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artnet AG Annual Report 2023

Sep 16, 2024

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Annual Report

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Finanzbericht: 34863457

artnet AG

Berlin

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Jahresbericht 2023

Unsere Vision

"Im Jahr 2024 werden wir unseren globalen Kunden weiterhin das nötige Rüstzeug und Informationen bieten, damit sie ihre Entscheidungen bestmöglich treffen können."

Vom ersten Tag an gab Hans Neuendorf eine klare Vision für Artnet vor: die Schaffung eines globalen, digitalen Kunstmarktes, der absolut transparent sein soll.

Seit 1989 stellen wir uns eine Welt vor, wo der Kauf, der Verkauf und die Suche nach Kunst für den modernen Sammler zugänglich, effizient und äußerst lohnend ist. Artnet pflegt eine familiäre Atmosphäre, die durch den ungebrochenen, langjährigen Einsatz für dieses Unternehmensziel untermauert wird. Beschleunigt durch die Pandemie, war in den vergangenen drei Jahren eine systemische Hinwendung zu online durchgeführten Kunst-Transaktionen und digitalen Erfahrungen zu beobachten.

Während sich dieser Wandel in der Kunstwelt fortsetzt, nimmt Artnet als eine der führende Online-Plattform eine zentrale Stellung beim Ausbau und der Gestaltung der digitalen Zukunft ein. Unsere Vision ist heute aktueller und wichtiger denn je.

Wichtige Erfolge in 2023

67 Millionen Neukunden auf der gesamten Plattform

Freigabe neuer Enterprise Data Services (Datenservices für Unternehmenskunden)

Marktplatz

584 neue Bieter aus 57 Ländern bei Artnet Auctions

57% Anstieg der Verkaufsrate

USD 225,000 für ein Werk von Mel Ramos

USD 175,000 für ein Werk von Andy Warhol

Partnerschaften

Cadillac x Frieze Art Fair LA

TEFAF New York

Gaggenau

Royal Salute x Frieze Art Fair London

Die Werte eines engagierten Kunst- und Technologieunternehmens

Transparenz

Transparenz ist ein wichtiger Bestandteil der DNA Artnets; sie ist der Grundgedanke, auf dem das Unternehmen aufgebaut wurde. Aufgrund dieser Transparenz, sowohl innerhalb des Unternehmens als auch im Kunstmarkt, genießt Artnet den Ruf als vertrauenswürdige Informationsquelle der Branche.

Effizienz

Artnets Ziel ist es, einen effizienteren Kunstmarkt zu schaffen. Dem Unternehmen gelingt es, mit digitalen Lösungen schnelle und kostengünstige Transaktionen zu ermöglichen und somit einen wachsenden und effizienten Markt für Kunst zu schaffen. Als Unternehmen ist Artnet bestrebt, bei der Verfolgung dieses Ziels effizient zu sein.

Innovation

Als Pionier in der Kunstindustrie strebt Artnet kontinuierlich nach Innovation. Dabei verliert das Unternehmen, welches innerhalb der Kunstwelt entstanden ist, aber nie den Blick auf die besondere Komplexität der Branche.

Kuration

Bei der Qualität kann es keine Kompromisse geben. Bei der Gestaltung unseres Marktplatzes legen wir größten Wert auf Details, um unseren Kunden das bestmögliche Nutzererlebnis zu bieten. In diesem Streben nach Exzellenz unterscheidet sich Artnet von anderen.

Zugänglichkeit

Das weltweite Publikum bestätigt Artnets Wunsch nach einer offenen und zugänglichen Kunstwelt, die leichter zu verstehen und zu erforschen ist und von der man lernen kann. Artnet möchte eine zugängliche Plattform und ein zugängliches Unternehmen sein, das jedem offensteht, der dessen gemeinsame Leidenschaft teilt.

Brief des Vorstands

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Artnet gehört zusammen mit Sotheby's und Christie's zu den bekanntesten und stärksten Marken im Kunstmarkt. Das ist ein Verdienst unserer harten Arbeit und der Tatsache, dass wir keine Kompromisse eingegangen sind in all den Jahren, was die Integrität der Marke und das Erreichen unserer strategischen Ziele betrifft.

Wir verfügen mit weitem Abstand über den höchsten Webverkehr im Kunstmarkt und haben mehr Seitenaufrufe als Sotheby's und Christie's zusammen. 2023 begrüßten wir 67 Millionen neue Nutzer und erzielten über 140 Millionen Seitenaufrufe.

Mit dem Launch von Artnet News, das zur meistgelesenen Publikation im Kunstmarkt herangewachsen ist, erreichen wir eine unvergleichliche Sichtbarkeit und bringen unsere Kunden mittlerweile fast täglich auf unsere Seite. Unsere Kunden wollen nicht jeden Tag unbedingt Kunst kaufen und verkaufen oder Preise recherchieren, aber sie wollen über die letzten Ereignisse und Trends im Kunstmarkt informiert sein. Wir haben damit die Basis für eine erfolgreiche Content-to-Commerce-Strategie geschaffen. Artnet News ist ein großer Erfolg und festigte unsere Position als führende Kraft in der Branche.

Die Artnet Price Datenbank ist der Goldstandard der Industrie mit mittlerweile fast 18 Millionen Losen und wird von allen Marktteilnehmern genutzt. Es gibt kein vergleichbares Produkt im Markt.

Auch der Artnet Marketplace hat sich als unverzichtbares Werkzeug für den globalen Kunsthandel etabliert. Er verfügt mittlerweile über ein GMV von 3,5 Milliarden USD, wird von den größten Galerien und Auktionshäusern genutzt und gehört gleichzeitig zur absoluten Spitze des Online Kunsthandels. Auf diese Erfolge können wir stolz sein, auch weil wir sie aus dem eigenen Cashflow finanziert haben, während um uns herum Wettbewerber hunderte von Millionen an Kapital aufgenommen haben. All diese Firmen haben gemein, dass sie nicht an uns vorbeikommen und dass sie immer noch hohe Verluste schreiben.

Trotz alledem war 2023 ein schweres Jahr für uns und den gesamten Kunstmarkt. Die vielen Konflikte auf der Welt, höhere Zinsen und eine hartnäckige Inflation führten zu viel Unsicherheit und damit zu weniger Transaktionen im Kunstmarkt. Die Verkäufe bei den großen Auktionshäusern sind infolgedessen massiv eingebrochen, und bei uns ebenso.

Insgesamt konnten wir diese Herausforderungen jedoch besser auffangen als viele andere, auch dank der Vielfalt unserer Produkte. Unser robustes Geschäftsmodell und unsere breiten Umsatzströme haben uns wie immer geholfen, widerstandsfähig zu bleiben.

Zusätzlich haben wir bereits Anfang des Jahres 2023 ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm aufgesetzt, mit dem Ziel, als Organisation noch effizienter zu werden und massiv Kosten abzubauen. Die Kostensenkungsmaßnahmen machen sich bereits 2023 bemerkbar mit Einsparungen in Höhe von über 1,5 Mio. USD, zu denen dieses Jahr nochmal 3,5 Mio. USD dazukommen. Im Jahr 2025 werden sie dann mit knapp 6 Mio. USD ihre volle Wirkung entfalten.

An dieser Stelle möchte ich dem Artnet-Team danken, die wie immer großen Einsatz gezeigt haben und ohne deren Engagement wir nie so weit gekommen wären.

Wir haben das Potenzial unserer Firma noch lange nicht ausgeschöpft. In gewisser Weise stehen wir immer noch am Anfang einer vielversprechenden Entwicklung, die wir angestoßen haben. Mit der Unterstützung unseres engagierten Teams und Ihrem Vertrauen bin ich zuversichtlich, dass wir den Kunstmarkt effizienter gestalten und signifikantes Wachstum erzielen werden. Ich freue mich darauf, diese Ziele gemeinsam mit Ihnen zu erreichen.

Ihr

Jacob Pabst, Vorstand artnet AG

Vorstand

Jacob Pabst

Chief Executive Officer

Albert Neuendorf

Chief Strategy Officer

Quentin Rider

Chief Technology Officer

Rob Baker

Chief Marketing Officer

Bill Fine

Präsident

Aufsichtsrat

Dr. Pascal Decker

Aufsichtaratvorsitzender

Prof. Dr. Michaela Diener

Aufsichtsrätin

Hans Neuendorf

Aufsichtsrat, Gründer,

Artnet AG

Brief vom Chief Strategy Officer Albert Neuendorf

Das Jahr 2023 war für den Kunstmarkt sehr schwierig und wurde vor allem durch die in vielen Industrieländern restriktive Geldpolitik geprägt. Die Folgen davon waren erhöhte Unsicherheit bei Kunden und Sammlern im Kunstmarkt. Viele Trends, die wir im Jahr 2022 bemerkt haben, setzten sich auch im vergangenen Geschäftsjahr fort. Die weltweiten Auktionsverkäufe gingen zurück, wobei die USA und Europa die stärksten Rückgänge verzeichneten.

Während dies die Leistung von Artnet beeinträchtigte, sorgte unser diversifiziertes Umsatzprofil für Stabilität, wo andere im Kunstmarkt weitaus mehr zu kämpfen hatten. Beispielsweise hat die stabile Performance unserer Segmente Daten und Medien die schwache Performance im Segment Marktplatz ausgeglichen. Wichtige Weiterentwicklungen unserer Plattform, vor allem mit Bezug auf UX/​UI (Nutzererfahrung), führten zu erhöhter Kundenbindung und Engagement mit den Produkten von Artnet.

Das Geschäftsjahr 2023 wurde maßgeblich durch Strategien mit dem Ziel der Kostensenkung geprägt, um Kapital und Ressourcen effizienter zu nutzen und somit unsere übergeordneten Ziele zu erreichen.

Zu Beginn des Jahres 2024 gehen wir davon aus, dass sich die Marktbedingungen gegen Ende des Jahres leicht verbessern werden. Vor diesem Hintergrund konzentrieren wir uns weiterhin auf die operativen Margen, um die finanzielle Gesundheit von Artnet zu sichern, wenn sich der Markt erholt.

Unsere Vision ist die einer Welt, in der das Suchen nach Kunstwerken sowie ihr Kauf und Verkauf für den modernen Sammler frei zugänglich, effizient und lukrativ ist.

Kernaussage und Vision

Unsere Vision ist die einer Welt, in der das Suchen nach Kunstwerken sowie ihr Kauf und Verkauf für den modernen Sammler frei zugänglich, effizient und lukrativ ist.

Seit der Gründung 1989 hat Artnet die Art und Weise revolutioniert, wie Sammler, Fachleute und Kunstliebhaber heutzutage Kunst entdecken, recherchieren und sammeln. Artnet hat jährlich 67 Millionen Einzelnutzer und ist damit die größte globale Plattform für Kunst. Die Marktdaten von Artnet sind eine wichtige Ressource für die Kunstbranche. Sie umfassen mehr als 16 Millionen Auktionsergebnisse sowie KI- und ML-gesteuerte Analysen, die ein beispielloses Maß an Transparenz und Einblick in den Kunstmarkt bieten. Ihre Unabhängigkeit ist für Artnet der Schlüssel zu ihrem Ruf als vertrauenswürdige und objektive Informationsquelle.

Marktplatz: Der Marktplatz von Artnet verbindet führende Galerien und Auktionshäuser mit unserem globalen Publikum und bietet eine kuratierte Auswahl von über 280.000 Kunstwerken, die weltweit zum Verkauf stehen. Ein Kernelement des Marktplatzes sind die Artnet Auctions, die wegweisende Online-Auktionsplattform, die mit Unterstützung der Segmente Daten und Medien eine unvergleichbare Reichweite, Liquidität und Effizienz bietet.

Medien: Artnet News berichtet als Medienzentrum mit aktuellen Analysen und Expertenkommentaren über Ereignisse, Trends und Akteure, die den globalen Kunstmarkt prägen. Artnet News ist die meistgelesene Nachrichtenplattform in der Kunstbranche mit einer schnell wachsenden und engagierten Leserschaft.

Daten: Die Preisdatenbank von Artnet umfasst unglaubliche 17 Millionen Auktionsergebnisse, die mit primären Markt- und NFT-Daten kombiniert werden. Dieses renommierte Segment bringt Transparenz in einen ansonsten unzugänglichen Markt. Abonnenten der Preisdatenbank erhalten Zugang zu Daten zukünftiger Auktionen, jüngsten Auktionsergebnissen, entscheidende Deep Analytics und objektive Bewertungen von Kunstwerken.

Zusammen bilden die einzigartigen, synergetischen Produktangebote von Artnet - Daten, Marktplatz und Medien - ein umfassendes digitales Ökosystem, das den modernen Kunstmarkt antreibt und informiert. Die Umsetzung dieser Vision ist ein Schlüsselelement unserer Strategie für 2024 und darüber hinaus.

Wie wir unsere Vision umsetzen werden

Indem wir die kombinierte Stärke unserer Geschäftsbereiche nutzen, können wir ein einzigartiges, einheitliches Erlebnis für unsere Kunden schaffen, bei dem unsere Daten- und Nachrichtenprodukte wichtige Informationen und relevante Zusammenhänge liefern, um sicheres Vertrauen bei der Entscheidungsfindung auf dem Markt zu gewährleisten.

Missions kritische Daten und Analysen

Vertrauen & Transparenz

Unabhändige Nachrichten & Medien

Zuverlässiger Content

Weltweit kurartierter Marktplatz

Erreichbar & Effizient

Brief des Chief Technology Officer Quentin Rider

"Der Beitrag des Artnet Technology Teams war 2023 Grundlage für die Verbesserungen bei der Nutzererfahrung und der Plattform für unsere Kunden."

Unser Fokus lag 2023 auf Agilität und der Einführung von Funktionen, die einen erhöhten Mehrwert bieten. Dies erreichten wir durch den Umbau der Preisdatenbank, der den Zugriff auf Kunstmarktdaten verbesserte, sowie durch Einblicke, die statistische und analytische Daten über aktuelle und vergangene Verkäufe liefern. Die Technologien, die diese Plattformen unterstützen, spielen eine bedeutende Rolle bei der Ausweitung unserer Datenliefersysteme und gewährleisten einen schnelleren, zuverlässigeren und flexibleren Datenzugriff.

Im Rahmen des Umbaus der Preisdatenbank haben wir unsere unterschiedlichen Geschäftsbereiche durch einen vereinheitlichten Header auf der Homepage visuell zusammengeführt und unsere Nachrichtenseite neu gestaltet. Diese Veränderungen sind Teil einer umfangreichen Modernisierung unserer Plattform, durch die wir eine deutliche Stärkung der Nutzerbindung anstreben.

Mit Blick auf das Jahr 2024 bleiben die Weiterentwicklung von UI/​UX und die Neugestaltung von Schlüsselkomponenten der Plattform im Fokus, unterstützt durch unsere neuen Datenlieferkapazitäten. Zu den Schwerpunktbereichen gehören die Seiten von Künstlern und Kunstwerken sowie Marktplatz-Funktionalitäten. Künstliche Intelligenz wird weiterhin eine wesentliche Rolle spielen, indem sie intensiv für die Analyse und Markierung von Inhalten sowie für die Zusammenstellung von Informationen über Künstler genutzt wird. Schließlich werden wir Strategien zur Kostensenkung ermitteln, indem wir Kapital und Ressourcen effizienter einsetzen, um unsere Ziele zu erreichen. Als Chief Technology Officer von Artnet ist es mein Ziel, Artnet zu einem wegweisenden und visionären Technologieunternehmen auf dem Kunstmarkt zu machen.

Kennzahlen

23,3 Millionen EUR Umsatz

235 Millionen Seitenaufrufe

67 Millionen neue Nutzer

Highlights

46 Versteigerungen bei Artnet Auctions

17 Millionen Auktionsergebnisse

3,326 veröffentlichte Artikel auf Artnet News

Einführung von Enterprise Data Services

Demografie

48% greifen über Mobilgeräte auf den Marktplatz zu

82% der Kunden von Artnet Auctions sind private Sammler

Verantwortungsvolle Kultur

5 philanthropische und wohltätige Initiativen

Mentoring Angebot für Mitarbeiter * Innen

85 Teammitglieder bzw. 66 % der Beschäftigten sind weiblich

Web-Traffic-Quellen

scrollen

Nordamerika 62 %
Europa 16 %
Asien 8 %
Südamerika 2 %
Ozeanien 2 %
Afrika 2 %

* Unsere drei wichtigsten Traffic-Quellen für Asien sind die Philippinen, Indien und China

Unsere Reichweite

1.140.000+ Instagram

395.000+ Facebook

1.970.000+ X

215.000+ LinkedIn

Leistungskennzahl: Die Artnet-Aktie

Artnet-Aktienkurs in Euro

Ausgeglichene Finanzstruktur

Relativ geringes Anlagevermögen (asset light) und risikoarmer, zweiseitiger Marktplatz

Wertvolles, einzigartiges Daten-Asset

Diverse Umsatzströme

Langfristige Partnerschaften mit geringer Fluktuation

Brief des Chief Marketing Officer Rob Baker

"Im Jahr 2023 erreichten wir durch ein neues Versprechen an unsere Kunden, eine neue Botschaft und einen geschärften, moderneren visuellen Auftritt wichtige Meilensteine bei der Vereinheitlichung unserer Marke."

Wir erzielten erhebliche Fortschritte bei der Verfeinerung unseres Performance-Marketing-Programms, das einen klaren Fokus auf die Konversionsrate der Plattformen und den Umsatz über alle Produkte hinweg legt. Wir gründeten Artnet Studio und bauten damit unsere Kapazitäten aus, anspruchsvollere Markenpartnerschaften und neue Kooperationsmodelle mit unseren Kunden zu entwickeln. Wir entwickelten wichtige Messepartnerschaften, unter anderem eine neue laufende Zusammenarbeit mit TEFAF in Maastricht und New York. Wir haben unseren weltweit bekannten Intelligence Report mit Rekordergebnissen neu aufgelegt.

Mit Beginn des neuen Jahres stehen wir vor unsicheren Marktbedingungen mit veränderlichen Bedürfnissen und Erwartungen der Nutzer. Wir müssen fokussiert und agil sein. Stellen wir uns die Frage, wie Artnet derzeit einen Mehrwert bieten kann. Im Vordergrund steht für uns, unsere Nutzer zu verstehen und genauere Erkenntnisse über ihr Profil zu gewinnen. Auf diese Weise versuchen wir eine bessere Abstimmung zwischen unseren Produkten und ihren Bedürfnissen zu erreichen sowie stärker personalisierte User Journeys um eine zeitgemäße, wirkungsvollere Kommunikation zu ermöglichen. Am wichtigsten ist jedoch, dass wir der 'disruption' und der Innovation treu bleiben, einer Haltung, die den Kern unseres Geschäfts ausmacht.

Unternehmensentwicklung 2023

Die Artnet AG hat ein einzigartiges, synergetisches Produktangebot aufgebaut und ist damit ein visionäres Unternehmen für den modernen Kunstsammler.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden neue Dienstleistungen entwickelt und der Umbau wichtiger Bestandteile der technologischen Infrastruktur abgeschlossen. Dies schuf die Grundlage für eine transformative Frontend-Erneuerung der Plattform und ein robustes, anhaltendes Wachstum.

Im Segment Medien ließ Artnet News als führender Mediendienstleister der Branche seine Mitbewerber hinter sich und verzeichnete mehr als 140 Millionen Seitenaufrufe. (2022: 158 Millionen)

Unser internationales Redaktionsteam ermöglicht durch den optimalen Zugang zu Artnets Kunstmarktdaten marktorientierte Einblicke und kritische Analysen für Fachleute der Kunstbranche. Ein besonders wertvolles Produkt, insbesondere für professionelle Kunsthändler, stellt Artnet News Pro zudem sicher, dass Artnet den hohen journalistischen Standard beibehalten kann. Gleichzeitig ebnet dieser Schritt den Weg zu mehr Rentabilität. Die hohen Seitenaufrufe sichern weiterhin einen stetigen Anstieg der Werbeeinnahmen. Während des Geschäftsjahres 2023 ging der Umsatz im Segment Medien um 2 % auf 8,601 Millionen EUR zurück (2022: 8,747 Millionen EUR).

2023 war für das Segment Daten ein stabiles und doch bemerkenswertes Jahr. Artnet hat in sein Kernprodukt investiert und freut sich auf ein neues Zeitalter der Transparenz, das mit der erneuerten Preisdatenbank eingeläutet wird. Damit kommt das Unternehmen seiner Vision eines effizienten globalen Kunstmarktes nach.

Die für alle Nutzer im ersten Quartal 2023 freigegebene überarbeitete Preisdatenbank ist auf eine neue API-first-Architektur ausgelegt und bietet damit die Möglichkeit für völlig neue Formate der Datenbereitstellung. Ein auf mobile Geräte ausgerichtetes optimiertes Design gewährleistet den einfachen Zugang zu unserer weltweiten Kundenbasis und unterstützt die Erhöhung der Suchvolumen. Mit der Implementierung der elastischen Suche ergibt sich eine Vielzahl von neuen Suchmöglichkeiten. Das Data Science Team von Artnet hat intelligente, reaktive Analysen entwickelt, die tiefe Einblicke in und ein umfassendes Verständnis für den Kunstmarkt ermöglichen.

Die Schaffung eines ganzheitlichen Ökosystems für den weltweiten Kunstmarkt ist ein zentraler Bestandteil der Vision des Artnet-Konzerns. Nach Abschluss der Vorarbeiten zum Ende des vierten Quartals ist Artnet in den Bereich der Enterprise Data Services eingetreten. Dieser Service gibt unseren Kunden in einer kontrollierten Umgebung Zugriff auf Artnets Rohdaten und verschafft ihnen damit den Zugang zu Millionen von Datenpunkten.

Das Marktplatz-Segment von Artnet strebt danach, einen zugänglichen und effizienten Kunstmarkt zu schaffen, indem es weltweiten Zugang zu erstklassiger Kunst bietet. Durch Partnerschaften mit führenden internationalen Galerien und Auktionshäusern bietet Artnet Kunden weltweit eine vielfältige, kuratierte Auswahl von mehr als 280.000 Kunstwerken an. Artnet Auctions ist heute ein schneller und kostengünstigster Weg, Kunst zu versteigern und ersteigern. Ein globales Team von Spezialisten stellt eine fachliche Auswahl von moderner, Nachkriegs-, zeitgenössischer und ultrazeitgenössischer Kunst zusammen.

Artnet konnte im Verlauf des Geschäftsjahres 2022 wichtige operative Schritte in seiner Strategie vollziehen, die starken Synergien zwischen seinen Geschäftssegmenten zu realisieren. So konnte Artnet im Jahr 2023 diese Synergien nutzen und wichtige Technologieprojekte abschließen, die nicht nur die Nutzererfahrung, sondern auch unsere Cross-Selling-Möglichkeiten drastisch verbessert haben. Artnet kann nun den Mehrwert für die Galeriepartner steigern, gleichzeitig aber auch die Möglichkeiten für Artnet Auctions und Privatverkäufe steigern.

Firmenhintergrund und -entwicklung

Die Artnet.com AG wurde 1998 nach deutschem Recht gegründet. 1999 brachte das Management das Unternehmen an den Neuen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse. 2002 änderte die Artnet.com AG ihren Namen in Artnet AG. Am 4. Oktober 2002 verließ die Artnet AG den Neuen Markt und wurde in den General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse aufgenommen, ein Segment des EU-regulierten Marktes. Mit Wirkung zum 1. Februar 2007 ist die Artnet AG im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert, dem Segment mit den höchsten Transparenzstandards. Seine Hauptbeteiligung ist die hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation, ein 1989 gegründetes New Yorker Unternehmen.

Der Konzernabschluss wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt.

Brief des Vice President Data Segment Ning Lu

"Im Jahr 2024 werden wir Innovation an der Schnittstelle zwischen Kunst, Finanzen und Technologie vorantreiben."

Das Jahr 2023 markiert für Artnet in Bezug auf Daten den Beginn einer neuen Ära. Die neue Preisdatenbank hat das Produkt modernisiert, insbesondere in Bezug auf Zugang und Reichweite. Noch wichtiger ist jedoch, dass die transformative Arbeit hinter den Kulissen die Grundlage dafür geschaffen hat, dass sich das Produkt mit modernster Technologie schnell weiterentwickeln kann und dass die zugrunde liegenden Daten durch den Eintritt in die Ära der künstlichen Intelligenz auf ganz neue Weise genutzt werden können.

Auf dieser soliden Grundlage haben wir einige spannende Neuerungen für 2024 geplant.

Die Enterprise Data Solution wird offiziell in diesem Jahr eingeführt. Sie ermöglicht erstmals den Zugang zur Preisdatenbank über API, wodurch Innovationen an der Schnittstelle zwischen Kunst, Finanzen und Technologie vorangetrieben werden. Interaktive Datenanalysen werden durch die Modernisierung unserer Nutzererfahrung in der Preisdatenbank und im gesamten Artnet-Angebot sichtbar sein und den Abonnenten eine völlig neue Dimension von Markteinblicken bieten. Hinter den Kulissen werden wir ein Projekt vorantreiben, um unser Datenerstellungstool zu modernisieren. Ziel ist es, unseren Datenumfang zu erweitern, um eine größere Marktnachfrage zu bedienen. Wir freuen uns darauf, diese spannenden neuen Initiativen vorzustellen, sobald sie im Verlauf des Jahres verfügbar sind.

Governance und Organisation

Die Rechte der Aktionäre der Artnet AG sind durch das Gesetz und die Grundsätze der Corporate Governance geschützt, die die Artnet AG regeln.

Der Aufsichtsrat von Artnet ist das strategische Gremium des Unternehmens. Er ist in erster Linie für die Steigerung des Firmenwerts und den Schutz der Unternehmensinteressen verantwortlich. Dabei berücksichtigt er die gesellschaftlichen und ökologischen Belange des Geschäfts sowie das Unternehmensleitbild. Er ist bestrebt, die langfristige Wertschöpfung des Unternehmens zu fördern, insbesondere durch Berücksichtigung der gesellschaftlichen und ökologischen Belange des Geschäfts. Seine Hauptaufgaben sind es, die wesentlichen Unternehmens- und Konzernstrategien zu genehmigen und deren Umsetzung zu überwachen, die angemessene und korrekte Darstellung von Unternehmens- und Konzerninformationen zu prüfen, die Unternehmenswerte zu schützen und sicherzustellen, dass die Risiken des Kerngeschäfts bei der Führung des Unternehmens vollumfänglich berücksichtigt werden. Er sorgt zudem dafür, dass Verfahren zur Vermeidung von Korruption und Vorteilsgewährung eingerichtet sind und eine Politik der Gleichbehandlung und Diversität verfolgt wird, insbesondere in Bezug auf die Gleichstellung der Geschlechter innerhalb der Führungsgremien des Konzerns, und er legt auf Empfehlung der Geschäftsleitung Diversitätsziele für diese Gremien fest. Schließlich handelt er als Garant für die Rechte jedes Aktionärs und stellt sicher, dass die Aktionäre allen ihren Verpflichtungen nachkommen.

Corporate-Governance-Bericht

Corporate Governance hat bei Artnet einen hohen Stellenwert. Die Artnet AG folgt den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex vom 7. Februar 2017, veröffentlicht im Bundesanzeiger am 24. April 2017, mit Ausnahme der Empfehlungen in Ziffer 3.8, Abschn. 3, Ziffer 4.1.3, Satz 2, Ziffer 4.2.1, Satz 1, Ziffer 5.1.2, Abschn. 2, Satz 3, Ziffer 5.3.1, Ziffer 5.3.2, Ziffer 5.3.3, Ziffer 5.4.1, Abschn. 2, und Ziffer 7.1.2, Satz 3. Des Weiteren folgt die Artnet AG den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 16. Dezember 2019 ("Kodex 2019"), veröffentlicht im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 20. März 2020, mit Ausnahme der Empfehlungen in B.5, C.2, D.2, D.3, D.4, D.5 und G.1 bis G.16. Die Artnet AG wird diesen Empfehlungen, mit den oben genannten Ausnahmen, auch in Zukunft folgen. Vorstand und Aufsichtsrat der Artnet AG haben die am Ende dieses Berichts aufgeführte Entsprechenserklärung zum Kodex verabschiedet. Sie ist auf der Internetseite unter artnet.com/​investor-relations veröffentlicht.

Aufsichtsrat

Gemäß dem deutschen Aktienrecht hat die Artnet AG eine zweigeteilte Führungs- und Kontrollstruktur, die einen Alleinvorstand und einen dreiköpfigen Aufsichtsrat umfasst. Im dualen Managementsystem sind Führungs- und Kontrollfunktionen streng getrennt. Eine gleichzeitige Tätigkeit in Aufsichtsrat und Vorstand ist rechtlich nicht zulässig. Aufgaben und Verantwortlichkeiten dieser beiden Organe sind gesetzlich jeweils klar festgelegt.

Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. Der Aufsichtsrat ist zudem verantwortlich für die regelmäßige Überwachung der Geschäftsentwicklung und Prognosen sowie der entsprechenden Strategie und deren Umsetzung. Außerdem prüft der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und bestellt die Mitglieder des Vorstands. Für Geschäfte von grundlegender Bedeutung hat der Aufsichtsrat Zustimmungsvorbehalte zugunsten des Aufsichtsrats festgelegt. Hierzu gehören Entscheidungen oder Maßnahmen, die die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens grundlegend verändern. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen zu Prognosen, Geschäftsentwicklung, Risikolage und Risikomanagement.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in ihren Entscheidungen unabhängig und nicht an Vorgaben oder Weisungen Dritter gebunden. Außerdem müssen Beratungs- und Dienstleistungsverträge sowie bestimmte andere Verträge zwischen Artnet und ihren Aufsichtsratsmitgliedern durch den Aufsichtsrat gebilligt werden. Nach Ziffer 5.4.1 des Kodex soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Die Zielsetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate-Governance-Bericht veröffentlicht werden.

Vorstand

Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Er ist dabei an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswertes verpflichtet. Er ist für die strategische Ausrichtung des Unternehmens in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat zuständig. Der Vorstand arbeitet eng mit dem Aufsichtsrat zusammen.

Der Vorstand sorgt für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und für ein angemessenes Risikomanagement und -controlling im Unternehmen.

Beziehung zu den Aktionären

Die Artnet AG berichtet ihren Aktionären viermal im Geschäftsjahr über die Geschäftsentwicklung sowie über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Konzerngesellschaften. Die jährliche ordentliche Hauptversammlung findet innerhalb der ersten acht Monate eines jeden Geschäftsjahres statt. Ausnahmen hierzu erfolgen lediglich in besonderen Ausnahmesituationen. Die Hauptversammlung beschließt u. a. die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen werden ausschließlich von der Hauptversammlung beschlossen.

Der Artnet-Konzern schätzt seine Aktionäre und ist ständig bestrebt, eine positive Beziehung zu dieser wichtigen Interessengruppe zu pflegen. Zu diesem Zweck sendet Artnet regelmäßige Updates an seine Aktionäre und steht über seine Investor-Relations-Website jederzeit für Gedanken und Feedback zur Verfügung. Wichtige Anlaufstellen finden Sie am Ende dieses Berichts.

Brief von dem Artnet President Bill Fine

"Ihre Privatsphäre und Ihr Vertrauen stehen an erster Stelle."

Im Jahr 1992, während seiner Arbeit an Bill Clintons erfolgreicher Präsidentschaftskampagne gegen George H.W. Bush, wandte sich der Stratege James Carville an sein Team und sagte: "It's the economy, stupid!"

Und obwohl ich es nicht so prägnant ausdrücken kann, würde ich sagen, dass es bei Artnet um den Inhalt geht.

Mit echten Redakteuren auf vier Kontinenten und über alle Zeitzonen hinweg sind wir die vertrauenswürdige Quelle der Kunstwelt für "Nachrichten" und Marktinformationen, auf die sich Sammler und Kunstprofis verlassen. Kein anderes Medium kann auch nur annähernd die Berichterstattung von Artnet bieten.

In dem Maße, in dem sich der Kunstmarkt zunehmend auf Daten stützt, sind unsere Preisdatenbank und die daraus abgeleiteten Analysetools der Goldstandard der Branche, da sie nahezu in Echtzeit Preisentwicklungen liefern.

Aber es gibt noch ein weiteres Element, das uns sehr am Herzen liegt, und das ist der Respekt, den Sie unserer Meinung nach als Abonnenten oder sogar als gelegentliche Besucher der "Nachrichten"- und/​oder "Galerien"-Seiten verdienen.

Sie sollten wissen, dass wir Ihre Daten weder anpreisen noch weiterverkaufen, noch uns in eine Transaktion zwischen Käufer und Verkäufer einmischen, es sei denn, wir werden ausdrücklich dazu aufgefordert.

Unsere Diskretion ist entscheidend.

Ihre Privatsphäre und Ihr Vertrauen stehen an erster Stelle.

Unsere Produkte und Dienstleistungen

Die Artnet AG besteht aus drei Geschäftsbereichen: Daten, Medien und Marktplatz. Jeder Geschäftsbereich umfasst eine Auswahl an Produkten und Dienstleistungen.

Die Artnet AG wurde 1998 als unabhängiger Informationsdienstleister für den Kunstmarkt gegründet. Artnet hat dafür gesorgt, dass Kunst auf moderne Weise gekauft, verkauft und recherchiert wird. Mit seinen Produkten bietet Artnet zuverlässige und transparente Informationen, die von Sammlern, Galeristen, Museen und Anlegern genutzt werden und zu einem unverzichtbaren Werkzeug für unabhängige Akteure in diesem Markt geworden sind.

Medien

Artnets Mediensegment umfasst Artnet News, Artnet News Pro, Werbung und Partnerschaften. Artnet News ist eine Adresse für die Ereignisse, Trends und Menschen, die den Kunstmarkt und die globale Kunstbranche prägen. Sie bietet aktuelle Analysen und Kommentare mit den höchstmöglichen kulturellen und datenjournalistischen Standards. Mit einem Marktanteil von über 51 % ist Artnet News die am meisten gelesene Publikation in der Kunstbranche und verzeichnet mehr Besucher als unsere vier größten Wettbewerber zusammen. Artnet News Pro ist ein Abonnement mit Bezahlschranke, welches datengestützt wichtige Marktnachrichten für Branchenprofis liefert.

Marktplatz

Das Marktplatzsegment von Artnet umfasst Artnet Galerien sowie Artnet Auctions.

Der Marktplatz ist eine der branchenweit führenden, kuratierten Plattformen für Kunst und Design. Artnet Auctions wurde 2008 gegründet und war die erste reine Online-Plattform für den Kauf und Verkauf von Kunst. Mit der Einführung der ArtNFT-Plattform setzt Artnet seine Tradition fort, positive Veränderungen und Innovationen für seine Kunden voranzutreiben. Mit rund 1000 Galerien und über 290.000 Kunstwerken von fast 23.300 Künstlern aus aller Welt ist das Galerie-Netzwerk die umfangreichste Online-Plattform für diese. Über den Marktplatz hat sich Artnet von einem reinen Informationsdienstleister zu einer Online-Transaktionsplattform entwickelt und seine führende Position im Kunstmarkt weiter ausgebaut.

Daten

Das Datensegment umfasst Artnets branchenführende Preisdatenbank sowie Artnet Analytics, Market Alerts und Art Secured Lending (durch Kunst gesicherte Kreditleistungen). Artnet hat seine Informationsdienste und Transaktionsplattform schrittweise um sein erstes Produkt, die Preisdatenbank, aufgebaut. Die Datenbank wurde als Reaktion auf den dezentralen Kunstmarkt der späten 1980er Jahre geschaffen. Dem Markt fehlte zu jener Zeit die Transparenz, was vor allem für die Käufer ein Hindernis darstellte.

Die Preisdatenbank bietet einen globalen Vergleichsstandard für verschiedene Märkte und listet Auktionsergebnisse von mehr als 378.000 Künstlern und Designern aus den Bereichen Kunst, Design und dekorative Kunst auf. Heute enthält die Preisdatenbank mehr als 17 Millionen Auktionsergebnisse von mehr als 1.878 internationalen Auktionshäusern, die bis ins Jahr 1985 zurückreichen.

Ergänzt wird die Preisdatenbank durch die Market Alerts, Artnet Analytics, Enterprise Data Services und Art Secured Lending. Die Market Alerts machen Abonnenten darauf aufmerksam, wenn ein Kunstwerk eines von ihnen bevorzugten Künstlers in Galerien oder Auktionshäusern zum Verkauf steht. Die Berichte von Artnet Analytics basieren auf der Preisdatenbank. Sie werden vom Data Science Team kundenindividuell erstellt und liefern Vergleichswerte zwischen Kunst und anderen Vermögenswerten wie Gold oder dem S&P 500. Enterprise Data Services nutzt eine API-Infrastruktur, um unseren Kunden einen direkten Zugriff auf Artnets Rohdaten zu ermöglichen. Das ist insbesondere für Banken, Family Offices und Auktionshäuser von Nutzen.

Bericht des Aufsichtsrats für das Jahr 2023

Im Berichtsjahr 2023 überwachte der Aufsichtsrat die Unternehmensentwicklung und nahm damit die gesetzlich und durch die Satzung geforderten Aufgaben wahr. Im Laufe des Berichtsjahres 2023 gab es im Aufsichtsrat keine personellen Veränderungen.

Das Gremium bestand aus Dr. Pascal Decker als Vorsitzendem, Prof. Dr. Michaela Diener als stellvertretenderVorsitzenden und Hans Neuendorf, dem Gründer von Artnet. Jacob Pabst, der seit dem Jahr 2000 im Unternehmen beschäftigt ist, war im Berichtszeitraum alleiniger Vorstand der Artnet AG. Der Aufsichtsrat hat im Berichtszeitraum die Erweiterung des Vorstands angestoßen, um die Management-Verantwortung auf ein ausgewähltes und erfahrenes Team zu verteilen und die Bereiche Technologie, Marketing und Strategieentwicklung zu stärken. Im Geschäftsjahr 2023 sowie bis zur Veröffentlichung des Geschäftsberichts 2023 hat der Aufsichtsrat fünf Sitzungen abgehalten, an denen alle Aufsichtsratsmitglieder vollzählig teilgenommen haben

Die Sitzungen fanden statt am 6. März 2023 (Präsenzsitzung in Berlin, Herr Pabst und Frau Bärenklau per Video, Herr Albert Neuendorf zu den Tagesordnungspunkten 1 und 2 per Video), am 17. Juli 2023 (Präsenzsitzung in Berlin mit Herrn Pabst zugeschaltet per Video sowie Dr. Alfes und Dr. Hoffmann Linhard (Noerr Rechtsanwälte) online zum Tagesordnungspunkt 3), am 23. August 2023 (online mit Herrn Pabst), am 30. August 2023 (konstituierende Sitzung in Berlin im Anschluss an die HV), am 6. November 2023 (online mit Herrn Pabst), am 4. Dezember 2023 (persönliches Treffen, Herr Pabst per Video anwesend)

Am 30. August 2024 fand die bilanzfeststellende Sitzung mit den Wirtschaftsprüfern von Rödl & Partner GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Berlin, per Videokonferenz statt.

Der Aufsichtsrat erhielt vom Vorstand in mündlichen und schriftlichen Berichten ausführliche Informationen über die Geschäftsentwicklung, die Unternehmensstrategie und sonstige geschäftskritische Maßnahmen. Die Management-Berichte waren wesentlich, weil sie Kennzahlen des Unternehmens und der Geschäftsentwicklung enthalten; der Vorstand verschickte diese monatlichen Berichte an alle Mitglieder des Aufsichtsrats. Die Management-Berichte, die Quartalsmitteilungen sowie der Halbjahresbericht 2023 wurden mit dem Vorstand erörtert. Zu Fragen von grundsätzlicher Bedeutung für die Geschäftspolitik und für die Unternehmensstrategie hat sich der Vorstand laufend mit dem Aufsichtsrat ausgetauscht.

Der Aufsichtsrat hat bei den regelmäßigen Berichten des Vorstands darauf hingewiesen, dass Artnet als weltweit größte Plattform für Kunst mit ca. 60 Millionen Nutzern pro Jahr eine starke Marktposition hat, die mit mutigen Innovationen und neuen Dienstleistungen weiter ausgebaut werden kann.

Hierzu gehört die systematische Erschließung des einzigartigen digitalen Datenschatzes des Unternehmens für die verschiedenen Kundengruppen des Konzerns.

Auch über unterjährige Innovationen und Produktneuheiten ließ sich der Aufsichtsrat Bericht erstatten.

Der vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2023 erstellte Jahresabschluss nach HGB und der Konzernabschluss nach den IFRS wurden zusammen mit dem Lagebericht und dem Konzernlagebericht von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Rödl & Partner GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Berlin, geprüft.

Der Aufsichtsrat hat sich von der Unabhängigkeit der Abschlussprüfer überzeugt.

Die Abschlussprüfer kommen zu dem Ergebnis, dass sowohl der Jahresabschluss nach HGB als auch der Konzernabschluss nach den Vorschriften der IFRS ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Geschäftsjahres vermitteln.

Nach Abschluss der Prüfung nahmen die Abschlussprüfer am 30. August 2024 an einer Aufsichtsratssitzung teil, um den Jahres- und Konzernabschluss zu besprechen und die Ergebnisse ihrer Prüfung zu erläutern.

Der Aufsichtsrat stimmte den vom Wirtschaftsprüfer bestätigten Ergebnissen zu. Der Aufsichtsrat stimmte dem Jahresabschluss und dem Konzernabschluss der Artnet AG sowie den dazugehörigen Lageberichten zu. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen eingehenden Prüfung keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss der Artnet AG in der geprüften Fassung durch Beschluss vom 30. August 2024 gebilligt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 ist damit festgestellt.

Wir danken dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit.

Berlin, 30. August 2024

Für den Aufsichtsrat

Dr. Pascal Decker, Vorsitzender des Aufsichtsrats

ESG-Bericht

Über diesen Bericht

Der CSR-Bericht wird einmal jährlich in deutscher und englischer Sprache veröffentlicht und bezieht sich auf die Artnet AG (im Folgenden "Artnet AG" oder "Gesellschaft" genannt) und ihre Tochtergesellschaften Artnet Worldwide Corp und Artnet UK Ltd. Abweichungen hiervon werden in den Endnoten erwähnt.

Für das Berichtsjahr 2023 haben wir beschlossen, noch keinen spezifischen Rahmen für die Erstellung dieser nichtfinanziellen Erklärung zu verwenden. Wir sind uns jedoch der künftigen Anforderungen der Europäischen Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung (ESRS) bewusst, die ab 2026 schrittweise für kleine und mittlere börsennotierte Unternehmen (KMU) gelten werden. Unsere Vorbereitungen für diese Übergangsphase haben bereits begonnen, um eine reibungslose Anpassung an die neuen Standards zu gewährleisten, sobald sie für uns relevant werden.

Daher werden in der Übergangszeit keine zusätzlichen Rahmenregelungen verwendet.

Der Bericht wurde auf freiwilliger Basis gemäß § 315 (c) in Verbindung mit § 289c des deutschen Handelsgesetzbuchs erstellt. Der Bericht informiert über die Ziele und Maßnahmen von Artnet in Bezug auf die verschiedenen Stakeholder, zu denen unsere Kunden, Mitarbeiter, Lieferanten, Aktionäre, die Gesellschaft und die Umwelt im Allgemeinen gehören. Wir stellen die allgemeinen Leitlinien unserer Nachhaltigkeitsvision und einige der wichtigsten Leistungsindikatoren im Zusammenhang mit unserem nichtfinanziellen Bericht für das Jahr 2023 vor.

Dies ist die zusammengefasste, nichtfinanzielle ESG-Erklärung (Umwelt, Soziales, Corporate Governance) für das Jahr 2023, die vom Aufsichtsrat geprüft wurde. Um die Lesbarkeit zu verbessern, verwenden wir eine geschlechtsneutrale Sprache. Wo dies jedoch nicht möglich ist, verwenden wir männliche oder in einigen Fällen auch weibliche Bezeichnungen. Unabhängig vom Geschlecht beziehen sich diese Verwendungen immer implizit auf alle Geschlechter.

Erklärung des Aufsichtsrates

Kunst und Kultur prägen uns als Individuen und Nationen und stehen daher im Mittelpunkt der Corporate Social Responsibility-Strategie von Artnet. Sie leitet die Aktivitäten von Artnet in Bezug auf die Umwelt, die Gemeinschaft und die Stakeholder. Artnet hat seinen ökologischen Fußabdruck reduziert, indem es seine Büroflächen verkleinert und seinen Mitarbeitern die Möglichkeit gegeben hat, von zu Hause aus zu arbeiten (siehe Kapitel dreizehn). Im Hinblick auf das Gemeinwesen veranstaltet Artnet mehrmals im Jahr Wohltätigkeitsauktionen auf seiner Online-Auktionsplattform, deren Erlöse verschiedenen Zwecken zugute kommen, wie in den Kapiteln 11 und 12 beschrieben. Im Hinblick auf seine Stakeholder nutzt Artnet Maßnahmen wie Kunden- und Mitarbeiterbefragungen, um auf mögliche Probleme und Ideen zu reagieren. Darüber hinaus setzt sich Artnet für Weiterbildung und Chancengleichheit bei der Beschäftigung ein, wie in Kapitel sechs dargelegt.

Im Geschäftsjahr 2023 gab es keine übergreifende Strategie; die Maßnahmen wurden individuell auf der Ebene verschiedener Themen definiert. Maßnahmen wurden adhoc umgesetzt - eine Gesamtstrategie wird spätestens 2026 vereinbart und umgesetzt.

Mit ihren Maßnahmen und Konzepten verfolgt die Artnet Gruppe das Ziel, positive Effekte ihrer Geschäftstätigkeit zu verstärken und negative Effekte zu reduzieren, um ihre führende Position in der Kunstbranche in Bezug auf Verantwortung weiter zu festigen.

Artnet hilft Menschen auf der ganzen Welt, Kunst und Sammlerstücke online zu suchen, zu entdecken, zu kaufen und zu verkaufen. Effizienz, Transparenz und Nachhaltigkeit bilden den Kern des Geschäftsmodells von Artnet, um seine Kunden zu unterstützen und auf nachhaltige Weise attraktive Renditen für seine Stakeholder zu erzielen.

CSR-Leitbild

Artnet ist ein renommiertes Unternehmen mit über 30 Jahren Erfahrung auf dem Kunstmarkt.

Durch die Einbeziehung von ESG-Berichten und -Initiativen setzt Artnet sein Ethos fort, positive Veränderungen und nachhaltige Geschäftspraktiken voranzutreiben.

Artnet ist bestrebt, seinen Mitarbeitern, Kunden und Stakeholdern ein Umfeld zu bieten, in dem sie ihren Leidenschaften bewusst nachgehen können.

Risiko- und Compliance-Management

Artnet berichtet vierteljährlich über potenzielle und aktuelle Risiken. Der Risikobericht wird vom zentralen Risikomanagementteam erstellt und an den Aufsichtsrat weitergeleitet. In diese vierteljährlichen Berichte werden auch Personal- und Mitarbeiterrisiken einbezogen. Darüber hinaus stellt Artnet ein Risikohandbuch zur Verfügung, in dem ein Risikomanagementsystem beschrieben ist. Zusätzlich stellt Artnet ein Risikohandbuch zur Verfügung, das Einzelheiten zum Risikomanagementsystem enthält; das Compliance-Management-System wird im Lagebericht des Geschäftsberichts 2023 im Abschnitt "Risikomanagement und internes Kontrollsystem" beschrieben.

Jedes Segment erstellt vierteljährlich einen Risikobericht bzw. eine Risikomeldung gemäß den vom zentralen Risikomanagement festgelegten Standards und auf der Grundlage bestimmter Wesentlichkeitsschwellen; die Berichte werden zu einem einzigen Quartalsbericht zusammengefasst. In den Segmentberichten und damit auch im Quartalsbericht werden die Risiken unter Berücksichtigung ihres Ausmaßes in Bezug auf die Auswirkungen auf das Betriebsergebnis oder die Finanzlage sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Darüber hinaus werden Handlungsbedarfe identifiziert und Gegenmaßnahmen vorgeschlagen oder eingeleitet. Qualitative Faktoren, die unsere strategische Positionierung und unseren Ruf beeinflussen, werden ebenfalls berücksichtigt. Darüber hinaus berücksichtigen wir "Emerging Risks", die vor allem aus externen Studien abgeleitet werden. Dabei handelt es sich um Risiken und Chancen, die sich mit erheblicher Geschwindigkeit entwickeln und zum Teil schwer abzuschätzen sind. Ausgelöst werden solche Risiken und Chancen vor allem durch technologische Entwicklungen (z.B. Digitalisierung), Umwelt (z.B. Klimawandel) oder Bedrohungen (z.B. Cyberattacken).

Das Risikomanagementsystem wurde im Frühjahr 2024 im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses weiterentwickelt. Im Jahr 2024 wurde das Risikomanagementsystem dahingehend aktualisiert und weiterentwickelt, dass nun auch Eintrittswahrscheinlichkeiten und Schadenshöhen von der Geschäftsleitung verwendet werden. Die hier beschriebenen Risiken und deren Stufenbewertung beziehen sich noch auf die vom Vorstand im Jahr 2023 verwendeten Risikoerhebungen. Die Risikostufen (niedrig, mittel, hoch) wurden vom Unternehmen nicht quantifiziert.

Innerhalb des Marktplatzsegments arbeitet Artnet mit einem hoch angesehenen KYC/​AML-Unternehmen zusammen, um sicherzustellen, dass die Gruppe nicht mit Kunden mit fragwürdiger Geschäftsethik zusammenarbeitet.

Neben den gesetzlichen Vorschriften folgt Artnet den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex als Leitlinie für gute Unternehmensführung, die unter diesem Link veröffentlicht sind. Der Deutsche Corporate Governance Kodex gibt Hinweise und Anregungen zur Leitung und Überwachung börsennotierter Unternehmen in Deutschland und ist für den Artnet Konzern von großer Bedeutung.

Risiken und Chancen

Artnet ist in einem dynamischen Markt mit starkem Wachstum tätig. Zur Überwachung und Anpassung an die sich verändernde Aspekte beobachtet Artnet kontinuierlich interne und externe Risiken und Chancen, die im Risiko- und Chancenbericht des Jahresberichts 2023 sowie im internen Risikohandbuch beschrieben sind.

Die Gruppe verfügt über ein Risikomanagementsystem zur Ermittlung und ständigen Überwachung der operativen und finanziellen Risiken. Dieses System, das darauf abzielt, die Auswirkungen unvorhergesehener Ereignisse abzumildern, besteht im Wesentlichen aus den folgenden Komponenten:

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Die Finanzabteilung, die die tatsächlichen Ergebnisse der Geschäftstätigkeiten überwacht, stellt im Rahmen der monatlichen Berichterstattung Prognosen den tatsächlichen Ergebnissen gegenüber und bietet Vergleiche mit dem Vorjahr an.
die informationstechnische Infrastruktur, die die Verfügbarkeit und Funktionalität der Website, der Produkte und Dienstleistungen sowie der gesamten Bürokommunikation rund um die Uhr gewährleistet und überwacht.
Compliance, die interne und externe rechtliche Risiken sowie Gesetzesänderungen überwacht.
Projektmanagement, das die Entwicklung und den Fortschritt von Projekten überwacht.
Laufende Überwachung des Datenverkehrs, die die wichtigsten Bereiche des Internetverkehrs bewertet und verfolgt.

Wie oben beschrieben, wurde das Risikomanagementsystem im Frühjahr 2024 im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses weiterentwickelt. Im Jahr 2024 wurde das Risikomanagementsystem dahingehend aktualisiert und weiterentwickelt, dass nun auch Eintrittswahrscheinlichkeiten und Schadenshöhen von der Geschäftsleitung verwendet werden. Die hier beschriebenen Risiken und deren Stufenbewertung beziehen sich noch auf die vom Vorstand im Jahr 2023 verwendeten Risikoerhebungen. Die Risikostufen (niedrig, mittel, hoch) wurden vom Unternehmen nicht quantifiziert.

Artnet beschäftigt eine hoch angesehene Firma, die bei allen Angelegenheiten in Bezug auf KYC und AML (Know Your Customer und Anti Money Laundering) behilflich ist, um sicherzustellen, dass der Konzern nicht nur geschützt ist, sondern auch alle aktuellen und neuen Regeln und Vorschriften einhält. Die Artnet Gruppe schult ihre Mitarbeiter direkt im Rahmen des Onboarding-Prozesses in Bezug auf Compliance, insbesondere auf faire Geschäftspraktiken, Bestechung und Betrug. Bitte lesen Sie den Abschnitt "Korruption und Betrug" für weitere Details.

Die Artnet-Gruppe verfolgt einen umfassenden Ansatz in Bezug auf Risiken, der seit Beginn des Geschäftsjahres 2024 die Bewertung und Quantifizierung der potenziellen Auswirkungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten beinhaltet. Der Ansatz und die Strategie von Artnet für das Risikomanagement sind im Risikohandbuch der Gruppe und im Jahresbericht 2023 dargelegt.

Zur Messung, Überwachung und Steuerung der Risiken setzt der Konzern in der Regel ein Steuerungs- und Kontrollsystem ein, das sich im Wesentlichen auf Daten der Finanzbuchhaltung und Kennzahlen für alle Produkte stützt. Bestehende Risikopotenziale werden laufend beobachtet und, soweit möglich, notwendige Maßnahmen zur Risikobegrenzung eingeleitet. Das Risikomanagementsystem umfasst ein regelmäßiges (definiert als mindestens vierteljährlich; wöchentliche Telefonate zwischen Management und C-Suite ermöglichen jedoch eine häufigere Diskussion), internes Berichtswesen über das Geschäft, aktuelle Marktentwicklungen, Kundenbeziehungen und einen konzernweiten Budgetprozess, der sich mit operativen Risiken und Veränderungen des Geschäftsklimas befasst.

Unsere Risikofrüherkennungsprozesse ermöglichen es uns, bestehende Risiken schnell zu erkennen und systematisch zu behandeln. Vorstand, Aufsichtsrat und Aktionäre sind jederzeit umfassend über die Risikolage des Unternehmens informiert.

Der Prozess in Bezug auf Risiken, die speziell mit ESG verbunden sind, ist nicht im Risikohandbuch und auch nicht im Risiko- und Chancenbericht enthalten. Artnet betrachtet die mit ESG verbundenen Risiken nicht als besonders relevant für die Gruppe. Artnet kann jedoch das Risiko des Schutzes von Kundendaten und des Verlusts von Mitarbeitern, wie im Lagebericht im Geschäftsbericht 2023, Abschnitt Risikomanagementsystem und internes Kontrollsystem (IKS), Unterthema Risikobericht, mit den ESG-Themen Mitarbeiter und Menschenrechte weiter unten in diesem Bericht vergleichen.

Die Auflistung im Lagebericht des Geschäftsberichts kann nicht alle Risiken enthalten, denen Artnet jederzeit ausgesetzt sein könnte. Es können Risiken zutage treten, die nicht identifiziert oder berichtet wurden und sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Der Konzern wird sein Umfeld weiterhin beobachten und die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems überprüfen. Trotz ständiger Anpassungen des Risikomanagementsystems ist es nicht möglich, die Wahrscheinlichkeit des Eintretens bestimmter Risiken oder deren finanzielle Auswirkungen vollständig zu quantifizieren. Das von der Geschäftsleitung festgelegte Risikoniveau wird als niedrig eingestuft.

ESG-Ziele und -Strategie

Artnet schätzt seine Rolle bei der Unterstützung seiner Kunden bei der Beschäftigung mit Kunst und Sammlerstücken. Unabhängig davon, ob die Kunden von Artnet Kunst recherchieren, bewerten, kaufen oder verkaufen, zählen sie darauf, dass das Unternehmen sowohl den kulturellen als auch den kommerziellen Wert von Kunst versteht und den verantwortungsvollen Verkauf von Kunst und Kunstgegenständen auf transparente, effiziente und nachhaltige Weise sicherstellt.

Im Jahr 2020 hat Artnet wichtige Verantwortungsbereiche definiert und konkrete Ziele für 2025 festgelegt, die in den jährlichen ESG-Berichten definiert und überprüft werden. Die Ziele von Artnet basieren auf seiner Vision für einen nachhaltigeren Kunstbetrieb, unternehmerische Verantwortung und soziales Engagement. Darüber hinaus werden neu eingestellte Mitarbeiter mündlich über diese Struktur informiert, die sich am Mitarbeiterhandbuch orientiert, das den US-Mitarbeitern zur Verfügung gestellt wird. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die in diesem Bericht behandelten relevanten Themen bei Artnet.

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Abschnitt Thema In diesem Bericht wird Folgendes untersucht Aktionen und Maßnahmen Ziele
1 Beschreibung des Geschäftsmodell der K.A. K.A.
Unternehmens Gruppe
2 Umwelt Elektrizitätsverbrauch Rückgang der Elektrizität, Senken Sie den Stromverbrauch geringfügig durch verstärkte WFO (Working From Home), intelligente Nutzung, wie im Kapitel "Umwelt" näher erläutert.
Verantwortungsvolles Management
3 Mitarbeiter Gleichheit/​Zufriedenheit Halbjährliche Erhebungen zur Steigerung der Gesamtzufriedenheit auf 80 %; leichte Senkung der Abwanderungsrate, wie im Kapitel "Mitarbeiter" beschrieben;
Messung der Mitarbeiterzufriedenheit und zur Erzielung von Verbesserungen, z. B. durch wettbewerbsfähige Gehälter und Sozialleistungen
4 Gesellschaft Philanthropie Regelmäßige Wohltätigkeitsauktionen zur Unterstützung von LGBTQ- und Umweltorganisationen und Schulen. Wohltätigkeitsauktionen leicht erhöhen; Spenden an kunstbezogene
Organisationen um 10% erhöhen, wie im Kapitel "Philanthropie" beschrieben.
5 Menschenrechte Artnet hat keine Strategie oder Maßnahmen in Bezug auf die Menschenrechte festgelegt. Die spezifischen Geschäftstätigkeiten von Artnet stellen kein Risiko in Bezug auf Menschenrechtsverletzungen dar. Die bestehenden Maßnahmen werden als ausreichend angesehen, um ein niedriges Risikoniveau aufrechtzuerhalten.
6 Betrug/​Korruption Einhaltung der KYC/​AML-Verfahren vorhanden Aufrechterhaltung der KYC/​AML-Verfahren; halbjährliche Prüfung zur Gewährleistung hoher Standards, wie in Kapitel "Risiko und Compliance" beschrieben
Vorschriften

Geschäftsmodell der Artnet Gruppe:

Die Artnet AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft mit Hauptsitz in Berlin, Deutschland. Die Anschrift des eingetragenen Firmensitzes lautet Oranienstraße 164, 10969 Berlin, Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg unter HRB 980060 B eingetragen.

Die Artnet AG hält 100 % der Anteile an der Artnet Worldwide Corporation ("Artnet Corp."), die ihren Sitz in New York, NY, USA hat. Die Artnet Corp. hält 100 % der Anteile an der Artnet UK Ltd. mit Sitz in London. Die ehemalige Tochtergesellschaft Jay Art GmbH, Berlin, wurde liquidiert und am 14. Mai 2020 aus dem Handelsregister gelöscht. Die Artnet AG und die Artnet Worldwide Corp. werden zusammen mit ihren hundertprozentigen Tochtergesellschaften als "Artnet Gruppe", "Konzern", "Gesellschaft" oder "Artnet" bezeichnet.

Artnet hat drei primäre Geschäftssegmente: Data, Marketplace und Media. Mit über 235 Millionen Seitenaufrufen im Jahr 2023 über seine Domains hinweg, wie in der nächsten Abbildung dargestellt, ist Artnet eine der führenden Kunstmarktplattformen. Dies wird durch Daten der Plattform Similarweb unterstrichen; die Reichweite von Artnet ist größer als die der nächsten vier Wettbewerber zusammen: Artsy, Theartnewspaper, Hyperalleric und ArtNews. Die Bereitstellung von zeitnahen Informationen über Marktbewegungen, Galerien, Preisentwicklungen, Ausstellungen, Nachrichten und Rezensionen ermöglicht es Kunstliebhabern, Sammlern und Kunstfachleuten, sich auf dem Kunstmarkt zurechtzufinden.

Wir stellen uns eine Welt vor, in der der Kauf, der Verkauf und das Sammeln von Kunst für den modernen Sammler einfach, effizient und äußerst lohnend ist. Unser Ziel ist es, Kunstliebhabern und -sammlern die Möglichkeit zu geben, ihrer Leidenschaft nachzugehen und nahtlose, auf Vertrauen und Transparenz basierende Transaktionen zu ermöglichen.

Artnet ist ein Technologieunternehmen im Kunstmarkt und gehört zu den Vorreitern bei der Digitalisierung des Marktes. Artnets Ziel ist es, Ineffizienzen im Kunstmarkt durch digitale Lösungen zu überwinden. Die Dienstleistungen von Artnet bieten Markttransparenz, Einblicke, schnelle Transaktionen und Liquidität für Tausende von Kunden und Millionen von Nutzern auf der ganzen Welt. Artnet betreibt ein diversifiziertes B2B- und B2C-Geschäftsmodell und bietet einer vielfältigen Kundengruppe eine synergetische Palette von Produkten und Dienstleistungen.

Umwelt

Artnet ist bestrebt, positive Veränderungen voranzutreiben und eine nachhaltigere Zukunft zu schaffen, nicht nur für das Kunstgeschäft, sondern auch für die Kultur und deren Genuss auf globaler Ebene. Artnet prüft weiterhin alle Aspekte unserer Geschäftstätigkeit, um Möglichkeiten zur Verringerung unserer Umweltauswirkungen zu ermitteln. Da die Entwicklung von ESG-Berichten und die anschließende Umsetzung in der Kunstbranche noch in den Kinderschuhen steckt, arbeitet Artnet noch an der Festlegung einer Strategie für den Bereich Umwelt.

Ökologische Nachhaltigkeit ist für Artnet von größter Bedeutung und wird für seine Stakeholder immer wichtiger - als digitales Unternehmen will der Konzern zu einem nachhaltigeren Geschäftsmodell in der Kunstbranche beitragen. Insbesondere Luxuswerber interessieren sich für die Politik von Artnet in Bezug auf ESG und insbesondere die Umwelt und die Menschenrechte. Das Thema Umwelt ist eine Frage der sozialen Verantwortung, und als Dienstleister möchte Artnet dazu beitragen, indem es seine Emissionen so weit wie möglich reduziert. Artnet hat das vergangene Jahr genutzt, um die wichtigsten Verursacher seiner Kohlenstoffemissionen als digitales Unternehmen ohne große Infrastruktur zu identifizieren.

Artnet betrachtet sein Geschäftsmodell als digitales Unternehmen als ein Geschäftsmodell, bei dem Kohlenstoffemissionen durch einen geringen Energieverbrauch im Betrieb, begrenzte Geschäftsreisen und ein effizienteres Lieferkettenmanagement vermieden werden können. In Bezug auf das Lieferkettenmanagement kann nur das Marktplatzsegment betrachtet werden. Der Verkaufsprozess ist so gestaltet, dass die verkauften Kunstwerke erst nach Abschluss des Verkaufs versandt werden - im Gegensatz zu traditionellen Auktionshäusern, die die Werke vor Beginn des Verkaufsprozesses in Besitz nehmen und sie oft für Besichtigungen um die ganze Welt schicken, was Artnet als sehr kostspielig und ineffizient ansieht. Aufgrund der Art des Geschäftsmodells von Artnet wird davon ausgegangen, dass niedrigere CO 2 -Emissionen leichter zu erreichen sind als bei traditionellen Kunstgeschäften wie Auktionshäusern und Galerien.

Kosten für den Stromverbrauch (verbrauchte Menge) in den letzten vier Jahren. Der Rückgang ist auf die effiziente Speicherung von Daten und die mit COVID-19 verbundene Umstellung auf Heimarbeit zurückzuführen. Wie aus den jüngsten Daten aus dem Jahr 2023 hervorgeht, hat sich die effiziente Nutzung von Strom durch Artnet bereits positiv ausgewirkt. Da Artnet keine Kataloge druckt, nicht zu Kunstbesichtigungen reist, keine Kunstwerke zu Besichtigungen in die ganze Welt schickt und keinen Besichtigungsraum betreibt, werden die Emissionen auf ein Minimum reduziert.

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2020: 57.372 USD
(52.710 TEUR)
2021: 60.870 USD
(55.974 TEUR)
2022: 57.633 USD
(52.997 TEUR)
2023: 26.600 USD
(24.460 TEUR)

Ziele: Die COVID-19-Pandemie war eine Chance, nicht nur den Geschäftsreiseverkehr vorläufig zu reduzieren, sondern langfristig auf eine ökologisch nachhaltigere Art und Weise der Geschäftsabwicklung umzustellen. Daher ist es das Ziel von Artnet, diesen Wandel in der Geschäftsabwicklung langfristig umzusetzen, um die Kohlenstoffemissionen zu begrenzen und effizienter zu arbeiten. Das Ziel von Artnet ist es, das derzeitige Emissionsniveau zu halten und nach Möglichkeit zu senken.

Was die Scope-3-Emissionen weiter unten in der Wertschöpfungskette betrifft, möchte Artnet seine B2B-Kunden über die staatlichen Vorschläge und Vorteile nachhaltiger Geschäftspraktiken in der Kunstindustrie aufklären. Zu diesem Zweck wird Artnet in regelmäßigen Abständen Richtlinien für Kunden veröffentlichen und sie mit Hilfe unseres Kundendienstteams aufklären. Artnet wird mit der Veröffentlichung dieser Richtlinien für das Geschäftsjahr 2025 beginnen. Zu den Scope-3-Emissionen gehören Treibhausgasemissionen aus Geschäftsreisen, Abfallentsorgung und dem Arbeitsweg.

Mitarbeiter

Die Unternehmenskultur von Artnet leitet die Interaktion mit seinem Team. Sie ermöglicht es Artnet, ein agiles und motivierendes Umfeld zu schaffen, das Ideen und Talente fördert, die Teamarbeit vorantreibt und die Mitarbeiter ermutigt, eine gesunde Work-Life-Balance zu finden.

Im Rahmen des derzeitigen Risikomanagementsystems wurde der Verlust von Mitarbeitern als einer der Hauptrisikobereiche ermittelt. Der Arbeitsmarkt für qualifizierte und engagierte Führungskräfte ist im Kunstsektor sehr umkämpft. Angesichts der relativ überschaubaren Größe von Artnet könnte sich der Verlust von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen vorübergehend auf das Tagesgeschäft auswirken. Da der Konzern jedoch über ein hochqualifiziertes Managementteam verfügt, sind in einem solchen Fall nur geringe Störungen zu erwarten. Im 3. Quartal 2023 wurde das Mediensegment nach dem Verlust des Chefredakteurs erfolgreich umstrukturiert. Um solche Risiken abzumildern, hat Artnet im Geschäftsjahr 2022 Schlüsselmitarbeiter, wie z.B. CTO Quentin Rider, eingestellt und damit ein optimales Leistungs- und Wachstumspotenzial sichergestellt. Das vom Vorstand festgelegte Risikoniveau wird als niedrig eingestuft.

Die Mitarbeiterzufriedenheit ist jedoch ein entscheidender Indikator für die Unternehmensleistung. Zufriedene Mitarbeiter identifizieren sich mit ihrem Arbeitgeber und binden sich langfristig an ein Unternehmen. Im Hinblick auf die Mitarbeiterinteressen als eines der Hauptthemen der Nachhaltigkeit hat Artnet Maßnahmen ergriffen, um die Mitarbeiterzufriedenheit zu erhöhen: die Messung der Mitarbeiterzufriedenheit und das Angebot von Mitarbeiterleistungen, wie weiter unten beschrieben. Im Hinblick auf die Chancengleichheit fördert Artnet in erster Linie Mitarbeiter aus den eigenen Reihen und legt Wert auf ein hohes Maß an Vielfalt und die überwiegende Beschäftigung von Frauen - sowohl in Einstiegs- als auch in Management- und C-Suite-Positionen. Mit diesen Maßnahmen hält Artnet das Risiko des Mitarbeiterverlustes durch unzufriedene Mitarbeiter weiterhin gering.

Zu diesem Zweck bietet Artnet seinen Mitarbeitern Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten, die von Finanzplanung, Technologie, Cybersicherheit, Datenschutz, Betrug und Management bis hin zu Kursen über gesunde Lebensweise reichen. Artnet bietet auch obligatorische Schulungen am Arbeitsplatz zu ethischem Verhalten, sexueller Belästigung und Gleichberechtigung an.

Artnet misst auch halbjährlich seine Leistung in Bezug auf die Mitarbeiterzufriedenheit und hat vor kurzem eine anonyme Online-Umfrage unter den Mitarbeitern in allen Niederlassungen durchgeführt. Ziel dieser Umfragen ist es, die Mitarbeiterzufriedenheit regelmäßig zu messen, um schnell und effizient positive Veränderungen zu bewirken. Die Umfrage umfasst sowohl offene als auch geschlossene Fragen und bittet auch um Gedanken und Vorschläge, wie sich die Gruppe verbessern kann. Themen, die angesprochen werden, sind u. a. Gleichberechtigung/​Vielfalt, Löhne, Heim- und Büroarbeit, Nachhaltigkeit, Führung und Vision.

Umfrageergebnisse:

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76 % unserer Mitarbeiter sind mit den von Artnet angebotenen Leistungen sehr zufrieden. Diese Statistik wurde zum ersten Mal im Jahr 2023 ausgewertet, daher ist eine vergleichende Analyse noch nicht verfügbar.
Wie im Jahr 2022 schätzen 50 % der Arbeitnehmer die flexible Kombination aus Heimarbeit und Büroarbeit. Sie schätzen insbesondere die Flexibilität, die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und sind der Meinung, dass sie in diesem Hybridmodell produktiver sind. Einige der Befragten vermissen jedoch die Möglichkeit zu persönlichen Besprechungen und Gesprächen, wenn sie von zu Hause aus arbeiten (freie Antwort im Gegensatz zur Mehrfachauswahl).
33,3 % der Arbeitnehmer geben an, dass sie von zu Hause aus produktiver arbeiten als im Büro. Im Jahr 2022 lag das Ergebnis bei 87 %.
52% der Mitarbeiter würden Artnet mit großer Wahrscheinlichkeit an einen Freund/​Kollegen weiterempfehlen, und 25% würden Artnet mit großer Wahrscheinlichkeit an einen Freund/​Kollegen weiterempfehlen - was auf eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit hindeutet. Dieses Ergebnis liegt etwas unter dem Ergebnis der Mitarbeiterbefragung von 2022, deutet aber immer noch auf ein gutes Niveau der Mitarbeiterzufriedenheit hin.
60 % der Mitarbeiter finden die Arbeit bei Artnet sehr ansprechend und lohnend. Das ist etwas weniger als im Geschäftsjahr 2022, als 75 % die Arbeit bei Artnet als sehr ansprechend und lohnend empfanden. Dies ist in erster Linie auf das hohe Maß an globaler sozioökonomischer Unsicherheit und den daraus resultierenden Stress für das Unternehmen und die Mitarbeiter zurückzuführen.
76 % der Mitarbeiter sind entweder unvoreingenommen oder sehr stolz darauf, Teil des Artnet-Teams zu sein. Dieses ermutigende Ergebnis ist mehr als im Jahr 2022, in dem 69 % sehr stolz darauf waren, Teil des Artnet-Teams zu sein.
40 % der Mitarbeiter stimmen voll und ganz zu und 36 % stimmen zu, dass Artnet Talente innerhalb des Unternehmens fördert. Im Jahr 2022 lagen diese Ergebnisse bei 56 % bzw. 27 %.
68 % der Mitarbeiter stimmen voll und ganz zu und 16 % stimmen zu, dass Artnet ein Ort der Chancengleichheit ist. Im Geschäftsjahr 2022 lagen die Ergebnisse bei 66 % bzw. 24 %.
48% der Mitarbeiter stimmen voll und ganz zu und 32% stimmen zu, dass Artnet Wert auf Vielfalt legt. Im Vorjahr lagen die Ergebnisse zu dieser Frage bei 60% und 24%. Um dieses Ergebnis zu verbessern, wird Artnet die Mitarbeiter befragen, um herauszufinden, wie der Konzern besser werden kann, und dann die notwendigen Schritte unternehmen.

Die Umfrageergebnisse umfassen nur diejenigen, die an der Umfrage teilgenommen haben, und die Prozentsätze werden auf dieser Grundlage berechnet. Im Jahr 2023 haben 25 von 129 Mitarbeitern an der Umfrage teilgenommen; im Jahr 2022 haben 70 von 135 Mitarbeitern an der Umfrage teilgenommen.

Artnet ist bestrebt, mit der jährlichen Mitarbeiterbefragung das Arbeitsumfeld und die Arbeitskultur zu optimieren und wird daher in den nächsten Umfragen den Rückgang der oben genannten Bewertungen durch weitere Befragungen untersuchen.

Wo es möglich ist, reagiert das Unternehmen proaktiv auf Vorschläge, die in den Umfrageergebnissen enthalten sind. In der letzten Mitarbeiterbefragung wurde zum Beispiel um mehr Feedback und Kommunikation mit der Unternehmensleitung gebeten. Daher wurden ein monatlicher Mitarbeiter-Newsletter sowie monatliche Townhall-Meetings eingeführt. Ziel dieser Maßnahmen ist es, einen transparenteren Arbeitsplatz zu schaffen und den Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, Fragen an die Unternehmensleitung zu stellen, ihnen das Gefühl zu geben, dass sie etwas bewirken können, und die Arbeitsplatzkultur zu verbessern.

Das Ziel des Unternehmens ist es, immer von innen heraus zu fördern. Artnet sucht nur dann nach externen Kandidaten, wenn die betreffende Stelle Fähigkeiten erfordert, die intern nicht abgedeckt sind.

Die Artnet Gruppe ist bestrebt, Gleichberechtigung, Vielfalt und Chancen am Arbeitsplatz zu fördern und hat eine Null-Toleranz-Politik für jede Art von Diskriminierung, Belästigung oder Mobbing.

Um ein sicheres, freundliches und faires Arbeitsumfeld zu gewährleisten, hat Artnet im Jahr 2016 die folgenden Maßnahmen umgesetzt:

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Ein anonymes Hilfs- und Beratungszentrum, in dem sich Mitarbeiter melden und Rat suchen können, ohne ihre Identität preiszugeben. Dieser Dienst wird von der Personalabteilung verwaltet und vom CEO überprüft.
Obligatorische jährliche Schulung am Arbeitsplatz über die verschiedenen Formen der Belästigung und darüber, wie man sie verhindern und damit umgehen kann. Dies ist für alle Mitarbeiter, einschließlich der Geschäftsleitung, obligatorisch.
Eine Personalabteilung, die als Partner gesehen wird und ein offenes Ohr für die Fragen und Anliegen der Mitarbeiter hat.

Anzahl der Mitarbeiter

129 Mitarbeiter (in 2022 135 Mitarbeiter). Berlin: 10 (in 2022: 11), New York: 103 (in 2022: 115), London 14 (in 2022: 9)

Artnet hat sich zum Ziel gesetzt, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das Chancengleichheit bei Beschäftigung, Beförderung, Ausbildung und persönlicher Entwicklung bietet. Artnets Ziel ist es auch, stets ein Verhältnis von mindestens 50/​50% zwischen Männern und Frauen zu haben und ein Ort der Chancengleichheit für Minderheitengruppen zu sein. Zu diesem Zweck überprüft Artnet halbjährlich die Mitarbeiterdaten und Umfrageergebnisse, um sicherzustellen, dass diese Ziele eingehalten werden.

Artnet bewertet regelmäßig (mindestens halbjährlich) die Mitarbeiterzufriedenheit durch anonyme Umfragen und ermutigt die Mitarbeiter, sich mit ihren Ideen, Wünschen und Bedenken an die Geschäftsleitung und/​oder die Personalabteilung zu wenden. Darüber hinaus bietet Artnet einen anonymen Hilfs- und Beratungsdienst an, bei dem die Mitarbeiter Hilfe suchen oder auf andere Weise anonym Wünsche und Ideen vorbringen können.

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85 Frauen waren beschäftigt, was 66 % der Beschäftigten entspricht. Im Vergleich dazu waren im Jahr 2022 93 Frauen beschäftigt, was einem Anteil von 67 % der Beschäftigten entspricht. Aufgrund des wirtschaftlichen Gegenwinds war Artnet gezwungen, im Geschäftsjahr 2023 zu sparen, was zu einem geringeren Personalbestand führte.
18 Frauen in Management- und C-Suite-Positionen, was 67 % dieser Positionen entspricht. Im Vergleich dazu waren im Jahr 2022 26 Frauen in Management- und C-Suite-Positionen, was einem Anteil von 67 % entspricht.
19 Mitarbeiter wurden in den letzten 3 Jahren während des Mutterschaftsurlaubs unterstützt.

Der Mutterschaftsurlaub ist in jedem Land anders geregelt - während er in den USA nur 2 Wochen beträgt, kann er in Großbritannien nach den gesetzlichen Bestimmungen bis zu 1 Jahr und in Deutschland bis zu 2 Jahre betragen. Deshalb möchte Artnet einen Ausgleich für die US-Angestellten schaffen, indem es 18-20 Wochen bezahlten Urlaub nach der Geburt eines Kindes gewährt.

Kosten für Mitarbeiterschulung/​ausbildung

Artnet ist bestrebt, allen Mitarbeitern Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu bieten. In den Jahren 2020 und 2021 wurde die Anzahl der Schulungen, die wir anbieten konnten, aufgrund von COVID-19-bedingten Einschränkungen reduziert. In den Geschäftsjahren 2022 und 2023 wurde die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter jedoch wieder erhöht. Zusätzlich zu den regulären Aus- und Weiterbildungsangeboten führte Artnet 2023 ein Mentorenprogramm ein. Dieses ermöglicht es den Mitarbeitern, von der Geschäftsleitung und/​oder dem oberen Management als Mentor betreut zu werden. Das Angebot dieses Mentorenprogramms unterstreicht das Ziel von Artnet, eine Kultur des Lernens und der beruflichen Weiterentwicklung zu fördern.

Schulungen und Weiterbildungen sind meist nicht verpflichtend und werden denjenigen Mitarbeitern angeboten, die dies wünschen. Die einzige obligatorische Schulung, die Artnet anbietet, ist die Schulung "gegen sexuelle Belästigung", in der die Mitarbeiter über das Verhalten am Arbeitsplatz und über Maßnahmen informiert werden, wenn sie sich sexuell belästigt fühlen. Im Haushaltsjahr 2023 nahmen 112 Beschäftigte diese Fortbildungsmöglichkeit wahr. Die Gesamtkosten konnten, wie unten dargestellt, gesenkt werden, da im Vergleich zum Vorjahr weniger Schulungen von anderen Dienstleistern in Anspruch genommen wurden.

Kosten für Aus- und Fortbildung:

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Jahr Gesamtkosten

EUR
Gesamtkosten

USD
Kosten pro Mitarbeiter

EUR
Kosten pro Mitarbeiter

USD
2022 34.313 36.6 254 271
2023 16.314 18.000 127 140

Ziele: Im Jahr 2020 hat sich Artnet das Ziel gesetzt, die Mitarbeiterzufriedenheit bis 2025 auf 70% zu steigern. Dieses Ziel hat das Unternehmen bereits in den vorangegangenen Jahren erreicht. Für das Geschäftsjahr 2024 strebt Artnet an, das hohe Niveau der Mitarbeiterzufriedenheit zu stabilisieren. Bis 2025 strebt Artnet eine Steigerung auf 80% an. Da Artnet als Reaktion auf die COVID-19-Pandemie dazu übergegangen ist, von Heimarbeitsplätzen aus zu arbeiten, ist es wichtig, die Mitarbeiterzufriedenheit regelmäßig zu überprüfen. Die Zufriedenheit der Mitarbeiter wird anhand des Prozentsatzes der Mitarbeiter gemessen, die Artnet weiterempfehlen würden.

Um sicherzustellen, dass sich die Mitarbeiter unterstützt fühlen, und um einen Arbeitsplatz zu fördern, der persönliche und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten bietet, und auch dann, wenn die Mitarbeiter gemäß den gesetzlichen Bestimmungen nicht bereits über eine Basisversicherung über die nationalen Sozialversicherungssysteme verfügen, bietet Artnet folgende Unterstützung:

USA: Medizinische Versorgung, zahnärztliche Versorgung, Altersvorsorge, Erstattung von Kosten für Wellness, Schulung/​Ausbildung und mindestens 4 Wochen Urlaub für neue Mitarbeiter.

UK: Medizinische Versorgung, zahnärztliche Versorgung, Altersvorsorge, Erstattung von Wellnesskosten, Schulung/​Ausbildung

Deutschland: Wellness-Erstattung, Ausbildung/​Fortbildung

Abgesehen von der Schulung und Aufklärung über sexuelle Belästigung sind andere Schulungs- und Aufklärungsprogramme nicht obligatorisch. Das Unternehmen ermutigt sie jedoch nachdrücklich und unterstützt sie finanziell.

Ein weiteres Ziel ist für das Haushaltsjahr 2024 ein leichter Anstieg der Beteiligung. Die Aus- und Weiterbildungskosten pro Mitarbeiter lagen im Jahr 2023 bei 140 USD.

Gesellschaft

Artnet sieht die Kunstindustrie als ein vernetztes Ökosystem und fühlt sich daher sehr verantwortlich, positive Veränderungen zu bewirken und zu einem nachhaltigen Wachstum beizutragen.

Zu diesem Zweck ist Artnet bestrebt, als verantwortungsbewusstes und engagiertes Unternehmen gemeinnützige Organisationen und Wohltätigkeitsorganisationen zu unterstützen.

City Harvest Virtual Food Drive: In diesem Jahr arbeitete Artnet mit City Harvest Virtual Food Drive zusammen. Während New York City seine lange Erholung von der COVID-19-Krise fortsetzt, sind die Arbeitslosenquote und die Zahl der unsicheren Lebensmittel weiterhin alarmierend hoch. Fast 1,2 Millionen New Yorker sind derzeit von Hunger betroffen, darunter jedes vierte Kind in New York. Um sicherzustellen, dass jeder in unserer Stadt in diesen schwierigen Zeiten Zugang zu frischen, nahrhaften Lebensmitteln hat, haben wir uns mit City Harvest zu einer virtuellen Lebensmittelsammlung zusammengeschlossen. Artnet hat City Harvest eine Spende zukommen lassen und wir haben unsere Mitarbeiter aufgefordert, dies ebenfalls zu tun, wenn sie dazu in der Lage sind.

Die Bowery Mission: In den letzten vier Jahren hat Artnet in Zusammenarbeit mit der Bowery Mission mehr als 200 "Segenstüten" gespendet. Die Bowery Mission, die älteste christliche Rettungsmission in New York, veranstaltet ein Thanksgiving-Essen für Obdachlose und Bedürftige. Nach dem Essen erhält jeder Gast ein Care-Paket (Blessing Bag).

New York Foundation for the Arts: Artnet ist auch eine Partnerschaft mit der New York Foundation for the Arts eingegangen. Die New York Foundation for the Arts (NYFA) ist eine 501(c) (3)-Dienstleistungsorganisation, die Künstlern, aufstrebenden Kunstorganisationen, Kunstverwaltern und Studenten wichtige Unterstützung, professionelle Entwicklungswerkzeuge und Ressourcen für die Definition und Erreichung von beruflichem Erfolg bietet. NYFA wurde 1971 gegründet, um einzelne Künstler im gesamten Bundesstaat New York zu unterstützen. Seitdem hat NYFA seine Programme und Dienstleistungen auf die gesamten Vereinigten Staaten und auf internationaler Ebene ausgedehnt und seinen Wirkungsbereich erweitert, um weitere Mitglieder der Kunstgemeinschaft zu unterstützen. Artnet arbeitet mit NYFA zusammen, um Studenten und aufstrebenden Künstlern in der Region New York Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten. Im Jahr 2023 haben wir über 5 Beschäftigungsmöglichkeiten in Form von Praktika angeboten. Nach Abschluss des Praktikums bewahren wir den Lebenslauf intern auf und melden uns, wenn sich eine ähnliche Gelegenheit wie das Praktikum ergibt.

Ziele: Wir wollen bis 2025 in allen Städten, in denen wir Niederlassungen haben, mindestens zwei lokale Wohltätigkeitsorganisationen finanziell oder nicht-finanziell unterstützen. Die Erreichung dieser Ziele hängt auch von der Gesamtleistung der Artnet Gruppe und dem verfügbaren Budget für diese Initiativen ab.

Philanthropie

Wir nutzen unsere Online-Auktionsplattform als Gelegenheit für Artnet und unsere Kunden, der Gesellschaft etwas zurückzugeben, indem wir einen Teil unserer Erlöse an Wohltätigkeitsorganisationen spenden, die sich für Gleichberechtigung einsetzen, Obdachlosen helfen und junge Künstler unterstützen. Die unten aufgeführte Auktion kam einer solchen Wohltätigkeitsorganisation zugute:

EARTHDAY: Land, Meer und Himmel (April/​Mai 2023) bot eine Auswahl von Fotografien, die die Elemente einbeziehen und die Natur unserer Welt feiern. Ein Teil des Erlöses aus der Auktion kam dem EARTHDAY.ORG-Projekt "The Canopy Project" zugute, das weltweit Millionen von Bäumen gepflanzt hat, um Gemeinschaften zu stärken.

Ziele: Artnet möchte seine wohltätigen Initiativen ausbauen und bis 2025 mindestens fünf Wohltätigkeitsauktionen oder -veranstaltungen pro Jahr anbieten. Artnet Auctions wird diese veranstalten und kann mit anderen Institutionen des Kunsthandels zusammenarbeiten, um den Ertrag für die jeweilige Wohltätigkeitsorganisation zu maximieren und den Nachhaltigkeitsgedanken in der Kunstbranche zu fördern. Im vergangenen Berichtsjahr hat Artnet seine Ziele bereits erreicht.

Menschenrechte

Artnet hat einen anonymen Hilfs- und Beratungsdienst eingerichtet, der die Mitarbeiter unterstützt und auch als Meldeinstrument für Vorfälle genutzt werden kann. Dieser Dienst wird von der Personalabteilung verwaltet und, wie bereits unter Punkt 3 erwähnt, vom CEO überprüft. Mitarbeiter. Die Mitarbeiter können dieses System nutzen, um unangemessenes Verhalten, psychische Probleme, Whistleblowing, Betrug oder Probleme in der Lieferkette zu melden. Die Artnet Gruppe erachtet das Lieferkettenmanagement als sehr risikoarm, da die meisten Lieferanten Privatpersonen oder Galerien sind. Daher führt der Konzern keine eingehende Bewertung potenzieller Risiken durch.

Artnet bespricht Compliance- und Risikofragen vierteljährlich in der Sitzung des zentralen Risikomanagementteams. Auf alle potenziellen und aktuellen Risiken, Bedenken und Compliance-Fragen wird gemäß dem Risikohandbuch des Unternehmens reagiert. Artnet betrachtet den Schutz von Kundendaten als das Hauptrisiko im Bereich der Menschenrechte.

Wir haben die Cybersicherheit, insbesondere Datenschutzverletzungen und Datendiebstahl, als ein Risikobereich identifiziert, dem wir uns in den kommenden Jahren stellen müssen. Mit der zunehmenden Online-Präsenz von Kunstunternehmen weltweit hat sich das Risiko in Bezug auf die Cybersicherheit drastisch erhöht. Dennoch waren die Systeme der Gruppe in den Jahren 2022 und 2023 weiterhin auf dem neuesten Stand der Technik, cloudbasiert und zu 100 % einsatzbereit, trotz des sehr starken Anstiegs der Besucherzahlen auf der Website. Dies ist vor allem auf die regelmäßige Überprüfung unserer Systeme und die hochmodernen Sicherheitssysteme zurückzuführen, die derzeit eingesetzt werden.

Schutz von Kundendaten

Artnet speichert Kundendaten in Übereinstimmung mit den geltenden Gesetzen und Vorschriften. Derzeit gibt es weltweit neue Gesetzesinitiativen, die diese Vorschriften verschärfen könnten. Sollten Dritte in der Lage sein, die von Artnet getroffenen Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen und Zugang zu Kundendaten zu erhalten, könnte Artnet für entstandene Schäden haftbar gemacht werden.

Artnet arbeitet mit Datenschutzexperten im In- und Ausland zusammen, um auf Änderungen im Datenschutz zeitnah reagieren zu können. Artnet verfügt sowohl über eine EU-US Privacy Shield-Zertifizierung als auch über eine Swiss-US Privacy-Zertifizierung, welche die Übermittlung von Personendaten aus Mitgliedsstaaten der Europäischen Union oder der Schweiz in die USA regelt. Darüber hinaus hat Artnet die EU-Datenschutzgrundverordnung (EU GDPR) umgesetzt, die am 25. Mai 2018 in Kraft getreten ist. Das vom Exekutivteam ermittelte Risikoniveau wird als mittel eingestuft. [Bild des Wohltätigkeitsverkaufs einfügen]

Cybersecurity

Eine nachhaltige Unternehmensführung geht Hand in Hand mit integrierten und transparenten Geschäftsprozessen. Als Unternehmen, dessen Geschäftsmodell auf einer digitalen Vernetzung und Datenerfassung beruht, verarbeitet Artnet große Mengen an Informationen. Datenschutz und Compliance sind daher wesentliche Aspekte der Geschäftspraxis von Artnet. Die Technologieabteilung ist für den Schutz der Daten von Artnet und das hohe Sicherheitsniveau des Konzerns verantwortlich. Kontinuierliche Wartung und Wachsamkeit sorgen dafür, dass es bisher noch nie zu einer Verletzung unserer Sicherheitssysteme gekommen ist, die zu 100 % funktionsfähig sind.

Potenzielle Verstöße stellen ein Risiko für das Geschäft von Artnet dar und könnten erhebliche Folgen für das Unternehmen haben. Potenzielle Risiken sind nicht nur die Offenlegung vertraulicher Artnet-Kundendaten, wie oben erwähnt, sondern auch die Unterbrechung der Website, der Verlust von Artnet-Datenbankdaten, der Verlust von Geschäften und rechtliche Konsequenzen. Artnet ist sich daher seiner enormen Verantwortung im Umgang mit den persönlichen Daten von Nutzern, Kunden, Mitarbeitern, Geschäftspartnern und anderen Dritten sehr bewusst. Artnet gewährleistet die strikte Vertraulichkeit personenbezogener Daten, behandelt sie besonders sorgfältig und schützt sie nach bestem Wissen und Gewissen.

Ziele: Artnet wird weiterhin vierteljährliche Überprüfungen durchführen, um sicherzustellen, dass es alle bestehenden und neuen Compliance- und Datenschutzbestimmungen und Vorschläge einhält. Zusätzlich bietet Artnet allen Mitarbeitern jährlich eine freiwillige Schulung zum Thema Betrug und Datenschutz an. Dieser Service wird über Paylocity angeboten. Im Jahr 2023 haben 34 Mitarbeiter an dieser Schulung teilgenommen. Artnet strebt an, die Teilnahme an seinen freiwilligen Schulungs- und Ausbildungsprogrammen leicht zu erhöhen.

Bisher hat es bei Artnet keine Datenschutzverletzungen gegeben.

Korruption und Betrug

Ab dem laufenden Berichtsjahr werden die Risiken nach Kategorie und Wahrscheinlichkeit angegeben. Ab 2024 werden sie um die quantitativen und qualitativen Auswirkungen erweitert, die sie auf den Fortbestand des Unternehmens haben können. Wie bereits oben erwähnt, schult die Artnet Gruppe ihre Mitarbeiter direkt im Rahmen des Onboarding-Prozesses in Bezug auf Compliance, genauer gesagt auf faire Geschäftspraktiken, Bestechung und Betrug. Die Mitarbeiter sind angewiesen, ihren direkten Vorgesetzten zu berichten, wenn sie mögliche Risiken erkennen. Artnet beschäftigt eine hoch angesehene Firma, die bei allen Angelegenheiten in Bezug auf KYC und AML (Know Your Customer und Anit Money Laundering) behilflich ist, um sicherzustellen, dass die Gruppe nicht nur geschützt ist, sondern auch alle aktuellen und neuen Regeln und Vorschriften einhält.

Der Prozess in Bezug auf Risiken, die speziell mit ESG und in diesem Fall mit Korruption und Betrug verbunden sind, ist nicht im Risikohandbuch oder im Risiko- und Chancenbericht enthalten. Artnet sieht ESG-Risiken nicht als besonders relevant für den Konzern an.

Das Management von Artnet wird regelmäßig informiert und geschult, um möglichen Korruptions-, Betrugs- oder Bestechungsfällen vorzubeugen und diese zu behandeln.

Innerhalb des Marktplatzsegments werden Spezialisten geschult (und sind in der Regel bereits geschult, wenn sie eingestellt werden), um mit Hilfe von AML/​KYC-Spezialisten eine Sorgfaltsprüfung im Umgang mit neuen Käufern und Verkäufern sowie B2B-Kunden durchzuführen. Darüber hinaus beschäftigt Artnet einen KYC/​AML-Spezialisten, der für Themen wie Hintergrundprüfungen, Bonitätsprüfungen und andere Prüfungen zuständig ist, um sicherzustellen, dass Artnet in Bezug auf KYC und AML konform und sicher ist.

Innerhalb des Mediensegments sind die Mitarbeiter von artnet angehalten, im Zweifelsfall immer unseren Rechtsbeistand zu konsultieren und die Regeln in Bezug auf Transaktionen mit nahestehenden Personen oder Zweifel in Bezug auf Werbekunden einzuhalten.

Im Hinblick auf das Management der Lieferkette (insbesondere in Bezug auf Korruption, Betrug und Arbeitspraktiken) wird Artnet im Geschäftsjahr 2024 ein Sorgfaltsprüfungssystem einführen. Die Lieferkette wird als ein Bereich mit geringem Risiko für die Gruppe angesehen; daher muss ein Sorgfaltspflichtsystem noch eingeführt werden.

Artnet bietet allen Mitarbeitern Zugang zu einem Dienst, über den sie ungesetzliche, verdächtige oder beleidigende Handlungen anonym melden können. Dieser Dienst kann auch als Helpline genutzt werden. Dieser Dienst wird von der Personalabteilung betreut und vom CEO überprüft, der dann gemeinsam über das geeignete Vorgehen entscheidet. Die Schulungs- und Ausbildungsmaßnahmen, die Artnet anbietet, sind freiwillig und werden über den Dienst Paylocity angeboten.

Corporate-Governance-Bericht

Corporate Governance hat bei Artnet einen hohen Stellenwert. Die gesetzlich vorgeschriebene Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde zuletzt von Vorstand und Aufsichtsrat der Artnet AG in der am 7. August 2024 aktualisierten Fassung veröffentlicht. Die Erklärung hat insgesamt den folgenden aktualisierten Wortlaut:

Erklärung gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der artnet AG erklären hiermit gemäß § 161 Aktiengesetz, dass die artnet AG seit der letzten Entsprechenserklärung vom 2. Februar 2023, in der im April 2023 und am 2. Februar 2024 aktualisierten Fassung, den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (Kodex) in der Fassung vom 28. April 2022, bekanntgemacht im Bundesanzeiger am 27. Juni 2022, mit den folgenden Ausnahmen entsprochen hat und auch künftig entsprechen wird.

1. Altersgrenze für Vorstandsmitglieder (B.5 des Kodex)

Die artnet AG hält eine derartige Regelung für nicht sachgemäß, da pauschale Altersgrenzen den Aufsichtsrat in seiner Entscheidungsfreiheit bei der Wahl der Vorstandsmitglieder in unangemessener Weise einschränken würden.

2. Qualifikationsmatrix zum Stand der Umsetzung des Kompetenzprofils (C.1 des Kodex)

Gemäß Empfehlung C.1 des Kodex 2022 soll der Stand der Umsetzung des Kompetenzprofils für das Aufsichtsrats-Gesamtgremium in Form einer Qualifikationsmatrix in der Erklärung zur Unternehmensführung offengelegt werden. Die artnet AG hält die Offenlegung einer solchen Qualifikationsmatrix angesichts des lediglich dreiköpfigen Gremiums für nicht sinnvoll. Um zusätzlichen Aufwand zu vermeiden, wird von der Offenlegung einer solchen Qualifikationsmatrix abgesehen.

3. Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder (C.2 des Kodex)

Die artnet AG hält eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder für nicht sachgemäß, da pauschale Altersgrenzen die Aktionäre in ihrer Entscheidungsfreiheit bei der Wahl der Aufsichtsratsmitglieder in unangemessener Weise einschränken würden.

4. Bildung von Ausschüssen (D.2, D3 Satz 5 und D4 des Kodex)

Der Aufsichtsrat der artnet AG besteht aus lediglich drei Mitgliedern. Es ist daher für ihn nicht sinnvoll, aus seiner Mitte Ausschüsse wie beispielsweise einen Nominierungsausschuss zu bilden, zumal beschlussfähige Ausschüsse ihrerseits aus mindestens drei Mitgliedern bestehen müssten. Insoweit weicht die artnet AG von den Empfehlungen D.2 und D.4 des Kodex ab.

Jedoch bestimmt § 107 Abs. 4 Satz 2 AktG, dass ein dreiköpfiger Aufsichtsrat zugleich der Prüfungsausschuss ist. Damit geht allerdings einher, dass der Aufsichtsratsvorsitzende bei der artnet AG zugleich der Vorsitzende des nach § 107 Abs. 4 Satz 2 AktG fingierten Prüfungsausschusses ist, was eine Abweichung von der Empfehlung D.3 Satz 5 des Kodex 2022 (bzw. D.4 Satz 2 des Kodex 2019) (keine Personenidentität des Aufsichtsratsvorsitzenden und des Prüfungsausschussvorsitzenden) bedeutet.

5. Angaben zum Sachverstand der Mitglieder des Prüfungsausschusses (D.3 Satz 4 Kodex) Gemäß Empfehlung D.3 Satz 4 des Kodex soll die Erklärung zur Unternehmensführung nähere Angaben zu dem Sachverstand der Mitglieder des Prüfungsausschusses mit Sachverstand auf den Gebieten Rechnungslegung und Abschlussprüfung enthalten. Die Erklärung zur Unternehmensführung enthielt diese näheren Angaben bislang nicht, da die artnet AG eine solche Angabe bei dem lediglich nach § 107 Abs. 4 Satz 2 AktG fingierten Prüfungsausschuss für nicht sachgerecht hält. Solange die artnet AG einen dreiköpfigen Aufsichtsrat hat, ist auch für die Zukunft derzeit nicht beabsichtigt, dieser Empfehlung entsprechen.

6. Veröffentlichung von Finanzinformationen (F.2 des Kodex)

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023 konnte nicht, wie empfohlen, schon binnen 90 Tagen seit dem Ende des Geschäftsjahres 2023 veröffentlicht werden. Zudem werden die Quartalsmitteilung für das erste Quartal 2024 und der Halbjahresfinanzbericht für das Geschäftsjahr 2024 nicht, wie empfohlen, binnen 45 Tagen seit dem Ende des Berichtszeitraums veröffentlicht. Hintergrund der Verzögerungen sind Schwierigkeiten im Rahmen der Konzernabschlusserstellung.

Die Veröffentlichungen werden schnellstmöglich erfolgen. Bezüglich der Veröffentlichung der zukünftigen Finanzinformationen ist beabsichtigt, der Empfehlung F.2 des Kodex wieder zu folgen.

7. Empfehlungen zur Vorstandsvergütung (G.2 bis G.16 des Kodex)

Das zuletzt vom Aufsichtsrat der artnet AG beschlossene gegenwärtige Vergütungssystem für den Vorstand entspricht inhaltlich dem aktuell mit dem CEO geschlossenen Dienstvertrag, der noch eine Restlaufzeit bis zum Jahr 2024 aufweist. Dieses System wurde der ordentlichen Hauptversammlung am 30. August 2023 vorgelegt, von ihr jedoch nicht gebilligt. Die Umsetzung des derzeit mit dem CEO bestehenden Vertrages, der vor der Verabschiedung des gegenwärtigen Vergütungssystems abgeschlossen wurde, entspricht nicht den Empfehlungen in G.2 bis G.16 des Kodex. Der Aufsichtsrat beabsichtigt, das bestehende Vergütungssystem im Jahr 2024 eingehend zu überprüfen und zu überarbeiten. Zielsetzung des Aufsichtsrats wird es dabei sein, eine möglichst umfassende Konformität mit den Empfehlungen des Kodex zu erreichen, die Erwartungen der Aktionäre und weiteren Stakeholder der artnet AG umfassend abzubilden und noch ganzheitlichere Anreize zur Förderung der Geschäftsstrategie und zur langfristigen Entwicklung der Gesellschaft zu setzen. Es ist beabsichtigt, das solchermaßen überprüfte und überarbeitete Vergütungssystem sodann der ordentlichen Hauptversammlung 2024 erneut zum Beschluss vorzulegen. Darüber hinaus ist beabsichtigt, mit Blick auf das fortentwickelte Vergütungssystems Vorstandsdienstverträge im Falle der Wiederbestellung bzw. Neubestellung entsprechend zu aktualisieren.

Berlin, den 7. August 2024

Versicherung des gesetzlichen Vertreters

Nach bestem Wissen und in Übereinstimmung mit den geltenden Rechnungslegungsgrundsätzen vermittelt der folgende Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Artnet AG. Der Lagebericht der Artnet AG enthält einen den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Gesamtüberblick über den Geschäftsverlauf und die Lage des Konzerns sowie eine Beschreibung der wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns.

Berlin, 30. August 2024

Konzernlagebericht

Geschäftsmodell des Artnet-Konzerns und Konzernorganisation

Die artnet AG ist eine Holding-Gesellschaft, deren Aktien am Regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sind. Die wichtigste Beteiligung der Artnet AG ist ihre hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation, die 1989 in New York gegründet wurde. Die artnet AG ("die Gesellschaft"), die Artnet Worldwide Corporation ("Artnet Corp.") und die Artnet UK Ldt ("Artnet UK") (zusammen "Artnet" oder "der Konzern") sind unter dem Markennamen "Artnet" tätig. Die Artnet UK Ltd., mit Sitz in London, ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Corp.

Artnet hat drei primäre operative Segmente: Daten, Marktplatz und Medien. Mit über 235 Millionen Seitenaufrufen im Jahr 2023 ist Artnet eine der führenden Kunstmarktplattform weltweit.

Dies wird durch Statistiken der Seite Similarweb unterstrichen: Artnet hat mehr Reichweite als die Konkurrenten Artsy, Theartnewspaper, ArtNews und Hyperallergic insgesamt vorweisen können (Quelle: Similarweb) Durch aktuelle Informationen über Marktbewegungen, Galerien, Preisentwicklungen, Ausstellungen, Neuigkeiten und Rezensionen ermöglicht sie Kunstinteressierten, Sammlern und Kunstexperten, sich im Kunstmarkt zu orientieren.

Die nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde abgegeben und den Aktionären auf der Artnet-Website zugänglich gemacht.

29%

Daten

Preisdatenbank

Analytics

API

Die Preisdatenbank ist ein wichtiges Instrument für die Branche. Sie ist ein genaues und umfangreiches Archiv mit über 17 Millionen Auktionsergebnissen von mehr als 1.900 internationalen Auktionshäusern, die bis ins Jahr 1985 zurückreichen.

Artnet Analytics bietet durch KI Einblicke in den Kunstmarkt und individuelle Berichte.

34%

Marktplatz

Galerie-Netzwerk

Artnet Auctions

Partnerschaften mit Auktionshäusern

Der Marktplatz ermöglicht den Zugang zu führenden Galerien, Auktionshäusern, Kunstwerken, Künstlern und Ereignissen. Bei Artnet stehen etwa 297.000 Kunstwerke (2022: 250,000)mit einem geschätzten Gesamtwert von 3,5 Milliarden USD online zum Verkauf.

Artnet veranstaltet nur Auktionen für moderne, Nachkriegs-, zeitgenössische und ultrazeitgenössische Kunst.

37%

Medien

Artnet News

Artnet News Pro Werbung Kooperationen

Artnet News bietet rund um die Uhr aktuelle Nachrichten über Trends, Ereignisse und Akteure, die die Branche prägen.

Artnet News Pro ist über eine Bezahlschranke zugänglich und nutzt die umfangreichen Daten von Artnet, um tiefe Einblicke in den Kunstmarkt zu gewähren.

Führende Branchenakteure, Finanzinstitute und Luxusmarken betrauen Artnet mit ihrer Werbung. Zudem kooperiert der Konzern bei Veranstaltungen und Aktivitäten mit Marken.

Medien

Artnets Medien-Segment umfasst Artnet News, Artnet News Pro, Werbung und Sponsorships.

Artnet News ist der weltweite 24-Stunden-Nachrichtendienst für die internationale Online-Kunstwelt. Mit aktuellen Artikeln und aufschlussreichen Meinungsbeiträgen informiert, engagiert und verbindet Artnet News die Mitglieder der Kunstgemeinschaft über die Ereignisse, Trends und Menschen, die den Markt und die globale Kunstbranche prägen. Artnet hat mehr Reichweite als die Konkurrenten Artsy, Theartnewspaper, ArtNews und Hyperallergic insgesamt vorweisen können (Quelle: Similarweb)

Mit der Einführung der Artnet News Pro, einem teilweise kostenpflichtigen Angebot, bietet Artnet News seinen Abonnenten entscheidende Marktinformationen und datengesteuerte redaktionelle Beiträge. Unsere Journalisten nutzen die umfangreichen Daten von Artnet, um den Lesern einen umfassenden Einblick in den Kunstmarkt zu geben.

Artnet News zieht ein hochwertiges Publikum an, das ein begehrter Zielmarkt für Mode- und Luxusmarken ist. Der Umsatz im Mediensegment verringerte sich 2023 um 2% auf 8.601 TEUR (2022: 8.749 TEUR). Das lag hauptsächlich an der schwierigen wirtschaftlichen Konjunktur die dazu führte, dass Luxus sowie Galeriekunden weniger Werbung auf Artnet News geschaltet haben. Wichtige Umsatztreiber waren Sponsoring und Partnerschaften mit Luxusmarken. Das Team verfolgt in größerem Umfang individuelle Möglichkeiten, die hohe Margen erwirtschaften, die Markenausrichtung fördern und für das Artnet-Publikum den Wert steigern.

Medien-Highlights 2023

2% Umsatzrückgang im Segment Medien

Partnerschaften

mit Cadillac x Frieze New York und

Royal Salute x Tate Britain

Einer der größten Kunst-Internetnachrichtendienste mit einem Anteil von über 51% der Seitenaufrufe im Vergleich zu den direkten Konkurrenten (Quelle: Similarweb)

Über 140 Millionen Seitenaufrufe

Daten

Das Datensegment umfasst die Preisdatenbank, Analytics, Market Alerts (Markt-Benachrichtigungen), Datenservices und Partnerschaften.

Die Preisdatenbank ist eine Online-Datenbank mit mehr als 17 Millionen (2022: 16 Millionen) farbig illustrierten Auktionsergebnissen der weltweit führenden internationalen Auktionshäuser. Zusammengesetzt aus der Preisdatenbank Fine Art and Design und der Preisdatenbank Decorative Art brachte dieses Produkt Preistransparenz in einen historisch intransparenten Markt. Die Preisdatenbank ist ein Abonnement-Produkt für Geschäfts- und Privatkunden und verfügt über einen vielfältigen Kundenstamm. Darunter befinden sich Gutachter, Händler, Auktionatoren, Finanziers, Banken, Family Offices sowie private und staatliche Institutionen wie die Steuerbehörde der Vereinigten Staaten (IRS) und das FBI. Abonnenten der Preisdatenbank erhalten Zugang zu zukünftigen Auktionsdaten, jüngsten Auktionsergebnissen und den Auktionsaufzeichnungen seit 1983 sowie eine aktuelle und unvoreingenommene Unterstützung bei der Schätzung von Kunstwerken.

Im Jahr 2023 wurde die überarbeitete Preisdatenbank für alle Kunden freigeschaltet. Es werden regelmäßig zusätzliche Funktionen hinzugefügt, um den Service kontinuierlich weiter zu verbessern. Artnet hat in sein Kernprodukt investiert und freut sich auf ein neues Zeitalter der Transparenz, das mit der neuen Preisdatenbank eingeläutet wird. Damit kommt das Unternehmen seiner Vision eines effizienten globalen Kunstmarktes immer näher. Die überarbeitete Preisdatenbank ist auf eine neue API-first-Architektur ausgelegt und bietet damit die Möglichkeit für völlig neue Formate der Datenbereitstellung. Ein für mobile Geräte optimiertes Design erleichtert den Zugang zu unserer weltweiten Kundenbasis und unterstützt das Suchvolumen. Mit der Implementierung der elastischen Suche ergibt sich eine Vielzahl von neuen Suchmöglichkeiten. Das Data Science Team von Artnet hat intelligente, reaktive Analysen entwickelt, die tiefe Einblicke in und ein umfassendes Verständnis für den Kunstmarkt ermöglichen.

Die Preisdatenbank ist ein unverzichtbares Instrument für private Sammler, um die Werke, die sie besitzen, zu bewerten und ihre Möglichkeiten bei bevorstehenden Auktionen oder auf dem Händlermarkt einzuschätzen. Händler und Auktionatoren nutzen vergleichbare Verkäufe aus der Preisdatenbank, um die Bewertung und den Verkauf bedeutender Kunstwerke zu nutzen können. Der Datenservice für Unternehmenskunden ist eine neue Dienstleistung im Segment Daten. Durch direkten Zugang zu Rohdaten und Datenaktualisierungen haben unsere Kunden damit die vollständige Kontrolle über die Datenanalyse.

Market Alerts informiert Abonnenten per E-Mail, sobald Kunstwerke ihrer bevorzugten Künstler zur Auktion kommen (einschließlich Artnet-Auktionen), bei anstehenden Veranstaltungen vorgestellt oder im Galerie-Netzwerk angeboten werden.

Artnet Analytics ist ebenfalls Bestandteil des Segments Daten. Die vom Data-Science-Team erstellten Berichte analysieren die Marktentwicklung von Künstlern, Kunstbewegungen, Kunstgattungen oder eine Auswahl von Kunstwerken und enthalten Vergleiche mit herkömmlichen Anlageformen wie Aktien, staatlichen Schuldverschreibungen und Rohstoffen.

Fine Art Lendingist ebenfalls Bestandteil der Datenservices von Artnet. Fine Art Lending bezeichnet die Praxis, Kunst- und Sammelobjekte als Kreditsicherheit zu verwenden. Damit erhalten Kreditnehmer zusätzliche Liquidität, um ihre Sammlungen zu erweitern oder neue Anlagemöglichkeiten zu finanzieren, ohne Gegenstände aus ihrer Sammlung verkaufen oder ihre Anlagestrategie ändern zu müssen. Deloitte vermutet dass der Gesamtmarkt für ausstehende, mit Kunst besicherte Kredite im Jahr 2023 bei zwischen 29,3 und 34,1 Milliarden USD (26,6 - 31,3 Milliarden Euro) erreichen könnte, was eine Wachstumsrate von 11% im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. (Quelle: Deloitte Art & Finance Report 2023).

Kooperationen mit Artfacts (primäre Marktdaten) sowie mit der renommierten Berliner Humboldt-Universität (NFT-bezogene Daten) bieten zusätzliche Datenquellen, die den Mehrwert erhöhen und eine einzigartige Datentiefe und -breite schaffen.

Der Umsatz im Segment Preisdatenbank ging 2023 um 5% auf 6.722 TEUR zurück (2022: 7.100 TEUR). Obgleich das Datensegment hinsichtlich der Nutzererfahrung(User Experience) und Breite des Angebots grundlegend erneuert wurde, hat sich das noch nicht in den Verträgen wiederbespiegelt; diese Ungereimtheit liegt dem Rückgang zugrunde. Optimierte Verträge und Preise für B2B wie B2C Kunden soll 2024 zum Wachstum führen.

Share of Online Sales in the Art Market vs. General Retail 2019-2023

Daten-Highlights 2023

Neue Datenarchitektur und für mobile Geräte optimierte Preisdatenbank

Einführung von Art Secured Lending (durch Kunst gesicherte Kreditleistungen) mit einem führenden, darauf spezialisierten Kreditgeber

Einführung von Datenservices für Unternehmenskunden

Veröffentlichung des halbjährlichen Intelligence Report, unterstützt von Morgan Stanley

Marktplatz

Das Marktplatzsegment von Artnet umfasst Artnet Galerien sowie Artnet Auctions.

Der Marktplatz ist eine der branchenweit führenden, kuratierte Plattform für Kunst und Design.

Das 2008 gegründete Artnet Auctions bietet Käufern und Verkäufern auf dem Kunstmarkt einen einzigartigen Mehrwert. Durch das reine Online-Geschäftsmodell sind die Transaktionskosten geringer als bei den etablierten stationären Wettbewerbern. Agile Betriebsabläufe und Verkaufskalender ermöglichen einen erheblich höheren Liquiditätsgrad und höhere Auszahlungen an die Verkäufer. Durch das innovative Modell können zudem die operativen Gemeinkosten, Logistikkosten und Lagerrisiken erheblich reduziert werden. Käufer und Verkäufer schätzen die verschlankte Provisionsstruktur, die schnelle End-to-End-Ausführung der Transaktionen und die intuitive Nutzererfahrung. Artnet Auctions konzentriert sich auf moderne, Nachkriegs-, zeitgenössische und ultra-zeitgenössische Kunst. Innerhalb dieser Segmente liegt der Fokus auf dem mittleren Marktsegment (definiert: Kunstwerke zwischen 100 TUSD und 10.000 TUSD bzw 91,9 TEUR und 9,100 TEUR), in dem der größte Teil der Transaktionen stattfindet. Die Plattform verfolgt weiterhin die Strategie, den durchschnittlichen Transaktionswert zu erhöhen, um die operative Marge zu steigern, und verkauft nun nachhaltiger Werke im Wert von über 100.000 USD (91,9 TEUR). Interessanterweise wurden 63% der Seitenaufrufe von mobilen Geräten aus durchgeführt, die meisten davon in den USA, Indien und China (in dieser Reihenfolge). Die meisten Transaktionen auf mobilen Geräten wurden in den USA, UK und Deutschland durchgeführt.

Artnet Galerien repräsentiert die weltweit renommiertesten Galerien aus 35 Ländern. Die Mitglieder des Galerie-Netzwerks sind nach Fachgebiet und Standort indiziert, wobei im Jahr 2023 etwa 297.000 Kunstwerke auf der Plattform präsentiert wurden (2022: 280.000). Artnet bietet eine sehr detaillierte Informationstiefe mit aussagekräftigen Seiten, über die Käufer auf der ganzen Welt Kunstwerke in führenden Galerien finden können. Ein starkes SEO-Profil und eine gezielte Content-to-Commerce-Strategie ist ein Weg, der qualifizierte Seitenbesuche und die Verbindung mit Beständen der Partner ermöglicht. Galerien erhalten so Zugang zu potentiellen Käufern weltweit.

Gleichermaßen bieten Partnerschaften den Auktionshäusern eine Möglichkeit, ihre Auktionen einer internationalen Zielgruppe zu präsentieren und eine große Anzahl potenzieller Käufer direkt auf ihre eigenen Websites zu lenken. Mit einer Artnet-Partnerschaft haben Auktionshäuser die Flexibilität, ihre Auktionen vollständig oder teilweise auf Artnet zu veröffentlichen - mit der Option, jedes Los auf Artnet mit entsprechenden Los in ihrem Online-Katalog zu verknüpfen. Alle bevorstehenden Verkäufe sind auf unserer Seite Events aufgeführt und erreichen sowohl bei Artnet als auch bei externen Suchmaschinen einen hohen Rang. Auktionshaus-Partnerschaften sind ein Instrument für Auktionshäuser, um ihre internationale Präsenz auszubauen und eine große Anzahl potenzieller Käufer direkt auf ihre Website zu leiten.

Der Umsatz im Segment Marktplatz verringerte sich 2023 um 13% auf 8.026 TEUR (2022: 9.184 TEUR). Grund dafür war vor allem die weltweit schwierige wirtschaftliche Konjunktur. Diese führte zum einen dazu, dass Sammler weniger in Kunst investierten und zum anderen dazu, dass weniger Kunst zum Kauf angeboten wurde. Diese führte dazu, dass der globale Kunstmarkt 12,7% zurückging und somit auch der Umsatz des Marktplatz Segments (Quelle: Artnet Intelligence Report 2024)

Marktplatz-Highlights 2023

Mehr als 297.000

Kunstwerke zum Verkauf auf dem gesamten Marktplatz

Gestiegene Verkäufe

Verkäufe bei mittleren Preisniveau (bis zu 10 mio USD); darunter 225.000 USD für eine bei Artnet Auctions verkaufte Arbeit von Mel Ramos

46 durchgeführte Auktionen

Ziele und Strategien

Wir stellen uns eine Welt vor, in der das Kaufen, Verkaufen und Sammeln von Kunst einfach, effizient und äußerst lohnend für den modernen Sammler ist. Wir möchten es Kunstinteressierten und -sammlern ermöglichen, ihrer Leidenschaft nachzugehen, und reibungslose Transaktionen anbieten, die auf Vertrauen und Transparenz beruhen.

Artnet ist Tech-Unternehmen im Kunstmarkt und treibt dessen Digitalisierung voran mit dem Ziel, den Kunstmarkt durch digitale Lösungen zu optimieren. Die Dienstleistungen von Artnet bieten Markttransparenz, Einblicke, schnelle Transaktionen und Liquidität für Tausende von Kunden und Millionen von Nutzern weltweit. Diese Liquidität entsteht aufgrund verkürzter Prozesse im vergleich zu traditionellen Auktionshäusern bei denen die Umschlagszeit 'turn around time' bis zu 3 Monaten dauern kann. Der generelle technologische Fortschritt bedeutet, dass der Artnet Konzern und somit auch die AG laufend versuchen das Produktangebot zu verbessern, was ein wesentliches Ziel der Gruppe darstellt. Artnet betreibt ein diversifiziertes B2B- und B2C-Geschäftsmodell und bietet einer vielfältigen Gruppe von Kunden ein synergetisches Angebot an Produkten und Dienstleistungen.

Finanzielle Stabilität ist auch ein wesentliches Ziel des Konzerns und wird durch eine genaue und konsequente ganzjährige Überwachung detaillierter Finanz- und Leistungsindikatoren sichergestellt. Insbesondere der Liquidität under der Umsatz der Gruppe. Die Produktentwicklung bleibt ein vorrangiges Anliegen, das Artnet durch Skaleneffekte mit dem Ziel verfolgt, die Ausweitung der Marktanteile voranzutreiben. Dies soll vor allem durch die Nutzung von Synergien zwischen den Segmenten und die damit einhergehende Produktentwicklung erfolgen. Der Vorstand sieht vor allem Chancen durch die Verlagerung des Kaufverhaltens ins Internet dem damit verbunden Potential vor allem für das Marktplatz Segment und auch den Synergieeffekten in die anderen Bereiche.

Artnet ist in einem äußerst wettbewerbsorientierten online Markt mit signifikantem Wachstumspotenzial (Quelle: UBS Art Basel, The Global Art Market Report 2024). Für das Unternehmen sind Skaleneffekte ausschlaggebend, um die Konsolidierung des Online-Kunstmarktes zu verfolgen und die operativen Margen zu steigern.

Steuerungssystem

Zentrales Ziel der Artnet ist es, die finanzielle Stabilität der Gesellschaft zu bewahren. Dieses Ziel wird konzernweit mittels einer genauen und konsequenten ganzjährigen Überwachung detaillierter Finanzinformationen und Leistungsindikatoren sichergestellt.

Der Vorstand nimmt für seine Geschäftsentscheidungen stets die Perspektive der Gruppe ein. Hierbei bewertet der Vorstand ein monatliches Reporting über die Gruppe, in dem die aus Sicht des Konzerns bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren (Umsatzerlöse, Umsatzkosten, Bruttoergebnis, Deckungsbeitrag) sowohl aggregiert als auch auf Segmentebene, analysiert werden. Weitere wichtige Kennzahlen, die aber nicht zu den bedeutsamsten gezählt werden, sind der Bestand an liquiden Mitteln, die erhaltenen sowie die geleisteten Zahlungen.

Mit Bezug auf die gesamte Performance des Konzerns sind die bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren im Sinne von DRS 20 die Umsätzerlsöse und das Betriebsergebnis. In Bezug auf die Segmente sind die Umsatzerlöse der bedeutsamste finanzielle Leistungsindikator. Das Betriebsergebnis wird lediglich auf Konzernebene überwacht. Der Konzern hat keine bedeutsamsten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren im Sinne des DRS 20.

Der Konzern berücksichtigt bei der Steuerung der einzelnen Segmente weitere relevante Leistungsindikatoren, die aber nicht zu den bedeutsamsten gezählt werden:

Das Segment Marktplatz wird unterteilt in die Bereiche Artnet Auctions und Galerien. Im Bereich Artnet Auctions wird zudem nach dem finanziellen Leistungsindikator der Verkaufsrate (sell through rate) gesteuert, welche anhand des Volumens und dem Wert der Transaktionen ermittelt wird. Im Bereich Galerien wird zusätzlich nach dem nichtfinanziellen Leistungsindikator Mitgliedschaften gesteuert. Hierbei sind die Anzahl der gesamten Mitgliedschaften, neue Mitgliedschaften sowie deren Kündigungen relevant.

Im Segment Daten sind nichtfinanzielle Indikatoren die Anzahl der neuen Kunden und die Anzahl der Suchen im Datenspeicher.

Im Bereich Medien sind die Besucherzahlen der Internetseite (traffic) ein nichtfinanzieller Leistungsindikator sowie die Anzahl der Artnet News Pro Abonennten.

Hinsichtlich der Besucherzahlen auf der Internetseite ist die laufende Analyse derer, wie auch die Nutzeraktivität auf allen Seiten ein Bestandteil der Steuerung. Die Besucherzahlen unterliegen saisonalen Schwankungen. Artnet wertet die Webseiten-Besuche auf Tages-, Wochen- und Monatsbasis aus. Diese Auswertung ist außerdem für die Abrechnung leistungsabhängiger Werbeverträge von Bedeutung. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren für die Internet-Werbung, die bei Artnet analysiert werden, sind die Zahl der tatsächlichen Aufrufe (impressions) und der unterschiedlichen Benutzer (unique users) je Werbeanzeige auf der Internetseite.

Forschung und Entwicklung

Die Artnet-Website bildet die Grundlage für die Produkte und Dienstleistungen des Konzerns. Es ist von größter Wichtigkeit, mit den neuesten technologischen Entwicklungen und bewährten Praktiken Schritt zu halten. Hierfür setzen die Entwickler und Ingenieure von Artnet Fremdsoftware und bei Bedarf auch Plug-ins ein, um die Agilität und Leistung der Plattform zu erhöhen.

Im Geschäftsjahr 2023 konzentrierte das Artnet Technology Team seine Bemühungen auf eine Verbesserung der Nutzererfahrung und die Entwicklung von Lösungen, die für unsere Kunden einen deutlichen Mehrwert bieten. Unsere Schwerpunkte und Erfolge des Jahres umfassten:

Die neue Preisdatenbank

Artnet hat bedeutende Verbesserungen an der neuen Preisdatenbank (PDB) vorgenommen, um sie intuitiver und nutzerfreundlicher zu gestalten. Sie soll den Zugang und das Verständnis unserer umfangreichen Kunstamarktdaten vereinfachen.

Einführung von Price Database Insights

2023 beinhaltete die Einführung von Price Database Insights, einer neuen Funktion, die fundierte Analysen und Trends des Kunstmarkts bietet. Das Angebot eröffnet unseren PDB-Kunden weitere Perspektiven und Einblicke für informierte Entscheidungen.

Integration einheitlicher Kopfzeilen

Um eine nahtlose Nutzererfahrung zu ermöglichen, implementierte Artnet auf allen Plattformen einheitliche Kopfzeilen. Dadurch wird eine einheitliche und geschlossene Navigationserfahrung gewährleistet.

Neugestaltung der Artnet-News-Seiten

Artnet hat die Artnet-News-Seiten mit einem frischen, modernen Design komplett neu gestaltet. Das neue Layout soll die Seite nicht nur optisch ansprechender machen, sondern auch Lesbarkeit und Nutzerbindung verbessern.

Systeme zur Datenbereitstellung

Das Team hat unermüdlich an der Weiterentwicklung unserer Kapazitäten zur Datenbereitstellung gearbeitet. Die aktualisierten Systeme sorgen für einen schnelleren, zuverlässigeren und flexibleren Zugang zu den wertvollen Daten, auf die sich unsere Kunden verlassen.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden 1.820 TEUR (2022: 1.963 TEUR), Entwicklungsaufwand aktiviert.

1.724 TEUR (2022: 1.488 TEUR) der IT-Kosten für Produktentwicklung wurden nicht aktiviert.

Unter Berücksichtigung der Teilzeitkräfte beschäftigte Artnet im Jahr 2023 21 Mitarbeiter und 22 Mitarbeiter in 2022 im Monatsdurchschnitt im Bereich der Produktentwicklung.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das Geschäftsjahr 2023 war durch zahlreiche gesamtwirtschaftliche Herausforderungen geprägt, die sich bis Anfang des Jahres 2024 fortsetzten. Aufgrund steigender Energiepreise und Unterbrechungen der Lieferketten in Verbindung mit einem angespannten Arbeitsmarkt fiel die Inflation höher und umfassender aus als erwartet (Quelle: IMF). Die gesellschaftspolitische Instabilität angesichts der Konflikte zwischen Russland und der Ukraine sowie in Nahost trug deutlich zu volatilen Märkten, bei. (Quelle: IMF)

Zunächst durch die Covid-19-Pandemie, dann durch den Krieg in der Ukraine und die daraus folgenden hohen Inflationswerte und Zinssätze weltweit dürften die ersten fünf Jahre der 2020er Jahre aus Sicht der Weltbank zu den schlechtesten der vergangenen drei Jahrzehnte werden (Quelle: Weltbank)

Das globale BIP-Wachstum im laufenden Geschäftsjahr wird von der Weltbank in ihrem jüngsten Bericht zur globalen Wirtschaftsprognose mit 2,4% angegeben. Demgegenüber stehen 2,6% für 2023, 3,0% für 2022 und 6,2% für 2021, als es nach dem Ende der Pandemie zu einer Erholung kam (Quelle: Weltbank). Das wäre im Zeitraum von 2020 bis 2024 ein schwächeres Wachstum als in den Jahren der globalen Finanzkrise 2008/​2009, der Finanzkrise in Asien Ende der 1990er Jahre und dem Abschwung Anfang der 2000er (Quelle: Reuters)

Artnet Intelligence Report 2024

Entwicklung des Kunstmarktes

Der Kunstmarkt hat, wie viele andere Branchen auch, seit Anfang 2020 eine herausfordernde und transformative Phase durchlaufen. Das lag hauptsächlich daran, dass die Covid-19-Pandemie die Galerien und Händler vor neue und unerwartete Herausforderungen stellte (Quelle: UBS Art Market Report 2024). Neben diesen Schwierigkeiten bedeutete diese Krise aber auch eine große Chance für Umstrukturierungen und Innovationen auf dem Kunstsektor - wie die systemische Umstellung auf Online-Transaktionen (Quelle: UBS Art Market Report), von denen Artnet als eine renommierte Online-Plattform der Branche bereits stark profitierte.

Abgesehen davon führten die schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen 2023 dazu, dass die Kunden ihr Geld konservativer investierten, was sich negativ auf den Kunstmarktumsatz auswirkte. Nach einem beeindruckenden Comeback aus der Pandemie in den Jahren 2021, als durch Zinssätze um null Prozent Geld in alles gespült wurde, von historischen Meisterwerken bis zu Tier-NFTs, entwickelte sich der globale Kunstmarkt 2023 um 12,7% rückläufig(Quelle: Artnet Intelligence Report 2024). Die Verkäufe bei Sotheby's, Christie's und Philips gingen im Vorjahresvergleich 2023 um 23% zurück. Das obere Marktsegment (Werke mit Preisen von mehr als 10 Millionen EUR) schrumpfte 2023 um 40%. Das ultra-zeitgenössische Segment, das bislang als Wachstumssegment betrachtet wurde, verringerte sich im Vergleich zu 2022 um 26% (Quelle: Artnet Intelligence Report 2024).

Online-Only Fine Art Sales at Sotheby's, Christie's, Phillips, Bonhams and Artnet Auctions

Artnet Intelligence Report 2024

Die Kunstauktionen in den USA erzielten 2023 einen Umsatz von 5,7 Milliarden USD was einem Rückgang von 27,5 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Gesamtsumme des letzten Jahres liegt genau in der Mitte der jährlichen Ergebnisse des Landes in den letzten zehn Jahren. China blieb im vergangenen Jahr hinter den USA zurück, erholte sich aber etwas von 2022, als die Auktionsverkäufe wegen Covid ein Zehnjahrestief erreichten. Die Gesamtsumme von 3,1 Mrd. USD in China entspricht einer Steigerung von 13 % im Vergleich zum Vorjahr. Der britische Markt, der nach wie vor unter den Auswirkungen des Brexit leidet, verzeichnete im Jahresvergleich einen Rückgang von 15,6 % und einen Umsatz von 1,8 Mrd. USD. In Frankreich ging der Umsatz nach zwei Rekordjahren um 19 % auf knapp 900 Mio. USD zurück. Trotz der Investitionen der Auktionshäuser in der Region könnte das schwierige regulatorische Klima in Frankreich das Wachstum gebremst haben, sagen Experten (Quelle: Artnet Intelligence Report 2024)

Im Geschäftsjahr 2023 wurden bei Sotheby's, Christie's, Phillips, Bonhams und Artnet Auctions Kunstwerke im Gesamtwert von 440,3 Mio. USD (405 Mio EUR) ausschließlich online versteigert. (Quelle: Artnet Intelligence Report 2024). Das Ergebnis stellt einen Rückgang von 12% gegenüber 2022 dar, was im Einklang mit dem allgemeinen Rückgang des Marktes steht, und einen Rückgang von fast 70% gegenüber 2021, als viele große Auktionen noch nicht wieder live abgehalten wurden. (Quelle: Artnet Intelligence Report). Die gesamten Online-Verkäufe im Jahr 2023 waren fast dreimal so hoch wie vor der Pandemie, und im vergangenen Jahr wurden mehr Werke online verkauft als jemals zuvor (auch während Covid). Dies deutet darauf hin, dass sich das Verhalten von Käufern und Verkäufern in Bezug auf virtuelle Transaktionen nachhaltig verändert hat (Quelle: Artnet Intelligence Report 2024).

Global Art Market Share by Value in 2022

Arts Economics für den UBS Global Art Market Report 2024

Ungeachtet der aktuellen sozioökonomischen Unsicherheiten und schwachen Auktionsumsätze vor allem in Q3 und Q4 2023 sind mit 77% die meisten hochvermögenden Sammler (77%) optimistisch hinsichtlich der Marktentwicklung 2024 (Quelle: UBS Art Market Report 2023). Die Prognose für die deutschen Sammler war 2022 besonders positiv; angesichts der hohen Unsicherheit über die Zukunft sank der Wert 2023 jedoch auf ein Minimum (Quelle: UBS Art Market Report 2023, Survey of Collecting). Auch in Bezug auf die Aktienmärkte waren die deutschen Sammler wenig optimistisch, was darauf hinweist, dass sich ihre Perspektive generell leicht verändert hat, nicht nur im Hinblick auf den Kunstmarkt (Quelle: UBS Art Market Report 2023, Survey of Collecting).

Deloitte schätzt, dass die Investitionen von UHNWI (Ultra High Net Worth Individuals) in Kunst und Sammlerstücke bis 2026 auf 2,8 Billionen USD (2,5 Billionen EUR) ansteigen könnte. Darüber hinaus berichtet Deloitte, dass 63 % der Vermögensverwalter weltweit Kunst und Sammlerstücke in die Portfolios ihrer Kunden aufgenommen haben (Quelle: Deloitte Art & Finance Report 2023). Mit einem Mittelwert von 73 TUSD (67 TEUR) gaben Frauen 2023 in den zwei Vorjahren mehr aus als Männer. (Quelle: Art Basel). Ultrahohe Vermögen in Verbindung mit Kunst und Sammlerstücken dürften bis 2026 auf 2,8 Billionen USD (2,5 Billionen EUR) anwachsen (Quelle: Deloitte Art & Finance Report 2023).

Dem Artnet-Index für Kunst zufolge übertraf der Kunstmarkt zwischen Januar 2022 und Juli 2023 die Performance des S&P 500. Die Erträge aus Kunst wuchsen nominal um 4,2% gegenüber einem Verlust von 6,6% im S&P 500 im selben Zeitraum. Trotz gestiegener Inflation und höherer Zinsen waren die Kunstpreise von der wirtschaftlichen Anspannung weniger betroffen als andere Anlageklassen. Das beweist die Eignung dieser Anlageklasse zur effektiven Absicherung, insbesondere in Bezug auf die erstklassige Kunst der obersten Kategorie (Quelle: Deloitte Art and Finance Report 2023).

Deloitte Art and Finance Report 2023

Der Verkauf von Werken mit Preisen zwischen 1 Million und 10 Millionen Dollar (919 TEUR - 9.190 M EUR) sank um nur 5%. Diesem Teil des Marktes wurde angesichts des Mangels an sieben- oder achtstelligen Werken mehr Aufmerksamkeit zuteil. Die einstmals am schnellsten wachsende Kategorie der ultra-zeitgenössischen Kunst brach ein, nachdem sich die Aufregung um den Markt für junge Künstler wieder legte. Im Vorjahresvergleich ging sie um 26% zurück. Den stärksten Rückgang erfuhr der Sektor Impressionismus und Moderne, in dem der Umsatz um fast 30% gegenüber dem Vorjahr sank. Die stabilste Kategorie ist die der alten Meister, in der die Umsätze um vergleichsweise moderate 14,1% zurückgingen. In Dollar bleibt diese Kategorie einer der kleinsten Märkte, hinter ihr liegt nur noch die ultra-zeitgenössische Kunst (die knapp 25 Jahre künstlerischer Produktion umfasst, im Gegensatz zu den alten Meistern, die eine Spanne von fast sechshundert Jahren abdecken) (Quelle: Artnet Intelligence Report 2024). Die Auktionsergebnisse einzelner bekannter und meistens begehrter Künstler und Auktionen wird oft als Massstab für die Entwicklung des Kunstmarkts verwendet.

Sotheby's hat Christie's im Rennen um den höchsten Umsatz überholt und hat 2023 fast 160 Mio USD (147 Mio EUR) mehr mit Kunstverkäufen erzielen. Die Gesamtsumme des siegreichen Hauses entspricht einem Rückgang von 4% im Vergleich zum Vorjahr. Wie üblich ging es darum, wer den lukrativsten Nachlass gewinnt. Sotheby's verkaufte im vergangenen Jahr die Sammlung der Philanthropin Emily Fisher Landau im Wert von 426,7 Mio USD (392 Mio EUR), Christie's verkaufte die Sammlung von Paul Allen im Jahr 2022. Die Gesamtsumme von Christie's ist im Vergleich zum Vorjahr um 35,7 % gesunken (Quelle: Artnet Intelligence Report 2024).

Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2023 war der globale Kunstmarkt mit starken wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert. Aus Daten von Artnet und Deloitte geht hervor, dass zwischen einem globalen Wirtschaftsabschwung und dem Zeitpunkt, zu dem sich dieser in der Kunstbranche bemerkbar macht, in der Regel sechs Monate vergehen (Quelle: Medium). Der globale Kunstmarkt erlebte im vergangenen Geschäftsjahr einen Rückgang von 12,7%, der alle Segmente des Konzerns tangierte (Quelle: Artnet Intelligence Report 2024).

Der Umsatz und das Betriebsergebnis gingen im Vergleich zu 2022 deutlich zurück. Auch die im Konzernabschluss 2022 für das Geschäftsjahr 2023 dargestellten Prognosen wurden deutlich verfehlt. Die Abweichung erklärt sich im Wesentlichen aus Transaktionen, die nicht wie erwartet im vierten Quartal 2023 durchgeführt werden konnten. Diese Transaktionen betrafen im Wesentlichen das Segment Medien.

Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Der Konzernabschluss wurde in Euro erstellt. Dies ist die funktionale Währung der artnet AG. Soweit nichts anderes vermerkt, werden die Beträge in tausend Euro (TEUR) angegeben bzw. auf die nächste Million gerundet. Die Addition der Einzelbeträge kann daher von der angegebenen Gesamtsumme etwas abweichen.

Die Hauptgeschäftstätigkeit von Artnet erfolgt im US-Dollar-Währungsraum. Zur besseren Vergleichbarkeit, insbesondere für unsere US-amerikanischen Investoren, werden die Konzern-Bilanz, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung ebenfalls in US-Dollar dargestellt.

Artnet erzielt seine Umsatzerlöse überwiegend in US-Dollar. Die Tochtergesellschaft Artnet Corp. hat ihren Sitz in New York als weltweitem Zentrum des Kunstmarktes und daher Aufwendungen hauptsächlich in US-Dollar.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse der Artnet Gruppe beliefen sich im Geschäftsjahr 2023 auf 23.350 TEUR (2022: 25.030 TEUR) und entsprachen damit nicht den Erwartungen des Managements. Dies ist im Wesentlichen auf eine schwächer als erwartete Leistung im Marktplatzsegment zurückzuführen. Das Betriebsergebnis verringerte sich auf -1.900 TEUR (2022: -1.630 TEUR), auch hier wurde die Prognose des Vorstands jedoch deutlich verfehlt.

Der Rückgang der Umsatzerlöse um 7 % wurde teilweise durch einen Rückgang der Umsatzkosten, vor allem bei den Online-Auktionen, sowie durch einen Rückgang der allgemeinen Verwaltungskosten infolge der Verkleinerung des New Yorker Büros nur teilweise ausgeglichen.

Umsatzerlöse

Im vergangenen Geschäftsjahr sanken die Gesamtumsatzerlöse von Artnet auf 23.350 TEUR im Vergleich zu 2022 (25.030 TEUR). Der Rückgang um 1.158 TEUR im Segment Marketplace ist der Hauptfaktor, der zu diesem Verlust führte.

Im Jahr 2020 wurde das Marktplatz-Segment zum größten Umsatzträger der Gruppe und übertraf die Segmente Daten und Medien; dies hielt bis 2022 an. Der Rückgang des Marktplatzes im Jahr 2023 war in erster Linie auf die global schwierige wirtschaftliche Konjunktur zurückzuführen, die sich negativ auf den Kunstmarkt auswirkte.

Im Jahr 2023 verzeichnete das Segment Media einen leichten Rückgang von 2 % also von 8.747 TEUR auf 8.601 TEUR. Das Datensegment verzeichnete im Jahr 2023 einen Rückgang von 5% sprich von 7.100 TEUR auf 6.722 TEUR.

Daten

Die Umsatzerlöse im Segment Daten gingen 2023 um 5% auf 6.722 TEUR zurück (2022: 7.100 TEUR). Diese Entwicklung spiegelt die schwierigen Marktbedingungen und das rückläufige Verkaufsvolumen 2023 wider. Es wird erwartet, dass das Suchvolumen 2024 durch die Optimierung der Abonnementspreise zunimmt

Anhand der Erkenntnisse aus der Preisdatenbank erstellt das Team von Artnet maßgeschneiderte Berichte für Auktionshäuser, Banken, Versicherungsunternehmen, Vermögensverwalter und andere. Mit einem Wert zwischen 500 EUR und 5.000 EUR pro Bericht bietet Analytics Reports wertvolle Einblicke in den Kunstmarkt.

Die Schaffung eines ganzheitlichen Ökosystems für den weltweiten Kunstmarkt ist ein zentraler Bestandteil der Vision des Artnet-Konzerns. Als wesentlicher Datenanbieter der Branche ist Artnet eine Anlaufstelle für Aktivitäten rund um Fine Art Lending. Durch die Partnerschaft mit einigen der weltweit führenden Anbieter von objektbesicherten Krediten kann Artnet seinen Kunden im Rahmen der neuen Preisdatenbank weitere wertvolle Vorzüge anbieten. Artnet hat das Programm gemeinsam mit der Fine Art Group und Luxury Asset Capital als Hauptkreditgebern eingeführt. Im vierten Quartal 2023 führte Artnet die neuen Datenservices für Unternehmenskunden ein. Bei dieser neuen Leistung können unsere Kunden einfach auf unsere Rohdaten zugreifen, dadurch eigene Einblicke generieren und geschäftsentscheidende Vorteile gewinnen.

Marktplatz

Der Umsatzerlöse im Segment Marktplatz gingen um 13% auf 8.026 TEUR zurück (2022: 9.184 TEUR).

Artnet Auctions erzielte eine Verkaufsrate von 57% und weist damit angesichts der Schwäche des globalen Kunstmarktes eine stabile Leistung auf. Der durchschnittliche Transaktionswert stieg im Jahresvergleich um 7% auf 14.108 USD (12,780 TEUR). Aufgrund von Marktunsicherheiten im Rahmen einer angespannten wirtschaftlichen Gesamtsituation verringerte sich das Einlieferungsvolumen insgesamt. Performance und Strategien des Teams werden vom Vorstand stetig überwacht. Den größten Anteil am Gesamtumsatz erzielte bei Artnet Auctions die Kategorie Prints & Multiples mit 47%, während die Nachkriegs- und Gegenwartskunst 28% und Fotografie 25% erzielten. Im Vergleich mit anderen Auktionshäusern entwickelte sich Artnet mit einem Umsatzrückgang von nur 13% relativ gut, wohingegen Christie's 2023 einen Rückgang von 35% verzeichnete (Quelle: Artnet Intelligence Report 2024).

Im Jahr 2023 gab es diverse Höhepunkte wie die Vorstellung von über 40 neuen Künstlern. Auf Artnet Auctions wurden 2023 insgesamt 46 Auktionen durchgeführt (2022: 64 Auktionen). Zu den Top-Losen gehörten Hav-a-Havana 6 (2000) von Mel Ramos, das mit 225.000 USD (ca 207.000 EUR) deutlich über der Vorverkaufsschätzung lag, Damas de Barjas (2003) von Manolo Valdes, das 212.500 USD (ca 195.000 EUR) erzielte und Andy Warhols Grace Kelly (1984), das für 175.000 USD (161.000 EUR) verkauft wurde.

Artnet Galerien konnte viele neue Mitglieder gewinnen, da sich Galeristen weltweit an Artnet wandten, um ihre Online-Sichtbarkeit zu verbessern und Transaktionen zu erleichtern. Besonders höherwertige Mitgliedschaften mit Zugang zu Daten- und Medienprodukten von Artnet erwiesen sich als attraktiv. Das Produkt Galerien wurde im dritten Quartal 2022 strategisch überarbeitet. Neue, im vierten Quartal eingeführte Mitgliedschaftspakete wirkten sich positiv auf die Anzahl neuer Mitglieder aus, insbesondere bei höherpreisigen mitgliedschaften. Eine Änderung der Mitgliedschaft auf einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten soll zukünftig zudem die Abwanderungsquote verringern und dadurch zu einer Erhöhung der Mitgliederzahlen führen.

Medien

Der Umsatz im Mediensegment sank um 2% auf 8.601 TEUR (2022: 8.747 TEUR). Dies ist in erster Linie auf die leicht rückläufigen Werbeeinnahmen zurückzuführen, da Unternehmen aufgrund der wirtschaftlichen schwierigen Konjunktur gezwungen waren, ihre Marketingbudgets zu kürzen.

Der Traffic bei Artnet News verringerte sich etwas. Die Anzahl der Seitenaufrufe auf der Artnet NewsSeite ging um 13% auf 140 Millionen zurück.

Insgesamt veröffentlichte Artnet News mehr als 3.330 (2022: 3.825) Artikel, von datenbasierten Berichten über Marktbewegungen bis hin zu wichtigen Einblicken und Berichten über aktuelle Ereignisse in der Branche.

Mit der Einführung der Artnet News Pro im Jahr 2022 fügte das Medien-Segment von Artnet eine neue Einnahmequelle hinzu. Artnet News Pro ist ein kostenpflichtiges Angebot und bietet Abonnenten entscheidungskritischen Journalismus und datenbasierte Einblicke in die Kunstbranche. Die Umsatzerlöse hieraus lagen 2023 bei 990 TEUR (2022: 840 TEUR).

Neben digitaler Werbung bieten Sponsorships eine zusätzliche Umsatzquelle für das Segment Medien. Durch diese größeren Markenkooperationen ergeben sich neue Chancen für einen Auftritt außerhalb des traditionellen Formats von Artnet und neue Wege für die Interaktion mit unserer Zielgruppe, während wir für unseren Partner Mehrwert schaffen. Sponsorships sind ein weiteres Format für die Diversifizierung der Umsätze im Segment Medien mit starkem Margenpotenzial. Zu den wichtigsten Projekten zählte der von Morgan Stanley gesponserte Intelligence Report sowie Sponsorships und Events mit Cadillac, Gaggenau, Mortlach und Royal Salute.

Kosten und Ergebnisentwicklung

Das Bruttoergebnis im Jahr 2023 verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 8 % auf 13.226 TEUR (2022: 14.475 TEUR), was in erster Linie auf einen Rückgang der Umsatzerlöse im Marktplatzsegment zurückzuführen ist. Dies wurde jedoch teilweise durch geringere Kosten im Bereich Online-Auktionen ausgeglichen. Gegenläufig, also kostenerhöhend, sind die aufgrund einer Schätzungsänderung der Restnutzungsdauern für immaterielle Vermögenswerte, höheren Abschreibungen, die in den Umsatzkosten ausgewiesen sind. Der daraus entstandene Sondereffekt beträgt TEUR 478.

Die betrieblichen Aufwendungen verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr auf 15.126 TEUR (2022: 16.106 TEUR), vor allem aufgrund der geringeren Kosten für die allgemeine Verwaltung und Produktentwicklung. Infolgedessen verschlechterte sich das Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahr auf -1.900 TEUR (2022: -1.630 TEUR).

Die Vertriebs- und Marketingkosten erhöhten sich auf 8.800 TEUR (2022: 8.726 TEUR), hauptsächlich aufgrund höherer Personalkosten im Bereich Marketing. Die Aufwendungen für Produktentwicklung sanken im Vergleich zum Vorjahr um 174 TEUR auf 2.434 TEUR (2022: 2.608 TEUR). Im Jahr 2023 entwickelte Artnet neben anderen Produktverbesserungen den erneuerten Preisdatenbank. Die Produktentwicklungskosten, die gleichzeitig als immaterieller Vermögenswert aktiviert wurden, betrugen 1.820 TEUR (2022: 1.963 TEUR).

Die allgemeinen Verwaltungskosten sanken deutlich auf 3.891 TEUR (2022: 4.772 TEUR), was hauptsächlich auf die Verkleinerung des New Yorker Büros zurückzuführen ist. Diese verbliebenden Kosten beinhalten in erster Linie die Gehälter der Verwaltungsmitarbeiter und Managementvergütungen in Höhe von 2.027 TEUR (2022: 2.605 TEUR), Abschreibungen auf das Nutzungsrecht und Mietnebenkosten in Höhe von 747 TEUR (2022: 1.234 TEUR), Rechts- und Beratungskosten sowie Reisekosten.

Die Sonstigen Erträge verringerten sich auf 106 TEUR (2022: 2.210 TEUR). Im Jahr 2022 waren sie vor allem aufgrund der ERC-Förderung in Höhe von 2.179 TEUR deutlich höher. Die sonstigen Erträge im Jahr 2023 stammten in erster Linie aus einer Rückerstattung von 86 TEUR im Zusammenhang mit der Partnerschaft zwischen Artnet und Anish Kapoor; die Partnerschaft wurde verschoben und später aufgrund von Covid-bedingten Schließungen aufgehoben.

Das Gesamtergebnis der Periode vor Steuern betrug -1.912 TEUR (2022: 71 TEUR) und lag damit deutlich unter den . Prognosen des Vorjahrs.

Segmententwicklung

Die Artnet Gruppe berichtet über die Geschäftssegmente in derselben Weise, wie sie diese Informationen intern an den Vorstand und den Aufsichtsrat weiterleitet. Für weitere Informationen siehe die detaillierte Darstellung im Anhang zum Konzernabschluss.

Der Deckungsbeitrag II (DB II) für das Segment Daten betrug 4.000 TEUR (2022: 3.891 TEUR). Innerhalb des Segments Marketplace betrug der DB II 1.607 TEUR (2022: 1.712 TEUR). Im Segment Media lag der DB II bei 966 TEUR (2022: 1.967 TEUR) und damit deutlich unter dem Vorjahr.

Konzernergebnis

Das Betriebsergebnis verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr auf -1.900 TEUR (2022: -1.630 TEUR) und liegt somit deutlich unter den Erwartungen des Vorstands. Die Veränderung ergibt sich im Wesentlichen aus den um 7% gesunkenen Umsatzerlösen. Aufgrund der Schätzungsänderung hinsichtlich der Restnutzungsdauern der immateriellen Vermögenswerte konnten die Umsatzkosten nicht analog gesenkt wurden, sondern gingen lediglich um 4% zurück. Die Kosteneinsparungen im Bereich der der betrieblichen Aufwendungen von 6 % konnten diesen Effekt nicht vollständig ausgleichen.

Die Zinsaufwendungen in Höhe von 90 TEUR (2022: 35 TEUR) betrafen hauptsächlich Darlehenszinsen sowie Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit Nutzungsrechten an Vermögenswerten.

Im Jahr 2023 wurde zusätzlich ein Steuerertrag aus der Aktivierung von latenten Steuern in Höhe von 937 TEUR (2022: 80 TEUR) erfasst. Die in der Konzernbilanz bilanzierten aktiven latenten Steuern in Höhe von 2.389 TEUR (2022: 1.514 TEUR) machen den positiven wirtschaftlichen Effekt der steuerlichen Verlustvorträge und der abzugsfähigen temporären Differenzen der Artnet Corp. sichtbar. Sie verkörpern die erwartete Steuerentlastung, die voraussichtlich innerhalb der nächsten drei Geschäftsjahre realisiert werden kann.

Das Konzernergebnis sank aufgrund der oben beschriebenen Tatsachen im Jahresvergleich auf 1.004 TEUR (2022: 121 TEUR).

Das Gesamtergebnis der Gruppe in Höhe von -1.148 TEUR (2022: 405 TEUR) wurde auch durch Wechselkurseffekte in Höhe von -144 TEUR (2022: 285 TEUR) beeinflusst.

Währungsumrechnung und Entwicklung der Ertragslage in Euro

Die Währungsumrechnung in der konsolidierten Gesamtergebnisrechnung basiert auf dem durchschnittlichen Wechselkurs vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023. Während des gesamten Jahres 2023 betrug der durchschnittliche Wechselkurs 0,9246 USD/​EUR, verglichen mit 0,9511 USD/​EUR im Geschäftsjahr 2022. Die Währungsumrechnung für die Bilanz basiert auf dem Wechselkurs zum Bilanzstichtag. Am 31. Dezember 2023 lag der Kurs bei 0,9059 USD/​EUR gegenüber 0,9318 USD/​EUR am 31. Dezember 2022.

Artnet ist diesen Wechselkursschwankungen unterworfen, da es in Euro, US-Dollar und britischen Pfund abrechnet, aber den Großteil seiner Geschäfte in den Vereinigten Staaten abwickelt. Im Jahr 2023 erwirtschaftet der Konzern etwa 13% seiner Umsätze in Euro (2022: 13%) und etwa 9% in britischen Pfund (2022: 8%).

Sowohl im Jahr 2022 als auch im Jahr 2023 wurde die Ertragslage des Konzerns in der Berichtswährung Euro durch Wechselkurseffekte aufgrund der Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar erheblich beeinflusst. Die Währungsentwicklung des US-Dollars wirkt sich auf Euro-Basis nur moderat auf die allgemeinen Verwaltungskosten aus, da ein wesentlicher Teil der Aufwendungen (z.B. sämtliche Holdingkosten der Artnet AG) bereits in Euro abgerechnet wird.

Finanzlage

Im Jahr 2023 verringerte sich der operative Cashflow auf 980 TEUR (2022: 2.662 T EUR).

Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit belief sich im Vergleich zum Vorjahr auf 1.658 TEUR (2022: 1.937 TEUR). Die Zahlungen für immaterielle Vermögenswerte stehen hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Umbau der Price Database und der Weiterentwicklung aller Produkte.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit stieg im Jahr 2023 auf 199 TEUR, verglichen mit -322 TEUR im Jahr 2022, was hauptsächlich auf die Gewährung neuer Darlehen im Jahr 2023 zurückzuführen ist.

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente verringerten sich zum 31. Dezember 2023 auf 534 TEUR (31. Dezember 2022: 1.053 TEUR). Die Cashflow-Veränderungen aus laufender Geschäfts-, Investitions- und Finanzierungstätigkeit in Euro weichen von denen in US-Dollar ab. Aufgrund der Wertschwankungen des Euro und des britischen Pfunds gegenüber dem US-Dollar vom 31. Dezember 2022 bis zum 31. Dezember 2023 verringerten sich die liquiden Mittel um 12 TUSD.

In Euro beläuft sich der negative Währungseffekt auf 40 TEUR, da die Bestände in US-Dollar abgewertet wurden. Daher verringerte sich der Liquiditätsbestand der Gruppe zum 31. Dezember 2023 um 49 % auf 534 T EUR (31. Dezember 2022: 1.053 T EUR).

Die Geldanlagepolitik der Gruppe ist konservativ und wird ausschließlich für kurzfristige Anlagen verwendet, so dass alle Barmittel liquide und verfügbar sind. Zum 31. Dezember 2023 belief sich die Liquidität je Aktie auf 0,10 USD (0,09 EUR), basierend auf einer durchschnittlichen Anzahl von 5.680.183 ausstehenden Aktien, verglichen mit 0,20 USD (0,19 EUR) am 31. Dezember 2022.

Vermögenslage

Die konsolidierte Bilanzsumme belief sich am 31. Dezember 2023 auf 12.619 TEUR, verglichen mit 14.448 TEUR am 31. Dezember 2022, was einem Rückgang von 13% entspricht. Der Rückgang ist hauptsächlich auf einen Rückgang der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte im Zusammenhang mit dem im Januar 2023 erhaltenen ERC-Förderung sowie auf einen Rückgang der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zurückzuführen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verringerten sich auf 2.649 TEUR (2022: 2.943 TEUR), was hauptsächlich auf geringere Umsätze in allen Segmenten zurückzuführen ist.

Die langfristigen Vermögenswerte der Gruppe werden hauptsächlich in US-Dollar gehalten. Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte, die primär für Kautionen bestimmt waren, stiegen auf 61 TEUR (2022: 45 TEUR). Die langfristigen nicht-finanziellen Vermögenswerte setzen sich aus immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen, Nutzungsrechten und latenten Steueransprüchen zusammen, die sich um 2.333 TEUR auf 8.969 TEUR erhöhten. Der Anstieg ist hauptsächlich auf die Aktivierung von Entwicklungskosten für immaterielle Vermögenswerte in Höhe von 1.820 TEUR (2022: 1.963 TEUR) zurückzuführen, wurde jedoch durch geringere Abschreibungen auf Sachanlagen und Nutzungsrechte leicht ausgeglichen. Der Anstieg resultiert auch aus der Erhöhung der aktiven latenten Steuern um 876 TEUR auf 2.389 TEUR.

Die gesamten kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen sanken auf 7.308 TEUR (2022: 9.383 TEUR). Dies ist in erster Linie auf einen Rückgang der Rückstellungen für Boni, einen Rückgang der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing, hauptsächlich aufgrund der Verkleinerung der Niederlassung in New York, sowie auf einen Rückgang der abgegrenzten Umsatzerlöse von 3.195 TEUR zum 31. Dezember 2022 auf 2.466 TEUR zum 31. Dezember 2023 zurückzuführen.

Die langfristigen Verbindlichkeiten stiegen im Berichtsjahr auf 981 TEUR zum 31. Dezember 2023 im Vergleich zu 256 TEUR zum 31. Dezember 2022. Ein Darlehen in Höhe von 256 TEUR, das im Juli 2022 von einer Führungskraft von Artnet gewährt wurde, wurde im Dezember 2023 auf eine Laufzeit bis Januar 2025 verlängert und um ein weiteres Darlehen in Höhe von 136 TEUR ergänzt ebenfalls mit einer Laufzeit bis 2025. Im Juli 2023 erhielt Artnet von der Galerie Neuendorf AG ein Darlehen in Höhe von 453 TEUR. Dieses wurde im Dezember 2023 um 58 TEUR erhöht und verlängert bis Januar 2025. Alle Darlehen werden im Januar 2025 fällig und werden mit 10 % verzinst.

Das konsolidierte Eigenkapital der Gruppe verringerte sich zum 31. Dezember 2023 auf 4.330 TEUR (31. Dezember 2022: 4.808 TEUR). Dies war in erster Linie auf den Verkauf eigener Aktien zurückzuführen. Eigene Aktien im Umfang von 78.081 wurden am 2. Mai 2023 zu 8,58 EUR verkauft. Der Bestand an eigenen Aktien wurde um 264 TEUR reduziert, die zusätzlichen 406 TEUR werden der Kapitalrücklage zugeführt. Diese Erhöhung der Kapitalrücklage wurde jedoch durch ein Konzernergebnis von -1.004 TEUR im Jahr 2023 überstiegen.

Verlustvortrag

Der Bilanzverlust in Höhe von 52.488 TEUR (2022: 52.609 TEUR) spiegelt nicht die aktuelle Wertschöpfung des Konzerns wider, da er insbesondere nach dem Börsengang der Artnet AG in Verbindung mit einem starken Markteinbruch entstanden ist. Darüber hinaus ist ein Verlustvortrag vor allem bei einem innovativen und wachstumsorientierten Unternehmen üblich. Er ist vor allem auf Anlaufverluste zurückzuführen, die zwangsläufig im Zusammenhang mit neuen Produkten und Innovationen entstehen.

Der im Jahresabschluss der Artnet AG ausgewiesene Verlustvortrag ist mit 1.542 TEUR (2022: 1.582 TEUR) niedriger und steht aufgrund der im Jahresabschluss ausgewiesenen Gewinnrücklagen in Höhe von 2.819 TEUR (2021: 2.819 TEUR) einer Ausschüttung der Artnet AG an ihre Aktionäre theoretisch nicht entgegen. Allerdings müssen die Gewinnrücklagen zunächst aufgelöst und mit dem Verlustvortrag verrechnet werden.

Gesamtaussage zur Lage der Artnet

2023 war für Menschen und Unternehmen auf der ganzen Welt ein herausforderndes Jahr. Die sozioökonomischen Schwierigkeiten, die wir 2022 erlebten, setzten sich im vergangenen Geschäftsjahr fort und verschärften ein ohnehin herausforderndes wirtschaftliches Umfeld. Durch einen Anstieg der Inflation in einem Maße, wie man sie aus der jüngeren Vergangenheit nicht kannte, wirkte sich die massive Straffung der Geldpolitik auf die wirtschaftliche Leistung aus. Der Kunstmarkt, der sich in der Vergangenheit als vor makroökonomischen Erschütterungen einigermaßen geschützt erwies, zeigte ebenfalls Anzeichen für Rückgänge bei Umsatz und Durchschnittspreisen. Die Verkäufe bei Sotheby's, Christie's und Philips gingen im Vorjahresvergleich 2023 um 23% zurück (Quelle: Artnet Intelligence Report 2024). Das obere Marktsegment (Werke mit Preisen von mehr als 10 Millionen EUR) schrumpfte 2023 um 40%. Das ultra-zeitgenössische Segment, das bislang als Wachstumssegment betrachtet wurde, verringerte sich im Vergleich zu 2022 um 26% (Quelle: Artnet Intelligence Report 2024).

Dieser Abwärtsdruck unterstrich, wie wichtig es ist, sich auf veränderte Marktbedingungen einstellen zu können. Durch die enge Überwachung von Leistungsindikatoren und vierteljährliche Strategieprüfungen von Segmenten, die hinter den Erwartungen zurückblieben, konnte das Management das Unternehmen neu auf die Kernmärkte und das Publikum mit der höchsten Konversionsrate ausrichten. Das führte im weiteren Jahresverlauf zu Verbesserungen und Resilienz gegenüber ungünstigen Marktbedingungen Darüber hinaus hielt die Verlagerung des Kaufverhaltens im Kunstmarkt in Richtung Online-Transaktionen an und verlieh der Performance eine gewisse Robustheit in dem ansonsten herausfordernden Jahr. Das Segment Marktplatz hat im Vergleich zu traditionellen Auktionshäusern weniger Rückgang verzeichnet wie im Bericht über den Kunstmarkt schon beschrieben.

Der Gesamtumsatz im Segment Marktplatz ging um 13% auf 8.026 TEUR zurück (2022: 9.184 TEUR).

Der Umsatz im Segment Daten ging 2023 um 5% auf 6.722 TEUR (2022: 7.100 TEUR) wegen des schwierigen Marktumfeldes und dem gesunkenen Verkaufsvolumen zurück. Das Management investierte im Geschäftsjahr 2022 in die Erneuerung des Datensegments mit Schwerpunkt auf UX/​UI- und KI-gestützte Technologien. Die neue Preisdatenbank wurde im ersten Quartal 2023 eingeführt. Aufgrund der verbesserten Nutzererfahrung erwartet das Management einen Umsatzzuwachs im laufenden Geschäftsjahr sowie die Einführung eines Datenservice für Unternehmenskunden und durch Kunst gesicherte Kreditleistungen.

Im Segment Medien hält das stetige Wachstum von Artnet News an. Mit über 140 Millionen Seitenaufrufen im Laufe des Jahres veröffentlichte Artnet News über 3.000 Artikel und erreichte ein globales Publikum von Kunstsammlern und Fachleuten. Artnet News Pro liefert eine neue Einnahmequelle für das Segment Medien und stellt damit ihren Wert unter Beweis. Gleichwohl verringerten sich die in diesem Segment erzielten Erlöse um 2% auf 8.601 TEUR (2022: 8.747 TEUR), insbesondere aufgrund von leicht rückläufigen Werbeeinnahmen, da Unternehmen aufgrund der wirtschaftlich schwierigen Konjunktur gezwungen waren, ihre Marketingbudgets zu kürzen.

Die Gruppe erwirtschaftete ein negatives Betriebsergebnis von 1.900 TEUR gegenüber einem negativen Betriebsergebnis von -1.630 TEUR im Vorjahr. Die Gesamteinnahmen sanken um 7%, hauptsächlich aufgrund von Verlusten im Marktplatzsegment. Die Verringerung des Betriebsergebnisses ist auf der Ertragsseite vor allem durch die Verringerung des Ergebnisses der online Auktionen zurückzuführen. Ertragsseitig wurde es ausgeglichen vor allem durch die gesunkenen Kosten für Online-Auktionen, allgemeine Verwaltungskosten sowie Produktentwicklungskosten.

Insgesamt ist die Geschäftsentwicklung des Konzerns unter den Erwartungen verlaufen.

Das verschlechternde Geschäftsumfeld hat sich negativ auf die Entwicklung des Konzerns niedergeschlagen.

Mit einem erfahrenen und engagierten Management Team sieht der Vorstand die als Artnet gut positioniert an, um Wachstum und Entwicklung im Geschäftsjahr 2024 und darüber hinaus zu beschleunigen.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Im Folgenden wird die Entwicklung der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren beschrieben.

Diese stellen zwar zu wichtige Leistungsindikatoren, gehören jedoch nicht zu den bedeutsamsten Leistungsindikatoren nach DRS 20 nach denen der Vorstand steuert.

Mitarbeitende

Der Konzern beschäftigte im vergangenen Geschäftsjahr 129 Vollzeitmitarbeitende, verglichen mit 135 Mitarbeitenden im Vorjahr. Außerdem waren 2023 vier Teilzeitmitarbeitende im Konzern tätig.

Sonstige nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Qualität unserer Dienstleistungen und die damit verbundene Zufriedenheit aller Kunden und Besucher der Artnet-Website sind für unser Geschäft von größter Bedeutung. Genaue Analysen zu den Erfolgsfaktoren bestimmter Produkte und Dienstleistungen helfen, die Website und Produktangebote weiter zu verbessern. Ebenso werden Rückmeldungen zu Vertragskündigungen unserer Daten- und Marktplatzsegmente zur Qualitätssicherung durch Kundenbefragungen und direkten Input der Kunden ausgewertet. Dieser Prozess ermöglicht es Artnet, Risiken zu reduzieren und gleichzeitig Produkte und Dienstleistungen kontinuierlich zu verbessern.

Innerhalb des Segments Marktplatz stehen zum Stichtag über 297.000 Kunstwerke mit einem Gesamtwert von über 3,2 Milliarden Euro zum Verkauf. Artnet Auctions verzeichnete trotz der schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen einen Anstieg des durchschnittlichen Transaktionswerts auf 14 TUSD (ca 13 TEUR) (2022: 11.100 USD ca 10.100 EUR). Insgesamt wirkten sich die schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen und der allgemein rückläufige Sektor zeitgenössische Kunst auch negativ auf Artnet Auctions aus.

Als unersetzlicher Teil des Marktplatz-Segments werden die Artnet Galerien genau beobachtet. Indikatoren sind die Anzahl der eingegangenen Anfragen, die Aktivitäten der einzelnen Mitglieder und die Seitenaufrufe jeder Mitgliedsseite. Ein verändertes Nutzerverhalten, das Online-Recherche und -Transaktionen bevorzugt, hat die zunehmende Beliebtheit von Artnet Galerien als Vertriebs- und Marketinginstrument begünstigt. Die Zahl der Mitgliedsgalerien ging jedoch im Vorjahresvergleich um ca 4% auf 970 Galerien zurück (2022: 1,040). Hauptgrund dafür ist der wirtschaftliche Druck, der die Galerien zu Einsparungen zwingt.

Im Bereich Daten werden die Indikatoren der Artnet Preisdatenbank monatlich überwacht. Dazu gehören die Anzahl der Abonnenten und Suchanfragen sowie die neu eingepflegten Lose. Im Jahr 2023 betrug die durchschnittliche Anzahl der Suchanfragen pro Monat 194.950 und lag damit 2% über dem Vorjahreswert (2022: ca 190.375).

Die Auktionsergebnisse, die in die Kunstdatenbank aufgenommen wurden, erreichten mit 967.000 einen Rekordwert in der Geschichte der Preisdatenbank. Im Durchschnitt wurden die Kunstwerke etwa zehn Tage vor der Auktion in die Preisdatenbank aufgenommen und anschließend mit den Auktionsergebnissen versehen, unverändert gegenüber dem Vorjahr. Die Kunstwerke werden vor einer Auktion aufgenommen, um potenzielle Käufer auf die zum Verkauf stehenden Kunstwerke aufmerksame zu machen. Das Jahr 2023 war ein wichtiger Meilenstein für das Datensegment, da nun über 17 Millionen Auktionsergebnisse gespeichert sind.

Als reines Online-Unternehmen ist der Web-Traffic für Artnet äußerst wichtig und wird daher eng überwacht, aufgezeichnet und ausgewertet. Insgesamt ging der Traffic im Geschäftsjahr 2023 um 9% zurück. Das lag vor allem an einem Rückgang im vierten Quartal. Nach der Optimierung im laufenden Geschäftsjahr wird erwartet, dass der Traffic wieder zunehmen wird.

Risikomanagementsystem und internes Kontrollsystem (IKS)

Zum Zweck des systematischen und organisatorischen Umgangs mit Chancen und Risiken hat der Vorstand ein umfassendes Risikomanagementsystem. Dafür sind geeignete Instrumente zur Erkennung, Analyse, Bewertung und Ableitung von Maßnahmen definiert und werden systematisch umgesetzt und fortwährend weiterentwickelt.

Die artnet AG sowie die Artnet Gruppe insgesamt agieren in einem wenig komplexen Geschäftsumfeld. Ebenso sind die gesellschaftlichen, internen und externen Vertragsstrukturen überschaubar und wenig kompliziert. Das durch den Vorstand in der Vergangenheit implementierte Risikomanagementsystem richtete sich an dem Umfang der Geschäftstätigkeit und der Risikolage der Artnet-Gruppe aus und wurde dahingehend ausgestaltet und dimensioniert. Der Vorstand entwickelt das Risikomanagementsystem im Rahmen einer kontinuierlichen Verbesserung der internen Prozesse, insbesondere hinsichtlich der formalen Anforderungen, stetig weiter.

Ziel des Risikomanagementsystems ist, frühzeitig und proaktiv relevante Informationen über potenzielle und tatsächliche Risiken und deren direkte und indirekte finanzielle Auswirkung für Artnet zu sammeln, um diese zu steuern und den Unternehmenswert nachhaltig zu sichern. Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement liegt beim Vorstand. Schlanke Organisationsstrukturen und transparente Entscheidungsweisen stellen sicher, dass der Vorstand in alle wesentlichen risikorelevanten Vorgänge unmittelbar eingebunden ist.

Das Risikomanagementsystem des Artnet-Konzerns stellt sicher, dass Risiken systematisch identifiziert, erfasst, gesteuert und bei Bedarf intern und extern kommuniziert werden. Die Bewertung der identifizierten Risiken erfolgt insbesondere anhand der geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit. Das in 2023 genutzte Risikomanagementsystem dokumentiert ausschließlich Risiken, Chancen wurden bislang nicht formal erfasst, dokumentiert und nachverfolgt. Gleichzeitig verfügt das Management über jahrzehntelange und tiefe Kenntnisse über den Kunstmarkt und die sich in diesem Markt realisierenden Entwicklungen und Chancen und war und ist somit jederzeit in der Lage entsprechend dieser Chancen zu agieren..

Die direkte Verantwortung zur Früherkennung, Analyse, Steuerung und Kommunikation der Risiken obliegt dem operativen Management. Im Rahmen von Zielvereinbarungsgesprächen zwischen Vorstand und den Verantwortlichen der jeweiligen Geschäftsbereiche sowie durch regelmäßige Berichterstattung informieren die Geschäftsbereiche über Veränderungen der geschäftsbereichsindividuellen Risikosituation. Dieser Prozess beinhaltet unter anderem die Berichterstattung über regelmäßig durchgeführte Markt- und Wettbewerbsanalysen, wie auch veränderte Kundenbeziehungen.

Bestehende Risikopotentiale werden laufend beobachtet und bei Bedarf werden angemessene Maßnahmen zur Risikobegrenzung ergriffen. So kann Artnet umfassend und gezielt auf potenzielle Risiken reagieren. Die Risikopolitik orientiert sich dabei an den Zielen, nachhaltiges Wachstum zu erreichen und den Unternehmenswert langfristig zu sichern.

Das durch den Vorstand implementierte Risikomanagementsystem besteht im Wesentlichen aus den folgenden Komponenten:

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der Abteilung Finanzen, die die tatsächlichen Ergebnisse der Geschäftstätigkeit überwacht und im Rahmen einer monatlichen Berichterstattung Plan-Ist-Vergleiche sowie Vorjahres- Vergleiche darstellt;;
der IT-Infrastruktur, die die jederzeitige Verfügbarkeit und Funktionsfähigkeit der Website sicherstellt und überwacht;
die für Compliance-Fragen zuständigen Mitarbeiter, die sowohl interne als auch externe rechtliche Risiken sowie Gesetzesänderungen überwacht;
dem Projektmanagement, das die Entwicklung und den Fortschritt der einzelnen Projekte überwacht; und
der laufenden Besucherzahl-Überwachung (traffic), zuständige Mitarbeiter, die wichtige Bereiche des Web-Traffics auswertet und analysiert..

Das Risikomanagementsystem stellt sicher, dass kritische Informationen direkt und zeitnah an das Central Risk Management Team, Vorstand und/​oder Aufsichtsrat weitergeleitet werden. Der interne Risikobericht wird vierteljährlich zusammengestellt und die Einschätzungen werden nach Wahrscheinlichkeit und möglichem Schaden kategorisiert.

Internes Kontrollsystem

Der Vorstand hat für die organisatorischen, technischen und wirtschaftlichen Abläufe im Konzern ein internes Kontrollsystem eingerichtet, dessen wesentliche Bestandteile auch für die artnet AG selbst gelten.

Das interne Kontrollsystem des Artnet-Konzerns definiert für den Konzern Mindestanforderungen an die Ausgestaltung von internen Kontrollen innerhalb der für den Konzern und das Unternehmen zentralen Prozessen. Der Artnet-Konzern hat entsprechende Kontrollen implementiert. Mindestens einmal jährlich wird im Rahmen von Jahresberichten über das interne Kontrollsystem (IKS) berichtet.

Das zentrale Risiko der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung besteht darin, dass die Jahres- und Halbjahresabschlüsse unrichtige Darstellungen enthalten könnten. Um Fehlerquellen zu vermeiden, hat Artnet als Teil des internen Kontrollsystems verschiedene interne Kontrollen für die Finanzberichterstattung und für den Rechnungslegungsprozess eingerichtet.

Wesentlicher Bestandteil ist das Prinzip der Aufgabentrennung, das gewährleisten soll, dass ausführende (z. B. Vertrieb), verbuchende (z. B. Finanzbuchhaltung) und verwaltende (z. B. IT-Administration) Abteilungen getrennt sind. Das Vier-Augen-Prinzip gewährleistet, dass keine wichtigen Vorgänge ohne Kontrolle bleiben.

Der Konzernabschluss wird durch die Abteilung Rechnungswesen bei Artnet Corp. erstellt, die über langjährige Erfahrung und spezielle Expertise in Konsolidierungsfragen verfügt. Die letztendlichen Bilanzierungsentscheidungen werden durch den Vorstand der artnet AG getroffen.

Compliance-Management-System

Artnet fördert und fordert eine offene Kommunikation und einen vertrauensvollen Umgang unter und mit allen Angestellten, Kunden und Geschäftspartnern. Die Mitarbeitenden des Artnet-Konzerns haben neben dem direkten Austausch mit den Vorgesetzten die Möglichkeit, durch ein Hinweisgeberschutzsystem jederzeit anonym und geschützt Hinweise zu möglichen Rechtsverstößen und anderem Fehlverhalten zu geben, auf die das Management umgehend und entsprechend reagieren kann.

Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass Risiko- und Kontrollsysteme wie das IKS und das Risikomanagementsystem, unabhängig von ihrer Breite, Komplexität und konkreter Ausgestaltung, keine absolute Sicherheit liefern können, dass sämtliche tatsächlich eintretenden Risiken vorab aufgedeckt oder alle Prozessverstöße verhindert werden können.

Nicht geprüfte Informationen zur Angemessenheit und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems (IKS) und des Risikomanagementsystems

Das durch den Vorstand in der Vergangenheit implementierte Risikomanagementsystem war und ist aus Sicht des Vorstands diesen Anforderungen entsprechend ausgestaltet und dem Umfang der Geschäftstätigkeit und der Risikolage der Artnet-Gruppe im Geschäftsjahr angemessen dimensioniert gewesen. Mit Blick auf die Größe und Komplexität der Gesellschaft liegen dem Vorstand auf Basis des beschriebenen IKS und Risikomanagementsystems keine Hinweise vor, Die Abweichung erklärt sich im Wesentlichen aus Transaktionen, die nicht wie erwartet im vierten Quartal 2023 durchgeführt werden konnten. Diese Transaktionen betrafen im Wesentlichen das Segment Medien. dass das IKS und Risikomanagementsystem zum 31. Dezember 2023 in ihrer jeweiligen Gesamtheit nicht angemessen oder nicht wirksam gewesen wären.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex enthält Empfehlungen zur Offenlegung des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems, die über die gesetzlichen Vorgaben für den Lagebericht hinausgehen. Dementsprechend sind die gemäß diesen Empfehlungen erfolgten Angaben nicht inhaltlich durch den Abschlussprüfer zu prüfen.

Risiko- und Chancenbericht

Artnet ist in einem dynamischen Markt mit starkem Wachstumstrend tätig. Um die sich verändernden Rahmenbedingungen zu überwachen und sich daran anzupassen, beobachtet Artnet fortlaufend interne wie externe Risiken und Chancen, die im folgenden Risiko- und Chancenbericht erläutert werden.

Chancenbericht

Der Online-Kunstmarkt wird immer dynamischer und ist in den letzten zwei Jahren sehr gewachsen (Quelle: UBS Art Market Report 2024). Laut UBS ist er im vergangenen Geschäftsjahr 7% gewachsen im Vergleich zum Vorjahr (Quelle: UBS Art Market Report 2024). Dieses bedeutet neue Möglichkeiten und Chancen für die Online-Produkte und -Dienstleistungen der Artnet AG. Die kurzen Entscheidungswege erlauben es dem Konzern, schnell auf aktuelle Gegebenheiten und auf Trendwenden unter Abwägung von Risiken zu reagieren. Chancen können sich aus dem Konzern heraus oder auch durch externe Umstände ergeben.

Kunst als Anlageklasse

Durch den Vermögensübergang von den Baby-Boomern auf die Millenials wird in den nächsten 25 Jahren eine neue Generation fast 72 Billionen USD (66 Billionen EUR) erben (Quelle: Fortune); Kunst und Sammlerstücke sind ein beträchtlicher Teil davon. Damit wird eine wachsende Zahl wohlhabender Personen weltweit den Kundenstamm von Artnet erweitern. Sie werden Artnet wahrscheinlich besuchen, da sie entweder über Artnet Kunstwerke verkaufen wollen oder über Artnet sehr wahrscheinlich anhand der Price Database den Wert der Kunstwerke ausfindig machen wollen. Diese sammeln aus Leidenschaft - aber auch aus Investmentgründen. Das branchenweit bekannte Angebot an Daten und Analysen der Artnet AG sowie die Transaktionsmöglichkeiten, die der Artnet Marktplatz bietet, ermöglichen es dem Konzern, ein wichtiger Bestandteil im Bewertungs-, Informations- und Handelsprozess zu sein.

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Kunst als Anlageform immer mehr durchgesetzt, da ihr Wertzuwachs immer besser untersucht und verstanden wird. Deloitte, eines der vier großen Wirtschaftsprüfungsunternehmen, schätzt, dass bis 2026 mehr als 2,86 Billionen USD (2,6 Billionen EUR) in Sammlerstücken angelegt sein werden, vor allem in Kunstobjekten. Obwohl die Kunst wegen ihres kulturellen und ästhetischen Wertes geschätzt und gesammelt wird, ist sie auch ein erheblicher finanzieller Vermögenswert, der in den letzten zehn Jahren enorm an Bedeutung gewonnen hat.

Mehr als 85% der Vermögensverwalter empfahlen 2023 Kunst als Mittel zur Portfoliodiversifizierung. (Quelle: Deloitte Art & Finance Report 2024)

Nutzerverhalten

E-Commerce ist ein sehr wichtiger Wachstumsmarkt innerhalb der Luxus- und Kunstbranche, da über 20% der Kunstmarkt-Transaktionen mittlerweile online stattfinden (Quelle: UBS Art Basel Report 2024). Die Zahl lässt darauf schließen, dass Sammler reine Online-Auktionen als einfache, effiziente und kostengünstige Methode zum Kauf und Verkauf von Kunst im niedrigen und mittleren Preisbereich angenommen haben. Der Artnet Marktplatz erzielt mit seinem klaren Fokus auf Savoir-faire, Qualität und Transparenz durchweg hohe Preise und Verkaufsraten. Diese Tatsache sowie der Anstieg der Online-Transaktionen weltweit weist auf ein starkes Wachstumspotenzial innerhalb dieses dynamischen Segments hin (Quelle: UBS Art Basel Report 2024).

Besonders erfolgreich ist Artnet Auctions in den Kategorien Prints & Multiples, Fotografie sowie bei Nachkriegs- und zeitgenössischer Kunst. Durch die Einführung des Segments Marktplatz im Jahr 2021, das zwei erfolgreiche Produkte zu einem globalen Handelsplatz verbindet, ist Artnet gut aufgestellt, sich einen größeren Marktanteil bei den Online-Transaktionen zu sichern. Die Einfachheit, Effizienz und Transparenz der Prozesse beim Browsen und nahtlosen Kauf ist für die Kunden besonders attraktiv.

Transaktionsgeschwindigkeiten und Liquidität

Das reine Online-Geschäftsmodell von Artnet Auctions befreit Käufer und Verkäufer von den Beschränkungen der traditionellen Kunstauktionssaisons im Frühjahr oder Herbst. Das gibt Artnet die Möglichkeit, Kunstwerke jederzeit auf den Markt zu bringen und so einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen, vor allem im Vergleich zu traditionellen Auktionen, bei denen sowohl die Provision höher sind und der Verkauf häufig mehrere Monate anstatt weniger Wochen andauert.

Einfachheit, Geschwindigkeit, Vertrauen und Effizienz des Marktplatzes von Artnet machen Kunst als Anlageklasse so liquide und handelbar wie nie zuvor. Im Vergleich zu anderen online Anbietern, kann Artnet durch die Einarbeitung der Daten und der Medien ein größeres Vertrauen in den Transaktionsprozess sowie der Preise erwecken. Durch die Darstellung von vergleichbaren Kunstwerken und deren erzielten Preisen rechtfertigt Artnet Schätzpreis und erweckt Vertrauen durch die Transparenz.

In unserem B2B-Segment können Galerien ihre Künstler und Werke über Artnet Galerien online präsentieren. Artnet bietet diesen Unternehmen damit die erforderlichen Alternativen, ihr Geschäft ganzjährig zu betreiben und ein weltweites Publikum zu erreichen. Auf diese Weise haben die Galerien die Möglichkeit neue Kunden gewinnen und diese von den Vorteilen des Kunsthandels im Internet überzeugen.

Werbung auf Artnet-Websites und Social-Media-Kanälen

Innerhalb des Mediensegments hat sich Artnet News als eine der führenden Online-Plattformen für Nachrichten im Kunstmarkt etabliert. Im Jahr 2023 verzeichnete Artnet über alle eigenen Internetseiten über 235 Millionen Seitenaufrufe (2022: 238 Millionen), mehr als alle direkten Wettbewerber zusammen (Quelle: Similarweb). Qualitätsjournalismus, Exklusivberichte und Originalbeiträge haben Artnet zu einer gefragten Werbeplattform für Luxusmarken, Finanzdienstleister und kunstnahe Unternehmen gemacht. Auch die große Reichweite von Artnet in den sozialen Medien wird für Werbekampagnen genutzt. Obgleich Artnet im Jahr 2023 einen kleinen Rückgang der Seitenaufrufe verzeichnet hat, ist der Vorstand sich sicher, dass dies eine Ausnahme des kontinuierlichen Anstiegs der vergangen 4 Jahre ist. Dieser Trend wird anhalten, da Werbebudgets zunehmend für Onlinekanäle und soziale Medien reserviert werden und sich von traditionellen Printmedien wegbewegen.

Asien

Die bereits große und weiter wachsende Präsenz des Unternehmens auf der in China führenden Social-Media-Plattform WeChat führte bereits zu neuen Anmeldungen bei Artnet Auctions. Diese Zahl könnte noch weiter steigen. Auf dem chinesischen Markt steigt das Interesse an moderner und zeitgenössischer Kunst (Quelle: Art Basel), wovon Artnet strategisch profitieren könnte. Diese Chancen möchte Artnet in Asien, insbesondere in China, nutzen.

Synergien innerhalb des Konzerns

Die verschiedenen Segmente des Unternehmens, wie der Marktplatz, Medien und Daten, bieten Möglichkeiten für Synergien innerhalb des Konzerns, die Artnet Wettbewerbsvorteile und Wachstumsmöglichkeiten im laufenden Geschäftsjahr und darüber hinaus verschaffen. Sammler können über die Preisdatenbank Künstler und Marktbewegungen gegenüber anderen Anlageklassen recherchieren und vergleichen, sich über Artnet News informieren und auf dem Marktplatz über Artnet Auctions oder die Plattform der Artnet Galerien handeln.

Es gibt außerdem weitere Möglichkeiten, das breite Produktportfolio von Artnet für die Entwicklung neuer Produkte zu nutzen und hervorzuheben sowie zusätzliche Ertragsströme auszuloten. Artnet hat bereits 2021 und 2022 Schritte unternommen, um dieses Potenzial auszuschöpfen. So wurde bei Artnet News ein kostenpflichtiges Angebot eingeführt, Artnet Data wurde so ausgestattet, dass durch Kunst gesicherte Kreditleistungen sowie Datenservices für Unternehmen angeboten werden können.

Chancen durch die Marke Artnet

Ihr Fokus auf Kuration, Transparenz und Vertrauen stärkt die Marke Artnet international. Dies wird zu wachsenden Einnahmen aus Transaktionen, Abonnements, Mitgliedschaften und Werbung führen. Die starke Marke stellt die Wettbewerbsfähigkeit bei der Suche und Bindung von Mitarbeitenden und Kunden auch weiterhin sicher.

Artnet spielt eine Führungsrolle im Online-Kunstmarkt und steht seit fast drei Jahrzehnten für Qualität, Zuverlässigkeit und Wandel. Der Konzern ist daher für Marken und Institutionen innerhalb und außerhalb der Kunstbranche ein attraktiver Partner in Bezug auf die Bekanntheit der eigenen Marke sowie der Kundenbasis des eigenen Unternehmens. Luxusmarken wie z. B. Saint Laurent, Tiffany's oder Cartier vertrauen in Bezug auf Werbung und Ansehen der Marke Artnet.

Flexible Arbeitsplatzwahl

Aufgrund seines Geschäftsmodells ist der Konzern in der Lage, Mitarbeitende dezentral und weltweit zu beschäftigen.

Während der Covid-19-Pandemie blieb die Produktivität der Mitarbeitenden stabil, in vielen Fällen nahm sie sogar zu. Nach der erfolgreichen Telearbeit während der Covid-19-Pandemie haben Artnet-Mitarbeitende bekundet, dass sie nicht-traditionelle, flexible Arbeitsplätze bevorzugen. So konnte Artnet beispielsweise die benötigten Büroflächen verringern und das bestehende Büro in New York im zweiten Quartal 2023 zugunsten kleinerer, günstigerer Flächen schließen. Dadurch ergeben sich erhebliche Kosteneinsparungen bei den Mieten. Aus ähnlichen Gründen bezog Artnet in Berlin kleinere Büroräume.

Der Wunsch der Mitarbeiter nach Flexibilität bleibt weiterhin bestehen. Hingegen anderer großer Unternehmen, die eine Rückkehr ins Büro fordern, entscheidet sich Artnet dafür die in 2023 durchgeführten Maßnahmen beizubehalten und sieht darin eine Chance die Mitarbeiterzufriedenheit zu steigern.

FALCON und weitere Technologie

Artnet hat seine Website verbessert und baut seine technologische Infrastruktur mit dem Projekt FALCON neu auf. Projekt FALCON stellte sicher, dass Artnet über eine sehr effektive und effiziente technologische Grundlage verfügt, um in einem sich schnell verändernden Geschäftsumfeld erfolgreich zu konkurrieren und zu wachsen. Das Projekt FALCON wurde im Geschäftsjahr 2022 abgeschlossen. Das erste Produkt, das mit FALCON eingeführt wurde, war die überarbeitete Preisdatenbank im ersten Quartal 2023.

Im Jahr 2024 wird sich das Artnet Technology Team auf drei entscheidende Entwicklungsbereiche konzentrieren: Verbesserungen bei UI/​UX, Nutzung Künstlicher Intelligenz und Umsetzung von Kosteneinsparungen.

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UI/​UX-Entwicklung: Oberstes Ziel von Artnet ist es, die Nutzererfahrung unserer Kunden signifikant zu verbessern. Das Team konzentriert sich auf die Weiterentwicklung wichtiger Aspekte unserer Plattform, u. a. die Seiten für Kunstwerke und Künstler sowie den Marktplatz. Dieses Bestreben ist an unserer Vision ausgerichtet, Kunden einen 360°-Blick auf den Kunstmarkt zu bieten, damit sie zu den optimal informierten Personen auf dem Markt zählen.
Integration Künstlicher Intelligenz: Künstliche Intelligenz bleibt für uns ein zentraler Schwerpunkt. Artnet plant, KI strategisch in die gesamte Technologie zu integrieren, insbesondere bei Content und Datenanalyse. Mit diesem gezielten Einsatz soll Content markensicher auf unsere Kunden abgestimmt und Erkenntnisse aus unserem großen Datensatz an Artikeln und Auktionslosen gewonnen werden.
Initiative zur Kostensenkung: Artnet überprüft zurzeit mehrjährige Strategien zur Kosteneinsparung. Wesentlicher Bestandteil dieser Initiative sind Überlegungen zur aktuellen Software-as-a-Service-Lösung. Das Management ist davon überzeugt, dass es für Artnet langfristig erhebliche Vorteile bringen wird, einige dieser Lösungen intern abzudecken. Die erste Phase dieser strategischen Verlagerung soll in diesem Jahr beginnen und der Auftakt für ein kosteneffizienteres Betriebsmodell sein.

Risikobericht

Wie oben ausgeführt, wird das Risikomanagementsystem durch den Vorstand stetig weiterentwickelt. Das Risikomanagementsystem erhebt Risikoniveau, auch "Risk Level" (niedrig, mittel, hoch), und "Risk Tolerance Level", wobei sich die erste Variable auf die Eintrittswahrscheinlichkeit eines Risikos und die zweite Variable auf einen möglichen quantitativen Schaden bezieht.

Artnet beobachtet und analysiert verschiedene Arten von Risiken, die im Folgenden unterteilt werden in:

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Liquiditätsriskien
Rechtliche Risiken und solche im Zusammenhang mit Compliance
Wettbewerbsrisiken
technologische und Produktentwicklung betreffende Risiken
Risiken, die die Mitarbeiter betreffen

Der Konzern hat die folgenden wesentlichen Risiken (solche die von Artnet mit einem Risikoniveau von "mittel" oder "hoch" bewertet wurden) identifiziert:

Liquiditätsrisiken

Allgemein

Da der Artnet-Konzern mit seinen Produkten und Dienstleistungen eine Vielzahl von Kunden und Branchen anspricht, liegt im Konzern keine signifikante Konzentration des Ausfallrisikos von finanziellen Vermögenswerten vor. Dennoch könnte sich ein weltweiter Wirtschaftsabschwung, etwa als Folge der globalen Coronakrise, negativ auf die Liquidität der Kunden des Konzerns auswirken und zu einer Verlängerung der durchschnittlichen Zahlungsfrist oder zu Forderungsausfällen führen. Dies würde die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns belasten. Der Konzern versucht diesen Risiken entgegenzuwirken, indem er mit seinen Kunden nach Möglichkeit Vorauszahlungen vereinbart und Forderungen umgehend eintreibt.

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass Artnet seinen Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nicht fristgerecht nachkommen kann. Artnet bestreitet seine laufenden Kosten und Investitionen aus dem vorhandenen Liquiditätsbestand und dem operativen Cashflow. Zum 31. Dezember 2023 verringerte sich der Liquiditätsbestand des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr auf 534 TEUR (20221: 1.053 TEUR).

Der operative Cashflow der Artnet-Gruppe ist positiv. Gleichzeitig investiert Artnet als Technologieunternehmen weiterhin in hohem Maße in die eingesetzte Technologie und Software, die für das weitere Wachstum der Gruppe und ihre Entwicklung wesentlich sind. Solange die durch den Vorstand geplanten Umsatzerlöse und eingeleiteten kostensenkenden Maßnahmen nicht vollständig und/​oder zeitlich verspätet erwirtschaftet werden beziehungsweise wirken, werden für diese wichtigen Investitionen in die technologische und damit unternehmerische Entwicklung der Gruppe möglicherweise Liquiditätszuschüsse benötigt, die durch Eigen- oder Fremdkapitalmaßnahmen realisiert werden könnten.

Vor diesem Hintergrund ist auch das im Nachtragsbericht beschriebene Darlehen in Höhe von 1.000 TUSD (rund 928 TEUR) zu interpretieren.

Für das Liquiditätsrisiko wurde ein mittleres Risikoniveau vom Vorstand ermittelt.

Konjunkturtrends im Kunstmarkt und die globale Konjunktur

Der Konzern kann Schwankungen am Kunstmarkt ausgesetzt sein. Veränderte lokale und globale Rahmenbedingungen wirken sich auf den Kunstmarkt aus. Dabei ist es oft nicht vorhersehbar, inwieweit diese Entwicklungen den Markt in Zukunft prägen werden. Es bestehen weiterhin Abwärtsrisiken aufgrund geopolitischer Spannungen zwischen Russland und der EU sowie im Nahen Osten, durch die belasteten Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und ihren Handelspartnern sowie durch anhaltenden Inflationsdruck.

Der Kunstmarkt reagiert in der Regel auf große geopolitische und konjunkturelle Trends in den Industrieländern, die ihrerseits Auswirkungen auf die Finanzmärkte haben. Eine wirtschaftliche Abkühlung oder eine Rezession könnten, begleitet von hohen Kursschwankungen an den Finanzmärkten, zu einer weiter sinkenden privaten Nachfrage führen - was auch das Interesse an Kunstwerken abschwächen dürfte.

Das durch den Vorstand ermittelte Risikoniveau wird als hoch eingestuft.

Rechtliche Risiken und solche im Zusammenhang mit Compliance

Schutz der Kundenbezogenen Daten

Artnet speichert Kundendaten gemäß den derzeit geltenden Gesetzen und Vorschriften. Es gibt derzeit weltweit neue Gesetzesinitiativen, die diese Vorschriften verschärfen könnten. Würde es Dritten gelingen, die von Artnet getroffenen Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen und an die Kundeninformationen zu gelangen, könnte Artnet für entstandene Schäden haftbar gemacht werden.

Artnet arbeitet im In- und Ausland mit Datenschutzexperten zusammen, um auf Veränderungen beim Datenschutz zeitnah zu reagieren. Artnet verfügt sowohl über eine EU-US Privacy-Shield-Zertifizierung als auch über eine Swiss-US Privacy-Zertifizierung, die den personenbezogenen Datentransfer aus Mitgliedstaaten der Europäischen Union bzw. der Schweiz in die USA regelt. Des Weiteren hat Artnet die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) umgesetzt, die am 25. Mai 2018 in Kraft trat.

Das durch den Vorstand ermittelte Risikoniveau wird als mittel eingestuft.

Wettbewerbsrisiken

Die artnet Gruppe arbeitet in einem sehr wettbewerbsintensiven Markt. Es kommen regelmäßig neue, gut-finanzierte Start-ups in den Markt, die für Gruppe ein potenzielles Risiko darstellen.

Sotheby's, Christie's und Phillips, die Hauptkonkurrenten im Bereich Artnet Auctions, entwickeln ihre eigenen online Auktionen. Kleinere und neuere Auktionshäuser nutzen neueste Technologien, um Artnet Auctions Konkurrenz zu machen.

Ebenso im Bereich Preisdatenbank besteht ein Wettbewerbsrisiko. Es könnten neue Konkurrenten mit neuen Technologien einen Datenspeicher aufbauen und mit niedrigeren Preisen versuchen, Artnet Kunden abzuwerben.

Artnet News ist mit einem Anteil von über 51% weiterhin der Internetseitenaufrufe einer der größten Kunst-Internetnachrichtendienste im Vergleich zu seinen direkten Konkurrenten. Trotzdem versuchen Konkurrenten durch M&A-Aktivitäten Artnet News Marktanteile streitig zu machen.

Das durch den Vorstand ermittelte Risikoniveau wurde als mittel eingestuft.

Technologische und die Produktentwicklung betreffende Risiken

Infrastruktur der Technologiesysteme

Hauptrisiken im Bereich Technologie sind Microsoft Dynamics bzw ERP Systems und SQL Server. Diese werden mit aktuelleren Systemen ersetzt werden. Das durch den Vorstand ermittelte Risikoniveau wird als mittel eingestuft.

Die vorstehende Auflistung kann nicht alle Risiken aufführen, denen Artnet zu irgendeinem Zeitpunkt ausgesetzt sein könnte. Es könnten Risiken zutage treten, die nicht erkannt oder über die nicht berichtet wurde, und sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Der Konzern wird sein Umfeld auch weiterhin überwachen und die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems überprüfen. Trotz kontinuierlicher Anpassungen des Risikomanagements ist es nicht möglich, die Wahrscheinlichkeit des Eintretens bestimmter Risiken oder deren finanzielle Auswirkungen vollständig zu quantifizieren.

Gesamtaussage des Vorstands zur Risikosituation und zu Chancen

Das Managementteam überwacht und bewertet alle Risiken und Chancen mit größter Sorgfalt. Das Ausmaß der jüngsten und anhaltenden Wirtschaftskrise hat bisher das Risikolevel nur in einigen der identifizierten Risiken erhöht. In der Kategorie "Liquidität" bestehen einzelne Risiken, die als mittel eingestuft wurden. Kostensenkende Maßnahmen, sowohl auf Ebene der artnet AG als auch auf Ebene der Gruppe, zum Beispiel hinsichtlich der Büroräumlichkeiten und im Bereich Mitarbeiter wurden bereits getroffen.

Das Management erachtet das etablierte Geschäftsmodell und seine Strategie als solide. Die zentrale Rolle von Internet und E-Commerce in der aktuellen Krise hat zu grundlegenden Veränderungen im Verbraucherverhalten geführt. Als eine der ersten Firmen die im Kunstmarkt Online-Transaktionen eingeführt hat, wird Artnet von den Chancen im Online-Kunstmarkt sowie in den Segmenten Daten und Medien profitieren.

Nachdem Artnet sich die zunehmende Digitalisierung der Branche zunutze gemacht hat, ergreift das Unternehmen die Chance, die Synergien zwischen seinen Produkten und Dienstleistungen zu verbessern, um ein sehr gutes Nutzererlebnis zu bieten. Dank des globalen Interesses an Kunst, des Aufstiegs von Kunst zum rentablen, alternativen Vermögenswert und einer wachsenden Zahl an äußerst wohlhabenden Personen wird Artnet eine zunehmend wichtige Rolle im globalen Kunstmarkt spielen können.

Das Management schließt daraus, dass die Chancen die Risiken überwiegen und ist mit Blick auf die Zukunft von Artnet optimistisch.

Prognosebericht

Prognosebericht 2024: Fokus auf Margen und Performance bei gleichzeitiger Investition in Technologie für die Zukunft. Der folgende Bericht beschreibt Prognosen des Vorstands hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung des Artnet-Konzerns.

Das globale BIP-Wachstum im laufenden Geschäftsjahr wird von der Weltbank in ihrem jüngsten Bericht zur globalen Wirtschaftsprognose mit 2,4% angegeben. Demgegenüber stehen 2,6% für 2023, 3,0% für 2022 und 6,2% für 2021, als es nach dem Ende der Pandemie zu einer Erholung kam (Quelle: Welt Bank). Das wäre im Zeitraum von 2020 bis 2024 ein schwächeres Wachstum als in den Jahren der globalen Finanzkrise 2008/​2009, der Finanzkrise in Asien Ende der 1990er Jahre und dem Abschwung Anfang der 2000er. (Quelle: Reuters)

Den Prognosen zufolge wird das globale Wachstum 2025 mit 2,7% etwas höher ausfallen. Dieser Wert wurde jedoch bereits angesichts der erwarteten Schwächen in entwickelten Volkswirtschaften von 3,0% im Juni nach unten korrigiert (Quelle: Weltbank). Im Hinblick auf die für den Artnet-Konzern wesentlichen Regionen beträgt die Wachstumsprognose für Europa im Jahr 2024 2,4% und soll 2025 auf 2,7% steigen (Quelle: Weltbank).

Zu den Haupttreibern dieses Wachstums zählen der private Konsum, der durch den abnehmenden Inflationsdruck unterstützt wird, und die Exporte, die durch eine schrittweise Erholung in der Eurozone gestärkt werden. Die Unsicherheit um den Fortgang der russischen Invasion der Ukraine spielt jedoch eine wichtige Rolle für die Erstellung der regionalen Prognose. Die meisten EU-Länder dürften ihre geldpolitischen Maßnahmen weiter lockern, da ein Inflationsrückgang prognostiziert wird (Quelle: World Economic Outlook). Die geplante Haushaltskonsolidierung europaweit dämpft dagegen den Ausblick. Die regionale Wachstumserwartung bleibt aufgrund der nachklingenden Pandemieauswirkungen und der russischen Invasion der Ukraine unter dem Trend von 2019. (Quelle: World Economic Outlook)

Die Risikoaussichten für die Region bleiben schwierig. Eine Eskalation des Nahost-Konflikts könnte steigende Energiepreise zur Folge haben, die finanziellen Rahmenbedingungen verschlechtern und das Vertrauen schädigen. (Quelle: IMF) Die geopolitischen Risiken in der Region, einschließlich einer Eskalation der russischen Invasion in der Ukraine, sind erhöht. Sie könnten wesentlich werden und damit die bereits schweren wirtschaftlichen Verluste verschärfen. (Quelle: IMF) Eine über den Erwartungen liegende Inflation könnte zu einer anhaltend restriktiven Geldpolitik führen (Quelle: IMF). Darüber hinaus würde eine deutlichere Verlangsamung des Wachstums in China externen Druck bedeuten (Quelle: IMF).

Andererseits könnten resiliente Wirtschaftsaktivitäten und der Inflationsrückgang in den Vereinigten Staaten trotz des erheblichen Drucks weiter bestehen, wenn sie durch eine weitere Entspannung des Arbeitsmarkts unterstützt werden. Daher besteht die Möglichkeit, dass das Wachstum in den USA weiterhin stärker ausfällt als prognostiziert - wenn der Preisdruck nachlässt und die Geldpolitik gelockert wird. Dies würde die globale Wirtschaftstätigkeit ankurbeln. Es wird erwartet, dass das Wachstum im Jahr 2025 auf 1,7 Prozent zulegt und sich damit seiner Trendrate annähert, da die Auswirkungen der geldpolitischen Lockerung auf die Wirtschaft durchschlagen (Quelle: World Economic Outlook).

Trotz des unsicheren Makroumfelds und der Herausforderungen am Kunstmarkt ist die Artnet Gruppe durch die weitere Digitalisierung der Branche sowie der Umsatz Aufteilung auf drei verschiedene Segmente in einer relativ stabilen Situation. Online-Transaktionen haben sich auf breiter Front als Form der Geschäftsabwicklung durchgesetzt und dieser Trend dürfte weiter anhalten. Während dieser Systemwandel den Wettbewerbsdruck durch größere etablierte Marktteilnehmer und finanzstarke Neueinsteiger erhöht hat, bleibt Artnet eines der renommiertesten Unternehmen und ist gut aufgestellt, um dem modernen Kunstmarkt eine ganzheitliche Online-Erfahrung zu bieten. Mit nahezu 235 Millionen Seitenaufrufen im Jahr 2023 und 67 Mio neuen Nutzern ist unsere digitale Reichweite innerhalb der Kunstindustrie sehr weitreichend. Darüber hinaus ist Artnet aufgrund seiner langen Vorreiterrolle bei Daten und Transparenz und seiner Reputation für unabhängigen Qualitätsjournalismus weltweit als vertrauenswürdige Marke anerkannt.

Im Vergleich zum Budget für das Geschäftsjahr 2023 hat Artnet deutlich unter den Erwartungen geliefert und musste im vierten Quartal 2023 eine Gewinnwarnung veröffentlichen. Es wurden für 2023 Umsatzerlöse zwischen 28-30 Mio. USD (ca. 26-28 Mio. EUR) prognostiziert. Die Abweichung erklärt sich im Wesentlichen aus Transaktionen, die nicht wie erwartet im vierten Quartal 2023 durchgeführt werden konnten. Diese Transaktionen betrafen im Wesentlichen das Segment Medien. Das Betriebsergebnis (=EBIT) in 2023 liegt mit -1.9 Mio. EUR deutlich unterhalb der Prognose von einem Betriebsergebnis zwischen 1,0 Mio. USD und 1,6 Mio. USD (916 TEUR - 1.449 M EUR). Die Abweichung resultiert aus der gegenwärtigen gesamtwirtschaftlichen und branchenspezifischen Marktsituation und dem damit verbundenen Rückgang an Marktplatz-Einnahmen, insbesondere im vierten Quartals 2023.

Der Vorstand geht davon aus, dass die gedämpfte wirtschaftliche Stimmung in diesem Jahr zunächst anhalten wird und erst in der zweiten Jahreshälfte 2024 eine Verbesserung eintreten könnte. Vor diesem Hintergrund haben wir uns ein konservatives Wachstumsziel gesetzt und legen unseren strategischen Schwerpunkt im Jahr 2024 auf eine Erhöhung des Betriebsergebnisses durch Effizienzsteigerungen. Auch wenn das Management einige klare Chancen zur Wachstumssteigerung sieht, ist ein umsichtiges, schrittweises Vorgehen notwendig, um die finanzielle Gesundheit des Unternehmens zu bewahren.

Daten: Der Umsatz im Segment Daten ging durch die geringere Anzahl an durchgeführten Auktionen 2023 von 7.100 auf 6.722 zurück. . Die erzielten Umsatzerlöse lagen deutlich unter der vom Management im Vorjahr gemachten Prognose, in der noch von einer deutlichen Steigerung ausgegangen wurde. Das Segment Daten verzeichnete jedoch bei Neukunden einen Anstieg von 6% sowie ein 2% höheres durchschnittliches Aufkommen an Suchanfragen pro Monat. Die Veröffentlichung der überarbeiteten Preisdatenbank im ersten Quartal 2023 erhöhte durch eine bessere, für Mobilgeräte optimierte Nutzererfahrung die Wettbewerbsfähigkeit. Das Management überprüft 2024 die Preisstrategie für Preisdatenbank-Abonnements und wird ein vereinheitlichtes Abonnement eingeführt, um eine höhere Konversionsrate der großen nicht-professionellen Nutzerbasis der Plattform zu erreichen. Die API-first-Architektur eröffnet außerdem durch Analysen und maßgeschneiderte direkte Datenpartnerschaften neue Umsatzpotenziale. Das Management erwartet für 2024 einen erheblichen Zuwachs in diesem Bereich im Vergleich zu 2023.

Marktplatz: Artnet Auctions befindet sich weiterhin unter den führenden internationalen Auktionshäusern die ausschließlich Online-Transaktionen durchführen, da Vertrauen, Effizienz und Transparenz seine Marktposition gegenüber den stationären Auktionshäusern stärken. Auffallend ist, dass unter wirtschaftlich herausfordernden Bedingungen der Umsatz von Artnet Auctions um 13% zurückging, während das Auktionshaus Christie's einen Umsatzrückgang von 35% verzeichnete (Quelle: Artnet Intelligence Report 2024). Der globale Kunstmarkt verzeichnete einen Rückgang von 12% im Jahr 2023.

Nachdem 2022 und 2023 eine überarbeitete Verkaufsstrategie umgesetzt und Schlüsselpositionen mit neuen Mitarbeitenden und Spezialisten besetzt wurden, rechnet das Management damit, dass die Abteilung Auctions 2024 stabile Ergebnisse erzielen wird. Teil dieser Strategie ist die erfolgreiche Einrichtung einer Abteilung für Privatverkäufe, welche die Durchführung von hochwertigen Verkäufen an Artnets Topkunden unterstützt, von denen viele begeisterte Nutzer der Preisdatenbank oder loyale Leser der Artnet News sind. Anders als andere Online-Plattformen, die vor allem jüngere Sammler von preiswerterer Kunst anziehen, wecken die informationsbedürftigen Produkte von Artnet die Aufmerksamkeit der wichtigsten Sammler des Marktes und schaffen so eine bedeutende Wachstumsmöglichkeit für den Konzern.

Aufgrund des großen wirtschaftlichen Drucks ging der Umsatz bei Artnet Galerien, einem Teil des Marktplatz-Segments, im Vorjahresvergleich um 3% zurück. Durch die Mitgliedschaften, die als Eintrittskarte in die Kunstbranche betrachtet werden, erhalten die Galerien zusätzliche Möglichkeiten, ihre Künstler und Kunstwerke einem globalen Online-Publikum zu präsentieren. Insgesamt hat das Segment Marktplatz einen Umsatzrückgang von 9.184 TEUR auf 8.026 TEUR zu verzeichnen gehabt. Die Vorjahresprognose des Vorstands, in der er für 2023 noch von einem Umsatzwachstum von 12% ausging, wurde somit deutlich verfehlt.

Trotz der geplanten Produktverbesserungen bleibt das Artnet Management vor allem mit Hinblick auf die schwierigen wirtschaftlichen Konjunktur in der Prognose konservativ und erwartet für 2024 im Segment Marktplatz in etwa gleichbleibende Umsatzerlöse im Vergleich zu 2023.

Medien: Artnet News ist weiterhin eine der führenden Online-Plattformen für Nachrichten, Kommentare und datengestützte Berichte über den Kunstmarkt. Der Umsatz im Segment Medien ging von 8.747 TEUR auf 8.601 TEUR in 2023 zurück. Die Vorjahresprognose des Vorstands, in der er für 2023 noch von einem Umsatzwachstum von 19% ausging, wurde somit verfehlt. Dies ist in erster Linie auf die leicht rückläufigen Werbeeinnahmen zurückzuführen, da Unternehmen aufgrund der wirtschaftlichen schwierigen Konjunktur gezwungen waren, ihre Marketingbudgets zu kürzen.

Durch die Einführung des kostenpflichtigen Angebots Artnet News Pro erschloss sich das Segment Medien eine neue Umsatzquelle zur Wahrung seiner sehr geschätzten journalistischen Integrität. Die Einnahmen aus Werbeverträgen und Sponsorships dürften 2024 kräftig zunehmen, wenn auch etwas weniger als im Jahr 2023, da eine Abschwächung des Marktes für Luxuswerbung erwartet wird. Die für Artnet News Pro geplanten Verbesserungen sollen durch die Umstellung auf ein einheitliches Abonnementprodukt das Wachstum ankurbeln. Das Management erwartet für das Mediensegment im Jahr 2024 moderat steigende Umsatzerlöse.

In dem weiterhin unsicheren geopolitischen und wirtschaftlichen Umfeld ist das Management vorsichtig optimistisch im Jahr 2024 leichtes Umsatzwachstum erzielen zu können. Die für den Kunstmarkt unverzichtbaren und geschätzte Produkte, Innovation und die Professionalität des Managements, werden den Konzern dazu verhelfen, Marktanteile zu gewinnen.

Mit Hinblick auf den Konzern prognostiziert der Vorstand für das Geschäftsjahr für die bedeutsamsten Leistungsindikatoren einen Anstieg der Umsatzerlöse auf einen Wert zwischen 25,0 Millionen Euro bis 27,0 Millionen Euro. Es erwartet ein Betriebsergebnis zwischen 750 TEUR und 1.5 Millionen Euro. Diese Prognose ist getrieben durch die Entscheidung des Managements, die eingeleiteten Kosteneinsparungen weiter konsequent umzusetzen und somit die Margen zu erhöhen. Während wir uns auf die Gewinnspanne konzentrieren, wird das Wachstum durch das Kernteam der Artnet, das aus wichtigen Mitarbeitern in allen Segmenten besteht, erreicht, um den Umsatz und die Konversionen zu steigern.

Unterstützt durch ein agiles internationales Team, ein engagiertes und erfahrenes Management und ein höchst wettbewerbsfähiges Produktangebot, geht Artnet daher zuversichtlich in das Jahr 2024 und setzt sich erneut das Ziel, eine globale Führungsposition in der Kunstbranche auszubauen.

Nachtragsbericht

Zwischen dem 31. Dezember und der Veröffentlichung des Geschäftsberichtes hat die Artnet Gruppe ein Darlehen in Höhe von 1 Mio USD (919 TEUR) von einem fremden Dritten erhalten. Das Darlehen hat eine Laufzeit von einem Jahr und ist mit 11,5% verzinst. Es sind keine weiteren wesentlichen Ereignisse eingetreten.

Rechtliche Angaben

Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289f HGB /​ § 315d HGB)

Die aktuelle Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB, § 315d HGB ist auf der Webseite der Gesellschaft unter artnet.de/​investor-relations/​ einsehbar. Diese Erklärung beinhaltet neben der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG Angaben zu Unternehmensführungspraktiken und die Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat. Die Artnet AG verfolgt dabei das Ziel, die Darstellung der Unternehmensführung übersichtlich und prägnant zu halten.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht erläutert das System zur Vergütung des Vorstands und erläutert die Zusammensetzung der Vorstandsvergütung der artnet AG. Darüber hinaus enthält der Vergütungsbericht Angaben zu den Grundsätzen und zur individuellen Höhe der Vergütung des Aufsichtsrates. Der Vergütungsbericht ist auf der Webseite der Gesellschaft unter artnet.de/​investor-relations/​hauptversammlung einsehbar.

Übernahmerechtliche Angaben Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das voll eingezahlte Grundkapital der Artnet AG betrug zum 31. Dezember 2023 5.706.067 EUR und ist in 5.706.067 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je 1,00 EUR aufgeteilt, bei denen es sich um Namensaktien handelt.

Zum 31. Dezember 2023 hielt der Konzern keine eigenen Aktien mehr. Weitere Informationen finden Sie im Anhang zum Konzernabschluss.

Stimmrechtsbeschränkungen oder Übertragungsbeschränkungen

Es bestehen keine Stimmrechtsbeschränkungen oder Übertragungsbeschränkungen für die ausgegebenen Aktien.

Direkte oder indirekte Kapitalbeteiligungen, die 10% der Stimmrechte überschreiten

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital der Artnet AG, die 10% der Stimmrechte überschreiten, werden per 31. Dezember 2023 von der Galerie Neuendorf AG, Berlin, Deutschland, mit 26,65% und der Weng Fine Art AG mit 28,83% gehalten.

Inhaber von Aktien von Sonderrechten

Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten.

Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen

Soweit Arbeitnehmer an der Artnet AG beteiligt sind, üben diese ihre Kontrollrechte unmittelbar aus.

Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern, Satzungsänderungen

Mitglieder des Aufsichtsrats werden gemäß §§ 84, 85 AktG bestellt und abberufen.

Satzungsänderungen erfolgen gemäß §§ 133, 179 AktG.

Change-of-Control-Klausel

Jacob Pabst steht im Falle eines Change-of-Control-Ereignisses ein Sonderkündigungsrecht ohne Barabfindung zu.

Ermächtigung des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Genehmigtes Kapital

Derzeit verfügt Artnet über kein genehmigtes Kapital.

Bedingtes Kapital

Derzeit gibt es kein bedingtes Kapital mehr.

Berlin, 30. August 2024

Jacob Pabst, Vorstand, Artnet AG

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

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Notes No. 31/​12/​2023

USD
31/​12/​2022

USD
31/​12/​2023

EUR
31/​12/​2022

EUR
Kurzfristige Vermögenswerte
Liquide Mittel 8.7 590.015 1.130.080 534.495 1.053.009
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8.4 2.924.130 3.158.816 2.648.969 2.943.385
Sonstige finanzielle Forderungen und Vermögenswerte 8.5 215.036 326.633 194.801 304.357
Sonstige nichtfinanzielle Forderungen und 8.6 231.787 2.646.637 209.976 2.466.136
Vermögenswerte
Kurzfristige Vermögenswerte gesamt 3.960.968 7.262.166 3.588.241 6.766.887
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 8.2 50.969 52.214 46.173 48.654
Vermögenswert aus einem Nutzungsrecht 8.3 335.758 335.108 304.163 312.253
Immaterielle Vermögenswerte 8.1 6.876.599 6.183.138 6.229.511 5.761.448
Latente Steueransprüche 7.9 2.637.639 1.624.370 2.389.437 1.513.588
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 8.5 67.401 48.341 61.059 45.044
Langfristige Vermögenswerte gesamt 9.968.366 8.243.171 9.030.343 7.680.987
Vermögenswerte gesamt 13.929.334 15.505.337 12.618.584 14.447.874
Passiva
Notes No. 31/​12/​2023

USD
31/​12/​2022

USD
31/​12/​2023

EUR
31/​12/​2022

EUR
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.245.169 3.542.203 3.845.698 3.300.625
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 8.12 154.429 99.971 139.897 93.153
Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten 8.13 693.479 1.465.393 628.223 1.365.453
Verbindlichkeiten aus Leasing - kurzfristig 8.10 244.378 1.043.510 221.382 972.343
Darlehen 8.9 6.970 489.897 6.314 456.486
Vertragsverbindlichkeiten 8.11 2.722.594 3.429.159 2.466.398 3.195.290
Kurzfristige Verbindlichkeiten gesamt 8.067.019 10.070.133 7.307.912 9.383.350
Langfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Leasing - langfristig 8.10 94.242 - 85.374 -
Darlehen 8.9 988.532 275.000 895.511 256.245
Langfristige Verbindlichkeiten gesamt 1.082.774 275.000 980.885 256.245
Verbindlichkeiten gesamt 9.149.793 10.345.133 8.288.797 9.639.595
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 8.8 6.032.262 6.032.262 5.706.067 5.706.067
Eigene Aktien 8.8 - (269.241) - (264.425)
Kapitalrücklage 8.8 52.995.401 52.547.769 51.523.761 51.118.251
Verlustvortrag (53.766.338) (53.893.052) (52.488.327) (52.608.840)
Konzernjahresergebnis (1.085.959) 126.714 (1.004.100) 120.513
Fremdwährungsrechnung 604.175 615.752 592.386 736.713
Eigenkapital gesamt 4.779.541 5.160.204 4.329.787 4.808.279
Verbindlichkeiten und Eigenkapital gesamt 13.929.334 15.505.337 12.618.584 14.447.874

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

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Notes No. 01/​01/​2023 31/​12/​2023

USD
01/​01/​2022 31/​12/​2022

USD
01/​01/​2023 31/​12/​2023

EUR
01/​01/​2022 31/​12/​2022

EUR
Umsatzerlöse 7.1
Artnet Marktplatz 8.680.424 9.656.147 8.026.096 9.183.639
Artnet Galerien 4.704.044 4.697.186 4.349.454 4.467.337
Artnet Auctions 3.976.380 4.958.961 3.676.642 4.716.302
Artnet Daten 7.270.533 7.464.819 6.722.482 7.099.540
Artnet Preisdatenbank 7.270.533 7.464.819 6.722.482 7.099.540
Artnet Medien 9.302.592 9.197.029 8.601.365 8.746.987
Artnet Werbung 8.231.602 8.313.440 7.611.106 7.906.635
Artnet News-Abonnements 1.070.990 883.589 990.259 840.352
Umsatzerlöse gesamt 25.253.549 26.317.995 23.349.943 25.030.166
Umsatzkosten 7.2 10.949.092 11.097.925 10.123.752 10.554.866
Bruttoergebnis 14.304.457 15.220.070 13.226.191 14.475.300
Betriebliche Aufwendungen
Vertrieb und Marketing 7.3 9.517.898 9.174.491 8.800.441 8.725.552
Allgemeine Verwaltungskosten 7.4 4.208.396 5.017.398 3.891.168 4.771.880
Produktentwicklung 7.5 2.632.747 2.742.478 2.434.291 2.608.279
Betriebliche Aufwendungen gesamt 16.359.041 16.934.367 15.125.900 16.105.711
Betriebsergebnis (2.054.584) (1.714.297) (1.899.709) (1.630.411)
Zinsaufwand 7.8 96.950 37.089 89.642 35.274
Zinsertrag 7.8 580 49.499 536 47.077
Sonstige Erträge/​Aufwendungen 7.7 82.856 1.776.792 76.610 1.689.847
Ergebnis vor Steuern (2.068.098) 74.905 (1.912.205) 71.239
Ertragsteuern 7.9 (31.129) (32.335) (28.783) (30.753)
Latente Steuern 7.9 1.013.268 84.144 936.888 80.027
Konzernergebnis (1.085.959) 126.714 (1.004.100) 120.513
Sonstiges Ergebnis
Sonstiges Ergebnis recycelt:
Wechselkursdifferenzen bei Umrechnung von ausländischer Geschäftstätigkeit (11.577) 24.585 (144.327) 284.938
Gesamtergebnis (1.097.536) 151.299 (1.148.427) 405.452
Ergebnis je Aktie
Unverwässert und verwässert 10.4 (0,19) 0,02 (0,18) 0,02

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

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Notes No. 2023

USD
2022

USD
2023

EUR
2022

EUR
Kapitalfluss aus laufenden Geschäftstätigkeiten 9
Konzernergebnis (1.085.959) 126.714 (1.004.100) 120.513
Überleitung des Konzernergebnisses zum Kapitalfluss aus laufenden Geschäftstätigkeiten
Abschreibungen 1.844.258 1.603.793 1.705.238 1.494.414
Gewinn/​Verlust aus der Veräußerung von (26.619) - (24.612) -
Vermögenswerten
Wertberichtigung auf/​Ausbuchung von Forderungen 8.4 387.052 151.258 357.876 140.942
Veränderungen in latenten Steueransprüchen 7.9 (1.013.269) (84.144) (875.849) (78.405)
Sonstige nicht zahlungswirksame Transaktionen (15.335) - (114.295) -
Veränderungen des Betriebsvermögens und der Verbindlichkeiten:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen * 8.4 (152.366) (324.061) (63.460) (301.960)
Sonstige finanzielle Forderungen und Vermögenswerte 8.5 92.537 316.653 93.541 295.057
Sonstige nichtfinanzielle Forderungen und 8.6 2.414.850 (2.319.646) 2.256.160 (2.161.446)
Vermögenswerte
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ** 78.512 1.876.761 (20.620) 1.748.766
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 8.12 54.458 (124.770) 46.744 (116.260)
Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten 8.6 (771.913) 663.922 (737.230) 618.643
Vertragsverbindlichkeiten 8.11 (706.565) 930.252 (728.892) 866.808
Zinsaufwand 7.8 96.950 37.089 89.642 35.274
Anpassung gesamt 2.282.550 2.727.107 1.984.243 2.541.833
Kapitalfluss aus laufender Geschäftstätigkeit 1.196.591 2.853.821 980.143 2.662.346
Kapitalfluss aus Investitionstätigkeit
Investition in Sachanlagen 8.2 (40.907) (14.212) (35.705) (13.243)
Investition in immaterielle Vermögenswerte 8.1 (1.968.456) (2.064.159) (1.647.057) (1.923.383)
Erlöse aus der Veräußerung von Vermögenswerten 26.619 - 24.612 -
Kapitalfluss aus Investitionstätigkeiten (1.982.744) (2.078.371) (1.658.150) (1.936.627)
Kapitalfluss aus Finanzierungstätigkeit
Tilgung von Leasingverbindlichkeiten 8.10 (615.514) (1.072.354) (569.945) (999.219)
Aufnahme Darlehen 8.9 713.533 764.897 648.107 712.731
Rückzahlung Darlehen 8.9 (482.718) - (458.824) -
Zinszahlungen 7.8 (97.159) (37.089) (89.836) (35.274)
Sonstige Eigenkapitalveränderungen 8.8 739.524 - 669.935 -
Kapitalfluss aus Finanzierungstätigkeit 257.666 (344.546) 199.438 (321.762)
Wechselkursbedingte Änderungen der liquiden Mittel (11.578) 24.585 (39.945) 56.088
Veränderungen der liquiden Mittel (540.065) 455.489 (518.514) 460.045
Liquide Mittel - zu Beginn der Periode 8.7 1.130.080 674.591 1.053.009 592.965
Liquide Mittel - am Ende der Periode 8.7 590.015 1.130.080 534.495 1.053.009
Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthaltene Zahlungen
Ertragsteuerzahlungen/​-erstattungen 7.9 (15.996) (32.335) (14.790) (30.753)
Zinseinzahlungen 50.078 - 46.303 -

* Enthält die Wertberechtigungen aus den Wertberichtigung auf/​Ausbuchung von Forderungen. Siehe hierzu Angabe 8.4 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

** Enthält die Reklassifizierung einer Leasingverbindlichkeit in die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Siehe hierzu Angabe 8.10. Verbindlichkeiten aus Leasing.

Konzern-Eigenkapitalentwicklung (USD) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis Dezember 2023

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Ausgegebene Aktien Betrag Eigene Aktien Kapitalrücklagen Verlustvortrag Fremdwährungsumrechnung
SALDO - 31. Dezember 2021 5.706.067 6.032.262 (269.241) 52.547.769 (53.893.052) 591.167
Nettogewinn/​(-verlust) 126.714 24.585
SALDO - 31. Dezember 2022 5.706.067 6.032.262 (269.241) 52.547.769 (53.766.338) 615.752
SALDO - 31. Dezember 2022 5.706.067 6.032.262 (269.241) 52.547.769 (53.766.338) 615.752
Nettogewinn/​(-verlust) (1.085.959) (11.577)
Verkauf eigener Aktien 269.241 447.632
SALDO - 31. Dezember 2023 5.706.067 6.032.262 - 52.995.401 (54.852.297) 604.175

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Summe
SALDO - 31. Dezember 2021 5.008.905
Nettogewinn/​(-verlust) 151.299
SALDO - 31. Dezember 2022 5.160.204
SALDO - 31. Dezember 2022 5.160.204
Nettogewinn/​(-verlust) (1.097.536)
Verkauf eigener Aktien 716.873
SALDO - 31. Dezember 2023 4.779.541

artnet AG Konzern-Eigenkapitalentwicklung (EUR) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis Dezember 2023

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Ausgegebene Aktien Betrag Eigene Aktien Kapitalrücklagen Verlustvortrag Fremdwährungsumrechnung
SALDO - 31. Dezember 2021 5.706.067 5.706.067 (264.425) 51.118.251 (52.608.840) 451.775
Nettogewinn/​(-verlust) 120.513 284.939
SALDO - 31. Dezember 2022 5.706.067 5.706.067 (264.425) 51.118.251 (52.488.327) 736.714
SALDO - 31. Dezember 2022 5.706.067 5.706.067 (264.425) 51.118.251 (52.488.327) 736.714
Nettogewinn/​(-verlust) (1.004.100) (144.327)
Verkauf eigener Aktien 264.425 405.510
SALDO - 31. Dezember 2023 5.706.067 5.706.067 - 51.523.761 (53.492.427) 592.386

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Summe
SALDO - 31. Dezember 2021 4.402.828
Nettogewinn/​(-verlust) 405.452
SALDO - 31. Dezember 2022 4.808.280
SALDO - 31. Dezember 2022 4.808.280
Nettogewinn/​(-verlust) (1.148.427)
Verkauf eigener Aktien 669.935
SALDO - 31. Dezember 2023 4.329.787

Konzernanhang

1. Unternehmensinformation und Grundlagen der Berichterstattung

Die artnet AG ("artnet AG" oder "die Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Hauptsitz in Berlin, Deutschland. Der eingetragene Sitz der artnet AG ist die Niebuhrstraße 78, 10629 Berlin, Deutschland. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 980060 B im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg eingetragen.

Die artnet AG hält 100% der Geschäftsanteile an der Artnet Worldwide Corporation ("Artnet Corp."), die ihren Geschäftssitz in New York, USA, hat. Artnet Corp. hält ihrerseits 100% der Geschäftsanteile an der in London ansässigen Artnet UK Ltd. Die artnet AG, die Artnet Corp. sowie alle hundertprozentigen Tochtergesellschaften der Artnet Corp. werden gemeinsam als "Artnet-Konzern", "Konzern", "Unternehmen" oder "Artnet" bezeichnet.

Im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit stellt der Konzern Kunstsammlern, Galerien, Verlagen, Auktionshäusern und Kunstliebhabern eine Plattform bereit, um Kunstwerke zu kaufen, zu verkaufen oder zu suchen. Nutzer können Kunstwerke finden, die im Galerienetzwerk, bei Auktionshaus-Partnern oder auf Artnet Auctions, einer Online-Transaktionsplattform, aktuell zum Verkauf stehen. Mit Artnet News unterhält der Konzern einen eigenen 24-Stunden-Nachrichtendienst für Kunst, der über Events, Trends, Entwicklungen und Persönlichkeiten des Kunstmarkts berichtet.

Die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde am 7. August 2024 veröffentlicht und steht Aktionären auf der Artnet-Website zur Verfügung: https:/​/​www.artnet.de/​ investor-relations.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.1. Grundlagen der Erstellung

Der Konzernabschluss der artnet AG und ihrer Tochtergesellschaften zum 31. Dezember 2023 wurde in Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, Großbritannien, und den Auslegungen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) aufgestellt, die zum 31. Dezember 2023 von der Europäischen Union verabschiedet und übernommen wurden. Ergänzend wurde § 315e HGB angewandt. Gemäß §315e HGB i.V.m. § 315 HGB ist der Konzernabschluss um einen Konzernlagebericht ergänzt.

Die Konzernbilanz enthält die nach IAS 1, Presentation of Financial Statements, geforderten Angaben und nach der Fristigkeit der Vermögenswerte und der Verbindlichkeiten gegliedert. Die Gesamtergebnisrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgeteilt.

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der artnet AG zum 31. Dezember 2023 wurde am 30. August 2024 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben und am gleichen Tag dem Aufsichtsrat der Gesellschaft vorgelegt. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht werden im elektronischen Unternehmensregister veröffentlicht. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Der Konzernabschluss wurde in Euro erstellt. Dies ist die funktionale Währung der artnet AG. Soweit nichts anderes vermerkt, werden die Beträge in tausend Euro (TEUR) angegeben bzw. auf die nächste Million gerundet. Die Addition der Einzelbeträge kann daher von der angegebenen Gesamtsumme etwas abweichen.

Die Hauptgeschäftstätigkeit von Artnet erfolgt im US-Dollar-Währungsraum. Zur besseren Vergleichbarkeit, insbesondere für unsere US-amerikanischen Investoren, werden die Konzern-Bilanz, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung ebenfalls in US-Dollar dargestellt.

Der Konzernabschluss wurde außerdem auf Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit erstellt, der davon ausgeht, dass der Konzern seinen Verbindlichkeiten einschließlich der Rückzahlungsverpflichtungen der Kreditfazilitäten nachkommen kann. Der Erhalt der Zahlungsfähigkeit und damit die Annahme der fortgeführten Unternehmenstätigkeit des Konzerns wird durch ihr Kerngeschäft und unabhängig von externen Kreditgebern bestimmt.

2.2. Auswirkungen neuer Bilanzierungsstandards

Zum 1. Januar 2023 wendete der Konzern erstmalig latente Steuern, die sich auf Vermögenswerte und Schulden beziehen, die aus einem einzigen Geschäftsvorfall entstehen (Änderungen an IAS 12) an. Diese Änderungen haben jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Der Konzern wendete auch Angaben zu Rechnungslegungsmethoden (Änderungen an IAS 1 und an Practice Statement 2) zum 1. Januar 2023 erstmalig an. Obwohl die Änderungen nicht zu einer Änderung der Rechnungslegungsmethoden führen, verlangen sie die Angabe zu wesentlichen Informationen über Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden statt wie bisher zu maßgeblichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Das Management hat die Angabepflichten überprüft und die notwendigen Aktualisierungen vorgenommen.

Keine anderen Änderungen hatten wesentlichen Einfluss auf die laufenden oder zukünftigen Berichtsperioden.

Künftig verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen

Das International Accounting Standards Board (IASB) und das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) haben weitere Standards, Interpretationen und Änderungen von Standards verabschiedet, die für das Geschäftsjahr 2023 noch nicht verpflichtend anzuwenden sind und für den vorliegenden Konzernabschluss auch noch nicht zur Anwendung kamen. Hierzu gehören: Die oben genannten neue Rechnungslegungsstandards, Standardänderungen und Interpretationen wurden vom Konzern nicht vorzeitig angewendet. Die Auswirkungen dieser neuen Regelungen auf die laufende oder auf künftige Berichtsperioden sowie auf absehbare künftige Transaktionen werden vom Konzern - mit Ausnahme von IFRS 18 - als nicht wesentlich angesehen. IFRS 18 umfasst grundlegende Vorgaben zur Darstellung des Abschlusses sowie zu erforderlichen Angaben und betrifft grundsätzlich alle Abschlussbestandteile. Die genaue Auswirkung muss noch geschätzt werden.

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Standard /​ Interpretation Inhalt Endorsement Anwendungspflicht
Änderungen an IAS 1 Klassifizierung von Verbindlichkeiten als kurz - oder langfristig, Verschiebung des Erstanwendungszeitpunkts, Langfristige Verbindlichkeiten mit Covenants 19.12.2023 01.01.2024
Änderungen an IFRS 16 Vorgaben für die Folgebewertung bei Leasingverhältnissen im Rahmen eines Sale and Leaseback für Verkäufer -Leasingnehmer 20.11.2023 01.01.2024
Änderungen an IAS 7 und IFRS 7 * Lieferantenfinanzierungsvereinbarung n/​a 01.01.2024
Änderungen an IAS 21 * Fehlende Umtauschbarkeit n/​a 01.01.2025
IFRS 18 * Darstellung und Angaben in Abschlüssen n/​a 01.01.2027

* EU-Endorsement noch ausstehend zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Konzernabschlusses.

2.3. Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Anpassung der Gliederung von Posten im Abschluss

Im Geschäftsjahr 2023 wurde die Gliederung von Posten geändert sowie eine Änderung rechnungslegungsbezogener Schätzungen vorgenommen.

Geänderte Gliederung von Posten

Im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 erfolgte ein zusammengefasster Ausweis finanzieller und nichtfinanzieller Vermögenswerte und Forderungen innerhalb des Postens "Sonstige kurzfristige Vermögenswerte" sowie "Sonstige langfristige Vermögenswerte". Zudem erfolgte ein zusammengefasster Ausweis sonstiger finanzieller, nichtfinanzieller Schulden sowie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen innerhalb des Postens "Abgegrenzte Schulden und sonstige Verbindlichkeiten". Diese Posten werden nun in Posten umklassifiziert, die zwischen finanziellen und nicht-finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten unterscheiden. Die Änderung wurde sowohl in der aktuellen als auch in der Vergleichsperiode umgesetzt. Die erfolgten Änderungen sind im angepassten Gliederungsschema der Bilanz zum 31. Dezember 2023 nachzuvollziehen.

Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen

Der Konzernabschluss basiert auf Einschätzungen und Annahmen, die die Zukunft betreffen. Ausgehend von historischen Erfahrungen und vernünftigen Erwartungen zukünftiger Ereignisse werden die abgeleiteten Schätzungen und Beurteilungen kontinuierlich überprüft und ggf. adjustiert. Dennoch entsprechen die Schätzungen nicht immer den späteren tatsächlichen Gegebenheiten. Insbesondere aufgrund neuer Erkenntnisse im Hinblick auf vergleichbare Marktinformationen.

Anfang 2023 führte die Gruppe eine Neueinschätzung der Nutzungsdauern von selbsterstellten immateriellen Vermögenswerten durch. Im Rahmen der Neueinschätzung wurden unter anderem die aktuellen Marktbedingungen berücksichtigt. Dies führte zu einer Verringerung der erwarteten Nutzungsdauer bestimmter Vermögenswerte.

Die Auswirkungen dieser Änderungen auf den tatsächlichen und erwarteten Abschreibungsaufwand waren wie folgt.

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in TEUR 2023 2024 2025 2026 2027 2028ff.
(Rückgang)/​Anstieg des Abschreibungsaufwandes 478 475 332 51 (276) (1060)

2.4. Konsolidierung

Der Konzernabschluss umfasst die rechtliche Muttergesellschaft artnet AG und ihre hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corp. sowie deren hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet UK Limited. Die Eigenschaft als Muttergesellschaft bestimmt ein Unternehmen, indem es untersucht, ob es ein oder mehrere Beteiligungsunternehmen beherrscht. Eine zur Einbeziehung in den Konzernabschluss führende Beherrschung eines Unternehmens liegt vor, sofern Artnet die Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen hat. Das heißt Artnet verfügt über bestehende Rechte, die ihr die gewährte Fähigkeit zur Lenkung der maßgeblichen Tätigkeiten verleihen. Dies sind Tätigkeiten, die die Rendite des Unternehmens wesentlich beeinflussen. Darüber hinaus ist die Artnet schwankenden Renditen aus ihrem Engagement mit diesem Unternehmen ausgesetzt oder besitzt Anrechte auf diese. Des Weiteren hat sie Fähigkeit, ihre Verfügungsgewalt über das Unternehmen dergestalt zu nutzen, dass dadurch die Rendite des Beteiligungsunternehmens beeinflusst wird.

Die artnet AG besitzt Entscheidungsgewalt über ein Unternehmen, wenn sie über Rechte verfügt, die ihr direkt oder über Dritte die gegenwärtige Möglichkeit zur Steuerung der relevanten Aktivitäten des Unternehmens verleihen. Bei den relevanten Aktivitäten handelt es sich um diejenigen, welche je nach Art und Zweck des Unternehmens dessen Rückflüsse wesentlich beeinflussen. Demzufolge können Rückflüsse aus dem Engagement mit einem anderen Unternehmen sowohl positiv als auch negativ sein. Variable Rückflüsse beinhalten Dividenden, feste und variable Zinsen, Vergütungen und Gebühren, Wertschwankungen des Investments sowie sonstige wirtschaftliche Vorteile.

Die Einbeziehung eines Beteiligungsunternehmens in den Konzernabschluss beginnt mit Eintritt der Verfügungsgewalt und endet mit Verlust dergleichen. Die Abschlüsse der Beteiligungsunternehmen werden auf den gleichen Abschlussstichtag der Mutternunternehmens und nach den einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens aufgestellt.

Im Rahmen der Konsolidierung wurden alle wesentlichen konzerninternen Geschäftsvorfälle, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen vollständig eliminiert. Die Erträge und Aufwendungen aus konzerninternen Vermögensübertragungen wurden ebenfalls eliminiert. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bei den Tochtergesellschaften basieren auf einheitlichen konzernweiten Standards.

Im Folgenden werden die Tochtergesellschaften dargestellt:

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Name Sitz Anteil am Kapital
Artnet Worldwide Corporation New York, US 100%
Artnet UK Limited London, GB 100%

2.5. Funktionale und Darstellungswährung

Geschäftsvorfälle, die in anderen Währungen als der jeweiligen funktionalen Währung der Konzerngesellschaften erfolgen, werden mit dem am Tag der Transaktion gültigen Wechselkurs umgerechnet. An jedem Bilanzstichtag werden die monetären Posten in Fremdwährungen mit dem gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Gewinne und Verluste aus Fremdwährungstransaktionen werden erfolgswirksam als sonstige Erträge bzw. sonstige Aufwendungen ausgewiesen. Nicht monetäre Konzernbilanzposten in Fremdwährung werden zu historischen Wechselkursen fortgeführt.

Im Rahmen der Konsolidierung werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns zum Stichtagskurs in die Darstellungswährung Euro umgerechnet. Die Umrechnung von Erträgen und Aufwendungen erfolgt mit dem Jahresdurchschnittskurs. Die Verwendung des Durchschnittkurses führt dabei zu einer angemessenen Annäherung an die Währungseffekte der zum Transaktionszeitpunkt geltenden Kurse ist, da/​sofern keine signifikanten Schwankungen vorliegen. Die sich daraus ergebenden kumulierten Umrechnungsdifferenzen werden innerhalb des Konzern-Eigenkapitals als separater Posten erfasst.

Bei Vorliegen der Voraussetzungen des IAS 21.15 werden konzerninterne Darlehensforderungen als Teil eines Nettoinvestments (Net Investments) qualifiziert. Entsprechend wird die aus den Wechselkursänderungen resultierende Umrechnungsdifferenz aus dem auf Euro lautenden Darlehensbetrag zum jeweiligen Abschlussstichtag (inklusive der Zwischenabschlüsse) erfolgsneutral im Fremdwährungsausgleichsposten im Eigenkapital ausgewiesen.

Der im Fremdwährungsausgleichsposten erfasste Betrag wird erst dann erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlust-Rechnung umgegliedert, wenn und soweit die Beteiligungsquote vollständig oder teilweise verringert wird.

Für die Währungsumrechnung des Artnet-Konzerns sind die Wechselkursrelationen des US-Dollars (USD) zum Euro (EUR) und zum Pfund Sterling (GBP) wesentlich. Der Umrechnung lagen in den angegebenen Jahren jeweils die folgenden Wechselkurse zugrunde:

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USD in EUR USD in GBP EUR in GBP
31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
--- --- --- --- --- --- ---
Schlusskurs zum Jahresende 0,9059 0,9318 0,7854 0,8263 0,8670 0,8868
Jahresdurchschnittskurs 0,9246 0,9511 0,8044 0,8114 0,8700 0,8532

3. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Anschaffungskostenprinzip

Bei der Erstellung des Konzernabschlusses kommt im Allgemeinen das Anschaffungswertprinzip zur Anwendung. Dies gilt nicht für derivative Finanzinstrumente und bestimmte nicht derivative finanzielle Vermögenswerte; sie werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet.

Bemessung des beizulegenden Zeitwerts

Der beizulegende Zeitwert ist der Preis, der in einer gewöhnlichen Transaktion am Bewertungsstichtag durch den Verkauf eines Vermögenswerts erzielt oder für die Übertragung einer Schuld bezahlt würde.

Sämtliche Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten, für die im Konzernabschluss ein beizulegender Zeitwert ausgewiesen wird, werden nach der unten beschriebenen Hierarchie aufgegliedert, auf Grundlage des niedrigsten Eingangsparameters, der für die Bewertung des Zeitwerts insgesamt wesentlich ist:

Stufe 1 - Preise (nicht bereinigt), die für identische Vermögenswerte oder Schulden an aktiven Märkten angegeben sind und die das Unternehmen am Bewertungstag erzielen kann.

Stufe 2 - Andere Eingangsparameter als die angegebenen Preise in Stufe 1, die für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt oder indirekt beobachtet werden können.

Stufe 3 - Eingangsparameter sind nicht beobachtbare Eingangsparameter für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit.

Bei Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, die im Konzernabschluss wiederkehrend ausgewiesen werden, legt der Konzern fest, ob es Umgliederungen zwischen den Hierarchiestufen gab, indem die Einstufung (auf Grundlage des niedrigsten Eingangsparameters, der für die Feststellung des Zeitwerts insgesamt wesentlich ist) am Ende jeder Berichtsperiode überprüft wird.

Der ausgewiesene beizulegende Zeitwert aller derzeit ausstehenden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entspricht Stufe 3.

Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte umfassen erworbene und selbst entwickelte Software sowie Website-Entwicklungskosten.

Sie werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfasst und über ihre erwartete Nutzungsdauer von vier bis zehn Jahren linear abgeschrieben. Alle immateriellen Vermögenswerte haben eine endliche Nutzungsdauer. Zeitraum und Methode der Abschreibungen von immateriellen Vermögenswerten mit endlicher Nutzungsdauer werden vom Konzern jährlich überprüft.

Weicht die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswerts von früheren Schätzungen ab, wird der Abschreibungszeitraum entsprechend geändert. Immaterielle Vermögenswerte mit endlicher Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf außerplanmäßige Abschreibung geprüft, wenn es Hinweise auf eine Wertminderung des immateriellen Vermögenswerts gibt.

Aufwendungen, die in der Analyse-, Planungs- und Nachbearbeitungsphase der Website-Entwicklung sowie für deren laufende Pflege anfallen, werden sofort aufwandswirksam erfasst. Ausgaben, die in der Entwicklungsphase anfallen, werden aktiviert, wenn folgende Kriterien kumulativ erfüllt sind:

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die Fertigstellung des immateriellen Vermögenswerts technisch machbar ist, sodass er zum Gebrauch verfügbar sein wird.
die Absicht besteht, den immateriellen Vermögenswert fertigzustellen.
die Fähigkeit vorhanden ist, den immateriellen Vermögenswert zu nutzen.
die immateriellen Vermögenswerte wahrscheinlich einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen generieren.
geeignete technische, finanzielle und sonstige Ressourcen zur Verfügung stehen, um die Entwicklung abzuschließen und den immateriellen Vermögenswert zu nutzen.
es möglich ist, die dem immateriellen Vermögenswert während seiner Entwicklung zurechenbaren Ausgaben zuverlässig zu bewerten.

Das Kriterium für den Ansatz von Website-Entwicklungskosten wird konkretisiert, indem nur Ausgaben für die Entwicklung neuer Produkte sowie für wesentliche Erweiterungen und Verbesserungen der Website aktiviert werden, von denen erwartet wird, dass sie direkt zu künftigen Umsatzerlösen führen werden. Aktivierte Software-Entwicklungskosten generieren zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen auch in Form von Kosteneinsparungen. Der Konzern prüft immaterielle Vermögenswerte auf Wertminderung, sobald bestimmte Ereignisse oder ein verändertes Umfeld darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswertes möglicherweise nicht erzielbar ist. Die entsprechenden Bilanzierungsgrundsätze werden im Abschnitt Wertminderung beschrieben.

Sachanlagen

Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten für Sachanlagen werden als Vermögenswert ausgewiesen, wenn folgende zwei Kriterien zutreffen:

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Es ist wahrscheinlich, dass die Sachanlage einen künftigen wirtschaftlichen Nutzen generiert.
Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten können verlässlich ermittelt werden.

Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten setzen sich zusammen aus dem Kaufpreis einschließlich Einfuhrzölle und nicht erstattungsfähiger Erwerbsteuern sowie aus den Kosten, die der Verbringung der Sachanlage an den Ort und in den Zustand, der für seine beabsichtigte Nutzung erforderlich ist, direkt zurechenbar sind.

Sachanlagen werden nach dem Anschaffungskostenmodell, d. h. zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und Wertminderungen bewertet.

Die Abschreibung eines Vermögenswerts beginnt, sobald er für die Nutzung verfügbar ist und endet, sobald er als zur Veräußerung gehalten eingestuft wird oder am Tag seiner Ausbuchung, je nachdem, was früher eintritt. Die Sachanlagen des Konzerns umfassen Computeranlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung, die über eine erwartete Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben werden, Büromöbel und Einbauten, die über eine erwartete Nutzungsdauer von fünf bis dreizehn Jahren abgeschrieben werden sowie Mietereinbauten, die über eine erwartete Nutzungsdauer von zehn Jahren oder die Restmietdauer abgeschrieben werden, je nachdem, was kürzer ist. Die Abschreibungen des Artnet-Konzerns werden nach der linearen Methode vorgenommen.

Die Buchwerte der Sachanlagen werden bei Veräußerung ausgebucht oder wenn durch ihre Nutzung kein künftiger wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die Gewinne und Verluste aus der Ausbuchung werden in der Gewinn- und Verlust-Rechnung erfasst.

Erhaltungsaufwendungen, die weder den Wert einer Sachanlage noch ihre Nutzungsdauer erhöhen, werden sofort aufwandswirksam erfasst. Die Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethode werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei Bedarf prospektiv angepasst, wie im Kapitel "Wertminderungen" beschrieben.

Leasingverhältnisse

Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen werden anfänglich zu Anschaffungskosten bewertet, die der anfänglichen Bewertung der Leasingverbindlichkeit entsprechen, angepasst um Zahlungen, die am oder vor dem Beginn des Leasingverhältnisses geleistet wurden (abzüglich erhaltener Leasinganreize) sowie um etwaige anfängliche direkte Kosten. Sowie die geschätzten Kosten, die am Ende der Laufzeit für die Demontage bzw. den Rückbau des Leasinggegenstandes in den vertraglich vereinbarten Zustand anfallen. Das Nutzungsrecht wird dann von Beginn bis Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses linear abgeschrieben - es sei denn, der Besitz des zugrunde liegenden Vermögenswerts geht am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses auf Artnet über oder die Kosten der Nutzungsrechte spiegeln die Tatsache wider, dass Artnet eine Kaufoption ausübt.

Die Verbindlichkeiten aus Leasing umfassen alle Verpflichtungen aus Leasingverträgen gemäß IFRS 16. Neben Leasingverträgen für Betriebs- und Büroausstattung werden insbesondere Mietverträge für Büroflächen ausgewiesen. Der Barwert künftiger Leasingzahlungen wird als finanzielle Verbindlichkeit ausgewiesen.

Leasingverbindlichkeiten werden zum Barwert der Leasingzahlungen bewertet, die zu Beginn des Leasingzeitraums noch nicht geleistet wurden. Die in der Bewertung der Leasingverbindlichkeiten enthaltenen Leasingzahlungen umfassen die festen Zahlungen. Die Laufzeit des Leasingverhältnisses bezieht sich auf die unkündbare Mindestlaufzeit des Leasingverhältnisses. Leasingzahlungen werden mit dem Zinssatz, der dem Leasingverhältnis zugrunde liegt, abgezinst, sofern dieser bestimmbar ist. Anderenfalls erfolgt die Abzinsung mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers.

Der Konzern kann regelmäßig den impliziten Zinssatz eines Leasingverhältnisses nicht bestimmen. In diesen Fällen erfolgt die Bewertung der Leasingverbindlichkeit mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz. Dies ist der Zinssatz, den der Konzern unter ähnlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für einen Kredit - mit ähnlicher Laufzeit und Besicherung - zum Erwerb eines Vermögenswertes mit einem ähnlichen Wert wie das Nutzungsrecht am Leasinggegenstand entrichten müsste.

Der Konzern bestimmt den Grenzfremdkapitalzinssatz anhand von beobachtbaren Daten wie z. B. Marktzinssätzen unter Berücksichtigung unternehmensspezifischer Anpassungen.

Der Konzern nutzte die Erleichterung von kurzfristigen Leasingverhältnissen (Laufzeit von weniger als 12 Monaten) und geringwertigen Vermögenswerten und erfasste die Leasingzahlungen als Aufwand über die Laufzeit des jeweiligen Leasingvertrags.

Wertminderung

Der Konzern prüft die Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte auf Wertminderung, sobald bestimmte Ereignisse oder ein verändertes Umfeld darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswertes möglicherweise nicht erzielbar ist. Darüber hinaus unterliegen immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer sowie solche, die noch nicht in einem betriebsbereiten Zustand sind, einem jährlichen Werthaltigkeitstest. Die Werthaltigkeit von Vermögenswerten wird durch Vergleich des Buchwertes des Vermögenswertes mit dem erzielbaren Betrag ermittelt. Der erzielbare Betrag ist dabei der höhere Betrag aus dem Nutzungswert und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten. Werden mit einem Vermögenswert keine Zahlungsmittel generiert, die von anderen Vermögenswerten unabhängig sind, wird der Werthaltigkeitstest nicht auf der Ebene des einzelnen Vermögenswertes durchgeführt, sondern auf der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Vermögenswert angehört.

Unterschreitet der geschätzte erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert, wird der Buchwert des Vermögenswertes auf den erzielbaren Betrag vermindert.

Der Wertminderungsaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst. Der Nutzungswert eines Vermögenswertes wird entweder unabhängig oder auf Ebene einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit durch Abzinsung der geschätzten künftigen Zahlungsströme des Vermögenswertes erfasst. Alternativ wird der Nutzungswert auch auf Basis erwarteter niedrigerer Mittelabflüsse ermittelt, die wiederum diskontiert werden.

Gibt es Anhaltspunkte dafür, dass die Gründe für den Wertminderungsaufwand nicht mehr vorliegen, wird der Konzern prüfen, ob die Wertminderung ganz oder teilweise aufzulösen ist, wobei eine Zuschreibung bis maximal zum ursprünglichen Buchwert zulässig ist. In den Geschäftsjahren 2023 und 2022 sind keine Wertminderungen oder Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte oder Sachanlagen erfasst worden.

Finanzielle Vermögenswerte

Klassifizierung und Bewertung finanzieller Vermögenswerte

Gemäß IFRS 9 werden finanzielle Vermögenswerte in die folgenden Bewertungskategorien klassifiziert:

(1) Finanzielle Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten (Schuldinstrumente)

(2) Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (Schuldinstrumente)

(3) Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden (Eigenkapitalinstrumente)

(4) Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden

Die Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten beim erstmaligen Ansatz ist abhängig von der Charakteristik der Zahlungsstrombedingungen und der Geschäftsmodellbedingungen des finanziellen Vermögenswertes. Beim erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet.

Im Falle von finanziellen Vermögenswerten, für die keine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind. Transaktionskosten im Zusammenhang mit erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest. Finanzielle Vermögenswerte werden nach der erstmaligen Erfassung nicht reklassifiziert, es sei denn, der Konzern ändert sein Geschäftsmodel zur Steuerung der finanziellen Vermögenswerte. In diesem Fall werden alle betroffenen finanziellen Vermögenswerte am ersten Tag der Berichtsperiode reklassifiziert, die auf die Änderung des Geschäftsmodells folgt.

Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Erfüllungstag, d. h. zu dem Tag, an dem ein Vermögenswert an oder durch das Unternehmen geliefert wird. Marktübliche Käufe oder Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.

Auf Grundlage dessen findet bei Artnet für finanzielle Vermögenswerte folgende Bewertung Anwendung:

Finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, umfassen sämtliche Vermögenswerte, deren vertragliche Bestimmungen zu festgelegten Zeitpunkten zu Zahlungsströmen führen, die ausschließlich Zins und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen, sofern diese Vermögenswerte mit der Absicht gehalten werden, die über ihre jeweilige Laufzeit erwarteten, vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen. In Folgeperioden werden finanzielle Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Zinserträge, Währungsgewinne und -verluste, Wertminderungen sowie Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung solcher finanziellen Vermögenswerte werden erfolgswirksam erfasst. Die finanziellen Vermögenswerte zu fortgeführten Anschaffungskosten beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Artnet hielt zum Bilanzstichtag weder finanzielle Vermögenswerte in Form von Schuld- oder Eigenkapitalinstrumenten, die erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert, noch finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden.

Wertberichtigung finanzieller Vermögenswerte

Der Konzern erfasst eine Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste (expected credit losses; ECLs) für alle Schuldinstrumente, welche nicht ergebniswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. ECLs basieren auf dem Unterschied zwischen den vereinbarten Zahlungsströmen gemäß dem jeweiligen Vertrag und den abgezinsten erwarteten Zahlungsströmen.

Die Ermittlung von ECLs erfolgt in drei Stufen. Für Kreditrisiken, welche seit der erstmaligen Erfassung nicht signifikant gestiegen sind, werden ECLs für Kreditverluste gebildet, die sich aus Ausfallereignissen ergeben, die innerhalb der nächsten zwölf Monate möglich sind (12-Monats-ECL). Für Kreditrisiken, welche seit der erstmaligen Erfassung deutlich gestiegen sind, wird eine Wertberichtigung für erwartete Kreditverluste unabhängig vom Zeitpunkt des Ausfalls über die Restlaufzeit des Engagements gebildet (Lifetime-ECL). Zudem werden im Einzelfall vorliegende konkrete Erkenntnisse bei der Bewertung von Kreditrisiken einbezogen.

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wendet der Konzern einen vereinfachten Ansatz zur Berechnung von ECLs an. Daher verfolgt der Konzern keine Veränderungen des Kreditrisikos, sondern bildet zu jedem Bilanzstichtag eine Wertberichtigung auf Basis von Lifetime-ECLs.

Der Konzern hat eine Wertberichtigungsmatrix erstellt, die auf seiner Erfahrung im Bereich des historischen Kreditrisikos basiert, angepasst an zukunftsgerichtete Faktoren, die spezifisch für die Schuldner und das wirtschaftliche Umfeld sind.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Klassifizierung und Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten

Gemäß IFRS 9 werden finanzielle Verbindlichkeiten in die folgenden Bewertungskategorien klassifiziert:

(1) Finanzielle Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten (Schuldinstrumente)

(2) Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, wenn diese als zu Handelszwecken gehalten eingestuft werden, es sich um Derivate handelt oder die Verbindlichkeit im Zugangszeitpunkt als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert designiert wird.

Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten sowie Darlehen.

Alle finanziellen Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert sowie bei Darlehen und Verbindlichkeiten abzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten erfasst. Die Folgebilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Steueransprüche, Steuerschulden und latente Steuern

Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des jeweils zu versteuerndem Einkommens der einzelnen Konzerngesellschaften für das Geschäftsjahr berechnet. Das zu versteuernde Einkommen wird dabei um die Posten bereinigt, die steuerfrei oder steuerlich abzugsfähig sind. Der laufende Steueraufwand wird auf Grundlage der am Bilanzstichtag geltenden Steuersätze berechnet.

Latente Steuern werden in Bezug auf abzugsfähige temporäre Differenzen zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Jahresabschluss und ihrer jeweiligen Besteuerungsgrundlage nach der "Asset and Liability"-Methode und steuerliche Verlustvorträge erfasst, solange sie in Zukunft genutzt werden können. Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst.

Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden auf Basis der erwarteten Steuersätze bewertet, die zum Zeitpunkt des Ausgleichs der temporären Differenzen voraussichtlich gelten werden.

Latente Ertragsteueransprüche und -schulden werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Verrechnung tatsächlicher Steueransprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht und wenn sich die latenten Ertragsteueransprüche und -schulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde entweder für das gleiche steuerpflichtige Unternehmen oder für ein anderes steuerpflichtiges Unternehmen erhoben werden, und zwar dann, wenn die Absicht besteht, die Salden auf Nettobasis auszugleichen.

Umsatzrealisierung

Gemäß IFRS 15 werden Umsatzerlöse erfasst, wenn Artnet die Verfügungsgewalt über eine Ware oder eine Dienstleistung an den Kunden überträgt.

Mit Ausnahme des Segments Marktplatz enthalten die Verträge im Wesentlichen nur eine Leistungsverpflichtung. Bei dem Segment Marktplatz basiert die Aufteilung des Transaktionspreises auf den Leistungsverpflichtungen der jeweiligen Transaktion.

Für Galeriemitgliedschaften und Auktionshaus-Partnerschaften gelten die Umsätze für den Zeitraum als realisiert, in dem Artnet seiner vertraglichen Leistungsverpflichtung nachgekommen ist und die entsprechenden Mitglieder- bzw. Partnerseiten erstellt und über die Artnet-Website zugänglich gemacht hat.

Umsatzerlöse für News-Abonnements werden in dem Zeitraum erfasst, in dem Artnet seine vertragliche Leistungsverpflichtung erfüllt hat. Nachrichtenabonnements werden als Monats- und Jahresabonnements angeboten, die über Stripe abgewickelt werden. Umsätze für Monatsabonnements werden verbucht, wenn den Kunden ein neuer Zugang zu den Inhalten gewährt wird. Umsätze für Jahresabonnements werden anteilig über das Jahr erfasst, in dem die Kunden Zugang zu den Nachrichteninhalten haben.

Die Umsatzrealisierung von Werbeverträgen basiert auf den im Vertrag genannten Abrechnungsbedingungen, wobei zwischen einem Festpreis und einem erfolgsabhängigen Modell unterschieden wird. Einnahmen aus Werbeverträgen mit Festpreis werden ähnlich wie die Einnahmen aus Galeriemitgliedschaften und Abonnements der Preisdatenbank erfasst: für den Zeitraum, in dem Banner auf der Website oder in Newslettern erscheinen. Die Umsatzrealisierung für erfolgsabhängige Werbeverträge wird erfasst, nachdem die vereinbarten Leistungsindikatoren bewertet und mit dem jeweiligen Kunden abgestimmt wurden. Bei Leistungsverpflichtungen, die über einen längeren Zeitraum erfüllt werden, wird der Umsatz im zeitlichen Verlauf durch Messung des Fortschritts bis zur vollständigen Erfüllung dieser Leistungsverpflichtung erfasst. Der Konzern wendet die inputbasierte Methode an, um den Umsatz auf der Grundlage der angefallenen Kosten im Verhältnis zum erwarteten Gesamtaufwand für die Erfüllung dieser Leistungsverpflichtung zu erfassen. Wenn die Bemühungen oder der Input gleichmäßig über den Zeitraum der Leistungsverpflichtung verteilt werden, wird der Umsatz linear über diesen Leistungszeitraum erfasst.

Bei Artnet Auctions und der ArtNFT-Plattform werden Käufer- und Verkäuferprovisionen in dem Moment realisiert, in dem der Konzern das entsprechende Geschäft erfolgreich arrangiert hat.

Daher werden Erträge aus der Preisdatenbank, Galerie-Mitgliedschaften sowie Werbeverträgen und Auktionshaus-Partnerschaften hauptsächlich zeitraumbezogen erfasst, während Erträge aus Online-Auktionen zu einem bestimmten Zeitpunkt erfasst werden. Artnet tritt bei Online-Auktionen als Agent auf und erfasst daher ausschließlich den Provisionsertrag. Dagegen wird der bei der Auktion erzielte Verkaufspreis eines Kunstwerks nicht realisiert.

Die Umsatzerlöse werden zum Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung abzüglich etwaiger Preisnachlässe, Umsatzsteuer und anderer verkaufsbezogener Steuern bewertet. Der Transaktionspreis wird den ermittelten Leistungsverpflichtungen zugeordnet, bei denen die Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge im Wesentlichen unter einem Jahr liegt. Da der Transaktionspreis basierend auf dem zugrunde liegenden Vertrag zugeteilt wird, sind keine weiteren wesentlichen Ermessensentscheidungen erforderlich.

Ist die geleistete Vorauszahlung höher als der den erbrachten Leistungsverpflichtungen zuzurechnende Erlös, erfolgt ein Ausweis dieses Betrages unter dem Posten Vertragsverbindlichkeiten. Die Einnahmen für Monatsabonnements werden in dem Monat verbucht, in dem der Kunde Zugang zu den Inhalten hat, die Einnahmen für Jahresabonnements werden unter den Vertragsverbindlichkeiten für die noch nicht erbrachten Leistungen ausgewiesen. Diese Einnahmen werden über die 12 Monate hinweg verbucht.

4. Wesentliche Schätzungen und Ermessensentscheidungen

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert in einem begrenzten Umfang Annahmen und Schätzungen, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten auswirken. Obwohl diese Schätzungen durch den Vorstand nach bestem Wissen und unter Berücksichtigung sämtlicher aktuell verfügbaren Erkenntnisse vorgenommen wurden, können die tatsächlichen Ergebnisse von diesen Schätzungen abweichen.

Bei der Bewertung und Bestimmung der Nutzungsdauer von immateriellen Vermögenswerten wurden Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen, die einer jährlichen Prüfung unterliegen. Die tatsächlichen Werte können von den Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Kenntnis entsprechend berücksichtigt.

Insbesondere die folgenden Bilanzierungsgrundsätze sind von den Schätzungen und Ermessensausübungen des Vorstands wesentlich betroffen:

Geschätzte Nutzungsdauern

Die Abschreibungssätze werden auf der Grundlage des aktuellen Kenntnisstands über die voraussichtliche Nutzungsdauer von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten festgelegt. Die erwarteten Nutzungsdauern werden regelmäßig überprüft. Einzelheiten zu den Abschreibungszeiträumen sind den Erläuterungen in der Abschnitt 3 enthalten.

Tatsächliche und latente Steuern

Tatsächliche Ertragsteuern werden zum Zeitpunkt ihrer Verursachung bilanziell erfasst. Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende Periode und für frühere Perioden sind mit dem Betrag zu bewerten, in dessen Höhe eine Erstattung von den Steuerbehörden bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörden erwartet wird. Die Ermittlung erfolgt unter Berücksichtigung der jeweiligen lokalen Steuergesetze und der bestehenden Rechtsprechung. Die Komplexität dieser Regelungen sowie eine möglicherweise damit einhergehende unterschiedliche Interpretation führt zu Unsicherheiten hinsichtlich der steuerlichen Behandlung einzelner Geschäftsvorfälle. Die Bewertung dieser unsicheren Steuerpositionen erfolgt gemäß IFRIC 23 mit dem wahrscheinlichsten Wert, einer möglichen Inanspruchnahme.

Auf die zum Abschlussstichtag bestehenden Verlustvorträge von Konzerngesellschaften wurden latente Steuern aktiviert, sofern entsprechend den Planungsrechnungen davon auszugehen ist, dass die Verlustvorträge in Anspruch genommen werden. Latente Steueransprüche für Differenzen zwischen den Steuerbilanzwerten und den IFRS-Bilanzwerten der entsprechenden Gesellschaften wurden mit latenten Steuerverpflichtungen unter Berücksichtigung der Fristigkeiten verrechnet. Bei einem Überhang der latenten Steueransprüche wurden diese aktiviert, sofern es als wahrscheinlich angesehen wird, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird.

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte

Die Aktivierung der Website-Entwicklungskosten betrifft neue Produkte und wesentliche Erweiterungen oder Verbesserungen der Website, von denen der Konzern annimmt, dass sie künftig zu zusätzlichen Umsatzerlösen oder Kosteneinsparungen führen werden. Die Prognosen für die Umsatz- und Kostenauswirkungen der neuen Produkte und Entwicklungsprojekte beruhen auf den besten Schätzungen zum Bewertungszeitpunkt. Die tatsächlichen Werte können jedoch von den Schätzungen abweichen.

Leasingverhältnisse

Der Konzern bestimmt die Laufzeit des Leasingverhältnisses als nicht kündbare Laufzeit des Leasingverhältnisses sowie alle Zeiträume, die unter eine Option zur Verlängerung des Leasingverhältnisses fallen, wenn die Ausübung hinreichend sicher ist.

Artnet verfügt über Leasingverträge, die Verlängerungsoptionen beinhalten. Der Konzern nimmt eine Einschätzung dahingehend vor, ob es hinreichend sicher ist, dass die Option zur Verlängerung des Leasingverhältnisses ausgeübt werden wird.

Der Konzern kann regelmäßig den impliziten Zinssatz eines Leasingverhältnisses nicht bestimmen. In diesen Fällen erfolgt die Bewertung der Leasingverbindlichkeit mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz. Dies ist der Zinssatz, den der Konzern unter ähnlichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für einen Kredit - mit ähnlicher Laufzeit und Besicherung - zum Erwerb eines Vermögenswertes mit einem ähnlichen Wert wie das Nutzungsrecht am Leasinggegenstand entrichten müsste.

Der Konzern bestimmt den Grenzfremdkapitalzinssatz anhand von beobachtbaren Daten wie z. B. Marktzinssätzen unter Berücksichtigung unternehmensspezifischer Anpassungen.

5. Finanzielles Risikomanagement

Ziele und Methoden des Finanzrisikomanagements

Ziel des Konzerns ist es, eine starke Kapitalbasis zu bewahren, um das Vertrauen von Investoren, Kreditgebern und Märkten zu erhalten und ein nachhaltiges Wachstum des Konzerns zu gewährleisten. Der Vorstand überwacht Kapitalrendite und Dividendenhöhe regelmäßig.

Das Finanzrisikomanagementsystem umfasst alle organisatorischen Regelungen und Aktivitäten zur systematischen, regelmäßigen und konzernweiten Umsetzung der für das Risikomanagement erforderlichen Prozesse. Der Vorstand wird regelmäßig über die Gesamtrisikosituation des Konzerns informiert und berichtet wiederum an den Aufsichtsrat. Das Finanzrisikomanagementsystem ist Teil des Risikomanagementsystems, das in einem Risikohandbuch dokumentiert ist. Zu den wesentlichen Risiken, die vom Finanzrisikomanagementsystem des Konzerns überwacht und kontrolliert werden, gehören das Kreditrisiko, das Liquiditätsrisiko, das Währungsrisiko und das Zinsänderungsrisiko.

Kreditrisiko

Unter dem Ausfallrisiko versteht man das Risiko, dass eine Gegenpartei ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllen kann und dem Konzern daraus ein finanzieller Verlust entsteht. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte repräsentieren das maximale Ausfallrisiko des Artnet-Konzerns.

Das Ausfallrisiko des Konzerns resultiert überwiegend aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente bzw. Kautionen. Die Gruppe akzeptiert Zahlungen per Kreditkarte, Banküberweisung und auch Schecks von Kunden. Bei den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten handelt es sich hauptsächlich um Bankguthaben, die bei der Bank of America und der Commerzbank gehalten wurden. Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Bilanzwerten.

Im Artnet-Konzern liegt keine signifikante Konzentration des Ausfallrisikos von finanziellen Vermögenswerten vor, da sich das Engagement auf eine große Anzahl von am Kunstmarkt teilnehmenden Kunden verteilt, sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen. Dennoch könnte sich der weltweite Wirtschaftsabschwung auf die Zahlungsfähigkeit der Kunden des Konzerns auswirken und zu einer Verlängerung des durchschnittlichen Zahlungsziels oder zu einem Anstieg der Zahlungsausfälle führen. Dieses Szenario würde sich negativ auf die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns auswirken. Artnet versucht diesem Risiko entgegenzuwirken, indem es mit seinen Kunden, wann immer dies möglich ist, Vorauszahlungen vereinbart. Artnet hat interne Inkassospezialisten und arbeitet auch mit Inkassobüros und deren Rechtsabteilungen zusammen. Für weitere Details verweisen wir auf die Abschnitt 7.4.

Liquiditäts- und Zinsrisiko

Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass der Artnet-Konzern seine finanziellen Verpflichtungen zur Fälligkeit nicht erfüllen kann. Ziel ist es daher, ausreichend Liquidität zu schaffen, um fällige Verbindlichkeiten fristgerecht begleichen zu können. Dazu ist der Artnet-Konzern auf die Generierung eines positiven Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit angewiesen. Das Liquiditätsrisiko wird durch Anwendung einer Abweichungsanalyse vom Ist- zum monatlichen Cash-Bestand laut Liquiditätsplanung (täglich) neu bewertet. Dadurch kann frühzeitig auf Änderungen des Risikopotenzials reagiert werden. Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet das Management mit einem positiven operativen Cashflow. Sollten die Umsatzerlöse nicht wie durch den Vorstand geplant eintreten und/​oder die Kostenmaßnahmen nicht in vollem Maße greifen bzw. verspätet eintreten, könnten auch zukünftig Liquiditätsengpässe auftreten. In diesem Fall müsste die Artnet-Gruppe erneut Eigen- oder Fremdkapitalmaßnahmen durchführen, um die für die weiteren Investitionen in ihre Software und Produkte notwendigen Mittel zu generieren.

Der Artnet-Konzern unterliegt keinem wesentlichen Zinsrisiko, da die Darlehen zu einem festen Zinssatz verzinst werden. Damit ist der Artnet-Konzern keinen Zinsänderungsrisiken ausgesetzt. Die verbleibende Laufzeit der sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und abgegrenzten Schulden liegt unter einem Jahr.

Die folgende Tabelle zeigt die undiskontierten Brutto-Zahlungsströme aus finanziellen Verbindlichkeiten inklusive der zu erwartenden Zinszahlungen:

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31.12.2023

TEUR
Buchwert Brutto Cashflow Summe Brutto Cashflow < 1 Jahr Brutto Cashflow > 1 Jahr
Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 3.986 3.986 3.986 0
Darlehen 902 1.005 101 904
Verbindlichkeiten aus Leasing 307 318 230 88

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31.12.2022

TEUR
Buchwert Brutto Cashflow Summe Brutto Cashflow < 1 Jahr Brutto Cashflow > 1 Jahr
Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 3.407 3.407 3.407 -
Darlehen 713 794 536 258
Verbindlichkeiten aus Leasing 972 974 974 -

Rückstellungen und abgegrenzte Schulden sind keine Finanzinstrumente und werden daher in der obigen Berechnung des Liquiditätsrisikos nach IFRS 7 nicht betrachtet.

Marktrisiken und Fremdwährungsrisiko

Marktrisiken bestehen für die Konzerngesellschaften hauptsächlich in Form von Wechselkursrisiken, da die Umsätze zum großen Teil in US-Dollar erwirtschaftet werden, aber ein Teil der Kosten in Euro anfällt. Das Währungsrisiko ergibt sich aus den Fremdwährungspositionen des Unternehmens und den möglichen Änderungen der entsprechenden Wechselkurse. Die Unsicherheit über deren künftige Entwicklung wird hierbei als Wechselkursrisiko bezeichnet. Ein Währungsrisiko besteht bei einzelnen Geschäften, von zentraler Bedeutung ist jedoch das Gesamtrisiko in einer bestimmten Währung, die "exposure" des Konzerns.

Der Artnet-Konzern steuert die Wechselkursrisiken, indem er die Dienstleistungen für seine europäischen Kunden - soweit möglich - in Euro fakturiert und diese Zahlungseingänge zur Erfüllung seiner auf Euro lautenden Verbindlichkeiten verwendet. Dies trägt zur Reduzierung des Wechselkursrisikos bei. Neben dem US-Dollar/​Euro-Wechselkursrisiko unterliegt der Artnet-Konzern in geringerem Umfang auch dem US-Dollar/​Pfund-Sterling-Wechselkursrisiko. Fremdwährungsrisiken bestehen für den Konzern zudem hinsichtlich konzerninterner Euro-Forderungen für die Finanzierung der im Euro-Währungsraum ansässigen Muttergesellschaft artnet AG, durch die im US-Dollar-Währungsraum ansässige operative Tochtergesellschaft Artnet Corp. sowie aufgrund der von Artnet Corp. gehaltenen Euro-Bankbestände.

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns, die auf andere Währungen als US-Dollar lauteten, betrugen am Bilanzstichtag wie folgt:

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Währung Finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Verbindlichkeiten
TEUR 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
--- --- --- --- ---
EUR 511 781 36 167
GBP 427 522 128 248

Zusätzlich bestehen zum 31. Dezember 2023 bei der Artnet Corp. konzerninterne Forderungen auf Euro-Basis gegen die artnet AG in Höhe von 1.532 TEUR (2022: 1.543 TEUR). Um dieses Währungskursrisiko zu minimieren, wandelte die Artnet Corp. bestehende konzerninterne Forderungen gegen die artnet AG in Höhe von 1.500 TEUR in ein langfristiges konzerninternes Darlehen um. Eine Tilgung dieser Darlehensforderung ist in absehbarer Zukunft weder geplant noch wahrscheinlich. Die konzerninterne Darlehensforderung wird daher entsprechend IAS 21.15 als Teil eines Nettoinvestments (Net Investments) betrachtet.

Entsprechend wird die aus den Wechselkursänderungen resultierende Umrechnungsdifferenz aus dem auf Euro lautenden Darlehensbetrag erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen und wird damit bis zur vollständigen oder teilweisen Veräußerung der Beteiligung der artnet AG an der Artnet Corp. in einer gesonderten Eigenkapitalkomponente akkumuliert.

Im Berichtsjahr 2023 wurde ein Betrag von 46 TEUR aus dem Nettoinvestment eigenkapitalerhöhend in den Fremdwährungsausgleichsposten eingestellt (2022: 92 TEUR eigenkapitalmindernd).

Insgesamt belaufen sich die erfolgsneutral erfassten Beträge zum 31. Dezember 2023 auf 209 TEUR (31. Dezember 2022: 258 TEUR).

Die folgende Tabelle beschreibt die Sensitivität des Konzerns im Fall einer Auf- oder Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro und dem Pfund Sterling um jeweils 10%. Die Sensitivitätsanalyse berücksichtigt lediglich ausstehende, auf fremde Währung lautende monetäre Positionen und passt deren Umrechnung zum Bilanzstichtag entsprechend einer 10%igen Änderung der Wechselkurse an. In die Darstellung einbezogen ist auch das oben dargestellte Währungskursrisiko aus der konzerninternen Forderung.

Eine positive Zahl zeigt einen Anstieg des Jahresergebnisses und des Eigenkapitals an.

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USD gegenüber 31/​12/​2023

TEUR
31/​12/​2022

TEUR
31/​12/​2023

TEUR
31/​12/​2022

TEUR
+10%
Ergebnis (75) (60) 4 (3)
Eigenkapital 96 55 (14) (19)
-10%
Ergebnis 92 73 (4) 4
Eigenkapital (118) (67) 18 24

Der Wert des US-Dollars gegenüber dem Euro stieg um 3% von 0,932 EUR am 31. Dezember 2022 auf 0,906 EUR am 31. Dezember 2023.

6. Segmentberichterstattung

Gemäß IFRS 8 erfolgt die Identifizierung der Geschäftssegmente nach dem Managementansatz. Diesem Ansatz zufolge beruht die externe Berichterstattung auf der internen Finanzberichterstattung an das oberste Führungsgremium. Im Artnet-Konzern ist der Vorstand der artnet AG für die Beurteilung und Steuerung der Geschäftsentwicklung verantwortlich und wird gemäß IFRS 8 als oberstes Führungsgremium betrachtet. Informationen über die Geschäftssegmente werden in der gleichen Weise berichtet, wie diese intern an den Vorstand und den Aufsichtsrat berichtet werden.

Die Berichterstattung des Konzerns bezieht sich auf die folgenden Segmente:

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Segment Marktplatz: umfasst die Bereiche Artnet Galerien und Artnet Auctions

Artnet Galerien präsentiert Kunstwerke von Mitgliedsgalerien und Partnerauktionshäusern online
Artnet Auctions bietet eine kuratierte Plattform für den Onlinekauf und -verkauf von Kunst

Segment Daten: umfasst die Price Database und Analytics

Preisdatenbank beinhaltet alle datenbezogenen Produkte, einschließlich der Price Databases Fine Art und Decorative Art, sowie die darauf basierenden Produkte
Market Alerts und Analytics Reports

Segment Medien: umfasst Artnet News, Werbung und Sponsorships

Artnet News bietet einen 24-Stunden-Nachrichtendienst, der über Veranstaltungen, Trends und Menschen berichtet, die die Kunstbranche prägen
Werbung umfasst Werbepartnerschaften mit Luxus- und Kunstmarken
Sponsorships umfasst Verträge mit Unternehmen, die Veranstaltungen oder Dienstleistungen von Artnet sponsern

Die Segmentberichterstattung erfolgt in Form einer mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung.

In der ersten Stufe wird die Differenz aus den erzielten Erlösen und den einem Segment direkt zuzurechnenden variablen Kosten ermittelt (DB I). In einem zweiten Schritt werden variable indirekte Kosten, die nicht direkt einem Segment zuzuordnen sind, mittels eines Allokationsschlüssels den einzelnen Segmenten zugeordnet und vom DB I abgezogen. Bei dem auf dieser Ebene ermittelten Deckungsbeitrag II (DB II) handelt es sich um den Betrag, der pro Segment zur Deckung der Fixkosten zur Verfügung steht.

Die Steuerung der einzelnen Segmente durch das Management erfolgt auf Basis des DB II (Umsatzerlöse abzüglich direkter und indirekter variabler Kosten), der daher im Folgenden als Segmentergebnis dargestellt wird. Nicht direkt zurechenbare Aufwendungen werden den berichtspflichtigen Segmenten im Wesentlichen auf der Grundlage des Verhältnisses von Beschäftigtenzahl und Umsatzerlösen je Segment zugerechnet. Die Darstellung der Segmentberichterstattung erfolgt entsprechend der internen Kommunikation ausschließlich auf US-Dollar-Basis. Eine Bewertung der Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten je berichtspflichtiges Segment wird dem Management nicht zur Verfügung gestellt und daher nicht berichtet.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Umsätze und die Deckungsbeiträge II der Segmente im Vorjahresvergleich:

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2023

TEUR
Umsatzerlöse Deckungsbeitrag II
Marktplatz 8.026 1.607
Daten 6.722 4.000
Medien 8.601 966
Summe 23.349 6.573

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2022

TEUR
Umsatzerlöse Deckungsbeitrag II
Marktplatz 9.184 1.712
Daten 7.100 3.891
Medien 8.747 1.967
Summe 25.031 7.570

Die nachfolgende Tabelle stellt die Überleitung des DB II zum Betriebsergebnis in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung dar:

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Überleitung des DB II der Segmente zum operativen Ergebnis

TEUR
2023 2022
Deckungsbeitrag II 6.573 7.570
Fixkosten aus Umsatzkosten und aus Abschreibungen (4.719) (4.338)
Fixkosten aus den allgemeinen Verwaltungskosten (3.285) (4.254)
Fixkosten aus Produktentwicklung (469) (608)
Betriebsergebnis (1.900) (1.630)

Während die nachfolgend dargestellten Wertberichtigungen auf Forderungen als nicht zahlungswirksame Aufwendungen die einzelnen Segmentergebnisse beeinflussen, wird die Zuordnung der planmäßigen Abschreibungen auf die einzelnen Segmente lediglich unregelmäßig an den Vorstand berichtet:

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2023

TEUR
Abschreibungen Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen
Marktplatz 651 248
Daten 480 58
Medien 570 52
Summe 1.700 358

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2022

TEUR
Abschreibungen Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen
Marktplatz 585 108
Daten 462 33
Medien 478 2
Summe 1.525 144

Aufteilung nach geografischen Regionen

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns wird hauptsächlich in den USA ausgeübt und dort von der Tochtergesellschaft Artnet Corp. repräsentiert.

Die folgende Tabelle gliedert die Umsatzerlöse des Konzerns nach geografischen Märkten:

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TEUR 2023 2022
USA 14.028 15.706
Europa (ohne Deutschland) 2.926 2.872
Großbritannien 2.659 2608
Deutschland 1.333 1.372
Andere 2.405 2.472
Summe 23.350 25.030

In der folgenden Tabelle sind die langfristigen Vermögenswerte der Gruppe nach geografischen Regionen aufgegliedert:

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TEUR 2023 2022
USA 8.814 7.668
Europa 140 5
UK 76 7
Summe 9.030 7.680

7. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

7.1. Umsatzerlöse

Die Konzern-Umsatzerlöse werden hauptsächlich erzielt durch:

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Artnet Galerien, wo Kunstwerke von Mitgliedsgalerien und Partnerauktionshäusern online präsentiert werden.
Artnet Auctions, eine kuratierte Plattform für den Onlinekauf und -verkauf von Kunst.
Die Price Database, die alle datenbezogenen Produkte, einschließlich der Price Databases Fine Art und Decorative Art, sowie die darauf basierenden Produkte beinhaltet. Market Alerts und Analytics Reports.
Artnet News bietet einen 24-Stunden-Nachrichtendienst, der über Veranstaltungen, Trends und Menschen berichtet, die die Kunstbranche prägen.
Werbung umfasst Werbepartnerschaften mit Luxus- und Kunstmarken. Sponsorships umfasst Verträge mit Unternehmen, die Veranstaltungen oder Dienstleistungen von Artnet sponsern.

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TEUR 2023 2022
Galleries 4.349 4.467
Auctions 3.677 4.716
Data 6.722 7.100
News Abonnements 990 840
Advertising 7.611 7.907
Summe 23.350 25.030

7.2. Umsatzkosten

Die Umsatzkosten gliedern sich wie folgt:

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TEUR 2023 2022
IT-Kosten 2.562 2.609
Auktionen 2.149 3.182
Produktion 1.100 1.177
Galleriekosten 766 724
Abschreibungen 1.315 716
Kundenmanagement 641 334
Kosten des Geldverkehrs 577 652
Aufwendungen aus Wertberichtigungen 72 29
Sonstige Verwaltungskosten 944 1.132
Summe 10.124 10.555

Die Auswirkungen dieser Änderungen auf den tatsächlichen und erwarteten Abschreibungsaufwand aus der Änderung der Schätzung hinsichtlich der Restnutzungsdauern in den immateriellen Vermögenswerten (dargestellt in Abschnitt 2.3) betrugen im Geschäftsjahr 478 TEUR.

7.3. Vertriebs- und Marketingaufwendungen

Die Vertriebs- und Marketingaufwendungen gliedern sich wie folgt:

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TEUR 2023 2022
Vertriebskosten 3.450 3.492
Marketingkosten 1.734 1.400
Operative Kosten 971 1.032
artnet News operative Kosten 2.645 2.801
Summe 8.800 8.725

7.4. Allgemeine Verwaltungskosten

Die allgemeinen Verwaltungskosten gliedern sich wie folgt:

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TEUR 2023 2022
Personalaufwendungen 1.538 1.797
Abschreibungen 337 708
Mietaufwendungen 186 182
Rechts- und Beratungskosten 811 973
Aufwendungen aus Wertberichtigungen 251 101
Sonstige Aufwendungen 768 1.256
Summe 3.891 5.017

7.5. Produktentwicklungskosten

Die Produktentwicklungskosten gliedern sich wie folgt:

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TEUR 2023 2022
Personalaufwendungen 1.724 1.488
Abschreibung 48 101
Aufwendungen aus Wertberichtigungen 36 14
Sonstige Verwaltungskosten 472 566
Sonstige Aufwendungen 154 439
Summe 2.434 2.608

7.6. Personalaufwendungen

In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung sind die Personalaufwendungen der Geschäftsbereiche für die angegebenen Geschäftsjahre in den folgenden Aufwandskategorien erfasst:

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Personalaufwendungen nach Aufwandskategorie

in TEUR
2023 2022
Umsatzkosten 5.138 5.377
Vertrieb und Marketing 6.510 6.311
Allgemeine Verwaltungskosten 1.538 2.605
Produktentwicklung 1.735 1.488
Summe 14.921 15.781

Die Personalkosten umfassten in den Geschäftsjahren 2023 bzw. 2022 Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von 2.135 TEUR bzw. 1.928 TEUR sowie 401(k)-Aufwendungen (Altersvorsorge) in Höhe von 200 TEUR bzw. 221 TEUR.

Der Konzern beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 129 Vollzeitmitarbeitende im Vergleich zu 135 im Vorjahr. Zudem beschäftigte der Konzern im Geschäftsjahr 2023 vier Teilzeitmitarbeitende, verglichen mit sechs Teilzeitmitarbeitenden im Vorjahr.

Unter Berücksichtigung der Teilzeitkräfte beschäftigte Artnet 2023 und 2022 im Monatsdurchschnitt 133 bzw. 141 Mitarbeitende. Diese Mitarbeitenden sind folgenden Aufwandskategorien zuzuordnen:

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Mitarbeiter nach Aufwandskategorie 2023 2022
Umsatzkosten 57 61
Vertrieb und Marketing 44 42
Allgemeine Verwaltungskosten 11 15
Produktentwicklung 21 22
Summe 133 141

Beitragsorientierte Altersvorsorgepläne

Die Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corp. bietet allen berechtigten Mitarbeitenden einen beitragsorientierten Altersvorsorgeplan an, der die Voraussetzungen der Section 401(k) des Internal Revenue Code der USA erfüllt. Das Vermögen des Plans wird getrennt vom Vermögen der Artnet Worldwide Corp. in einem Fonds unter Treuhänderkontrolle gehalten. Teilnehmende Mitarbeitende können innerhalb des gesetzlichen Rahmens bis zu 100% ihres Jahreseinkommens einbringen. Artnet Worldwide Corp. leistet jedes Jahr einen entsprechenden Zuschuss. In den Geschäftsjahren 2023 und 2022 betrug der Zuschuss der Gesellschaft 200 TEUR bzw. 211 TEUR.

7.7. Sonstige Erträge/​Aufwendungen

Unter den sonstigen Erträgen und Aufwendungen werden im Berichtsjahr Verluste aus Wechselkursdifferenzen in Höhe von 38 TEUR (2022: 107 TEUR). Gegenläufig wirkten sich Rückerstattungen und sonstige übrige Erträge in Höhe von 115 TEUR aus. Im Vorjahr wirkten sich insbesondere erhalte Finanzhilfen im Zusammenhang mit dem Employee Retention Credit (ERC) in Höhe von 2.179 TEUR positiv aus.

7.8. Finanzerträge und Finanzaufwendungen

Die Zinserträge und Zinsaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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Zinserträge

TEUR
2023 2022
Federal/​State Unterstützung 0 46
Darlehen 1 1
Summe 1 47

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Zinsaufwand

TEUR
2023 2022
Darlehen 75 7
Leasingverträge 15 27
Sonstige 0 1
Summe 90 35

7.9. Ertragsteueraufwand/​ -ertrag

Die Steueraufwendungen bzw. -erträge für die Jahre 2023 und 2022 setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR 2023 2022
Laufende Ertragsteuern (29) (31)
latente Steuern 937 80
Gesamtsumme Ertragsteuern 908 49

Nachfolgend wird die Überleitung vom erwarteten Steueraufwand zum ausgewiesenen Steueraufwand dargestellt. Der Ertragsteuersatz des Konzerns ist der gewichtete Durchschnittssteuersatz auf Basis der in den verschiedenen Staaten erzielten Ergebnisse vor Ertragsteuern.

Der daraus kombinierte Ertragsteuersatz betrug 28,25 % bzw. 27,50 % für die Geschäftsjahre 2023 und 2022.

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TEUR 2023 2022
Ergebnis vor Steuern (1.912) 71
Berechnete erwartete Steuern 540 (20)
Erhöhung/​Minderung der Steuern durch:
- Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben (281) (13)
- Steuersatzunterschiede 44 71
- Latente Steuern auf bisher nicht berücksichtigte steuerliche Verlustvorträge 605 11
Steuerertrag 908 49

Latente Steuern

Die steuerlichen Effekte aus temporären Differenzen und Verlustvorträgen, die zu aktiven und passiven latenten Steuern führen ergab sich zum 31. Dezember der Geschäftsjahre wie folgt:

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TEUR 31/​12/​2023 31/​12/​2022
Sachanlagen 262 66
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 121 104
Nutzungsrechte (37) (86)
Leasingverbindlichkeiten 38 93
Sonstige Schulden 132 185
Vertragsverbindlichkeiten 671 881
Verlustvorträge 1.202 270
Aktive latente Steuern 2.389 1.514

Von Verlustvorträgen in Höhe von 45.512 TEUR (31. Dezember 2022: 42.377 TEUR) sind 44.617 TEUR (31. Dezember 2022: 41.457 TEUR) unbegrenzt vortragsfähig. Im Gesamtbetrag der bestehenden Verlustvorträge ist voraussichtlich ein Betrag von 41.168 TEUR (31. Dezember 2022: 40.154 TEUR) nicht realisierbar. Die Verlustvorträge verteilen sich auf die folgenden Gesellschaften:

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TEUR 31/​12/​2023 31/​12/​2022
Artnet Worldwide Corp. 4.344 2.223
artnet AG 41.168 40.154
Summe 45.512 42.377

Ausgehend von dem steuerpflichtigen Gewinn früherer Jahre und dem zukünftig erwarteten steuerpflichtigen Gewinn hält Artnet es wahrscheinlich, dass die Vorteile aus zum 31. Dezember 2023 ausgewiesenen aktiven latenten Steuern abzüglich Wertberichtigung genutzt werden können.

8. Erläuterungen zur Bilanz

8.1. Immaterielle Vermögenswerte

Im Jahr 2023 wurden 1.820 TEUR (2022: 1.963 TEUR) der gesamten Entwicklungskosten aktiviert. Der Abschreibungsaufwand der immateriellen Vermögenswerte ist in den Umsatzkosten berücksichtigt. Forschungskosten inklusive Kosten für die laufende Instandhaltung in Höhe von 2.419 TEUR (2022: 2.608 TEUR) wurden in der Periode, in der sie entstanden sind, aufwandswirksam als Aufwendung für die Produktentwicklung erfasst.

Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich in den Geschäftsjahren 2023 und 2022 wie folgt:

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TEUR Entwicklungskosten Software Summe
Anschaffungskosten
Stand 31/​12/​2021 7.375 232 7.608
Währungsunterschiede 403 14 417
Abgänge 0 0 0
Zugänge 1.963 0 1.963
Stand 31/​12/​2022 9.742 246 9.988
Währungsunterschiede (307) (2) (309)
Abgänge (49) (217) (266)
Zugänge 1.820 0 1.820
Stand 31/​12/​2023 11.206 27 11.233
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte
Stand 31/​12/​2021 3.340 226 3.565
Währungsunterschiede 192 13 205
Abgänge 0 0 0
Zugänge 449 7 456
Stand 31/​12/​2022 3.980 246 4.226
Währungsunterschiede (133) (2) (136)
Abgänge (55) (217) (271)
Zugänge 1.184 0 1.184
Stand 31/​12/​2023 4.976 27 5.003
Buchwert
Stand 31/​12/​2022 5.761 0 5.761
Stand 31/​12/​2023 6.230 0 6.230

Zum 31. Dezember 2023 hatte der Konzern keine wesentlichen vertraglichen Verpflichtungen für die Anschaffung von immateriellen Vermögenswerten.

8.2. Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen entwickelte sich in den Geschäftsjahren 2023 und 2022 wie folgt:

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TEUR Computer und Hardware Betriebs- und Geschäftsausstattung Mietereinbauten Summe
Anschaffungskosten
Stand 31/​12/​2021 593 507 378 1.478
Währungsunterschiede 33 29 23 85
Abgänge 0 0 0 0
Zugänge 15 4 0 19
Stand 31/​12/​2022 641 540 401 1.582
Währungsunterschiede (7) (4) (3) (14)
Abgänge (501) (521) (398) (1.419)
Zugänge 35 3 0 38
Stand 31/​12/​2023 169 18 0 186
Abschreibungen des Geschäftsjahres
Stand 31/​12/​2021 532 498 366 1.396
Währungsunterschiede 29 29 22 80
Abgänge 0 0 0 0
Zugänge 42 2 14 58
Stand 31/​12/​2022 602 530 401 1.533
Währungsunterschiede (7) (4) (3) (14)
Abgänge (500) (520) (398) (1.418)
Zugänge 35 4 0 39
Stand 31/​12/​2023 131 9 0 140
Buchwert
Stand 31/​12/​2022 39 10 0 49
Stand 31/​12/​2023 38 8 0 46

Der Abschreibungsaufwand der Sachanlagen ist in den Umsatzkosten berücksichtigt.

Zum 31. Dezember 2023 hatte der Konzern keine wesentlichen vertraglichen Verpflichtungen für die Anschaffung von Sachanlagen. Nahezu alle Vermögenswerte des Konzerns einschließlich der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte befinden sich in den USA. Die planmäßigen Abschreibungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten für das Jahr 2023 in Höhe von 1.184 TEUR (2022: 494 TEUR) entfallen wie im Vorjahr nahezu ausschließlich auf die USA.

8.3. Nutzungsrechte

Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen werden anfänglich zu Anschaffungskosten bewertet, die der anfänglichen Bewertung der Leasingverbindlichkeit entsprechen, angepasst um Zahlungen, die am oder vor dem Beginn des Leasingverhältnisses geleistet wurden, sowie um etwaige anfängliche direkte Kosten. Das Nutzungsrecht wird dann von Beginn bis Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses linear abgeschrieben - es sei denn, der Besitz des zugrunde liegenden Vermögenswertes geht am Ende der Laufzeit des Leasingverhältnisses auf Artnet über oder die Kosten der Nutzungsrechte spiegeln die Tatsache wider, dass Artnet eine Kaufoption ausübt.

Der Konzern hat drei Mietverhältnisse im Zusammenhang mit Büros: die Büromiete in New York mit einer Mietdauer von 18 Monaten, die Büromiete in Großbritannien und die Miete für das Büro der AG mit einer Mietdauer von 36 Monaten. Die Abschreibung der Nutzungsrechte beläuft sich auf 482 TEUR (2022: 1.011 TEUR). Die Gruppe hat keine anderen kurzfristigen und geringwertigen Mietverträge, alle bürobezogenen Mietverträge werden unter Nutzungsrechte verbucht.

Die Nutzungsrechte entwickelten sich in den Geschäftsjahren 2023 und 2022 wie folgt (dabei bezieht sich alles auf Büroräumlichkeiten):

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TEUR Nutzungsrechte
Anschaffungskosten
Stand 31.12.2021 3.989
Währungsunterschiede 225
Abgänge 0
Zugänge 0
Stand 31.12.2022 4.213
Währungsunterschiede (35)
Abgänge (4.183)
Zugänge 479
Stand 31.12.2023 474
Abschreibungen des Geschäftsjahres
Stand 31.12.2021 2.755
Währungsunterschiede 134
Abgänge 0
Zugänge 1.011
Stand 31.12.2022 3.901
Währungsunterschiede (30)
Abgänge (4.183)
Zugänge 482
Stand 31.12.2023 170
Buchwert
Stand 31.12.2022 312
Stand 31.12.2023 304

8.4. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR 31/​12/​2023 31/​12/​2022
Bruttoforderungen 3.059 3.322
Wertberichtigungen auf Forderungen (410) (379)
Forderungen nach Wertberichtigungen 2.649 2.943

Wertberichtigungen wurden zum 31. Dezember 2023 und 31. Dezember 2022 ausschließlich für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erfasst. Dementsprechend wird im Folgenden nur der vereinfachte Ansatz für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dargestellt. Ein Zahlungsausfall im Sinne des IFRS 9 tritt ein, wenn eine Forderung mehr als 30 Tage überfällig ist. Für sonstige finanzielle Vermögenswerte, insbesondere für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, war die Bildung von Wertberichtigungen nicht notwendig.

Das Kreditrisiko wird auf Portfolioebene gesteuert. Artnet versucht, das Kreditrisiko zu reduzieren, indem es im Zusammenhang mit der Erbringung von Dienstleistungen Vorauszahlungen anfordert und erhält. Bei bedeutenden Neukunden wird zunächst die Kreditwürdigkeit individuell geprüft, bevor Geschäftsbeziehungen eingegangen werden. Darüber hinaus soll der Forderungsausfall durch kontinuierlichen Kontakt zwischen der Kundendienstabteilung, dem Vertriebspersonal und den Kunden minimiert werden.

In Bezug auf die Forderungen besteht keine Konzentration des Kreditrisikos, da der Konzern über eine diversifizierte und weltweite Kundenbasis verfügt. Der Forderungsbestand umfasst verschiedene Forderungen gegen Kunden mit weltweiten Standorten. Der Buchwert der Forderungen entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.

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TEUR Ausfallrate Nennbetrag Wertberichtigung 31/​12/​2023
Fällige, aber nicht wertberichtigte Forderungen
Fällig zwischen 0 und 60 Tagen 0 % 2.496 0 2.496
Restbuchwert wertberichtigter Forderungen
Fällig zwischen 61 und 90 Tagen 10 % 68 7 61
Fällig zwischen 91 und 180 Tagen 25 % 65 16 48
Fällig in über 180 Tagen 90 % 430 387 43
Summe fällige und wertberichtigte Forderungen 562 410 153
Forderungen nach Wertberichtigungen 3.059 410 2.649

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TEUR Ausfallrate Nennbetrag Wertberichtigung 31/​12/​2022
Fällig zwischen 0 und 60 Tagen 0 % 2.326 0 2.362
Fällig zwischen 61 und 90 Tagen 10 % 480 48 432
Fällig zwischen 91 und 180 Tagen 25 % 156 39 117
Fällig in über 180 Tagen 90 % 324 292 32
Summe fällige und wertberichtigte Forderungen 960 379 581
Forderungen nach Wertberichtigungen 3.322 379 2.943

Diese Wertberichtigungen sind in erheblichem Umfang mit einer Ermessensausübung des Vorstands und Überprüfung der einzelnen Forderungen auf der Grundlage der entsprechenden Bonität der Kunden, der aktuellen Konjunkturtrends sowie der Analyse historischer Daten zu uneinbringlichen Forderungen auf Portfolio-Basis verbunden. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Der Konzern hält keine Sicherheiten für ausstehende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen entwickelten sich wie folgt:

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TEUR 31/​12/​2023 31/​12/​2022
Stand zu Beginn des Geschäftsjahres 379 613
Uneinbringliche Forderungen im Geschäftsjahr 358 144
Ausbuchung uneinbringlicher Forderungen (309) (410)
Währungsunterschiede (18) 32
Stand am Ende des Geschäftsjahres 410 379

8.5. Sonstige finanzielle Vermögenswerte und Forderungen

Die sonstigen finanziellen Forderungen und Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR 31/​12/​2023 31/​12/​2022
Sonstige Forderungen 195 304
Summe kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 195 304
Kautionen 61 45
Summe langfristige finanzielle Vermögenswerte 61 45
Summe 256 349

8.6. Sonstige nichtfinanzielle Forderungen und Vermögenswerte

Die sonstigen nichtfinanziellen Forderungen und Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

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TEUR 31/​12/​2023 31/​12/​2022
ERC Finanzhilfe 0 2.180
Sonstige Anzahlungen 144 247
Vorsteuererstattungsansprüche in Deutschland und Großbritannien 58 34
Sonstige 8 5
Summe 210 2.466

Die nichtfinanziellen Forderungen und Vermögenswerte sind vollständig kurzfristig.

8.7. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich aus den Barmitteln und Bankguthaben zusammen. Der Buchwert der Barmittel und Bankguthaben entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert. Der Konzern sieht alle hochliquiden Anlagen mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten ab dem Erwerbsdatum als Zahlungsmitteläquivalente an.

8.8. Eigenkapital

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2023 2022
Genehmigte nennwertlose Stammaktien (rechnerischer Wert 1,00 Euro pro Aktie) 5.706.067 5.706.067
Ausgegebene und voll eingezahlte nennwertlose Stammaktien (rechnerischer Wert 1,00 Euro pro Aktie) 5.706.067 5.627.986
Eigene nennwertlose Stammaktien 0 78.081

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 5.706 TEUR (2022: 5.706 TEUR). Das gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 5.706.067 nennwertlose Stammaktien. Sämtliche Aktien der artnet AG sind Namensaktien.

Genehmigtes und bedingtes Kapital

Artnet verfügt derzeit weder über genehmigtes noch bedingtes Kapital.

Eigene Aktien

Artnet hält derzeit keine eigenen Aktien. Die von Artnet gehaltenen eigenen Aktien wurden im Jahr 2023 veräußert.

Kapitalrücklage

Eigene Aktien im Umfang von 78.081 wurden am 2. Mai 2023 zu 8,58 EUR verkauft.

Der Bestand an eigenen Aktien wurde um 264 TEUR reduziert, die zusätzlichen 406 TEUR werden der Kapitalrücklage zugeführt.

8.9. Darlehensverbindlichkeiten

Am 27. Juli 2022 erhielt Artnet ein Darlehen von einer Artnet-Führungskraft in Höhe von 256 TEUR. Dieses war ursprünglich am 31. Dezember 2022 fällig und wurde mit 6% verzinst. Im Februar 2023 wurde dieses Darlehen verlängert und läuft nun bis Januar 2025 mit einem Zinssatz von 10%.

Am 20. Dezember 2023 erhielt Artnet von dieser Artnet-Führungskraft ein weiteres Darlehen in Höhe von 136 TEUR. Das Darlehen ist im Januar 2025 fällig und wird mit 10% verzinst.

Im Mai 2023 zahlte das Unternehmen ein Darlehen in Höhe von 459 TEUR zurück, das im Dezember 2022 von Galerie Neuendorf gewährt worden war.

Im Jahr 2023 erhielt das Unternehmen zwei Darlehen von Galerie Neuendorf: 453 TEUR wurden im Juli 2023 und 58 TEUR im Dezember 2023 gewährt. Beide Darlehen sind im Januar 2025 fällig und werden mit 10% verzinst.

Da seit der Ausgabe dieser Darlehen keine wesentlichen Änderungen der Bewertungsparameter stattgefunden haben, entspricht ihr beizulegender Zeitwert den fortgeführten Anschaffungskosten.

8.10. Verbindlichkeiten aus Leasing

Die Leasingverbindlichkeiten entwickelten sich 2023 und 2022 wie folgt:

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TEUR 2023 2022
Stand zu Beginn des Geschäftsjahres 972 1.859
Zugänge 473 0
Reklassifizierung (566) * 0
Zahlungen (570) (1.043)
Zinsaufwand 15 27
Wechselkursunterschiede (17) 128
Summe 307 972

* Reklassifizierung in die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen für verspätete Zahlungen an den ehemaligen Vermieter

Im Geschäftsjahr 2023 wurden Aufwendungen in Höhe von 5 TEUR (2022: 5 TEUR) für kurzfristige Leasingverhältnisse direkt als allgemeine Verwaltungskosten erfasst.

Die Überleitung von Mindestleasingzahlungen zum Barwert lautet wie folgt:

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31/​12/​2023 Summe

TEUR
< 1 Jahr

TEUR
> 1-3 Jahre

TEUR
Barwert der Mindestleasingzahlungen 307 221 85
Zinsanteil 11 9 2
Mindestleasingzahlungen 318 230 88

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31/​12/​2022 Summe

TEUR
< 1 Jahr

TEUR
> 1-3 Jahre

TEUR
Barwert der Mindestleasingzahlungen 972 972 0
Zinsanteil 2 2 0
Mindestleasingzahlungen 974 974 0

8.11. Vertragsverbindlichkeiten

Vertragsverbindlichkeiten setzen sich aus Rechnungen oder Zahlungseingängen von Kunden zusammen, die vor der Umsatzrealisierung eingegangen sind und entsprechen den ausstehenden Leistungsverpflichtungen des Konzerns. Alle Verträge haben eine Laufzeit von einem Jahr oder weniger, in den Vorperioden wurden keine in den Abschluss 2023 aufgenommenen Leistungsverpflichtungen erfüllt.

Die ausstehenden Leistungsverpflichtungen betragen 1.517 TEUR (2022: 1.477 TEUR) für die Preisdatenbank, 295 TEUR (2022: 335 TEUR) für Artnet Galerien, 397 TEUR (2022: 1.120 TEUR) für Werbung und 257 TEUR (2022: 263 TEUR) für Artnet News Pro.

Kunden leisten Vorauszahlungen für bestimmte Serviceverträge mit dem Konzern. Diese Vorauszahlungen werden erst dann als Umsatz realisiert, wenn der Konzern die vereinbarte Leistung erbringt. Der Konzern weist diese Beträge zum 31. Dezember 2023 als Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von 2.466 TEUR aus, verglichen mit 3.195 TEUR im Vorjahr. Die vertraglichen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2022 wurden im Jahr 2023 vollständig als Umsatzerlöse erfasst. Die erfassten vertraglichen Verbindlichkeiten unterliegen keinen Ermessensentscheidungen, da sie auf der ausstehenden Leistungsverpflichtung basieren.

8.12. Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten bestehen zum 31. Dezember 2023 und 31. Dezember 2022 vollständig aus Kreditkartenschulden, die kurzfristig fällig sind.

8.13. Sonstige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten

Die sonstigen nichtfinanziellen Verbindlichkeiten sind vollständig kurzfristig und setzten sich in den angegebenen Geschäftsjahren wie folgt zusammen:

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TEUR 31/​12/​2023 31/​12/​2022
Verbindlichkeiten aus Steuern 177 106
Bonuszahlungen 102 866
401(k)-Zahlungen (Altersvorsorge in den USA) 217 194
Resturlaub 30 41
Sonstige 102 158
Summe 628 1.365

9. Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die Konzernkapitalflussrechnung weist für das Berichtsjahr und das Vorjahr entsprechend IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" die Entwicklung der Zahlungsströme getrennt nach Mittelzu- und abflüssen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit aus. Die Ermittlung der Zahlungsflüsse aus betrieblicher Tätigkeit erfolgt nach der indirekten Methode.

Der Finanzmittelfonds beinhaltet unverändert zum Vorjahr Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten. Er entspricht dem Bilanzposten "Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente".

Veränderungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten

Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung der Änderungen von Verbindlichkeiten aus Finanzierungstätigkeiten:

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TEUR Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Leasingverbindlichkeiten Gesamt
Stand am 1. Januar 2022 0 1.860 1.860
Zahlungswirksame Änderungen 706 (1.043) (337)
Sonstige nicht zahlungswirksame Änderungen 7 0 7
Leasing 0 27 27
Währungsumrechnung 0 128 128
Stand am 31. Dezember 2022 713 972 1.685
Zahlungswirksame Änderungen 209 (570) (361)
Sonstige nicht zahlungswirksame Änderungen 0 (93) (93)
Leasing 0 15 15
Währungsumrechnung (20) (17) (37)
Stand am 31. Dezember 2023 902 307 1.209

10. Sonstige Informationen

10.1. Transaktionen mit nahestehenden Personen

Nahestehende Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24 sind juristische oder natürliche Personen sowie deren Angehörige, die auf die artnet AG und deren Tochterunternehmen Einfluss nehmen können oder der Kontrolle, der gemeinschaftlichen Führung oder einem maßgeblichen Einfluss durch die artnet AG bzw. deren Tochterunternehmen unterliegen. Hierzu gehören unter anderen die Organmitglieder der artnet AG, deren Bezüge dem Vergütungsbericht bzw. im Abschnitt 10.2 zu entnehmen sind.

Alle Transaktionen und Vereinbarungen wurden wie unter fremden Dritten geschlossen und durchgeführt wurden. Alle unten aufgeführten Forderungen und Verbindlichkeiten sind innerhalb von einem Jahr nach dem Stichtag fällig, sofern nicht anders angegeben.

Während des Geschäftsjahres 2023 fanden folgende Transaktionen mit nahestehenden Personen statt:

Vereinbarungen mit Management in Schlüsselpositionen

Im Juli 2022 erhielt Artnet ein Darlehen von einer Artnet-Führungskraft in Höhe von 256 TEUR, welches ursprünglich im Dezember 2022 fällig und mit 6% verzinst wurde. Dieses Darlehen wurde im Februar 2023 verlängert und läuft bis Januar 2025 mit einem Zinssatz von 10%. Im Dezember 2023 erhielt Artnet von dieser Führungskraft ein weiteres Darlehen in Höhe von 136 TEUR, das im Januar 2025 fällig und mit 10% verzinst wird.

Vereinbarungen mit der Galerie Neuendorf AG

Die Galerie Neuendorf AG ist Gesellschafter der artnet AG mit maßgeblichem Einfluss.

Im Mai 2023 zahlte Artnet einen Darlehensbetrag einschließlich Zinsen in Höhe von insgesamt 486 TEUR zurück, das ursprünglich im Dezember 2022 von Galerie Neuendorf gewährt worden war.

Im Juli 2023 erhielt Artnet ein Darlehen von Galerie Neuendorf in Höhe von 453 TEUR und im Dezember 2023 gewährte Galerie Neuendorf ein weiteres Darlehen von 58 TEUR. Beide Darlehen werden im Januar 2025 fällig und mit 10% verzinst.

Im August 2019 wurde ein Beratervertrag mit der Galerie Neuendorf AG bis zum 31. August 2021 verlängert. Im Dezember 2020 wurde dieser Beratervertrag um zwei Jahre bis Dezember 2022 verlängert. Der Vertrag verlängert sich automatisch bis anderes vereinbart wird. Hans Neuendorf ist Vorstand der Galerie Neuendorf und erbringt auf Grundlage dieses Vertrages laufende strategische Beratungsleistungen für die zukünftige Entwicklung und das Wachstum des Konzerns. In den Jahren 2023 und 2022 betrug die Vergütung für die Beratungsleistungen 161 TEUR bzw. 336 TEUR.

Im Februar 2019 wurde eine Vereinbarung über eine "Gallery Network Membership" mit der Galerie Neuendorf AG abgeschlossen. Der Vertrag verlängert sich automatisch, es sei denn dieser wird fristgerecht gekündigt. In den Jahren 2023 und 2022 wurden der Galerie Neuendorf AG jeweils 2 TEUR (2022: 3 TEUR) in Rechnung gestellt.

Die Galerie Neuendorf AG verkaufte ein Kunstwerk über Artnet Auctions in einem Privatverkauf. Es galten die üblichen Bedingungen.

Vereinbarungen mit Angehörigen von Organmitgliedern

Der Vertragspartner ist ein Angehöriger des Vorstands. Im Geschäftsjahr wurden Designarbeiten in Höhe von 66 TEUR (2022: 87 TEUR) vergütet.

Vereinbarungen mit Screen Inc.

Der Betreiber der Screen Inc. ist Angehöriger des Vorstands. Im Geschäftsjahr wurden Beratungsleistungen in Höhe von 118 TEUR (2022: 73 TEUR) vergütet.

Hoopologie LLC

Der Betreiber der Hoopologie LLC. ist Angehöriger einer Artnet-Führungskraft. Im Januar 2023 wurde ein neuer weiterer Untermietvertrag abgeschlossen. Der Vertrag läuft zum 31.12.2023 aus, sofern dieser nicht nach beidseitigem Einverständnis verlängert wird. Der Gruppe wurden im Jahr 2023, auf Grundlage des Untermietvertrages, 18 TEUR (2022: 17 TEUR) in Rechnung gestellt.

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Verkauf von Dienstleistungen Erwerb von Dienstleistungen/​ Zinsaufwand
TEUR 2023 2022 2023 2022
--- --- --- --- ---
Management in Schlüsselpositionen - - 32 7
Galerie Neuendorf AG 2 3 193 358
Angehörigen von Organmitgliedern - - 66 87
Screen Inc. - - 118 73
Hoopologie LLC - - 18 17
Summe 2 3 429 542

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Forderungen gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen
TEUR 31/​12/​2023 31/​12/​2022 31/​12/​2023 31/​12/​2022
--- --- --- --- ---
Management in Schlüsselpositionen - - 387 263
Galerie Neuendorf AG - - 514 450
Angehörigen von Organmitgliedern - - 20 22
Screen Inc. - - 49 61
Hoopologie LLC - - 11 7
Summe - - 982 803

10.2. Vergütung des Schlüsselmanagements (Angaben nach § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB und IAS 24)

Vergütung des Vorstands

Jacob Pabst ist Alleinvorstand der artnet AG und der Artnet Worldwide Corp. In den Geschäftsjahren 2023 und 2022 erhielt Jacob Pabst vom Konzern eine Vorstandsvergütung in folgender Höhe:

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TEUR 2023 2022
Fixum 416 428
Wert zusätzlicher Leistungen (Krankenversicherung) 5 5
Fixe Vergütungskomponenten 421 433
Bonus (variable Vergütung) 0 43
Summe 421 476
Wechselkursunterschiede (17) 128
Summe 307 972

Der Bonus von 43 TEUR für 2022, der 2023 ausgezahlt werden sollte, wurde 2023 gestrichen. Herr Pabst hat wegen der wirtschaftlich schwierigen Konjunktur den Bonus nicht in Anspruch genommen.

Vergütung des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2023 waren die folgenden Personen Mitglieder des Aufsichtsrats:

Hans Neuendorf, Gründer, artnet AG: Berlin, Deutschland, bei der Aktionärsversammlung am 26. August 2022 als Mitglied wiedergewählt.

Dr. Pascal Decker, Vorsitzender: Berlin, Deutschland, bei der Aktionärsversammlung am 26. August 2022 wiedergewählt. Er ist außerdem Vorsitzender des Aufsichtsrats der Tokugawa I.L.

Prof. Dr. Michaela Diener: Berlin, Deutschland, bei der Aktionärsversammlung am 26. August 2022 wiedergewählt.

An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurden in den Geschäftsjahren 2023 und 2022 Vergütungen in folgender Höhe gezahlt:

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TEUR 2023 2022
Hans Neuendorf 25 25
Dr. Pascal Decker 50 50
Prof. Dr. Michaela Diener 37,5 37,5
Summe 112,5 112,5

10.3. Honorar des Abschlussprüfers gemäß § 314 HGB

Das Honorar des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses im Jahr 2023 belief sich auf 313 TEUR (2022: 220 TEUR).

10.4. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich mittels Division des Konzernergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Berichtsjahr in Umlauf befindlichen Stammaktien. Da es keine potenziell verwässernden Aktien aus Aktienoptionen mehr gibt, entspricht das verwässerte Ergebnis je Aktie wie im Vorjahr dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.

Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie beruht auf den folgenden Daten:

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EUR 2023 2022
Zähler (Einnahmen): Konzernergebnis des Geschäftsjahres (1.004.100) 120.513
Ausgegebene Stammaktien 5.706.067 5.706.067
Gewichteter Durchschnitt der Eigenen Aktien -25.884 -78.081
Nenner (Anzahl der Aktien): gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie (ausgegebene und voll eingezahlte Stammaktien) 5.680.183 5.680.183

Die 78.081 eigenen Aktien wurden am 2. Mai 2023 veräußert, weitere Transaktionen mit Stammaktien oder potenziellen Stammaktien fanden im Zeitraum zwischen dem Bilanzstichtag und der Freigabe des Konzernabschlusses zur Veröffentlichung nicht statt.

10.5. Eventualverbindlichkeiten und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestanden keine Eventualverbindlichkeiten und sonstigen finanziellen Verpflichtungen.

10.6. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zwischen dem 31. Dezember und der Veröffentlichung des Jahresabschlusses hat die Artnet Gruppe ein Darlehen in Höhe von 1 Mio. USD (928 TEUR) von einem fremden Dritten erhalten. Das Darlehen hat eine Laufzeit von einem Jahr und ist mit 11,5% verzinst. Es sind keine weiteren wesentlichen Ereignisse eingetreten.

Berlin, 30. August 2024

Jacob Pabst, Vorstand, artnet AG

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

an die artnet AG, Berlin

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der artnet AG, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der artnet AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten Bestandteile des Konzernlageberichts und des Geschäftsberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

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entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und
vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf die im Abschnitt "Sonstige Informationen" genannten nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Konzernlageberichts.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/​2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Hinweis auf einen sonstigen Sachverhalt

Der Konzernabschluss und Konzernlagebericht der artnet AG für das vorherige, am 31. Dezember 2022 endende Geschäftsjahr wurden von einem anderen Abschlussprüfer geprüft, der mit Datum vom 12. Mai 2023 nicht modifizierte Prüfungsurteile zu diesem Konzernabschluss und Konzernlagebericht abgegeben hat.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Bilanzierung der Geschäfte mit nahestehenden Personen

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt

Zwischen dem Artnet-Konzern und einem Teil der nahestehenden Personen und Gesellschaften bestehen verschiedene und vielfältige Geschäftsbeziehungen.

Aufgrund der quantitativen und qualitativen Komplexität der Geschäftsbeziehungen besteht das Risiko für den Konzernabschluss, dass die nach den angewandten Rechnungslegungsgrundsätzen erforderlichen Angaben zu den nahestehenden Unternehmen und Personen im Sinne des IAS 24, die für die Rechnungslegung wesentlich sind, nicht vollständig und ordnungsgemäß im Konzernabschluss angegeben sind.

Prüferisches Vorgehen

Für Zwecke der Sicherstellung der vollständigen und ordnungsgemäßen Erfassung und Darstellung der Angaben zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen innerhalb des Konzernabschlusses, haben wir unter anderem die nachfolgend dargestellten Prüfungshandlungen durchgeführt.

Wir haben ein Verständnis, über das der Identifizierung und Erfassung von Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen zugrunde liegende Prozess- und Kontrollumfeld erlangt. Wir haben mündliche und schriftliche Befragungen des Vorstands, des Aufsichtsrats und der Geschäftsführung der wesentlichen, in den Konzernabschluss einbezogenen, Tochtergesellschaft durchgeführt und die Ergebnisse ausgewertet und gewürdigt. Wir haben konzerninterne Protokolle und Unterlagen, wie z.B. Aufsichtsratsprotokolle und öffentlich verfügbare Dokumente, wie z.B. Registerunterlagen, ausgewertet und gewürdigt. Wir haben Verträge, die den wesentlichen Geschäftsvorfällen mit nahestehenden Unternehmen und Personen zugrunde liegen, hinsichtlich ihrer gesellschafts- und zivilrechtlichen Wirksamkeit, der Marktüblichkeit sowie, falls erforderlich, ihrer Zustimmung durch den Aufsichtsrat ausgewertet und gewürdigt. Wir haben weitere aussagebezogene Prüfungshandlungen, wie z.B. Analysen des Buchungsstoffes durchgeführt, um die Vollständigkeit der im Konzernabschluss abgebildeten Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu würdigen.

Verweis auf zugehörige Angaben

Zu den Angaben zu nahestehenden Unternehmen und Personen verweisen wir auf die Ausführungen im Konzernanhang unter "9.1 Transaktionen mit nahestehenden Personen".

Umsatzrealisierung und Periodenabgrenzung

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt

Der Artnet-Konzern weist Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 23.350 (Vorjahr TEUR 25.030) aus. Gleichzeitig werden zum Bilanzstichtag erhaltene Zahlungen in Höhe von TEUR 2.466 (Vorjahr TEUR 3.195) als Vertragsverbindlichkeiten passiviert. Die Gruppe bietet Verträge für IT-Dienstleistungen rund um den Kunstmarkt an, die über unterschiedliche Laufzeiten abgeschlossen werden. Für diese Verträge erhält die Gruppe regelmäßig Vorauszahlungen ihrer Kunden. Die Gruppe erzielt zudem Umsatzerlöse aus der Vermittlung von Verträgen über den Kauf von Kunstwerken, sowie durch die Veröffentlichung von Werbung auf den Internetseiten des Konzerns.

Die Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt der Erfüllung der Leistungsverpflichtung erfasst. Bei den Dienstleistungsverträgen realisiert der Konzern die Umsatzerlöse linear über die Laufzeit der jeweiligen Verträge, indem die Vertragsverbindlichkeiten korrespondierend aufgelöst werden. Für die Berechnung der Auflösungsbeträge werden sowohl marktübliche ERP-Systeme, als auch eigenentwickelte Applikationen verwendet.

Die Umsatzerlöse stellen somit einen wesentlichen Posten im Konzernabschluss dar und werden als bedeutsamer finanzieller Leistungsindikator zur Unternehmenssteuerung herangezogen. Darüber hinaus haben die Umsatzerlöse eine zentrale Bedeutung in der Kapitalmarktkommunikation.

Das Risiko für den Abschluss besteht in einer nicht sachgerechten Darstellung der Umsatzrealisierung und damit einhergehend insbesondere in einem zu geringen Ausweis der Vertragsverbindlichkeiten. Die Umsatzrealisierung war aufgrund der erforderlichen Abgrenzung von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung.

Prüferisches Vorgehen

Im Rahmen unserer Abschlussprüfung haben wir uns mit den unternehmensintern festgelegten Methoden, Verfahren und Kontrollmechanismen der Umsatzrealisierung anhand des in IFRS 15 definierten fünfstufigen Verfahrens befasst.

Wir haben die Ausgestaltung und Wirksamkeit der rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollen durch Nachvollziehen von spezifischen Geschäftsvorfällen von deren Entstehung bis zur Abbildung im Konzernabschluss beurteilt. Unsere Prüfungshandlungen beinhalteten unter anderem die stichprobenhafte Durchsicht der vertraglichen Grundlagen, insbesondere hinsichtlich der Erfüllung der Leistungsverpflichtungen, der korrespondierenden Zahlungseingänge und des Zeitpunkts der Umsatzrealisierung bzw. deren Abgrenzung. Im Weiteren haben wir analytische Prüfungshandlungen durchgeführt.

Verweis auf zugehörige Angaben

Die Angaben zur Umsatzrealisierung und zur Periodenabgrenzung sind in der Abschnitt 3"Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" im Konzernanhang sowie in dem Abschnitt "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage" im Konzernlagebericht enthalten.

Aktivierung von Entwicklungskosten

Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt

Im Konzernabschluss der artnet AG werden zum 31. Dezember 2023 selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 6.230 (Vorjahr TEUR 5.761) ausgewiesen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 1.820 aktiviert.

Der Artnet-Konzern aktiviert bei Erfüllung der Ansatzkriterien des IAS 38 immaterielle Vermögenswerte. Hierbei handelt es sich um selbst geschaffene Software und Softwarekomponenten, die als eigenständige Entwicklungsprojekte identifiziert werden. Diese Projekte werden anhand bestimmter Meilensteine in die Forschungsphase und die Entwicklungsphase aufgeteilt. Im Anschluss werden die aktivierungsfähigen Kosten, die vor allem die Kosten für eigene Entwickler und Aufwendungen für externe Berater enthalten und in der Entwicklungsphase angefallen sind, auf die identifizierten Projekte geschlüsselt, um den zu aktivierenden Betrag zu ermitteln.

Die Risiken für den Abschluss bestehen darin, dass die Ansatzvoraussetzungen des IAS 38.57 zum Zeitpunkt der Aktivierung nicht kumulativ erfüllt sind bzw. nachgewiesen werden können und die Herstellungskosten gemäß IAS 38.66 nicht korrekt ermittelt wurden.

Prüferisches Vorgehen

Unter Anwendung eines risikoorientieren Prüfungsansatzes haben wir unser Prüfungsurteil auf aussagebezogene Prüfungshandlungen gestützt.

In einem ersten Schritt haben wir uns Kenntnis über den Prozess hinsichtlich der Aktivierung von Entwicklungskosten und ihrer Bewertung verschafft. Für die Beurteilung der Angemessenheit in Bezug auf Ansatz und Zugangsbewertung haben wir Beobachtungen und Befragungen durchgeführt. Unsere Prüfungshandlungen beinhalteten dabei insbesondere die Gespräche mit dem gesetzlichen Vertreter, sowie dem Leiter und Mitarbeitern der Entwicklungsabteilung.

Im Weiteren haben wir im Rahmen von stichprobenhaften, aussagebezogenen Prüfungshandlungen beurteilt, ob bei Zugang die Ansatzkriterien erfüllt waren, sowie die Zugangsbewertung der Höhe nach korrekt erfolgt ist.

Wir haben für die wesentlichen im abgelaufenen Geschäftsjahr aktivierten immateriellen Vermögenswerte durch Einzelfallprüfungshandlungen die Erfüllung der Ansatzkriterien des IAS 38 nachvollzogen. Wir haben interne Bilanzierungsmemoranden gewürdigt, die unter anderem Ziel und Zweck der einzelnen Projekte, sowie den konkreten Nutzen für den Artnet-Konzern beinhalten.

Die Höhe der aktivierten Kosten haben wir mit Hilfe von Einzelfallprüfungshandlungen nachvollzogen. Im Wesentlichen haben wir die Ermittlungen des Mandanten nachberechnet und mit weiteren Prüfungsnachweisen, wie z.B. Unterlagen aus der Personalbuchhaltung, abgestimmt. Diesbezüglich haben wir insbesondere beurteilt, ob die Zuordnung und Abgrenzung der Herstellungskosten korrekt erfolgt ist.

Verweis auf zugehörige Angaben

Die Angaben zu den aktivierten Entwicklungskostens sind im Konzernanhang in den Abschnitten "7. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze" und "26. Immaterielle Vermögenswerte", sowie im Konzernlagebericht in den Abschnitten "Forschung und Entwicklung", "Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage" sowie "Risikobericht" enthalten.

Sonstige Informationen

Der gesetzliche Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen

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den Vergütungsbericht nach § 162 AktG, auf den im Konzernlagebericht im Abschnitt "Vergütungsbericht" verwiesen wird,
die im Geschäftsbericht enthaltene Versicherung nach § 297 Abs. 2 S. 4 HGB zum Konzernabschluss und die Versicherung nach § 315 Abs. 1 S. 5 HGB zum Konzernlagebericht ("Bilanzeid"),
die auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichte Erklärung zur Unternehmensführung, auf die im Konzernlagebericht im Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289 f HGB/​§ 315 d HGB)" verwiesen wird,
den innerhalb des Geschäftsberichts enthaltenen "Bericht des Aufsichtsrats",
den innerhalb des Geschäftsberichts enthaltenen Berichtsteil "Governance und Organisation",
den innerhalb des Geschäftsberichts wiedergegebenen "Corporate Governance Bericht", einschließlich der hierin enthaltenen Erklärung gemäß § 161 AktG,
den innerhalb des Geschäftsberichts enthaltenen "ESG-Bericht",
den im Konzernlagebericht im Abschnitt "Risikomanagementsystem und internes Kontrollsystem (IKS)" und dort im Abschnitt "Nicht geprüfte Informationen zur Angemessenheit und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems (IKS) und des Risikomanagementsystems" enthaltenen konzernlageberichtsfremden Angaben,
die übrigen Teile des veröffentlichten Geschäftsberichts, aber nicht den Konzernabschluss, nicht die inhaltlich geprüften Angaben im Konzernlagebericht und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk.

Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Für die Erklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex, die Bestandteil der auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlichten Erklärung zur Unternehmensführung ist, auf die im Abschnitt "Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289 f/​§ 315 d HGB)" des Lageberichts verwiesen wird und darüber hinaus im Geschäftsbericht im dort wiedergegebenen "Corporate Governance Bericht" enthalten ist, sind der gesetzliche Vertreter und der Aufsichtsrat verantwortlich. Im Übrigen ist der gesetzliche Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

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wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, zu den inhaltlich geprüften Angaben im Konzernlagebericht oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.
beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.
holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.
beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.
führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.

Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach § 317 Abs. 3a HGB

Prüfungsurteil

Wir haben gemäß § 317 Abs. 3a HGB eine Prüfung mit hinreichender Sicherheit durchgeführt, ob die in der bereitgestellten Datei "artnet_​ESEF_​KA_​LB_​2023-12-31.zip"(SHA-256-Prüfsumme: 626d1e9c06ea7212f729ff10c98470067e3eb41ce00f03de0c1ff390fd14b64d) enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts (im Folgenden auch als "ESEF-Unterlagen" bezeichnet) den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat ("ESEF-Format") in allen wesentlichen Belangen entsprechen. In Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften erstreckt sich diese Prüfung nur auf die Überführung der Informationen des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in das ESEF-Format und daher weder auf die in diesen Wiedergaben enthaltenen noch auf andere in der oben genannten Datei enthaltene Informationen. Nach diesen Vorschriften erstreckt sich unsere Prüfung zudem nicht auf die von der Gesellschaft freiwillig vorgenommenen Auszeichnungen der Konzernanhangangaben.

Nach unserer Beurteilung entsprechen die in der oben genannten, bereitgestellten Datei enthaltenen und für Zwecke der Offenlegung erstellten Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in allen wesentlichen Belangen den Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat. Über dieses Prüfungsurteil sowie unsere im voranstehenden "Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" enthaltenen Prüfungsurteile zum beigefügten Konzernabschluss und zum beigefügten Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 hinaus geben wir keinerlei Prüfungsurteil zu den in diesen Wiedergaben enthaltenen Informationen sowie zu den anderen in der oben genannten Datei enthaltenen Informationen ab. Wir geben zudem kein Prüfungsurteil zu den oben genannten von der Gesellschaft freiwillig vorgenommenen Auszeichnungen der Konzernanhangangaben ab.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der in der oben genannten [bereitgestellten] Datei enthaltenen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 Abs. 3a HGB unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung der für Zwecke der Offenlegung erstellten elektronischen Wiedergaben von Abschlüssen und Lageberichten nach § 317 Abs. 3a HGB (IDW PS 410 (06.2022)) und des International Standard on Assurance Engagements 3000 (Revised) durchgeführt. Unsere Verantwortung danach ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen" weitergehend beschrieben. Unsere Wirtschaftsprüferpraxis hat die Anforderungen an das Qualitätsmanagementsystem des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) angewendet.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für die ESEF-Unterlagen

Der gesetzliche Vertreter der Gesellschaft ist verantwortlich für die Erstellung der ESEF-Unterlagen mit den elektronischen Wiedergaben des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 1 HGB und für die Auszeichnung des Konzernabschlusses nach Maßgabe des § 328 Abs. 1 Satz 4 Nr. 2 HGB.

Ferner ist der gesetzliche Vertreter der Gesellschaft verantwortlich für die internen Kontrollen, die er als notwendig erachtet, um die Erstellung der ESEF-Unterlagen zu ermöglichen, die frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Vorgaben des § 328 Abs. 1 HGB an das elektronische Berichtsformat sind.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Prozesses der Erstellung der ESEF-Unterlagen als Teil des Rechnungslegungsprozesses.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der ESEF-Unterlagen

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die ESEF-Unterlagen frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - Verstößen gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB sind. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - Verstöße gegen die Anforderungen des § 328 Abs. 1 HGB, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.
gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung der ESEF-Unterlagen relevanten internen Kontrollen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Kontrollen abzugeben.
beurteilen wir die technische Gültigkeit der ESEF-Unterlagen, d.h. ob die die ESEF-Unterlagen enthaltende, bereitgestellte Datei die Vorgaben der Delegierten Verordnung (EU) 2019/​815 in der zum Abschlussstichtag geltenden Fassung an die technische Spezifikation für diese Datei erfüllt.
beurteilen wir, ob die ESEF-Unterlagen eine inhaltsgleiche XHTML-Wiedergabe des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften Konzernlageberichts ermöglichen.
beurteilen wir, ob die Auszeichnung der ESEF-Unterlagen mit Inline XBRL-Technologie (iXBRL) nach Maßgabe der Artikel 4 und 6 der Delegierten Verordnung (EU) 2019/​815 in der am Abschlussstichtag geltenden Fassung eine angemessene und vollständige maschinenlesbare XBRL-Kopie der XHTML-Wiedergabe ermöglicht.

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO

Wir wurden von der Hauptversammlung am 30. August 2023 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 31. Oktober 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind seit dem Geschäftsjahr 2023 als Konzernabschlussprüfer der artnet AG, Berlin, tätig.

Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

SONSTIGER SACHVERHALT - VERWENDUNG DES BESTÄTIGUNGSVERMERKS

Unser Bestätigungsvermerk ist stets im Zusammenhang mit dem geprüften Konzernabschluss und dem geprüften Konzernlageberichtsowie den geprüften ESEF-Unterlagen zu lesen. Der in das ESEF-Format überführte Konzernabschluss und Konzernlagebericht - auch die in das Unternehmensregister einzustellenden Fassungen - sind lediglich elektronische Wiedergaben des geprüften Konzernabschlusses und des geprüften Konzernlageberichts und treten nicht an deren Stelle. Insbesondere ist der ESEF-Vermerk und unser darin enthaltenes Prüfungsurteil nur in Verbindung mit den in elektronischer Form bereitgestellten geprüften ESEF-Unterlagen verwendbar.

VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER

Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Stefan Mattner.

Berlin, den 30. August 2024

Rödl & Partner GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Storbeck, Wirtschaftsprüfer

Mattner, Wirtschaftsprüfer

Hilfreiche Informationen für Aktionäre

Artnet AG Aufsichtsrat

Dr. Pascal Decker, Vorsitzender

Prof. Dr. Michaela Diener, Stellvertretende Vorsitzende

Hans Neuendorf, Gründer, Artnet AG

Vorstand

Jacob Pabst, CEO

Artnet Worldwide Corporation

Jacob Pabst, CEO

CEO Artnet UK Ltd.

Jacob Pabst, CEO

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Addressen
Artnet AG Artnet Worldwide Corporation Artnet UK Ltd.
Niebuhrstr 78 373 Park Avenue South 4 Cromwell Place
10629 Berlin New York, NY, 10016 South Kensington
[email protected] [email protected] London SW7 2JE
T: +49 T: +1-212-497-9700 T: +44
(0)30 209 178-0 (0)2077290824
F: +49 F: +1-212-497-9707 F: +44
(0)30 209 178-29 (0)2070339077

Informationen zur Aktie

Die Stammaktien der Artnet AG werden am Regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse unter dem Börsenkürzel «ART» gehandelt. Meldungen zu relevanten Unternehmensentwicklungen finden Sie unter artnet.com/​investor-relations.

Wertpapierkennnummer

WKN A1K037

ISIN DE000A1K0375

LEI 391200SHGPEDTRIC0X31

Investor und Shareholder Relations

Die Artnet AG legt großen Wert auf einen positiven und fruchtbaren Austausch mit ihren Stakeholdern.

Wir freuen uns darauf, mit Ihnen zu sprechen. Alle relevanten Informationen für Investoren und Aktionäre, den Jahresabschluss sowie Unternehmensmeldungen finden Sie unter artnet.com/​investor-relations.

Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie weitere Fragen haben:

Sophie Neuendorf, Vice President, Investor Relations

[email protected]

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