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Beta Systems Software AG — Annual Report 2018
Apr 5, 2019
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Annual Report
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Publication

Beta Systems Software Aktiengesellschaft
Berlin
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2017 bis zum 30.09.2018
BETA SYSTEMS SOFTWARE AKTIENGESELLSCHAFT, BERLIN
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT UND KONZERNLAGEBERICHT DER BETA SYSTEMS SOFTWARE AG UND IHRER TOCHTERGESELLSCHAFTEN FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017/18
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER DER BETA SYSTEMS SOFTWARE AG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017/18
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017/18
KONZERNABSCHLUSS DER BETA SYSTEMS SOFTWARE AG UND IHRER TOCHTERGESELLSCHAFTEN FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017/18
BERICHT DES AUFSICHTSRATS DER BETA SYSTEMS SOFTWARE AG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017/18
Zusammengefasster Lagebericht und Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2017/18
DER BETA SYSTEMS SOFTWARE AG UND IHRER TOCHTERGESELLSCHAFTEN
VORBEMERKUNG
Die Beta Systems Software AG stellt diesen zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht ("zusammengefasster Lagebericht") zum 30. September 2018 gemäß den gesetzlichen Vorschriften auf. Er ist im Kontext mit dem Konzernabschluss und dem Jahresabschluss zu lesen. Der Geschäftsverlauf des Beta Systems Konzerns ("Beta Systems", "Gesellschaft" oder "Konzern") und der Beta Systems Software Aktiengesellschaft ("AG") sind eng miteinander verbunden. Aus diesem Grund wird der Lagebericht der Beta Systems Software AG mit dem des Beta Systems Konzerns zusammengefasst. Die Ausführungen beziehen sich stets auf den Konzern, soweit nicht ausdrücklich auf die AG verwiesen wird.
Die Angaben in den Tabellen erfolgen, soweit nicht auf eine andere Einheit hingewiesen wird, in Tausend Euro (T€). Alle Beträge wurden auf volle T€ kaufmännisch gerundet. Bei der Summierung gerundeter Beträge und bei Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rundungsdifferenzen im Zahlenwerk auftreten.
Der Konzernabschluss zum 30. September 2018 wurde in Übereinstimmung mit den Standards und Interpretationen der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt.
Die Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8 erfolgt entsprechend der internen Berichts- und Steuerungsstruktur nach den Regionen DACH, Westeuropa, Sonstiges Europa und Nordamerika.
Der Konzernabschluss basiert auf einer Reihe von Annahmen, die detailliert im Konzernanhang (Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden) abgebildet sind.
Der Jahresabschluss der Beta Systems Software AG (Muttergesellschaft) wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt.
GRUNDLAGEN
1. GESCHÄFTSMODELL
Beta Systems entwickelt seit mehr als 35 Jahren hochwertige Softwareprodukte und -lösungen für die sichere und effiziente Verarbeitung großer Datenmengen, die Unternehmen mit komplexen IT-Strukturen bei der Automatisierung, Absicherung und Nachvollziehbarkeit ihrer IT-gestützten Geschäftsprozesse unterstützen. Von diesen profitieren Unternehmen und Organisationen, die aufgrund ihrer Größe und Geschäftstätigkeit große Mengen sensibler Daten und Dokumente in für das Unternehmen kritischen Geschäftsprozessen verarbeiten.
Die Beta Systems Software AG bildet gemeinsam mit ihren Tochter- und weiteren Untergesellschaften den Beta Systems Konzern. Die Beta Systems Software AG ist die Obergesellschaft des Konzerns.
Die Beta Systems Gruppe gehört zu den führenden mittelständischen Softwarelösungsanbietern in ihren Marktsegmenten und ist im Segment Scale der Deutschen Börse notiert. Für den Konzern sind international mehr als 20 Konzerngesellschaften tätig.
Das Kerngeschäft ist die Entwicklung und der Vertrieb von Nutzungsrechten (Lizenzen) für Softwarelösungen sowie die Erbringung der damit verbundenen Dienstleistungen. Diese umfassen neben der Wartung bzw. Support unter anderem Services wie Installation, Projektmanagement, Beratung und Schulung.
Beta Systems unterstützt ihre Kunden bei der Optimierung, Automatisierung und Digitalisierung von Geschäftsprozessen mit einem umfassenden Produkt-, Lösungs- und Beratungsangebot bei der Erfüllung von gesetzlichen und geschäftlichen Anforderungen.
Das Angebotsportfolio von Beta Systems ist inhaltlich unterteilt in die beiden Geschäftsbereiche "Data Center Intelligence" (DCI, Lösungen zur Automatisierung von Rechenzentren) sowie "Identity Access Management" (IAM, Lösungen für zentrales Nutzer- und Zugriffsmanagement). Neu hinzugekommen ist mit der Akquisition der LYNET Kommunikation AG im Berichtsjahr der Geschäftsbereich "Digitalisierung".
Die beiden Geschäftsbereiche DCI und IAM werden in eigenständigen operativen Gesellschaften unter dem Dach der Beta Systems Software AG geführt. Die Abwicklung des operativen Geschäfts für Deutschland erfolgt durch die 100%igen Tochtergesellschaften Beta Systems DCI Software AG (sowie deren Tochter- und Enkelgesellschaften SI Software Innovation GmbH, HORIZONT Software GmbH, AUCONET GmbH und ASDIS Solutions GmbH) und Beta Systems IAM Software AG, die auch Inhaber des größten Teils der Produktrechte sind, sowie LYNET Kommunikation AG. Die Beta Systems Software AG fungiert als Holding und übernimmt übergeordnete Verwaltungstätigkeiten für die Konzerngesellschaften, strategische markt- und produktbezogene Funktionen, die Steuerung der ausländischen Tochtergesellschaften sowie die gesamthafte strategische Weiterentwicklung des Konzerns.
An den Standorten Berlin, Neustadt (Weinstraße) und München liegt der Fokus auf dem Geschäftsbereich DCI mit seinen Anwendungsbereichen Workload Automation & Job Management, Output-Management & Dokumentenarchivierung, Log Management, IT Operations Management und Mainframe Access Management. Des Weiteren werden am Hauptsitz Berlin durch die Holding übergeordnete Zentralfunktionen bereitgestellt und unter anderem die Kontrolle und übergeordnete Steuerung der Auslandsgesellschaften übernommen.
Der Kölner Standort konzentriert sich auf den Geschäftsbereich IAM. Die IAM-Lösungen von Beta Systems ermöglichen die zentrale, effektive und effiziente Verwaltung aller IT-Benutzer und ihrer Zugriffsrechte auf Anwendungen und Daten und verbessern damit die IT-Sicherheit sowie die Effizienz der Prozesse.
Der durch die Akquisition der LYNET Kommunikation AG neu hinzugekommene Standort Lübeck steht wiederum für umfassendes Knowhow im Bereich Internet-Technologien sowie Beratung und Prozess-Unterstützung bei der Digitalisierung von Geschäftsabläufen.
International ist Beta Systems in Europa sowie in Nordamerika mit eigenen Tochterunternehmen vertreten und beschäftigt in diesen vor allem Mitarbeiter im Vertrieb und in der technischen Unterstützung ihrer Kunden. In Calgary unterhält Beta Systems das Support-Center für Amerika und eine Abteilung für die Produktentwicklung. Ergänzend existiert ein Partnernetzwerk mit zahlreichen externen Vertriebspartnern, die zusammen mit Beta Systems in über 30 Ländern aktiv sind. Beta Systems treibt den Ausbau ihres Partnernetzwerks in den Bereichen DCI und IAM international weiterhin voran, um die eigenen Lösungen besser in attraktiven Branchen und Regionen vermarkten zu können. Hierbei kommt der Stärkung der internationalen Präsenz, speziell auch in neuen Märkten, große Bedeutung zu.
Kernmarkt der Beta Systems ist die DACH-Region mit den Gesellschaften in Deutschland, Österreich, und der Schweiz. Das weitere internationale Geschäft wird intern nach den Regionen Westeuropa (mit Gesellschaften in Frankreich, Spanien, Belgien und Niederlande), Sonstiges Europa (mit Gesellschaften in Italien, Großbritannien und Schweden) sowie Nordamerika (mit Gesellschaften in den USA und Kanada) gesteuert. Die Segmentberichterstattung folgt dieser Organisations- und Steuerungsstruktur. Zu weiteren Erläuterungen wird auf das Kapitel "Segmentberichterstattung" im Konzernabschluss und Konzernanhang verwiesen.
2. STEUERUNGSSYSTEM
Die Geschäftsführung des Beta Systems Konzerns obliegt dem Vorstand, der sich aus zwei Mitgliedern zusammensetzt. Der Aufsichtsrat besteht aus sechs Mitgliedern.
Unterhalb des Vorstands bildet die zweite Managementebene die funktionale Aufteilung der Gesellschaft in die regional zugeschnittenen operativen Segmente einerseits und die wesentlichen Administrationsaufgaben andererseits ab.
Um das strategische Ziel eines nachhaltigen und profitablen Wachstums kontinuierlich und systematisch zu erreichen, verwendet Beta Systems ein internes Steuerungssystem.
Die wesentlichen Steuerungsgrößen sind:
| Kennzahlen | Erläuterung |
|---|---|
| Umsatzerlöse | Die Umsatzerlöse sind definiert als Erträge, die im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit des Konzerns anfallen. Beta Systems unterscheidet hierbei nach den Leistungsarten Lizenz, Wartung, Service und Sonstiges. Die Umsatzerlöse werden auf Konzernebene sowie auf Ebene der Segmente und Geschäftsbereiche berichtet. |
| EBITDA; Betriebsergebnis vor Abschreibungen | Das EBITDA (Earnings before interest, taxes, depreciation and amortization) stellt das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte) dar. Im Unterschied zum EBIT wird das EBITDA deutlich weniger durch nachlaufende Effekte aus Akquisitionen beeinflusst, da hierin unter anderem die Abschreibungen auf im Zuge von Kaufpreisallokationen aktivierte immaterielle Vermögenswerte nicht berücksichtigt werden. Das EBITDA wird auf Konzern- und Segmentebene sowie für die Beta Systems Software AG berichtet. |
| EBIT; Betriebsergebnis | Das EBIT (Earnings before interest and taxes) stellt das Ergebnis vor Zinsen und Steuern dar und wird ebenfalls auf Konzern- und Segmentebene sowie für die Beta Systems Software AG berichtet. Auf Ebene der AG wird das Beteiligungsergebnis nicht in das Betriebsergebnis einbezogen. Aus Sicht des Vorstands ist das EBITDA die beste Kenngröße zur Beurteilung der operativen Leistungsfähigkeit des Konzerns. |
| Normalisiertes EBIT; normalisiertes Betriebsergebnis | Ergänzend zu EBIT und EBITDA dient das normalisierte EBIT einer alternativen Darstellung der operativen Leistungsfähigkeit des Konzerns und entspricht dem um wesentliche einmalige nicht-operative Sachverhalte bereinigten Betriebsergebnis. Als Normalisierungssachverhalte gelten Einmaleffekte (Aufwendungen und Erträge), die nicht auf die operative Geschäftstätigkeit der Gesellschaft zurückzuführen sind. Dies sind insbesondere außerplanmäßige Abschreibungen auf aktivierte Firmenwerte und weitere immaterielle Vermögenswerte, die im Rahmen der jährlich vorzunehmenden Werthaltigkeitsprüfungen (Impairment-Tests) anfallen, Einmal-Aufwendungen im Zusammenhang mit Sonderprojekten, eventuelle Einmal-Erträge aus nicht-operativen Sachverhalten sowie Wechselkurseffekte. Das normalisierte EBIT wird auf Konzern- und Segmentebene sowie für die Beta Systems Software AG berichtet. |
| EBITDA-Marge | Die EBITDA-Marge errechnet sich als Quotient aus dem EBITDA und den Umsatzerlösen. |
| EBIT-Marge; Bruttoumsatzrendite | Die EBIT-Marge (Bruttoumsatzrendite) errechnet sich als Quotient aus dem EBIT und den Umsatzerlösen. |
| Normalisierte EBIT-Marge; Normalisierte Bruttoumsatzrendite | Die normalisierte EBIT-Marge errechnet sich als Quotient aus dem normalisierten Betriebsergebnis und den Umsatzerlösen. Sie wird ergänzend zur EBITDA-Marge und EBIT-Marge ermittelt und zeigt die um nicht-operative Sachverhalte bereinigte Ertragskraft des Unternehmens an. |
| Operativer Cashflow; Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | Der operative Cashflow beschreibt die in der Berichtsperiode durch die operative Geschäftstätigkeit erwirtschafteten liquiden Mittel. Der operative Cashflow wird auf Konzernebene berichtet. |
| Eigenkapitalquote | Die Eigenkapitalquote errechnet sich als Quotient aus dem Eigenkapital und der Bilanzsumme und dient als Indikator für die finanzielle Stabilität des Unternehmens. |
Der Ermittlung der Kennzahlen liegen im Konzern die Abschlüsse auf Basis der IFRS zugrunde, für die AG erfolgt die Ermittlung auf Basis der HGB-Werte.
Die monatliche Berichterstattung an den Vorstand sowie die zweite Führungsebene als Entscheidungsträger der Gesellschaft orientiert sich an den Segmenten DACH, Westeuropa, Sonstiges Europa und Nordamerika sowie den administrativen Aufgaben (Finanzen, IT, Recht, Personal). Sie umfasst neben den wesentlichen finanziellen Kennzahlen auch Abweichungsanalysen zu Budget und Vorjahr. Hierbei stehen die Steuerungsgrößen Umsatzerlöse, EBITDA, EBIT und normalisiertes EBIT im Vordergrund. Ausgehend von den Vertriebsvorgaben aus dem Budget erfolgt eine enge Überwachung der Umsatzentwicklung in Abstimmung zwischen Vertrieb, Vertragsmanagement und dem Finanzbereich. Für die vertrieblichen Kennzahlen Umsatzerlöse und Auftragseingang erfolgt darüber hinaus eine Differenzierung zwischen den Geschäftsbereichen DCI, IAM und Digitalisierung, weiterhin werden die Umsatzerlöse entsprechend der Leistungsarten Lizenz, Wartung, Service und Sonstiges unterteilt.
Die Steuerung der Cashflows erfolgt im Wesentlichen über die Steuerung der Zahlungsmodalitäten in Kundenverträgen und das Forderungsmanagement. Beides erfolgt im Beta Systems Konzern zentral in Berlin, ebenso wie das komplette Cash-Management des Konzerns und die Festlegung und Optimierung der Anlage- und Finanzierungsstrategien.
Nicht finanzielle Leistungsindikatoren werden als nicht vorrangig betrachtet und von der regelmäßigen Berichterstattung nicht erfasst. Abstimmung und Steuerung erfolgen hier zwischen Vorstand und verantwortlichen Führungskräften in direkter Absprache.
Weitere wichtige Informationen zur Entscheidungsfindung liefert das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem, zu weiteren Erläuterungen wird auf das Kapitel "Internes Kontrollsystem und Risikomanagement" dieses Berichts verwiesen.
3. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNG
Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten von Beta Systems werden überwiegend von eigenen Mitarbeitern an den deutschen Standorten durchgeführt. Darüber hinaus wurde auf Basis der guten Erfahrungen aus dem vorangehenden Geschäftsjahr die Zusammenarbeit mit zwei externen Dienstleistern fortgeführt. Die Einbindung zusätzlicher flexibler Entwicklungskapazitäten ermöglicht es Beta Systems, schneller und flexibler auf Kunden- und Marktanforderungen zu reagieren. Zum 30. September 2018 waren konzernweit 127 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung tätig (30. September 2017: 120 Mitarbeiter), davon sieben bei der AUCONET GmbH. Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung beinhalten insbesondere die Weiterentwicklung der angebotenen Softwareprodukte sowie weiterführende Innovationen und betrugen im Geschäftsjahr 2017/18 im Konzern T€ 9.875 (GJ 2016/17: T€ 9.117). Hiervon entfielen T€ 431 auf den AUCONET Teilkonzern. Bei der AG betrugen die Aufwendungen im Geschäftsjahr 2017/18 T€ 247 (GJ 2016/17: T€ 212). Die Tätigkeiten der AG beschränken sich hierbei auf strategische Fragestellungen zur Weiterentwicklung des Beta Systems Produktportfolios, während die tatsächlichen operativen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten hauptsächlich in den Konzerngesellschaften Beta Systems DCI Software AG, Beta Systems IAM Software AG, SI Software Innovation GmbH, HORIZONT Software GmbH und AUCONET GmbH sowie in kleinerem Umfang bei der HORIZONT IT Services CZ s.r.o. und Beta Systems Software of Canada, Inc. angesiedelt sind.
Identity Access Management (IAM) - Benutzer- und Zugriffsmanagement
Die im Vorjahr begonnene Entwicklung des User Centers wurde im Berichtsjahr wie geplant im Februar 2018 abgeschlossen. Das Produkt verfügt im Zusammenspiel mit dem bestehenden Produkt Garancy Identity Manager über "Out-of-the-box" Prozesse für die Berechtigungssteuerung bei Eintritt, Versetzung und Austritt von Mitarbeitern sowie für Self-Service Berechtigungsanträge. Das Garancy User Center wird im Geschäftsjahr 2018/19 um weitere Prozesse und Funktionen erweitert werden. Der bereits bestehende Funktionsbaustein für die selbständige Rücksetzung von Passwörtern (IPR -Integrated Password Reset) wird überarbeitet und in die Portaltechnologie des User Centers und Rezertifzierungs-Centers eingebunden. Ferner wurde mit den Entwicklungsarbeiten für das nächste Release (Version 3) des Garancy Identity Managers begonnen, die sich über das gesamte Geschäftsjahr 2018/19 erstrecken werden. Der geplante Erscheinungstermin der Version 3 ist im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2019/20. Schwerpunktthemen dieser Version sind die noch stärker standardisierte und aufwandsreduzierte Inbetriebnahme der IAM-Lösung, die Unterstützung erweiterter regulatorischer Anforderungen sowie die effizientere Nutzung von IAM in den Fachabteilungen der Kundenunternehmen. Bezüglich der unterstützten Zielsysteme setzt Beta Systems seine Aktivitäten in der Cloud fort: Nachdem durch die Fertigstellung von "Azure Connect" im Frühjahr 2018 auch die standardisierte Anbindung von Anwendungen auf der Cloud-Plattform von Microsoft realisiert wurde, werden in diesem Geschäftsjahr Konnektoren für ServiceNow, SuccessFactors und weiteren führenden Cloud-Anwendungen folgen.
Data Center Intelligence (DCI) - sicheres und effizientes Datenmanagement in Rechenzentren
Der Schwerpunkt der Arbeiten im Geschäftsbereich DCI konzentrierte sich auf die Fertigstellung und Markteinführung der neuen Produktgeneration "Symphony", welche die bisherige Produktgeneration Discovery aus dem Jahre 2014 ablöst. Mit der Bereitstellung der neuen Generation wurden wichtige Meilensteine für seit Jahren erfolgreiche Produkte auf der IBM Z-Plattform erreicht. Mit der neuen Produktgeneration wurden umfangreiche Neuerungen eingeführt: eine gemeinsam mit Kunden und externen Experten für User Experience und User Interface Design entwickelte grafische Benutzeroberfläche, die mit Symphony bereits in fünf Produkten präsentiert werden konnte; die Einführung neuer, sprechender Produktnamen für alle Produkte der Symphony-Generation und signifikante Verbesserungen in Funktion und Effizienz, die Kunden helfen Kosten und Zeit einzusparen. Die neuen Produktnamen, unter anderem _beta doc|z (bisher Beta 93), _beta log|z (bisher Beta 92), _beta job|z (bisher Beta 92 Enterprise Job Manager), _beta check|z (bisher Beta 91) und _beta access (bisher Beta 88) wurden auf dem Beta Systems International Technology Forum im April 2018 dem Publikum vorgestellt und sehr positiv aufgenommen.
Das 2016 begonnene Enterprise Control Center (ECC) konnte dank intensiver Zusammenarbeit mit unseren Kunden in einer neuen, erweiterten Hauptversion V3.1 bereitgestellt werden. Es wird zukünftig Bestandteil der Symphony-Generation sein und trägt in der neuen Version V3.1 bereits seinen neuen Produktnamen _beta control.
Neben der neuen Symphony Produktgeneration wurde das DCI Produktportfolio um die IT Operations Management Lösung BICS der AUCONET GmbH ergänzt. Diese umfassende Lösung vereint ein herstellerübergreifendes Management komplexer Netzwerk-Infrastrukturen, die Absicherung dieser Netzwerke, ein Systemmanagement und eine Softwareverteilung für Arbeitsplatzcomputer und Server mit einer automatischen Suche, Identifizierung und visuellen Darstellung aller Elemente eines Unternehmensnetzwerkes.
Für das laufende Geschäftsjahr 2018/19 sind weitere wichtige neue Produktentwicklungen und Markteinführungen geplant, unter anderem ein neues Archivierungsprodukt mit dem Schwerpunkt SAP und eine neue Generation unserer Output-Management und Dokumentenarchivierungs- und Logmanagement-Lösung Beta UX für den Non-Mainframe Markt. Darüber hinaus richten sich unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten auf Themen wie Cloud-Unterstützung und Nutzung neuer Bereitstellungstechnologien auf Basis von Softwarecontainern.
WIRTSCHAFTSBERICHT
1. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGEN
Allgemeine konjunkturelle Rahmenbedingungen
In den für Beta Systems relevanten Märkten stellen sich die aktuelle gesamtwirtschaftliche Lage 2018 und die Prognosen für 2019 wie folgt dar (2018 Forecast; 2019 Prognose):
| Entwicklung Bruttoinlandsprodukt (BIP) in % |
2018 | 2019 |
|---|---|---|
| Eurozone | 2,0 | 1,8 |
| Deutschland | 1,5 | 1,6 |
| Frankreich | 1,6 | 1,8 |
| Italien | 1,2 | 1,5 |
| Spanien | 2,5 | 2,4 |
| USA | 2,9 | 2,5 |
(Quelle: Commerzbank Research, https://research.commerzbank.com/web/commerzbank-research-portal/economics, 28. November 2018)
In der Eurozone haben sich die Volkswirtschaften im Kalenderjahr 2018 bisher im Durchschnitt so entwickelt, wie in der im Jahresfinanzbericht 2016/17 veröffentlichten Prognose unterstellt. Allerdings blieben die beiden großen Volkswirtschaften Deutschland und Frankreich leicht hinter der damaligen Prognose zurück. In den USA lag die Entwicklung hingegen recht deutlich über der letztjährigen Prognose für das Kalenderjahr 2018.
Die Übersicht zeigt, dass auch für das begonnene Kalenderjahr 2019 zwar ein insgesamt leicht abgeschwächtes Wachstum für die Eurozone erwartet wird. Für die großen Volkswirtschaften Deutschland, Frankreich und Italien, die für Beta Systems die wichtigsten Märkte in der Eurozone sind, gehen die Schätzungen für 2019 jedoch von einem leichten Aufschwung aus. Ein überdurchschnittliches, wenngleich leicht abgeschwächtes Wachstum wird im Kreis der großen europäischen Mitgliedsstaaten weiterhin von der spanischen Wirtschaft erwartet. Unverändert stellt neben den Risiken der Finanzmärkte die politisch angespannte Situation der Europäischen Union eine Herausforderung für die wirtschaftliche Entwicklung dar.
Für die USA wird nach der positiven Entwicklung des aktuellen Jahres von einem rückläufigen, aber vergleichsweise hohen Wachstum ausgegangen.
Branchenspezifische Rahmenbedingungen
Beta Systems ist in Nischenmärkten mit erheblicher Wettbewerbsintensität tätig. Der Wettbewerb wird von großen weltweit operierenden Softwareunternehmen sowie von einer Vielzahl kleiner Spezialanbieter geprägt. Beta Systems zählt dabei in bestimmten Ländern und Branchen zu den wichtigen Anbietern.
2. GESCHÄFTSVERLAUF
Beta Systems blickt auf ein ereignisreiches Geschäftsjahr 2017/18 zurück, in dem die Umsatzerlöse sowie das Betriebsergebnis (EBIT) und das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) gegenüber den hohen Werten des Vorjahres erwartungsgemäß zurückgingen, gleichzeitig aber erfreuliche Fortschritte im organischen und anorganischen Wachstum erzielt werden konnten.
Mit der LYNET Kommunikation AG sowie dem Geschäftsbetrieb der AUCONET GmbH und der ASDIS Solutions GmbH wurden Akquisitionen getätigt, die das Angebotsportfolio des Beta Systems Konzerns verstärken und interessante Wachstumspotentiale für die kommenden Jahre eröffnen. Parallel dazu entwickelte sich das Neugeschäft (Ausbau von bestehenden Kundenbeziehungen und Gewinnung von Neukunden) im Berichtsjahr positiv. Sowohl im Geschäftsbereich DCI als auch im Geschäftsbereich IAM konnte das Auftragseingangsvolumen im Neugeschäft gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden.
Die insgesamt dennoch rückläufigen Umsatzerlöse resultieren aus der Tatsache, dass im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr ein vergleichsweise geringes Volumen von Bestandsverträgen zur Verlängerung anstand und hieraus erwartungsgemäß niedrigere Lizenzerlöse erzielt wurden. Dieser Effekt betraf die Geschäftsbereiche DCI und IAM gleichermaßen in den Segmenten DACH, Westeuropa und Sonstiges Europa.
Ungeachtet der gesunkenen Lizenzerlöse stiegen die Umsatzerlöse aus Wartungs- und Serviceleistungen gegenüber dem Vorjahr an. Getragen durch die Entwicklung im Segment DACH, wo ein Großteil des Neugeschäfts realisiert wurde und sich gleichzeitig die unterjährigen Akquisitionen weit überwiegend niederschlugen, konnte die positive Entwicklung der Wartungserlöse weiter fortgesetzt werden. Die erfreuliche Entwicklung im Geschäftsbereich DCI und das Projektgeschäft der LYNET sorgten für den Zuwachs der Erlöse im Servicebereich. Der weit überwiegende Teil der Serviceleistungen wird weiterhin im Kernsegment DACH erbracht.
Kostenseitig wurden auch im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund anhaltender Kostendisziplin weitere Einsparungen erzielt. Infolge der unterjährig getätigten Akquisitionen stieg die Summe der Betriebsaufwendungen (Materialaufwand, Personalaufwand, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge) im Konzern aber von € 40,8 Millionen im Vorjahr auf € 42,1 Millionen im Berichtsjahr an.
Zusammenfassend wurde ein Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) von € 5,5 Millionen (2016/17: € 10,8 Millionen) sowie ein Betriebsergebnis (EBIT) von € 3,8 Millionen (2016/17: € 9,0 Millionen) erzielt. Ohne Berücksichtigung der unterjährig getätigten Akquisitionen liegt das EBITDA bei € 6,1 Millionen und das EBIT bei € 4,8 Millionen. Aufgrund der zyklusbedingt niedriger ausgefallenen Lizenzerlöse bei der Verlängerung von Bestandsverträgen konnte somit das hohe Niveau des Vorjahres erwartungsgemäß nicht erreicht werden, beide Ergebnisgrößen liegen aber wie auch die Umsatzerlöse im oberen Bereich der veröffentlichten Prognose. Das Betriebsergebnis wurde im Berichtsjahr durch nichtoperative Einmaleffekte in Höhe von € 1,1 Millionen (2016/17: € 0,5 Millionen) belastet. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen im Zusammenhang mit den unterjährig getätigten Akquisitionen (€ 1,0 Millionen). Das um diese Einmaleffekte bereinigte Betriebsergebnis beträgt € 4,9 Millionen (2016/17: € 9,5 Millionen).
Gegenläufig zur Entwicklung der Umsatzerlöse und der Ergebnisgrößen wurde mit € 8,3 Millionen (2016/17: € 5,3 Millionen) ein starker operativer Cashflow erzielt. Der Cashflow spiegelt neben dem Geschäftsverlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres insbesondere die erfolgreichen Vertragsabschlüsse der Vorjahre wider. Diese hatten im Geschäftsjahr 2016/17 zu hohen Umsatzerlösen geführt und schlagen sich nun sukzessive im Cashflow nieder.
Im Geschäftsjahr 2017/18 wurde die Gesellschaft insbesondere durch die folgenden Ereignisse in ihrer Geschäftstätigkeit beeinflusst:
Akquisition der LYNET Kommunikation AG
Die Beta Systems Software AG hat am 19. Dezember 2017 einen Vertrag über den vollständigen Erwerb der LYNET Kommunikation AG mit Sitz in Lübeck geschlossen. Die Übernahme erfolgte mit Wirkung zum 1. Januar 2018.
Die LYNET Kommunikation AG ist ein seit über 22 Jahren am Markt tätiges IT-Unternehmen mit Fokus auf Softwareentwicklung, Webagenturleistungen, IT-Beratung und providernahe Serviceleistungen (im Wesentlichen im E-Commerce-Umfeld). Das breit gestreute Kundenportfolio in Norddeutschland umfasst gut 450 kleine und mittelständische Unternehmen sowie öffentliche und soziale Institutionen. Die LYNET Kommunikation AG war einer der ersten Anbieter von Internet in der Region Lübeck und hat über viele Jahre das breite Service-/Leistungsportfolio eines IT-Systemhauses aufgebaut. Es reicht von Hard-/Software-Einkauf über Individualentwicklung bis hin zur Bereitstellung von Hosting-Services. Ein genereller Schwerpunkt der Tätigkeit liegt auf der umfassenden Unterstützung der Kunden bei deren Digitalisierungsstrategie.
LYNET hat diverse eigene Produkte / Frameworks im Portfolio, darunter ein Content Management System (ca. 200 Installationen).
Die LYNET Kommunikation AG wird als eigenständiges Unternehmen innerhalb der Beta Systems Gruppe geführt und wird ihre direkten Kundenbeziehungen weiter beibehalten. Die bisherigen Vorstände Matthias Lohmann und Dr. Henning Hach bleiben dem Unternehmen in gleicher Position erhalten.
Mit der LYNET Kommunikation AG wurde am 31. Januar 2018 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Die ordentliche Hauptversammlung der Beta Systems Software AG hat am 19. März 2018 ihre Zustimmung erteilt. Der Vertrag wurde am 18. April 2018 in das Handelsregister Lübeck eingetragen und ist somit wirksam.
Übernahme des Geschäftsbetriebs der AUCONET GmbH
Beta Systems hat mit Wirkung zum 31. Januar 2018 bzw. 1. Februar 2018 die für die Fortführung der Unternehmenstätigkeiten notwendigen Vermögensgegenstände der damaligen AUCONET GmbH und der damaligen AUCONET Technologies GmbH aus der Insolvenzmasse der vorgenannten Gesellschaften übernommen. Die Akquisition wurde durch die Konzerngesellschaft Beta GRC Consulting GmbH durchgeführt und schloss die AUCONET Tochtergesellschaften ASDIS Solutions GmbH (Berlin), AUCONET Austria GmbH (Wien) und AUCONET, Inc. (McLean, USA) mit ein. Die Beta GRC Consulting GmbH wurde nach Abschluss der Akquisition in AUCONET GmbH umfirmiert.
AUCONET entwickelt und vertreibt seit mehr als 10 Jahren Software im Bereich IT Operations Management (ITOM), die das Produktportfolio von Beta Systems im Bereich Data Center Intelligence (DCI) sehr gut ergänzt. Das Produkt "BICS", das bei wenig Einführungsaufwand eine umfassende Transparenz, Absicherung und Steuerung komplexer IT-Infrastrukturen gewährleistet, wurde in den zurückliegenden Jahren erfolgreich am Markt auch bei diversen Großkunden platziert.
Der Geschäftsbereich DCI wird durch den Ausbau des Eigenvertriebs der AUCONET und die Integration der Produkte in das bestehende internationale Vertriebsnetzwerk von Beta Systems wirtschaftlich und technologisch gestärkt. Darüber hinaus ermöglichen die Technologien von Beta Systems und AUCONET neue, zusätzliche Produktentwicklungen.
Der Geschäftsbetrieb der AUCONET wird im Beta Systems Konzern unter der bisherigen Firmierung AUCONET GmbH fortgeführt. AUCONET wird als eigenständiger Teilkonzern innerhalb des Beta Systems Konzerns geführt.
Erwerb eigener Aktien
Auf Basis der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 16. April 2015 zum Erwerb eigener Aktien hatte der Vorstand der Beta Systems Software AG am 5. Juli 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom selben Tag beschlossen, ein Öffentliches Kaufangebot zum Erwerb von bis zu 500.000 Aktien (entsprechen rund 9,7% des Grundkapitals zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Ermächtigung) der Beta Systems Software AG durchzuführen. Im Zeitraum vom 18. Juli 2018 bis zum 10. August 2018 hat die Beta Systems Software AG auf Basis des am 18. Juli 2018 veröffentlichten Öffentlichen Kaufangebots insgesamt 500.000 Aktien der Gesellschaft zu einem Erwerbspreis (ohne Erwerbsnebenkosten) von € 23,00 je auf den Inhaber lautende Stückaktie der Beta Systems Software AG mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von € 5,00 je Aktie erworben. Bis zum Ablauf der Annahmefrist waren insgesamt 942.345 Aktien angedient worden. Die Zuteilungsquote lag somit bei 53,06%.
Die Gesellschaft hält zum Stichtag 30. September 2018 500.000 eigene Aktien. Dies entspricht einem Anteil von 9,5% des aktuellen Grundkapitals.
Anfechtungsklagen gegen Beschlüsse der Hauptversammlung
Eine Aktionärin hatte im Vorjahr gegen die auf der ordentlichen Hauptversammlung der Beta Systems Software AG des Vorjahres am 17. März 2017 gefassten Beschlüsse zu Punkt 2 der Tagesordnung (Beschlussfassung über die Verwendung des Bilanzgewinns für das Geschäftsjahr 2015/16) und zu Punkt 3 der Tagesordnung (Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015/16) Anfechtungs- und Nichtigkeitsklage erhoben. Die Klägerin hat die Klage im Berichtsjahr im Rahmen eines am 23. November 2017 vor dem Landgericht Berlin geschlossenen Vergleichs zurückgenommen. Die Kosten des Rechtsstreits einschließlich des Vergleichs wurden gegeneinander aufgehoben, d.h. jede Partei hatte ihre eigenen Kosten sowie die Hälfte der Gerichtskosten zu tragen. Zahlungen an die Klägerin erfolgten nicht.
Mehrere Aktionäre hatten im Berichtsjahr gegen den auf der ordentlichen Hauptversammlung der Beta Systems Software AG am 19. März 2018 gefassten Beschluss zu Punkt 3 der Tagesordnung (Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016/17) Anfechtungs- und Nichtigkeitsklage erhoben. Das Landgericht Berlin (94 O 38/18) hat die Klage nach Ablauf des Berichtsjahres mit Urteil vom 12. Oktober 2018 abgewiesen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
3. ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE DES BETA SYSTEMS KONZERNS
3.1 ERTRAGSLAGE
Die folgenden Ausführungen beziehen sich auf die Erläuterungen der Konzerngewinn- und -verlustrechnung des Beta Systems Konzerns. Die Ertragslage stellt sich dementsprechend wie folgt dar:
| Umsatz- und Ergebnisentwicklung (Konzern) | GJ 2017/18 | GJ 2016/17 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| abs. | rel. | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 45.909 | 49.814 | -3.904 | -7,8% |
| Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen | -2.518 | -2.186 | -332 | 15,2% |
| Personalaufwand | -28.339 | -27.002 | -1.337 | 5,0% |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen & Erträge | -9.584 | -9.820 | 236 | -2,4% |
| Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) | 5.469 | 10.806 | -5.337 | -49,4% |
| Abschreibungen | -1.683 | -1.773 | 90 | -5,1% |
| Betriebsergebnis (EBIT) | 3.786 | 9.033 | -5.247 | -58,1% |
| Normalisierung Einmaleffekte | 1.094 | 485 | 609 | 125,7% |
| Normalisiertes Betriebsergebnis (Norm. EBIT) | 4.879 | 9.517 | -4.638 | -48,7% |
| Finanzergebnis | 477 | 276 | 201 | 72,6% |
| Ertragssteuern | -290 | -1.326 | 1.036 | -78,1% |
| Ergebnis der Geschäftsperiode | 3.973 | 7.983 | -4.010 | -50,2% |
Umsatzentwicklung
Der Gesamtumsatz lag mit € 45,9 Millionen erwartungsgemäß unter dem hohen Vorjahreswert. Hierbei entfielen auf die LYNET und den AUCONET Teilkonzern Umsatzerlöse in Höhe von € 3,0 Millionen, die fast ausschließlich dem Segment DACH zuzuordnen sind. Bereinigt um die Effekte aus den vorgenannten Akquisitionen lag der Konzernumsatz bei € 42,9 Millionen und damit in der oberen Hälfte der für das Berichtsjahr getroffenen (und im Halbjahresbericht des Geschäftsjahres 2017/18 bestätigten) Prognose. Der Rückgang der Umsatzerlöse ist auf das vergleichsweise geringe Volumen der Bestandsverträge zurückzuführen, die im Geschäftsjahr 2017/18 zur Verlängerung anstanden. Erfreulich entwickelte sich im Berichtsjahr hingegen das Neukundengeschäft.
Die Beiträge der einzelnen Segmente zum Konzernumsatz ergeben sich dabei wie folgt:
Beitrag der Segmente zum Konzernumsatz

Der Umsatzrückgang im Konzern spiegelt sich erwartungsgemäß in drei der vier Segmente wider. Die Entwicklung im Segment DACH, das im Berichtsjahr einen Beitrag von € 32,6 Millionen zum Konzernumsatz (-6% im Vergleich zum Vorjahr) leistete, wird analog zum Gesamtkonzern geprägt durch den vergleichsweise niedrigen Lizenzumsatz (-41%). Die Umsatzerlöse in den übrigen Leistungsarten Wartung, Service und Sonstiges stiegen im Kernmarkt der Beta Systems hingegen an.
Im Geschäftsbereich DCI konnten im Segment DACH sowohl die perspektivisch wichtigen Wartungserlöse (+7%) als auch die Umsatzerlöse im Servicebereich (+33%) erneut gesteigert werden und spiegeln - neben der Integration des Geschäftsbetriebs der AUCONET - das erfolgreiche Neugeschäft (Ausbau der Kundenbeziehungen mit Bestandskunden und Gewinnung von Neukunden) wider. Erfreulich entwickelte sich das Neugeschäft auch im Geschäftsbereich IAM, wozu neben den erfolgreichen Vertriebsaktivitäten auch die Erweiterung der Garancy Suite um das Process Center und das User Center beitrug. Durch den Einsatz der beiden Module lässt sich die Softwarelösung in einer stärker standardisierten Form einführen und macht sie somit auch für mittelständische Interessenten deutlich attraktiver. Auf Basis eines stabilen Bestands- und wachsenden Neugeschäfts stiegen im Segment DACH für den Geschäftsbereich IAM die langfristig wichtigen Wartungserlöse leicht an (+3%). Rückläufig war dagegen das Servicegeschäft (-17%), was unter anderem auf die vorgenannten Standardisierungsbestrebungen zurückzuführen ist. Neu hinzugekommen ist durch die Akquisition der LYNET im Segment DACH der Geschäftsbereich Digitalisierung. Der Schwerpunkt der Umsatzerlöse liegt hier auf dem Serviceumsatz sowie den Sonstigen Aktivitäten (im Wesentlichen Vertrieb von Hardware- und Software-Lösungen Dritter im Zusammenhang mit Kundenprojekten).
Rückläufig zeigten sich - im Wesentlichen bedingt durch das zyklusbedingt niedrige Volumen der zur Verlängerung anstehenden Verträge - die Umsatzerlöse auch in den Segmenten Westeuropa und Sonstiges Europa mit einem Beitrag von € 4,5 Millionen (Westeuropa; -7%) bzw. € 4,6 Millionen (Sonstiges Europa; -32%) zum Konzernumsatz. Betroffen war in beiden Segmenten der Geschäftsbereich DCI mit einem Umsatzrückgang von -11% (Westeuropa) und -34% (Sonstiges Europa). Im Geschäftsbereich IAM konnten die Umsatzerlöse im Segment Westeuropa leicht zulegen (+6%). Im Segment Sonstiges Europa hingegen sanken die IAM Umsatzerlöse (-17%).
Im Vergleich zum Konzern antizyklisch verlief das Berichtsjahr im Segment Nordamerika, wo mehr Verträge zur Verlängerung anstanden als im Vergleichszeitraum. Hier stiegen die Umsatzerlöse mit einem Beitrag von € 4,2 Millionen (+23%) zum Konzernumsatz deutlich an. Diese Entwicklung zeigte sich dabei sowohl für den Geschäftsbereich DCI (+39%) als auch den Geschäftsbereich IAM (+13%).
Aus Segmentsicht ist ergänzend zu beachten, dass insbesondere die Segmente DACH und Nordamerika neben Umsatzerlösen mit (externen) Kunden weitere Umsatzerlöse aus Geschäftsbeziehungen zu den jeweils anderen Segmenten aufweisen. In deutlich geringerem Umfang galt dies im Berichtsjahr auch für das Segment Sonstiges Europa. Aus der übergeordneten Konzernsicht sind diese Umsatzerlöse aus Konzerninnenbeziehungen konsolidiert. Näheres hierzu ist der Segmentberichterstattung im Konzernanhang zu entnehmen.
Die nachfolgende Tabelle gibt abschließend einen Überblick über die externen Konzernumsätze nach den Leistungsarten Lizenz, Wartung, Service und Sonstiges:
| Umsatzentwicklung nach Leistungsarten (Konzern) | GJ 2017/18 | GJ 2016/17 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| abs. | rel. | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 45.909 | 49.814 | -3.904 | -7,8% |
| Lizenz | 11.754 | 18.284 | -6.530 | -35,7% |
| Wartung | 24.903 | 24.144 | 760 | 3,1% |
| Services | 8.613 | 7.386 | 1.227 | 16,6% |
| Sonstige Aktivitäten | 639 | 0 | 639 | - |
Die Entwicklung des Lizenzumsatzes vereint dabei zwei gegenläufige Effekte. Infolge eines im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedrigeren Volumens der zur Verlängerung anstehenden Verträge gingen die Lizenzerlöse signifikant zurück. Diese Entwicklung ist dabei als zyklusbedingter Effekt des Berichtsjahres zu sehen, der keinerlei Auswirkungen auf die künftige Ertragslage des Beta Systems Konzerns hat. Gegenläufig hatten der Ausbau des Bestandsgeschäfts (Einsatz zusätzlicher Module, Erweiterung des Nutzungsvolumens) sowie das erfolgreiche Neukundengeschäft in den beiden Geschäftsbereichen DCI und IAM einen positiven Einfluss auf die Lizenzerlöse.
Die Wartungserlöse konnten auf insgesamt € 24,9 Millionen zulegen, was im Wesentlichen auf die unterjährig durchgeführten Akquisitionen zurückzuführen ist.
Zulegen konnten im Berichtsjahr - getrieben durch ein starkes Servicegeschäft im Geschäftsbereich DCI sowie die Akquisition der LYNET, deren Umsatzerlöse sich zu rund 60% in der Leistungsart Service niederschlagen - auch die Serviceumsätze. Unter den Sonstigen Aktivitäten werden im Wesentlichen der Vertrieb von Hardware- und Software-Lösungen Dritter im Zusammenhang mit Kundenprojekten der LYNET ausgewiesen.
Entwicklung des Betriebsergebnisses
In der Gesamtbetrachtung stieg - bedingt durch die unterjährig getätigten Akquisitionen - die Summe der Betriebsaufwendungen und -erträge (Materialaufwand, Personalaufwand, Abschreibungen und sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge) im Geschäftsjahr 2017/18 im Vergleich zum Vorjahr 2016/17 von € 40,8 Millionen auf € 42,1 Millionen. Hierbei entfiel auf die LYNET und den AUCONET Teilkonzern ein Anteil von € 4,0 Millionen. Bereinigt um die unterjährigen Akquisitionen konnte die Summe der Betriebsaufwendungen und -erträge somit auf € 38,2 Millionen gesenkt werden. Auf Basis niedrigerer Umsatzerlöse ging das Konzernbetriebsergebnis (EBIT) erwartungsgemäß zurück und liegt bei € 3,8 Millionen (Vorjahr: € 9,0 Millionen). Der Ergebnisbeitrag aus den unterjährig getätigten Akquisitionen zum Konzernbetriebsergebnis fällt im Berichtsjahr aufgrund von Einmalaufwendungen insbesondere im Zusammenhang mit der Übernahme des Geschäftsbetriebs der AUCONET mit € -1,0 Millionen voraussichtlich einmalig negativ aus. Bereinigt um diesen Ergebnisbeitrag wird ein Betriebsergebnis vor Akquisitionen von € 4,8 Millionen erreicht. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) beträgt € 5,5 Millionen (Vorjahr: € 10,8 Millionen) und enthält einen negativen Ergebnisbeitrag von € -0,6 Millionen aus den unterjährig getätigten Akquisitionen. Das EBITDA vor Akquisitionen liegt somit bei € 6,1 Millionen. Beide Ergebnisgrößen liegen im deutlich oberen Bereich der veröffentlichten Prognose.
Das um die nicht-operativen Einmaleffekte bereinigte Betriebsergebnis (normalisiertes EBIT) betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/18 rund € 4,9 Millionen gegenüber € 9,5 Millionen im Vorjahr. Das normalisierte Betriebsergebnis vor Akquisitionen liegt bei € 5,0 Millionen. Bei den nicht-operativen Einmaleffekten in Höhe von insgesamt € 1,1 Millionen handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen im Zusammenhang mit den unterjährig getätigten Akquisitionen (€ 1,0 Millionen).
Wie in den Vorjahren enthält das normalisierte Betriebsergebnis weitere ergebniswirksame Effekte aus der Übernahme der HORIZONT sowie der LYNET und des AUCONET Teilkonzerns (Regel-Abschreibungen auf im Zuge der Kaufpreisallokation aktivierte Vermögenswerte und Aufwendungen aus vertraglich vereinbarten Earn-Out Regelungen, die nach IFRS als Personalaufwand zu bilanzieren sind) in Höhe von € 1,6 Millionen (2016/17: € 1,7 Millionen), die auch in den Folgejahren auftreten werden (Regel-Abschreibungen) bzw. können (Personalaufwand im Zusammenhang mit den Earn-Out Regelungen). Diese sind überwiegend nicht zahlungswirksam (€ 1,2 Millionen), wobei der zahlungswirksame Teil jeweils periodenversetzt erst im Folgejahr zahlungswirksam wird. Auf die Akquisitionen der LYNET und des Geschäftsbetriebs der AUCONET entfällt dabei ein Anteil in Höhe von € 0,3 Millionen.
In den Segmenten DACH und Westeuropa gingen sowohl das Betriebsergebnis als auch das Betriebsergebnis vor Abschreibungen infolge der gesunkenen Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr zurück. Im Segment Nordamerika hingegen stiegen das Betriebsergebnis und das Betriebsergebnis vor Abschreibungen infolge der gestiegenen Umsatzerlöse an. Im Segment Sonstiges Europa stiegen beide Ergebnisgrößen aufgrund erfolgreich umgesetzter Maßnahmen zur Kosteneffizienz trotz rückläufiger Umsatzerlöse an.
Folgende Betriebsergebnisse vor Abschreibungen wurden in den einzelnen Segmenten erzielt:
Betriebsergebnis vor Abschreibungen der Segmente

Der Personalaufwand stieg im Vergleich zum Vorjahr um € 1,3 Millionen auf € 28,3 Millionen. Dieser Effekt ist auf die unterjährig durchgeführten Akquisitionen zurückzuführen. Auf die LYNET und den AUCONET Teilkonzern entfallen Personalaufwendungen von rund € 2,2 Millionen. Bereinigt um die Akquisitionen ist der Personalaufwand im Vergleich zum Vorjahr somit um rund € 0,9 Millionen auf € 26,1 Millionen gesunken. Dabei ist zu beachten, dass der Vergleichswert des Vorjahres durch einen Sondereffekt aufgrund der damaligen Rechtsstreitigkeiten mit zwei Ex-Vorständen von T€ 152 belastet wurde. Daneben spiegelt der Rückgang unter anderem die infolge des schwächeren Ergebnisses gesunkene Vorstandstantieme wider. Weiterhin sanken die Personalaufwendungen durch eine Optimierung der Vertriebsorganisation im europäischen Ausland. Für weitere Informationen wird auf die Ausführungen im Abschnitt "5. Weitere ergebnisrelevante Faktoren" des Lageberichts verwiesen.
Der Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen stieg gegenüber dem Vorjahr um € 0,3 Millionen auf € 2,5 Millionen an. Hiervon entfallen € 0,6 Millionen auf die LYNET (unter anderem für Leitungskapazitäten sowie den Zukauf von Hard- und Software von Drittanbietern, die an Endkunden weiterveräußert werden). Die Aufwendungen für Subunternehmer / Freelancer zur Bearbeitung von Projekten im Service-Bereich konnten erneut gesenkt werden. Dies hängt mit dem verstärkten Einsatz eigener Mitarbeiter in Kundenprojekten sowie dem insgesamt gesunkenen Servicevolumen im Geschäftsbereich IAM zusammen.
Der Rückgang der Abschreibungen ist zurückzuführen auf gesunkene Abschreibungen für im Zuge der Kaufpreisallokation der HORIZONT aktivierte immaterielle Vermögenswerte. Im Vorjahr war der verbliebene Anteil des beim Kauf übernommenen Auftragsbestands umsatzseitig realisiert und der entsprechende Vermögenswert daher vollständig abgeschrieben worden. Zusätzlich liefen im Berichtsjahr die Abschreibungen auf das infolge der Kaufpreisallokation aktivierte Wettbewerbsverbot nach dem ersten Quartal aus. Insgesamt ergab sich hieraus ein Rückgang von rund € 0,5 Millionen.
Ein gegenläufiger Effekt ergab sich aus den unterjährig durchgeführten Akquisitionen und hier insbesondere aus den zusätzlichen Abschreibungen auf die Vermögenswerte, die im Rahmen der gemäß IFRS 3 durchgeführten Kaufpreisallokationen zu aktivieren waren. Insgesamt ergab sich hieraus ein Anstieg der Abschreibungen um € 0,4 Millionen. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Firmenwerte oder weitere immaterielle Vermögenswerte fielen wie im Vorjahr nicht an.
Der Saldo der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge ging gegenüber dem Vorjahr trotz der Akquisitionen erneut um rund € 0,2 Millionen zurück. Bereinigt um die auf die LYNET und den Teilkonzern AUCONET entfallenden Aufwendungen und Erträge von € 0,8 Millionen betragen die Einsparungen € 1,0 Millionen (-10%). Ein wesentlicher Treiber hierfür ist wie im Vorjahr der Rückgang der Aufwendungen für Fremdarbeit um weitere € 0,4 Millionen, der unter anderem auf gesunkene Distributionskosten und weitere Einsparungen im Admin-Bereich zurückzuführen ist. Darüber hinaus konnte durch gezielte Einsparmaßnahmen eine weitere Senkung der Infrastrukturkosten (Rückgang um € 0,2 Millionen) erreicht werden. Voraussichtlich einmalig rückläufig war im Berichtsjahr auch der Marketingaufwand (Rückgang um € 0,2 Millionen). Hinzu kommen Währungseffekte, die im Vergleich zum Vorjahr einen positiven Ergebnisbeitrag von € 0,3 Millionen ausmachen.
Der Beta Systems Konzern erwirtschaftete im Berichtszeitraum den Großteil der Erlöse im Euro-Raum, so dass Wechselkursschwankungen normalerweise eine untergeordnete Rolle spielen. Eine Absicherung der erwarteten Zahlungsströme in Fremdwährungen erfolgt bedarfsweise, Details dazu werden im Kapitel "Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten" dieses Lageberichts erläutert. Im Berichtsjahr selbst wurden keine Sicherungsgeschäfte vorgenommen.
Ergebnismargen
Im Geschäftsjahr 2017/18 gingen die Ergebnismargen gegenüber dem starken Vorjahr erwartungsgemäß zurück. Die EBITDA-Marge lag bei 11,9% (Vorjahr: 21,7%) und die EBIT-Marge bei 8,2% (Vorjahr: 18,1%). Die normalisierte EBIT-Marge beträgt 10,6% (Vorjahr: 19,1%).
3.2 VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Zum Abschlussstichtag am 30. September 2018 stellt sich die Zusammensetzung der Bilanz des Beta Systems Konzerns wie folgt dar:
| Bilanz Beta Systems Konzern | 30.09.2018 | 30.09.2017 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| abs. | rel. | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 51.351 | 60.920 | -9.569 | -15,7% |
| Liquide Mittel | 5.541 | 19.107 | -13.566 | -71,0% |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 13.648 | 14.945 | -1.297 | -8,7% |
| Weitere kurzfristige Vermögenswerte | 32.162 | 26.867 | 5.295 | 19,7% |
| Langfristige Vermögenswerte | 16.076 | 11.516 | 4.559 | 39,6% |
| Sachanlagen | 2.543 | 1.300 | 1.242 | 95,5% |
| Immaterielle Vermögenswerte | 12.496 | 8.873 | 3.623 | 40,8% |
| Weitere langfristige Vermögenswerte | 1.037 | 1.343 | -306 | -22,8% |
| Kurzfristige Schulden | 17.982 | 15.459 | 2.523 | 16,3% |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.050 | 1.153 | -103 | -8,9% |
| Passive Rechnungsabgrenzung | 8.460 | 6.249 | 2.211 | 35,4% |
| Weitere kurzfristige Schulden | 8.472 | 8.057 | 415 | 5,1% |
| Langfristige Schulden | 3.013 | 2.790 | 222 | 8,0% |
| Pensionsverbindlichkeiten | 2.373 | 2.275 | 98 | 4,3% |
| Weitere langfristige Schulden | 640 | 515 | 124 | 24,1% |
| Eigenkapital | 46.432 | 54.186 | -7.754 | -14,3% |
| Bilanzsumme | 67.427 | 72.436 | -5.009 | -6,9% |
Im Vergleich zum Vorjahr sank die Bilanzsumme des Beta Systems Konzerns zum 30. September 2018 um T€ 5.009 auf T€ 67.427. Die Gründe für die Veränderung werden nachfolgend erläutert.
Vermögenswerte
Die Entwicklung der kurzfristigen Vermögenswerte wird geprägt durch den Rückgang der liquiden Mittel. Dieser ist insbesondere auf die unterjährig durchgeführten Akquisitionen, welche abzüglich der übernommenen liquiden Mittel zu einem Zahlungsmittelabfluss von T€ 5.101 führten, sowie den Erwerb eigener Aktien in einem Gesamtvolumen von T€ 11.500 zurückzuführen. Hinzu kommt, dass zum Berichtsstichtag auf Basis zwei unterjährig geschlossener zeitlich befristeter Nachträge T€ 5.100 mehr in den Cash-Pool der Deutsche Balaton eingelegt waren als zum Stichtag des Vorjahres. Diese spiegeln sich auch im Anstieg der weiteren kurzfristigen Vermögenswerte wider. Der Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist insbesondere in Verbindung mit den im Vergleich zum Vorjahr geringeren Lizenzerlösen zu sehen. Die Lizenzerlöse werden gemäß IAS 18.IE 20 nach Vertragsschluss und Leistungserbringung (Bereitstellung von Software und Zugriffsschlüssel) realisiert (vgl. hierzu die Ausführungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Konzernanhang), während die Rechnungsstellung häufig (in der Regel bei Mietverträgen) jahresweise über die Vertragslaufzeit hinweg erfolgt. Dies führt bei Verträgen mit mehrjähriger Laufzeit zu einem zeitlichen Auseinanderfallen von (sofortiger) Umsatzrealisierung und (ratierlichem) Zahlungseingang und resultierte gerade im Vorjahr aufgrund des vergleichsweise hohen Volumens der Vertragsabschlüsse im Bestandskundengeschäft in einem temporären Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Diese werden über die Vertragslaufzeit hinweg dann sukzessive abgebaut, was sich anteilig im Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Berichtsjahr niederschlägt. Gegenläufig führten die Akquisitionen hier zu einem Anstieg von T€ 716.
Im Anstieg der weiteren kurzfristigen Vermögenswerte spiegeln sich vor allem die Sondereinzahlungen in den Cash-Pool der Deutsche Balaton AG in Höhe von insgesamt T€ 5.100 wider.
Die langfristigen Vermögenswerte haben sich aufgrund der im Berichtsjahr durchgeführten Akquisitionen um T€ 5.766 erhöht. Hierunter fallen insbesondere das firmeneigene Bürogebäude der LYNET und die erworbene Technologie der AUCONET sowie weitere im Rahmen der Kaufpreisallokationen aktivierte immaterielle Vermögenswerte inklusive der ermittelten Firmenwerte. Gegenläufig wirkten sich unter anderem die planmäßigen Abschreibungen auf die im Zusammenhang mit dem Zukauf der HORIZONT Software GmbH aktivierten immateriellen Vermögenswerte aus. Außerplanmäßige Abschreibungen auf Firmenwerte oder weitere immaterielle Vermögenswerte wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen. Insgesamt stiegen die langfristigen Vermögenswerte somit um T€ 4.559 an.
Die weiteren langfristigen Vermögenswerte enthielten bislang unter anderem Forderungen gegenüber den Veräußerern der HORIZONT, die ganz oder in Teilen fällig würden, wenn einer oder mehrere Veräußerer vor Ablauf des im damaligen Kaufvertrag vereinbarten Zeitraums die Gesellschaft vorzeitig verlässt. Da die Veräußerer weiterhin für die Gesellschaft tägig sind, ging diese Forderung im Berichtsjahr planmäßig anteilig zurück. Der zum Bilanzstichtag verbleibende Forderungsbestand bezieht sich auf das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2018/19 und wurde daher in die kurzfristigen Vermögenswerte umgegliedert.
Infolge der vorstehend beschriebenen Effekte sank der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme. Zum Bilanzstichtag beträgt das Verhältnis der kurzfristigen zu den langfristigen Vermögenswerten 76 : 24 im Vergleich zu 84 : 16 im Vorjahr.
Der Buchwert der Firmenwerte stieg infolge der Akquisitionen an und lag zum Bilanzstichtag bei T€ 3.567 (Vorjahr: T€ 1.755). Unverändert blieb der Buchwert der Firmenwerte bezüglich der 100%-Beteiligungen an der SI Software Innovation GmbH (T€ 189) und der HORIZONT Software GmbH (T€ 1.566). Neu hinzugekommen sind die Firmenwerte für die LYNET Kommunikation AG mit einem Buchwert von T€ 267 sowie für den Teilkonzern AUCONET mit einem Buchwert von T€ 1.545.
Schulden
Als passive Rechnungsabgrenzung werden in der Bilanz von Kunden bereits erhaltene bzw. fällige Beträge für noch in Zukunft zu erbringende Leistungen ausgewiesen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf Lizenz und Wartungsleistungen, Serviceleistungen werden in der Regel entsprechend der Leistungserbringung abgerechnet und spielen für die passive Rechnungsabgrenzung nur eine untergeordnete Rolle. Aus den bestehenden Kundenverträgen und den daraus erhaltenen Zahlungen ergibt sich stichtagsbezogen gegenüber dem Vorjahr eine gestiegene Abgrenzung noch zu erbringender Leistungen.
Der Anstieg der weiteren kurzfristigen Schulden wird durch die unterjährig durchgeführten Akquisitionen bedingt. Ohne Berücksichtigung der Akquisitionen sind die kurzfristigen Schulden im Wesentlichen bedingt durch die Inanspruchnahme und Auflösung von Rückstellungen des Vorjahres gesunken.
Eigenkapital und Eigenkapitalquote
Die Entwicklung des Eigenkapitals basiert auf zwei gegenläufigen Effekten. Einerseits führt das positive Gesamtergebnis des Geschäftsjahres 2017/18 zu einem Anstieg des Eigenkapitals, während der im Berichtsjahr vorgenommene Rückkauf eigener Aktien das Eigenkapital andererseits um den Erwerbspreis von € 11,5 Millionen sinken lässt. Insgesamt ging das Eigenkapital des Beta Systems Konzerns somit auf T€ 46.432 zum 30. September 2018 zurück. Entsprechend sank die Eigenkapitalquote von 74,8% zum Stichtag des Vorjahres auf 68,9%. Für weitere Details zur Zusammensetzung des Eigenkapitals der Gesellschaft wird auf die entsprechende Darstellung im Konzernanhang verwiesen.
Finanzlage
Ziel und Aufgabe des Liquiditätsmanagements des Beta Systems Konzerns ist die stets ausreichende Bereitstellung von Liquidität aus Fremd- und Eigenmitteln.
| Finanzlage | GJ 2017/18 | GJ 2016/17 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| abs. | rel. | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 8.318 | 5.275 | 3.043 | 57,7% |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -10.378 | 81 | -10.458 | -12956,9% |
| Freier Cashflow | -2.060 | 5.356 | -7.415 | -138,5% |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -11.506 | -78 | -11.428 | -14699,6% |
| Zunahme (Abnahme) der Zahlungsmittel | -13.566 | 5.278 | -18.845 | -357,0% |
Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit überstieg im Berichtsjahr erwartungsgemäß das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) deutlich. Dies liegt insbesondere in dem hohen Volumen der Vertragsverlängerungen des Vorjahres begründet. Bei Vertragsverlängerungen fallen die Realisierung der Lizenzerlöse (in der Regel direkt nach Vertragsschluss und Erfüllung der Leistungsverpflichtungen) und die Rechnungstellung und folglich die Zahlungen durch den Kunden (häufig ratierlich über die gesamte Laufzeit des Vertrags) oftmals zeitlich auseinander. Dies resultierte im Vorjahr in einem temporären Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Diese werden über die Vertragslaufzeit hinweg sukzessive abgebaut, so dass hier die Zahlungseingänge den Anteil der ratierlich realisierten Umsatzerlöse (in der Regel Wartungserlöse) übersteigen. Erwartungsgemäß hat sich der Effekt des Vorjahres (Umsatzerlöse und damit Ergebniswirkung überstiegen die tatsächlichen Einzahlungen) im Berichtsjahr gedreht (die Einzahlungen überstiegen die Umsatzerlöse und damit die Ergebniswirkung). Hinzu kommt, dass für mögliche nachlaufende Effekte aus den Akquisitionen Rückstellungen gebildet wurden, die zwar das EBITDA mindern, aber in der Berichtsperiode nicht zahlungswirksam waren.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit wird geprägt durch die Auszahlungen für die unterjährig durchgeführten Akquisitionen (abzüglich des übernommenen Bestands an liquiden Mitteln) in Höhe von T€ 5.101 sowie die Sondereinlage in den Cash-Pool der Deutsche Balaton AG von T€ 5.100. Ungeachtet der Akquisitionen betragen die im Cashflow aus Investitionstätigkeit enthaltenen Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen T€ 576. Darüber hinaus sind hier Zinserträge von T€ 399 enthalten, die maßgeblich über den Cash-Pool mit der Deutsche Balaton AG erwirtschaftet wurden. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit weist im Wesentlichen die Auszahlungen für den Erwerb von 500.000 eigenen Aktien zu einem Erwerbspreis von T€ 11.500 aus.
Zusammenfassend sind die Zahlungsmittel im Berichtsjahr um T€ 13.566 gesunken und betragen zum Bilanzstichtag T€ 5.541. Beta Systems hält zum 30. September 2018 die Liquiditätspositionen zum großen Teil in Sichteinlagen und Tagesgeldern, da bei längerfristigen Anlagen aufgrund der nach wie vor flachen Zinsstrukturkurve die Nachteile geringerer Verfügbarkeit durch die Zinssätze nicht adäquat ausgeglichen würden. Hinzu kommt die Einlage in den Cash-Pool der Deutsche Balaton AG in Höhe von T€ 30.100, die in der Bilanz unter den weiteren kurzfristigen Vermögenswerten ausgewiesen wird. Für diese Anlage erfolgt eine marktkonforme, aber im Vergleich zu Tagesgeldern deutlich bessere Verzinsung.
Der Konzern verfügt somit unter Einbezug der Einlage in den Cash-Pool der Deutsche Balaton AG über kurzfristig verfügbare finanzielle Mittel von T€ 35.641 (Vorjahr: T€ 44.107).
Kreditlinien bei Finanzinstituten bestehen weiterhin nicht.
3.3 GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE
Der Beta Systems Konzern hat das Geschäftsjahr 2017/18 mit einem Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) von T€ 5.469 (2016/17: T€ 10.806) und einem Betriebsergebnis (EBIT) von T€ 3.786 (2016/17: T€ 9.033) abgeschlossen. Die unterjährig getätigten Akquisitionen wirkten sich - insbesondere aufgrund der Sondereffekte bei der Übernahme des Geschäftsbetriebs der AUCONET aus einer Insolvenzsituation - im Berichtsjahr voraussichtlich einmalig negativ auf die Konzernzahlen aus. Vor Akquisitionen liegt das EBITDA bei T€ 6.077 und das EBIT bei T€ 4.768. Damit wurden erwartungsgemäß Ergebnisse erzielt, die zwar das hohe Niveau des Vorjahres nicht erreichen konnten, jedoch im oberen Bereich der getätigten Prognose liegen. Für das laufende Geschäftsjahr wird ein positiver Beitrag der Akquisitionen zum Konzernbetriebsergebnis vor Abschreibungen erwartet. Unter Berücksichtigung nicht-operativer Einmaleffekte betrug das normalisierte Betriebsergebnis T€ 4.879 (2016/17: T€ 9.517) bzw. T€ 4.968 vor Akquisitionen.
Das Jahresergebnis liegt bei T€ 3.973 (2016/17: T€ 7.983). Darin enthalten ist ein Finanzergebnis von T€ 477, das maßgeblich durch die Zinserträge auf Einlagen in den Cash-Pool der Deutsche Balaton AG bestimmt wurde, sowie ein Steueraufwand von T€ 290.
Sowohl die EBITDA-Marge (11,9% bzw. 14,2% vor Akquisitionen) als auch die normalisierte EBIT-Marge (10,6% bzw. 11,6% vor Akquisitionen) lagen im Geschäftsjahr 2017/18 weiterhin im zweistelligen Bereich, allerdings unterhalb des langfristig angestrebten Ziels einer EBITDA-Marge bzw. normalisierten EBIT-Marge von 15-20%. Zielsetzung ist es, für das laufende Geschäftsjahr in den angestrebten Zielkorridor zu gelangen und den Konzern dort auch in den kommenden Jahren nachhaltig zu positionieren. Ob dies gelingt, hängt im Wesentlichen weiterhin von folgenden Faktoren ab:
Verteidigung und Ausbau der Marktposition und Umsatzerlöse im Geschäftsbereich DCI
Im Geschäftsjahr 2017/18 konnte das Neugeschäft (Ausbau der Kundenbeziehungen mit Bestandskunden, Gewinnung von Neukunden) im Geschäftsbereich DCI gegenüber dem Vorjahr deutlich zulegen. Ein wesentliches Erfolgskriterium war dabei unter anderem die internationale Ausrichtung von Beta Systems, die es ermöglichte, sich bei weltweit agierenden Großkonzernen erfolgreich als globaler Dienstleister zu platzieren. Beta Systems geht davon aus, dass die Konsolidierung von Lieferantenverträgen und damit einhergehend die weitere Internationalisierung in den künftigen Jahren voraussichtlich weiter zunehmen wird. Hieraus ergeben sich sowohl Risiken als auch weitere Wachstumspotentiale.
Im laufenden Geschäftsjahr steht insbesondere die Einführung der neuen Produktgeneration Symphony im Vordergrund, in die umfangreiche Neuerungen integriert wurden. Unter anderem helfen signifikante Verbesserungen in Funktion und Effizienz den Kunden, Kosten und Zeit einzusparen. Darüber hinaus bietet unter anderem der Vertrieb der AUCONET-Lösung BICS die Möglichkeit, Wachstumspotentiale zu realisieren und die gute Marktposition von Beta Systems weiter zu stärken und auszubauen.
Unabhängig davon gilt es, die Projekte zur Weiterentwicklung und Modernisierung der DCI Produktpalette sowohl für Mainframe-Umgebungen als auch für die verteilte Welt weiter voranzutreiben, um sich ändernde bzw. neue Anforderungen der Kunden (zum Beispiel in Verbindung mit der Umsetzung der neuen EU-Datenschutzgrundverordnung) optimal zu unterstützen. Die Erfolge des Berichtsjahres unterstreichen, dass zielgerichtete Innovationen auch in einem weitgehend gesättigten Markt Wachstumschancen bieten.
Gewinnung von Neukunden im Geschäftsbereich IAM
Analog zum Geschäftsbereich DCI konnte auch der Geschäftsbereich IAM im abgelaufenen Geschäftsjahr ein erfolgreiches Neugeschäft verzeichnen. Insbesondere im Neukundengeschäft im Segment DACH konnte das Auftragseingangsvolumen signifikant gesteigert werden. Neben einer erfolgreichen Neuausrichtung des Vertriebs spielte dabei eine positive Rolle, dass gerade die in den vergangenen Jahren umgesetzten Produktinnovationen wie das Process Center und das User Center die Software anwenderfreundlicher machen, die Einführung beschleunigen und Komplexität und Kosten reduzieren. Die ersten Wochen und Monate des neuen Geschäftsjahres lassen die Gesellschaft optimistisch auf das neue Geschäftsjahr 2018/19 blicken, in dem es gilt, die bisherigen Erfolge zu bestätigen.
Erfolgreiche Umsetzung anorganischer Wachstumsmöglichkeiten
Im Berichtsjahr wurden mit der Akquisition der LYNET und des Geschäftsbetriebs der AUCONET vielversprechende Schritte mit Blick auf das anorganische Wachstum unternommen. Auch im laufenden Geschäftsjahr wird die Suche nach anorganischen Wachstumsmöglichkeiten durch Unternehmensakquisitionen intensiv fortgesetzt. Die M&A Strategie ist primär auf die Stärkung der bestehenden Geschäftsbereiche ausgerichtet. Gleichzeitig werden aufgrund diverser attraktiver Wachstumsfelder im Bereich IT auch Akquisitionen in neuen Geschäftsbereichen verfolgt.
Sicherstellung von Prozess- und Kosteneffizienz
Wie bereits in den Vorjahren wurden auch im Berichtsjahr erneut weitere Einsparungen im administrativen Bereich erzielt, unter anderem bei den Infrastrukturkosten. Gleichzeitig konnten Synergien durch die Übernahme administrativer Tätigkeiten durch die Beta Systems Holding für die akquirierten Gesellschaften gehoben werden. Die erlangte Prozess- und Kosteneffizienz gilt es zukünftig beizubehalten bzw. kontinuierlich auf zusätzliche Optimierungsmöglichkeiten hin zu analysieren. Der größte Teil der Kosteneinsparpotentiale konnte in den zurückliegenden Jahren bereits gehoben werden. Im Falle von Unternehmensakquisitionen werden die administrativen Tätigkeitsbereiche jedoch auf weiteres Synergiepotential hin geprüft werden.
4. ERTRAGS-, VERMÖGENS- UND FINANZLAGE DER BETA SYSTEMS SOFTWARE AG
Die Beta Systems Software AG ist die Muttergesellschaft des Beta Systems Konzerns. Die AG stellt ihren Jahresabschluss nach den Regeln des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) auf, welcher separat veröffentlicht wird.
4.1 ERTRAGSLAGE
Die Leistung der Beta Systems Software AG im Geschäftsjahr 2017/18 ergibt sich wie folgt:
| Umsatz- und Ergebnisentwicklung (Beta Systems AG) | GJ 2017/18 | GJ 2016/17 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| abs. | rel. | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Betriebsleistung | 6.167 | 6.652 | -485 | -7,3% |
| Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen | -1.764 | -2.028 | 265 | -13,0% |
| Personalaufwand | -4.547 | -4.802 | 255 | -5,3% |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen & Erträge | 1.251 | 2.121 | -869 | -41,0% |
| Betriebsergebnis vor Abschreibungen | 1.108 | 1.943 | -835 | -43,0% |
| Abschreibungen | -238 | -230 | -8 | 3,4% |
| Betriebsergebnis | 870 | 1.713 | -843 | -49,2% |
| Normalisierung Einmaleffekte | -491 | -1.148 | 657 | -57,2% |
| Normalisiertes Betriebsergebnis | 379 | 565 | -186 | -32,9% |
| Beteiligungsergebnis | 6.651 | 4.905 | 1.746 | 35,6% |
| Normalisierung Einmaleffekte | -298 | 1.254 | -1.552 | -123,7% |
| Normalisiertes Beteiligungsergebnis | 6.353 | 6.159 | 195 | 3,2% |
| Finanzergebnis | 623 | 264 | 359 | 135,8% |
| Ertragssteuern | -843 | -788 | -55 | 7,0% |
| Ergebnis der Geschäftsperiode | 7.302 | 6.094 | 1.208 | 19,8% |
Entwicklung der Betriebsleistung
Die Betriebsleistung entspricht den Umsatzerlösen. Bestandsveränderungen aus unfertigen Leistungen, die grundsätzlich ebenfalls als Teil der Betriebsleistung auszuweisen wären, existieren aufgrund des Geschäftsmodells der Beta Systems Software AG als Holding nicht.
Die Umsatzerlöse der AG aus der Erbringung zentraler Dienstleistungen für die Konzerngesellschaften betrugen im Berichtsjahr entsprechend der Definition nach BilRUG T€ 6.167 und lagen damit rund 7% unter dem Vorjahresniveau (T€ 6.652). Dabei handelt es sich um wertschöpfende Leistungen (übergeordnete Verwaltungstätigkeiten) der Holding für ihre Konzerngesellschaften (T€ 5.448) sowie Umsatzerlöse aus Untervermietung an Konzerngesellschaften (T€ 719). Der Rückgang der Umsatzerlöse steht im Zusammenhang mit weiteren Einsparungen in den Admin-Funktionen der Holding, so dass die Dienstleistungen gegenüber den Konzerngesellschaften etwas günstiger erbracht werden konnten als im Vorjahr.
Entwicklung des Betriebsergebnisses
Die Summe der Betriebsaufwendungen und -erträge (Aufwand für bezogene Leistungen, Personalaufwand, Abschreibungen, sonstige betriebliche Aufwendungen und Erträge) ist im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr leicht gestiegen. Gemeinsam mit den rückläufigen Umsatzerlösen führte dies zu einem Rückgang des Betriebsergebnisses. Zu beachten ist, dass das Betriebsergebnis im Vorjahr stark durch Zuschreibungen beeinflusst war, die aufgrund der verbesserten wirtschaftlichen Situation der US-amerikanischen Tochtergesellschaft in Folge der jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstests vorzunehmen waren und dieses damit nur eingeschränkt vergleichbar ist.
Im Aufwand für bezogene Leistungen werden grundsätzlich Aufwendungen ausgewiesen, die im direkten Zusammenhang mit der Erzielung der Umsatzerlöse stehen. Hierzu gehören unter anderem die Besetzung von Empfang und Telefonzentrale der Holding, Aufwendungen für die Wartung und Pflege der internen IT Infrastruktur (Hard- und Software), Aufwendungen für zentrale Marketingmaßnahmen (z.B. Organisation von Kundenveranstaltungen, Pflege der Website) sowie Aufwendungen für Miete und Nebenkosten für die (konzernintern) untervermieteten Flächen. Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Aufwendungen erneut leicht von T€ 2.028 auf T€ 1.764 gesenkt werden, was sich im Umkehrschluss in den ebenfalls sinkenden Umsatzerlösen widerspiegelt.
Der Rückgang des Personalaufwands für die Holding-Funktionen von T€ 4.802 im Vorjahr 2016/17 auf T€ 4.547 im Berichtsjahr 2017/18 ist im Wesentlichen auf zwei Effekte zurückzuführen. Zum einen waren im Vorjahr durch die damaligen Rechtsstreitigkeiten mit Ex-Vorständen zusätzliche Personalaufwendungen in Höhe von T€ 152 entstanden. Zum anderen sind aufgrund des niedrigeren Konzernergebnisses im Berichtsjahr geringere Aufwendungen für Boni und Tantiemen angefallen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge weisen einen Ertrag von T€ 1.251 für das Berichtsjahr aus. Hierin enthalten sind unter anderem Erträge aus der Begleichung wertberichtigter Forderungen durch die US-amerikanische Tochtergesellschaft sowie die Aufholung von Wertberichtigungen auf Forderungen gegen die britische Tochtergesellschaft, die aufgrund der verbesserten wirtschaftlichen Situation der britischen Gesellschaft infolge der jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstests vorzunehmen war. Gegenläufig entstand Aufwand durch die Wertberichtigung von Forderungen gegen die kanadische Tochtergesellschaft. Insgesamt ergab sich hieraus ein Ertrag von T€ 784.
Beim Vergleich mit den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen des Vorjahres (2016/17: Ertrag von T€ 2.121) ist zu beachten, dass in diesem Wert ein Ertrag aus Sondereffekten (Zuschreibung des Beteiligungsbuchwerts der US-amerikanischen Tochtergesellschaft, Begleichung voll wertberichtigter Forderungen durch die US-amerikanische und kanadische Tochtergesellschaft) in Höhe von T€ 1.456 enthalten war. Unter Bereinigung dieser Effekte ergibt sich ein Rückgang des Saldos der sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge um T€ 197, der gegenläufige Effekte vereint. Einsparungen konnten vor allem im Bereich der Infrastrukturkosten und bei Fremdarbeiten erzielt werden. Bedingt durch die unterjährig getätigten Akquisitionen sind hingegen die Aufwendungen für Prüfung und Beratung leicht angestiegen. Gleichzeitig sind die Erträge aus der Kostenweiterbelastung an die Konzerngesellschaften vor dem Hintergrund insgesamt sinkender Aufwendungen zurückgegangen.
Die gesamten Betriebsaufwendungen und -erträge werden insgesamt durch nicht-operative Einmaleffekte von T€ 491 (2016/17: T€ 1.148) beeinflusst. Neben den bereits zuvor genannten Erträgen und Aufwendungen aus konzerninternen Sachverhalten gegenüber ausländischen Tochtergesellschaften fallen hierunter im Wesentlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Durchführung der unterjährig getätigten Akquisitionen sowie der Evaluierung weiterer anorganischer Wachstumsmöglichkeiten von insgesamt T€ 243 sowie Aufwand aus Währungseffekten von T€ 49.
Das Geschäftsjahr 2017/18 wurde mit einem Betriebsergebnis von T€ 870 abgeschlossen (2016/17: T€ 1.713). Das normalisierte Betriebsergebnis beträgt T€ 379 (2016/17: T€ 565).
Beteiligungsergebnis
Das Beteiligungsergebnis setzt sich grundsätzlich aus Abschreibungen auf Finanzanlagen (Beteiligungsbuchwerte und Ausleihungen gegenüber Konzerngesellschaften) sowie den Ergebnissen aller Konzerngesellschaften zusammen, mit denen Ergebnisabführungsverträge bestehen. Für den Ausweis im Beteiligungsergebnis spielt es dabei keine Rolle, ob der Ergebnisabführungsvertrag direkt mit der Beta Systems Software AG oder mit einer anderen Konzerngesellschaft geschlossen wurde, für welche ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Beta Systems Software AG besteht. Im Beteiligungsergebnis enthalten sind somit die Ergebnisse aller inländischen Konzerngesellschaften mit Ausnahme des AUCONET Teilkonzerns. Im Einzelnen sind dies die Beta Systems DCI Software AG, die Beta Systems IAM Software AG, die SI Software Innovation GmbH, die HORIZONT Software GmbH, die Beta Systems IT Operations GmbH und seit dem Berichtsjahr die LYNET Kommunikation AG. Unter Einbezug aller vorgenannten Gesellschaften ergibt sich aus den Ergebnisabführungsverträgen ein Beteiligungsergebnis von T€ 6.651 (2016/17: Beteiligungsergebnis von T€ 4.905, davon aus Ergebnisabführungsverträgen T€ 8.294). Abschreibungen auf Finanzanlagen wurden im Berichtsjahr nicht vorgenommen (2016/17: Aufwand von T€ 3.390).
Bei der Interpretation der Ergebnisabführungen ist zu beachten, dass in der Beta Systems DCI Software AG auf Basis der jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstests eine Wertaufholung des Forderungsbestands gegenüber der britischen Konzerngesellschaft vorgenommen wurde. Hieraus ergab sich ein Ertrag von T€ 298.
Das um den vorgenannten Einmaleffekt bereinigte Beteiligungsergebnis beträgt somit T€ 6.353 und liegt damit leicht über dem um die damaligen Sondereffekte bereinigten Vorjahreswert von T€ 6.159.
Dividendenerträge aus ausländischen Tochtergesellschaften gab es im Berichtsjahr wie auch im Vorjahr nicht.
Brutto-Umsatzrendite
Die Brutto-Umsatzrendite (EBIT-Marge) der Beta Systems Software AG beträgt im Berichtsjahr 14,1% (2016/17: 25,7%). Die normalisierte Brutto-Umsatzrendite beträgt 6,1% (2016/17: 8,5%).
4.2 VERMÖGENS- UND FINANZLAGE
Zum Abschlussstichtag am 30. September 2018 stellt sich die Zusammensetzung der Bilanz der Beta Systems Software AG wie folgt dar:
| Vermögenslage | 30.09.2018 | 30.09.2017 | Veränderung | |
|---|---|---|---|---|
| abs. | rel. | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Kurzfristige Vermögensgegenstände | 34.073 | 38.396 | -4.323 | -11,3% |
| Liquide Mittel | 416 | 11.260 | -10.844 | -96,3% |
| Forderungen an verbundene Unternehmen | 33.099 | 26.617 | 6.482 | 24,4% |
| Weitere kurzfristige Vermögensgegenstände | 557 | 519 | 39 | 7,5% |
| Langfristige Vermögensgegenstände | 38.330 | 32.329 | 6.001 | 18,6% |
| Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände | 494 | 447 | 47 | 10,6% |
| Finanzanlagen | 37.836 | 31.883 | 5.953 | 18,7% |
| Kurzfristige Schulden | 24.206 | 18.365 | 5.841 | 31,8% |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 218 | 307 | -90 | -29,2% |
| Verbindlichkeiten ggü. verbundenen Unternehmen | 21.939 | 15.274 | 6.665 | 43,6% |
| Weitere kurzfristige Schulden | 2.049 | 2.784 | -735 | -26,4% |
| Langfristige Schulden | 1.506 | 1.470 | 36 | 2,4% |
| Eigenkapital | 46.692 | 50.890 | -4.198 | -8,2% |
| Bilanzsumme | 72.403 | 70.725 | 1.678 | 2,4% |
Insgesamt hat sich die Bilanzsumme um 2,4% auf T€ 72.403 erhöht.
Vermögensgegenstände
Die Entwicklung der kurzfristigen Vermögensgegenstände ist maßgeblich geprägt durch den Rückgang der liquiden Mittel. Dieser resultiert aus Auszahlungen im Zusammenhang mit den Akquisitionen der LYNET und des Geschäftsbetriebs der AUCONET, dem Rückkauf eigener Aktien sowie zeitlich befristeten Sondereinzahlungen in den Cash-Pool der Deutsche Balaton AG. Einzahlungen ergaben sich aus der Anlage der liquiden Mittel der Konzerngesellschaften im Beta Systems internen Cash-Pool. Als Betreibergesellschaft des Beta Systems internen Cash-Pools übernimmt die AG das Liquiditätsmanagement für die Konzerngesellschaften.
Der Anstieg der Forderungen an verbundene Unternehmen resultiert überwiegend aus der Sondereinzahlung in den Cash-Pool der Deutsche Balaton. Zum Stichtag beträgt die Einlage in den Cash-Pool der Deutsche Balaton T€ 30.100 gegenüber T€ 25.000 zum Vorjahresstichtag. Ein weiterer Effekt ergibt sich aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen gegen die Tochtergesellschaft in Großbritannien, die aufgrund der verbesserten Ergebnissituation der britischen Gesellschaft infolge der Ergebnisse des jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstests vorzunehmen war. Hinzu kommen gestiegene Forderungen gegen einzelne Konzerngesellschaften im Zusammenhang mit dem Beta Systems internen Cash-Pool.
Die Entwicklung der langfristigen Vermögensgegenstände geht einher mit der Entwicklung der Finanzanlagen. Diese setzen sich im Wesentlichen aus den Anteilen an verbundenen Unternehmen (Tochtergesellschaften der Beta Systems Software AG) sowie Ausleihungen an verbundene Unternehmen zusammen. Die Anteile an verbundenen Unternehmen sind durch die Akquisition der LYNET Kommunikation AG gestiegen. Die Gesellschaft wird zum Bilanzstichtag mit einem Beteiligungsbuchwert von T€ 2.748 bilanziert. Für die Übernahme des Geschäftsbetriebs der AUCONET wurde ein konzerninternes Darlehen in Höhe von T€ 3.400 an die damalige Beta GRC Consulting GmbH, heute firmierend als AUCONET GmbH, als übernehmende Gesellschaft ausgereicht. Dies schlägt sich im Anstieg der Ausleihungen an verbundene Unternehmen nieder.
Das Verhältnis der kurz- zu den langfristigen Vermögensgegenständen hat sich durch die vorgenannten Effekte und den damit verbundenen Rückgang der liquiden Mittel bei gleichzeitigem Anstieg der Finanzanlagen von einem Verhältnis von 54 : 46 im Vorjahr auf ein Verhältnis von 47 : 53 zum Bilanzstichtag 30. September 2018 verändert.
Schulden
Der Anstieg der kurzfristigen Schulden vereint gegenläufige Effekte der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und der weiteren kurzfristigen Schulden. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen wie im Vorjahr fast ausschließlich Cash-Pooling-Verbindlichkeiten innerhalb des Beta Systems Konzerns. Diese sind aufgrund höherer Einlagen einiger Tochtergesellschaften in den Cash-Pool im Vergleich zum Vorjahr angestiegen. Der Rückgang der weiteren kurzfristigen Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus gesunkenen Steuerrückstellungen sowie niedrigeren Rückstellungen für Boni und Tantiemen infolge des gesunkenen Konzernergebnisses. Der Rückgang der Steuerrückstellungen ist auf erhöhte Vorauszahlungen infolge der kontinuierlich guten Jahresergebnisse zurückzuführen.
Die langfristigen Schulden betreffen Rückstellungen für Pensionen und blieben nahezu unverändert.
Eigenkapital und Eigenkapitalquote
Auf Basis der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 16. April 2015 zum Erwerb eigener Aktien hatte der Vorstand der Beta Systems Software AG am 5. Juli 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom selben Tag beschlossen, ein Öffentliches Kaufangebot zum Erwerb von bis zu 500.000 Aktien (entsprechen rund 9,7% des Grundkapitals zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Ermächtigung) der Beta Systems Software AG durchzuführen. Im Zeitraum vom 18. Juli 2018 bis zum 10. August 2018 hat die Beta Systems Software AG auf Basis des am 18. Juli 2018 veröffentlichten Öffentlichen Kaufangebots insgesamt 500.000 Aktien der Gesellschaft zu einem Erwerbspreis (ohne Erwerbsnebenkosten) von € 23,00 je auf den Inhaber lautende Stückaktie der Beta Systems Software AG mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von € 5,00 je Aktie erworben. Hierdurch ging das Eigenkapital in Höhe des Erwerbspreises (ohne Erwerbsnebenkosten) von insgesamt T€ 11.500 zurück.
Der rechnerische Anteil am Grundkapital je Aktie betrug zum Bilanzstichtag unverändert € 5,00.
Die Eigenkapitalquote beträgt 64,5% (Vj. 72,0%).
Der Jahresüberschuss von T€ 7.302 wurde durch Vorstand und Aufsichtsrat bei Feststellung des Jahresabschlusses der Beta Systems Software AG in voller Höhe in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Der Bilanzgewinn der Beta Systems Software AG beträgt somit zum Stichtag wie im Vorjahr unverändert T€ 2.166.
Für weitere Details zur Zusammensetzung des Eigenkapitals der Gesellschaft wird auf die entsprechende Darstellung im Anhang der Beta Systems Software AG verwiesen.
Finanzlage
Die Finanzlage der AG stellt sich unverändert positiv dar. Der Rückgang der liquiden Mittel resultiert aus der Durchführung der Akquisitionen der LYNET und des Geschäftsbetriebs der AUCONET (hierfür wurde ein konzerninternes Darlehen an die damalige Beta GRC Consulting GmbH, heute AUCONET GmbH, in Höhe von T€ 3.400 ausgereicht), dem Rückkauf eigener Aktien zu einem Erwerbspreis von insgesamt T€ 11.500 sowie der zum Bilanzstichtag aufgrund von Sondereinzahlungen zeitlich befristet höheren Einlage in den Cash-Pool der Deutsche Balaton AG.
Unter Berücksichtigung der gesamten Einlage in den Cash-Pool der Deutsche Balaton AG stehen der Beta Systems Software AG insgesamt kurzfristig finanzielle Mittel von T€ 30.516 (2016/17: T€ 36.260) zur Verfügung.
Kreditlinien bei Finanzinstituten bestehen wie im Vorjahr nicht.
Zur weiteren Erläuterung der Finanzlage wird auf die Ausführungen zur Finanzlage des Konzerns verwiesen. Aufgrund der zentralisierten Treasury-Funktion, der Ergebnisabführungsverträge der meisten deutschen Konzerngesellschaften und des Beta Systems internen Cash-Pools mit den Konzerngesellschaften sind die Finanzlage des Konzerns und der AG vergleichbar.
4.3 GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN LAGE
Im Geschäftsjahr 2017/18 sank das Betriebsergebnis der Beta Systems Software AG von T€ 1.713 im Vorjahr auf T€ 870. Ursächlich hierfür waren im Wesentlichen vergleichsweise hohe Sondereffekte des Vorjahres (unter anderem eine Zuschreibung auf die Beteiligung an der US-amerikanischen Tochtergesellschaft sowie Zahlungseingänge auf wertberichtigte Forderungen gegenüber der US-amerikanischen und der kanadischen Konzerngesellschaft). Das um nicht-operative Einmaleffekte bereinigte Betriebsergebnis betrug T€ 379 gegenüber T€ 565 im Vorjahr. Weiterhin wurde ein Beteiligungsergebnis von T€ 6.651 (2016/17: T€ 4.905) erwirtschaftet, in welchem sich - auf Basis der geschlossenen Ergebnisabführungsverträge - die Ergebnisse aller inländischen Konzerngesellschaften mit Ausnahme des AUCONET Teilkonzerns widerspiegeln. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass das Beteiligungsergebnis durch Sondereffekte infolge der jährlich durchzuführenden Werthaltigkeitstests beeinflusst wird. Unter Bereinigung dieser Effekte liegt das normalisierte Beteiligungsergebnis bei T€ 6.353 (2016/17: T€ 6.159). Das Ergebnis der Geschäftsperiode stieg infolge des verbesserten Beteiligungsergebnisses sowie infolge eines ebenfalls gestiegenen Finanzergebnisses im Vergleich zum Vorjahr deutlich an. Insgesamt wurde ein Jahresüberschuss von T€ 7.302 (2016/17: T€ 6.094) erzielt. Das um nicht-operative Effekte bereinigte Jahresergebnis liegt bei T€ 6.513 (2016/17: T€ 6.200).
5. WEITERE ERGEBNISRELEVANTE FAKTOREN
Mitarbeiter
Im Beta Systems Konzern waren zum 30. September 2018 insgesamt 322 Mitarbeiter (Vj. 311 Mitarbeiter) beschäftigt. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf die unterjährig durchgeführten Akquisitionen zurückzuführen. Bereinigt um die Akquisitionen sind die Mitarbeiterzahlen leicht rückläufig, unter anderem weil aufgrund der angespannten Situation am Arbeitsmarkt einzelne Stellen in Service und Entwicklung zum Berichtsstichtag unbesetzt waren. Durchschnittlich waren im Geschäftsjahr 2017/18 317 Mitarbeiter beschäftigt (Vj. 304 Mitarbeiter).
In der Beta Systems Software AG waren zum Abschlussstichtag 51 Mitarbeiter (Vj. 52 Mitarbeiter) angestellt, durchschnittlich im Berichtsjahr 51 Mitarbeiter (Vj. 50 Mitarbeiter).
Zum 30. September 2018 setzte sich die Belegschaft des Beta Systems Konzerns wie folgt zusammen:
Zusammensetzung Belegschaft

Personalaufwendungen und Vergütungsstruktur
Die Personalaufwendungen im Beta Systems Konzern betrugen im Berichtsjahr T€ 28.339, hiervon entfallen T€ 2.234 auf die LYNET und den AUCONET Teilkonzern. Bereinigt um die Akquisitionen gingen die Personalaufwendungen somit im Vergleich zum Vorjahr erwartungsgemäß zurück und sanken von T€ 27.002 auf T€ 26.106. Dabei ist zu beachten, dass der Vergleichswert des Vorjahres durch einen Sondereffekt aufgrund der damaligen Rechtsstreitigkeiten mit zwei Ex-Vorständen von T€ 152 belastet wurde. Daneben spiegelt der Rückgang unter anderem die infolge des schwächeren Ergebnisses gesunkenen Rückstellungen für Boni und Vorstandstantiemen wider. Weiterhin sanken die Personalaufwendungen durch die Optimierung der Vertriebsorganisation im europäischen Ausland.
Die Beta Systems Software AG ist nicht tarifgebunden. Die Vergütung der Mitarbeiter setzt sich aus zwölf Monatsgehältern und gegebenenfalls einer variablen Vergütung zusammen. Die variable Vergütung ist abhängig von der Ergebnisentwicklung des Beta Systems Konzerns, zusätzlich haben leitende Mitarbeiter persönliche Ziele. Die Vergütung des Vorstands setzt sich aus zwölf Monatsgehältern sowie einer vollständig erfolgsabhängigen variablen Komponente zusammen.
Ausbildung
Beta Systems bildete auch im Geschäftsjahr 2017/18 weiterhin erfolgreich junge Menschen in dem Ausbildungsberuf (IHK) Fachinformatiker -Anwendungsentwicklung aus. Das Geschäftsjahr 2017/18 war für sechs neue Auszubildende das erste Jahr ihrer Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Zum Ende des Geschäftsjahres starteten sechs weitere Auszubildende mit der Ausrichtung Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung. Zwei ehemalige Auszubildende konnten ihre Ausbildung im Geschäftsjahr 2017/18 erfolgreich abschließen und wurden anschließend in ein festes Anstellungsverhältnis übernommen.
Insgesamt waren zum Bilanzstichtag 30. September 2018 16 Auszubildende bei Beta Systems beschäftigt.
Gesundheits- und Arbeitsschutz
Die arbeitsmedizinische und sicherheitstechnische Betreuung der Beta Systems Software AG nach dem Arbeitssicherheitsgesetz erfolgt durch die AMD TÜV GmbH, ein Unternehmen des TÜV Rheinland.
Im Rahmen dieser Betreuung erfolgten unter anderem die Teilnahme und Protokollierung von Arbeitsschutzausschusssitzungen. Hierzu gehörte die Durchführung und Protokollierung von Begehungen und Arbeitsplatzbeurteilungen, bei denen der Sicherheits- und Gesundheitsschutz der Beschäftigten im Mittelpunkt stand. Schwerpunkte waren Gefährdungspotentiale auch hinsichtlich Mutterschutz, Ergonomie am Bildschirmarbeitsplatz sowie Brandschutz im Unternehmen. Die alljährlichen Augenuntersuchungen für Beschäftigte an Bildschirmarbeitsplätzen wurden durchgeführt und Fortbildungskurse in Erste-Hilfe besucht.
Beta Best - Gesundheitsmanagement
Vor mehr als drei Jahren haben wir das Gesundheitsmanagement etabliert, das sich ständig steigender Teilnehmerzahlen erfreut. Ein attraktives Gesundheitsmanagement beeinflusst den Krankenstand im Unternehmen positiv und ist auch Ausdruck der Wertschätzung gegenüber unseren Mitarbeitern. Beta Systems setzt hier an und hat nachhaltige Prozesse und Strukturen zur Förderung von Gesundheit entwickelt und etabliert.
Dabei geht es um den wirksamen Arbeits- und Gesundheitsschutz (Vermeidung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten), um das berufliche Eingliederungsmanagement (Überwindung von Arbeitsunfähigkeit und Vermeidung von Fehlzeiten bis hin zur Reintegration chronisch Erkrankter) und um die allgemeine betriebliche Gesundheitsförderung (Maßnahmen zur Förderung der Gesundheit aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Zusammenarbeit mit den Mitbestimmungsgremien, zum Beispiel Rückenkurse, Yoga und anderes als Ausgleich zum Büroalltag).
Ferner unterstützte Beta Systems die sportlichen Aktivitäten ihrer Mitarbeiter bei Business- und Firmenläufen in Berlin, Neustadt und Köln sowie durch gezielte Aktionen und Angebote zur regelmäßigen Bewegung sowie zur besseren und gesunden Ernährung.
Partnerschaften
Auf Basis der bestehenden Partnerschaften von Beta Systems mit weltweit führenden IT-Unternehmen wie z.B. IBM, SAP und Microsoft konnte auch im Geschäftsjahr 2017/18 die technologische Weiterentwicklung des eigenen Produktportfolios vorangetrieben werden. Diese Partnerschaften gestatten es Beta Systems ihren Kunden leistungsfähige Softwarelösungen anzubieten, die in den verschiedensten Bereichen auf Basistechnologien dieser Hersteller beruhen bzw. mit deren Produkten interagieren. Durch die enge Zusammenarbeit mit unseren Technologiepartnern kann Beta Systems sehr zeitnah auf Anforderungen des Marktes mit Neuentwicklungen reagieren. Ebenso stellt die Fortführung der meist langjährigen Partnerschaften im Vertriebs- und Marketing-Umfeld eine gemeinsame effektive Betreuung unserer Kunden sicher.
Im Geschäftsbereich IAM, der vor allem auf selbst entwickelte Lösungen vertraut, spielen Partner eine Rolle durch ergänzende Technologien beziehungsweise bei der Integration der Beta Systems IAM-Lösungen in Kundenumgebungen.
Im Geschäftsjahr 2017/18 wurden im Segment DACH weitere Integratoren autorisiert. In der Zusammenarbeit mit Beta Systems profitieren diese Partner dabei von attraktiven Margen und gemeinsamen Programmen zur Lead-Generierung.
Darüber hinaus wurde für den Geschäftsbereich IAM auch das internationale Partnernetzwerk gezielt ausgebaut, unter anderem mit Partnern in Afrika sowie der Gewinnung eines Partners für den nordamerikanischen Raum.
Im Geschäftsbereich DCI trug die Fortführung bestehender Partnerschaften im Berichtsjahr durch die erfolgreiche Entwicklung des "SAP-Archive-Link" zum Ausbau des Beta Systems Produktportfolios bei. Im internationalen Vertriebs-Umfeld war es Beta Systems möglich, weitere Partnerschaften abzuschließen, unter anderem für Südafrika und den osteuropäischen Raum.
Zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres konnte ein erster Vertriebserfolg über eine vor zwei Jahren etablierte Partnerschaft in Japan mit der neuen Produktgeneration Symphony verzeichnet werden.
PROGNOSE DER VORAUSSICHTLICHEN ENTWICKLUNG MIT IHREN WESENTLICHEN CHANCEN UND RISIKEN
1. PROGNOSE
Beta Systems geht für das Geschäftsjahr 2018/19 von den im Kapitel "Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen" genannten Voraussetzungen aus. Die Prognose basiert darüber hinaus auf einem (zum Zeitpunkt der Feststellung der Planung Anfang September 2018 festgelegten) Wechselkurs von 1,18 EUR/USD.
Im Berichtsjahr waren die Umsatzerlöse des Beta Systems Konzerns erwartungsgemäß gesunken. Das vergleichsweise geringe Volumen zur Verlängerung anstehender Bestandskundenverträge hatte zu einem Rückgang der Lizenzerlöse geführt. Aufgrund des erfolgreichen Neugeschäfts (Ausbau von bestehenden Kundenbeziehungen und Gewinnung von Neukunden) konnten dennoch Umsatzerlöse in der oberen Hälfte der prognostizierten Bandbreite erzielt werden. Die unterjährig getätigten Akquisitionen sorgten darüber hinaus für ein anorganisches Wachstum der Umsatzerlöse.
Für das laufende Geschäftsjahr 2018/19 wird mit einem leichten Anstieg der Umsatzerlöse gerechnet. Neben dem zyklisch bedingten Anstieg des Volumens der zur Verlängerung anstehenden Verträge werden im Bestandskundengeschäft des Geschäftsbereichs DCI steigende Erlöse insbesondere durch die Platzierung der neuen Produktgeneration Symphony erwartet. Darüber hinaus werden weitere Umsatzsteigerungen aus dem Ausbau der Geschäftsbeziehungen mit Bestandskunden sowie dem Neukundengeschäft erwartet. Die ersten Wochen des neuen Geschäftsjahres stimmen die Gesellschaft positiv, an die Erfolge des Berichtsjahres anknüpfen zu können. Wachstumspotential wird nicht zuletzt durch die Platzierung der AUCONET-Produkte im Bereich IT Operations Management gesehen. Für das Segment DACH ergibt sich darüber hinaus ein technischer Effekt aus dem erstmals ganzjährigen Einbezug der LYNET und des Teilkonzerns AUCONET.
Zusammenfassend wird - wie in der Unternehmensmitteilung der Beta Systems Software AG vom 12. September 2018 bereits mitgeteilt - im laufenden Geschäftsjahr 2018/19 ein Konzernumsatz zwischen € 46,5 Millionen und € 49,5 Millionen erwartet. Das Konzernbetriebsergebnis (EBIT) wird auf Basis der aktuellen Budgetplanung und Konzernstruktur (d.h. inklusive der LYNET Kommunikation AG und dem AUCONET Teilkonzern) voraussichtlich zwischen € 4,5 Millionen und € 6,5 Millionen liegen. Für das EBITDA wird ein Wert zwischen € 6,3 Millionen und € 8,3 Millionen und damit eine weiterhin deutlich zweistellige EBITDA-Marge erwartet.
Ebenso geht die Gesellschaft von einem weiterhin positiven Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit auf dem Niveau des EBITDA aus. Zu beachten ist, dass sämtliche Angaben zur Prognose für das laufende Geschäftsjahr 2018/19 sich auf die zum 30. September 2018 bestehende Konzernstruktur ohne die Berücksichtigung möglicher weiterer Akquisitionen beziehen.
Für das darauffolgende Geschäftsjahr 2019/20 geht der Vorstand von einer weiteren moderaten Steigerung des Umsatzes sowie des EBIT und des EBITDA aus. Somit wird sich die EBITDA-Marge auf Basis der derzeitigen Erwartungen voraussichtlich in dem angestrebten langfristigen Korridor von 1520% befinden.
Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit wird im laufenden Geschäftsjahr weiterhin auf dem Segment DACH liegen, für das ein im Verhältnis zur Konzernentwicklung leicht überproportionaler Anstieg der externen Umsatzerlöse und der Ergebnisgrößen EBITDA und EBIT prognostiziert wird. Dies hängt damit zusammen, dass die zuvor beschriebenen Effekte sich voraussichtlich größtenteils auf das Segment DACH auswirken werden, wo auch die Neuakquisitionen LYNET und AUCONET bisher weit überwiegend aktiv sind. Die Entwicklung der übrigen Segmente wird wesentlich durch den zyklischen Verlauf der anstehenden Vertragsverlängerungen geprägt, wobei auch hier Wachstumspotentiale aus dem Wechsel auf die neue DCI Produktgeneration Symphony sowie die Platzierung der AUCONET Produkte gesehen werden. Zusammenfassend werden für das Segment Westeuropa leicht steigende Umsatzerlöse und ein leicht positives EBIT / EBITDA erwartet, während das Segment Sonstiges Europa annähernd auf dem Niveau des Berichtsjahres gesehen wird. Im Segment Nordamerika werden die externen Umsatzerlöse nach einem starken Ergebnis im Berichtsjahr voraussichtlich auf das Niveau des Vorjahres zurückgehen.
Das langfristige weitere Wachstum und auch die Profitabilität des Konzerns werden über die Jahre darüber hinaus unter anderem von den folgenden Faktoren abhängen:
| ― | Verstärkte Entwicklung und erfolgreiche Platzierung von Produktinnovationen mit weiteren positiven Auswirkungen auf das Neugeschäft, |
| ― | ständige Prüfung von anorganischen Wachstumsmöglichkeiten und schnelle Umsetzung bei sich bietenden guten Gelegenheiten und |
| ― | Ausbau und Halten unseres hoch qualifizierten Mitarbeiterstamms. |
Der Vorstand hat diese Stellhebel kontinuierlich im Blick.
Für die Beta Systems Software AG werden für das Geschäftsjahr 2018/19 Umsatzerlöse aus zentralen Konzerndienstleistungen sowie ein normalisiertes Betriebsergebnis auf dem Niveau des Berichtsjahres erwartet. Das normalisierte Beteiligungsergebnis wird analog der Konzernentwicklung voraussichtlich leicht ansteigen. Die normalisierten Ergebnisgrößen umfassen keine Sondereffekte beispielsweise aus Abschreibungen/Zuschreibungen, die aus heutiger Sicht nicht abschätzbar sind.
Wesentliche Risiken der prognostizierten Entwicklung für das Geschäftsjahr 2018/19 liegen unter anderem in der Realisierung der geplanten Wachstumspotentiale im Bestands- und Neukundengeschäft für die Geschäftsbereiche DCI und IAM. Gerade der aus der Insolvenz übernommene Geschäftsbetrieb der AUCONET birgt hier sowohl Chancen als auch Risiken. Zusätzliche Chancen und Risiken gleichermaßen können sich darüber hinaus insbesondere aus der Umsetzung weiterer Unternehmensakquisitionen ergeben. In der vorliegenden Prognose sind keine Effekte möglicher weiterer Akquisitionen berücksichtigt. Generell besteht wie in den Vorjahren eine hohe Unsicherheit der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, unter anderem bedingt durch die weiterhin angespannte geopolitische Lage. Abweichungen von den Erwartungen können wesentliche Auswirkungen auf das Investitionsverhalten unserer Kunden, vor allem bei Banken und Versicherungen, haben.
2. INTERNES KONTROLLSYSTEM UND RISIKOMANAGEMENT
Im Rahmen der weltweiten geschäftlichen Tätigkeit auf dem Gebiet der Softwareentwicklung und dem Vertrieb der daraus entstehenden Produkte und Leistungen sind die Beta Systems Software AG und die Konzerngesellschaften einer Reihe von Chancen und Risiken ausgesetzt, die untrennbar mit dem unternehmerischen Handeln verbunden sind. Die vom Vorstand in ihren Grundsätzen vorgegebene und verfolgte Risikopolitik besteht darin, im Rahmen der Geschäftstätigkeit vorhandene Chancen optimal zu nutzen und die damit verbundenen Risiken nur dann einzugehen, wenn ein entsprechender Mehrwert durch die Chancenausnutzung geschaffen werden kann. Ziel dieses Vorgehens ist die Steigerung des Unternehmenswertes durch nachhaltiges Wachstum.
Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem
Dem Vorstand der Beta Systems Software AG und dem Management des Beta Systems Konzerns stehen umfassende konzernübergreifende und unternehmensspezifische Risikomanagement- und Kontrollsysteme zur Verfügung, welche die Erfassung, Bewertung und Steuerung dieser Risiken ermöglichen. Ein systematisches Risikomanagement sorgt dafür, dass eventuelle Risiken möglichst frühzeitig erkannt und bewertet werden. Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des Beta Systems Konzerns und der AG umfasst alle Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen zur Sicherung der Wirksamkeit, Wirtschaftlichkeit und der Ordnungsmäßigkeit der (Konzern-) Rechnungslegung sowie zur Sicherung der Einhaltung der maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.
Prozessintegrierte und prozessunabhängige Überwachungsmaßnahmen bilden die Elemente des internen Überwachungssystems. Neben manuellen Prozesskontrollen, wie dem "Vier-Augen-Prinzip", sind auch die maschinellen IT-Prozesskontrollen, das IT-Berechtigungskonzept und die Funktionstrennung wesentliche Teile der prozessintegrierten Maßnahmen. Weiterhin werden durch Gremien oder durch spezifische Konzernfunktionen, wie z.B. die Rechtsabteilung, prozessintegrierte Überwachungen sichergestellt.
Zur Überwachung und Steuerung der Risiken hat Beta Systems ein Risikomanagementsystem ("RMS") für die Gesellschaft und den Konzern implementiert. Mit dem eingesetzten RMSB (Risiko-Management-System-Beta, eine Eigenentwicklung) wird sichergestellt, dass alle Informationen bzw. Risiken zeitnah auf dem aktuellen Stand sind und auf einen Blick übersichtlich und verständlich dargestellt werden können. Aufgrund der Eigenprogrammierung können Änderungen und Anpassungen jederzeit realisiert werden und eine individuelle Anpassung an die Erfordernisse von Beta Systems ist somit zeitnah gewährleistet. Beta Systems ist mit diesem System in der Lage schnell, sicher und kostengünstig auf Veränderungen zu reagieren.
Darüber hinaus dient das RMSB der Dokumentation der Veränderungen von Risiken. Die Bewertung der Risiken erfolgt gemäß den Regelungen des Risikomanagementsystem-Handbuchs, in dem auch Aufbau und Ablauf des Risikomanagements dokumentiert sind.
Neben den einzelnen individuellen Absicherungsmaßnahmen, die im RMSB aufgelistet werden, finden sich bei Beta Systems fünf Sicherungssysteme, die in die Organisationsstruktur integriert sind und allgemein risikominimierend wirken. Zu ihnen gehören die betrieblichen Sicherungssysteme als formale Organisationselemente, die die Betriebsabläufe konkret gestalten (unter anderem die Beschreibung der Betriebs- und Geschäftsabläufe und gesicherte Zeichnungswege zu allen Geschäftsvorfällen), die Produkt- und Vertragssicherungssysteme (Qualitätssicherungsabteilung für die Produktentwicklung und das Vertragsmanagement, das den Konzern besser vor Haftungsrisiken schützt), die Kapital- und Investitionssicherungssysteme (Organisationsaufbau stellt sicher, dass alle wesentlichen Verfügungen außerhalb des Alltagsgeschäfts gemäß der Unterschriftenregelung von Beta Systems erfolgen und durch das Finanzplanungswesen ist sichergestellt, dass jederzeit liquide Mittel in hinreichender Höhe zur Verfügung stehen), das Human-Resources-Sicherungssystem sowie das Sicherungssystem zur Unternehmens- und Managementeffizienz.
In seiner Gesamtheit lässt sich das Risikomanagementsystem wie folgt darstellen:

Der Leiter Risikomanagement, die Risikomanager sowie das Controlling sind verantwortlich für die Entwicklung von Methoden, Systemen und Handlungsanweisungen für das RMS. Der Leiter Risikomanagement übernimmt auch die unternehmensweite Unterstützungsfunktion für alle Fragen bezüglich des RMS. Darüber hinaus sind die vom Controlling natürlicherweise ausgeführten Funktionen Planung, Kontrolle, Steuerung und Informationsversorgung ein Bestandteil des RMS.
Zusätzlich dient bei Beta Systems ein Frühwarnsystem der Risikoüberwachung, das vor allem im Bereich Markt und Kunden eingesetzt wird, da hier der Auftragseingang und der Umsatz die wichtigsten Informations- und Steuerungsgrößen darstellen.
Soweit wirtschaftlich sinnvoll, hat Beta Systems für mögliche Schadensfälle und Haftungsrisiken Versicherungen abgeschlossen, die sicherstellen, dass sich finanzielle Folgen von möglicherweise eintretenden Risiken in Grenzen halten bzw. ganz ausgeschlossen werden. Der Umfang wird laufend überprüft und bei Bedarf angepasst.
Zusätzlich erfolgt die kontinuierliche Information der Mitarbeiter zu rechtlichen Grundlagen und den entsprechenden Anforderungen für die interne und externe Kommunikation. Es besteht ein internes Compliance-System, an dessen Spitze der Chief Compliance Officer die delegierte Verantwortung für die Einhaltung der Compliance-Richtlinie sowie anderer relevanter Vorschriften übernimmt.
Das Risikomanagementsystem wird von Beta Systems kontinuierlich weiterentwickelt und den sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken und deren Entwicklung. Der Aufsichtsrat ist während des abgelaufenen Geschäftsjahres seinen gesetzlichen Pflichten bei der Überwachung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems nachgekommen.
Wesentliche Merkmale des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
Die folgenden Darstellungen beinhalten Informationen gemäß § 289 Abs. 5 HGB und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB sowie den erläuternden Bericht.
Das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem ermöglicht durch die im Beta Systems Konzern festgelegten Organisations-, Kontroll- und Überwachungsstrukturen die vollständige Erfassung, Aufbereitung und Würdigung von unternehmensbezogenen Sachverhalten sowie deren sachgerechte Darstellung in der (Konzern-) Rechnungslegung. Die auf die Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der (Konzern-) Rechnungslegung ausgerichteten Maßnahmen des internen Kontrollsystems stellen sicher, dass Geschäftsvorfälle in Übereinstimmung mit den gesetzlichen und satzungsmäßigen Vorschriften vollständig und zeitnah dokumentiert werden.
Die Erfassung buchhalterischer Vorgänge erfolgt auf der Basis der konzernweit einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien sowie einem einheitlichen Kontenplan in einem zentralen ERP-System. Auf der Grundlage der Abschlüsse der Einzelgesellschaften und weiterer zu berichtender Informationen wird der Konzernabschluss erstellt. Das Regelungswerk wird von der Finanzabteilung vorgegeben und laufend im Hinblick auf neue, vom Beta Systems Konzern anzuwendende Gesetze, Rechnungslegungsvorschriften und andere Verlautbarungen und Richtlinien aktualisiert. Ebenso erfolgen die terminlichen Vorgaben zentral.
Die Einzelabschlüsse wie auch die einzelnen Schritte der Konsolidierung werden in der zentralen Finanzabteilung manuellen wie auch technischen Kontrollen unterzogen, um eine Einhaltung der vorgegebenen Regelungen und Termine zu gewährleisten. Grundsätzlich gilt in allen Bereichen das "Vier-Augen-Prinzip", ferner durchlaufen alle Abschlussinformationen bestimmte Freigabeprozesse basierend auf erfolgten Analysen von Soll-Ist-Abweichungen und inhaltlichen Veränderungen einzelner Posten.
Um die IT-Sicherheit zu gewährleisten, sind Zugriffsregelungen in den rechnungslegungsbezogenen EDV-Systemen definiert. Dadurch wird sichergestellt, dass die Nutzer der Systeme nur auf die Informationen und Systeme Zugriff haben, die sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben benötigen.
Der Konzernabschlussprüfer und sonstige Prüfungsorgane, wie z.B. der steuerliche Betriebsprüfer, erbringen umfassende Prüfungstätigkeiten. Neben der Prozessprüfung bildet insbesondere die inhaltliche und formale Prüfung der Konzernabschlüsse durch den Konzernabschlussprüfer bzw. die Prüfung der wesentlichen einbezogenen Abschlüsse der Konzerngesellschaften die wesentliche Überwachungsmaßnahme im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess.
3. CHANCEN UND RISIKEN
In ihrer unternehmerischen Geschäftstätigkeit in internationalen Märkten unterliegt die Gesellschaft verschiedenen Risiken, gleichwohl ergeben sich aber auch Chancen. Beide können Einfluss auf die prognostizierte Entwicklung nehmen und die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des Beta Systems Konzerns spürbar verändern. Im Folgenden werden die wesentlichen identifizierten Einzelchancen und -risiken erläutert. Dabei wird in diesem Teil des Berichts ausdrücklich immer davon ausgegangen, dass Risiken ebenfalls auch Chancen bedeuten. So beinhaltet beispielsweise die Einführung neuer Produkte am Markt einige Risiken, gleichzeitig kann ein entsprechender Erfolg der neuen Produkte aber auch einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil ergeben.
Umfeld- und Branchenchancen und -risiken
Allgemeine Marktchancen und -risiken
Aufgrund ihres sehr spezialisierten und neu ausgerichteten Produkt- und Lösungsangebots sowie ihrer Wettbewerbsvorteile als mittelständisches Unternehmen, wie z.B. hoher Flexibilität und Kundennähe, ist Beta Systems in einer strategisch günstigen Ausgangsposition, um auf Markttrends zu reagieren und an diesen zu partizipieren. Gleichzeitig weist Beta Systems im Vergleich zum Großteil ihrer Kunden eine relativ kleine Unternehmensgröße auf, was die Möglichkeit der Durchsetzung von Preissteigerungen einschränken und erhöhte Anforderungen an die Qualifizierung der Gesellschaft bei bestehenden sowie potentiellen neuen Kunden stellen kann.
Generell sind die weltweiten Märkte für unsere Produkte durch einen harten Wettbewerb geprägt. Dies gilt für Preise, Produkt- und Dienstleistungsqualität, die Entwicklungs- und Markteinführungszeiten sowie für den Service. Dies betrifft insbesondere die neu entwickelten Produkte, bei denen sich ein erhöhtes Ertragsrisiko durch hohe Absatzrisiken bei gleichzeitig hohem Aufwand für Marktentwicklung, Markteinführung und Marktdurchdringung ergibt. Die Erreichung der Umsatzziele hängt insbesondere von der allgemeinen Entwicklung dieser Märkte und von der Akzeptanz unserer Lösungen bei den Kunden ab. Es besteht das Risiko, dass sich die einzelnen Märkte nicht wie prognostiziert oder unterschiedlich entwickeln, oder dass sich die entsprechenden Produkte nicht im erwarteten Maß durchsetzen können. Zusätzlich besteht die Gefahr von Markt- oder Wachstumseinbrüchen durch unvorhersehbare Entwicklungen. Auch könnten Änderungen der rechtlichen Rahmenbedingungen in regulierten Branchen zu Kostenbelastungen führen.
Anhaltende Unsicherheit an den internationalen Finanzmärkten
Anhaltende Unsicherheiten an den internationalen Finanzmärkten verstärken seit Jahren die Konsolidierungsprozesse im Finanzdienstleistungssektor und erhöhen zugleich den Kostendruck in dieser Branche. Gleichzeitig führen gestiegene Governance- und Compliance-Anforderungen für diese Branche zu steigenden Investitionen in diesem Bereich, was Chancen für die Geschäftsentwicklung der Beta Systems Software AG bietet.
Andererseits besteht das Risiko, dass Kunden aufgrund wachsenden Kostendrucks und gestiegener Verhandlungsmacht infolge von Konsolidierungen Preissenkungen durchsetzen können, was negative Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis hätte.
Unternehmensstrategische Chancen und Risiken
Produktchancen und -risiken
Um das Produktportfolio stets auf einem aktuellen Stand zu halten, investiert Beta Systems in neue Produktgenerationen sowie in die Erweiterung des Portfolios durch Akquisitionen. Das Unternehmen geht davon aus, hierdurch seine Marktpositionierung nachhaltig zu verbessern und zusätzliche Umsatz- und Ertragspotenziale durch ein verbessertes und marktgerechtes Produkt- und Lösungsangebot sowie einen einheitlichen Unternehmensauftritt zu erzielen. Unabhängig davon besteht das Risiko, dass durch erfolgreiche Produktinnovationen von Wettbewerbern die eigene Marktstellung und damit die Unternehmensentwicklung negativ beeinflusst wird. Dieser Gefahr wird durch Anpassung und Weiterentwicklung der Produkte entsprechend den Marktanforderungen entgegengewirkt. Dazu erfolgt ein intensiver Austausch zwischen Vertrieb, Marketing sowie Forschung und Entwicklung, zusätzlich bestehen Kontakte zu entsprechenden externen Analysten, um frühzeitig neue Marktanforderungen und -entwicklungen zu erkennen und darauf reagieren zu können.
Um die Abhängigkeit von einem bestimmten Produkt so gering wie möglich zu halten, verfügt Beta Systems über einen Mix aus verschiedenen Produkten und Leistungen, die voneinander unabhängig sind. So werden mit den klassischen Beta Produkten Großrechner in Rechenzentren (DCI) bedient, gleichzeitig bietet Beta Systems aber auch Produkte und Leistungen für Client-/Server-Umgebungen und die Cloud an. Hinzu kommen Produkte für sicheres und effizientes Benutzer- und Zugriffsmanagement (IAM) sowie Lösungen für die Analyse von Zugriffsrechten.
Im Geschäftsjahr 2017/18 wurden 32% des Umsatzes durch die zwei wichtigsten DCI-Produkte Beta 93 (ab der Produktgeneration Symphony künftig "_beta doc|z") und Beta 92 (ab der Produktgeneration Symphony künftig "_beta log|z") erzielt sowie 19% durch die IAM-Lösung Garancy Identity Manager. Jeder Faktor, der die Preisgestaltung oder die Nachfrage nach diesen Produkten oder Leistungen nachteilig beeinflusst, kann eine negative Auswirkung auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage von Beta Systems haben. Die Attraktivität der mit den Produkten Beta 93 / _beta doc|z und Beta 92 / _beta log|z bedienten Mainframe-Umgebung hängt stark von den Innovationen und der Geschäftspolitik von IBM und anderen großen Hard- und Softwareherstellern ab.
Beta Systems geht davon aus, dass das Mainframe-Geschäft über die kommenden Jahre hinweg leicht rückläufig sein wird und sich Auswirkungen auf die Umsatzerlöse von Beta Systems ergeben werden. Als Gegenmaßnahme wird hier insbesondere die Produktentwicklung für die verteilte Welt noch stärker forciert werden. Kunden, die eine Migration von der Mainframe-Welt in die verteilte Welt planen, werden weiterhin proaktiv beraten.
Die Erweiterung und Ergänzung des Produkt- und Dienstleistungsportfolios kann mehr Aufwand als geplant erfordern, die Erschließung neuer Märkte könnte fehlschlagen und/oder die Umsatz- und Ertragsziele könnten nicht erreicht werden. Es besteht zudem das Risiko, dass der Umsatz mit den gegenwärtigen Produkten zurückgeht und die Softwareentwicklungen nicht rechtzeitig Marktreife erlangen, um diesen Rückgang zu kompensieren.
Schwankungen und Saisonalität des Umsatzes
Die Fristigkeit, das Volumen und die Ausgestaltung von kundenindividuellen Verträgen sind entscheidend für die Ergebnisentwicklung von Beta Systems. Die Einzelvereinbarungen mit den Kunden umfassen oft hohe Umsatzvolumina und haben eine Dauer von mehreren Jahren. Sollten derartige Aufträge ausbleiben, nicht verlängert werden oder sich verzögern, könnte dies erhebliche Auswirkungen auf die Ergebnissituation haben. Aus der Fristigkeit bereits bestehender Verträge ergibt sich zudem ein Zyklus für anstehende künftige Vertragsverlängerungen, der insbesondere Auswirkungen auf die Höhe des zu realisierenden Lizenzumsatzes und damit die Ergebnissituation hat.
Chancen und Risiken im Zusammenhang mit der Durchführung von Akquisitionen und der Integration von Beteiligungsunternehmen
Die Durchführung von Akquisitionen birgt vielfältige Chancen und Risiken. Für die Gesellschafter der übernehmenden Gesellschaft bietet sich durch die bloße Einbeziehung der erworbenen Gesellschaft in den Konzernabschluss die Chance signifikanter Steigerungen von Umsatzerlösen und Ergebnis. Daneben existiert die Chance durch gegenseitiges Cross-Selling Synergien zu heben und neue Potentiale bei Bestandskunden zu realisieren oder - auf Basis von Erfahrungen innerhalb der übernehmenden oder zu übernehmenden Gesellschaft - neue Märkte für die jeweils andere Gesellschaft zu erschließen und z.B. den Ausbau des internationalen Geschäfts voranzutreiben. Gegebenenfalls lassen sich durch die Kombination bestehender Produkte oder die gemeinsame Weiterentwicklung der Produktpalette auch völlig neue Marktchancen eröffnen. Bei Übernahme eines relevanten direkten Konkurrenten kann eine Akquisition auch zur Stärkung der eigenen Marktposition beitragen, z.B. auch mit Blick auf die Durchsetzung von Preiserhöhungen bei Kunden. Daneben kann die Übernahme einer Gesellschaft Zugriff auf qualifiziertes Personal ermöglichen, welches gegebenenfalls auch zur Weiterentwicklung eigener Produkte eingesetzt werden kann. Durch die Zentralisierung von Tätigkeiten lassen sich womöglich kostenseitige Synergien verwirklichen. Einsparungen sind - in Abhängigkeit der Strukturen der zu übernehmenden Gesellschaft - hier grundsätzlich in allen Funktionsbereichen, häufig insbesondere aber in den Zentralfunktionen vorstellbar.
Allerdings ist der Erwerb von Beteiligungen regelmäßig mit einem erheblichen unternehmerischen Risiko verbunden. Zwar soll im Vorfeld jeder möglichen Akquisition eine umfassende Prüfung des Zielunternehmens mit gebotener Sorgfalt (Due Diligence) erfolgen, dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass im Zuge des Erwerbs einer Beteiligung die mit ihr verbundenen Risiken falsch eingeschätzt oder wesentliche Risiken gar nicht erkannt werden.
Es besteht insbesondere die Gefahr, dass die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, die Wettbewerbsposition und das Marktumfeld, die Wachstumspotenziale, die gesellschaftsrechtlichen und sonstigen rechtlichen Verhältnisse sowie die Kompetenz und Erfahrung des Managements eines Unternehmens, an dem eine Beteiligung erworben werden soll, falsch eingeschätzt werden. Die vor dem Erwerb durchgeführte Due Diligence basiert auf Informationen, die der Gesellschaft vom Zielunternehmen oder von Dritten zur Verfügung gestellt werden. Trotz eingehender Prüfung und der Einholung zusätzlicher Expertisen könnten die der Gesellschaft zur Verfügung gestellten Informationen entgegen den Angaben des Verkäufers oder der dritten Partei nicht vollständig oder im schlimmsten Falle sogar unrichtig sein.
Vorgenannte Sachverhalte könnten zum einen zur Folge haben, dass - rückblickend betrachtet - die Gesellschaft einen zu hohen Kaufpreis für den Erwerb der Beteiligung bezahlt und infolgedessen bei einer etwaigen späteren Veräußerung Verluste erleidet. Zum anderen besteht das Risiko, dass die wirtschaftliche Entwicklung des Beteiligungsunternehmens hinter der von der Gesellschaft prognostizierten Entwicklung zurückbleibt. Dies könnte nicht nur die von ihr angestrebte Rendite aus der Beteiligung schmälern, sondern im Extremfall zu einem Totalverlust dieser Beteiligung und infolgedessen zu einem Vermögensschaden bei der Gesellschaft führen.
Ferner bergen Akquisitionen das Risiko, dass die erworbenen Vermögensgegenstände wegen formeller Fehler oder weil der Verkäufer zum Zeitpunkt des Verkaufs nicht Eigentümer der Vermögensgegenstände ist, nicht wirksam übertragen werden können oder dass übertragene Vermögensgegenstände entgegen den Angaben des Verkäufers nicht lastenfrei sind. Zudem ist der Erwerb von Vermögensgegenständen im Ausland häufig mit rechtlichen Unwägbarkeiten verbunden.
Die Durchführung von Akquisitionen kann schließlich zu einer Erhöhung der Verschuldung der Gesellschaft führen. Dadurch würde eine Bonitätsverschlechterung der Gruppe eintreten, welche ihre zukünftigen Finanzierungsmöglichkeiten einschränkt. Dadurch könnten wiederum die operativen Handlungsspielräume und damit die Geschäftstätigkeit der Gruppe sowie ihre Wachstumsmöglichkeiten beeinträchtigt werden.
Der Erfolg von Akquisitionen hängt in hohem Maße von der Integration der erworbenen Unternehmen oder Geschäftsbereiche sowie der Ausschöpfung potenzieller Synergiepotenziale ab. Bei der Integration können Schwierigkeiten in operativer, technischer, personeller und/oder sozio-kultureller Hinsicht auftreten. Dies gilt insbesondere bei der Integration von Akquisitionsobjekten, deren Strukturen stark von den Strukturen der Unternehmen der Beta Systems Gruppe abweichen. Außerdem binden Akquisitionen Managementressourcen, die ansonsten anderweitig im Interesse des Unternehmens eingesetzt werden könnten.
Die geschilderten Risiken im Zusammenhang mit dem Erwerb und der Integration von Beteiligungen können erhebliche negative Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft haben.
Chancen und Risiken aus der Ausgliederung der Geschäftsbereiche DCI und IAM
Die im Geschäftsjahr 2015/16 eingeführte Holding-Struktur und die Ausgliederung der operativen Geschäftsbereiche DCI und IAM bietet die Chance einer stärkeren Fokussierung der beiden Geschäftsbereiche auf ihre jeweilige Kernkompetenz und einer besseren Konzentration auf spezifische Zielgruppen und Kundenkreise. Damit wird insbesondere das Ziel verfolgt, Wachstum und Profitabilität der Geschäftsbereiche in rechtlich selbständigen Einheiten zu steigern. Gleichzeitig können in der neuen Struktur strategische Optionen wie Kooperationen (z.B. Entwicklungspartnerschaften), Joint Ventures oder strategische Allianzen besser wahrgenommen werden. Auch die Integration möglicher weiterer Zukäufe, wie der Akquisition des Geschäftsbetriebs der AUCONET, wird erleichtert.
Steuerliche Risiken, die sich aus der Ausgliederung ergeben könnten, sind im Abschnitt "Finanzwirtschaftliche und rechtliche Chancen und Risiken" thematisiert.
Leistungswirtschaftliche Chancen und Risiken
Vertriebs- und Absatzchancen und -risiken
Die Diversifikation und Komplexität der Produkte erfordert einen qualifizierten und professionellen Vertrieb. Deshalb gibt es für jede Produktgruppe des Beta Systems Konzerns ein spezialisiertes Vertriebsteam, um den Informations- und Beratungsansprüchen der Kunden gerecht zu werden. Es erfolgen regelmäßig intensive Schulungen der Vertriebsmitarbeiter, zusätzlich gibt es Benutzergruppen aus Mitarbeitern und Kunden, um beide Welten zu verbinden und den Absatz unserer Produkte zu erleichtern.
Beta Systems hatte in der Vergangenheit insbesondere im Segment DACH einen signifikanten Aufbau der Vertriebsorganisation vorgenommen mit dem Schwerpunkt der Forcierung des Neukundengeschäfts in den Geschäftsbereichen DCI und IAM bzw. der optimalen Betreuung und weiteren langfristigen Bindung der Bestandskunden. Die Gesellschaft sieht hierin weiterhin die Chance einer mittelfristigen signifikanten Steigerung von Umsatzerlösen und Profitabilität. In beiden Geschäftsbereichen haben sich diese Chancen weiter manifestiert und im Berichtsjahr in Erfolgen niedergeschlagen. Gleichzeitig bergen die mit dem Ausbau der Vertriebsorganisation verbundenen Investitionen in die Mitarbeiterschaft das Risiko negativer Effekte auf das Betriebsergebnis, sollten sich die Erwartungen an die Vertriebsmitarbeiter hinsichtlich der Generierung von Neugeschäft und der damit verbundenen Entwicklung der Umsatzerlöse nicht erfüllen.
Produkt- und Dienstleistungsqualität
Beta Systems unternimmt umfangreiche Anstrengungen, um neue Produkte oder Produktversionen vor ihrer Markteinführung zu testen. Trotzdem kann nicht ausgeschlossen werden, dass Produkte bei ihrer Auslieferung unbekannte Fehler enthalten. Die Beseitigung dieser Fehler kann erhebliche Ressourcen erfordern. Zudem kann nicht ausgeschlossen werden, dass Kunden Schadenersatzansprüche geltend machen, den Austausch der Software fordern oder andere Konzessionen von Beta Systems verlangen. Des Weiteren trifft Beta Systems zahlreiche Vorkehrungen, um eine termingerechte Markteinführung ihrer Produkte sicherzustellen. Trotzdem kann es zu Verzögerungen bei der Auslieferung neuer Produkte kommen. Derartige Verspätungen können die Marktakzeptanz der Beta Systems Produkte beeinträchtigen und die wirtschaftliche Entwicklung von Beta Systems negativ beeinflussen.
Im Bereich der Servicedienstleistungen besteht das Risiko, dass Kunden mit der erbrachten Leistung in Art und Güte oder auch mit dem zeitlichen Rahmen der Leistungserbringung nicht zufrieden sind.
Es kann zu Nachbesserungsforderungen der Kunden kommen, die erhebliche Ressourcen binden können. Zusätzlich besteht bei Festpreisprojekten die Gefahr, dass die tatsächlich anfallenden Kosten zur Erfüllung der vereinbarten Leistungen die ursprünglich geplanten Kosten übersteigen, so dass der Projektumsatz die Selbstkosten nicht mehr deckt. Beta Systems verfügt deshalb über ein Projektcontrolling, das in Zusammenarbeit mit den Projektleitern die einzelnen Projekte begleitet und überwacht, um auftretende Risiken rechtzeitig zu erkennen und darauf reagieren zu können.
Abhängigkeit von qualifiziertem Personal und Knowhow-Trägern
Der Erfolg des Unternehmens hängt wesentlich von der Verfügbarkeit von qualifizierten Mitarbeitern mit spezialisiertem Fachwissen ab. Entsprechend haben die Vermeidung des Verlustes hochqualifizierter Mitarbeiter sowie die Gewinnung von qualifiziertem Personal weiterhin einen entscheidenden Einfluss auf die künftige Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage. Der derzeitige Fachkräftemangel am Arbeitsmarkt birgt das Risiko, dass durch Fluktuation oder anderweitig neu zu besetzende Stellen nicht oder nur verspätet mit geeigneten Fachkräften besetzt werden können.
Partnergeschäft
Beta Systems unterhält ein Partnernetzwerk mit zahlreichen externen Vertriebspartnern, die zusammen mit Beta Systems in über 30 Ländern aktiv sind. Die Gesellschaft treibt den Ausbau ihres Partnernetzwerks in den Bereichen DCI und IAM international voran, um die eigenen Lösungen besser in attraktiven Branchen und Regionen vermarkten zu können. Hierbei kommt der Stärkung der internationalen Präsenz, speziell auch in neuen Märkten, große Bedeutung zu.
Störungen bei bestehenden Kooperationen und Partnerschaften können zu Umsatzeinbußen führen. Hinzu kommt das Risiko von Rechtsstreitigkeiten mit Partnern im Falle von nicht exakt spezifizierten Verantwortlichkeiten und/oder nicht abgestimmten Versprechungen oder Zusagen gegenüber dem Kunden.
Finanzwirtschaftliche und rechtliche Chancen und Risiken
Internationale Geschäftstätigkeit und Währungsrisiken/-chancen
Beta Systems betreut Kunden durch ortsansässige Tochtergesellschaften sowohl in Europa als auch in Amerika. Damit unterliegt der Beta Systems Konzern mit seinen Tochtergesellschaften den Risiken aus internationalen Geschäften, z.B. veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen in den unterschiedlichen Ländern sowie Währungsrisiken. Details zu den Währungsrisiken werden im Kapitel "Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten" erläutert.
Schutz der Produktrechte
Beta Systems hat zahlreiche Maßnahmen zum Schutz der Produktrechte ergriffen. Hierzu gehören unter anderem Urheberrechte, Marken- und Warenzeichen, Lizenzen, Vertraulichkeitsvereinbarungen sowie verschiedene technische Vorkehrungen. Es kann jedoch keine Garantie dafür übernommen werden, dass diese Schutzmaßnahmen ausreichend sind. So kann es für Dritte trotz der von Beta Systems getroffenen Schutzmaßnahmen möglich sein, Beta Systems Produkte zu kopieren, weiterzuentwickeln oder anderweitig an Informationen zu gelangen, welche Beta Systems als ihr geistiges Eigentum betrachtet. Zudem könnten Dritte den Quellcode von Software der Beta Systems Gruppe über die vertraglich vereinbarten Grenzen hinaus nutzen, nachdem ihnen dieser aufgrund einer Hinterlegungsvereinbarung offengelegt wurde. Auch Rechte an Arbeitnehmererfindungen stehen möglicherweise nicht Gesellschaften der Beta Systems Gruppe zu. Dieses Risiko wird mittels arbeitsvertraglicher Regelungen soweit als möglich eingeschränkt. Darüber hinaus werden die Eigentumsrechte von Beta Systems in den Rechtssystemen verschiedener Länder nicht im gleichen Maße wie in Deutschland bzw. der EU geschützt. Andererseits könnte auch Beta Systems Schutzrechte Dritter, insbesondere Urheberrechte und Patente, verletzen. Auch dem wird mit einem proaktiven Risikomanagement entgegengewirkt.
Spezifische (konzern-) rechnungslegungsbezogene Risiken
Spezifische (konzern-) rechnungslegungsbezogene Risiken können z.B. aus dem Abschluss ungewöhnlicher oder komplexer Geschäfte auftreten. Weiterhin sind Geschäftsvorfälle, die nicht routinemäßig verarbeitet werden, mit einem latenten Risiko behaftet. Aus den Mitarbeitern notwendigerweise eingeräumten Ermessensspielräumen bei Ansatz und Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden können weitere (konzern-) rechnungslegungsbezogene Risiken resultieren.
Insbesondere persönliche Ermessensentscheidungen, fehlerbehaftete Kontrollen, kriminelle Handlungen oder sonstige Umstände können nicht ausgeschlossen werden und führen naturgemäß zur eingeschränkten Wirksamkeit und Verlässlichkeit des eingesetzten internen Kontroll- und Risikomanagementsystems, so dass auch die konzernweite Anwendung der eingesetzten Systeme keine absolute Sicherheit hinsichtlich der richtigen, vollständigen und zeitnahen Erfassung von Sachverhalten in der (Konzern-) Rechnungslegung gewährleisten kann.
Steuerliche Außenprüfungen
Künftige steuerliche Außenprüfungen können zu Steuernachforderungen der Finanzbehörden führen; werden Verrechnungspreise im Konzern nicht anerkannt, kann dies zu Steuernachforderungen führen; die Versagung der Anerkennung von Verlustvorträgen kann eine Wertberichtigung der aktiven latenten Steuern nach sich ziehen und damit nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Beta Systems Gruppe haben und zu künftigen Steuermehrbelastungen führen.
Steuerliche Risiken könnten ebenfalls aus der Ausgliederung der Geschäftsbereiche DCI und IAM entstehen. Nach der Revision des Umwandlungssteuererlasses 2011/12 i. V. m. der europäischen Fusionsrichtlinie haben sich an die Voraussetzungen für die steuerneutrale Buchwertfortführung der auszugliedernden Vermögensgegenstände strengere Anforderungen ergeben. Es ist die Rede vom sogenannten "Doppelten Teilbetriebsbegriff". Vereinfacht könnte die spätere Aberkennung der Teilbetriebseigenschaft bei einer neuen Einheit und/oder bei der Holding bei einer späteren Betriebsprüfung dazu führen, dass die Finanzverwaltung die stillen Reserven ausgegliederter Geschäftsbereiche als "gehoben" betrachten könnte und diese dann deshalb auf Ebene der Holding der Ertragsbesteuerung zuführen möchte oder (so bei Aberkennung des Teilbetriebs Holding) dies zu einem Verlust der Vorsteuerabzugsberechtigung "oben" führen könnte. Besonders die Aufdeckung stiller Reserven wäre nachteilig, da einer solchen Besteuerung keine echten Erträge gegenüberstünden. Die für die Beta Systems diesbezüglich von den Finanzbehörden erlassene verbindliche Auskunft bescheinigt den in der Art der Durchführung der Ausgliederung steuerlich nicht risikobehafteten strukturellen Aufbau. Aufgrund der Komplexität des gesamten Ausgliederungsvorgangs besteht dennoch ein Restrisiko, dass im Rahmen etwaiger zukünftiger Betriebsprüfungen die Finanzbehörden zu einer anderen Einschätzung der durchgeführten Maßnahmen kommen könnten.
Kommunikations- und Informationstechnologie
Bei der in der Beta Systems Gruppe eingesetzten Kommunikations- und Informationstechnologie könnten Sicherheits- und Funktionsstörungen auftreten. Beta Systems hat daher ein umfassendes IT-Sicherheitskonzept umgesetzt.
Gesamtaussage zur Risikosituation der Gesellschaft
Es bestehen derzeit keine bestandsgefährdenden Einzelrisiken.
4. RISIKOBERICHTERSTATTUNG IN BEZUG AUF DIE VERWENDUNG VON FINANZINSTRUMENTEN
Kredit- bzw. Ausfallrisiko
Das Kredit- bzw. Ausfallrisiko ist das Risiko des Verlusts finanzieller Vermögenswerte. Für Beta Systems beziffert sich das maximale Kredit- bzw. Ausfallrisiko zum Abschlussstichtag mit T€ 49.766 (30. September 2017: T€ 59.562) in Höhe der Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte.
Zur Verminderung dieser Risiken unterliegen die Anlageaktivitäten der liquiden Mittel einer konsequent konservativen Anlagestrategie.
Für Beta Systems besteht ein Kredit- bzw. Ausfallrisiko hinsichtlich der Einlagen in den Cash-Pool der Deutschen Balaton AG sowie hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Zum Bilanzstichtag betragen die Cash-Pool-Forderungen an die Deutsche Balaton AG T€ 30.100. Zur Absicherung der Einlagen in den Cash-Pool dient eine vertraglich vereinbarte Sicherheiten-Regelung. Die Deutsche Balaton AG ist gemäß Cash-Pool-Vertrag verpflichtet, zugunsten der Beta Systems Software AG Wertpapiere und/oder Beteiligungen zur Sicherung der Ansprüche der Beta Systems Software AG aus dem Cash-Pool-Vertrag an die Beta Systems Software AG zu verpfänden. Die Besicherung erfolgt aus Sicht der Gesellschaft zu marktgerechten Bedingungen. Zudem besteht eine Nachsicherungspflicht bei einer Untersicherung. Neben der Sicherheitenstellung ist die Deutsche Balaton AG zu einem regelmäßigen Reporting an die Beta Systems Software AG verpflichtet, um die Bonität der Betreibergesellschaft in bestimmten Abständen zu prüfen.
Die Werthaltigkeit der durch die Deutsche Balaton AG zur Verfügung gestellten Sicherheiten wird regelmäßig überprüft.
Für Beta Systems beschränkt sich darüber hinaus das Kreditrisiko und Ausfallrisiko im Wesentlichen auf ihre Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Risiko bei diesen Vermögenswerten wird primär durch die Abhängigkeit von Großkunden und deren Bonität beeinflusst; auch die Branche und das Land, in dem die Kunden ansässig sind, haben Einfluss.
Die Verteilung der Forderungen aus Lieferung und Leistungen zum 30. September 2018 auf geografische Regionen war wie folgt:
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 30.09.2018 | 30.09.2017 |
|---|---|---|
| Inland | 8.796 | 9.439 |
| Europa, außer Deutschland | 3.622 | 4.808 |
| USA und Kanada | 895 | 472 |
| Rest der Welt | 335 | 227 |
| Summe | 13.648 | 14.945 |
Beta Systems bedient vorrangig Großkunden aus den Bereichen Banken, Versicherungen und IT und erzielte im Geschäftsjahr 2017/18 wie in den Vorjahren mehr als die Hälfte ihres Gesamtumsatzes mit Kunden aus dem Inland. Mit dem überwiegenden Teil ihrer Großkunden unterhält Beta Systems dauerhafte Geschäftsbeziehungen bereits seit vielen Jahren. Aufgrund einer hohen Kapitalausstattung und sicheren Bonität ihrer Kunden ist der Forderungsausfall der Beta Systems, gemessen an ihren Gesamtumsatzerlösen, erfahrungsgemäß sehr gering. In Einzelfällen resultieren Kreditausfälle aus der Uneinbringlichkeit von Beträgen aus Einzelverkäufen mit kleinen Umsatzvolumina.
Grundsätzlich werden Bonität, Kreditlimits und Lieferung gegen Vorkasse angemessen geprüft. Lieferstopps finden in geringem Umfang bei mittelständischen Unternehmen, insbesondere im Ausland, Anwendung. Ein Ausscheiden aus dem Markt von einem oder mehreren Großkunden, mit resultierender Uneinbringlichkeit ausstehender Forderungen, könnte einen erheblichen negativen Effekt auf die kurzfristige Liquidität und die Ergebnisentwicklung der Beta Systems haben.
Die Überwachung des Kredit- und Ausfallrisikos wird im Rahmen des konzernübergreifenden Cash Managements mittels regelmäßig durchgeführter Überfälligkeitsanalysen aller Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und einem konsequenten Prozess der Eintreibung umgesetzt, der zügig von der Zahlungserinnerung über die persönliche Kontaktaufnahme des Vertriebs mit dem Kunden bis zur Eskalation und der möglichen Inanspruchnahme rechtlicher Mittel reicht. Für risikobehaftete Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden Wertberichtigungen gebildet.
Details zur Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Informationen zu den im Geschäftsjahr vorgenommenen Wertminderungen werden unter Ziffer 8. "Forderungen aus Lieferungen und Leistungen" im Konzernanhang erläutert.
Liquiditätsrisiko
Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass Beta Systems nicht in der Lage ist, ihre finanziellen Verpflichtungen termingerecht begleichen zu können. Ziel und Aufgabe des Liquiditätsmanagements ist die stets ausreichende Bereitstellung von Fremd- und Eigenmitteln. Die Ergebnisse und die Liquidität der Beta Systems Gruppe sind saisonalen Schwankungen unterworfen. Dieses Risiko ist derzeit bei Beta Systems aufgrund der hohen Liquiditätsausstattung jedoch nur in geringem Maße vorhanden.
Die Liquiditätsplanung und die Überwachung der inhärenten Risiken werden im Rahmen des zentralen, konzernübergreifenden Cash Managements mittels einer Reihe von sich ergänzenden Maßnahmen durchgeführt. Ein konsequent verfolgtes Forderungsmanagement, regelmäßig aktualisierte Bedarfsplanungen, ein zentral verwalteter konzerninterner Cash-Pool, die effiziente Steuerung der Zahlungen an Kreditoren mittels Ausnutzung von Zahlungszielen und Skonti und nicht zuletzt ein effektives Controlling zur Einhaltung und Optimierung der Kosten bilden die Grundlage zur Ermittlung des Finanzierungsbedarfs aus Eigen- und Fremdmitteln und der angestrebten Optimierung des Cash Returns. Damit soll sichergestellt werden, dass Beta Systems täglich verfügbare liquide Mittel zur Deckung operativer Aufwendungen und kurzfristiger Schulden für bis zu 60 Tage im Voraus zur Verfügung hat. Überschüssige verfügbare Mittel werden soweit möglich zinsbringend am Geldmarkt sowie - im vertraglich vereinbarten und durch entsprechende Sicherheiten hinterlegten Rahmen - im Cash-Pool der Deutsche Balaton AG angelegt.
Die folgende Übersicht stellt die finanziellen Verbindlichkeiten und die daraus resultierenden Zahlungsmittelabflüsse dar:
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 30. September 2018 | |||
|---|---|---|---|---|
| Kontokorrentlinien bei Banken | Darlehen bei Banken | Finanzierungsleasing | Verbindlichkeiten aus LuL | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Fälligkeit | ||||
| Fällig in 0 - 30 Tagen | 0 | 0 | 0 | 991 |
| Fällig in 31 - 90 Tagen | 0 | 0 | 0 | 24 |
| Fällig in 91 - 180 Tagen | 0 | 0 | 0 | 35 |
| Fällig in 181 - 365 Tagen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Fällig nach mehr als 365 Tagen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Vertraglicher Cashflow | 0 | 0 | 0 | 1.050 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 30. September 2017 | |||
|---|---|---|---|---|
| Kontokorrentlinien bei Banken | Darlehen bei Banken | Finanzierungsleasing | Verbindlichkeiten aus LuL | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Fälligkeit | ||||
| Fällig in 0 - 30 Tagen | 0 | 0 | 0 | 1.151 |
| Fällig in 31 - 90 Tagen | 0 | 0 | 0 | 2 |
| Fällig in 91 - 180 Tagen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Fällig in 181 - 365 Tagen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Fällig nach mehr als 365 Tagen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Vertraglicher Cashflow | 0 | 0 | 0 | 1.153 |
Kreditlinien bei Finanzinstituten bestanden zum Bilanzstichtag wie auch im Vorjahr nicht. Erforderliche Mietsicherheiten sind über Barhinterlegungen abgedeckt.
Zum Abschlussstichtag bestanden keine Finanzierungsleasingverbindlichkeiten.
Auf Basis der sehr soliden Finanzlage der Gruppe und der regelmäßigen und detaillierten Berichterstattung besteht nach Einschätzung von Beta Systems auch von Seiten der Kreditinstitute das Interesse, die Geschäftsbeziehungen fortzuführen.
Währungsrisiken
Aufgrundihrer internationalen Geschäftstätigkeit ist Beta SystemsWährungsrisikenausgesetzt, die aus dem Einfluss von Wechselkursschwankungenauf Liquiditätsströme und die Bewertung der in Fremdwährung benannten Vermögenswerte und Schulden resultieren. Das maximale Währungsrisiko ergibt sich aus folgenden Finanzinstrumenten und Liquiditätsströmen in Fremdwährung:
| Fremdwährungsrisiko | 30. September 2018 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | CAD | GBP | CHF | SEK | DKK | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zahlungsmittel | 800 | 88 | 342 | 22 | 596 | 322 |
| Forderungen aus LuL | 1.274 | 1 | 597 | 178 | 104 | 787 |
| Kurzfristige Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Finanzierung und finanzielle Schulden | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus LuL | -24 | -15 | -8 | 0 | -59 | -4 |
| Derivative Finanzinstrumente | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzinstrumente in FW | 2.050 | 74 | 931 | 200 | 641 | 1.105 |
| Geplante Umsatzerlöse 2018/19 | 4.597 | 0 | 861 | 1.410 | 787 | 4.229 |
| Geplante Kosten 2018/19 | -1.166 | -1.904 | -269 | -342 | -1.884 | -1.039 |
| Geschäftsanteil in FW | 5.481 | -1.830 | 1.524 | 1.267 | -456 | 4.295 |
| Fremdwährungsrisiko | 30. September 2018 | ||
|---|---|---|---|
| NOK | CZK | JPY | |
| --- | --- | --- | --- |
| Zahlungsmittel | 0 | 1.103 | 0 |
| Forderungen aus LuL | 3.925 | 0 | 16.754 |
| Kurzfristige Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Finanzierung und finanzielle Schulden | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus LuL | 0 | -36 | 0 |
| Derivative Finanzinstrumente | 0 | 0 | 0 |
| Finanzinstrumente in FW | 3.925 | 1.067 | 16.754 |
| Geplante Umsatzerlöse 2018/19 | 1.763 | 0 | 36.225 |
| Geplante Kosten 2018/19 | 0 | -13.194 | 0 |
| Geschäftsanteil in FW | 5.689 | -12.126 | 52.979 |
| Fremdwährungsrisiko | 30. September 2017 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | CAD | GBP | CHF | SEK | DKK | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Zahlungsmittel | 146 | 336 | -46 | 476 | 922 | 41 |
| Forderungen aus LuL | 713 | 1 | 291 | 466 | 973 | 2.150 |
| Kurzfristige Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Finanzierung und finanzielle Schulden | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus LuL | -17 | -16 | -6 | -7 | -59 | 0 |
| Derivative Finanzinstrumente | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Finanzinstrumente in FW | 842 | 320 | 238 | 935 | 1.836 | 2.191 |
| Geplante Umsatzerlöse 2017/18 | 5.566 | 0 | 1.060 | 805 | 247 | 2.687 |
| Geplante Kosten 2017/18 | -1.144 | -1.923 | -309 | -521 | -2.153 | -1.039 |
| Geschäftsanteil in FW | 5.264 | -1.603 | 990 | 1.219 | -70 | 3.838 |
| Fremdwährungsrisiko | 30. September 2017 | ||
|---|---|---|---|
| NOK | CZK | JPY | |
| --- | --- | --- | --- |
| Zahlungsmittel | 0 | 7.681 | 0 |
| Forderungen aus LuL | 6.236 | 0 | 6.668 |
| Kurzfristige Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 |
| Kurzfristige Finanzierung und finanzielle Schulden | 0 | 0 | 0 |
| Verbindlichkeiten aus LuL | 0 | -11 | 0 |
| Derivative Finanzinstrumente | 0 | 0 | 0 |
| Finanzinstrumente in FW | 6.236 | 7.670 | 6.668 |
| Geplante Umsatzerlöse 2017/18 | 1.762 | 0 | 32.974 |
| Geplante Kosten 2017/18 | 0 | -13.691 | 0 |
| Geschäftsanteil in FW | 7.997 | -6.021 | 39.642 |
Die Angaben erfolgen in Tausend Währungseinheiten der jeweiligen Fremdwährungen.
Aus Konzernsicht ergeben sich im Wesentlichen Risiken aus den in den Währungseinheiten US-Dollar, Kanadische Dollar, Britisches Pfund, Schweizer Franken, Tschechische Kronen, Dänische, Norwegische und Schwedische Kronen und Japanische Yen geführten Geschäftstätigkeiten und -vorfällen. Hier kommt es vor allem zu Einzahlungsüberschüssen in US-Dollar, Dänischen und Norwegischen Kronen und Japanischen Yen und Auszahlungsüberschüssen in Kanadischen Dollar, Schwedischen Kronen und Tschechischen Kronen.
Devisentermingeschäfte bestanden über das gesamte Geschäftsjahr 2017/18 hinweg nicht.
Ein Anstieg des Euro von 10% gegenüber den folgenden Währungen hätte zum Abschlussstichtag - unter Voraussetzung sonst gleichbleibender Annahmen - zu den folgenden angeführten Zunahmen (Abnahmen) des Eigenkapitals und des Jahresergebnisses geführt:
| Effekt in T€ |
30. September 2018 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | CAD | GBP | CHF | SEK | DKK | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapital | -177 | -5 | -105 | -18 | -6 | -15 |
| Jahresergebnis | -310 | 131 | -68 | -98 | 11 | -43 |
| Effekt in T€ |
30. September 2018 | ||
|---|---|---|---|
| NOK | CZK | JPY | |
| --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapital | -41 | -4 | -13 |
| Jahresergebnis | -19 | 49 | -30 |
| Effekt in T€ |
30. September 2017 | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | CAD | GBP | CHF | SEK | DKK | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapital | -71 | -22 | -27 | -82 | -19 | -29 |
| Jahresergebnis | -400 | 133 | -86 | -26 | 20 | -22 |
| Effekt in T€ |
30. September 2017 | ||
|---|---|---|---|
| NOK | CZK | JPY | |
| --- | --- | --- | --- |
| Eigenkapital | -66 | -29 | -5 |
| Jahresergebnis | -19 | 51 | -27 |
Eine Senkung des Euro von 10% gegenüber den genannten Währungen hätte zum Abschlussstichtag zu einem gleich hohen, aber entgegensetzten Effekt geführt.
Die in der Sensitivitätsanalyse zur Verwendung gekommenen Währungsumrechnungskurse sind hinsichtlich der Finanzinstrumente und der geplanten Umsatzerlöse und Kosten die im Konzernanhang unter der "Währungsumrechnung" innerhalb der "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" dargestellten Devisenreferenz- bzw. Durchschnittskurse.
Zinsrisiko
Die Überwachung des Zinsrisikos erfolgt ebenfalls im Rahmen des konzernübergreifenden Cash Managements. Zahlungsüberschüsse aus dem zentralen Cash-Pool werden zinsbringend und unter Berücksichtigung des geschätzten kurzfristigen Bereitstellungsbedarfs kurz- bis mittelfristig am Geldmarkt sowie - im vertraglich vereinbarten und durch entsprechende Sicherheiten hinterlegten Rahmen - im Cash-Pool mit der Deutsche Balaton AG angelegt. Langfristig festverzinsliche Finanzinstrumente existierten über das gesamte Berichtsjahr hinweg nicht. Insgesamt ist das hieraus resultierende Zinsrisiko für Beta Systems marginal.
Ein während des Geschäftsjahres 2017/18 konstant um 100 Basispunkte höheres Zinsniveau hätte - unter Voraussetzung sonst gleichbleibender Annahmen - zu einer Zunahme des Jahresergebnisses um rund T€ 427 (GJ 2016/17: T€ 436) geführt.
VERGÜTUNGSBERICHT
Vergütung des Vorstands
Vorstandsvergütung (brutto)
Die Vorstandsvergütung betrug im Geschäftsjahr 2017/18 für alle Mitglieder des Vorstands insgesamt € 614.136,68 (2016/17: € 813.788,20). Davon entfielen auf eine vollständig erfolgsabhängige variable Vergütungskomponente T€ 200.000 (33%), die als Rückstellung eingestellt wurden und erst nach der bilanzfeststellenden Sitzung des Aufsichtsrats zur Auszahlung kommen.
Im Geschäftsjahr 2017/18 wurden keine Aktienoptionen oder vergleichbare Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung ausgegeben. Im Berichtsjahr wurden Mitgliedern des Vorstands der Beta Systems Software AG keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.
Ruhegeldzusagen
Für die Mitglieder des Vorstands der Beta Systems Software AG bestehen keine Ruhegeldzusagen. Stirbt ein Vorstandsmitglied während der Dauer seines Dienstvertrages, hat die Gesellschaft seinem überlebenden Ehepartner und seinen noch in Ausbildung befindlichen Kindern als Gesamtgläubigern das Festgehalt für den Sterbemonat und die drei folgenden Monate fortzuzahlen.
Leistungen an frühere Vorstandsmitglieder
Die Bezüge für ehemalige Mitglieder des Vorstands bzw. deren Hinterbliebene betrugen für das Geschäftsjahr 2017/18 insgesamt € 39.101,60 (2016/17: € 38.334,86).
Vergütung des Aufsichtsrats
Die Vergütung des Aufsichtsrats der Beta Systems Software AG ist in § 10 der Satzung geregelt.
Die Aufsichtsratsmitglieder erhalten jährlich eine feste Vergütung. Im Geschäftsjahr 2017/18 belief sich die Gesamtvergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats der Beta Systems Software AG auf € 80.000 (2016/17: € 80.000). Eine erfolgsabhängige Vergütung für Aufsichtsratsmitglieder ist in der Satzung nicht vorgesehen.
Darüber hinaus werden den Mitgliedern des Aufsichtsrats die mit der Wahrnehmung ihres Amtes unmittelbar verbundenen Aufwendungen inklusive der zu entrichtenden Mehrwertsteuer erstattet.
Im Berichtsjahr wurden Mitgliedern des Aufsichtsrats der Beta Systems Software AG keine Vorschüsse oder Kredite gewährt.
D&O-Versicherung
Die Beta Systems Software AG hat für Organmitglieder und leitende Angestellte der Gesellschaft sowie alle Organe der verbundenen Unternehmen im In- und Ausland eine D&O-Versicherung (Vermögensschaden-Haftpflicht-Gruppenversicherung) abgeschlossen. Die Versicherung deckt das persönliche Haftungsrisiko für den Fall ab, dass dieser Personenkreis bei Ausübung seiner Führungstätigkeit für Vermögensschäden in Anspruch genommen wird.
Die D&O-Versicherung für die Mitglieder des Vorstands sieht gemäß § 93 AktG einen Selbstbehalt in Höhe von 10% für jeden Schadensfall vor, wobei der Selbstbehalt auf einen Betrag in Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds begrenzt ist.
Die von der Gesellschaft abgeschlossenen Versicherungsverträge sehen keinen Selbstbehalt in D&O-Versicherungen für Mitglieder des Aufsichtsrats vor.
NACHTRAGSBERICHT
Anfechtungsklage gegen Beschlüsse der Hauptversammlung
Mehrere Aktionäre hatten im Berichtsjahr gegen den auf der ordentlichen Hauptversammlung der Beta Systems Software AG am 19. März 2018 gefassten Beschluss zu Punkt 3 der Tagesordnung (Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016/17) Anfechtungs- und Nichtigkeitsklage erhoben. Das Landgericht Berlin (94 O 38/18) hat die Klage mit Urteil vom 12. Oktober 2018 abgewiesen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Akquisition der Categis GmbH
Die Beta Systems Software AG hat am 31. Oktober 2018 einen Vertrag über den vollständigen Erwerb der Categis GmbH mit Sitz in Bad Brückenau geschlossen. Die Categis GmbH hält ihrerseits 99,99% der Gesellschaftsanteile an der Categis Software Private Ltd. mit Sitz in Bangalore, Indien.
Die Categis GmbH ist ein seit 2012 tätiges IT-Unternehmen mit Fokus auf Auftragsentwicklung am Offshore-Standort Indien für mittelständische Unternehmen in der Region DACH und betreibt über ihre Tochtergesellschaft zum Zeitpunkt der Übernahme zwei Standorte in Indien, nämlich in Bangalore sowie in Hyderabad. Die Categis GmbH fokussiert zum einen auf mittelständische Unternehmen, die kosteneffizient Arbeitsprozesse jenseits von Standardsoftware digitalisieren möchten, zum anderen sind Unternehmen im Fokus, die angesichts des zunehmenden IT-Fachkräftemangels eine Near-/Offshoring-Strategie verfolgen.
Das Kundenportfolio umfasst vor allem mittelständische Unternehmen in Deutschland, vereinzelte Referenzen finden sich im Großunternehmensbereich. Beta Systems nimmt auch aufgrund des IT-Fachkräftemangels in Deutschland Entwicklungsleistungen bei der Categis ab, um die Produktoffensive weiter mit der gebotenen Geschwindigkeit aufrecht zu erhalten. Der weit überwiegende Teil der Entwicklungsleistungen wird auch in Zukunft am Standort Deutschland erbracht.
Die Übernahme erfolgte mit Wirkung zum 8. Oktober 2018. Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 31. Oktober 2018 mit der Folge, dass das Ergebnis der Categis ab dem 1. November 2018 in das Konzernergebnis der Beta Systems einbezogen wird. Die Categis GmbH wird zukünftig als eigenständiges Unternehmen innerhalb der Beta Systems Gruppe geführt werden und ihre direkten Kundenbeziehungen beibehalten. Der bisherige Geschäftsführer Sebastian Zang bleibt dem Unternehmen in gleicher Position erhalten. Er übt innerhalb der Beta Systems Gruppe die Funktion des Director M&A aus, die Wahrnehmung der geschäftsführenden Tätigkeiten für die Categis GmbH wurde arbeitsvertraglich geregelt.
Eine Zielsetzung des Erwerbs ist vor allem der strategische Zugriff auf Entwicklerressourcen am Offshoring-Standort Indien, um dem herausfordernden IT-Fachkräftemangel am Standort Deutschland begegnen zu können. Demgegenüber ist der Ergebnisbeitrag der Categis GmbH aus Sicht der Beta Systems Gruppe unwesentlich und aufgrund der Schwankungen im Projektgeschäft mit Unsicherheiten behaftet.
ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG
Am 1. Mai 2015 trat das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in Kraft. Die Beta Systems Software AG fällt nach der im Geschäftsjahr 2015/16 umgesetzten Ausgliederung der Geschäftsbereiche DCI und IAM in eigenständige Gesellschaften weiterhin in den Anwendungsbereich des Gesetzes.
§ 111 Abs. 5 AktG bestimmt, dass der Aufsichtsrat für den Frauenanteil im Vorstand sowie im Aufsichtsrat eine Zielgröße festlegt und eine Frist für die Erreichung dieser Zielgröße bestimmt. Die Frist zur Erreichung der Zielgröße darf hierbei auf höchstens fünf Jahre festgelegt werden. Der Aufsichtsrat hatte im Vorjahr beschlossen, dass die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand sowie im Aufsichtsrat wie bisher für den Zeitraum bis zum 30. Juni 2022 null Prozent betragen soll. Bei der Besetzung von Vorstandspositionen sowie bei den Vorschlägen zur Besetzung von Aufsichtsratspositionen wird der Aufsichtsrat geeignete Vorschläge machen. Dabei steht in erster Linie die fachliche und persönliche Qualifikation der Kandidatin / des Kandidaten und nicht das Geschlecht im Vordergrund.
Der Anteil von Frauen in leitenden Führungspositionen auf Direktorenebene lag zum 30. September 2018 unverändert bei 12,5% und somit über der im September 2015 festgelegten Zielgröße von 10%. Der Vorstand strebt an, diesen Anteil bis zum 30. September 2019 beizubehalten.
Der Anteil von Frauen in der zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands lag zum 30. September 2018 bei 60%. Es wird angestrebt, in der zweiten Führungsebene weiterhin einen Frauenanteil von 50% oder mehr beizubehalten.
Der Vorstand wird sich im September 2019 erneut mit diesem Thema befassen und im Rahmen des Lageberichts im Jahresfinanzbericht 2018/19 darüber berichten.
VERPFLICHTENDER ERGÄNZUNGSBERICHT - ABHÄNGIGKEITSBERICHT ERKLÄRUNG DES VORSTANDS NACH § 312 ABS. 3 AKTG
Gemäß § 312 Abs. 3 AktG erklärt der Vorstand der Beta Systems Software AG, dass die Gesellschaft im Berichtsjahr 2017/18 bei dem im Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten vorgenommenen Rechtsgeschäften nach den Umständen, die in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen wurde, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch nicht benachteiligt wurde.
Weiter erklärt der Vorstand, dass die Gesellschaft dadurch, dass Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse des herrschenden Unternehmens getroffen wurden, nicht benachteiligt worden ist.
Berlin, 9. Januar 2019
gez. Armin Steiner, Vorstand
gez. Dr. Andreas Huth, Vorstand
Schlusshinweis/Wichtige rechtliche Hinweise
Dieser Geschäftsbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung der Beta Systems Software AG beruhen. Obwohl angenommen wird, dass die Erwartungen dieser vorausschauenden Aussagen realistisch sind, kann nicht garantiert werden, dass die Erwartungen sich auch als richtig erweisen. Die Annahmen können Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den vorausschauenden Aussagen abweichen. Die Faktoren, die solche Abweichungen verursachen können, sind unter anderem im Chancen- und Risikobericht genannt. Eine Aktualisierung der vorausschauenden Aussagen durch Beta Systems ist weder geplant noch übernimmt das Unternehmen die Verpflichtung dazu. Alle in dieser Mitteilung verwendeten Unternehmens-, Produkt- und Dienstleistungsmarkennamen bzw. -logos sind Eigentum der entsprechenden Unternehmen.
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER NACH § 315 ABS. 1 SATZ 6 UND NACH § 289 ABS. 1 SATZ 5 HGB
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht und Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Berlin, 9. Januar 2019
gez. Armin Steiner, Vorstand
gez. Dr. Andreas Huth, Vorstand
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den von der Beta Systems Software Aktiengesellschaft, Berlin, aufgestellten Konzernabschluss, bestehend aus Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzernbilanz, Konzernkapitalflussrechnung, Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und Konzernanhang, sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS - wie sie in der EU anzuwenden sind - und den ergänzend nach § 315a Abs. 3 i.V.m. Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung des Konzernabschlusses so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt.
Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichtes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS - wie sie in der EU anzuwenden sind - und den ergänzend nach § 315a Abs. 3 i.V.m. Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht im Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Frankfurt am Main, 16. Januar 2019
**PKF Deutschland GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
gez. M. Jüngling, Wirtschaftsprüfer
gez. F. Weber, Wirtschaftsprüfer
KONZERNABSCHLUSS DER BETA SYSTEMS SOFTWARE AG UND IHRER TOCHTERGESELLSCHAFTEN FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017/18
Konzerngewinn- und Verlustrechnung
Beta Systems Software AG
| (Tausend €, wenn nicht anders angegeben) | Anhang | Okt. 2017 -Sep. 2018 | Okt. 2016 -Sep. 2017 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 45.909 | 49.814 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1 | 856 | 922 |
| Materialaufwand / Aufwand für bezogene Leistungen | -2.518 | -2.186 | |
| Personalaufwand | 2 | -28.339 | -27.002 |
| Abschreibungen | -1.683 | -1.773 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 3 | -10.440 | -10.742 |
| Betriebsergebnis | 3.786 | 9.033 | |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 4 | 546 | 387 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 4 | -69 | -111 |
| Ergebnis vor Ertragssteuern | 4.262 | 9.309 | |
| Ertragssteuern | 5 | -290 | -1.326 |
| Ergebnis der Geschäftsperiode | 3.973 | 7.983 | |
| Ergebnis je Stammaktie | |||
| Unverwässert und verwässert | 6 | 0,76 € | 1,51 € |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen | |||
| Stammaktien zur Ermittlung des Ergebnisses je Stammaktie | |||
| Unverwässert und verwässert | 5.213.527 Stk. | 5.283.390 Stk |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Beta Systems Software AG
| (Tausend €) | Anhang | Okt. 2017 -Sep. 2018 | Okt. 2016 -Sep. 2017 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis der Geschäftsperiode | 3.973 | 7.983 | |
| Ergebnisneutral erfasste Aufwendungen und Erträge | -227 | 601 | |
| Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | |||
| - Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe | -108 | 69 | |
| Posten, die nicht in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | |||
| - Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste Pensionen | 20 | -118 | 532 |
| Gesamtergebnis nach Steuern | 3.746 | 8.584 |
Der nachfolgende Anhang ist wesentlicher Bestandteil dieses Konzernabschlusses.
Konzernbilanz
Beta Systems Software AG
| (Tausend €) | Anhang | 30.09.2018 | 30.09.2017 |
|---|---|---|---|
| Kurzfristige Vermögenswerte | 51.351 | 60.920 | |
| Zahlungsmittel | 7 | 5.541 | 19.107 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8 | 13.648 | 14.945 |
| Fertigungsaufträge (POC) | 9 | 261 | 234 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 11 | 31.684 | 26.127 |
| Laufende Steuererstattungsansprüche | 217 | 506 | |
| Langfristige Vermögenswerte | 16.076 | 11.516 | |
| Sachanlagen | 12 | 2.543 | 1.300 |
| Firmenwert | 13 | 3.567 | 1.755 |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 14 | 7.606 | 6.459 |
| Erworbene Softwareproduktrechte | 15 | 1.323 | 660 |
| Latente Steuererstattungsansprüche | 5 | 564 | 532 |
| Sonstige langfristige Forderungen | 16 | 473 | 811 |
| Summe Aktiva | 67.427 | 72.436 | |
| (Tausend €) | Anhang | 30.09.2018 | 30.09.2017 |
| Kurzfristige Schulden | 17.982 | 15.459 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.050 | 1.153 | |
| Passive Rechnungsabgrenzung | 8.460 | 6.249 | |
| Laufende Ertragssteuerschulden | 533 | 1.020 | |
| Sonstige kurzfristige Schulden | 19 | 7.939 | 7.037 |
| Langfristige Schulden | 3.013 | 2.790 | |
| Pensionsverbindlichkeiten | 20 | 2.373 | 2.275 |
| Latente Steuerschulden | 5 | 361 | 515 |
| Sonstige langfristige Schulden | 21 | 279 | 0 |
| Summe Schulden | 20.994 | 18.250 | |
| Eigenkapital | 22 | 46.432 | 54.186 |
| Grundkapital | 26.417 | 26.417 | |
| Kapitalrücklage | 10.332 | 10.332 | |
| Gewinn- (Verlust-) Vorträge | 20.592 | 16.620 | |
| Eigene Anteile | -11.500 | 0 | |
| Andere nicht erfolgswirksame Änderungen des Eigenkapitals | 591 | 817 | |
| Summe Passiva | 67.427 | 72.436 |
Der nachfolgende Anhang ist wesentlicher Bestandteil dieses Konzernabschlusses.
Konzernkapitalflussrechnung
Beta Systems Software AG
| (Tausend €) | Anhang | Okt. 2017 - Sep. 2018 | Okt. 2016 - Sep. 2017 |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 8.318 | 5.275 | |
| Ergebnis der Geschäftsperiode | 3.973 | 7.983 | |
| Überleitung vom Ergebnis der Geschäftsperiode zum Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit: | |||
| Abschreibungen | 1.683 | 1.773 | |
| (Gewinn) Verlust aus dem Abgang von Sachanlagen u. immat. Vermögenswerten, netto | 3 | 1 | |
| Finanzergebnis, netto | -477 | -276 | |
| Laufender Steueraufwand (Steuererstattungsanspruch) | 1.036 | 1.049 | |
| Latenter Steueraufwand (Steuererstattungsanspruch) | 5 | -746 | 277 |
| Erstattete (Gezahlte) Ertragssteuern | -1.296 | -629 | |
| Wechselkursverluste (-gewinne), netto | -158 | 151 | |
| Veränderungen der Aktiva und Passiva: | |||
| (Zunahme) Abnahme der Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen | 2.031 | -2.256 | |
| Zunahme (Abnahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen u. Leistungen | -204 | -330 | |
| Zunahme (Abnahme) der Passiven Rechnungsabgrenzung | 2.022 | -2.088 | |
| Veränderungen sonstiger Vermögenswerte und Schulden | 452 | -380 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -10.378 | 81 | |
| Auszahlung für den Erw erb von immateriellen Vermögenswerten | 14 | -91 | 0 |
| Auszahlung für den Erw erb von Sachanlagen | -485 | -438 | |
| Einzahlung aus (Auszahlung für) kurzfristige(n) Finanzinvestitionen | 10 | 0 | 206 |
| Einzahlung aus (Auszahlung für) Cash-Pool Einlagen (Dt. Balaton AG) | -5.100 | 0 | |
| Erhaltene Zinsen | 399 | 313 | |
| Auszahlung für Unternehmenserwerb, abzgl. erworbener Zahlungsmittel | -5.101 | 0 | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -11.506 | -78 | |
| Gezahlte Zinsen | -6 | -78 | |
| Aktienrückkauf | -11.500 | 0 | |
| Zunahme (Abnahme) der Zahlungsmittel | -13.566 | 5.278 | |
| Zahlungsmittel am Anfang der Geschäftsperiode | 19.107 | 13.829 | |
| Zahlungsmittel am Ende der Geschäftsperiode | 7 | 5.541 | 19.107 |
| Einfluss von Wechselkursänderungen auf die Zahlungsmittel | 45 | -9 |
Der nachfolgende Anhang ist wesentlicher Bestandteil dieses Konzernabschlusses.
Veränderungen des Eigenkapitals des Konzerns
(Tausend €, außer Aktienangaben in Stück)
| Grundkapital | Eigene Anteile | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Anzahl der ausgegebenen Stammaktien | Wert des Grundkapitals | Kapitalrücklage | Gewinn-/ Verlustvorträge | Anzahl der Stammaktien | Wert der eigenen Anteile | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand zum 30. September 2016 | 26.416.952 | 26.417 | 10.332 | 8.637 | 0 | 0 |
| Ergebnis der Geschäftsperiode | 0 | 0 | 0 | 7.983 | 0 | 0 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste Pensionen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis der Geschäftsperiode | 0 | 0 | 0 | 7.983 | 0 | 0 |
| Kapitalherabsetzung | -2 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Zusammenlegung von Aktien 5:1 | 26.416.950 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand zum 30. September 2017 | 5.283.390 | 26.417 | 10.332 | 16.620 | 0 | 0 |
| Stand zum 30. September 2017 | 5.283.390 | 26.417 | 10.332 | 16.620 | 0 | 0 |
| Ergebnis der Geschäftsperiode | 0 | 0 | 0 | 3.973 | 0 | 0 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste Pensionen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis der Geschäftsperiode | 0 | 0 | 0 | 3.973 | 0 | 0 |
| Aktienrückkauf | -500.000 | -11.500 | ||||
| Stand zum 30. September 2018 | 5.283.390 | 26.417 | 10.332 | 20.592 | -500.000 | -11.500 |
| Andere nicht erfolgswirksame Änderungen des Eigenkapitals | Summe Eigenkapital | |
|---|---|---|
| Stand zum 30. September 2016 | 216 | 45.602 |
| Ergebnis der Geschäftsperiode | 0 | 7.983 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste Pensionen | 532 | 532 |
| Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe | 69 | 69 |
| Gesamtergebnis der Geschäftsperiode | 601 | 8.584 |
| Kapitalherabsetzung | 0 | 0 |
| Zusammenlegung von Aktien 5:1 | 0 | 0 |
| Stand zum 30. September 2017 | 817 | 54.186 |
| Stand zum 30. September 2017 | 817 | 54.186 |
| Ergebnis der Geschäftsperiode | 0 | 3.973 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste Pensionen | -118 | -118 |
| Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe | -108 | -108 |
| Gesamtergebnis der Geschäftsperiode | -227 | 3.746 |
| Aktienrückkauf | -11.500 | |
| Stand zum 30. September 2018 | 591 | 46.432 |
Der nachfolgende Anhang ist wesentlicher Bestandteil dieses Konzernabschlusses.
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2017/18
DER BETA SYSTEMS SOFTWARE AG UND IHRER TOCHTERGESELLSCHAFTEN
ALLGEMEINE INFORMATIONEN
Die Beta Systems Software Aktiengesellschaft ("AG") mit eingetragenem Sitz in Deutschland bildet gemeinsam mit ihren Tochter- und weiteren Untergesellschaften den Konzern ("Beta Systems", "der Konzern" oder "die Gesellschaft"), für den der nachfolgende Konzernabschluss nach IFRS für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2017 bis 30. September 2018 ("GJ 2017/18") erstellt wurde. Der Konzernabschluss wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt.
Die Beta Systems Software AG ist die Obergesellschaft des Konzerns. Der Hauptsitz der Gesellschaft befindet sich in Alt-Moabit 90d, D-10559 Berlin, Deutschland. Im Berichtsjahr 2017/18 waren die Konzerngesellschaften in Europa und Nordamerika ansässig. Im laufenden Geschäftsjahr 2018/19 ist eine Gesellschaft in Indien hinzugekommen (vgl. Abschnitt 30).
Beschreibung der Geschäftstätigkeit
Beta Systems entwickelt seit mehr als 35 Jahren hochwertige Softwareprodukte und -lösungen für die sichere und effiziente Verarbeitung großer Datenmengen, die Unternehmen mit komplexen IT-Strukturen bei der Automatisierung, Absicherung und Nachvollziehbarkeit ihrer IT-gestützten Geschäftsprozesse unterstützen. Von diesen profitieren insbesondere Unternehmen und Organisationen, die aufgrund ihrer Größe und Geschäftstätigkeit große Mengen sensibler Daten und Dokumente in für das Unternehmen kritischen Geschäftsprozessen verarbeiten.
Die Beta Systems Gruppe gehört zu den führenden mittelständischen Softwarelösungsanbietern in ihrem Marktsegment und ist im Segment Scale der Deutschen Börse notiert. Für den Konzern sind international mehr als 20 Konzerngesellschaften tätig.
Das Kerngeschäft ist die Entwicklung und der Vertrieb von Nutzungsrechten (Lizenzen) für Softwarelösungen sowie die Erbringung von damit verbundenen Dienstleistungen. Diese umfassen neben der Wartung bzw. Support unter anderem Services wie Installation, Projektmanagement, Beratung und Schulung.
Beta Systems unterstützt ihre Kunden bei der Optimierung und Automatisierung von Geschäftsprozessen mit einem umfassenden Produkt-, Lösungs- und Beratungsangebot bei der Erfüllung von gesetzlichen und geschäftlichen Anforderungen.
Das Angebotsportfolio von Beta Systems ist inhaltlich unterteilt in die Geschäftsbereiche "Data Center Intelligence" (DCI, Lösungen zur Automatisierung von Rechenzentren) und "Identity Access Management" (IAM, Lösungen für zentrales Nutzer- und Zugriffsmanagement) sowie "Digitalisierung" (Lösungen zur Digitalisierung von Geschäftsabläufen). Die beiden Geschäftsbereiche DCI und IAM werden in eigenständigen operativen Gesellschaften unter dem Dach der Beta Systems Software AG geführt.
Die Abwicklung des operativen Geschäftes in Deutschland erfolgt durch die 100%igen Tochtergesellschaften Beta Systems DCI Software AG (sowie deren Tochter- und Enkelgesellschaften SI Software Innovation GmbH, HORIZONT Software GmbH, AUCONET GmbH und ASDIS Solutions GmbH) und Beta Systems IAM Software AG, die auch Inhaber des größten Teils der Produktrechte sind. Der Geschäftsbereich Digitalisierung ist im Berichtsjahr durch die Akquisition der LYNET Kommunikation AG neu hinzugekommen. Die Beta Systems Software AG fungiert als Holding und übernimmt übergeordnete Verwaltungstätigkeiten für die Konzerngesellschaften, strategische markt- und produktbezogene Funktionen, die Steuerung der ausländischen Konzerngesellschaften sowie die gesamthafte strategische Weiterentwicklung des Konzerns.
An den Standorten Berlin, Neustadt (Weinstraße) und München liegt der Fokus auf dem Geschäftsbereich DCI mit seinen Anwendungsbereichen Workload Automation &Job Management, Output-Management &Dokumentenarchivierung, Log Management, IT Operations Management und Mainframe Access Management. Des Weiteren werden am Hauptsitz Berlin durch die Holding übergeordnete Zentralfunktionen bereitgestellt und unter anderem die Kontrolle und übergeordnete Steuerung der Auslandsgesellschaften übernommen.
Der Kölner Standort konzentriert sich auf den Geschäftsbereich IAM. Die IAM-Lösungen von Beta Systems ermöglichen die zentrale, effektive und effiziente Verwaltung aller IT-Benutzer und ihrer Zugriffsrechte auf Anwendungen und Daten und verbessern damit die IT-Sicherheit sowie die Effizienz der Prozesse.
Der durch die Akquisition der LYNET Kommunikation AG neu hinzugekommene Standort Lübeck steht wiederum für umfassendes Knowhow im Bereich Internet-Technologien sowie Beratung und Prozess-Unterstützung bei der Digitalisierung von Geschäftsabläufen.
International ist Beta Systems in Europa sowie in Nordamerika mit eigenen Tochterunternehmen vertreten und beschäftigt in diesen vor allem Mitarbeiter im Vertrieb und in der technischen Unterstützung ihrer Kunden. In Calgary unterhält Beta Systems das Support-Center für Amerika und eine Abteilung für die Produktentwicklung. Ergänzend existiert ein Partnernetzwerk mit zahlreichen externen Vertriebspartnern, die zusammen mit Beta Systems in über 30 Ländern aktiv sind. Beta Systems treibt den Ausbau seines Partnernetzwerks in den Bereichen DCI und IAM national wie international weiterhin voran, um die eigenen Lösungen besser in attraktiven Branchen und Regionen vermarkten zu können. Hierbei kommt der Stärkung der internationalen Präsenz, speziell auch in neuen Märkten, große Bedeutung zu.
Kernmarkt der Beta Systems ist die DACH-Region mit den Gesellschaften in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Das weitere internationale Geschäft wird intern nach den Regionen Westeuropa (mit Gesellschaften in Frankreich, Spanien, Belgien und den Niederlande), Sonstiges Europa (mit Gesellschaften in Italien, Großbritannien und Schweden) sowie Nordamerika (mit Gesellschaften in den USA und Kanada) gesteuert. Die Segmentberichterstattung folgt dieser Organisations- und Steuerungsstruktur.
Das Geschäft des Beta Systems Konzerns wird vor allem durch die wirtschaftlichen und technischen Entwicklungen der Zielmärkte, das Investitionsverhalten der Kunden und die gesetzlichen Regulierungen im Bereich IT Governance und Compliance beeinflusst.
Übereinstimmungserklärung
Der Konzernabschluss der Beta Systems Software AG wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS) und den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (früher: IFRIC), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt.
Der Vorstand der Beta Systems Software AG hat den Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2017/18 am 9. Januar 2019 zur Veröffentlichung an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe den Konzernabschluss der Gesellschaft zu prüfen und seine Billigung zu erteilen.
Funktionale Währung und Rundungsdifferenzen
Der Konzernabschluss wurde in Tausend Euro ("T€") erstellt. Alle Beträge wurden auf volle T€ kaufmännisch gerundet. Der Euro ist die funktionale Währung der Muttergesellschaft.
Bei der Summierung gerundeter Beträge und Prozentangaben können durch Verwendung automatischer Rechenhilfen Rundungsdifferenzen im Zahlenwerk auftreten.
Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden
Die Muttergesellschaft ist die Beta Systems Software AG. In den Konzernabschluss wurden alle Unternehmen, die unter dem beherrschenden Einfluss der Muttergesellschaft stehen ("Tochtergesellschaften"), durch Vollkonsolidierung einbezogen. Ein beherrschender Einfluss besteht, wenn die Muttergesellschaft direkt oder indirekt in der Lage ist, die Finanz- und Geschäftspolitik des Unternehmens zu bestimmen.
Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen vollkonsolidierten Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde.
Der Abschlussstichtag sämtlicher Unternehmen war der 30. September 2018.
Konzerninterne Erträge und Aufwendungen, Forderungen, Schulden und Dividendenausschüttungen wurden in voller Höhe eliminiert. Zwischengewinne existieren nicht.
Der Konzernabschluss umfasst neben der Beta Systems Software AG als Mutterunternehmen 22 weitere Konzerngesellschaften (GJ 2016/17:18 Konzerngesellschaften). Der Konsolidierungskreis ist in der Tabelle "Konzernunternehmen" am Ende des Konzernanhangs dargestellt.
ERWERB DER LYNET KOMMUNIKATION AG
Die Beta Systems Software AG hat am 19. Dezember 2017 einen Vertrag über den vollständigen Erwerb der LYNET Kommunikation AG mit Sitz in Lübeck geschlossen. Die Übernahme erfolgte mit Wirkung zum 1. Januar 2018.
Die LYNET Kommunikation AG ist ein seit über 22 Jahren am Markt tätiges IT-Unternehmen mit Fokus auf Softwareentwicklung, Webagenturleistungen, IT-Beratung und providernahe Serviceleistungen (im Wesentlichen im E-Commerce-Umfeld). Das breit gestreute Kundenportfolio in Norddeutschland umfasst gut 450 kleine und mittelständische Unternehmen sowie öffentliche und soziale Institutionen.
Die LYNET Kommunikation AG war einer der ersten Anbieter von Internet in der Region Lübeck und hat über viele Jahre das breite Service-/Leistungsportfolio eines IT-Systemhauses aufgebaut. Es reicht von Hard-/Software-Einkauf über Individualentwicklung bis hin zur Bereitstellung von Hosting-Services. Ein genereller Schwerpunkt der Tätigkeit liegt auf der umfassenden Unterstützung der Kunden bei deren Digitalisierungsstrategie.
LYNET hat diverse eigene Produkte / Frameworks im Portfolio, darunter ein Content Management System (ca. 200 Installationen).
Die LYNET Kommunikation AG wird als eigenständiges Unternehmen innerhalb der Beta Systems Gruppe geführt und wird ihre direkten Kundenbeziehungen weiter beibehalten. Die bisherigen Vorstände Matthias Lohmann und Dr. Henning Hach bleiben dem Unternehmen in gleicher Position erhalten.
Eine Zielsetzung des Erwerbs ist unter anderem die systematische Ausweitung der Vertriebsmaßnahmen der LYNET, insbesondere die Ausweitung des Vertriebsgebiets. Die Tendenz zu komplexen und umfassenderen Infrastrukturprojekten führt zu einer Konsolidierung kleinerer Dienstleister und eröffnet Chancen für mittelständische Dienstleister wie die LYNET. Gleichzeitig profitiert die Beta Systems Produktentwicklung der Geschäftsbereiche DCI und IAM vom Knowhow der LYNET in den Bereichen Internettechnologien und Beratungskompetenz bei der Digitalisierung von Geschäftsprozessen. Darüber hinaus kann die LYNET Beta Systems auch als interner Dienstleister bei der eigenen Digitalisierung unterstützen (z.B. Redesign / Ausbau des eigenen Webauftritts / Web-Hosting).
Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 31. Dezember 2017 / 1. Januar 2018 mit der Folge, dass das Ergebnis der LYNET ab dem 1. Januar 2018 in den Beta Systems Konzernabschluss einbezogen wurde. Die gemäß IFRS 3 abgeschlossene Kaufpreisallokation wurde wie folgt erfasst:
| Kaufpreisallokation (in T€) |
Buchwerte | Marktwert |
|---|---|---|
| Grundstück und Gebäude | 828 | 1.272 |
| Kundenstamm | 0 | 1.053 |
| Latente Steuern | 13 | -459 |
| Sonstiges bilanziertes Nettovermögen | 826 | 826 |
| Nettovermögenswerte | 1.668 | 2.691 |
| Kaufpreis | 2.959 | |
| Firmenwert | 267 | |
| Nettovermögenswerte inkl. Firmenwert | 2.959 |
Der Firmenwert resultiert aus einer Reihe von Faktoren wie dem Mitarbeiterstamm, dem insbesondere aufgrund der hohen regionalen Verankerung vorhandenen Markenwert und dem oben erläuterten Synergiepotential mit Beta Systems. Der Firmenwert wird vollständig dem Segment DACH zugeordnet.
Zusammenfassend stellt sich die Vermögenssituation der LYNET Kommunikation AG zum Erstkonsolidierungszeitpunkt wie folgt dar:
| Eröffnungsbilanz LYNET Kommunikation AG (in T€) |
Buchwerte vor Kaufpreisallokation | Anpassung durch Kaufpreisallokation | Buchwerte nach Kaufpreisallokation |
|---|---|---|---|
| Kurzfristige Vermögenswerte | 844 | 844 | |
| Liquide Mittel | 532 | 532 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 289 | 289 | |
| Vorräte | 18 | 18 | |
| Weitere kurzfristige Vermögenswerte | 4 | 4 | |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.015 | 1.763 | 2.778 |
| Sachanlagen | 994 | 443 | 1.437 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1 | 1.053 | 1.053 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 0 | 267 | 267 |
| Latente Steuererstattungsansprüche | 13 | 13 | |
| Weitere langfristige Vermögenswerte | 7 | 7 | |
| Kurzfristige Schulden | 191 | 191 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 20 | 20 | |
| Passive Rechnungsabgrenzung | 43 | 43 | |
| Weitere kurzfristige Schulden | 128 | 128 | |
| Langfristige Schulden | 0 | 472 | 472 |
| Latente Steuerschulden | 0 | 472 | 472 |
| Nettovermögenswerte | 1.668 | 1.291 | 2.959 |
Bei den bestehenden Forderungen entsprach der Buchwert dem Zeitwert, Wertberichtigungsbedarf wurde nicht identifiziert.
Mit der LYNET Kommunikation AG wurde am 31. Januar 2018 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Die ordentliche Hauptversammlung der Beta Systems Software AG hat am 19. März 2018 ihre Zustimmung erteilt. Der Vertrag wurde am 18. April 2018 in das Handelsregister Lübeck eingetragen und ist somit wirksam.
Die Gegenleistung für 100% der Anteile an der LYNET Kommunikation AG betrug T€ 2.500 und war in Zahlungsmitteln zu begleichen. Wie aus den vorstehenden Tabellen ersichtlich, waren hierin unter anderem das firmeneigene Grundstück und Gebäude im Wert von T€ 1.272 sowie liquide Mittel von T€ 532 enthalten. Für die zum Stichtag übertragenen liquiden Mittel und das zum Stichtag übertragene Working Capital kam eine Ausgleichszahlung von rund T€ 139 hinzu. Zeitgleich mit dem Unternehmenserwerb wurde für zukünftige Dienstleistungen der Vorstände eine Vergütung von insgesamt T€ 250 über einen Zeitraum von vier Jahren vereinbart. Hieraus entstand für den Berichtszeitraum ein anteiliger Aufwand von T€ 47. Weiterhin wurde über einen Zeitraum von vier Jahren eine ergebnisabhängige nachträgliche Gegenleistung von bis zu T€ 250 vereinbart, die mit einem diskontierten Erwartungswert von T€ 209 angesetzt wurde. Zudem wurde eine nachträgliche Gegenleistung von bis zu T€ 750 vereinbart, die von dem im Zeitraum vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2021 erwirtschafteten kumulierten Betriebsergebnis der LYNET abhängt und mit einem diskontierten Erwartungswert von T€ 112 angesetzt wurde. Zusätzlich sind im Zusammenhang mit der Anschaffung Kosten in Höhe von rund T€ 37 angefallen, die im Berichtsjahr als sonstiger betrieblicher Aufwand ausgewiesen werden. Unter Berücksichtigung der erworbenen liquiden Mittel in Höhe von T€ 532 ergab sich in der Berichtsperiode ein Zahlungsmittelabfluss von T€ 2.106.
Die LYNET Kommunikation AG wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr für neun Monate in den Konzern mit einbezogen und trug mit Umsatzerlösen von T€ 1.901 (für den Zeitraum ab 1. Januar 2018) zum Konzernumsatz bei. Der Beitrag der LYNET zum Konzernbetriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) liegt für diesen Zeitraum bei T€ 488, der Beitrag zum Konzernbetriebsergebnis (EBIT) bei T€ 309.
Unter der Annahme, dass die LYNET bereits seit Beginn des Geschäftsjahres 2017/18 in den Beta Systems Konzern einbezogen worden wäre, hätte sich für das Berichtsjahr (1. Oktober 2017 bis 30. September 2018) ein Beitrag zum Konzernumsatz von T€ 2.555 ergeben. Der Beitrag zum EBITDA für diesen Zeitraum läge bei T€ 651 sowie der Beitrag zum EBIT bei T€ 412.
Die Umsatzerlöse für den Beta Systems Konzern betragen unter der Annahme, dass die LYNET für das volle Geschäftsjahr einbezogen worden wäre, T€ 46.564 bei einem fiktiven EBITDA von T€ 5.632 bzw. fiktiven EBIT von T€ 3.889. Das fiktive Konzern-Jahresergebnis liegt bei T€ 4.055.
ÜBERNAHME DES GESCHÄFTSBETRIEBS DER AUCONET GMBH
Beta Systems hat mit Wirkung zum 31. Januar 2018 bzw. 1. Februar 2018 die für die Fortführung der Unternehmenstätigkeiten notwendigen Vermögensgegenstände der damaligen AUCONET GmbH und der damaligen AUCONET Technologies GmbH aus der Insolvenzmasse der vorgenannten Gesellschaften übernommen. Die Akquisition wurde durch die Konzerngesellschaft Beta GRC Consulting GmbH durchgeführt und schließt die AUCONET Tochtergesellschaften ASDIS Solutions GmbH (Berlin), AUCONET Austria GmbH (Wien) und AUCONET, Inc. (McLean, USA) mit ein. Die Beta GRC Consulting GmbH wurde nach Abschluss der Akquisition in AUCONET GmbH umfirmiert.
AUCONET entwickelt und vertreibt seit mehr als 10 Jahren Software im Bereich IT Operations Management (ITOM), die das Produktportfolio von Beta Systems im Bereich Data Center Intelligence (DCI) gut ergänzt. Das Produkt "BICS", das bei wenig Einführungsaufwand eine umfassende Transparenz, Absicherung und Steuerung komplexer IT-Infrastrukturen gewährleistet, wurde in den zurückliegenden Jahren erfolgreich am Markt platziert.
Der Geschäftsbereich DCI wird durch den Ausbau des Eigenvertriebs der AUCONET und die Integration der Produkte in das bestehende internationale Vertriebsnetzwerk von Beta Systems wirtschaftlich und technologisch gestärkt. Darüber hinaus ermöglichen die Technologien von Beta Systems und AUCONET neue, zusätzliche Produktentwicklungen.
Der Geschäftsbetrieb der AUCONET wird im Beta Systems Konzern unter der bisherigen Firmierung AUCONET GmbH fortgeführt. AUCONET wird als eigenständiger Teilkonzern innerhalb des Beta Systems Konzerns geführt.
Der Kaufpreis für die übernommenen Vermögenswerte inkl. 100% der Anteile an den oben genannten Tochtergesellschaften betrug insgesamt T€ 3.000 und war in Zahlungsmitteln zu begleichen. Hiervon entfielen mit Vertrag vom 31. Januar 2018 T€ 2.400 auf die Vermögenswerte der damaligen AUCONET GmbH (inkl. der beiden Tochtergesellschaften AUCONET Austria GmbH und AUCONET, Inc.) und der damaligen AUCONET Technologies GmbH sowie mit Vertrag vom 7. Februar 2018 T€ 600 auf die ASDIS Solutions GmbH. Nachträgliche Kaufpreiszahlungen wurden nicht vorgesehen. Zusätzlich sind im Zusammenhang mit der Anschaffung bisher Kosten in Höhe von rund T€ 103 angefallen, die im Berichtsjahr als sonstiger betrieblicher Aufwand ausgewiesen werden. Unter Berücksichtigung der erworbenen liquiden Mittel in Höhe von T€ 5 ergab sich in der Berichtsperiode ein Zahlungsmittelabfluss von T€ 2.995.
Die Erstkonsolidierung der übernommenen Tochtergesellschaften erfolgte zum 31. Januar 2018 / 1. Februar 2018 mit der Folge, dass die Gesellschaften ab dem 1. Februar 2018 in den Beta Systems Konzernabschluss einbezogen wurden.
Im Rahmen der Kaufpreisallokation gemäß IFRS 3 waren die Geschäfte der AUCONET (inkl. der beiden Tochtergesellschaften in Österreich und den USA) und der ASDIS getrennt voneinander zu bewerten. Die zu beizulegenden Zeitwerten bewerteten Vermögenswerte und Schulden wurden dabei wie folgt erfasst:
| Kaufpreisallokation - beizulegende Zeitwerte (in T€) |
Geschäftsbetrieb AUCONET | Geschäftsbetrieb ASDIS |
|---|---|---|
| Kurzfristige Vermögenswerte | 182 | 261 |
| Liquide Mittel | 4 | 1 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 163 | 143 |
| Weitere kurzfristige Vermögenswerte | 15 | 118 |
| Langfristige Vermögenswerte | 1.261 | 519 |
| Kundenstamm | 314 | 430 |
| Technologie | 807 | 88 |
| Sachanlagen | 68 | 0 |
| Weitere langfristige Vermögenswerte | 73 | 1 |
| Kurzfristige Schulden | 138 | 405 |
| Kurzfristige Finanzierung | 0 | 85 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 12 | 62 |
| Passive Rechnungsabgrenzung | 81 | 65 |
| Weitere kurzfristige Schulden | 46 | 193 |
| Langfristige Schulden | 50 | 174 |
| Latente Steuerschulden | 50 | 174 |
| Nettovermögenswerte | 1.255 | 201 |
| Kaufpreis | 2.400 | 600 |
| Firmenwert | 1.145 | 399 |
| Nettovermögenswerte inkl. Firmenwert | 2.400 | 600 |
Der Firmenwert resultiert aus einer Reihe von Faktoren wie dem Mitarbeiterstamm und den Synergien im Vertriebsbereich. Der Firmenwert wurde weit überwiegend dem Segment DACH zugeordnet, ein unwesentlicher Teil entfällt auf das Segment Nordamerika.
Der AUCONET Teilkonzern, bestehend aus den Konzerngesellschaften AUCONET GmbH, ASDIS Solutions GmbH, AUCONET Austria GmbH und AUCONET, Inc. wurde im Berichtszeitraum für acht Monate in den Beta Systems Konzern mit einbezogen und trug mit einem Umsatz in Höhe von T€ 1.085 zum Konzernumsatz bei (davon ASDIS: T€ 525). Der Beitrag zum Konzernbetriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) ist erwartungsgemäß negativ und liegt für diesen Zeitraum bei T€ -1.096 (davon ASDIS: T€ -225), der Beitrag zum Konzernbetriebsergebnis (EBIT) bei T€ -1.291 (davon ASDIS T€ -305).
Der negative Ergebnisbeitrag des Teilkonzerns AUCONET für das laufende Geschäftsjahr ist als Sondereffekt aufgrund der schwierigen Übernahme aus der Insolvenzmasse heraus zu sehen. Für die aus der Insolvenzmasse übernommenen Kundenverträge der damaligen AUCONET GmbH konnten die Umsatzerlöse erst ab dem Zeitpunkt gezeigt werden, zu dem jeweils die nächste Rechnung nach dem Übernahmezeitpunkt fällig wurde. Hierdurch entfielen Umsatzerlöse von rund T€ 324. Aufwandsseitig wird das Ergebnis des Teilkonzerns AUCONET durch Aufwendungen im Zusammenhang mit der Akquisition von T€ 894 (davon ASDIS: T€ 314) belastet. Hinzu kommen Abschreibungen auf im Zuge der Kaufpreisallokation aktivierte Vermögenswerte von T€ 158 (davon ASDIS: T€ 57). Für das neue Geschäftsjahr 2018/19 wird auf Basis der vorliegenden Budgetplanung ein positiver Beitrag zum Konzern-EBITDA und Konzern-EBIT erwartet.
Eine Betrachtung der Beiträge des AUCONET Teilkonzerns zum Konzernumsatz sowie zum EBITDA und EBIT unter der Annahme, dass die AUCONET bereits seit Beginn des Geschäftsjahres 2017/18 in den Beta Systems Konzern einbezogen worden wäre, ist aufgrund der Übernahme aus einer Insolvenzsituation nicht zielführend. Die Erlöse und Aufwendungen der ehemaligen AUCONET Gruppe in den Monaten vor der Akquisition können aufgrund der Insolvenz als nicht repräsentativ zur Beurteilung der tatsächlichen operativen Leistungsfähigkeit der AUCONET angesehen werden.
BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
Die im Folgenden beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden stetig in allen der im Abschluss dargestellten Perioden und von allen Konzernunternehmen der Gesellschaft angewandt. Grundsätzlich werden für den Konzernabschluss historische Anschaffungs- oder Herstellungskosten zu Grunde gelegt. Für die Vermögenswerte und Schulden, bei welchen von diesem Grundsatz abgewichen wird, finden sich Erläuterungen und Angaben in den folgend beschriebenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.
Währungsumrechnung
Die in den Einzelabschlüssen der Konzerngesellschaften in Fremdwährung ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden werden zu den entsprechenden am Abschlussstichtag gültigen Devisenreferenzkursen in Euro bewertet, während die Ertrags- und Aufwandsposten der Gewinn- und Verlustrechnungen unter Verwendung der entsprechenden monatlichen durchschnittlichen Devisenreferenzkurse umgerechnet werden.
Realisierte Gewinne oder Verluste, die aus laufenden Geschäftsvorfällen in fremder Währung resultierten, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung saldiert in den Positionen "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" dargestellt. Hiervon ausgenommen sind sämtliche monetäre Posten, die eine wirksame Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb darstellen. Diese werden bis zur Veräußerung der Nettoinvestition als separater Posten in den "Ergebnisneutral erfassten Aufwendungen und Erträgen" im Eigenkapital und erst bei deren Abgang in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Gleiches gilt für alle weiteren durch ergebnisneutrale Veränderungen entstandenen kumulierten Währungsumrechnungsdifferenzen. Eine entsprechende Überleitung der Salden vom 30. September 2018 ist nachstehend dargestellt.
Ergebnisneutral erfasste Aufwendungen und Erträge aus der Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe
| Stand am 30. September 2017 | 1.001 |
| Währungsumrechnungsverluste | -178 |
| Währungsumrechnungsgewinne | 70 |
| Stand am 30. September 2018 | 893 |
Die Wechselkurse wesentlicher Währungen haben sich wie folgt entwickelt:
| Land | Währungseinheit | Devisenreferenzkurs | Durchschnittskurs für das Wirtschaftsjahr | ||
|---|---|---|---|---|---|
| am 30.09. 2018 | am 30.09.2017 | 2017/18 | 2016/17 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| USA | 1 USD = € | 0,863560 | 0,846600 | 0,840334 | 0,904643 |
| Kanada | 1CAD = € | 0,663306 | 0,681524 | 0,654939 | 0,689220 |
| Tschechische Republik | 1CZK = € | 0,038924 | 0,038459 | 0,039076 | 0,037499 |
| Großbritannien | 1GBP = € | 1,126320 | 1,132950 | 1,130082 | 1,146505 |
| Schweiz | 1CHF = € | 0,884252 | 0,873515 | 0,861037 | 0,916313 |
| Schweden | 1SEK = € | 0,097045 | 0,103869 | 0,098743 | 0,103880 |
Rechnungslegungsbezogene Schätzungen, Annahmen und Ermessensentscheidungen
Die Erstellung des Konzernabschlusses nach den Vorschriften der IFRS erfordert zukunftsbezogene Schätzungen, Annahmen und Ermessensentscheidungen durch das Management, welche Einfluss auf die im Konzernabschluss ausgewiesenen Beträge der Aktiva und Passiva sowie Erträge und Aufwendungen haben. Die später tatsächlich eintretenden Ergebnisse können aufgrund von Marktbewegungen oder -entwicklungen, die nicht im Einflussbereich der Gesellschaft liegen, von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen. Daher könnten in zukünftigen Perioden Anpassungen der Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte oder Schulden notwendig werden.
Die Schätzungen und deren zugrunde liegende Annahmen werden fortlaufend überprüft. Veränderungen an rechnungslegungsbezogenen Schätzungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Berichtsperiode gebucht, in der sich die Änderungen der Annahme oder Schätzung niederschlagen, sowie gegebenenfalls in den nachfolgenden Berichtsperioden.
Für den vorliegenden Abschluss wurden insbesondere bei den nachfolgend genannten Vermögenswerten und Schulden folgende wesentliche zukunftsbezogene Annahmen von der Geschäftsleitung getroffen:
Ertragssteuern:
Unsicherheiten bestehen hinsichtlich der Auslegung komplexer steuerlicher Vorschriften und Änderungen des Steuerrechts. Latente Steueransprüche auf nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge werden nur angesetzt, wenn wahrscheinlich ist, dass hierfür zukünftig zu versteuerndes Einkommen für die tatsächliche Nutzung der Verlustvorträge verfügbar sein wird, mindestens aber in Höhe der passiven latenten Steuern. Die Gesellschaft trifft Annahmen und Ermessensentscheidungen hinsichtlich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des zukünftig zu versteuernden Einkommens.
Wertberichtigungen von finanziellen Vermögenswerten:
Die Gesellschaft trifft Annahmen zur zukünftigen Zahlungsfähigkeit der Schuldner, um die Höhe der gegebenenfalls notwendigen Wertberichtigungen oder endgültigen Abschreibungen von finanziellen Vermögenswerten zu bestimmen.
Fertigungsaulträge:
Rechnungslegungsbezogene Schätzungen finden sich in den Annahmen zu den Plankosten und dem Fertigstellungsgrad der einzelnen Projekte. Die Annahmen basieren auf langjährigen Erfahrungen aus solchen Consultingprojekten.
Firmenwert:
Die Bewertung eines Firmenwerts basiert unter anderem auf der erwarteten zukünftigen Geschäftsentwicklung der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten. Die Gesellschaft trifft Annahmen bei der Prognose der zukünftigen Geschäftsentwicklung, wie z.B. die erwartete Entwicklung des Marktes. Detaillierte Angaben sind in den "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und zur Bilanz" dargestellt.
Derivative Finanzinstrumente:
Rechnungslegungsbezogene Schätzungen in der Bewertung derivativer Finanzinstrumente beruhen auf zukunftsbezogenen Annahmen hinsichtlich der Entwicklung der Fremdwährungskurse. Die Wertansätze resultieren aus marktüblichen finanzmathematischen Bewertungsverfahren, die wesentlichen Annahmen sind Einschätzungen bezüglich der Zinsentwicklung in den Währungsräumen USA und Deutschland, aus denen sich die marktüblichen Swapsätze herleiten.
Pensionsverbindlichkeiten:
Die Bewertung der Höhe der Leistungen erfolgt anhand versicherungsmathematischer Berechnungen. Diesen liegen umfangreiche Annahmen z.B. zum Abzinsungssatz, dem Pensionseintrittsalter, der Sterblichkeitsrate und zukünftigen Rentensteigerungen zu Grunde. Weitere Details zu den verwendeten Annahmen werden in den "Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung und zur Bilanz" dargelegt.
Umsatzrealisierung
Softwarelizenzumsätze setzen sich aus Umsätzen für neue Produktlizenzen sowie qualitativen und quantitativen Upgrades zusammen. Sie werden realisiert, wenn eine entsprechende Vereinbarung vorliegt, die Lieferung durch Bereitstellung der Software und des Zugriffsschlüssels erfolgt, die Gebühr festgesetzt oder feststellbar und der Zahlungseingang wahrscheinlich ist. Bei einem Vertrag mit mehreren Elementen werden die Umsatzerlöse diesen Elementen auf der Grundlage des beizulegenden Zeitwertes zugeteilt. Bei Umsatzerlösen mit zeitlich begrenzter Lizenzierung werden insbesondere die in IAS 18.IE 20 beschriebenen Kriterien angewendet.
Wartungsumsätze werden zeitanteilig über den Zeitraum der Leistungserbringung ertragswirksam erfasst.
Serviceumsätze bestehen aus Consulting-, Installations- und Schulungsleistungen und werden auf Basis vertraglich geregelter Preise zum Zeitpunkt der Erbringung der Leistungen realisiert.
Zusätzlich zu den bestehenden Standardprodukten für Infrastruktur-Software bietet die Gesellschaft im Rahmen der Consultingdienstleistungen auch auf die individuellen Anforderungen und technologischen Ressourcen von Kunden abgestimmte, maßgefertigte Projektlösungen und individuelle Unterstützung an. Diese Projektaufträge beinhalten die Erstellung kundenspezifisch angepasster Software durch Modifizierung oder Weiterentwicklung bestehender Standardprodukte.
Die Umsatzrealisierung aus diesen Fertigungsaufträgen erfolgt gemäß IAS 11 entsprechend dem Leistungsfortschritt nach der Percentage-of-Completion Methode (POC), einer Methode, die sich auf den Fertigstellungsgrad des Projektes bezieht und welche die folgenden Bedingungen für die Umsatzrealisierung voraussetzt: Die Höhe des Ertrags muss zuverlässig bestimmt werden können, der aus der Erbringung der Dienstleistung resultierende wirtschaftliche Nutzen muss wahrscheinlich sein, der Fertigstellungsgrad am Abschlussstichtag muss zuverlässig gemessen werden können und die mit dem Auftrag verbundenen Kosten müssen zuverlässig bestimmt werden können. Zur Bestimmung des Fertigstellungsgrades verwendet die Gesellschaft die Cost-to-Cost-Methode, wofür das Verhältnis der tatsächlich bis zum Abschlussstichtag angefallenen Kosten für bereits vollendete Arbeiten zu den zu diesem Zeitpunkt geschätzten Gesamtkosten herangezogen wird.
Bei Verträgen mit langfristigen Zahlungszielen wird der Umsatz in Höhe des beizulegenden Zeitwerts der entsprechenden Forderung aus Lieferungen und Leistungen realisiert.
Sonstige betriebliche Erträge / Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Erträge und Aufwendungen werden in der Rechnungsperiode ihres Anfalls in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Gewinne und Verluste aus Wechselkursänderungen werden saldiert dargestellt.
Finanzergebnis
Die Finanzerträge umfassen alle erhaltenen Zinsen auf Einlagen bei Banken oder in den Cash-Pool der Deutsche Balaton AG sowie den Finanzierungsanteil langfristiger Forderungen. Die Finanzaufwendungen beinhalten im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus der Finanzierung durch Kreditinstitute sowie Zinsaufwendungen für Pensionsverbindlichkeiten. Alle Zinserträge und -aufwendungen werden in der Rechnungsperiode ihres Anfalls nach der Effektivzinsmethode ergebniswirksam erfasst.
Laufende Ertragssteuern
Die laufenden Ertragssteuern ergeben sich aus dem Betrag der geschuldeten bzw. erstattungsfähigen Ertragssteuern auf das für die einzelnen Gesellschaften maßgebliche zu versteuernde Einkommen bzw. den steuerlichen Verlust der laufenden und früheren Berichtsperioden. Sie sind unter Anwendung der zum Abschlussstichtag gültigen Steuervorschriften und -sätze mit dem Betrag bewertet, der als Steuerzahlung oder Steuerrückerstattung zu erwarten ist. Da der Ausgleich auf Nettobasis vorzunehmen ist, werden tatsächliche Steuerschulden und tatsächliche Steuererstattungsansprüche gemäß IAS 12.72 f. saldiert.
Latente Ertragssteuern
Die Ermittlung der Steuerabgrenzung erfolgt gemäß der in IAS 12 vorgeschriebenen Liability-Methode für alle temporären Unterschiede zwischen den Wertansätzen der Bilanzposten im Konzernabschluss nach IFRS und den entsprechenden Steuerbilanzwerten. Zusätzlich wird der wahrscheinlich realisierbare Steuervorteil aus bestehenden Verlustvorträgen in die Ermittlung einbezogen. Eine Einschätzung der Realisierungsfähigkeit dieser aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge erfolgt unter Berücksichtigung der Wahrscheinlichkeit, dass zukünftig ausreichend zu versteuernde Ergebnisse zur Verfügung stehen. Ausnahmen von dieser umfassenden Steuerabgrenzung bilden Unterschiedsbeträge aus steuerlich nicht absetzbaren Firmenwerten und mit Beteiligungen zusammenhängende temporäre Unterschiede.
Ergebnis je Stammaktie
Das unverwässerte Ergebnis je Stammaktie wird durch Division des den Stammaktionären des Mutterunternehmens zurechenbaren Ergebnisses mit dem gewichteten Durchschnitt der Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stammaktien ermittelt.
Das verwässerte Ergebnis je Stammaktie wird aus dem den bisherigen und den möglichen neuen Stammaktionären zustehenden Ergebnis, dividiert durch den gewichteten Durchschnitt der Anzahl der während des Geschäftsjahres im Umlauf befindlichen Stammaktien, unter Berücksichtigung der Effekte aller verwässernden potenziellen Stammaktien, berechnet.
Forschungs- und Entwicklungskosten
Die Forschungs- und Entwicklungskosten der Gesellschaft beinhalten Kosten im Zusammenhang mit der Entwicklung von neuen Softwareprodukten oder wesentlichen Erweiterungen bestehender Softwareprodukte. Eine Aktivierung von Entwicklungsaufwendungen ist nur möglich, wenn sich die der Entwicklung des immateriellen Vermögenswertes zurechenbaren Aufwendungen zuverlässig bestimmen lassen sowie bei Vorliegen weiterer Voraussetzungen gemäß IAS 38. Die Forschungs- und Entwicklungsprojekte bei Beta Systems verlaufen ohne die Möglichkeit der klaren Abgrenzung einer Forschungs- bzw. einer Entwicklungsphase. Mangels Erfüllung dieser Aktivierungsbedingungen ist die Zuordnung von Kosten zu den einzelnen Phasen somit nicht möglich. Alle Entwicklungskosten werden demnach im Konzern gemäß IAS 38.52 und IAS 38.53 in der Periode ihres Anfallens wie nicht aktivierungsfähige Forschungskosten erfolgswirksam erfasst.
Zahlungsmittel
Zahlungsmittel umfassen Barmittel und jederzeit fällige Sichteinlagen. Diese sind zum Stichtagskurs bewertet.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden bei Zugang mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet und im Weiteren zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Die beizulegenden Zeitwerte von innerhalb der nächsten zwölf Monate zur Zahlung fällig werdenden Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechen aufgrund ihrer kurzen Laufzeit den erwarteten Zahlungsflüssen. Um der Bewertung von Forderungen aus Verträgen mit langfristigen Zahlungszielen zum beizulegenden Zeitwert Rechnung zu tragen, sind diese Forderungen mit dem Barwert der zukünftig erwarteten Zahlungsflüsse angesetzt.
Grundsätzlich werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entsprechend des erwarteten Zahlungszuflusses einzeln bewertet. Wertminderungen werden in erster Linie auf zur Zahlung überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gebildet und im Periodenergebnis erfasst. Ist sich die Gesellschaft sicher, dass eine Eintreibung des geschuldeten Betrags unmöglich ist, wird dieser als uneinbringlich erachtet und vollständig abgeschrieben.
Für die Umrechnung von Forderungen in Fremdwährungen wird der Stichtagskurs angewendet.
Fertigungsaufträge (POC)
Der Gegenstand von Fertigungsaufträgen ist die auf die speziellen Anforderungen von Kunden abgestimmte - und über unterschiedliche Rechnungsperioden dauernde - Herstellung von individuellen Projektlösungen, in erster Linie die Erstellung kundenspezifisch angepasster Software durch Modifizierung oder Weiterentwicklung bestehender Standardprodukte.
Während der Herstellungsphase werden die Herstellungskosten zuzüglich Marge als Fertigungsaufträge (POC) angesetzt. Dies stellt den noch nicht in Rechnung gestellten, von den Kunden zu vereinnahmenden, erwarteten Bruttowert für die bis zum Abschlussstichtag geleisteten Fertigungsauftragsarbeiten, abzüglich bereits erhaltener Teilzahlungen und realisierter Verluste, dar. Wenn die vom Kunden erhaltenen Voraus- und Teilzahlungen den ausgewiesenen Gewinn des jeweiligen Fertigungsauftrags übersteigen, wird die Nettodifferenz in der Bilanz unter der Position "Erhaltene Anzahlungen (POC)" ausgewiesen.
Kurzfristige Finanzanlagen
Kurzfristige Finanzanlagen werden bei Zugang mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet und im Weiteren zu fortgeführten Anschaffungskosten.
Die beizulegenden Zeitwerte von innerhalb der nächsten zwölf Monate zur Zahlung fällig werdenden kurzfristigen Finanzanlagen entsprechen aufgrund ihrer kurzen Laufzeit den erwarteten Zahlungsflüssen.
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen die Einlagen der Gesellschaft in den Cash-Pool der Deutsche Balaton AG, übrige nicht operative Forderungen der Gesellschaft sowie aktive Rechnungsabgrenzungen. In Übereinstimmung mit den Vorschriften des periodengerechten Ausweises von Aufwendungen enthält diese Position bereits entrichtete Beträge, bei denen der Nutzenzufluss erst in späteren Perioden erfolgen wird.
Die Bilanzierung erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich Wertminderungsaufwendungen. Die beizulegenden Zeitwerte entsprechen aufgrund der kurzfristigen Laufzeit annähernd den Buchwerten.
Sachanlagen
Sachanlagen werden mit historischen Anschaffungskosten abzüglich kumulierter, planmäßig linearer Abschreibungen bewertet.
Die planmäßigen Abschreibungen der abnutzbaren Sachanlagen werden aufwandswirksam erfasst und orientieren sich an der voraussichtlichen Nutzungsdauer. Sachanlagen, die Gegenstand eines Finanzierungsleasings sind, werden über die voraussichtliche Nutzungsdauer der Sachanlage abgeschrieben. Im Einzelnen werden folgende geschätzte wirtschaftliche Nutzungsdauern verwendet:
| Voraussichtliche Nutzungsdauer | Jahre |
|---|---|
| Computerausrüstung | 3 - 5 |
| Einbauten in Geschäfts- und Betriebsgebäude | 5 - 10 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3 - 13 |
| Gebäude und Außenanlagen | 10 - 30 |
Abschreibungsmethoden, voraussichtliche Nutzungsdauern und Buchwerte werden zu jedem Abschlussstichtag geprüft.
Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen werden aus der Gegenüberstellung der Einzahlung und dem Buchwert der Anlage ermittelt und jeweils in den "Sonstigen Erträgen" bzw. den "Anderen Aufwendungen" in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Firmenwert
Ein Firmenwert entsteht bei einem Unternehmenszusammenschluss und stellt den Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den von der Gesellschaft angesetzten Anteil an den beizulegenden Nettozeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden des Verkäufers dar. Ein Firmenwert wird zu diesem Differenzbetrag, abzüglich kumulierter Wertminderungen als Ergebnis von Werthaltigkeitsprüfungen nach IAS 36, angesetzt. Ist der Überschuss bei einem Unternehmenszusammenschluss negativ, wird dieser sofort ergebniswirksam erfasst.
Erworbene Softwareproduktrechte und andere immaterielle Vermögenswerte
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte mit zeitlich begrenzter Nutzungsdauer werden in der Bilanz zu Anschaffungskosten angesetzt, abzüglich planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen.
Die planmäßige Abschreibung erfolgt linear und wird in jedem Berichtszeitraum erfolgswirksam erfasst. In der Regel wird eine geschätzte wirtschaftliche Nutzungsdauer von fünf bis sieben Jahren zu Grunde gelegt. Folgekosten werden nur angesetzt, wenn diese den zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen des spezifischen Vermögenswerts erhöhen. Abschreibungsmethoden und voraussichtliche Nutzungsdauern werden zu jedem Abschlussstichtag geprüft.
Sonstige langfristige Forderungen
Die sonstigen langfristigen Forderungen umfassen unter anderem langfristige Kautionen für bestehende Mietverhältnisse (Barhinterlegungen).
Werthaltigkeit von Vermögenswerten
Finanzielle Vermögenswerte:
Bei allen bei Zugang als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert anzusetzenden finanziellen Vermögenswerten der Gesellschaft, d.h. Zahlungsmitteln, kurzfristigen Finanzanlagen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und derivativen Finanzinstrumenten wird jeweils zum Abschlussstichtag geprüft, ob Anzeichen einer Wertminderung gemäß IAS 39.58 ff. vorliegen. Bedeutende Vermögenswerte werden einzeln auf ihre Werthaltigkeit geprüft.
Bei objektivem Vorliegen von Hinweisen, dass ein oder mehrere Ereignisse einen negativen Effekt auf die geschätzten zukünftigen Zahlungsflüsse dieses Vermögenswerts haben, erfolgt eine Wertminderung des Vermögenswerts.
Nicht finanzielle Vermögenswerte:
Alle nicht finanziellen Vermögenswerte der Gesellschaft, d.h. Sachanlagen, Firmenwert, andere immaterielle Vermögensgegenstände und erworbene Softwareproduktrechte werden jeweils zum Abschlussstichtag auf Vorliegen der Hinweise für eine Wertminderung gemäß IAS 36.12 geprüft. Bedeutende Vermögenswerte werden einzeln auf ihre Werthaltigkeit geprüft.
Bei Vorliegen solcher Hinweise erfolgt die Ermittlung des erzielbaren Betrags für den betroffenen Vermögenswert als der höhere Betrag aus dem Nutzungswert und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten. Liegt der so ermittelte erzielbare Betrag unter dem für diesen Gegenstand angesetzten Buchwert, ist der Buchwert des Vermögenswerts auf seinen erzielbaren Betrag zu verringern. Der Nutzungswert wird auf Basis des Barwerts der erwarteten zukünftigen Zahlungsflüsse ermittelt. Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst.
Bestehen Hinweise darauf, dass eine in der Vergangenheit erfasste Wertminderung in Bezug auf andere immaterielle Vermögensgegenstände und erworbene Softwareproduktrechte überhöht ist bzw. nicht mehr besteht, wird diese durch entsprechende Zuschreibung aufgeholt. Der so ermittelte Buchwert darf dabei den Wert des Vermögenswerts resultierend aus den fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich aller bis zum diesem Zeitpunkt planmäßigen Abschreibungen nicht überschreiten.
Zusätzlich erfolgt einmal jährlich die Bewertung der bei Unternehmensübernahmen erworbenen Firmenwerte auf Grundlage der den Vermögenswerten der angegebenen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordneten, erwarteten und abgezinsten Nettozahlungsflüsse. Basis der Ermittlung des erzielbaren Ertrags ist der Nutzungswert. Wertminderungen werden erfolgswirksam erfasst. Einmal vorgenommene Wertminderungen werden nicht rückgängig gemacht.
Operating-Leasing / Finanzierungsleasing
Die Klassifizierung von Leasingverhältnissen als Finanzierungsleasing bzw. Operating-Leasing richtet sich nach dem wirtschaftlichen Gehalt der Vereinbarungen gemäß IAS 17.8. Gehen bei gemieteten Vermögenswerten alle wesentlichen Risiken und Chancen aus diesem Gegenstand auf den Leasingnehmer über, so wird die Vereinbarung als Finanzierungsleasingverhältnis klassifiziert.
Beim Finanzierungsleasing wird der Leasinggegenstand im Anlagevermögen des Leasingnehmers mit dem Barwert der zukünftigen Leasingzahlungen (solange dieser niedriger ist als der beizulegende Zeitwert des Leasinggegenstandes) aktiviert und gemäß der entsprechenden Methode des Vermögensgegenstands bewertet. Der Barwert der künftig zu zahlenden Leasingraten wird passiviert. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Barwert der künftigen Leasingraten und der Summe der aufgezinsten Leasingraten stellt einen abgegrenzten Zinsaufwand dar, dieser wird über die Laufzeit der Verträge nach Maßgabe der ausstehenden Schulden aufgelöst.
Andere Leasing- und Mietvereinbarungen werden nicht in der Bilanz der Gesellschaft angesetzt. Zahlungen für betriebliche Mieten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung über den Mietzeitraum erfasst.
Zum 30. September 2018 bestehen ausschließlich Leasingverhältnisse, die als Operating-Leasing einzuordnen sind.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Diese entsprechen bei den innerhalb der nächsten zwölf Monate zur Zahlung fälligen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund ihrer kurzfristigen Laufzeit den erfassten Rückzahlungsbeträgen (Buchwert).
Passive Rechnungsabgrenzung
In Übereinstimmung mit den Vorschriften zur Realisierung von Umsatzerlösen werden in dieser Position die bereits erhaltene Beträge für die noch in der Zukunft zu erbringenden Leistungen aus Wartungs-, Consulting- oder Dienstleistungsverträgen ausgewiesen.
Rückstellungen
Rückstellungen werden grundsätzlich angesetzt, wenn für die Gesellschaft rechtliche oder tatsächliche Verpflichtungen gegenüber Dritten aufgrund vergangener Ereignisse vorliegen und es wahrscheinlich ist, dass diese Verpflichtungen zu Mittelabflüssen führen werden. Die Rückstellungen werden mit jenem Wert angesetzt, der zum Zeitpunkt der Erstellung des Jahresabschlusses nach bestmöglicher Schätzung ermittelt werden kann. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpflichtung angesetzt.
Sonstige kurzfristige Schulden
Sonstige kurzfristige Schulden sind mit ihren beizulegenden Zeitwerten angesetzt. Diese entsprechen aufgrund ihrer kurzfristigen Laufzeit annähernd ihrem Buchwert (erfasster Rückzahlungsbetrag).
Finanzielle Schulden
Finanzielle Schulden werden in Höhe des tatsächlich zugeflossenen Betrags abzüglich Transaktionskosten erfasst. Ein Unterschied zwischen dem erhaltenen Betrag und dem Rückzahlungsbetrag wird über die Laufzeit der Finanzierung verteilt und im Finanzergebnis erfasst.
Pensionsverbindlichkeiten
Aufgrund von Betriebsvereinbarungen und Einzelzusagen besteht die Verpflichtung, an ehemalige Mitarbeiter nach deren Eintreten in den Ruhestand unter bestimmten Voraussetzungen Pensionszahlungen zu leisten. Diesen leistungsorientierten Verpflichtungen steht teilweise Planvermögen gegenüber. Die Bilanzierung der Pensionsverbindlichkeiten erfolgt gemäß den Regelungen des IAS 19 (überarbeitet 2011).
Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden gemäß IAS 19.120 bereinigt um den Ertragssteuereffekt erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen, Dienstzeitaufwand und Nettozinsen erfolgswirksam im Personalaufwand bzw. Finanzergebnis.
Auf der Grundlage gesetzlicher Bestimmungen zahlt die Gesellschaft Beiträge an staatliche Rentenversicherungsträger. Mit der Zahlung der Beiträge sind alle Leistungsverpflichtungen für die Gesellschaft abgegolten. Die Aufwendungen für diese Beiträge sind ebenfalls in den Personalkosten erfasst.
Finanzinstrumente
Finanzinstrumente sind alle Verträge, die einen finanziellen Vermögenswert bei der einen Gesellschaft und eine finanzielle Verbindlichkeit oder ein Eigenkapitalinstrument bei einer anderen Gesellschaft begründen. Finanzinstrumente der Gesellschaft schließen finanzielle Vermögenswerte und Schulden wie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, kurzfristige Finanzierung und Finanzierungsleasing, finanzielle Schulden sowie derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften ein.
Nicht derivative Finanzinstrumente werden bei Zugang zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Dieser entspricht in den meisten Fällen den Anschaffungskosten zuzüglich aller direkt zuordenbaren Transaktionskosten. Die Folgebewertung der nicht derivativen Finanzinstrumente erfolgt je nach Kategorisierung gemäß IAS 39, die genutzte Methode ist bei den Bewertungsregeln des jeweiligen Finanzinstruments beschrieben.
Zur Begrenzung und Steuerung von bestehenden Fremdwährungsrisiken werden fallweise derivative Finanzinstrumente in Form von Devisentermingeschäften eingesetzt. Diese erfüllen nicht die Voraussetzungen des IAS 39.88 für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften (Hedge Accounting). Derivative Finanzinstrumente werden bei Zugang zu Anschaffungskosten angesetzt; zuordenbare Transaktionskosten werden zum Zeitpunkt ihres Anfallens erfolgswirksam erfasst. Die Folgebewertung wird erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert vorgenommen. Dieser Zeitwert ergibt sich für die Sicherungsinstrumente aus den Terminkursen am Abschlussstichtag. Die Bewertungsergebnisse aus den Anpassungen der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes werden in der jeweiligen Periode ergebniswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Zum 30. September 2018 hält die Gesellschaft keine derivativen Finanzinstrumente und im gesamten Berichtsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.
Eigenkapital
Einzahlungen auf den rechnerischen Nennwert der Stammaktien werden als Eigenkapital klassifiziert. Mehrkosten, welche der Ausgabe von Stammaktien und Beteiligungsoptionen direkt zugeordnet werden können, werden abzüglich angefallener Steuereffekte direkt im Eigenkapital erfasst.
Mit jeder Stammaktie ist für den Anteilseigner ein Stimmrecht verbunden.
Wenn als Eigenkapital klassifizierte Stammaktien zurückgekauft werden, werden die zurückgekauften Aktien als eigene Anteile klassifiziert und zu Anschaffungskosten bereinigt um jegliche Steuereffekte im Eigenkapital in Abzug gebracht. Mit eigenen Anteilen ist kein Stimmrecht verbunden.
NEUE BILANZIERUNGSRICHTLINIEN
Die Änderungen bestehender sowie neue IFRS und IFRIC, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, wurden bei der Aufstellung des Konzernabschlusses beachtet.
Im laufenden Geschäftsjahr erstmals anzuwendende Standards und Interpretationen
| Standard / Interpretation | Änderung | Anwendungspflicht für Geschäftsjahre beginnend ab | Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage | |
|---|---|---|---|---|
| Änderungen an AS 12 | Ertragssteuern | Klarstellung des Ansatzes latenter Steueransprüche für unrealisierte Verluste im Zusammenhang mit der Bewertung von Schuldinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert | 01.01.2017 | keine |
| Änderungen an AS 7 | Kapitalflussrechnungen | Erweiterte Angaben über Änderungen von Finanzverbindlichkeiten | 01.01.2017 | keine |
Vorzeitige Anwendung von Standards und Interpretationen
Die Gesellschaft machte keinen Gebrauch von bereits zur Anwendung in der Europäischen Union angenommenen Änderungen bestehender oder neuer Standards und Interpretationen, die bis zum 30. September 2018 herausgegeben, aber noch nicht verpflichtend in Kraft getreten sind.
Veröffentlichte Standards und Interpretationen, die noch nicht angewendet werden
Zum Abschlussstichtag sind folgende Standards, Änderungen von Standards oder Interpretationen veröffentlicht und von der Europäischen Union übernommen, die noch nicht verpflichtend anzuwenden sind:
| Standard / Interpretation | Änderung | Anwendungspflicht für Geschäftsjahre beginnend ab | Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage | |
|---|---|---|---|---|
| Änderungen an IFRS 2 | Anteilsbasierte Vergütung | Klarstellungen bei der Klassifizierung und Bewertung von Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierter Vergütung | 01.01.2018 | keine |
| IFRS 15 | Erlöse aus Verträgen mit Kunden | Ersatz für IAS 11, AS 18, IFRIC 13, IFRIC 18 und SIC-31. Anwendung eines einzigen, prinzipienbasierten, fünfstufigen Modells für alle Verträge mit Kunden. Definition einheitlicher Prinzipien, zu welchem Zeitpunkt bzw. in welchem Zeitraum Erlöse zu realisieren sind. | 01.01.2018 | Keine wesentliche Auswirkung auf die Bilanzierung der Umsatzerlöse. Bilanzverlängerung durch Ausweis eines Aktivpostens für Kosten, die inkrementell durch Abschluss eines Kundenvertrags entstehen und anteilig zukünftig zu realisierenden Erlösen zuzuordnen sind. |
| Änderungen an IFRS 9 | Finanzinstrumente | Herausgabe der endgültigen Fassung mit neuen Regelungen zur Erfassung von Wertminderungen sowie begrenzten Änderungen zur Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte | 01.01.2018 | Erweiterte Angaben zu Finanzinstrumenten im Konzernanhang |
| Änderungen an IFRS 4 | Versicherungsverträge | Anwendung von IFRS 9 (Finanzinstrumente) gemeinsam mit IFRS 4 (Versicherungsverträge) | 01.01.2018 | voraussichtlich keine |
| Änderungen an AS 40 | als Finanzinvestion gehaltene Immobilien | Klarstellung zur Klassifikation einer Immobilie als eine "als Finanzinvestition gehaltene Immobilie", wenn sich diese im Bau befindet | 01.01.2018 | keine |
| IFRS 16 | Leasingverhältnisse | Einführung eines einzigen Bilanzierungsmodells für den Leasingnehmer: Vermögenswerte und Verbindlichkeiten aus Leasingvereinbarungen sind in der Bilanz zu erfassen, es sei denn, die Laufzeit beträgt 12 Monate oder weniger oder es handelt sich um einen geringwertigen Vermögenswert (jeweils Wahlrecht). | 01.01.2019 | Bilanzverlängerung durch Ausweis geleaster Vermögenswerte (insbesondere Bürogebäude und Kfz) und korrespondierend zu passivierender Zahlungsverpflichtungen in der Bilanz |
| Änderungen an AS 19 | Leistungen an Arbeitnehmer | Neubewertung bei einer Planänderung, -kürzung oder -erfüllung / Verfügbarkeit einer Erstattung aus einem leistungsorientierten Han | 01.01.2019 | voraussichtlich keine |
| Änderungen an AS 28 | Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures | Anwendung von IFRS 9, sofern Anteile an assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen vorliegen, deren Bilanzierung nicht nach Equity-Methode erfolgt | 01.01.2019 | keine |
| Änderungen an AS 8 und IAS 21 | Bilanzierung in fremder Währung | mit IFRIC 22 wird die Bilanzierung von Geschäftsvorfällen klargestellt, die den Erhalt oder die Zahlung von Gegenleistung in fremder Währung beinhalten | 01.01.2019 | keine |
| Änderungen an AS 1, IAS 8, IAS 10 und IAS 12 | Ertragsteuerlicher Behandlung | mit IFRIC 23 wird die Bilanzierung von Unsicherheit in Bezug auf Ertragsteuern klargestellt | 01.01.2019 | voraussichtlich keine |
| Änderungen an IFRS 9 | Finanzinstrumente | Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung | 01.01.2020 | voraussichtlich keine |
| Änderungen an IFRS 3 | Unternehmens Zusammenschlüsse | Definition eines Geschäftsbetriebs zur Lösung von Schwierigkeiten in der Bestimmung, ob ein Geschäftsbetrieb oder eine Gruppe von Vermögenswerten erworben wurde | 01.01.2020 | keine |
| Änderungen an AS 1 und IAS 8 | Darstellung des Abschlusses, Rechnungslegungsmethoden | Definition der Wesentlichkeit von Abschlussinformationen und Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler | 01.01.2020 | voraussichtlich keine |
| IFRS 17 | Versicherungsverträge | Regelungen zur Bilanzierung von Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die aus Versicherungsverträgen resultieren | 01.01.2021 | voraussichtlich keine |
| diverse | Jährliche Verbesserungen 2014 - 2016 | diverse | 01.01.2018 | voraussichtlich keine |
| diverse | Jährliche Verbesserungen 2015 - 2017 | diverse | 01.01.2019 | voraussichtlich keine |
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG
Die interne Berichts- und Organisationsstruktur der Gesellschaft unterscheidet die Regionen DACH, Westeuropa, Sonstiges Europa und Nordamerika, für die eigene Ergebnisrechnungen existieren. Diese Regionen sind die Grundlage für die Segmentberichterstattung gemäß IFRS 8.
Im Rahmen der internen Management-Berichterstattung werden das Betriebsergebnis (EBIT) und das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) der Segmente zur Messung der Segment-Profitabilität verwendet. Bilanzkennzahlen werden auf Segmentebene nicht berichtet.
In jedem Segment wird das vollständige Produkt- und Leistungsportfolio von Beta Systems in den Geschäftsbereichen DCI und IAM angeboten. Infolgedessen werden in allen Segmenten - wenngleich in unterschiedlichen Relationen - Umsatzerlöse aus Lizenz, Wartung und Service mit Produkten der Geschäftsbereiche DCI und IAM erzielt. Der mit der Übernahme der LYNET Kommunikation AG begründete Geschäftsbereich Digitalisierung beschränkt sich bisher auf das Segment DACH. Die Zuordnung von Erlösen und Aufwendungen zu den Segmenten erfolgt anhand des Sitzes der einzelnen Konzerngesellschaften. Leistungsbeziehungen zwischen Konzerngesellschaften, die demselben Segment zugeordnet sind (Intra-Segment-Beziehungen), werden je Segment eliminiert. Leistungsbeziehungen zwischen Konzerngesellschaften, die unterschiedlichen Segmenten zugeordnet sind (Inter-Segment-Beziehungen), werden in den betroffenen Segmenten ausgewiesen. Diese entstehen im Wesentlichen durch die Abführung von Royalties für die Nutzung von Produktrechten anderer Gesellschaften, die konzernweite Erbringung von zentralen Dienstleistungen durch die Holding sowie die Verrechnung sonstiger segmentübergreifender Unterstützungsleistungen. Die Eliminierung dieser Inter-Segment-Beziehungen wird nachfolgend als "Konsolidierung" bezeichnet. Die Verrechnung von Leistungen zwischen den Segmenten erfolgt grundsätzlich zu Bedingungen wie unter fremden Dritten ausgehandelt. Sämtliche einem Segment zugeordneten Aufwendungen und Erträge lassen sich eindeutig zuordnen, eine Schlüsselung wird nicht vorgenommen.
Das Segment DACH stellt den Kernmarkt des Beta Systems Konzerns dar, auf den im Berichtsjahr gut 70% der Konzernumsätze entfallen. Das Kundengeschäft im Segment DACH wird hauptsächlich betrieben durch die Beta Systems DCI Software AG mit ihren Tochtergesellschaften SI Software Innovation GmbH, HORIZONT Software GmbH, AUCONET GmbH und ASDIS Solutions GmbH sowie durch die Beta Systems IAM Software AG. Hinzu kommen zwei Vertriebsgesellschaften in Österreich und eine Vertriebsgesellschaft in der Schweiz. Neu hinzugekommen zum Segment DACH ist außerdem die LYNET Kommunikation AG. Weiterhin werden in das Segment DACH die Beta Systems Software AG als Konzern-Holding, die Beta Systems IT Operations GmbH sowie die tschechische Entwicklungsgesellschaft der HORIZONT einbezogen. Aus dem Segment DACH heraus erfolgt auch die Betreuung von Kunden in Osteuropa ohne lokale Beta Systems Landesgesellschaften sowie überwiegend die Koordination des weltweiten Partnergeschäfts. Neben den vertrieblichen Tätigkeiten sind im Segment DACH die Entwicklungszentren in Berlin, Köln, Neustadt, München und Budweis angesiedelt. Gleichzeitig ist das Segment DACH Inhaber des überwiegenden Teils der Produktrechte des Beta Systems Konzerns. Die starke Positionierung in DACH wird unterstützt durch eine umfassende Service-Organisation, welche die Einführung und Weiterentwicklung der Beta Systems Lösungen bei den Kunden begleitet und unterstützt. Die Steuerung des Segments erfolgt direkt durch den Vorstand der Beta Systems Software AG, der die Rolle des Segment-Managers einnimmt.
Das Segment DACH erwirtschaftet Umsatzerlöse aus Lizenz- und Wartungsverträgen, aus der Erbringung von Serviceleistungen für externe Kunden und der Erbringung von konzerninternen Service-Leistungen für andere Segmente sowie durch den Vertrieb von Hardware und Software Dritter im Zusammenhang mit Kundenprojekten der LYNET. Außerdem führen die übrigen Konzerngesellschaften in Abhängigkeit ihrer Umsatzerlöse Royalties zur Nutzung der Beta Systems Produktrechte an das Segment DACH ab. Das Segment DACH fungiert hierbei auch als zentrale Verrechnungsstelle für Royalties für Produkte, deren Rechte nicht in DACH angesiedelt sind. Die entsprechenden Royalties werden an den jeweiligen Rechteinhaber weitergereicht. Sonstige betriebliche Erträge werden darüber hinaus im Wesentlichen aus der konzernweiten Verrechnung der Holding-Dienstleistungen und der Bereitstellung von Rechenzentrumsleistungen für das kanadische Entwicklungszentrum in Calgary erzielt. Die Aufwendungen im Segment DACH bestehen überwiegend aus den in den zuzuordnenden Gesellschaften direkt anfallenden Betriebsaufwendungen, hierunter fallen unter anderem auch die Aufwendungen zur Bereitstellung der Zentralfunktionen durch die Holding sowie der Betrieb des konzerneigenen Rechenzentrums durch die Beta Systems IT Operations GmbH. Hinzu kommen Aufwendungen aus Royalties für Umsatzerlöse mit Produkten, deren Produktrechte beim Segment Nordamerika liegen, sowie Aufwendungen für aus anderen Segmenten zugekaufte Service- oder Entwicklungsleistungen. Das Segment DACH erzielt darüber hinaus Zinserträge im Wesentlichen durch die Anlage der finanziellen Mittel am Kapitalmarkt und im Cash-Pool der Deutsche Balaton AG sowie konzerninterne Zinserträge durch Ausleihungen gegenüber Konzerngesellschaften. Zinsaufwendungen fallen hauptsächlich für die Aufzinsung der Pensionsverbindlichkeiten und die Abzinsung von Forderungen an sowie konzernintern für die Verzinsung der Einlagen der Konzerngesellschaften in den Beta Systems internen Cash-Pool.
Das Segment Westeuropa setzt sich zusammen aus den Konzerngesellschaften in Frankreich, Spanien, Belgien und den Niederlanden und wird zentral aus Frankreich gesteuert, wo der lokale Geschäftsführer zugleich die Rolle des Segment-Managers einnimmt. Der Schwerpunkt des Segments Westeuropa liegt klar auf vertrieblichen Tätigkeiten. Zur Durchführung von Service-Projekten arbeiten die Gesellschaften in der Regel mit lokalen Consulting-Partnern zusammen. Entwicklungsleistungen werden in Westeuropa nicht erbracht.
Das Segment Westeuropa erzielt seine Erlöse überwiegend aus Lizenz- und Wartungsvereinbarungen, Service-Umsätze spielen im Vergleich zum Segment DACH eine deutlich untergeordnete Rolle. Die dem Segment zuzuordnenden Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus den direkt in den Gesellschaften anfallenden Betriebsaufwendungen zusammen sowie Aufwendungen für Royalties, die in Abhängigkeit der erwirtschafteten Umsatzerlöse an das Segment DACH abgeführt werden, und einer Umlage für die zentralen Admin-Leistungen der Holding. Bei den Zinsaufwendungen und -erträgen im Segment Westeuropa handelt es sich überwiegend um konzerninterne Beziehungen zur Beta Systems Software AG (Forderungen und Verbindlichkeiten im Zusammenhang mit dem Beta Systems internen Cash-Pool sowie konzerninterne Ausleihungen).
Das Segment Sonstiges Europa setzt sich aus den Konzerngesellschaften in Italien, Großbritannien und Skandinavien zusammen. Analog zum Segment Westeuropa handelt es sich hierbei um reine Vertriebsgesellschaften, die Vertriebs- und (in geringem Umfang) Serviceleistungen erbringen. Im Zusammenhang mit internationalen Projekten werden Erlöse aus konzerninternen Serviceleistungen erzielt. Entwicklungsleistungen werden nicht erbracht. Die Steuerung des Segments erfolgt durch das für den Vertrieb zuständige Vorstandsmitglied der Beta Systems Software AG, das in Personalunion die Rolle des Segment-Managers für das Segment Sonstiges Europa ausübt.
Hinsichtlich der Zuordnung von Erträgen und Aufwendungen treffen die Erläuterungen zum Segment Westeuropa auf das Segment Sonstiges Europa analog zu.
Das Segment Nordamerika bildet sich aus den Konzerngesellschaften in den USA und Kanada und hält einzelne Produktrechte (SecurLine und Garancy Password Management), die aus Sicht des Gesamtkonzerns eine untergeordnete Rolle spielen. Das Segment Nordamerika erzielt seine Erlöse einerseits aus externen Kundenverträgen, die durch die Vertriebsgesellschaft in den USA gehalten werden. Andererseits erbringt die Tochtergesellschaft in Kanada Wartungs- und Supportleistungen in Nordamerika sowie projektbezogen konzerninterne Entwicklungsleistungen. Hinzu kommen Erlöse aus Royalties, die aus dem Segment DACH für die Umsatzerlöse abgeführt werden, die außerhalb des Segments Nordamerika mit den durch das Segment Nordamerika gehaltenen Produkten erzielt werden. Die dem Segment zuzurechnenden Aufwendungen entsprechen den vorangehenden Darstellungen der Segmente Westeuropa und Sonstiges Europa. Gleiches gilt für die Zuordnung der Zinsaufwendungen und -erträge. Die Steuerung des Segments Nordamerika erfolgt gemeinsam durch zwei Segment-Manager mit Sitz in Kanada (Director Software Engineering) und den USA (Senior Vice President).
Die Details zu den Umsätzen und Ergebnissen der Segmente sowie deren Überleitung auf das Konzernergebnis (Spalte Konsolidierung) sind in den folgenden Übersichten enthalten.
| Segment-Ergebnisrechnung Okt. 2017 - Sep. 2018 | DACH | Westeuropa | Sonstiges Europa | Nordamerika | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|
| (Tausend €) | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse mit Kunden | 32.627 | 4.470 | 4.613 | 4.201 | 0 | 45.909 |
| Umsatzerlöse zwischen den Segmenten | 6.066 | 0 | 170 | 856 | -7.092 | 0 |
| Umsatzerlöse gesamt | 38.693 | 4.470 | 4.783 | 5.056 | -7.092 | 45.909 |
| Materialaufwand / Bezogene Leistungen | -3.230 | -2.422 | -2.201 | -1.531 | 6.867 | -2.518 |
| Personalaufwand | -24.283 | -1.662 | -823 | -1.572 | 0 | -28.339 |
| Sonstige Betriebsaufwendungen und -erträge | -7.059 | -770 | -825 | -1.156 | 226 | -9.584 |
| Betriebsergebnis vor Abschreibungen | 4.121 | -384 | 934 | 797 | 1 | 5.469 |
| Abschreibungen | -1.646 | -12 | -7 | -18 | 0 | -1.683 |
| Betriebsergebnis | 2.475 | -396 | 927 | 779 | 1 | 3.786 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 713 | 10 | 22 | 12 | -211 | 546 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -72 | -1 | -11 | -195 | 210 | -69 |
| Ergebnis vor Ertragssteuern | 3.116 | -387 | 938 | 595 | 0 | 4.262 |
| Ertragssteuern | -290 | |||||
| Ergebnis der Geschäftsperiode | 3.973 |
| Segment-Ergebnisrechnung Okt. 2016 - Sep. 2017 | DACH | Westeuropa | Sonstiges Europa | Nordamerika | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|
| (Tausend €) | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse mit Kunden | 34.797 | 4.822 | 6.790 | 3.404 | 0 | 49.814 |
| Umsatzerlöse zwischen den Segmenten | 6.790 | 0 | 144 | 800 | -7.733 | 0 |
| Umsatzerlöse gesamt | 41.587 | 4.822 | 6.934 | 4.204 | -7.733 | 49.814 |
| Materialaufwand / Bezogene Leistungen | -2.875 | -2.552 | -3.140 | -1.207 | 7.588 | -2.186 |
| Personalaufwand | -22.101 | -1.598 | -1.640 | -1.663 | 0 | -27.002 |
| Sonstige Betriebsaufwendungen und -erträge | -6.484 | -880 | -1.571 | -1.029 | 145 | -9.820 |
| Betriebsergebnis vor Abschreibungen | 10.127 | -209 | 583 | 305 | 0 | 10.806 |
| Abschreibungen | -1.739 | -11 | -7 | -16 | 0 | -1.773 |
| Betriebsergebnis | 8.388 | -219 | 575 | 289 | 0 | 9.033 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 563 | 14 | 13 | 5 | -208 | 387 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -125 | -1 | -15 | -178 | 209 | -111 |
| Ergebnis vor Ertragssteuern | 8.826 | -206 | 574 | 115 | 0 | 9.309 |
| Ertragssteuern | -1.326 | |||||
| Ergebnis der Geschäftsperiode | 7.983 |
Unter Bereinigung nicht-operativer Einmaleffekte stellen sich die normalisierten Betriebsergebnisse je Segment wie folgt dar (für die Definition der Kennzahl "normalisiertes Betriebsergebnis" vergleiche Abschnitt "2. Steuerungssystem" des Lageberichts). Bei den nicht-operativen Einmaleffekten der Berichtsperiode in Höhe von insgesamt T€ 1.094 handelt es sich im Wesentlichen um Aufwendungen im Zusammenhang mit den unterjährig getätigten Akquisitionen (T€ 1.039).
| Normalisiertes Betriebsergebnis Okt. 2017 - Sep. 2018 | DACH | Westeuropa | Sonstiges Europa | Nordamerika | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|
| (Tausend €) | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Betriebsergebnis | 2.475 | -396 | 927 | 779 | 1 | 3.786 |
| Normalisierung Einmaleffekte | 1.131 | 0 | -53 | 45 | -29 | 1.094 |
| Normalisiertes Betriebsergebnis | 3.606 | -396 | 874 | 824 | -28 | 4.879 |
| Normalisiertes Betriebsergebnis Okt. 2016 - Sep. 2017 | DACH | Westeuropa | Sonstiges Europa | Nordamerika | Konsolidierung | Konzern |
|---|---|---|---|---|---|---|
| (Tausend €) | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Betriebsergebnis | 8.388 | -219 | 575 | 289 | 0 | 9.033 |
| Normalisierung Einmaleffekte | 367 | 0 | 38 | 56 | 23 | 485 |
| Normalisiertes Betriebsergebnis | 8.755 | -219 | 613 | 345 | 23 | 9.517 |
Gemäß IFRS 8.23 sind Bewertungen aller Vermögenswerte und Schulden der berichtspflichtigen Segmente nur anzugeben, wenn diese Informationen regelmäßig der verantwortlichen Unternehmensinstanz gemeldet werden. Diese Informationen sind in der regulären Management-Berichterstattung der Gesellschaft nicht enthalten.
Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen fallen in den Segmenten DACH und Nordamerika an. Insgesamt sind hierfür Aufwendungen in Höhe von T€ 9.875 (GJ 2016/17: T€ 9.117) entstanden.
Das Management der Chancen und Risiken, die Einfluss auf den wirtschaftlichen Erfolg der Segmente der Gesellschaft haben könnten, ist ausführlich im Kapitel "Prognose der voraussichtlichen Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken" innerhalb des zusammengefassten Lageberichts und Konzernlageberichts beschrieben.
Eine weitere regionale Aufgliederung ausgewählter Kennzahlen gemäß IFRS 8.23 nach Inland und Ausland zum Abschlussstichtag lässt sich folgender Übersicht entnehmen. Die regionale Aufteilung erfolgt dabei nach dem Sitz der Konzerngesellschaft.
| Regionale Aufteilung | Deutschland | Ausland | Konzern 30.09.2018 | Deutschland | Ausland | Konzern 30.09.2017 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| (Tausend €) | ||||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | 31.334 | 14.576 | 45.909 | 32.824 | 16.990 | 49.814 |
| Langfristige Vermögenswerte ohne latente Steuererstattungsansprüche | 15.216 | 295 | 15.511 | 10.825 | 159 | 10.985 |
| Latente Steuererstattungsansprüche | 564 | 564 | 532 | 532 | ||
| Pensionsverpflichtungen | 2.373 | 0 | 2.373 | 2.275 | 0 | 2.275 |
Ergänzend zu der (in der Segmentberichterstattung abgebildeten) regional strukturierten Steuerung des Konzerns erfolgt eine Steuerung insbesondere der vertrieblichen Aktivitäten entlang der Geschäftsbereiche DCI und IAM und dem durch die Akquisition der LYNET neu hinzugekommenen Geschäftsbereich Digitalisierung (DIG). Die drei Geschäftsbereiche haben jeweils ein eigenständiges Produkt- bzw. Lösungsportfolio und einen eigenen Kundenstamm und treten nach außen am Markt mit ihren Produkten und ihrem Vertriebspersonal separat auf. Für die Management-Berichterstattung erfolgt eine Aufteilung der Umsatzerlöse auf Geschäftsbereiche anhand einer eindeutigen Zuordnung der Produkte entsprechend ihres Anwendungsbereichs.
Weiterhin werden in der internen Berichterstattung die externen Umsatzerlöse (Umsatzerlöse mit Kunden) differenziert nach den Leistungsarten Lizenz, Wartung, Service und Sonstiges angegeben. Die Leistungsart Sonstiges fasst dabei im Wesentlichen den Vertrieb von Hardware und Software von Drittanbietern im Zusammenhang mit Digitalisierungsprojekten der LYNET zusammen.
Nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick der Konzern-Umsatzerlöse mit Kunden nach Geschäftsbereichen und Leistungsarten.
| Umsatzerlöse mit Kunden | DCI | IAM | DIG | Konzern | DCI | IAM |
|---|---|---|---|---|---|---|
| (Tausend €) | Okt. 2017 - Sep. 2018 | Okt. 2016 - Sep. 2017 | ||||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Lizenz-Umsatz | 10.019 | 1.735 | 0 | 11.754 | 16.266 | 2.019 |
| Wartungsumsatz | 19.441 | 5.391 | 71 | 24.903 | 18.572 | 5.572 |
| Serviceumsatz | 3.170 | 4.252 | 1.190 | 8.613 | 2.449 | 4.937 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 0 | 0 | 639 | 639 | 0 | 0 |
| Umsatzerlöse mit Kunden | 32.630 | 11.379 | 1.901 | 45.909 | 37.287 | 12.527 |
| Umsatzerlöse mit Kunden (Tausend €) |
DIG Okt. 2016 - Sep. 2017 | Konzern |
|---|---|---|
| Lizenz-Umsatz | 0 | 18.285 |
| Wartungsumsatz | 0 | 24.144 |
| Serviceumsatz | 0 | 7.386 |
| Sonstige Umsatzerlöse | 0 | 0 |
| Umsatzerlöse mit Kunden | 0 | 49.814 |
ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG UND ZUR BILANZ
1. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE
| Sonstige betriebliche Erträge | 2017/18 | 2016/17 |
|---|---|---|
| Gewinne aus Währungsumrechnungen, netto | 37 | 0 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 483 | 610 |
| Erstattungen und Versicherungsentschädigungen | 8 | 57 |
| Ausgleichsansprüche vorzeitige Vertragsbeendigung | 25 | 0 |
| Transfergebühren Kundenverträge | 0 | 108 |
| Erträge aus Weiterbelastung co-finanzierter Marketing-Aktivitäten | 243 | 122 |
| Erträge aus Vermittlungsprovision | 23 | 11 |
| Übrige Erträge | 37 | 14 |
| Summe | 856 | 922 |
2. PERSONALAUFWAND
| Personalaufwand | 2017/18 | 2016/17 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 22.148 | 21.649 |
| Sozialabgaben | 3.983 | 3.899 |
| Sonstige Personalkosten | 2.209 | 1.454 |
| Summe | 28.339 | 27.002 |
In den sonstigen Personalkosten sind Aufwendungen aus den im Zusammenhang mit dem Kauf der HORIZONT Software GmbH vertraglich vereinbarten Earn-Out Regelungen in Höhe von T€ 604 (2016/17: T€ 573) sowie aus den im Zusammenhang mit dem Kauf der LYNET Kommunikation AG vertraglich vereinbarten Earn-Out Regelungen in Höhe von T€ 47 enthalten.
Hinzu kommen Aufwendungen für Versicherungen der Arbeitnehmer und variable Vergütungen in Form von Sachzuwendungen und Rückstellungen für mögliche Abfindungszahlungen.
3. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 2017/18 | 2016/17 |
|---|---|---|
| Verlust aus Währungsumrechnung | 0 | 248 |
| Raumkosten | 3.661 | 3.455 |
| Allgemeine Verwaltungsaufwendungen | 820 | 754 |
| Freelancer-, Partner- & Distributorenkosten | 1.170 | 1.504 |
| Aufwendungen des laufenden Geschäftsbetriebes | 2.370 | 2.493 |
| Rechtsberatung | 380 | 220 |
| Unternehmensberatung | 138 | 103 |
| Beratung IT-Projekte | 29 | 2 |
| Personalberatung und -akquise | 203 | 225 |
| Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung | 336 | 285 |
| Marketing- und Werbeaufwendungen | 743 | 920 |
| Zuführung zu Gewährleistungsrückstellung | 289 | 233 |
| Verluste aus dem Abgang von Sachanlagen | 3 | 1 |
| Sonstige betriebliche Steuern | 38 | 48 |
| Übrige Aufwendungen | 261 | 252 |
| Summe | 10.440 | 10.742 |
4. ZINSEN UND ÄHNLICHE ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN
| Zinsen und ähnliche Erträge und Aufwendungen | 2017/18 | 2016/17 |
|---|---|---|
| Aufzinsung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 142 | 70 |
| Zinserträge auf Bankeinlagen | 0 | 6 |
| Zinserträge aus Cash-Pooling Deutsche Balaton AG | 397 | 294 |
| Sonstige Zinserträge | 6 | 17 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 546 | 387 |
| Zinsaufwendungen (Negativ-Zins) bei Kreditinstituten | -1 | -1 |
| Sonstige Zinsaufwendungen | -68 | -110 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | -69 | -111 |
| Finanzergebnis | 477 | 276 |
In den sonstigen Zinsaufwendungen sind Zinsen in Höhe von T€ 47 (2016/17: T€ 33) für die Aufzinsung von Pensionsverbindlichkeiten enthalten sowie T€ 20 aus der Aufzinsung möglicher künftiger nachträglicher Kaufpreiszahlungen für die Akquisition der LYNET Kommunikation AG entsprechend der vertraglich vereinbarten Earn-Out Regelungen.
5. ERTRAGSSTEUERN
Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Ertragssteuern setzen sich wie folgt zusammen:
| Ertragssteueraufwand | 2017/18 | 2016/17 |
|---|---|---|
| Laufende Steuern (abgelaufene Periode) | ||
| Deutschland | -842 | -791 |
| Ausland | -194 | -257 |
| -1.036 | -1.049 | |
| Latente Steuern (zukünftige Perioden) | ||
| Deutschland | 648 | -491 |
| Ausland | 98 | 214 |
| 746 | -277 | |
| Summe | -290 | -1.326 |
Die Überleitung des erwarteten auf den tatsächlichen Ertragssteueraufwand wird in der folgenden Übersicht dargestellt. Der erwartete Ertragssteueraufwand ergibt sich dabei aus dem kombinierten Körperschaftsteuersatz, Solidaritätszuschlag und dem Gewerbesteuersatz von 30,0%.
Überleitungsrechnung erwarteter und ausgewiesener Ertragssteueraufwand
| 2017/18 | 2016/17 | |
|---|---|---|
| Ergebnis vor Ertragssteuern | 4.262 | 9.309 |
| Erwarteter Steuer(-aufwand) /-ertrag (Konzernsteuersatz 30%) | -1.279 | -2.793 |
| Nicht abzugsfähige Aufwendungen und Hinzurechnungen | -210 | -43 |
| Mindeststeuer | -11 | 0 |
| Änderungen der Bewertung von Verlustvorträgen | 1.210 | 1.768 |
| Steuererstattungen (+) / -nachzahlungen (-) Vorjahre | -24 | -120 |
| Lokale Steuersatzunterschiede | -45 | -100 |
| Hinzurechnung sonstiger steuerfreier Erträge und Aufwendungen | 52 | 29 |
| Sonstiges | 16 | -67 |
| Ausgewiesener Steuer(-aufwand) /-ertrag | -290 | -1.326 |
| davon laufende Steuern (tatsächlicher Steueraufwand) | -1.036 | -1.049 |
| davon latente Steuern | 746 | -277 |
| Konzernsteuerquote | 6,8% | 14,2% |
Die latenten Steuererstattungsansprüche und -schulden lassen sich wie folgt den einzelnen Bilanzpositionen zuordnen:
| Latente Steuern gemäß Bilanz | 30.09.2018 | 30.09.2017 |
|---|---|---|
| Bilanzposten | ||
| Steuerliche Verlustvorträge | 5.571 | 6.025 |
| Pensionsverpflichtungen | 417 | 377 |
| Rechnungsabgrenzungen | 12 | 304 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 759 | 425 |
| Latente Steuererstattungsansprüche (brutto) | 6.759 | 7.131 |
| Saldierung | -6.195 | -6.599 |
| Latente Steuererstattungsansprüche (in der Bilanz ausgewiesen) | 564 | 532 |
| Bilanzposten | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | -2.792 | -3.247 |
| Andere immaterielle Vermögenswerte | -2.302 | -2.006 |
| Erworbene Softwareproduktrechte | -188 | -205 |
| Sonstige Vermögenswerte | -59 | -54 |
| Rechnungsabgrenzungen | -1.057 | -1.557 |
| Fertigungsaufträge (POC) | -23 | -44 |
| Sachanlagen | -134 | -1 |
| Latente Steuerschulden (brutto) | -6.556 | -7.114 |
| Saldierung | 6.195 | 6.599 |
| Latente Steuererschulden (in der Bilanz ausgewiesen) | -361 | -515 |
In Anwendung von IAS 12.74 erfolgt eine Saldierung von aktiven und passiven latenten Steuern, soweit diese gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen und ein Recht auf Aufrechnung von Steuerschulden und Steuerforderungen besteht.
In verschiedenen Ländern verfügt die Gesellschaft über steuerliche Verlustvorträge der jeweiligen Konzerngesellschaften. Die Verlustvorträge in Deutschland sind unbefristet nutzbar, wobei die Nutzung jährlich auf T€ 1.000 begrenzt ist. Der übersteigende Teil des zu versteuernden Einkommens ist nur zu 60% mit dem Verlustvortrag verrechenbar. Die amerikanischen und kanadischen Verlustvorträge sind jeweils für 20 Jahre realisierbar, die spanischen Verlustvorträge für 15 Jahre und alle weiteren ausländischen Verlustvorträge sind unbegrenzt nutzbar.
Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden von der Gesellschaft nur aktiviert, soweit diese Verlustvorträge als werthaltig bzw. wahrscheinlich nutzbar angesehen werden, aber mindestens in der Höhe, wie diesen zu versteuernde temporäre Differenzen gegenüber stehen.
Die latenten Steuererstattungsansprüche auf Verlustvorträge ergeben sich im Wesentlichen aus der Beta Systems Software AG mit einer Höhe von T€ 5.307 (2016/17: T€ 5.734). Dabei wurden die insgesamt bestehenden Verlustvorträge von T€ 12.757 (Körperschaftssteuer) bzw. T€ 21.478 (Gewerbesteuer) zugrunde gelegt. Die Bewertung erfolgte auf Basis einer Ergebnisplanung für den steuerlichen Organkreis.
| Aktivierte Verlustvorträge | 2017/18 | 2016/17 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Währung | Verlustvortrag | aktive latente Steuern | Verlustvortrag | aktive latente Steuern | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Deutschland (Körperschaftsteuer) | T€ | 12.757 | 2.019 | 17.574 | 2.781 |
| davon Organschaft Beta AG | T€ | 12.757 | 2.019 | 17.574 | 2.781 |
| davon TK Auconet | T€ | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Deutschland (Gewerbesteuer) | T€ | 21.478 | 3.288 | 19.291 | 2.953 |
| davon Organschaft Beta AG | T€ | 21.478 | 3.288 | 19.291 | 2.953 |
| davon TK Auconet | T€ | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Italien | T€ | 119 | 29 | 199 | 48 |
| Belgien | T€ | 463 | 137 | 530 | 180 |
| Schweiz | TCHF | 340 | 69 | 351 | 72 |
| Österreich | T€ | 149 | 37 | 0 | 0 |
| davon TK Auconet | T€ | 149 | 37 | 0 | 0 |
Als nicht aktivierbar sieht die Gesellschaft zum jetzigen Zeitpunkt latente Steuern auf folgende Verlustvorträge (unter Angabe der daraus resultierenden steuerlichen Erstattungsansprüche) an:
| Nicht aktivierbare Verlustvorträge | 2017/18 | 2016/17 | |||
|---|---|---|---|---|---|
| Währung | Verlustvortrag | Erstattungsanspruch | Verlustvortrag | Erstattungsanspruch | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Deutschland (Körperschaftsteuer) | T€ | 989 | 156 | 0 | 0 |
| davon Organschaft Beta AG | T€ | 0 | 0 | 0 | 0 |
| davon TK Auconet | T€ | 989 | 156 | 0 | 0 |
| Deutschland (Gewerbesteuer) | T€ | 989 | 142 | 7.431 | 1.138 |
| davon Organschaft Beta AG | T€ | 0 | 0 | 7.431 | 1.138 |
| davon TK Auconet | T€ | 989 | 142 | 0 | 0 |
| USA | TUSD | 9.785 | 3.773 | 10.595 | 4.085 |
| Kanada | TCAD | 5.026 | 653 | 4.857 | 631 |
| Großbritannien | TGBP | 1.985 | 397 | 2.329 | 466 |
| Spanien | T€ | 3.037 | 759 | 2.676 | 669 |
| Belgien | T€ | 78 | 27 | 83 | 28 |
| Österreich | T€ | 218 | 55 | 0 | 0 |
| davon TK Auconet | T€ | 218 | 55 | 0 | 0 |
6. ERGEBNIS JE STAMMAKTIE
Das Ergebnis je Stammaktie ergibt sich wie folgt:
| Ergebnis je Stammaktie | 2017/18 | 2016/17 |
|---|---|---|
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien, unverwässert und verwässert | 5.213.527 | 5.283.390 |
| Auf die Anteilseigner der Muttergesellschaft entfallendes Jahresergebnis in T€ | 3.973 | 7.983 |
| Ergebnis je Stammaktie | ||
| € je Stammaktie, unverwässert und verwässert | 0,76 | 1,51 |
Optionsrechte auf die Ausgabe neuer Stammaktien bestanden im Berichtszeitraum und im Vergleichszeitraum des Vorjahres nicht. Das unverwässerte Ergebnis je Stammaktie ist deshalb mit dem verwässerten Ergebnis je Stammaktie identisch.
Im Zeitraum vom 18. Juli 2018 bis 10. August 2018 hat die Beta Systems Software AG auf Basis des am 18. Juli 2018 veröffentlichten Öffentlichen Angebots zum Aktienrückkauf insgesamt 500.000 Aktien der Gesellschaft zu einem Erwerbspreis von € 23,00 erworben. Der Beschluss zum Aktienrückerwerb war durch den Vorstand der Beta Systems Software AG am 5. Juli 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats auf Basis der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 16. April 2015 zum Erwerb eigener Aktien gefasst worden. Infolge des Erwerbs der eigenen Aktien ging die Anzahl der im Umlauf befindlichen Stammaktien von zuvor 5.283.390 Stück um 500.000 Stück auf 4.783.390 Stück zurück.
Die durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Stammaktien, welche als Nenner in die Berechnung des unverwässerten und verwässerten Ergebnisses je Stammaktie einfließt, ergibt sich wie folgt:
| Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Stammaktien unverwässert und verwässert | Tage im Umlauf | Anzahl |
|---|---|---|
| Aktienbestand 01.10.2017 bis 10.08.2018 | 314 | 5.283.390 |
| Aktienbestand 11.08.2018 bis 30.09.2018 | 51 | 4.783.390 |
| Durchschnittliche Anzahl im Umlauf befindlicher Stammaktien GJ 2017/18 unverwässert und verwässert | 365 | 5.213.527 |
7. ZAHLUNGSMITTEL
| Zahlungsmittel | 30.09.2018 | 30.09.2017 |
|---|---|---|
| Barmittel | 5 | 2 |
| Sichteinlagen bei Kreditinstituten | 5.536 | 19.105 |
| Summe | 5.541 | 19.107 |
8. FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGEN
Der Gesamtbestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Gesellschaft betrug zum Abschlussstichtag T€ 13.648 (30. September 2017: T€ 14.945).
Abgezinste Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Fälligkeit von mehr als einem Jahr sind in Höhe von T€ 6.972 (30. September 2017: T€ 7.742) in dem Gesamtwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten. Der verwendete Zinssatz beträgt 2,18% p.a. (30. September 2017: 1,56% p.a.).
Die Fälligkeit dieser Forderungen zum Abschlussstichtag stellt sich wie folgt dar:
| Barwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, fällig in >12 Monaten | 30.09.2018 | 30.09.2017 |
|---|---|---|
| Geschäftsjahr 2018/19 | 0 | 5.346 |
| Geschäftsjahr 2019/20 | 4.604 | 1.592 |
| Geschäftsjahr 2020/21 | 1.815 | 803 |
| Geschäftsjahr 2021/22 | 541 | 1 |
| Geschäftsjahr 2022/23 | 11 | 0 |
| Summe | 6.972 | 7.742 |
Der Kundenstamm der Gesellschaft besteht im Wesentlichen aus Kunden aus dem Banken- und Versicherungssektor und Großkunden aus der Industrie. Diese weisen in den überwiegenden Fällen ein Investment Grade Rating auf; im Ergebnis ist der Forderungsbestand mit geringen Ausfallrisiken behaftet.
Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum Abschlussstichtag ist wie folgt:
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 30.09.2018 | 30.09.2017 | ||
|---|---|---|---|---|
| Altersstruktur | Buchwert | Wertminderung | Buchwert | Wertminderung |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Noch nicht fällig | 12.961 | 14.156 | ||
| Überfällig bis 30 Tage | 301 | -8 | 296 | |
| Überfällig 31 - 90 Tage | 382 | 427 | ||
| Überfällig 91 - 180 Tage | 18 | -10 | 64 | |
| Überfällig 181 - 365 Tage | 40 | -36 | 8 | -7 |
| Überfällig mehr als 365 Tage | 0 | 3 | -2 | |
| Summe | 13.702 | -54 | 14.954 | -9 |
Die Entwicklung der Wertminderungen auf zweifelhafte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen war im aktuellen Geschäftsjahr wie folgt:
| Wertminderungen | 30.09.2018 | 30.09.2017 |
|---|---|---|
| Anfangssaldo zu Beginn des Geschäftsjahres | -9 | -128 |
| Zuführung | -54 | -9 |
| Auflösung | 9 | 102 |
| Inanspruchnahme | 0 | 26 |
| Summe zum Ende des Geschäftsjahres | -54 | -9 |
9. FERTIGUNGSAUFTRÄGE (POC)
| Fertigungsaufträge (POC) | 30.09.2018 | 30.09.2017 |
|---|---|---|
| Aktivierte Auftragserlöse | 330 | 380 |
| Erhaltene Teilzahlungen | -69 | -145 |
| Summe | 261 | 234 |
Die Fertigungsaufträge werden in der Herstellungsphase zu Herstellungskosten zuzüglich Marge in der Bilanz aktiviert. Der damit im Posten Fertigungsaufträge enthaltene Projektertrag beziffert sich wie folgt:
| Aktivierter Projektertrag der Periode | 30.09.2018 | 30.09.2017 |
|---|---|---|
| Aktivierte Auftragserlöse | 330 | 380 |
| Summe der angefallenen Kosten der laufenden Projekte | -270 | -216 |
| Summe | 60 | 164 |
Die bereits erfolgswirksam realisierten Gesamterlöse der Fertigungsaufträge betrugen in der Berichtsperiode T€ 500 (GJ 2016/17: T€ 507).
Zum 30. September 2018 bestanden keine Fertigungsaufträge, für die Anzahlungen und höhere Teilzahlungen geleistet als Umsätze zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Die zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Fertigungsaufträge (POC) werden voraussichtlich innerhalb des nächsten Jahres beendet.
10. KURZFRISTIGE FINANZANLAGEN
Zum Abschlussstichtag 30. September 2018 bestanden wie zum Vorjahresstichtag 30. September 2017 keine kurzfristigen Finanzanlagen.
11. SONSTIGE KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 30.09.2018 | 30.09.2017 |
|---|---|---|
| Aktive Rechnungsabgrenzung und geleistete Anzahlungen | 717 | 653 |
| Umsatzsteuerguthaben | 636 | 403 |
| Forderung aus Cash-Pool Deutsche Balaton AG | 30.100 | 25.000 |
| Übrige kurzfristige Forderungen | 231 | 71 |
| Summe | 31.684 | 26.127 |
Die Umsatzsteuerguthaben betreffen Forderungen gegenüber dem Finanzamt aus Umsatzsteuer-Vorauszahlungen. Überwiegend handelt es sich um die Vorauszahlung zur Dauerfristverlängerung 2018 der Beta Systems Software AG.
Von den "Übrigen kurzfristigen Forderungen" entfallen T€ 63 auf Forderungen gegenüber den Veräußerern der HORIZONT, die ganz oder in Teilen fällig werden würden, wenn einer oder mehrere der Veräußerer vor Ablauf des im Kaufvertrag vereinbarten Zeitraums von vier Jahren ab Kaufdatum die Gesellschaft vorzeitig verlässt. Zum Bilanzstichtag 30. September 2017 war dieser Sachverhalt als langfristige Forderung ausgewiesen worden. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahrs 2018/19 wurde der verbleibende Forderungswert planmäßig aufgelöst. Neben diversen Einzelsachverhalten wie gezahlte Reisekostenvorschüsse sind weiterhin Forderungen gegen den ehemaligen Geschäftsführer der ASDIS GmbH in Höhe von T€ 113 enthalten.
Für Erläuterungen zum Cash-Pool der Deutsche Balaton AG wird auf den Abschnitt "26. Nahestehende Unternehmen und Personen" des Konzernanhangs verwiesen.
12. SACHANLAGEN
| Sachanlagen | 30.09.2018 | 30.09.2017 |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||
| Computerausrüstung | 6.868 | 6.291 |
| Grundstücke und Gebäude | 1.395 | 0 |
| Einbauten in Geschäfts- und Betriebsgebäude | 648 | 618 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.655 | 1.178 |
| Summe Anschaffungskosten | 10.565 | 8.087 |
| Kumulierte planmäßige Abschreibungen | -8.022 | -6.786 |
| Summe | 2.543 | 1.301 |
Die im Geschäftsjahr 2017/18 in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten Abschreibungen enthaltenen planmäßigen Abschreibungen für die Sachanlagen betragen T€ 712 (GJ 2016/17: T€ 613).
Zum 30. September 2018 betrugen die Buchwerte der Sachanlagen, die Gegenstand eines Finanzierungsleasings sind, T€ 0 (30. September 2017: T€ 0).
Die Entwicklung der Buchwerte im Laufe der Berichtsperiode ist in der Übersicht "Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte des Konzerns" dargestellt.
13. FIRMENWERT
| Firmenwert | 30.09.2018 | 30.09.2017 |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten | 5.050 | 3.238 |
| davon aus Akquisition der SI Software Innovation | 507 | 507 |
| davon aus Akquisition der HORIZONT | 2.731 | 2.731 |
| davon aus Akquisition der LYNET | 267 | |
| davon aus Akquisition der AUCONET/ASDIS | 1.545 | |
| Wertminderungen | -1.483 | -1.483 |
| Summe | 3.567 | 1.755 |
Nach IAS 36 ist grundsätzlich ein jährlich verpflichtender Werthaltigkeitstest der Firmenwerte durchzuführen. Dabei wird der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwerten derselben gegenübergestellt. Für alle zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde der erzielbare Betrag zum 30. September 2018 höher eingeschätzt als die Buchwerte. Eine Wertminderung war somit nicht vorzunehmen. Die Buchwerte der Firmenwerte stellen sich zum 30. September 2018 wie folgt dar:
| Buchwert Firmenwert | 30.09.2018 | 30.09.2017 |
|---|---|---|
| SI Software Innovation GmbH | 189 | 189 |
| HORIZONT Software GmbH | 1.566 | 1.566 |
| LYNET Kommunkation AG | 267 | |
| AUCONET Teilkonzern | 1.545 | |
| Summe | 3.567 | 1.755 |
Die Wertermittlung zum 30. September 2018 beruhte dabei jeweils auf einer vom Management erstellten Detailplanung über drei Jahre mit den nachfolgend genannten wesentlichen Prämissen.
Die Prognosen beruhen dabei auf den Erfahrungen der Vergangenheit, den aktuellen operativen Ergebnissen, externen Marktannahmen und der vom Management vorgenommenen Einschätzung der zukünftigen Entwicklung. Die Umsatzentwicklung beruht auf der Planung von Folgeverträgen bestehender Kunden- und Vertragsbeziehungen.
Für die SI Software Innovation GmbH wird auf Basis der aktuellen Vertragssituation und Pipeline von einer stabilen Entwicklung des Lizenzumsatzes auf dem durchschnittlichen Niveau der Vorjahre ausgegangen. Der Wartungsumsatz wurde leicht rückläufig geplant (-0,5% pro Jahr). Der Kapitalisierungszins vor Steuern wurde mit 11,5% angesetzt.
Die HORIZONT Software GmbH ist in ihren Kernmärkten mit ihren Produkten im Mainframe-Markt bei allen wesentlichen Kunden vertreten. Hieraus ergibt sich eine exzellente Marktpositionierung bei gleichzeitig allerdings eingeschränktem Wachstumspotential mit Blick auf künftiges Neugeschäft. Im Sinne einer vorsichtigen Planung wurden daher rückläufige Umsatzerlöse (-6% pro Jahr) unterstellt, was dem Niveau einer historisch abgeleiteten Abwanderungsquote (Churn Rate) entspricht. In den vergangenen Jahren gelang es allerdings zuverlässig, Abgänge durch die Generierung von Neugeschäft auszugleichen. Der Kapitalisierungszins vor Steuern wurde mit 10,3% angesetzt.
Für die LYNET Kommunikation AG wurde in einem dynamischen Marktumfeld in der Detailplanung ein Umsatzwachstum von jährlich 8% unterstellt. Jenseits der Detailplanung wurden die Umsatzerlöse mit einer Wachstumsrate von 3% extrapoliert. Entsprechende Investitionen in die Mitarbeiterschaft, unter anderem zur Stärkung der vertrieblichen Aktivitäten der LYNET, wurden im Berichtsjahr bereits getätigt oder sind für das neue Geschäftsjahr vorgesehen. Ausgehend von der Umsatzplanung wurden auch die Aufwendungen mit angemessenen Wachstumsraten fortgeschrieben. Der Kapitalisierungszins vor Steuern wurde mit 10,3% angesetzt.
Für das AUCONET-Geschäft (hierunter fallen neben der AUCONET GmbH auch deren Tochtergesellschaften inklusive der ASDIS Solutions GmbH) wurden ausgehend von der Budgetplanung die Umsatzerlöse in den Leistungsarten Lizenz und Service stabil fortgeschrieben. Für die Wartungserlöse wird auf Basis des prognostizierten Neugeschäfts von einem jährlichen Wachstum von 5% für die Detailplanung ausgegangen, darüber hinaus wurden die Werte mit einer Wachstumsrate von 3% extrapoliert. Ausgehend von der unterstellten Umsatzentwicklung wird auch von einem leichten (im Vergleich zum Umsatz aber unterproportionalen) Anstieg der Aufwendungen ausgegangen. Der Kapitalisierungszins vor Steuern wurde mit 11,9% angesetzt.
Änderungen der Berechnungsparameter für Werthaltigkeitstests können die erzielbaren Beträge der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten beeinflussen. Die Bewertung reagiert dabei besonders sensitiv auf den Kapitalisierungszinssatz und die erwartete Umsatzentwicklung. Dabei hätte sich auch bei einer Erhöhung des zugrunde gelegten Diskontierungssatzes um 1,0% zum 30. September 2018 keine Wertminderung ergeben. Auch unter Annahme eines um 2 Prozentpunkte stärkeren Rückgangs der wichtigen Wartungserlöse (für die SI Software Innovation und die HORIZONT) bzw. eines um 2 Prozentpunkte schwächeren Wachstums der Umsatzerlöse (für die LYNET und den AUCONET Teilkonzern) wäre keine Wertminderung erforderlich gewesen.
Die Entwicklung der Buchwerte im Laufe der Berichtsperiode ist in der Übersicht "Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte des Konzerns" dargestellt.
14. ANDERE IMMATERIELLE VERMÖGENSWERTE
| Andere immaterielle Vermögenswerte | 30.09.2018 | 30.09.2017 |
|---|---|---|
| Kundenbasis, Lizenzrechte und andere immaterielle Vermögenswerte | ||
| Anzahlungen auf Immaterielle Vermögenswerte | 90 | 0 |
| Anschaffungskosten | 16.892 | 14.835 |
| Kumulierte Abschreibungen | -9.376 | -8.376 |
| Summe | 7.606 | 6.459 |
Die Anschaffungskosten der anderen immateriellen Vermögenswerte enthalten eine Währungsumrechnungsdifferenz im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von T€ 29 (GJ 2016/17: T€ -95).
Die im Geschäftsjahr 2017/18 in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten Abschreibungen enthaltenen planmäßigen Abschreibungen für die anderen immateriellen Vermögenswerte betragen T€ 828 (GJ 2016/17: T€ 1.053).
Die Gesellschaft führte zum Abschlussstichtag keine Werthaltigkeitsprüfung der anderen immateriellen Vermögenswerte durch, da es keine Anhaltspunkte für eine mögliche Wertminderung gab. Ebenso ergaben sich keine Anhaltspunkte für eine mögliche Aufholung der in früheren Geschäftsjahren vorgenommenen außerplanmäßigen Wertminderungen.
Die erwarteten planmäßigen Abschreibungen der nächsten Jahre für die anderen immateriellen Vermögenswerte beziehen sich vollständig auf die im Zuge der Kaufpreisallokationen aktivierten Vermögenswerte der HORIZONT sowie der Akquisitionen des GJ 2017/18 und ergeben sich wie folgt:
| Erwartete planmäßige Abschreibungen | |
|---|---|
| Geschäftsjahr 2018/19 | 851 |
| Geschäftsjahr 2019/20 | 848 |
| Geschäftsjahr 2020/21 | 811 |
| Geschäftsjahr 2021/22 | 732 |
| Geschäftsjahr 2022/23 | 675 |
| Geschäftsjahr 2023/24 | 628 |
| Geschäftsjahr 2024/25 | 622 |
| Geschäftsjahr 2025/26 | 587 |
| Geschäftsjahr 2026/27 | 575 |
| Geschäftsjahr 2027/28 | 535 |
| Geschäftsjahr 2028/29 | 522 |
| Geschäftsjahr 2029/30 | 130 |
| Summe | 7.516 |
Die Entwicklung der Buchwerte im Laufe der Berichtsperiode ist in der Übersicht "Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte des Konzerns" dargestellt.
15. ERWORBENE SOFTWAREPRODUKTRECHTE
| Erworbene Softwareproduktrechte | 30.09.2018 | 30.09.2017 |
|---|---|---|
| Anschaffungskosten | 7.062 | 6.265 |
| Kumulierte Abschreibungen | -5.739 | -5.605 |
| Summe | 1.323 | 660 |
Die Anschaffungskosten der Softwareproduktrechte enthalten eine Währungsumrechnungsdifferenz im Vergleich zum Vorjahr in Höhe von T€-10 (GJ 2016/17: T€ 1).
Die Restbuchwerte der aktivierten Softwareproduktrechte verteilen sich wie folgt:
| Buchwerte erworbener Softwareproduktrechte Erworbene Rechte von |
Erwerbsart | Jahr | Restabschreibungsdauer in Monaten | 30.09.2018 | 30.09.2017 |
|---|---|---|---|---|---|
| HORIZONT Software GmbH - Technologie XINFO | Share Deal | 2015 | 39 | 118 | 155 |
| HORIZONT Software GmbH - Technologie SmartJCL | Share Deal | 2015 | 15 | 16 | 29 |
| HORIZONT Software GmbH - Technologie ProcMan | Share Deal | 2015 | 111 | 414 | 459 |
| HORIZONT Software GmbH - Technologie TWS Products | Share Deal | 2015 | 3 | 3 | 17 |
| AUCONET GmbH - Technologie BICS | Asset Deal | 2018 | 172 | 771 | |
| Summe | 1.323 | 660 |
Die im Geschäftsjahr 2017/18 in der Gewinn- und Verlustrechnung im Posten Abschreibungen enthaltenen planmäßigen Abschreibungen für die Softwareproduktrechte betragen T€ 144 (GJ 2016/17: T€ 108).
Die Gesellschaft führte zum Abschlussstichtag keine Werthaltigkeitsprüfung der Softwareproduktrechte durch, da es keine Anhaltspunkte für eine mögliche Wertminderung gab.
Der erwartete planmäßige Abschreibungsaufwand der nächsten Jahre ergibt sich für die Softwareproduktrechte wie folgt:
| Erwartete planmäßige Abschreibungen | |
|---|---|
| Geschäftsjahr 2018/19 | 151 |
| Geschäftsjahr 2019/20 | 138 |
| Geschäftsjahr 2020/21 | 135 |
| Geschäftsjahr 2021/22 | 108 |
| Geschäftsjahr 2022/23 | 99 |
| Geschäftsjahr 2023/24 | 99 |
| Geschäftsjahr 2024/25 | 99 |
| Geschäftsjahr 2025/26 | 99 |
| Geschäftsjahr 2026/27 | 99 |
| Geschäftsjahr 2027/28 | 65 |
| Geschäftsjahr 2028/29 | 54 |
| Geschäftsjahr 2029/30 | 54 |
| Geschäftsjahr 2030/31 | 54 |
| Geschäftsjahr 2031/32 | 54 |
| Geschäftsjahr 2032/33 | 18 |
| Summe | 1.323 |
Die Entwicklung der Buchwerte im Laufe der Berichtsperiode ist in der Übersicht "Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte des Konzerns" dargestellt.
16. SONSTIGE LANGFRISTIGE FORDERUNGEN
| Sonstige langfristige Forderungen | 30.09.2018 | 30.09.2017 |
|---|---|---|
| Ausleihungen an Dritte | 7 | 111 |
| Kautionen | 466 | 389 |
| Sonstige langfristige Forderungen | 0 | 312 |
| Summe | 473 | 811 |
17. FINANZIERUNGSLEASING
Zum Abschlussstichtag 30. September 2018 bestanden keine Finanzierungsleasingverbindlichkeiten.
Ebenfalls standen zum 30. September 2018 keine geleasten Vermögenswerte in der Bilanz (30. September 2017: T€ 0).
18. KURZFRISTIGE FINANZIERUNG
Wie schon zum Vorjahresstichtag 30. September 2017 bestanden auch zum Bilanzstichtag 30. September 2018 keine Verbindlichkeiten aus kurzfristiger Finanzierung.
19. SONSTIGE KURZFRISTIGE SCHULDEN
| Sonstige kurzfristige Schulden | 30.09.2018 | 30.09.2017 |
|---|---|---|
| Andere Steuerschulden und Sozialabgaben | 519 | 720 |
| Verbindlichkeiten ggü. Arbeitnehmern (Gehälter und gehaltsähnliche Zahlungen) | 3.801 | 3.819 |
| Erhaltene Anzahlungen | 339 | 250 |
| Übrige kurzfristige Schulden | 3.280 | 2.248 |
| Summe | 7.939 | 7.037 |
Andere Steuerschulden und Sozialabgaben
Die Position betrifft Schulden gegenüber dem Finanzamt aus Umsatzsteuer und Lohnsteuer sowie für Abgaben gegenüber Sozialversicherungsinstituten.
Verbindlichkeiten gegenüber Arbeitnehmern
Hierin sind Ansprüche der Mitarbeiter aus Urlaub, Überstunden und Gleitzeit, Verbindlichkeiten aus Leistungsprämien sowie zu leistende Erstattungen verauslagter Reisekosten enthalten. Darüber hinaus enthalten sind Rückstellungen für variable Gehaltszahlungen an die Belegschaft (inkl. Provisionszahlungen an den Vertrieb) und den Vorstand.
Übrige kurzfristige Schulden
Die übrigen kurzfristigen Schulden enthalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus der vertraglich vereinbarten Earn-Out Regelung mit den Veräußerern der HORIZONT (T€ 353) und der LYNET (T€ 109), Rückstellungen für mögliche Abfindungszahlungen (T€ 1.448), Verpflichtungen aus Mietverhältnissen inkl. Nebenkosten (T€ 286), Verbindlichkeiten aus Abschlussprüfung und Steuerberatung (T€ 272) sowie Verpflichtungen aus Kundenverträgen im Rahmen der Gewährleistung (T€ 548).
20. PENSIONSVERBINDLICHKEITEN
Auf folgende Bilanzpositionen hat die Erfassung von Verbindlichkeiten aus Pensionen Einfluss:
| Bilanzposition | 30.09.2018 | 30.09.2017 |
|---|---|---|
| Pensionsverbindlichkeiten | 2.373 | 2.275 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (Verluste) | -171 | 773 |
| Ertragsteuereffekt | 52 | -241 |
| Nicht erfolgswirksame Änderungen des Eigenkapitals | -118 | 532 |
| Zinsaufwand | -47 | -33 |
| Planänderungen | 0 | 0 |
| Periodenergebnis | -47 | -33 |
Auf Basis von Einzelzusagen gewährt die Beta Systems Software AG einem ehemaligen Vorstand sowie einem ehemaligen Mitglied des Managements Pensionsansprüche. Die Leistungen sind von den geleisteten Dienstjahren und vom damaligen Gehalt abhängig.
Eine allgemeine Versorgungszusage besteht gegenüber ehemaligen Betriebsangehörigen der vormaligen Kleindienst Datentechnik AG. Diese Pensionsverpflichtungen basieren auf einer Betriebsvereinbarung vom 21. Dezember 1972 sowie Ergänzungen hierzu. Im Rahmen des Verkaufs des aufgegebenen Geschäftsbereiches ECM sind die Pensionsverpflichtungen der zum Verkaufszeitpunkt aktiven Mitarbeiter an den Erwerber übergegangen, bei der Gesellschaft sind nur die Pensionsverpflichtungen gegenüber den Rentnern und anderweitig ausgeschiedenen Mitarbeitern verblieben. Anspruchsberechtigt sind alle bis zum 20. September 1987 in das Unternehmen eingetretenen Mitarbeiter.
Die Versorgungsordnung sieht nach Ablauf einer 10-jährigen Betriebszugehörigkeit die Gewährung einer Altersrente bei Ausscheiden nach Vollendung des 65. Lebensjahres vor, ebenso bei Inanspruchnahme der vorgezogenen Altersrente in voller Höhe aus der gesetzlichen Rentenversicherung sowie die Gewährung einer Invalidenrente bei Ausscheiden nach Vollendung des 58. Lebensjahres wegen dauernder Erwerbsunfähigkeit im Sinne der gesetzlichen Rentenversicherung. Die Höhe der Leistungen ergibt sich aus einem festen Rententeilbetrag pro nach Vollendung des 30. Lebensjahres geleistetem Dienstjahr.
Die Versorgungsansprüche aus den Pensionszusagen an die ehemaligen Gesellschafter der HORIZONT Software GmbH wurden mit Wirkung zum 30. September 2014 auf den bis zu diesem Stichtag erdienten Teil reduziert (past service). Auf den nach diesem Stichtag noch zu erdienenden Teil (future service) verzichten die Versorgungsberechtigten. Die bis zu diesem Zeitpunkt erdiente Rentenanwartschaft bleibt bestehen, wurde jedoch im Zuge der Übernahme der HORIZONT auf einen Pensionsfond ausgelagert. Der Vorstand der Beta Systems ist der Ansicht, dass die Beta Systems Software AG entsprechend der mit den Veräußerern der HORIZONT im Zuge der Übernahme getroffenen vertraglichen Vereinbarungen somit auch für die bis zum 30. September 2014 erdiente Rentenanwartschaft nicht in Anspruch genommen werden kann. Gemäß den Rechnungslegungsvorschriften nach IFRS muss dennoch buchhalterisch eine mittelbare Pensionsverbindlichkeit ausgewiesen werden.
In der Bilanz wurden die Pensionsverpflichtungen aufgrund der Gleichartigkeit der Pläne zusammengefasst, ebenso betreffen die folgenden Erläuterungen die Einzelzusagen sowie die Versorgungsordnung für Rentner und anderweitig ausgeschiedene Mitarbeiter bei Beta Systems/Kleindienst und HORIZONT gleichermaßen.
Die Pensionszusagen umfassen insgesamt 88 Anspruchsberechtigte, davon 4 Mitarbeiter, 52 Rentner und 32 ehemalige Mitarbeiter (30. September 2017: 92 Anspruchsberechtigte, davon 4 Mitarbeiter, 54 Rentner und 34 ehemalige Mitarbeiter). Da bereits alle anspruchsberechtigten Personen aus der Gesellschaft ausgeschieden sind oder auf zukünftige Ansprüche verzichten und damit keine neuen Ansprüche mehr erdient werden können, ergibt sich das Risiko der Gesellschaft ausschließlich aus der Entwicklung der Zinssätze, dem erwarteten Renteneintrittsalter sowie der Lebenserwartung der anspruchsberechtigten Personen.
Die Ermittlung der Verpflichtungen zum 30. September 2018 beruht auf einem unabhängigen finanzmathematischen Gutachten eines Sachverständigen für betriebliche Altersvorsorge. Seinen Berechnungen liegen folgende Annahmen zugrunde:
| Versicherungsmathematische Annahmen | 30.09.2018 | 30.09.2017 | |
|---|---|---|---|
| Zinssatz | 1,73% | 1,93% | |
| Pensionssteigerungen (Rententrend) | - Einzelzusagen | 2,00% | 2,00% |
| Pensionssteigerungen (Rententrend) | - Versorgungsordnung | 1,50% | 1,50% |
| Pensionierungsalter - Frauen | 56,5 - 63 | 56,5 - 63 | |
| Pensionierungsalter - Männer | 63 - 65 | 63 - 65 |
Als Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck" in der vom 2. Oktober 2018 veröffentlichten Version herangezogen. Gehaltssteigerungen sowie Fluktuationen werden nicht berücksichtigt, da keine aktiven Mitarbeiter mehr im Unternehmen beschäftigt sind, die unter die genannten Regelungen fallen.
Die Barwerte der leistungsorientierten Pensionsverpflichtungen haben sich während des Geschäftsjahres 2017/18 wie folgt entwickelt:
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen (DBO) | 2017/18 | 2016/17 |
|---|---|---|
| Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen am Beginn des GJ | 3.944 | 4.741 |
| Zinsaufwand | 75 | 47 |
| Versicherungsmathematische (Gewinne) Verluste | 159 | -730 |
| Pensionzahlungen | -114 | -114 |
| Summe zum Ende des Geschäftsjahres | 4.064 | 3.944 |
Zur teilweisen Deckung ihrer Pensionsverpflichtungen unterhält die Gesellschaft ein Planvermögen, welches sich wie folgt zusammensetzt:
| Zusammensetzung Planvermögen | 30.09.2018 | 30.09.2017 |
|---|---|---|
| Zahlungsmittel und -äquivalente | 122 | 122 |
| qualifizierte Versicherungsverträge | 1.569 | 1.547 |
| Summe | 1.691 | 1.669 |
Die Gesellschaft leistete im Berichtsjahr Versicherungsbeiträge in Höhe von T€ 7 für bestehende Rückdeckungsversicherungen. Das Planvermögen hat sich im Berichtszeitraum wie folgt entwickelt:
| Entwicklung Planvermögen | 30.09.2018 | 30.09.2017 |
|---|---|---|
| Planvermögen am Beginn des GJ | 1.669 | 1.606 |
| Zuführungen 2nsertrag | 26 | 12 |
| Einzahlung | 8 | 8 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (Verluste) | -12 | 43 |
| Summe zum Ende des Geschäftsjahres | 1.691 | 1.669 |
Die Gesellschaft saldiert gemäß IAS 19.131 die jeweiligen Bestandteile des Planvermögens mit den Pensionsverpflichtungen nur, soweit diese zum betreffenden Pensionsplan gehören. Zum Abschlussstichtag traf dieser Sachverhalt wie auch im Vorjahr auf das komplette Planvermögen zu.
Die Überleitung zu den in der Bilanz ausgewiesenen Pensionsverbindlichkeiten stellt sich wie folgt dar:
| Pensionsverbindlichkeiten | 30.09.2018 | 30.09.2017 |
|---|---|---|
| Barwert der Pensionsverpflichtungen am Jahresende | 4.064 | 3.944 |
| Planvermögen | -1.691 | -1.669 |
| Summe | 2.373 | 2.275 |
Der Zinsaufwand ist im Finanzergebnis des jeweiligen Geschäftsjahres enthalten.
Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden bereinigt um den Ertragssteuereffekt erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen. Dabei entfallen von der Gesamtsumme der versicherungsmathematischen Verluste des Geschäftsjahres in Höhe von T€ 171 (GJ 2016/17: Gewinn T€ 773) auf Veränderungen der finanziellen Annahmen Verluste von T€ 146 (GJ 2016/17: Gewinn T€ 749). Die Veränderung der finanziellen Annahmen betrifft einen angepassten Rechnungszins von 1,73% (Vj. 1,93%). Der Zinssatz hat auf Grund der Langfristigkeit der Verpflichtungen eine wesentliche Auswirkung auf die Veränderung des Barwertes.
Eine Veränderung der oben genannten wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen um jeweils einen halben Prozentpunkt zum Abschlussstichtag hätte zu folgenden Veränderungen des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtung geführt:
| Sensitivität der DBO zum 30.09.2018 | + 0,5% | - 0,5% |
|---|---|---|
| Zinssatz | -326 | 369 |
| Pensionssteigerungen (Rententrend) | 228 | -209 |
Eine Veränderung der demographischen Annahmen hätte zu folgenden Veränderungen des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtung geführt:
| Sensitivität der DBO zum 30.09.2018 | +1 Jahr | -1 Jahr |
|---|---|---|
| Lebenserwartung | 202 | -198 |
Bei der Berechnung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung wirken Veränderungen der prozentualen Annahmen von Zinssatz und Rententrend nicht linear, was auf die verwendeten versicherungsmathematischen Methoden zurückzuführen ist.
Folgende Pensionszahlungen an anspruchsberechtigte Personen werden für die nächsten Jahre erwartet:
| Erwartete Pensionszahlungen | |
|---|---|
| Geschäftsjahr 2018/19 | 120 |
| Geschäftsjahr 2019/20 | 120 |
| Geschäftsjahr 2020/21 | 120 |
| Geschäftsjahr 2021/22 | 120 |
| Geschäftsjahr 2022/23 | 120 |
| Geschäftsjahre 2023/24 bis 2027/28 | 663 |
Als beitragsorientierte Versorgungsaufwendungen zur gesetzlichen Rentenversicherung wurden im Geschäftsjahr 2017/18 T€ 1.393 (GJ 2016/17: T€ 1.310) aufwandswirksam erfasst.
21. SONSTIGE LANGFRISTIGE SCHULDEN
Mit dem Erwerb der LYNET Kommunikation AG, Lübeck, ist die Beta Systems Software AG mögliche Verpflichtungen hinsichtlich variabler Kaufpreiskomponenten über einen Zeitraum von vier Jahren eingegangen. Diese wurden im Rahmen der Kaufpreisallokation bewertet und werden mit ihrem diskontierten Erwartungswert als langfristige Schulden ausgewiesen.
22. EIGENKAPITAL
Das Grundkapital der Gesellschaft betrug zum Abschlussstichtag T€ 26.417 (30. September 2017: T€ 26.417) bei insgesamt 5.283.390 (30. September 2017: 5.283.390) ausgegebenen nennwertlosen Stückaktien, einschließlich 500.000 (30. September 2017: 0) im Berichtsjahr erworbener eigener Anteile.
Zum Abschlussstichtag beträgt der rechnerische Anteil am Grundkapital je Aktie unverändert € 5,00.
Beschluss zum genehmigten Kapital
Der Vorstand war im Geschäftsjahr 2014/15 durch die Hauptversammlung am 16. April 2015 ermächtigt worden, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 15. April 2020 einmalig oder mehrfach, ganz oder in Teilbeträgen um bis zu insgesamt T€ 9.000 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Das Bezugsrecht der Aktionäre kann unter bestimmten Voraussetzungen mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden.
Von dieser Ermächtigung wurde im Berichtsjahr kein Gebrauch gemacht.
Erwerb eigener Aktien
Die Gesellschaft war zudem ebenfalls durch die Hauptversammlung am 16. April 2015 dazu ermächtigt worden, eigene Aktien der Gesellschaft entweder über die Börse oder durch ein an alle Aktionäre gerichtetes öffentliches Kaufangebot bzw. mittels an alle Aktionäre gerichteter öffentlicher Einladung zur Abgabe von Verkaufsofferten bis zu insgesamt 10% des zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens dieser Ermächtigung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Das Andienungsrecht und das Bezugsrecht der Aktionäre konnten unter bestimmten Voraussetzungen ausgeschlossen werden. Ergänzend war die Gesellschaft ermächtigt worden, eigene Aktien auch außerbörslich zu erwerben.
Auf Basis dieser Ermächtigung hatte der Vorstand der Beta Systems Software AG am 5. Juli 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einen Beschluss zur Veröffentlichung eines öffentlichen Angebots zum Erwerb eigener Aktien gefasst. Im Zeitraum vom 18. Juli 2018 bis 10. August 2018 hat die Beta Systems Software AG auf Basis des am 18. Juli 2018 veröffentlichten öffentlichen Kaufangebots insgesamt 500.000 Aktien der Gesellschaft zu einem Erwerbspreis (ohne Erwerbsnebenkosten) von € 23,00 je Aktie erworben.
Die beschlossenen Ermächtigungen gelten nach Maßgabe der näheren Bestimmungen der am 6. März 2015 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlichten Einberufung der Hauptversammlung.
Alle ausgegebenen Stammaktien sind in voller Höhe eingezahlt.
Der unter der Kapitalrücklage ausgewiesene Betrag in Höhe von T€ 10.332 (30. September 2017:
T€ 10.332) umfasst die über dem rechnerischen Nennwert liegenden angesammelten Beträge der Transaktionen mit Anteilseignern. Nach nationalen Vorschriften darf die Kapitalrücklage grundsätzlich nicht für Ausschüttungen verwendet werden.
Die unter den Gewinn-/Verlustvorträgen angesammelten Ergebnisse umfassen die innerhalb des Konzerns thesaurierten Gewinne bzw. Verluste zum Abschlussstichtag. Hierin ist das Periodenergebnis in Höhe von T€ 3.973 (GJ 2016/17: T€ 7.983) enthalten.
Die unter ergebnisneutral im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträgen gezeigten kumulierten Beträge sind Nettobeträge nach Abzug gegebenenfalls darauf entfallender Ertragssteuern. In der Gesellschaft werden ausschließlich Beträge aus der Währungsumrechnung der Abschlüsse der Tochterunternehmen sowie die versicherungsmathematischen Gewinne/Verluste aus Pensionen in dieser Position erfasst.
Zum 30. September 2018 hielt die Gesellschaft infolge des im Berichtsjahr durchgeführten Aktienrückkaufs 500.000 eigene Anteile (30. September 2017: keine eigenen Anteile). Die eigenen Anteile sind zu ihren Anschaffungskosten von T€ 11.500 bewertet.
Die Zusammensetzung und die Veränderungen des Eigenkapitals sind in der "Aufstellung der Veränderung des Eigenkapitals des Konzerns" dargestellt.
SONSTIGE ANGABEN
23. FINANZINSTRUMENTE
Folgende Übersicht enthält die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten der Gesellschaft zum Abschlussstichtag. Die beizulegenden Zeitwerte entsprechen dabei in etwa den Buchwerten der Finanzinstrumente.
| Finanzinstrumente (beizulegender Zeitwert) | 30.09.2018 | 30.09.2017 |
|---|---|---|
| Kredite und Forderungen (IFRS 7.8 c) | ||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 13.648 | 14.945 |
| Zahlungsmittel und -äquivalente | 5.541 | 19.107 |
| Kurzfristige Finanzanlagen | 0 | 0 |
| Kautionen | 466 | 389 |
| Ausleihungen an Dritte | 7 | 111 |
| Forderungen aus Mitarbeiterdarlehen | 4 | 11 |
| Forderungen aus Cash-Pooling Deutsche Balaton AG | 30.100 | 25.000 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 49.766 | 59.562 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten (IFRS 7.8 f) | ||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -1.050 | -1.153 |
| Sonstige kurzfristige Schulden | -2.858 | -2.046 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | -3.908 | -3.199 |
| Summe | 45.858 | 56.363 |
Die Gesellschaft unterscheidet bei der Bewertung der Finanzinstrumente nach IAS 39 folgende Klassen: Finanzinstrumente, die zu Anschaffungskosten bzw. fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden (Kredite und Forderungen nach IFRS 7.8 c, finanzielle Verbindlichkeiten nach IFRS 7.8 f und IFRS 7.8 e(i)) sowie Finanzinstrumente, die erfolgswirksam zu Marktpreisen bewertet werden (zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte nach IFRS 7.8 a(ii)). Zum 30. September 2018 hält die Gesellschaft keine der letztgenannten derivativen Finanzinstrumente und im gesamten Berichtsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt. Zu den Bewertungsannahmen für die einzelnen Klassen der Finanzinstrumente wird auf die Erläuterungen der verwendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie die Erläuterungen zu den einzelnen Posten im Anhang verwiesen.
Im Rahmen ihrer operativen Geschäftstätigkeit ist die Gesellschaft unterschiedlichen Risiken ausgesetzt, insbesondere dem Kredit- bzw. Ausfallrisiko, Liquiditäts-, Währungskurs- und Zinsänderungsrisiken.
Diese werden detailliert im zusammengefassten Lagebericht im Kapitel "Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten" erläutert.
24. KAPITALMANAGEMENT
Um jederzeit eine ausreichende und die gesetzlichen Anforderungen erfüllende Versorgung des Unternehmens mit Eigen- und Fremdkapital sicherzustellen, betreibt die Gesellschaft ein aktives Kapitalmanagement.
Die Gesellschaft hat im Geschäftsjahr 2017/18 wie auch im Vorjahr die aktienrechtlichen Anforderungen an das Eigenkapital erfüllt. Das Eigenkapital der Beta Systems Software AG als rechtliche Einheit beträgt zum Abschlussstichtag 177% (30. September 2017:193%) des gezeichneten Kapitals. Das Eigenkapital des Beta Systems Konzerns beträgt zum Abschlussstichtag 176% (30. September 2017: 205%) des gezeichneten Kapitals. Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr resultiert dabei aus dem Erwerb von 500.000 eigener Aktien (vgl. Abschnitt 22).
Kreditlinien oder -zusagen bei Finanzinstituten bestanden zum Bilanzstichtag nicht. Im Rahmen des Cash-Pools mit der Deutsche Balaton AG hat die Gesellschaft die Möglichkeit, liquide Mittel bis zu einem Maximalbetrag von € 5 Millionen aufzunehmen.
Erforderliche Mietsicherheiten sind über Barhinterlegungen abgedeckt.
25. DIVIDENDENAUSSCHÜTTUNG
Die zur Dividende an die Anteilseigner ausschüttungsfähigen Beträge richten sich nach aktienrechtlichen Vorschriften und dem im Einzelabschluss ausgewiesenen Bilanzgewinn bzw. -verlust der Beta Systems Software AG (Muttergesellschaft). Der Einzelabschluss wird nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellt.
Im Geschäftsjahr 2017/18 erfolgte keine Dividendenausschüttung an die Anteilseigner für das Geschäftsjahr 2016/17 (keine Dividendenausschüttung im Geschäftsjahr 2016/17 für das Geschäftsjahr 2015/16).
Der Jahresüberschuss nach deutschem HGB beträgt zum 30. September 2018 T€ 7.302 (30. September 2017: T€ 6.094). Dieser wurde durch Vorstand und Aufsichtsrat bei Feststellung des Jahresabschlusses satzungsgemäß in voller Höhe in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Somit ergibt sich per 30. September 2018 wie im Vorjahr ein Bilanzgewinn in Höhe von T€ 2.166. Der Vorstand der Beta Systems Software AG schlägt vor, hiervon einen Betrag in Höhe von T€ 1.100 an die Aktionäre als Dividende auszuschütten und den verbleibenden Betrag von T€ 1.066 in die anderen Gewinnrücklagen einzustellen. Dies entspricht einer Dividende in Höhe von € 0,23 je dividendenberechtigter Aktie.
26. NAHESTEHENDE UNTERNEHMEN UND PERSONEN
Im Geschäftsjahr 2017/18 hatte die Deutsche Balaton Aktiengesellschaft, Heidelberg, aufgrund ihrer direkten (bzw. mittelbaren) Kapitalbeteiligung, der Zurechnung von Stimmrechten und der angenommenen personellen Verflechtungen einen beherrschenden Einfluss auf die Gesellschaft. Die vorgenannte Gesellschaft und deren verbundene Unternehmen waren im Berichtsjahr nahestehende Unternehmen der Beta Systems Software AG.
Die Gesellschaft wird seit dem Geschäftsjahr 2012 in den Konzernabschluss der Deutsche Balaton Aktiengesellschaft, Heidelberg ("Balaton AG") einbezogen.
Der zwischen der Deutsche Balaton AG (Betreibergesellschaft) und der Beta Systems Software AG (Konzerngesellschaft) am 24. April / 28. April 2015 geschlossene Cash-Pool-Vertrag besteht weiterhin. Im Berichtsjahr wurden in vier Nachträgen projektbezogene Sondereinzahlungen vereinbart, die zeitlich befristet den Maximalbetrag erhöhten und für die eine Sonderverzinsung vereinbart wurde. Eine Sondereinzahlung zum Nachtrag vom 20./27. Dezember 2017 über T€ 1.875 wurden am 12. März 2018 fristgerecht zurückgezahlt. Eine Sondereinzahlung zum Nachtrag vom 17. April 2018 über T€ 1.500 wurde am 30. August fristgerecht zurückgezahlt. Die Sondereinzahlungen zu den Nachträgen vom 12./21. Juni 2018 über T€ 2.500 sowie vom 17. September 2018 über T€ 2.600 haben zum 30. September 2018 planmäßig noch Bestand. Zum Stichtag 30. September 2018 betragen die Cash-Pool-Forderungen an die Deutsche Balaton AG somit € 30,1 Millionen (30. September 2017: € 25 Millionen).
Die mit der Deutsche Balaton AG als Betreibergesellschaft des Cash-Pools vereinbarten standardmäßigen Zinskonditionen entsprechen marktüblichen Zinssätzen. Anpassungen an den Zinssätzen erfolgten im Berichtsjahr nicht. Im Berichtsjahr erzielte Beta Systems durch die Einlage in den Cash-Pool der Deutsche Balaton Zinserträge in Höhe von T€ 397 (2016/17: T€ 294).
Der Aufsichtsratsvorsitzende der Beta Systems Software AG, Herr Wilhelm K.T. Zours kann zur Unterstützung seiner Tätigkeit als Aufsichtsratsvorsitzender bei Bedarf Mitarbeiter der Deutsche Balaton AG einsetzen. Die Leistungen der Mitarbeiter der Deutsche Balaton AG kann die Deutsche Balaton AG der Beta Systems Software AG mit bis zu € 5.000 pro Jahr in Rechnung stellen. Im Berichtsjahr wurden der Beta Systems Software AG € 2.500 für derartige Leistungen in Rechnung gestellt.
Herr Armin Steiner, Vorstand der Beta Systems Software AG, und Herr Sebastian Zang, Director M&A der Beta Systems Software AG, waren im Berichtszeitraum Gesellschafter der Categis GmbH mit einem Anteil von 33% (Herr Steiner) bzw. 34% (Herr Zang) am Stammkapital der Gesellschaft. Die Categis GmbH hat im Berichtszeitraum der Beta Systems DCI Software AG und der Beta Systems IAM Software AG Entwicklungsleistungen in einem Gesamtvolumen von T€ 149 sowie der Beta Systems Software AG Unterstützungsleistungen von T€ 1 in Rechnung gestellt.
An dem im Zeitraum vom 18. Juli 2018 bis 10. August 2018 durch die Beta Systems Software AG durchgeführten Erwerb eigener Aktien nahmen die nachfolgend genannten nahestehenden Personen teil.
| Name | Funktion | Anzahl der verkauften Aktien | Wert der verkauften Aktien |
|---|---|---|---|
| Armin Steiner | Vorstand | 106.118 | 2.440.714 |
| Dr. Andreas Huth | Vorstand | 17.828 | 410.044 |
| Veit Paas und Familie | Aufsichtsrat | 27.112 | 623.576 |
Weitere Angaben zu den Geschäftsbeziehungen und Vergütungen des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft sind im "Vergütungsbericht" innerhalb des zusammengefassten Lageberichts zu finden.
27. BÜRGSCHAFTEN
Zum Bilanzstichtag 30. September 2018 bestanden keine Bürgschaftszusagen an Dritte.
28. EVENTUALSCHULDEN
Zum Bilanzstichtag 30. September 2018 bestanden keine Eventualschulden.
29. OPERATING-LEASING
Die Gesellschaft ist Zahlungsverpflichtungen aus nicht kündbarem Operating-Leasing für Datenverarbeitungs- und Büroausstattung, Fuhrpark, sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie langfristige Mietverträge für Gewerbeflächen eingegangen. Die Laufzeiten ergeben sich aus der Darstellung der Zahlungen für Büromieten und anderes Operating-Leasing für die Folgejahre. Verlängerungsoptionen bestehen nicht.
Die Mindestzahlungen für Büromieten und andere Operating-Leasing Verpflichtungen per 30. September 2018 betragen:
Operating-Leasing-Verpflichtungen zum 30. September 2018
| Büromieten | Anderes Operating-Leasing | |
|---|---|---|
| Operating-Leasing-Verpflichtungen bis 5 Jahre: | ||
| Geschäftsjahr 2018/19 | 1.404 | 445 |
| Geschäftsjahr 2019/20 | 1.520 | 290 |
| Geschäftsjahr 2020/21 | 1.400 | 175 |
| Geschäftsjahr 2021/22 | 1.252 | 22 |
| Geschäftsjahr 2022/23 | 1.204 | 1 |
| Summe | 6.779 | 933 |
Die gesamten ergebniswirksamen Aufwendungen für Zahlungen für Büromieten und anderes Operating-Leasing betrugen zum 30. September 2018 T€ 2.101 (30. September 2017: T€ 2.319).
30. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Anfechtungsklage gegen Beschlüsse der Hauptversammlung
Mehrere Aktionäre hatten im Berichtsjahr gegen den auf der ordentlichen Hauptversammlung der Beta Systems Software AG am 19. März 2018 gefassten Beschluss zu Punkt 3 der Tagesordnung (Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016/17) Anfechtungs- und Nichtigkeitsklage erhoben. Das Landgericht Berlin (94 O 38/18) hat die Klage mit Urteil vom 12. Oktober 2018 abgewiesen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
Akquisition der Categis GmbH
Die Beta Systems Software AG hat am 31. Oktober 2018 einen Vertrag über den vollständigen Erwerb der Categis GmbH mit Sitz in Bad Brückenau geschlossen. Die Übernahme erfolgte mit Wirkung zum 8. Oktober 2018. Die Categis GmbH hält ihrerseits 99,99% der Gesellschaftsanteile an der Categis Software Private Ltd. mit Sitz in Bangalore, Indien.
Zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses hielten Herr Armin Steiner, Vorstand der Beta Systems Software AG, einen Anteil von 33% sowie Herr Sebastian Zang, Director M&A der Beta Systems Software AG, einen Anteil von 34% am Stammkapital der Gesellschaft.
Die Categis GmbH ist ein seit 2012 tätiges IT-Unternehmen mit Fokus auf Auftragsentwicklung am Offshore-Standort Indien für mittelständische Unternehmen in der Region DACH und betreibt über ihre Tochtergesellschaft zum Zeitpunkt der Übernahme zwei Standorte in Indien, nämlich in Bangalore sowie in Hyderabad. Die Categis GmbH fokussiert zum einen auf mittelständische Unternehmen, die kosteneffizient Arbeitsprozesse jenseits von Standardsoftware digitalisieren möchten, zum anderen sind Unternehmen im Fokus, die angesichts des zunehmenden IT-Fachkräftemangels eine Near-/ Offshoring-Strategie verfolgen.
Das Kundenportfolio umfasst vor allem mittelständische Unternehmen in Deutschland, vereinzelte Referenzen finden sich im Großunternehmensbereich. Beta Systems nimmt auch aufgrund des IT-Fachkräftemangels in Deutschland Entwicklungsleistungen bei der Categis ab, um die Produktoffensive weiter mit der gebotenen Geschwindigkeit aufrecht zu erhalten. Der weit überwiegende Teil der Entwicklungsleistungen wird auch in Zukunft am Standort Deutschland erbracht.
Die Categis GmbH wird zukünftig als eigenständiges Unternehmen innerhalb der Beta Systems Gruppe geführt werden und ihre direkten Kundenbeziehungen beibehalten. Der bisherige Geschäftsführer Sebastian Zang bleibt dem Unternehmen in gleicher Position erhalten. Er übt innerhalb der Beta Systems Gruppe die Funktion des Director M&A aus, die Wahrnehmung der geschäftsführenden Tätigkeiten für die Categis GmbH wurde arbeitsvertraglich geregelt.
Eine Zielsetzung des Erwerbs ist vor allem der strategische Zugriff auf Entwicklerressourcen am Offshoring-Standort Indien, um den herausfordernden IT-Fachkräftemangel am Standort Deutschland begegnen zu können. Demgegenüber ist der Ergebnisbeitrag der Categis GmbH aus Sicht der Beta Systems Gruppe unwesentlich und aufgrund der Schwankungen im Projektgeschäft mit Unsicherheiten behaftet.
Die Erstkonsolidierung erfolgte zum 31. Oktober 2018 mit der Folge, dass das Ergebnis der Categis ab dem 1. November 2018 in das Konzernergebnis der Beta Systems einbezogen wird.
Der Kaufpreis für 100% der Anteile betrug € 1,00 und war in Zahlungsmitteln zu begleichen. Zusätzlich wurde eine nachträgliche Kaufpreiszahlung von T€ 125 vereinbart, die von dem Fortbestand der Categis im Zeitraum bis zum 1. Januar 2020 abhängt. Zusätzlich sind bisher Aufwendungen im Zusammenhang mit der Akquisition in Höhe von rund T€ 5 angefallen, die im laufenden Geschäftsjahr 2018/19 als sonstiger betrieblicher Aufwand ausgewiesen werden.
Die Kaufpreisallokation gemäß IFRS 3 war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Jahresfinanzberichts noch nicht abgeschlossen. Auf Basis der vorläufigen Zahlen ergibt sich ein übernommenes Nettovermögen von rund T€ 20 sowie ein Firmenwert von rund T€ 85.
Der Firmenwert resultiert dabei insbesondere aus dem Mitarbeiterstamm sowie dem grundsätzlichen strategischen Zugriff auf Entwicklerressourcen am Offshoring-Standort Indien.
Die finale Kaufpreisallokation wird im Halbjahresfinanzbericht des laufenden Geschäftsjahres 2018/19, dessen Veröffentlichung für den 17. Mai 2019 vorgesehen ist, berichtet werden.
ENTWICKLUNG DER SACHANLAGEN UND DER IMMATERIELLEN VERMÖGENSWERTE DES KONZERNS
| Sachanlagen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Computerausrüstung | Einbauten in Geschäfts- und Betriebsgebäude | Betriebs- und Geschäftsausstattung | Grundstücke und Gebäude | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungskosten | ||||
| Vortrag 1. Oktober 2016 | 5.910 | 618 | 1.144 | 0 |
| Zugänge | 388 | 0 | 50 | 0 |
| Währungsdifferenzen | -1 | 0 | 0 | 0 |
| Zugang aus Untern'erwerb | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | -9 | 0 | -13 | 0 |
| Stand 30. September 2017 | 6.288 | 618 | 1.180 | 0 |
| Abschreibungen | ||||
| Vortrag 1. Oktober 2016 | 4.847 | 557 | 789 | 0 |
| Zugänge | 541 | 9 | 62 | 0 |
| Währungsdifferenzen | -1 | 0 | 0 | 0 |
| Zugang aus Untern'erwerb | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | -9 | 0 | -12 | 0 |
| Stand 30. September 2017 | 5.379 | 566 | 840 | 0 |
| Buchwert | ||||
| 30. September 2017 | 909 | 52 | 340 | 0 |
| Anschaffungskosten | ||||
| Vortrag 1. Oktober 2017 | 6.288 | 618 | 1.180 | 0 |
| Zugänge | 396 | 30 | 59 | 0 |
| Währungsdifferenzen | -4 | 0 | -2 | 0 |
| Zugang aus Untern'erwerb | 337 | 0 | 446 | 1.395 |
| Abgänge | -149 | 0 | -28 | 0 |
| Stand 30. September 2018 | 6.868 | 648 | 1.655 | 1.395 |
| Abschreibungen | ||||
| Vortrag 1. Oktober 2017 | 5.379 | 566 | 840 | 0 |
| Zugänge | 575 | 12 | 93 | 32 |
| Währungsdifferenzen | -6 | 0 | 0 | 0 |
| Zugang aus Untern'erwerb | 262 | 0 | 321 | 123 |
| Abgänge | -148 | 0 | -26 | 0 |
| Stand 30. September 2018 | 6.062 | 578 | 1.226 | 155 |
| Buchwert | ||||
| 30. September 2018 | 806 | 70 | 429 | 1.240 |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||
|---|---|---|
| Sachanlagen | Firmenwert | |
| --- | --- | --- |
| Anschaffungskosten | ||
| Vortrag 1. Oktober 2016 | 7.672 | 3.238 |
| Zugänge | 438 | 0 |
| Währungsdifferenzen | -2 | 0 |
| Zugang aus Untern'erwerb | 0 | 0 |
| Abgänge | -22 | 0 |
| Stand 30. September 2017 | 8.086 | 3.238 |
| Abschreibungen | ||
| Vortrag 1. Oktober 2016 | 6.194 | 1.483 |
| Zugänge | 613 | 0 |
| Währungsdifferenzen | -1 | 0 |
| Zugang aus Untern'erwerb | 0 | 0 |
| Abgänge | -21 | 0 |
| Stand 30. September 2017 | 6.786 | 1.483 |
| Buchwert | ||
| 30. September 2017 | 1.300 | 1.755 |
| Anschaffungskosten | ||
| Vortrag 1. Oktober 2017 | 8.086 | 3.238 |
| Zugänge | 485 | 0 |
| Währungsdifferenzen | -7 | 0 |
| Zugang aus Untern'erwerb | 2.178 | 1.813 |
| Abgänge | -177 | 0 |
| Stand 30. September 2018 | 10.565 | 5.050 |
| Abschreibungen | ||
| Vortrag 1. Oktober 2017 | 6.786 | 1.483 |
| Zugänge | 712 | 0 |
| Währungsdifferenzen | -6 | 0 |
| Zugang aus Untern'erwerb | 706 | 0 |
| Abgänge | -175 | 0 |
| Stand 30. September 2018 | 8.022 | 1.483 |
| Buchwert | ||
| 30. September 2018 | 2.543 | 3.567 |
| Immaterielle Vermögenswerte | Summe | |||
|---|---|---|---|---|
| Andere Immaterielle Vermögenswerte | Erworbene Softwareproduktrechte | Immaterielle Vermögenswerte | Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungskosten | ||||
| Vortrag 1. Oktober 2016 | 14.930 | 6.264 | 24.432 | 32.104 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 | 438 |
| Währungsdifferenzen | -95 | 1 | -94 | -96 |
| Zugang aus Untern'erwerb | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | -22 |
| Stand 30. September 2017 | 14.835 | 6.265 | 24.338 | 32.424 |
| Abschreibungen | ||||
| Vortrag 1. Oktober 2016 | 7.419 | 5.497 | 14.399 | 20.593 |
| Zugänge | 1.053 | 108 | 1.161 | 1.773 |
| Währungsdifferenzen | -95 | 0 | -95 | -96 |
| Zugang aus Untern'erwerb | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 | -21 |
| Stand 30. September 2017 | 8.376 | 5.605 | 15.464 | 22.250 |
| Buchwert | ||||
| 30. September 2017 | 6.459 | 660 | 8.874 | 10.174 |
| Anschaffungskosten | ||||
| Vortrag 1. Oktober 2017 | 14.835 | 6.265 | 24.338 | 32.424 |
| Zugänge | 91 | 0 | 91 | 576 |
| Währungsdifferenzen | 29 | -10 | 19 | 12 |
| Zugang aus Untern'erwerb | 2.137 | 807 | 4.756 | 6.934 |
| Abgänge | -108 | 0 | -108 | -286 |
| Stand 30. September 2018 | 16.982 | 7.062 | 29.094 | 39.660 |
| Abschreibungen | ||||
| Vortrag 1. Oktober 2017 | 8.376 | 5.605 | 15.464 | 22.250 |
| Zugänge | 828 | 144 | 971 | 1.683 |
| Währungsdifferenzen | 27 | -10 | 18 | 11 |
| Zugang aus Untern'erwerb | 252 | 0 | 252 | 958 |
| Abgänge | -107 | 0 | -107 | -282 |
| Stand 30. September 2018 | 9.376 | 5.739 | 16.598 | 24.621 |
| Buchwert | ||||
| 30. September 2018 | 7.606 | 1.323 | 12.496 | 15.040 |
ZUSÄTZLICHE ANGABEN ZUM KONZERNANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017/18
Periodenfremdes Ergebnis
Sonstige periodenfremde betriebliche Erträge in Höhe von T€ 595 und andere periodenfremde betriebliche Aufwendungen in Höhe von T€ 422 sind im Betriebsergebnis des Geschäftsjahres enthalten (GJ 2016/17: T€ 649 sonstige periodenfremde betriebliche Erträge und T€ 463 andere periodenfremde betriebliche Aufwendungen).
Personalstand
Im Geschäftsjahr 2017/18 beträgt die durchschnittliche Anzahl aller Angestellten 317 (GJ 2016/17: 304 Angestellte). Zum Stichtag 30. September 2018 waren rund 39% der Beschäftigten (127 Mitarbeiter) in Forschung und Entwicklung tätig, 18% (59 Mitarbeiter) im Vertrieb, 25% (79 Mitarbeiter) im Service & Support und 18% (57 Mitarbeiter) in der Verwaltung beschäftigt.
Honorare des Abschlussprüfers
Die während des Geschäftsjahres 2017/18 angefallenen Aufwendungen für an die PKF Deutschland GmbH, Hamburg, als Konzernabschlussprüfer zu leistenden Honorare betrugen T€ 112 (GJ 2016/17: T€ 81) für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses, einschließlich einmaliger Prüfungsleistungen im Zusammenhang mit den getätigten Akquisitionen.
Für weitere Bestätigungsleistungen der PKF Deutschland GmbH, Hamburg, wurden T€ 26 (GJ 2016/17: T€ 27) und für sonstige Leistungen T€ 7 (GJ 2016/17: T€ 13) erfasst.
Verzicht auf die Offenlegung des Jahresabschlusses und des Lageberichts sowie auf die Erstellung eines Anhangs und Lageberichts nach § 264 Abs. 3 HGB
Die Beta Systems DCI Software AG, Berlin, die Beta Systems IAM Software AG, Berlin, die Beta Systems IT Operations GmbH, Berlin, die SI Software Innovation GmbH, Neustadt, die HORIZONT Software GmbH, München und die LYNET Kommunikation AG, Lübeck wurden im vorliegenden Konzernabschluss vollkonsolidiert und erfüllen als inländische Konzerngesellschaften die gemäß § 264 Abs. 3 HGB erforderlichen Bedingungen. Sie werden die Befreiungsvorschrift des genannten Paragraphen nutzen und deshalb auf die Offenlegung ihres Jahresabschlusses 2017/18 und des Lageberichts sowie auf die Erstellung des Anhangs und des Lageberichts verzichten.
ORGANE DER GESELLSCHAFT
Vorstand
Vorstandsmitglieder der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2017/18 waren:
| ― | Herr Dr. Andreas Huth Mitglied des Vorstands |
| ― | Herr Armin Steiner Mitglied des Vorstands |
Herr Dr. Huth verantwortet konzernweit die Ressorts Vertrieb und Marketing, Professional Services und Produktmanagement.
Herr Steiner verantwortet die Bereiche Development & Support, Finance & Controlling, Human Resources, Corporate Functions, Legal Affairs sowie Mergers & Acquisitions.
Die gemäß IAS 24 angabepflichtige Vergütung des Managements in Schlüsselpositionen des Konzerns umfasst die Vergütung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats. Die Gesamtvergütung aller Vorstandsmitglieder betrug im Geschäftsjahr 2017/18 T€ 614 (GJ 2016/17: T€ 814), davon beziehen sich auf eine vollständig erfolgsabhängige Komponente T€ 200 (33%), die als Rückstellung eingestellt wurden und erst nach der bilanzfeststellenden Sitzung des Aufsichtsrats zur Auszahlung kommen.
Ein ehemaliges Vorstandsmitglied erhält monatliche Pensionszahlungen, die für das Geschäftsjahr 2017/18 in Summe T€ 39 (GJ 2016/17: T€ 38) betrugen. Die Rückstellung für Pensionsanwartschaften für frühere Vorstandsmitglieder zum 30. September 2018 beträgt nach den Bewertungsvorschriften des IAS 19 T€ 284 (30. September 2017: T€ 271).
Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat der Gesellschaft setzte sich im Geschäftsjahr 2017/18 wie folgt zusammen:
| ― | Herr Wilhelm K.T. Zours, Heidelberg Vorstand DELPHI Unternehmensberatung AG, Heidelberg Aufsichtsratsvorsitzender |
| ― | Herr Prof. Dr. Heiko Wenzel-Schinzer, Heigenbrücken Geschäftsführer WENZEL Group GmbH & Co.KG, Wiesthal Geschäftsführer WENZEL Messtechnik GmbH, Blaubeuren Geschäftsführer WENZEL Präzision GmbH, Wiesthal Geschäftsführer WENZEL Software Solutions GmbH, Wiesthal Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender |
| ― | Herr Jens-Martin Jüttner, Hofheim/Taunus Vorstand Deutsche Balaton AG, Heidelberg Vorstand Prisma Equity AG, Heidelberg Aufsichtsratsmitglied |
| ― | Herr Veit Paas, Samedan/Schweiz Mathematiker Aufsichtsratsmitglied |
| ― | Herr Stefan Hillenbach, Oranienburg Senior Manager Consulting Arbeitnehmervertreter |
| ― | Herr Dr. Wolfgang Bendig, Essen Senior Software Entwickler Arbeitnehmervertreter |
Die Gesamtvergütung der Aufsichtsratsmitglieder betrug im Geschäftsjahr 2017/18 T€ 80 (GJ 2016/17: T€ 80).
KONZERNUNTERNEHMEN
Aufstellung des Anteilsbesitzes zum 30. September 2018
| Gesellschaft | Beteiligungsquote |
|---|---|
| Beta Systems EDV-Software Ges.m.b.H. Wien, Österreich | 100% |
| Beta Systems Software SPRL Louvaine-la-Neuve, Belgien | 100% |
| Beta Systems Software France SARL Ivry sur Seine, Frankreich | 100% |
| Beta Systems Software Ltd Chobham, Großbritannien | 100% |
| Beta Systems Software SRL Bollate, Italien | 100% |
| Beta Systems Software BV Nieuwegein, Niederlande | 100% |
| Betann Systems AB Täby, Schweden | 100% |
| Beta Systems Software AG Kloten, Schweiz | 100% |
| Beta Systems Software Espana SL Madrid, Spanien | 100% |
| Beta Systems Software of North America, Inc. McLean, USA | 100% |
| Beta Systems DCI Software AG Berlin, Deutschland | 100% |
| Beta Systems IAM Software AG Berlin, Deutschland | 100% |
| LYNET Kommunikation AG Lübeck, Deutschland | 100% |
| Daneben hält die Beta Systems Software AG folgende mittelbare Beteiligungen: | |
| Beta Systems Software of Canada Inc. Calgary, Kanada | 100% |
| Alleingesellschafterin: Beta Systems Software of North America, Inc. | |
| SI Software Innovation GmbH Neustadt an der Weinstraße, Deutschland | 100% |
| Alleingesellschafterin: Beta Systems DCI Software AG | |
| HORIZONT Software GmbH München, Deutschland | 100% |
| Alleingesellschafterin: Beta Systems DCI Software AG | |
| HORIZONT IT Services CZ s.r.o. Budweis, Tschechische Republik | 100% |
| Alleingesellschafterin: HORIZONT Software GmbH | |
| Beta Systems IT Operations GmbH Berlin, Deutschland | 100% |
| Gesellschafterin 50%: Beta Systems DCI Software AG | |
| Gesellschafterin 50%: Beta Systems IAM Software AG | |
| AUCONET GmbH (ehem. Beta GRC Consulting GmbH) Berlin, Deutschland | 100% |
| Alleingesellschafterin: Beta Systems DCI Software AG | |
| ASDIS Solutions GmbH Berlin, Deutschland | 100% |
| Alleingesellschafterin: AUCONET GmbH | |
| AUCONET Austria GmbH Wien, Österreich | 100% |
| Alleingesellschafterin: AUCONET GmbH | |
| AUCONET, Inc. McLean, USA | 100% |
| Alleingesellschafterin: AUCONET GmbH |
Neben den genannten Beteiligungen bestehen keine weiteren Beteiligungen.
BETA SYSTEMS GRUPPE WELTWEIT
Deutschland
Beta Systems Software AG
Alt-Moabit 90d
D-10559 Berlin
(49) (30) 726 1180
Beta Systems DCI Software AG
Alt-Moabit 90d
D-10559 Berlin
(49) (30) 726 1180
Beta Systems IAM Software AG
Alt-Moabit 90d
D-10559 Berlin
(49) (30) 726 1180
SI Software Innovation GmbH
Europastraße 3
D-67433 Neustadt an der Weinstraße
(49) (6321) 499 1500
Beta Systems IT Operations GmbH
Alt-Moabit 90d
D-10559 Berlin
(49) (30) 726 1180
HORIZONT Software GmbH
Schäufeleinstraße 7 80687 München
(49) (89) 540 1620
AUCONET GmbH
An den Treptowers 1 12435 Berlin
(49) (30) 254 6900
ASDIS Solutions GmbH
An den Treptowers 1 12435 Berlin
(49) (30) 254 6900
LYNET Kommunikation AG
Niels-Bohr-Ring 15 23568 Lübeck
(49) (451) 61 310
Belgien
Beta Systems Software SPRL Avenue Jean Monnet 1
B-1348 Louvain-la-Neuve
(32) (2) 3520 480
Frankreich
Beta Systems Software France SARL 5,
Avenue de Verdun F-94200 Ivry sur Seine
(33) (1) 439 017 40
Großbritannien
Beta Systems Software Ltd 60 High Street
GB-Chobham, Surrey GU24 8AA
(44) (1189) 885 175
Italien
Beta Systems Software SRL Via IV Novembre 92 I-20021 Bollate (MI)
(39) (2) 3320 2251
Kanada
Beta Systems Software of Canada, Inc. Suite 600
736 - 8th Avenue SW Calgary, Alberta CA- T2P 1H4
(1) (403) 231 9800
Niederlande
Beta Systems Software BV Postbus 173 NL-3430 JS Nieuwegein
(32) (2) 3520 480
Österreich
Beta Systems EDV-Software Ges.m.b.H. Mooslackengasse 17 A-1190 Wien
(43) (1) 74040 290
AUCONET Austria GmbH Mooslackengasse 17 A-1190 Wien
(43) (1) 74040 290
Schweden
Betann Systems AB Hörnakersvägen 10 Box 128 S-18322 Täby
(46) (8) 733 0045
Schweiz
Beta Systems Software AG Balz-Zimmermann-Straße 7 CH-8302 Kloten
(41) (44) 830 73 20
Spanien
Beta Systems Software Espana SL c/ Zurbano 73 6aPlanta Esc. Int. Izq. E-28010 Madrid
(34) (91) 307 7675
Tschechische Republik
Horizont IT Services CZ s.r.o.
Radnicni 133/1, CZ-370 01 Ceske Budejovice
USA
Beta Systems Software of North America, Inc.
8300 Greensboro Drive, Suite L1-633
Suite 1150
McLean, VA 22102
(1) (571) 348 44 50
AUCONET, Inc.
8300 Greensboro Drive, Suite L1-633
Suite 1150 McLean, VA 22102
Berlin, 9. Januar 2019
gez. Armin Steiner, Vorstand
gez. Dr. Andreas Huth, Vorstand
Bericht des Aufsichtsrats
Sehr geehrte Aktionäre der Beta Systems Software Aktiengesellschaft,
der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2017/18 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Pflichten und Aufgaben wahrgenommen und sich während des Geschäftsjahres 2017/18 mit der wirtschaftlichen und finanziellen Lage der Gesellschaft befasst. Er hat den Vorstand außerdem bei der Geschäftsführung überwacht und beraten. Der Vorstand hat den Aufsichtsrat gemäß § 90 AktG über die wesentlichen Aspekte der Geschäftsentwicklung sowie die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft und des Konzerns informiert.
Der Vorstand hat die strategische Ausrichtung der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2017/18 mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Der Aufsichtsrat war in wesentliche Entscheidungen mit grundlegender Bedeutung für die Beta Systems Software Aktiengesellschaft eingebunden und hat die nach Gesetz und Satzung erforderlichen Beschlüsse gefasst. Der Aufsichtsrat erteilte die Zustimmung zu zustimmungspflichtigen Geschäften.
Aufsichtsrat und Ausschüsse
Alle Themen der Aufsichtsratstätigkeit wurden im Geschäftsjahr 2017/18 vom Gesamtaufsichtsrat behandelt. Ausschüsse wurden im Geschäftsjahr 2017/18 nicht gebildet.
Insgesamt fanden im Geschäftsjahr 2017/18 zwei Präsenzsitzungen und eine Sitzung als Telefonkonferenz statt. Außerdem hat der Aufsichtsrat zehn Beschlussfassungen im Parallelverfahren durchgeführt. An allen Sitzungen haben jeweils Aufsichtsratsmitglieder in für Beschlussfassungen ausreichender Anzahl teilgenommen. An den Beschlussfassungen im Parallelverfahren haben jeweils sämtliche Aufsichtsratsmitglieder mitgewirkt.
Beratungsschwerpunkte
Im Geschäftsjahr 2017/18 befasste sich der Aufsichtsrat mit einer Vielzahl von Themen.
Der Aufsichtsrat prüfte und billigte den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss und Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016/17 sowie den zusammengefassten Lagebericht.
Im Verlauf des Geschäftsjahres überwachte und beriet der Aufsichtsrat außerdem u.a. zu folgenden Punkten und fasste hierzu die notwendigen Beschlüsse:
| ― | Prüfung und Verabschiedung der Jahresplanung sowie der vom Vorstand vorgelegten strategischen Mittelfristplanung |
| ― | Akquisitionsmöglichkeiten |
| ― | Anlage liquider Mittel |
| ― | Rechtsangelegenheiten |
| ― | Vorstandsangelegenheiten, u.a. Vertragsverlängerung mit Herrn Dr. Huth bis zum 30.09.2021. |
| ― | Aktienrückkaufprogramm |
Rechtsstreitigkeiten
Mehrere Aktionäre hatten gegen den auf der ordentlichen Hauptversammlung der Beta Systems Software AG am 19. März 2018 gefassten Beschluss zu Punkt 3 der Tagesordnung (Beschlussfassung über die Entlastung der Mitglieder des Vorstands für das Geschäftsjahr 2016/17) Anfechtungs- und Nichtigkeitsklage erhoben. Die Klage wurde vom Landgericht Berlin mit Urteil vom 12.10.2018 abgewiesen.
Die Kosten des Rechtsstreits sind von den Klägern zu tragen. Zum Zeitpunkt der Beschlussfassung über diesen Bericht des Aufsichtsrats ist das Urteil noch nicht rechtskräftig.
Erklärung zur Unternehmensführung
Am 1. Mai 2015 trat das Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in Kraft. Die Beta Systems Software AG fällt nach der im Geschäftsjahr 2015/16 umgesetzten Ausgliederung der Geschäftsbereiche DCI und IAM in eigenständige Gesellschaften weiterhin in den Anwendungsbereich des Gesetzes.
§ 111 Abs. 5 AktG bestimmt, dass der Aufsichtsrat für den Frauenanteil im Vorstand sowie im Aufsichtsrat eine Zielgröße festlegt und eine Frist für die Erreichung dieser Zielgröße bestimmt. Die Frist zur Erreichung der Zielgröße darf hierbei auf höchstens fünf Jahre festgelegt werden. Der Aufsichtsrat hatte im Vorjahr beschlossen, dass die Zielgröße für den Frauenanteil im Vorstand sowie im Aufsichtsrat wie bisher für den Zeitraum bis zum 30. Juni 2022 null Prozent betragen soll. Mindestens bis dahin ist nicht beabsichtigt und nicht absehbar, dass sich die aktuelle Besetzung der Organe ändert. Bei der zukünftigen Besetzung von Vorstandspositionen sowie bei den Vorschlägen zur Besetzung von Aufsichtsratspositionen wird der Aufsichtsrat geeignete Personen bestellen bzw. benennen. Dabei steht in erster Linie die fachliche und persönliche Qualifikation der Kandidatin / des Kandidaten und nicht das Geschlecht im Vordergrund.
Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses der Beta Systems Software Aktiengesellschaft
Die Hauptversammlung der Beta Systems Software Aktiengesellschaft hat am 19. März 2018 die PKF Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, zum Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017/18 gewählt. Der Aufsichtsrat hat der PKF Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den Auftrag für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses der Beta Systems Software Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr 2017/18 erteilt.
Gegenstände der Abschlussprüfung waren der vom Vorstand vorgelegte und nach den nationalen Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) zum 30. September 2018 aufgestellte Jahresabschluss der Beta Systems Software Aktiengesellschaft sowie der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 3 i.V.m. Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellte Konzernabschluss zum 30. September 2018, einschließlich des zusammengefassten Lageberichts für die Aktiengesellschaft und den Konzern. Die Prüfungen erfolgten jeweils unter Beachtung von Prüfungsschwerpunkten und unter Einbeziehung der Buchführung und haben zu keinen Einwendungen geführt, weshalb jeweils ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt wurde.
Prüfungsberichte bzw. Entwürfe der Prüfungsberichte nebst Abschlussunterlagen lagen sämtlichen Aufsichtsratsmitgliedern vor und standen in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 16. Januar 2019 zur Verfügung. An der Sitzung nahmen auch die die Bestätigungsvermerke unterzeichnenden Wirtschaftsprüfer teil und berichteten dem Aufsichtsrat über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses und standen für Fragen zur Verfügung.
Auch der Aufsichtsrat prüfte den Jahresabschluss einschließlich Anhang und Lagebericht für die Beta Systems Software Aktiengesellschaft. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfungen durch den Aufsichtsrat bestehen keine Einwendungen.
Der Aufsichtsrat hat sich dem Prüfungsergebnis der PKF Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft angeschlossen und den vom Vorstand zum 30. September 2018 aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Mit der Billigung des Jahresabschlusses ist dieser gemäß § 172 Satz 1 AktG zugleich festgestellt.
Außerdem hat der Aufsichtsrat in der Bilanzsitzung den Konzernabschluss einschließlich Konzernanhang und Konzernlagebericht im Beisein der Wirtschaftsprüfer behandelt. Der Aufsichtsrat hat den Konzernabschluss zum 30. September 2018 sowie den Konzernlagebericht geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung durch den Aufsichtsrat bestehen keine Einwendungen.
Der Aufsichtsrat hat sich dem Prüfungsergebnis der PKF Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft angeschlossen und den vom Vorstand zum 30. September 2018 aufgestellten Konzernabschluss gebilligt.
Der Vorstand erstellte für das Geschäftsjahr 2017/18 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht). Der Abhängigkeitsbericht wurde durch den Abschlussprüfer mit folgendem Prüfungsergebnis und Bestätigungsvermerk geprüft:
"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die in dem Zeitpunkt ihrer Vornahme bekannt waren, die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war und
3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."
Uns gingen sowohl der Abhängigkeitsbericht als auch der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers rechtzeitig zu. Der Aufsichtsrat hat sich in seiner Sitzung am 16. Januar 2019 aufgrund seiner eigenen Prüfung im Hinblick auf Vollständigkeit und Richtigkeit des Abhängigkeitsberichts der Beurteilung durch den Abschlussprüfer angeschlossen und dessen Bericht gebilligt. Es bestanden keine Einwände gegen die Erklärungen des Vorstands.
Die Beta Systems Software AG weist zum 30. September 2018 erneut einen Bilanzgewinn aus. Der Aufsichtsrat hat sich dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns angeschlossen.
Der Vorstand hat auch weiterhin den Auftrag, die Beta Systems Software Aktiengesellschaft auf Effizienz und Ausschöpfung der Marktpotentiale auszurichten sowie die Lage des Konzerns, die Chancen und Risiken der Unternehmensstrategie sowie -entwicklung offen und transparent darzustellen.
Im Geschäftsjahr 2017/18 konnte mit einem Jahresüberschuss im Konzern von rund 4 Millionen Euro ein Ergebnis erzielt werden, das nicht an die hohen Werte des Vorjahres heranreichte, aber im Rahmen der Erwartungen liegt. Das niedrigere Ergebnis ist dabei auf zyklische Effekte in der Verlängerung von Bestandsverträgen zurückzuführen. Aufgrund des vergleichsweise geringen Volumens der zur Verlängerung anstehenden Verträge fielen die Lizenzerlöse im Berichtsjahr deutlich niedriger aus als im Vorjahr. Hinzu kam, dass der Ergebnisbeitrag der neu akquirierten Gesellschaften - insbesondere aufgrund von Sondereffekten bei der Übernahme der AUCONET aus einer Insolvenzsituation - im Berichtsjahr voraussichtlich einmalig negativ ausfiel. Positiv wirkten sich neben den vom Vorstand in den letzten Jahren durchgeführten Effizienz- und Optimierungsmaßnahmen und der weiterhin guten Entwicklung der HORIZONT Software GmbH insbesondere das erfreuliche Neugeschäft in den Geschäftsbereichen DCI und IAM aus.
Für das laufende Geschäftsjahr geht der Vorstand von wieder steigenden Umsatzerlösen und einem steigenden Jahresüberschuss aus.
Es bleibt das Ziel von Vorstand und Aufsichtsrat, auf Sicht von möglichst wenigen Jahren das Ergebnis von 2016/17 wieder zu erreichen und zu übertreffen.
Die Entwicklung der Gesellschaft wird in erheblichem Maße auch von den Möglichkeiten zu sinnvollen Akquisitionen abhängen. Die finanzielle Ausstattung hierfür ist vorhanden. Angesichts der aktuell hohen Bewertungen ist jede Akquisition aber eine sehr anspruchsvolle Aufgabe. Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres wurde bereits eine kleinere Akquisition getätigt.
Es wird weiterhin zum normalen Geschäftsgang gehören, Akquisitionsmöglichkeiten zu suchen, eine oder mehrere Akquisitionsmöglichkeiten parallel zu verfolgen, sich in Due Diligence Prozessen oder in Abschluss- und Vertragsverhandlungen zu befinden.
Der Aufsichtsrat dankt den Mitarbeitern, die im Geschäftsjahr 2017/18 für die Beta Systems Software Aktiengesellschaft und deren Tochtergesellschaften tätig waren und den Vorstandsmitgliedern für ihren persönlichen Einsatz und die erbrachten Leistungen.
Berlin, 16. Januar 2019
Der Vorsitzende des Aufsichtsrats
gez. Wilhelm K. Thomas Zours