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A.S. Creation Tapeten AG — Audit Report / Information 2024
Apr 15, 2025
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Bilanz zum 31. Dezember 2024
| Aktiva | Anhang | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | 34.387.699,25 | 36.435.813,34 | |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | (1) | 1.204.469,91 | 1.482.686,21 |
| II. Sachanlagen | (2) | 13.596.801,05 | 13.962.602,02 |
| III. Finanzanlagen | (3) | 19.586.428,29 | 20.990.525,11 |
| B. Umlaufvermögen | 49.115.042,44 | 50.677.028,26 | |
| I. Vorräte | (4) | 21.032.657,89 | 20.574.040,96 |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | (5) | 14.941.114,78 | 14.507.657,67 |
| III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten | 13.141.269,77 | 15.595.329,63 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 391.064,59 | 413.919,91 | |
| D. Aktive latente Steuern | (6) | 6.843.000,00 | 5.492.000,00 |
| Bilanzsumme | 90.736.806,28 | 93.018.761,51 |
| Passiva | Anhang | 31.12.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|---|
| A. Eigenkapital | (7) | 61.265.864,06 | 63.758.204,99 |
| I. Gezeichnetes Kapital | 8.280.000,00 | 8.280.000,00 | |
| Rechnerischer Nennwert der eigenen Aktien | -10.947,00 | -10.947,00 | |
| Ausgegebenes Kapital | 8.269.053,00 | 8.269.053,00 | |
| II. Kapitalrücklage | 14.472.488,72 | 14.472.488,72 | |
| III. Gewinnrücklagen | 51.431.874,86 | 51.431.874,86 | |
| IV. Bilanzverlust | -12.907.552,52 | -10.415.211,59 | |
| B. Rückstellungen | (8) | 17.093.922,33 | 16.780.156,47 |
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 11.417.000,00 | 11.650.207,00 | |
| 2. Steuerrückstellungen | 49.000,00 | 15.000,00 | |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 5.627.922,33 | 5.114.949,47 | |
| C. Verbindlichkeiten | (9) | 12.377.019,89 | 12.480.400,05 |
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 6.250.835,00 | 7.885.235,00 | |
| 2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 13.178,75 | 15.005,95 | |
| 3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.599.153,94 | 2.905.086,65 | |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 66.012,69 | 33.754,16 | |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten | 2.447.839,51 | 1.641.318,29 | |
| Bilanzsumme | 90.736.806,28 | 93.018.761,51 |
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024
| Anhang | 2024 | 2023 | |
|---|---|---|---|
| 1. Umsatzerlöse | (11) | 71.374.882,26 | 77.519.631,58 |
| 2. Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 195.320,29 | -2.077.822,33 | |
| 3. sonstige betriebliche Erträge | (12) | 1.187.741,38 | 698.771,11 |
| 4. Materialaufwand | (13) | 35.177.562,54 | 39.972.545,72 |
| 5. Rohergebnis | 37.580.381,39 | 36.168.034,64 | |
| 6. Personalaufwand | (14) | 23.702.656,68 | 23.617.240,93 |
| 7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | (15) | 2.626.450,83 | 2.733.457,33 |
| 8. Sonstige betriebliche Aufwendungen | (16) | 15.620.664,45 | 13.950.584,28 |
| 9. Betriebsergebnis | -4.369.390,57 | -4.133.247,90 | |
| 10. Erträge aus Beteiligungen | 841.148,58 | 632.008,91 | |
| 11. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 746.647,97 | 477.909,64 | |
| 12. Abschreibungen auf Finanzanlagen | 400.000,00 | 0,00 | |
| 13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 481.270,73 | 456.062,62 | |
| 14. Finanzergebnis | (17) | 706.525,82 | 653.855,93 |
| 15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (18) | -1.259.279,21 | -1.315.564,77 |
| 16. Ergebnis nach Steuern | -2.403.585,54 | -2.163.827,20 | |
| 17. sonstige Steuern | 88.755,39 | 86.113,80 | |
| 18. Jahresfehlbetrag | -2.492.340,93 | -2.249.941,00 | |
| 19. Verlustvortrag | -10.415.211,59 | -8.165.270,59 | |
| 20. Bilanzverlust | -12.907.552,52 | -10.415.211,59 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2024
Allgemeines
Die A.S. Création Tapeten AG ist eine in der Bundesrepublik Deutschland beim Registergericht Köln unter der Nummer HRB 39357 registrierte Aktiengesellschaft. Die Adresse des Firmensitzes lautet: Südstraße 47, D-51645 Gummersbach.
Der Jahresabschluss der A.S. Création Tapeten AG ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.
Zur Verbesserung der Klarheit werden in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Die zusammengefassten Posten werden im Anhang detailliert ausgewiesen und erläutert.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wird das Gesamtkostenverfahren gewählt.
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Sofern abnutzbar, werden sie planmäßig entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer über drei bis zehn Jahre, linear abgeschrieben.
Sachanlagen sind mit den aktivierungspflichtigen Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Mit Ausnahme von Druck- und Prägewalzen und Rotationssiebe (Druckwerkzeuge) werden abnutzbare Sachanlagen planmäßig abgeschrieben. Im Jahr des Zugangs werden die Abschreibungen pro rata temporis vorgenommen. Den Abschreibungen liegen im Wesentlichen die folgenden wirtschaftlichen Nutzungsdauern zugrunde:
- Gebäude: 10 bis 30 Jahre
- Großmaschinen: 8 bis 15 Jahre
- Übrige Maschinen: 5 bis 10 Jahre
- Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung: 3 bis 10 Jahre
Aus Vereinfachungsgründen werden selbständig nutzbare Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu 800 € im Zugangsjahr vollständig abgeschrieben. Ferner wird unterstellt, dass diese nach erfolgter Abschreibung aus dem Anlagevermögen abgehen.
Eine Besonderheit ergibt sich bei den Abschreibungen für Druckwerkzeuge. Diese werden leistungsbezogen über einen Zeitraum von drei Jahren abgeschrieben. Aus Vereinfachungsgründen wird unterstellt, dass diese Druckwerkzeuge nach erfolgter Abschreibung aus dem Anlagevermögen abgehen.
Anteile an verbundenen Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Ausleihungen werden mit dem Nominalwert angesetzt. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung erfolgen Abschreibungen im erforderlichen Umfang.
Innerhalb der Vorräte werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren mit den gewogenen durchschnittlichen Anschaffungskosten oder mit dem niedrigeren Marktwert am Bilanzstichtag angesetzt. Der Ansatz der fertigen und der unfertigen Erzeugnisse erfolgt zu Herstellungskosten oder dem niedrigeren Nettoveräußerungswert am Stichtag. Dabei werden in die Herstellungskosten neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden in die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten nicht einbezogen. Bestandsrisiken innerhalb der Vorräte aufgrund geminderter Verwertbarkeit werden angemessen berücksichtigt.
Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und flüssige Mittel sind grundsätzlich mit dem Nennwert angesetzt. Im Fall von langfristigen unverzinslichen Forderungen erfolgt die Bewertung mit dem abgezinsten Betrag. Bei erkennbaren Risiken innerhalb der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Darüber hinaus werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen anhand gleichartiger Risikoeigenschaften gruppiert und für diese Risikogruppen pauschalierte Einzelwertberichtigungen vorgenommen.
Als Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.
Die eigenen Aktien werden mit dem Eigenkapital verrechnet. Hierbei wird der rechnerische Nennwert der eigenen Aktien, d.h. der Anteil am Gezeichneten Kapital, der auf die eigenen Aktien entfällt, offen von der Position „Gezeichnetes Kapital“ abgesetzt und die Differenz zwischen den Anschaffungskosten der eigenen Aktien und deren rechnerischem Nennwert mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
Rückstellungen für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Verpflichtungen aus laufenden Rentenzahlungen sowie aufgrund von Zusagen für zukünftige Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet. Diese werden auf der Basis des versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt. Für die Abzinsung wird der durchschnittliche Zinssatz der letzten zehn Jahre verwendet, den die Deutsche Bundesbank für eine Restlaufzeit von 15 Jahren veröffentlicht.
Die sonstigen Rückstellungen und die Steuerrückstellungen sind in der Höhe des Erfüllungsbetrags angesetzt, der nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Abdeckung der erkennbaren Risiken und der ungewissen Verbindlichkeiten wahrscheinlich erforderlich ist.
Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert.
Soweit vorhanden, werden flüssige Mittel, Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag bewertet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden diese entweder mit dem historischen Kurs oder, sofern der Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag ungünstiger ist, mit letzterem bewertet.
Latente Steuerabgrenzungen werden auf unterschiedliche Wertansätze von Aktiva und Passiva nach HGB und Steuerrecht sowie auf Verlustvorträge berechnet. Zur Anwendung kommt hierbei ein individueller, zukünftig zu erwartender Steuersatz, der sich durch die Berücksichtigung von Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag ergibt.
Zur Aufstellung des Jahresabschlusses nach HGB muss der Vorstand Schätzungen vornehmen und Annahmen treffen, die den Ausweis der Vermögenswerte und Schulden sowie der Aufwendungen und Erträge beeinflussen. Alle Schätzungen und Annahmen werden nach bestem Wissen und Gewissen getroffen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zu vermitteln. Dennoch können die tatsächlichen Werte von den Schätzwerten abweichen. Gleiches gilt hinsichtlich der Aussagen im zusammengefassten Lagebericht.
Erläuterungen zur Bilanz
(1) Immaterielle Vermögensgegenstände
Bei den immateriellen Vermögensgegenständen handelt es sich um entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten.# Deren Entwicklung
(1) Immaterielle Vermögensgegenstände
| Brutto-Anschaffungs- oder Herstellungskosten | Immaterielle Anzahlungen T€ | Geleistete Gegenstände T€ | Gesamt T€ |
|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2023 | 3.580 | 75 | 3.655 |
| Zugang | 58 | 67 | 125 |
| Abgang | 282 | 10 | 292 |
| Stand 31.12.2024 | 3.356 | 132 | 3.488 |
| Kumulierte Abschreibungen | Immaterielle Anzahlungen T€ | Geleistete Gegenstände T€ | Gesamt T€ |
|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2023 | 2.172 | 0 | 2.172 |
| Zugang | 394 | 0 | 394 |
| Abgang | 282 | 0 | 282 |
| Stand 31.12.2024 | 2.284 | 0 | 2.284 |
| Nettobuchwerte | Immaterielle Anzahlungen T€ | Geleistete Gegenstände T€ | Gesamt T€ |
|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2023 | 1.408 | 75 | 1.483 |
| Stand 31.12.2024 | 1.072 | 132 | 1.204 |
(2) Sachanlagen
Die Aufgliederung und die Entwicklung der Sachanlagen stellen sich wie folgt dar:
| Brutto-Anschaffungs- oder Herstellungskosten | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte T€ | Technische Anlagen und Maschinen T€ | Andere Betriebs- und Geschäftsausstattung T€ | Geleistete Anzahlungen T€ | Gesamt T€ |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2023 | 15.675 | 55.806 | 17.959 | 1.608 | 91.048 |
| Zugang | 0 | 450 | 730 | 866 | 2.046 |
| Umbuchung | 0 | 1.069 | 0 | -1.069 | 0 |
| Abgang | 0 | 0 | 2.338 | 0 | 2.338 |
| Stand 31.12.2024 | 15.675 | 57.325 | 16.351 | 1.405 | 90.756 |
| Kumulierte Abschreibungen | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte T€ | Technische Anlagen und Maschinen T€ | Andere Betriebs- und Geschäftsausstattung T€ | Geleistete Anzahlungen T€ | Gesamt T€ |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2023 | 9.782 | 51.594 | 15.710 | 0 | 77.086 |
| Zugang | 293 | 745 | 1.194 | 0 | 2.232 |
| Abgang | 0 | 0 | 2.159 | 0 | 2.159 |
| Stand 31.12.2024 | 10.075 | 52.339 | 14.745 | 0 | 77.159 |
| Nettobuchwerte | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte T€ | Technische Anlagen und Maschinen T€ | Andere Betriebs- und Geschäftsausstattung T€ | Geleistete Anzahlungen T€ | Gesamt T€ |
|---|---|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2023 | 5.893 | 4.212 | 2.249 | 1.608 | 13.962 |
| Stand 31.12.2024 | 5.600 | 4.986 | 1.606 | 1.405 | 13.597 |
(3) Finanzanlagen
Die Aufgliederung und die Entwicklung der Finanzanlagen stellen sich wie folgt dar:
| Brutto-Anschaffungs- oder Herstellungskosten | Anteile an verbundenen Unternehmen T€ | Ausleihungen an verbundene Unternehmen T€ | Gesamt T€ |
|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2023 | 38.380 | 2.025 | 40.405 |
| Abgang | 0 | 508 | 508 |
| Währungsanpassung | 0 | -497 | -497 |
| Stand 31.12.2024 | 38.380 | 1.020 | 39.400 |
| Kumulierte Abschreibungen | Anteile an verbundenen Unternehmen T€ | Ausleihungen an verbundene Unternehmen T€ | Gesamt T€ |
|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2023 | 19.414 | 0 | 19.414 |
| Zugang | 400 | 0 | 400 |
| Stand 31.12.2024 | 19.814 | 0 | 19.814 |
| Nettobuchwerte | Anteile an verbundenen Unternehmen T€ | Ausleihungen an verbundene Unternehmen T€ | Gesamt T€ |
|---|---|---|---|
| Stand 31.12.2023 | 18.966 | 2.025 | 20.991 |
| Stand 31.12.2024 | 18.566 | 1.020 | 19.586 |
(4) Vorräte
Die Vorräte gliedern sich wie folgt:
| 31.12.2024 T€ | 31.12.2023 T€ | |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 3.932 | 3.667 |
| Unfertige Erzeugnisse | 199 | 190 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 16.902 | 16.717 |
| Gesamt | 21.033 | 20.574 |
(5) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Die Aufgliederung und Fristigkeit der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:
| Gesamt | Restlaufzeit bis zu einem Jahr | Restlaufzeit über einem Jahr | |
|---|---|---|---|
| 31.12.2024 T€ | 31.12.2023 T€ | 31.12.2024 T€ | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 8.247 | 8.707 | 8.247 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 4.269 | 2.496 | 4.269 |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 2.425 | 3.305 | 2.329 |
| Gesamt | 14.941 | 14.508 | 14.845 |
Bei den Forderungen gegen verbundene Unternehmen handelt es sich im Wesentlichen um solche aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind Steuererstattungsansprüche in Höhe von 897 T€ (Vorjahr: 1.823 T€) sowie Bonusgutschriften von Lieferanten enthalten.
(6) Aktive latente Steuern
Die latenten Steueransprüche in Höhe von 6.843 T€ (Vorjahr: 5.492 T€) resultieren aus zukünftig nutzbaren steuerlichen Verlustvorträgen sowie aus der unterschiedlichen Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, der Sachanlagen sowie der unterschiedlichen Höhe der Pensions- und Jubiläumsrückstellungen nach steuer- und handelsrechtlichen Vorschriften. Die latenten Steueransprüche werden mit einem Steuersatz von 32,25 % (Vorjahr: 32,25 %) berechnet.
(7) Eigenkapital
Zum Bilanzstichtag beträgt das Grundkapital unverändert 8.280.000 € und ist eingeteilt in 2.760.000 nennwertlose, auf den Namen lautende Stückaktien. Gemäß § 4 Abs. 3 der gültigen Satzung der A.S. Création Tapeten AG (Fassung vom 16. Mai 2023) ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 15. Mai 2028 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien gegen Sach- oder Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 4.140 T€ zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Hierbei kann in bestimmten Fällen das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden. Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht. Gemäß dem Hauptversammlungsbeschluss vom 16. Mai 2023 ist der Vorstand bis zum 15. Mai 2028 ermächtigt, eigene Aktien bis zu einem Anteil von 10 % des Grundkapitals (das entspricht einem rechnerischen Nennwert von maximal 828 T€) zu erwerben. Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, die erworbenen Aktien ganz oder teilweise einzuziehen, diese wieder zu veräußern oder sie zum Zweck des Unternehmens- oder Beteiligungserwerbs zu verwenden. Ferner können bis zu 50.000 Stück der erworbenen Aktien als Belegschaftsaktien ausgegeben werden. Auf der Grundlage entsprechender vorheriger Ermächtigungen hatte die A.S. Création Tapeten AG von 1999 bis 2008 per Saldo 243.649 Stück eigener Aktien erworben. Seither ist es zu keinen Käufen oder Verkäufen gekommen. Im Jahr 2021 hat die Gesellschaft 240.000 Stück der eigenen Aktien eingezogen. Am Bilanzstichtag befanden sich unverändert 3.649 Stück eigener Aktien mit einem rechnerischen Nennwert von 11 T€ bzw. 0,13 % des Grundkapitals im Eigentum der A.S. Création Tapeten AG. Die Anschaffungskosten für diese Aktien belaufen sich auf 61 T€. Von diesen Anschaffungskosten wird, wie im Vorjahr, ein Betrag in Höhe von 11 T€, d. h. der rechnerische Nennwert, offen vom Gezeichneten Kapital abgesetzt und der Differenzbetrag in Höhe von 50 T€ mit den Gewinnrücklagen verrechnet.
Die Gewinnrücklagen entwickelten sich wie folgt:
| T€ | |
|---|---|
| Stand per 31. Dezember 2023 | 51.432 |
| Einstellung in die Gewinnrücklagen | 0 |
| Entnahme aus den Gewinnrücklagen | 0 |
| Stand per 31. Dezember 2024 | 51.432 |
Gemäß den handelsrechtlichen Vorschriften besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe der aktiven latenten Steuern von 6.843 T€ und dem Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Pensionsrückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren in Höhe von -121 T€. Unter Berücksichtigung dieses ausschüttungsgesperrten Betrages in Höhe von 6.722 T€ sowie des Bilanzverlusts in Höhe von 12.908 T€ existieren zum Bilanzstichtag frei verfügbare Gewinnrücklagen in Höhe von 31.802 T€.
Aufgrund der Ergebnissituation im Berichtsjahr wird, wie im Vorjahr, vorgeschlagen, keine Dividende zu zahlen und den Bilanzverlust des Geschäftsjahres 2024 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.
(8) Rückstellungen
Die Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:
| 01.01.2024 T€ | Inanspruchnahme T€ | Auflösung T€ | Zuführung T€ | 31.12.2024 T€ | |
|---|---|---|---|---|---|
| Pensionsrückstellungen | 11.650 | 328 | 0 | 95 | 11.417 |
| Steuerrückstellungen | 15 | 15 | 0 | 49 | 49 |
| Sonstige Rückstellungen | 5.115 | 2.681 | 347 | 3.541 | 5.628 |
| davon langfristig | (224) | (18) | (0) | (843) | (1.049) |
| davon kurzfristig | (4.891) | (2.663) | (347) | (2.698) | (4.579) |
| Gesamt | 16.780 | 3.024 | 347 | 3.685 | 17.094 |
Der Pensionsrückstellungsbetrag wurde unter Berücksichtigung der nachfolgenden wesentlichen Annahmen ermittelt:
| 31.12.2024 % | 31.12.2023 % | |
|---|---|---|
| Rechnungszins | 1,90 | 1,82 |
| Rententrend | 2,40 | 2,40 |
Als biometrische Rechnungsgrundlage wurden die ©RICHTTAFELN 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Die ergebniswirksame Zuführung zu den Pensionsrückstellungen setzt sich wie folgt zusammen und ist in den jeweils angegebenen Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) enthalten:
| GuV-Position | 2024 T€ | 2023 T€ |
|---|---|---|
| Dienstzeitaufwand und Auswirkungen von Bestands- und Prämissenänderungen | 45 | 627 |
| Zinsanteil des Altersversorgungsaufwands | 215 | 205 |
| Versicherungsmathematischer Gewinn aus der Änderung des Abzinsungsfaktors | -165 | -86 |
| Gesamt | 95 | 746 |
In den sonstigen Rückstellungen sind Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 1.087 T€ (Vorjahr: 23 T€) enthalten, welche maßgeblich aus der vorzeitigen Beendigung eines langfristigen Cloud-Softwarevertrages resultieren. Ansonsten betreffen die sonstigen Rückstellungen im Wesentlichen Personalaufwendungen wie z.B. Urlaubsentgelte, Abfindungen, Tantiemen, Zusatzvergütungen und Jubiläumsgelder sowie Rückstellungen für Bonus- und Rabattvereinbarungen.
(9) Verbindlichkeiten
Die Zusammensetzung und Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
| Gesamt | Restlaufzeit bis zu 1 Jahr | Restlaufzeit 1 bis zu 5 Jahren | Restlaufzeit über 5 Jahren | |
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2024 T€ | 31.12.2023 T€ | 31.12.2024 T€ | 31.12.2023 T€ | |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 6.251 | 7.885 | 1.777 | 1.634 |
| Erhaltene Anzahlungen | 13 | 15 | 13 | 15 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.599 | 2.905 | 3.599 | 2.905 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 66 | 34 | 66 | 34 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 2.448 | 1.641 | 2.448 | 1.641 |
| davon aus Steuern | (288) | (279) | (288) | (279) |
| davon im Rahmen der sozialen Sicherheit | (9) | (61) | (9) | (61) |
| Gesamt | 12.377 | 12.480 | 7.903 | 6.229 |
Die gesamten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden besichert.# (10) Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Die angabepflichtigen wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
| 31.12.2024 T€ | 31.12.2023 T€ | |
|---|---|---|
| aus Bestellobligo für Investitionen | 1.641 | 1.941 |
| aus Bestellobligo für Rohstoffe | 1.571 | 2.429 |
| aus Leasing- und Dienstleistungsverträgen | 722 | 119 |
| 3.934 | 4.489 |
Seite 9
Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
(11) Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
| 2024 T€ | 2023 T€ | |
|---|---|---|
| Deutschland (DE) | 37.854 | 40.754 |
| EU (ohne DE) und UK | 33.245 | 33.018 |
| Europäische Union (EU) und UK | 71.099 | 73.772 |
| Sonstiges Osteuropa | 5.064 | 7.038 |
| Übrige | 5.306 | 6.089 |
| Umsatz (brutto) | 81.469 | 86.899 |
| Erlösschmälerungen | -10.094 | -9.379 |
| Umsatz (netto) | 71.375 | 77.520 |
| 2024 T€ | 2023 T€ | |
|---|---|---|
| Umsatz aus Produkten | 81.409 | 86.839 |
| Umsatz aus Dienstleistungen | 60 | 60 |
| Umsatz (brutto) | 81.469 | 86.899 |
| Erlösschmälerungen | -10.094 | -9.379 |
| Umsatz (netto) | 71.375 | 77.520 |
(12) Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 447 T€ (Vorjahr: 233 T€) sowie sonstige periodenfremde Erträge in Höhe von 50 T€ (Vorjahr: 103 T€) enthalten. Ferner sind in der Position Währungsgewinne in Höhe von 96 T€ (Vorjahr: 43T€) sowie Gewinne aus Anlagenabgängen in Höhe von 99 T€ (Vorjahr: 69 T€) enthalten.
(13) Materialaufwand
Der Materialaufwand enthält:
| 2024 T€ | 2023 T€ | |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie für bezogene Waren | 33.551 | 37.105 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 1.627 | 2.868 |
| 35.178 | 39.973 |
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(14) Personalaufwand
Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| 2024 T€ | 2023 T€ | |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 19.782 | 19.040 |
| Soziale Abgaben | 3.763 | 3.857 |
| Altersversorgung | 158 | 720 |
| 23.703 | 23.617 |
Die Löhne und Gehälter enthalten Aufwendungen für Abfindungen in Höhe von 571 T€ (Vorjahr: 140 T€). Im Berichtsjahr ist in der Altersversorgung ein Aufwand aus der Zuführung zu den Pensionsrückstellungen in Höhe von 45 T€ (Vorjahr: 627 T€) enthalten (siehe Anhang Nr. 8). Im Vorjahr erfolgte eine Anpassung der Annahmen hinsichtlich des zukünftigen Rententrends.
Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt (auf Vollzeitkräfte umgerechnet) ohne die Mitglieder des Vorstands:
| 2024 Personen | 2023 Personen | |
|---|---|---|
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 203 | 208 |
| Angestellte | 149 | 152 |
| Auszubildende | 34 | 34 |
| 386 | 394 |
(15) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen
Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:
| 2024 T€ | 2023 T€ | |
|---|---|---|
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände | 394 | 386 |
| Abschreibungen auf Sachanlagen | 2.232 | 2.347 |
| 2.626 | 2.733 |
(16) Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Zuführungen zur Drohverlustrückstellung in Höhe von 1.007 T€ (Vorjahr: 23 T€), welche maßgeblich aus der vorzeitigen Beendigung eines langfristigen Cloud-Softwarevertrages resultieren. Außerdem beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen im Wesentlichen Aufwendungen für Ausgangsfrachten, Instandhaltungen, Abfallbeseitigung und Werbung. Ferner sind sonstige periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 87 T€ (Vorjahr: 101 T€), Währungsverluste in Höhe von 194 T€ (Vorjahr: 85 T€) und Verluste aus Anlagenabgängen in Höhe von 10 T€ (Vorjahr: 63 T€) in dieser Position enthalten.
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(17) Finanzergebnis
Die Erträge aus Beteiligungen in Höhe von 841 T€ (Vorjahr: 632 T€) resultieren aus verbundenen Unternehmen. Die sonstige Zinsen und ähnliche Erträge enthalten Zinserträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens an verbundene Unternehmen in Höhe von 123 T€ (Vorjahr: 172 T€). Die Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von 400 T€ (Vorjahr: 0 T€) betreffen außerplanmäßige Abschreibungen auf Beteiligungen an verbundene Unternehmen. In den Zinserträgen sind versicherungsmathematische Gewinne aus der Ermittlung der Pensionsrückstellung in Höhe von 165 T€ (Vorjahr: 86 T€) enthalten (vgl. Anhang Nr. 8).
(18) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag gliedern sich wie folgt:
| 2024 T€ | 2023 T€ | |
|---|---|---|
| Ertragssteueraufwendungen | 92 | -1.173 |
| davon Steuern für Vorjahre | (2) | (-1.251) |
| Latente Steuern | -1.351 | -143 |
| davon latente Steuern für Vorjahre | (32) | (1.251) |
| -1.259 | -1.316 |
Ergänzende Angaben
(19) Aufwendungen für Abschlussprüfer
Für die Prüfungen des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses wurden im Berichtsjahr 154 T€ (Vorjahr: 178 T€) aufgewendet. Zusätzlich erhielt der Abschlussprüfer 46 T€ (Vorjahr: 30 T€) für sonstige Bestätigungsleistungen im Zusammenhang mit dem Vergütungsbericht und dem zusammengefassten nichtfinanziellen Konzernbericht.
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(20) Vorstand
Der Vorstand setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:
| Vorstandsressort | Mitglied im Aufsichtsgremium |
|---|---|
| Marketing, Vertrieb, Produktion und Logistik | – Vorsitzender |
| Finanzen, IT, Einkauf und Personal | – (ab 01.05.2024) |
| Finanzen und Controlling | – (bis 31.05.2024) |
| Produktion und Logistik | – (bis 21.03.2024) |
| Tim Herder | |
| Michael Rockenbach | |
| Maik Krämer | |
| Antonios Suskas |
Zum Bilanzstichtag wurden von den aktiven Mitgliedern des Vorstands 0 Aktien (Vorjahr: 2.483 Aktien) der Gesellschaft gehalten.
(21) Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat setzte sich im Berichtsjahr wie folgt zusammen:
| Ausgeübter Beruf | Mitglied im Aufsichtsgremium |
|---|---|
| Partner der Anwaltssozietät Hoffmann Liebs | Vorsitzender (seit 01.08.2024) |
| Diplom Ingenieur – Maschinenbau Unternehmer | Stellvertretender Vorsitzender (seit 01.08.2024) |
| Kfm. Angestellte bei der A.S. Création Tapeten AG | – Arbeitnehmervertreterin |
| Diplom Betriebswirt Volksbank Heuchelheim eG | (seit 01.08.2024) |
| Freigestellter Betriebsrat der A.S. Création Tapeten AG | – Arbeitnehmervertreter |
| Geschäftsführender Gesellschafter der Zilkens Fine Art Insurancebroker GmbH, Köln | Alberdingk-Boley GmbH, Krefeld |
| Diplom-Kaufmann | – Vorsitzender (bis 31.07.2024) |
| Diplom-Ingenieur SURTECO GROUP SE, Buttenwiesen | Stellvertretender Vorsitzender (bis 31.07.2024) |
| Finanzvorstand der Jungheinrich AG, Hamburg | (bis 31.07.2024) |
| Dr. Norbert Bröcker | |
| Jens Hohenbild | |
| Julia Barth | |
| Manfred Bender | |
| Kevin Wegner | |
| Dr. Stephan Zilkens | |
| Jörn Kämper | |
| Jochen Müller | |
| Dr. Volker Hues |
Zum Bilanzstichtag wurden von Mitgliedern des Aufsichtsrats 500 Aktien (Vorjahr: 500 Aktien) der Gesellschaft gehalten.
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(22) Aufwendungen für Organe und Organkredite
Die Gesamtbezüge des Vorstandes betrugen im Berichtsjahr 694 T€ (Vorjahr: 770 T€). Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats beliefen sich im Berichtsjahr auf 171 T€ (Vorjahr: 169 T€). Die Details der Vergütung der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sind im Vergütungsbericht gemäß § 162 AktG dargestellt, über den der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 21. März 2025 beraten und Beschluss fassen wird. Dieser Bericht wird anschließend auf der Internetseite der Gesellschaft in der Rubrik Investor Relations unter dem Punkt Corporate Governance öffentlich zugänglich gemacht. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Kreditverträge mit Mitgliedern des Aufsichtsrats oder des Vorstands. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands sowie deren Hinterbliebenen waren am Bilanzstichtag 1.639 T€ (Vorjahr: 1.748 T€) zurückgestellt. Die Gesamtbezüge früherer Mitglieder des Vorstands einschließlich Pensionszahlungen und Hinterbliebenenbezüge beliefen sich auf 132 T€ (Vorjahr: 132 T€).
(23) Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen
Alle Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen sind vertraglich vereinbart und werden mit Ausnahme des nachfolgend genannten Beratungsvertrages zu marktüblichen Preisen erbracht. Die A.S. Création Tapeten AG hat mit Zustimmung des Aufsichtsrats vom 14. Mai 2024 mit Herrn Franz-Jürgen Schneider, dem Gründer und Großaktionär der Gesellschaft, einen Vertrag über die Beratung und Durchführung bestimmter, für die Zukunft des Unternehmens wichtige Projekte abgeschlossen, um seine langjährige und wertvolle Erfahrung in der Tapetenbranche für das Unternehmen zu nutzen. Herr Schneider erbringt seine Beratungsleistungen ohne gesonderte Vergütung. Der Beratervertrag hat am 1. Juni 2024 begonnen und endet mit Ablauf des 31. Dezember 2025. Zwischen Herrn Franz Jürgen Schneider und der A.S. Création Tapeten-Stiftung, Gummersbach, existiert eine Stimmrechtsvereinbarung, wonach sich die beiden Parteien bei der Ausübung ihrer jeweiligen Stimmrechte abstimmen. Daher werden jeder Partei dieser Stimmrechtsvereinbarung die Aktien der anderen Partei mittelbar zugerechnet, so dass der Stimmrechtsanteil der A.S. Création Tapeten Stiftung an der A.S. Création Tapeten AG – wie auch derjenige von Herrn Schneider – 38,34 % beträgt. Die Stimmrechtsvereinbarung umfasst ursprünglich auch die Franz Jürgen Schneider-Stiftung, Köln. Herr Schneider hat uns im Jahr 2024 mitgeteilt, dass die Franz Jürgen Schneider-Stiftung, Köln, im Jahr 2022 mit Genehmigung der Bezirksregierung Düsseldorf aufgelöst wurde. Die A.S. Création Tapeten AG unterstützt die Tätigkeiten der gemeinnützigen A.S. Création Tapeten-Stiftung. In diesem Zusammenhang fielen im Berichtsjahr Aufwendungen für eine Seite 14 Spende in Höhe von 15 T€ (Vorjahr: 15 T€) an. Daneben erbringt die A.S. Création Tapeten AG in geringem Umfang Serviceleistungen für die A.S. Création Tapeten-Stiftung. Hierfür fielen Erträge in Höhe von 1 T€ (Vorjahr: 1 T€) an. Am Bilanzstichtag existierten, wie im Vorjahr, keine Forderungen gegen oder Verbindlichkeiten gegenüber der A.S. Création Tapeten-Stiftung. Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Norbert Bröcker ist Partner der Anwaltssozietät Hoffmann Liebs, welche Rechtsberatungsleistungen für die A.S. Création Tapeten AG erbringt. In diesem Zusammenhang fielen im Berichtsjahr Aufwendungen in Höhe von 28 T€ an. Am Bilanzstichtag existierten keine Forderungen gegen oder Verbindlichkeiten gegenüber der Anwaltssozietät Hoffmann Liebs.# Stimmrechtsmitteilungen
Die Gesellschaft hat bis zum Abschlusserstellungszeitpunkt folgende Stimmrechtsmitteilungen erhalten, die gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG anzugeben sind. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass sich die Anzahl der gemeldeten Stimmrechte innerhalb der gesetzlichen Schwellenwerte geändert haben könnte, ohne eine Verpflichtung zur Mitteilung gegenüber dem Unternehmen auszulösen, und daher die aktuell tatsächlich gehaltene Aktienzahl von den nachstehenden Angaben abweichen kann:
- Herr Franz Jürgen Schneider, Köln, die A.S. Création Tapeten-Stiftung, Gummersbach, und die Franz Jürgen Schneider-Stiftung, Köln, haben uns mitgeteilt, dass ihre jeweiligen Stimmrechtsanteile gegenseitig zuzurechnen sind und der gesamte Stimmrechtsanteil am 26. Februar 2015 35,27 % betrug. Hiervon entfielen 29,52 % auf Herrn Schneider, 5,67 % auf die A.S. Création Tapeten-Stiftung und 0,08 % auf die Franz Jürgen Schneider-Stiftung. Herr Schneider hat im Jahr 2024 mitgeteilt, dass die Franz Jürgen Schneider-Stiftung mit Genehmigung der Bezirksregierung Düsseldorf im Jahr 2022 aufgelöst worden ist.
- Die Lins Wallpaper Limited, London/UK, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der A.S. Création Tapeten AG am 12. Februar 2013 die Schwelle von 15 % der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 15,01 % betrug.
- Herr Oleg Dzhagaev, Russland, hat uns mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der A.S. Création Tapeten AG am 12. Februar 2013 die Schwelle von 15 % der Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 15,01 % betrug. Sämtliche der vorgenannten Stimmrechte waren ihm über die Lins Wallpaper Limited, London/UK, zuzurechnen. Herr Dzhagaev ist maltesischer Staatsangehöriger.
- Frau Karin Schneider, Marienheide, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der A.S. Création Tapeten AG am 1. April 2002 10,04 % betrug.
- Die Lazard Frères Gestion SAS, Paris/Frankreich, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der A.S. Création Tapeten AG am 9. Juli 2021 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte erreicht hat und zu diesem Zeitpunkt 5,03 % betrug.
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Im Jahr 2021 wurde das Grundkapital der Gesellschaft von 9.000.000 € eingeteilt in 3.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien durch Einziehung von 240.000 eigener Aktien auf 8.280.000 € eingeteilt in 2.760.000 auf den Namen lautende Stückaktien herabgesetzt. Die Angaben zu den Stimmrechtsanteilen in den vorstehenden Stimmrechtsmitteilungen erfolgten teilweise auf Basis einer Gesamtzahl von 3.000.000 Stimmrechten. Auf Basis von 2.760.000 Stimmrechten hätten sich die Angaben zu den Stimmrechtsanteilen in den historischen Meldungen wie folgt dargestellt:
| Person/Gesellschaft, Sitz | Stimmrechtsanteil |
|---|---|
| Herr Franz Jürgen Schneider, Köln | 32,09 % |
| A.S. Création Tapeten-Stiftung, Gummersbach | 6,16 % |
| Summe | 38,25 % |
| Lins Wallpaper Limited, London/UK; Oleg Dzhagaev, Russland | 16,32 % |
| Frau Karin Schneider, Marienheide | 10,91 % |
| Lazard Frères Gestion, Paris/Frankreich | 5,46 % |
Anteilsbesitz
Der Anteilsbesitz stellt sich wie folgt dar:
| Nr. | Gesellschaft, Sitz | gehalten von | Anteil in % | Eigenkapital per 31.12.2024* | Jahresergebnis 2024* | Geschäftsbereich |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1. | A.S. Création Tapeten AG, Gummersbach | 61.266 T€ | -2.492 T€ | Tapete | ||
| 2. | AS Creation (UK) Limited, Merseyside/UK | Nr. 1 | 100,00 | 420 T£ | 86 T£ | Tapete |
| 3. | A.S. Création (NL) B.V., Sleeuwijk/Niederlande | Nr. 1 | 100,00 | 225 T€ | 35 T€ | Tapete |
| 4. | CREALIS S.A.S., Boves/Frankreich | Nr. 1 | 100,00 | 4.071 T€ | -336 T€ | Tapete |
| 5. | Papierspeintsdirect.com S.a.r.l., Ecully/Frankreich | Nr. 4 | 100,00 | 19 T€ | -114 T€ | Tapete |
| 6. | OOO Profistil, Novoselje/Belarus | Nr. 1 | 100,00 | 45.581 TBYN | 851 TBYN | Tapete |
| 7. | OOO A.S. Création (RUS), Moskau/Russland | Nr. 1 | 100,00 | 411 Mio. RUB | 11 Mio. RUB | Tapete |
| 8. | Indes Fuggerhaus Textil GmbH, Marienheide | Nr. 1 | 100,00 | 1.505 T€ | 33 T€ | Dekorationsstoffe |
- Eigenkapital und Jahresergebnis (Jahresüberschuss bzw. Jahresfehlbetrag) gemäß den jeweiligen landesrechtlichen Bilanzierungsvorschriften.
Konzernabschluss
Als Mutterunternehmen im Sinne des § 290 HGB ist die A.S. Création Tapeten AG zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts verpflichtet. Der Konzernabschluss der A.S. Création Tapeten AG schließt den kleinsten und größten Konzernkreis ein.
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Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Am 21. März 2024 haben Vorstand und Aufsichtsrat die letzte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben und diese auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht. Über die Entsprechenserklärung für das Geschäftsjahr 2025 wird der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 21. März 2025 beraten und Beschluss fassen. Diese wird anschließend auf der Internetseite der Gesellschaft in der Rubrik Investor Relations unter dem Punkt Corporate Governance öffentlich zugänglich gemacht.
Wichtige Ereignisse nach Abschluss des Geschäftsjahres
Berichtspflichtige Ereignisse liegen nicht vor.
Gummersbach, den 11. März 2025
A.S. Création Tapeten AG
Der Vorstand
Herder Rockenbach
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A.S. Création Tapeten AG, Gummersbach
Zusammengefasster Lagebericht für den A.S. Création Konzern und die A.S. Création Tapeten AG für das Geschäftsjahr 2024
Grundlagen des Konzerns
Allgemeines
Der A.S. Création-Konzern setzt sich aus den zwei Geschäftsbereichen zusammen: Tapeten und Dekorationsstoffe. Der Geschäftsbereich Tapeten produziert und vertreibt weltweit Tapeten und Bordüren und macht mit rund 90 % der Konzernumsätze im Jahr 2024 den größeren Anteil aus. Die Produktion der Tapeten erfolgt überwiegend in Deutschland bei der A.S. Création Tapeten AG, wobei auch die belarussische Tochtergesellschaft OOO Profistil Tapeten für den osteuropäischen Markt herstellt. Weitere Gesellschaften innerhalb des Geschäftsbereiches Tapete sind Vertriebsgesellschaften ohne eigene Produktionsstätten, die in Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden und Russland ansässig sind. Der Geschäftsbereich Dekorationsstoffe vertreibt Gardinen, Dekorationsstoffe sowie Sonnenschutzprodukte wie Plissees, Rollos und Lamellenvorhänge und hat seinen Sitz in Deutschland.
Wesentliche Steuerungskennzahlen
Die Steuerung des Konzerns orientiert sich maßgeblich an der Entwicklung des Umsatzes, des operativen Ergebnisses und der auf das operative Ergebnis bezogenen Umsatzrendite (EBIT-Marge). Sowohl im Geschäftsbereich Tapete als auch im Geschäftsbereich Dekorationsstoffe stellen Material- und Personalaufwand die größten Aufwandspositionen dar, weshalb diese Kostenarten einen erheblichen Einfluss auf das operative Ergebnis haben. Daher sind neben der EBIT-Marge auch die Kennzahlen Rohertragsmarge (Rohertrag¹ im Verhältnis zur Gesamtleistung²) und Personalaufwandsquote (Personalaufwand im Verhältnis zur Gesamtleistung) von zentraler Bedeutung für die Steuerung des Unternehmens.
Absatzmärkte
Die Hauptabsatzmärkte von A.S. Création liegen in Europa. Im Jahr 2024 entfielen 79,7 % der Brutto-Umsätze auf die EU-Länder, einschließlich Großbritannien, und 12,8 % auf osteuropäische Länder außerhalb der EU. Größter Einzelmarkt ist Deutschland mit einem Umsatzanteil von 39,4 %.
Produktportfolio
Das Produktportfolio von A.S. Création gehört zum Konsumgütersektor, da Tapeten vor allem für Renovierungen genutzt werden. Auch die Dekorationsstoffe zählen zu den Konsumgütern, da sie ebenfalls für private Haushalte bestimmt sind. A.S. Création agiert daher in Märkten, die stark von Designtrends und den Entwicklungen im privaten Konsumverhalten beeinflusst sind. Da Tapeten und Dekorationsstoffe modische und keine technischen Produkte sind, liegt der Fokus der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bei A.S. Création vor allem auf der
¹ Rohertrag: Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand
² Gesamtleistung: Umsatzerlöse +/- Veränderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen - aktivierte Eigenleistungen
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Entwicklung neuer Designs. Im Geschäftsjahr 2024 wurden dafür 1,8 Mio. € aufgewendet. Diese Aufwendungen werden jedoch nicht aktiviert, da die Voraussetzungen des IAS 38 für eine Aktivierung nicht erfüllt sind.
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen
Weltwirtschaft
Der anhaltende Krieg in der Ukraine, die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten, hohe Inflationsraten, gestiegene Kapitalmarktzinsen sowie handelspolitische Konflikte haben sich im Jahr 2024 auf das Investitionsverhalten von Unternehmen, den privaten Konsum und den Welthandel negativ ausgewirkt. In der Folge war die Wachstumsrate der Weltwirtschaft mit 3,2 % konstant (Vorjahr: 3,3 %). Auch wenn sich damit die pessimistischen Prognosen für das Jahr 2024 nicht bewahrheitet haben, stellte das zurückliegende Jahr aus konjunktureller Sicht eine Herausforderung dar. Dabei waren in den für A.S. Création relevanten Regionen sehr unterschiedliche Entwicklungen zu beobachten.
Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland
Im ersten Quartal 2024 verzeichnete das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) einen Rückgang von 0,9 % im Vergleich zum Vorjahresquartal. Während im zweiten und im dritten Quartal ein Wachstum von 0,3 % bzw. von 0,2 % erzielt wurde, sank das BIP im vierten Quartal um 0,4 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Daraus ergibt sich für das Gesamtjahr 2024 ein Rückgang des BIP um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr. Damit ist die deutsche Wirtschaft zum zweiten Mal in Folge in die Rezession gerutscht. Experten zufolge wurde eine bessere wirtschaftliche Entwicklung durch konjunkturelle und strukturelle Belastungen verhindert. Dazu zählten insbesondere hohe Energiekosten, das gestiegene Zinsniveau, das zu einer schwachen Konsumnachfrage führte, die zunehmende Konkurrenz für die deutschen Exporte sowie die allgemeine Unsicherheit über die wirtschaftliche Zukunft. Insgesamt hat sich die Prognose der Commerzbank aus dem Zwischenbericht per 30. September 2024 bestätigt.# Stimmung in der deutschen Wirtschaft
Nachdem der ifo-Geschäftsklimaindex im Oktober erstmals seit vier Monaten wieder zulegen konnte, hat sich die Stimmung der deutschen Unternehmen zum Jahresende wieder deutlich eingetrübt und fiel im Dezember so schlecht aus wie zuletzt im Frühjahr 2020 nach Ausbruch der Corona-Pandemie. Ein etwas positiveres Bild zeichneten die Einkaufsmanagerindizes, die sich zumindest stabilisiert haben. Eine kurzfristige Erholung der wirtschaftlichen Lage signalisieren sie allerdings auch noch nicht.
Konjunkturentwicklung in der Eurozone
In der Eurozone zeigt die Konjunktur Erholungstendenzen, wenngleich die Wachstumsraten in den einzelnen Ländern sehr unterschiedlich sind. Nach einem Anstieg der Wirtschaftsleistung im ersten Quartal 2024 um 0,4 % und einem weiteren Plus von 0,5 % im zweiten Quartal konnte das BIP im dritten und vierten Quartal 2024 sogar um jeweils 0,9 % gegenüber dem jeweiligen Vorjahresquartal zulegen. Für das Gesamtjahr 2024 wurde ein moderates Wachstum von 0,7 % erreicht.
In Frankreich, einem der wichtigsten Absatzmärkte für A.S. Création, ist die Wirtschaft im Gesamtjahr 2024 um 1,1 % gewachsen. Allerdings dürfte das Wachstum durch Einmaleffekte begünstigt worden sein. So haben in Frankreich die Olympischen Sommerspiele in Paris das Wirtschaftswachstum im dritten Quartal merklich erhöht. Folglich lag der Schwerpunkt der privaten Ausgaben auf dem Konsum von Freizeitdienstleistungen, sodass der Kauf von Tapeten in diesem Zeitraum eine untergeordnete Rolle spielte.
EZB-Geldpolitik und ihre Auswirkungen
Trotz weiterer Zinssenkungen durch die Europäische Zentralbank (EZB) blieben die Wachstumseffekte der Geldpolitik begrenzt. Die erhoffte Belebung von Investitionen und Bautätigkeit blieb weitgehend aus, zumal weiterhin hohe Baukosten und regulatorische Hürden belastend wirkten. Zum Jahresende lag die Inflationsrate bei 2,9 % und damit deutlich unter dem Vorjahreswert von 4,9 %. Damit nähert sich die EZB ihrem Ziel von 2,0 %.
Rohstoffpreise
Nach dem erheblichen Rückgang der Preise auf den internationalen Rohstoff- und Energiemärkten im vergangenen Jahr hat das Hamburgische WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) für das Jahr 2024 einen erneuten Rückgang der weltweiten Rohstoff- und Energiepreise auf Euro-Basis in Höhe von 4,8 % (Basis 2023=100) ermittelt. Der wesentliche Grund für diesen Rückgang waren die rückläufigen Energiepreise. Der durchschnittliche Ölpreis fiel von etwa 82 US-Dollar pro Barrel im Jahr 2023 auf rund 80 US-Dollar pro Barrel im Jahr 2024. Das entspricht einem Rückgang von etwa 2 %. Der Preis für Erdgas lag nach Angaben des HWWI 2024 um 15 % unter dem Vorjahresniveau. Entsprechend setzt sich der genannte Rückgang des HWWI-Gesamtindex im Jahr 2024 um 4,8 % aus einem Rückgang des Index der Energierohstoffe um 8,5 % und einem Anstieg des Gesamtindex ohne Energierohstoffe um 4,2 % zusammen. Trotz der gesunkenen Rohstoff- und Energiepreise liegt der HWWI-Gesamtindex des Jahres 2024 immer noch um 85,9 % über dem Niveau des Jahres 2020. Somit sind die Rohstoffpreise weiterhin deutlich höher als vor der globalen Energiekrise 2021, was sich nach wie vor preistreibend auf die Produktionskosten auswirkt.
2.2. Branchenspezifische Rahmenbedingungen
Die private Konsumnachfrage im Jahr 2024 wurde durch hohe Energiekosten und gestiegene Zinsen negativ beeinflusst. Zusätzlich führte die Unsicherheit über die weitere wirtschaftliche Entwicklung in einem Umfeld geopolitischer Krisen, insbesondere des Ukraine-Kriegs, zu einer geringen Konsumneigung. Renovierungen wurden häufig verschoben, was die Nachfrage nach Tapeten und Dekorationsstoffen negativ beeinflusste.
Geschäftsbereich Tapete
Auch wenn der internationale Tapetenverband IGI die Daten über die Entwicklung der internationalen Tapetenmärkte im Jahr 2024 noch nicht vorgelegt hat, geht der Vorstand davon aus, dass sich die für A.S. Création relevanten Tapetenmärkte im Jahr 2024 insgesamt erneut rückläufig entwickelt haben. Die ersten vorliegenden Daten einiger nationaler Tapetenverbände untermauern diese Einschätzung. So hat sich z. B. gemäß der Marktstatistik des Verbands der Deutschen Tapetenindustrie e.V. (VDT) das Marktvolumen in Deutschland im Jahr 2024 um 7,1 % gegenüber dem Vorjahr verringert. Unter diesen schwierigen Rahmenbedingungen musste der Geschäftsbereich Tapete einen Umsatzrückgang um 9,2 % von 109,4 Mio. € im Vorjahr auf 99,4 Mio. € im Berichtsjahr verkraften.
Geschäftsbereich Stoffe
Vom Verband der Deutschen Heimtextilien-Industrie e. V. liegen noch keine Zahlen für das Gesamtjahr 2024, sondern lediglich für das erste Halbjahr 2024 vor. Demnach haben sich die Umsätze der Verbandsmitglieder im Bereich der Dekorationsstoffe und Gardinen, d. h. in den Produktgruppen, in denen der Geschäftsbereich Dekorationsstoffe von A.S. Création seinen Umsatzschwerpunkt hat, im ersten Halbjahr 2024 um 14,9 % gegenüber dem Vorjahr reduziert. Die Branchenentwicklung im zweiten Halbjahr 2024 wird sich aufgrund der anhaltenden Kaufzurückhaltung voraussichtlich ähnlich darstellen. In diesem Marktumfeld konnte der Geschäftsbereich Dekorationsstoffe dennoch das Umsatzniveau aus dem Vorjahr von 11,9 Mio. € auf 12,1 Mio. € im Berichtsjahr um 1,7 % ausbauen.
2.3. Überblick über den Geschäftsverlauf
Auf Basis der Prognosen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung für das Jahr 2024 ist der Vorstand in seiner Planung für 2024 von einem weiteren Geschäftsjahr ausgegangen, das durch ein für A.S. Création nachteiliges konjunkturelles Umfeld und eine schwache Konsumnachfrage geprägt sein wird. Die Geschäftsentwicklung im Verlauf des Jahres 2024 hat diese Einschätzung bestätigt. In diesem negativen Marktumfeld mussten Branchen, die während Corona beispielsweise stark vom Trend des Rückzugs in das eigene Zuhause und vermehrten - teils vorgezogenen - Renovierungstätigkeiten profitiert haben, deutliche Umsatzeinbußen erleiden. Dazu gehörte auch der Tapetenmarkt. Nennenswerte positive Impulse aus dem Neubau fehlten aufgrund der schwachen Baukonjunktur ebenfalls. Unter diesen Rahmenbedingungen hatte der Vorstand im Konzernabschluss 2023 eine Prognose für den Konzernumsatz, das bereinigte operative Ergebnis sowie das bereinigte Ergebnis nach Steuern veröffentlicht. Während im ersten Halbjahr die Erreichung der Ergebnisprognose noch erreichbar schien, hat sich die Entwicklung im dritten Quartal deutlich verschlechtert. Auch für das vierte Quartal konnte der Vorstand nicht mit einem verbesserten Umsatzniveau rechnen. Daher hatte der Vorstand die ursprüngliche Prognose im Zwischenbericht zum 30. September 2024 nach unten korrigiert. Die Ist-Zahlen des Jahres 2024 haben die angepasste Prognose bestätigt und liegen erfreulicherweise am oberen Ende der prognostizierten Bandbreite. Dennoch ist das Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres aus Sicht des Vorstands enttäuschend.
| (in Mio. €) | Prognose (aus 2023) | Angepasste Prognose (Sep. 2024) | Ist 2024 |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 110 bis 130 | 107,5 bis 112,5 | 111,3 |
| Operatives Ergebnis* | -1,0 bis +3,0 | -3,5 bis -2,5 | -2,6 |
| Ergebnis nach Steuern* | -1,0 bis +2,0 | -3,0 bis -2,0 | -2,0 |
*bereinigt um Sondereffekte wie z. B. Abschreibungen auf den Geschäfts- und Firmenwert, Kosten für Abfindungen und Restrukturierungen, Währungseffekte
3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
3.1. Ertragslage
3.1.1. Entwicklung der wesentlichen Steuerungsgrößen
Umsatzentwicklung
A.S. Création war im Geschäftsjahr 2024 mit schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in seinen wesentlichen Absatzmärkten konfrontiert. Insbesondere die anhaltend schwache wirtschaftliche Lage in der Europäischen Union und Großbritannien, auf die rund 80 % der Konzernumsätze entfallen, wirkte sich negativ auf die Nachfrage nach Tapeten und Dekorationsstoffen aus. Unter diesen herausfordernden Bedingungen verzeichnete A.S. Création im Geschäftsjahr 2024 einen Rückgang der Konzernumsätze um 9,9 Mio. € bzw. 8,2 %, von 121,2 Mio. € im Vorjahr auf 111,3 Mio. € im Berichtszeitraum. Die ursprünglich erwartete Stabilisierung in den typischerweise umsatzstärkeren Herbstmonaten konnte den Rückgang nicht kompensieren. Während der Umsatz im ersten Quartal um 9,5 % und im zweiten Quartal um 5,4 % sank, belief sich der Rückgang im dritten und vierten Quartal auf 8,6 % bzw. 8,8 %. Zusätzlich belasteten Wechselkursveränderungen den Konzernumsatz. Insbesondere die Abwertung des russischen und belarussischen Rubels gegenüber dem Euro führte zu negativen Währungseffekten. Ohne diese Wechselkursveränderungen hätte der Umsatzrückgang 8,4 Mio. € bzw. 6,9 % betragen.
| (in Mio. €) | 2022 | 2023 | 2024 |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 134,0 | 121,2 | 111,3 |
| Veränderung in % | -8,0 % | -9,5 % | -8,2 % |
Umsatzentwicklung nach Geschäftsbereichen
Während die Umsätze im Geschäftsbereich Tapete mit 99,4 Mio. € um 9,2 % bzw. 10,0 Mio. € hinter dem Vorjahreswert von 109,4 Mio. € zurückblieben, konnte der Geschäftsbereich Dekorationsstoffe seine Umsätze von 11,9 Mio. € im Vorjahreszeitraum um 0,2 Mio. € bzw. 1,7 % auf 12,1 Mio. € im Berichtszeitraum erhöhen. Der Anteil des Geschäftsbereichs Dekorationsstoffe an den Konzernumsätzen ist folglich von 9,8 % im Vorjahr auf 10,8 % im Berichtszeitraum angestiegen.
Die Umsatzanalyse zeigt, dass beide Geschäftsbereiche von A.S. Création von der schwachen privaten Konsumneigung im Jahr 2024 betroffen waren. In einem Umfeld, das durch eine anhaltend schwache Konjunktur, zurückhaltende private Konsumausgaben sowie hohe Inflationsraten gekennzeichnet war, wurden nicht notwendige Ausgaben, zu denen vielfach auch Renovierungen zählen, verschoben. Die Nachwirkungen der Corona-Pandemie, in der viele Renovierungsprojekte vorgezogen wurden, waren ebenso spürbar wie die insgesamt verhaltene Kaufbereitschaft der Verbraucher.# Trotz einer Vielzahl neuer Kollektionen mit regulären Tapeten und dem Ausbau des Angebots an großformatigen Wandmotiven, innovativen Produktkonzepten und dem Ausbau des Online-Sortiments konnte sich A.S. Création diesem allgemeinen Nachfragerückgang nicht entziehen.
Umsatzentwicklung nach Regionen im Geschäftsjahr 2024
Die regionale Umsatzentwicklung zeigt, dass in allen Märkten Umsatzeinbußen verzeichnet wurden, die jedoch unterschiedlich stark ausfielen.
Europäische Union und Großbritannien
In Deutschland sanken die Brutto-Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um 3,8 % von 51,0 Mio. € auf 49,1 Mio. €. Deutlich stärker fiel der Rückgang in den übrigen Ländern der Europäischen Union sowie in Großbritannien aus. Dort reduzierten sich die Brutto-Umsätze um 6,8 % von 53,9 Mio. € auf 50,3 Mio. €, was maßgeblich auf die schwache Nachfrage in Frankreich zurückzuführen ist. Insgesamt verzeichnete A.S. Création in der gesamten EU zuzüglich Großbritanniens im Jahr 2024 einen Umsatzrückgang von 5,3 %.
Osteuropäische Länder außerhalb der EU
In den osteuropäischen Ländern außerhalb der EU belief sich der Umsatz im Berichtszeitraum auf 15,9 Mio. €, nach 18,5 Mio. € im Vorjahr. Der größte Teil dieses Umsatzes resultierte aus dem Verkauf von Tapeten aus der belarussischen Produktion, während der Absatz von Tapeten aus deutscher Produktion in dieser Region nur eine untergeordnete Rolle spielte. Der Umsatzrückgang in dieser Region um 2,6 Mio. € bzw. 13,6 % war hauptsächlich auf die schwache Nachfrage aus Russland sowie die Abwertung des russischen und belarussischen Rubels gegenüber dem Euro zurückzuführen. Bereinigt um Wechselkursveränderungen hätte der Rückgang der Brutto-Umsätze lediglich 1,0 Mio. € bzw. 5,7 % betragen.
Sonstige internationale Märkte
Das Umsatzniveau in den übrigen Ländern außerhalb West- und Osteuropas verringerte sich im Geschäftsjahr 2024 von 10,3 Mio. € auf 9,3 Mio. €, was einem Rückgang von 1,0 Mio. € bzw. 9,8 % entspricht.
Anteil der Regionen am Gesamtumsatz
Der Umsatzschwerpunkt von A.S. Création lag im Berichtszeitraum weiterhin in der Europäischen Union und Großbritannien, auf die 79,7 % der Konzernumsätze entfielen (Vorjahr: 78,5 %). Die osteuropäischen Länder außerhalb der EU trugen 12,8 % zum Gesamtumsatz bei (Vorjahr: 13,8 %), während die übrigen internationalen Märkte einen Anteil von 7,5 % erreichten (Vorjahr: 7,7 %).
Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass ein besseres Umsatzniveau durch die anhaltend schwache Konsumnachfrage verhindert wurde und die Umsatzentwicklung dementsprechend enttäuschend ausgefallen ist.
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Rohertrag
Ein zentrales Ziel im Berichtsjahr war die nachhaltige Verbesserung der Rohertragsmarge auf ein gesundes Niveau von über 50 %. Mit einem Anstieg um 1,9 %-Punkte von 48,8 % im Vorjahr auf 50,7 % im Berichtszeitraum wurde dieses Ziel erreicht. Während die Marge zu Beginn des Jahres bei 50,2 % lag, stieg sie im vierten Quartal 2024 sogar auf 55,6 % (Vorjahr: 51,0 %). Diese positive Entwicklung ist vor allem auf Effizienzsteigerungen in der Produktion sowie den Ausbau des margenstärkeren E-Commerce-Geschäfts zurückzuführen. Dennoch reichte der erzielte Rohertrag nicht aus, um ein ausgeglichenes Ergebnis zu erreichen.
Personalaufwand
Der Personalaufwand erhöhte sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,2 Mio. € auf 34,3 Mio. € und die Personalaufwandsquote ist von 28,7 % im Vorjahr auf 30,8 % im Berichtszeitraum gestiegen. Ursächlich dafür waren vor allem Kosten für Freistellungen und Abfindungen in Höhe von 1,0 Mio. €. Bereinigt um diese Sondereffekte lag der Personalaufwand bei 33,3 Mio. € im Vergleich zum bereinigten Vorjahreswert von 33,9 Mio. €, was einen Rückgang um 0,6 Mio. € bedeutete. Trotz dieses Rückgangs stieg die bereinigte Personalaufwandsquote aufgrund der schwächeren Umsatzentwicklung auf 29,9 % (Vorjahr: 28,6 %) und wird vom Vorstand weiterhin als zu hoch betrachtet.
Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick zu der Entwicklung der für den Konzern wesentlichen Steuerungsgrößen:
| (in Mio. €) | 2022 | 2023 | 2024 |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 134,0 | 121,2 | 111,3 |
| Veränderung in % | -8,0 % | -9,5 % | -8,2 % |
| Rohertrag | 61,3 | 58,0 | 56,4 |
| Rohertragsmarge in % | 45,8 % | 48,8 % | 50,7 % |
| Personalaufwand* | 36,2 | 33,9 | 33,3 |
| Personalaufwandsquote* in % | 27,1 % | 28,6 % | 29,9 % |
*bereinigt um Kosten für Abfindungen und Freistellungen
Neben den wesentlichen Steuerungsgrößen haben die Abschreibungen sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen als weitere Posten aus der Gewinn- und Verlustrechnung Einfluss auf die Ertragslage des Konzerns.
Abschreibungen
Die Abschreibungen erhöhten sich im Berichtszeitraum auf 7,2 Mio. € (Vorjahr: 4,9 Mio. €). Dieser Anstieg resultierte insbesondere aus einer außerplanmäßigen Abschreibung auf den Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von 2,6 Mio. €. Aufgrund einer geringeren Investitionstätigkeit konnten die planmäßigen Abschreibungen hingegen um 0,3 Mio. € auf 4,6 Mio. € gesenkt werden.
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Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die um den Sondereffekt der Rückstellung für Drohverluste (1,0 Mio. €) bereinigten sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 0,5 Mio. € auf 22,9 Mio. €, was vor allem auf höhere Marketingausgaben (E-Commerce und Messeauftritte) sowie höhere Lizenzgebühren zurückzuführen ist. Ein Anstieg in größerem Ausmaß wurde durch die seit Mitte 2024 verstärkte und konsequent betriebene Kostendisziplin verhindert.
3.1.2. Ergebnisentwicklung
A.S. Création verzeichnete im Berichtsjahr einen operativen Verlust von -7,3 Mio. €, im Vergleich zu einem operativen Verlust von -2,1 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Die Umsatzrendite bezogen auf das operative Ergebnis lag bei -6,5 % (Vorjahr: -1,7 %).
Operatives Ergebnis
Bei der Betrachtung der operativen Ergebnisse der abgelaufenen Geschäftsjahre sind folgende Sonderfaktoren zu berücksichtigen:
| (in Mio. €) | 2022 | 2023 | 2024 |
|---|---|---|---|
| Operatives Ergebnis | -8,6 | -2,1 | -7,3 |
| +/- Währungsverluste/-gewinne | +0,1 | +0,2 | +0,1 |
| + Restrukturierungsaufwand | +4,2 | +0,2 | 0,0 |
| + Abfindungen und Freistellungs- kosten* | 0,0 | 0,0 | +1,0 |
| + Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte | +0,4 | 0,0 | +2,6 |
| + Rückstellung für drohende Verluste | 0,0 | 0,0 | +1,0 |
| Operatives Ergebnis (bereinigt) | -3,9 | -1,7 | -2,6 |
*andere als Restrukturierung
Währungseffekte
Im Geschäftsjahr 2024 wurden lediglich umrechnungsbedingte Währungsverluste von -0,1 Mio. € verzeichnet (Vorjahr: -0,2 Mio. €). Zur Wahrung der Ausweisstetigkeit werden diese Effekte jedoch weiterhin bei der Berechnung der bereinigten Ergebnisgrößen eliminiert.
Abfindungen und Freistellungskosten
Im März 2024 wurde der Vorstand auf zwei Mitglieder reduziert. Daraus resultierten Kosten für Freistellung von 0,2 Mio. €. Aufgrund der rückläufigen Umsätze wurden unterjährig weitere Personalmaßnahmen zur Optimierung der Personalstruktur ergriffen und weitestgehend im September 2024 umgesetzt. In diesem Zusammenhang sind Kosten für Abfindungen und Freistellungen in Höhe von 0,8 Mio. € entstanden.
Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte
Aufgrund der per 30. September 2024 erkennbaren Planverfehlung und der daraus resultierenden negativen Ergebnisentwicklung – insbesondere in den Märkten Deutschland
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und Frankreich – wurde unterjährig ein Wertminderungstest der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Tapete West durchgeführt. Auch wenn zum damaligen Zeitpunkt davon ausgegangen werden konnte, dass sich die Ergebnissituation in 2025ff. aufgrund der eingeleiteten und geplanten Maßnahmen verbessern und die Gewinnzone erreicht werden könne, rechtfertigten die vorläufigen Planzahlen den Ansatz des Geschäfts- und Firmenwertes in der bisherigen Höhe nicht. Folglich ergab sich ein Wertminderungsbedarf in Höhe von 2,6 Mio. €. Die erneute Werthaltigkeitsüberprüfung per 31. Dezember 2024 ergab keinen weiteren Wertberichtigungsbedarf.
Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften
Im Rahmen der detaillierten Überprüfung aller großen Investitionsprojekte wurde Ende des Jahres 2024 von Vorstand undAufsichtsrat beschlossen, bei der Einführung eines neuen ERP- Systems auf eine kostengünstigere und den Anforderungen des Unternehmens gerechter werdende Alternative umzustellen. Vor diesem Hintergrund musste eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften in Höhe von 1,0 Mio. € gebildet werden.
Bereinigt um die beschriebenen Sondereffekte erzielte A.S. Création in dem Berichtsjahr 2024 ein bereinigtes operatives Ergebnis von -2,6 Mio. €. Im Vorjahreszeitraum lag dieser Wert bei -1,7 Mio. €.
| (in Mio. €) | 2022 | 2023 | 2024 |
|---|---|---|---|
| Operatives Ergebnis | -8,6 | -2,1 | -7,3 |
| Operatives Ergebnis (bereinigt) | -3,9 | -1,7 | -2,6 |
Ergebnis nach Steuern
Das Ergebnis nach Steuern wies einen Verlust von -6,0 Mio. € aus (Vorjahr: -1,4 Mio. €). Nach Berücksichtigung der steuerlichen Auswirkungen der Sondereffekte betrug das bereinigte Ergebnis nach Steuern -2,0 Mio. €.
| (in Mio. €) | 2022 | 2023 | 2024 |
|---|---|---|---|
| Ergebnis nach Steuern | -5,4 | -1,4 | -6,0 |
| Ergebnis nach Steuern (bereinigt) | -2,1 | -1,1 | -2,0 |
Insgesamt ist die Entwicklung des Ergebnisses für den Vorstand nicht zufriedenstellend. Die aktuellen Entwicklungen zeigen jedoch, dass die grundsätzliche Strategie und die definierten strategischen Routen eine solide Basis für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens darstellen. Die ersten positiven Effekte sind sichtbar, die Rückkehr in die Gewinnzone wurde jedoch durch die anhaltend negative Konsumstimmung gebremst.
3.1.3. Gewinnverwendung
Aufgrund des erneuten Verlustes im Berichtsjahr wird vorgeschlagen, keine Dividende für das Geschäftsjahr 2024 auszuschütten.
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3.2. Finanz- und Vermögenslage
3.2.1. Investitionen
| (in Mio. €) | 2022 | 2023 | 2024 |
|---|---|---|---|
| Investitionen | 2,9 | 3,3 | 2,1 |
| Abschreibungen | 6,1 | 4,9 | 4,6* |
*ohne Sondereffekt der Abschreibung auf den Geschäfts- und Firmenwert
Das Investitionsvolumen lag im Geschäftsjahr 2024 mit 2,1 Mio. € um 1,2 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 3,3 Mio. €. Rund 30 % der gesamten Investitionssumme entfällt auf die im Jahr 2024 vollständig abgeschlossene Modernisierung der Lagersoftware und des Hochregallagers.# Die weiteren Investitionen des Geschäftsjahres 2024 waren, wie im Vorjahr, überwiegend durch Ersatz- und Modernisierungsinvestitionen sowie durch die Investitionen in Druckwerkzeuge für neue Tapetenkollektionen geprägt. Zum Bilanzstichtag bestanden finanzielle Verpflichtungen aus Bestellungen von Investitionen in Höhe von 1,6 Mio. € (Vorjahr: 1,9 Mio. €).
3.2.2. Kapitalflussrechnung und Nettofinanzverschuldung
A.S. Création verzeichnete im Geschäftsjahr 2024 einen Cash-flow aus betrieblicher Tätigkeit in Höhe von 0,6 Mio. € (Vorjahr: 3,8 Mio. €). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum resultierte im Wesentlichen aus dem operativen Verlust.
| (in Mio. €) | 2022 | 2023 | 2024 |
|---|---|---|---|
| Cash-flow aus betrieblicher Tätigkeit | 0,0 | 3,8 | 0,6 |
Das sinkende Umsatzniveau in Kombination mit einer konstanten Höhe der Forderungen führte zu einer leichten Verschlechterung der rechnerischen Außenstandsdauer der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 57 Tage (Vorjahr: 56 Tage). Da sich das Vorratsvermögen gegenüber dem Vorjahr nicht wesentlich verändert hat, zeigt sich die rechnerische Umschlagshäufigkeit der Vorräte mit 3,6 mal pro Jahr (Vorjahr: 3,6 mal pro Jahr) unverändert auf dem Niveau des Vorjahres. Im Gegensatz zum Vorjahr war der Cash-flow aus betrieblicher Tätigkeit mit 0,6 Mio. € im Berichtsjahr nicht ausreichend, um die Investitionen in Höhe von 2,1 Mio. € zu finanzieren. Aus Sicht des Vorstands gilt es, die gesunkene Innenfinanzierungskraft im nächsten Jahr wieder zu erhöhen. Das negative Ergebnisniveau bildet keine ausreichende Basis, um den Finanzmittelbedarf zu decken. In der Folge hat sich die Nettoanlageposition (Differenz aus flüssigen Mitteln und verzinslichen Finanzverbindlichkeiten) von 6,4 Mio. € per 31. Dezember 2023 um 2,3 Mio. € auf 4,1 Mio. € per 31. Dezember 2024 reduziert. Per Saldo ist A.S. Création somit am Bilanzstichtag nicht verschuldet, sondern die liquiden Mittel übersteigen die Finanzverbindlichkeiten. Die Nettoanlageposition per 31. Dezember 2024 setzt sich aus Seite 10 liquiden Mitteln in Höhe von 15,6 Mio. € und verzinslichen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 11,5 Mio. € zusammen. Diese Liquiditätsausstattung in Kombination mit dem überwiegend langfristigen Charakter der Finanzverbindlichkeiten unterstreicht die aus Sicht des Vorstands solide Finanzstruktur von A.S. Création.
3.2.3. Bilanzstruktur
Zum 31. Dezember 2024 belief sich die Bilanzsumme der A.S. Création auf 104,9 Mio. € (Vorjahr: 112,3 Mio. €). Der überwiegende Anteil entfiel mit 81,9 % (Vorjahr: 80,9 %) auf Sachanlagen, Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel. Die in der Konzernbilanz ausgewiesenen immateriellen Vermögenswerte, einschließlich der Geschäfts- und Firmenwerte, hatten dagegen eine untergeordnete Bedeutung. Ihr Anteil an der Bilanzsumme lag zum Stichtag bei lediglich 6,0 % (Vorjahr: 8,3 %) und entsprach 9,6 % (Vorjahr: 12,9 %) des bilanziellen Eigenkapitals. Die konservativen Finanzierungsgrundsätze von A.S. Création sind durch tendenziell langfristige Finanzierungen mit Festzinssätzen sowie durch Tilgungen während der Kreditlaufzeit gekennzeichnet und haben sich in den zurückliegenden schwierigen Jahren bewährt. Zum 31. Dezember 2024 betrug das Eigenkapital von A.S. Création 65,9 Mio. € (Vorjahr: 72,4 Mio. €). Dies entspricht einer Eigenkapitalquote von 62,8 % (Vorjahr: 64,5 %). Der Vorstand betrachtet diese Quote weiterhin als überdurchschnittlich. Eigenkapital und langfristiges Fremdkapital reichen nach wie vor aus, um die langfristig gebundenen Vermögenswerte zu finanzieren. Das entsprechende Verhältnis lag zum Stichtag bei 230,4 % (Vorjahr: 236,5 %) und bleibt damit auf einem sehr hohen Niveau. Das eingesetzte Kapital (Capital Employed = Eigenkapital + verzinsliche Finanzverbindlichkeiten langfristige Rückstellungen + ./. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht reduziert, was sich grundsätzlich positiv auf die Kapitalrentabilität von A.S. Création auswirkt. Dieser Effekt wurde jedoch vom negativen operativen Ergebnis überlagert, sodass der Return on Capital Employed (ROCE; operatives Ergebnis im Verhältnis zum durchschnittlich eingesetzten Kapital) im Berichtszeitraum mit -9,8 % deutlich unter dem Vorjahreswert von -2,7 % lag. Der Vorstand beurteilt die Vermögens- und Finanzlage der A.S. Création weiterhin als gut. In den zurückliegenden Jahren, in denen die Ertragslage von A.S. Création phasenweise stark belastet wurde, hat sich die große Bedeutung einer soliden Finanzlage für die Stabilität und die Zukunftsfähigkeit des Konzerns bestätigt. Seite 11
4. Wesentliche nicht-finanzielle Themen
4.1. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
| (Vollzeitäquivalente im Jahres-Durchschnitt) | 2022 | 2023 | 2024 |
|---|---|---|---|
| Angestellte | 350 | 327 | 322 |
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 362 | 316 | 304 |
| Auszubildende | 42 | 41 | 41 |
| Mitarbeiter | 754 | 684 | 667 |
Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2024 waren in dem A.S. Création-Konzern 667 Personen (Vorjahr: 684 Personen) beschäftigt. Mit durchschnittlich 453 Personen bzw. 67,9 % (Vorjahr: 459 Personen bzw. 67,1 %) ist die Mehrzahl der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei inländischen Konzerngesellschaften beschäftigt. Dem Abbau der Beschäftigtenzahl um 17 Personen bzw. um 2,5 % stand im Berichtsjahr ein Rückgang der Konzernumsätze um 8,2 % gegenüber. Entsprechend hat sich die Mitarbeiterproduktivität im Geschäftsjahr 2024 verschlechtert. Der Umsatz pro Mitarbeiter belief sich im Berichtsjahr auf 167 T€ (Vorjahr: 177 T€). Der Rückgang der durchschnittlichen Beschäftigtenzahl im Berichtsjahr um 17 Personen ist auf die Entwicklung in den folgenden Gesellschaften zurückzuführen:
A.S. Création Tapeten AG
Die anhaltend rückläufige Marktentwicklung im Jahr 2024 machte eine weitergehende Anpassung der Unternehmensorganisation erforderlich. Es wurde deutlich, dass die in den Jahren 2022 und 2023 eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen nicht ausreichten, um die Organisationsstruktur an das gesunkene Umsatzniveau anzupassen. Daher waren im Berichtszeitraum zusätzliche Einsparungen im Personalbereich notwendig. Auch wenn die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Jahr 2024 bei 386 Personen (Vorjahr: 394) und damit leicht unter dem Vorjahreswert lag, spiegelt sich die vollständige Wirkung der ab September 2024 umgesetzten Personalmaßnahmen in den Mitarbeiterzahlen 2024 noch nicht vollumfänglich wider.
Crealis S.A.S.
Aufgrund der rückläufigen Marktentwicklung wurde bei der französischen Gesellschaft CREALIS S.A.S. durch erneute Personalmaßnahmen die durchschnittliche Beschäftigtenzahl von 68 im Vorjahr auf 62 Personen im Berichtsjahr weiter reduziert.
OOO Profistil
Auch bei der OOO Profistil wurde die Mitarbeiterzahl aufgrund der rückläufigen Auslastung der Produktion im Berichtszeitraum verringert, sodass die durchschnittliche Beschäftigtenzahl im Vergleich zum Vorjahr von 126 auf 122 Personen sank.
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Die restlichen Konzerngesellschaften haben im Vergleich zum Vorjahr im Jahresdurchschnitt insgesamt einen Mitarbeiter aufgebaut.
Ausbildung
Trotz der andauernden schwierigen Rahmenbedingungen wurde im Geschäftsjahr 2024 das traditionell starke Engagement von A.S. Création in der betrieblichen Ausbildung im Vergleich zum Vorjahr kaum verändert. Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2024 waren 41 (Vorjahr: 41) junge Leute in einem der 12 Berufsfelder beschäftigt, in denen A.S. Création eine betriebliche Ausbildung anbietet. Die Ausbildungsquote (Anzahl der Auszubildenden bezogen auf die inländischen Beschäftigten) lag im Berichtsjahr unverändert bei 9,0 % (Vorjahr: 9,0 %). Der Vorstand ist überzeugt, dass die Aus- und Weiterbildung der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen wesentlichen Erfolgsfaktor für die zukünftige Entwicklung von A.S. Création darstellt.
4.2. Nachhaltigkeitsberichterstattung
Über den zusammengefassten nichtfinanziellen Konzernbericht gem. § 315b Abs. 2 HGB i.V.m. § 289b und § 289c HGB wird der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 21. März 2025 beraten und Beschluss fassen. Dieser Bericht wird anschließend auf der Internetseite der Gesellschaft in der Rubrik Nachhaltigkeit öffentlich zugänglich gemacht.
5. Wichtige Ereignisse im Geschäftsjahr 2024
Zum neuen Vorstandsvorsitzenden ab dem 1. Januar 2024 hat der Aufsichtsrat Tim Herder (Vorstand Vertrieb und Marketing) ernannt. Im März 2024 hat der Aufsichtsrat vor dem Hintergrund der rückläufigen Umsätze und der Kostensenkungsmaßnahmen beschlossen, den Vorstand auf zwei Mitglieder zu verkleinern und zukünftig auf ein eigenständiges Vorstandsressort Produktion und Logistik zu verzichten. Antonios Suskas hatte dem Aufsichtsrat bereits im Vorfeld mittgeteilt, dass er aus persönlichen Gründen für eine weitere Amtszeit nicht zur Verfügung steht. Folglich ist Antonios Suskas in beiderseitigem Einvernehmen zum 21. März 2024 aus dem Vorstand ausgeschieden. Tim Herder ist seit dem 22. März 2024 für die Bereiche Marketing, Vertrieb, Produktion und Logistik zuständig. Maik Krämer (Vorstandsvorsitzender bis zum 31. Dezember 2023 und verantwortlich für Finanzen und Controlling) ist planmäßig per 31. Mai 2024 aus dem Vorstand ausgeschieden. Als Nachfolger ist Michael Rockenbach ab dem 1. Mai 2024 als Mitglied in den Vorstand der A.S. Création Tapeten AG berufen worden. Seit dem 01. Juni 2024 verantwortet er die Bereiche Finanzen, IT, Einkauf und Personal. Der seit 2021 amtierende Aufsichtsratsvorsitzende Jörn Kämper ist aus persönlichen Gründen zum 31. Juli 2024 aus dem Aufsichtsrat der A.S. Création Tapeten AG ausgeschieden. Die Aufsichtsratsmitglieder Jochen Müller (seit 2014) und Dr. Volker Hues (seit 2015) hatten bereits mitgeteilt, dass sie für die reguläre Neuwahl der Anteilseignervertreter im Mai 2025 nicht zur Verfügung stehen würden, da sie aufgrund ihrer langjährigen Zugehörigkeit bei einer weiteren Amtsperiode nicht mehr unabhängige Aufsichtsratsmitglieder im Sinne des Deutschen Corporate Governance Kodex gewesen wären.# Um eine strukturelle Neubesetzung im Aufsichtsrat zu ermöglichen
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sind beide zeitgleich mit Jörn Kämper zum 31. Juli 2024 ausgeschieden. Zum 01. August 2024 sind Manfred Bender, ehemaliger CEO unter anderem der Pfeiffer Vacuum Technology AG und der PVA TePla AG, Rechtsanwalt Dr. Norbert Bröcker sowie Unternehmer Jens Hohenbild als Vertreter der Anteilseigner in den Aufsichtsrat eingetreten. Herr Dr. Bröcker hat den Vorsitz im Aufsichtsrat übernommen.
6. Chancen- und Risikobericht
6.1. Chancenmanagement
Das Produktportfolio von A.S. Création lässt sich dem Konsumsektor zuordnen, da Tapeten überwiegend zu Renovierungszwecken verwendet werden. Ebenso zählen die Dekorationsstoffe aufgrund ihrer Verwendung zu den Konsumgütern. A.S. Création agiert somit auf Konsumgütermärkten, die durch die allgemeine Entwicklung der privaten Konsumausgaben und des Käuferverhaltens beeinflusst werden. Daneben hängt die Nachfrage nach den modischen Produkten Tapete und Dekorationsstoffe von den jeweils vorherrschenden Farb- und Designtrends ab.
Versteht man mögliche künftige Entwicklungen oder Ereignisse, die einen positiven Einfluss auf den Geschäftsverlauf von A.S. Création haben können, als Chancen, so ist es für den Erfolg des Unternehmens wesentlich, solche Chancen rechtzeitig zu erkennen und zu nutzen. Dieses sogenannte Chancenmanagement liegt bei A.S. Création in der Verantwortung der Geschäftsführungen der Konzerngesellschaften.
Die verschiedenen Tapeten- und Dekorationsstoffmärkte weisen landesspezifische Besonderheiten hinsichtlich der jeweiligen Farb- und Designtrends, hinsichtlich der Bedeutung der verschiedenen Distributionskanäle, über welche die Produkte vertrieben werden, sowie hinsichtlich der Konsolidierungsphase, in der sich der Markt befindet, auf. Entsprechend können sich Chancen in den verschiedenen Märkten in sehr unterschiedlichen Formen zeigen. Daher hat A.S. Création kein standardisiertes weltweites Chancenmanagementsystem installiert. Das ist aus Sicht des Vorstands auch nicht notwendig, da aufgrund der einfachen und übersichtlichen Konzernstruktur von A.S. Création sowie der direkten Berichtswege Informationen über erkannte Chancen, die konzernweit von Bedeutung sein könnten, zeitnah an den Vorstand kommuniziert werden.
Aus Sicht des Vorstands liegen grundsätzliche Chancen für A.S. Création in dem Charakter des Produktportfolios. Tapeten und Dekorationsstoffe lassen sich dem Mode- und Lifestylesegment zuordnen. Darüber hinaus entsprechen sie zu beobachtenden (Mega-)Trends, wie z. B. der Individualisierung und der Rückbesinnung auf das eigene Zuhause. Durch die kontinuierliche Weiterentwicklung des eigenen Sortiments und die zunehmende Nutzung der Digitaldrucktechnologie sollen diese Chancen genutzt werden.
Da Tapeten und Dekorationsstoffe in Innenräumen verwendet werden, sieht A.S. Création den Trend zu mehr Nachhaltigkeit als weitere Chance für das Unternehmen. Mit "GREEN STEPS – Our path to a greener future“ hat A.S. Création ein klares Leitbild und eine ambitionierte Mission, das Unternehmen in den als wesentlich definierten Belangen in ein nachhaltiges Unternehmen zu transformieren und damit die eigene Wettbewerbsposition zu verbessern und die Attraktivität als Arbeitgeber zu steigern. Die definierten Maßnahmen werden schrittweise umgesetzt und über den Stand der Umsetzung wird jährlich im Nachhaltigkeitsbericht transparent berichtet.
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Die steigende Nachfrage nach besonderen Tapeten und Dekorationsstoffen zu Lasten der Nachfrage nach Massenprodukten, die fortschreitende Reduzierung der Bestände im stationären Handel und die wachsende Bedeutung des Online-Handels sind nur einige Beispiele für die großen Veränderungen, die sich auf das Geschäftsmodell von A.S. Création auswirken. Die konsequente Anpassung der internen Prozesse und Kostenstrukturen an die veränderten Rahmenbedingungen bietet insbesondere für die A.S. Création Tapeten AG in Deutschland die Chance, die Ertragslage wieder deutlich zu verbessern. Mit den bereits umgesetzten Investitionen in die Logistik sowie der Reorganisation der Produktion am Standort Wiehl, einem umfassenden Modernisierungsprogramm für die Produktionsanlagen sowie der grundlegenden Modernisierung und Harmonisierung der IT-Systeme soll diese Verbesserung erreicht werden.
6.2. Wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems
6.2.1. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem
Neben den Chancen ist jedes unternehmerische Handeln zwangsläufig mit Risiken verbunden. Diese Risiken lassen sich grundsätzlich in externe Risiken, wie z. B. eine Änderung rechtlicher Vorschriften, und in interne Risiken, wie z. B. das Liquiditätsrisiko, unterteilen.
In ihrer Firmengeschichte hat A.S. Création immer wieder ihren verantwortungsbewussten Umgang mit dem unternehmerischen Risiko bewiesen. Das implementierte Risikomanagementsystem bildet die Basis für diesen verantwortungsbewussten Umgang mit Risiken, indem Risiken frühzeitig identifiziert, analysiert und bewertet und darauf aufbauend Maßnahmen zum Umgang mit diesen Risiken definiert und umgesetzt werden.
- Die Risikoidentifikation und -analyse erfolgt bei A.S. Création im Rahmen eines strukturierten Prozesses, der durch den Vorstand Finanzen verantwortet wird. Im Herbst eines jeden Jahres erfolgt die grundsätzliche Überprüfung und Aktualisierung der Risikoanalyse für die A.S. Création Tapeten AG. Hieran sind der gesamte Vorstand sowie die erste Führungsebene der A.S. Création Tapeten AG beteiligt. Die von den Beteiligten identifizierten Risiken sowie deren Bewertung des Schadensausmaßes und der Eintrittswahrscheinlichkeit werden erörtert und in einer abgestimmten Übersicht der wesentlichen Risiken zusammengefasst.
- Im Oktober und November eines jeden Jahres finden die Gespräche über die Planungen der kommenden beiden Geschäftsjahre zwischen dem Vorstand der A.S. Création Tapeten AG und den jeweiligen Geschäftsführungen der Konzerngesellschaften statt. In diesen sogenannten Planungsrunden werden standardmäßig auch die wesentlichen Risiken, welche die Geschäftsführungen für ihre Gesellschaften identifiziert haben, behandelt. Auf diese Weise erhält der Vorstand einen Überblick, ob aus den Landesgesellschaften zusätzliche Risiken resultieren, die nicht bereits in der Risikoübersicht der A.S. Création Tapeten AG enthalten sind. Damit ergibt sich ein umfassendes Bild der wesentlichen, in dem A.S. Création-Konzern identifizierten Risiken.
- Die Bewertung der identifizierten, potenziellen Risiken wird bei A.S. Création im ersten Schritt durch die Führungskräfte nach den beiden Kriterien „Eintrittswahrscheinlichkeit“ und „Schadensausmaß“ vorgenommen. Hierbei erfolgt die Bewertung des Schadensausmaßes anhand der Attribute „tragbar“, „hoch“ und „sehr hoch“ und die Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeit anhand der Attribute „mittel“, „häufig“ und „sehr häufig“. Die finale Bewertung der identifizierten Risiken erfolgt zentral durch den Vorstand Finanzen und wird im Vorstand erörtert und abgestimmt.
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In diesem Zusammenhang wird auf Basis der genehmigten Konzernplanung der kommenden beiden Geschäftsjahre die sogenannte Risikotragfähigkeit für A.S. Création abgeleitet. Hierbei handelt es sich um eine Einschätzung, welchen maximalen zusätzlichen Liquiditätsbedarf A.S. Création verkraften kann, der aus nicht bereits in der Konzernplanung berücksichtigten Risiken resultiert. Dieser Risikotragfähigkeit wird der Liquiditätsbedarf gegenübergestellt, der im Fall des Eintritts aus den identifizierten Risiken resultiert. Hierzu wird auf Basis der den verschiedenen Einzelrisiken zugeordneten Eintrittswahrscheinlichkeiten und unter Berücksichtigung bestehender Interdependenzen zwischen den Einzelrisiken simuliert, welche Gesamtrisiken sich für A.S. Création ergeben, wenn mehrere Risiken aggregiert auftreten. Sollten Risiken ganz oder teilweise auf Dritte transferiert worden sein, wie z. B. über Versicherungsverträge oder Absicherungsgeschäfte, wird dieses entsprechend berücksichtigt. Zur Bewertung dieser verschiedenen Szenarien wird dann das jeweilige aggregierte Gesamtrisiko mit der Risikotragfähigkeit von A.S. Création verglichen und dabei die Eintrittswahrscheinlichkeiten der verschiedenen Szenarien berücksichtigt.
- Aufbauend auf dieser Bewertung werden, gemeinsam mit der ersten Führungsebene der A.S. Création Tapeten AG und den Geschäftsführern der Konzerngesellschaften, Maßnahmen für die wesentlichen Risikoszenarien definiert, die darauf abzielen, die Eintrittswahrscheinlichkeit dieser Risiken zu verringern und/oder deren Schadensausmaß zu reduzieren. Diese Maßnahmen werden den einzelnen Vorstandsressorts zugeordnet, so dass die Vorstandsmitglieder von A.S. Création deren Umsetzung in ihren jeweiligen Ressorts überwachen.
- Die besondere Aufmerksamkeit des Vorstands gilt Risikoszenarien mit einem „hohen“ oder „sehr hohen“ Schadenspotenzial und einer „häufigen“ oder „sehr häufigen“ Eintrittswahrscheinlichkeit.
- Sollten innerhalb des Jahres neue Risiken entstehen, so wird über diese in den turnusmäßigen Treffen und Gesprächen zwischen dem Vorstand und der ersten Führungsebene bzw. dem Vorstand und den Geschäftsführern der Konzerngesellschaften berichtet. Dadurch ist der Vorstand laufend über die wesentlichen potentiellen Risiken für A.S. Création informiert.
Das interne Kontrollsystem soll die Sicherheit der Geschäftsprozesse im Unternehmen gewährleisten und Schaden vom Unternehmen fernhalten. Es umfasst die Gesamtheit der in einem Unternehmen etablierten technischen oder organisatorischen Überwachungsmaßnahmen. Bei A.S. Création sind die vorgesehenen Abläufe für kritische Geschäftsprozesse, wie z. B. die Freigabe von Rechnungen oder der Einkauf von Designs für neue Tapetenkollektionen, definiert. Soweit möglich, werden diese Abläufe systemseitig abgebildet und – sofern vorgesehen – mit entsprechenden Freigabeerfordernissen hinterlegt. Da nicht alle von A.S.# 6.2.1. Internal Control System and Risk Management System
Since the IT systems used by A.S. Création do not always offer these possibilities or their implementation would lead to high complexity in some cases, these technical monitoring measures are not consistently used. In cases where no technical monitoring measures are implemented, organizational precautions are taken, the compliance with which is checked on a random basis. In the course of the ongoing, comprehensive modernization of the IT systems at A.S. Création, the proportion of system-integrated monitoring measures will be further increased, thereby further improving the security of business processes.
Another component of the internal control system is internal controlling. In the context of monthly reporting at A.S. Création, key figures are compared with planned values and prior-year values, and deviations are analyzed. This way, adverse developments can be identified very quickly.
A.S. Création does not have an internal (group) audit department. The internal control systems of the group companies are therefore periodically reviewed by external specialists from the respective countries. This approach has the advantage of taking into account local specificities that are relevant for control measures to be carried out in a country. Weaknesses identified by these external reviews form the basis for defining and implementing appropriate improvement measures.
The Audit Committee is responsible, among other things, for reviewing the effectiveness of the internal control, risk management, and audit systems and also deals with compliance issues. These topics are regularly discussed at the Audit Committee meeting in the autumn of each year. In addition to the CFO, the Head of Legal and Compliance of A.S. Création Tapeten AG and representatives of the auditor attend this meeting. Depending on the focus topics, the Audit Committee receives reports from other A.S. Création responsible persons, such as the Information Security Officer. The Supervisory Board is informed about relevant reports from the Chairman of the Audit Committee.
The Management Board regularly assesses whether A.S. Création's internal control and risk management systems are adequate and effective, or whether they need further development. In this assessment, the Management Board is guided, among other things, by the results of the aforementioned external reviews of the internal control systems, by changes in the extent of damage and/or the probability of occurrence of risks in the annual risk analyses and assessments, and by the question of whether significant risks have occurred that have not already been identified within the existing risk management system.
From the Management Board's perspective, the internal control and risk management systems are adequately dimensioned with regard to the scope of business activities and the risk situation of A.S. Création as of the balance sheet date. Furthermore, the Management Board has no indications that the internal control and risk management systems, in their entirety, were not effective during the reporting year.
Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Cologne, audited A.S. Création's early risk detection system as part of last year's annual financial statement audit and confirmed that the Management Board has taken appropriate measures as required by Section 91 (2) of the German Stock Corporation Act (AktG), particularly for the establishment of a monitoring system, and that the monitoring system is suitable in all material respects to detect developments that jeopardize the company's continued existence with a sufficient degree of certainty at an early stage. Furthermore, it was confirmed that the risks of future developments are accurately presented in the management report.
The early risk detection system was also audited by Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Cologne, as part of this year's annual financial statement audit.
All internal control and risk management systems have inherent limitations in their effectiveness. No system can guarantee that all actual risks have been identified at an early stage and that all violations or errors in internal processes are excluded, even if the system is assessed as adequate and effective. In this sense, A.S. Création's described internal control and risk management system cannot offer absolute certainty either.
6.2.2. Compliance Management System
To ensure compliance with relevant legal provisions and company-internal guidelines (so-called "compliance"), A.S. Création Tapeten AG has established a Compliance Management System for the company and its subsidiaries, which is managed by the Legal and Compliance department. This department reports to the CFO. The Head of Legal and Compliance is also the contact person for all suspected cases within the entire corporate group, which can be reported confidentially via a digital whistleblowing system.
As part of the Compliance Management System, the relevant legal provisions are identified in light of A.S. Création's business model and prioritized in a risk assessment. Depending on this classification, appropriate measures are defined in agreement with the Management Board to ensure regulatory compliance in all areas of the company. This may include, for example, the development of procedural instructions or the conduct of training courses. The Legal and Compliance department regularly conducts sample checks throughout the group to verify individual compliance with rules by employees.
The Supervisory Board's Audit Committee is regularly informed directly by the Head of Legal and Compliance about the compliance measures taken and any compliance violations that may occur. The Compliance Management System aims to minimize the risk of compliance violations within the corporate group. However, it cannot provide absolute certainty, as compliance with rules depends not only on implemented technical and organizational measures but also on the individual behavior of employees.
6.2.3. Description of the Essential Features of the Internal Control and Risk Management System with Regard to the Financial Reporting Process
The A.S. Création Group is characterized by a clear and manageable corporate legal structure. In addition to A.S. Création Tapeten AG, the consolidation scope includes only seven companies, which are included in the consolidated financial statements according to the rules of full consolidation.
The financial reporting process in the A.S. Création Group is organized decentrally, meaning that the group companies prepare their respective individual financial statements in their own responsibility in accordance with local legal regulations. The individual companies use different accounting software, which are standard software programs adapted to country- and company-specific conditions. The processing of standardized business transactions that occur regularly and in large numbers, such as invoicing and payroll accounting, is also carried out in IT-supported systems that are connected to the accounting systems via interfaces. This minimizes the potential for errors in the financial reporting process.
Internal control of the financial reporting process is carried out by applying the "four-eyes principle" and by regularly performing plausibility checks. Within the A.S. Création Group, internal monthly reporting is derived from accounting. Since the use of notional cost accounting figures or flat-rate allocations is dispensed with, the internal controlling system is based on the earnings figures derived from accounting. Accordingly, the internal control of the financial reporting process is an integral part of the controlling system.
External control of the financial reporting process is carried out through the annual audit of the financial statements by the auditors. To avoid familiarization effects in the audit, it is a common practice within the A.S. Création Group to change the auditor from time to time. After Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Cologne, had audited the annual and consolidated financial statements of A.S. Création Tapeten AG for the fiscal years 2014 to 2021, Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Cologne, was elected as the new auditor and consolidated financial statement auditor for the first time by the Annual General Meeting for the fiscal year 2022. To ensure a uniform auditing standard within the A.S. Création Group, A.S. Création also pursues the philosophy of using as few auditing firms as possible. Consequently, in fiscal year 2024, the individual financial statements of four of the total eight group companies were audited by Rödl & Partner or one of its cooperation partners.
In addition to the regular audit, the internal control systems of the group companies (and thus also those in the area of the financial reporting process) are regularly subjected to an audit by external specialists at A.S. Création in order to continuously develop the processes.# In die Auswertung der Ergebnisse dieser Prüfungen ist der Aufsichtsrat der A.S. Création Tapeten AG, insbesondere dessen Prüfungsausschuss, einge- bunden.
Zur Aufstellung des Konzernabschlusses werden durch die Konzerngesellschaften die jewei- ligen Einzelabschlüsse in den einheitlichen Konzernkontenrahmen überführt und mit weiteren ergänzenden Informationen zu einem Berichterstattungspaket zusammengefasst. Dieses standardisierte Berichterstattungspaket wird durch die A.S. Création Tapeten AG für alle Konzernunternehmen einheitlich vorgegeben und findet nicht nur im Rahmen des Jahresab- schlusses, sondern auch in der monatlichen Berichterstattung Anwendung. Die Daten aus den Berichterstattungspaketen werden dann über eine Schnittstelle in das Konsolidierungssystem übernommen, in dem der Konzernabschluss von A.S. Création erstellt wird.
Der Konzern- abschluss sowie die konsolidierten Darstellungen der beiden Geschäftsbereiche Tapete und Dekorationsstoffe werden zentral erstellt. Um die Anwendung einheitlicher und standardisierter Bewertungskriterien sicherzustellen, werden wesentliche Parameter, wie z. B. der Abzinsungsfaktor zur Ermittlung der Pensionsrückstellungen, zentral durch die A.S. Création Tapeten AG vorgegeben. Auch die Werthaltigkeitsüberprüfung der Geschäfts- und Firmen- werte wird aus diesem Grund zentral vorgenommen.
Die internen Kontrollsysteme zur Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit der Konzernrech- nungslegung umfassen auf Konzernebene insbesondere die Plausibilitäts- und Vollständig- keitsprüfung der erhaltenen Berichterstattungspakete. Ferner nehmen bei Bedarf Vertreter der A.S. Création Tapeten AG an den Abschlussbesprechungen mit den Wirtschaftsprüfern der Konzerngesellschaften teil. Darüber hinaus sind in der verwendeten Software Kontrollen hinsichtlich der wesentlichen Konsolidierungsvorgänge integriert, wie z. B. der Schulden- konsolidierung, der Aufwands- und Ertragskonsolidierung sowie der Kapitalkonsolidierung. Schließlich wird der Konzernabschluss, wie auch der Jahresabschluss der A.S. Création Tapeten AG, durch den Aufsichtsrat der A.S. Création Tapeten AG bzw. dessen Prüfungs- ausschuss geprüft.
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Die externe Kontrolle des Konzernrechnungslegungsprozesses erfolgt zum einen durch die Abschlussprüfer der Konzerngesellschaften, welche die Ableitung des Berichterstattungspakets aus dem jeweiligen Jahresabschluss prüfen sowie – unter Berücksichtigung von Wesentlichkeitsgrenzen – die Vollständigkeit und Richtigkeit der enthaltenen Informationen gegenüber dem Konzernabschlussprüfer bestätigen. Weitere Kontrollaktivitäten erfolgen durch den Konzernabschlussprüfer, der den jeweiligen Abschluss- prüfern der Konzerngesellschaften einheitliche Vorgaben für die Prüfung gibt. Hierbei berück- sichtigt der Konzernabschlussprüfer gegebenenfalls auch einen Prüfungsschwerpunkt, den der Aufsichtsrat der A.S. Création Tapeten AG bzw. dessen Prüfungsausschuss für die Konzernabschlussprüfung vorgegeben hat. Darüber hinaus prüft der Konzernabschlussprüfer die Ableitung des Konzernabschlusses aus den Einzelabschlüssen unter Berücksichtigung der Konsolidierungsvorgänge.
Die beschriebenen Kontrollsysteme, die A.S. Création im Hinblick auf den (Konzern-) Rech- nungslegungsprozess unterhält, sollen das Risiko, dass die Einzelabschlüsse oder der Konzernabschluss wesentliche Sachverhalte nicht, unvollständig oder fehlerhaft darstellen, minimieren. Sie können allerdings keine absolute Sicherheit geben, dass die Einzelabschlüsse oder der Konzernabschluss frei von Fehlern sind.
6.3. Wesentliche Einzelrisiken
Im Folgenden werden die wesentlichen Risiken mit einem hohen oder sehr hohen Schadens- potenzial, d.h. mit einem Schadenspotenzial von über einer Million Euro, die im Risiko- managementsystem erfasst, aber nicht in der Konzernplanung für die Geschäftsjahre 2025 und 2026 berücksichtigt worden sind, erläutert.
6.3.1. Umfeldrisiken
Aufgrund der veränderten gesetzlichen Rahmenbedingungen, wie z. B. dem EU Green Deal, der stark gestiegenen Bedeutung der Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz bei den Kunden sowie der zunehmenden Berücksichtigung von CSR-Aspekten (Corporate Social Responsibility) bei Kapitalgebern, werden Unternehmen, denen mittelfristig die Transformation zu einem nachhaltigen Unternehmen nicht gelingt, deutliche Wettbewerbsnachteile erleiden. Diese können sich u. a. in Form höherer Kosten, z. B. über die CO2-Abgabe auf fossile Energieträger, geringerer Nachfrage, Problemen bei der Rekrutierung von Nachwuchskräften oder schlechteren Finanzierungsmöglichkeiten zeigen.
Wie für andere Industrieunternehmen wird diese Transformation auch für A.S. Création eine Herausforderung sein. Aus einer nicht rechtzeitigen oder nicht ausreichenden Transformation von A.S. Création könnte daher lang- fristig ein hohes Risiko resultieren. Um dieses Risiko zu minimieren, hat A.S. Création die eigenen Aktivitäten im Bereich der Nachhaltigkeit seit dem Jahr 2021 deutlich intensiviert. Mit der Bestellung eines Nachhaltigkeitsbeauftragten wurde die Basis geschaffen, um die bisherigen Nachhaltigkeitsaktivitäten zu koordinieren und eine übergreifende Nachhaltigkeits- strategie für A.S. Création zu erarbeiten. Diese trägt den Namen "GREEN STEPS – Our path to a greener future“ und beschreibt die Maßnahmen von A.S. Création auf dem Weg zu einem nachhaltigen Unternehmen. Zu diesen Green Steps gehört u. a. die Selbstverpflichtung, die CO2-Emissionen pro Rolle Tapete bis zum Jahr 2030 gegenüber 2020 um 30,6 % zu reduzieren. Die Einhaltung dieses Ziels wird über eine detaillierte Klimabilanz, die A.S. Création seit dem Jahr 2020 jährlich erstellt, überwacht. Der Vorstand sieht unverändert eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit für dieses Risiko.
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Die zunehmende Cyberkriminalität stellt ein hohes Risiko dar. Durch einen Angriff von Cyber- kriminellen könnte z. B. die IT-Infrastruktur von A.S. Création lahmgelegt, die gespeicherten Daten verschlüsselt und sensible, personenbezogene oder unternehmensinterne Daten entwendet werden. Aus der hieraus resultierenden Betriebsunterbrechung, der Zahlung von „Lösegeld“, damit die Angreifer die verschlüsselten Daten wieder lesbar machen, oder dem Imageschaden ist ein hohes Schadenspotenzial für A.S. Création ableitbar.
Um dieses Risiko zu minimieren, lässt A.S. Création die Sicherheit der eigenen IT-Systeme gegen Angriffe von außen regelmäßig von externen Spezialisten überprüfen. Aus den gewonnenen Erkenntnissen werden technische und organisatorische Schutzmaßnahmen abgeleitet und umgesetzt. Daneben existiert ein konzernweites Schulungsprogramm, um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von A.S. Création für Cyberangriffe zu sensibilisieren. Trotz dieser vielfältigen Maß- nahmen sieht der Vorstand unverändert eine mittlere Eintrittswahrscheinlichkeit für dieses Risiko.
Ein weiteres Risiko resultiert aus den sich tendenziell verschärfenden öffentlich-rechtlichen Vorschriften über die Verwendung chemischer Stoffe in der Produktion sowie aus der zuneh- menden Anzahl an Verbrauchern, die chemischen Bestandteilen in Produkten kritisch gegen- überstehen, auch wenn deren Verwendung zulässig ist. In der EU ist die Chemikalien- verordnung REACH geltendes Recht. REACH ist hierbei die Abkürzung für „Registrierung, Evaluierung, Autorisierung und Beschränkung von Chemikalien“. Auf Basis dieser Verordnung werden die Gefahren für die menschliche Gesundheit und die Umwelt, die von Chemikalien ausgehen, bewertet. Dabei können Chemikalien z. B. auf eine Liste besonders Besorgnis erregender Substanzen (sogenannte SVHC-Liste) gesetzt werden, mit der Folge, dass unter Umständen über den Einsatz dieser Chemikalien informiert werden muss. Im Extremfall kann es zu einem EU-weiten Verbot bestimmter Chemikalien kommen.
Wie andere Unternehmen setzt auch A.S. Création bei der Produktion von Tapeten chemische Zusatzstoffe ein. Sollte es zu einem generellen Verbot der Verwendung dieser chemischen Zusatzstoffe oder zu einer Kaufverweigerung der Verbraucher für Produkte, die bestimmte chemische Stoffe enthalten, kommen, könnte ein hohes Risiko daraus entstehen, dass sich ein Wettbewerber den exklu- siven Zugriff auf ein gleichwertiges Substitutionsprodukt sichert und damit einen dauerhaften Wettbewerbsvorteil erhält. Ein weiteres hohes Risiko könnte daraus entstehen, dass der Einsatz allgemein verfügbarer Substitutionsgüter zu deutlich höheren Herstellungskosten führt, ohne dass diese vollständig an den Verbraucher weitergegeben werden können, da diese ansonsten die Tapeten nicht mehr nachfragen.
Um das Schadensausmaß dieses Risikos zu minimieren, untersucht A.S. Création kontinuierlich, welche alternativen Einsatzstoffe bei der Produktion von Tapeten auf den vorhandenen Produktionsanlagen verwendet werden können. Die seitens A.S. Création verfolgte Nachhaltigkeitsstrategie „GREEN STEPS“ trägt ebenfalls dazu bei, dieses Risiko mittelfristig zu reduzieren. Aufgrund der inzwischen gewonnenen Erfahrungen mit alternativen Einsatzstoffen, schätzt der Vorstand die Eintritts- wahrscheinlichkeit eines solchen Szenarios inzwischen nicht mehr als mittel, sondern als niedrig ein.
Aus der weiteren Entwicklung der politischen und gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingun- gen in Russland und Belarus resultieren für A.S. Création Risiken. Mit dem Produktions- standort der belarussischen Tochtergesellschaft OOO Profistil und der russischen Vertriebs- gesellschaft OOO A.S. Création (RUS) hat A.S. Création nennenswerte Vermögenswerte in dieser Region gebunden. In Folge des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine sind insbesondere seitens der westlichen Staaten umfangreiche Sanktionen gegen Russland und in einem deutlich geringeren Umfang gegen Belarus verhängt worden. Diese betreffen
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momentan nicht den Export von Tapeten und Dekorationsstoffen aus der EU nach Russland und Belarus.# Der Ausschluss von sämtlichen russischen und belarussischen Banken vom internationalen Zahlungsverkehr könnte allerdings jegliche Exporte in diese Region betreffen, da die russischen und belarussischen Kunden de facto keine Möglichkeit hätten, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber westlichen Lieferanten zu begleichen. Davon wären dann auch die Exporte der in Deutschland durch die A.S. Création Tapeten AG produzierten Tapeten nach Russland und Belarus betroffen. Auf diese Exporte, entweder an die beiden Tochtergesellschaften oder an andere Kunden in Russland und in Belarus, entfielen im Jahr 2024 lediglich noch etwa 4 % der Umsätze der A.S. Création Tapeten AG. Am 31. Dezember 2024 hatte die A.S. Création Tapeten AG keine Forderungen gegen konzernfremde russische und belarussische Kunden. Es bestanden lediglich Forderungen gegen OOO Profistil in Höhe von 1,8 Mio. €. Wäre OOO Profistil aufgrund sich verschärfender Sanktionen nicht in der Lage, die Verbindlichkeiten gegenüber der AG zu begleichen, bliebe diese Liquidität in dem Konzern. Eine größere Bedeutung als die Exportaktivitäten aus Deutschland hat für den A.S. Création-Konzern das Geschäft mit dem Verkauf der in Belarus produzierten Tapeten, auf das im Jahr 2024 rund 11 % der Konzernumsätze entfielen. Für die belarussische Konzerngesellschaft OOO Profistil ist die EU als Absatzmarkt von untergeordneter Bedeutung, da im Geschäftsjahr 2024 lediglich 2 % der Umsätze der Gesellschaft in der EU erzielt wurden. 87 % der Umsätze wurden 2024 in den Mitgliedsstaaten der Eurasischen Wirtschaftsunion insbesondere in Russland getätigt und weitere 11 % in anderen Ländern, die früher zur Sowjetunion gehörten. Nach Einschätzung des Vorstands ist aus heutiger Sicht nicht davon auszugehen, dass der Güterverkehr zwischen Belarus und den wesentlichen Absatzmärkten von OOO Profistil infolge des Kriegs zwischen Russland und der Ukraine eingeschränkt werden wird. Allerdings könnte es zu Enteignungen der Anteile an der OOO Profistil und/oder der OOO A.S. Création (RUS) kommen. Von den gesamten Vermögenswerten des A.S. Création-Konzerns am 31. Dezember 2024 in Höhe von 104,9 Mio. € entfielen 13,5 Mio. € auf diese beiden Tochtergesellschaften. Am 31. Dezember 2024 existierten Garantien der Bundesrepublik Deutschland in Höhe von 8,3 Mio. €, welche die Investitionen der A.S. Création Tapeten AG in Belarus gegen politische Risiken, wie z. B. Enteignungen, absichern. Im Falle einer Enteignung müsste der Differenzbetrag zwischen den Vermögenswerten und den Entschädigungen aus den Garantien zwar abgeschrieben werden, allerdings resultiert hieraus kein Liquiditätsabfluss. Aus den dargestellten Gründen sieht der Vorstand in der weiteren Entwicklung der politischen und gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Russland und Belarus keine großen Risiken für A.S. Création. Dennoch werden Krieg, Handelsbeschränkungen und Sanktionen in jedem Fall das allgemeine Konsumklima in der Region weiterhin belasten. Diese Entwicklung ist in der Konzernplanung 2025 und 2026 bereits berücksichtigt, so dass hieraus kein zusätzliches Risiko resultiert.
6.3.2. Operative Risiken
Der zunehmende Vertrieb von Tapeten über das Internet sowie die Entwicklungen, die unter den Stichworten Digitalisierung und Individualisierung diskutiert werden, haben Auswirkungen auf die Funktionsbereiche Vertrieb, Produktion und Logistik sowie die IT und beeinflussen damit das Geschäftsmodell von A.S. Création. Daher besteht aus Sicht des Vorstands ein hohes Risikopotenzial, falls es A.S. Création nicht gelingt, durch die Anpassung der Sortiments- und Preispolitik und der eigenen Unternehmensorganisation sowie durch ausreichende und rechtzeitige Investitionen in die richtigen Technologien neue Wettbewerbsvorteile zu entwickeln. Auch die Modernisierung der IT-Systeme birgt ein hohes Risikopotenzial, da die Einführung neuer IT-Systeme zu temporären Störungen der Betriebsabläufe und im Extremfall sogar zu einer vollständigen Betriebsunterbrechung führen kann. Aus Sicht des Vorstands ist die Eintrittswahrscheinlichkeit solcher Szenarien aus den nachfolgenden Gründen insgesamt als mittel einzustufen. A.S. Création hat mit der Strategie CREATE 2030 die zukünftige strategische Ausrichtung sowie die daraus abgeleiteten strategischen Routen mit den zugehörigen Maßnahmen klar definiert. Diese Maßnahmen sind teilweise bereits umgesetzt bzw. werden in den kommenden Jahren sukzessive umgesetzt. Gleiches gilt für die kontinuierlichen Investitionsaktivitäten im Bereich Produktion und Logistik sowie die einem Gesamtkonzept folgende IT-Modernisierung.
6.3.3. Finanzwirtschaftliche Risiken
Wie in der Analyse der Finanzlage im Abschnitt 3.2. „Finanz- und Vermögenslage“ bereits dargelegt, kann die Finanzlage von A.S. Création als solide bezeichnet werden. Finanzierungs- bzw. Liquiditätsengpässe, die aus dem operativen Geschäft resultieren, sind kurzfristig nicht zu erwarten. Allerdings befand sich die A.S. Création Tapeten AG (und dadurch auch der A.S. Création-Konzern) in den Geschäftsjahren 2022 bis 2024 in der Verlustzone und verzeichnete im Jahr 2022 sowie im Jahr 2024 negative freie Cash-flows (Cash-flow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich Investitionen). Ein sehr hohes Risiko könnte daraus resultieren, dass die A.S. Création Tapeten AG trotz der veränderten Geschäftsausrichtung und der angepassten Organisation noch über einen längeren Zeitraum Verluste verkraften muss, so dass die Finanzierungsmöglichkeiten nicht wie geplant ausreichen, um die vorgesehenen Investitionen und Maßnahmen für die Umsetzung der Strategie CREATE 2030 tätigen zu können. Der Vorstand schätzt die Eintrittswahrscheinlichkeit eines solchen Szenarios als mittel ein. Zum Bilanzstichtag weist A.S. Création Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 17,5 Mio. € auf, aus denen Kredit- bzw. Ausfallrisiken resultieren. Diesen Risiken wird mit Bonitätsprüfungen der Vertragspartner sowie mit der Überwachung der vereinbarten Kreditlinien und Zahlungsziele sowie dem Abschluss von Kreditversicherungen begegnet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Szenarios, in dem dieser Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausfällt, schätzt der Vorstand als niedrig ein. Aufgrund der spezifischen Struktur des A.S. Création-Konzerns spielt der Einsatz von Zins- oder Währungssicherungsgeschäften sowie von Finanzderivaten eine untergeordnete Rolle. Solche Sicherungsgeschäfte werden grundsätzlich nur mit einem Grundgeschäftsbezug abgeschlossen. Zu den Details hinsichtlich der Risiken aus Finanzinstrumenten wird auf den Anhang Nr. 30 des Konzernabschlusses verwiesen.
6.3.4. Rechtliche Risiken und Compliance Risiken
Insbesondere aus den Bereichen Wettbewerbsrecht, Korruption, Geldwäschebekämpfung, Datenschutz und Außenwirtschaftsrecht (einschließlich Export- und Handelsbeschränkungen sowie Wirtschaftssanktionen) können für A.S. Création Risiken resultieren, die sowohl in finanzieller Hinsicht als auch im Hinblick auf die Reputation ein sehr hohes Schadenspotential aufweisen. Daher hat A.S. Création ein internes Compliance-Programm implementiert, das neben Handlungsanweisungen und Richtlinien, Schulungsprogrammen und internen Kontrollmechanismen auch ein Hinweisgebersystem umfasst, über das Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Geschäftspartner des A.S. Création-Konzerns anonymisiert Hinweise auf Regelverstöße geben können. Details zu dem Compliance System werden in Abschnitt 7.2.2. „Compliance Management System“ gegeben.
6.4. Einschätzung des Gesamtrisikos
Aus Sicht des Vorstands der A.S. Création Tapeten AG ist das Gesamtrisiko als tragbar einzustufen. Die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Szenarios, in dem mehrere Risiken gleichzeitig eintreten, die in der Aggregation die Risikotragfähigkeit von A.S. Création überschreiten und damit den Fortbestand des Unternehmens gefährden würden, ist tendenziell weiterhin niedrig.
7. Prognosebericht
Die Prognosen für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Jahr 2025 deuten darauf hin, dass A.S. Création mit einem weiterhin herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld rechnen muss.
Deutschland
Nach dem das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2024 um 0,2 % gegenüber dem Vorjahr gesunken und die deutsche Wirtschaft damit erneut in eine Rezession gerutscht ist, wird für das Jahr 2025 mit einem leichten Wachstum von 0,2 % gerechnet. Allerdings erwarten Ökonomen, dass die größte Volkswirtschaft Europas kaum im Schwung kommt. Angesichts steigender Reallöhne sollte sich die private Konsumnachfrage allerdings wieder etwas erhöhen und auch die Inflationsrate dürfte sich leicht nach unten in Richtung des EZB-Ziels von 2,0 % entwickeln. Eine große Unsicherheit für die deutsche Wirtschaft ist die Präsidentschaft von Donald Trump. Sollten die USA wie angekündigt hohe Zölle auf Importe aus Europa erheben, dürfte das die exportorientierte deutsche Wirtschaft besonders treffen, was wiederum negative Auswirkungen auf die private Konsumnachfrage in Deutschland zur Folge hätte. Auch der bisher robuste Arbeitsmarkt wird im Jahr 2025 unter den schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen leiden. Experten rechnen mit einem Anstieg der Arbeitslosenquote um 0,4 % von 6,0 % im Jahr 2024 auf 6,4 %.
Eurozone
Für die Eurozone wird für das Jahr 2025 ein Wirtschaftswachstum von 0,8 % erwartet. Zwar ist die Inflationsrate im Dezember 2024 auf 2,4 % gestiegen, doch im Verlauf des Jahres sollte die Kernteuerungsrate sinken und sich durch weitere Zinssenkungen der EZB bis zur Jahresmitte dem mittelfristigen Ziel von 2,0 % nähern. Durch die zu erwartende abflauende Inflation und die niedrige Arbeitslosigkeit sollten Privatkonsum und Investitionen wieder anziehen. In Frankreich, einem der wichtigsten Absatzmärkte für A.S. Création, wird die Wirtschaft Experten zufolge um 0,8 % im Jahr 2025 wachsen.# Weltwirtschaft
Die Weltwirtschaft wird 2025 voraussichtlich mit einer Wachstumsrate von 3,3 % ähnlich stark wachsen wie im Vorjahr. Die Inflation in den Industriestaaten dürfte weiter zurückgehen, aber nicht überall die Zielwerte der Zentralbanken erreichen. Wesentliche Einflussfaktoren im laufenden Jahr bleiben die hohen geopolitischen Risiken und die Unsicherheit über die weitere wirtschaftspolitische Entwicklung in vielen Regionen. Insbesondere die politischen Entscheidungen in den USA -vor allem hinsichtlich der Handelspolitik- sowie geopolitische Konflikte wie der Krieg in der Ukraine und die Spannungen im Nahen Osten könnten erheblichen Einfluss auf die Weltwirtschaft haben.
Vor diesem Hintergrund sehen wir unsere Unternehmensstrategie CREATE 2030 weiterhin als die richtige Antwort auf die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die rückläufige Branchenentwicklung. Diese Strategie werden wir konsequent weiter verfolgen, um A.S. Création wieder in die Gewinnzone zu führen.
Strategische Schwerpunkte
2025 werden wir unseren Fokus verstärkt auf folgende Kernbereiche legen:
- Stärkung unserer Partner im stationären und im Online-Handel,
- Ausbau des Digitaldrucks als Zukunftstechnologie,
- die Umsetzung innovativer Produktentwicklungen,
- die konsequente Modernisierung der Produktion,
- den Ausbau hochwertiger Produkte im Sortiment,
- die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie GREEN STEPS sowie
- die Anpassung der Unternehmensstruktur an die sich weiter verändernden Marktbedingungen.
Positive Impulse erwarten wir unter anderem im Bereich E-Commerce sowie durch die Markteinführung der innovativen Sortimentsreihe „DESIGNDROP“, einer vorgekleisterten Tapete, die nur mit Wasser aktiviert wird und neue Zielgruppen ansprechen soll, sowie einer neuen Lizenzkollektion im internationalen Lifestyle-Bereich.
Anpassung der Unternehmensstruktur und Kosteneffizienz
Der 2024 weiter rückläufige Markt erfordert in einer stärkeren Konsequenz die Anpassung der Unternehmensorganisation. Es hat sich gezeigt, dass die in den Jahren 2022 und 2023 eingeleiteten und umgesetzten Restrukturierungsprojekte nicht ausgereicht haben, um die Größe der Organisation an das geringere Umsatzniveau anzupassen. Seit Mitte 2024 steuern wir mit neuen Maßnahmen dagegen. Mit einer noch strengeren Kostendisziplin werden sämtliche Kostenstrukturen auf den Prüfstand gestellt und optimiert. Der Vorstand rechnet mit deutlichen Einsparungen, um die Profitabilität nachhaltig zu verbessern.
Investitionen
Trotz des herausfordernden Marktumfeldes ermöglicht es unsere solide Finanzlage, ein hohes Investitionsvolumen zu realisieren. Für 2025 sieht die Investitions- und Finanzplanung von A.S. Création Investitionen von rund 4,5 Mio. € vor. Schwerpunkte der Investitionen sind:
- Erhöhung des Automatisierungsgrades in Produktion und Logistik zur Steigerung der Effizienz und Reduzierung manueller Prozesse.
- Verbesserung der Energieeffizienz in der Produktion, mit dem Ziel, Kosteneinsparungen zu realisieren sowie ressourcenschonender zu produzieren und einen wichtigen Beitrag zur Erreichung unserer Nachhaltigkeitsziele zu leisten.
- Weiterentwicklung der IT-Systeme: Standardisierung und Modernisierung interner Prozesse innerhalb des Konzerns.
Umsatz- und Ergebnisprognose 2025
Im Hinblick auf die wesentlichen Steuerungsgrößen von A.S. Création erwartet der Vorstand für 2025 folgende Entwicklung:
Konzernumsatz
Der Konzernumsatz sollte im Geschäftsjahr 2025 ein Niveau zwischen 100 Mio. € und 120 Mio. € erreichen (2024: 111,3 Mio. €). Umsatzimpulse sind vor allem aus dem Bereich E- Commerce sowie von Produktinnovationen zu erwarten.
Operatives Ergebnis (bereinigt)
Bei Erreichen der Umsatzplanung sollte das operative Ergebnis im Geschäftsjahr 2025 auf einem Niveau zwischen -2,0 Mio. € und +2,5 Mio. € liegen (2024: -2,6 Mio. €). Dieser Wert enthält keine Sondereffekte, wie z. B. Abfindungen oder Währungsgewinne/-verluste. Entscheidend für die Ergebnisentwicklung sind der Rohertrag und der Personalaufwand.
- Die im Geschäftsjahr 2024 zu beobachtende Verbesserung der Rohertragsmarge sollte sich auch 2025 weiter fortsetzen. Effizientere Produktionsabläufe sollten zu einer besseren Ausschussquote führen. Weitere Kosteneinsparungen sollen bei den Rohstoff- und Energiepreisen erzielt werden.
- Der Personalabbau wird 2025 fortgeführt, so dass sich der Personalaufwand im Vergleich zu 2024 trotz einer Erhöhung der Löhne und Gehälter reduzieren sollte.
Ergebnis nach Steuern (bereinigt)
Das Ergebnis nach Steuern (ohne Sondereffekte) könnte sich 2025 in einem Korridor zwischen -2,0 Mio. € und +1,5 Mio. € bewegen (2024: -2,0 Mio. €).
Ausblick für 2026
Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet der Vorstand mit einem moderaten Umsatzwachstum sowie einer weiteren Verbesserung der Rohertragsmarge und der Personalaufwandsquote. Dies würde zu einer deutlichen Steigerung des operativen Ergebnisses sowie des Ergebnisses nach Steuern führen.
Dieser Konzernlagebericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Ent- wicklung der Gesellschaften des A.S. Création-Konzerns beziehen. Diese Prognosen stellen Einschätzungen dar, die der Vorstand auf Basis der zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen hat. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken, wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden, eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Der Vorstand übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Veröffent- lichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in diesem Konzernlagebericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.
8. Jahresabschluss der A.S. Création Tapeten AG
8.1. Allgemeine Angaben
Der Jahresabschluss der A.S. Création Tapeten AG ist nach den Vorschriften des Handelsge- setzbuches (HGB) aufgestellt, während der Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt wird. Die A.S. Création Tapeten AG ist die Obergesellschaft des A.S. Création-Konzerns, die aus den beiden Geschäftsbereichen Tapete und Dekorationsstoffe besteht. Als Konzernobergesell- schaft hält sie direkt oder indirekt Anteile an sieben Tochtergesellschaften im In- und Ausland. Das operative Geschäft der A.S. Création Tapeten AG stellt nur einen Ausschnitt der Geschäftstätigkeit des gesamten A.S. Création-Konzerns dar. Die Aussagen in diesem Abschnitt 8 beziehen sich nur auf den Einzelabschluss der A.S. Création Tapeten AG.
8.2. Ertragslage
Die gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Rahmenbedingungen entsprechen denen des Konzerns, wie sie in Abschnitt 2 „Wirtschaftsbericht“ beschrieben sind. Die A.S. Création Tapeten AG verzeichnete im Berichtsjahr ein Betriebsergebnis von -4,4 Mio. €, im Vergleich zu einem Betriebsergebnis von -4,1 Mio. € im Vorjahreszeitraum. Bei der Betrachtung des Betriebsergebnisses des abgelaufenen Geschäftsjahres sind Sonderfaktoren zu berücksichtigen. Diese sind in Abschnitt 3.1.2 beschrieben.
| 2022 | 2023 | 2024 | |
| Betriebsergebnis | -9,7 | -4,1 | -4,4 |
| +/- Währungsverluste/-gewinne | +0,1 | 0,0 | +0,1 |
| + Restrukturierungsaufwand | +4,2 | +0,1 | 0,0 |
| + Abfindungen und Freistellungs- | 0,0 | +0,1 | +1,0 |
| kosten* | |||
| + Rückstellung für drohende | 0,0 | 0,0 | +1,0 |
| Verluste | |||
| Betriebsergebnis (bereinigt) | -5,4 | -3,9 | -2,3 |
*andere als Restrukturierung
Umsatz
Im Geschäftsjahr 2024 sank der Umsatz der A.S. Création Tapeten AG um 7,9 % auf 71,4 Mio. € (Vorjahr: 77,5 Mio. €). Wesentliche Gründe hierfür waren die schwache private Konsumnachfrage in der EU sowie die erschwerten Exportmöglichkeiten in die osteuropäischen Länder außerhalb der EU. Trotz dieses Rückgangs wurde die Umsatzplanung für das Jahr 2024, die ein Umsatzniveau zwischen 70 Mio. € und 86 Mio. € vorsah, erreicht.
Rohertrag
Die Rohertragsmarge konnte im Berichtsjahr deutlich von 47,0 % auf 50,8 % gesteigert werden. Der absolute Rohertrag verbesserte sich von 35,5 Mio. € im Vorjahr auf 36,4 Mio. €.
Diese positive Entwicklung resultierte aus Effizienzsteigerungen in der Produktion. Ein weiterer Treiber war das kontinuierlich wachsende E-Commerce-Geschäft, bei dem grundsätzlich höhere Margen als im traditionellen Geschäft erreicht werden können. Dennoch war der erzielte Rohertrag nicht ausreichend, um ein ausgeglichenes Ergebnis zu erzielen.
Abschreibungen
Die Abschreibungen zeigten sich im Berichtszeitraum mit 2,6 Mio. € (Vorjahr: 2,7 Mio. €) nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die um den Sondereffekt der Rückstellung für Drohverluste (1,0 Mio. €) bereinigten sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 0,6 Mio. € auf 14,6 Mio. €, was vor allem auf höhere Marketingausgaben (E-Commerce und Messeauftritte) sowie höhere Lizenzgebühren zurückzuführen ist. Ein Anstieg in größerem Ausmaß wurde durch die seit Mitte 2024 verstärkte und konsequent betriebene Kostendisziplin verhindert.
Personalaufwand
Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2024 waren bei der A.S. Création Tapeten AG 386 Personen (Vorjahr: 394 Personen) beschäftigt, davon 34 (Vorjahr: 34) Auszubildende. Aufgrund der rückläufigen Umsätze wurden unterjährig weitere Personalmaßnahmen zur Optimierung der Personalstruktur ergriffen. Auch wenn die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Jahr 2024 leicht unter dem Vorjahreswert lag, spiegelt sich die vollständige Wirkung der ab September 2024 umgesetzten Personalmaßnahmen in den Mitarbeiterzahlen 2024 noch nicht vollumfänglich wider. Dem Abbau der Beschäftigtenzahl um 8 Personen bzw. um 2,0 % stand im Berichtsjahr ein Rückgang der Umsätze um 7,9 % gegenüber. Entsprechend hat sich die Mitarbeiterproduktivität im Geschäftsjahr 2024 verschlechtert. Der Umsatz pro Mitarbeiter lag im Berichtsjahr bei 185 T€ (Vorjahr: 197 T€).# Der Personalaufwand belief sich im Geschäftsjahr 2024 auf 23,7 Mio. € (Vorjahr: 23,6 Mio. €).
Bereinigt um Abfindungen und Freistellungskosten in Höhe von 1,0 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €), reduzierte sich der Personalaufwand um 0,8 Mio. € von 23,5 Mio. € im Jahr 2023 auf 22,7 Mio. € im Berichtsjahr. Trotz dieses Rückgangs verschlechterte sich die bereinigte Personalaufwandsquote aufgrund der gesunkenen Gesamtleistung auf 31,7 % (Vorjahr: 31,1 %). Die für das Berichtsjahr geplante Verbesserung dieser Kennzahl wurde somit nicht erreicht.
Betriebsergebnis
Bereinigt um die beschriebenen Sondereffekte erzielte die A.S. Création AG in dem Berichtsjahr ein bereinigtes Betriebsergebnis von -2,3 Mio. €. Im Vorjahreszeitraum lag dieser Wert bei -4,0 Mio. €. Damit wurde die Ergebnisplanung für das Geschäftsjahr 2024, die ein bereinigtes Betriebsergebnis zwischen -2,0 Mio. € und +0,5 Mio. € vorsah, nicht erreicht. Dennoch konnte gegenüber dem Vorjahr eine deutliche Verbesserung des bereinigten Betriebsergebnisses um 1,7 Mio. € erzielt werden.
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Finanzergebnis
Trotz einer außerplanmäßigen Abschreibung von 0,4 Mio. € auf den Beteiligungsbuchwert der Tochtergesellschaft OOO Profistil blieb das Finanzergebnis mit 0,7 Mio. € auf einem hohen Niveau stabil (Vorjahr: 0,7 Mio. €).
Jahresfehlbetrag
Insgesamt schließt die Gesellschaft das Geschäftsjahr 2024 mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von -2,5 Mio. € (Vorjahr: -2,2 Mio. €). Der bereinigte Jahresfehlbetrag lag bei -1,0 Mio. €. Damit wurde die geplante Verbesserung des Jahresergebnisses auf ein bereinigtes Niveau zwischen -1,5 Mio. € und +1,0 Mio. € erreicht.
8.3. Finanz- und Vermögenslage
Die A.S. Création Tapeten AG verzeichnete in dem Geschäftsjahr 2024 einen Cash-flow aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von -0,3 Mio. € (Vorjahr: 1,9 Mio. €). Der Rückgang resultierte hauptsächlich aus der Erhöhung der Forderungen gegen verbundene Unternehmen. Im Gegensatz zum Vorjahr war der Cash-flow im Berichtsjahr folglich nicht ausreichend, um die Investitionen in Höhe von 1,4 Mio. € (Vorjahr: 2,2 Mio. €) zu finanzieren. Das negative Ergebnisniveau bildete keine ausreichende Basis, um den Finanzmittelbedarf zu decken. In der Folge hat sich die Nettoanlageposition (Differenz aus flüssigen Mitteln sowie kurzfristigen Finanzanlagen und verzinslichen Finanzverbindlichkeiten) von 7,7 Mio. € per 31. Dezember 2023 um 0,8 Mio. € auf 6,9 Mio. € per 31. Dezember 2024 reduziert. Per Saldo ist A.S. Création somit am Bilanzstichtag nicht verschuldet, sondern die liquiden Mittel übersteigen die Finanzverbindlichkeiten. Die Nettoanlageposition per 31. Dezember 2024 setzt sich aus liquiden Mitteln in Höhe von 13,1 Mio. € und verzinslichen Finanzverbindlichkeiten in Höhe von 6,2 Mio. € zusammen.
Mit einem Eigenkapital am 31. Dezember 2024 von 61,3 Mio. € (Vorjahr: 63,8 Mio. €) weist A.S. Création eine Eigenkapitalquote von 67,5 % (Vorjahr: 68,5 %) auf, die nach Einschätzung des Vorstands weiterhin auf einem überdurchschnittlichen Niveau liegt. Die langfristige Finanzierung der gebundenen Vermögenswerte ist mit einem entsprechenden Deckungsverhältnis von 227,4 % (Vorjahr: 224,7 %) weiterhin gesichert. Von den gesamten Vermögenswerten der A.S. Création AG, die sich zum 31. Dezember 2024 auf 90,7 Mio. € (Vorjahr: 93,0 Mio. €) beliefen, entfiel mit 61,7 % (Vorjahr: 63,3 %) der weitaus größte Teil auf Sachanlagen, Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie auf Zahlungsmittel.
8.4. Chancen und Risiken
Die Chancen und Risiken entsprechen denen des Konzerns, wie sie in Abschnitt 6 „Chancen- und Risikobericht“ beschrieben sind.
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8.5. Ausblick
Die Geschäftsaussichten und Planungen werden im Abschnitt 7 „Prognosebericht“ erläutert.
Umsatz- und Ergebnisprognose 2025
Im Hinblick auf die wesentlichen Steuerungsgrößen erwartet der Vorstand für die A.S. Création Tapeten AG im Jahr 2025 folgende Entwicklung:
Umsatz
Der Umsatz der A.S. Création Tapeten AG sollte im Geschäftsjahr 2025 ein Niveau zwischen 65 Mio. € und 75 Mio. € erreichen (2024: 71,4 Mio. €).
Betriebsergebnis (bereinigt)
Bei Erreichen der Umsatzplanung sollte das Betriebsergebnis (ohne Sondereffekte) im Geschäftsjahr 2025 auf einem Niveau zwischen -1,5 Mio. € und +1,5 Mio. € liegen (2024: -2,3 Mio. €). Dabei ist eine Verbesserung sowohl der Rohertragsmarge als auch der Personalaufwandsquote im Jahr 2025 unterstellt.
Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag (bereinigt)
Das Jahresergebnis (ohne Sondereffekte) der A.S. Création Tapeten AG könnte sich 2025 in einem Korridor zwischen -1,0 Mio. € und +1,0 Mio. € (2024: -1,0 Mio. €) bewegen.
Ausblick für 2026
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet der Vorstand ein leichtes Umsatzwachstum. Bei einer verbesserten Kostenstruktur sollte die A.S. Création Tapeten AG dann ein deutlich positives Betriebsergebnis sowie einen Jahresüberschuss erzielen.
Dieser Prognosebericht enthält Angaben und Aussagen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der A.S. Création Tapeten AG beziehen. Diese Prognosen stellen Einschätzungen dar, die der Vorstand auf Basis der zum jetzigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen hat. Sollten die den Prognosen zugrunde gelegten Annahmen nicht zutreffend sein oder Risiken, wie sie beispielsweise im Risikobericht genannt werden, eintreten, können die tatsächlichen Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Der Vorstand übernimmt außerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Veröffentlichungsvorschriften keine Verpflichtung, die in diesem Prognosebericht enthaltenen Aussagen zu aktualisieren.
9. Rechtliche Angaben
9.1. Erklärung zur Unternehmensführung und Vergütungsbericht
Über die Erklärung zur Unternehmensführung der A.S. Création Tapeten AG gemäß §§ 289f und 315d HGB wird der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 21. März 2025 beraten und Beschluss fassen. Diese Erklärung wird anschließend sowohl auf der Internetseite von A.S. Création in der Rubrik Investor Relations unter dem Punkt Corporate Governance veröffentlicht als auch im Kapitel „Erklärung zur Unternehmensführung“ des Geschäftsberichtes 2024 abgedruckt.
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Die Details der Vergütung der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder sind im Vergütungsbericht gemäß § 162 AktG dargestellt, über den der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 21. März 2025 beraten und Beschluss fassen wird. Dieser Bericht wird anschließend auf der Internetseite von A.S. Création in der Rubrik Investor Relations unter dem Punkt Corporate Governance veröffentlicht.
9.2. Angaben nach §§ 289a Absatz 1 und 315a Absatz 1 HGB und erläuternder Bericht
Gemäß § 4 Absatz 1 und § 18 Absatz 1 der gültigen Satzung der A.S. Création Tapeten AG (Fassung vom 16. Mai 2023) beträgt das Grundkapital der A.S. Création Tapeten AG 8.280.000 € und ist eingeteilt in 2.760.000 nennwertlose, auf den Namen lautende Stückaktien. Jede Stückaktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme. Hiervon ausgenommen sind von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen.
Gemäß den in der Vergangenheit erhaltenen Stimmrechtsmitteilungen halten Herr Franz Jürgen Schneider mit insgesamt 39,43 %, die Lins Wallpaper Limited mit 16,32 % (wirtschaftlich Berechtigter ist Herr Oleg Dzhagaev) und Frau Karin Schneider mit 10,97 % jeweils mehr als 10 % der Stimmrechte an der A.S. Création Tapeten AG. Herr Schneider hält unmittelbar einen Stimmrechtsanteil in Höhe von 32,09 %; mittelbar wird ihm aufgrund einer Stimmrechtsvereinbarung der Stimmrechtsanteil der A.S. Création Tapetenstiftung in Höhe von 7,34 % zugerechnet.
Nach den §§ 76 und 84 AktG sowie nach § 6 der gültigen Satzung der A.S. Création Tapeten AG soll der Vorstand aus mindestens zwei Personen bestehen. Die genaue Zahl der Vorstandsmitglieder wird durch den Aufsichtsrat der A.S. Création Tapeten AG bestimmt. Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands auf höchstens fünf Jahre. Eine wiederholte Bestellung ist zulässig. Der Aufsichtsrat kann ein Mitglied des Vorstands zum Vorstandsvorsitzenden ernennen. Der Aufsichtsrat kann die Bestellung zum Vorstandsmitglied und die Ernennung zum Vorsitzenden des Vorstands widerrufen, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Ein solcher Grund ist namentlich grobe Pflichtverletzung, Unfähigkeit zur ordnungsmäßigen Geschäftsführung oder Vertrauensentzug durch die Hauptversammlung.
Gemäß § 179 AktG sowie nach § 18 Absatz 2 der gültigen Satzung der A.S. Création Tapeten AG kann die Satzung durch Beschluss der Hauptversammlung mit der einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen geändert werden. Für die Änderung des Gegenstands des Unternehmens ist jedoch eine Mehrheit von drei Vierteln der abgegebenen Stimmen erforderlich.
Gemäß des Hauptversammlungsbeschlusses vom 16. Mai 2023 ist der Vorstand ermächtigt, eigene Aktien bis zu einem Anteil von 10 % des Grundkapitals (das entspricht einem Nennwert von maximal 828.000 €) zu erwerben. Der Vorstand ist weiterhin ermächtigt, die erworbenen Aktien ganz oder teilweise einzuziehen, diese wieder zu veräußern oder diese zum Zweck des Unternehmenser- oder Beteiligungserwerbs zu verwenden. Ferner können bis zu 50.000 Stück der erworbenen Aktien als Belegschaftsaktien ausgegeben werden. Bei der Verwendung der erworbenen Aktien kann unter bestimmten Voraussetzungen das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden. Die Ermächtigung gilt bis zum 15. Mai 2028. Zum Bilanzstichtag verfügte die A.S. Création Tapeten AG über 3.649 Stück eigene Aktien.
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Gemäß § 4 Absatz 3 der gültigen Satzung der A.S. Création Tapeten AG ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer Aktien gegen Sach- oder Bareinlagen einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt 4.140.000 € zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Hierbei kann in bestimmten Fällen das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden. Die Ermächtigung gilt bis zum 15. Mai 2028. Von dieser Ermächtigung wurde bisher kein Gebrauch gemacht.
10.# Erklärung gemäß §§ 289 Absatz 1 Satz 5 und 315 Absatz 1 Satz 5 HGB
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss und der Jahresabschluss der A.S. Création Tapeten AG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt und in dem zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns und der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung beschrieben sind.
Gummersbach, den 11. März 2025
A.S. Création Tapeten AG
Der Vorstand
Herder Rockenbach
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