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artnet AG Interim / Quarterly Report 2013

Aug 5, 2013

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Interim / Quarterly Report

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Halbjahresbericht 2013

Inhalt

3 artnet AG Konzern-Zwischenlagebericht für das 1. Halbjahr 2013
10 Versicherung der gesetzlichen Vertreter
11 artnet AG Konzern-Bilanz
12 artnet AG Konzern-Gesamtergebnisrechnung
13 artnet AG Konzern-Eigenkapitalentwicklung (USD)
13 artnet AG Konzern-Eigenkapitalentwicklung (EUR)
14 artnet AG Konzern-Kapitalflussrechnung
  • Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss für das 1. Halbjahr 2013
  • Gremien, Geschäftsstellen, Investor Relations, Informationen zur Aktie

artnet AG

Konzern-Zwischenlagebericht für das 1. Halbjahr 2013

Geschäftsentwicklung

Überblick der Geschäftsentwicklung im 1. Halbjahr 2013

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft fielen im 1. Halbjahr 2013 in EUR um 6,3 % von EUR 7.009.000 im Jahr 2012 auf EUR 6.565.000. In USD gingen die Umsatzerlöse um 5,2 % von USD 9.093.000 auf USD 8.619.000 zurück.

Die Umsatzerlöse der artnet Auctions konnten im 2. Quartal 2013 nicht zuletzt aufgrund der erfolgreichen Umsetzung themenbezogener Auktionen im Vergleich zum Vorquartal um 6% gesteigert werden, liegen jedoch um EUR 294.000 (USD 365.000) und damit ca. 20% hinter den Umsatzerlösen des Vorjahreszeitraums. Die Einführung einer Listing Fee für Low-Value Lots, sowie die Implementierung eines neuen Provisionsmodells wird zukünftig dazu beitragen, die Qualität der auf unserer Auktionsplattform angebotenen Kunstwerke und damit die erzielbaren Durchschnittspreise zu erhöhen. Auch wenn anfangs von einem Rückgang der Anzahl der angebotenen Lose auszugehen ist, rechnen wir mit einem Anstieg der Provisionserlöse und der Rentabilität der artnet Auctions. Auch zukünftig setzt das artnet Auctions Team auf themenbezogene Auktionen um ein breites Klientel auf Käufer- und Verkäuferseite zu erreichen.

Die Umsatzerlöse der artnet Galerien im 2. Quartal 2013 konnten im Vergleich zum 1. Quartal um ca. 5 % gesteigert werden. Mit EUR 2.439.000 (USD 3.202.000) liegen die Umsatzerlöse im 1. Halbjahr 2013 jedoch um EUR 42.000 (USD 17.000) und damit leicht unter denen des Vorjahreszeitraums. Die neue Preisstruktur sowie die Anpassung der Leistungspakete konnten den Rückgang der Galeriemitgliedschaften aufhalten. Stetige Produktverbesserungen sowie die Entwicklung neuer Produkte wie beispielsweise der Auktionshaus-Partnerschaft werden gut

vom Markt angenommen und unterstützen diesen positiven Trend.

Die Umsatzerlöse des Segments artnet Price Database liegen im 1. Halbjahr 2013 mit einem leichten Rückgang um EUR 39.000 oder 1,6 % (USD 12.000 oder 0,4 %) in etwa auf dem Niveau des Vorjahreszeitraums.

Im Vergleich zum 1. Quartal 2013 konnten die Umsatzerlöse des Segments artnet Advertising im 2. Quartal um 12,4 % gesteigert werden. Verglichen zum Vorjahreszeitraum gingen die Umsatzerlöse im 1. Halbjahr 2013 um EUR 69.000 oder 11,2 % (USD 80.000 oder 10,1 %) zurück. Im 2. Quartal 2013 wurden erste Erfolge der durchgeführten Reorganisationsmaßnahmen und der strategischen Neuausrichtung sichtbar. Auch in den kommenden Monaten sollte sich dieser positive Trend fortsetzen.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Das Betriebsergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen stieg von EUR -436.000 (USD -566.000) im vergleichbaren Vorjahreszeitraum um EUR 467.000 (USD 607.000) auf EUR 31.000 (USD 41.000). Der Anstieg des operativen Ergebnisses konnte trotz rückläufiger Umsatzerlöse durch Kosteneinsparungen aufgrund der in 2012 begonnenen Reorganisation realisiert werden. So konnten die Cost of Sales durch Einsparungen im Bereich Online-Auktionen und Client Service/Production um EUR 282.000 (USD 320.000) gesenkt werden. Die allgemeinen Verwaltungskosten des Vorjahres wurden durch zusätzliche Kosten für den Umzug in die neuen Büroräume belastet. Die aktuellen Aufwendungen liegen EUR 210.000 (USD 245.000) unter denen des Vorjahres. Die Aufwendungen für Produktentwicklung konnten um EUR 395.000 (USD 498.000) gesenkt werden, während die Aufwendungen für Vertrieb und Marketing um EUR 41.000 (USD 68.000) über denen des Vorjahreszeitraums liegen.

In den kommenden Monaten sollen verstärkte Marketingaktivitäten dazu beitragen, die im 2. Quartal 2013 sichtbar gewordene positive Entwicklung der Umsatzerlöse zu festigen und weiter auszubauen.

Das Konzernergebnis des 1. Halbjahres 2013 stieg inklusive des aufgegebenen Geschäftsbereichs von EUR -1.144.000 (USD -1.485.000) im Vorjahr um EUR 1.094.000 (USD 1.418.000) auf EUR -51.000 (USD -67.000). Das Konzernergebnis des 1. Halbjahres 2012 war durch das Ergebnis aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich in Höhe von EUR -628.000 (USD -815.000 belastet gewesen.

Währungsumrechnung

Für die Währungsumrechnung der Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird der Durchschnittskurs für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2013 bzw. 2012 verwendet. Für das 1. Halbjahr 2013 lag der Durchschnittskurs bei 0,7616 Euro/Dollar gegenüber 0,771 Euro/Dollar für das 1. Halbjahr 2012. Der für die Bilanzumrechnung verwendete Fremdwährungskurs ist der Kurs am Periodenende. Der Stichtagskurs zum 30. Juni 2013 betrug 0,7685 Euro/Dollar gegenüber 0,757 am 31. Dezember 2012. Dies entspricht einem Zuwachs von 1,5 %.

artnet unterliegt Wechselkursschwankungen, da es Rechnungen in Euro, US-Dollar und Pfund Sterling fakturiert, seine Geschäftstätigkeit aber größtenteils in den USA ausübt. Der Konzern steuert dieses Wechselkursrisiko, indem er die Zahlungen seiner europäischen Kunden in Euro und Pfund Sterling entgegennimmt und mit diesen Zahlungseingängen seine in Europa ansässigen Lieferanten in derselben Währung bezahlt.

Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des artnet Konzerns zum 30. Juni 2013 belief sich auf EUR 276.000 (USD 363.000), während zum 31. März 2013 noch ein negativer Cashflow ausgewiesen wurde. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit aus fortgeführten Geschäftsbereichen zum 30. Juni 2012 hatte EUR 124.000 (USD 163.000) betragen. Unter Berücksichtigung des aufgegebenen Geschäftsbereichs in 2012 hat sich der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr um EUR 495.000 (USD 644.000) positiv entwickelt.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit des Konzerns betrug im 1. Halbjahr 2013 EUR -255.000 (USD -335.000) gegenüber EUR -562.000 (USD -729.000) in der ersten Jahreshälfte 2012. Die Investitionen des Vorjahreszeitraums wurden durch die Mietereinbauten und die Anschaffung von Büromöbeln im Zusammenhang mit dem Umzug in neue Büroräume in New York sowie Kosten für die Entwicklung des Produkts artnet Analytics geprägt. Die Investitionen im 1. Halbjahr 2013 betreffen vornehmlich externe Entwicklungskosten, die im Zusammenhang mit der Neugestaltung der Unternehmenswebsite stehen.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich im 1. Halbjahr 2013 auf EUR 418.000 (USD 533.000) gegenüber EUR -64.000 (USD -83.000) im Vorjahreszeitraum und ergibt sich im Wesentlichen aus dem Zahlungszufluss aus einem vom Hauptaktionär gewährten Darlehen in Höhe von EUR 500.000 (USD 641.000). Diesem Zahlungszufluss stehen Abflüsse aus Zahlungen zur Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen gegenüber, die zwischen 2009 und 2013 geschlossen wurden.

Insgesamt erhöhten sich die liquiden Mittel von EUR 753.000 (USD 995.000) am 31. Dezember 2012 auf EUR 1.180.000 (USD 1.536.000) am 30. Juni 2013. Dieser Anstieg in Höhe von EUR 428.000 (USD 541.000) ergibt sich aus dem im März 2013 vom Hauptaktionär gewährten Darlehen sowie dem positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit, dem ein negativer Cashflow aus Investitionstätigkeit gegenübersteht.

Die Anlagepolitik des Konzerns ist konservativ und orientiert sich an der kurzfristigen Finanzmittelanlage. Auf diese Weise bleiben sämtliche Barmittel liquide und jederzeit verfügbar. Zum 30. Juni 2013 belief sich die Liquidität je Aktie auf Grundlage der durchschnittlich 5.552.986 in Umlauf befindlichen Aktien auf EUR 0,21 (USD 0,28) gegenüber EUR 0,14 (USD 0,18) zum 31. Dezember 2012.

Vermögenslage

Die Konzernbilanzsumme betrug am 30. Juni 2013 EUR 6.351.000 (USD 8.264.000) im Vergleich zu EUR 6.009.000 (USD 7.944.000) am 31. Dezember 2012, was einem Anstieg von 5,7 % in EUR (4,0 % in USD) entspricht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich im Vergleich zum 31. Dezember 2012 um EUR 144.000 (USD 207.000) auf EUR 779.000 (USD 1.014.000).

Das Anlagevermögen erhöhte sich um EUR 156.000 (USD 160.000) auf EUR 2.200.000 (USD 2.863.000). Den laufenden Abschreibungen stehen aktivierte Entwicklungskosten für das Redesign der Website sowie der Erwerb von notwendigen Software-Erneuerungen gegenüber.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind insgesamt von EUR 3.072.000 (USD 4.060.000) am 31. Dezember 2012 um EUR 326.000 (USD 353.000) auf EUR 3.399.000 (USD 4.413.000) gestiegen. Dieser Anstieg ist allein durch den zum 30. Juni 2013 erforderlichen Ausweis des vom Hauptaktionär am 31. März 2013 gewährten Darlehens im kurzfristigen Bereich aufgrund dessen Laufzeitende am 1. Mai 2014 bedingt. Ohne das Darlehen wären die kurzfristigen Verbindlichkeiten um EUR 178.000 (USD 294.000) gesunken. Zu diesem Rückgang haben im Wesentlichen die Rückführung von zum 31. Dezember 2012 abgegrenzten Schulden und den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beigetragen. Der Abschluss eines neuen Finanzierungsleasingsvertrages für den Erwerb notwendiger Software-Erneuerungen schmälerte den Rückgang der kurzfristigen Verbindlichkeiten.

Bei den langfristigen Verbindlichkeiten handelt es sich um Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie der Abgrenzung der mietfreien Zeiten aus dem im Vorjahr geschlossenen Mietvertrag für die neuen Büroräumlichkeiten über die Laufzeit des Mietvertrages.

Das Eigenkapital des artnet Konzerns belief sich zum 30. Juni 2013 auf EUR 2.377.000 (USD 3.103.000) gegenüber EUR 2.368.000 (USD 3.131.000) zum 31. Dezember 2012.

Die artnet Price Database Fine Art and Design ist ein immaterieller Vermögenswert, der in den letzten fünfundzwanzig Jahren durch die Erfassung von Auktionsdaten entwickelt wurde. Wenngleich er aufgrund der Bilanzierungsregeln als Vermögenswert in der Bilanz nicht angesetzt wurde, stellt er für den Konzern doch eine wesentliche Geschäftsgrundlage dar. Wenn eine Bilanzierung gesetzlich zulässig wäre, würden sich die Aktiva deutlich erhöhen.

Mitarbeiter

Am 30. Juni 2013 beschäftigte der Konzern 107 Vollzeitmitarbeiter gegenüber 122 Mitarbeitern im 1. Halbjahr 2012. Darüber hinaus waren zum 30. Juni 2013 acht teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter für den artnet Konzern tätig, im Vergleich zu 14 Teilzeitbeschäftigten im 1. Halbjahr des Vorjahres. Im Vertrieb und in sonstigen Bereichen hatte der Konzern neun freie Mitarbeiter, während es zum 30. Juni 2012 elf freie Mitarbeiter waren.

Allgemeine Informationen und Geschäftstätigkeit

Die artnet AG ist eine Holding-Gesellschaft, deren Aktien am Geregelten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sind. Ihre wesentliche Beteiligung ist die hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation, die 1989 in New York gegründet wurde. Die artnet AG ("artnet" oder "die Gesellschaft") und Artnet Worldwide Corporation ("Artnet Corp.", zusammen "der artnet Konzern" oder "der Konzern") sind unter dem Markennamen "artnet" tätig.

Die Artnet Worldwide Corporation hat zwei hundertprozentige Tochtergesellschaften: artnet UK Ltd. und artnet France sarl. artnet UK Ltd. erbringt Dienstleistungen im Bereich Vertrieb und Kundenbetreuung in Großbritannien. Für artnet France wurde im Juni 2012 im Rahmen der Restrukturierung die Schließung des Büros in Paris beschlossen.

Die Unternehmenswebseiten www.artnet.com, www.artnet.de und www.artnet.fr bieten einen weltweit einmaligen Überblick des Kunstmarktes und zogen damit im 1. Halbjahr 2013

durchschnittlich 1,3 Mio. Besucher (Unique Visitors) im Monat an. Dank der zeitnah bereitgestellten Informationen zum Wert von Kunstwerken sowie zu Künstlern, Galerien, Preisentwicklungen, Ausstellungen, Nachrichten und Rezensionen ist es für Sammler und Kunstexperten leichter, sich im Kunstmarkt zurechtzufinden.

Zum 30. Juni 2013 umfasste der Bereich artnet Galerien 1.700 der weltweit renommiertesten Kunstgalerien aus mehr als 55 Ländern. Die Mitgliedsgalerien sind in einem Verzeichnis nach Fachgebieten und Standorten zusammengefasst und präsentieren die im Inventar befindlichen insgesamt 170.000 Werke von 32.000 Künstlern. Über die artnet Galerien werden neben sämtlichen Formen der Zeitgenössischen, Modernen und Klassischen Kunst auch Designobjekte sowie Kunsthandwerk und Antiquitäten aus allen Epochen, vom ersten Jahrhundert vor Christus bis heute, angeboten. artnet Auktionshaus-Partnerschaft ist die ideale Lösung für ein Auktionshaus, um seine internationale Präsenz für seine Auktionen auszubauen und eine große Anzahl potenzieller Käufer direkt auf die eigene Website zu leiten. Mit der artnet Auktionshaus-Partnerschaft besitzen Auktionshäuser die Flexibilität, Verkäufe ganz oder teilweise auf der artnet Website zu veröffentlichen. Darüber hinaus besteht die Option, jedes Los auf artnet mit dem gleichen Los in ihrem eigenen Online-Katalog zu verlinken. Alle Lose sind mit dem artnet Kalender, der eine Übersicht über die nächsten Auktionstermine bietet, verlinkt und haben ein gutes Ranking bei den Suchergebnissen in artnet und Google. Die artnet Auktionshaus-Partnerschaft sorgt für die Berichterstattung und direkte Weiterleitung von artnet zur Website des Auktionshauses.

Die artnet Price Database, welche die artnet Price Database Fine Art and Design und die artnet Price Database Decorative Art umfasst, ist eine Online-Datenbank mit mehr als 8 Mio. illustrierten Auktionsergebnissen von über 1.400 der führenden internationalen Auktionshäuser. Dieses Produkt sorgt für Preistransparenz in dem komplexen Kunst- und Antiquitätenmarkt. Die Abonnenten der artnet Price Database Fine Art and Design und der artnet Price Database Decorative Art erhalten Zugang zu Informationen über bevorstehende Auktionen, zu aktuellen Ergebnissen sowie Auktionsergebnissen seit 1985 und damit topaktuelle und objektive Werte für Kunstwerke, die sie kaufen oder verkaufen möchten. Die artnet

Price Database ist bei Gutachtern, Händlern, Auktionshäusern, Finanziers und privaten wie staatlichen Institutionen (einschließlich der US-Steuerbehörde IRS und der US-Bundespolizei FBI) sehr beliebt. Was jedoch am wichtigsten ist: Sie dient privaten Sammlern als illustriertes Nachschlagewerk, das sie verwenden können, um den Wert ihrer Kunstwerke zu ermitteln und deren Potenzial bei einer Auktion oder auf dem Händlermarkt abzuschätzen. Händler und Auktionshäuser nutzen für die Bewertung und den Verkauf wichtiger Kunstwerke auch die Comps (vergleichbare Auktionsergebnisse aus der artnet Price Database).

Eine Ergänzung der artnet Price Database ist das Produkt artnet Market Alert, das Abonnenten per E-Mail benachrichtigt, wenn Kunstwerke ihrer bevorzugten Künstler bei einer Auktion oder in artnet Galerien bzw. über artnet Auctions zum Verkauf angeboten werden.

Das im Mai 2012 am Markt eingeführte Produkt artnet Analytics ist der erste Kunstindex, der es gestattet, die Marktleistung von Künstlerinnen und Künstlern, Kunstkategorien wie Zeitgenössische, Asiatische oder Moderne Kunst sowie kundenspezifischen Gruppen von Kunstwerken im Vergleich mit Finanzindizes wie Dow Jones oder S&P 500 zu bewerten. Dieses Produkt zur Kunstmarktanalyse stellt seinen Nutzern Berichte für mehr als 800 Künstlerinnen und Künstler sowie für rund 46.000 vergleichbare Werkgruppen zur Verfügung.

Dank der artnet Auctions hat sich artnet zu einer kundenbezogenen Transaktionsplattform (Business to Customer – B2C) mit integriertem Informationsangebot entwickelt. Die wichtigsten Vorteile für Käufer und Verkäufer bei artnet Auctions sind die attraktiven Preise und die kurzen Umschlagszeiten. Geschäfte werden innerhalb weniger Wochen abgeschlossen und nicht wie bei konventionellen Auktionshäusern in einem halben bis einem Jahr. Über artnet Auctions werden Kunstwerke erstklassiger moderner und zeitgenössischer Künstler regelmäßig im fünf- bis sechsstelligen Bereich verkauft.

artnet Monografien ist eine Kunstbibliothek im Internet, die in enger Zusammenarbeit mit Künstlern, Nachlässen, Stiftungen und Galerien entwickelt wurde. Diese ständig wachsende Quelle für Monografien von Künstlern der Moderne und Gegenwart

zeichnet sich durch eine große Auswahl zeitgenössischer Werke und 148 Biografien aus. artnet Monografien sind auf der artnet Website kostenlos einsehbar.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Ablauf des 31. Juli 2013 scheidet Herr Prof. Dr. Walter Rust als stellvertretender Vorsitzender aus dem Aufsichtsrat der artnet AG aus. Anstelle von Herrn Prof. Dr. Walter Rust wird mit Wirkung zum 01. August 2013 Frau Piroschka Dossi in den Aufsichtsrat bestellt.

Weitere berichtspflichtige Ereignisse von wesentlicher Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des artnet Konzerns haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ergeben.

Risiken der künftigen Entwicklung

artnet ist der Auffassung, dass sich das Risikoprofil seit dem 31. Dezember 2012 nicht verändert hat.

Ausblick

Ich freue mich, berichten zu können, dass das zweite Quartal 2013 einen weiteren erfolgreichen Schritt in Richtung unseres Ziels, der Rückkehr unseres Unternehmens zu einer gesunden Rentabilität, darstellt.

Nach rund einem Jahr der Umstrukturierung zeigt jeder Kernbereich unseres Geschäfts Stärke und ist gut positioniert, um wieder zu wachsen und seine Vorrangstellung im Markt auszubauen.

Unsere Price Database expandiert weiter. In den letzten sechs Monaten haben wir weitere 164 Auktionshäuser hinzugewonnen und zählen nun insgesamt mehr als 1.400. Zwar ist die Zahl der Abonnenten aufgrund von Preiserhöhungen vorübergehend zurückgegangen, aber dieser Rückgang fiel geringer aus als erwartet und der Umsatz ist stabil. 2012 brachte der Umsatzerlös erstmals mehr als 5 Mio. Euro ein und ist damit für dieses Produkt höher als je zu vor. In der Branche wird unsere Price Database weithin als Goldstandard betrachtet, als die Quelle, an die man sich wendet, wenn man absolut verlässliche Zahlen benötigt. Wir werden die Price Database in diesem Sinne weiterentwickeln und vor fremdem Zugriff schützen. Dies trifft in besonderem Maße zu, da wir in China expandieren; einem Markt, dem es an Transparenz mangelt.

Unser Unternehmensbereich Analytics Reports hat erstaunlicherweise dieselben Probleme sich im Publikum durchzusetzen wie einst unsere Price Database. Das ist überraschend, wenn man das Ausmaß und die Bedeutung der Datenbank bedenkt, die sie inzwischen erreicht hat. Auch der Bekanntheitsgrad des einzigartigen und sehr nützlichen Produkts, Analytics Reports, nimmt bei seinem Zielpublikum allmählich zu und immer mehr Sammler und Investoren erkennen den Stellenwert und die hohe Bedeutung.

Die Zahl der Mitglieder der artnet Galerien hat sich erfreulicherweise stabilisiert und steigt nun allmählich wieder an. Sie werden sich erinnern, dass zahlreiche Galerien, unsere Kunden, mit Beginn der Finanzkrise in Schwierigkeiten gerieten und dass dadurch unsere Umsätze zurückgingen. Diese Entwicklung wurde dadurch verstärkt und verlängert, dass sich anschließend eine große Zahl von neuen Konkurrenten auf diesem Markt betätigten, die erhebliche Mittel für Werbung eingesetzt haben und uns einige unserer Kunden abgeworben haben. Inzwischen hat sich die Begeisterung für diese Konkurrenten erheblich vermindert und wir gewinnen unsere Kunden zurück. Trotz einer geringeren Anzahl von Mitgliedsgalerien konnten wir unseren Umsatz im Galerien-Geschäft konstant halten.

Die Werbeeinahmen gingen im Vorjahresvergleich um rund 10 % zurück, tendieren aber ebenfalls nach oben und weisen im zweiten Quartal dieses Jahres gegenüber dem ersten Quartal ein Plus von 12 % auf. Wir haben zusätzliche Möglichkeiten zur weiteren Anzeigenschaltung geschaffen, um dadurch noch mehr Kunden zu erreichen. Unsere Zugriffszahlen der Website liegen weit über denen unserer Mitbewerber. So geht beispielsweise unser neuer galerieorientierter monatlicher E-Mail-Newsletter an mehr als 250.000 Empfänger und weckt so das Interesse von Galerien ebenso wie von Sammlern.

Unsere Auktionen erholen sich von einem vorübergehenden Einbruch im ersten Quartal, nachdem wir unsere Vertriebsaktivitäten überarbeitet und die Anzahl von Themenauktionen erhöht haben. Wenngleich der Umsatz im Vorjahresvergleich um unbefriedigende 20 % zurückgegangen ist, sehen wir auch hier einen positiven Trend gegenüber dem letzten Quartal. Im zweiten Quartal haben wir mehr als 500 Lose mit einem Durchschnittswert von USD 8.000 an insgesamt mehr als 350 Käufer aus 38 verschiedenen Ländern verkauft. Gegenüber dem ersten Quartal ist die Anzahl der verkauften Lose im zweiten Quartal um nahezu 8,5 %, der Umsatz insgesamt um 6 % gegenüber dem ersten Quartal gestiegen.

Zu den wichtigsten Kategorien der artnet Auctions gehören Pop Art, Urban Art, Fotografie und Asiatische Kunst. Zu den herausragenden Verkäufen zählten im zweiten Quartal 2013 Werke moderner und zeitgenössischer Meister, einschließlich:

  • • Alberto Giacometti, Tête de Femme (1947)–das umsatzstärkste Einzelwerk von artnet im 2. Quartal 2013– das zu einem Preis von USD 57.500 verkauft wurde
  • • Jasper Johns, Flag (Moratorium) (1969), das für USD 18.400 verkauft wurde
  • • Kenneth Noland, Tomorrow (1976), das für USD 40.250 verkauft wurde.

Die Verkaufszahlen im vergangenen Jahr fielen insbesondere deshalb besonders gut aus, da wir einige wenige Kunden hatten, die sehr aktiv waren. Unser Kundenstamm ist nun breiter und diversifizierter aufgestellt als jemals zuvor und umfasst 906 Einlieferer und 593 Käufer aus 44 Ländern allein in den letzten sechs Monaten.

Um unser Geschäft auf höherwertige, rentablere Werke auszurichten, haben wir vor Kurzem wichtige Änderungen an unserer Gebührenstruktur vorgenommen, um einen Anreiz für Einlieferungen von Losen mit einem Wert von mehr als USD 10.000 zu schaffen. Wir haben die Verkäufergebühr für diese höherwertigen Lose vollständig abgeschafft – eine branchenweite Neuheit und ein Wettbewerbsvorteil, von dem wir überzeugt sind, dass er uns bei der Expansion in den kommenden Monaten helfen wird. Darüber hinaus haben wir eine Einstellungsgebühr von USD 150 für Lose mit geringerem Wert eingeführt, die das Problem der Rentabilität beim Verkauf derartiger Lose lösen soll. Wir gehen davon aus, dass diese Änderungen zukünftig erhebliche positive Auswirkungen haben werden.

Vor allem freuen wir uns, mitteilen zu können, dass wir trotz weitgehend stabiler Umsätze nun eindeutig auf dem richtigen Weg zur Wiederherstellung der Rentabilität in diesem Jahr sind. Wir haben im zweiten Quartal einen Gewinn von EUR 28.000 (USD 36.000) erwirtschaftet, der schon fast ausgereicht hat, um in diesem Jahr wieder rentabel zu sein. Nach einem Verlust von EUR 78.000 (USD 103.000) im ersten Quartal liegt unser Nettoergebnis der ersten Jahreshälfte bei einem geringen Verlust von EUR 51.000 (USD 67.000). Dies ist offensichtlich eine erhebliche Verbesserung gegenüber letztem Jahr. Wir rechnen damit, dass wir nun auf diesem positiven Kurs bleiben und das Jahr 2013 rentabel beenden werden.

Was die Zukunft angeht, so kommen wir der Einführung unserer neu gestalteten Website näher, die für Ende des Jahres geplant ist. Wir freuen uns sehr über unseren Fortschritt in diesem Bereich. Wenngleich die Veränderungen, die wir im letzten Jahr erlebt haben, tief greifend waren, waren sie größtenteils für unsere Kunden nicht sichtbar. Unsere neu gestaltete Website wird die greifbarste öffentliche Darstellung unseres Neustarts sein. Die überarbeitete Website wird ein neues Design, eine neue Navigation und neue Funktionalitäten bieten. Diese Veränderungen basieren auf den aktuellsten Trends im Website-Design. Das Redesign hat mehr zu bieten als eine angenehme Oberfläche. Es soll es den Millionen von Besuchern, die wir jeden Monat zählen, leichter machen, die Kunst, die sie lieben, zu finden und zu entdecken. Sie wird die Chancen für Mitgliedsgalerien und für unsere eigenen Auktionen erhöhen, Sammler aus der ganzen Welt anzuziehen und den Kontakt zu ihnen herzustellen – und auf diese Weise mehr Umsatz zu generieren. Darüber hinaus wird es unsere Marke verjüngen und einen moderneren und anspruchsvolleren Eindruck vermitteln, wer wir sind und was wir bieten.

Die Probleme der letzten vier Jahre stellten in ihrer Konzentrierung und in der zusätzlich oft sehr unglücklichen Abfolge die auch zu bedrohlichen Situationen für die Gesellschaft geführt haben eine große Herausforderung für das Management dar. Ich bin froh und erleichtert, dass wir diese schwierige Zeit erfolgreich überstanden haben. Während wir enorme Fortschritte insbesondere hinsichtlich der Rentabilität machen, erkennen wir, dass wir noch nicht all unsere Ziele erreicht haben, aber wir haben die tiefste Stelle des Tals hinter uns, und wenn jetzt nicht neue Überraschungen auf uns zukommen, die unsere Entwicklung beeinträchtigen, dann sollte es endlich deutlich aufwärtsgehen mit artnet.

Nach wie vor versuchen zahlreiche Mitbewerber mit uns zu konkurrieren, aber sie tun sich schwer. Wir verfügen über ein Geschäftsmodell, das in der Branche einzigartig und praktisch nicht reproduzierbar ist. Die Kombination unserer Price Database, der artnet Galerien und der artnet Auctions ist ein außergewöhnlicher Wettbewerbsvorteil, denn alle Motoren des Geschäfts stärken sich gegenseitig. Für den Online-Verkauf von Kunstwerken wird in den nächsten Jahren ein Wachstum von nahezu 20 % vorausgesagt. Unsere Spitzenposition in jedem dieser Geschäftsbereiche bedeutet, dass wir besser als alle anderen in diesem Markt positioniert sind, um von dem projektierten Wachstum zu profitieren. Wenngleich einige unserer Mitbewerber viel Lärm machen, können wir den tatsächlichen, öffentlichen und geprüften Umsatz vorweisen, der uns an die Spitze unserer Kategorie bringt, und zwar deutlich. Die vor fünf Jahren eingeführten artnet Auctions, sowie die vor einem Jahr vorgestellten Analytics, benötigen zusammen ca. 2 Mio. USD jährliche direkte Kosten, die wir als Gewinn ausweisen könnten, wenn wir uns nicht entschlossen hätten, diese neuen Dienstleistungen in unser Programm aufzunehmen und artnet damit rechtzeitig für die Zukunft zu positionieren, die inzwischen von allen als unausweichlich gesehen wird. Wir haben ein Team, das geschlossen hinter dieser gemeinsamen Strategie steht. Ich bin davon überzeugt, dass wir mit der Rückkehr zur Rentabilität in diesem Quartal die größten Hürden gemeistert haben, dass die Zukunft für artnet zahlreiche

interessante Möglichkeiten birgt und dass wir unsere langjährige Vorreiterrolle und Marktführerschaft weiter ausbauen werden.

Berlin, den 05. August 2013

Vorstandsvorsitzender Jacob Pabst

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Berlin, den 05. August 2013

Vorstandsvorsitzender Jacob Pabst

artnet AG Konzern-Bilanz

zum 30. Juni 2013

30.06.2013
USD
31.12.2012
USD
30.06.2013
EUR
31.12.2012
EUR
Aktiva
Kurzfristige Vermögenswerte
Liquide Mittel 1.535.707 994.773 1.180.191 752.546
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.013.983 1.221.058 779.246 923.730
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 557.487 737.968 428.429 558.273
Kurzfristige Vermögenswerte Gesamt 3.107.177 2.953.799 2.387.866 2.234.549
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen
Immaterielle Vermögenswerte
1.187.168
1.675.505
1.374.634
1.327.877
912.339
1.287.626
1.039.911
1.004.539
Kautionsforderungen 386.472 379.921 297.004 287.410
Aktive latente Steuern 1.907.577 1.907.577 1.465.973 1.443.082
Langfristige Vermögenswerte Gesamt 5.156.722 4.990.009 3.962.942 3.774.942
Vermögenswerte Gesamt 8.263.899 7.943.808 6.350.808 6.009.491
Passiva
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 682.673 844.777 524.634 639.074
Abgegrenzte Schulden und sonstige Verbindlichkeiten 691.229 986.751 531.209 746.477
Rückstellungen 164.770 170.041 126.626 128.636
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 314.896 297.649 241.998 225.171
Verbindlichkeiten aus Darlehen 647.357 - 505.000 -
Umsatzabgrenzung 1.912.142 1.760.941 1.469.481 1.332.152
Kurzfristige Verbindlichkeiten Gesamt 4.413.067 4.060.159 3.398.948 3.071.510
Langfristige Verbindlichkeiten
Abgrenzung Mietincentive 352.862 267.896 271.174 202.663
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 395.333 484.933 303.813 366.852
Langfristige Verbindlichkeiten Gesamt 748.195 752.829 574.987 569.515
Verbindlichkeiten Gesamt 5.161.262 4.812.988 3.973.935 3.641.025
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 5.941.512 5.941.512 5.631.067 5.631.067
Eigene Aktien -269.241 -269.241 -264.425 -264.425
Kapitalrücklage 52.248.851 52.240.459 50.869.264 50.862.873
Verlustvortrag -54.925.977 -51.784.190 -53.909.439 -51.482.744
Konzernjahresergebnis -66.672 -3.141.787 -50.777 -2.426.695
Unterschiede aus Fremdwährungsumrechnung 174.164 144.067 101.183 48.390
Eigenkapital Gesamt 3.102.637 3.130.820 2.376.873 2.368.466
Verbindlichkeiten und Eigenkapital Gesamt 8.263.899 7.943.808 6.350.808 6.009.491

artnet AG Konzern-Gesamtergebnisrechnung

für das 1. Halbjahr 2013 und für das 2. Quartal 2013

01.01.–
30.06.2013
01.01.–
30.06.2012
berichtigt
01.01.–
30.06.2013
01.01.–
30.06.2012
berichtigt
01.04.–
30.06.2013
01.04.–
30.06.2012
berichtigt
01.04.–
30.06.2013
01.04.–
30.06.2012
berichtigt
USD USD EUR EUR USD USD EUR EUR
Umsatzerlöse
artnet Galerien 3.202.192 3.218.967 2.438.789 2.481.180 1.636.714 1.596.853 1.253.252 1.243.507
artnet Price Database 3.265.440 3.277.287 2.486.959 2.526.133 1.593.078 1.641.553 1.220.479 1.278.068
artnet Advertising 712.341 792.763 542.519 611.062 376.896 396.946 288.487 309.054
artnet Auctions 1.439.477 1.804.021 1.096.306 1.390.539 741.679 841.325 567.863 656.002
Umsatzerlöse Gesamt 8.619.449 9.093.038 6.564.573 7.008.914 4.348.366 4.476.676 3.330.080 3.486.630
Umsatzkosten 3.828.422 4.148.053 2.915.726 3.197.319 1.907.418 2.190.517 1.460.950 1.703.719
Bruttoergebnis 4.791.027 4.944.985 3.648.847 3.811.595 2.440.948 2.286.159 1.869.130 1.782.911
Betriebliche Aufwendungen
Vertrieb und Marketing 1.191.136 1.123.221 907.169 865.779 581.053 604.384 445.153 469.906
Allgemeine Verwaltungskosten 2.361.492 2.606.036 1.798.512 2.008.733 1.182.702 1.462.875 905.814 1.136.501
Produktentwicklung 1.188.722 1.686.314 905.331 1.299.811 570.441 860.656 437.107 669.834
Vergütungen aus Aktienoptionen 8.392 94.974 6.391 73.206 3.754 41.358 2.879 32.297
Betriebliche Aufwendungen Gesamt 4.749.742 5.510.545 3.617.404 4.247.529 2.337.950 2.969.273 1.790.954 2.308.538
Betriebsergebnis 41.285 -565.560 31.442 -435.934 102.998 -683.114 78.176 -525.627
Zinsaufwand -25.521 -18.393 -19.437 -14.177 -16.922 -11.824 -12.925 -9.165
Zinsertrag 120 - 91 - 40 - 30 -
Sonstige Erträge/-
(Aufwendungen)
-94.210 -74.384 -71.750 -57.335 -64.211 -165.555 -49.032 -126.898
Ergebnis vor Steuern -78.325 -658.337 -59.652 -507.446 21.906 -860.492 16.251 -661.689
Ertragsteuern 11.653 -11.189 8.875 -8.625 14.649 -38.975 11.144 -29.825
Ergebnis aus fortgeführten
Geschäftsbereichen
-66.672 -669.526 -50.777 -516.071 36.555 -899.467 27.395 -691.514
Ergebnis aus aufgegebenem
Geschäftsbereich
- -815.208 - -628.362 - -473.622 - -367.732
Konzernergebnis -66.672 -1.484.734 -50.777 -1.144.433 36.555 -1.373.089 27.395 -1.059.246
Übriges Ergebnis
Unterschiede aus
Fremdwährungsumrechnung
30.097 45.081 52.793 142.529 57.908 120.008 3.307 336.403
Gesamtergebnis der Periode -36.575 -1.439.653 2.016 -1.001.904 94.463 -1.253.081 30.702 -722.843
Ergebnis je Aktie
Unverwässert -0,01 -0,27 -0,01 -0,21 0,01 -0,25 - -0,19
Verwässert -0,01 -0,27 -0,01 -0,21 0,01 -0,25 - -0,19
Ergebnis je Aktie aus aufgegebenem
Geschäftsbereich
Unverwässert -0,01 -0,12 -0,01 -0,09 0,01 -0,16 - -0,12
Verwässert -0,01 -0,12 -0,01 -0,09 0,01 -0,16 - -0,12
Ergebnis je Aktie aus aufgegebenen
Geschäftsbereichen
Unverwässert - -0,15 - -0,11 - -0,09 - -0,07
Verwässert - -0,15 - -0,11 - -0,09 - -0,07
Gewichtete Aktienanzahl
Unverwässert 5.552.986 5.552.986 5.552.986 5.552.986 5.552.986 5.552.986 5.552.986 5.552.986
Verwässert 5.552.986 5.552.986 5.552.986 5.552.986 5.552.986 5.552.986 5.552.986 5.552,986

artnet AG Konzern Eigenkapitalentwicklung (USD)

für das 1. Halbjahr 2013

Gezeichnetes Kapital
Ausgegebene
Aktien
Betrag Eigene Aktien Kapitalrücklage Verlustvortrag Fremdwährungs
umrechnung
Summe
Stand 31.12.2011 5.631.067 5.941.512 -269.241 52.061.314 -51.784.190 205.008 6.154.403
Gesamtergebnis der Periode - - - - -1.484.734 45.081 -1.439.653
Vergütungen aus Aktienoptionen - - - 94.974 - - 94.974
Stand 30.06.2012 5.631.067 5.941.512 -269.241 52.156.288 -53.268.923 250.089 4.809.724
Stand 31.12.2012 5.631.067 5.941.512 -269.241 52.240.459 -54.925.977 144.067 3.130.820
Gesamtergebnis der Periode - - - - -66.672 30.097 -36.575
Vergütungen aus Aktienoptionen - - - 8.392 - - 8.392
Stand 30.06.2013 5.631.067 5.941.512 -269.241 52.248.851 -54.992.649 174.164 3.102.637

artnet AG Konzern Eigenkapitalentwicklung (EUR)

für das 1. Halbjahr 2013

Gezeichnetes Kapital
Ausgegebene
Aktien
Betrag Eigene Aktien Kapitalrücklage Verlustvortrag Fremdwährungs
umrechnung
Summe
Stand 31.12.2011 5.631.067 5.631.067 -264.425 50.723.480 51.482.744 145.052 4.752.430
Gesamtergebnis der Periode - - - - -1.144.433 145.529 -1.001.904
Vergütungen aus Aktienoptionen - - - 73.206 - - 73.206
Stand 30.06.2012 5.631.067 5.631.067 -264.425 50.796.686 -52.627.177 287.581 3.823.732
Stand 31.12.2012 5.631.067 5.631.067 -264.425 50.862.873 -53.909.439 48.390 2.368.466
Gesamtergebnis der Periode - - - - -50.777 52.793 2.016
Vergütungen aus Aktienoptionen - - - 6.391 - - 6.391
Stand 30.06.2013 5.631.067 5.631.067 -264.425 50.869.264 -53.960.216 101.183 2.376.873

artnet AG Konzern-Kapitalflussrechnung

für das 1. Halbjahr 2013

30.06.2013 30.06.2012
berichtigt
30.06.2013 30.06.2012
berichtigt
USD USD EUR EUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Konzernergebnis -66.672 -1.484.734 -50.777 -1.144.433
Gewinn/(Verlust) aus fortgeführten Geschäftsbereichen -66.672 -669.526 -50.777 -516.071
Gewinn/(Verlust) aus aufgegebenem Geschäftsbereich - -815.208 - -628.362
Überleitung des Konzernergebnisses zum Mittelzufluss aus
laufender Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen 266.331 296.860 202.837 228.820
Wertberichtigungen auf/Ausbuchung von Forderungen 157.808 110.287 120.184 85.009
Nicht zahlungswirksame Vergütungen aus Aktienoptionen 8.392 94.974 6.391 73.206
Sonstige nicht zahlungswirksame Transaktionen 610 55.863 465 41.964
Veränderungen bei betrieblichen Aktiva und Passiva:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 49.270 -355.113 37.524 -273.721
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 180.481 -160.535 137.454 -123.741
Kautionen -6.551 198.312 -4.989 152.859
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -162.104 -108.088 -123.458 -83.315
Rückstellungen -5.271 - -4.014 -
Sonstige Verbindlichkeiten und Steuerverbindlichkeiten -210.556 1.088.851 -160.359 839.286
Umsatzabgrenzung 151.201 -17.890 115.155 -14.223
Anpassungen Gesamt 429.608 1.203.521 327.189 926.144
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 362.936 -281.213 276.412 -218.289
Mittelzufluss/(-abfluss) aus fortgeführten Geschäftsbereichen 362.936 163.406 276.412 124.423
Mittelzufluss/(-abfluss) aus aufgegebenem Geschäftsbereich - -444.619 - -342.712
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Investitionen in Sachanlagen -3.847 -475.135 -2.930 -366.234
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -330.827 -253.398 -251.958 -195.319
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -334.674 -728.533 -254.888 -561.553
Mittelzufluss/(-abfluss) aus fortgeführten Geschäftsbereichen -334.674 -728.533 -254.888 -561.553
Mittelzufluss/(-abfluss) aus aufgegebenem Geschäftsbereich - - - -
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Erhaltene Darlehenszahlung 647.357 - 505.000 -
Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing -114.656 -83.038 -87.322 -64.006
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit 532.701 -83.038 417.678 -64.006
Mittelzufluss/(-abfluss) aus fortgeführten Geschäftsbereichen 532.701 -83.038 417.678 -64.006
Mittelzufluss/(-abfluss) aus aufgegebenem Geschäftsbereich - - - -
Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel -20.028 -10.782 -11.557 28.884
Veränderung der Liquiden Mittel 540.934 -1.103.566 427.645 -814.964
Liquide Mittel – zu Geschäftsjahresbeginn 994.773 2.735.520 752.546 2.112.368
Liquide Mittel – am Geschäftsjahresende 1.535.707 1.631.954 1.180.191 1.297.404
Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthaltene Zahlungen
Ertragsteuereinzahlungen/(-auszahlungen) 11.653 -11.189 8.875 -8.625
Ertragsteuereinzahlungen/(-auszahlungen) 11.653 -11.189 8.875 -8.625
Zinsauszahlungen -18.992 -18.393 -14.437 -14.177
Zinseinzahlungen 120 - 91 -

Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss für das 1. Halbjahr 2013

Unternehmensinformationen

Die artnet AG ("artnet AG" oder "die Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Hauptsitz in Berlin, Deutschland. Der eingetragene Sitz der artnet AG, die 1998 nach deutschem Recht gegründet wurde, ist Oranienstraße 164, 10969 Berlin, Deutschland.

Die artnet AG hält 100 % der Geschäftsanteile an der Artnet Worldwide Corp. ("Artnet Corp."), die ihren Geschäftssitz in New York, NY, USA, hat und ihrerseits 100 % der Geschäftsanteile an der artnet UK Ltd. und der artnet France sarl hält. Die artnet AG, die Artnet Corp. sowie alle hundertprozentigen Tochtergesellschaften der Artnet Corp. werden gemeinsam als "Konzern" oder "artnet Konzern" bezeichnet.

Im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit stellt der Konzern Kunstsammlern, Galerien, Verlagen, Auktionshäusern und Kunstliebhabern eine Website zur Verfügung, auf der die Nutzer über Künstler und Kunstpreise recherchieren, sowie die Kunstwerke finden können, die von Galerien auf der ganzen Welt aktuell angeboten werden. Darüber hinaus können auf artnet Auctions, eine spezielle Plattform für Transaktionen, Kunstwerke versteigert werden.

Der Konzern-Zwischenabschluss der artnet AG wurde am 05. August 2013 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Der vorliegende ungeprüfte Konzern-Zwischenabschluss wurde in Einklang mit den Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt, die in der EU auf Zwischenabschlüsse verpflichtend anzuwenden sind. Der Zwischenabschluss entspricht insbesondere den Richtlinien über die Zwischenberichterstattung in IAS 34 und erfüllt darüber hinaus den Deutschen Rechnungslegungsstandard DRS 16

– Zwischenberichterstattung sowie die §§ 37x, 37w WpHG. Dieser Zwischenabschluss enthält nicht alle Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Die Anwendung der folgenden neuen oder geänderten Standards und Interpretationen wurde im Geschäftsjahr 2013 verpflichtend:

Standard (IFRS) or Interpretation (IFRIC) In der EU
verpflichtend
anzuwenden
Verabschiedung
durch die
Europäische
Kommission
IFRS 1* Erstmalige Anwendung der
IFRS – ausgeprägte Hochinflation
und Beseitigung des festen
Übergangszeitpunkts für
Erstanwender
1.1.2013 29.12.2012
IFRS 1* Darlehen der öffentlichen Hand 1.1.2013 5.3.2013
IFRS 7* Finanzinstrumente: Angaben
– Saldierung finanzieller
Vermögenswerte und finanzieller
Verbindlichkeiten
1.1.2013 29.12.2012
IFRS 13 Bemessung des beizulegenden
Zeitwerts
1.1.2013 29.12.2012
IFRS 20 Abraumkosten in der
Produktionsphase einer über Tagebau
erschlossenen Mine
1.1.2013 29.12.2012
IAS 12* Latente Steuern – Realisierung der
zugrunde liegenden Vermögenswerte
1.1.2013 29.12.2012
IAS 19* Leistungen an Arbeitnehmer 1.1.2013 6.6.2012

* Amendments (Änderungen eines bestehenden Standards)

Die erstmalige Anwendung dieser Standards hat keine Auswirkungen auf die Darstellung des Konzern-Zwischenabschlusses 2013.

Die in diesem Zwischenbericht angewendeten Bilanzierungsund Bewertungsmethoden entsprechen denen des letzten Konzernjahresabschlusses. Eine detaillierte Beschreibung der Rechnungslegungsgrundsätze ist im Anhang zum Konzernjahresabschluss unseres Geschäftsberichts 2012 veröffentlicht.

Der Konzern-Zwischenabschluss enthält nach Überzeugung des Vorstands alle Anpassungen, die für eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in der Zwischenberichtsperiode erforderlich sind. Die Ergebnisse der zum 30. Juni 2013 endenden Berichtsperiode lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu.

Der Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2013 und der Konzern-Zwischenlagebericht sind weder gemäß § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen worden.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten. Bilanzstichtag ist der 30. Juni 2013.

Berichtigung von Vorjahresangaben

Die Deutsche Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR) hat festgestellt, dass der verkürzte Abschluss der artnet AG, Berlin, zum Abschlussstichtag 30.06.2012 fehlerhaft war:

Im verkürzten Konzernabschluss zum 30. Juni 2012 wurde ein positives Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen von TEUR 229 und ein Verlust aus aufgegebenen Geschäftsbereichen von EUR 1,374 Mio. ausgewiesen. Es wurden hierbei Kostenumlagen von ca. TEUR 232 im Verlust aus aufgegebenen Geschäftsbereichen erfasst, obgleich diese Aufwendungen auch nach Aufgabe des Bereichs "Magazin" anfallen und diese somit dem fortgeführten Ergebnis zuzurechnen sind. Des Weiteren erfüllte die Schließung des Standorts Paris dem Grunde nach nicht die Definition eines aufgegebenen Bereichs. Wären die Aufwendungen des Standorts Paris so auf die Geschäftsbereiche verteilt worden, wie im Geschäftsjahr 2011, hätte sich das Ergebnis um weitere TEUR 512 verringert. Der unzutreffende Ausweis des Ergebnisses aus aufgegebenen Geschäftsbereichen verstieß gegen IFRS 5.33 (a).

Die Vorjahresangaben in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung und in der Konzern-Kapitalflussrechnung der artnet AG für das 1. Halbjahr 2012 wurden im Konzern-Zwischenabschluss für das 1. Halbjahr 2013 entsprechend der Feststellungen der DPR korrigiert. Die angepassten Spalten werden als

berichtigt bezeichnet. Sämtliche Angaben in diesem Konzern-Zwischenabschluss beziehen sich auf die berichtigten Beträge.

Berichtsperiode

Der Konzern-Zwischenabschluss wurde für die Berichtsperiode vom 1. Januar 2013 bis 30. Juni 2013 erstellt. Das Geschäftsjahr aller Konzerngesellschaften entspricht dem Kalenderjahr.

Fremdwährungsumrechnung und Geschäftsvorfälle in Fremdwährung

Die im Konzern-Zwischenabschluss und im Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss enthaltenen Beträge werden, falls nicht anderweitig ausgewiesen, in Euro (EUR) angegeben. Die Berichtswährung ist Euro.

Die Hauptgeschäftstätigkeit des artnet Konzerns erfolgt im US-Dollar-Währungsraum. Der US-Dollar ist die funktionale Währung der wesentlichen operativen Konzerngesellschaft Artnet Corp. Geschäftsvorfälle, die in anderen Währungen als dem US-Dollar erfolgen, werden mit dem am Tag der Transaktion gültigen Wechselkurs umgerechnet. An jedem Bilanzstichtag werden die monetären Posten in Fremdwährungen mit dem gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Gewinne und Verluste aus dieser Umrechnung werden erfolgswirksam als sonstige Erträge bzw. sonstige Aufwendungen ausgewiesen.

Im Rahmen der Konsolidierung werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Umrechnung von Erträgen und Aufwendungen erfolgt mit dem Durchschnittskurs der Rechnungsperiode. Die sich daraus ergebenden kumulierten Umrechnungsdifferenzen werden innerhalb des Konzern-Eigenkapitals als separater Posten erfasst.

Für die Währungsumrechnung des artnet Konzerns sind die Wechselkursrelationen des US-Dollars (USD) zum Euro (EUR) und zum Pfund Sterling (GBP) wesentlich. Der Umrechnung lagen in den angegebenen Perioden jeweils die folgenden Wechselkurse zugrunde:

USD in EUR USD in GBP
30.06.2013 31.12.2012 30.06.2013 31.12.2012
Stichtagskurs 0,7685 0,757 0,6572 0,619
Periodendurchschnittskurs 0,7616 0,778 0,6476 0,631

Konsolidierungskreis und konsolidierte Unternehmen

In den Konzernabschluss sind die rechtliche Muttergesellschaft artnet AG und ihre hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Corp. sowie deren Tochtergesellschaften einbezogen. Eine zur Einbeziehung in den Konzernabschluss führende Beherrschung liegt vor, wenn eine Konzerngesellschaft die Möglichkeit zur Bestimmung der Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens hat, um aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen.

Die am 23. Februar 1999 erfolgte Einbringung der Anteile an der Artnet Corp. behandelte die artnet AG im Konzernabschluss in Übereinstimmung mit IFRS 3, B1 ff. als umgekehrten Unternehmenserwerb durch die Artnet Corp. (reverse acquisition). Die Erstkonsolidierung wurde daher so durchgeführt, dass die artnet AG als rechtlicher Erwerber auf die Tochtergesellschaft Artnet Corp. konsolidiert wurde, da diese als wirtschaftlicher Erwerber anzusehen war.

Am 1. November 2007 gründete die Artnet Corp. die hundertprozentige Tochtergesellschaft artnet UK Ltd., die als ihre Vertriebsgesellschaft in Großbritannien fungiert.

Am 3. Juli 2008 gründete die Artnet Corp. die artnet France sarl, bei der es sich um eine hundertprozentige Tochtergesellschaft handelt. Für artnet France wurde im Juni 2012 im Rahmen der Restrukturierung die Schließung des Büros in Paris beschlossen. Der wichtige französische Markt wird nun von unserem Hauptsitz in New York und von Berlin aus betreut.

Im Rahmen der Konsolidierung wurden alle wesentlichen konzerninternen Geschäftsvorfälle, Bestände, Erträge und Aufwendungen eliminiert.

Gezeichnetes Kapital

Bedingtes Kapital – Anteilsbasierte Vergütung

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 wurde das Grundkapital durch Ausgabe von bis zu 560.000 neuen Inhaber-Stückaktien in Form von Aktienoptionen an die Vorstandsmitglieder der Gesellschaft und Mitglieder der Geschäftsführung von verbundenen Unternehmen sowie Mitarbeiter der artnet AG oder ihrer verbundenen Unternehmen um bis zu EUR 560.000 bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2009/I).

Aus dem bedingten Kapital wurden bisher keine Aktien ausgegeben.

Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung der artnet AG vom 15. Juli 2009 wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, bis zum 14. Juli 2014 das gezeichnete Kapital durch Ausgabe von 2.800.000 neuen Inhaber-Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen um bis zu EUR 2.800.000 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2009/I).

Aus dem genehmigten Kapital 2009/I wurden bisher keine Aktien ausgegeben.

Eigene Aktien

Am 30. Juni 2013 hielt die artnet AG unverändert zum Vorjahr 78.081 eigene Aktien, was 1,4 % des Grundkapitals entsprach.

Durch Beschluss der Hauptversammlung der artnet AG vom 14. Juli 2010 wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, bis zum 13. Juli 2015 eigene Aktien bis max. 10 % des aktuellen Grundkapitals zu erwerben. Die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit den von der Gesellschaft gehaltenen

oder der Gesellschaft gemäß §§ 71 ff. AktG zustehenden anderen eigenen Aktien auf keinen Fall 10 % des Grundkapitals übersteigen. Die Frist gilt nur für den Erwerb – nicht für den Besitz – der Aktien.

Beziehungen zu nahe stehenden Personen und Unternehmen

Zum 30. Juni 2013 umfassen die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns neben den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten ein vom Hauptaktionär gewährtes Darlehen in Höhe von EUR 500.000, rückzahlbar am 1. Mai 2014. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Honorarforderungen der Galerie Neuendorf AG in Höhe von EUR 270.000, über die eine Stundungsvereinbarung bis zum 31. März 2014 geschlossen wurde. Diese Maßnahmen dienen zur Deckung eines möglichen vorübergehenden Liquiditätsengpasses, welcher sich aus saisonal bedingten Schwankungen der Zahlungseingänge ergeben könnte.

Zum 10. Juni 2013 wurde Herr Hans Neuendorf für Herrn Dr. Jochen Gutbrod als Mitglied des Aufsichtsrates bestellt.

Ertragsteuern

Der laufende Ertragsteueraufwand wird für die Zwischenberichtsperiode auf Basis des für das gesamte Geschäftsjahr geschätzten durchschnittlichen Ertragsteuersatzes angegeben. Aufgrund ihrer steuerlichen Verlustvorträge muss die Artnet Corp. nur die US-Mindestkörperschaftssteuer zahlen.

Der Konzern prüft die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern einmal jährlich und wird diese zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 auf der Basis der dann aktuellen Unternehmensplanung für die Geschäftsjahre 2014 bis 2016 erneut überprüfen.

Aufgegebener Geschäftsbereich

Im Juni 2012 hat der Vorstand entschieden, den Geschäftsbereich artnet Magazin aufzugeben.

Der Verlust aus aufgegebenem Geschäftsbereich umfasst die dem ehemaligen Segment direkt zurechenbaren laufenden Personal- und Sachkosten, die in 2012 angefallenen Schließungskosten und anteilige Gemeinkosten, die im Wege einer verursachungsgerechten Schlüsselung zugeordnet wurden. Die Kosten der Schließung des Pariser Büros wurden dem aufgegebenen Geschäftsbereich nur insoweit zugeordnet, wie diese direkt die Erstellung des französischen Magazins betrafen, zuzüglich anteiliger Gemeinkosten.

Wie im Abschnitt Berichtigung von Vorjahresangaben angegeben wurden die Angaben zu dem aufgegebenen Geschäftsbereich für das 1. Halbjahr 2012 in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung und in der Konzern-Kapitalflussrechnung berichtigt.

Dem aufgegebenen Geschäftsbereich artnet Magazin sind zum 30. Juni 2013 keine Vermögenswerte mehr zuzuordnen. Hingegen entfallen EUR 37.000 der Rückstellungen auf den aufgegebenen Geschäftsbereich.

Segmentberichterstattung

Der Konzern berichtet über die Geschäftssegmente in gleicher Form, wie er diese Informationen entsprechend dem internen Berichtswesen an die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat weiterleitet.

Die Berichterstattung des Konzerns bezieht sich auf die folgenden vier fortgeführten Segmente:

  • • Das Segment artnet Galerien präsentiert die zum Verkauf stehenden Kunstwerke der Mitgliedsgalerien im Internet.
  • • Das Segment artnet Price Database umfasst alle datenbankbezogenen Produkte. Hierzu gehören die artnet Price Database Fine Art and Design und die artnet Price Database Decorative Art sowie die darauf aufbauenden Produkte artnet Market Alert, artnet Market Reports, artnet Analytics und artnet Monografien.
EUR
Periode zum artnet artnet artnet artnet
30. Juni 2013 Galerien Price Database Auctions Advertising Summe
Umsatzerlöse 2.439.000 2.487.000 1.096.000 543.000 6.565.000
Ergebnis vor Steuern 507.000 141.000 -845.000 137.000 -60.000
EUR
Periode zum artnet artnet artnet artnet Fortgeführte Aufgegebener
30. Juni 2012 Galerien Price Database Auctions Advertising Geschäftsbereiche Geschäftsbereich
Umsatzerlöse 2.471.182 2.536.130 1.390.540 611.062 7.008.915 41.000
Ergebnis vor Steuern -173.788 429.051 -732.297 -30.412 -507.446 -628.362

Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich mittels Division des Konzernergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Berichtsjahr in Umlauf befindlichen Stammaktien.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich in derselben Weise wie das unverwässerte Ergebnis je Aktie, mit dem Unterschied, dass sich die durchschnittliche Anzahl der in Umlauf befindlichen Stammaktien um die Anzahl der Aktien aus potenziellen Optionsausübungen erhöht.

Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie beruht auf den folgenden Daten:

1.1.–30.06.2013 1.1.–30.06.2012
EUR EUR
Zähler (Ergebnis):
Konzernergebnis des 1. Halbjahres -50.777 -1.144.433
Nenner (Anzahl der Aktien):
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien
zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie 5.552.986 5.552.986
(ausgegeben und voll eingezahlt)
Auswirkungen der potenziell verwässernden Aktien aus
Aktienoptionen - -
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien zur
Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie 5.552.986 5.552.986

Der gewichtete durchschnittliche Ausübungspreis der gewährten Aktienoptionen übersteigt den durchschnittlichen Aktienkurs im Jahr 2013. Folglich gibt es keine verwässernden Aktien.

Mitarbeiter

Im 1. Halbjahr 2013 hatte der Konzern 107 Vollzeitmitarbeiter, verglichen mit 122 Mitarbeitern im Vorjahreshalbjahr. Darüber hinaus waren im 1. Halbjahr 2013 acht teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter für den artnet Konzern tätig, gegenüber 14 Teilzeitbeschäftigten im 1. Halbjahr des Vorjahres. Im Vertrieb und in sonstigen Bereichen hatte der Konzern neun freie Mitarbeiter, während es im Vorjahreshalbjahr elf freie Mitarbeiter waren.

Schätzungen und Annahmen im Rahmen der Rechnungslegung

Zur Erstellung des Konzernabschlusses gemäß IFRS müssen Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die die Höhe der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen und darüber hinaus die Angaben im Anhang zum Zwischenabschluss beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen.

Die von der Geschäftsführung vorgenommenen Schätzungen, die einen wesentlichen Einfluss auf den Konzern-Zwischenabschluss haben, betreffen den Ansatz und die Bewertung der aktiven latenten Steuern und der Entwicklungskosten, die Bewertung der Rückstellungen, die Nutzungsdauer der Gegenstände des Anlagevermögens sowie die Beurteilung der Wertberichtigungen für überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Mitteilung über Transaktionen von Personen mit Führungsaufgaben nach § 15a WpHG

Der Gesellschaft wurden keine Transaktionen von Personen mit Führungsaufgaben gem. § 15a WpHG mitgeteilt.

Mitteilungen nach § 26 WpHG

Der Gesellschaft wurden keine gem. § 26 WpHG meldepflichtigen Stimmrechtsveränderungen mitgeteilt.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Ablauf des 31. Juli 2013 scheidet Herr Prof. Dr. Walter Rust als stellvertretender Vorsitzender aus dem Aufsichtsrat der artnet AG aus. Anstelle von Herrn Prof. Dr. Walter Rust wird mit Wirkung zum 01. August 2013 Frau Piroschka Dossi in den Aufsichtsrat bestellt. Weitere berichtspflichtige Ereignisse von wesentlicher Bedeutung für die Vermögens-, Finanzund Ertragslage des artnet Konzerns haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ergeben.

Berlin, den 05. August 2013

Vorstandsvorsitzender Jacob Pabst

artnet AG

Aufsichtsrat John Hushon, Vorsitzender Prof. Dr. Walter Rust, Stellvertretender Vorsitzender Hans Neuendorf Vorstand Jacob Pabst, Vorstandsvorsitzender

Artnet Worldwide Corporation

Jacob Pabst, CEO artnet UK Ltd.

Jacob Pabst, CEO

artnet France sarl

Jacob Pabst, CEO

Geschäftsstellen

artnet AG

Oranienstraße 164 10969 Berlin [email protected] Tel. +49 (0)30 209 178-0 Fax +49 (0)30 209 178-29

Artnet Worldwide Corporation

233 Broadway, 26th Floor New York, NY 10279-2600 USA [email protected] Tel. +1-212-497-9700 Fax +1-212-497-9707

artnet UK Ltd.

Morrell House 98 Curtain Road London EC2A 3AF Großbritannien [email protected] Tel. +44 (0)20 7729 0824 Fax +44 (0)20 7033 9077

Investor Relations

Informationen für Investoren und den Jahresabschluss finden Sie unter www.artnet.de/investor-relations.

Weitere Anfragen können per E-Mail an [email protected] oder per Post an eine unserer Geschäftsstellen gerichtet werden.

Informationen zur Aktie

Die Stammaktien der artnet AG werden am Geregelten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse unter dem Börsenkürzel «Art» gehandelt. Meldungen zu relevanten Unternehmensentwicklungen finden Sie unter www.artnet.de/investor-relations.

Wertpapier-Kenn-Nummer

[WKN] A1K037 ISIN DE000A1K0375

Konzept und Realisation:

Artnet Worldwide Corporation

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