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Comarch S.A. Annual Report 2016

Jul 17, 2017

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Annual Report

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Publication

Comarch Software und Beratung Aktiengesellschaft

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016

A. Grundlagen des Unternehmens

Die Muttergesellschaft Comarch S.A., Krakau/Polen ist ein internationaler Anbieter von IT-Lösungen für Geschäftsprozessoptimierung und Kundenbeziehungsmanagement. Gegründet im Jahr 1993, hat sich die Gruppe weltweit etabliert und beschäftigt heute mehr als 5.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist in den Zielmärkten Telekommunikation, Handel, Banken und Versicherungen, Öffentliche Verwaltung, IT-Infrastruktur, e-Health und SME (Small and Medium-sized Enterprises bzw. Mittelstand) als Anbieter von Software sowie Consulting-, Integrations- und Programmierdiensten tätig. Die Comarch Software und Beratung AG (im Folgenden auch: Comarch AG, München) fügt sich als Anbieter von IT-Lösungen sowie IT-Infrastruktur in die Comarch Group ein. Seit dem Jahr 2015 baut die Comarch Software und Beratung AG zusammen mit der Comarch AG, Dresden, und der Comarch SA, Krakau neue Geschäftsbereiche mit Produkten aus dem Umfeld von CRM, EDI und Telko auf.

Im Jahr 2016 hat die Comarch AG, München, wieder außerordentlich gute Ergebnisse erwirtschaftet. Diese sind vor allem auf den Einstieg in neue Geschäftsbereiche zurückzuführen. Gleichzeitig hat die Comarch AG, München, wie in Vorjahren, die Kosten effektiv kontrolliert. Im Jahr 2016 wurden weitere Migrationsprojekte, von iSeries- Systemen auf Comarch ERP Enterprise (CEE), durchgeführt.

Im Geschäftsfeld Software entwickelt und vertreibt die Comarch Software und Beratung AG moderne Business-Software für mittelständische Unternehmen und bietet zudem andere Produkte aus dem Comarch Konzern an. Die Systeme werden bei den Kunden entweder im Lizenz- oder Cloud-Modell betrieben.

Mit der ERPII-Software Comarch ERP Enterprise inkl. des Rechnungswesens Comarch Financials Enterprise verfügt Comarch über eine moderne Softwarelösung, die bereits mehrfach für ihre Technologie und Ergonomie ausgezeichnet wurde. Comarch ERP Enterprise ist komplett objektorientiert, in der Programmiersprache JAVA entwickelt und auf den gängigen Serverbetriebssystemen Microsoft Windows, Linux und IBM System i sowie auf den Datenbanken Oracle, Microsoft SQL Server und IBM DB2/400 ablauffähig. Neben der bewährten ERP-Lösung Comarch ERP Suite, die ausschließlich für die Serverplattform IBM System i zur Verfügung steht und insbesondere die Branchen Handel und Lebensmittelindustrie adressiert, verfügt Comarch damit über eine plattformneutrale ERPII-Software, die als Cross-Industry-Lösung grundsätzlich für die Anforderungen unterschiedlicher Branchen ausgelegt ist.

Comarch ERP Enterprise wird sowohl im Direktgeschäft mit einem eigenen Vertriebsteam als auch indirekt über ein ausgeprägtes Netz von Vertriebspartnern am Markt angeboten. Diesen Vertriebspartnern bietet Comarch zudem die Möglichkeit, auf Basis von Comarch ERP Enterprise eigene Branchenlösungen zu entwickeln und anzubieten. Die Positionierung von Comarch ERP Enterprise als Plattform für Partnerprodukte wird durch moderne Softwaretechnologie in Form einer AddOn-Infrastruktur unterstützt. Dies versetzt Comarch in die Lage, zusätzliche Branchen für das Produkt Comarch ERP Enterprise zu erschließen und damit das Einsatzspektrum kontinuierlich zu erweitern.

Neben den ERP-Lösungen mit den integrierten Finanz-Applikationen vermarktet Comarch die Finanz-Applikationen auch separat als Stand-alone-Rechnungswesenlösungen. Das Portfolio umfasst darüber hinaus die auf dem Serverbetriebssystem IBM i ablauffähigen Rechnungswesenlösungen Comarch Financial DKS und Comarch Financial Schilling und eine Anwendung zur elektronischen Übermittlung von Daten an die Finanzverwaltung - Comarch eBilanz. Als Ergänzung sowohl zu den ERP-Lösungen als

auch zu den Finanz-Applikationen wird das Dokumentenmanagementsystem Comarch ECM angeboten.

Als Erweiterung der eigenen Produktpalette bietet die Comarch AG, München, auch CLM (Comarch Loyalty Management), EDI (Electronic Data Interchange), BI (Business Intelligence) und Systeme für Telekomunikationsprovider an.

Im Geschäftsfeld Wartung betreut die Comarch Software und Beratung AG eigene Produkte, die Kunden im Einsatz haben. Innerhalb der Wartungsverträge leistet Comarch für ihre Kunden Support- und Korrekturleistungen und stellt neueste Releases, Updates und Patches zu Verfügung. Die Mitarbeiter der IT-Abteilung des Kunden können sich mit Fragen zur Handhabung von Fehlerfunktionen und zur Fehlervermeidung der Software an Comarch wenden.

Im Geschäftsfeld Dienstleistungen (früher Beratung) bietet die Comarch Software und Beratung AG in einer dezentralen Organisation Dienstleistungen (Beratung, Anpassungsprogrammierung, Datenübernahmen u. Ä.) an, um die Produkte bei den Kunden einzuführen. Die Consultants erstellen Einsatzstudien im Vorfeld der Softwareeinführung und unterstützen die Kunden bei der Implementierung und Anpassung der Software sowie bei Releasewechseln. Weitere Dienstleistungen sind Schulungen, Support und IT-Outsourcing Dienstleistungen.

Im Geschäftsfeld Sonstige bietet die Comarch Software und Beratung AG vor allem Hardware an, die zur Umsetzung eigener Projekte notwendig ist. Daneben fallen unter diese Rubrik Umsätze, die die Comarch AG, München, außerhalb ihres Hauptgeschäfts generiert.

B. Wirtschaftsbericht

I. Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Wie in den Vorjahren hängt die wirtschaftliche Tätigkeit der Comarch AG, München und der Verkaufserfolg der Softwarelösungen von der Entwicklung auf den sensiblen IT-Märkten in Westeuropa, besonders in der DACH-Region (Deutschland, Österreich und der Schweiz) ab. Im Jahr 2016 entwickelte sich der IT-Markt verglichen mit den Vorjahren in eine Richtung mit neuen Schwerpunkten wie: Digitalisierung, Big Data, Industrie 4.0, Cloud und Mobility. Die allgemeine Situation auf dem IT-Markt in der DACH-Region kann als positiv betrachtet werden.

II. Darstellung des Geschäftsverlaufs Forschung und Entwicklung

Die Comarch AG, München, investiert einen großen Teil ihres Jahresumsatzes in Forschung und Entwicklung von bestehenden und neuen Produkten. Bei diesen Aktivitäten werden die Nearshoring-Ressourcen der polnischen Muttergesellschaft eingesetzt. Das Entwicklerteam in Polen leistet Unterstützung vor allem bei der Entwicklung von Funktionen und Modulen für die Produkte Comarch ERP Enterprise und Comarch Financials Enterprise.

Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung konzentrieren sich vor allem darauf, die innovativen Produktgruppen ERP, Financials und Dokumentenmanagement zu optimieren.

Im zweiten Quartal 2016 erfolgte die Auslieferung des „Comarch ERP Enterprise"-Releases 5.4 mit zahlreichen neuen Funktionen für den Handel und Online-Handel, für die Fertigungsindustrie und die Lebensmittelindustrie. Seit dem zweiten Halbjahr 2016 arbeitete die Comarch AG, München, am Release 6.0 mit einem geplanten Auslieferungstermin im zweiten Quartal 2017. Zu den wichtigsten Neuerungen, die im Jahr 2016 implementiert wurden, gehören u. a. die Modernisierung der Benutzeroberfläche, die Verbesserung der preisgekrönten Ergonomie sowie die Bereitstellung von neuen Bedienmodellen. Mithilfe einer neuen Infrastruktur für das Ausgabe-Management können Dokumente jetzt Plattformunabhängig ausgegeben werden. Zusätzliche Funktionen zur Personalisierung und zum Branding von E-Mails wurden zur Verfügung gestellt. Außerdem wurden weitere Übertragungsprotokolle für die Anbindung von Fremdsystemen implementiert. Darüber hinaus wurde die Möglichkeit geschaffen, Comarch ERP Enterprise per Script automatisiert zu installieren. Außerdem wurden verschiedene Maßnahmen durchgeführt, um die Leistungsfähigkeit des Systems insgesamt zu steigem. Im Framework Workflow-Management wurde ein neues Berechtigungsmodell implementiert, das es ermöglicht, Prozesse und Aktivitäten sowohl rollenbasiert als auch organisationsbezogen zu berechtigen. Außerdem wurde die Möglichkeit geschaffen, Workflow-Prozesse im jeweiligen Geschäftskontext und mit Bezug zum geöffneten Business Entity zu starten. Auch wurden neue Funktionen für die gemeinsame Durchführung von Workflow-Prozessen durch mehrere Bearbeiter zur Verfügung gestellt. Eine neue Geschäftsart-Kontenklassifikation wurde eingeführt, um die Kontierung in Aufträgen abhängig von Geschäftsprozessen durchzuführen. Die Bestandsführung wurde dahingegen erweitert, dass Artikelbestände nach Verpackungsstruktur und anderen Bestandsmerkmalen in Teilbestände aufgeteilt und individuell geführt werden können. Um die Nachvollziehbarkeit der Berechnung von Bestandswerten und Steuerbeträgen zu verbessern, wurden neue anpassbare Cockpits zur Verfügung gestellt, mit deren Hilfe Änderungen der Konten- und Steuerzuordnungen lückenlos dargestellt werden können. Weitere anpassbare Cockpits ermöglichen die Auswertung von Materialbuchungen und Bestandswerten nach vielfältigen Kriterien. Obendrein wurden Aktionen, die in den Auftragsanwendungen verfügbar sind, auch in Cockpits zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus wurden neue Funktionen zur Verfügung gestellt, die flexible Änderungen in Produktionsaufträgen mit Fremdfertigungsanteil ermöglichen. Schließlich wurden die Anwendungen für Produktionsaufträge und Wareneingänge so erweitert, dass sie individuell angepasst und um neue Funktionen erweitert werden können.

Mit der Bereitstellung eines neuen Funktionskomplexes in Comarch Financial Enterprise für Einbehalte, werden künftig Unternehmen unterstützt, die vor allem aufgrund gesetzlicher Bestimmungen dazu verpflichtet sind, Teile von Entgelten für Lieferanten einzubehalten um diese an staatliche Stellen oder andere besondere Empfänger abzuführen. Neben den hierfür erforderlichen sehr umfangreichen Implementierungsarbeiten in den bestehenden Dialog- und Hintergrundbuchungsfunktionen, wurden ebenfalls neue, komplexe Stammdatenstrukturen zur flexiblen Steuerung der Einbehaltsvorgänge geschaffen. Hierzu gehören vor allem Daten zur Steuerung der Kontierung, der Buchungszeitpunkte, sowie zu der flexiblen Ermittlung von anzuwendenden Bemessungsgrundlagen. Ebenfalls wurde eine Anwendung zur Abrechnung von Einbehalten gegenüber den beteiligten Geschäftsparteien erstellt. Durch diese Funktionen ist es möglich detaillierte Aufstellungen der durchgeführten Einbehalte sowohl für den Einbehaltsempfänger, als auch für die betroffenen Lieferanten zu erstellen.

Beim ERP-Produkt Comarch Financials Suite (früher: Comarch SoftM Suite) wurden im Jahr 2016 die GDPdU-Ausgaben um die Möglichkeiten der Eingrenzbarkeit auf Konten- oder Periodenbereichen, der konsolidierten Ausgabe für mehrere Firmen sowie der Stammdatenausgabe mit historischem Stand erweitert. Beim Rechnungseingangsbuch wurde in der Client/server-Version die Möglichkeit vorgesehen, sich wiederholende Eingaben frei festsetzen zu können (Festprogrammierung). Darüber hinaus wurde die GoBD-Protokollierungsfunktion mit diversen Auswertungsmöglichkeiten fertiggestellt. Im Bereich Office-Plus wurden die Saldenlisten Fibu und Kostenrechnung um die Möglichkeit der Vom/Bis-Monatsperiode sowie der Auswertbarkeit einer zweiten Vergleichsperiode erweitert. Bei den Kontenbewegungen wurden die Optionen Vortrags und aufgelaufenen Werte auszugeben, sowie mehrere Einzelkonten auswählen zu können. Es wurden drei neue Fibu-Listen implementiert, nämlich Zahlungsverhaltensstatistik Debitoren/Kreditoren mit Aussagen von z.B. verlorenem Skonto, Zahlungsverkehrshistorie und SEPA-Mandate. In der Kostenrechnung wurde auch die Möglichkeit implementiert, nach übergeordneten Hierarchie-Elementen selektieren zu können. Bei der Anlagenbuchhaltung können nun mehrere Abschreibungsarten gleichzeitig ausgewertet werden. Darüber hinaus wurde der Anlagenspiegel um eine fortlaufende Simulation über mehrere Jahre ergänzt. Beim Excel-Bucher wurde ein neuer Erfassungsmodus "Kasse" implementiert, welcher für die tägliche Erfassung von Kassenbelegen genutzt werden kann. Den Comarch ERP Suite Kunden wurden aktuelle Verbesserungen und Neuerungen mit dem Servicepack 05 für Comarch ERP Suite 4.0 bereitgestellt. Aufgrund aktueller Anforderungen aus Kundenprojekten sind für des CEE Migrationstool (Datenumsetzung von Comarch ERP Suite nach CEE) funktionale Erweiterungen vorgenommen worden.

Der überwiegende Teil der Entwicklungsarbeiten für Comarch Financials Schilling befasste sich im Jahr 2016 mit der Überarbeitung des Zahlungsverkehrs für die Schweiz hinsichtlich der Erfordernisse für den ISO Standard 1S020022. Neben den umfangreichen, hierfür erforderlichen Arbeiten, fanden weitere kleinere Überarbeitungen bestehender Cockpitanwendungen statt. Ein weiterer erheblicher Teil der Entwicklungsarbeiten fand im Rahmen der Bereitstellung kundenspezifischer Funktionen statt.

Für Comarch Financial DKS-Kunden wurde im November 2016 die DKS Version 5390 mit den gesetzlichen Änderungen (neue Bilanzstruktur ab 2016 und neue Listen für die Anlagenbuchhaltung) ausgeliefert. Neben den gesetzlichen Änderungen hat Comarch die Möglichkeit von Ratenerfassung in der DKS realisiert, welche Änderungen im Mahnwesen nach sich gezogen haben. Im Zahlungsverkehr wurden neue SEPA XML Vorlagen erstellt und diverse Verbesserungen durchgeführt. Umfangreiche Änderungen in der Basis bezüglich Ausschlußlogik mussten wegen der UVA realisiert werden.

Die Schwerpunkte bei der Entwicklung der Personalsoftware Comarch HR TOPAS für IBM System i waren die Zertifizierung durch die ITSG, die Umsetzung der gesetzlichen und tariflichen Anforderungen für das Jahr 2017, die Entwicklung der Digitalen Lohnschnittstelle sowie die Realisierung der Anforderungen gemäß GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff).

Für alle auf IBM basierten Finanzsoftwareprogramme (Suite, Schilling und DKS) existieren Tools zur Migration von diesen Systemen zu Comarch Financials Enterprise.

Der überwiegende Teil der Entwicklungsarbeiten befasste sich im Jahr 2016 mit der Weiterentwicklung und Konsolidierung des neuen Workflow-Servers. Nicht nur Kernfunktionalitäten (wie neue Benutzeroberfläche oder optimierte Datenbank) aber auch neue Branchen Lösungen wurden entwickelt. Zu den wichtigsten Branchen Lösungen gehören die Workflow-Vorlagen für Eingangsrechnungsverarbeitung, Vertragsmanagement und E-Mail-Management. Zusätzlich wurden neue Versionen von den Clients WebDMS, WindowsRetrieval, DocumentViewer und Mailfiler herausgegeben. In zwei Stufen wurde die Comarch eBilanz um Funktionalitäten zur gesetzlich vorgeschriebenen Meldung der Kapitalkontenentwicklung für Personengesellschaften erweitert. Außerdem wurden die Taxonomie 5.4 integriert und Comarch eBilanz auf die aktuellen ERiC-Module aktualisiert.

Die neue Comarch eRechnung für CEE wurde fertiggestellt und für den Vertrieb freigegeben. Sie besteht aus der CEE elnvoice App und dem dazugehörigen zentralen Tool, welches den Versand/Empfang der eRechnungen im ZUGFeRD-Format und deren Umsetzung vornimmt und steuert.

Der Umfang der F&E-Tätigkeiten blieb im Geschäftsjahr 2016 auf vergleichbarem Niveau wie im Vorjahr. Der Aufwand für F&E beträgt insgesamt 7,2 Mio. € (Vj. 7,4 Mio. €).

Mitarbeiter

Zum Stichtag 31.12.2016 beschäftigte die Comarch AG, München, inkl. freiberuflich tätiger Personen 156 Mitarbeiter (Vj. 158).

Die Comarch AG, München, verfügt über ein differenziertes Entlohnungssystem für seine Mitarbeiter. Im Bereich Beratung werden neben dem Fixgehalt variable Prämien in Abhängigkeit von quantitativen Bezugsgrößen gewährt. Beschäftigte im Vertriebsaußendienst erhalten neben einem Fixum eine variable Provision in Abhängigkeit vom erreichten Deckungsbeitrag. Softwareentwickler erhalten ebenfalls neben einem Festgehalt einen variablen Vergütungsbestandteil, der von Entwicklungszielen abhängig ist. Im Verwaltungsbereich erfolgt die Vergütung überwiegend in Form von Fixgehältern.

Die Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder der Comarch Software und Beratung AG orientiert sich an der Größe des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen. Daneben werden Indikatoren wie Aufgabenfeld, Erfahrung und Beitrag des Vorstandsmitglieds zum Unternehmenserfolg bei der Vergütung berücksichtigt.

Zweigniederlassungen/Tochterunternehmen

Die Comarch AG, München, hat neben dem Hauptsitz in München Betriebsstätten in Hannover, Hamburg, Bremen, Münster, Düsseldorf, Berlin und Dresden. Tochterunternehmen ist die Comarch Solutions GmbH mit dem Sitz in Innsbruck, Österreich (Beteiligung 100 %). Seit dem 3. Quartal 2014 hat die Comarch AG, München, 200 Anteile (entspricht prozentual 20%) an der brasilianischen Gesellschaft Comarch Sistemas Brasil LTDA mit Sitz in Sao Paolo, Brasilien. Im April 2016 wurde das Grundkapital der Gesellschaft Comarch Sistemas Brasil LTDA mit Sitz in Sao Paolo, Brasilien erhöht. Nach der Kapitalerhöhung hält die Comarch Software und Beratung AG, München, Anteile im Wert von 200.000 R$ (entspricht prozentual weiterhin 20%). Die restlichen 80% der Anteile an dieser Gesellschaft hält die Muttergesellschaft Comarch AG, Dresden.

III. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Umsatz- und Ertragsentwicklung

Im Jahr 2016 ist der Gesamtumsatz, auf Grund von Projekten in den neuen Bereichen, wieder signifikant von 23,9 Mio. € auf 32,0 Mio. € gestiegen. Im Geschäftsfeld Software ging der Umsatz um 0,7 Mio. € auf 2,6 Mio. € (Vj. 3,3 Mio. €) zurück. Im Bereich Wartung ist der Umsatz mit 9,0 Mio. € (Vj. 9,4) auf vergleichbarem Niveau wie im Vorjahr geblieben. Im Geschäftsfeld Dienstleistungen gab es eine starke Umsatzsteigerung um 9,0 Mio. € auf 20,0 Mio. € (Vj. 11,0 Mio. €), die vorwiegend auf die neuen Projekte zurückzuführen ist. Das Rohergebnis wurde von 17,8 Mio. € auf 19,8 Mio. € gesteigert.

Das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 1,9 Mio. € auf 5,6 Mio. € (Vj. 3,7 Mio. €). Beim EBT wurde ein Ergebnis von 4,1 Mio. € (Vj. 2,2 Mio. €) erwirtschaftet. In diesen Zahlen ist eine nicht zahlungswirksame, planmäßige Firmenwertabschreibung aus einem früheren konzerninternen Verschmelzungsvorgang in Höhe von 1,4 Mio. € (Vj. 1,4 Mio. €) enthalten. Das Jahresergebnis beträgt 3,9 Mio. € (Vj. 1,9 Mio. €). Die Steigerung des Ergebnisses wurde vor allem durch die Projekte aus neuen Geschäftsbereichen erreicht.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist auf 19,4 Mio. € gestiegen (Vj. 14,7 Mio. €). Der Anteil des langfristigen Vermögens beträgt 5,4 Mio. € und 28% der Bilanzsumme (Vj. 1,9; 13 %). Ursache für diese Entwicklung sind planmäßig um 1,4 Mio. € auf null (Vj. 1,4 Mio. €) abgeschriebene Firmenwerte und die gleichzeitige Gewährung von Darlehen an verbundene Unternehmen in Höhe von 4,8 Mio. € (Vj. 0,1 Mio. €). Die Eigenkapitalquote ist aufgrund des Anstiegs des Eigenkapitals von 6,7 Mio. € auf 10,5 Mio. € von 46 % auf 55 % gestiegen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen 4,5 Mio. € (Vj. 2,9 Mio. €). Zum 31.12.2016 wurden keine Bankkredite oder Konzerndarlehen benötigt. Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft stiegen per Saldo um 1,0 Mio. € auf 5,6 Mio. € (Vj. 4,6 Mio. €). Der Finanzmittelbestand stieg am Bilanzstichtag auf 7,0 Mio.€ gegenüber 5,9 Mio. € im Vorjahr. Die Finanzmittel sind in Höhe von 0,4 Mio. € zur Besicherung von Aval-Krediten verpfändet. Für die Finanzierung der Firmenfahrzeuge sowie für größere IT-Anlagen wird Leasing als Finanzierungsinstrument eingesetzt. Die Kundenforderungen der Gesellschaft stiegen um 1,4 Mio. € auf 6,8 Mio. € (Vj. 5,6 Mio. €). Im Jahr 2016 hat die Comarch AG, München, mehrere Darlehen an Schwestergesellschaften aus dem Comarch Konzern in Gesamthöhe von 4,8 Mio. € gewährt.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Unternehmenssteuerung der Comarch Software und Beratung AG erfolgt primär auf Basis der Leistungsindikatoren Umsatzerlöse, Rohergebnisse sowie operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT); wichtige Planungsinstrumente sind außerdem Kennzahlen zum Auftragseingang und Auftragsbestand im Lizenzgeschäft.

IV. Gesamtaussage

Der Umsatz, das Rohergebnis und das operative Ergebnis lagen in 2016 deutlich über den Planungen des Vorjahres. Dies ist vor allem auf den erfolgreichen Einstieg in neue Geschäftsbereiche zurückzuführen. Durch neue Kundenprojekte konnten die gesteckten Ziele im Hinblick auf Umsatz und Operativergebnis deutlich übertroffen werden, so dass das Geschäftsjahr 2016 mit zufriedenstellenden Ergebnissen abgeschlossen werden konnte. Die Unternehmensposition von Comarch am IT-Markt hat sich auf Grundlage des breiteren Leistungsangebots weiter verbessert.

C. Prognosebericht

Die künftige Entwicklung der Comarch Software und Beratung AG, München, hängt von der Lage auf dem deutschen IT-Markt und den Erfolgen eigener Aktivitäten, insbesondere der Marketing- und Entwicklungsaktivitäten, ab. Der Vorstand der Comarch AG, München, erwartet im Geschäftsjahr 2017 ein Rohergebnis und ein operatives Ergebnis auf vergleichbarem Niveau wie im Jahr 2016.

D. Risikobericht - Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Im Bereich der Standardsoftware wurde durch die Integration in die Comarch Gruppe, Polen, die Weiterentwicklung und Vermarktung der Produktlinie Comarch ERP und Comarch Financials beschleunigt. So erschließt sich für Comarch durch die Muttergesellschaft mit einer Vielzahl von Niederlassungen und Vertriebspartnern insbesondere in Osteuropa dieser wichtige Zielmarkt für die innovativen Produkte. Bereits seit 2009 greift die Comarch Software und Beratung AG, zusätzlich zu den eigenen Mitarbeitern, auf hochqualifizierte Softwareentwickler der Muttergesellschaft in Polen zu und erhöht damit die Entwicklungsgeschwindigkeit für die eigenen Produkte deutlich. Seit Ende 2009 hat Comarch Produkte der Muttergesellschaft im Angebot und kann so die Kunden noch umfassender bedienen.

Die bei der Comarch AG, München, relevanten Risikoklassen lassen sich wie folgt gliedern:

Ökonomische Risiken und Marktrisiken

Wesentliche Verschlechterungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen. Bei einer längerfristig gesamtwirtschaftlich angespannten Situation kann sich sowohl die generelle Investitionsbereitschaft beim Kauf und bei der Implementierung von Produkten der Comarch AG, München, verringern als auch die zeitliche Planung solcher Investitionsvorhaben verzögem. Eine zögerliche oder schwache Entwicklung der Wirtschaft kann deshalb negative Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis haben.
Die Softwarebranche durchlebt immer noch eine Phase der Konsolidierung, der Wettbewerb hat und wird sich infolge dieser Konsolidierungen weiter verstärken. Möglicherweise kann es Wettbewerbern gelingen, Marktanteile zu Lasten von Comarch zu gewinnen.
Einen erheblichen Anteil der Umsatzerlöse generiert die Comarch AG, München, aus Pflegeverträgen mit Bestandskunden. Wenn diese Kunden sich entscheiden sollten, Pflegeverträge zu kündigen und gleichzeitig keine neuen Lizenz- oder Dienstleistungsverträge abzuschließen, kann dies das Ergebnis der Comarch AG, München, nachhaltig negativ beeinträchtigen.

Produktrisiken

Neue Softwareprodukte und neue Releases können trotz umfangreicher Planung und Tests nicht erkannte Fehler enthalten. Deshalb unternimmt die Comarch AG, München, nach der Auslieferung an Kunden besondere Anstrengungen, die aufgetretenen Mängel in enger Kooperation mit den Kunden zu beheben. Es besteht dennoch keine Gewähr, dass Mängel stets zur Zufriedenheit des Kunden behoben werden können. Aus diesem Grund können Kunden Ansprüche auf Rückerstattung geleisteter Beträge erheben oder Schadenersatz, Austausch des Softwareprodukts oder sonstige Zugeständnisse verlangen. Kauf- oder Dienstleistungsverträge können bei Rechtsstreitigkeiten vom Gericht als Werkverträge ausgelegt werden. Solche Vorfälle können sich negativ auf die Ertragslage sowie auf das Ansehen der Comarch AG, München, auswirken.
Die Planung von neuen Softwareprodukten basiert auf langjährigen Erfahrungen bei der Entwicklung und Projekten mit ähnlichen Produkten der Comarch AG, München (Comarch ERP Suite, Comarch Financial Schilling, Comarch Financial DKS). Dennoch ist bei einer Produktplanung und -entwicklung nicht vollständig auszuschließen, dass während der Entwicklungsphase technische Probleme auftreten können, die Fertigstellung des Produkts nicht zum geplanten Zeitpunkt abgeschlossen wird oder das Produkt erst mit zeitlicher Verzögerung marktfähig ist. Aufgrund der teilweisen Zusammenarbeit bei der Produktentwicklung mit ausländischen Entwicklern besteht ein gewisses Risiko, das die Umsetzung der Entwicklungsziele negativ beeinträchtigen könnte.

Projektrisiken

Die Tätigkeit zur Implementierung der Software ist mit einer Vielzahl von Risiken behaftet, auf die die Comarch AG, München, teilweise keinen Einfluss hat. So sind die Projekte häufig mit der Bereitstellung von Ressourcen seitens des Kunden verbunden. Die Projektrisiken können zu Verzögerungen bei Systemeinführungen und/oder zu höheren Projektkosten führen. Damit verbundene Kundenregressforderungen und Imageschäden für die Comarch AG, München, können nicht ausgeschlossen werden. Bei der Durchführung von Projekten für andere Produkte aus dem Comarch-Konzern, welche vor allem bei Großkunden realisiert werden, trägt die Comarch AG, München Risiken, welche höhere Werte haben, als bei ERP Projekten. Diese Risiken sind in allen Verträgen mit Subunternehmen entsprechend berücksichtigt und an diese übertragen.

Personalrisiken

Wenn qualifizierte und wichtige Mitarbeiter die Comarch Software und Beratung AG verlassen und kein entsprechender Ersatz für diese Personen gefunden wird, können die Geschäfte beeinträchtigt werden. Die Comarch AG, München, ist bei der Gewinnung hochqualifizierter Arbeitskräfte im IT-Sektor einem starken Wettbewerb ausgesetzt, so dass es keine Garantie dafür geben kann, die entscheidenden Leistungsträger langfristig an sich zu binden. Der Comarch-Konzern kooperiert deshalb mit Hochschulen, um daraus Personal zu gewinnen. Im Jahr 2016 war die Comarch AG, München, auf neuen Arbeitsmessen vertreten gewesen.

Rechtliche Risiken und Compliance-Risiken

Rechtliche Risiken können bei der Softwareentwicklung hinsichtlich der Urheberrechte entstehen. Daher hat Comarch AG, München, bei den Arbeits- oder Entwicklungsverträgen mit externen Partnern vertraglich abgesichert, dass alle Rechte bei der Comarch AG, München, verbleiben.

Finanzielle Risiken

Die Erlöse aus Dienstleistungen und Softwarelizenzen lassen sich aus verschiedenen Gründen nur schwer prognostizieren. Gründe hierfür sind beispielsweise die relativ langen Vertriebszyklen, zeitliche Verzögerungen bei Installationen von Softwareprodukten sowie Budgetänderungen beim Kunden. Da andererseits die Ausgaben der Comarch AG, München, kurzfristig relativ stabil bleiben, kann das Ausbleiben oder eine Verzögerung erwarteter Umsätze zu beträchtlichen periodischen Schwankungen beim Betriebsergebnis und daraus folgend zu Liquiditätsengpässen führen.
Schwankungen und Rückgänge im Lizenzgeschäft wirken sich auf zukünftige Dienstleistungs- und Pflegeerlöse aus, die in der Regel der Entwicklung der Lizenzumsätze in zeitlichem Abstand folgen. Jedes Absinken der Umsätze von Softwarelizenzen gegenüber dem Vorjahr und Kündigungen von Softwarepflegeverträgen können sich daher negativ auf den Gesamtumsatz und Ertrag der Comarch auswirken.
Die Entwicklungskapazität ist weiterhin relativ hoch, damit verbunden sind hohe fixe Personalaufwendungen. Dagegen ist das Umsatzwachstum mit den Softwareprodukten schwer prognostizierbar und mit Marktrisiken behaftet.

Risikoberichterstattung zu Finanzinstrumenten

Comarch AG, München, tätigt seine operativen Geschäfte zum überwiegenden Teil in Deutschland bzw. in der Eurozone. Daneben bestehen geschäftliche Aktivitäten in der Schweiz sowie die geschäftlichen Beziehungen zum Mutterkonzern Comarch S.A., Krakau. Zusätzlich hat die Comarch AG, München im Jahr 2016 einen neuen Geschäftsbereich für zwei Kunden aus Südafrika gewonnen. Hieraus resultieren in gewissem Umfang Währungsrisiken. Auf den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten zur Begrenzung der Finanzrisiken wurde verzichtet.

Im Folgenden werden die Risiken bzw. das Risikomanagement näher beschrieben:

Kreditrisiko

Für die Comarch AG, München, besteht ein Kreditrisiko dahingehend, dass der Wertansatz der Forderungen beeinträchtigt werden könnte, wenn die Geschäftspartner ihren Verpflichtungen nicht bzw. nicht in voller Höhe nachkommen. Das maximale Ausfallrisiko umfasst daher den Gesamtbetrag der Forderungen.

Zur Minimierung der Kreditrisiken erfolgt im Konzern ein stringentes Forderungs- und Überwachungsmanagement der offenen Forderungen zur effektiven Steuerung der Kreditrisiken. Grundsätzlich werden für alle Kunden Kreditlimite festgelegt. In den letzten Jahren haben sich die Kreditrisiken insgesamt etwas erhöht. Der Bedarf an Wertberichtigungen wurde entsprechend angepasst. Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen Risikokonzentrationen bei Vertriebspartnern im indirekten Vertrieb und bei Großkunden. Dem Risiko wird durch ratierliche Zahlungen während der Projektphase begegnet.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko, aufgrund einer mangelhaften Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können, wird im Konzern der Comarch Software und Beratung AG zentral gesteuert. Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit werden liquide Mittel bereitgehalten, um sämtliche Zahlungsverpflichtungen termingerecht erfüllen zu können. Der Finanz- und Liquiditätsbedarf wird aus einer Finanzplanung abgeleitet, wobei aufgrund der zum Jahresanfang vereinnahmten Wartungserlöse der Finanzbedarf zum Ende des Jahres strukturell höher ist. Darüber hinaus werden für ungeplante Mehrausgaben und Mindereinnahmen Reserven vorgehalten.

Die Finanzlage der Gesellschaft hat sich durch hohe Cashflowzuflüsse weiter verbessert. Die Gesellschaft konnte zum Jahresende per Saldo einen positiven Finanzmittelfonds in Höhe von 5,4 Mio. € (Vj. 4,9 Mio. €) ausweisen. Im Jahr 2015 wurden keine Bankkredite oder Konzerndarlehen benötigt. Die Gesellschaft erwartet auch für das kommende Geschäftsjahr eine Finanzierung ohne Inanspruchnahme von Krediten.

Marktrisiko

Das Marktrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Zum Marktrisiko zählen das Preisrisiko, das Währungsrisiko und das Zinsrisiko.

Preisrisiko

Im Konzern der Comarch Software und Beratung AG bestehen kaum Preisrisiken bei den Finanzinstrumenten.

Währungsrisiko

Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen, Verbindlichkeiten, flüssige Mittel und geplante Transaktionen in einer anderen als in der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. entstehen werden. Im Geschäftsjahr 2016 gab es auch Transaktionen mit dem Mutterkonzern in der Währungseinheit Zloty und mit Kunden in der Währungseinheit ZAR, CHF, USD und PLN, so dass sich auch diesbezüglich Kursgewinne bzw. -verluste ergaben. Insgesamt haben die Währungserträge die Verluste überstiegen.

Zinsrisiko

Ein Zinsrisiko, d.h. eine Wertveränderung des Finanzinstruments (Fair Value Risiko) bzw. der künftigen Zahlungen aus einem Finanzinstrument (Cashflow-Risiko) aufgrund von Marktzinssatzänderungen liegt vorwiegend bei Vermögenswerten und Schulden mit Laufzeiten von über einem Jahr vor. Der Konzern hält seine liquiden Mittel und die Liquiditätsreserven fast ausschließlich im Bereich variabel verzinslicher kurzfristiger Geldanlagen vor, die keinen nennenswerten Kursschwankungen unterliegen.

Die vorstehend aufgeführten Risiken stellen hohe Anforderungen an das Risikomanagement von Comarch und erfordern die Bereithaltung entsprechender finanzieller Ressourcen. Die Bewältigung dieser Prozesse steht im Mittelpunkt des Risikomanagements von Comarch.

E. Abhängigkeitsbericht

Schlusserklärung zum Bericht des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen: „Die Gesellschaft erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung. Weitere Maßnahmen im Sinne des § 312 AktG sind weder getroffen noch unterlassen worden. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns zum Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren."

München, den 17. Februar 2017

Comarch Software und Beratung AG, München

Vorstand

Zbigniew Rymarczyk

Frank Siewert

Michael Steinberger

Marcus Sümnick

Łukasz Wąsek

Bilanz zum 31.12.2016

der Comarch Software und Beratung AG, München

AKTIVA

31.12.2016 31.12.2015
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A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.768,00 9.241,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1.366.385,00
22.768,00 1.375.626,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 114.190,00 92.074,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 89.935,00 80.163,00
204.125,00 172.237,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 354.596,74 300.078,60
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 4.806.730,29 100.127,08
5.161.327,03 400.205,68
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 18.600,00 1.148.447,30
2. fertige Erzeugnisse und Waren 6.404,96 8.103,41
25.004,96 1.156.550,71
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.819.429,15 5.397.941,84
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 153.559,01
3. sonstige Vermögensgegenstände 57.244,44 73.945,79
- davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr € 3.364,00 (Vj. € 20.726,92)
6.876.673,59 5.625.446,64
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.000.565,18 5.920.922,11
13.902.243,73 12.702.919,46
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 64.583,34 49.692,46
19.355.047,10 14.700.680,60
PASSIVA
31.12.2016 31.12.2015
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 6.213.072,00 6.213.072,00
II. Bilanzgewinn 4.336.628,49 484.048,88
10.549.700,49 6.697.120,88
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 691.449,02 237.376,26
2. sonstige Rückstellungen 2.474.712,47 3.097.227,57
3.166.161,49 3.334.603,83
C. VERBINDLICHKEITEN
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 0,00 992.738,34
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 367.502,16 217.734,08
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.501.202,34 2.859.006,84
4. sonstige Verbindlichkeiten 770.480,62 548.876,63
- davon aus Steuern: € 736.755,03 (Vj. € 495.646,29)
5.639.185,12 4.618.355,89
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 0,00 50.600,00
19.355.047,10 14.700.680,60

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2016

01.01.-31.12.2016 01.01.-31.12.2015
--- --- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 31.977.634,26 23.852.586,39
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Leistungen -1.129.847,30 604.079,53
Gesamtleistung 30.847.786,96 24.456.665,92
sonstige betriebliche Erträge 426.845,44 903.934,50
31.274.632,40 25.360.600,42
3. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 695.739,87 397.413,36
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 10.783.670,43 11.479.410,30 7.201.586,42 7.598.999,78
Rohergebnis 19.795.222,10 17.761.600,64
Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 9.276.056,05 9.460.526,62
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.506.784,34 1.509.196,40
4. Abschreibungen:
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.470.268,39 1.501.089,51
5. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.394.069,58 15.647.178,36 3.054.241,88 15.525.054,41
4.148.043,74 2.236.546,23
6. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 218.059,20 0,00
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 45.830,36 12.806,29
- davon an verbundene Unternehmen: € 43.560,53 (Vj. € 127,08)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 9.157,18 17.084,55
- davon an verbundene Unternehmen: € 4.180,60 (Vj. € 4.196,56) 254.732,38 -4.278,26
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 546.016,17 315.687,24
10. Ergebnis nach Steuern 3.856.759,95 1.916.580,73
sonstige Steuern 4.180,34 5.617,74
11. Jahresüberschuss 3.852.579,61 1.910.962,99
12. Gewinn-/Verlustvortrag aus dem Vorjahr 484.048,88 -1.426.914,11
13. Bilanzgewinn 4.336.628,49 484.048,88

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Comarch Software und Beratung AG ist gemäß § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Die Gesellschaft hat Ihren Sitz in 80992 München, Riesstraße 16 und ist eingetragen im Handelsregister B des Amtsgerichts München, HRB 111531.

Da die Gesellschaft nach § 277 Abs. 1 HGB die geänderte Umsatzerlösdefinition zu beachten hat, sind einzelne Sachverhalte, die im Jahresabschluss 2015 noch als sonstige betriebliche Erträge ausgewiesen worden sind, ab 2016 unten den Umsatzerlösen ausgewiesen. Im Jahr 2015 müssten 224 T€ von den sonstigen betrieblichen Erträge hin zu den Umsatzerlösen umgegliedert werden, um der aktuellen Gesetzeslage zu entsprechen.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung erfolgte unter der Prämisse der Unternehmensfortführung. Auf die Ausführungen in der Risikoberichtserstattung im Lagebericht wird verwiesen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu elf Jahren bewertet. Die unter den immateriellen Vermögensgegenständen aktivierten Firmenwerte aus einem Unternehmenskauf wurden im Jahr 2016 vollständig abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um degressive bzw. lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen zwei und vierzehn Jahren) angesetzt. Alle Zugänge zum beweglichen Anlagevermögen werden pro rata temporis abgeschrieben. Für Geringwertige Wirtschaftsgüter wird von der Wahlmöglichkeit der Vollabschreibung bis zu einer Höhe von € 410,00 Gebrauch gemacht.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen des Anlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert bilanziert.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Dabei werden die Forderungen verbundener Unternehmen sowie Forderungen zu Großkundenprojekten, deren Zahlungseingänge hinreichend gewährleistet sind, nicht in die Berechnung der Pauschalwertberichtigung einbezogen.

Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Das Körperschaftsteuerguthaben aus Zeiten des Anrechnungsverfahrens wird letztmalig mit dem Barwert unter Verwendung eines Zinssatzes von 4 % angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (253 II 1 HGB). Es wird der von der Deutschen Bundesbank ermittelte Abzinsungszinssatz verwendet.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt bei Forderungen und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagengegenstände, ausgehend von den historischen Anschaffungskosten, unter Berücksichtigung von Zugängen, Abgängen, Umbuchungen und Zuschreibungen des Geschäftsjahres sowie der kumulierten Abschreibungen auf den Buchwert der einzelnen Positionen, sind in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Im Jahr 2016 wurden alle Firmenwerte in der Comarch Software und Beratung AG vollständig abgeschrieben, sodass sich per 31.12.2016 die Restbuchwerte für die Geschäfts- oder Firmenwerte auf Null T€ belaufen (Vj. T€ 1.366). Die Restabschreibung in Höhe von insgesamt T€ 1.366 betraf mit T€ 330, den im Jahr 2006 im Rahmen der Übernahme von Semiramis entgeltlich erworbenen Geschäfts- oder Firmenwert sowie mit T€ 1.036, den aus der, zum 01.01.2012 rückwirkenden Verschmelzung der Comarch Schilling GmbH auf die Comarch Software und Beratung AG, entstandenen Firmenwert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 6.819 (Vj. € 5.398) sind insgesamt kurzfristig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betragen nach Verrechnung mit gleichartigen Verbindlichkeiten T€ Null (Vj. T€ 154).

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von T€ 57 (Vj. T€ 74) sind antizipative Posten in Höhe von T€ 4 enthalten, die auf anrechenbare Steuern entfallen.

Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 6.213.072 Stückaktien zusammen. Auf eine Stückaktie entfällt ein rechnerischer Wert von € 1,00. Es umfasst ausschließlich Stammaktien. Seit dem Geschäftsjahr 2012 hat die Gesellschaft keine Börsenzulassung zum Handel am Regulierten Markt.

Im Jahr 2016 wurde kein genehmigtes Kapital verwendet. Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:

T€
Gewinnvortrag zum 01.01.2016 484
Jahresüberschuss 2016 3.853
Bilanzgewinn zum 31.12.2016 4.337

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

T€
Gewährleistung 300
ausstehende Urlaube 257
Personalkosten 1.317
Berufsgenossenschaft 37
Raumkosten 109
ausstehende Rechnungen und ausstehende Leistungen 135
Schwerbeschädigtenabgabe 0
Jahresabschluss und Prüfung 35
Archivierungskosten 45
Aufsichtsratvergütung 4
Prozesskosten 235
Stand 31.12.2016 2.474

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Fristigkeitsangaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst:

Zusammensetzung und Entwicklung: Stand 31.12.2016

T€
Restlaufzeit bis 1 Jahr

T€
Restlaufzeit 2 bis 5 Jahre

T€
Restlaufzeit über 5 Jahre

T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
Vorjahr 0 0 0 0
erhaltene Anzahlungen 0 0 0 0
Vorjahr 993 993 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 367 367 0 0
Vorjahr 218 218 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.502 4.502 0 0
Vorjahr 2.859 2.859 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 770 770 0 0
Vorjahr 548 548 0 0
5.639 5.639 0 0
Vorjahr 4.618 4.618 0 0

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 4.501 sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 2.990 (Vj. T€ 1.870) enthalten. Davon sind im Geschäftsjahr T€ 744 Verbindlichkeiten gegenüber der Comarch AG, Dresden, die 100% der Anteile an der Comarch Software und Beratung AG hält. In den Verbindlichkeiten sind zudem CashPool-Verbindlichkeiten gegenüber der Comarch Solutions GmbH in Höhe von T€ 1511 enthalten.

Zum Abschlussstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

(Jahresbeträge ohne Umsatzsteuer)

T€
Leasing für Fahrzeuge 146
Mieten für Geschäftsräume und Stellplätze 915
1.061

Die Leasingverträge sind in der Regel mit einer Mindestlaufzeit von 2 bis 4 Jahren ausgestattet. Die Mietverhältnisse haben meist Laufzeit zwischen 3 und 5 Jahre.

Die Leasingvereinbarungen dienen der Finanzierung der Gesellschaft. Die Comarch Software und Beratung AG trägt bei den Verträgen die Gefahr des zufälligen Untergangs (Risiko aus nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften).

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Die Geschäfte mit nahestehenden Personen betreffen die Tochtergesellschaften der berichtenden Gesellschaft sowie Geschäfte mit verbundenen Unternehmen.

in T€ 2016
Umsatzerlöse und sonstige Erträge:
Verbundene Unternehmen 1.712
Bezug von Waren und Dienstleistungen:
Verbundene Unternehmen 10.568

Zum Bilanzstichtag bestanden vor Verrechnung folgende wesentliche Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehende Unternehmen bzw. Personen:

in T€ 2016
Forderungen gegen nahestehende Personen
Verbundene Unternehmen (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) 0
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen
Verbundene Unternehmen 4.501
· davon CashPool: T€ 1.511
· davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen T€ 2.990

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 356 T€ (Vj. T€ 653) enthalten. Diese entfallen auf die Auflösung Rückstellungen (T€ 350; Vj. T€ 474), sowie weitere sonstige Erträge, wie Vergleichzahlungen (T€ 6; Vj. T€ 2).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 134 (Vj. T€ 93) enthalten. Diese betreffen insgesamt Wertberichtigungen auf Forderungen.

Die sonstigen Steuern betragen T€ 4 (Vj T€ 6) und betreffen Kfz-Steuern.

Wesentliche Vorgänge von besonderer Bedeutung mit Einfluss auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage nach dem Schluss des Geschäftsjahres liegen nicht vor.

V. Sonstige Angaben

Im Jahresdurchschnitt 2016 wurden 148 Mitarbeiter (ohne Vorstand) beschäftigt, davon 119 Mitarbeiter in Vollzeit und 29 Mitarbeiter in Teilzeit (bzw. in Aushilfstätigkeit).

Dem Vorstand gehören folgende Personen an:

(1)
(2) Prof. Janusz Filipiak, Vorstandvorsitzender, Zug/Schweiz (bis 17.02.2016)
(3) Frank Siewert, Vorstand Sales und Presales, Hamburg
(4) Michael Steinberger, Vorstand Entwicklung, München
(5) Marcus Sümnick, Vorstand Beratung, Hamburg
(6) Łukąsz Week, Vorstand Finanzen, München

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

(1) Konrad Taranski,

Vorsitzender, Vorstandsmitglied der Comarch S.A. Krakau/Polen, Krakau/Polen
(2) Prof. Dr. Hans Zangl,

Fachhochschulprofessor, Aufsichtsratsmitglied mit Kenntnissen gem. § 100 Abs. 5 AktG
(3) Prof. Janusz Filipiak

Vorstandvorsitzender der Comarch S.A. Krakau/Polen, Zug/Schweiz (ab 17.02.2016)
(4) Zbigniew Rymarczyk,

Vorstandsmitglied der Comarch S.A., Krakau/Polen (bis 17.02.2016)

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen T€ 20 (Vj. T€ 20), die Gesamtvergütung für Mitglieder des Vorstands einschließlich der Wahrnehmung ihrer Aufgaben in Tochterunternehmen betrug T€ 884 (Vj. T€ 905). Darin enthalten sind variable Vergütungsbestandteile in

Höhe von T€ 255 (Vj. T€ 176). Auf eine individualisierte Angabe der Vorstandsbezüge wurde verzichtet, da die Hauptversammlung einen entsprechenden Beschluss gefasst hat.

Im Folgenden werden die Angaben zu Unternehmen zusammengefasst, an denen die Berichtsgesellschaft Anteile mindestens 20 % besitzt:

Anteil am Kapital Eigen-Kapital Ergebnis 2016
Gesellschaft/Sitz % TEUR TEUR
--- --- --- ---
Comarch Solutions GmbH, Innsbruck, Österreich 100 1.571 505
Comarch Sistemas LTDA, Sao Paolo, Brasilien 20 282 2.746

Die Comarch Software und Beratung AG wird über die Comarch AG, Dresden, die 100% der Anteile an der Comarch Software und Beratung AG hält, in den Konzernabschluss der Comarch S.A., Krakau/Polen einbezogen, der im elektronischen Bundesanzeiger in Polen (Monitor Polski B) und in Deutschland sowie auf der Homepage von Comarch (unter www.comarch.com) veröffentlicht wird. Die Comarch Software und Beratung AG selbst ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts nach § 291 HGB befreit.

Vorschlag für die Verwendung des Ergebnisses

Für den Bilanzgewinn zum 31.12.2016 in Höhe von T€ 4.337 wird der Vortrag auf neue Rechnung vorgeschlagen. Der Beschluss der Hauptversammlung erfolgt nach der Aufstellung am 6. April 2017.

München, den 17. Februar 2017

Comarch Software und Beratung AG, München

Vorstand

Zbigniew Rymarczyk

Frank Siewert

Michael Steinberger

Marcus Sümnick

Łukasz Wąsek

Entwicklung des Anlagevermögens für das Geschäftsjahr 2016

der Comarch Software und Beratung AG

Anschaffungs-, Herstellungskosten Zugang Abgang Anschaffungs-, Herstellungskosten
01.01.2016 2016 2016 31.12.2016
--- --- --- --- ---
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.214.174,77 26.713,99 61.855,20 14.179.033,56
2. Geschäfts- oder Firmenwert 13.924.788,07 0,00 0,00 13.924.788,07
28.138.962,84 26.713,99 61.855,20 28.103.821,63
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 3.412.589,34 84.768,83 1.473.784,32 2.023.573,85
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.076.261,74 37.815,57 4.957,08 1.109.120,23
4.488.851,08 122.584,40 1.478.741,40 3.132.694,08
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.473.065,08 54.518,14 0,00 1.527.583,22
2. Ausleihungen 100.127,08 4.706.603,21 0,00 4.806.730,29
1.573.192,16 4.761.121,35 0,00 6.334.313,51
34.201.006,08 4.910.419,74 1.540.596,60 37.570.829,22
kumulierte Abschreibungen Abschreibungen Abgang Abschreibungen kumulierte Abschreibungen
01.01.2016 2016 31.12.2016
--- --- --- --- ---
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 14.204.933,77 13.186,99 61.855,20 14.156.265,56
2. Geschäfts- oder Firmenwert 12.558.403,07 1.366.385,00 0,00 13.924.788,07
26.763.336,84 1.379.571,99 61.855,20 28.081.053,63
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 3.320.515,34 62.652,83 1.473.784,32 1.909.383,85
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 996.098,74 28.043,57 4.957,08 1.019.185,23
4.316.614,08 90.696,40 1.478.741,40 2.928.569,08
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.172.986,48 0,00 0,00 1.172.986,48
2. Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.172.986,48 0,00 0,00 1.172.986,48
32.252.937,40 1.470.268,39 1.540.596,60 32.182.609,19
Buchwert Buchwert
31.12.2016 31.12.2015
--- --- ---
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.768,00 9.241,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 1.366.385,00
22.768,00 1.375.626,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 114.190,00 92.074,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 89.935,00 80.163,00
204.125,00 172.237,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 354.596,74 300.078,60
2. Ausleihungen 4.806.730,29 100.127,08
5.161.327,03 400.205,68
5.388.220,03 1.948.068,68

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Comarch Software und Beratung AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, 1. März 2017

**Akanthus GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dr. Andreas Koller, Wirtschaftsprüfer

Susanne Wiegräfe, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2016

der Comarch Software und Beratung AG mit Sitz in München

Das Geschäftsjahr 2016 endete mit dem Jahresüberschuss von EUR 3.852.579,61 (Vj. EUR1.910.962,99) und dem Bilanzgewinn von EUR 4.336.628,49 (Vj. EUR 484.048,88). Das Jahresergebnis wurde durch die Abschreibungen auf Firmenwert in Höhe von EUR 1,4 Mio. negativ beeinflusst.

Der Gesamtumsatz ist im Vergleich zum Vorjahr von EUR 23,9 Mio. auf EUR 32,0 Mio. gestiegen.

Es wurden personelle Maßnahmen abgeschlossen und Neueinstellungen vollgezogen.

Im Geschäftsjahr wurde die Zusammenarbeit mit der derzeitigen Alleinaktionärin, der Comarch AG und der anderen Gesellschaften aus Comarch Konzern weiter verstärkt. Zentrale Zielsetzung des Zusammenschlusses der Unternehmen ist es, das Wachstum der Comarch Software und Beratung AG voranzubringen, zu stärken sowie über das flächendeckende Vertriebsnetz der Comarch Software und Beratung AG auch die IT-Lösungen des Comarch Konzerns, u.a. zusätzlich im Cloud-Modell, zu vertreiben. Die Comarch Software und Beratung AG ist auf dem deutschsprachigen IT-Markt vor allem in den Geschäftsfeldern ERP, Finance und Systemintegration stark vertreten und soll durch diese Erweiterung der Angebotspalette noch stärker im Markt breiter aufgestellter IT-Anbieter operieren können. Dazu wurden die Mitarbeiter der Gesellschaft im Laufe des Geschäftsjahres intensiv geschult.

Zum 1. Januar 2016 bestand der Vorstand aus folgenden Mitgliedern: Prof. Janusz Filipiak (Vorsitzender), Frank Siewert, Michael Steinberger, Marcus Sümnick und Lukasz W4sek. Zum 18. Februar 2016 niederlegte Prof. Janusz Filipiak seinen Amt und Zbigniew Rymarczyk wurde zum weiteren Vorstandsmitglied bestellt und zum Vorstandsvorsitzenden ernannt.

Zum 1. Januar 2016 bestand der Aufsichtsrat aus folgenden Mitgliedern: Konrad Taranski (Vorsitzender), Prof Dr. Hans Zangl und Zbigniew Rymarczyk. Zum 17. Februar 2016 niederlegte Zbigniew Rymarczyk sein Amt. Zum 18. Februar 2016 wurde Prof. Janusz Filipiak zum Aufsichtsrat gewählt.

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2016 ausführlich mit der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung, der Strategie sowie der Planung des Unternehmens befasst. Er nahm im Berichtszeitraum die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Beratungs- und Kontrollaufgaben sorgfältig wahr. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens im Geschäftsjahr 2016 regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung überwacht. Der Aufsichtsrat war in sämtliche Entscheidungen eingebunden, die für das Unternehmen von maßgeblicher Bedeutung waren.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend unterrichtet. In Sitzungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2016 berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat über Strategie und Planung sowie die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Unternehmens und insbesondere auch über wichtige Geschäftsereignisse. Zusätzlich haben sich die Mitglieder des Aufsichtsrats im Rahmen von regelmäßigen Einzelgesprächen mit den Mitgliedern des Vorstands über die aktuelle Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle

informieren lassen. Der Aufsichtsrat stimmte sämtlichen Angelegenheiten zu, die ihm entsprechend der Geschäftsordnungen des Aufsichtsrats und des Vorstands als zustimmungspflichtige Geschäfte vorgelegt wurden. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2016 aufgrund seiner geringen Größe keine Ausschüsse gebildet.

Der bereits durch den Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 ist unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichtes durch den Wirtschaftsprüfer Herr Dr. Andreas Koller und Frau Susanne Wiegräfe (Akanthus GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) geprüft worden. Der Bericht des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) wurde ebenfalls durch die Akanthus GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft. Diese haben einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht des Vorstandes, den Abhängigkeitsbericht und den Bericht des Abschlussprüfers sowie den Vorschlag des Vorstandes, den Bilanzgewinn in voller Höhe, d.h. in Höhe von EUR 4.336.628,49 auf neue Rechnung vorzutragen, für das Geschäftsjahr 2016 überprüft. An diesen Beratungen waren u.a. Herr Dr. Andreas Koller und Frau Susanne Wiegräfe in seiner Eigenschaft als Abschlussprüfer beteiligt.

Der Aufsichtsrat hat den geprüften Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 gebilligt. Dabei flossen die Ergebnisse der Prüfung der Berichte des Abschlussprüfers und insbesondere der persönliche Kenntnisstand der Aufsichtsratsmitglieder in die Bewertung ein.

Es hat sich im Rahmen der Nachprüfungen und Erörterungen des Aufsichtsrates kein Ansatzpunkt für die Vermutung ergeben, dass die in den Berichten des Vorstandes dargestellte Lage, die dargestellten Risiken und die dargestellte Ausgewogenheit von Leistung und Gegenleistung in Beziehung zur beherrschenden Comarch S.A. und deren verbundenen Unternehmen von der tatsächlichen Lage abweicht, also unvollständig oder unsachgerecht wäre.

Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfungen hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und gegen die vom Vorstand erstellten Berichte für das Geschäftsjahr 2016 zu erheben.

Daher billigte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016. Dieser wurde damit verbindlich festgestellt.

Dem Vorschlag des Vorstandes den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 4.336.628,49 auf neue Rechnung vorzutragen, hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.

Ein Konzernabschluss und ein Konzernlagebericht waren nach den Feststellungen des Vorstandes im Lagebericht nicht zu erstellen, sofern ein befreiender EU-Konzernabschluss des Mutterunternehmens nach § 291 HGB erstellt und in deutscher Sprache offengelegt wird.

München, den 6. April 2017

Konrad Tarański, Aufsichtsratsvorsitzender

Prof. Dr. Hans Zangl, Aufsichtsratsmitglied

Prof. Janusz Filipiak, Aufsichtsratsmitglied

Sonstiger Berichtsteil

Sonstige Angaben

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31.12.2016 wurde am 06. April 2017 festgestellt.

Ergebnisverwendung

Der Bilanzverlust zum 31.12.2016 in Höhe von 4.336.628,49 € wurde gemäß Beschluss der Hauptversammlung auf neue Rechnung vorgetragen.