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Comarch S.A. — Audit Report / Information 2018
Aug 28, 2019
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Audit Report / Information
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Publication

Comarch Software und Beratung Aktiengesellschaft
München
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2018
A. Grundlagen des Unternehmens
Die Muttergesellschaft Comarch S.A., Krakau/Polen, ist ein internationaler Anbieter von IT-Lösungen für Geschäftsprozessoptimierung und Kundenbeziehungsmanagement. Gegründet im Jahr 1993, hat sich die Gruppe weltweit etabliert und beschäftigt heute mehr als 6.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist in den Zielmärkten Telekommunikation, Handel, Banken und Versicherungen, Öffentliche Verwaltung, IT-Infrastruktur, e-Health und SME (Small and Mediumsized Enterprises bzw. Mittelstand) als Anbieter von Software sowie Consulting-, Integrations- und Programmierdiensten tätig. Die Comarch Software und Beratung AG (im Folgenden auch: Comarch AG, München) fügt sich als Anbieter von IT-Lösungen sowie IT-Infrastruktur in die Comarch Group ein. Seit dem Jahr 2015 baut die Comarch Software und Beratung AG zusammen mit der Comarch AG, Dresden, und der Comarch SA, Krakau, neue Geschäftsbereiche mit Produkten aus dem Umfeld von CRM (Customer Relationship Management), ICT (Information and Communication Technologies), EDI (Electronic Data Interchange) und Telko (Operations Support Systems, Business Support Systems und Next Generation Network Planning and Assurance Systems) auf.
Im Jahr 2018 hat die Comarch AG, München, erneut sehr gute Ergebnisse erwirtschaftet. Diese sind vor allem auf den Einstieg in neue Projekte in Vorjahren zurückzuführen.
Im Geschäftsfeld Software entwickelt und vertreibt die Comarch Software und Beratung AG moderne Business-Software für mittelständische Unternehmen und bietet zudem andere Produkte aus dem Comarch Konzern an. Die Systeme werden bei den Kunden entweder im Lizenz- oder Cloud-Modell betrieben.
Mit der ERPII-Software Comarch ERP Enterprise inkl. des Rechnungswesens Comarch Financials Enterprise verfügt Comarch AG, München, über eine moderne Softwarelösung, die bereits mehrfach für ihre Technologie und Ergonomie ausgezeichnet wurde. Comarch ERP Enterprise ist komplett objektorientiert, in der Programmiersprache JAVA entwickelt und auf den gängigen Serverbetriebssystemen Microsoft Windows, Linux und IBM System i sowie auf den Datenbanken Oracle, Microsoft SQL Server, PostgreSQL und IBM DB2/400 ablauffähig. Neben der bewährten ERP-Lösung Comarch ERP Suite, die ausschließlich für die Serverplattform IBM System i zur Verfügung steht und insbesondere die Branchen Handel und Lebensmittelindustrie adressiert, verfügt Comarch AG, München, damit über eine plattformneutrale ERPII-Software, die als Cross-Industry-Lösung grundsätzlich für die Anforderungen unterschiedlicher Branchen ausgelegt ist.
Comarch ERP Enterprise wird sowohl im Direktgeschäft mit einem eigenen Vertriebsteam als auch indirekt über ein ausgeprägtes Netz von Vertriebspartnern am Markt angeboten. Diesen Vertriebspartnern bietet Comarch AG, München, zudem die Möglichkeit, auf Basis von Comarch ERP Enterprise eigene Branchenlösungen zu entwickeln und anzubieten. Die Positionierung von Comarch ERP Enterprise als Plattform für Partnerprodukte wird durch moderne Softwaretechnologie in Form einer AddOn-Infrastruktur unterstützt. Dies versetzt Comarch AG, München, in die Lage, zusätzliche Branchen für das Produkt Comarch ERP Enterprise zu erschließen und damit das Einsatzspektrum kontinuierlich zu erweitern.
Neben den ERP-Lösungen mit den integrierten Finanz-Applikationen vermarktet Comarch AG, München, die Finanz-Applikationen auch separat als Stand-alone-Rechnungswesenlösungen. Das Portfolio umfasst darüber hinaus die auf dem Serverbetriebssystem IBM i ablauffähigen Rechnungswesenlösungen Comarch Financial DKS und Comarch Financial Schilling und eine Anwendung zur elektronischen Übermittlung von Daten an die Finanzverwaltung - Comarch eBilanz. Als Ergänzung sowohl zu den ERP-Lösungen als auch zu den Finanz-Applikationen wird das Dokumentenmanagementsystem Comarch ECM angeboten.
Als Erweiterung der eigenen Produktpalette bietet die Comarch AG, München, auch CLM (Comarch Loyalty Management), EDI (Electronic Data Interchange), BI (Business Intelligence) und Systeme für Telekomunikationsprovider an.
Im Geschäftsfeld Wartung betreut die Comarch AG, München, eigene Produkte, die Kunden im Einsatz haben. Innerhalb der Wartungsverträge leistet die Comarch AG, München, für ihre Kunden Support- und Korrekturleistungen und stellt Systeme, neueste Releases, Updates und Patches zur Verfügung. Die Mitarbeiter der IT-Abteilung des Kunden können sich mit Fragen zur Handhabung von Fehlerfunktionen und zur Fehlervermeidung der Software an die Comarch AG, München, wenden. In dieses Geschäftsfeld fallen auch Umsätze aus Leistungen der Rechenzentren und Cloud-Verträge sowie Leistungen aus so genannte SLA Verträge (Service Level Agreement) und IT-Outsourcing Dienstleistungen, weil sie ähnlicher Natur wie klassische Wartungsverträge sind. Innerhalb des betrachteten Geschäftsfeldes haben derartige Verträge in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen.
Im Geschäftsfeld Dienstleistungen / Beratung bietet die Comarch AG, München, in einer dezentralen Organisation Dienstleistungen (Beratung, Anpassungsprogrammierung, Datenübernahmen u. Ä.) an, um die Produkte bei den Kunden einzuführen. Die Consultants erstellen Einsatzstudien im Vorfeld der Softwareeinführung und unterstützen die Kunden bei der Implementierung und Anpassung der Software sowie bei Releasewechseln. Weitere Dienstleistungen sind Schulungen und IT-Infrastruktur Dienstleistungen.
Im Geschäftsfeld Sonstige bietet die Comarch Software und Beratung AG vor allem Hardware an, die zur Umsetzung eigener Projekte notwendig ist. Daneben fallen unter diese Rubrik Umsätze, die die Comarch AG, München, außerhalb ihres Hauptgeschäfts generiert (z.B. Weiterverrechnung von Prämien, die innerhalb Kundenbindungsprogramm bei einem Kunden erfolgt).
B. Wirtschaftsbericht
I. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche
Wie in den Vorjahren hängt die wirtschaftliche Tätigkeit der Comarch Software und Beratung AG, München, und der Verkaufserfolg der Softwarelösungen von der Entwicklung auf den sensiblen IT-Märkten in Westeuropa, besonders in der DACH-Region (Deutschland, Österreich und der Schweiz) ab. Im Jahr 2018 entwickelte sich der IT-Markt verglichen mit den Vorjahren in eine Richtung mit neuen Schwerpunkten wie: Digitalisierung, Big Data, Industrie 4.0, Cloud, Mobility, Internet der Dinge und eHealth. Die allgemeine Situation auf dem IT-Markt in der DACH-Region betrachtet die Comarch AG, München, als positiv (Quelle: Capgemeni, it-trends-studie 2018).
II. Darstellung des Geschäftsverlaufs
Forschung und Entwicklung
Die Comarch Software und Beratung AG, München, investiert einen großen Teil ihres Jahresumsatzes in Forschung und Entwicklung von bestehenden und neuen Produkten. Bei diesen Aktivitäten werden die Nearshoring-Ressourcen der polnischen Muttergesellschaft eingesetzt. Das Entwicklerteam in Polen leistet Unterstützung vor allem bei der Entwicklung von Funktionen und Modulen für die Produkte Comarch ERP Enterprise und Comarch Financials Enterprise.
Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung konzentrieren sich vor allem darauf, die innovativen Produktgruppen ERP, Financials und Dokumentenmanagement zu optimieren.
In 2018 wurden einige neue betriebswirtschaftliche Funktionen für das Release „Comarch ERP Enterprise 6.0" entwickelt. Zu diesen Neuentwicklungen zählen zum Beispiel das neue Framework „Compliance-Management", in dem sich alles um den Datenschutz (Stichwort DSGVO) dreht, sowie die Einführung neuer Länderbesonderheiten, Optimierungen im Wareneingang zur Unterstützung komplexer Verteilprozesse und die Verwendung von Webservices in Workflowprozessen. In 2018 wurden auch weitere Funktionen und Verbesserungen für Landesversion Frankreich entwickelt.
Zu den wichtigsten technischen Neuerungen, die in 2018 implementiert wurden, gehören u. a. die Integration neuester Web-Technologien und Performance Verbesserungen durch den Austausch des integrierten Web-Servers. Diverse Erweiterungen des Berechtigungssystems und des Persistenz-Dienstes wurden implementiert, damit die Anforderungen der DSGVO sich einfacher / automatisch umsetzen lassen.
Darüber hinaus wurde in 2018 überwiegend für das neue Release 6.1 entwickelt. Die wichtigsten Neuerungen sind u. a. die weitere Modernisierung der Bedienungsoberfläche und die Verbesserung der preisgekrönten Ergonomie, in dem u. a. umfangreiche Anpassungen durch den Benutzer ermöglicht werden, wie z. B. das Anpassen von Beleganwendungen und deren Tabellen oder die Vergabe individueller Tastenkombinationen.
Für die Produktion wurde eine mehrstufige interne Fremdfertigung entwickelt, sodass im Rahmen eines einzelnen Produktionsprozesses möglichst einfach und weitestgehend automatisiert an anderen Standorten produziert werden kann und diese wiederum die Vergabe der Produktion an weitere Standorte veranlassen können. Zu diesem Zweck wurden auch neue Funktionen für Verteilaufträge entwickelt. Außerdem wurden diverse Optimierungen in Vertriebs- und Beschaffungsprozessen vorgenommen. Im Bereich der Lagerlogistik wurde die Inventur mit neuen Funktionen ergänzt, wodurch u. a. die Inventursperrzeiten reduziert werden können. Für das Zahlungsmanagement wurde eine Schnittstelle für Vorkasse-Zahlungen und Anzahlungen mit zugehörigen Anwendungen geschaffen. Für iSeries-Produkte wurden Funktionserweiterungen entsprechend gesetzlicher Anforderungen unternommen.
Der Umfang der F & E-Tätigkeiten war im Geschäftsjahr 2018 ähnlich wie im Vorjahr. Der Aufwand für F & E betrug insgesamt 6,9 Mio. € (Vj. 7,1 Mio. €).
Mitarbeiter
Zum Stichtag 31.12.2018 beschäftigte die Comarch AG, München, inkl. freiberuflich tätiger Personen unverändert zum Vorjahr 146 Mitarbeiter.
Die Comarch AG, München, verfügt über ein differenziertes Entlohnungssystem für seine Mitarbeiter. Im Bereich Beratung werden neben dem Fixgehalt variable Prämien in Abhängigkeit von quantitativen Bezugsgrößen gewährt. Beschäftigte im Vertriebsaußendienst erhalten neben einem Fixum eine variable Provision in Abhängigkeit vom erreichten Deckungsbeitrag. Softwareentwickler erhalten ebenfalls neben einem Festgehalt einen variablen Vergütungsbestandteil, der von Entwicklungszielen abhängig ist. Im Verwaltungsbereich erfolgt die Vergütung überwiegend in Form von Fixgehältern.
Die Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder der Comarch Software und Beratung AG orientiert sich an der Größe des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen. Daneben werden Indikatoren wie Aufgabenfeld, Erfahrung und Beitrag des Vorstandsmitglieds zum Unternehmenserfolg bei der Vergütung berücksichtigt.
Zweigniederlassungen / Tochterunternehmen
Die Comarch AG, München, hat neben dem Hauptsitz in München Betriebsstätten in Hannover, Hamburg, Bremen, Münster, Düsseldorf, Berlin und Dresden. Tochterunternehmen ist die Comarch Solutions GmbH mit dem Sitz in Innsbruck, Österreich (Beteiligung 100 % im Gesamtwert von 50.000 EUR seit dem 3. Quartal 2003).
Seit dem 3. Quartal 2014 hat die Comarch Software und Beratung AG, München, 200 Anteile (entspricht prozentual 20%) an der brasilianischen Gesellschaft Comarch Sistemas LTDA. mit Sitz in Sao Paolo, Brasilien. Im April 2016 wurde das Grundkapital der Gesellschaft Comarch Sistemas LTDA. mit Sitz in Sao Paolo, Brasilien erhöht. Nach der Kapitalerhöhung hält die Comarch Software und Beratung AG, München, Anteile im Wert von 200.000 R$ (entspricht prozentual weiterhin 20%). Die restlichen 80% der Anteile an dieser Gesellschaft hält die Muttergesellschaft Comarch AG, Dresden.
Im 1. Quartal 2017 hat die Comarch Software und Beratung AG, München, 2.000.000 neu ausgegebene Aktien (entspricht prozentual ca. 20%) zu dem Ausgabebetrag von 10 PLN und dem Nominalbetrag von 1 PLN je Aktie und dem Gesamtausgabebetrag von 20.000.000 PLN für 2.000.000 Aktien an der polnischen Gesellschaft Comarch Healthcare S.A. mit Sitz in Krakau, Polen, gezeichnet.
Im 1. Quartal 2018 hat die Comarch Software und Beratung AG, München erneut 2.000.000 neu ausgegebene Aktien zu dem Ausgabebetrag von 10 PLN und dem Nominalbetrag von 1 PLN je Aktie und dem Gesamtausgabebetrag von 20.000.000 PLN für 2.000.000 Aktien an der polnischen Gesellschaft Comarch Healthcare S.A. mit Sitz in Krakau, Polen, gezeichnet. Zum 31.12.2018 entsprechen die Anteile von 40 Millionen PLN der Comarch Software und Beratung AG an der Comarch Healthcare S.A. 33%. Die Comarch Healthcare entwickelt webbasierte IT-Lösungen, die dazu beitragen, die medizinische Versorgung zu verbessern. In enger Zusammenarbeit mit Fachärzten werden im konzerneigenem Klinikum Zukunftslösungen entwickelt und implementiert. Die Übertragung von Schlüsseltechnologien aus dem IT-Bereich auf die Medizin kombiniert mit der problemlosen Übertragung von Daten, wird immer leistungsfähiger, sodass die hohen Investitionen (Beteiligung 9,4 Mio. € sowie Darlehen von 2,8 Mio. €) in diesen Bereich aufgrund der zukünftigen Relevanz absolut begründet ist. Durch Künstliche Intelligenz, wie Monitoring, Diagnostik und BigData, wird die Medizin grundlegend geändert.
III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren
In den Abschnitten Umsatz- und Ertragsentwicklung und Vermögens- und Finanzlage geht der Vorstand auf die wesentlichen Erfolgsgrößen der Gesellschaft ein. Im Einzelnen werden folgende Entwicklungen des Geschäftsjahres 2018 hervorgehoben:
| • | Im Jahr 2018 ist der Umsatz auf rd. 38 Mio. € (Vj. 40,1 Mio. €) gesunken und betrifft vor allem den Bereich Dienstleistungen, während der Bereich Wartung gesteigert werden konnte. Im Vorjahr haben vor allem Erstinstallationen für neu gewonnene Großprojekte zu einem höheren Beratungsumsatz geführt. Im laufenden Geschäftsjahr beeinflussten die Folgeabrechnungen aus diesen Projekten den Bereich Wartungsleistungen positiv. Des Weiteren enthält das Geschäftssegment Wartung aufgrund der erweiterten Geschäftsaktivitäten neben Wartungserlösen aus dem klassischen ERP-Geschäft seit 2016 auch wartungsähnliche Dienstleistungsumsätze aus neuen Geschäftsfeldern (z.B. Umsätze aus Cloudleistungen). Bereich Lizenzen war ein Anstieg von 1,9 Mio. € im Vorjahr auf 2,6 Mio. € zu verzeichnen. Dies ist auf eine Lizenzvergabe im Zusammenhang mit einem großen ERP Kundenprojekt zurückzuführen. |
| • | Das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 1,8 Mio. € auf 8,2 Mio. € (Vj. 6,4 Mio. €). Beim EBT wurde ein Ergebnis von 8,1 Mio. € (Vj. 6,3 Mio. €) erwirtschaftet. In diesen Zahlen sind nicht zahlungswirksame, planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände in Höhe von T€ 98 (Vj. T€ 95) enthalten. Da 2018 geringere Ausschüttungen von Tochtergesellschaften erzielt wurden (T€ 61; Vj. T€ 679), beträgt das Jahresergebnis wie im Vorjahr 6,3 Mio. €. |
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme ist auf 32,5 Mio. € gestiegen (Vj. 27,7 Mio. €). Der Anteil des langfristigen Vermögens beträgt 19,2 Mio. € und 60 % der Bilanzsumme (Vj. 14,5; 52 %). Hauptursache für diese Entwicklung ist die Gewährung von Darlehen an verbundene Unternehmen in Höhe von 9,4 Mio. € (Vj. 9,2 Mio. €) sowie der Erwerb von Beteiligungen (T€ 9,8; Vj. 5,1 T€), insbesondere an die Comarch Healthcare S.A. aufgrund der voranschreitenden Digitalisierung im Gesundheitswesen, die auf den Bereich Telemedizin spezialisiert ist und neue Behandlungsansätze und die Patientenversorgung unterstützt. Die Ausleihungen enthalten zudem die Ausgabe von Darlehen an die Muttergesellschaft Comarch AG von insgesamt 4 Mio. EUR im Berichtsjahr. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund des Anstiegs des Eigenkapitals von 16,9 Mio. € auf 23,2 Mio. € von 61 % auf 72 % gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen 3,9 Mio. € (Vj. 5,7 Mio. €). Zum 31.12.2018 wurden keine Bankkredite oder Konzerndarlehen benötigt. Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft sanken per Saldo um 2,5 Mio. € auf 5,1 Mio. € (Vj. 7,6 Mio. €). Der Finanzmittelbestand stieg am Bilanzstichtag auf 2,7 Mio. € gegenüber 2,5 Mio. € im Vorjahr. Die Finanzmittel sind in Höhe von 0,4 Mio. € zur Besicherung von Aval-Krediten verpfändet. Für die Finanzierung der Firmenfahrzeuge wird Leasing als Finanzierungsinstrument eingesetzt. Die Kundenforderungen der Gesellschaft sanken um 0,4 Mio. € auf 8,8 Mio. € (Vj. 9,2 Mio. €).
Finanzielle Leistungsindikatoren
Die Unternehmenssteuerung der Comarch Software und Beratung AG erfolgt primär auf Basis der Leistungsindikatoren Umsatzerlöse, Rohergebnisse sowie operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT); wichtige Planungsinstrumente sind außerdem Kennzahlen zum Auftragseingang und Auftragsbestand im Lizenzgeschäft.
IV. Gesamtaussage
Der Umsatz, das Rohergebnis und das operative Ergebnis übertrafen in 2018 die Planungen des Vorjahres. Die sehr guten Ergebnisse des Vorjahres konnten weiter gesteigert werden, was vor allem auf den Einstieg in die neuen Geschäftsbereiche in Vorjahren zurückzuführen ist. Durch die neuen Kundenprojekte konnten die gesteckten Ziele im Hinblick auf Umsatz und Operativergebnis erreicht und übertroffen werden, so dass das Geschäftsjahr 2018 wieder mit wiederum sehr guten Ergebnissen abgeschlossen werden konnte. Die Unternehmensposition von Comarch am IT-Markt verbessert sich auf Grundlage des breiteren Leistungsangebots stetig.
C. Prognosebericht
Die künftige Entwicklung der Comarch Software und Beratung AG, München, hängt von der Lage auf dem deutschen IT-Markt und den Erfolgen eigener Aktivitäten, insbesondere der Marketing- und Entwicklungsaktivitäten, ab. Der Vorstand der Comarch AG, München, erwartet im Geschäftsjahr 2019 ein vergleichbares Rohergebnis wie im Jahr 2018 sowie vergleichbare operative Ergebnisse im Vergleich zum Jahr 2018.
D. Chancen- und Risikobericht
Marktchancen
Im Bereich der Standardsoftware wurde durch die Integration in die Comarch Gruppe, Polen, die Weiterentwicklung und Vermarktung der Produktlinie Comarch ERP und Comarch Financials beschleunigt. So erschließt sich für die Comarch AG, München, durch die Muttergesellschaft mit einer Vielzahl von Niederlassungen und Vertriebspartnern, insbesondere in Osteuropa, dieser wichtige Zielmarkt für die innovativen Produkte. Bereits seit 2009 greift die Comarch AG, München, zusätzlich zu den eigenen Mitarbeitern, auf hochqualifizierte Softwareentwickler der Muttergesellschaft in Polen zu und erhöht damit die Entwicklungsgeschwindigkeit für die eigenen Produkte deutlich. Seit Ende 2009 hat Comarch Produkte der Muttergesellschaft im Angebot und kann so die Kunden noch umfassender bedienen. Durch den Einstieg in neue Bereiche in den letzten Jahren kann die Comarch AG, München, neue Kundengruppen ansprechen und Umsatz außerhalb des ERP-Bereiches, d.h. mit anderen Produkten in neuen Branchen, generieren. Im Bereich Telemedizin gestaltet die Comarch Software und Beratung AG den Markt, mittels eigener Pilotprojekte, mit. Die Comarch Software und Beratung AG investiert in die Comarch Healthcare, die auf Telemedizin spezialisiert ist. Um die Marktposition und das Geschäft auch in asiatischen Ländern auszuweiten, zu stärken und Kontakte zu lokalen Unternehmen herzustellen, investiert die Comarch Software und Beratung AG des Weiteren in das in 2016 gegründete Malaysische Comarch-Unternehmen. Die Entwicklung der IT-Industrie in dieser Region ist seit vielen Jahren sehr dynamisch, was eine sehr gute Gelegenheit für die weitere Entwicklung darstellt.
Die bei der Comarch AG, München, relevanten Risikoklassen lassen sich wie folgt gliedern:
Ökonomische Risiken und Marktrisiken
| • | Wesentliche Verschlechterungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen. Bei einer längerfristig gesamtwirtschaftlich angespannten Situation kann sich sowohl die generelle Investitionsbereitschaft beim Kauf und bei der Implementierung von Produkten der Comarch AG, München, verringern als auch die zeitliche Planung solcher Investitionsvorhaben verzögern. Eine zögerliche oder schwache Entwicklung der Wirtschaft kann deshalb negative Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis haben. |
| • | Die Softwarebranche durchlebt immer noch eine Phase der Konsolidierung, der Wettbewerb hat und wird sich infolge dieser Konsolidierungen weiter verstärken. Möglicherweise kann es Wettbewerbern gelingen, Marktanteile zu Lasten von Comarch zu gewinnen. |
| • | Einen erheblichen Anteil der Umsatzerlöse generiert die Comarch AG, München, aus Pflegeverträgen mit Bestandskunden. Wenn diese Kunden sich entscheiden sollten, Pflegeverträge zu kündigen und gleichzeitig keine neuen Lizenz- oder Dienstleistungsverträge abzuschließen, kann dies das Ergebnis der Comarch AG, München, nachhaltig negativ beeinträchtigen. |
Produktrisiken
| • | Neue Softwareprodukte und neue Releases können trotz umfangreicher Planung und Tests nicht erkannte Fehler enthalten. Deshalb unternimmt die Comarch AG, München, nach der Auslieferung an Kunden besondere Anstrengungen, die aufgetretenen Mängel in enger Kooperation mit den Kunden zu beheben. Es besteht dennoch keine Gewähr, dass Mängel stets zur Zufriedenheit des Kunden behoben werden können. Aus diesem Grund können Kunden Ansprüche auf Rückerstattung geleisteter Beträge erheben oder Schadenersatz, Austausch des Softwareprodukts oder sonstige Zugeständnisse verlangen. Kauf- oder Dienstleistungsverträge können bei Rechtsstreitigkeiten vom Gericht als Werkverträge ausgelegt werden. Solche Vorfälle können sich negativ auf die Ertragslage sowie auf das Ansehen der Comarch AG, München, auswirken. |
| • | Die Planung von neuen Softwareprodukten basiert auf langjährigen Erfahrungen bei der Entwicklung und Projekten mit ähnlichen Produkten der Comarch AG, München (Comarch ERP Suite, Comarch Financial Schilling, Comarch Financial DKS). Dennoch ist bei einer Produktplanung und -entwicklung nicht vollständig auszuschließen, dass während der Entwicklungsphase technische Probleme auftreten können, die Fertigstellung des Produkts nicht zum geplanten Zeitpunkt abgeschlossen wird oder das Produkt erst mit zeitlicher Verzögerung marktfähig ist. Aufgrund der teilweisen Zusammenarbeit bei der Produktentwicklung mit ausländischen Entwicklern besteht ein gewisses Risiko, das die Umsetzung der Entwicklungsziele negativ beeinträchtigen könnte. |
Projektrisiken
Die Tätigkeit zur Implementierung der Software ist mit einer Vielzahl von Risiken behaftet, auf die die Comarch AG, München, teilweise keinen Einfluss hat. So sind die Projekte häufig mit der Bereitstellung von Ressourcen seitens des Kunden verbunden. Die Projektrisiken können zu Verzögerungen bei Systemeinführungen und/oder zu höheren Projektkosten führen. Damit verbundene Kundenregressforderungen und Imageschäden für die Co-march AG, München, können nicht ausgeschlossen werden. Bei der Durchführung von Projekten für andere Produkte aus dem Comarch-Konzern, welche vor allem bei Großkunden realisiert werden, trägt die Comarch AG, München, Risiken, welche höhere Werte haben als bei ERP Projekten. Diese Risiken sind in allen Verträgen mit Subunternehmen entsprechend berücksichtigt und an diese übertragen.
Personalrisiken
Wenn qualifizierte und wichtige Mitarbeiter die Comarch Software und Beratung AG verlassen und kein entsprechender Ersatz für diese Personen gefunden wird, können die Geschäfte beeinträchtigt werden. Die Comarch AG, München, ist bei der Gewinnung hoch-qualifizierter Arbeitskräfte im IT-Sektor einem starken Wettbewerb ausgesetzt, so dass es keine Garantie dafür geben kann, die entscheidenden Leistungsträger langfristig an sich zu binden. Der Comarch-Konzern kooperiert deshalb mit Hochschulen, um daraus Personal zu gewinnen. Die Comarch AG, München, nimmt an unterschiedlichen Arbeitsmessen teil.
Rechtliche Risiken und Compliance-Risiken
Rechtliche Risiken können bei der Softwareentwicklung hinsichtlich der Urheberrechte entstehen. Daher hat Comarch AG, München, bei Arbeits- oder Entwicklungsverträgen mit externen Partnern vertraglich abgesichert, dass alle Rechte bei der Comarch AG, München, verbleiben.
Finanzielle Risiken
| • | Die Erlöse aus Dienstleistungen und Softwarelizenzen lassen sich aus verschiedenen Gründen nur schwer prognostizieren. Gründe hierfür sind beispielsweise die relativ langen Vertriebszyklen, zeitliche Verzögerungen bei Installationen von Softwareprodukten sowie Budgetänderungen beim Kunden. Da andererseits die Ausgaben der Comarch AG, München, kurzfristig relativ stabil bleiben, kann das Ausbleiben oder eine Verzögerung erwarteter Umsätze zu beträchtlichen periodischen Schwankungen beim Betriebsergebnis und daraus folgend zu Liquiditätsengpässen führen. |
| • | Schwankungen und Rückgänge im Lizenzgeschäft wirken sich auf zukünftige Dienstleistungs- und Pflegeerlöse aus, die in der Regel der Entwicklung der Lizenzumsätze in zeitlichem Abstand folgen. Jedes Absinken der Umsätze von Softwarelizenzen gegenüber dem Vorjahr und Kündigungen von Softwarepflegeverträgen können sich daher negativ auf den Gesamtumsatz und Ertrag der Comarch auswirken. |
| • | Die Entwicklungskapazität ist weiterhin relativ hoch, damit verbunden sind hohe fixe Personalaufwendungen. Dagegen ist das Umsatzwachstum mit den Softwareprodukten schwer prognostizierbar und mit Marktrisiken behaftet. |
Risikoberichterstattung zu Finanzinstrumenten
Die Comarch AG, München, tätigt ihre operativen Geschäfte zum überwiegenden Teil in Deutschland bzw. in der Eurozone. Daneben bestehen geschäftliche Aktivitäten in der Schweiz sowie die geschäftlichen Beziehungen zum Mutterkonzern Comarch S.A., Krakau, sowie Tochtergesellschaften in Lateinamerika. Zusätzlich hat die Comarch AG, München, im Jahr 2018 Geschäfte zu Kunden aus Südafrika, Asien und Japan. Hieraus resultieren in gewissem Umfang Währungsrisiken, die durch Comarch AG, München, und Konzernmuttergesellschaft überwacht und bei Bedarf gesteuert werden. Auf den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten zur Begrenzung der Finanzrisiken wurde verzichtet.
Im Folgenden werden die Risiken bzw. das Risikomanagement näher beschrieben:
Kreditrisiko
Für die Comarch AG, München, besteht ein Kreditrisiko dahingehend, dass der Wertansatz der Forderungen beeinträchtigt werden könnte, wenn die Geschäftspartner ihren Verpflichtungen nicht bzw. nicht in voller Höhe nachkommen. Das maximale Ausfallrisiko umfasst daher den Gesamtbetrag der Forderungen.
Zur Minimierung der Kreditrisiken erfolgt im Konzern ein stringentes Forderungs- und Überwachungsmanagement der offenen Forderungen zur effektiven Steuerung der Kreditrisiken. Grundsätzlich werden für alle Kunden Kreditlimits festgelegt. In den letzten Jahren haben sich die Kreditrisiken insgesamt etwas erhöht. Der Bedarf an Wertberichtigungen wurde entsprechend angepasst. Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen Risikokonzentrationen bei Vertriebspartnern im indirekten Vertrieb und bei Großkunden. Dem Risiko wird durch ratierliche Zahlungen während der Projektphase begegnet.
Liquiditätsrisiken
Das Liquiditätsrisiko, aufgrund einer mangelhaften Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können, wird im Konzern der Comarch Software und Beratung AG zentral gesteuert. Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit werden liquide Mittel bereitgehalten, um sämtliche Zahlungsverpflichtungen termingerecht erfüllen zu können. Der Finanz- und Liquiditätsbedarf wird aus einer Finanzplanung abgeleitet, wobei aufgrund der zum Jahresanfang vereinnahmten Wartungserlöse der Finanzbedarf zum Ende des Jahres strukturell höher ist. Darüber hinaus werden für ungeplante Mehrausgaben und Mindereinnahmen Reserven vorgehalten.
Die Finanzlage der Gesellschaft zeigt zum Vorjahr Cashflow-Zuflüsse und zeigt sich zum Vorjahr leicht verbessert. Zum Jahresende wurde per Saldo ein positiver Finanzmittelfonds in Höhe von 0,5 Mio. € (Vj. 0,7 Mio. €) ausgewiesen. Im Jahr 2018 wurden keine Bankkredite oder Konzerndarlehen benötigt. Die Gesellschaft erwartet auch für das kommende Geschäftsjahr eine Finanzierung ohne Inanspruchnahme von Krediten.
Marktrisiko
Das Marktrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Zum Marktrisiko zählen das Preisrisiko, das Währungsrisiko und das Zinsrisiko.
Preisrisiko
Im Konzern der Comarch Software und Beratung AG bestehen kaum Preisrisiken bei den Finanzinstrumenten.
Währungsrisiko
Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen, Verbindlichkeiten, flüssige Mittel und geplante Transaktionen in einer anderen als in der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. entstehen werden. Im Geschäftsjahr 2018 gab es auch Transaktionen mit dem Mutterkonzern in der Währungseinheit Zloty und mit Kunden in der Währungseinheit ZAR, CHF, USD und PLN, so dass sich auch diesbezüglich Kursgewinne bzw. -verluste ergaben. Insgesamt haben die Währungserträge die Verluste überstiegen.
Zinsrisiko
Ein Zinsrisiko, d.h. eine Wertveränderung des Finanzinstruments (Fair Value Risiko) bzw. der künftigen Zahlungen aus einem Finanzinstrument (Cashflow-Risiko) aufgrund von Marktzinssatzänderungen liegt vorwiegend bei Vermögenswerten und Schulden mit Laufzeiten von über einem Jahr vor. Der Konzern hält seine liquiden Mittel und die Liquiditätsreserven fast ausschließlich im Bereich variabel verzinslicher kurzfristiger Geldanlagen vor, die keinen nennenswerten Kursschwankungen unterliegen.
Die vorstehend aufgeführten Risiken stellen hohe Anforderungen an das Risikomanagement von Comarch und erfordern die Bereithaltung entsprechender finanzieller Ressourcen. Die Bewältigung dieser Prozesse steht im Mittelpunkt des Risikomanagements von Comarch.
E. Abhängigkeitsbericht
Schlusserklärung zum Bericht des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen: „Die Gesellschaft erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung. Weitere Maßnahmen im Sinne des § 312 AktG sind weder getroffen noch unterlassen worden. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns zum Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren."
München, 28. Februar 2019
Comarch Software und Beratung AG, München
Vorstand
Zbigniew Rymarczyk
Frank Siewert
Michael Steinberger
Marcus Sümnick
Łukasz Wąsek
Bilanz zum 31.12.2018
der Comarch Software und Beratung AG, München
AKTIVA
| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |
|---|---|---|
| € | € | |
| --- | --- | --- |
| A. ANLAGEVERMÖGEN | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 4.636,00 | 12.098,00 |
| 4.636,00 | 12.098,00 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. technische Anlagen und Maschinen | 97.430,00 | 91.442,00 |
| 2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 70.052,00 | 85.564,00 |
| 167.482,00 | 177.006,00 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 9.802.210,22 | 5.066.576,95 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 9.377.990,57 | 9.209.010,16 |
| 19.180.200,79 | 14.275.587,11 | |
| B. UMLAUFVERMÖGEN | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 91.562,77 | 65.305,77 |
| 2. fertige Erzeugnisse und Waren | 23.148,58 | 13.944,51 |
| 114.711,35 | 79.250,28 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.766.512,64 | 9.211.161,44 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 1.452.943,73 | 1.386.763,09 |
| 3. sonstige Vermögensgegenstände | 72.928,37 | 22.785,82 |
| - davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr € 2.960,00 (Vj. € 2.960,00) | ||
| 10.292.384, 74 | 10.620.710, 35 | |
| III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 2.661.562,73 | 2.468.322,20 |
| 13.068.658,82 | 13.168.282,83 | |
| C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 29.972,50 | 27.377,37 |
| 32.450.950,11 | 27.660.351,31 | |
| PASSIVA | ||
| 31.12.2018 | 31.12.2017 | |
| € | € | |
| A. EIGENKAPITAL | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 6.213.072,00 | 6.213.072,00 |
| II. Bilanzgewinn | 16.994.530,99 | 10.655.231,87 |
| 23.207.602,99 | 16.868.303,87 | |
| B. RÜCKSTELLUNGEN | ||
| 1. Steuerrückstellungen | 1.401.381,29 | 794.574,91 |
| 2. sonstige Rückstellungen | 2.529.606,69 | 2.344.487,93 |
| 3.930.987,98 | 3.139.062,84 | |
| C. VERBINDLICHKEITEN | ||
| 1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 0,00 | 0,00 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 771.578,58 | 1.309.366,91 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 3.854.778,95 | 5.685.627,66 |
| 4. sonstige Verbindlichkeiten | 441.443,57 | 593.652,25 |
| - davon aus Steuern: 414.589,92 (Vj. € 453.913,38) | ||
| 5.067.801,10 | 7.588.646,82 | |
| D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 244.558,04 | 64.337,78 |
| 32.450.950,11 | 27.660.351,31 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2018
| 01.01.-31.12.2018 | 01.01.-31.12.2017 | |||
|---|---|---|---|---|
| € | € | € | € | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 38.037.681,88 | 40.088.292,05 | ||
| 2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Leistungen | 26.257,00 | 56.792,14 | ||
| Gesamtleistung | 38.063.938,88 | 40.145.084,19 | ||
| sonstige betriebliche Erträge | 220.664,86 | 100.734,42 | ||
| - davon Erträge aus der Währungsumrechnung: € 109.507,36 € (Vj. € 9.142,27) | ||||
| 38.284.603,74 | 40.245.818,61 | |||
| 3. Materialaufwand: | ||||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 2.763.652,95 | 3.134.152,36 | ||
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 12.729.854,60 | 15.493.507,55 | 16.597.152,25 | 19.731.304,61 |
| Rohergebnis | 22.791.096,19 | 20.514.514,00 | ||
| Personalaufwand: | ||||
| a) Löhne und Gehälter | 9.061.282,99 | 9.216.740,11 | ||
| b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 1.484.311,97 | 1.484.221,14 | ||
| - davon für Altersversorgung: € 50.125,78 (Vj. € 52.186,98) | ||||
| Abschreibungen: | ||||
| 4. Abschreibungen: | ||||
| auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 97.650,58 | 95.329,02 | ||
| 5. sonstige betriebliche Aufwendungen | 4.045.682,23 | 14.688.927,77 | 3.403.526,46 | 14.199.816,73 |
| 8.102.168,42 | 6.314.697, 27 | |||
| 6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 61.248,04 | 8.282.340,47 | 679.494,40 | 8.282.340,47 |
| 7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 129.920,12 | 134.045,03 | ||
| - davon an verbundene Unternehmen: € 128.823,55 (Vj. € 133.859,86) | ||||
| 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 10.996,11 | 7.341,10 | ||
| - davon an verbundene Unternehmen: € 6.285,48 (Vj. € 3.240,05) | 180.172,05 | 806.198,33 | ||
| 9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 1.938.037,00 | 796.045,43 | ||
| 10. Ergebnis nach Steuern | 6.344.303,47 | 6.324.850,17 | ||
| sonstige Steuern | 5.004,35 | 6.246,79 | ||
| 11. Jahresüberschuss | 6.339.299,12 | 6.318.603,38 | ||
| 12. Gewinn-/Verlustvortrag aus dem Vorjahr | 10.655.231,87 | 4.336.628,49 | ||
| 13. Bilanzgewinn | 16.994.530,99 | 10.655.231,87 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2018
I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die Comarch Software und Beratung AG ist gemäß § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft hat Ihren Sitz in 80992 München, Riesstraße 16 und ist eingetragen im Handelsregister B des Amtsgerichts München, HRB 111531.
II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Bewertung erfolgte unter der Prämisse der Unternehmensfortführung. Auf die Ausführungen in der Risikoberichtserstattung im Lagebericht wird verwiesen.
Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bewertet. Die unter den immateriellen Vermögensgegenständen aktivierten Firmenwerte aus einem Unternehmenskauf sind seit dem Geschäftsjahr 2016 vollständig abgeschrieben.
Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um degressive bzw. lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen zwei und vierzehn Jahren) angesetzt. Alle Zugänge zum beweglichen Anlagevermögen werden pro rata temporis abgeschrieben. Für Geringwertige Wirtschaftsgüter wird von der Wahlmöglichkeit der Vollabschreibung bis zu einer Höhe von € 800,00 Gebrauch gemacht.
Die Anteile an verbundenen Unternehmen des Anlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert bilanziert.
Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten.
Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Dabei werden die Forderungen verbundener Unternehmen sowie Forderungen zu Großkundenprojekten, deren Zahlungseingänge hinreichend gewährleistet sind, nicht in die Berechnung der Pauschalwertberichtigung einbezogen.
Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 12 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (253 II 1 HGB). Es wird der von der Deutschen Bundesbank ermittelte Abzinsungszinssatz verwendet.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.
Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt bei Forderungen und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.
III. Angaben zur Bilanz
Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagengegenstände, ausgehend von den historischen Anschaffungskosten, unter Berücksichtigung von Zugängen, Abgängen, Umbuchungen und Zuschreibungen des Geschäftsjahres sowie der kumulierten Abschreibungen auf den Buchwert der einzelnen Positionen, sind in der Anlage zum Anhang dargestellt.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 8.767 (Vj. € 9.211) sind insgesamt kurzfristig.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen nach Verrechnung mit gleichartigen Verbindlichkeiten T€ 1.453 (Vj. T€ 1.387).
Unter den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von T€ 73 (Vj. T€ 23) sind antizipative Posten in Höhe von T€ 11 (Vj. T€ 4) enthalten, die auf anrechenbare Steuern entfallen.
Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 6.213.072 Stückaktien zusammen. Auf eine Stückaktie entfällt ein rechnerischer Wert von € 1,00. Es umfasst ausschließlich Stammaktien. Seit dem Geschäftsjahr 2012 hat die Gesellschaft keine Börsenzulassung zum Handel am Regulierten Markt.
Im Jahr 2018 wurde kein genehmigtes Kapital verwendet.
Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:
| T€ | |
|---|---|
| Gewinnvortrag zum 01.01.2018 | 10.655 |
| Jahresüberschuss 2018 | 6.339 |
| Bilanzgewinn zum 31.12.2018 | 16.994 |
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
| T€ | |
|---|---|
| Gewährleistung | 343 |
| ausstehende Urlaube | 154 |
| Personalkosten | 1.316 |
| Berufsgenossenschaft | 36 |
| Raum kosten | 87 |
| ausstehende Rechnungen und ausstehende Leistungen | 254 |
| Schwerbeschädigtenabgabe | 3 |
| Jahresabschluss und Prüfung | 34 |
| Archivierungskosten | 42 |
| Prozesskosten | 261 |
| Stand 31.12.2018 | 2.530 |
Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Fristigkeitsangaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst:
| Zusammensetzung und Entwicklung: | Stand 31.12.2018 | Restlaufzeit bis 1 Jahr | Restlaufzeit 2 bis 5 Jahre | Restlaufzeit über 5 Jahre |
|---|---|---|---|---|
| T€ | T€ | T€ | T€ | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 772 | 772 | 0 | 0 |
| Vorjahr | 1.309 | 1.309 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 3.855 | 3.855 | 0 | 0 |
| Vorjahr | 5.686 | 5.686 | 0 | 0 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 441 | 441 | 0 | 0 |
| Vorjahr | 594 | 594 | 0 | 0 |
| 5.068 | 5.068 | 0 | 0 | |
| Vorjahr | 7.589 | 7.589 | 0 | 0 |
Als Kreditsicherheit ist das Kontokorrentkonto in Höhe von T€ 372 verpfändet.
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 3.855 sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.677 (Vj. T€ 3.945) enthalten. Davon sind im Geschäftsjahr T€ 651 Verbindlichkeiten gegenüber der Comarch AG, Dresden, die 100% der Anteile an der Comarch Software und Beratung AG hält. In den Verbindlichkeiten sind zudem CashPool-Verbindlichkeiten gegenüber der Comarch Solutions GmbH in Höhe von T€ 2.177 enthalten.
Zum Abschlussstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB.
Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen
(Jahresbeträge ohne Umsatzsteuer)
| T€ | |
|---|---|
| Leasing für Fahrzeuge | 149 |
| Mieten für Geschäftsräume und Stellplätze | 942 |
| 1.091 |
Die Leasingverträge sind in der Regel mit einer Mindestlaufzeit von 2 bis 4 Jahren ausgestattet. Die Mietverhältnisse haben meist eine Laufzeit zwischen 3 und 5 Jahre.
Die Leasingvereinbarungen dienen der Finanzierung der Gesellschaft. Die Comarch Software und Beratung AG trägt bei den Verträgen die Gefahr des zufälligen Untergangs (Risiko aus nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften).
Geschäfte mit nahestehenden Personen
Die Geschäfte mit nahestehenden Personen betreffen die Tochtergesellschaften der berichtenden Gesellschaft sowie Geschäfte mit verbundenen Unternehmen.
| in T€ | 2018 |
|---|---|
| Umsatzerlöse und sonstige Erträge: | |
| Verbundene Unternehmen | 2.050 |
| Bezug von Waren und Dienstleistungen: | |
| Verbundene Unternehmen | 11.558 |
Zum Bilanzstichtag bestanden folgende wesentliche Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehende Unternehmen bzw. Personen:
| in T€ | 2018 |
|---|---|
| Forderungen gegenüber nahestehenden Personen | |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 9.378 |
| Verbundene Unternehmen (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) | 1.453 |
| Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen | |
| Verbundene Unternehmen | 3.855 |
| • davon CashPool: T€ 2.177 | |
| • davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen T€ 1.678 |
IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 105 T€ (Vj. T€ 34) enthalten. Diese betreffen fast ausschließlich die Auflösung von Rückstellungen.
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 69 (Vj. T€ 2) enthalten. Die sonstigen Steuern betragen T€ 5 (Vj T€ 6) und betreffen Kfz-Steuern und sonstige Abgaben.
Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung mit Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach dem Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor.
V. Sonstige Angaben
Im Jahresdurchschnitt 2018 wurden 146 Mitarbeiter (ohne Vorstand) beschäftigt, davon 114 Mitarbeiter in Vollzeit und 32 Mitarbeiter in Teilzeit (bzw. in Aushilfstätigkeit).
Dem Vorstand gehören folgende Personen an:
| (1) | Zbigniew Rymarczyk, Vorstandvorsitzender, Krakau/Polen |
| (2) | Frank Siewert, Vorstand Sales und Presales, Hamburg |
| (3) | Michael Steinberger, Vorstand Entwicklung, München |
| (4) | Marcus Sümnick, Vorstand Beratung, Hamburg |
| (5) | Łukasz Wąsek, Vorstand Finanzen, München |
Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:
| (1) | Konrad Taranski, Vorsitzender, Vorstandsmitglied der Comarch S.A. Krakau/Polen, Krakau/Polen |
| (2) | Prof. Dr. Hans Zangl, Fachhochschulprofessor, Aufsichtsratsmitglied mit Kenntnissen gem. § 100 Abs. 5 AktG |
| (3) | Prof. Janusz Filipiak, Vorstandvorsitzender der Comarch S.A. Krakau/Polen, Zug/Schweiz |
Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen T€ 20 (Vj. T€ 20), die Gesamtvergütung für Mitglieder des Vorstands einschließlich der Wahrnehmung ihrer Aufgaben in Tochterunternehmen betrug T€ 927 (Vj. T€ 956). Darin enthalten sind variable Vergütungsbestandteile in Höhe von T€ 310 (Vj. T€ 357). Auf eine individualisierte Angabe der Vorstandsbezüge wurde verzichtet, da die Hauptversammlung einen entsprechenden Beschluss gefasst hat.
Im Folgenden werden die Angaben zu Unternehmen zusammengefasst, an denen die Berichtsgesellschaft Anteile mindestens 20 % besitzt:
| Gesellschaft/Sitz | Anteil am Kapital | Eigenkapital | Ergebnis 2018 |
|---|---|---|---|
| % | TEUR | TEUR | |
| --- | --- | --- | --- |
| Comarch Solutions GmbH, Innsbruck, Österreich | 100 | 2.177 | 236 |
| Comarch Sistemas LTDA, Sao Paolo, Brasilien | 20 | 225 | 97 |
| Comarch Healthcare S.A., Krakow, Polen | 33 | 2.816 | -5.025 |
Die Comarch Software und Beratung AG wird über die Comarch AG, Dresden, die 100 % der Anteile an der Comarch Software und Beratung AG hält, in den Konzernabschluss des größten Konsolidierungskreises der Comarch S.A., Krakau/Polen einbezogen, der im elektronischen Bundesanzeiger in Polen (Monitor Polski B) und in Deutschland sowie auf der Homepage von Comarch (unter www.comarch.com) veröffentlicht wird. Die Comarch Software und Beratung AG selbst ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts nach § 291 HGB befreit.
Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses
Für den Bilanzgewinn zum 31.12.2018 in Höhe von T€ 16.994 wird der Vortrag auf neue Rechnung vorgeschlagen. Der Beschluss der Hauptversammlung erfolgt nach der Aufstellung am 08. April 2019.
München, 28. Februar 2019
Comarch Software und Beratung AG, München
Vorstand
Zbigniew Rymarczyk
Frank Siewert
Michael Steinberger
Marcus Sümnick
Łukasz Wąsek
Entwicklung des Anlagevermögens der Comarch Software und Beratung AG, München, für das Geschäftsjahr 2018
| Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2018 | Zugang 2018 | Abgang 2018 | Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2018 | |
|---|---|---|---|---|
| € | € | € | € | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 14.181.045,56 | 3.240,16 | 0,00 | 14.184.285,72 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 13.924.788,07 | 0,00 | 0,00 | 13.924.788,07 |
| 28.105.833,63 | 3.240,16 | 0,00 | 28.109.073,79 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. technische Anlagen und Maschinen | 2.066.280,84 | 76.701,81 | 59.919,52 | 2.083.063,13 |
| 2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.121.941,26 | 722,61 | 0,00 | 1.122.663,87 |
| 3.188.222,10 | 77.424,42 | 59.919,52 | 3.205.727,00 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 6.239.563,43 | 4.735.633,27 | 0,00 | 10.975.196,70 |
| 2. Ausleihungen | 9.209.010,16 | 6.186.877,59 | 6.017.897,18 | 9.377.990,57 |
| 15.448.573,59 | 10.922.510,86 | 6.017.897,18 | 20.353.187,27 | |
| 46.742.629,32 | 11.003.175,44 | 6.077.816,70 | 51.667.988,06 |
| kumulierte Abschreibungen 01.01.2018 | Abschreibungen 2018 | Abgang Abschreibungen | kumulierte Abschreibungen 31.12.2018 | |
|---|---|---|---|---|
| € | € | € | € | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 14.168.947,56 | 10.702,16 | 0,00 | 14.179.649,72 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 13.924.788,07 | 0,00 | 0,00 | 13.924.788,07 |
| 28.093.735,63 | 10.702,16 | 0,00 | 28.104.437,79 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. technische Anlagen und Maschinen | 1.974.838,84 | 70.713,81 | 59.919,52 | 1.985.633,13 |
| 2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.036.377,26 | 16.234,61 | 0,00 | 1.052.611,87 |
| 3.011.216,10 | 86.948,42 | 59.919,52 | 3.038.245,00 | |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.172.986,48 | 0,00 | 0,00 | 1.172.986,48 |
| 2. Ausleihungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 1.172.986,48 | 0,00 | 0,00 | 1.172.986,48 | |
| 32.277.938,21 | 97.650,58 | 59.919,52 | 32.315.669,27 |
| Buchwert 31.12.2018 | Buchwert 31.12.2017 | |
|---|---|---|
| € | € | |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 4.636,00 | 12.098,00 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 0,00 | 0,00 |
| 4.636,00 | 12.098,00 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. technische Anlagen und Maschinen | 97.430,00 | 91.442,00 |
| 2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 70.052,00 | 85.564,00 |
| 167.482,00 | 177.006,00 | |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 9.802.210,22 | 5.066.576,95 |
| 2. Ausleihungen | 9.377.990,57 | 9.209.010,16 |
| 19.180.200,79 | 14.275.587,11 | |
| 19.352.318,79 | 14.464.691,11 |
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Comarch Software und Beratung AG
VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Comarch Software und Beratung AG — bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden — geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Comarch AG für das Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| • | entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018 und |
| • | vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen — beabsichtigten oder unbeabsichtigten — falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen — beabsichtigten oder unbeabsichtigten — falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| • | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher — beabsichtigter oder unbeabsichtigter — falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| • | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. |
| • | beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| • | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| • | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. |
| • | beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. |
| • | führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, 2. April 2019
**Akanthus GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Dr. Andreas Koller, Wirtschaftsprüfer
Susanne Wiegräfe, Wirtschaftsprüferin
Bericht des Aufsichtsrats der Comarch Software und Beratung AG mit Sitz in München über das Geschäftsjahr 2018
Das Geschäftsjahr 2018 endete mit dem Jahresüberschuss von EUR 6.339.299,12 (Vj. EUR 6.318.603,38) und dem Bilanzgewinn von EUR 16.994.530,99 (Vj. EUR 10.655.231,87). Das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 1,8 Mio. € auf 8,2 Mio. € (Vj. 6,4 Mio. €). Beim EBT wurde ein Ergebnis von 8,1 Mio. € (Vj. 6,3 Mio. €) erwirtschaftet. Da 2018 geringere Ausschüttungen von Tochtergesellschaften erzielt wurden (T€ 61; Vj. T€ 679), beträgt das Jahresergebnis wie im Vorjahr 6,3 Mio. €.
Der Gesamtumsatz ist im Vergleich zum Vorjahr von EUR 40,1 Mio. auf EUR 38,0 Mio. zurückgegangen. Das Rohergebnis wurde von 20,5 Mio. € auf 22,8 Mio. € gesteigert.
Im Geschäftsjahr wurde die Zusammenarbeit mit der derzeitigen Alleinaktionärin, der Comarch AG und der anderen Gesellschaften aus Comarch Konzern fortgeführt und weiter verstärkt. Zentrale Zielsetzung des Zusammenschlusses der Unternehmen ist es, das Wachstum der Comarch Software und Beratung AG voranzubringen, zu stärken sowie über das flächendeckende Vertriebsnetz der Comarch Software und Beratung AG auch die IT-Lösungen des Comarch Konzerns, u.a. zusätzlich im Cloud-Modell, zu vertreiben. Die Comarch Software und Beratung AG ist auf dem deutschsprachigen IT-Markt vor allem in den Geschäftsfeldern ERP, Finance und Systemintegration stark vertreten und soll durch diese Erweiterung der Angebotspalette noch stärker im Markt breiter aufgestellter IT-Anbieter operieren können. Seit dem Jahr 2015 baut die Comarch Software und Beratung AG neue Geschäftsbereiche mit Produkten aus dem Umfeld von CRM (Customer Relationship Management), ICT (Information and Communication Technologies), EDI (Electronic Data Interchange) und Telko (Operations Support Systems, Business Support Systems und Next Generation Network Planning and Assurance Systems) auf.
Zum 1. Januar 2018 bestand der Vorstand aus folgenden Mitgliedern: Zbigniew Rymarczyk (Vorsitzender), Frank Siewert, Michael Steinberger, Marcus Sümnick und Łukasz Wąsek.
Zum 1. Januar 2018 bestand der Aufsichtsrat aus folgenden Mitgliedern: Konrad Tarański (Vorsitzender), Prof. Dr. Hans Zangl und Prof. Janusz Filipiak.
Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2018 ausführlich mit der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung, der Strategie sowie der Planung des Unternehmens befasst. Er nahm im Berichtszeitraum die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Beratungs- und Kontrollaufgaben sorgfältig wahr. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens im Geschäftsjahr 2018 regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung überwacht. Der Aufsichtsrat war in sämtliche Entscheidungen eingebunden, die für das Unternehmen von maßgeblicher Bedeutung waren.
Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend unterrichtet. In Sitzungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2018 berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat über Strategie und Planung sowie die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Unternehmens und insbesondere auch über wichtige Geschäftsereignisse. Zusätzlich haben sich die Mitglieder des Aufsichtsrats im Rahmen von regelmäßigen Einzelgesprächen mit den Mitgliedern des Vorstands über die aktuelle Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle informieren lassen. Der Aufsichtsrat stimmte sämtlichen Angelegenheiten zu, die ihm entsprechend der Geschäftsordnungen des Aufsichtsrats und des Vorstands als zustimmungspflichtige Geschäfte vorgelegt wurden. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2018 aufgrund seiner geringen Größe keine Ausschüsse gebildet.
Der bereits durch den Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 ist unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichtes durch die Wirtschaftsprüfer Herrn Dr. Andreas Koller und Frau Susanne Wiegräfe (Akanthus GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) geprüft worden. Der Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) wurde ebenfalls durch die Akanthus GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Diese haben einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.
Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht des Vorstandes, den Abhängigkeitsbericht und den Bericht des Abschlussprüfers sowie den Vorschlag des Vorstandes, den Bilanzgewinn in voller Höhe, d.h. in Höhe von EUR 16.994.530,99 auf neue Rechnung vorzutragen, für das Geschäftsjahr 2018 überprüft. An diesen Beratungen waren u.a. Herr Dr. Andreas Koller und Frau Susanne Wiegräfe in ihrer Eigenschaft als Abschlussprüfer beteiligt.
Der Aufsichtsrat hat den geprüften Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018 gebilligt. Dabei flossen die Ergebnisse der Prüfung der Berichte des Abschlussprüfers und insbesondere der persönliche Kenntnisstand der Aufsichtsratsmitglieder in die Bewertung ein.
Es hat sich im Rahmen der Nachprüfungen und Erörterungen des Aufsichtsrates kein Ansatzpunkt für die Vermutung ergeben, dass die in den Berichten des Vorstandes dargestellte Lage, die dargestellten Risiken und die dargestellte Ausgewogenheit von Leistung und Gegenleistung in Beziehung zur beherrschenden Comarch S.A. und deren verbundenen Unternehmen von der tatsächlichen Lage abweicht, also unvollständig oder unsachgerecht wäre.
Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfungen hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und gegen die vorn Vorstand erstellten Berichte für das Geschäftsjahr 2018 zu erheben.
Daher billigte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2018. Dieser wurde damit verbindlich festgestellt.
Dem Vorschlag des Vorstandes den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 16.994.530,99 auf neue Rechnung vorzutragen, hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.
Ein Konzernabschluss und ein Konzernlagebericht waren nach den Feststellungen des Vorstandes im Lagebericht nicht zu erstellen, sofern ein befreiender EU-Konzernabschluss des Mutterunternehmens nach § 291 HGB erstellt und in deutscher Sprache offengelegt wird.
München, den 8. April 2019
Konrad Tarański, Aufsichtsratsvorsitzender
- Prof. Dr. Hans Zangl, Aufsichtsratsmitglied
Prof. Janusz Filipiak, Aufsichtsratsmitglied
Sonstiger Berichtsteil
Sonstige Angaben
Feststellung des Jahresabschlusses
Der Jahresabschluss zum 31.12.2018 wurde am 08. April 2019 festgestellt.
Ergebnisverwendung
Der Bilanzgewinn zum 31.12.2018 in Höhe von 16.994.530,99 € wurde gemäß Beschluss der Hauptversammlung auf neue Rechnung vorgetragen.