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Comarch S.A. Annual Report 2015

Aug 17, 2016

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Annual Report

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Publication

Comarch Software und Beratung Aktiengesellschaft

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2015

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Muttergesellschaft Comarch S.A., Krakau/Polen ist ein internationaler Anbieter von IT-Lösungen für Geschäftsprozessoptimierung und Kundenbeziehungsmanagement. Gegründet im Jahr 1993, hat sich die Gruppe weltweit etabliert und beschäftigt heute mehr als 5.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist in den Zielmärkten Telekommunikation, Handel, Banken und Versicherungen, Öffentliche Verwaltung, IT- Infrastruktur und SME (Small and Medium-sized Enterprises bzw. Mittelstand) als Anbieter von Software sowie Consulting-, Integrations- und Programmierdiensten tätig. Die Comarch Software und Beratung AG fügt sich als Anbieter von IT-Lösungen für den Mittelstand in den Bereichen SME sowie IT- Infrastruktur in die Comarch Group ein. Im Jahr 2015 hat die Comarch Software und Beratung AG (im Folgenden auch: Comarch AG, München), zusammen mit der Comarch AG, Dresden und der Comarch SA, Krakau, erste Projekte in den Bereichen CRM und EDI gewonnen.

Die Comarch AG, München, hat im Jahr 2015 außerordentlich gute Ergebnisse erwirtschaftet. Diese sind auf die Durchführung von profitablen Projektphasen und den Einstieg in neue Geschäftsbereiche zurückzuführen. Gleichzeitig hat Comarch im gesamten Jahr die Kosten weiter effektiv kontrolliert. Die Marktsituation im Jahr 2015 hat sich ähnlich wie in Vorjahren dargestellt. Im Jahr 2015 hat die Comarch AG, München, weitere Migrationsprojekte, von iSeries- Systemen auf Comarch ERP Enterprise (CEE), durchgeführt.

Im Geschäftsfeld Software entwickelt und vertreibt die Comarch Software und Beratung AG moderne Business-Software für mittelständische Unternehmen und bietet zudem andere Produkte aus dem Comarch Konzern an. Die Systeme werden bei den Kunden entweder im Lizenz- oder Cloud-Modell betrieben.

Mit der ERPII-Software Comarch ERP Enterprise inkl. des Rechnungswesens Comarch Financials Enterprise verfügt Comarch über eine moderne Softwarelösung, die bereits mehrfach für ihre Technologie und Ergonomie ausgezeichnet wurde. Comarch ERP Enterprise ist komplett objektorientiert in der Programmiersprache JAVA entwickelt und auf den gängigen Serverbetriebssystemen Microsoft Windows, Linux und IBM System i sowie auf den Datenbanken Oracle, Microsoft SQL Server und IBM DB2/400 ablauffähig. Neben der bewährten ERP-Lösung Comarch ERP Suite, die ausschließlich für die Serverplattform IBM System i zur Verfügung steht und insbesondere die Branchen Handel und Lebensmittelindustrie adressiert, verfügt Comarch damit über eine plattformneutrale ERPII-Software, die als Cross-Industry-Lösung grundsätzlich für die Anforderungen unterschiedlicher Branchen ausgelegt ist.

Comarch ERP Enterprise wird sowohl im Direktgeschäft mit einem eigenen Vertriebsteam als auch indirekt über ein ausgeprägtes Netz von Vertriebspartnern am Markt angeboten. Diesen Vertriebspartnern bietet Comarch zudem die Möglichkeit, auf Basis von Comarch ERP Enterprise eigene Branchenlösungen zu entwickeln und anzubieten. Die Positionierung von Comarch ERP Enterprise als Plattform für Partnerprodukte wird durch moderne Softwaretechnologie in Form einer AddOn-Infrastruktur unterstützt. Dies versetzt Comarch in die Lage, zusätzliche Branchen für das Produkt Comarch ERP Enterprise zu erschließen und damit das Einsatzspektrum kontinuierlich zu erweitern.

Neben den ERP-Lösungen mit den integrierten Finanz-Applikationen vermarktet Comarch die Finanz-Applikationen auch separat als Stand-alone-Rechnungswesenlösungen. Das Portfolio umfasst darüber hinaus die auf dem Serverbetriebssystem IBM i ablauffähigen Rechnungswesenlösungen Comarch Financial DKS und Comarch Financial Schilling und eine Anwendung zur elektronischen Übermittlung von Daten an die Finanzverwaltung - Comarch eBilanz. Als Ergänzung sowohl zu den ERP-Lösungen als auch zu den Finanz-Applikationen wird das Dokumentenmanagementsystem Comarch ECM angeboten.

Als Erweiterung der eigenen Produktpalette bietet die Comarch AG, München, auch CLM (Comarch Loyalty Management), EDI (Electronic Data Interchange) und BI (Business Intelligence) Systeme an.

Im Geschäftsfeld Wartung betreut die Comarch Software und Beratung AG ihre Produkte, die Kunden von Comarch im Einsatz haben. Innerhalb der Wartungsverträge leistet Comarch für ihre Kunden Support- und Korrekturleistungen und stellt neueste Releases, Updates und Patches zu Verfügung. Die Mitarbeiter der IT -Abteilung des Kunden können sich mit Fragen zur Handhabung von Fehlerfunktionen und zur Fehlervermeidung der Software an Comarch wenden.

Im Geschäftsfeld Dienstleistungen (früher Beratung) bietet die Comarch Software und Beratung AG in einer dezentralen Organisation Dienstleistungen (Beratung, Anpassungsprogrammierung, Datenübernahmen u. Ä.) an, um die Produkte bei den Kunden einzuführen. Die Consultants erstellen Einsatzstudien im Vorfeld der Softwareeinführung und unterstützen die Kunden bei der Implementierung und Anpassung der Software sowie bei Releasewechseln. Weitere Dienstleistungen sind Schulungen, Support und IT -Outsourcing Dienstleistungen.

Im Geschäftsfeld Sonstige bietet die Comarch Software und Beratung AG vor allem Hardware, die zur Umsetzung eigener Projekte notwendig ist. Daneben fallen unter diese Rubrik Umsätze, die die Comarch AG, München, außerhalb ihres Hauptgeschäfts generiert.

Umsatz- und Ertragsentwicklung

Auf Grund von ersten Projekten in den neuen Bereichen ist der Gesamtumsatz signifikant von 18,9 Mio. € auf 23,9 Mio. € gestiegen. Im Geschäftsfeld Software stieg der Umsatz um 1,1 Mio. € auf 3,3 Mio. € (Vj. 2,2 Mio. €). Im Geschäftsfeld Wartung ist der Umsatz mit 9,4 Mio. € (Vj. 9,5) auf vergleichbarem Niveau wie im Vorjahr geblieben. Im dritten Geschäftsfeld Dienstleistungen gab es eine Umsatzsteigerung um 4,0 Mio. € auf 11,0 Mio. € (Vj. 7,0 Mio. €), der größtenteils auf die neuen Projekte zurückzuführen ist. Das Rohergebnis wurde von 17,0 Mio. € auf 17,8 Mio. € gesteigert.

Das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) stieg um 1,3 Mio. € auf 3,7 Mio. € (Vj. 2,4 Mio. €). Beim EBT wurde ein Ergebnis von 2,2 Mio. € (Vj. 0,2 Mio. €) erwirtschaftet. In diesen Zahlen sind nicht zahlungswirksame, planmäßige Firmenwertabschreibungen aus einem früheren konzerninternen Verschmelzungsvorgang sowie einem Unternehmenserwerb in Höhe von insgesamt 1,4 Mio. € (Vj. 2,1 Mio. €) enthalten. Das Jahresergebnis beträgt 1,9 Mio. € (Vj. 0,1 Mio. €). Die Steigerung des EBITDA Ergebnisses wurde vor allem durch die Erweiterung des bisherigen Geschäfts um weitere Produkte aus dem Comarch Konzern erreicht.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist auf 14,7 Mio. € gestiegen (Vj. 9,9 Mio. €). Der Anteil des langfristigen Vermögens beträgt 1,9 Mio. € und damit nur noch 13 % der Bilanzsumme (Vj. 33 %). Ursache für diese Entwicklung sind planmäßig um 1,4 Mio. € auf 1,4 Mio. € (Vj. 2,8 Mio. €) abgeschriebene Firmenwerte und die gleichzeitige Steigerung der Bilanzsumme um 49 %. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme trotz Anstieg des Eigenkapitals von 4,8 Mio. € auf 6,7 Mio. € von 49 % auf 46 % gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen 2,9 Mio. € (Vj. 1,0 Mio. €). Zum 31.12.2015 wurden keine Bankkredite oder Konzerndarlehen benötigt. Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft stiegen per Saldo um 2,2 Mio. € auf 4,6 Mio. € (Vj. 2,4 Mio. €). Der Finanzmittelbestand stieg am Bilanzstichtag auf 5,9 Mio. € gegenüber 3,4 Mio. € im Vorjahr. Die Finanzmittel sind in Höhe von 0,4 Mio. € zur Besicherung von Aval-Krediten verpfändet. Für die Finanzierung der Firmenfahrzeuge sowie für größere IT -Anlagen wird Leasing als Finanzierungsinstrument eingesetzt. Die Kundenforderungen der Gesellschaft stiegen um 3,6 Mio. € auf 5,4 Mio. € (Vj. 1,8 Mio. €). Im Jahr 2015 hat die Comarch AG, München, ein Darlehen an eine Schwestergesellschaft aus dem Comarch Konzern in Höhe von 0,1 Mio. € gewährt.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die Unternehmenssteuerung der Comarch Software und Beratung AG erfolgt primär auf Basis der Leistungsindikatoren Umsatzerlöse, Rohergebnis sowie operatives Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT); wichtige Planungsinstrumente sind außerdem Kennzahlen zum Auftragseingang und Auftragsbestand im Lizenzgeschäft.

Gesamtaussage

Der Umsatz lag in 2015 über den Planungen des Vorjahres. Durch die Erweiterung des Leistungsspektrums konnten die gesteckten Ziele im Hinblick auf Umsatz und Operativergebnis deutlich übertroffen werden, so dass das Geschäftsjahr 2015 mit zufriedenstellenden Ergebnissen abgeschlossen werden konnte. Die Unternehmensposition von Comarch am IT-Markt hat sich auf Grundlage des breiteren Leistungsangebots weiter verbessert.

Zweigniederlassungen / Tochterunternehmen

Die Comarch AG, München, hat neben dem Hauptsitz in München Betriebsstätten in Hannover, Hamburg, Bremen, Münster, Düsseldorf, Berlin und Dresden. Tochterunternehmen ist die Comarch Solutions GmbH mit dem Sitz in Innsbruck, Österreich (Beteiligung 100 %). Seit dem 3. Quartal 2014 hält die Comarch AG, München, 200 Anteile (entspricht prozentual 20 %) an der brasilianischen Gesellschaft Comarch Sistemas Brasil LTDA mit Sitz in Sao Paolo, Brasilien. Die restlichen 80 % der Anteile an dieser Gesellschaft hält die Muttergesellschaft Comarch AG, Dresden.

Forschung und Entwicklung

Die Comarch AG, München, investiert einen großen Teil ihres Jahresumsatzes in Forschung und Entwicklung von bestehenden und neuen Produkten. Bei diesen Aktivitäten werden die Nearshoring-Ressourcen der polnischen Muttergesellschaft eingesetzt. Das Entwicklerteam in Polen leistet Unterstützung vor allem bei der Entwicklung von Funktionen und Modulen für die Produkte Comarch ERP Enterprise und Comarch Financials Enterprise.

Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung konzentrieren sich vor allem darauf, die innovativen Produktgruppen ERP, Financials und Dokumentenmanagement zu optimieren.

Im zweiten Quartal 2015 erfolgte die Auslieferung des „Comarch ERP Enterprise“-Releases 5.3 mit zahlreichen neuen Funktionen für den Handel und Online-Handel, für die Fertigungsindustrie und die Lebensmittelindustrie. Seit dem zweiten Halbjahr 2015 arbeitete die Comarch AG, München am Release 5.4 mit einem geplanten Auslieferungstermin im zweiten Quartal 2016. Zu den wichtigsten Neuerungen, die im Jahr 2015 implementiert wurden, gehören u. a.: Die optimierte Behandlung und Steuerung fremder Bestände in Produktions- und Logistik-Prozessen sowie die automatische Abrechnung von entnommenen Beständen im Rahmen einer Lieferantenkonsignation. Im Produktionsprozess wurde realisiert, dass der Zeitpunkt der Ausprägungserzeugung differenziert festgelegt werden kann. Darüber hinaus wurden die Intrastat-Funktionen optimiert und das gesamte Thema als App realisiert. Außerdem können nunmehr elektronische Rechnungen im Format „ZUGFeRD" versendet und empfangen werden. Daneben wurde die Kommunikation zwischen Apps auch ohne registrierte Abhängigkeiten ermöglicht und die anpassbare Oberfläche mit neuen Funktionen erweitert. Dazu zählen u. a. der Import und Export von Anwendungsansichten. Im Übrigen wurde der gleichzeitige Import von mehreren Dateien per Steuerdatei und die Verwendung aktueller Versionen der Browser „Internet Explorer“, „Safari", „Firefox“ und „Chrome“ ermöglicht. Außerdem können Android- und windowsbasierte Tablets eingesetzt werden. Zudem wurde ein Release-Wechsel in Kundensystemen mit kürzeren Ausführungszeiten ermöglicht. Erweiterungen (ehemals „Extensions“) werden nunmehr in separaten 1:1-Tabellen gespeichert. Obendrein konnte eine Infrastruktur für die Erfassung von Entwicklungsobjekten in Kundensystemen ohne Programmieraufwand bereitgestellt werden und zusätzlich wurde in diesem Zusammenhang mit der Entwicklung neuer Entwicklungsobjekttypen (Bericht, JavaScript, Berechtigung) begonnen. Nicht zuletzt bietet das Workflow-Management auch JavaScript in Workflow-Definitionen an. Schließlich können Berichte in Java auch ohne den Einsatz von Fremdprodukten erzeugt werden.

Beim ERP-Produkt Comarch ERP Suite (früher: Comarch SoftM Suite) wurde im Jahr 2015 die Sepa-Funktionalität der Software konsolidiert und neue Funktionen wie die Unterstützung der neuen 8-stelligen BICs sowie die automatische Zuordnung von Gutschriften im Sepa-Lastschriftenlauf implementiert. Darüber hinaus wurde die Standardapplikation um neue Funktionen wie die elektronische Ausgabe der z5-Meldungen, Mehrfachversandwege im Mahnlauf, Vorabliste periodische Buchungen sowie diverse Erweiterungen im Bereich GDPdU, BilRUG und eBilanz erweitert. Im Controlling können nun Infotexte bei allen wichtigen Stammdatenprogrammen, Umlagedefinitionen und Reportläufen zur Unterstützung der Ablaufdokumentation hinterlegt werden. Bei den Office Plus Modulen wurden die Verbindungstests ausgeweitet und die Benutzerfreundlichkeit weiter erhöht. Beim Office Plus Modul Buchen aus Excel wurden die Ausgabe von Belegsummen beim Erfassen, der Support maschineller Belegnummernvergabe, einstellbare Überschriften der Erfassungsspalten und automatische Sicherung der Buchungsprotokolle implementiert. Es wurde das neue Office Plus Modul Buchen Kostenrechnung entwickelt, mit dem Buchungen, Budgets, Mengen, Preise, Kennziffer usw. direkt aus Excel heraus in die Kostenrechnung, auch mehrdimensional, gebucht werden können.

Der überwiegende Teil der Entwicklungsarbeiten für Comarch Financials Schilling befasste sich im Jahr 2015 mit der Entwicklung neuer Funktionen für die generische Änderung / Überarbeitung von Stammdaten. Gleichzeitig wurden bestehende Stammdatenpflegeprogramme in ihrem Funktionsumfang vereinheitlicht. Ebenso wurde das Electronic Banking in verschiedenen Bereichen funktionell erweitert. Weiterhin erfolgte die Erweiterung der Nachweismöglichkeiten für Geschäftsvorfälle, die nach der EU-Verordnung zum Mini-One-Stop-Shop (MOSS) abgerechnet werden. Im Hinblick auf die Anlagenbuchhaltung erfolgten Erweiterungen in den Darstellungsmöglichkeiten der Anlagenentwicklung sowie in der Darstellung von Abschreibungen im Zugangsjahr.

Für Comarch Financial DKS-Kunden wurde im März 2015 die DKS Version 5370 mit dem neuen Zusatzpaket DKSCUS (Übersetzungsmöglichkeit für alle Anzeigen und Listen) ausgeliefert. Im Dezember 2015 wurde die DKS-Version 5380 mit anschließenden Workshops zur Verfügung gestellt. Folgende Änderungen wurden vorgenommen: Verbesserungen in der Basis, gesetzliche Änderungen neues UVA Formular, UID Nummern Prüfung und Cross Schnittstelle.

Die Schwerpunkte bei der Entwicklung der Personalsoftware Comarch HR TOPAS für IBM System i waren die Zertifizierung durch die ITSG, die Umsetzung der gesetzlichen und tariflichen Anforderungen für das Jahr 2016 und die Anbindung von Zeiterfassungsterminals an unser Zeitwirtschaftsmodul über Java.

Für alle auf IBM i basierten Finanzsoftwares (Suite, Schilling und DKS) hat das Unternehmen Tools zur Migration von diesen Systemen zu Comarch Financials Enterprise entwickelt.

Die System i Version von Comarch ECM-Server hat den Workflow-Engine aus der Windows Welt übernommen. Die Geschäftsprozesse wie Rechnungs-, Beschaffungs-, HR-Prozesse, als auch Vertrags- oder Stammdatenverwaltung können jetzt durch elektronische Workflows unterstützt werden. Zusätzlich wurden neue Versionen von den Clients WorkstationScan, WindowsRetrieval, DocumentViewer, Office Integration und Mailfiler herausgegeben.

Beim Produkt Comarch eBilanz wurden im Jahr 2015 die Unterstützung der Finanzamts-Taxonomie 5.2 und kleine Systemverbesserungen ausgeliefert. Mit der Unterstützung für die Taxonomie 5.3 und den Funktionen zur Meldung der Kapitalkontenentwicklung bei Personengesellschaften wurde begonnen.

In 2015 wurde das zentrale Tool für die eRechnung einschließlich des Steuerungscockpits und der Anwendung für den Abrechnungsserver fast vollständig entwickelt. Die Ausgabe bzw. der Empfang von Rechnungsdaten in diesen Anwendungen erfolgt über Schnittstellen. Die Verarbeitung der Daten und die Umsetzung in das ZUGFeRD-Format (bzw. später evtl. auch in andere Formate) erfolgt über ein gemeinsames zentrales Tool auf einem eigenem Server. Im Fall von Comarch ERP Enterprise besteht das Interface zum zentralen Tool aus einer Webserviceschnittstelle und dem Austausch eines neutralen Rechnungs-XMLs. Bei den drei anderen Anwendungen, die auf System i Maschinen laufen, besteht das Interface aus einer Datenbankschnittstelle. Im ersten Quartal 2016 soll das eRechnung Tool offiziell für den Vertrieb freigegeben sein werden.

Der Umfang der F&E-Tätigkeiten ist im Geschäftsjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr um ca. 15 % gestiegen und befindet sich wieder auf dem Niveau der Jahre vor 2011. Die niedrigeren Werte in den letzten Jahren wurden durch intensive Kundenprojektarbeiten verursacht. Der Aufwand für F&E beträgt insgesamt 7,4 Mio. € (Vj. 6,4 Mio. €).

Mitarbeiter

Zum Stichtag 31.12.2015 beschäftigte die Comarch AG, München, inkl. freiberuflich tätiger Personen 158 Mitarbeiter (Vj. 163).

Die Comarch AG, München, verfügt über ein differenziertes Entlohnungssystem für seine Mitarbeiter. Im Bereich Beratung werden neben dem Fixgehalt variable Prämien in Abhängigkeit von quantitativen Bezugsgrößen gewährt. Beschäftigte im Vertriebsaußendienst erhalten neben einem Fixum eine variable Provision in Abhängigkeit vom erreichten Deckungsbeitrag. Softwareentwickler erhalten ebenfalls neben einem Festgehalt einen variablen Vergütungsbestandteil, der von Entwicklungszielen abhängig ist. Im Verwaltungsbereich erfolgt die Vergütung überwiegend in Form von Fixgehältern.

Die Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder der Comarch Software und Beratung AG orientiert sich an der Größe des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen. Daneben werden Indikatoren wie Aufgabenfeld, Erfahrung und Beitrag des Vorstandsmitglieds zum Unternehmenserfolg bei der Vergütung berücksichtigt.

Risikobericht - Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Im Bereich der Standardsoftware wurde durch die Integration in die Comarch Gruppe, Polen, die Weiterentwicklung und Vermarktung der Produktlinie Comarch ERP und Comarch Financials beschleunigt. So erschließt sich für Comarch durch die Muttergesellschaft mit einer Vielzahl von Niederlassungen und Vertriebspartnern insbesondere in Osteuropa dieser wichtige Zielmarkt für die innovativen Produkte. Bereits seit 2009 greift die Comarch Software und Beratung AG, zusätzlich zu den eigenen Mitarbeitern, auf hochqualifizierte Softwareentwickler der Muttergesellschaft in Polen zu und erhöht damit die Entwicklungsgeschwindigkeit für die eigenen Produkte deutlich. Seit Ende 2009 hat Comarch Produkte der Muttergesellschaft im Angebot und kann so die Kunden noch umfassender bedienen.

Die bei Comarch AG, München, relevanten Risikoklassen lassen sich wie folgt gliedern:

Ökonomische Risiken und Marktrisiken

• Wesentliche Verschlechterungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen. Bei einer längerfristig gesamtwirtschaftlich angespannten Situation kann sich sowohl die generelle Investitionsbereitschaft beim Kauf und bei der Implementierung von Produkten der Comarch AG, München, verringern als auch die zeitliche Planung solcher Investitionsvorhaben verzögern. Eine zögerliche oder schwache Entwicklung der Wirtschaft kann deshalb negative Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis haben.

• Die Softwarebranche durchlebt immer noch eine Phase der Konsolidierung, der Wettbewerb hat und wird sich infolge dieser Konsolidierungen weiter verstärken. Möglicherweise kann es Wettbewerbern gelingen, Marktanteile zu Lasten von Comarch zu gewinnen.

• Einen erheblichen Anteil der Umsatzerlöse generiert Comarch AG, München, aus Pflegeverträgen mit Bestandskunden. Wenn diese Kunden sich entscheiden sollten, Pflegeverträge zu kündigen und gleichzeitig keine neuen Lizenz- oder Dienstleistungsverträge abzuschließen, kann dies das Ergebnis der Comarch AG, München, nachhaltig negativ beeinträchtigen.

Produktrisiken

• Neue Softwareprodukte und neue Releases können trotz umfangreicher Planung und Tests nicht erkannte Fehler enthalten. Deshalb unternimmt Comarch AG, München, nach der Auslieferung an Kunden besondere Anstrengungen, die aufgetretenen Mängel in enger Kooperation mit den Kunden zu beheben. Es besteht dennoch keine Gewähr, dass Mängel stets zur Zufriedenheit des Kunden behoben werden können. Aus diesem Grund können Kunden Ansprüche auf Rückerstattung geleisteter Beträge erheben oder Schadenersatz, Austausch des Softwareprodukts oder sonstige Zugeständnisse verlangen. Kauf- oder Dienstleistungsverträge können bei Rechtsstreitigkeiten vom Gericht als Werkverträge ausgelegt werden. Solche Vorfälle können sich negativ auf die Ertragslage sowie auf das Ansehen von Comarch auswirken.

• Die Planung von neuen Softwareprodukten basiert auf langjährigen Erfahrungen bei der Entwicklung und Projekten mit ähnlichen Produkten von Comarch (Comarch ERP Suite, Comarch Financial Schilling, Comarch Financial DKS). Dennoch ist bei einer Produktplanung und -entwicklung nicht vollständig auszuschließen, dass während der Entwicklungsphase technische Probleme auftreten können, die Fertigstellung des Produkts nicht zum geplanten Zeitpunkt abgeschlossen wird oder das Produkt erst mit zeitlicher Verzögerung marktfähig ist. Aufgrund der teilweisen Zusammenarbeit bei der Produktentwicklung mit ausländischen Entwicklern besteht ein gewisses Risiko, das die Umsetzung der Entwicklungsziele negativ beeinträchtigen könnte.

Projektrisiken

Die Tätigkeit zur Implementierung der Software ist mit einer Vielzahl von Risiken behaftet, auf die Comarch teilweise keinen Einfluss hat. So sind die Projekte häufig mit der Bereitstellung von Ressourcen seitens des Kunden verbunden. Die Projektrisiken können zu Verzögerungen bei Systemeinführungen und/oder zu höheren Projektkosten führen. Damit verbundene Kundenregressforderungen und Imageschäden für Comarch können nicht ausgeschlossen werden.

Personalrisiken

Wenn qualifizierte und wichtige Mitarbeiter die Comarch Software und Beratung AG verlassen und kein entsprechender Ersatz für diese Personen gefunden wird, können die Geschäfte von Comarch beeinträchtigt werden. Comarch AG, München, ist bei der Gewinnung hochqualifizierter Arbeitskräfte im IT -Sektor einem starken Wettbewerb ausgesetzt, so dass es keine Garantie dafür geben kann, dass Comarch langfristig in der Lage sein wird, seine entscheidenden Leistungsträger an sich zu binden. Comarch kooperiert deshalb mit Hochschulen, um daraus Personal zu gewinnen.

Rechtliche Risiken und Compliance-Risiken

Rechtliche Risiken können bei der Softwareentwicklung hinsichtlich der Urheberrechte entstehen. Daher hat Comarch AG, München, bei den Arbeits- oder Entwicklungsverträgen mit externen Partnern vertraglich abgesichert, dass alle Rechte bei Comarch AG, München, verbleiben.

Finanzielle Risiken

• Die Erlöse aus Dienstleistungen und Softwarelizenzen lassen sich aus verschiedenen Gründen nur schwer prognostizieren. Gründe hierfür sind beispielsweise die relativ langen Vertriebszyklen, zeitliche Verzögerungen bei Installationen von Softwareprodukten sowie Budgetänderungen beim Kunden. Da andererseits die Ausgaben der Comarch AG, München, kurzfristig relativ stabil bleiben, kann das Ausbleiben oder eine Verzögerung erwarteter Umsätze zu beträchtlichen periodischen Schwankungen beim Betriebsergebnis und daraus folgend zu Liquiditätsengpässen führen.

• Schwankungen und Rückgänge im Lizenzgeschäft wirken sich auf zukünftige Dienstleistungs- und Pflegeerlöse aus, die in der Regel der Entwicklung der Lizenzumsätze in zeitlichem Abstand folgen. Jedes Absinken der Umsätze von Softwarelizenzen gegenüber dem Vorjahr und Kündigungen von Softwarepflegeverträgen können sich daher negativ auf den Gesamtumsatz und Ertrag der Comarch auswirken.

• Die Entwicklungskapazität ist weiterhin relativ hoch, damit verbunden sind hohe fixe Personalaufwendungen. Dagegen ist das Umsatzwachstum mit den Softwareprodukten schwer prognostizierbar und mit Marktrisiken behaftet.

Risikoberichterstattung zu Finanzinstrumenten

Comarch AG, München, tätigt seine operativen Geschäfte zum überwiegenden Teil in Deutschland bzw. in der Eurozone. Daneben bestehen geschäftliche Aktivitäten in der Schweiz sowie die geschäftlichen Beziehungen zum Mutterkonzern Comarch S.A., Krakau. Hieraus resultieren in gewissem Umfang Währungsrisiken. Auf den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten zur Begrenzung der Finanzrisiken wurde verzichtet.

Im Folgenden werden die Risiken bzw. das Risikomanagement näher beschrieben:

Kreditrisiko

Für die Comarch AG, München, besteht ein Kreditrisiko dahingehend, dass der Wertansatz der Forderungen beeinträchtigt werden könnte, wenn die Geschäftspartner ihren Verpflichtungen nicht bzw. nicht in voller Höhe nachkommen. Das maximale Ausfallrisiko umfasst daher den Gesamtbetrag der Forderungen.

Zur Minimierung der Kreditrisiken erfolgt im Konzern ein stringentes Forderungs- und Überwachungsmanagement der offenen Forderungen zur effektiven Steuerung der Kreditrisiken. Grundsätzlich werden für alle Kunden Kreditlimite festgelegt. In den letzten Jahren haben sich die Kreditrisiken insgesamt etwas erhöht. Der Bedarf an Wertberichtigungen wurde entsprechend angepasst. Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen Risikokonzentrationen bei Vertriebspartnern im indirekten Vertrieb und bei Großkunden. Dem Risiko wird durch ratierliche Zahlungen während der Projektphase begegnet.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko, aufgrund einer mangelhaften Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können, wird im Konzern der Comarch Software und Beratung AG zentral gesteuert. Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit werden liquide Mittel bereitgehalten, um sämtliche Zahlungsverpflichtungen termingerecht erfüllen zu können. Der Finanz- und Liquiditätsbedarf wird aus einer Finanzplanung abgeleitet, wobei aufgrund der zum Jahresanfang vereinnahmten Wartungserlöse der Finanzbedarf zum Ende des Jahres strukturell höher ist. Darüber hinaus werden für ungeplante Mehrausgaben und Mindereinnahmen Reserven vorgehalten.

Die Finanzlage der Gesellschaft hat sich durch hohe Cashflowzuflüsse weiter verbessert. Die Gesellschaft konnte zum Jahresende per Saldo einen positiven Finanzmittelfonds in Höhe von 4,9 Mio. € (Vj. 2,9 Mio. €) ausweisen. Im Jahr 2015 wurden keine Bankkredite oder Konzerndarlehen benötigt. Die Gesellschaft erwartet auch für das kommende Geschäftsjahr eine Finanzierung ohne Inanspruchnahme von Krediten.

Marktrisiko

Das Marktrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Zum Marktrisiko zählen das Preisrisiko, das Währungsrisiko und das Zinsrisiko.

Preisrisiko

Im Konzern der Comarch Software und Beratung AG bestehen kaum Preisrisiken bei den Finanzinstrumenten.

Währungsrisiko

Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen, Verbindlichkeiten, flüssige Mittel und geplante Transaktionen in einer anderen als in der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. entstehen werden. Im Geschäftsjahr 2015 gab es auch Transaktionen mit dem Mutterkonzern in der Währungseinheit Zloty, so dass sich auch diesbezüglich Kursgewinne bzw. -verluste ergaben. Insgesamt haben die Währungserträge die Verluste überstiegen.

Zinsrisiko

Ein Zinsrisiko, d.h. eine Wertveränderung des Finanzinstruments (Fair Value Risiko) bzw. der künftigen Zahlungen aus einem Finanzinstrument (Cashflow-Risiko) aufgrund von Marktzinssatzänderungen liegt vorwiegend bei Vermögenswerten und Schulden mit Laufzeiten von über einem Jahr vor. Der Konzern hält seine liquiden Mittel und die Liquiditätsreserven fast ausschließlich im Bereich variabel verzinslicher kurzfristiger Geldanlagen vor, die keinen nennenswerten Kursschwankungen unterliegen.

Die vorstehend aufgeführten Risiken stellen hohe Anforderungen an das Risikomanagement von Comarch und erfordern die Bereithaltung entsprechender finanzieller Ressourcen. Die Bewältigung dieser Prozesse steht im Mittelpunkt des Risikomanagements von Comarch.

Nachtragsbericht

Seit dem 31. Dezember 2015 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen wir einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Comarch Software und Beratung AG erwarten.

Prognosebericht

Die künftige Entwicklung der Comarch AG, München, hängt von der Lage auf dem deutschen IT-Markt und den Erfolgen eigener Aktivitäten, insbesondere der Marketing- und Entwicklungsaktivitäten, ab. Der Vorstand der Comarch Software und Beratung AG erwartet im Geschäftsjahr 2016 eine Steigerung des Umsatzes um ca. 2-3 % im Vergleich zum Jahr 2015 und ein operatives Ergebnis auf einem vergleichbaren Niveau wie 2015.

Abhängigkeitsbericht

Schlusserklärung zum Bericht des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen: „Die Gesellschaft erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung. Weitere Maßnahmen im Sinne des § 312 AktG sind weder getroffen noch unterlassen worden. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns zum Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren."

München, 15. Februar 2016

Comarch Software und Beratung AG

Der Vorstand

Prof. Janusz Filipiak

Frank Siewert

Michael Steinberger

Marcus Sümnick

Łukasz Wąsek

Bilanz zum 31. Dezember 2015

der Comarch Software und Beratung AG, München

AKTIVA

31.12.2015

31.12.2014

A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 9.241,00 12.889,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.366.385,00 2.762.821,00
1.375.626,00 2.775.710,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 92.074,00 72.947,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 80.163,00 88.169,00
172.237,00 161.116,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 300.078,60 300.078,60
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 100.127,08 0,00
400.205,68 300.078,60
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 1.148.447,30 544.367,77
2. fertige Erzeugnisse und Waren 8.103,41 17.827,97
1.156.550,71 562.195,74
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.397.941,84 1.784.945,12
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 153.559,01 620.108,73
3. sonstige Vermögensgegenstände 73.945,79 142.666,88
- davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr € 20.726,92 (Vj. € 45.616,65)
5.625.446,64 2.547.720,73
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 5.920.922,11 3.447.285,79
12.702.919,46 6.557.202,26
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 49.692,46 54.116,52
14.700.680,60 9.848.223,38
PASSIVA
31.12.2015

31.12.2014

A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 6.213.072,00 6.213.072,00
II. Bilanzgewinn/ -verlust 484.048,88 - 1.426.914,11
6.697.120,88 4.786.157,89
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 237.376,26 99.016,00
2. sonstige Rückstellungen 3.097.227,57 2.608.268,17
3.334.603,83 2.707.284,17
C. VERBINDLICHKEITEN
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 992.738,34 720.174,93
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 217.734,08 380.829,61
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.859.006,84 960.850,70
4. sonstige Verbindlichkeiten 548.876,63 292.926,08
- davon aus Steuern: € 495.646,29 (Vj. € 246.478,90)
4.618.355,89 2.354.781,32
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 50.600,00 0,00
14.700.680,60 9.848.223,38

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar - 31. Dezember 2015

01.01. - 31.12.2015

01.01. - 31.12.2014

1. Umsatzerlöse 23.852.586,39 18.857.871,55
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Leistungen 604.079,53 473.167,77
Gesamtleistung 24.456.665,92 19.331.039,32
3. sonstige betriebliche Erträge 903.934,50 726.905,81
25.360.600,42 20.057.945,13
4. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 397.413,36 206.497,15
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.201.586,42 7.598.999,78 2.864.712,94 3.071.210,09
Rohergebnis 17.761.600,64 16.986.735,04
5. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 9.460.526,62 9.678.286,31
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.509.196,40 1.577.263,85
- davon für Altersversorgung: € 53.505,46 (Vj. € 67.372,98)
6. Abschreibungen:
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.501.089,51 2.218.516,28
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.054.241,88 15.525.054,41 3.301.984,89 16.776.051,33
2.236.546,23 210.683,71
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 12.806,29 18.446,99
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 17.084,55 8.480,49
- davon an verbundene Unternehmen: € 3.773,66 (Vj. € 2.279,68) - 4.278,26 9.966,50
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.232.267,97 220.650,21
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 315.687,24 97.143,75
12. sonstige Steuern 5.617,74 4.944,43
13. Jahresüberschuss 1.910.962,99 118.562,03
14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr - 1.426.914,11 - 1.545.476,14
15. Bilanzgewinn/-verlust 484.048,88 - 1.426.914,11

Anhang für das Geschäftsjahr 2015

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Ab dem Geschäftsjahr 2015 wird der Materialaufwand für Wartungsleistungen (T€ 15) zutreffend in dem Posten „Aufwendungen für bezogene Leistungen" ausgewiesen. Zur Herstellung der Vergleichbarkeit wurde der entsprechende Vorjahreswert (T€ 544) von dem Posten „Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren“ in den Posten „Aufwendungen für bezogenen Leistungen“ umgegliedert.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung erfolgte unter der Prämisse der Unternehmensfortführung. Auf die Ausführungen in der Risikoberichtserstattung im Lagebericht wird verwiesen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu neun Jahren bewertet. Ein unter den immateriellen Vermögensgegenständen aktivierter Firmenwert aus einem Unternehmenskauf wird planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben. Die Firmenwerte aus der Verschmelzung der Comarch Solutions GmbH und der Comarch Schilling GmbH werden planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um degressive bzw. lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen zwei und vierzehn Jahren) angesetzt. Alle Zugänge zum beweglichen Anlagevermögen werden pro rata temporis abgeschrieben. Für Geringwertige Wirtschaftsgüter wird seit 01.01.2010 von der Wahlmöglichkeit der Vollabschreibung bis zu einer Höhe von € 410,00 Gebrauch gemacht.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen des Anlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert bilanziert.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Dabei werden die Forderungen verbundener Unternehmen nicht in die Berechnung der Pauschalwertberichtigung einbezogen.

Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Das Körperschaftsteuerguthaben aus Zeiten des Anrechnungsverfahrens wird mit dem Barwert unter Verwendung eines Zinssatzes von 4 % angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (253 II 1 HGB). Es wird der von der Deutschen Bundesbank ermittelte Abzinsungszinssatz verwendet.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt bei Forderungen und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagengegenstände im Jahre 2015 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert (T€ 1.366) betrifft zwei Sachverhalte. Ein Geschäfts- oder Firmenwert mit einem Restbuchwert von T€ 331 wurde im Jahr 2006 im Rahmen der Übernahme von Semiramis entgeltlich erworben. Die Nutzungsdauer wurde aufgrund der strategischen Bedeutung des Erwerbs und des Lebenszyklus des Produkts mit 10 Jahren angenommen. Sie überschreitet damit die gesetzliche Vermutung in § 285 Nr. 13 HGB von 5 Jahren. Rückwirkend zum 01.01.2012 wurde die Comarch Schilling GmbH auf die Comarch Software und Beratung AG verschmolzen. Der aus dieser Verschmelzung entstandene Firmenwert wird beginnend ab dem 01.01.2012 über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Der Restbuchwert zum 31.12.2015 beträgt T€ 1.036.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 5.398 (Vj € 1.785) sind insgesamt kurzfristig.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von T€ 74 (Vj. T€ 143) sind antizipative Posten in Höhe von T€ 17 enthalten, die auf anrechenbare Steuern entfallen.

Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 6.213.072 Stückaktien zusammen. Auf eine Stückaktie entfällt ein rechnerischer Wert von € 1,00. Es umfasst ausschließlich Stammaktien. Seit dem Geschäftsjahr 2012 hat die Gesellschaft keine Börsenzulassung zum Handel am Regulierten Markt.

Im Jahr 2015 wurde kein genehmigtes Kapital verwendet.

Der Bilanzgewinn hat sich wie folgt entwickelt:

T€
Verlustvortrag zum 01.01.2015 - 1.427
Jahresüberschuss 2015 1.911
Stand zum 31.12.2015 484

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

T€
Gewährleistung 231
ausstehende Urlaube 232
Personalkosten 1.357
Berufsgenossenschaft 39
Raumkosten 105
ausstehende Rechnungen und ausstehende Leistungen 840
Schwerbeschädigtenabgabe 1
Jahresabschluss und Prüfung 37
Archivierungskosten 45
Aufsichtsratvergütung 5
Prozesskosten 205
Stand 31.12.2015 3.097

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Fristigkeitsangaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst:

Zusammensetzung und Entwicklung: Stand 31.12.2015

T€
Restlaufzeit bis 1 Jahr

T€
Restlaufzeit 2 bis 5 Jahre

T€
Restlaufzeit über 5 Jahre

T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0 0 0 0
Vorjahr 0 0 0 0
erhaltene Anzahlungen 993 993 0 0
Vorjahr 720 720 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 218 218 0 0
Vorjahr 381 381 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.859 2.859 0 0
Vorjahr 961 961 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 548 548 0 0
Vorjahr 293 293 0 0
4.618 4.618 0 0
Vorjahr 2.355 2.355 0 0

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 2.859 sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.870 (Vj. T€ 369) enthalten. In den Verbindlichkeiten sind zudem CashPool-Verbindlichkeiten gegenüber der Comarch Solutions GmbH in Höhe von T€ 989 enthalten.

Zum Abschlussstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

(Jahresbeträge ohne Umsatzsteuer)

T€
Leasing für Fahrzeuge 143
Mieten für Geschäftsräume und Stellplätze 917
1.060

Die Leasingverträge sind in der Regel mit einer Mindestlaufzeit von 2 bis 4 Jahren ausgestattet. Die Mietverhältnisse haben meist Laufzeit zwischen 3 und 5 Jahre.

Die Leasingvereinbarungen dienen der Finanzierung der Gesellschaft. Die Comarch Software und Beratung AG trägt bei den Verträgen die Gefahr des zufälligen Untergangs (Risiko aus nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften).

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Die Geschäfte mit nahestehenden Personen betreffen die Tochtergesellschaften der berichtenden Gesellschaft sowie Geschäfte mit verbundenen Unternehmen.

2015

in T€
Umsatzerlöse und sonstige Erträge:
Verbundene Unternehmen 2.008
Bezug von Waren und Dienstleistungen:
Verbundene Unternehmen 6.376

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende wesentliche Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehende Unternehmen bzw. Personen:

2015

in T€
Forderungen gegen nahestehende Personen
Verbundene Unternehmen (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) 154
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen
Verbundene Unternehmen 2.859
• davon CashPool: T€ 989
• davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen T€ 1.870

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von 653 T€ (Vj. T€ 503) enthalten. Diese entfallen auf die Auflösung Rückstellungen (T€ 474; Vj. T€ 490), Wertberichtigungen auf Forderungen (T€ 177, Vj. T€ 5) sowie weitere sonstige Erträge, wie Vergleichzahlungen (T€ 2; Vj. T€ 8). Weiterhin sind Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von 12 T€ enthalten (Vj. 1 T€).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 93 (Vj. T€ 25) enthalten. Diese betreffen insgesamt Wertberichtigungen auf Forderungen. Weiterhin sind Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe von 2 T€ enthalten (Vj. 1 T€).

Aus der Abzinsung von Rückstellungen ergab sich ein Aufwand von insgesamt T€ 7.

Die sonstigen Steuern betragen T€ 6 (Vj T€ 5) und betreffen Kfz-Steuern.

V. Sonstige Angaben

Im Jahresdurchschnitt 2015 wurden 137 Mitarbeiter (ohne Vorstand) beschäftigt, davon 117 Mitarbeiter in Vollzeit und 20 Mitarbeiter in Teilzeit (bzw. in Aushilfstätigkeit).

Dem Vorstand gehören folgende Personen an:

(1) Prof. Janusz Filipiak, Vorstandvorsitzender, Zug/Schweiz
(2) Lukasz Wasek, Vorstand Finanzen, München
(3) Frank Siewert, Vorstand Sales und Presales, Hamburg
(4) Marcus Sümnick, Vorstand Beratung, Hamburg
(5) Michael Steinberger, Vorstand Entwicklung, München (ab 01.03.2015)

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

(1) Konrad Taranski, Vorstandsmitglied der Comarch S.A. Krakau/Polen, Vorsitzender des Aufsichtsrates, Krakau/Polen
(2) Prof. Dr. Hans Zangl, Fachhochschulprofessor, Aufsichtsratsmitglied mit Kenntnissen gem. § 100 Abs. 5 AktG
(3) Zbigniew Rymarczyk, Vorstandsmitglied der Comarch S.A., Krakau/Polen

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen T€ 20 (Vj. T€ 20), die Gesamtvergütung für Mitglieder des Vorstands einschließlich der Wahrnehmung ihrer Aufgaben in Tochterunternehmen betrug T€ 905 (Vj. T€ 706). Darin enthalten sind variable Vergütungsbestandteile in Höhe von T€ 176 (Vj. T€ 123). Auf eine individualisierte Angabe der Vorstandsbezüge wurde verzichtet, da die Hauptversammlung einen entsprechenden Beschluss gefasst hat.

Im Folgenden werden die Angaben zu Unternehmen zusammengefasst, an denen die Berichtsgesellschaft Anteile mindestens 20 % besitzt:

Gesellschaft/Sitz Anteil am Kapital

%
Eigen-Kapital

TEUR
Ergebnis 2015

TEUR
Comarch Solutions GmbH, Innsbruck, Österreich 100 1.066 540
Comarch Sistemas LTDA, Sao Paolo, Brasilien 20 0 1.830

Die Comarch Software und Beratung AG wird über die Comarch AG, Dresden, die 100 % der Anteile an der Comarch Software und Beratung AG hält, in den Konzernabschluss der Comarch S.A., Krakau/Polen einbezogen, der im elektronischen Bundesanzeiger in Polen (Monitor Polski B) und in Deutschland sowie auf der Homepage von Comarch (unter www.comarch.com) veröffentlicht wird. Die Comarch Software und Beratung AG selbst ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts nach § 291 HGB befreit.

Für die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers, der Akanthus GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, sind folgende Honorare im Geschäftsjahr 2015 erfasst worden:

T€
Abschlussprüfungen 23
Steuerberatungsleistungen 5
28

München, 15. Februar 2016

Comarch Software und Beratung AG

(Vorstand)

Prof. Janusz Filipiak

Frank Siewert

Michael Steinberger

Marcus Sümnick

Łukasz Wąsek

Entwicklung des Anlagevermögens der Comarch Software und Beratung AG für das Geschäftsjahr 2015

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2015

Zugang 2015

Abgang 2015

Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2015

I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00
14.209.529,48 6.083,90 1.438,61 14.214.174,77
2. Geschäfts- oder Firmenwert 13.924.788,07 0,00 0,00 13.924.788,07
28.134.317,55 6.083,90 1.438,61 28.138.962,84
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 3.331.124,88 83.505,13 2.040,67 3.412.589,34
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.057.259,93 22.856,15 3.854,34 1.076.261,74
4.388.384,81 106.361,28 5.895,01 4.488.851,08
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.473.065,08 0,00 0,00 1.473.065,08
2. Ausleihungen 0,00 100.127,08 0,00 100.127,08
1.473.065,08 100.127,08 0,00 1.573.192,16
33.995.767,44 212.572,26 7.333,62 34.201.006,08
kumulierte Abschreibungen 01.01.2015

Abschreibungen 2015

Abgang Abschreibungen € kumulierte Abschreibungen 31.12.2015

I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
14.196.640,48 9.413,23 1.119,94 14.204.933,77
2. Geschäfts- oder Firmenwert 11.161.967,07 1.396.436,00 0,00 12.558.403,07
25.358.607,55 1.405.849,23 1.119,94 26.763.336,84
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 3.258.177,88 64.378,13 2.040,67 3.320.515,34
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 969.090,93 30.862,15 3.854,34 996.098,74
4.227.268,81 95.240,28 5.895,01 4.316.614,08
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.172.986,48 0,00 0,00 1.172.986,48
2. Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.172.986,48 0,00 0,00 1.172.986,48
30.758.862,84 1.501.089,51 7.014,95 32.252.937,40
Buchwert 31.12.2015

Buchwert 31.12.2014

I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten
9.241,00 12.889,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.366.385,00 2.762.821,00
1.375.626,00 2.775.710,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 92.074,00 72.947,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 80.163,00 88.169,00
172.237,00 161.116,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 300.078,60 300.078,60
2. Ausleihungen 100.127,08 0,00
400.205,68 300.078,60
1.948.068,68 3.236.904,60

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Comarch Software und Beratung AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss und vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, 23. März 2016

**Akanthus GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dr. Andreas Koller, Wirtschaftsprüfer

Susanne Wiegräfe, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2015

der Comarch Software und Beratung AG, mit Sitz in München

Das Geschäftsjahr 2015 endete mit dem Jahresüberschuss von EUR 1.910.962,99 (Vj. Jahresüberschuss von EUR 118.562,03) und dem Bilanzgewinn von EUR 484.048,88 (Vj. Bilanzverlust von EUR 1.426.914,11). Das Jahresergebnis wurde durch die Abschreibungen auf Firmenwert in Höhe von EUR 1,4 Mio. negativ beeinflusst.

Der Gesamtumsatz ist im Vergleich zum Vorjahr von EUR 18,9 Mio. auf EUR 23,9 Mio. gestiegen.

Es wurden personelle Maßnahmen abgeschlossen und Neueinstellungen vollgezogen.

Im Geschäftsjahr wurde die Zusammenarbeit mit der derzeitigen Alleinaktionärin, der Comarch AG weiter verstärkt. Zentrale Zielsetzung des Zusammenschlusses der beiden Unternehmen ist es, das Wachstum der Comarch Software und Beratung AG voranzubringen, zu stärken sowie über das flächendeckende Vertriebsnetz der Comarch Software und Beratung AG auch die IT -Lösungen der Comarch AG, u.a. zusätzlich im Cloud-Modell, zu vertreiben. Die Comarch Software und Beratung AG ist auf dem deutschsprachigen IT -Markt vor allem in den Geschäftsfeldern ERP, Finance und Systemintegration stark vertreten und soll durch diese Erweiterung der Angebotspalette noch stärker im Markt breiter aufgestellter IT -Anbieter operieren können.

Zum 1. Januar 2015 bestand der Vorstand aus folgenden Mitgliedern: Prof. Janusz Filipiak (Vorsitzender), Frank Siewert, Marcus Sümnick und Łukasz Wąsek. Zum 1. März 2015 wurde Michael Steinberger zu weiterem Vorstandsmitglied bestellt.

Zum 1. Januar 2015 bestand der Aufsichtsrat aus folgenden Mitgliedern: Konrad Tarański (Vorsitzender), Prof. Dr. Hans Zangl und Zbigniew Rymarczyk.

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2015 ausführlich mit der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung, der Strategie sowie der Planung des Unternehmens befasst. Er nahm im Berichtszeitraum die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Beratungs- und Kontrollaufgaben sorgfältig wahr. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens im Geschäftsjahr 2015 regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung überwacht. Der Aufsichtsrat war in sämtliche Entscheidungen eingebunden, die für das Unternehmen von maßgeblicher Bedeutung waren.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend unterrichtet. In Sitzungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2015 berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat über Strategie und Planung sowie die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Unternehmens und insbesondere auch über wichtige Geschäftsereignisse. Zusätzlich haben sich die Mitglieder des Aufsichtsrats im Rahmen von regelmäßigen Einzelgesprächen mit den Mitgliedern des Vorstands über die aktuelle Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle informieren lassen. Der Aufsichtsrat stimmte sämtlichen Angelegenheiten zu, die ihm entsprechend der Geschäftsordnungen des Aufsichtsrats und des Vorstands als zustimmungspflichtige Geschäfte vorgelegt wurden. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2015 aufgrund seiner geringen Größe keine Ausschüsse gebildet.

Der bereits durch den Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 ist unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichtes durch den Wirtschaftsprüfer Herr Dr. Andreas Koller und Frau Susanne Wiegräfe (Akanthus GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) geprüft worden. Diese haben einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht des Vorstandes, den Bericht des Abschlussprüfers sowie den Vorschlag des Vorstandes, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.910.962,99 in Höhe von EUR 1.426.914,11 zur Deckung des Bilanzverlustes und in Höhe von EUR 484.048,88 auf neue Rechnung vorzutragen, für das Geschäftsjahr 2015 überprüft. An diesen Beratungen war u.a. Herr Dr. Andreas Koller in seiner Eigenschaft als Abschlussprüfer beteiligt.

Der Aufsichtsrat hat den geprüften Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 gebilligt. Dabei flossen die Ergebnisse der Prüfung der Berichte des Abschlussprüfers und insbesondere der persönliche Kenntnisstand der Aufsichtsratsmitglieder in die Bewertung ein.

Es hat sich im Rahmen der Nachprüfungen und Erörterungen des Aufsichtsrates kein Ansatzpunkt für die Vermutung ergeben, dass die in den Berichten des Vorstandes dargestellte Lage, die dargestellten Risiken und die dargestellte Ausgewogenheit von Leistung und Gegenleistung in Beziehung zur beherrschenden Comarch S.A. und deren verbundenen Unternehmen von der tatsächlichen Lage abweicht, also unvollständig oder unsachgerecht wäre.

Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfungen hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015 zu erheben.

Daher billigte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2015. Dieser wurde damit verbindlich festgestellt.

Dem Vorschlag des Vorstandes den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 1.910.962,99 in Höhe von EUR 1.426.914,11 zur Deckung des Bilanzverlustes und in Höhe von EUR 484.048,88 auf neue Rechnung vorzutragen, hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.

Ein Konzernabschluss und ein Konzernlagebericht waren nach den Feststellungen des Vorstandes im Lagebericht nicht zu erstellen, sofern ein befreiender EU-Konzernabschluss des Mutterunternehmens nach § 291 HGB erstellt und in deutscher Sprache offengelegt wird.

München, 7. April 2016

Konrad Tarański, Aufsichtsratsvorsitzender

Prof. Dr. Hans Zangl, Aufsichtsratsmitglied

Prof. Janusz Filipiak, Aufsichtsratsmitglied

Sonstiger Berichtsteil

Sonstige Angaben

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31.12.2015 wurde am 07. April 2016 festgestellt.

Ergebnisverwendung

Der Bilanzgewinn zum 31.12.2015 in Höhe von 484.048,88 € wurde gemäß Beschluss der Hauptversammlung auf neue Rechnung vorgetragen.