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Comarch S.A. — Management Reports 2014
Jul 3, 2014
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Management Reports
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Publication

Comarch Software und Beratung Aktiengesellschaft
München
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013
Lagebericht
für die Comarch Software und Beratung AG
Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Das Jahr 2013 war für Comarch Software und Beratung AG (im Folgenden: Comarch AG, München) ein erfolgreiches Jahr. Nach drei Jahren der Restrukturierung wurde die Comarch AG, München im Jahr 2013 durch keine außerordentlichen Effekte beeinflusst. Die Marktsituation in der ersten Jahreshälfte hat sich nicht so positiv dargestellt. Ähnlich wie im Jahr 2012 hatten viele Interessenten das Problem, anspruchsvolle Softwareprojekte zu finanzieren. In der zweiten Jahreshälfte hat sich die Marktsituation schließlich verbessert, was zu neuen und interessanten Projekten geführt hat. Zudem wurden im Jahr 2013 durch die Comarch AG, München weitere Migrationsprojekte von herkömmlichen iSeries Systemen hin zu Comarch ERP Enterprise (CEE) begonnen.
Die Comarch Software und Beratung AG trägt weiterhin hohe Investitionskosten für die Produktentwicklung. Nach der Fertigstellung des Comarch Financial Enterprise wurden viele Ressourcen in die Integration dieses Produktes mit unseren weiteren Produkten für ECM, EDI und BI gesteckt. Parallel hierzu wurden auch Migrationslösungen für unsere bestehenden Comarch Financial Schilling und Comarch Financial Suite Kunden erstellt, die in ersten Kundenprojekten umgesetzt werden konnten.
Die Muttergesellschaft Comarch S.A., Krakau/Polen ist ein internationaler Anbieter von IT-Lösungen für Geschäftsprozessoptimierung und Kundenbeziehungsmanagement. Gegründet im Jahr 1993, hat sich die Gruppe weltweit etabliert und beschäftigt heute mehr als 4.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist in den Zielmärkten Telekommunikation, Handel, Banken und Versicherungen, Öffentliche Verwaltung, IT-Infrastruktur und SME (Small and Medium-sized Enterprises bzw. Mittelstand) als Anbieter von Software sowie Consulting-, Integrations- und Programmierdiensten tätig. Die Comarch Software und Beratung AG fügt sich als Anbieter von IT-Lösungen für den Mittelstand in den Bereichen SME sowie IT-Infrastruktur in die Comarch Group ein.
Im Geschäftsfeld Software (betriebswirtschaftliche Software für Enterprise Resource Planning und Financials) entwickelt und vertreibt die Comarch Software und Beratung AG moderne Business-Software für mittelständische Unternehmen.
Mit der ERPII-Software Comarch ERP Enterprise inkl. des neu entwickelten Rechnungswesens Comarch Financials Enterprise verfügt Comarch über eine moderne Softwarelösung, die bereits mehrfach für ihre Technologie und Ergonomie ausgezeichnet wurde. Comarch ERP Enterprise ist komplett objektorientiert in der Programmiersprache JAVA entwickelt und auf den gängigen Serverbetriebssystemen Microsoft Windows, Linux und IBM System i sowie auf den Datenbanken Oracle, Microsoft SQL Server und IBM DB2/400 ablauffähig. Neben der bewährten ERP-Lösung Comarch ERP Suite, das ausschließlich für die Serverplattform IBM System i zur Verfügung steht und insbesondere die Branchen Handel und Lebensmittelindustrie adressiert, verfügt Comarch damit über eine plattformneutrale ERPII-Software, die als Cross-Industry-Lösung grundsätzlich für die Anforderungen unterschiedlicher Branchen ausgelegt ist.
Comarch ERP Enterprise wird sowohl im Direktgeschäft mit einem eigenen Vertriebsteam als auch indirekt über ein ausgeprägtes Netz von Vertriebspartnern am Markt angeboten. Diesen Vertriebspartnern bietet Comarch zudem die Möglichkeit, auf Basis von Comarch ERP Enterprise eigene Branchenlösungen zu entwickeln und anzubieten. Die Positionierung von Comarch ERP Enterprise als Plattform für Partnerprodukte wird durch moderne Softwaretechnologie in Form einer AddOn-Infrastruktur unterstützt. Dies versetzt Comarch in die Lage, zusätzliche Branchen für das Produkt Comarch ERP Enterprise zu erschließen und damit das Einsatzspektrum kontinuierlich zu erweitern.
Neben den ERP-Lösungen mit den integrierten Finanz-Applikationen vermarktet Comarch die Finanz-Applikationen auch separat als Stand-alone-Rechnungswesenlösungen. Das Portfolio umfasst darüber hinaus die auf dem Serverbetriebssystem IBM i ablauffähigen Rechnungswesenlösungen Comarch Financial DKS und Comarch Financial Schilling. Seit Q4 2012 hat Comarch AGComarch AG, München das neues Produkt im Finanzportfolio: Comarch eBilanz - eine Anwendung zur elektronischen Übermittlung von Daten an die Finanzverwaltung. Als Ergänzung sowohl zu den ERP-Lösungen als auch zu den Finanz-Applikationen wird das Dokumentenmanagementsystem Comarch ECM angeboten.
Im Geschäftsfeld Wartung betreut die Comarch Software und Beratung AG seine Produkte, die Kunden von Comarch in Einsatz haben. Innerhalb der Wartungsverträge leistet Comarch für ihre Kunden Support- und Korrekturleistungen und stellt neueste Releases, Updates und Patches zu Verfügung. Die Mitarbeiter der IT-Abteilung des Kunden können sich mit Fragen zur Handhabung von Fehlerfunktionen und zur Fehlervermeidung der Software an Comarch wenden.
Im Geschäftsfeld Beratung bietet die Comarch Software und Beratung AG in einer dezentralen Organisation Dienstleistungen (Beratung, Anpassprogrammierung, Datenübernahmen u. Ä.) an, um die Produkte bei den Kunden einzuführen. Die Consultants erstellen Einsatzstudien im Vorfeld der Softwareeinführung und unterstützen die Kunden bei der Implementierung und Anpassung der Software sowie bei Releasewechseln. Weitere Dienstleistungen sind Schulung und Support.
Im ersten Quartal 2012 hat Comarch AG, München die strategische Entscheidung getroffen, sich aus dem Geschäftsfeld Hardware (früher: Systemintegration) zurückzuziehen. Der Grund für diese Entscheidung war die zu geringe Wirtschaftlichkeit dieses Geschäftsbereichs. Hardware wird nur in Verbindung mit eigenen Projekten verkauft werden.
Umsatz- und Ertragsentwicklung
Der Gesamtumsatz ist von 21,5 Mio. € auf 19,7 Mio. € zurückgegangen. Im Geschäftsfeld Software ging der Umsatz auf 1,6 Mio. € zurück (Vj. 3,9 Mio. €). Die außerordentlich gute Geschäftsentwicklung im Jahr 2012 konnte nicht wiederholt werden. Im Geschäftsfeld Wartung gab es eine Umsatzsteigerung um 0,7 Mio. € auf 9,8 Mio. € (Vj. 9,1). Im dritten Geschäftsfeld Beratung blieb der Umsatz auf dem gleichen Niveau wie im Jahr 2012, nämlich 8,1 Mio. € (Vj. 8,1 Mio. €). Im Geschäftsfeld Hardware gab es einen Umsatzrückgang auf 0,2 Mio. € (Vj. 0,4 Mio. €).
Das zweite Jahr in Folge war das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) positiv und betrug 1,3 Mio. € (Vj. 2,6 Mio. €). Beim EBT ergab sich ein Verlust von -0,9 Mio. € (Vj. 0,3 Mio. €). In diesen Zahlen sind Buchverluste durch eine Firmenwertabschreibung in Höhe von 2,1 Mio. € (Vj. 2,1 Mio. €) enthalten.
Die im Jahr 2012 und 2013 gewonnenen Projekte haben zusammen mit einer guten Kostenkontrolle ein positives EBITDA ermöglicht.
Der Jahresfehlbetrag beträgt -0,9 Mio. € (Vj. -0,3 Mio. €). Das Ergebnis im Jahr 2012 war mit Ertragsteuern in Höhe von 0,5 Mio. € belastet, wovon 0,4 Mio. € auf periodenfremde Steueraufwendungen infolge einer Betriebsprüfung entfielen. Die Comarch SuB hat gegen das Ergebnis dieser Betriebsprüfung Einspruch eingelegt. Sofern das Einspruchs- bzw. ein ggf. zu führendes Klageverfahren erfolgreich beendet werden kann, würde dies in späteren Jahren zu entsprechenden Steuerrückzahlungen führen.
Finanzlage
Die Bilanzsumme ist auf 8,4 Mio. € gesunken (Vj. 11,9 Mio. €). Der Firmenwert ist aufgrund einer Firmenwertabschreibung in Höhe von 2,1 Mio. € auf 4,9 Mio. € gesunken (Vj. 7,0 Mio. €). Die langfristigen Vermögenswerte betrugen 5,3 Mio. € (Vj. 7,5 Mio. €); ihr Anteil am Gesamtvermögen bleibt auf ähnlichem Niveau wie im Vorjahr bei ca. 60,0 %. Die Eigenkapitalquote hat sich auf Basis der Bilanzsumme von 46 % auf 56 % verbessert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen 0,6 Mio. € (Vj. 1,6 Mio. €). Im Jahr 2013 hat Comarch AG, München ein Darlehen des Hauptaktionärs aus dem Jahr 2012 in Höhe von 0,5 Mio. € zurückbezahlt. Zum 31.12.2013 wurden keine Bankkredite oder Konzerndarlehen benötigt (Vj. 0,5 Mio. €). Insgesamt konnten die Verbindlichkeiten der Gesellschaft per Saldo um rund 2,2 Mio. € stark vermindert werden (Vj. 3,5 Mio. €). Der Finanzmittelbestand lag am Bilanzstichtag bei 0,9 Mio. € gegenüber 1,1 Mio. € im Vorjahr. Die Finanzmittel sind in Höhe von 0,3 Mio. € zur Besicherung von Aval-Krediten verpfändet. Für die Finanzierung der Firmenfahrzeuge sowie für größere IT-Anlagen wird Leasing als Finanzierungsinstrument eingesetzt.
Zweigniederlassungen/Tochterunternehmen
Die Comarch AG, München hat neben dem Hauptsitz in München Niederlassungen in Frankfurt am Main, Hannover, Hamburg, Bremen, Münster, Düsseldorf und Berlin. Im Jahr 2013 hat die Comarch AG, München eine Niederlassung in Dresden eröffnet. Tochterunternehmen ist die Comarch Solutions GmbH mit dem Sitz in Innsbruck, Österreich (Beteiligung von 100 %). Die Comarch Schilling GmbH wurde im August 2012 rückwirkend zum 01.01.2012 auf die Comarch AG, München verschmolzen. Im Dezember 2012 hat die Comarch AG, München ihr Schweizer Tochterunternehmen, Comarch Swiss AG mit Sitz in Buchs, an die CASA Management and Consulting Sp. z o.o. SKA, Krakau, die zur Comarch Gruppe gehört, verkauft. Der Liquidationsprozess von SoftM France Sarl wurde zum 16. September 2013 abgeschlossen.
Forschung und Entwicklung
Im Jahr 2013 hat die Gesellschaft weiter ihre Tätigkeiten im Bereich der Forschung und Entwicklung durchgeführt. Das in 2009 begonnene Nearshoring-Konzept, bei dem zusammen mit der Konzernmutter Comarch S.A. ein zusätzliches Entwicklerteam in Polen aufgebaut wurde, um zusätzliche Funktionen und Module für das Produkt Comarch ERP Enterprise und Comarch Financials Enterprise zu entwickeln, wurde auch in 2013 weitergeführt.
Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung konzentrieren sich vor allem darauf, die innovativen Produktgruppen ERP, Financials und Dokumentenmanagement zu optimieren.
Für das ERPII-System „Comarch ERP Enterprise“ wurden Funktionen entwickelt, die mit einem neuen Release (5.2) im zweiten Quartal 2014 ausgeliefert werden. Comarch Software und Beratung AG hat u.a. folgende Neuerungen für das Release 5.2 in 2013 entwickelt: Rücksendungsmanagement, Weiterentwicklung der mehrstufigen Kommissionierung, Nachkalkulation von nicht rückgemeldeten Produktionsaufträgen, Business Process Management: graphische Modellierung von Geschäftsprozessen im Rahmen des Workflow-Managements und Nutzung von Open-Source-Software: Mit Linux, PostgreSQL und Firefox kann das Release 5.2 in einer Umgebung eingesetzt werden, die weitgehend aus Open-Source-Software besteht.
Im 4. Quartal 2013 hat Comarch AG, München ihr Lizenzierungsmodell für die Produktlinien Comarch ERP Enterprise und Comarch Financials Enterprise deutlich vereinfacht. So hängen die Preise im neuen Modell hauptsächlich von der Benutzerzahl ab.
Beim ERP-Produkt Comarch ERP Suite (früher: Comarch SoftM Suite) wurde im zweiten Halbjahr 2013 das Service Pack SP03 von Release 4.0 fertiggestellt und freigegeben. Dabei lag ein Schwerpunkt auf die Fertigstellung der SEPA-Funktionalität. Neben der neu entwickelten Funktionen SEPA-Mandatsverwaltung und SEPA-Lastschrift wurde bei den SEPA-Zahlungen die noch fehlende Funktion der Auszahlung von Debitoren fertiggestellt. Neben zahlreichen Detailverbesserungen wurde die Zusatzkomponente „Comarch ERP Suite Office Plus“ vollständig ins Englische übersetzt. Darüber hinaus wurde das Suite Rechnungswesen zertifiziert.
Der überwiegende Teil der Entwicklungsarbeiten bei der Comarch Financials Schilling befasste sich im Jahr 2013 mit der Fertigstellung von Migrationstools für die Migration von Comarch Financials Schilling nach CFE. Gleichzeitig wurde die Standardentwicklung im Bereich SEPA für Comarch Financials Schilling abgeschlossen und an die Anwender ausgeliefert.
Für Comarch Financial DKS Kunden wurde im November 2013 DKS Version 5350 mit anschließenden Workshops (Änderungen in der Basis, gesetzliche Änderungen und SEPA Zahlungsverkehr) fertiggestellt. Im Zusatzprogramm DKS Analyzer mussten noch Adaptierungen durchgeführt werden und der Prototyp zur grafischen Benutzeroberfläche (DKS Windows Client) wurde im November 2013 an die Partner ausgeliefert. Im Jahr 2013 wurde auch das Migrationstool von Comarch Financials DKS zu CFE fertiggestellt.
Die Schwerpunkte der Entwicklung bei der Personalsoftware Comarch HR TOPAS waren das ELStAM-Verfahren (Elektronische Lohnsteuerkarte), die Umsetzung der Entgeltbescheinigungsverordnung, die Änderungen bei der Ermittlung des pfändbaren Betrages aufgrund eines Grundsatzurteils des Bundesarbeitsgerichtes vom 17.04.2013 sowie die Umsetzung von SEPA.
Im Jahr 2013 hat das Unternehmen die Entwicklung von Tools für die Migration von auf IBM i basierter Finanzsoftware (Suite, Schilling und DKS) zu Comarch Financials Enterprise fertiggestellt.
Die ECM Entwicklerteams haben für Windows, Linux und iSeries Server die Version 10.43 entwickelt und freigegeben. Die ECM iS Version für IBM Power i Server verfügt jetzt wie bereits die MS Windows und Linux Serverversion über die Möglichkeit Dokumente in Verzeichnisstrukturen und Akten (Dossiers) zu organisieren. Außerdem wurde für die ECM iS Version ein vollständig neuer moderner Webclient entwickelt welcher eine intuitive Bedienung und schnelle übersichtliche Suchergebnisse bietet. Außerdem wurde die aktuellste ECM iS Serverversion zum Jahresende von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfungsunternehmen in Bezug auf Compliance (gesetzliches Anforderungen) erfolgreich geprüft und erhält mit Beginn 2014 eine entsprechende Zertifizierung PS880.
Bei der ECM iX Version für MS Windows und Linuxserver wurde das Berechtigungskonzept erweitert und es ist jetzt auch ein Single Sign on durch Integration an LDAP oder Active Directory möglich wodurch Anwender sich nicht mehr am ECM anmelden müssen sondern automatisch mit Ihrer MS Windows Anmeldung auch am ECM angemeldet werden. Der ECM iX Webclient wurde um zahlreiche Funktionen an Nutzerbedürfnisse angepasst wie zum Beispiel automatische Vorschau von Dokumenten und schnelleres Blättern durch Suchergebnislisten.
Der Umfang der F&E-Tätigkeiten ist im Geschäftsjahr 2013 auf einem vergleichbaren Niveau wie im Jahr 2012 geblieben. Der Aufwand für F&E beträgt insgesamt 6,4 Mio. € (Vj. 6,2 Mio. €).
Mitarbeiter
Zum Stichtag 31.12.2013 beschäftigte die Comarch AG, München inkl. freiberuflich tätiger Personen 171 Mitarbeiter (Vj. 176).
Comarch AG, München verfügt über ein differenziertes Entlohnungssystem für seine Mitarbeiter. Im Bereich Beratung werden neben dem Fixgehalt variable Prämien in Abhängigkeit von quantitativen Bezugsgrößen gewährt. Beschäftigte im Vertriebsaußendienst erhalten neben einem Fixum eine variable Provision in Abhängigkeit vom erreichten Deckungsbeitrag. Softwareentwickler erhalten ebenfalls neben einem Festgehalt einen variablen Vergütungsbestandteil, der von Entwicklungszielen abhängig ist. Im Verwaltungsbereich erfolgt die Vergütung überwiegend in Form von Fixgehältern.
Die Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder der Comarch Software und Beratung AG orientiert sich an der Größe des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen. Daneben werden Indikatoren wie Aufgabenfeld, Erfahrung und Beitrag des Vorstandsmitglieds zum Unternehmenserfolg bei der Vergütung berücksichtigt.
Risikobericht - Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung
Im Bereich der Standardsoftware wurde durch die Integration in die Comarch Gruppe, Polen, die Weiterentwicklung und Vermarktung der Produktlinie Comarch ERP und Comarch Financials beschleunigt. So erschließt sich für Comarch durch die Muttergesellschaft mit einer Vielzahl von Niederlassungen und Vertriebspartnern insbesondere in Osteuropa dieser wichtige Zielmarkt für die innovativen Produkte. Bereits seit 2009 greift die Comarch Software und Beratung AG, zusätzlich zu den eigenen Mitarbeitern, auf hochqualifizierte Softwareentwickler der Muttergesellschaft in Polen zu und erhöht damit die Entwicklungsgeschwindigkeit für die eigenen Produkte deutlich. Seit Ende 2009 hat Comarch Produkte der Muttergesellschaft im Angebot und kann so die Kunden noch umfassender bedienen.
Die bei Comarch AG, München relevanten Risikoklassen lassen sich wie folgt gliedern:
Ökonomische Risiken und Marktrisiken
| • | Wesentliche Verschlechterungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen. Bei einer längerfristig gesamtwirtschaftlich angespannten Situation kann sich sowohl die generelle Investitionsbereitschaft beim Kauf und bei der Implementierung von Produkten der Comarch AG, München verringern als auch die zeitliche Planung solcher Investitionsvorhaben verzögern. Eine zögerliche oder schwache Entwicklung der Wirtschaft kann deshalb negative Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis der Comarch Software und Beratung AG haben. |
| • | Die Softwarebranche durchlebt immer noch eine Phase der Konsolidierung, der Wettbewerb hat und wird sich infolge dieser Konsolidierungen weiter verstärken. Möglicherweise kann es Wettbewerbern gelingen, Marktanteile zu Lasten von Comarch zu gewinnen. |
| • | Einen erheblichen Anteil der Umsatzerlöse generiert Comarch AG, München aus Pflegeverträgen mit Bestandskunden. Wenn diese Kunden sich entscheiden sollten, Pflegeverträge zu kündigen und gleichzeitig keine neuen Lizenz- oder Dienstleistungsverträge abzuschließen, kann dies das Ergebnis der Comarch AG, München negativ beeinträchtigen. |
Produktrisiken
| • | Neue Softwareprodukte und neue Releases können trotz umfangreicher Planung und Tests nicht erkannte Fehler enthalten. Deshalb unternimmt Comarch AG, München nach der Auslieferung an Kunden besondere Anstrengungen, die aufgetretenen Mängel in enger Kooperation mit den Kunden zu beheben. Es besteht dennoch keine Gewähr, dass Mängel stets zur Zufriedenheit des Kunden behoben werden können. Aus diesem Grund können Kunden Ansprüche auf Rückerstattung geleisteter Beträge, Schadenersatz, Austausch des Softwareprodukts oder sonstige Zugeständnisse erheben. Kauf- oder Dienstleistungsverträge können bei Rechtsstreitigkeiten vom Gericht als Werkverträge ausgelegt werden. Solche Vorfälle können sich negativ auf die Ertragslage sowie auf das Ansehen von Comarch auswirken. |
| • | Die Planung von neuen Softwareprodukten basiert auf langjährigen Erfahrungen bei der Entwicklung und Projekten mit ähnlichen Produkten von Comarch (Comarch ERP Suite, Comarch Financial Schilling, Comarch Financial DKS). Dennoch ist bei einer Produktplanung und -entwicklung nicht vollständig auszuschließen, dass während der Entwicklungsphase technische Probleme auftreten können, die Fertigstellung des Produkts nicht zum geplanten Zeitpunkt abgeschlossen wird oder das Produkt erst mit zeitlicher Verzögerung marktfähig ist. Aufgrund der teilweisen Zusammenarbeit bei der Produktentwicklung mit ausländischen Entwicklern besteht ein gewisses Risiko, das die Umsetzung der Entwicklungsziele negativ beeinträchtigen könnte. |
Projektrisiken
| • | Die Tätigkeit zur Implementierung der Software ist mit einer Vielzahl von Risiken behaftet, auf die Comarch teilweise keinen Einfluss hat. So sind die Projekte häufig mit der Bereitstellung von Ressourcen seitens des Kunden verbunden. Die Projektrisiken können zu Verzögerungen bei Systemeinführungen und/oder zu höheren Projektkosten führen. Damit verbundene Kundenregressforderungen und Imageschäden für Comarch können nicht ausgeschlossen werden. |
Personalrisiken
| • | Wenn qualifizierte und wichtige Mitarbeiter die Comarch Software und Beratung AG verlassen und kein entsprechender Ersatz für diese Personen gefunden wird, können die Geschäfte von Comarch beeinträchtigt werden. Comarch AG, München ist bei der Gewinnung hochqualifizierter Arbeitskräfte im IT-Sektor einem starken Wettbewerb ausgesetzt, so dass es keine Garantie dafür geben kann, dass Comarch langfristig in der Lage sein wird, seine entscheidenden Leistungsträger an sich zu binden. Comarch kooperiert deshalb mit Hochschulen, um daraus Personal zu gewinnen. |
Rechtliche Risiken und Compliance-Risiken
| • | Rechtliche Risiken können bei der Softwareentwicklung hinsichtlich der Urheberrechte entstehen. Daher haben wir uns bei den Arbeits- oder Entwicklungsverträgen mit externen Partnern vertraglich abgesichert, dass alle Rechte bei Comarch AG, München verbleiben. |
Finanzielle Risiken
| • | Die Erlöse aus Dienstleistungen und Softwarelizenzen lassen sich aus verschiedenen Gründen nur schwer prognostizieren. Gründe hierfür sind beispielsweise die relativ langen Vertriebszyklen, zeitliche Verzögerungen bei Installationen von Softwareprodukten sowie Budgetänderungen beim Kunden. Da andererseits die Ausgaben der Comarch AG, München kurzfristig relativ stabil bleiben, kann das Ausbleiben oder eine Verzögerung erwarteter Umsätze zu beträchtlichen periodischen Schwankungen beim Betriebsergebnis und daraus folgend zu Liquiditätsengpässen führen. |
| • | Schwankungen und Rückgänge im Lizenzgeschäft wirken sich auf zukünftige Dienstleistungs- und Pflegeerlöse aus, die in der Regel der Entwicklung der Lizenzumsätze in zeitlichem Abstand folgen. Jedes Absinken der Umsätze von Softwarelizenzen gegenüber dem Vorjahr und Kündigungen von Softwarepflegeverträgen können sich daher negativ auf den Gesamtumsatz und Ertrag der Comarch auswirken. |
| • | Die Entwicklungskapazität ist noch relativ hoch, damit verbunden waren relativ hohe fixe Personalaufwendungen. Dagegen ist das Umsatzwachstum mit den Softwareprodukten schwer prognostizierbar und mit Marktrisiken behaftet. |
Risikoberichterstattung zu Finanzinstrumenten
Comarch AG, München tätigt seine operativen Geschäfte zum überwiegenden Teil in Deutschland bzw. in der Eurozone. Daneben bestehen geschäftliche Aktivitäten in der Schweiz sowie die geschäftlichen Beziehungen zum Mutterkonzern Comarch S.A., Krakau. Hieraus resultieren in gewissem Umfang Währungsrisiken. Auf den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten zur Begrenzung der Finanzrisiken wurde verzichtet.
Im Folgenden werden die Risiken bzw. das Risikomanagement näher beschrieben:
Kreditrisiko
Für die Comarch AG, München besteht ein Kreditrisiko dahingehend, dass der Wertansatz der Forderungen beeinträchtigt werden könnte, wenn die Geschäftspartner ihren Verpflichtungen nicht bzw. nicht in voller Höhe nachkommen. Das maximale Ausfallrisiko umfasst daher den Gesamtbetrag der Forderungen.
Zur Minimierung der Kreditrisiken erfolgt im Konzern ein stringentes Forderungs- und Überwachungsmanagement der offenen Forderungen zur effektiven Steuerung der Kreditrisiken. Grundsätzlich werden für alle Kunden Kreditlimite festgelegt. Im Jahr 2014 haben sich die Kreditrisiken insgesamt etwas erhöht. Der Bedarf an Wertberichtigungen wurde entsprechend angepasst. Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen Risikokonzentrationen bei Vertriebspartnern im indirekten Vertrieb und bei Großkunden. Dem Risiko wird durch ratierliche Zahlungen während der Projektphase begegnet.
Liquiditätsrisiken
Das Liquiditätsrisiko, aufgrund einer mangelhaften Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können, wird im Konzern der Comarch Software und Beratung AG zentral gesteuert. Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit werden liquide Mittel bereitgehalten, um sämtliche Zahlungsverpflichtungen termingerecht erfüllen zu können. Der Finanz- und Liquiditätsbedarf wird aus einer Finanzplanung abgeleitet, wobei aufgrund der zum Jahresanfang vereinnahmten Wartungserlöse der Finanzbedarf zum Ende des Jahres strukturell höher ist. Darüber hinaus werden für ungeplante Mehrausgaben und Mindereinnahmen Reserven vorgehalten.
Die Finanzlage der Gesellschaft hat sich durch hohe Cashflowzuflüsse stark verbessert. Die Gesellschaft konnte zum Jahresende per Saldo einen positiven Finanzmittelfonds ausweisen. Im Jahr 2013 wurden keine Bankkredite oder Konzerndarlehen benötigt. Die Gesellschaft erwartet auch für das kommende Geschäftsjahr ein positives EBITDA, weitere operative Finanzmittelzuflüsse und eine Finanzierung ohne Inanspruchnahme von Krediten.
Marktrisiko
Das Marktrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Zum Marktrisiko zählen das Preisrisiko, das Währungsrisiko und das Zinsrisiko.
Preisrisiko
Im Konzern der Comarch Software und Beratung AG bestehen kaum Preisrisiken bei den Finanzinstrumenten.
Währungsrisiko
Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen, Verbindlichkeiten, flüssige Mittel und geplante Transaktionen in einer anderen als in der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. entstehen werden.
Dies ist bei der Comarch Software und Beratung AG vorwiegend der Fall, soweit die Schweizer Konzerngesellschaft ihre Geschäfte in Landeswährung abwickelt und es im Zeitablauf zu größeren Währungsschwankungen kommt. Des Weiteren gab es im Geschäftsjahr 2013 auch vermehrt Transaktionen mit dem Mutterkonzern in der Währungseinheit Zloty, so dass sich auch diesbezüglich Kursgewinne bzw. -verluste ergaben. Insgesamt haben die Währungsverluste die Erträge überstiegen.
Zinsrisiko
Ein Zinsrisiko, d. h. eine Wertveränderung des Finanzinstruments (Fair Value Risiko) bzw. der künftigen Zahlungen aus einem Finanzinstrument (Cashflow-Risiko) aufgrund von Marktzinssatzänderungen liegt vorwiegend bei Vermögenswerten und Schulden mit Laufzeiten von über einem Jahr vor. Da im Geschäftsjahr 2013 kaum langfristige finanzielle Vermögenswerte vorhanden waren, sind beim Comarch Konzern derzeit kaum Zinsrisiken bei den Vermögenswerten zu identifizieren.
Der Konzern hält seine liquiden Mittel und die Liquiditätsreserven fast ausschließlich im Bereich variabel verzinslicher kurzfristiger Geldanlagen vor, die keinen nennenswerten Kursschwankungen unterliegen. Zum Abschlussstichtag wurden kurzfristige Finanzkredite bei der Muttergesellschaft zu günstigen Konditionen aufgenommen.
Die vorstehend aufgeführten Risiken stellen hohe Anforderungen an das Risikomanagement der Comarch und erfordern die Bereithaltung entsprechender finanzieller Ressourcen. Die Bewältigung dieser Prozesse steht im Mittelpunkt des Risikomanagements der Comarch.
Nachtragsbericht
Seit dem 31. Dezember 2013 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen wir einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Comarch Software und Beratung AG erwarten.
Prognosebericht
Die künftige Entwicklung der Comarch AG, München hängt von der Lage auf dem deutschen IT-Markt und den Erfolgen eigener Aktivitäten, insbesondere der Marketing- und Entwicklungsaktivitäten, ab. Der Vorstand der Comarch Software und Beratung AG erwartet im Geschäftsjahr 2014 ein vergleichbares Umsatzniveau wie im Jahr 2013. Im 2014 geht man weiterhin von einem positiven Ergebnis EBITDA aus.
Abhängigkeitsbericht
Schlusserklärung zum Bericht des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen: „Die Gesellschaft erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung. Weitere Maßnahmen im Sinne des § 312 AktG sind weder getroffen noch unterlassen worden. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns zum Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren.“
München, den 17. Februar 2014
Comarch Software und Beratung AG
Der Vorstand
Prof. Janusz Filipiak
Łukasz Wąsek
Bilanz zum 31.12.2013
der Comarch Software und Beratung AG, München
AKTIVA
| 31.12.2013 | 31.12.2012 | |
|---|---|---|
| Vorjahr | ||
| --- | --- | --- |
| € | € | |
| --- | --- | --- |
| A. ANLAGEVERMÖGEN | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 13.518,00 | 14.482,00 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 4.861.895,00 | 6.960.971,00 |
| 4.875.413,00 | 6.975.453,00 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Mieterausbauten | 202,00 | 0,00 |
| 2. technische Anlagen und Maschinen | 104.107,00 | 164.151,00 |
| 3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 13.484,00 | 16.600,00 |
| 117.793,00 | 180.751,00 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 300.000,00 | 300.000,00 |
| 5.293.206,00 | 7.456.204,00 | |
| B. UMLAUFVERMÖGEN | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. unfertige Leistungen | 71.200,00 | 421.349,00 |
| 2. fertige Erzeugnisse und Waren | 12.048,63 | 20.735,33 |
| 83.248,63 | 442.084,33 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 1.823.164,91 | 2.353.248,92 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 77.655,94 | 448.762,71 |
| 3. sonstige Vermögensgegenstände | 263.026,61 | 154.862,29 |
| - davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr € 60.479,10 (Vj. € 81.242,02) | ||
| 2.163.847,46 | 2.956.873,92 | |
| III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 920.984,88 | 1.061.833,43 |
| 3.168.080,97 | 4.460.791,68 | |
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 8.881,00 | 21.100,99 |
| 8.470.167,97 | 11.938.096,67 | |
| PASSIVA | ||
| 31.12.2013 | 31.12.2012 | |
| Vorjahr | ||
| € | € | |
| A. EIGENKAPITAL | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 6.213.072,00 | 6.213.072,00 |
| - bedingtes Kapital € 0,00 (Vj. € 2.490.000,00) | ||
| II. Bilanzverlust | -1.545.476,14 | -668.798,64 |
| 4.667.595,86 | 5.544.273,36 | |
| B. RÜCKSTELLUNGEN | ||
| 1. Steuerrückstellungen | 0,00 | 454.762,19 |
| 2. sonstige Rückstellungen | 2.535.554,45 | 2.477.165,98 |
| 2.535.554,45 | 2.931.928,17 | |
| C. VERBINDLICHKEITEN | ||
| 1. erhaltene Anzahlungen | 105.901,36 | 597.600,00 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 269.549,85 | 374.551,65 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 570.272,08 | 2.119.778,32 |
| 4. sonstige Verbindlichkeiten | 321.294,37 | 369.965,17 |
| - davon aus Steuern: € 300.606,83 (Vj. € 310.762,75) | ||
| 1.267.017,66 | 3.461.895,14 | |
| 8.470.167,97 | 11.938.096,67 |
Gewinn- und Verlustrechnung
| 01.01. - 31.12.2013 | 01.01. - 31.12.2012 | |||
|---|---|---|---|---|
| Vorjahr | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| € | € | € | € | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 19.656.495,09 | 21.540.592,96 | ||
| Erhöhung/Verminderung des Bestandes unfertigen Leistungen | -350.149,00 | -91.209,00 | ||
| Gesamtleistung | 19.306.346,09 | 21.449.383,96 | ||
| sonstige betriebliche Erträge | 346.373,73 | 1.139.396,55 | ||
| 19.652.719,82 | 22.588.780,51 | |||
| Materialaufwand: | ||||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren | 894.365,27 | 1.327.494,80 | ||
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 2.460.498,06 | 3.354.863,33 | 2.430.715,24 | 3.758.210,04 |
| Rohergebnis | 16.297.856,49 | 18.830.570,47 | ||
| Personalaufwand: | ||||
| a) Löhne und Gehälter | 10.172.856,32 | 10.467.212,59 | ||
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 1.585.909,88 | 1.630.245,76 | ||
| - davon für Altersversorgung: € 74.780,50 (Vj. € 45.427,02) | ||||
| Abschreibungen: | ||||
| auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 2.219.311,05 | 2.233.341,14 | ||
| sonstige betriebliche Aufwendungen | 3.207.065,15 | 17.185.142,40 | 4.170.157,78 | 18.500.957,27 |
| -887.285,91 | 329.613,20 | |||
| sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 25.757,00 | 36.278,83 | ||
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 5.005,87 | 105.444,34 | ||
| - davon an verbundene Unternehmen: € 2.279,68 (Vj. € 25.135,99) | 20.751,13 | -69.165,51 | ||
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -866.534,78 | 260.447,69 | ||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 4.607,39 | 494.122,90 | ||
| sonstige Steuern | 5.535,33 | 49.607,58 | ||
| Jahresfehlbetrag | -876.677,50 | -283.282,79 | ||
| Verlustvortrag aus dem Vorjahr | -668.798,64 | -385.515,85 | ||
| Bilanzverlust | -1.545.476,14 | -668.798,64 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2013
I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.
II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Bewertung erfolgte unter der Prämisse der Unternehmensfortführung. Auf die Ausführungen in der Risikoberichtserstattung im Lagebericht wird verwiesen.
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu fünf Jahren bewertet. Ein unter den immateriellen Vermögensgegenständen aktivierter Firmenwert aus einem Unternehmenskauf wird planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben. Die Firmenwerte aus der Verschmelzung der Comarch Solutions GmbH und der Comarch Schilling GmbH werden planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um degressive bzw. lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen zwei und dreizehn Jahren) angesetzt. Alle Zugänge zum beweglichen Anlagevermögen werden pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert bis € 150,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Anschaffungen im Wert zwischen € 150,00 und € 1.000,00 werden seit dem 01.01.2008 in einem Pool gesammelt und über einen Zeitraum von fünf Jahren linear abgeschrieben. Ab 01.01.2010 wird von der Wahlmöglichkeit der Vollabschreibung der geringwertigen Wirtschaftsgüter bis zu einer Höhe von € 410,00 Gebrauch gemacht.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen des Anlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert bilanziert.
Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten.
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Dabei werden die Forderungen verbundener Unternehmen nicht in die Berechnung der Pauschalwertberichtigung einbezogen.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen T€ 78 (Vj. T€ 449).
Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Das Körperschaftsteuerguthaben aus Zeiten des Anrechnungsverfahrens wird mit dem Barwert unter Verwendung eines Zinssatzes von 4 % angesetzt.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit einem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (253 II 1 HGB). Es wird der von der Deutschen Bundesbank ermittelte Abzinsungszinssatz verwendet.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.
Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt bei Forderungen und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.
III. Angaben zur Bilanz
Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagengegenstände im Jahre 2013 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.
Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert (T€ 4.862) betrifft drei Sachverhalte. Ein Geschäfts- oder Firmenwert mit einem Restbuchwert von T€ 1.052 wurde im Jahr 2006 im Rahmen der Übernahme von Semiramis entgeltlich erworben. Die Nutzungsdauer wurde aufgrund der strategischen Bedeutung des Erwerbs und des Lebenszyklus des Produkts mit 10 Jahren angenommen. Sie überschreitet damit die gesetzliche Vermutung in § 285 Nr. 13 HGB von 5 Jahren. Der zweite Firmenwert (Restbuchwert T€ 703), der aus der Verschmelzung der Comarch Solutions GmbH auf die Comarch Software und Beratung AG im Jahr 2010 resultierte, wird über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Rückwirkend zum 01.01.2012 wurde die Comarch Schilling GmbH auf die Comarch Software und Beratung AG verschmolzen. Der aus dieser Verschmelzung entstandene Firmenwert wird beginnend ab dem 01.01.2012 über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Der Restbuchwert zum 31.12.2013 beträgt T€ 3.107.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.823 (Vj € 2.353) sind insgesamt kurzfristig.
Unter den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von T€ 263 (Vj. T€ 155) sind antizipative Posten in Höhe von T€ 2 enthalten, die auf anrechenbare Steuern entfallen.
Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 6.213.072 Stückaktien zusammen. Auf eine Stückaktie entfällt ein rechnerischer Wert von € 1,00. Es umfasst ausschließlich Stammaktien. Seit dem Geschäftsjahr 2012 hat die Gesellschaft keine Börsenzulassung zum Handel am Regulierten Markt.
Im Jahr 2013 wurde kein genehmigtes Kapital verwendet. Des Weiteren wurde von dem bis 18.06.2013 befristeten Recht Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen zu begeben, kein Gebrauch gemacht.
Im Jahresabschluss der berichtenden Gesellschaft ergab sich ein Bilanzverlust in Höhe von T€ 1.546, so dass zum 31.12.2013 keine ausschüttungsfähigen Beträge vorhanden waren.
Der Bilanzverlust hat sich wie folgt entwickelt:
| T€ | |
|---|---|
| Verlustvortrag zum 01.01.2013 | -669 |
| Jahresfehlbetrag 2013 | -877 |
| Stand zum 31.12.2013 | -1.546 |
Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Fristigkeitsangaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst:
| Jahr 2013 | Stand | Restlaufzeit | Restlaufzeit | Restlaufzeit |
|---|---|---|---|---|
| Zusammensetzung und Entwicklung: | 31.12.2013 | bis 1 Jahr | 2 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| T€ | T€ | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten gegenüber Verbindlichkeiten | 1.267 | 1.267 | 0 | 0 |
| davon gegenüber verbundene Unternehmen | 570 | 570 | 0 | 0 |
| Jahr 2012 | Stand | Restlaufzeit | Restlaufzeit | Restlaufzeit |
| Zusammensetzung und Entwicklung: | 31.12.2012 | bis 1 Jahr | 2 bis 5 Jahre | über 5 Jahre |
| T€ | T€ | T€ | T€ | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Verbindlichkeiten | 3.462 | 3.462 | 0 | 0 |
| davon gegenüber verbundene Unternehmen | 2.120 | 2.120 | 0 | 0 |
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 570 sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 273 (Vj. T€ 1.618) enthalten. In den Verbindlichkeiten sind zudem CashPool-Verbindlichkeiten gegenüber der Comarch Solutions GmbH in Höhe von T€ 297 enthalten. Das im vierten Quartal 2012 von der Comarch AG, Dresden erhaltene Darlehen in Höhe von 502 T€ wurde zu Beginn des Jahres 2013 zuzüglich Zinsen getilgt.
Zum Abschlussstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB.
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen
(Jahresbeträge ohne Umsatzsteuer)
| T€ | |
|---|---|
| Leasing für Fahrzeuge | 167 |
| Mieten für Geschäftsräume und Stellplätze | 668 |
| 835 |
Die Leasingverträge sind in der Regel mit einer Mindestlaufzeit von 2 bis 4 Jahren ausgestattet. Die Mietverhältnisse sind meist unbefristet.
Die Leasingvereinbarungen dienen der Finanzierung der Gesellschaft. Die Comarch Software und Beratung AG trägt bei den Verträgen die Gefahr des zufälligen Untergangs (Risiko aus nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften).
Geschäfte mit nahestehenden Personen
Die Geschäfte mit nahestehenden Personen betreffen die Tochtergesellschaften der berichtenden Gesellschaft sowie Geschäfte mit verbundenen Unternehmen.
| in T€ | 2013 |
|---|---|
| Umsatzerlöse und sonstige Erträge: | |
| Verbundene Unternehmen | 2.159 |
| Bezug von Waren und Dienstleistungen: | |
| Verbundene Unternehmen | 2.744 |
Zum Bilanzstichtag bestanden folgende wesentliche Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehende Unternehmen bzw. Personen:
| in T€ | 2013 |
|---|---|
| Forderungen gegen nahestehende Personen | |
| Verbundene Unternehmen (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) | 77 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen | |
| Verbundene Unternehmen | 570 |
| - davon CashPool: T€ 297 | |
| - davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen T€ 273 |
IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 93 (Vj. T€ 929) enthalten. Diese entfallen auf die Auflösung Rückstellungen (T€ 10; Vj. T€ 311), Wertberichtigungen auf Forderungen (T€ 11, Vj. T€ 8), Gewinne aus dem Verkauf von Sachanlagevermögen (T€6; Vj T€ 1), Gewinne aus dem Verkauf von Finanzanlageverögen (T€ 0; Vj T€ 554), Versicherungsentschädigungen (T€ 0; Vj. 36) sowie weitere sonstige Erträge, wie Vergleichzahlungen (T€ 66; Vj. T€ 19).
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 46 (Vj. T€ 308) enthalten; diese betreffen Forderungsverluste (T€ 10; Vj. T€ 77) sowie Wertberichtigungen auf Forderungen (T€ 36; Vj. T€ 231).
Aus der Abzinsung von Rückstellungen ergab sich ein Ertrag von insgesamt T€ 10 (Vj. T€ 12)
Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betragen T€ 5.
V. Sonstige Angaben
Im Jahresdurchschnitt 2013 wurden 150 Mitarbeiter (ohne Vorstand) beschäftigt, davon 124 Mitarbeiter in Vollzeit und 26 Mitarbeiter in Teilzeit (bzw. in Aushilfstätigkeit).
Dem Vorstand gehören folgende Personen an:
| (1) | Prof. Janusz Filipiak, Vorstandvorsitzender, Zug/Schweiz |
| (2) | Herr Lukasz Wasek, Vorstand Finanzen, München |
| (3) | Dr. Christoph Kurpinski, Vorstand (bis 31.08.2013) |
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
| (1) | Konrad Taranski, Vorstandsmitglied der Comarch S.A. Krakau/Polen, Vorsitzender des Aufsichtsrates, Krakau/Polen |
| (2) | Prof. Dr. Hans Zangl, Fachhochschulprofessor, Aufsichtsratsmitglied mit Kenntnissen gem. § 100 Abs. 5 AktG |
| (3) | Zbigniew Rymarczyk, Vorstandsmitglied der Comarch S.A., Krakau/Polen |
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen T€ 25 (Vj. T€ 20), die Gesamtvergütung für Mitglieder des Vorstands einschließlich der Wahrnehmung ihrer Aufgaben in Tochterunternehmen betrug T€ 586 (Vj. T€ 780). Darin enthalten sind variable Vergütungsbestandteile in Höhe von T€ 59 (Vj. T€ 285). Auf eine individualisierte Angabe der Vorstandsbezüge wurde verzichtet, da die Hauptversammlung einen entsprechenden Beschluss gefasst hat.
Im Folgenden werden die Angaben zu Unternehmen zusammengefasst, an denen die Berichtsgesellschaft Anteile von mehr als 20 % besitzt:
| Gesellschaft/Sitz | Anteil am Kapital | Eigen-Kapital | Ergebnis 2013 |
|---|---|---|---|
| % | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| Comarch Solutions GmbH, Innsbruck, Österreich | 100 | 197 | 108 |
Die Comarch Software und Beratung AG wird über die Comarch AG, Dresden, die 100% der Anteile an der Comarch Software und Beratung AG hält, in den Konzernabschluss der Comarch S.A., Krakau/Polen einbezogen, der im elektronischen Bundesanzeiger in Polen (Monitor Polski B) und in Deutschland sowie auf der Homepage von Comarch (unter www.comarch.com) veröffentlicht wird. Die Comarch Software und Beratung AG selbst ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts nach § 291 HGB befreit.
München, den 17.02.2014
Comarch Software und Beratung AG, München
Vorstand
Prof. Janusz Filipiak
Lukasz Wasek
Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2013
der Comarch Software und Beratung AG
| Anschaffungs-, Herstellungskosten | Zugang | Abgang | Anschaffungs-, Herstellungskosten | |
|---|---|---|---|---|
| 01.01.2013 | 2013 | 2013 | 31.12.2013 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| € | € | € | € | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 15.777.647,49 | 6.686,42 | 0,00 | 15.784.333,91 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 12.341.561,09 | 0,00 | 0,00 | 12.341.561,09 |
| 28.119.208,58 | 6.686,42 | 0,00 | 28.125.895,00 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 3.310.939,24 | 28.093,85 | 32.270,79 | 3.306.762,30 |
| 2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 939.355,67 | 21.696,86 | 19.422,64 | 941.629,89 |
| 4.250.294,91 | 49.790,71 | 51.693,43 | 4.248.392,19 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.472.986,48 | 0,00 | 0,00 | 1.472.986,48 |
| 1.472.986,48 | 0,00 | 0,00 | 1.472.986,48 | |
| 33.842.489,97 | 56.477,13 | 51.693,43 | 33.847.273,67 |
| kumulierte Abschreibungen | Abschreibungen | Abgang kumulierte Abschreibungen | kumulierte Abschreibungen | |
|---|---|---|---|---|
| 01.01.2013 | 2013 | 31.12.2013 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| € | € | € | € | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 15.763.165,49 | 7.650,42 | 0,00 | 15.770.815,91 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 5.380.590,09 | 2.099.076,00 | 0,00 | 7.479.666,09 |
| 21.143.755,58 | 2.106.726,42 | 0,00 | 23.250.482,00 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 3.146.788,24 | 88.137,85 | 32.270,79 | 3.202.655,30 |
| 2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 922.755,67 | 24.446,78 | 19.258,56 | 927.943,89 |
| 4.069.543,91 | 112.584,63 | 51.529,35 | 4.130.599,19 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.172.986,48 | 0,00 | 0,00 | 1.172.986,48 |
| 1.172.986,48 | 0,00 | 0,00 | 1.172.986,48 | |
| 26.386.285,97 | 2.219.311,05 | 51.529,35 | 28.554.067,67 |
| Buchwert | Buchwert | |
|---|---|---|
| 31.12.2013 | 31.12.2012 | |
| --- | --- | --- |
| € | € | |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 13.518,00 | 14.482,00 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 4.861.895,00 | 6.960.971,00 |
| 4.875.413,00 | 6.975.453,00 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 104.107,00 | 164.151,00 |
| 2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 13.686,00 | 16.600,00 |
| 117.793,00 | 180.751,00 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 300.000,00 | 300.000,00 |
| 300.000,00 | 300.000,00 | |
| 5.293.206,00 | 7.456.204,00 |
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Der hier wiedergegebene Bestätigungsvermerk bezieht sich auf den aufgestellten Jahresabschluss. Für die Offenlegung wurden die Erleichterungen des § 327 HGB in Anspruch genommen.
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Comarch Software und Beratung AG, München, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen in der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss und vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, 17.03.2014
**Akanthus GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Susanne Wiegräfe, Wirtschaftsprüferin
Dr. Andreas Koller, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2013
der Comarch Software und Beratung AG mit Sitz in München
Das Geschäftsjahr 2013 endete mit dem Jahresfehlbetrag von EUR 876.677,50 EUR (Vj. EUR 283.282,79) und dem Bilanzverlust von EUR 1.545.476,14 (Vj. EUR 668.798,64). Das Jahresergebnis wurde durch die Abschreibungen auf Firmenwert in Höhe von EUR 2,1 Mio. negativ beeinflusst.
Der Gesamtumsatz ist im Vergleich zum Vorjahr von EUR 21,5 Mio. auf EUR 19,7 Mio. zurückgegangen.
Es wurden personelle Maßnahmen abgeschlossen und Neueinstellungen vollgezogen.
Im Geschäftsjahr wurde die Zusammenarbeit mit der derzeitigen Alleinaktionärin, der Comarch AG weiter verstärkt. Zentrale Zielsetzung des Zusammenschlusses der beiden Unternehmen ist es, das Wachstum der Comarch Software und Beratung AG voranzubringen, zu stärken sowie über das flächendeckende Vertriebsnetz der Comarch Software und Beratung AG auch bisher nicht angebotene IT-Lösungen der Comarch AG, u.a. zusätzlich im Cloud-Modell, zu vertreiben. Die Comarch Software und Beratung AG ist auf dem deutschsprachigem IT-Markt vor allem in den Geschäftsfeldern ERP, Finance und Systemintegration stark vertreten und soll durch diese Erweiterung der Angebotspalette noch stärker im Markt breiter aufgestellter IT-Anbieter operieren können.
Zum 1. Januar 2013 bestand der Vorstand aus folgenden Mitgliedern: Dr. Christoph Kurpinski (Vorsitzender), Prof. Janusz Filipiak und Łukasz Wąsek.
Zum 1. Januar 2013 bestand der Aufsichtsrat aus folgenden Mitgliedern: Konrad Tarański (Vorsitzender), Prof. Dr. Hans Zangl und Zbigniew Rymarczyk.
Zum 31. August 2013 ist das Mandat des Vorstandsmitglieds Dr. Christoph Kurpinski ausgelaufen. Der Vorsitz im Vorstand wurde durch Prof. Janusz Filipiak übernommen.
Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2013 ausführlich mit der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung, der Strategie sowie der Planung des Unternehmens befasst. Er nahm im Berichtszeitraum die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Beratungs- und Kontrollaufgaben sorgfältig wahr. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens im Geschäftsjahr 2013 regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung überwacht. Der Aufsichtsrat war in sämtliche Entscheidungen eingebunden, die für das Unternehmen von maßgeblicher Bedeutung waren.
Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend unterrichtet. In Sitzungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2013 berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat über Strategie und Planung sowie die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Unternehmens und insbesondere auch über wichtige Geschäftsereignisse. Zusätzlich haben sich die Mitglieder des Aufsichtsrats im Rahmen von regelmäßigen Einzelgesprächen mit den Mitgliedern des Vorstands über die aktuelle Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle informieren lassen. Der Aufsichtsrat stimmte sämtlichen Angelegenheiten zu, die ihm entsprechend der Geschäftsordnungen des Aufsichtsrats und des Vorstands als zustimmungspflichtige Geschäfte vorgelegt wurden. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2013 aufgrund seiner geringen Größe keine Ausschüsse gebildet.
Der bereits durch den Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013 ist unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichtes durch den Wirtschaftsprüfer Herr Dr. Andreas Koller und Frau Susanne Wiegräfe (Akanthus GmbH Wirtschaftsprüfungs-gesellschaft) geprüft worden. Diese haben einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht des Vorstandes, den Bericht des Abschlussprüfers sowie den Vorschlag des Vorstandes, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 876.677,50 auf neue Rechnung vorzutragen, d.h. dem bestehenden Verlustvortrag hinzuzurechnen, für das Geschäftsjahr 2013 überprüft. An diesen Beratungen war u.a. Herr Dr. Andreas Koller in seiner Eigenschaft als Abschlussprüfer beteiligt.
Der Aufsichtsrat hat den geprüften Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013 gebilligt. Dabei flossen die Ergebnisse der Prüfung der Berichte des Abschlussprüfers und insbesondere der persönliche Kenntnisstand der Aufsichtsratsmitglieder in die Bewertung ein.
Es hat sich im Rahmen der Nachprüfungen und Erörterungen des Aufsichtsrates kein Ansatzpunkt für die Vermutung ergeben, dass die in den Berichten des Vorstandes dargestellte Lage, die dargestellten Risiken und die dargestellte Ausgewogenheit von Leistung und Gegenleistung in Beziehung zur beherrschenden Comarch S.A. und deren verbundenen Unternehmen von der tatsächlichen Lage abweicht, also unvollständig oder unsachgerecht wäre.
Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfungen hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013 zu erheben.
Daher billigte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013. Dieser wurde damit verbindlich festgestellt.
Dem Vorschlag des Vorstandes den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 876.677,50 auf neue Rechnung vorzutragen, d.h. dem bestehenden Verlustvortrag hinzuzurechnen, hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.
Ein Konzernabschluss und ein Konzernlagebericht waren nach den Feststellungen des Vorstandes im Lagebericht nicht zu erstellen, sofern ein befreiender EU-Konzernabschluss des Mutterunternehmens nach § 291 HGB erstellt und in deutscher Sprache offengelegt wird.
München, den 14. April 2014
Konrad Tarański, Aufsichtsratsvorsitzender
Prof. Dr. Hans Zangl, Aufsichtsratsmitglied
Zbigniew Rymarczyk, Aufsichtsratsmitglied
Sonstiger Berichtsteil
Sonstige Angaben
Feststellung des Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss zum 31.12.2013 wurde am 14. April 2014 festgestellt.
Ergebnisverwendung
Der Bilanzverlust zum 31.12.2013 in Höhe von -1.545.476,14 € wurde gemäß Beschluss der Hauptversammlung auf neue Rechnung vorgetragen.