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten x
Nicht wesentlich - x
Leitlinien im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern x
ESRS S4-1 – Leitlinien im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern x
Nichteinhaltung der Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Wirtschaft und Menschenrechte und der OECD- Leitlinien x x
ESRS S4-1 – Leitlinien im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern x
Probleme und Vorfälle im Zusammenhang mit Menschenrechten x
ESRS S4-4 – Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf Verbraucher und Endnutzer und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen x
Übereinkommen der Vereinten Nationen gegen Korruption x
ESRS G1-1 – Unternehmenskultur und Leitlinien für die Unternehmensführung x
Schutz von Hinweisgebern (Whistleblowers) x
ESRS G1-1 – Unternehmenskultur und Leitlinien für die Unternehmensführung x
Geldstrafen für Verstöße gegen Korruptions- und Bestechungsvorschriften x x
ESRS G1-4 – Korruptions- oder Bestechungsfälle x
Standards zur Bekämpfung von Korruption und Bestechung x
ESRS G1-4 – Korruptions- oder Bestechungsfälle x

Umwelt

Angaben nach Artikel 8 der Verordnung 2020/852 (Taxonomie Verordnung)

Mit der EU-Taxonomie sollen Investitionsströme aus dem Finanzsektor an Unternehmen gefördert werden, die sich mit ökologisch nachhaltigen Aktivitäten beschäftigen. Auf diese Weise soll die EU-Taxonomie dazu beitragen, den europäischen Green Deal umzusetzen. Als Grundlage dafür schafft die EU-Taxonomie eine verbindliche Definition der ökologischen Nachhaltigkeit von Aktivitäten und Investitionen.

Die EU-Taxonomie-Verordnung verpflichtet Unternehmen zur Berichterstattung über diese Wirtschaftstätigkeiten. Gemäß EU-Taxonomie-Verordnung sind im ersten Schritt die taxonomiefähigen Wirtschaftsaktivitäten eines Unternehmens zu ermitteln. Dies sind Aktivitäten, die durch die EU-Taxonomie abgedeckt werden und damit potenziell einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung der Umweltziele leisten. Diese Aktivitäten sind im zweiten Schritt auf ihre Taxonomiekonformität zu prüfen. Eine Aktivität gilt dann als taxonomiekonform, wenn sie die technischen Bewertungskriterien für einen wesentlichen Beitrag zu mindestens einem Umweltziel erfüllt, die in den Anhängen der delegierten Verordnungen (EU) 2021/2139, (EU) 2022/1214, (EU) 2023/2485 und (EU) 2023/2486 gelistet sind. Zugleich darf sie keines der übrigen Umweltziele wesentlich beeinträchtigen und muss den in der Taxonomie-Verordnung (EU) 2020/852 festgelegten sozialen Mindeststandards (sog. Mindestschutz) genügen. Diese fordern insbesondere die Einhaltung von Menschen- und Arbeitsrechten.

Die Deutsche Telekom ist ein Unternehmen der Informations- und Telekommunikationsbranche. Daher sind im Zusammenhang mit dem Umweltziel „Klimaschutz“ (CCM) die zwei folgenden Wirtschaftsaktivitäten gemäß der EU-Taxonomie für unser Kerngeschäft relevant:

  • Datenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten (CCM 8.1)
  • Datenbasierte Lösungen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen (CCM 8.2)

Zudem vermieten wir im Rahmen unseres Kerngeschäfts Endgeräte an unsere Kunden. Entsprechend ist auch folgende Wirtschaftsaktivität, die dem Umweltziel „Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft“ (CE) zugeordnet ist, für die Deutsche Telekom relevant:

  • Produkt als Dienstleistung und andere kreislauf- und ergebnisorientierte Dienstleistungsmodelle (CE 5.5)

Wirtschaftsaktivitäten, die für das Umweltziel „Anpassung an den Klimawandel“ (CCA) relevant sind, wurden nicht identifiziert.

Die EU-Taxonomie umfasst derzeit noch keine Kriterien mit Bezug zu einer Wirtschaftsaktivität „Bereitstellung und Betrieb elektronischer Kommunikationsnetze und -dienste“. Der wesentliche Teil unseres Geschäftsmodells ist folglich bisher nicht von der EU-Taxonomie abgedeckt. Daher bietet die EU-Taxonomie keine Möglichkeit, unseren Beitrag zum Klimaschutz im Bereich des Netzausbaus und -betriebs für Festnetz und Mobilfunk aufzuzeigen. In verschiedenen Wirtschafts- und Branchenverbänden engagieren wir uns dafür, dass relevante und angemessene Kriterien zur Abbildung unser Kernaktivitäten aus dem Festnetz- und Mobilfunk-Bereich in die EU-Taxonomie aufgenommen werden. Im Jahr 2024 haben wir deshalb u. a. mit den Branchenverbänden Connect Europe, GSMA und Ecta ein gemeinsames Positionspapier entwickelt. Dieses unterstreicht den wichtigen Beitrag, den unsere Branche zur Erreichung der europäischen Digitalisierungs- und Klimaziele leistet.

Die EU-Taxonomie listet außerhalb unseres Kerngeschäfts zudem Querschnittsaktivitäten auf, die für unsere allgemeinen Unternehmenstätigkeiten potenziell relevant sind – z. B. für das Flotten- und Gebäude-Management und die Energieerzeugung. Im Geschäftsjahr 2024 hat die Deutsche Telekom die folgende taxonomiefähige Querschnittsaktivität für das Umweltziel „Klimaschutz“ (CCM) in finanziell wesentlichem Umfang ausgeübt:

  • Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen (CCM 6.5)

Die drei untenstehenden Tabellen geben einen Überblick über unsere taxonomiefähigen und -konformen Wirtschaftsaktivitäten. Sie schlüsseln jeweils sowohl absolute Werte als auch den jeweiligen prozentualen Anteil an Umsatz, Investitions- und Betriebsausgaben der Deutschen Telekom auf.

Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 66

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Vorgehen bei der Bestimmung von Taxonomiefähigkeit und ‑konformität

Bei der Ermittlung der Taxonomiefähigkeit von Wirtschaftsaktivitäten haben wir uns unter Berücksichtigung von Kosten-Nutzen-Aspekten auf die wesentlichen Unternehmensaktivitäten konzentriert. Die als taxonomiefähig identifizierten Aktivitäten wurden einzeln auf ihre Taxonomiekonformität geprüft. Der Konformitätsnachweis zur Vermeidung erheblicher Beeinträchtigungen des Umweltziels „Anpassung an den Klimawandel“ (CCA) wurde hingegen übergreifend für alle taxonomiefähigen Aktivitäten erbracht, da wir Klimarisiken zentral auf Konzernebene managen.# Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung

67 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Die Einhaltung der sozialen Mindeststandards überwachen wir durch ein konzernübergreifendes Management-System. Zur Vermeidung erheblicher Beeinträchtigungen des Umweltziels „Anpassung an den Klimawandel“ (CCA) verlangt die Prüfung der Taxonomiekonformität, dass für alle zuvor genannten Wirtschaftsaktivitäten eine Analyse möglicher physischer Klimarisiken durchzuführen ist. Im Rahmen unseres Risiko-Managements haben wir im Jahr 2023 eine umfassende Analyse physischer Klimarisiken durchgeführt und diese im Jahr 2024 auf das operative Segment USA ausgeweitet. Die Klimarisikoanalyse erfolgte mit einer anerkannten Software, der die jüngsten Klimaszenarien des Weltklimarats (Intergovernmental Panel on Climate Change, IPCC) zugrunde liegen. Im Zusammenhang mit den taxonomiefähigen Aktivitäten wurde keine Beeinträchtigung des Umweltziels „Anpassung an den Klimawandel“ (CCA) festgestellt, da einzelne lokale Klimarisiken durch bestehende Anpassungsmaßnahmen minimiert werden.

Die sozialen Mindeststandards erfordern ein Management-System, mit dem die Einhaltung der OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen sowie der UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte, einschließlich der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation und der Internationalen Charta der Menschenrechte, überwacht wird. Wir bekennen uns ausdrücklich zu den genannten Prinzipien. Unserer menschenrechtsbezogenen Sorgfaltspflicht kommen wir durch ein risikobasiertes Management-System nach, das sowohl unseren Konzern als auch unsere Lieferkette abdeckt und mit dem wir die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards überwachen. Außerdem pflegen wir einen vertrauensvollen Dialog mit Arbeitnehmervertretungen und Gewerkschaften. Um Korruption zu vermeiden und fairen Wettbewerb sicherzustellen, verfügt die Deutsche Telekom über ein Compliance-Management-System, das an der Risikolage des Unternehmens ausgerichtet ist und regelmäßig extern zertifiziert wird.

Weitere Informationen zu sozialen Mindeststandards finden Sie in den Abschnitten „ESRS S1 – Eigene Belegschaft“, „ESRS S2 – Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette“, „ESRS S4 – Verbraucher und Endnutzer“ und „ESRS G1 – Unternehmensführung“.

Umsatzrelevante Wirtschaftsaktivitäten

Die taxonomiefähige Wirtschaftsaktivität „Datenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten“ (CCM 8.1) umfasst „Speicherung, Manipulation, Verwaltung, Bewegung, Kontrolle, Anzeige, Vermittlung, Austausch, Übertragung oder Verarbeitung von Daten über Rechenzentren, einschließlich Edge-Computing“. Innerhalb unserer konzernweiten Geschäftsaktivitäten deckt das operative Segment Systemgeschäft (T‑Systems) diesen Wirtschaftszweig ab. Neben Rechenzentrumsflächen in unserer Betreuung (operated by T‑Systems) wurden auch Teilflächen externer Anbieter (operated on co-locations) in die Bewertung einbezogen. Nur Rechenzentren, die dem EU-Verhaltenskodex für die Energieeffizienz von Datenzentren entsprechen, leisten gemäß der EU-Taxonomie einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz. Alle der insgesamt neun von T‑Systems unmittelbar betreuten Standorte erfüllen diesen Kodex. Da wir die Einhaltung des Kodex bislang nicht, wie von der EU-Taxonomie gefordert, extern prüfen lassen, stufen wir die Rechenzentren, die für die Wirtschaftsaktivität CCM 8.1 eingesetzt werden, im Berichtsjahr als nicht taxonomiekonform ein. Zudem müssen gemäß EU-Taxonomie in den Rechenzentren Kühlmittel eingesetzt werden, deren Treibhausgaspotenzial den Wert von 675 GWP (Global Warming Potential) nicht überschreitet. Dieses Kriterium erfüllt bisher ein Rechenzentrum, das im Jahr 2022 vollständig saniert wurde. An den übrigen Standorten werden derzeit noch branchenübliche Kühlmittel eingesetzt, die die EU-Verordnung über fluorierte Treibhausgase erfüllen. Wir werden die Umstellung auf taxonomiekonforme Kühlmittel dann vornehmen, wenn unsere Rechenzentren turnusmäßig saniert werden. Die Einhaltung der Kriterien zur Vermeidung einer erheblichen Beeinträchtigung der übrigen Umweltziele werden wir für die einzelnen Rechenzentren detailliert prüfen, sobald diese die genannten Klimaschutzanforderungen jeweils vollumfänglich erfüllen.

Die Wirtschaftsaktivität „Datenbasierte Lösungen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen“ (CCM 8.2) ordnen wir solche Lösungen und Produkte im Konzern zu, die gemäß den Bestimmungen der EU-Taxonomie „vorwiegend zur Bereitstellung von Daten und Analysen zur Ermöglichung der Senkung der Treibhausgasemissionen bestimmt sind“. Dies sind Lösungen und Produkte, die ein klares Potenzial zur Einsparung von CO 2 -Emissionen auf Nutzerseite haben. Innerhalb unserer konzernweiten Geschäftsaktivitäten identifizieren wir auf diese Weise folgende taxonomiefähigen Dienstleistungen:

  • Geschäftsbezogene Webkonferenzlösungen (Einsparung reisebedingter CO 2 -Emissionen)
  • Workplace- und Cloud-Lösungen (Steigerung der Energieeffizienz durch verbesserte Server-Auslastung)
  • IoT-Lösungen (Einsparung von CO 2 -Emissionen)

Diese bieten wir in finanziell wesentlichem Umfang im operativen Segment Deutschland, in unseren wesentlichen Landesgesellschaften im operativen Segment Europa sowie im operativen Segment Systemgeschäft an. Als Nachweis für die Taxonomiekonformität der Lösungen verlangen die technischen Bewertungskriterien eine Lebenszyklusanalyse. Diese muss belegen, dass die Lösung über den gesamten Lebenszyklus hinweg „erheblich weniger Treibhausgasemissionen“ verursacht als die relevante, am Markt verfügbare Referenzlösung. Als Referenzlösungen verstehen wir alternative Lösungen, die in den Märkten, in denen wir aktiv sind, in einem Unternehmen typischerweise zum Einsatz kommen. Dabei setzen wir voraus, dass sich die Unternehmen an Best Practices orientieren. Die technischen Bewertungskriterien legen keinen konkreten Schwellenwert für „erhebliche“ Treibhausgaseinsparungen gemessen an der Referenzlösung fest. Daher haben wir im Jahr 2022 auf Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse einen Schwellenwert definiert, ab dem die durch die taxonomiefähigen Lösungen erzielten Treibhausgaseinsparungen als „erheblich“ gelten. Die erforderlichen Lebenszyklusanalysen aktualisieren wir anlassbezogen, um relevante technologische Entwicklungen und Markttrends zu berücksichtigen. Für das Berichtsjahr stützen wir uns auf die Lebenszyklusanalysen, die wir im Jahr 2023 für geschäftsbezogene Webkonferenzlösungen sowie für die Cloud-Lösungen Future Cloud Infrastructure, Open Telekom Cloud und SAP Cloud Services durchgeführt haben.

Die Deutsche Telekom bietet zudem IoT-Lösungen an, die eine Einsparung von CO 2 -Emissionen bewirken können. Da wir für den Nachweis der Effekte dieser Lösungen bislang keine Lebenszyklusanalyse angefertigt haben, werden sie als nicht taxonomiekonform ausgewiesen.

Die taxonomiefähigen geschäftsbezogenen Webkonferenzlösungen wurden im Vergleich zu hybriden Meetings untersucht. Dabei konnten erhebliche Treibhausgaseinsparungen nachgewiesen werden. So tragen rein virtuelle Meetings gemessen an hybriden Meetings zu Treibhausgaseinsparungen von 62 % (kleine Meetings) bzw. 32 % (große Meetings) bei.

Innerhalb der untersuchten Workplace- und Cloud-Lösungen zeigt die Lebenszyklusanalyse der Future Cloud Infrastructure einschließlich der auf dieser Infrastruktur betriebenen SAP Cloud Services: Verglichen mit dem Einsatz dezentraler Rechenzentren, die unsere Kunden selbst betreiben, werden Treibhausgaseinsparungen von 9,7 % erzielt. Dieser Effekt liegt allerdings unter dem im Geschäftsjahr 2022 definierten Schwellenwert. Die Future Cloud Infrastructure und die SAP Cloud Services werden somit auch im Geschäftsjahr 2024 als nicht taxonomiekonform ausgewiesen. Die Nutzung der Open Telekom Cloud führt gemäß der Lebenszyklusanalyse zu Treibhausgaseinsparungen von 47 % gegenüber dem Referenzszenario. Das Referenzszenario geht davon aus, dass unsere Kunden anstelle der Cloud-Lösung eine eigene, dezentrale Server-Infrastruktur zur Speicherung und Verarbeitung ihrer Daten nutzen. Daher stufen wir alle mittels einer Lebenszyklusanalyse untersuchten Webkonferenzlösungen und die Open Telekom Cloud als taxonomiekonform ein. Für die genannten Lösungen setzen wir ausschließlich Infrastruktur ein, die sich in Deutschland befindet.

Die Vorgaben für den „Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft“ (CE) entsprechen geltendem EU-Recht, das wir im Rahmen des Umwelt-Managements an unseren EU-Standorten umsetzen. Außerdem fordern wir von unseren Geschäftspartnern Nachweise ein, dass die in den Rechenzentren verwendete Hardware tatsächlich aufbereitet oder am Ende ihrer Lebensdauer dem Recycling zugeführt wird.

Unter die taxonomiefähige Wirtschaftsaktivität „Produkt als Dienstleistung und andere kreislauf- und ergebnisorientierte Dienstleistungsmodelle“ (CE 5.5) fassen wir im Wesentlichen die Vermietung von Endgeräten an Geschäfts- und Privatkunden im operativen Segment Deutschland. Indem wir neue und zurückgegebene, gebrauchte Geräte vermieten anstelle sie an unsere Kunden zu verkaufen, ermöglichen wir eine längere Nutzungsdauer und leisten so einen wesentlichen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft – auch, indem wir die Geräte umweltschonend verpacken. Mit unserer Klimastrategie für die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette tragen wir dazu bei, dass die Treibhausgasemissionen im Zusammenhang mit der Herstellung und dem Transport der Geräte minimiert werden. Außerdem setzen unsere Geschäftspartner für die Aufbereitung der vermieteten Endgeräte Verfahren ein, die keine wesentlichen Auswirkungen auf Gewässer und Biodiversität haben. Die Anforderungen an die Vermeidung und Verminderung von Umweltverschmutzung (Anlage C zu Anhang II der Delegierten Verordnung (EU) 2023/2486) erfüllen wir in Teilen durch die Einhaltung geltenden EU- Rechts bei der Herstellung und dem Inverkehrbringen der Endgeräte. Dazu zählt u. a.# Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

die EU-Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (RoHS). Die Deutsche Telekom hat sich zum Ziel gesetzt, nur noch Geräte zu verwenden, die frei von besonders besorgniserregenden Stoffen sind. Allerdings stehen derzeit noch nicht für alle Stoffe geeignete technische Alternativen zur Verfügung. Daher machen wir in Einzelfällen von den in den Taxonomie-Kriterien festgelegten Ausnahmeregelungen Gebrauch. Für die neueren Generationen unserer Geräte können wir die Einhaltung der Anlage C nachweisen. Daher klassifizieren wir die beschriebene Dienstleistung als anteilig taxonomiekonform. Über die Anzahl der vermieteten und Anlage C konformen Geräte wurden der taxonomiekonforme Umsatz und die Investitionsausgaben prozentual von den Gesamtwerten des Umsatzes und der Investitionsausgaben berechnet.

Querschnittsaktivitäten

Die Deutsche Telekom verfügt über einen Fuhrpark, der sowohl Dienstwagen als auch Service-Fahrzeuge umfasst. Damit ist die Wirtschaftsaktivität „Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen“ (CCM 6.5) als Querschnittsaktivität relevant, die den Erwerb, das Leasing und den Betrieb von Fahrzeugen der Klassen M1 und N1 (Pkws und leichte Nutzfahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von maximal 3,5 t) abdeckt. Da wir insbesondere in Deutschland und der EU die Elektrifizierung unserer Flotte vorantreiben, erfüllt ein Teil der beschafften Neufahrzeuge bereits die durch die EU-Taxonomie festgelegten CO2-Grenzwerte. Für diese Fahrzeuge konnte auch die Konformität mit den wesentlichen übrigen Anforderungen der EU-Taxonomie nachgewiesen werden, die sich auf geltendes EU-Recht für Neufahrzeuge beziehen. Da den Fahrzeugnutzern die Wahl der Fahrzeugreifen freisteht, konnte die Taxonomiekonformität der Reifen für das Berichtsjahr nicht nachgewiesen werden. Deshalb weisen wir die Investitionsausgaben, die mit unserer Fahrzeugflotte verbunden sind, als nicht taxonomiekonform aus.

Berechnung der Taxonomie-KPIs

Die Gesamtwerte der Deutschen Telekom, die der Berechnung gemäß EU-Taxonomie zugrunde liegen, beliefen sich für das Berichtsjahr beim Umsatz auf 115,8 Mrd. € (2023: 112,0 Mrd. €), bei den Investitionsausgaben auf 25,6 Mrd. € (2023: 24,3 Mrd. €) und bei den Betriebsausgaben auf 0,5 Mrd. € (2023: 0,4 Mrd. €). Dabei entspricht der Umsatz gemäß EU-Taxonomie den Umsatzerlösen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Konzernabschluss. Die relevanten Investitionsausgaben wurden auf Basis der Konzernbilanz des Konzernabschlusses ermittelt und ergeben sich aus der Summe der Zugänge von Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten (ohne Goodwill) und Nutzungsrechten. Zudem umfassen sie Zugänge aus diesen erworbenen Vermögenswerten aus Unternehmenszusammenschlüssen und Zugänge, die in den als zur Veräußerung gehaltenen langfristigen Vermögenswerten und Veräußerungsgruppen ausgewiesen werden. Die Angaben zu den Investitionsausgaben sind entsprechend den Vorschriften der EU-Taxonomie nicht Bestandteil eines Investitionsausgabenplans (Capex-Plan). Als relevante Betriebsausgaben definiert die EU-Taxonomie Aufwendungen für Gebäudesanierungsmaßnahmen, kurzfristiges Leasing, Wartung und Reparatur, Forschung und Entwicklung sowie andere direkte Aufwendungen im Zusammenhang mit der täglichen Wartung von Sachanlagen. Die im Folgenden als taxonomiefähig bzw. -konform ausgewiesenen Angaben zu Umsatz, Investitions- und Betriebsausgaben sind direkt dem Betrieb von Rechenzentren entsprechend der Wirtschaftsaktivität CCM 8.1 bzw. dem Bereitstellen von ICT-Lösungen entsprechend der Wirtschaftsaktivität CCM 8.2 und der Vermietung von Geräten gemäß Wirtschaftsaktivität CE 5.5 auf Produktgruppenebene zugeordnet. Mit den Querschnittsaktivitäten erwirtschafteten wir keine Umsätze. Der Wirtschaftsaktivität CCM 6.5 wurden ausschließlich Investitionsausgaben zugerechnet. Um Doppelzählungen im Sinne der EU-Taxonomie zu vermeiden, haben wir taxonomiefähige Cloud-Lösungen von T-Systems fast ausschließlich der Wirtschaftsaktivität CCM 8.2 zugerechnet; wir berichten jene wenigen Lösungsportfolios unter der Wirtschaftsaktivität CCM 8.1, die nicht taxonomiefähig gemäß Wirtschaftsaktivität CCM 8.2 sind. Die Vermietung von Geräten an unsere Kunden gemäß Wirtschaftsaktivität CE 5.5 überschneidet sich nicht mit den Lösungen, die unter die Wirtschaftsaktivitäten CCM 8.1 und CCM 8.2 fallen. Im Fall der zur Querschnittsaktivität CCM 6.5 zugeordneten Investitions- und Betriebsausgaben ist ein unmittelbarer Zusammenhang mit den ausgewiesenen umsatzrelevanten Wirtschaftsaktivitäten ausgeschlossen. Da die EU-Taxonomie unser Kerngeschäft bisher nicht adäquat erfasst, ergibt sich bei aggregierter Betrachtung der Taxonomiefähigkeit aller Wirtschaftsaktivitäten auch für 2024 nur ein geringer taxonomiefähiger Anteil vom Umsatz in Höhe von 2,5 % (2023: 2,5 %), von den Investitionsausgaben in Höhe von 2,2 % (2023: 2,1 %) und von den Betriebsausgaben in Höhe von 29,1 % (2023: 33,2 %) für die Deutsche Telekom. Beim Umsatz entfällt der größte taxonomiefähige Anteil in Höhe von 1,0 % (2023: 1,0 %) auf die Wirtschaftsaktivität CCM 8.1, die Datenverarbeitung und Hosting umfasst, gefolgt von der Wirtschaftsaktivität CCM 8.2 in Höhe von 0,8 % (2023: 0,8 %), zu der die geschäftsbezogenen Webkonferenzlösungen einen wesentlichen Beitrag leisten. Mit der Vermietung von Endgeräten gemäß Wirtschaftsaktivität CE 5.5 erwirtschafteten wir relevante taxonomiefähige Umsätze, die sich auf 0,6 % (2023: 0,6 %) des Gesamtumsatzes beliefen.

Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 68

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Bei den Investitionsausgaben entfällt der größte taxonomiefähige Anteil in Höhe von 1,0 % (2023: 0,9 %) ebenfalls auf die Wirtschaftsaktivität CCM 8.1. Für die Wirtschaftsaktivität CE 5.5 investierten wir 0,6 % (2023: 0,7 %) der relevanten Investitionsausgaben. Die Querschnittsaktivität CCM 6.5 übernimmt lediglich eine unterstützende Funktion für das Kerngeschäft der Deutschen Telekom. Der taxonomiefähige Anteil liegt hier bei 0,6 % (2023: 0,5 %). Der größte Anteil taxonomiefähiger Investitionsausgaben entfällt auf Sachanlagen mit 71,0 % (2023: 76,4 %), gefolgt von Nutzungsrechten mit 19,4 % (2023: 15,5 %) und immateriellen Vermögenswerten mit 9,6 % (2023: 8,0 %). Bei den direkten Betriebsausgaben umfasst der größte Teil die Wirtschaftsaktivität CCM 8.1 mit 16,5 % (2023: 19,1 %). Auf die Wirtschaftsaktivität CCM 8.2 entfällt an zweiter Stelle 12,7 % (2023: 14,1 %). Im Geschäftsjahr 2024 beläuft sich der taxonomiekonforme Anteil aller Wirtschaftsaktivitäten der Deutsche Telekom auf 0,5 % (2023: 0,2 %) des Umsatzes, 0,3 % (2023: 0,0 %) der Investitionsausgaben und 0,0 % (2023: 0,5 %) der Betriebsausgaben. Der taxonomiekonforme Anteil des Umsatzes resultiert sowohl aus der Wirtschaftsaktivität CE 5.5, deren Taxonomiekonformität wir gemäß den gesetzlichen Anforderungen erstmals für dieses Berichtsjahr offenlegen, als auch aus der Wirtschaftsaktivität CCM 8.2. Zur Taxonomiekonformität bei den Investitionsausgaben trägt im Geschäftsjahr 2024 nur die Wirtschaftsaktivität CE 5.5 bei.

Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 69

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Kennzahlen zur EU-Taxonomie

Wirtschaftsaktivitäten Code Umsatz 2024 in Mio. € Umsatz 2024 in % Klima- schutz An- passung an den Klima- wandel Wasser Umwelt- ver- schmutz- ung Kreis- lauf- wirt- schaft Bio- logische Vielfalt Klima- schutz An- passung an den Klima- wandel Wasser Umwelt- ver- schmutz- ung Kreis- lauf- wirt- schaft Bio- logische Vielfalt Mindest- schutz Anteil taxonomie- konformer (A.1.) oder taxonomie- fähiger (A.2.) Umsatz 2023 in % Kategorie ermögli- chende Tätigkeit Kategorie Über- gangs- tätigkeit
A. Taxonomiefähige Tätigkeiten
A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform)
Datenbasierte Lösungen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen CCM 8.2 255 0,2 J N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL J J J J J J J 0,2 E
Produkt als Dienstleistung und andere kreislauf- und ergebnisorientierte Dienstleistungsmodelle CE 5.5 307 0,3 N/EL N/EL N/EL N/EL J N/EL J J J J J J J -
Umsatz ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1.) 562 0,5 0,2
davon: ermöglichende Tätigkeiten 255 0,2 0,2 E
davon: Übergangstätigkeiten 0 0,0 0,0 T
A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten)
Datenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten CCM 8.1 1.207 1,0 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 1,0
Datenbasierte Lösungen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen CCM 8.2 718 0,6 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,6
Produkt als Dienstleistung und andere kreislauf- und ergebnisorientierte Dienstleistungsmodelle CE 5.5 399 0,3 N/EL N/EL N/EL N/EL EL N/EL 0,6
Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen CCM 6.5 0 0,0 EL N/EL N/EL N/EL N/EL N/EL 0,0
Umsatz taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2.) 2.324 2,0 2,2
A. Umsatz taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1. + A.2.) 2.886 2,5 2,5
B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten
Umsatz nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten 112.884 97,5 97,5
Gesamt 115.769 100,0 100,0

a Bedeutungen von Abkürzungen: J: Ja, taxonomiefähige und mit dem relevanten Umweltziel taxonomiekonforme Tätigkeit; N: Nein, taxonomiefähige, aber mit dem relevanten Umweltziel nicht taxonomiekonforme Tätigkeit; EL: Eligible, für das jeweilige Ziel taxonomiefähige Tätigkeit; N/EL: Not eligible, für das jeweilige Umweltziel nicht taxonomiefähige Tätigkeit.| Für weitere Angaben zum Umsatz verweisen wir auf die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Konzernabschluss bzw. auf Angabe 20 „Umsatzerlöse“ im Konzernanhang. Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 70 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024. Kriterien für einen wesentlichen Beitrag a DNSH-Kriterien (keine erhebliche Beeinträchtigung) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wirtschaftsaktivitäten | Code | Investitions- ausgaben (Capex) 2024 | Klima- schutz | An- passung an den Klima- wandel b | Wasser | Umwelt- ver- schmutz- ung | Kreis- lauf- wirt- schaft | Bio- logische Vielfalt | Klima- schutz | An- passung an den Klima- wandel | Wasser | Umwelt- ver- schmutz- ung | Kreis- lauf- wirt- schaft | Bio- logische Vielfalt | Mindest- schutz | Anteil taxono- mie- konformer (A.1.) oder taxono- mie- fähiger (A.2.) Capex 2023 | Kategorie | ermögli- chende Tätigkeit | Kategorie | Über- gangs- tätigkeit |
| | | in Mio. € | in % | J, N, EL, N/EL | J, N, EL, N/EL | J, N, EL, N/EL | J, N, EL, N/EL | J, N, EL, N/EL | J, N, EL, N/EL | J, N | J, N | J, N | J, N | J, N | J, N | J, N | in % | E | T |
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| Datenbasierte Lösungen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen | CCM 8.2 | 0 | 0,0 | J | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | J | J | J | J | J | J | J | 0,0 | E | | |
| Produkt als Dienstleistung und andere kreislauf- und ergebnisorientierte Dienstleistungsmodelle | CE 5.5 | 75 | 0,3 | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | J | N/EL | J | J | J | J | J | J | J | - | | | E |
| Capex ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1.) | | 75 | 0,3 | | | | | | | | | | | | | | 0,0 | | | |
| davon: ermöglichende Tätigkeiten | | 0 | 0,0 | | | | | | | | | | | | | | 0,0 | E | | |
| davon: Übergangstätigkeiten | | 0 | 0,0 | | | | | | | | | | | | | | 0,0 | | T | |
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| Datenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten | CCM 8.1 | 248 | 1,0 | EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | | | | | | | | 0,9 | | | E |
| Datenbasierte Lösungen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen | CCM 8.2 | 1 | 0,0 | EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | | | | | | | | 0,0 | | | E |
| Produkt als Dienstleistung und andere kreislauf- und ergebnisorientierte Dienstleistungsmodelle | CE 5.5 | 89 | 0,3 | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | EL | N/EL | | | | | | | | 0,7 | | | E |
| Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen | CCM 6.5 | 150 | 0,6 | EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | | | | | | | | 0,5 | | | E |
| Capex taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2.) | | 488 | 1,9 | | | | | | | | | | | | | | 2,1 | | | |
| A. Capex taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1. + A.2.) | | 562 | 2,2 | | | | | | | | | | | | | | 2,1 | | | |
| B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| Capex nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten | | 25.078 | 97,8 | | | | | | | | | | | | | | 97,9 | | | |
| Gesamt | | 25.641 | 100,0 | | | | | | | | | | | | | | 100,0 | | | |

a Bedeutungen von Abkürzungen: J: Ja, taxonomiefähige und mit dem relevanten Umweltziel taxonomiekonforme Tätigkeit; N: Nein, taxonomiefähige, aber mit dem relevanten Umweltziel nicht taxonomiekonforme Tätigkeit; EL: Eligible, für das jeweilige Ziel taxonomiefähige Tätigkeit; N/EL: Not eligible, für das jeweilige Umweltziel nicht taxonomiefähige Tätigkeit.
b Wirtschaftsaktivitäten, die für das Umweltziel „Anpassung an den Klimawandel“ (CCA) taxonomiefähig sind, wurden für das Geschäftsjahr 2024 nicht identifiziert. Laut Bekanntmachung der Kommission C/2023/305 (Frage 18) sind nur solche Wirtschaftsaktivitäten als taxonomiefähig auszuweisen, für die infolge der Klimarisikoanalyse ein Maßnahmenplan zur Anpassung der Aktivitäten an den Klimawandel aufgestellt wurde. Dies trifft auf unsere Wirtschaftsaktivitäten nicht zu, da die bestehenden Anpassungsmaßnahmen einen ausreichenden Schutz gegen mögliche Klimagefahren bieten.

| Für weitere Angaben zu den Investitionsausgaben verweisen wir auf die Angaben 6 „Immaterielle Vermögenswerte“, 7 „Sachanlagen“, 8 „Nutzungsrechte“ sowie auf den Abschnitt „Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen“ im Konzernanhang. Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 71 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024. Kriterien für einen wesentlichen Beitrag a DNSH-Kriterien (keine erhebliche Beeinträchtigung) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Wirtschaftsaktivitäten | Code | Betriebs- ausgaben (Opex) 2024 | Klima- schutz | An- passung an den Klima- wandel b | Wasser | Umwelt- ver- schmutz- ung | Kreis- lauf- wirt- schaft | Bio- logische Vielfalt | Klima- schutz | An- passung an den Klima- wandel | Wasser | Umwelt- ver- schmutz- ung | Kreis- lauf- wirt- schaft | Bio- logische Vielfalt | Mindest- schutz | Anteil taxono- mie- konformer (A.1.) oder taxono- mie- fähiger (A.2.) Opex 2023 | Kategorie | ermögli- chende Tätigkeit | Kategorie | Über- gangs- tätigkeit |
| | | in Mio. € | in % | J, N, EL, N/EL | J, N, EL, N/EL | J, N, EL, N/EL | J, N, EL, N/EL | J, N, EL, N/EL | J, N, EL, N/EL | J, N | J, N | J, N | J, N | J, N | J, N | J, N | in % | E | T |
| A. Taxonomiefähige Tätigkeiten | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| A.1. Ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (taxonomiekonform) | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| Datenbasierte Lösungen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen | CCM 8.2 | 0 | 0,0 | J | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | J | J | J | J | J | J | J | 0,5 | E | | |
| Produkt als Dienstleistung und andere kreislauf- und ergebnisorientierte Dienstleistungsmodelle | CE 5.5 | 0 | 0,0 | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | J | N/EL | J | J | J | J | J | J | J | - | | | E |
| Opex ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (taxonomiekonform) (A.1.) | | 0 | 0,0 | | | | | | | | | | | | | | 0,5 | | | |
| davon: ermöglichende Tätigkeiten | | 0 | 0,0 | | | | | | | | | | | | | | 0,5 | E | | |
| davon: Übergangstätigkeiten | | 0 | 0,0 | | | | | | | | | | | | | | 0,0 | | T | |
| A.2. Taxonomiefähige, aber nicht ökologisch nachhaltige Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| Datenverarbeitung, Hosting und damit verbundene Tätigkeiten | CCM 8.1 | 78 | 16,5 | EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | | | | | | | | 19,1 | | | E |
| Datenbasierte Lösungen zur Verringerung der Treibhausgasemissionen | CCM 8.2 | 60 | 12,7 | EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | | | | | | | | 13,6 | | | E |
| Produkt als Dienstleistung und andere kreislauf- und ergebnisorientierte Dienstleistungsmodelle | CE 5.5 | 0 | 0,0 | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | EL | N/EL | | | | | | | | 0,0 | | | E |
| Beförderung mit Motorrädern, Personenkraftwagen und leichten Nutzfahrzeugen | CCM 6.5 | 0 | 0,0 | EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | N/EL | | | | | | | | 0,0 | | | E |
| Opex taxonomiefähiger, aber nicht ökologisch nachhaltiger Tätigkeiten (nicht taxonomiekonforme Tätigkeiten) (A.2.) | | 138 | 29,1 | | | | | | | | | | | | | | 32,7 | | | |
| A. Opex taxonomiefähiger Tätigkeiten (A.1. + A.2.) | | 138 | 29,1 | | | | | | | | | | | | | | 33,2 | | | |
| B. Nicht taxonomiefähige Tätigkeiten | | | | | | | | | | | | | | | | | | | |
| Opex nicht taxonomiefähiger Tätigkeiten | | 335 | 70,9 | | | | | | | | | | | | | | 66,8 | | | |
| Gesamt | | 473 | 100,0 | | | | | | | | | | | | | | 100,0 | | | |

a Bedeutungen von Abkürzungen: J: Ja, taxonomiefähige und mit dem relevanten Umweltziel taxonomiekonforme Tätigkeit; N: Nein, taxonomiefähige, aber mit dem relevanten Umweltziel nicht taxonomiekonforme Tätigkeit; EL: Eligible, für das jeweilige Ziel taxonomiefähige Tätigkeit; N/EL: Not eligible, für das jeweilige Umweltziel nicht taxonomiefähige Tätigkeit.
b Wirtschaftsaktivitäten, die für das Umweltziel „Anpassung an den Klimawandel“ (CCA) taxonomiefähig sind, wurden für das Geschäftsjahr 2024 nicht identifiziert. Laut Bekanntmachung der Kommission C/2023/305 (Frage 18) sind nur solche Wirtschaftsaktivitäten als taxonomiefähig auszuweisen, für die infolge der Klimarisikoanalyse ein Maßnahmenplan zur Anpassung der Aktivitäten an den Klimawandel aufgestellt wurde. Dies trifft auf unsere Wirtschaftsaktivitäten nicht zu, da die bestehenden Anpassungsmaßnahmen einen ausreichenden Schutz gegen mögliche Klimagefahren bieten.

Für weitere Angaben zu den Betriebsausgaben verweisen wir auf Angabe 26 „Sonstige betriebliche Aufwendungen“ im Konzernanhang. Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung 72 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.
ESRS E1 – Klimawandel
Die Digitalisierung verändert unsere Gesellschaft. Wir wollen diesen Wandel begleiten und das Leben der Menschen vereinfachen. Die zunehmende digitale Vernetzung verbraucht jedoch auch große Mengen an Energie. Wir möchten eine Vorreiterrolle im Klimaschutz einnehmen. Dazu setzen wir uns konzernweite Klimaziele. Der folgende Index zeigt die durch die Wesentlichkeitsanalyse identifizierten Angabepflichten in Bezug auf den Themenstandard „Klimawandel“.
ESRS-Index nach ESRS 2
Angabepflicht Bezeichnung mit Referenz
ESRS E1 – Klimawandel
ESRS 2 GOV-3 E1 Einbeziehung der nachhaltigkeitsbezogenen Leistung in Anreizsysteme
ESRS E1-1 Übergangsplan für den Klimaschutz
ESRS 2 SBM-3 E1 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell (Nutzung Phase-in-Option für ESRS 2 SBM-3 § 48e)
ESRS 2 IRO-1 E1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen
ESRS E1-2 Leitlinien im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel
ESRS E1-3 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimastrategien
ESRS E1-4 Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel
ESRS E1-5 Energieverbrauch und Energiemix
ESRS E1-6 THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen
ESRS E1-7 Treibhausgas-Entnahmen und Projekte zur Verringerung von Treibhausgasen, finanziert über Treibhausgas-Zertifikate
ESRS E1-8 Interne CO 2 -Bepreisung
ESRS E1-9 Erwartete finanzielle Effekte wesentlicher physischer Risiken und Übergangsrisiken sowie potenzielle klimabezogene Chancen (Nutzung Phase-in-Option)
Strategie
ESRS E1 – Übergangsplan für den Klimaschutz
Wir haben einen sog. Transitionsplan entwickelt, welchen wir zur internen Steuerung und Planung unserer Emissions-Reduktionsmaßnahmen nutzen. Zugleich hilft er uns dabei, unsere Interessengruppen über unseren Weg zu „Netto-Null“-Emissionen zu informieren. Die Basis für den Transitionsplan bilden die Berechnungen der Treibhausgas-Emissionen der vergangenen Jahre sowie unsere kurz-, mittel- und langfristigen Klimaziele. Der Transitionsplan wurde vom Vorstand und Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG bestätigt.

| Weitere Informationen zu unseren THG-Emissionsreduktionszielen finden Sie im Abschnitt „ESRS E1-4 – Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel“. Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 73 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024. |
|---|---|# Transitionsplan für „Netto-Null“-Emissionen

a Die Daten beruhen teilweise auf Schätzungen, Annahmen und Hochrechnungen.
b Die Werte zum Jahr 2020 wurden im Berichtsjahr aufgrund von methodischen und strukturellen Anpassungen rückwirkend angepasst. Der CO 2 -Ausstoß (Scope 1 und 2) enthält seit 2023 auch flüchtige Emissionen aus Kühl- und Feuerschutzmitteln.

Der Transitionsplan beinhaltet unsere zentralen Ansatzpunkte zur Dekarbonisierung, wie den Stromverbrauch unserer Netze, den Kraftstoffverbrauch in der Flotte, die Wärmeenergieverbräuche im Gebäudebereich, die Emissionsreduktion in der Produktion bei unseren Lieferanten und die Steigerung der Produkteffizienz in der Nutzungsphase. Die Dekarbonisierungshebel im Rahmen des Transitionsplans werden nach Scope 1–3 differenziert. Sie beinhalten bei Scope-3-Emissionen sowohl vorgelagerte als auch nachgelagerte Emissionen. Aktuelle sowie geplante Maßnahmen zur Reduktion unserer THG- Emissionen (Scope 1, 2 und 3) beschreiben wir im Abschnitt „ESRS E1-3 – Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimastrategien“. Die finanzielle Quantifizierung unserer Reduktionsmaßnahmen wird umfassend durch den Transitionsplan berücksichtigt.

Gemäß unseres Transitionsplans planen wir mit Betriebs- und Investitionsausgaben für den Zeitraum von 2025 bis 2028 von ca. 0,3 Mrd. € in der nachgelagerten Wertschöpfungskette. Hier liegt ein wesentlicher Hebel darin, die Effizienz der Produkte und Lösungen in der Nutzungsphase zu steigern. Es handelt sich maßgeblich um Investitionen in Sachanlagen. Grundsätzlich liegt in der Lieferkette der Schwerpunkt der Maßnahmen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette. Da die Umsetzung bei den Lieferanten stattfindet, erfordern die Maßnahmen unsererseits keine Betriebs- oder Investitionsausgaben in nennenswertem Umfang. Bei den Scope-1-Emissionen liegt ein wesentlicher Hebel in der Elektrifizierung unserer Fahrzeugflotte.

Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 74
Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Hier planen wir im vorgenannten Zeitraum mit ca. 0,2 Mrd. € Betriebs- und Investitionsausgaben. T-Mobile US ist in der Quantifizierung unserer Maßnahmen derzeit nicht integriert.

Die genannten wesentlichen Hebel zur Dekarbonisierung unserer Geschäftstätigkeit sind bislang nicht durch die EU- Taxonomie abgedeckt, deshalb machen taxonomiefähige Wirtschaftsaktivitäten nur einen kleinen Teil an unserem Transitionsplan aus. | Weitere Informationen zur Taxonomie finden Sie im Abschnitt „Angaben nach Artikel 8 der Verordnung 2020/852 (Taxonomie-Verordnung)“.

Gebundene THG-Emissionen im Zusammenhang mit unseren wichtigsten Vermögenswerten und Produkten liegen nicht vor. Unsere Rechenzentren werden ausschließlich über Strom aus erneuerbaren Energien betrieben. Durch flüchtige THG-Emissionen, die durch Leckagen, Entlüftungen oder andere unkontrollierte Freisetzungen entstehen können, ist keine Gefährdung unserer THG-Emissionsreduktionsziele und keine Erhöhung von Übergangsrisiken abzuleiten. Aufgrund unserer Zugehörigkeit zur Telekommunikations-/Netztechnologiebranche sind wir von den Paris-abgestimmten EU-Referenzwerten betroffen, die als „Klima-Benchmarks“ mit den Pariser Klimazielen in Einklang stehen und mehr Transparenz und Vergleichbarkeit von nachhaltigen Investitionen schaffen sollen.

ESRS 2 SBM-3 E1 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Die Tabelle zeigt die wesentlichen Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Gesellschaft und Umwelt, die wir durch die doppelte Wesentlichkeitsanalyse identifiziert haben. | Übergeordnete Angaben zum Zusammenspiel der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen mit unserer Strategie und unserem Geschäftsmodell finden Sie im Abschnitt „ESRS 2 SBM-3 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell“.

Wertschöpfungskette Art der Auswirkungen Beschreibung Bezug zu Geschäftsmodell/Strategie
Klimaschutz & Anpassung an den Klimawandel Vorgelagert Negativ (tatsächlich/kurzfristig: <1 Jahr) Herstellung und Transport der für das Geschäft der Deutschen Telekom relevanten Produkte (u. a. Soft- und Hardware sowie Festnetz- und Mobilfunk-Infrastruktur) verursachen THG-Emissionen, die zur globalen Erwärmung beitragen und so den menschgemachten Klimawandel vorantreiben. In der vorgelagerten Lieferkette fallen insbesondere bei der Produktion von Komponenten wie Kabeln, Antennen, Leitungen und Verteilern erhebliche Emissionen an.
Eigene Geschäftstätigkeit Negativ (tatsächlich/kurzfristig: <1 Jahr) Der Betrieb unserer eigenen Standorte (inklusive Heizung, Kühlung und Stromversorgung) sowie die Fahrten mit den Fahrzeugen unseres Fuhrparks verursachen Emissionen. Insgesamt beziehen wir jedoch mehr als 90 % unseres gesamten Energiebedarfs aus erneuerbaren Energien und decken nur einen geringen Anteil mit konventioneller (fossiler) Energieerzeugung (z. B. Erdgas für Heizungen) ab. Mit steigendem Angebot und steigender Nachfrage nach Cloud-basierten Diensten nehmen ebenfalls der Leistungsbedarf der Rechenzentren und die damit verbundenen THG-Emissionen zu. Geringe Teile der Netze benötigen noch Dieselgeneratoren (z. B. zur Wiederherstellung und Sicherstellung beschädigter Netzinfrastruktur oder weil sie an abgelegenen Standorten liegen). Darüber hinaus werden durch die Ausbaumaßnahmen im Tiefbau relevante THG-Emissionen verursacht, die einen hohen Einfluss auf das Klima haben. Ausgehend vom Geschäftsmodell
Eigene Geschäftstätigkeit Positiv (tatsächlich/kurzfristig: <1 Jahr) Wir schließen langfristige Stromlieferverträge (Power Purchase Agreements, PPAs) ab und erhöhen dadurch den Anteil der erneuerbaren Energieträger im Strommix. Außerdem können durch die Errichtung von energiebilanziell autarken Rechenzentren potenziell positive Auswirkungen entstehen, da sich diese durch ein Zusammenspiel aus regenerativer Erzeugung, Speicherung und volatilen Stromlasten bilanziell selbst versorgen. Ausgehend vom Geschäftsmodell
Nachgelagert Negativ (tatsächlich/kurzfristig: <1 Jahr) Grundsätzlich werden in unseren europäischen Landesgesellschaften anfallende Abfälle der Netzinfrastruktur und zurückgenommene Geräte recycelt, verkauft oder entsorgt; auch weltweit ist das unser Bestreben. Dennoch können wir nicht vollständig sicherstellen, dass kein Teil des elektronischen Abfalls exportiert und nicht ordnungsgemäß verwertet wird. Die Behandlung von elektronischem Abfall und geringe Recyclingquoten in der nachgelagerten Wertschöpfungskette führen zu erhöhten THG-Emissionen. Verbindung zum Geschäftsmodell
Nachgelagert Positiv (tatsächlich/kurzfristig: <1 Jahr) Wenn physische Prozesse durch Online-Dienste ersetzt werden, führt dies direkt oder indirekt zu Ressourcen- und CO 2 -Emissionseinsparungen bei Geschäftskunden sowie Einzelpersonen. Das energieeffiziente Hosting auf der Infrastruktur der Deutschen Telekom und die Optimierung von Prozessen durch Online-Dienste spart bei Kunden direkt oder indirekt Energie ein (Enablement). Verbindung zum Geschäftsmodell
Energie Eigene Geschäftstätigkeit Negativ (tatsächlich/kurzfristig: <1 Jahr) Die Rechenzentren von T-Systems werden zu ca. 30 bis 50 % mit adiabatischer Kühlung (Verdunstungskühlung) gekühlt. Der Energiebedarf wird mit Strom aus erneuerbaren Quellen gedeckt. Durch die steigende Nachfrage nach Cloud-basierten Diensten steigt die nachgefragte IT- Leistung und der Energiebedarf der Rechenzentren.

Die nachfolgende Übersicht zeigt die wesentlichen themenspezifischen Risiken und Chancen der Deutschen Telekom und ihre finanziellen Effekte auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. | Risiken und Chancen, die in den nächsten zwei Jahren ein Top-Risiko darstellen, finden Sie im Kapitel „Risiko- und Chancen-Management“.

Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 75
Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Wertschöpfungskette Risiko/Chance Beschreibung
Klimaschutz & Anpassung an den Klimawandel Eigene Geschäftstätigkeit Chance: Die steigenden Anforderungen von Interessengruppen, insbesondere von Investoren, NGOs und Kunden, können eine strategische Chance für umweltverträglicheres Handeln bieten. Durch die zunehmenden Erwartungen und Forderungen dieser Gruppen werden wir dazu veranlasst, unsere Geschäftsstrategien und -praktiken nachhaltiger zu gestalten. Zudem dient es als Motivation, innovative und umweltfreundliche Lösungen zu entwickeln, wodurch sich finanzielle Chancen ergeben. Ebenfalls können Wettbewerbsvorteile erzielt werden, durch die Positionierung als verantwortungsbewusstes und zukunftsorientiertes Unternehmen.
Eigene Geschäftstätigkeit Physisches Risiko Die Auswirkungen des Klimawandels, z. B. durch extreme Wetterereignisse, können zu Reparaturkosten für Ausfälle der Netzinfrastruktur etwa durch Überschwemmungen oder Waldbrände führen. Zudem können die Versicherungskosten steigen. Zur Anpassung an den Klimawandel und zur Vermeidung von Umweltverschmutzung und Emissionen stellen wir den Fuhrpark sukzessive auf Elektromobilität um. Auch dies ist mit Kosten verbunden.
Energie Vorgelagert Transitorisches Risiko: Höhere Kosten durch die Energiebepreisung können ein finanzielles Risiko darstellen.
Vorgelagert/Eigene Geschäftstätigkeit Transitorisches Risiko Finanzielle Risiken können durch steigende Emissionen und damit einhergehend steigende Kosten für CO 2 -Kompensation durch einen erhöhten Energieverbrauch oder durch Reputationsschäden bei Zielverfehlungen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette sowie bei internen Prozessen entstehen.

2024 haben wir unsere Klimaszenarioanalyse aktualisiert und die damit einhergehende Resilienzanalyse durchgeführt. Die Ergebnisse der Szenarioanalyse zeigen, dass bis zum Jahr 2050 für den Großteil der deutschen Standorte nur geringe physische Risiken bestehen.# An den Standorten unserer kroatischen und ungarischen Landesgesellschaften erwarten wir mittlere Gefahren, z. B. durch Hitze. In Griechenland werden v. a. Waldbrände zur Gefahr. Die häufigsten potenziellen physischen Risiken, denen die Standorte von T-Mobile US ausgesetzt sind, hängen mit Hitze, Dürre und Starkniederschlag zusammen. Wir sind auf die zunehmenden Auswirkungen physischer Risiken, z. B. durch Veränderungen in den Niederschlagsmustern und extreme Variabilität der Wettermuster, vorbereitet und haben bereits umfassende Anpassungsmaßnahmen umgesetzt. Unser Risiko- und Chancen-Management stützt sich auf mehrere Säulen: Wir bauen unsere Telekommunikationsnetze flexibel auf. Für die meisten kritischen Standorte stellen wir eine unterbrechungsfreie Notstromversorgung über mobile und feste Dieselgeneratoren und Batterien sicher. Unser Krisenmanagement hilft zudem bei der zügigen Wiederherstellung im Falle von Unterbrechungen. Über Versicherungen decken wir die Risiken von Schäden an Gebäuden und an der Netzinfrastruktur der Deutschen Telekom ab. In Bezug auf einige Klimarisiken können wir keine vollständige Resilienz gewährleisten, etwa bei Feuer- oder Überflutungsereignissen. Es ist nicht möglich, die Standorte der Deutschen Telekom vollumfänglich vor diesen physischen Klimagefahren zu bewahren. Deshalb haben wir mit dem Emergency Response Plan eine Handlungsstrategie ausgearbeitet, die greift, wenn bei Extremwetterereignissen z. B. die Netzinfrastruktur beschädigt wird. Damit kann auch im Krisenfall eine Versorgung über Telekommunikationsnetze sichergestellt werden. Im Fokus der Resilienzanalyse in Bezug auf physische Klimarisiken in unserer eigenen Geschäftstätigkeit standen die übergeordneten Standorttypen „Rechenzentren“, „Mobilfunknetz“ und „Festnetz“. Hier können aus extremen Wetterereignissen wesentliche Risiken entstehen, die ein sehr hohes Schadensausmaß, aber eine sehr geringe Eintrittswahrscheinlichkeit aufweisen. Darüber hinaus analysierten wir, wie widerstandsfähig unser Geschäftsmodell gegenüber möglichen zukünftigen Folgen des Klimawandels ist. Hierzu betrachteten wir Übergangsaspekte, also Faktoren, die im Zusammenhang mit dem Übergang zu einer emissionsarmen, klimaresilienten Wirtschaft stehen. Aus denen können transitorische Risiken, z. B. als Folge von politischen Veränderungen oder Gesetzgebungen, entstehen. In dieser transitorischen Resilienzanalyse berücksichtigten wir ausschließlich unsere eigene Geschäftstätigkeit, d. h. unsere Rechenzentren, Mobilfunk- und Festnetz sowie Geräte (Smartphones, Router usw.). Die kritischen Annahmen zur Analyse der Resilienz unseres Geschäftsmodells in Bezug auf Klimarisiken basieren für physische Klimarisiken auf dem Klimaszenario SSP5-8.5, welches vom Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) verwendet wird, sowie für transitorische Klimarisiken auf dem „Net Zero Emissions 2050 Szenario“ (NZE) der International Energy Agency (IEA). Die wesentlichen kritischen Annahmen lauten: ▪ SSP5-8.5: Dieses Szenario führt zu einem globalen Temperaturanstieg von 4° Celsius. Es beschreibt einen gesellschaftlichen Entwicklungspfad, bei dem die andauernde verstärkte Nutzung fossiler Brennstoffressourcen im Fokus steht. ▪ NZE: Nach den Einschätzungen der IEA ist dieses Szenario das einzige, das bis 2050 zu einer Begrenzung der Erderwärmung um 1,5° Celsius führt. Bei der Bewertung von Risiken und Chancen haben wir finanzielle Effekte betrachtet und dabei auch physische und transitorische Klimarisiken unter Berücksichtigung bereits bestehender oder geplanter Anpassungs- (Adaptation) und Minderungsmaßnahmen (Mitigation) einbezogen. Dies bezieht sich v. a. auf die implementierte Klimaschutzstrategie, welche die transitorische Risikobewertungen beeinflusst, sowie auf Anpassungsmaßnahmen zur Eindämmung negativer finanzieller Effekte aufgrund von physischen Klimarisiken. Die Analyse hat ergeben, dass die Deutsche Telekom sowohl in Bezug auf wesentliche Übergangs- als auch auf physische Klimarisiken eine insgesamt hohe Widerstandsfähigkeit aufweist. Das bedeutet, dass wir in der Lage sind, unser Geschäftsmodell kurz-, mittel- und langfristig an den Klimawandel anzupassen. Eine Umwidmung, Modernisierung oder Stilllegung von Vermögenswerten oder Produkten und Dienstleistungen ist nicht erforderlich. | Weitere Angaben zur Resilienzanalyse, etwa zum Umfang oder der Verwendung von Klimaszenarien, machen wir in Abschnitt „ESRS 2 IRO-1 E1 – Beschreibung des Verfahrens zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen klimabezogenen Auswirkungen, Risiken und Chancen“.

Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen

ESRS E1-2 – Leitlinien im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel

Die Deutsche Telekom möchte im Rahmen ihrer aktuellen und künftigen Geschäftstätigkeit eine führende Rolle im Klima- und Umweltschutz einnehmen und setzt sich dafür stetig neue Ziele. Unseren Anspruch konkretisieren wir in unserer Umweltleitlinie (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US), die alle relevanten umweltbezogenen Aspekte in unserer eigenen Geschäftstätigkeit sowie in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette berücksichtigt. T-Mobile US hat ebenfalls eine Umweltleitlinie (T-Mobile Environmental Policy) implementiert, die die wesentlichen Elemente und Ansprüche an eine nachhaltige Geschäftspolitik formuliert, so z. B. das Bekenntnis zu Klimaschutz und Ressourcenschonung. Die Umweltleitlinien sind Teil der konzernweiten CR-Strategie. Sie sind öffentlich zugänglich und machen unsere konzernweiten Ziele und Selbstverpflichtungen für unsere Interessengruppen transparent.

Der Bereich GCR ist für die Umweltleitlinie der Deutsche Telekom ohne T-Mobile US und für die Ausrichtung mit den Inhalten der T-Mobile Environmental Policy verantwortlich und trägt somit die Gesamtverantwortung. Die Konzerngesellschaften müssen die in den Leitlinien formulierten Anforderungen in ihren Geschäftsaktivitäten umsetzen und dafür Sorge tragen, dass sie Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 76 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024. die dafür ggf. erforderlichen Systeme implementieren, ihre Mitarbeitern entsprechend anweisen und sie bedarfsgerecht sowie regelmäßig schulen. Die Umsetzung wird über die bestehenden Datenerfassungssysteme und Controlling-Prozesse in den Landesgesellschaften dokumentiert.

Wir überprüfen die Umweltleitlinien jährlich und passen sie an, falls eine der folgenden Bedingungen gegeben ist:

▪ Veränderung der regulatorischen Anforderungen
▪ Veränderung wichtiger Referenzen sowie dahinter liegender Standards, z. B. bei den ISO-Normen oder dem Greenhouse Gas Protocol (GHG-Protokoll)
▪ Neue Erkenntnisse zu bestehenden und nicht hinreichend adressierten Umweltaspekten, z. B. infolge von Weiterentwicklungen der Nachhaltigkeitsstrategie
▪ Veränderungen in den Anforderungen relevanter Interessengruppen, die wir über unsere Stakeholder-Kommunikation und verschiedene Dialogformate erfassen

Sofern Konzerngesellschaften Richtlinien implementiert haben, die über die Anforderungen der Umweltleitlinien hinausgehen, geben wir diesen den Vorzug. Die Umweltleitlinien berücksichtigt u. a. die negativen Auswirkungen, die sich durch unsere THG-Emissionen (Scope 1–3) in Bezug auf den Klimaschutz und die Anpassung an den Klimawandel ergeben, z. B. durch den energieintensiven Betrieb unserer Rechenzentren. Sie beziehen ebenfalls unsere Reduktionsmaßnahmen ein. Die Umweltleitlinie der Deutschen Telekom ohne T-Mobile US adressiert außerdem die positiven Auswirkungen, die mit dem Ausbau von PPAs oder mit der Steigerung der Energieeffizienz im Zuge der Modernisierung unserer Netze einhergehen. Zudem wird dort die nachfolgend beschriebene Klimastrategie berücksichtigt. Beides fließt in unsere CR-Strategie ein.

Klimaneutrales Wirtschaften ist einer der zentralen Schwerpunkte unserer übergeordneten CR-Strategie. Unsere Klimastrategie fokussiert die Schwerpunkte Management der Treibhausgas-Emissionen, erneuerbare Energien, Energieeffizienz und klimafreundliche Produkte. Sie deckt neben den in Abschnitt „ESRS E1-4 – Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel“ genannten Klimazielen auch Maßnahmen ab, die wir im Abschnitt „ESRS E1-3 – Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimastrategien“ beschreiben. Die Klimastrategie unterliegt einem kontinuierlichen Review- und Update-Prozess, um Veränderungen des Markts und der internen Anforderungen zu berücksichtigen.

Die Deutsche Telekom unterstützt darüber hinaus verschiedene international anerkannte Standards und Gütesiegel zur Verbesserung der Energieeffizienz von Produkten und Dienstleistungen, z. B. den „EU Code of Conduct for Data Centres“ oder den „Blauen Engel“ in Deutschland bei der Weiterentwicklung beispielsweise durch die Teilnahme in Arbeitsgruppen.

Für das Management unserer Umweltauswirkungen haben wir ein konzernweites Umwelt-Management-System (UMS) implementiert. Dieses ist Teil des konzernweit integrierten QHSE-Management-Systems (Qualität, Gesundheit, Sicherheit und Umwelt). Das UMS deckt alle Konzerngesellschaften ab und wird regelmäßig von externen Auditoren zertifiziert. Die Basisanforderungen des Systems gelten für alle Beschäftigten der Deutschen Telekom. Bestehende Management-Systeme und Zertifikate außerhalb des UMS integrieren wir sukzessive in das Konzernzertifikat oder passen diese an regionale Ansätze in Bezug auf Management-Systeme an, wenn die über das UMS des Konzerns hinausgehen.

Wir übernehmen Verantwortung sowohl für unsere eigene Geschäftstätigkeit als auch für unsere Lieferketten. Unsere umwelt- und menschrechtsbezogenen Anforderungen kommunizieren wir unseren Lieferanten und Outsourcing-Partnern mit unserem „Supplier Code of Conduct“.# Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung

Mit Unterzeichnung unseres Lieferantenkodex verpflichten sich unsere Lieferanten, den Mindestnachhaltigkeitsanforderungen der Deutschen Telekom nachzukommen und gesetzliche Verpflichtungen sowie internationale Standards zu erfüllen. Die Anforderungen an unsere Produkte, Dienste und Lieferanten überprüfen wir regelmäßig. Nachhaltigkeitskriterien fließen in unsere Entscheidungen über die Auftragsvergabe bei Ausschreibungen ein. Teil unserer nachhaltigen Einkaufsstrategie ist außerdem, mit unseren Lieferanten vertraglich zu vereinbaren, dass sie die Transparenz über ihre THG-Emissionen erhöhen und Reduktionspläne aufstellen müssen.

ESRS E1-3 – Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit den Klimastrategien

Aus den zentralen Hebeln zur Dekarbonisierung, die wir in Abschnitt „ESRS E1-1 – Übergangsplan für den Klimaschutz“ beschreiben, resultieren konkrete Maßnahmen zur THG-Emissionsreduktion. Grundsätzlich haben die Maßnahmen das Zieljahr 2030 bzw. das übergeordnete Ziel, zur Klimaneutralität („Netto-Null“) bis 2040 beizutragen. Für die Scopes 1 und 2 sind dies u. a.:

  • Einkauf von Strom aus erneuerbaren Energien mit Schwerpunkt darauf, die Abdeckung durch PPAs und Eigenerzeugung zu erhöhen
  • Energieeffizienzmaßnahmen durch die Nutzung effizienterer und die Stilllegung veralteter Technologien
  • Flächenreduktion im Gebäudebereich sowie Modernisierungen
  • Elektrifizierung und Reduktion unserer Fahrzeugflotte
  • Elektrifizierung im Heizungsbereich durch Wärmepumpen

Im Einklang mit unserer nachhaltigen Einkaufsstrategie steuert aktuell eine konzernübergreifende Taskforce eine Initiative, die darauf abzielt, THG- Emissionen sowohl auf Lieferanten- als auch auf Produktebene zu reduzieren (Scope 3). Diese Taskforce spielt eine zentrale Rolle dabei, die Bemühungen in allen Segmenten zu koordinieren, und soll einen einheitlichen Ansatz zur Emissionsreduzierung gewährleisten. Weitere Maßnahmen im Scope-3-Bereich sind z. B. die Verlängerung der Produktlebenszeit, die Verbesserung der Energieeffizienz verkaufter Geräte sowie die nachhaltigere Beschaffung bei Materialien und Verpackungen.

Die Energieeffizienz unserer Rechenzentren verbessern wir kontinuierlich mit verschiedenen Maßnahmen. Ein Indikator für die Effizienzsteigerung unserer Rechenzentren ist der sog. PUE-Wert (Power Usage Effectiveness, PUE), den wir nach der Methode der Rechenzentrumsnorm DIN EN 50600 ermitteln. Diese verlangt, dass sämtliche Energieverbräuche der Rechenzentren (nicht nur die zum Betrieb der Server) in die Wertermittlung einfließen. Der PUE-Wert ergibt sich aus dem Verhältnis zwischen der verbrauchten elektrischen Gesamtenergie des Rechenzentrums und der elektrischen Energieaufnahme der IT. Der durchschnittliche globale PUE-Wert unserer T-Systems Rechenzentren lag im Berichtsjahr bei 1,56 (2023: 1,53).

Dank unserer ausreichenden Liquiditätsreserve und dem soliden Investment-Grade-Rating verfügen wir über die notwendige finanzielle Flexibilität und einen ungehinderten Zugang zum Kapitalmarkt. Dadurch bestehen in Bezug auf Investitionen und die Umsetzung geplanter Maßnahmen keine einschränkenden Einflüsse.

ESRS E1-4 – Ziele im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel

Die im Abschnitt „ESRS E1-1 – Übergangsplan für den Klimaschutz“ verortete Grafik zeigt unsere Klimaziele. Dort haben wir zudem erläutert, welche zentralen Hebel zur Dekarbonisierung wir identifiziert haben. Unsere Klimaziele lauten:

  • Konzernweit 100 % Strom aus erneuerbaren Energien (Scope 2, marktbasierte Methode). Dieses Ziel haben wir seit Ende 2021 erreicht.
  • Bis Ende 2025 werden wir bei unseren eigenen Emissionen (Scope 1 und 2) klimaneutral. Dazu werden wir weltweit die Emissionen aus unserem eigenen Betrieb um bis zu 95 % im Vergleich zu 2017 reduzieren. Dass wir konzernweit zu 100 % Strom aus erneuerbaren Energien beziehen, trägt wesentlich zur Erreichung dieses Ziels bei. Wir beabsichtigen, die verbleibenden Emissionen unseres CO2e-Fußabdrucks durch hochwertige Offsetting-Maßnahmen zur Bindung von CO2e aus der Atmosphäre auszugleichen, z. B. durch Aufforstung.
  • Als Zwischenziel auf dem Weg zur Klimaneutralität entlang der gesamten Wertschöpfungskette streben wir an, bis 2030 die CO2e-Emissionen über die Scopes 1–3 hinweg absolut um 55 % gegenüber 2020 zu reduzieren. Dazu stehen wir in engem Dialog mit unseren Lieferanten, um die Emissionen in der Produktion zu verringern und Produkte herstellen zu lassen, die in der Nutzungsphase weniger Energie verbrauchen.
  • Bis spätestens 2040 wollen wir entlang der gesamten Wertschöpfungskette klimaneutral („Netto-Null“) sein – über alle drei Scopes hinweg. Dazu wollen wir im Vergleich zu 2020 mindestens 90 % der Emissionen einsparen; lediglich bis zu 10 % dürfen über hochwertige CO2e-Bindungsprojekte neutralisiert werden.

Generell wollen wir THG-Emissionen, die wir nicht vermeiden können (z. B. durch den Einsatz erneuerbarer Energien, eine verbesserte Energieeffizienz oder die Vereinbarung von Klimazielen mit Lieferanten), durch Kompensationsmaßnahmen so neutralisieren, dass sie dauerhaft der Atmosphäre entzogen werden. Dies kann etwa durch natürliche Senken erreicht werden, wo Treibhausgase von natürlichen Ökosystemen aufgenommen werden. Für die Kompensation haben wir uns die Qualitätsanforderung gesetzt, dass wir nur hochwertige Neutralisationsprojekte (Offsetting-Projekte) nach Oxford Kategorie IV und V nutzen wollen, also die Entnahme von Kohlenstoff aus der Atmosphäre durch kurz- und langlebige Speicherung anstreben.

Unsere Klimaziele haben wir entlang aktueller wissenschaftlicher und regulatorischer Rahmenbedingungen entwickelt. Die Science Based Target initiative (SBTi) hat uns im Berichtsjahr für die aktuellen Ziele erneut bestätigt, dass unsere Klimaziele auch nach ihrer neuen, verschärften Richtlinie zur Einhaltung des Pariser Klimaschutzabkommens beitragen. Den Bezugswert hat die Initiative ebenfalls geprüft.

Bei der Festlegung unserer Reduktionsziele sowie der Prognose ihrer Entwicklung haben wir verschiedene Faktoren berücksichtigt: erwartete Marktentwicklung (Kundenzahlen, Absatz), technische Entwicklungen im eigenen Betrieb aber auch bei Produkten und regulatorische Elemente (z. B. Ausbau erneuerbarer Energie/Strommix). Wir überwachen unsere Klimaziele u. a. anhand der Reduktion unserer THG-Emissionen. Dafür sind mehrere KPIs Teil unseres internen Controlling-Prozesses, inklusive Mehrjahresplanung und unterjähriger Prognosen. Unsere Fortschritte stimmen mit den ursprünglichen Planungen überein. Bei den Scope-2-Emissionen kommt die marktbasierte Methode zum Tragen.

Wir evaluieren kontinuierlich den Markt für neue Technologien und Prozesse, die dem Konzern helfen können, effizienter am Markt zu agieren und wichtige Ressourcen zu sparen. Dazu gehört die eigene Produktentwicklung genauso wie die Zusammenarbeit mit strategischen Lieferanten. Dies gilt in besonderer Weise auch für unsere eigenen Netztechnologien. Bei der Optimierung von Prozessen wird der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) zukünftig eine zunehmend wichtige Rolle einnehmen. Wir nutzen beispielsweise eine KI-Applikation in 5G-Masten.

Kennzahlen

Für die Kennzahlen in diesem Standard erfolgt keine zusätzliche externe Validierung. Die Kennzahlen beruhen teilweise auf Schätzungen, Annahmen und Hochrechnungen.

ESRS E1-5 – Energieverbrauch und Energiemix

Der Gesamtenergieverbrauch ist im Vergleich zum Vorjahr von 12.241.281 MWh auf 11.925.733 MWh gesunken. Die Erzeugung von Energie aus erneuerbaren Quellen betrug im Berichtsjahr 7.819 MWh. Wir sind nicht in klimaintensiven Sektoren tätig.

Gesamtenergieverbrauch im Zusammenhang mit der eigenen Geschäftstätigkeit in MWh 2024 2023
Gesamtverbrauch fossiler Energie 870.723 923.195
Verbrauch aus Kernkraftquellen 0 0
Gesamtverbrauch erneuerbarer Energien 11.055.011 11.318.086
davon: Brennstoffverbrauch für erneuerbare Quellen, einschließlich Biomasse (auch Industrie- und Siedlungsabfälle biologischen Ursprungs), Biokraftstoffe, Biogas, Wasserstoff aus erneuerbaren Quellen usw. 1.090 1.194
davon: Verbrauch aus erworbener und erhaltener Elektrizität, Wärme, Dampf und Kühlung aus erneuerbaren Quellen 11.046.102 11.311.603
davon: Verbrauch selbst erzeugter erneuerbarer Energie, bei der es sich nicht um Brennstoffe handelt 7.819 5.288
Gesamtenergieverbrauch 11.925.733 12.241.281

Die Angaben beruhen auf gemeldeten Zahlen unserer operativen Segmente. Diese wiederum beruhen auf Verbrauchsrechnungen und -angaben lokaler Energieversorger. Wo diese nicht fristgerecht vorliegen, werden Hochrechnungen vorgenommen, um die Verbräuche ohne genaue Verbrauchswerte auf Basis von Informationen über die signifikanten Verbraucher hochzurechnen. Dies passiert durch die Verwendung von Verbrauchsinformationen aus dem Vorjahr und den relevanten Vorperioden sowie aus zusätzlichen Informationen über Anpassungen im Energiebedarf. Alle Zertifikate für erneuerbaren Strom werden durch eine autorisierte bzw. akkreditierte Zertifizierungsstelle gültig gemacht.

Den Fortschritt zur Verbesserung der Energieeffizienz durch Netzmodernisierung messen wir anhand des ESG KPI „Energy Intensity“. Dieser KPI setzt unseren Energieverbrauch in Beziehung zum transportierten Datenvolumen. Durch das Datenvolumen als Bezugsgröße wird eine direkte Verknüpfung zur Leistungsfähigkeit unserer Netze hergestellt. Dabei wird das Datenvolumen in Betracht gezogen, das zwischen unseren Kunden und den jeweiligen Dienstanbietern transportiert wird. Etwaige Mehrfachzählungen eines Pakets über mehrere Abschnitte unserer Netze werden durch verschiedene Annahmen, wie z. B. durch die Beschränkung auf den ersten Eintritt in das Basisnetz, vermieden. Im Zähler wird der gesamte Energieverbrauch aller Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 78 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.Energieträger – Strom, Treibstoff, Gas und Fernwärme – berücksichtigt. Im Berichtsjahr betrug der Energieverbrauch im Verhältnis zum IP-Datenvolumen circa 56 kWh/Terabyte (2023: 70 kWh/Terabyte). Der KPI ist für uns von Relevanz, da die Nutzung und Instandhaltung der Netze mit hohem Energiebedarf einhergeht.

ESG KPI „Energy Intensity“

ESRS E1-6 – THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen

Wir stellen unsere THG-Emissionen Scope 1–3 einheitlich dar, um sie miteinander vergleichen zu können. Dazu rechnen wir sie in Kilotonnen CO 2 - Äquivalente (CO 2 e) um. Indem wir die THG-Emissionen entlang unserer Wertschöpfungskette aufschlüsseln, erhalten wir einen Überblick, an welcher Stelle der Wertschöpfungskette der Großteil der Emissionen anfällt. Die Faktoren, die Einfluss auf die THG-Bruttoemissionen haben, werden regelmäßig überprüft. Änderungen und Ergänzungen dokumentieren wir dabei in unserem Emission Calculation Manual. Wesentlichen Änderungen, die Auswirkungen auf die jährliche Vergleichbarkeit unserer THG-Emissionen haben, werden von uns kommuniziert.

Folgende Emissionsfaktorquellen nutzen wir in unserer Berechnung: Department for Environment, Food and Rural Affairs (DEFRA) (2024), International Energy Agency (IEA) (2021/2024), United States Environmental Protection Agency (EPA) (2024), Ecoinvent Version 3.10, CDP (2024), Der Energieeffizienzverband für Wärme, Kälte und KWK e.V. (AGFW) (2023) und World Resources Institute (WRI) (2015).

Die marktbasierte Methode und die standortbasierte Methode sind Ansätze zur Berechnung von THG-Emissionen, insbesondere im Zusammenhang mit der Nutzung von Elektrizität. Dabei berücksichtigt die marktbasierte Methode spezifische Emissionsfaktoren der Stromlieferanten, die ein Unternehmen tatsächlich nutzt. Die standortbasierte Methode verwendet durchschnittliche Emissionsfaktoren für den geografischen Standort, an dem der Stromverbrauch stattfindet.

Unsere THG-Emissionen sind maßgeblich durch die Fahrzeugflotte, fossile Brennstoffe und Fernwärme verursacht. Wir differenzieren dabei nach beiden Methoden und folgen damit der „Scope 2 Guidance“ des GHG-Protokolls. Die markt- und standortbasierten Emissionen weisen wir in CO 2 -Äquivalenten (CO 2 e) aus. Sowohl die Scope-1- und 2-Emissionen als auch die Scope-3-Emissionen berechnen wir auf Basis des GHG- Protokolls. Letztere leiten wir aus direkten Lieferantendaten sowie aus indirekten statistischen Daten ab.

Führende Methode in der nichtfinanziellen Berichterstattung ist aus Sicht der Deutschen Telekom der marktbasierte Ansatz. Bei dieser Methode berechnen wir die Emissionen mit einem spezifischen Emissionsfaktor (Versorgerfaktor) pro Gesellschaft. Dieser Faktor ist vom tatsächlichen Energieeinkauf (Strommix) eines Unternehmens abhängig; der Einkauf erneuerbarer Energien (Direktbezug, Zertifikate) wirkt sich dabei emissionsmindernd aus. Bei der standortbasierten Methode verwenden wir pauschal die IEA-Emissionsfaktoren für das jeweilige Land (Landesmixfaktor). Dabei wird der tatsächliche Energieeinkauf (Strommix) eines Unternehmens nicht berücksichtigt, d. h. auch nicht der über den Landesmix hinausgehende Bezug erneuerbarer Energien.

THG-Bruttoemissionen der Kategorien Scope 1, 2 und 3 sowie THG-Gesamtemissionen in t CO 2 e

2024 2023
Scope 1 und 2 (marktbasiert) 252.568 257.559
davon: t CO 2 e-Emissionen Scope 1 236.355 239.602
davon: t CO 2 e-Emissionen Scope 2 (marktbasiert) 16.212 17.957
t CO 2 e-Emissionen Scope 2 (standortbasiert) 4.002.218 3.979.565
t CO 2 e-Emissionen Scope 3 (gesamt) 10.141.734 10.360.124
davon: t CO 2 e-Emissionen Scope 3 (vorgelagert) 7.720.301 7.750.868
davon: t CO 2 e-Emissionen Scope 3 (nachgelagert) 2.421.432 2.609.256
t CO 2 e-Emissionen gesamt Scope 1–3 (standortbasiert) 14.380.307 14.579.291
t CO 2 e-Emissionen gesamt Scope 1–3 (marktbasiert) 10.394.301 10.617.683

Die Werte zum Jahr 2023 wurden im Berichtsjahr aufgrund von methodischen und strukturellen Änderungen rückwirkend angepasst. Seit 2023 enthält der CO 2 -Ausstoß (Scope 1 und 2) auch flüchtige Emissionen aus Kühl- und Feuerschutzmitteln. Ohne flüchtige Emissionen läge der CO 2 -Ausstoß im Jahr 2024 bei 206 kt CO 2 e (2023: 217 kt CO 2 e).

Die biogenen Emissionen in Bezug zu Scope 1 belaufen sich auf 229 Tonnen CO 2 e aus der Verbrennung von organischen Materialien. Die von uns genutzten IEA-Faktoren erlauben keine Aufgliederung nach biogenen Emissionen, daher inkludieren die Scope 2 „standortbasierten“ Zahlen keine zusätzlichen biogenen Emissionen aus dem Stromverbrauch.

Die folgende Darstellung zeigt unsere Scope 1–3 THG-Emissionen:

Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 79
Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

CO 2 e-Emissionen (Scope 1–3)

a Gemäß der Definition erfordert operative Kontrolle über ein Unternehmen, einen Standort, einen Betrieb oder einen Vermögenswert, dass das Unternehmen die operativen Tätigkeiten und Beziehungen leiten kann. Unter Berücksichtigung unserer Geschäftsmodelle und -beteiligungen lässt sich bei Minderheitsbeteiligungen keine operative Kontrolle feststellen. Aus diesem Grund erfolgt keine Aufschlüsselung der Informationen nach Unternehmen, in die wir investiert sind.

Die Scope-3-Emissionen sind im Vergleich zum Vorjahr von 10,4 Mio. Tonnen CO 2 e auf rund 10,1 Mio. Tonnen CO 2 e gesunken. Der überwiegende Anteil der Scope-3-Emissionen entstand in den Kategorien für die Herstellung von Produkten und Komponenten (insbesondere von Endgeräten und Netztechnologie) sowie für Nutzung unserer Produkte und Dienstleistungen (z. B. verkaufter oder vermieteter Festnetz- und Mobiltelefone, Router und Media Receiver) durch unsere Kunden. Der Anteil der Emissionen, der anhand von Primärdaten von Lieferanten berechnet wurde, betrug im Jahr 2024 ca. 60 %. Dies sind vornehmlich CDP-Daten für die Kategorien erworbene Produkte und Dienstleistungen sowie Kapitalgüter und Entsorger-Informationen für die Kategorie Produktionsabfälle.

Scope-3-THG-Bruttoemissionen in t CO 2 e
2024 2023
Indirekte Emissionen (vorgelagert) 7.720.301 7.750.868
davon: erworbene Produkte und Dienstleistungen 3.901.195 4.128.589
davon: Kapitalgüter 2.143.915 2.150.032
davon: Energie- und Kraftstoffvorketten 313.079 275.285
davon: eingekaufte Transportdienstleistungen 1.048.758 807.772
davon: Produktionsabfälle 17.994 41.776
davon: Geschäftsreisen 58.107 63.592
davon: Weg zur Arbeit 237.253 283.821
Indirekte Emissionen (nachgelagert) 2.421.432 2.609.256
davon: Transporte verkaufter Produkte zu Kunden 294.935 421.066
davon: Nutzung der verkauften Produkte 1.258.060 1.299.516
davon: Entsorgung und Verwertung verkaufter Produkte 34.644 39.247
davon: Nutzung vermieteter Produkte 795.914 814.588
davon: Investments 37.879 34.838

Die Werte zum Jahr 2023 wurden im Berichtsjahr aufgrund von methodischen und strukturellen Änderungen rückwirkend angepasst. Seit 2023 enthält der CO 2 -Ausstoß (Scope 1 und 2) auch flüchtige Emissionen aus Kühl- und Feuerschutzmitteln.

Scope-3-THG-Emissionskategorien umfassen alle indirekten THG-Emissionen, die in der Wertschöpfungskette eines Unternehmens auftreten, sowohl vor- als auch nachgelagert. Diese Kategorien werden im GHG-Protokoll beschrieben und umfassen 15 spezifische Arten von Emissionen, die von der Herstellung der Rohstoffe bis zur Nutzung und Entsorgung der Produkte reichen. Bei der Deutschen Telekom nicht berücksichtigte Kategorien sind die Kategorie 8 „Gemietete Anlagegüter“, die Kategorie 10 „Verarbeitung der verkauften Produkte“ und die Kategorie 14 „Franchises“, da diese für unser Geschäftsmodell nicht signifikant sind.

Die nachfolgende Übersicht stellt die Berichterstattungsgrenzen, die Berechnungsmethoden und die Berechnungswerkzeuge anhand der Kategorien der Scope-3-THG-Emissionen des GHG-Protokolls dar:

Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 80
Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Berechnungshintergründe der Kategorien der Scope-3-THG-Emissionen

| Scope-3-THG-Emissionskategorie | Beschreibung # Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung

81 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

THG-Gesamtemissionen, aufgeschlüsselt nach Scope-1-, Scope-2- und signifikanten Scope-3-Emissionen in t CO2 e

Rückblickend Etappenziele und Zieljahre 2020 2023 2024 Veränderung gegenüber Vorjahr in % 2025 2030 2040
Scope-1-THG-Emissionen Scope-1-THG-Bruttoemissionen 257.360 239.602 236.355 (1,4) 235.000
Prozentsatz der Scope-1-Treibhausgas-Emissionen aus regulierten Emissionshandelssystemen n.a. n.a. n.a. n.a.
Scope-2-THG-Emissionen Scope-2-THG-Bruttoemissionen (standortbezogen) 4.815.423 3.979.565 4.002.218 0,6
Scope-2-THG-Bruttoemissionen (marktbezogen) 2.170.492 17.957 16.212 (9,7) 17.000
Signifikante Scope-3-THG-Emissionen Gesamte indirekte Scope-3-THG-Bruttoemissionen 11.353.367 10.360.124 10.141.734 (2,1) 9.873.000 10.125.000 6.202.000
1. Erworbene Produkte und Dienstleistungen 4.023.919 4.128.589 3.901.195 (5,5)
2. Kapitalgüter 2.616.439 2.150.032 2.143.915 (0,3)
3. Energie- und Kraftstoffvorketten) 692.796 275.285 313.079 13,7
4. Eingekaufte Transportdienstleistungen 1.226.450 807.772 1.048.758 29,8
5. Produktionsabfälle 33.284 41.776 17.994 (56,9)
6. Geschäftsreisen 17.996 63.592 58.107 (8,6)
7. Weg zur Arbeit 209.451 283.821 237.253 (16,4)
8. Gemietete und geleaste Anlagegüter n.a. n.a. n.a. n.a.
9. Transporte verkaufter Produkte zu Kunden 315.588 421.066 294.935 (30,0)
10. Verarbeitung der verkauften Produkte n.a. n.a. n.a. n.a.
11. Emissionen aus der Nutzung von verkauften Produkten 1.038.634 1.299.516 1.258.060 (3,2)
12. Behandlung von verkauften Produkten am Ende ihrer Lebensdauer (End-of-Life) 42.534 39.247 34.644 (11,7)
13. Vermietete Produkte 1.053.875 814.588 795.914 (2,3)
14. Franchises n.a. n.a. n.a. n.a.
15. Investitionen 82.401 34.838 37.879 8,7
THG-Emissionen insgesamt THG-Emissionen insgesamt (standortbasiert) 16.426.150 14.579.291 14.380.307 (1,4)
THG-Emissionen insgesamt (marktbasiert) 13.781.219 10.617.683 10.394.301 (2,1) 10.125.000 1.378.000

Einzelne Werte werden in der Tabelle nicht aufgeführt, da unsere Planung auf einem aggregierten Level erfolgt. Die Werte zu den Jahren 2020 und 2023 wurden im Berichtsjahr aufgrund von methodischen und strukturellen Änderungen rückwirkend angepasst. Seit 2023 enthält der CO2 -Ausstoß (Scope 1 und 2) auch flüchtige Emissionen aus Kühl- und Feuerschutzmitteln. Ohne flüchtige Emissionen läge der CO2 -Ausstoß im Jahr 2024 bei 206 kt CO2 e (2023: 217 kt CO2 e).

ESRS E1-7 – Abbau von Treibhausgasen und Projekte zur Verringerung von Treibhausgasen, finanziert über CO2 -Zertifikate

Hinsichtlich der Entnahme von Treibhausgasen und durch Treibhausgas-Zertifikate finanzierte Projekte zur Verringerung von Treibhausgasen haben wir 2024 keine Offsetting-Aktivitäten innerhalb der eigenen Geschäftstätigkeiten durchgeführt. Der Fokus im Berichtsjahr lag auf Projekten und Maßnahmen zur tatsächlichen Reduktion von THG-Emissionen. Zusätzlich wurden CO2 -Zertifikate zur weiteren Reduzierung außerhalb der Wertschöpfungskette erworben, insbesondere zur Kompensation von internen Veranstaltungen. Die Gesamtmenge der CO2 -Zertifikate außerhalb unserer Wertschöpfungskette, die nach anerkannten Qualitätsstandards überprüft und im Berichtszeitraum gelöscht wurden, beträgt 35.167 Tonnen CO2 e. Bei den CO2 -Zertifikaten aus Entnahmeprojekten stammen 25.000 Tonnen CO2 e aus biogenen Senken und 8.000 Tonnen CO2 e aus technologischen Senken.

Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die gelöschten CO2 -Zertifikate und listet u. a die verschiedenen Standards auf, die wir für unser Portfolio ausgewählt haben. Diese Standards gewährleisten die Integrität und Glaubwürdigkeit der Emissionsreduktionen und stellen sicher, dass die Zertifikate den internationalen Anforderungen entsprechen.

Im Berichtsjahr gelöschte CO2 -Zertifikate 2024
Anteil von Entnahmeprojekten 6,2
Anteil von Reduktionsprojekten 93,8
Anerkannter Qualitätsstandard: Verra 51,2
Anerkannter Qualitätsstandard: Gold Standard 48,8
Anteil von Projekten innerhalb der EU 2,8
Anteil von CO2 -Zertifikaten, die als entsprechende Anpassung gelten 97,2
Gesamt in t CO2 e 35.167

In der Zukunft zu löschende CO2 -Zertifikate in t CO2 e

Betrag bis 2028 Gesamt
625.340

Bei den CO2 -Zertifikaten aus Entnahmeprojekten von 2025 bis 2028 stammen 455.140 Tonnen CO2 e aus biogenen und 170.200 Tonnen CO2 e aus technologischen Senken. Die Gesamtmenge der CO2 -Zertifikate außerhalb der Wertschöpfungskette, deren Löschung geplant ist und die auf vertraglichen Vereinbarungen basieren, beträgt 625.340 Tonnen CO2 e. Dieser Wert ist exklusive T-Mobile US, da die Verträge erst im Jahr 2025 abgeschlossen werden.

82 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

ESRS E1-8 – Interne CO2 -Bepreisung

Interne CO2 e-Bepreisungssysteme wurden im Berichtsjahr nur bei T-Mobile US genutzt. Konkret handelt es sich um Schattenpreise, die bei Aktivitäten rund um Investitionsausgaben, in der Beschaffung und im Bereich Operations genutzt werden. Der interne CO2 e-Preis von T-Mobile US basiert auf den Anschaffungskosten für Herkunftsnachweise für Strom aus erneuerbaren Energien (Renewable Energy Certificates – RECs) für das Kalenderjahr 2023. Der Wert wurde anhand der „Emissions & Generation Resource Integrated Database“ (eGRID)-Subregionaldatei von 2022 berechnet, um genaue Emissionsfaktoren zu gewährleisten. Der angewandte interne CO2 e-Preis betrug 7,33 $/t CO2 e. Der interne CO2 e-Preis wird genutzt, um eine genaue Bewertung der finanziellen Auswirkungen der Reduzierung von CO2 e-Emissionen neben anderen Projektkosten und -vorteilen zu gewährleisten.


7. Weg zur Arbeit

Die Berechnung basiert auf konzernweiten Abfragen zum Pendelverhalten der Mitarbeitern. In Teilen des Konzerns werden hier auch Homeoffice-Emissionen mit eingerechnet.

8. Gemietete und geleaste Kapitalgüter

Die Emissionen aus der Kategorie 8 sind für die Deutsche Telekom nicht signifikant.

9. Transporte verkaufter Produkte zu Kunden

Unter der Kategorie 9 werden die Emissionen aus den Shopbesuchen unserer Kunden berichtet. Hierfür multiplizieren wir die Anzahl der Shopbesuche (teilweise basierend auf Hochrechnungen) mit der durchschnittlichen zurückgelegten Entfernung und auf einem auf einer Studie basierenden Emissionsfaktor für den Personentransport.

10. Verarbeitung der verkauften Produkte

Die Emissionen aus der Kategorie 10 sind für die Deutsche Telekom nicht signifikant.

11. Emissionen aus der Nutzung von verkauften Produkten

Die direkten Emissionen in der Nutzungsphase wurden berechnet, indem der produktspezifische Energieverbrauch und der durchschnittliche Energiemix in den jeweiligen Ländern ermittelt wurden. Die Anzahl der verkauften Geräte pro Gerätekategorie (z. B. Smartphones oder Router) wird mit dem durchschnittlichen jährlichen Stromverbrauch (basierend auf der durchschnittlichen Produktnutzung) für die jeweilige Gerätekategorie pro Land multipliziert, und das Ergebnis wiederum mit der durchschnittlichen Produktlebensdauer (z. B. 3 Jahre) und dem länderspezifischen Stromnetzmixfaktor multipliziert.

12. Behandlung von verkauften Produkten am Ende ihrer Lebensdauer (End-of-Life)

Die Emissionsberechnung umfasst die durchschnittlichen End-of-Life-Emissionen für jedes verkaufte Endgerät, die hauptsächlich aus internen und externen Product-Carbon-Footprint-Studien stammen. Die Anzahl der verkauften Geräte wird mit den durchschnittlichen End-of-Life- Emissionen pro Gerät multipliziert.

13. Vermietete Produkte

Die Anzahl der an Endkunden vermieteten Anlagen (insbesondere Router und TV-Set-Top-Boxen) wurde mit dem entsprechenden Energieverbrauch der verwendeten Produkte und dem durchschnittlichen jeweiligen länderspezifischen Emissionsfaktor für Strom multipliziert. Es wurden dieselben Energieverbrauchsdaten verwendet wie in Kategorie 11. Dabei wurden nur die Emissionen der Nutzungsphase berücksichtigt. Alle vermieteten Endgeräte, die im Berichtsjahr an Endkunden verleast wurden, wurden bei der Berechnung berücksichtigt. Für Geräte der Eigenmarke „T“ wurden Ökobilanzen erstellt.

14. Franchises

Die Emissionen aus der Kategorie 14 sind für die Deutsche Telekom nicht signifikant.

15. Investitionen

Im Jahr 2022 haben wir begonnen, Emissionen in dieser Kategorie zu berichten. Die Kohlenstoffemissionen unserer größten finanziellen Vermögenswerte wurden gemäß den veröffentlichten Scope-1- und Scope-2-Emissionen mit unserem prozentualen Anteil am Eigentum multipliziert.

16. Sonstige Scope-3-Emissionen in der vorgelagerten Wertschöpfungskette

Alle vorgelagerten THG-Emissionen gemäß dem GHG-Protokoll wurden in den bestehenden acht vorgelagerten Kategorien erfasst.

17. Sonstige Scope-3-Emissionen in der nachgelagerten Wertschöpfungskette

Alle nachgelagerten THG-Emissionen gemäß dem GHG-Protokoll wurden in den bestehenden sieben nachgelagerten Kategorien berücksichtigt. Uns ist nicht bekannt, dass in unserer vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette biogene CO2 e-Emissionen aus der Verbrennung oder dem biologischen Abbau von Biomasse entstehen. Weiterhin werden keine CO2 e-Emissionen oder andere Arten von Treibhausgasen aus Lebenszyklen von Biomassen emittiert, die für die Berechnung unserer Scope-3-Emissionen relevant wären.

Wir berichten den ESG KPI „Carbon Intensity“ auf Basis des Umsatzes. Dabei wird im Zähler des KPI der gesamte CO2 e-Ausstoß (Scope 1–3) aller Energieträger – Strom, Treibstoff, Gas und Fernwärme – berücksichtigt. Die standortbasierte Carbon Intensity betrug im Berichtsjahr 124 Tonnen CO2 e/Mio. €. Die marktbasierte Carbon Intensity betrug 90 Tonnen CO2 e/Mio. €. Informationen zu den Umsatzerlösen finden Sie in der „Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung“ im Konzernabschluss sowie in Angabe 20 „Umsatzerlöse“ im Konzernanhang.# Scope 2-Emissionen

Zudem werden Einsparungen bei den RECs-Kosten berücksichtigt, die durch einen geringeren Energieverbrauch erzielt werden. Durch die Bewertung der Kosten für den Erwerb erneuerbarer Energien kann T-Mobile US Möglichkeiten für Kosteneinsparungen ermitteln. Dieser Preisansatz unterstützt unsere Strategie, die Scope-2-Emissionen zu reduzieren, indem die Reduktion des Energieverbrauchs priorisiert und in energieeffiziente Technologien investiert wird. 100 % der Scope-2-Emissionen von T-Mobile US werden durch den internen CO 2 e-Preismechanismus abgedeckt. Im Jahr 2024 beliefen sich die standortbasierten Scope-2-Emissionen von T-Mobile US auf 2.633.330 Tonnen CO 2 e. Der interne CO 2 e-Preis von T-Mobile US basiert auf den RECs-Kosten und wird zur Bewertung der finanziellen Auswirkungen des Energieverbrauchs und der Emissionsreduzierung verwendet und nicht zur Bewertung von Vermögenswerten oder zur Ermittlung des Restwerts.

ESRS E5 – Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

Wir setzen uns entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen ein. Neben der Schonung und Vermeidung von Ressourcen, ist es unser Ziel, Produkte und Materialien so lange wie möglich nutzbar zu machen und anschließend in den Kreislauf zurückzuführen. Durch längere Nutzungsphasen und Wiederverwendung sparen wir nicht nur Ressourcen, sondern auch Energie und Emissionen und können so zugleich einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Der folgende Index zeigt die durch die Wesentlichkeitsanalyse identifizierten Angabepflichten in Bezug auf den Themenstandard „Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft“.

ESRS-Index nach ESRS 2 IRO-2

Angabepflicht Bezeichnung mit Referenz
ESRS E5 – Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
ESRS 2 SBM-3 E5 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell (Nutzung Phase-in Option für ESRS 2 SBM-3 §48e)
ESRS 2 IRO-1 E5 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen
ESRS E5-1 Leitlinien im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
ESRS E5-2 Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
ESRS E5-3 Ziele im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft
ESRS E5-4 Ressourcenzuflüsse
ESRS E5-5 Ressourcenabflüsse
ESRS E5-6 Erwartete finanzielle Effekte durch wesentliche Risiken und Chancen im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft (Nutzung Phase-In-Option)

Strategie

ESRS 2 SBM-3 E5 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Die Tabelle zeigt die wesentlichen Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Gesellschaft und Umwelt, die wir durch die doppelte Wesentlichkeitsanalyse identifiziert haben. Übergeordnete Angaben zum Zusammenspiel der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen mit unserer Strategie und unserem Geschäftsmodell finden Sie im Abschnitt „ESRS 2 SBM-3 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell“.

Wertschöpfungskette Art der Auswirkungen Beschreibung Bezug zu Geschäftsmodell/Strategie
Ressourcenzuflüsse, inkl. Ressourcennutzung Vorgelagert Negativ (tatsächlich/kurzfristig: <1 Jahr) Wir beschaffen große Mengen an Produkten und Komponenten für die Instandhaltung und den Ausbau der Festnetz- und Mobilfunk-Infrastruktur (im Wesentlichen Antennen- oder Glasfaser- Ausbau). Diese Ressourcenzuflüsse für den Netzausbau sind mit negativen Auswirkungen auf die Erschöpfung nicht erneuerbarer Ressourcen und die Nutzung erneuerbarer Ressourcen verbunden. Ausgehend vom Geschäftsmodell
Nachgelagert Positiv (tatsächlich/kurzfristig: <1 Jahr) Durch New-Business-Modelle wie die Vermietung oder den Verkauf von wiederaufbereiteten technischen Geräten können wir positive Auswirkungen erzielen. So erreichen wir Kreislaufziele etwa durch ein Leasing-Modell für Festnetz-Geräte. Mit diesen Modellen minimieren wir Ressourcenzuflüsse und vermeiden den Einsatz von Neumaterialien. Darüber hinaus verkaufen wir gebrauchte Netzkomponenten über Dritte weiter, um eine längere Lebenszeit zu unterstützen. Verbindung zum Geschäftsmodell
Abfall Eigene Geschäftstätigkeit und nachgelagert Negativ (tatsächlich/kurzfristig: <1 Jahr) Der Bau und Betrieb von Bürogebäuden, die wir benötigen, um unsere Dienstleistungen zu erbringen, verursacht Abfall. Auch der Bau und Betrieb von Rechenzentren verursacht Abfälle, die bei unsachgemäßer Entsorgung die Umwelt belasten. Zudem fallen beim Ausbau und der Instandhaltung der Netze große Mengen Elektroschrott an. Ausgehend vom Geschäftsmodell
Positiv (potenziell/langfristig: >5 Jahre) Die „Zero Waste“-Ambitionen der Deutschen Telekom können, zumindest potenziell, positive Auswirkungen auf die Abfallvermeidung haben. Ausgehend vom Geschäftsmodell

Die nachfolgende Übersicht zeigt die wesentlichen themenspezifischen Risiken und Chancen der Deutschen Telekom und ihre finanziellen Effekte auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Risiken und Chancen, die in den nächsten zwei Jahren ein „Top-Risiko“ darstellen, können dem Kapitel „Risiko- und Chancen-Management“ entnommen werden.

Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 83
Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Wertschöpfungskette Risiko/Chancen Beschreibung
Ressourcenzuflüsse, inkl. Ressourcennutzung Vorgelagert Risiko Durch eine aufkommende Knappheit von Rohstoffen aufgrund von Kriegen, Pandemien oder der Endlichkeit der Ressourcen, ergibt sich ein finanzielles Risiko für unsere Geschäftstätigkeit. Schon jetzt sind wir durch die Verknappung mit steigenden Material-, Produktions-, Logistik-, und Energiekosten konfrontiert.

Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen

ESRS E5-1 – Leitlinien im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

Mit verschiedenen Ansätzen zur effizienten Ressourcennutzung und Förderung der Kreislaufwirtschaft wollen wir unsere negativen Einflüsse im Kontext von Ressourcenzuflüssen und -nutzung im Bereich der Netztechnik mindern. Auch in den kommenden Jahren wird die Beschaffungsmenge aufgrund des stetig fortgesetzten Netzausbaus hoch bleiben. Indem wir die Wiederverwendung von Produkten und Materialien fördern, reduzieren wir den Bedarf an Rohmaterialien. Darüber hinaus streben wir an, Komponenten für die Netztechnik verstärkt zu reparieren bzw. an anderen Stellen weiter zu nutzen, wodurch wir notwendiges Neuequipment reduzieren wollen. Ab 2025 wollen wir unseren ganzheitlichen Ansatz zur Erhöhung unserer Zirkularität durch ein übergreifendes KPI-Set (Telekom Circularity Score, TCS) messbar machen und die Steuerung der dahinter liegenden strategischen Maßnahmen fördern. Dieses KPI-Set soll auch einen spezifischen KPI zur zirkulären Materialeinsatzquote zur Netztechnik beinhalten, welche den Anteil der wiederverwendeten (reused) oder aufbereiteten (refurbished) Netztechnik sowie den Anteil zirkularer Materialien bei Neubeschaffungen berücksichtigt. Auch damit wollen wir negativen Einflüssen durch unsere Ressourcenzuflüsse für den Netzausbau entgegenwirken. Die Verantwortung für die Umsetzung der zirkulären Geschäftsmodelle liegt in den jeweiligen Geschäftseinheiten und somit auf Gesellschaftsebene.

Weitere Informationen zur Entwicklung des TCS finden Sie im Abschnitt „ESRS E5-3 – Ziele im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft“.

Unsere Einkaufsstrategie sowie die daraus abgeleiteten Umsetzungsrichtlinien berücksichtigen das Thema Nachhaltigkeit im gesamten Beschaffungsprozess. Wir engagieren uns dafür, dass unsere Lieferanten unsere ökologischen, sozialen und ethischen Nachhaltigkeitsanforderungen einhalten. Im Zuge von Ausschreibungen gewichten wir unsere Umweltziele, die THG-Emissionen unserer Zulieferer und bei einzelnen Produktgruppen auch weitere, u. a. soziale Nachhaltigkeitskriterien. Dadurch möchten wir die negativen Einflüsse bei Ressourcenzuflüssen für die Netztechnik minimieren und gleichzeitig nachhaltige Innovationen bei unseren Partnern fördern. Besonderen Stellenwert hat der CO 2 -Fußabdruck unserer Lieferanten sowie deren Engagement für die Erreichung unserer Scope-3-Klimaziele. Bei der Neubeschaffung wollen wir mit unserem Ansatz zur Erhöhung unserer zirkulären Materialeinsatzquote den Einsatz von recyceltem Material erhöhen. Zudem erarbeiten wir im Zuge eines Programms gemeinsam mit den Herstellern von Netztechnik und Endgeräten Roadmaps und Maßnahmen, um u. a. Treibhausgasemissionen in der Produktion zu reduzieren und Zirkularitätsaspekte zu integrieren.

Die Umsetzung der Einkaufsstrategie steuern wir mithilfe von KPIs und Managementinstrumenten. Dazu zählen beispielsweise Scorecards, mithilfe derer die Nachhaltigkeit von einzelnen Anbietern und Produkten bewertet werden kann. Die Verantwortung für das Thema Nachhaltigkeit im Einkauf liegt beim Vorstandsbereich „Finanzen“ und den Einkaufsfunktionen des Konzerns. Weitere Fachbereiche sowie die Einheit GCR unterstützen inhaltlich.

Auch beim Design unserer Produkte legen wir besonderen Wert auf nachhaltige Merkmale. Unser ganzheitlicher Ansatz (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US) umfasst unsere Telekommunikationsdienste, die entsprechenden Endgeräte samt einer plastikfreien Verpackung, und den CO 2 -armen Versand zu den Kunden. Gemeinsam mit unseren Partnern, z. B. verschiedenen Anbietern von Rückkauf- (Buy-Back), Wiederaufbereitungs- (Refurbishment) oder Rücknahme- (Collection) Services, schaffen wir u. a. die Voraussetzungen dafür, dass unsere Kunden die Endgeräte länger nutzen und die Hardware am Ende ihrer Nutzung einer Wiederverwendung oder einem professionellen Recycling zuführen können. Dafür nutzen wir niedrigschwellige Rückgabemechanismen, etwa Sammelboxen in allen Stores.# Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 84

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Darüber hinaus führen wir gesonderte Kundenansprachen durch oder bieten Buy-Back-Optionen an, um gebrauchte aber immer hochwertige Kundengeräte anzukaufen. Dies hat insbesondere auch Auswirkungen auf unsere positiven Einflüsse im Kontext unserer New-Business-Modelle. T-Mobile US nutzt globale Nachhaltigkeitszertifizierungen, um Produkte zu bewerten, und verlangt von den Herstellern, dass sie eine bestimmte Mindestbewertung nach dem UL ECOLOGO Zertifizierungsprogramm oder dem Electronic Product Environmental Assessment Tool (EPEAT) erreichen. Diese Zertifizierungen decken eine Reihe von Themen zur Produkthaltbarkeit ab, einschließlich Materialverwendung und End-of-Life-Management. Zudem machen wir (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US) Vorgaben für Geräteneuentwicklungen, die unter unserer Marke vertrieben werden, welche u. a. eine Erhöhung der Verwendungsrate von Sekundärrohstoffen vorsehen. Maßgeblich für diesen Design-Ansatz ist unsere Umweltleitlinie. Sie berücksichtigt u. a. auch die vorgelagerten negativen Auswirkungen durch Ressourcenzuflüsse und sieht – um diese zu mindern – etwa Maßnahmen zur Wiederverwendung von Produkten vor. Darüber hinaus erläutert die Leitlinie Konzepte zum professionellen Recycling und deckt damit Risiken ab, die durch potenzielle Ressourcenknappheit bedingt werden.

Weitere Informationen zu unserer Umweltleitlinie finden Sie im Abschnitt „ESRS E1-2 – Leitlinien im Zusammenhang mit dem Klimaschutz und der Anpassung an den Klimawandel“. Unser Abfallmanagement (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US) ist nach dem Internationalen Rahmen für das Abfallmanagement organisiert. Unser Ziel ist es, Abfälle so weit wie möglich zu vermeiden und anfallende Abfälle bestmöglich zu recyceln. In diesem Zusammenhang verfolgen wir verschiedene Ansätze, um z. B. einen kontrollierten Umgang mit anfallenden elektronischen Abfällen sicherzustellen und deren Entsorgung auf Mülldeponien zu vermeiden. Die sog. Abfallpyramide gibt uns dabei den methodischen Rahmen vor: An erster Stelle steht die Abfallvermeidung, gefolgt von Wiederverwendung, Recycling und sonstiger Verwertung (z. B. energetisch) – sodass am Ende nur solche Materialien zur Beseitigung übrigbleiben, die nicht auf den anderen Stufen der Pyramide behandelt werden können.

Abfallpyramide im Rahmen des Kreislaufwirtschaftsansatzes der Deutschen Telekom

Die Umsetzung des Abfallmanagements überwachen wir mit einem Kennzahlen-Set, das wir stetig weiterentwickeln. Dabei konzentrieren wir uns nicht nur auf den bei der Deutschen Telekom selbst anfallenden Abfall; in unsere Betrachtung beziehen wir auch die vor- und nachgelagerte Wertschöpfungskette ein. In der vorgelagerten Wertschöpfungskette bezieht sich dies insbesondere darauf, den Anteil wiederaufbereiteter Geräte (Refurbishment) zu erhöhen oder auch darauf, den modularen Aufbau bei der Netztechnik zu priorisieren, um Abfälle zu vermeiden. Auch beim Einkauf und Produktdesign wird die spätere Weiternutzung, Wiederaufbereitung oder das Recycling am „End of Life“ mitgedacht. In der nachgelagerten Wertschöpfungskette übernehmen wir Verantwortung für Elektroschrott, etwa indem wir die bereits genannten Kreislaufwirtschafts-Konzepte (z. B. Buy- Back, Refurbishment, Collection) umsetzen. Mit unseren Ansätzen zum Abfallmanagement wollen wir negativen Einflüssen durch von uns verursachten Abfall entgegenwirken, der beispielsweise durch den Bau und Betrieb von Rechenzentren oder dem Ausbau der Netze verursacht wird. Für die Umsetzung des Abfallmanagements sind die einzelnen Segmente verantwortlich. Die wichtigsten Kennzahlen im Abfallmanagement werden in den zuvor beschriebenen TCS einfließen. T-Mobile US ist ebenfalls bestrebt, den Abfall effektiv zu reduzieren und verantwortungsvoll zu entsorgen. Es werden gezielte Anstrengungen unternommen, um interne Teams und externe Partner zur Abfallvermeidung zu schulen und zu befähigen. Zudem wird aktiv mit Partnern zusammengearbeitet, die bei der Reparatur, Wiederverwendung und beim Weiterverkauf von Geräten unterstützen. Die assoziierten geografischen Gebiete zu den Konzepten zur Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft und zur Einkaufsstrategie sind aufgrund unserer internationalen Lieferketten global zu betrachten. Die Konzepte zum Produktdesign und Abfall konzentrieren sich primär auf Europa.

ESRS E5-2 – Maßnahmen und Mittel im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

Unsere nachfolgend genannten Maßnahmen stehen im Einklang mit unserem Ansatz zur Kreislaufwirtschaft, unserer Einkaufsstrategie und unserem Abfallmanagement. Sie gelten fortlaufend ohne festgelegtes Abschlussdatum und gelten in Europa und in Teilen global. Teilweise fließen die Themen auch in den TCS ein, beispielsweise das Elektroschrott Recycling oder die Wiederaufbereitung von Geräten. Der Faktor Nachhaltigkeit wird in der Einkaufsbewertung bei T-Mobile US ebenfalls genutzt. Die restlichen nachfolgend genannten Maßnahmen sind nur für die Deutsche Telekom ohne T-Mobile US gültig.

Folgende Maßnahmen gelten primär für die vorgelagerte Wertschöpfungskette:

  • Wir gewichten den Faktor Nachhaltigkeit in der Einkaufsbewertung und machen ihn damit zu einem ökonomischen Differenzierungskriterium im Einkauf. Dadurch möchten wir die negativen Einflüsse der Ressourcenzuflüsse minimieren und gleichzeitig nachhaltige Innovationen bei unseren Zulieferern fördern.
  • Derzeit führen wir eine interne Plattform für gebrauchte Netztechnik ein, um diese an anderen Stellen im Unternehmen und an anderen Standorten erneut nutzbar zu machen. So wollen wir den Einsatz und die Beschaffung von Neuequipment reduzieren.
  • Mit unseren strategischen Lieferanten im Netzausbau kooperieren wir, um die Menge und Größe von Verpackungen für Netzequipment bzw. Netztechnik zu reduzieren und somit auch negative Umwelteinflüsse, z. B. durch hohen Kunststoffeinsatz, zu minimieren.

Folgende Maßnahmen gelten primär für die nachgelagerte Wertschöpfungskette:

  • Unser Geschäftsmodell im Bereich Customer Premises Equipment (CPE) – etwa Modems, Router oder TV-Receiver – orientiert sich seit jeher am Prinzip der Kreislaufwirtschaft, da die Geräte kundenseitig überwiegend geleast werden und ihre Rücknahme damit meist gesichert ist. Die zurückgegebenen Produkte verkaufen wir weiter oder verleasen sie erneut, sodass ihre Nutzungsdauer länger ist als bei Geräten, die Kunden selbst kaufen oder besitzen. Außerdem setzen wir uns auch für die Wiederaufbereitung und das fachgerechte Recycling von CPEs ein. Das Ziel hierbei ist es, die enthaltenen wertvollen Rohstoffe zu sichern.
  • Darüber hinaus versuchen wir Elektroschrott zu vermeiden, indem wir unsere Kunden auf unsere Rücknahmeangebote hinweisen und sie motivieren, diese zu nutzen und ihre Geräte an uns zurückzugeben, um sie unseren Recyclingprozessen zuzuführen.
  • Für das Recycling von Kupferkabeln haben wir eine verbindliche Richtlinie eingeführt. Diese Kabel werden im Rahmen des Glasfaser-Ausbaus teilweise ersetzt.

ESRS E5-3 – Ziele im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft

Im Rahmen unserer europaweiten Strategie zur Ressourceneffizienz haben sich unsere europäischen Landesgesellschaften das freiwillige Ziel gesetzt, bis 2030 nahezu vollständig kreislauffähig in Technologie und Endgeräten zu sein. In diesem Zusammenhang streben wir an, dass bis 2030 nahezu alle von uns in Umlauf gebrachten Produkte in den Kreislauf zurückgeführt werden können. Dies umfasst die gesamte Netztechnik, einen Großteil der T-gebrandeten Produkte sowie einen großen Teil der von uns verkauften mobilen Endgeräte. Das Ziel umfasst neben der Zurückführung in den Kreislauf auch Aspekte wie Design, Materialauswahl, Nutzungsdauer und Langlebigkeit. T-Mobile US hat keine verbindlichen Ziele für die Kreislaufwirtschaft definiert.

Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 85

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Auf unser europäisches Kreislaufwirtschaftsziel zahlt auch das Unterziel „Zero ICT-Waste To Landfill“ ein, das wir bereits Ende 2022 erreicht haben: EU- rechtlich ist vorgeschrieben, dass europaweit alle bei der Deutschen Telekom anfallenden elektronischen Abfälle oder zurückgenommenen Geräte, z. B. Smartphones, Router oder Laptops, fachgerecht entsorgt oder recycelt werden. Darüber hinaus versuchen wir es zu vermeiden, Elektroschrott verbrennen zu lassen. Unser Minimalziel auf diesem Weg ist das vollständige Recycling von Elektroschrott – sowohl bei unserem eigenen Abfall als auch bei dem unserer Kunden. Unser Ziel (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US) wurde in Abstimmung mit den Segmenten festgelegt. Die Umsetzung und Zielerreichung überwachen wir über eine übergreifende, konsistente nachhaltigkeitsbezogene Berichterstattung. Die Fortschritte verlaufen planmäßig. Auch T-Mobile US hat sich verpflichtet, mit Netzgeräten und Elektronikabfällen im gesamten Netzwerk verantwortungsvoll umzugehen. Es wird angestrebt, so viel wie möglich zurückzugewinnen und zu reparieren und wiederzuverwenden und den Rest an zertifizierte Recycler senden. Für die Kunden gibt es ein Programm zur Wiederverwendung und zum Recycling von Geräten, durch das der Lebenszyklus der verwendeten Geräte durch Wiederverwendung, Recycling und Weiterverkauf verlängert wird. Unser Ziel, bis 2030 nahezu vollständig kreislauffähig in Technologie und Endgeräten zu sein, erfordert einen ganzheitlichen Ansatz über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg. Derzeit entwickeln wir ein spezifisches Ziel zur Erhöhung der zirkulären Materialeinsatzquote für die Netztechnik, die bereits im Abschnitt „ESRS E5-1 – Leitlinien im Zusammenhang mit Ressourcennutzung und Kreislaufwirtschaft“ erwähnt wird. Die Zielentwicklung wurde bereits angestoßen und soll 2025 finalisiert werden.# Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024. Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 86

Darüber hinaus definieren wir derzeit verschiedene Zirkularitäts-KPIs, die die Themen Beschaffung und Entwicklung, Verpackung, Nutzung und Lebensdauerverlängerung, Sammlung von Elektroschrott, Recycling und ordnungsgemäße Abfallbehandlung von Geräten und Netztechnik am Ende der Lebensdauer umfassen. Unser Ansatz zur Zieldefinition bei unseren Kreislaufwirtschaftszielen und der perspektivischen Zieldefinition des TCS basiert auf wissenschaftlichen Studien, Case Studies (u. a. der Ellen MacArthur Foundation) und bestehenden Konzepten wie der beschriebenen Abfallpyramide. Auf diese Weise wollen wir unsere Ansätze methodisch absichern und sie inhaltlich belastbar machen. Die Interessen und Standpunkte unserer externen Interessengruppen werden bei der Festlegung der Ziele indirekt etwa durch Informationen aus Gremienarbeiten berücksichtigt. Wir wollen das kreislauforientierte Produktdesign ausweiten, die kreislauforientierte Materialnutzungsrate erhöhen und Primärrohstoffe minimieren sowie die nachhaltige Beschaffung und Nutzung erneuerbarer Ressourcen fördern. Derzeit arbeiten wir deshalb daran, in diesem Rahmen konkrete, messbare Ziele zu definieren, welche im Rahmen des TCS abgebildet werden. Wir planen, die Ziele bis Anfang 2026 einzuführen und zukünftig ihre Fortschrittsmessung zu ermöglichen.

Kennzahlen

Die Kennzahlen, die wir in diesem Themenstandard berichten, beruhen auf Messungen sowie teilweise auf Schätzungen und Hochrechnungen. Es erfolgt keine zusätzliche externe Validierung der Kennzahlen.

ESRS E5-4 – Ressourcenzuflüsse

Die wesentlichen Ressourcenzuflüsse für den Netzausbau umfassen v. a. Mobilfunk-Antennen und Glasfaser. Rohstoffe und Materialen für die Mobilfunk- Antennen umfassen Eisen, Aluminium, Kupfer, Nickel, Magnesium, Kobalt, Silicium, Edelmetalle (Gold, Platin), seltene Erden, Kunststoffe und glasfaserverstärkte Kunststoffe (GfK). Bei Glasfaser sind wesentliche Materialien Glas und Kunststoffe (PE, PC).

Gesamtgewicht der im Berichtszeitraum verwendeten Produkte sowie technischer und biologischer Materialien in t 2024
Glasfaser 1.473
Mobilfunk-Antennen 6.371
Gesamtgewicht 7.844

Die Verwendung nachhaltig beschaffter biologischer Materialien für den Ausbau und die Instandhaltung der Netzinfrastruktur beschränkt sich im Wesentlichen auf den Einsatz von auf Verpackung für Netzwerk-Technik. Konkret betrifft dies den Anteil von nachhaltig beschafften Frischfasern für die Netztechnik-Verpackungen. Diese Frischfasern werden recycelten Fasern beigemischt, um die Stabilität der (Papp-)Verpackungen zu erhöhen. Hinzu kommt nachhaltig beschafftes Frischholz für Kabeltrommeln. Aufgrund des im Verhältnis zum Gesamtgewicht geringen Gewichts der Verpackungen liegt der entsprechende Anteil geschätzt bei 5 % des Gesamtgewichts. Hierbei handelt es sich um eine Schätzung auf Basis von Erfahrungswerten der vergangenen Jahre, da keine Informationen von Herstellern vorliegen. Daher ist die Genauigkeit der Schätzung eingeschränkt. Bei der Zertifizierung orientieren wir uns hauptsächlich an Labeln für verantwortungsvolle Forstwirtschaft, z. B. an dem international anerkannten Zertifikat des Forest Stewardship Council (FSC).

Recycelte Materialien setzen wir v. a. bei Verpackungen sowie Materialien und Komponenten der Netztechnik ein. Dies betrifft überwiegend recycelte Metalle wie z. B. Eisen, Aluminium und Kupfer und zu einem geringen Anteil auch recycelte Kunststoffe. Zum anderen handelt es sich um recycelte Quellen für Verpackungen. Dies wären insbesondere recycelte Fasern für (Papp-)Verpackungen der Netztechnik sowie recyceltes bzw. wiederverwendetes Holz für Kabeltrommeln. Der Recyclinganteil liegt schätzungsweise bei 15 % des Gesamtgewichts. Dies entspricht ca. 1.177 Tonnen. Der Genauigkeitsgrad der Schätzung ist als gering einzustufen, da kein Ausweis der Daten vorliegt und die Schätzung annahmenbasiert auf Erfahrungswerten der vergangenen Jahre erfolgt.

Bei der Datenerfassung zu Glasfaser-Kabeln und Mobilfunk-Antennen arbeiten wir mit historisch-basierten Durchschnittsgewichten. Diese basieren bei Kabeln auf Angaben zur Gesamtlänge der eingesetzten Kabel und dem durchschnittlichen Gewicht pro Längeneinheit. Zur Berechnung des Gesamtgewichts der Antennen multiplizieren wir die Anzahl der Antennen mit dem durchschnittlichen Gewicht pro Stück. Bei der Datenerfassung sowohl für Kabel als auch für Antennen nutzen wir jeweils zwei Gewichtskategorien, um die Gewichte unterschiedlicher Kabel- und Antennentypen pro Einheit möglichst präzise zu bewerten. Uns sind keine Überschneidungen von Wiederverwendung und Recycling bekannt.

ESRS E5-5 – Ressourcenabflüsse

Bei der Deutschen Telekom unterscheiden wir folgende Kategorien von technischem Abfall: Elektroschrott, Kabel und Reste. Der nicht technische Abfall wird in Papierabfall, Siedlungsabfall und anderer Abfall unterschieden. Diese Posten unterteilen wir jeweils in „gefährlichen“ und „nicht gefährlichen“ Abfall. Je nach Kategorie behandeln wir den Abfall auf unterschiedliche Weise. Zur Berechnung der Abfallmengen pro Verwertungsmethode, werden die Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 86 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024. Abfallmengen nach Abfallart mit Quoten pro Verwertungsart multipliziert. Zur Berechnung des Anteils des nicht-recycelten Abfalls wird die entsprechende Menge durch die Gesamtmenge des Abfalls dividiert. Wenn gesonderte Daten nicht vorliegen, was insbesondere bei Siedlungs- und Büroabfällen aufgrund der Limitation der Datenerfassung der Fall ist, werden die Angaben mit Durchschnittswerten pro Arbeitsplatz extrapoliert.

  • Abfallaufkommen nach Abfalleinstufung – Gefährlicher Abfall
  • Abfallaufkommen nach Abfalleinstufung – Nicht gefährlicher Abfall

Die Abfallverarbeitungskategorie „Vorbereitung für die Wiederverwendung“ beinhaltet nicht unsere Wiederaufbereitungsinitiativen für Endgeräte, da diese nicht Teil unserer Abfallmenge sind. Die Gesamtmenge unseres Abfallaufkommens betrug im Berichtsjahr 71.385 Tonnen. Davon betrug die Menge nicht recycelten Abfalls 18.420 Tonnen, was einem Anteil von 26 % entspricht. Die Gesamtmenge des anfallenden gefährlichen Abfalls betrug 7.013 Tonnen. Radioaktiver Abfall ist im Berichtsjahr nicht angefallen. Biomasse fällt bei uns v. a. als Bioabfall in Bürogebäuden und Kantinen an. Im Bereich der Netztechnik und IT entstehen folgende Abfälle: Metalle, seltene Erden, nicht metallische Mineralien sowie Kunststoffe. Diese Elemente finden sich sowohl im Abfallaufkommen der aktiven Technik (Sende- und Empfangstechnik, Speichertechnik etc.) als auch in der passiven Technik (z. B. Kabel, Technikgehäuse). Gleiches gilt für die zurückgenommenen Geräte von Kunden im Festnetz (Router, TV-Boxen etc.) und im Mobilfunk (z. B. Smartphones, Tablets). Textilien fallen in geringem Umfang in den Bürogebäuden aus textilen Bodenbelägen und bei der Berufskleidung an.

Soziales

ESRS S1 – Eigene Belegschaft

Unsere rund 200 Tsd. Mitarbeiter sind von entscheidender Bedeutung für unseren Geschäftserfolg. Wir legen großen Wert auf Mitwirkung und ein auf Fairness ausgerichtetes Miteinander, fördern Vielfalt und betreiben ein systematisches Gesundheitsmanagement. Der folgende Index zeigt die durch die Wesentlichkeitsanalyse identifizierten Angabepflichten in Bezug auf den Themenstandard „Eigene Belegschaft“.

Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 87 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

ESRS-Index nach ESRS 2 IRO-2 Angabepflicht Bezeichnung mit Referenz
ESRS S1 – Eigene Belegschaft
ESRS 2 SBM-2 S1 Interessen und Standpunkte der Interessensträger
ESRS 2 SBM-3 S1 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell (Nutzung Phase-in Option für ESRS 2 SBM-3 § 48e)
ESRS S1-1 Leitlinien im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft
ESRS S1-2 Verfahren zur Einbeziehung der eigenen Belegschaft und von Arbeitnehmervertretern in Bezug auf Auswirkungen
ESRS S1-3 Verfahren zur Behebung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die eigene Belegschaft Bedenken äußern kann
ESRS S1-4 Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen und Ansätze
ESRS S1-5 Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen
ESRS S1-6 Merkmale der Beschäftigten des Unternehmens
ESRS S1-8 Tarifvertragliche Abdeckung und sozialer Dialog
ESRS S1-9 Diversitätskennzahlen
ESRS S1-12 Menschen mit Behinderungen
ESRS S1-14 Kennzahlen für Gesundheitsschutz und Sicherheit
ESRS S1-16 Vergütungskennzahlen (Verdienstunterschiede und Gesamtvergütung)
ESRS S1-17 Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten

Strategie

ESRS 2 SBM-3 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Die Tabelle zeigt die wesentlichen Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Gesellschaft und Umwelt, die wir durch die doppelte Wesentlichkeitsanalyse identifiziert haben. | Übergeordnete Angaben zum Zusammenspiel der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen mit unserer Strategie und unserem Geschäftsmodell finden Sie im Abschnitt „ESRS 2 SBM-3 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell“.

Wertschöpfungskette Art der Auswirkungen Beschreibung Bezug zu Geschäftsmodell/Strategie
Arbeitsbedingungen Eigene Geschäftstätigkeit Negativ (potenziell/kurzfristig: <1 Jahr) Überall dort, wo Arbeitnehmervertretungen nach demokratischen Grundsätzen gewählt wurden, arbeitet die Deutsche Telekom konstruktiv und vertrauensvoll mit ihnen zusammen. Dadurch sollen die Interessen der Beschäftigten angemessen berücksichtigt werden.

88 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Zu den Beschäftigten, die von wesentlichen Auswirkungen betroffen sind, zählen wir nur Personen in unserer eigenen Belegschaft, die in einem direkten Arbeitsverhältnis mit der Deutschen Telekom stehen. Da Solo-Selbständige und Personen aus Arbeitnehmerüberlassung im Verhältnis zu den internen, aktiven Beschäftigten nur einen marginalen Teil ausmachen, bleiben diese unbetrachtet und werden nicht berichtet.

Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen

ESRS S1-1 – Leitlinien im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft

Arbeitsbedingungen (Sozialer Dialog; Vereinigungsfreiheit, Existenz von Betriebsräten und Rechte der Arbeitnehmer auf Information, Anhörung und Mitbestimmung).

Das Fehlen von kollektiven Arbeitnehmerinteressenvertretungen durch z. B. Gewerkschaften kann sich negativ auf den sozialen Dialog und das Recht der Mitarbeiter auf Vereinigungsfreiheit auswirken. Auch das Fehlen von anderen Möglichkeiten betrieblicher Zusammenschlüsse der Arbeitnehmervertretung zur Mitbestimmung wie z. B. durch Betriebsräte kann die Vertretung der eigenen Interessen verschlechtern. In den USA sind Gewerkschaften in der ICT-Branche weniger verbreitet. Die Bildung von Gewerkschaften erfolgt gemäß geltender Vorschriften der USA und Wahlen zur Gründung einer möglichen Gewerkschaft können jederzeit stattfinden.

Ausgehend vom Geschäftsmodell: Eigene Geschäftstätigkeit
Negativ (tatsächlich/kurzfristig: <1 Jahr)

Die Gesundheit und Sicherheit von Technikern und anderen eigenen Beschäftigten der Telekom wird durch die Arbeiten im Tiefbau negativ beeinflusst. Deshalb beobachten wir genau den Arbeitsschutz, konkret etwa die Unfall- und Gesundheitsquote in Deutschland. Zum Beispiel bergen das Arbeiten mit Strom- und Starkstromleitungen und Tätigkeiten in großer Höhe ein erhöhtes Unfallrisiko – und infolgedessen ein gesundheitliches Risiko.

Ausgehend vom Geschäftsmodell: Eigene Geschäftstätigkeit
Positiv (tatsächlich/kurzfristig: <1 Jahr)

Unsere Maßnahmen für den Gesundheitsschutz sowie die Arbeitssicherheit fördern die Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer. Dies belegen KPIs wie die Gesundheitsquote (Krankenstand) und der Gesundheitsindex (psychische Gesundheit). Zudem tragen weitere lokale Angebote dazu bei, die körperliche Fitness der Beschäftigten zu steigern und die Zufriedenheit der Mitarbeiter zu erhöhen.

Ausgehend vom Geschäftsmodell: Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle
Eigene Geschäftstätigkeit
Positiv (tatsächlich/kurzfristig: <1 Jahr)

Diversity ist ein Fokusthema der Deutschen Telekom. Durch ein entsprechendes konzernweites Maßnahmenportfolio erzielen wir positive Auswirkungen auf unsere eigene Belegschaft. Neben umfassenden Trainingsangeboten für die eigenen Mitarbeiter unterstützen und fördern wir aktiv Mitarbeiter-Netzwerke, z. B. MagentaPride, Women@Telekom, BIPOC und das Netzwerk für Neurodiversität. Auswertungen von MAB zeigen, dass die strukturelle Förderung des Themas Vielfalt in der eigenen Belegschaft und darüber hinaus einen positiven Einfluss auf die Motivation und das Wohlbefinden der betroffenen Mitarbeiter hat und Inklusion auch über die Unternehmensgrenzen hinaus vorantreiben kann.

Ausgehend vom Geschäftsmodell: Eigene Geschäftstätigkeit
Positiv (tatsächlich/kurzfristig: <1 Jahr)

Die Beschäftigung von Menschen mit Schwerbehinderung hat positive Auswirkungen auf die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung und deren Eingliederung in die Gesellschaft.

Ausgehend vom Geschäftsmodell: Eigene Geschäftstätigkeit
Negativ (potenziell/kurzfristig: <1 Jahr)

In der ICT-Branche wirkt sich das Lohngefälle negativ auf die Gleichstellung der Geschlechter und gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit aus. Das geschlechtsspezifische Lohngefälle ist sowohl in Deutschland als auch in den USA und anderen europäischen Ländern, etwa Griechenland, ein nachgewiesenes Phänomen (Gender Pay Gap). Wir folgen dem Grundsatz der geschlechtsunabhängigen Vergütung, dennoch ist nicht ausgeschlossen, dass es auch bei der Deutschen Telekom durch den Gender Pay Gap zu negativen Auswirkungen auf unsere weiblichen Beschäftigten kommen kann.

Ausgehend vom Geschäftsmodell:

Die nachfolgende Übersicht zeigt die wesentlichen themenspezifischen Risiken und Chancen der Deutschen Telekom und ihre finanziellen Effekte auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. | Risiken und Chancen, die in den nächsten zwei Jahren ein „Top-Risiko“ darstellen, können dem Kapitel „Risiko- und Chancen-Management“ entnommen werden.

Wertschöpfungskette Risiko/Chance Beschreibung
Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle Eigene Geschäftstätigkeit Risiko Werden Ansprüche von weiblichen Arbeitnehmenden in Bezug auf die Gleichstellung der Geschlechter und gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit nicht erfüllt, kann dies Personalmangel zur Folge haben. Durch unbesetzte Stellen können sich u. a. Rekrutierungskosten, erhöhte Kosten durch Produktivitätsverluste sowie ein geringeres Innovationspotenzial ergeben.

Die Deutsche Telekom bekennt sich weltweit zu Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen und beachtet dabei die jeweiligen nationalen Rechtsvorschriften. Aufgrund der unterschiedlichen gesetzlichen und vertraglichen Voraussetzungen in den jeweiligen Ländern steuern wir Mitbestimmungsthemen dezentral. Unser Ansatz für das Management der wesentlichen Auswirkungen in Zusammenhang mit den Themen sozialer Dialog und Vereinigungsfreiheit ist in unserem Menschenrechtskodex verankert. Dieser beschreibt unsere Werte und Normen, die durch unsere Richtlinien, Handlungsanweisungen und Prozesse konkretisiert werden und dadurch unseren Handlungsrahmen bilden. Die im Kodex beschriebenen Grundsätze und Erwartungen richten sich gleichermaßen an unsere Beschäftigten wie an unsere Zulieferer und Geschäftspartner. Wir bekennen uns dazu, die Menschenrechte und die Umweltbelange an jedem Ort, an dem wir tätig sind, zu achten und zu fördern – auch in unseren Lieferketten und bei unseren Geschäftspartnern.

Unsere im Kodex formulierten Grundsätze und Erwartungen umfassen u. a.

  • den Schutz der Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen,
  • die Förderung von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz,
  • das Verbot der Ungleichbehandlung in der Beschäftigung,
  • die Zahlung angemessener Löhne,
  • unsere Null-Toleranz-Haltung gegenüber jeglicher Gewalt, Diskriminierung und Belästigung,
  • die Qualifizierung der Beschäftigten,
  • das Verbot von Kinderarbeit, Zwangsarbeit und allen Formen der Sklaverei sowie Menschenhandel.

Unser Lieferantenkodex, den wir im Abschnitt „ESRS S2-1 – Leitlinien im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette“ beschreiben, sieht vor, dass unsere Lieferanten und Geschäftspartner die darin festgeschriebenen Grundsätze und Werte einhalten. Diese bauen auf dem Menschenrechtskodex auf.

Der Menschenrechtskodex ist auf unserer Internetseite für alle Beschäftigten der Deutschen Telekom, ihre Interessenvertretungen sowie für Externe abrufbar. Weiter Information zu unserem Lieferantenkodex finden Sie im Abschnitt „ESRS S2-1 – Leitlinien im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette“.

Der Menschenrechtskodex ist Bestandteil unserer menschenrechtlichen Grundsatzerklärung. Bereits seit 2017 bekennt sich der Konzernvorstand mit dem „Menschenrechtskodex & Soziale Grundsätze“ zur Achtung der Menschenrechte nach Maßgabe international anerkannter Menschenrechtstandards. Da sich unsere Fokusthemen bei Sozial- und Umweltbelangen im Zuge der Weiterentwicklung unseres Unternehmens ändern können, überprüfen wir unsere damit verbundenen Sorgfaltspflichten fortlaufend und passen den Kodex bei Bedarf an. Die letzte Aktualisierung erfolgte 2023. Unter anderem haben wir die Inhalte der bestehenden „Employee Relations Policy“ sowie zusätzliche Informationen zur Gestaltung der Mitarbeiterbeziehungen und Arbeitnehmerbelange integriert.

Die aktuelle Struktur des überarbeiteten Menschenrechtskodex orientiert sich an den Anforderungen des deutschen LkSG und beschreibt die Umsetzung unserer menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflichtenprozesse, einschließlich des unternehmensinternen Beschwerdesystems. Die Verabschiedung des überarbeiteten und extern veröffentlichten Menschenrechtskodex durch die einbezogenen Konzerngesellschaften hat 2023 begonnen. In die Implementierung des aktualisierten Menschenrechtskodex sind alle Konzerngesellschaften einbezogen, auf die die Deutsche Telekom AG einen bestimmenden Einfluss im Sinne des LkSG ausübt und die eine relevante Geschäftstätigkeit ausüben, die auf Dauer angelegt ist und die sich nicht in dem Halten von Beteiligungen erschöpft. Diese Kriterien treffen auf 144 Konzerngesellschaften zu. Bis zum 31. Dezember 2024 haben 134 den aktualisierten Menschenrechtskodex implementiert.

T-Mobile US fällt nicht in den Anwendungsbereich des LkSG und verfügt über einen eigenen Menschenrechtskodex (Human Rights Statement), der die zuvor genannten Grundsätze und Erwartungen ebenfalls adressiert. T-Mobile US erwartet von seinen eigenen Arbeitskräften sowie von allen verbundenen Unternehmen, Geschäftspartnern, Lieferanten und Interessenvertretungen, diese Selbstverpflichtung einzuhalten. Alle Mitarbeiter von T-Mobile US wie auch Externe können zudem über die Website von T-Mobile US auf deren Human Rights Statement zugreifen.

Der Menschenrechtskodex beruht auf unserer Menschenrechtsstrategie. Diese Strategie wird von GCR im Bereich des Vorstandsvorsitzenden umgesetzt. Die Überwachung der Umsetzung der im Human Rights Statement von T-Mobile US dargelegten Regelungen obliegt dem obersten Management der Bereiche Personal, Corporate Social Responsibility und Recht der T-Mobile US. Im Menschenrechtskodex bekennen wir uns zu international anerkannten menschen- und umweltrechtlichen Referenzinstrumenten, z. B.# Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Internationalen Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen, den Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), den Leitsätzen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) für multinationale Unternehmen und den Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen. Hierüber bekennen wir uns auch zu den sozialen Mindeststandards, die gemäß den Vorschriften der EU- Taxonomie notwendige Bedingung für die Taxonomiekonformität von Wirtschaftsaktivitäten sind. Die sozialen Mindeststandards erfordern ein Managementsystem, mit dem die Einhaltung der zuvor genannten Referenzinstrumente überwacht werden kann. Unserer menschenrechtlichen Sorgfaltspflicht kommen wir dementsprechend durch ein risikobasiertes Managementsystem nach, das sowohl unseren Konzern (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US) als auch unsere Lieferkette abdeckt und mit dem wir die Einhaltung von Sozial- und Umweltstandards überwachen. Außerdem pflegen wir einen vertrauensvollen Dialog mit Arbeitnehmervertretungen und Gewerkschaften. Um die Wirksamkeit des LkSG-Management-Systems zu überwachen, hat die Deutsche Telekom die Funktion „Menschenrechtsbeauftragter“ bzw. „LkSG-Beauftragter“ definiert. Soweit Konzerngesellschaften nach landesgesetzlichen Regelungen dazu verpflichtet sind, haben sie in gleicher Form Überwachungsfunktionen für ihren Geschäftsbereich benannt. Der eigene Geschäftsbereich des Unternehmens wird in § 2 Abs. 6 LkSG definiert als „jede Tätigkeit des Unternehmens zur Erreichung des Unternehmensziels“. Dies entspricht dem an anderer Stelle im Geschäftsbericht einheitlichen Verweis auf die „eigene Geschäftstätigkeit“ der Deutschen Telekom. T-Mobile US führt ein Risk Assessment nach eigener Methodik durch.

Weitere Informationen dazu finden Sie im Abschnitt „ESRS S2-4 – Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen und Ansätze“. Stellen wir anlässlich der Durchführung unserer Risikoanalyse fest, dass eine menschenrechtsbezogene Pflichtverletzung eingetreten ist oder unmittelbar bevorsteht, sehen unsere Prozesse vor, unverzüglich Abhilfemaßnahmen zu ergreifen. Diese haben das Ziel, die Verletzung zu verhindern, zu beenden oder ihr Ausmaß zu minimieren.

Weitere Informationen dazu finden Sie im Abschnitt „ESRS S1-4 – Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen und Ansätze“. Die Deutsche Telekom betreibt seit 2016 ein Programm, um ihre menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflichten zu erfüllen. Dieses steht im Einklang mit den zuvor genannten internationalen Referenzinstrumenten. Als Teil dieses Programms haben wir eine menschenrechtliche Auswirkungsanalyse durchgeführt. Dabei haben wir uns an den internationalen Referenzinstrumenten orientiert und externe sowie interne Fachleute hinzugezogen. Mit der Analyse haben wir Personenkreise identifiziert, auf die unsere Geschäftsaktivitäten potenziell negativ oder positiv wirken können, und deren Interessen bei der Erstellung des Menschenrechtskodex‘ berücksichtigt. Dazu zählen Beschäftigte in unseren Konzerngesellschaften, Beschäftigte bei unseren mittelbaren oder unmittelbaren Zuliefererfirmen, Personen aus unserer Kundschaft, Kinder und Jugendliche sowie Personen in betroffenen Gemeinden. Bei der Ausübung unserer Sorgfaltsprozesse berücksichtigen wir insbesondere die Interessen von besonders vulnerablen Personengruppen wie Kindern, Jugendlichen, Frauen, Wanderarbeitenden und sonstigen Personen, die nationalen oder ethnischen, religiösen und sprachlichen Minderheiten angehören. Unsere Verfahren zur Identifikation von vulnerablen Personengruppen entwickeln wir stetig weiter. Mindestens einmal jährlich, nach Durchführung unserer jährlichen menschenrechts- und umweltbezogenen Risikoanalyse findet eine entsprechende Überprüfung statt.

Arbeitsbedingungen (Gesundheit und Sicherheit).

Der betriebliche Arbeits- und Gesundheitsschutz ist über zertifizierte Managementsysteme sowie entsprechende Leit- und Richtlinien fest in unseren Strukturen verankert. Damit adressieren wir unsere wesentlichen Auswirkungen auf die Gesundheit und Sicherheit unserer Beschäftigten, die sich bei bürobasierten Tätigkeiten und bei Netzbauaktivitäten, z. B. im Tiefbau, ergeben. Hierfür nutzen wir ein integriertes Managementsystem für Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (Health, Safety & Environment, HSE). Es basiert auf den internationalen Standards ISO 45001 und ISO 14001 und berücksichtigt die Luxemburger Deklaration zur betrieblichen Gesundheitsförderung in der Europäischen Union sowie den Global Compact der Vereinten Nationen. Einige unserer Konzerngesellschaften verwenden ein integriertes HSE-Qualitätsmanagementsystem, das zusätzlich den internationalen Standard ISO 9001 für Qualitätsmanagement abdeckt. Für manche der Konzerngesellschaften gilt das Dachzertifikat nicht, da bei ihnen eigene Zertifizierungen bestehen. Darüber hinaus bekennen wir uns auch im Menschenrechtskodex zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz mindestens auf dem Anspruchsniveau des anwendbaren Rechts und arbeiten kontinuierlich an der weiteren Verbesserung unserer Arbeitsbedingungen. Unser HSE-Managementsystem trägt dazu bei, Nachhaltigkeit in allen Geschäftsprozessen und im Alltag unserer Mitarbeiter zu verankern. Es hilft uns, unsere HSE-Prozesse systematisch zu planen, umzusetzen und zu verbessern. Zudem unterstützt es uns dabei, an Ausschreibungsprozessen für neue Projekte teilzunehmen, bei denen potenzielle gewerbliche Kunden HSE-Zertifikate von ihren Lieferanten verlangen. Die allgemeinen Verantwortlichkeiten, Aufgaben und Maßnahmen des Gesundheits- und Sicherheitsmanagements haben wir im Managementsystem-Handbuch für Qualität, Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz definiert. Es dient dazu, unsere Managementsysteme konzernweit zu vereinheitlichen und gezielt auszurichten. Das HSE- Managementsystem unterstützt das Gesundheitsmanagement darin, die Gesundheit unserer Beschäftigten positiv zu beeinflussen. Auch um die Zahl der Arbeitsunfälle zu senken, nutzt die Deutsche Telekom das Managementsystem. Auf dessen Basis können wir Maßnahmenpakete für den Arbeits- und Gesundheitsschutz entwickeln, die die Sicherheit unserer Mitarbeiter erhöhen, zur Gesunderhaltung beitragen und sich positiv auf ihre Arbeitsleistung auswirken können. Um die Einhaltung der Anforderungen der ISO 45001 zu gewährleisten, führen wir an ausgewählten Standorten regelmäßig interne Audits durch und unterziehen uns jährlichen Überprüfungen durch unabhängige externe Zertifizierungsstellen. Das HSE-Managementsystem gilt konzernweit und deckt alle unsere Aktivitäten, Produkte und Dienstleistungen ab: Festnetz/Breitband, Mobilfunk, Internet, internetbasierte TV-Produkte und -Dienstleistungen sowie informations- und kommunikationstechnische Lösungen für Geschäftskunden der Deutschen Telekom. Unsere HSE-Verantwortung erstreckt sich auch auf die Kontrolle von ausgelagerten Prozessen. Die übergeordnete Steuerung von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz liegt im Vorstandsressort „Personal und Recht“. Informationen über das HSE- Managementsystem der Deutschen Telekom werden im Intranet an zentraler Stelle dokumentiert und sind dort allen Mitarbeitern (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US) zugänglich. Den Mitarbeitern von T-Mobile US werden die relevanten Dokumente durch das zentrale HSE-Zertifizierungsmanagement aus Deutschland zur Verfügung gestellt. Alle Beschäftigten können sich gemäß den Anforderungen der ISO 45001 aktiv an der Ausgestaltung unserer Maßnahmen im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz beteiligen.

Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle (Vielfalt; Beschäftigung und Eingliederung von Menschen mit Behinderungen; Gleichstellung der Geschlechter und gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit).

Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Teilhabe (Diversity, Equity and Inclusion, DE&I) zu fördern, ist integraler Bestandteil unseres Selbstverständnisses. Unabhängig von Alter, Ethnizität und Nationalität, Geschlecht und geschlechtlicher Identität, körperlichen und mentalen Fähigkeiten, Religion, Glaube und Weltanschauung, sexueller Orientierung und sozialer Herkunft bieten wir allen Beschäftigten zahlreiche Möglichkeiten, sich zu entfalten und weiterzuentwickeln. Zudem dulden wir keine Form von direkter oder indirekter Gewalt, Diskriminierung und Belästigung am Arbeitsplatz. Wichtige Grundlagen für die Förderung der verschiedenen Vielfaltsdimensionen sowie die Beseitigung von Diskriminierung bilden unsere 2021 überarbeitete und konzernweit implementierte Richtlinie „Vielfalt, Chancengleichheit und Einbindung“ (VC&E) und unser Menschenrechtskodex. Die VC&E-Richtlinie gilt für alle unsere Mitarbeiter. Dies umfasst auch Personen, die funktional Mitarbeitern gleichgestellt sind, z. B. Leiharbeitnehmer. Die Konzerneinheiten der Deutschen Telekom verantworten die Umsetzung der Richtlinie in ihren jeweiligen Organisationen. Mindestens alle drei Jahren überprüft der verantwortliche HR-Bereich die Bestimmungen der Konzernrichtlinie auf Änderungs- und Anpassungsbedarf und überarbeitet diese gegebenenfalls. Bei der Erstellung bzw. Aktualisierung der Richtlinie wurden die Interessen der eigenen Belegschaft durch wiederholte Konsultation ausgewählter Mitarbeiter berücksichtigt.# Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 90

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Neben den grundlegenden internationalen menschenrechtlichen Referenzinstrumenten beachtet die Richtlinie die Vorgaben der EU-Antidiskriminierungsrichtlinien und die geltenden lokalen Gesetze in den jeweiligen Ländern, in denen wir tätig sind. Die oberste Verantwortung für die Umsetzung der Richtlinie liegt im Vorstandsbereich ,,Personal und Recht“. | Die VC&E-Richtlinie ist auf der Internetseite der Deutschen Telekom abrufbar.

In Ergänzung zur VC&E-Richtlinie setzen wir uns mit einem umfassenden Maßnahmenportfolio aktiv für die Förderung von Barrierefreiheit und Gleichberechtigung sowie die Inklusion von Menschen mit Behinderung ein. Wir wollen ihnen nicht nur eine berufliche Existenzgrundlage verschaffen, sondern insbesondere ihr berufliches Fortkommen nachhaltig fördern. Um unser Arbeitsumfeld noch inklusiver zu gestalten und unsere VC&E-Richtlinie in den Unternehmenseinheiten umzusetzen, entwickeln wir sowohl bereichsspezifische als auch -übergreifende Maßnahmenpläne. Hierin gehen wir auf alle Vielfaltsdimensionen ein.

Weitere Informationen zur Umsetzung ausgewählter Maßnahmen sind im Abschnitt „ESRS S1-4 – Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen und Ansätze“ dargestellt.

ESRS S1-2 – Verfahren zur Einbeziehung der eigenen Belegschaft und von Arbeitnehmervertretern in Bezug auf Auswirkungen

Wir pflegen im gesamten Konzern dialogorientierte Beziehungen zu unseren Mitarbeitern und arbeiten vertrauensvoll und konstruktiv mit Arbeitnehmervertretungen und Gewerkschaften zusammen. Mitbestimmungsthemen steuern wir dezentral. In besonders wichtigen Fragen ist grundsätzlich der Konzernvorstand eingebunden. In Deutschland vertreten Betriebsräte, Gesamtbetriebsräte und der Konzernbetriebsrat die Interessen der Beschäftigten. Auf europäischer Ebene ist der Europäische Betriebsrat (EBR) unser Sozialpartner. Auch in nicht-europäischen Ländern, wie den USA, haben alle unsere Beschäftigten das Recht, Gewerkschaften zu gründen und diesen beizutreten. Hinzu kommen die Vertretungen der leitenden Angestellten und die Vertretungen der Menschen mit Schwerbehinderung auf Betriebs-, Unternehmens- bzw. Konzernebene. Die Arbeitnehmervertretungen repräsentieren die Beschäftigten in verschiedenen Ausschüssen, z. B. in den Sitzungen des Arbeitsschutz-Ausschusses (ASA) zu Arbeitssicherheit und -medizin.

Ein wichtiges Beteiligungsformat und zudem Indikator für die Beziehungen zwischen unserem Unternehmen und unseren Beschäftigten sind unsere MAB. Diese führen wir mindestens alle zwei Jahre in allen Konzerngesellschaften durch. Die Ergebnisse der Befragungen helfen uns, Schwachstellen aufzudecken und Verbesserungsmöglichkeiten zu ermitteln. Als Maßstab zur Mitarbeiterzufriedenheit erheben wir den Engagement-Score, den wir auf Grundlage der Ergebnisse der zum jeweiligen Zeitpunkt aktuellen Befragungen ermitteln (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US).

Weitere Informationen zu unserem nichtfinanziellen Leistungsindikator Mitarbeiterzufriedenheit (Engagement-Score) finden Sie im Kapitel „Konzernsteuerung“. T-Mobile US führt eine eigene MAB (Our Voice Survey) durch, die mindestens einmal jährlich an alle Mitarbeiter verschickt wird. Anhand der Befragung wird die Stimmung bzw. Zufriedenheit in verschiedenen Bereichen des Engagements der Mitarbeiter gemessen. Dazu zählen Zugehörigkeit, Wohlbefinden, Karriereentwicklung, Kultur und Unterstützung durch die Führung. Wir beziehen unsere Belegschaft, z. B. unsere Mitarbeiter-Netzwerke, darüber hinaus bei der Erstellung von Richtlinien und Leitfäden oder der Entwicklung von Lern- und Weiterbildungsformaten ein. Gemeinsam mit den Mitarbeiter-Netzwerken arbeiten wir daran, systemische Hürden zu identifizieren und abzubauen – z. B. bei der Frage, wie inklusiv unsere Einstellungsverfahren sind. So wollen wir sicherstellen, dass alle Mitarbeiter in diesen Prozessen laufend einbezogen werden. Darüber hinaus engagieren sich unsere Beschäftigten in zahlreichen Initiativen für die Förderung einer klima- und ressourcenschonenden Gesellschaft. Sofern nicht anders dargestellt, erfolgt die Einbeziehung von Personen aus unserer Belegschaft sowohl fortlaufend als auch anlassbezogen.

ESRS S1-3 – Verfahren zur Behebung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die eigene Belegschaft Bedenken äußern kann

Um negative Auswirkungen auf Personen in unserer eigenen Belegschaft zu beheben bzw. an der Behebung mitzuwirken, haben wir in unserem Risikomanagement ein Beschwerdeverfahren eingerichtet. Sobald anlässlich der Durchführung der jährlichen oder anlassbezogenen Risikoanalyse eine Sorgfaltspflichtverletzung identifiziert wird, sehen unsere Prozesse, wie im Abschnitt „ESRS S1-1 – Leitlinien im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft“ ausgeführt, die unverzügliche Ergreifung von Abhilfemaßnahmen vor. Diese werden einmal jährlich oder anlassbezogen auf ihre Wirksamkeit überprüft. Bei Bedarf werden Anpassungen am Beschwerdeverfahren oder an der durchgeführten Maßnahme vorgenommen. Mit dem Hinweisgeberportal „TellMe“ und der „Integrity Line“ der T-Mobile US bietet die Deutsche Telekom allen Beschäftigten die Möglichkeit, Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen und unternehmensinterne Regelungen zu melden – auf Wunsch auch anonym. Dazu zählen auch Hinweise auf menschenrechtliche oder umweltbezogene Risiken. Risiken für physische oder psychische Gewalt unter Beschäftigten, im Kundenkontakt oder aus dem privaten Kontext können zudem beim Bedrohungsmanagement gemeldet werden. Außerdem können sich Mitarbeiter in Deutschland mit Beschwerden an den Betriebsrat sowie an dezidierte Vertrauenspersonen wenden. Darüber hinaus stehen weitere lokale Kanäle zur Verfügung, über die die eigene Belegschaft ihre Anliegen oder Bedürfnisse gegenüber der Telekom direkt äußern und prüfen lassen kann. Zudem besteht die Möglichkeit, Unfälle und Beinaheunfälle in Deutschland über ein digitales Portal zu melden. Die konzernweite Anwendung des Kanals ist derzeit in Prüfung. Alle Beschwerden untersuchen wir sorgfältig und leiten abhängig von den Untersuchungsergebnissen entsprechende Maßnahmen ein. Sowohl das „TellMe“-Beschwerdeverfahren als auch die „Integrity Line“ von T-Mobile US sind über unsere Webseite sowie die Internetauftritte der Konzerngesellschaften öffentlich zugänglich. Die Verfahrensordnung von „TellMe“ ist derzeit in zwölf Sprachen verfügbar. Um neben unseren Beschäftigten auch Partnern oder Dritten einen Zugang zu bieten, nehmen wir Hinweise sowohl telefonisch unter einer kostenlosen internationalen Service-Nummer als auch per E-Mail, per Brief oder über eine Online-Eingabe auf dem jeweiligen Portal entgegen. Darüber können sich alle Mitarbeiter über die Verfügbarkeit und Nutzung der zuvor genannten Kanäle im Intranet informieren. Eingehende Verdachtsmeldungen und Beschwerden, die im Zusammenhang mit Personen aus unserer eigenen Belegschaft stehen, erfassen wir aufgeschlüsselt nach den Themenbereichen „Menschenrechte“ (einschließlich des Rechts auf Vereinigungsfreiheit), „Arbeits- und Gesundheitsschutz“ sowie „Diskriminierung“. Die Wirksamkeit von „TellMe“ wird entsprechend den Vorgaben des LkSG einmal im Jahr überprüft. Zusätzlich führen wir anlassbezogene Überprüfungen durch, wenn das Unternehmen mit einer wesentlich veränderten oder wesentlich erweiterten Risikolage im eigenen Geschäftsbereich oder bei unmittelbaren Zulieferern rechnen muss. Dies kann z. B. bei Einführung neuer Produkte, Projekte oder eines neuen Geschäftsfelds nötig werden. Zur Wirksamkeitsprüfung gehören u. a. die kontinuierliche Auswertung der Rückmeldungen von Hinweisgebenden, die Überprüfung der Umsetzung und Zugänglichkeit des Beschwerdeverfahrens sowie die risikobasierte Evaluation der Einbindung von Interessenträgern, z. B. durch MAB. Auch binden wir in Bezug auf unsere eigene Geschäftstätigkeit bei Bedarf die Arbeitnehmervertretungen und Betriebsräte ein.

Weitere Informationen über die Art und Weise, wie wir die vorgebrachten und angegangenen Beschwerden verfolgen und überwachen, finden Sie im Abschnitt „ESRS G1-1 – Leitlinien in Bezug auf Unternehmensführung und Unternehmenskultur“. Dort gehen wir auch darauf ein, inwiefern Personen in unserer eigenen Belegschaft das Verfahren kennen und ihm vertrauen, falls sie Bedenken oder Bedürfnisse mitteilen und prüfen lassen möchten. Außerdem schildern wir dort unsere Strategien zum Schutz von Einzelpersonen gegen Vergeltungsmaßnahmen.

ESRS S1-4 – Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen und Ansätze

Arbeitsbedingungen (Sozialer Dialog; Vereinigungsfreiheit, Existenz von Betriebsräten und Rechte der Arbeitnehmer auf Information, Anhörung und Mitbestimmung). Wir setzen auf eine intensive Zusammenarbeit mit Arbeitnehmervertretungen, um negative Auswirkungen auf unsere eigene Belegschaft in Ländern zu mindern, in denen es keine Gewerkschaften gibt. Wir nutzen und schätzen den Austausch mit den betrieblich oder gewerkschaftlich organisierten Interessenvertretungen. Dafür ist entscheidend, dass die Beschäftigten ihr jeweiliges Recht auf Vereinigungsfreiheit kennen, und dieses arbeitgeberseitig nicht eingeschränkt wird. Um Mitarbeiter u. a. für das Recht auf Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen sowie Gesundheitsschutz und Sicherheit zu sensibilisieren, haben wir im Juli 2023 unser bestehendes Menschenrechtstraining aktualisiert und in weiteren Sprachen zur Verfügung gestellt.# Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung

Aspekte von Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Teilhabe adressieren wir in diesem Rahmen ebenfalls. Das Menschenrechtstraining soll unseren Mitarbeitern nicht nur grundlegendes Wissen vermitteln. Es ermöglicht ihnen auch, ihr neues Wissen in praktischen Entscheidungsszenarien direkt im Kontext der Deutschen Telekom anzuwenden. So werden Mitarbeiter im Rahmen des Trainings darüber informiert, dass Missstände, wie eine Verletzung des Rechts auf Vereinigungsfreiheit, unabhängig von länderspezifischen Besonderheiten über das Hinweisgeberportal „TellMe“ zur Kenntnis gebracht werden können. Das übergeordnete Ziel des Menschenrechtstrainings ist es, die Mitarbeiter zu befähigen, andere Menschen und sich selbst im eigenen Arbeitsumfeld aktiv zu schützen. Das Training ist in vierzehn Sprachen auf der Online-Trainingsplattform der Deutschen Telekom verfügbar. Mitarbeiter von T-Mobile US haben keinen Zugriff auf die Plattform. Sie erhalten jedoch jährlich eine Schulung zum Verhaltenskodex von T-Mobile US, bei der es u. a. auch um die Meldung von menschenrechtsbezogenen Beschwerden geht. Die Wirksamkeit des aktualisierten Menschenrechtstrainings überprüfen wir u. a., indem wir halbjährlich die Anzahl der Mitarbeiter festhalten, die seit Verfügbarkeit des Trainings an diesem teilgenommen haben. Außerdem werten wir Mitarbeiterfeedback aus und analysieren Teilnahmequoten, Zugriffsmöglichkeiten und etwaige Sprachbarrieren.

Im Rahmen des LkSG-Management-Systems führen wir jährlich Risikoanalysen durch (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US), u. a. für die eigenen Geschäftsbereiche der einbezogenen Konzerngesellschaften. Die Analysen sollen uns in die Lage versetzen, zielgenaue Folgemaßnahmen abzuleiten und damit Risiken wirksam zu beseitigen oder zu minimieren.

Weitere Informationen zur Risikoanalyse gemäß LkSG finden Sie im Abschnitt „ESRS S2-4 – Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen und Ansätze“.

T-Mobile US führt vierteljährlich unternehmensweite Risikobewertungen durch, die eine Reihe von Faktoren berücksichtigen, darunter betriebliche und soziale Risiken, die sich auf die eigene Belegschaft auswirken. Die Ergebnisse berichtet das Unternehmen regelmäßig u. a. auch an Vertreter der Deutschen Telekom AG.

Im Rahmen des im Abschnitt „ESRS 2 IRO-1 – Beschreibung des Verfahrens zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen“ beschriebenen Verfahrens zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen haben wir uns intensiv mit den potenziellen und tatsächlichen negativen Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf unsere eigene Belegschaft auseinandergesetzt. Dies erfolgte sowohl quantitativ als auch qualitativ. Neben den im Abschnitt „ESRS 2 SBM-3 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell“ dargestellten Themen haben wir keine weiteren Bereiche identifiziert, in denen unsere Praktiken wesentliche negative Auswirkungen auf unsere eigene Belegschaft ausüben könnten. Aus diesem Grund sehen wir davon ab, über die in diesem Abschnitt bereits berichteten Maßnahmen hinaus, weitere Ansätze zu beschreiben. In Bezug auf die Einhaltung unserer Sorgfaltspflichten greifen die im Abschnitt „ESRS S1-1 – Leitlinien im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft“ dargestellten Prozesse zur Überwachung unseres LkSG-Management-Systems. Für das Management der wesentlichen Risiken, die sich für den sozialen Dialog und die Vereinigungsfreiheit ergeben, ist kein spezielles Budget vorgesehen. Grundsätzlich erfordern die in diesem Themenstandard beschriebenen Maßnahmen keine erheblichen operativen Ausgaben oder Investitionsausgaben.

Arbeitsbedingungen (Gesundheit und Sicherheit)

Unser Fokus im Bereich Gesundheit und Sicherheit liegt auf der Bereitstellung und Durchführung von Minderungs- und Präventionsmaßnahmen. Falls es nicht möglich ist, Gefahrenquellen zu vermeiden oder zu beseitigen, folgen wir der sog. Maßnahmenhierarchie im Arbeitsschutz. Diese ist wie folgt aufgebaut:

  1. Sicherheitstechnische Maßnahmen, um eine räumliche Trennung zwischen Gefahrenquelle und unserer Belegschaft zu gewährleisten (z. B. Absperrungen oder Verkleidungen an Maschinen)
  2. Organisatorische Maßnahmen (z. B. die Beschränkung oder das Verbot des Aufenthalts im Gefahrenbereich)
  3. Nutzung persönlicher Schutzausrüstung (z. B. Helme, Sicherheitsschuhe oder Gehörschutz)
  4. Verhaltensbezogene Maßnahmen (z. B. Unterweisungen, etwa im Zusammenhang mit dem Brandschutz oder bei der Benutzung von Leitern, oder Betriebsanweisungen)

Konzernweit gelten verschiedene Arbeitssicherheitsstandards. Sie regeln u. a. die sichere und ergonomische Ausstattung von Gebäuden und Fahrzeugen. Neben Angeboten, die alle Mitarbeiter wahrnehmen können, gibt es auch zielgruppenspezifische Maßnahmen zur Arbeitssicherheit. Dazu gehören z. B. Fahrsicherheitstrainings für bestimmte Arbeitsbereiche oder spezielle Sicherheitsschulungen für Mitarbeiter, die zu Arbeiten an Funkstandorten eingesetzt sind. Die Maßnahmen sollen dazu beitragen, Unfälle zu vermeiden, sowie die Gesundheit und Leistungsfähigkeit der Beschäftigten zu fördern.

Wir bieten unseren Mitarbeitern in Büros zudem umfassende Angebote, um einem Mangel an Bewegung entgegenzuwirken. So beschaffen wir z. B. in Deutschland seit vielen Jahren nur noch höhenverstellbare Schreibtische, um eine ergonomische Arbeitsumgebung zu ermöglichen. Außerdem beinhaltet z. B. unser Gesundheitsprogramm in Deutschland Angebote zu regelmäßiger Bewegung. Auch Kurse zu Ernährung, Stressprävention und Achtsamkeit sind im Programm. Die Angebote richten sich grundsätzlich an alle Mitarbeiter.

Unsere Mitarbeiter- und Führungskräfteberatung bietet außerdem Unterstützungsangebote im Bereich der psychosozialen Gesundheit. Das Angebot steht in verschiedenen Sprachen zur Verfügung. Es umfasst auch die Beratung im Falle von Diskriminierung und anderem Fehlverhalten, überfordernden Lebenssituationen und Extremereignissen sowie Krisenprävention.

Derzeit prüfen wir, inwieweit wir unsere digital einsetzbaren Angebote zur Gesundheitsförderung, die konzernweit orts- und zeitunabhängig allen Beschäftigten zur Verfügung stehen, ausweiten können. Unsere Maßnahmen zur Förderung des Gesundheitsbewusstseins und der Gesundheitskompetenz unserer Beschäftigten helfen nicht nur den einzelnen Mitarbeitern und sichern den langfristigen Geschäftserfolg. Sie wirken auch über die Unternehmensgrenzen hinaus positiv. Ausgewählte Vorsorgeangebote stellen wir z. B. auch den Familien unserer Beschäftigten zur Verfügung.

Weitere Informationen über unsere Maßnahmen zur Minderung negativer Auswirkungen sowohl auf unsere eigenen Mitarbeiter als auch auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette schildern wir im Zusammenhang mit Netzbauaktivitäten im Tiefbau im Abschnitt „ESRS S2-4 – Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen“.

Gesundheits- und Sicherheitsrisiken ermitteln wir regelmäßig. Um ein sicheres Arbeitsumfeld zu ermöglichen, erstellen wir für alle Tätigkeitsfelder Gefährdungsbeurteilungen, aus denen wir entsprechende Maßnahmen ableiten. Gemäß dem PDCA-Zyklus (Plan-Do-Check-Act), der ein wichtiges Instrument zur kontinuierlichen Verbesserung von Management-Systemen ist, prüfen und messen wir systematisch die Wirksamkeit unserer Maßnahmen, um unser Management-System kontinuierlich weiterzuentwickeln. Regelmäßig untersuchen wir, wie Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in das Management und die Führungsaktivitäten integriert sind, und leiten bei Bedarf Maßnahmen zur Verbesserung ab. Dabei greifen wir u. a. auf Ergebnisse unserer MAB, Auswertungen aus den tariflichen Belastungsschutzregelungen, Wettbewerbsanalysen sowie weitere Kennzahlen zurück. Die erfolgreiche Durchführung verpflichtender turnusmäßiger Maßnahmen, z. B. Brandschutz-Unterweisungen oder Gefährdungsbeurteilungen, lassen wir durch externe Fachleute überprüfen. Zudem erhalten wir von unseren Dienstleistern eine monatliche Übersicht darüber, welche und wie viele Leistungen und Angebote zu Themen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes abgerufen werden, und nutzen diese zur Steuerung der Maßnahmen.

In den Konzerngesellschaften verantworten Health & Safety Manager spezifische Prozesse und Angebote, die gesetzliche Anforderungen und Rahmenbedingungen bis auf die betriebliche Ebene berücksichtigen. Das Budget für den Arbeits- und Gesundheitsschutz der einzelnen Gesellschaften ergibt sich aus den jeweiligen Einsatzstunden der Mitarbeiter. Aus diesen Daten prognostizieren wir den benötigten Mindestbetrag für das kommende Jahr. Zusätzlich stellen wir finanzielle Mittel für vertiefende Maßnahmen oder freiwillige Angebote der betrieblichen Gesundheitsförderung bereit. Die zuvor beschriebenen Maßnahmen erfordern jedoch keine erheblichen operativen Ausgaben oder Investitionsausgaben.

Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle (Vielfalt; Beschäftigung und Eingliederung von Menschen mit Behinderungen; Gleichstellung der Geschlechter und gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit)

Wir bieten unseren Beschäftigten eine wettbewerbsfähige und leistungsgerechte Vergütung, die sich an den Rahmenbedingungen des jeweiligen nationalen Arbeitsmarkts orientiert.# Mit unserer Global Compensation Guideline für leitende Angestellte, unseren Tarifverträgen und sonstigen kollektivrechtlichen Regelungen streben wir an, bei der Deutschen Telekom ohne T-Mobile US eine transparente und geschlechtsneutrale Entgeltgestaltung und Entlohnung sicherzustellen. Die Regelungen sollen gewährleisten, dass die Entlohnung bei der Deutschen Telekom nach Art und Umfang der ausgeübten Tätigkeit und den Anforderungen an die Funktion unabhängig von den im Abschnitt „ESRS S1-1 – Leitlinien im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft“ beschriebenen Diversity-Merkmalen erfolgt. Damit wollen wir den wesentlichen potenziell negativen Auswirkungen auf unsere eigene Belegschaft im Zusammenhang mit dem geschlechtsspezifischen Lohngefälle in der ICT-Branche entgegenwirken.

Um eine geschlechterneutrale Entlohnung zu ermöglichen, setzt T-Mobile US u. a. folgende Maßnahmen um: eine faire Bezahlung nach Leistung – unabhängig von Geschlecht oder Herkunft –, eine regelmäßige Überprüfung von Gehaltspaketen und eine gesetzliche Gehaltstransparenz durch Offenlegung in Stellenanzeigen. Um den gesetzlichen Anforderungen des Entgelttransparenzgesetzes in Deutschland zu entsprechen, haben wir erstmals für das Jahr 2016 einen Bericht zur Entgeltgleichheit und Gleichstellung erstellt. Der Bericht wird alle fünf Jahre aktualisiert. Der letzte Bericht für das Geschäftsjahr 2021 ist im Unternehmensregister veröffentlicht.

Mit den Leitungen unserer Segmente haben wir Maßnahmenpläne zur Erhöhung der Frauenquote vereinbart, mit denen wir die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben, etwa durch flexible Arbeitszeiten, hybride Arbeitsmodelle oder Teilzeitbeschäftigung unterstützen wollen. Durch Trainings und Workshops möchten wir außerdem den kulturellen Wandel in Bezug auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördern und damit die Chancen auf eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen am Arbeitsmarkt erhöhen.

Unser Ziel zur Erhöhung des Frauenanteils in Management-Positionen beschreiben wir im Abschnitt „ESRS S1-5 –Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen“. Die steigende Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften, insbesondere nach IT- und Tech-Experten, haben wir stets im Blick und stellen uns dem Wettbewerb um die besten Talente. Um ein besseres Verständnis in Bezug auf das Wohlbefinden unserer weiblichen Talente zu erlangen und um einschätzen zu können, wie diese uns als Unternehmen wahrnehmen, werten wir fortlaufend Erfahrungsberichte und Rückmeldungen aus.

Dem Risiko eines möglichen Personalmangels aufgrund des geschlechtsspezifischen Lohngefälles in der ICT-Branche begegnen wir mit gezielten Recruiting- Kampagnen, die Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Teilhabe betonen. Über Kooperationen und auf Veranstaltungen sprechen wir gezielt weibliche Talente an, fördern einen Generationenwechsel zwischen demnächst ausscheidenden männlichen Führungskräften und weiblichen Nachwuchskräften (Mentoring) und besetzen Führungspositionen zunehmend mit weiblichen Talenten. Zudem arbeiten wir eng mit Hochschulen und Dienstleistern zusammen, um gemeinsam Wege zu finden, Frauen in technischen Berufen noch stärker zu unterstützen.

Im Rahmen von Feedback-Runden und auf Grundlage der Ergebnisse unserer MAB bewerten wir die Qualität unserer Programme und überprüfen regelmäßig im Dialog mit unseren Partnern, wie wir Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Teilhabe weiter fördern können.

Die steigenden Ansprüche von Arbeitnehmern an Arbeitgeber werden vom operativen Risikomanagement erschlossen und vom zuständigen Personalbereich berücksichtigt: Um den Herausforderungen zu begegnen, stärken wir kontinuierlich u. a. Deutsche Telekom und T-Mobile US als attraktive Arbeitgebermarken und suchen proaktiv und global nach neuem Fachpersonal und Talenten. Alle zuvor genannten Aspekte sind Teil des operativen Risikomanagements.

Mit verschiedenen Trainingsangeboten wollen wir zudem ein gemeinsames Verständnis von Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Teilhabe innerhalb der Deutschen Telekom fördern und unsere Beschäftigten für unbewusste Vorurteile (Unconscious Bias) sensibilisieren. Darüber hinaus bemühen wir uns, Barrieren abzubauen, die bei der Nutzung von Produkten und Technologie bestehen. Im Jahr 2024 haben wir mit dem „DE&I Baseline eLearning“ das erste vollständig barrierefreie Training eingeführt. Das Training haben wir gemeinsam mit externen Experten sowie unseren Mitarbeiter-Netzwerken entwickelt. Es präsentiert u. a. persönliche Geschichten der Beschäftigten mit Bezug zu allen relevanten Vielfaltsdimensionen und steht allen Mitarbeiter in elf Sprachen auf der Online-Trainingsplattform der Telekom zur Verfügung. Ein sowohl intern als auch extern veröffentlichtes Diversity-Glossar zu über 100 Begriffen rund um Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Teilhabe ergänzt das Trainingsangebot. Mitarbeiter von T-Mobile US haben keinen Zugriff auf die Plattform, erhalten jedoch Lernmöglichkeiten, in denen die Themen Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Teilhabe ebenfalls integriert sind.

Im Jahr 2024 legten wir darüber hinaus einen besonderen Schwerpunkt darauf, Multiplikatoren für Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Teilhabe innerhalb der eigenen Belegschaft zu fördern. Hierbei haben wir u. a. unsere Mitarbeiter-Netzwerke verstärkt eingebunden. Sie leisten einen wichtigen Beitrag, das Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 93 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024. Bewusstsein in unserer Belegschaft für die im Abschnitt „ESRS S1-1 – Leitlinien im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft“ genannten Vielfaltsdimensionen zu stärken.

Die Deutsche Telekom hat zudem verschiedene Initiativen etabliert, um eine inklusive Arbeitsumgebung zu gewährleisten. Mit ihnen statten wir das Arbeitsumfeld behindertengerecht aus, passen Arbeitsplätze entsprechend an und stellen technische Hilfsmittel bereit. Verbessert werden soll auch die IT- und Anwendungslandschaft im Hinblick auf die interne wie externe Barrierefreiheit. Neben den übergreifenden Konzernaktivitäten werden in den Einheiten eigene, auf den jeweiligen Betrieb abgestimmte Maßnahmen eingeleitet. Sie sollen für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung sensibilisieren und speziellen Anforderungen der jeweiligen Tätigkeit gerecht werden. Ein Beispiel hierfür sind Fahrsicherheitstrainings für rollstuhlfahrende oder höreingeschränkte Mitarbeiter im Außendienst.

Ausführliche Informationen über unsere Maßnahmen und Initiativen zur Förderung von Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Teilhabe stellen wir in unserem DE&I-Bericht vor. Diesen wollen wir für die Deutsche Telekom ohne T-Mobile US zukünftig erstmals veröffentlichen. Wir messen die Wirksamkeit unserer Initiativen zur Förderung wesentlicher positiver Auswirkungen auf die Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Teilhabe innerhalb unserer eigenen Belegschaft mithilfe der im Abschnitt „ESRS S1-2 – Verfahren zur Einbeziehung der eigenen Belegschaft und von Arbeitnehmervertretern in Bezug auf Auswirkungen“ beschriebenen Regelprozesse. Um festzustellen, welche Maßnahmen erforderlich und angemessen sind, um auf bestimmte tatsächliche oder potenzielle negative Auswirkungen auf unsere eigene Belegschaft zu reagieren, greifen wir auf die Prozesse der Risikoanalyse gemäß LkSG zurück.

Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt „ESRS S2-4 – Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen und Ansätze“.

Das Management der wesentlichen Auswirkungen, die wir im Zusammenhang mit der Förderung von Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Teilhabe haben, obliegt dem zentralen Diversity-Team. Darüber hinaus wurden bereichsspezifische Ansprechpersonen in den einzelnen Segmenten und Ländern benannt. Für die Umsetzung der einzelnen Maßnahmen gibt es sowohl ein zentrales Budget für konzernweite Maßnahmen als auch lokale Budgets für Maßnahmen auf Länderebene. Maßnahmen für das Management wesentlicher negativer Auswirkungen im Zusammenhang mit der Gleichstellung der Geschlechter und der Entgeltgleichheit werden im Bereich Competitive Workforce (CWF) verantwortet. Darüber hinaus erfordern die zuvor beschriebenen Maßnahmen keine erheblichen operativen Ausgaben oder Investitionsausgaben. Sofern nicht anders angegeben, sind alle in diesem Standard geschilderten Maßnahmen zur Minderung der negativen Auswirkungen und Förderung der positiven Auswirkungen fortlaufend und haben kein festgelegtes Enddatum.

Ziele

ESRS S1-5 – Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen

Wir führen Maßnahmen durch, um den Frauenanteil in Management-Positionen der Deutschen Telekom kontinuierlich zu erhöhen. So begegnen wir den wesentlichen Auswirkungen und Risiken, die sich für uns im Zusammenhang mit der Gleichstellung der Geschlechter innerhalb unserer Belegschaft ergeben. Der Vorstand der Deutschen Telekom AG hat sich zum Ziel gesetzt, den Frauenanteil in Management-Positionen bis 2025 auf 30 % zu steigern. Fortschritte werden gegenüber dem Vorjahreswert gemessen.

Den jeweils aktuellen Prozentwert bilden wir im Rahmen der neuen Nachhaltigkeitsberichterstattung im Abschnitt „ESRS S1-9 – Diversitätskennzahlen“ ab. Darüber hinaus haben wir keine gesonderten zeitgebundenen oder ergebnisorientierten Ziele für die Minderung der negativen Auswirkungen und die Förderung der positiven Auswirkungen auf unsere Mitarbeiter festgelegt. Die Wirksamkeit unserer Leitlinien und Maßnahmen im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft überprüfen wir u. a.# Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung

im Rahmen des LkSG-Risikoprozesses und berichten die Ergebnisse regelmäßig an den Vorstand der Deutschen Telekom AG.

Kennzahlen

Ausgehend von der Zahl der Beschäftigten, die wir im Kapitel „Ertragslage des Konzerns“ und im Abschnitt „ESRS 2 SBM-1 – Strategie, Geschäftsmodell und Wertschöpfungskette“ abbilden, beinhalten die nachfolgenden Daten alle vollkonsolidierten Konzerngesellschaften. Wenn nicht anders angegeben, verwenden wir Full Time Equivalent (FTE) als Maßeinheit für die Zahl der Beschäftigten. FTE gibt die rechnerische Menge an Vollbeschäftigtenäquivalenten an. Alle Zahlen basieren auf detaillierteren Daten. Da einige Werte gerundet dargestellt sind, können Summenwerte geringfügig abweichen. Um manche Quoten zu bilden, verwenden wir Jahresdurchschnittswerte. Alle nachfolgenden Daten wurden zum 31. Oktober 2024 erhoben als Basis für die notwendigen Hochrechnungen auf Jahresendwerte. Ausnahmen bilden die im Abschnitt „ESRS S1-6 – Merkmale der Beschäftigten des Unternehmens“ dargestellten Gesamtzahlen in den Tabellen „Zahl der Beschäftigten nach Geschlecht“ und „Zahl der Beschäftigten nach Vertragsart, aufgeschlüsselt nach Geschlecht“ sowie die beiden Kennzahlen nach Ländern (Deutschland und USA) in der Tabelle „Zahl der Beschäftigten in Ländern“. Diese wurden zum 31. Dezember 2024 erhoben und dargestellt. Dasselbe gilt für alle Kennzahlen im Abschnitt „ESRS S1-17 – Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten“.

Die in den Abschnitten „ESRS S1-14 – Kennzahlen für Gesundheitsschutz und Sicherheit“ und „ESRS S1-17 – Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten“ angegebenen Daten wurden über alle Gesellschaften mit einer Beschäftigtenzahl ab 1 FTE erhoben. Die Daten in den Abschnitten „ESRS S1-8 – Tarifvertragliche Abdeckung und sozialer Dialog“, „ESRS S1-9 – Diversitätskennzahlen“, „ESRS S1- 12 – Menschen mit Behinderungen“ und „ESRS S1-16 – Vergütungskennzahlen (Verdienstunterschiede und Gesamtvergütung)“ wurden erhoben über Gesellschaften, die mindestens 100 FTE aufweisen. Dasselbe gilt für die zuvor nicht genannten sonstigen Daten im Abschnitt „ESRS S1-6 – Merkmale der Beschäftigten des Unternehmens“. Dadurch werden mindestens 97 % der Gesamtbelegschaft abgedeckt. Für die Kennzahlen in diesem Themenstandard erfolgt keine zusätzliche externe Validierung.

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

ESRS S1-6 – Merkmale der Beschäftigten des Unternehmens

Zahl der Beschäftigten nach Geschlecht

31.12.2024 (Zahl der Beschäftigten (FTE)) 31.12.2024 (Zahl der Beschäftigten (Personenzahl))
Männlich 128.880 132.306
Weiblich 69.302 73.705
Divers 12 15
Keine Angaben
Gesamtzahl der Beschäftigten 198.194 206.026

Die in den jeweiligen Kategorien „Divers“ und „Keine Angaben“ genannten Zahlen sind identisch, weil unser Personalstammdatensystem derzeit nicht zwischen diesen beiden Kategorien unterscheiden kann. Um eine korrekte Summierung der Gesamtwerte zu gewährleisten, wird die entsprechende Zahl daher nur in der Zeile „Divers“ dargestellt.

Zahl der Beschäftigten in Ländern, in denen das Unternehmen mindestens 50 Beschäftigte hat, die mindestens 10 % der Gesamtzahl der Beschäftigten des Unternehmens ausmachen

31.12.2024 (Zahl der Beschäftigten (FTE)) 31.12.2024 (Zahl der Beschäftigten (Personenzahl))
Deutschland 74.550 76.837
USA 65.355 69.840

Zahl der Beschäftigten nach Art des Vertrags, aufgeschlüsselt nach Geschlecht in FTE

Weiblich Männlich Sonstige a Keine Angaben Insgesamt
Gesamtzahl der Beschäftigten 69.302 128.880 12 198.194
davon: Zahl der dauerhaft Beschäftigten 68.139 127.201 12 195.352
davon: Zahl der befristet Beschäftigten 1.164 1.679 0 2.842
davon: Zahl der Abrufkräfte 0 0 0 0

a Geschlecht gemäß den eigenen Angaben der Beschäftigten. Die in den jeweiligen Kategorien „Sonstige“ und „Keine Angaben“ genannten Zahlen sind identisch, weil unser Personalstammdatensystem derzeit nicht zwischen diesen beiden Kategorien unterscheiden kann. Um eine korrekte Summierung der Gesamtwerte zu gewährleisten, wird die entsprechende Zahl daher nur in der Spalte „Sonstige“ dargestellt.

Im Berichtsjahr haben 26.617 Beschäftigte das Unternehmen verlassen. Die Fluktuation lag bei 13,3 %. Für weitere Angaben zur Entwicklung des Personalaufwands sowie zur Entwicklung des durchschnittlichen Personalbestands verweisen wir auf Angabe 25 „Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter und Personalaufwand“ im Konzernanhang.

ESRS S1-8 – Tarifvertragliche Abdeckung und sozialer Dialog

Die konzernweite Abdeckungsquote betrug 2024 45,8 %. Im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) verfügen wir über Tarifverträge.

Tarifvertragliche Abdeckung und sozialer Dialog
Beschäftigte – EWR (für Länder mit >50 Beschäftigten, die >10 % der Gesamtzahl ausmachen) Beschäftigte – Nicht-EWR-Länder (Schätzung für Regionen mit >50 Beschäftigten, die >10 % der Gesamtzahl ausmachen) Vertretung am Arbeitsplatz (nur EWR) (für Länder mit >50 Beschäftigten, die >10 % der Gesamtzahl ausmachen)
Tarifvertragliche Abdeckungsquote 0–19 % 20–39 % 40–59 % 60–79 % 80–100 %
Sozialer Dialog Abdeckungsquote Nordamerika: 0,0 % Deutschland: 75,6 % Deutschland: 95,4 %

Im Jahr 2004 wurde erstmals eine Vereinbarung über die Bildung des Europäischen Betriebsrats abgeschlossen (zuletzt angepasst im Jahr 2019). Er vertritt die Interessen unserer Beschäftigten innerhalb der Länder der EU und des EWR.

ESRS S1-9 – Diversitätskennzahlen

Zahl der Beschäftigten im Top-Management nach Geschlecht

31.12.2024 (Personenzahl) 31.12.2024 (%)
Männlich 1.684 72,0
Weiblich 655 28,0
Gesamt 2.340 100,0

Die zusammengefassten Kategorien „Divers/Sonstige“ und „Keine Angaben“ wurde bei der Abfrage ebenfalls berücksichtigt, kommen jedoch in Bezug auf die Zusammensetzung des Top-Managements nicht zur Anwendung.

Zahl der Beschäftigten nach Altersgruppen

31.12.2024 (Personenzahl) 31.12.2024 (%)
Unter 30 Jahre 38.323 18,7
30 bis 50 Jahre 108.542 53,1
Über 50 Jahre 57.549 28,2
Gesamt 204.414 100,0

ESRS S1-12 – Menschen mit Behinderungen

Im Jahr 2024 lag der Anteil von Menschen mit Behinderung bei der Deutschen Telekom bei 5,8 %. Ungeachtet landesspezifischer gesetzlicher Anforderungen haben wir eine einheitliche Definition von Behinderung festgelegt, um konzernweit abgestimmt handeln und berichten zu können: Eine Behinderung hat ein Mensch, wenn bei ihm körperliche, seelische, kognitive oder Sinnesbeeinträchtigungen vorliegen, die ihm in Wechselwirkung mit einstellungs- und umweltbedingten Barrieren die gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft erschweren oder diese verhindern können.

ESRS S1-14 – Kennzahlen für Gesundheitsschutz und Sicherheit

Fast alle Mitarbeiter der Deutschen Telekom bzw. 95,5 % der Belegschaft sind von einem Management-System für Gesundheit und Sicherheit abgedeckt. Im Jahr 2024 betrug die Zahl der Todesfälle, die auf arbeitsbedingte Verletzungen zurückzuführen sind, 0. Die Zahl und die Quote der meldepflichtigen Arbeitsunfälle betrug 890 bzw. 2,5 %. Die Zahl der Ausfalltage, die auf arbeitsbedingte Verletzungen und Todesfälle infolge von Arbeitsunfällen zurückzuführen sind, betrug 13.944.

ESRS S1-16 – Vergütungskennzahlen (Verdienstunterschiede und Gesamtvergütung)

Im Jahr 2024 betrug das durchschnittliche unbereinigte geschlechtsspezifische Verdienstgefälle zwischen den weiblichen und männlichen Beschäftigten 14,5 %. Das durchschnittliche bereinigte geschlechtsspezifische Verdienstgefälle betrug 7,7 %. Das durchschnittliche unbereinigte geschlechtsspezifische Verdienstgefälle haben wir als gewichteten Durchschnitt der unbereinigten Verdienstgefälle der in den Bericht einbezogenen Konzerngesellschaften ermittelt. Für das durchschnittliche bereinigte geschlechtsspezifische Verdienstgefälle wurden für jede Konzerngesellschaft zunächst das Verdienstgefälle für jede Vergütungsgruppe (gemäß der im betreffenden Unternehmen geltenden Definition) ermittelt und daraus anschließend der gewichtete Durchschnitt berechnet.

Das Verhältnis der jährlichen Gesamtvergütung zwischen höchstbezahlter Person und dem Median der jährlichen Gesamtvergütung aller Beschäftigten (ohne die höchstbezahlte Person) beträgt 491 zu 1. Für diese Vergütungskennzahlen haben wir die individuelle Gesamtvergütung der Beschäftigten als Summe der im Berichtszeitraum zugeflossenen fixen sowie kurz- und langfristigen variablen Bruttobarvergütung ermittelt. Für die Berechnung des geschlechtsspezifischen Verdienstgefälles wurde sie in eine Stundenvergütung, für das Verhältnis der jährlichen Gesamtvergütung in ein Vollzeit-Jahresäquivalent umgerechnet. In der Gesamtvergütung der höchstbezahlten Person haben wir neben der Bruttobarvergütung zusätzlich alle etwaigen relevanten Sachbezüge, Vergütung in Aktien und die Pensionszusagen einbezogen. Im Gegensatz zur höchstbezahlten Person wurden die Sachbezüge, Vergütung in Aktien und Pensionszusagen für die Gesamtvergütung der übrigen Beschäftigten nicht berücksichtigt. Durch diese Vereinfachung werden die zu berichtenden Vergütungskennzahlen nicht wesentlich beeinflusst.

ESRS S1-17 – Vorfälle, Beschwerden und schwerwiegende Auswirkungen im Zusammenhang mit Menschenrechten

Im Jahr 2024 wurden über die im Abschnitt „ESRS S1-3 – Verfahren zur Verbesserung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die Arbeitskräfte des Unternehmens Bedenken äußern können“ beschriebenen Kanäle „TellMe“ und „Integrity Line“ 15 Fälle von Diskriminierung, einschließlich Belästigung, innerhalb unserer eigenen Belegschaft gemeldet. Darüber hinaus sind über diese Kanäle 7 Beschwerden im Zusammenhang mit anderen sozialen Faktoren oder Aspekten von unseren eigenen Mitarbeiter eingegangen. Wir haben keine Geldbußen, Sanktionen oder Schadensersatzzahlungen im Zusammenhang mit den zuvor genannten Vorfällen und Beschwerden geleistet.# Schwerwiegende Vorfälle in Bezug auf Menschenrechte im Zusammenhang mit unserer eigenen Belegschaft (z. B. Zwangsarbeit, Menschenhandel oder Kinderarbeit) wurden 2024 nicht gemeldet.

ESRS S2 – Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette

Zu unserem Selbstverständnis als nachhaltig handelndes Unternehmen gehört es, Verantwortung entlang unserer gesamten Wertschöpfungskette zu übernehmen. Wir bekennen uns zur Achtung und Förderung der Menschenrechte und fordern dies auch von unseren Geschäftspartnern und Lieferanten. Der folgende Index zeigt die durch die Wesentlichkeitsanalyse identifizierten Angabepflichten in Bezug auf den Themenstandard „Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette“.

ESRS-Index nach ESRS 2

Bezeichnung mit Referenz
ESRS 2 IRO-2
ESRS 2 SBM-2
ESRS 2 SBM-3
ESRS S2-1
ESRS S2-2
ESRS S2-3
ESRS S2-4
ESRS S2-5

Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 96

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

ESRS 2 SBM-3 S2 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Die Tabelle zeigt die wesentlichen Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Gesellschaft und Umwelt, die wir durch die doppelte Wesentlichkeitsanalyse identifiziert haben. Die Erkenntnisse unserer regelmäßigen Risikoanalyse gemäß dem deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG), die wir 2023 durchgeführt haben, wurden in die Analyse einbezogen.

Übergeordnete Angaben zum Zusammenspiel der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen mit unserer Strategie und unserem Geschäftsmodell finden Sie im Abschnitt „ESRS 2 SBM-3 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell“.

Wertschöpfungskette Art der Auswirkungen Beschreibung Bezug zu Geschäftsmodell/Strategie
Arbeitsbedingungen
Vorgelagert (Lieferanten) Negativ (potenziell/kurzfristig: <1 Jahr) Die Herstellung von elektronischen Geräten und Netzinfrastruktur, einschließlich ihrer Komponenten, und der damit verbundene Abbau von Rohstoffen, sowie die Arbeiten im Tiefbau können negative Auswirkungen auf die Gesundheit und Sicherheit von Arbeitskräften haben. Die Tätigkeiten in der vorgelagerten Wertschöpfungskette sind mit zahlreichen Gesundheits- und Sicherheitsrisiken verbunden, z. B. Unfälle durch die Verwendung schwerer Maschinen und unzureichende Sicherheitsvorkehrungen. Das Ausmaß der Auswirkungen kann sehr hoch sein, denn es wird von langfristigen Gesundheitsschäden und psychischen Belastungen berichtet. Verbindung mit dem Geschäftsmodell
Vorgelagert (Lieferanten) Negativ (potenziell/kurzfristig: <1 Jahr) Bei der Fertigung in der ICT-Branche und dem damit verbundenen Abbau von Rohstoffen sowie bei Arbeiten im Tiefbau kann es zu negativen Auswirkungen im Hinblick auf die Zahlung von angemessenen Löhnen kommen. Die Branchen sind durch einen hohen Kostendruck gekennzeichnet, der sich oftmals in einer niedrigen Vergütung der Beschäftigten in der tieferen Lieferkette ausdrückt. Verbindung mit dem Geschäftsmodell
Vorgelagert (Lieferanten) Negativ (potenziell/kurzfristig: <1 Jahr) Die Fertigung in der ICT-Branche kann sich negativ auf das Recht auf Tarifverhandlungen, einschließlich der Quote der Arbeitskräfte, die unter Tarifverträge fallen, auswirken. In der globalen Elektronikindustrie ist der Grad der gewerkschaftlichen Vertretung eher gering und der Widerstand der Unternehmen gegen eine gewerkschaftliche Organisierung gilt als verbreitet. Das kann dazu führen, dass insbesondere Arbeitskräfte in der tieferen Lieferkette bei Verhandlungen in Bezug auf ihren Arbeitsvertrag und dort verankerte Aspekte (z. B. Lohn, Arbeitszeiten und Gesundheitsschutz) in einer nachteiligen Position gegenüber ihrem Arbeitgeber sind. Verbindung mit dem Geschäftsmodell
Vorgelagert (Lieferanten) Negativ (potenziell/kurzfristig: <1 Jahr) Die Herstellung von elektronischen Geräten und Netzinfrastruktur, einschließlich ihrer Komponenten, kann negative Auswirkungen in Bezug auf die Vereinigungsfreiheit von Arbeitskräften haben. Wird das Recht, sich frei mit anderen zusammenzuschließen sowie sich gewerkschaftlich zu organisieren, eingeschränkt oder unterdrückt, verletzt dies grundlegende Arbeitsrechte. Verbindung mit dem Geschäftsmodell
Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle
Vorgelagert (Lieferanten) Negativ (potenziell/kurzfristig: <1 Jahr) In der ICT-Branche können sich mögliche Lohngefälle negativ auf die Gleichstellung der Geschlechter und gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit auswirken. Geschlechterspezifische Vergütungsunterschiede (Gender Pay Gap) und nicht den Fähigkeiten entsprechende Einstufungen sind in einzelnen Ländern weit verbreitet. Daher ist es nicht ausgeschlossen, dass es zu negativen Auswirkungen auf weibliche Arbeitskräfte kommen kann. Verbindung mit dem Geschäftsmodell
Sonstige arbeitsbezogene Rechte
Vorgelagert (Lieferanten) Negativ (potenziell/kurzfristig: <1 Jahr) Die Fertigung in der ICT-Branche und der damit verbundene Abbau von Rohstoffen kann negative Auswirkungen auf Arbeitskräfte durch Zwangsarbeit haben. Das Risiko von Zwangsarbeit ist ein grundsätzliches Problem in globalen Lieferketten. Verbindung mit dem Geschäftsmodell

Zu den Arbeitskräften in unserer Wertschöpfungskette, die von wesentlichen Auswirkungen betroffen sind, gehören:

  • Alle bei direkten und indirekten Lieferanten tätigen Arbeitskräfte in der vorgelagerten Wertschöpfungskette,
  • Arbeitskräfte, die aufgrund ihrer inhärenten Merkmale oder spezieller Umstände besonders anfällig für negative Auswirkungen sind, etwa Gewerkschaftsmitglieder, Wanderarbeitnehmer, Heimarbeitskräfte, Frauen oder junge Arbeitskräfte.

Nicht dazu gehören:

  • Arbeitskräfte, die an Standorten der Deutschen Telekom arbeiten, aber nicht zur eigenen Belegschaft gehören. Darunter fallen Selbständige oder Arbeitskräfte, die von Drittunternehmen bereitgestellt werden, die in erster Linie im Bereich der Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften tätig sind,
  • Arbeitskräfte, die für Unternehmen in unserer nachgelagerten Wertschöpfungskette arbeiten (z. B. Personen, die an den Tätigkeiten von Logistik- oder Vertriebsanbietern, Franchisenehmern oder Einzelhändlern beteiligt sind),
  • Arbeitskräfte, die im Betrieb eines Gemeinschaftsunternehmens oder einer Zweckgesellschaft mit Beteiligung der Deutschen Telekom tätig sind.

Im Abschnitt „ESRS S1-1 – Leitlinien im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft“ erklären wir im Zusammenhang mit der Beschreibung unseres Menschenrechtskodex, wie wir ermittelt haben, ob Arbeitskräfte mit spezifischen Merkmalen oder in bestimmten Arbeitsumgebungen und bei speziellen Tätigkeiten stärker gefährdet sein können.

Management von Auswirkungen, Risiken und Chancen

ESRS S2-1 – Leitlinien im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette

Im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette betrachten wir alle wesentlichen negativen Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt. Das Management dieser Auswirkungen und die daraus resultierenden Anforderungen sind in unseren Einkaufspraktiken verankert, die wir im Folgenden erläutern.

Mit ihrem Lieferantenkodex verpflichtet die Deutsche Telekom ohne T-Mobile US ihre Lieferanten (nachfolgend auch synonym als Zulieferer bezeichnet) grundsätzlich dazu, nach den Grundsätzen und Werten zu handeln, die im Verhaltenskodex (siehe Abschnitt „ESRS G1-1 – Leitlinien in Bezug auf Unternehmensführung und Unternehmenskultur“) und im Menschenrechtskodex (siehe Abschnitt „ESRS S1-1 – Leitlinien im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft“) niedergelegt sind, und diese entlang ihrer Wertschöpfungsketten umzusetzen. Sowohl der Menschenrechts- als auch der Lieferantenkodex orientieren sich an den Anforderungen des deutschen LkSG.

Der Lieferantenkodex ist Bestandteil der allgemeinen Einkaufsbedingungen der Deutschen Telekom. Er ersetzt nicht die Gesetze und Vorschriften, die in Ländern gelten, in denen unsere Lieferanten tätig sind. Vielmehr soll er deren Einhaltung fördern und dazu beitragen, dass die gesetzlichen Vorgaben gewissenhaft und wirksam durchgesetzt werden. Mit Anerkennung unseres Lieferantenkodex verpflichten sich unsere Zulieferer dazu, die international

Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 97

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

geltenden Menschenrechte einzuhalten und, insofern notwendig, wirksame Maßnahmen zur Beseitigung von Menschenrechtsverletzungen jeglicher Art und von Verstößen gegen faire Arbeitsbedingungen zu ergreifen. Außerdem verpflichten sie sich dazu, solche Vorkommnisse (einschließlich potenzieller Verstöße) offenzulegen und bei der Untersuchung von mutmaßlichen oder tatsächlichen Verstößen zu kooperieren.

Unsere im Lieferantenkodex formulierten Grundsätze und Erwartungen umfassen u.# Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 98

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a.:
▪ den Schutz der Vereinigungsfreiheit und das Recht auf Kollektivverhandlungen
▪ die Förderung von Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz
▪ das Verbot der Ungleichbehandlung in der Beschäftigung
▪ die Zahlung angemessener Löhne
▪ das Verbot von Kinderarbeit, Zwangsarbeit und allen Formen der Sklaverei, z. B. Menschenhandel
▪ das Verbot des Einsatzes von konfliktbehafteten Rohstoffen

Mit dem Lieferantenkodex der Deutschen Telekom bekennen wir uns zu folgenden international anerkannten Normen und Standards:
▪ Leitlinien der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD)
▪ Allgemeine Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen (UN)
▪ UN Global Compact
▪ Dreigliedrige Grundsatzerklärung für multinationale Unternehmen und Sozialpolitik (MNU-Erklärung) der ILO
▪ UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte (Ruggie-Principles)

T-Mobile US fällt nicht in den Anwendungsbereich des LkSG und verfügt über einen eigenen Verhaltenskodex (siehe Abschnitt „ESRS G1-1 – Leitlinien in Bezug auf Unternehmensführung und Unternehmenskultur“), Menschenrechtskodex (Human Rights Statement) und Lieferantenkodex (Supplier Code of Conduct); letzterer adressiert die zuvor genannten Grundsätze und Erwartungen ebenfalls. Bei der Beschaffung von Waren, bei denen Rohstoffe verwendet werden, die potenziell in Konflikt- oder Hochrisikoregionen abgebaut werden, gilt darüber hinaus die T-Mobile US Responsible Sourcing Policy.

Alle Personen, die entlang unserer Lieferkette Missstände bezüglich der Einhaltung der jeweils maßgeblichen Lieferantenkodizes feststellen, können ihre Beobachtungen über die im Abschnitt „ESRS S2-3 – Verfahren zur Behebung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette Bedenken äußern können“ ausführlich beschriebenen Kanäle melden. Für den Fall der Kenntnis-erlangung von einer Missachtung der Anforderungen, die im Lieferantenkodex der Deutschen Telekom niedergelegt sind, haben wir einen Risikovorfallprozess gemäß LkSG, den wir im Folgenden beschreiben. Die Informationen, die wir dabei erhalten, fließen in die regelmäßige Risikoanalyse nach LkSG ein. Diese Analyse ist Teil des Risikomanagements und dient dazu, menschenrechtliche und umweltbezogene Risiken u. a. bei unseren direkten Zulieferern zu ermitteln. Die in diesem Themenstandard dargestellten Ausführungen zu den LkSG-Risikoprozessen beziehen sich ausschließlich auf den Ansatz der zentralen Einkaufsorganisation der Deutschen Telekom. T-Mobile US führt ein Risk Assessment nach eigener Methodik durch.

Angaben zum unternehmensspezifischen Risk Assessment von T-Mobile US machen wir im Abschnitt „ESRS S2-4 – Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen und Ansätze“.
Die Verantwortung für Nachhaltigkeit im Einkauf liegt im Vorstandsbereich „Finanzen“ und bei den Einkaufsfunktionen des Konzerns. Weitere Fachbereiche sowie das Nachhaltigkeitsmanagement unterstützen themenspezifisch. Im Abschnitt „ESRS S2-4 – Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen und Ansätze“ gehen wir auf Fälle ein, bei denen die nach dem LkSG regelmäßig durchzuführende Risikoanalyse ergeben hat, dass Risiken in Bezug auf die Einhaltung der zuvor genannten Normen und Standards in der vorgelagerten Wertschöpfungskette bestehen, und erläutern die aus diesen Erkenntnissen abgeleiteten Maßnahmen.

ESRS S2-2 – Verfahren zur Einbeziehung der Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette in Bezug auf Auswirkungen

Im Rahmen von Auditprogrammen überprüfen wir (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US) regelmäßig die Arbeitsbedingungen an den Produktionsstandorten unserer Lieferanten. Dabei befragen wir die Arbeitskräfte in der vorgelagerten Wertschöpfungskette im Rahmen von mobilen Umfragen (Mobile Workersʼ Surveys), um ihre Sichtweise in unsere Verfahren zur Erfüllung unserer Sorgfaltspflicht einfließen zu lassen. So geben wir der Belegschaft unserer Lieferanten Gelegenheit, online anonyme Angaben zur sozialen und ökologischen Situation in ihren Betrieben zu machen. Die Umfragen dienen vorwiegend dazu, einen Eindruck über die Arbeitsbedingungen vor Ort zu gewinnen, um dann bei Bedarf weitere Maßnahmen einzuleiten – etwa spezifische Vor-Ort-Überprüfungen (Social Audits). Die Social Audits werden durch externe Auditoren durchgeführt.

T-Mobile US hat keine Verfahren etabliert, um die Sichtweisen von Arbeitskräften in der vorgelagerten Wertschöpfungskette einzubeziehen. Das Unternehmen führt aber bei Bedarf Überprüfungen von Zulieferern durch, um die Lieferantenanforderungen zu überprüfen. Bei unseren Auditaktivitäten konzentrieren wir uns auf besonders risikobehaftete, strategisch wichtige Lieferanten. Sie werden regelmäßig auditiert. So verschaffen wir uns Transparenz über die Risiken in unserer Lieferkette. Wenn Produktionsstätten ausgelagert sind, werden auch deren Betreiber – und damit indirekte Lieferanten – überprüft. Die Social Audits finden im Rahmen der Brancheninitiative ,,Joint Alliance for CSR“ (JAC, ehemals ,,Joint Audit Cooperation“) statt, die sich aus 29 global agierenden Telekommunikationsunternehmen zusammensetzt (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US). Der Zusammenschluss ermöglicht uns, eine größere Anzahl von relevanten Zulieferern unserer Zuliefererkette abzudecken. Dort werden u. a. Arbeits- und Sozialstandards der Lieferanten überprüft.

ESRS S2-3 – Verfahren zur Behebung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die Arbeitskräfte in der Wertschöpfungskette Bedenken äußern können

Wenn es Kenntnis von konkreten menschenrechts- oder umweltbezogenen Verfehlungen bei Lieferanten gibt, sieht der Risikovorfallprozess der Deutschen Telekom ohne T-Mobile US Folgendes vor. Im ersten Schritt überprüft die zentrale Einkaufsorganisation den Verdachtsfall im Rahmen einer Ad-hoc-Risikoanalyse auf Plausibilität und leitet ihn im Falle eines positiven Ergebnisses im Anschluss an ein Expertengremium weiter. Dieses Gremium besteht u. a. aus Vertretern der Bereiche GCR, Law & Integrity und dem Einkauf, und wird von der zentralen Einkaufsorganisation koordiniert. Sofern das Gremium beschließt, vom betroffenen Zulieferer eine Stellungnahme einzuholen, nimmt es im zweiten Prozess-Schritt unverzüglich Kontakt mit diesem auf. Im Bedarfsfall verlangen wir vom betroffenen Zulieferer – ggf. mit Unterstützung durch die Deutsche Telekom – Maßnahmen zur Mitigation bzw. Abhilfe festzulegen, wenn sich die Verletzung einer menschenrechtlichen oder umweltbezogenen Pflicht bestätigt, und Fristen für die Umsetzung mit uns zu vereinbaren. Sollten sich die unternommenen Schritte als nicht ausreichend erweisen, eskaliert das Expertengremium den Fall an das sog. LkSG- Risikoboard. Wenn absehbar ist, dass der Zulieferer den Anforderungen nicht nachkommt, kann das Expertengremium die temporäre Aussetzung der Geschäftsbeziehungen empfehlen. Falls die Verletzung schwerwiegend ist oder nicht beendet werden kann, kann der Abbruch der Geschäftsbeziehung als Ultima Ratio in Betracht gezogen werden.

Bei Verfehlungen durch indirekte Zulieferer suchen wir mangels vertraglicher Beziehung zu diesen ebenfalls den Kontakt zu unseren direkten Zulieferern, die eine Geschäftsbeziehung mit den indirekten Lieferanten unterhalten. Wir sind bestrebt, auf diesem Wege mit allen Beteiligten auch für die indirekten Zulieferer ein Konzept zur Verhinderung, Beendigung oder Minimierung von Menschenrechtsverletzungen zu erstellen und partnerschaftlich umzusetzen.

T-Mobile US erwartet von ihren Lieferanten, dass sie die Einhaltung des Supplier Code of Conduct selbst überwachen. Sie sind aufgefordert, über die „Integrity Line“ der T-Mobile US, über alle Bedenken oder vermutete Verstöße gegen die Anforderungen des Supplier Code of Conduct zu informieren sowie festgestellte Verstöße zeitnah zu beheben. T-Mobile US behält sich das Recht vor, Lieferanten zu prüfen, um zu bestätigen, dass diese die Lieferantenanforderungen einhalten. Verstöße gegen die Anforderungen des Supplier Code of Conduct können ihre Geschäftsbeziehung mit T-Mobile US gefährden, bis hin zur Beendigung dieser Beziehung.

Die Zulieferer der Deutschen Telekom müssen ihren Beschäftigten gemäß den maßgeblichen Lieferantenkodizes wirksame Verfahren und eine sichere Umgebung für etwaige Beschwerden und Feedback zur Verfügung stellen. Wir erwarten von unseren Lieferanten, ihre Beschäftigten regelmäßig über die Beschwerdeverfahren zu informieren, sie in der Nutzung zu schulen sowie die Meldeverfahren regelmäßig zu überprüfen. Ferner sollen sie den Fortschritt bei der Aufklärung vorgebrachter Anschuldigungen und bei der Lösung der gemeldeten Probleme in regelmäßigen Abständen dokumentieren. Die Beschwerdeverfahren müssen zugänglich sein und, soweit sinnvoll oder möglich, eine anonyme Meldung vorsehen. Beschäftigte oder ihre Vertreter sollen Ideen und Probleme bezüglich der Arbeitsbedingungen oder des Führungsstils offen kommunizieren und mit der Geschäftsleitung teilen können, ohne Diskriminierung oder Vergeltungsmaßnahmen fürchten zu müssen.
| Unsere Strategien zum Schutz von Einzelpersonen gegen Vergeltungsmaßnahmen schildern wir im Abschnitt „ESRS G1-1 – Leitlinien in Bezug auf Unternehmensführung und Unternehmenskultur“. Ergänzend müssen unsere Lieferanten ihre Beschäftigten über die Nutzung des öffentlich verfügbaren Hinweisgeberportals „TellMe“ der Deutschen Telekom bzw. der „Integrity Line“ von T-Mobile US informieren. |# ESRS S2-4 – Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Arbeitskräften in der Wertschöpfungskette sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen und Ansätze

Im Rahmen des LkSG-Management-Systems führen wir wiederkehrende Risikoanalysen für die eigenen Geschäftsbereiche der einbezogenen Konzerngesellschaften (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US) sowie deren direkte Zulieferer durch. Lieferanten, bei denen begründete Kenntnis von Verfehlungen besteht, unterziehen wir zudem wie zuvor beschrieben Ad-hoc-Risikoanalysen. Bei den LkSG-Risikoanalysen berücksichtigen wir Informationen aus internen und externen Informationsquellen. Dazu gehören öffentlich zugängliche Berichte zu Länder- und Branchenrisiken, Informationen aus unseren bestehenden Managementprozessen, Beschwerdeverfahren, MAB oder Audits. Zudem berücksichtigten wir das Wissen von internen und externen Menschenrechts-Experten. Die Informationen werden auf Plausibilität geprüft und priorisiert. Auf diese Weise erstellen wir eine jährliche Risikomatrix für den eigenen Geschäftsbereich und für Zulieferer. Der eigene Geschäftsbereich des Unternehmens wird in § 2 Abs. 6 LkSG definiert als „jede Tätigkeit des Unternehmens zur Erreichung des Unternehmensziels“. Dies entspricht dem an anderer Stelle im Geschäftsbericht einheitlichen Verweis auf die „eigene Geschäftstätigkeit“ der Deutschen Telekom. Die Ergebnisse der Risikomatrix werden vom Vorstand verabschiedet. Sie bilden die Grundlage, um weitere Maßnahmen abzuleiten.

Bei ausgewählten risikobehafteten, strategisch wichtigen Lieferanten führen wir über diese Risikoanalyse hinaus zusätzliche Lieferantenbewertungen durch. Hierfür nutzen wir konzernweit die Plattform von EcoVadis. Diese bietet die Möglichkeit, die Umwelt-, Sozial- und Governance-Praktiken von Unternehmen weltweit zu bewerten und zu überwachen.

T-Mobile US führt als US-börsennotierte Gesellschaft ein unternehmensspezifisches Risk Assessment nach eigener Methodik durch. Die Ergebnisse berichtet das Unternehmen regelmäßig u. a. auch an Vertreter der Deutschen Telekom AG. Eine genaue Beschreibung unserer Risikomanagement- Prozesse finden Sie im Kapitel „Risiko- und Chancen-Management“. Vor der Auswahl von Zulieferern für T-Mobile US prüft die Gesellschaft im Rahmen eines zentralen Third-Party-Risikomanagement-Prozesses (TPRM) Lieferanten zudem u. a. auf Menschenrechtsverletzungen und Umweltrisiken. T-Mobile US unterzieht seine Zulieferer außerdem je nach Risikoprofil des Zulieferunternehmens laufend Risikobewertungen, und behält sich die Möglichkeit vor, Lieferanten zu prüfen, um die Einhaltung der Grundsätze des Lieferantenkodex zu prüfen.

Im Jahr 2023 haben wir im Rahmen der LkSG-Risikoanalyse Risiken und Menschenrechtsverletzungen bei unseren Lieferanten identifiziert, die im Zusammenhang mit Arbeitsbedingungen, Gleichbehandlung und Chancengleichheit für alle sowie mit weiteren arbeitsbezogenen Rechten stehen. Wir haben die Risiken nach verschiedenen Kriterien bewertet und dabei u. a. berücksichtigt, wie stark unsere Lieferanten durch ihre Geschäftstätigkeit zu der Entstehung dieser Risiken beitragen. Folgende Risiken bei direkten Zulieferern haben wir dabei für die Weiterverfolgung priorisiert: „Missachtung von Arbeitsschutz und arbeitsbedingten Gesundheitsgefahren“, „Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlage durch Umweltverunreinigungen“ und „Verbot der Ungleichbehandlung in Beschäftigung“. Durch Presseberichte wissen wir außerdem von Menschenrechts- und Umweltrisiken beim Abbau von Rohstoffen für die Produktion von Telekommunikationsendgeräten sowie bei Arbeiten im Tiefbau. Deshalb haben wir sowohl für den Tiefbau als auch für den Bezug von Rohstoffen, die nachweislich in Konflikt- oder Hochrisikoregionen abgebaut wurden, branchenspezifische Maßnahmen entwickelt. Diese haben wir 2024 in großen Teilen bereits umgesetzt. Risiken, die wir im Zusammenhang mit den Themen Tarifverhandlungen, Vereinigungsfreiheit sowie Zwangsarbeit identifiziert haben, stuften wir basierend auf den Ergebnissen der Risikoanalyse gemäß LkSG im Jahr 2023 als nicht hoch ein. Im Rahmen der LkSG-Risikoanalyse 2024 haben wir Risiken im Zusammenhang mit den Themen „Zwangsarbeit auf tieferen Stufen der Lieferkette“ sowie „Missachtung der Vereinigungsfreiheit“ bei Zulieferern aus dem ICT- und Automobilbereich (Flottenlieferanten) priorisiert und damit begonnen, weitere Maßnahmen abzuleiten.

Nachfolgend beschreiben wir die Präventions- und Minderungsmaßnahmen, die wir (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US) ergriffen haben, um die im Rahmen der LkSG-Risikoanalyse 2023 identifizierten priorisierten Risiken bis einschließlich 2024 zu adressieren. Grundsätzlich haben wir zu allen hoch priorisierten direkten Zulieferern Kontakt aufgenommen und mit ihnen unsere menschenrechts- und umweltbezogenen Erwartungen besprochen. Der Dialog mit den Zulieferern dient der Sensibilisierung und kann so Risiken und Verletzungen vorbeugen.

Bei der Beschaffung von Produkten für unsere Eigenmarken (z. B. T Phone und T Tablet) ist unser Einfluss hoch. Daher haben wir (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US) im Berichtsjahr bei der Beschaffung von Eigenmarken-Produkten, bei denen in Konflikt- oder Hochrisikoregionen abgebaute Rohstoffe verwendet werden, folgende Maßnahmen ergriffen, um negative Auswirkungen auf Arbeitskräfte in der vorgelagerten Wertschöpfungskette zu mindern:

  • Dialoge, um Lieferanten für Risiken im Zusammenhang mit dem Abbau von Rohstoffen zu sensibilisieren
  • Analyse von Produkten im Hinblick auf den Einsatz von konfliktbehafteten Rohstoffen bzw. auf den Anteil von Rohstoffen aus zertifizierten Verhüttungsanlagen
  • Definition von Prozessen und Verantwortlichkeiten zur Risikoreduktion

Diese Prozessschritte haben wir Ende Juni 2024 abgeschlossen. Unabhängig davon, ob es sich um Eigen- oder Fremdmarken-Produkte handelt, beinhalten unsere technischen Anforderungen für mobile Endgeräte darüber hinaus die Anforderung, dass von der Verwendung von Konfliktmineralien abzusehen ist. Sollte dies aus technischen Gründen nicht möglich sein, verlangen wir von unseren Lieferanten, die Mineralienlieferkette unter Nutzung des Conflict Minerals Reporting Template (CMRT) der Responsible Minerals Initiative (RMI) transparent zu machen. Auch die jährlichen Audits im Rahmen der Brancheninitiative JAC tragen zur Minderung von negativen Auswirkungen im Zusammenhang mit den Arbeitsbedingungen an den Produktionsstandorten von ICT-Lieferanten bei. Dabei berücksichtigen wir auch Zulieferer auf tieferen Stufen der Lieferkette, die ICT-Hardware produzieren bzw. anbieten. Da ein Großteil der Lieferanten, die im Rahmen der JAC-Audits auditiert werden, ihre Produktionsstätten in Asien haben, finden die Audits v. a. dort statt. Daran anknüpfend konzentrierten wir uns im Berichtsjahr darauf, in einer JAC-Arbeitsgruppe konkrete Maßnahmen zur Risikominderung, insbesondere im Zusammenhang mit Arbeitsbedingungen an den Standorten von ICT-Zulieferern, zu erarbeiten. Diese Maßnahmen umfassen u. a. die intensive Zusammenarbeit mit Lieferanten sowie die Schaffung von mehr Transparenz in der ICT-Lieferkette. Auch durch unser Engagement in Netzwerken und Verbänden, wie dem UN Global Compact, econsense oder der Global enabling Sustainability Initiative (GeSI), wollen wir dazu beitragen, dass die ICT-Branche Nachhaltigkeitsanforderungen in der Lieferkette global langfristig besser umsetzt. Dazu tauschen wir uns im Rahmen der Initiativen etwa zu Best Practices aus und bündeln Ressourcen für die Verbesserung von Arbeitsstandards. Nach US-amerikanischem Recht müssen Unternehmen die Herkunft von Konfliktmineralien, die für die Funktionalität oder Produktion, der von ihnen hergestellten oder in Auftrag gegebenen Produkte erforderlich sind, sorgfältig prüfen.# Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung

Die T-Mobile US Responsible Sourcing Policy legt fest, dass Lieferanten Konfliktmineralien verantwortungsbewusst beschaffen müssen, entweder aus Recycling- oder Schrottquellen oder von Schmelzhütten oder Raffinerien, die erfolgreich ein anerkanntes Verifizierungsprogramm eines Drittanbieters durchlaufen haben oder kurz vor dessen Abschluss stehen. Lieferanten müssen die Herkunft und den Produktkettennachweis (Chain of Custody) aller Konfliktmineralien, die in an T-Mobile US gelieferte Produkte oder Komponenten verwendet werden, selbst sorgfältig prüfen und transparent machen. Dabei müssen sie ein überprüfbares Rückverfolgbarkeitssystem verwenden, z. B. das Berichtsformular CMRT der RMI. Darüber hinaus müssen die Lieferanten eine Richtlinie zum Umgang mit Konfliktmineralien sowie Praktiken für die Umsetzung ihrer Sorgfaltspflicht einführen und das Gleiche von ihren Lieferanten verlangen.

Um negative Auswirkungen auf Arbeitskräfte im Bereich der Tiefbauarbeiten im Glasfaser-Ausbau in Deutschland zu mindern, haben wir spezielle Vertragsbedingungen für unsere Geschäftspartner in dieser Branche definiert. Diese enthalten z. B. die Vorgabe, dass die Leistungsübertragung von Nachauftragnehmer auf Nach-Nachauftragnehmer nicht zulässig ist. Durch diese Klausel werden komplexe Kettenbeauftragungen vermieden, die das Risiko für Menschenrechtsverletzungen erhöhen können. Zusätzlich prüfen Sicherheits- und Gesundheitskontrolleure die verbindliche Einhaltung von Arbeits- und Umweltschutzbestimmungen bei den Baustellenkontrollen mithilfe eines Leitfadens, der seit 2024 auf die LkSG-Anforderungen abgestimmt ist. Darüber hinaus führen wir Audits bei Tiefbaulieferanten durch und berücksichtigen seit 2024 dabei ebenfalls die LkSG-Anforderungen.

Im Berichtsjahr haben wir erstmal einen Infobrief für unsere deutschsprachigen Zulieferer im Tiefbau auf unserer Website veröffentlicht. Darin weisen wir unsere direkten Lieferanten auf ihre Verpflichtung hin, vertraglich sicherzustellen, dass Arbeitsverträge ausgefertigt werden und alle Arbeitskräfte in der vorgelagerten Wertschöpfungskette, insbesondere Wanderarbeitnehmer, die Vertragstexte sprachlich verstehen können.

Um die negativen Auswirkungen auf die Arbeitskräfte zu mindern, erwarten wir von unseren Zulieferern in der Tiefbaubranche, bei der Beauftftragung von Subunternehmen zudem folgende Grundsätze einzuhalten.

Sicherstellung angemessener Löhne:

  • Zahlung von fairen Löhnen, geringstenfalls nach gesetzlichen und branchenspezifischen Mindestanforderungen und Standards, inklusive Abführung aller Sozialversicherungsbeiträge
  • Korrekte Bezahlung von Zulagen und Überstunden
  • Transparenz der Lohnabrechnung für die Beschäftigten unter Berücksichtigung von Sprachbarrieren

Reduktion von Unfallrisiken:

  • Erstellung der gesetzlich vorgeschriebenen Gefährdungsbeurteilung und Umsetzung der daraus abzuleitenden Arbeitsschutzmaßnahmen
  • Kostenlose Bereitstellung notwendiger Schutzausrüstung entsprechend der spezifischen Gefährdung
  • Regelmäßige Schulungen und Unterweisungen

Gewährleistung sonstiger arbeitsbezogener Rechte, etwa der Einhaltung des Verbots von ausbeuterischer oder unfreiwilliger Arbeit:

  • Keine Einbehaltung von Ausweisdokumenten
  • Einhaltung der gesetzlich erlaubten Arbeitszeiten
  • Angemessene, menschenwürdige Unterbringung
  • Keine Androhung oder Anwendung körperlicher bzw. physischer Gewalt

Um das Bewusstsein für menschenrechtsbezogene Risiken im Tiefbau zu schärfen, haben wir Arbeitskräften auf den Baustellen im Berichtsjahr Meldewege für die Mitteilung von Auffälligkeiten aufgezeigt, z. B., indem wir ihnen spezielle Visitenkarten aushändigten. Über einen darauf abgedruckten QR-Code können die Arbeitskräfte Hinweise über „TellMe“ an die Deutsche Telekom melden. Zudem haben wir im Berichtsjahr ein webbasiertes Training für Mitarbeiter im Tiefbau eingeführt. Es soll sie für Branchenrisiken im Tiefbau sensibilisieren und über Prozesse informieren, mit denen Risiken minimiert werden können. Da ein Großteil der Tiefbauprojekte in Deutschland angesiedelt ist, haben die Maßnahmen ihren Schwerpunkt ebenfalls dort. Sie richten sich an Baustellenmitarbeiter und ihr Management in der vorgelagerten Wertschöpfungskette, aber auch an unsere eigenen Beschäftigten.

Große Tiefbau- und Infrastrukturprojekte erfordern generell eine hohe Anzahl an Arbeitskräften, weshalb Wanderarbeitnehmer eine wichtige Rolle in der Branche spielen. Sie sind als vulnerable Gruppe zu verstehen, die prekären Anstellungs- und Arbeitsverhältnissen ausgesetzt sein können.

Wir überprüfen die Wirksamkeit der zuvor geschilderten Minderungs- und Präventionsmaßnahmen einmal pro Jahr bzw. anlassbezogen im Rahmen des LkSG-Risikoprozesses. Dazu werten wir vordefinierte Kennzahlen aus, die wir bereits bei der Ausarbeitung der einzelnen Maßnahmen entwickelt haben. Die Wirksamkeitsprüfung der Maßnahmen, die aus der LkSG-Risikoanalyse 2023 hervorgegangen sind und im Jahr 2024 umgesetzt wurden, soll Anfang 2025 durch die jeweils zuständigen Fachbereiche erfolgen.

Als übergreifende Maßnahme im Zusammenhang mit unseren eigenen Praktiken haben wir u. a. die LkSG-Verpflichtungen in die Einkaufsrichtlinie und die allgemeinen Vertragsbedingungen für Lieferanten der Deutschen Telekom aufgenommen. Die Einkaufsrichtlinie betont die Bedeutung von Nachhaltigkeit im Einkauf. Darüber hinaus werden die Mitarbeiter im Einkauf fortlaufend über verpflichtende Schulungen zu den LkSG-Anforderungen informiert, um diesen entsprechen zu können. Um die Wirksamkeit dieser Maßnahme zu überprüfen, tracken wir, wenn möglich, die Teilnahmequote. Für Lieferanten haben wir darüber hinaus eine webbasierte Schulung auf der Website der Deutschen Telekom veröffentlicht.

Bei der Lieferantenauswahl legen wir Wert darauf, dass unserer Lieferanten unsere im Lieferantenkodex festgehaltenen Nachhaltigkeitsanforderungen kennen. Im Rahmen des Auswahlprozesses überprüfen wir zudem den Risikostatus ausgewählter Lieferanten, u. a. mittels externer Daten. Dies kann zur Folge haben, dass es zu keiner Beauftragung bzw. keinem Vertragsabschluss kommt. Bei Ausschreibungen gewichten wir neben Qualitäts- und Kostenkriterien, wenn möglich, auch Nachhaltigkeitskriterien. Dazu gehören u. a. die CO2-Emissionen unserer Zulieferer und bei einzelnen Produktgruppen auch die Achtung der Menschenrechte. Damit schaffen wir zudem einen wirksamen Anreiz für Lieferanten, das Thema Nachhaltigkeit stärker zu berücksichtigen und nachhaltigere Produkte und Dienstleistungen anzubieten.

Im Rahmen der Einführung des LkSG-Management-Systems haben wir die Funktion „LkSG-Beauftragter“ neu geschaffen sowie ein LkSG-Risikoboard etabliert. Weiterführende Angaben zur Überwachung unseres LkSG-Management-Systems durch den LkSG-Beauftragten machen wir im Abschnitt „ESRS S1-1 – Leitlinien im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft“. Darüber hinaus ist aufgrund der Komplexität unserer Geschäftstätigkeiten die genaue Zuweisung von personellen Ressourcen und finanziellen Mitteln für das Management der geschilderten Maßnahmen nicht möglich. Grundsätzlich werden sämtliche Maßnahmen mit den Budgets der einzelnen Bereiche umgesetzt und erfordern in der Regel keine erheblichen operativen Ausgaben oder Investitionsausgaben.

Weitere Informationen hierzu finden Sie auch in anderen Publikationen der Deutschen Telekom zum Thema Menschenrechte, z. B. im LkSG-Jahresbericht sowie in der behördlichen Berichterstattung an die Aufsichtsbehörde gemäß LkSG, auf unserer Website.

Ziele

ESRS S2-5 – Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen

Die Wirksamkeit unserer Leitlinien und Maßnahmen im Zusammenhang mit der Verbesserung der Arbeitsbedingungen, der Gleichbehandlung und Chancengleichheit und sonstiger arbeitsbezogener Rechte in der vorgelagerten Wertschöpfungskette überwachen wir durch den in diesem Themenstandard ausführlich beschriebenen LkSG-Risikoprozess. Die Einhaltung der Menschenrechtspolitik und des Lieferantenkodex von T-Mobile US wird laufend überprüft; „TellMe“ und die „Integrity Line“ werden genutzt, um Verstöße der Lieferantenanforderungen zu erfassen. Darüber hinaus haben wir keine gesonderten zeitgebundenen oder ergebnisorientierten Ziele festgelegt, die für den gesamten Konzern greifen.

ESRS S4 – Verbraucher und Endnutzer

Das Internet hat sich zu einem unverzichtbaren Bestandteil des gesellschaftlichen Alltags entwickelt. Trotz der zahlreichen Vorteile, die die Digitalisierung mit sich bringt, gibt es immer noch Menschen, die vor Herausforderungen stehen, um uneingeschränkt an der digitalen Welt teilzuhaben. Wir setzen uns dafür ein, dass alle Menschen die Möglichkeit haben, an der digitalen Welt teilzunehmen. Dazu gehört es für uns auch, die Rechte von Verbraucher und Endnutzer – allen voran Kinder und Jugendliche – zu schützen, sowie im Rahmen des fortschreitenden Netzausbau Hilfe in Notsituationen zu ermöglichen. Außerdem setzen wir uns mit dem Schutz der Daten unserer Kunden und den gesundheitlichen Bedenken in Bezug auf den Mobilfunk-Ausbau auseinander. Dabei richten wir unser Handeln stets an den Herausforderungen und Anforderungen der Länder aus, in denen wir tätig sind. Die Themen werden daher zumeist dezentral gesteuert.

Der folgende Index zeigt die durch die Wesentlichkeitsanalyse identifizierten Angabepflichten in Bezug auf den Themenstandard „Verbraucher und Endnutzer“.# ESRS Index nach ESRS 2 IRO-2

Angabepflicht Bezeichnung mit Referenz

  • ESRS S4 – Verbraucher und Endnutzer
  • ESRS 2 SBM-2 S4 Interessen und Standpunkte der Interessensträger
  • ESRS 2 SBM-3 S4 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell (Nutzung Phase-in Option für ESRS 2 SBM-3 §48e)
  • ESRS S4-1 Leitlinien im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern
  • ESRS S4-2 Verfahren zur Einbeziehung von Verbrauchern und Endnutzern in Bezug auf Auswirkungen
  • ESRS S4-3 Verfahren zur Behebung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die Verbraucher und Endnutzer Bedenken äußern können
  • ESRS S4-4 Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf Verbraucher und Endnutzer und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen und Ansätze
  • ESRS S4-5 Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen

Strategie

ESRS 2 SBM-3 S4 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Die Tabelle zeigt die wesentlichen Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Gesellschaft und Umwelt, die wir durch die doppelte Wesentlichkeitsanalyse identifiziert haben. | Übergeordnete Angaben zum Zusammenspiel der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen mit unserer Strategie und unserem Geschäftsmodell finden Sie im Abschnitt „ESRS 2 SBM-3 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell“.

Wertschöpfungskette Art der Auswirkungen Beschreibung Bezug zu Geschäftsmodell/Strategie
Informationsbezogene Auswirkungen für Verbraucher und/oder Endnutzer Nachgelagert Positiv (tatsächlich/kurzfristig: <1 Jahr) Der fortschreitende Ausbau der Netzinfrastruktur der Deutschen Telekom erleichtert den Zugang zu Informationen. Die Möglichkeit, Meinungen an einen größeren Adressatenkreis zu richten, wirkt sich grundsätzlich positiv auf die Ausübung des Rechts auf Meinungsfreiheit aus. Damit trägt der Netzausbau auch dazu bei, dass alle Menschen gleichberechtigt an der digitalen Gesellschaft teilhaben können. Ausgehend vom Geschäftsmodell
Persönliche Sicherheit von Verbrauchern und/oder Endnutzern Nachgelagert Positiv (tatsächlich/kurzfristig: <1 Jahr) Der fortschreitende Netzausbau macht es leichter, in Notsituationen Hilfe bereitzustellen. Verbesserte Ortungsmöglichkeiten wirken sich positiv auf die persönliche Sicherheit – auch an entlegenen Orten – aus. Ausgehend vom Geschäftsmodell
Nachgelagert Negativ (tatsächlich/kurzfristig: <1 Jahr) Der erleichterte Zugang zum Netz setzt insbesondere Kinder auch Gefahren aus und erschwert damit den Schutz von Kindern.
Soziale Inklusion von Verbrauchern und/oder Endnutzern Nachgelagert Positiv (tatsächlich/kurzfristig: <1 Jahr) Der Netzausbau trägt dazu bei, dass alle Menschen Zugang zu Produkten und Dienstleistungen der Deutschen Telekom erhalten und so an der digitalen Gesellschaft teilhaben können. Initiativen wie „Gegen Hass im Netz“ fördern zudem die Nichtdiskriminierung in der digitalen Welt. Unser Engagement in diesen Initiativen und die damit erzielte Veränderung zeigen unternehmensspezifische Kennzahlen wie die ESG KPIs „Community Contribution – Digital Society“ und „Beneficiaries – Digital Society“. Ausgehend vom Geschäftsmodell

Die nachfolgende Übersicht zeigt die wesentlichen themenspezifischen Risiken und Chancen der Deutschen Telekom und ihre finanziellen Effekte auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. | Risiken und Chancen, die in den nächsten zwei Jahren ein „Top-Risiko“ darstellen, können dem Kapitel „Risiko- und Chancen-Management“ entnommen werden.

Wertschöpfungskette Risiko/Chance Beschreibung
Informationsbezogene Auswirkungen für Verbraucher und/oder Endnutzer Nachgelagert Risiko Trotz Präventionsmaßnahmen sowie gut etablierter Datenschutz-Management-Strukturen können Datenschutzvorfälle in der ICT-Branche grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden, da nahezu alle Datenverarbeitungen bzw. Prozesse im Konzern datenschutzrechtlich relevant sind. Daraus ergeben sich Reputations-, Kosten- und Sanktionsrisiken.
Persönliche Sicherheit von Verbrauchern und/oder Endnutzern Nachgelagert Risiko Die gesellschaftliche Diskussion über mögliche Gesundheitsrisiken durch Mobilfunk bzw. elektromagnetische Felder (EMF) kann Auswirkungen auf den Ausbau der Mobilfunk-Infrastruktur haben sowie regulatorische Eingriffe nach sich ziehen, wie etwa die Verschärfung der Grenzwerte für elektromagnetische Felder oder die Umsetzung von Vorsorgemaßnahmen für den Mobilfunk, z. B. durch Veränderungen im Baurecht, aber auch das Risiko einer Kennzeichnungspflicht für Endgeräte. Daraus können sich erhöhte Betriebs- und Investitionsausgaben ergeben.

Zu den Verbrauchern und Endnutzern, die von wesentlichen Auswirkungen der Deutschen Telekom betroffen sein können, gehören:

  • Personen, die unsere Produkte erwerben oder unsere Dienstleistungen nutzen, die sich möglicherweise negativ auf das Recht auf Privatsphäre, den Schutz der personenbezogenen Daten, das Recht auf freie Meinungsäußerung und Nichtdiskriminierung auswirken,
  • Menschen, die besonders anfällig für Auswirkungen auf die Gesundheit oder die Privatsphäre oder Auswirkungen von Marketing- und Verkaufsstrategien sind, wie Kinder oder finanziell schutzbedürftige Personen.

Nicht dazu gehören:

  • Verbraucher bzw. Endnutzer von Produkten, die für den Menschen schädlich sind oder das Risiko einer chronischen Krankheit erhöhen,
  • Verbraucher bzw. Endnutzer, die auf genaue und zugängliche produkt- oder dienstleistungsbezogene Informationen wie Handbücher und Produktetiketten angewiesen sind, um eine potenziell schädliche Nutzung eines Produkts oder einer Dienstleistung zu vermeiden.

Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 102 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Bei der Betrachtung des wesentlichen finanziellen Risikos im Zusammenhang mit dem Datenschutz berücksichtigen wir auch Auswirkungen auf Geschäftskunden der Deutschen Telekom. | Angaben dazu, wie wir ein Verständnis dafür entwickelt haben, inwiefern Verbraucher und Endnutzer mit besonderen Merkmalen einem größeren Schadensrisiko ausgesetzt sein können, finden Sie im Abschnitt „ESRS S1-1 – Leitlinien im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft“.

Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen

ESRS S4-1 – Leitlinien im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern

Informationsbezogene Auswirkungen für Verbraucher und/oder Endnutzer (Meinungsfreiheit und Zugang zu (hochwertigen) Informationen), Persönliche Sicherheit von Verbrauchern und/oder Endnutzern (Persönliche Sicherheit) und Soziale Inklusion von Verbrauchern und/oder Endnutzern (Nichtdiskriminierung und Zugang zu Produkten und Dienstleistungen).

Als Anbieter digitaler Infrastruktur stellen wir unser Handeln unter das Prinzip der digitalen Verantwortung. Auf dem Weg in die digitale Gesellschaft setzen wir uns als Deutsche Telekom dafür ein, dass alle an der digitalen Welt teilhaben und nach demokratischen Prinzipien zusammenleben können. Damit wir diesem Anspruch konzernweit gerecht werden können, haben wir „Digitale Teilhabe“ als Schwerpunktthema in unserer CR-Strategie verankert. Mit unserem Ansatz für digitale Teilhabe (Access, Affordability und Ability) und digitale Werte wollen wir unsere wesentlichen positiven Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Zugang zu Informationen, Meinungsfreiheit, persönlicher Sicherheit und sozialer Inklusion fördern und negative Auswirkungen mindern:

  • Der Zugang zu modernen Informationstechnologien ist ein wichtiger Schlüssel zur Teilhabe an der Informations- und Wissensgesellschaft (Access). Deshalb bauen wir unsere Infrastruktur zügig weiter aus und erhöhen mit neuen, sicheren Technologien die Übertragungsgeschwindigkeiten. Richtschnur für den Ausbau sind die Ziele unserer europaweit integrierten Netzstrategie: Mit ihr helfen wir, die Netzausbauziele der EU-Kommission sowie die Digitale Agenda und die Breitband-Strategie der Bundesregierung zu erreichen bzw. umzusetzen. Die Strategie basiert auf den beiden Säulen Mobilfunk- und Festnetz-Ausbau: Beim Ausbau des Mobilfunknetzes konzentrieren wir uns auf die Versorgung mit 5G – dem aktuell leistungsfähigsten Technologiestandard. Im Festnetz setzen wir auf den Glasfaser-Ausbau, um unseren Kunden eine verlässliche Anbindung mit Gigabit-Geschwindigkeit zu ermöglichen.
  • Damit Menschen gleichberechtigt an der Informations- und Wissensgesellschaft teilhaben können, ist zudem die Bezahlbarkeit der Produkte und Dienstleistungen wichtig (Affordability). Wir bieten Tarife und Endgeräte an, die die unterschiedlichen finanziellen Möglichkeiten von Verbrauchern und Endnutzern berücksichtigen.
  • Zusätzlich wollen wir die Kompetenz und Motivation im Umgang mit digitalen Medien fördern (Ability). Medienkompetenz ist für uns der Schlüssel für einen sicheren Umgang mit digitalen Medien und eine wichtige Fähigkeit für das Privat- und Berufsleben. Unser Ansatz beginnt bei der Vermittlung von Basiskompetenzen zur Mediennutzung und reicht über den Schutz der eigenen Privatsphäre bis hin zur Befähigung zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Hass und Desinformation im Netz. | Weitere Informationen zum Netzausbau finden Sie in den Kapiteln „Konzernstrategie“ und „Wirtschaftliches Umfeld“.

Außerdem wollen wir mit dem Kompetenzaufbau digitale Werte und damit die soziale Inklusion von Verbrauchern und Endnutzern fördern: Das Internet soll ein Ort sein, an dem sich alle Menschen sicher fühlen können. Deshalb gestalten wir den Wandel hin zu einer positiven Dialogkultur im Netz aktiv mit und engagieren uns gegen Hass im Netz und für mehr digitale Zivilcourage. Dabei arbeiten wir eng mit Nichtregierungsorganisationen (NGOs) zusammen.# Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung

103 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Übereinstimmend mit der CR-Strategie der Deutschen Telekom gestaltet GCR unseren Ansatz für digitale Teilhabe und digitale Werte. Die Verantwortung für den Netzausbau ist gemäß der lokale Netzausbaustrategie dezentral in den Vorstandsbereichen der operativen Segmente Deutschland, Europa und USA verankert. Die Wirksamkeit unserer Aktivitäten zur Förderung der Teilhabe an der digitalen Gesellschaft messen wir konzernweit u. a. mit dem ESG KPI ,,Beneficiaries – Digital Society“. Außerdem messen wir die Reichweite ausgewählter Kampagnen. Die Wirkungsmessung für unsere Netzbauaktivitäten betrachten wir zudem im Rahmen der Fortschritte im Netzausbau.

Weitere Informationen zum ESG KPI ,,Beneficiaries – Digital Society“ finden Sie im Abschnitt „ESRS S4-5 – Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen“.

Persönliche Sicherheit von Verbrauchern und/oder Endnutzern (Kinderschutz).

Zentral für den Verbraucherschutz bei der Deutschen Telekom ist es, die Daten unserer Kunden zu schützen und deren Sicherheit zu gewährleisten. In diesem Zusammenhang wollen wir v. a. Kinder und Jugendliche bei der Nutzung digitaler Medien schützen. Unsere Verpflichtung zum Kinder- und Jugendschutz in den operativen Segmenten Deutschland und Europa ist in unserem Menschenrechtskodex verankert. Darüber hinaus besteht kein konzernweit einheitlicher Ansatz für den Schutz von Kindern, da die Steuerung des Themas und die Maßnahmenüberwachung dezentral entsprechend der landesspezifischen Vorgaben erfolgt. Um den Schutz von Kindern bei der Nutzung digitaler Medien zu fördern, stellen wir altersgerechte Angebote für Kinder bereit und geben Erziehungsberechtigten Informationen an die Hand, um ihnen zu helfen, ihre Kinder vor gefährdenden Inhalten zu schützen. Darüber hinaus setzen wir verschiedene Maßnahmen um, damit junge Menschen Medienkompetenz erwerben und sicher mit den Angeboten im Netz umgehen können. Ausführliche Informationen finden Sie unter unserem zuvor beschriebenen Ansatz für digitale Teilhabe und digitale Werte. Außerdem arbeiten wir eng mit Strafverfolgungsbehörden und NGOs sowie anderen Partnern aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zusammen, um kinder- und jugendgefährdende Inhalte aus dem Netz zu verbannen. In Europa verpflichten wir uns in diesem Zusammenhang bereits seit 2007, die Darstellung von Kindesmissbrauch im Internet zu bekämpfen. Dasselbe Ziel verfolgt auf globaler Ebene der Verband der Mobilfunk-Anbieter GSMA, dem wir seit 2008 angehören. Darüber hinaus haben wir vor dem Hintergrund der dezentralen Steuerung und den landesspezifischen Regelungen keine gesonderten zeitgebundenen oder ergebnisorientierten Ziele oder andere Zielvorgaben im Konzern festgelegt, anhand derer wir die Fortschritte in Bezug auf die Verringerung der negativen Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Schutz von Kindern messen.

Informationsbezogene Auswirkungen für Verbraucher und/oder Endnutzer (Datenschutz).

Die Deutsche Telekom verfügt über eine aktive Datenschutz- und Compliance-Kultur, die wir über viele Jahre hinweg aufgebaut haben. Sie bildet die Basis, um Auswirkungen beim Thema Datenschutz zu begegnen, sowie um den wesentlichen Risiken, die sich aus etwaigen Datenschutzvorfällen ergeben, vorzubeugen. Die Konzerngesellschaften unterliegen spezifischen Datenschutzregelungen. In der EU findet z. B. insbesondere die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) Anwendung. Die jeweiligen Anforderungen müssen implementiert und deren Einhaltung kontrolliert werden. Unser Datenschutz-Management-System beschreibt die Maßnahmen, Prozesse und Audits, mit denen wir die Einhaltung von Gesetzen, Regelungen und Selbstverpflichtungen zum Datenschutz regeln. Aufgrund abweichender datenschutzrechtlicher Regelungen in den USA verfolgt T-Mobile US einen eigenen Ansatz, der am Ende dieses Abschnitts dargestellt wird.

In Achtung der allgemeinen Menschenrechte wollen wir die rechtmäßige Verarbeitung personenbezogener Daten gewährleisten. Wir bekennen uns zu dem in der EU geltenden Grundrecht auf Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung und möchten dessen weltweite Anerkennung fördern. Insbesondere bei der Entwicklung und Nutzung von Künstlicher Intelligenz (KI) oder sonstiger Anwendungen mit Algorithmen achten wir auf die datenschutzkonforme Gestaltung und berücksichtigen menschenrechtsbezogene Aspekte. Gleichzeitig setzen wir uns dafür ein, dass alle Personen die Kontrolle über die Verwendung ihrer Daten behalten. Dazu gehört auch, dass wir darüber aufklären, wie datengetriebene Geschäftsmodelle funktionieren und wie z. B. unsere Kunden ihre digitale Souveränität wahrnehmen können. Mit unserer weltweit agierenden Datenschutzorganisation arbeiten wir stetig daran, in allen Konzerngesellschaften ein transparentes und hohes Datenschutzniveau zu halten. Soweit rechtlich möglich, haben sich die Unternehmen im Konzern zusätzlich zur Einhaltung der Richtlinie ,,Datenschutz“ (Binding Corporate Rules Privacy) verpflichtet, die ein einheitlich hohes Datenschutzniveau nach ISO 27701 für unsere Produkte und Services sicherstellen soll. Analog zur Datenschutzorganisation haben wir eine Sicherheitsorganisation etabliert, sowohl zentral als auch in allen Einheiten des Konzerns. Die Richtlinie ,,Sicherheit“ enthält die wesentlichen sicherheitsrelevanten Grundsätze der Deutschen Telekom in Bezug auf Datensicherheit und orientiert sich ebenfalls an der ISO-Norm 27701. Diese Komponenten bilden die Basis, um ein adäquates und konsistentes Sicherheitsniveau innerhalb unseres Konzerns zu gewährleisten. Die Verantwortung für den Bereich Datenschutz liegt im Vorstandsbereich „Personal und Recht“. Das Thema Datensicherheit verantwortet das Vorstandsbereich „Technologie und Innovation“.

T-Mobile US unterliegt den US-Datenschutzgesetzen. Um Sorge dafür zu tragen, dass diese eingehalten werden, hat die Gesellschaft einen Chief Privacy Officer ernannt. Der vertrauliche Umgang mit Informationen und personenbezogenen Daten ist bei T-Mobile US an verschiedenen Stellen im Unternehmen verankert, u. a. im Verhaltenskodex von T-Mobile US. Darüber hinaus schult T-Mobile US ihre Mitarbeiter jährlich zu Datenschutz und - sicherheit und bietet rollenspezifische Schulungen an, die zur Einhaltung der Datenschutzgesetze beitragen sollen.

Weitere Informationen zum Verhaltenskodex von T-Mobile US finden Sie im Abschnitt „ESRS G1-1 – Leitlinien in Bezug auf Unternehmensführung und Unternehmenskultur“).

Wir geben einen jährlichen konzernweiten Transparenzbericht über die Grundsätze unserer Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden heraus. Ergänzend dazu legen wir die Art und den Umfang unserer Auskünfte an Sicherheitsbehörden in den europäischen Landesgesellschaften sowie bei T-Mobile US in Einzelberichten offen.

Persönliche Sicherheit von Verbrauchern und/oder Endnutzern (Gesundheitsschutz und Sicherheit).

Im Zusammenhang mit dem Ausbau des 5G- Netzes, gibt es in der Öffentlichkeit Debatten über mögliche gesundheitliche Auswirkungen von 5G bzw. den EMF, die der Mobilfunk nutzt. Wir informieren seit über 20 Jahren über die wissenschaftliche Faktenlage zum Thema Mobilfunk und Gesundheit, die gesetzlich verankerten Grenzwerte sowie über die Zusammenarbeit mit Kommunen beim Ausbau der Infrastruktur. Wir wollen unsere Mobilfunk-Infrastruktur, unsere Produkte sowie die zugrundeliegenden Prozesse so ressourceneffizient, sicher und gesundheitsverträglich wie möglich gestalten. Eine übergeordnete Rolle spielen hierbei die konzernweit gültigen Grundsätze zu EMF, die wir 2023 aktualisiert haben: Unsere EMF-Leitlinie beinhaltet einheitliche Mindestanforderungen für den Bereich Mobilfunk und Gesundheit, die weit über die jeweiligen nationalen gesetzlichen Anforderungen hinausgehen. Sie gibt einen verbindlichen Rahmen für einen konzernweit einheitlichen, verantwortungsvollen Umgang mit dem Thema „Mobilfunk und Gesundheit“ vor und orientiert sich an den Empfehlungen der Internationalen Strahlenschutzkommission (International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection – ICNIRP). Mit dieser Leitlinie verpflichten wir uns zu mehr Transparenz, Information, Partizipation und wissenschaftlichen Fakten. Alle Konzerngesellschaften, die Mobilfunknetze betreiben, haben die EMF-Leitlinie anerkannt und die geforderten Maßnahmen weitestgehend umgesetzt. Die oberste Verantwortung für den Bereich Mobilfunk und Gesundheit liegt im Vorstandsbereich „Deutschland“; die Umsetzung der EMF-Leitlinie in den einzelnen Konzerngesellschaften erfolgt jedoch dezentral, in der Regel durch die oberste Führungsebene im Geschäftsbereich Technik. Die jeweilige EMF- Situation beschreiben die verantwortlichen EMF-Manager der Konzerngesellschaften in der Arbeitsgruppe „EMF Core Team“ und fördern so den fachlichen Austausch. Darüber hinaus verfügen wir über kein etabliertes Verfahren, um die Wirksamkeit der EMF-Leitlinie zu überwachen. Auch haben wir keine gesonderten zeitgebundenen oder ergebnisorientierten Ziele oder andere Zielvorgaben festgelegt, um Fortschritte beim Management der wesentlichen Risiken im Zusammenhang mit dem Thema Mobilfunk und Gesundheit vorzutreiben und zu messen.

Verpflichtungen im Bereich der Menschenrechtspolitik im Zusammenhang mit Verbrauchern und/oder Endnutzern.

Wir setzen uns für die Achtung der Menschenrechte ein und bemühen uns, diese auch im Zusammenhang mit unseren Kunden durchzusetzen. Als Grundlage unseres Handelns gelten die allgemeingültigen Standards und Prinzipien, die wir im Menschenrechtskodex der Deutschen Telekom festgelegt haben.

Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt „ESRS S1-1 – Leitlinien im Zusammenhang mit der eigenen Belegschaft“.# Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung

ESRS S4-2 – Verfahren zur Einbeziehung von Verbrauchern und Endnutzern in Bezug auf Auswirkungen

In Bezug auf Endnutzer und Verbraucher definiert der Menschenrechtskodex Grundsätze und Erwartungen im Zusammenhang mit: ▪ Datenschutz und informationeller Selbstbestimmung ▪ Meinungs- und Informationsfreiheit ▪ Kinder- und Jugendschutz ▪ Mobilfunk und Gesundheit ▪ Digitaler Verantwortung und Teilhabe. T-Mobile US verfügt über einen eigenen Menschenrechtskodex (Human Rights Statement), der die zuvor genannten Grundsätze und Erwartungen im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern – mit Ausnahme der Aspekte Datenschutz und Meinungs- und Informationsfreiheit – nicht explizit adressiert, sondern gesamthaft erfasst. Der Schutz der Menschenrechte spielt für uns auch bei der verantwortungsvollen Gestaltung von technologischem Wandel und Digitalisierung eine zentrale Rolle – denn unser Anspruch ist es, beim Einsatz unserer Technologien ein humanistisches Wertesystem zugrunde zu legen. Auch deshalb beziehen wir Endnutzer und Verbraucher im Rahmen der im Abschnitt „ESRS S4-2 – Verfahren zur Einbeziehung von Verbrauchern und Endnutzern in Bezug auf Auswirkungen“ erläuterten Formate ein. Im Menschenrechtskodex beschreiben wir außerdem unseren Ansatz, um bei negativen Auswirkungen auf die Menschenrechte Abhilfemaßnahmen zu ergreifen. Abhilfemaßnahmen ergreifen wir jedoch nur in der vorgelagerten Wertschöpfungskette und unserem eigenen Geschäftsbereich – nicht im Zusammenhang mit Endnutzern und Verbrauchern. Sowohl der Menschenrechtskodex der Deutschen Telekom als auch das Human Rights Statement von T-Mobile US stehen im Einklang mit relevanten, international anerkannten Instrumenten wie den Leitprinzipien der Vereinten Nationen für Unternehmen und Menschenrechte. Da sich unsere Sorgfaltspflichten jedoch bisher nicht auf die nachgelagerte Wertschöpfungskette erstrecken, erfolgt keine systematische Erfassung von menschenrechtsbezogenen Hinweisen in Verbindung mit Verbrauchern und Endnutzern. Teilnehmenden der nachgelagerten Wertschöpfungskette stehen aber die Beschwerdekanäle des Unternehmens zur Verfügung.

Um unsere wesentlichen Auswirkungen zu verstehen und anzugehen, setzen wir uns fortlaufend sowie anlassbezogen mit den Interessen und Perspektiven von Endnutzern und Verbrauchern auseinander, insbesondere im Rahmen der Entwicklung und Nutzung von Produkten und Dienstleistungen sowie in Bezug auf unsere Netzausbaupläne. Über ein Verfahren zur direkten Einbeziehung von Kindern verfügen wir nicht. Daher beziehen wir im Fall von negativen Auswirkungen auf den Schutz von Kindern glaubwürdige Stellvertretende ein. In diesem Zusammenhang spielen Verbraucherschutzverbände, NGOs und Behörden eine wichtige Rolle. Die Verantwortung für die Einbeziehung von Verbrauchern und Endnutzern bzw. ihren rechtmäßigen Vertretern sowie glaubwürdigen Stellvertretenden ist dezentral organisiert. Wir unterscheiden zwischen drei Formaten der Einbeziehung: Information, Dialog und Partizipation. Das Sounding Board „Design für Alle“ ist ein Beispiel dafür, wie die Interessen von Verbrauchern und Endnutzern berücksichtigt werden. Dieses ist mit externen Fachexperten besetzt und berät uns (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US) darin, unsere Produkte und Prozesse barriereärmer und leichter zugänglich zu gestalten.

| Weitere Informationen zu unserem Stakeholder-Engagement-Prozess finden Sie im Abschnitt „ESRS 2 SBM-2 – Interessen und Standpunkte der Interessenträger“.

ESRS S4-3 – Verfahren zur Behebung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die Verbraucher und Endnutzer Bedenken äußern können

Für Anfragen und Beschwerden zu Produkten oder Dienstleistungen der Deutschen Telekom stehen Verbrauchern und Endnutzern in allen Ländern, in denen wir tätig sind, eine Vielzahl von Kanälen zur Verfügung. Dazu zählen u. a. Telefon-Hotlines, E-Mails, Live-Chats sowie die sozialen Medien. Verbrauchern und Endnutzern können zudem über länderspezifische Kanäle direkten Kontakt mit den Datenschutz- und Datensicherheit-Teams der Deutschen Telekom aufnehmen und Fälle von missbräuchlicher Datennutzung im Internet im Zusammenhang mit Systemen der Telekom melden. Verbrauchern und Endnutzern in Deutschland können darüber hinaus über eine kostenlose Telefonhotline und etablierte Postfächer direkten Kontakt mit uns aufnehmen, wenn sie gesundheitsbezogene Fragen zur elektromagnetischen Verträglichkeit der Mobilfunk-Infrastruktur oder von Geräten sowie deren Auswirkung auf die Umwelt haben. In diesem Rahmen können sie auch diesbezügliche Bedenken äußern. In den europäischen Landesgesellschaften und bei T-Mobile US gibt es keine vergleichbaren Kanäle, die explizit für die Meldung von Beschwerden im Zusammenhang mit dem Thema Mobilfunk und Gesundheit genutzt werden können. Dafür stehen die anderweitigen Beschwerdekanäle zur Verfügung. Informationen über die jeweils erforderlichen Kontaktinformationen stellen wir Verbrauchern und Endnutzern auf unserer Website zur Verfügung. Wir prüfen die über die verschiedenen genannten Kanäle eingegangenen Meldungen und leiten sie bei Bedarf an entsprechende interne Experten weiter. Dabei bewerten wir im Rahmen der Prüfung von Eingängen im Zusammenhang mit dem Datenschutz unserer Kunden auch, ob eine Meldung an Aufsichtsbehörden und eine Benachrichtigung der betroffenen Personen erfolgen muss, und handeln entsprechend. Wenn notwendig und möglich, leiten wir Abhilfemaßnahmen ein. Um die Wirksamkeit des Verfahrens sicherzustellen, testen wir u. a. regelmäßig, ob Kanäle erreichbar sind, und werten Kunden-Feedback aus. Zudem halten wir die Anzahl der eingegangen Meldungen nach und ziehen daraus Rückschlüsse über die Bekanntheit und Akzeptanz der Kontaktmöglichkeiten.

| Weitere Informationen zu unserem nichtfinanziellen Leistungsindikator Kundenzufriedenheit (TRI*M) finden Sie im Kapitel „Steuerungssystem“. |
| Unsere Strategie zum Schutz von hinweisgebenden Einzelpersonen gegen Vergeltungsmaßnahmen schildern wir im Abschnitt „ESRS G1-1 – Leitlinien in Bezug auf Unternehmensführung und Unternehmenskultur“.

ESRS S4-4 – Ergreifung von Maßnahmen in Bezug auf wesentliche Auswirkungen auf Verbraucher und Endnutzer und Ansätze zum Management wesentlicher Risiken und zur Nutzung wesentlicher Chancen im Zusammenhang mit Verbrauchern und Endnutzern sowie die Wirksamkeit dieser Maßnahmen

Informationsbezogene Auswirkungen für Verbraucher und/oder Endnutzer (Meinungsfreiheit und Zugang zu (hochwertigen) Informationen), Persönliche Sicherheit von Verbrauchern und/oder Endnutzern (Persönliche Sicherheit) und Soziale Inklusion von Verbrauchern und/oder Endnutzern (Nichtdiskriminierung und Zugang zu Produkten und Dienstleistungen). Um den technischen Zugang zum Netz zu ermöglichen, bauen wir unser Netz stetig aus. Damit leisten wir eine breite Erreichbarkeit in Notsituationen und fördern damit die persönliche Sicherheit von Verbrauchern und Endnutzern. Dabei kooperieren wir auch mit Partnern – insbesondere in entlegenen Gebieten. Die Vorgaben und Rahmenbedingungen sind in allen Ländern, in denen wir tätig sind, unterschiedlich und die Implementierung von entsprechenden Maßnahmen obliegt den operativen Landesgesellschaften. Unser Netzausbau folgt in Deutschland dem Open-Access-Prinzip: Die entstehenden Netze sind offen für die Nutzung durch die Wettbewerber, unabhängig davon, ob diese an der Errichtung des Netzes beteiligt sind. So können z. B. Vereinbarungen zum Network-Sharing mit anderen deutschen Netzbetreibern zu einer breiteren Mobilfunk-Versorgung beitragen. Ähnliche Vereinbarungen in unterschiedlicher Ausprägung gibt es auch in den anderen europäischen Ländern, in denen wir tätig sind. Durch Kooperationen mit anderen Unternehmen tragen wir in Deutschland zudem zu einem schnelleren Festnetz-Ausbau bei. In den USA gibt es bundesstaatliche Verbindungs- und Roaming-Vereinbarungen, um eine breite und zugängliche Mobilfunk-Abdeckung im ganzen Land zu gewährleisten. Gerade in Notfallsituationen ist es wichtig, dass Netze funktionieren, um Notrufe abzusetzen und Hilfe zu organisieren. Wenn z. B. bei Hochwassern oder bei Großbränden die Technik so zerstört wird, dass Mobilfunk und Festnetz nicht schnell wiederhergestellt werden können, greift unser Desaster Recovery Management (DRM). Dieses hält mobile Container mit Technik, Netzersatzanlagen und fahrbare Mobilfunk-Masten bereit, um Ersatz für das ausgefallene Mobilfunk- und Festnetz zu schaffen. Die Anbindung der fahrbaren Masten erfolgt neben Richtfunk- auch mit Satelliten-Verbindungen, um nach extremen Ereignissen innerhalb weniger Stunden wieder eine Mobilfunk-Versorgung bereitzustellen. Dadurch können wir in Notfällen eine schnelle Anbindung an das Netz ermöglichen. Wir nutzen die Richtfunk- und Satellitenverbindungen auch dazu, reguläre Mobilfunk-Standorte schnell (wieder) in Betrieb zu nehmen, wenn dies dringend erforderlich ist und die geplante bzw. bisher vorhandene Anbindung (z. B. in Form von Glasfaser) noch nicht oder nicht mehr zur Verfügung steht.

| Weitere Informationen zu unserem Umgang mit Extremwetterereignissen finden Sie im Abschnitt „ESRS 2 SBM-3 E1 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell“.

Je weiter wir im Netzausbau voranschreiten, desto besser lassen sich auch die damit zusammenhängenden Maßnahmen umsetzen. Die Nachverfolgung erfolgt dezentral in den operativen Segmenten, u. a. indem diese selbst die Netzabdeckung messen, die Kundenzufriedenheit auswerten, externe Benchmarks nutzen und die Ausbauverpflichtungen in Zusammenhang mit Frequenzauktionen z. B. durch lokale Regulierungsbehörden erfassen.# Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung

Beitrag zu einer digitalen Gesellschaft

Darüber hinaus treiben wir die Entwicklung von Technik und Produkten für verschiedene Zielgruppen voran. Eine möglichst barriere- und diskriminierungsfreie Nutzung unserer Produkte und Dienstleistungen ist dabei ein zunehmend wichtigerer Aspekt. Im Jahr 2023 haben wir die Produktentwicklungsleitlinie „Design für Alle“ erarbeitet. Die Leitlinie richtet sich an Konzernmitarbeiter und zielt darauf ab, Ausgrenzung, Stigmatisierung und Diskriminierung bereits bei der Produktentwicklung zu verhindern. Wir streben in unserem Produktentwicklungsprozess an, eine große Bandbreite an menschlicher Vielfalt zu berücksichtigen – neben unterschiedlichen körperlichen und geistigen Fähigkeiten auch weitere Vielfaltsdimensionen wie Alter, Geschlecht sowie ethnische Herkunft und Nationalität. Damit gehen wir über die gesetzlichen Barrierefreiheitsanforderungen in Europa hinaus. Im Berichtsjahr haben wir ein entsprechendes Trainingskonzept eingeführt, das unseren Mitarbeitern die Grundlagen von „Design für Alle“ näherbringen und damit zur Bewusstseinsbildung beitragen soll. Das Training ist auf der Online-Trainingsplattform der Deutschen Telekom verfügbar. Mitarbeiter von T-Mobile US haben u. a. aus rechtlichen Gründen keinen Zugriff auf die Plattform, das Unternehmen unterstützt Mitarbeiter jedoch ebenfalls durch die Bereitstellung von Schulungen dabei, barrierefreie Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln.

Um das Potenzial von Informationstechnologien zum Nutzen der Gesellschaft zu erschließen, fördert die Deutsche Telekom die Medienkompetenz von Verbrauchern und Endnutzern mit einer Vielzahl von konzernweit verfügbaren Angeboten – stets mit dem Ziel, dass sich jeder Mensch sicher und souverän in der digitalen Welt bewegen kann. Die im Berichtsjahr gestartete Plattform „Teachtoday International“ bietet einen Überblick über alle weltweiten Medienkompetenz-Initiativen des Konzerns. Dazu zählen auch Maßnahmen, die explizit für den Umgang mit Desinformation sensibilisieren sollen.

Unsere im Sommer 2020 in Deutschland gestartete Initiative „Gegen Hass im Netz“ haben wir (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US) im Berichtsjahr fortgeführt. Mit ihr wollen wir die Gesellschaft sensibilisieren und befähigen, im Netz demokratische Grundwerte zu leben und zu verteidigen. Wir machen uns für ein Internet stark, in dem alle die Chancen der digitalen Welt nutzen können – ohne Angst vor Ausgrenzung oder Hass haben zu müssen. Auf diese Weise wollen wir auch die Vielfalt in der digitalen Welt fördern. Im Berichtsjahr haben wir im Rahmen der Initiative das aktuelle Kampagnenvideo „Feuerlöscher!“ im deutschsprachigen Raum veröffentlicht. Mit dem Video wollen wir zur Aufklärung und Sensibilisierung im Umgang mit Desinformation beitragen. Wir prüfen derzeit, ob eine Ausweitung der Kampagne auf weitere Landesgesellschaften möglich ist.

Um digitale Teilhabe zu fördern, hat T-Mobile US das Programm „Project 10Million“ ins Leben gerufen, um bis zu 10 Millionen berechtigten Schülerhaushalten kostenlose oder ermäßigte Internetanschlüsse und mobile Hotspots anzubieten. Bis Ende 2024 hat T-Mobile US seit dem Start des Programms über 6,3 Mio. Schüler erreicht. T-Mobile US arbeitet zudem mit seinem External Diversity and Inclusion Council (Externer Rat für Vielfalt und Integration) zusammen, um Programme für digitale Kompetenz und Inklusion zu identifizieren, die im ganzen Land unterstützt werden. Der Rat setzt sich aus Mitgliedern von Bürgerrechts- und sozialen Gerechtigkeitsorganisationen zusammen, die ein breites Spektrum unterrepräsentierter Gemeinschaften repräsentieren.

Im Zusammenhang mit dem Thema Desinformation betrachten wir auch den verantwortungsvollen Umgang mit KI. Im Berichtsjahr beteiligten wir uns an dem partizipativen Innovationsprogramm X-Creation, das von T-Systems im Vorjahr initiiert wurde, und entwickelten die „News-Profi-App“. Diese soll es Anwendern ermöglichen, Informationen einfach und unkompliziert durch Faktenchecks zu verifizieren. Nach dem Motto „Teile es erst mit der App, dann mit der Welt“ sollen fragwürdige Inhalte mittels KI mit vertrauenswürdigen Informationen abgeglichen und das Ergebnis an die Person zurückgespielt werden können, die die Desinformation verbreitet hat. Über die Möglichkeit, die Ergebnisse mit der ursprünglichen Quelle zu teilen, sollen v. a. Menschen erreicht werden, die distanziert zu gesellschaftspolitischen Themen stehen, empfänglich für Desinformation sind und diese ohne aktives Hinterfragen schnell verbreiten. Im Berichtsjahr begannen wir mit dem Roll-out in Deutschland. Wir suchen aktuell nach Partnern und Förderern, die sich in den Ausbau und die Realisierung der App einbringen wollen.

Die Wirksamkeit unserer Aktivitäten zur Förderung der Teilhabe an der digitalen Gesellschaft messen wir u. a. mit dem ESG KPI „Beneficiaries – Digital Society“. Um die Auswirkungen unserer Produkte und Projekte in Bezug auf die Gesellschaft und damit auch auf Verbraucher und Endnutzer zu erkennen, haben wir zudem einen mehrstufigen Ansatz zur Wirkungsmessung entwickelt. Um transparente und vergleichbare Ergebnisse zu erhalten, beschreiben wir die Wirkungsbeiträge ausgewählter Maßnahmen u. a. mithilfe externer Rahmenwerke, z. B. den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals – SDGs). Außerdem berücksichtigen wir regulatorische Anforderungen und Marktentwicklungen. So können wir unsere Beiträge zu einer nachhaltigen Entwicklung bewerten. Dieser Prozess wurde 2023 extern validiert. Die Ergebnisse der Wirkungsmessung unterstützen uns dabei, die positiven Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit stetig zu vergrößern und negative Auswirkungen zu reduzieren.

Weitere Informationen zum ESG KPI „Beneficiaries – Digital Society“ finden Sie im Abschnitt „ESRS S4-5 – Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen“.

Wir wollen vermeiden, dass wir durch unsere eigene Geschäftstätigkeit zu negativen Auswirkungen auf Verbraucher und Endnutzer beitragen. Deshalb setzen wir uns für eine menschen- und wertorientierte Digitalisierung (Corporate Digital Responsibility – CDR) ein und streben einen verantwortungsvollen Umgang mit KI an. Bereits 2018 haben wir als eines der ersten Unternehmen weltweit KI-Leitlinien zur Digitalen Ethik verabschiedet. Ergänzend haben wir 2021 den Leitfaden „Professionsethik“ für alle mit KI befassten Entwickler und Produktverantwortlichen erstellt und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Um das Thema Digitale Ethik im Konzern weiter zu verankern, wurde im Jahr 2022 die interdisziplinäre Arbeitsgruppe Digitale Ethik gegründet, die sich mit der Weiterentwicklung, Begleitung und Umsetzung des Themas befasst und im „Co-Creation-Ansatz“ mit dem im Berichtsjahr gegründeten AI Competence Center (AICC) verstärkt wird. Die interdisziplinäre Arbeitsgruppe bereitet auch die Umsetzung der europäischen KI-Verordnung (EU AI Act) vor. Zudem haben wir im Berichtsjahr zahlreiche Schulungs- und Trainingsangebote zu den Möglichkeiten, der Funktionsweise und den Risiken von generativer KI durchgeführt. Unser Verständnis zum weitreichenden Themenfeld der digitalen Verantwortung haben wir in unserem CDR-Rahmenwerk niedergeschrieben, das im Jahr 2022 veröffentlicht wurde. T-Mobile US hat mit den AI (Artificial Intelligence) Principles im Jahr 2023 ein eigenes Rahmenwerk für die verantwortungsvolle Nutzung von KI verabschiedet, und im Berichtsjahr ihre Responsible AI Policy and Guidelines veröffentlicht. Außerdem hat T-Mobile US einen Governance-Rat mit leitenden Führungskräften eingerichtet, der den verantwortungsvollen Einsatz von KI im Unternehmen überwacht.

Mit dem ESG KPI „Community Contribution – Digital Society“ messen wir unseren finanziell, personell und in Sachmitteln geleisteten Beitrag zur digitalen Gesellschaft. Damit wollen wir unsere wesentlichen positiven Auswirkungen im Zusammenhang mit dem Zugang zu Informationen, Meinungsfreiheit, persönlicher Sicherheit und sozialer Inklusion fördern und negative Auswirkungen mindern. Wie zuvor geschildert, setzen wir uns durch vielfältige Maßnahmen dafür ein, dass alle an der digitalen Welt teilhaben und nach demokratischen Prinzipien zusammenleben können.

Im Berichtsjahr belief sich unser Beitrag zur Förderung der digitalen Gesellschaft auf eine Summe von rund 1.102 Mio. €.

Die Wirksamkeit unserer Aktivitäten messen wir konzernweit mit dem ESG KPI „Beneficiaries – Digital Society“. Wir orientieren uns bei der Berechnung der beiden Kennzahlen an der Methodik des Business for Societal Impact (B4SI) mit den Aspekten „Input“ (Aufwand/Engagement) und „Impact“ (Veränderung). Dabei handelt es sich beim ESG KPI „Community Contribution – Digital Society“ um den „Input“, während der ESG KPI „Beneficiaries – Digital Society“ den „Impact“ darstellt. Der ESG KPI „Beneficiaries – Digital Society“ gibt die Anzahl der Personen an, die pro Jahr von unserem Engagement zur Förderung einer digitalen Gesellschaft direkt oder indirekt (annahmenbasiert) profitieren. Dazu gehören u. a. Personen, die unsere Medienkompetenz-Plattformen nutzen, Teilnehmende von Workshops und Nutzer von vergünstigten Tarifen (inklusive der Haushaltsangehörigen). Für die Kennzahlen in diesem Themenstandard erfolgt keine zusätzliche externe Validierung.

Weitere Informationen über unser Ziel zur Erhöhung des ESG KPI „Beneficiaries – Digital Society“ finden Sie im Abschnitt „ESRS S4-5 – Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen“.

ESG KPI „Community-Contribution – Digital Society“

Angaben zu unseren Investitionen in den Netzausbau finden Sie im Kapitel „Konzernstrategie“.# Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 107

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Sofern nicht anders angegeben, sind alle in diesem Standard geschilderten Maßnahmen und Initiativen fortlaufend und haben keinen spezifischen Zeitrahmen.

Informationsbezogene Auswirkungen für Verbraucher und/oder Endnutzer (Datenschutz).

Der Schutz der Daten von allen Personen und Organisationen, die mit der Deutschen Telekom in Verbindung stehen, ist für uns von höchster Bedeutung; daher sind unsere Verfahren zum Management wesentlicher Risiken im Zusammenhang mit dem Schutz und der Sicherheit von Daten in unser bestehendes Datenschutz-Risikomanagement-Verfahren integriert. Um Reputations-, Kosten- und Sanktionsrisiken sowie Risiken für betroffene Kunden durch Datenschutzvorfälle zu mindern und den Datenschutz weiter zu verbessern, führen wir verschiedene Maßnahmen durch. Dabei haben wir aktuelle Entwicklungen, etwa regulatorische Änderungen oder technische Fortschritte, z. B. im Bereich von KI, stets im Blick.

Datenschutz- und Sicherheitsaspekte spielen grundsätzlich bei der Entwicklung unserer Produkte und Dienstleistungen eine wichtige Rolle. Unsere Systeme überprüfen wir bei jedem Entwicklungsschritt auf ihre technische und datenschutzbezogene Sicherheit. Dabei nutzen wir das Privacy and Security Assessment-Verfahren (PSA), um neu entwickelte und bestehende Systeme technisch oder in Bezug auf die Art der Datenverarbeitung anzupassen. PSA ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Risikomanagement-Verfahrens. Die Wirksamkeit des PSA-Verfahrens lassen wir regemäßig intern sowie durch externe, unabhängige Stellen prüfen, z. B. im Rahmen der ISO-Zertifizierungen 27001 und 27701. Außerdem dokumentieren wir in einem standardisierten Verfahren den Datenschutz- und Datensicherheitsstatus unserer Produkte über ihren gesamten Lebenszyklus.

T-Mobile US nutzt das PSA-Verfahren nicht, hat aber ein eigenes Verfahren zur Datenschutzfolgenabschätzung etabliert, mit dem das Unternehmen Risiken der Datenverarbeitung bei neuen Projekten sowie notwendige Schutzmaßnahmen ermittelt. Außerdem verfügt T-Mobile US über Verfahren, um die Sicherheit von Daten zu gewährleisten und führt eine umfassende Dateninventur ihrer Systeme durch.

Um wesentliche Risiken zu mindern, die sich aus Auswirkungen und Abhängigkeiten im Zusammenhang mit Geschäftskunden ergeben, ist T-Systems seit 2021 Mitglied der EU Cloud Code of Conduct General Assembly von SCOPE Europe, einer Vereinigung zur Förderung eines gemeinsamen Regulierungsrahmens in der europäischen Digitalindustrie. Damit bekennen wir uns zum EU Cloud Code of Conduct, dem ersten Standard für Cloud- Dienste, der von den europäischen Datenschutzbehörden anerkannt wurde. Die Cloud-Angebote von T-Systems richten wir daran aus. Darüber hinaus sind T-Systems und Google Cloud bereits 2021 eine langfristige Partnerschaft eingegangen. Die gemeinsame T-Systems Sovereign Cloud powered by Google Cloud verbindet seit 2022 die Open-Source-Expertise der beiden Anbieter und ermöglicht es Geschäftskunden, Workloads in Einklang mit sowohl deutschen als auch europäischen Regulierungsanforderungen zu betreiben (DSGVO und Schrems II). Das gemeinsame Angebot deckt in verschiedenen Lösungen alle drei Aspekte der digitalen Souveränität ab: Datensouveränität, betriebliche Souveränität und Software-Souveränität), sodass auch Unternehmen aus regulierten Branchen ihre sensiblen Daten in der Cloud souverän verarbeiten können.

Telekommunikationsunternehmen in Europa müssen ihre Beschäftigten zu Beginn des Arbeitsverhältnisses in puncto Datenschutzrecht schulen. Um zu vermeiden, dass wir durch unsere eigene Geschäftstätigkeit zu wesentlichen negativen Auswirkungen auf Verbraucher und Endnutzer beitragen, gehen unsere Maßnahmen über diese gesetzliche Anforderung hinaus: Neben der Pflichtschulung, die alle Beschäftigten der Deutschen Telekom bei ihrem Eintritt in den Konzern erhalten, schulen wir unsere Mitarbeiter diesbezüglich mindestens alle zwei Jahre und verpflichten sie darüber hinaus, das Daten- und Fernmeldegeheimnis zu wahren. In diesem Rahmen sensibilisieren wir unsere Mitarbeiter auch für Risiken im Zusammenhang mit Datensicherheit sowie für den Schutz der Privatsphäre und informieren sie über beste gege-
d
nende Verfahren. Dies soll sicherstellen, dass unsere Beschäftigten vertraulich mit Kundendaten umgehen. Alle zwei Jahre messen wir (Deutsche Telekom ohne T-Mobile US) stichprobenartig, wie es um das Datenschutz- und Sicherheitsbewusstsein unserer Mitarbeiter steht. Wo nötig, werden Verbesserungsmaßnahmen eingefordert.

Persönliche Sicherheit von Verbrauchern und/oder Endnutzern (Kinderschutz).

Der Jugendmedienschutz stellt eine branchenübergreifende Herausforderung dar. Deshalb arbeiten wir mit verschiedenen Jugendschutzorganisationen zusammen und beteiligen uns fortlaufend an Allianzen, die das Engagement der Akteure aus der Internet- und Medienwirtschaft koordinieren. Um Kinder und Jugendliche vor nicht altersgerechten Inhalten aus dem Internet zu schützen und für den Umgang mit Desinformation sowie ein respektvolles Miteinander im Netz zu sensibilisieren, engagieren wir uns in verschiedenen landesspezifischen Initiativen und fördern nationale Programme. Ein Beispiel dafür ist das Online-Magazin „AwareNessi“, das sich an Kinder und ihre erwachsenen Bezugspersonen richtet. Die Ausgaben sind in mehreren Sprachen verfügbar. Ein weiterer Schwerpunkt unserer Maßnahmen liegt darauf, Eltern und Erziehungsberechtigte für technische Lösungen zu sensibilisieren. Die Mobilgeräte in unserem Vertriebsnetz verfügen, je nach Betriebssystem, über eine integrierte Kindersicherung, mit denen Inhalte, Anwendungen, Telefonnutzungsdauer oder Standortverfolgung kontrolliert oder begrenzt werden können. Auf unserer Website und in unseren sozialen Netzwerken finden sich umfassende Hilfestellungen, um Geräte und Benutzerkonten kindersicher einzurichten. T-Mobile US bietet Kunden z. B. die Möglichkeit an, die Benutzerkonten ihrer Kinder als Kidsʼ Line zu definieren. Auf diese Weise nutzt die Konzerngesellschaft die Daten dieser Konten nur für grundlegende Dienste wie die Gerätebetrieb oder die Netzwerkverwaltung und nicht für gezielte Werbung. Die Kidsʼ-Line-Konten werden automatisch von der Online- Werbung und Marketing-Kommunikation der Gesellschaft ausgeschlossen – Marketing-Anrufe, E-Mails und Textnachrichten erreichen die Kinder dank dieser Einstellung nicht. Außerdem bieten wir in einigen Landesgesellschaften Tarife für Kinder und Jugendliche an, die durch ein spezifisches Sicherheitselement Schutz vor betrügerischen Websites und Diebstahl von Anmelde- oder Bankdaten bieten. Unsere Plattform MagentaTV, die u. a. Fernsehen, Mediatheken und Streaming-Dienste vereint und die wir in ausgewählten Ländern in Europa anbieten, verfügt zudem über eine Kindersicherung, mit der Erziehungsberechtigte eine Aufsichtsfunktion einrichten können. Auf diese Weise können sie z. B. unangemessene Inhalte sperren lassen oder Nutzungskriterien gemäß den Informationen des Inhaltsanbieters festlegen (z. B. „geeignet für Personen ab 18 Jahren“).

Die Wirksamkeit unserer Maßnahmen zur Minderung von negativen Auswirkungen auf den Schutz von Kindern überprüfen wir u. a. durch die Auswertung der Nutzungsraten der zuvor genannten Produkte und Dienstleistungen sowie in Bezug auf ausgewählte Initiativen auch im Rahmen der Nachverfolgung des ESG KPI „Beneficiaries – Digital Society“. Unsere Geschäftstätigkeit ist zwar unmittelbar mit den negativen Auswirkungen auf den Schutz von Kindern verbunden, wir verursachen diese jedoch nicht. Unser Fokus liegt daher auf der Entwicklung und Durchführung von Minderungs- und Präventionsmaßnahmen. Da wir keine spezifischen Abhilfemaßnahmen umsetzen oder direkt ermöglichen, haben wir auch keine Verfahren zur Wirkungsmessung von Abhilfemaßnahmen etabliert.

Im Rahmen unserer Initiative „Gegen Hass im Netz“ informieren wir Verbraucher und Endnutzer zudem über ihre digitalen Grundrechte. Dazu zählt auch die Unterrichtung, dass Plattformen im Internet ihren Nutzern gemäß dem Gesetz über digitale Dienste (Digital Services Act, DSA) ermöglichen müssen, Beiträge zu melden, die Desinformation und Hassrede enthalten. Diese Gefahr nehmen wir gerade mit Blick auf Kinder und Jugendliche sehr ernst. Da die Deutsche Telekom selbst keine Plattform betreibt, fallen wir nicht in den Anwendungsbereich dieser EU-Verordnung. Bei Vorkommnissen in Bezug auf Rechtsextremismus und Kindermissbrauchsdarstellungen rufen wir die Verbraucher und Endnutzer dazu auf, sich direkt an die örtlichen Strafverfolgungsbehörden zu wenden. Wenn wir jugendschutzrelevante Angebote gestalten, beziehen wir in Deutschland unsere Jugendschutzbeauftragte ein; sie schlägt z. B. Beschränkungen oder Änderungen vor. Darüber hinaus ist aufgrund der Komplexität unserer Geschäftstätigkeiten die genaue Zuweisung von personellen Ressourcen und finanziellen Mitteln für das Management der zuvor geschilderten Maßnahmen innerhalb des Konzerns nicht möglich. Grundsätzlich werden sämtliche Maßnahmen mit den Budgets der jeweils zuständigen Bereiche in den Landesgesellschaften umgesetzt und erfordern in der Regel keine erheblichen operativen Aufwendungen oder Investitionsausgaben.

Wenn wir Maßnahmen entwickeln, um tatsächliche oder potenzielle negative Auswirkungen auf Verbraucher und Endnutzer zu mitigieren, orientieren wir uns an den gesetzlichen Vorgaben der Länder, in denen wir tätig sind. Das besondere Schutzbedürfnis von Kindern haben wir dabei stets im Blick. Außerdem greifen wir auf jährliche Trendanalysen, die Erkenntnisse aus wissenschaftlichen Studien und den Austausch mit NGOs zurück. Das Feedback, das wir im Rahmen der im Abschnitt „ESRS S4-2 – Verfahren zur Einbeziehung von Verbrauchern und Endnutzern“ geschilderten Formate erhalten, fließt in die Ausrichtung unserer Aktivitäten und die Entwicklung unserer Produkte und Dienstleistungen ein.# Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 108

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Governance

ESRS G1 – Unternehmensführung

Die Deutsche Telekom steht für rechtmäßiges und faires unternehmerisches Handeln. Unsere Kultur soll geprägt sein von unternehmerischem Denken und kooperativem Arbeiten sowie gegenseitigem Respekt und Vertrauen. Dabei ist Compliance ein wesentlicher Baustein für die auf Integrität und Wertschätzung ausgerichtete Unternehmensführung der Deutsche Telekom.

Der folgende Index zeigt die durch die Wesentlichkeitsanalyse identifizierten Angabepflichten in Bezug auf den Themenstandard Unternehmensführung.

ESRS-Index nach ESRS 2 Angabepflicht Bezeichnung mit Referenz
IRO-2 ESRS G1 – Unternehmensführung
ESRS 2 GOV-1 Die Rolle der Verwaltungs-, Leistungs- und Aufsichtsorgane
ESRS 2 SBM-3 G1 Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell
ESRS 2 IRO-1 G1 Beschreibung der Verfahren zur Ermittlung und Bewertung der wesentlichen Auswirkungen, Risiken und Chancen
ESRS G1-1 Leitlinien in Bezug auf Unternehmensführung und Unternehmenskultur
ESRS G1-3 Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung
ESRS G1-4 Vorfälle in Bezug auf Korruption und Bestechung

Strategie

ESRS 2 SBM-3 G1 – Wesentliche Auswirkungen, Risiken und Chancen und ihr Zusammenspiel mit Strategie und Geschäftsmodell

Im Rahmen der doppelten Wesentlichkeitsanalyse wurden keine wesentlichen Auswirkungen der Unternehmensführung auf Gesellschaft und Umwelt identifiziert.

Die nachfolgende Übersicht zeigt die wesentlichen themenspezifischen Risiken und Chancen der Deutschen Telekom und ihre finanziellen Effekte auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Risiken und Chancen, die in den nächsten zwei Jahren ein „Top-Risiko“ darstellen, können dem Kapitel „Risiko- und Chancen-Management“ entnommen werden.

Wertschöpfungskette Risiko/Chance Beschreibung
Eigene Geschäftstätigkeit Chance Unternehmenskultur Die Compliance-Kultur der Deutschen Telekom ist ein wesentlicher Baustein für eine auf Integrität und Wertschätzung ausgerichtete Unternehmensführung und Zusammenarbeit. Unsere Unternehmenskultur ist in Form des Verhaltenskodex und den Leitlinien institutionalisiert. Durch regelmäßige Schulungen, Erinnerungstage und Aktionen sollen diese Leitlinien den Mitarbeitern stets präsent bleiben und zur Identitätsstiftung beitragen. Das daraus resultierende Arbeitsklima und der Zusammenhalt haben sich für die Deutsche Telekom als eine Chance im Bereich der Talentakquise und -erhaltung erwiesen. Außerdem beugt es Fehlverhalten vor.
Alle Wertschöpfungsstufen Risiko Schutz von Hinweisgebern Unter anderem durch die EU-Whistleblower-Richtlinie und deren nationalstaatliche Umsetzungen ist die Deutsche Telekom dazu verpflichtet, ein System für das Melden von Verstößen gegen unterschiedliche Gesetze zu etablieren und deren Funktionalität zu gewährleisten. Unser Compliance-Management-Systems (CMS) ist darauf ausgerichtet, etwaige Compliance-Verstöße zu erkennen und auf diese zu reagieren. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette muss die Möglichkeit bestehen, in einem sicheren Verfahren Meldungen zu machen. Ist dieser Umstand nicht gegeben, erschwert dies u. a. den Umgang mit Compliance-Verstößen, was wiederum Reputationsschäden und Bußgelder nach sich ziehen kann.
Vorgelagert und eigene Geschäftstätigkeit Risiko Korruption und Bestechung Korruption verstößt gegen nationales und internationales Recht. Die Deutsche Telekom lehnt jede Form von Korruption – sowohl die Bestechung als aktive Korruption sowie die Bestechlichkeit als passive Korruption – im öffentlichen und im privaten Sektor ab. Das CMS ist daher insbesondere auf Korruptionsvermeidung ausgerichtet. Dies ist notwendig, um Schäden von möglichen Verstößen entgegenzuwirken. Neben potenziellen Strafzahlungen ist der mögliche Reputationsschaden hoch. Dieser birgt bei Eintreten finanzielle Risiken durch den möglichen Verlust von Geschäftspartnern, aber auch durch mögliche Umsatzeinbußen aufgrund einer Beschädigung der Marke. Die Marke Deutsche Telekom steht hier für Servicequalität und Sicherheit und kann bei Compliance- Verstößen Vertrauensverluste verzeichnen.

Management der Auswirkungen, Risiken und Chancen

ESRS G1-1 – Leitlinien in Bezug auf Unternehmensführung und Unternehmenskultur

Die Grundlage für unsere Unternehmenskultur bilden unsere Werte: Wir haben sie in unseren Unternehmensleitlinien (Guiding Principles) festgeschrieben, die Kundenorientierung, Integrität und Rechtmäßigkeit, Teamwork sowie unternehmerische Einstellung umfassen. Die Leitlinien stellen die Basis für unsere interne Zusammenarbeit, aber auch die Zusammenarbeit mit unseren Kunden, Anteilseignern und der Öffentlichkeit dar. Alle Führungskräfte und Beschäftigten der Deutschen Telekom sind gehalten, unsere Werte mit Leben zu füllen. Darauf aufbauend dienen die Verhaltenskodizes der Deutschen Telekom und von T-Mobile US dazu, unsere Unternehmensleitlinien noch greifbarer zu machen. Sie definieren die Regeln für unser tägliches Arbeiten – intern wie extern. Damit schlagen sie die Brücke zwischen den Unternehmensleitlinien und den vielen verschiedenen Richtlinien im Konzern sowie den rechtlichen Regelungen.

Für die Unternehmensführung sind in den einzelnen Konzerngesellschaften auf oberster Ebene jeweils die Geschäftsführungsorgane zuständig. Um unsere Unternehmenskultur zu evaluieren und weiterzuentwickeln, nutzen wir regelmäßig stattfindende Mitarbeitendenbefragung (MAB). Darin werden u. a. Fragen zur Unternehmenskultur gestellt und dazu, wie unsere Mitarbeiter diese in ihrem Arbeitsalltag erleben.

Sollten Beschäftigte, Partner oder Dritte Bedenken haben, dass Verhaltensweisen im Widerspruch zu Gesetzen, unserer Unternehmenskultur oder internen Richtlinien stehen, können sie diese über unser Hinweisgeberportal melden – auf Wunsch auch anonym. Dazu zählen auch Hinweise auf menschenrechtliche oder umweltbezogene Risiken sowie Rechtsverletzungen entlang unserer globalen Lieferkette. Dies kann das Handeln unserer Beschäftigten im eigenen Geschäftsbereich der Konzerngesellschaften oder dem unserer Zulieferer oder Geschäftspartner betreffen.

Für die Untersuchung von intern oder extern gemeldeten Verdachtsfällen haben wir interne Prozesse implementiert, nach denen vermutete Verstöße zunächst plausibilisiert und ggf. weiter im Einklang mit den rechtlichen Vorgaben aufgeklärt werden. Wir haben interne Prozesse definiert, nach denen plausible Vorfälle in Abhängigkeit von festgelegten Relevanzschwellen an interne Gremien und Aufsichtsorgane berichtet werden.

Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 109

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Entsprechend den geltenden Vorschriften haben wir ein Hinweisgeberportal eingerichtet. Wir informieren Mitarbeiter über das Hinweisgeberportal im Intranet, auf der Internetseite des Unternehmens, im Rahmen von Compliance-Schulungen sowie durch gezielte Informationskampagnen. Wir stellen sicher, dass eingegangene Hinweise durch hinreichend qualifiziertes Personal bearbeitet werden.

Die Wirksamkeit der Datenschutzschulungen bei T-Mobile US wird im Rahmen von internen Auditierungen regelmäßig bewertet. Konzernweit lassen wir die Sicherheit von Systemen durch externe, unabhängige Stellen zertifizieren. Auffällige Auditergebnisse berücksichtigen wir entsprechend bei der Planung der Folgeaudits. Über diese Verfahren hinaus haben wir keine gesonderten zeitgebundenen oder ergebnisorientierten konzernweiten Ziele festgelegt, um Fortschritte beim Management der wesentlichen Risiken im Zusammenhang mit dem Datenschutz voranzutreiben und zu messen.

Persönliche Sicherheit von Verbrauchern und/oder Endnutzern (Gesundheitsschutz und Sicherheit).

Im Zuge unseres konzernweiten Risiko- und Chancen-Managements betrachten wir die Risiken, die sich aus den anhaltenden öffentlichen, politischen und wissenschaftlichen Diskussionen über mögliche Gesundheitsgefahren des Mobilfunks in Bezug auf den Ausbau der Mobilfunk-Infrastruktur sowie aus regulatorischen Eingriffen für uns ergeben. Wir arbeiten daran, Bedenken in der Bevölkerung durch sachliche, wissenschaftlich fundierte und transparente Informationen entgegenzuwirken. Beispiele für unsere Bemühungen, die Öffentlichkeit zu den Themen Technik, Gesundheit und Mobilfunk zu informieren, sind die fortlaufende Beteiligung an Brancheninitiativen wie dem Informationszentrum Mobilfunk in Deutschland oder dem Forum Mobilkommunikation in Österreich. Auf den Websites der Brancheninitiativen erhalten Interessierte Einblicke zur konkreten Ausgestaltung unserer gemeinsam geleisteten Informationsarbeit. Da sich die Verantwortung für diese Maßnahme auf verschiedene Akteure der ICT-Branche verteilt, ist eine Nachverfolgung der Wirksamkeit durch die Deutsche Telekom in der Praxis nicht möglich.

Ziele ESRS S4-5 – Ziele im Zusammenhang mit der Bewältigung wesentlicher negativer Auswirkungen, der Förderung positiver Auswirkungen und dem Umgang mit wesentlichen Risiken und Chancen

Um die Wirksamkeit unserer Maßnahmen und Initiativen im Zusammenhang mit wesentlichen Auswirkungen auf die Teilhabe an der digitalen Gesellschaft zu messen, berichten wir zuvor beschriebenen ESG KPI „Beneficiaries – Digital Society“. Unser Ziel ist es, von 2024 bis 2027 konzernweit kumuliert über 80 Mio. „Beneficiaries – Digital Society“ zu erreichen. Im Berichtsjahr haben wir rund 34 Mio. Menschen mit unseren Maßnahmen zur digitalen Gesellschaft erreicht. Unser Ziel haben wir auf Basis der Betrachtung bestehender und geplanter Initiativen in den einzelnen Segmenten festgelegt. Anschließend errechneten wir den angestrebten Wert für den Zeitraum von 2024 bis 2027. Wir informieren Verbraucher und Endnutzer sowie weitere Interessengruppen über unsere externen Kommunikationskanäle über unsere Zielerreichung.# Weitere Informationen zur Wirkungsmessung unseres Hinweisgeberportals finden Sie im Abschnitt „ESRS S1-3 – Verfahren zur Behebung negativer Auswirkungen und Kanäle, über die die eigene Belegschaft Bedenken äußern kann“.

Für den Schutz von Hinweisgebern haben wir Präventionsmaßnahmen gemäß den nationalen Vorgaben implementiert. Die Deutsche Telekom verfügt über Verfahren, um etwaige Vorfälle im Zusammenhang mit der Unternehmensführung – darunter auch Fälle von Korruption und Bestechung – unverzüglich, unabhängig, objektiv und rechtmäßig zu untersuchen.

Bei der Durchführung von Antikorruptionsschulungen verfolgen wir einen risikoorientierten Ansatz: Rhythmus und Inhalte der Schulungen richten sich danach, wie sehr Mitarbeiter Compliance-Risiken – darunter Korruption und Bestechung – ausgesetzt sind. Daher richtet sich z. B. das E-Learning „Basiswissen Compliance“ an alle Beschäftigten der Deutschen Telekom. Die Schulung wird alle 24 bis 36 Monate auf Aktualität überprüft, wenn nötig überarbeitet und neu ausgerollt. Zusätzlich gibt es für Mitglieder von Geschäftsführungsorganen von operativ tätigen Gesellschaften alle drei Jahre eine verpflichtende Präsenzschulung. Weitere E-Learnings, etwa zum Thema Menschenrechte, ergänzen das Angebot. Die Grundsätze unserer Unternehmensführung und -kultur kommunizieren wir außerdem in allen internen Medien, darunter das Intranet, Mailings und Townhall-Meetings.

T-Mobile US bietet jedes Jahr mehrere unternehmensweite Schulungen an, die sich auf den Verhaltenskodex von T-Mobile US konzentrieren. Personal- Manager erhalten diesbezüglich zusätzliche Schulungen, die ihre Verantwortung bei der Einhaltung des Kodex adressieren und die sie jedes Jahr zum Zweck der Auffrischung durchlaufen müssen. Neue Beschäftigte erhalten eine Einsteigerschulung, die alle Themen des Verhaltenskodex abdeckt. Darüber hinaus werden Einzelpersonen oder bestimmten Geschäftsbereichen Vertiefungen zu bestimmten Themen des Verhaltenskodex zugewiesen, die auf der potenziellen Risikoexposition dieser Rollen basieren. Diese Schulungen werden in regelmäßigen Abständen überprüft und aktualisiert. Die Geschäftsführung von T-Mobile US erhält eine spezielle Schulung zum Verhaltenskodex (entweder in Präsenz oder per Video).

Die Strategien der Deutschen Telekom gegen Korruption und Bestechung beziehen sich insbesondere auf Funktionen innerhalb des Konzerns, die in Bezug auf Korruption und Bestechung am stärksten gefährdet sind. Dazu zählen wir insbesondere Geschäftsführungsorgane von operativ tätigen Gesellschaften. Darüber hinaus kann jede einzelne Konzerngesellschaft in Abhängigkeit von der spezifischen Risikolage weitere Risikobereiche definieren (z. B. Einkauf oder Vertrieb).

ESRS G1-3 – Verhinderung und Aufdeckung von Korruption und Bestechung

Wir wollen jegliche Risiken vermeiden, die unsere Integrität in Zweifel ziehen und anderen schaden können. Die Deutsche Telekom hat ein CMS implementiert, das insbesondere auf Korruptionsvermeidung ausgerichtet ist. Das CMS hat die Zielsetzung, Risiken aus systematischen Verstößen gegen rechtliche oder ethische Standards zu minimieren, die zu einer ordnungsrechtlichen oder strafrechtlichen Haftung des Unternehmens, seiner Organmitglieder oder Beschäftigten oder zu einem erheblichen Reputationsschaden führen könnten. T-Mobile US verfolgt einen risikobasierten Ansatz zur Korruptionsprävention. Das Unternehmen verfügt über Prozesse zur Bewertung seines Korruptionsrisikos und über Risikomanagement-Aktivitäten zu dessen Minderung.

Um unserer Verantwortung gerecht werden zu können, ist es wichtig, dass wir Kenntnis von Compliance-relevantem Fehlverhalten erlangen. Mit dem Hinweisgeberportal „TellMe“ und – sofern relevant – der „Integrity Line“ der T-Mobile US bietet die Deutsche Telekom allen Beschäftigten sowie Außenstehenden die Möglichkeit, Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen und unternehmensinterne Regelungen zu melden – auf Wunsch auch anonym. Hinweise unterliegen dabei, wenn gewünscht, der Vertraulichkeit im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen. Jede Meldung wird eingehend geprüft, Verdachtsfälle werden untersucht und etwaigen Verstößen gehen wir konsequent nach. Im Rahmen von regelmäßigen Compliance-Schulungen weisen wir die Beschäftigten auf das jeweilige Hinweisgeberportal hin.

Die Deutsche Telekom erwartet auch von ihren Lieferanten, dass sie geltendes Recht einhalten, soziale, ethische und ökologische Standards beachten sowie nachhaltig handeln. Gleiches sollen sie von ihren Subunternehmern verlangen. Wir unterstützen unsere Lieferanten mit einem eigens dafür entwickelten E-Learning dabei, sich richtig zu verhalten. Auch T-Mobile US nutzt Compliance-Schulungen, um die Beschäftigten über die „Integrity Line“ zu informieren. Das Unternehmen stellt ähnliche Anforderungen an seine Lieferanten wie die Deutsche Telekom. Diese Anforderungen sind im Lieferantenkodex von T-Mobile US dargelegt.

Das CMS als Ganzes, seine einzelnen Elemente wie die Hinweisgeberportale und unsere Schulungen evaluieren und aktualisieren wir regelmäßig und passen sie im Bedarfsfall an. Der Vorstand nimmt seine Gesamtverantwortung für die Compliance als wesentliche Führungsaufgabe wahr. Unser Chief Compliance Officer ist zuständig für die Ausgestaltung und das Management des CMS. Auf der Ebene unserer operativen Segmente und Landesgesellschaften setzen Compliance Officer das CMS und unsere Compliance-Ziele vor Ort um.

Unsere Compliance-Arbeit verfolgt insbesondere folgende Ziele:
* Compliance-Kultur und integres Verhalten fördern
* Compliance-Risiken frühzeitig erkennen, analysieren und bewerten
* Präventionsmaßnahmen frühzeitig und dauerhaft in die Geschäftsprozesse integrieren, um dadurch Compliance-Verstößen vorzubeugen
* Konsequente Reaktion auf etwaige Compliance-Verstöße
* Haftungsrisiken für unser Unternehmen minimieren
* Als verlässlicher Partner für Kunden und Geschäftspartner wahrgenommen werden

Der Chief Compliance Officer ist als Teil des Bereichs Law & Integrity dem Vorstandsbereich „Personal und Recht“ zugeordnet. Damit ist der Compliance-Bereich der Deutschen Telekom unabhängig von vertrieblichen Einheiten organisiert. Bei T-Mobile US hat das Nominierungs- und Corporate-Governance- Komitee die Aufsicht und Verantwortung für ihr Compliance- und Ethikprogramm inne. Der Chief Compliance Officer der T-Mobile US ist für die Konzeption und Verwaltung des Compliance- und Ethikprogramms der T-Mobile US verantwortlich, dessen Compliance-Ziele denen der Deutschen Telekom ähneln.

Wir informieren Beschäftigte auf verschiedenen Kanälen über die Strategien und Prozesse des Unternehmens, mit denen wir Anschuldigungen oder Vorfälle im Zusammenhang mit Korruption und Bestechung verhindern, aufdecken, untersuchen und verfolgen. Zu diesen Kanälen gehören z. B. das Intranet, Mailings und Compliance-Schulungen.

Zusammengefasster Lagebericht – Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung | 110
Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Das Trainingskonzept der Deutschen Telekom sieht für alle Beschäftigten das E-Learning „Basiswissen Compliance“ vor. Es befasst sich mit Compliance- Grundlagen, dem Verhaltenskodex, Interessenkonflikten, Antikorruption und enthält einen Selbst-Check für Entscheidungen in schwierigen Situationen. Gemäß unserem Trainingskonzept gelten Geschäftsführungen in operativ tätigen Gesellschaften als risikobehaftete Funktion. Alle Beschäftigten und damit auch alle risikobehafteten Funktionen werden durch das E-Learning „Basiswissen Compliance“ adressiert. Zusätzlich werden Geschäftsführungsmitglieder der operativ tätigen Gesellschaften durch regelmäßige Präsenztrainings (Schulungsdauer: 30 bis 60 Minuten, alle drei Jahre) für die Themen Korruption und Bestechung sensibilisiert. Soweit eine Konzerngesellschaft weitere Funktionen als Risikobereich definiert hat, werden diese auch vom Schulungsprogramm erfasst. Risikobehaftete Funktionen sind damit vom Schulungsprogramm vollständig (100 %) erfasst. Für Aufsichtsratsmitglieder führen wir keine spezifischen Compliance-Trainings durch. Soweit Aufsichtsorgane durch Beschäftigte der Deutschen Telekom besetzt werden, sind diese Teil der allgemeinen Trainingsmaßnahmen. T-Mobile US bietet jährliche Compliance-Schulungen für sein Führungsteam und ihren Verwaltungsrat (Board of Directors) (einschließlich seiner Mitglieder mit Aufsichtsfunktion) an.

ESRS G1-4 – Vorfälle in Bezug auf Korruption oder Bestechung

Im Geschäftsjahr 2024 hat es keine Verurteilung der Deutschen Telekom aufgrund der Verletzung von Antikorruptions- und Antibestechungsgesetzen gegeben.

Zusammengefasster Lagebericht – Prognose | 111
Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Prognose

a Gesamtaussage des Vorstands zur voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns

Auf unserem Kapitalmarkttag im Oktober 2024 konnten wir unter Beweis stellen, dass wir unsere mittelfristige Planung in einem geopolitisch und makroökonomisch herausfordernden Umfeld unbeirrt erfolgreich umsetzen konnten. Diesen Kurs wollen wir unverändert beibehalten. Unsere in die Zukunft schauende mittelfristige Strategie und der finanzielle Ausblick zeigen erneut einen nachhaltigen Wachstumskurs. Wichtige Rollen sollen dabei die Nutzung globaler Größenvorteile sowie der konsequente Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Daten spielen. Die Früchte unserer erfolgreichen Unternehmenspolitik können unsere Kunden durch unsere mehrfach ausgezeichnete Netzqualität und besten Service genießen. Unsere Aktionäre profitieren von unserer nachhaltigen attraktiven Dividendenpolitik sowie zusätzlichen Maßnahmen zur Aktionärsvergütung. Diese Erfolge wollen wir auch in Zukunft mit soliden finanziellen Wachstumsraten untermauern, die Technologieführerschaft mit den besten und modernsten Netzen weiter ausbauen und damit einen Beitrag zur Umsetzung unserer Vision „Leading Digital Telco“ leisten. Damit verbunden sind unsere finanziellen Ziele bis 2027, die wir auf unserem Kapitalmarkttag 2024 kommuniziert haben.# Zusammengefasster Lagebericht – Prognose

Erwartungen des Konzerns bis 2027

Zwischen 2024 und 2027 wollen wir pro Jahr die folgenden durchschnittlichen Wachstumsraten (CAGR) bzw. Ziele für unsere wichtigsten finanziellen Leistungsindikatoren erreichen (US-Dollar-Währungskurs von 1,08 US-$):

  • Der Umsatz und der Service-Umsatz sollen durchschnittlich jeweils um rund 4 % steigen.
  • Das bereinigte EBITDA AL soll durchschnittlich um 4 bis 6 % steigen.
  • Der Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) soll kontinuierlich steigen und im Jahr 2027 rund 21 Mrd. € betragen.
  • Das Ergebnis je Aktie (bereinigt um Sondereinflüsse) soll im Jahr 2027 rund 2,5 € betragen.

Für 2025 erwarten wir nachfolgende Entwicklung gegenüber dem Vorjahr – dabei gehen wir von einem vergleichbaren Konsolidierungskreis und konstanten Währungskursen aus (US-Dollar-Währungskurs von 1,08 US-$):

  • Unser Umsatz wird 2025 voraussichtlich ansteigen. Für den Service-Umsatz erwarten wir ebenso einen Anstieg.
  • Das bereinigte EBITDA AL wird 2025 bei rund 44,9 Mrd. € erwartet. Im Berichtsjahr lag das bereinigte EBITDA AL bei 43,0 Mrd. €.
  • Der Free Cashflow AL soll 2025 rund 19,9 Mrd. € betragen. 2024 lag der Free Cashflow AL bei 19,2 Mrd. €.
  • Für das Ergebnis je Aktie (bereinigt um Sondereinflüsse) erwarten wir im Jahr 2025 einen Wert von rund 2,00 €.

Konjunkturerwartungen

In seiner Konjunkturprognose von Januar 2025 erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) ein globales Wirtschaftswachstum von 3,3 % – sowohl für 2025 als auch für 2026. Damit bleibt die Wachstumsrate unter dem Durchschnitt von 3,7 % der Jahre 2000 bis 2019. In den USA wird das Wachstum von einer starken Binnennachfrage gestützt. In Europa hingegen belasten hohe Energiepreise, eine schwache Industriekonjunktur und ein geringes Geschäfts- und Verbrauchervertrauen die wirtschaftlichen Aussichten.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die erwartete Entwicklung der Wachstumsraten des BIP und die Veränderung der harmonisierten Verbraucherpreise in unseren wichtigsten Märkten für 2025 und 2026.

BIP 2025 gegenüber 2024 BIP 2026 gegenüber 2025 Verbraucherpreise 2025 gegenüber 2024 Verbraucherpreise 2026 gegenüber 2025
Deutschland 0,3 1,1 2,1 1,9
USA 2,7 2,1 2,0 2,0
Griechenland 2,3 2,2 2,4 1,9
Rumänien 2,5 2,9 3,9 3,6
Ungarn 1,8 3,1 3,6 3,2
Polen 3,5 3,3 4,7 3,0
Tschechische Republik 2,4 2,7 2,4 2,0
Kroatien 3,3 2,9 3,4 2,0
Slowakei 2,3 2,5 5,1 3,0
Österreich 1,0 1,4 2,1 1,7

Quelle: Europäische Kommission, Internationaler Währungsfonds, Januar 2025

a Die Prognosen enthalten vorausschauende Aussagen über künftige Entwicklungen, die auf aktuellen Einschätzungen des Managements beruhen. Wörter wie „antizipieren“, „annehmen“, „glauben“, „einschätzen“, „erwarten“, „beabsichtigen“, „können/könnten“, „planen“, „anstreben“, „sollten“, „werden“, „wollen“ und ähnliche Begriffe kennzeichnen vorausschauende Aussagen. Diese vorausschauenden Aussagen enthalten Aussagen zur erwarteten Entwicklung in Bezug auf Umsatz, Service-Umsatz, bereinigtes EBITDA after leases, EBIT, ROCE, Cash Capex, Free Cashflow after leases, Rating und bereinigtes Ergebnis je Aktie sowie zu nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wie Kunden- und Mitarbeiterzufriedenheit, Energieverbrauch und CO 2 -Ausstoß. Solche Aussagen sind Risiken und Unsicherheiten unterworfen. Beispiele hierfür sind ein konjunktureller Abschwung in Europa oder Nordamerika, Veränderungen der Währungskurse und Zinssätze, der Ausgang von Streitigkeiten, an denen die Deutsche Telekom beteiligt ist, sowie wettbewerbs- und ordnungspolitische Entwicklungen. Einige Unsicherheitsfaktoren oder andere Unwägbarkeiten, die die Fähigkeit, die Ziele zu erreichen, beeinflussen können, werden im Kapitel „Risiko- und Chancen-Management“ im zusammengefassten Lagebericht und im „Haftungsausschluss“ am Ende des Geschäftsberichts beschrieben. Sollten diese oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder sich die den Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen. Wir garantieren nicht, dass sich unsere vorausschauenden Aussagen als richtig erweisen. Die hier enthaltenen vorausschauenden Aussagen basieren auf der zukünftigen Konzernstruktur, wobei unter Umständen noch zu beschließende Akquisitionen, Veräußerungen, Unternehmenszusammenschlüsse oder Joint Ventures unberücksichtigt bleiben. Diese Aussagen werden im Hinblick auf die Gegebenheiten am Tag der Veröffentlichung dieses Dokuments getroffen. Wir haben – unbeschadet bestehender kapitalmarktrechtlicher Verpflichtungen – weder die Absicht noch übernehmen wir eine Verpflichtung, vorausschauende Aussagen laufend zu aktualisieren.

Erwartungen bis 2026

Für die nächsten beiden Jahre erwarten wir ein weiter anhaltendes, profitables Wachstum und damit eine gute Basis, um unsere finanziellen Ambitionen – kommuniziert auf unserem Kapitalmarkttag im Oktober 2024 – zu erreichen. Für unsere finanziellen Leistungsindikatoren erwarten wir 2025 und 2026 in einer organischen Betrachtung, d. h. jeweils auf zum Vorjahr vergleichbarer Basis, folgende Entwicklungen:

  • Für den Umsatz erwarten wir für die Jahre 2025 und 2026 jeweils einen Anstieg. Basis ist die positive Entwicklung des Service-Umsatzes. Die Entwicklung wird v. a. durch die operativen Segmente USA und Europa geprägt, wo wir für 2025 und 2026 ebenso jeweils einen Anstieg des Umsatzes erwarten. Für die Umsatzentwicklung in den operativen Segmenten Deutschland und Systemgeschäft gehen wir für die Jahre 2025 und 2026 jeweils von einem leichten Anstieg aus.
  • Für den Service-Umsatz ist für die Jahre 2025 und 2026 jeweils ein Anstieg zu erwarten. Geprägt ist die Entwicklung durch den für die operativen Segmente USA und Europa erwarteten jeweiligen Anstieg für die Jahre 2025 und 2026. In den operativen Segmenten Deutschland und Systemgeschäft erwarten wir für die Jahre 2025 und 2026 jeweils einen leichten Anstieg.
  • Unser bereinigtes EBITDA AL wird 2025 ansteigend bei rund 44,9 Mrd. € erwartet und 2026 voraussichtlich stark ansteigen. Positiv wirken v. a. die positive Umsatzentwicklung und die Realisierung von Effizienzmaßnahmen.
  • Für das Betriebsergebnis (EBIT) erwarten wir 2025 aufgrund der im Jahr 2024 als Sondereinfluss erfassten Wertaufholung für FCC-Lizenzen der T-Mobile US einen leichten Rückgang. Im Jahr 2026 erwarten wir einen starken Anstieg. Das erwartete EBIT profitiert grundsätzlich von der Entwicklung des bereinigten EBITDA AL.
  • Der ROCE wird 2025 voraussichtlich zurückgehen, bevor er 2026 wieder stark ansteigen wird. Ursächlich für den zunächst erwarteten Rückgang sind die für die Entwicklung des EBIT beschriebenen Effekte sowie weitere positiv wirkende Wertaufholungen im Jahr 2024 auf die Buchwerte der Beteiligungen an GD Towers und an GlasfaserPlus. Wir erwarten, unser Ziel einer Kapitalrendite oberhalb des Niveaus des zu erwartenden, gewichteten durchschnittlichen Kapitalkostensatzes (WACC) für die zukünftigen Jahre zu erreichen.
  • Unsere Investitionen sollen 2025 – gemessen am Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) – auf rund 17,1 Mrd. € ansteigen. Im Jahr 2026 soll der Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) einen stabilen Verlauf zeigen. Wir wollen weiter massiv in den Ausbau unserer Netzinfrastruktur in Deutschland, den USA und Europa investieren, um unsere Technologieführerschaft dauerhaft zu sichern.
  • Unser Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) wird 2025 bei rund 19,9 Mrd. € erwartet. 2026 erwarten wir aufgrund der guten operativen Entwicklung einen weiteren Anstieg des Free Cashflow AL.
  • Ende 2024 stuften uns die Rating-Agenturen Standard & Poor’s und Fitch mit BBB+ und stabilem Ausblick sowie Moody’s mit Baa1 und positivem Ausblick ein. Der Erhalt eines Investment Grade Ratings innerhalb der Bandbreite von A– bis BBB ermöglicht uns auch zukünftig den uneingeschränkten Zugang zu den internationalen Kapitalmärkten und ist daher Kernbestandteil unserer Finanzstrategie.
  • Für unser Ergebnis je Aktie (bereinigt um Sondereinflüsse) erwarten wir 2025 entsprechend der soliden Erwartung der Geschäftsentwicklung einen Wert von rund 2,00 €. Für 2026 gehen wir von einem starken Anstieg des bereinigten Ergebnisses je Aktie aus.

Mit unserem Daueremissionsprogramm (Debt Issuance Program) sind wir in der Lage, Emissionen mit einer kurzen Vorlaufzeit an den internationalen Kapitalmärkten zu platzieren. Die Refinanzierung von T-Mobile US erfolgt hauptsächlich über unbesicherte Anleihen. Über die Commercial-Paper-Programme der Deutschen Telekom und der T-Mobile US können wir darüber hinaus kurzfristige Papiere am Geldmarkt emittieren.

In den Jahren 2025 und 2026 werden Rückzahlungen von Anleihen und weiteren Finanzverbindlichkeiten im Volumen von insgesamt 5,4 Mrd. € bzw. 8,4 Mrd. € fällig, davon entfallen rund 3,9 Mrd. € bzw. 6,2 Mrd. € auf T-Mobile US. Einige Anleihen der T-Mobile US enthalten Kündigungsrechte für die Emittentin. Sofern sich durch die vorzeitige Kündigung und Refinanzierung dieser Anleihen wirtschaftliche Vorteile erzielen lassen, können sich hieraus weitere Refinanzierungsbedarfe ergeben. Wir planen die Neuemission von Anleihen in verschiedenen Währungen. Die genauen Finanzierungstransaktionen hängen von den Entwicklungen an den internationalen Finanzmärkten ab. Einen Teil unseres Liquiditätsbedarfs wollen wir außerdem durch die Emission von Commercial Paper abdecken. Um frühzeitig einen Teil des Refinanzierungsbedarfs im Jahr 2025 zu decken, haben die Deutsche Telekom AG im Januar 2025 Anleihen im Volumen von 1,5 Mrd. € und T-Mobile US im Februar 2025 Anleihen im Volumen von 2,8 Mrd. € begeben. Auch in Zukunft wollen wir durch passende Kooperationen oder angemessene Akquisitionen in unseren Märkten Größenvorteile und Synergien nutzen.# Zusammengefasster Lagebericht – Prognose | 113 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Nicht geplant ist hingegen die Expansion in Schwellenländer (Emerging Markets). Unsere bestehenden Kooperationen und Beteiligungen werden wir kontinuierlich unter strategischen Gesichtspunkten und mit Blick auf die Unternehmenswertmaximierung prüfen. Sollte es zu einer Verschlechterung der Konjunktur oder zu unvorhergesehenen staatlichen bzw. regulatorischen Eingriffen kommen, könnte sich dies auf die dargestellten Erwartungen entsprechend auswirken. Auch können Abweichungen aufgrund makroökonomischer Unsicherheiten nicht ausgeschlossen werden.

Weitere Informationen zu den Unternehmensrisiken finden Sie im Kapitel „Risiko- und Chancen-Management“. Die Prognosen für unsere finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren bis 2026 sind in den nachfolgenden Tabellen zusammenfassend dargestellt. Sie gelten unter der Annahme einer vergleichbaren Konsolidierungsstruktur und konstanter Währungskurse, d. h. in einer organischen Betrachtung. Zur Herstellung einer zum Prognosezeitraum vergleichbaren Basis werden die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2024 hinsichtlich wesentlicher in die Planung einbezogener Konsolidierungskreisveränderungen sowie Änderungen in der Organisationsstruktur in der Pro-forma-Darstellung angepasst. Die Erwartungen für 2025 basieren damit auf den Pro-forma-Werten 2024; die Erwartungen 2026 basieren auf den Erwartungen 2025. Bei der Intensität und der Richtung unserer qualifiziert komparativen Prognosen nutzen wir folgende Ausprägungen: starker Rückgang, Rückgang, leichter Rückgang, stabiler Verlauf, leichter Anstieg, Anstieg, starker Anstieg.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Ergebnisse 2024 Pro-forma 2024 a Erwartungen 2025 b Erwartungen 2026 b
Umsatz Konzern Mrd. € 115,8 115,9 Anstieg
Deutschland Mrd. € 25,7 25,7 leichter Anstieg
USA (in lokaler Währung) Mrd. US-$ 81,1 81,3 Anstieg
Europa Mrd. € 12,3 12,3 Anstieg
Systemgeschäft Mrd. € 4,0 4,0 leichter Anstieg
Service-Umsatz Konzern Mrd. € 96,5 96,7 Anstieg
Deutschland Mrd. € 22,5 22,5 leichter Anstieg
USA (in lokaler Währung) Mrd. US-$ 66,1 66,3 Anstieg
Europa Mrd. € 10,2 10,2 Anstieg
Systemgeschäft Mrd. € 3,9 3,9 leichter Anstieg
EBITDA AL (bereinigt um Sondereinflüsse) Mrd. € 43,0 43,0 rund 44,9
Deutschland Mrd. € 10,5 10,5 10,8
USA (in lokaler Währung) Mrd. US-$ 30,9 30,9 32,3
Europa Mrd. € 4,4 4,4 4,6
Systemgeschäft Mrd. € 0,4 0,4 0,4
Betriebsergebnis (EBIT) Mrd. € 26,3 26,3 leichter Rückgang
ROCE % - 8,5 Rückgang starker Anstieg
Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) Mrd. € (16,0) (16,0) (17,1)
Deutschland Mrd. € (4,8) (4,8)
USA (in lokaler Währung) Mrd. US-$ (8,9) (8,9)
Europa Mrd. € (1,9) (1,9)
Systemgeschäft Mrd. € (0,2) (0,2)
Free Cashflow AL (vor Ausschüttung und Investitionen in Spektrum) Mrd. € 19,2 19,2 rund 19,9
Rating
Standard & Poor’s, Fitch - BBB+ von A- bis BBB von A- bis BBB
Moody’s - Baa1 von A3 bis Baa2 von A3 bis Baa2
Sonstige
Dividende je Aktie c, d 0,90 Ausschüttungsquote von 40-60 % am EPS (bereinigt um Sondereinflüsse) Ausschüttungsquote von 40-60 % am EPS (bereinigt um Sondereinflüsse)
Ergebnis je Aktie (bereinigt um Sondereinflüsse) 1,90 rund 2,00 starker Anstieg
Eigenkapitalquote % - 32,3 25 bis 35 25 bis 35
Relative Verschuldung x 2,78 ≤ 2,75 ≤ 2,75

a Berücksichtigung von Änderungen in der Organisationsstruktur sowie wesentlicher Konsolidierungskreisveränderungen (u. a. der Erwerb von Ka’ena in den USA).
b Auf vergleichbarer Basis.
c Die angegebene Erwartung zur Dividende je Aktie bezieht sich auf das jeweils genannte Geschäftsjahr.
d Vorbehaltlich der notwendigen Gremienbeschlüsse und weiterer gesetzlicher Voraussetzungen.

Weitere Informationen zu der erwarteten Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren unserer operativen Segmente finden Sie im Abschnitt „Erwartungen der operativen Segmente“.

Zusammengefasster Lagebericht – Prognose | 114 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Ergebnisse 2024 Pro-forma 2024 a Erwartungen 2025 Erwartungen 2026
Konzern
Kundenzufriedenheit (TRI*M-Index) 77,6 stabiler Verlauf stabiler Verlauf
Mitarbeiterzufriedenheit (Engagement-Score) 77 stabiler Verlauf stabiler Verlauf
Energieverbrauch b GWh 11.926 GWh 11.991 leichter Anstieg leichter Anstieg
davon: Deutsche Telekom ohne T-Mobile US GWh 4.514 GWh 4.579 stabiler Verlauf stabiler Verlauf
CO 2 -Ausstoß (Scope 1 + 2) c, d kt CO 2 e 253 kt CO 2 e 253 Rückgang Rückgang
davon: Deutsche Telekom ohne T-Mobile US kt CO 2 e 183 kt CO 2 e 183 Rückgang Rückgang
Deutschland
Mobilfunk-Kunden Mio. 68,6 Mio. 68,6 Anstieg Anstieg
Festnetz-Anschlüsse Mio. 17,2 Mio. 17,2 stabiler Verlauf stabiler Verlauf
Breitband-Anschlüsse Retail Mio. 15,2 Mio. 15,2 leichter Anstieg leichter Anstieg
TV (IPTV, Sat) Mio. 4,6 Mio. 4,6 Anstieg Anstieg
USA
Postpaid-Kunden Mio. 104,1 Mio. 104,1 Anstieg Anstieg
Prepaid-Kunden Mio. 25,4 Mio. 25,4 stabiler Verlauf stabiler Verlauf
Europa
Mobilfunk-Kunden Mio. 49,7 Mio. 49,7 leichter Anstieg leichter Anstieg
Festnetz-Anschlüsse Mio. 8,1 Mio. 8,1 stabiler Verlauf stabiler Verlauf
Breitband-Kunden Mio. 7,2 Mio. 7,2 Anstieg Anstieg
TV (IPTV, Sat, Kabel) Mio. 4,4 Mio. 4,4 leichter Anstieg leichter Anstieg
Systemgeschäft
Auftragseingang Mrd. € 4,0 4,0 leichter Anstieg

a Berücksichtigung von Änderungen in der Organisationsstruktur sowie wesentlicher Konsolidierungskreisveränderungen.
b Energieverbrauch im Wesentlichen: Strom, Kraftstoff, weitere fossile Brennstoffe, Fernwärme für Gebäude.
c Berechnet nach der marktbasierten Methode des Greenhouse Gas Protocol.
d Der CO 2 -Ausstoß enthält auch flüchtige Emissionen aus Kühl- und Feuerschutzmitteln. Ohne flüchtige Emissionen läge der CO 2 -Ausstoß im Jahr 2024 mit T-Mobile US bei 206 kt CO 2 e und ohne T-Mobile US bei 162 kt CO 2 e.

Weitere Informationen zu der erwarteten Entwicklung der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren unserer operativen Segmente finden Sie im Abschnitt „Erwartungen der operativen Segmente“.

Unsere Kundenzufriedenheit – dargestellt mit dem Leistungsindikator TRI*M-Index – soll, gemessen an dem für 2025 neu berechneten und im Benchmark bereits sehr hohen Ausgangswert, 2025 und 2026 jeweils stabil halten werden. Insbesondere für die operativen Segmente Deutschland und Systemgeschäft sowie im überwiegenden Teil des operativen Segments Europa sind wir mit den jeweils erzielten Werten in führender Position zum jeweils relevanten Benchmark. Diese führenden Positionen im Benchmark sollen für 2025 gehalten werden bzw. wird für das operative Segment Europa in Teilen eine leichte Verbesserung angestrebt. Aufgrund des hohen Niveaus des Engagement-Scores von 77 Punkten – auf einer Skala von 0 bis 100 – als Resultat der Pulsbefragung 2024 erwarten wir, dass die hohe Zustimmung unserer Mitarbeiter zu unserem Unternehmen in den nächsten Befragungen in den Jahren 2025 und 2026 jeweils einen stabilen Verlauf aufweisen wird. Für unseren Energieverbrauch erwarten wir in den Jahren 2025 und 2026 jeweils einen leichten Anstieg auf Konzernebene, ohne T-Mobile US jeweils einen stabilen Verlauf. Für den CO 2 -Ausstoß (Scope 1 und 2) erwarten wir in den Jahren 2025 und 2026 jeweils einen Rückgang, sowohl auf Konzernebene als auch ohne T-Mobile US. Seit 2021 decken wir den Stromverbrauch für alle Konzerneinheiten zu 100 % mit Strom aus erneuerbaren Energien ab. Damit fällt ein Großteil der Emissionen weg.

Weitere Informationen zu unseren ESG KPIs finden Sie im Kapitel „Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung“.

Im Rahmen unserer Planung haben wir die folgenden Währungskurse angenommen:

Währung Wechselkurs
Polnischer Zloty 4,31
Tschechische Krone 25,12
Ungarischer Forint 395,27
US-Dollar 1,08

Erwartungen der Deutschen Telekom AG.

Die Geschäftsentwicklung der Deutschen Telekom AG als Konzernmuttergesellschaft spiegelt sich insbesondere in den Leistungsbeziehungen zu unseren Tochtergesellschaften und den Ergebnissen aus den inländischen Organschaftsverhältnissen der Töchter sowie sonstigen Beteiligungserträgen wider. Somit prägen v. a. die Chancen und Herausforderungen unserer Töchter und deren operative Ergebnisse die zukünftige Entwicklung der Ergebnisse der Deutschen Telekom AG. Neben den Konzernerwartungen beeinflussen entsprechend die im Folgenden beschriebenen Erwartungen der operativen Segmente zur Umsatz- und Ergebnisentwicklung, wie z. B. starker Wettbewerbsdruck, regulatorische Entscheidungen, Markt- und Konjunkturerwartungen, die zukünftige Entwicklung des Jahresüberschusses der Deutschen Telekom AG. Ferner kann der Jahresüberschuss durch Aufdeckungen von stillen Reserven im Zuge von Änderungen der Beteiligungsstruktur sowie Kapitalrückzahlungen von Tochtergesellschaften beeinflusst sein.

Die Dividendenhöhe für die Geschäftsjahre ab 2024 basiert – vorbehaltlich der erforderlichen Gremienbeschlüsse und weiterer gesetzlicher Voraussetzungen – auf einer Ausschüttungsquote von 40 bis 60 % am bereinigten Ergebnis je Aktie, wobei eine Dividende von mindestens 0,60 € je dividendenberechtigter Aktie gezahlt werden soll. Für das Geschäftsjahr 2024 schlagen wir eine Dividende von 0,90 € je dividendenberechtigter Aktie vor.

Zusammengefasster Lagebericht – Prognose | 115 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Während die Dividendenausschüttung für das Geschäftsjahr 2023 in geplanter Höhe erfolgt ist und die operativen Ergebnisbeiträge der Tochtergesellschaften der Prognose entsprechend keinen substanziellen Veränderungen unterlagen, ist der Bilanzgewinn der Deutschen Telekom AG im Vergleich zur Vorjahresprognose deutlich gestiegen.# Zusammengefasster Lagebericht – Prognose

Diese Entwicklung ist maßgeblich durch positive Effekte aus der konzerninternen Zusammenführung von Anteilen in der mehrstufigen Holding-Struktur für die T-Mobile US sowie aus einer konzerninternen Kapitalrückzahlung, jeweils unter Aufdeckung von stillen Reserven, beeinflusst. Unter Berücksichtigung der vorgeschlagenen Dividendenausschüttung in Höhe von 4,4 Mrd. € sowie weiterhin substanziell unveränderter Ergebnisbeiträge der Tochtergesellschaften erwarten wir für 2025 einen rückläufigen Bilanzgewinn, welcher im Wesentlichen durch einen Gewinnvortrag in Höhe von 24,7 Mrd. € geprägt sein wird. Der für das Geschäftsjahr 2025 erwartete Bilanzgewinn wird die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 40 bis 60 % des bereinigten Ergebnisses je Aktie erlauben.

Erwartungen der operativen Segmente

Nachfolgend erläutern wir die Markterwartung und die Erwartungen für die finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren unserer operativen Segmente. Bei der Entwicklung der Leistungsindikatoren gehen wir von einem vergleichbaren Konsolidierungskreis und konstanten Währungskursen aus. Weiterführende Informationen zu der erwarteten Entwicklung der operativen Segmente haben wir auf unserem Kapitalmarkttag im Oktober 2024 präsentiert. Unser operatives Segment Group Development trägt nicht mehr wesentlich zu den Erwartungen der bedeutenden Leistungsindikatoren des Konzerns bei. Aus diesem Grund verzichten wir in der Prognose auf eine gesonderte Darstellung der Zahlen des Segments sowie eine entsprechende Erläuterung.

Deutschland

Die Umsätze im Markt für Telekommunikationsdienste in Deutschland sind 2024 gestiegen. Gemäß einer Prognose des Beratungsunternehmens Analysys Mason werden die Umsätze auch 2025 wachsen. In einem Umfeld mit moderaten konjunkturellen Wachstumsaussichten wird die Nachfrage nach mobiler und festnetzbasierter Kommunikation stabil erwartet. Umsatzrückgänge durch anhaltend intensiven Preiswettbewerb und der Rückgang in der klassischen Festnetz-Telefonie werden durch wachsende Nachfrage nach mobilem Internet und schneller Konnektivität im Privat- und Geschäftskundenbereich überkompensiert. Im Mobilfunk-Markt wird 2025 mit einem Anstieg der Umsätze um 1,4 % gerechnet. Im Festnetz-Markt wird die Anzahl der Breitband-Anschlüsse weiter zunehmen; es wird mit einem Umsatzwachstum von 2,4 % gerechnet. Im Mobilfunk-Markt waren zum Jahresende 2024 drei Anbieter mit bundesweiter Netzinfrastruktur aktiv. 1&1 baut ein viertes Mobilfunknetz und greift gleichzeitig auf National-Roaming-Vorleistungen zurück. Des Weiteren ist eine Vielzahl von Anbietern ohne eigene Netzinfrastruktur aktiv. Es ist zu erwarten, dass der Wettbewerb im Mobilfunk-Markt hoch bleibt. In der Netzabdeckung sind wir führend: Ende 2024 können 98,0 % der Bevölkerung in Deutschland 5G in unserem Netz nutzen. Mit dem konsequenten Ausbau wollen wir unsere Netzqualität stetig verbessern. Bis 2025 wollen wir über 99 % der Bevölkerung Deutschlands mit unserem 5G-Netz versorgen. Im Markt für Festnetz-Breitband ist eine Vielzahl von Anbietern mit unterschiedlichen Infrastrukturen aktiv. Wir gehen davon aus, dass der Wettbewerb durch Betreiber von Kabelnetzen und Anbieter mit eigenem Glasfasernetz intensiv bleiben wird. Auch Anbieter ohne eigene Festnetz-Infrastruktur tragen zur Wettbewerbsintensität bei. Im Festnetz wollen wir mehr Kunden mit glasfaserbasierten Produkten versorgen. Im Berichtsjahr haben wir unseren FTTH- Roll-out fortgeführt und per Eigenausbau und Kooperationen 2,5 Mio. Haushalte mit einer Anbindungsmöglichkeit versorgt. Auch im kommenden Jahr wollen wir ca. 2,5 Mio. Haushalten den Zugang zu einem Glasfaser-Anschluss ermöglichen. Die Auslastung unserer Breitband-Infrastruktur steigern wir sowohl durch eigenes Endkundengeschäft als auch durch Partnerschaften mit Wholesale-Anbietern. Im Sommer 2024 ist das Nebenkostenprivileg entfallen, mit dem viele Mieter in Mehrfamilienhäusern den TV-Anschluss bis dahin als Teil ihrer Nebenkosten bezahlt haben. Sie konnten daraufhin ihren TV-Anbieter frei wählen. Viele haben das auch getan und insbesondere Anbieter von IPTV- Produkten haben davon profitiert. Wir haben die Zahl unserer TV-Kunden auf 4,6 Mio. gesteigert. Der Wettbewerb um TV-Kunden bleibt hoch. Deswegen entwickeln wir unsere TV-Produkte mit Partnerschaften und innovativen Funktionen stetig weiter. Wir verfolgen das Ziel, unsere Marktposition als führender Telekommunikationsanbieter weiter auszubauen. Dafür investieren wir konsequent in unsere Netze. Wir wollen Kunden zu Fans machen und werden effizienter. Für unsere Geschäftskunden wollen wir unsere umfassenden Angebote zur Digitalisierung erweitern, u. a. bei IT-, IoT-, Cloud- und Security-Anwendungen. In unserem operativen Segment Deutschland erwarten wir 2025 und 2026 jeweils einen leichten Anstieg im Umsatz und Service-Umsatz, v. a. durch die zunehmenden Mobilfunk- und Breitband-Umsätze. In beiden Geschäftsbereichen erwarten wir steigende Kundenzahlen. Für die beiden nächsten Jahre gehen wir in unserem operativen Segment Deutschland von einem Ergebnisanstieg im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr aus. Im Jahr 2025 erwarten wir ein bereinigtes EBITDA AL in Höhe von rund 10,8 Mrd. €. Haupttreiber für den Anstieg sind sowohl Umsatzwachstum als auch eine gleichzeitige Reduktion der indirekten Kosten – im Wesentlichen durch Digitalisierungs- und Automatisierungsmaßnahmen. 2026 erwarten wir einen weiteren Anstieg unseres bereinigten EBITDA AL. Bei unseren Investitionen (Cash Capex vor Investitionen in Spektrum) erwarten wir 2025 einen stabilen Verlauf, 2026 einen leichten Anstieg.

USA

Der ICT-Sektor in den USA gilt als das Rückgrat der Wirtschaft des Landes, der sich im Bereich Forschung und Entwicklung anhaltender und umfangreicher Investitionen seitens zentraler Akteure erfreut. Die Aktivitäten aller Unternehmen, der Stellen für öffentliche Sicherheit und des Staats stützen sich auf den ICT-Sektor. Insgesamt bleibt der von einer geringen Marktkonzentration geprägte ICT-Markt hart umkämpft. (Quelle: Mordor Intelligence) Nach Angaben der GSMA wird mit insgesamt jährlich weiter steigenden Mobilfunk-Umsätzen gerechnet, mit anhaltendem Kundenwachstum, zunehmender Datennutzung und Wachstum auf dem Endgerätemarkt. Die GSMA geht von einer monatlichen Datennutzung von 66 GB pro Smartphone im Jahr 2029 aus. Zwar dürfte die Datennutzung je Nutzer zunehmen, jedoch wird hierfür von einem konstant verlangsamten Wachstum ausgegangen. Führende Branchenverbände wie die GSMA gehen davon aus, dass die USA beim Umstieg auf 5G auch künftig weltweit eine führende Rolle spielen werden. Die Nachfrage nach 5G-Verträgen hält in Nordamerika an. 2030 soll die Anzahl aller Mobilfunk-Verträge in Nordamerika ein weltweit führendes Niveau von 412 Mio. Mobilfunk-Verträgen erreichen. Bis 2030 sollen 80 % des weltweiten mobilen Datenverkehrs über 5G übertragen werden. T-Mobile US überträgt heute bereits über 50 % des mobilen Verkehrs über das 5G-Netz. (Quellen: Ericsson Mobility Report, GSMA)

Das Geschäftsjahr 2024. Durch zusätzliches Spektrum im mittleren Frequenzband hat sich die Multiband-5G-Qualität verbessert. Der mobilfunkbasierte Internetanschluss (Fixed Wireless Access, FWA) für Privat- und Geschäftskunden war 2024 die wichtigste Technologie hinter dem Zuwachs beim Breitband-Festnetz. Verizon strebt bis 2028 bei FWA 8 bis 9 Mio. Kunden an. T-Mobile US hat angekündigt, bis Ende 2028 die Kundenbasis im Bereich mobiles Breitband auf 12 Mio. Kunden zu erhöhen. 5G verzeichnet auch im Geschäftskundensegment Zuwächse mit der Ausstattung von Büros mit drahtlosen WANs. Nach Angaben von Ericsson hat die 5G-Netzabdeckung im mittleren Frequenzband nun einen Stand erreicht, dank dem Innovationen sowohl für den Privat- und Geschäftskundenbereich als auch den öffentlichen Sektor schneller im gesamten Technologie-Ökosystem umgesetzt werden können. Die GSMA geht davon aus, dass bis 2029 über die Hälfte aller Mobilfunk-Verbindungen über 5G-Netze laufen. Ericsson rechnet damit, dass der 4G- Standard im Jahr 2027 weltweit durch 5G abgelöst sein wird. Zum Jahresende 2024 betrug der 5G-Anteil aller Verträge in Nordamerika bereits 71 %. T-Mobile US hat die 5G-Netzführerschaft des Unternehmens ausgebaut. Unabhängigen Netztests zufolge erreicht das Netz die beste 5G-Verfügbarkeit und eine höhere Abdeckung als der Wettbewerb. Eingesetzt wird hierfür das im April 2017 erworbene 600-MHz-Spektrum. Die Nutzung des mittleren Frequenzbands, darunter auch das im Frühjahr 2024 zuletzt vergebene Spektrum, erhöht ebenfalls die 5G-Abdeckung von T-Mobile US. Der zunehmende Einsatz von Open RAN könnte sich auf den Herstellermarkt auswirken. Dort hat sich das Umsatzwachstum im RAN-Bereich im Jahr 2024 deutlich verlangsamt. Sowohl AT&T als auch Verizon haben für ihre eigenen Pläne zur Einführung von Open RAN ambitionierte Schätzungen abgegeben. T-Mobile US hat im September 2024 eine Partnerschaft mit Nvidia, Ericsson und Nokia bekannt gegeben. Ziel dieser Partnerschaft ist es, die Zukunft der mobilen Vernetzung v. a. mithilfe von KI voranzutreiben. Im Festnetz-Bereich ist der Glasfaser-Ausbau (FTTH) 2024 weiter vorangeschritten. Nach Angaben der Fiber Broadband Association (FBA) war 2024 ein Rekordjahr für den Glasfaser-Ausbau in den USA, mit 10,3 Mio. neuen anschließbaren Haushalten und einer Anzahl von 76,5 Mio. insgesamt. T-Mobile US erwartet die Erteilung der behördlichen Genehmigungen für zwei Glasfaser-Transaktionen, die Schätzungen zufolge bis 2030 insgesamt 12 bis 15 Mio. zusätzliche anschließbare Haushalte – oder mehr – ermöglichen könnten. Nach der abgeschlossenen Integration von Sprint setzt T-Mobile US die Initiativen für profitables Wachstum weiter fort und hat so auch das Jahr 2025 dynamisch begonnen. Wie T-Mobile US im Rahmen des Capital Markets Day im September 2024 berichtet hat, erwartet das Unternehmen starkes Wachstum bei seinen wichtigsten Finanzkennzahlen.# T-Mobile US

Darüber hinaus soll die 5G-Kundenbasis wachsen und ein profitabler Marktanteil hinzugewonnen werden. Das Hauptaugenmerk richtet T-Mobile US weiterhin darauf, den Unternehmenswert zu steigern und dabei auf dem US-amerikanischen Mobilfunk-Markt eine Kombination aus dem besten Netz und dem werthaltigsten Kundenerlebnis zu bieten. Zu den Fokusthemen des Unternehmens gehört, nachhaltig und profitabel den Wettbewerb zu schlagen und die notwendigen Investitionen zu tätigen, um das Unternehmen langfristig erfolgreich zu positionieren. T-Mobile US plant, anhand fortlaufender Investitionen ins Netz und in Digitalisierung die eigene Netzführerschaft auszubauen. Unterstützt wird dieses Vorhaben durch den Einsatz innovativer Technologien wie Network Slicing, 5G Advanced und langfristig gesehen auch AI-RAN für ein KI-gestütztes, transformatives Kundenerlebnis. Die Initiativen von T-Mobile US zum Ausbau der Kundenbasis zielen darauf ab, neue Kunden zu gewinnen und diese dann an das Unternehmen zu binden. Treibende Kraft dahinter sollen langfristige strukturelle Vorteile durch die Kombination aus dem besten Netz, dem werthaltigsten Angebot und dem besten Nutzererlebnis sein. T-Mobile US geht für 2025 und 2026 bei den Postpaid-Kunden von einem anhaltenden Anstieg und bei den Prepaid-Kunden von einer stabilen Entwicklung aus. Der Kundenzuwachs basiert auf der weiteren Erschließung noch nicht gehobener Wachstumspotenziale, wie z. B. kleinere Märkte und der ländliche Raum, einschließlich qualitätsbewusster Kunden auf der Suche nach dem besten Netz, weitere Chancen durch kleine und mittlere Unternehmen, Großunternehmen und den öffentlichen Sektor, Wachstum im Breitband-Geschäft sowie Neugeschäft. All diese Treiber haben dem Unternehmen geholfen, in den vergangenen Jahren branchenführende Kundenzuwächse und Finanzergebnisse zu erzielen. Für 2025 und 2026 geht T-Mobile US von einem Anstieg der Service-Umsätze sowie der Gesamtumsätze aus. Dazu beitragen wird ein anhaltend rentables Wachstum der Marktanteile, Wachstum bei Postpaid-Konten und dem durchschnittlichen Umsatz je Kundenkonto (ARPA), Wachstum im Breitband- Geschäft sowie der Vorstoß in neue Geschäftsfelder. T-Mobile US rechnet für das Jahr 2025 mit einem bereinigten EBITDA AL von 32,3 Mrd. US‑$. Dieser Wert basiert auf dem Mittelwert der Prognose nach US-GAAP für das bereinigte Core EBITDA in Höhe von 33,1 bis 33,6 Mrd. US-$ abzüglich eines Effekts von rund 1,0 Mrd. US-$ aus der Überleitung zwischen den Rechnungslegungsstandards US-GAAP und IFRS. Für das Jahr 2026 wird ein starker Anstieg des bereinigten EBITDA AL erwartet, denn das Unternehmen wird den Fokus auf profitablen Kundenzuwachs und operative Effizienzgewinne durch Digitalisierung legen. Ohne Berücksichtigung der Aufwendungen für Spektrum war der Cash Capex von T-Mobile US in den letzten Jahren rückläufig, nachdem die Investitionen für die beschleunigte Netzintegration und den zügigen Ausbau des 5G-Netzes nach dem Zusammenschluss mit Sprint Rekordhöhe erreicht hatten. Für 2025 erwartet T-Mobile US einen Anstieg des Cash Capex zur Finanzierung einer anhaltenden Netzführerschaft und für weitere Investitionen in das Wachstum und die Weiterentwicklung des Kerngeschäfts. Für 2026 erwartet das Unternehmen einen stabilen Verlauf, was auf eine höhere Kapitaleffizienz beim 5G-Netzausbau zurückzuführen ist.

Europa

Im Berichtsjahr hat sich die Konjunktur in den Ländern unseres operativen Segments Europa langsam erholt. Auch für das Jahr 2025 gehen wir davon aus, dass sich die Wirtschaft in der EU insgesamt weiter verbessern wird. Das wird u. a. gestützt durch eine moderate Inflation von ca. 2 % laut Prognose der Europäischen Zentralbank. Analysys Mason prognostiziert für die Länder unseres operativen Segments für die Jahre 2025 und 2026 einen leichten Anstieg der Gesamtumsätze für Telekommunikationsdienste. Die Nachfrage nach Mobilfunk-Diensten mit entsprechenden Umsätzen soll in den Jahren 2025 und 2026 noch leicht ansteigen. Im Festnetz-Bereich wird der Kundenbedarf an einer schnellen und zuverlässigen Breitband-Anbindung auch in den kommenden beiden Jahren ein wichtiger Wachstumstreiber bleiben, mit einem prognostizierten Wachstum von ca. 3 %. Der Trend zu vermehrter Datennutzung ist ungebrochen und wird sich weiter fortsetzen, insbesondere in den Haushalten, die bisher noch nicht ausreichend mit schnellen Breitband-Anschlüssen versorgt sind. In vielen mittel- und osteuropäischen Ländern besteht noch die Möglichkeit, die Netzabdeckung mit Breitband zu erhöhen, insbesondere in unseren Landesgesellschaften, die vormals reine Mobilfunk-Anbieter waren. Die Nachfrage nach KI-gesteuerten Lösungen, die die Produktivität steigern, die Personalisierung verbessern und Entscheidungen unterstützen, wird voraussichtlich besonders im Geschäftskundensegment weiter wachsen. Dies veranlasst Unternehmen jeder Größe dazu, robuste Maßnahmen zur Cybersicherheit und zum Datenschutz zu ergreifen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem Markt zu verbessern und ihre strategische Unabhängigkeit zu stärken.

Zusammengefasster Lagebericht – Prognose | 117

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Unser Anspruch ist es, uns in den kommenden Jahren weiter zum führenden digitalen Telekommunikationsanbieter zu entwickeln. Alle Landesgesellschaften im operativen Segment Europa – außer Rumänien – sind integrierte Anbieter von Telekommunikationsdienstleistungen und besitzen zusammen mit ihrem hohen Markenerkennungswert eine bedeutende Relevanz auf ihren jeweiligen Heimatmärkten. Unsere Kunden stellen wir stets in den Mittelpunkt unseres Handelns. So wollen wir z. B. im Privatkundensegment unsere konvergenten Produkte und Dienste daten- und KI-gestützt deutlich zielgruppenspezifischer und personalisierter gestalten. Wir streben weiterhin danach, unserer Netzqualität durch das TV-Geschäft, das ein Schlüsselfaktor für unser FMC-Geschäft ist, eine emotionale Komponente zu geben. Daher werden wir weiterhin, in den (co-) exklusiven Erwerb von Rechten für die Übertragung von nationalen oder internationalen Sportereignissen, wie z. B. Fußball-Ligen oder Lizenzen von TV-Spielfilmen/-Serien, investieren. Teil unserer Strategie ist es auch, Partnerschaften mit lokalen und internationalen OTT-Anbietern einzugehen. Hier haben wir dieses Jahr eine Partnerschaft mit dem Streaming-Dienst Netflix bekanntgegeben, die wir über unsere europäischen Landesgesellschaften ausrollen. Da neben dem Content auch das Produkterlebnis entscheidend für den Erfolg unseres TV-Geschäfts ist, treiben wir die Vereinheitlichung unserer TV-Plattformen und Endgeräte weiter voran. Laut Analysys Mason soll das Pay-TV-Geschäft in den Jahren 2025 und 2026 jeweils um knapp 6 % wachsen. Wachstumstreiber sind davon die Streaming-Dienste, die voraussichtlich ab 2025 erstmals das traditionelle TV-Geschäft überholen werden. Die digitale Interaktion mit unseren Kunden ist ein wesentlicher Faktor, um individueller und effizienter auf die Kundenbedürfnisse einzugehen sowie Produkte und innovative Dienstleistungen schneller am Markt zu platzieren. Unsere Service-App (OneApp) wird bereits von mehr als zwei Drittel unserer Kunden genutzt und wurde erst kürzlich in Partnerschaft mit Perplexity AI um die Funktion Magenta AI erweitert. Die App dient zur Monetarisierung sowie zur Kostenreduzierung, indem wir durch Self-Service und vorausschauende Instandhaltung Service-Fälle verringern können. Weitere Möglichkeiten der Interaktion bieten wir z. B. mit unserer digitalen Handelsplattform OneShop sowie unserer digitalen Bezahl-Lösung Payzy. Bei der Interaktion mit unseren Kunden – sei es digital oder über den persönlichen Kontakt – wollen wir sicherstellen, dass wir ihnen das beste Kundenerlebnis bieten können. So glauben wir, dass wir den ersten Platz in der Kundenzufriedenheit unter den Telekommunikationsunternehmen der jeweiligen Länder (basierend auf dem empirisch erhobenen TRI*M-Index) halten und weiter ausbauen werden. Mit der intelligenten Nutzung unserer Netzinfrastruktur – schnellen Glasfasernetzen und dem beschleunigten Ausbau von 5G – leisten wir unseren Beitrag zur Digitalisierung. So haben wir sukzessive in allen Ländern, in denen wir aktiv sind, das für 3G genutzte Frequenzspektrum für die Erhöhung der LTE- und 5G-Kapazität eingesetzt. Weiterhin haben wir in Griechenland und Ungarn 5G Stand Alone (5G SA) erfolgreich in Betrieb genommen und bieten somit unseren Kunden die neuste Technologie. Automatisierung und KI finden z. B. Anwendung bei Glasfaser-Planungen oder Energieeinsparungen in unseren Mobilfunknetzen. Der Ausbau der Glasfaser-Technologie schreitet ebenfalls weiter voran. Bis Jahresende 2026 wollen wir die Glasfaser-Abdeckung von derzeit 10,1 Mio. um weitere ca. 2 Mio. Haushalte erhöhen. Somit wollen wir bis Ende 2026 rund 5 Mio. Haushalte anschließen, um damit die Auslastung (Utilization Rate) von 39 % zu erreichen. Im Geschäftskundenbereich stellen uns die wachsenden Anforderungen der Digitalisierung vor Herausforderungen. Wir möchten unseren Kunden ein herausragendes Netzwerk-Erlebnis bieten, indem wir unsere erweiterte 5G-Abdeckung und maßgeschneiderte 5G-Lösungen nutzen, um nachhaltige und anpassbare Geschäftsmodelle für spezifische Branchen zu entwickeln. Dazu gehören eine moderne digitale Infrastruktur für integrierte IT- und Kommunikationslösungen sowie Dienste, die durch plattformbasierte Angebote ermöglicht werden. Unser Portfolio der nächsten Generation umfasst KI- gestützte Lösungen wie Chatbots, digitale Assistenten und intelligente Empfehlungsmaschinen. Wir offerieren erweiterte Funktionen für ein verbessertes digitales Erlebnis, wie z. B. 24/7-Support, Self-Service-Portale und Customer Success Manager. In unserem operativen Segment Europa rechnen wir v. a.# Zusammengefasster Lagebericht – Prognose

dank der Fokussierung auf das beste Netzerlebnis, das beste Kundenerlebnis (Win the hearts of our customers) und das beste Konvergenzerlebnis sowohl im Privat- als auch im Geschäftskundenbereich mit einer positiven Entwicklung der Kundenzahlen in den nächsten beiden Jahren. Bei der Anzahl der Mobilfunk-Kunden planen wir für die Jahre 2025 und 2026 mit jeweils einem leichten Anstieg. Für die Festnetz-Anschlüsse prognostizieren wir für die Jahre 2025 und 2026 jeweils einen stabilen Verlauf. Bei der Anzahl der Breitband-Kunden erwarten wir 2025 und 2026 jeweils einen Anstieg und für die TV-Kunden rechnen wir in den beiden Jahren jeweils mit einem leichten Anstieg. Für unser operatives Segment Europa erwarten wir für das Jahr 2025 und 2026 jeweils einen Anstieg der Umsätze – auf vergleichbarer Basis, d. h. bei konstanten Währungskursen und Organisationsstrukturen und auch vergleichbaren Marktbedingungen sowie Entscheidungen von Regulierungsbehörden. Auch für die Entwicklung der Service-Umsätze erwarten wir für beide Jahre jeweils einen Anstieg. Für das bereinigte EBITDA AL 2025 erwarten wir ein Wachstum auf 4,6 Mrd. € und rechnen für 2026 mit einem weiteren Anstieg. Wir gehen davon aus, dass die Entwicklung auf dem Energiemarktsektor auch in nächster Zukunft herausfordernd sein wird. Um gegen steigende Energiepreise besser gewappnet zu sein, bauen wir weiterhin auf langfristige Stromlieferverträge (Power Purchase Agreements) mit lokalen Versorgern in den jeweiligen europäischen Ländern. Die bisherige Inflation hat in einigen Ländern unseres operativen Segments im Berichtsjahr zu höheren Gehalts-Tarifabschlüssen geführt. In Ergänzung dazu bringt die hohe Wettbewerbsintensität auf den Märkten unseres operativen Segments möglicherweise Margenverluste mit sich. Um Kostensenkungspotenziale zu realisieren, wollen wir unsere Produktivität auch mit Einsatz von KI erhöhen und die Vorteile der Digitalisierung nutzen – u. a. bei der Automatisierung von Prozessen. Um unsere Technologieführerschaft zu halten, investieren wir weiter in die Glasfaser- und 5G-Technologie unserer integrierten Netze und wollen unsere Investitionen in den nächsten Jahren insgesamt auf einem hohen Niveau halten. Wir erwarten, dass der Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) 2025 und 2026 jeweils leicht steigen wird.

Systemgeschäft

Insgesamt wird in den kommenden Jahren mit einer Fortsetzung nahezu gleichbleibender Wachstumsraten im IT-Markt gerechnet. Der Markt wird durch Innovationen, fortwährenden Kostendruck sowie scharfen Wettbewerb geprägt sein. Trotzdem erwarten wir durch die sich fortsetzende Digitalisierung eine weiter steigende Nachfrage nach Lösungen aus den Bereichen Cloud Services, Big Data sowie Automatisierung von Geschäftsprozessen durch Künstliche Intelligenz (KI), aber auch IT-Sicherheit (Cyber Security).

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024. Zugleich ist dieser Markt einem starken Wandel unterworfen, u. a. infolge fortschreitender Standardisierung und Automatisierung, der Nachfrage nach intelligenten Dienstleistungen sowie Veränderungen im Outsourcing-Geschäft durch Cloud Services. Hinzu kommen neue Herausforderungen durch die Digitalisierung, die immer wichtiger werdende Cyber Security und KI. Das traditionelle IT-Geschäft wird weiter rückläufig sein, während Cloud Services und Cyber Security zweistellige Wachstumsraten erreichen können. Mit dem Ziel, eine deutliche Verschiebung im Umsatzmix zugunsten unserer Wachstumsbereiche zu erreichen, forcieren wir weiterhin den Ausbau des Wachstumsgeschäfts (z. B. Digitalisierung, Public Cloud, Sovereign Cloud, Cloud Migration) bei gleichzeitiger Stabilisierung und weiterer Kosteneinsparungen im etablierten IT-Geschäft (z. B. Infrastructure Solutions). Damit einhergehend planen wir, weiterhin verstärkt in Wachstumsmärkte zu investieren – insbesondere in Digitalisierung (z. B. KI, SAP S/4HANA), Multi- & Hybrid Cloud Services und Cyber Security. Wir gehören, gemessen am Umsatz und Marktanteil, zur Spitzengruppe der IT-Service-Anbieter auf dem europäischen IT-Markt und in Deutschland. Dabei ist unsere sehr hohe Kundenzufriedenheit – mit einem TRI*M-Wert über 95 – zentraler Baustein, um uns dauerhaft auf dem europäischen Markt zu etablieren und auch im Bereich Digitalisierung eine führende Rolle einzunehmen. Insgesamt prognostizieren wir für das operative Segment Systemgeschäft beim Auftragseingang jeweils einen leichten Anstieg für die Jahre 2025 und 2026. Für den Umsatz und den Service-Umsatz erwarten wir gleichermaßen jeweils einen leichten Anstieg für die Jahre 2025 und 2026. Das bereinigte EBITDA AL dürfte 2025 ansteigen und bei etwa 0,4 Mrd. € liegen. Auch 2026 erwarten wir einen Anstieg des bereinigten EBITDA AL. Beim Cash Capex (vor Investitionen in Spektrum) erwarten wir jeweils einen stabilen Verlauf für 2025 und 2026.

Group Headquarters & Group Services

In den Group Headquarters & Group Services bestätigen wir unsere Effizienzambitionen und treiben die Weitergabe der avisierten Kostensenkungen an die operativen Segmente in den kommenden Jahren voran. Das bedeutet konkret, dass wir unsere konzerninternen Verrechnungen durch die kostengünstigere Bereitstellung unserer Leistungen absenken können und somit zu einem positiven Ergebnisbeitrag in den operativen Segmenten beitragen. Wir stellen uns nach wie vor unserer Verantwortung für eine nachhaltige Zukunft und führen unsere zielgerichteten ESG-Maßnahmen fort. So werden wir weiterhin CO 2 -Zertifikate für den Konzern zentral beschaffen und zusätzlich umfangreiche energetische Baumaßnahmen ergreifen. Zudem forcieren wir die Umstellung unserer Fahrzeugflotte auf E-Mobilität und können durch die Bündelung von technischer Infrastruktur nochmals unser Immobilien-Portfolio optimieren.

Der Vorstandsbereich „Technologie und Innovation“ konzentriert sich in seiner Strategie für die Jahre 2024 bis 2027 auf vier Bereiche: globale Größenvorteile, technologische Souveränität, autonome Netze und datengestützte Künstliche Intelligenz (KI). Die Deutsche Telekom plant, ihre Technologie- und Produktplattformen global verfügbar zu machen. Dazu zählen die Weiterentwicklung von Anwendungen und Produkten für Geschäftskunden wie Campus-Netze und Sicherheitstechnologien wie Magenta Security on Net. Darüber hinaus planen wir, die Betriebssysteme für unsere Router zu vereinheitlichen und weiterzuentwickeln sowie die Interaktion mit unseren Kunden über Apps zu intensivieren. Unsere technologische Unabhängigkeit stärken wir durch den Einsatz der Open-RAN-Technologie (Open Radio Access Network, Open RAN). Mit Open RAN werden offene Schnittstellen und Anbietervielfalt im Radio Access Network angestrebt. Bis 2027 sollen über 3 Tsd. Open-RAN-kompatible Antennenstandorte in Betrieb sein. Darüber hinaus entwickeln wir ein eigenes RAN-Management-System zur besseren Kontrolle von Kosten und Kundenerlebnis. Wir modernisieren und automatisieren unsere Netze kontinuierlich. Die Vision sind autonome Netze. Netze, die dank KI und Automatisierung mit minimalen menschlichen Eingriffen und maximaler Effizienz funktionieren. KI wird in alle Prozesse integriert, um die Produktivität zu steigern und das Kundenerlebnis zu verbessern. Beispiele sind der Einsatz von KI-Chatbots in Kunden-Hotlines und generativer KI in der MeinMagenta App (Magenta AI). Bis 2027 sollen 10 Mio. Nutzer pro Monat davon profitieren. Im Netzmanagement werden Störungstickets automatisch aufgenommen und gelöst. Und durch KI wird die Energieeffizienz im Zugangsnetz erhöht. Der Vorstandsbereich stellt dafür eine moderne IT-Organisation zur Verfügung. Mit Cloud- Lösungen und moderner Software standardisieren wir unsere Infrastruktur. Diese Maßnahmen führen zu Einsparungen, die weitere Innovationsprojekte finanzieren. Die Innovationen im Technologie- und Produktumfeld zielen auf die Sicherung der Netz- und Technologieführerschaft sowie eine gesteigerte Kundenzufriedenheit in den operativen Segmenten Deutschland, Europa und USA ab.

Risiko- und Chancen-Management

Einschätzung des Vorstands zur Gesamtrisiko- und Chancensituation

Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist das Ergebnis der konsolidierten Betrachtung aller wesentlichen Risikokategorien bzw. Einzelrisiken. Die Gesamtrisikosituation ist im Vergleich zum Vorjahr stabil geblieben. Unsere wesentlichen Herausforderungen sind insbesondere die geopolitischen und konjunkturellen Unsicherheiten, die regulatorischen Rahmenbedingungen sowie der intensive Wettbewerb und der damit einhergehende Rentabilitätsdruck im Telekommunikationsgeschäft sowie der Veränderungsdruck aus neuen Technologien bzw. strategischer Transformation. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts sind in unserem Risiko-Management-System, wie auch nach Einschätzung unseres Managements, keine wesentlichen Risiken und Entwicklungen absehbar, die den Bestand der Deutschen Telekom AG oder eines wesentlichen Konzernunternehmens gefährden könnten. Wir sind davon überzeugt, dass wir auch in Zukunft Herausforderungen meistern und Chancen nutzen können, ohne dabei unvertretbar hohe Risiken für unser Geschäft oder für Ökologie und Gesellschaft eingehen zu müssen. Insgesamt streben wir ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Chancen und Risiken an. Unser Ziel dabei ist es, durch die Analyse und das Ergreifen neuer Marktchancen den Mehrwert für unsere Interessengruppen zu steigern.

Weitere Informationen zum Thema Nachhaltigkeit finden Sie im Kapitel „Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung“.

Risiko- und Chancen-Management-System

Als einer der weltweit führenden Anbieter von Telekommunikation und Informationstechnologie sind wir zahlreichen Unsicherheiten und Veränderungen ausgesetzt.# Zusammengefasster Lagebericht – Risiko- und Chancen-Management

Um in diesem anhaltend volatilen Umfeld erfolgreich zu agieren, antizipieren wir mögliche Entwicklungen frühzeitig und erfassen, bewerten und steuern daraus resultierende Risiken und Chancen systematisch. Ein funktionsfähiges Risiko- und Chancen-Management-System ist für uns daher zentrales Element einer wertorientierten Unternehmensführung. Ein solches Risiko- und Chancen-Management-System ist dabei nicht nur aus betriebswirtschaftlicher Sicht notwendig, sondern auch aufgrund von Vorschriften und gesetzlichen Regelungen, insbesondere des § 91 Abs. 2 und Abs. 3 Aktiengesetz (AktG). Gemäß § 107 Abs. 3 Satz 2 AktG überwacht der Prüfungs- und Finanzausschuss des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom AG die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des Risiko-Management-Systems.

Unser Risiko- und Chancen-Management-System orientiert sich an dem weltweit gültigen Risiko-Management-Standard der Internationalen Organisation für Normung (ISO). Die Norm ISO 31000 „Risk management – Principles and guidelines“ gilt als Leitfaden für ein international anerkanntes Risiko-Management-System. Unsere Interne Revision prüft in regelmäßigen Abständen die Funktionsfähigkeit und Wirksamkeit von Elementen unseres Risiko- und Chancen-Management-Systems. Gemäß § 317 Abs. 4 Handelsgesetzbuch (HGB) hat der Abschlussprüfer von börsennotierten Aktiengesellschaften zu beurteilen, ob der Vorstand die ihm nach § 91 Abs. 2 AktG obliegenden Maßnahmen in einer geeigneten Form getroffen hat und ob das danach einzurichtende Überwachungssystem seine Aufgaben, u. a. frühzeitig bestandsgefährdende Entwicklungen zu erkennen, erfüllen kann. Unser System entspricht den gesetzlichen Anforderungen an ein Risikofrüherkennungssystem. Eine zuletzt Ende 2022/Anfang 2023 durchgeführte externe Prüfung des Risiko- und Chancen-Managements nach dem IDW Prüfungsstandard 981 für ausgewählte Organisationsteile und Risikokategorien hat keine Feststellungen ergeben.

Darüber hinaus gibt unser Konzern-Controlling eine Reihe von konzernweiten Leitfäden bzw. Verfahren vor: für die Planung/Budgetierung, die betriebswirtschaftliche Steuerung sowie das Reporting von Investitionen und Projekten. Diese Leitfäden bzw. Verfahren sollen sowohl die erforderliche Transparenz im Investitionsprozess als auch die Durchgängigkeit von Investitionsplanungen und -entscheidungen in unserem Konzern und in unseren operativen Segmenten gewährleisten. Außerdem unterstützen sie die Entscheidungsfindung des Vorstands. Im Rahmen dieses Prozesses werden auch strategische Risiken und Chancen systematisch identifiziert. Die Konzernrichtlinie Risiko-Management wurde 2022 weiterentwickelt und auf die aktuellen Rahmenbedingungen angepasst.

Organisation des Risiko- und Chancen-Managements

Unser Bereich Group Risk Governance gibt Methoden für das konzernweit eingesetzte Risiko- und Chancen-Management-System und das dazugehörige Berichtswesen, v. a. den Konzern-Risikobericht, vor. Alle operativen Segmente sowie das Segment Group Headquarters & Group Services sind über ihr jeweiliges Risiko- und Chancen-Management an das zentrale Risiko- und Chancen-Management des Konzerns angebunden. In den Segmenten sind die jeweiligen Verantwortlichen dafür zuständig, die Risiken zu identifizieren, zu bewerten und fortlaufend zu monitoren. Mögliche Chancen werden durch das Management im jährlichen Planungsprozess berücksichtigt und im operativen Geschäftsverlauf kontinuierlich weiterentwickelt.

Unser konzernweites Risiko- und Chancen-Management-System erfasst strategische, operative, regulatorische, rechtliche, Compliance- und finanzielle Risiken und Chancen unserer konsolidierten sowie wesentlichen nicht konsolidierten Beteiligungen. Auch Risiken und Chancen hinsichtlich der Nachhaltigkeitsberichterstattung werden durch unser Risiko- und Chancen-Management-System erfasst (gemäß ESRS 2 GOV-5 § 36a). Wir orientieren uns an dem nachfolgend dargestellten Regelprozess. Ausgangspunkt für die Identifikation von Risiken und Chancen ist die Abweichung von einem Planwert bzw. den Unternehmenszielen. Nach der Identifikation von Risiken und Chancen erfolgen die weitergehende Analyse bzw. Bewertung. Im Anschluss wird über die konkrete Handhabung entschieden, etwa um Risiken zu vermindern oder Chancen zu ergreifen. Der jeweilige Risikoeigner bewertet, implementiert und überwacht die damit verbundenen Maßnahmen. Diese Risiken werden nach Berücksichtigung von ergriffenen Mitigierungsmaßnahmen in einem Risiko-Reporting zusammengefasst und an die Entscheidungsträger*innen im Unternehmen bzw. entsprechende Kontrollgremien geleitet. Dies gewährleistet auch ein nachvollziehbares Monitoring der Entwicklung einzelner Risiken und Chancen sowie der gesamten Risikolage inklusive der ergriffenen Maßnahmen zur Mitigation.

Unsere Risikokultur, die Art und Weise, wie wir mit Risiken und Chancen umgehen, ist ein wesentlicher Bestandteil und in allen Unternehmensteilen verankert. Nachfolgend wird der Risiko- und Chancen-Management-Prozess anhand von fünf Elementen erläutert. Aus Vereinfachungsgründen wird hier von „Risiken“ anstatt jeweils von „Chancen und Risiken“ gesprochen. Es stehen jedoch immer sowohl positive als auch negative Abweichungen vom Planwert im Fokus. Beim Risiko-Management handelt es sich also immer um Chancen- und Risiko-Management.


Zusammengefasster Lagebericht – Risiko- und Chancen-Management | 120

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Das Risiko- und Chancen-Management-System

Risikokultur

Unsere Risikokultur beinhaltet die grundsätzlichen Einstellungen in Bezug auf Risiken und bildet das Fundament und den Rahmen für das tägliche Geschäft, um risikoorientierte Entscheidungen treffen zu können. Die Risikokultur ist verzahnt mit der Unternehmenskultur der Deutschen Telekom, welche einen positiven und transparenten Umgang mit Risiken fordert. Kern unserer Risikokultur ist das Motto „Jeder ist ein Risiko-Manager“, was bedeutet, dass grundsätzlich jeder Verantwortung für seine Risiken übernimmt und sie entsprechend des dargestellten Prozesses bearbeitet.

Unternehmensziele

Ausgangspunkt für die Identifikation von Risiken als Abweichungen von einem Planwert sind die Unternehmensziele (oder daraus abgeleitete Ziele der jeweiligen Einheit). Diese beinhalten quantitative und qualitative Ziele. Zur Bewertung der Bestandsgefährdung haben wir das Konzept der Risikotragfähigkeit implementiert. Die Risikotragfähigkeit ist die Deckungsmasse, mit der mögliche Verluste abgedeckt werden können. Die Deckungsmasse wird durch Eigenkapital und Liquidität definiert.

Risikoanalyse

Risikoidentifikation

Jedes Segment und die zentralen Konzernfunktionen erstellen nach den Vorgaben der zentralen Einheit Group Risk Governance und gemäß seinen spezifischen Wesentlichkeitsgrenzen quartalsweise eine Risikomeldung bzw. einen Risikobericht. Darin werden Risiken unter Berücksichtigung ihrer Ausmaße im Hinblick auf ihre Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage sowie ihre Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet, Handlungsbedarfe identifiziert und Maßnahmen aufgezeigt bzw. initiiert. Qualitative Faktoren, die unsere strategische Positionierung und Reputation beeinflussen, werden berücksichtigt. Für die Beurteilung der Risiken haben wir einen Zeitraum von zwei Jahren zugrunde gelegt. Dieser Zeitraum entspricht auch unserem Prognosezeitraum. Bestehen über den Prognosezeitraum hinaus wesentliche Risiken, werden diese fortlaufend beobachtet und dokumentiert. Zudem betrachten wir jährlich sog. Emerging Risks, die primär aus externen Studien abgeleitet werden. Dies sind Risiken und Chancen, die sich mit einer erheblichen Dynamik entwickeln und teilweise schwer einzuschätzen sind. Diese Risiken sind entweder neu oder sie gewinnen im Laufe der Zeit erheblich an Bedeutung für unser Unternehmen. Auslöser solcher Risken und Chancen können v. a. die technologischen Entwicklungen (z. B. die Digitalisierung), Umwelt (z. B. der Klimawandel), geopolitische Spannungen (z. B. Kriege oder Handelskonflikte), makroökonomische Faktoren (z. B. Fachkräftemangel oder Pandemien) oder Gefahren (z. B. Cyberattacken) sein.

Risikobewertung

Für die Bewertung der Einzelrisiken werden die Ausprägungen „Eintrittswahrscheinlichkeit“ und „Risikoausmaß“ herangezogen. Dabei gelten folgende Beurteilungsmaßstäbe:

Eintrittswahrscheinlichkeit Beschreibung
< 5 % sehr gering
5 bis 25 % gering
> 25 bis 50 % mittel
> 50 % hoch
Risikoausmaß Beschreibung
gering Begrenzte negative Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Vermögens-, Finanz- & Ertragslage, Reputation, < 200 Mio. € EBITDA AL-Einzelrisiko
mittel Negative Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Vermögens-, Finanz- & Ertragslage, Reputation, ≥ 200 Mio. € EBITDA AL-Einzelrisiko
hoch Beträchtliche Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Vermögens-, Finanz- & Ertragslage, Reputation, ≥ 500 Mio. € EBITDA AL-Einzelrisiko, betrifft ggf. mehr als eine Konzerneinheit
sehr hoch Schädigende negative Auswirkungen auf Geschäftstätigkeit, Vermögens-, Finanz- & Ertragslage, Reputation, ≥ 1,0 Mrd. € EBITDA AL-Einzelrisiko, betrifft ggf. mehr als eine Konzerneinheit

Zusätzlich wird zur Risikoquantifizierung die geeignete Verteilungsfunktion (z. B. PERT-Funktion) angewendet. Diese fließt auch in die Risikoaggregation ein. Das Risikoausmaß wird vorzugsweise mit der Auswirkung auf das EBITDA AL bewertet. Bei Relevanz ist eine Bewertung nach anderen Kennzahlen vorzunehmen, z. B. finanzwirtschaftliche Risiken auf den Cashflow oder bilanzielle Risiken auf die Abschreibungen, die ebenfalls in die Bewertung der Risikokategorien einfließen können. Durch die Einschätzung nach den zuvor genannten Ausprägungen kategorisieren wir die Einzelrisiken in unserem Risiko- und Chancen-Management-Prozess gemäß der folgenden Grafik in Top-Risiken und Risiken unter Beobachtung. Top-Risiken werden priorisiert gemanagt.


Zusammengefasster Lagebericht – Risiko- und Chancen-Management | 121

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.# Risiko-Portfolio

Wir berichten grundsätzlich die Top-Risiken (grau und dunkelgraue Schattierung). Ausnahmen sind möglich – etwa bei Risiken aus den Vorjahren, die wir aufgrund der Berichtsstetigkeit aufführen, auch wenn sie im Betrachtungszeitraum als „Risiko unter Beobachtung“ (weiße Schattierung) eingestuft werden. Zu beachten ist dabei: Risiken mit einem derzeit niedrig eingeschätzten Ausmaß können sich in Zukunft stärker auswirken als Risiken mit einem aktuell höher eingeschätzten Ausmaß. Grund dafür können Unsicherheitsfaktoren sein, die wir heute nicht einschätzen können und die außerhalb unseres Einflusses liegen.

Für den aggregierten Ausweis einer Gesamtrisikoposition wird eine „EBITDA AL at Risk“- sowie eine „Cashflow at Risk“-Berechnung durch Group Risk Governance für die Deutsche Telekom durchgeführt. Diese gibt an, dass mit einer bestimmten Eintrittswahrscheinlichkeit das in der Simulation ermittelte Risikoausmaß nicht überschritten wird. Die Risikoaggregationen erfolgen durch eine sog. Monte-Carlo-Simulation, bei der eine große Anzahl risikobedingt möglicher Zukunftsszenarien berücksichtigt wird. Die Gesamtrisikopositionen werden in Bezug zur Risikodeckungsmasse gesetzt, um eine bestandsgefährdende Entwicklung frühzeitig erkennen zu können. Die Risikotragfähigkeitsanalyse erfolgt quartalsweise im Rahmen der Risikoberichterstattung. Hierbei werden neben Eigenkapital und Liquidität auch der Marktwert der börsennotierten Beteiligungen, die Verbindlichkeiten und die Kredit- und Anleihebedingungen berücksichtigt.

Chancenidentifikation und -bewertung innerhalb des jährlichen Planungsprozesses.

Das systematische Management von Risiken ist die eine Seite, die langfristige Sicherung des Unternehmenserfolgs durch ein ganzheitliches Chancen-Management die andere. Für unseren jährlichen Planungsprozess ist es deshalb essenziell, Chancen zu identifizieren sowie diese strategisch und finanziell zu bewerten – und sie dadurch zum Bestandteil unserer Prognoseaussagen für die finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren zu machen. Das kurzfristige Ergebnis-Monitoring und der mittelfristige Planungsprozess helfen unseren operativen Segmenten und unserer Konzernzentrale dabei, das ganze Jahr über die Chancen in unserem Geschäft zu erkennen und zu nutzen. Während das kurzfristige Ergebnis-Monitoring auf Chancen abzielt, die v. a. das laufende Geschäftsjahr betreffen, stehen im mittelfristigen Planungsprozess Chancen im Fokus, die für unseren Konzern strategisch wichtig sind. Dabei unterscheiden wir zwei Arten von Chancen:

  • Externe Chancen, die Ursachen haben, die wir nicht beeinflussen können, z. B. die Rücknahme einer Zusatzsteuer in Europa.
  • Interne Chancen, die in unserem Unternehmen entstehen, z. B. durch organisatorische Fokussierung auf Innovations- bzw. Wachstumsfelder und -produkte oder durch Partnerschaften und Kooperationen, von denen wir Synergien erwarten.

Unseren Planungsprozess gestalten wir laufend effizienter, um mehr Freiräume zu schaffen. Die Vorplanungen unserer operativen Segmente münden in eine konzentrierte Planungsphase. In dieser Phase diskutieren Vorstände, Business Leader, leitende Angestellte und Experten aus allen Geschäftsbereichen intensiv über die strategische und finanzielle Ausrichtung des Konzerns und seiner operativen Segmente. Schließlich fügen sie all dies zu einem Gesamtbild zusammen. Wichtig ist bei diesem Prozess, Chancen aus Innovation zu identifizieren und diese strategisch sowie finanziell zu bewerten. Als Ergebnisse dieser „Denkrunden“ werden Chancen angenommen und in die Organisation überführt oder verworfen und zur Überarbeitung in die jeweiligen Arbeitsgruppen zurückgegeben.

Die beschriebene Risikoanalyse umfasst auch die Identifizierung und Bewertung von Risken und Chancen in Bezug auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung gemäß ESRS 2 GOV-5 § 36b.)

Risikohandhabung

Konzernversicherungsmanagement.

Soweit es möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, deckt ein konzernübergreifendes Versicherungsprogramm versicherbare Risiken ab. Dabei fungiert die DeTeAssekuranz – ein Tochterunternehmen der Deutschen Telekom AG – als Versicherungsmakler für das Konzernversicherungsmanagement: Die Gesellschaft entwickelt und implementiert Lösungen für die betrieblichen Risiken unseres Konzerns mittels Versicherungs- und versicherungsähnlichen Instrumenten und platziert diese in den nationalen und internationalen Versicherungsmärkten. Der Abschluss von Versicherungen ist für unseren Risikotransfer nach außen wesentlich. Voraussetzung für die Deckung von Risiken in unseren Konzernversicherungsprogrammen ist, dass ein Risikotransfer aus Bilanzschutzgründen des Konzerns erforderlich ist: Dazu muss das mögliche Risikoausmaß entweder eine „konzernrelevante“ Größe erreicht haben oder eine Risikobündelung und -steuerung auf Konzernebene notwendig sein, um das Konzerninteresse zu wahren (opportune Gründe/Kostenoptimierung/Risikoreduzierung).

Top-Risiko Risiko unter Beobachtung Risikoausmaß Eintrittswahrscheinlichkeit
sehr hoch > 50 %
hoch > 25–50 %
mittel 5–25 %
gering < 5 %
sehr gering

Zusammengefasster Lagebericht – Risiko- und Chancen-Management | 122 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Business Continuity Management (BCM).

Als Teil des operativen Sicherheits- und Risiko-Managements hilft das BCM dabei, Geschäftsprozesse vor den Auswirkungen schädigender Ereignisse und Unterbrechungen zu schützen. Durch stetige Analyse, Bewertung und Handhabe relevanter Risiken für Menschen, Technik, Infrastruktur sowie Liefer- und Leistungsbeziehungen und Informationen stellt das BCM die Kontinuität der Geschäftsprozesse sicher. Ziel ist es, potenzielle Bedrohungen frühzeitig zu erkennen sowie die Auswirkungen und Dauer einer Unterbrechung der kritischen Geschäftsprozesse auf ein akzeptables Mindestmaß zu reduzieren. Dabei gewährleistet die Fähigkeit zu einer wirksamen Antwort auf Bedrohungen eine entsprechende Widerstandsfähigkeit der Organisation. Hierzu identifiziert das BCM kritische und schutzwürdige Geschäftsprozesse einschließlich unterstützender Prozesse, Prozessschritte und Vermögenswerte (Menschen, Technik, Infrastruktur und Informationen sowie Liefer- und Leistungsbeziehungen). Zudem definiert es entsprechende Schutzmaßnahmen. Insbesondere untersucht das Sicherheitsmanagement in Abstimmung mit den jeweiligen Fachabteilungen und Prozessverantwortlichen die möglichen Folgen äußerer und innerer Bedrohungen mit einem ursächlichen Sicherheitsbezug, wie z. B. Naturkatastrophen, Vandalismus oder Sabotage. Sind Schadensausmaße und Schadenseintrittswahrscheinlichkeit bewertet, können vorbeugende Maßnahmen implementiert und Notfallpläne entwickelt werden.

Maßnahmen zur Risikobegrenzung.

Die Verantwortlichen leiten weitere Maßnahmen zur Risikobegrenzung ein und setzen diese um. Je nach Risikoart steht dazu eine Vielzahl von Maßnahmen zur Verfügung. Im Folgenden beschreiben wir exemplarisch einige dieser Maßnahmen:

  • Risiken aus dem Marktumfeld begegnen wir mit einem umfassenden Vertriebs-Controlling und einem intensiven Kunden-Management.
  • Risiken aus Marke und Reputation begegnen wir durch fortlaufende Markt- und Kommunikationsanalysen.
  • Operativen Risiken wirken wir mit einer ganzen Reihe von Maßnahmen entgegen: So verbessern wir unsere Netze durch stetige betriebliche und infrastrukturelle Maßnahmen und führen für unsere Mitarbeiter systematische Schulungs-, Weiterbildungs- und Qualifikationsprogramme durch.
  • Risiken aus dem politischen und regulatorischen Umfeld begegnen wir durch einen intensiven und konstruktiven Dialog mit Behörden und Politik.
  • Rechtsrisiken minimieren wir durch eine angemessene Verfahrensbetreuung und entsprechende Vertragsgestaltungen im Vorfeld.
  • Zins- und Währungsrisiken steuern wir mithilfe unseres systematischen Risiko-Managements und sichern sie durch den Einsatz derivativer und originärer Finanzinstrumente ab.
  • Der Bereich Konzernsteuern identifiziert frühzeitig eventuelle steuerliche Risiken und erfasst, bewertet und überwacht diese systematisch. Gegebenenfalls veranlasst er Maßnahmen zur Minimierung steuerlicher Risiken und stimmt sie mit den betroffenen Konzerngesellschaften ab. Ferner erstellt und kommuniziert der Bereich Richtlinien, um steuerliche Risiken zu vermeiden.

Im Zuge der Risikohandhabung fließen auch die Ergebnisse der Risikobewertung und interner Kontrollen in Bezug auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung in interne Prozesse ein (gemäß ESRS 2 GOV-5 § 36d).

Risiko-Monitoring

Der Risikobericht des Konzerns, in dem die wichtigen Risiken dargestellt sind, wird vierteljährlich für den Vorstand erstellt. Auch der Prüfungs- und Finanzausschuss des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom AG befasst sich in seinen Sitzungen mit diesem Bericht. Darüber hinaus informiert der Vorstand den Aufsichtsrat. Zusätzlich werden jährlich als Teil des Risikoberichts die sog. Emerging Risks dargestellt. Ebenfalls werden die Ergebnisse der Risikobewertung und der internen Kontrollen in Bezug auf das Verfahren der Nachhaltigkeitsberichterstattung gemäß ESRS 2 GOV-5 § 36e erfasst. Der Risikobericht gewährleistet u. a. ein nachvollziehbares Monitoring der Entwicklung einzelner Risiken sowie der gesamten Risikolage. Dies wird durch das konzernweite Risiko-Management-Tool unterstützt. Treten unerwartete Risiken auf, so werden diese unmittelbar gemeldet (auch außerhalb des vierteljährlichen Regel-Reportings). Über alle aktuellen Entwicklungen bzw. Änderungen im Risiko-Management-System informieren wir zudem den Prüfungs- und Finanzausschuss in einer jährlichen Sondersitzung.

Risiken und Chancen

Im Folgenden stellen wir alle wesentlichen Konzernrisiken und -chancen inklusive Emerging Risks dar, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und/oder die Reputation der Deutschen Telekom sowie über die Ergebnisse der Tochtergesellschaften die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Deutschen Telekom AG beeinflussen könnten.# Zusammengefasster Lagebericht – Risiko- und Chancen-Management

Wir betrachten ausschließlich Risiken und Chancen nach den ergriffenen Mitigierungsmaßnahmen (Nettobetrachtung). Lassen sich Risiken und Chancen eindeutig einem operativen Segment zuordnen, ist dies nachfolgend entsprechend dargestellt. Um die Auswirkungen der Risiken besser und verständlicher zu erläutern, haben wir die einzelbewerteten Risiken den folgenden Kategorien zugeordnet. Wenn mehrere Einzelrisiken einer Risikokategorie angehören, führen wir zur Ermittlung der Risikobedeutung eine Risikoaggregation mittels sog. Monte- Carlo-Simulation durch. In dieser Simulation berücksichtigen wir die Einzelrisiken mit ihrem individuellen Risikoausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit. Das Ergebnis, die Risikobedeutung, ist der „Value at Risk“. Dieser gibt an, dass mit einer bestimmten Eintrittswahrscheinlichkeit das in der Simulation ermittelte Risikoausmaß nicht überschritten wird. Im Fall von nicht quantifizierten Risikokategorien erfolgt eine Expertenschätzung. Die sich für die Risikokategorien ergebende Risikobedeutung untergliedert sich in vier Stufen:

Risikobedeutung Beschreibung
gering < 200 Mio. € Value at Risk
mittel ≥ 200 Mio. € Value at Risk
hoch ≥ 500 Mio. € Value at Risk
sehr hoch ≥ 1,0 Mrd. € Value at Risk

Unternehmensrisiken

Risikobedeutung Veränderung gegenüber Vorjahr
Strategische Risiken
Makroökonomisches Umfeld Deutschland mittel, unverändert
Makroökonomisches Umfeld USA mittel, unverändert
Makroökonomisches Umfeld Europa mittel, unverändert
Marktumfeld Deutschland gering, unverändert
Marktumfeld USA sehr hoch, unverändert
Marktumfeld Europa gering, unverändert
Strategische Umsetzung und Integration hoch, verbessert
Marke und Reputation gering, unverändert
Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Verantwortung mittel, unverändert
Gesundheit gering, unverändert
Operative Risiken
Technologie Deutschland gering, unverändert
Technologie USA mittel, unverändert
Technologie Europa gering, unverändert
Einkauf und Lieferanten mittel, unverändert
Datenschutz und Datensicherheit sehr hoch, unverändert
Sonstige operative Risiken mittel, unverändert
Regulatorische Risiken
Regulatorische Risiken mittel, unverändert
Rechts- und Kartellverfahren Siehe dazu „Rechts- und Kartellverfahren“
Compliance-Risiken Siehe dazu „Compliance-Risiken“
Finanzwirtschaftliche Risiken
Finanzwirtschaftliche Risiken mittel, unverändert

Strategische Risiken und Chancen

Risiken und Chancen aus dem makroökonomischen Umfeld. Als international tätiges Unternehmen operieren wir in einer Vielzahl von Ländern und mit unterschiedlichen Währungen. Ein größerer konjunktureller Einbruch könnte grundsätzlich zu einer verminderten Kaufkraft unserer Kunden führen und unseren Zugang zu den Kapitalmärkten beeinträchtigen. Währungskursschwankungen können sich auf unser Ergebnis auswirken. Die Unsicherheit über die weltwirtschaftliche Entwicklung bleibt weiterhin hoch. Insbesondere die anhaltend hohen geopolitischen Spannungen stellen einen bedeutenden Risikofaktor dar. Eine weitere Zuspitzung der Konflikte im Nahen Osten könnte zu steigenden Energiepreisen und Beeinträchtigungen der Lieferketten führen, insbesondere für unsere operativen Segmente Deutschland und Europa. Auch eine mögliche Ausweitung des Kriegs in der Ukraine zu einem globalen Konflikt könnte negative Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum in Europa sowie auf die Finanzmärkte haben. Die hybride Kriegsführung nimmt vermehrt zu, sodass auch die kritische Infrastruktur mehr in den Fokus rückt und somit erhöhter Schutz notwendig sein könnte. Zusätzliche Risiken könnten aus weiteren geopolitischen Konflikten, z. B. zwischen China und Taiwan oder Nord- und Südkorea, und der Unsicherheit aus internationalen Handelskonflikten resultieren. Vor dem Hintergrund zunehmender importbeschränkender Maßnahmen großer Volkswirtschaften ist die Unsicherheit in der Handelspolitik deutlich gestiegen. Weitere Handelsbarrieren würden die Importpreise erhöhen, die Produktionskosten für Unternehmen belasten und die Verbraucherpreise weiter ansteigen lassen. Zudem könnten Handelszölle und/oder geopolitische Krisen erheblichen Einfluss auf das Wirtschaftswachstum, insbesondere Deutschlands, haben. Darüber hinaus bestehen nach wie vor finanzielle Risiken, die sich aus hohen Schuldenständen, überhöhten Vermögensbewertungen und der nachlassenden Kreditqualität einiger Schuldner ergeben. Ein Anstieg der Unternehmensinsolvenzen könnte unser Geschäftskundensegment belasten. Gestiegene Lebenshaltungskosten und geringere verfügbare Haushaltseinkommen könnten im Privatkundensegment dazu führen, dass Kunden zu günstigeren Tarifen wechseln oder es vermehrt zu Zahlungsausfällen kommt. Zudem könnten grundsätzlich Extremrisiken, die ein hohes Schadensausmaß und eine sehr geringe Eintrittswahrscheinlichkeit haben, die Weltwirtschaft und unser Geschäft erheblich beeinträchtigen. Beispiele hierfür sind flächendeckende Extremwetterereignisse (z. B. Tsunamis, Sonnenstürme), disruptive neue Technologien, weitere kriegerische Auseinandersetzungen oder neue Pandemien. Diesen Risiken stehen Chancen gegenüber. Insbesondere könnte sich die Konjunktur besser entwickeln als erwartet, wenn die Konsumzurückhaltung der privaten Haushalte nachlässt. Eine mögliche Beilegung geopolitischer Konflikte oder niedrigere Energiepreise könnten zusätzlich das Vertrauen der Konsumenten stärken und das allgemeine Geschäftsklima verbessern.

Risiken aus dem Marktumfeld. Zu den wesentlichen Marktrisiken, denen wir ausgesetzt sind, zählt sinkende Rentabilität bei Diensten im Festnetz und im Mobilfunk. Ursachen dafür sind neben regulierungsbedingten Preissenkungen in erster Linie der anhaltend starke Wettbewerb in der Telekommunikationsbranche. Im Festnetz ist weiterhin mit anhaltendem Wettbewerbsdruck zu rechnen. Im Breitband-Markt nimmt der Wettbewerb durch Anbieter mit eigenem Glasfasernetz zu. Außerdem besteht weiterhin starker Preiswettbewerb mit hohen Anfangsrabatten durch Kabelnetzbetreiber und Anbieter ohne eigene Festnetz-Infrastruktur. Anhaltenden Preisdruck erwarten wir auch im Mobilfunk. Dies könnte sich negativ auf unsere Mobilfunk-Service-Umsätze auswirken. Hauptgrund für den Preisdruck sind datenzentrierte, preisaggressive Angebote. Es besteht weiterhin das Risiko von unvorhergesehenen preisaggressiven Maßnahmen kleinerer Wettbewerber. Technologische Neuerungen könnten den Preisdruck durch gestiegene Wechselbereitschaft der Kunden erhöhen. Ein weiteres Wettbewerbsrisiko liegt darin, dass wir sowohl im Festnetz als auch im Mobilfunk verstärkt Konkurrenten gegenüberstehen, die nicht zur Telekommunikationsbranche im engeren Sinne zählen, aber vermehrt in die klassischen Telekommunikationsmärkte eindringen: Dies gilt v. a. für große Unternehmen aus der Internet- und Unterhaltungselektronikbranche. Für uns besteht daraus das Risiko, Wertschöpfungsanteile und Margen dadurch zu verlieren, dass wir den direkten Kundenkontakt zunehmend an Wettbewerber verlieren. Die zunehmende Unzufriedenheit in Teilen der Gesellschaft könnte zu einer weiteren Polarisierung und kontroversen Auseinandersetzungen führen. Vermehrte Proteste, Demonstrationen und Streiks sind möglich, was Vandalismus, Diebstahl von Lagerbeständen oder Störungen von Technikstandorten auslösen könnte. T-Mobile US ist in einem Marktumfeld tätig, das durch intensiven Wettbewerb gekennzeichnet ist. Neben klassischen Telekommunikationsanbietern, die gebündelte Angebote einschließlich Inhalts- und mobiler Videodienste bereitstellen, gibt es zusätzlichen Wettbewerb, da die Mobilfunk-, Festnetz- und Satellitenbranchen zunehmend konvergieren. Darüber hinaus könnte eine mögliche Marktsättigung in den USA dazu führen, dass das Kundenwachstum der Mobilfunk-Branche im Vergleich zu den Vorjahren zurückgeht. Das Marktumfeld ist auch bei Spektrum wettbewerbsintensiv, was für die Verbesserung bestehender Angebote und die Einführung neuer Dienstleistungen von entscheidender Bedeutung ist. Durch den strategischen Erwerb von Spektrum kann T-Mobile US mit Highspeed-Internet ein eigenes Zugangsprodukt anbieten. Es liefert eine Grundlage für die Fortsetzung des Geschäfts mit Bündelangeboten. Darüber hinaus entwickelt und pflegt T-Mobile US weiterhin strategische Partnerschaften und MVNO-Beziehungen. T-Mobile US muss die eigene Marktstrategie als „Value Leader“, „Customer Service Leader“ und „5G Network Leader“ weiter erfolgreich schärfen bzw. umsetzen, um neue Privat- und Geschäftskunden zu gewinnen und bestehende zu binden. Sollte der Wettbewerbsdruck aufgrund von attraktiven Bündelangeboten sowie Endgeräteangeboten zunehmen, könnte es künftig schwierig werden, geschäftliche, finanzielle und operative Ergebnisziele zu erreichen. Die Innovationszyklen werden immer kürzer. Dies stellt den Telekommunikationssektor vor die Herausforderung, neue Produkte und Dienstleistungen in immer kürzeren Zeitabständen hervorbringen zu müssen. Neue Technologien verdrängen bestehende Technologien, Produkte und Services teilweise oder manchmal sogar vollständig. Dies könnte bei den angebotenen Diensten wie z. B. Telefonie, Internetzugang oder TV zu geringeren Preisen und Umsätzen führen – bis hin zur vollständigen Substitution durch neue, globale Anbieter. Diese Substitutionsrisiken könnten unseren Umsatz und unser Ergebnis beeinflussen. Dem Ausmaß der Substitutionsrisiken begegnen wir u. a. durch integrierte, zum Teil KI-basierte Lösungen mit Hyperpersonalisierung, Kontextbezug und konsistenter Interoperabilität unserer Produkte, um „Kunden zu Fans“ zu machen und dadurch zu binden. Beim Ausbau von Glasfasernetzen treten vermehrt neue Mitbewerber in Märkte ein, was für alle Marktteilnehmer zu verlängerten Amortisationszeiten führen könnte.# Zusammengefasster Lagebericht – Risiko- und Chancen-Management

Risiken aus strategischer Umsetzung und Integration

Die strategische Rivalität zwischen „dem Westen“ (geprägt durch die USA) und „dem Osten“ (geprägt durch China) könnte sich weiter verstärken, wodurch sich unterschiedliche Technologiesphären (z. B. bei der Weiterentwicklung von Standards für Telekommunikationsnetze) beschleunigen könnten. Unser operatives Segment Systemgeschäft steht ebenfalls vor Herausforderungen. So belasten ein beständig intensiver Wettbewerb sowie der anhaltende Kostendruck das klassische IT-Geschäft. Darüber hinaus führt der technische Wandel hin zu Cloud-Lösungen und Digitalisierung im IT- Geschäft zum Markteintritt kapitalstarker Wettbewerber. Dies könnte zu Umsatzrückgängen und Margenverfall bei T-Systems führen.

Wir befinden uns in einem stetigen Prozess strategischer Anpassungen und Kostensenkungsinitiativen. Können wir diese Vorhaben nicht wie geplant umsetzen, sind wir bestimmten Risiken ausgesetzt. So könnte der Nutzen der Maßnahmen geringer sein als ursprünglich abgeschätzt, sie könnten sich später als angenommen auswirken oder ihre Wirkung könnte ganz ausbleiben. Jeder dieser Faktoren – allein oder in Kombination – könnte sich negativ auf unsere Geschäfts-, Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

Um die entsprechenden Genehmigungen für den Unternehmenszusammenschluss von T-Mobile US und Sprint zu erhalten, wurden zahlreiche Verpflichtungszusagen gemacht. Die meisten Verpflichtungen wurden erfüllt. Nichtsdestotrotz können rechtliche oder finanzielle Konsequenzen drohen, falls verbleibende Verpflichtungen nicht erfüllt werden.

In den USA wird es aufgrund der Marktsättigung schwieriger und teurer, im Mobilfunk Wachstumschancen wahrzunehmen. Weiteres Kundenwachstum muss möglicherweise durch Aktivitäten außerhalb des Kerngeschäfts und neue Geschäftstätigkeiten erzielt werden.

T-Mobile US durchläuft zudem ein komplexes Digitalisierungsprogramm, das den Betrieb optimieren, das Kundenerlebnis verbessern und die Wettbewerbsfähigkeit insgesamt stärken soll. Diese Initiativen beinhalten neue Technologien, fortschrittliche Analytik und KI-gestützte Tools, die mit erheblichen Unsicherheiten einhergehen, darunter Integrationshürden, Risiken in Bezug auf Datenschutz und -sicherheit, die Einhaltung regulatorischer Anforderungen und der Bedarf nach entsprechend spezialisierten Fachkräften. Können diese Initiativen nicht wirksam durchgeführt oder keine robuste Akzeptanz erzielt werden, könnte sich der erwartete Nutzen schmälern sowie die Wettbewerbsfähigkeit, Ertragslage und die Reputation von T-Mobile US beeinträchtigt werden.

Die Zusammenarbeit mit chinesischen Lieferanten wird durch den andauernden Handelskonflikt zwischen den USA und China erschwert. Seit 2020 sanktionieren die USA aufgrund von Sicherheitsbedenken die Nutzung von US-Technologie für und durch chinesische Lieferanten. Dabei wirken sie auch auf andere Länder ein, sich entsprechend zu verhalten. In Deutschland hat der Gesetzgeber das „Zweite Gesetz zur Erhöhung der Sicherheit informationstechnischer Systeme“ (IT-Sicherheitsgesetz 2.0) im Jahr 2021 verabschiedet. Jeder 5G-Anbieter muss neue sog. kritische Funktionen und deren Lieferanten gemäß den Vorgaben des TKG-Sicherheitskatalogs vor der erstmaligen Inbetriebnahme den Behörden anzeigen. Die Bundesregierung kann in Fällen von Sicherheitsbedenken die Nutzung bestimmter Hersteller generell untersagen. Die Deutsche Telekom selbst prüft Komponenten, die sicherheitskritische Funktionen abbilden, seit Langem vor dem Einbau und laufend im Betrieb. Im Juli 2024 haben die Bundesregierung und die drei großen Netzbetreiber in Deutschland vereinbart, dass bis Ende 2026 alle Komponenten von Huawei und ZTE in den 5G-Kernnetzen und bis Ende 2029 die kritischen Management-Systeme zur Netzkonfiguration der beiden Hersteller in den 5G-Zugangs- und Transportnetzen zu ersetzen sind. Komponenten von ZTE nutzt die Deutsche Telekom nicht und im 5G-Kernnetz hat die Deutsche Telekom Huawei bereits entfernt. Für die bisherige proprietäre Software von Huawei für die Konfiguration des Antennen- und Transportnetzes entwickelt die Deutsche Telekom selbst eine alternative Software. Dies hilft auch dabei, die bereits in der Umsetzung befindliche Open-RAN-Strategie mit Nachdruck voranzutreiben. In anderen Ländern wie Österreich, der Tschechischen Republik und Polen besteht weiterhin die Möglichkeit, dass es zu einem angeordneten Austausch von Komponenten der Lieferanten in kritischer Infrastruktur innerhalb von vorgegebenen Fristen kommen kann. Durch die Einigung mit der Bundesregierung senken wir die Risikobedeutung der Risikokategorie „Strategische Umsetzung und Integration“ von sehr hoch auf hoch ab.

Chancen aus strategischer Umsetzung und Integration

In unserem strategischen Handlungsfeld Magenta Advantage entwickeln wir mit Partnern neue digitale Geschäftsmodelle auf der Basis unserer Vermögenswerte oder Fähigkeiten. Diese Partnerschaften bieten für uns u. a. Chancen auf höhere Umsätze und stärken nachhaltig die Kundenbindung. Seit Anfang 2022 bieten wir unseren Kunden exklusive Angebote und Vorteile im Rahmen unseres Loyalitätsprogramms Magenta Moments in der OneApp an. Kooperationen mit Partnerfirmen wie z. B. Rituals, Lindt, Paramount und Perplexity stellen einen wichtigen Baustein unserer Aktivitäten dar und werden im Rahmen der paneuropäischen Ausweitung unserer Loyalitätsmaßnahmen in Europa zukünftig noch entscheidender.

Die Disaggregation der Zugangsnetzwerke (im Mobilfunk: Open Radio Access Network, Open RAN; im Festnetz: Access 4.0) und Kernnetze (z. B.

Der Telekommunikations- und IT-Markt ist ein sehr dynamischer, hart umkämpfter Markt. Die wirtschaftlichen und wettbewerblichen Rahmenbedingungen sowie sich verändernde Kundenwünsche beeinflussen unser Handeln und wirken sich auf unsere Unternehmenskennzahlen aus. Grundsätzlich gehen wir von den Entwicklungen aus, wie wir sie im Kapitel „Prognose“ beschrieben haben. Neben den beschriebenen Risiken besteht die Chance, dass unsere Kunden in höherwertige, kombinierte Tarife wechseln, motiviert durch die führende Kundenerfahrung im „Besten Netz“. Ebenfalls könnte weiteres Wachstum durch Erschließung neuer Kundensegmente insbesondere in den USA (z. B. bei Geschäftskunden und kleinen und mittleren Unternehmen) generiert werden. Zudem könnten die immer kürzer werdenden Innovationszyklen die Möglichkeit eröffnen, die Digitalisierung unserer Gesellschaft voranzutreiben und unseren Privat- und Geschäftskunden innovative Produkte bzw. Lösungen anzubieten. Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) eröffnet darüber hinaus die Möglichkeit, weitere Prozesse zu digitalisieren bzw. schneller und qualitativ hochwertiger umzusetzen. Wir sind bereits auf dem Weg zu autonomen Netzen, die sich zunehmend selbst überwachen, steuern und konfigurieren, wodurch es weniger Ausfälle gibt und gleichzeitig eine höhere Qualität und bessere Energieeffizienz sichergestellt wird. Daher sind bei wachsender Konvergenz von Netz, IT und Produkten unsere Aktivitäten rund um Innovationen und Technologien entscheidend, wenn es darum geht, Chancen zu erkennen, zu nutzen und sie im zunehmenden Wettbewerb zu etablieren. In unserem Vorstandsbereich „Technologie und Innovation“ sind daher alle relevanten Funktionen unter einer gemeinsamen Leitung zusammengeführt, um eine enge Integration der Bereiche Technologie, Innovation, IT und Sicherheit zu ermöglichen. Wir stellen dabei die Entwicklung von menschzentrierten Lösungen und herausragenden nahtlosen Kundenerlebnissen in den Vordergrund und wurden im Berichtsjahr u. a. wiederholt für das „Beste Netz“ und unseren Chatbot Frag Magenta ausgezeichnet. | Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel „Konzernstrategie“.

Der von uns ausgebaute 5G-Mobilfunk-Standard bietet mit seiner deutlichen Erhöhung von Kapazität, Bandbreite und Verfügbarkeit sowie geringeren Latenzen mehr Zuverlässigkeit, Sicherheit und garantierte Dienstequalität z. B. für industrielle Anwendungsszenarien. Mit 5G können gestiegene Anforderungen bestehender Geschäftsmodelle kosteneffizienter bewältigt werden. Daneben bieten sich Chancen für weitere Geschäftsmodelle, indem man verbesserte Netzfähigkeiten (z. B. Netzzugang, Lokalisierung, Sicherheit, Identität, Speicherort, Datenzwischenspeicherung) an entsprechende Partner vermarktet. Wir haben mit 5G bereits viele Anwendungsfälle realisiert wie z. B. 5G-Campus-Netze, Applikationen für Erweiterte Realität (XR) und Unterstützung für autonomes Fahren. Gemeinsam mit anderen Technologien wie dem NarrowBand Internet of Things (NB-IoT) oder KI bildet 5G somit die Basis für die weitere Digitalisierung der Gesellschaft. Zur technischen Weiterentwicklung der Telekommunikationsnetze arbeiten wir mit der Industrie und Forschung zusammen an neuen Standards, die eine Reihe von aktuellen Herausforderungen an Kommunikationsnetze adressieren sollen: die Verbindung zwischen allen Menschen, die Orchestrierung verschiedener Zugangsnetze, Nachhaltigkeit und CO 2 -Neutralität sowie die weitere Untermauerung von Datenschutz, Vertrauen und Sicherheit. So haben wir im Berichtsjahr neue digitale Angebote auf den Markt gebracht, die zusätzliche Umsatzpotenziale erschließen können. Zum Beispiel ermöglichen wir über erste Netzprogrammierschnittstellen (Magenta API Capability Exposure) Software-Entwicklern und Firmen auf bestimmte Dienste und Leistungen des Netzes digital zuzugreifen, um so die Nutzungserfahrung und Sicherheit individueller Anwendungen von Dritten wie autonomes Fahren zu erhöhen. Zusätzlich ergeben sich in unserem Systemgeschäft Chancen auf neue Projektgeschäfte durch Datensouveränität, Multi-Cloud-Transformation und - optimierung sowie Zukunftsthemen wie KI und Industrial-Metaverse-Initiativen.## des 5G- Kernnetzes) als Teil unserer Netzwerk-Differenzierungsstrategie bietet die Erweiterung des Lieferanten-Ökosystems und dadurch eine Steigerung von Wettbewerb, Flexibilität und Innovationen als Chancen. Bei gleichzeitiger Forcierung von Automatisierung und Cloudifizierung erwarten wir zudem mittelfristig eine Reduzierung der Gesamtkosten sowie eine Erhöhung der Agilität und Geschwindigkeit in der Bereitstellung neuer Dienste und Leistungsmerkmale. Wir treiben die Transformation unserer IT mit agiler Entwicklung, Entkopplung und Cloudifizierung weiter voran. Durch diese Ansätze können neue Möglichkeiten beschleunigter Entwicklungen und effizienter IT-Produktion ausgeschöpft werden, indem modulare Komponenten, sog. Microservices, und Application Programming Interfaces (API) bereitgestellt und in einer skalierbaren Cloud mit modernster Technologie produziert werden. Zudem eröffnet die agile und entkoppelte Entwicklung die Chance, durch flexible kleinere Software-Releases Big-Bang-Risiken bei der Ablieferung mächtiger Software- Releases zu verringern.

Risiken und Chancen aus Marke und Reputation.

Eine unvorhersehbare negative mediale Berichterstattung über unsere Produkte und Dienstleistungen oder unsere unternehmerische Tätigkeit und Verantwortung könnten einen großen Einfluss auf die Reputation unseres Unternehmens und unser Marken- Image haben. Durch soziale Medien könnte es zu einer noch schnelleren und weiteren Verbreitung solcher Informationen und Meinungen kommen. Dies kann auch KI-produzierte Fehl- oder Desinformationen über die Deutsche Telekom beinhalten. Letztlich könnte sich eine negative Berichterstattung auf unseren Umsatz und unseren Markenwert auswirken. Um dies zu vermeiden, sind wir in einem ständigen intensiven und konstruktiven Dialog mit unseren Interessengruppen v. a. mit unseren Kunden, den Medien und der Finanzwelt. Höchste Priorität hat für uns, die Interessen aller Anspruchsgruppen möglichst ausgewogen zu berücksichtigen und somit unserem Ruf gerecht zu werden, ein verlässlicher Partner zu sein.

Nachhaltigkeitschancen und -risiken und gesellschaftliche Verantwortung.

Zu einem umfassenden Risiko- und Chancen-Management gehört für uns auch, Chancen und Risiken zu berücksichtigen, die aus ökologischen oder sozialen Aspekten resultieren bzw. aus der Führung unseres Unternehmens. Der Vorstand hat Systeme zur Risikoerfassung und -mitigation – insbesondere das Risiko- und Chancen-Management-System und das interne Kontrollsystem, einschließlich des Compliance-Management-Systems – implementiert. Nachhaltigkeitsthemen sind dabei sowohl im Risiko- und Chancen-Management- System als auch im internen Kontrollsystem integriert. Beide Systemen berücksichtigen Nachhaltigkeitsaspekte, die im Einklang mit der fortlaufenden Weiterentwicklung der regulatorischen Vorgaben weiter an Bedeutung zunehmen.

Im Berichtsjahr haben wir unsere Wesentlichkeitsanalyse erneut zum Ausgangspunkt genommen, um finanzielle Risiken und Chancen zu identifizieren und zu bewerten, die sich aus unseren Nachhaltigkeitsthemen ergeben können. Im Konzern werden Chancen und Risiken grundsätzlich durch den Risiko- und Chancen-Management-Prozess bewertet. Damit werden viele Themen abgedeckt, die auch aus Nachhaltigkeitsperspektive eine hohe Relevanz haben. Die ergänzende Betrachtung von Risiken und Chancen im Rahmen der Wesentlichkeitsanalyse hilft dabei, zusätzlich zu den Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit auf Gesellschaft und Umwelt, finanzielle Auswirkungen auf unser Unternehmen in den Blick zu nehmen. Ergeben sich dabei neue Erkenntnisse fließen diese in den Risiko- und Chancen- Management-Prozess ein. Dazu binden wir alle relevanten Interessengruppen aktiv und systematisch in den Prozess ein, um aktuelle und potenzielle Risiken und Chancen entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu ermitteln. Das kontinuierliche Monitoring von ökologischen, sozialen und

Zusammengefasster Lagebericht – Risiko- und Chancen-Management | 126 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Governance-Themen geht einher mit der systematischen Ermittlung der Positionen unserer Interessengruppen zu diesen Themen. Wichtige Tools dabei sind: eine Dokumentenanalyse – berücksichtigt werden u. a. Gesetzestexte, Studien und Veröffentlichungen in Medien, unsere Mitarbeit in Arbeitsgruppen und Gremien (inter-)nationaler Unternehmens- und Sozialverbände wie z. B. GeSI, Connect Europe, BDI, Bitkom, Econsense und BAGSO, von uns organisierte Dialogformate sowie unsere verschiedenen Publikationen wie Pressespiegel und Newsletter sowie Workshops mit Experten unseres Unternehmens. Dadurch erfassen wir die dazu gehörige Positionierung und Maßnahmenentwicklung in den verschiedenen Geschäftsbereichen.

Weitere Informationen zum Thema Nachhaltigkeit finden Sie im Kapitel „Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung“.

Folgende Themen haben wir als die wesentlichen unseres Nachhaltigkeitsmanagements identifiziert:

  • Reputation. Der Umgang mit Nachhaltigkeitsthemen birgt für unsere Reputation sowohl Risiken als auch Chancen. Eine hohe Service-Qualität ist einer der wichtigsten Faktoren für eine bessere Kundenwahrnehmung. Um die Wichtigkeit des Themas Kundenzufriedenheit zu unterstreichen, ist die Kundenzufriedenheit in unserer Konzernsteuerung als nichtfinanzieller Leistungsindikator verankert. Transparenz und Reporting tragen dazu bei, das Vertrauen anderer externer Interessengruppen in unseren Konzern zu fördern. Diesem Zweck dienen auch unsere Geschäfts- und CR-Berichte. Dagegen können Themen wie Geschäftspraktiken, Datenschutz oder Arbeitsstandards bei Zulieferern sowie der Umgang mit Menschenrechten und ethischer Umgang mit bzw. Einsatz von KI auch Reputationsrisiken beinhalten: Finden sich unsere Marken, Produkte oder Dienstleistungen im Zusammenhang mit diesen Thematiken in einer negativen medialen Berichterstattung, könnte das unserer Reputation großen Schaden zufügen. Wir überprüfen kontinuierlich solche möglichen Risiken und leiten ggf. Mitigierungsmaßnahmen ein, um sie zu minimieren. Dazu gehört auch die Ermittlung der Relevanz der Risiken zu Nachhaltigkeitsthemen und deren reputative Wirkung über Unternehmensbereiche hinweg. Zudem ermitteln wir positive Nachhaltigkeitsbeiträge unserer Produkte und Dienstleistungen, um unsere Reputation entsprechend zu beeinflussen. Mögliche Reputationsrisiken fließen auch in unser Compliance-Risk-Assessment ein.

  • Klimaschutz. Im Rahmen unserer integrierten Klimastrategie befassen wir uns sowohl mit den Risiken als auch mit den Chancen, die der Klimaschutz für uns und unsere Interessengruppen birgt. ICT-Produkte und -Dienstleistungen werden im Jahr 2030 trotz zu erwartender Rebound-Effekte das Potenzial haben, in anderen Branchen bis zu neunmal so viel CO 2 -Emissionen einzusparen, wie das Wachstum der ICT-Branche selbst verursachen wird (Bitkom-Studie: Klimaeffekte der Digitalisierung). Das Einsparpotenzial digitaler Technologien ist also deutlich größer als der erzeugte CO 2 -Ausstoß. So besteht die Möglichkeit, bei Annahme eines optimistischen Szenarios bis zu 9 % der globalen CO 2 -Emissionen im Jahr 2030 einzusparen. Es wird zudem ein Investitionsvolumen von etwa 3 Billionen US-Dollar in innovative Lösungen bis 2030 erwartet, welches nicht nur zum Ausbau des Geschäfts führen wird, sondern auch die SDGs unterstützt. Diese Entwicklung begleiten wir, indem wir unser Produkt-Portfolio hinsichtlich Nachhaltigkeitsvorteilen bewerten. Zusätzlich wollen wir das Verhältnis aus Emissionen, die durch unsere Produkte und Dienste eingespart werden können, und Emissionen, die in unserer eigenen Wertschöpfungskette entstehen, kontinuierlich verbessern. Unter den Risiken, die der Klimawandel mit sich bringt, sind bereits heute zunehmend extreme Wetterbedingungen erkennbar. Solche Unwetterereignisse könnten unsere Infrastruktur beschädigen und den Netzbetrieb stören. Dies würde unsere Interessengruppen unmittelbar beeinflussen, z. B. unsere Kunden, Zulieferer und Mitarbeiter. Umsatzeinbußen oder geringere Kundenzufriedenheit könnten die Folge sein. Die Betrachtung des Risikos für die Fortführung des Betriebs wird durch das Risiko-Management abgedeckt und operativ in den Geschäftseinheiten gesteuert. Die Deutsche Telekom begrüßt die hinter der Task Force on Climate-related Financial Disclosures (TCFD) stehenden Ziele und bemüht sich aktiv um deren Umsetzung. Auf Basis einer Lückenanalyse zur Abdeckung der TCFD-Empfehlungen haben wir in verschiedenen Workshops mit relevanten Akteuren aus Technik, Einkauf, Strategie und Risikomanagement die wesentlichen klimabezogenen Chancen und Risiken der Deutschen Telekom AG definiert und eine erste Gewichtung vorgenommen. Im nächsten Schritt führten wir für Deutschland exemplarisch eine Standortanalyse der physischen Klimarisiken in verschiedenen Klimaszenarien durch („Business-as-Usual“ und „Vier-Grad“), welche im Zuge eines länderübergreifenden Projekts internationalisiert wurden. Beteiligt sind unsere Gesellschaften in Deutschland, Ungarn, Kroatien, Griechenland, der Slowakei, der Tschechischen Republik, Polen, Österreich und den USA, die circa 97 % des Konzernumsatzes repräsentieren. Neben den physischen Risiken wurden auch die transitorischen Risiken (Bedrohungen, die durch plötzliche Anpassungen von Wirtschaftszweigen an den Klimawandel entstehen) mittels eines Workshops einer detaillierten Analyse unterzogen.

Weitere Informationen hierzu finden Sie im Kapitel „Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung“.

Einen Beitrag zur weiteren Vorbeugung können wir zusätzlich leisten, indem wir unsere eigenen CO 2 -Emissionen reduzieren. Aus diesem Grund haben wir uns 2021 das ambitionierte Ziel gesetzt, unsere konzernweiten CO 2 -Emissionen (Scope 1 und 2) bis 2025 auf „Netto-Null“ zu bringen. Dazu werden wir weltweit die Emissionen aus unserem eigenen Betrieb um bis zu 95 % im Vergleich zu 2017 reduzieren.# Risiken und Chancen

Wir beabsichtigen, die verbleibenden Emissionen unseres CO 2 -Fußabdrucks durch hochwertige Offsetting-Maßnahmen zur Bindung von CO 2 aus der Atmosphäre auszugleichen, z. B. durch Aufforstung. Außerdem birgt der Klimaschutz auch finanzielle Risiken, sei es durch die aufkommenden Abgaben für CO 2 -Emissionen oder erhöhte Energiekosten sowie verstärkte Vorgaben für Produkte, z. B. im Hinblick auf Energieeffizienzanforderungen. Um diesen Risiken entgegenzuwirken, messen wir u. a. unsere eigene Energieeffizienz und entwickeln Mitigierungsmaßnahmen, um diese zu verbessern. Unsere ab 2021 beschlossenen Nachhaltigkeitsziele für die Vorstandsvergütung des jeweiligen jährlichen Energieverbrauchs und der jährlichen CO 2 -Emissionen für Scope 1 und 2 unterstützen zusätzlich die Erreichung der Klimaziele und Energieeffizienzmaßnahmen. In einem konzernweiten Programm adressieren wir gezielt unsere Zulieferkette und arbeiten an der Optimierung unserer Produkte und deren Verpackung. Seit 2021 deckt der Konzern seinen Strombedarf zu 100 % aus erneuerbaren Energien ab. Dies passiert durch Power Purchase Agreements und andere Formen von Direktbezug, u. a. auch durch Herkunftsnachweise.

Sorgfaltspflichten im Konzern (Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz)

Insbesondere aufgrund unserer globalen Beschaffungstätigkeiten könnten wir länder- und lieferantenspezifischen Risiken ausgesetzt sein. Dazu zählen z. B. mangelhafte Arbeits- und Sicherheitsbedingungen vor Ort. Verstöße könnten den Betroffenen großen Schaden zufügen und könnten für Unternehmen einen Reputationsverlust bedeuten sowie negative wirtschaftliche Folgen hervorrufen. Unser LkSG-Management-System beinhaltet Sorgfaltspflichtenprozesse, die darauf ausgerichtet sind, Risiken oder auch Verstöße im Zusammenhang mit Menschenrechten und Umweltbelangen zu erkennen und darauf aufbauend angemessene Präventiv- und/oder Abhilfemaßnahmen zu ergreifen. Es umfasst den eigenen Geschäftsbereich, also alle Konzerngesellschaften, auf die die Deutsche Telekom AG einen bestimmenden Einfluss ausübt (was insbesondere auf T-Mobile US nicht zutrifft) sowie unsere unmittelbaren (direkten) und mittelbaren (indirekten) Zulieferer. Das LkSG-Management-System ist mit diversen, im Konzern etablierten Risikoprozessen verknüpft, z. B. mit dem Compliance-Risk- Assessment unseres Compliance-Management-Systems. Zentraler Bestandteil des LkSG-Management-Systems ist die jährliche Risikoanalyse für die zum eigenen Geschäftsbereich gehörenden Konzerngesellschaften und deren unmittelbare Zulieferer. Zusätzlich werden anlassbezogen Risikoermittlungen für die gesamte Wertschöpfungskette durchgeführt, beispielsweise vor Unternehmensakquisitionen. Um die Funktionsfähigkeit des LkSG-Management-Systems zu überwachen, hat die Deutsche Telekom die Funktion „Menschenrechtsbeauftragter“ bzw. „LkSG-Beauftragter“

Zusammengefasster Lagebericht – Risiko- und Chancen-Management | 127

Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024. definiert, welche vom Vice President Group Corporate Responsibility ausgeübt wird. Diese Person berichtet direkt an den Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Telekom AG und verfügt über weitere Unterstützungsfunktionen. Soweit sie nach landesgesetzlichen Regelungen dazu verpflichtet sind (z. B. nach dem deutschen LkSG), haben Konzerngesellschaften in gleicher Form Überwachungsfunktionen für ihren Geschäftsbereichen benannt.

Gesundheit

Der Mobilfunk bzw. die elektromagnetischen Felder, die der Mobilfunk nutzt, lösen immer wieder Bedenken in der Bevölkerung über mögliche Gesundheitsrisiken aus. Dazu gibt es eine anhaltende öffentliche, politische und wissenschaftliche Diskussion. Die Akzeptanzprobleme in der Öffentlichkeit betreffen dabei zumeist die Mobilfunknetze, seltener den Einsatz mobiler Endgeräte wie Smartphones, Tablets und Laptops. Diese Diskussion hat verstärkt Auswirkungen auf den Ausbau der Mobilfunk-Infrastruktur. Es besteht das Risiko regulatorischer Eingriffe, wie etwa die Verschärfung der Grenzwerte für elektromagnetische Felder oder die Umsetzung von Vorsorgemaßnahmen für den Mobilfunk, z. B. durch Veränderungen im Baurecht. Basierend auf dem aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand haben anerkannte Gremien, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Internationale Strahlenschutzkommission (ICNIRP), in den vergangenen Jahren wiederholt die geltenden Grenzwerte für den Mobilfunk überprüft und, bei Einhaltung dieser Werte, die sichere Nutzung der Mobilfunk-Technik bestätigt. Die Grenzwert-Empfehlungen werden auch weiterhin regelmäßig von (inter-)nationalen Fachgremien geprüft. Wir sind davon überzeugt, dass die sichere Anwendung der Mobilfunk-Technik durch die Einhaltung der geltenden Grenzwerte gewährleistet wird. Dabei stützen wir uns auf die Bewertung der anerkannten Gremien. Basis unseres verantwortungsvollen Umgangs mit diesem Thema ist unsere konzernweite EMF-Leitlinie: In dieser verpflichten wir uns – weit über die gesetzlichen Anforderungen hinaus – zu mehr Transparenz, Information, Partizipation und zur Orientierung an wissenschaftlichen Fakten. Wir arbeiten daran, Bedenken in der Bevölkerung durch sachliche, wissenschaftlich fundierte und transparente Informationen abzubauen. So sehen wir uns auch weiterhin in der Pflicht, den vertrauensvollen Austausch mit Kommunen fortzusetzen und erfolgreich zu gestalten. Dies gilt insbesondere, nachdem die Zusammenarbeit mit Kommunen beim Mobilfunk-Ausbau gesetzlich verankert wurde.

Operative Risiken und Chancen

Risiken aus Technologie

Wir verfügen über immer leistungsfähigere Informations-/Netztechnik-Infrastruktur (IT-/NT-), die wir beständig ausbauen und modernisieren, um das beste Kundenerlebnis sicherzustellen und unsere Technologieführerschaft zu festigen. Ausfälle der aktuellen und zukünftigen technischen Infrastruktur können nicht vollständig ausgeschlossen werden und könnten im Einzelfall einen Umsatzausfall oder Kostensteigerungen nach sich ziehen; schließlich bilden unsere IT-/NT-Ressourcen und -Strukturen die wesentliche organisatorische und technische Plattform für unsere Geschäftstätigkeit. Die zunehmende Konvergenz von IT/NT birgt Risiken. Um diesen gesamthaft zu begegnen, sind unsere Technologie-, Innovations-, IT- und Sicherheitsaufgaben im Vorstandsressort „Technologie und Innovation“ gebündelt. Es können Risiken entstehen, die alle IT-/NT-Systeme und -Produkte mit Internetanbindung betreffen. So könnten Störungen zwischen neu entwickelten und bereits bestehenden IT-/NT-Systemen zu Unterbrechungen bei Geschäftsprozessen, Produkten und Services führen, wie z. B. bei Smartphones und MagentaTV oder bei Connectivity für Geschäftskunden. Um Ausfallrisiken, z. B. ausgelöst durch Naturkatastrophen oder Feuer, zu vermeiden, nutzen wir technische Frühwarnsysteme und Dopplungen von IT-/NT-Systemen. Das Computer Emergency Response Team (CERT) der Deutschen Telekom Security befasst sich mit der Sicherheit der IT-Infrastruktur und Anwendungen unserer Geschäftskunden. Beim Cloud Computing lagern alle Daten und Anwendungen in Rechenzentren. Unsere europäischen Rechenzentren sind sicherheitszertifiziert und erfüllen die strengen Datenschutzbestimmungen sowie die Regularien der EU. So sind alle Daten von Unternehmen und Privatpersonen vor fremdem Zugriff geschützt. Ständige Pflege und automatische Updates halten die Sicherheitsvorkehrungen stets auf dem aktuellsten Stand. Auf Basis eines konzernweit standardisierten Business Continuity Managements (BCM) setzen wir zudem organisatorische und technische Maßnahmen ein, um Schäden zu verhindern bzw. deren Auswirkungen zu mindern. Versicherbare Risiken decken wir zudem im Rahmen unseres Versicherungsprogramms ab. Für die Bereitstellung und Unterstützung von Services stützt sich T-Mobile US auf eigene Systeme und Netze sowie die Systeme und Netze anderer Anbieter und Zulieferer. Die Geschäftstätigkeiten von T-Mobile US – wie auch die Tätigkeiten der meisten Einzelhändler und Mobilfunk-Unternehmen – umfassen den Empfang, die Speicherung und Übertragung vertraulicher Kundendaten, einschließlich sensibler personenbezogener Daten sowie Zahlungsdaten, vertraulicher Informationen über Mitarbeiter und Zulieferer sowie anderer sensibler Daten über T-Mobile US wie Geschäftspläne, Transaktionen und geistiges Eigentum. Cyberangriffe wie Denial of Service und andere böswillige Angriffe oder andere System- oder IT-Fehler wie Hardware- oder Software-Fehler könnten die internen Systeme, Netze und Anwendungen von T-Mobile US zum Erliegen bringen, die Fähigkeit des Unternehmens zur Erbringung seiner Dienste beeinträchtigen und das Geschäft auf andere Weise negativ beeinflussen. Zur Sicherstellung von Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in der Branche mithilfe neuer und neu entstehender Netztechnologien muss sich T-Mobile US auf zukünftige technologische Veränderungen einstellen, darunter 6G und AI-RAN. T-Mobile US ist derzeit zwar 5G-Marktführer, gelingt es dem Unternehmen jedoch nicht, Markttrends korrekt einzuschätzen, innovative Lösungen effizient zu integrieren oder die Qualität und Zuverlässigkeit des Netzes aufrechtzuerhalten, könnte die Wettbewerbsfähigkeit geschwächt und das Geschäft sowie die Ertragslage beeinträchtigt werden.

Chancen aus Technologie

Die Nutzung großer Datenmengen (Big Data) aus unseren Netzen und deren Analyse mithilfe von Künstlicher Intelligenz (KI) oder maschinellem Lernen (ML) kann aufgrund der höheren Transparenz Entscheidungsprozesse verbessern und beschleunigen, zum Teil auch automatisieren (z. B. zur Identifikation und Korrektur von Fehlersituationen im Netz, bis hin zu autonomen Netzen).# Zusammengefasster Lagebericht – Risiko- und Chancen-Management

Möglich wird dies, weil von einer hypothesengestützten zu einer faktenbasierten Entscheidungsfindung übergegangen wird und z. B. Korrelationen erkannt werden können. Durch ML kann somit beispielsweise aus der Analyse von Netzwerk-Daten der Energieverbrauch unserer Technik vorausschauend gesteuert werden. In Forschungsprojekten prüfen wir, inwieweit die Quantentechnologie für einen verbesserten Schutz unserer Netze vor unbefugtem Zugriff und Manipulation Verwendung finden kann. Unser operatives Segment Systemgeschäft besetzt innovative Geschäftsfelder im Umfeld der Digitalisierung von Geschäftsprozessen wie Cloud Computing, KI, Automatisierung und Cybersicherheit. Diese Geschäftsfelder könnten sich schneller als angenommen entwickeln. Als Vorreiter der Digitalisierung haben wir die Chance, mit verschiedenen Projekten im Gesundheitswesen, der öffentlichen Verwaltung, im Automobil-Segment und im Bereich Mobility Solutions die Marktentwicklung mitzugestalten. Im Rahmen dieser datenbasierten, digitalen Geschäftsmodelle ist unser partnerbasierter Ansatz sehr Erfolg versprechend, um unsere Kernkompetenzen in puncto Beratung, Mehrwert-Services für hybride IT-Landschaften und Cybersicherheit in verschiedenen Projekten einzubringen. Zudem verfügen wir über Referenzen bezüglich strategischer Engagements in unseren Fokusbranchen: Automobil, Gesundheitswesen und öffentliche Hand. Darüber hinaus sehen wir Entwicklungsmöglichkeiten im Umfeld von Sovereign Clouds, Professional Services und Managed Services für Public Cloud. Als Technologie- und Entwicklungspartner befinden wir uns in einer guten Wettbewerbsposition, was das Mautgeschäft in Europa betrifft. Durch den Betrieb eines europäischen elektronischen Maut-Services (EETS) durch die Toll4Europe haben wir als deren Mehrheitsgesellschafter und IT-Provider wertvolle Referenzen erworben, die uns helfen, uns vom Wettbewerb zu differenzieren.

Einkauf- und Lieferantenrisiken

Die Deutsche Telekom arbeitet mit einer Vielzahl von Lieferanten für technische (Informations- und Kommunikationstechnik) und nicht technische Produkte und Dienstleistungen zusammen. Zu den Produkten und Dienstleistungen mit latent höherem Risiko zählen u. a. Soft- und Hardware, Netztechnik-Komponenten und alle Produkte und Dienstleistungen, die direkt dem Endkunden bereitgestellt werden. Die Lieferketten der Deutschen Telekom könnten z. B. durch geopolitische Spannungen (u. a. technologische Sanktionen der USA gegen China), Cyberangriffe oder Reorganisation von Lieferketten gestört werden. Darüber hinaus könnten aus Abhängigkeiten von einzelnen Zulieferern bzw. dem Ausfall von einzelnen Lieferanten zusätzliche Risiken entstehen. Dies gilt insbesondere für chinesische Lieferanten von Telekommunikationstechnik. Diesen Herausforderungen begegnen wir mit organisatorischen, vertraglichen und einkaufsstrategischen Maßnahmen. Bei T-Mobile US gibt es in bestimmten Bereichen, wie z. B. Endgeräten, nur wenige Lieferanten, die adäquate Leistungen erbringen können. Das könnte zu ungünstigen Vertragsbedingungen und zu geringer Flexibilität, zu alternativen Drittanbietern zu wechseln, führen. Unerwartete Vertragskündigungen, Schwierigkeiten bei der Vertragsverlängerung oder Betriebsunterbrechungen bei den Lieferanten könnten negative Auswirkungen auf T-Mobile US zur Folge haben.

Risiken und Chancen aus Datenschutz und Datensicherheit

Datenschutz

Alle Konzerngesellschaften unterliegen spezifischen Datenschutzregelungen (in der EU insbesondere der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)). Diese Anforderungen müssen implementiert und deren Einhaltung kontrolliert werden. Datenschutzvorfälle könnten mit sehr hohen Bußgeldern (bis zu 2 bis 4 % des weltweiten Konzernumsatzes) geahndet werden. Das Bußgeldkonzept der europäischen Aufsichtsbehörden würde dabei Anwendung finden. Es sieht auch bei Vorfällen mit geringer Kritikalität hohe Bußgelder vor. Die Bußgeldpraxis der Aufsichtsbehörden zeigt, dass mehr und höhere Bußgelder verhängt werden. Trotz Mitigierungsmaßnahmen sowie sehr gut etablierter Datenschutz-Management-Strukturen können Datenschutzvorfälle grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden, da nahezu alle Verarbeitungen bzw. Prozesse im Konzern datenschutzrechtlich relevant sind. Dabei könnten Fehler entstehen, die mit Reputations-, Kosten- und Sanktionsrisiken verbunden sind.

Seit Einführung der DSGVO gibt es in Europa ein weitgehend harmonisiertes Datenschutzrecht. Davon profitiert die Deutsche Telekom als Konzern, da nationale datenschutzrechtliche Sonderregelungen und ihre Umsetzung in den einzelnen Gesellschaften in der Europäischen Union (EU) weitgehend entfallen sind. Dies hat die Koordinationsaufwände etwas verringert. Auch bei der Übermittlung personenbezogener Daten in Länder außerhalb der EU wird ein angemessenes Schutzniveau sichergestellt. Die aktuellen Binding Corporate Rules Privacy (BCRP) der Deutschen Telekom in der Version 3.0 bilden die konzernübergreifende interne Regelung zum Datenschutz. Alle teilnehmenden Unternehmen haben sich auf diese Konzernrichtlinie verpflichtet. Dadurch wird ein angemessenes Datenschutzniveau bei der Übermittlung von Daten in sog. Drittländer sichergestellt.

Grundsätzlich gelten nach dem „Schrems II“-Urteil des EuGH aus dem Jahr 2020 für Unternehmen strengere Anforderungen für die Übermittlung von Daten in sog. Drittländer ohne Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission, deren Einhaltung für Unternehmen mit erheblichem Aufwand verbunden ist. Die Deutsche Telekom begrüßt deswegen das zwischen der EU und den USA verabschiedete „EU-U.S. Data Privacy Framework“, welches für mehr Rechtssicherheit bei der Zusammenarbeit mit US-Unternehmen sorgen soll. Gegen dieses Abkommen sind Klagen anhängig und weitere wurden angekündigt. Als Mitigierungsmaßnahme sichert die Deutsche Telekom die Übermittlungen von personenbezogenen Daten an Unternehmen in den USA auch unabhängig von einer abschließenden gerichtlichen Klärung zusätzlich durch Standardvertragsklauseln der EU-Kommission ab.

In den USA wird die Telekommunikationsbranche von der Federal Communications Commission (FCC) und Federal Trade Commission (FTC) auch hinsichtlich der Datenschutzgesetze streng geprüft. Die Nichterfüllung der verschärften Datenschutzgesetze könnte zu hohen Strafzahlungen führen. Durch den ständig steigenden Bedarf an Daten wachsen auch die Herausforderungen bei der Erfassung, Nutzung, Weitergabe und Verwaltung der persönlichen Daten von Kunden.

Die Deutsche Telekom setzt sich kontinuierlich und intensiv mit technischen Entwicklungen und Digitalisierungsprojekten im Sinne der Konzernstrategie auseinander. So erfolgt beispielsweise die Nutzung von IT-Systemen mit KI innerhalb des Konzerns stets im Einklang mit den geltenden Datenschutzgesetzen und -vorschriften. Sobald eine neue KI-Lösung im Konzern eingeführt werden soll, muss das Privacy and Security Assessment (PSA) durchlaufen werden. Dieser mittlerweile vollständig digitale Prozess erfüllt die Vorgaben der DSGVO hinsichtlich der Durchführung einer Datenschutzfolgeabschätzung zur Bewertung und Dokumentation von Risiken bei Datenverarbeitungen. Im PSA-Prüfverfahren werden alle zum System bzw. Projekt passenden Datenschutz- und Sicherheitsanforderungen automatisch zugeordnet und anschließend durch die Fachseiten abgearbeitet. Hierzu zählt auch eine gesonderte Datenschutzanforderung KI, die dabei hilft, datenschutzkonforme Systeme zu entwickeln, die auf KI basieren oder diese einsetzen. Dabei werden nicht nur die allgemeinen Datenschutzgrundsätze (Rechtmäßigkeit, Transparenz, Zweckbindung etc.) berücksichtigt, sondern auch konkrete Anwendungsszenarien wie generative KI und Profiling behandelt.

Für den Telekommunikationssektor in der EU gibt es mit der E-Privacy-Richtlinie und entsprechenden nationalen Umsetzungsgesetzen weitere sektorspezifische regulatorische Herausforderungen. Aufgrund der gegenüber der DSGVO deutlich restriktiveren Möglichkeiten der Datenverarbeitung für Telekommunikationsanbieter können innovative Big-Data- und KI-Anwendungen im Telekommunikationsbereich kein vergleichbares Potenzial entfalten wie bei Unternehmen, die nur der DSGVO unterliegen.

Ein Beispiel für größere Initiativen mit Datenschutzrelevanz ist die seit 2021 eingegangene langfristige Partnerschaft zwischen T-Systems und Google Cloud. Die gemeinsam betriebene T-Systems Sovereign Cloud powered by Google Cloud verbindet die Open-Source-Expertise von Google Cloud mit den Sovereign Services von T-Systems und ermöglicht es dem Kunden, seine Workloads in voller Übereinstimmung mit den deutschen Regulierungsanforderungen sowie denen der EU zu betreiben. Das gemeinsame Angebot deckt in verschiedenen Lösungen alle drei Aspekte der digitalen Souveränität ab: Datensouveränität, betriebliche Souveränität und Software-Souveränität, sodass auch Unternehmen aus regulierten Branchen ihre sensiblen Daten in der Cloud souverän verarbeiten können.

Bereits 2021 hat T-Systems den EU Cloud Code of Conduct (EU Cloud CoC) unterschrieben. Denn die Europäische Cloud steht als Synonym für die digitale Souveränität Europas bei Cloud-Diensten. Darunter verstehen wir die vollständige Kontrolle über gespeicherte und verarbeitete Daten sowie die unabhängige Entscheidung darüber, wer darauf zugreifen darf. Voraussetzung dafür sind klare Regeln und Vorgaben, welche die EU Cloud CoC bietet. Die europäischen Datenschutzaufsichtsbehörden haben diese Verhaltensregeln genehmigt. Mit der Unterzeichnung verpflichten sich die Unternehmen und damit auch T-Systems, das Datenschutzniveau bei Cloud-Diensten im Sinne der Kunden und des europäischen Datenschutzes weiter zu erhöhen. Sie erbringen so den Nachweis, Daten im Einklang mit den Anforderungen der DSGVO zu verarbeiten.# Die Einhaltung der Regeln wird von unabhängiger Stelle überprüft. Die Weiterentwicklung des Standards werden wir auch zukünftig begleiten und für eine weitere Harmonisierung mit den ISO-Normen und internen Standards sorgen.

Datensicherheit.

Den nach wie vor großen Herausforderungen in der IT-Sicherheit begegnen wir mit präventiven Maßnahmen wie integrierter Sicherheit in Geschäftsprozessen und Maßnahmen zur Stärkung der Sicherheits-Awareness der Mitarbeiter sowie mit zunehmendem Fokus auf Analyse der Bedrohungen und Cyberrisiken. Hier setzt unser Frühwarnsystem an: Es erkennt neue Quellen und Formen von Cyberangriffen, analysiert das Verhalten der Angreifer unter strenger Wahrung des Datenschutzes und identifiziert so neue Trends im Sicherheitsbereich. Neben den sog. Honeypot-Systemen, die Schwächen in IT-Systemen simulieren, umfasst unser Frühwarnsystem Melde- und Analyse-Tools für Spam-Mails, Viren und Trojaner. Die Informationen, die wir aus all diesen Systemen gewinnen, tauschen wir mit öffentlichen und privaten Stellen aus, um neue Angriffsmuster zu erkennen und neue Schutzsysteme zu entwickeln.

Aktuell beobachten wir zudem neue Entwicklungen bei dem vermehrten und stark wachsenden Einsatz generativer KI, sowohl auf Seiten krimineller Angreifer als auch auf Seiten der Schutzmöglichkeiten. Auch hier streben wir an, die sich bietenden Chancen der Entwicklung und des Einsatzes von KI zu nutzen und möglichen, durch diese Technologie neu entstehenden Risiken entgegenzuwirken. Die Häufigkeit von Cyberkriminalität und Industriespionage nimmt weiter zu. Solche Cyberattacken werden durch die sich rapide weiterentwickelnden Technologien und Angriffsmethoden immer komplexer. Darüber hinaus besteht die Gefahr, dass sich geopolitische Konflikte wie z. B. der Krieg in der Ukraine negativ auf die Cybersicherheitslage in Deutschland und in den Ländern unserer europäischen Landesgesellschaften auswirken. Das stellt uns vor stetige Herausforderungen und Anpassungen, um unsere Kunden- und Geschäftspartnerdaten sowie unsere Netze, Technologien, Produkte und Dienstleistungen vor diesen Angriffen zu schützen. Solche Vorfälle können u. a. zu Betriebsunterbrechungen, Veruntreuung oder unbefugtem Zugang zu vertraulichen oder persönlichen Informationen sowie zu Reputationsschäden führen. Dem begegnen wir mit umfangreichen Mitigierungsmaßnahmen, wie z. B. Sicherheitskonzepten, automatisierten Prüfungs- und Freigabeprozessen sowie regelmäßigen Schulungen und Sensibilisierungsmaßnahmen. Um zusätzlich mehr Transparenz zu schaffen und so den Bedrohungen besser entgegenwirken zu können, setzen wir verstärkt auf Partnerschaften, z. B. mit öffentlichen und privaten Organisationen. Mit dem „Security by Design“-Prinzip haben wir Sicherheit als festen Bestandteil in unseren Entwicklungsprozess für neue Produkte und Informationssysteme etabliert und folgen dem „Zero Trust“-Grundsatz in unserer Netzwerk-Sicherheit. Weiterhin führen wir intensive und obligatorische digitale Sicherheitstests durch. Wir streben weiterhin an, durch IT-Sicherheitslösungen unser Wachstum zu beschleunigen. Dazu haben wir Sicherheitsabteilungen unter dem Dach der Deutschen Telekom Security zusammengefasst. Ob intelligente Datenanalyse, sichere Netzwerke oder effektive Cybersicherheit – mit dem Ende-zu- Ende-Sicherheitsportfolio wollen wir Marktanteile gewinnen und im Rahmen unserer Digitalisierungsstrategie in den Megatrends Security, Connected Business, Nachhaltigkeit und Zukunft der Arbeit mit neuen Sicherheitskonzepten punkten. Außerdem bauen wir unser Partner-Ökosystem im Bereich der Cybersicherheit sukzessive weiter aus. Auf unserer Website berichten wir fortlaufend über aktuelle Entwicklungen in puncto Datenschutz und Datensicherheit.

Sonstige operative Risiken und Chancen

Mitarbeiter.

Unsere Belegschaft spielt bei der Transformation der Deutschen Telekom eine entscheidende Rolle. Für unseren Geschäftserfolg sind die Kompetenzen unserer Mitarbeiter ein wichtiger Faktor. Dieser und die Leistungserbringung der Deutschen Telekom sind abhängig von der Fähigkeit, Fachpersonal und Talente zu akquirieren, zu binden und zu entwickeln. Der steigende Wettbewerb um diese Ressourcen, insbesondere aus den Bereichen Technik und IT („War for Talents“), sowie deren zunehmender Wunsch nach Flexibilität, z. B. durch Mobile Work, erhöhen das Risiko, wichtige Mitarbeiter zu verlieren, während der Bedarf weiter wächst. Steigende Gehälter verschärfen die Situation und führen zu Kostensteigerungen. Auch Near- und Offshoring-Standorte haben für die Deutsche Telekom eine große strategische Bedeutung, da dort nicht nur operativ, sondern auch strategisch wichtige Profile angesiedelt sind. Die Verfügbarkeit von Fachkräften mit passenden Qualifikationen an diesen Standorten ist essenziell, um Leistungen termingerecht, mit passendem Skill-Profil und im Budgetrahmen zu erbringen. Zudem sind die Ansprüche der Talente an Arbeitgeber gestiegen. Für sie sind neben der Vergütung flexibles Arbeiten, Environmental Social Governance, Diversität und Innovationen wichtig. Um den Herausforderungen zu begegnen, werden kontinuierlich u. a. die Marke Telekom und T-Mobile US als attraktiver Arbeitgeber gestärkt sowie neues Fachpersonal sowie Talente proaktiv und global gesucht.

Auch 2024 konnten wir den Personalumbau in unserem Konzern sozialverträglich gestalten. In hohem Maße wurden Altersaustrittsmodelle wie Altersteilzeit, Engagierter Ruhestand und Abfindungen in Anspruch genommen, aber auch die Qualifizierung und Vermittlung von Beamten und Angestellten in den öffentlichen Dienst durch den Bereich next.JOB fand hohen Zuspruch. Die Transformation mit dem damit verbundenen Personalumbau ist zur Erreichung der Konzernziele sehr wichtig. Gleichwohl ist eine gezielte Umbausteuerung unabdingbar. Daher ist bei jedem Wunsch eines Mitarbeiters nach Inanspruchnahme eines Abbauinstruments im Einzelfall das Prinzip der beiderseitigen Freiwilligkeit zu wahren (Zustimmung Mitarbeiter und Führungskraft), um z. B. den Verlust von Leistungsträgern zu vermeiden.

Nach wie vor werden zahlreiche Beamte in Unternehmen beschäftigt, die ursprünglich zu Konzerneinheiten der Deutschen Telekom gehörten, aber zwischenzeitlich veräußert wurden. Hierzu wurden diese Beamten auf ihren Wunsch hin beurlaubt. Allerdings besteht das Risiko, dass Beamte, z. B. nach dem Ende der Beurlaubung, von einer veräußerten Einheit zu uns zurückkehren könnten, ohne dass es ausreichende Beschäftigungsmöglichkeiten gibt. Ein solches externes Rückkehrrecht besteht derzeit für 910 Beamte (Stand: 31. Dezember 2024) und birgt damit Risiken.

Risiken und Chancen aus Regulierung

Im Folgenden beschreiben wir die wesentlichen regulatorischen Risiken und Chancen, die aus heutiger Sicht unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und unsere Reputation beeinflussen könnten. Regulatorische Risiken ergeben sich aus telekommunikationsspezifischen, gesetzlichen Regelungen auf nationaler, europäischer und US-amerikanischer Ebene sowie daraus abgeleiteten Regelungs- und Eingriffsbefugnissen nationaler Regulierungsbehörden, die unsere Produkt- und Preisgestaltungsmöglichkeiten einschränken. Regulatorische Chancen können durch Deregulierung entstehen. Regulatorische Eingriffe durch Regulierungsbehörden, die für uns nur bedingt vorherzusehen sind, können den bestehenden Preis- und Wettbewerbsdruck zusätzlich erhöhen. Zu befürchten ist, dass die Regulierung in den USA, Deutschland und in anderen europäischen Ländern die Entwicklung unseres Umsatzes und Ergebnisses auch mittel- bis langfristig negativ beeinflusst.

Zusammengefasster Lagebericht – Risiko- und Chancen-Management | 130 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Änderungen in der Regulierungspolitik und Gesetzgebung

Die Europäische Gesetzgebung beeinflusst unsere Preis- und Produktgestaltung kontinuierlich. Wesentliche gesetzliche Grundlagen sind der europäische Kodex für die Telekommunikation (EKEK), die neue EU-Gigabit-Infrastrukturverordnung (GIA) sowie die EU-Roaming-Verordnung. Im Jahr 2024 haben die Vorbereitungen für weitere Gesetzgebungsinitiativen auf europäischer Ebene, v. a. dem geplanten Digital Networks Act und eine mögliche Überarbeitung der EU-Roaming-Verordnung, begonnen. Diese Gesetzesänderungen fallen unter das Mandat der neuen EU-Kommission, die am 1. Dezember 2024 ihre Arbeit aufgenommen hat. Der Europäische Rat und das EU-Parlament haben in einer Einigung im Februar 2024 beschlossen, dass die Regulierung von Entgelten für Telefongespräche zwischen EU-Mitgliedsländern bis Ende 2028 verlängert wird. Es soll bis zu diesem Zeitpunkt eine erneute Prüfung erfolgen, ob eine Änderung der Regulierung erforderlich ist. Eine Verschärfung ist somit bislang nicht eingetreten. Politische Entscheidungen können Chancen und Risiken mit sich bringen. In Deutschland und unseren europäischen Kernmärkten könnten regulatorische Entwicklungen und Maßnahmen zur Unterstützung des Ausbaus der Infrastruktur die Rahmenbedingungen und Investitionsanreize merklich beeinflussen. Dabei ist davon auszugehen, dass übergeordnete Versorgungsziele bis 2030 weiterhin Bestand haben. Angesichts der hochaktuellen Debatten um die Sicherheit kritischer Infrastrukturen sind Anpassungen des Gesetzgebers in dieser Hinsicht bereits angekündigt, die u. a. von den Regulierungsbehörden umgesetzt werden. Dies wird zu neuen Auflagen führen, deren Umsetzungsaufwand für die Deutsche Telekom noch nicht abzuschätzen ist.

Weitere Informationen zu Risiken aus strategischer Umsetzung und Integration finden Sie im Abschnitt „Strategische Risiken und Chancen“.

Auch in den USA können neue oder geänderte mobilfunkrelevante Vorschriften und Gesetze die Komplexität von Prozessen erhöhen und zu höheren Kosten für T-Mobile US führen.# Spektrumvergabe

Risiken könnten dadurch erwachsen, dass folgende Sachverhalte unsere geplanten Spektrumerwerbe gefährden oder zu Belastungen aus Frequenzzuteilungsbedingungen führen könnten: unpassende Auktionsregeln oder Bedingungen für die Verlängerung von Vergaben sowie Frequenznutzungsauflagen, überzogene Startpreisforderungen sowie unverhältnismäßig hohe jährliche Frequenzgebühren. Unangemessene Auflagen im Rahmen der Frequenzvergabe können z. B. weitreichende Ausbauvorgaben sowie im Einzelfall Auflagen zur Gewährung von Netzzugang (nationales Roaming, Diensteanbieterzugang) umfassen. Die konkrete Ausgestaltung obliegt den nationalen Regulierungsbehörden. Als Chance sehen wir in erster Linie die Möglichkeit, dass sich Mobilfunk-Netzbetreiber über die Frequenzvergaben mit ausreichendem und bezüglich ihrer Lage optimalem Spektrum ausstatten können. Somit wären wir für weiteres Wachstum und Innovationen gerüstet. Veränderungen von Vergabeverfahren sind grundsätzlich mit Chancen und Risiken verbunden. Bei den anstehenden Vergaben geht es um Vergaben in allen Mobilfunk-Frequenzbereichen zwischen 700 MHz und 2,6 GHz. Wesentliche Vergaben werden derzeit v. a. in Österreich, Polen sowie der Slowakei vorbereitet. In Deutschland wurden bezüglich der Ende 2025 auslaufenden Nutzungsrechte für die Frequenzbereiche 800 MHz, 1.800 MHz und 2.600 MHz Konsultationen zur Bestimmung des zu wählenden Vergabeverfahrens (Auktion oder Verlängerung) und zu möglichen Zuteilungsbedingungen durchgeführt. Der Entwurf sieht keine Verschärfung der Regeln zum Netzzugang zugunsten von Diensteanbietern, aber zusätzliche Versorgungsauflagen vor. Zudem soll als Voraussetzung zur Verlängerung mit 1&1 eine Vereinbarung über eine kooperative Nutzung von Frequenzen durch einen Netzbetreiber getroffen werden. Als Verlängerungsdauer sind 5 Jahre vorgesehen. Am 9. Januar 2025 fand eine öffentliche Anhörung zum aktualisierten Entwurf der BNetzA statt, die anschließend bis zum 23. Januar 2025 konsultiert wurde. Eine abschließende Entscheidung wurde dazu noch nicht getroffen. Zudem hat das Verwaltungsgericht Köln mit Urteil vom 26. August 2024 die Vergabebedingungen der Auktion 2019 (2,1 und 3,6 GHz) für rechtswidrig erklärt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die BNetzA hat am 9. Januar 2025 Nichtzulassungsbeschwerde gegen das Urteil eingelegt. Erlangt die Entscheidung Rechtskraft, muss die BNetzA die Vergabe- und Versteigerungsregeln neu entscheiden, was ggf. zu einer Änderung der bestehenden Nutzungsrechte führen könnte. In den USA ist im ersten Quartal 2024 die Zuteilung der im September 2022 im Rahmen der Auktion 108 für rund 0,3 Mrd. US‑$ (0,3 Mrd. €) erworbenen Frequenzen im 2,5-GHz-Bereich erfolgt. Diese Frequenzen wurden zum großen Teil unmittelbar aufgeschaltet. Das Risiko besteht somit nicht mehr. | Weitere Informationen zu laufenden und 2024 abgeschlossenen Frequenzvergaben finden Sie im Kapitel „Wesentliche Regulierungsentscheidungen“.

Eingriffsfelder nationaler Regulierungsbehörden

Nationale Regulierungsbehörden haben umfassende Eingriffsbefugnisse auf Basis von europäischen und nationalen Verordnungen und Gesetzen. Unsere deutschen und europäischen Gesellschaften unterliegen weiterhin einer umfänglichen Regulierung von Vorleistungsangeboten, die uns verpflichtet, unser Netz und unsere Dienste auch Wettbewerbern als Vorleistungen überall dort zur Verfügung zu stellen, wo wir als Betreiber mit beträchtlicher Marktmacht eingestuft werden. Die entsprechenden Angebotskonditionen und Preise werden in Regulierungsverfahren von der nationalen Regulierungsbehörde regelmäßig geprüft oder festgesetzt. Wichtigste regulierte Vorleistungsprodukte sind Teilnehmeranschlussleitung, Bitstrom- Produkte, Mietleitungen sowie damit verbundene Leistungen. Im Juli 2022 hat die Bundesnetzagentur (BNetzA) ihre Entscheidung zur zukünftigen Regulierung des Zugangs zum Kupfer- und Glasfasernetz der Deutschen Telekom veröffentlicht. Hier wurden Regelungen für FTTB/H-Netze festgelegt, eine Abkehr von der bisherigen Regulierungsweise für Layer2 (VDSL) beschlossen oder auch der Zugang zu Leerrohren und oberirdischen Linien auferlegt. Die konkreten Zugangskonditionen werden in nachfolgenden Verfahren festgelegt, mit denen die Behörde Einfluss auf die Preis- und Produktgestaltung der Deutschen Telekom nimmt. | Weitere Informationen hierzu finden Sie im Abschnitt „Wesentliche Regulierungsentscheidungen“. Im Bereich des Mobilfunks können sich Regulierungsvorgaben aus Auflagen im Rahmen von Frequenzzuteilungen ergeben. In Deutschland gilt seit 2018 ein sog. Verhandlungsgebot über Vorleistungszugang, zu dem in Streitfragen die BNetzA angerufen werden kann. Hieraus können sich Einschränkungen unserer Vertragsfreiheit beim Abschluss von Vorleistungsverträgen hinsichtlich Nachfragern sowie hinsichtlich Leistungsumfang und Preisen ergeben.

Zusammengefasster Lagebericht – Risiko- und Chancen-Management | 131 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024. Im Rahmen des geförderten Netzausbaus sind die Unternehmen verpflichtet, Zugang zum geförderten Netz zu gewähren. Zudem besteht für alle Betreiber öffentlicher Versorgungsnetze u. a. die Pflicht, die Mitnutzung passiver Netzinfrastrukturen zu gewähren. Die BNetzA kann als Streitschlichter angerufen werden. Hierzu können den Betreibern z. B. Vorgaben zu Produkten und Preisen gemacht werden. Terminierungsentgelte werden seit 2021 direkt über einen sog. delegierten Rechtsakt von der Europäischen Kommission bestimmt. Darüber hinaus gelten europäische und nationale verbraucherschutzrechtliche Regelungen. Neben den Vorgaben des Telekommunikations- und Wettbewerbsrechts unterliegen unsere Medienangebote auch besonderen Regeln des europäischen und nationalen Medienrechts sowie Querschnittsvorschriften wie solchen des Urheber-, Daten- und Verbraucherschutzes. Hierzu gehören im weiteren Sinne Regelungen zur Verantwortlichkeit/Haftung für Inhalte, Vorgaben zur Sicherstellung des Jugendmedienschutzes, der Barrierefreiheit oder solche zur Gestaltung der Inhalte von Benutzeroberflächen, auch durch den Nutzer selbst. Telekom Deutschland dürfte, bei weiterhin relevanter Gesellschafterposition von Bund und KfW einerseits sowie Fortbestand der Rechtslage bzw. der bisherigen Auffassung der Medienaufsichtsbehörden andererseits, eine Zulassung zur Veranstaltung von Rundfunkprogrammen nicht erteilt werden. Die Befolgung der entsprechenden Maßgaben kann für die Gestaltung der TV-Produkte bedeutsam sein bzw. Anpassungen in den Beziehungen zu Rechtegebern, Lieferanten und Kunden erfordern. Verstöße gegen die Pflichten können seitens der zuständigen Aufsichtsbehörden mit Beanstandungen, Anordnungen bzw. Unterlassungsverfügungen bis hin zur Verhängung von Bußgeldern geahndet werden.

Rechts- und Kartellverfahren

Wesentliche laufende Rechtsverfahren

Die Deutsche Telekom ist Partei in gerichtlichen und außergerichtlichen Verfahren mit Behörden, Wettbewerbern sowie anderen Beteiligten. Von besonderer Bedeutung sind aus unserer Sicht die nachfolgend aufgeführten Verfahren. Sofern in äußerst seltenen Fällen geforderte Angaben zu einzelnen Rechtsverfahren nicht gemacht werden, sind wir zu dem Schluss gekommen, dass diese Angaben das Ergebnis des jeweiligen Verfahrens ernsthaft beeinträchtigen können.

Klagen wegen Entgelten für die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen.

Im Jahr 2012 verklagte die Kabel Deutschland Vertrieb und Service GmbH (heute Vodafone Deutschland GmbH (VDG)) die Telekom Deutschland GmbH und forderte eine Reduzierung des jährlichen Entgelts für die Nutzungsrechte an Kabelkanalkapazitäten. In einem ähnlich gelagerten Verfahren erhoben die damaligen Unitymedia Hessen GmbH & Co. KG, Unitymedia NRW GmbH und Kabel BW GmbH (heute alle Vodafone West) im Januar 2013 Klage gegen die Telekom Deutschland GmbH und fordern eine auch in die Zukunft gerichtete Unterlassung, mehr als ein jeweils genau beziffertes Entgelt für die Mitbenutzung von Kabelkanalanlagen von den Klägern zu verlangen. Die Klagen wurden vom OLG Frankfurt (VDG) und vom OLG Düsseldorf (Vodafone West) zurückgewiesen und die Revision wurde jeweils nicht zugelassen. Auf die Nichtzulassungsbeschwerden der Kläger hat der BGH die Revision der VDG insoweit zugelassen, als die Klage Ansprüche ab dem 1. Januar 2012 betrifft; die Revision der Vodafone West wurde insoweit zugelassen, als Ansprüche ab dem 1. Januar 2016 betroffen sind. Für die davor liegenden Zeiträume wurden die Klagen rechtskräftig abgewiesen. Mit Urteilen vom 14. Dezember 2021 hat der BGH die Verfahren bezüglich der verbliebenen Ansprüche zur neuen Verhandlung und Entscheidung an die zuständigen Oberlandesgerichte zurückverwiesen. Die VDG hat ihre Klageanträge zwischenzeitlich aktualisiert und beziffert diese nun auf ca. 903 Mio. € zuzüglich Zinsen für den Zeitraum Januar 2012 bis Dezember 2023. Die Klägerin Vodafone West hat ihre Klageanträge ebenfalls aktualisiert und beziffert diese nun auf ca. 538 Mio. € zuzüglich Zinsen für den Zeitraum Januar 2016 bis April 2024. Die finanziellen Auswirkungen beider Verfahren können derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Sammelklage im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss mit Sprint.

Am 1. Juni 2021 wurden vor dem Delaware Court of Chancery eine Aktionärssammelklage (Shareholder Class Action) und eine abgeleitete Aktionärsklage (Derivative Action) gegen die Deutsche Telekom AG, SoftBank, T-Mobile US und alle unserer damaligen Mitglieder des Verwaltungsrats (Board of Directors) der T-Mobile US eingereicht. Darin wird geltend gemacht, dass diese mit der ergänzenden Vereinbarung über die Kaufpreisanpassung zur Fusionsvereinbarung und SoftBanks nachfolgender Monetarisierung der T-Mobile US Aktien ihre Treuepflichten verletzt hätten. Am 29. Oktober 2021 wurde die Klage geändert. Die geänderte Klage richtet sich gegen dieselben Beklagten und gegen dieselben zugrundeliegenden Transaktionen wie in der ursprünglichen Klage, enthält jedoch zusätzlichen Vortrag zu behaupteten Fakten.# Zusammengefasster Lagebericht – Risiko- und Chancen-Management | 132 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Verfahren gegen T-Mobile US wegen Cyberangriff auf T-Mobile US im August 2021. Im August 2021 bestätigte T-Mobile US, Opfer eines kriminellen Cyberangriffs geworden zu sein, von dem Daten von Millionen bestehender, ehemaliger und potenzieller Kunden aus ihren Systemen betroffen waren. Mit Unterstützung externer Fachleute für Cybersicherheit hat T-Mobile US die Sicherheitslücke für einen unbefugten Zugang zu ihren Systemen lokalisiert und geschlossen. Es wurden die Kunden ermittelt, deren Daten betroffen waren, und entsprechend den bestehenden bundesstaatlichen und nationalen Vorgaben über den Vorfall informiert. Aufgrund des Cyberangriffs sind zahlreiche Verbrauchersammelklagen, darunter auch Massenschiedsverfahren (Mass Arbitrations), gegen T-Mobile US eingereicht worden. Soweit diese vor Bundesgerichten erhoben wurden, sind sie im Dezember 2021 zu einem Verfahren zusammengefasst worden. Die Kläger forderten Schadensersatz in nicht bezifferter Höhe. Am 22. Juli 2022 hat T-Mobile US eine Vereinbarung zur Beilegung der bundesgerichtlichen Verbrauchersammelklage in Höhe von 350 Mio. US-$ abgeschlossen. Darüber hinaus hatte sich T-Mobile US dazu verpflichtet, in den Jahren 2022 und 2023 insgesamt 150 Mio. US-$ für Datensicherheit und damit verbundene Technologien auszugeben. Der Vergleich wurde im Juni 2023 gerichtlich genehmigt. T-Mobile US hat die noch ausstehenden 315 Mio. US-$ des ursprünglichen Vergleichsbetrags in Höhe von 350 Mio. US-$ im November 2024 ausgezahlt. Damit sind im Wesentlichen alle bis dato geltend gemachten Ansprüche von aktuellen, früheren und potenziellen Kunden, die von dem Cyberangriff 2021 betroffen waren, abgegolten. Über die Verbrauchersammelklagen wird daher in Zukunft nicht mehr berichtet werden. Darüber hinaus wurde im November 2021 eine Aktionärsklage (Derivative Action) gegen die Mitglieder des Verwaltungsrats (Board of Directors) der T-Mobile US sowie gegen T-Mobile US als Mitbeklagte erhoben. Diese wurde zwischenzeitlich zurückgenommen. Im September 2022 reichte ein weiterer angeblicher Aktionär eine neue Aktionärsklage gegen die Mitglieder des Verwaltungsrats der T-Mobile US und T-Mobile US als Mitbeklagte ein, in der er Ansprüche wegen Verletzung der Treuepflicht im Zusammenhang mit den Cybersicherheitspraktiken der Gesellschaft geltend macht. Diese Klage wurde im Mai 2024 vollständig abgewiesen. Der Kläger hat Berufung eingelegt. Das sich hieraus ergebende finanzielle Risiko kann derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden. Zudem sind Anfragen von verschiedenen staatlichen Behörden, Strafverfolgungsbehörden und anderen Stellen eingegangen, in denen T-Mobile US vollumfänglich kooperiert. Mit der US-Regulierungsbehörde Federal Communications Commission (FCC) wurde eine Einigung erzielt. Derzeit kann das sich aus diesen Verfahren ergebende finanzielle Risiko nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Verfahren gegen T-Mobile US wegen Cyberangriff auf T-Mobile US im Januar 2023. Am 5. Januar 2023 stellte T-Mobile US fest, dass über eine Programmierschnittstelle (API) von einem Angreifer unberechtigt Kundendaten aus ihren Systemen abgerufen wurden. Untersuchungen der Gesellschaft haben ergeben, dass die betroffene API nur auf einen begrenzten Satz von Kundenkontodaten zugreifen kann, einschließlich Name, Rechnungsadresse, E-Mail-Adresse, Telefonnummer, Geburtsdatum, T-Mobile-Kontonummer und Informationen wie die Anzahl der Leitungen auf dem Konto und die Tarifmerkmale. Das Ergebnis der Untersuchung zeigt, dass insgesamt etwa 37 Mio. aktuelle Postpaid- und Prepaid-Kundenkonten betroffen waren, wobei viele dieser Konten nicht den vollständigen Datensatz enthielten. T-Mobile US geht davon aus, dass der Angreifer erstmals ab oder um den 25. November 2022 Daten über die betroffene API abgerufen hat. Die Gesellschaft hat in Übereinstimmung mit den staatlichen und bundesstaatlichen Anforderungen Personen benachrichtigt, deren Informationen betroffen waren. Im Zusammenhang mit diesem Cyberangriff sind Verbrauchersammelklagen sowie behördliche Anfragen bei T-Mobile US eingegangen, auf die die Gesellschaft reagieren wird und durch die ihr erhebliche Aufwendungen entstehen können. Das sich hieraus ergebende finanzielle Risiko kann derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Patente und Lizenzen. Wie viele andere große Telekommunikations- und Internetanbieter sieht sich die Deutsche Telekom einer regelmäßigen Zahl von Streitfällen „zum Recht am geistigen Eigentum“ ausgesetzt. Für uns besteht das Risiko der Zahlung von Lizenzgebühren und/oder Schadensersatz; zudem sind wir dem Risiko einer Verurteilung zur Unterlassung ausgesetzt, z. B. für den Vertrieb eines Produkts oder für die Nutzung einer Technik. Die Deutsche Telekom beabsichtigt im Übrigen, sich in jedem dieser Verfahren entschieden zu verteidigen.

Wesentliche laufende Kartellverfahren

Wie alle Unternehmen unterliegt auch unser Konzern den Vorschriften des Kartellrechts. Vor diesem Hintergrund haben wir in den letzten Jahren unsere Compliance-Maßnahmen auch in diesem Bereich verstärkt. Dennoch sieht sich die Deutsche Telekom bzw. ihre Beteiligungsgesellschaften von Zeit zu Zeit kartellrechtlichen Verfahren oder sich daraus ergebenden zivilrechtlichen Folgeklagen ausgesetzt. Im Folgenden beschreiben wir wesentliche Kartellverfahren und daraus resultierende Schadensersatzklagen. Sofern in äußerst seltenen Fällen geforderte Angaben zu einzelnen Kartellverfahren nicht gemacht werden, sind wir zu dem Schluss gekommen, dass diese Angaben das Ergebnis des jeweiligen Verfahrens ernsthaft beeinträchtigen können.

Schadensersatzklagen gegen Slovak Telekom infolge einer Bußgeldentscheidung der Europäischen Kommission. Die Europäische Kommission hat am 15. Oktober 2014 entschieden, dass Slovak Telekom ihre Marktmacht auf dem slowakischen Breitband-Markt missbraucht habe, und im Zuge dessen Bußgelder gegen Slovak Telekom und Deutsche Telekom AG verhängt, die im Januar 2015 vollständig bezahlt wurden. Nachdem das Gericht der Europäischen Union im Jahr 2018 die Entscheidung der Europäischen Kommission teilweise für nichtig erklärt und die verhängten Bußgelder um insgesamt 13 Mio. € reduziert hatte, ist der Rechtsweg nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 25. März 2021 erschöpft. Im Anschluss an die Bußgeldentscheidung der Europäischen Kommission haben Wettbewerber Klage vor dem Zivilgericht in Bratislava gegen Slovak Telekom erhoben. Mit diesen Klagen begehren sie die Erstattung eines angeblichen Schadens, der sich aus dem von der Europäischen Kommission festgestellten Missbrauch der marktbeherrschenden Stellung durch die Slovak Telekom ergeben haben soll. Derzeit sind drei Klagen in Höhe von insgesamt 219 Mio. € zuzüglich Zinsen anhängig. Die finanziellen Auswirkungen können derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Schadensersatzklage gegen Deutsche Telekom AG u. a. wegen Insolvenz von Phones4U. Phones4U war ein unabhängiger britischer Mobilfunk- Vertragshändler, der im Jahr 2014 Insolvenz angemeldet hat. Der Insolvenzverwalter klagt vor dem High Court of Justice in London gegen die seinerzeit auf dem britischen Markt tätigen Mobilfunk-Anbieter und deren Muttergesellschaften wegen vermeintlich kartellrechtswidriger Absprachen und Vertragsverletzung. Die Deutsche Telekom AG als damaliger 50 %-Anteilseigner des Mobilfunk-Unternehmens EE Limited hat die Vorwürfe als unsubstantiiert zurückgewiesen. In der Zeit von Mitte Mai bis Ende Juli 2022 fand zur Frage des Anspruchsgrundes die mündliche Verhandlung mit einer Vielzahl von Zeugen und Gutachtern vor dem High Court of Justice in London statt. Am 10. November 2023 hat der High Court of Justice in London alle von Phones4U erhobenen Vorwürfe gegen alle Beklagten zurückgewiesen. Im Dezember 2023 hat Phones4U einen Antrag auf Zulassung eines Rechtsmittels beim High Court of Justice in London eingelegt. Die mündliche Verhandlung fand am 19. Dezember 2023 statt. Der High Court of Justice in London hat den Antrag von Phones4U auf Zulassung eines Rechtsmittels abgewiesen. Phones4U verfolgt den Antrag vor dem Court of Appeal weiter. Der Court of Appeal hat die Berufung von Phones4U teilweise zugelassen. Die finanziellen Auswirkungen können derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Kartellrechtliche Verbraucher-Sammelklage im Zusammenhang mit dem Zusammenschluss mit Sprint. T-Mobile US verteidigt sich gegen eine Klage vom 17. Juni 2022, in der die Kläger behaupten, dass der Zusammenschluss von T-Mobile US und Sprint gegen das Kartellrecht verstoße und den Wettbewerb auf dem US-Markt für Mobilfunk-Dienste für Privatkunden beeinträchtige. Die Kläger fordern Unterlassung und Schadensersatz stellvertretend für die Kunden von AT&T und Verizon, die aufgrund des Zusammenschlusses künstlich überhöhte Preise gezahlt hätten. Die finanziellen Auswirkungen können derzeit nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden.

Compliance-Risiken

Compliance-Risiken sind Risiken aus systematischen Verstößen gegen rechtliche oder ethische Standards, die zu einer ordnungsrechtlichen oder strafrechtlichen Haftung des Unternehmens, seiner Organmitglieder oder Beschäftigten oder zu einem erheblichen Reputationsschaden führen könnten. Um diese Risiken zu minimieren, haben wir ein Compliance-Management-System eingerichtet. | Weitere Informationen zum Compliance-Management-System finden Sie im Kapitel „Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung“.

Finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen

Liquiditäts-, Ausfall-, Währungs- und Zinsrisiken

Unser Konzern unterliegt im Hinblick auf seine Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und seine geplanten Transaktionen v. a.# Zusammengefasster Lagebericht – Risiko- und Chancen-Management

Liquiditäts- und Ausfallrisiken sowie dem Risiko der Veränderung von Währungskursen und Zinssätzen. Diese Risiken wollen wir begrenzen. Zahlungswirksame Risiken werden in einem Regelprozess überwacht und durch den Einsatz derivativer und nicht derivativer Sicherungsinstrumente entsprechend gesichert. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich zur Absicherung und niemals zu spekulativen Zwecken eingesetzt. Die Beurteilung der im Folgenden beschriebenen Risikofelder Liquiditäts-, Ausfall-, Währungs- und Zinsrisiken erfolgt unter Einbeziehung aller Sicherungsmaßnahmen.

Weitere Informationen zur Risikobewertung finden Sie in der vorstehenden Tabelle „Unternehmensrisiken“.

Liquiditätsrisiken

Um die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Konzerns und der Deutschen Telekom AG jederzeit sicherzustellen, halten wir im Rahmen unseres Liquiditätsmanagements eine Liquiditätsreserve in Form von Kreditlinien und Barmitteln vor. T-Mobile US verfolgt eine eigene Finanzierungs- und Liquiditätsstrategie.

Deutsche Telekom ohne T-Mobile US

Im Wesentlichen standen am 31. Dezember 2024 bilaterale Kreditlinien mit 20 Banken mit einem aggregierten Gesamtvolumen von 12,0 Mrd. € zur Verfügung, die nicht in Anspruch genommen wurden. Unsere Liquiditätsreserve deckte zu jedem Zeitpunkt die fälligen Bonds und langfristigen Darlehen für mindestens die nächsten 24 Monate ab (siehe nachfolgende Grafik). Weiterhin standen der Deutschen Telekom Barmittel in Höhe von 3,0 Mrd. € zur Verfügung.

T-Mobile US

T-Mobile US standen am 31. Dezember 2024 bilaterale Kreditlinien mit einem aggregierten Gesamtvolumen von 7,5 Mrd. US-$ (7,2 Mrd. €) zuzüglich eines Barmittelbestands in Höhe von 5,4 Mrd. US-$ (5,2 Mrd. €) zur Verfügung.

Ausfallrisiken

Bei unserem operativen Geschäft und bei bestimmten Bankgeschäften sind wir einem Ausfallrisiko ausgesetzt, d. h. dem Risiko, dass die Gegenpartei ihre vertraglichen Pflichten nicht erfüllt. Um das Ausfallrisiko auf ein Minimum zu begrenzen, schließen wir im Finanzierungsbereich Geschäfte grundsätzlich nur mit Kontrahenten ab, deren Kredit-Rating mindestens BBB+/Baa1 ist und betreiben zudem ein aktives Limit-Management. Darüber hinaus haben wir für unsere derivativen Geschäfte Besicherungsvereinbarungen (Collateral-Verträge) abgeschlossen. Im operativen Geschäft werden die Außenstände bereichsbezogen, also dezentral, fortlaufend überwacht.

Währungsrisiken

Währungsrisiken resultieren aus erhaltenen Dividendenzahlungen, Investitionen, Finanzierungsmaßnahmen und operativen Tätigkeiten. Risiken aus Fremdwährungsschwankungen werden in Abhängigkeit von der Eintrittswahrscheinlichkeit anteilig gesichert, soweit sie zahlungswirksam sind (Transaktionsrisiken). Grundsätzlich ungesichert bleiben jedoch Fremdwährungsrisiken, die den Cashflow unseres Konzerns nicht beeinflussen, z. B. die Risiken, die aus der Umrechnung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ausländischer Unternehmenseinheiten in Euro resultieren (Translationsrisiken). Unter Umständen kann die Deutsche Telekom jedoch auch diese Fremdwährungsrisiken absichern.

Zinsrisiken

Unsere Zinsrisiken resultieren im Wesentlichen aus der Konzernfinanzierung: Zum einen haben wir ein Zinsrisiko bei der Emission neuer Verbindlichkeiten und zum anderen haben wir ein Zinsänderungsrisiko aus variabel verzinsten Verbindlichkeiten. Die EUR-Zinsposition steuern wir aktiv im Rahmen unseres Zins-Managements. Hier wird jährlich unter Berücksichtigung des geplanten Zinsergebnisses ein maximaler Anteil für die variabel verzinsten Verbindlichkeiten festgelegt. Aufgrund der inversen Zinskurve wurde das variabel verzinste EUR-Schulden-Portfolio auf geringem Niveau gehalten. Die USD-Verschuldungsposition der T-Mobile US besteht vorrangig aus festverzinslichen Anleihen, die teilweise kündbar sind.

Weitere Informationen finden Sie in Angabe 43 „Finanzinstrumente und Risiko-Management“ im Konzernanhang.

Steuerrisiken

In zahlreichen Ländern unterliegen wir den jeweils geltenden steuerlichen Rechtsvorschriften. Risiken können sich aus Änderungen der lokalen Steuergesetze bzw. der Rechtsprechung und unterschiedlicher Auslegung von existierenden Vorschriften ergeben. Sie können sich sowohl auf unsere Steueraufwendungen und -erträge als auch auf unsere Steuerforderungen und -verbindlichkeiten auswirken.

Sonstige finanzwirtschaftliche Risiken und Chancen

Im Folgenden beschreiben wir die sonstigen finanzwirtschaftlichen Risiken, die für uns aktuell unwesentlich bzw. nach heutigem Kenntnisstand nicht einschätzbar sind.

Rating-Risiko

Die Bonität der Deutschen Telekom hat Einfluss auf unseren Kapitalmarktzugang zu den internationalen Finanzmärkten und unsere Refinanzierungskosten. Ein niedrigeres Rating könnte den Kapitalmarktzugang erschweren und würde über die Zeit zu einem Anstieg der Fremdfinanzierungskosten führen. Wir wollen unser Rating in einem Korridor von A– bis BBB halten und hierdurch den uneingeschränkten Zugang zum Kapitalmarkt sicherstellen. Zum 31. Dezember 2024 bewertete die Rating-Agentur Moody’s die Deutsche Telekom AG mit Baa1 und positivem Ausblick, Standard & Poor’s und Fitch mit BBB+ und stabilem Ausblick. Der Zugang zu den internationalen Fremdkapitalmärkten ist sowohl für die Deutsche Telekom AG als auch für T-Mobile US aus heutiger Sicht nicht gefährdet.

Kontrollumfeld

Die Einhaltung geschäftlicher und regulatorischer Anforderungen, insbesondere im Rahmen des internen Kontrollsystems, erfordert einen hohen Aufwand. Die Nichterfüllung dieser Anforderungen könnte zu Schwierigkeiten oder Schwächen im gesamten Kontrollumfeld der Deutschen Telekom sowie der Finanzberichterstattung führen.

Aktienverkäufe des Bundes bzw. der KfW Bankengruppe

Zum 31. Dezember 2024 hielt der Bund zusammen mit der KfW Bankengruppe 27,80 % an der Deutschen Telekom AG. Es ist nicht auszuschließen, dass der Bund seine Privatisierungspolitik fortführt und sich von weiteren Beteiligungen kapitalmarktgerecht und unter Einbeziehung der KfW Bankengruppe trennt. Für uns besteht das Risiko, dass die Veräußerung von Anteilen durch den Bund oder die KfW Bankengruppe in größerem Umfang bzw. durch entsprechende Spekulationen am Markt den Kurs der T-Aktie negativ beeinflusst.

Beteiligungen

Beteiligungen der Deutschen Telekom könnten schwierigen Marktbedingungen, z. B. erhöhtem Wettbewerb, insbesondere Preisdruck, und konjunkturellen Schwankungen ausgesetzt sein. Um die Geschäftstätigkeit dieser sicherzustellen, könnten weitere finanzielle Mittel erforderlich sein.

Werthaltigkeit des Vermögens der Deutschen Telekom AG

Der Wert des Vermögens der Deutschen Telekom AG und ihrer Tochterunternehmen wird regelmäßig überprüft. Flankierend zu den regelmäßigen jährlichen Bewertungen, welche auch für die Beteiligungsbuchwerte im handelsrechtlichen Jahresabschluss der Deutschen Telekom AG erfolgen, sind in bestimmten Fällen zusätzliche Werthaltigkeitstests durchzuführen, z. B. dann, wenn infolge von Änderungen im Wirtschafts-, Regulierungs-, Geschäfts- oder Politikumfeld zu vermuten ist, dass sich der Wert von Goodwill, immateriellen Vermögenswerten, Gegenständen des Sachanlagevermögens, Beteiligungen an at equity bilanzierten Unternehmen oder sonstigen finanziellen Vermögenswerten verändert haben könnte. Ergebnis solcher Werthaltigkeitstests könnten entsprechende Wertminderungen oder -aufholungen sein, die aber nicht zu Aus- bzw. Einzahlungen führen. Unser Ergebnis könnte hierdurch in erheblichem Umfang beeinflusst werden und den Kurs der T-Aktie belasten oder unterstützen.

Weitere Informationen finden Sie im Kapitel „Grundlagen und Methoden – Ermessensentscheidungen und Schätzungsunsicherheiten“ im Konzernanhang.

Zusammengefasster Lagebericht – Governance und sonstige Angaben

Governance

Die Geschäftsverteilung des Vorstands sieht zum 31. Dezember 2024 acht Vorstandsbereiche vor. Vier davon sind die zentralen Führungsbereiche mit folgenden Ressorts:

  • Vorstandsvorsitzender
  • Finanzen
  • Personal und Recht
  • Technologie und Innovation

Zudem gibt es vier segmentbezogene Vorstandsbereiche:

  • Deutschland
  • Europa
  • T-Systems
  • USA und Unternehmensentwicklung

Zusammensetzung des Vorstands zum 31. Dezember 2024

Mitglieder des Vorstands Ressort
Timotheus Höttges Vorstandsvorsitzender (CEO)
Dr. Ferri Abolhassan T-Systems
Birgit Bohle Personal und Recht
Srini Gopalan Deutschland
Dr. Christian P. Illek Finanzen (CFO)
Thorsten Langheim USA und Unternehmensentwicklung
Dominique Leroy Europa
Claudia Nemat Technologie und Innovation

Mit Beschluss vom 13. Oktober 2023 wurde Herr Dr. Ferri Abolhassan zum Vorstand für das Ressort „T‑Systems“ für die Zeit vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2026 bestellt. Mit Beschluss vom 22. Februar 2024 wurde Herr Srini Gopalan zum Vorstand für das Ressort „Deutschland“ vom 1. Januar 2025 bis 31. Dezember 2029 wiederbestellt. Die Bestellung und die Abberufung von Vorstandsmitgliedern erfolgen auf Grundlage der §§ 84, 85 AktG, § 31 MitbestG.

Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG überwacht die Geschäftsführung des Vorstands und berät ihn. Er setzt sich aus 20 Mitgliedern zusammen: Zehn vertreten die Anteilseigner, zehn die Arbeitnehmer. Die Bestellung der Arbeitnehmervertreter erfolgte zuletzt auf der Delegiertenversammlung am 7. November 2023. Änderungen der Satzung richten sich nach den §§ 179, 133 AktG und §§ 18, 21 der Satzung.# Zusammengefasster Lagebericht – Governance und sonstige Angaben

Dabei ist der Aufsichtsrat gemäß § 21 der Satzung ermächtigt, die Satzung ohne Beschluss der Hauptversammlung an neue gesetzliche Vorschriften anzupassen, die für die Gesellschaft verbindlich werden, und Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung betreffen. Das Vergütungssystem unseres Vorstands setzt Anreize für eine erfolgreiche Umsetzung der Unternehmensstrategie sowie eine nachhaltige Unternehmensentwicklung und orientiert sich ebenso an der langfristigen Wertschöpfung für unsere Aktionäre. Die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats wird in § 13 der Satzung der Deutschen Telekom AG geregelt. Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten nach dem Vergütungssystem eine feste jährliche Vergütung. Die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) in der Fassung, die am 27. Juni 2022 im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde, zur „Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat“ (Abschnitt G. DCGK) wurden im Berichtsjahr eingehalten.

Der Aufsichtsrat hat am 27. Januar 2025 beschlossen, der Hauptversammlung 2025 ein überarbeitetes Vergütungssystem vorzulegen, das rückwirkend zum 1. Januar 2025 zur Anwendung kommen soll. Ausführliche Informationen zur Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat werden im separaten Vergütungsbericht veröffentlicht. Weitere Informationen zum Vorstandsvergütungssystem können der Internetseite der Deutschen Telekom AG entnommen werden. Von Mitgliedern des Vorstands und Aufsichtsrats der Deutschen Telekom AG wurden im Jahr 2024 Käufe und Übertragungen u. a. im Rahmen des Share Matching Plan bzw. Eigeninvestitionen von 451.757 Aktien (2023: 412.132) sowie Verkäufe von 246.755 Aktien (2023: 4.363) gemeldet. Der direkte oder indirekte Anteilsbesitz der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern übersteigt insgesamt nicht 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien.

Weitere Informationen zur Unternehmensführung finden Sie im Unterkapitel „Governance“ im Kapitel „Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung“.

Veränderung im Vorstand nach Ablauf des Geschäftsjahres 2024

Mit Beschluss des Aufsichtsrats vom 27. Januar 2025 wurde die laufende Bestellung von Herrn Timotheus Höttges aufgehoben. Er wurde vorzeitig für die Zeit vom 1. Februar 2025 bis zum Ablauf des 31. Dezember 2028 zum Mitglied des Vorstands wiederbestellt. Ihm wurde erneut das Ressort des Vorstandsvorsitzenden zugewiesen. Ebenfalls mit Beschluss des Aufsichtsrats vom 27. Januar 2025 wurde der Mandatsbeendigung von und der Aufhebungsvereinbarung mit Herrn Srini Gopalan mit Wirkung zum Ablauf des 28. Februar 2025 zugestimmt. Herr Srini Gopalan übernimmt mit Wirkung zum 1. März 2025 die Funktion des Chief Operating Officer bei T-Mobile US. In derselben Sitzung hat der Aufsichtsrat der Bestellung von Herrn Rodrigo Diehl zum Mitglied des Vorstands für die Zeit vom 1. März 2025 bis zum Ablauf des 29. Februar 2028 zugestimmt. Ihm wurde das Ressort „Deutschland“ übertragen.

a Bei den Angaben in diesem Abschnitt sowie dem zugehörigen Verweis unterhalb des Textes handelt es sich um lageberichtsfremde Angaben im Sinne der Erläuterungen im Kapitel „Vorbemerkungen“.

Zusammengefasster Lagebericht – Governance und sonstige Angaben 136 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Ereignisse nach der Berichtsperiode

Bezüglich eingetretener Ereignisse nach Schluss des Geschäftsjahres verweisen wir auf Angabe 49 „Ereignisse nach der Berichtsperiode“ im Konzernanhang sowie die Angaben im Jahresabschluss der Deutschen Telekom AG zum 31. Dezember 2024.

Integriertes Kontroll- und Überwachungssystem

Für die Deutsche Telekom als international ausgerichteten Konzern mit einer Vielzahl von Beteiligungen ist eine gute und auf eine nachhaltige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung (Corporate Governance) von besonderer Bedeutung. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Überzeugung, dass eine solche Corporate Governance, welche zugleich unternehmens- und branchenspezifische Gesichtspunkte berücksichtigt, eine wichtige Grundlage für den Erfolg der Deutschen Telekom AG ist. Die Umsetzung und Beachtung dieser Grundsätze wird als zentrale Führungsaufgabe verstanden. Zentraler Bestandteil unserer Unternehmensführung ist ein verantwortungsvoller und risikoangemessener Umgang mit Risiken und Chancen. Die verschiedenen vom Vorstand implementierten Systeme (insbesondere das interne Kontrollsystem und das Risiko- und Chancen-Management-System einschließlich des Compliance-Management-Systems) zur Risikoerfassung und Risikomitigation arbeiten dabei in einem sich gegenseitig ergänzenden Kontroll- und Überwachungssystem zusammen und unterliegen dabei der Prüfung durch die Interne Revision.

Die Deutsche Telekom folgt mit diesem integrierten System dem „Modell der drei Verteidigungslinien“ (Three Lines of Defense Model). Die erste „Verteidigungslinie“ bilden die operativen Einheiten sowie ihr jeweiliges operatives Management, d. h. die Risikoeigentümer. Sie haben die Verantwortung dafür, die Risiken zu identifizieren, zu bewerten und fortlaufend zu monitoren. Die zweite „Verteidigungslinie“ besteht insbesondere aus dem internen Kontrollsystem, dem Risiko- und Chancen-Management-System und dem Compliance-Management-System und dient der Steuerung und Überwachung der ersten „Verteidigungslinie“. Hierzu gehören die Festlegung von Vorgaben, Richtlinien und Prozessen sowie die Überwachung von Risiken und die Berichterstattung an den Vorstand sowie an den Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG und dessen Prüfungs- und Finanzausschuss. Die dritte „Verteidigungslinie“ stellt als objektive und unabhängige Prüfungs- und Beratungsinstanz der ersten und zweiten „Verteidigungslinie“ der Bereich Interne Revision dar.

„Modell der drei Verteidigungslinien“

Im Folgenden werden die wesentlichen Merkmale des internen Kontrollsystems und des Risiko- und Chancen-Management-Systems einschließlich des Compliance-Management-Systems beschrieben.

Internes Kontrollsystem

Das interne Kontrollsystem (IKS) der Deutschen Telekom AG ist in Anlehnung an das international anerkannte Rahmenwerk des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO Internal Control – Integrated Framework, COSO I, in der Fassung vom 14. Mai 2013) aufgebaut. Das IKS ist integraler Bestandteil der funktionalen Steuerung des Konzerns. Der Umfang und die Ausgestaltung des IKS liegen gemäß § 91 Abs. 3 AktG im Ermessen und in der Verantwortung des Vorstands. Das IKS unterstützt die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Vorstands. Dazu zählen das Erreichen der Geschäftsziele, die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der Rechnungslegung sowie die Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften und Regelungen. Dabei werden auch Nachhaltigkeitsaspekte berücksichtigt, die auf Basis der regulatorischen Vorgaben fortlaufend weiterentwickelt werden. Der Prüfungs- und Finanzausschuss des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom AG überwacht die Wirksamkeit des IKS – wie es § 107 Abs. 3 Satz 2 i. V. m. § 107 Abs. 4 Satz 1 AktG fordert. Die Interne Revision ist dafür zuständig, die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS im Konzern und bei der Deutschen Telekom AG unabhängig zu prüfen. Um dies tun zu können, hat die Interne Revision umfassende Informations-, Prüf- und Einsichtsrechte und ist über alle Stufen des IKS-Prozesses eingebunden.

a Bei den Angaben in diesem Abschnitt sowie den zugehörigen Verweisen unterhalb des Textes handelt es sich um lageberichtsfremde Angaben im Sinne der Erläuterungen im Kapitel „Vorbemerkungen“.

Zusammengefasster Lagebericht – Governance und sonstige Angaben 137 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

Das IKS umfasst neben der Absicherung der Risiken der Finanzberichterstattung auch eine allgemeine Grundsicherung von operationellen Risiken und Compliance. Es wird bezüglich seiner funktionalen und prozessualen Ausrichtung jährlich an die aktuelle Risikosituation des Konzerns angepasst. Die IKS- Organisation bündelt und integriert die internen Kontrollprozesse und unterstützt den Vorstand bei der Gestaltung, Implementierung und Aufrechterhaltung eines angemessenen und wirksamen Kontrollsystems. Sie besteht aus dem IKS-Management in der Konzernzentrale und dem lokalen IKS-Management jeder Gesellschaft. Das zentrale IKS-Management ist für die Steuerung und Koordination der gesamten IKS-Prozesse verantwortlich. Die in das IKS einzubeziehenden Gesellschaften werden auf Basis der Anteilsbesitzliste der Deutschen Telekom ebenfalls jährlich überprüft und festgelegt. Alle wesentlichen Gesellschaften werden vollständig in den IKS-Prozess integriert. Dabei sind konzerneinheitliche Mindestanforderungen an die Kontrollsysteme der Gesellschaften entlang der wesentlichen Konzernfunktionen definiert. Zu diesen gehören z. B. Rechnungswesen, IT, Einkauf, Personal, Sicherheit, Datenschutz, Steuern, Compliance oder auch Corporate Responsibility. Die entsprechenden Kontrollen werden in einem konzernweiten IT- System dokumentiert sowie mindestens einmal jährlich auf Angemessenheit und Wirksamkeit geprüft. Die regelmäßige Überprüfung der Wirksamkeit erfolgt im Vier-Augen-Prinzip und je nach Risikoexposition der Kontrolle innerhalb der Fachabteilung, abteilungsübergreifend oder (zusätzlich) durch die Interne Revision. Ziel ist es, Kontrolllücken sowie nicht funktionsfähige Kontrollen zu identifizieren, insbesondere die Auswirkungen auf die Finanzberichterstattung zu analysieren sowie geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten und nachzuhalten. Der Abschluss des IKS-Prozesses findet im Rahmen kaskadierter Freigaben beginnend bei den Funktionsverantwortlichen in den Gesellschaften, über die lokalen Finanzdirektoren und Geschäftsführer bis in den Konzern statt. Der IKS-Lenkungsausschuss unter Beteiligung der wichtigsten Funktionsverantwortlichen des Konzerns würdigt anschließend die Ergebnisse und spricht Empfehlungen an den Vorstand aus.# Erklärung zur Unternehmensführung und Entsprechenserklärung sowie Aktualisierung der Entsprechenserklärung 2024

Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §§ 289f, 315d HGB finden Sie auf unserer Investor Relations Website. Die Wiedergabe der Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG finden Sie nachfolgend:

I.

Auf dieser Basis entscheidet der Vorstand zweimal jährlich über die Angemessenheit und Wirksamkeit des IKS. Der Prüfungs- und Finanzausschuss wird mindestens dreimal jährlich ausführlich über Status und Ergebnisse des IKS-Prozesses informiert und diskutiert die Ausrichtung des IKS mit dem Management und den Abschlussprüfern. Dessen ungeachtet gibt es inhärente Beschränkungen jedes IKS. Kein Kontrollsystem – auch wenn es als angemessen und wirksam beurteilt wurde – kann sicherstellen, dass alle relevanten Kontrollrisiken aufgedeckt sowie vollständig und effektiv über Kontrollen adressiert werden. Alle nicht wesentlichen Gesellschaften mit aus Konzernperspektive als gering eingeschätzten Risiken werden im Rahmen eines vereinfachten standardisierten Prozesses in das konzernweite IKS einbezogen. Diese Gesellschaften müssen entlang eines Kontroll-Risikokatalogs jährlich eine Selbstauskunft über den Reifegrad der implementierten Kontrollen sowie eine Aussage über die Wirksamkeit des IKS in ihrer Gesellschaft abgeben. Die Interne Revision überprüft diese Selbstauskünfte regelmäßig und risikoorientiert. Der IKS-Lenkungsausschuss, der Vorstand und der Prüfungs- und Finanzausschuss werden mindestens jährlich über die Ergebnisse der Selbsteinschätzungen in Kenntnis gesetzt.

Informationen zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystem finden Sie im Abschnitt „Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem“.

Risiko- und Chancen-Management-System

Unser Risiko- und Chancen-Management-System orientiert sich an dem weltweit gültigen Risiko-Management-Standard ISO 31000 „Risk management – Principles and guidelines“. Er gilt als Leitfaden für ein international anerkanntes Risiko-Management-System. Ein Risiko- und Chancen-Management- System ist sowohl aus betriebswirtschaftlicher Sicht als auch aufgrund von Vorschriften und gesetzlichen Regelungen, insbesondere des § 91 Abs. 2 und Abs. 3 Aktiengesetz (AktG), notwendig. Unser Risiko- und Chancen-Management-System ist dezentral organisiert. Der Bereich Group Risk Governance gibt die konzernweiten Methoden, u. a. das dazugehörige Berichtswesen, vor und die Segmente sind über ihr jeweiliges Risiko- und Chancen-Management daran angebunden. In den Segmenten sind die jeweiligen Verantwortlichen dafür zuständig, die Risiken zu identifizieren, zu bewerten und fortlaufend zu monitoren. Dies ist auch Kern unserer Risikokultur, die das Motto „Jeder ist ein Risiko-Manager“ beinhaltet, was bedeutet, dass grundsätzlich jeder Verantwortung für seine Risiken übernimmt.

Weitere Informationen zum Risiko- und Chancen-Management-System finden Sie im Kapitel „Risiko- und Chancen-Management-System“.

Compliance-Management-System

Unsere Compliance-Kultur ist ein wesentlicher Baustein für eine auf Integrität und Wertschätzung ausgerichtete Unternehmensführung. Wir bekennen uns konzernweit zu ethischen Grundsätzen sowie zu Recht und Gesetz. Verankert haben wir dies in unseren Leitlinien und dem Code of Conduct. Wir haben ein Compliance-Management-System mit der Zielsetzung implementiert, Risiken aus systematischen Verstößen gegen rechtliche oder ethische Standards zu minimieren, die zu einer ordnungsrechtlichen oder strafrechtlichen Haftung des Unternehmens, seiner Organmitglieder oder Beschäftigten oder zu einem erheblichen Reputationsschaden führen könnten. Insbesondere bei der Einrichtung des Compliance-Management-Systems zur Korruptionsprävention haben wir die Grundsätze ordnungsgemäßer Prüfung von Compliance-Management-Systemen nach dem IDW Prüfungsstandard 980 zugrunde gelegt. Der Vorstand nimmt seine Gesamtverantwortung für die Compliance als wesentliche Führungsaufgabe wahr. Unser Chief Compliance Officer ist zuständig für die Ausgestaltung und das Management des Compliance-Management-Systems. Auf der Ebene unserer operativen Segmente und Landesgesellschaften setzen Compliance Officer das Compliance-Management-System und unsere Compliance-Ziele vor Ort um.

Weitere Informationen zum Compliance-Management-System finden Sie im Kapitel „Zusammengefasste Nachhaltigkeitserklärung“.

Wirksamkeitsaussage

Aus der regelmäßigen Befassung mit dem internen Kontrollsystem und dem Risiko- und Chancen-Management-System, u. a. mit dem Konzern- Risikobericht sowie dem IKS-Bericht, sind dem Vorstand bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts keine Umstände bekannt, welche gegen die Angemessenheit und Wirksamkeit dieser Systeme in ihrer Gesamtheit sprechen. Eine zuletzt Ende 2022/Anfang 2023 durchgeführte externe Prüfung des Risiko- und Chancen-Managements nach dem IDW Prüfungsstandard 981 für ausgewählte Organisationsteile und Risikokategorien hat keine Feststellungen ergeben.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

Das rechnungslegungsbezogene IKS beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sicherzustellen. Es wird kontinuierlich weiterentwickelt und zielt auf Folgendes ab: Der Konzernabschluss der Deutschen Telekom wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, und den nach § 315e Abs. 1 HGB ergänzend zu beachtenden, handelsrechtlichen Vorschriften. Zudem verfolgt das rechnungslegungsbezogene IKS auch das Ziel, dass der Jahresabschluss der Deutschen Telekom AG sowie der zusammengefasste Lagebericht nach den handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt werden.

Zusammengefasster Lagebericht – Governance und sonstige Angaben | 138 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024. Grundsätzlich gilt für jedes IKS, dass es, unabhängig davon, wie es konkret ausgestaltet ist, keine absolute Sicherheit gibt, ob es seine Ziele erreicht. Bezogen auf das rechnungslegungsbezogene IKS kann es somit nur eine relative, aber keine absolute Sicherheit geben, dass wesentliche Fehlaussagen in der Rechnungslegung vermieden oder aufgedeckt werden. Group Accounting steuert die Prozesse zur Konzernrechnungslegung und Lageberichtserstellung. Gesetzliche Vorschriften, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden regelmäßig dahingehend analysiert, ob und wie weit sie relevant sind und wie sie sich auf die Rechnungslegung auswirken. Relevante Anforderungen werden z. B. im Konzernbilanzierungshandbuch festgehalten, kommuniziert und sind zusammen mit dem konzernweit gültigen Abschlusskalender die Basis für den Abschlusserstellungsprozess. Darüber hinaus unterstützen ergänzende Verfahrensanweisungen wie z. B. die Intercompany-Richtlinie, standardisierte Meldeformate, IT-Systeme sowie IT-unterstützte Reporting- und Konsolidierungsprozesse den Prozess der einheitlichen und ordnungsgemäßen Konzernrechnungslegung. Sofern erforderlich, setzen wir auch externe Gutachter ein, z. B. für die Bewertung von Pensionsverpflichtungen oder im Zuge von Kaufpreisallokationen. Group Accounting stellt sicher, dass diese Anforderungen konzernweit einheitlich eingehalten werden. Die in den Rechnungslegungsprozess einbezogenen Mitarbeiter werden regelmäßig geschult. Die Deutsche Telekom AG und die Konzerngesellschaften sind dafür verantwortlich, dass sie die konzernweit gültigen Richtlinien, Vorgaben und Verfahren einhalten. Die Konzerngesellschaften stellen den ordnungsgemäßen und zeitgerechten Ablauf ihrer rechnungslegungsbezogenen Prozesse und Systeme sicher; Group Accounting unterstützt und überwacht sie dabei. Die Durchführung der operativen Rechnungswesenprozesse wird mit weiter zunehmender Tendenz national und international durch Shared Service Center erbracht. Durch eine Harmonisierung der Prozesse steigen die Effizienz und die Qualität der Prozesse und damit auch die Zuverlässigkeit des internen Kontrollsystems. Das IKS sichert dabei sowohl die interne Prozessqualität der Shared Service Center als auch die Schnittstellen zu den Konzerngesellschaften durch geeignete Kontrollen und durch einen internen Zertifizierungsprozess ab. Eingebettet in den Rechnungslegungsprozess sind unter Risikoaspekten definierte interne Kontrollen. Das rechnungslegungsbezogene IKS umfasst sowohl präventive als auch aufdeckende Kontrollen; dazu gehören

  • IT-gestützte und manuelle Abstimmungen,
  • die Funktionstrennung,
  • das Vier-Augen-Prinzip,
  • Monitoring-Kontrollen,
  • allgemeine IT-Kontrollen wie z. B. Zugriffsregelungen in IT-Systemen und ein Veränderungsmanagement.

Das zentrale und lokale IKS-Management entwickelt das IKS mit den operativen Prozessen fortlaufend weiter und geht dabei auf neue Technologien und Arbeitsweisen ein. Dazu zählen z. B. der Einsatz von Software-Robotern, Echtzeitalarme, Künstliche Intelligenz und agiles Arbeiten. Konzernweit haben wir ein standardisiertes Verfahren implementiert, um die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen IKS zu überwachen. Dieses Verfahren orientiert sich konsequent an den Risiken einer möglichen Fehlberichterstattung im Konzernabschluss: Zu Jahresbeginn werden unter Risikoaspekten Abschlusspositionen und rechnungslegungsbezogene Prozessschritte ausgewählt, die im Laufe des Jahres auf Wirksamkeit überprüft werden. Soweit Kontrollschwächen festgestellt werden, erfolgen eine Analyse und Bewertung insbesondere hinsichtlich der Auswirkungen auf den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht. Wesentliche Kontrollschwächen, deren Maßnahmenpläne zur Abarbeitung und der laufende Arbeitsfortschritt werden an den Vorstand bzw. zusätzlich an den Prüfungs- und Finanzausschuss des Aufsichtsrats der Deutschen Telekom AG berichtet. Um die hohe Qualität dieses rechnungslegungsbezogenen IKS zu sichern, ist die Interne Revision über alle Stufen des Verfahrens hinweg eng mit einbezogen.# Vorstand und Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG erklären, dass seit Abgabe der letzten Erklärung nach § 161 Aktiengesetz am 30. Dezember 2023 den vom Bundesministerium der Justiz am 27. Juni 2022 im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ vollumfänglich entsprochen wurde.

II. Vorstand und Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG erklären weiter, dass ab dem heutigen Tage den vom Bundesministerium der Justiz am 27. Juni 2022 im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ vollumfänglich entsprochen wird.

Bonn, den 30. Dezember 2024

Für den Aufsichtsrat
Dr. Frank Appel

Für den Vorstand
Timotheus Höttges

Die Wiedergabe der Aktualisierung der Entsprechenserklärung 2024 gemäß § 161 AktG finden Sie nachfolgend:

Vorstand und Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG haben am 30. Dezember 2024 erklärt, dass den vom Bundesministerium der Justiz am 27. Juni 2022 im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ ohne Ausnahme entsprochen wird.

Vorstand und Aufsichtsrat der Deutschen Telekom AG aktualisieren ihre Entsprechenserklärung durch folgende höchst vorsorgliche Erklärung einer Abweichung von Empfehlung B.4:

Nach der Empfehlung B.4 soll die Wiederbestellung eines Vorstandsmitglieds vor Ablauf eines Jahres vor dem Ende der Bestelldauer bei gleichzeitiger Aufhebung der laufenden Bestellung nur bei Vorliegen besonderer Umstände erfolgen. Herr Timotheus Höttges wurde am 27. Januar 2025 vom Zusammengefasster Lagebericht – Governance und sonstige Angaben | 139 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024. Aufsichtsrat der Deutsche Telekom AG für die Zeit vom 1. Februar 2025 bis zum 31. Dezember 2028 erneut zum Vorstandsvorsitzenden bestellt. Gleichzeitig wurde die laufende, bis zum 31. Dezember 2026 dauernde Bestellung mit Wirkung zum Ablauf des 31. Januar 2025 aufgehoben.

Die Deutsche Telekom AG geht davon aus, dass besondere Umstände für die frühere Wiederbestellung vorliegen. Insbesondere erfordern strategische Gründe bereits heute die notwendige Absicherung von Personalkontinuität für das Amt des Vorstandsvorsitzenden des Unternehmens über den 31. Dezember 2026 hinaus. Sie erklärt dennoch höchst vorsorglich, mit der vorzeitigen Wiederbestellung von Herrn Timotheus Höttges zum Vorstandsmitglied einmalig von der Empfehlung B.4 abzuweichen: Diese Erklärung erfolgt, um jegliche Rechtsunsicherheit zu vermeiden. Die Deutsche Telekom AG beabsichtigt, bei zukünftigen (Wieder-)Bestellungen von Vorstandsmitgliedern auch der Empfehlung B.4 wieder zu entsprechen. Im Übrigen bleibt die Entsprechenserklärung vom 30. Dezember 2024 unverändert.

Bonn, den 27. Januar 2025

Für den Aufsichtsrat
Dr. Frank Appel

Für den Vorstand
Timotheus Höttges

Rechtliche Konzernstruktur

Die Deutsche Telekom AG, Bonn, ist das Mutterunternehmen des Deutsche Telekom Konzerns. Ihre Aktien werden neben Frankfurt am Main auch an anderen Börsen gehandelt. Hinsichtlich der Angaben zur Zusammensetzung des Gezeichneten Kapitals sowie der direkten und indirekten Beteiligungen am Kapital gemäß § 289a Abs. 1 HGB bzw. § 315a HGB verweisen wir auf Angabe 19 „Eigenkapital“ im Konzernanhang sowie die Angaben im Jahresabschluss der Deutschen Telekom AG zum 31. Dezember 2024.

Eigenkapital

Jede Aktie gewährt eine Stimme. Eingeschränkt sind diese Stimmrechte jedoch bei den eigenen Anteilen (per 31. Dezember 2024: insgesamt rund 86 Mio. Stück).

Eigene Aktien.

Der zum 31. Dezember 2024 auf die eigenen Anteile entfallende Betrag des gezeichneten Kapitals beträgt ca. 220 Mio. €. Dies entspricht einem Anteil am Grundkapital von 1,7 %. Der Bestand an eigenen Anteilen zum 31. Dezember 2024 beträgt 86.029.346 Stück. Hinsichtlich der Angaben zu den eigenen Anteilen gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 2 AktG verweisen wir auf Angabe 8 im Jahresabschluss der Deutschen Telekom AG zum 31. Dezember 2024 sowie auf Angabe 19 „Eigenkapital“ im Konzernanhang.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 1. April 2021 ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 31. März 2026 Aktien der Gesellschaft mit einem auf diese entfallenden Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu 1.218.933.400,57 € mit folgender Maßgabe zu erwerben: Auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, entfallen zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft. Ferner sind die Voraussetzungen des § 71 Abs. 2 Sätze 2 und 3 AktG zu beachten.

Der Erwerb darf nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien erfolgen. Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilen ausgeübt werden. Der Erwerb kann innerhalb des Ermächtigungszeitraums bis zur Erreichung des maximalen Erwerbsvolumens in Teiltranchen, verteilt auf verschiedene Erwerbszeitpunkte, erfolgen. Der Erwerb kann auch durch von der Deutschen Telekom AG im Sinne von § 17 AktG abhängige Konzernunternehmen oder durch Dritte für Rechnung der Deutschen Telekom AG oder für Rechnung von nach § 17 AktG abhängigen Konzernunternehmen der Deutschen Telekom AG durchgeführt werden.

Der Erwerb erfolgt unter Wahrung des Gleichbehandlungsgrundsatzes (§ 53a AktG) über die Börse. Er kann stattdessen auch mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kauf- oder Aktientauschangebots erfolgen, bei dem, vorbehaltlich eines zugelassenen Ausschlusses des Andienungsrechts, der Gleichbehandlungsgrundsatz ebenfalls zu wahren ist. Die Aktien können zu einem oder mehreren Zwecken, die in der unter Tagesordnungspunkt 7 der Hauptversammlung vom 1. April 2021 beschlossenen Ermächtigung vorgesehen sind, verwendet werden. Die Aktien können auch für Zwecke, bei denen ein Bezugsrechtsausschluss vorgesehen ist, verwendet werden.

Es besteht zudem die Möglichkeit, die Aktien über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre zu veräußern oder einzuziehen. Die Aktien können weiterhin dazu genutzt werden, sie aufgrund einer entsprechenden Entscheidung des Aufsichtsrats zur Erfüllung von Rechten von Mitgliedern des Vorstands auf Übertragung von Aktien der Deutschen Telekom AG zu verwenden, die der Aufsichtsrat diesen im Rahmen der Regelung der Vorstandsvergütung eingeräumt hat.

Der Vorstand ist zudem aufgrund der am 1. April 2021 beschlossenen Ermächtigung befugt, Mitarbeitern der Deutschen Telekom und der nachgeordneten verbundenen Unternehmen sowie Mitgliedern der Geschäftsführung von nachgeordneten verbundenen Unternehmen Aktien anzubieten und/oder zu gewähren; dies umfasst auch die Ermächtigung, die Aktien gratis oder zu sonstigen Sonderkonditionen zum Erwerb anzubieten oder zu gewähren.

Der Vorstand ist gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 1. April 2021 ermächtigt, den Erwerb der eigenen Anteile auch unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten durchzuführen.

Die Veränderung der eigenen Aktien ist in nachfolgender Tabelle dargestellt:

Zusammengefasster Lagebericht – Governance und sonstige Angaben | 140 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024.

in Stückaktien Stand 01.01.2024 Erwerb eigene Aktien Umwidmungen Aktien davon: Mitarbeiter- Aktienprogramm Share Matching Plan Stand 31.12.2024
Aktienrückkaufprogramm 0 81.268.383 0 0 0 81.268.383
Vormals treuhänderisch hinterlegte Aktien 7.800.811 0 (3.830.887) 0 0 3.969.924
Share Matching Plan 42.302 0 1.720.831 0 (972.094) 791.039
Mitarbeiter-Aktienprogramm 0 0 2.110.056 (2.110.056) 0 0
Summe 7.843.113 81.268.383 0 (2.110.056) (972.094) 86.029.346
Betrag am Grundkapital in Mio. € 20 208 0 (5) (3) 220
Anteil am Grundkapital in % 0,16 1,63 0,00 (0,04) (0,02) 1,73
Veränderung Gewinnrücklagen in Mio. € 0 (1.766) 0 0 0 (1.766)
Veränderung Kapitalrücklage in Mio. € 0 0 0 53 15 68
Kurs in € 24,29 a 27,90

a Durchschnittlicher Kurs.

Aktienrückkaufprogramm.

Der Vorstand hat am 2. November 2023 angekündigt, im Rahmen eines Aktienrückkaufprogramms im Geschäftsjahr 2024 Aktien der Deutschen Telekom AG zu einem Gesamtkaufpreis von bis zu 2 Mrd. € zurückzukaufen. Der Rückkauf hat am 3. Januar 2024 begonnen und erfolgte innerhalb des Zeitraums bis zum 18. Dezember 2024 in mehreren Tranchen. Zweck des Aktienrückkaufprogramms 2024 war die teilweise Rückführung des Verwässerungseffekts aus der Kapitalerhöhung 2021 der Deutschen Telekom AG. Die zurückgekauften Aktien sollen dementsprechend eingezogen werden. Im Zeitraum vom 3. Januar 2024 bis 18. Dezember 2024 hat die Deutsche Telekom AG im Rahmen ihres Aktienrückkaufprogramms rund 81 Mio. eigene Aktien im Volumen (ohne Erwerbsnebenkosten) von rund 2,0 Mrd. € zurückerworben.

Vormals treuhänderisch hinterlegte Aktien.

Im Zuge des Erwerbs der VoiceStream Wireless Corp., Bellevue, und der Powertel, Inc., Bellevue, im Jahr 2001 gab die Deutsche Telekom AG neue Aktien aus Genehmigtem Kapital an einen Treuhänder aus, u. a. zugunsten von Inhabern von Optionsscheinen, Optionen und Umtauschrechten. Im Geschäftsjahr 2013 sind diese Options-, Umtausch- bzw. Wandlungsrechte vollständig ausgelaufen. Damit bestand keine weitere Verpflichtung des Treuhänders zur Erfüllung der Ansprüche gemäß dem Zweck der Hinterlegung. Das Treuhandverhältnis wurde Anfang des Jahres 2016 beendet und die hinterlegten Aktien wurden unentgeltlich auf ein Depot der Deutschen Telekom überführt. Die vormals hinterlegten Aktien sind nach § 272 Abs. 1a HGB als eigene Anteile bilanziert. Die unentgeltlich erworbenen eigenen Anteile können aufgrund der Ermächtigung durch die Hauptversammlung vom 1. April 2021 für die gleichen Zwecke wie die entgeltlich erworbenen eigenen Aktien verwendet werden.

Share Matching Plan und Mitarbeiter-Aktienprogramm.# Genehmigtes Kapital.

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 7. April 2022 ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 6. April 2027 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu 3.829.600.199,68 € durch Ausgabe von bis zu 1.495.937.578 auf den Namen lautende Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen.

Die Ermächtigung kann vollständig oder ein- oder mehrmals in Teilbeträgen ausgenutzt werden.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats Spitzenbeträge von dem Bezugsrecht der Aktionäre auszunehmen. Der Vorstand ist zudem ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen auszuschließen, um neue Aktien im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen oder im Rahmen des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen, einschließlich der Erhöhung bestehenden Anteilsbesitzes, oder anderen mit einem solchen Akquisitionsvorhaben im Zusammenhang stehenden einlagefähigen Wirtschaftsgütern, einschließlich Forderungen gegen die Gesellschaft, auszugeben. Jedoch darf der auf neue Aktien, für die das Bezugsrecht aufgrund dieser Ermächtigungen ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals zusammen mit dem anteiligen Betrag des Grundkapitals, der auf Aktien entfällt oder auf den sich Wandlungs- und/oder Optionsrechte bzw. -pflichten aus Schuldverschreibungen beziehen, die nach Beginn des 7. April 2022 unter Bezugsrechtsausschluss ausgegeben bzw. veräußert worden sind, 10 % des Grundkapitals nicht überschreiten; maßgeblich ist entweder das zum 7. April 2022, das zum Zeitpunkt der Eintragung der Ermächtigung oder das zum Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandene Grundkapital, wobei auf denjenigen der drei genannten Zeitpunkte abzustellen ist, zu dem der Grundkapitalbetrag am geringsten ist. Als Bezugsrechtsausschluss ist es auch anzusehen, wenn die Ausgabe bzw. Veräußerung in entsprechender oder sinngemäßer Anwendung von § 186 Abs. 3 S. 4 AktG erfolgt.

Der Vorstand ist darüber hinaus ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen (Genehmigtes Kapital 2022).

Das Grundkapital der Gesellschaft ist zum 31. Dezember 2024 um bis zu 1.200.000.000 €, eingeteilt in bis zu 468.750.000 Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2024). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie
a. die Inhaber bzw. Gläubiger von Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinn- schuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) mit Options- oder Wandlungsrechten, die von der Deutschen Telekom AG oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 10. April 2024 bis zum 9. April 2029 ausgegeben bzw. garantiert werden, von ihren Options- bzw. Wandlungsrechten Gebrauch machen oder
b. die aus von der Deutschen Telekom AG oder deren unmittelbaren oder mittelbaren Mehrheitsbeteiligungsgesellschaften aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses der ordentlichen Hauptversammlung vom 10. April 2024 bis zum 9. April 2029 ausgegebenen oder garantierten Optionsschuldverschreibungen, Wandelschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) Verpflichteten ihre Options- bzw. Wandlungspflicht erfüllen (einschließlich des Falls, dass die Deutsche Telekom AG in Ausübung eines Tilgungswahlrechts bei Endfälligkeit ganz oder teilweise an Stelle der Zahlung des fälligen Geldbetrags Aktien der Deutschen Telekom AG gewährt)

Zusammengefasster Lagebericht – Governance und sonstige Angaben | 141 Deutsche Telekom. Das Geschäftsjahr 2024. und nicht andere Erfüllungsformen eingesetzt werden. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem sie durch Ausübung von Options- oder Wandlungsrechten oder durch Erfüllung von Options- bzw. Wandlungspflichten entstehen, am Gewinn teil.

Wesentliche Vereinbarungen unter der Bedingung eines Kontrollwechsels (Change of Control)

Die wesentlichen Vereinbarungen der Deutschen Telekom AG, die eine Klausel für den Fall einer Übernahme (Change of Control) der Deutschen Telekom AG enthalten, betreffen hauptsächlich bilaterale Kreditfazilitäten sowie mehrere Darlehensverträge. Im Übernahmefall haben die jeweiligen Kreditgeber das Recht, die Fazilität zu kündigen und ggf. fällig zu stellen bzw. die Rückzahlung der Darlehen zu verlangen. Dabei wird eine Übernahme angenommen, wenn ein Dritter die Kontrolle über die Deutsche Telekom AG erlangt; dies kann auch eine gemeinschaftlich handelnde Gruppe sein.

Am 2. November 2016 hat die Deutsche Telekom AG eine Änderungsvereinbarung zu der Gesellschaftervereinbarung vom 14. Mai 2008 mit dem griechischen Staat betreffend die griechische Hellenic Telecommunications Organization S.A. (OTE), Athen, Griechenland abgeschlossen, der der „Hellenic Republic Asset Development Fund“ (HRADF) als Vertragspartei beigetreten ist. Gemäß dieser Vereinbarung wird dem griechischen Staat unter bestimmten Bedingungen das Recht eingeräumt, alle OTE-Anteile von der Deutsche Telekom AG zu erwerben, sobald eine (oder mehrere) Person(en), ausgenommen die Bundesrepublik Deutschland, direkt oder indirekt 35 % der Stimmrechte an der Deutsche Telekom AG erwirbt (erwerben).

Im Rahmen der Gründung des Einkaufs-Joint-Ventures BuyIn in Belgien haben die Deutsche Telekom AG und Orange S.A. (ehemals „France Télécom S.A.“)/Atlas Services Belgium S.A. (eine Tochter der Orange S.A.) im Master Agreement vereinbart, dass, falls die Deutsche Telekom oder Orange unter den beherrschenden Einfluss eines Dritten gelangt bzw. ein nicht vollständig zum Orange-Konzern gehörender Dritter Anteile an Atlas Services Belgium erwirbt, der jeweils andere Vertragspartner (Orange und Atlas Services Belgium nur gemeinschaftlich) das Master Agreement mit sofortiger Wirkung kündigen kann.

Konsolidierungskreisveränderungen

Im Konzernabschluss der Deutschen Telekom werden 57 inländische und 235 ausländische Tochterunternehmen vollkonsolidiert (31. Dezember 2023: 56 und 238). Zusätzlich werden 17 assoziierte Unternehmen (31. Dezember 2023: 15) und 21 Gemeinschaftsunternehmen (31. Dezember 2023: 21) nach der Equity-Methode einbezogen.

Die wesentlichen Tochterunternehmen des Konzerns finden Sie im Kapitel „Grundlagen und Methoden – Wesentliche Tochterunternehmen“ im Konzernanhang.

Unternehmenszusammenschlüsse

Am 9. März 2023 hat im operativen Segment USA die T-Mobile US eine Vereinbarung über den Erwerb von 100 % der Anteile an Ka’ena sowie deren Tochtergesellschaften, darunter Mint Mobile, für einen Kaufpreis von max. 1,35 Mrd. US-$ geschlossen. Die Transaktion wurde am 1. Mai 2024 vollzogen. Ka’ena wird seit dem 1. Mai 2024 in den Konzernabschluss der Deutschen Telekom einbezogen.

Weitere Informationen finden Sie im Kapitel „Grundlagen und Methoden – Veränderung des Konsolidierungskreises und sonstige Transaktionen“ im Konzernanhang.