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Blue Cap AG — Annual Report 2013
Mar 24, 2015
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Annual Report
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Publication
Blue Cap AG
München
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2013
der Blue Cap AG, München
A. Grundlagen
Geschäftsmodell
Die Blue Cap AG, München (kurz: Blue Cap), als Holding für spezialisierte Nischenunternehmen im Mittelstand investiert in Unternehmen, die sich in Umbruchsituationen, Finanzengpässen oder einer ungelösten Nachfolgeproblematik befinden und gleichzeitig über starke, technologiebasierte Produkte oder eine führende Position in einer Marktnische verfügen. Sie ist damit von der allgemeinen Marktentwicklung wenig und wenn nur indirekt über die Bewertungsvorstellungen der Marktteilnehmer sowie die unsicheren Zukunftsaussichten der Beteiligungsunternehmen beeinflusst. Zu der Strategie der Blue Cap gehört es, die Wertschöpfungspotentiale beim Einstieg in das jeweilige Unternehmen zu identifizieren und Verbesserungs- und Kosteneinsparungspotentiale zu erschließen. Dabei soll die Umsetzung dieser Potentiale, die sowohl bei einmaligen Restrukturierungsmaßnahmen als auch im operativen Geschäft liegen können, in einem Zeitraum von 6-24 Monaten ausgeschöpft werden. Die Blue Cap beteiligt sich grundsätzlich mit Eigenkapital. Neben Eigenkapital werden zur Finanzierung der Beteiligungen eigenkapitalähnliche Instrumente sowie kurz- und mittelfristige Finanzierungen– in Form und Ausgestaltung dem jeweiligen Finanzierungsanlass angepasst –zur Verfügung gestellt. Die strategische Unternehmensentwicklung und die notwendigen Unternehmensreorganisationen bei den einzelnen Beteiligungsunternehmen werden dabei aktiv vom Management-Team der Blue Cap begleitet.
Ziel und Strategie
Ziel ist es, die Beteiligungsgesellschaft langfristig zu einer Holding von unabhängig geführten Industrieunternehmen auszubauen und den Unternehmenswert der Blue Cap nachhaltig zu steigern. Gemäß den auch am Kapitalmarkt gegenüber den Aktionären kommunizierten Leitlinien soll es sich bei den Zielunternehmen überwiegend um technologieorientierte Bestandsunternehmen im Umsatzbereich zwischen 5 und 50 Mio.EUR Umsatz handeln. Maßgebend ist insbesondere bei der Übernahme von Restrukturierungsfällen, dass ein nachhaltig gesundes Kerngeschäftsfeld identifiziert werden kann, welches die Grundlage eines zukünftigen Wachstumskurses bilden kann.
Die Strategie des Gesamtkonzerns ist darauf gerichtet, dass die Gruppe von Unternehmen insgesamt, also unabhängig von der Anzahl der Beteiligungsunternehmen, wächst und dabei in der Lage ist, nachhaltig Erträge zu erwirtschaften, die sowohl reinvestiert als auch ausgeschüttet werden können. Um dies zu ermöglichen, erfolgt ein weiterer organischer als auch anorganischer Aufbau des Portfolios.
Steuerungskonzept
Der Konzern wird insgesamt durch ein zum Teil periodisch und zum Teil aperiodisch aufgestelltes Informationssystem gesteuert. Ersteres aggregiert die Kennzahlen aus den Unternehmen, die sich meist auf Umsatz, Ertrag und Profitabilität, aber auch Bestandsgrößen wie das working-capital sowie die Liquidität beziehen. Diese meist quantitativen Größen werden ergänzt durch qualitative Kennzahlen, wie Auftragseingänge und -bestände, beschreibbare operativen Risiken, Personalveränderungen, Investitionen etc. Diese Informationen werden zum Teil täglich, wöchentlich oder monatlich zusammengefasst und dem für dessen Entstehung verantwortlichen Management zur Verfügung gestellt. In verdichteter Form erfolgt dies bis hin zum Vorstand, der durch das Beteiligungscontrolling unterstützt wird.
Soweit sich Unternehmen in Reorganisationen befinden oder wesentliche, für den Bestand des Unternehmens wichtige Ereignisse stattfinden, erfolgt eine aperiodische, fallweise Berichterstattung, ebenfalls bis hin zum Vorstand des Konzerns. In diesen Fällen, wie zum Beispiel wichtige Auftragsvergaben, strategische Investitionen oder wesentliche Finanzierungen, unterrichten die Geschäftsführungen der Beteiligungsunternehmen die Konzernholding, unabhängig davon, welche satzungsmäßigen oder gesellschaftsrechtlichen Regelungen bestehen.
Die strategische Steuerung des Gesamtkonzerns erfolgt durch den Vorstand, soweit es den Umfang und die Ausrichtung des Beteiligungsportfolios sowie dessen Finanzierung betrifft. Wichtige Entscheidungen werden in den regelmäßigen, aber auch in außerplanmäßigen Aufsichtsratssitzungen erörtert und beschlossen.
Forschung und Entwicklung
Die Forschung und Entwicklung erfolgt in den einzelnen Unternehmen, ausgerichtet an deren individuellem Produktspektrum und Wachstumsziel. Innerhalb des Konzerns wird in jedem Unternehmen darauf geachtet, dass wachstumsunterstützende Entwicklungsziele formuliert und umgesetzt werden. Dies erfolgt sowohl im Maschinenbau durch neue Baukonzepte oder Steuerungen, im Klebstoffbereich durch neue Rohstoffe und Anwendungen oder im Medizinbereich durch neue Technologien zur Qualitätsverbesserung.
B. Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen1
Die Weltkonjunktur stabilisierte sich im Jahresverlauf 2013. Hierzu hat wesentlich die bessere konjunkturelle Entwicklung in den Industrieländern, insbesondere in den USA und England, beigetragen. Gleichzeitig setzte sich im Euro-Raum – getragen von der robusten Entwicklung in Deutschland –der begonnene Erholungsprozess fort. Expandierte die Weltwirtschaft in 2012 noch mit einer Rate von 3,1 %, nahm das Wirtschaftswachstum in 2013 lediglich um 1,5 % zu. Die Frühindikatoren deuten für das Jahr 2014 darauf hin, dass sich das Wachstumstempo wieder erhöhen wird. Für 2014 wird ein Anstieg der Weltproduktion um 3,2 % erwartet.
1 Vgl. Jahresgutachten 2013/2014 des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage, veröffentlicht am 13. November 2013 sowie die aktualisierte Konjunkturprognose des Sachverständigenrates vom 20. März 2014
Im Euro-Raum hat die jüngste Entwicklung in den Krisenländern Portugal, Irland und Spanien positiv überrascht. Die Reformbemühungen der letzten Jahre scheinen allmählich Wirkung zu zeigen und sich positiv auf das Wirtschaftswachstum auszuwirken. Seit Oktober letzten Jahres liegt die Inflationsrate im Euro-Raum unter 1 %. Gründe hierfür sind zum einen der im Verlauf der letzten eineinhalb Jahre deutlich aufgewertete Euro, der über die Importpreise einen dämpfenden Einfluss auf die Preisentwicklung ausübt, zum anderen eine zuletzt nur moderate Erhöhung der Rohstoffpreise.
In Deutschland hatte sich im vierten Quartal des Jahres 2013 die Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts– verursacht durch einen deutlichen Anstieg des Außenbeitrags – erhöht. Die inländische Nachfrage war dagegen im vierten Quartal rückläufig, zwar wurden Bruttoanlageninvestitionen ausgeweitet, dem stand ein leichter Rückgang der Konsumausgaben, vor allem aber ein kräftiger Lagerabbau gegenüber. Für das Jahr 2014 wird eine durchschnittliche Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts von 1,9 % erwartet. Diese konjunkturelle Erholung dürfte binnenwirtschaftlich getragen sein, wofür das niedrige Zinsniveau sowie die Erholung der Handelspartner im Euro-Raum sprechen. Zudem dürften die Ausrüstungsinvestitionen deutlich steigen.
Der Arbeitsmarkt hat sich im Jahr 2013 weiter stabil entwickelt. Die Anzahl der Erwerbstätigen dürfte im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr um etwa 0,7 % steigen und die Arbeitslosenquote geringfügig auf 6,8 % zurückgehen.
Risiken für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland gehen in 2014 vor allem vom außenwirtschaftlichen Umfeld aus. Nachlassender Reformwille oder Verlust in die Haushaltskonsolidierung könnten schnell zu einem erneuten Vertrauensverlust an den Finanzmärkten führen.
Beteiligungsmarkt und Branchenumfeld
Der deutsche Beteiligungskapitalmarkt ist in 2013 in fast allen Bereichen zum Teil dramatisch eingebrochen. Das Gesamtinvestitionsvolumen sank von 6,63 Mrd. EUR im Jahr 2012 auf 4,68 Mrd. EUR im Jahr 2013 – eine Rückgang von 29,5 %2. Ein zentraler Belastungsfaktor für die Stimmung im deutschen Beteiligungsmarkt ist das erneut sehr ungünstige Fundraisingumfeld. Der deutsche Beteiligungsmarkt befindet sich weiterhin in einer Umbruchphase: „Seit zwei Jahren beobachten wir ein stetes Auf-und-Ab des Geschäftsklimas auf mäßigem Niveau. Eine Zündung bleibt – trotz positivem konjunkturellem Umfeld, niedrigem Zinsniveau und noch immer hoher Nachfrage nach Beteiligungskapital – bisher aus“.3 Allerdings hat sich die Stimmung der Beteiligungskapitalgeber im vierten Quartal 2013 deutlich aufgehellt, was zum einen auf das verbesserte Geschäftsklima im Frühphasensegment des Beteiligungskapitalmarkts zurückzuführen ist, als auch auf deutlich verbesserte Geschäftserwartungen im Spätphasensegment.4
Entsprechend dem„Private Equity Trend Report 2014“von PWC5aus dem Februar 2014geht die überwiegende Mehrheit der Fonds von einer weiteren Marktbelebung aus. Die positive Grundstimmung ist einerseits der allgemeinen Stabilität der Märkte geschuldet, andererseits wird die Deal-Finanzierung als leichter empfunden. Anstatt auf „Leveraged-Buy-Outs“ wird zunehmend auf eigenkapitalfinanzierte Übernahmen gesetzt. Bei Neuengagements im Jahr 2013 lag der Kreditanteil einer Finanzierung bei ca. 40 %.
Weiterhin gut sind die Perspektiven für den deutschen Private-Equity-Markt, Beteiligungsziele sind nach wie vor die industrielle Produktion, der Technologiesektor, vermehrt auch Zielunternehmen im Dienstleistungssektor und der Konsumgüterindustrie. Zunehmende Transaktionen in der Chemieindustrie als auch die Konsolidierung im Maschinen- und Anlagenbau bieten Chancen.
Die Blue Cap verfolgt seit Gründung eine sehr individuell ausgerichtete Investitions-/Beteiligungsstrategie und ist nur in einem sehr kleinen Bereich des gesamten Privat-Equity-Marktes tätig. Es ist deshalb schwierig aus den allgemeinen Marktentwicklungen Folgen oder Möglichkeiten für die Blue Cap abzuleiten.
2 Vgl. VC-Magazin, Mitteilung vom 24. Februar 2014
3 Vgl. Pressemitteilung der KfW vom 14.11.2013
4 Vgl. Pressemitteilung der KfW vom 17.2.2014
5 Vgl. PWC Private Equity Trend Report 2014vom 23.2.2014 sowie die dazugehörige Pressemitteilung
Geschäftsverlauf und Entwicklung des Beteiligungsportfolios
Die Blue Cap hat mit Kaufvertrag vom 13. Dezember 2013 sämtliche Anteile an der an der H. Schreiner Verwaltungs GmbH, Ottobrunn, im Rahmen eines Management-Buy-Out erfolgreich veräußert und die seit Übernahme der Beteiligung erreichte Wertsteigerung realisiert. Die Beteiligung hatte seit August 2007 zum Beteiligungsportfolio gehört.
Die inheco Industrial Heating and Cooling GmbH, Planegg (kurz: inheco; Beteiligungsquote: 41,96 %, Beteiligungsbuchwert per 31. Dezember 2013: TEUR 1.399, Jahresergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres 2013: TEUR 32), entwickelt, produziert und vertreibt technische Geräte und Systeme sowie zugehörige Software und Dienstleistungen zum Kühlen, Heizen und Temperieren von Festkörpern, Gasen und Flüssigkeiten. Die Märkte der inheco sind die Bereiche Laborautomation, Electronics sowie PCR.
Das Geschäftsjahr 2013 war sehr schwierig, da sich der Markt für Laborautomationsprodukte infolge der Auswirkungen der Finanzkrise auf die öffentlichen Haushalte in Europa sowie der sogenannten Budget Sequestration in den USA nicht wie gewohnt positiv entwickeln konnte. Außerdem musste im Bereich der Produktgruppe OEM ThermalCycler-Blöcke für PCR Cycler ein deutlicher Umsatzrückgang hingenommen werden, da diese Produktgruppe den Zenit des Produktlebenszyklus überschritten hat. Die in 2012 angefangenen Entwicklungsprojekte wurden mit aller Kraft weiter vorangetrieben, mit dem Ziel, ab Mitte 2014 wesentliche Umsätze mit diesen neu entwickelten Produkten generieren zu können. Kernpunkt ist das zum Patent angemeldete Vapor-Chamber-Mount (VCM), ein neuartiges thermisches Interface zwischen den Peltier-Modulen und dem Probenträger innerhalb eines ThermalCycler-Blocks. Das VCM ermöglicht schnellere, bessere, kleinere und günstigere ThermoCycler-Lösungen, welche die Grundlage für eine komplett neue Produktreihe, den sogenannten „On-Deck-ThermalCycler“ ODTC, bilden, der in 2014 in Serienproduktion gehen wird. Der ODTC wird in den nächsten Jahren der primäre Wachstumstreiber der inheco werden und damit wirksam das Übergewicht der bisherigen OEMThermoCycler-Blöcke reduzieren. Die Entwicklung und Markteinführung wird mit einer ZiM-Förderung des Bundeswirtschaftsministeriums unterstützt.Das VCM wird zudem voraussichtlich bei den heutigen OEM-ThermoCycler-Blöcken das bisher verwendete Silber-Mount ablösen, auch hier werden sowohl Kosteneinsparungen als auch Leistungssteigerungen erwartet, sowie eine Verlängerung des Produktlebenszyklus bis minimal 2020. Der formale Entwicklungsstart wird für das 2. Quartal 2014 erwartet. In 2013 wurde außerdem die Entwicklung einer OEM-Produktlinie mit zwei Heiz- und Kühlbaugruppen mit einem Umsatzpotenzial von +2,0 Mio.EUR jährlich fortgeführt, der Serienstart ist geplant für Mitte2014. Die Entwicklung des neuen modularen Mehrplatteninkubators „SCILA“ wurde in 2013 aus Prioritätsgründenzurück gestellt, es wird erwartet, dass das Projekt ab Q3 2014 wieder fortgeführt werden kann.
Der Umsatz der inheco verminderte sich im Geschäftsjahr 2013 gegenüber dem Vorjahr um 12,5 % bzw. TEUR 1.174. Mit TEUR 32 wurde ein gegenüber dem Vorjahr um TEUR 278 vermindertes Jahresergebnis erzielt. Der Rückgang wurde primär durch den Umsatzrückgang im Bereich OEM-Thermocycler verursacht, abgemildert durch eine etwas höhere Rohertragsmarge sowie niedrigere Personal- und sonstige Aufwendungen. Für 2014 wird eine Umsatzsteigerung von ca. 9 % erwartet.
Die Blue Cap ist mit ihrer Beteiligung an der PLANATOL Holding GmbH, Rohrdorf-Thansau (kurz: Planatol, Beteiligungsquote: 94,00 %, Beteiligungsbuchwert zum 31. Dezember 2013: TEUR 2.397; Konzernjahresergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres 2013: TEUR 1.016), mittelbar zu 100,00 % an der der PLANATOL Adhesive GmbH, Rohrdorf-Thansau, der Planatol Asset Management GmbH, Rohrdorf-Thansau, der PLANATOL Coating GmbH, Rohrdorf-Thansau, der PLANATOL France S.à.r.l., Bonneuil-sur-Marne/Frankreich, PLANATOL System GmbH, Rohrdorf -Thansau, der Wetzel GmbH, Herford, der PlanatolAdhesiveIndiaPrt. Ltd., Pune/Indien, der PLANATOL MIDDLE EAST FZE, Sharjah/VAR und zu 89,85 % an der Biolink Gesellschaft für Verbindungstechnologien mbH, Waakirchen, sowie zu 67,30 % an der PLANATOL-SocietàItalianaFornitureArtiGrafiche S.I.F.A.G. S.r.l., Mailand/Italien, beteiligt. Außerdem ist die Blue Cap über Ihre Beteiligung an der Planatol mittelbar an der Gämmerler GmbH, Geretsried, (kurz: Gämmerler) beteiligt, die ihrerseits100 %ige Beteiligungen an der Gammerler (US) Corporation, Mount Prospect/USA und der Gämmerler S.à.r.l., Athis-Mons/Frankreich, sowie eine 50 %ige Beteiligung an der Gaemmerler Limited, York/Großbritannien, besitzt. Zur Unternehmensgruppe gehört neben der Produktion und dem Vertrieb verschiedenster Klebstoffe auch die Fertigung und Entwicklung von speziellen Zusatzaggregaten für Druckmaschinen. Außerdem werden innovative Formen der Klebstoffbeschichtung für den grafischen und industriellen Bereich entwickelt. In dem Tochterunternehmen Biolink Gesellschaft für Verbindungstechnologien mbH, Waakirchen, entwickelt und produziert Planatol lösungsmittelfreie Klebebänder für industrielle Montage- und -fertigungsprozesse. Unternehmensgegenstand der Gämmerler GmbH, Geretsried, ist die Entwicklung, Planung, Herstellung und der Vertrieb von Anlagen und Maschinen der Druckweiterbearbeitung. Wichtigste Produktgruppen sind Fördersysteme, Schneidemaschinen, sogenannte Kreuzleger und Palettierroboter sowie kundenindividuelle Komplettsysteme zur Weiterverarbeitung von Druckerzeugnissen. Über die PLANATOL Asset Management GmbH, Rohrdorf, wird das Grundstücke und die Gebäude am Produktionsstandort der Gämmerler gehalten, wo zwischenzeitlich auch die SMB-David finishing lines GmbH angesiedelt worden ist.
Im Bereich Klebstoffe konnte trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage in der graphischen Industrie der Umsatz deutlich gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Durch die im Vorjahr erworbene Wetzel ist die Planatol-Gruppe neben dem Kernmarkt der graphischen Industrie auch in den Märkten für Holz-, Möbel- und Verpackungsklebstoffe vertreten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde begonnen, die erwarteten Synergiepotentiale, die sich aus der Bündelung der Fertigungskapazitäten der beiden Klebstoffhersteller PLANATOL und Wetzel ergeben, umzusetzen, was zu einer dauerhaften Optimierung der Herstellungskosten und nachhaltigen Effizienzsteigerung in den Produktionsprozessen führt. Zur Steigerung der Profitabilität beider Unternehmen und um dem anhaltenden Margendruck gegenzuhalten, erfolgten mit der Implementierung von Kostensenkungsprogrammen die erforderlichen Strukturanpassungen.
Im Bereich Beschichtungen wurde im Geschäftsjahr 2013 der begonnene Wachstumskurs fortgesetzt. In den Zielmärkten konnten insbesondere im Bereich Automotive und Luftfahrt überdurchschnittliche Zuwachsraten erzielt werden. Im Rahmen der eingeleiteten Wachstumsstrategie wurden schwerpunktmäßig die Fertigungsprozesse optimiert und der Produktionsbereich neu organisiert.
Der Bereich Klebstoffauftragesysteme konnte sich trotz der Insolvenz zweier großer Druckmaschinenhersteller und der damit verbundenen restriktiven Investitionsbereitschaft im Bereich Rotationsdruckmaschinen nahezu auf Vorjahresniveau halten. Die im Vorjahr begonnene Entwicklung neuer modularer Klebstoffauftragesysteme wurde im Geschäftsjahr konsequent zur Marktreife weitergeführt, so dass mit einer Markteinführung im ersten Halbjahr 2014 zu rechnen ist.
Im Bereich Post-Press Systeme werden Maschinen sowie Komplettanlagen für die Druckweiterverarbeitung entwickelt, hergestellt sowie vertrieben. Aufgrund tendenziell rückläufiger Auflagenzahlen ist das Print-Volumen in dem wichtigen Akzidenzbereich angestiegen und im Tiefdruckbereich gesunken. In der Folge werden in den Industrieländern verstärkt vollautomatisierte Weiterverarbeitungslösungen für Akzidenzrotationen angefragt. Demgegenüber liegt der Fokus in den Schwellenländern weiterhin auf einfachen, standardisierten Maschinen. Insgesamt haben sich die relevanten Absatzmärkte im Bereich der Druck- und grafischen Industrie positiv auf dem Niveau des Vorjahres entwickelt. Der Schwerpunkt der Aktivitäten lag im Berichtsjahr auf der weiteren Verstärkung der Vertriebsmaßnahmen über die eigene Vertriebsorganisation als auch über die weltweiten Vertretungen. Insbesondere in den Märkten Europa, Nordamerika und China konnten mehrere wichtige Großprojekte akquiriert werden.
Im Geschäftsjahr 2013 lag bei einem schwierigen Marktumfeld der Umsatz der PLANATOL-Gruppe unter Plan, aber mit TEUR 69.769um ca. 11 % über dem Vorjahr. Die PLANATOL-Gruppe erzielte einen Konzernjahresüberschuss von TEUR 1.016. Für 2014 wird ein organisches Wachstum von 8 bis 10 % erwartet.
Die WISAP Medical Technology GmbH, Hofolding (kurz: WISAP; Beteiligungsquote 100,00 %, Beteiligungsbuchwert zum 31. Dezember 2013: TEUR 55, Jahresergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres 2013: TEUR 162),hat im Rahmen eines Asset-Deals (Kaufvertrag vom 2. Juli 2012) wesentliches Anlage- und Umlaufvermögen sowie die operative Geschäftstätigkeit der ehemaligen WISAP Gesellschaft für Apparatebau GmbH, Sauerlach, übernommen. Die WISAP ist im Bereich Medizintechnik als Spezialist für präzisionsgefertigte chirurgische Instrumente und Geräte tätig, vereint langjähriges Know-how, hohe Fertigungsqualität und eine weltweite Kundenbasis.
Nachdem im ersten Quartal (Q1 2013) der Umzug nach Hofolding sowie die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen erfolgreich umgesetzt und alle nötigen Zulassungen für die medizinisch-elektrischen Geräte erteilt wurden, hat man im weiteren Verlauf des GJ 2013 um Neukunden geworben und das Produktportfolio ausgebaut. Die Corporate Identity wurde neu ausgelegt und spiegelt sich in einer neuen Webpage, einem neuen Produktkatalog und einem modernen Messestand wider. So gelang es, dass die WSIAP –auch durch ihren Auftritt mit eigenem Stand auf der MEDICA 2013 –wieder als kompetenter Partner in seinem Fachbereich wahrgenommen wird und Ihre Position festigen konnte. Die WISAP hat im Geschäftsjahr 2013 bei einer Gesamtleistung von TEUR 2.825ein positives Jahresergebnis in Höhe von TEUR 162 erwirtschaften. Für 2014 wird im Stammkundengeschäft ein Wachstum von ca. 4 % erwartet. Darüber hinaus stehen im Geschäftsjahr 2014 der Ausbau des internationalen Kundenstamms und die Stärkung der Kundenbindung in Deutschland über Serviceverträge im Vordergrund. Dafür wird das Personal in den Bereichen Technischer Service und Internationaler Vertrieb um je eine Person aufgestockt. Zudem wird der Aufbau einer eigenen Entwicklungsabteilung vorbereitet.
Die SMB-David finishinglines GmbH, Geretsried(kurz: SMB, Beteiligungsquote: 100,00 %, Beteiligungsbuchwert zum 31. Dezember 2013: TEUR 1220, Jahresergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres 2013: TEUR -503), die im Wege einer übertragenden Sanierung den Geschäftsbetrieb der in Insolvenz befindlichen SMB-David GmbH, Herrsching, übernommen hat, stellt Maschinen und Anlagen für die Bearbeitung von Dämmstoffen, industriellen Schäumen und Composites her.
Das Geschäftsjahr 2013 war geprägt durch Neuentwicklungen der Maschinen- und Anlagentechnik. In der ersten Jahreshälfte wurden zwei Großaufträge für XPS Dämmstoffplatten am neuen Unternehmensstandort Geretsried montiert und vorab in Betrieb genommen. Der gemeinsame Produktionsstandort mit der Gämmerler GmbH erlaubt es nun auch größere Anlagen komplett vorzumontieren und zu testen, um so eine schnelle und sichere Produktionsaufnahme bei unseren weltweit agierenden Kunden sicherzustellen. Ausgehend von der Maschinentechnik für XPS-Dämmplatten wurde das Produktportfolio der SMB in 2013 auf andere Dämmstoffe wie Polyurethan (PUR/PIR) und Mineralwolle ausgeweitet. So konnte in diesem neuen Marktsegment im 1. Quartal 2013 ein Auftrag für eine innovative Aufteil- und Bearbeitungslinie für PIR-Dämmplatten akquiriert und innerhalb von sehr kurzer Zeit umgesetzt werden. Voraussetzung dafür ist die modulare Anlagentechnik der SMB, die in einem Re-Engineering-Prozess– mit dem Ziel einer individuell auf die Kundenanforderungen zugeschnittenen Anlagentechnik bei gleichzeitig höchster Präzision und Leistungsfähigkeit – entwickelt wurde. Die SMB hat im Geschäftsjahr 2013 bei einer Gesamtleistung von TEUR2.853 und infolge des hohen Entwicklungsaufwandes einen Jahresfehlbetrag von TEUR 503 verzeichnet. Um den geänderten Marktanforderungen Rechnung zu tragen wird die SMB im Geschäftsjahr 2014 das Produktportfolio durch kontinuierliche Neu- und Weiterentwicklungen ausgehend vom traditionellen XPS-Segment ausweiten, so dass die SMB ist für ihre weltweiten Kunden (wieder)ein kompetenter Ansprechpartner für Komplettanlagen, Maschinen, Modernisierungen und Optimierungen als auch für Ersatzteile und Service sein wird. Für 2014 wird eine Steigerung der Gesamtleistung um ca. 25 % prognostiziert.
Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Die Blue Cap AG erzielte im Geschäftsjahr 2013einen Überschuss von TEUR 1.491. Die deutliche Ergebnisverbesserung gegenüber dem Vorjahr geht auf den erfolgreichen Verkauf der Beteiligung an der H. Schreiner Verwaltungs GmbH, Ottobrunn, zurück. Im Rahmen eines Management-Buy-Out konnte die Wertsteigerung dieser Beteiligung in Höhe von TEUR 2.313 realisiert werden. Zusammen mit den erbrachten Dienstleistungen und Weiterbelastungen konnte einen Rohertrag in Höhe von TEUR 3.005 (i. Vj. TEUR 936) erzielt werden.
Die Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 706haben sich gegenüber dem Vorjahr um 7 % vermindert. Ursächlich hierfür ist die Umbesetzung im Bereich Beteiligungscontrolling. Der sonstige Betriebsaufwand ist um TEUR 430 auf TEUR 784deutlich angestiegen. Ursächlich hierfür sind insbesondere erhöhte Aufwendungen für IR-Maßnahmen, transaktionsbezogene Beratungs- und Prüfungskosten sowie Kosten für Personalberatung, welche für die Tochterunternehmen übernommen und an diese weiterbelastet werden.
Das Finanzergebnis stellt sich mit TEUR 23 (i. Vj. TEUR 19) weiterhin negativ dar und liegt nahezu auf Vorjahresniveau.
Mittelabflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR 1.425und Mittelzuflüsse aus Investitionstätigkeit in Höhe von TEUR 2.958 – insbesondere aus der Veräußerung einer Beteiligung (TEUR 3.300) – sowie Mittelzuflüsse aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von TEUR 637–insbesondere durch die Kapitalerhöhung (TEUR 1.275) der die Tilgung von mittel- und langfristiger Kredite (TEUR 638) gegenübersteht –haben zu einem gegenüber dem 31. Dezember 2012 um TEUR 2.170erhöhten Finanzmittelbestand geführt. Die Gesellschaft verfügt zum Ende des Geschäftsjahres neben zugesagten Kreditlinien über positive, kurzfristig verfügbare Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 2.209.
Die Bilanzsumme der Gesellschaft erhöhte sich gegenüber dem 31. Dezember 2012 um TEUR 1.628. Bedingt durch den Abgang einer Beteiligung (TEUR 1.187) nahm das Anlagevermögen (um TEUR 847) auf TEUR 5.076 ab. Infolge einer gestundeten Kaufpreiszahlung und eines gewährten Darlehensbetragen die langfristigen Forderungen TEUR 200. Die kurzfristigen Vermögenspositionen sind im Wesentlichen aufgrund des Bestands an flüssigen Mitteln (um TEUR 2.275) auf TEUR 3.297 angewachsen. Infolge der Kapitalerhöhung (um TEUR 1.275) und des positiven Jahresergebnisses beträgt das Eigenkapital nunmehr TEUR 7.210. Die kurzfristigen Schuldposten konnten insbesondere durch die Tilgung sämtlicher Bankverbindlichkeiten (um TEUR 1.139) auf TEUR 1.363 abgebaut werden.
Das Working Capital hat sich im Geschäftsjahr 2013 um TEUR 3.413 auf TEUR 1.934 erhöht. Das EBIT6 beträgt TEUR 1.513 (i. Vj. TEUR -176), das EBITDA7 beträgt TEUR 1.515 (i. Vj. TEUR -174). Die Eigenkapitalquote ist von 64 % auf 84 % deutlich angewachsen. Die Blue Cap AG beschäftigte im Geschäftsjahr 2013 – wie im Vorjahr – durchschnittlich 6 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (ohne Vorstand).
C. Nachtragsbericht
Zur Sicherung des Standortes und einer Expansionsmöglichkeit der Blue Cap-Unternehmensgruppe wurde ein Grundstück im Gewerbegebiet Holzkirchen erworben. Zudem hat Gämmerler zur Absicherung der Expansionsmöglichkeit ihrer Produktionsstätte in Leisnig ein angrenzendes Nachbargrundstück erworben.
Wesentlich erscheint der fortschreitende Integrationsprozess der Firmen PLANATOL Adhesive und Wetzel im Bereich Klebstoffe, insbesondere hervorgerufen durch die Produktionsverlagerung der Dispersionsklebstoffe nach Rohrdorf und die Spezialisierung des Standortes Herford als Hotmelt-Standort und die damit verbundenen Investitionen.
In Folge einer außergerichtlichen Vereinbarung konnte im April 2014 mit den Alteigentümern der ehemaligen Wetzel GmbH & Co. Komm.-Ges., Herford, ein Vergleich geschlossen werden, der eine Reduzierung der noch ausstehenden Kaufpreisraten vorsieht.
Darüber hinaus haben sich nach Ende des Geschäftsjahres keine wesentlichen Vorfälle ergeben.
D. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
Allgemeine wirtschaftliche Risiken und Chancen
Die Rahmenbedingungen für unternehmerisches Handeln werden vielseitig bestimmt. Insbesondere konjunkturelle, weltpolitische oder nationale Einflüsse können von den Unternehmen nicht oder nur schwer beeinflusst werden. Ihre Veränderungen können sich jedoch auf den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens mittelbar oder unmittelbar auswirken.
Chancen und Risiken können sich auch aus den Finanz- und Kapitalmärkten und deren Rückwirkungen auf die Realwirtschaft ergeben. Insbesondere durch die internationalen Verflechtungen kann die Wettbewerbsfähigkeit eines Beteiligungsunternehmens auch sehr stark durch die Wirtschafts- und Währungspolitik anderer Länder beeinflusst sein. Zum mittel- und langfristigen Risiko muss man auch die immer noch andauernde Euro-Krise zählen. Ihre Auswirkungen lassen sich nur schwer vorhersehen.
6 Earnings before interest and taxes
7 Earnings before interest, taxes, depreciation and amortiziation
Schließlich wird das Risikoprofil auch noch durch die innen- und außenpolitische Ausrichtung Deutschlands in den nächsten Jahren bestimmt. Die Steuerpolitik – auch für die Unternehmen – wird durch die zukünftige gesellschaftliche Diskussion bestimmt. Außenpolitisch ergeben sich durch das Handeln der Bundesregierung und den Reaktionen hierauf erhebliche Rückwirkungen.
Finanzierungsrisiken und -chancen
Die Finanzierung eines Unternehmens besteht in der Regel aus einem Geflecht aus Eigen- und Fremdkapital, wobei das Rating und die Risikomargen der Kapitalgeber eine wesentliche Rolle spielen. Laufzeiten der Finanzierungen, das Sicherheitsbedürfnis der Kapitalgeber und die Synchronisation der Cashflowströme bestimmen die Stabilität dieses Geflechts. Aufgabe eines Risikomanagements ist es unter anderem, dieses Finanzierungsgebilde auf die operativen Belange des Unternehmens abzustimmen und im Fall von Abweichungen anzupassen. Risiken können sich aus unerwarteten Soll-Ist-Abweichungen ergeben.
Die restriktive Kreditvergabe sowie ein steigendes Zinsniveau führen zu einem Anstieg der Finanzierungskosten, ein steigendes Zinsniveau kann sich negativ auf etwaige Finanzanlagen der Blue Cap bzw. der Beteiligungsunternehmen auswirken.
Unternehmensbezogene Risiken und Chancen
Mit dem Geschäftsansatz „private equity for special situations“ investiert Blue Cap in Unternehmen mit Wertschöpfungspotenzialen. Investitionsszenarien für Blue Cap ergeben sich insbesondere beimittelständischen Unternehmen mit strategischen Fehlentwicklungen, ungelösten Nachfolgen, Finanzierungsengpässen oder divergierenden Gesellschafterkreisen. Dieses Geschäftsmodell funktioniert weitgehend unabhängig von den oben beschriebenen allgemeinen Rahmenbedingungen. Tendenziell gibt es bei schwierigen Marktbedingungen jedoch mehr Unternehmen, die in schwierige Situationen geraten und damit zum Zielunternehmen werden.
Neben der falschen Einschätzung von Erfolgsfaktoren im Rahmen der Auswahl möglicher Beteiligungsunternehmen können rechtliche und steuerliche Risiken, die sich im Rahmen des Erwerbs wie auch der Veräußerung von Beteiligungsunternehmen typischerweise ergeben, bei ihrer Realisierung nachteilige Auswirkungen auf die Blue Cap haben.
Gelingt es nicht, die strategische Ausrichtung der Beteiligungsunternehmen sowie deren organisatorische, personelle und technische Struktur an die Erfordernisse anzupassen, können sich hieraus negative Auswirkungen für das Investment ergeben.
Das Beteiligungsportfolio der Blue Cap AG besteht aus Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größe. Die Unternehmen sind auf den jeweiligen (Nischen-)Märkten sehr gut positioniert und Technologieführer. Hierdurch haben die Unternehmen in konjunkturellen Schwächephasen die Chance, die eigenen Stärken im Vergleich zum Wettbewerb zur Verbesserung der Markposition zu nutzen. Zusätzlich kann die konsequente Ausnutzung der Potenziale in den Beteiligungsunternehmen zu erheblichen Chancen führen. Chancen können sich insbesondere auch durch die Beseitigung von offensichtlichen Schwachstellen innerhalb eines Beteiligungsunternehmensergeben. Negative Einflüsse auf das Beteiligungsportfolio können sich indirekt aus der Ertrags- und Verschuldungssituation der Beteiligungen ergeben, die zu einer Bewertungsänderung bei der Blue Cap führen können.
Das Eigenkapital der Blue Cap übersteigt die Anschaffungskosten der Beteiligungen. Die Finanzmittel sind schnell verfügbar angelegt und entsprechen knapp 31 % des Eigenkapitals. Einerseits begrenzt der hohe Anteil der Finanzmittel das Wertsteigerungspotential, da mit den Finanzmitteln nur eine sehr geringe Rendite erwirtschaftet werden kann, andererseits können mit der Finanzausstattung und den freien Kreditlinien (insgesamt TEUR 3.709) Investitionschancen kurzfristig genutzt werden.
Im Zuge des Neubaus einer Produktionshalle für die neue Dispersionsfertigungsanlage der PLANATOL-Gruppe am Standort Rohrdorf im Jahre 2012 wurden auf dem Betriebsgelände Bodenverunreinigungen festgestellt, die aus den Jahren 1915 bis 1918 herrühren. Im Jahresabschluss des Tochterunternehmens sind, aufgrund der begründeten positiven Annahme, dass für die Gesellschaft hieraus keine Aufwendungen entstehen, keine Rückstellungen gebildet worden.
Auf Basis der aktuell zur Verfügung stehenden Informationen sehen wir keine Risiken, die einzeln oder in Kombination eine Gefahr für den Fortbestand der Blue Cap darstellen. Diese Aussage beruht auf der Analyse und Beurteilung der vorgenannten Risiken sowie dem bestehenden Risikomanagementsystem. Ebenso sehen wir derzeit keine außerordentlichen Chancen. Die Chancen- und Risikosituation wird derzeit als ausgeglichen beurteilt. Damit hat sich gegenüber dem Vorjahr keine wesentliche Veränderung der Chancen- und Risikosituation ergeben.
Prognosebericht
Neben einer permanenten Weiterentwicklung der bestehenden Beteiligungsunternehmen prüft Blue Cap weiterhin Expansionsmöglichkeiten. Planatol bietet insbesondere für eine Branchenlösung im Bereich der Klebstoffe diverse Ansatzpunkte. Aber auch der Einstieg in das Medizintechnikunternehmen WISAP zeigt weitere Expansions- und Diversifikationsmöglichkeiten. Darüber hinaus sind in den Beteiligungen inheco und SMB-David solide Grundlagen für ein organisches Wachstum gelegt. Obwohl Blue Cap sich als Beteiligungsholding versteht und nicht Exit-getrieben, sondern auf ein langfristiges Wachstum ausgelegt ist, werden Kaufanfragen geprüft und Verkäufe nicht ausgeschlossen.
Die Organisationsstruktur der Blue Cap ist auf die Belange des Geschäftsmodells abgestimmt. Aufgrund des Wachstums in der Anzahl der Unternehmen, als auch im Umsatz und der Zahl der Mitarbeiter ist die Organisation weiter zu entwickeln. Sowohl für die Betreuung der sich in der Restrukturierung befindlichen Unternehmen als auch für das Reporting und die Aggregation der Daten bedarf es eines Ausbaus des Personalbestandes. Aufgrund des wirtschaftlichen Umfeldes sind unverändert erhebliche Bemühungen erforderlich, um geeignetes Fach- und Führungspersonal zu gewinnen. Unabhängig von der operativen Begleitung bleibt auch die optimale Finanzierung der Beteiligungsunternehmen eine der Hauptaufgaben der Holding.
Sich stetig ändernde Rahmenbedingungen der nationalen und internationalen Märkte sind Herausforderung und Chance gleichermaßen. Zum einen gilt es die Beteiligungsunternehmen auf diese Anforderung hin anzupassen. Zum anderen führen die Veränderungen auch zu verstärkten M&A Aktivitäten. Die Bemühungen von Blue Cap in der Gestaltung des Beteiligungsportfolios sind darauf gerichtet, sowohl eine Diversifizierung als auch eine Teilnahme an Wachstumspotenzialen zu ermöglichen. Insbesondere die stetige Weiterentwicklung der Produkte als auch die Internationalisierung der Beteiligungsunternehmen ist dabei unerlässlich.
Das Geschäftsjahresergebnis der Blue Cap ist insbesondere von der Wertentwicklung in den Beteiligungsunternehmen und von möglichen Beteiligungserträgen oder Anteilsverkäufen abhängig. Insbesondere sehen wir Substanzzuwächse in den bestehenden Beteiligungen inheco und Planatol, die künftig höhere Beteiligungserträge oder erfolgreiche Exits ermöglichen könnten. Das Ergebnis des Geschäftsjahres 2013 entspricht unter Berücksichtigung von Einmal-/Sondereffekten den Erwartungen. Unter der Annahme stabiler Kapitalmarktverhältnisse und eines positiven Wirtschaftswachstums erwarten wir für das Geschäftsjahr 2014 einen Umsatz von ca. TEUR 600. Die Kosten für das Management und die Beratung der Beteiligungen sowie für die Verwaltung sollten nach den Belastungen aus Einmaleffekten in 2014 wieder auf das Niveau des Vorjahres rückgeführt werden, so dass unter der Berücksichtigung von Beteiligungserträgen und ein ausgeglichenes Ergebnis angestrebt wird.
Blue Cap wird das bewährte Geschäftsmodell, sich an technologieorientierten, mittelständischen Nischenunternehmen im süddeutschen Raum zu beteiligen, weiter verfolgen. Dabei sieht man sich in der Geschäftsstrategie, insbesondere im Eingehen von Mehrheitsbeteiligungen, bestätigt und mit der derzeitigen Organisation und Struktur sowohl kurz- als auch langfristig gut positioniert. Daher geht die Gesellschaft für das angelaufene und das darauf folgende Geschäftsjahr von einem Wachstum in Umsatz und Substanz aus.
E. Schlusserklärung gemäß § 312 Abs. 3 AktG
Der Vorstand der Blue Cap AG hat gemäß § 312 AktG für das Geschäftsjahr 2013 einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt und darin folgende Schlusserklärung abgegeben:
„Der Vorstand erklärt, dass die Blue Cap AG, München, bei den in diesem Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten hat. Berichtspflichtige Maßnahmen oder unterlassene Maßnahmen haben nicht vorgelegen.“
München, 13. Juni 2014
Blue Cap AG
Dr. Hannspeter Schubert
Vorstand
Bilanz zum 31. Dezember 2013
Aktiva
| EUR | EUR | 31.12.2013 EUR |
Vorjahr TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1,00 | 0 | ||
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5.136,68 | 5 | ||
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 3.672.013,06 | 4.519 | ||
| 2. Beteiligungen | 1.398.775,55 | 1.399 | ||
| 5.070.788,61 | 5.918 | |||
| 5.075.926,29 | 5.923 | |||
| B. Umlaufvermögen | ||||
| I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 49.864,99 | 65 | ||
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 779.464,55 | 808 | ||
| 3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1,00 | 0 | ||
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 452.481,66 | 104 | ||
| 1.281.812,20 | 977 | |||
| II. Guthaben bei Kreditinstituten | 2.209.422,85 | 39 | ||
| 3.491.235,05 | 1.016 | |||
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 5.814,50 | 6 | ||
| 8.572.975,84 | 6.945 | |||
| Passiva | ||||
| EUR | EUR | 31.12.2013 EUR |
Vorjahr TEUR |
|
| A. Eigenkapital | ||||
| I. Ausgegebenes Kapital | ||||
| 1. Gezeichnetes Kapital | 3.300.000,00 | 3.000 | ||
| 2. Rechnerischer Wert eigener Anteile | - 10.000,00 | - 10 | ||
| 3.290.000,00 | 2.990 | |||
| Bedingtes Kapital: EUR 1.250.000,00 | ||||
| II. Kapitalrücklage | 2.628.169,92 | 1.653 | ||
| III. Bilanzgewinn (Vorjahr: Bilanzverlust) | 1.291.648,15 | - 199 | ||
| 7.209.818,07 | 4.444 | |||
| B. Rückstellungen | ||||
| Sonstige Rückstellungen | 267.010,00 | 197 | ||
| C. Verbindlichkeiten | ||||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0,00 | 1.139 | ||
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 94.086,01 | 13 | ||
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 976.567,63 | 809 | ||
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 25.494,13 | 343 | ||
| 1.096.147,77 | 2.304 | |||
| 8.572.975,84 | 6.945 |
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2013
| EUR | 2013 EUR |
Vorjahr TEUR |
|
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | 662.299,03 | 908 | |
| 2. Erträge aus Abgängen des Finanzanlagevermögens | 2.313.430,00 | 0 | |
| 3. Sonstige betriebliche Erträge | 29.558,93 | 29 | |
| 3.005.287,96 | 937 | ||
| 4. Personalaufwand | |||
| a) Löhne und Gehälter | - 646.307,13 | - 697 | |
| b) Soziale Abgaben | - 59.576,40 | - 60 | |
| - 705.883,53 | - 757 | ||
| 5. Abschreibungen auf Sachanlagen | - 2.100,86 | - 2 | |
| 6. Sonstige betriebliche Aufwendungen | - 783.741,84 | - 354 | |
| - 785.842,70 | - 356 | ||
| 1.513.561,73 | - 176 | ||
| 7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 75.001,48 | 63 | |
| 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | - 98.140,00 | - 82 | |
| - 23.138,52 | - 19 | ||
| 9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 1.490.423,21 | - 195 | |
| 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 0,00 | 0 | |
| 11. Sonstige Steuern | - 0,07 | - 4 | |
| 12. Jahresüberschuss (Vorjahr: Jahresfehlbetrag) | 1.490.423,14 | - 199 | |
| 13. Verlustvortrag aus dem Vorjahr | - 198.774,99 | 0 | |
| 14. Bilanzgewinn (Vorjahr: Bilanzverlust) | 1.291.648,15 | - 199 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2013
der Blue Cap AG, München
A. Allgemeine Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
I. Vorbemerkungen
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses der Gesellschaft finden hinsichtlich der Bilanzierung und der Bewertung die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) Anwendung.
Die Gesellschaft ist gemäß § 267 Abs. 1 HGB eine kleine Kapitalgesellschaft und macht von den Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 1 HGB teilweise Gebrauch. Hinsichtlich der Angaben nach § 285 Nr. 11 bzw. 11a HGB macht die Gesellschaft von dem Wahlrecht gemäß § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 1 HGB Gebrauch, soweit die Beteiligungen für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von untergeordneter Bedeutung sind.
Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen. Die Postenbezeichnungen der §§ 266 und 275 HGB wurden erforderlichenfalls an die tatsächlichen Posteninhalte angepasst. Die Erträge aus dem Verkauf von Finanzanlagevermögen werden in Hinblick auf eine bessere Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unter einem gesonderten Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen.
II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen wurden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen.
Das Sachanlagevermögen ist mit den Anschaffungs-/Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgen über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer und werden nach der linearen Methode vorgenommen. Für geringwertige abnutzbare bewegliche Gegenstände des Sachanlagevermögens kommen unter Berücksichtigung der Wesentlichkeit Vereinfachungsregelungen (Sofortabschreibung) zur Anwendung.
Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.
Die Forderungen sowie die sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.
Die flüssigen Mittel beinhalten Bar- und Bankguthaben und werden zu Nominalwerten angesetzt.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichend objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen.
Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt worden.
Die im Jahresabschluss enthaltenen Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten in fremder Währung wurden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet, da sie ausschließlich kurzfristiger Natur sind.
B. Erläuterung des Jahresabschlusses
I. Bilanz
1. Anlagevermögen
Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs.
2. Umlaufvermögen
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von EUR 20.692,98 (i. Vj. EUR 170.247,67) enthalten.
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (EUR 1,00), betreffen wie im Vorjahr Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Die unter den sonstigen Vermögensgegenständen erfassten Beträge haben Vermögenscharakter und betreffen ein Darlehen (EUR 202.186,66), eine gestundete, verzinsliche Kaufpreisforderung (EUR 200.000,00) sowie Ansprüche aus Steuererstattungen (EUR 50.295,00).
Die sonstige Vermögensgegenstände haben in Höhe von EUR 200.000 (i. Vj. EUR 0,00) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Die sonstigen Forderungen sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.
3. Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 3.300.000,00. Es ist eingeteilt in 3.300.000 auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien. Der auf die Stückaktien entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals im Sinne von § 8 Abs. 3 AktG beträgt EUR 1,00.
Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 6. November 2007 wurde die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals (Genehmigtes Kapital 2007/I) beschlossen und der Vorstand bis zum 31. Oktober 2012 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um bis zu EUR 1.000.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2007/I).
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 9. August 2013 wurde das Genehmigte Kapital vom 6. November 2007 (Genehmigtes Kapital 2007/I), welches nach teilweiser Ausschöpfung noch EUR 200.000,00 betrug, aufgehoben.
Die Hauptversammlung vom 14. November 2008 hat die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals (Genehmigtes Kapital 2008/I) beschlossen. Demnach wurde der Vorstand bis zum 31. Oktober 2013 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um bis zu EUR 750.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2008/I).
Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 9. August 2013 wurde das Genehmigte Kapital vom 14. November 2008 (Genehmigtes Kapital 2008/I), welches nach teilweiser Ausschöpfung noch EUR 550.000,00 betrug, aufgehoben.
Die Hauptversammlung vom 12. November 2010 hat die Schaffung eines neuen Genehmigten Kapitals (Genehmigtes Kapital 2010/I) beschlossen. Demnach wurde der Vorstand bis zum 31. Oktober 2015 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um bis zu EUR 750.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2010/I).
Aufgrund der von der Hauptversammlung vom 12. November 2010 erteilten Ermächtigung hat der Vorstand mit Beschluss vom 27. November 2013 und der Zustimmung des Aufsichtsrats vom selben Tag vom genehmigten Kapital (Genehmigtes Kapital 2010/I) teilweise Gebrauch gemacht. Das Grundkapital ist gegen Bareinlage um EUR 300.000,00 durch die Ausgabe von 300.000 neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00 erhöht worden. Die Zeichnung der neuen Stammaktien erfolgte zum Ausgabebetrag von EUR 4,25 je Stückaktie. Die Kapitalerhöhung wurde am 4. Dezember 2013 in das Handelsregister beim Amtsgericht München eingetragen.
Das Genehmigte Kapital vom 12. November 2010 (Genehmigtes Kapital 2010/I) beträgt nach teilweiser Ausschöpfung noch EUR 450.000,00.
Die Hauptversammlung vom 9. August 2013 hat die Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals (Genehmigtes Kapital 2013/I) beschlossen. Demnach wurde der Vorstand bis zum 31. Juli 2018 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender nennwertloser Stückaktien (Stammaktien) gegen Bareinlagen und/oder Sacheinlagen um bis zu EUR 750.000,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2013/I).
Das Grundkapital der Gesellschaft ist mit Beschluss der Hauptversammlung vom 13. November 2009 um EUR 1.250.000,00 durch die Ausgabe von bis zu 1.250.000 neuen, auf den Inhaber lautenden nennwertlosen Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2009/I). Das bedingte Kapital dient der Gewährung von Aktien an Inhaber oder Gläubiger von Wandelschuldverschreibungen.
Die Hauptversammlung vom 13. November 2009 hat den Vorstand bis zum 31. Oktober 2014 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals auf den Inhaber lautende Schuldverschreibungen im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 1.250.000,00 zu begeben und den Inhabern von Schuldverschreibungen Umtauschrechte auf insgesamt bis zu 1.250.000 auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen rechnerischen Betrag am Grundkapital von bis zu EUR 1.250.000,00 nach näherer Maßgabe der jeweiligen Bedingungen der Schuldverschreibungen (Wandelbedingungen) zu gewähren (Wandelschuldverschreibungen).
Die Gesellschaft hat 10.000 eigene Aktien im Bestand. Dabei handelt es sich um auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien, deren rechnerischer Anteil am Grundkapital 0,30 % beträgt. Der auf die Stückaktien entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals im Sinne von § 8 Abs. 3 AktG beträgt EUR 10.000,00.
Der Bestand entwickelte sich wie folgt:
| Anzahl | Betrag des Grundkapital EUR |
Anteil am Grundkapital % |
|
|---|---|---|---|
| Bestand zum 31.12.2012 | 10.000 | 10.000 | *0,33 |
| Bestand zum 31.12.2013 | 10.000 | 10.000 | **0,30 |
*) Anteil am Grundkapital bezogen auf EUR 3.000.000,00
**) Anteil am Grundkapital bezogen auf EUR 3.300.000,00
Der rechnerische Wert der eigenen Anteile (TEUR 10) wurde offen von dem gezeichneten Kapital abgesetzt.
Die eigenen Aktien sind dazu bestimmt, die im Zusammenhang mit Unternehmenszusammenschlüssen oder Unternehmenstransaktionen stehenden Tausch- und/oder Kaufpreisverpflichtungen und sonstigen Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Sie können auch in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre veräußert werden, wenn die erworbenen eigenen Aktien zu einem Preis veräußert werden, der den Börsenkurs von Aktien der Gesellschaft gleicher Ausstattung zum Zeitpunkt der Veräußerung nicht wesentlich unterschreitet und die Anzahl der zu veräußernden Aktien zusammen mit neuen Aktien, die während der Laufzeit dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in direkter oder entsprechender Anwendung von § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG gegen Bareinlagen ausgegeben wurden, insgesamt 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft nicht überschreitet. Sie sind nicht zum Eigenhandel bestimmt.
4. Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage entwickelte sich wie folgt:
| EUR | |
|---|---|
| Stand 1. Januar 2013 | 1.653.169,92 |
| Zuführung zur Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB in Höhe des Agios aus der Kapitalerhöhung zum 27. November 2013 | 975.000,00 |
| 2.628.169,92 |
In Höhe des vom Gezeichneten Kapital abgesetzten rechnerischen Werts der eigener Anteile (EUR 10.000,00) ist in der Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB ein Betrag enthalten, der unter Kapitalschutzgesichtspunkten ausschüttungsgesperrt ist.
5. Bilanzgewinn
Der Bilanzgewinn entwickelte sich wie folgt:
| EUR | |
|---|---|
| Bilanzverlust Stand 1. Januar 2013 | - 198.774,99 |
| Jahresüberschuss | 1.490.423,14 |
| Bilanzgewinn Stand 31. Dezember 2013 | 1.291.648,15 |
6. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten (EUR 169.000,00), für die Erstellung, Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses sowie des Konzernabschlusses und Erstellung der Steuererklärungen (EUR 66.290,00) sowie für Aufsichtsratsvergütungen (EUR 22.500,00).
7. Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen kurzfristige Ausleihungen (EUR 798.361,83; i. Vj. EUR 809.212,37), Verauslagungen (EUR 53.205,80; i. Vj. EUR 0,00) sowie die Verpflichtung aus einem Ertragszuschuss (EUR 125.000,00; i. Vj. 0,00).
Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten in Höhe von EUR 20.780,65 (i. Vj. EUR 55.488,47) Verbindlichkeiten aus Steuern.
Sämtliche Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
8. Haftungsverhältnisse
Die Gesellschaft hat selbstschuldnerische Bürgschaften in Höhe von EUR 1.469.082,16 als Sicherheit gestellt; davon entfallen EUR 1.189.235,42 auf verbundene Unternehmen.
Für fremde Verbindlichkeiten hat die Gesellschaft Bankguthaben in Höhe von TEUR 300 als Sicherheiten hinterlegt, die am 30. Januar 2014 wieder freigegeben worden sind.
Die Inanspruchnahme aus Bürgschaften und der Gestellung von Sicherheiten aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten wird als gering eingeschätzt. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen dem Vorstand nicht vor.
II. Gewinn- und Verlustrechnung
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt und gegliedert.
Die Umsatzerlöse beinhalten wie im Vorjahr ausschließlich Erlöse aus Dienstleistungen und Weiterverrechnungen.
Die Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagevermögen resultieren aus dem Verkauf von Anteilen an verbundenen Unternehmen. Dem Veräußerungserlös in Höhe von EUR 3.500.000,00 steht hierbei ein Buchwertabgang in Höhe von EUR 1.186.570,00 gegenüber.
Unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Betriebsaufwendungen (EUR 85.915,31; i. Vj. EUR 80.034,57), Verwaltungsaufwendungen (EUR 543.807,49; i. Vj. EUR 256.417,02), Vertriebsaufwendungen (EUR 29.019,04; i. Vj. EUR 18.325,50) sowie ein Ertragszuschuss an ein Tochterunternehmen (EUR 125.000,00; i. Vj. EUR 0,00) erfasst.
In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Zinserträge aus verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 71.831,67 (i. Vj. EUR 63.232,12) enthalten.
Unter Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen in Höhe von EUR 39.180,38 (i. Vj. EUR 29.441,00) erfasst.
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 367,30.
C. Sonstige Angaben
1. Organe der Gesellschaft
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat besteht lt. Satzung aus drei Mitgliedern und setzte sich im Geschäftsjahr 2013 wie folgt zusammen:
| Herr Dr. Stefan Berz (Wirtschaftsprüfer), Gräfelfing (Vorsitzender) | |
| Herr Dr. Frank Seidel (Diplom Wirtschaftsingenieur), Neutraubling (Stellvertretender Vorsitzender) | |
| Herr Dietmar Reeh (Rechtsanwalt), Starnberg |
Vorstand
| Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte die Geschäftsführung durch den Vorstand, Herrn | |
| Dr. Hannspeter Schubert (Unternehmensberater), Valley. |
Er vertritt die Gesellschaft stets einzeln und ist befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.
2. Unternehmen, an denen ein Anteilsbesitz von mindestens 20 % besteht
Die Gesellschaft ist am Bilanzstichtag an folgenden Unternehmen mit mindestens 20 % beteiligt:
| Nr. | Name | Sitz | Beteiligungsquote % | Beteiligt über Nr. | Eigenkapital TEUR |
Jahresergebnis TEUR |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | PLANATOL Holding GmbH | Rohrdorf-Thansau | 94,00 | 6.293 | - 320 | |
| 2. | PLANATOL Adhesive GmbH | Rohrdorf-Thansau | 100,00 | 1. | 533 | – 1 |
| 3. | PLANATOL Asset Management GmbH | Rohrdorf-Thansau | 100,00 | 1. | 25 | – 1 |
| 4. | PLANATOL Coating GmbH | Rohrdorf-Thansau | 100,00 | 1. | 340 | – 1 |
| 5. | PLANATOL France S.à.r.l. | Bonneuil sur Marne/Frankreich | 100,00 | 2. | 332 | 55 |
| 6. | PLANATOL-Società Italiana Forniture Arti Grafiche S.I.F.A.G. S.r.l. | Mailand/Italien | 67,30 | 2. | 25 | - 11 |
| 7. | PLANATOL System GmbH | Rohrdorf-Thansau | 100,00 | 1. | 55 | – 1 |
| 8. | Biolink Gesellschaft für Verbindungstechnologien mbH | Waakirchen | 89,85 | 1. | 3.543 | 1.561 |
| 9. | Gämmerler GmbH | Geretsried-Gelting | 100,00 | 1. | 3.249 | - 17 |
| 10. | Gämmerler Limited | York/Großbritannien | 50,00 | 9. | 94 | 25 |
| 11. | Gämmerler S.à.r.l. | Athis-Mons/ Frankreich | 100,00 | 9. | - 22 | - 173 |
| 12. | Gammerler (U.S.) Corporation | Mount Prospect/USA | 100,00 | 9. | 631 | 63 |
| 13. | Planatol Adhesive India Prt. Ltd. | Pune/India | 100,00 | 1. | 1 | - 2 |
| 14. | PLANATOL MIDDLE EAST FZE | Sharjah/VAE | 100,00 | 1. | 31 | - 2 |
| 15. | Wetzel GmbH | Herford | 100,00 | 1. | 421 | - 833 |
| 16. | SMB-David finishing lines GmbH | Geretsried-Gelting | 100,00 | 74 | - 503 | |
| 17. | SMB-David GmbH | Herrsching | 70,00 | 326 | - 2.031 3 | |
| 18. | WISAP Medical Technology GmbH | Brunnthal Hofolding | 100,00 | 335 | 162 | |
| 19. | inheco Industrial Heating and Cooling GmbH | Planegg | 41,96 | 1.912 | 32 |
1 Ergebnisabführungsvertrag
2 Es liegen noch keine Abschlüsse vor; das Eigenkapital wird daher zum Gründungszeitpunkt ausgewiesen.
3 Wert lt. vorläufigem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010. Die Gesellschaft befindet sich derzeit im Insolvenzverfahren.
3. Ergebnisverwendung
Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.
4. Aktionärsstruktur
Die Southern Blue Beteiligungsgesellschaft mbH, München, besitzt mehr als den vierten Teil aller Aktien, hält aber keine Mehrheitsbeteiligung an der Blue Cap AG, München.
Mit Mitteilung vom 12. September 2013 hat die Seidel knowledge GmbH, Neutraubling, der Blue Cap AG, München, gemäß § 20 Abs. 5 AktG mitgeteilt, dass ihr weniger als der vierte Teil der Aktien an der Gesellschaft gehört.
München, 13. Juni 2014
Blue Cap AG
Dr. Hannspeter Schubert
Vorstand
ENTWICKLUNG DES ANLAGEVERMÖGENS
im Geschäftsjahr 2013
| Anschaffungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2012 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
31.12.2013 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 3.700,00 | 0,00 | 0,00 | 3.700,00 |
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 13.745,75 | 2.056,86 | 0,00 | 15.802,61 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 6.854.982,06 | 340.000,00 | 1.186.570,00 | 6.008.412,06 |
| 2. Beteiligungen | 1.513.374,55 | 0,00 | 0,00 | 1.513.374,55 |
| 8.368.356,61 | 340.000,00 | 1.186.570,00 | 7.521.786,61 | |
| 8.385.802,36 | 342.056,86 | 1.186.570,00 | 7.541.289,22 |
| Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2012 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
31.12.2013 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 3.699,00 | 0,00 | 0,00 | 3.699,00 |
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 8.565,07 | 2.100,86 | 0,00 | 10.665,93 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 2.336.399,00 | 0,00 | 0,00 | 2.336.399,00 |
| 2. Beteiligungen | 114.599,00 | 0,00 | 0,00 | 114.599,00 |
| 2.450.998,00 | 0,00 | 0,00 | 2.450.998,00 | |
| 2.463.262,07 | 2.100,86 | 0,00 | 2.465.362,93 |
| Restbuchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2012 EUR |
31.12.2013 EUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 1,00 | 1,00 |
| II. Sachanlagen | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 5.180,68 | 5.136,68 |
| III. Finanzanlagen | ||
| 1. Anteile an verbundenen Unternehmen | 4.518.583,06 | 3.672.013,06 |
| 2. Beteiligungen | 1.398.775,55 | 1.398.775,55 |
| 5.917.358,61 | 5.070.788,61 | |
| 5.922.540,29 | 5.075.926,29 |
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
An die Blue Cap AG, München
Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Blue Cap AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung entsprechend § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss der Blue Cap AG, München, den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, 13. Juni 2014
**Deloitte & Touche GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Dorn, Wirtschaftsprüfer
Schreitt, Wirtschaftsprüfer
Bericht des Aufsichtsrats über das Geschäftsjahr 2013
Der Aufsichtsrat hat während des Berichtszeitraums die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und den Vorstand der Gesellschaft kontinuierlich überwacht und beraten.
In insgesamt vier Sitzungen im Geschäftsjahr 2013 hat sich der Aufsichtsrat vom Vorstand ausführlich über aktuelle Ereignisse des Geschäftsverlaufs sowie grundsätzlich über die Lage der Gesellschaft und ihrer Beteiligungen unterrichten lassen. Zusätzlich hierzu gab es regelmäßige Kontakte mit dem Vorstand der Gesellschaft, in denen der Aufsichtsrat über wesentliche Entwicklungen und Entscheidungen in Kenntnis gesetzt wurde und diese mit dem Vorstand besprochen hat. Der Aufsichtsrat gab zu den jeweiligen Vorschlägen des Vorstands, soweit es die Gesetzeslage, die Geschäftsordnung oder die Satzung der Gesellschaft erfordert, nach gründlicher Prüfung sein Votum ab.
Zentrale Themen der Aufsichtsratssitzungen waren die Entwicklung der Beteiligungsunternehmen. Es wurde jeweils die aktuelle Auftragslage, der Auftragseingang und –bestand sowie Großaufträge erörtert. Insbesondere wurde die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Gesellschaften sowie Managementthemen besprochen. Zudem wurden aktuelle F&E Themen und Investitionen, aktuelle und eventuelle Risiken sowie das Risikomanagement insgesamt und andere wichtige Vorgänge der einzelnen Unternehmen erörtert.
Vertieft wurde insbesondere der nachhaltig bedeutsame Integrationsprozess der Firmen Planatol und Wetzel mit den dazugehörenden Sondermaßnahmen und Einzelaufwendungen, wie Sozialplan oder Produktionsverlagerung. Von wesentlicher Bedeutung waren dabei die Vorgänge auf dem Klebstoffmarkt insbesondere in den relevanten Bereichen Papier, Verpackung und Holz. Zudem wurden auch Möglichkeiten einer buy and build Strategie erörtert.
Wesentlich war auch die laufende Erörterung der Restrukturierung der SMB-David. Nach dem Wechsel der Geschäftsführung ergaben sich Verzögerungen im Sanierungsprozess durch Technikanpassungen sowie verzögerte Auftragseingänge. Der Auftragsverlauf war auch Gegenstand von Erörterungen in Bezug auf die Sondermaschinenfirma Gämmerler.
Die Entwicklungen bei den Unternehmen WISAP GmbH, inheco GmbH und biolink GmbH wurden ebenso, jeweils differenziert nach den Geschäftszielen besprochen. Eingehend erörtert und positiv beschlossen wurde auch der Verkauf der H. Schreiner Gruppe im Rahmen eines Management buy-outs. Besprochen wurden darüberhinaus die Grundstückszukäufe von Planatol und Gämmerler sowie die Vergütung des Vorstandes und die Personalaufstockung bei Blue Cap im Bereich Controlling oder die in 2013 erfolgreich durchgeführte Kapitalerhöhung.
Änderungen bei der Besetzung des Aufsichtsrats und bei der Besetzung des Vorstands ergaben sich im Geschäftsjahr 2013 keine.
Die Hauptversammlung vom 09. August 2013 hat die Deloitte&Touche GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, zum Abschluss- und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013 gewählt. Die Deloitte&Touche GmbH hat die Buchführung, den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013, den Lagebericht der Blue Cap AG, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
Der Abschlussprüfer hat in der Bilanzsitzung vom25. Juni 2014 über die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts berichtet und gab ergänzende Auskünfte über das abgelaufene Geschäftsjahr sowie das Risikomanagement. Insbesondere hat er die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Blue Cap AG und des Konzerns erläutert.
Der Bericht des Abschlussprüfers über die Prüfung des Jahresabschlusses der Blue Cap zum 31. Dezember 2013, des Lageberichts, des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts wurde dem Aufsichtsrat zur Einsichtnahme ausgehändigt und in der Bilanzsitzung am25. Juni 2014 im Beisein des Abschlussprüfers mit dem Vorstand umfassend erörtert. Dem Ergebnis der Prüfung hat der Aufsichtsrat zugestimmt.
Des Weiteren hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 und den Lagebericht der Blue Cap AG, den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht geprüft. Es ergaben sich dabei keine Einwendungen, so dass der Aufsichtsrat den Jahresabschluss der Gesellschaft und den Konzernabschluss gebilligt hat. Der Jahresabschluss war damit festgestellt.
Dem Vorschlag des Vorstands, den Bilanzgewinn der Blue Cap AG aus dem Geschäftsjahr 2013 auf neue Rechnung vorzutragen, hat sich der Aufsichtsrat angeschlossen.
Der Vorstand und die Mitarbeiter der Gesellschaft sowie der Beteiligungsunternehmen haben durch ihr großes Engagement auch im Geschäftsjahr 2013 wesentlich zum geschäftlichen Erfolg des abgelaufenen Geschäftsjahres beigetragen. Der Aufsichtsrat spricht allen Beteiligten für diesen besonderen Einsatz seinen Dank und seine Anerkennung aus.
München, 25.Juni 2014
Der Aufsichtsrat
Dr. Stefan Berz, Vorsitzender