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Coreo AG Annual Report 2015

Apr 13, 2016

5376_10-k_2016-04-13_0d32ed43-60c5-4009-895f-c13f4725924d.pdf

Annual Report

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Nanostart AG

Frankfurt am Main

Jahresabschluss

  1. Dezember 2015

Nanostart AG Erwerb, Verwaltung, Veräußerungen von Anteilen, Frankfurt am Main

AKTIVA

EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögens
gegenstände
1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche
Schutzrechte und ähnliche
Rechte und Werte sowie
Lizenzen an solchen
Rechten und Werten
1.272,00 2.458,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung
12.599,00 16.631,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen
Unternehmen
2. Ausleihungen an verbundene
1,00 2.027.655,45
Unternehmen
3. Beteiligungen
4. Ausleihungen an Unternehmen,
mit denen ein Beteiligungs
0,00
18.316.710,91
594.481,25
6.942.452,65
verhältnis besteht 1,00 18.316.712,91 0,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen
2. Forderungen gegen verbundene
34,90 9.042,39
Unternehmen
3. Forderungen gegen Unternehmen,
0,00 3.208.401,92
mit denen ein Beteiligungs
verhältnis besteht
1,00 208.898,63
4. sonstige Vermögensgegenstände 3.429,79 3.465,69 12.063.113,95
II. Kassenbestand, Bundesbank
guthaben, Guthaben bei
Kreditinstituten und Schecks
1.179.219,38 290.677,05
C. Rechnungsabgrenzungsposten 19.237,42 29.954,53
19.532.506,40 25.393.766,82

BILANZ zum 31. Dezember 2015

Nanostart AG Erwerb, Verwaltung, Veräußerungen von Anteilen, Frankfurt am Main

PASSIVA

EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 6.240.000,00 6.240.000,00
II. Kapitalrücklage 19.826.080,86 19.826.080,86
III. Gewinnrücklagen
1. andere Gewinnrücklagen 12.544.585,38 12.544.585,38
IV. Verlustvortrag 13.646.835,88- 4.770.769,66-
V. Jahresfehlbetrag 5.549.291,03- 8.876.066,22-
B. Rückstellungen
1. sonstige Rückstellungen 86.120,00 363.120,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
- davon mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr
EUR 27.351,17 (EUR 58.170,43)
27.351,17 58.170,43
2. sonstige Verbindlichkeiten
- davon aus Steuern
EUR 3.749,27 (EUR 8.214,36)
- davon im Rahmen der
sozialen Sicherheit
EUR 746,63 (EUR 211,67)
- davon mit einer Restlaufzeit
bis zu einem Jahr
EUR 4.495,90 (EUR 8.646,03)
4.495,90 31.847,07 8.646,03

19.532.506,40 25.393.766,82

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2015 bis 31.12.2015

Nanostart AG Erwerb, Verwaltung, Veräußerungen von Anteilen, Frankfurt am Main

EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
1. Umsatzerlöse 2.188,11 3.249,03
2. Gesamtleistung 2.188,11 3.249,03
3. sonstige betriebliche
Erträge
a)
ordentliche betriebliche
Erträge
aa)
sonstige ordentliche
Erträge
1,34 2.441,31
b)
Erträge aus dem Abgang von
Gegenständen des Anlage
vermögens und aus Zuschrei
bungen zu Gegenständen des
Anlagevermögens
148.168,05 478.482,26
c)
Erträge aus der Auflösung
von Rückstellungen
16.893,83 1.293,82
d)
sonstige Erträge im
Rahmen der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit
- davon Erträge aus
der Währungsumrechnung
EUR 394,21 (EUR 0,00)
8.820,41 173.883,63 3.922,77
4. Personalaufwand
a)
Löhne und Gehälter
b)
soziale Abgaben und
Aufwendungen für
191.361,44 212.159,55
Altersversorgung und
für Unterstützung
- davon für Altersversorgung
EUR 3.564,00 (EUR 3.076,00)
22.597,87 213.959,31 29.825,07
5. Abschreibungen
a)
auf immaterielle Vermögens
gegenstände des Anlage
vermögens und Sachanlagen
b)
auf Vermögensgegenstände des
Umlaufvermögens, soweit
6.781,77 12.354,35
diese die in der Kapital
gesellschaft üblichen
Abschreibungen überschreiten
28.222,21 35.003,98 125.355,27
Übertrag 72.891,55- 109.694,95

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2015 bis 31.12.2015

Nanostart AG Erwerb, Verwaltung, Veräußerungen von Anteilen, Frankfurt am Main

EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Übertrag 72.891,55- 109.694,95
6. sonstige betriebliche
Aufwendungen
a)
ordentliche betriebliche
Aufwendungen
aa)
Raumkosten
78.732,87 97.488,56
ab)
Versicherungen, Beiträge
und Abgaben
21.019,33 26.628,60
ac)
Reparaturen und
Instandhaltungen
1.038,12 15.083,46
ad)
Fahrzeugkosten
236,58 1.900,00
ae)
Werbe- und Reisekosten
18.944,77 62.756,25
af)
Kosten der Warenabgabe
ag)
verschiedene betriebliche
0,00 11.343,60
Kosten 311.858,45 458.940,32
b)
Verluste aus dem Abgang
von Gegenständen des
Anlagevermögens 32.964,35 390.059,22
c)
Verluste aus Wertminderungen
oder aus dem Abgang von
Gegenständen des Umlaufver
mögens und Einstellungen in
die Wertberichtigung
zu Forderungen 0,00 28.000,08
d)
sonstige Aufwendungen im
Rahmen der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit
- davon Aufwendungen aus
202,61 464.997,08 195.134,45
der Währungsumrechnung
EUR 202,61 (EUR 53,81)
7. Erträge aus anderen
Wertpapieren und Ausleihungen
des Finanzanlagevermögens 11.000,04 312.215,98
- davon aus verbundenen
Unternehmen EUR 0,00
(EUR 302.132,61)
8. sonstige Zinsen und ähnliche
Erträge 38.497,11 269.408,46
- davon aus verbundenen
Unternehmen EUR 0,00
(EUR 222.568,09)
Übertrag 488.391,48- 596.015,15-

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 01.01.2015 bis 31.12.2015

Nanostart AG Erwerb, Verwaltung, Veräußerungen von Anteilen, Frankfurt am Main

EUR Geschäftsjahr
EUR
Vorjahr
EUR
Übertrag 488.391,48- 596.015,15-
9. Abschreibungen auf
Finanzanlagen und auf
Wertpapiere des
Umlaufvermögens
- davon außerplanmäßige
Abschreibungen
EUR 3.316.167,76
(EUR 8.278.387,21)
3.316.167,76 8.278.387,21
10. Zinsen und ähnliche
Aufwendungen
- davon an verbundene
Unternehmen EUR 0,01-
(EUR 0,00)
2,24 0,00
11. Ergebnis der gewöhnlichen
Geschäftstätigkeit
3.804.561,48- 8.874.402,36-
12. außerordentliche Aufwendungen 1.744.725,57 0,00
13. außerordentliches Ergebnis 1.744.725,57- 0,00
14. Steuern vom Einkommen und
vom Ertrag
3,98 4,22
15. sonstige Steuern 0,00 3,98 1.659,64
16. Jahresfehlbetrag 5.549.291,03 8.876.066,22

Anlage 3

Nanostart AG, Frankfurt am Main

Anhang Jahresabschluss zum 31.12.2015

Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine Kleinstkapitalgesellschaft im Sinne von § 267a Abs. 1 HGB. Die größenabhängigen Erleichterungen für eine kleine Kapitalgesellschaft wurden teilweise in Anspruch genommen.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt. Die Bezeichnung einzelner Bilanzpositionen wurde gemäß § 265 Abs. 6 HGB den Bedürfnissen der Gesellschaft angepasst.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen über eine Nutzungsdauer von 3 bis 15 Jahren, vermindert.

Geringwertige Vermögensgegenstände werden bis zu einem Wert von EUR 410,00 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. In den Jahren 2008 bis 2010 wurden Zugänge mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 zu einem Sammelposten zusammengefasst. Dieser wird gleichmäßig über 5 Jahre aufgelöst.

Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden auf Vermögensgegenstände des Finanzanlagevermögens nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung durchgeführt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennbetrag unter Berücksichtigung des erkennbaren Ausfallrisikos angesetzt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB angesetzt und berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Soweit notwendig werden künftige Kostensteigerungen berücksichtigt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt eine Abzinsung entsprechend § 253 Abs. 2 HGB.

Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs im Zugangszeitpunkt erfasst. Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind gemäß § 256a Satz 2 HGB ohne Berücksichtigung des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzip zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag erfasst. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird der Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag gemäß § 256a Satz 1 HGB nur zu Grunde gelegt, sofern dieser bei Vermögensgegenständen unter und bei Verbindlichkeiten über dem jeweiligen Tageskurs zum Zeitpunkt der Erfassung des Geschäftsvorfalls liegt.

Angaben und Erläuterungen zu den Posten der Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz:

Kapital-
anteil
%
Eigen-
kapital
Ergebnis Jahr
New Asia Investments Pte. Ltd.
Pte. Ltd.), Singapur
28,8 TSGD 5.742 TSGD -10.453 2014
NAMOS GmbH, Dresden 26,0 TEUR -1.061 TEUR - 67 2014
Lumiphore Inc., Berkeley, USA 21,4 TUSD -291 TUSD - 100 2015

Anlage 3

Anlagenspiegel

Entwicklung des Anlagevermögens

1.1
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Um
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31.
12.2
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12.2
015
31.
12.2
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31.
12.2
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74.
18.3
30.
583
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9.5
83.
678
,35

Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit EUR 0,00 (Vj: EUR 12.872.826,93) enthalten.

Eigenkapital

Das in das Handelsregister eingetragene Grundkapital der Gesellschaft zum Bilanzstichtag beträgt EUR 6.240.000,00.

Das Grundkapital der Nanostart AG ist somit eingeteilt in 6.240.000 Stückaktien, die allesamt auf den Inhaber lauten.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 28. August 2013 ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 27. August 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 3.120.000,00 zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann (genehmigtes Kapital 2013/I). Zum 31. Dezember 2015 besteht ein noch nicht ausgenutztes genehmigtes Kapital in Höhe von EUR 3.120.000,00.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für rückständigen Urlaub, Jahresabschlusskosten sowie Kosten für die Hauptversammlung.

Verbindlichkeiten

31.12.2015 31.12.2014
Rest- Rest
laufzeit laufzeit
Gesamt bis 1 Jahr Gesamt bis 1 Jahr
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten aus Liefe-
rungen und Leistungen 27 27 58 58
Sonstige Verbindlichkeiten 4 4 9 9
31 31 67 67
I Unternehmensüberblick 2
1 Portrait 2
2 Struktur 2
II Wirtschaftsbericht 3
1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen 3
2 Geschäftsverlauf und Entwicklung des Portfolios 5
3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage 11
III Nachtragsbericht 12
IV Prognosebericht 13
V Chancen- und Risikobericht 15
1 Risikobericht 15
2 Chancenbericht 17
VI Erklärung zum Abhängigkeitsbericht 17

I Unternehmensüberblick

1 Portrait

Die Nanostart AG ist ein Investor für nicht börsennotierte Unternehmen. Sie hat ihren Hauptsitz in Frankfurt am Main.

Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit Nanostarts liegt bei Unternehmen im Bereich Nanotechnologie. Identifiziert werden Nanotechnologie-Unternehmen weltweit. Entsprechend international ist das Portfolio Nanostarts aufgestellt.

In der Auswahl setzt Nanostart gezielt Schwerpunkte auf Unternehmen, deren Innovationen besonders geeignet sind, die drängenden Zukunftsprobleme der Gesellschaft zu lösen. Die potenziellen Beteiligungskandidaten mit aussichtsreichen Entwicklungsperspektiven werden einer Wirtschaftlichkeitsprüfung unter Hinzuziehung externer Berater, Industrieexperten und Juristen unterzogen. Die Auswahl erfolgt unter Betrachtung der Tragfähigkeit des Geschäftsmodells, des Reifegrades und Patentschutzes der zugrunde liegenden Technologien, der Größe und Entwicklung der Zielmärkte, der Wettbewerbssituation und Alleinstellungsmerkmale, der Qualität des Managements und der Exitmöglichkeiten. Ziel der Investitionstätigkeit Nanostarts ist es, den Wert der Unternehmen, an denen sie beteiligt ist, langfristig zu maximieren und die Anteile an den Unternehmen gewinnbringend an Industriekonzerne zu veräußern oder an die Börse zu bringen. Am Ende eines jeden Investments steht deshalb der Exit – der Ausstieg aus einer Beteiligung. Um dieses Ziel zu erreichen, steht die erfolgreiche Entwicklung jedes einzelnen Portfolio-Unternehmens im Vordergrund des operativen Geschäfts. Die Nanostart versteht sich als Partner ihrer Beteiligungsunternehmen und verfolgt ein aktives Portfolio-Management. Daher unterstützt sie ihre Beteiligungen nicht nur mit dem notwendigen Kapital, sondern begleitet sie auch strategisch mit ihrer Erfahrung und Expertise über den gesamten Investitionszyklus hinaus auf dem Weg zur Kommerzialisierung. Die Unternehmen werden dabei in das globale Netzwerk der Nanostart mit Kontakten zu Industrie, Wissenschaft und Forschung, staatlichen Stellen sowie Investoren und Kapitalmarktexperten eingebunden.

2 Struktur

Das Portfolio der Nanostart AG setzte sich zum 31. Dezember 2015 aus fünf direkten aktiven Beteiligungen an Unternehmen zusammen. Die vollständig abgeschriebene Beteiligung Namos GmbH und die per 1. März 2016 vom Register Singapur gelöschte Tochter Nanostart Asia Pte. Ltd. sind in dem nachfolgenden Schaubild nicht enthalten:

II Wirtschaftsbericht

1 Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltkonjunktur hat ihren Erholungskurs 2015 gedämpft fortgesetzt. Treibende Kraft war laut Internationalem Währungsfonds (IWF) der anhaltende wirtschaftliche Aufschwung in den Industrieländern. In den Entwicklungs- und Schwellenländern ging das Wirtschaftswachstum dagegen das fünfte Jahr in Folge zurück. Insgesamt fiel das Wachstum der Weltwirtschaft im Gesamtjahr nach Berechnungen des IWF mit 3,1 Prozent etwas geringer aus als im Vorjahr (3,4 Prozent). Das Bruttoinlandsprodukts (BIP) in den entwickelten Volkswirtschaften stieg leicht auf 1,9 Prozent (2014: 1,8 Prozent), die Entwicklungs- und Schwellenländer verzeichneten dagegen einen Rückgang auf 4,0 Prozent (2014: 4,6 Prozent).

Die Eurozone erholte sich 2015 weiter. Im Berichtszeitraum stieg das BIP um 1,5 Prozent (2014: 0,9 Prozent). Zu der leichten Belebung dürfte beigetragen haben, dass die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins auch 2015 auf dem historisch niedrigen Satz von 0,05 Prozent beließ. Im Gegensatz zu Deutschland, wo die Wirtschaft gegenüber dem Vorjahr mit 1,5 Prozent (2014: 1,6 Prozent) leicht schrumpfte, legte die Konjunktur in Frankreich, Italien und Spanien 2015 jeweils kräftig zu. Italiens Wirtschaft schaffte mit einem Wachstum von 0,8 Prozent den Sprung aus der Rezession (2014: -0,4 Prozent), Frankreich läutete mit einem Plus von 1,1 Prozent (2014: 0,2 Prozent) ein Ende der jahrelangen Konjunkturflaute ein. Spanien überzeugte mit 3,2 Prozent Wachstum (2014: 1,4 Prozent) auf ganzer Linie. Insgesamt hemmend auf die Konjunktur in der Eurozone wirkte sich die weiterhin schwache Nachfrage aus den Entwicklungs- und Schwellenländern aus.

In den USA wuchs die Wirtschaft laut IWF um 2,5 Prozent (2014: 2,4 Prozent), in Japan lediglich um 0,6 Prozent (2014: 0,0 Prozent). Innerhalb der Gruppe der Schwellenländer bildete Indien mit einem Wirtschaftswachstum von 7,3 Prozent (2014: 7,3 Prozent) weltweit die Speerspitze – gefolgt von China mit einem leicht schwächeren Plus von 6,9 Prozent (2014: 7,3 Prozent).

Kapitalmarktumfeld

Die Börsenbilanz 2015 fällt gemischt aus. Der MSCI World Index verlor auf Jahressicht 2,74 Prozent. Der S&P 500 Index büßte 0,7 Prozent ein. Der Dow Jones Industrial Average sank um rund 2,2 Prozent. Europäische Aktien stiegen dagegen leicht im Wert. Das Börsenbarometer EuroStoxx 50 schloss mit 4,7 Prozent im Plus. Das Leitbarometer Dax beendete das Jahr nach einem teilweise sehr turbulenten Verlauf mit einem Plus von rund 9,6 Prozent.

In den Schwellenländern sanken die Kurse dagegen auf breiter Front, der MSCI Emerging Markets Index verzeichnete einen Verlust von rund 14,6 Prozent.

Beteiligungsmarkt

Der deutsche Beteiligungsmarkt hat 2015 das Rekordvolumen von 2014 verfehlt. Laut dem Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) sanken die Investitionen gegenüber 2014 (7,1 Milliarden Euro) auf 5,3 Milliarden Euro. Damit habe der Markt jedoch das Investitionsvolumen von 2013 übertroffen.

Im Segment Venture Capital (VC) legten die Investitionen zu. Sie lagen mit rund 780,1 Millionen Euro knapp 14,6 Prozent über dem Vorjahresergebnis (671,26 Millionen Euro). Alle Teilbereiche (Seed-, Start up- und Later Stage-Investments) verzeichneten leichte Zuwächse. Die Zahl der finanzierten Unternehmen blieb mit 724 leicht unter dem Vorjahreswert (758). Im Vergleich zu anderen Finanzierungsmöglichkeiten präsentierte sich das Segment weiterhin relativ stark. VC-finanzierte Unternehmen machten rund 58 Prozent aller im Jahr 2015 finanzierten Unternehmen aus.

In den USA stieg das investierte Risikokapital im Vergleich zu 2014. Laut National Venture Capital Association (NVCA) legten die Investitionen auf 58,8 Milliarden US-Dollar (2014: 48,3 Milliarden US-Dollar) zu. Die Gesamtzahl der Finanzierungen blieb mit 4.380 sehr konstant (2014: 4.356).

Laut dem Datenanbieter Preqin beliefen sich die Zuflüsse über Fundraising im weltweiten Beteiligungsmarkt mit 551 Milliarden US-Dollar auf leicht niedrigerem Niveau als 2014 (589 Milliarden US-Dollar).

2 Geschäftsverlauf und Entwicklung des Portfolios

Die Nanostart-Töchter

Im Zuge der Konsolidierung und Restrukturierung Nanostarts wurde im Geschäftsjahr 2015 das Vermögen der VentureTech Equity-Partners GmbH, Frankfurt am Main sowie das Vermögen der Nanostart Russia Holding GmbH, Frankfurt am Main jeweils als Ganzes mit allen Rechten und Pflichten im Wege der Verschmelzung durch Aufnahme auf die Nanostart AG mit Wirkung zum 1. Januar 2015 übertragen und die Töchter aufgelöst.

Ursprünglich wurde die Nanostart Russia Holding GmbH gegründet, um das Russlandgeschäft der Nanostart AG zu verantworten. Da die Russland-Aktivitäten nicht weiter verfolgt wurden, fungierte die Gesellschaft, wie auch die 100-prozentige Tochter VentureTech Equity-Partners GmbH, als reine Holdinggesellschaft. Durch die Verschmelzung können interne Organisationsstrukturen schlanker und effektiver gestaltet werden.

Beide ehemaligen Tochterunternehmen hielten Aktien an der MagForce AG, die mit der Verschmelzung auf die Nanostart AG übertragen wurden. Gleiches gilt für die von der VentureTech Equity-Partners GmbH gehaltenen Anteile an der ItN Nanovation AG. Der Übergang von Vermögen und Verbindlichkeiten der Gesellschaften auf das Mutterunternehmen Nanostart hat einen Verschmelzungsverlust/Buchverlust in Höhe von insgesamt 1,74 Millionen Euro in den Büchern Nanostarts bewirkt, der das Jahresergebnis 2015 stark belastet.

Mit Veröffentlichung im Juni 2015 haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, sich auf das bestehende Beteiligungsportfolio und künftig regional auf Deutschland und Europa zu konzentrieren. Die Entscheidung war auch bedingt durch veränderte Marktbedingungen, wie der Abwertung des Euro gegenüber der chinesischen Währung, die eine fortwährende Steigerung der Finanzierungsverpflichtungen nach sich gezogen hätte.

Aufgrund dessen wurde die Asien-Tochter Nanostart Asia Pte. Ltd. mit seinem Joint Venture Nanostart Westbridge Company Ltd. nicht mehr benötigt. Durch den Verkauf des Joint Ventures in Hongkong und der anschließenden Liquidation der Asien-Tochter Nanostart Asia Pte. Ltd. (die Eintragung der Liquidation wurde per 1. März 2016 in Singapur wirksam) wurde eine vollständige Abschreibung in Höhe von rund 416 Tsd. Euro notwendig.

ItN Nanovation AG

Die ItN Nanovation AG mit Sitz in Saarbrücken entwickelt innovative Wasserfiltrationslösungen auf Basis von Flachfiltermembranen für die Industrie zur Aufbereitung von Trink- und Abwasser. Ein weiteres Geschäftsfeld ist gebündelt in der Tochter Ceranovis, die sich auf industrielle Beschichtungen spezialisiert hat.

Im Geschäftsjahr 2015 hat die ItN Nanovation AG ihre Fokussierung auf den Verkauf von Flachfiltermodulen zur Wasseraufbereitung an Unternehmen weiter verfolgt. ItN wurde im September mit der Umrüstung von Sandfiltern für das Projekt Al Hameima, Saudi-Arabien, in Höhe von 3,3 Millionen US-Dollar nach erheblicher Verzögerung verbindlich beauftragt. Damit hat ItN gemäß Vorstand im Geschäftsjahr 2015 die erwarteten Aufträge erhalten und erreichte mit einem Gesamtauftragsbestand von ca. 10 Millionen US-Dollar für Projekte im Tiefengrundwasser in Saudi-Arabien den höchsten Auftragsbestand der Unternehmensgeschichte. Allerdings haben sich zwei der beauftragten Projekte um mehrere Monate verschoben, sodass der geplante Umsatz erst im 1. Halbjahr 2016 realisiert werden dürfte. Des Weiteren werden andere Projekte, die ursprünglich zur Lieferung in 2016 vorgesehen waren, in 2016 nur teilweise abgewickelt werden können. Dies bestätigt, dass erhebliche Zeiträume zwischen der Vergabe eines Projektes und der verbindlichen Beauftragung verstreichen können.

Darüber hinaus hat ItN im Geschäftsjahr 2015 Anstrengungen für die Vermarktung von ItN Filtrationslösungen von Oberflächenwasser im Iran unternommen.

Ein weiteres neues aussichtsreiches Geschäftsfeld sieht der Vorstand Lutz Bungeroth in der Entsalzung von Meerwasser auf nanotechnologischer Basis in Form von Vorfiltern für Meeresentsalzungsanlagen. Entwicklungsanstrengungen mit Labortests haben bereits begonnen.

Meerwasserentsalzung ist weltweit ein Wachstumsmarkt mit sehr hohem Potenzial. Der Schwerpunkt liegt in Saudi-Arabien, in dem bereits jetzt rund 70 Prozent des Trinkwassers inzwischen aus dem Meer gewonnen werden. Nach Saudi-Arabien folgen die Vereinigten Arabischen Emirate und dann Länder wie Spanien, Kuweit und Algerien. Vor dem Hintergrund der noch anstehendenden Entwicklungen und Tests werden allerdings drei bis vier Jahre vergehen, bevor ItN aus diesem Geschäftsfeld mit nennenswerten Umsätzen rechnen kann.

Die auf der Hauptversammlung der ItN Nanovation AG am 16. Juni 2015 beschlossene bezugsrechtswahrende Kapitalerhöhung gegen Bareinlage wurde erfolgreich abgeschlossen. Das Grundkapital der Gesellschaft erhöhte sich auf 15.015.596 Euro. Der Gesellschaft sind dadurch rund 2,1 Millionen Euro brutto zugeflossen, die zum Ausbau der Seawater-Projekt-Aktivitäten und zur Vorfinanzierung bereits erhaltener Großaufträge verwendet werden sollen. Um weitere Liquidität zu erhalten, wäre ein Verkauf der Tochter Ceranovis denkbar.

Den Wachstumschancen stehen überproportional hohe Risiken gegenüber. So sind Fortbestand und Zukunftsperspektive von ItN weiterhin abhängig von den Tiefengrundwasserprojekten in Saudi Arabien sowie von Kapitalzuschüssen durch Investoren, die in der Vergangenheit immer wieder das Überleben der Gesellschaft sicherten. Da Nanostart nicht mehr direkt im Aufsichtsrat vertreten ist, besteht keinerlei Kontrolle und Einflussnahme auf die Geschäftsführung. Trotz ItN´s Umsatzprognose 2015/2016 von 11-13 Millionen Euro, ist ein Erreichen des Break-Even bei der aktuellen Kostensituation von deutlich über 10 Millionen Euro Umsatz frühestens 2016 möglich. Hinzu kommt die abermals negative Wertentwicklung der ItN-Aktie, deren Wert in 2015 um rund 50 Prozent gesunken ist. Nanostart besitzt zum Stichtag 2.028.536 Stücke ItN-Aktien. Der Börsenkurs hat zum 31.12.2015 noch 1,00 Euro pro Aktie betragen, die Tendenz bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes ist weiter rückläufig.

Nanostart trägt der Entwicklung Rechnung und passt ihre Bewertung der ItN Nanovation AG dem Börsenkurs zum Stichtag an. Der niedrigere beizulegende Wert der Beteiligung zum 31.12.2015 beläuft sich damit auf rund 2,03 Millionen Euro.

MagForce AG

Die MagForce AG ist ein führendes Unternehmen auf dem Gebiet der Krebsbekämpfung mit Nanotechnologie. Mit der selbst entwickelten NanoTherm® Therapie verfügt MagForce über eine Kombinations- oder Monotherapie für die Behandlung von Hirntumoren, bei der Nanopartikel in den Tumor eingebracht werden. Das Magnetfeld des NanoActivator® versetzt die eisenoxidhaltigen Nanopartikel in Schwingungen und erzeugt Hitze. Die Hitze zerstört die Tumorzellen (Ablation) oder sensibilisiert sie für andere Therapien wie eine Chemo- oder Radiotherapie (Hyperthermie). Die NanoTherm® Therapie zur Behanldung von Hirntumoren ist in der EU bereits zugelassen. Zudem ist geplant, die NanoTherm® Therapie als fokale Therapie zur Behandlung von Prostatakrebs in den USA zu entwickeln.

Jährliche geschätzte Ausgaben nur für die Behandlung von Hirn- und Prostatakrebs in Europa und den USA übersteigen 12 Milliarden Euro. Dies stellt für MagForce ein bedeutendes Marktpotenzial dar.

MagForce ist 2015 erfolgreich auf dem Weg vorangeschritten, die NanoTherm® Therapie zu einer angesehenen Behandlungsform für Hirntumoren und Prostatakrebs zu entwickeln. So hat MagForce 2015 weitere NanoActivator® Geräte für die Behandlung von Patienten mit Hirntumoren in renommierten Kliniken installiert. Damit steht die Therapie Patienten in den NanoTherm® Therapiezentren in Deutschland in der Charité-Universitätsmedizin, Berlin, an den Universitätskliniken in Münster, Kiel, Köln und Frankfurt zur Verfügung. Ein sechstes Gerät wurde 2016 an der Universitätsmedizin in Göttingen installiert. In drei der nun zur Verfügung stehenden Therapiezentren werden Patienten kommerziell behandelt. Außerdem wurde ausreichend Kapazität geschaffen, um den Einschluss der Patienten die Post-Marketing-Studie auszuweiten. Die NanoTherm® Therapie verfügt über die notwendige CE-Zertifizierung zur Behandlung aller Hirntumoren, während sich die Post-Marketing-Studie auf die Indikation rezidivierendes Glioblastom, was eine sehr bösartige Form von Hirntumoren darstellt, beschränkt.

Parallel dazu hat die 2014 mit Sitz in Nevada gegründete US-Tochtergesellschaft, MagForce USA, Inc., im November 2015 einen ersten NanoActivator® in Seattle, Washington, installiert. Der leicht modifizierte NanoActivator® in den USA soll zunächst primär zur Behandlung von Prostatakrebs mit der NanoTherm® Therapie eingesetzt werden. Im Mai 2015 hatte MagForce einen Antrag zur Durchführung einer klinischen Studie zur Behandlung von Patienten mit Prostatakarzinom bei der amerikanischen Regulierungsbehörde FDA eingereicht. Es soll der Beweis erbracht werden, dass die NanoTherm® Therapie wirkungsvoll Prostatakrebs bekämpfen kann und das ohne die wohlbekannten Nebenwirkungen der derzeitigen Standardtherapien wie die Beeinträchtigung urologischer und sexueller Funktionen. Patienten, die sich in den sogenannten aktiven Beobachtungsprogrammen ("Active Surveillance") befinden, sollen nach einer Zulassung in den USA von dieser fokalen Therapie profitieren können. MagForce rechnet mit baldigem Studienbeginn sowie mit einer Marktzulassung und damit dem Start der kommerziellen Behandlung von Patienten im Jahr 2018.

Durch die Erfüllung des Ende 2012 geschlossenen Vertrages über den Verkauf von Nanostarts Forderungen an MagForce sind der Gesellschaft im Dezember 2015 MagForce-Aktien im Wert von rund 12 Millionen Euro zugegangen. Damit erhöhte sich Nanostarts Anteil an der MagForce AG zum Stichtag auf 10,7 Prozent.

Lumiphore Inc.

Das Biotechnologieunternehmen Lumiphore Inc., Berkeley/USA, entwickelt chemische Verbindungen zum Einsatz in der Wirkstoffforschung, der Diagnostik und Therapeutik mit dem Ziel, ihre Technologie gegen Lizenzgebühren in Produkte ihrer Kommerzialisierungspartner zu integrieren.

Lumiphore hat im Geschäftsjahr 2015 seine Bemühungen um Partnerschaften mit Unternehmen der Arzneimittelforschung und im Diagnostikmarkt (wie z.B. ,,Thermo-Fisher und Biophor Diagnostics, Inc., Bayer) fortgesetzt. Ziel ist die Nutzung von Lumiphore´s bifunktionellen Chelatoren durch die Pharmaunternehmen gegen Lizenzgebühren.

Jüngste Anstrengung Lumiphore´s ist eine Studie, um den Nutzen der bifunktionellen Chelatoren innerhalb neuartiger Radioimmuntherapie darzustellen. Die neuartige Methode der Krebstherapie kombiniert Strahlentherapie mit der Selektivität der Immuntherapeutika. Gezielt wird gegen die Krebszelle vorgegangen, indem sie aufgespürt und gleichzeitig selektiv bestrahlt wird ohne Schädigung des umliegenden Gewebes. Es finden konjugierte Radiopharmaka Anwendung, die aus einem Antikörper und einem Radioisotop bestehen, die mithilfe eines chemischen Zwischenmoleküls verbunden werden. In der Studie wurde Mäusen mit entwickelten Tumoren 177Lu (schwacher Beta-Emittent, der für die Krebstherapie genutzt wird und sich gut zur Bildgebung eignet) zielgerecht mit einem handelsüblichen Antikörper speziell für den Tumor injiziert. Die Targeting-Mittel und 177Lu werden mit den bifunktionellen Chelatoren von Lumiphore verbunden. Die ersten Bilder scheinen zu zeigen, dass die Strahlung gezielt den Tumor trifft.

Gemäß Lumiphore erobert das Reagenz, Lumi4®-Tb für zeitaufgelöste Analysen weiterhin den Markt und die Forschung in der Entwicklung neuer Reagenzien. Zum Beispiel berichteten Prof. Dr. Niko Hildebrandt und seine Mitarbeiter des Instituts d'Electronique Fondamentale der Universität Paris-Sud, dass sie momentan an der Entwicklung von neuen Multiplex-Analysen, die auf Lumi4®-Tb basieren, arbeiten. Es gibt zurzeit ein großes Interesse an microRNAs, weil viele menschliche Gene von diesen reguliert werden und sie eine Schlüsselrolle in Krankheitsentwicklungen spielen. Hildebrandt's Analysen basieren auf dem exakten Timing der Förster Resonanzenergie, die aus der lumineszierenden Reaktion von Lumi4®-Tb auf verschiedene organische Farbstoffe entsteht. Der Förster-Resonanzenergietransfer findet insbesondere in der Biochemie und der Zellbiologie unter Verwendung von Fluoreszenzfarbstoffen als "optisches Nanometermaß" Anwendung, da die Intensität unter anderem vom Abstand der beiden Reaktionspartner abhängt und im Bereich von bis zu 10 Nanometern beobachtet werden kann.

Cisbio und Thermo Fisher Scientific bringen weiterhin stetige Lizenzeinnahmen mit bescheidenem Wachstum für Lumiphore.

Nanosys Inc.

Nanosys Inc., entwickelt und produziert modernste Quantenpunkt-Technologien für die Display-Industrie. Nanosys' urheberrechtlich geschützte QDEF®-Technologie befähigt die neue Generation der Displays leuchtende Farben, naturgetreue Helligkeit und unglaubliche Leistungsstärke zu einem Bruchteil an Kosten anzubieten. TVs, die mit der Nanosys-Technologie ausgestattet sind, beinhalten eine dünne Schicht mit Billionen an Nano-Kristallen, den sogenannten Quantenpunkten. Diese winzigen Nano-Kristalle, die 10.000mal schmaler sind als ein menschliches Haar, können jede Farbe aus dem Farbspektrum nachbilden und das mit unübertroffener Helligkeit und Reinheit. Das Ergebnis ist ein naturgetreues Abbild, das dem Zuschauer eine wirklichkeitsgetreue Erfahrung auf dem Bildschirm verschafft.

Nanosys setzte auch im Geschäftsjahr 2015 seine Anstrengungen zu mehr Wachstum fort. So hat Nanosys neue Partner für die Herstellung von QDEF® in China und Japan gewinnen können. Nanosys erwartet von beiden neuen Partnerschaften eine Schlüsselrolle um das Wachstum in 2016 zu beschleunigen. Im zweiten Quartal gab Nanosys einen weiteren Erfolg in der Produktion bekannt. Nanosys ist der erste und einzige Hersteller von Quantenpunkten, der das Überprüfungsverfahren der amerikanischen Agentur für Umweltschutz (EPA) für die Herstellung von Quantenpunkten und Komponenten bestanden hat. Die Genehmigung erlaubt eine sofortige Erweiterung des Produktionsmaßstabes in den modernen Fertigungsanlagen im Silicon Valley in Kalifornien. Bisher fertigten alle Quantum-Dot-Hersteller in den USA unter der Low Volume Exemption (LVE) der EPA. Diese Regelung genehmigte die Erstherstellung neuer Materialien nach bestimmten Bedingungen und unter strenger Überwachung durch die EPA. Die Zulassung ermöglicht die Herstellung oder den Import von mehr als 10.000 kg Quantenpunkten pro Jahr in den USA. Nanosys kann mit dem genehmigten Massenproduktionsprozess über 25 Tonnen pro Jahr an kadmiumfreien oder kadmiumbasierten Materialien aus Quantenpunkten produzieren.

Im vergangenen Jahr hat AUO, der führende taiwanesische Hersteller von Paneln, der u. a. auch Topmarken wie Samsung beliefert, angekündigt, dass er nun auf QDEF basierte LCD-Panels herstellt und diese in seinem Standardkatalog für Display Produkte anbietet.

Nanosys sieht sich mit seiner hohen Herstellungskapazität, guten Beziehungen entlang der Wertschöpfungskette und dem ständigen Fokus auf Innovation gut positioniert um Marktführer zu werden.

New Asia Investments Pte. Ltd.

New Asia Investments Pte. Ltd. ist ein seit 2008 aktiver Asset-Manager mit Sitz in Singapur mit Fokus auf Cleantech (Wasser und Energie) und Industrieinnovationen in Asien. Die Investment-Entscheidungen der New Asia Investments basieren auf grundsätzlichen Tendenzen der Gesellschaftsentwicklung, wo insbesondere Bevölkerungswachstum, Verstädterung oder Altersgesellschaften Änderungsfaktoren sind. New Asia Investments investiert in Form von Venture Capital als auch in Technologie-Infrastrukturprojekte. Der Asset-Manager führt einen eigenständigen auf Singapur eingestellten Risikokapitalfonds, den NA Singapore Early-Stage Venture Fund I, und verwaltet ihn. Die Regierung von Singapur ist ein Partner und Co-Anleger in diesem Fonds über die National Research Foundation.

De.mem Pte. Ltd. baut und betreibt Systeme und Anlagen für die Wasseraufbereitung mit Schwerpunkt auf dezentralen Anwendungen. Aufgrund der engen Kooperation mit der Nanyang Technological University (NTU), Singapur, verfügt De.mem über Technologien, mit denen solche Anlagen effizient und kostengünstig betrieben werden können, wie z.B. durch ein zentralisiertes Monitoring.

De.mem hat im Jahr 2015 verschiedene Projekte im Bereich des Mekong-Delta nahe Ho Chi Minh abgeschlossen. Dies betrifft Anlagen sowohl für private wie auch kommunale Kunden. Die Projekte etablieren das Unternehmen weiter auf dem vietnamesischen Wassermarkt, wo es eine eigene Niederlassung in Ho Chi Minh City hat. Im Dezember 2015 gab das Unternehmen bekannt, einen Auftrag für die Auslieferung einer membranbasierten Wasseraufbereitungsanlage mit einer Produktionskapazität von 2000 Kubikmetern pro Tag erhalten zu haben. Die Anlage wird auf den Campus der Hanoi University of Agriculture, einer vietnamesischen Universität mit mehr als 25.000 Studenten und Personal aufgestellt. Die Größe des Projektes ist gemäß De.mem bedeutsam, sie markiert einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung des Unternehmens.

Darüber hinaus ist De.mem auch für industrielle Kunden in Singapur tätig, wo erste Projekte bereits abgeschlossen werden konnten.

New Asia Investments ist im Wasserbereich auch in das Unternehmen Membrane Instruments and Technology Pte. Ltd., kurz MINT, investiert. Diese Gesellschaft stellt Sensoren für Wasseraufbereitungsanlagen her, die die Prozesse in solchen Anlagen überwachen. MINT befindet sich derzeit noch in der Entwicklungsphase.

Ferner hatte New Asia Investments auch in zwei Wasseraufbereitungsanlagen investiert, die über den Verkauf von Wasser auf Basis langfristiger Lieferverträge Einnahmen erzielen. Diese beiden Anlagen wurden von New Asia Investments im Januar 2016 gegen die Gewährung von Anteilen an De.mem übertragen. De.mem profitiert von den finanziellen und operativen Synergien der Transaktion sowie der Möglichkeit, selbstentwickelte Produkte in den Anlagen testen zu können. New Asia Investments erhielt über die Transaktion einen Anteil direkt an De.mem.

Microlight Sensors Pte. Ltd. designt, entwickelt und integriert optische High-End-Sensoren für Anwendungen im Bereich der Sicherheit und Überwachung. Das Unternehmen schloss im Berichtsjahr verschiedene Projekte ab, durch die es seine Finanzierung sichern konnte. Weitere Projekte mit Kunden insbesondere aus Südostasien sind in der Pipeline.

Stella Specialty Chemicals Pte. Ltd., ist ein Anbieter für patentierte innovative und grüne Spezialchemikalien für Beschichtungen und Prozesse in der Elektronik-, Automobil- und Schmuckindustrie. Die Kommerzialisierung schritt in 2015 weiter voran und verschiedenen Kundenverbindungen konnten etabliert werden, die der Gesellschaft stabile und wiederkehrende Einnahmen brachten. Im Bereich der Produktentwicklung wurden mehrere Projekte mit verschiedenen Partnern gestartet, so z. B. ein Projekt mit dem renommierten A*Star Institut aus Singapur, welches zudem über einen Zuschuss der Regierung Singapur gefördert werden soll. Weitere potenzielle Kunden sind derzeit dabei, die Produkte von Stella zu validieren.

Die Beteiligung an dem Medizintechnikunternehmen BioMers Pte. Ltd. wurde im Vorjahr weitgehend abgeschrieben. Die Gesellschaft stellte seitdem eine verbesserte Version ihres Produktes SimpliClear® – die weltweit einzige komplett durchsichtige Zahnspange auf Basis von Nano-Materialien – vor, das robuster sein soll. Das verbesserte Produkt wird im Augenblick klinisch, d. h. an Patienten, getestet.

Im Rahmen der Umstrukturierung und Konsolidierung des Beteiligungsportfolios hat Nanostart Anstrengungen unternommen, die singapurische Beteiligung New Asia Investments Pte. Ltd. zu veräußern. Da ein Exit aufgrund fehlender Kaufinteressenten bisher nicht realisiert werden konnte und NAI einen weiteren Liquiditätsbedarf angemeldet hat um ihren Fortbestand zu sichern, sieht Nanostart eine Wertberichtigung in Höhe von 0,46 Millionen Euro auf die ursprünglichen Anschaffungskosten als erforderlich an. Der niedrigere beizulegende Wert beläuft sich damit auf 0,2 Millionen Euro zum Geschäftsjahresende 2015.

3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Erträge resultierten im Geschäftsjahr 2015 im Wesentlichen aus den sonstigen betrieblichen Erträgen, die vorrangig Gewinne aus der Veräußerung von Finanzanlagen und hier insbesondere Veräußerungen von Anteilen an der MagForce AG darstellen. Diese beliefen sich im Berichtsjahr auf 0,15 Millionen Euro – ein Rückgang zum Vorjahr um 0,33 Millionen Euro. Gleichwohl gab es einen Rückgang der Zinserträge um 0,23 Millionen Euro auf 0,04 Millionen Euro verglichen mit dem Vorjahr, die im Wesentlichen aus Darlehensforderungen gegenüber den Tochtergesellschaften resultieren. Diese wirken sich aufgrund der Verschmelzung der beiden Nanostart-Töchter auf das aktuelle Jahresergebnis nicht mehr aus.

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist für den Berichtszeitraum ein Rückgang auf 0,46 Millionen Euro gegenüber 1,29 Millionen Euro im Vorjahr zu verzeichnen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen Fremdleistungen, Rechts- und Beratungskosten, Werbe- und Reisekosten, Mietaufwendungen sowie Verluste aus dem Abgang von Finanzanlagen. Der Hauptgrund für die Verringerung der betrieblichen Aufwendungen sind umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen, die umgesetzt wurden und nun greifen. Der Personalaufwand sank von 0,24 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2014 auf 0,21 Millionen Euro in 2015.

Die Nanostart AG beendet das Geschäftsjahr 2015 mit einem Fehlbetrag von -5,55 Millionen Euro (Vorjahr -8,88 Millionen Euro). Hauptursächlich war die Notwendigkeit von außerplanmäßigen Abschreibungen aufgrund voraussichtlich dauerhafter Wertminderungen in Höhe von insgesamt 3,32 Millionen Euro (Vorjahr 8,28 Millionen Euro). Davon entfallen Wertberichtigungen auf die Beteiligung an der ItN Nanovation AG in Höhe von 2,24 Millionen Euro, der New Asia Investments Pte. Ltd. in Höhe von 0,46 Millionen Euro auf den niedrigeren beizulegenden Wert zum Abschlussstichtag von 0,20 Millionen Euro, auf die liquidierte Tochter Nanostart Asia Pte. Ltd. in Höhe von 0,42 Millionen Euro sowie auf Ausleihungen an die ehemalige Tochter VentureTech Equity-Partners GmbH in Höhe von 0,16 Millionen Euro. Der Buchwert der ItN Nanovation AG wurde dem Börsenkurs am Stichtag angepasst und beläuft sich damit auf den niedrigeren beizulegenden Wert von 2,03 Millionen Euro. Darüber hinaus wurde das Ergebnis Nanostarts durch außerordentliche Aufwendungen, bedingt durch die Verschmelzung der beiden Töchter, in Höhe von -1,74 Millionen Euro stark beeinflusst.

Die Bilanzsumme reduzierte sich im Berichtszeitraum um 5,86 Millionen Euro von 25,39 Millionen im Vorjahr auf 19,53 Millionen Euro zum Stichtag 2015. Neben den genannten Wertberichtigungen bei den Beteiligungen ist die Verschmelzung der Nanostart-Töchter, die zu einem Rückgang der Anteile an verbundenen Unternehmen in den Finanzanlagen und Forderungen gegen verbundene Unternehmen im Umlaufvermögen geführt hat, Ursache für den Rückgang. Die Finanzanlagen haben sich auf 18,32 Millionen Euro (Vorjahr 9,57 Millionen Euro) erhöht. Maßgeblich für die Erhöhung der Finanzanlagen war die Erfüllung der Forderung aus dem Verkauf der MagForce-Darlehen 2012, die durch die Übertragung von MagForce-Aktien im Dezember 2015 vollständig beglichen wurde. Gleichwohl verringerten sich dadurch die sonstigen Vermögensgegenstände in 2015 um rund 12 Millionen Euro.

Aufgrund des Jahresfehlbetrages im Geschäftsjahr 2015 verminderte sich das Eigenkapital der Gesellschaft auf 19,41 Millionen Euro in 2015 verglichen mit 24,96 Millionen Euro im Vorjahr. Die Verbindlichkeiten haben sich halbiert. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft zum 31. Dezember 2015 beträgt rund 99 Prozent.

Die Liquidität der Gesellschaft ist stabil. Die Guthaben bei Kreditinstituten sind auf 1,18 Millionen Euro im Jahr 2015 angestiegen. Nanostarts kurzfristige Liquiditätsreserven in Form von frei veräußerbaren Wertpapieren betrugen zum 31.12.2015 rund 17 Millionen Euro. Der Buchwert aller Beteiligungen beträgt zum Jahresende 18,32 Millionen Euro. Nachfinanzierungsverpflichtungen für das Portfolio gibt es nicht. Die Gesellschaft ist zum Geschäftsjahresende 2015 schuldenfrei.

III Nachtragsbericht

Zum Ende des Geschäftsjahres 2015 haben Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft beschlossen, die Nanostart AG zukünftig auf Investitionen im deutschen Immobilienmarkt zu fokussieren.

Im Dezember 2015 erfolgte eine erneute Berufung Herrn Neefs durch den Aufsichtsrat mit Wirkung bis 30. Juni 2016. Bis dahin soll die Weichenstellung für die Neufokussierung abgeschlossen und Vorstand und Aufsichtsrat entsprechend der neuen Strategie besetzt sein. Stefan Schütze übernahm im März 2016 den Vorsitz des Aufsichtsrates. Er folgt Achim Lindner, der bis zur Hauptversammlung im Gremium verbleibt.

IV Prognosebericht

Für die Nanostart AG gilt es auch im Jahr 2016, im Hinblick auf einen bestmöglichen Exit auf die Entwicklung der bestehenden Beteiligungen größtmöglichen Einfluss zu nehmen und voranzutreiben.

Besonderes Augenmerk wird der nun größten Beteiligung im Nanostart-Portfolio – der MagForce AG – gelten. Deren erklärtes Ziel ist es weiterhin, die NanoTherm® Therapie weltweit zu einer angesehenen Therapie für die Behandlung von Glioblastomen und Prostatakrebs weiter zu entwickeln und die Installation zusätzlicher NanoActivator® Geräte in Deutschland im Hinblick auf die Kommerzialisierung voranzutreiben. MagForce hat mit seinen bereits installierten NanoActivator® Geräten in Deutschland ausreichend Kapazität geschaffen, um den Einschluss der Patienten in der Post-Marketing-Studie abzuschließen und seine Ziele bis 2017 hinsichtlich der kommerziellen Behandlung von Patienten zu erreichen. Für 2016 rechnet MagForce damit, dass sich der Erstattungsstatus für die NanoTherm® Therapie zur Behandlung von Hirntumoren (sowohl primäre als auch rezidive Hirntumore) über die im Jahr 2015 genutzten Erstattungswege (Einzelfallerstattung, Einsatz von Stiftungsgeldern oder Selbstzahlung) hinaus weiter verbessert. Zusammengefasst ist MagForce erfolgreich in der Phase der Kommerzialisierung seiner Technologien angekommen und optimistisch, dass mit dieser sehr wertvollen Therapie zur Behandlung von Hirntumoren die nächsten Erfolgsziele erreicht werden.

Die US-Beteiligung Lumiphore, Inc. wird auch in den kommenden Jahren weiterhin an der Entwicklung und Optimierung von chemischen Verbindungen zum Einsatz in der Wirkstoffforschung, der Diagnostik und Therapeutik arbeiten. Dabei verfolgt die Gesellschaft auch in Zukunft das Ziel, ihre Technologie gegen Lizenzgebühren in Produkte ihrer Kommerzialisierungspartner zu integrieren.

Die mit Samsung Electronics 2014 geschlossene Mehrjahres-Patent-Lizenzvereinbarung, wodurch Samsung Zugang zu Nanosys Patenten der Beleuchtungs- und Displayproduktion erhält, stellt für die US-Beteiligung Nanosys, Inc. eine bedeutende Chance dar. Samsung dominiert weiterhin den globalen Markt für TVs aufgrund der Stärke seines Premium Quantum Dot TVs, der seine Einführung auf der CES 2015 feierte. Der Technologie-Gigant heimste eine "Doppel-Krone" für Auslieferungen und Gewinn über das letzte Jahr ein. Dies sind auch gute News für Nanosys, die die Quantenpunkt-Technologie in den neusten Samsung Modellen entwickelte und lizensierte. Laut der globalen Research Firma IHS am 1. März 2016 hielt Samsung Electronics im letzten Jahr den vorderen Platz im globalen TV Geschäft mit 27,5 Prozent in Sales und 21 Prozent in Auslieferungen. Samsung ist Marktführer aufgrund seiner SUHD TV Modelle mit Quantenpunkt Bildschirmen. Für dieses Jahr beabsichtigt der Hersteller mit der Quantum Dot SUHD TV Linie seine Marktführerschaft auf dem Premium TV Markt auszubauen.

Die Fokussierung New Asia Investments Pte. Ltd. wird im laufenden Jahr neben der aktiven Entwicklung des bestehenden Portfolios weiterhin auf den Wasser-Sektor gerichtet sein. Der Schwerpunkt der New Asia Investments "Wasser-Beteiligung" De.mem wird im Jahr 2016 und darüber hinaus auf den Ausbau der Geschäftstätigkeit in Vietnam und Singapur sowie der Vorbereitung des Markteintritts in China liegen.

Da das Venture-Capital-Geschäft aufgrund der Einflüsse von Kapitalmarktumfeld, Bewertungsereignissen im Portfolio und der Konjunktur schlecht prognostizierbar ist, können wir keine konkrete Voraussage der künftigen Ertragslage abgeben.

Die Nanostart unternimmt zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichtes Anstrengungen für eine Änderung des Geschäftsmodells hin zum Immobilieninvestor.

Der deutsche Immobilienmarkt hat sich in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt. Während die vor allem in Großstädten kräftig steigenden Preise und Mieten für Wohnungen häufig im Fokus der Öffentlichkeit stehen, ist der anhaltende Aufschwung bei Gewerbeimmobilien meist weniger Thema. Dabei ist die Dynamik in diesem Marktsegment bemerkenswert. So hat sich das jährliche Investitionsvolumen in Gewerbeimmobilien, zu denen Bürogebäude, Shopping-Center, Hotels oder Logistikimmobilien zählen, seit dem Tief 2009 auf ein Rekordvolumen von 55,1 Milliarden Euro im vergangenen Jahr mehr als verfünffacht.

Allein das vierte Quartal hat mit fast 17 Milliarden Euro zu mehr als 30 Prozent zum Jahresergebnis beigetragen und markiert das transaktionsstärkste Quartal der vergangenen fünf Jahre. Investoren aus dem In- und Ausland bevorzugen nach wie vor großvolumige Assets oder Portfolios. So vereinen die größten zehn Transaktionen des Jahres 2015 zusammen mehr als 9,8 Milliarden Euro auf sich (18 Prozent).

Das große Anlegerinteresse an deutschen Gewerbeimmobilien hat verschiedene Ursachen. Ganz oben steht der anhaltende "Anlagenotstand", der aus den niedrigen Kapitalmarktrenditen resultiert. Gleichzeitig profitieren Immobiliengesellschaften stark von dem niedrigen Zinsniveau weltweit. Ihr Geschäft, der Handel und Betrieb von Wohnungen, Einkaufszentren oder Bürohäusern, ist relativ kapitalintensiv. Dank der niedrigen Zinsen sind die Finanzierungskosten historisch gering und die erwirtschafteten Renditen in der Folge meist attraktiv.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Einschätzung des Marktes als "sicherer Hafen". Für eine Fortsetzung des guten Klimas für deutsche Gewerbeimmobilien sprechen das solide wirtschaftliche Umfeld, die günstige Lage am Arbeitsmarkt, das Einwohnerwachstum in Großstädten sowie steigende Löhne und Gehälter. Daraus lässt sich eine anhaltend gute Nachfrage nach Büro- und Einzelhandelsflächen, aber auch nach Mietwohnungen ableiten.

Über Aktien von Immobilienunternehmen können Anleger auch mit kleinem finanziellen Einsatz von dem Wachstumsmarkt profitieren. Das sogenannte Klumpenrisiko, das bei einem direkten Investment in eine Immobilie oder einen geschlossenen Fonds für ein bestimmtes Objekt gegeben wäre, umgehen Anleger mit Immobilienaktien. Da die Immobilienunternehmen meist in viele Objekte in unterschiedlichen Regionen investieren, ist das Risiko breit gestreut.

Immobilienaktien haben sich zuletzt überdurchschnittlich gut entwickelt. So stieg etwa die Aktie der Deutsche Wohnen AG von Anfang 2014 bis Ende 2015 um fast 80 Prozent. Der Anteilschein der Vonovia SE (ehemals Deutsche Annington Immobilien SE) legte im gleichen Zeitraum um rund 55 Prozent zu.

Nanostart möchte künftig von der positiven Entwicklung im Immobilienbereich profitieren.

Der Lagebericht enthält Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der Gesellschaft sowie wirtschaftliche und politische Entwicklungen beziehen. Diese Aussagen stellen Einschätzungen dar, die wir auf Basis aller zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die zu Grunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder weitere Risiken eintreten, so können die tatsächlichen Ergebnisse von den zurzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.

V Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Risiken im Beteiligungsgeschäft

Die Nanostart AG ist eine Holding-Gesellschaft ohne eigene Produktionsstätte. Die Bilanz besteht aufgrund des Geschäftsmodells auf der Aktivseite hauptsächlich aus Finanzanlagen, darunter im Wesentlichen Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen. Ein wesentliches bilanzielles Risiko besteht daher darin, dass trotz des Potenzials der Beteiligungen die Werthaltigkeit in Frage gestellt oder nicht mehr gegeben ist.

Das Portfolio der Nanostart AG umfasst Unternehmen in frühen Entwicklungsphasen, die noch nicht über eine gefestigte Marktposition verfügen und keine signifikanten Umsätze generieren. Trotz einer eingehenden Wirtschaftlichkeitsprüfung im Vorfeld des Investments stellt der Erwerb von Technologie-Unternehmen ein erhebliches unternehmerisches Risiko dar. Es kann daher nicht ausgeschlossen werden, dass im Rahmen des Erwerbs eines Portfoliounternehmens Wertsteigerungspotenziale überschätzt und Risiken nicht erkannt oder falsch prognostiziert werden. Insbesondere kann die Gesellschaft nicht ausschließen, dass sie die technologische Machbarkeit einer Innovation, ihre Marktakzeptanz oder die Fähigkeit der auf Seiten des Beteiligungsunternehmens verantwortlichen Personen, Innovationen zur Marktreife zu bringen und das Beteiligungsunternehmen aufzubauen, falsch einschätzt. Die von den Beteiligungsunternehmen angestrebte Produktentwicklung kann vollständig scheitern, und die Markteinführung der Produkte kann sich verzögern, so dass es zu weiterem Kapitalbedarf bei ausbleibenden Umsätzen kommt. Aufgrund dieser Faktoren besteht gegenüber reiferen Unternehmen ein deutlich erhöhtes Risiko eines Misserfolges des Geschäftsmodells. Ein derartiger Misserfolg kann für die Nanostart AG zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals oder etwaiger gewährter Darlehen führen und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft insgesamt entsprechend nachteilig beeinflussen.

Zur Minimierung der Risiken führt die Nanostart AG eine Reihe von Maßnahmen durch. Neben einer intensiven Wirtschaftlichkeitsprüfung im Vorfeld der Investitionsentscheidung, zählen hierzu u. a. die kontinuierliche Analyse der relevanten Märkte, eine fortlaufende Beobachtung der Wettbewerbssituation, ein permanentes Beteiligungscontrolling sowie ein kontinuierlicher Austausch mit dem Management der Beteiligungsunternehmen. Diese Maßnahmen tragen in ihrer Kombination dazu bei, das für die Nanostart AG jeweils spezifische Risiko zu minimieren.

Konjunkturelle und branchenspezifische Risiken

Bei den Unternehmen im Nanostart-Portfolio handelt es sich um junge Nanotechnologie-Unternehmen mit verschiedenen Geschäftstätigkeiten und aus unterschiedlichen Branchen. Die wirtschaftliche Lage der Unternehmen wird daher von den jeweils branchenspezifischen Marktfaktoren bestimmt. Dazu zählen geografische und branchenspezifische Konjunkturverläufe, politische und finanzwirtschaftliche Rahmenbedingungen, Rohstoffpreise und Wechselkurse. Der wirtschaftliche Erfolg der Nanostart AG steht wesentlich mit der Entwicklung ihrer Beteiligungen in Zusammenhang. Sollten sich einzelne Sektoren negativ entwickeln, kann sich das negativ auf die Entwicklung einzelner Portfolio-Unternehmen auswirken und damit auf die Finanzlage Nanostarts. Um eine negative Entwicklung in dieser Hinsicht frühzeitig erkennen zu können, erfolgt eine laufende Überwachung der Märkte und Werte der Beteiligungen durch ein internes Beteiligungscontrolling.

Weiterhin ist es möglich, dass Nanostart der Zugang zu attraktiven Investmentmöglichkeiten erschwert wird.

Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken

Wesentliches Instrument zur Steuerung des Liquiditätsrisikos ist eine exakte Finanzplanung. Jedoch können mit der für das Beteiligungsgeschäft charakteristischen Diskontinuität von Kauf- und Verkaufstransaktionen bei der Nanostart AG Schwankungen beim Ergebnis und den Zahlungsströmen auftreten, die nicht vorhersehbar sind. Erträge werden erst bei der Veräußerung einer Beteiligung an einen Industriekonzern oder über die Börse generiert. Durch eine nicht planmäßige Entwicklung können Abschreibungen auf das Portfolio notwendig werden oder das Ausbleiben erwarteter Veräußerungsgewinne bedeuten. Es ist schwierig, die mit einem Exit zusammenhängenden Transaktionen präzise zu planen, da sie häufig von einer Vielzahl externer Faktoren beeinflusst werden. Daraus ergibt sich eine hohe Unsicherheit bei der Prognose von Liquiditätszuflüssen.

Risiken bei der Veräußerung von Portfoliounternehmen

Die Gesellschaft erwirbt Beteiligungen in der Regel mit der Absicht, sie nach einer gewissen Haltedauer wieder zu veräußern. Es lässt sich nicht voraussehen, ob eine Beteiligung zu dem von der Gesellschaft angestrebten Zeitpunkt überhaupt oder zu dem von der Gesellschaft erwünschten Kaufpreis veräußerbar ist. Insbesondere eine negative Verfassung der Kapitalmärkte, eine negative Haltung von Investoren in Bezug auf Unternehmen der Nanotechnologie oder jungen Wachstumsunternehmen im allgemeinen oder ein allgemein negatives konjunkturelles Umfeld können – auch unabhängig von der wirtschaftlichen Entwicklung eines bestimmten Beteiligungsunternehmens – dazu führen, dass die Gesellschaft den geplanten Verkauf nicht zum angestrebten Zeitpunkt realisieren oder einen Verkauf nur mit erheblichen Preisabschlägen durchführen kann. Auch bei ungünstigem Marktumfeld kann sich die Gesellschaft aus eigenem Liquiditätsbedarf heraus oder aus anderen Gründen veranlasst sehen, gleichwohl einen Verkauf unter Inkaufnahme erheblicher Preisabschläge durchzuführen.

Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken aus Vertragsfehlern oder Schadenersatzforderungen gegen die Nanostart AG liegen derzeit nicht vor, können aber für die Zukunft nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Gesamtrisiko

Zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses 2015 schätzen die Vorstände und der Aufsichtsrat keines der aufgeführten Risiken als bestandsgefährdend ein.

2. Chancenbericht

Die Nanostart AG war eine der ersten Venture-Capital-Gesellschaften weltweit, die sich auf Investitionen in Nanotechnologie-Unternehmen spezialisiert hat. Ihre frühzeitige internationale Positionierung sowie ihre hohe Visibilität in der Nanotechnologie-Szene machen die Gesellschaft zu einem erfolgreichen, global agierenden Player im Bereich Nanotechnologie-Investments. Durch die langjährige Tätigkeit in diesem innovativen Umfeld kann die Nanostart AG auf einen breiten Erfahrungsschatz in diversen nanotechnologischen Anwendungsfeldern und eine tiefe Kenntnis der Zielmärkte zurückgreifen. Vereint mit der langjährigen Finanzierungs- und Kommerzialisierungsexpertise des erfahrenen Investmentteams, stellt die Nanostart AG einen wertvollen Partner für junge Unternehmen sowie Co-Investoren gleichermaßen dar.

Die wesentlichen Vermögensgegenstände Nanostarts sind die auf dem Gebiet der Nanotechnologie tätigen Beteiligungsunternehmen. Dabei handelt es sich um Technologie-Unternehmen mit einem innovativen Produkt, die zum Teil Pioniere auf ihrem Gebiet sind und das Potenzial haben, ihren Vorsprung zu nutzen, um bei erfolgreicher Entwicklung maßgeblich auf ihre entsprechenden Märkte einzuwirken.

Der Wert eines Teils unserer Beteiligungen wird durch den Kapitalmarkt beeinflusst. Angesichts der anhaltenden Niedrigzinspolitik könnten Anleger sich weiter in Richtung Aktienmärkte orientieren, was einen Anstieg der Kurse zur Folge hätte. Es wäre so möglich, Veräußerungsgewinne zu erhöhen.

VI Erklärung zum Abhängigkeitsbericht

Nach der widerlegbaren Vermutung des § 17 AktG ist die Nanostart AG ein abhängiges Unternehmen, das nicht auf einem Beherrschungsvertrag nach § 291 AktG oder einer Eingliederung nach § 319 ff. AktG beruht. Die Muttergesellschaft BF Holding GmbH mit Sitz in Kulmbach hielt im gesamten Geschäftsjahr 2015 eine Beteiligung an der Gesellschaft. Zum 31. Dezember 2015 bestand diese Beteiligung in Höhe von 53,7 Prozent.