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Coreo AG — Annual Report 2010
Jul 28, 2011
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Annual Report
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Geschäftsbericht 2010
growing markets
Geschäftsbericht 2010
growing markets
08 Das Jahr 2010
Brief an die Aktionäre Bericht des Aufsichtsrats Meilensteine 2010
28 Nanostart AG
Nanotechnologie – Lösungen für globale Herausforderungen Unser Geschäft Interview – Managing Director Nanostart Asia
48 Beteiligungen
Exits im Jahr 2010 Das Portfolio der Nanostart AG
- 90 Investor Relations Vertrauen schaffen durch Transparenz
- 96 Lagebericht Entwicklungen im Geschäftsjahr 2010
110 Jahresabschluss
Bilanz Entwicklung des Anlagevermögens Gewinn- und Verlustrechnung Anhang für das Geschäftsjahr 2010
Die Nanostart ist die führende Nanotechnologie-Beteiligungsgesellschaft. Wir erwerben Anteile an jungen Nanotechnologie-Unternehmen, die hervorragende Aussichten haben, sich überdurchschnittlich gut zu entwickeln. Unser Ziel ist es, als aktiver Investor den Wert unserer Beteiligungen zu steigern, indem wir sie auf dem Weg von der Produktentwicklung bis hin zur Kommerzialisierung und internationalen Expansion begleiten, um sie dann mit einem reifen Produkt oder Verfahren an Industriekonzerne zu verkaufen oder an die Börse zu bringen. Wir hatten bisher insgesamt zehn Unternehmensverkäufe und Börsengänge. Unsere mittlere jährliche Rendite (Internal Rate of Return/IRR) liegt bei 44 Prozent. Wir agieren weltweit vom Silicon Valley bis nach Singapur.
Hauptsitz
Nanostart AG Goethestraße 26-28 D-60313 Frankfurt am Main T +49 (0)69-2193 96 00 F +49 (0)69-2193 96 150
Niederlassung Berlin
Nanostart AG Bleibtreustraße 24 D-10707 Berlin T +49 (0)30-8891 897 29 F +49 (0)30-8891 897 28
Tochterge s e l l s c h a f t Si ngapur
Nanostart Asia Pte Ltd 883 North Bridge Road Southbank # 04-04 Singapur 198785 T +65 (0)6634-8637 www.nanostart-asia.com
Gründungsjahr
2003 (Dezember)
Bilanzierungsmethode Handelsgesetzbuch (HGB)
geschäftsjahr 1. Januar bis 31. Dezember Vorstand Marco Beckmann
Aufsichtsrat
_Dr. Alfred Krammer (Vorsitzender)
_Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl (stellv. Vorsitzender)
_Achim Lindner
Branche/Spezialgebiet
Nanotechnologie-Wachstumsfinanzierer
Beteiligu ngshöhe
0,5–10 Millionen Euro pro Beteiligung
Bislang investiertes Eigenkapital* rund 30 Millionen Euro
aktuell investiertes eigenkapital* rund 20 Millionen Euro
Bisherige Erlöse durch (Teil-) Exits* rund 23 Millionen Euro
Nettoinventarwert (NAV) der Beteiligungen* 70 Millionen Euro ***
Beteiligu ngen*
_BioMers Pte Ltd, Singapur
_Holmenkol AG, Heimerdingen, Deutschland
_ItN Nanovation AG, Saarbrücken, Deutschland
_Lumiphore, Inc., Richmond, CA, USA
_MagForce Nanotechnologies AG, Berlin, Deutschland
_Microlight Sensors Pte Ltd, Singapur
_MINT Membrane Instruments and Technology Pte Ltd,** Singapur
_Namos GmbH, Dresden, Deutschland
_Nanosys, Inc., Palo Alto, CA, USA
* Stand: 31. Dezember 2010
** Beteiligung seit Februar 2011 *** ohne MINT
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Nanotechnologie schafft Wachstum. In Asien, in Russland, überall.
Immer mehr Regierungen erkennen, welch immense Möglichkeiten die Nanotechnologie für die Entwicklung der Menschheit bietet. Singapur, Russland oder Deutschland seien hier nur stellvertretend für die Länder rund um den Globus genannt, die das Potenzial der nanotechnologischen Revolution entdecken, erkennen und umsetzen.
Die Nanostart AG hilft dabei, unterstützt und zeigt Lösungen sowie Perspektiven auf. In Singapur haben wir zusammen mit der Regierung einen Nanotechnologiefonds aufgelegt, in Russland bereiten wir ein ähnliches Konstrukt vor.
Marco Beckmann Vorstand Nanostart AG
Liebe Aktionärinnen und Aktionäre,
die Gründe, in die Nanostart zu investieren, können unterschiedlich sein: Es ist ein junges Unternehmen mit einem einzigartigen Geschäftsmodell, ein Unternehmen, das aufgrund seiner Bindung an die Nanotechnologie großes Wachstumspotenzial besitzt, und ein Unternehmen, das international in unterschiedliche Branchen investiert und damit sein Risiko minimiert. Das ist alles richtig. – Doch was auch immer davon Ihre Motivation ist, eines erwarten Sie als Aktionär ganz sicher: Dass die Nanostart mehr aus Ihrem Geld macht.
Der aktuelle Kursverlauf bis Juli 2011 spiegelt all das zurzeit nicht wider, er ist rundweg enttäuschend. Es ist nicht der Verlauf, den man von einem jungen Unternehmen mit einer großen Zukunft erwartet. Nein, das ist der Kursverlauf eines Unternehmens, bei dem sich nichts zu tun scheint. Wir sind Ende 2010 wieder ziemlich genau dort angelangt, wo wir auch schon Ende 2009 waren und aktuell sieht es nicht besser aus, obwohl wir in der Zwischenzeit mit dem Kurs schon mehr als 60 Prozent höher lagen.
Wenn man genauer hinschaut, liegt es nahe, diese Wertentwicklung der Nanostart in Verbindung mit der MagForce Nanotechnologies AG zu bringen, eine unserer beiden börsennotierten und gleichzeitig unsere größte Beteiligung. Der Börsenwert unseres Anteils an der MagForce macht über siebzig Prozent unseres Anlagenwertes aus, also dem Wert aller Beteiligungen in unserem Portfolio. Schaut man sich den Kurs der MagForce an, so hat sich dieser noch dramatischer entwickelt als der der Nanostart. Und damit ist genauso dramatisch unser Anlagenwert geschrumpft: von 132 Millionen Euro Ende 2009 auf 70 Millionen Ende 2010.
Sie werden sich fragen: Was stimmt bei der Mag-Force nicht? Lassen sie mich zunächst klarstellen, was unbestritten ist: Die MagForce hat im letzten Geschäftsjahr die EU-Zulassung für die erste auf Nanotechnologie basierende Krebstherapie erhalten – ein patentiertes Verfahren mit dem Potenzial zur nächsten Säule der Krebstherapie, die sich prinzipiell auf alle soliden Tumorarten anwenden lässt. Und dass die Technologie funktioniert, haben die guten Studienergebnisse bewiesen.
Aber an der Börse spielen Erwartungen und Phantasie eine Rolle. Doch ist auch Fakt, dass nicht sofort nach einer Zulassung der erste Patient behandelt werden kann. Bis dorthin ist es ein gewisser Weg. Es muss eine Marketingstrategie ausgearbeitet werden, es müssen die richtigen Leute für Marketing und Vertrieb gefunden werden, die diese Strategie umsetzen. Fachgruppen wollen von der neuen Technologie, die so anders ist als konventionelle Technologien, überzeugt werden. Kommerzialisierungspartner müssen gefunden werden, Verhandlungen geführt und Einigungen erzielt werden. Und all das kostet Geld, also muss vor allem eine solide Finanzierung her. Das waren die Aufgaben, die nach der Zulassung auf die MagForce warteten, und die sie angegangen ist. Dabei hat sich immer mehr gezeigt, dass neben den Ressourcen Kapital und Personal vor allem die Ressource Zeit sehr wichtig ist: viel Zeit. Und das fordert die Geduld der Beteiligten. Denn auf dem Weg der Bewältigung der Aufgaben lauern Unwägbarkeiten. Aber an den Kapitalmärkten, wo Erwartungen gehandelt werden, darf die Geduld nicht zu sehr strapaziert werden.
So kam es zu Verzögerungen, wie wir sie selbst nicht erwartet hätten. Schon im ersten Quartal 2011 sollte ursprünglich die Therapie führenden Krebszentren in Deutschland zur Verfügung stehen. Aber erst ein gutes Viertel Jahr später, Anfang Juli, wurde die Etablierung des ersten Behandlungszentrums für die NanoTherm Therapie an der Berliner Charité gemeldet. – Verzögerungen aber kollidieren mit Interessen von Investoren, die andere Zeithorizonte haben.
Die MagForce – und das ist ein weiterer Punkt – kann Kommerzialisierungserfolge erst dann melden, wenn sie erzielt sind, Einigungen gefunden und Verträge unterzeichnet wurden. So wurde es parallel zu den Verzögerungen ruhig um die Mag-Force, die sich auf das Geschäft konzentrierte und laufende Verhandlungen nicht gefährden wollte. Die Antwort auf die Frage, was bei der MagForce nicht stimmt, lautet also vor allem: die Zeitplanung, die aber – das muss man dem Unternehmen zugestehen – schwer zu kalkulieren ist. Die eingeschränkte Information des Marktes tut ein Übriges. Zusammen ergibt es eine Stimmung von Misstrauen und das Gefühl unerfüllter Erwartungen. Das Ergebnis, das sich in der Bewertung des Unternehmens an der Börse niederschlägt, ist zutiefst unbefriedigend und nur schwer zu akzeptieren.
Dieser Rückschlag straft die Nanostart nicht nur durch den geschrumpften Anlagenwert und fallende Kurse ab, wir machen auch die Erfahrung, dass andere, positive Entwicklungen unseres Geschäfts vom Kapitalmarkt anscheinend nicht wahrgenommen werden.
Der überwiegende Teil unserer Beteiligungen generiert inzwischen Umsätze. Denn das Portfolio der Unternehmen, an denen wir beteiligt sind, ist in einer Transformationsphase von der Forschung und Entwicklung hin zur Kommerzialisierung. Es wird allzu leicht vergessen, dass im Nanostart-Portfolio Unternehmen "nachwachsen", die ein erhebliches Potenzial bergen.
Ich denke hier zum Beispiel an die BioMers, die wir über unseren Singapurfonds halten. Das Unternehmen bietet auf Basis eines von ihm entwickelten nanotechnologischen Kunststoff-Drahts die erste und einzige komplett durchsichtige Zahnspange an. Die Technologie kommt völlig ohne sichtbaren Zahnspangendraht aus. Sie wurde im November 2010 vorgestellt und wird jetzt weltweit vermarktet. Aber auch andere Beteiligungen, die eher noch weniger Aufmerksamkeit genießen, weil sie im Business-to-Business-Bereich angesiedelt sind, wie die MINT Membranes, die wir 2011 eingegangen sind, oder die Microlight, haben das Potenzial sich überdurchschnittlich zu entwickeln. Transparent nach außen werden solche Werte allerdings erst, wenn sie "gehoben" werden. Das heißt, wenn wir sie verkaufen oder an die Börse bringen.
Dabei arbeiten wir nicht primär darauf hin, kurzfristige Erträge zu erwirtschaften, sondern wir wollen auf lange Sicht einen Vermögenszuwachs einfahren, den Anlagenwert steigern. Deshalb ist unser Denken, Planen und Handeln grundsätzlich langfristig. Das ist unser Geschäft. Dass wir im Übrigen 2010 das bisher beste Ergebnis
in einem Geschäftsjahr erzielt haben, ist für uns von untergeordneter Bedeutung. Wichtiger ist die Bestätigung, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Das zeigt sich an unserem Track Record von bisher insgesamt zehn Unternehmensverkäufen und Börsengängen. Das zeigt sich an unserer mittleren jährlichen Rendite, der Internal Rate of Return, kurz IRR. Sie beträgt durchschnittlich 44 Prozent. Und dass wir unser Geschäft verstehen, zeigt sich letztlich in der Summe auch daran, dass wir uns zu einem weltweit begehrten Partner für die Zusammenarbeit mit Regierungen entwickelt haben. Bereits seit 2008 sind wir mit Erfolg in Singapur vertreten und haben uns darüber hinaus die Option erarbeitet in weiteren Regionen der Welt zusammen mit lokalen Partnern und Regierungen in weitaus größerem Umfang aktiv zu werden.
Über den Singapur-Fonds haben wir 2010 die Anteile an einer Beteiligung, der Curiox Biosystems, veräußert und sind die neue Beteiligung an der Microlight Sensors in Höhe von 19 Prozent, ein
gegangen. Die Anteile des Singapur-Fonds an dem singapurischen Medizintechnikunternehmen BioMers Pte Ltd haben wir im vergangenen Jahr von 16 Prozent auf 25 Prozent erhöht. Nachdem die BioMers 2010 die weltweit erste komplett durchsichtige Zahnspange auf den Markt gebracht hatte, läuft nun die weltweite Vermarktung.
Die Nanostart AG hat 2010 außerdem ihre Anteile an der Dresdner Namos GmbH von 15 Prozent auf 26 Prozent erhöht, die erneute Investition soll in Forschung und Entwicklung gesteckt werden. Wir haben im Berichtsjahr die Anteile an zwei Unternehmen aus unserem US-Portfolio, der NanoGram und der BioMicro, verkauft. Beide wurden von Marktführern übernommen, mit denen sie schon längere Zeit zusammengearbeitet hatten. Für uns war es Teil unserer Strategie, zum geeigneten Zeitpunkt aus bestehenden Minderheitsbeteiligungen, also dort, wo wir nicht Lead-Investor sind, auszusteigen. Unser Anteil an der NanoGram lag unter einem, an der BioMicro bei etwas mehr als acht Prozent.
Wir glauben daran, dass die Konzentration auf Nanotechnologie, die Möglichkeit, an der Entwicklung von Weltmarktführern entscheidenden Anteil zu nehmen, der Kern unseres Erfolgs ist. Mit Kapital, Erfahrung und Know-how entwickeln wir unsere Beteiligungen weiter. Das ist unser Geschäft. Denn wir sind tatsächlich das anfangs erwähnte junge Unternehmen mit dem einzigartigen Geschäftsmodell, das Unternehmen, das aufgrund seiner Bindung an die Nanotechnologie großes Wachstumspotenzial besitzt, und das Unternehmen, das international in unterschiedliche Branchen investiert und damit sein Risiko minimiert.
Ich möchte mich abschließend bei allen bedanken, die täglich daran arbeiten, die Nanostart weiterzuentwickeln. Es sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei der Nanostart in Deutschland und Singapur. Es sind die Menschen weltweit, die das Geschäft in unseren Beteiligungen vorantreiben. Und ich möchte mich an dieser Stelle für das Vertrauen bedanken, das Sie, liebe Aktionärinnen und Aktionäre, uns entgegen bringen. Gleichzeitig appelliere ich an Ihre Geduld, denn die Unternehmen brauchen Zeit – manchmal mehr als abzusehen ist. Doch das Ergebnis wird die Geduld belohnen. Das ist meine Überzeugung.
Herzlichst,
Ihr
Marco Beckmann, Vorstand der Nanostart AG Frankfurt am Main, im Juli 2011
Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,
der Aufsichtsrat möchte Sie im nachfolgenden Bericht über seine Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2010 unterrichten.
Aufsichtsratstätigkeit im Geschäftsjahr 2010
Der Aufsichtsrat hat sich während des Geschäftsjahres 2010 gemäß den ihm nach Gesetz und Satzung auferlegten Aufgaben und Zuständigkeiten laufend mit dem Geschäftsverlauf, der Ertrags- und Finanzlage und den Investitionsvorhaben der Gesellschaft befasst. Dabei hat er den Vorstand regelmäßig bei dessen beabsichtigter Geschäftspolitik und anderen grundsätzlichen Fragen beraten sowie die Geschäftsführung überwacht. Maßstab für diese Überwachung waren namentlich die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit, Zweckmäßigkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung. Über wichtige Geschäftsvorfälle ließ sich der Aufsichtsrat im Rahmen der regelmäßigen Berichterstattung nach § 90 Aktiengesetz auch außerhalb von Aufsichtsratssitzungen schriftlich und mündlich unterrichten.
Personelle Veränderung im Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat setzt sich gemäß den Satzungsbestimmungen der Nanostart AG aus drei Mitgliedern zusammen. Mitglieder des Aufsichtsrats waren im Geschäftsjahr 2010 Herr Dr. Alfred Krammer (Vorsitzender), Herr Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl (stellvertretender Vorsitzender) und Herr Achim Lindner. Während des Berichtszeitraums fand keine personelle Veränderung im Aufsichtsrat statt.
Wesentliche Ereignisse der Aufsichtsratssitzungen
Der Aufsichtsrat hat in sechs Sitzungen ausführlich die Situation der Gesellschaft sowie der Tochtergesellschaften und Beteiligungsgesellschaften, die getätigten und anstehenden Anteilsveräußerungen, den Jahresabschluss des Unternehmens, die Strategie sowie das Risikokontrollsystem des Vorstands und die Personalsituation diskutiert. An fünf der sechs Aufsichtsratssitzungen haben alle Mitglieder des Aufsichtsrats teilgenommen. Zur Aufsichtsratssitzung am 27. April 2010 war Herr Lindner verhindert. Es haben Herr Dr. Krammer und Herr Prof. Dr. Heckl teilgenommen.
Darüber hinaus stand der Aufsichtsratsvorsitzende auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand und ließ sich über die aktuelle Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle eingehend informieren. Zudem hat der Aufsichtsrat wichtige einzelne Geschäftsvorfälle geprüft und über die vorgelegten Vorgänge, die seiner Zustimmung bedurften, entschieden. 15
Im Geschäftsjahr 2010 hat sich der Aufsichtsrat vor allem mit der Entwicklung und Finanzierung der Gesellschaften des Beteiligungsportfolios, insbesondere mit den wesentlichen Beteiligungen der Gesellschaft, der MagForce Nanotechnologies AG sowie der ItN Nanovation AG, der Personalsituation der Gesellschaft, der Weiterentwicklung des Beteiligungsportfolios sowie den Aktivitäten der Gesellschaft in Singapur befasst. Zudem hat sich der Aufsichtsrat mit der Überwachung bestehender Beteiligungen befasst. Er erhielt dazu insbesondere in den Aufsichtsratssitzungen ausführliche Berichte über das Portfolio der Nanostart AG. Über außergewöhnliche Ereignisse bei Beteiligungen wurde der Aufsichtsrat auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen durch den Vorstand informiert.
Des Weiteren befasste sich der Aufsichtsrat im vergangenen Geschäftsjahr insbesondere mit Fragen der Rechnungslegung, der Investitionsplanung, der erforderlichen Unabhängigkeit des Abschlussprüfers, der Erteilung des Prüfungsauftrags an den Abschlussprüfer, der Bestimmung von Prüfungsschwerpunkten und der Honorarvereinbarung. Dabei wurden keine Beanstandungen an der geübten Praxis der Gesellschaft festgestellt.
In den Sitzungen wurden unter anderem die nachfolgenden Themen erörtert bzw. folgende Beschlüsse gefasst:
Gegenstand der Aufsichtsratssitzung vom 11. März 2010 waren insbesondere die Budgetplanung und der Forecast für das Geschäftsjahr 2010, die Durchführung einer Barkapitalerhöhung bei der Gesellschaft und die Einführung der American Depositary Receipts (ADR). Zudem wurden eingehend die weitere Finanzierung und Personalia bei der MagForce Nanotechnologies AG besprochen. Weitere Themen waren die geschäftliche Entwicklung der ItN Nanovation AG und eine Änderung im Vorstand der ItN Nanovation AG.
Mit Beschluss vom 26. März 2010 hat der Aufsichtsrat der Beschlussfassung des Vorstands zur Erhöhung des Grundkapitals durch teilweise Ausnutzung des genehmigten Kapitals zugestimmt.
Gegenstand der Aufsichtsratssitzung vom 27. April 2010 waren die vorläufigen Zahlen des Geschäftsjahres 2009.
In der Aufsichtsratssitzung vom 6. Mai 2010 wurden der Jahresabschluss der Nanostart AG zum 31.12.2009 sowie der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009 unter telefonischer Zuschaltung des Wirtschaftsprüfers geprüft und gebilligt. Weiterhin wurde der Abhängigkeitsbericht durch den Aufsichtsrat geprüft.
Gegenstand der Aufsichtsratssitzung vom 19. Mai 2010 waren die Tagesordnung der ordentlichen Hauptversammlung der Nanostart AG 2010 sowie die Finanzierungssituation der MagForce Nanotechnologies AG.
In der Aufsichtsratssitzung vom 8. Juli 2010 waren Schwerpunkte die Geschäftsentwicklung des ersten Halbjahres 2010, die Berichterstattung des Vorstands zum Beteiligungsportfolio sowie Personalthemen bei der Nanostart AG und die strategische Weiterentwicklung der Nanostart Asia.
In der Aufsichtsratssitzung vom 14. Dezember 2010 berichtete der Vorstand über das zu Ende gehende Geschäftsjahr. Schwerpunkte bildeten dabei die MagForce Nanotechnologies AG, der Asset Deal der Beteiligung BioMicro Systems, Inc. mit Roche, die Veräußerung von Anteilen an der NanoGram, Inc. sowie die Holmenkol AG und die Curiox Pte Ltd.
Prüfung und Feststellung des Jahresabschlusses
Der vorliegende Jahresabschluss der Nanostart AG für das Geschäftsjahr 2010 und der Lagebericht sind von der durch die Hauptversammlung als Abschlussprüfer gewählten Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Mannheim, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Der Abschlussprüfer hat in seinem Bericht das Risikomanagement- und Überwachungssystem des Vorstands dargestellt und es für geeignet befunden, den Fortbestand der Gesellschaft gefährdende Entwicklungen frühzeitig zu erkennen.
Der Aufsichtsrat hat sowohl den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 als auch den Lagebericht der Nanostart AG sowie den Vorschlag für die Gewinnverwendung insbesondere mit Blick auf die Rechtmäßigkeit, Ordnungsmäßigkeit und Zweckmäßigkeit geprüft und die Unterlagen auf Grundlage eines Entwurfs des Prüfungsberichts mit dem Vorstand und unter telefonischer Zuschaltung
des Wirtschaftsprüfers im Einzelnen besprochen. Der Abschlussprüfer hat über die Ergebnisse der Prüfung in der Aufsichtsratssitzung vom 31. Mai 2011 insgesamt und über die einzelnen Prüfungsschwerpunkte berichtet und eingehend die Fragen der Mitglieder des Aufsichtsrats beantwortet. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben die Prüfungsberichte und die Bestätigungsvermerke zur Kenntnis genommen, kritisch gewürdigt und sie ebenso wie die Prüfungen selbst mit dem Abschlussprüfer diskutiert, was die Befragung zu Art und Umfang der Prüfung sowie zu den Prüfungsergebnissen einschloss. Dabei konnte sich der Aufsichtsrat von der Ordnungsmäßigkeit der Prüfungen und der Prüfungsberichte überzeugen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss einer eigenen eingehenden Prüfung unterzogen.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 und den Lagebericht der Nanostart AG sowie den Vorschlag über die Gewinnverwendung unter Berücksichtigung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers abschließend geprüft und erhebt nach dem Ergebnis seiner Prüfung keine Einwände. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss mit Aufsichtsratsbeschluss vom 31. Mai 2011 gebilligt und damit festgestellt. Dem Vorschlag für die Gewinnverwendung stimmte der Aufsichtsrat zu.
Abhängigkeitsbericht
Die Ernst & Young AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Mannheim, prüfte auch den vom Vorstand nach § 312 Aktiengesetz erstellten Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen ("Abhängigkeitsbericht"). Der Abschlussprüfer hat über das Ergebnis folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:
"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
- 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
- 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war,
- 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."
Der Aufsichtsrat hat den Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen und den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers seinerseits geprüft. Der Aufsichtsrat gelangte dabei insbesondere zu der Überzeugung, dass der Prüfungsbericht wie auch die von dem Abschlussprüfer durchgeführte Prüfung selbst den gesetzlichen Anforderungen entsprechen.
Der Aufsichtsrat hat den Abhängigkeitsbericht insbesondere auf Vollständigkeit und Richtigkeit geprüft und hat sich dabei auch davon vergewissert, dass der Kreis der verbundenen Unternehmen mit der gebotenen Sorgfalt festgestellt wurde und dass notwendige Vorkehrungen zur Erfassung der berichtspflichtigen Rechtsgeschäfte und Maßnahmen getroffen wurden. Anhaltspunkte für Beanstandungen des Abhängigkeitsberichts sind bei dieser Prüfung nicht ersichtlich geworden. Der Aufsichtsrat hat gegen die im Bericht enthaltene Schlusserklärung des Vorstands und das Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer keine Einwände.
Mit Dank und Anerkennung würdigt der Aufsichtsrat den Einsatz und die Leistungen des Vorstands sowie der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hauses im vergangenen Geschäftsjahr.
Für den Aufsichtsrat Frankfurt am Main, am 14. Juni 2011
Dr. Alfred Krammer Vorsitzender des Aufsichtsrats 19
Januar
Nanostart erhöht Anteil an Dresdner Cleantech-Beteiligung Namos GmbH
Aufstockung von 15 auf 26 Prozent
Richtungsweisende Technologie auf dem Cleantech-Sektor
Einsparung von 50 Prozent der Edelmetalle bei Produktion von Autokatalysatoren
Neuer Großkunde für Nanostart-Tochter ItN Nanovation AG
Eine der weltweit größten Primär-Aluminiumhütten verwendet Beschichtung Nanocomp Metcast
Richtungsweisende Technologie mit enormem Einsparpotenzial
Weitere große Aluminiumhütten zeigen Interesse
Kommerzialisierungserfolg für Nanostart-Beteiligung Nanosys: Kooperation mit Elektronikkonzern
Langjährige Absatzgarantie für Nanosys-Komponenten durch Vertrag mit LG Innotek
Durchbruch für Quantum-Dot-Technologie: erste kommerzielle Anwendung in der Elektronikindustrie
Herausragende Farbqualität für Handy-Displays der nächsten Generation
März
Nanostart-Beteiligung BioMicro: Asset Deal mit Weltmarktführer Roche
Verkauf der Hauptproduktserie an Roche Diagnostics
Erfolgreicher Teil-Exit für Nanostart
April
Nanostart-Beteiligung BioMers: Markteinführungen in den USA und Singapur
Internationale Expansion im Milliardenmarkt Kieferorthopädie
Wegweisende medizintechnische Produkte dank Nanotechnologie
Alleinstellungsmerkmale mit patentiertem Nano-Kunststoffdraht
mai
Nanostart-Beteiligung ItN Nanovation: Großauftrag aus Saudi-Arabien
Trinkwasseraufbereitung mit Flachfiltermembranen CFM Systems
ItN-Membranen lassen Wettbewerb hinter sich
Folgeaufträge mit hohen Volumina erwartet
juni
Nanostart-Beteiligung ItN Nanovation vereinbart Joint Venture mit Malta Water Services Corporation
Gemeinschaftsunternehmen für CFM-Container-Lösung
Produktion und Vermarktung im gesamten Mittelmeerraum geplant
ItN Nanovation Anteil bei 50 Prozent
Nanostart-Tochter MagForce: NanoTherm Therapie erhält EU-Zulassung
EU-weite Zulassung für die Behandlung von Hirntumoren
"Historischer Augenblick nach über 20 Jahren Entwicklung"
a ugust
Nanostart-Beteiligung ItN Nanovation unterzeichnet Kooperationsvertrag mit führenden italienischen Kläranlagenbauer
Exklusiver Einsatz der CFM-Technologie von ItN
Wichtige Märkte Italien, Großbritannien, Frankreich und Spanien adressiert
Erster Umsatzbeitrag bereits 2011 erwartet
Nanostart-Beteiligung Nanosys: Weltkonzern Samsung steigt ein
Mittelzufluss im zweistelligen Millionen-US-Dollar-Bereich
Strategische Allianz aus Beteiligung, Kooperation und Lizenzvereinbarung
"Neue Produkte für den Bedarf der weltgrößten Technologiemärkte"
septembe r
Nanostart erhöht Anteil an singapurischem Medizintechnik-Unternehmen BioMers
Alleinstellung auf Milliardenmarkt für ästhetische Zahnspangen
Ausbau von Vertrieb und Marketing in allen wichtigen Märkten weltweit
Nanostart erhöht auf rund 25 Prozent
Nanostart-Beteiligung ItN Nanovation AG: Großauftrag zur Trinkwasseraufbereitung erfolgreich umgesetzt
Nanostart-Beteiligung Nanosys gründet Tochtergesellschaft in Korea
Expansion auf Asien-Markt
Nanostart-Tochter MagForce: Medizinisches Fachjournal veröffentlicht Studienergebnisse zur NanoTherm Therapie
Information des internationalen Fachpublikums
oktobe r
Nanostart-Beteiligung Lumiphore: Koop-Vereinbarung mit führendem Onkologie-Unternehmen
Algeta weltweit führend bei Alpha-Bestrahlung von Tumoren
Gemeinsame Weiterentwicklung der gezielten Bestrahlungstherapie
Neue Klasse von Krebsmittel
n ove mbe r
Nanostart-Beteiligung ItN Nanovation erhält weiteren Großauftrag aus Saudi-Arabien
Auftragsvolumen rund doppelt so hoch wie bei Erstauftrag im Mai
Überlegene Eigenschaften der nanokeramischen Flachfiltermembrane CFM Systems
Weitere Aufträge realistisch
Nanostart-Beteiligung Nanosys: Vertriebsvereinbarung mit Milliarden-Konzern Sigma-Aldrich
Vertriebsvereinbarung über Materialien für Forschungseinrichtungen
Weltweite Verfügbarkeit der Silizium-Nanodrähte von Nanosys
Neue Anwendungen bei LED-Beleuchtung, Batterien und Elektronik
Nanostart-Beteiligung BioMers bringt ihr Spitzenprodukt Simpli-Clear Full auf den Markt
Weltweit einziges durchsichtiges Zahnspangensystem
Für gesamtes Spektrum kieferorthopädischer Behandlung
Produkt-Launch in Regionen Asiens, den USA und Europa hat begonnen
dezembe r
Nanostart AG: Erfolgreicher Exit in den USA
Nanostart-Beteiligung BioMicro veräußert verbliebene Assets an US-Diagnostik-Unternehmen
Erlös von 3,2 Millionen US-Dollar erzielt
Nach Roche-Transaktion verbliebene Vermögenswerte veräußert
Nanostart AG beteiligt sich an singapurischem Unternehmen für optische Sensortechnik Microlight Sensors
Entwicklung, Produktion und Vertrieb von optischen Hightech-Systemen
Produkte für schnell wachsenden 20-Milliarden-USD-Markt in Asien
Neue Generation von Sensoren auf nanotechnologischer Basis
Nanostart-Tochter Nanostart Asia veräußert Beteiligung Curiox Biosystems
Veräußerung mit Gewinn an strategischen Investor
Verkaufserlös fließt in neue Beteiligungen des Fonds
Es gibt immer mehr Menschen. Und sie leben immer länger.
Das erfordert neue Lösungen. Die Nanotechnologie kennt die Antworten.
Vieles verändert sich auf unserem Planeten. Zum Beispiel die Bevölkerung, sie wächst weltweit. Oder das Verhältnis von Jungen zu Alten bei uns in Deutschland – es verschiebt sich.
Das erfordert neue Denkweisen, neue Techniken und neue Technologien – gerade auf dem Gesundheitssektor. Die Nanostart-Beteiligungen MagForce oder Lumiphore seien hier nur stellvertretend genannt. Ziel aller dieser auf nanotechnologischen Erkenntnissen arbeitenden Unternehmen ist es, sich den neuen Herausforderungen erfolgreich zu stellen. Mit neuen Lösungen.
Nanotechnologie – Lösungen für globale Herausforderungen
Haben Sie sich schon einmal beim Anblick eines schillernden Schmetterlings gefragt, wie die Natur so etwas zustande bringt? Es ist sicherlich ein Wunder der Natur. Etwas nüchterner betrachtet ist es ein nanotechnologischer Effekt, der die Flügel des Insekts farbig schillern lässt. Die technisch perfekte Struktur der Farbpigmente auf der Nano-Ebene, also im Bereich von Millionstel Millimetern, reflektiert das einfallende Licht auf eine ganz bestimmte Weise und ruft das Schillern hervor.
Das gezielte Bauen von solchen Strukturen im Nanometerbereich wird von der Natur seit Urzeiten perfekt beherrscht und vielfach angewendet: Deshalb lassen Lotusblätter Wasser spurlos abperlen, Fliegen können kopfunter an der Decke laufen, und die Augen von Motten reflektieren keinerlei Licht.
Mit der Erfindung des Rastertunnelmikroskops Anfang der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts erhielt der Mensch erstmals die Möglichkeit, Strukturen im Nanometerbereich sichtbar zu machen. Damit entschlüsselte er nicht nur die Nano-Geheimnisse der Natur, sondern lernte auch daraus. Inzwischen kann auch der Mensch in diesen Dimensionen gezielt arbeiten und wird darin ständig besser. Er ahmt damit dieses natürliche Bauprinzip nach und nennt es Nanotechnologie.
Obwohl die Nanotechnologie noch am Anfang steht, hat sie das Stadium des reinen Forschungsgebietes schon verlassen, und sie bringt jetzt schon Produkte und Verfahren mit völlig neuen Eigenschaften hervor, die Einzug in unseren Alltag halten.
Miniaturisierung schafft neue Potenziale
Nanotechnologie umfasst die Erforschung, Bearbeitung und Herstellung von Strukturen und Materialien auf der Ebene von Atomen und Molekülen. Definitionsgemäß ist die Größenordnung zwischen 0,1 und 100 Nanometern die Nanodimension. Und die ist unvorstellbar klein: Die Größe eines Nanoteilchens verhält sich zu einem Fußball wie der Fußball zur Erdkugel.
Eigentlich nutzen die Menschen die Nanotechnologie sogar schon seit dem Altertum, allerdings ohne sich dessen bewusst zu sein. So haben die Römer entdeckt, dass man Glas färben kann, indem man kleine Mengen Gold in die Glasschmelze
mischt und diese noch einmal für ein paar Stunden erhitzt. Heute weiß man, dass sich dadurch Goldpartikel in Nanogröße bilden, die das Licht derart brechen, dass Glas rubinrot leuchtet.
Das Beispiel zeigt, dass es bei Nanoteilchen durch die stark verkleinerte Partikelgröße zu grundlegenden Änderungen der physikalischchemischen Eigenschaften kommt. Es kommt zum Beispiel zu Veränderungen der Leitfähigkeit, des magnetischen Verhaltens, der Bruchfestigkeit, des Schmelz- und Siedepunktes oder der Farbe. Im Vergleich zu größeren Partikeln gleicher Zusammensetzung weisen sie eine höhere chemische Reaktivität, eine größere biologische Aktivität und ein aktiveres katalytisches Verhalten auf. Diese Eigenschaften führen in vielen Anwendungsgebieten zu deutlichen Verbesserungen, aber auch zu völlig neuen Produkten, die bis dato nicht möglich schienen.
Grund dafür ist die bei gleichbleibendem Gesamtvolumen stark vergrößerte Oberfläche von Nanomaterialien. Wie groß bei Nanoteilchen die Oberfläche im Verhältnis zum Volumen ist, verdeutlicht das Beispiel eines würfelförmigen Sandkorns mit einer Kantenlänge von einem
Millimeter: Schnitte man daraus Sandkörner mit einer Kantenlänge von einem Nanometer, so vervielfachte sich deren Oberfläche gegenüber dem einzelnen Korn um den Faktor eine Million – von anfangs sechs Quadratmillimetern käme man auf sechs Quadratmeter.
Nanotechnologie bietet Lösungen
Inzwischen gelingt immer mehr nanotechnologischen Innovationen der Sprung aus den Laboren von Universitäten und Entwicklungsabteilungen in die Alltagswelt. Bei den meisten Hightech-Produkten auf den Weltmärkten sind inzwischen nanotechnologische Verfahren und Komponenten im Spiel. Experten sprechen von einer Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts und vergleichen die umwälzende Wirkung, die von ihr auf die Gesellschaft ausgehen kann, mit der von Eisenbahn, Automobil oder Computer.
Denn die Nanotechnologie hält Lösungen für globale Herausforderungen bereit – etwa bei den drängenden Problemen des Umweltschutzes und der Ressourcenknappheit, die bei einer immer noch wachsenden Weltbevölkerung weiter an Brisanz gewinnen. Gefragt ist beispielsweise eine nachhaltige Versorgung mit sauberem Wasser, die mit einer Reduktion der Wasserverschmutzung und Sicherung der Wasserkreisläufe einhergeht. Unternehmen, die für die Bewältigung derartiger Aufgaben auf Basis der Nanotechnologie nützliche Innovationen anbieten können – wie etwa die ItN Nanovation AG mit ihren nanokeramischen Filtermembranen –, stillen damit nicht nur existenzielle Bedürfnisse von Regionen mit Wasserknappheit, sondern erschließen sich selbst erhebliches wirtschaftliches Potenzial.
So ist auch die wirtschaftliche Relevanz der Nanotechnologie enorm: Das US-Beratungshaus Lux Research prognostiziert etwa für 2015 einen 2,5 Billionen US-Dollar schweren Markt für Produkte und Anwendungen, die auf nanotechnologischem Know-how beruhen. Somit würden 2015 rund 5 Prozent des Welt-Bruttoinlandsproduktes auf Nanotechnologie basieren.
Bundesregierung legt Aktionsplan auf
Das erhebliche wirtschaftliche und das enorme innovative Potenzial sind auch der Grund, warum immer mehr Regierungen dazu übergehen, die Nanotechnologie zu fördern. Die Europäische Union vergibt derzeit über 740 Millionen Euro an öffentlichen Mitteln für die Förderung der Spitzentechnologie. Damit liegt sie etwa gleichauf mit den USA und Japan. Weltweit steigen die öffentlichen Investitionen in die Förderung der Nanotechnologie stetig an und belaufen sich mittlerweile auf über 4 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Russland hat 2007 eigens die Staatsholding Rusnano gegründet, die inzwischen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt wurde. Das Unternehmen ist mit einem Milliardenbetrag ausgestattet, mit dem Ziel, das sehr stark auf den Export von Rohstoffen ausgerichtete Land bis 2015 zu einer führenden Nanotechnologie-Nation zu machen.
Auch in Deutschland, wo die Bundesregierung nanotechnologische Innovationen "zur Stärkung der deutschen Wirtschaft und zum Nutzen der Bürger sicher und nachhaltig" vorantreiben möchte, nimmt die Nanotechnologie eine im internationalen Vergleich starke Position ein. Mit einer Förderung in Höhe von etwa 400 Millionen Euro im Jahr 2010 lag Deutschland an vierter Stelle hinter den USA, Russland und Japan. Anfang 2011 hat die Bundesregierung zudem den "Aktionsplan Nanotechnologie 2015" vorgelegt. Ziel ist es, mit Nanotechnologie zu Wachstum
und Innovation in Deutschland beizutragen sowie die Potenziale dieser Technologie in Bildung und Forschung zu nutzen und "bei der Lösung globaler Herausforderungen auszuschöpfen". Mit dem Aktionsplan will die Regierung Beiträge der Nanotechnologie zum Umwelt- und Klimaschutz, zur Optimierung der Energieversorgung sowie die Möglichkeiten der Nanotechnologie für die Gesundheit sichern.
Innovationen in vielen Branchen
Die Unternehmen, an denen die Nanostart AG beteiligt ist, sind in Branchen angesiedelt, die stark von Innovationen geprägt sind. Sie spiegeln das enorme Potenzial der Nanotechnologie wider, Ressourcen zu sparen und Prozesse und Produkte mit nanotechnologischem Know-how zu verbessern oder komplett neu zu gestalten. Für die Gesellschaft bedeutet Nanotechnologie Fortschritt, Verbesserung und Entlastung.
Eine Investition in Nanotechnologie ist auch eine Investition in eine Zukunft, in der Menschen den immer komplexeren Herausforderungen mit immer intelligenteren Lösungen begegnen können.
Chancen nutzen: Mit der Nanotechnologie wachsen – das Geschäft der Nanostart AG
Die beiden Amerikaner Sergey Brin und Larry Page gründeten das Unternehmen 1998, weil sie der Überzeugung waren, eine bessere Suchmaschine als alle damaligen Wettbewerber entwickelt zu haben. Mittlerweile ist Google der größte Suchanbieter im Internet. Die Firma erhielt in ihrer Startphase Finanzhilfe durch Wagniskapitalgeber, die von der Idee überzeugt waren. Auch die Nanostart AG verfolgt das Ziel, aus jungen Unternehmen mit bahnbrechenden Produktideen Marktführer zu machen. Dabei konzentriert sich die Beteiligungsgesellschaft speziell auf Firmen, die auf Basis der Nanotechnologie ein Produkt oder Verfahren erfunden haben oder entwickeln. Damit ist die Chance gegeben, bestehende Märkte von Grund auf zu verändern.
Aktuell hat die Nanostart AG neun Unternehmen in ihrem Portfolio (Stand Juni 2011). Sie stammen aus nanotechnologisch führenden Regionen Europas, den USA und Asiens. Nanostart identifiziert sie aus dem Kreis der besten Nanotechnologie-Unternehmen in stark innovationsgetriebenen Branchen wie Umwelt/Cleantech, Life Sciences/
Medizin/Healthcare und IT/Elektronik. Die Unternehmen befinden sich vorwiegend in Phasen, in denen das Wachstum am schnellsten und die Wertsteigerung am größten ist.
Venture Capital als Motor für Fortschritt
Das Prinzip von Venture Capital ist einfach: Der Investor kauft einen Teil des Unternehmens, der dafür entrichtete Betrag fließt als Eigenkapital dem Unternehmen zu. Wenn sich das Unternehmen gut entwickelt und es mit dem Eigenkapital beispielsweise eine Produkteinführung erfolgreich vorantreiben kann, steigt der Wert des Unternehmens. Damit steigt auch der Wert des Anteils, den der Venture-Capital-Investor hält.
Junge Unternehmen sind für Banken wegen des hohen Finanzierungsbedarfs und der oft nicht ausreichenden Sicherheiten als klassische Kreditnehmer häufig uninteressant. Anders als Finanzinstitute sind spezialisierte Beteiligungsgesellschaften wie die Nanostart AG dagegen bereit, ein höheres Risiko einzugehen bei den entsprechenden Renditeaussichten. Dazu prüft Nanostart potenzielle
Beteiligungen und deren Geschäft auf Herz und Nieren. Dabei geht es um die Technologie und deren patentrechtliche Absicherung, den Zielmarkt und die fachlichen und persönlichen Qualitäten des Managements. So trägt sie auch dazu bei, dass in einer Volkswirtschaft junge, expandierende Unternehmen nachwachsen.
Unterstützung bei der Kommerzialisierung
Das Geschäft der Nanostart besteht darin, die Beteiligungsunternehmen dabei zu unterstützen, ihre Produkte und Verfahren zur Marktreife zu entwickeln und zu vermarkten. Dafür strebt Nanostart die Position des führenden Investors (Lead-Investor) und einen Sitz in den Aufsichtsgremien an. So sichert sie sich größtmögliches Mitspracherecht. Ziel ist es, die Beteiligungen zum geeigneten Zeitpunkt an einen Industriekonzern oder über die Börse zu veräußern. Dabei kann ein Börsengang auch dazu dienen, neue Finanzierungsquellen zu erschließen.
Seit der Gründung 2003 hat Nanostart bereits fünf Portfolio-Unternehmen erfolgreich an die Börse geführt, ein Unternehmen an einen Life Sciences-Konzern veräußert, eine Beteiligung an einen strategischen Investor und ein Unternehmen an einen führenden Chemiekonzern verkauft. Außerdem gab es einen Asset Sale, den Verkauf einer kompletten Produktserie einer Nanostart-Beteiligung an einen Großkonzern. Das ist eine Bilanz, die keine andere auf Nanotechnologie spezialisierte Beteiligungsgesellschaft aufweisen kann.
Weltweites Netzwerk von Experten
Jede Beteiligung von Nanostart wird Teil des globalen Nanostart-Netzwerks mit Kontakten zur Industrie, Wissenschaft und Forschung, zu staatlichen Stellen sowie zu Investoren und Kapitalmarktexperten. Die Verbindungen zu Kommerzialisierungspartnern und potenziellen Kunden sind besonders in einer frühen Unternehmensphase wichtig für den Erfolg. Öffentlich in Erscheinung tritt Nanostart durch die Präsenz auf in- und ausländischen Konferenzen und durch eigene Veranstaltungen zum Thema Nanotechnologie.
Vorstand der Nanostart AG ist Marco Beckmann. Er gilt als einer der international führenden Experten für Nanotechnologie-Investments. Bereits 2001 veröffentlichte Beckmann sein erstes Buch zum Thema Nanotechnologie und Kapitalmarkt. In Deutschland und Singapur, wo Nanostart bereits 2008 die 100-prozentige Tochter Nanostart Asia Pte Ltd gründete, hat Beckmann für das Beteiligungsgeschäft von Nanostart Investmentteams aus erfahrenen Managern gebildet. Nanostart Asia wird von Managing Director Andreas Kröll geleitet. In Singapur ist Kröll für die Investments von Nanostart verantwortlich und betreut den mit der dortigen Regierung herausgegebenen Nanostart Singapore Early Stage Venture Fund I, der aktuell Anteile an drei singapurischen Nanotechnologie-Unternehmen hält.
Entwicklung des Nettoinventarwerts
Die Berechnung des Nettoinventarwerts (Net Asset Value, NAV) der Nanostart AG – das ist der Wert aller Beteiligungen – erfolgt konservativ, indem die beiden börsennotierten Beteiligungen zum aktuellen Börsenwert, die nicht notierten Beteiligungen zu Anschaffungskosten bewertet werden. Damit sind insbesondere die beiden börsennotierten Beteiligungen die entscheidenden Einflussgrößen des NAV. Mögliche Wertsteigerungen der nicht notierten Beteiligungen – die im Portfolio die Mehrheit darstellen – werden nicht berücksichtigt.
Bis Ende 2010 betrug der Nettoinventarwert der Nanostart AG rund 70 Millionen Euro. Er lag damit deutlich unter dem Nettoinventarwert von 132 Millionen Euro zum Jahresende 2009. Der Grund für den Rückgang ist in erster Linie in der stark gesunkenen Bewertung der börsennotierten Beteiligung MagForce Nanotechnologies AG zu finden, die zu über 70 Prozent den Nettoinventarwert der Nanostart bestimmt.
* zum 31.12.
Nanostart in Asien
In Singapur hat Nanostart 2008 den Nanostart Singapore Early Stage Venture Fund I aufgelegt, in den sie zu gleichen Teilen mit der National Research Foundation, eine Regierungsstelle aus dem Amtsbereich des Premierministers, investiert. Mit dem Fonds in Singapur, der von der 100-prozentigen Tochtergesellschaft, Nanostart Asia Pte Ltd, gemangt wird, folgt die Nanostart AG ihrer Philosophie, Chancen in Wachstumsmärkten frühzeitig zu nutzen und sich dort eine exponierte Stellung als Nanotechnologie-Investor zu verschaffen.
Die aufstrebenden Länder Asiens befinden sich längst im Übergang zu modernen Dienstleistungsgesellschaften, die sich zunehmend aus der Abhängigkeit von der globalen Nachfrage lösen und aus eigener Kraft wachsen. Im vergangenen Jahr legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Schwellenländer Asiens im Schnitt um 9,3 Prozent zu, angeführt von Singapur mit knapp 15 Prozent.
Die Gründe für diese Dynamik sind nicht mehr allein im Exportgeschäft zu suchen. Auch die Binnenmärkte der asiatischen Volkswirtschaften haben sich in den vergangenen Jahren prächtig entwickelt. Laut den Berechnungen der IWF-Strategen dürfte das Bruttoinlandsprodukt Asiens in den kommenden fünf Jahren um 50 Prozent wachsen. Bis zum Jahr 2030, so der IWF, dürfte Asiens BIP sogar die Wirtschaftsleistung der sieben führenden Industrieländer (G7) übertreffen. Bis 2020 wird die Zahl der Empfänger mittlerer Einkommen in Asien um geschätzte 1,2 Milliarden steigen. Der aufblühende Wohlstand schafft einen neuen Markt für innovative Produkte, bei denen auch die Nanotechnologie eine zunehmend wichtigere Rolle spielt.
Singapur fördert Nanotechnologie
Singapur möchte sich zum Nanotechnologie-Drehkreuz Südostasiens entwickeln. Der Stadtstaat strebt eine weltweite Spitzenstellung im Forschungssektor an und wird von 2011 bis 2015 Forschungsinitiativen und forschenden Unternehmen mit rund 16 Milliarden Singapur-Dollar unter die Arme greifen. Mit drei Prozent des BIP sind Singapurs Aufwendungen für Forschung und Entwicklung bereits heute beachtlich. Von der Förderung profitieren auch Unternehmen, die Produkte und Verfahren mit nanotechnologischem Know-how entwickeln. Das Bestreben Singapurs ist, dass auf Basis von Nanotechnologie an Ort und Stelle Hochtechnologie-Unternehmen entstehen, die das wirtschaftliche Wachstum befeuern. An drei aussichtsreichen Unternehmen aus unterschiedlichen Geschäftsfeldern ist die Nanostart über den Nanostart Singapore Early Stage Venture Fund I bereits beteiligt. Es sind die Membrane Instruments and Technology auf dem Gebiet der Wasseraufbereitung, das Medizintechnikunternehmen BioMers sowie die Microlight Sensors in der Sensoren- und Abtasttechnik.
"Die Zusammenarbeit auf staatlicher Ebene funktioniert sehr gut"
Die staatlichen und privaten Investitionen in die Nanotechnologie steigen kontinuierlich. Allein im Jahr 2010 waren es weltweit rund 18 Milliarden US-Dollar. Größter Investor sind nach wie vor die USA. Auch in Singapur, Sitz von Nanostart Asia wird die Nanotechnlogie stark gefördert. Andreas Kröll, Managing Director der 100-prozentigen Nanostart-Tochter, spricht im Interview über die nanotechnologischen Hotspots und das Geschäft in Singapur.
Herr Kröll, die wichtige Rolle der Nanotechnologie als Treiber der technischen Entwicklung und damit für den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Fortschritt wird immer stärker erkannt. Deshalb wird sie weltweit durch Investitionen gefördert. Wer investiert?
Unter Investitionen in Nanotechnologie fallen sowohl staatliche Investitionen als auch private Investitionen durch Unternehmen und Private Equity beziehungsweise Venture Capital. Die Investitionen fließen sowohl in Forschung und Entwicklung als auch in die Weiterentwicklung von Nanotechnologie-Unternehmen bis zur Kommerzialisierung, aber auch in die begleitende Risikoforschung und Informationsprogramme.
Die höchsten Investitionen tätigen die USA, gefolgt von Japan und Deutschland, die relativ gleichauf liegen. Deutschland liegt mit seinen Investitionen weit vor Frankreich, das in Europa an zweiter Stelle kommt. Daneben gibt es eine Reihe Länder, die sich ebenfalls stark auf Nanotechnologie konzentrieren, investieren und eine sehr lebhafte Nanotechnologie-Szene entwickelt haben.
Welche Länder sind das?
Ich sehe vor allem Singapur, Taiwan und Südkorea als die nanotechnologisch aktivsten in Asien. Sehr interessant entwickelt sich im Übrigen auch Israel. Aber auch die BRIC-Staaten Russland und China zeigen interessante Entwicklungen – um die wichtigsten zu nennen.
Bleiben wir kurz bei den BRIC-Staaten, welche Entwicklungen sehen Sie dort?
Bei den Investitionen in Nanotechnologie spielt in Russland und China der private Sektor keine Rolle. Beide treiben die Entwicklung der Nanotechnologie aber durch staatliche Initiativen umso vehementer voran. In Russland wurde dazu die staatliche Aktiengesellschaft RUSNANO
gegründet. Erklärtes Ziel ist es, Russland, dessen Wirtschaft bisher sehr durch den Export von Rohstoffen geprägt ist, zu einer führenden Nanotechnologienation zu machen – Stichwort "Modernisierung der Wirtschaft". Dazu stehen mehrere Milliarden Euro zur Verfügung. Russland dürfte damit nach den USA der größte staatliche Nanotechnologie-Investor sein. In China ist es ähnlich, auch dort wird massiv staatlich gefördert. Bei den BRIC-Staaten Indien und Brasilien ist dagegen noch keine vergleichbare Entwicklung zu erkennen.
In Singapur sind Sie seit 2007 aktiv. 2008 haben Sie gemeinsam mit der Regierung von Singapur den "Nanostart Singapore Early Stage Venture Fund I" aufgelegt. Wie kann man sich die Nanotechnologieszene in Singapur vorstellen?
Singapur hat eine extrem aktive Nanotechnologie-Szene. Dies betrifft sowohl den staatlichen als auch den privaten Bereich. So gibt es zahlreiche staatliche Institute wie die Nanyang Technological University (NTU), an denen Nanotechnologie einen hohen Stellenwert genießt. So ist aus der NTU auch eine unserer Beteiligungen, die MINT Pte Ltd, hervorgegangen. Im privaten Bereich gibt es dem gegenüber einen regelrechten Gründerboom in der Nanotechnologie und den Kernbereichen – Cleantech und Medizin/Life Sciences. Die Start-Ups profitieren dabei von der einzigartigen Nähe zu einer Vielzahl von Großunternehmen in Singapur, die oftmals mit ihrem regionalen Hauptquartier für Asien oder Forschungseinrichtungen und Produktion vertreten sind. Ein Beispiel hierfür aus Deutschland ist die BASF, die in Singapur an Nanomaterialien forscht. Nicht zuletzt treffen diese Unternehmen auf eine solide Basis an hervorragend ausgebildeten Arbeitskräften und Wissenschaftlern. Diese gehen aus den enormen Investitionen des Landes in diesem Bereich hervor; so werden aktuell bereits 3,5 Prozent des Bruttoinlandproduktes in Forschung und Entwicklung investiert. Ein Wert, der deutlich über demjenigen von Deutschland liegt.
Und was sind die Vorteile in Singapur für VCs wie die Nanostart?
Dadurch, dass die Nanotechnologie so stark gefördert wird, haben junge Unternehmen sehr viele Möglichkeiten, Zuschüsse und Förderung zu bekommen und können ihre Technologien noch an den Instituten fast bis zur Marktreife entwickeln. Davon profitiert natürlich auch die Nanostart. Wir können bei einem Spin-Off in fast fertige Produkte investieren. Unsere Investition fließt also zu viel größeren Teilen in Marketing und Verkauf als in die Produktentwicklung. Das bedeutet gleichzeitig, dass wir ein viel geringeres Risiko haben.
Außerdem sehen wir eine ordentliche Auswahl an qualitativ hochwertigen Projekten, und können uns aufgrund unserer einzigartigen Stellung im Bereich Nanotechnologie fast aussuchen, in welche wir investieren möchten. Die Bewertungen sind aufgrund der relativ geringen Konkurrenz unter den VCs sehr attraktiv. Und ein großer Vorteil für Unternehmen, die bereits in der Vermarktung sind, ist natürlich auch die geographische Nähe zu den boomenden asiatischen Märkten.
Zurzeit ist der Fonds an drei Unternehmen in Singapur beteiligt: MINT, Microlight und Bio-Mers, sie werden in diesem Geschäftsbericht vorgestellt. Wie sehen Sie die Entwicklung des singapurischen Portfolios?
Die Entwicklung unserer Investments in Singapur verläuft bislang ausgezeichnet. Alle drei Firmen im aktuellen Portfolio sind derzeit auf dem besten Weg, ihre Produkte wie auch ihr Geschäftsmodell zu etablieren. Dies bedeutet, dass wir in allen drei Fällen großes Interesse von Kundenseite sehen und erste bedeutende Vertragsabschlüsse bzw. Referenzprojekte bereits stattgefunden haben oder in Kürze erwartet werden.
Allen voran steht unser Investment in BioMers. Die BioMers hat auf Basis eines durchsichtigen nanotechnologischen Kunststoffdrahtes das
weltweit erste und einzige Komplettsystem für transparente Zahnspangen entwickelt und Ende 2010 vorgestellt – "SimpliClear". Im Augenblick steht die weltweite Vermarktung von SimpliClear auf dem Programm. Dabei haben sich bereits zahlreiche Kieferorthopäden in den USA, Europa und Singapur für die Verwendung des Produktes entschieden. Wir sehen die Gesellschaft auf dem besten Wege, eine bedeutende Innovation auf dem kieferorthopädischen Markt zu etablieren. Das finanzielle Potenzial in diesem Bereich wie auch für unser Investment ist enorm.
BioMers hat seit kurzem einen neuen Vorstand, David Edwards, ein international absolut versierter Manager. Er trug zuletzt bei Johnson & Johnson 500 Mio. US-Dollar Umsatzverantwortung. Wie konnten Sie ihn für BioMers gewinnen?
Dass wir David Edwards als CEO gewinnen konnten, der bisher führende Positionen in internationalen Konzernen besetzte, ist für BioMers ein entscheidender Schritt nach vorne. Es beweist das Potenzial des Unternehmens und seiner Produkte, denn ein Mann wie David Edwards hätte nicht zugesagt, wenn er von den Erfolgsaussichten nicht absolut überzeugt wäre. Unter seiner Führung wollen wir BioMers zu einem "Global Player" im Bereich Kieferorthopädie ausbauen.
Wie ist die aktuelle Lage bei den beiden anderen Unternehmen – MINT und Microlight?
Aus Investorensicht sind beide Unternehmen extrem spannend, denn beide haben marktfertige Produkte, die bereits von Kunden eingesetzt werden. Bei MINT sind es die Sensoren, die bei der Überwachung von Wasseraufbereitungsanlagen enorm Zeit und Kosten sparen, bei Microlight optische Sensor- und Abtastsysteme, vor allem für den Bereich Sicherheit und Überwachung. Für MINT sehen wir die wichtigsten nächsten Schritte zunächst in Singapur, da das Thema Wasser und die Wasserversorgung hier aus politischen Gründen einen sehr hohen Stellenwert genießt. Daher ist auch die Wasserindustrie in Singapur sehr stark vertreten. Microlight sieht großes Potenzial in Asien wie auch im Nahen Osten. Beide befinden sich somit aktuell in der Expansionsphase. Für beide Unternehmen – wie natürlich auch unsere Investments – sind die Erwartungen groß.
Was sind Ihre Ziele für den Ausbau des Geschäfts in Singapur und Asien? Welches Potenzial sehen Sie in dieser Region?
In Singapur arbeiten wir konkret an weiteren spannenden Beteiligungen. Wir besitzen einen hervorragenden Zugang zu den führenden Instituten – so stammt MINT aus der NTU, der führenden technischen Universität des Landes, BioMers aus der National University of Singapore, und die bereits veräußerte Beteiligung Curiox aus A*Star, dem staatlichen Verbund wichtiger Forschungsinstitute. Wir hoffen, noch in diesem Jahr 1 bis 2 weitere Investments abzuschließen; allerdings fällt es schwer, sich hierbei auf eine exakte Zahl festzulegen, da ein Investment an vielen Faktoren hängt und wir letztlich nur dann unterschreiben, wenn wir zu 110 Prozent von den Aussichten des Unternehmens überzeugt sind.
Das Potenzial von Asien ist sicherlich enorm. Ich denke, die allgemeinen Wachstumsaussichten dieser Region sind unstrittig. Konkret haben wir auch hier begonnen, in anderen Ländern Asiens nach interessanten Projekten Ausschau zu halten und prüfen bereits einige Kandidaten.
Mit unserer Referenz aus Singapur – unser Fonds in Singapur ist von den sechs Fonds, die seinerzeit von der Regierung Singapur ausgewählt wurden, mit vier Investments der aktivste – haben wir bei den Regierungsorganisationen in anderen asiatischen Ländern die besten Karten.
Energie wird nachhaltiger, schonender und kostbarer. Ein gigantischer Wachstumsmarkt. Mitten im Fokus: Nanotechnologie.
Das Unglück in Japan hat viele Menschen umdenken lassen. Der Bedarf nach Energien aus umweltverträglichen Quellen, hat fast über Nacht die Nachfrage beflügelt und Wachstumsmärkte von ungeheuerem Ausmaß geschaffen.
Nanotechnologie nimmt dabei eine Schlüsselrolle ein. Einerseits beim Erhöhen der Effizienz der bestehenden Energiegewinnung, anderseits beim Erschließen neuer Formen. Mit verbesserter Energiespeicherung trägt unsere Beteiligung Nanosys dazu bei.
Exits im Jahr 2010
Im vergangenen Jahr hatte die Nanostart AG drei Exits. Sie hat die beiden Unternehmen BioMicro und NanoGram aus ihrem US-Portfolio und die Curiox aus dem Singapur-Fonds veräußert.
BIOMICRO
Die Nanostart AG hatte sich 2004 als Co-Investor an BioMicro beteiligt. Im März 2010 verkaufte das Unternehmen zunächst sein Hauptprodukt, die MAUI-Systemlinie, im Rahmen eines Asset Sales an den Weltmarktführer Roche. Im Dezember 2010 gingen die verbliebenen Vermögenswerte – eine Analyse-Produktlinie zur automatischen Untersuchung von genetischem Material – an das US-amerikanische Diagnostik-Unternehmen IRIS. Die Nanostart AG erhielt aus den Transaktionen eine der Beteiligungsgröße von 8,4 Prozent entsprechende Ausschüttung.
Branche Life Sciences, Diagnostik
Kurzprofil DNS-Analyse mit Hilfe von Biochips, die mit ihren vielen Einbuchtungen im Nanometerbereich zigtausend biologische Einzeltests mit geringen Mengen an Probenmaterial ermöglichen.
Technologie und Produkte BioMicro ist ein Pionier im renditestarken Segment der Nano-Analysetools und gehört zu den führenden Anbietern.
Sitz Salt Lake City, USA
NanoGram
Die Nanostart AG hatte sich 2007 an NanoGram beteiligt. Im August 2010 übernahm der japanische Chemiekonzern Teijin Limited das im Silicon Valley beheimatete Unternehmen. Die Erlöse aus der Veräußerung werden von Nanostart in neue Nanotechnologie-Beteiligungen investiert.
Branche Solar, Elektronik
Kurzprofil Lasertechnologie zur Herstellung und Schichtung von Nanopartikeln.
Technologie und Produkte Die Plattformtechnologie von NanoGram ermöglicht es, Silizium exakt und optimiert in einem einzigen Arbeitsschritt material- und energiesparend aufzutragen. Dies findet bei der Herstellung von Solarzellen Anwendung. NanoGram stellt darüber hinaus sogenannte druckbare Tinte aus Silizium-Nanopartikeln her. Dabei werden statt Druckfarben elektronische Funktionsmaterialien verwendet.
Sitz Kalifornien, USA
CURIOX BIOSYSTEMS
Das Unternehmen war im Jahr 2007 die erste Beteiligung, die von der Nanostart AG in Singapur finanziert wurde. Die Anteile gingen in den Nanostart Singapore Early Stage Venture Fund I über, dem jetzt nach dem Verkauf auch der Erlös zufließt. Die Veräußerung der Anteile fand im Rahmen einer Kapitalerhöhung von Curiox statt. Die Anteile an Curiox wurden von einem strategischen Investor, der singapurischen Zicom-Gruppe, übernommen.
Branche Life Sciences, Diagnostik
Kurzprofil Plattformtechnologie zur Einsparung von Proben und Reagenzien in Laboren bei gleichzeitig reduzierter Reaktionszeit.
Technologie und Produkte Curiox Biosystems entwickelt nanotechnologische Analysegeräte, die in der Arzneimittelentwicklung und Wirkstoffforschung zum Einsatz kommen. Sie ermöglichen eine Einsparung der Probenmengen und reduzieren gleichzeitig den Zeit- und Kostenaufwand.
Sitz Singapur
Beteiligungsverhältnisse der Nanostart AG *
*zum 31.12.2010 **neue Beteiligung seit Februar 2011
Erfolgsgeschichten – das Portfolio der Nanostart AG
Die Leistungsfähigkeit und das Potenzial der Portfolio-Unternehmen machen den Erfolg der Nanostart AG aus. Bis zur Unterzeichnung eines Beteiligungsvertrages müssen die Unternehmen einen harten Auswahl- und Prüfprozess durchlaufen. Aus den mehreren hundert Finanzierungsanfragen aus aller Welt, die die Nanostart pro Jahr erreichen, werden Neuzugänge in der Regel nur in einstelliger Anzahl in das Portfolio der Nanostart aufgenommen.
Zum Ende des Geschäftsjahres 2010 war die Nanostart an acht Unternehmen beteiligt, derzeit sind es neun. Die Unternehmen arbeiten daran, bahnbrechende nanotechnologische Produkte und Verfahren zur Marktreife zu bringen, sie erfolgreich einzuführen und zu etablieren. Sie kommen aus unterschiedlichen Branchen, befinden sich in verschiedenen Entwicklungsstadien und sind weltweit verteilt. Auf ihren Gebieten sind sie die Innovationsführer.
Auf den nächsten Seiten möchten wir Ihnen diese faszinierenden Unternehmen vorstellen.
Weltpremiere der transparenten Zahnspange
Für Jugendliche, die sich wegen ihrer Zahnspange das Lächeln verkneifen, gibt es interessante Neuigkeiten: Die Zeiten der auch als "Fressgitter" oder "Hasenklammern" bezeichneten Metalldraht-Zahnspangen sind bald vorbei. Die Nanostart-Beteiligung BioMers bietet als erstes Unternehmen weltweit eine ästhetisch ansprechende Lösung für die Korrektur von Zahnfehlstellungen - auch für Erwachsene interessant, die aus optischen Gründen bisher komplett auf eine Zahnkorrektur verzichteten. Die weltweite Vermarktung hat begonnen.
"SimpliClear von BioMers ist das einzige komplett durchsichtige Zahnspangensystem der Welt. Es erlaubt eine kieferorthopädische Behandlung von Patienten ohne unansehnliche Metallspangen", sagt BioMers-Technikvorstand (CTO) Dr. Mervyn Fathianathan stolz über sein Produkt. Das Medizintechnik-Unternehmen mit Hauptsitz in Singapur hat eine patentierte Technologie entwickelt: Es stellt einen weniger als einen Millimeter dicken transparenten Kunststoffdraht her, der mechanische Eigenschaften besitzt, die vergleichbar sind mit denen metallischer Drähte. Er besteht aus ineinander verwobenen Polymerfasern, denen BioMers in einem speziellen Verfahren Nano-Füllstoffe beimischt. Dadurch erhält der Draht vergleichbare Eigenschaften wie der bislang verwendete Metalldraht.
Mit Nanokunststoff den Bogen raus
Während die Teile einer Zahnspange, die auf die Zähne geklebt werden – die Brackets –, schon längst transparent verfügbar sind, war bisher weltweit kein Unternehmen in der Lage, auch durchsichtige Bogendrähte herzustellen, um die gesamte Zahnspange nahezu unsichtbar werden zu lassen. Wegen der erforderlichen mechanischen Eigenschaften musste der unter Spannung stehende und durch die Brackets der Zahnspange geführte Draht bislang stets aus Metall sein.
Seit Herbst 2010 bietet BioMers auf Basis des selbst entwickelten Nano-Kunststoffdrahtes das komplett durchsichtige Zahnspangen-System SimpliClear™ Full an. Das System ermöglicht Patienten mit Zahnfehlstellungen eine kieferorthopädische Behandlung, die für Außenstehende kaum wahrnehmbar ist. Spangenträger brauchen ihr Lächeln nicht mehr zu verstecken. Passend dazu lautet der Slogan des Unternehmens: "We make you smile".
Bereits seit rund drei Jahren hat BioMers auch transparente Retainer im Angebot. Retainer stabilisieren im Anschluss an eine kieferorthopädische Behandlung die gerichteten Zähne, bis diese sich ausreichend verfestigt haben. Die
Retainer bietet BioMers auch in verschiedenen Farben an: "Viele Patienten tragen Retainer wie ein modisches Accessoire. Dank unserer farbigen Drähte können diese Patienten nun die Farbe ganz nach ihrem individuellen Geschmack wählen", erklärt CTO Fathianathan.
Mit den transparenten Produkten hat BioMers das Potenzial, die Kieferorthopädie zu revolutionieren und daran gut zu verdienen. Der Weltmarkt für Bogendrähte, Brackets und Retainer hat ein Volumen von rund 2,4 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Der US-Markt für Kieferorthopädie ist in den vergangenen neun Jahren um jeweils rund 7,5 Prozent pro Jahr gewachsen.
Internationaler Top-Manager wird CEO
Längst ist das weltweite Marketing angelaufen, rund 20 amerikanische Zahnarztpraxen empfehlen ihren Patienten bereits BioMers-Produkte. Weitere Zahnärzte will BioMers mit Seminaren überzeugen, Verhandlungen mit großen Zahnarztketten und anderen Distributoren laufen ebenfalls. Um die kommerzielle Expansion voranzutreiben, hat BioMers im Mai 2011 den erfahrenen Top-Manager David Edwards als Vorstandsvorsitzenden (CEO) gewinnen können. Er freut sich über die Herausforderung bei BioMers: "SimpliClear ist ein Produkt, auf das die Kieferorthopäden und Patienten schon lange gewartet haben. Es stellt eine bahnbrechende Innovation im wachsenden Markt für ästhetische kieferorthopädische Behandlungen dar und liefert überragende klinische Ergebnisse."
Kenndaten
Branche Medizintechnik
Technologie Patentierte Technologie zur Herstellung von Kunststoffdrähten
Anwendung/Branchen Kieferorthopädie, Medizintechnik
Mitarbeiter 20
Patente 2 Patentfamilien für 14 Länder
Unternehmensphase Pre-IPO
Gegründet 2005
Hauptsitz Singapur
Investment-Potenzial
- _Zulassung für transparenten Bogendraht in den USA, Europa und Asien bereits erteilt, Produkt wird bereits verkauft
- _Starkes Vertriebsnetz in Zielmärkten
- _Hohe Umsätze im Wachstumsmarkt für ästhetische Kieferorthopädie zu erwarten
- _Weitere innovative zahnmedizinische Lösungen bereits in der Produkt-Pipeline
Management
_David Edwards, Chief Executive Officer
_Dr. Mervyn Fathianathan, Managing Director, Chief Technical Officer
_George Aliphtiras, Vice President of Business Development
_Renuga Gopal, Vice President of Manufacturing
Transaktion
Einstieg 2009
Investiertes Eigenkapital rund 1,5 Millionen Euro
Situation Wachstumsfinanzierung
Beteiligungsgröße rund 24,7 Prozent *
Kontakt
BioMers Pte Ltd
18 Boon Lay Way 05-99 18@TradeHub 2 Singapore 609966 T +65 67795909 F +65 67795909 [email protected] www.biomersbraces.com
Schneller, höher, weiter mit Nanotechnologie
Die Olympischen Winterspiele 2010 in Vancouver gehörten zu den erfolgreichsten, die es je für deutsche Athleten gab. Mitentscheidend für die Medaillenvergabe: die Holmenkol AG. Der älteste Skiwachshersteller der Welt unterstützt insgesamt fast 50 Nationalmannschaften mit seinen Produkten, die durch ihre nanotechnologischen Eigenschaften die entscheidenden Zeitvorteile im Wintersport ermöglichen. Auch 2011 sind schon Erfolge zu verzeichnen. So wurde die finnische Holmenkol-Athletin Kaisa Mäkäräinen mit dem Holmenkol-Skiwachs "Speedbase" Anfang April 2011 Biathlon-Weltcup-Siegerin. Immer interessanter wird für die Holmenkol jedoch der klassische Outdoor-Markt.
Sportliche Höchstleistungen unterstützt Holmenkol mit seinem Know-how dort, wo Oberflächen mit Wasser, Eis oder Schnee in Kontakt kommen – sei es im Profi-, Freizeit- oder Breitensport. Neben Skiwachs zählen mittlerweile mit 19 Patenten geschützte Imprägnierungen, Waschmittel, Beschichtungen, Schmiermittel und Polituren für alle Arten von Outdoor-, Rad- und Wassersport zum Angebot des deutschen Sportausrüsters. Grundlage der Produkte ist der Einsatz chemischer und physikalischer Nanotechnologie.
Innovationsmotor der Sportindustrie
Die nanotechnologischen Skiwachse von Holmenkol, die zu den umsatzstärksten Produkten des Unternehmens gehören, überzeugen durch hervorragende Haltbarkeit und Abriebfestigkeit. Sie sind schnell und einfach aufzubringen, weisen Wasser besser ab als herkömmliche Skiwachse und tragen dazu bei, dass der Ski um ein Vielfaches besser gleitet. Das bedeutet höhere Geschwindigkeit, weshalb kaum ein ehrgeiziger Wintersportler auf die modernen Skiwachse der Produktlinie "Speedbase" verzichten möchte.
Für die Bekleidung von Outdoor-Sportlern, ob professionell oder nur in der Freizeit, sind die Nano-Imprägnierungen des Unternehmens gedacht: Sie verleihen den Textilien dauerhaft wasser- und schmutzabweisende Eigenschaften. Gleichzeitig steigern sie die Abriebstabilität des Grundmaterials. Der besondere Clou: Sobald eine Lage der Oberfläche abgetragen wird, übernimmt die tiefer liegende Schicht die volle Schutzfunktion. Benötigen die Textilien dennoch einmal eine Reinigung, erhalten spezielle Waschmittel von Holmenkol die Atmungsaktivität der Stoffe und Materialien.
Für sämtliche Sportarten und Outdoor-Aktivitäten bietet Holmenkol hochwirksame Imprägnierungen und Pflegemittel. Radsportlern bietet Holmenkol besonders wirksame Schmierstoffe für mehr Leichtlauf, schmutzabweisende Beschichtungen sowie Reinigungsprodukte für ihre Fahrräder.
Boomender Outdoor-Markt
In den nächsten Jahren will sich Holmenkol weiter als international führender Spezialist für Sportoberflächenbeschichtungen etablieren und im Markt für Winter- und Outdoor-Sport dynamisch wachsen. Aktuellen Studien zufolge birgt der Outdoor-Markt besonders hohes Wachstumspotenzial, da Outdoor-Lifestyle von immer mehr Menschen in den Alltag integriert wird. In Deutschland ist dieses Segment mit einem Volumen von rund 1,7 Milliarden Euro oder 20 Prozent bereits jetzt das größte des hiesigen Sportmarktes. Weltweit werden in diesem Sektor derzeit rund 45 Milliarden Euro umgesetzt.
Zwei Drittel des Umsatzes macht Holmenkol im Ausland. In 43 Ländern ist das Unternehmen mit Hauptsitz in Heimerdingen bei Stuttgart mittlerweile vertreten und hält Tochterfirmen in Japan und Österreich und eine Minderheitsbeteiligung in Norwegen. In Regionen, in denen Holmenkol bislang nicht selbst aktiv ist, versorgen exklusive Importeure die Kunden. Mit neuen und weiteren Vertriebspartnern will das Unternehmen seine Marktposition sukzessive ausbauen und die Erlöse in den nächsten Jahren steigern.
Kenndaten
Branche Sporttechnologie
Technologie
Entwicklung chemischer Oberflächensysteme und nanotechnologisch optimierter Beschichtungen
Anwendung/Branchen
Die Beschichtungen dienen als Skiwachs, Gleitversiegelungen für den Wassersport, Waschmittel, Hygieneprodukte und Imprägnierungen für den Outdoor-Bereich sowie als Schutz-, Reinigungs- und Schmiermittel im Radsport.
Mitarbeiter 28
Patente 19
Rechtsform AG (nicht börsennotiert)
Gegründet Marke 1922, Unternehmen 2002
Hauptsitz Heimerdingen, Deutschland
Investment-Potenzial
_Produkte für den expandierenden Weltmarkt Sport mit revolutionären Eigenschaften
_Weltweit außergewöhnliche Marktnische
_Erhebliche Wachstumspotenziale vor allem in den Bereichen Wintersport, Outdoor, Bike und Aquatic
Management
_Karim Grueber, Vorstand
Transaktion
Einstieg 2007
Investiertes Eigenkapital rund 3,3 Millionen Euro
Situation Wachstumsfinanzierung
Beteiligungsgröße 50 Prozent minus eine Aktie *
Kontakt
Holmenkol AG Wernher-von-Braun-Straße 3 D-71254 Heimerdingen T +49 (0)7152 6101-0 F +49 (0)7152 6101-119 [email protected] www.holmenkol.com
Keramische Nanotechnologie für die Industrie
Wasser ist in vielen Regionen der Welt Mangelware. Rund eine Milliarde Menschen haben laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) derzeit keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Mehr als 2,6 Milliarden Menschen, nahezu der Hälfte der Weltbevölkerung, mangelt es an hygienischen Sanitäreinrichtungen und funktionierender Abwasseraufbereitung. Der Bedarf an sauberem Wasser verschärft sich mit dem Bevölkerungswachstum. Die ItN Nanovation AG bietet mit ihrer patentierten Nanokeramik nicht nur neue Ansätze zur Lösung des Wasserproblems, sondern weitere wichtige Anwendungen.
Das Unternehmen entwickelt und vertreibt nanokeramische Flachfilter für die Trinkwasseraufbereitung und Abwasserreinigung (CFM Systems®), die auch mikrobiologische Bestandteile wie Bakterien zuverlässig aus verunreinigtem Wasser zurückhalten. Dieser Effekt beruht auf den Nanoporen der keramischen Filtermembranen. Einsatz finden die Filtermodule von ItN Nanovation bislang vor allem in der Vorfiltration von verunreinigtem Wasser bei der Trinkwassergewinnung mit Umkehr-Osmoseanlagen. Die Vorteile gegenüber herkömmlichen Polymerfiltern sind vielfältig: Die ItN-Filter sind hitzestabil, hochbelastbar und haben eine längere Lebenszeit. Außerdem können sie in Zusammenhang mit einer UV- oder Ozonbehandlung des Wassers eingesetzt werden. Das sind aggressive Verfahren, die herkömmliche Polymer-Filter schädigen würden.
Mobile Kläranlagen
Die Abwasserklärtechnik hat mit den Keramikfiltern der ItN Nanovation AG einen großen Sprung nach vorn gemacht. Der Einsatz von CFM Systems erlaubt den Bau kompakter und sogar mobiler Anlagen, die Abwasser dort aufbereiten, wo es anfällt. Vor allem für den Einsatz in Wachstumsmärkten hat ItN Nanovation mit dieser patentrechtlich abgesicherten Technologie einen Trumpf in der Hand.
Dank der Vielzahl an energie- und kosteneffizienten Anwendungsmöglichkeiten, die sich durch CFM Systems auch in der Nachrüstung bestehender Anlagen zur Trink- und Abwasserreinigung ergeben, hat das Geschäft von ItN Nanovation 2010 deutlich an Fahrt gewonnen. Das Unternehmen erreichte 2010 seine strategischen Ziele, konnte alle geplanten Kernprodukte am Markt etablieren und ihre Leistungsfähigkeit überzeugend unter Beweis stellen. Zudem konnte die ItN Nanovation AG wichtige Partnerschaften für die internationale Expansion des Unternehmens abschließen und hat neue Anwendungsmöglichkeiten auf Basis ihres umfangreichen nanotechnologischen Know-hows entwickelt, die der Gesellschaft zusätzliche ökonomische Potenziale eröffnet. Dies alles bildet die Grundlage für eine positive Entwicklung von ItN Nanovation.
Zum wichtigsten Absatzmarkt für das Wasserfiltergeschäft des Unternehmens entwickelte sich 2010 Saudi-Arabien. Bereits zwei Großaufträge eines Betreibers von Trinkwasseraufbereitungsanlagen konnte ItN Nanovation dort verbuchen. Um die enormen Marktchancen in der Region zu nutzen, hat ItN im Oktober 2010 mit einem saudiarabischen Investor sowie einem Konsortium deutscher Industrieinvestoren die Bedingungen für die Gründung eines Joint Ventures vereinbart. Das Gemeinschaftsunternehmen soll den Namen SaudiWater Nanovation tragen und würde in Saudi-Arabien CFM Systems sowie entsprechendes Zubehör für die Flachfiltermodule vertreiben und in einer eigenen Produktion vor Ort fertigen. Eine geplante Fabrik könnte in ihrer letzten Ausbaustufe, die voraussichtlich 2013 erreicht wird, das Dreifache der Kapazität haben, die ItN Nanovation derzeit zur Verfügung steht.
Auch in anderen Märkten hat ItN 2010 erfolgreich die Strategie verfolgt, zusammen mit lokalen Partnern die internationale Expansion zu beschleunigen. So hat das Unternehmen im Sommer 2010 in Italien eine Kooperationsvereinbarung mit Ecologia Soluzione Ambiente unterzeichnet, dem führenden Kläranlagenbauer des Landes. Darin verpflichtet sich Ecologia Soluzione Ambiente, beim Bau von Kläranlagen künftig ausschließlich CFM Systems® von ItN zu verwenden.
Auch für die zweite Geschäftssparte von ItN Nanovation, die Herstellung von Keramik-Beschichtungen für Gießereien, Schmelzwerke und Kraftwerke, war 2010 ein erfolgreiches Jahr: Im Januar gewann das Unternehmen mit Qatalum eine der weltweit größten Aluminiumhütten als neuen Großabnehmer für die nanokeramische Beschichtung Nanocomp Metcast.
Kassen gut gefüllt
Finanziell konnte ItN die Weichen für weiteres Wachstum stellen: Im Dezember 2010 hat ItN mit dem US-Investmentfonds YA Global Master SPV Ltd (YA Global), welcher zur Yorkville-Gruppe gehört, eine Rahmenvereinbarung unterzeichnet, die dem Unternehmen den flexiblen Zugriff auf Eigenkapital in Höhe von 15 Millionen Euro erlaubt. Im Mai 2011 hat sich zudem das russische Staatsunternehmen RUSNANO im Zuge einer Kapitalerhöhung an ItN beteiligt. ItN flossen dadurch rund 11 Millionen Euro zu, entsprechend dem Anteil RUSNANOs am Grundkapital in Höhe von knapp 20 Prozent der AG. RUSNANO hat nach eigenen Angaben für insgesamt rund 16 Millionen Euro 28,66 Prozent an der ItN Nanovation AG erworben. Nach dem Einstieg des russischen Staatsunternehmens dürften sich auf dem russischen Markt für die von der ItN Nanovation angebotenen nanokeramischen Beschichtungen Optionen für eine zügigere Markter-62 schließung eröffnen.
Kenndaten
Branche Cleantech
Technologie Herstellung innovativer keramischer Produkte wie nanokeramische Filtersysteme und keramische Hochleistungsbeschichtungen für industrielle Anwender
Anwendung/Branchen Filter für Wasseraufbereitung, Beschichtungen in Gießereien und Kraftwerken für effiziente Produktionsprozesse und erhebliche Kosteneinsparungen
Mitarbeiter 65
Patente mehr als 125 angemeldet, wobei mehr als 50 erteilt sind
Unternehmensphase börsennotiert
Gegründet 2000
Hauptsitz Saarbrücken, Deutschland
Investment-potenzial
- _Erfolgreiche Markteinführungen und Roll-out neuer Produkte mit leistungsfähigen Partnern aus der Industrie
- _Patentrechtlich abgesicherter Technologievorsprung
- _Die Hochleistungskeramiken verleihen der ItN Nanovation AG eine exponierte Wettbewerbsposition in den Wachstumsmärkten des 21. Jahrhunderts: Wasser und Energie
Management
_Lutz Bungeroth, Chief Executive Officer
_Florian Ley, Head of Finance
_Jörg Dilly, Head of Sales
_Dr. Frank Meyer, Head of Research & Development
Transaktion
Einstieg 2005
Investiertes Eigenkapital rund 7 Millionen Euro
Situation Wachstumsfinanzierung
Beteiligungsgröße 24,7 Prozent *
Kontakt
ItN Nanovation AG
Untertürkheimer Str. 25 66117 Saarbrücken T +49 (0)681 5001-460 F +49 (0)681 5001-499 [email protected] www.itn-nanovation.com
Begehrter Partner der Life Sciences-Industrie
Lumiphore beschäftigt sich mit komplexen biochemischen Reaktionsmechanismen, um sie für wegweisende biomedizinische Anwendungen zu nutzen. Das junge im kalifornischen Silicon Valley beheimatete Unternehmen hat für biomedizinische Anwendungen in der Wirkstoffforschung, Diagnostik und Therapeutik eine eigene Technologie entwickelt. Es arbeitet mit leuchtenden chemischen Verbindungen, sogenannten Lanthanoid-Fluoreszenz-Komplexen, die auf unterschiedliche Weise angewendet werden. Unter anderem gibt es jetzt auch in der Krebstherapie dank der Lumiphore-Technologie einen vielversprechenden Beitrag. Krebszellen werden dabei präzise angesteuert, um sie gezielt zu bestrahlen.
Lumiphore vermarktet mit den patentierten Lumi4®-Komplexen eine neue Klasse fluoreszierender Nachweisreagenzien mit Metall-Lanthanoiden, die eine Vorhersage, Diagnose und Verlaufskontrolle bestimmter Krankheiten sowie den Nachweis von Giftstoffen und die Überwachung von Arzneistoffen ermöglichen. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind der Nachweis von Umweltgiften und Allergenen in Lebensmitteln sowie ein Drogenschnelltest, bei dem gleichzeitig mehrere Doping- und Rauschgiftarten festgestellt werden können.
Die Technologie des 2001 als Spin-off der University of California, Berkeley, gegründeten Unternehmens ermöglicht nicht nur eine unvergleichliche Kombination von Empfindlichkeit, Zuverlässigkeit, Flexibilität und hohem Durchsatz. Ein Vorteil der Lanthanoid-Technologie von Lumiphore ist auch, dass sie sich sehr einfach in bestehende Laborinstrumente integrieren lässt, was für die Kunden Kostenersparnis bedeutet.
Der Markt für fluoreszierende Reagenzien in der Biologie ist mehr als eine Milliarde US-Dollar schwer und wächst jährlich um 25 Prozent. Die Technologie wird durch Kooperationen mit Marktpartnern kommerzialisiert: Weltkonzerne der Life Sciences-Industrie wie Cisbio oder die Brahms AG nutzen die Lumi4®-Produkte bereits in ihren Analysesystemen. Brahms hat darüber hinaus das exklusive Recht erworben, die Technologie in Diagnosetests für das Down-Syndrom zu verwenden.
Zuverlässiger Multidrogentest
Zusammen mit Biophore Diagnostics, Inc. aus Kalifornien hat Lumiphore einen Drogenschnelltest entwickelt, mit dem sich zeitgleich sechs verschiedene Rauschgiftarten nachweisen lassen – zuvor konnte kein anderes Verfahren die notwendigen technischen Erfordernisse erfüllen. Der
Test ist kostengünstig sowie einfach zu handhaben und liefert zügig stichhaltige Ergebnisse.
Gezielte Krebstherapie
Eine weitere vielversprechende Partnerschaft besteht seit Oktober 2010 mit Algeta, einem führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Radiotherapie. Bei der Kooperation geht es vor allem darum, die Lumi4®-Komplexe in die Strahlentherapie von Algeta zu integrieren. Das Unternehmen arbeitet mit Pharmazeutika, die Krebstumore sehr gezielt bestrahlen. Um die gewünschte Genauigkeit zu erreichen, muss die Strahlenquelle gezielt zum Tumor gebracht werden, indem sie an ein Molekül gebunden wird, das den Tumor findet. Dazu kann Algeta jetzt exklusiv die "bifunktionale Lumi4®-Isophthalamid-Chelation-Technologie" von Lumiphore nutzen.
Die dabei verwendeten Lumi4®-Komplexe binden zum einen ein therapeutisch aktives Molekül, das notwendig ist, um die Tumorzelle zu erkennen. Zum anderen transportieren sie ein Metall-Ion, das radioaktive Alpha-Strahlung emittiert, um den Tumor zu zerstören. Alpha-Strahlung ist in der Bekämpfung von Krebs von großer Bedeutung. Gezielt eingesetzt hat sie das Potenzial, sehr wirksam und gleichzeitig lokal begrenzt Krebszellen zu zerstören – mit nur minimalen Nebenwirkungen auf das gesunde Gewebe. Das macht sie gut verträglich und praktisch in der Anwendung. In Verbindung mit den Nanodetektoren von Lumiphore wird so eine innovative Krebsbehandlung möglich.
Kenndaten
Branche Life Sciences
Technologie Nanodetektoren auf Basis von Lanthanoid-Fluoreszenz-Komplexen
Anwendung/Branchen Forschung und Entwicklung in der Pharma- und Biotechnologieindustrie, diagnostische Medizin, Drogentests, Dopingkontrollen, Nachweis von Umweltgiften und gentechnisch veränderten Nahrungsmitteln
Mitarbeiter 8
Patente k. A.
Unternehmensphase Pre-IPO
Gegründet 2001
Hauptsitz Richmond, Kalifornien, USA
Investment-Potenzial
_Potenzial, einen ganzen Bereich der Life Sciences-Industrie zu revolutionieren
_Patentierte Technologie ermöglicht neuartige Anwendungen in Arzneimittelforschung, Diagnose und Therapie
_Großes Wachstumspotenzial in den Bereichen Diagnostik, DNA-Analyse und High-Throughput-Wirkstoffforschung
Management
_Kenneth N. Raymond, Chief Executive Officer
_Nathaniel G. Butlin, Chief Science Officer
_Stephen H. Blose, Chief Business Development Officer
Transaktion
Einstieg 2005
Investiertes Eigenkapital rund 0,6 Millionen Euro
Situation Wachstumsfinanzierung
Beteiligungsgröße rund 19,6 Prozent *
Kontakt
Lumiphore, Inc. 4677 Meade Street, Suite 216 Richmond, California 94804 USA T +1 510-232-8455 [email protected] www.lumiphore.com
Gesunkene Bewertung trotz Zulassung der NanoTherm® Therapie und anlaufender Vermarktung
2010 erhielt die Nanostart-Tochter MagForce Nanotechnologies AG die Zertifizierung für die Anwendung der NanoTherm® Therapie in der Europäischen Union. Damit ist die weltweit erste auf Nanopartikeln basierende Krebstherapie für die Behandlung von Hirntumoren am Markt. 2011 hat MagForce die Vermarktung gestartet und damit den Übergang von einem primär medizinischen Forschungsunternehmen zu einem am Markt orientierten Unternehmen eingeleitet.
Jeder vierte Todesfall in Deutschland ist auf eine Krebserkrankung zurückzuführen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist Krebs nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen immer noch die zweithäufigste Todesursache. Vision der Berliner MagForce Nanotechnologies AG ist es, die NanoTherm® Therapie neben den Standardmethoden Chirurgie, Bestrahlung und Chemotherapie als weitere Säule der Krebsbehandlung zu etablieren.
Nanoteilchen erhitzen Krebszellen
Mit der NanoTherm® Therapie werden Tumorzellen durch magnetische Nanopartikel entweder irreparabel geschädigt, oder sie werden empfindlicher gegenüber einer begleitenden Radio- oder Chemotherapie. Dafür werden speziell umhüllte Eisenoxid-Nanopartikel, die NanoTherm® Partikel, in den Tumor injiziert, die aufgrund ihrer Hüllstruktur am Ort der Applikation verbleiben. Im nächsten Schritt wird kontaktlos von außen ein magnetisches Wechselfeld angelegt, welches die NanoTherm® Teilchen in Schwingungen versetzt. Dadurch werden therapeutische Behandlungstemperaturen im Tumor erreicht. Temperaturen bis zu 70 Grad Celsius sind über die Stärke des Magnetfeldes regulierbar.
Der Ansatz der NanoTherm® Therapie besteht aus drei Elementen: den NanoTherm® Partikeln, der NanoPlan® Therapie-Planungssoftware und dem eigens für die Therapie entwickelten Magnetwechselfeldapplikator NanoActivatorTM. Für die Studie, die zur Zertifizierung für die Europäische Union führte, waren 59 Patienten mit einem Glioblastom-Rezidiv – einem besonders aggressiven Hirntumor – behandelt worden.
Das Ergebnis: Die mittlere (mediane) Überlebenszeit der Patienten nach Diagnose des Tumorrezidivs erreichte mit der NanoTherm® Therapie und einer begleitenden Radiotherapie 13,4 Monate. Das ist erheblich länger als die Überlebenszeit von 6,2 Monaten, die von historischen Kontrolldaten konventioneller Behandlungen bekannt ist. Auf Basis dieser Ergebnisse erhielt MagForce im Juni 2010 die EU-Zertifizierung für die NanoTherm® Therapie zur Behandlung von Gehirntumoren. Darüber hinaus sieht die MagForce bei der NanoTherm® Therapie ein großes therapeutisches Potenzial für die Behandlung einer Vielzahl solider Tumore. MagForce plant die Initiierung neuer klinischer 69
Studien, um die Anwendung dieser Technologie in verschiedenen onkologischen Indikationen zu untersuchen. Im Fokus der bevorstehenden klinischen Entwicklung stehen die Indikationen Pankreas- und Prostatakarzinom.
Genaue Studienpläne werden derzeit mit nationalen und internationalen Meinungsbildnern sowie Fachärzten in diesen Bereichen diskutiert. Außerdem forscht MagForce bereits an der Weiterentwicklung der Technologieplattform. Dabei geht es beispielsweise darum, Medikamente an die Nanoteilchen zu binden, die dann im Tumor durch die Erhitzung freigesetzt werden.
Vermarktung angelaufen
Nach der erfolgreichen Zulassung 2010 steht in diesem Jahr die Kommerzialisierung der NanoTherm® Therapie an. Um die dazu notwendige Finanzierung zu sichern, hatte MagForce im Mai 2010 einen Vertrag mit dem US-Investmentfonds YA Global unterzeichnet, welcher dem Unternehmen Zugriff auf bis zu 20 Millionen Euro für die anstehenden Vertriebsund für weitere Forschungsaktivitäten ermöglicht.
Zudem hat MagForce im Juni 2010 im Rahmen einer Kapitalerhöhung Aktien im Wert von rund 3,4 Millionen Euro bei internationalen institutionellen Investoren platziert.
Im März 2011 hat MagForce die Besetzung eines Vertriebs- und Marketingteams mit industrieerfahrenen Mitarbeitern bekanntgegeben. Mit einem Commercial Director und vier Key Account Managern strebt die Nanostart-Tochter zunächst den deutschlandweiten Einsatz der Therapie an.
Anfang Juli 2011 wurde schließlich die Etablierung des ersten Behandlungszentrums an der Berliner Charité, Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie, gemeldet. Für 2011 plant das Unternehmen weitere Zentren in Deutschland zu eröffnen. Der Vertrieb und die weitere Kommerzialisierung stellen das Unternehmen noch vor Herausforderungen. An der Sicherstellung der dafür notwendigen Finanzierung wird derzeit gearbeitet.
Kurs der Aktie stark gefallen
Damit ist die Therapie jetzt erstmals verfügbar – allerdings viel später als geplant. Von MagForce war ursprünglich vorgesehen, die Therapie bereits im ersten Quartal 2011 verschiedenen führenden Krebszentren in Deutschland zur Verfügung zu stellen. Der Aktienkurs der MagForce spiegelt diese Situation wider. Er hat sich seit der Zulassung der Therapie und insbesondere seit den einsetzenden Verzögerungen bei der Kommerzialisierung stark rückläufig entwickelt. Er lag am 1. Juli 2010 bei 45,50 Euro und ein Jahr später, am 1. Juli 2011 bei 18,25 Euro.
Kenndaten
Branche Medizintechnik
Technologie Tumorbekämpfung durch magnetische Nanopartikel
Anwendungen/Branchen Onkologie, Kliniken, Therapiezentren
Mitarbeiter 55 (davon 19 bei 100-Prozent-Tochter MedTech Engineering GmbH)
Patente 16 internationale Patentfamilien, ca. 190 Einzelpatente/Patentanmeldungen
Unternehmensphase börsennotiert (Entry Standard)
Gegründet 1997
Hauptsitz Berlin, Deutschland
Investment-Potenzial
_Neuartiges Verfahren in einem renditestarken Milliardenmarkt
_Potenzial als weitere Therapie-Säule neben Chemotherapie, Chirurgie und Bestrahlung
_Gut verträgliche Krebstherapie
Management
_Dr. Peter Heinrich, Vorstandsvorsitzender
_Dr. Andreas Jordan, Gründer und Vorstand Forschung und Entwicklung
Transaktion
Einstieg 2004
Investiertes Eigenkapital rund 5 Millionen Euro
Bisherige Erlöse durch Anteilsveräußerungen rund 18 Millionen Euro
Situation Wachstumsfinanzierung
Beteiligungsgröße 66,3 Prozent *
Kontakt
MagForce Nanotechnologies AG
berlinbiotechpark Gebäude B 5.2 Max-Dohrn-Str. 8-10 10589 Berlin T +49 (0) 30 308380-0 F +49 (0) 30 308380-99 [email protected] www.magforce.com
Entwicklung, Produktion und Vertrieb von optischen Hightech-Systemen
Von allen Sinnen des Menschen ist der Sehsinn der wichtigste und der, der am weitesten reicht. Kein Wunder, dass es eine ganze Palette technischer Geräte gibt, um unsere optische Wahrnehmung in bestimmten Situationen zu unterstützen. Häufig geht es darum, auch bei ungünstiger Sicht noch die Umwelt beobachten zu können. Die Nanostart-Beteiligung Microlight Sensors entwickelt, produziert und vertreibt entsprechende Geräte, Komponenten und Systeme auf Basis der sogenannten optischen Sensortechnik.
Microlight Sensors beliefert Regierungs- und Industriekunden. In erster Linie geht es dabei um den Faktor der zivilen Sicherheit und damit um Überwachung. "Wir generieren bereits Umsätze mit Kameras und Überwachungssystemen, die auch bei Dunkelheit oder Nebel Bilder liefern", sagt Victor Teo, Gründer und Geschäftsführer des 2006 gegründeten Unternehmens mit Sitz in Singapur. "Sie werden in See- und Flughäfen und von Sicherheitsdiensten verwendet." Das Unternehmen fokussiert sich auf Technologien, die auf dem optischen Spektrum basieren, wie LIDAR und spektrale Abtast-Technologien.
Die aktuellen Hightech-Produkte erfassen extrem schwaches Licht und Strahlung im nahen und mittleren Infrarotbereich und eignen sich deshalb für den Einsatz bei jeder Lichtintensität. Selbst in Sternennächten herrschen für die hochsensiblen Sensoren vollkommen ausreichende Sichtverhältnisse.
Maßgeschneiderte Lösungen
Nur wenige andere Unternehmen weltweit verfügen über ein so umfangreiches Know-how in der optischen Technik und Konstruktion wie Microlight Sensors. Die optischen Systeme und Anlagen sind flexibel nach dem Baukastenprinzip erweiterbar. Das heißt, dass die Kunden mit maßgeschneiderten Lösungen bedient werden. "Große Seehäfen haben bei Nacht zum Beispiel völlig andere Sichtbedingungen als Binnenhäfen mit wenig Verkehr", so Teo.
Doch das Unternehmen hat nicht nur fertige Produkte im Markt. Es entwickelt auch eine vollkommen neue Generation optischer Geräte für die räumliche Erfassung und Abbildung der Umgebung: "Wir arbeiten an optischen Abtastern, mit denen Maschinen, Fahrzeuge oder Roboter ihre Umwelt räumlich wahrnehmen können, so dass sie Menschen und Gegenstände erkennen", erläutert Teo. Diese Sensoren sollen so weiterentwickelt werden, dass sie über die räumliche Orientierung hinaus auch Informationen über Materialien sammeln können. Außerdem gibt es Zielvereinbarungen, um optische Sensoren auf Basis von Nanomaterialien weiterzuentwickeln."
Beträchtliches Marktpotenzial
Zurzeit bedient das Unternehmen spezifische Märkte für Innere Sicherheit im Asien-Pazifik-Raum und verfügt über eine starke Kundenbasis aus Ländern Asiens und Südostasiens für ihre Instrumente und Ausrüstung. Dieser Markt wurde im Jahr 2007 auf 20 Milliarden US-Dollar und rund 21 Prozent des Weltmarktes geschätzt. Experten glauben, dass er bis 2014 bei einer mittleren Wachstumsrate von rund 8,5 Prozent auf 40 Milliarden US-Dollar steigen dürfte. Das prognostizierte Wachstum wird zum einen durch das zunehmende Sicherheitsbedürfnis getrieben, zum anderen dadurch, dass viele veraltete Systeme in den nächsten Jahren ausgetauscht werden müssen, durch Instrumente mit besseren sensorischen Fähigkeiten.
Bislang werden die Märkte für Verteidigung und Innere Sicherheit im Asien-Pazifik-Raum von einer Handvoll internationaler Unternehmen aus Nordamerika, Europa oder Israel bedient. Wenige dieser Unternehmen haben jedoch die Kapazitäten und die Reichweite, um maßgeschneiderte optische Sensorsysteme für Asien zur Verfügung zu stellen. Hier schließt Microlight eine Lücke und positioniert sich frühzeitig in einem wachsenden Markt.
Microlight Sensors ist die dritte Beteiligung, die über den Nanostart Singapore Early Stage Venture Fund I finanziert wird. Der Fonds hat zunächst Unternehmensanteile in Höhe von 19 Prozent erworben. Weiteres Beteiligungskapital fließt in zwei Tranchen, bis ein Anteil von 31 Prozent erreicht ist.
Kenndaten
Branche Optische Sensortechnik
Technologie Optische Sensor-/Abtastsysteme aus dem High-End-Bereich für Spezialanwendungen in der Inneren Sicherheit und für den industriellen Bereich.
Anwendung/Branchen Innere und verdeckte Sicherheit, taktische robotische Sensoren
Rechtsform Pte Ltd
Mitarbeiter 15
Patente k. A.
Gegründet 2006
Hauptsitz Singapur
Investment-Potenzial
_Umfangreiches Know-how in der optischen Sensortechnik
_Microlight schließt mit maßgeschneiderten optischen Sensorsystemen eine Lücke auf dem Markt für Innere Sicherheit im Asien-Pazifik-Raum
_Erhebliches Wachstumspotenzial, da die optischen Sensortechnologien von Microlight in kommerzielle und industrielle Märkte Eingang finden
_Entwicklung innovativer Sensoren und robotischer Bewegungs-Scanner, die ihre räumliche Umgebung abtasten können
Management
_Victor Teo, Founder & Chief Technical Officer
_Richard Tay, Director
_Lim Ming Chiat, Deputy Chief Technical Officer
Transaktion
Einstieg 2010
Investiertes Eigenkapital rund 0,6 Millionen Euro
Situation Early Stage
Beteiligungsgröße 19 Prozent *
Kontakt
Microlight Sensors Pte Ltd
Blk 2 Woodlands Spectrum, #05-29, Woodlands Sector 1 Singapore 738068 T +(65) 6501-1091 F +(65) 6501-1092 [email protected]
Nano-Sensoren sparen Zeit und Kosten bei der Wasseraufbereitung
Professor Anthony Fane ist weltweit Wegbereiter und Schrittmacher, wenn es um Technologien zur Wasseraufbereitung geht. Er hat die Grundlagen der heute gängigen Membrantechnologie entscheidend mitentwickelt. Mit Hilfe der Nanotechnologie hat Fane vor Kurzem endlich auch die Lösung für ein Problem entwickelt, das in Wasseraufbereitungsanlagen auftritt: Die Anlagen, die rund um die Uhr eine gleichbleibend hohe Wasserqualität liefern müssen, sind mit hunderten Mikround Ultrafiltrationsmembran-Modulen bestückt. Sinkt die Wasserqualität wegen eines defekten Membranmoduls, vergeht bei deren eindeutiger Identifikation kostbare Zeit. Mit Fanes genialer Lösung kann die Nanostart-Beteiligung MINT (Membrane Instruments and Technology) den Markt für Wasseraufbereitung revolutionieren.
An der Nanyang Technological University in Singapur hat Anthony Fane, Direktor des Singapore Membrane Technology Centre, auf Basis von Nanotechnologie einen hochsensiblen Sensor entwickelt. Er ermöglicht eine ständige Kontrolle der Wasserqualität bei Aufbereitungsanlagen, die auf der heute gängigen Membrantechnologie basieren. Die Sensoren werden an den filtrierenden Membranen der Anlage angebracht. Sie registrieren verschiedene Qualitätsparameter, anhand derer sich feststellen lässt, ob die Filtermembranen einwandfrei arbeiten. Verschlechtert sich die Wasserqualität, so wird dies sofort registriert und der defekte Membranfilter innerhalb kürzester Zeit lokalisiert.
Membranüberwachung in Echtzeit
Die herkömmliche Überwachung von Wasseraufbereitungsanlagen arbeitet in der Regel mit Probenentnahmen und Laboranalysen. Deuten die Werte auf eine nicht einwandfreie Funktionsweise der Anlage hin, beginnt die aufwendige Suche nach der Ursache.
Bei der von Professor Fane zur Praxistauglichkeit gebrachten Technologie erfolgt die Identifikation einer defekten Filtermembran dagegen automatisch. Die Daten von den "Membrane Integrity"- Sensoren werden in Echtzeit übertragen, aufbereitet und auf einem Monitor dargestellt. Anlagenbetreiber sparen enorm Zeit und Kosten bei der Wasseranalyse und können bei Störungen schnell reagieren. Außerdem ist das computergesteuerte Sensorsystem in der Lage, eine Wasseraufbereitungsanlage selbsttätig zu optimieren, indem es verschiedene Betriebsparameter für die optimale Arbeitsleistung wie Betriebsdruck, Luftmengen, Durchflussrate, Rückspülungsfrequenz und weitere Werte laufend anpasst.
Vor zwei Jahren hat Professor Fane die patentierte Sensortechnologie in das neu gegründete Cleantech-Unternehmen MINT eingebracht. Als Chairman of the Board begleitet er nun das singapurische Start-up-Unternehmen dabei, wie es mit seiner Erfindung aus einer einmaligen Wettbewerbsposition den internationalen Vertrieb aufnimmt.
"Die herausragende Technologie von MINT hat sich bereits in den ersten Anwendungen bewährt. Wir sehen dafür ein hervorragendes Marktpotenzial", meint Andreas Kröll, Managing Director der Nanostart-Tochter Nanostart Asia, die sich im Februar 2011 über den Nanostart Singapore Early Stage Venture Fund I zu 18 Prozent an dem innovativen Unternehmen beteiligt hat. MINT ist
nach ItN Nanovation die zweite Cleantech-Firma im Portfolio von Nanostart, die sich mit der weltweiten Wasserproblematik auseinandersetzt und Lösungen entwickelt.
Wachstumsmarkt Wasseraufbereitung
Der Wachstumsmarkt für Wasseraufbereitung mit Hilfe von Membranen, auf den das System von MINT zielt, wird derzeit weltweit auf jährlich 9 Milliarden US-Dollar geschätzt. Allein der Markt für Flüssigkeitsanalyse hat momentan ein Jahresvolumen von rund 500 Millionen US-Dollar und ein prognostiziertes Wachstum von bis zu 8 Prozent pro Jahr – der kreative Forschergeist von Professor Fane dürfte sich also bezahlt machen.
Kenndaten
Branche Cleantech
Technologie Automatisierte sensorische Kontrollsysteme für die Wasseraufbereitungsindustrie
Anwendung/Branchen
Wasseraufbereitungsanlagen: Überwachung und Steuerung der Qualität von gefiltertem Wasser
Rechtsform Pte Ltd
Mitarbeiter 4
Patente k. A.
Gegründet 2009
Hauptsitz Singapur
Investment-Potenzial
_MINT bietet im Gegensatz zur Konkurrenz ein Produkt an, das die Funktionsfähigkeit von Membranen sehr genau und in Echtzeit überwachen kann.
_Große Produkt-Pipeline für weitere Anwendungen im Bereich der Membrantechnologie, die dem Unternehmen zusätzliches Wachstumspotenzial bescheren
Management
- _Professor Anthony Fane, Chairman of Board of Directors
- _Dr. Adrian Yeo, Founder & General Manager
- _Dr. Glen Daigger, Director
- _Dr. Andrew Benedek, Advisor
Transaktion
Einstieg 2011
Investiertes Eigenkapital rund 0,3 Millionen Euro
Situation Early Stage
Beteiligungsgröße rund 18 Prozent *
Kontakt
Membrane Instruments and Technology Pte Ltd Innovation Centre, Unit 229 Nanyang Technological University 16 Nanyang Drive Singapore 637722 T +(65)-97458382 [email protected] www.mintmembranes.com
Nanobeschichtung spart Edelmetalle bei Katalysatoren
Es war ein weiter Weg von der ersten Motorkutsche bis zu den heutigen hochentwickelten Fahrzeugen. Stetig haben Ingenieure jedes einzelne Bauteil weiter optimiert, um Autos sicherer, leiser, sparsamer, komfortabler und leistungsfähiger zu machen. Seit mehr als zwei Jahrzehnten gehören zur Verringerung der Umweltbelastung auch Abgaskatalysatoren zur Grundausstattung neuer Fahrzeuge. Für ihre Herstellung werden pro Jahr weltweit rund 230 Tonnen Edelmetalle, darunter auch das extrem teure Platin, benötigt. Ein Großteil der Edelmetalle und damit der Kosten lassen sich durch die Technologie der Namos GmbH einsparen.
Bei Katalysatoren dienen die als Beschichtung aufgebrachten edelmetallhaltigen "Washcoats" dazu, die giftigen Bestandteile von Abgasen in ungiftige Stoffe umzuwandeln.
Bei der Herstellung der Waschcoats werden keramische Pulver mit Edelmetallsalzlösungen vermischt. Dabei dringt jedoch ein Teil der Lösung in nanoskopisch kleine Poren der Keramik ein, ohne später einen Nutzen für den katalytischen Prozess zu bringen.
Großes Einsparpotenzial
Namos hat auf Basis der Nanotechnologie ein Verfahren entwickelt, mit dem sich das Einsickern der kostbaren Edelmetalle verhindern lässt. Es beruht auf einer "intelligenten" bionanotechnologischen Beschichtung der keramischen Pulverpartikel. Dieses nur wenige Nanometer dicke Protein-Netzwerk verhindert zuverlässig, dass Edelmetalle in die Keramik eindringen. So sollen sich bei der Katalysatorherstellung Edelmetalleinsparungen von bis zu 50 Prozent erzielen lassen. Bedenkt man, dass weltweit jährlich Platin, Palladium und Rhodium im Wert von etwa 8,3 Milliarden US-Dollar für die Produktion von Autokatalysatoren verbraucht werden, bedeutet dies im günstigsten Fall eine Kostenreduktion von mehr als 4 Milliarden US-Dollar pro Jahr.
Die Technologie von Namos kann einfach in bestehende industrielle Verfahren bei der Katalysatorherstellung integriert werden. Die speziellen biologischen Komponenten lassen sich zu geringen Kosten biotechnologisch herstellen und verbrennen beim ersten Probelauf des Katalysators rückstandsfrei. Potenzielle Anwender
der Technologie sind neben Zulieferern der Automobilindustrie in der chemischen Industrie zu finden.
Derzeit nimmt Namos die Vermarktung der Technologie in Angriff und stellt dafür Modellkatalysatoren mit eigenen Washcoats her. Um Interessenten neben der tadellosen Funktionsweise der rohstoffsparenden beschichteten Katalysatoren auch die bessere Edelmetallverteilung sichtbar nachweisen zu können, hat das Unternehmen im Herbst 2010 eine eigene katalytische Messanlage und zu Beginn dieses Jahres eine entsprechende Analysemethode entwickelt.
Anteil auf 26 Prozent erhöht
Anfang 2010 hat Nanostart ihre Anteile an der Namos GmbH von 15 auf 26 Prozent erhöht. Auch der in Namos investierte ERP-Startfonds erhöhte seine Anteile. Der ERP-Startfonds ist ein Programm von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi).
Kenndaten
Branche Cleantech
Technologie
Plattformtechnologie zur Entwicklung katalytisch aktiver Oberflächen, die bei gleicher Wirkung mit wesentlich weniger Edelmetall auskommen.
Anwendungen/Branchen Automobil
Mitarbeiter 7
Patentfamilien 5
Unternehmensphase Early Stage
Hauptsitz Dresden, Deutschland
Investment-Potenzial
_Hohe Innovation im Technologie-Bereich Katalyse
_Als Innovationsführer sehr hohes Marktpotenzial im Bereich Automobile
_Technologische Plattform mit Anwendungspotenzial in anderen Industriesektoren
Management
_Dr. Jürgen Hofinger, Geschäftsführer
Transaktion
Einstieg 2008
Investiertes Eigenkapital rund 0,7 Millionen Euro
Situation Wachstumsfinanzierung
Beteiligungsgröße rund 26 Prozent *
Kontakt
Namos GmbH
Tatzberg 47 01307 Dresden Deutschland T +49 (0)351 796 572-0 F +49 (0)351 796 572-1 [email protected] www.namos.de
Quantenpunkte für optimales Farberleben
Ob Smartphone, Tablet PC, Notebook oder Flachbildfernseher: Die Displays in modernen Elektronikgeräten werden immer hochauflösender und farbgetreuer. Die großen Player der Branche liefern sich einen Wettbewerb darum, wer bei der Display-Technologie die Nase vorn hat. Nanosys hat jetzt mit fluoreszierenden Nanopartikeln die sogenannte Quantum Dot Enhancement Film-Technologie (QDEF™) entwickelt, mit der Displays mit LED-Hintergrundbeleuchtung nicht nur farbbrillianter sind, sondern auch wesentlich stromsparender.
Experten vergleichen die neue Technologie der Nanosys mit der Entwicklung des hochauflösenden HD-Fernsehens. Grundlage der Erfindung sind winzige Halbleiterkristalle. Diese unsichtbaren Quantenpunkte (Quantum Dots) senden je nach Größe Licht in unterschiedlichen Farben aus, wenn sie von einer energiesparenden blauen LED (Light Emitting Diod) angeregt werden. Das führt zu einer weitaus besseren Farbqualität und einem geringeren Energieverbrauch im Vergleich zu weißen LEDs. Diese Technologie ist ideal für Displays, bei denen die bildgebende Flüssigkristallschicht (Liquid Crystal Display, LCD) von dahinter liegenden blauen LEDs durchleuchtet wird – das ist derzeit die gängige Technik im Markt. Die Farbqualität von Displays mit der neuen QDEF™-Technologie von Nanosys ist vergleichbar mit der von OLEDs (Organic Light Emitting Diods), die teurer sind, nicht so lange halten und wegen ihres hohen Stromverbrauchs in Verruf geraten sind.
Deutlich verbesserte LCD-Displays
Flüssigkristallbildschirme (LCDs) erzeugen viele Millionen Farbtöne aus gerade einmal drei Farben. Die Pixel bestehen aus je einem roten, grünen und blauen Unterpixel, die zusammen durch unterschiedlich starkes Leuchten die Farbe des Pixels definieren. Allerdings leuchten die Unterpixel in der Regel nicht farbrein, sondern enthalten Spuren anderer Farben. Das liegt daran, dass sich mit den üblichen Verfahren die LED-Hintergrundbeleuchtung nicht optimal in die von den Unterpixeln benötigten Wellenlängen aufteilen lässt. Dagegen leuchten beispielsweise bei Quantenpunkt-Displays von Nanosys rote Unterpixel tatsächlich auch nur rot.
Für die optimale Farbfilterung mit der neuen QDEF™-Technologie hat Nanosys Quantenpunkt-Materialien entwickelt, die in einer Polymatrix eingebettet sind. Produzenten können diese dünne Materialschicht problemlos in ihre Displays integrieren, ohne bestehende Produktionslinien umzurüsten. "QDEF™ wird den Display-Herstellern einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil liefern, weil sie den Konsumenten ein Farberlebnis 85
Nanostart AG Interview Beteiligungen Investor Relations Lagebericht Jahresabschluss d a s j a h r 2 010 n a n o s t a r t a g b e t e i l i g u n g e n i n v e s t o r r e l a t i o n s l a g e b e r i c h t j a h r e s a b s c h l u s s
bieten können, das diese bisher nur im Kino oder auf professionellen Fotodrucken gesehen haben", sagt Jason Hartlove, Vorstandsvorsitzender von Nanosys.
Bereits im Januar 2011 hatte Nanosys für die erste Generation der Technologie einen Kooperationsvertrag mit LG Innotek, einem Tochterunternehmen des Elektronikriesen LG, abgeschlossen und damit die kommerzielle Anwendung von Quantenpunkten in der Elektronikindustrie eingeläutet. Für die neue QDEF™-Technologie führt Nanosys derzeit Verhandlungen mit Display-Herstellern, die noch 2011 zu konkreten Produkten führen sollen. Auf der Fachmesse SID Display Week in Los Angeles hat Nanosys im Mai 2011 die Branche mit einem zu Demonstrationszwecken mit QDEF™ aufgerüsteten iPad 2 von Apple verblüfft, das im Vergleich zum Original mit einer verbesserten Farbwiedergabe aufwartete.
Technologie gegen Produktpiraterie
Die Quantenpunkt-Technologie findet auch in anderen Branchen Anwendung. So geht es bei der Kooperation mit dem Biotech-Konzern Life Technologies darum, pharmazeutische und diagnostische Produkte fälschungssicher zu machen. Dazu werden die Erzeugnisse mit Quantenpunkten von Nanosys versehen, die unter UV-Licht fluoreszieren. Auf diese Weise ließe sich auch die Produktpiraterie bei Luxusartikeln eindämmen. Einen weiteren wichtigen Geschäftszweig von Nanosys bildet die Energiespeicherung. Hier arbeitet Nanosys mit führenden Herstellern von Lithium-Ionen-Batterien zusammen, um die Kapazität dieser Energiespeicher zu erhöhen.
Außerdem arbeitet die 100-prozentige Konzerntochter QD Soleil daran, die Effizienz von Solarzellen zu steigern und gleichzeitig die Produktionskosten zu reduzieren. Zukunftsweisend ist die Technologie von QD Soleil, mit der sich Solarzellen bei Bedarf flexibel und sogar transparent bauen lassen.
Nanosys ist ein Pionier der amerikanischen Nanotech-Szene.
Kenndaten
Branche IT/Elektronik, Cleantech
Technologie Plattformtechnologie zur Synthese spezialisierter Nanomaterialien für flexible und effiziente Komponenten.
Anwendung/Branchen Quantum-Dot-Technologie, LED-Hintergrundbeleuchtung, Energiespeicherung, Solartechnik
Mitarbeiter 85
Patente über 750 Patente und Patentanmeldungen
Unternehmensphase Pre-IPO
Gegründet 2001
Hauptsitz Palo Alto, Kalifornien, USA
Investment-Potenzial
_Partnerschaften mit führenden Konzernen weltweit bieten Absatzkanäle, ermöglichen eine perfekte Marktpenetration und gewähren tiefe Einblicke in Herstellungsprozesse.
_Extrem umfangreiches Know-how birgt das Potenzial für Produkte, die in den verschiedensten Branchen eingesetzt werden können. Dazu gehören ertragsstarke Bereiche wie die Energiewirtschaft, die Computer- und Elektronikindustrie oder Life Sciences.
Management
_Jason Hartlove, President and Chief Executive Officer
_Andrew Filler, Esq., Vice President of Intellectual Property
- _Jurgen Hofler, Ph.D, Vice President of Operations and Engineering
- _Victor Hsia, Vice President, Worldwide Sales and Marketing
- _John Page, Chief Financial Officer
- _J. Wallace Parce, Ph.D, Senior Science Advisor
Transaktion
Einstieg 2006 Investiertes Eigenkapital rund 0,8 Millionen Euro Situation Wachstumsfinanzierung Beteiligungsgröße rund 0,3 Prozent *
Kontakt
Nanosys, Inc. 2625 Hanover Street Palo Alto, CA 94304, USA T +1 650 331-2100 F +1 650 331-2101 [email protected] www.nanosysinc.com
Unsere Welt ändert sich. Das schafft Chancen. Und neues Wachstum. Dank Nanotechnologie.
Die Ressourcen der Welt werden immer knapper – von Afrika bis zur Antarktis steigt der Bedarf an dem, was uns die Erde seit Millionen Jahren schenkt.
Auch hier leistet die Nanotechnologie wertvolle Hilfe, etwa in Wasseraufbereitungsanlagen oder mit mobilen Kläranlagen in trockenen Regionen. Unsere Beteiligungen ItN Nanovation und MINT Membranes leisten wertvolle Beiträge.
So wird schmutziges Wasser wieder verwendbar, gereinigt von Schadstoffen, Bakterien und Keimen.
Vertrauen schaffen durch Transparenz
Das Geschäft der Nanostart AG, Wagniskapital in Nanotechnologie-Unternehmen weltweit zu investieren – teilweise über eine Fondsstruktur zusammen mit Partnern –, ist per se komplex. Daraus ergibt sich ein erhöhter Informationsbedarf gegenüber Anlegern und Investoren, die das Potenzial der Nanotechnologie nutzen und an ihrem Wachstum teilhaben möchten.
Neben den etablierten Online-Kanälen – eine mehrsprachige Website, der regelmäßige Versand von Presseinformationen per E-Mail sowie ein Newsletter – und der Bereitstellung der Informationen über unsere Corporate Accounts bei Twitter und Facebook ist uns vor allem die persönliche Kommunikation wichtig.
Um auch Privatanlegern die Möglichkeit zu bieten, Informationen des Vorstands aus erster Hand zu erhalten, veranstalten wir zu gegebenen Anlässen Webkonferenzen. Im Rahmen dieser Online-Präsentationen berichtet Vorstand Marco Beckmann über aktuelle Themen und Entwicklungen des Unternehmens und geht anschließend auf die Fragen der Teilnehmer ein.
Zentraler Punkt der persönlichen Kommunikation sind regelmäßige Präsentationen auf kapitalmarktspezifischen Veranstaltungen in Deutschland, dem europäischen Ausland und den USA. 90 15. Juni, Münster
Dazu sind wir auf Messen und Nanotechnologiekonferenzen präsent.
An den folgenden Veranstaltungen, Roadshows und Messen haben wir 2010 teilgenommen:
Nanotech Tokyo 2010 17. Februar, Tokyo
US-German Conference on the Commercialization of Nanotechnologies 23. - 25. Februar, Austin
2. SCF_Small Cap Forum 20. April, Frankfurt
Wiener Investment Forum 22. April, Wien
Entry and General Standard Conference 4. Mai, Frankfurt
Rodman and Renshaw Global Investment Conference 17. Mai, London
Seven Sins – Seven Chances 19. Mai, München
Nanobio Europe
WallStreet Research Small Cap 12. August, New York
8th SCC_Small Cap Conference 30. August, Frankfurt
Rodman and Renshaw Global Investment Conference 13. September, New York
Hamburger Investoren Konferenz 23. September, Hamburg
1. Runder Tisch Nanotechnologie 24. September, Berlin
Scherrer Asset Management Konferenz 30. September, Zürich
Dinner Reception 20. Oktober, New York
Open Day on Nanotechnology 27. Oktober, Brüssel
RUSNANOTECH 2010 1. November, Moskau
Chinano 2010 14. November, Suzhou
Grenzen der Transparenz
Der Transparenz in der Kommunikation von Nanostart sind aufgrund des Geschäftsmodells bestimmte Grenzen gesetzt, nämlich dort wo das Informationsbestreben mit den Interessen der Unternehmen, an denen Nanostart beteiligt ist, kollidiert. Teil jedes Beteiligungsvertrages ist eine Vertraulichkeitsvereinbarung. Sie verpflichtet Nanostart zum absolut diskreten Umgang mit Geschäftsgeheimnissen. Das ist für die Unternehmen, die der Konkurrenzsituation auf einem freien Markt ausgesetzt sind, oftmals erfolgsentscheidend. Die Weitergabe von Informationen liegt somit nicht im alleinigen Ermessen von Nanostart, sondern wird wesentlich von den Beteiligungen mitbestimmt.
Erklärung zur Corporate Governance
Eine gute und verantwortungsbewusste Unternehmensführung und -überwachung (Corporate Governance) sind für die Nanostart AG von großer Bedeutung. Aufgrund der Notierung im Börsensegment Entry Standard, einem Teilsegment des Freiverkehrs (Open Market), ist Nanostart gemäß § 161 AktG nicht zur Abgabe einer Entsprechenserklärung zum Corporate Governance Kodex verpflichtet. Vorstand und Aufsichtsrat prüfen jedoch, ob zukünftig eine Erklärung abgegeben werden soll. 91
Die Nanostart-Aktie im Übe rblick
Art der Aktien nennwertlose Stückaktien
Gesamtzahl der Aktien 5.940.000
Höhe des Grundkapitals 5.940.000
Währung EURO
Schlusskurs zum Bilanzstichtag (31.12.2010) EUR 14,86
52-Wochen-Hoch / 52-Wochen-Tief EUR 26,40 / EUR 14,86
Marktkapitalisierung zum Bilanzstichtag EUR 88 Millionen
Listing 2005
Börsenplätze Die Aktien der Nanostart AG werden sowohl an der Präsenzbörse als auch im elektronischen Handelssystem (XETRA) der Deutsche Börse AG gehandelt.
Zudem können die Nanostart-Aktien seit Herbst 2010 in Form von American Depositary Receipts (ADR) am Over-The-Counter-Markt (OTCQX) gehandelt werden.
Segment Entry Standard
Rechnungslegungsstandard HGB
Ende des Geschäftsjahres 31.12.
Designated Sponsors HSBC Trinkaus & Burkhardt AG, Close Brothers Seydler Bank AG
Listing Partner der Nanostart Steubing AG
Die Nanostart-Aktie entwickelte sich im Verlauf des Geschäftsjahres 2010 volatil:
Die Aktie startete in das Jahr 2010 mit einem Kurs von 16,26 Euro und erreichte im April ihren Jahreshöchstkurs bei 26,70 Euro. Nach einem abschließenden Kursrückgang bis auf 20,80 Euro erholte sie sich etwas und notierte in den Sommermonaten bei rund 25 Euro. Danach folgte erneut eine schwächere Kursentwicklung, die 92 bei 14,60 Euro endete. Die Aktie von Nanostart beendete das Jahr bei 14,80 Euro. Im Vergleich zum Jahresanfang entspricht dies einem Kursrückgang von rund 8,7 Prozent.
Zugang zum US-Kapitalmarkt
Nach sehr positiven Gesprächen mit Investoren in den USA hat die die Nanostart AG im Oktober 2010 ein American Depositary Receipts (ADR)- Programm in den USA aufgelegt, um für US-Investoren eine Investition in die Nanostart zu vereinfachen. ADRs sind Zertifikate, die eine US-Bank ausgibt, und die das Eigentum an Aktien eines Unternehmens verbriefen. Sie werden als Anteile des Unternehmens in den USA gehandelt. Depotbank für die ADRs der Nanostart ist die Bank of New York Mellon. Zehn Nanostart-ADRs entsprechen einer Nanostart-Aktie. Die ADRs können im sogenannten Over-the-counter-Markt (OTC) am elektronischen Handelsplatz OTCQX gehandelt werden. Das Tickersymbol ist NASRY.
Handel erst nach zweimonatiger Verzögerung möglich
Zunächst konnten aufgrund eines Systemfehlers der US-amerikanischen Clearinggesellschaft (DTCC) keine ADRs gehandelt werden. Die endgültige technische Infrastruktur, wie sie für den Handel notwendig ist, wurde von der DTCC erst zwei Monate nach Auflegung des ADR-Programms, also im Dezember 2010, geschaffen. Ab dann war erst der Handel möglich. Die Aufmerksamkeit, die unmittelbar vor dem Listing bei US-Investoren für das ADR herrschte, war bis dahin abgeebbt, da interessierte größere US-Investoren die Nanostart-Aktie bis Dezember schon über die Deutsche Börse gekauft hatten. Indirekter Vorteil des ADRs ist, das US-Investoren Unternehmensinformationen in ihren Handelssystemen abrufen können. Aktuell gibt es Überlegungen, das ADR-Programm in den USA durch spezifische US-Aktivitäten wieder zu beleben, da das Interesse an der Nanostart AG weiterhin hoch ist. Diese ADRspezifischen Aktivitäten wurden allerdings im laufenden Geschäftsjahr noch nicht initiiert. Aus diesem Grund findet zurzeit in den ADRs praktisch kein Handel statt.
Das ADR-Programm der Nanostart ist ein sogenanntes gesponsertes ADR Level 1 Programm. Die ADRs werden nicht von der Nanostart AG angeboten, insbesondere werden ADRs nicht öffentlich in Deutschland offeriert. Investoren können aktuelle Finanz- und Handelsinformationen des Unternehmens auf www.otcqx.com und www.otcmarkets.com abrufen.
Die Zukunft spricht Nano. Und das immer schneller und immer weitreichender ...
Wer Nanotechnologie sagt, hat eigentlich das Wort Wachstum schon ausgesprochen, ohne es beim Namen zu nennen. Denn unsere Zukunft ist untrennbar mit der Nanotechnologie verbunden.
Eine Technik von schier unsichtbarer Größe, aber mit gigantischen Möglichkeiten rund um die wichtigen globalen Wachstumsmärkte.
Kein Wunder, dass Nano nicht nur eine wichtige Vokabel ist für die Lösung zukünftiger Herausforderungen, sondern auch Ihr Keyword.
Lagebericht für das Geschäftsjahr
1. Allgemeines
Als Wagnis- und Wachstumskapitalgeber investiert die Nanostart AG weltweit in junge aussichtsreiche Unternehmen mit herausragenden nanotechnologischen Produkten oder Verfahren, die im Idealfall kurz vor der Kommerzialisierung stehen. Ziel der Investitionstätigkeit ist es, den Nettovermögenswert (Net Asset Value) der Investments je Aktie nachhaltig zu steigern. Die Strategie ist davon geleitet, Unternehmen mit einem attraktiven Wertsteigerungspotenzial unter Berücksichtigung eines kalkulierbaren Risikos zu erwerben. Die Zielunternehmen sind Gesellschaften aus unterschiedlichen Branchen, die im Geschäftsfeld Nanotechnologie tätig sind. Einen Schwerpunkt setzt Nanostart auf die am stärksten innovationsgetriebenen Branchen: Cleantech, Life Sciences und IT/Elektronik. Die Investments unterliegen keiner regionalen Beschränkung, sondern sind weltweit ausgerichtet. Ferner erfolgen Beteiligungen in unterschiedlichsten Phasen der Unternehmensentwicklung – die Bandbreite reicht von Unternehmen in der Gründung bis hin zu Unternehmen, die sich auf globalem Expansionskurs befinden.
2. Darstellung von Geschäftsverlauf und Lage
2.1 Gesamtwirtschaftliches Umfeld
Das Jahr 2010 war geprägt durch eine konjunkturelle Erholung der Weltwirtschaft von der schwersten Krise der Nachkriegszeit. Rund um den Globus belebte sich die wirtschaftliche Aktivität – oft gestützt durch massive fiskal- und geldpolitische Maßnahmen, aber auch getrieben durch das rasante Wachstum der aufstrebenden Volkswirtschaften. In den entwickelten Industrieländern lockerten die Banken ihre Zügel bei der Kreditvergabe wieder, so dass eine als Folge der Finanzkrise befürchtete Kreditverknappung ausblieb. Der Welthandel legte laut Internationalem Währungsfonds (IWF) um 12 Prozent zu, nachdem er 2009 noch um 10,7 Prozent eingebrochen war.
Insgesamt wuchs die Weltwirtschaft 2010 laut IWF um 5 Prozent, wobei die entwickelten Volkswirtschaften (3 Prozent) in der Gesamtbetrachtung erneut von den Entwicklungsländern (7,1 Prozent) überholt wurden. Sowohl zwischen den entwickelten Volkswirtschaften als auch im Vergleich der einzelnen Schwellenländer untereinander fiel das Wachstum sehr heterogen aus. In Europa überflügelte Deutschland (3,6 Prozent) die anderen Euro-Länder wie Italien (1,0 Prozent) oder Spanien (-0,2 Prozent). Deutschland profitierte wie kaum ein anderes Land vom Boom in den Wachstumsländern. Die Exporte dorthin sorgten bei deutschen Konzernen für volle Auftragsbücher und anziehende Gewinne.
Bei den Schwellenländern war Singapur mit einem Rekord-Wirtschaftswachstum von 14,5 Prozent 2010 das am stärksten wachsende Land in ganz Asien (ohne Vorderasien). Global weist nur Katar (Vorderasien) mit 16,3 Prozent höhere Zahlen auf. China bildete mit 10,3 Prozent Wachstum auf Jahressicht die Speerspitze der sogenannten BRIC-Länder. Überhaupt entwickelte sich der gesamte asiatische Wirtschaftsraum im Vergleich zu anderen Entwicklungsländern mit einem BIP-Wachstum von 9,3 Prozent überdurchschnittlich. In den USA setzte sich die seit Mitte 2009 andauernde Erholung mit einem Wachstum von 2,8 Prozent fort – trotz der nach wie vor hohen Arbeitslosenquote von 9,6 Prozent im Jahresdurchschnitt.
Das internationale Portfolio der Nanostart AG setzt sich aus US-amerikanischen, europäischen und asiatischen Nanotechnologie-Unternehmen zusammen, die in verschiedenen Branchen tätig sind. Die einzelnen Unternehmen wurden daher 2010 nicht nur von unterschiedlichen Konjunkturentwicklungen in den jeweiligen Heimatländern, sondern auch von divergierenden Entwicklungen der einzelnen Branchen stark beeinflusst.
2.2 Kapitalmarktumfeld
Das hohe Wachstum der Weltwirtschaft und das niedrige Zinsniveau am Rentenmarkt und im Einlagengeschäft ließen die Risikoneigung von Anlegern 2010 wieder allmählich steigen. An den Kapitalmärkten brachte das turbulente Jahr für alle risikobehafteten Anlageklassen auf Sicht von zwölf Monaten eine positive Performance. Im Jahresverlauf waren Wertpapiere jedoch starken Schwankungen unterworfen. Sorgen um die Nachhaltigkeit des Aufschwungs der Weltkonjunktur und die Schuldenkrise im Euro-Raum zerrten an den Kursen, während auf der anderen Seite überzeugende Unternehmenszahlen, günstige Leitzinsen der europäischen Zentralbank
(EZB) und der US-amerikanischen Notenbank FED sowie massive Unterstützungs- und Konjunkturpakete den Nährboden für steigende Notierungen bildeten.
Insbesondere in den letzten vier Monaten des Jahres erhielten die Aktienmärkte Auftrieb. Auf Jahressicht legte der Welt-Aktien-Index MSCI World um 9,55 Prozent zu. Damit übertrumpfte der Weltindex seinen langjährigen Durchschnitt von etwa 8 Prozent deutlich. In Deutschland kletterte der DAX auf Jahressicht um 16 Prozent, nachdem er bereits 2009 ein Plus von 24 Prozent vorweisen konnte. Besonders gefragt waren die Aktien der Automobilhersteller, während etwa die Papiere von Energieversorgern gegen den Trend nachgaben. Begehrt bei Anlegern waren in der zweiten Jahreshälfte 2010 auch deutsche Unternehmen aus der zweiten Reihe: Die Börsensegmente MDAX und SDAX entwickelten sich auf Jahressicht ebenfalls sehr gut. Der europäische Leitindex EuroStoxx 50 schloss dagegen als Folge der Schuldenkrise einiger EU-Mitglieder mit mehr als 5 Prozent im Minus. In den USA fuhr der Dow Jones im Gesamtjahr ein Plus von rund 11 Prozent ein. Die Schwellenländer konnten 2010 mit teilweise zweistelligen Indexgewinnen überzeugen, der MSCI Emerging Markets stieg um 16,4 Prozent.
2.3 Markt für Venture-Capital-Beteiligungen
Der deutsche Beteiligungskapitalmarkt hat 2010 angesichts der deutlich verbesserten Wirtschaftslage an Stabilität gewonnen. Laut der Jahresstatistik des Bundesverbandes Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) stiegen die Investitionen in deutsche Unternehmen gegenüber dem Vorjahr um 59 Prozent auf 4,44 Milliarden Euro. Das Plus bei den Investitionen entfällt jedoch fast ausschließlich auf Buy-Outs. Im Venture-Capital-Segment blieb die Investitionstätigkeit insgesamt noch sehr zurückhaltend und verharrte mit 654 Millionen Euro (Vorjahr: 645 Millionen Euro) nahezu auf Vorjahresniveau. Allerdings wurden 2010 geringfügig mehr deutsche Unternehmen (929) finanziert als im Vorjahr (904).
Innerhalb des Venture-Capital-Marktes sanken die Frühphasen-Investitionen (Seed, Start-up) um 11 Prozent auf 367 Millionen Euro. Die Later-Stage-Investitionen stiegen dagegen um fast ein Viertel auf 288 Millionen Euro. Das heißt, dass Beteiligungsgesellschaften vermehrt Wagniskapital in Unternehmen investiert haben, die bereits ihr Marktdebüt gegeben haben oder mit einem Produkt kurz vor der Marktreife stehen – ein Trend, der auch für Beteiligungen an Unternehmen aus der Branche der Nanotechnologie gilt.
Während die Investitionstätigkeit im Venture-Capital-Segment 2010 noch nicht vom gestiegenen Risikoappetit institutioneller und privater Anleger profitiert hat, zeigen die Zuflüsse durch unabhängiges Fundraising eine leichte Belebung des Marktes für Wagniskapital. Insgesamt erreichte das Fundraising der deutschen Beteiligungsgesellschaften 2010 ein Volumen von 927 Millionen Euro. Für spätere Venture-Capital-Investitionen wurden 352 Millionen Euro (Vorjahr: 261 Millionen Euro) eingeworben.
In den USA, dem Heimatmarkt für Venture Capital, legten die Investitionen in diesem Bereich 2010 erstmals seit drei Jahren wieder kräftig zu und signalisierten damit eine Erholung der Branche. Im Vergleich zu 2009 stieg laut National Venture Capital Association das investierte Risikokapital um 19 Prozent auf 21,8 Milliarden US-Dollar. Die Zahl der Unternehmen, die zum ersten Mal Risikokapital erhielten, erhöhte sich um 30 Prozent.
Auch in Singapur, wo die Nanostart-Tochter Nanostart Asia Pte Ltd den Nanostart Singapore Early Stage Venture Fund I Pte Ltd verwaltet, verbesserte sich das Klima für Venture-Capital-Investitionen in den vergangenen Jahren deutlich. Seit der Jahrtausendwende ist der Private-Equity-Sektor in Asien stark gewachsen. So betrug der Anteil Asiens am weltweiten Private-Equity-Fundraising im Jahr 2008 14 Prozent im Vergleich zu nur 5 Prozent in 2003. Dieser Anteil ging zwar als Folge der Finanzkrise auf 10 Prozent im Jahr 2010 zurück. Nichtsdestotrotz erwartet Asien für die kommenden Jahre wieder einen signifikanten Kapitalzufluss für den Private Equity-Sektor und einen deutlichen Anstieg der Investitionstätigkeit.
2.4 Entwicklung der Nanostart AG im Geschäftsjahr
Im Geschäftsjahr 2010 hat die Nanostart AG eine neue Beteiligung in ihr Portfolio aufgenommen. Über den Nanostart Singapore Early Stage Venture Fund I Pte Ltd, der von der 100-prozentigen Tochtergesellschaft Nanostart Asia Pte Ltd verwaltet wird, erfolgte ein Investment in das singapurische Unternehmen Microlight Sensors Pte Ltd. Das 2006 gegründete Unternehmen entwickelt, produziert und vertreibt optische Hightech-Überwachungssysteme mit hochsensiblen Sensoren auf Basis von Nanomaterialien und zielt damit in erster Linie auf den Markt für Innere Sicherheit im Asien-Pazifik-Raum ab. Die Nanostart AG hält über den Nanostart Singapore Early Stage Venture Fund I Pte Ltd rund 19 Prozent an Microlight Sensors.
Die Entwicklung der MagForce Nanotechnologies AG, Berlin, an der die Nanostart AG mit 66,3 Prozent beteiligt ist, verläuft weiterhin planmäßig und erfolgreich. Größter Meilenstein war 2010 die EU-Zulassung der NanoTherm® Therapie für die Behandlung von Hirntumoren. Nach einer langen und intensiven Forschungsphase ist damit die weltweit erste auf Nanopartikeln basierende Krebstherapie am Markt. 2011 soll sie nach Angaben der MagForce Nanotechnologies AG in den führenden Krebs-Behandlungszentren Deutschlands zur Verfügung stehen. Ende 2010 hat die MagForce Nanotechnologies AG für die Vermarktung ihr Management-Team erweitert und die Abteilungen Vertrieb sowie Marketing ausgebaut. Bereits im Frühjahr hatte das Unternehmen mit dem US-Investmentfonds YA Global Master SPV Ltd (YA Global) eine Vereinbarung über eine Eigenkapitalzusage auf Abruf im Gesamtwert von bis zu 20 Millionen Euro geschlossen, um die anstehende Kommerzialisierungsphase zu finanzieren.
Auch die Entwicklung der ItN Nanovation AG, Saarbrücken, an der die Nanostart AG mit rund 24,7 Prozent beteiligt ist, verlief im vergangenen Jahr erfolgreich. Mit mehreren Joint Ventures sowie Kooperationsvereinbarungen stärkte das Unternehmen den Vertrieb seiner keramischen Flachfilter für die Trinkwasseraufbereitung und Abwasserreinigung. Vor allem Saudi-Arabien 100 Regionen Asiens, den USA und in Europa an.
entwickelte sich 2010 zum wichtigsten Absatzmarkt für die Filtrationseinheiten CFM Systems®. Um die enormen Marktchancen dort und in den angrenzenden arabischen Ländern weiter zu nutzen, hat die ItN Nanovation AG im Oktober 2010 mit einem saudi-arabischen Investor sowie einem Konsortium deutscher Industrieinvestoren die Bedingungen für die Gründung eines Joint Ventures in Saudi-Arabien vereinbart. Das Gemeinschaftsunternehmen trägt den Namen SaudiWater Nanovation. Auch die ItN Nanovation AG hatte im Dezember 2010 eine Vereinbarung über eine Eigenkapitalzusage auf Abruf im Gesamtwert von bis zu 15 Millionen Euro mit YA Global geschlossen und sich dadurch ein hohes Maß an Flexibilität in der Finanzplanung gesichert.
Vielversprechend entwickelt sich auch die 2009 eingegangene Beteiligung an der BioMers Pte Ltd Die Nanostart-Tochtergesellschaft Nanostart Singapore Early Stage Venture Fund I Pte Ltd hält über den Nanostart Singapore rund 25 Prozent an dem singapurischen Unternehmen, das mittels Nanomaterialien neuartige Kunststoffe für medizintechnische Anwendungen herstellt. Im Geschäftsjahr 2010 hat BioMers sein patentiertes Spitzenprodukt SimpliClear™ Full, das weltweit bislang einzige durchsichtige Zahnspangensystem, in Singapur auf den Markt gebracht. Gleichzeitig lief die Markteinführung in anderen Die Nanostart-Beteiligung Nanosys, Inc. konnte 2010 einige wichtige strategische Weichen für den weiteren Geschäftsverlauf stellen. Dazu zählen eine Vertriebsvereinbarung mit dem amerikanischen Konzern Sigma-Aldrich und eine strategische Allianz mit Samsung, durch die Nanosys Mittel in Höhe von 15 Millionen US-Dollar zufließen. Darüber hinaus hat Nanosys, Inc. in Korea eine Tochtergesellschaft gegründet, um die Entwicklung spezieller Materialien für Elektronikhersteller voranzutreiben und damit den wachsenden Kundenstamm in Korea und Asien zu versorgen.
Die Nanostart-Beteiligung Lumiphore, Inc. hat Ende letzten Jahres den Sprung auf den Therapie- und Diagnose-Markt geschafft und schloss im vergangenen Jahr eine Kooperationsvereinbarung mit Algeta ASA. Gemeinsam mit dem norwegischen Krebsspezialisten will Lumiphore, Inc. die sogenannte gezielte Bestrahlungstherapie weiterentwickeln. Durch diese und weitere bereits in den vorangegangenen Jahren geschlossene Kooperationsvereinbarungen konnte Lumiphore, Inc. seinen Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr deutlich steigern und erreichte erstmals Umsatzzahlen im siebenstelligen US-Dollar-Bereich.
Die Nanostart AG konnte im Geschäftsjahr 2010 drei Exits realisieren.
Im März 2010 hat die amerikanische Nanostart-Beteiligung BioMicro Systems, Inc. ihr Hauptprodukt, die gesamte MAUI-Systemlinie, im Rahmen eines Asset Deals an den Schweizer Konzern Roche Diagnostics veräußert. Die restlichen Vermögenswerte der BioMicro Systems, Inc. wurden im Rahmen eines weiteren Asset Deals im November 2010 an das US-amerikanische Diagnostik-Unternehmen IRIS International veräußert.
Im August 2010 wurde die US-Beteiligung Nano-Gram Corporation vom japanischen Chemiekonzern Teijin Ltd übernommen.
Zudem konnte im Geschäftsjahr 2010 durch den Verkauf der Anteile des Nanostart Singapore Early Stage Venture Funds I an der Curiox Biosystems Pte Ltd durch die Nanostart Asia Pte Ltd auch der erste erfolgreiche Exit einer asiatischen Beteiligung realisiert werden. Im Dezember 2010 wurden die Anteile des Nanostart Singapore Early Stage Venture Fund I an der Beteiligung Curiox Biosystems Pte Ltd an die singapurische Zicom-Gruppe veräußert. Die Erlöse aus dieser Transaktion sind in den Fonds zurückgeflossen und werden in neue Beteiligungen in Singapur investiert.
- ENTWICKLUNG DER VERMÖGENS-, FINANZ-UND ERTRAGSLAGE
3.1 Vermögenslage
Die Bilanzsumme hat im Berichtsjahr um rund 2,8 Millionen Euro auf rund 38 Millionen Euro zugenommen. Auf der Aktivseite liegt dies überwiegend an Zugängen bei den Finanzanlagen, die insbesondere aus weiteren Finanzierungsmaßnahmen und Anteilserhöhungen an bestehenden Beteiligungen resultieren. Die Bilanzsumme setzt sich fast ausschließlich aus Finanzanlagevermögen zusammen, welches im Wesentlichen aus Anteilen und Ausleihungen an verbundenen Unternehmen sowie aus Beteiligungen besteht.
Durch Beschluss des Vorstandes vom 25. März 2010 und des Aufsichtsrates vom 26. März 2010 wurde das Grundkapital der Nanostart AG von 5,61 Millionen Euro um 330.000,00 Euro durch Ausgabe von 330.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien im rechnerischen Nennwert von 330.000,00 Euro durch Inanspruchnahme des genehmigten Kapitals 2007/I erhöht. Aufgrund der Kapitalerhöhung wuchs die Kapitalrücklage um rund 7,4 Millionen Euro auf 19 Millionen Euro an.
Verbindlichkeiten der Nanostart, die größtenteils in Form kurzfristiger Brückendarlehen an Beteiligungsunternehmen weitergereicht wurden, konnten 2010 um rund 7,4 Millionen Euro gesenkt werden. 102 MagForce Nanotechnologies AG erzielt.
3.2 Finanzlage
Die Finanzlage wurde 2010 insbesondere durch Veräußerungen von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie durch die durchgeführte Kapitalerhöhung positiv beeinflusst. Die Kapitalerhöhung führte zu Zahlungsmittelzuflüssen in Höhe von rund 7,7 Millionen Euro. Die Mittelabflüsse betreffen insbesondere den Erwerb neuer Beteiligungen über den Nanostart Singapore Early Stage Venture Fund I, die Aufstockung bestehender Beteiligungen und die Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit. Im Ergebnis wuchs der Zahlungsmittelbestand in 2010 um TEUR 190 an.
3.3 Ertragslage
Im Geschäftsjahr hat die Nanostart AG Erträge in Höhe von rund 5,8 Millionen Euro erzielt. Diese resultieren im Wesentlichen aus Verkäufen von Anteilen an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sowie Zinserträgen aus Ausleihungen an verbundene Unternehmen und Beteiligungen. Hierin enthalten sind auch die Ausschüttungen, die aus den Verkäufen der beiden Produktlinien der BioMicro Systems, Inc. an Roche Diagnostics und Iris International resultierten. Des Weiteren wurden Erlöse durch strategische Umplatzierungsmaßnahmen von Unternehmensanteilen der Die Aufwendungen betreffen im Wesentlichen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Personalaufwendungen. Durch effektives Personalmanagement konnten die Personalaufwendungen von rund 1 Millionen Euro in 2010 auf rund 0,6 Millionen Euro gesenkt werden. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro sind Abschreibungen in Höhe von rund 0,7 Millionen Euro enthalten. Diese entfallen auf die Beteiligungsbuchwerte der US-Beteiligung NanoGram Corporation (rund 137 Tsd. Euro) einerseits und die der BioMicro Systems (rund 578 Tsd. Euro) andererseits. Die Abschreibung auf die Beteiligung BioMicro erklärt sich dadurch, dass im Rahmen der Transaktionen mit Roche Diagnostics und Iris International nicht das Unternehmen als Ganzes, sondern nur die Vermögensgegenstände der BioMicro, Inc. veräußert wurden. Zurück blieb lediglich eine Forderung gegenüber den Käufern, von der rund 0,2 Millionen Euro der Nanostart AG zustehen. Daher wurde die Beteiligung auf diesen Wert abgeschrieben. Dem gegenüber stehen jedoch die Erlöse, die durch den Verkauf der Vermögensgegenstände der BioMicro Systems, Inc. erzielt wurden. Diese wurden ausgeschüttet und finden sich in den sonstigen betrieblichen Erträgen wieder.
Insgesamt weist die Nanostart AG im Geschäftsjahr 2010 einen Jahresüberschuss von rund 2,5 Millionen Euro (Vorjahr: rund 1,2 Millionen Euro) aus und erreicht damit den bisher höchsten Jahresüberschuss der Unternehmensgeschichte.
4. RISIKEN UND CHANCEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG
4.1 Risiken
Der Erfolg der Nanostart AG hängt besonders von der Entwicklung des Marktes für Venture Capital im Bereich Nanotechnologie ab. Es besteht die Gefahr, dass durch den sich verschärfenden Wettbewerb um die Finanzierung interessanter Projekte die Preise für Beteiligungen steigen und somit die Renditechancen sinken. Ferner verfügen einige der etablierten Venture-Capital-Geber über eine umfangreichere Kapitalbasis sowie größere personelle, technische und andere Ressourcen als die Nanostart AG. Hierdurch könnten die Wettbewerber in der Lage sein, schneller auf sich verändernde Marktverhältnisse zu reagieren. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass neue Wettbewerber entstehen oder sich Allianzen bilden, die für Kapitalnehmer attraktiv sind. Somit besteht die Gefahr, dass der Zugang der Nanostart AG zu attraktiven Projekten erschwert wird, was sich negativ auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Nanostart AG auswirken könnte.
Trotz sorgfältiger Auswahl kann zudem nicht ausgeschlossen werden, dass die bestehenden 103
Beteiligungen der Nanostart AG ein überdurchschnittliches Risiko beinhalten oder dass ihre Entwicklungen die Erwartungen nicht erfüllen. Enttäuschende Entwicklungen könnten erheblichen Einfluss auf die Ertragskraft und Rendite dieser Beteiligungen und somit auf die Nanostart AG haben.
Gemessen an den Beteiligungsbuchwerten nehmen die Beteiligungen der Nanostart AG an der ItN Nanovation AG und der MagForce Nanotechnologies AG derzeit einen bedeutenden Anteil am Anlagevermögen der Nanostart AG ein. Negative Entwicklungen bei diesen beiden Gesellschaften können daher von besonderer Bedeutung für die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft sein.
Bedingt durch das Kerngeschäft, der Bereitstellung von Venture Capital, fallen Erträge nicht kontinuierlich an. Vielmehr werden die Erträge der Gesellschaft erst realisiert, wenn eine Beteiligung veräußert wird. Der Exit einer Beteiligung und die damit korrespondierende Realisierung eines Gewinnes oder Verlustes hängen von einer Vielzahl externer Faktoren ab, welche die Gesellschaft nicht beeinflussen kann. Die Nanostart AG ist bestrebt, den für den Geschäftsabschluss günstigsten Zeitpunkt in Bezug auf den zu erzielenden Preis zu nutzen, wodurch eine Diskontinuität bei den Geschäftsabschlüssen in
Kauf genommen wird. Ferner kann bei der Gesellschaft Finanzierungsbedarf entstehen, falls Beteiligungen nicht erfolgreich veräußert werden können.
Zur Minimierung der angesprochenen Risiken führt die Nanostart AG eine Reihe von Maßnahmen durch. Dazu zählen zum Beispiel eine kontinuierliche Analyse des Marktes für Nanotechnologie, eine fortlaufende Beobachtung der Wettbewerber, ein permanentes Beteiligungscontrolling sowie eine stetige Diskussion mit den Management-Teams der Beteiligungsunternehmen. Diese Maßnahmen tragen in ihrer Kombination dazu bei, das für die Nanostart AG jeweils spezifische Risiko zu minimieren.
4.2 Chancen
Nanostart-Portfolio im Transformationsprozess
Chancen für eine weiterhin erfolgreiche Entwicklung der Nanostart AG liegen insbesondere in der großen Anwendungsbreite der Nanotechnologie in allen Bereichen der Industrie und dem daraus resultierenden enormen wirtschaftlichen Potenzial. Der grundlegende Umbruch von der Nanowissenschaft im Labor hin zu nanotechnologischen Produkten in der Anwendung hat bereits begonnen und wird sich auch im Jahr 2011 fortsetzen. 104 Experten schätzen, dass das weltweite Marktvolumen nanotechnologischer Produkte bis 2015 bei rund 2,5 Billionen US-Dollar liegen wird.
Auch die Unternehmen im Nanostart-Portfolio befinden sich nach teilweise jahrzehntelanger Forschungs- und Entwicklungsarbeit heute unmittelbar vor Kommerzialisierungsstart oder erwirtschaften bereits erste Umsätze. Das Nanostart-Portfolio umfasst Unternehmen, die dank einer einzigartigen Technologie über das Potenzial verfügen, mit ihren Produkten und Verfahren ganze Märkte zu verändern. Die herausragenden Technologien sowie die zunehmende Reife der Portfolio-Unternehmen führen zu einer erhöhten Aufmerksamkeit seitens der Industrie und des Kapitalmarktes. Daraus ergeben sich für die Unternehmen und auch für die Nanostart AG interessante Optionen, die kontinuierlich geprüft und gegeneinander abgewogen werden.
Regierungen setzen auf Nanotechnologie
Die wirtschaftliche Bedeutung der Nanotechnologie wächst rasant. Dies erkennen auch immer mehr Regierungen und unterstützen nicht nur die Forschung und Entwicklung in der Nanotechnologie, sondern beispielsweise auch gezielt die Ansiedlung von Unternehmen mit nanotechnologischem Hintergrund.
So hat etwa die deutsche Bundesregierung Anfang 2011 den "Aktionsplan Nanotechnologie 2015" vorgelegt, der zum Ausbau der Spitzenposition Deutschlands in Europa bei der Erforschung und Umsetzung zukunftsweisender Technologien auf nanotechnologischer Basis beitragen soll. Damit erweitert die Bundesregierung ihre Förderung der Nanotechnologie, die bereits seit den 1990er Jahren läuft, maßgeblich.
Obwohl Deutschland im europäischen Vergleich nach wie vor führend ist, verfügen auch andere EU-Staaten wie beispielsweise Frankreich (Foundation Nanosciences), Finnland (FinNano), Norwegen (NANOMAT) oder die Niederlande (NanoNed) bereits über umfangreiche Förderinitiativen im Bereich Nanotechnologie und weiten diese kontinuierlich aus.
Die nach wie vor führende Nation, wenn es um die staatliche Förderung von Nanotechnologie geht, sind die USA. Seit 2001 hat die US-Regierung im Rahmen ihrer National Nanotechnology Initiative (NNI) öffentliche Mittel in Höhe von 14 Milliarden US-Dollar für Forschung und Entwicklung von Nanotechnologien bereitgestellt. Die Mittel hierfür wurden jüngst ausgeweitet, und das Budget für 2011 wurde auf rund 1,8 Milliarden US-Dollar festgelegt.
Immer wichtiger für die Nanotechnologie wird Asien. Hier bauen vor allem Länder wie China und Singapur ihre Aktivitäten in diesem Bereich kontinuierlich aus. So haben sich beispielsweise die 105
öffentlichen Fördergelder für Nanotechnologie in China in den letzten fünf Jahren gegenüber denen von 2001 bis 2005 mehr als verdreifacht. Im Zeitraum zwischen 2006 und 2010 investierte die chinesische Regierung 760 Millionen US-Dollar in Forschung und Entwicklung im Bereich Nanotechnologie. Auch in Singapur verfolgt die Regierung ambitionierte Ziele. Der Stadtstaat hat zum Staatsziel erklärt, Singapur zum Nanotechnologie-Drehkreuz der Asien-Pazifik-Region zu entwickeln, und fördert im Rahmen zahlreicher Investitionsprogramme massiv die Kommerzialisierung bereits marktreifer Technologien. Schon heute ist Singapur mit seinen renommierten Universitäten und Forschungszentren ein weltweit angesehener Standort für Hochtechnologien. Die Nanostart AG findet in Singapur die optimalen Voraussetzungen, um von dort aus ihr Asiengeschäft weiter auszubauen.
Ein ähnliches Konzept wie in Singapur wird von der 2007 gegründeten russischen Gesellschaft RUSNANO verfolgt, die von der russischen Regierung mit zehn Milliarden US-Dollar ausgestattet wurde, um diese in Nanotechnologie zu investieren. RUSNANO investiert weltweit in Nanotechnologie-Projekte mit einem hohen kommerziellen Potenzial und fördert massiv den Ausbau der Infrastruktur für Forschung und Entwicklung im Bereich Nanotechnologie in Russland.
Die allgemein verbesserten Rahmenbedingungen für die nanotechnologische Forschung und Entwicklung sowie für die Vermarktung von nanobasierten Produkten haben die Entstehung zahlreicher neuer Forschungsprojekte und damit potenzieller Beteiligungsmöglichkeiten für die Nanostart AG zur Folge. Der positive Rückenwind von Regierungsseite führt außerdem dazu, dass die Nanotechnologie auch innerhalb der Bevölkerung eine immer größere Bedeutung und Akzeptanz erfährt.
Einzigartige Marktposition
Die Nanostart AG hat sich bereits sehr früh auf Investitionen in Nanotechnologie fokussiert und sich mittlerweile eine einzigartige Marktposition in Deutschland in diesem Bereich aufgebaut. Durch ihr aktives Auftreten und die Erfolgsgeschichte der vergangenen Jahre ist die Visibilität der Nanostart AG im Markt sehr hoch. So werden sowohl immer mehr kapitalsuchende Unternehmen als auch große Industriekonzerne und Regierungen zunehmend auf die Nanostart AG aufmerksam. Dies eröffnet der Nanostart AG nicht nur Zugang zu weiteren Beteiligungsmöglichkeiten, sondern kann darüber hinaus auch zu weiteren Kooperationen mit Regierungspartnern führen.
Durch die Fülle der Anwendungen von Nanotechnologie sieht die Nanostart AG sich auch weiterhin in der Lage, vielversprechende Unternehmen zu akquirieren und Beteiligungen mit einem deutlichen Wertsteigerungspotenzial einzugehen. Die Chancen für die Nanostart AG liegen insbesondere darin, auf Basis der erlangten Marktposition das Beteiligungsportfolio gezielt weiter auszubauen und so die Position als international führende Nanotechnologie-Beteiligungsgesellschaft weiter zu festigen.
5. BERICHTERSTATTUNG ÜBER FINANZ-INSTRUMENTE NACH § 289 ABS. 2 HGB
Die Gesellschaft ist bezüglich ihrer Finanzinstrumente, die im Geschäftsjahr 2010 im Wesentlichen die liquiden Mittel, die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sowie die Verbindlichkeiten betreffen, insbesondere den folgenden Risiken ausgesetzt:
Das Ausfallrisiko aus finanziellen Vermögenswerten besteht in der Gefahr des Ausfalls eines Vertragspartners und daher maximal in Höhe der positiven Zeitwerte der Forderungen gegen den jeweiligen Kontrahenten. Wertberichtigungen waren zum Bilanzstichtag nicht erforderlich.
6. ABSCHLIESSENDE ERKLÄRUNG ZUM ABHÄNGIGKEITSBERICHT
Gemäß § 312 AktG hat der Vorstand für den berichtspflichtigen Zeitraum einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der vom Abschlussprüfer, der Ernst & Young GmbH, geprüft wurde. Der Abhängigkeitsbericht schließt mit folgender Erklärung ab:
Unsere Gesellschaft hat bei den im Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften und Maßnahmen nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen oder die Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist dadurch, dass Maßnahmen getroffen oder unterlassen wurden, nicht benachteiligt worden.
7. AUSBLICK AUF DAS JAHR 2011
Das Nanostart-Portfolio befindet sich aktuell in einer Phase der Transformation. Die Phase, in der die Unternehmen ihre Produkte oder Verfahren entwickeln, ist bei den meisten der derzeitigen Beteiligungen weitgehend abgeschlossen. Fast
alle Unternehmen erzielen bereits erste Umsätze oder stehen unmittelbar davor. Das Jahr 2011 ist für die Nanostart AG ein bedeutendes Jahr, da die Gesellschaft nun in eine Phase eintritt, in der sich die intensive Arbeit an und mit den Beteiligungen auszuzahlen beginnt. So erwartet die Nanostart AG für das Geschäftsjahr 2011 eine Reihe erfolgversprechender Entwicklungen, sowohl bei der Nanostart selbst als auch auf der Portfolio-Ebene.
Von herausragender Bedeutung ist für die Nanostart AG insbesondere die Entwicklung ihrer Tochter MagForce Nanotechnologies AG. Das Unternehmen plant für 2011 die Markteinführung seiner NanoTherm® Therapie, einem neuartigen Verfahren zur lokalen Behandlung von Tumoren. MagForce Nanotechnologies AG sieht vor, die NanoTherm® Therapie 2011 zunächst in Deutschland als Referenzland einzuführen, bevor in 2012 der Markteintritt in weiteren europäischen Ländern folgen soll. Für die Nanostart AG, die das Unternehmen bereits seit 2004 aktiv begleitet, ist der erfolgreiche Kommerzialisierungsstart der NanoTherm® Therapie ein Ereignis von übergeordneter Bedeutung, der auch einen potenziellen (Teil-) Exit nach sich ziehen kann.
Auch im Hinblick auf ihre zweite börsennotierte Beteiligung, die ItN Nanovation AG, erwartet die Nanostart AG das Erreichen wichtiger Mei-108 teiligungsportfolio. Vor diesem Hintergrund sieht
lensteine, die u. a. mit weiteren Kommerzialisierungserfolgen einhergehen. Das Cleantech-Unternehmen konnte seine Produkte bereits im letzten Jahr erfolgreich an wichtige Industriepartner vertreiben und plant für 2011 den weiteren Ausbau des internationalen Vertriebs und den Eintritt in komplett neue Märkte.
Unabhängig von den Entwicklungen im aktuellen Portfolio sieht die Nanostart AG 2011 gute Chancen, die weitere internationale Expansion der Gesellschaft sehr forciert voranzutreiben. Hierzu gehört zum einen der weitere Ausbau des Portfolios. Neben Anteilserhöhungen an bestehenden Beteiligungen beabsichtigt die Nanostart AG eine Reihe neuer Investitionen und geht dabei davon aus, dass insbesondere die asiatischen Märkte zahlreiche attraktive Investitionsmöglichkeiten bereithalten. Zum anderen sieht die Nanostart AG ihre Expansionschancen vor allem in dem Eingehen von Partnerschaften mit weiteren Regierungspartnern. In diesem Zusammenhang zeichnen sich eine Reihe vielversprechender Kooperationsmöglichkeiten ab, von denen die ersten in 2011 zum Abschluss kommen sollen.
Die Nanostart AG hat in den vergangenen Geschäftsjahren an Bedeutung als wichtiger Finanzinvestor im Bereich Nanotechnologie gewonnen und hält aktuell ein sehr vielversprechendes Besich das Unternehmen gut gerüstet, um vom Wachstumstrend Nanotechnologie weiterhin optimal zu profitieren und auch die folgenden Geschäftsjahre erfolgreich abschließen zu können.
8. VORGÄNGE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH GESCHÄFTSJAHRESENDE
Im Januar 2011 beteiligte sich die Nanostart Asia Pte Ltd über den Nanostart Singapore Early Stage Venture Fund I an dem singapurischen Cleantech-Unternehmen MINT (Membrane Instruments and Technology Pte Ltd). MINT ist die vierte Beteiligung der Nanostart Asia Pte Ltd in Singapur. Das 2009 gegründete Unternehmen entwickelt hochsensible auf Nanotechnologie basierende Sensoren zur Überwachung der Funktion und Effizienz von Filtermembranen in Wasseraufbereitungsanlagen.
Frankfurt am Main, 5. Mai 2011
Marco Beckmann Vorstand 109
Bilanz zum 31.12.2010
Aktiva
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | ||
|---|---|---|---|
| EUR | TEUR | ||
| A | Anlagevermögen | ||
| I | Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | |||
| und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 9,00 | ||
| II | Sachanlagen | ||
| 1 | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 97.008,00 | 118 |
| 97.008,00 | 118 | ||
| III | Finanzanlagen | ||
| 1 | Anteile an verbundenen Unternehmen | 7.548.121,50 | 6.624 |
| 2 | Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 15.831.819,60 | 13.329 |
| 3 | Beteiligungen | 12.468.844,72 | 13.583 |
| 4 | Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein | ||
| Beteiligungsverhältnis besteht | 558.441,68 | 0 | |
| 5 | Sonstige Ausleihungen | 256.354,78 | 0 |
| 36.663.582,28 | 33.536 | ||
| 36.760.599,28 | 33.654 | ||
| B | Umlaufvermögen | ||
| I | Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1 | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.382,14 | 1 |
| 2 | Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 77.008,11 | 31 |
| 3 | Forderungen gegen Unternehmen, | ||
| mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 849.052,67 | 1.401 | |
| 4 | Sonstige Vermögensgegenstände | 9.071,72 | 8 |
| 940.514,64 | 1.441 | ||
| II | Kassenbestand, Bundesbankguthaben, | ||
| Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 344.468,74 | 155 | |
| 1.284.983,38 | 1.596 | ||
| C | Rechnungsabgrenzungsposten | 47.346,36 | 24 |
| Summe Aktiva | 38.092.929,02 | 35.274 |
Passiva
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | ||
|---|---|---|---|
| EUR | TEUR | ||
| A | Eigenkapital | ||
| I | Gezeichnetes Kapital | 5.940.000,00 | 5.610 |
| Bedingtes Kapital I EUR 2.244.000 Bedingtes Kapital II EUR 561.000 |
|||
| II | Kapitalrücklage | 19.001.080,86 | 11.567 |
| III | Gewinnrücklage | 7.877.751,84 | 6.689 |
| IV | Bilanzgewinn | 2.486.828,29 | 1.189 |
| 35.305.660,99 | 25.055 | ||
| B | Rückstellungen | ||
| 1 | Steuerrückstellungen | 80.636,00 | 163 |
| 2 | Sonstige Rückstellungen | 262.430,00 | 208 |
| 343.066,00 | 371 | ||
| C | Verbindlichkeiten | ||
| 1 | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 1.354.581,93 | 4.414 |
| 2 | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 62.292,89 | 44 |
| 3 | Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 999.329,20 | 5.303 |
| 4 | Sonstige Verbindlichkeiten | 27.998,01 | 87 |
| davon aus Steuern EUR 14.191,50 (Vj. TEUR 72) davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 1.373,58 (Vj. TEUR 1) |
|||
| 2.444.202,03 | 9.848 | ||
| Summe Passiva | 38.092.929,02 | 35.274 |
Entwicklung des Anlagevermögens
| Anschaffungs-/Herstellungskosten | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2010 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
31.12.2010 EUR |
||
| I | Immaterielle Vermögensgegen stände |
||||
| Konzessionen, gewerbliche Schutz | |||||
| rechte und ähnliche Rechte und | |||||
| Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
17.318,01 | 0,00 | 0,00 | 17.318,01 | |
| II | Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und | |||||
| Geschäftsausstattung | 237.941,23 | 3.965,86 | 516,38 | 241.390,71 | |
| III 1 |
Finanzanlagen Anteile an verbundenen |
||||
| Unternehmen | 6.624.439,99 | 1.250.884,11 | 327.202,60 | 7.548.121,50 | |
| 2 | Ausleihungen an verbundene | ||||
| Unternehmen | 13.328.880,13 | 2.650.165,60 | 147.226,13 | 15.831.819,60 | |
| 3 | Beteiligungen | 16.242.067,97 | 795.242,14 | 3.650.037,88 | 13.387.272,23 |
| 4 | Ausleihungen an Unternehmen, | ||||
| mit denen ein Beteiligungs | |||||
| verhältnis besteht | 0,00 | 558.441,68 | 0,00 | 558.441,68 | |
| 5 | Sonstige Ausleihungen | 0,00 | 256.354,78 | 0,00 | 256.354,78 |
| 36.195.388,09 | 5.511.088,31 | 4.124.466,61 | 37.582.009,79 | ||
| 36.450.647,33 | 5.515.054,17 | 4.124.982,99 | 37.840.718,51 |
| Abschreibungen | Buchwert | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| 1.1.2010 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2010 | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| EUR | EUR | EUR | EUR | EUR | EUR |
| 17.309,01 | 0,00 | 0,00 | 17.309,01 | 9,00 | 9,00 |
| 119.981,23 | 24.838,86 | 437,38 | 144.382,71 | 97.008,00 | 117.960,00 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 7.548.121,50 | 6.624.439,99 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 15.831.819,60 | 13.328.880,13 |
| 2.658.981,94 | 714.845,19 | 2.455.399,62 | 918.427,51 | 12.468.844,72 | 13.583.086,03 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 558.441,68 | 0,00 |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 256.354,78 | 0,00 |
| 2.658.981,94 | 714.845,19 | 2.455.399,62 | 918.427,51 | 36.663.582,28 | 33.536.406,15 |
| 2.796.272,18 | 739.684,05 | 2.455.837,00 | 1.080.119,23 | 36.760.599,28 | 33.654.375,15 |
Gewinn- und Verlustrechnung für 2010
| 2010 | 2009 | |
|---|---|---|
| EUR | TEUR | |
| 1 Umsatzerlöse |
15.157,76 | 9 |
| 2 Sonstige betriebliche Erträge |
||
| davon Erträge aus Währungsumrechnung | ||
| EUR 3.711,06 (Vj. TEUR 0) |
3.662.621,05 | 4.682 |
| 3.677.778,81 | 4.691 | |
| 3 Materialaufwand |
||
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 172.400,25 | 60 |
| 4 Personalaufwand |
||
| a Löhne und Gehälter |
551.626,53 | 1.011 |
| b Soziale Abgaben und Aufwendungen für |
||
| Altersversorgung und für Unterstützung | 84.579,75 | 99 |
| 5 Abschreibungen auf immaterielle Vermögens |
||
| gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 24.838,87 | 28 |
| 6 Sonstige betriebliche Aufwendungen |
1.501.572,34 | 998 |
| 2.335.017,74 | 2.196 | |
| 7 Erträge aus Beteiligungen |
968.399,87 | 0 |
| 8 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
||
| davon aus verbundenen Unternehmen | ||
| EUR 1.072.383,46 (Vj. TEUR 831) |
1.157.295,09 | 861 |
| 9 Abschreibungen auf Finanzanlagen |
714.845,19 | 1.430 |
| 10 Zinsen und ähnliche Aufwendungen davon an verbundene Unternehmen |
||
| EUR 202.935,70 (Vj. TEUR 293) |
349.146,55 | 574 |
| 1.061.703,22 | -1.143 | |
| 11 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 2.404.464,29 | 1.352 |
| 12 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 82.364,00 | -163 |
| 14 Jahresüberschuss | 2.486.828,29 | 1.189 |
| 15 Gewinnvortrag | 1.189.114,54 | 2.074 |
| 16 Einstellung in Gewinnrücklagen | -1.189.114,54 | -2.074 |
| 17 Bilanzgewinn | 2.486.828,29 | 1.189 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2010
Allgemeine Angaben
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des Aktiengesetzes aufgestellt.
Die Gesellschaft ist eine kleine Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 HGB. Die größenabhängigen Erleichterungen für eine kleine Kapitalgesellschaft wurden teilweise in Anspruch genommen.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.
Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB in der Fassung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilMoG und den sich daraus ergebenden Änderungen finden gemäß Art. 67 Abs. 8 EGHGB die §§ 252 Abs. 1 Nr. 6, 265 Abs. 1 und 284 Abs. 2 Nr. 3 HGB keine Anwendung. Anpassungen im Rahmen des BilMoG waren nicht notwendig.
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungsbzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare Abschreibungen über eine Nutzungsdauer von 3 bis 13 Jahren, vermindert.
Geringwertige Anlagegüter werden bis zu einem Wert von EUR 150,00 im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben. Zugänge mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 werden zu einem Sammelposten zusammengefasst. Dieser wird gleichmäßig über 5 Jahre aufgelöst.
Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind unter Berücksichtigung des erkennbaren Ausfallrisikos angesetzt.
Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert angesetzt. Guthaben in ausländischer Währung sind zum Einstandskurs oder dem niedrigeren Stichtagskurs angesetzt.
Die Rückstellungen berücksichtigen die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erkennbaren Risiken. Soweit notwendig werden künftige Kostensteigerungen berücksichtigt. Bei Rückstellung mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr erfolgt eine Abzinsung entsprechend § 253 Abs. 2 HGB.
Die Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag passiviert.
Angaben und Erläuterungen zu den Posten der Bilanz
Anlagevermögen
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel dargestellt.
Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von TEUR 715 vorgenommen.
Angaben zum Anteilsbesitz
| Kapitalanteil % |
Eigenkapital TEUR |
Ergebnis TEUR |
Jahr | |
|---|---|---|---|---|
| MagForce Nanotechnologies AG, Berlin | 66,3 * | -9.538 | -4.073 | 2009 |
| ItN Nanovation AG, Saarbrücken | 24,7 ** | 3.024 | -6.124 | 2009 |
| VentureTech Equity-Partners GmbH, Frankfurt am Main |
100,0 | 865 | -117 | 2009 |
| Holmenkol AG, Ditzingen | 50,0 *** | 2.863 | -2.089 | 2009/2010 |
| Nanostart Asia Pte Ltd, Singapur | 100,0 **** | -38 | -35 | 2009 |
| Namos GmbH, Dresden | 26,0 | -225 | -580 | 2009 |
| BioMers Pte Ltd, Singapore | 24,7 | 1.345 | -146 | 2009 |
| Nanostart Singapore Fund, Singapore | 50,9 | -1.158 | -512 | 2010 * |
* davon werden 0,2 % mittelbar über die VentureTech Equity-Partners GmbH gehalten
** davon werden 5,7 % mittelbar über die VentureTech Equity-Partners GmbH gehalten
*** minus 1 Aktie
**** Die Gründung der Gesellschaft erfolgte im April 2008 mit einem EK von 1 SGD.
***** vorläufiger Jahresabschluss zum 31.12.2010
Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen beinhalten Ausleihungen an VentureTech Equity-Partners GmbH, Frankfurt am Main mit TEUR 2.779 und Ausleihungen an MagForce Nanotechnologies AG mit TEUR 13.156.
Für von der Nanostart AG gewährte Ausleihungen in Höhe von insgesamt TEUR 10.868 wurde der MagForce Nanotechnologies AG, Berlin, ein Rangrücktritt eingeräumt.
Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände
Die Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.
Eigenkapital
Das in das Handelsregister eingetragene Grundkapital der Gesellschaft zum Bilanzstichtag beträgt EUR 5.940.000,00.
Das Grundkapital der Nanostart AG ist somit eingeteilt in 5.940.000 Stückaktien, die allesamt auf den Inhaber lauten.
Durch Beschluss des Vorstandes vom 25. März 2010 und des Aufsichtsrates vom 26. März 2010 wurde das Grundkapital der Nanostart AG von EUR 5.610.000,00 um EUR 330.000,00 durch Ausgabe von 330.000 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien im rechnerischen Nennwert von EUR 330.000,00 durch Inanspruchnahme des genehmigten Kapitals 2007/I erhöht. Die Eintragung der Kapitalerhöhung ins Handelsregister erfolgte am 30. März 2010.
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 05. Juli 2010 ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 04. Juli 2015 durch Ausgabe neuer auf den Inha-ber lautender Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um insge-samt bis zu EUR 2.970.000,00 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2010/I). Zum 31. Dezember 2010 besteht ein noch nicht ausgenutztes genehmigtes Kapital in Höhe von EUR 2.970.000,00.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist in 2009 um bis zu EUR 2.244.000,00 durch Ausgabe von 2.244.000 Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht worden (Beding-tes Kapital 2009/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Wandlungs- oder Optionsrechten an die Inhaber von Wandel- oder Optionsschuldverschreibungen, die auf Grund der von der Hauptversammlung vom 19. August 2009 beschlossenen Ermächtigung des Vorstands bis zum 31. Juli 2014 von der Gesellschaft begeben werden.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist in 2009 um bis zu EUR 561.000,00 durch Ausgabe von bis zu 561.000 Stück auf den Inhaber lautende Stückaktien bedingt erhöht worden (Beding-tes Kapital 2009/II). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Sicherung von Bezugsrechten aus Aktienoptionen, die auf Grund der durch die Hauptversammlung vom 19. August 2009 beschlossenen Ermächtigung im Rahmen des Aktienoptionsplans 2009 ausgegeben werden.
Auf Grund der Kapitalerhöhung erhöhte sich die Kapitalrücklage um EUR 7.434.280,86 auf EUR 19.001.080,86.
Durch Beschluss der Hauptversammlung wurde der gesamte Bilanzgewinn des Vorjahres in Höhe von EUR 1.189.114,54 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Die Gewinnrücklagen haben sich somit wie folgt entwickelt:
| EUR | |
|---|---|
| Stand 31.12.2009 | 6.688.637,30 |
| Einstellung durch Hauptversammlung aus dem Bilanzgewinn zum 31.12.2009 |
1.189.114,54 |
| Stand 31.12.2010 | 7.877.751,84 |
Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen rückständigen Urlaub, Prüfungskosten, Aufsichtsratvergütungen sowie ausstehende Eingangsrechnungen.
Verbindlichkeiten
| 31.12.2010 | 31.12.2009 | ||||
|---|---|---|---|---|---|
| Gesamt | Restlaufzeit bis 1 Jahr | Gesamt | Restlaufzeit bis 1 Jahr | ||
| TEUR | TEUR | TEUR | TEUR | ||
| Verbindlichkeiten | |||||
| gegenüber Kreditinstituten | 1.355 | 1.355 | 4.414 | 4.414 | |
| aus Lieferungen und Leistungen | 62 | 62 | 44 | 44 | |
| gegenüber verbundenen Unternehmen | 999 | 999 | 5.303 | 5.303 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 28 | 28 | 87 | 87 | |
| 2.444 | 2.444 | 9.848 | 9.848 |
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
| TEUR | Fälligkeit | |
|---|---|---|
| Verpflichtungen | ||
| aus Mietverträgen | 82 | 2011 |
| aus eingeräumten Darlehen | 453 | 2011 |
Daneben bestehen Verpflichtungen aus unbefristeten Mietverträgen in Höhe von TEUR 9 p.a.
Angaben und Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung
Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Wesentlichen Gewinne aus dem Abgang von Finanzanlagen.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Werbe- und Reisekosten, Raumkosten sowie Rechts- und Beratungskosten.
Sonstige Angaben
Organe der Gesellschaft
Vorstand im Geschäftsjahr war: _Herr Marco Beckmann
Dem Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2010 an:
_Herr Dr. Alfred Krammer,
Geschäftsführer der Krammer Jahn Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Bayreuth (Vorsitzender)
_Herr Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl, Professor der Experimentalphysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München, München (stellvertretender Vorsitzender)
_Herr Diplom-Betriebswirt Achim Lindner, Vorstand der Börsenmedien Aktiengesellschaft, Kulmbach
Ergebnisverwendungsvorschlag
Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung vor, den gesamten Bilanzgewinn in Höhe von EUR 2.486.828,29 in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen.
Frankfurt, den 3. März 2011
Der Vorstand Marco Beckmann
a n h a n g f ü r d a s g e s c h ä f t s j a h r 2 010
Bestätigungsvermerk
An die Nanostart AG
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Nanostart AG, Frankfurt, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung des Jahresabschlusses und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Mannheim, 5. Mai 2011
Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Matner Kerber Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
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Herausgeber
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