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Bio-Gate AG — Annual Report 2016
May 5, 2017
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Annual Report
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Mit innovativen Silber-Technologien gegen Infektionen
DER BIO-GATE KONZERN AUF EINEN BLICK
| Angaben in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Umsatz | 3.746 | 3.081 |
| EBITDA | 301 | -220 |
| EBIT | 19 | -550 |
| Konzernergebnis | -23 | -714 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | -0,01 | -0,16 |
| Liquide Mittel | 773 | 74 |
| Eigenkapital | 1.197 | 518 |
| Eigenkapitalquote (in %) | 47,9 | 27,3 |
| Bankverbindlichkeiten | 250 | 313 |
| Bilanzsumme | 2.499 | 1.896 |
| Cashlow aus laufender Geschäftstätigkeit | 290 | -315 |
| Cashlow aus Investitionstätigkeit | -206 | -44 |
| Mitarbeiter im Durchschnitt | 25 | 23 |
| Konzernabschluss nach HGB |
INHALTSVERZEICHNIS
- 02 Brief des Vorstands
- 05 Investor Relations
- 08 Bericht des Aufsichtsrates
- 12 Konzernlagebericht
- 24 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
- 25 Konzern-Kapitallussrechnung
- 26 Konzernbilanz
- 28 Konzern-Eigenkapitalveränderung
- 28 Entwicklung des Anlagevermögens
- 30 Konzernanhang
SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN, LIEBE AKTIONÄRE,
die Bio-Gate AG hat im Geschäftsjahr 2016 in allen Segmenten Zuwächse erzielt und die Finanzziele erneut vollumfänglich erreicht. Der Umsatz stieg gegenüber 2015 deutlich um mehr als 20 Prozent auf rund 3,7 Mio. Euro und das EBITDA verbesserte sich um nahezu 0,5 Mio. Euro auf 0,3 Mio. Euro. Der Jahresüberschuss, der zum Halbjahr noch leicht positiv war, lag zum Jahresende aufgrund planmäßiger Investitionen für das zukünftige Wachstum erwartungsgemäß leicht im Minus. Gleichwohl erreichte die Gesellschaft infolge der stark gestiegenen Geschäftstätigkeit und des entfallenen Minderheitenanteils ein nahezu ausgeglichenes Konzernergebnis.
Maßgeblich für diese erfreuliche Entwicklung war das starke Geschäft in unseren strategischen Zielmärkten Veterinär, Wundbehandlung und Wundplege sowie bei der Veredelung von Konsumund Industriegütern. Außerdem proitierten wir von gestiegenen Verkäufen bei Fertigprodukten für Kosmetik und Plege. Den höchsten Umsatzbeitrag lieferte wiederum das Kosmetikgeschäft unserer Tochtergesellschaft BioEpiderm. Dazu ist es uns gelungen, wichtige Entwicklungsprojekte in der Medizintechnik für den Humanbereich abzuschließen oder entscheidend voranzubringen. Das gilt beispielsweise für Projekte bei der Beschichtung von Prothetik-Implantaten oder traumatologischen Implantaten.
Ausbau des Veterinärgeschäfts zügig umgesetzt
Im Geschäftsjahr 2016 erzielten wir gerade im Veterinärgeschäft wichtige Fortschritte: Auf der Basis von erfolgreichen Referenzprojekten und sehr positiven Studienergebnissen bei der Beschichtung von Implantaten für Tiere gewannen wir weitere Aufträge für Lohnbeschichtungen. Neben der Beschichtung entwickeln wir im Veterinärgeschäft, meist zusammen mit Partnern, antibakterielle Produkte zur Hautplege. Da es sich hier um sehr große, internationale Märkte handelt, arbeiten wir hier mit global tätigen Vertriebspartnern zusammen. VetBiotek, ein auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von dermatologischen und ernährungstechnischen Produkten spezialisiertes Unternehmen, ist in diesem Geschäft ein wichtiger Kooperationspartner für uns in Nordamerika.
Doch speziell in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland sehen wir noch sehr viel Potenzial bei der Vermarktung von Tierplegeprodukten. Um dieses Potenzial auszuschöpfen, haben wir im vierten Quartal 2016 mit dem namhaften Labordienstleister LABOKLIN GmbH & Co. KG aus Bad Kissingen das Joint Venture "VetInnovations" gegründet. Zusammen mit unserem Know-how aus dem Veterinärgeschäft werden wir von der Expertise unseres Partners bei der Produktentwicklung und beim Marketing von Tierplegeprodukten mit MicroSilver BGTM proitieren. Zudem verfügt LABOKLIN mit seinen umfangreichen und innovativen Labordienstleistungen über einen direkten Zugang zu einer Vielzahl von Veterinären und Tierkliniken in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland.
Antibiotikaresistenzen sind eine Gefahr für Mensch und Tier
Unseren Fokus werden wir auf Produkte legen, die Tierärzte und Tierhalter unterstützen, antibiotikasparend zu arbeiten. Denn Antibiotikaresistenzen sind auch in der Tiermedizin ein ernstzunehmendes Problem. In Deutschland werden bereits erhebliche Anstrengungen unternommen, um in der Tierhaltung einer Infektion mit multiresistenten Keimen vorzubeugen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert beispielsweise ein Projekt, bei dem sich erstmals sektorübergreifend Human- und Tiermediziner mit dem Ziel zusammenschließen, die Resistenzentwicklung bei Mensch und Tier gleichermaßen einzudämmen beziehungsweise zu verlangsamen.
02
Die aktuelle Diskussion bestätigt unsere Strategie, denn durch unsere Plegeprodukte für Veterinär auf Basis von MicroSilver BGTM wird die natürliche Haut-Barriere bei den Tieren gestärkt. Sie wird widerstandsfähiger gegen Keime, darunter auch multiresistente Keime, wodurch der Einsatz von Antibiotika reduziert werden könnte. Damit stellen unsere Produkte eine wertvolle Ergänzung beim Management und der Vorsorge von Hauterkrankungen bei Tieren dar.
Erfolgreiche Projekte bei der Wundbehandlung und Wundversorgung
Neben unseren Plegeprodukten für den Veterinärmarkt bleiben unsere Entwicklungen für die Humanmedizin ein strategisches Zielgebiet, in dem wir bereits nachweisbare Erfolge erzielen konnten. Ein sehr interessantes Geschäftsfeld ist somit die Entwicklung von Produkten für den Diabetiker-Markt. Hier können wir unsere umfassende Expertise aus Wundplege und Wundversorgung einbringen. Denn für die Probleme, die Diabetiker bei der Fußplege und der Wundheilung haben, gibt es bislang keine zufriedenstellenden Alternativen am Markt. Zusammen mit unseren Kunden und einer bekannten deutschen Universität sind wir auf einem guten Weg, um schon bald wirksame Produkte anzubieten. Wie gut unsere Entwicklungen in der Wundversorgung sind, zeigen die Ergebnisse von Patientenbeobachtungen, die wir in Kooperation mit einem deutschen Klinikum durchgeführt haben.
Weichenstellung im Kosmetikgeschäft
Das Kosmetikgeschäft von BioEpiderm ist seit vielen Jahren ein großer Umsatzträger im Bio-Gate Konzern. Um unsere Tochtergesellschaft zukünftig noch efizienter zu steuern und noch stärker am wachsenden Markt für Kosmetik sowie Naturkosmetik zu partizipieren, haben wir im April 2016 die noch ausstehenden 30 Prozent an der BioEpiderm erworben. Neben diesem positiven Ergebniseffekt können zudem neue Produktentwicklungen noch schneller entschieden und die Erweiterung der Wertschöpfungskette noch zügiger umgesetzt werden.
Insgesamt erzielten wir im Kosmetikgeschäft deutliche Umsatzzuwächse. Unverändert gut verkaufen sich antimikrobielle Körperplegeprodukte mit unserem Mikrosilber, die vom führenden deutschen Direktvertrieb LR Health & Beauty Systems auf den Markt gebracht werden. Bei den eigen entwickelten, auf Mikrosilber basierenden Kosmetikprodukten verzeichneten wir besonders mit den Marken "Das Beste" und "SOS" steigende Absatzzahlen. Auch im Ausland sind unsere Kosmetikprodukte sehr gefragt.
Bio-Gate bietet Lösungen im Kampf gegen Bakterien und Keime
Im Segment der antimikrobiell veredelten Konsum- und Industrieprodukte liegt der Schwerpunkt unserer Projekte auf der Keimreduzierung in hygienesensitiven Bereichen. Die Anwendungsgebiete, für die wir Lösungen erarbeiten, sind dabei sehr vielfältig: Beispielsweise veredeln wir für unsere Kunden Griffe für Fenster oder Türen, die in Plegeeinrichtungen zum Einsatz kommen. Auch Stühle im Wartebereich von Krankenhäusern weisen eine deutlich geringere Belastung mit Bakterien auf, wenn sie mit unserer Technologie behandelt wurden. Das belegten wir eindrucksvoll mit einer anonymisierten Feldstudie, die wir zusammen mit unserem Kunden Dauphin und einem Sachverständigen für die Krankenhaushygiene im Nürnberger St. Theresien-Krankenhaus durchführten.
Im Konsumgütergeschäft reicht die Spanne der Produkte, die durch unsere Veredelung antimikrobiell wirksam sind, aber noch viel weiter. Wir haben ein Oberlächenspray entwickelt, das aktuell von einem Kunden bei Fahrradhelmen eingesetzt wird. Hier ist es uns zudem gelungen, unsere
Expertise bei der Entwicklung von antibakteriellen Sprays auszubauen. Diese Sprays können für unterschiedliche Oberlächen genutzt werden und bieten uns damit eine ganze Reihe weiterer interessanter Vermarktungschancen. Damit zeigen wir auch im Geschäft mit Konsum- und Industrieprodukten unsere Innovationskraft bei der Übertragung von vorhandenen Technologien auf neue Produkte und Anwendungsbereiche.
Ausblick: Deutlich steigende Umsätze und positiver Jahresüberschuss
Die Aufstockung der Beteiligung an unserer Tochtergesellschaft BioEpiderm hat sich im Berichtsjahr positiv in den Finanzkennzahlen niedergeschlagen. Sie ist ein weiterer Baustein beim Ausbau des Geschäfts mit Kosmetik- und Plegeprodukten. Weitere Fortschritte erzielten wir außerdem im Veterinärgeschäft, in dem wir Beschichtungen für Implantate bei Tieren und Plegeprodukte anbieten. Beim Vertrieb der Plegeprodukte proitieren wir von langfristigen Vertriebspartnerschaften mit global aufgestellten Unternehmen. Großes Geschäftspotenzial erwarten wir mittelfristig außerdem von unserem Joint Venture VetInnovations. Im Bereich der Konsum- und Industriegüter, aber auch bei Medizintechnikprojekten im Humanbereich, gelang es uns, bestehende Projekte erfolgreich fortführen, abzuschließen und neue zu starten.
Die Bio-Gate AG hält daher unverändert an ihren langfristigen Zielen fest und möchte zusammen mit den aktuellen Kunden weiter wachsen. Darüber hinaus will das Unternehmen neue Kunden und Projekte akquirieren sowie ihre Produkte und Technologien weltweit anbieten. Dafür soll die strategische Zusammenarbeit mit global agierenden Partnern mittelfristig ausgebaut werden. Die Übertragung der vorhandenen Kerntechnologien auf neue Geschäfts- und Anwendungsbereiche unterstützt das strategische Ziel, mit der Erweiterung der Produkt- und Dienstleistungspalette die Haupterlöse sukzessive mit antibakteriellen Additiven, Halbfertigwaren und Fertigprodukten zur Weiterverarbeitung sowie Beschichtungsaufträgen und Lizenzeinnahmen zu erzielen.
Nach dem starken Umsatzanstieg 2016 rechnet Bio-Gate auch im Geschäftsjahr 2017 mit einem deutlichem Wachstum. Der Gewinn auf EBITDA-Basis soll weiter steigen und das Konzernergebnis soll auf Gesamtjahresbasis erstmals positiv ausfallen. Voraussetzung für diese Prognose ist, dass es bei den derzeitigen Entwicklungsprojekten zu keinen größeren Verzögerungen kommt und die Planungen hinsichtlich der Vermarktung der Produkte erfüllt werden.
Wir danken all unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren engagierten Einsatz. Sie sind ein wichtiger Erfolgsfaktor für eine zukünftig positive Entwicklung der Bio-Gate AG. Unseren Aktionären, Kunden und Geschäftspartnern danken wir für Ihr Vertrauen.
Aus Nürnberg grüßen Sie herzlich
Karl Richter Marc Lloret-Grau Vorsitzender des Vorstands (CEO) Finanzvorstand (CFO)
INVESTOR RELATIONS
Die Aktien der Bio-Gate AG sind im Freiverkehr der Börse München gelistet. Das Unternehmen bietet seinen Investoren auf freiwilliger Basis Informationen, die über die Publizitätsplichten des Freiverkehrs hinausgehen. So berichtete Bio-Gate im Geschäftsjahr 2016 zusätzlich zum vorgeschriebenen Geschäftsbericht auch in einem Halbjahresbericht über die aktuelle Geschäftsentwicklung im Konzern. Im Sinne unserer Investoren soll an der freiwilligen Halbjahresberichterstattung auch im Geschäftsjahr 2017 unverändert festgehalten werden. Darüber hinaus informierten wir mit insgesamt vier Pressemitteilungen und zwei Ad-hoc-Mitteilungen den Kapitalmarkt über wichtige Ereignisse im Jahresverlauf. In diversen Gesprächen mit interessierten Anlegern und möglichen institutionellen Investoren erläuterte das Management das Geschäftsmodell des Unternehmens. Bio-Gate plegt unabhängig vom vorgeschriebenen Transparenzlevel den regelmäßigen Kontakt zu privaten und institutionellen Anlegern sowie der interessierten Öffentlichkeit.
Sachkapitalerhöhung zur vollständigen Übernahme der BioEpiderm platziert
Im April 2016 erwarb die Bio-Gate AG im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung die ausstehenden 30 Prozent an der Tochtergesellschaft BioEpiderm GmbH. Die Einbringung der Anteile erfolgte mit Wirkung zum 1. Januar 2016. Das Bezugsrecht für die Altaktionäre wurde gemäß der Ermächtigung für Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder von Beteiligungen an Unternehmen ausgeschlossen. Insgesamt wurden für den Anteilserwerb 214.285 neue Aktien ausgegeben, so dass die Aktienzahl auf 4.948.325 stieg. Im August nutzte Bio-Gate dann die Ermächtigung der Hauptversammlung vom 9. Juni 2016, um das Grundkapital durch eine Barkapitalerhöhung um bis zu 10 Prozent zu erhöhen. Hierbei wurden insgesamt 494.832 neue Aktien zu einem Preis von 1,40 Euro je Aktie im Rahmen einer Privatplatzierung an Ankeraktionäre begeben. Der Bruttoemissionserlös lag bei rund 0,69 Mio. Euro und das Bezugsrecht für Privataktionäre war ausgeschlossen. Das Grundkapital der Gesellschaft erhöhte sich im Zuge der Kapitalmaßnahme um 494.832 Euro auf 5.443.157 Euro. Das Management investierte die Mittel für das operative Wachstum.
Aktionärsstruktur
(Stand 31.12.2016, gemäß freiwilligen Meldungen):
Bio-Gate Aktie legt um gut zehn Prozent zu
Nach einem von Konjunkturängsten begleiteten schwachen Jahresstart und dem unerwarteten Austritt der Briten aus der EU im Juni, legten die deutschen Standardwerte zum Jahresende noch einmal zu. Der deutsche Leitindex DAX schloss das Börsenjahr 2016 mit einem Plus von 6,9 Prozent. Der für die Bio-Gate AG relevante Entry Standard-Index, der überwiegend geringer kapitalisierte Nebenwerte umfasst, iel dagegen leicht um 0,5 Prozent zurück. Die Bio-Gate Aktie proitierte im Berichtszeitraum von ihrer insgesamt recht erfreulichen operativen Geschäftsentwicklung. Das Papier startete mit 1,45 Euro und erreichte im Jahresverlauf mehrfach die Marke von rund 1,75 Euro. Das Jahreshoch bei knapp 1,80 Euro vom Dezember konnte aber bis zum Jahresende nicht verteidigt werden. Zum Jahresultimo notierte die Aktie bei 1,60 Euro, was einem Kursanstieg im Berichtszeitraum von gut zehn Prozent entspricht. Unter Berücksichtigung der Kapitalmaßnahmen vom April und August 2016 stieg die Marktkapitalisierung im Berichtsjahr 2016 deutlich von rund 6,9 Mio. Euro auf nunmehr 8,7 Mio. Euro.
Finanzkalender 2017
| 27. Juni: | Ordentliche Hauptversammlung in Nürnberg |
|---|---|
| August/September: | Veröffentlichung des Halbjahresberichtes 2017* |
| *geplant |
Geschäftsbericht 2016
Informationen zur Aktie (Stand 31.12.2016)
| Anzahl Stückaktien | 5.433.1571 |
|---|---|
| Grundkapital | 5.433.157,00 €2 |
| Marktkapitalisierung an 31.12.2016 | 8,71 Mio. € |
| Höchstkurs (09.12.2016) | 1,794 € |
| Tiefstkurs (18.01.2016) | 1,200 € |
| Wertpapier-Kennnummer | BGAG98 |
| ISIN | DE000BGAG981 |
| Kürzel | BIG |
| Transparenzlevel | Freiverkehr |
1) Im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung im April 2016 erhöhte sich die Aktienzahl um 214.285 auf 4.948.325 Stück. Nach Kapitalerhöhung (unter Ausschluss des Bezugsrechts) im August 2016 ist die Aktienzahl zudem um 494.832 auf 5.443.157 Stückaktien (von zuvor: 4.734.040 Stückaktien) gestiegen.
2) Analog gemäß Kapitalmaßnahmen
08
BERICHT DES AUFSICHTSRATES
SEHR GEEHRTE DAMEN UND HERREN, LIEBE AKTIONÄRINNEN UND AKTIONÄRE,
die Bio-Gate AG hat im Geschäftsjahr 2016 den Umsatz erneut deutlich gesteigert und ein positives Ergebnis auf EBITDA-Basis erzielt. Dank der starken Nachfrage erreichte das Konzernergebnis nahezu die Gewinnschwelle. Damit wurden die vom Management angekündigten Finanzziele wie schon im Vorjahr erreicht und die insgesamt gute Entwicklung der Gesellschaft bestätigt. Zu diesem erfreulichen Umsatzund Ergebnisanstieg trug besonders die steigende Nachfrage in den strategischen Zielmärkten Veterinär, Wundbehandlung und Wundplege bei. Außerdem erhielt Bio-Gate Lizenzerlöse aus abgeschlossenen Entwicklungen im Geschäftsbereich der antimikrobiell veredelten Konsum- und Industrieprodukte. Hier stehen Projekte zur Keimreduzierung in hygienesensitiven Bereichen im Vordergrund. Den größten Umsatzbeitrag lieferte das Kosmetikgeschäft der Tochtergesellschaft BioEpiderm. Rückwirkend zum Januar 2016 wurden zudem die noch ausstehenden Minderheitenanteile an der BioEpiderm erworben, die nun eine 100-Prozent Tochter von Bio-Gate ist.
Schwerpunkte der Beratungen
Im Geschäftsjahr 2016 hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit der strategischen Weiterentwicklung der Bio-Gate AG und der Finanzierung des operativen Wachstums der Gesellschaft befasst. Der Erwerb der Minderheitenanteile an der BioEpiderm GmbH bildete einen weiteren Beratungsschwerpunkt für den Aufsichtsrat: Durch die im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung durchgeführte Anteilsaufstockung auf 100 Prozent soll der Konzern zukünftig noch stärker vom wachsenden Markt für Kosmetik sowie Naturkosmetik proitieren.
Darüber hinaus beriet der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Vorbereitung und Umsetzung der Barkapitalerhöhung, die im August platziert wurde. Dabei wurde von der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 9. Juni 2016 Gebrauch gemacht und das Grundkapital um 10 Prozent – im Rahmen einer Barkapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts – erhöht. Ankeraktionäre zeichneten die insgesamt 494.832 neuen Aktien zu einem Preis von 1,40 Euro je Aktie. Die dem Unternehmen zugelossenen Mittel über knapp 0,7 Mio. Euro wurden ausschließlich zur Finanzierung des Wachstums eingesetzt.
Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat
Im Laufe des gesamten Geschäftsjahres 2016 hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung der Bio-Gate AG gemäß der gesetzlichen Bestimmungen sowie der Satzung des Unternehmens regelmäßig und sorgfältig überwacht und beraten. Er war in alle wesentlichen Entscheidungen, die für die Gesellschaft von strategischer oder grundlegender Bedeutung waren, frühzeitig eingebunden. Der Vorstandsvorsitzende informierte den Aufsichtsrat auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen regelmäßig und zeitnah über die aktuelle Entwicklung im operativen Geschäft und über besondere Ereignisse. Durch den engen Kontakt zum Vorstand konnte sich der Aufsichtsrat ein umfassendes Bild von den Aktivitäten der Bio-Gate AG machen und das Unternehmen in seiner Entwicklung intensiv begleiten. Die vorgeschlagenen Maßnahmen sowie die zustimmungsplichtigen Geschäftsvorfälle wurden stets nach gründlicher Prüfung und eingehender Beratung gebilligt. Im Geschäftsjahr 2016 traf sich der Aufsichtsrat zu insgesamt 3 Präsenzsitzungen. Diese fanden am 20. Januar,
- Mai und am 9. Juni statt. Eine Sitzung wurde am 19. Mai telefonisch durchgeführt. Ausschüsse wurden darüber hinaus nicht gebildet.
Jahres- und Konzernabschluss, Abschlussprüfung
Der von der Hauptversammlung gewählte und vom Aufsichtsrat beauftragte Abschlussprüfer, Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Nürnberg, hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der Bio-Gate AG für das Geschäftsjahr 2016 und den Konzernabschluss der Bio-Gate-Gruppe sowie den Konzernlagebericht der Bio-Gate-Gruppe unter Einbeziehung der Buchführung geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen.
In seiner Sitzung am 26. April 2017 erörterte der Aufsichtsrat eingehend die Inhalte und Ergebnisse der Prüfung. Alle notwendigen Unterlagen sowie die jeweiligen Prüfungsberichte lagen den Mitgliedern des Aufsichtsrates rechtzeitig vor. Gemeinsam mit dem Abschlussprüfer haben wir den Prüfbericht diskutiert, intern beraten und nach einer eigenständigen Prüfung dem Ergebnis des Wirtschaftsprüfers zugestimmt. Gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss bestanden keinerlei Einwände. Auch dem Konzernlagebericht wurde zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt, womit der Jahresabschluss ordnungsgemäß nach § 172 AktG festgestellt ist. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Vorschlag des Vorstandes an, den Bilanzverlust auf neue Rechnung vorzutragen. Auch im Geschäftsjahr 2017 wird der Aufsichtsrat gewohnt eng mit dem Vorstand zusammenarbeiten und in strategischen Fragen konstruktiv unterstützen.
Für ihren engagierten Einsatz dankt der Aufsichtsrat dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Bio-Gate AG und ihrer Tochtergesellschaften. Den Aktionären, Kunden und Geschäftspartnern danken wir für ihr Vertrauen.
Nürnberg, den 26. April 2017
Dr. Knud Klingler Vorsitzender des Aufsichtsrates Konzernlagebericht und Konzernanhang 2016 der Bio-Gate AG, Nürnberg
INHALTSVERZEICHNIS
- 12 Konzernlagebericht
- 24 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
- 25 Konzern-Kapitallussrechnung
- 26 Konzernbilanz
- 28 Konzern-Eigenkapitalveränderung
- 28 Entwicklung des Anlagevermögens
- 30 Konzernanhang
KONZERNLAGEBERICHT 2016 DER BIO-GATE AG, NÜRNBERG
1. Grundlagen des Konzerns
1.1. Geschäftsmodell des Konzerns
Gesellschaften, Produkte und Anwendungsbereiche Die Bio-Gate AG (Bio-Gate), Nürnberg, ist ein technologisch führender Anbieter von antimikrobiellen Produkten und multifunktionalen Oberlächen für die Medizintechnik. Darüber hinaus veredelt das Unternehmen mithilfe von Mikrosilber ("MicroSilverBGTM") Kosmetika und stattet nicht-medizinische Produkte mit antimikrobiellen Eigenschaften aus. Bio-Gate verfügt über verschiedene Technologien, um Materialien und Oberlächen mit antimikrobiell wirksamem Silber auszurüsten. Die so behandelten Produkte bieten einen lang anhaltenden, medizinisch wirksamen Schutz gegen mikrobiellen Befall. Bakterien, die sich als resistent gegen Antibiotika erweisen, stellen ein großes Risiko dar und sind häuig Ursache für die weltweit stark zunehmenden Erkrankungen durch Krankenhauskeime. Die Bekämpfung solcher oft gefährlichen Verkeimungen ist Basis des Geschäftsmodells von Bio-Gate. Vor allem in der Medizintechnik, aber auch in anderen Branchen wie der Pharma- und Kosmetikindustrie sowie bei Konsum- und Industrieprodukten werden zunehmend antimikrobielle Eigenschaften nachgefragt. Bio-Gate ist auf diesem Gebiet einer der wenigen international tätigen Systemlieferanten und begleitet Kunden von der Entwicklung der Produkte über die Zulassung bis hin zur Marktreife.
Die Bio-Gate AG mit Sitz in Nürnberg ist die Muttergesellschaft des Bio-Gate-Konzerns. Sie entwickelt, vertreibt und lizenziert Lösungen für die antimikrobielle Ausstattung von Materialien und unterstützt die Kunden im gesamten Entwicklungs-, Produktions- und Vermarktungsprozess. Metallisches Silber wird in Form von Mikropartikeln direkt in Werkstoffe oder Produkte eingearbeitet oder mit einem speziellen Plasmabeschichtungsverfahren – HyProtect™ – beschichtet. Die Verfahren stammen aus der Fraunhofer-Gesellschaft, der größten Organisation für anwendungsorientierte Forschung in Europa. Sie wurden von Bio-Gate zusammen mit Spezialisten entscheidend weiterentwickelt und zur industriellen Reife gebracht. Die Herstellung des Mikrosilbers und die Plasmabeschichtung erfolgen in eigenen Anlagen. Darüber hinaus stellt das Unternehmen als einziger Anbieter mikroskaliges Silber auf der Basis von patentgeschütztem rein porösem Silber in fester Matrix her und vertreibt dieses.
Die BioEpiderm GmbH (BioEpiderm), Nürnberg, ist seit April 2016 eine 100-Prozent-Tochter der Bio-Gate AG. Die Übernahme der bis dahin noch ausstehenden 30 Prozent erfolgte mit Wirkung zum 1. Januar 2016 im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung. BioEpiderm verwendet mikroskaliges Silber, um Körperplegeprodukte mit antimikrobiellen Eigenschaften auszustatten. Diese Produkte werden an Partner aus der kosmetischen Industrie vermarktet. Dazu gehört beispielsweise ein großer deutscher Pharma- und Generika-Hersteller – die Stada AG –, die ihre Produkte in Apotheken anbietet. Weitere Verträge bestehen unter anderem mit LR Health & Beauty Systems und IMPAG, einem international tätigen Handelsund Dienstleistungsunternehmen mit Spezialisierung auf Rohstoffe und Erzeugnisse für die Kosmetikindustrie. Darüber hinaus arbeitet BioEpiderm mit einer Vielzahl von global agierenden Vertriebspartnern zusammen. Zusätzlich zum Ausbau der Vertriebspartnerschaften stärkt das Tochterunternehmen gezielt den Eigenvertrieb. Außerdem gewinnen die Produktkonzeption, die Formulierung und das Projektmanagement bei der Herstellung von Fertigprodukten für Kunden immer mehr an Bedeutung.
Die ebenfalls in Nürnberg ansässige QualityLabs BT GmbH (QualityLabs), eine ebenfalls 100-prozentige Beteiligung von Bio-Gate, betreibt ein akkreditiertes Testlabor, das mit einzigartigen Testmethoden sowie mit umfangreichen Standardtests kunden- und produktspeziische Prüfungen antimikrobieller Produkte übernimmt. Diese Messtechnologie ist ein wichtiger Baustein im Technologieportfolio von Bio-Gate und zugleich ein entscheidender Wettbewerbsvorteil in der Produktentwicklung, der Zulassung, der Produktoptimierung und der Qualitätssicherung. In den vergangenen Jahren hat QualityLabs das Testportfolio schrittweise ausgebaut. Neben zusätzlichen Mess- und Prüfdienstleistungen für die Kunden nimmt das Tochterunternehmen verstärkt auch interne Analysen vor, die zuvor an externe Dienstleister vergeben werden mussten. Durch das erweiterte Angebot ist es dem Testlabor gelungen, weitere namhafte Kunden zu gewinnen. Einer der größten Kunden des Tochterunternehmens ist beispielsweise der weltweit führende Gesundheitsversorger B. Braun Melsungen AG.
1.2. Ziele und Strategien
Vorrangiges Ziel der Bio-Gate AG ist es, möglichst zügig einen positiven Jahresüberschuss auf Konzernebene
zu erreichen und den Unternehmenswert für die Eigenkapitalgeber zu erhöhen. In den vergangenen Jahren vereinbarte die Gesellschaft zahlreiche Kooperationen mit international agierenden Partnern. Durch diese Partnerschaften gelang der Eintritt in Märkte, die Bio-Gate aufgrund fehlender Größe und hoher Vorlaufkosten alleine nicht hätten erschließen können. Diese Strategie werden wir unverändert fortsetzen und somit das langfristige Absatzpotenzial für Bio-Gate weiter verbessern. Im Beschichtungsbereich fokussieren wir uns auf international aufgestellte Mittelständler und Großkunden, um so die Marktdurchdringung sukzessive zu erhöhen.
Das Management hat den Vertrieb nochmals verstärkt und sich auf weitere, chancenreiche Geschäftsfelder konzentriert. Im Fokus stehen beispielsweise die Veterinärmedizin, die Wundbehandlung und Wundplege sowie der Bereich Krankenhaushygiene. Im Veterinärgeschäft konzentrieren wir uns neben Beschichtungsprojekten bei Herstellern von Tierimplantaten auf den Vertrieb von Plegeprodukten exklusiv für die Tierärzte. Die Bio-Gate AG hat bereits frühzeitig das Veterinärgeschäft als einen strategischen Zukunftsmarkt identiiziert und überwiegend zusammen mit Partnern mehrere Produkte hierfür entwickelt.
Mittlerweile liefern wir eine Vielzahl von Produkten, die von Kunden in Nordamerika und Westeuropa vertrieben werden. Um das erfolgreiche Geschäft mit Tierplegeprodukten auch in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland weiter auszubauen, wurde im Dezember 2016 zusammen mit dem Labordienstleister LABOKLIN GmbH & Co. KG das Joint Venture VetInnovations gegründet. LABOKLIN bringt eine hohe Expertise aus dem Veterinärmarkt in das gemeinsame Unternehmen ein, wovon Bio-Gate bei der Produktentwicklung und beim Marketing von Tierplegeprodukten mit MicroSilverBGTM proitieren will.
Die grundsätzliche Geschäftsstrategie bleibt unverändert: Über alle Geschäftsfelder hinweg wollen wir zusammen mit aktuellen Kunden weiter wachsen, neue Abnehmer und Projekte akquirieren sowie unsere Produkte und Technologien weltweit anbieten. Die Übertragung unserer Kerntechnologien auf neue Geschäfts- und Anwendungsbereiche unterstützt unsere Strategie, mit der Erweiterung der Produkt- und Dienstleistungspalette die Haupterlöse sukzessive mit antibakteriellen Additiven, Halbfertigwaren und Fertigprodukten zur Weiterverarbeitung sowie Beschichtungsaufträgen und Lizenzeinnahmen zu erzielen.
1.3. Steuerungssystem
Das Steuerungssystem der Bio-Gate AG ist darauf ausgerichtet, einen Beitrag zur Zielerreichung zu leisten. Es reicht von standardisierten Planungsrechnungen für die einzelnen Projekte bis hin zu einer integrierten Budgetplanung auf Unternehmensebene für die Ergebnis-, Vermögens- und Cashlow-Planung. Monatliche Soll-Ist-Auswertungen zeigen zeitnah eventuelle Planabweichungen, anhand derer Handlungsalternativen erarbeitet werden können. Dazu werden regelmäßige Projektbesprechungen und monatliche Managementmeetings durchgeführt. Die wichtigsten Steuerungsgrößen im Konzern sind Umsatz und EBIT.
1.4. Forschung und Entwicklung
Erfolg mit Entwicklungspartnerschaften
Die Bio-Gate AG zielt mit ihren Produkten, Anwendungen und Technologien auf schnell wachsende Märkte mit großem Volumen. Um sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten, ist eine effektive und kundengerechte Anwendungstechnik eine der wichtigsten Voraussetzungen. Obwohl hier in den vergangenen Jahren schon große Fortschritte erreicht wurden, gibt es noch Verbesserungspotenziale, die wir schrittweise ausschöpfen werden.
Im Geschäftsjahr 2016 standen Entwicklungsprojekte für zahlreiche kundenspeziische Produkte im Vordergrund, die überwiegend im Rahmen von Entwicklungspartnerschaften ausgeführt wurden. Dabei ist es gelungen, wichtige Projekte abzuschließen oder entscheidend voranzubringen sowie vielversprechende neue Projekte zu akquirieren und zu starten.
Schutzrechte
Im Medizintechnik-Sektor sichern Patente und Schutzrechte den Vorsprung gegenüber dem Wettbewerb. Dieser Schutz gilt nicht nur für Bio-Gate, sondern auch für die Kunden, die auf diese Weise ihre mit MicroSilverBGTM verbesserten Produkte exklusiv vermarkten können. Daher hat das Patentmanagement im Bio-Gate-Konzern einen hohen Stellenwert. Zum Jahresende 2016 hielt Bio-Gate 101 Patente und Länderzulassungen in den wachstumsstarken Märkten Nordamerika, Europa und
Asien. Das bestehende Patentportfolio wird regelmäßig daraufhin überprüft, inwieweit sich neue Verwertungsmöglichkeiten ergeben. Darüber hinaus wird der Markt gezielt nach Wettbewerbsprodukten untersucht, die die Patente von Bio-Gate verletzen könnten.
Marketing, Vertrieb und Organisation
Die zunehmende Verbreitung von Infektionen durch Keime und Bakterien ist zu einer globalen Herausforderung geworden. Um die sich weltweit bietenden Geschäftschancen zu nutzen, adressiert Bio-Gate internationale Märkte und arbeitet eng mit global aufgestellten Vertriebspartnern zusammen. Hierbei ist es gelungen, weitere Kooperationen für einzelne Märkte und Anwendungen abzuschließen. Darüber hinaus bieten wir unseren Kunden Halbfertigwaren und Fertigprodukte zur Weiterverarbeitung an. Dazu gehören beispielsweise antibakteriell ausgestattete Polymer-Compounds.
Im Kosmetikgeschäft gewinnen Eigenentwicklungen, die im Kundenauftrag bei Lohnfertigern hergestellt werden, immer stärker an Bedeutung. Bio-Gate arbeitet zudem stets daran, die vorhandenen Technologien auf zusätzliche Anwendungen und neue Produktgruppen zu übertragen. Im Geschäftsjahr 2016 ist uns dies vor allem in der Veterinärmedizin, der Wundplege bei Tieren und im Geschäft mit antibakteriell veredelten Industrie- und Konsumgütern für die Krankenhaushygiene gelungen.
2. Wirtschaftsbericht
2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Deutsche Wirtschaft wächst weiter
Die Wirtschaft in Deutschland hat im Jahr 2016 nochmals zugelegt. Laut dem Statistischen Bundesamt stieg das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) auf Jahressicht um 1,9 Prozent. Im Vorjahr hatte der Zuwachs noch 1,7 Prozent betragen. Die größten Wachstumstreiber der deutschen Wirtschaft waren erneut die staatlichen und privaten Konsumausgaben. Besonders bei den Staatsausgaben machten sich die hohe Zuwanderungsrate von Schutzsuchenden und die daraus resultierenden Kosten bemerkbar. Zudem begünstigten Zuwächse bei den Bauinvestitionen und den Investitionen in Ausrüstungen – das sind Maschinen, Geräte und Fahrzeuge – die positive Entwicklung.
In den USA, einem für Bio-Gate unverändert wichtigen Zielmarkt, kühlte die Wirtschaft hingegen spürbar ab. Gemäß Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) stieg das BIP in den USA zwar um 1,6 Prozent. Im Vorjahr betrug der Zuwachs aber noch 2,6 Prozent. Auch im Euro-Raum lag das BIP-Wachstum mit 1,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau von 2,0 Prozent.
Öl und Silber verteuern sich im Jahresverlauf
Nachdem der Preis für Rohöl zu Jahresbeginn 2016 noch einmal deutlich nachgegeben hatte, stieg er bis zum Jahresende wieder kräftig an. Grund für diese Erholung waren bereits Ende 2015 beschlossene Förderkürzungen der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC), die sich im Jahresverlauf auf die Notierungen von Rohöl auswirkten. Hinzu kam, dass sich auch Russland als Anbieter außerhalb des Kartells den Förderkürzungen anschloss. Nach Angaben der OPEC stieg die Notierung für Rohöl der Marke Brent im Jahresverlauf um über 40 Prozent auf 53,57 US-Dollar je Barrel. Aufgrund des starken Rückgangs am Jahresanfang lag der Preis im Jahresdurchschnitt mit 43,76 US-Dollar allerdings um über 16 Prozent unter dem Vorjahreswert von 52,41 US-Dollar.
Für das Geschäft der Bio-Gate AG ist außerdem die Entwicklung des Silberpreises ein wichtiger Faktor. In der Berichtsperiode verteuerte sich dieser wieder und kletterte um mehr als 15 Prozent auf 15,74 US-Dollar je Unze zum Jahresende. Der Mittelwert lag 2016 bei 17,27 US-Dollar je Unze. Das entspricht einem Zuwachs um fast zehn Prozent. Im Vorjahr war der durchschnittliche Silberpreis um fast 18 Prozent auf 15,72 US-Dollar gefallen.
Medizintechnikindustrie bleibt 2016 auf Wachstumskurs
Der Markt für Medizintechnik in Deutschland ist nach Prognosen des Industrieverbandes SPECTARIS e.V. im Jahr 2016 um 2,5 Prozent gewachsen. Daraus ergibt sich ein Branchenumsatz der inländischen Medizintechnikunternehmen von insgesamt 28,3 Mrd. Euro. Wie bereits in den Vorjahren werden dabei rund zwei Drittel der Erlöse im Ausland erzielt. Demnach steigt der Auslandsumsatz um drei Prozent auf 18,2 Mrd. Euro, während der Inlandsumsatz um 1,5 Prozent auf 10,1 Mrd. Euro zulegt. Im Vorjahr betrug das Wachstum der Medizintechnikindustrie noch rund sechs Prozent. Als Grund für diese Entwicklung wird neben den schwierigen Geschäften in der Türkei, Japan und dem Vereinigten Königreich zudem das sich verlangsamende Wachstum in China genannt. Für 2017 rechnet
der Branchenverband insgesamt mit einem Umsatzplus der heimischen Medizintechnikunternehmen von rund drei Prozent.
Antimikrobielle Beschichtungen weltweit mit hohem Zuwachs
Der globale Markt für Oberlächenbeschichtungen soll gemäß einer Studie der Branchenexperten von Transparency Market Research im Zeitraum 2013 bis 2019 unverändert um durchschnittlich knapp 25 Prozent pro Jahr auf 6,7 Mrd. US-Dollar wachsen. Für das Teilsegment der antimikrobiellen Beschichtungen haben die Marktforscher von MarketsandMarkets die Prognosen für die zukünftigen Wachstumsraten leicht erhöht: Von 2016 bis 2021 soll das Marktvolumen jährlich um 12,1 Prozent auf 4,19 Mrd. US-Dollar zulegen. Zuvor wurde für den Zeitraum 2013 bis 2018 ein Zuwachs um 11,8 Prozent auf rund 2,9 Milliarden US-Dollar prognostiziert.
Moderates Wachstum im Markt für Schönheitsplegemittel
Der Markt für Schönheitsplegemittel ist für Bio-Gate von großer Bedeutung, da im Geschäftsfeld Kosmetik mehr als die Hälfte der Konzernerlöse erzielt werden. Die Schönheitsplegemittelbranche in Deutschland ist traditionell durch große Volumenmärkte mit moderaten Wachstumsraten gekennzeichnet. Gemäß einer Hochrechnung des Industrieverbandes Körperplege- und Waschmittel e.V. (IKW) auf Basis der ersten neun Monate soll der Umsatz bei Schönheitsplegemitteln in Deutschland im Jahr 2016 um 1,6 Prozent auf rund 13,6 Milliarden Euro zugelegt haben. Bei den für Bio-Gate ebenfalls wichtigen Teilmärkten der Haut- und Gesichtsplege sowie der Mund- und Zahnplege wurden im Berichtsjahr Wachstumsraten von schätzungsweise 0,4 und 2,7 Prozent erreicht. Das Marktvolumen erhöhte sich in diesen Segmenten demnach auf 3,0 Mrd. Euro bzw. knapp 1,5 Mrd. Euro.
Veterinärmarkt wächst weiter
Das Veterinärgeschäft ist ein strategischer Zielmarkt, für den Bio-Gate bereits mehrere Produkte entwickelt hat. Dazu gehören beispielsweise antibakterielle Sprays für Wund- und dermatologische Anwendungen, ein Tier-Shampoo, Hautplegeprodukte zur Behandlung von Ekzemen bei Pferden sowie ein antibakterieller Knochenzement. Darüber hinaus beschichtet Bio-Gate im Kundenauftrag Implantate für Tiere, speziell für Hunde und Katzen. Durch die geringeren Zulassungshürden können die Produkte für den Veterinärmarkt schneller vermarktet werden.
Der Markt für Heimtierbedarf wächst seit vielen Jahren auf hohem Niveau. Laut dem Statistik-Portal Statista stieg das Marktvolumen im Jahr 2016 alleine in Deutschland um rund 2,2 Prozent auf über 5,2 Mrd. US-Dollar. In den USA, dem weltweit größten Markt für Heimtierbedarf, wurden fast 44,7 Mrd. US-Dollar umgesetzt. Das entspricht einem Zuwachs von rund vier Prozent.
2.2. Geschäftsverlauf
Die Bio-Gate AG hat im Berichtsjahr ihr Geschäftsvolumen in allen Segmenten planmäßig ausgeweitet. Dabei proitierte das Unternehmen von der starken Nachfrage in den strategischen Zielmärkten Veterinär, Wundbehandlung und Wundplege sowie bei der Veredelung von Konsum- und Industriegütern. Auf der Basis von erfolgreichen Referenzprojekten und sehr positiven Studienergebnissen gewannen wir zudem lukrative Folgeaufträge in den unterschiedlichen Geschäftsfeldern. Bestehende Projekte wurden planmäßig fortgeführt. Dazu gelang es erneut, vorhandene Technologien auf angrenzende Geschäftsbereiche zu übertragen und vielversprechende Projekte bei neuen und bestehenden Kunden zu starten. Die positive operative Entwicklung zeigt sich trotz der Investitionen für das zukünftige Wachstum auch in den Finanzkennzahlen des Bio-Gate Konzerns.
Wichtige Projekte und Produkte
Beschichtungen im Bereich Humanmedizin
Im Geschäftsjahr 2016 setzten wir die Zusammenarbeit mit einem international tätigen Medizintechnikunternehmen erfolgreich fort. Wir schufen dabei die grundsätzlichen Voraussetzungen, um im Bereich der Endoprothetik Medizintechnikprodukte antimikrobiell zu beschichten. Bei einer Entwicklung mit Prothetik-Implantaten startete unser Kunde im vierten Quartal planmäßig die Tierstudien. Unser Ziel bleibt es, dass wir neben festen Erlösen aus der Lohnbeschichtung außerdem erfolgsabhängige Zahlungen aus der Vermarktung erhalten. Beim Gemeinschaftsprojekt mit einem international tätigen Mittelständler für orthopädische Implantate und einer deutschen Universität erhielten wir auf Basis der überzeugenden Vorarbeiten die Zusage für das angestrebte Förderprojekt. Der Start des Entwicklungsprojektes von Revisions-Endoprothesen bei Hüftgelenken erfolgt 2017. Auch hier streben wir mittelfristig die Lohnbeschichtung an.
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Für die Beschichtung traumatologischer Implantate führten wir bei einem weltweit tätigen Medizintechnikkonzern Machbarkeitsstudien und Tests durch. Aufgrund der positiven Ergebnisse besteht Interesse an einer weiteren Zusammenarbeit mit uns.
Ein mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) sowie der Fraunhofer Gesellschaft gestartetes Förderprojekt mit Kontaktlinsen für einen Kunden aus der Kontaktoptik verlief planmäßig. Dabei setzten wir das Plasmaverfahren HyProtect™ erstmals so ein, dass eine transparente Beschichtung angeboten werden konnte. Das Projekt wird voraussichtlich 2017 erfolgreich abgeschlossen.
Im Dentalgeschäft erzielten wir Fortschritte bei einem Entwicklungsauftrag für ein weltweit tätiges Unternehmen aus der dentalen Implantologie. Unser Kunde plant bei dieser Entwicklung, im Geschäftsjahr 2017 eine Tierstudie durchzuführen. Den Auftrag gewannen wir auf Basis einer Studie, in der das exzellente Einwachsverhalten der von uns beschichteten Dentalimplantate im Kieferknochen belegt werden konnte. Die Studie setzten wir bereits zur weiteren Neukundengewinnung ein.
Beschichtungen für den Veterinärmarkt
Positiv entwickelte sich zudem die Vermarktung beschichteter Medizintechnikprodukte für den Veterinärmarkt. Hier arbeiteten wir sehr erfolgreich mit unserem Kunden BioMedtrix aus Nordamerika zusammen, der ein führender Hersteller von Tierimplantaten ist. Im Berichtsjahr erhöhten wir den Absatz nochmals, da unser Kunde immer mehr Implantate mit unserer Beschichtung ausstattet. Dieser Geschäftserfolg basiert auf einem Projekt, bei dem Hunden von Bio-Gate beschichtete Knochenplatten implantiert wurden. Durch die HyProtectTM-Beschichtung sank die Infektionsrate von 20 bis 30 Prozent, wie sie üblicherweise bei solchen Implantaten auftreten, auf nur noch 0,5 Prozent. Zudem konnten die wenigen Infektionen zum größten Teil auf Einlüsse von außen, wie beispielsweise Nahtprobleme, zurückgeführt werden.
Im zweiten Quartal 2016 erschien in einer bekannten Fachzeitschrift für Veterinärimplantate eine Studie des renommierten Wissenschaftlers Prof. Allen von der Universität Cambridge (Großbritannien). Diese belegt, dass durch unsere HyProtectTM-Beschichtung die Bildung eines Bioilms mit multiresistenten Keimen auf Implantaten verhindert wird. Da Bioilme äußerst widerstandsfähig gegen Antibiotika sind, bilden sie eine Quelle für anhaltende Entzündungen und Infektionen. Auf Implantaten sind sie daher oft Ursache für Revisionen. Auch diese Studie setzen wir bereits gezielt in der Neukundenakquise ein.
Darüber hinaus beindet sich die Bio-Gate AG permanent in Gesprächen mit Kooperationspartnern über weitere Beschichtungsprojekte in der Medizintechnik. Diese Verhandlungen beinden sich jedoch in einem sehr frühen Stadium, so dass eine detaillierte Darstellung zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich ist.
Plegeprodukte für den Veterinärmarkt
Bio-Gate entwickelt überwiegend zusammen mit Partnern antibakterielle Produkte zur Hautplege bei Tieren. Diese werden von Kunden in Nordamerika und Westeuropa vertrieben. Insgesamt steigerten wir unsere Umsätze in diesem Bereich spürbar, wobei wir von dem langfristigen Lizenzvertrag mit VetBiotek proitierten. VetBiotek ist ein auf die Entwicklung, Herstellung und den Vertrieb von dermatologischen und ernährungstechnischen Produkten spezialisiertes Unternehmen, das mit den vier führenden Vertriebsunternehmen in Nordamerika zusammenarbeitet, die ihre Produkte an Tierärzte und Tierkliniken liefern. Unser Partner legt in seiner Außendarstellung zudem immer mehr Gewicht auf Mikrosilber-Produkte von Bio-Gate. Aktuell vertreibt er für uns diverse Hautplegeprodukte und ein Ohrplege-System, das bei chronischen Ohrentzündungen von Haustieren verwendet wird.
Um das erfolgreiche Geschäft mit Tierplegeprodukten auch in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland zügig auszubauen, gründeten wir im vierten Quartal 2016 mit dem in der Branche bekannten Labordienstleister LABOKLIN GmbH & Co. KG aus Bad Kissingen das Joint Venture VetInnovations. Von dem zu Beginn des Geschäftsjahres 2017 operativ gestarteten Gemeinschaftsunternehmen wollen wir bei der Produktentwicklung und beim Marketing von Tierplegeprodukten mit MicroSilver BGTM proitieren. Das gilt insbesondere für Produkte, die helfen sollen, Antibiotika-sparend zu arbeiten. Darüber hinaus besitzt LABOKLIN mit seinen umfangreichen und innovativen Labordienstleistungen Zugang zu einer Vielzahl von Veterinären und Tierkliniken in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland.
Im Geschäftsjahr 2016 starteten weitere Kunden von uns
den Verkauf einer Reihe neuer Plegeprodukte für den Veterinärmarkt, die mitunter direkt an Tierärzte vertrieben werden. Darunter beinden sich Hautplegeprodukte der Firma alfavet zur Behandlung von Ekzemen bei Pferden sowie Plegeprodukte für Hunde und Katzen. Auch von neu hinzugewonnenen Kunden wurden 2016 bereits erste Tierplegeprodukte – wie beispielsweise ein Produkt für die Ohrplege und ein Zahngel für Hunde – auf den Markt gebracht. Unsere Kunden verfügen bereits über eine gut gefüllte Pipeline an neuen Produkten, deren Vermarktungsstart in absehbarer Zeit geplant ist. Außerdem gelangen uns Verkaufserfolge mit eigenentwickelten Plegeprodukten für Nutztiere, darunter ein plegendes Eutergel. Insgesamt stiegen die Verkaufszahlen im Veterinärgeschäft deutlich an.
Antibakterielle Additive für die Wundbehandlung und Wundversorgung
Im Geschäft mit antibakteriellen Additiven für die Wundbehandlung und Wundversorgung im Humanbereich erreichten wir im Berichtszeitraum erneut deutliche Zuwächse. So steigerte unser Kunde Fidia die Verkaufszahlen mit einem antibakteriellen Wundspray. Durch verstärkte Akquisitionsmaßnahmen gewannen wir weitere Kunden hinzu, die wir jetzt beim Entwicklungsprozess von neuen Produkten auf Basis unseres Mikrosilbers unterstützen.
Bei Projekten in der Wundbehandlung und Wundversorgung gelang es uns, eine im Humanbereich angesiedelte Entwicklung mit antibakteriell ausgestatteten Wundauflagen nun auch auf den Veterinärbereich zu übertragen. Das Projekt entwickelt sich planmäßig.
Ein zusätzlicher Schwerpunkt in unserem Geschäft war die Entwicklung von Produkten für den Diabetiker-Markt. Diabetiker leiden oft unter Problemen bei der Fußplege und der Wundheilung – doch gibt es hierfür bislang keine zufriedenstellenden Alternativen. Zusammen mit einer renommierten deutschen Universität setzten wir die Entwicklung von Produkten zur Lösung dieser Probleme erfolgreich fort. Hier arbeiten wir bereits gemeinsam mit unseren Kunden an weiteren Produkten.
Kosmetische Produkte
Im Kosmetikgeschäft erzielten wir deutliche Umsatzzuwächse. Unverändert positiv gestaltete sich die Zusammenarbeit mit dem führenden deutschen Direktvertrieb LR Health & Beauty Systems, der seine Produktpalette für
antimikrobielle Körperplegeprodukte nochmals ausbaute und weitere innovative Produktneuheiten mit unserem Mikrosilber auf den Markt brachte. Derzeit vertreibt LR in über 30 Ländern eine Vielzahl von Produkten, die mit Mikrosilber von Bio-Gate antibakteriell veredelt sind.
Im Segment der eigen entwickelten, auf Mikrosilber basierenden Kosmetikprodukte weiteten wir das Geschäft ebenfalls aus. Sehr erfreuliche Absatzzahlen erzielten wir mit Produkten, die unter den Marken "Das Beste" und "SOS" vertrieben werden. Neben einer Intensivplegecreme, die bei Neurodermitis verwendet wird, wurden in der ersten Jahreshälfte 2016 neue Produkte erfolgreich eingeführt. Daneben wurden bestehende Produkte mit Mikrosilber vermarktet. Der Vertrieb erfolgt über einen Partner an führende Drogeriemarktketten und Supermärkte. Hier gelang es unserem Vertriebspartner zudem, neue namhafte Adressen hinzuzugewinnen.
Die hohe Akzeptanz für Kosmetikprodukte mit unserem MicroSilver BG™ im Ausland bestärkte uns in unserer Strategie, die Produktpalette noch stärker international auszurichten. Im Bereich der Hautplege gewannen wir die beiden französischen Kosmetikirmen Laboratoire Gilbert und Nuhanciam als Kunden hinzu, die nun dermatologische Plegeprodukte mit MicroSilver BG™ von Bio-Gate anbieten. In Großbritannien vertreibt Auer mit großem Erfolg mehrere Cremes auf Mikrosilber-Basis. In Südamerika ist über Genomma Lab, eine der größten Kosmetikirmen mit Fokus auf Mittel- und Südamerika, seit Anfang 2016 ein Anti-Schuppen-Shampoo mit unserem Mikrosilber auf dem mexikanischen Markt erhältlich.
Antimikrobiell veredelte Konsum- und Industrieprodukte
Im Segment für antimikrobiell veredelte Konsum- und Industrieprodukte arbeiteten wir überwiegend an Projekten zur Reduzierung von Keimen in hygienesensitiven Bereichen. Aus in den Vorjahren abgeschlossenen Entwicklungen erhielten wir im Berichtsjahr planmäßig kontinuierliche Lizenzerlöse. Dazu zählen die erfolgreichen Projekte mit dem Sanitärausrüster HEWI, der von uns veredelte Baubeschläge und Griffe für den Sanitärbereich vertreibt. Für den Bauzulieferer Schüco veredelten wir weitere Fensterproile und Türgriffe für Krankenhäuser und Plegeeinrichtungen. Die Firma KIPP, die Industriehebel und Griffe herstellt, brachte im Anschluss an eine erfolgreiche Entwicklung von uns unterschiedliche Produkte mit antibakteriellen Eigenschaften auf den
Markt. Für den führenden europäischen Bürositzmöbelhersteller Friedrich-W. Dauphin setzten wir unsere Technologie beispielsweise bei Stühlen für den Einsatz in Büros und im Wartebereich von Krankenhäusern ein. Zusammen mit dem Sachverständigen für Krankenhaushygiene, Dr. Andreas Schwarzkopf, führte das St. Theresien-Krankenhaus in Nürnberg eine anonymisierte Feldstudie mit Stühlen im Wartebereich durch. Die Ergebnisse wurden Mitte 2016 in dem Fachjournal "Krankenhaus-Hygiene und Infektionsverhütung" publiziert. Hierbei konnte eine deutlich geringere Bakterienbelastung auf Stühlen mit MicroSilver-Ausstattung nachgewiesen werden.
Nach erfolgreicher Entwicklung im Jahr 2015 unterzeichneten wir im Berichtsjahr den Lizenzvertrag für ein Oberlächenspray. Das Spray wird zunächst zur Behandlung von Fahrradhelmen verwendet. Außerdem ist es uns gelungen, unsere Expertise bei der Entwicklung von antibakteriellen Sprays auszubauen, die dann für unterschiedliche Oberlächen genutzt werden können. Im ersten Quartal 2016 präsentierte ein großer Konsumgüterhersteller eine von uns veredelte Raspel zur Fußplege auf einer wichtigen Branchenmesse. Durch die sehr positive Resonanz will unser Kunde die erfolgreiche Zusammenarbeit fortsetzen und unsere Veredelung auch für neue Produktgruppen verwenden. Für einen Abnehmer, mit dem wir bereits seit vielen Jahren im Kosmetikgeschäft zusammenarbeiten, statteten wir eine Kosmetikbürste sowie ein Textiltuch mit Mikrosilber von Bio-Gate aus.
Eine Neuentwicklung für antibakterielle Matratzenschäume schlossen wir zügig ab, so dass wir bereits im Berichtsjahr erste, kleinere Aufträge für unseren Auftraggeber ausführen konnten. Für einen Kunden in Nordamerika, der auf Komponenten für weiße Elektroware – dazu zählen Küchengeräte wie beispielsweise Kühlschränke – spezialisiert ist, entwickelten wir erfolgreich eine Lösung. Zu Beginn des aktuellen Geschäftsjahres 2017 unterzeichneten wir dann den Lizenzvertrag. Es besteht bereits Interesse, dass wir weitere Komponenten aus dem Sortiment dieses Herstellers veredeln.
Aufgrund bestehender Geheimhaltungsvereinbarungen mit Kunden und aus Wettbewerbsgründen können keine weitergehenden Angaben zu Forschungs- und Entwicklungsprojekten veröffentlicht werden.
2.3. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Umsatz- und Ertragslage
Im Berichtszeitraum steigerte Bio-Gate den Umsatz um mehr als 20 Prozent auf 3.746 TEUR nach 3.081 TEUR im Jahr 2015. Dabei proitierte die Gesellschaft von der starken Nachfrage in allen Zielmärkten. Das internationale Geschäft trug zu 25 Prozent nach 33 Prozent im Vorjahresumsatz zum Gesamtumsatz bei. Der Materialaufwand erhöhte sich mit dem gestiegenen Geschäftsvolumen auf 1.020 TEUR (Vorjahr: 801 TEUR). Der Personalaufwand belief sich auf nahezu konstant 1.476 TEUR (Vj.: 1.416 TEUR). Dank des straffen Kostenmanagements konnten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen i.H.v. 1.167 TEUR – trotz deutlich gestiegener Betriebsleistung – nahezu konstant gehalten werden. Bei Anwendung des BilRUG bereits im Jahre 2015 hätten sich sonstige betriebliche Aufwendungen i.H.v. 1.152 TEUR ergeben.
Infolge der stark gestiegenen Nachfrage und des deutlichen Umsatzanstiegs erreichte Bio-Gate auf operativer Ebene ein positives Ergebnis: Das EBITDA verbesserte sich um 521 TEUR auf 301 TEUR (Vj.: -220 TEUR). Die Abschreibungen auf das Anlagevermögen gingen auf 282 TEUR (Vj.: 331 TEUR) zurück. Somit fällt auch das Betriebsergebnis vor Steuern und Zinsen positiv aus. Das EBIT erhöhte sich im Geschäftsjahr 2016 um 569 TEUR auf 19 TEUR nach -550 TEUR im Vorjahr. Angesichts der vollständigen Übernahme der Tochtergesellschaft BioEpiderm reduzierte sich der Anteil anderer Gesellschafter auf -1 TEUR (Vj.: 103 TEUR). Der Konzernjahresfehlbetrag verbesserte sich auf -23 TEUR (Vj.: -714 TEUR), so dass der Konzern ein nahezu ausgeglichenes Konzernergebnis erreichte. Das Ergebnis je Aktie für 2016 belief sich auf -0,01 Euro je Aktie (Vj.: -0,16 Euro).
Finanz- und Vermögenslage
Mit dem kräftigen Umsatzanstieg um mehr als 20 Prozent verbesserte sich die Finanzlage der Gesellschaft deutlich. Bio-Gate erreichte 2016 im operativen Geschäft einen Mittelzuluss von 290 TEUR nachdem im Vorjahr der Cashlow aus der laufenden Geschäftstätigkeit noch bei -315 TEUR lag. Der Cashlow aus der Investitionstätigkeit belief sich angesichts neu gestarteter Entwicklungsprojekte auf -206 TEUR (Vj.: -44 TEUR). Mit der Kapitalerhöhung sowie niedrigeren Tilgungszahlungen verbesserte sich der Cashlow aus der Finanzierungstätigkeit auf 615 TEUR (Vj.: 378 TEUR). Bei einer Barkapitalerhöhung
unter Ausschluss des Bezugsrechts erzielte der Konzern einen Bruttoemissionserlös von rund 700 TEUR. Insgesamt wurden 494.832 neue Aktien zu einem Preis von 1,40 Euro je Aktie im Rahmen einer Privatplatzierung an Ankeraktionäre begeben. Das Grundkapital der Gesellschaft erhöht sich im Zuge dieser Kapitalmaßnahme sowie einer Sachkapitalerhöhung um 709.117 Euro auf 5.443.157 Euro.
Im Berichtszeitraum erhöhte sich die Bilanzsumme auf 2.499 TEUR (Vj.: 1.896). Dazu trug vor allem der deutlich erhöhte Kassenbestand in Höhe von 773 TEUR (Vj.: 74 TEUR) bei. Das Anlagevermögen ging vor allem aufgrund planmäßiger Abschreibungen auf 1.163 TEUR (Vj.: 1.239 TEUR) zurück. Trotz des stark ausgeweiteten Umsatzes erhöhten sich die Vorräte nur leicht auf 294 TEUR (Vj.: 255 TEUR). Dank eines verbesserten Forderungsmanagements verminderten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 221 TEUR (Vj.: 297 TEUR).
Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft verbesserte sich 2016 erheblich auf 47,9 Prozent (Vj.: 27,3 Prozent). Das Eigenkapital erhöhte sich durch die erfolgreiche Kapitalerhöhung auf 1.197 TEUR nach 518 TEUR im Jahr 2015. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sanken planmäßig auf 250 TEUR (Vj.: 313 TEUR), die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen verminderten sich auf 187 TEUR (Vj.: 232 TEUR).
2.4. Vorjahresvergleich und Gesamtaussage
Im Geschäftsjahr 2016 hat die Bio-Gate AG trotz umfangreicher Investitionen für das zukünftige Wachstum ihre Finanzziele vollumfänglich erreicht. Der Umsatz wurde deutlich gesteigert und auf operativer Ebene (EBITDA) gelang das angekündigte positive Ergebnis. Bio-Gate verzeichnete auch ein positives EBIT. Infolge der stark gestiegenen Geschäftstätigkeit und des entfallenen Minderheitenanteils an der BioEpiderm GmbH erreichte die Gesellschaft ein nahezu ausgeglichenes Konzernergebnis. Maßgeblich für diese erfreuliche Entwicklung waren starke Zuwächse im Veterinärgeschäft, gestiegene Verkäufe bei Fertigprodukten für Kosmetik und Plege sowie höhere Umsätze im Bereich der Wundbehandlung und Wundversorgung. Neben dem deutlichen Umsatzanstieg und der Aktivierung von Eigenleistungen konnten die Abschreibungen weiter gesenkt werden und der Materialaufwand unterproportional gesteigert werden, so dass
sich insgesamt die Kostenstruktur im Konzern nochmals verbesserte. Durch die erfolgreiche Platzierung einer Barkapitalerhöhung unter Ausschluss des Bezugsrechts im August 2016 lossen dem Unternehmen ausreichend liquide Mittel zu, um die Investitionen für das zukünftige Wachstum zu inanzieren.
Der Vorstand geht davon aus, diese positive Entwicklung auch im Geschäftsjahr 2017 fortzusetzen. Demnach soll der Umsatz erneut deutlich steigen und der Gewinn auf operativer Ebene – das EBITDA – weiter gesteigert werden. Erstmals ist zudem geplant, ein positives Nettoergebnis im Konzern zu erreichen. Basis für diese Einschätzung sind die im Vorjahr nochmals gestärkten Vertriebskanäle für Veterinärprodukte im Beschichtungsund Plegebereich. Darüber hinaus werden steigende Umsätze bei der Wundbehandlung und Wundversorgung sowie im Kosmetikgeschäft erwartet. Die ersten Monate des Geschäftsjahres 2017 stützen diese Einschätzung.
2.5. Finanzielle und nichtinanzielle Leistungsindikatoren
Die Bio-Gate AG hat im Geschäftsjahr 2016 neue Projekte gestartet sowie bestehende fortgeführt und erfolgreich abgeschlossen. Im Rahmen der langfristigen Unternehmensstrategie mit den Bio-Gate Partnern zu wachsen, unterstützten wir viele Kunden bei der Erweiterung ihrer Produktpalette. Vorrangig durch das starke Veterinärgeschäft, erfolgreiche Projekte im Bereich Wundbehandlung und Wundplege sowie dem Geschäft mit der antimikrobiellen Veredelung von Industrieprodukten und Konsumgütern wurde die Grundlage für deutliche Absatzsteigerungen in den für Bio-Gate wichtigen Märkten gelegt. Die auf Messdienstleistungen spezialisierte Tochtergesellschaft QualityLabs ist dabei für alle Geschäftsfelder der Muttergesellschaft von hoher strategischer Bedeutung. Auf Basis eines akkreditierten Testverfahrens können alle Kunden ab der Anwendungsentwicklung vom ersten Test und der Rezepturerstellung bis zur Zertiizierung und Markteinführung der Produkte unterstützt werden.
Nachhaltigkeit im Kampf gegen mikrobiellen Befall
Die Bio-Gate AG will mit antimikrobiell veredelten Produkten Infektionen durch Bakterien und Keime entgegentreten, die mittlerweile zu einer großen Herausforderung in vielen Lebensbereichen geworden sind. Besonders in der Medizintechnik, einem äußerst hygienesensitiven
Umfeld, bieten die von uns behandelten Produkte einen lang anhaltenden, medizinisch wirksamen Schutz gegen mikrobiellen Befall. Damit leisten wir schon heute einen wichtigen Beitrag zur Bekämpfung von Infektionen mit multiresistenten Keimen, die beispielsweise in Krankenhäusern lauern und für die betroffenen Patienten mitunter lebensbedrohend sind.
Grundvoraussetzung für eine nachhaltige Rolle in unserer Geschäftstätigkeit ist die Erfüllung höchster Gütestandards bei der Bio-Gate AG und ihren Tochtergesellschaften BioEpiderm, QualityLabs und VetInnovations. Durch unsere engagierten und hoch qualiizierten Mitarbeiter, die ein branchenweit anerkannt hohes Niveau in der Durchführung komplexer Entwicklungsprojekte besitzen, gewährleisten wir eine überzeugende Qualität bei unseren Produkten. Hinzu kommen regelmäßige Prüfungen durch externe Auditoren. Der verantwortungsvolle und schonende Umgang mit der Natur und den dort vorhandenen Ressourcen ist ein wesentlicher Aspekt in der öffentlichen Wahrnehmung. Wir sind uns bewusst, dass wirtschaftlicher Erfolg nur mit dem Schutz der Umwelt und einer gesellschaftlichen Verantwortung einhergehen kann. Für uns beginnt der Schutz der Umwelt bei der kontinuierlichen Verbesserung der Produktionsprozesse.
Personal
Im Geschäftsjahr 2016 beschäftigte der Bio-Gate-Konzern inklusive der Vorstandsmitglieder durchschnittlich 25 (Vorjahr: 23) Mitarbeiter. Darüber hinaus bestehen Vereinbarungen mit freiberulichen Mitarbeitern. Der Pro-Kopf-Umsatz je Mitarbeiter stieg 2016 auf 150 TEUR (Vj.: 134 TEUR).
3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht
3.1. Risiken der künftigen Entwicklung
Risikomanagement im Bio-Gate Konzern
Das Risikomanagement ist ein wichtiger Bestandteil der Unternehmensführung. Es unterstützt die Beurteilung und die Steuerung von Risiken und fördert im Gegenzug, dass Chancen erkannt und wahrgenommen werden. Der Erfolg wirtschaftlichen Handelns hängt davon ab, dass der zu erwartende Ertrag die eingegangenen und möglichen Risiken übertrifft. Um Chancen und Risiken abwägen zu können, verfügt Bio-Gate über ein mehrstuiges Risiko-Management-System, das in das bestehende Unternehmenssteuerungssystem integriert ist. Ziel des Risiko-Management-Systems ist es, frühzeitig Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, zu erkennen und diese mit ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit zu bewerten sowie mögliche Gegenmaßnahmen zu deinieren.
Die inanziellen Risiken werden bis in die Projektebene über monatliche Soll-Ist-Auswertungen zeitnah erfasst und analysiert. Gerade bei langen Projektlaufzeiten im Bereich der medizintechnischen Lösungen können zum Beispiel im Rahmen von Tierstudien, Zulassungsverfahren und gesetzlichen Neuregelungen zeitliche oder inanzielle Abweichungen vom ursprünglichen Projektplan auftreten. Durch den permanenten und intensiven Austausch mit den Projektpartnern soll sichergestellt werden, dass derartige Abweichungen rechtzeitig erkannt, diskutiert und Lösungen erarbeitet werden.
Die Bio-Gate AG ist nach den internationalen Qualitätsmanagementnormen ISO 9001 und – speziell für Medizinprodukte – nach ISO 13485 zertiiziert. Das Überwachungs-Audit wurde im Jahr 2016 erfolgreich durchgeführt. Das der Zertiizierung zugrunde liegende Management-Handbuch regelt weitere Maßnahmen der Risikosteuerung, die auch regelmäßig bei Re-Zertiizierungs-Audits von externen Auditoren überprüft werden.
Nachfolgend sind die derzeit identiizierten Risiken in einer Rangfolge entsprechend ihrer relativen Bedeutung für Bio-Gate dargestellt. Es ist nicht auszuschließen, dass darüber hinaus weitere Risiken existieren, die derzeit vom Management nicht erkannt sind oder deren Eintrittswahrscheinlichkeit für vernachlässigbar gering eingeschätzt wird. Für alle identiizierten möglichen Risiken wurde ausreichend Vorsorge getroffen.
Risiken aus zukünftigen Projektverschiebungen
Verzögerungen bei den Projekten können sich negativ auf den Geschäftsverlauf der Bio-Gate AG auswirken und in der Folge Umsatz, Ergebnis und Liquidität unplanmäßig belasten. Mit einer entsprechenden Vorsorge im Rahmen des Risiko-Management-Systems gelang es dem Vorstand stets, durch die Platzierung geeigneter Finanzinstrumente die Liquidität zu sichern. Um Abweichungen rechtzeitig während des laufenden Produktionsprozesses zu erkennen, wird auf ein geeignetes und erprobtes
System zur Überwachung der Abläufe in den Anlagen von Bio-Gate zurückgegriffen. Das Überwachungssystem wird regelmäßig aktualisiert und weiterentwickelt.
Risiken aus regulatorischen Rahmenbedingungen
Bio-Gate ist in erheblichem Umfang von regulatorischen Rahmenbedingungen in Europa, in den USA und in Japan abhängig, die das Unternehmen naturgemäß nicht beeinlussen kann. Bedingungen für Produkt- und Verfahrenszulassungen können geändert oder verschärft werden. Bei hieraus resultierenden Verzögerungen in technischen oder bevorstehenden klinischen Evaluierungen können Umsatz- und Ertragseinbußen drohen. Innerhalb eines Entwicklungsprojekts können zudem Probleme auftreten, die nicht während eines vernünftigen Zeitrahmens oder mit vertretbarem inanziellem Aufwand zu lösen sind. Im Falle des Projektabbruchs wären die bisher aufgewendeten Entwicklungskosten verloren und zukünftige Umsatzerwartungen beeinträchtigt. Die Risiken aus regulatorischen Rahmenbedingungen betreffen überwiegend den Bereich der Beschichtungen in der Medizintechnik. Durch eine enge Zusammenarbeit bei Entwicklungsprojekten mit international tätigen Partnern und Kunden, die über eine hohe Expertise mit Medizintechnikanwendungen verfügen, konzentriert sich Bio-Gate nur auf langfristig aussichtsreiche Projekte.
Risiken aus wesentlichen Kooperationsverträgen
Bei Kooperationen ist Bio-Gate auf den Erfolg und die Unterstützung der Partner angewiesen. Hieraus können sich Risiken ergeben, die nicht im Einlussbereich des Bio-Gate-Konzerns liegen. Sowohl die Umsetzung von Projekten innerhalb der deinierten Zeitpläne als auch die erfolgreiche Vermarktung der daraus resultierenden Produkte sind Gemeinschaftsaufgaben. Der Gesellschaft und dem jeweiligen Projektpartner muss es durch enge Kooperation und Abstimmung gelingen, die Projekte wie geplant umzusetzen. Es besteht das Risiko, dass bei Entwicklungsprojekten einer der Partner sein vertraglich vereinbartes Kündigungsrecht wahrnimmt. Meilensteinzahlungen können somit hinfällig werden. Bio-Gate reduziert die Risiken aus Kooperationen durch eine sehr intensive Zusammenarbeit mit den Partnern. Dennoch können bei komplexen Entwicklungsprojekten Verzögerungen auftreten, die dann auch zu verspäteten Meilensteinzahlungen führen. Darüber hinaus versucht die Gesellschaft durch die Vereinbarung einer großen Zahl von Kooperationen, die sich auf die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche beziehen, die Abhängigkeit von einzelnen Kunden und Projekten zu verringern.
Risiken aus mangelndem Markterfolg von Produkten
Der anhaltende technologische Wandel und ein sich ständig änderndes Markt- und Wettbewerbsumfeld erfordern eine kontinuierliche Anpassung der Produktpalette. Das verursacht Kosten und kann fehlschlagen. Trotz der innovativen Technologien und der hohen Qualität der Bio-Gate-Produkte ist nicht gewährleistet, dass die zukünftig geplanten Produkte zum Zeitpunkt der Markteinführung auch den erwarteten Markterfolg erzielen, was die Kalkulation umsatzabhängiger Lizenzzahlungen erschwert. Eigene und von global agierenden Partnern permanent durchgeführte Marktrecherchen sollen die Gefahr von Fehlschlägen reduzieren.
Risiken aus der Zusammenarbeit mit Vertriebspartnern
Eine weltweit alleinige Markterschließung ist für den Bio-Gate-Konzern isoliert betrachtet nicht wirtschaftlich. Daher kooperiert das Unternehmen in langjähriger Zusammenarbeit mit Partnern, die über ein international strukturiertes Vertriebsnetz verfügen. Damit hängt die Umsatzentwicklung des Bio-Gate-Konzerns wesentlich vom Markterfolg der Vertriebs- und Kooperationspartner ab. Zudem liegt es nicht im Einlussbereich des Unternehmens, wenn etwa aus Marketinggesichtspunkten geplante Produkteinführungen beim Kunden verzögert werden. Bio-Gate reduziert die Vertriebsrisiken durch eine starke Unterstützung der Vertriebs- und Kooperationspartner. Damit werden auch die Vertriebsaktivitäten intensiviert und für das Bio-Gate Management transparent.
Risiken aus der Preisentwicklung bei Rohstoffen
Bei zahlreichen Anwendungen verwendet Bio-Gate den Rohstoff Silber. Wenngleich die Rohstoffmärkte permanent beobachtet werden, ist das Unternehmen beim Einkauf von Silber von der aktuellen Preisentwicklung abhängig. Dabei ist nicht auszuschließen, dass stark steigende Rohstoffkosten erst mit einem zeitlichen Verzug an die Kunden weitergegeben werden können. Bio-Gate minimiert dieses Risiko durch eine lexible Vertragsgestaltung, innerhalb derer sich der Rohstoffpreis jeweils an die aktuellen Preisentwicklungen anpasst.
Zusammenfassung der Risikolage
Die Risikolage im Bio-Gate Konzern hat sich im Vergleich zum Vorjahr nochmals leicht verbessert. Risiken im Zusammenhang mit der Akzeptanz der Produkte, der Zusammenarbeit mit Partnern und des regulatorischen Umfelds sind aber grundsätzlich unverändert geblieben. Zur Finanzierung des zukünftigen Wachstums zeichneten Ankeraktionäre neue Aktien, die unter Ausschluss des Bezugsrechts ausgegeben wurden. Durch die positive Geschäftsentwicklung im Jahr 2016 hat sich die Liquiditätslage weiter entspannt und die Abhängigkeit von Kapitalmaßnahmen ist gesunken. Der Vorstand geht davon aus, dass die Unternehmensplanung zukünftig erreicht wird. Er ist daher vom Grundsatz der Unternehmensfortführung ausgegangen. Ein deutliches Unterschreiten der Unternehmensplanung würde die Unternehmung jedoch beeinträchtigen.
3.2. Chancen der künftigen Entwicklung
Neben den dargestellten Risiken sieht der Vorstand große Chancen für den Bio-Gate-Konzern. Mit innovativen Technologien ist Bio-Gate gut positioniert, um für das Problem der weltweit zunehmenden Infektionen, antimikrobielle Lösungen zu entwickeln und zu vermarkten. Die Gesellschaft ist hierbei auf volumen- und wachstumsstarke Branchen fokussiert. Dazu gehören beispielsweise die Medizintechnik, der Veterinärmarkt, der Bereich Kosmetik, Wundbehandlung und Wundplege sowie die Konsumund Industriegüterindustrie. Durch die Zusammenarbeit mit international agierenden Partnern ist Bio-Gate auf nahezu allen wichtigen Weltmärkten vertreten. In den von Bio-Gate adressierten Branchen und Märkten besteht ein erhebliches Wachstumspotenzial.
101 erteilte Patente und Länderanmeldungen in Bereichen mit großem Marktpotenzial stellen eine solide Basis für langfristiges Wachstum dar. Ziel der Patentstrategie ist es, das Portfolio weiter auszubauen, um die Marktstellung von Bio-Gate zu verbessern und damit einen wichtigen Grundstein für künftiges Wachstum zu legen.
Chancen aus der Erschließung neuer Marktsegmente
Der Bio-Gate-Konzern hat im Berichtsjahr weitere Machbarkeitsstudien für neue Geschäftsbereiche erstellt. Hieraus ergibt sich die Möglichkeit, neue Marktsegmente, Kunden und Anwendungsgebiete zu erschließen, die das Umsatz- und Ertragspotenzial vergrößern und das Risiko verringern. In der Veterinärmedizin, der Wundbehandlung und der Wundplege sowie im Konsum- und Industriegütergeschäft konnten nennenswerte Erfolge erzielt werden. Dazu wurden durch neue Vertriebspartnerschaften mit global aufgestellten Distributoren und dem zum Jahresende 2016 gegründeten Joint Venture weitere Absatzmärkte für Mikrosilber und auf Mikrosilber basierende Produkte erschlossen.
3.3. Prognosebericht (Ausblick)
Durch den schrittweisen Ausbau des Geschäfts mit Kosmetik- und Plegeprodukten verfügt die Bio-Gate AG über ein stabiles Kerngeschäft, das zuletzt zudem kontinuierlich gewachsen ist. Sehr erfolgreich gestaltete sich außerdem das Veterinärgeschäft, in dem Bio-Gate Beschichtungen für Implantate bei Tieren und Plegeprodukte anbietet. Beim Vertrieb der Plegeprodukte arbeitet Bio-Gate überwiegend mit Partnern zusammen. Um zukünftig noch stärker von der überaus positiven Entwicklung im Veterinärgeschäft zu proitieren, hat Bio-Gate zusammen mit LABOKLIN das Joint Venture VetInnovations gegründet. Ziel ist es, das bereits erfolgreiche Geschäft mit Tierplegeprodukten auch in Deutschland und im deutschsprachigen Ausland weiter auszubauen.
Im Bereich der Konsum- und Industriegüter, aber auch bei Medizintechnikprojekten im Humanbereich, gelang es dem Unternehmen, bestehende Projekte erfolgreich fortzuführen, abzuschließen und neue zu starten. Die Bio-Gate AG hält unverändert an den langfristigen Zielen fest und möchte zusammen mit ihren aktuellen Kunden weiter wachsen. Darüber hinaus will das Unternehmen neue Kunden und Projekte akquirieren sowie ihre Produkte und Technologien weltweit anbieten. Dafür soll die strategische Zusammenarbeit mit weltweit agierenden Partnern mittelfristig ausgebaut werden. Die Übertragung der vorhandenen Kerntechnologien auf neue Geschäfts- und Anwendungsbereiche unterstützt das strategische Ziel, mit der Erweiterung der Produkt- und Dienstleistungspalette die Haupterlöse sukzessive mit antibakteriellen Additiven, Halbfertigwaren und Fertigprodukten zur Weiterverarbeitung sowie Beschichtungsaufträgen und Lizenzeinnahmen zu erzielen.
Nach dem starken Umsatzanstieg 2016 rechnet Bio-Gate auch im Geschäftsjahr 2017 mit einem deutlichem Wachstum. Der Gewinn auf EBITDA-Basis soll weiter steigen und das Konzernergebnis soll auf Gesamtjahresbasis erstmals positiv ausfallen. Voraussetzung für diese Prognose ist, dass es bei den derzeitigen Entwicklungsprojekten zu keinen größeren Verzögerungen kommt und die Planungen hinsichtlich der Vermarktung der Produkte erfüllt werden.
4. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess
Das interne Kontrollsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess ist ein wesentlicher Bestandteil des generellen Unternehmenssteuerungssystems der Bio-Gate AG. Vorrangiges Ziel der externen Konzernrechnungslegung ist die sach- und termingerechte Informationsbereitstellung für die Adressaten des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Die Steuerung, Überwachung und Kontrolle der Konzernrechnungslegung ist in das mehrstuige Risikomanagementsystem von Bio-Gate integriert. Das konzernrechnungslegungsbezogene Risikomanagement zielt darauf ab, die im Hinblick auf den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht identiizierten und bewerteten Risiken zu reduzieren. Darin miteinbezogen sind die zum Konsolidierungskreis zählenden Tochterunternehmen BioEpiderm GmbH, QualityLabs BT GmbH und VetInnovations GmbH. Die zur Aufstellung des Konzernabschlusses anzuwendende Vorgehensweise ist in einem Handbuch schriftlich ixiert und wird fortlaufend aktualisiert.
Nürnberg, den 4. April 2017
gez. der Vorstand
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
| Angaben in EUR | 01.01.-31.12.2016 | 01.01.-31.12.2015 |
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 3.745.804,29 | 3.080.564,17 |
| Verminderung/Erhöhung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen |
-39.205,96 | 15.742,93 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 165.488,00 | 0,00 |
| Sonstige betriebliche Erträge - davon aus Währungsumrechnung: EUR 198,53 (Vj.: EUR 1.748,83) |
92.209,88 | 138.950,08 |
| Materialaufwand a. Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren |
-939.744,17 | -782.928,73 |
| b. Aufwendungen für bezogene Leistungen | -79.793,26 | -18.012,44 |
| Personalaufwand | -1.475.592,88 | -1.416.340,81 |
| a. Löhne und Gehälter | -1.253.334,33 | -1.201.285,05 |
| b. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung - dafür für Altersversorgung: EUR 2.506,89 (Vj.: EUR 4.894,52) |
-222.258,55 | -215.055,76 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen |
-282.455,76 | -330.786,37 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen - davon aus Währungsumrechnung: EUR 593,11 (Vj.: EUR 1.318,43) |
-1.166.746,68 | -1.236.016,04 |
| 19.963,46 | -548.827,21 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen - davon an verbundene Unternehmen: EUR 12.000,00 (Vj.: EUR 12.000,00) |
-43.212,65 -23.249,19 |
-58.332,08 -607.159,29 |
| Steuern vom Einkommen und Ertrag | 0,00 | -2.110,00 |
| Ergebnis nach Steuern | -23.249,19 | -609.269,29 |
| Sonstige Steuern | -1.271,00 | -1.548,00 |
| Jahresfehlbetrag vor Fremdanteilen | -24.520,19 | -610.817,29 |
| Anteile anderer Geselllschafter am Gewinn/Verlust | 1.340,32 | -103.210,10 |
| Konzernjahresfehlbetrag | -23.179,87 | -714.027,39 |
| Konzernverlustvortrag | -4.793.138,87 | -4.079.111,48 |
| Verrechnung aktiver Unterschiedsbetrag | -223.891,37 | 0,00 |
| Konzernbilanzverlust | -5.040.210,11 | -4.793.138,87 |
Geschäftsbericht 2016
Konzern-Kapitallussrechnung
| Angaben in TEUR | 01.01.-31.12.2016 | 01.01.-31.12.2015 | |
|---|---|---|---|
| Periodenergebnis vor außerordentlichen Posten | -25 | -611 | |
| + Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 282 | 331 | |
| +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | 15 | -20 | |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte | -39 | 26 | |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
77 | -59 | |
| -/+ Zunahme/Abnahme der sonstigen Vermögensgegenstände | -15 | -8 | |
| -/+ Zunahme/Abnahme der sonstigen aktiven Rechnungsabgrenzungsposten |
-2 | -4 | |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Verbund sowie Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht |
-46 | 78 | |
| +/- Zunahme/Abnahme der sonstigen Verbindlichkeiten | -9 | -100 | |
| +/- Zunahme/Abnahme erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 9 | 0 | |
| -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens |
0 | -8 | |
| +/- Zinsaufwendungen/Zinserträge | 43 | 58 | |
| +/- Ertragsteueraufwand/-ertrag | 0 | 2 | |
| = Cashlow aus laufender Geschäftstätigkeit | 290 | -315 | |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens |
0 | 8 | |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen |
-36 | -38 | |
| - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen |
-170 | -14 | |
| = Cashlow aus der Investitionstätigkeit | -206 | -44 | |
| + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens |
693 | 602 | |
| + Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von anderen Gesellschaftern |
10 | 0 | |
| - Auszahlung aus der Tilgung von Finanzkrediten |
-63 | -188 | |
| - gezahlte Zinsen |
-25 | -36 | |
| = Cashlow aus Finanzierungstätigkeit | 615 | 378 | |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 699 | 19 | |
| + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 74 | 55 | |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 773 | 74 | |
Konzernbilanz
| Angaben in EUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| AKTIVA | ||
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte |
165.488,00 | 24.095,00 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
27.493,00 | 38.910,00 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 475.697,00 | 597.151,00 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 0,00 | 7.050,00 |
| 668.678,00 | 667.206,00 | |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 361.654,00 | 415.791,00 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 132.951,00 | 156.054,50 |
| 494.605,00 | 571.845,50 | |
| Summe Anlagevermögen | 1.163.283,00 | 1.239.051,50 |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 101.734,36 | 39.741,60 |
| 2. Unfertige Erzeugnisse/Leistungen | 12.050,98 | 22.588,69 |
| 3. Fertige Erzeugnisse und Waren | 167.947,51 | 192.347,07 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 12.390,00 | 0,00 |
| 294.122,85 | 254.677,36 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 220.587,04 | 297.341,55 |
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | 40.070,38 | 24.646,07 |
| 260.657,42 | 321.987,62 | |
| III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 772.938,64 | 73.917,27 |
| Summe Umlaufvermögen | 1.327.718,91 | 650.582,25 |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 8.426,10 | 6.691,66 |
| Bilanzsumme | 2.499.428,01 | 1.896.325,41 |
Geschäftsbericht 2016
| Angaben in EUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| PASSIVA | ||
| A. Eigenkapital | ||
| 1. Grundkapital | 5.443.157,00 | 4.734.040,00 |
| 2. Kapitalrücklagen | 785.069,40 | 501.423,00 |
| 3. Konzernbilanzverlust | -5.040.210,11 | -4.793.138,87 |
| 4. Ausgleichsposten für Anteile in Fremdbesitz | 8.659,68 | 76.107,63 |
| Summe Eigenkapital | 1.196.675,97 | 518.431,76 |
| B. Rückstellungen | ||
| 1. Steuerrückstellungen | 8.610,00 | 8.610,00 |
| 2. Sonstige Rückstellungen | 169.213,00 | 153.918,00 |
| Summe Rückstellungen | 177.823,00 | 162.528,00 |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 250.000,00 | 312.500,00 |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 9.100,00 | 0,00 |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 186.623,72 | 232.283,85 |
| 4. Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen | 430.000,00 | 418.000,00 |
| 5. Verbindlichkeiten ggü. Unternehmen, mit denen ein | ||
| Beteiligungsverhältnis besteht | 107.500,00 | 104.500,00 |
| 6. Sonstige Verbindlichkeiten | 141.705,32 | 148.081,80 |
| - davon aus Steuern: EUR 30.643,52 (Vj.: EUR 20.545,55) - davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 1.521,28 |
||
| (Vj.: EUR 2.192,45) | ||
| Summe Verbindlichkeiten | 1.124.929,04 | 1.215.365,65 |
| Bilanzsumme | 2.499.428,01 | 1.896.325,41 |
Konzern-Eigenkapitalveränderung
zum 31. Dezember 2016
| Angaben in EUR | Grundkapital |
|---|---|
| Stand am 31.12.14 | 4.303.673 |
| Barkapitalerhöhung | 430.367 |
| Agio aus Kapitalerhöhung | |
| Konzern-Jahresfehlbetrag | |
| Stand am 31.12.15 | 4.734.040 |
| Kapitalerhöhungen | 709.117 |
| Agio aus Kapitalerhöhung | |
| Aufstockung Mehrheitsbeteiligung/Verrechnung aktiver Unterschiedsbetrag | |
| Erstkonsolidierung | |
| Konzern-Jahresfehlbetrag | |
| Stand am 31.12.16 | 5.443.157 |
Zum 31.12.2016 ist ein Betrag in Höhe von EUR 165.488 gemäß § 268 Abs. 8 HGB mit einer Ausschüttungssperre belegt.
Entwicklung des Anlagevermögens
vom 01. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016
| Anschaffungs-, Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| Stand | ||||
| Angaben in EUR | 01.01.2016 | Zugänge | Abgänge | Umbuchungen |
| A. Anlagevermögen | ||||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte | ||||
| und ähnliche Rechte und Werte | 118.330,94 | 165.488,00 | 0,00 | 0,00 |
| 2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche | ||||
| Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | ||||
| sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 378.645,86 | 4.744,00 | 0,00 | 0,00 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 1.817.636,45 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 4. Geleistete Anzahlungen | 7.050,00 | 0,00 | 0,00 | -7.050,00 |
| Summe Immaterielle Vermögensgegenstände | 2.321.663,25 | 170.232,00 | 0,00 | -7.050,00 |
| II. Sachanlagen | ||||
| 1. Technische Anlagen und Maschinen | 1.534.328,14 | 17.059,60 | 0,00 | 7.050,00 |
| 2. Andere Anlagen, Betriebs- | ||||
| und Geschäftsausstattung | 1.127.538,93 | 19.402,66 | 9.495,27 | 0,00 |
| Summe Sachanlagen | 2.661.867,07 | 36.462,26 | 9.495,27 | 7.050,00 |
| Summe Anlagevermögen | 4.983.530,32 | 206.694,26 | 9.495,27 | 0,00 |
| Konzern eigenkapital |
Ausgleichsposten für Anteile in Fremdbesitz |
Eigenkapital des Mutterunternehmens |
Konzern- bilanzverlust |
Kapitalrücklage |
|---|---|---|---|---|
| 526.735 | -27.103 | 553.838 | -4.079.111 | 329.276 |
| 430.367 | 430.367 | |||
| 172.147 | 172.147 | 172.147 | ||
| -610.817 | 103.210 | -714.027 | -714.027 | |
| 518.432 | 76.107 | 442.325 | -4.793.138 | 501.423 |
| 709.117 | 709.117 | |||
| 283.646 | 283.646 | 283.646 | ||
| -299.999 | -76.107 | -223.892 | -223.892 | |
| 10.000 | 10.000 | |||
| -24.520 | -1.340 | -23.180 | -23.180 | |
| 1.196.676 | 8.660 | 1.188.016 | -5.040.210 | 785.069 |
| Abschreibungen | Buchwert | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand | Stand | Stand | Stand | Stand | |||
| 31.12.2016 | 01.01.2016 | Zugänge | Abgänge | 31.12.2016 | 31.12.2016 | 31.12.2015 | |
| 283.818,94 | 94.235,94 | 24.095,00 | 0,00 | 118.330,94 | 165.488,00 | 24.095,00 | |
| 383.389,86 | 339.735,86 | 16.161,00 | 0,00 | 355.896,86 | 27.493,00 | 38.910,00 | |
| 1.817.636,45 | 1.220.485,45 | 121.454,00 | 0,00 | 1.341.939,45 | 475.697,00 | 597.151,00 | |
| 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 7.050,00 | |
| 2.484.845,25 | 1.654.457,25 | 161.710,00 | 0,00 | 1.816.167,25 | 668.678,00 | 667.206,00 | |
| 1.558.437,74 | 1.118.537,14 | 78.246,60 | 0,00 | 1.196.783,74 | 361.654,00 | 415.791,00 | |
| 1.137.446,32 | 971.484,43 | 42.499,16 | 9.488,27 | 1.004.495,32 | 132.951,00 | 156.054,50 | |
| 2.695.884,06 | 2.090.021,57 | 120.745,76 | 9.488,27 | 2.201.279,06 | 494.605,00 | 571.845,50 | |
| 5.180.729,31 | 3.744.478,82 | 282.455,76 | 9.488,27 | 4.017.446,31 | 1.163.283,00 | 1.239.051,50 |
KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016
I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss und Konzernabschlussstichtag
-
- Die Bio-Gate AG hat nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für Kapitalgesellschaften und des Aktiengesetzes einen Einzelabschluss und als Mut terunternehmen einen Konzernabschluss aufgestellt.
-
- Die Ausweiswahlrechte wurden dahingehend ausgeübt, dass eine Angabe im Konzernanhang erfolgt.
-
- Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde im Berichtsjahr nach dem Gesamtkostenverfahren aufge stellt.
-
- Die Geschäftsjahre für den Konzern, das Mutterunter nehmen und die konsolidierten Unternehmen entspre chen dem Kalenderjahr.
-
- Die Einzelabschlüsse der Mutter- und der Tochtergesell schaften wurden in Euro gebucht und erstellt. Entspre chend wurde auch der Konzernabschluss in Euro er stellt.
II. Angaben zum Konsolidierungskreis
Der Konsolidierungskreis besteht neben der Bio-Gate AG, Nürnberg, aus folgenden Unternehmen:
| Name des | Sitz | Anteil am | Konsolidie |
|---|---|---|---|
| Unternehmens | Kapital | rungsgrund | |
| QualityLabs BT | Mehrheit der | ||
| GmbH | Nürnberg | 100,0% | Stimmrechte |
| BioEpiderm | Mehrheit der | ||
| GmbH | Nürnberg | 100,0% | Stimmrechte |
| VetInnovations | Mehrheit der | ||
| GmbH | Nürnberg | 60,0% | Stimmrechte |
In der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 erfolgte die erstmalige Einbeziehung der in 2016 gegründeten VetInnovations GmbH. Die Vergleichbarkeit gem. § 294 Abs. 2 HGB ist aufgrund der Beträge nicht beeinträchtigt.
Weitere Tochterunternehmen existieren zum Konzernabschlussstichtag nicht. Es wurden bis zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses keine weiteren Tochterunternehmen gegründet oder erworben.
III. Angaben zu den Konsolidierungsmethoden
- Bei der Kapitalkonsolidierung der BioEpiderm GmbH sowie der QualityLabs BT GmbH wurde die Buchwert methode angewandt (Vollkonsolidierung mit Minder heitenausweis). Dabei erfolgte die Verrechnung mit dem Eigenkapital auf der Grundlage der Wertansätze zum Zeitpunkt der jeweiligen erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss am 1. Januar 2006.
Des Weiteren wurden bei Hinzuerwerb der ausstehen den Anteile an der BioEpiderm GmbH nach Erlangung des beherrschenden Einlusses die Vermögensgegen stände und Schulden nicht anteilig in Höhe des Zu erwerbs neu bewertet, sondern der sich ergebende Unterschiedsbetrag aus der Kapitalaufrechnung mit dem Konzernbilanzverlust verrechnet. Die Kapitalkonsolidierung der VetInnovations GmbH erfolgte gem. § 301 Abs. 1 HGB nach der Neubewer tungsmethode. Grundlage waren die Wertansätze zum Zeitpunkt, zu dem die VetInnovations Tochterunternehmen geworden ist, also ab dem Zeitpunkt der Gründung.
-
- Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen.
-
- Eine Zwischenergebniseliminierung gemäß § 304 HGB war nicht notwendig, da im Vorratsvermögen des Konzerns keine aus konzerninternen Lieferungen stammenden Bestandteile enthalten waren. Es sind so mit keine unrealisierten Erfolge in den Konzernge sellschaften zu verzeichnen und das Vorratsvermögen ist vollständig zu Anschaffungs- bzw. Herstellungs kosten bewertet.
-
- Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Erträge zwi schen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Die Zinserträge und ähnli che Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Auf wendungen verrechnet worden.
-
- Für das Tochterunternehmen VetInnovations GmbH, an welchem die Muttergesellschaft mit 60% beteiligt ist, wird aufgrund der Mehrheit der Stimmrechte eine Vollkonsolidierung bei gleichzeitigem Ausweis eines
Anteils in Fremdbesitz gem. § 307 HGB durchgeführt. Danach wird der Ausgleichsposten bilanziell gem. § 307 Abs. 1 HGB in dem entsprechenden Anteil am Kapital unter der zutreffenden Bezeichnung innerhalb des Eigenkapitals gesondert ausgewiesen. In der Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung wird der auf die anderen Gesellschafter entfallende Gewinn unterhalb des Jahresfehlbetrages unter der entsprechenden Bezeich nung gesondert ausgewiesen.
IV. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 Abs. 2 HGB) sind im Rahmen der handelsrechtlichen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, unter Beachtung ergänzender Vorschriften für Kapitalgesellschaften angewandt worden und wurden gegenüber dem Vorjahr grundsätzlich beibehalten.
Durch die erstmalige Anwendung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) wurde die Gliederung der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung um den Posten "Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit" verkürzt und um den Posten "Ergebnis nach Steuern" erweitert.
Durch den Übergang auf das BilRUG hätten sich in Bezug auf das Vorjahr um TEUR 84 höhere Aufwendungen für bezogene Leistungen im Materialaufwand bei gleichzeitig niedrigeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen ergeben.
Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen werden in den Konzernabschluss entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Bio-Gate AG geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.
Der Vorstand geht davon aus, dass die Unternehmensplanung zukünftig erreicht wird. Er ist daher vom Grundsatz der Unternehmensfortführung ausgegangen. Ein deutliches Unterschreiten der Unternehmensplanung würde die Unternehmung beeinträchtigen.
- Die immateriellen Vermögensgegenstände des An lagevermögens und das Sachanlagevermögen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert.
Der im Jahr 2005 durch die Verschmelzung entstan dene und aktivierte Firmenwert wird aufgrund der damit verbundenen, wertbegründenden Vermögensgegen stände und der Entwicklungen/Patente planmäßig über die geschätzte betriebliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben.
Die Herstellungskosten für Entwicklungsprojekte be trugen TEUR 165 und wurden gem. dem Wahlrecht § 248 Abs. 2 HGB aktiviert.
Anlagegüter mit einem Wert zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 werden gemäß § 6 Abs. 2a EStG in einem Sammelposten (Pool) über 5 Jahre abge schrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter, deren Wert EUR 150,00 nicht übersteigt, wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.
-
- Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstel lungskosten unter Berücksichtigung des niedrigeren beizulegenden Wertes angesetzt. In den Herstellungs kosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind Fremdkapitalzinsen enthalten.
-
- Bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegen ständen ist das strenge Niederstwertprinzip beachtet. Sie sind zum Nennwert angesetzt.
-
- Die liquiden Mittel wurden zu Nennwerten angesetzt. Fremdwährungsguthaben wurden mit dem Devisenkas samittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet.
-
- Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten die Zahlungen für Aufwendungen des nächsten Jahres, die bereits in dieser Periode geleistet wurden, wie für Leasing-Sonderzahlungen, Wartungsgebühren und Teilnahmegebühren.
Die ARAP werden in der nächsten Periode teilweise oder ganz durch Umbuchung auf das entsprechende Konto aufgelöst. Wenn sie sich über mehrere Jahre erstrecken, werden sie zeitanteilig aufgelöst, aber nur in den Zeitperioden, zu denen sie wirtschaftlich gehö ren.
-
Hinsichtlich der Abgrenzung latenter Steuern wird vom Aktivierungswahlrecht nach § 274 Abs. 1 S. 2 HGB kein Gebrauch gemacht. Der im Rahmen der Verschmel zung entstandene Geschäfts- oder Firmenwert bleibt bei der steuerlichen Gewinnermittlung außer Ansatz, wodurch sich passive latente Steuern ergeben. Diesen stehen jedoch aktive latente Steuern wegen des vorhandenen steuerlichen Verlustvortrags gegenüber, der aufgrund der internen Planung teilweise nutzbar ist. Insgesamt ergibt sich ein Überhang an aktiven latenten Steuern, der aufgrund des Aktivierungswahl rechts nicht angesetzt wird. Der kombinierte Ertrags steuersatz beträgt 29,83 %.
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- Das Eigenkapital wurde mit dem Nennwert angesetzt.
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- Die sonstigen Rückstellungen und Steuerrückstel lungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB). Sie berücksichtigen alle erkennba ren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten.
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- Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert.
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- Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgte bei den Forderungen mit dem Brief kurs am Entstehungstag bzw. mit dem Devisenkassa mittelkurs am Abschlussstichtag sowie bei den Ver bindlichkeiten mit dem Geldkurs am Entstehungstag bzw. dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstich tag.
V. Angaben zur Konzernbilanz
1. Geschäfts- oder Firmenwert
Für Zwecke der Verschmelzung durch Aufnahme mit der Bio-Gate Bioinnovative Materials GmbH, Nürnberg, wurde im Jahr 2005 eine Kapitalerhöhung in Höhe von EUR 2.303.000,00 auf nunmehr EUR 2.940.000,00 vorgenommen. Den Gesellschaftern der übertragenden Gesellschaft wurden für die Übertragung des Vermögens als Ganzes mit allen Rechten und Plichten Aktien der Nano-Silber-AG gewährt. Der Unterschiedsbetrag, um den die für die Übernahme des übertragenden Unternehmens bewirkte Gegenleistung den Wert der einzelnen Vermögensgegenstände abzüglich der Schulden übersteigt, wurde in einen Geschäfts- oder Firmenwert eingestellt (§ 255 Abs. 4 Satz 1 HGB). Dieser wird aufgrund der damit verbundenen, wertbegründenden Vermögensgegenstände und der Entwicklungen/Patente planmäßig über die geschätzte
betriebliche Nutzungsdauer von 15 Jahren abgeschrieben. Gründe für eine außerplanmäßige Abschreibung sind zurzeit nicht vorhanden.
2. Anlagevermögen
Die Aufgliederung und Entwicklung der in der Konzernbilanz erfassten Anlagegegenstände sowie des oben erläuterten Firmenwerts ist im beigefügten Konzernanlagespiegel dargestellt. Dieser ist Bestandteil des Anhangs.
Sämtliche Abschreibungen werden linear vorgenommen. Dabei werden Maschinen und maschinelle Anlagen in der Regel über acht bis zehn, in Ausnahmefällen über fünfzehn Jahre abgeschrieben. Laboreinrichtungen werden über drei bis fünf und Büroeinrichtungen über acht bis fünfzehn Jahre abgeschrieben.
3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Sämtliche sonstigen Vermögensgegenstände haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
4. Liquide Mittel
In den liquiden Mitteln werden Fremdwährungskonten in US-Dollar geführt. Diese wurden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet.
5. Gezeichnetes Kapital
Das Grundkapital beträgt zum 31.12.2016 EUR 5.443.157 und ist eingeteilt in 5.443.157 nennwertlose auf den Inhaber lautende Stückaktien.
Das bedingte Kapital aus dem Jahr 2008 (Bedingtes Kapital II) wurde aufgehoben.
Des Weiteren wurde teilweise das bedingte Kapital aus dem Jahr 2014 (Bedingtes Kapital VII) aufgehoben. Dabei wurde das Grundkapital um bis zu EUR 222.605,00 durch Ausgabe von bis zu 222.605 auf den Inhaber lautenden Stückaktien bedingt erhöht (Bedingtes Kapital VII). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Erfüllung von Bezugsrechten (Aktienoptionen), die aufgrund der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft vom 23. Mai 2014, geändert durch den Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 9. Juni 2016 gewährt werden. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Inhaber der Bezugsrechte, die im Rahmen des "Bio-Gate Aktien-
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optionsprogramms 2014" begeben werden, von ihrem Recht zum Bezug von Aktien der Gesellschaft Gebrauch machen.
Das Bedingte Kapital VIII über die Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen wurde aufgehoben und ein neues Bedingtes Kapital VII geschaffen.
Dabei wird der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 8. Juni 2021 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber und/oder Namen lautende Wandelund/oder Optionsschuldverschreibungen oder eine Kombination dieser Instrumente im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 6.000.000,00 mit einer Laufzeit von längstens zwanzig Jahren auszugeben und den Inhabern beziehungsweise Gläubigern dieser Schuldverschreibungen Wandlungs- beziehungsweise Optionsrechte für auf den Inhaber lautende Stückaktien der Bio-Gate AG mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von insgesamt bis zu EUR 1.979.330,00 nach näherer Maßgabe der Wandelbzw. Optionsanleihebedingungen zu gewähren.
Bis zum 31. Dezember 2021 kann der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zu 272.227 Bezugsrechte, die insgesamt zum Bezug von bis zu 272.227 auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von jeweils EUR 1,00 je Aktie berechtigen, nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen (des "Bio-Gate Aktienoptionsprogramms 2016") ausgeben.
Die Ausübung von Aktienoptionen ist nur zulässig, wenn die Aktien der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Ausübung der Aktienoptionen das Erfolgsziel zum jeweiligen Ausübungszeitraum erreicht haben. Dieses gilt als erreicht, wenn der Wert der Aktie der Gesellschaft den Ausübungszeitraum um mindestens 20 % übersteigt. Maßgeblicher Wert ist der volumengewichtete durchschnittliche Schlussauktionskurs der Aktie der Gesellschaft im Freiverkehr der Börse München während der letzten 10 Börsenhandelstage vor dem Beginn des jeweiligen Ausübungszeitraums ("Vergleichspreis"). Sollte die Aktie der Gesellschaft nicht mehr im Freiverkehr gehandelt, im Freiverkehr kein Schlusskurs mehr festgestellt oder der Freiverkehr eingestellt werden, ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates bzw. – soweit Aktienoptionen von Mitgliedern des Vorstands betroffen sind – der Aufsichtsrat berechtigt, ein anderes, vergleichbares Nachfolgesystem, an dem die Aktie gehandelt wird bzw. eine vergleichbare Kursfeststellung als Ersatz festzulegen.
Das bestehende Genehmigte Kapital I (2015) wurde aufgehoben und ein neues Genehmigtes Kapital I (2016) geschaffen. Der Vorstand wurde ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 8. Juni 2021 durch Ausgabe von bis zu 2.474.162 Stück neuen, nennwertlosen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals insgesamt um bis zu EUR 2.474.162,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital I /2016).
Am 20. April 2016 wurde das genehmigte Kapital I (2015) teilweise genutzt und durch die Ausgabe von neuen Aktien das Grundkapital erhöht. Insgesamt wurden 214.285 neue Aktien zu einem Ausgabebetrag von nominal EUR 214.285 zuzüglich eines Agios in Höhe von EUR 85.714 im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung begeben. Das Grundkapital der Gesellschaft erhöht sich im Zuge der Kapitalmaßnahme um EUR 214.285 auf EUR 4.948.325.
Am 3. August 2016 wurde das genehmigte Kapital I (2016) teilweise genutzt und durch die Ausgabe von neuen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts das Grundkapital erhöht. Insgesamt wurden 494.832 neue Aktien zu einem Preis von EUR 1,40 je Aktie im Rahmen einer Privatplatzierung begeben. Das Grundkapital der Gesellschaft erhöht sich im Zuge der Kapitalmaßnahme um EUR 494.832 auf EUR 5.443.157.
6. Kapitalrücklage
Durch die Kapitalerhöhung vom 1. August 2016 wurden 214.285 neue Aktien zu einem Ausgabebetrag von nominal EUR 214.285,00 zuzüglich eines Agios in Höhe von EUR 85.714,00 im Rahmen einer Sachkapitalerhöhung begeben.
Durch die Kapitalerhöhung vom 03. August 2016 wurden 494.832 neue Aktien zu einem Preis von EUR 1,40 je Aktie im Rahmen einer Privatplatzierung begeben. Damit beläuft sich das Agio auf EUR 197.932,40.
Infolge dieser Kapitalmaßnahmen beläuft sich die Kapitalrücklage im Berichtsjahr auf EUR 785.069,40.
7. Ausschüttungsgesperrte Beträge
Jahresüberschüsse in Höhe von EUR 165 sind für die Ausschüttung gesperrt, da selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens in diesem Umfang aktiviert wurden.
8. Ausgleichsposten für Anteile in Fremdbesitz
Der Ausgleichsposten für Anteile in Fremdbesitz beträgt zum 31. Dezember 2016 EUR 8.659,68.
9. Steuerrückstellungen
Die Steuerrückstellungen enthalten eine Rückstellung für drohende Umsatzsteuernachzahlung aufgrund von Betriebsprüfungen in Höhe von TEUR 7 und für Gewerbesteuer 2015 in Höhe von TEUR 2.
10. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Einzelnen wie folgt zusammen:
11. Verbindlichkeiten
| Angaben in EUR | 31.12.2016 | 31.12.2015 |
|---|---|---|
| Personalrückstellungen | 93.220 | 77.680 |
| Rückstellung für Haupt versammlung/Geschäftsbericht |
27.000 | 37.500 |
| Aufsichtsrat | 5.000 | 5.000 |
| Rückstellung für Jahresab schlusserstellung und -prüfung |
22.200 | 20.000 |
| Sonstige | 23.793 | 13.738 |
| 169.213 | 153.918 | |
| Restlaufzeit mehr als | |||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Angaben in TEUR | 31.12.2016 | Vj. | 1 Jahr | Vj. | 1-5 J. | Vj. | 5 Jahre | Vj. | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 250 | 313 | 63 | 63 | 187 | 250 | 0 | 0 | |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 9 | 0 | 9 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung | 187 | 232 | 187 | 232 | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 430 | 418 | 0 | 0 | 430 | 418 | 0 | 0 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit | |||||||||
| Beteiligungsverhältnis | 107 | 104 | 0 | 0 | 107 | 104 | 0 | 0 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 142 | 148 | 35 | 44 | 107 | 104 | 0 | 0 | |
| - davon aus Steuern | (31) | (21) | (31) | (21) | (0) | (0) | (0) | (0) | |
| - davon i. Rahmen d. sozialen Sicherheit | (2) | (2) | (2) | (2) | (0) | (0) | (0) | (0) |
Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind TEUR 250 durch Sicherungsübereignung von Inventar der Betriebstätte Bremen und durch eine Verplichtungserklärung der Gesellschaft in Bezug auf Patente und Gebrauchsmuster besichert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht betreffen in voller Höhe Verbindlichkeiten aus Darlehen incl. der aufgelaufenen Zinsen.
12. Sonstige inanzielle Verplichtungen
Es bestehen jährliche inanzielle Verplichtungen in Höhe von TEUR 207.
Die Leasingverplichtungen stellen sich, bezogen auf die Gesamtlaufzeiten, wie folgt dar:
| 2017 | 2018 | 2019 |
|---|---|---|
| TEUR 39 | TEUR 23 | TEUR 9 |
VI. Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
1. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse gliedern sich regional wie folgt auf:
| Angaben in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Deutschland | 2.823 | 2.129 |
| EU ohne Deutschland | 697 | 398 |
| Ausland ohne EU | 226 | 553 |
| Summe | 3.746 | 3.080 |
Die Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich wie folgt auf:
| Angaben in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Beschichtungsumsätze | 52 | 98 |
| Silber & Polymere | 1.102 | 607 |
| Kosmetische Produkte | 2.088 | 1.949 |
| Messdienstleistungen | 496 | 422 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 8 | 4 |
| Summe | 3.746 | 3.080 |
2. Abschreibungen
Die Abschreibungen des Konzerns setzen sich wie folgt zusammen:
| Angaben in TEUR | 2016 | 2015 |
|---|---|---|
| Abschreibung auf immat. Vermögensgegenstände |
-40.256,00 | -37.946,00 |
| Abschreibung auf Geschäfts oder Firmenwert |
-121.454,00 | -121.455,00 |
| Abschreibungen auf Sach anlagen und GWG |
-120.745,76 | -171.385,47 |
| -282.455,76 | -330.786,47 | |
3. Entwicklung des Konzernergebnisses
| Angaben in EUR | 2016 |
|---|---|
| Jahresfehlbetrag | -24.520,19 |
| Anteile anderer Gesellschafter | |
| am Verlust | 1.340,32 |
| Konzernjahresfehlbetrag | -23.179,87 |
4. Periodenfremde Aufwendungen und Erträge
Im Geschäftsjahr 2016 sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 33 und periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 3 angefallen.
VII. Sonstige Angaben
1. Arbeitnehmerzahl
Die in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften beschäftigten im Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 durchschnittlich 25 Arbeitnehmer.
2. Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans und Aufsichtsrat
Vorstandsmitglieder waren
Karl Richter, Geschäftsführer, Nürnberg Vorstandvorsitzender
Marc Lloret-Grau, Diplom-Betriebswirt, MBA, Nürnberg Finanzvorstand
Die Vorstandsbezüge betrugen im Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 TEUR 170.
Aufsichtsratsmitglieder sind die Herren
Dr. Knud Klingler, Kaufmann, Nürnberg (Aufsichtsratsvorsitzender)
Volker Rofalski, Diplom-Kaufmann, München (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender)
Prof. Dr. Dr. Volker Alt, Facharzt für Chirurgie, Bad Nauheim (Aufsichtsrat)
Der Aufsichtsrat erhielt in 2016 eine Vergütung in Höhe von TEUR 5 von der Aktiengesellschaft.
3. Honorare für den Abschlussprüfer
Für den Abschlussprüfer des Konzernabschlusses im Sinne von § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB sind im Geschäftsjahr 2016 folgende Aufwendungen angefallen:
- a) Abschlussprüfung: TEUR 18
- b) Sonstige Bestätigungs- oder Bewertungsleistungen: TEUR 4
- c) Steuerberatungsleistungen: TEUR 2
- d) sonstige Leistungen: TEUR 40
4. Mutterunternehmen
Mutterunternehmen der Gesellschaft ist die Syntos GmbH mit Sitz in Energwitzdorf, Österreich.
5. Nachtragsbericht
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres/Wichtige Ereignisse nach dem Bilanzstichtag (31.12.2016): Es sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag eingetreten, die eine erhebliche Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben.
Nürnberg, den 4. April 2017
Bio-Gate AG - Der Vorstand -
Karl Richter Marc Lloret-Grau
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Bio-Gate AG, Nürnberg:
Wir haben den von der Bio-Gate AG, Nürnberg aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzernanhang, Kapitallussrechnung und Eigenkapitalspiegel - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung,
dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen im Konzernlagebericht hin. Dort ist in Abschnitt "Risiken der künftigen Entwicklung" ausgeführt, dass der Vorstand davon ausgeht, dass die Unternehmensplanung zukünftig erreicht wird. Er ist daher vom Grundsatz der Unternehmensfortführung ausgegangen. Ein deutliches Unterschreiten der Unternehmensplanung würde die Unternehmung beeinträchtigen.
Nürnberg, den 4. April 2017
Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft
Morgenroth Wagner
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer
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