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Comarch S.A. Annual Report 2009

May 7, 2010

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Annual Report

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Publication

SoftM Software und Beratung AG

München

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

Vorstand und Aufsichtsrat

DER VORSTAND

Piotr Piatosa

Vorstandsvorsitzender

(seit 6/2009)

Ludwig Ametsbichler

Vorstand Finanzen

Ralf Gärtner

Vorstand

Marketing und Vertrieb Süd

Jens Göbel

Vorstand Vertrieb Nord

(seit 12/2009)

DER AUFSICHTSRAT

Dr. Hannes Merten

Vorsitzender des Aufsichtsrats

Diplom-Kaufmann

Prof. Janusz Filipiak

Stellvertretender Vorsitzender

CEO Comarch S.A.

(seit 6/2009)

Konrad Taranski

Vorstandsmitglied Comarch S.A.

(seit 6/2009)

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionäre,

das Geschäftsjahr 2009 war das erste volle Geschäftsjahr mit dem polnischen Comarch Konzern als neuem Mehrheitsaktionär der SoftM AG. Im November 2008 hatte die Comarch S.A. mit Sitz in Krakau/Polen über ihre Tochtergesellschaft Comarch AG, Dresden, die Aktienmehrheit übernommen. Nach Durchführung des Pflichtangebots von Comarch an alle anderen SoftM-Aktionäre hält Comarch seit Februar 2009 nun 80,89% der Anteile an der SoftM AG. Der SoftM AG flossen durch die Übernahme im Rahmen einer Kapitalerhöhung Barmittel in Höhe von 5,2 Mio. € zu.

Im Geschäftsjahr 2009 wurde eine intensive Kooperation unter Hebung erheblicher Synergien mit dem Comarch-Konzern eingeleitet. Das Produkt "Semiramis" wird nun über die SoftM-Gruppe hinaus vom gesamten Comarch-Konzern vertrieben und wurde in "Comarch Semiramis" umbenannt. Umgekehrt werden Produkte von Comarch nun auch von der SoftM-Gruppe vertrieben. Eine Neuentwicklung eines auf Semiramis abgestimmten Rechnungswesens wurde begonnen. Beide Produkte werden mit starker Unterstützung kostengünstiger Entwicklungskapazitäten von Comarch in Polen entwickelt. Die Umbenennung der SoftM-Produkte in Comarch und der SoftM-Beteiligungen in Comarch soll die starke Zusammengehörigkeit zwischen Comarch und SoftM am Markt wiedergeben.

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2009 ausführlich mit der wirtschaftlichen und finanziellen Entwicklung, der Strategie sowie der Planung des Unternehmens befasst. Er nahm im Berichtszeitraum die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Beratungs- und Kontrollaufgaben sorgfältig wahr. Er hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens im Geschäftsjahr 2009 regelmäßig beraten und seine Geschäftsführung überwacht. Der Aufsichtsrat war in sämtliche Entscheidungen eingebunden, die für SoftM von maßgeblicher Bedeutung waren.

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend unterrichtet. In sechs von insgesamt elf Sitzungen des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2009 berichtete der Vorstand dem Aufsichtsrat über Strategie und Planung sowie die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung des Unternehmens und insbesondere auch über wichtige Geschäftsereignisse. Zusätzlich haben sich die Mitglieder des Aufsichtsrats im Rahmen von regelmäßigen Einzelgesprächen mit den Mitgliedern des Vorstands über die aktuelle Geschäftslage und wesentliche Geschäftsvorfälle informieren lassen. Der Aufsichtsrat stimmte sämtlichen Angelegenheiten zu, die ihm entsprechend der Geschäftsordnungen des Aufsichtsrats und des Vorstands als zustimmungspflichtige Geschäfte vorgelegt wurden. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2009 aufgrund seiner geringen Größe keine Ausschüsse gebildet.

SITZUNGEN DES AUFSICHTSRATS, SCHWERPUNKTE DER BERATUNG UND KONTROLLE

Die schwierige Geschäftssituation infolge der Wirtschaftskrise erforderte eine besonders intensive Arbeit des Aufsichtsrates in 2009. Im Geschäftsjahr 2009 fanden insgesamt elf Aufsichtsratssitzungen statt, von denen 3 Sitzungen als Telefonkonferenz durchgeführt wurden. Im fernschriftlichen Umlaufverfahren wurden 2 Beschlüsse gefasst. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats nahmen an sämtlichen Sitzungen im Geschäftsjahr 2009 teil.

In der Sitzung im Januar 2009 stimmte der Aufsichtsrat der Abgabe und Veröffentlichung der gemeinsamen Stellungnahme des Vorstands und des Aufsichtsrats gem. § 27 Abs. 1,Abs. 3 Satz 1, § 14 Abs. 3 Satz 1 WpÜG zu dem Pflichtangebot von Comarch an die SoftM-Aktionäre zu.

In der Aufsichtsratssitzung im Februar 2009 erteilte der Aufsichtsrat seine Zustimmung zu einer deutlichen Aufstockung der Semiramis-Entwicklungskapazitäten am Comarch-Standort Warschau.

Im Mittelpunkt der Sitzung im April 2009 standen der Jahresabschluss der SoftM AG und der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2008 sowie der gemeinsame Lagebericht 2008 für die SoftM AG und den SoftM-Konzern. Der Abschlussprüfer nahm an dieser Sitzung teil und berichtete über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung. Darüber hinaus waren die Tagesordnung und die Beschlussvorschläge für die Hauptversammlung 2009 Gegenstand dieser Sitzung.

Schwerpunkt der Sitzungen im Juli und November 2009 war das zur Kosteneinsparung und Effizienzsteigerung eingeleitete DASD-Programm.

Der Aufsichtsrat wurde weiterhin vom Vorstand in mehreren Sitzungen umfassend über die Produkt- bzw. Geschäftsentwicklung der Produkte informiert.

PERSONALIA

Mit Wirkung zum 20. März 2009 hat Herr Rolf Delventhal aus Anlass der Beendigung seiner beruflichen Tätigkeit sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats der SoftM AG niedergelegt. Für ihn wurde mit Wirkung zum 23. März 2009 Herr Piotr Piatosa gerichtlich in den Aufsichtsrat bestellt. Herr Piatosa ist zugleich Mitglied des Vorstands der Comarch S.A., Krakau/Polen. Der Vorstandsvorsitzende Herr Franz Wiesholler ist am 05. Juni 2009 im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat aus dem Vorstand ausgeschieden. Am selben Tag hat Herr Piatosa sein Mandat als Mitglied des Aufsichtsrats mit sofortiger Wirkung niedergelegt, da er mit Wirkung ab dem 08. Juni 2009 zum Vorstandsvorsitzenden der SoftM AG bestellt wurde. Herr Prof. Dr. Zangl hat sein Aufsichtsratmandat mit Wirkung zum 12.06.2009 niedergelegt. Die ordentliche Hauptversammlung vom 25. Juni 2009 hat für die verbleibende Amtszeit des Aufsichtsrats (also bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2009 beschließt) Herrn Prof. Janusz Filipiak sowie Herrn Konrad Taranski neu in den Aufsichtsrat gewählt. Herr Prof. Filipiak ist zugleich Vorstandsvorsitzender der Comarch S.A., Krakau/Polen, und Aufsichtsratsvorsitzender der Comarch AG, Dresden. Herr Taranski ist zugleich Mitglied des Vorstands der Comarch S.A., Krakau/Polen und des Aufsichtsrats der Comarch AG, Dresden. In der Aufsichtsratssitzung vom 25. Juni 2009 wurde Herr Dr. Merten erneut zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats und Herr Prof. Filipiak zum Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt.

Der Aufsichtsrat dankt den ausgeschiedenen Mitgliedern der Gremien für die engagierte Tätigkeit im Interesse des Unternehmens.

CORPORATE GOVERNANCE

Der Aufsichtsrat hat die Änderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex vom Juni 2009 berücksichtigt. Aufsichtsrat und Vorstand haben im Dezember 2009 eine aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese den Aktionären auf der SoftM-Website dauerhaft zugänglich gemacht. Weitergehende Erläuterungen zur Corporate Governance in der SoftM-Gruppe sind dem Corporate-Governance-Bericht, der Bestandteil der Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB ist, im Geschäftsbericht 2009 zu entnehmen.

JAHRES- UND KONZERNABSCHLUSSPRÜFUNG

Die Akanthus GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft hat zum 31.12.2009 den Jahresabschluss der SoftM AG nach HGB und den Konzernabschluss nach IFRS sowie den gemeinsamen Lagebericht für die SoftM AG und den SoftM-Konzern geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Abschlüsse der SoftM AG und des SoftM-Konzerns, der Lagebericht sowie die Prüfungsberichte der Abschlussprüfer lagen allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vor, wurden von diesen geprüft und auf der Bilanzsitzung am 22. März 2010 eingehend mit dem Vorstand und den Wirtschaftsprüfern erörtert. Es gab keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat hat die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse am 22. März 2010 gebilligt; sie sind damit festgestellt.

Prüfung des Berichts des Vorstands über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen Comarch ist seit 18.11.2008 mehrheitlich am Grundkapital der SoftM AG beteiligt und demnach nach § 312 AktG beherrschendes Unternehmen gegenüber der SoftM AG. Der Vorstand der SoftM AG hat demnach gemäss § 5 AktG einen Abhängigkeitsbericht über die Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen zu erstellen. Der Bericht für das Geschäftsjahr 2009 enthält die folgende Schlusserklärung des Vorstands: "Die Gesellschaft erhielt bei allen im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften eine angemessene Gegenleistung. Weitere Maßnahmen im Sinne des § 312 Abs. 3 Satz 3 AktG sind weder getroffen noch unterlassen worden. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zu Grunde, die uns zum Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren."

Die Abschlussprüfer haben den Bericht geprüft und folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistungen der Gesellschaft nicht unangemessen hoch waren."

Der Bericht des Vorstandes und Prüfungsbericht des Abschlussprüfers sind dem Aufsichtsrat zugeleitet worden. Der Aufsichtsrat hat bei seiner eigenen Überprüfung des Abhängigkeitsberichts keine Ansatzpunkte für Beanstandungen festgestellt und stimmte dem Bestätigungsvermerk der Abschlussprüfer ebenfalls zu.

Der Aufsichtsrat bedankt sich beim Vorstand und allen Mitarbeitern für die geleistete Arbeit und den großen persönlichen Einsatz im Geschäftsjahr 2009.

München, 22. März 2010

Der Aufsichtsratsvorsitzende

Dr. Hannes Merten

Bericht des Vorstands

Lagebericht SoftM-Konzern und SoftM Software und Beratung AG

Das Jahr 2009 war für SoftM ein ereignisreiches Jahr, das zum einen durch den Zusammenschluss mit der Comarch Group und zum anderen durch die Auswirkungen der Wirtschaftskrise geprägt wurde.

Im November 2008 hat die Comarch S.A., Krakau/Polen, über ihre Tochtergesellschaft Comarch AG, Dresden, mehr als 50% der Aktienanteile an der SoftM AG erworben. Aufgrund des sich daran anschließenden Pflichtangebotes an alle anderen SoftM-Aktionäre hält Comarch seit Februar 2009 80,89% der Anteile an der SoftM AG.

Comarch ist ein internationaler Anbieter von IT-Lösungen für Geschäftsprozessoptimierung und Kundenbeziehungsmanagement. Gegründet im Jahr 1993, hat sich die Gruppe weltweit etabliert und beschäftigt heute etwa 3.300 Mitarbeiter an über 30 Standorten in 16 Ländern. Im Jahr 2009 hat Comarch einen Konzernumsatz von ca. 170 Mio. Euro und ein Konzernergebnis von ca. 8 Mio. Euro erzielt. Das Unternehmen ist in den Zielmärkten Telekommunikation, Handel, Finanzwesen, Öffentliche Verwaltung, IT-Infrastruktur und SME (Small and Medium-sized Enterprises bzw. Mittelstand) als Anbieter von Software sowie Consulting-, Integrations- und Programmierdiensten tätig. SoftM fügt sich als Anbieter von IT-Lösungen für den Mittelstand in den Bereichen SME sowie IT-Infrastruktur in die Comarch Group ein.

Die im Zuge der Mehrheitsbeteiligung gesetzten Ziele der Entwicklungsbeschleunigung und der stärkeren Internationalisierung wurden in 2009 in erheblichem Umfang vorangetrieben. So werden Softwareprojekte im Bereich der ERP-, Finance- und DMS-Entwicklung durch neu aufgebaute polnische Entwicklerteams unterstützt. In Polen, Tschechien und Italien verfügt SoftM über neue Vertriebs- und Support-Strukturen; darüber hinaus wurden im vergangenen Herbst Aktivitäten im chinesischen Markt gestartet, die bereits zu einer Reihe neuer Vertriebspartnerschaften in China geführt haben.

Durch den Zufluss von Barmitteln aus der Kapitalerhöhung Ende 2008, das im Jahresverlauf umgesetzte DASD-Programm (Decentralization of organization, lean Administration, Sales driven organization, Development increase) zur Kosteneinsparung, Verschlankung der Verwaltungsstrukturen, marktnäheren Ausrichtung und Erweiterung der Softwareentwicklung sowie durch Aufnahme von zusätzlichen Fremdmitteln ist es SoftM gelungen, die schwierige Lage aufgrund der Finanz- und Wirtschaftkrise im Geschäftsjahr 2009 zu bewältigen. Im vierten Quartal konnte wieder ein positives EBIT erzielt werden.

Die drei Geschäftsfelder Software, Beratung und Systemintegration waren unterschiedlich von der Wirtschaftskrise betroffen.

Im Geschäftsfeld Standard-Software (betriebswirtschaftliche Software für Enterprise Resource Planning und Financials) entwickelt und vertreibt SoftM moderne Business-Software für mittelständische Unternehmen.

In diesem, in den Vorjahren wachstumsstarken, Markt war 2009 erstmals ein Rückgang zu verzeichnen; in den Folgejahren wird aber von IT-Marktforschern wie PAC, Gartner und Experton wieder ein deutliches Wachstum erwartet.

Mit der ERPII-Software Comarch Semiramis verfügt SoftM über eine der modernsten Softwarelösungen, die bereits mehrfach für ihre wegweisende Technologie und Ergonomie ausgezeichnet wurde. Comarch Semiramis ist komplett objektorientiert in der Programmiersprache JAVA entwickelt und auf den gängigen Serverbetriebssystemen Microsoft Windows, Linux und IBM i sowie auf den Datenbanken Oracle, Microsoft SQL Server und IBM DB2/400 ablauffähig. Neben der bewährten ERP-Lösung Comarch SoftM Suite, die ausschließlich für die Serverplattform IBM System i zur Verfügung steht und insbesondere die Branchen Handel und Lebensmittelindustrie adressiert, verfügt SoftM damit über eine plattformneutrale ERPII-Software, die als Cross-Industry-Lösung grundsätzlich für die Anforderungen unterschiedlicher Branchen ausgelegt ist.

Comarch Semiramis wird sowohl direkt mit einem eigenen Vertriebsteam als auch indirekt über ein gut ausgebautes Netz von Vertriebspartnern am Markt angeboten. Diesen Partnern bietet SoftM zudem die Möglichkeit, auf Basis von Comarch Semiramis eigene Branchenlösungen zu entwickeln und anzubieten. Die Position von Comarch Semiramis als Plattform für Partnerprodukte wurde im aktuellen Softwarerelease durch eine neue AddOn-Infrastruktur weiter ausgebaut. Dies versetzt SoftM in die Lage, zusätzliche Branchen für Comarch Semiramis zu erschließen und damit das Einsatzspektrum kontinuierlich zu erhöhen.

Neben den ERP-Lösungen, die integrierte Financials-Applikationen mit umfassen, bietet SoftM die auch separat als Standalone-Lösung vermarktete Rechnungswesenlösung Comarch Sharknex sowie die auf dem Serverbetriebssystem IBM i ablauffähigen Rechnungswesenlösungen Comarch DKS und Comarch Schilling Rechnungswesen an. In diesem Marktsegment erwartet das IT-Marktforschungsunternehmen PAC für Deutschland, nach vorübergehendem Rückgang in 2009, bis zum Jahr 2012 ein leichtes Wachstum bei Lizenz- und Pflegeerlösen.

Im Geschäftsfeld Beratung bietet SoftM in einer dezentralen Organisation entsprechende Dienstleistungen (Beratung, Anpassprogrammierung, Datenübernahmen u.Ä.) an, um die Produkte bei den Kunden einzuführen. Die Consultants führen Einsatzstudien im Vorfeld der Softwareeinführung durch und unterstützen die Kunden bei der Implementierung und Anpassung der Software sowie bei Releasewechseln. Weitere Dienstleistungen sind Schulung und Support.

Im Geschäftsfeld Systemintegration vertreibt SoftM Produkte und Lösungen zum Betrieb und Ausbau von kompletten IT-Infrastrukturen. SoftM versteht sich in diesem Geschäftsbereich als "Fullservice-Anbieter" und verfügt über umfassende Kompetenzen für Server- und Storage-Systeme, Netzwerktechnologien, Sicherheits- und Hochverfügbarkeitslösungen, Virtualisierungslösungen sowie systemnahe Software. Hauptlieferant in diesem Geschäftsbereich ist IBM, daneben bezieht SoftM weitere Produkte von zahlreichen renommierten Herstellern.

UMSATZ- UND ERTRAGSENTWICKLUNG

Im Geschäftsfeld Standardsoftware verzeichnete SoftM einen Umsatzrückgang von 14% auf 17,6 Mio. € (Vj. 20,5), der etwa zur Hälfte auf den Bereich der Handelslizenzen entfiel.

Im Geschäftsfeld Beratung ging der Umsatz um 22% auf 13,7 Mio. € zurück (Vj. 17,5). Ein kleinerer Teil des Rückgangs ist auf verkaufte Konzern-Gesellschaften zurückzuführen. In diesem Bereich wurde Mitte 2009 Kurzarbeit eingeführt.

Das dritte Geschäftsfeld Systemintegration weist einen drastischen Umsatzrückgang um 11,1 Mio. € auf 7,5 Mio. € (Vj. 18,6) aus.

Insgesamt hatte der SoftM-Konzern im Geschäftsjahr 2009 aufgrund der deutlichen Rückgänge in allen Geschäftsfeldern einen Umsatzrückgang von 56,6 Mio. € in 2008 um 17,7 Mio. € bzw. 31% auf 38,9 Mio. € zu verzeichnen.

Das operative Ergebnis des Konzerns vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen, EBITDA nach IFRS, ist auf -2,4 Mio. € gesunken (Vj. 3,8). Entsprechend ergab sich beim Konzern-EBIT ein Verlust von -7,1 Mio. € (Vj. -2,7), beim Konzern-EBT ein Verlust von -7,2 Mio. € (Vj. -2,9). In diesen Zahlen sind einmalige Buchverluste auf Firmenwertabschreibung in Höhe von 2,1 Mio. € enthalten. Der nochmals starke Rückgang des Geschäftsvolumens im Segment Systemintegration trug gegenüber dem Vorjahr zu einem Ergebnisrückgang um ca. 1,4 Mio. bei. Das Ergebnis wurde weiter durch Sonderfaktoren wie Restrukturierungsmaßnahmen, verbunden mit einem erheblichen Personalabbau, um ca. 1 Mio. € belastet.

Im Vergleich zum Vorjahr ist das Ergebnis aufgrund der allgemeinen rückgängigen Wirtschaftsentwicklung deutlich negativer ausgefallen. Gegen Ende des zweiten Quartals 2009 wurde das DASD-Programm zur Kosteneinsparung und Effizienzsteigerung aufgesetzt, das im dritten und insbesondere im vierten Quartal seine Wirkung entfaltete, aber die im ersten Halbjahr aufgelaufenen Verluste nicht mehr ausgleichen konnte.

Das Konzernergebnis nach Steuern und Fremdanteilen beträgt -5,8 Mio. € (Vj. -4,6). An latenten Steuern wurden aufgrund des Verlustvortrages 1,4 Mio. € aktiviert. Tatsächliche Ertragssteuern wurden kaum bezahlt. Aufgrund einer Gesetzesänderung in 2009 ist ein Teil des in 2008 untergegangenen Verlustvortrages wieder als Verlustvortrag verfügbar. Es wurden aber nur für einen Teil des Verlustvortrages latente Steuern, bis zur Höhe von passiven latenten Steuern, aktiviert.

Das Ergebnis je Aktie beträgt -0,89 € (Vj. -0,93) bei 6.480.000 Stück (Vj. 5.002.696) durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien.

Im Einzelabschluss der SoftM AG nach HGB beträgt der Jahresfehlbetrag 12,0 Mio. € (Vj. -0,8). Die hohe Differenz zum Konzen-EBT beruht vor allem auf verschmelzungsbedingten Buchverlusten von 4,1 Mio. €, die auf Konzernebene nicht relevant sind. Aufgrund des negativen steuerlichen Einkommens waren für das Geschäftsjahr 2009 keine periodischen Ertragsteueraufwendungen auszuweisen. Zum Ausgleich des Jahresfehlbetrages nach HGB wird eine Entnahme aus der Kapitalrücklage von 12,0 Mio. € vorgenommen, so dass ein Bilanzgewinn von 0,0 Mio. € (Vj. 0,0) auszuweisen war. Die Kapitalrücklage der SoftM AG sank dadurch auf 2,6 Mio. €. Daneben bestehen unverändert Gewinnrücklagen in Höhe von 1,6 Mio. €. Das gesamt buchmäßige Eigenkapital der SoftM AG hat sich dadurch von 22,7 Mio. € auf 10,7 Mio. € reduziert.

FINANZLAGE

Trotz des negativen Konzernergebnisses konnte der SoftM-Konzern im Geschäftsjahr 2009 einen positiven operativen Cashflow in Höhe von 2,4 Mio. € (Vj. 5,1) erzielen. Dazu beigetragen hat ein erheblicher Abbau des working capital sowie der nicht zahlungswirksamen Abschreibungen auf Anlagevermögen, die mit 4,8 Mio. € wiederum sehr hoch lagen (Vj. 6,4 Mio.).

Der Investitionssektor weist insgesamt einen negativen Saldo in Höhe von 1,8 Mio. € (Vj. 3,2) aus. Für Investitionen in das Sachanlagevermögen waren 0,2 Mio. € (Vj. 0,5) an Zahlungsabgängen zu verzeichnen, für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (aktivierte Entwicklungsaufwendungen und erworbene Rechte) waren 1,6 Mio. € (Vj. 2,7) zu finanzieren.

Im Finanzierungssektor kam es zu gegenläufigen Entwicklungen. Einerseits flossen dem Konzern 2,0 Mio. € aus der Aufnahme von neuen Finanzkrediten zu. Andererseits betrugen die Auszahlungen für die Tilgung von Finanzkrediten 5,6 Mio. € (Vj. 4,6), darin sind Tilgungsleistungen aus der Fremdfinanzierung der Semiramis-Investition (2,5 Mio. €) und die Rückführung der kurzfristigen Absatzfinanzierung des Hardwaregeschäfts (2,9 Mio. €) enthalten.

Die zum Jahresende bestehenden Kontokorrentkredite im Volumen von 2,0 Mio. € wurden mit ca. 1,2 Mio. € in Anspruch genommen. Der Finanzmittelbestand lag am Bilanzstichtag bei 0,4 Mio. € gegenüber 2,7 Mio. € im Vorjahr.

Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 1,5 Mio. € (Vj. 5,8) beinhalten die kurzfristigen Bankkredite. Darin enthalten sind der kurzfristige Bankkredit und der Kredit für die Absatzfinanzierung (0,3 Mio. €) im Bereich Systemintegration. Die Absatzfinanzierung erfolgt über die IBM Kreditbank; wirtschaftlich handelt es sich hierbei um Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die von IBM bezogen werden.

Für die Finanzierung der Firmenfahrzeuge sowie für größere IT-Anlagen wird Leasing als Finanzierungsinstrument eingesetzt.

VERMÖGENSLAGE

Das Geschäftsjahr 2009 hat zu Veränderungen der Bilanzkennziffern geführt. Die Bilanzsumme ist infolge des niedrigeren Geschäftsvolumens und aufgrund des durch außerplanmäßige Abschreibungen reduzierten Buchwertes von Firmenwerten um 32% auf 24,3 Mio. € gefallen. Aufgrund des Jahresverlustes veränderte sich der Eigenkapitalbestand auf 11,7 Mio. € (Vj. 17,5), die Eigenkapitalquote hat sich auf Basis der Bilanzsumme von 49,1% auf 48,2% vermindert. Neben dem Eigenkapital steht dem Konzern langfristiges Fremdkapital im Umfang von 1,8 Mio. € (Vj. 3,1) zur Verfügung. Das langfristige Kapital beträgt damit 13,5 Mio. € gegenüber 20,5 Mio. € im Vorjahr.

Die langfristigen Vermögenswerte betrugen 17,0 Mio. € (Vj. 18,8); ihr Anteil am Gesamtvermögen stieg von 52,7% auf 70,1%. Das langfristige Vermögen war damit zu 79% durch langfristiges Kapital gedeckt (Vj. 108).

AKTIE UND KURSENTWICKLUNG

Der Kurs der SoftM-Aktie verzeichnete in 2009 eine Abwärtsentwicklung; der Xetra-Kurs lag zum Jahresende 2008 bei 3,40 € und verringerte sich bis Ende 2009 auf 1,80 €.Am 10. März 2010 lag der Kurs der Aktie bei 1,60 €.

KONSOLIDIERUNGSKREIS, AKQUISITIONEN

Der Konsolidierungskreis hat sich in 2009 erheblich verändert. So wurden die SoftM Software und Beratung Münster GmbH auf die Comarch Solutions GmbH, die SoftM Schweiz AG auf die Solitas Informatik AG und die SoftM Solutions GmbH (Tirol) auf die Comarch Solutions GmbH (Wien) verschmolzen. Darüber hinaus wurde die SoftM Semiramis GmbH & Co. KG - zusammen mit der SoftM Verwaltungs GmbH -auf die SoftM AG verschmolzen. Die Tochtergesellschaften SoftM Czech Republic s.r.o. und SoftM Polska sp. z o. o sowie die Equity-Beteiligung an der d.velop Schweiz AG wurden verkauft.

Im Geschäftsjahr 2009 hat SoftM keine Akquisitionen von Unternehmen durchgeführt. Im SoftM-Konzern gibt es derzeit keine konkreten Planungen zur Übernahme anderer Unternehmen oder Produkte.

FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG

Wie im DASD-Programm hervorgehoben, wurde die Entwicklungsleistung in 2009 weiter gesteigert. So wurde im Laufe des Jahres zusammen mit der Konzernmutter Comarch im Rahmen eines Near-shoring-Konzepts ein zusätzliches Entwicklerteam in Warschau, Polen, aufgebaut, um zusätzliche Funktionen und Module für das Produkt Comarch Semiramis zu entwickeln.

Die Schwerpunkte der Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung waren die Weiterentwicklung bzw. Neuentwicklung der Java-Produktlinien.

Ende des ersten Quartals 2009 wurde das neue Release 4.5 der webbasierten Java-Software Comarch Semiramis freigegeben. Parallel dazu begannen die Entwicklungsarbeiten für das Release 5.0, welches Ende März 2010 freigegeben wird. Ein Entwicklungsschwerpunkt lag dabei im Bereich der System-Engine. Zur Unterstützung der "Semiramis Inside"-Strategie (Semiramis als Plattform für Partnerlösungen) wurde die technologische Basis um eine neue AddOn-Infrastruktur erweitert, welche die einfache Einbindung von Branchenlösungen und Zusatzapplikationen ermöglicht. Eine andere wichtige Neuerung in Release 5.0 ist die erweiterte Flexibilität der Oberflächen mit anpassbaren Cockpits für die verschiedenen Anwendungsbereiche und zusätzlichen Anzeigefenstern, die auch externe Informationsquellen, z.B. via Webservices, einbeziehen können. Außerdem erhielt die Benutzeroberfläche ein neues Design. Ein weiterer Entwicklungsschwerpunkt lag auf dem Comarch Semiramis Rechnungswesen, das als vollständig integrierte Lösung für Finanz- und Anlagenbuchhaltung sowie Kostenrechnung und Controlling neu entwickelt wird. Auf der CeBIT 2010 wurden bereits erste Funktionen des neuen Rechnungswesens vorgestellt.

Bei der Weiterentwicklung der Finance-Lösung Comarch Sharknex, die auf Basis der Java-basierten Entwicklungsumgebung eines externen Entwicklungspartners erfolgt, wurden in 2009 zusätzliche Funktionen unter anderem für den internationalen Einsatz der Software (z.B. Versionen für die Schweiz und Tschechien) realisiert.

Bei den auf der IBM-Plattform System i basierenden Produktlinien sind folgende Weiterentwicklungen hervorzuheben:

Das ERP-Produkt Comarch SoftM Suite hat 2009 weitere Funktionalitäten für die Zielbranchen Lebensmittelindustrie und Handel erhalten.

Daneben wurden neue Business-Intelligence-Funktionen integriert und die Workflow-Integration verbessert. Die Schnittstelle zu Excel wurde ausgebaut. Im Bereich EDI steht eine neue Schnittstelle zur ECOD-Lösung von Comarch zur Verfügung, über die der elektronische Datenaustausch mit Geschäftspartnern als Service von Comarch bezogen werden kann.

Für die Rechnungswesenlösung Comarch Schilling wurde 2009 ein neues Release freigegeben, das verschiedene neue Funktionalitäten wie z.B. für SEPA-Lastschriften und Abgrenzverwaltung, d.h. die automatische Buchung und Auflösung von Abgrenzungen bzw. Rückstellungen, enthält. Das nächste Release, das im Mai 2010 freigegeben werden soll, wird unter anderem neue Funktionalitäten für Business Intelligence bieten.

Im Bereich der Personalsoftware TOPAS wurden die Änderungen für die neuen steuerlichen und sozialrechtlichen Vorschriften 2010 (z. B. ELENA, elektronischer Entgeltnachweis) integriert und den Kunden Anfang 2010 zur Verfügung gestellt.

Bei der Finanzbuchhaltung Comarch DKS wurde an grundlegenden Verbesserungen des Informationssystems sowie an neuen graphischen Oberflächen gearbeitet. Als Erweiterung des Infosystems wird eine Anwendung für das Finanzcontrolling entwickelt. Das neue Release soll im zweiten Quartal 2010 freigegeben werden.

Das Dokumentenmanagementsystem InfoStore der Konzerngesellschaft Solitas Informatik AG, Buchs/Schweiz wurde im Jahr 2009 grundlegend überarbeitet. Die Client-Applikationen wurden nach neuesten ergonomischen Erkenntnissen komplett neu entwickelt; eine neue Middleware ermöglicht den Einsatz mit unterschiedlichen Archivservern. Die neue Softwareversion ist seit Jahresbeginn 2010 verfügbar.

Der Umfang der F&E-Tätigkeiten wurde im Geschäftsjahr 2009 gegenüber dem Vorjahr weiter gesteigert. Der Aufwand für F&E belief sich in 2009 auf insgesamt ca. 9,7 Mio. € (Vj. 9,4). Nach den Regelungen der IFRS wurde ein Teilbetrag für Neuentwicklungen in Höhe von 1,45 Mio. € (Vj. 2,4) für Comarch Semiramis aktiviert. Der Buchwert der aktivierten Eigenentwicklung für Standardsoftware beträgt zum Bilanzstichtag 4,0 Mio. € (Vj. 3,4) und entfällt fast ausschließlich auf das Produkt Comarch Semiramis.

MITARBEITER

Zum Stichtag 31.12.2009 beschäftigte der SoftM-Konzern inkl. der Freiberuflichen 339 Mitarbeiter (Vj. 407), im Jahresdurchschnitt waren es 387 (Vj. 417) Beschäftigte. Die Belegschaftszahl hat sich aufgrund von Firmenverkäufen und dem durchgeführten Personalabbau im zweiten Halbjahr 2009 in allen Bereichen erheblich verringert.

SoftM verfügt über ein differenziertes Entlohnungssystem für seine Mitarbeiter. Im Bereich Beratung erhalten diese neben dem Fixgehalt variable Prämien in Verbindung mit qualitativen und quantitativen Bezugsgrößen. Beschäftigte im Vertriebsaußendienst erhalten neben einem Fixum eine variable Provision in Abhängigkeit vom Lizenzverkauf bzw. vom erreichten Deckungsbeitrag. Softwareentwickler erhalten ebenfalls neben einem Festgehalt einen variablen Teil, der von qualitativen Entwicklungszielen abhängig ist. Im Verwaltungsbereich erfolgt die Vergütung in Form von Fixgehältern und Zielerreichungsprämien.

Daneben erhält der überwiegende Teil der Mitarbeiter inklusive Vorstand Zusatzleistungen in Form von betrieblicher Altersvorsorge als Direktversicherung bzw. über Unterstützungskassen sowie weitere Sozialleistungen.

Der Vorstand erhält neben einem fixen Gehalt eine variable Vergütung. Die variable Vergütung ist teils vom Konzernergebnis und teils von individuellen Zielerreichungen abhängig. Es bestehen keine Pensionszusagen im SoftM-Konzern.

RISIKOBERICHT - CHANCEN UND RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

Durch den Zusammenschluss von Comarch mit SoftM werden für SoftM neue Wachstumsmöglichkeiten geschaffen.

Im Bereich der Standardsoftware kann durch die Integration in die Comarch Group die Weiterentwicklung und Vermarktung der Produktlinie Comarch Semiramis beschleunigt werden. So erschließt sich SoftM durch Comarch mit einer Vielzahl von Niederlassungen und Vertriebspartnern insbesondere in Osteuropa diesen wichtigen Zielmarkt für die innovativen SoftM-Produkte. Bereits seit dem zweiten Quartal 2009 greift SoftM, zusätzlich zu den eigenen Mitarbeitern, auf hochqualifizierte Softwareentwickler von Comarch zu und erhöht damit die Entwicklungsgeschwindigkeit für die eigenen Produkte deutlich. Seit Ende 2009 hat SoftM Produkte von Comarch im Angebot und kann so die Kunden noch umfassender bedienen.

Die im SoftM-Konzern relevanten Risikoklassen lassen sich wie folgt gliedern:

Ökonomische Risiken und Marktrisiken

Wesentliche Verschlechterungen der konjunkturellen Rahmenbedingungen.

Bei einer längerfristig gesamtwirtschaftlich angespannten Situation kann sich sowohl die generelle Investitionsbereitschaft beim Kauf und bei der Implementierung von Produkten des SoftM-Konzerns verringern als auch die zeitliche Planung solcher Investitionsvorhaben verzögern. Eine zögerliche oder schwache Entwicklung der Wirtschaft kann deshalb negative Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis des SoftM-Konzerns haben.

Die Softwarebranche durchlebt immer noch eine Phase der Konsolidierung, der Wettbewerb hat und wird sich infolge dieser Konsolidierungen weiter verstärken. Möglicherweise kann es Wettbewerbern gelingen, Marktanteile zu Lasten von SoftM zu gewinnen.
Einen erheblichen Anteil der Umsatzerlöse generiert SoftM aus Pflegeverträgen mit Bestandskunden. Wenn diese Kunden sich entscheiden sollten, Pflegeverträge zu kündigen und gleichzeitig keine neuen Lizenz- oder Dienstleistungsverträge abschließen, kann dies das Ergebnis des SoftM-Konzerns negativ beeinträchtigen.
Der Umsatz im Geschäftsfeld Systemintegration wird durch die Konditionsgestaltung der Hardwarehersteller signifikant beeinflusst. Es könnte SoftM nicht gelingen, Änderungen in der Konditionsgestaltung durch entsprechende Geschäftsausweitung, Ausbau des Dienstleistungsangebotes oder andere Maßnahmen zu kompensieren.

Produktrisiken

Neue Softwareprodukte und neue Releases können trotz umfangreicher Planung und Tests nicht erkannte Fehler enthalten. Deshalb unternimmt SoftM nach der Auslieferung an Kunden besondere Anstrengungen, die aufgetretenen Mängel in enger Kooperation mit den Kunden zu beheben. Es besteht dennoch keine Gewähr, dass Mängel stets zur Zufriedenheit des Kunden behoben werden können. Aus diesem Grund können Kunden Ansprüche auf Rückerstattung geleisteter Beträge, Schadenersatz, Austausch des Softwareprodukts oder sonstige Zugeständnisse erheben. Kauf- oder Dienstleistungsverträge können bei Rechtsstreitigkeiten vom Gericht als Werkverträge ausgelegt werden. Solche Vorfälle können sich negativ auf die Ertragslage sowie auf das Ansehen von SoftM auswirken.
Die Planung von neuen Softwareprodukten basiert auf langjährigen Erfahrungen bei Entwicklung und Projekten mit ähnlichen Produkten im SoftM-Konzern (Comarch SoftM Suite, Comarch Schilling, Comarch DKS). Dennoch ist bei einer Produktplanung und -entwicklung nicht vollständig auszuschließen, dass während der Entwicklungsphase technische Probleme auftreten können, die Fertigstellung des Produkts nicht zum geplanten Zeitpunkt abgeschlossen wird oder das Produkt erst mit zeitlicher Verzögerung marktfähig ist. Aufgrund der teilweisen Abhängigkeit der Produktentwicklung von externen Partnern besteht ein erhöhtes Risiko, das die Umsetzung der strategischen Produktziele negativ beeinträchtigen könnte.

Projektrisiken

Die Tätigkeit zur Implementierung der Software ist mit einer Vielzahl von Risiken behaftet, auf die SoftM teilweise keinen Einfluss hat. So sind die Projekte häufig mit der Bereitstellung von Ressourcen seitens des Kunden verbunden. Die Projektrisiken können zu Verzögerungen bei Systemeinführungen und/oder zu höheren Projektkosten führen. Damit verbundene Kundenregressforderungen und Imageschäden für SoftM können nicht ausgeschlossen werden.

Personalrisiken

Wenn qualifizierte und wichtige Mitarbeiter den SoftM-Konzern verlassen und kein entsprechender Ersatz für diese Personen gefunden wird, können die Geschäfte des SoftM-Konzerns beeinträchtigt werden. Der aufgrund von Personalabgängen ausgelöste Umsatzrückgang in 2007 im Geschäftsfeld Systemintegration hat dieses Risiko deutlich gemacht. SoftM ist bei der Gewinnung hochqualifizierter Arbeitskräfte im IT-Sektor einem starken Wettbewerb ausgesetzt, so dass es keine Garantie dafür geben kann, dass der SoftM-Konzern langfristig in der Lage sein wird, seine entscheidenden Leistungsträger an sich zu binden.

Rechtliche Risiken und Compliance-Risiken

Die Kooperation mit einem externen Entwicklungspartner bei der Entwicklung von Comarch Sharknex könnte im Falle eines Scheiterns oder einer rechtlichen Auseinandersetzung erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen haben.

Finanzielle Risiken

Die Erlöse aus Dienstleistungen und Softwarelizenzen und insbesondere die Umsatzentwicklung im Geschäftsfeld Systemintegration lassen sich aus verschiedenen Gründen nur schwer prognostizieren. Gründe hierfür sind beispielsweise die relativ langen Vertriebszyklen, zeitliche Verzögerungen bei Installationen von Softwareprodukten oder Servern sowie Budgetänderungen beim Kunden. Da andererseits die Ausgaben des SoftM-Konzerns kurzfristig relativ stabil bleiben, kann das Ausbleiben oder eine Verzögerung erwarteter Umsätze zu beträchtlichen periodischen Schwankungen beim Betriebsergebnis und daraus folgend zu Liquiditätsengpässen führen.
Schwankungen und Rückgänge im Lizenzgeschäft wirken sich auf zukünftige Dienstleistungs- und Pflegeerlöse aus, die in der Regel der Entwicklung der Lizenzumsätze in zeitlichem Abstand folgen. Jedes Absinken der Umsätze von Softwarelizenzen gegenüber Vorjahr als auch Kündigungen von Softwarepflegeverträgen kann sich daher negativ auf den Gesamtumsatz und Ertrag des SoftM-Konzerns auswirken.
Die Entwicklungskapazität hat sich im SoftM-Konzern deutlich erhöht, damit verbunden sind entsprechend höhere kurzfristig fixe Personalaufwendungen. Dagegen ist das Umsatzwachstum mit den Softwareprodukten schwer prognostizierbar und mit Marktrisiken behaftet.
SoftM arbeitet ohne Warenkreditversicherung, dies kann speziell im Geschäftsfeld Systemintegration trotz vieler Abwicklungen über Leasinggesellschaften und Lieferung unter Zahlungsvorbehalt ggf. zu Forderungsausfällen führen.
Durch die Präsenz einer Tochtergesellschaft in der Schweiz hat das Volumen der Abwicklung von Geschäften und Kosten in Schweizer Franken einen nennenswerten Umfang. Bei relativ starken Kursschwankungen können nennenswerte Währungsverluste resultieren. Die damit verbundenen Währungsrisiken sind jedoch nach Einschätzung von SoftM weiterhin als überschaubar anzusehen. SoftM verzichtet daher auf den Einsatz derivativer Finanzinstrumente zur Absicherung von Währungsrisiken.
Der Jahresverlust 2009 sowie vorzeitige Kredittilgungen haben zu einem Abschmelzen des Bestandes an liquiden Mitteln geführt. Hieraus ergeben sich erhöhte Liquiditätsrisiken für die Zukunft. Aufgrund der Einbindung in das Finanzsystem der Comarch Group kann SoftM bis auf weiteres davon ausgehen, dass sich hieraus in der näheren Zukunft keine bestandsgefährdenden Risiken ergeben. Konkrete Finanzierungszusagen bestehen derzeit für einen Zeitraum von weiteren 12 Monaten.
Weitere Ausführungen zum Management von Finanzrisiken sowie zu Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken in Bezug auf Finanzinstrumente enthält der Konzernanhang (Text-Ziffer 24); zur Vermeidung von Wiederholungen wird hierauf verwiesen.

Die vorstehend aufgeführten Risiken stellen hohe Anforderungen an das Risikomanagement des Konzens und erfordern die Bereithaltung entsprechender finanzieller Ressourcen. Die Bewältigung dieser Prozesse steht im Mittelpunkt des Risikomanagements des Konzerns. Die Verbesserung des Controllings mit Einführung eines neuen Planungs- und Berichtswesens dient daher auch dazu, den erhöhten Anforderungen der Zukunft zeitnah gerecht werden zu können.

BESCHREIBUNG DER WESENTLICHEN MERKMALE DES INTERNEN KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMS NACH § 289 ABS. 5 UND § 315 ABS. 2 NR. 5 HGB

Der Ausbau des internen Kontrollsystems stellt eine lfd. wichtige interne Aufgabe dar. Diese beinhaltet neben einer systematischen Risikoanalyse die Implementierung von Frühindikatoren, die es ermöglichen, Risiken frühzeitig zu erkennen, um ggf. mit entsprechenden Maßnahmen reagieren zu können.

Das interne Kontrollsystem bei SoftM umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherheit, Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften. Das System umfasst alle internen Steuerungs- und Überwachungssysteme. Der Vorstand hat insbesondere die Bereiche Controlling, Buchhaltung/Finanzen sowie Personal als Verantwortliche beauftragt. Prozessintegrierte und -unabhängige Maßnahmen bilden die Elemente des Überwachungssystems. IT-gestützte Kontrollen werden ebenso eingesetzt wie manuelle Kontrollen wie z. B. "Vier-Augen-Prinzip". Der Aufsichtsrat beauftragt die Abschlussprüfer mit jährlich wechselnden Vorgaben zur Prüfung des Kontrollsystems. Das Risikomanagement als Teil des internen Kontrollsystems umfasst neben dem operativen Risikomanagement, inkl. Vermögens- und Schadensabsicherung durch Versicherungen, auch die Früherkennung von Risiken und der Früherkennung existenzgefährdender Risiken (gemäß § 91 Abs. 2 AktG).

Sämtliche buchhalterischen Vorgänge werden mit SoftM-eigener Software erfasst. Für den Konzernabschluss werden die Daten aus den internen Systemen in ein externes Standard-Konsolidierungstool eingelesen und daraus der Konzernabschluss mit Kapital-, Vermögens- und Schuldenkonsolidierung sowie der Aufwands- und Ertragskonsolidierung erstellt und dokumentiert. Durch die Konzernabschlussprüfer wird regelmäßig die Überleitung der Einzelabschlüsse zum Konzernabschluss geprüft.

Spezifische konzernrechnungslegungsbezogene Risiken können z. B. durch ungewöhnliche oder komplexe Geschäfte, besonders bei zeitkritischen Vorgängen zum Jahresende, auftreten. Auch nicht routinemäßige Geschäftsvorgänge sind mit einem latenten Risiko behaftet. Bei der Bewertung von Vermögensgegenständen, welche durch verschiedene Mitarbeiter durchgeführt werden, können durch individuelle Einschätzungen Risiken entstehen.

Durch regelmäßige Prüfungen und Überwachungen wird sichergestellt, dass die Geschäftsvorfälle zeitnah gemeldet und erfasst werden sowie die Bearbeitung den Vorschriften des internen Kontrollsystems entspricht. Das Regelwerk Rechnungslegung regelt die Buchungsvorgänge inkl. Bilanzierung nach IFRS.

Das interne Kontrollsystem ermöglicht die vollständige Erfassung und Würdigung der Sachverhalte. Fehlerhafte Kontrollen, persönliche Entscheidungsspielräume, vorsätzliches Fehlverhalten oder andere Umstände können dennoch nicht ausgeschlossen werden.

ANGABEN NACH § 289 ABS. 4 UND § 315 ABS. 4 HGB

Das gezeichnete Kapital der SoftM AG beträgt 6.480.000 €. Das Grundkapital setzt sich aus 6.480.000 auf den Inhaber lautenden Stückaktien zusammen. Vorzugsaktien bestehen nicht. Eine Stückaktie gewährt einen rechnerischen Anteil von 1,00 € am Grundkapital. Die Ausstattung der Stückaktien mit Rechten und Pflichten richtet sich nach den entsprechenden Regelungen des Aktiengesetzes. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, bestehen - abgesehen von den entsprechenden Bestimmungen des Aktiengesetzes - nicht. Die neuen Aktien aus der am 18.11.2008 im Handelsregister eingetragenen Durchführung der Kapitalerhöhung sind nicht zum Handel an einer Börse zugelassen, eine Börsenzulassung ist bisher auch nicht beantragt. Es gelten ausschließlich die gesetzlichen Stimmverbote. Keinem Aktionär und keiner Aktionärsgruppe stehen Sonderrechte zu. Die Arbeitnehmer der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften sind nicht in einer Weise am Kapital beteiligt, dass eine indirekte Ausübung von Kontrollrechten durch die Arbeitnehmer stattfindet. Da die Aktien der Gesellschaft Inhaberaktien sind, liegen der Gesellschaft keine detaillierten Angaben über ihre Streubesitzaktionäre und damit einen eventuellen privaten Aktienbesitz von Arbeitnehmern vor.

Die Bestimmungen zur Bestellung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern sowie über die Änderung der Satzung ergeben sich aus den entsprechenden Regelungen des Aktiengesetzes (§ 84 AktG und § 179 AktG). Gemäß § 7 der Satzung wird die Zahl der Vorstandsmitglieder durch den Aufsichtsrat bestimmt. Gemäß § 13 der Satzung ist der Aufsichtsrat zu Satzungsänderungen ermächtigt, die nur deren Fassung betreffen.

Aus der Ermächtigung des Vorstandes aus der Hauptversammlung vom 19.06.2008, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter grundsätzlicher Gewährung des Bezugsrechts bis zum 18.06.2013 einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 2.400.000,00 € gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2008) beträgt das restliche Genehmigte Kapital 2008 noch 990.000 €. Eine weitere Ermächtigung des Vorstands zur Ausnutzung von genehmigtem Kapital besteht nicht. Die Hauptversammlung hat den Vorstand dabei ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht unter bestimmten Voraussetzungen auszuschließen.

Die Hauptversammlung vom 19.06.2008 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 18.06.2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen (bzw. Kombinationen dieser Instrumente) (zusammen die "Schuldverschreibungen") mit oder ohne Laufzeitbeschränkung im Gesamtnennbetrag von bis zu 10.000.000,00 € zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte auf insgesamt 2.490.000,00 auf den Inhaber lautende Stückaktien der SoftM Software und Beratung AG mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 2.490.000,00 € nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen zu gewähren. Bei der Ausgabe der Schuldverschreibungen steht den Aktionären grundsätzlich das gesetzliche Bezugsrecht zu. Die Hauptversammlung hat den Vorstand dabei ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht unter bestimmten Voraussetzungen auszuschließen. Das Grundkapital ist zu diesem Zweck um bis zu 2.490.000,00 € durch Ausgabe von bis zu 2.490.000,00 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2008). Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand bisher keinen Gebrauch gemacht.

Weitere Einzelheiten der vorgenannten Ermächtigungen ergeben sich aus den Ermächtigungsbeschlüssen der Hauptversammlung vom 19.06.2008 und aus § 5 Abs. 1 (Genehmigtes Kapital 2008) sowie § 5 Abs. 2 (Bedingtes Kapital 2008) der Satzung der Gesellschaft.

Eine Ermächtigung des Vorstands zum Erwerb eigener Aktien besteht nicht.

Die Comarch S.A., Krakau, Polen, hielt zum Bilanzstichtag (31.12.2009) mittelbar 80,89% der Stimmrechte der SoftM Software und Beratung AG. Diese Stimmrechte waren der Comarch S.A. in vollem Umfang nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Comarch AG, Dresden, Deutschland, zuzurechnen. Die Comarch AG, Dresden, Deutschland, hielt zum Bilanzstichtag (31.12.2009) 80,89% der Stimmrechte der SoftM Software und Beratung AG. Weitere Beteiligungen am Grundkapital der SoftM AG, die 10% der Stimmrechte überschreiten, bestanden per 31.12.2009 nicht.

ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289 A HGB

Vorstand und Aufsichtsrat der SoftM AG berichten in dieser Erklärung gemäß § 289 a HGB über die Unternehmensführung sowie gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex.

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG

SoftM unterstützt das Ziel, mit einem Corporate Governance Kodex für deutsche börsennotierte Unternehmen das Vertrauen der Aktionäre, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung von Aktiengesellschaften zu fördern. Corporate Governance hatte bei SoftM auch im vergangenen Jahr den gewohnt hohen Stellenwert. Für SoftM ist Corporate Governance ein Anspruch, der alle Bereiche des Unternehmens erfasst. Transparente Berichterstattung und eine an den Interessen der Aktionäre ausgerichtete Unternehmensführung sind Gegenstand der Unternehmenspolitik. Vorstand und Aufsichtsrat haben im Dezember 2009 folgende Entsprechenserklärung abgegeben:

Vorstand und Aufsichtsrat der SoftM AG erklären gemäß § 161 AktG, dass den vom Bundesministerium der Justiz am 04.07.2003 im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 06.06.2008 bis zum 04.08.2009 und ab dem 05.08.2009 den vom Bundesministerium der Justiz am 05.08.2009 im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 18.06.2009 seit der Entsprechenserklärung vom 22.12.2008 entsprochen wurde und wird bzw. welche Empfehlungen nicht angewendet wurden oder werden.

Diese Erklärung - nebst Erläuterungen - ist den Aktionären dauerhaft auf der Homepage der SoftM AG unter der Internetadresse www.softm.com zugänglich und wird jährlich erneuert.

Aktionäre und Hauptversammlung

Durch die Ausübung ihres Stimmrechts entscheiden die Aktionäre über grundlegende Angelegenheiten der SoftM AG. Ihre Stimmrechte können die Aktionäre in der Hauptversammlung selbst ausüben oder durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft ausüben lassen. Die konkreten Anmelde- und Teilnahmebedingungen zu jeder Hauptversammlung werden in der jeweiligen Einladung bekannt gemacht. Die Hauptversammlung fasst Beschlüsse zu allen ihr zugewiesenen Angelegenheiten, insbesondere der Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats, der Wahl des Abschlussprüfers, Satzungsänderungen und kapitalverändernden Maßnahmen. Die SoftM AG erstattet ihren Aktionären nach einem festen Finanzkalender viermal im Jahr Bericht über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens. Die Mitglieder des Vorstands informieren Aktionäre, Analysten und die Öffentlichkeit regelmäßig über die Quartals-, Halbjahres- und Jahresergebnisse.

Arbeitsweise des Vorstands

Der Vorstand nimmt eigenverantwortlich die geschäftsleitenden und operativen Aufgaben wahr. Der Vorstand ist insbesondere verantwortlich für die strategische Ausrichtung des Unternehmens sowie für das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der SoftM-Gruppe. Dieses System wird kontinuierlich weiterentwickelt und an veränderte Rahmenbedingungen angepasst. Einzelheiten sind im "Risikobericht" zu finden. Hierin ist auch der gemäß Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMog) geforderte Bericht zum rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystem enthalten. Die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Unbeschadet der Gesamtverantwortung aller Vorstandsmitglieder handelt jedes einzelne Mitglied innerhalb des ihm zugewiesenen Ressorts eigenverantwortlich. Der Vorstand in seiner Gesamtheit entscheidet in allen Angelegenheiten von wesentlicher

Bedeutung. Die Zusammenarbeit der Mitglieder des Vorstands und die Geschäftsverteilung werden durch eine Geschäftsordnung und einen Geschäftsverteilungsplan geregelt. Der Geschäftsverteilungsplan ordnet den Vorstandsmitgliedern ihre verschiedenen Ressorts zu. Dem Vorstandsvorsitzenden obliegt die Führung und Koordination des Vorstands. Vorstandssitzungen finden regelmäßig statt. Der Vorstand beschließt mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen, sofern nicht gesetzlich etwas anderes vorgeschrieben ist. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorstandsvorsitzenden den Ausschlag.

Arbeitsweise des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern. Wegen der geringen Zahl der Aufsichtsratsmitglieder wurden keine Ausschüsse gebildet. In dieser Größenordnung ist ein effektives Arbeiten im Gesamtgremium ohne weiteres möglich. Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Er bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstands, überprüft und beschließt das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder und setzt deren jeweilige Gesamtvergütung fest. Er wird in alle Entscheidungen eingebunden, die für SoftM von grundsätzlicher Bedeutung sind. Der Aufsichtsrat hat sich eine Geschäftsordnung gegeben. Der Aufsichtsratsvorsitzende koordiniert die Arbeit im Aufsichtsrat, leitet dessen Sitzungen und nimmt die Belange des Aufsichtsrats nach außen war. Der Aufsichtsrat hält mindestens zwei Sitzungen im Kalenderhalbjahr ab. Der Aufsichtsrat ist beschlussfähig, wenn alle drei Mitglieder an der Beschlussfassung teilnehmen und beschließt mit der Mehrheit seiner Mitglieder, soweit nicht eine andere Mehrheit gesetzlich vorgeschrieben ist. Einzelheiten zu den Tätigkeiten des Aufsichtsrats im Berichtsjahr sind im Bericht des Aufsichtsrats dargestellt.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat

Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng und vertrauensvoll zusammen. Gemeinsames Ziel ist die Sicherung und nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und ausführlich über alle für das Gesamtunternehmen relevanten Fragen der Unternehmensstrategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Finanz- und Ertragslage sowie über besondere unternehmerische Risiken und Chancen. Die Geschäftsordnung des Vorstands enthält einen Katalog von Geschäften, für die der Vorstand der Zustimmung des Aufsichtsrates bedarf. Interessenskonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber offen zu legen sind, traten nicht auf.

Vergütungsbericht

Vergütung des Vorstands

Für die Festlegung der Struktur des Vergütungssystems sowie der Vorstandsvergütung der einzelnen Vorstandsmitglieder ist der Aufsichtsrat zuständig. Der Aufsichtsrat überprüft und beschließt die Vergütungsstruktur regelmäßig. Das bestehende Vergütungssystem soll im Hinblick auf die Vorschriften des Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) in Bezug auf in Zukunft abzuschließende Neuverträge überarbeitet werden.

In der Hauptversammlung der SoftM AG vom 26. Juni 2006 wurde beschlossen, von der im Gesetz über die Offenlegung der Vorstandsvergütungen (VorstOG) enthaltenen Option Gebrauch zu machen, die Vorstandsbezüge nicht namentlich individualisiert anzugeben.

Die Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder der SoftM AG orientiert sich an der Größe des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen. Daneben werden Indikatoren wie Aufgabenfeld, Erfahrung und Beitrag des Vorstandsmitglieds zum Unternehmenserfolg bei der Vergütung berücksichtigt.

Ein Vorstandsmitglied erhält von der SoftM AG keine Vergütung für seine Tätigkeit als Vorstand der SoftM AG, da diese Tätigkeit Teil seiner Tätigkeit als Mitglied des Vorstands der Comarch S.A., Krakau/Polen, der Konzern-Muttergesellschaft der SoftM AG, ist (Vorstands-Doppelmandat).

Die mit den anderen Vorstandsmitgliedern vereinbarte Vorstandsvergütung unterliegt folgendem System: Sie ist zum Teil erfolgsabhängig und besteht aus zwei Komponenten, einer festen Vergütung in Form eines monatlichen Festgehalts zuzüglich von Sachbezügen u. Ä. sowie einer variablen Vergütung, welche ergebnisorientiert bzw. an individuellen Zielvorgaben je nach Aufgabengebiet der Vorstandsmitglieder, die jährlich mit dem Aufsichtsrat vereinbart werden, ausgerichtet ist. Der Gesamtvorstand (inklusive ausgeschiedener Vorstandsmitglieder) bezog im Geschäftsjahr 2009 mit Abfindungszahlungen an ein ausgeschiedenes Vorstandsmitglied Fixvergütungen in Höhe von T€ 883 und variable Vergütungen in Höhe von T€ 134. Die Vorstandsmitglieder erhalten keine Pensionszusagen.

Zwei Mitglieder des Vorstands erhalten im Falle der Nichtverlängerung ihrer Anstellungsverträge, ohne dass hierfür ein wichtiger Grund vorliegt, ihr monatliches Grundgehalt für weitere 6 Monate.

Für zwei Mitglieder des Vorstands besteht bei einem "Change of Control", der im Sinne der anzugebenden Vereinbarungen vorliegt, wenn ein Aktionär gegenüber der SoftM AG den Besitz einer Beteiligung von mehr als 50% mitteilt, ein Sonderkündigungsrecht mit einer Kündigungsfrist von 4 Wochen zum Ende eines Monats für deren Anstellungsvertrag. Dieses Sonderkündigungsrecht besteht nicht bei einer Beteiligung der Comarch AG, Dresden, oder eines mit der Comarch AG verbundenen Unternehmens. Im Falle der Ausübung dieses Sonderkündigungsrechts durch ein Vorstandsmitglied ist die Gesellschaft verpflichtet, dem Vorstandsmitglied die Vorstandsvergütung für die Dauer von neun Monaten - maximal jedoch für den Rest der vereinbarten Laufzeit des Anstellungsvertrages - ab dem vorzeitigen Vertragsende als Abfindung zu bezahlen.

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats wurde durch die Hauptversammlung festgelegt und ist in §12 der Satzung geregelt. Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an den Aufgaben und an der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder sowie an der Größe und am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens.

Die fixe Vergütung je Aufsichtsratsmitglied beläuft sich auf 5.000 € p.a.. Zusätzlich erhält jedes Mitglied eine variable Vergütung von 0,25% des EBT des SoftM-Konzerns. Der Aufsichtsratsvorsitzende erhält den doppelten Betrag. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2009 betrug nach Verzichten T€ 9; für das Geschäftsjahr 2009 wurde keine variable Vergütung an den Aufsichtsrat gezahlt.

DIRECTORS' DEALINGS UND AKTIENBESITZ VON VORSTAND UND AUFSICHTSRAT

Gem. § 15 a des Wertpapierhandelsgesetzes müssen die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrates der SoftM AG sowie bestimmte Mitarbeiter mit Führungsaufgaben und die mit ihnen in enger Beziehung stehenden Personen eigene Geschäfte mit Aktien der SoftM AG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten der SoftM AG mitteilen. Eine Mitteilungspflicht besteht jedoch nicht, solange die Gesamtsumme der Geschäfte einer der vorgenannten Personen insgesamt einen Betrag von 5.000 € bis zum Ende des Kalenderjahres nicht erreicht. Im Geschäftsjahr 2009 wurden keine Transaktionen gemeldet.

Gem. Ziffer 6.6 des Deutschen Corporate Governance Kodex soll der Besitz von Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehender Finanzinstrumente von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern angegeben werden, wenn er direkt oder indirekt größer als 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien ist. Übersteigt der Gesamtbesitz aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder 1 % der von der Gesellschaft ausgegebenen Aktien, soll der Aktienbesitz getrennt nach Vorstand und Aufsichtsrat angegeben werden.

Es wurde zum Bilanzstichtag folgender Aktienbesitz mit einem Anteil von über 1 % an den ausgegebenen Aktien von einzelnen Mitgliedern des Vorstands oder Aufsichtsrats gehalten:

Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Hannes Merten (216.626 Stück)

Unter zusätzlicher Berücksichtigung des Aktienbesitzes aller Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder, welche im Einzelnen weniger als einen Aktienbesitz von 1% an den ausgegebenen Aktien halten, wurden zum Bilanzstichtag vom Gesamtvorstand 0,42% und vom Gesamtaufsichtsrat 3,34 % der ausgegebenen Aktien gehalten.

Aktienoptionsprogramme und ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme

Aktienoptionsprogramme oder ähnliche wertpapierorientierte Anreizsysteme bestehen derzeit nicht.

Rechnungslegung

Die Akanthus GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft wurde von der Hauptversammlung der SoftM AG am 25. Juni 2009 zum Abschlussprüfer und Prüfer für eine ggf. vorzunehmende prüferische Durchsicht von Zwischenfinanzberichten gemäß §§ 37 w, 37 y WpHG gewählt. Die Rechnungslegung der SoftM AG erfolgt nach HGB (Jahreseinzelabschluss der SoftM AG) und nach den IFRS (Konzernabschluss) wie sie in der EU anzuwenden sind. Die Aufstellung des Jahreseinzelabschlusses und des Konzernabschlusses liegt dabei in der Verantwortung des Vorstandes. Der Jahreseinzelabschluss und der Konzernabschluss werden vom Aufsichtsrat festgestellt bzw. gebilligt.

NACHTRAGSBERICHT

Im Februar 2010 wurde die 30%-Beteiligung an der KEK Anwendungssysteme GmbH an den Mehrheitsgesellschafter verkauft.

Am 12. März 2010 hat der Aufsichtratsvorsitzende der SoftM AG der Gesellschaft mitgeteilt, dass er und seine Frau am 11. März 2010 216.626 Aktien im Wert von 346.601,60 € bzw. 38.000 Aktien im Wert von 60.800 € verkauft haben.

Ende März 2010 wurde das neue Release 5.0 des Produkts Comarch Semiramis für den Einsatz bei Kunden zur Auslieferung freigegeben.

PROGNOSEBERICHT

Das Jahr 2010 wird durch die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland nach der größten weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise seit über 60 Jahren geprägt. Für Deutschland wird wieder ein leichtes Wachstum des BIP erwartet. Die Prognosen der Bundesregierung gehen dabei von Werten bis 1,4% aus. Der Branchenverband Bitkom rechnet lt. Bericht vom Februar 2010 mit einem Wachstum in der Informationstechnik von 1,4%. SoftM geht ebenfalls von einem Wachstum aus.

Aufgrund der nach wie vor unsicheren Wirtschaftslage und der Unsicherheit, mit der die Prognosen über den gesamtwirtschaftlichen Verlauf bisher noch behaftet sind, kann der Vorstand der SoftM AG keine verlässliche Aussage über den Verlauf des Wirtschaftsjahres 2010 treffen. Beim Konzernumsatz erwartet SoftM eine leichte Erhöhung gegenüber dem Vorjahr. Beim EBITDA wird mit deutlich positiven Zahlen gerechnet.

ABHÄNGIGKEITSBERICHT

Schlusserklärung zum Bericht des Vorstandes über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen: "Die Gesellschaft erhielt bei jedem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung. Weitere Maßnahmen im Sinne des § 312 AktG sind weder getroffen noch unterlassen worden. Dieser Beurteilung liegen die Umstände zugrunde, die uns zum Zeitpunkt der berichtspflichtigen Vorgänge bekannt waren."

München, im März 2010

SoftM Software und Beratung AG

Der Vorstand

Piotr Piatosa

Ludwig Ametsbichler

Ralf Gärtner

Jens Göbel

Konzernbilanz

AKTIVA

31. Dezember 2009

31. Dezember 2008

Kurzfristige Vermögenswerte
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (1) 410.486,49 2.722.314,31
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (2) 5.965.747,47 12.252.156,08
Wertpapiere (3) 37.053,46 30.888,07
Vorräte (4) 170.453,44 175.669,98
Forderungen gegen verbundene Unternehmen (5) 136.960,65 607.237,95
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte (6) 405.908,18 812.997,17
Rechnungsabgrenzungsposten (7) 122.524,23 227.559,62
Kurzfristige Vermögenswerte gesamt 7.249.133,92 16.828.823,18
Langfristige Vermögenswerte
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte (8) 2.268.138,06 3.601.174,27
Aktivierte Entwicklungskosten (8) 4.017.800,00 3.351.400,00
Geschäfts- oder Firmenwert (9) 8.480.687,08 10.535.687,08
Sachanlagen (10) 449.023,38 863.603,02
Anteile an assoziierten Unternehmen (10) 44.936,08 54.371,33
Sonstige Finanzanlagen (11) 0,00 27.000,00
Übrige Forderungen und sonstige Vermögenswerte (16) 202.184,73 153.901,51
Latente Steuern (11) 1.566.396,00 167.568,00
Langfristige Vermögenswerte gesamt 17.029.165,33 18.754.705,21
Aktiva gesamt 24.278.299,25 35.583.528,39
PASSIVA
31. Dezember 2009

31. Dezember 2008

Kurzfristige Schulden
Kurzfristige Darlehen und kurzfristiger Anteil an langfristigen Darlehen (12) 1.500.273,48 4.576.664,17
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (13) 2.321.711,94 2.313.736,00
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (14) 1.530.232,88 0,00
Erhaltene Anzahlungen (15) 45.356,00 51.100,00
Rückstellungen für Ertragsteuern (16) 199,72 350.541,66
sonstige Rückstellungen (17) 4.725.667,53 6.567.114,88
kurzfristiger Anteil an sonstigen Verbindlichkeiten (18) 617.742,32 1.181.505,92
Rechnungsabgrenzungsposten (19) 8.959,56 7.310,51
Kurzfristige Schulden gesamt 10.750.143,43 15.047.973,14
Langfristige Schulden
Darlehen (12) 0,00 1.250.000,00
Sonstige Rückstellungen (17) 270.235,65 218.069,03
Rückstellungen für latente Steuern (20) 1.566.396,00 1.584.769,00
langfristiger Anteil an sonstigen Verbindlichkeiten (18) 0,00 20.451,67
Langfristige Schulden gesamt 1.836.631,65 3.073.289,70
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital der SoftM AG (21) 6.480.000,00 6.480.000,00
Kapitalrücklage (21) 1.414.489,21 13.567.019,88
Bilanzgewinn (21) 3.790.531,60 -2.618.667,81
Ausgleichsposten aus Fremdwährungsumrechnung (21) 6.503,36 33.913,48
Eigenkapital gesamt 11.691.524,17 17.462.265,55
Passiva gesamt 24.278.299,25 35.583.528,39

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

31. Dezember 2009

31. Dezember 2008

Umsatzerlöse (25) 38.894.876,01 56.559.323,43
Sonstige Erträge (26) 1.319.617,84 1.366.677,25
Bestandsveränderungen an unfertigen Leistungen (27) 27.468,09 6.507,28
Andere aktivierte Eigenleistungen (Entwicklungskosten) (28) 1.450.000,00 2.400.000,00
Aufwendungen für bezogene Waren (29) -6.865.997,48 -16.946.391,50
Aufwendungen für bezogene Leistungen (30) -4.610.590,16 -3.065.076,96
Personalaufwand (31) -23.000.630,43 -26.135.883,86
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände (32) -4.754.373,20 -6.421.331,17
Sonstige betriebliche Aufwendungen (33) -9.577.246,31 -10.434.742,98
Operatives Ergebnis (EBIT) -7.116.875,64 -2.670.918,51
Zinsergebnis (34) -27.025,73 -271.407,88
Ergebnisauswirkungen aus Equity-Beteiligungen (35) -9.435,25 3.501,75
Ergebnis vor Ertragssteuern (EBT) -7.153.336,62 -2.938.824,64
Ertragssteuern (36) 1.410.005,36 -1.700.596,84
Konzernjahresergebnis -5.743.331,26 -4.639.421,48
Veränderung des Ausgleichspostens aus der Währungsumrechnung ausländischer Tochterunternehmen -27.410,12 59.398,39
Konzerngesamtergebnis -5.770.741,38 -4.580.023,09
Ergebnis je Aktie (37) -0,89 -0,93

Konzern-Kapitalflussrechnung

2009

T€
2008

T€
Periodenergebnis -5.743 -4.639
Konzern-Ergebnis (einschließlich Ergebnisanteil Minderheitsgesellschaftern) -5.743 -4.639
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 4.754 6.425
Gewinn (-) / Verlust (+) aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen 12 0
Gewinn (-) / Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 8 -3
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen -2.122 -676
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 5.154 4.834
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 346 -931
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge -15 51
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (operativer Cashflow) 2.394 5.061
Einzahlungen (+) aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 114 29
Auszahlungen (-) für Investitionen in das Sachanlagevermögen -171 -493
Auszahlungen (-) für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -1.595 -2.666
Einzahlungen (+) aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten 74 0
abzüglich (-) veräußerter Finanzmittelbestände -136 0
Auszahlungen (-) aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und Geschäftseinheiten -100 -100
Einzahlung (+) aus Abgängen von assoziierten Unternehmen 30 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.784 -3.230
Einzahlungen (+) aus Eigenkapitalzuführungen (Kapitalerhöhungen, Verkauf eigener Anteile) 607 4.911
Auszahlung (-) an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter (Dividenden, Erwerb eigener Anteile, Eigenkapitalrückzahlungen, andere Ausschüttungen) 0 -16
Einzahlungen (+) aus der Aufnahme von Finanzkrediten 2.036 0
Auszahlungen (-) aus der Tilgung von Finanzkrediten -5.560 -4.615
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -2.917 280
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds -2.307 2.111
Wechselkurs-, konsolidierungskreis- und bewertungsbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -5 4
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 2.722 607
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 410 2.722

Konzern-Segmentbericht

zum 31. Dezember 2009

Die Geschäftsfelder Standardsoftware und Beratung bilden das Segment Software und Beratung. Alle Aktivitäten i.Z. mit Hardwaregeschäften bilden das Segment Systemintegration. Intersegmentäre Umsätze und Aufwendungen bzw. Vermögen und Schulden waren nicht zu verzeichnen.

(1. Ergebnisrechnung)

Software/ Beratung 2009

Mio. €
Systemintegration 2009

Mio. €
Konzern 2009

Mio. €
Software/ Beratung 2008

Mio. €
Systemintegration 2008

Mio. €
Konzern 2008

Mio. €
Umsätze (extern) 31,4 7,5 38,9 38,0 18,5 56,5
Aktivierte Eigenleistungen 1,5 0,0 1,5 2,4 0,0 2,4
Sonstige betriebliche Erträge gesamt 1,3 0,3
sonstige betriebliche Erträge (intersegmentär) 0,3 0,3
Sonstige betriebliche Erträge 1,0 0,3 1,3 0,9 0,5 1,4
Ertrag 33,8 7,8 41,6 41,3 19,0 60,3
Aufwand 38,7 10,1 48,8 44,8 18,1 62,9
EBIT -4,9 -2,3 -7,2 -3,5 0,9 -2,6
Finanzergebnis 0,0
EBT -7,2 -2,9
Ertragsteuern und sonstige Steuern 1,4 -1,7
Konzern-Jahresergebnis -5,8 -4,6

(2. andere Informationen)

Software/ Beratung 2009

Mio. €
Systemintegration 2009

Mio. €
Konzern 2009

Mio. €
Software/ Beratung 2008

Mio. €
Systemintegration 2008

Mio. €
Konzern 2008

Mio. €
Segmentvermögen 19,7 2,5 22,2 23 9,6 32,6
Anteile an Beteiligungen 0,0 0,0 0,0 0,1 0,0 0,1
Nicht zugeordnete Vermögenswerte 2,0 2,9
Vermögenswerte (Summe) 24,3 35,6
Segmentschulden 10,8 1,7 12,6 14,3 7,9 17,8
Schulden (Summe) 12,6 18,2
Investitionen 1,8 0 1,8 3,3 0,1 3,4
Abschreibungen 2,9 1,9 4,8 6,1 0,3 6,4
- davon außerplanmäßig 0,3 1,8 3,1

(3. geographisch)

Inland 2009 Mio. € Ausland 2009

Mio. €
Konzern 2009

Mio. €
Inland 2008 Mio. € Ausland 2008

Mio. €
Konzern 2008

Mio. €
Außenumsätze nach Verbleib 32,4 6,5 38,9 48,8 7,7 56,5
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 15,2 0,1 15,3 18,4 0,1 18,5

Konzern - Eigenkapitalveränderungsrechnung

in € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung Eigenkapital gemäß Konzernbilanz Eigene Anteile, die nicht zur Einziehung bestimmt sind
Stand am 31.12.2007 4.980.000,00 11.068.684,25 2.020.753,67 -25.484,91 18.043.953,01 -1.520.402,32
Gezahlte Dividenden 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Kapitaltransaktionen mit Eigentümern 1.500.000,00 2.498.335,63 0,00 0,00 3.998.335,63 1.520.402,32
Konzern- Jahresergebnis 0,00 0,00 -4.639.421,48 0,00 -4.639.421,48 0,00
erfolgsneutral erfasste Veränderungen 0,00 0,00 0,00 59.398,39 59.398,39 0,00
Konzerngesamtergebnis 0,00 0,00 -4.639.421,48 59.398,39 -4.580.023,09 0,00
Zuführung/Entnahme Bilanzgewinn 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31.12.2008 6.480.000,00 13.567.019,88 -2.618.667,81 33.913,48 17.462.265,55 0,00
Gezahlte Dividenden 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Kapitaltransaktionen mit Eigentümern 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzern- Jahresergebnis 0,00 0,00 -5.743.331,26 0,00 -5.743.331,26
erfolgsneutral erfasste Veränderungen 0,00 0,00 0,00 -27.410,12 -27.410,12 0,00
Konzerngesamtergebnis 0,00 0,00 -5.743.331,26 -27.410,12 -5.770.741,38 0,00
Zuführung/Entnahme Bilanzgewinn 0,00 -12.152.530,67 12.152.530,67 0,00 0,00 0,00
Stand am 31.12.2009 6.480.000,00 1.414.489,21 3.790.531,60 6.503,36 11.691.524,17 0,00
in € Eigenkapital Minderheitenkapital Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung Eigenkapital Konzerneigenkapital
Stand am 31.12.2007 16.523.550,69 17.708,85 0,00 17.708,85 16.541.259,53
Gezahlte Dividenden 0,00 -15.950,00 0,00 -15.950,00 -15.950,00
Kapitaltransaktionen mit Eigentümern 5.518.737,95 -1.758,85 0,00 -1.758,85 5.516.979,10
Konzern-Jahresergebnis -4.639.421,48 0,00 0,00 0,00 -4.639.421,48
erfolgsneutral erfasste Veränderungen 59.398,39 0,00 0,00 0,00 59.398,39
Konzerngesamtergebnis -4.580.023,09 0,00 0,00 0,00 -4.580.023,09
Zuführung/Entnahme Bilanzgewinn 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31.12.2008 17.462.265,55 0,00 0,00 0,00 17.462.265,55
Gezahlte Dividenden 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Kapitaltransaktionen mit Eigentümern 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Konzern-Jahresergebnis -5.743.331,26 0,00 0,00 0,00 -5.743.331,26
erfolgsneutral erfasste Veränderungen -27.410,12 0,00 0,00 0,00 -27.410,12
Konzerngesamtergebnis -5.770.741,38 0,00 0,00 0,00 -5.770.741,38
Zuführung/Entnahme Bilanzgewinn 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand am 31.12.2009 11.691.524,17 0,00 0,00 0,00 11.691.524,17

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2009

A. GRUNDLAGEN

Der Konzernabschluss ist in Anwendung von § 315a HGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Neben den IFRS-Rechnungslegungsstandards des IASB waren die am Bilanzstichtag gültigen Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Commitee (IFRIC) zu beachten. Die Begriffe IFRS und IFRIC ersetzen die bis 2002 verwendeten Bezeichnungen IAS (International Accounting Standards) und SIC (Standing Interpretations Commitee). Für Standards, die bis zum Jahr 2002 herausgegeben wurden, finden die bisherigen Bezeichnungen weiterhin Anwendung.

Die SoftM Software und Beratung AG mit Sitz in der Messerschmittstraße 4, 80992 München, wird in den Konzernabschluss der Comarch S.A., Krakau/Polen einbezogen. Die SoftM AG stellt für den SoftM-Konzern aufgrund der Börsennotierung (verpflichtend) einen Teilkonzernabschluss auf.

Die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex ist abgegeben und den Aktionären auf der Homepage der SoftM Software und Beratung AG (unter www.softm.com Bereich IR/Investor Relations) zugänglich gemacht worden.

Den Jahresabschlüssen der in dem Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu Grunde. Wertansätze, die auf steuerlichen Vorschriften beruhen, werden nicht in den Konzernabschluss übernommen. Der Stichtag des Konzernabschlusses (31.12.2009) ist identisch mit dem Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen und assoziierten Unternehmen.

Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die ergänzenden Zahlenangaben im Anhang erfolgen weitgehend in T€.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt und den Erfordernissen des IAS 1 2007 angepasst worden. Die bisherige Gewinn- und Verlustrechnung wird bis zum Jahreserfolg weiterhin als eigene Teilrechnung dargestellt. Im Anschluss daran erfolgt in einer zweiten Teilrechnung eine Gesamtergebnisrechnung, beginnend mit dem Jahreserfolg unter Einbeziehung der Komponenten des sonstigen Ergebnisses.

Nach IAS 1.60 ff. wird beim Ausweis in der Bilanz zwischen langfristigen und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte angesehen, wenn eine Realisation innerhalb eines Jahres erwartet werden kann. Verbindlichkeiten und Rückstellungen werden als kurzfristig angesehen, soweit sie innerhalb eines Jahres fällig sind. Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Vorräte werden grundsätzlich unter den kurzfristigen Posten ausgewiesen. Latente Steueransprüche und -verbindlichkeiten werden grundsätzlich als langfristig angesehen.

In der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz sind einzelne Posten zur Verbesserung der Klarheit zusammengefasst; die Posten werden im Anhang durch Aufgliederungen erläutert.

Der Konzernabschluss wird am 22.03.2010 durch den Aufsichtsrat zur Veröffentlichung freigegeben.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie beim Ausweis werden im Anhang erläutert. Die Vorjahreswerte sind entsprechend angepasst.

Im Konzernabschluss müssen in einem eng begrenzten Umfang Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen.

Folgende im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogenen inländischen Tochterunternehmen der SoftM Software und Beratung AG erfüllen die Voraussetzungen des § 264 Abs. 3 HGB (bzw.: § 264b HGB) und sind daher von den dort geregelten Rechnungslegungs-, Prüfungs- und Offenlegungspflichten befreit. Die Befreiung wurde jeweils nur hinsichtlich der Erstellung eines Anhangs sowie ggf. eines Lageberichts und der Offenlegungspflichten in Anspruch genommen:

Comarch Solutions GmbH, München
Comarch Systemintegration GmbH, München
Comarch Schilling GmbH, Bremen

B. AUSWIRKUNGEN VON NEUEN RECHNUNGSLEGUNGSSTANDARDS

Der Konzernabschluss für das Jahr 2009 wurde unter Beachtung der folgenden überarbeiteten Rechnungslegungsstandards erstellt. Wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie das Ergebnis je Aktie sind durch die im Geschäftsjahr erstmals anzuwendenden Rechnungslegungsstandards und Interpretationen nicht gegeben.

IFRS 8 (Operating Segments) wurde im November 2006 vom IASB veröffentlicht und ersetzt damit IAS 14. Der Standard ist erstmalig für Geschäftsjahre, die ab dem 01.01.2009 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Die Segmentberichterstattung wird strukturell und inhaltlich an die den internen Entscheidungsträgern regelmäßig vorgelegten Berichte angepasst.

Im März 2007 hat das IASB IAS 23 (Borrowing Costs) in geänderter Fassung veröffentlicht. Das bisherige Wahlrecht, Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zu erfassen, wurde gestrichen.

Das IASB veröffentlichte im September 2007 eine überarbeitete Fassung des IAS 1 (Presentation of Financial Statements). Die Änderungen beziehen sich auf einige Vorschriften für die Darstellung des Abschlusses und schreibt in bestimmten Fällen Zusatzinformationen vor. Danach besteht unter bestimmten Bedingungen die Pflicht, eine Eröffnungsbilanz für das Vorjahr und eine getrennte Darstellung der Eigenkapitaltransaktionen mit den Gesellschaftern bzw. Nicht-Gesellschaftern offen zulegen sowie die Ertragsteuerauswirkungen pro Komponente in der "Aufstellung der erfassten Aufwendungen und Erträge" separat auszuweisen.

Im Januar 2008 wurde die überarbeitete Fassung des Standards IFRS 2 (Share-based Payment) veröffentlicht. Es wird klargestellt, dass Ausübungsbedingungen (vesting conditions) ausschließlich marktübliche Dienstbedingungen (service conditions) und Leistungsbedingungen (performance conditions) sind. Zum anderen sieht die Änderung vor, dass die Regelungen zur vorzeitigen Beendigung (cancellation) unabhängig davon gelten sollen, ob der anteilsbasierte Vergütungsplan vom Unternehmen oder einer anderen Partei beendet wird.

Der überarbeitete IAS 32 (Financial Instruments: Presentation) und IAS 1 (Presentation of Financial Statements) wurde im Februar 2008 veröffentlicht. Darin wird die Abgrenzung zwischen Eigen- und Fremdkapital von mit Kündigungsrechten ausgestattetem gesellschaftsrechtlichem Kapital neu geregelt. Zukünftig können solche Instrumente unter bestimmten Bedingungen als Eigenkapital ausgewiesen werden.

Im Mai 2008 wurde der Annual Improvements Process 2006 - 2008 (Part I und II) veröffentlicht. Im Rahmen dieses Projektes werden kleinere, nicht dringende aber notwendige Änderungen bestehender Standards gesammelt und einmal im Rahmen eines Exposure Draft veröffentlicht. Bei den im Rahmen dieses Projektes behandelten Änderungen handelt es sich in der Regel um Bereinigungen von Inkonsistenzen in bzw. zwischen bestehenden Standards und Klarstellungen hinsichtlich des Wortlauts. Sämtliche Änderungen sind für Geschäftsjahre ab 1. Januar 2009 anzuwenden.

Im März 2007 veröffentlichte das IASB Änderungen zu IFRS 7 (Financial Instruments: Disclosures). Diese beziehen sich im Wesentlichen auf erweiterte Angaben zu Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind. Des Weiteren sind zusätzliche Angaben zu Liquiditätsrisiken zu erbringen. Auf Basis einer dreistufigen Hierarchie ist gemäß IFRS 7 zudem anzugeben, auf welcher Basis die beizulegenden Zeitwerte ermittelt wurden.

Im Juni 2007 wurde IFRIC 13 (Customer Loyalty Programmes) zur bilanziellen Abgrenzung von Aufwendungen und der Erfassung von Erträgen aus Kundenbindungsprogrammen herausgegeben. IFRIC 13 ist erstmals anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.07.2008 beginnen.

Im Juli 2008 wurde der IFRIC 15 (Agreements for the Construction of Real Estate) veröffentlicht. Die Interpretation beschäftigt sich mit der Ertragsrealisierung nach IAS 11 bzw. IAS 18 im Zusammenhang mit dem Bau und Verkauf von Gebäuden oder Gebäudeteilen bereits vor Fertigstellung.

Ferner wurde im Juli 2008 IFRIC 16 (Hedges of a Net Investment in a Foreign Operation) veröffentlicht, der sich mit mehreren Fragestellungen betreffend des Zusammenhangs zwischen IAS 21 und IAS 39 befasst. Die Interpretation ist für Geschäftsjahre ab 1. Oktober 2008 anzuwenden.

Im Januar 2009 wurde IFRIC 18 (Transfers of Assets from Customers) veröffentlicht und ist auf alle Transfers anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2009 vorgenommen werden. Die Interpretation legt fest, unter welchen Umständen, zu welchem Zeitpunkt und zu welchem Wert das erhaltene Unternehmen einen Vermögenswert zu bilanzieren hat.

Folgende IFRS und IFRIC wurden bereits veröffentlicht, sind aber noch nicht verpflichtend anzuwenden:

Im Januar 2008 hat das IASB die überarbeiteten Standards IFRS 3 (Business Combinations) und IAS 27 (Consolidated and Separate Financial Statements) veröffentlicht, die im Juni 2009 in EU-Recht umgesetzt wurden. Die wesentlichen Änderungen des IFRS 3 befassen sich mit der Bilanzierung von Minderheitenanteilen, der Bewertung der bisher gehaltenen Anteile bei einem sukzessiven Unternehmenserwerb im Zeitpunkt der Erlangung der Beherrschung sowie der erfolgswirksamen Erfassung von Anschaffungsnebenkosten. Die Änderung des IAS 27 umfasst Regelungen zur Konsolidierung und zur Behandlung von Änderungen von Beteiligungsquoten. Die geänderten Standards sind erstmals auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 01.07.2009 beginnen. Eine frühere Anwendung ist bei gleichzeitiger Anwendung beider überarbeiteter Standards zulässig. Der SoftM-Konzern prüft derzeit, wie sich die Anwendung auf zukünftige Unternehmensübernahmen auswirken wird.

Eine Änderung des IAS 39 (Financial Instruments: Recognition and Measurement) wurde vom IASB im Juli 2008 herausgegeben. Diese dient der Klarstellung, welcher Teil eines Finanzinstruments als gesichertes Grundgeschäft designiert werden kann. Thematisiert wurde die einseitige Absicherung von Risiken durch Optionen sowie die Sicherung des Inflationsrisikos.

Im Rahmen des jährlichen "Improvement"-Projekts veröffentlichte das IASB im April 2009 den zweiten Sammelstandard "Improvements to IFRSs". Die Änderungen sind im Wesentlichen als redaktionelle Anpassungen zu bisher bestehenden Standards zu sehen. Soweit im Einzelfall nichts anderes geregelt ist, sind die Änderungen für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 31.12.2009 beginnen. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. Die Änderungen werden keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz-und Ertragslage haben.

Unternehmen, die Dienstleistungen und Güter im Rahmen von anteilsbasierten Vergütungen erhalten, müssen diese auf Grundlage der im Juni 2009 veröffentlichten Änderungen des IFRS 2 zwingend bilanzieren. Dies ist unabhängig davon, ob das Unternehmen selbst oder ein anderes Konzernunternehmen die zugehörige Verpflichtung erfüllt. Zusätzlich ist sie unabhängig davon, ob die Verpflichtung in Eigenkapitalinstrumenten oder in bar erfüllt wird. Im Zuge der Überarbeitung wurden die Regelungen des IFRIC 8 (Scope of IFRS 2) und IFRIC 11 (IRFS 2 - Group und Treasury Share Transactions) in IFRS 2 übernommen. Die Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im Rahmen des Konzernabschlusses müssen in diesem Zusammenhang geprüft werden. Der geänderte Standard ist retrospektiv auf Geschäftsjahre, die am und nach dem 01.01.2010 beginnen, anzuwenden. SoftM hat derzeit keine aktienbasierten Vergütungssysteme im Einsatz.

Im Oktober 2009 wurde der IAS 32 dahin gehend geändert, dass Bezugsrechte, Optionsscheine und Optionen auf eine feste Anzahl eigener Anteile gegen einen festen Betrag in anderer Währung als der funktionalen Währung beim Emittenten als Eigenkapitalinstrumente auszuweisen sind, solange diese anteilig allen Anteilseignern derselben Gattung gewährt werden. Diese Regelung wird keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und den Gewinn pro Aktie haben.

Auf Grundlage der Überarbeitungen des IAS 24 vom November 2009 werden die Berichtspflichten von Unternehmen, an denen der Staat eine Beteiligung hält (State-Controlled Entities), vereinfacht. Dessen ungeachtet wurde die Definition der nahe stehenden Unternehmen und Personen grundlegend überarbeitet. Der SoftM-Konzern geht davon aus, dass sich durch die Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben werden.

Im November 2009 veröffentlichte das IASB den IFRS 9 (Financial Instruments), zur Kategorisierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte. Diese sollen zukünftig nur noch in zwei, anstatt bisher vier Kategorien klassifiziert werden. Weitere Änderungen dienen hauptsächlich der Vereinfachung. Die Veröffentlichung stellt den Abschluss der Beendigung der ersten von drei Phasen des Projekts zur vollständigen Überarbeitung der Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IAS 39 dar. IFRS 9 soll für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2013 beginnen verpflichtend anzuwenden sein. Die Übernahme in europäisches Recht steht derzeit noch aus. Der SoftM-Konzern prüft derzeit, wie sich die Änderungen auf die künftige Darstellung der zukünftigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

Im November wurde IFRIC 17 (Distributions of Non-cash Assets to Owners) veröffentlicht. Die Interpretation legt fest, wann eine Sachdividendenverpflichtung zu passivieren ist, dass eine Sachdividende zum beizulegenden Zeitwert der ausgegebenen Vermögenswerte zu bewerten ist und dass der Unterschiedsbetrag zwischen dem Buchwert der ausgekehrten Vermögenswerte und dem Buchwert der Dividendenverbindlichkeit erfolgswirksam zu erfassen ist. Die Anwendung hat prospektiv für Geschäftsjahre zu erfolgen, die ab 1. Juli 2009 beginnen. Der SoftM-Konzern geht davon aus, dass sich durch die Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben werden.

IFRIC 19 wurde im November 2009 veröffentlicht und bezieht sich auf die vollständige oder teilweise Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch die Ausgabe von Eigenkapitalinstrumenten. IFRIC 19 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zugelassen. Die Übernahme in europäisches Recht steht noch aus. Der SoftM-Konzern geht davon aus, dass sich durch die Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben werden.

Im November 2009 wurde eine weitere Änderung des IFRIC 14 (IAS 19 - The Limit on a Defined Benefit Asset, Minimum Funding Requirements and their Transaction) veröffentlicht. Aufgrund der Änderung können Unternehmen, die im Zusammenhang mit Pensionsplänen Mindestdotierungsverpflichtungen zu erfüllen haben und auf diese Vorauszahlungen leisten, den Nutzen aus diesen Vorauszahlungen als Vermögenswert darstellen. Die Änderung ist für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 01.01.2011 beginnen, zwingend anzuwenden. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Übernahme in europäisches Recht ist noch nicht erfolgt. Der SoftM-Konzern geht davon aus, dass sich durch die Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage ergeben werden.

C. KONSOLIDIERUNGSKREIS UND KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZE

VOLLKONSOLIDIERTE GESELLSCHAFTEN

Gemäß den Grundsätzen der Vollkonsolidierung wurden folgende Unternehmen einbezogen:

Gesellschaft Sitzland Beteiligungshöhe

in %
SoftM Software und Beratung AG
(Konzernspitze im Teilkonzernabschluss) Deutschland
Comarch Solutions GmbH, München Deutschland 100,00
Comarch Systemintegration GmbH Deutschland 100,00
Comarch Solutions GmbH, Wien Österreich 100,00
Comarch Schilling Software GmbH Deutschland 100,00
SoftM France s.a.r.l. Frankreich 100,00
Solitas Informatik AG Schweiz 100,00

Zum 01.07.2009 wurden sämtliche Anteile der SoftM Polska Sp.zo.o. veräußert. Des weiteren wurden zum 31.08.2009 die Anteile an der SoftM Czech Republic s.r.o. verkauft.

Der Rückgang der Anzahl der konsolidierten Gesellschaften in 2009 ist auf konzerninterne Umstrukturierungen zurückzuführen. Zum 01.01.2009 wurden folgende Zusammenlegungen vorgenommen:

Verschmelzung der SoftM Semiramis GmbH & Co. KG auf die SoftM Software und Beratung AG
Verschmelzung der SoftM Münster GmbH auf die Comarch Solutions GmbH, München
Verschmelzung der SoftM Solutions GmbH, Kirchbichl, auf die Comarch Solutions GmbH, Wien
Verschmelzung der SoftM Software und Beratung AG, Schweiz, auf die Solitas Informatik AG

ASSOZIIERTE UNTERNEHMEN

Als assoziierte Unternehmen war nach den Grundsätzen der Equity-Methode folgendes Unternehmen zu bilanzieren:

Gesellschaft Anteilseigner Beteiligungsquote
KEK Anwendungssysteme GmbH SoftM Software und Beratung AG, München 30,00 %

NICHT KONSOLIDIERTE BETEILIGUNGSGESELLSCHAFTEN

Die in den Vorjahren nicht in den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaft SoftM Verwaltung GmbH wurde zum 01.01.2009 auf die SoftM Software und Beratung AG verschmolzen.

AKQUISITIONEN UND KAPITALKONSOLIDIERUNG

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte gemäß IFRS 3 nach der sog. Erwerbsmethode (Purchase Method). Dabei werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem (anteiligen) neu bewerteten Eigenkapital der Tochtergesellschaft zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Vermögenswerte und Schulden werden hierbei mit ihren Zeitwerten angesetzt. Bei sukzessivem Anteilserwerb wird die Erstkonsolidierung für jeden Anteilserwerb gesondert zum jeweiligen Erwerbszeitpunkt vorgenommen.

Verbleibende aktive Aufrechnungsdifferenzen aus der Kapitalkonsolidierung werden als Firmenwerte in der Konzernbilanz ausgewiesen. Die Firmenwerte werden gemäß IFRS 3 nicht mehr planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen.

DESINVESTITIONEN

Zum 01.07.2009 wurden sämtliche Anteile der SoftM Polska Sp.zo.o. veräußert. Des weiteren wurden zum 31.08.2009 die Anteile an der SoftM Czech Republic s.r.o. verkauft. Die Entkonsolidierung erfolgte zum jeweiligen Veräußerungszeitpunkt.

Die Desinvestitionen haben in 2009 zu Erlösen von insgesamt T€ 74 geführt und wirkten sich zum jeweiligen Desinvestitionszeitpunkt auf die Vermögens- und Ertragslage wie folgt aus:

veräußerte Vermögensgegenstände ./. Schulden T€
Zahlungsmittelbestand 136
Anlagevermögen 1
Vorratsvermögen 0
Forderungen 58
Rückstellungen -38
Verbindlichkeiten -72
Rechnungsabgrenzungsposten 1
veräußerte Vermögenswerte ./. Schulden 86
vereinnahmter Kaufpreis 74
Veräußerungsverlust 12

Die Veräußerungen haben keine wesentlichen steuerlichen Auswirkungen.

EQUITY-KONSOLIDIERUNG

Die Anteile an assoziierten Unternehmen wurden nach der Equity-Methode bilanziert. Als assoziierte Unternehmen werden Beteiligungsunternehmen angesehen, bei denen ein in den Konzernabschluss einbezogenes Unternehmen direkt oder indirekt aufgrund eines Anteilsbesitzes zwischen 20 % und 50 % einen bedeutenden Einfluss auf die Unternehmenstätigkeit des Beteiligungsunternehmens ausübt. Bei der Bilanzierung nach der Equity-Methode werden die Anschaffungskosten der Beteiligung jährlich um die der Beteiligungsquote entsprechenden Eigenkapitalveränderungen beim Beteiligungsunternehmen erhöht bzw. vermindert. Die bei der erstmaligen Einbeziehung nach der Equity-Methode entstehenden Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung werden entsprechend den Grundsätzen der Vollkonsolidierung behandelt. In den Folgejahren ergeben sich dadurch ergebniswirksame Folgekonsolidierungen, die in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten "Ergebnisauswirkungen aus Equity-Beteiligung" enthalten sind.

Gemäß den Grundsätzen des IAS 36 (Impairment of Asset) sind die Beteiligungsbuchwerte mindestens einmal jährlich einem sog. Impairmenttest zu unterziehen. Einzelheiten zu der Durchführung dieser Werthaltigkeitsprüfung können den Erläuterungen zum Geschäfts- oder Firmenwert entnommen werden. Sofern der Equity-Buchwert aufgrund eines Impairmenttest zu mindern ist, werden diese außerplanmäßigen Abschreibungen im Ergebnis aus Equity-Beteiligungen erfasst.

Die von den assoziierten Unternehmen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen im wesentlichen den konzerneinheitlich angewandten Methoden.

Auf eine Zwischengewinnkonsolidierung mit assoziierten Unternehmen wurde wegen geringer Bedeutung verzichtet.

Sobald der maßgebliche Einfluss auf das assoziierte Unternehmen z. B. durch Veräußerung verloren geht, wird die Anwendung der Equity-Methode eingestellt. Der Erfolg aus der Entkonsolidierung ermittelt sich als Differenz zwischen dem erzielten Veräußerungserlös und dem Equity-Wert im Zeitpunkt der Veräußerung. Der Ausweis erfolgt unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen. Im September 2009 wurde die 49%-Beteiligung an der d.velop Schweiz AG veräußert.

AUFWANDS- UND ERTRAGSKONSOLIDIERUNG

Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung führte zur Verrechnung von gegenseitig abgerechneten Vergütungen (z. B. Lizenzzahlungen, Beratungsumsätze), so dass die Umsatzerlöse mit dem Materialeinsatz und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zu verrechnen waren. Aufgrund der Aufwands- und Ertragskonsolidierung mit verbundenen Unternehmen sind in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung nur diejenigen Erlöse und Aufwendungen ausgewiesen, die aus Geschäftsvorfällen mit "Außenstehenden" resultieren. Als Außenstehende gelten insoweit auch assoziierte Unternehmen.

Gewinnausschüttungen der Tochtergesellschaften an die SoftM Software und Beratung AG waren mit den korrespondierenden Dividendenforderungen zu konsolidieren. Konzerninterne Gewinnabführungen und Verlustübernahmen wurden ebenfalls eliminiert.

SCHULDENKONSOLIDIERUNG

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung wurden innerhalb des Konzerns bestehende Forderungen und Verbindlichkeiten saldiert.

ZWISCHENGEWINNELIMINIERUNG

Sofern Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen konsolidierten Gesellschaften entstanden sind, wurden diese eliminiert.

D. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGS-GRUNDSÄTZE

Ausgangspunkt für die Erstellung der Konzernbilanz bildeten die nach handelsrechtlichen Grundsätzen erstellten Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zum 31.12.2009, die nach konzerneinheitlichen Bilanzierungsrichtlinien erstellt wurden.

Die Einzelabschlüsse wurden - soweit erforderlich - für Zwecke der Konzernbilanzierung an die Rechnungslegungsgrundsätze nach IFRS angepasst.

Die Bilanzierung und Bewertung im Konzernabschluss erfolgte unter Beachtung der wesentlichen Grundlagen der Rechnungslegung nach IFRS (Framework). Insbesondere ist der Konzernabschluss unter Beachtung des Prinzips der Periodenabgrenzung und der Prämisse der Unternehmensfortführung (Going Concern Prinzip) aufgestellt. Die Grundsätze der Verständlichkeit, Vollständigkeit, Wesentlichkeit, Vergleichbarkeit sowie der wirtschaftlichen und vorsichtigen Betrachtungsweise wurden beachtet. Vorhersehbare Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, wurden berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und dem Tag der Bilanzaufstellung bekannt geworden sind. Gewinne wurden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert bzw. als hinreichend realisierbar anzusehen sind.

Vermögenswerte wurden angesetzt, soweit sie einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen in Form von direkten oder indirekten Zahlungsmittelzuflüssen repräsentieren. Schulden und Rückstellungen wurden passiviert, soweit gegenwärtige Verpflichtungen gegenüber Dritten vorhanden sind.

Bei Ansatz und Bewertung von Vermögenswerten und Schulden wurde das Stichtagsprinzip sowie der Grundsatz der Einzelbewertung zu Grunde gelegt.

UMSATZERLÖSE

Umsatzerlöse werden nach Abzug von Steuern und Erlösschmälerungen im Zeitpunkt des Gefahrenübergangs bzw. bei Leistungserbringung realisiert. Voraussetzung für den Umsatzausweis ist, dass mit einer hinreichenden Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden kann, dass der aus der Markttransaktion entstehende ökonomische Nutzen zufließen wird. Vertraglich vereinbarte Anzahlungen auf noch nicht erbrachte Leistungen werden bis zum Zeitpunkt der Leistungserbringung als "erhaltene Anzahlungen" passiviert. Eine Erlösrealisation erfolgt in diesem Fall erst mit erfolgter Leistungserbringung. Kundenvorauszahlungen für zeitraumbezogene zukünftige Leistungen (insbesondere sog. Wartungserlöse) werden unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten periodengerecht abgegrenzt.

Die Erlösrealisierung von Projektverträgen zur Implementierung von Software, für die Werkvertragsrecht vereinbart wurde, erfolgt gemäß IAS 11 entsprechend ihrem Fertigstellungsgrad. Der Fertigstellungsgrad wird entsprechend der erbrachten Leistung ermittelt. Zum 31.12.2009 war ein Großprojekt nach dieser Methode zu bilanzieren. Ein aktiver Saldo wird unter den Forderungen ausgewiesen.

FINANZIELLE VERMÖGENSWERTE

Die finanziellen Vermögenswerte setzen sich aus begebenen Krediten und Forderungen, erworbenen Eigenkapital- und Schuldtiteln und Zahlungsmitteln bzw. Zahlungsmitteläquivalenten sowie Wertpapieren zusammen. Derivative Finanzinstrumente sind im SoftM-Konzern derzeit nicht im Einsatz.

Die Bilanzierung und Bewertung der finanziellen Vermögenswerte erfolgt nach IAS 39 (Financial Instruments: Recognition and Measurement). Demnach werden finanzielle Vermögenswerte in der Konzernbilanz angesetzt, wenn dem SoftM-Konzern ein vertragliches Recht zusteht, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte von einer anderen Partei zu erhalten. Der erstmalige Ansatz von finanziellen Vermögenswerten erfolgt zum beizulegenden Zeitwert abzüglich der Transaktionskosten. Unverzinsliche oder unterverzinsliche Forderungen werden bei ihrem erstmaligen Ansatz mit dem Barwert der erwarteten zukünftigen Zahlungsmittelzuflüsse angesetzt. Die Folgebewertung erfolgt gemäß der Zuordnung der finanziellen Vermögenswerte zu den nachstehenden Kategorien:

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Vermögenswerte. Der SoftM-Konzern hat ein Wertpapier im Bestand, das dieser Kategorie zugeordnet wurde. Änderungen des beizulegenden Werts werden über eine Anpassung auf den Börsenkurs am Stichtag erfolgswirksam erfasst.
Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Kredite und Forderungen werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. In diese Bewertungskategorie werden die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie die in den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten enthaltenen finanziellen Forderungen und Ausleihungen zugeordnet.
Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen und einer festen Laufzeit, über die sie gehalten werden. Diese werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und unter den übrigen Forderungen und sonstigen Vermögenswerten ausgewiesen. Der SoftM-Konzern hat derzeit keine entsprechenden Vermögenswerte im Bestand.
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte umfassen diejenigen nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte, die nicht einer der zuvor genannten Kategorien zugeordnet werden. Dies war zum Vorjahresstichtag insbesondere ein Eigenkapitaltitel, der in den sonstigen Finanzanlagen ausgewiesen war. Dieser ist grundsätzlich mit dem beizulegenden Wert anzusetzen. Änderungen des beizulegenden Werts (vor Veräußerung) werden dabei erfolgsneutral im Eigenkapital abgegrenzt. Nachdem für den im Vorjahr ausgewiesenen Eigenkapitaltitel kein Marktpreis existierte und keine verlässliche Schätzung des beizulegenden Werts vorgenommen werden konnte, wurde dieser finanzielle Vermögenswert zu Anschaffungskosten abzüglich von Wertminderungsaufwendungen erfasst. Bei den Eigenkapitaltiteln handelte es sich um Anteile an nicht einbezogenen Unternehmen, deren Vermögenswerte und Schulden im Jahr 2009 im Wege der Verschmelzung auf den Konzern übergegangen sind. Daher hatte SoftM diesen Vermögenswert zum Abschlussstichtag nicht mehr anzusetzen.

Liegen bei den finanziellen Vermögenswerten der drei letztgenannten Kategorien Anzeichen für eine Wertminderung vor, erfolgt eine Prüfung, ob eine Abwertung des Buchwertes zu erfolgen hat. Sollte dies der Fall sein, wird eine Wertberichtigung in Höhe der Differenz vorgenommen. Bei Wegfall der Gründe für zuvor vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen bis maximal zu den Anschaffungskosten vorgenommen. Lediglich auf zur Veräußerung verfügbare Eigenkapitaltitel werden keine Zuschreibungen vorgenommen. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus den finanziellen Vermögenswerten nicht mehr bestehen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Chancen und Risiken transferiert werden.

AKTIVIERUNG VON FREMDKAPITALKOSTEN

Eine Aktivierung von Fremdkapitalkosten im Zusammenhang mit dem Erwerb und der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten war im Geschäftsjahr 2009 nicht veranlasst.

VORRÄTE

Unter den Vorräten sind gemäß IAS 2 (Inventories) diejenigen Vermögenswerte ausgewiesen, die zum Verkauf im normalen Geschäftsgang gehalten werden. Die unter den Vorräten ausgewiesenen Handelswaren werden zum Einkaufspreis bzw. dem niedrigeren Zeitwert bewertet. Daneben sind auch unfertige Leistungen ausgewiesen. Hierbei handelt es sich um kundenspezifische Aufträge zur Entwicklung und/oder Installation von Individual- oder Standardsoftware, die am Bilanzstichtag noch nicht abgewickelt und abgenommen sind. Die Bewertung erfolgt zu den angefallenen Herstellungskosten. Die Herstellungskosten beinhalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten. Kosten der Verwaltung werden einbezogen, soweit sie dem Herstellungsbereich zuzuordnen sind.

Garantieeinbehalte werden bei längerfristigen Aufträgen nicht vereinbart.

SONSTIGE FORDERUNGEN UND VERBINDLICHKEITEN, RECHNUNGSABGRENZUNG

Abgrenzungen, Vorauszahlungen sowie nicht-finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Auflösung erfolgt entsprechend der Leistungserbringung oder linear. Bei Rechnungsabgrenzungsposten erfolgt die Auflösung zeitraumbezogen.

IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Entgeltlich erworbene Software wird korrespondierend mit den handelsrechtlichen Grundsätzen mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Bei der linearen Abschreibung von Unterstützungssoftware und PC-Anwenderprogrammen wurde eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 3 Jahren, bei erworbenen Lizenzprogrammen, die unmittelbar der Umsatzerzielung dienen, eine Nutzungsdauer bis zu 5 Jahren zu Grunde gelegt.

Entwicklungskosten für selbsterstellte Software werden zu Herstellungskosten aktiviert, soweit die in IAS 38 kodifizierten Voraussetzungen (Identifizierbarkeit, Verfügungsmacht, künftiger ökonomischer Nutzen) erfüllt sind. Dies ist der Fall, soweit die Aufwendungen der Erstellung neuer Softwarefunktionalitäten dienen und ein ökonomischer Nutzen mit hinreichender Sicherheit erwartet werden kann. Dagegen werden Aufwendungen für Grundlagenforschung und Pflege bestehender Funktionalitäten als laufender Aufwand erfasst. Die Abschreibung der aktivierten Entwicklungskosten erfolgt über einen Zeitraum von 3 bis 5 Jahren.

Immaterielle Vermögenswerte werden mindestens einmal jährlich gemäß den Grundsätzen des IAS 36 einem sog. Impairmenttest unterzogen (zur Vorgehensweise vgl. Geschäfts- oder Firmenwert).

GESCHÄFTS- ODER FIRMENWERT

Unter dem Posten "Geschäfts- oder Firmenwert" werden Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen ausgewiesen. Hierunter fallen auch Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung. Firmenwerte aus Unternehmenszusammenschlüssen werden gemäß dem Rechnungslegungsstandard IFRS 3 (Business Combinations) ab dem Geschäftsjahr 2005 nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Die bis zum 31.12.2004aufgelaufenen Firmenwertabschreibungen wurden zum 01.01.2005mit den historischen Anschaffungskosten verrechnet. Die ermittelten Firmenwerte wurden einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Konzerneinheiten ("Cash Generating Unit") zugeordnet. Die Bestimmung der strategischen Geschäftseinheiten wurde der neuen Konzernorganisation angepasst und auf der Grundlage von Geschäftsprozessen definiert. Hierbei wird vor allem zwischen den Produktentwicklungsbereichen (Developcenter) und den regionalen Direktvertrieb und Projektbereichen für die Softwareprodukte unterschieden. Daneben wird der Bereich Systemintegration als eigenständiges Geschäftsfeld geführt.

Gemäß den Grundsätzen des IAS 36 (Impairment of Assets) sind die Firmenwerte mindestens einmal jährlich einem sog. Impairmenttest zu unterziehen. Hierzu werden die Buchwerte der "Cash Generating Units" mit dem aus der zahlungsmittelgenerierenden Einheit erzielbaren Betrag (Nettoveräußerungserlös bzw. sog. Nutzungswert) verglichen. Unterschreitet der erzielbare Betrag den Buchwert, ist eine Abschreibung auf den Firmenwert durchzuführen. Ein eventuell verbleibender Restbetrag vermindert die anderen Vermögenswerte der jeweiligen strategischen Geschäftseinheit. Die Wertberichtigung wird in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Abschreibungen auf Sachanlagen ausgewiesen.

Der erzielbare Betrag wird als Barwert der künftigen Zahlungsströme aus der laufenden Nutzung und zum Ende der Nutzung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt. Die Prognose der Zahlungen stützt sich auf die aktuelle Konzernplanung und berücksichtigt einen Zeitraum von 3 Jahren, wobei Annahmen insbesondere über Verkaufsmengen und -preise sowie Kosten getroffen wurden. Die über den Planungszeitraum hinaus angesetzten Zahlungsströme erfolgten ohne Ansatz von Wachstumsraten.

Die Kapitalkosten werden als gewichteter Durchschnittsatz der Eigen- und Fremdkapitalkosten ermittelt. Der Ermittlung der Eigenkapitalkosten wurde das sog. Capital Asset Pricing Model (CAPM-Ansatz) zugrunde gelegt. Die Fremdfinanzierungskosten ermitteln sich aus den langfristigen Finanzierungskonditionen des Unternehmens. Beide Faktoren werden aus Kapitalmarktinformationen abgeleitet und beruhen auf Annahmen und Schätzungen über geschäftsspezifische Kapitalkosten. Der zur Diskontierung der Zahlungsreihen herangezogene Zinssatz beträgt 8,3 % (Vj. 8,9 %). Dies entspricht einem Vorsteuerzinssatz von rund 10,9 % (Vj. 11,8 %).

Im Geschäftsjahr 2009 waren außerplanmäßige Abschreibungen auf Firmenwerte von T€ 2.055 vorzunehmen (Vj. Abschreibungen von T€ 0).

SACHANLAGEN

Die Bewertung des Sachanlagevermögens erfolgt mit den Anschaffungskosten vermindert um planmäßige Abschreibungen. Außerplanmäßige Abschreibungen waren im Geschäftsjahr nicht veranlasst. Die planmäßige Abschreibung erfolgt in der Regel nach der linearen Methode, wobei in den meisten Fällen eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren zu Grunde gelegt wird.

Wenn Sachanlagen verkauft, stillgelegt oder verschrottet werden, wird der Gewinn bzw. Verlust als Differenz zwischen dem Nettoverkaufserlös und dem Restbuchwert unter den sonstigen Erträgen bzw. Aufwendungen ausgewiesen.

Von der nach IFRS bestehenden Möglichkeit einer Neubewertung der Sachanlagen wurde bisher kein Gebrauch gemacht.

ANTEILE AN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN

Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert und bewertet; vgl. dazu die Ausführungen zu den Konsolidierungsgrundsätzen.

STEUERN

Als Ertragsteuern werden die in den einzelnen erhobenen Steuern auf den steuerpflichtigen Gewinn sowie die Veränderung der latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Die tatsächlichen Ertragsteuern werden in Höhe der voraussichtlich zu zahlenden Steuer erfasst.

Die Berechnung der latenten Steuern erfolgt nach IAS 12 (Income Taxes). Latente Steuern werden auf zeitliche Unterschiede zwischen den Wertansätzen von Vermögenswerten und Schulden in Handels- und Steuerbilanz, aus Konsolidierungsvorgängen sowie auf realisierbare steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Der Berechnung liegen die individuellen Steuersätze der einzelnen Gesellschaften zu Grunde, soweit es sich um Auslandsgesellschaften handelt.

Aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge werden insoweit aktiviert, als es wahrscheinlich ist, dass eine tatsächliche Nutzung der Verlustvorträge hinreichend sicher erscheint oder soweit passive Steuerlatenzen in ausreichender Höhe entgegenstehen. Den Berechnungen liegen die zum Realisierungszeitpunkt zu erwartenden Steuersätze zugrunde. Berücksichtigt werden dabei die am Bilanzstichtag gültigen bzw. verabschiedeten Regelungen. Latente Steuerforderungen und -verbindlichkeiten werden saldiert, sofern es sich um Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber der gleichen Steuerbehörde handelt. Die Veränderung aktiver und passiver latenter Steuern aufgrund von Steuersatzänderungen wird erfolgswirksam erfasst. Die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern wird auf der Basis unternehmensindividueller Prognosen über die zukünftige Ertragsposition beurteilt.

SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Sonstige Rückstellungen werden für Verpflichtungen aus Ereignissen der Vergangenheit angesetzt, bei denen Fälligkeit und/oder Höhe der Schuld ungewiss sind. Die Bewertung erfolgt mit dem Betrag, der nach der bestmöglichen Schätzung zum Bilanzstichtag für die Erfüllung der Verpflichtung erforderlich ist. Auf eine Abzinsung der Rückstellungen (IAS 37.45) wurde verzichtet, da überwiegend Rückstellungen mit kurzfristigem Charakter (Fälligkeit innerhalb eines Jahres) gegeben waren.

Die Abgrenzung von sonstigen Rückstellungen und "abgegrenzten Schulden" i.S.d. IAS 37.11b erfolgt entsprechend der Vorgehensweise in den Vorjahren im Zweifel zugunsten eines Ausweises unter den Rückstellungen, um eine Vergleichbarkeit mit den Vorjahresabschlüssen zu gewährleisten.

FINANZIELLE VERBINDLICHKEITEN

Finanzielle Verbindlichkeiten setzen sich aus originären Verbindlichkeiten und den negativen beizulegenden Zeitwerten derivativer Finanzinstrumente zusammen. SoftM hat derzeit keine derivativen Finanzinstrumente im Einsatz.

Originäre Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn der Konzern eine vertragliche Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer originären Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich eventuell anfallender Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt bei den Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

E. WÄHRUNGSUMRECHNUNG

In den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften werden sämtliche Forderungen und Verbindlichkeiten in einer Währung, die nicht die funktionale Währung darstellt, mit dem Kurs am Bilanzstichtag bewertet. Aus der Bewertung von Fremdwährungsposten resultierende Kursdifferenzen werden ergebniswirksam erfasst.

Die Jahresabschlüsse ausländischer Konzerngesellschaften außerhalb der Eurozone werden gemäß IAS 21 nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. In den Konzernabschluss waren zum einen das Schweizer Tochterunternehmen Solitas Informatik AG einzubeziehen. Als funktionale Währung wurde dabei die Landeswährung (CHF) angesehen, weil die Gesellschaft ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreibt. Bei den Tochterunternehmen SoftM Tschechien und SoftM Polen wurde (bis zu deren Entkonsolidierung) entsprechend verfahren.

Vermögenswerte und Schulden der Auslandsgesellschaften (mit Fremdwährung) wurden deshalb zum Kurs am Bilanzstichtag, Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Eigenkapitalbestände werden zu historischen Kursen zu den Zeitpunkten ihrer jeweiligen aus Konzernsicht erfolgten Zugänge umgerechnet.

Die sich gegenüber der Umrechnung zu Stichtagskursen ergebenden Unterschiedsbeträge werden im Eigenkapital gesondert als "Ausgleichsposten aus Fremdwährungsumrechnung" ausgewiesen. Im Eigenkapital während der Konzernzugehörigkeit erfasste Währungsumrechnungsdifferenzen werden bei Ausscheiden von Konzernunternehmen aus dem Konsolidierungskreis erfolgswirksam aufgelöst. Im Jahr 2009 wurden die Konzerngesellschaften SoftM Tschechien und SoftM Polen veräußert. Die Währungsdifferenzen wurden erfolgswirksam aufgelöst. Im Jahr 2009 wurden per Saldo Erträge aus Umrechnungsdifferenzen in Höhe von T€ 57 (Vj. Aufwand T€ 163) erzielt.

Die Wechselkurse zum EURO veränderten sich wie folgt: Die Kurse des Schweizer Franken zum Euro lauteten wie folgt:

Stichtagskurs: 1 € = 1,5021 CHF (Vj. 1,5393)
Durchschnittskurs: 1 € = 1,5099 CHF (Vj. 1,5871)

Die Kurse der Tschechischen Krone zum Euro lauteten wie folgt:

Stichtagskurs: 1 € = CZK 26,0890 (Vj. 26,1200)
Durchschnittskurs: 1 € = CZK 24,4548 (Vj. 24,9590)

Die Kurse des Polnischen Zloty zum Euro lauteten wie folgt:

Stichtagskurs: 1 € = PLN 4,1439 (Vj. 4,0044)
Durchschnittskurs: 1 € = PLN 4,3298 (Vj. 3,5151)

F. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

(1) ZAHLUNGSMITTEL UND ZAHLUNGSMITTEL-ÄQUIVALENTE

in T€ 31.12.2009 31.12.2008
Kassenbestände 5 6
Guthaben bei Kreditinstituten 405 2.716
410 2.722
- davon nicht verfügbare flüssige Mittel auf Sperrkonten 259 257

Im Vorjahr wurden die liquiditätsnahen Finanztitel unter der Position "Flüssige Mittel" ausgewiesen. Der Posten wurde im Jahr 2009 entsprechend IAS 1 2007 auf die Bezeichnung "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente" geändert. Die liquiditätsnahen Finanztitel wurden in einen gesonderten Posten "Wertpapiere" umgegliedert. Der Vorjahresausweis wurde angepasst. Die Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten beliefen sich zum Abschlussstichtag auf T€ 410 (Vj. T€ 2.722).

(2) FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrugen zum 31.12.2009 T€ 5.966 (Vj. T€ 12.252). Im Vorjahreswert waren darin Forderungen gegen assoziierte Unternehmen in Höhe von T€ 2 enthalten.

Erforderliche Wertberichtigungen sind nach dem wahrscheinlichen Ausfallrisiko bemessen und mit T€ 1.518 (Vj. T€ 893) berücksichtigt. Die Erhöhung der Wertberichtigungen um insgesamt T€ 625 setzt sich zusammen aus aufwandswirksamen Zuführungen (T€ 886) abzgl. Auflösungen und Inanspruchnahmen (T€ 257) sowie Währungsveränderungen (T€ 4). Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Bei Forderungen in Höhe von T€ 68 wurden nach dem Abschlussstichtag die Zahlungsziele neu verhandelt.

In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen aus Fertigungsaufträgen in Höhe von T€ 156 (Vj. T€ 0) enthalten.

Die Forderungen weisen folgende Altersstruktur auf:

Fälligkeit Angaben

in T€
bis 3 Monate bis 6 Monate bis 1 Jahr über 1 Jahr Stand 31.12.2009
Forderungen 6.040 114 375 887 7.416
zzgl. kreditorische Debitoren 68
abzgl. Wertberichtigungen -1.518
Bilanzausweis 5.966

(3) WERTPAPIERE

Unter diesem Posten werden notierte Wertpapiere ausgewiesen, die zu Handelszwecken gehalten werden und mit dem beizulegenden Wert von T€ 37 (Vj. T€ 31) bewertet wurden.

(4) VORRÄTE

Der Bestand an Vorräten setzt sich wie folgt zusammen:

in T€ 31.12.2009 31.12.2008
Handelswaren 133 160
Unfertige Leistungen 37 10
geleistete Anzahlungen 0 6
170 176

Bei der Bewertung der Vorratsbestände ergab sich im Segment Systemintegration zum 31.12.2009 ein Wertberichtigungsbedarf in Höhe von T€ 22 (Vj. T€ 40). Der Wertberichtigungsbedarf hat sich damit gegenüber dem Vorjahr um T€ 18 verringert und den Materialaufwand entlastet.

(5) FORDERUNGEN GEGEN VERBUNDENE UNTERNEHMEN

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 137 betreffen vollumfänglich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Vorjahresausweis betraf Forderungen aus dem Verkauf eigener Anteile.

(6) ÜBRIGE FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSWERTE

Der Ausweis setzt sich wie folgt zusammen:

in T€ 31.12.2009 31.12.2008
Steuererstattungen 398 300
Rückvergütungen 0 193
Darlehen 15 0
Forderungen an assozierte Unternehmen 94 134
Debitorische Kreditoren 4 33
übrige 97 307
608 967

Die Steuererstattungsansprüche betreffen vorwiegend Körperschaftsteuerguthaben und Umsatzsteuer.

In den Forderung gegen assoziierte Unternehmen ist ein Darlehen in Höhe von T€ 94 ausgewiesen. Im Jahr 2010 werden Tilgungsraten von T€ 28 erwartet, die den kurzfristigen Vermögenswerten zugeordnet wurden.

Unter den übrigen sonstigen Vermögenswerten sind Vorsteueransprüche für Folgejahre in Höhe von T€ 8 (Vj. T€ 8) enthalten, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen.

(7) AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Die Rechnungsabgrenzungsposten werden voraussichtlich im Jahr 2010 in Höhe von T€ 122 (Vj. T€ 228) in Anspruch genommen. Sie betreffen Aufwandsabgrenzungen.

(8) IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE

Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich im Geschäftsjahr wie folgt:

in T€ Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte Aktivierte Entwicklungskosten Geschäfts- oder Firmenwert Summe
Bruttowerte 01.01.2009 14.546 8.949 11.226 33.314
Währungsänderungen 1 0 0 1
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Investitionen 145 1.450 0 1.595
Abgänge -132 0 0 -132
Bruttowerte 31.12.2009 14.560 10.399 11.226 34.777
Abschreibungen 01.01.2009 10.945 5.598 690 15.825
Währungsänderungen 0 0 0 0
Änderung Konsolidierungskreis 0 0 0 0
Abschreibungen 2009 1.478 784 2.055 4.317
Abgänge Abschreibungen -131 0 0 -131
Abschreibungen 31.12.2009 12.292 6.382 2.745 20.011
Buchwerte 31.12.2009 2.268 4.017 8.481 14.766
Buchwerte 31.12.2008 3.601 3.351 10.536 17.488

Unter den entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerten wird vor allem entgeltlich erworbene Anwendungssoftware ausgewiesen, die zur Erzielung von Lizenz- und Beratungsumsätzen eingesetzt wird. Hierbei wird von einer begrenzten Nutzungsdauer ausgegangen. Die Abschreibung erfolgt planmäßig und linear unter Zugrundelegung von Nutzungsdauern zwischen 3 und 5 Jahren.

In den entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenständen sind Buchwerte in Höhe von T€ 2.157 (Vj. T€ 3.023) für die erworbenen Softwarerechte am Produkt "Semiramis" enthalten. Die Restnutzungsdauer beträgt 23 Monate.

Der SoftM-Konzern hat im Geschäftsjahr 2009 Aufwendungen für Softwareentwicklung in Höhe von 9,7 Mio. € (Vj. 9,3 Mio. €) getätigt. Hiervon wurde ein Anteil von T€ 1.450 (Vj. T€ 2.400) aktiviert. Die Bewertung der aktivierten Entwicklungskosten erfolgt auf der Grundlage kostenrechnerisch ermittelter Stundensätze für beschäftigte Entwicklungsingenieure. Im Geschäftsjahr 2009 wurden rd. 27.200 (Vj. 46.280) Entwicklungsstunden mit einem durchschnittlichen Kostensatz von rund € 56,75/Std. (Vj. € 56,75/Std.) aktiviert. Die im jeweiligen Jahr aktivierten Beträge für selbsterstellte Standardsoftware-Produkte werden beginnend ab dem Zeitpunkt der Verwendung des Vermögenswertes am Markt linear über eine Laufzeit von 3 (Altprodukte) bzw. 5 Jahren (Neuprodukte) abgeschrieben und nach vollständiger Abschreibung als Abgang ausgewiesen.

Dem im Geschäftsjahr 2009 aktivierten Betrag an Entwicklungskosten von T€ 1.450 (Vj. T€ 2.400) standen Abschreibungen auf in Vorjahren aktivierte Entwicklungskosten von T€ 784 (Vj. T€ 3.970) gegenüber.

Da die Aktivierung von Entwicklungskosten zu einer Ergebnisabweichung zwischen dem zu versteuernden Einkommen und dem Ergebnis nach IFRS führt und die Ergebnisdifferenz aufgrund der Abschreibungspflicht der aktivierten Software temporärer Natur ist, war die Differenz bei der Ermittlung der Höhe der latenten Steuern zu berücksichtigen.

Der Posten "Geschäfts- oder Firmenwert" resultiert aus Unternehmenszusammenschlüssen, wobei sowohl Firmenwerte aus der Kapitalkonsolidierung als auch solche aus Unternehmensakquisitionen in Form von sog. Asset Deals erfasst sind.

Folgenden zahlungsmittelgenerierenden Geschäftseinheiten sind Firmenwerte in folgendem Umfang zugeordnet:

Zahlungsmittelgenerierende Geschäftseinheit Firmenwert

in T€
Softwareentwicklung 3.873
Solutions (regionaler Vertrieb und Beratung) 4.608
Systemintegration 0
8.481

Aufgrund der nach IAS 36 durchzuführenden Werthaltigkeitstests (Impairmenttest) waren im Geschäftsjahr 2009 außerplanmäßige Firmenwertabschreibungen in Höhe von T€ 2.055 im Bereich Systemintegration vorzunehmen.

(9) SACHANLAGEN

Die Sachanlagen haben sich wie folgt entwickelt:

in T€ Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Summe
Bruttowerte 01.01.2009 4.231 1.628 5.859
Währungsänderungen 7 2 9
Konzernkreisänderungen -41 -5 -46
Umbuchungen 0 0 0
Investitionen 121 50 171
Abgänge -1.164 -188 -1.352
Bruttowerte 31.12.2009 3.154 1.487 4.641
Abschreibungen 01.01.2009 3.665 1.331 4.996
Währungsänderungen 5 2 7
Konzernkreisänderungen -40 -5 -45
Umbuchungen 0 0 0
Abschreibungen 2009 333 104 437
Abgänge -1.026 -177 -1.203
Abschreibungen 31.12.2009 2.937 1.255 4.192
Nettowerte 31.12.2009 217 232 449
Nettowerte 31.12.2008 566 297 863

Im Zuge des Verkaufs von Konzerngesellschaften sind Anschaffungs- und Herstellungskosten in Höhe von T€ 46 bzw. Buchwerte in Höhe von T€ 1 als Abgang erfasst worden.

Hinsichtlich des Sachanlagevermögens bestanden keine Verfügungsbeschränkungen aufgrund von Rechten Dritter.

(10) ANTEILE AN ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN UND SONSTIGE FINANZANLAGEN

Die Finanzanlagen haben sich wie folgt entwickelt:

in T€ Assoziierte Unternehmen sonstige Finanzanlagen Summe
Nettowerte 01.01.2009 54 27 81
Zuschreibung/Abschreibung Ergebnisanteil -9 0 -9
Abschreibungen 0 0 0
Abgang 0 -27 -27
Nettowerte 31.12.2009 45 0 45

Unter den "at equity" bilanzierten Anteilen an assoziierten Unternehmen ist zum Bilanzstichtag eine 30 %-Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft ausgewiesen.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Anteil am Nettoreinvermögen des assoziierten Unternehmens und dem Equity-Buchwert beträgt insgesamt T€ 90 und resultiert aus einem erworbenen Geschäfts- und Firmenwert.

Folgende Tabelle zeigt eine Zusammenfassung von aggregierten Größen aus Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung des assoziierten Unternehmens. Die Vorjahresangaben umfassten zwei assoziierte Unternehmen, wovon im Berichtszeitraum eine Beteiligung veräußert wurde:

in T€ 31.12.2009 31.12.2008
Langfristige Vermögenswerte 3 16
Kurzfristige Vermögenswerte 198 403
Langfristige Schulden 65 0
Kurzfristige Schulden 287 667
Eigenkapital -150 -248
SoftM-Anteil am Eigenkapital -45 -99
Umsatzerlöse 986 1.462
Jahresergebnis -31 12

Unter den sonstigen Finanzanlagen wurde im Vorjahr der Anteil an einem nicht konsolidierten verbundenen Unternehmen ausgewiesen.

Diese wurde im Geschäftsjahr 2009 auf die SoftM AG verschmolzen. Aus der Verschmelzung ergab sich ein Buchverlust in Höhe von T€ 3.

(11) LATENTE STEUERN

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen wurden latente Steueransprüche aus noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträgen im Umfang von T€ 1.520 aktiviert. Diese entfallen in Höhe von T€ 14 (Vj.T€ 75) auf ausländische Konzerngesellschaften und in Höhe von T€ 1.506 (Vj. T€ 0) auf den Organkreis der SoftM AG. Diese werden - unabhängig von der Wahrscheinlichkeit der Verlustnutzung in Folgejahren - aktiviert, soweit entsprechend passive Steuerlatenzen entgegenstehen. Im Vorjahr wurden die inländischen Verlustvorträge infolge eines Anteilseignerwechsels gemäß § 8c KStG abgeschrieben bzw. nicht angesetzt. Durch eine Gesetzesänderung wurden die Verlustvorträge für das Jahr 2008 teilweise rückwirkend wieder anerkannt. Die Aktivierung der Verlustvorträge erfolgte aufgrund der unsicheren Ertragserwartungen nur in Höhe der bestehenden passiven Steuerlatenzen.

Darüber hinaus waren aktive latente Steuern für zeitliche Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanzen in Höhe von T€ 46 (Vj. T€ 93) zu bilden. Der Gesamtbetrag der aktiven latenten Steueransprüche lag bei T€ 1.566 (Vj. T€ 168).

(12) DARLEHEN

Die Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

davon fällig
in T€ Summe bis 1 Jahr 2-5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- ---
Darlehen 0 0 0 0
kurzfristige Finanzkredite 1.500 1.500 0 0
1.500 1.500 0 0

Die Kredite wurden wie folgt besichert:

in T€ Globalzession Sicherungsübereign. Verpfändungen gesamt
Darlehen 0 0 0 0
kurzfristige Finanzkredite 2.426 108 259 2.793
2.426 108 259 2.793

Die zum 31.12.2008 bestehenden Darlehen in Höhe von T€ 2.500, die zum Erwerb von Semiramis aufgenommen wurden, konnten in 2009 vollumfänglich getilgt werden. Die Tilgung erfolgte in Höhe von T€ 1.250 planmäßig und in Höhe von T€ 1.250 außerplanmäßig im Rahmen einer Sondertilgung. Der gewichtete durchschnittliche Zins lag bei 6,3 % (Vj. 9,1 %).

Die kurzfristigen Finanzkredite betreffen in Höhe von T€ 1.233 Kontokorrentkredite und in Höhe von T€ 267 Kredite für die Vorfinanzierung von Kundenforderungen im Segment Systemintegration bei der IBM-Kreditbank. Der Zinssatz für den Kontokorrentkredit betrug 2,5 %. Die Besicherung erfolgte durch eine Bankbürgschaft auf Veranlassung der Comarch S.A., Krakau. Die Kreditierung durch die IBM-Kreditbank erfolgt mit einer Laufzeit von 45 Tagen zinslos, ab dem 46. Tag bis 75 Tage mit einer Verzinsung 3,5 %-Punkten über dem Basiszinssatz.

Die Sicherheiten beziehen sich auf die kurzfristigen Finanzkredite, nachdem die Darlehen vollumfänglich getilgt wurden.

(13) VERBINDLICHKEITEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestanden überwiegend gegenüber Dritten und in Höhe von T€ 26 (Vj. T€ 61) gegenüber assoziierten Unternehmen.

(14) VERBINDLICHKEITEN GEGENÜBER VERBUNDENEN UNTERNEHMEN

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (T€ 1.530) sind in Höhe von T€ 728 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten, die vorwiegend auf die Comarch S. A. entfallen. Des weiteren wurde von der Comarch AG, Dresden, ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von T€ 802 (inkl. Zinsverbindlichkeiten) gewährt. Der Zinssatz des Darlehens ist variabel und betrug für das Jahr 2009 2,99 %. Das Darlehen wurde Anfang 2010 vollumfänglich getilgt. Für den Zeitraum bis Ende März 2011 besteht eine neue Finanzierungszusage seitens Comarch S.A., Krakau.

(15) ERHALTENE ANZAHLUNGEN

Die erhaltenen Anzahlungen in Höhe von T€ 45 (Vj. 51) betreffen noch nicht realisierte Umsätze.

(16) RÜCKSTELLUNGEN FÜR STEUERN

Die Rückstellungen für (tatsächliche) Steuern werden aus den handelsrechtlichen Einzelabschlüssen im Konzern übernommen. Im Jahr 2009 waren aufgrund der Verlustsituation keine Rückstellungen für tatsächliche Ertragsteuern zu bilden.

Im Inland bestehen zu den Tochtergesellschaften steuerliche Organschaften, so dass die Ertragsteuer vom Organträger SoftM Software und Beratung AG zu leisten ist. Im Organkreis wurde ein negatives steuerliches Ergebnis erzielt. Rückstellungsbildungen waren nicht veranlasst.

Für die Auslandsgesellschaften waren für 2009 ebenfalls keine Rückstellungen für ausländische Ertragsteuern zu bilden.

Die Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

in T€ Stand 01.01.2009 Währungsänderung Verbrauch Auflösung Zuführung Stand 31.12.2009
Steuer 350 2 -352 0 4 0

(17) SONSTIGE RÜCKSTELLUNGEN

Im einzelnen ergab sich folgende Entwicklung:

in T€ Stand 01.01.2009 Konzernkreisänderung Währungsänderung Verbrauch Auflösung Zuführung
Personal 3.677 0 1 -3.496 -189 3.099
Beiträge 93 0 0 -60 -6 72
ausstehende Rechnungen 1.557 -5 1 -1.219 -129 346
langfristige Fertigungsaufträge 106 0 0 -112 0 6
Abschluss 327 -1 0 -292 -36 235
Raumkosten 200 0 0 -11 -27 42
Prozesskosten 55 0 0 -21 -1 107
Gewährleistung 559 0 1 -383 0 409
sonstige 211 -28 0 -241 -118 266
6.785 -34 3 -5.835 -506 4.582
in T€ Stand 31.12.2009
Personal 3.092
Beiträge 99
ausstehende Rechnungen 551
langfristige Fertigungsaufträge 0
Abschluss 233
Raumkosten 204
Prozesskosten 140
Gewährleistung 586
sonstige 90
4.995

Die Rückstellungen für Personal (T€ 3.092) betreffen u.a. Urlaubs- und Überstundenrückstellungen, Abfindungsverpflichtungen sowie Prämien und Tantiemen.

Die Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (T€ 551) betreffen noch nicht eingegangene Lieferantenrechnungen und Provisionsabrechnungen, denen bereits realisierte Umsätze im Geschäftsjahr gegenüber stehen. Für Kosten im Zusammenhang mit dem Jahresabschluss (interne und externe Jahresabschluss- und Prüfungskosten, Kosten für Steuererklärungen, Kosten der Hauptversammlung) waren T€ 233 zurückzustellen. Die Rückstellungen für Raumkosten (T€ 204) betreffen Aufwendungen für Rückbau- und Renovierungsverpflichtungen. Prozesskostenrückstellungen (T€ 140) waren für interne Kosten sowie Rechtsanwalts- und Gerichtskosten von laufenden Verfahren zu bilden.

Die Rückstellung für Gewährleistungen (T€ 586) wurde für kostenlose Nachbesserungsarbeiten aus abgerechneten Projekten und sonstige Gewährleistungsverpflichtungen für das Jahr 2009 gebildet. Die Berechnung erfolgt auf der Grundlage von Erfahrungswerten der Vergangenheit durch einen prozentualen Ansatz bezogen auf die gewährleistungsbehafteten Umsatzerlöse des abgelaufenen Wirtschaftsjahres. Die Sätze betrugen 1 % bei Lizenz- und Beratungsumsätzen bzw. 0,25 % bei Hardwareumsätzen. Zudem wurden Rückstellungen für Einzelgewährleistungsfälle gebildet.

Rechtliche Risiken:

Der SoftM-Konzern ist rechtlichen Risiken ausgesetzt. Hierzu können insbesondere Risiken aus Schadensersatzklagen sowie Widerklagen aus Aktivprozessen in Zusammenhang mit der Geltendmachung von Forderungsansprüchen gehören.

In drei Rechtsverfahren wurden gegen den SoftM-Konzern Klage auf Schadensersatz im Zusammenhang mit Beratungsprojekten erhoben. In einem weiteren Projekt wurden außergerichtlich Schadensersatzansprüche geltend gemacht, die bislang nicht beziffert wurden. SoftM ist davon überzeugt, gute Argumente zur Verteidigung gegen die erhobenen Ansprüche zu haben. Für zu erwartende Verteidigungskosten wurde bilanzielle Vorsorge getroffen. Bei einem weiteren Prozess wurde neben den zu erwartenden Verteidigungskosten auch bilanzielle Risikovorsorgemaßnahmen für den Fall eines ungünstigen Prozessausgangs getroffen.

Zwischen SoftM und einem Entwicklungspartner bestehen außergerichtliche Meinungsverschiedenheiten darüber, ob der jeweils andere Partner einzelnen Verpflichtungen aus dem gemeinsamen Entwicklungsvertrag nachgekommen ist. Kommt ein Partner seinen Verpflichtungen nicht nach, sieht der Vertrag unter näher bestimmten Voraussetzungen ein außerordentliches Kündigungsrecht zugunsten des anderen Partners vor, welches im Falle seiner Ausübung näher im Vertrag festgelegte nachteilige Rechtsfolgen für den gekündigten Partner hat. SoftM geht davon aus, dass sie ihren Verpflichtungen aus dem Vertrag nachgekommen ist.

(18) SONSTIGE VERBINDLICHKEITEN

Die sonstigen Verbindlichkeiten teilen sich wie folgt auf:

in T€ 31.12.2009 31.12.2008
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern 29 88
Verbindlichkeiten aus Steuern 397 758
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 50 97
übrige sonstige 142 259
618 1.202

Die Verbindlichkeiten aus Steuern umfassen neben den Beträgen, für die die Konzerngesellschaften Steuerschuldner sind, auch solche Steuern, die für Rechnung Dritter abgeführt werden.

In den übrigen sonstigen Verbindlichkeiten sind kreditorische Debitoren von T€ 68 enthalten.

(19) PASSIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Die passiven Rechnungsabgrenzungsposten T€ 9 (Vj. T€ 7) werden in 2010 ertragswirksam aufgelöst.

(20) RÜCKSTELLUNGEN FÜR LATENTE STEUERN

Für Ergebnisabweichungen zwischen dem zu versteuernden Einkommen der Konzerngesellschaften und dem Konzernergebnis nach IFRS waren Rückstellungen für latente Steuern zu bilden. Die Rückstellung verminderte sich im Berichtszeitraum um T€ 19 auf T€ 1.566.

Da sich die entstandenen Ergebnisdifferenzen im Zeitablauf ausgleichen, handelt es sich um so genannte Timing differences, für die eine Steuerrückstellung zu bilden ist, um eine periodengerechte Abgrenzung des Steueraufwandes zu gewährleisten.

Die Ergebnisabweichungen beruhen zum einen auf der Aktivierung der Entwicklungskosten für unternehmenseigene Standardsoftware. Im Berichtszeitraum errechnete sich eine Buchwerterhöhung von T€ 666 und ein latenter Steueraufwand von T€ 212. Der Bestand an passiven Steuerlatenzen aus Entwicklungskosten betrug T€ 1.282 (Vj. T€ 1.069).

Darüber hinaus waren für zeitliche Aufrechnungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung T€ 8 (Vj.T€ 4), Forderungen aus Teilgewinnrealisierung (T€ 84) sowie für zeitliche Differenzen aus steuerlich abzugsfähigen Firmenwertabschreibungen in Einzelbilanzen T€ 193 (Vj.T€ 509) an latenten Steuern zu passivieren. Darüber hinaus bestanden temporäre Differenzen nach IAS 12.39 in Höhe von T€ 7, für die aus Vereinfachungsgründen keine latente Steuerschuld angesetzt wurde.

Erfolgneutrale latente Steuern aus Währungsdifferenzen ergaben sich in Höhe von T€ 1 (Vj. T€ 3). Die Veränderung von T€ 2 wurde ergebnismindernd im sonstigen Ergebnis ausgewiesen.

(21) EIGENKAPITAL

Das Eigenkapital bzw. der Konzerneigenkapitalspiegel umfasst die Posten "Gezeichnetes Kapital", "Kapitalrücklage", "Bilanzgewinn" und "Ausgleichsposten aus der Fremdwährungsumrechnung". Die im Geschäftsjahr 2009 erstmals gewählte Bezeichnung "Bilanzgewinn" entspricht dem "erwirtschafteten Konzerneigenkapital" entsprechend den Vorschlägen des Deutschen Rechnungslegungsstandards DRS 7. Das Eigenkapital der Gesellschaft betrug zum 31.12.2009 11,691 Mio. €.

Die wichtigsten Ziele des Finanzmanagements umfassen eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts sowie die Sicherung der Liquidität und der Kreditwürdigkeit des Konzerns. Dazu ist eine deutliche Steigerung der Ertragskraft und des Cashflows erforderlich. Das Kapitalmanagement umfasst das Eigenkapital und das gewährte Fremdkapital und basiert auf den Bonitätseinstufungen der kreditgewährenden Banken. Zur Umsetzung der Strategie wurde der laufende Cashflow des abgelaufenen Geschäftsjahres zur Schuldentilgung eingesetzt. Zur Kapitalstärkung und langfristigen Finanzierung von Investitionen wurde im Jahr 2008 eine Eigenkapitalerhöhung durchgeführt. Dadurch sind dem Konzern (nach Abzug der Transaktionskosten) Mittel in Höhe von 4,9 Mio. € zugeflossen. Durch die ungünstige Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2009 wurden die Finanzmittelreserven und der Eigenkapitalbestand in erheblichem Maße geschmälert. Der SoftM-Konzern unterliegt keinen satzungsmäßigen Kapitalerfordernissen.

Das gezeichnete Kapital setzt sich aus 6.480.000 Stückaktien zusammen. Im November 2008 wurde das gezeichnete Kapital der Gesellschaft von € 4.980.000,00 um € 1.500.000,00 auf € 6.480.000,00 durch die Ausgabe von 1.500.000 Stück neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien, erhöht. Auf eine Stückaktie entfällt ein rechnerischer Wert von € 1,00. Es umfasst ausschließlich Stammaktien. Für die neuen Aktien wurde keine Börsenzulassung beantragt. In 2009 ergaben sich keine Veränderungen beim gezeichneten Kapital.

Mit Hauptversammlungsbeschluss vom 19.06.2008 wurde befristet bis zum 18.06.2013 die Erhöhung des Grundkapitals einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt höchstens T€ 2.490 durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen beschlossen (Genehmigtes Kapital 2008). Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung aus dem Genehmigten Kapital 2008, insbesondere den weiteren Inhalt der Aktienrechte und die Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Der Vorstand machte von dieser Ermächtigung am 13.11.2008 Gebrauch und beschloss eine Kapitalerhöhung in Höhe von T€ 1.500. Dies wurde vom Aufsichtsrat am 13.11.2008 genehmigt und durchgeführt (vgl. dazu Ausführung zum gezeichneten Kapital). Das Genehmigte Kapital 2008 betrug nach der teilweisen Verwendung für die vorgenommene Kapitalerhöhung zum 31.12.2008 und unverändert zum 31.12.2009 noch T€ 990.

Des weiteren ist der Vorstand ermächtigt, bis zum 18.06.2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen mit oder ohne Laufzeitbeschränkung in Höhe von maximal T€ 10.000 zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte auf insgesamt bis zu T€ 2.490 auf den Inhaber lautende Stückaktien der SoftM AG mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von bis zu T€ 2.490 nach näherer Maßgabe der Wandel- bzw. Optionsanleihebedingungen zu gewähren. Dazu wurde ein bedingtes Kapital in Höhe von T€ 2.490 geschaffen. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber und Gläubiger von ausgegebenen Wandlungs- und Optionsrechten Gebrauch machen oder aufgrund einer Verpflichtung zur Wandlung nachkommen. Bis zum 31.12.2009 waren keine Wandlungs- oder Optionsschuldverschreibungen ausgegeben.

Der Vorstand ist ermächtigt, bis zum 14.06.2012 mit Zustimmung des Aufsichtsrats Genussrechte nach Maßgabe des Hauptversammlungsbeschlusses sowie der vom Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats festzulegenden Genussrechtsbedingungen zu begeben. Die Laufzeit der Genussrechte kann bis zu 15 Jahren betragen. Der Gesamtnominalbetrag der gezeichneten Genussrechte darf T€ 12.000 nicht überschreiten. Die aufgrund dieser Ermächtigung ausgegebenen

Genussrechte dürfen keine Wandlungs- und Optionsrechte auf Aktien der SoftM AG vorsehen. Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die Genussrechte ist ausgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2009 wurde von dieser Ermächtigung kein Gebrauch gemacht.

Die Kapitalrücklage enthält das Aufgeld aus der Ausgabe von Aktien und Optionsrechten durch die SoftM AG. Die Kapitalerhöhung im November 2008 erfolgte zum Ausgabebetrag von 3,45 € je Aktie. Bei insgesamt 1.500.000 ausgegebenen Aktien ergab sich eine Zuführung zur Kapitalrücklage in Höhe von T€ 3.675. Die im Zusammenhang mit dieser Kapitalerhöhung stehenden Transaktionskosten von T€ 263 wurden nach IAS 32.35 eigenkapitalmindernd mit der Kapitalrücklage verrechnet. Im laufenden Geschäftsjahr wurde der Konzernfehlbetrag mit Kapitalrücklagen in Höhe von T€ 12.152 verrechnet.

Die Gesellschaft hatte im Geschäftsjahr 2008 ihre gesamten eigenen Aktien (176.011 Stück) zum Preis von T€ 607 veräußert. Die Anschaffungskosten der eigenen Aktien beliefen sich auf T€ 1.520 und wurden gemäss IAS 32.33 in der Bilanz als Abzug vom Eigenkapital ausgewiesen. Der Veräußerungsverlust von T€ 913 wurde mit der Kapitalrücklage verrechnet.

Die Kapitalrücklage betrug damit zum 31.12.2009 T€ 1.414.

Der Konzernbilanzgewinn zum 31.12.2009 in Höhe von T€ 3.790 umfasst die angesammelten Jahresergebnisse der in den Konzern einbezogenen Unternehmen ("Gewinnrücklagen", "Bilanzgewinn/-verlust", "Gewinnvorträge/Verlustvorträge"), soweit die Ergebnisse nicht ausgeschüttet wurden. Der Bilanzgewinn wurde durch Entnahmen aus der Kapitalrücklage gestärkt. Die Entnahmen aus der Kapitalrücklage erfolgten im Jahresabschluss der SoftM Software und Beratung AG zur Abdeckung des Bilanzverlustes.

Vom Bilanzgewinn zum 31.12.2009 in Höhe von T€ 3.790 steht ein Betrag in Höhe von T€ 1.373 zur Ausschüttung zur Verfügung. Dies entspricht dem handelsbilanziell ausschüttbaren Eigenkapital aus den Gewinnrücklagen der SoftM Software und Beratung AG.

Zur weiteren Zusammensetzung und Entwicklung der einzelnen Posten des Eigenkapitals wird auf die Anlage "Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung" verwiesen.

(22) NAHE STEHENDE PERSONEN

Im Rahmen des operativen Geschäfts bezieht der SoftM-Konzern Handelswaren und Dienstleistungen von zahlreichen Geschäftspartnern.

Unter diesen befinden sich assoziierte Unternehmen und die Comarch S.A., Krakau bzw. deren Tochtergesellschaften außerhalb des Konsolidierungskreises des SoftM-Konzerns.

Nachfolgende Aufstellung gibt eine Übersicht über den Umfang von Transaktionen mit den genannten Gesellschaften und Personen:

in T€ 2009 2008
Umsatzerlöse und sonstige Erträge:
Verbundene Unternehmen 104 0
- davon Veräußerungserlöse aus Verkauf eines konsolidierten Unternehmens T€ 69 (Vj. T€ 0)
Assoziierte Unternehmen 57 221
Bezug von Waren und Dienstleistungen:
Verbundene Unternehmen 722 0
- davon Entwicklungsdienstleistungen T€ 680 (Vj. T€ 0)
Assoziierte Unternehmen 293 422
Nicht einbezogene Unternehmen 0 3
Mitglieder des Aufsichtsrates 0 34

Zu den Bilanzstichtagen bestanden folgende wesentliche Forderungen gegen und Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen bzw. Personen:

in T€ 2009 2008
Forderungen gegen nahe stehende Personen
Verbundene Unternehmen 137 607
Assoziierte Unternehmen 94 134
Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Personen
Verbundene Unternehmen 1.530 0
- davon Darlehen unbesichert: T€ 802 (Vj. T€ 0)
- davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen T€ 728 (Vj. T€ 0)
Assoziierte Unternehmen 26 63
Nicht einbezogene Unternehmen 0 25
Mitglieder des Aufsichtsrats 0 12

(23) SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN UND HAFTUNGSVERHÄ LTNISSE

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverhältnissen belaufen sich auf jährlich T€ 1.310 (Vj. T€ 1.552). Leasingverhältnisse bestanden vor allem für Kraftfahrzeuge und EDV-Anlagen. Die jährlichen Verpflichtungen hieraus belaufen sich auf T€ 786 (Vj.T€ 728). Die Leasingverträge sind zumeist mit einer Mindestlaufzeit von 2 bis 4 Jahren ausgestattet, sehen im Regelfall keine verbindliche Kaufoption zugunsten des Leasingnehmers vor und sind grundsätzlich als Operating Leasing zu qualifizieren.

Die finanziellen Verpflichtungen aus Leasingverhältnissen stellen sich differenziert nach Perioden wie folgt dar.

in T€ bis zu einem Jahr länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren länger als 5 Jahre
Verpflichtungen aus Operating Leasing 786 802 0

Haftungsverhältnisse bestanden zum Bilanzstichtag nicht.

(24) BERICHTERSTATTUNG ZU FINANZINSTRUMENTEN

Management von Finanzrisiken

Der SoftM-Konzern tätigt seine operativen Geschäfte zum überwiegenden Teil in Deutschland bzw. in der Eurozone. Daneben bestehen geschäftliche Aktivitäten in der Schweiz. Hieraus resultieren in gewissem Umfang Währungsrisiken. Auf den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten zur Begrenzung der Finanzrisiken wurde verzichtet.

Im Folgenden werden die Risiken bzw. das Risikomanagement näher beschrieben:

Kreditrisiko

Für den SoftM-Konzern besteht ein Kreditrisiko dahingehend, dass der Wertansatz der Forderungen beeinträchtigt werden könnte, wenn die Geschäftspartner ihren Verpflichtungen nicht bzw. nicht in voller Höhe nachkommen. Das maximale Ausfallrisiko umfasst daher den Gesamtbetrag der Forderungen.

Zur Minimierung der Kreditrisiken werden im Segment Systemintegration Aufträge unter Einschaltung von Leasinggesellschaften abgewickelt, wodurch das Kreditrisiko bzw. die Bonitätsprüfung auf die Leasinggesellschaft verlagert wird. Daneben erfolgt ein stringentes Forderungs- und Überwachungsmanagement der offenen Forderungen zur effektiven Steuerung der Kreditrisiken. Grundsätzlich werden für alle Kunden Kreditlimite festgelegt. Im Jahr 2009 haben sich die Kreditrisiken erhöht. Dieser Entwicklung wurde mit einer Aufstockung der Risikovorsorgemaßnahmen angemessen Rechnung getragen.

Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen Risikokonzentrationen bei Vertriebspartnern im indirekten Vertrieb und bei Großkunden. Dem Risiko wird durch ratierliche Zahlungen während der Projektphase begegnet.

Liquiditätsrisiken

Das Liquiditätsrisiko, aufgrund einer mangelhaften Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln bestehende oder zukünftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können, wird im SoftM-Konzern zentral gesteuert. Zur Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit werden liquide Mittel bereitgehalten, um sämtliche Zahlungsverpflichtungen termingerecht erfüllen zu können. Der Finanz- und Liquiditätsbedarf wird aus einer Finanzplanung abgeleitet, wobei aufgrund der zum Jahresanfang vereinnahmten Wartungserlöse der Finanzbedarf zum Ende des Jahres strukturell höher ist. Darüber hinaus werden für ungeplante Mehrausgaben und Mindereinnahmen Reserven vorgehalten. Die Liquidität wird hauptsächlich in Form von Tages- und Termingeldanlagen vorgehalten. Durch die Eigenkapitalzuführung zum Ende des Geschäftsjahres 2008 konnte die Finanzkraft gestärkt werden. Durch die ungünstige Geschäftsentwicklung im Jahr 2009 und die Tilgungsleistungen für Investitionskredite hat sich der Finanzmittelbestand reduziert, so dass zum Ende des Geschäftsjahres 2009 kurzfristige Finanzkredite in Anspruch genommen wurden. Die Zahlungsfähigkeit wurde durch eine Kreditzusage der Comarch S.A., Krakau, gesichert. Für den Zeitraum bis März 2011 wurde von der Comarch S.A., Krakau eine Finanzierungszusage gegeben.

Marktrisiko

Das Marktrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwanken. Zum Marktrisiko zählen das Preisrisiko, das Währungsrisiko und das Zinsrisiko.

Preisrisiko

Im SoftM-Konzern bestehen kaum Preisrisiken bei den Finanzinstrumenten. Preisrisiken bestehen vorwiegend bei den Wertpapieren, die betragsmäßig als nicht wesentlich einzustufen sind.

Währungsrisiko

Währungsrisiken bestehen insbesondere dort, wo Forderungen, Verbindlichkeiten, flüssige Mittel und geplante Transaktionen in einer anderen als in der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. entstehen werden.

Dies ist im SoftM-Konzern der Fall, soweit die Schweizer Konzerngesellschaften ihre Geschäfte in Landeswährung abwickeln und es im Zeitablauf zu größeren Währungsschwankungen kommt.

Zinsrisiko

Ein Zinsrisiko, d. h. eine Wertveränderung des Finanzinstruments (Fair Value Risiko) bzw. der künftigen Zahlungen aus einem Finanzinstrument (Cashflow-Risiko) aufgrund von Marktzinssatzänderungen liegt vorwiegend bei Vermögenswerten und Schulden mit Laufzeiten von über einem Jahr vor. Da im Geschäftsjahr 2009 in relativ geringem Umfang langfristige finanzielle Vermögenswerte vorhanden waren, sind beim SoftM-Konzern derzeit kaum Zinsrisiken bei den Vermögenswerten zu identifizieren.

Der Konzern hält seine liquiden Mittel und die Liquiditätsreserven fast ausschließlich im Bereich variabel verzinslicher kurzfristiger Geldanlagen vor, die keinen nennenswerten Kursschwankungen unterliegen.

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte im langfristigen Bereich betrafen im wesentlichen einen ausgereichten Kredit in Höhe von T€ 93 gegen ein assoziiertes Unternehmen, der über Pfandrechte und persönliche Sicherheiten des Hauptgesellschafters besichert ist. Die Zinsrisiken wurden für das Risikomanagement als unbedeutend eingestuft.

Im Fremdfinanzierungsbereich hat der Konzern die Investitionsdarlehen vollumfänglich getilgt (vgl. Tz. 10). Zum Abschlussstichtag wurden kurzfristige Finanzkredite zu günstigen Konditionen aufgenommen. Diese wurden von nahe stehenden Personen außerhalb des Konsolidierungskreises ausgereicht bzw. besichert. Die Darlehen aus der kurzfristigen Absatzfinanzierung sind innerhalb der ersten 45 Tage zinslos und tragen daher de facto keinerlei Zinsrisiken.

Bilanzierung von Finanzinstrumenten

Der Bestand der originären Finanzinstrumente ist aus der Bilanz und den erläuternden Anhangsangaben ersichtlich. Finanzinstrumente werden - gemäß IAS 39 - in die Kategorien "zu Handelszwecken gehalten", "bis zur Endfälligkeit zu halten", "Kredite und Forderungen" sowie "zur Veräußerung verfügbar" eingeordnet. Zu näheren Informationen zur Bilanzierung von Finanzinstrumenten verweisen wir auf Punkt D.

Da derzeit keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt werden, sind hierzu keine Angaben erforderlich.

Die nachfolgende Tabelle stellt die Buchwerte der einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten dar und leitet diese auf die entsprechenden Bilanzpositionen über. Aufgrund der überwiegend kurzfristigen Laufzeiten für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie den übrigen Forderungen / Verbindlichkeiten und sonstigen Vermögenswerten / Verbindlichkeiten weichen die Buchwerte am Bilanzstichtag kaum von den beizulegenden Zeitwerten ab. Auf die Darstellung der Zeitwerte konnte daher verzichtet werden.

in T€ zu fortgeführten AK bewertet Buchwert 31.12.2009 nicht finanz. Vermögenswerte/ Verbindlichk. Buchwert Buchwert in Bilanz zu fortgeführten AK bewertet Buchwert 31.12.2008 nicht finanz. Vermögenswerte/ Verbindlichk. Buchwert Buchwert in Bilanz
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquival.
Ausleihungen und Forderungen 410 410 2.722 2.722
Forderungen aus Lief. und Leistungen
Ausleihungen und Forderungen 5.966 5.966 12.252 12.252
Wertpapiere
zum beizulegenden Wert bewertet*) 37*) 37 31*) 31
Forderungen gg. verbundene Unternehmen
Ausleihungen und Forderungen 137 137 607 607
übrige Ford. und sonstige Vermögenswerte 608 967
Ausleihungen und Forderungen 202 202 581 581
Nicht finanzielle Vermögenswerte 406 406 386 386
Sonstige Finanzanlagen zur Veräußerung verfügbar 0 0 27 27
Finanzielle Vermögenswerte gesamt 6.752 16.220
davon: Ausleihungen und Forderungen 6.715 6.715 16.162 16.162
Darlehen
Zu fortgeführten AK bewertet 1.500 1.500 5.827 5.827
Verbind. aus Lieferungen und Leistungen
Zu fortgeführten AK bewertet 2.321 2.321 2.314 2.314
Verbind. gg.verbundene Unternehmen
Zu fortgeführten AK bewertet 1.530 1.530
erhaltene Anzahlungen
Zu fortgeführten AK bewertet 45 45 51 51
Sonstige Verbindlichkeiten 617 1.201
Zu fortgeführten AK bewertet 171 171 368 368
Nicht finanzielle Verbindlichkeiten 446 446 833 833
finanzielle Verbindlichkeiten gesamt 5.567 8.560
davon: Zu fortgeführten AK bewertet 5.567 5.567 8.560 8.560

*) alle Vermögenswerte mit Ausnahme der hier aufgeführten Wertpapiere wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die Zinserträge (T€ 70, Vj. T€ 146) wurden fast ausschließlich für Ausleihungen und Forderungen erlöst. Die Zinsaufwendungen (T€ 97, Vj. T€ 418) waren für aufgenommene Finanzkredite zu leisten. Die Aufwendungen für Wertminderungen von Forderungen sind in Tz. 2 dargestellt.

In den sonstigen Finanzanlagen war im Vorjahreswert ein Beteiligungsbuchwert von nicht einbezogenen Unternehmen in Höhe von T€ 27 enthalten, dessen Vermögenswerte und Schulden durch Verschmelzung unter Realisierung eines Verschmelzungsverlustes von T€ 3 auf den SoftM-Konzern übergegangen sind.

Die Wertpapiere wurden zum beizulegenden Wert angesetzt. In 2009 wurde ein Kursgewinn von T€ 6 erzielt.

G. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

(25) UMSATZERLÖSE

Die Umsatzerlöse haben sich von T€ 56.559 auf T€ 38.895 und damit um über 30 % reduziert.

Nach Umsatzkategorien ergab sich folgende Entwicklung der Umsatzerlöse:

in T€ 2009 2008
Lizenzen und Wartung 17.638 20.459
softwarenahe Dienstleistungen 13.721 17.473
hardwarenahe Dienstleistungen 1.249 1.570
Hardwarehandel 6.287 17.057
38.895 56.559

In den Umsätzen sind Erlöse aus langfristiger Auftragsfertigung in Höhe von T€ 1.343 (Vj. T€ 922) enthalten. Den Auftragserlösen stehen Auftragskosten in Höhe von T€ 1.156 (Vj. T€ 784) gegenüber. Insgesamt wurden Gewinne in Höhe von T€ 187 (Vj. T€ 138) im Geschäftsjahr realisiert. Im Zusammenhang mit langfristigen Fertigungsaufträgen wurden erhaltene Anzahlungen in Höhe von T€ 1.993 (Vj. T€ 720) erzielt.

(26) SONSTIGE ERTRÄGE

Unter den sonstigen Erträgen (T€ 1.319) werden Erlöse erfasst, die nicht aus der eigentlichen Geschäftstätigkeit resultieren wie z.B. Mieterträge, Versicherungsentschädigungen, Gewinne aus dem Verkauf von Anlagevermögen, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus Kursdifferenzen usw.. Des Weiteren werden unter den sonstigen Erträgen Boni von Lieferanten erfasst, die nicht direkt Wareneinkäufen zugeordnet werden können und deshalb nicht von den Materialkosten abgesetzt werden. In den sonstigen Erträgen sind Gewinne aus dem Verkauf von assoziierten Unternehmen in Höhe von T€ 29 und aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen von T€ 10 enthalten.

(27) BESTANDSVERÄNDERUNGEN AN UNFERTIGEN LEISTUNGEN

Der im Bilanzposten "Vorräte" enthaltenen Bestand an unfertigen Leistungen hat sich gegenüber dem Vorjahr von T€ 10 auf T€ 37 erhöht, so dass eine Bestandsveränderung von T€ 27 auszuweisen war.

(28) ANDERE AKTIVIERTE EIGENLEISTUNGEN

Die anderen aktivierten Eigenleistungen betreffen ausschließlich aktivierte Entwicklungskosten. Der Aktivierungsbetrag von T€ 1.450 lag um T€ 950 unter dem Vorjahresbetrag von T€ 2.400. Dem aktivierten Betrag von T€ 1.450 stehen Abschreibungen auf in Vorjahren aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von T€ 784 gegenüber, die unter den "Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände" enthalten sind. Im Vorjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Entwicklungskosten in Höhe von T€ 3.141 vorgenommen.

(29) AUFWENDUNGEN FÜR BEZOGENE WAREN

Die Aufwendungen für bezogene Waren betreffen überwiegend den Hardwareeinkauf. Daneben werden die Kosten für den Bezug von gehandelten Softwareprodukten ausgewiesen. Mengenabhängige Boni und Rabatte für bezogenen Waren werden direkt von den Kosten abgesetzt, soweit sie periodengerecht zuordenbar sind.

in T€ 31.12.2009 31.12.2008
Hardware 5.058 13.886
Software und Wartung Handelswaren 1.733 2.958
sonstige 75 103
6.866 16.947

(30) AUFWENDUNGEN FÜR BEZOGENE LEISTUNGEN

Die vom Konzern bezogenen Fremdleistungen betreffen den Bereich Softwareentwicklung sowie Kundenberatung.

in T€ 31.12.2009 31.12.2008
Beratung/Kunden 3.300 2.326
Entwicklung (inkl.
Entwicklung für Kunden) 1.310 739
4.610 3.065

(31) PERSONALAUFWAND

Der Personalaufwand verringerte sich im Geschäftsjahr auf T€ 23.000 (Vj. T€ 26.136). Im Personalaufwand enthalten sind Aufwendungen für Löhne und Gehälter in Höhe von T€ 19.596 (Vj. T€ 22.356) sowie soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung mit T€ 3.404 (Vj. T€ 3.780), wovon 192 T€ (Vj. T€ 191) auf Aufwendungen für beitragsorientierte Altersversorgungssysteme entfallen. Für Abfindungen (inkl. Organe) wurden Aufwendungen in Höhe von T€ 834 getätigt.

Die nach § 314 HGB maßgebliche Beschäftigtenzahl belief sich auf 355 Mitarbeiter (Vj. 386).

(32) ABSCHREIBUNGEN AUF SACHANLAGEN UND IMMATERIELLE WERTE

Die Abschreibungen haben sich im Berichtszeitraum um T€ 1.667 auf T€ 4.754 verringert. Darin enthalten sind außerordentliche Abschreibungen in Höhe von T€ 2.055 auf die Geschäfts- oder Firmenwerte.

Die Zusammensetzung der Abschreibungsbeträge ergibt sich im Einzelnen aus den in den Tz. 8 und 9 wiedergegebenen Anlagespiegeln.

(33) SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:

in T€ 31.12.2009 31.12.2008
Raumkosten 1.761 1.804
Betriebskosten 2.045 2.296
Verwaltungskosten 1.810 2.457
Vertriebskosten 2.707 3.061
übrige 1.254 817
9.577 10.435

Unter dem Posten "übrige" sind Abschreibungen und Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von T€ 955 (Vj. T€ 461) enthalten. Der Nettowertberichtigungsaufwand errechnet sich nach Saldierung mit Auflösung von Wertberichtigungen (Ausweis unter sonstige Erträge) mit T€ 843 (Vj. T€ 355). In den Aufwendungen sind Verluste aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen in Höhe von T€ 22 enthalten.

(34) ZINSERGEBNIS

in T€ 31.12.2009 31.12.2008
Zinserträge 70 147
Zinsaufwendungen -97 -418
-27 -271

In den Zinsaufwendungen sind Entgelte für Darlehen inklusive Gebühren in Höhe von T€ 81 (Vj. T€ 321) enthalten.

(35) ERGEBNISAUSWIRKUNGEN AUS EQUITY-BETEILIGUNGEN

Der auf den Konzern entfallende Jahresverlust aus Equity-Beteiligungen beträgt - T€ 9.

(36) ERTRAGSTEUERN

Als Ertragsteuern sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.

In Deutschland wurde der für das Jahr 2009 geltende Körperschaftsteuersatz (inkl. Solidaritätszuschlag) in Höhe von 15,8 % (Vj. 15,8 %) berücksichtigt. Unter Berücksichtigung der Gewerbesteuer ergab sich ein durchschnittlicher gewichteter inländischer Steuersatz für den SoftM-Konzern von 31,9 % (Vj. 31,9 %).

Der tatsächliche Ertragsteueraufwand belief sich auf T€ 5 (Vj. T€ 326). Zudem war ein latenter Steuerertrag in Höhe von T€ 1.415 (Vj. Steueraufwand T€ 1.375) zu erfassen. Der Gesamtsteuerertrag des Geschäftsjahres betrug damit T€ 1.410 (Vj. Steueraufwand T€ 1.701). Darin enthalten waren Erstattungen für Ertragsteuern der Vorjahre in Höhe von T€ 4 (Vj. Aufwendungen T€ 193).

Aufwendungen bzw. Erträge aufgrund veränderter Steuersätze haben sich nicht ergeben (Vj. Aufwand T€ 6).

Die latenten Steuerabgrenzungen resultieren aus Abweichungen bei folgenden Posten:

in T€ Aktive latente Steuern 2009 Passive latente Steuern 2009 Aktive latente Steuern 2008 Passive latente Steuern 2008
Anlagevermögen 0 1.474 22 1.578
aktivierte Verlustvorträge 1.520 0 75 0
Forderungen 0 84 0 0
Eigenkapital 0 0 0 3
Rückstellungen 46 0 71 0
Verbindlichkeiten 0 8 0 4
1.566 1.566 168 1.585

Die Realisierung nicht bilanzierter steuerlicher Verlustvorträge aus Vorjahren führte im Jahr 2009 zu einer Minderung der gezahlten bzw. geschuldeten Ertragsteuern in Höhe von T€ 53 (Vj. T€ 6).

Für steuerliche Verlustvorträge werden latente Steuererträge nur angesetzt, wenn ihre Realisierung mit ausreichender Sicherheit gewährleistet ist. Dies betraf die Konzerngesellschaft Solitas in der Schweiz. Darüber hinaus wurden zum 31.12.2009 für die Verlustvorträge im Organkreis der SoftM AG in Höhe bestehender passiver Steuerlatenzen (T€ 1.505) angesetzt (Vj. Konzerngesellschaft in Österreich: T€ 75). Daneben bestanden weitere Verlustvorträge (ohne zeitliche Begrenzung) zur Körperschaftsteuer in Höhe von T€ 8.035 (Vj. T€ 1.690) sowie für Gewerbesteuer von T€ 7.319 (Vj. T€ 3.560), für die keine latenten Steuern aktiviert wurden.

Der Steuerertrag (- T€ 1.410) des Geschäftsjahres 2009 war um T€ 872 niedriger als der erwartete Steuerertrag von T€ 2.282, der sich bei Anwendung eines gewichteten erwarteten Durchschnittssteuersatzes auf das Vorsteuerergebnis des Konzerns ergeben würde.

Dieser Durchschnittssteuersatz wird aus den erwarteten Steuersätzen der einzelnen Konzerngesellschaften ermittelt und lag im Jahr 2009 bei 31,9 % (Vj. 31,9%). Die Ursachen für den Unterschied zwischen erwartetem und tatsächlichem Steueraufwand zeigt die nachfolgende Überleitungsrechnung:

in T€ 2009 2008
Ergebnis vor Ertragsteuern -7.153 -2.939
Erwarteter Steuerertrag:
31,9 % (Vj. 31,9 %) -2.282 -938
Unterschiede zu ausländischen Steuersätzen 0 -52
Steuersatzänderungen und -unterschiede
im Inland 0 6
steuerfreie Veräußerungsgewinne -41 0
permanente Differenzen 98 9
Steuereffekte auf:
Abschreibung von Geschäfts- oder Firmenwerten 267 0
Equity-Bilanzierung von assoziierten Unternehmen 3 -1
Nichtaktivierung von Verlustvorträgen 602 743
Nutzung nicht bilanzierter Verlustvorträge und periodenfr. Steuern -57 187
Abschreibung von Verlustvorträgen 0 1.747
-1.410 1.701
Effektiver Steuersatz in % 19,7 -57,9

Aufgrund des deutschen Körperschaftsteueranrechnungssystems bis zum Jahr 2000 bestehen noch Körperschaftsteuerguthaben in Höhe von T€ 173, die seit dem Jahr 2008 mit jährlich 1/10 des Gesamtbetrags -unabhängig von der Vornahme von Gewinnausschüttungen - ausgezahlt werden. Die Forderung wurde mit dem Barwert der Forderung unter Verwendung eines Abzinsungssatzes von 4 % mit T€ 151 (Vj. T€ 167) ermittelt und unter den sonstigen Forderungen aktiviert.

(37) ERGEBNIS JE AKTIE

Bezogen auf den Jahresfehlbetrag von T€ 5.743 ergab sich ein Ergebnis je Aktie in Höhe von gerundet € -0,89 (Vj. € -0,93). Zur Berechnung des Ergebnisses je Aktie ergab sich im Geschäftsjahr 2009 eine Anzahl von 6.480.000 Aktien. Im Vorjahr ergab sich durch die unterjährig durchgeführte Kapitalerhöhung und die Veräußerung von eigenen Aktien eine Anzahl von 5.002.969 in Umlauf befindlichen Aktien. Unter Berücksichtigung der Anzahl der in 2009 in Umlauf befindlichen Aktien errechnet sich für 2008 ein korrigiertes Ergebnis je Aktie von € -0,72.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem unverwässerten Ergebnis je Aktie, da keine Verwässerungseffekte gegeben sind. Durch das genehmigte Kapital von T€ 990 und das bedingte Kapital von T€ 2.490 können sich in Zukunft Verwässerungseffekte ergeben.

(38) ANGABEN ZU VORSTANDSBEZÜGEN UND AKTIENBESITZ

Die Gesamtbezüge des Vorstands der SoftM Software und Beratung AG beliefen sich im Geschäftsjahr 2009 auf T€ 1.017 (Vj. T€ 583), die Bezüge des Aufsichtsrats auf T€ 12 (Vj. T€ 20). In den Gesamtbezügen des Vorstands sind in Höhe von T€ 134 (Vj. T€ 35) erfolgsbezogene Vergütungen, in denen des Aufsichtsrats T€ 0 (Vj. T€ 0) enthalten. Des weiteren sind in Höhe von T€ 458 Abfindungszahlungen enthalten. Auf eine individualisierte Angabe der Vorstandsbezüge wird verzichtet, da die Hauptversammlung einen entsprechenden Beschluss gefasst hat. Der Vorstand bestand bis zum 30. November 2009 aus drei Mitgliedern. Herr Jens Göbel wurde mit Wirkung zum 1. Dezember zum weiteren Vorstand bestellt, so dass der Vorstand zum Ende des Geschäftsjahres 2009 aus vier Mitgliedern bestand. Herr Franz Wiesholler (Vorstandsvorsitzender) ist mit Wirkung zum 5. Juni 2009 ausgeschieden und wurde durch Herrn Piotr Piatosa ersetzt. Weitere Angaben zu den Vorstandsbezügen enthält der Konzernlagebericht.

Kein aktuelles Mitglied des Vorstands hielt am Bilanzstichtag jeweils mehr als 1 % des Grundkapitals. Das zum 30.06.2008 ausgeschiedene Vorstandsmitglied Christian Groth hielt zum Vorjahresstichtag mehr als 1 % der Aktien.

Vorstandsmitglied Aktienbesitz in Stück 31.12.2009 Aktienbesitz in Stück 31.12.2008
Christian Groth (bis 30.06.2008) k.A. 101.582

(39) HONORARE DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Für die erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses, der Akanthus GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, sind folgende Honorare im Geschäftsjahr 2009 erfasst worden:

in T€ 2008 2007
Abschlussprüfungen 120 161
sonstige Bestätigungs- und Bewertungsleistungen 11 38
Steuerberatungsleistungen 34 53
sonstige Leistungen 15 20
180 272

Die Honorare für Abschlussprüfungen umfassen vor allem Honorare für die Konzernabschlussprüfung sowie für die Prüfung der Jahresabschlüsse der SoftM AG und deren inländischen Tochtergesellschaften.

(40) MITTEILUNGEN NACH § 21 WERTPAPIERHANDELSGESETZ

In den Geschäftsjahren 2008 und 2009 kam es zu folgenden nach § 21 WpHG meldepflichtigen Über- bzw. Unterschreitungen von Stimmrechten am Grundkapital der SoftM AG:

Datum Stimmrechtsveränderung Stimmrechte nach Über-/ Unterschreiten der Grenze
Aktionär Anzahl %
--- --- --- ---
Comarch S.A., Polen / Comarch Software AG, Dresden 13.11.2008 1.750.000 35,14
Herr Christian Groth, München 14.11.2008 101.582 2,04
Herr Dr. Hannes Merten, München 17.11.2008 216.626 4,35
Herr Uwe Paradiek, München 17.11.2008 56.882 1,14
Herr Rolf Delventhal, Mainburg 17.11.2008 48.950 0,98
Comarch S.A., Polen / Comarch Software AG, Dresden 18.11.2008 3.250.000 50,15
Don Bosco Stiftung, München 18.11.2008 250.000 3,86
Frau Monika Merten, München 18.11.2008 171.846 2,65
SoftM AG, München 18.11.2008 176.011 2,72
Universal-Investment-GmbH, Frankfurt am Main 27.01.2009 210.200 3,24
Universal-Investment-GmbH, Frankfurt am Main 28.01.2009 200 0,003
Don Bosco Stiftung, München 09.02.2009 0 0,00
Comarch S.A., Polen / Comarch Software AG, Dresden 09.02.2009 5.241.777 80,89

Folgende Mitteilungen wurden der Gesellschaft gemacht:

18. November 2008

Die Comarch S.A., Krakau/Polen, teilt mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SoftM AG am 13.11.2008 die Schwelle von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % überschritten hat und zu diesem Tag 35,14 % (1.750.000 Stimmrechte) beträgt. Diese Stimmrechte sind der Comarch S.A., Krakau/Polen, zuzurechnen.

Stimmrechtsanteile der Aktionäre Dr. Hannes Merten, Monika Merten, Christian Groth, Rolf Delventhal und Uwe Paradiek, deren Stimmrechtsanteil an der SoftM AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden der Comarch S.A. zugerechnet.

Die Comarch Software AG, Dresden, teilt mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SoftM AG am 13.11.2008 die Schwelle von 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 % und 30 % überschritten hat und zu diesem Tag 35,14 % (1.750.000 Stimmrechte) beträgt. Diese Stimmrechte sind der Comarch Software AG zuzurechnen.

Stimmrechtsanteile der Aktionäre Dr. Hannes Merten, Monika Merten, Christian Groth, Rolf Delventhal und Uwe Paradiek, deren Stimmrechtsanteil an der SoftM AG jeweils 3 % oder mehr beträgt, werden der Comarch Software AG zugerechnet.

19. November 2008

Herr Dr. Hannes Merten (Vorsitzender des Aufsichtsrats der SoftM AG) teilt mit, dass sein Stimmrechtsanteil am 17.11.2008 die Schwelle von 15 %, 10 % und 5 % unterschritten hat und zu diesem Tag 4,35 % (216.626 Stimmrechte) beträgt.

Herr Christian Groth teilt mit, dass sein Stimmrechtsanteil an der SoftM AG am 14.11.2008 die Schwelle von 5 % und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 2,04 % (101.582 Stimmrechte) beträgt.

Herr Uwe Paradiek teilt mit, dass sein Stimmrechtsanteil an der SoftM AG am 17.11.2008 die Schwellen von 5 % und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 1,14 % (56.882 Stimmrechte) beträgt.

Herr Rolf Delventhal teilt mit, dass sein Stimmrechtsanteil an der SoftM AG am 17.11.2008 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0,98 % (48.950 Stimmrechte) beträgt.

24. November 2008

Die Comarch S.A., Krakau/Polen, teilt mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SoftM AG am 18.11.2008 die Schwelle von 50 % überschritten hat und zu diesem Tag 50,15 % (3.250.000 Stimmrechte) beträgt. Diese 50,15 % Stimmrechte sind der Comarch S.A., Krakau/Polen, über die Comarch Software AG zuzurechnen.

Die Comarch Software AG, Dresden, teilt mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SoftM AG am 18.11.2008 die Schwelle von 50 % überschritten hat und zu diesem Tag 50,15 % (3.250.000 Stimmrechte) beträgt.

Die Don Bosco Stiftung, München, hat mit gleichem Datum mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SoftM AG die Schwelle von 5 % unterschritten hat und zu diesem Tag 3,86 % der Stimmrechte (250.000 Stimmrechte) beträgt.

Frau Monika Merten hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SoftM AG am 18.11.2008 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 2,65 % der Stimmrechte (171.846 Stimmrechte) beträgt.

13. Januar 2009

Die SoftM AG, München, teilt mit, dass ihre Anteile an eigenen Aktien an der SoftM AG am 18.11.2008 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tag 2,72 % (176.011 Aktien) beträgt.

02. Februar 2009

Die Universal-Investment-GmbH, Frankfurt am Main, teilt mit, dass am 27.01.2009 ihr Stimmrechtsanteil die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr 3,24 % (210.200 Stimmrechte) beträgt.

Die Universal-Investment-GmbH, Frankfurt am Main, teilt mit, dass am 28.01.2009 ihr Stimmrechtsanteil die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und nunmehr 0,003 % (200 Stimmrechte) beträgt.

11. Februar 2009

Die Comarch S.A., Krakau/Polen, teilt mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SoftM AG am 09.02.2009 die Schwelle von 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 80,89 % (5.241.777 Stimmrechte) beträgt. 80,89 % der Stimmrechte sind der Comarch S.A., Krakau/Polen, über die Comarch Software AG zuzurechnen.

Die Comarch Software AG, Dresden, teilt mit, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SoftM AG am 09.02.2009 die Schwelle von 75 % überschritten hat und zu diesem Tag 80,89 % (5.241.777 Stimmrechte) beträgt.

Die Don Bosco Stiftung, München, hat mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der SoftM AG am 09.02.2009 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0,00 % (0 Stimmrechte) beträgt.

H. ANGABEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Konzern-Kapitalflussrechnung wurde in Übereinstimmung mit IAS 7 nach der indirekten Methode aufgestellt, d.h. die Mittelzu- und -abflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit wurden ausgehend vom Konzernergebnis ermittelt, indem dieses um nicht zahlungswirksame Aufwendungen erhöht und um nicht zahlungswirksame Erträge vermindert wurde.

Die Kapitalflussrechnung wurde nach dem sog. "Top-down-Konzept" erstellt. Die Basis für die Darstellung der Zahlungsströme bildete also der Konzernabschluss bestehend aus Konzernbilanz sowie Konzern-GuV und nicht die Kapitalflussrechnungen der einzelnen Konzerngesellschaften.

In den Finanzmittelfonds wurden folgende Bilanzposten einbezogen:

1. Kassenbestände

2. kurzfristige Guthaben bei Kreditinstituten (Girokontoguthaben, Sichteinlagen, Festgelder)

Im Berichtszeitraum wurden Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten im Finanzmittelfonds berücksichtigt. Die kurzfristig veräußerbaren Wertpapiere wurden nicht mehr in den Finanzmittelfonds einbezogen. Der Vorjahreswert (T€ 30) wurde angepasst. Hinsichtlich der Finanzmittelbestände bestanden am Bilanzstichtag Verfügungsbeschränkungen aus der Verpfändung eines Kontos zur Absicherung von gewährten Krediten in Höhe von T€ 259 (Vj. T€ 257).

Da ein Teil der Finanzmittelbestände auf Nicht-Eurowährungen lautet, wurde derjenige Teil der Mittelzuflüsse, der durch die Änderung des Wechselkurses entstanden ist, getrennt ausgewiesen, da insoweit mangels Realisierung des währungsbedingten Zuwachses kein Zahlungsmittelzufluss vorliegt.

Im operativen Cashflow des Jahres 2009 sind vereinnahmte Zinsen in Höhe von rd. T€ 71 (Vj. T€ 147) sowie gezahlte Zinsen in Höhe von rd. T€ 147 (Vj. T€ 375) enthalten.

Die in 2009 gezahlten Ertragsteuern beliefen sich auf T€ 322 (Vj. T€ 144).

In den sonstigen nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträgen ist das Ergebnis aus Equity-Beteiligungen in Höhe von T€ -9 (Vj. T€ 3) enthalten.

Darüber hinaus wurden an assoziierte Unternehmen Kredite in Höhe von T€ 93 (Vj. T€ 94) gewährt, für Lieferungen und Leistungen T€ 92 (Vj. 332) vereinnahmt sowie Zahlungen für eingekaufte Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 369 (Vj. T€ 307) verausgabt.

I. ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Im Geschäftsjahr 2009 wurde erstmals IFRS 8 angewendet. Gegenüber dem Konzernabschluss des Vorjahres ergaben sich keine nennenswerten Änderungen hinsichtlich der Einteilung der Segmente. Die Ressourcenallokation und die Bewertung der Ertragskraft der Geschäftssegmente erfolgt im SoftM-Konzern durch den Vorstand als Hauptentscheidungsträger. Entsprechend dem sog. "Management Approach"-Ansatz erfolgt die Einteilung der Segment- und Regionenabgrenzung sowie die Auswahl der dargestellten Kennzahlen unter Berücksichtigung der internen Steuerungs- und Berichtssysteme.

Die Ressourcenallokation und die Bewertung der Ertragskraft der beiden Segmente erfolgt im SoftM-Konzern auf Vorstandsebene. Die Segment- und Regionenabgrenzung sowie die Auswahl der dargestellten Kennzahlen erfolgen in Übereinstimmung mit den internen Steuerungs- und Berichtssystemen ("Management Approach"). Die Finanzplanung erfolgt auf Konzernebene.

Der SoftM-Konzern wird über strategische Geschäftseinheiten (sog. Business-Center) gesteuert, die entsprechend der Art der Produkte und Dienstleistungen sowie Regionen und der wirtschaftlichen Merkmale des Geschäfts in berichtspflichtige Segmente eingeteilt werden.

Zum 31.12.2009 besteht der SoftM-Konzern aus zwei Segmenten. Die Segmente umfassen folgende Aktivitäten:

Segment Aktivität
Software und Beratung Entwicklung und Vertrieb von betriebswirtschaftlicher Standardsoftware (ERP) sowie Betreuung der Kunden während der Dauer der Softwarenutzung.
Systemintegration Vertrieb von Produkten (Server- und Storage-Systeme, Netzwerktechnologien) und Lösungen (systemnahe Software, Virtualisierungslösungen, Sicherheits- und Hochverfügbarkeitslösungen) zum Betrieb und Ausbau von kompletten IT-Infrastrukturen als "Full-Service".

Die Segmentdaten werden auf folgende Weise ermittelt:

Sofern intersegmentäre Erlöse getätigt werden, erfolgt die Bewertung auf der Basis der entstandenen Kosten.
Aufgrund der Sanierungsmaßnahmen im Konzern sind Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 1 Mio. € entstanden; davon entfallen 0,9 Mio. € auf das Segment Software und Beratung und 0,1 Mio € auf das Segment Systemintegration.
Das EBIT dient intern als Steuerungsgröße für das einzelne Segment. Es entspricht dem operativen Ergebnis der Gewinn- und Verlustrechnung.

Im Geschäftsjahr 2009 und im Vorjahr wurden mit keinem Kunden mehr als 10 % der Umsatzerlöse des SoftM-Konzerns getätigt.

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst wurde, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des SoftM-Konzerns sowie der SoftM Software und Beratung AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des SoftM-Konzerns bzw. der SoftM Software und Beratung AG beschrieben sind.

München, im März 2010

SoftM Software und Beratung AG

Der Vorstand

Piotr Piatosa

Ludwig Ametsbichler

Ralf Gärtner

Jens Göbel

SoftM Software und Beratung AG

Messerschmittstr. 4 . D-80992 München

Telefon +49(89)-14329-0 .Telefax +49(89)-14329-1114

[email protected], www.softm.com