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artnet AG — Interim / Quarterly Report 2012
Nov 15, 2012
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Interim / Quarterly Report
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artnet AG 3/2012
Neunmonatsbericht 2012
Konzern-Zwischenlagebericht
GESCHÄFTSENTWICKLUNG
Überblick über die Geschäftsentwicklung für die neun Monate zum 30. September 2012
In den ersten neun Monaten des Jahres 2012 stiegen die Umsatzerlöse der Gesellschaft von EUR 9.932.000 in der Vergleichsperiode 2011 um 2,8% auf EUR 10.208.000, gingen jedoch in USD um 6,4% von USD 13.967.000 auf USD 13.080.000 zurück.
artnet Auctions verzeichnet nach wie vor ein starkes Wachstum – die Umsatzerlöse dieses Segments stiegen in den ersten neun Monaten 2012 in EUR um 18,8 % von EUR 1.589.000 in der Vorjahresperiode auf EUR 1.887.000 und in USD um 8,2 % von USD 2.234.000 auf USD 2.418.000.
In den ersten neun Monaten 2012 betrugen die Käufer- und Verkäuferprämien der artnet Auctions durchschnittlich 19 % gegenüber 21 % im gleichen Zeitraum 2011. Das Umsatzwachstum ist durch höhere Durchschnittspreise pro Auktionslos zu erklären (ein Plus von 33 % auf durchschnittlich USD 8.900 in den ersten neun Monaten des Jahres 2012 gegenüber USD 6.700 in der Vorjahresperiode).
Die Umsatzerlöse von artnet Galerien stiegen in den ersten neun Monaten 2012 um 4,7 % in EUR auf EUR 3.786.000 (bzw. fielen in USD um 4,6 % auf USD 4.851.000). Ein neues Produktangebot sowie neue Marketing-Initiativen sollen den Rückgang der Galeriemitgliedschaften bei artnet Galerien, die einen Tiefstand von 1.700. erreicht haben, auffangen.
Die Umsatzerlöse der artnet Price Database Fine Art and Design und der artnet Price Database Decorative Art stiegen um EUR 194.000 oder 5,5 % auf EUR 3.733.000 (bzw. gingen um USD 193.000 oder 3,9 % auf USD 4.784.000 zurück). Die Umsatzerlöse des im Juli 2012 neu eingeführten Produkts artnet Analytics trugen mit EUR 67.000 (USD 86.000) zu den Umsatzerlösen bei.
Die Umsätze von artnet Advertising fielen um 32,7 % in EUR auf EUR 801.000 (und um 38,7 % in USD auf USD 1.026.000). Der sich im 3. Quartal fortsetzende Umsatzrückgang erklärt sich aus dem Weggang eines Key Account Managers mit engen persönlichen Kundenkontakten. Mit der durchgeführten Restrukturierung des Sales-Teams und durch weitere Verbesserungen an der Website sowie gezielte Vertriebsmaßnahmen beginnend im 4. Quartal soll zukünftig neuer Umsatz generiert werden.
Das Segment artnet Magazin wurde im Juni 2012 aufgegeben. Die Umsatzerlöse lagen bei EUR 41.000 (USD 53.000) gegenüber EUR 50.000 (USD 70.000) im gleichen Zeitraum 2011.
ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE
Ertragslage
Das Betriebsergebnis aus den fortgeführten Geschäftsbereichen fiel in den ersten neun Monaten 2012 im Vergleich zum Vorjahr um EUR 933.000 (USD 1.310.000) von EUR 921.000 (USD 1.295.000) auf EUR (12.000) (USD (15.000)). Aufgrund von Wechselkursschwankungen sind die Umsatzerlöse auf Euro-Basis gestiegen. In US-Dollar, der Währung, in der die Hauptgeschäftstätigkeit abgewickelt wird, ergab sich ein Umsatzrückgang um USD 888.000. Weiterhin wurde das Betriebsergebnis durch den Anstieg der Umsatzkosten um EUR 729.000 und der betrieblichen Aufwendungen um EUR 478.000 belastet. Der Anstieg der Umsatzkosten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ergibt sich hauptsächlich aus höheren Gehältern für den Bereich artnet Auctions und dem neu eingeführten Produkt artnet Analytics. Zum Anstieg der betrieblichen Aufwendungen (auf USD-Basis ein Rückgang um USD 51.000) führten höhere Aufwendungen für Produktentwicklung sowie der Anstieg der sonstigen administrativen Aufwendungen (Umzug in die neuen Büroräume). Der Anstieg der Entwicklungskosten wurde durch höhere Personal- und Consulting-Aufwendungen im Zusammenhang mit der Neugestaltung und dem Redesign der Website verursacht.
Der Verlust aus der Aufgabe des Geschäftsbereichs artnet Magazin beläuft sich auf EUR 1.290.000 (USD 1.653.000) in den ersten neun Monaten 2012 gegenüber EUR 1.030.000 (USD 1.448.000) im Vergleichszeitraum 2011. Aufgrund von Anpassungen der Rückstellungen ergibt sich im 3. Quartal für den nicht fortgeführten Geschäftsbereich ein positives Ergebnis von EUR 129.000. Die vorzeitige Beendigung des Mietvertrags (ein Nachmieter wurde früher als erwartet gefunden) für die Pariser Büroräume sowie der positive Ausgang von Abfindungsverhandlungen mit ehemaligen Arbeitnehmern führten zur Auflösung von gebildeten Rückstellungen.
Das Konzernergebnis fiel insgesamt von EUR (156.000) bzw. USD (219.000) im Vorjahr um EUR 1.123.000 (USD 1.420.000) auf EUR (1.279.000) (USD (1.639.000)) im Jahr 2012. Der starke Einbruch der Advertising-Erlöse im 3. Quartal, welchen keine wesentlichen Aufwandspositionen gegenüberstehen, trägt
ebenfalls zum starken Rückgang des Konzernergebnisses bei wie die zusätzlich durch die Reorganisation (neben der Auflösung des Geschäftsbereiches Magazin) entstandenen Einmalkosten wie Abfindungen und Beratungskosten. Darüber hinaus liegen die Kosten für Produktentwicklung aufgrund hoher Instandhaltungsaufwendungen für die Neugestaltung der Website weit über den Aufwendungen des Vorjahres. Diese Mehraufwendungen haben hauptsächlich das Ergebnis des 3. Quartals belastet.
Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug EUR (0,23) (USD (0,30)) im Vergleich zu EUR (0,03) (USD (0,04)) in der Vorjahresperiode.
Währungsumrechnung
Für die Währungsumrechnung der Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird der Durchschnittskurs für den Zeitraum bis 30. September 2011 bzw. 2012 verwendet. Für die ersten neun Mwonate des Jahres 2012 lag der Durchschnittskurs bei 0,780 Euro/US-Dollar gegenüber 0,711 Euro/US-Dollar für den Vergleichszeitraum. Der für die Bilanzumrechnung verwendete Fremdwährungskurs ist der Kurs am Periodenende. Der Stichtagskurs zum 30. September 2012 betrug 0,778 Euro/ US-Dollar gegenüber 0,772 Euro/US-Dollar am 31. Dezember 2011.
artnet unterliegt Wechselkursschwankungen, da es Rechnungen in Euro, US-Dollar und Pfund Sterling fakturiert, seine Geschäftstätigkeit aber größtenteils in den USA ausübt. Der Konzern steuert dieses Wechselkursrisiko, indem er die Zahlungen seiner europäischen Kunden in Euro und Pfund Sterling entgegennimmt und mit diesen Zahlungseingängen seine in Europa ansässigen Lieferanten in derselben Währung bezahlt.
Finanzlage
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des artnet Konzerns belief sich zum 30. September 2012 auf EUR (644.000) im Vergleich zu EUR 322.000 zum 30. September 2011. Aus den fortgeführten Geschäftsbereichen ergibt sich ein Rückgang um EUR 917.000. Dieser starke Rückgang des Cashflows ergibt sich aus der Verringerung der Umsatzerlöse hauptsächlich im Bereich Marketing sowie durch den Rückgang von neu abgeschlossenen Verträgen und Renewals. Darüber hinaus wurde der operative Cashflow aus fortgeführten Geschäftsbereichen durch gestiegene Personalkosten sowie Mehraufwendungen für die Neugestaltung und das Redesign der Website negativ beeinflusst.
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit des Konzerns betrug zum 30. September 2012 EUR (625.000) gegenüber EUR (308.000) zum 30. September 2011. Die Bauarbeiten sowie die Anschaffung von Büromöbeln für das neue Büro in New York machen im Jahr 2012 EUR (296.000) (USD (383.000)) des Cashflows aus Investitionstätigkeit des Konzerns aus. Die aktivierten Kosten für Analyse- und Entwicklungstätigkeiten im Segment artnet Analytics belaufen sich auf EUR (165.000) (USD (214.000)), der übrige Betrag ist der Erneuerung der Hard- und Software für die Netzwerk-Infrastruktur zuzuschreiben.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich zum 30. September 2012 auf EUR (149.000) gegenüber EUR (120.000) zum 30. September 2011 und umfasste Zahlungen zur Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen (IT und Büroeinrichtung). Der Anstieg ergibt sich aus dem Abschluss neuer Leasingverträge im Zusammenhang mit der Einrichtung der neuen Büroräume.
Insgesamt verringerten sich die liquiden Mittel von EUR 2.112.000 (USD 2.736.000) am 31. Dezember 2011 auf EUR 703.000 (USD 904.000) am 30. September 2012. Der starke Rückgang der finanziellen Mittel ist die Folge des stagnierenden Umsatzes bzw. des Umsatzrückgangs in USD sowie getätigter Investitionen (artnet Analytics und Umzug in das neue Büro). Zusätzlich haben Einmalausgaben aufgrund der begonnenen Reorganisation zum Abfluss liquider Mittel geführt. Nach Abschluss der Reorganisation und der durchgeführten Instandhaltungsmaßnahmen sowie gezielten Sales-Initiativen ist ab November mit einem positiven Cashflow zu rechnen. Durch die umgesetzten Sparmaßnahmen sowie den Anstieg der neu abgeschlossenen Verträge ist die Finanzierung der Gesellschaft sichergestellt. Darüber hinaus werden Verhandlungen mit Kreditinstituten bezüglich Kreditlinien geführt.
Die Anlagepolitik des Konzerns ist konservativ und orientiert sich an der kurzfristigen Finanzmittelanlage. Auf diese Weise bleiben
sämtliche Barmittel liquide und jederzeit verfügbar. Zum 30. September 2012 belief sich die Liquidität je Aktie auf Grundlage der durchschnittlich 5.552.986 in Umlauf befindlichen Aktien auf EUR 0,13 (USD 0,16) gegenüber EUR 0,38 (USD 0,49) zum 31. Dezember 2011.
Vermögenslage
Die Konzernbilanzsumme betrug am 30. September 2012 EUR 6.852.000 (USD 8.811.000) im Vergleich zu EUR 7.437.000 (USD 9.631.000) am 31. Dezember 2011, was einem Rückgang von 8 % in EUR (bzw. von 9 % in USD) entspricht.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich um EUR 31.000 (USD 48.000) auf EUR 910.000 (USD 1.170.000).
Das Anlagevermögen erhöhte sich um EUR 813.000 (USD 1.028.000) auf EUR 2.712.000 (USD 3.487.000). Das Konzernanlagevermögen lautet vornehmlich auf US-Dollar. Ursächlich für den Anstieg waren Investitionen im neuen Bürogebäude mit EUR 585.000 (EUR 317.000 entfielen auf Bauarbeiten und die Anschaffung von Büromöbeln und EUR 268.000 (USD 345.000) auf Finanzierungsleasingverträge für Möbel) sowie die Aktivierung der Entwicklungskosten für artnet Analytics in Höhe von EUR 166.000 (USD 214.000), denen nur geringe laufende Abschreibungen aus früheren Perioden gegenüberstanden.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind insgesamt von EUR 2.634.000 (USD 3.411.000) am 31. Dezember 2011 um EUR 286.000 (USD 344.000) auf EUR 2.920.000 (USD 3.755.000) gestiegen. Der Anstieg ist hauptsächlich auf die abgegrenzten Schulden für die Einstellung des Geschäftsbereichs Magazin und die Aufgabe des Büros in Frankreich in Höhe von EUR 249.000 (USD 309.000) zurückzuführen.
Die langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 283.000 (USD 364.000) sind im Vergleich zum 31. Dezember 2011 von EUR 51.000 (USD 66.000) um EUR 232.000 (USD 298.000) gestiegen. Dieser Anstieg ergibt sich aus dem Abschluss von langfristigen Leasingverträgen für Möbel und Ausstattung für das neue Büro.
Das Eigenkapital des artnet Konzerns belief sich zum 30. September 2012 auf EUR 3.649.000 (USD 4.692.000) gegenüber EUR 4.752.000 (USD 6.154.000) zum 31. Dezember 2011.
Die artnet Price Database ist ein immaterieller Vermögenswert, der in den letzten zwanzig Jahren durch die Erfassung von Auktionsdaten entwickelt wurde. Wenngleich er aufgrund der Bilanzierungsregeln als Vermögenswert in der Bilanz nicht voll angesetzt wurde, stellt er für den Konzern doch eine wesentliche Geschäftsgrundlage dar. Wenn eine Bilanzierung gesetzlich zulässig wäre, würden sich die Aktiva deutlich erhöhen.
Mitarbeiter
Am 30. September 2012 beschäftigte der Konzern 117 Vollzeitmitarbeiter gegenüber 111 Mitarbeitern im Vergleichszeitraum 2011. Darüber hinaus waren zum 30. September 2012 zwölf teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter für den artnet Konzern tätig, im Vergleich zu 18 Teilzeitbeschäftigten zum 30. September 2011. Im Vertrieb und in sonstigen Bereichen hatte der Konzern neun freie Mitarbeiter, während es zum 30. September 2011 elf freie Mitarbeiter waren. Die eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen führten im Vergleich zum 2. Quartal zu einem Rückgang um fünf Vollzeitmitarbeiter. Die Anzahl der Teilzeitkräfte (minus zwei Mitarbeiter) konnte ebenso reduziert werden wie die Anzahl der freien Mitarbeiter (minus zwei Mitarbeiter).
ALLGEMEINE INFORMATIONEN UND GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Die artnet AG ist eine Holding-Gesellschaft, deren Aktien am Geregelten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sind. Ihre wesentliche Beteiligung ist die hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation, die 1989 in New York gegründet wurde. Die artnet AG ("artnet" oder "die Gesellschaft") und Artnet Worldwide Corporation ("Artnet Corp.", zusammen "der artnet Konzern" oder "Konzern") sind unter dem Markennamen "artnet" tätig.
Die Artnet Corp. hat zwei hundertprozentige Tochtergesellschaften: artnet UK Ltd., die Dienstleistungen im Bereich Vertrieb und Kundenbetreuung in Großbritannien erbringt, und artnet France sarl. Im Juni 2012 wurde der Geschäftsbetrieb der artnet France sarl beendet.
Die Unternehmenswebsites www.artnet.com, www.artnet.de und www.artnet.fr bieten einen weltweit einmaligen Marktüberblick und zogen damit in den ersten neun Monaten des Jahres 2012 durchschnittlich 1,6 Mio. Besucher (unique visitors) im Monat an. Dank der zeitnah bereitgestellten Informationen zum Wert von Kunstwerken sowie zu Künstlern, Galerien, Preisentwicklungen und Ausstellungen ist es für Sammler und Kunstexperten leichter, sich im Kunstmarkt zurechtzufinden.
Zum 30. September 2012 umfasste der Bereich artnet Galerien rund 1.700 der weltweit renommiertesten Kunstgalerien und Auktionshäuser auf fünf Kontinenten. Die Mitgliedsgalerien sind in einem Verzeichnis nach Fachgebieten und Standorten zusammengefasst und präsentieren die im Inventar befindlichen insgesamt 170.000 Werke von 35.000 Künstlern. Über die artnet Galerien werden neben sämtlichen Formen der zeitgenössischen, Modernen und klassischen Kunst auch Designobjekte sowie Kunsthandwerk und Antiquitäten aus allen Epochen, vom ersten Jahrhundert vor Christus bis heute, angeboten.
Die artnet Price Database, welche die artnet Price Database Fine Art and Design und die artnet Price Database Decorative Art umfasst, ist eine Online-Datenbank mit 7 Millionen illustrierten Auktionsergebnissen von über 850 der führenden internationalen Auktionshäuser. Sie sorgt für Preistransparenz in einem ansonsten verschlossenen Kunst- und Antiquitätenmarkt. Die Abonnenten der artnet Price Database Fine Art and Design und der artnet Price Database Decorative Art erhalten Zugang zu aktuellen Auktionsergebnissen sowie Auktionsergebnissen seit 1985 und damit topaktuelle und objektive Schätzwerte für Kunstwerke, die sie kaufen oder verkaufen möchten. Die artnet Price Database ist bei Gutachtern, Händlern, Auktionshäusern, Finanziers und privaten wie staatlichen Institutionen, einschließlich der US-Steuerbehörde IRS und der US-Bundespolizei FBI, sehr beliebt. Was jedoch am wichtigsten ist: Sie dient privaten Sammlern als illustriertes Nachschlagewerk, mit dessen Hilfe sie den Wert ihrer Kunstwerke ermitteln und deren Potenzial bei einer Auktion oder auf dem Händlermarkt abschätzen können. Händler und Auktionshäuser nutzen für die Bewertung und den
Verkauf wichtiger Kunstwerke auch die Comps (vergleichbare Auktionsergebnisse aus der artnet Price Database).
artnet Analytics Reports ermöglichen es Sammlern wie Finanzanalysten, den Wert von Künstlern und Kunstkategorien langfristig abzuschätzen und deren Wertentwicklung mit Finanzindizes wie beispielsweise dem S&P 500, Dow Jones oder alternativen Anlagen zu vergleichen. Die artnet Analytics Reports basieren auf einer exklusiven konzerninternen statistischen Methodik, die aus den Auktionsergebnissen der artnet Price Database abgeleitet ist.
Dank der artnet Auctions hat sich artnet zu einer kundenbezogenen Transaktionsplattform (Business to Customer – B2C) mit integriertem Informationsangebot entwickelt. Die wichtigsten Vorteile für Käufer und Verkäufer bei artnet Auctions sind die attraktiven Preise und die kurzen Umschlagszeiten. Geschäfte werden innerhalb weniger Wochen abgeschlossen und nicht wie bei konventionellen Auktionshäusern in einem halben bis einem Jahr. Über artnet Auctions werden Kunstwerke erstklassiger moderner und zeitgenössischer Künstler regelmäßig im fünf- bis sechsstelligen Bereich verkauft.
artnet Monografien ist eine Kunstbibliothek im Internet, die in enger Zusammenarbeit mit Künstlern, Nachlässen, Stiftungen und Galerien entwickelt wurde. Diese ständig wachsende Quelle für Monografien von Künstlern der Moderne und Gegenwart zeichnet sich durch eine große Auswahl von Kunstwerken und 156 Biografien aus. Diese wissenschaftliche Informationsquelle ist auf der artnet Website kostenlos einsehbar.
Die Redline Capital Management S.A. hat am 31. August 2012 die Angebotsunterlage im Sinne von § 11 des Wertpapiererwerbsund Übernahmegesetzes für das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot an alle Aktionäre der artnet AG zum Erwerb der von ihnen gehaltenen Stückaktien der artnet AG gemäß § 14 Abs. 2 und 3 WpÜG veröffentlicht. Das Angebot war auf den Erwerb der Kontrolle über die Zielgesellschaft gerichtet und damit ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot im Sinne des WpÜG. Die Angebotsunterlage wurde dem Vorstand am 31. August 2012 übermittelt. Die Bieterin hat ihre Entscheidung zur Abgabe des Angebots unaufgefordert unterbreitet und weder mit dem Vorstand noch mit dem Aufsichtsrat abgestimmt.
Es hat zwischen der Bieterin und der artnet AG insbesondere zu keinem Zeitpunkt Vereinbarungen oder Absprachen im Vorfeld des Angebots oder der vorliegenden Stellungnahme gegeben. Die Bieterin bot nach Maßgabe der Bestimmungen und Bedingungen der Angebotsunterlage allen artnet-Aktionären an, ihre auf den Namen lautenden Stückaktien der artnet AG (ISIN DE000A1K0375 / WKN A1K 037), jeweils mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 einschließlich der Dividendenberechtigung für das Geschäftsjahr 2012 sowie aller sonstigen zum Zeitpunkt der Abwicklung bestehenden Nebenrechte, zu einem Angebotspreis von EUR 6,40 je artnet-Aktie zu erwerben.
Der Vorstand hat auf der Grundlage einer Unternehmensplanung eine interne Unternehmensbewertung durchgeführt. Aufgrund dieser internen Unterneh-mensbewertung sowie nach Abwägung der Gesamtumstände kamen Vorstand und Aufsichtsrat zu dem Ergebnis, dass die angebotene Gegenleistung in Höhe von EUR 6,40 je artnet-Aktie aus finanzieller Sicht nicht angemessen ist.
Die Frist zur Annahme des Angebots endete am 28. September 2012, 24:00 Uhr (MEZ).
Der Versuch der Redline Capital Management S.A. durch ein freiwilliges Übernahmeangebot an die Aktionäre der artnet AG die Mehrheit an der Gesellschaft zu erwerben, ist gescheitert. Die Annahmequote für das Übernahmeangebot von Redline lag lediglich bei 19,93 % des Grundkapitals. Das Angebot muss nun rückabgewickelt werden.
WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG
Aufgrund des Hurrikans "Sandy" konnten die Büroräume in Manhattan für eine Woche nicht genutzt werden. Der Betrieb der Website war jederzeit sichergestellt, sodass der Hurrikan den direkten Geschäftsbetrieb der Gesellschaft nur unwesentlich beeinträchtigt hat. Da jedoch auch Galerien, die zu unseren Kunden zählen, teilweise stark durch den Hurrikan geschädigt wurden, können die Auswirkungen für die Gesellschaft noch nicht endgültig abgeschätzt werden.
Risiken der künftigen entwicklung
Die Risiken aufgrund des starken Umsatzrückgangs insbesondere im Bereich artnet Advertising sowie des Rückgangs der liquiden Mittel sind der Gesellschaft bekannt. Es wurden frühzeitig entsprechende Maßnahmen (Optimierung der Sales-Strategie und Sparmaßnahmen) ergriffen, um diesem Trend entgegenzuwirken. Erste Erfolge, wie zum Beispiel der Anstieg von Neuverträgen, werden jedoch erstmals in Quartal 4 sichtbar werden.
Ausblick
Im Jahr 2012 hat artnet umfangreiche
Restrukturierungsmaßnahmen in die Wege geleitet, die langfristig zu Kosteneinsparungen führen. Die Umsetzung dieser Maßnahmen ist im Wesentlichen abgeschlossen. Die damit verbundenen zusätzlichen Aufwendungen werden das Konzernergebnis und die liquiden Mittel im 4. Quartal noch belasten, sie gewährleisten jedoch, dass artnet wesentlich schlanker und leistungsfähiger in das neue Jahr starten wird. Trotz erster Erfolge dieser langfristig angelegten Maßnahmen, liegen die Umsatzerlöse auf US-Dollar-Basis für die Segmente artnet Advertising, artnet Galerien und artnet Price Database zum Jahresende voraussichtlich unter denen des Vorjahres. Die Umsatzerlöse für das Segment artnet Auctions hingegen fallen höher aus als im Vorjahr, bleiben jedoch hinter den Erwartungen zurück. Hauptursache hierfür sind die Restrukturierungsmaßnahmen, die vor allem auch den Verkauf betrafen, sowie das schwierige wirtschaftliche Umfeld, in dem artnet sich nach wie vor befindet. Die anhaltenden Risiken durch die europäische Finanzkrise werden auch in den kommenden Monaten die weitere Entwicklung der Weltwirtschaft beeinflussen. Nach einer leichten Rezession im Euroraum sowie einem moderaten Wachstum in den USA fallen die Prognosen für das Jahr 2013 zurückhaltend aus.
Dennoch stehen wir dem Ganzen zuversichtlich gegenüber. Wir haben mit den Restrukturierungsmaßnahmen die Basis für die Zukunft geschaffen und werden jetzt die Früchte dieser Arbeit ernten können. Dazu gehört auch die Produktentwicklung. artnet hat in den vergangenen Jahren erheblich in die Entwicklung neuer Produkte investiert und dies vollständig aus Eigenmitteln
finanziert. Die Produktpalette ist nun im Wesentlichen komplett, und wir können uns anderen Aufgaben widmen.
Der Fokus im 4. Quartal und in 2013 kann somit in der Stärkung der Verkaufsaktivitäten und des Marketings liegen.
Mit freundlichen Grüßen Berlin, 15. November 2012
Der Vorstand Jacob Pabst
artnet AG Konzern-Bilanzen
zum 30. September 2012 und 31. Dezember 2011
| 30.09.2012 Konsolidiert USD |
31. 12. 2011 Konsolidiert USD |
30. 09. 2012 Konsolidiert EUR |
31. 12. 2011 Konsolidiert EUR |
|
|---|---|---|---|---|
| AKTIVA | ||||
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||||
| Liquide Mittel | 903.981 | 2.735.520 | 702.935 | 2.112.368 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, netto | 1.169.749 | 1.217.974 | 909.597 | 940.519 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 908.449 | 676.248 | 706.410 | 522.199 |
| Kurzfristige Vermögenswerte Gesamt | 2.982.179 | 4.629.741 | 2.318.942 | 3.575.086 |
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||||
| Sachanlagen | 1.538.434 | 792.402 | 1.196.286 | 611.893 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 1.948.545 | 1.666.614 | 1.515.188 | 1.286.959 |
| Kautionsforderungen | 434.659 | 634.498 | 337.991 | 489.959 |
| Aktive latente Steuern | 1.907.577 | 1.907.577 | 1.483.332 | 1.473.031 |
| Langfristige Vermögenswerte Gesamt | 5.829.215 | 5.001.091 | 4.532.797 | 3.861.842 |
| VERMÖGENSWERTE GESAMT | 8.811.394 | 9.630.832 | 6.851.739 | 7.436.928 |
| PASSIVA | ||||
| KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN | ||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 495.519 | 504.209 | 385.315 | 389.350 |
| Abgegrenzte Schulden und sonstige Verbindlichkeiten |
1.032.157 | 1.038.247 | 801.740 | 801.734 |
| Rückstellung für Restrukturierung | 309.073 | 241.200 | ||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 249.846 | 129.308 | 194.280 | 99.852 |
| Umsatzabgrenzung | 1.668.864 | 1.739.107 | 1.297.709 | 1.342.939 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten Gesamt | 3.755.459 | 3.410.871 | 2.920.244 | 2.633.875 |
| LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN | ||||
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 363.586 | 65.557 | 282.724 | 50.623 |
| VERBINDLICHKEITEN GESAMT | 4.119.045 | 3.476.429 | 3.202.968 | 2.684.498 |
| EIGENKAPITAL | ||||
| Gezeichnetes Kapital | 5.941.512 | 5.941.512 | 5.631.067 | 5.631.067 |
| Eigene Aktien | (269.241) | (269.241) | (264.425) | (264.425) |
| Kapitalrücklage | 52.156.288 | 52.061.314 | 50.797.598 | 50.723.480 |
| Verlustvortrag | (51.784.190) | (51.827.976) | (51.482.744) | (51.514.219) |
| Konzernergebnis | (1.638.892) | 43.786 | (1.278.991) | 31.475 |
| Unterschiede aus Fremdwährungsumrechnung | 286.871 | 205.008 | 246.266 | 145.052 |
| Eigenkapital Gesamt | 4.692.349 | 6.154.403 | 3.648.771 | 4.752.430 |
| Verbindlichkeiten und Eigenkapital Gesamt | 8.811.394 | 9.630.832 | 6.851.739 | 7.436.928 |