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Blue Cap AG — Annual Report 2015
Jan 31, 2017
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Annual Report
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Publication
Blue Cap AG
München
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015
der Blue Cap AG, München
A. Grundlagen
Geschäftsmodell
Die Blue Cap AG (ISIN: DE000A0JM2M1) ist eine kapitalmarktnotierte Industrieholding mit Sitz in München. Seit 2006 investiert die Blue Cap AG (kurz: Blue Cap) in mittelständische, produzierende Unternehmen in Umbruchsituationen mit klarem Wachstumspotential. Die Zielunternehmen bewegen sich dabei in der Regel in einer Größenordnung zwischen 10 und 50 Mio. Euro Umsatz und verfügen über ein erkennbares und stabiles Kerngeschäft. Unternehmen in einer ungelösten Nachfolgesituation sowie Konzernabspaltungen gehören ebenfalls zu möglichen Beteiligungsoptionen. Der Schwerpunkt der Tätigkeit unserer Zielunternehmen liegt dabei in der Regel in der DACH-Region. Neue Investments werden unter anderem aus einem Netzwerk von Banken, Finanzdienstleistern, Unternehmensberatern, Wirtschaftsprüfern und Steuerberatern akquiriert. Blue Cap engagiert sich dabei langfristig in den Beteiligungsunternehmen vor Ort mit eigenem operativen Know-how und liquiden Mitteln. Das Management verfügt über langjährige Industrie- und Sanierungserfahrung. Alle Tochtergesellschaften agieren von Anfang an selbstständig und verfolgen unabhängige Strategien. Synergieeffekte innerhalb der Gruppe werden seitens der Blue Cap laufend geprüft. Derzeit sind im Portfolio der Blue Cap Unternehmen aus den Bereichen Klebstofftechnik, Druckverarbeitung, Medizintechnik, Bearbeitung von Industrieschäumen sowie Mess- und Prüfsysteme.
Ziele und Strategien
Das Ziel der Geschäftstätigkeit der Blue Cap AG besteht darin, den Unternehmenswert der Gesellschaft langfristig und nachhaltig zu steigern. Dabei wird der Unternehmenswert der Blue Cap in erster Linie vom Wert der Portfoliounternehmen bestimmt. Vor diesem Hintergrund liegt der Beteiligungsfokus auf einer systematischen Identifizierung und Auswahl von Zielunternehmen mit einem klaren Ergebnisverbesserungspotenzial sowie Wachstumsperspektiven. Die Portfoliounternehmen werden nach dem Erwerb durch operative Verbesserungsprogramme und Liquidität unterstützt und auf ihrem Wachstumspfad bis hin zu einer möglichen Veräußerung der Beteiligung durch ein Team von Spezialisten begleitet. Neben dem organischen Wachstum der Beteiligungsunternehmen prüft Blue Cap auch laufend Add-on-Zukäufe.
Steuerung und Kontrolle
Die Implementierung und Anwendung eines umfassenden Steuerungskonzepts hat maßgeblich Einfluss auf die Wertentwicklung der Blue Cap und deren Portfoliounternehmen. Das Steuerungskonzept der Blue Cap dient dabei als Rahmen für die detaillierten, auf das Tagesgeschäft bezogenen, operativen Steuerungssysteme der Portfoliounternehmen sowie deren operative Aktivitäten. Dabei wird unter anderem die Geschäftsplanung und die Jahresabschlusserstellung durch die Blue Cap geplant und koordiniert. Die Geschäftsplanung der Geschäftsführungen der Portfoliounternehmen entsteht in einem iterativen Prozess durch Abgleich zwischen der Top-down Planung der Blue Cap und der Absatz-, Kosten- und Investitionsplanung der Einzelgesellschaften. Die Planung der Jahresabschlusserstellung wird mit den kaufmännisch Verantwortlichen der Portfoliogesellschaften erarbeitet und die Zeitplaneinhaltung überwacht.
Darüber hinaus werden durch das Beteiligungscontrolling der Blue Cap die Ertrags- und Finanzkennzahlen sowie die Auftragsentwicklung und operative Risiken bei den Portfoliogesellschaften monatlich analysiert und dem Vorstand als Diskussionsgrundlage vorgelegt. Hierbei wird insbesondere die Entwicklung beim Umsatz, operativen Ergebnis, Auftragseingang, Working Capital, Eigenkapital und Verschuldungsgrad analysiert und bewertet. Der Unternehmenswert der einzelnen Beteiligungstöchter dient zudem als weitere Kennzahl bei der Bewertung der Entwicklung des Portfolios.
Ein zentrales Steuerungsinstrument sind die regelmäßigen Sitzungen zwischen Vorstand, Beteiligungsmanagern sowie den Führungsteams der jeweiligen Portfoliogesellschaften. In diesen Sitzungen werden wesentliche Entwicklungen wie wichtige Auftragsvergaben, strategische Investitionen oder Finanzierungen in den Firmen erörtert und Handlungsalternativen festgelegt. Der Vorstand der Blue Cap ist auch in die Festlegung von Verbesserungsprogrammen eingebunden und wird laufend über deren Umsetzungsstand und Ergebnisse informiert. Im Rahmen des Beteiligungsgeschäfts ist der Vorstand in alle wesentlichen Kernprozesse bei der Auswahl und Prüfung von neuen Beteiligungsvorschlägen sowie der Verhandlung von Beteiligungskäufen und -verkäufen maßgeblich involviert.
Aufgrund der Unsicherheit künftiger Entwicklungen ist jede unternehmerische Tätigkeit mit Chancen und Risiken verbunden. Das Steuerungskonzept der Blue Cap dient dazu, Kennzahlen und Prozesse festzulegen, um Entwicklungen in der Unternehmensgruppe frühzeitig zu erkennen sowie Handlungsalternativen zu erarbeiten. Die strategische Steuerung des Gesamtkonzerns erfolgt durch den Vorstand, soweit es die Weiterentwicklung des Beteiligungsportfolios der Blue Cap und wesentliche Entwicklungen und die Ausrichtung der Portfoliogesellschaften sowie deren Finanzierung betrifft. Wichtige Entscheidungen werden in den regelmäßigen, aber auch in außerplanmäßigen, Aufsichtsratssitzungen erörtert und beschlossen.
Forschung und Entwicklung
Die Forschung und Entwicklung erfolgt in den einzelnen Portfoliounternehmen, ausgerichtet an den jeweiligen Marktanforderungen sowie dem individuellen Produktprogramm. Innerhalb des Konzerns wird in jedem Unternehmen darauf geachtet, dass wachstumsunterstützende Entwicklungsziele formuliert und umgesetzt sowie Marktentwicklungen frühzeitig erkannt und im Entwicklungsprozess berücksichtigt werden. Zu den Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in dem Bereich Klebstofftechnik gehören insbesondere die Überarbeitung von Rezepturen, Nutzung neuer Rohstoffe, Entwicklung neuer Anwendungen und kundenindividueller Lösungen, in den Bereichen Klebstoffauftragesysteme, Druckverarbeitung, Bearbeitung von Industrieschäumen sowie Mess- und Prüfsysteme die Modularisierung und Überarbeitung des Produktprogramms und der Einsatz neuer Techniken und in der Medizintechnik die technologische Weiterentwicklung der Produkte und Anpassung von Produkten an regionale und marktseitige Anforderungen.
B. Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen1
Die Weltwirtschaft expandierte im Verlauf des Jahres 2015 nur moderat um 2,6 % (Vorjahr: 2,8 %). Während das Bruttoinlandsprodukt in den Industrieländern um 1,9 % (Vorjahr 1,8 %) wuchs, ist das Wachstum in den Schwellenländern auf 3,9 % (Vorjahr: 4,9 %) zurückgegangen. Diese Entwicklung war insbesondere durch das im Verlauf des Jahres 2015 nachlassende Wirtschaftswachstum in China sowie den Rückgang der weltweiten Rohstoffnachfrage gekennzeichnet. Die rohstoffexportierenden Länder Brasilien und Russland zeigten eine im Vorjahresvergleich negative Entwicklung und befinden sich nicht zuletzt wegen der Entwicklung der Rohstoffpreise in der Rezession.
Im Vergleich hierzu stellte sich die Wirtschaftsentwicklung in den Industrieländern weitaus günstiger dar. Innerhalb der großen Industrieländer setzte sich jedoch die konjunkturelle Zweiteilung mit den Vereinigten Staaten und dem Vereinigten Königreich auf der einen Seite und dem Euro-Raum auf der anderen Seite fort. Während die Wirtschaft in den Vereinigten Staaten und im Vereinigten Königreich um jeweils 2,4 % (Vorjahr: 2,4 % bzw. 2,9 %) zulegte, ist das Bruttoinlandsprodukt im Euro-Raum um 1,6 % (Vorjahr: 0,9 %) gewachsen. Die starke Wachstumsdynamik in den Vereinigten Staaten und im Vereinigten Königreich wird durch einen hohen Auslastungsgrad der Produktionskapazitäten und einen Arbeitsmarkt nahe der Vollbeschäftigung begleitet. Zwar hat sich die Wirtschaft des Euro-Raums ebenfalls etwas belebt, jedoch ist das insbesondere auf mehrere konjunkturelle Sonderfaktoren zurück zu führen. Trotz leichter Fortschritte befindet sich die Arbeitslosigkeit im Euro-Raum immer noch auf einem hohen Niveau und die Produktionskapazitäten sind in fast allen Mitgliedsstaaten unterausgelastet. Ein selbsttragender Aufschwung ist im Euro-Raum derzeit nicht in Sicht.
Zu den stützenden Sondereinflüssen im Euro-Raum zählten insbesondere die extrem lockere Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und die Abwertung des Euro, die temporär zu einem Wachstum der europäischen Wirtschaft beigetragen haben. Aber auch der starke Ölpreisrückgang hat die Kaufkraft der privaten Haushalte erhöht und zu einem spürbaren Anstieg des privaten Konsums geführt. Ferner haben die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union ihre Konsolidierungsanstrengungen deutlich zurückgefahren. In Anbetracht dieser Sonderfaktoren und der aus ihnen folgenden positiven Effekte ist die aktuelle Wirtschaftsdynamik im Euro-Raum eher enttäuschend.
Das stabile Wirtschaftswachstum in Deutschland setzte sich auch im Jahr 2015 fort. Die deutsche Wirtschaft ist mit 1,7 % (Vorjahr: 1,6 %) im gleichen Tempo wie im Vorjahr gewachsen. Der Aufschwung wird durch die gute Lage am deutschen Arbeitsmarkt und einem damit einhergehenden weiteren Rückgang der Arbeitslosenquote auf 6,4 % (Vorjahr: 6,7 %), die stark gesunkenen Energiepreise sowie die daraus resultierende Ausweitung des privaten Konsums getragen. Auch hat die Abwertung des Euro die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Exporteure verbessert und trug somit zu einem Anstieg der Ausfuhren in Länder außerhalb des Euro-Raums bei. Die deutschen Exporte sind insgesamt trotz der eher verhaltenen Entwicklung des Welthandels mit einer Zuwachsrate von 6,2 % (Vorjahr: 4,0 %) kräftig expandiert. Da sich durch die gute Binnennachfrage die Importe voraussichtlich ähnlich stark ausweiteten, ergibt sich insgesamt mit 0,4 % ein Wachstumsbeitrag des Außenhandels in gleicher Höhe wie im Vorjahr. Die Investitionstätigkeit der deutschen Wirtschaft hat sich hingegen eher moderat entwickelt. Dies deutet auf eine eher verhaltene Erwartung der Unternehmen über die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung hin.
1 Vgl. Jahresgutachten 2015/2016 des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage, veröffentlicht am 11.11.2015
Risiken für die Weltwirtschaft ergeben sich insbesondere aus einer erwarteten Erhöhung des Leitzinses in den Vereinigten Staaten und im Vereinigten Königreich sowie aus dem Ausmaß der Abkühlung des Wachstums in China. Weitere Risiken bestehen bei einem möglichen EU-Austritt des Vereinigten Königreichs sowie einer Ausweitung der militärischen Konflikte zwischen der Ukraine und Russland. Im Vergleich zu früheren Jahren ist im Euro-Raum die Gefahr eines Wiederaufflammens der europäischen Wirtschaftskrise insgesamt gesunken. Jedoch ist die Konjunkturerholung in der Euro-Zone fragil, da sie auf Sonderfaktoren basiert, deren Wirkung im kommenden Jahr nach und nach abnehmen wird. Sofern die Reformanstrengungen in den Mitgliedsländern nicht intensiviert werden, dürften sich die Wachstumsaussichten in der Euro-Zone wieder eintrüben.
Beteiligungsmarkt und Branchenumfeld2
Nach dem Rekordjahr 2014 lag das Investitionsvolumen im deutschen Beteiligungskapitalmarkt im Jahr 2015 bei 5,3 Mrd. Euro. Damit bewegte sich das Investitionsvolumen im Geschäftsjahr zwar unter dem des Vorjahres (7,1 Mrd. Euro), jedoch über dem Jahr 2013 (5,1 Mrd. Euro). Deutschland war dabei erneut der attraktivste Beteiligungsmarkt innerhalb Westeuropas. Die Finanzinvestoren schätzen insbesondere die in Deutschland gut entwickelte Infrastruktur und die hohe Anzahl an qualifizierten Arbeitskräften.
Von den in Deutschland durch Finanzinvestoren erworbenen Unternehmen hatten rund 90 % weniger als 200 Mitarbeiter sowie weniger als 50 Mio. Euro Umsatz. Somit lagen insbesondere Investitionen in kleine und mittelständische Unternehmen im Fokus der Beteiligungsbranche. Begleitet von einem guten Finanzierungsumfeld sowie einer positiven konjunkturellen Entwicklung entfielen 71 % bzw. 3,8 Mrd. Euro der Investitionen auf Mehrheitsbeteiligungen (sog. Buy-Outs). Im Bereich Venture Capital wurden 15 % bzw. 0,78 Mrd. Euro und im Bereich Mehrheitsbeteiligungen (Growth, Replacement/Turnaround) 14 % bzw. 0,68 Mrd. Euro investiert. Dabei wurden insgesamt 25 % des Investitionsvolumens in Unternehmen im Bereich Unternehmens-/Industrieerzeugnisse, 24 % im Bereich Konsumgüter/Handel, 18 % im Bereich Life Sciences sowie 8 % in Firmen mit dem Geschäftsbereich Kommunikationstechnologien/-inhalte investiert.
Nicht zuletzt aufgrund des anhaltend hohen Bewertungsniveaus im Beteiligungsmarkt rückt der Fokus von Finanzinvestoren zunehmend auf ein aktives Portfoliomanagement und die Einführung operativer Verbesserungen in Portfoliounternehmen, um die gewünschten Renditen zu erzielen. Neue Investitionsentscheidungen werden ebenfalls stark von möglichen betrieblichen Verbesserungen wie Effizienzsteigerungen, Einkaufsoptimierung oder Working Capital Management beeinflusst. Dieser Trend dürfte auch in 2016 anhalten, so dass auch im kommenden Jahr mit einem starken Wettbewerb im Beteiligungsmarkt für Unternehmen in Umbruchsituationen zu rechnen ist.
2 Vgl. Private Equity-Prognose 2016 sowie die BVK-Statistik 2015 des Bundesverbands Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften, veröffentlicht im Februar 2016 sowie der Private Equity Trend Report 2016 der PricewaterhouseCoopers AG, veröffentlicht im Februar 2016
Für das Jahr 2016 wird im Beteiligungskapitalmarkt mit einem weiteren Investitionsanstieg im Vorjahresvergleich gerechnet. So prognostizieren mehr als 90 % der im Rahmen der Private Equity-Prognose 2016 des Bundesverbands Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften befragten Gesellschaften eine Zunahme der eigenen Investitionen, jedoch zumindest eine Entwicklung auf dem Niveau des Jahres 2015. Wie schon in den vergangenen Jahren dürften auch im kommenden Jahr Investoren von der anhaltenden Niedrigzinspolitik der EZB und somit günstigen Finanzierungskonditionen profitieren. Dabei dürfte das hohe Bewertungsniveau im Beteiligungskapitalmarkt jedoch auch in 2016 nicht sinken, so dass auch im kommenden Jahr mit hohen Multiplikatoren im Rahmen von Unternehmenskäufen zu rechnen ist.
Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase rückt die Anlageklasse Private Equity zunehmend in den Fokus von institutionellen Investoren, die nach weiteren Anlagemöglichkeiten suchen. So haben über 80 % der im Rahmen der Private Equity Prognose befragten Beteiligungsgesellschaften eine gleichbleibende oder positivere Sicht der eigenen Investoren auf das Anlagesegment Private Equity festgestellt. Auch die Blue Cap hat als kapitalmarktnotierte Beteiligungsgesellschaft ein steigendes Interesse von Investoren an der Blue Cap Aktie registriert und konnte in den vergangenen Jahren mehrere Kapitalerhöhungen erfolgreich platzieren. Für das kommende Geschäftsjahr wird ein anhaltend starkes Interesse von Investoren an der Anlageklasse Private Equity erwartet.
Geschäftsverlauf und Entwicklung des Beteiligungsportfolios
Die Blue Cap ist mit ihrer Beteiligung an der PLANATOL Holding GmbH, Rohrdorf-Thansau (kurz: Planatol, Beteiligungsquote: 94,00 %, Beteiligungsbuchwert zum 31. Dezember 2015: TEUR 2.397; Konzernjahresergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres 2015: TEUR 2.250), mittelbar zu 100,00 % an der Planatol Asset Management GmbH, Rohrdorf-Thansau, der PLANATOL Coating GmbH, Rohrdorf-Thansau, der PLANATOL France S.à.r.l., Bonneuil-sur-Marne/Frankreich, PLANATOL System GmbH, Rohrdorf-Thansau, der Planatol Wetzel GmbH, Rohrdorf-Thansau, der Planatol Adhesive India Prt. Ltd., Pune/Indien, der im Geschäftsjahr 2015 liquidierten PLANATOL MIDDLE EAST FZE, Sharjah/VAE, und zu 89,85 % an der Biolink Gesellschaft für Verbindungstechnologien mbH, Waakirchen, sowie zu 67,30 % an der PLANATOL-Società Italiana Forniture Arti Grafiche S.I.F.A.G. S.r.l., Mailand/Italien, beteiligt. Außerdem ist die Blue Cap über ihre Beteiligung an der Planatol mittelbar zu 100,00 % an der Gämmerler GmbH, Geretsried, (kurz: Gämmerler) beteiligt, die ihrerseits 100 %ige Beteiligungen an der Gammerler (US) Corporation, Mount Prospect/USA, und der Gämmerler S.à.r.l., Athis-Mons/Frankreich, sowie eine 50 %ige Beteiligung an der Gammerler Limited, York/Großbritannien, besitzt.
Die zur Planatol-Gruppe gehörenden Unternehmen sind insbesondere in den Sparten Klebstoffe (Planatol Wetzel GmbH, PLANATOL France S.à.r.l., PLANATOL-Società Italiana Forniture Arti Grafiche S.I.F.A.G. S.r.l.), Beschichtungen (Biolink Gesellschaft für Verbindungstechnologien mbH, PLANATOL Coating GmbH), Klebstoffauftragesysteme (PLANATOL System GmbH) und Druckverarbeitung (Gämmerler GmbH, Gammerler (US) Corporation, Gämmerler S.à.r.l., Gammerler Limited) tätig.
In der Sparte Klebstoffe werden Klebstoffsysteme für industrielle Anwendungen in der Druck- und grafischen Industrie sowie in den Branchen Verpackung, Möbel und Holzverarbeitung hergestellt. Der konsolidierte Spartenumsatz lag im Geschäftsjahr trotz einer moderaten konjunkturellen Entwicklung in den relevanten Klebstoffmärkten leicht unter dem Vorjahr (TEUR 33.546; i. Vj. TEUR 34.298). Das lag insbesondere an einer im Jahr 2015 erfolgreich durchgeführten Bereinigung des Portfolios um margenschwache Klebstoffprodukte sowie dem erfolgreichen Abschluss der im Vorjahr eingeleiteten Reorganisationsmaßnahmen zur Kostendegression an den Standorten Rohrdorf und Herford. In der Folge war das Ergebnis im Klebstoffbereich über dem Vorjahr.
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde in der Sparte Beschichtung der begonnene Wachstumskurs weiter fortgesetzt. Die Umsatzerlöse lagen insbesondere bei Klebebandprodukten und Stanzteilen für die Bereiche Automotive und Bau über den Erwartungen. Jedoch auch die Märkte Luftfahrt, Elektro und Viscom entwickelten sich positiv. Die Marktanteile in der Sparte Beschichtungen konnten weiter ausgebaut werden. Der konsolidierte Spartenumsatz wurde insgesamt um 6,3 % bzw. TEUR 963 auf TEUR 16.271 erhöht (i. Vj. TEUR 15.308).
Die Sparte Klebstoffauftragesysteme befindet sich mit Auftragesystemen für Falzklebung in einem insgesamt durch Investitionszurückhaltung geprägten Marktumfeld. Dennoch konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr zahlreiche neue Aufträge für den Austausch von Klebstoffauftragesystemen bei bestehenden Druckmaschinen gewonnen werden. Dieser Trend setzte sich auch im Jahr 2016 fort und führt zu einer Verringerung der Abhängigkeit von Aufträgen für neue Druckmaschinen. In der Folge konnte im Geschäftsjahr der konsolidierte Spartenumsatz um 12,1 % bzw. TEUR 443 auf TEUR 4.110 erhöht werden (i. Vj. TEUR 3.667).
In der Druckverarbeitung werden Komplettanlagen und Maschinen zum Bearbeiten, Fördern und Palettieren von Druckerzeugnissen hergestellt sowie weitere After-Sales-Services angeboten. Das Jahr 2015 war geprägt von einer Investitionszurückhaltung bei neuen Druckmaschinen sowie Weiterverarbeitungsanlagen. In der Folge wurden mehrere Großaufträge auf das Folgejahr verschoben. Die konsolidierten Umsatzerlöse der Sparte lagen mit TEUR 12.487 unter denen des Vorjahres mit TEUR 17.891. Aufgrund der zunehmenden Kompetenzverlagerung von Mechanik zu moderner Steuerungstechnik und der Konzentration auf größere Anlagenprojekte wurde das Nebenwerk der Gämmerler GmbH in Leisnig geschlossen und der Hauptstandort in Geretsried-Gelting weiter ausgebaut. Die Maßnahme wurde im Verlauf des Jahres 2015 erfolgreich abgeschlossen und führt künftig zu einer Senkung und Variabilisierung der Fertigungskosten.
Im Geschäftsjahr 2015 lag der konsolidierte Umsatz der Planatol-Gruppe mit TEUR 66.954 um TEUR 6.226 unter dem Vorjahr. Trotz des durch Projektverschiebungen im Bereich Druckverarbeitung bedingten Umsatzrückgangs, konnte der Konzernjahresüberschuss im Geschäftsjahr stabil gehalten werden und war mit TEUR 2.250 nur leicht unter dem Vorjahr (i. Vj. TEUR 2.500). Aufgrund der guten Geschäftsentwicklung und der ersten positiven Effekte aus den im Bereich Druckverarbeitung erfolgten Kostensenkungsmaßnahmen wird für das Jahr 2016 mit einem Anstieg des Geschäftsvolumens und des Jahresergebnisses gerechnet.
Blue Cap ist zudem an der WISAP Medical Technology GmbH, Hofolding (kurz WISAP; Beteiligungsquote 100,00 %, Beteiligungsbuchwert zum 31. Dezember 2015: TEUR 55, Jahresergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres 2015: TEUR 83) und über die in 2014 als Akquisitionsgesellschaft gegründete Blue Cap 05 GmbH, München (kurz Blue Cap 05; Beteiligungsquote: 100,00 %, Beteiligungsbuchwert zum 31. Dezember 2015: TEUR 27, Jahresergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres 2015: TEUR 70) mittelbar zu 100,00 % an der em-tec GmbH Werner Heinze, Finning (kurz em-tec), der em-tec Flow GmbH, Finning, der WH Management Inc., Berkshire/USA, und der em-tec Flow Technology L.P., Berkhire/USA, beteiligt.
Die Firmen WISAP und em-tec sind in dem Bereich Medizintechnik tätig. WISAP fertigt und vertreibt medizinische Instrumente und Geräte für die Anwendungsbereiche der endoskopischen Laparoskopie und Gynäkologie und vertreibt seine Produkte über ein Händlernetzwerk weltweit in über 35 Länder. Nach einem starken Umsatzwachstum mit chinesischen Kunden im Jahr 2014 sind die Umsätze im abgelaufenen Geschäftsjahr bei WISAP leicht zurückgegangen (TEUR 2.582; i. Vj. TEUR 2.716). Ursächlich hierfür war insbesondere die Umsatzentwicklung in China. Für das kommende Jahr erwartet WISAP eine Stabilisierung der Umsätze bei Neukunden über dem Niveau des Jahres 2015. Die Firma em-tec wurde im Jahr 2014 erworben und zum 1. Oktober 2014 erstkonsolidiert. Em-tec entwickelt und produziert kundenspezifische Lösungen für die nicht-invasive Flussmessung mit der Ultraschalltechnik im Bereich Medizin sowie anderen industriellen Anwendungsbereichen. Die Umsatzentwicklung bei em-tec entsprach im Kalenderjahr 2015 mit TEUR 5.342 dem Plan und ist aufgrund der Erstkonsolidierung der Gesellschaft zum 1. Oktober 2014 nicht mit den konsolidierten Umsätzen des Vorjahres (i.Vj. TEUR 1.294) vergleichbar. Trotz des Wegfalls eines Entwicklungs- und Fertigungsauftrags für einen Großkunden in Nordamerika hat sich der Umsatz bei em-tec zufriedenstellend entwickelt. Das lag insbesondere an neuen gewonnenen Entwicklungsprojekten im Bereich Herz-Unterstützungs-Systeme sowie einem insgesamt wachsenden Absatz von Produkten für die Flussmessung.
Die im Bereich Bearbeitung von Industrieschäumen tätige SMB-David finishing lines GmbH (kurz: SMB-David, Beteiligungsquote: 100,00 %, Beteiligungsbuchwert zum 31. Dezember 2015: TEUR 1.220, Jahresergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres 2015: TEUR 224) stellt maschinelle Anlagen für die Bearbeitung von Dämmstoffen und Industrieschäumen für die Baustoffindustrie her und bietet zudem Ersatzteile und Services für das Anlagensortiment an. Daneben sind Anlagen für die Bearbeitung von Kernmaterialien für Composite Produkte, die beispielsweise im Automotivebereich verwendet werden, von wachsender Bedeutung. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr konnten erstmals mehrere Projekte in diesem Bereich gewonnen werden. Insgesamt waren die Umsatzerlöse im Jahr 2015 mit TEUR 2.880 deutlich über dem Vorjahr mit TEUR 1.357. Die schwierige Situation im ehemals wichtigen russischen Markt konnte durch Kundenbestellungen aus anderen Baustoffbereichen und aus dem Bereich Composite Bauteile deutlich überkompensiert werden. Für das kommende Geschäftsjahr wird aufgrund des hohen Auftragsbestands von einer anhaltend positiven Geschäftsentwicklung ausgegangen.
Die nokra Optische Prüftechnik und Automation GmbH, Baesweiler (kurz: nokra; Beteiligungsquote 85,5 %, Beteiligungsbuchwert per 31. Dezember 2015: TEUR 382, Jahresergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres 2015: TEUR -244) wurde von Blue Cap im Geschäftsjahr 2014 erworben. Durch die Beteiligung an nokra ist Blue Cap ist auch mittelbar zu 100,00 % an der Nokra Inc., St. Charles/USA, beteiligt. nokra ist in dem Bereich Mess- und Prüfsysteme tätig und stellt laser-optische in-line Messsysteme für geometrische Größen mit Anwendung in der Stahl-, Aluminium- und Automobilindustrie her. Die Entwicklung des Bereichs lag bedingt durch mehrere Projektverschiebungen bei Kunden im ersten Halbjahr 2015 unter dem Vorjahr. Dabei führten sowohl Verschiebungen von Investitionen im Bereich Stahl-/Walzwerksbau als auch bei der Neuerrichtung von Automobilproduktionsstätten zu einem Rückgang des Auftragseingangs. Dieser Trend kehrte sich im zweiten Halbjahr 2015 um, jedoch konnte der Umsatzrückgang des ersten Halbjahres nicht mehr aufgeholt werden. Insgesamt lagen die Umsatzerlöse mit TEUR 2.442 unter Plan. Aufgrund der Erstkonsolidierung der Gesellschaft im Kalenderjahr 2014 sind die Umsatzerlöse des abgelaufenen Geschäftsjahres nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Für das kommende Jahr wird eine Stabilisierung des Auftragseingangs und der Umsatzerlöse über dem Niveau des Jahres 2015 erwartet.
Blue Cap ist zudem mit einer Beteiligungsquote von 41,96 % an der inheco Industrial Heating and Cooling GmbH, Planegg (kurz: inheco; Beteiligungsbuchwert per 31. Dezember 2015: TEUR 1.399, Jahresergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres 2015: TEUR 272) beteiligt. Inheco entwickelt, produziert und vertreibt technische Geräte und Systeme sowie zugehörige Software und Dienstleistungen zum Kühlen, Heizen und Temperieren von Festkörpern, Gasen und Flüssigkeiten. Die Märkte der inheco sind die Bereiche Laborautomation, Electronics sowie PCR. Das Geschäftsjahr 2015 entwickelte sich insbesondere aufgrund des Wachstums im Bereich Thermocycler ODTC positiv. Die Umsatzerlöse lagen mit TEUR 10.716 bei einem Jahresüberschuss von TEUR 272 deutlich über dem Vorjahr (Umsatz i. Vj. TEUR 8.616; Jahresüberschuss i. Vj. TEUR 71). Im kommenden Geschäftsjahr wird ein weiterer Anstieg bei Umsatz und Ergebnis erwartet.
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Blue Cap hat im Rahmen der als Industrieholding erbrachten Dienstleistungen und Weiterbelastungen eine Gesamtleistung in Höhe von TEUR 703 (i. Vj. TEUR 561) erzielt.
Die Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 842 haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 200 erhöht. Ursächlich hierfür war insbesondere die gestiegene Mitarbeiterzahl. Der sonstige Betriebsaufwand ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 237 gestiegen und insbesondere auf erhöhte Aufwendungen für Bankgebühren und IR-Maßnahmen, Beratungs- sowie Instandhaltungsaufwendungen zurückzuführen.
Das Finanzergebnis konnte um TEUR 13 gesteigert werden und stellt sich mit TEUR 64 positiv dar. Der Jahresfehlbetrag war mit TEUR 869 insgesamt über dem Vorjahr (i. Vj. TEUR 588).
Mittelzuflüsse in den Finanzmittelfonds erfolgten im Wesentlichen aus Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen (TEUR 2.789) und der Aufnahme von Finanzkrediten (TEUR 7.000). Zum Geschäftsjahresende 2015 errechnet sich ein Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 9.363, der ausschließlich aus dem Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten besteht.
Die Bilanzsumme der Gesellschaft erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2014 um TEUR 8.218 auf TEUR 18.922. Investitionsbedingt nahm das Anlagevermögen um TEUR 160 auf TEUR 5.729 zu. Das Umlaufvermögen ist um TEUR 8.047 auf TEUR 13.178, im Wesentlichen durch die Zunahme des Kassenbestands und der Guthaben bei Kreditinstituten um TEUR 7.716 auf TEUR 9.363, angestiegen. Infolge der Kapitalerhöhung beträgt das Eigenkapital nunmehr TEUR 10.051. Die längerfristigen Schuldposten haben durch die Aufnahme eines Finanzkredits zugenommen und belaufen sich zum Bilanzstichtag auf TEUR 7.000 (i. Vj. TEUR 0). Die kurzfristigen Schuldposten haben sich um TEUR 701, insbesondere durch die teilweise Rückzahlung eines Darlehens, auf TEUR 1.872 vermindert.
Das Working Capital hat sich im Geschäftsjahr 2015 um TEUR 8.760 auf TEUR 11.322 erhöht. Das EBIT3 beträgt TEUR -934 (i. Vj. TEUR -639), das EBITDA4 beträgt TEUR -900 (i. Vj. TEUR -617). Die Eigenkapitalquote hat von 76 % auf 53 % abgenommen. Die Blue Cap AG beschäftigte im Geschäftsjahr 2015 durchschnittlich 7 (i. Vj. 4) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne Vorstand).
C. Nachtragsbericht
Im Rahmen eines Asset-Deals (Kaufverträge vom 22. Januar 2016/28. Januar 2016) hat das Tochterunternehmen der Blue Cap AG, die Blue Cap 06 GmbH, München, wesentliches Anlage- und Umlaufvermögen sowie einen Teil des Geschäftsbetriebs der ehemaligen Carl Schaefer GmbH & Co. KG, Pforzheim, übernommen. Des Weiteren wurde die Firma der übernehmenden Gesellschaft in Carl Schaefer Gold- und Silberscheideanstalt GmbH geändert sowie der Firmensitz nach Pforzheim verlegt. Carl Schaefer wurde 1861 von dem Namensgeber gegründet und ist als Goldscheideanstalt im Bereich der Rückgewinnung von Edelmetallen sowie dem Handel mit Edelmetall-Produkten tätig.
Darüber hinaus hat die Blue Cap über ihre Tochtergesellschaft Blue Cap 07 GmbH, München, mit Kaufvertrag vom 13. Mai 2016 im Wege eines Asset-Deals wesentliches Anlage- und Umlaufvermögen sowie den Geschäftsbetrieb der Neschen AG, Bückeburg, übernommen. Auch wurden die 100%igen Beteiligungen an der Filmolux Deutschland GmbH, Bückeburg, sowie den ausländischen Tochtergesellschaften Filmolux Benelux B.V., Raalte/Niederlande, Filmolux S.a.r.l., Paris/Frankreich, Filmolux Italia s.r.l., Bagnolo/Italien, und Filmolux Austria GmbH, Wien/Österreich, übernommen. Der Kaufvertrag steht unter dem Vorbehalt der Abgabe von Freigabeerklärungen der Sandton Financing III (Luxemburg) S.a.r.l. sowie J.P.Morgan Bank Dublin plc. Ebenso muss der Gläubigerausschuss der Neschen AG i.I. der Vereinbarung noch zustimmen. Neschen ist ein führender Hersteller von klebstoffbeschichteten Produkten für die Druck- und Werbeindustrie sowie Schutzfolien und weiteren Produkten für technische Anwendungen. Mit dieser Akquisition baut Blue Cap das Engagement im Bereich der Klebstoffverarbeitung weiter aus. Zwischen den Beteiligungen Planatol und Biolink und der neu erworbenen Neschen ergeben sich eine Reihe von Synergieeffekten im Bereich der Klebstoffherstellung sowie im internationalen Vertrieb der Produkte.
3 EBIT (Earnings before interest and taxes) entspricht dem Betriebsergebnis ohne Berücksichtigung der sonstigen Steuern.
4 EBITDA (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortiziation) entspricht dem Betriebsergebnis ohne Berücksichtigung der sonstigen Steuern sowie der Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen.
Darüber hinaus haben sich nach Ende des Geschäftsjahres keine weiteren wesentlichen Vorfälle ergeben.
D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
Allgemeine wirtschaftliche Risiken und Chancen
Die Rahmenbedingungen für unternehmerisches Handeln werden vielseitig bestimmt. Insbesondere konjunkturelle, weltpolitische oder nationale Einflüsse können von den Unternehmen nicht oder nur schwer beeinflusst werden. Ihre Veränderungen können sich jedoch auf den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens mittelbar oder unmittelbar auswirken.
Chancen und Risiken können sich auch aus den Finanz- und Kapitalmärkten und deren Rückwirkungen auf die Realwirtschaft ergeben. Insbesondere durch die internationalen Verflechtungen kann die Wettbewerbsfähigkeit eines Beteiligungsunternehmens auch sehr stark durch die Wirtschafts- und Währungspolitik anderer Länder beeinflusst sein. Zum mittel- und langfristigen Risiko muss man auch die immer noch andauernde Euro-Krise zählen. Ihre Auswirkungen lassen sich nur schwer vorhersehen.
Schließlich wird das Risikoprofil auch noch durch die innen- und außenpolitische Ausrichtung Deutschlands in den nächsten Jahren bestimmt. Die Steuerpolitik – auch für die Unternehmen – wird durch die zukünftige gesellschaftliche Diskussion bestimmt. Außenpolitisch ergeben sich durch das Handeln der Bundesregierung und den Reaktionen hierauf erhebliche Rückwirkungen.
Finanzierungsrisiken und -chancen
Die Finanzierung eines Unternehmens besteht in der Regel aus einem Geflecht aus Eigen- und Fremdkapital, wobei das Rating und die Risikomargen der Kapitalgeber eine wesentliche Rolle spielen. Laufzeiten der Finanzierungen, das Sicherheitsbedürfnis der Kapitalgeber und die Synchronisation der Cashflowströme bestimmen die Stabilität dieses Geflechts. Aufgabe eines Risikomanagements ist es unter anderem, dieses Finanzierungsgebilde auf die operativen Belange des Unternehmens abzustimmen und im Fall von Abweichungen anzupassen. Risiken können sich aus unerwarteten Soll-Ist-Abweichungen ergeben.
Eine restriktive Kreditvergabe sowie ein steigendes Zinsniveau können zu einem Anstieg der Finanzierungskosten führen, ein steigendes Zinsniveau kann sich auch negativ auf etwaige Finanzanlagen der Blue Cap bzw. der Beteiligungsunternehmen auswirken.
Unternehmensbezogene Risiken und Chancen
Mit dem Geschäftsansatz „private equity for special situations“ investiert Blue Cap in Unternehmen mit Wertschöpfungspotenzialen. Investitionsszenarien für Blue Cap ergeben sich insbesondere bei mittelständischen Unternehmen mit strategischen Fehlentwicklungen, ungelösten Nachfolgen, Finanzierungsengpässen oder divergierenden Gesellschafterkreisen. Dieses Geschäftsmodell funktioniert weitgehend unabhängig von den oben beschriebenen allgemeinen Rahmenbedingungen. Tendenziell gibt es bei schwierigen Marktbedingungen jedoch mehr Unternehmen, die in schwierige Situationen geraten und damit zum Zielunternehmen werden.
Neben der falschen Einschätzung von Erfolgsfaktoren im Rahmen der Auswahl möglicher Beteiligungsunternehmen können rechtliche und steuerliche Risiken, die sich im Rahmen des Erwerbs wie auch der Veräußerung von Beteiligungsunternehmen typischerweise ergeben, bei ihrer Realisierung nachteilige Auswirkungen auf die Blue Cap haben.
Gelingt es nicht, die strategische Ausrichtung der Beteiligungsunternehmen sowie deren organisatorische, personelle und technische Struktur an die Erfordernisse anzupassen, können sich hieraus negative Auswirkungen für das Investment ergeben.
Das Beteiligungsportfolio der Blue Cap AG besteht aus Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größe. Die Unternehmen sind auf den jeweiligen (Nischen-)Märkten sehr gut positioniert und Technologieführer. Hierdurch haben die Unternehmen in konjunkturellen Schwächephasen die Chance, die eigenen Stärken im Vergleich zum Wettbewerb zur Verbesserung der Markposition zu nutzen. Zusätzlich kann die konsequente Ausnutzung der Potenziale in den Beteiligungsunternehmen zu erheblichen Chancen führen. Chancen können sich insbesondere auch durch die Beseitigung von offensichtlichen Schwachstellen innerhalb eines Beteiligungsunternehmens ergeben. Negative Einflüsse auf das Beteiligungsportfolio können sich indirekt aus der Ertrags- und Verschuldungssituation der Beteiligungen ergeben, die zu einer Bewertungsänderung bei der Blue Cap führen können.
Das Eigenkapital der Blue Cap übersteigt die Anschaffungskosten der Beteiligungen. Die Finanzmittel sind schnell verfügbar angelegt und entsprechen ca. 93,2 % des Eigenkapitals. Einerseits begrenzt der hohe Anteil der Finanzmittel das Wertsteigerungspotential, da mit den Finanzmitteln nur eine sehr geringe Rendite erwirtschaftet werden kann, andererseits können mit der Finanzausstattung Investitionschancen kurzfristig genutzt werden.
Im Zuge des Neubaus einer Produktionshalle für die neue Dispersionsfertigungsanlage der PLANATOL-Gruppe am Standort Rohrdorf im Jahre 2012 wurden auf dem Betriebsgelände Bodenverunreinigungen festgestellt, die aus den Jahren 1915 bis 1918 herrühren. Nach erfolgreichem Abschluss eines Vergleichs mit dem Freistaat Bayern im Zusammenhang mit der Beseitigung wurden in Höhe der voraussichtlichen Kostenbelastung im Jahresabschluss der PLANATOL Holding GmbH Rückstellungen in Höhe von TEUR 50 gebildet.
Auf Basis der aktuell zur Verfügung stehenden Informationen sehen wir keine Risiken, die einzeln oder in Kombination eine Gefahr für den Fortbestand der Blue Cap darstellen. Diese Aussage beruht auf der Analyse und Beurteilung der vorgenannten Risiken sowie des bestehenden Risikomanagementsystems. Ebenso sehen wir derzeit keine außerordentlichen Chancen. Die Chancen- und Risikosituation wird derzeit als ausgeglichen beurteilt. Damit hat sich gegenüber dem Vorjahr keine wesentliche Veränderung der Chancen- und Risikosituation ergeben.
Prognosebericht
Für das Kalenderjahr 2016 erwartet der Internationale Währungsfonds (IWF) ein globales Wirtschaftswachstum von 3,2 % gegenüber dem Vorjahr. Die erwartete Wachstumsdynamik der Weltwirtschaft im kommenden Geschäftsjahr liegt somit in etwa auf dem Niveau des Jahres 2015. Für die Euro-Zone wird im kommenden Jahr ein Wirtschaftswachstum von 1,5 % (i. Vj. 1,6 %) und für die USA ein Wirtschaftswachstum von 2,4 % (i. Vj. 2,4 %) erwartet. Auch in den Schwellenländern wird eine Stabilisierung der Wirtschaft auf dem Niveau des Vorjahres prognostiziert (4,1 %; i. Vj. 4,0 %). Dagegen soll die Wirtschaftsdynamik der Volkswirtschaft China von 6,9 % in 2015 auf 6,5 % in 2016 weiter abnehmen.5
Für das Jahr 2016 wird im deutschen Beteiligungskapitalmarkt mit einem weiteren Investitionsanstieg im Vorjahresvergleich gerechnet. So prognostizieren mehr als 90 % der im Rahmen der Private Equity-Prognose 2016 des Bundesverbands Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften befragten Gesellschaften eine Zunahme der eigenen Investitionen, jedoch zumindest eine Entwicklung auf dem Niveau des Jahres 2015. Wie schon in den vergangenen Jahren dürften auch im kommenden Jahr Investoren von der anhaltenden Niedrigzinspolitik der EZB und somit günstigen Finanzierungskonditionen profitieren. Dabei dürfte das hohe Bewertungsniveau im Beteiligungskapitalmarkt jedoch auch in 2016 nicht sinken, so dass auch im kommenden Jahr mit hohen Multiplikatoren im Rahmen von Unternehmenskäufen zu rechnen ist.
5 Vgl. World Economic Outlook des Internationalen Währungsfonds, veröffentlicht im April 2016
Blue Cap erwartet für das kommende Geschäftsjahr eine insgesamt positive Entwicklung bei Umsatz und Ergebnis in allen Geschäftsbereichen. Insbesondere im Bereich Druckverarbeitung wird nach dem erfolgreichen Abschluss der Umstrukturierung im abgelaufenen Geschäftsjahr eine deutliche Verbesserung bei Umsatz und Ergebnis erwartet. Für das Jahr 2016 rechnet der Vorstand der Blue Cap AG mit einem spürbaren Anstieg beim Umsatz und Ergebnis der Gesellschaft aufgrund der Einführung eines neuen Kostenumlageverfahrens innerhalb der Gruppe.
Neben einer permanenten auf Substanzmehrung ausgerichteten Weiterentwicklung der bestehenden Geschäftsbereiche prüft Blue Cap laufend Expansionsmöglichkeiten. Dabei erfolgt keine ausschließliche Fokussierung auf die bisher vertretenen Branchen. Obwohl Blue Cap als Industrieholding nicht exitgetrieben ist, sondern auf ein langfristiges Wachstum der Beteiligungen ausgelegt ist, werden Kaufanfragen und Verkäufe systematisch geprüft. Im kommenden Geschäfts wird somit organisch als auch anorganisch unter Beibehaltung des bisherigen Geschäftsmodells ein weiterer Wachstumskurs verfolgt.
Jedoch ist es, insbesondere aufgrund der weltweit unsicheren konjunkturellen Entwicklung möglich, dass zukünftige Ergebnisse von den heutigen Erwartungen des Vorstands abweichen. Darüber hinaus wird das Ergebnis der Blue Cap von weiteren nicht planbaren Effekten beeinflusst. Hierzu gehören unter anderem Ergebniseffekte aus dem Erwerb, der Veräußerung oder der Restrukturierung von Beteiligungen.
Die Blue Cap AG sieht sich aufgrund der bisherigen positiven Entwicklung und des bewährten Geschäftsmodells in ihrer Strategie bestätigt und ist mit der Organisationsstruktur sowohl kurz- als auch langfristig gut positioniert. Daher geht die Gesellschaft für das laufende Geschäftsjahr 2016 von einem weiteren Wachstum und der Stärkung der Ertragskraft aus.
E. Schlusserklärung gemäß § 312 Abs. 3 AktG
Der Vorstand der Blue Cap AG hat gemäß § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2015 einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt und darin folgende Schlusserklärung abgegeben:
„Der Vorstand erklärt, dass die Blue Cap AG, München, bei den in diesem Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Berichtspflichtige Maßnahmen oder unterlassene Maßnahmen haben nicht vorgelegen.“
München, den 31. Mai 2016
Blue Cap AG
Vorstand
Dr. Hannspeter Schubert
Bilanz zum 31. Dezember 2015
Aktiva
| EUR | EUR | 31.12.2015 | Vorjahr | |
|---|---|---|---|---|
| EUR | TEUR | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1.175,00 | 0 | ||
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 172.579,68 | 89 | ||
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 4.156.202,56 | 4.081 | ||
| 2. Beteiligungen | 1.398.775,55 | 1.399 | ||
| 5.554.978,11 | 5.480 | |||
| 5.728.732,79 | 5.569 | |||
| B. Umlaufvermögen | ||||
| I. Forderungen und sonstige Vermögens- gegenstände | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 17.357,88 | 26 | ||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 3.741.425,92 | 3.124 | ||
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1,00 | 0 | ||
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 56.799,95 | 334 | ||
| 3.815.584,75 | 3.484 | |||
| II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 9.362.872,58 | 1.647 | ||
| 13.178.457,33 | 5.131 | |||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 15.169,05 | 4 | ||
| 18.922.359,17 | 10.704 | |||
| Passiva | ||||
| EUR | EUR | 31.12.2015 | Vorjahr | |
| EUR | TEUR | |||
| A. Eigenkapital | ||||
| I. Ausgegebenes Kapital | ||||
| 1. Gezeichnetes Kapital | 3.980.000,00 | 3.620 | ||
| 2. Rechnerischer Wert eigener Anteile | 0,00 | -100 | ||
| 3.980.000,00 | 3.520 | |||
| Bedingtes Kapital: EUR 1.810.000,00 | ||||
| II. Kapitalrücklage | 6.070.833,69 | 3.908 | ||
| III. Bilanzgewinn | 0,00 | 703 | ||
| 10.050.833,69 | 8.131 | |||
| B. Rückstellungen | ||||
| Sonstige Rückstellungen | 358.500,00 | 266 | ||
| C. Verbindlichkeiten | ||||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 7.000.039,30 | 0 | ||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 60.893,38 | 56 | ||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 665.013,95 | 699 | ||
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 787.078,85 | 1.552 | ||
| 8.513.025,48 | 2.307 | |||
| 18.922.359,17 | 10.704 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015
| EUR | EUR | 2015 | Vorjahr | |
|---|---|---|---|---|
| EUR | TEUR | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 652.326,64 | 524 | ||
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 50.877,65 | 37 | ||
| 703.204,29 | 561 | |||
| 3. Personalaufwand | ||||
| a)Löhne und Gehälter | -774.535,76 | -604 | ||
| b)Soziale Abgaben | -67.954,29 | -38 | ||
| -842.490,05 | -642 | |||
| 4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | -34.389,52 | -22 | ||
| 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -760.308,99 | -536 | ||
| -1.637.188,56 | --1.200 | |||
| -933.984,27 | -639 | |||
| 6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 232.685,58 | 119 | ||
| 7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -168.268,90 | -68 | ||
| 64.416,68 | 51 | |||
| 8. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | -869.567,59 | -588 | ||
| 9. Sonstige Steuern | 718,10 | 0 | ||
| 10. Jahresfehlbetrag | -868.849,49 | -588 | ||
| II. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 703.388,16 | 1.291 | ||
| 12. Entnahmen aus der Kapitalrücklage | 165.461,33 | 0 | ||
| 13. Bilanzgewinn | 0,00 | 703 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2015
der Blue Cap AG, München
A. Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
I. Vorbemerkungen
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft finden hinsichtlich der Bilanzierung und der Bewertung die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) Anwendung.
Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 1 HGB eine kleine Kapitalgesellschaft und macht von den Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 1 HGB teilweise Gebrauch. Hinsichtlich der Angaben nach § 285 Nr. 11 bzw. 11a HGB macht die Gesellschaft von dem Wahlrecht gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB Gebrauch, soweit die Beteiligungen für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind.
Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die Postenbezeichnungen der §§ 266 und 275 HGB wurden erforderlichenfalls an die tatsächlichen Posteninhalte angepasst.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen.
Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Für geringwertige abnutzbare bewegliche Gegenstände des Sachanlagevermögens kommen unter Berücksichtigung der Wesentlichkeit Vereinfachungsregelungen (Sofortabschreibung) zur Anwendung.
Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.
Die Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Der Kassenbestand und das Guthaben bei Kreditinstituten beinhalten Bar- und Bankguthaben und werden zu Nominalwerten angesetzt.
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten entspricht den zeitanteiligen Vorleistungen.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt worden.
Die im Jahresabschluss enthaltenen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet, da sie ausschließlich kurzfristiger Natur sind.
B. Erläuterung des Jahresabschlusses
I. Bilanz
1. Anlagevermögen
Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagengitter) ist integraler Bestandteil des Anhangs und diesem als Anlage beigefügt.
2. Umlaufvermögen
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 155.814,52 (i. Vj. EUR 72.341,29) enthalten.
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (EUR 1,00), betreffen wie im Vorjahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Die unter den sonstigen Vermögensgegenständen erfassten Beträge haben Vermögenscharakter.
Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind – wie im Vorjahr – innerhalb eines Jahres fällig.
3. Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 3.980.000,00. Es ist eingeteilt in 3.980.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Der auf die Stückaktien entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals im Sinne von § 8 Abs. 3 AktG beträgt EUR 1,00.
Die Hauptversammlung vom 9. August 2013 hat die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals
(Genehmigtes Kapital 2013/I) beschlossen. Demnach wurde der Vorstand bis zum 31. Juli 2018 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um bis zu EUR 750.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2013/I).
Die Hauptversammlung vom 8. August 2014 hat die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals
(Genehmigtes Kapital 2014/I) beschlossen. Demnach wurde der Vorstand bis zum 31. Juli 2019 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um bis zu EUR 450.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2014/I).
Aufgrund der von der Hauptversammlung vom 8. August 2014 erteilten Ermächtigung hat der Vorstand mit Beschluss vom 1. September 2014 und der Zustimmung des Aufsichtsrates vom 2. September 2014 vom genehmigten Kapital (Genehmigtes Kapital 2014/I) teilweise Gebrauch gemacht. Das Grundkapital ist gegen Bareinlage um EUR 260.000,00 durch die Ausgabe von 260.000 neuen, auf den Inhaber Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00 erhöht worden. Die Zeichnung der neuen Stammaktien erfolgte zum Ausgabebetrag von EUR 5,80 je Stückaktie. Die Kapitalerhöhung wurde am 19. September 2014 in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen.
Aufgrund der von der Hauptversammlung vom 8. August 2014 erteilten Ermächtigung hat der Vorstand mit Beschluss vom 9. Dezember 2014 und der Zustimmung des Aufsichtsrates vom selben Tag vom genehmigten Kapital (Genehmigtes Kapital 2014/I),das nach teilweiser Ausnutzung EUR 190.000,00 beträgt, teilweise Gebrauch gemacht. Das Grundkapital ist gegen Bareinlage um EUR 60.000,00 durch die Ausgabe von 60.000 neuen, auf den Inhaber Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00 erhöht worden. Die Zeichnung der neuen Stammaktien erfolgte zum Ausgabebetrag von EUR 6,00 je Stückaktie. Die Kapitalerhöhung wurde am 11. Dezember 2014 in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen.
Das Genehmigte Kapital vom 8. August 2014 (Genehmigtes Kapital 2014/I) beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch EUR 130.000,00.
Die Hauptversammlung vom 7. August 2015 hat die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals
(Genehmigtes Kapital 2015) beschlossen. Demnach wurde der Vorstand bis zum 6. August 2020 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um bis zu EUR 930.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2015).
Aufgrund der von der Hauptversammlung vom 7. August 2015 erteilten Ermächtigung hat der Vorstand mit Beschluss vom 16. November 2015 und der Zustimmung des Aufsichtsrates vom selben Tag vom genehmigten Kapital (Genehmigtes Kapital 2015), teilweise Gebrauch gemacht. Das Grundkapital ist gegen Bareinlage um EUR 360.000,00 durch die Ausgabe von 360.000 neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00 erhöht worden. Die Zeichnung der neuen Stammaktien erfolgte zum Ausgabebetrag von EUR 6,00 je Stückaktie. Die Kapitalerhöhung wurde am 11. Dezember 2014 in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen.
Das Genehmigte Kapital vom 7. August 2015 (Genehmigtes Kapital 2015) beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch EUR 570.000,00.
Das Grundkapital der Gesellschaft ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 7. August 2015 um bis zu EUR 1.810.000,00 durch die Ausgabe von bis zu 1.810.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2015). Das Bedingte Kapital dient der Erfüllung von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen.
Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag keine eigenen Aktien (i. Vj. 100.000 eigene Aktien) im Bestand.
Der Bestand der eigenen Aktien entwickelte sich wie folgt:
| Anzahl | Betrag des Grundkapital | Anteil am Grundkapital | Erwerbspreis | Veräußerungspreis | |
|---|---|---|---|---|---|
| EUR | % | EUR | EUR | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Bestand zum 31. Dezember 2014 | 100.000 | 100.000 | 2,76* | 376.600,00 | |
| Januar 2015 | -13.400 | -13.400 | -0,37* | 117.403,75 | |
| Februar 2015 | -9.940 | -9.940 | -0,27* | 75.099,39 | |
| Februar 2015 | 23.340 | 23.340 | 0,64* | 166.798,96 | |
| Mai 2015 | -20.000 | -20.000 | -0,55* | 127.020,92 | |
| Oktober 2015 | -80.000 | -80.000 | -2,21* | 476.000,00 | |
| Bestand zum 31. Dezember 2015 | 0 | 0 |
*) Anteil am Grundkapital bezogen auf EUR 3.620.000,00 (vor Kapitalerhöhung vom 16. November 2015)
4. Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage entwickelte sich wie folgt:
| EUR | |
|---|---|
| Stand 1. Januar 2015 | 3.907.569,92 |
| Zuführung zur Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 infolge der Veräußerung eigener Anteile , soweit der Veräußerungserlös höher als der ursprüngliche Kaufpreis der eigenen Anteile ist (§ 272 Abs. 1b Satz 3 HGB) | 252.125,10 |
| Zuführung zur Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 infolge der Veräußerung eigener Anteile (§ 272 Abs. 1b Satz 2 HGB) | 420.058,96 |
| Verrechnung mit der Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 infolge des Erwerbs eigener Anteile (§ 272 Abs. la Satz 2 HGB) | - 143.458,96 |
| Zuführung zur Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in Höhe des Agios aus der Kapitalerhöhung zum 16. November 2015 | 1.800.000,00 |
| Entnahme aus der Kapitalrücklage zum Ausgleich des Jahresfehlbetrags, soweit er nicht durch Gewinnvortrag aus dem Vorjahr gedeckt ist (§ 150 Abs. 4 S. 1 Nr. 1 AktG) | - 165.461,33 |
| Stand 31. Dezember 2015 | 6.070.833,69 |
5. Bilanzgewinn
Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:
| EUR | |
|---|---|
| Gewinnvortrag Stand 1. Januar 2015 | 703.388,16 |
| Jahresfehlbetrag | - 868.849,49 |
| Entnahme aus der Kapitalrücklage zum Ausgleich des Jahresfehlbetrags, soweit er nicht durch Gewinnvortrag aus dem Vorjahr gedeckt ist (§ 150 Abs. 4 S. 1 Nr. 1 AktG) | 165.461,33 |
| Bilanzgewinn Stand 31. Dezember 2015 | 0,00 |
6. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (EUR 173.600,00; i. Vj. EUR 173.230,00), für die Erstellung, Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses sowie des Konzernabschlusses und Erstellung der Steuererklärungen (EUR 59.350,00; i. Vj. EUR 67.750,00), für Aufsichtsratsvergütungen (EUR 31.700,00; i. Vj. EUR 22.500,00) sowie für ausstehende Rechnungen (EUR 71.750,00; i. Vj. EUR 0,00).
7. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen kurzfristige Ausleihungen (EUR 520.000,00; i. Vj. EUR 520.940,80), Verauslagungen (EUR 20.013,95; i. Vj. EUR 53.205,80) sowie die Verpflichtung aus einem Ertragszuschuss (EUR 125.000,00; i. Vj. EUR 125.000,00).
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten in Höhe von EUR 22.389,10 (i. Vj. EUR 20.256,11) Verbindlichkeiten aus Steuern sowie in Höhe von EUR 732,19 (i. Vj. EUR 0,00) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit.
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gliedern sich wie folgt:
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre | Restlaufzeit über 5 Jahre | Summe | |
|---|---|---|---|---|
| € | € | € | € | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Verbindlichkeiten | ||||
| gegenüber Kreditinstituten | 39,30 | 7.000.000,0 0 | 0,00 | 7.000.039,30 |
| (im Vorjahr) | (48,22) | (0,00) | (0,00) | (48,22) |
| aus Lieferungen und Leistungen | 60.893,38 | 0,00 | 0,00 | 60.893,38 |
| (im Vorjahr) | (55.655,02) | (0,00) | (0,00) | (55.655,02) |
| gegenüber verbundenen Unternehmen | 665.013,95 | 0,00 | 0,00 | 665.013,95 |
| (im Vorjahr) | (699.146,60) | (0,00) | (0,00) | (699.146,60) |
| sonstige Verbindlichkeiten | 787.078,85 | 0,00 | 0,00 | 787.078,85 |
| (im Vorjahr) | (1.551.989,86) | (0,00) | (0,00) | (1.551.989,86) |
| Gesamt | 1.513.025,48 | 7.000.000,00 | 0,00 | 8.513.025,48 |
| (im Vorjahr) | (2.306.839,70) | (0,00) | (0,00) | (2.306.839,70) |
8. Haftungsverhältnisse
Die Gesellschaft hat selbstschuldnerische Bürgschaften in Höhe von EUR 2.458.834,60 als Sicherheit für einen Investitionskredit sowie für Kontokorrent- und Avalkredite von verbundenen Unternehmen gestellt.
Die Inanspruchnahme aus Bürgschaften aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten wird als gering eingeschätzt. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen dem Vorstand nicht vor.
II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und gegliedert.
Die Umsatzerlöse beinhalten wie im Vorjahr ausschließlich Erlöse aus Dienstleistungen und Weiterverrechnungen.
Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Betriebsaufwendungen (EUR 232.062,25; i. Vj. EUR 143.640,98), Verwaltungsaufwendungen (EUR 442.981,75; i. Vj. EUR 341.403,29), Vertriebsaufwendungen (EUR 84.574,99; i. Vj. EUR 51.250,34) sowie Verluste aus Abgängen von Sachanlagevermögen (EUR 690,00; i. Vj. EUR 0,00) enthalten.
In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 221.755,21 (i. Vj. EUR 93.666,19) enthalten.
Unter Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 20.000,00 (i. Vj. EUR 20.940,80) erfasst.
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 449,91. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von EUR 1.004,00. Die sonstigen Steuern enthalten Erträge aus Rückerstattungen in Höhe von EUR 3.325,00.
C. Sonstige Angaben
1. Organe der Gesellschaft
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat besteht lt. Satzung aus drei Mitgliedern und setzte sich im Geschäftsjahr 2015 wie folgt zusammen:
Herr Dr. Stefan Berz (Wirtschaftsprüfer), Gräfelfing (Vorsitzender)
Herr Dr. Frank Seidel (Diplom Wirtschaftsingenieur), Neutraubling (Stellvertretender Vorsitzender)
Herr Dietmar Reeh (Rechtsanwalt), Starnberg
Vorstand
Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte die Geschäftsführung durch den Vorstand, Herrn
Dr. Hannspeter Schubert (Unternehmensberater), Valley.
Er vertritt die Gesellschaft stets einzeln und ist befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
2. Unternehmen, an denen ein Anteilsbesitz von mindestens 20 % besteht
Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % beteiligt:
| Nr. | Name | Sitz | Beteiligungsquote % | Beteiligt über Nr. | Eigenkapital | Jahresergebnis |
|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 1. | PLANATOL Holding GmbH | Rohrdorf-Thansau | 94,00 | 9.395 | 2.948 | |
| 2. | Planatol Wetzel GmbH | Rohrdorf-Thansau | 100,00 | 1. | 5.128 | -508 1 |
| 3. | PLANATOL Asset Management GmbH | Rohrdorf-Thansau | 100,00 | 1. | 25 | - |
| 4. | PLANATOL Coating GmbH | Rohrdorf-Thansau | 100,00 | 1. | 440 | — 1 |
| 5. | PLANATOL France S.à.r.l. | Bonneuil sur Marne/Frankreich | 100,00 | 2. | 363 | 1 |
| 6. | PLANATOL-Società Italiana Forniture Arti Grafiche S.I.F.A.G. S.r.l. | Mailand/Italien | 67,33 | 2. | 34 | 7 |
| 7. | PLANATOL System GmbH | Rohrdorf-Thansau | 100,00 | 1. | 55 | — 1 |
| 8. | Biolink Gesellschaft für Verbindungstechnologien mbH | Waakirchen | 89,85 | 1. | 4.782 | — 1 |
| 9. | Gämmerler GmbH | Geretsried-Gelting | 100,00 | 1. | 3.038 | — 1 |
| 10. | Gammerler Limited | York/Großbritannien | 50,00 | 9. | 379 | 226 |
| 11. | Gämmerler S.à.r.l. | Athis-Mons/ Frankreich | 100,00 | 9. | -168 | -28 |
| 12. | Gammerler (U.S.) Corporation | Mount Prospect/USA | 100,00 | 9. | 959 | 70 |
| 13. | Planatol Adhesive India Prt. Ltd. | Pune/India | 100,00 | 1. | -21 | -30 |
| 14. | PLANATOL MIDDLE EAST FZE | Sharjah/VAE | 100,00 | 1. | — | — 2 |
| 15. | SMB-David finishing lines GmbH | Geretsried-Gelting | 100,00 | 223 | 237 | |
| 16. | WISAP Medical Technology GmbH | Brunnthal—Hofolding | 100,00 | 429 | 83 | |
| 17. | Blue Cap 05 GmbH | München | 100,00 | 75 | 70 | |
| 18. | em-tec GmbH Werner Heinze | Finning | 100,00 | 18. | 1.786 | — 1 |
| 19. | em-tec flow GmbH | Finning | 100,00 | 19. | 25 | 0 |
| 20. | WH Management Inc. | Berkshire/USA | 100,00 | 20. | -7 | 0 |
| 21. | em-tec Flow Technology L.P. | Berkshire/USA | 100,00 | 20./21. | 75 | 36 |
| 22. | nokra Optische Prüftechnik und Automation GmbH | Baesweiler | 85,5 | 15 | -231 | |
| 23. | Nokra Inc | St. Charles/USA | 100,0 | 23 | 10 | 4 |
| 24. | Biolink Grundstücksgesellschaft mbH | München | 100,00 | 24 | -1 | |
| 25. | Blue Cap 06 GmbH | München | 100,00 | 24 | -1 | |
| 26. | Blue Cap 07 GmbH | München | 100,00 | 24 | -1 | |
| 27. | inheco Industrial Heating and Cooling GmbH | Planegg | 41,96 | 2.254 | 272 |
1 Ergebnisabführungsvertrag mit der jeweiligen Muttergesellschaft.
2 Die Gesellschaft wurde im Geschäftsjahr liquidiert.
3. Aktionärsstruktur
Die Southern Blue Beteiligungsgesellschaft mbH, München, besitzt mehr als den vierten Teil aller Aktien, hält aber keine Mehrheitsbeteiligung an der Blue Cap AG, München.
München, den 31. Mai 2016
Blue Cap AG
Vorstand
Dr. Hannspeter Schubert
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS im Geschäftsjahr 2015
| Anschaffungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| 1.1.2015 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2015 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 3.700,00 | 1.226,00 | 0,00 | 4.926,00 |
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 118.507,69 | 132.382,52 | 27.572,44 | 223.317,77 |
| III Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 6.417.601,56 | 75.000,00 | 0,00 | 6.492.601,56 |
| 2. Beteiligungen | 1.513.374,55 | 0,00 | 0,00 | 1.513.374,55 |
| 7.930.976,11 | 75.000,00 | 0,00 | 8.005.976,11 | |
| 8.053.183,80 | 208.608,52 | 27.572,44 | 8.234.219,88 |
| Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| 1.1.2015 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2015 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 3.699,00 | 52,00 | 0,00 | 3.751,00 |
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 29.383,01 | 34.337,52 | 12.982,44 | 50.738,09 |
| III Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 2.336.399,00 | 0,00 | 0,00 | 2.336.399,00 |
| 2. Beteiligungen | 114.599,00 | 0,00 | 0,00 | 114.599,00 |
| 2.450.998,00 | 0,00 | 0,00 | 2.450.998,00 | |
| 2.484.080,01 | 34.389,52 | 12.982,44 | 2.505.487,09 |
| Restbuchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2014 | 31.12.2015 | |
| --- | --- | --- |
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1,00 | 1.175,00 |
| II. Sachanlagen | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 89.124,68 | 172.579,68 |
| III Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 4.081.202,56 | 4.156.202,56 |
| 2. Beteiligungen | 1.398.775,55 | 1.398.775,55 |
| 5.479.978,11 | 5.554.978,11 | |
| 5.569.103,79 | 5.728.732,79 |
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
An die Blue Cap AG, München
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Blue Cap AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung entsprechend § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Blue Cap AG, München, den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 31. Mai 2016
Deloitte & Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
(Dorn) Wirtschaftsprüfer
(Schreitt) Wirtschaftsprüfer