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artnet AG Interim / Quarterly Report 2010

Apr 30, 2010

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Interim / Quarterly Report

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Konzern-Zwischenlagebericht für das 1. Quartal 2010

artnet AG

  • 3 Konzern-Zwischenlagebericht für das 1. Quartal 2010
  • 9 Konzern-Bilanzen zum 31. März 2010 und 31. Dezember 2009
  • 10 Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die 1. Quartale 2010 und 2009
  • 11 Konzern-Eigenkapitalentwicklung (USD) für die 1. Quartale 2010 und 2009 Konzern-Eigenkapitalentwicklung (EUR) für die 1. Quartale 2010 und 2009
  • 12 Konzern-Kapitalflussrechnung für die 1. Quartale 2010 und 2009
  • 13 Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss für das 1. Quartal 2010
  • 19 Gremien, Geschäftsstellen Investor Relations, Informationen zur Aktie

artnet AG Konzern-Zwischenlagebericht für das 1. Quartal 2010

Geschäftsentwicklung

Überblick über das 1. Quartal 2010

Die Umsatzerlöse der Gesellschaft fielen im 1. Quartal 2010 um 4 % in EUR von EUR 3.324.000 (USD 4.343.000) in 2009 auf EUR 3.179.000 (USD 4.400.000).

Da der US-Dollar gegenüber dem Euro im Vergleich zum 1. Quartal 2009 6 % an Wert verlor, ergaben sich entsprechend negative Währungseffekte für die in Euro ausgewiesenen Umsatzerlöse des Konzerns.

Zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Berichts erwirtschaftet artnet rund 73 % seiner Umsatzerlöse mit dem artnet Gallery Network, der artnet Fine Art and Design Price Database und der artnet Decorative Art Price Database. Diese weit verbreiteten, auf fundierten Informationen basierenden Produkte erfreuen sich weiterhin der Gunst von Sammlern und Art Professionals wie Kunstsammlern, Kunstkritikern und Kuratoren auf der ganzen Welt. Die Datenbank stellt zuverlässige, topaktuelle Preisinformationen bereit, während das artnet Gallery Network ungeachtet der aktuellen Marktbedingungen Auskunft über die weltweit verfügbaren Bestände gibt.

Die bei artnet Gallery Network erzielten Umsatzerlöse gingen aufgrund der um 138 Galerien gesunkenen Anzahl der Mitgliedschaften gegenüber dem ersten Quartal 2009 um EUR 169.000 (USD 124.000) bzw. 12 % in EUR (7 % in USD) zurück. Im Vergleich zum 4. Quartal 2009 verlief der Rückgang der Galeriemitgliedschaften jedoch langsamer. Dies lässt uns optimistischer in die Zukunft schauen.

Die Umsatzerlöse der artnet Fine Art and Design Price Database und der artnet Decorative Art Price Database gingen um EUR 101.000 (USD 46.000) bzw. 8 % in EUR (3 % in USD) zurück.

Insgesamt verzeichneten das artnet Gallery Network und die artnet Fine Art and Design Price Database sowie die artnet Decorative Art Price Database im 1. Quartal 2010 angesichts der nach wie vor schwierigen Marktlage für Händler, Auktionshäuser und Kunstexperten einen moderaten Rückgang der Umsatzerlöse.

Der stärkste Umsatzrückgang war nach wie vor bei artnet Advertising zu verzeichnen (27 % in EUR bzw. 22 % in USD). Neue Verträge mit Anzeigenkunden wie American Express, Canon, Burberry und der New York Times sind jedoch bereits geschlossen und sollten in den kommenden Monaten, wenn die Verträge erfüllt werden, zu einem Anstieg der Umsatzerlöse führen.

Die bei artnet Auctions erzielten Umsatzerlöse stiegen dagegen im 1. Quartal 2010 um 161 % in EUR (178 % in USD). Im März wurden Kunstwerke zu Verkaufspreisen von insgesamt USD 1.587.000 über die artnet Auctions gehandelt. Bezeichnenderweise hat gerade der Übergang zu einem ,Käufermarkt' dazu geführt, dass unsere Experten Einlieferungen mit realistischen Mindestgeboten akquirieren konnten.

Wir glauben, dass die artnet Auctions erhebliche Vorteile für Einlieferer und Käufer gleichermaßen bieten, sodass wir schon bald einen beträchtlichen Marktanteil im Vergleich zu unseren konventionellen Wettbewerbern besitzen werden.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Das Betriebsergebnis ging von EUR 188.000 (USD 246.000) im Vorjahresquartal um EUR 62.000 (USD 72.000) auf EUR 126.000 (USD 174.000) zurück. Dem Konzern entstanden zusätzliche Aufwendungen für die Produktentwicklung in Zusammenhang mit Verbesserungen bestehender Produkte. Darüber hinaus hat der Konzern Simon Kucher & Partners beauftragt, eine Überprüfung der Preisstruktur aller Produkte und Dienstleistungen durchzuführen. Darüber hinaus fielen höhere Beratungskosten als im Vorjahr in Zusammenhang mit der Umsetzung einer neuen Markenstrategie an. Infolge des Produktstarts der artnet Decorative Art Price Database sowie der in 2009 fortgeführten Investitionen in die neue Netzwerkinfrastruktur erhöhten sich die Abschreibungen um EUR 43.000 (USD 71.000). Das Konzernergebnis verringerte sich von EUR 109.000 (USD 143.000) im

Vorjahr um EUR 32.000 (USD 36.000) auf EUR 77.000 (USD 107.000) in 2010. Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug EUR 0,01 (USD 0,02) im Vergleich zu EUR 0,02 (USD 0,03) in der Vorjahresperiode.

Währungsumrechnung

Der auf Euro lautende Zwischenabschluss des Konzerns wurde durch den Rückgang des durchschnittlichen Wechselkurses des US-Dollars im 1. Quartal 2010 gegenüber der Vorjahresperiode beeinflusst.

Für die Währungsumrechnung der Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird der Durchschnittskurs für den Zeitraum bis 31. März 2010 bzw. 2009 verwendet. Für das 1. Quartal 2010 lag der Durchschnittskurs bei 0,722 Euro/ Dollar gegenüber 0,765 Euro/Dollar für das 1. Quartal 2009. Dies entspricht einer Reduzierung des durchschnittlichen Wechselkurses um 6 %. Der für die Bilanzumrechnung verwendete Fremdwährungskurs ist der Kurs am Periodenende. Der Stichtagskurs zum 31. März 2010 betrug 0,743 Euro/ Dollar gegenüber 0,698 am 31. Dezember 2009. Dies entspricht stichtagsbezogen einem Plus von 6 %.

artnet unterliegt Wechselkursschwankungen, da es Rechnungen in Euro, US-Dollar und Pfund Sterling fakturiert, seine Geschäftstätigkeit aber größtenteils in den USA ausübt. Der Konzern steuert dieses Wechselkursrisiko, indem er die Zahlungen seiner europäischen Kunden in Euro und Pfund Sterling entgegennimmt und mit diesen Zahlungseingängen seine in Europa ansässigen Lieferanten in derselben Währung bezahlt.

Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des artnet Konzerns belief sich zum 31. März 2010 auf EUR 236.000 im Vergleich zu EUR -18.000 zum 31. März 2009. Die Umsatzabgrenzung erhöhte sich im 1. Quartal 2010 und führte zu einem Anstieg des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit des Konzerns gegenüber dem 1. Quartal 2009.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit des Konzerns betrug zum 31. März 2010 EUR -72.000 gegenüber EUR -164.000 zum 31. März 2009. Der Cashflow war im vorangegangenen Jahr stärker durch Investitionen in neue Produkte belastet. Im 1. Quartal 2009 investierte der Konzern in das Produkt artnet Decorative Art Price Database und setzte seine Investitionen in das artnet Market Data Projekt fort, dessen Markteinführung für 2010 geplant ist. Darüber hinaus wurde in 2009 in Hard- und Software für die Netzwerkinfrastruktur investiert.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich zum 31. März 2010 auf EUR -25.000 und zum 31. März 2009 auf EUR -9.000 und umfasste Zahlungen zur Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen, die 2008 und 2009 geschlossen wurden.

Insgesamt erhöhten sich die liquiden Mittel von EUR 2.191.000 (USD 3.140.000) am 31. Dezember 2009 auf EUR 2.447.000 (USD 3.292.000) am 31. März 2010.

Die Anlagepolitik des Konzerns ist konservativ und orientiert sich an einer kurzfristigen Finanzmittelanlage. Auf diese Weise bleiben sämtliche Barmittel liquide und jederzeit verfügbar. Zum 31. März 2010 belief sich die Liquidität je Aktie auf Grundlage der durchschnittlich 5.552.986 in Umlauf befind lichen Aktien auf EUR 0,44 (USD 0,59) gegenüber EUR 0,39 (USD 0,57) zum 31. Dezember 2009.

Vermögenslage

Die Konzernbilanzsumme betrug am 31. März 2010 EUR 7.060.000 (USD 9.499.000) im Vergleich zu EUR 6.574.000 (USD 9.422.000) am 31. Dezember 2009, was einem Anstieg von 7 % (in USD 1 %) entspricht. Die zum 31. März 2010 in Euro umgerechnete Konzernbilanz ist beeinflusst von dem Anstieg des US-Dollar gegenüber dem Euro im Vergleich zum 31. Dezember 2009. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich im We-

sentlichen durch einen Anstieg der Umsatzerlöse in US-Dollar um EUR 75.000 (USD 18.000) auf EUR 1.016.000 (USD 1.367.000).

Das Anlagevermögen verringerte sich um EUR 6.000 (USD 171.000) auf EUR 1.839.000 (USD 2.474.000). Durch die hohen Investitionen in den Vorjahren sind die Abschreibungen im Berichtsjahr deutlich angestiegen und übersteigen die laufenden Investitionen im Berichtsjahr.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind insgesamt von EUR 2.787.000 um EUR 170.000 auf EUR 2.957.000 gestiegen bzw. von USD 3.994.000 um USD 16.000 auf USD 3.978.000 gesunken. In den kurzfristigen Verbindlichkeiten erhöhte sich im Wesentlichen die Umsatzabgrenzung aufgrund der

im 1. Quartal abgeschlossenen Verträge, deren Umsätze erst in späteren Perioden realisiert werden.

Das Eigenkapital des artnet Konzerns belief sich zum 31. März 2010 auf EUR 3.998.000 (USD 5.379.000) gegenüber EUR 3.665.000 (USD 5.253.000) zum 31. Dezember 2009.

Die artnet Price Databases sind ein immaterieller Vermögenswert, der in den letzten zwanzig Jahren durch die Erfassung von Auktionsdaten entwickelt wurde. Wenngleich er aufgrund der Bilanzierungsregeln als Vermögenswert in der Bilanz nicht voll angesetzt wurde, stellt er für den Konzern doch eine wesentliche Geschäftsgrundlage dar. Wenn eine Bilanzierung gesetzlich zulässig wäre, würden sich die Aktiva deutlich erhöhen.

Mitarbeiter

Am 31. März 2010 beschäftigte der Konzern wie im 1. Quartal 2009 102 Vollzeitmitarbeiter. Darüber hinaus waren zum 31. März 2010 14 teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter für den artnet Konzern tätig (im 1. Quartal des Vorjahres waren es noch 20 Teilzeitbeschäftigte) sowie 13 freie Mitarbeiter im Vertrieb und in sonstigen Bereichen, verglichen mit 18 freien Mitarbeitern zum 31. März 2009.

Allgemeine Informationen und Geschäftstätigkeit

Die artnet AG ist eine Holding-Gesellschaft, deren Aktien am Geregelten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sind. Ihre wesentliche Beteiligung ist die hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corp., die 1989 in New York gegründet wurde. Die artnet AG ("artnet" oder "die Gesellschaft") und Artnet Worldwide Corp. ("Artnet Corp." und zusammen "der artnet Konzern" oder "Konzern") sind unter dem Markennamen "artnet" tätig.

Die Artnet Corp. hat zwei hundertprozentige Tochtergesellschaften. artnet UK Ltd. erbringt Dienstleistungen im Bereich Vertrieb und Kundenbetreuung in Großbritannien. artnet France SARL erfüllt die gleichen Aufgaben in Frankreich, unterhält aber darüber hinaus auf der Website artnet.fr ein Online-Kunstmagazin in französischer Sprache.

Die Unternehmens-Website artnet.com bietet einen weltweit einmaligen Marktüberblick und zieht damit monatlich durchschnittlich 2,2 Mio. einzelne Besucher an. Dank der zeitnah bereitgestellten Informationen über den Wert von Kunstwerken sowie über Künstler, Galerien, Preisentwicklungen, Ausstellungen, Nachrichten und Rezensionen ist es für Sammler und Kunst experten leichter, sich im Kunstmarkt zurechtzufinden.

Das artnet Gallery Network umfasst mehr als 2.100 der weltweit renommiertesten Kunstgalerien und Auktionshäuser auf vier Kontinenten. Die Mitgliedsgalerien des Netzwerks sind in einem Verzeichnis nach Fachgebieten und Standorten zusammengefasst und repräsentieren die im Inventar befindlichen insgesamt 171.000 Werke von 38.000 Künstlern. Über das artnet Gallery Network werden darüber hinaus Designobjekte sowie Kunsthandwerk und Antiquitäten aus allen Epochen, vom ersten Jahrhundert vor Christus bis heute, angeboten.

Die artnet Price Databases sind topaktuelle Online-Datenbanken mit mehr als 4,2 Millionen illustrierten Auktionsergebnissen von über 500 der führenden internationalen Auktionshäuser. Sie sorgen für Preistransparenz in einem bislang verschlossenen Kunst- und Antiquitätenmarkt. Die Abonnenten der artnet Price Databases (artnet Fine Art and Design Price Database und artnet Decorative Art Price Database) erhalten für die Kunstwerke, die sie kaufen oder verkaufen wollen, durch Vergleich mit den Auktionsergebnissen seit 1985 topaktuelle und objektive Schätzwerte. Die artnet Price Data bases sind bei Gutachtern, Händlern, Auktionshäusern, Finanziers und privaten wie staatlichen Institutionen (einschließlich der US-Steuerbehörde IRS und der US-Bundespolizei FBI) sehr beliebt. Was jedoch am wichtigsten ist: sie dienen privaten Sammlern als illustrierte Nachschlagewerke, mit deren Hilfe sie den Wert ihrer Kunstwerke ermitteln und deren Aussichten bei einer Auktion oder auf dem Händlermarkt abschätzen können. Händler und Auktionshäuser nutzen für den Verkauf wichtiger Kunstwerke auch die Comps (vergleichbare Auktionsergebnisse aus den artnet Price Databases). Von besonderer Bedeutung für artnet ist, dass die artnet Comps im Rahmen einer exklusiven Partnerschaft mit Sotheby's auch auf der Website Sothebys.com für Verkäufe in den USA und Europa aufzurufen sind.

Im ersten Quartal 2009 führte der Konzern die artnet Decorative Art Price Database ein, die Auktionsresultate von Antiquitäten, Porzellan, Silber- und Glaswaren, Uhren und anderen Kunstgegenständen enthält.

Eine Ergänzung der artnet Price Databases ist das Produkt artnet Market Alert, das Abonnenten per E-Mail benachrichtigt, wenn Kunstwerke ihrer bevorzugten Künstler bei einer Auktion oder von einer der Mitgliedsgalerien des artnet Gallery Network zum Verkauf angeboten werden.

Im Frühjahr 2008 führte artnet die artnet Auctions ein. Bei diesem einzigartigen Produkt sind erfahrene Kunstexperten damit beschäftigt, umfangreiche Informationen in der Datenbank zu ordnen und Mindestgebote und Schätzungen für Kunstwerke zusammenzustellen, die in erster Linie von Mitgliedsgalerien stammen. Diese Werke werden anschließend auf der neuen Plattform artnet.com/auctions versteigert.

Bei den artnet Artist Works Catalogues handelt es sich um Verzeichnisse, die zur Präsentation bestimmter Künstler mit ihren gesamten Werken zusammengestellt und veröffentlicht wurden. Sie sind online auf der artnet Website einsehbar.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag kam es zu keinen berichtspflichtigen Ereignissen von wesentlicher Bedeutung.

Risiken der künftigen Entwicklung

artnet ist der Auffassung, dass sich das Risikoprofil seit dem 31. Dezember 2009 nicht verändert hat.

Ausblick

Zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Berichts erlebt der amerikanische Markt, auf dem artnet fast 60 % seiner Umsatzerlöse erwirtschaftet, eine nach Ansicht der Ökonomen schwache Erholung – ohne Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.

Der Aufschwung im Finanzsektor in den letzten drei Quartalen hat die Umsätze im oberen Preissegment des Kunstmarktes stimuliert. Es gibt bereits erste Anzeichen dafür, dass die Umsätze der Auktionshäuser und Kunstmessen geringfügig über den Ergebnissen der gleichen Periode im Vorjahr liegen. Im Gegenteil dazu schwächt der Immobilienmarkt nach wie vor den Markt für Design- und dekorative Kunstobjekte, die über Galerien, Architekten und Dekorateure verkauft werden.

Nach deutlichen Rückgängen bei den Werbeeinnahmen im ersten Quartal 2010 dürften sich die Werbeeinnahmen im Laufe des Jahres wieder stabilisieren, da wieder Impulse in Bezug auf nationale Werbung festzustellen sind. 2010 wird es große Werbekampagnen von American Express, New York Times Company, Canon, sowie von Luxusmarken wie Burberry geben. Unsere Wettbewerber im Print-Bereich (Kunstpublikationen und -zeitungen) haben bei der Werbung deutliche Einbrüche erlebt, die zumindest teilweise dem allgemeinen Übergang zu digitalen Medien zuzuschreiben sind. Wir glauben, dass wir hiervon profitieren können, da die Wettbewerber im Print-Bereich ihre Erscheinungstermine reduzieren werden oder teilweise sogar vor der Schließung stehen.

Hervorzuheben ist unser Produkt artnet Auctions, das die größten kurz- und langfristigen Wachstumschancen bietet, da wir zunehmend höherwertige Auktionslose einwerben, sowohl von Händlern als auch von privaten Sammlern. Gleichzeitig erreichen wir mit gezielten Marketingmaßnahmen einen immer größeren Käuferkreis. Unser Ziel ist es, 2010 die Umsätze und Provisionen mit Online-Auktionen zu verdoppeln und dabei eine Verbesserung der Margen anzustreben (entsprechend haben wir mit Wirkung vom 1. März 2010 die Käuferprämie von 10 % auf 15 % erhöht). Die Ergebnisse für das erste Quartal 2010 zeigen bereits, dass wir die Prognosen übertreffen werden.

Die im vierten Quartal 2009 eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen werden im Jahr 2010 fortgeführt. Darüber hinaus hat der Konzern für eine Überprüfung der Preisstruktur für alle Produkte und Dienstleistungen das Beratungsunternehmen Simon Kucher & Partners, ein führendes Unternehmen in diesem Bereich, beauftragt. Wir erwarten, dass unsere Preisstrukturen nach Abschluss dieser Maßnahmen besser auf die Nutzungsmuster der Kunden abgestimmt sind und der Konzern in der Lage ist, die Preise effizient anzuheben und die Margen insgesamt zu verbessern.

Berlin, 30. April 2010

Der Vorstand Hans Neuendorf

artnet AG Konzern-Bilanzen zum 31. März 2010 und 31. Dezember 2009

31.03.2010 31.12.2009 31.03.2010 31.12.2009
USD USD EUR EUR
Aktiva
Kurzfristige Vermögenswerte
Liquide Mittel 3.292.339 3.140.219 2.447.196 2.190.931
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.367.392 1.348.631 1.016.382 940.940
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 680.640 601.536 505.920 419.692
Kurzfristige Vermögenswerte Gesamt 5.340.371 5.090.386 3.969.498 3.551.563
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 1.072.120 1.208.490 796.907 843.163
Immaterielle Vermögenswerte 1.401.445 1.436.413 1.041.694 1.002.185
Kautionsforderungen 295.942 298.400 219.974 208.194
Aktive latente Steuern 1.388.665 1.388.665 1.032.195 968.872
Langfristige Vermögenswerte Gesamt 4.158.172 4.331.968 3.090.770 3.022.414
Vermögenswerte Gesamt 9.498.543 9.422.354 7.060.268 6.573.977
Passiva
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 264.230 295.060 196.402 205.863
Abgegrenzte Schulden und sonstige Verbindlichkeiten 1.351.695 1.474.062 1.004.715 1.028.451
Ertragsteuerverbindlichkeiten 384.264 409.380 285.623 285.626
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 137.411 137.411 102.138 95.872
Umsatzabgrenzung 1.840.525 1.678.269 1.368.063 1.170.929
Kurzfristige Verbindlichkeiten Gesamt 3.978.125 3.994.182 2.956.941 2.786.741
Langfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 141.079 175.432 104.864 122.399
Verbindlichkeiten Gesamt 4.119.204 4.169.614 3.061.805 2.909.140
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 5.941.512 5.941.512 5.631.067 5.631.067
Eigene Aktien (269.241) (269.241) (264.425) (264.425)
Kapitalrücklage 51.698.509 51.695.464 50.457.705 50.455.505
Verlustvortrag (52.030.497) (51.380.953) (51.667.124) (51.199.973)
Konzernjahresergebnis 107.030 (649.544) 77.318 (467.151)
Unterschiede aus Fremdwährungsumrechnung (67.974) (84.498) (236.078) (490.186)
Eigenkapital Gesamt 5.379.339 5.252.740 3.998.463 3.664.837
Verbindlichkeiten und Eigenkapital Gesamt 9.498.543 9.422.354 7.060.268 6.573.977

artnet AG Konzern-Gesamtergebnisrechnung für die 1. Quartale 2010 und 2009

01. 01.– 01. 01. – 01. 01. – 01. 01. –
31. 03. 2010 31. 03. 2009 31. 03. 2010 31. 03. 2009
USD USD EUR EUR
Umsatzerlöse
artnet Gallery Network 1.720.501 1.844.801 1.242.890 1.412.011
artnet Price Database 1.516.138 1.562.253 1.095.258 1.195.749
Werbung 476.012 616.413 343.871 471.802
artnet Auctions 572.111 205.959 413.293 157.641
Andere Produkte 115.173 113.776 83.201 87.084
Umsatzerlöse Gesamt 4.399.935 4.343.202 3.178.513 3.324.287
Umsatzkosten 1.576.283 1.602.852 1.138.707 1.226.823
Bruttoergebnis 2.823.652 2.740.350 2.039.806 2.097.464
Betriebliche Aufwendungen
Vertrieb und Marketing 1.083.411 1.055.466 782.656 807.854
Allgemeine Verwaltungskosten 965.814 877.852 697.704 671.908
Produktentwicklung 597.305 548.019 431.493 419.454
Vergütungen aus Aktienoptionen 3.045 12.996 2.200 9.947
Betriebliche Aufwendungen Gesamt 2.649.575 2.494.333 1.914.053 1.909.163
Betriebsergebnis 174.077 246.017 125.753 188.301
Zinsaufwand (3.346) 0 (2.417) 0
Zinsertrag 10.924 9.258 7.892 7.086
Sonstige Erträge/(Aufwendungen) (58.373) (91.573) (42.169) (70.090)
Ergebnis vor Steuern 123.282 163.702 89.059 125.297
Ertragsteuern (16.252) (21.000) (11.741) (16.073)
Konzernergebnis 107.030 142.702 77.318 109.224
Übriges Ergebnis
Unterschiede aus Fremdwährungsumrechnung 16.524 (10.298) 254.108 272.660
Gesamtergebnis der Periode 123.554 132.404 331.426 381.884
Ergebnis je Aktie
Unverwässert 0,02 0,03 0,01 0,02
Verwässert 0,02 0,03 0,01 0,02
Gewichtete Aktienanzahl
Unverwässert 5.552.986 5.552.986 5.552.986 5.552.986
Verwässert 5.552.986 5.663.986 5.552.986 5.663.986

artnet AG Konzern-Eigenkapitalentwicklung (USD) für die 1. Quartale 2010 und 2009

Gezeichnetes Kapital
Ausgegebene
Aktien
Betrag Kapital-
rücklage
Eigene
Aktien
Erwirtschaftetes
Konzernergebnis
Fremdwährungs
umrechnung
Summe
Stand 31. Dezember 2008 5.631.067 5.941.512 51.675.796 (269.241) (51.380.953) (47.979) 5.919.135
Gesamtergebnis der Periode 142.702 (10.298) 132.404
Vergütungen aus Aktienoptionen 12.996 12.996
Stand 31. März 2009 5.631.067 5.941.512 51.688.792 (269.241) (51.238.251) (58.277) 6.064.535
Stand 31. Dezember 2009 5.631.067 5.941.512 51.695.464 (269.241) (52.030.497) (84.498) 5.252.740
Gesamtergebnis der Periode 107.030 16.524 123.554
Vergütungen aus Aktienoptionen 3.045 3.045
Stand 31. März 2010 5.631.067 5.941.512 51.698.509 (269.241) (51.923.467) (67.974) 5.379.339

artnet AG Konzern-Eigenkapitalentwicklung (EUR) für die 1. Quartale 2010 und 2009

Gezeichnetes Kapital
Ausgegebene
Aktien
Betrag Kapital-
rücklage
Eigene
Aktien
Erwirtschaftetes
Konzernergebnis
Fremdwährungs
umrechnung
Summe
Stand 31. Dezember 2008
5.631.067 5.631.067 50.441.360 (264.425) (51.199.973) (408.402) 4.199.627
Gesamtergebnis der Periode 109.224 272.660 381.884
Vergütungen aus Aktienoptionen 9.947 9.947
Stand 31. März 2009 5.631.067 5.631.067 50.451.307 (264.425) (51.090.749) (135.742) 4.591.458
Stand 31. Dezember 2009 5.631.067 5.631.067 50.455.505 (264.425) (51.667.124) (490.186) 3.664.837
Gesamtergebnis der Periode 77.318 254.108 331.426
Vergütungen aus Aktienoptionen 2.200 2.200
Stand 31. März 2010 5.631.067 5.631.067 50.457.705 (264.425) (51.589.806) (236.078) 3.998.463

artnet AG Konzern-Kapitalflussrechnung für die 1. Quartale 2010 und 2009

01. 01. –
31. 03. 2010
01. 01. –
31. 03. 2009
01. 01. –
31. 03. 2010
01. 01. –
31. 03. 2009
USD USD EUR EUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Konzernergebnis 107.030 142.702 77.318 109.224
Überleitung des Konzernergebnisses zum Mittelfluss
aus laufender Geschäftstätigkeit
Abschreibungen 270.347 199.266 195.298 152.518
Wertberichtigungen auf Forderungen 25.103 32.748 18.134 25.065
Nicht zahlungswirksame Vergütungen aus Aktienoptionen 3.045 12.996 2.200 9.947
Sonstige nicht zahlungswirksame Transaktionen 63.868 14.034 19.692 3.714
Veränderungen bei betrieblichen Aktiva und Passiva:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (43.864) 58.867 (31.687) 45.057
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (79.104) (35.681) (57.145) (27.310)
Kautionen 2.458 (10.811) 1.776 (8.275)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (30.830) (420.867) (22.272) (322.132)
Sonstige Verbindlichkeiten und Steuerverbindlichkeiten (147.483) (10.990) (88.400) 13.511
Umsatzabgrenzung 162.256 (26.016) 120.604 (19.697)
Anpassungen Gesamt 225.796 (186.454) 158.200 (127.602)
Mittelfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 332.826 (43.752) 235.518 (18.378)
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Investitionen in Sachanlagen (10.564) (39.506) (7.631) (30.238)
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte (88.445) (174.981) (63.893) (133.930)
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit (99.009) (214.487) (71.524) (164.168)
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing (34.353) (12.082) (24.817) (9.248)
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit (34.353) (12.082) (24.817) (9.248)
Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel (47.344) (24.332) 117.088 164.965
Veränderung der liquiden Mittel 152.120 (294.653) 256.265 (26.829)
Liquide Mittel – zu Periodenbeginn 3.140.219 4.122.960 2.190.931 2.925.240
Liquide Mittel – am Periodenende 3.292.339 3.828.307 2.447.196 2.898.411

Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss für das 1. Quartal 2010

Unternehmensinformationen

Die artnet AG ("artnet AG" oder "die Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Hauptsitz in Berlin, Deutschland. Der eingetragene Sitz der artnet AG, die 1998 nach deutschem Recht gegründet wurde, ist Oranienstraße 164, 10969 Berlin.

Die artnet AG hält 100 % der Geschäftsanteile an der Artnet Worldwide Corporation ("Artnet Corp."), die ihren Geschäftssitz in New York, USA, hat und ihrerseits 100 % der Geschäftsanteile an der artnet UK Limited und der artnet France SARL hält. Die artnet AG, die Artnet Corp. sowie alle hundertprozentigen Tochtergesellschaften der Artnet Corp. werden gemeinsam als "Konzern" oder "artnet Konzern" bezeichnet.

Im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit stellt der Konzern Kunstsammlern, Galerien, Verlagen, Auktionshäusern und Kunstliebhabern eine Website zur Verfügung, auf der die Nutzer über Künstler recherchieren, Nachrichten aus der Kunstwelt lesen und die Kunstwerke finden können, die von Galerien auf der ganzen Welt aktuell angeboten werden. Darüber hinaus führte der Konzern 2008 die artnet Auctions ein, auf deren Plattform moderne und zeitgenössische Kunst, Grafiken und Fotografien renommierter Künstler versteigert werden.

Der Konzern-Zwischenabschluss der artnet AG wurde am 30. April 2010 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

Grundlagen der Berichterstattung

Der vorliegende ungeprüfte Konzern-Zwischenabschluss wurde in Einklang mit den Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt, die in der EU auf Zwischenabschlüsse verpflichtend anzuwenden sind. Der Zwischenabschluss entspricht insbesondere den Richtlinien über die Zwischenberichterstattung in IAS 34 und erfüllt darüber hinaus den Deutschen Rechnungs legungsstandard DRS 16 – Zwischenberichterstattung sowie die §§ 37x, 37w WpHG. Dieser Zwischenabschluss enthält nicht alle Informationen und Anhangangaben, die gemäß IFRS für einen Konzernabschluss zum Ende des Geschäftsjahres erforderlich sind.

Die Anwendung der folgenden neuen oder geänderten Standards und Interpretationen wurde im Geschäftsjahr 2010 verpflichtend:

Standards (IFRS) bzw. Interpretationen (IFRIC)

  • IFRS 3, Unternehmenszusammenschlüsse (ab 1. 7. 2009) und
  • IAS 27 Konzern- und separate Einzelabschlüsse (ab 1. 7. 2009)
  • IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung Geeignete Grundgeschäfte (ab 1.7.2009)
  • IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS (ab 1.1. 2010)
  • IFRIC 12 Vereinbarung von Dienstleistungskonzessionen (ab 30.3. 2009)
  • IFRIC 15 Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien (ab 1.1. 2010)
  • IFRIC 16 Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb (ab 1. 7. 2009)

IFRIC 17 Sachausschüttungen an Eigentümer (ab 1. 7. 2009) IFRIC 18 Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden (ab 1. 7. 2009)

Der Konzern geht derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung dieser Standards wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung des Konzernabschlusses 2010 haben wird. Die in diesem Zwischenbericht angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen des letzten Konzernjahresabschlusses. Eine detaillierte Beschreibung der Rechnungslegungsgrundsätze ist im Anhang zum Konzernjahresabschluss unseres Geschäftsberichts 2009 veröffentlicht.

Der Konzern-Zwischenabschluss enthält nach Überzeugung des Vorstands alle Anpassungen, die für eine den tatsächlichen Verhältnissen entsprechende Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in der Zwischenberichtsperiode erforderlich sind. Die Ergebnisse der zum 31. März 2010 endenden Berichtsperioden lassen nicht notwendigerweise Rückschlüsse auf die Entwicklung zukünftiger Ergebnisse zu. Der Konzern-Zwischenabschluss zum 31. März 2010 und der Konzern-Zwischenlagebericht sind weder gemäß § 317 HGB geprüft noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen worden.

Die Aufstellung des Konzern-Zwischenabschlusses erfolgte auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten. Bilanzstichtag ist der 31. März 2010.

Berichtsperiode

Der Konzernzwischenabschluss wurde für die Berichtsperiode vom 1. Januar 2010 bis 31. März 2010 erstellt. Das Geschäftsjahr aller Konzerngesellschaften entspricht dem Kalenderjahr.

Fremdwährungsumrechnung und Geschäftsvorfälle in Fremdwährung

Die im Konzern-Zwischenabschluss und im Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss enthaltenen Beträge werden, falls nicht anderweitig ausgewiesen, in Euro (EUR) angegeben. Die Berichtswährung ist Euro.

Die Hauptgeschäftstätigkeit des artnet Konzerns erfolgt im US-Dollar-Währungs raum. Der US-Dollar ist die funktionale Währung der operativen Konzerngesellschaft Artnet Corp. Geschäftsvorfälle, die in anderen Währungen als dem US-Dollar erfolgen, werden mit dem aktuellen Wechselkurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. An jedem Bilanzstichtag werden die monetären Posten in Fremdwährungen mit dem gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Gewinne und Verluste aus dieser Umrechnung werden erfolgswirksam als sonstige Erträge bzw. sonstige Aufwendungen ausgewiesen.

Im Rahmen der Konsolidierung werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Umrechnung von Erträgen und Aufwendungen erfolgt mit dem Durchschnittskurs der Rechnungsperiode. Die sich daraus ergebenden kumulierten Umrechnungsdifferenzen werden innerhalb des Konzern-Eigenkapitals als separater Posten erfasst.

Für die Währungsumrechnung des artnet Konzerns sind die Wechselkursrelationen des US-Dollar (USD) zum Euro (EUR) und zum Pfund Sterling (GBP) wesentlich. Der Umrechnung lagen in den angegebenen Perioden jeweils die folgenden Wechselkurse zugrunde:

USD in EUR USD in GBP
31. 03. 2010 31. 03. 2009 31. 03. 2010 31. 03. 2009
Stichtagskurs 0,743 0,757 0,664 0,704
Periodendurchschnittskurs 0,722 0,765 0,641 0,696

Konsolidierungskreis und konsolidierte Unternehmen

In den Konzernabschluss sind die rechtliche Muttergesellschaft artnet AG und ihre hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Corp. sowie deren Tochtergesellschaften einbezogen. Eine zur Einbeziehung in den Konzernabschluss führende Beherrschung liegt vor, wenn eine Konzerngesellschaft die Möglichkeit zur Bestimmung der Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens hat, um aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen.

Die am 23. Februar 1999 erfolgte Einbringung der Anteile an der Artnet Corp. behandelte die artnet AG im Konzernabschluss in Übereinstimmung mit IFRS 3, B1 ff. als umgekehrten Unternehmenserwerb durch die Artnet Corp. (reverse acquisition). Die Erstkonsolidierung wurde daher so durchgeführt, dass die artnet AG als rechtlicher Erwerber auf die Tochtergesellschaft Artnet Corp. konsolidiert wurde, da diese als wirtschaftlicher Erwerber anzusehen war.

Am 1. November 2007 gründete die Artnet Corp. die hundertprozentige Tochtergesellschaft artnet UK Ltd., die als ihre Vertriebsgesellschaft in Großbritannien fungiert.

Am 3. Juli 2008 gründete die Artnet Corp. die artnet France SARL, bei der es sich um eine hundertprozentige Tochtergesellschaft handelt. Die artnet France SARL ist in Frankreich als Vertriebsgesellschaft der Artnet Corp. tätig.

Im Rahmen der Konsolidierung wurden alle wesentlichen konzerninternen Geschäftsvorfälle, Bestände, Erträge und Aufwendungen eliminiert.

Gezeichnetes Kapital

Bedingtes Kapital – Anteilsbasierte Vergütung

Durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 23. Februar 1999 (am 6. April 1999 bestätigt) wurde das Grundkapital um EUR 435.000 bedingt erhöht (bedingtes Kapital 1999/I). Es wurden keine Aktien aus diesem bedingten Kapital ausgegeben. Die Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 hat dieses bedingte Kapital aufgehoben.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 wurde das Grundkapital durch Ausgabe von bis zu 560.000 neuen Inhaber-Stückaktien an die Vorstandsmitglieder der Gesellschaft und Mitglieder der Geschäftsführung von verbundenen Unternehmen sowie Mitarbeiter der artnet AG oder ihrer verbundenen Unternehmen um bis zu EUR 560.000 bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2009/I). Das bedingte Kapi tal dient der Einräumung von Bezugsrechten im Rahmen eines Aktienoptionsplans.

Die Eintragung der Satzungsänderungen in das Handelsregister, die für die Wirksamkeit dieser Beschlüsse der Hauptversammlung erforderlich ist, erfolgte am 2. Februar 2010.

Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung der artnet AG vom 15. Juli 2009 wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, bis zum 14. Juli 2014 das gezeichnete Kapital durch Ausgabe von 2.800.000 neuen Inhaber-Stückaktien gegen Bar- oder Sachanlagen um bis zu EUR 2.800.000 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2009/I). Aus dem genehmigten Kapital 2009/I wurden in den Geschäftsjahren 2010 und 2009 keine Stammaktien ausgegeben.

Die Eintragung der Satzungsänderungen in das Handelsregister, die für die Wirksamkeit dieser Beschlüsse der Hauptversammlung erforderlich ist, erfolgte am 2. Februar 2010.

Eigene Aktien

Am 31. März 2010 hielt die artnet AG unverändert zum Vorjahr 78.081 eigene Aktien, was 1,4 % des Grundkapitals entsprach.

Ertragsteuern

Der laufende Ertragsteueraufwand wird für die Zwischenberichtsperiode auf Basis des für das gesamte Geschäftsjahr geschätzten durchschnittlichen Ertragsteuersatzes angegeben. Aufgrund ihrer steuerlichen Verlustvorträge muss Artnet Corp. nur die US-Mindestkörperschaftssteuer zahlen.

Der Konzern prüft die Werthaltigkeit der aktiven latenten Steuern einmal jährlich und wird diese zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2010 auf der Basis der dann aktuellen Unternehmensplanungen für die Geschäftsjahre 2011 bis 2013 erneut überprüfen.

Segmentberichterstattung

  • Das Segment artnet Gallery Network wendet sich an Galerien, für die es die zum Verkauf stehenden Kunstwerke im Internet veröffentlicht.
  • Das Segment Datenbanken umfasst alle datenbankbezogenen Produkte. Hierzu gehören die artnet Fine Art Price Database sowie die artnet Decorative Art Price Database, sowie die darauf aufbauenden Produkte Imageless Search, Market Alert, Market Data Reports und Artist Works Catalogues.
  • Das Segment Werbung erstellt Banner und Werbung zur Wiedergabe auf der Website.
  • Das Segment artnet Auctions stellt eine Internet-Plattform zum Kauf und Verkauf von Kunstwerken zur Verfügung.

Die amerikanischen, deutschen und französischen Online-Magazine sind in erster Linie ein Marketing-Tool, das die Geschäftstätigkeit des Konzerns im Ganzen unterstützt. Daher werden Erträge und Aufwendungen in Zusammenhang mit den Magazinen den berichtspflichtigen Segmenten des Konzerns zugeordnet. Die mit den Online-Magazinen in Zusammenhang stehenden Aufwendungen werden in der Zeile "Vertrieb und Marketing" ausgewiesen.

Die Steuerung der einzelnen Segmente durch das Management erfolgt auf Basis des Ergebnisses vor Steuern. Nicht direkt zurechenbare Aufwendungen werden den berichtspflichtigen Segmenten im Wesentlichen auf der Grundlage der Mitarbeiterzahl je berichtspflichtiges Segment zugerechnet.

Eine Bewertung der Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten je berichtspflichtiges Segment wird dem Management nicht zur Verfügung gestellt. Daher werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nicht für jedes berichtspflichtige Segment dar gestellt.

Periode
zum 31. März 2010
artnet Gallery
Network
artnet Price
Databases
Werbung artnet
Auctions
Summe
Umsatzerlöse EUR 1.242.890 1.178.459 343.871 413.293 3.178.513
Gewinn (Verlust)
vor Steuern EUR
53.464 286.686 23.828 (274.919) 89.059
Periode artnet Gallery artnet Price artnet
zum 31. März 2009 Network Databases Werbung Auctions Summe
Umsatzerlöse EUR 1.412.011 1.282.833 471.802 157.641 3.324.287
Gewinn (Verlust)
vor Steuern EUR 146.894 115.506 123.296 (260.399) 125.297

Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich mittels Division des Konzernergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der in Umlauf befindlichen Stammaktien.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich in derselben Weise wie das unverwässerte Ergebnis je Aktie, mit dem Unterschied, dass sich die durchschnittliche Anzahl der in Umlauf befindlichen Stammaktien um die Anzahl der Aktien aus potenziellen Optionsausübungen erhöht.

Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie beruht auf den folgenden Daten:

1. 1. – 31. 3. 2010 1. 1. – 31. 3. 2009
EUR EUR
Zähler (Ertrag)
Konzernergebnis des 1. Quartals 77.318 109.224
Nenner (Anzahl der Aktien)
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien
zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie
(ausgegeben und voll eingezahlt)
5.552.986 5.552.986
Auswirkungen der potenziell verwässernden Aktien
aus Aktienoptionen
0 111.000
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien
zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie
5.552.986 5.663.986

Mitarbeiter

Am 31. März 2010 hatte der Konzern wie im 1. Quartal 2009 102 Vollzeitmitarbeiter. Darüber hinaus waren zum 31. März 2010 14 teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter für den artnet Konzern tätig, gegenüber 20 Teilzeitbeschäftigten im 1. Quartal des Vorjahres. Ferner hatte der Konzern im Vertrieb und in sonstigen Bereichen 13 freie Mitarbeiter, während es zum 31. März 2009 18 freie Mitarbeiter waren.

Schätzungen und Annahmen im Rahmen der Rechnungslegung

Zur Erstellung des Konzernabschlusses gemäß IFRS müssen Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die die Höhe der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen und darüber hinaus die Angaben im Anhang zum Jahresabschluss beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen. Die von der Geschäftsführung vorgenommenen Schätzungen, die einen wesentlichen Einfluss auf den Konzern-Zwischenabschluss haben, betreffen den Ansatz und die Bewertung der aktiven latenten Steuern und der Website-Entwicklungskosten,

die Bewertung der Rückstellungen, die Nutzungsdauer der Gegenstände des Anlagevermögens sowie die Beurteilung der Wertberichtigungen für überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Mitteilungen nach § 21 WpHG

Herr Oliver Schmidt, Düsseldorf, hat uns nach § 26 Abs. 1 WpHG am 8. März 2010 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 8. März 2010 die Schwelle von 3 % überschritten hat und er zu diesem Zeitpunkt 3,02 % (170.000 Stimmrechte) der gesamten Stimmrechte hielt.

Gemäß § 15a WpHG wurde artnet am 7. April 2010 in Kenntnis gesetzt, dass Hannes von Goesseln, ein Mitglied des Aufsichtsrates, am 6. April 2010 1.150 Aktien zu einem Durchschnittspreis von EUR 4,8325 gekauft hat.

Gemäß § 15a WpHG wurde artnet am 7. April 2010 in Kenntnis gesetzt, dass Hannes von Goesseln, ein Mitglied des Aufsichtsrates, am 1. April 2010 1.070 Aktien zu einem Durchschnittspreis von EUR 4,813 gekauft hat.

Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag kam es zu keinen berichtspflichtigen Ereignissen von wesentlicher Bedeutung.

Berlin, den 30. April 2010

Der Vorstand Hans Neuendorf

artnet AG

Aufsichtsrat John Hushon Vorsitzender Dr. Christian Dohm Stellvertretender Vorsitzender Hannes von Goesseln Vorstand Hans Neuendorf Vorstand

Artnet Worldwide Corp.

Vorstand Hans Neuendorf CEO (Vorstand) B. William Fine President Unternehmensleitung B. William Fine President Walter Robinson Editor in Chief, artnet magazine

artnet France SARL

Geschäftsführung Hans Neuendorf Geschäftsführer Unternehmensleitung Gina Kehayoff Directrice Générale

artnet® Geschäftsstellen

artnet AG Oranienstraße 164 10969 Berlin ph + 49-30-209178-0 fx + 49-30-20917829

Artnet Worldwide Corp. 61 Broadway, 23rd Floor New York, NY 10006 ph + 1-212-4979700 fx + 1-212-4979707

artnet France SARL 5, rue du Chevalier de Saint George 75008 Paris ph + 33-1-42866710 fx + 33-1-42861016

Investor Relations

Informationen für Investoren und den Jahres abschluss finden Sie unter www.artnet.de/IR. Weitere Anfragen können per E-Mail an [email protected] oder per Post an eine unserer Geschäftsstellen gerichtet werden.

Informationen zur Aktie

Die Stammaktien von artnet AG werden am Geregelten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse unter dem Börsenkürzel AYD gehandelt. Ad-hoc-Meldungen zu relevanten Unter nehmensentwicklungen finden Sie unter www.artnet.de/about/inthenewsg.asp.

Wertpapier-Kenn-Nummer WKN 690950

ISIN DE0006909500

artnet AG

Oranienstraße 164 10969 Berlin T + 49 (0)30 20 91 78-0 F + 49 (0)30 20 91 78-29 info @ artnet.de