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Blue Cap AG Annual Report 2015

Feb 23, 2017

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Annual Report

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Publication

Blue Cap AG

München

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015

der Blue Cap AG, München

A. Grundlagen

Geschäftsmodell

Die Blue Cap AG (ISIN: DE000A0JM2M1) ist eine kapitalmarktnotierte Industrieholding mit Sitz in München. Seit 2006 investiert die Blue Cap AG (kurz: Blue Cap) in mittelständische, produzierende Unternehmen in Umbruchsituationen mit klarem Wachstumspotential. Die Zielunternehmen bewegen sich dabei in der Regel in einer Größenordnung zwischen 10 und 50 Mio. Euro Umsatz und verfügen über ein erkennbares und stabiles Kerngeschäft. Unternehmen in einer ungelösten Nachfolgesituation sowie Konzernabspaltungen gehören ebenfalls zu möglichen Beteiligungsoptionen. Der Schwerpunkt der Tätigkeit unserer Zielunternehmen liegt dabei in der Regel in der DACH-Region. Neue Investments werden unter anderem aus einem Netzwerk von Banken, Finanzdienstleistern, Unternehmensberatern, Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern akquiriert. Blue Cap engagiert sich dabei langfristig in den Beteiligungsunternehmen vor Ort mit eigenem operativen Know-how und liquiden Mitteln. Das Management verfügt über langjährige Industrie- und Sanierungserfahrung. Alle Tochtergesellschaften agieren von Anfang an selbstständig und verfolgen unabhängige Strategien. Synergieeffekte innerhalb der Gruppe werden seitens der Blue Cap laufend geprüft. Derzeit sind im Portfolio der Blue Cap Unternehmen aus den Bereichen Klebstofftechnik, Druckverarbeitung, Medizintechnik, Bearbeitung von Industrieschäumen sowie Mess- und Prüfsysteme.

Ziele und Strategien

Das Ziel der Geschäftstätigkeit der Blue Cap AG besteht darin, den Unternehmenswert der Gesellschaft langfristig und nachhaltig zu steigern. Dabei wird der Unternehmenswert der Blue Cap in erster Linie vom Wert der Portfoliounternehmen bestimmt. Vor diesem Hintergrund liegt der Beteiligungsfokus auf einer systematischen Identifizierung und Auswahl von Zielunternehmen mit einem klaren Ergebnisverbesserungspotenzial sowie Wachstumsperspektiven. Die Portfoliounternehmen werden nach dem Erwerb durch operative Verbesserungsprogramme und Liquidität unterstützt und auf ihrem Wachstumspfad bis hin zu einer möglichen Veräußerung der Beteiligung durch ein Team von Spezialisten begleitet. Neben dem organischen Wachstum der Beteiligungsunternehmen prüft Blue Cap auch laufend Add-on-Zukäufe.

Steuerung und Kontrolle

Die Implementierung und Anwendung eines umfassenden Steuerungskonzepts hat maßgeblich Einfluss auf die Wertentwicklung der Blue Cap und deren Portfoliounternehmen. Das Steuerungskonzept der Blue Cap dient dabei als Rahmen für die detaillierten, auf das Tagesgeschäft bezogenen, operativen Steuerungssysteme der Portfoliounternehmen sowie deren operative Aktivitäten. Dabei wird unter anderem die Geschäftsplanung und die Jahresabschlusserstellung durch die Blue Cap geplant und koordiniert. Die Geschäftsplanung der Geschäftsführungen der Portfoliounternehmen entsteht in einem iterativen Prozess durch Abgleich zwischen der Top-down Planung der Blue Cap und der Absatz-, Kosten- und Investitionsplanung der Einzelgesellschaften. Die Planung der Jahresabschlusserstellung wird mit den kaufmännisch Verantwortlichen der Portfoliogesellschaften erarbeitet und die Zeitplaneinhaltung überwacht.

Darüber hinaus werden durch das Beteiligungscontrolling der Blue Cap die Ertrags- und Finanzkennzahlen sowie die Auftragsentwicklung und operative Risiken bei den Portfoliogesellschaften monatlich analysiert und dem Vorstand als Diskussionsgrundlage vorgelegt. Hierbei wird insbesondere die Entwicklung beim Umsatz, operativen Ergebnis, Auftragseingang, Working Capital, Eigenkapital und Verschuldungsgrad analysiert und bewertet. Der Unternehmenswert der einzelnen Beteiligungstöchter dient zudem als weitere Kennzahl bei der Bewertung der Entwicklung des Portfolios.

Ein zentrales Steuerungsinstrument sind die regelmäßigen Sitzungen zwischen Vorstand, Beteiligungsmanagern sowie den Führungsteams der jeweiligen Portfoliogesellschaften. In diesen Sitzungen werden wesentliche Entwicklungen wie wichtige Auftragsvergaben, strategische Investitionen oder Finanzierungen in den Firmen erörtert und Handlungsalternativen festgelegt. Der Vorstand der Blue Cap ist auch in die Festlegung von Verbesserungsprogrammen eingebunden und wird laufend über deren Umsetzungsstand und Ergebnisse informiert. Im Rahmen des Beteiligungsgeschäfts ist der Vorstand in alle wesentlichen Kernprozesse bei der Auswahl und Prüfung von neuen Beteiligungsvorschlägen sowie der Verhandlung von Beteiligungskäufen und -verkäufen maßgeblich involviert.

Aufgrund der Unsicherheit künftiger Entwicklungen ist jede unternehmerische Tätigkeit mit Chancen und Risiken verbunden. Das Steuerungskonzept der Blue Cap dient dazu, Kennzahlen und Prozesse festzulegen, um Entwicklungen in der Unternehmensgruppe frühzeitig zu erkennen sowie Handlungsalternativen zu erarbeiten. Die strategische Steuerung des Gesamtkonzerns erfolgt durch den Vorstand, soweit es die Weiterentwicklung des Beteiligungsportfolios der Blue Cap und wesentliche Entwicklungen und die Ausrichtung der Portfoliogesellschaften sowie deren Finanzierung betrifft. Wichtige Entscheidungen werden in den regelmäßigen, aber auch in außerplanmäßigen, Aufsichtsratssitzungen erörtert und beschlossen.

Forschung und Entwicklung

Die Forschung und Entwicklung erfolgt in den einzelnen Portfoliounternehmen, ausgerichtet an den jeweiligen Marktanforderungen sowie dem individuellen Produktprogramm. Innerhalb des Konzerns wird in jedem Unternehmen darauf geachtet, dass wachstumsunterstützende Entwicklungsziele formuliert und umgesetzt sowie Marktentwicklungen frühzeitig erkannt und im Entwicklungsprozess berücksichtigt werden. Zu den Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in dem Bereich Klebstofftechnik gehören insbesondere die Überarbeitung von Rezepturen, Nutzung neuer Rohstoffe, Entwicklung neuer Anwendungen und kundenindividueller Lösungen, in den Bereichen Klebstoffauftragesysteme, Druckverarbeitung, Bearbeitung von Industrieschäumen sowie Mess- und Prüfsysteme die Modularisierung und Überarbeitung des Produktprogramms und der Einsatz neuer Techniken und in der Medizintechnik die technologische Weiterentwicklung der Produkte und Anpassung von Produkten an regionale und marktseitige Anforderungen.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen1

Die Weltwirtschaft expandierte im Verlauf des Jahres 2015 nur moderat um 2,6 % (Vorjahr: 2,8 %). Während das Bruttoinlandsprodukt in den Industrieländern um 1,9 % (Vorjahr 1,8 %) wuchs, ist das Wachstum in den Schwellenländern auf 3,9 % (Vorjahr: 4,9 %) zurückgegangen. Diese Entwicklung war insbesondere durch das im Verlauf des Jahres 2015 nachlassende Wirtschaftswachstum in China sowie den Rückgang der weltweiten Rohstoffnachfrage gekennzeichnet. Die rohstoffexportierenden Länder Brasilien und Russland zeigten eine im Vorjahresvergleich negative Entwicklung und befinden sich nicht zuletzt wegen der Entwicklung der Rohstoffpreise in der Rezession.

Im Vergleich hierzu stellte sich die Wirtschaftsentwicklung in den Industrieländern weitaus günstiger dar. Innerhalb der großen Industrieländer setzte sich jedoch die konjunkturelle Zweiteilung mit den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich auf der einen Seite und dem Euro-Raum auf der anderen Seite fort. Während die Wirtschaft in den Vereinigten Staaten und im Vereinigten Königreich um jeweils 2,4 % (Vorjahr: 2,4 % bzw. 2,9 %) zulegte, ist das Bruttoinlandsprodukt im Euro-Raum um 1,6 % (Vorjahr: 0,9 %) gewachsen. Die starke Wachstumsdynamik in den Vereinigten Staaten und im Vereinigten Königreich wird durch einen hohen Auslastungsgrad der Produktionskapazitäten und einen Arbeitsmarkt nahe der Vollbeschäftigung begleitet. Zwar hat sich die Wirtschaft des Euro-Raums ebenfalls etwas belebt, jedoch ist das insbesondere auf mehrere konjunkturelle Sonderfaktoren zurück zu führen. Trotz leichter Fortschritte befindet sich die Arbeitslosigkeit im Euro-Raum immer noch auf einem hohen Niveau und die Produktionskapazitäten sind in fast allen Mitgliedsstaaten unterausgelastet. Ein selbsttragender Aufschwung ist im Euro-Raum derzeit nicht in Sicht.

Zu den stützenden Sondereinflüssen im Euro-Raum zählten insbesondere die extrem lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und die Abwertung des Euro, die temporär zu einem Wachstum der europäischen Wirtschaft beigetragen haben. Aber auch der starke Ölpreisrückgang hat die Kaufkraft der privaten Haushalte erhöht und zu einem spürbaren Anstieg des privaten Konsums geführt. Ferner haben die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union ihre Konsolidierungsanstrengungen deutlich zurückgefahren. In Anbetracht dieser Sonderfaktoren und der aus ihnen folgenden positiven Effekte ist die aktuelle Wirtschaftsdynamik im Euro-Raum eher enttäuschend.

Das stabile Wirtschaftswachstum in Deutschland setzte sich auch im Jahr 2015 fort. Die deutsche Wirtschaft ist mit 1,7 % (Vorjahr: 1,6 %) im gleichen Tempo wie im Vorjahr gewachsen. Der Aufschwung wird durch die gute Lage am deutschen Arbeitsmarkt und einem damit einhergehenden weiteren Rückgang der Arbeitslosenquote auf 6,4 % (Vorjahr: 6,7 %), die stark gesunkenen Energiepreise sowie die daraus resultierende Ausweitung des privaten Konsums getragen. Auch hat die Abwertung des Euro die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Exporteure verbessert und trug somit zu einem Anstieg der Ausfuhren in Länder außerhalb des Euro-Raums bei. Die deutschen Exporte sind insgesamt trotz der eher verhaltenen Entwicklung des Welthandels mit einer Zuwachsrate von 6,2 % (Vorjahr: 4,0 %) kräftig expandiert. Da sich durch die gute Binnennachfrage die Importe voraussichtlich ähnlich stark ausweiteten, ergibt sich insgesamt mit 0,4 % ein Wachstumsbeitrag des Außenhandels in gleicher Höhe wie im Vorjahr. Die Investitionstätigkeit der deutschen Wirtschaft hat sich hingegen eher moderat entwickelt. Dies deutet auf eine eher verhaltene Erwartung der Unternehmen über die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung hin.

1 Vgl. Jahresgutachten 2015/2016 des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage, veröffentlicht am 11.11.2015

Risiken für die Weltwirtschaft ergeben sich insbesondere aus einer erwarteten Erhöhung des Leitzinses in den Vereinigten Staaten und im Vereinigten Königreich sowie aus dem Ausmaß der Abkühlung des Wachstums in China. Weitere Risiken bestehen bei einem möglichen EU-Austritt des Vereinigten Königreichs sowie einer Ausweitung der militärischen Konflikte zwischen der Ukraine und Russland. Im Vergleich zu früheren Jahren ist im Euro-Raum die Gefahr eines Wiederaufflammens der europäischen Wirtschaftskrise insgesamt gesunken. Jedoch ist die Konjunkturerholung in der Euro-Zone fragil, da sie auf Sonderfaktoren basiert, deren Wirkung im kommenden Jahr nach und nach abnehmen wird. Sofern die Reformanstrengungen in den Mitgliedsländern nicht intensiviert werden, dürften sich die Wachstumsaussichten in der Euro-Zone wieder eintrüben.

Beteiligungsmarkt und Branchenumfeld2

Nach dem Rekordjahr 2014 lag das Investitionsvolumen im deutschen Beteiligungskapitalmarkt im Jahr 2015 bei 5,3 Mrd. Euro. Damit bewegte sich das Investitionsvolumen im Geschäftsjahr zwar unter dem des Vorjahres (7,1 Mrd. Euro), jedoch über dem Jahr 2013 (5,1 Mrd. Euro). Deutschland war dabei erneut der attraktivste Beteiligungsmarkt innerhalb Westeuropas. Die Finanzinvestoren schätzen insbesondere die in Deutschland gut entwickelte Infrastruktur und die hohe Anzahl an qualifizierten Arbeitskräften.

Von den in Deutschland durch Finanzinvestoren erworbenen Unternehmen hatten rund 90 % weniger als 200 Mitarbeiter sowie weniger als 50 Mio. Euro Umsatz. Somit lagen insbesondere Investitionen in kleine und mittelständische Unternehmen im Fokus der Beteiligungsbranche. Begleitet von einem guten Finanzierungsumfeld sowie einer positiven konjunkturellen Entwicklung entfielen 71 % bzw. 3,8 Mrd. Euro der Investitionen auf Mehrheitsbeteiligungen (sog. Buy-Outs). Im Bereich Venture Capital wurden 15 % bzw. 0,78 Mrd. Euro und im Bereich Mehrheitsbeteiligungen (Growth, Replacement/Turnaround) 14 % bzw. 0,68 Mrd. Euro investiert. Dabei wurden insgesamt 25 % des Investitionsvolumens in Unternehmen im Bereich Unternehmens-/Industrieerzeugnisse, 24 % im Bereich Konsumgüter/Handel, 18 % im Bereich Life Sciences sowie 8 % in Firmen mit dem Geschäftsbereich Kommunikationstechnologien/-inhalte investiert.

Nicht zuletzt aufgrund des anhaltend hohen Bewertungsniveaus im Beteiligungsmarkt rückt der Fokus von Finanzinvestoren zunehmend auf ein aktives Portfoliomanagement und die Einführung operativer Verbesserungen in Portfoliounternehmen, um die gewünschten Renditen zu erzielen. Neue Investitionsentscheidungen werden ebenfalls stark von möglichen betrieblichen Verbesserungen wie Effizienzsteigerungen, Einkaufsoptimierung oder Working Capital Management beeinflusst. Dieser Trend dürfte auch in 2016 anhalten, so dass auch im kommenden Jahr mit einem starken Wettbewerb im Beteiligungsmarkt für Unternehmen in Umbruchsituationen zu rechnen ist.

2 Vgl. Private Equity-Prognose 2016 sowie die BVK-Statistik 2015 des Bundesverbands Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften, veröffentlicht im Februar 2016 sowie der Private Equity Trend Report 2016 der PricewaterhouseCoopers AG, veröffentlicht im Februar 2016

Für das Jahr 2016 wird im Beteiligungskapitalmarkt mit einem weiteren Investitionsanstieg im Vorjahresvergleich gerechnet. So prognostizieren mehr als 90 % der im Rahmen der Private Equity-Prognose 2016 des Bundesverbands Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften befragten Gesellschaften eine Zunahme der eigenen Investitionen, jedoch zumindest eine Entwicklung auf dem Niveau des Jahres 2015. Wie schon in den vergangenen Jahren dürften auch im kommenden Jahr Investoren von der anhaltenden Niedrigzinspolitik der EZB und somit günstigen Finanzierungskonditionen profitieren. Dabei dürfte das hohe Bewertungsniveau im Beteiligungskapitalmarkt jedoch auch in 2016 nicht sinken, so dass auch im kommenden Jahr mit hohen Multiplikatoren im Rahmen von Unternehmenskäufen zu rechnen ist.

Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase rückt die Anlageklasse Private Equity zunehmend in den Fokus von institutionellen Investoren, die nach weiteren Anlagemöglichkeiten suchen. So haben über 80 % der im Rahmen der Private Equity Prognose befragten Beteiligungsgesellschaften eine gleichbleibende oder positivere Sicht der eigenen Investoren auf das Anlagesegment Private Equity festgestellt. Auch die Blue Cap hat als kapitalmarktnotierte Beteiligungsgesellschaft ein steigendes Interesse von Investoren an der Blue Cap Aktie registriert und konnte in den vergangenen Jahren mehrere Kapitalerhöhungen erfolgreich platzieren. Für das kommende Geschäftsjahr wird ein anhaltend starkes Interesse von Investoren an der Anlageklasse Private Equity erwartet.

Geschäftsverlauf

Die Blue Cap AG war mit ihren Unternehmen im Jahr 2015 in den Bereichen Klebstofftechnik, Druckverarbeitung, Medizintechnik, Bearbeitung von Industrieschäumen sowie Mess- und Prüfsysteme mit Produktions- und Vertriebsstandorten in Deutschland sowie weiteren wichtigen Industrieländern tätig.

Der Bereich Klebstofftechnik umfasst die Sparten Klebstoffe, Beschichtung und Klebstoffauftragesysteme. In der Sparte Klebstoffe werden Klebstoffsysteme für industrielle Anwendungen in der Druck- und grafischen Industrie sowie in den Branchen Verpackung, Möbel und Holzverarbeitung hergestellt. Die Umsatzerlöse lagen im Geschäftsjahr trotz einer moderaten konjunkturellen Entwicklung in den relevanten Klebstoffmärkten leicht unter dem Vorjahr (TEUR 33.546; i. Vj. TEUR 34.298). Das lag insbesondere an einer im Jahr 2015 erfolgreich durchgeführten Bereinigung des Portfolios um margenschwache Klebstoffprodukte sowie dem erfolgreichen Abschluss der im Vorjahr eingeleiteten Reorganisationsmaßnahmen zur Kostendegression an den Standorten Rohrdorf und Herford. In der Folge war das Ergebnis im Klebstoffbereich über dem Vorjahr.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde in der Sparte Beschichtungen der begonnene Wachstumskurs weiter fortgesetzt. Die Umsatzerlöse lagen insbesondere bei Klebebandprodukten und Stanzteilen für die Bereiche Automotive und Bau über den Erwartungen. Jedoch auch die Märkte Luftfahrt, Elektro und Viscom entwickelten sich positiv. Die Marktanteile in der Sparte Beschichtungen konnten weiter ausgebaut werden. Der Umsatz wurde insgesamt um 6,3 % bzw. TEUR 963 auf TEUR 16.271 erhöht (i. Vj. TEUR 15.308).

Die Sparte Klebstoffauftragesysteme befindet sich mit Auftragesystemen für Falzklebung in einem insgesamt durch Investitionszurückhaltung geprägten Marktumfeld. Dennoch konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr zahlreiche neue Aufträge für den Austausch von Klebstoffauftragesystemen bei bestehenden Druckmaschinen gewonnen werden. Dieser Trend setzte sich auch im Jahr 2016 fort und führt zu einer Verringerung der Abhängigkeit von Aufträgen für neue Druckmaschinen. In der Folge konnte im Geschäftsjahr der Umsatz um 12,1 % bzw. TEUR 443 auf TEUR 4.110 erhöht werden (i. Vj. TEUR 3.667).

In der Druckverarbeitung werden Komplettanlagen und Maschinen zum Bearbeiten, Fördern und Palettieren von Druckerzeugnissen hergestellt sowie weitere After-Sales-Services angeboten. Das Jahr 2015 war geprägt von einer Investitionszurückhaltung bei neuen Druckmaschinen sowie Weiterverarbeitungsanlagen. In der Folge wurden mehrere Großaufträge auf das Folgejahr verschoben. Die Umsatzerlöse lagen mit TEUR 12.487 unter denen des Vorjahres mit TEUR 17.891. Aufgrund der zunehmenden Kompetenzverlagerung von Mechanik zu moderner Steuerungstechnik und der Konzentration auf größere Anlagenprojekte wurde das Nebenwerk der Gämmerler GmbH in Leisnig geschlossen und der Hauptstandort in Geretsried-Gelting weiter ausgebaut. Die Maßnahme wurde im Verlauf des Jahres 2015 erfolgreich abgeschlossen und führt künftig zu einer Senkung und Variabilisierung der Fertigungskosten.

In dem Bereich Medizintechnik sind die Firmen WISAP GmbH in Hofolding sowie em-tec GmbH in

Finning tätig. WISAP fertigt und vertreibt medizinische Instrumente und Geräte für die Anwendungsbereiche der endoskopischen Laparoskopie und Gynäkologie und vertreibt seine Produkte über ein Händlernetzwerk weltweit in über 35 Länder. Nach einem starken Umsatzwachstum mit chinesischen Kunden im Jahr 2014 sind die Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr bei WISAP leicht zurückgegangen (TEUR 2.582; i. Vj. TEUR 2.716). Ursächlich hierfür war insbesondere die Umsatzentwicklung in China. Für das kommende Jahr erwartet WISAP eine Stabilisierung der Umsätze bei Neukunden über dem Niveau des Jahres 2015. Die Firma em-tec GmbH wurde im Jahr 2014 erworben und zum 1. Oktober 2014 erstkonsolidiert. Em-tec entwickelt und produziert kundenspezifische Lösungen für die nicht-invasive Flussmessung mit der Ultraschalltechnik im Bereich Medizin sowie anderen industriellen Anwendungsbereichen. Die Umsatzentwicklung bei em-tec entsprach im Kalenderjahr 2015 mit TEUR 5.342 dem Plan und ist aufgrund der Erstkonsolidierung der Gesellschaft zum 1. Oktober 2014 nicht mit dem Vorjahr (i.Vj. TEUR 1.294) vergleichbar. Trotz des Wegfalls eines Entwicklungs- und Fertigungsauftrags für einen Großkunden in Nordamerika hat sich der Umsatz bei em-tec zufriedenstellend entwickelt. Das lag insbesondere an neuen gewonnenen Entwicklungsprojekten im Bereich Herz-Unterstützungs-Systeme sowie einem insgesamt wachsenden Absatz von Produkten für die Flussmessung.

Die im Bereich Bearbeitung von Industrieschäumen tätige SMB-David finishing lines GmbH stellt maschinelle Anlagen für die Bearbeitung von Dämmstoffen und Industrieschäumen für die Baustoffindustrie her und bietet zudem Ersatzteile und Services für das Anlagensortiment an. Daneben sind Anlagen für die Bearbeitung von Kernmaterialien für Composite Produkte, die beispielsweise im Automotivebereich verwendet werden, von wachsender Bedeutung. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr konnten erstmals mehrere Projekte in diesem Bereich gewonnen werden. Insgesamt waren die Umsatzerlöse im Jahr 2015 mit TEUR 2.880 deutlich über dem Vorjahr mit TEUR 1.357. Die schwierige Situation im ehemals wichtigen russischen Markt konnte durch Kundenbestellungen aus anderen Baustoffbereichen und aus dem Bereich Composite Bauteile deutlich überkompensiert werden. Für das kommende Geschäftsjahr wird aufgrund des hohen Auftragsbestands von einer anhaltend positiven Geschäftsentwicklung ausgegangen.

In dem Bereich Mess- und Prüfsysteme (nokra Optische Prüftechnik und Automation GmbH) werden

laser-optische in-line Messsysteme für geometrische Größen mit Anwendung in der Stahl-, Aluminium- und Automobilindustrie hergestellt. Die Entwicklung des Bereichs lag bedingt durch mehrere Projektverschiebungen bei Kunden im ersten Halbjahr 2015 unter dem Vorjahr. Dabei führten sowohl Verschiebungen von Investitionen im Bereich Stahl-/Walzwerksbau als auch bei der Neuerrichtung von Automobilproduktionsstätten zu einem Rückgang des Auftragseingangs. Dieser Trend kehrte sich im zweiten Halbjahr 2015 um, jedoch konnte der Umsatzrückgang des ersten Halbjahres nicht mehr aufgeholt werden. Insgesamt lagen die Umsatzerlöse mit TEUR 2.442 unter Plan. Aufgrund der Erstkonsolidierung der Gesellschaft im Kalenderjahr 2014 sind die Umsatzerlöse des abgelaufenen Geschäftsjahres nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Für das kommende Jahr wird eine Stabilisierung des Auftragseingangs und der Umsatzerlöse über dem Niveau des Jahres 2015 erwartet.

Ertragslage

Der Konzernumsatz der Blue Cap-Unternehmensgruppe erhöhte sich im Geschäftsjahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.256 auf TEUR 79.779. Der Konzernumsatz verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Sparten:

2015 2014
TEUR % TEUR %
--- --- --- --- ---
Klebstofftechnik 53.928 67,6 53.273 67,8
Druckverarbeitung 12.487 15,7 17.891 22,8
Medizintechnik 7.922 9,9 4.010 5,1
Bearbeitung von Industrieschäumen 2.880 3,6 1.357 1,7
Mess- und Prüfsysteme 2.442 3,1 0 0,0
Sonstige Dienstleistungen/Übrige 120 0,2 1.992 2,6
79.779 100,0 78.523 100,0

Die Umsatzerlöse sind im Geschäftsjahr 2015 um ca. 1,6 % gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Der durch Projektverschiebungen bedingte Umsatzrückgang im Bereich Druckverarbeitung konnte vollständig ausgeglichen werden. Das liegt neben der insgesamt positiven Geschäftsentwicklung auch daran, dass die Umsätze der zum 30. September 2014 erstkonsolidierten em-tec GmbH und der zum 31. Dezember 2014 erstkonsolidierten nokra Optische Prüftechnik und Automation GmbH im Geschäftsjahr 2015 erstmalig voll enthalten sind.

Unter den Umsatzerlösen waren im Vorjahr Erlöse (TEUR 1.900) aus dem Verkauf einer Forderung enthalten, die in Zusammenhang mit dem Bereich Klebstoffe steht und aus Konzernsicht der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zuzurechnen ist. Entsprechend wurde der Abgang der zu Anschaffungskosten bewerteten Forderung (TEUR 162) im Vorjahr unter den Aufwendungen für bezogene Waren erfasst. In der Verteilung des Konzernumsatzes entfallen auf den deutschen Markt 49,6 % bzw. TEUR 39.554 (i. Vj. 47,2 % bzw. TEUR 37.071) und auf das Ausland 50,4 % bzw. TEUR 40.225 (i.Vj. 52,8 % bzw. TEUR 41.452).

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 242; i. Vj. TEUR 84), Investitionszuschüsse (TEUR 161, i. Vj. TEUR 85), Kursdifferenzen (TEUR 123; i. Vj. TEUR 119), Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen (TEUR 31; i. Vj. TEUR 49), Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen sowie aus abgeschriebenen Forderungen (TEUR 17, i. Vj. TEUR 89) erfasst. Im Vorjahr waren zudem auch Erträge aus einem im Wege des Vergleichs beendeten Wettbewerbsrechtstreit (TEUR 0; i. Vj. TEUR 645) enthalten.

Die Gesamtleistung3 des Konzerns lag im Geschäftsjahr 2015 bei TEUR 81.278 (i. Vj. TEUR 80.377). Die Materialeinsatzquote4 ist insbesondere aufgrund eines veränderten Produktmix von 48,7 % im Vorjahr auf 47,5 % im Geschäftsjahr 2015 gesunken.

In der Folge konnte im Konzern ein Rohertrag von TEUR 42.673 (i. Vj. TEUR 41.258) und eine Rohertragsquote von 52,5 % (i. Vj. 51,3 %) erzielt werden.

3 Gesamtleistung setzt sich zusammen aus: Umsatzerlöse + Bestandsveränderung + aktivierte Eigenleistungen + sonstige betriebliche Erträge.

4 Materialeinsatzquote berechnet sich aus dem Quotient des Materialaufwands und der Gesamtleistung.

Die Personalaufwendungen im Konzern betragen TEUR 24.063 (i. Vj. TEUR 22.421) und die Personalaufwandsquote5 beträgt 29,6 % (i. Vj. 27,9 %) der Gesamtleistung. Die Zunahme um TEUR 1.642 gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Personalaufwendungen der zum 30. September 2014 erstkonsolidierten em-tec GmbH und der zum 31. Dezember 2014 erstkonsolidierten nokra Optische Prüftechnik und Automation GmbH im Geschäftsjahr 2015 erstmalig voll enthalten sind.

Im Verhältnis zur Gesamtleistung haben die übrigen Aufwendungen6 um TEUR 170 auf TEUR 13.001 abgenommen und liegen mit 16,0 % der Gesamtleistung unter dem Vorjahr (16,4 %).

Das Betriebsergebnis7 ist im Geschäftsjahr 2015 um TEUR 510 auf TEUR 3.601 (i. Vj. TEUR 4.111) gesunken und entspricht 4,4 % (i. Vj. 5,1 %) der Gesamtleistung.

Das negative Zinsergebnis in Höhe von TEUR 1.177 (i. Vj. TEUR 1.056) ist im Wesentlichen durch die im Rahmen der Wachstumsstrategie durchgeführten Akquisitionen und Investitionen belastet.

Das außerordentliche Ergebnis ist maßgeblich durch die Schließung des Werks der Gämmerler GmbH in Leisnig geprägt. Hierbei sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 813 und Erträge in Höhe von TEUR 218 angefallen.

Das Konzernergebnis vor Ertragsteuern beträgt TEUR 1.891 und ist somit um TEUR 936 niedriger als im Vorjahr (i. Vj. TEUR 2.827). Das liegt insbesondere an einem durch Projektverschiebungen bedingten Umsatzrückgang sowie Umstrukturierungskosten im Geschäftsbereich Druckverarbeitung. Der EBIT8 beträgt TEUR 3.696 (i. Vj. TEUR 4.227); der EBITDA9 hat sich im Geschäftsjahr auf TEUR 5.705 (i. Vj. TEUR 5.782) erhöht. Die EBITDA-Quote beträgt somit 7,1 % der Gesamtleistung und liegt leicht unter dem Vorjahresniveau mit 7,2 %.

Finanz- und Vermögenslage

Mittelzuflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 3.422 und die Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 1.656 (im Wesentlichen Investitionen von TEUR 2.072) haben zusammen mit den Mittelzuflüssen aus der Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 6.013 (im Wesentlichen aus Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen (TEUR 2.789) und Aufnahme von Finanzkrediten (TEUR 7.420) vermindert um die Auszahlungen für Zinsen (TEUR 1.157) und die Tilgung von Finanzkrediten (TEUR 3.146)) zu einer zahlungswirksamen Zunahme des Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 7.779 geführt. Unter Berücksichtigung der wechselkursbedingten Erhöhung des Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 73 errechnet sich zum Konzerngeschäftsjahresende ein Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 270. Zum 31. Dezember 2015 verfügt der Blue Cap-Konzern über ein Liquiditätspolster in Höhe von insgesamt TEUR 19.971, davon TEUR 11.496 an Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sowie TEUR 8.475 an freien Kreditlinien.

Die Bilanzsumme des Konzerns beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 63.720 (i. Vj. TEUR 56.406) und besteht in Höhe von TEUR 29.523 (i. Vj. TEUR 29.615) bzw. 46,3 % (i. Vj. 52,5 %) aus langfristigem Vermögen. Der Anteil der Vorräte abzüglich erhaltener absetzbarer Anzahlungen (TEUR 11.073; i. Vj. TEUR 10.918) beläuft sich auf 17,4 % (i. Vj. 19,4 %), der Anteil der flüssigen Mittel (TEUR 11.496; i. Vj. TEUR 4.795) auf 18,0 % (i. Vj. 8,5 %).

Der Anteil des Eigenkapitals (TEUR 19.821; i. Vj. TEUR 15.964) am Gesamtkapital ist auf 31,1 % (i. Vj. 28,3 %) angewachsen. Die längerfristigen Schuldposten belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 20.217 (i. Vj. TEUR 15.559) und betragen 31,7 % (i. Vj. 27,6 %) der Bilanzsumme.

5 Personalaufwandsquote berechnet sich aus dem Quotienten des Personalaufwands und der Gesamtleistung.

6 Übrige Aufwendungen setzen sich zusammen aus: sonstige betriebliche Aufwendungen + sonstige Steuern.

7 Im Betriebsergebnis sind die sonstigen Steuern berücksichtigt.

8 EBIT (Earnings before interest and taxes) entspricht dem Betriebsergebnis ohne Berücksichtigung der sonstigen Steuern.

9 EBITDA (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortiziation) entspricht dem Betriebsergebnis ohne Berücksichtigung der sonstigen Steuern sowie der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen.

Das Working Capital hat sich im Geschäftsjahr auf TEUR 10.515 (i. Vj. TEUR 1.908) deutlich erhöht. Das liegt insbesondere an der Zunahme des Kassenbestands und der Bankguthaben bei Kreditinstituten.

Die im Rahmen einer Erstkonsolidierung im Geschäftsjahr 2015 in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände betrugen insgesamt TEUR 25 (i. Vj. TEUR 9.588), die übernommenen Schulden insgesamt TEUR 0 (i. Vj. TEUR 3.107); auf den Konzernanhang Abschnitt B. wird verwiesen.

Personal

Im Geschäftsjahr 2015 waren im Konzern durchschnittlich 420 (i. Vj. 426) Mitarbeiter und 24 (i. Vj. 28) Auszubildende beschäftigt. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem Personalabbau im Zuge der Schließung des Werks der Gämmerler GmbH in Leisnig. Gegenläufig wirkte, dass im Vorjahr die Mitarbeiterzahlen der em-tec GmbH Werner Heinze und der nokra Optische Prüftechnik und Automation GmbH nur anteilig berücksichtigt waren. Die Blue Cap-Gruppe legt großen Wert auf eine qualifizierte Ausbildung, um den langfristigen Bedarf an gut ausgebildetem Personal decken zu können und der demographischen Entwicklung entgegenzuwirken. Außerdem wird im Rahmen von Nachfolgeregelungen versucht, hochqualifiziertes Fachpersonal nachhaltig in den Mitarbeiterstamm zu integrieren.

C. Nachtragsbericht

Im Rahmen eines Asset-Deals (Kaufverträge vom 22. Januar 2016/28. Januar 2016) hat das Tochterunternehmen der Blue Cap AG, die Blue Cap 06 GmbH, München, wesentliches Anlage- und Umlaufvermögen sowie einen Teil des Geschäftsbetriebs der ehemaligen Carl Schaefer GmbH & Co. KG, Pforzheim, übernommen. Des Weiteren wurde die Firma der übernehmenden Gesellschaft in Carl Schaefer Gold- und Silberscheideanstalt GmbH geändert sowie der Firmensitz nach Pforzheim verlegt. Carl Schaefer wurde 1861 von dem Namensgeber gegründet und ist als Goldscheideanstalt im Bereich der Rückgewinnung von Edelmetallen sowie dem Handel mit Edelmetall-Produkten tätig.

Darüber hinaus hat die Blue Cap über ihre Tochtergesellschaft Blue Cap 07 GmbH, München, mit Kaufvertrag vom 13. Mai 2016 im Wege eines Asset-Deals wesentliches Anlage- und Umlaufvermögen sowie den Geschäftsbetrieb der Neschen AG, Bückeburg, übernommen. Auch wurden die 100%igen Beteiligungen an der Filmolux Deutschland GmbH, Bückeburg, sowie den ausländischen Tochtergesellschaften Filmolux Benelux B.V., Raalte/Niederlande, Filmolux S.a.r.l., Paris/Frankreich, Filmolux Italia s.r.l., Bagnolo/Italien, und Filmolux Austria GmbH, Wien/Österreich, übernommen. Der Kaufvertrag steht unter dem Vorbehalt der Abgabe von Freigabeerklärungen der Sandton Financing III (Luxemburg) S.a.r.l. sowie J.P.Morgan Bank Dublin plc. Ebenso muss der Gläubigerausschuss der Neschen AG i.I. der Vereinbarung noch zustimmen. Neschen ist ein führender Hersteller von klebstoffbeschichteten Produkten für die Druck- und Werbeindustrie sowie Schutzfolien und weiteren Produkten für technische Anwendungen. Mit dieser Akquisition baut Blue Cap das Engagement im Bereich der Klebstoffverarbeitung weiter aus. Zwischen den Beteiligungen Planatol und Biolink und der neu erworbenen Neschen ergeben sich eine Reihe von Synergieeffekten im Bereich der Klebstoffherstellung sowie im internationalen Vertrieb der Produkte.

Darüber hinaus haben sich nach Ende des Geschäftsjahres keine weiteren wesentlichen Vorfälle ergeben.

D. Risiken, Chancen und Prognosebericht

Allgemeine wirtschaftliche Risiken und Chancen

Die Rahmenbedingungen für unternehmerisches Handeln werden vielseitig bestimmt. Insbesondere konjunkturelle, weltpolitische oder nationale Einflüsse können von den Unternehmen nicht oder nur schwer beeinflusst werden. Ihre Veränderungen können sich jedoch auf den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens mittelbar oder unmittelbar auswirken.

Chancen und Risiken können sich auch aus den Finanz- und Kapitalmärkten und deren Rückwirkungen auf die Realwirtschaft ergeben. Insbesondere durch die internationalen Verflechtungen kann die Wettbewerbsfähigkeit eines Beteiligungsunternehmens auch sehr stark durch die Wirtschafts- und Währungspolitik anderer Länder beeinflusst sein. Zum mittel- und langfristigen Risiko muss man auch die immer noch andauernde Euro-Krise zählen. Ihre Auswirkungen lassen sich nur schwer vorhersehen.

Schließlich wird das Risikoprofil auch noch durch die innen- und außenpolitische Ausrichtung Deutschlands in den nächsten Jahren bestimmt. Die Steuerpolitik – auch für die Unternehmen – wird durch die zukünftige gesellschaftliche Diskussion bestimmt. Außenpolitisch ergeben sich durch das Handeln der Bundesregierung und den Reaktionen hierauf erhebliche Rückwirkungen.

Finanzierungsrisiken und -chancen

Die Finanzierung eines Unternehmens besteht in der Regel aus einem Geflecht aus Eigen- und Fremdkapital, wobei das Rating und die Risikomargen der Kapitalgeber eine wesentliche Rolle spielen. Laufzeiten der Finanzierungen, das Sicherheitsbedürfnis der Kapitalgeber und die Synchronisation der Cashflowströme bestimmen die Stabilität dieses Geflechts. Aufgabe eines Risikomanagements ist es unter anderem, dieses Finanzierungsgebilde auf die operativen Belange des Unternehmens abzustimmen und im Fall von Abweichungen anzupassen. Risiken können sich aus unerwarteten Soll-Ist-Abweichungen ergeben.

Eine restriktive Kreditvergabe sowie ein steigendes Zinsniveau können zu einem Anstieg der Finanzierungskosten führen, ein steigendes Zinsniveau kann sich auch negativ auf etwaige Finanzanlagen der Blue Cap bzw. der Beteiligungsunternehmen auswirken.

Zu den Instrumentarien der Finanzierung im Konzern zählen im Wesentlichen die Verwaltung und Steuerung der Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden und Lieferanten, der Bestände an Vorräten und Waren sowie der Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Die Konzernunternehmen verfügen über langfristige und stabile Geschäftsbeziehungen. Forderungen gehen innerhalb der Zahlungsfristen ein. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanzieren sich die Konzerngesellschaften überwiegend mittels Lieferantenkrediten und über Kreditlinien mehrerer Banken. Ausrüstungsgegenstände und Immobilien sind langfristig finanziert.

Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügen die Konzernunternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Zudem werden Einzelrisiken in Projektgeschäften durch den Abschluss einer Warenkreditversicherung oder entsprechende Garantien individuell abgesichert. Das Einzelrisiko wird durch entsprechende Limitierung oder Sicherheiten beschränkt.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird für jedes Beteiligungsunternehmen ein Liquiditätsplan geführt und überwacht. Die wesentlichen Einnahmen- und Ausgabenströme aus operativer Geschäftstätigkeit, aber auch aus nennenswerten Einzelprojekten sowie aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden darin zur Synchronisierung erfasst. Für das Projekt- bzw. Handelsgeschäft wird ein Liquiditätsplan erstellt, der einen Überblick über die Geldaus- und Geldeingänge vermittelt. Soweit Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen.

Unternehmensbezogene Risiken und Chancen

Die Geschäftstätigkeit und der Geschäftsverlauf der operativ tätigen Unternehmensbereiche bestimmen im Konzernverbund das Chancen- und Risiko-Profil der Unternehmensgruppe. Die Geschäfte in den verschiedenen Geschäftsbereichen entwickeln sich unterschiedlich, unter anderem abhängig vom jeweiligen Reorganisationsstand in den Unternehmen, außerordentlichen Belastungen oder positiven Sondereinflüssen und der jeweiligen Nachfrage, die wiederum im Konsumgüter- und Investitionsgütersegment unterschiedlich ausfällt. In sämtlichen operativen Einheiten sind Impulse und Maßnahmen gesetzt, um Produkte zu entwickeln, die Märkte intensiver zu bearbeiten, die Fertigung effizienter zu gestalten, die Materialkosten zu senken, das Personal zu qualifizieren und das Wachstum sowie die Produktivität zu fördern. Schwierigen Marktbedingungen in der Druckindustrie wird entsprechend begegnet. Dennoch ist die Veränderung des Marktes nicht abgeschlossen und muss deswegen antizipiert werden. Wachstumsmöglichkeiten, wie in der Klebstoffbranche allgemein oder in der Medizintechnik, werden bestmöglich genutzt.

Preisschwankungen auf den Beschaffungsmärkten können Chancen, aber auch Risiken mit sich bringen und unsere Herstellungskosten negativ beeinflussen. Die mangelnde Verfügbarkeit einzelner Vorprodukte, plötzliche Lieferantenausfälle, die verzögerte Lieferung von Komponenten und die Lieferung von Vorprodukten minderer Qualität sind weitere Risiken auf den Beschaffungsmärkten. Diesen Risiken wird durch eine kontinuierliche Recherche nach neuen Bezugsquellen, ein kontinuierliches Lieferantenmonitoring und regelmäßige Lieferantengespräche sowie Qualitätskontrollen entgegengesteuert. Mit Lieferanten wichtiger Komponenten werden dabei strategische Partnerschaften eingegangen. Gleichzeitig ist man auf die Unabhängigkeit von einzelnen Lieferanten bedacht.

In den Unternehmensbereichen mit Prozessfertigung bestehen Produktionsrisiken grundsätzlich in einer zu niedrigen Kapazitätsauslastung aufgrund etwaiger Volumenrückgänge. In den Unternehmen aus den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau bestehen Konstruktions-, Kalkulations- und Projektmanagementrisiken. Bei verspäteter oder mangelhafter Fertigstellung oder Lieferung können Nacharbeitskosten und ggf. Vertragsstrafen anfallen. Eine flexible Produktionssteuerung, ein effektiv organisiertes Projektmanagement sowie die Steuerung und Begrenzung vertraglicher Risiken dienen als Instrumente des Risikomanagements. Qualitätskontrollen, Zertifizierungen und die Qualifikation der Mitarbeiter sowie die regelmäßige Wartung unserer Anlagen tragen zur Minimierung der Produktionsrisiken bei.

Die Unternehmen innerhalb der Gruppe befinden sich in einem unterschiedlichen Entwicklungsstadium. Risiken, die im Zusammenhang mit einer Restrukturierung entstehen, sind in der Regel branchenunabhängig und bedürfen einer gesonderten Betrachtung. Zu unterscheiden sind kurzfristig erforderliche, meist auf Unternehmensabläufe, Kosten und Liquidität ausgerichtete Maßnahmen sowie langfristige Maßnahmen zur strategischen Ausrichtung. Letztere sind meist mit nachhaltigen Entwicklungsaufgaben und Investitionsprogrammen verbunden. Risiken bestehen insoweit, als solche Maßnahmen nicht rechtzeitig veranlasst werden oder ihre Wirkung verfehlen.

Im Zuge des Neubaus einer Produktionshalle für die neue Dispersionsfertigungsanlage am Standort Rohrdorf im Jahre 2012 wurden auf dem Betriebsgelände vereinzelt Bodenverunreinigungen festgestellt, die aus den Jahren 1915 bis 1918 herrühren. Nach erfolgreichem Abschluss eines Vergleichs mit dem Freistaat Bayern im Zusammenhang mit der Beseitigung wurden in Höhe der voraussichtlichen Kostenbelastung Rückstellungen in Höhe von TEUR 50 gebildet.

Grundsätzliche Risiken im Bereich der IT-Infrastruktur bestehen in einem möglichen unautorisierten Zugriff oder Datenverlust. Um solche Gefahren abzuwehren, sind adäquate Zugriffsprofile und aktuelle Sicherheitstechnologien im Einsatz. Für die systemkritischen Datenbestände werden täglich Datensicherungen erstellt und räumlich ausgelagert, daneben wurden interne IT-Richtlinien definiert, zu deren Einhaltung auch externe Dienstleister verpflichtet sind. Zudem werden innerhalb der Blue Cap-Unternehmensgruppe insbesondere die ERP-Systeme vereinheitlicht. Die getroffenen Maßnahmen tragen dazu bei, die vorhandenen Risiken deutlich zu verringern.

Risikomanagement

Risikomanagement ist ein kontinuierlicher Prozess in der Unternehmensgruppe mit dem Ziel, die entstehenden Risiken frühzeitig zu erkennen, zu analysieren und steuern zu können. Dabei geht es insgesamt darum, drohende Einzelfallrisiken zu definieren und entsprechend abzusichern. Ferner geht es darum, permanente, sich aus dem Geschäftsprozess ergebende Risiken im Hinblick auf den Verlust von Liquidität, Eigenkapital oder Unternehmenssubstanz zu erfassen.

Auf Basis eines konzerninternen Controlling-Systems, wie z.B. eines wöchentlichen und monatlichen Reportings werden die Risiken aus den Tochterunternehmen kontinuierlich und systematisch erfasst und in den Planungs- und Entscheidungsprozess einbezogen.

Erfasst werden durch das interne Reporting System das Forderungsmanagement, Schadensfälle sowie Versicherungsleistungen, die Überwachung von Garantiefällen, die Einhaltung der Arbeits- und Produktionssicherheit, gegebenenfalls eine Gefahrgutanalyse, die Aufrechterhaltung von Zertifizierungen sowie die Qualifikation der Mitarbeiter.

Neben der Erfassung und Bewertung von Störfällen wird ein zeitnahes und zielgerichtetes Controlling über sämtliche Beteiligungsunternehmen durchgeführt. Insbesondere durch Kennziffern, Abweichungsanalysen und eine Vorausschau sollen Risiken frühzeitig erkannt und kommuniziert werden, um so eine rechtzeitige Anpassung des jeweiligen Beteiligungsunternehmens sowie des Gesamtkonzerns zu gewährleisten.

Prognosebericht

Für das Kalenderjahr 2016 erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) ein globales Wirtschaftswachstum von 3,2 % gegenüber dem Vorjahr. Die erwartete Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft im kommenden Geschäftsjahr liegt somit in etwa auf dem Niveau des Jahres 2015. Für die Euro-Zone wird im kommenden Jahr ein Wirtschaftswachstum von 1,5 % (i. Vj. 1,6 %) und für die USA ein Wirtschaftswachstum von 2,4 % (i. Vj. 2,4 %) erwartet. Auch in den Schwellenländern wird eine Stabilisierung der Wirtschaft auf dem Niveau des Vorjahres prognostiziert (4,1 %; i.Vj. 4,0 %). Dagegen soll die Wirtschaftsdynamik der Volkswirtschaft China von 6,9 % in 2015 auf 6,5 % in 2016 weiter abnehmen.10

Für das Jahr 2016 wird im deutschen Beteiligungskapitalmarkt mit einem weiteren Investitionsanstieg im Vorjahresvergleich gerechnet. So prognostizieren mehr als 90 % der im Rahmen der Private Equity-Prognose 2016 des Bundesverbands Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften befragten Gesellschaften eine Zunahme der eigenen Investitionen, jedoch zumindest eine Entwicklung auf dem Niveau des Jahres 2015. Wie schon in den vergangenen Jahren dürften auch im kommenden Jahr Investoren von der anhaltenden Niedrigzinspolitik der EZB und somit günstigen Finanzierungskonditionen profitieren. Dabei dürfte das hohe Bewertungsniveau im Beteiligungskapitalmarkt jedoch auch in 2016 nicht sinken, so dass auch im kommenden Jahr mit hohen Multiplikatoren im Rahmen von Unternehmenskäufen zu rechnen ist.

Blue Cap erwartet für das kommende Geschäftsjahr eine insgesamt positive Entwicklung in allen Geschäftsbereichen des Konzerns. Insbesondere im Bereich Druckverarbeitung wird nach dem erfolgreichen Abschluss der Umstrukturierung im abgelaufenen Geschäftsjahr eine deutliche Verbesserung bei Umsatz und Ergebnis erwartet. Für das Jahr 2016 rechnet der Vorstand der Blue Cap AG mit einer weiteren Steigerung des Konzernumsatzes aus den bestehenden Geschäftsbereichen im hohen einstelligen Prozentbereich bei einer spürbaren Verbesserung des Konzernergebnisses. Dieses kann jedoch vor allem durch Restrukturierungskosten im Zusammenhang mit Akquisitionen in 2016 belastet werden.

10 Vgl. World Economic Outlook des Internationalen Währungsfonds, veröffentlicht im April 2016

Neben einer permanenten auf Substanzmehrung ausgerichteten Weiterentwicklung der bestehenden Geschäftsbereiche prüft Blue Cap laufend Expansionsmöglichkeiten. Dabei erfolgt keine ausschließliche Fokussierung auf die bisher vertretenen Branchen. Obwohl Blue Cap als Industrieholding nicht exitgetrieben ist, sondern auf ein langfristiges Wachstum der Beteiligungen ausgelegt ist, werden Kaufanfragen und Verkäufe systematisch geprüft. Im kommenden Geschäftsjahr wird somit organisch als auch anorganisch unter Beibehaltung des bisherigen Geschäftsmodells ein weiterer Wachstumskurs verfolgt.

Jedoch ist es, insbesondere aufgrund der weltweit unsicheren konjunkturellen Entwicklung möglich, dass zukünftige Ergebnisse von den heutigen Erwartungen des Vorstands abweichen. Darüber hinaus wird das Ergebnis der Blue Cap von weiteren nicht planbaren Effekten beeinflusst. Hierzu gehören Ergebniseffekte aus dem Erwerb oder der Restrukturierung von Beteiligungen sowie der Entkonsolidierung von Tochtergesellschaften. Aufgrund des Geschäftsmodells der Blue Cap können unterjährig Unternehmen gekauft und verkauft werden, so dass sich der Konsolidierungskreis des Blue Cap Konzerns zwischen den Bilanzstichtagen ändern kann.

Die Blue Cap AG sieht sich aufgrund der bisherigen positiven Entwicklung und des bewährten Geschäftsmodells in ihrer Strategie bestätigt und ist mit der Organisationsstruktur sowohl kurz- als auch langfristig gut positioniert. Daher geht die Gesellschaft für das laufende Geschäftsjahr 2016 von einem weiteren Wachstum und der Stärkung der Ertragskraft aus.

München, den 31. Mai 2016

Blue Cap AG

Vorstand

Dr. Hannspeter Schubert

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2015

Aktiva

EUR EUR 31.12.2015 Vorjahr
EUR TEUR
--- --- --- --- ---
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 609.598,59 0
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte, Lizenzen und ähnliche Rechte 5.549.536,52 5.942
3. Geschäfts- oder Firmenwert 303.462,04 418
4. Geleistete Anzahlungen 175.765,06 160
6.638.362,21 6.520
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 17.165.773,10 17.254
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.591.586,79 2.865
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.460.323,40 1.329
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 268.072,20 395
21.485.755,49 21.843
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 123.189,34 58
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.212.809,48 1.123
4. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 49.818,89 50
5. Beteiligungen 1.456,93 1
1.387.274,64 1.232
29.511.392,34 29.595
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.880.290,58 5.117
2. Unfertige Erzeugnisse 1.226.045,64 2.333
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 5.446.849,81 4.759
4. Geleistete Anzahlungen 87.312,89 60
Abzüglich: Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen -1.567.260,78 -1.351
11.073.238,14 10.918
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 9.014.395,60 8.460
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 313.114,70 200
3. Forderungen gegen assoziierte Unternehmen 87.092,28 33
4. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1,00 0
5. Sonstige Vermögensgegenstände 1.918.360,10 2.221
11.332.963,68 10.914
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 11.495.547,89 4.795
33.901.749,71 26.627
C. Rechnungsabgrenzungsposten 307.136,79 184
63.720.278,84 56.406
Passiva
EUR EUR 31.12.2015 Vorjahr
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Ausgegebenes Kapital
1. Gezeichnetes Kapital 3.980.000,00 3.620
2. Rechnerischer Wert eigener Anteile 0,00 -100
3.980.000,00 3.520
Bedingtes Kapital: EUR 1.810.000,00
II. Kapitalrücklage 6.070.833,69 3.908
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen 1.789.361,01 1.789
IV. Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung 160.985,72 63
V. Konzernbilanzgewinn 6.510.440,74 5.340
VI. Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter 1.309.773,45 1.344
19.821.394,61 15.964
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 1.660.877,00 1.528
2. Steuerrückstellungen 1.111.998,87 941
3. Sonstige Rückstellungen 2.063.429,35 2.485
4.836.305,22 4.954
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 31.865.155,67 28.743
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.021.509,86 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.911.703,95 3.012
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.186,04 0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 2.227.518,60 2.632
38.031.074,12 34.387
D. Passive latente Steuern 1.031.504,89 1.101
63.720.278,84 56.406

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015

EUR EUR 2015 Vorjahr
EUR TEUR
--- --- --- --- ---
1. Umsatzerlöse 79.779.131,11 78.524
2. Verminderung (Vorjahr: Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -478.516,09 112
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 613.018,59 0
4. Sonstige betriebliche Erträge 1.364.126,15 1.741
81.277.759,76 80.377
5. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren -37.298.602,98 -37.695
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen -1.306.089,02 -1.423
-38.604.692,00 -39.118
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -19.917.101,78 -18.695
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -4.145.711,95 -3.726
-24.062.813,73 -22.421
7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -2.008.401,74 -1.555
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -12.905.612,42 -13.056
-77.581.519,89 -76.150
3.696.239,87 4.227
9. Erträge aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 118.798,17 21
10. Erträge aus Beteiligungen 0,00 0
11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 70.933,76 70
189.731,93 91
12. Aufwendungen aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen -39.188,03 -124
13. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 -103
14. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.248.416,80 -1.126
-1.287.604,83 -1.353
-1.097.872,90 -1.262
15. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 2.598.366,97 2.965
16. Außerordentliche Erträge 223.584,18 0
17. Außerordentliche Aufwendungen -835.362,01 -23
18. Außerordentliches Ergebnis -611.777,83 -23
19. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -694.544,69 -1.236
20. Sonstige Steuern -95.153,28 -115
-789.697,97 -1.351
21. Konzernjahresüberschuss 1.196.891,17 1.591
22. Ergebnisanteile anderer Gesellschafter -191.671,04 -377
23. Konzerngewinn 1.005.220,13 1.214
24. Gewinnvortrag 5.339.759,28 4.126
25. Entnahmen aus der Kapitalrücklage 165.461,33 0
26. Konzernbilanzgewinn 6.510.440,74 5.340

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015

der Blue Cap AG, München

A. Konzernrechnungslegungspflicht

Der Konzernabschluss der Blue Cap AG, München (kurz: Blue Cap AG, Gesellschaft oder Mutterunternehmen), ist wie im Vorjahr nach den geltenden handels- und aktienrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

B. Abgrenzung des Konsolidierungskreises

In den Konzernabschluss der Blue Cap AG zum 31. Dezember 2015 sind neben dem Jahresabschluss des Mutterunternehmens die Jahresabschlüsse von siebzehn Tochterunternehmen (dreizehn inländische und vier ausländische) im Wege der Vollkonsolidierung einbezogen worden. Im Geschäftsjahr 2015 wurden acht verbundene Unternehmen gemäß § 296 Abs. 2 HGB und ein verbundenes Unternehmen gemäß § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB nicht konsolidiert. Der Konsolidierungskreis stellt sich wie folgt dar:

Nr. Gesellschaft Sitz Beteiligungsquote % Beteiligt über Nr. Grund der Nichteinbeziehung
Mutterunternehmen
1. Blue Cap AG München - -
Direkte Beteiligungen
2. PLANATOL Holding GmbH Rohrdorf-Thansau 94,00 1.
3. SMB-David finishing lines GmbH Geretsried-Gelting 100,00 1.
4. SMB-David GmbH i.L. Herrsching 70,00 1. § 296 Abs. 1 Nr.1 HGB
5. WISAP Medical Technology GmbH Brunnthal 100,00 1.
6. Blue Cap 05 GmbH Finning 100,00 1.
7. nokra Optische Prüftechnik und Automation GmbH Baesweiler 85,50 1.
8. Blue Cap 06 GmbH München 100,00 1. § 296 Abs. 2 HGB
9. Blue Cap 07 GmbH München 100,00 1. § 296 Abs. 2 HGB
10. Biolink Grundstücksgesellschaft mbH München 100,00 1.
Indirekte Beteiligungen
22. Planatol Wetzel GmbH Rohrdorf-Thansau 100,00 2.
12. Planatol Adhesive India Prt. Ltd. Pune/Indien 100,00 2. § 296 Abs. 2 HGB
13. Planatol Asset Management GmbH Rohrdorf-Thansau 100,00 2.
14. PLANATOL Coating GmbH Rohrdorf-Thansau 100,00 2.
15. PLANATOL France S.à.r.l. Bonneuil-sur- Marne/Frankreich 100,00 11.
16. PLANATOL MIDDLE EAST FZE Shariah/VAE 100,00 2. § 296 Abs. 2 HGB *
17. PLANATOL-Società Italiana Forniture Arti Grafiche S.I.F.A.G. S.r.l. Mailand/Italien 67,33 11.
18. PLANATOL System GmbH Rohrdorf-Thansau 100,00 2.
19. Biolink Gesellschaft für Verbindungstechnologien mbH Waakirchen 89,85 2.
20. Gämmerler GmbH Geretsried-Gelting 100,00 2.
21. Gammerler (US) Corporation Mount Prospect/USA 100,00 20.
22. Gämmerler S.à.r.l. Athis-Mons/Frankreich 100,00 20.
23. em-tec GmbH Werner Heinze Finning 100,00 6.
24. em-tec Flow GmbH Finning 100,00 23. § 296 Abs. 2 HGB
25. WH Management Inc. Berkshire/USA 100,00 24. § 296 Abs. 2 HGB
26. em-tec Flow Technology L.P. Berkshire/USA 100,00 24./25. § 296 Abs. 2 HGB
27. Nokra Inc. St. Charles/USA 100,00 7. § 296 Abs. 2 HGB
Assoziierte Unternehmen
28. inheco Industrial Heating and Cooling GmbH Planegg 41,96 1.
29. Gammerler Limited York/Großbritannien 50,00 20.

* Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr liquidiert.

Durch die Erstkonsolidierung der Biolink Grundstücksgesellschaft mbH, München, zum 30. September 2015 sind flüssige Mittel (TEUR 25) in den Konzernabschluss übernommen worden.

Die Tochterunternehmen Planatol Adhesive India Prt. Ltd., Pune/Indien, sowie die Nokra Inc., St. Charles/USA, sind Vertriebsgesellschaften, die nach dem Gesamtbild aller Umstände wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 296 Abs. 2 HGB) nicht in den Konzernabschluss einbezogen wurden.

Die im Geschäftsjahr 2015 gegründeten Gesellschaften Blue Cap 06 GmbH und Blue Cap 07 GmbH wurden nach dem Gesamtbild aller Umstände wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 296 Abs. 2 HGB) nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Das Tochterunternehmen em-tec Flow GmbH, Finning, und die dadurch mit einbezogenen Unternehmen WH Management Inc., Berkshire/USA, und em-tec Flow Technology L.P., Berkshire/USA, wurden im Juni 2015 erworben. Diese Unternehmen wurden wegen untergeordneter Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage (§ 296 Abs. 2 HGB) nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Das Tochterunternehmen SMB-David GmbH i.L., Herrsching, bei dem Ende September 2011 das Insolvenzverfahren eröffnet wurde, wird gemäß § 296 Abs. 1 Nr. 1 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen.

Das Unternehmen Gammerler Limited, York/Großbritannien, an dem über Nr. 20 50 % der Geschäftsanteile gehalten werden, wird als assoziiertes Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen.

Die über Nr. 1 gehaltene Beteiligung in Höhe von 41,96 % der Anteile an der inheco Industrial Heating and Cooling GmbH, Planegg, wird wie in den Vorjahren als assoziiertes Unternehmen einbezogen.

Hinsichtlich weiterer bestehender Beteiligungen macht die Gesellschaft bezüglich der Angaben nach § 313 Abs. 2 Nr. 4 HGB von dem Wahlrecht gemäß § 313 Abs. 3 Satz 4 HGB Gebrauch, da diese Beteiligungen für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage einzeln und insgesamt von untergeordneter Bedeutung sind.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind die Zahlen des Geschäftsjahres 2015 mit denen des Vorjahres nur eingeschränkt vergleichbar, da in den Vorjahreszahlen des Konzerns die nokra Optische Prüftechnik und Automation GmbH, zum 31. Dezember 2014 nur mit den Bilanzwerten enthalten ist. Die Erstkonsolidierung der em-tec GmbH Werner Heinze, Finning, wurde zum 30. September 2014 vorgenommen. Dementsprechend sind nur ein Viertel der Jahreszahlen der Gesellschaft in der Vorjahres-Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. In 2015 sind folgende Jahreszahlen durch die beiden Gesellschaften in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung eingeflossen - Umsatzerlöse 7.784 TEUR (i. Vj. TEUR 1.294), eine Minderung des Bestand an fertigen und unfertigen Erzeugnissen TEUR 388 (i. Vj. TEUR 51), sonstige betriebliche Erträge TEUR 478 (i. Vj. TEUR 24), Materialaufwendungen TEUR 2.507 (i. Vj. TEUR 356), Personalaufwendungen TEUR 3.859 (i. Vj. TEUR 662), Abschreibungen TEUR 166 (i. Vj. TEUR 117), sonstige betriebliche Aufwendungen TEUR 1.319 (i. Vj. TEUR 136), Zinsaufwand TEUR 77 (i. Vj. TEUR 0) sowie Steueraufwand TEUR 3 (i. Vj. Steuererträge TEUR 30).

C. Konsolidierungsgrundsätze

Bei der Konsolidierung, Bilanzierung und Bewertung sind die Vorschriften des HGB angewandt worden.

Dem Konzernabschluss liegen die Jahresabschlüsse der einbezogenen Unternehmen zugrunde.

Bei sämtlichen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen deckt sich der Stichtag des Jahresabschlusses mit dem Stichtag des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2015.

Die Kapitalkonsolidierung der voll einbezogenen Unternehmen erfolgte nach der Erwerbsmethode (purchase method), die zwischen Erstkonsolidierung und Folgekonsolidierung differenziert.

Die Kapitalkonsolidierung wird gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB nach der Neubewertungsmethode durchgeführt. Danach wird der Wertansatz der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals der Tochtergesellschaften verrechnet. Soweit Teilkonzerne erworben wurden, erfolgt die Verrechnung mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Teilkonzerns. Das Eigenkapital ist dabei entsprechend der Neubewertungsmethode mit dem Betrag anzusetzen, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht, der diesen zum Erstkonsolidierungszeitpunkt beizulegen ist. Rückstellungen sind nach § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3, Abs. 2 HGB und latente Steuern nach § 274 Abs. 2 HGB zu bewerten.

Die Verrechnung erfolgt gemäß § 301 Abs. 2 Satz 3 HGB zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung in den Konzernabschluss bzw. hinsichtlich der im Geschäftsjahr gegründeten oder erworbenen Tochtergesellschaften gemäß § 302 Abs. 2 Satz 1 HGB zu dem Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist (Gründungs- bzw. Erwerbszeitpunkt).

Der Hinzuerwerb von anteiligem Konzernvermögen von Minderheitsgesellschaftern von Tochterunternehmen wird als erfolgsneutraler Anschaffungsvorgang im Erwerbszeitpunkt behandelt. Entsprechend einer Erstkonsolidierung wird der nach der Kapitalaufrechnung verbleibende Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst.

Tochterunternehmen werden zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert, zu dem Anteile an dem Tochterunternehmen veräußert werden und dadurch das Tochterunternehmen aus dem Vollkonsolidierungskreis ausscheidet.

Die aus der Kapitalkonsolidierung resultierenden Geschäfts- oder Firmenwerte aus der Erstkonsolidierung sowie die aus der Kapitalkonsolidierung innerhalb der Teilkonzerne übernommenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden planmäßig über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben und haben sich im Geschäftsjahr 2015 wie folgt entwickelt:

TEUR
Stand Buchwerte am 1. Januar 2015 414
Abschreibung -113
Stand Buchwerte am 31. Dezember 2015 301

Ferner resultiert ein Geschäfts- oder Firmenwert aus einem einbezogenen Jahresabschluss in Höhe von TEUR 2; dieser wird ebenfalls über fünf Jahre abgeschrieben.

Der Ausgleichsposten für Anteile anderer Gesellschafter bemisst sich grundsätzlich am Eigenkapital der jeweiligen Einzelgesellschaft unter Berücksichtigung der einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen im Sinne des § 311 HGB, bei denen ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausgeübt werden kann, werden gemäß § 312 Abs. 1 i. V. m. Abs. 4 HGB mit den fortgeführten Buchwerten angesetzt.

Aus der Erstkonsolidierung eines assoziierten Unternehmens ergab sich ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 767, der gemäß der §§ 312 Abs. 2, 309 Abs. 1 HGB als Geschäfts- oder Firmenwert über die angenommene Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben wird und sich per 31. Dezember 2015 noch auf TEUR 77 beläuft.

Auf die Anpassung der in dem Jahresabschluss des assoziierten Unternehmens angewandten abweichenden Bewertungsmethoden an die konzerneinheitliche Bewertung wurde gemäß § 312 Abs. 5 HGB verzichtet.

Die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den Konzerngesellschaften wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung untereinander aufgerechnet. Buchungstechnisch bedingte Differenzen wurden je nach Entstehungsursache anderen Bilanzpositionen zugeordnet bzw. ergebniswirksam verrechnet.

Aus Wesentlichkeitsgründen wird auf die Durchführung einer Drittschuldenkonsolidierung verzichtet.

Bei der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurden alle Umsätze zwischen den Konzerngesellschaften und die übrigen konzerninternen Erträge und Aufwendungen voll konsolidiert.

Zwischenergebnisse im Umlaufvermögen aus konzerninternen Lieferungen wurden eliminiert, Zwischenergebnisse im Anlagevermögen bestehen nicht und waren daher auch nicht zu eliminieren.

Latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen, die gemäß § 306 HGB insoweit zu bilden sind, als sich der abweichende Steueraufwand in den späteren Geschäftsjahren ausgleicht, wurden gebildet.

Der Grundsatz der Stetigkeit der Konsolidierungsmethoden wurde beachtet.

D. Rechnungslegungsgrundsätze und Währungsumrechnung

I. Grundsätzliches

Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen wurden nach den landesrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsbestimmungen für Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Soweit dies erforderlich war, wurden die Zahlen und Werte aus den Jahresabschlüssen im Rahmen der Konsolidierung an die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze angepasst.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Grundsätze der Darstellungs-, Gliederungs-, Ansatz- und Bewertungsstetigkeit wurden grundsätzlich beachtet. Abweichend hiervon wurden im Geschäftsjahr 2015 erstmalig Entwicklungskosten als selbstgeschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Dies dient einem besseren Einblick in die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

II. Grundlagen der Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet. Insofern sind im vorliegenden Konzernabschluss unrealisierte Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung enthalten. Bei einer Restlaufzeit über einem Jahr erfolgt die Umrechnung mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt des Entstehens. Bei Wechselkursänderungen bis zum Bilanzstichtag erfolgt die Bewertung grundsätzlich zum Wechselkurs des Bilanzstichtages unter Beachtung des Niederstwertprinzips auf der Aktiv- und des Höchstwertprinzips auf der Passivseite. Bestände an flüssigen Mitteln wurden zum Stichtagskurs bewertet.

Gemäß § 308a HGB werden die Bilanzen der einbezogenen Unternehmen, deren Jahresabschlüsse in fremder Währung aufgestellt werden, mit Ausnahme des Eigenkapitals, das zum historischen Kurs in

Euro umgerechnet worden ist, mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Alle Posten der Gewinn- und Verlustrechnung wurden zum Jahresdurchschnittskurs in Euro umgerechnet. Auftretende Währungsdifferenzen werden erfolgsneutral im Eigenkapital gesondert unter dem Posten „Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung“ gezeigt.

III. Bilanz

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten vermindert um kumulierte Abschreibungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert gemäß § 253 Abs. 3 Satz 3 HGB bewertet.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer linear abgeschrieben.

Erstmalig wurden Entwicklungskosten als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert. Diese enthalten Aufwendungen aus Personal- und Materialkosten. Die Abschreibung erfolgt unter Zugrundelegung einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von 10 Jahren nach der linearen Methode. Bei voraussichtlich dauernden Wertminderungen sind außerplanmäßige Abschreibungen vorzunehmen. Bei der Festlegung dieser Nutzungsdauer wurde davon ausgegangen, dass die Dauer der Verwertbarkeit mindestens diesen Zeitraum umfasst.

Die Abschreibungen des Sachanlagevermögens erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der degressiven sowie der linearen Methode vorgenommen.

Die geleisteten Anzahlungen sind ohne Umsatzsteuer ausgewiesen.

Für geringwertige abnutzbare bewegliche Gegenstände des Sachanlagevermögens kommen unter Berücksichtigung der Wesentlichkeit Vereinfachungsregelungen zur Anwendung.

Die Beteiligungen an assoziierten Unternehmen werden gemäß § 312 Abs. 1 i. V. m. Abs. 4 HGB mit dem fortgeführten Buchwert angesetzt. Der fortgeführte Buchwert eines assoziierten Unternehmens übersteigt das anteilige Eigenkapital des assoziierten Unternehmens um TEUR 77, dies entspricht dem im Beteiligungsansatz enthaltenen fortgeführten Geschäfts- oder Firmenwert.

Die übrigen Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Soweit der nach vorstehenden Grundsätzen ermittelte Wert von Gegenständen des Anlagevermögens über dem Wert liegt, der ihnen am Bilanzstichtag beizulegen ist, wird dem durch außerplanmäßige Abschreibung Rechnung getragen. Stellt sich in einem späteren Geschäftsjahr heraus, dass die Gründe hierfür nicht mehr bestehen, so wird der Betrag dieser Abschreibungen im Umfang der Werterhöhung unter Berücksichtigung der Abschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, zugeschrieben.

Die Bewertung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Waren erfolgt zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten oder niedrigeren Zeitwerten. Gemäß dem Niederstwertprinzip werden diese auf Gängigkeit, Bestandsrisiken aufgrund der Lagerdauer oder verminderter Verwertbarkeit überprüft und gegebenenfalls abgewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Diese enthalten Materialeinzel- und -gemeinkosten, Fertigungseinzel- und -gemeinkosten, Sonderkosten der Fertigung sowie Abschreibungen. Gemäß dem Niederstwertprinzip sowie dem Prinzip der verlustfreien Bewertung werden die Fertigerzeugnisse auf Gängigkeit sowie auf durchschnittlich realisierbare Verkaufspreise überprüft und gegebenenfalls abgewertet.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen sind zum Nennbetrag netto ausgewiesen und wurden – soweit sie Vorräten zuzuordnen sind – offen von den Vorräten abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten, zum Barwert oder zu dem am Stichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr Rechnung getragen.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten entsprechen den zeitanteilig vorgeleisteten Beträgen.

Latente Steuern werden auf der Basis der zukünftigen Steuerbelastung der einbezogenen Gesellschaften ermittelt. Latente Steuern auf Konsolidierungsmaßnahmen entsprechend § 306 HGB wurden unter Anwendung eines Steuersatzes in Höhe von 27,0 % gebildet und mit denen auf Einzelabschlussebene abgegrenzten zusammengefasst. Sich bei den jeweiligen einbezogenen Gesellschaften aus den Einzelabschlüssen ergebende Überhänge aktiver latenter Steuern für zeitliche Unterschiede zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen (temporäre Differenzen) sowie bestehende steuerliche Verlustvortragsmöglichkeiten, die aufgrund einer vorsichtigen Einschätzung der Realisierbarkeit im maßgeblichen fünfjährigen Prognosezeitraum zu aktiven latenten Steuern führen, werden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB i. V. m. § 298 HGB aktiviert. Die Bewertung der temporären Differenzen sowie der steuerlichen Verlustvorträge erfolgt mit dem für die jeweilige Tochtergesellschaft maßgeblichen kombinierten Ertragsteuersatz. Die angewandten Sätze liegen zwischen 26,3 % und 30,5 % im Inland und berücksichtigen neben Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag auch die Gewerbesteuer. Der für die ausländischen Tochtergesellschaften maßgebliche Ertragsteuersatz beträgt 27,5 %. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach den Vorschriften des HGB anhand versicherungsmathematischer Methoden ermittelt. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach den anerkannten Grundsätzen der Versicherungsmathematik nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren mittels der sogenannten „Projected Unit Credit-Methode“ (PUC-Methode). Der Rückstellungsbetrag gemäß der PUC-Methode ist definiert als der versicherungsmathematische Barwert der Pensionsverpflichtungen, der von den Mitarbeitern bis zu diesem Zeitpunkt gemäß Rentenformel und Unverfallbarkeitsregelung aufgrund ihrer in der Vergangenheit abgeleisteten Dienstzeiten erdient worden ist. Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die „Richttafeln 2005 G“ von Professor Dr. Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt.

Der Rückstellungsbetrag wurde unter Berücksichtigung der nachfolgenden Trendannahmen ermittelt:

Rechnungszinssatz p.a.: 3,89 %
Gehaltstrend p.a.: 2,00 %
Rententrend p.a.: 2,00 %
Fluktuationswahrscheinlichkeit p.a.: 3,00 %

Vermögensgegenstände, die ausschließlich der Erfüllung der Altersversorgungsverpflichtungen dienen und dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind (Deckungsvermögen), werden mit den korrespondierenden Altersversorgungsverpflichtungen gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB saldiert. Bei den saldierten Vermögensgegenständen handelt es sich um verpfändete Rückdeckungsversicherungen. Das Deckungsvermögen ist zum Zeitwert bewertet. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sogenannte unwiderrufbare Überschussbeteiligungen).

Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes werden im Personalaufwand gezeigt. Aufwendungen aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und laufende Erträge des Deckungsvermögens werden saldiert im Finanzergebnis gezeigt.

Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG ergab sich eine Unterdotierung der Pensionsverpflichtungen in Höhe von TEUR 338, die nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB innerhalb des verbleibenden Übergangszeitraums bis spätestens zum 31. Dezember 2024 den Pensionsrückstellungen zugeführt wird. Im Geschäftsjahr 2015 erfolgte entsprechend eine Zuführung in Höhe von TEUR 23, die im außerordentlichen Aufwand ausgewiesen wird. Der noch nicht in der Bilanz ausgewiesene Betrag aus der Erstanwendung (Unterdotierung) beträgt zum 31. Dezember 2015 TEUR 203.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der von der Deutschen Bundesbank zum Bilanzstichtag ermittelt wurde, abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bewertet.

E. Erläuterungen zur Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

I. Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Konzernanlagevermögens (Anlagengitter) ist integraler Bestandteil des Konzernanhangs und diesem als Anlage beigefügt.

Im Geschäftsjahr sind Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 2.062 (i. Vj TEUR 1.226) angefallen. Hiervon wurden TEUR 613 (i. Vj TEUR 0) als selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände aktiviert.

2. Finanzanlagen

Die Beteiligung an der PLANATOL Middle EAST-FZE sowie Ausleihungen an dieses Tochterunternehmen wurden im Geschäftsjahr 2014 aufgrund dauernder Wertminderung vollständig abgeschrieben. Das Tochterunternehmen wurde im Berichtsjahr 2015 liquidiert.

3. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten in Höhe von TEUR 313 (i. Vj. TEUR 194)

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen assoziierte Unternehmen enthalten in Höhe von TEUR 87 (i. Vj. TEUR 18)

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Im Vorjahr betrafen TEUR 15 kurzfristige Ausleihungen.

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Betrag in Höhe von TEUR 11 (i. Vj. TEUR 20) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen.

4. Aktive latente Steuern

Hinsichtlich des Ausweises latenter Steuern verweisen wir auf Punkt E. I. 12.

5. Ausgegebenes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 3.980.000,00. Es ist eingeteilt in 3.980.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Der auf die Stückaktien entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals im Sinne von § 8 Abs. 3 AktG beträgt EUR 1,00.

Die Hauptversammlung vom 9. August 2013 hat die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals

(Genehmigtes Kapital 2013/I) beschlossen. Demnach wurde der Vorstand bis zum 31. Juli 2018 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um bis zu EUR 750.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2013/I).

Die Hauptversammlung vom 8. August 2014 hat die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals

(Genehmigtes Kapital 2014/I) beschlossen. Demnach wurde der Vorstand bis zum 31. Juli 2019 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um bis zu EUR 450.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2014/I).

Aufgrund der von der Hauptversammlung vom 8. August 2014 erteilten Ermächtigung hat der Vorstand mit Beschluss vom 1. September 2014 und der Zustimmung des Aufsichtsrats vom 2. September 2014 vom genehmigten Kapital (Genehmigtes Kapital 2014/I) teilweise Gebrauch gemacht. Das Grundkapital ist gegen Bareinlage um EUR 260.000,00 durch die Ausgabe von 260.000 neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00 erhöht worden. Die Zeichnung der neuen Stammaktien erfolgte zum Ausgabebetrag von EUR 5,80 je Stückaktie. Die Kapitalerhöhung wurde am 19. September 2014 in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen.

Aufgrund der von der Hauptversammlung vom 8. August 2014 erteilten Ermächtigung hat der Vorstand mit Beschluss vom 9. Dezember 2014 und der Zustimmung des Aufsichtsrates vom selben Tag vom genehmigten Kapital (Genehmigtes Kapital 2014/I), das nach teilweiser Ausnutzung EUR 190.000,00 beträgt, teilweise Gebrauch gemacht. Das Grundkapital ist gegen Bareinlage um EUR 60.000,00 durch die Ausgabe von 60.000 neuen, auf den Inhaber Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00 erhöht worden. Die Zeichnung der neuen Stammaktien erfolgte zum Ausgabebetrag von EUR 6,00 je Stückaktie. Die Kapitalerhöhung wurde am 11. Dezember 2014 in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen.

Das Genehmigte Kapital vom 8. August 2014 (Genehmigtes Kapital 2014/I) beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch EUR 130.000,00.

Die Hauptversammlung vom 7. August 2015 hat die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals

(Genehmigtes Kapital 2015/I) beschlossen. Demnach wurde der Vorstand bis zum 6. August 2020 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um bis zu EUR 930.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015).

Aufgrund der von der Hauptversammlung vom 7. August 2015 erteilten Ermächtigung hat der Vorstand mit Beschluss vom 16. November 2015 und der Zustimmung des Aufsichtsrates vom selben Tag vom genehmigten Kapital (Genehmigtes Kapital 2015) teilweise Gebrauch gemacht. Das Grundkapital ist gegen Bareinlage um EUR 360.000,00 durch die Ausgabe von 360.000 neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00 erhöht worden. Die Zeichnung der neuen Stammaktien erfolgte zum Ausgabebetrag von EUR 6,00 je Stückaktie. Die Kapitalerhöhung wurde am 11. Dezember 2014 in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen.

Das Genehmigte Kapital vom 7. August 2015 (Genehmigtes Kapital 2015) beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch EUR 570.000,00.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 7. August 2015 um EUR 1.810.000,00 durch die Ausgabe von bis zu 1.810.000 neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2015). Das bedingte Kapital dient der Erfüllung von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen.

Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag keine eigenen Aktien (i. Vj. 100.000 eigene Aktien) im Bestand.

Der Bestand der eigenen Aktien entwickelte sich wie folgt:

Anzahl Betrag des Grundkapital Anteil am Grundkapital Erwerbspreis Veräußerungspreis
EUR % EUR
--- --- --- --- --- ---
Bestand zum 31.12.2014 100.000 100.000 2,76* 376.000,00
Januar 2015 -13.400 -13.400 -0,37* 117.403,75
Februar 2015 -9.940 -9.940 -0,27* 75.099,39
Februar 2015 23.340 23.340 0,64* 166.798,96
Mai 2015 -20.000 -20.000 -0,55* 127.020,92
Oktober 2015 -80.000 -80.000 -2,21* 476.000,00
Bestand zum 31. Dezember 2015 0,00 0,00

*) Anteil am Grundkapital bezogen auf EUR 3.620.000,00 (vor Kapitalerhöhung vom 16. November 2015)

6. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage resultiert aus dem Mutterunternehmen und hat sich wie folgt entwickelt:

EUR
Stand 1. Januar 2015 3.907.569,92
Zuführung zur Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 2 infolge der Veräußerung eigener Anteile, soweit der Veräußerungserlös höher als der ursprüngliche Kaufpreis der eigenen Anteile ist (§ 272 Abs. 1b Satz 3 HGB) 252.125,10
Zuführung zur Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 infolge der Veräußerung eigener Anteile (§ 272 Abs. 1b Satz 2 HGB) 420.058,96
Verrechnung mit der Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 infolge des Erwerbs eigener Anteile (§ 272 Abs. la Satz 2 HGB) -143.458,96
Zuführung zur Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in Höhe des Agios aus der Kapitalerhöhung zum 16. November 2015 1.800.000,00
Entnahme aus der Kapitalrücklage zum Ausgleich des Jahresfehlbetrags, soweit er nicht durch den Gewinnvortrag aus dem Vorjahr gedeckt ist (§ 150 Abs. 4 S.1 Nr. 1 AktG) -165.461,33
Stand 31. Dezember 2015 6.070.833,69

7. Gewinnrücklagen

In Vorjahren wurde den anderen Gewinnrücklagen der passive Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung eines Teilkonzerns in Höhe von TEUR 1.789 zugeordnet. Dieser war auf im Zeitpunkt des Erwerbs der Anteile in 2009 und 2010 erwartete Restrukturierungsaufwendungen zurückzuführen, die bis zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung auch entstanden sind. Darüber hinaus hat sich der Teilkonzern seit dem Erwerbszeitpunkt positiv entwickelt, sodass der passive Unterschiedsbetrag in Teilen erwirtschaftetes Konzerneigenkapital darstellt. Der passive Unterschiedsbetrag wurde daher in voller Höhe den Konzerngewinnrücklagen zugeordnet.

Infolge von ergebnisneutralen Konsolidierungsmaßnahmen wurden im Geschäftsjahr 2012 den anderen Gewinnrücklagen TEUR 36 zugeführt; im Geschäftsjahr 2013 waren die anderen Gewinnrücklagen um TEUR 35 zu mindern.

8. Konzernbilanzgewinn

Der Konzernbilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:

EUR
Gewinnvortrag Stand 1. Januar 2015 5.339.759,28
Entnahme aus der Kapitalrücklage zum Ausgleich eines Jahresfehlbetrags 165.461,33
Konzerngewinn 1.005.220,13
Konzernbilanzgewinn Stand 31. Dezember 2015 6.510.440,74

9. Pensionsrückstellungen

Angaben zur Verrechnung mit Deckungsvermögen nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB:

31.12.2015
TEUR
--- ---
Erfüllungsbetrag der verrechneten Pensionsverpflichtung 379
Deckungsvermögen (beizulegender Zeitwert) 347
passiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung -32
Deckungsvermögen (Anschaffungskosten) 347
Zinsaufwand aus Pensionsverpflichtung 108
Zinsertrag aus Deckungsvermögen 17

10. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen für Personalverpflichtungen (TEUR 877; i. Vj. TEUR 1.049), Garantieverpflichtungen und Auftragsrisiken (TEUR 163; i. Vj. TEUR 424), drohende Verluste (TEUR 171; i. Vj. TEUR 187), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 239; i. Vj. TEUR 237), ausstehende Rechnungen und Erlösminderungen (TEUR 253; i. Vj. TEUR 160) sowie andere Verpflichtungen (TEUR 360; i. Vj. TEUR 428).

11. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben folgende Restlaufzeiten:

Restlaufzeit Gesamtbetrag davon gesichert
bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
--- --- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 13.328 13.248 5.289 31.865 17.495
(im Vorjahr) (14.857) (7.634) (6.252) (28.743) (14.945)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.022 0 0 1.022 0
(im Vorjahr) 0 0 0 0 0
Lieferungen und Leistungen 2.898 14 0 2.912 0
(im Vorjahr) (2.998) (14) (0) (3.012) 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5 0 0 5 0
(im Vorjahr) (0) (0) (0) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 2.222 5 0 2.227 0
(im Vorjahr) (2.501) (131) (0) (2.632) 0
19.475 13.267 5.289 38.031 13.179
(im Vorjahr) (20.356) (7.779) (6.252) (34.387) (14.945)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von TEUR 13.152 durch einzelne Grundpfandrechte sowie in Höhe von TEUR 4.343 durch andere Pfandrechte besichert.

Innerhalb des PLANATOL-Teilkonzerns haftet jedes inländische Unternehmen − ausgenommen die Gämmerler GmbH, Geretsried-Gelting, und die Planatol Asset Management GmbH, Rohrdorf-Thansau, − gegenüber den kreditgebenden Banken neben den übrigen Gesellschaften der PLANATOL-Gruppe jeweils als Gesamtschuldner für die aufgenommenen Kredite. Zur Sicherung der Ansprüche der Kreditgeber wurden die Sicherungsübereignung von Warenlägern, die Sicherheitsabtretung von Liefer- und Leistungsforderungen, die Verpfändung von Markenrechten und die Verpfändung von Geschäftsanteilen, soweit sie nicht außenstehenden Minderheitsgesellschaftern gehören, vereinbart.

Die Blue Cap 05 GmbH hat zur Besicherung eines Investitionsdarlehens gegenüber der kreditgebenden Bank sämtliche Geschäftsanteile an dem erworbenen Tochterunternehmen verpfändet.

Das Mutterunternehmen hat selbstschuldnerische Bürgschaften in Höhe von TEUR 2.459 (i. Vj TEUR 1.584) als Sicherheit für einen Investitionskredit sowie für Kontokorrent- und Avalkredite von verbundenen Unternehmen übernommen.

Die Inanspruchnahme aus Bürgschaften und der Gestellung von Sicherheiten wird aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering eingeschätzt. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen dem Vorstand nicht vor.

Für die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte an den gelieferten Gegenständen.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2015 31.12.2014
TEUR EUR
--- --- ---
Verbindlichkeiten aus Steuern 461 231
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 89 117
Verbindlichkeiten gegenüber Minderheitsgesellschaftern 116 16
Übrige sonstige Verbindlichkeiten 1.561 2.268
2.227 2.632

12. Passive latente Steuern

In der Bilanz werden folgende latente Steuern ausgewiesen:

aktive latente Steuern passive latente Steuern
TEUR TEUR
--- --- ---
Latente Steuern aus Zwischengewinneliminierung 41 0
Latente Steuern aus temporären Differenzen
Immaterielle Vermögenswerte 26 1.545
Sachanlagen 0 166
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 20 3
Pensionsrückstellungen 100 0
Sonstige Rückstellungen 50 0
196 1.714
Latente Steuern aus Verlustvorträgen
auf inländische Verlustvorträge
aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag 324 0
aus Gewerbesteuer 121 0
445 0
auf ausländische Verlustvorträge 0 0
445 0
Summe latenter Steuern 682 1.714
Saldierung -682
Passivüberhang 1.032

II. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse entfallen zu TEUR 39.554 bzw. 49,58 % (i. Vj. TEUR 37.071 bzw. 47,2 %) auf das Inland und zu TEUR 40.225 bzw. 50,42 % (i. Vj. TEUR 41.452 bzw. 52,8 %) auf das Ausland.

Die Umsatzerlöse lassen sich wie folgt auf die einzelnen Geschäftsbereiche aufschlüsseln:

TEUR %
Klebstoffe 53.928 67,60
Druckverarbeitung 12.487 15,65
Medizintechnik 7.922 9,93
Bearbeitung von Industrieschäumen 2.880 3,61
Mess- und Prüfsysteme 2.442 3,06
Übrige 120 0,15
79.779 100,00

Unter den Umsatzerlösen waren im Vorjahr Erlöse (TEUR 1.900) aus dem Verkauf einer Forderung enthalten, die in Zusammenhang mit dem Bereich Klebstoffe steht und aus Konzernsicht der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit zuzurechnen ist. Entsprechend wurde der Abgang der zu Anschaffungskosten bewerteten Forderung (TEUR 162) im Vorjahr unter den Aufwendungen für bezogene Waren erfasst.

2. Außerordentliche Aufwendungen, periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2015 erfolgten Schließung des Werks der Gämmerler GmbH in Leisnig angefallenen Aufwendungen und Erträge sind insgesamt im außerordentlichen Ergebnis ausgewiesen. Die ausgewiesenen außerordentlichen Erträge in Höhe von TEUR 218 betreffen Gewinne aus dem Abgang von verkauften Vermögensgegenständen. Die ausgewiesenen außerordentlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 813 betreffen mit TEUR 662 Personalkosten und mit TEUR 151 Sachkosten im Zusammenhang mit der Werksschließung. Die übrigen TEUR 23 betreffen die Zuführung zu den Pensionsrückstellungen nach Art. 67 Abs. 1 S. 1 EGHGB.

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 309 (i. Vj. TEUR 894) ausgewiesen. Es handelt sich im Wesentlichen um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 242; i. Vj. TEUR 84), Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen sowie aus abgeschriebenen Forderungen (TEUR 18, i. Vj. TEUR 89), Erträge aus dem Abgang von Sachanlagevermögen (TEUR 31; i. Vj. TEUR 49) und übrige periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 18 (i. Vj. TEUR 0). Im Vorjahr waren hierunter auch Erträge aus einem im Wege des Vergleichs beendeten Wettbewerbsrechtstreit (TEUR 0; i. Vj. TEUR 645) ausgewiesen.

Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 45 (i. Vj. TEUR 22) enthalten, die im Berichtsjahr im Wesentlichen Buchverluste und Forderungsausfälle (TEUR 16, i. VJ. TEUR 14) und im Vorjahr im Wesentlichen nachträgliche Kostenrechnungen (TEUR 0, i. VJ. TEUR 75) betreffen. Außerdem sind noch sonstige periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 26 (i. Vj TEUR 0) enthalten.

Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag werden periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 68 (i. Vj. TEUR 32) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 69 (i. Vj. TEUR 26) ausgewiesen.

3. Aufwendungen für Altersversorgung

In der Position „Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung“ sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 294 (i. Vj TEUR 195) enthalten.

4. Aufzinsung von Rückstellungen

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen betreffen in Höhe von TEUR 91 (i. Vj. TEUR 114) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen.

5. Kursgewinne und -verluste

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursgewinne in Höhe von TEUR 123 (i. Vj. TEUR 119) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Kursverluste in Höhe von TEUR 48 (i. Vj. TEUR 10) enthalten.

6. Verbundene Unternehmen

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinsen gegenüber verbundenen Unternehmen, die nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen sind, in Höhe von TEUR 1 (i. Vj. TEUR 2) enthalten.

In Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsbelastungen von verbundenen Unternehmen, die nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen sind, in Höhe von TEUR 1 (i. Vj. TEUR 1) enthalten.

7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, latente Steuern

In den Steuern vom Einkommen sind Erträge aus der ergebniswirksamen Veränderung der Abgrenzung latenter Steuern in Höhe von TEUR 69 (i. Vj. Aufwendungen in Höhe von TEUR 261) enthalten.

F. Sonstige Angaben

1. Personal

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt:

2015 Anzahl 2014 Anzahl
Angestellte 253 236
Gewerbliche Arbeitnehmer 167 190
420 426

Darüber hinaus wurden wie im Vorjahr zwölf Geschäftsführer beschäftigt.

Die Veränderung der Arbeitnehmerzahlen gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Personalabbau im Zuge der Schließung des Werks in Leisnig. Gegenläufig wirkte, dass im Vorjahr die Mitarbeiterzahlen der em-tec GmbH Werner Heinze und der nokra Optische Prüftechnik und Automation GmbH nur teilweise berücksichtigt waren.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen im Konzern bestehen in Höhe von TEUR 4.306 (i. Vj. TEUR 4.091). Sie setzen sich wie folgt zusammen:

Fällig in 2016 Fällig in 2017-2019 Fällig in 2021 ff. Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- ---
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 2.584 1.674 48 4.306

3. Treuhandverhältnis

Ein Tochterunternehmen hält 50 % eines Darlehens an ein Beteiligungsunternehmen als Treuhänder.

4. Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel

Der Finanzmittelfonds enthält flüssige Mittel (TEUR 11.496; i. Vj. TEUR 4.795) sowie Kontokorrentverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (TEUR 11.226; i. Vj. TEUR 12.377).

Im Zusammenhang mit dem Erwerb eines Tochterunternehmens in Vorjahren war im Geschäftsjahr eine nachträgliche Kaufpreiszahlung in Höhe von TEUR 125 zahlungswirksam zu berücksichtigen.

Der Finanzmittelfonds unterliegt in Höhe von TEUR 327 Verfügungsbeschränkungen.

Vom erwirtschafteten Konzerneigenkapital stehen am Abschlussstichtag TEUR 0 (i. Vj. TEUR 703) zur Ausschüttung an die Gesellschafter des Mutterunternehmens zur Verfügung. Bei Tochterunternehmen unterliegen insgesamt TEUR 745 einer Ausschüttungssperre.

5. Abschlussprüferhonorare

Die Aufwendungen für Honorare an den Konzernabschlussprüfer betragen für das Geschäftsjahr TEUR 170. Diese verteilen sich wie folgt:

2015
TEUR
--- ---
Abschlussprüfungsleistungen (Jahres- und Konzernabschlussprüfungen) 170
Andere Bestätigungsleistungen 0
Steuerberatungsleistungen 0
Sonstige Leistungen 0
170

6. Organe des Mutterunternehmens

Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat besteht lt. Satzung aus drei Mitgliedern und setzte sich im Geschäftsjahr 2015 wie folgt zusammen:

Herr Dr. Stefan Berz (Wirtschaftsprüfer), Gräfelfing (Vorsitzender)

Herr Dr. Frank Seidel (Diplom Wirtschaftsingenieur), Neutraubling (Stellvertretender Vorsitzender)

Herr Dietmar Reeh (Rechtsanwalt), Starnberg

Vorstand

Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte die Geschäftsführung durch den Vorstand, Herrn Dr. Hannspeter Schubert (Unternehmensberater), Valley. Er vertritt die Gesellschaft stets einzeln und ist befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Die Angabe über die Gesamtbezüge der Organe unterbleibt in analoger Anwendung des § 286 Abs. 4 HGB.

7. Aktionärsstruktur

Die Southern Blue Beteiligungsgesellschaft mbH besitzt mehr als den vierten Teil aller Aktien, hält aber keine Mehrheitsbeteiligung an der Blue Cap AG, München.

München, den 31. Mai 2016

Blue Cap AG

Vorstand

Dr. Hannspeter Schubert

Entwicklung des Konzernanlagevermögens im Geschäftsjahr 2015

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand am 1.1.2015 Zugänge Umbuchungen Abgänge Währungsumrechnung Stand am 31.12.2015
--- --- --- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 0 613 0 0 0 613
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte, und ähnliche Rechte und Werte 7.207 70 57 13 0 7.321
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1.972 0 0 0 0 1.972
4. Geleistete Anzahlungen 160 27 -11 0 0 176
9.339 710 46 13 0 10.082
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 24.268 423 0 0 0 24.691
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.610 265 121 374 6 7.628
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.970 549 20 390 26 5.175
4 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 395 60 -187 0 0 268
37.243 1.297 -46 764 32 37.762
IH. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.457 65 0 62 0 2.460
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 41 0 0 41 0 0
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.407 0 0 0 13 1.420
4. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 50 0 0 0 0 50
5. Beteiligungen 116 0 0 0 0 116
4.071 65 0 103 13 4.046
50.653 2.072 0 880 45 51.890
Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2015 Zugänge Zuschreibungen Abgänge Währungsumrechnung Stand am 31.12.2015
--- --- --- --- --- --- ---
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 0 3 0 0 0 3
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte, und ähnliche Rechte und Werte 1.265 520 0 13 0 1.772
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1.554 115 0 0 0 1.669
4. Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0 0
2.819 638 0 13 0 3.444
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 7.014 511 0 0 0 7.525
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.745 452 0 167 6 5.036
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.641 407 0 359 26 3.715
4 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0 0 0
15.400 1.370 0 526 32 16.276
IH. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 2.399 0 0 62 0 2.337
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 41 0 0 41 0 0
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 284 39 119 0 3 207
4. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0 0 0 0 0 0
5. Beteiligungen 115 0 0 0 0 115
2.839 39 119 103 3 2.659
21.058 2.047 119 642 35 22.379
Buchwerte
Stand am 31.12.2015 Vorjahr
--- --- ---
TEUR TEUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens 610 0
2. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte, und ähnliche Rechte und Werte 5.549 5.942
3. Geschäfts- oder Firmenwert 303 418
4. Geleistete Anzahlungen 176 160
6.638 6.520
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 17.166 17.254
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.592 2.865
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.460 1.329
4 Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 268 395
21.486 21.843
IH. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 123 58
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0 0
3. Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 1.213 1.123
4. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 50 50
5. Beteiligungen 1 1
1.387 1.232
29.511 29.595

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2015

2015
TEUR
--- ---
Konzernjahresüberschuss 1.197
Abschreibungen (+) / Zuschreibungen (-) auf Gegenstände des Anlagevermögens 2.008
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen -667
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) -66
Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -263
Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 445
Gewinn (-) / Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -22
Zinsaufwendungen (+) / Zinserträge (-) 1.177
Aufwendungen (+) / Erträge (-) aus außerordentlichen Posten 612
Ertragsteueraufwand (+) / -ertrag (-) 695
Einzahlungen aus außerordentlichen Posten 21
Auszahlungen aus außerordentlichen Aufwendungen -754
Gezahlte Ertragsteuern (-) / erhaltene Ertragsteuern (+) -961
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 3.422
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -710
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 45
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.297
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -65
Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis -125
Einzahlungen aus außerordentlichen Posten 427
Erhaltene Zinsen 69
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -1.656
Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 2.789
Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 7.420
Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -3.123
Einzahlungen aus erhaltenen Zuschüssen/Zuwendungen 114
Gezahlte Zinsen -1.157
Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter -30
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 6.013
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 7.779
Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds 73
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -7.582
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 270

Konzern-Eigenkapitalspiegel im Geschäftsjahr 2015

Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Eigenkapitaldifferent aus der Währungsumrechnung
TEUR TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Stand am 31. Dezember 2013 Gezeichnetes Kapital 3.300
Rechnerischer Wert eigener Anteile -10
Ausgegebenes Kapital 3.290 2.628 5.915 -20
Ausgabe neuer Aktien 320 1.548 0 0
Erwerb eigener Aktien -90 -268 0 0
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 1.214 0
Währungsbedingte Veränderungen 0 0 0 83
Stand am 31. Dezember 2014 Gezeichnetes Kapital 3.620
Rechnerischer Wert eigener Anteile -100
Ausgegebenes Kapital 3.520 3.908 7.129 63
Ausgabe neuer Aktien 360 1.800 0 0
Erwerb eigener Aktien -23 -144 0 0
Veräußerung eigener Aktien 123 672 0 0
Entnahme aus Rücklagen 0 -165 165 0
Konzernjahresüberschuss 0 0 1.005 0
Gewinnausschüttungen 0 0 0 0
Währungsbedingte Veränderungen 0 0 0 98
Stand am 31. Dezember 2015 Gezeichnetes Kapital 3.980
Rechnerischer Wert eigener Anteile 0
Ausgegebenes Kapital 3.980 6.071 8.299 161
Eigenkapital Mutterunternehmen Anteile anderer Gesellschafter Konzerneigenkapital
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- ---
Stand am 31. Dezember 2013
11.813 927 12.740
Ausgabe neuer Aktien 1.868 0 1.868
Erwerb eigener Aktien -358 0 -358
Änderungen des Konsolidierungskreises 0 35 35
Konzernjahresüberschuss 1.214 377 1.591
Währungsbedingte Veränderungen 83 5 88
Stand am 31. Dezember 2014
14.620 1.344 15.964
Ausgabe neuer Aktien 2.160 0 2.160
Erwerb eigener Aktien -167 0 -167
Veräußerung eigener Aktien 795 0 795
Entnahme aus Rücklagen 0 0 0
Konzernjahresüberschuss 1.005 192 1.197
Gewinnausschüttungen 0 -232 -232
Währungsbedingte Veränderungen 98 6 104
Stand am 31. Dezember 2015
18.511 1.310 19.821

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der Blue Cap AG, München, aufgestellten Konzernabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel – und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung gemäß § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss der Blue Cap AG, München, den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

München, den 31. Mai 2016

**Deloitte & Touche GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

(Dorn) Wirtschaftsprüfer

(Schreitt) Wirtschaftsprüfer