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Comarch S.A. Annual Report 2014

Aug 19, 2015

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Annual Report

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Publication

Comarch

Software und Beratung

Aktiengesellschaft

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2014 bis zum 31.12.2014

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Muttergesellschaft Comarch S.A., Krakau/Polen ist ein internationaler Anbieter von IT-Lösungen für Geschäftsprozessoptimierung und Kundenbeziehungsmanagement. Gegründet im Jahr 1993, hat sich die Gruppe weltweit etabliert und beschäftigt heute mehr als 4.200 Mitarbeiter. Das Unternehmen ist in den Zielmärkten Telekommunikation, Handel, Banken und Versicherungen, Öffentliche Verwaltung, IT-Infrastruktur und SME (Small and Medium-sized Enterprises bzw. Mittelstand) als Anbieter von Software sowie Consulting-, Integrations- und Programmierdiensten tätig. Die Comarch Software und Beratung AG fügt sich als Anbieter von IT-Lösungen für den Mittelstand in den Bereichen SME sowie IT-Infrastruktur in die Comarch Group ein.

Die Comarch Software und Beratung AG (im Folgenden auch: Comarch AG, München) hat im Jahr 2014 sehr gute Ergebnisse erwirtschaftet. Diese sind auf die Durchführung von profitablen Projektphasen und einen Anstieg in dem Bereich Verkauf von Lizenzen zurückzuführen. Gleichzeitig hat Comarch im gesamten Jahr die Kosten kontrolliert. Die Marktsituation hat sich dagegen im Jahr 2014 nicht so positiv dargestellt. Ähnlich wie im Vorjahr hatten viele Interessenten Probleme mit der Finanzierung anspruchsvoller Softwareprojekte. Dies hatte einen Einfluss auf das erreichte Umsatzniveau. Im Jahr 2014 wurde zudem mit weiteren Migrationsprojekten von herkömmlichen iSeries- Systemen zu Co-march ERP Enterprise (CEE) begonnen.

Die Comarch Software und Beratung AG trägt weiterhin hohe Investitionskosten für die Produktentwicklung. Nach der Fertigstellung des Comarch Financial Enterprise wurden viele Ressourcen in die Integration dieses Produktes mit anderen Comarch-Produkten wie ECM, EDI, SFA und BI gesteckt. Parallel dazu wurden auch Migrationslösungen für bestehende Comarch Financial Schilling, Comarch Financial Suite und Comarch Financial DKS-Kunden erstellt und in ersten Kundenprojekten umgesetzt.

Im Geschäftsfeld Software (betriebswirtschaftliche Software für Enterprise Resource Planning und Financials) entwickelt und vertreibt die Comarch Software und Beratung AG moderne Business-Software für mittelständische Unternehmen.

Mit der ERPII-Software Comarch ERP Enterprise inkl. des Rechnungswesens Comarch Financials Enterprise verfügt Comarch über eine moderne Softwarelösung, die bereits mehrfach für ihre Technologie und Ergonomie ausgezeichnet wurde. Comarch ERP Enterprise ist komplett objektorientiert in der Programmiersprache JAVA entwickelt und auf den gängigen Serverbetriebssystemen Microsoft Windows, Linux und IBM System i sowie auf den Datenbanken Oracle, Microsoft SQL Server und IBM DB2/400 ablauffähig. Neben der bewährten ERP-Lösung Comarch ERP Suite, die ausschließlich für die Serverplattform IBM System i zur Verfügung steht und insbesondere die Branchen Handel und Lebensmittelindustrie adressiert, verfügt Comarch damit über eine plattformneutrale ERPII-Software, die als Cross-Industry-Lösung grundsätzlich für die Anforderungen unterschiedlicher Branchen ausgelegt ist.

Comarch ERP Enterprise wird sowohl im Direktgeschäft mit einem eigenen Vertriebsteam als auch indirekt über ein ausgeprägtes Netz von Vertriebspartnern am Markt angeboten. Diesen Vertriebspartnern bietet Comarch zudem die Möglichkeit, auf Basis von Comarch ERP Enterprise eigene Branchenlösungen zu entwickeln und anzubieten. Die Positionierung von Comarch ERP Enterprise als Plattform für

Partnerprodukte wird durch moderne Softwaretechnologie in Form einer AddOn-Infrastruktur unterstützt. Dies versetzt Comarch in die Lage, zusätzliche Branchen für das Produkt Comarch ERP Enterprise zu erschließen und damit das Einsatzspektrum kontinuierlich zu erweitern.

Neben den ERP-Lösungen mit den integrierten Finanz-Applikationen vermarktet Comarch die Finanz-Applikationen auch separat als Stand-alone-Rechnungswesenlösungen. Das Portfolio umfasst darüber hinaus die auf dem Serverbetriebssystem IBM i ablauffähigen Rechnungswesenlösungen Comarch Fi-nancial DKS und Comarch Financial Schilling und eine Anwendung zur elektronischen Übermittlung von Daten an die Finanzverwaltung - Comarch eBilanz. Als Ergänzung sowohl zu den ERP-Lösungen als auch zu den Finanz-Applikationen wird das Dokumentenmanagementsystem Comarch ECM angeboten.

Im Geschäftsfeld Wartung betreut die Comarch Software und Beratung AG seine Produkte, die Kunden von Comarch in Einsatz haben. Innerhalb der Wartungsverträge leistet Comarch für ihre Kunden Support- und Korrekturleistungen und stellt neueste Releases, Updates und Patches zu Verfügung. Die Mitarbeiter der IT-Abteilung des Kunden können sich mit Fragen zur Handhabung von Fehlerfunktionen und zur Fehlervermeidung der Software an Comarch wenden.

Im Geschäftsfeld Beratung bietet die Comarch Software und Beratung AG in einer dezentralen Organisation Dienstleistungen (Beratung, Anpassprogrammierung, Datenübernahmen u. Ä.) an, um die Produkte bei den Kunden einzuführen. Die Consultants erstellen Einsatzstudien im Vorfeld der Softwareeinführung und unterstützen die Kunden bei der Implementierung und Anpassung der Software sowie bei Releasewechseln. Weitere Dienstleistungen sind Schulung und Support. Im Jahr 2014 hat die Comarch AG, München, dieses Feld um ein erstes Outsourcing-Projekt im IT-Services-Bereich erweitert. Diesen Bereich wird die Comarch AG, München, gemeinsam mit ihrer Konzernobergesellschaft, Comarch SA, Krakau, im Jahr 2015 weiterentwickeln.

Im Geschäftsfeld Sonstige (früher: Hardware/Systemintegration) bietet die Comarch Software und Beratung AG vor allem Hardware, die zur Umsetzung eigener Projekte notwendig ist. Daneben fallen unter diese Rubrik Umsätze, die die Comarch AG, München, außerhalb ihres Hauptgeschäfts generiert, z.B. Mieten.

Umsatz- und Ertragsentwicklung

Obwohl die erwirtschaftete Gesamtleistung im Jahr 2014 auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr geblieben ist, ist der Gesamtumsatz von 19,7 Mio. € auf 18,9 Mio. € zurückgegangen. Im Geschäftsfeld Software stieg der Umsatz um 0,6 Mio. € auf 2,2 Mio. € (Vj. 1,6 Mio. €). Im Geschäftsfeld Wartung ging der Umsatz um 0,4 Mio. € auf 9,5 Mio. € (Vj. 9,9) zurück. Im dritten Geschäftsfeld Beratung gab es einen Umsatzrückgang um 0,9 Mio. € auf 7,1 Mio. € (Vj. 8,0 Mio. €), der sich jedoch überwiegend aus Bestandsveränderungen bei unfertigen Projekten erklärt. Während im Geschäftsjahr 2013 Umsätze aus Bestandsminderungen in Höhe von 0,4 Mio. € realisiert wurden, waren im Geschäftsjahr 2014 nicht umsatzwirksame Bestandserhöhungen im Umfang von 0,5 Mio. € zu verzeichnen.

Bei konstanter Gesamtleistung stieg das operative Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) um 1,1 Mio. € und betrug 2,4 Mio. € (Vj. 1,3 Mio. €). Beim EBT ergab sich ein Ergebnis von 0,2 Mio. € (Vj. - 0,9 Mio. €). Die im Jahr 2013 und 2014 gewonnenen Projekte haben zusammen mit einer effizienten Kostenkontrolle ein positives EBITDA gesichert. Die Steigerung des EBITDA Ergebnisses war auch durch Senkung von Personalkosten mit einem Fluktuationshintergrund, erreicht. In diesen Zahlen ist eine nicht zahlungswirksame, planmäßige Firmenwertabschreibung aus einem früheren konzerninternen Verschmelzungsvorgang in Höhe von 2,1 Mio. € (Vj. 2,1 Mio. €) enthalten.

Das Jahresergebnis beträgt 0,1 Mio. € (Vj. -0,9 Mio. €). Durch die positive Entwicklung im Geschäftsjahr 2014 konnte die Gesellschaft nach mehreren Verlustjahren wieder einen Jahresüberschuss erzielen.

Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist auf 9,9 Mio.€ gestiegen (Vj. 8,5 Mio. €). Der Anteil des langfristigen Vermögens beträgt 3,3 Mio. € und damit nur noch 33 % der Bilanzsumme (Vj. 62 %). Ursache für diese Entwicklung ist ein planmäßig um 2,1 Mio. € auf 2,8 Mio. € (Vj. 4,9 Mio. €) abgeschriebener Firmenwert. Beginnend ab dem Geschäftsjahr 2016 werden sich mit dem Auslaufen der Firmenwertabschreibungen positive Ertragseffekte ergeben. Die Eigenkapitalquote ist auf Basis der deutlich gestiegenen Bilanzsumme von 55 % auf 49 % gesunken. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betrugen 1,0 Mio. € (Vj. 0,6 Mio. €). Im Jahr 2013 hat Comarch AG, München ein Darlehen des Hauptaktionärs aus dem Jahr 2012 in Höhe von 0,5 Mio. € zurückbezahlt. Zum 31.12.2014 wurden keine Bankkredite oder Konzerndarlehen benötigt. Die Verbindlichkeiten der Gesellschaft stiegen per Saldo um rund 1,1 Mio. € (Vj. 1,3 Mio. €). Im Jahr 2014 konnte die Comarch AG, München einen positiven operativen Cash Flow in Höhe von 2,4 Mio. € (Vj. - 0,3 Mio. €) erzielen. Der Finanzmittelbestand stieg dadurch am Bilanzstichtag auf 3,4 Mio. € gegenüber 0,9 Mio. € im Vorjahr. Die Finanzmittel sind in Höhe von 0,4 Mio. € zur Besicherung von Aval-Krediten verpfändet. Für die Finanzierung der Firmenfahrzeuge sowie für größere IT-Anlagen wird Leasing als Finanzierungsinstrument eingesetzt.

Zweigniederlassungen / Tochterunternehmen

Die Comarch AG, München hat neben dem Hauptsitz in München Betriebsstätten in Hannover, Hamburg, Bremen, Münster, Düsseldorf, Berlin und Dresden. Tochterunternehmen ist die Comarch Solutions GmbH mit dem Sitz in Innsbruck, Österreich (Beteiligung 100 %). Im 3. Quartal 2014 hat die Comarch AG, München 200 Anteile (entspricht prozentual 20%) an der Brasilianischen Gesellschaft QUIASTOLITA EMPREENDIMENTO E PARTICIPAÇÕES LTDA mit Sitz in Sao Paolo, Brasilien gekauft. Die restlichen 80% der Anteile an dieser Gesellschaft hält die Muttergesellschaft Comarch AG, Dresden. Das Ziel des Anteilserwerbs ist die weitere Expansion des Comarch-Konzerns in Lateinamerika. Dort werden hauptsächlich Softwareprodukte und Softwaredienstleistungen der Comarch S.A. mit Sitz in Krakau angeboten. Der Name der Gesellschaft wurde auf Comarch Sistemas LTDA geändert.

Forschung und Entwicklung

Die Comarch AG, München investiert einen großen Teil ihres Jahresumsatzes in Forschung und Entwicklung von bestehenden und neuen Produkten. Bei diesen Aktivitäten werden die Nearshoring-Ressourcen der polnischen Muttergesellschaft eingesetzt. Das Entwicklerteam in Polen leistet Unterstützung vor allem bei der Entwicklung von Funktionen und Modulen für die Produkte Comarch ERP Enterprise und Comarch Financials Enterprise.

Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung konzentrieren sich vor allem darauf, die innovativen Produktgruppen ERP, Financials und Dokumentenmanagement zu optimieren.

Im zweiten Quartal 2014 erfolgte die Auslieferung des „Comarch ERP Enterprise"-Release 5.2 mit zahlreichen neuen Funktionen für den Handel und Online-Handel, für die Fertigungsindustrie und die Lebensmittelindustrie. Seit dem zweiten Halbjahr 2014 arbeitete die Comarch AG, München am Release 5.3 mit einem geplanten Auslieferungstermin im zweiten Quartal 2015. Zu den wichtigsten Erneuerungen, die im Jahr 2014 implementiert wurden, gehören u. a. eine Rückrufaktion im Sinne des Produkthaftungsgesetzes, eine umfangreiche Unterstützung von fremden Beständen in Produktions- und Logistikprozessen inkl. einer Lieferantenkonsignation mit automatischer Abrechnung der entnommenen Bestände. Die interne Verrechnung wurde so erweitert, dass kundenindividuelle Preisermittlungsverfahren zum Einsatz kommen können. Die Produktionsaufträge wurden um die Möglichkeit des Splittens und der Nachkommissionierung erweitert. In Beschaffungsbelegen wurde eine anteilige Zuordnung mehrerer Kostenstellen und Kostenträger pro Belegposition ermöglicht. Die Unterstützung des Intrastat-Verfahrens wurde um weitere grenzüberschreitende Logistikprozesse ergänzt. Die Vertriebskontrakte wurden um eine Mehrfachhinterlegung von abrufenden Kunden und die Kunden-Rücksendung um eine Ersatzlieferung als neue Maßnahme neben der Nachlieferung und der Gutschrift erweitert. Auch einige Beleg- und Stammdatenanwendungen wurden erweitert, so dass es möglich ist, kundenspezifische Prüfungen zu erfassen und eigene Meldungen auszugeben. Die Comarch AG, München hat u.a. mit der Unterstützung des neuen HTML-5-Standards, der Möglichkeit des Informationsaustausches zwischen Apps sowie einer Modernisierung der ergonomischen Bedienungsoberfläche ihre Vorreiterrolle auf dem ERP-Markt bestätigt. Die aktuellen Versionen der für Comarch ERP Enterprise freigegebenen Datenbanken, Internet-Browser (z. B. Internet Explorer, Firefox, Google Chrome und Safari) sowie anderer Drittprodukte werden unterstützt. Zahlreiche Verbesserungen des Webservers und der Kommunikationsprotokolle wurden durchgeführt, um die Datensicherheit zu verbessern und die Kundendaten gegen unerlaubte Zugriffe zu schützen.

Beim ERP-Produkt Comarch ERP Suite (früher: Comarch SoftM Suite) wurde im Jahr 2014 das Service Pack 4 ausgerollt. Neben zusätzlichen Erweiterungen im Bereich SEPA-Lastschriften (Archivanzeige Mandate, freie Zuordnung von Gutschriften u.a) wurden die Ausgabeformate der SEPA-Lastschrift und SEPA-Zahlungen an das neue Sepa Rulebook 7.0 angepasst, was unter anderem die BIC-Befreiung innerhalb Deutschlands / Österreichs unterstützt. Fertiggestellt wurde auch die Möglichkeit, die Umsatzsteueridentifikations-Nr. im Kundenstamm im Dialog und im Batchbetrieb prüfen zu lassen (qualifizierte Anfragen zur Gültigkeit). Bei den Office-Plus-Listen wurde die Konsolidierung von Firmen mit abweichenden Geschäftsjahren ermöglicht, außerdem wird beim Buchen in Excel eine automatische Mitgliedsfindung bei Verbandszahlungen ermöglicht.

Der überwiegende Teil der Entwicklungsarbeiten bei der Comarch Financials Schilling befasste sich im Jahr 2014 mit dem Ausbau der Migrationstools für die Migration von Comarch Financials Schilling zu CFE, sowie der Standardentwicklung im Bereich eRechnung und der EU-Verordnung zum Mini-One-Stop-Shop (MOSS) für Comarch Financials Schilling.

Für Comarch Financial DKS-Kunden wurde im August 2014 die DKS-Version 5360 mit anschließenden Workshops (Änderungen in der Basis, gesetzliche Änderungen und SEPA Lastschriften-Änderungen) fertiggestellt. Im September wurden zwei neue Zusatzprogramme ausgeliefert: Vier-Augen-Prinzip und Windows Client (grafische Benutzeroberfläche).

Die Schwerpunkte bei der Entwicklung der Personalsoftware Comarch HR TOPAS für IBM System i waren die Implementierung des SEPA-Zahlungsverkehrs, die Anpassungen im GKV-Meldedialog sowie die Vorbereitung auf die Änderungen beim Beitragsabzug in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV — FQWG Gesetz).

Für alle auf IBM i basierten Finanzsoftwares (Suite, Schilling und DKS) hat das Unternehmen Tools zur Migration von diesen Systemen zu Comarch Financials Enterprise entwickelt.

Die System i Version von Comarch ECM-Server wurde auf die Version 10.4.6 erhöht. Der Comarch ECM-Server ist nun mit dem neuesten Betriebssystem von IBM System i 7.2 kompatibel. Es wurden darüber hinaus neue Versionen von den Clients WorkstationScan, WindowsRetrieval, DocumentViewer, Office Integration und Mailfiler herausgegeben.

Der Umfang der F&E-Tätigkeiten ist im Geschäftsjahr 2014 auf einem vergleichbaren Niveau wie im Jahr 2013 geblieben. Der Aufwand für F&E beträgt insgesamt 6,4 Mio. € (Vj. 6,4 Mio. €).

Mitarbeiter

Zum Stichtag 31.12.2014 beschäftigte die Comarch AG, München inkl. freiberuflich tätiger Personen 163 Mitarbeiter (Vj. 171).

Die Comarch AG, München verfügt über ein differenziertes Entlohnungssystem für seine Mitarbeiter. Im Bereich Beratung werden neben dem Fixgehalt variable Prämien in Abhängigkeit von quantitativen Bezugsgrößen gewährt. Beschäftigte im Vertriebsaußendienst erhalten neben einem Fixum eine variable Provision in Abhängigkeit vom erreichten Deckungsbeitrag. Softwareentwickler erhalten ebenfalls neben einem Festgehalt einen variablen Vergütungsbestandteil, der von Entwicklungszielen abhängig ist. Im Verwaltungsbereich erfolgt die Vergütung überwiegend in Form von Fixgehältern.

Die Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder der Comarch Software und Beratung AG orientiert sich an der Größe des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen. Daneben werden Indikatoren wie Aufgabenfeld, Erfahrung und Beitrag des Vorstandsmitglieds zum Unternehmenserfolg bei der Vergütung berücksichtigt.

Risikobericht — Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Im Bereich der Standardsoftware wurde durch die Integration in die Comarch Gruppe, Polen, die Weiterentwicklung und Vermarktung der Produktlinie Comarch ERP und Comarch Financials beschleunigt. So erschließt sich für Comarch durch die Muttergesellschaft mit einer Vielzahl von Niederlassungen und Vertriebspartnern insbesondere in Osteuropa dieser wichtige Zielmarkt für die innovativen Produkte. Bereits seit 2009 greift die Comarch Software und Beratung AG, zusätzlich zu den eigenen Mitarbeitern, auf hochqualifizierte Softwareentwickler der Muttergesellschaft in Polen zu und erhöht damit die Entwicklungsgeschwindigkeit für die eigenen Produkte deutlich. Seit Ende 2009 hat Comarch Produkte der Muttergesellschaft im Angebot und kann so die Kunden noch umfassender bedienen.

Die bei Comarch AG, München relevanten Risikoklassen lassen sich wie folgt gliedern:

Ökonomische Risiken und Marktrisiken

Wesentliche Verschlechterungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen. Bei einer längerfristig gesamtwirtschaftlich angespannten Situation kann sich sowohl die generelle Investitionsbereitschaft beim Kauf und bei der Implementierung von Produkten der Comarch AG, München verringern als auch die zeitliche Planung solcher Investitionsvorhaben verzögern. Eine zögerliche oder schwache Entwicklung der Wirtschaft kann deshalb negative Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis haben.
Die Softwarebranche durchlebt immer noch eine Phase der Konsolidierung, der Wettbewerb hat und wird sich infolge dieser Konsolidierungen weiter verstärken. Möglicherweise kann es Wettbewerbern gelingen, Marktanteile zu Lasten von Comarch zu gewinnen.
Einen erheblichen Anteil der Umsatzerlöse generiert Comarch AG, München aus Pflegeverträgen mit Bestandskunden. Wenn diese Kunden sich entscheiden sollten, Pflegeverträge zu kündigen und gleichzeitig keine neuen Lizenz- oder Dienstleistungsverträge abzuschließen, kann dies das Ergebnis der Comarch AG, München nachhaltig negativ beeinträchtigen.

Produktrisiken

Neue Softwareprodukte und neue Releases können trotz umfangreicher Planung und Tests nicht erkannte Fehler enthalten. Deshalb unternimmt Comarch AG, München nach der Auslieferung an Kunden besondere Anstrengungen, die aufgetretenen Mängel in enger Kooperation mit den Kunden zu beheben. Es besteht dennoch keine Gewähr, dass Mängel stets zur Zufriedenheit des Kunden behoben werden können. Aus diesem Grund können Kunden Ansprüche auf Rückerstattung geleisteter Beträge erheben oder Schadenersatz, Austausch des Softwareprodukts oder sonstige Zugeständnisse verlangen. Kauf- oder Dienstleistungsverträge können bei Rechtsstreitigkeiten vom Gericht als Werkverträge ausgelegt werden. Solche Vorfälle können sich negativ auf die Ertragslage sowie auf das Ansehen von Comarch auswirken.
Die Planung von neuen Softwareprodukten basiert auf langjährigen Erfahrungen bei der Entwicklung und Projekten mit ähnlichen Produkten von Comarch (Comarch ERP Suite, Comarch Financial Schilling, Comarch Financial DKS). Dennoch ist bei einer Produktplanung und -entwicklung nicht vollständig auszuschließen, dass während der Entwicklungsphase technische Probleme auftreten können, die Fertigstellung des Produkts nicht zum geplanten Zeitpunkt abgeschlossen wird oder das Produkt erst mit zeitlicher Verzögerung marktfähig ist. Aufgrund der teilweisen Zusammenarbeit bei der Produktentwicklung mit ausländischen Entwicklern besteht ein gewisses Risiko, das die Umsetzung der Entwicklungsziele negativ beeinträchtigen könnte.

Projektrisiken

Die Tätigkeit zur Implementierung der Software ist mit einer Vielzahl von Risiken behaftet, auf die Comarch teilweise keinen Einfluss hat. So sind die Projekte häufig mit der Bereitstellung von Ressourcen seitens des Kunden verbunden. Die Projektrisiken können zu Verzögerungen bei Systemeinführungen und/oder zu höheren Projektkosten führen. Damit verbundene Kundenregressforderungen und Imageschäden für Comarch können nicht ausgeschlossen werden.

Personalrisiken

Wenn qualifizierte und wichtige Mitarbeiter die Comarch Software und Beratung AG verlassen und kein entsprechender Ersatz für diese Personen gefunden wird, können die Geschäfte von Comarch beeinträchtigt werden. Comarch AG, München ist bei der Gewinnung hochqualifizierter Arbeitskräfte im IT-Sektor einem starken Wettbewerb ausgesetzt, so dass es keine Garantie dafür geben kann, dass Comarch langfristig in der Lage sein wird, seine entscheidenden Leistungsträger an sich zu binden. Comarch kooperiert deshalb mit Hochschulen, um daraus Personal zu gewinnen.

Rechtliche Risiken und Compliance-Risiken

Rechtliche Risiken können bei der Softwareentwicklung hinsichtlich der Urheberrechte entstehen. Daher hat Comarch AG, München bei den Arbeits- oder Entwicklungsverträgen mit externen Partnern vertraglich abgesichert, dass alle Rechte bei Comarch AG, München verbleiben.

Finanzielle Risiken

Die Erlöse aus Dienstleistungen und Softwarelizenzen lassen sich aus verschiedenen Gründen nur schwer prognostizieren. Gründe hierfür sind beispielsweise die relativ langen Vertriebszyklen, zeitliche Verzögerungen bei Installationen von Softwareprodukten sowie Budgetänderungen beim Kunden. Da andererseits die Ausgaben der Comarch AG, München kurzfristig relativ stabil bleiben, kann das Ausbleiben oder eine Verzögerung erwarteter Umsätze zu beträchtlichen periodischen Schwankungen beim Betriebsergebnis und daraus folgend zu Liquiditätsengpässen führen.
Schwankungen und Rückgänge im Lizenzgeschäft wirken sich auf zukünftige Dienstleistungs- und Pflegeerlöse aus, die in der Regel der Entwicklung der Lizenzumsätze in zeitlichem Abstand folgen. Jedes Absinken der Umsätze von Softwarelizenzen gegenüber dem Vorjahr und Kündigungen von Softwarepflegeverträgen können sich daher negativ auf den Gesamtumsatz und Ertrag der Comarch auswirken.
Die Entwicklungskapazität ist weiterhin relativ hoch, damit verbunden sind hohe fixe Personalaufwendungen. Dagegen ist das Umsatzwachstum mit den Softwareprodukten schwer prognostizierbar und mit Marktrisiken behaftet.

Risikoberichterstattung zu Finanzinstrumenten

Comarch AG, München tätigt seine operativen Geschäfte zum überwiegenden Teil in Deutschland bzw. in der Eurozone. Daneben bestehen geschäftliche Aktivitäten in der Schweiz sowie die geschäftlichen Beziehungen zum Mutterkonzern Comarch S.A., Krakau. Hieraus resultieren in gewissem Umfang Währungsrisiken. Auf den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten zur Begrenzung der Finanzrisiken wurde verzichtet.

Im Folgenden werden die Risiken bzw. das Risikomanagement näher beschrieben:

Kreditrisiko

Für die Comarch AG, München besteht ein Kreditrisiko dahingehend, dass der Wertansatz der Forderungen beeinträchtigt werden könnte, wenn die Geschäftspartner ihren Verpflichtungen nicht bzw. nicht in voller Höhe nachkommen. Das maximale Ausfallrisiko umfasst daher den Gesamtbetrag der Forderungen.

Zur Minimierung der Kreditrisiken erfolgt im Konzern ein stringentes Forderungs- und Überwachungsmanagement der offenen Forderungen zur effektiven Steuerung der Kreditrisiken. Grundsätzlich werden für alle Kunden Kreditlimite festgelegt. Im Jahr 2014 haben sich die Kreditrisiken insgesamt etwas erhöht. Der Bedarf an Wertberichtigungen wurde entsprechend angepasst. Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen Risikokonzentrationen bei Vertriebspartnern im indirekten Vertrieb und bei Großkunden. Dem Risiko wird durch ratierliche Zahlungen während der Projektphase begegnet.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko, aufgrund einer mangelhaften Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können, wird im Konzern der Comarch Software und Beratung AG zentral gesteuert. Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit werden liquide Mittel bereitgehalten, um sämtliche Zahlungsverpflichtungen termingerecht erfüllen zu können. Der Finanz- und Liquiditätsbedarf wird aus einer Finanzplanung abgeleitet, wobei aufgrund der zum Jahresanfang vereinnahmten Wartungserlöse der Finanzbedarf zum Ende des Jahres strukturell höher ist. Darüber hinaus werden für ungeplante Mehrausgaben und Mindereinnahmen Reserven vorgehalten.

Die Finanzlage der Gesellschaft hat sich durch hohe Cashflowzuflüsse stark verbessert. Die Gesellschaft konnte zum Jahresende per Saldo einen positiven Finanzmittelfonds ausweisen. Im Jahr 2014 wurden keine Bankkredite oder Konzerndarlehen benötigt. Die Gesellschaft erwartet auch für das kommende Geschäftsjahr ein positives EBITDA, weitere operative Finanzmittelzuflüsse und eine Finanzierung ohne Inanspruchnahme von Krediten.

Marktrisiko

Das Marktrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Zum Marktrisiko zählen das Preisrisiko, das Währungsrisiko und das Zinsrisiko.

Preisrisiko

Im Konzern der Comarch Software und Beratung AG bestehen kaum Preisrisiken bei den Finanzinstrumenten.

Währungsrisiko

Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen, Verbindlichkeiten, flüssige Mittel und geplante Transaktionen in einer anderen als in der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. entstehen werden.

Dies ist bei der Comarch Software und Beratung AG vorwiegend der Fall, soweit die Schweizer Konzerngesellschaft ihre Geschäfte in Landeswährung abwickelt und es im Zeitablauf zu größeren Währungsschwankungen kommt. Des Weiteren gab es im Geschäftsjahr 2014 auch vermehrt Transaktionen mit dem Mutterkonzern in der Währungseinheit Zloty, so dass sich auch diesbezüglich Kursgewinne bzw. –verluste ergaben. Insgesamt haben die Währungsverluste die Erträge überstiegen.

Zinsrisiko

Ein Zinsrisiko, d. h. eine Wertveränderung des Finanzinstruments (Fair Value Risiko) bzw. der künftigen Zahlungen aus einem Finanzinstrument (Cashflow-Risiko) aufgrund von Marktzinssatzänderungen liegt vorwiegend bei Vermögenswerten und Schulden mit Laufzeiten von über einem Jahr vor. Da im Geschäftsjahr 2014 kaum langfristige finanzielle Vermögenswerte vorhanden waren, sind beim Comarch Konzern derzeit kaum Zinsrisiken bei den Vermögenswerten zu identifizieren.

Der Konzern hält seine liquiden Mittel und die Liquiditätsreserven fast ausschließlich im Bereich variabel verzinslicher kurzfristiger Geldanlagen vor, die keinen nennenswerten Kursschwankungen unterliegen. Zum Abschlussstichtag wurden kurzfristige Finanzkredite bei der Muttergesellschaft zu günstigen Konditionen aufgenommen.

Die vorstehend aufgeführten Risiken stellen hohe Anforderungen an das Risikomanagement der Co-march und erfordern die Bereithaltung entsprechender finanzieller Ressourcen. Die Bewältigung dieser Prozesse steht im Mittelpunkt des Risikomanagements der Comarch.

Nachtragsbericht

Seit dem 31. Dezember 2014 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen wir einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Comarch Software und Beratung AG erwarten.

Prognosebericht

Die künftige Entwicklung der Comarch AG, München hängt von der Lage auf dem deutschen IT-Markt und den Erfolgen eigener Aktivitäten, insbesondere der Marketing- und Entwicklungsaktivitäten, ab. Der Vorstand der Comarch Software und Beratung AG erwartet im Geschäftsjahr 2015 eine Steigerung des Umsatzes um ca. 2% im Vergleich zum Jahr 2014. In 2015 geht man weiterhin von einem positiven operativen Ergebnis aus.

Abhängigkeitsbericht

Schlusserklärung zum Bericht des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen: „Die Gesellschaft erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung. Weitere Maßnahmen im Sinne des § 312 AktG sind weder getroffen noch unterlassen worden. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns zum Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren."

München, den 16. Februar 2015

Comarch Software und Beratung AG

Der Vorstand

Prof. Janusz Filipiak

Frank Siewert

Marcus Sümnick

Łukasz Wąsek

Bilanz zum 31.12.2014

der Comarch Software und Beratung AG, München

AKTIVA

31.12.2014 31.12.2013

Vorjahr
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A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.889,00 13.518,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.762.821,00 4.861.895,00
2.775.710,00 4.875.413,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 72.947,00 104.107,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 88.169,00 13.686,00
161.116,00 117.793,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 300.078,60 300.000,00
3.236.904,60 5.293.206,00
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. unfertige Leistungen 544.367,77 71.200,00
2. fertige Erzeugnisse und Waren 17.827,97 12.048,63
562.195,74 83.248,63
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.784.945,12 1.823.164,91
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 620.108,73 77.655,94
3. sonstige Vermögensgegenstände 142.666,88 263.026,61
- davon mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr € 45.616,65 (Vj. € 60.479,10)
2.547.720,73 2.163.847,46
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 3.447.285,79 920.984,88
6.557.202,26 3.168.080,97
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 54.116,52 8.881,00
9.848.223,38 8.470.167,97
PASSIVA
31.12.2014 31.12.2013

Vorjahr
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 6.213.072,00 6.213.072,00
- bedingtes Kapital € 0,00 (Vj. € 2.490.000,00)
II. Bilanzverlust -1.426.914,11 -1.545.476,14
4.786.157,89 4.667.595,86
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 99.016,00 0,00
2. sonstige Rückstellungen 2.608.268,17 2.535.554,45
2.707.284,17 2.535.554,45
C. VERBINDLICHKEITEN
1. erhaltene Anzahlungen 720.174,93 105.901,36
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 380.829,61 269.549,85
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 960.850,70 570.272,08
4. sonstige Verbindlichkeiten 292.926,08 321.294,37
- davon aus Steuern: € 246.478,90 (Vj. € 300.606,83)
2.354.781,32 1.267.017,66
9.848.223,38 8.470.167,97

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01. - 31.12.2014

01.01. - 31.12.2014 01.01. - 31.12.2013

Vorjahr
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1. Umsatzerlöse 18.857.871,55 19.656.495,09
2. Erhöhung/Verminderung des Bestandes unfertigen Leistungen 473.167,77 -350.149,00
Gesamtleistung 19.331.039,32 19.306.346,09
3. sonstige betriebliche Erträge 726.905,81 346.373,73
20.057.945,13 19.652.719,82
4. Materialaufwand:
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren 750.704,68 894.365,27
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 2.320.505,41 3.071.210,09 2.460.498,06 3.354.863,33
Rohergebnis 16.986.735,04 16.297.856,49
5. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter 9.678.286,31 10.172.856,32
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.577.263,85 1.585.909,88
- davon für Altersversorgung: € 67.372,98 (Vj. € 74.780,50)
6. Abschreibungen:
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.218.516,28 2.219.311,05
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 3.301.984,89 16.776.051,33 3.207.065,15 17.185.142,40
210.683,71 -887.285,91
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 18.446,99 25.757,00
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.480,49 5.005,87
- davon an verbundene Unternehmen: € 3.773,66 (Vj. € 2.279,68) 9.966,50 20.751,13
10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 220.650,21 -866.534,78
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 97.143,75 4.607,39
12. sonstige Steuern 4.944,43 5.535,33
13. Jahresüberschuss/-fehlbetrag 118.562,03 -876.677,50
14. Verlustvortrag aus dem Vorjahr -1.545.476,14 -668.798,64
15. Bilanzverlust -1.426.914,11 -1.545.476,14

Anhang für das Geschäftsjahr 2014

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 2 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertung erfolgte unter der Prämisse der Unternehmensfortführung. Auf die Ausführungen in der Risikoberichtserstattung im Lagebericht wird verwiesen.

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bei einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von bis zu neun Jahren bewertet. Ein unter den immateriellen Vermögensgegenständen aktivierter Firmenwert aus einem Unternehmenskauf wird planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 10 Jahren linear abgeschrieben. Die Firmenwerte aus der Verschmelzung der Comarch Solutions GmbH und der Comarch Schilling GmbH werden planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 5 Jahren linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um degressive bzw. lineare Abschreibungen (Nutzungsdauer zwischen zwei und vierzehn Jahren) angesetzt. Alle Zugänge zum beweglichen Anlagevermögen werden pro rata temporis abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert bis € 150,00 werden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Es wird von der Wahlmöglichkeit der Vollabschreibung der geringwertigen Wirtschaftsgüter bis zu einer Höhe von € 410,00 Gebrauch gemacht.

Die Anteile an verbundenen Unternehmen des Anlagevermögens sind mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren am Bilanzstichtag beizulegenden Wert bilanziert.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgt grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Herstellungskosten umfassen die produktionsbezogenen Vollkosten.

Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfall- und Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2 % auf die Netto-Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Dabei werden die Forderungen verbundener Unternehmen nicht in die Berechnung der Pauschalwertberichtigung einbezogen.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen umfassen in voller Höhe Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Alle anderen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich zum Nominalwert angesetzt. Das Körperschaftsteuerguthaben aus Zeiten des Anrechnungsverfahrens wird mit dem Barwert unter Verwendung eines Zinssatzes von 4 % angesetzt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 I 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst ( 253 II 1 HGB). Es wird der von der Deutschen Bundesbank ermittelte Abzinsungszinssatz verwendet.

Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt bei Forderungen und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag.

III. Angaben zur Bilanz

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagengegenstände im Jahre 2014 ist in der Anlage zum Anhang dargestellt.

Der ausgewiesene Geschäfts- oder Firmenwert (T€ 2.763) betrifft drei Sachverhalte. Ein Geschäfts- oder Firmenwert mit einem Restbuchwert von T€ 691 wurde im Jahr 2006 im Rahmen der Übernahme von Semiramis entgeltlich erworben. Die Nutzungsdauer wurde aufgrund der strategischen Bedeutung des Erwerbs und des Lebenszyklus des Produkts mit 10 Jahren angenommen. Sie überschreitet damit die gesetzliche Vermutung in § 285 Nr. 13 HGB von 5 Jahren. Der zweite Firmenwert, der aus der Verschmelzung der Comarch Solutions GmbH auf die Comarch Software und Beratung AG im Jahr 2010 resultierte, wurde über die Nutzungsdauer von fünf Jahren letztmalig in 2014 abgeschrieben. Per 31.12.2014 ist der Restbuchwert T€ 0. Rückwirkend zum 01.01.2012 wurde die Comarch Schilling GmbH auf die Comarch Software und Beratung AG verschmolzen. Der aus dieser Verschmelzung entstandene Firmenwert wird beginnend ab dem 01.01.2012 über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Der Restbuchwert zum 31.12.2014 beträgt T€ 2.072.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 1.785 (Vj € 1.823) sind insgesamt kurzfristig.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von T€ 143 (Vj. T€ 263) sind antizipative Posten in Höhe von T€ 3 enthalten, die auf anrechenbare Steuern entfallen.

Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 6.213.072 Stückaktien zusammen. Auf eine Stückaktie entfällt ein rechnerischer Wert von € 1,00. Es umfasst ausschließlich Stammaktien. Im Jahr 2014 wurde kein genehmigtes Kapital verwendet.

Im Jahresabschluss der berichtenden Gesellschaft ergab sich ein Bilanzverlust in Höhe von T€ 1.426, so dass zum 31.12.2014 keine ausschüttungsfähigen Beträge vorhanden waren.

Der Bilanzverlust hat sich wie folgt entwickelt:

T€
Verlustvortrag zum 01.01.2014 -1.545
Jahresüberschuss 2014 119
Stand zum 31.12.2014 -1.426

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

T€
Gewährleistung 372
ausstehende Urlaube 218
Personalkosten 1.282
Berufsgenossenschaft 42
Raum kosten 102
ausstehende Rechnungen und ausstehende Leistungen 143
Schwerbeschädigtenabgabe 2
Jahresabschluss und Prüfung 39
Archivierungskosten 46
Aufsichtsratvergütung 5
Prozesskosten 357
Stand 31.12.2014 2.608

Zur Verbesserung der Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die Fristigkeitsangaben im Zusammenhang mit den Verbindlichkeiten in einem Verbindlichkeitenspiegel zusammengefasst:

Zusammensetzung und Entwicklung: Stand 31.12.2014 Restlaufzeit bis 1 Jahr Restlaufzeit 2 bis 5 Jahre Restlaufzeit über 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
--- --- --- --- ---
erhaltene Anzahlungen 720 720 0 0
Vorjahr 106 106 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 381 381 0 0
Vorjahr 270 270 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 961 961 0 0
Vorjahr 570 570 0 0
sonstige Verbindlichkeiten 293 293 0 0
Vorjahr 321 321 0 0
2.355 2.355 0 0
Vorjahr 1.267 1.267 0 0

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von T€ 961 sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 369 (Vj. T€ 273) enthalten. In den Verbindlichkeiten sind zudem CashPool-Verbindlichkeiten gegenüber der Comarch Solu-tions GmbH in Höhe von T€ 592 enthalten.

Zum Abschlussstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB.

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

(Jahresbeträge ohne Umsatzsteuer)

T€
Leasing für Fahrzeuge 159
Mieten für Geschäftsräume und Stellplätze 662
821

Die Leasingverträge sind in der Regel mit einer Mindestlaufzeit von 2 bis 4 Jahren ausgestattet. Die Mietverhältnisse haben meist Laufzeit zwischen 3 und 5 Jahre.

Die Leasingvereinbarungen dienen der Finanzierung der Gesellschaft. Die Comarch Software und Beratung AG trägt bei den Verträgen die Gefahr des zufälligen Untergangs (Risiko aus nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften).

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Die Geschäfte mit nahestehenden Personen betreffen die Tochtergesellschaften der berichtenden Gesellschaft sowie Geschäfte mit verbundenen Unternehmen.

in T€ 2014
Umsatzerlöse und sonstige Erträge:
Verbundene Unternehmen 2.161
Bezug von Waren und Dienstleistungen:
Verbundene Unternehmen 2.569

Zum Bilanzstichtag bestanden folgende wesentliche Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber nahestehende Unternehmen bzw. Personen:

in T€ 2014
Forderungen gegen nahestehende Personen
Verbundene Unternehmen (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) 620
Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen
Verbundene Unternehmen 961
• davon Cash Pool: T€ 592
• davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen T€ 369

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 503 (Vj. T€ 93) enthalten. Diese entfallen auf die Auflösung von Rückstellungen (T€ 490; Vj. T€ 10), Wertberichtigungen auf Forderungen (T€ 5, Vj. T€ 11) sowie weitere sonstige Erträge, wie Vergleichzahlungen (T€ 8; Vj. T€ 66).

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 25 (Vj. T€ 46) enthalten; diese betreffen Wertberichtigungen auf Forderungen (T€ 25; Vj. T€ 36).

Es bestehen Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von jeweils T€ 1.

Aus der Abzinsung von Rückstellungen ergab sich ein Ertrag von insgesamt T€ 7 (Vj. T€ 10).

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betragen T€ 5 (Vj. T€ 5).

V. Sonstige Angaben

Im Jahresdurchschnitt 2014 wurden 148 Mitarbeiter (ohne Vorstand) beschäftigt, davon 124 Mitarbeiter in Vollzeit und 24 Mitarbeiter in Teilzeit (bzw. in Aushilfstätigkeit).

Dem Vorstand gehören folgende Personen an:

(1) Prof. Janusz Filipiak, Vorstandvorsitzender, Zug/Schweiz
(2) Lukasz Wasek, Vorstand Finanzen, München
(3) Frank Siewert, Vorstand Sales und Presales, Hamburg (ab 14.04.2014)
(4) Marcus Sümnick, Vorstand Beratung, Hamburg (ab 14.04.2014)

Der Aufsichtsrat setzt sich wie folgt zusammen:

(1) Konrad Taranski, Vorstandsmitglied der Comarch S.A. Krakau/Polen, Vorsitzender des Aufsichtsrates, Krakau/Polen
(2) Prof. Dr. Hans Zangl, Fachhochschulprofessor, Aufsichtsratsmitglied mit Kenntnissen gem. § 100 Abs. 5 AktG
(3) Zbigniew Rymarczyk, Vorstandsmitglied der Comarch S.A., Krakau/Polen

Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats betrugen T€ 20 (Vj. T€ 20), die Gesamtvergütung für Mitglieder des Vorstands einschließlich der Wahrnehmung ihrer Aufgaben in Tochterunternehmen betrug T€ 706 (Vj. T€ 586). Darin enthalten sind variable Vergütungsbestandteile in Höhe von T€ 0 (Vj. T€ 59). Auf eine individualisierte Angabe der Vorstandsbezüge wurde verzichtet, da die Hauptversammlung einen entsprechenden Beschluss gefasst hat.

Im Folgenden werden die Angaben zu Unternehmen zusammengefasst, an denen die Berichtsgesellschaft Anteile mindestens 20 % besitzt:

Gesellschaft/Sitz Anteil am Kapital Eigen-Kapital Ergebnis 2014
% TEUR TEUR
--- --- --- ---
Comarch Solutions GmbH, Innsbruck, Österreich 100 526 329
Comarch Sistemas LTDA, Sao Paolo, Brasilien 20 0 582

Die Comarch Software und Beratung AG wird über die Comarch AG, Dresden, die 100% der Anteile an der Comarch Software und Beratung AG hält, in den Konzernabschluss der Comarch S.A., Krakau/Polen einbezogen, der im elektronischen Bundesanzeiger in Polen (Monitor Polski B) und in Deutschland sowie auf der Homepage von Comarch (unter www.comarch.com) veröffentlicht wird. Die Comarch Software und Beratung AG selbst ist von der Aufstellung eines Konzernabschlusses und eines Konzernlageberichts nach § 291 HGB befreit.

München, den 16.02.2015

Comarch Software und Beratung AG, München

(Vorstand)

Prof. Janusz Filipiak

Frank Siewert

Marcus Sümnick

Łukasz Wąsek

Entwicklung des Anlagevermögens der Comarch Software und Beratung AG für das Geschäftsjahr 2014

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2014 Zugang 2014 Abgang 2014 Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2014
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.784.333,91 8.422,55 0,00 15.792.756,46
2. Geschäfts- oder Firmenwert 12.341.561,09 0,00 0,00 12.341.561,09
28.125.895,00 8.422,55 0,00 28.134.317,55
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.306.762,30 37.960,74 13.598,16 3.331.124,88
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 941.629,89 115.752,99 122,95 1.057.259,93
4.248.392,19 153.713,73 13.721,11 4.388.384,81
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.472.986,48 78,60 0,00 1.473.065,08
1.472.986,48 78,60 0,00 1.473.065,08
33.847.273,67 162.214,88 13.721,11 33.995.767,44
kumulierte Abschreibungen 01.01.2014 Abschreibungen 2014 Abgang kumulierte Abschreibungen kumulierte Abschreibungen 31.12.2014
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 15.770.815,91 9.051,55 0,00 15.779.867,46
2. Geschäfts- oder Firmenwert 7.479.666,09 2.099.074,00 0,00 9.578.740,09
23.250.482,00 2.108.125,55 0,00 25.358.607,55
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 3.202.655,30 69.120,74 13.598,16 3.258.177,88
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 927.943,89 41.269,99 122,95 969.090,93
4.130.599,19 110.390,73 13.721,11 4.227.268,81
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 1.172.986,48 0,00 0,00 1.172.986,48
1.172.986,48 0,00 0,00 1.172.986,48
28.554.067,67 2.218.516,28 13.721,11 30.758.862,84
Buchwert 31.12.2014 Buchwert 31.12.2013
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.889,00 13.518,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.762.821,00 4.861.895,00
2.775.710,00 4.875.413,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 72.947,00 104.107,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 88.169,00 13.686,00
161.116,00 117.793,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 300.078,60 300.000,00
300.078,60 300.000,00
3.236.904,60 5.293.206,00

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Comarch Software und Beratung AG, München, für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Regelungen in der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss und vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, 23.03.2015

**Akanthus GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Dr. Andreas Koller, Wirtschaftsprüfer

Susanne Wiegräfe, Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats der Comarch Software und Beratung AG

mit Sitz in München über das Geschäftsjahr 2014

Das Geschäftsjahr 2014 endete mit dem Jahresüberschuss von EUR 118.562,03 EUR (Vj. Jahresfehlbetrag von EUR 876.677,50) und dem Bilanzverlust von EUR 1.426.914,11 (Vj. EUR 1.545.476,14). Das Jahresergebnis wurde durch die Abschreibungen auf Firmenwert in Höhe von EUR 2,1 Mio. negativ beeinflusst.

Der Gesamtumsatz ist im Vergleich zum Vorjahr von EUR 19,7 Mio. auf EUR 18,9 Mio. zurückgegangen.

Es wurden personelle Maßnahmen abgeschlossen und Neueinstellungen vollgezogen.

Im Geschäftsjahr wurde die Zusammenarbeit mit der derzeitigen Alleinaktionärin, der Comarch AG weiter verstärkt. Zentrale Zielsetzung des Zusammenschlusses der beiden Unternehmen ist es, das Wachstum der Comarch Software und Beratung AG voranzubringen, zu stärken sowie über das flächendeckende Vertriebsnetz der Comarch Software und Beratung AG auch die IT-Lösungen der Comarch AG, u.a. zusätzlich im Cloud-Modell, zu vertreiben. Die Comarch Software und Beratung AG ist auf dem deutschsprachigen IT-Markt vor allem in den Geschäftsfeldern ERP, Finance und Systemintegration stark vertreten und soll durch diese Erweiterung der Angebotspalette noch stärker im Markt breiter aufgestellter IT-Anbieter operieren können. Im Jahr 2014 hat die Comarch Software und Beratung AG, München 20% der Anteile an der Brasilianischen Gesellschaft Comarch Sistemas LTDA mit Sitz in Sao Paolo, Brasilien gekauft. Die restlichen 80% der Anteile an dieser Gesellschaft hält die Muttergesellschaft Comarch AG, Dresden. Das Ziel des Anteilserwerbs ist die weitere Expansion des Comarch-Konzerns in Lateinamerika. Dort werden hauptsächlich Softwareprodukte und Softwaredienstleistungen der Comarch S.A. mit Sitz in Krakau angeboten.

Zum 1. Januar 2014 bestand der Vorstand aus folgenden Mitgliedern: Prof. Janusz Filipiak (Vorsitzender) und Łukasz Wąsek. Zum 14. April 2014 wurden Frank Siewert und Marcus Sümnick zu weiteren Vorstandsmitgliedern bestellt.

Zum 1. Januar 2014 bestand der Aufsichtsrat aus folgenden Mitgliedern: Konrad Tarański (Vorsitzender), Prof. Dr. Hans Zangl und Zbigniew Rymarczyk.

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2014 ausführlich mit der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung, der Strategie sowie der Planung des Unternehmens befasst. Er nahm im Berichtszeitraum die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Beratungs- und Kontrollaufgaben sorgfältig wahr. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens im Geschäftsjahr 2014 regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung überwacht. Der Aufsichtsrat war in sämtliche Entscheidungen eingebunden, die für das Unternehmen von maßgeblicher Bedeutung waren.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend unterrichtet. In Sitzungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2014 berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat über Strategie und Planung sowie die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Unternehmens und insbesondere auch über wichtige Geschäftsereignisse. Zusätzlich haben sich die Mitglieder des Aufsichtsrats im Rahmen von regelmäßigen Einzelgesprächen mit den Mitgliedern des Vorstands über die aktuelle Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle informieren lassen. Der Aufsichtsrat stimmte sämtlichen Angelegenheiten zu, die ihm entsprechend der Geschäftsordnungen des Aufsichtsrats und des Vorstands als zustimmungspflichtige Geschäfte vorgelegt wurden. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2014 aufgrund seiner geringen Größe keine Ausschüsse gebildet.

Der bereits durch den Vorstand aufgestellte Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2014 ist unter Einbeziehung der Buchführung und des Lageberichtes durch den Wirtschaftsprüfer Herr Dr. Andreas Koller und Frau Susanne Wiegräfe (Akanthus GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft) geprüft worden. Diese haben einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Lagebericht des Vorstandes, den Bericht des Abschlussprüfers sowie den Vorschlag des Vorstandes, den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 118.562,03 auf neue Rechnung vorzutragen, d.h. dem bestehenden Verlustvortrag hinzuzurechnen, für das Geschäftsjahr 2014 überprüft. An diesen Beratungen war u.a. Herr Dr. Andreas Koller in seiner Eigenschaft als Abschlussprüfer beteiligt.

Der Aufsichtsrat hat den geprüften Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2014 gebilligt. Dabei flossen die Ergebnisse der Prüfung der Berichte des Abschlussprüfers und insbesondere der persönliche Kenntnisstand der Aufsichtsratsmitglieder in die Bewertung ein.

Es hat sich im Rahmen der Nachprüfungen und Erörterungen des Aufsichtsrates kein Ansatzpunkt für die Vermutung ergeben, dass die in den Berichten des Vorstandes dargestellte Lage, die dargestellten Risiken und die dargestellte Ausgewogenheit von Leistung und Gegenleistung in Beziehung zur beherrschenden Comarch S.A. und deren verbundenen Unternehmen von der tatsächlichen Lage abweicht, also unvollständig oder unsachgerecht wäre.

Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfungen hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2014 zu erheben.

Daher billigte der Aufsichtsrat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2014. Dieser wurde damit verbindlich festgestellt.

Dem Vorschlag des Vorstandes den Jahresüberschuss in Höhe von EUR 118.562,03 auf neue Rechnung vorzutragen, d.h. dem bestehenden Verlustvortrag hinzuzurechnen, hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.

Ein Konzernabschluss und ein Konzernlagebericht waren nach den Feststellungen des Vorstandes im Lagebericht nicht zu erstellen, sofern ein befreiender EU-Konzernabschluss des Mutterunternehmens nach § 291 HGB erstellt und in deutscher Sprache offengelegt wird.

München, den 31. März 2015

Konrad Tarański - Aufsichtsratsvorsitzender

Prof. Dr. Hans Zangl - Aufsichtsratsmitglied

Zbigniew Rymarczyk - Aufsichtsratsmitglied

Sonstiger Berichtsteil

Sonstige Angaben

Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31.12.2014 wurde am 31. März 2015 festgestellt.

Ergebnisverwendung

Der Bilanzverlust zum 31.12.2014 in Höhe von -1.426.914,11 € wurde gemäß Beschluss der Hauptversammlung auf neue Rechnung vorgetragen.