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Blue Cap AG — Interim / Quarterly Report 2010
Mar 14, 2011
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Interim / Quarterly Report
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Publication
Blue Cap AG
München
Jahresabschluss zum 30.06.2010
Bilanz zum 30. Juni 2010
Aktiva
| Stand am 30.6.2010 EUR |
Stand am 30.6.2009 EUR |
|
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 1,00 | 1.010,00 |
| II. Sachanlagen | ||
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 2.111,00 | 1.586,00 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.100.905,50 | 836.570,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 350.000,00 |
| 3. Beteiligungen | 1.899.525,55 | 4.235.925,55 |
| 7.000.431,05 | 5.422.495,55 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 65.484,44 | 33.480,80 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 549.600,91 | 324.583,32 |
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 94.455,78 | 1,00 |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 16.198,87 | 18.679,24 |
| 725.740,00 | 376.744,36 | |
| II. Wertpapiere | 118.872,01 | 98.710,00 |
| III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 122.208,90 | 632.077,44 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 19.169,00 | 17.872,00 |
| 7.988.532,96 | 6.550.495,35 | |
| Passiva | ||
| Stand am 30.6.2010 EUR |
Stand am 30.6.2009 EUR |
|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 2.700.000,00 | 2.500.000,00 |
| Bedingtes Kapital: EUR 1.250.000,00 | ||
| II. Kapitalrücklage | 4.810.487,99 | 4.530.650,00 |
| III. Rücklage für eigene Anteile | 118.872,01 | 98.710,00 |
| IV. Bilanzverlust | -880.238,64 | -681.221,69 |
| 6.749.121,36 | 6.448.138,31 | |
| B. Rückstellungen | ||
| Sonstige Rückstellungen | 60.950,00 | 50.580,00 |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 726.296,44 | 49,00 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 13.530,04 | 1.546,02 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 360.000,00 | 2.082,50 |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 78.635,12 | 17.159,52 |
| 1.178.461,60 | 20.837,04 | |
| D. Rechnungsabgrenzungsposten | 0,00 | 30.940,00 |
| 7.988.532,96 | 6.550.495,35 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Juli 2009 bis zum 30. Juni 2010
| 2009/2010 EUR |
2008/2009 EUR |
|
|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 360.893,46 | 89.784,00 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 105.132,18 | 151.709,60 |
| 466.025,64 | 241.493,60 | |
| 3. Materialaufwand | ||
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 0,00 | 33.749,71 |
| 4. Personalaufwand | ||
| a) Löhne und Gehälter | 346.628,41 | 257.023,34 |
| b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung | 28.100, 67 | 14.455,34 |
| 374.729,08 | 271.478,68 | |
| 5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 1.471,13 | 1.868,00 |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 259.288,67 | 306.582,30 |
| -169.463,24 | -372.185,09 | |
| 7. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 10.500,00 | 39.649,93 |
| 8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 31.017,66 | 40.869,64 |
| 9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 3.033,40 | 16.201,02 |
| 38.484,26 | 64.318,55 | |
| 10. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -130.978,98 | -307.866,54 |
| 11. Erstattete Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -11,48 | 0,00 |
| 12. Sonstige Steuern | 68.049,45 | 3.987,71 |
| 13. Jahresfehlbetrag | -199.016,95 | -311.854,25 |
| 14. Verlustvortrag | -681.221,69 | -369.367,44 |
| 15. Bilanzverlust | -880.238,64 | -681.221,69 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2009/2010
A. Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
I. Vorbemerkung
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft finden hinsichtlich der Bilanzierung und der Bewertung die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) Anwendung.
Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 1 HGB eine kleine Kapitalgesellschaft und macht von den Erleichterungsvorschriften des § 288 HGB teilweise Gebrauch.
Die Postenbezeichnungen der §§ 266 und 275 HGB wurden teilweise an die tatsächlichen Posteninhalte angepasst.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen.
Das Sachanlagevermögen ist mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Geringwertige Anlagegüter bis EUR 150,00 wurden analog § 6 Abs. 2 EStG im Zugangsjahr voll abgeschrieben; für bewegliche Anlagegüter, deren Anschaffungskosten EUR 150,00, nicht aber EUR 1.000,00 übersteigen, wurde analog § 6 Abs. 2a EStG ein Sammelposten gebildet, der in diesem und den folgenden Geschäftsjahren mit je einem Fünftel ergebnismindernd aufgelöst wird.
Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.
Die Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Der Ansatz der eigenen Anteile erfolgte zu Anschaffungskosten.
Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung bewertet.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt worden.
B. Erläuterung des Jahresabschlusses
I. Bilanz
1. Anlagevermögen
Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.
2. Umlaufvermögen
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen (EUR 549.600,91) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 53.907,50 enthalten.
In den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, (EUR 94.455,78) sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 1.487,50 enthalten.
Die unter den sonstigen Vermögensgegenständen erfassten Beträge haben Forderungscharakter und betreffen im Wesentlichen Ansprüche aus Steuererstattungen.
Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.
Die Gesellschaft hat 61.500 eigene Aktien im Bestand. Dabei handelt es sich um auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien, deren nomineller Anteil am Grundkapital 2,3 % beträgt. Der auf die Stückaktien entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals im Sinne von § 8 Abs. 3 AktG beträgt EUR 61.500,00.
Der Bestand entwickelte sich wie folgt:
| Datum | Anzahl | Betrag des Grundkapitals EUR |
Anteil am Grundkapital % | Erwerbspreis EUR |
Veräußerungspreis EUR |
|---|---|---|---|---|---|
| 30.6.2009 | 55,000 | 55.000,00 | 2,20 | 98.710,00 | - |
| 10.12.2009 | -11,000 | -11.000,00 | -0,44 | - | 22.000,00 |
| 6.1.2010 | 100 | 100,00 | 0,00 | 229,60 | - |
| 8.1.2010 | 5.900 | 5.900,00 | 0,24 | 13.128,48 | - |
| 30.4.2010 | 2.000 | 2.000,00 | 0,08 | 4.264,80 | - |
| 6.5.2010 | 5.000 | 5.000,00 | 0,20 | 10.860,10 | - |
| 7.5.2010 | 6.870 | 6.870,00 | 0,27 | 16.948,95 | - |
| 10.5.2010 | 2.130 | 2.130,00 | 0,09 | 5.206,59 | - |
| 12.5.2010 | 2.000 | 2.000,00 | 0,08 | 4.908,36 | - |
| 14.5.2010 | 1.000 | 1.000,00 | 0,04 | 2.635,27 | - |
| 19.5.2010 | 1.500 | 1.500,00 | 0,06 | 3.727,99 | - |
| 20.5.2010 | 100 | 100,00 | 0,00 | 258,89 | - |
| 24.5.2010 | 400 | 400,00 | 0,02 | 974,60 | - |
| 25.5.2010 | 500 | 500,00 | 0,02 | 1.184,73 | - |
| 31.5.2010 | -10,000 | -10.000,00 | -0,40 | - | 22.964,89 |
| 31.5.2010 | 61,500 | 61.500,00 | 2,46 *) | 163.038,36 | 44.964,89 |
| 30.6.2010 | 61,500 | 61.500,00 | 2,28 *) |
Die eigenen Aktien sind dazu bestimmt, die im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen oder Unternehmenstransaktionen stehenden Tausch- und/oder Kaufpreisverpflichtungen und sonstigen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Sie sind nicht zum Eigenhandel bestimmt.
Der Erlös aus der Veräußerung der eigenen Anteile wurde zur Erfüllung von sonstigen Zahlungsverpflichtungen verwendet.
*) Anteil am Grundkapital per 31. Mai 2010 bezogen auf EUR 2.500.000,00; per 30. Juni 2010 bezogen auf EUR 2.700.000,00
3. Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 2.700.000,00. Es ist eingeteilt in 2.700.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Der auf die Stückaktien entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals im Sinne von § 8 Abs. 3 AktG beträgt EUR 1,00.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 6. November 2007 wurde die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals (Genehmigtes Kapital 2007/I) beschlossen und der Vorstand bis zum 31. Oktober 2012 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um bis zu EUR 1.000.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2007/I).
Von dem genehmigten Kapital hat der Vorstand mit Beschluss vom 18. April 2008 und Zustimmung des Aufsichtsrats gemäß Beschluss vom 21. April 2008 zum Teil Gebrauch gemacht. Das Grundkapital ist gegen Bareinlage um EUR 200.000,00 durch die Ausgabe von 200.000 neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00 erhöht worden. Die Zeichnung der neuen Stammaktien erfolgte zum Ausgabebetrag von EUR 2,50 je Aktie. Die Kapitalerhöhung wurde am 13. Mai 2008 in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen.
Der Vorstand hat mit Beschuss vom 30. September 2008 und Zustimmung des Aufsichtsrates vom selben Tag vom genehmigten Kapital (Genehmigtes Kapital 2007/I) zum Teil Gebrauch gemacht. Das Grundkapital ist gegen Bareinlage um EUR 300.000,00 durch die Ausgabe von 300.000 neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00 erhöht worden. Die Zeichnung der neuen Stammaktien erfolgte zum Ausgabebetrag von EUR 3,30 je Aktie. Die Kapitalerhöhung wurde am 7. November 2008 in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen.
Das Genehmigte Kapital vom 6. November 2007 (Genehmigtes Kapital 2007/I) beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch EUR 500.000,00.
Die Hauptversammlung vom 14. November 2008 hat die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals (Genehmigtes Kapital 2008/I) beschlossen. Demnach wurde der Vorstand bis zum 31. Oktober 2013 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrates durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um bis zu EUR 750.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2008/I).
Aufgrund der von der Hauptversammlung vom 14. November 2008 erteilten Ermächtigung hat der Vorstand mit Beschluss vom 10. Juni 2010 und der Zustimmung des Aufsichtsrates vom selben Tag vom genehmigten Kapital (Genehmigtes Kapital 2008/1) teilweise Gebrauch gemacht. Das Grundkapital ist gegen Bareinlage um EUR 200.000,00 durch die Ausgabe von 200.000 neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00 erhöht worden. Die Zeichnung der neuen Stammaktien erfolgte zum Ausgabebetrag von EUR 2,50 je Aktie. Die Kapitalerhöhung wurde am 28. Juni 2010 in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen.
Das Genehmigte Kapital vom 14. November 2008 (Genehmigtes Kapital 2008/I) beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch EUR 550.000,00.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 13. November 2009 um EUR 1.250.000,00 durch die Ausgabe von bis zu 1.250.000 neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2009/I). Das bedingte Kapital dient der Gewährung von Aktien an Inhaber oder Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen.
Die Hauptversammlung vom 13. November 2009 hat den Vorstand bis zum 31. Oktober 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 1.250.000,00 zu begeben und den Inhabern von Schuldverschreibungen Umtauschrechte auf insgesamt bis zu 1.250.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen rechnerischen Betrag am Grundkapital von bis zu EUR 1.250.000,00 nach näherer Maßgabe der jeweiligen Bedingungen der Schuldverschreibungen (Wandelbedingungen) zu gewähren (Wandelschuldverschreibungen).
4. Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage entwickelte sich wie folgt:
| EUR | |
|---|---|
| Stand 1. Juli 2009 | 4.530.650,00 |
| Agio aus der Kapitalerhöhung zum 10. Juni 2010 | 300.000,00 |
| Zuführung der Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB infolge der Veräußerung eigener Anteile | 44.166,35 |
| Umwidmung der Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB für die Bildung der Rücklage für eigene Anteile | -64.328,36 |
| Stand 30. Juni 2010 | 4.810.487,99 |
5. Rücklage für eigene Anteile
Die Rücklage für eigene Anteile ist entsprechend dem Bilanzansatz der eigenen Anteile auf der Aktivseite der Bilanz mit den Anschaffungskosten bewertet.
6. Bilanzverlust
Der Bilanzverlust entwickelte sich wie folgt:
| EUR | |
|---|---|
| Stand 1. Juli 2009 | -681.221,69 |
| Jahresfehlbetrag 2009/2010 | -199.016,95 |
| Stand 30. Juni 2010 | -880.238,64 |
7. Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Aufsichtsratsvergütungen (TEUR 23), für die Erstellung und Prüfung des Jahresabschlusses (TEUR 22) sowie für Personalkosten (TEUR 12).
8. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (EUR 360.000,00) betreffen kurzfristige Ausleihungen.
Die sonstigen Verbindlichkeiten (EUR 78.635,12) beinhalten in Höhe von EUR 78.451,00 Verbindlichkeiten aus Steuern.
Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
9. Haftungsverhältnisse
Die Gesellschaft hat für einen Kreditvertrag des Beteiligungsunternehmens inheco Industrial Heating and Cooling GmbH, Planegg, eine selbstschuldnerische Bürgschaft bis zum Höchstbetrag von EUR 250.000,00 als Sicherheit gestellt.
Für den Investitionskredit des verbundenen Unternehmens H. Schreiner Verwaltungs GmbH, Ottobrunn, hat die Gesellschaft eine selbstschuldnerische Bürgschaft bis zum Höchstbetrag von EUR 500.000,00 als Sicherheit gestellt.
Die Gesellschaft hat eine Rückbürgschaft für den Vorstand der Gesellschaft übernommen, der wiederum für den vorgenannten Investitionskredit eine selbstschuldnerische Bürgschaftsverpflichtung in Höhe von EUR 300.000,00 eingegangen ist.
Außerdem hat die Gesellschaft eine Rückbürgschaft für den Vorstand der Gesellschaft übernommen, der für den Kontokorrentkredit der Münchner Bank eG, München, an die Blue Cap AG, München, eine selbstschuldnerische Bürgschaft in Höhe von EUR 500.000,00 eingegangen ist.
II. Gewinn- und Verlustrechnung
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und gegliedert.
Die Umsatzerlöse beinhalten Erlöse aus Dienstleistungen.
Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Betriebsaufwendungen (EUR 79.800,36), Verwaltungsaufwendungen (EUR 162.951,45) sowie Vertriebsaufwendungen (EUR 14.845,40) erfasst.
Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens (EUR 10.500,00, i. V. EUR 39.649,93) betreffen verbundene Unternehmen.
In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen (EUR 31.017,66, i. V. EUR 40.869,64) sind Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 26.401,26 (i. V. EUR 24.000,00) enthalten.
C. Sonstige Angaben
1. Organe der Gesellschaft
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat besteht lt. Satzung aus drei Mitgliedern und setzte sich im Geschäftsjahr 2009/2010 wie folgt zusammen:
| ― | Herr Dr. Hans Seifert (Unternehmensberater), Krailing (Vorsitzender) |
| ― | Herr Dr. Frank Seidel (Diplom Wirtschaftsingenieur), Neutraubling (Stellvertretender Vorsitzender) |
| ― | Herr Dr. Stefan Berz (Wirtschaftsprüfer), Gräfelfing |
Vorstand
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte die Geschäftsführung durch den Vorstand, Herrn Dr. Hannspeter Schubert (Unternehmensberater), Grub/Valley.
Er vertritt die Gesellschaft stets einzeln und ist befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
2. Unternehmen, an denen ein Anteilsbesitz von mindestens 20 % besteht
Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % beteiligt:
| Nr. Name | Sitz | Beteiligungsquote % | Beteiligt über Nr. | Eigenkapital TEUR |
Jahresergebnis TEUR |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. SMB-David GmbH | Herrsching | 70,0 | 2.357 | 159 | |
| 2. ACTIPAC GmbH i.L. | Herrsching | 100,0 | 1. | 10 | -11 |
| 3. ACTIPAC AB | Kungälv/Schweden | 100,0 | 2. | 45 | -22 |
| 4. inheco Industrial Heating and Cooling GmbH | Planegg | 42,0 | 830 | 335 | |
| 5. Hudson Bike GmbH | Nürnberg | 30,0 | 11 | -14 | |
| 6. H. Schreiner Verwaltungs GmbH | Ottobrunn | 100,0 | 2.911 | -88 | |
| 7. H. Schreiner Test- und Sonderanlagen GmbH | Ottobrunn | 100,0 | 6. | 380 | – 1 |
| 8. H. Schreiner TESTING SYSTEMS INC. | Clawson/USA | 100,0 | 7. | -9 | -14 |
| 9. PLANATOL Holding GmbH | Rohrdorf | 49,7 | 4.158 | 26 | |
| 10. PLANATOL System GmbH | Rohrdorf | 100,0 | 9. | 52 | –1 |
| 11. PLANATOL Adhesive GmbH | Rohrdorf | 100,0 | 9. | 382 | 4 |
| 12. PLANATOL-RECO GmbH | Rohrdorf | 100,0 | 9. | 63 | -367 |
| 13. Biolink Gesellschaft für Verbindungstechnologien mbH | Geretsried | 79,9 | 9. | 217 | -22 |
| 14. PLANATOL France S.A.R.L. | Bonneuil sur Marne/Frankreich | 100,0 | 11. | 224 | 9 |
1 Ergebnisabführungsvertrag
3. Aktionärsstruktur
Die Southern Blue Beteiligungsgesellschaft mbH, München, besitzt mehr als den vierten Teil aller Aktien, hält aber keine Mehrheitsbeteiligung an der Blue Cap AG, München.
Mit Mitteilung vom 6. September 2010 hat die Seidel knowledge GmbH, Neutraubling, der Blue Cap AG, München, mitgeteilt, dass ihr mehr als der vierte Teil der Aktien an der Gesellschaft gehört.
München, 21. September 2010
Blue Cap AG Vorstand
Dr. Hannspeter Schubert
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2009/2010
| Anschaffungs-/ Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand am 1.7.2009 EUR |
Zugänge EUR |
Umbuchungen EUR |
Stand am 30.6.2010 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 3.700,00 | 0,00 | 0,00 | 3.700,00 |
| II. Sachanlagen | ||||
| Betriebs und Geschäftsausstattung | 3.705,47 | 987,13 | 0,00 | 4.692,60 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 836.570,00 | 1.577.935,50 | 2.686.400,00 | 5.100.905,50 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 350.000,00 | 0,00 | -350.000,00 | 0,00 |
| 3. Beteiligungen | 4.350.524,55 | 0,00 | -2.336.400,00 | 2.014.124,55 |
| 5.537.094,55 | 1.577.935,50 | 0,00 | 7.115.030,05 | |
| 5.540.800,02 | 1.578.922,63 | 0,00 | 7.123.422,65 |
| Kumulierte Abschreibungen | |||
|---|---|---|---|
| Stand am 1.7.2009 EUR |
Zugänge EUR |
Stand am 30.6.2010 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | |||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 2.690,00 | 1.009,00 | 3.699,00 |
| II. Sachanlagen | |||
| Betriebs und Geschäftsausstattung | 2.119,47 | 462,13 | 2.581,60 |
| III. Finanzanlagen | |||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Beteiligungen | 114.599,00 | 0,00 | 114.599,00 |
| 114.599,00 | 0,00 | 114.599,00 | |
| 119.408,47 | 1.471,13 | 120.879,60 |
| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| Stand am 30.6.2010 EUR |
Stand am 30.6.2009 EUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 1,00 | 1.010,00 |
| II. Sachanlagen | ||
| Betriebs und Geschäftsausstattung | 2.111,00 | 1.586,00 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 5.100.905,50 | 836.570,00 |
| 2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 0,00 | 350.000,00 |
| 3. Beteiligungen | 1.899.525,55 | 4.235.925,55 |
| 7.000.431,05 | 5.422.495,55 | |
| 7.002.543,05 | 5.425.091,55 |
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009/2010
A) Geschäfts- und Rahmenbedingungen
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Die weltweite Nachfrageschwäche führte in Deutschland zu Jahresbeginn 2009 zu einem historisch einmaligen Rückgang der Exporte und der Ausrüstungsinvestitionen. Trotz der leichten konjunkturellen Verbesserung in der zweiten Jahreshälfte brach die gesamtwirtschaftliche Produktion im Jahresdurchschnitt um 5,0 % ein.
Die expansiven fiskal- und geldpolitischen Maßnahmen im Zusammenspiel mit den den Arbeitsmarkt stabilisierenden Elementen konnten jedoch einen noch tieferen Einbruch verhindern. So hat die Bundesregierung zwei Konjunkturprogramme mit einem Umfang von zusammen rund EUR 84 Mrd. für die Jahre 2009 und 2010 aufgelegt. Zudem senkte die Europäische Zentralbank den Leitzins massiv, auf seinen bisher niedrigsten Stand, und wirkte hierdurch sowie über weitere, unkonventionelle Maßnahmen einer drohenden Kreditklemme entgegen. Zur Stabilität des Arbeitsmarkts trugen vor allem der verstärkte Einsatz der Kurzarbeit und die im Vergleich zu früheren Zyklen höhere Flexibilität bei den tarifvertraglichen Regelungen bei.
Ging der Sachverständigenrat im November 2009 von einer mäßigen Erholung im Jahr 2010 mit einer prognostizierten Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts von 1,6 % aus, so hat das Bundeswirtschaftsministerium in einer Pressemitteilung vom 17. August 2010 festgestellt, dass die wirtschaftliche Erholung im ersten Halbjahr 2010 einen großen Schritt voran kam. Das Bruttoinlandsprodukt erhöhte sich im zweiten Quartal preis-, kalender- und saisonbereinigt gegenüber dem Vorquartal um 2,2 %. Dies bedeutet das höchste Quartalswachstum nach der Wiedervereinigung. Zudem wurden die Ergebnisse für das erste Quartal merklich nach oben korrigiert. Gegenüber dem Vorjahr nahm das BIP im zweiten Quartal preisbereinigt um 4,1 % und zusätzlich kalenderbereinigt um 3,7 % zu. Fünf Quartale nach Ende der Rezession wurden bei saisonbereinigter Betrachtung bereits wieder rund 60 % des krisenbedingten Rückgangs der Wirtschaftsleistung aufgeholt.
Getragen wird die ungewöhnlich positive Entwicklung durch kräftige außenwirtschaftliche Impulse, durch Nachholeffekte sowie durch zunehmende Auftriebskräfte der Binnenwirtschaft. Die rege ausländische Nachfrage schob die Investitionstätigkeit an, die positive Beschäftigungsentwicklung sowie die konjunkturellen Entlastungsmaßnahmen gaben den privaten Konsumausgaben Impulse.
Die Stimmung in der Wirtschaft, sowohl im gewerblichen Bereich als auch bei den Dienstleistern, ist zuversichtlich, die Auftragsbestände in der Industrie nehmen zu. Gleichwohl bleibt Deutschland bei stärkerem binnenwirtschaftlichen Wachstum immer unter dem Einfluss der Weltkonjunktur.
Beteiligungsmarkt und Branchenumfeld
Zahlreiche Unternehmen wurden auch im Krisenjahr 2009 mit Beteiligungskapital finanziert, lediglich 10 % weniger als im Vorjahr. Niedrige Eigenkapitalquoten und die restriktive Kreditvergabepraxis der Banken steigerten die Nachfrage nach Finanzierungsalternativen zum klassischen Bankkredit. Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat sich allerdings deutlich auf das Volumen der getätigten Private-Equity-Investitionen ausgewirkt. In 2009 ist im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um drei Viertel auf EUR 2,36 Mrd. zu verzeichnen. Allerdings war im vierten Quartal mit EUR 961 Mio. ein deutlicher Aufwärtstrend zu verzeichnen (Q1: EUR 343 Mio., Q2: EUR 321 Mio., Q3: EUR 736 Mio.).
Die Erholung der Branche hat sich auch im ersten Halbjahr 2010 fortgesetzt und stabilisiert. Dies geht aus einer vom Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften (BVK) für den deutschen Private Equity-Markt veröffentlichten Statistik hervor. Die Private-Equity-Investitionen erreichten in Deutschland ein Volumen von EUR 2.243 Mio. Damit wurden die Investitionen des Vorjahreszeitraums (EUR 699 Mio.) mehr als verdreifacht und die Gesamtinvestitionen von 2009 (EUR 2.738 Mio.) fast erreicht. Alle drei Marktbereiche (Venture Capital, Minderheitsbeteiligungen, Buy-Outs) konnten zum Teil deutlich zulegen. Angesichts des bisherigen Jahresverlaufs ist davon auszugehen, dass schon im dritten Quartal die Gesamtinvestitionen des Jahres 2009 übertroffen werden. Allerdings werden die Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrise die Private-Equity-Aktivitäten noch länger beeinflussen.
Laut einer BVK-Befragung seiner Mitglieder stehen für Investitionen in deutsche mittelständische und große Unternehmen fast EUR 33 Mrd. zur Verfügung, davon EUR 4 Mrd. für Wachstumsfinanzierungen bei mittelständischen Unternehmen und EUR 29 Mrd. für Mehrheitsübernahmen (Buy-Outs), etwa im Zuge von Nachfolgeregelungen im Mittelstand oder der Begleitung von Konzernteilen in die Unabhängigkeit. Dieses Angebot an langfristigem Investitionskapital trifft in Deutschland auf eine steigende Nachfrage seitens der Unternehmen. Insbesondere gilt dies, da sich die Banken immer noch in Zurückhaltung gegenüber großvolumigen Finanzierungen üben und die Beteiligungsgesellschaften Erträge nicht mehr alleine durch finanzielle Hebel, sondern durch Engagement ins operative Geschäft erwirtschaften.
Die Blue Cap AG, München (kurz: Blue Cap), als Holding für spezialisierte Nischenunternehmen im Mittelstand investiert in Unternehmen, die sich in Umbruchsituationen, Finanzengpässen oder einer ungelösten Nachfolgeproblematik befinden und die über starke, technologiebasierte Produkte oder eine führende Marktposition in einer Nische verfügen. Sie ist damit von der dargestellten Marktentwicklung wenig und wenn nur indirekt über die Bewertungsvorstellungen der Marktteilnehmer sowie die unsicheren Zukunftsaussichten der Beteiligungsunternehmen beeinflusst. Zu der Strategie der Blue Cap gehört es, die Wertschöpfungspotentiale beim Einstieg in das jeweilige Unternehmen zu identifizieren und Verbesserungs- und Kosteneinsparungspotentiale zu erschließen. Dabei soll die Umsetzung dieser Potentiale, die sowohl bei einmaligen Restrukturierungsmaßnahmen als auch im operativen Geschäft liegen können, in einem Zeitraum von 6 - 12 Monaten ausgeschöpft werden. Die strategische Unternehmensentwicklung und die notwendigen Unternehmensreorganisationen bei den einzelnen Beteiligungsunternehmen werden dabei aktiv vom Management-Team der Blue Cap begleitet.
B) Wesentliche Geschäftsvorfälle im Geschäftsjahr 2009/2010
Entwicklung des Eigenkapitals – Kapitalerhöhung aus dem genehmigten Kapital
Der Vorstand hat mit Beschluss vom 10. Juni 2010 und der Zustimmung des Aufsichtsrates vom selben Tag vom genehmigten Kapital (Genehmigtes Kapital 2008/I) teilweise Gebrauch gemacht. Das Grundkapital ist gegen Bareinlage um EUR 200.000,00 durch die Ausgabe von 200.000 neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00 erhöht worden. Die Zeichnung der neuen Stammaktien erfolgte zum Ausgabebetrag von EUR 2,50 je Aktie. Die Kapitalerhöhung wurde am 28. Juni 2010 in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen. Das Genehmigte Kapital 2008/I beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch EUR 550.000,00.
Entwicklung des Beteiligungsportfolios
Im Zusammenhang mit der Regelung der Unternehmensnachfolge bei der SMB-DAVID GmbH, Herrsching (kurz: SMB-David) hat sich die Beteiligung der Blue Cap an der KSW Holding GmbH, München, auf 70 % erhöht. Mit Verschmelzungsvertrag vom 22. April 2010 wurde die KSW Holding GmbH, München, mit zivilrechtlicher Wirkung zum 1. Januar 2010 auf die SMBDavid verschmolzen. Die SMB-David (Beteiligungsquote: 70,00 %, Beteiligungsbuchwert per 30. Juni 2010: TEUR 2.336, Jahresergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres 2010: TEUR 159) stellt Bearbeitungszentren für geschäumte Kunststoffe her. In dem durch die weltweite Wirtschafts- und Finanzkrise geprägten Jahr 2009 konnte die SMB-David dem deutlichen Umsatzrückgang um TEUR 8.197 bzw. 62 % durch das frühzeitig eingeleitete Kostensenkungs- und Effizienzsteigerungsprogramm sowie die im März eingeführte Kurzarbeit erfolgreich gegensteuern und ein gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessertes Jahresergebnis in Höhe von TEUR 159 (i. V. TEUR -187) erzielen. Nachdem das zweite Halbjahr 2009 durch eine Stabilisierung des Marktes auf niedrigem Niveau gekennzeichnet war, erwartet die SMB-David infolge der deutlich erhöhten Kundennachfrage zwar noch keine nachhaltige Belebung der Branchenkonjunktur, jedoch eine weitere Stabilisierung des Marktes. Das erste Halbjahr 2010 entwickelte sich zufriedenstellend; Umsatz und Ergebnis entsprechen dem Plan. Für 2011 geht die SMB-David von einem weiter ansteigenden Auftragseingang sowie einer deutlich verbesserten Auslastung aus und erwartet infolge der Weiterentwicklung und Optimierung des Produktportfolios eine deutliche Rentabilitätssteigerung.
Die Blue Cap hält mit ihrer Beteiligung an der H. Schreiner Verwaltungs GmbH, Ottobrunn, (kurz: SVG; Beteiligungsquote: 100,00 %, Beteiligungsbuchwert zum 30. Juni 2010: TEUR 1.187; Jahresergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres 2009: TEUR -88) indirekt eine 100 %ige Beteiligung an der über Ergebnisabführungsvertrag zur SVG verbundenen H. Schreiner Test und Sonderanlagen GmbH, Ottobrunn (kurz: STS). Die STS beschäftigt sich im Wesentlichen mit der Entwicklung und Erstellung von Anlagen und Geräten zur Dichtheitsprüfung. Zu den Kunden zählen unter anderem die Globalplayer der Automobilindustrie. Mit der umfassenden Umschuldung bei der H. Schreiner-Gruppe und dem Austausch des Managements wurden die Restrukturierungsmaßnahmen erfolgreich abgeschlossen. Infolge des durch die Finanz- und Wirtschaftskrise verursachten Nachfragerückgangs im Maschinenbau nahm die Gesamtleistung der STS gegenüber dem sehr guten Vorjahr um TEUR 2.639 bzw. 30 % ab. Die Gesellschaft lag damit besser als der Branchendurchschnitt, obwohl die Gesellschaft wesentlich im Automotivbereich tätig ist. Infolge der Restrukturierungsmaßnahmen erreichte das Betriebsergebnis mit TEUR 321 nahezu das Vorjahresniveau von TEUR 371. Lediglich außerordentliche Aufwendungen (TEUR 143) beeinflussten das Jahresergebnis vor Ergebnisabführung negativ. Obwohl sich die Lage im Maschinenbau noch nicht nachhaltig stabilisiert hat, blickt die Unternehmensgruppe Schreiner vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Aufgrund des über Plan liegenden Halbjahresergebnisses und der starken Nachfrage nach Leckprüfgeräten wird eine Gesamtleistung auf Vorjahresniveau und ein deutlich positives Jahresergebnis erwartet.
Die inheco Industrial Heating and Cooling GmbH, Planegg, (kurz: inheco; Beteiligungsquote: 42,00 %, Beteiligungsbuchwert per 30. Juni 2010: TEUR 1.399, Jahresergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres 2009: TEUR 335) entwickelt, produziert und vertreibt technische Geräte und Systeme sowie zugehörige Software und Dienstleistungen zum Kühlen, Heizen und Temperieren von Festkörpern, Gasen und Flüssigkeiten. Die Märkte der inheco sind die Bereiche Laborautomation, insbesondere für Biotechnologie und Medizintechnik, und Electronics, Elektronikkühlung für Schaltschränke und elektronische Komponenten. Die inheco hat im Geschäftsjahr 2009 wie auch in 2008 den Schwerpunkt auf PCR („Polymerase Chain Reaction“) gesetzt, vor allem aufgrund der erfolgreichen Fortführung eines Großprojekts. Die Verwendung dieses Produkts in neuen Marktbereichen sowie der verstärkte Einsatz des Produkts bei der Analyse des H1 N1 Virus („Schweinegrippe“) haben in 2009 entgegen dem allgemeinen wirtschaftlichen Trend für eine Stabilisierung des Umsatzes gesorgt. Weitere Produktentwicklungen ermöglichen der Gesellschaft den Übertritt vom innovativen Marktbereich der Grundlagen- und Pharmaforschung in das weitaus größere Marktsegment der Diagnostik; erste Serienbelieferungen für diagnostische Anwendungen haben Ende 2009 erfolgreich stattgefunden. Ferner hat sich der Verkauf von Standardprodukten für Laborautomation in Nordamerika mit einem Zuwachs von ca. 27 % erneut deutlich verbessert. So konnte der Umsatz im Krisenjahr 2009 geringfügig von TEUR 7.532 auf TEUR 7.580 gesteigert und ein Jahresüberschuss von TEUR 335 erzielt werden. Außerdem hat sich die Liquiditätssituation der inheco deutlich verbessert, so dass die Gesellschaft in der Lage ist, die Finanzierungsstruktur selbständig aktiv zu gestalten. Das erste Halbjahr 2010 entwickelte sich zufriedenstellend; Umsatz und Ergebnis liegen über dem Plan. Durch die gute Auftragslage und die unverändert sehr gute Marktresonanz erwartet die inheco für die Jahre 2010 und 2011 ein Umsatzwachstum.
Die Maxxtec Aktiengesellschaft, Sinsheim, (kurz: Maxxtec; Beteiligungsquote: 13,56 %, Beteiligungsbuchwert per 30. Juni 2010: TEUR 501, Jahresergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres 2009: TEUR -9.614) ist ein führender Entwickler und Hersteller von Komponenten und integrierten Systemen zur effizienten Energiegewinnung aus fester Biomasse, industrieller Abwärme sowie anderen erneuerbaren Energieträgern. Im Bereich Energiegewinnung aus fester Biomasse ist Maxxtec Marktführer bei Wärmeübertragungsanlagen, bei den ORC-Modulen einer von weltweit zwei Anbietern. Als einziger Anbieter kann die Maxxtec Wärmeübertragungsanlagen und ORC-Module aus einer Hand anbieten. Im ersten Quartal 2009 hat die Siemens Venture Capital GmbH, München (kurz: SVC), als Finanzinvestor eine Kapitalbeteiligung von 20,3 % erworben, wodurch sich der Anteil der Blue Cap auf 13,56 % vermindert hat. In 2009 sanken die Umsatzerlöse um 35 % von EUR 29,0 Mio. auf EUR 18,7 Mio. Diese negative Entwicklung ist insbesondere infolge der Finanzkrise auf Schwierigkeiten potentieller Kunden zurückzuführen, die Projektfinanzierung darzustellen. Dies führte zu einer geringeren Zahl umgesetzter Projekte sowie zu zahlreichen Verschiebungen bei der Realisierung bestehender Aufträge. Das EBIT der Gesellschaft nahm trotz Kostenreduzierung gegenüber dem Vorjahr um TEUR 10.021 auf TEUR -8.767 ab. Gründe hierfür waren neben verminderten Umsätzen und niedrigeren Margen insbesondere nachlaufende Kosten für bereits fakturierte Projekte sowie außerordentliche Kosten für die Beschaffung von Eigenkapital und Wertberichtigungen auf Forderungen und Beteiligungen.
Trotz des Bilanzverlustes und der bilanziellen Überschuldung ist auf der Grundlage eines von einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erstellten Sanierungskonzepts von einer positiven Fortbestehensprognose auszugehen. Infolgedessen haben sich die finanzierenden Banken und die Aktionäre verpflichtet, zusammen der Maxxtec ein Sanierungsdarlehen in Höhe von EUR 1,5 Mio. zu gewähren, welches aus dem Liquiditätszufluss aus einem Projekt zurückgeführt werden soll. Die Maxxtec erwartet für das Geschäftsjahr 2010 infolge des anziehenden Auftragseingangs Umsätze auf dem Vorjahresniveau und aufgrund der eingeleiteten massiven Kostensenkungsmaßnahmen und dem erwarteten Wegfall der das Jahr 2009 belastenden außerordentlichen Kosten ein ausgeglichenes Ergebnis. Die Gesellschaft geht langfristig von einer steigenden Nachfrage nach Produkten zur effizienten Energieerzeugung aus und sieht insbesondere auf dem deutschen Markt durch die in Kraft getretene Novellierung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) und durch das neue Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) deutliche Wachstumschancen.
Die Blue Cap hat im Juli 2009 18,27 % an der PLANATOL Holding GmbH, Rohrdorf, (kurz: Planatol) übernommen und diese Beteiligung im Februar 2010 auf 49,69 % erhöht (Beteiligungsbuchwert zum 30. Juni 2010: TEUR 1.578; Jahresergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres 2009: TEUR 26). Sie ist damit mittelbar zu mehr als 20 % an der PLANATOL System GmbH, Rohrdorf, der PLANATOL Adhesive GmbH, Rohrdorf, der PLANATOL-RECO GmbH, Rohrdorf, und der Biolink Gesellschaft für Verbindungstechnologien mbH, Geretsried, (kurz: Biolink) und der PLANATOL FRANCE S.A.R.L., Bonneuil sur Marne/Frankreich, beteiligt. Zur Unternehmensgruppe gehört neben der Produktion verschiedenster Klebstoffe auch die Fertigung und Entwicklung von speziellen Zusatzaggregaten für Druckmaschinen. Außerdem werden auch bestimmte Formen der Klebstoffbeschichtung im grafischen und industriellen Bereich entwickelt. In dem Tochterunternehmen Biolink entwickelt und produziert Planatol innovative lösungsmittelfreie Klebebänder für industrielle Anwendungen. Die Planatol-Gruppe erzielte im durch die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise geprägten Jahr 2009 insgesamt einen Umsatz von EUR 30,6 Mio. und einen durch Restrukturierungsaufwendungen belasteten Konzernjahresfehlbetrag von TEUR 378. Als Reaktion auf die konjunkturelle Entwicklung wurde in der Unternehmensgruppe ein weitreichendes Programm zur Struktur- und Kostenanpassung eingeleitet, welches von der Planatol konzernübergreifend gesteuert und überwacht worden ist. Das erste Halbjahr 2010 entwickelte sich positiv; Umsatz und Ergebnis liegen deutlich über dem Plan. Für 2010 wird ein deutlich positives Konzernjahresergebnis erwartet.
C) Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Blue Cap erzielte im Geschäftsjahr 2009/2010 aus erbrachten Dienstleistungen (TEUR 361) und Weiterbelastungen (TEUR 36) eine Betriebsleistung in Höhe von TEUR 397; dies entspricht einer Erhöhung um 178 % bzw. TEUR 254. Durch die unterjährige Einstellung zweier weiterer Mitarbeiter und die erstmals ganzjährig angefallenen Gehaltsaufwendungen der im Vorjahr neu eingestellten Mitarbeiter erhöhte sich der Personalaufwand von TEUR 271 auf TEUR 375. Der übrige Betriebsaufwand verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 55 % auf TEUR 257. Das Finanzergebnis verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 27 % auf TEUR 38. Ursächlich hierfür sind die infolge der Umwidmung von Darlehen verminderten Zinsbelastungen an die Beteiligungsunternehmen.
Das neutrale Ergebnis, das im Wesentlichen periodenfremde Erträge und Aufwendungen beinhaltet, stellt sich in Höhe von TEUR -1 gegenüber dem Vorjahr um - TEUR 100 vermindert dar. Das im Geschäftsjahr 2009/2010 erzielte Jahresergebnis beläuft sich auf TEUR -199.
Mittelabflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 239 und aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 1.837 haben zusammen mit den Mittelzuflüssen aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 1.566 zu einem gegenüber dem Vorjahr um TEUR 510 verminderten Finanzmittelbestand geführt. Die Gesellschaft verfügt zum Ende des Geschäftsjahres über positive, kurzfristig verfügbare Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 122.
Das Vermögen der Gesellschaft erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.439 auf TEUR 7.989 und besteht in Höhe von TEUR 7.000 bzw. zu 88 % aus langfristigen Finanzanlagen, zu TEUR 746 bzw. 9 % aus kurzfristigen Forderungen und zu TEUR 241 bzw. 3 % aus Wertpapieren des Umlaufvermögens und flüssigen Mitteln. Der Anteil des Eigenkapitals (TEUR 6.749) am Gesamtkapital (TEUR 7.989) beträgt 84 %.
D) Risiken und Chancen
Allgemeine wirtschaftliche Risiken und Chancen
Allgemeine wirtschaftliche Risiken sind Umstände, auf deren Auftreten das Unternehmen weder mittelbaren noch unmittelbaren Einfluss nehmen kann.
Die allgemeinen konjunkturellen Rahmenbedingungen können Einfluss auf die Geschäftsentwicklung der einzelnen Beteiligungsgesellschaften und damit der Blue Cap nehmen.
Chancen und Risiken können sich ergeben durch das operative Marktumfeld eines Unternehmens einerseits sowie durch die Situation an den Kapitalmärkten anderseits. Solche Einflüsse, wie die sich gegenwärtig wiederbelebende Konjunktur, können sich auch positiv auf die Beteiligungsunternehmen auswirken.
Finanzierungsrisiken und -chancen
Die Finanzierung eines Unternehmens ist in der Regel ein komplexes Gebilde einer Eigen-/ Fremdkapitalstruktur, den Laufzeiten einer Finanzierung, dem Sicherheitsgefüge sowie dem Cashflow. Aufgabe eines Risikomanagements ist es unter anderem, dieses Finanzierungsgebilde auf die operativen Belange des Unternehmens abzustimmen und im Fall von Abweichungen anzupassen. Meist können sich unerwartete Soll-/Ist-Abweichungen ergeben.
Die restriktive Kreditvergabe sowie ein steigendes Zinsniveau führen zu einem Anstieg der Finanzierungskosten, ein fallendes Zinsniveau kann sich negativ auf etwaige Finanzanlagen der Blue Cap bzw. der Beteiligungsunternehmen auswirken.
Unternehmensbezogene Risiken und Chancen
Entsprechend dem Geschäftsansatz „private equity for special situations“ zur Verfügung zu stellen, fokussiert sich die Blue Cap auf mittelständische Nischen-Player, investiert in Unternehmen mit ungenutzter Wertschöpfung und begleitet ihre Beteiligungen aktiv bei der Realisierung der Optimierungspotentiale. Dieses Geschäftsmodell funktioniert relativ unabhängig von den oben beschriebenen Marktbedingungen. Tendenziell gibt es bei schwierigen Marktbedingungen mehr Unternehmen, die in besondere Situationen geraten und damit zum Zielunternehmen werden.
Neben der falschen Einschätzung von Erfolgsfaktoren im Rahmen der Auswahl möglicher Beteiligungsunternehmen können rechtliche und steuerliche Risiken, die sich im Rahmen des Erwerbs wie auch der Veräußerung von Beteiligungsunternehmen typischerweise ergeben, bei ihrer Realisierung nachteilige Auswirkungen auf die Blue Cap haben.
Soweit es nicht gelingt, die strategische Ausrichtung innerhalb der Beteiligungsunternehmen sowie deren organisatorische, personelle und technische Strukturen so anzupassen, dass das jeweilige Beteiligungsunternehmen den Anforderungen des Marktes gerecht wird, können hieraus nachteilige Auswirkungen entstehen. Nachteilige Entwicklungen in den Beteiligungsunternehmen können den Beteiligungsansatz negativ beeinflussen.
Hingegen kann die konsequente Ausnutzung von Potentialen in den Beteiligungsunternehmen zu erheblichen Chancen führen. Dies gilt umso mehr bei Nischenunternehmen mit ausgeprägter Technologie-/Marktpräsenz. Chancen können sich insbesondere auch ergeben durch die Beseitigung von offensichtlichen Schwachstellen innerhalb eines Beteiligungsunternehmens.
E) Risikomanagement
Die Blue Cap betreibt ihr Risikomanagement über ein eigenes Controlling. So verfügt die Blue Cap über ein abgestimmtes, monatliches Reporting aus den Finanzabteilungen der verschiedenen Beteiligungsunternehmen. Durch ein zeitnahes und zielgerichtetes Controlling können Abweichungen rechtzeitig festgestellt, dem Vorstand kommuniziert und Anpassungsmaßnahmen eingeleitet werden.
F) Nachtragsbericht
Die Blue Cap hat in Ausübung von Optionsverträgen mit Datum vom 22. Juli 2010 und 29. Juli 2010 ihre Beteiligung an der Planatol auf 71,56 % erhöht.
Der Vorstand hat mit Beschluss vom 10. August 2010 und Zustimmung des Aufsichtsrates vom selben Tag aufgrund der von der Hauptversammlung vom 6. November 2007 erteilten Ermächtigung teilweise vom genehmigten Kapital (Genehmigte Kapital 2007/I) Gebrauch gemacht. Das Grundkapital ist um EUR 300.000,00 durch die Ausgabe von 300.000 neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00 gegen Bareinlagen erhöht worden. Die Kapitalerhöhung wurde am 18. August 2010 in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen. Das genehmigte Kapital vom 6. November 2007 (Genehmigte Kapital 2007/I) beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch EUR 200.000,00.
G) Prognosebericht
Neben dem Ausbau und der Weiterentwicklung des operativen Geschäftes in den Beteiligungsunternehmen beabsichtigt Blue Cap im laufenden Geschäftsjahr auch weitere Akquisitionen. Die Finanzierung dieser Engagements kann über zusätzliche, am Kapitalmarkt einzuwerbende Eigenmittel, über erfolgreiche Verkäufe bestehender Beteiligungen oder über zusätzliche Fremdkapitalmittel erfolgen. Die Möglichkeiten zur Veräußerung werden durch ein zunehmendes Interesse an Akquisitionen seitens Strategen wiederbelebt. Konkret prüft Blue Cap sowohl die Abgabe einer Beteiligung sowie einen Neuerwerb.
Die Organisationsstruktur der Blue Cap ist auf die Belange des Geschäftsmodells abgestimmt und orientiert sich an den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die Blue Cap wird damit auch ohne weitere Veränderungen in der Lage sein, sowohl ausreichend neue Akquisitionsmöglichkeiten zu prüfen als auch Transaktionen durchzuführen bzw. eingegangene Beteiligungen aktiv zu restrukturieren und zielgerichtet zu steuern.
Insgesamt war die Geschäftsstrategie der Blue Cap, die Beteiligungsunternehmen an das schwierige wirtschaftliche Umfeld anzupassen, erfolgsversprechend. Mit der sich nun abzeichnenden Wiederbelebung des Beteiligungsgeschäftes wird Blue Cap auch seine Aktivitäten am Beteiligungsmarkt ausweiten. Sowohl die Substanz in den bestehenden Unternehmen als auch die erfolgreich abgeschlossenen Restrukturierungen werden bei Finanzierungen von neuen Projekten behilflich sein.
Das Jahresergebnis des Geschäftsjahres 2010/2011 ist insbesondere von der Wertentwicklung in den Beteiligungsunternehmen und von möglichen Beteiligungserträgen oder Anteilsverkäufen abhängig. Sofern sich im nächsten Geschäftsjahr keine Gelegenheiten für erfolgreiche Exits ergeben oder nennenswerte Beteiligungserträge vereinnahmt werden, ist aufgrund des bestehenden Fixkostenblocks von einem Jahresergebnis auf Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres auszugehen.
Blue Cap wird das Geschäftsmodell, sich an technologieorientierten, mittelständischen Nischenunternehmen zu beteiligen, weiter verfolgen und sieht im Zuge von Nachfolgeregelungen auch unvermindert Investitionsmöglichkeiten.
Blue Cap sieht sich hierfür auf dem süddeutschen Beteiligungsmarkt für das laufende und das darauf folgende Geschäftsjahr gut positioniert.
München, 21. September 2010
Blue Cap AG
Vorstand
Dr. Hannspeter Schubert
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
An die Blue Cap AG, München:
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Blue Cap AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2009 bis zum 30. Juni 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, 22. September 2010
**Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Bernhard Steffan, Wirtschaftsprüfer
Matthias Walber, Wirtschaftsprüfer
Der vorliegende Jahresabschluss wurde am 22. September 2010 durch den Aufsichtsrat gebilligt und damit festgestellt.
Blue Cap AG
Vorstand
Dr. Hannspeter Schubert