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artnet AG — Annual Report 2018
Apr 15, 2019
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Annual Report
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artnet AG
Berlin
Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018
Finanzkennzahlen artnet-Konzern
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| 31.12.2018 | 31.12.2017 | Abweichung | |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse (TUSD) | 21.615 | 20.769 | 846 |
| Betriebsergebnis (TUSD) | 905 | 407 | 498 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (TUSD) | 819 | 472 | 347 |
| Ergebnis je Aktie (USD) | 0,22 | 0,14 | 0,08 |
| Gewichtete Aktienanzahl (Tsd. Stück) | 5.553 | 5.553 | - |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (TUSD) | 1.254 | 1.212 | 42 |
| Mitarbeiter (Jahresende) | 131 | 117 | 14 |
| Liquide Mittel (TUSD) | 957 | 1.328 | (371) |
| Eigenkapital (TUSD) | 3.371 | 2.035 | 1.336 |
| Bilanzsumme (TUSD) | 8.700 | 6.902 | 1.798 |
Brief an die Aktionäre
Sehr geehrte Aktionärinnen, sehr geehrte Aktionäre,
vor drei Jahrzehnten hat artnet eine Revolution ausgelöst. Mit der Price Database sorgte artnet erstmals für Preistransparenz in einem bis dahin völlig intransparenten Kunstmarkt. Als erste Online-Datenbank ihrer Art bietet die Price Database weiterhin hochwertige Daten, um den Marktwert von Kunst zu bestimmen. artnet setzte so rasch die höchsten Standards für Qualität und Umfang von Auktionsergebnissen. Mittlerweile haben Abonnenten der Datenbank Zugriff auf mehr als 12,5 Millionen Resultate.
Innovationen von artnet revolutionieren den Kunstmarkt auch in anderen Bereichen: Das Galerie-Netzwerk ermöglichte es den Mitgliedsgalerien, ihre Künstler und Kunstwerke im Internet einem Millionenpublikum zu präsentieren. Die Online-Auktionsplattform artnet Auctions bahnte den Weg zu einem unkomplizierten, schnellen und kostengünstigen Kauf oder Verkauf von Kunst im Internet. Das sorgte im Sekundärmarkt für Kunst für eine bis dahin unbekannte Liquidität. artnet News schließlich wurde die meistgelesene auf Kunst spezialisierte Online-Nachrichtenplattform und prägte in kürzester Zeit die Berichterstattung zu Ereignissen, Trends und Personen, die die Kunstwelt bewegen.
2018 baute artnet seinen Marktanteil als führender Anbieter von Information und Datenanalyse sowie als einziger Anbieter von reinen Online-Auktionen bildender Kunst weiter aus. Der Gesamtumsatz des Konzerns stieg im Vorjahresvergleich um 4 % auf einen neuen Rekordwert von 21,6 Mio. USD. Das Betriebsergebnis stieg um 122 % auf 905k USD.
Das Wachstum resultierte vor allem aus der starken Entwicklung der Price Database, gestiegenen Einnahmen des Galerie-Netzwerks sowie einer hohen Nachfrage nach Werbeflächen bei artnet News. Im Segment Auctions trägt eine strategische Neuausrichtung und der verstärkte Fokus auf Qualität Früchte: Das vierte Quartal war das umsatzstärkste Quartal seit dem Start der Plattform im Jahr 2008 - und das umsatzstärkste für artnet seit Bestehen des Unternehmens. Zudem wurde Auctions 2018 erstmals profitabel.
Der internationale Auktionsmarkt für Kunst hat sich 2018 insgesamt gut entwickelt und war insbesondere in den Vereinigten Staaten, unserem größten Markt, robust. Die wirtschaftlichen Unwägbarkeiten in den weltweit dominierenden Kunstmärkten nehmen jedoch zu. Steigende Zinsen in den Vereinigten Staaten, globale Handelskonflikte insbesondere zwischen den USA und China sowie Unsicherheiten wegen des bevorstehenden Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union sorgten für rückläufige Wachstumserwartungen und für Turbulenzen an den Finanzmärkten. Dies hat die Aktienkurse von Technologieaktien im vergangenen Jahr negativ beeinflusst, einschließlich des Kurses von artnet.
Die Price Database, unser Kernsegment, ist ein unverzichtbares Rechercheinstrument für den Kunstmarkt. Der Umsatz stieg im Jahr 2018 aufgrund des höchsten Abonnentenwachstums seit 2015 um 3 % auf das Rekordniveau von 7,7 Mio. USD. Die einzigartige Qualität der Auktionsdaten trug auch zum Erfolg des ersten artnet Intelligence Report bei, einer umfassenden Studie aktueller Trends auf dem Kunstmarkt, die zur Herbstsaison 2018 veröffentlicht wurde. Kunsthistoriker und Analysten der Price Database erstellten die Studie gemeinsam mit Journalisten von artnet News - nur eines von vielen Beispielen für neue Initiativen, die die Synergien unseres breiten Produktportfolios und Fachwissens nutzen.
artnet News ist im Kunstmarkt fest als führende Online-Quelle für exklusive Berichte und fundierte Kommentare etabliert. Unsere Berichterstattung zu allen wesentlichen Ereignissen im Kunstmarkt führte zu weiter steigenden Seitenbesuchen und wachsender Beliebtheit von News als gefragte Werbeplattform für Luxusmarken und kunstbezogene Unternehmen wie Auktionshäuser, Galerien, Kunstmessen, Versicherer oder Speditionen. News trug mit einem Umsatzwachstum von 14 % auf 3,1 Mio. USD mehr als zwei Drittel zu unseren gesamten Anzeigenerlösen bei, die 2018 um 9 % auf 4,5 Mio. USD gestiegen sind.
Zu den journalistischen Höhepunkten gehörte ein Interview mit dem einflussreichen Kunsthändler José Freire, das eine branchenweiten Debatte über das möglicherweise gebrochene Geschäftsmodell von Kunstmessen auslöste. Unsere Reporter enthüllten die dysfunktionalen Hintergründe, die zur Entlassung der Star-Kuratorin Helen Molesworth im Museum of Contemporary Art (MOCA) in Los Angeles führten, und unsere Besprechung der Porträts von Barack und Michelle Obama in der National Portrait Gallery von Washington wurde zur meistgelesenen Kritik in der Geschichte von artnet.
Die Popularität von artnet News stärkt unsere gesamte Marke. Die Anzahl der Seitenbesucher (Traffic) auf allen artnet-Webseiten stieg um 18 %. Auf der chinesischen Plattform WeChat haben wir den täglichen Traffic verdoppelt und die Anzahl unserer Follower um 50 % gesteigert. WeChat, die führende App für soziale Medien, Nachrichtenübermittlung und mobiles Bezahlen in Asien, ist unser Tor nach China. Mehr als 100 neue Anmeldungen bei artnet Auctions kamen über WeChat in China - ein Markt, den wir auf diese Weise stetig ausbauen.
Das Galerie-Netzwerk steigerte den Jahresumsatz um 4 % auf 5,4 Mio. USD. Obgleich die Gesamtzahl der Mitglieder im Jahresvergleich zurückging, profitierte das Segment von einer erheblichen Verschiebung der Nachfrage hin zu höherklassigen Mitgliedschaften. Wir haben die Galerieseiten 2018 neu gestaltet, damit unsere Mitglieder ihren Bestand an Kunstwerken noch einfacher verwalten und präsentieren können. Vor dem Hintergrund einer konjunkturellen Abkühlung unterstützen wir damit weiterhin kleinere und mittelgroße Galerien in ihrem täglichen Kampf mit hohen Betriebskosten sowie engen und strapaziösen Terminplänen für Kunstmessen.
artnet Auctions konnte das starke Wachstum des Vorjahres bestätigen. Der Provisionsumsatz stieg 2018 um 1 % auf 4,1 Mio. USD. Wir setzen unseren strategischen Schwerpunkt klar auf hochwertige Kunstwerke, auch wenn wir deswegen einige Werke ablehnen mussten. Nach dieser Anpassung kletterte der durchschnittliche Lospreis um 9 % auf mehr als 14.000 USD, begleitet von einer stark steigenden Verkaufsrate. Darüber hinaus haben wir die arbeitsaufwändigeren Privatverkäufe reduziert und konzentrieren uns auf reine Online-Auktionen. Das Transaktionsvolumen für Online-Lose wuchs um mehr als 15 %. Diese sehr gesunde Entwicklung belegt die Skalierbarkeit unseres Auktionsgeschäfts.
Die Qualitätsinitiative bei artnet Auctions führte im Laufe des Jahres zu mehreren Auktionsrekorden. Ein Gemälde des Neo-Expressionisten Eric Fischl, The Visit 1 (Originally the Oracle) aus dem Jahr 1981, wurde für 525.000 USD verkauft. Das ist der bis jetzt zweithöchste bei artnet Auctions erzielte Preis - nach Andy Warhols Gemälde Flowers, das 2011 für 1,3 Mio. USD verkauft wurde.
Der höchste Umsatz entfiel auf Werke des kanadisch-amerikanischen Street-Art-Pioniers Richard Hambleton, die für insgesamt 1,4 Mio. USD versteigert wurden. Arbeiten des Street-Art-Künstlers Banksy übertrafen ebenfalls die Marke von 1 Mio. USD - fast doppelt soviel wie im Vorjahr.
Die Erfolgsgeschichte der Hambleton-Arbeiten veranschaulicht die Stärken unseres reinen Online-Auktionsmodells: Nachdem der Künstler im Oktober 2017 gestorben war, konnten wir die steigende Nachfrage nach seinen Kunstwerken schnell bedienen. Dabei haben wir unseren hervorragenden Ruf genutzt, um die Werke aufzuspüren und in kürzester Zeit auf den Markt zu bringen. Marktteilnehmer akzeptieren Online-Auktionen zunehmend als kostengünstige, schnelle und flexible Alternative, hochwertige Kunst zu handeln. Unsere Auktionen bieten dem Sekundärmarkt zügige und vorteilhafte Transaktionen und befreien Sammler und Kunsthändler von den zeitlichen Einschränkungen der traditionellen Frühlings- oder Herbstauktionen.
Drei Jahrzehnte nach der Gründung von artnet ist unsere Position in der Branche so stark wie nie zuvor. Angesichts des Wettbewerbs durch gut finanzierte und aggressive Start-ups investieren wir weiter in Mitarbeiter und Technologie. Das Projekt FALCON, unsere weitreichende Initiative zur Verbesserung der artnet Website und der technologischen Infrastruktur, befindet sich auf sehr gutem Weg. Unser Unternehmen wird nach Abschluss des Projekts wesentlich flexibler, schneller und effizienter sein.
In den vergangenen 30 Jahren sind wir zum führenden Online-Anbieter von Informationen, Datenanalyse und Auktionen auf dem globalen Kunstmarkt geworden. Wir bieten unseren Kunden ein beispielloses Angebot an überlegenen Produkten und Lösungen. Eine wachsende Beliebtheit von Online-Auktionen und die stetig steigende Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Informationen und Analysen werden unser Geschäft vorantreiben. Bei artnet herrscht weiter ein revolutionärer Geist mit Spaß an Innovation und Umbruch. Wir freuen uns auf die kommenden Jahrzehnte, auf anhaltende Marktführerschaft und Wachstum.
Berlin, den 18. März 2019
artnet AG
Jacob Pabst, Vorstand
Core Statement
artnet ist die führende Online-Informationsquelle für den internationalen Kunstmarkt. Seit 1989 liefert artnet Kunstsammlern zuverlässige Informationen und Markttransparenz. Durch die umfassende Produktpalette, mit der artnet Price Database, mit objektiven Preisinformationen und mit dem artnet Galerie-Netzwerk bietet artnet allen Nutzern einen globalen Marktüberblick.
Für Kunstsammler ist artnet Auctions mit internationalen Ausschreibungen rund um die Uhr ein wichtiger Anbieter. Die Online-Auktionsplattform bietet, durch die enge Zusammenarbeit zwischen Verkäufern, Auktionsspezialisten und Sammlern, ein besonderes Erlebnis für jeden Beteiligten. artnet News ist eine Online-Nachrichtenplattform, die täglich über Trends, Veranstaltungen und Persönlichkeiten des internationalen Kunstmarktes berichtet.
Unternehmensentwicklung
Die artnet AG wurde 1998 als Informationsdienstleister für den Kunstmarkt gegründet. Sie übernahm die 1989 in New York gegründete Artnet Worldwide Corporation, welche Mitte der 1990er Jahre die artnet Price Database und das artnet Galerie-Netzwerk in das Internet überführt hatte.
artnet hat das Geschäft mit der Kunst wie kein anderes Unternehmen modernisiert. Die artnet-Produkte liefern verlässliche Informationen und transparente Handelsbedingungen für Sammler, Galeristen, Museen und Investoren und sind damit zu einem unverzichtbaren Werkzeug für unabhängige Marktakteure geworden. Mit artnet Auctions hat sich artnet von einem reinen Informationsdienstleister zu einer Transaktionsplattform entwickelt und seine Vorrangstellung auf dem Kunstmarkt weiter ausgebaut.
artnet hat seine Informationsdienstleistungen und die Transaktionsplattform Schritt für Schritt um das erste Produkt, die artnet Price Database Fine Art and Design, herum entwickelt. Diese Datenbank war Ende der 1980er Jahre eine Antwort auf die Dezentralität des Kunstmarktes. Zu der Zeit stellte die mangelnde Transparenz des Kunstmarktes insbesondere für Käufer ein Hindernis dar. Das Kunstgeschäft war zwar schon immer international ausgerichtet, wurde aber von zehntausenden geografisch verteilten Kunsthändlern, Galerien, Auktionshäusern, Buchverlagen, Museen und Sammlern auf einem relativ ineffizienten Markt lokal geführt.
Die artnet Price Database schafft für diese lokalen Märkte einen globalen Vergleichsmaßstab. In der artnet Price Database Fine Art and Design sind die Auktionsergebnisse von mehr als 355.000 Künstlern und Designern gelistet. Seit 2009 wird diese Datenbank durch die artnet Price Database Decorative Art ergänzt, welche die Resultate internationaler Antiquitäten-Auktionen beinhaltet. Insgesamt verzeichnet die artnet Price Database mehr als 12,5 Millionen Auktionsergebnisse, die in 1.800 internationalen Auktionshäusern erzielt wurden und bis in das Jahr 1985 zurückreichen.
Eine weitere Säule des artnet-Geschäfts ist das 1995 eingeführte Galerie-Netzwerk mit rund 1.100 Galerien, rund 210.000 präsentierten Kunstwerken und fast 22.000 Künstlern. artnet Galerien dient Händlern und Kunstkäufern gleichermaßen: Es gibt ihnen einen Überblick über den globalen Markt, die Preise und Preistrends und bietet die Möglichkeit, in direkten Kontakt mit der Galerie zu treten.
Mit artnet Auctions hat artnet 2008 eine moderne und effiziente Plattform für den Kunsthandel geschaffen, die das Auktionsgeschäft durch eine schnellere Abwicklung und geringere Kosten modernisiert hat. Diese Plattform ist rund um die Uhr auf artnet.com/auctions verfügbar. Alle Aspekte des Verkaufs, einschließlich Anmeldung eines Werkes und der Auktion, folgen zeitnah aufeinander, im Gegensatz zu herkömmlichen Auktionshäusern.
Im Februar 2014 führte artnet den internationalen 24-Stunden-Kunst-Nachrichtendienst artnet News ein. artnet News ist eine Plattform für Trends, Entwicklungen, Veranstaltungen und Persönlichkeiten des internationalen Kunstmarktes, die aktuelle Analysen, Kommentare und Artikel auf hohem kulturjournalistischem Niveau zur Verfügung stellt.
Firmenhintergrund
Die artnet.com AG wurde 1998 nach deutschem Recht gegründet. 1999 erfolgte der Börsengang am Neuen Markt der Frankfurter Börse. Im Jahr 2002 änderte die artnet.com AG ihre Firmierung in artnet AG. Am 4. Oktober 2002 verließ die artnet AG den Neuen Markt und war danach im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse, einem Segment des Geregelten Marktes, notiert. Seit dem 1. Februar 2007 ist die artnet AG im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet, dem Segment mit dem höchsten Transparenzstandard. Der wichtigste Vermögenswert der artnet AG ist ihre hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation, die ihren Geschäftssitz in New York hat und 1989 gegründet wurde. Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die nach Gesetz und Satzung bestehenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung überwacht. Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2018 und bis zur Veröffentlichung des Geschäftsberichtes 2018 fünf Sitzungen abgehalten, an denen alle Aufsichtsratsmitglieder vollzählig teilgenommen haben. Die Sitzungen fanden am 5. März 2018 (Telefonkonferenz), 20. März 2018 (Telefonkonferenz), 9. Mai 2018 (konstituierende Sitzung), 13. August 2018 (Präsenzsitzung in Berlin) und am 28. November 2018 (Präsenzsitzung in Berlin gemeinsam mit dem Vorstand) statt. Am 19. März 2019 erfolgte die bilanzfeststellende Sitzung mit Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, per Telefonkonferenz.
Im Geschäftsjahr 2018 gab es Veränderungen im Aufsichtsrat, da Herr Dr. Kilian Jay von Seldeneck zum 30. April 2018 und Herr Dr. Bernhard Heiss zum 13. Juni 2018 aus persönlichen Gründen ihre Ämter niedergelegt haben. Herr Dr. Jay von Seldeneck wurde durch Frau Bettina Böhm, Berlin, als Aufsichtsratsmitglied ersetzt. Frau Böhm wurde am 8. Mai 2018 gerichtlich bis zur nächsten Hauptversammlung zum Aufsichtsratsmitglied der Gesellschaft bestellt und anschließend auf der ordentlichen Hauptversammlung am 9. Mai 2018 in den Aufsichtsrat gewählt. Herr Dr. Heiss wurde durch Herrn Dr. Pascal Decker, Berlin, als Aufsichtsratsmitglied ersetzt. Herr Dr. Decker wurde am 8. August 2018 gerichtlich bis zur nächsten Hauptversammlung zum Aufsichtsratsmitglied der Gesellschaft bestellt. Herr Jacob Pabst war im Geschäftsjahr 2018 durchgängig Alleinvorstand der artnet AG.
Der Aufsichtsrat erhielt vom Vorstand während des ganzen Jahres in regelmäßigen mündlichen und schriftlichen Berichten ausführliche Informationen über den Geschäftsverlauf, die Unternehmensstrategie und wichtige Maßnahmen. Wesentlicher Bestandteil dessen waren die Management-Berichte, die der Vorstand monatlich an alle Mitglieder des Aufsichtsrates verschickte. Monats- und Quartalsberichte sowie der Halbjahresbericht zur allgemeinen Geschäftsentwicklung sowie zur Entwicklung der einzelnen Segmente wurden mit dem Vorstand erörtert. Fragen von grundsätzlicher Bedeutung für die Geschäftspolitik und für die Unternehmensstrategie hat der Vorstand laufend mit dem Aufsichtsrat beraten.
Der Aufsichtsrat befasste sich mit der Entwicklung aller Segmente, insbesondere der der jüngeren Geschäftsbereiche artnet Auctions und artnet News. Daneben wurden die Liquiditätslage hinsichtlich des erheblichen Schadenersatzanspruches eines französischen Fotografen, mögliche Finanzierungen und das Budget für das Geschäftsjahr 2019 besprochen. Die Ausgaben für das Großprojekt FALCON, die dadurch erwarteten Effizienzsteigerungen und wichtige Neuanstellungen wurden mit dem Vorstand diskutiert. Ferner wurden Fragen der Corporate Governance und der Compliance besprochen sowie die Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex beschlossen. Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet.
Der vom Vorstand der artnet AG für das Geschäftsjahr 2018 erstellte Jahresabschluss nach HGB und der Konzernabschluss nach den IFRS wurden zusammen mit dem Lagebericht und dem Konzernlagebericht von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, geprüft.
Der Aufsichtsrat hat sich von der Unabhängigkeit der Abschlussprüfer überzeugt. Die Abschlussprüfer kommen zu dem Ergebnis, dass sowohl der Jahresabschluss nach HGB als auch der Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den Vorschriften der IFRS ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Geschäftsjahres vermittelt und erteilen jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Nach Abschluss der Prüfung nahmen die Abschlussprüfer an einer Aufsichtsratssitzung teil, um den Jahresabschluss zu besprechen und die Ergebnisse ihrer Prüfung zu erläutern.
Der Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der artnet AG sowie die dazugehörigen Lageberichte geprüft. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen eingehenden Prüfung keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der artnet AG in der von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüften Fassung durch Beschluss vom 21. März 2019 gebilligt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2018 ist damit festgestellt. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 wurde vom Aufsichtsrat durch den Beschluss vom 21. März 2019 ebenfalls gebilligt.
Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit.
Berlin, den 21. März 2019
Für den Aufsichtsrat
Hans Neuendorf, Vorsitzender
Corporate-Governance-Bericht
Corporate Governance hat bei artnet einen hohen Stellenwert. Die artnet AG entspricht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") in der Fassung vom 7. Februar 2017 mit Ausnahme der Empfehlungen aus den Ziffern 3.8 Absatz 3, 4.1.3 Satz 2, 4.2.1 Satz 1, 5.1.2 Absatz 2 Satz 3, 5.3.1, 5.3.2, 5.3.3 und 5.4.1 Absatz 2 Satz 2. Vorstand und Aufsichtsrat der artnet AG haben die am Ende dieses Berichts aufgeführte Entsprechenserklärung zum Kodex verabschiedet. Sie ist auf der Internetseite unter artnet.de/investor-relations/ veröffentlicht.
1. Aufsichtsrat
Gemäß dem deutschen Aktienrecht hat die artnet AG eine zweigeteilte Führungs- und Kontrollstruktur, die einen Alleinvorstand und einen dreiköpfigen Aufsichtsrat umfasst. Im dualen Führungssystem sind Geschäftsleitung und Geschäftskontrolle streng getrennt. Eine gleichzeitige Tätigkeit in Aufsichtsrat und Vorstand ist rechtlich nicht zulässig. Aufgaben und Verantwortlichkeiten dieser beiden Organe sind gesetzlich jeweils klar festgelegt.
Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. In regelmäßigen Abständen erörtert der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung und Geschäftsplanung sowie die Strategie und deren Umsetzung. Außerdem verabschiedet der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und bestellt die Mitglieder des Vorstands. Für Geschäfte von grundlegender Bedeutung hat der Aufsichtsrat Zustimmungsvorbehalte zugunsten des Aufsichtsrats festgelegt. Hierzu gehören Entscheidungen oder Maßnahmen, die die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens grundlegend verändern. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in ihren Entscheidungen unabhängig und nicht an Vorgaben oder Weisungen Dritter gebunden. Außerdem müssen Beratungs- und Dienstleistungsverträge sowie bestimmte andere Verträge zwischen artnet und seinen Aufsichtsratsmitgliedern durch den Aufsichtsrat gebilligt werden. Nach Ziffer 5.4.1 des Kodex soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potenzielle Interessenkonflikte, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Die Zielsetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate-Governance-Bericht veröffentlicht werden.
2. Vorstand
Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Er ist dabei an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswertes verpflichtet. Er ist für die strategische Ausrichtung des Unternehmens in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat zuständig. Der Vorstand arbeitet eng mit dem Aufsichtsrat zusammen.
Der Vorstand sorgt für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen.
3. Aktiengeschäfte und Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden durch Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft oder sonstige Personen mit Führungsaufgaben, die regelmäßig Zugang zu Insiderinformationen der Gesellschaft haben und zu wesentlichen unternehmerischen Entscheidungen ermächtigt sind, sowie durch bestimmte mit ihnen in einer engen Beziehung stehende Personen keine Erwerbs- und Veräußerungsgeschäfte getätigt.
Vorstand und Aufsichtsrat sind am 22. März 2019 nicht im Besitz von Aktien der Gesellschaft oder der sich darauf beziehenden Finanzinstrumente.
4. Beziehungen zu den Aktionären
Die artnet AG berichtet ihren Aktionären viermal im Geschäftsjahr über die Geschäftsentwicklung sowie über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Konzerngesellschaften. Die jährliche ordentliche Hauptversammlung findet innerhalb der ersten acht Monate eines jeden Geschäftsjahres statt. Die Hauptversammlung beschließt u.a. die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen werden ausschließlich von der Hauptversammlung beschlossen.
5. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Vorstand und Aufsichtsrat der artnet AG erklären hiermit gemäß § 161 Aktiengesetz, dass die artnet AG seit der letzten Entsprechenserklärung vom 20. März 2018 den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (Kodex) in der Fassung vom 7. Februar 2017, bekanntgemacht im Bundesanzeiger am 24. April 2017 bis zum heutigen Tage mit folgenden Ausnahmen entsprochen hat:
1. Ziffer 3.8 Abs. 3: "In einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat soll ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden."
Die artnet AG ist nicht der Ansicht, dass die Sorgfalt und das Verantwortungsbewusstsein, das die Mitglieder des Aufsichtsrates bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben ausüben, durch die Vereinbarung eines Selbstbehaltes noch verstärkt werden könnten. Die artnet AG beabsichtigt daher keine Änderung der bestehenden D&O-Versicherungsverträge, die einen solchen Selbstbehalt nicht vorsehen.
2. Ziffer 4.1.3 Satz 2: Der Kodex empfiehlt, ein Compliance-Management-System einzurichten und offenzulegen.
Der Vorstand hat bereits im Geschäftsjahr 2016 ein Compliance-Management-System für Mitarbeiter der Gesellschaft eingerichtet. Die Grundzüge dieses Compliance-Management-Systems wurden erstmalig für das Geschäftsjahr 2017 offengelegt. Die Offenlegung erfolgte im Lagebericht für das Geschäftsjahr 2017.
3. Ziffer 4.2.1 Satz 1: "Der Vorstand soll aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben."
Der Vorstand der artnet AG besteht seit der Gründung aus einer Person. Das Management der Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation in New York, die innerhalb des Konzerns weitgehend für das operative Geschäft verantwortlich ist, besteht hingegen aus mehreren Personen. Aus Kostengründen hat die Gesellschaft bisher von einer Erweiterung des Vorstands abgesehen.
4. Ziffer 5.1.2 Abs. 2 Satz 3: "Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden."
Die artnet AG hält eine derartige Regelung für nicht sachgemäß, da pauschale Altersgrenzen den Aufsichtsrat in seiner Entscheidungsfreiheit bei der Wahl der Vorstandsmitglieder in unangemessener Weise einschränken würden.
5. Ziffern 5.3.1, 5.3.2 und 5.3.3: Der Kodex empfiehlt dem Aufsichtsrat in diesen Ziffern die Bildung von Ausschüssen, insbesondere eines Prüfungsausschusses sowie eines Nominierungsausschusses.
Da der Aufsichtsrat der artnet AG lediglich aus drei Mitgliedern besteht, ist eine Bildung von Ausschüssen nicht sinnvoll. Die für den Prüfungsausschuss und den Nominierungsausschuss vorgesehenen Aufgaben werden vom gesamten Aufsichtsrat gemeinschaftlich wahrgenommen.
6. Ziffer 5.4.1 Abs. 2 Satz 2: Der Kodex empfiehlt, eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat festzulegen.
Die artnet AG hält eine Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder für nicht sachgemäß, da pauschale Altersgrenzen die Aktionäre in ihrer Entscheidungsfreiheit bei der Wahl der Aufsichtsratsmitglieder in unangemessener Weise einschränken würden. Eine Regelgrenze für die Zugehörigkeitsdauer zum Aufsichtsrat hält die artnet AG ebenfalls für nicht sachgemäß, damit der Aufsichtsrat von der Erfahrung einzelner Mitglieder profitieren kann.
Berlin, den 18. März 2019
Jacob Pabst Vorstand, artnet AG
Hans Neuendorf Für den Aufsichtsrat
Versicherung des gesetzlichen Vertreters
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Berichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des artnet-Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses sowie die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird und die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des artnet-Konzerns beschrieben sind.
Berlin, den 18. März 2019
artnet AG
Jacob Pabst, Vorstand
Konzernlagebericht 2018
1. Grundlagen des Konzerns
Geschäftsmodell des artnet-Konzerns und Konzernorganisation
Die artnet AG ist eine Holding-Gesellschaft, deren Aktien am Geregelten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sind. Ihre wesentliche Beteiligung ist die hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation, die 1989 in New York gegründet wurde. Die artnet AG ("die Gesellschaft") und Artnet Worldwide Corporation ("Artnet Corp.", zusammen "artnet" oder "der Konzern") sind unter dem Markennamen "artnet" tätig.
Die Artnet Corp. hat zwei hundertprozentige Tochtergesellschaften, die artnet UK Ltd., die in Großbritannien die Dienstleistungen von artnet in den Bereichen Vertrieb und Kundenbetreuung vermarktet, und die Jay Art GmbH. Die Artnet Corp. hat den Online-Marktplatz Jay Art GmbH und seine Plattform Artusiast am 6. Juni 2017 übernommen. Die Jay Art GmbH befindet sich seit 30. Januar 2018 in Liquidation.
Die Unternehmenswebseiten artnet.com, artnet.de, artnet.fr, artnet.com/auctions und news.artnet.com bieten einen Überblick über den Kunstmarkt und zogen im Jahr 2018 durchschnittlich 3,0 Mio. Besucher im Monat an (Vorjahr: 2,6 Mio. Besucher im Monat). Dank der immer aktuell bereitgestellten Informationen zum Wert von Kunstwerken sowie zu Künstlern, Galerien, Preisentwicklungen, Ausstellungen, Nachrichten und Rezensionen ist artnet für Kunstliebhaber, Sammler und Kunstexperten eine elementare Quelle, um sich umfassend über den Kunstmarkt zu informieren.
Der artnet-Konzern betreibt sein Geschäft in vier Segmenten: artnet Price Database, artnet Galerien, artnet Auctions und artnet News.
Die artnet Price Database ist eine Online-Datenbank mit mehr als 12,5 Millionen (Vorjahr: 11 Millionen) illustrierten Auktionsergebnissen von mehr als 1.800 (Vorjahr: 1.700) weltweit führenden Auktionshäusern. Dieses Angebot, das die Price Database Fine Art and Design und die Price Database Decorative Art umfasst, sorgt für Preistransparenz im komplexen Kunst- und Antiquitätenmarkt. Abonnenten der Price Database Fine Art and Design und der Price Database Decorative Art haben Zugriff auf Informationen über bis in das Jahr 1985 zurückreichende Auktionsergebnisse, aktuelle Verkaufspreise sowie bevorstehende Auktionen. Damit erhalten Abonnenten objektive Daten zu Kunstwerken, die sie kaufen, verkaufen oder bewerten möchten. Die Price Database wird von Gutachtern, Händlern, Auktionshäusern, Investoren sowie von privaten und staatlichen Institutionen (einschließlich der US-Steuerbehörde IRS und der US-Bundespolizei FBI) verwendet.
Darüber hinaus dient sie privaten Sammlern als illustriertes Nachschlagewerk, das sie verwenden können, um den Wert ihrer Kunstwerke zu ermitteln und deren Potenzial bei einer Auktion oder im Sekundärmarkt abzuschätzen. Händler und Auktionshäuser nutzen für die Bewertung und den Verkauf wichtiger Kunstwerke auch die sogenannten Comps - vergleichbare Auktionsergebnisse aus der Price Database.
Eine Ergänzung der artnet Price Database ist das Produkt artnet Market Alerts, das Abonnenten per E-Mail benachrichtigt, wenn Kunstwerke ihrer Lieblingskünstler bei einer Auktion, im artnet Galerie-Netzwerk oder auf artnet Auctions zum Verkauf angeboten werden.
Das Produkt artnet Analytics bietet und veranschaulicht Informationen zum Kunstmarkt. Es ermöglicht den Kunden, die Marktentwicklung von Künstlern, Kunstrichtungen, Kunstgattungen oder einer individuellen Auswahl von Kunstwerken auch im Vergleich zu Indizes nachzuverfolgen.
Das Galerie-Netzwerk umfasste zum 31. Dezember 2018 ca. 1.100 (Vorjahr: 1.200) der weltweit renommiertesten Kunstgalerien aus 60 Ländern. Die Mitgliedsgalerien sind in einem Verzeichnis nach Fachgebieten und Standorten gegliedert und präsentieren etwa 210.000 Werke von insgesamt 22.000 Künstlern (Vorjahr: 190.000 Werke von 21.000 Künstlern). Über das Galerie-Netzwerk werden neben sämtlichen Formen der modernen und zeitgenössischen bildenden Kunst auch Designobjekte sowie Kunsthandwerk und Antiquitäten aus Epochen vom 1. Jahrhundert v. Chr. bis heute angeboten. Mit einer Auktionshaus-Partnerschaft besitzen Auktionshäuser die Flexibilität, Auktionen ganz oder teilweise auf der artnet-Website zu veröffentlichen. Darüber hinaus besteht die Option, jedes Los auf artnet mit dem gleichen Los im Online-Katalog des Auktionshauses zu verlinken. Alle Lose sind mit der artnet Events-Seite verlinkt, die eine Übersicht über bevorstehende Auktionstermine bietet, und erzielen ein hohes Ranking bei den Suchergebnissen von artnet oder Google. Die Auktionshaus-Partnerschaften sind das ideale Instrument für Auktionshäuser, um die internationale Präsenz ihrer Auktionen auszubauen und eine große Anzahl potenzieller Käufer direkt auf die eigene Webseite zu leiten.
Mit artnet Auctions hat sich artnet zu einer Transaktionsplattform mit integriertem Informationsangebot entwickelt. Die wesentlichen Vorteile für Käufer und Verkäufer bei artnet Auctions sind die attraktiven Preise und die kurzen Umschlagszeiten. Die Transaktionen werden innerhalb weniger Wochen abgeschlossen und nicht wie bei konventionellen Auktionshäusern in einem halben bis zu einem Jahr. Über artnet Auctions werden Kunstwerke erstklassiger moderner und zeitgenössischer Künstler regelmäßig für fünf- bis sechsstellige Dollar-Summen verkauft.
artnet News ist weltweit der erste 24-Stunden-Nachrichtendienst für Kunst. Die Online-Plattform news.artnet.com informiert aktuell über Trends, Entwicklungen, Veranstaltungen und Persönlichkeiten des Kunstmarkts. Angesichts des exklusiven Charakters von Kunst ist artnet News ein attraktives Umfeld für Werbekampagnen von Luxusgüterherstellern.
Ziele und Strategien
Das Ziel von artnet war immer, Ineffizienzen im Kunstmarkt durch Technologie und die beispiellose Reichweite, die das Internet bietet, zu überwinden. Die Produkte von artnet bieten Transparenz, Marktdaten, schnelle Transaktionszeiten und Liquidität. artnet wird auch in Zukunft durch den Einsatz modernster Technologie, künstlicher Intelligenz und eines engagierten Teams den Kunstmarkt weiter verändern.
Steuerungssystem
Zur wertorientierten Steuerung des Konzerns sowie der einzelnen Segmente wurde ein standardisiertes Steuerungs- und Reportingsystem eingerichtet. Für die einzelnen Segmente werden dabei die Umsätze und die Deckungsbeiträge im Vergleich zu den Budget- und Vorjahresgrößen als primäre finanzielle Kennzahlen ermittelt und beurteilt. Für die Ertragslage des Konzerns ist das operative Ergebnis (EBIT) von hoher Bedeutung. Bezüglich der Finanzlage steht die Höhe der verfügbaren liquiden Mittel im Blickpunkt. Finanzielle Leistungsindikatoren im Sinne von DRS 20 sind daher Umsätze und das operative Ergebnis.
Darüber hinaus werden nicht-finanzielle Frühindikatoren, die einen Einfluss auf das Geschäft haben können, beobachtet und ausgewertet. Dies sind in den Bereichen Galerie-Netzwerk und Price Database insbesondere die Anzahl der Vertragskündigungen, der Vertragsverlängerungen und der Neuverträge. Für artnet Auctions sind u.a. die Anzahl der online gestellten und der verkauften Lose sowie deren Durchschnittspreise relevant. Von wesentlicher Bedeutung für die Unternehmenssteuerung ist außerdem die laufende Kontrolle und Analyse des Web-Traffic auf allen Seiten. artnet verfolgt die Webseiten-Besuche auf Tages-, Wochen- und Monatsbasis und hat so jederzeit Kenntnis über die Entwicklung der einzelnen Segmente und Produkte. Zusätzlich gewinnt die Auswertung des Web-Traffic für die Abrechnung performanceabhängiger Werbeverträge weiter an Bedeutung. Zudem zählt die Anzahl der Mitarbeiter zu den nicht-finanziellen Leistungsindikatoren. Da die nicht-finanziellen Leistungsindikatoren kaum prognostizierbar sind, werden sie nicht in der Prognoseberichterstattung berücksichtigt.
Forschung und Entwicklung
Die artnet-Website bildet die Grundlage für die Produkte des Konzerns. Es ist von größter Bedeutung, mit der technologischen Entwicklung Schritt zu halten und neue Produkte zu entwickeln, die den Nutzen für die Kunden steigern. Unsere Entwickler nutzen auf Microsoft-Technologie beruhende Software, die es ihnen ermöglicht, die laufenden Anwendungen flexibel an die sich ändernden Kundenbedürfnisse anzupassen.
Im Jahr 2018 verfolgte artnet das Ziel, mittels des Projekts FALCON die IT-Infrastruktur zu verbessern. Das Projekt beinhaltet eine Reihe von Entwicklungsmaßnahmen, die darauf abzielen, die Kosten für die Wartung bestehender Produkte zu senken und die Leistungsfähigkeit des Entwicklungsteams zu verbessern. FALCON wird artnet schneller, flexibler und effizienter machen. Diese Entwicklung wird zu sinkenden Betriebskosten, steigender Produktivität und verbesserter Effizienz führen.
2. Wirtschaftsbericht
2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Konjunkturelle Lage
Das Wachstum der Weltwirtschaft hat sich abgeschwächt und die Risiken für eine weitere Abkühlung nehmen zu. Der Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China, die Unwägbarkeiten in Bezug auf den drohenden Austritt Großbritanniens aus der EU (Brexit), gestiegene Kursschwankungen an den Finanzmärkten und wachsende Sorgen wegen der wirtschaftlichen Aussichten Chinas trüben die Stimmung. Das weltweite Wirtschaftswachstum im Jahr 2018 wird nach jüngsten Schätzungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) nur 3,7 % betragen - 0,2 Prozentpunkte weniger als noch im April 2018 erwartet worden war. Für 2019 prognostiziert der IWF dann eine weitere Abschwächung des globalen Wachstums auf 3,5 %. Die Wachstumsprognose für 2020 beträgt 3,6 %. Eine Verschärfung der globalen Handelsspannungen und die damit verbundene Unsicherheit könnten nach Einschätzung des IWF die allgemeine Stimmung in der Wirtschaft und an den Finanzmärkten beeinträchtigen, für weitere Volatilität an den Märkten sorgen sowie Investitionen und Handel schwächen.
Die Wirtschaft der Vereinigten Staaten, der größte Markt für Kunstauktionen, expandierte 2018 weiter. Das amerikanische Bruttoinlandsprodukt wuchs mit einer geschätzten Jahresrate von 2,9 %, nachdem die Wirtschaft im Vorjahr nur um 2,2 % gewachsen war. Für 2019 erwartet der IWF wegen der jüngsten Handelskonflikte jedoch einen Rückgang auf eine Wachstumsrate von 2,5 %. Im Jahr 2020 dürfte angesichts des erwarteten Auslaufens fiskalpolitischer Stimulierungsmaßnahmen eine weitere Abschwächung auf 1,8 % folgen. Die Finanzierungsbedingungen haben sich verschlechtert, aber die amerikanische Notenbank Federal Reserve hat ein behutsames Vorgehen und ein langsameres Tempo der Zinserhöhungen in den Jahren 2019 und 2020 signalisiert.
Das Wirtschaftswachstum in China, der zweitgrößte Kunstauktionsmarkt der Welt, verlangsamte sich 2018 gegenüber dem Vorjahr von 6,8 % auf 6,6 % - das schwächste Tempo seit fast drei Jahrzehnten. Für die Jahre 2019 und 2020 rechnet der IWF mit einer fortgesetzten Abschwächung auf 6,2 % aufgrund verschärfter Regulierung des heimischen Finanzsektors und nachlassender Auslandsnachfrage. Die geringeren Wachstumserwartungen führte der IWF auf negative Auswirkungen von Strafzöllen im Handelsstreit mit den Vereinigten Staaten zurück, die jedoch teilweise von Konjunkturmaßnahmen kompensiert werden.
In Großbritannien, der drittgrößte Kunstmarkt der Welt, verlangsamte sich das wirtschaftliche Wachstum von 1,8 % im Jahr 2017 auf 1,4 % im Jahr 2018. Das ist die niedrigste Wachstumsrate seit 2012. Brexit und globale Unwägbarkeiten belasten die Wirtschaft. Der IWF kalkuliert für 2019 mit einem Wirtschaftswachstum von 1,5 % und für 2020 mit einer Expansion von 1,6 %. Diese Prognose geht aber von einem geregelten EU-Austritt Großbritanniens und einem allmählichen Übergang hin zu einer neuen Zusammenarbeit aus. Bis zur Veröffentlichung dieses Geschäftsberichtes war im britischen Parlament aber noch keine Einigung über das Austrittsabkommen erzielt worden, was zu anhaltender Verunsicherung geführt hat.
Das Wachstum in der Eurozone wird sich voraussichtlich von 1,8 % im Jahr 2018 auf 1,6 % im Jahr 2019 und auf 1,7 % im Jahr 2020 abschwächen. Der IWF senkte seine ursprünglichen Wachstumsprognosen für viele europäische Länder, insbesondere für Deutschland. Die schwächeren Erwartungen für die deutsche Wirtschaft resultieren aus schwachem privaten Konsum, gedämpfter Auslandsnachfrage und schwacher Industrieproduktion.
Entwicklung des Kunstmarktes
Der generell schwankungsanfällige Weltmarkt für Kunstauktionen entwickelte sich im Jahr 2018 insgesamt gut - mit Ausnahme Chinas. Nach Angaben der artnet Price Database stiegen die weltweiten Verkaufserlöse im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 % auf 14,7 Mrd. USD, eine Konsequenz knappen Angebots und steigender Preise.
Die Vereinigten Staaten, der Kernmarkt von artnet, waren 2018 mit Abstand der robusteste Auktionsmarkt für Kunst. Die Verkaufserlöse stiegen im Vergleich zum Vorjahr um fast 21 % auf 6,2 Mrd. USD. In China dagegen gingen die Verkaufserlöse um 17 % auf umgerechnet 3,6 Mrd. Dollar zurück. In Großbritannien stiegen die Erlöse um 11 % auf 2,8 Mrd. Dollar - bereits das zweite Jahr in Folge mit starkem Wachstum.
Auf die Vereinigten Staaten, China und Großbritannien entfallen nach wie vor rund 85 % der gesamten Verkaufserlöse auf dem Weltmarkt. Die Erlöse im Rest der Welt gingen um 3 % auf 2,2 Mrd. Dollar zurück.
Die anhaltenden Handelsstreitigkeiten scheinen den Kunstmarkt nicht direkt zu beeinträchtigen. Eine Abschwächung der Wirtschaftstätigkeit könnte jedoch negative Auswirkungen haben und die Verkaufserlöse zukünftig belasten. Steigende Zinsen könnten sich negativ auf die Preise von Vermögenswerten auswirken, einschließlich der Preise von Kunst.
Die Anzahl der weltweit angebotenen Lose sank 2018 um 3 %, während die Verkaufsrate weiterhin bei robusten 67 % lag. Das beschränkte Angebot und die hohe Qualität der angebotenen Arbeiten trieben die Preise nach oben. Kunstwerke wurden zu einem Durchschnittspreis von 59 TUSD verkauft, 7 % mehr als im Vorjahr. Der Anstieg des Durchschnittspreises wurde von einer Reihe von Rekordverkäufen für verschiedene Künstler beeinflusst.
Im November wurde David Hockneys Gemälde Portrait of an Artist (Pool with Two Figures) (1972) für 90,3 Mio. USD verkauft und brach damit den bis dahin geltenden Rekord für ein Werk des britischen Malers von 11,7 Mio. USD. Edward Hoppers Chop Suey (1929) wurde im November für 91,9 Mio. USD verkauft, ebenfalls ein neuer Rekord für den amerikanischen Künstler. Im September wurde Zao Wou-Kis Juin-Octobre 1985 für 65,2 Mio. USD verkauft, was einen neuen Weltauktionsrekord für den chinesisch-französischen Künstler markierte.
Im Mai wurde Amedeo Modiglianis Nu couché (sur la coté gauche) (1917) für 157 Mio. USD zum viertteuersten jemals auf einer Auktion versteigerten Kunstwerk. Im gleichen Monat wurde Pablo Picassos Junges Mädchen mit Blumenkorb (1905) für 115 Mio. USD verkauft, die sechsthöchste Summe, die je für ein Kunstwerk bei einer Auktion bezahlt wurde.
2.2 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
artnet erzielt seine Umsatzerlöse überwiegend im US-Dollar-Währungsraum über die Tochtergesellschaft Artnet Corp., die in New York als weltweitem Zentrum des Kunstmarktes ihren Sitz hat und deren Aufwendungen auch überwiegend in US-Dollar anfallen. Daher weist artnet die Geschäftszahlen auf US-Dollar-Basis aus.
Die Entwicklung in der Berichtswährung Euro und die Wechselkurseffekte werden in einem separaten Abschnitt beschrieben.
Ertragslage
artnet erzielte im Jahr 2018 den höchsten Umsatz der Unternehmensgeschichte, was auf eine umfassende Qualitätsinitiative in allen Segmenten und eine breitgefächerte Nachfrage nach hochwertigen Produkten zurückzuführen ist: extrem zuverlässige Price-Database-Auktionsergebnisse, hochklassige Galerie-Mitgliedschaften, einzigartige Kunstwerke bei Versteigerungen von Auctions und vielzitierte Exklusivmeldungen bei artnet News.
artnet Auctions erzielte im vierten Quartal den höchsten Quartalsumsatz seit Einführung der Online-Plattform im Jahr 2008 und wies erstmals einen positiven Deckungsbeitrag aus.
Der Gesamtumsatz des Konzerns im Geschäftsjahr 2018 belief sich auf 21.615 TUSD. Dies entspricht einem Anstieg von 4 % im Vergleich zu 2017. Die Umsatzprognosen des Managements von 22.000 TUSD bis 23.000 TUSD wurden leicht verfehlt, da das Transaktionsvolumen bei Auctions in den ersten neun Monaten des Jahres niedriger ausfiel als erwartet. Das Betriebsergebnis stieg um 122 % auf 905 TUSD (2017: 407 TUSD) und lag ebenfalls leicht unter den Prognosen von 1.000 TUSD bis 1.500 TUSD. Die Segmente Price Database und Galerien leisteten insgesamt einen deutlich positiven Beitrag zum Betriebsergebnis. artnet News ist noch nicht profitabel.
Umsatzentwicklung
artnet steigerte seinen Gesamtumsatz im Jahr 2018 um 4 % oder 846 TUSD auf 21.615 TUSD (2017: 20.769 TUSD) und erzielte damit einen weiteren Rekord. Getrieben wurde das Wachstum von einer starken Umsatzentwicklung der Price Database, gestiegenen Erlösen des Galerie-Netzwerks und einer hohen Nachfrage nach Werbeflächen bei artnet News. Die Umsatzerlöse bei Auctions schwächelten zu Beginn des Jahres erwartungsgemäß aufgrund einer strikten Fokussierung des Angebots auf hochwertige Kunst. Wegen dieser strategischen Anpassung mussten Kunstwerke teilweise abgewiesen werden, was in einer geringeren Zahl verkaufter Lose resultierte. Im vierten Quartal brachte die Qualitätsinitiative aber die erwarteten Ergebnisse: Das letzte Quartal des Jahres 2018 war das erfolgreichste Quartal seit dem Start der Auktions-Plattform im Jahr 2008 und führte zum höchsten Jahresumsatz in der Geschichte des Segments und von artnet insgesamt.
Price Database
Die Price Database, das Kernsegment von artnet, ist für Kunstmarktteilnehmer ein unverzichtbares und zunehmend begehrtes Rechercheinstrument. Aufgrund des höchsten Abonnentenzuwachses seit 2015 stieg der Umsatz der Preisdatenbank 2018 auf ein Rekordniveau von 7.664 TUSD -ein Plus von 3 % im Vergleich zum Vorjahr (7.445 TUSD), sodass die im Vorjahr geäußerte Erwartung eines moderaten Umsatzwachstums weitgehend erfüllt werden konnte. Die Neugestaltung und die verbesserte Positionierung der Produktseite auf der Homepage, einschließlich der modifizierten Erläuterung ihrer Nutzungsmöglichkeiten und eines erweiterten Frage- und-Antwort-Bereichs, führten zu höheren Umwandlungsraten (Anzahl Neukunden pro Website-Besucher) von Besuchern der Website und einem kontinuierlichen Wachstum von Privatkunden-Abonnements. Das institutionelle Geschäft wuchs aufgrund verstärkter Vertriebsanstrengungen sowohl für Neuabschlüsse als auch für die Verlängerungen von Abonnements.
Die einzigartige Qualität der Daten von artnet, die im Jahr 2018 erstmals die Marke von 12,5 Millionen Auktionsergebnissen übertrafen, wurde mit dem für die Herbst-Auktionssaison 2018 erstmalig veröffentlichten artnet Intelligence Report weiter unterstrichen. Die umfassende Studie aktueller Kunstmarkttrends wurde gemeinsam von Kunsthistorikern der Price Database und Journalisten von artnet News erstellt, ein klarer Beleg für die Synergieeffekte, die das breite Produktportfolio und die Expertise von artnet möglich macht.
Galerie-Netzwerk
Das Galerie-Netzwerk, das gemessen am Umsatz zweitgrößte Segment von artnet, hat sich weiter erholt und von einer erheblichen Verschiebung der Nachfrage nach umfangreicheren und höherpreisigen Mitgliedschaften profitiert. Im Jahr 2018 stieg der Umsatz des Galerie-Netzwerks gegenüber dem Vorjahr um 4 % oder 214 TUSD auf 5.376 TUSD (2017: 5.162 TUSD). Entsprechend konnte das im Vorjahr antizipierte leichte Umsatzwachstum erreicht werden. Auch die Nachfrage nach Auktionshaus-Partnerschaften, deren Umsatz um 35 % oder 175 TUSD auf 672 TUSD stieg, trug wesentlich zum Anstieg des Gesamtumsatzes bei. Aufbauend auf dem Erfolg des 2017 eingeführten Content-Management-Systems Galerie-Portal, das es Galerien erlaubt, ihren Bestand an Kunstwerken auf ihrer artnet-Seite zu verwalten und vorzustellen, hat artnet die Galerie-Seiten 2018 neugestaltet, damit Mitglieder ihre Kunstwerke und Ausstellungen noch übersichtlicher und informativer präsentieren können. In das Design der Benutzeroberfläche und der Funktionen der neuen Galerieseiten flossen Wünsche und Anforderungen ein, die artnet gezielt von Galeriemitgliedern eingeholt hatte. Die Galerie-Seiten rücken die Bedürfnisse der Galeristen in den Vordergrund und ermöglichen Sammlern eine umfassende Begutachtung der Kunstwerke.
Vor dem Hintergrund einer sich abschwächenden Konjunktur kämpfen gerade kleinere und mittelgroße Galerien, ein bedeutender Kundenstamm von artnet, aber weiterhin mit anspruchsvollen Terminplänen von Kunstmessen und hohen Betriebskosten. Das führte insgesamt zu einem Rückgang der Mitgliederzahl im Galerie-Netzwerk um 98 Galerien.
Werbung
Die Werbeeinnahmen stiegen 2018 um 9 % oder 377 TUSD auf 4.499 USD (2017: 4.122 USD), hauptsächlich aufgrund steigender Nachfrage von Luxus-Marken nach Werbeflächen bei artnet News, und erfüllten somit die Wachstumserwartungen. Der Anzeigenumsatz im Luxusgüterbereich wuchs um 22 %. News trug 69 %, also mehr als zwei Drittel, zu den gesamten Werbeerlösen bei. Auf die Segmente artnet Galerien und Price Database entfielen 23 % bzw. 8 % der Werbeerlöse.
artnet News ist zur führenden Online-Quelle für exklusive Berichte und Kommentare über Veranstaltungen und Personen geworden, die den Kunstmarkt prägen. Das stärkt die gesamte Marke von artnet. Der redaktionelle Schwerpunkt auf Qualitätsjournalismus und auf selbstrecherchierte Berichte resultierte in steigenden Besucherzahlen. News wurde damit zu einer gefragten Werbeplattform nicht nur für Luxusmarken, sondern auch für kunstbezogene Unternehmen wie Auktionshäuser, Galerien oder Versicherer.
Ein Exklusivinterview mit einem einflussreichen Kunsthändler auf artnet News löste eine branchenweite Debatte über das Geschäftsmodell von Kunstmessen aus. Reporter von artnet News enthüllten die dysfunktionalen Hintergründe hinter der Entlassung einer Star-Kuratorin des Museum of Contemporary Art in Los Angeles. Ein Text über die Obama-Porträts in der National Portrait Gallery wurde zu einer der meistgelesenen Kritiken in der Geschichte von artnet.
Auctions
Der Umsatz von artnet Auctions blieb 2018 nach dem besonders starken Wachstum des Vorjahres stabil und wies entgegen der Prognose aus dem Vorjahr kein starkes Umsatzwachstum aus. Der Provisionsumsatz stieg leicht um 1 % auf 4.075 TUSD (2017: 4.040 TUSD). artnet Auctions setzte den strategischen Schwerpunkt auf qualitativ hochwertige Kunstwerke zu attraktiven Preisen, um den durchschnittlichen Lospreis, die Verkaufsrate und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen - selbst wenn manche Werke abgelehnt werden mussten, um eine hohe Qualität zu gewährleisten. Während der Umsatz in den ersten neun Monaten des Jahres aufgrund des gesunkenen Transaktionsvolumens rückläufig war, brachte die Strategie im vierten Quartal die erwarteten Ergebnisse.
Der Provisionsumsatz stieg im vierten Quartal 2018 im Vergleich zum vierten Quartal 2017 um 43 % auf 1.249 TUSD. Dies war das beste Ergebnis seit der Gründung von artnet Auctions im Jahr 2008. Die Anzahl der im Jahr 2018 verkauften Lose reduzierte sich leicht von 1.373 im Vorjahr auf 1.344 im abgelaufenen Geschäftsjahr. Dabei stieg der Durchschnittspreis der verkauften Lose um 17 % auf 14.100 USD (2017: 12.029 USD), da bei der Auswahl der angebotenen Werke strikt auf die Hochwertigkeit der Lose geachtet wurde.
Im Laufe des Jahres führte das geschärfte Qualitätsprofil wiederholt zu Auktionsrekorden für bestimmte Künstler, was den Ruf von artnet als einzigem Anbieter echter Online-Auktionen im Kunstmarkt stärkte. Die Rekordserie begann im Januar, als das Gemälde Solid Formation (1984) des einflussreichen New Yorker Graffitikünstlers Dondi White im Rahmen der Auktion "Vandals: The Pioneers of Graffiti" für 240.000 USD verkauft wurde. Das war der höchste je bei einer Auktion erzielte Preis für den 1998 verstorbenen Künstler.
Im April wurde die Fotografie Candy Cigarette der Künstlerin Sally Mann für 132.000 USD versteigert, ein Rekordpreis für ein Werk im Großformat 8 x 10 Zoll. Bei der Auktion "Contemporary Editions" wurden neue Rekordpreise für Werke von Robert Longo, David Hockney, Vija Celmins, Alex Katz und Chuck Close erzielt. "Urban Art" brachte drei Rekorde für Drucke des Street-Art-Künstlers KAWS. Ein Gemälde des Neo-Expressionisten Eric Fischl, The Visit 1 (Originally the Oracle), wurde für 525.000 USD verkauft. Dies war der zweithöchste Preis, der jemals bei artnet Auctions erzielt wurde, nachdem Andy Warhols Flowers im Jahr 2011 für 1,3 Mio. USD verkauft worden war. Werke des Street-Artist Banksy wurden 2018 bei artnet Auctions für insgesamt 1 Mio. USD verkauft, fast doppelt so viel wie im Vorjahr.
Künstler des Jahres 2018 bei artnet Auctions war der kanadisch-amerikanische Street-Art-Pionier Richard Hambleton, dessen Gemälde für insgesamt 1,4 Mio. USD die Besitzer wechselten. Nachdem der Künstler im Oktober 2017 verstorben war, konnte artnet Auctions die steigende Nachfrage nach seinen Kunstwerken schnell bedienen. Die Spezialisten von Auctions machten sich den hervorragenden Ruf von artnet zu Nutze, um viele seiner Werke aufzuspüren und in kurzer Zeit auf den Markt zu bringen. Die Auktionen von Hambleton-Kunstwerken veranschaulichen die Stärke des Online-Geschäftsmodells als Mittel, hochwertige Kunst auf günstige, schnelle und flexible Weise zu handeln, zusätzliche Kunstwerke auf den Markt zu bringen und Verkäufer und Käufer von den traditionellen Auktionssaisons im Frühjahr oder Herbst zu befreien.
Kosten- und Ergebnisentwicklung
Das Bruttoergebnis stieg 2018 leicht um 4 % oder 504 TUSD auf 13.262 TUSD (2017: 12.758 TUSD), da sich neben dem Umsatz auch die Umsatzkosten um 4 % erhöhten. Ursächlich für den Anstieg der Umsatzkosten waren vor allem Investitionen in das Netzwerk von artnet wie die Wartung, die Konfiguration und der Betrieb von Computer- oder Kommunikationssystemen.
Die Aufwendungen für Vertrieb und Marketing stiegen um 16 % oder 775 TUSD auf 5.702 TUSD (2017: 4.927 TUSD) - vor allem aufgrund von Investitionen in Personal wie die Einstellung eines neuen Führungsteams für die Marketingabteilung.
Die Aufwendungen für Produktentwicklung gingen 2018 um 34 % oder 1.030 TUSD auf 2.008 TUSD zurück. (2017: 3.038 TUSD). artnet hat sich 2018 wie geplant auf die Entwicklungsarbeiten des Projekts FALCON fokussiert. Damit einher ging ein höherer Anteil zu aktivierender Entwicklungsaufwendungen.
Aktiviert wurden Entwicklungskosten für die grundlegende Verbesserung der Technologie-Infrastruktur sowie für interne Software-Tools, mit denen artnet-Teams neue Anwendungen auf mehreren Plattformen erstellen, testen und zum Einsatz bringen können. Durch die Fokussierung auf FALCON wurden Investitionen in andere Produktentwicklungen kurzfristig verschoben oder reduziert.
Im Jahr 2018 beliefen sich die nicht aktivierten Kosten für Produktentwicklung auf 2.008 TUSD (2017: 3.038 TUSD). Von den gesamten Entwicklungskosten in Höhe von 1.595 TUSD (1.352 TEUR), welche auf das oben genannte zu aktivierende Projekt entfallen, wurden 1.363 TUSD (1.155 TEUR) aktiviert.
Die allgemeinen Verwaltungskosten blieben 2018 im Vergleich zum Vorjahr mit 4.647 TUSD stabil (2017: 4.386 TUSD). Die Kosten enthalten vor allem die Gehälter der Mitarbeiter im Verwaltungsbereich und die Managementvergütung (1.905 TUSD), die Mieten und Mietnebenkosten (1.258 TUSD), Rechts- und Beratungskosten sowie Reisekosten.
Segmententwicklung
Der Konzern berichtet über seine Geschäftsbereiche in derselben Form, in der intern Vorstand und Aufsichtsrat über die Geschäftsentwicklung informiert werden. Es wird auf die detaillierte Darstellung im Abschnitt 23 des Konzernanhangs verwiesen.
Anfang 2018 wurden die Vertriebskosten abweichend zum Vorjahr den Segmenten zugeordnet. Diese Anpassung wurde auch rückwirkend für 2017 vorgenommen. Der folgende Vergleich basiert auf den angepassten Segmentergebnissen.
Die Segmente artnet Price Database und artnet Galerie-Netzwerk schlossen das Geschäftsjahr 2018 mit einem deutlich positiven Deckungsbeitrag II ab. Im Segment Price Database stieg der DB II um 10 % auf 4.932 TUSD aufgrund des gestiegenen Umsatzes und gefallener Aufwendungen für Personal und Vertrieb. Im Segment Galerie-Netzwerk stieg der DB II um 17 % auf 3.659 TUSD. Das resultierte vor allem aus gestiegener Nachfrage nach höherpreisigen Mitgliedschaften sowie gesunkenen Vertriebsaufwendungen.
Im Segment News ging der DB II aufgrund gestiegener Vertriebsaufwendungen um 191 TUSD auf -508 TUSD zurück. Im Rahmen der allgemeinen Neuverteilung der Vertriebsaufwendungen entfielen mehr dieser Kosten auf News. Die Aufwendungen für Marketing stiegen ebenfalls.
Das Segment Auctions wies einen im Vergleich zum Vorjahr höheren DB II von 36 TUSD aus (2017: -199 TUSD) und wurde damit erstmalig profitabel. Auctions erwirtschaftete 2018 auch den höchsten Umsatz seit 2008.
Konzernergebnis
Die übrigen betrieblichen Aufwendungen blieben nahezu konstant und stiegen um weniger als 1 % auf 12.357 TUSD (2017: 12.351 TUSD). Steigende Kosten für zusätzliches Personal in den Bereichen Vertrieb und Marketing wurden von einem Rückgang der Aufwendungen für Produktentwicklung ausgeglichen, da im Vergleich zum Vorjahr weniger nicht aktivierbare Kosten angefallen sind.
Das Betriebsergebnis stieg 2018 infolgedessen gegenüber dem Vorjahr um 122 % auf 905 TUSD (2017: 407 TUSD).
Infolge der US-Steuerreform vom Dezember 2017 kann die in Vorjahren gezahlte Mindestbesteuerung zugefordert werden, was zu einem Ertrag aus laufenden Steuern von 233 TUSD führte. Darüber hinaus wurde wie im vergangenen Jahr ein Ertrag aus der Aktivierung aktiver latenter Steuern in Höhe von 216 TUSD (2017: 367 TUSD) erfasst, die in Erwartung höherer steuerlicher Gewinne in den USA angesetzt wurden.
Das Konzernergebnis nach Steuern konnte daher im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr deutlich von 784 TUSD auf 1.232 TUSD verbessert werden.
Das Gesamtergebnis wurde zudem positiv durch Fremdwährungsgewinne von 104 TUSD (2017: -295 TUSD) beeinflusst.
Währungsumrechnung und Entwicklung der Ertragslage in Euro
Für die Währungsumrechnung der Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird der Jahresdurchschnittskurs für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2018 verwendet. Für das Geschäftsjahr 2018 lag der Durchschnittskurs bei 0,848 US-Dollar/Euro gegenüber 0,887 US-Dollar/Euro für das Geschäftsjahr 2017. Der für die Bilanzumrechnung verwendete Fremdwährungskurs ist der Kurs am Ende des Geschäftsjahres. Der Stichtagskurs zum 31. Dezember 2018 betrug 0,872 US-Dollar/Euro gegenüber 0,833 US-Dollar/Euro am 31. Dezember 2017.
artnet unterliegt diesen Wechselkursschwankungen, da Dienstleistungen in Euro, US-Dollar und Pfund Sterling fakturiert werden, die Geschäftstätigkeit aber größernteils in den Vereinigten Staaten ausgeübt wird. Der Konzern erzielte 2018 wie 2017 ca. 16 % seiner Umsatzerlöse in Euro und ca. 8 % in Pfund Sterling.
Im Jahr 2018 wurde die Ertragslage des Konzerns in der Berichtswährung Euro aufgrund der Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar deutlich von Wechselkurseffekten beeinflusst. Das Umsatzwachstum in USD konnte mit der Abwertung der Währung nicht mithalten, was daher auf Euro-Basis zu einem Umsatzrückgang von 1 % auf 18.322 TEUR (2017: 18.426 TEUR) führte. Das Bruttoergebnis verringerte sich auf Euro-Basis um 1 % oder 78 TEUR auf 11.241 TEUR. In US-Dollar stieg es dagegen um 4 % oder 503 TUSD auf 13.262 TUSD.
Die Währungsentwicklung des US-Dollars wirkt sich in den allgemeinen Verwaltungskosten auf Euro-Basis nur sehr moderat aus, da ein wesentlicher Teil der Aufwendungen (z.B. sämtliche Holdingkosten der Artnet AG) bereits auf Euro-Basis abgerechnet wird. Der Konzern erwirtschaftete 2018 aufgrund gesunkener betrieblicher Aufwendungen ein positives Betriebsergebnis von 767 TEUR nach 361 TEUR im Vorjahr. Der Konzernjahresüberschuss betrug im Jahr 2018 auf Euro-Basis 1.044 TEUR nach 695 TEUR im Vorjahr.
Finanzlage
Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit stieg 2018 gegenüber dem Vorjahr um 3 % auf 1.254 TUSD (2017: 1.212 TUSD). Der Anstieg resultierte vor allem aus dem höheren Ergebnis vor Steuern. Der zahlungswirksame Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit im Geschäftsjahr 2018 betrug 1.580 TUSD und lag erneut deutlich oberhalb des Vorjahresniveaus (2017: 1.022 TUSD). Ursächlich sind die deutlich forcierten Investitionen in FALCON.
Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit reduzierte sich im Geschäftsjahr 2018 auf 26 TUSD nach 54 TUSD im Vorjahr, da neue Leasingverträge, die die ausgelaufenen Verträge ersetzt haben, erst am Ende des Berichtsjahres abgeschlossen worden sind.
Der Zahlungsmittelbestand verringerte sich zum 31. Dezember 2018 gegenüber dem Vorjahresstichtag auf US-Dollar-Basis um ca. 28 % oder 371 TUSD auf 957 TUSD (31. Dezember 2017: 1.327 TUSD) vor allem aufgrund gestiegener Personalkosten.
Auf Euro-Basis unterscheiden sich die Veränderungen der Cashflows (Barmittelzuflüsse oder -abflüsse) aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit und Finanzierungstätigkeit von den Zahlen auf US-Dollar-Basis. Aufgrund der Aufwertung sowohl des Euro als auch des Pfund Sterling gegenüber dem US-Dollar im Stichtagsvergleich, haben sich die in diesen Währungen gehaltenen Zahlungsmittelbestände auf US-Dollar-Basis um 18 TUSD ermäßigt. Auf Euro-Basis beträgt der positive Währungskurseffekt 24 TEUR aufgrund der Abwertung der USD-Bestände. Der Liquiditätsbestand des Konzerns auf Euro-Basis verringerte sich deswegen insgesamt um 25 % auf 835 TEUR zum 31. Dezember 2018 (31. Dezember 2017: 1.106 TEUR).
Die Anlagepolitik des Konzerns ist konservativ und dient ausschließlich der kurzfristigen Mittelanlage, so dass alle Barmittel liquide sind und jederzeit verfügbar bleiben. Zum 31. Dezember 2018 belief sich die Liquidität je Aktie auf Grundlage von durchschnittlich 5.552.986 im Umlauf befindlichen Aktien auf 0,17 USD (0,15 EUR). Zum 31. Dezember 2017 hatte die Liquidität je Aktie 0,24 USD (0,20 EUR) betragen.
Vermögenslage
Die Konzernbilanzsumme betrug am 31. Dezember 2018 8.700 TUSD gegenüber 6.902 TUSD am 31. Dezember 2017. Das entspricht einem Anstieg um 26 %. Der Anstieg ist neben dem Anstieg der immateriellen Vermögenswerte infolge der Aktivierung des Projekts FALCON auf die weitere Aktivierung latenter Steueransprüche in Höhe von 216 TUSD auf 1.418 TUSD sowie die Erfassung des Anspruchs auf Erstattung der Mindestbesteuerung von insgesamt 233 TUSD zurückzuführen.
Darüber hinaus stiegen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 725 TUSD auf 2.183 TUSD aufgrund deutlich höherer Forderungen und Vertragsvermögenswerte aus Werbeaufträgen sowie der neuen Rechnungslegungsvorschriften des IFRS 15, die eine Saldierung von Forderungen mit bisher nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen (Vertragsverbindlichkeiten) nicht mehr zulassen.
Das Konzernanlagevermögen wird vornehmlich bei der Artnet Corp. auf US-Dollar-Basis bilanziert. Das aus den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen bestehende Anlagevermögen stieg um 1.028 TUSD auf 2.979 TUSD. Ursächlich für den Anstieg waren im Wesentlichen aktivierte Entwicklungskosten von 1.363 TUSD für die Entwicklung des technologischen Infrastrukturprojekts FALCON.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und Rückstellungen sind insgesamt um 443 TUSD auf 5.057 TUSD gestiegen (2017: 4.614 TUSD). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einem stichtagsbedingten Anstieg der abgegrenzten Schulden und Vertragsverbindlichkeiten.
Infolge gestiegener Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen die Vertragsverbindlichkeiten (Umsatzabgrenzung) von 1.826 TUSD am 31. Dezember 2017 auf 2.021 TUSD zum 31. Dezember 2018.
Die langfristigen Verbindlichkeiten stiegen unterdessen um 7 % auf 272 TUSD zum 31. Dezember 2018, was vor allem auf die Zunahme langfristiger Leasingverbindlichkeiten für Computer-Ausrüstung zurückgeht.
Das Eigenkapital des artnet-Konzerns hat sich zum 31. Dezember 2018 auf 3.371 TUSD ausschließlich durch das erwirtschaftete Gesamtergebnis erhöht (2017: 2.035 TUSD).
Die artnet Price Database ist ein immaterieller Vermögenswert, der in mehr als 29 Jahren durch die Erfassung von Auktionsdaten entwickelt wurde. Wenngleich er aufgrund der Bilanzierungsregeln nicht als Vermögenswert in der Bilanz angesetzt wurde, stellt er für den Konzern doch eine wesentliche Geschäftsgrundlage und stille Reserve dar. Wenn eine Bilanzierung zum Zeitwert erfolgen könnte, würden sich die Aktiva und damit auch das Eigenkapital deutlich erhöhen.
Gesamtaussage des Vorstands zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
Durch die im Geschäftsjahr 2018 erzielten Ergebnisse sieht sich der Vorstand in der eingeschlagenen Strategie der vergangenen Monate und Jahre bestätigt. Die vom Umsatz her größten Segmente Price Database und Galerien wuchsen im Vorjahresvergleich um 3 % bzw. 4 %. Neben den gestiegenen Abschlüssen von Abonnements für die Preisdatenbank ist die positive Entwicklung der Galerie-Umsätze nach zuvor schwächeren Jahren ein positives Signal.
Durch den Erfolg der artnet News, durch die artnet seit 2014 auch Luxusartikelhersteller als Werbekunden hat, sind die Advertising-Umsätze in den vergangenen Jahren stark angestiegen und tragen inzwischen rund ein Fünftel zum Gesamtumsatz bei. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stiegen die Advertising-Umsätze um 9 %, wozu das Segment News mit einem starken Wachstum von 14 % beitrug. 2018 ist die Zahl der Seitenbesucher auf allen artnet-Webseiten insgesamt um 18 % angestiegen, was auf die Popularität von artnet News sowie verbesserte Inhalte auf den artnet-Webseiten zurückzuführen ist.
artnet Auctions konnte 2018 das starke Wachstum des Vorjahres mit einer kleinen Umsatzverbesserung bestätigen. Auch wenn die Umsätze von Auctions hinter den ambitionierten Erwartungen zurückblieben, konnten an wesentlichen Stellschrauben, wie der Abverkaufsrate und dem Durchschnittspreis verkaufter Lose, Verbesserungen erzielt werden. Die erstmalige Profitabilität der Auktionssparte ist besonders positiv zu bewerten.
Der Liquiditätsbestand liegt im Rahmen der Erwartungen und die Eigenkapitalbasis ist deutlich gestärkt. artnet hat die eigenen Prognosen für das Geschäftsjahr somit weitgehend eingehalten und im Geschäftsjahr 2018 auch durch das FALCON-Projekt insgesamt einen wichtigen Entwicklungsschritt vollzogen.
Nicht-finanzielle Leistungsindikatoren
Mitarbeiter
Zum 31. Dezember 2018 beschäftigte artnet 131 Vollzeitmitarbeiter (31. Dezember 2017: 117). Darüber hinaus waren 2018 drei Mitarbeiter in Teilzeit (2017: fünf) für den artnet-Konzern tätig. Im Vertrieb und in anderen Bereichen beschäftigte der Konzern drei freie Mitarbeiter, im Vergleich zu sechs im Vorjahr.
Die Personalkosten (ohne Sozialversicherungsbeitrage) beliefen sich auf 13.395 TUSD nach 13.504 TUSD im Vorjahr. Während die Personalkosten in den Bereichen Umsatzkosten sowie Vertrieb und Marketing stiegen, gingen sie im allgemeinen Verwaltungsbereich und in der Produktentwicklung zurück.
Sonstige nicht-finanzielle Leistungsindikatoren
Die Qualität unserer Dienstleistungen und die damit verbundene Zufriedenheit aller Kunden und Besucher der artnet-Website sind für unser Geschäft von größter Bedeutung. Zur Qualitätssicherung werden von unseren Galerie-Kontaktpersonen sowie Kundendienst- und Vertriebsmitarbeitern Befragungen durchgeführt, um Rückmeldungen und Gründe für die Kündigung von Galeriemitgliedschaften, Price-Database-Abonnements und Auktionshaus-Partnerschaften auszuwerten. Das erlaubt es uns, auf Anfragen, Vorschläge und Vertragskündigungen zeitnah zu reagieren, die Wiederholungsgefahr zu verringern und unsere Produkte und Dienstleistungen stetig zu verbessern.
Für die Kontrolle und Steuerung des Galerie-Netzwerks werden u.a. die Anzahl der Anfragen und der Seitenaufrufe pro Galeriemitglied ausgewertet, die aber aus Wettbewerbsgründen nicht veröffentlicht werden. Die Zahl der Kündigungen und der neuen Mitgliedschaften wird monatlich überwacht und erfasst. 2018 gab es rund 4 % weniger Kündigungen als im Vorjahr - insgesamt 11 weniger als 2017.
Gleichzeitig wurden aber nur 149 neue Mitgliedschaften abgeschlossen - 24 % weniger als im Vorjahr (2017: 195). Insgesamt sank die Gesamtzahl der Galeriemitgliedschaften daher bis Ende des Jahres um 98 auf 1.117.
Dieser Nettoverlust überstieg die Einbußen der vergangenen drei Jahre. 2017 hatte sich der Nettoverlust auf 62 Galerien, 2016 auf 13 Galerien und 2015 auf 90 Galerien belaufen. Darüber hinaus dokumentiert der Konzern die Anzahl der direkten Anfragen, die über die artnet-Website an Galerien und Auktionshäuser geleitet werden.
Für das Segment artnet Price Database wiesen die meisten Kennzahlen im Jahr 2018 positive Ergebnisse aus. Die Anzahl der Abonnenten, Suchanfragen und neu in die Datenbank eingepflegten Auktionsergebnisse werden monatlich überwacht.
2018 war ein besonders erfolgreiches Jahr für das Price-Database-Team, da die Anzahl der Abonnenten im Durchschnitt um 2 % pro Monat stieg, während die Anzahl der Suchanfragen im Vergleich zum Vorjahr um 1 % abnahm. Die Zahl der neuen Auktionsergebnisse stieg um 6 %, was teilweise aus einer höheren Bearbeitungsgeschwindigkeit resultierte. Im Durchschnitt wurden Lose vor Auktionen einen Tag früher in die Preisdatenbank aufgenommen als bisher. Der Zeitpunkt für die Ergänzung der Datenbank mit neuen Auktionsergebnissen nach einer Versteigerung blieb 2018 weitgehend konstant. Im Jahr 2018 beinhaltete die Price Database erstmals mehr als 12,5 Millionen Auktionsergebnisse.
Gemäß der Strategie, die Qualität der angebotenen Lose weiter zu steigern, stieg der durchschnittliche Preis verkaufter Lose bei artnet Auctions im Jahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr um 17 % auf 14,1 TUSD. Im Vergleich zum Vorjahr gab es auch 7 % mehr Transaktionen im Wert von mehr als 75.000 USD. Käufer und Verkäufer sind zunehmend bereit, auch hochwertige Kunstwerke online zu handeln. Die Verkaufsrate stieg in Bezug auf das Volumen um 10 % und in Bezug auf den Wert um 12 %, was die richtige Mischung und die Qualität der angebotenen Lose bestätigt. Durch die strikten Qualitätskriterien bei der Auswahl der offerierten Lose, wurden insgesamt weniger Werke angeboten und die Anzahl der verkauften reduzierte sich unwesentlich um 2 % auf 1.344 (2017: 1.373).
Um den Erfolg von Werbekampagnen zu messen, werden Indikatoren wie CPM (Tausend-Kontakt-Preis), Seitenaufrufe und Sichtbarkeit einer Anzeige bewertet. Die Kennzahlen werden aus Wettbewerbsgründen nicht veröffentlicht.
Als reines Online-Unternehmen ist der Web-Traffic für artnet besonders wichtig und wird daher täglich überwacht, aufgezeichnet und ausgewertet. Nach Veränderungen an den Webseiten und ihren Inhalten stieg die Zahl der Seitenbesucher im Jahr 2018 gegenüber dem Vorjahr um 18 %. Die Besucherzahl erhöhte sich von durchschnittlich 2,6 Millionen pro Monat im Jahr 2017 auf 3 Millionen im Jahr 2018.
Damit setzte sich der positive Trend des Vorjahres fort, als die durchschnittliche Besucherzahl von 2,2 Millionen auf 2,6 Millionen gestiegen war - was ebenfalls einem Zuwachs um rund 18 % entsprach.
3. Übernahmerechtliche Angaben
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Das voll eingezahlte Grundkapital der artnet AG betrug zum 31. Dezember 2018 unverändert 5.631.067 EUR und ist in 5.631.067 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je 1,00 EUR aufgeteilt, bei denen es sich um Namensaktien handelt.
Zum 31. Dezember 2018 hält die artnet AG unverändert 78.081 eigene Aktien. Es wird dazu auf unsere Angaben im Anhang verwiesen.
Stimmrechtsbeschränkungen oder Übertragungsbeschränkungen
Es bestehen keine Stimmrechtsbeschränkungen oder Übertragungsbeschränkungen für die ausgegebenen Aktien.
Direkte oder indirekte Kapitalbeteiligungen, die 10 % der Stimmrechte überschreiten
Beteiligungen, die 1 0 % der Stimmrechte der artnet AG überschreiten, wurden zum 31. Dezember 2018 von der Galerie Neuendorf AG, Berlin, mit 27,06 %, und von Dr. Kyra Heiss, München, mit 12,25 % gehalten.
Inhaber von Aktien mit Sonderrechten
Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten.
Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen
Soweit Arbeitnehmer an der artnet AG beteiligt sind, üben diese ihre Kontrollrechte unmittelbar aus.
Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern, Satzungsänderungen
Mitglieder des Vorstandes werden gemäß §§ 84, 85 AktG bestellt und abberufen. Satzungsänderungen erfolgen gemäß §§ 133, 179 AktG.
Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien
Genehmigtes Kapital
Durch Beschluss der Hauptversammlung der artnet AG vom 16. Juli 2014 wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, bis zum 15. Juli 2019 das gezeichnete Kapital durch Ausgabe von 2.800.000 neuen Inhaber-Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu 2.800 TEUR zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2014). Aus dem genehmigten Kapital 2014 wurden bisher keine Aktien ausgegeben.
Bedingtes Kapital
In der Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 wurde das Grundkapital um 560 TEUR bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 560.000 neuen Stückaktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und Mitglieder der Geschäftsführung verbundener Unternehmen sowie an Arbeitnehmer der artnet AG oder ihrer Tochtergesellschaften (Bedingtes Kapital 2009/I). Das bedingte Kapital 2009/1 ist 2014 ausgelaufen. Es wurden daraus keine Stammaktien ausgegeben.
Im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2009 wurden in den Jahren 2009, 2010 und 2014 insgesamt 398.907 Aktienoptionen an die Geschäftsführung und Mitarbeiter der Tochtergesellschaft Artnet Corp. ausgegeben, die bisher nicht ausgeübt wurden bzw. werden konnten.
4. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB / § 315d HGB
Die aktuelle Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289f / § 315d HGB) ist auf der Webseite der Gesellschaft unter www.artnet.de/ investor-relations/ einsehbar und beinhaltet neben der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG Angaben zu Unternehmensführungspraktiken und die Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat. Die artnet AG verfolgt dabei das Ziel, die Darstellung der Unternehmensführung übersichtlich und prägnant zu halten.
5. Vergütungsbericht
Der Vergütungsbericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Er fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der artnet AG Anwendung finden, und erläutert die Höhe sowie Struktur der Vorstandsvergütung. Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrates beschrieben. Der Vergütungsbericht beinhaltet des Weiteren Angaben, die nach den Erfordernissen des deutschen Handelsrechts auch Bestandteil des Konzernanhangs nach § 314 HGB bzw. des Konzernlageberichts nach § 315 HGB sind.
5.1 Vergütung des Vorstands
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| Gewährte Zuwendungen Vorstand | Jacob Pabst | |||
|---|---|---|---|---|
| EUR | 2017 gewährt | gewährt | (min.) | 2018 (max.) |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 321.609 | 317.863 | 317.863 | 317.863 |
| Nebenleistungen | 12.330 | 10.824 | 10.824 | 10.824 |
| Summe | 333.939 | 328.687 | 328.687 | 328.687 |
| Einjährige variable Vergütung | 33.270 | 31.786 | - | 317.863 |
| Versorgungsaufwand | - | - | - | - |
| Gesamtvergütung | 367.209 | 360.473 | 328.687 | 646.550 |
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| Zufluss Vorstand | Jacob Pabst | |
|---|---|---|
| 2017 | 2018 | |
| --- | --- | --- |
| Festvergütung | 321.609 | 317.863 |
| Nebenleistungen | 12.330 | 10.824 |
| Summe | 333.939 | 328.687 |
| Einjährige variable Vergütung | - | 33.270 |
| Versorgungsaufwand | - | - |
| Gesamtvergütung | 333.939 | 361.957 |
Die Vorstandsvergütung wird in US-Dollar gewährt, weshalb die o.g. Beträge durch Wechselkursänderungen beeinflusst sind.
Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Festlegung der Vergütung des Vorstands der artnet AG orientiert sich an der Größe und der Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen im In- und Ausland.
Die Vergütung ist so bemessen, dass sie am internationalen Arbeitsmarkt für hoch qualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreiz für erfolgreiche Arbeit gibt.
Herr Jacob Pabst erhält von der artnet AG keine Vergütung. Das Entgelt für die Ausübung seiner Tätigkeit als Vorstand der artnet AG ist mit dem Gehalt, welches Herr Jacob Pabst in seiner Funktion als CEO der Artnet Corp. bezieht, abgegolten.
Sowohl der Vorstandsvertrag mit der artnet AG als auch der Anstellungsvertrag mit der Artnet Corp. wurden am 24. Juni 2017 angepasst und für zwei Jahre vom 1. Juli 2017 bis 1. Juli 2019 mit Ausnahme der Festvergütung zu unveränderten Konditionen verlängert. Am 18. März 2019 wurden die Verträge um weitere zwei Jahre verlängert.
Die Vergütung von Herrn Jacob Pabst als Vorstand setzt sich aus einer fixen Grundvergütung und einer jährlichen variablen Vergütungskomponente [Short-Term Incentive (STI)] zusammen, die im Folgenden beschrieben wird:
Fixe Grundvergütung: Die fixe Grundvergütung von Vorstand Jacob Pabst betrug im Geschäftsjahr 2018 insgesamt 318 TEUR (375 TUSD). Bis zum 30. Juni 2017 betrug die fixe Grundvergütung 316 TEUR (350 TUSD). Seit dem 1. Juli 2017 beläuft sich die Festvergütung auf 375 TUSD.
Variable Vergütungskomponente (STI): Zusätzlich zu der fixen Grundvergütung erhält der Vorstand eine variable Vergütungskomponente, deren Festlegung im Ermessen des Aufsichtsrats steht. Die Basis für die Kalkulation der variablen Komponente bildet der Konzernabschluss für das Jahr, für den die STI gezahlt werden soll. Die variable Vergütungskomponente darf die fixe Grundvergütung nicht überschreiten.
Die variable Vergütungskomponente ist je zu einem Drittel abhängig von der Erreichung folgender Ziele:
| ― | 1/3 von der Erreichung des budgetierten Jahresergebnisses und des Cashflows |
| ― | 1/3 von der Entwicklung des Aktienkurses der artnet AG |
| ― | 1/3 im Ermessen des Aufsichtsrats, insbesondere ausgerichtet an längerfristigen Zielen, wie die Einführung neuer Produkte/neuer Geschäftsfelder, die erwartete zukünftige Profitabilität und bedeutende Transaktionen. |
Die variable Vergütungskomponente wird, soweit gewährt, in zehn gleichen monatlichen Raten beginnend in dem Monat nach Gewährung ausgezahlt.
Für das Geschäftsjahr 2018 wurde durch den Aufsichtsrat eine variable Vergütung von 32 TEUR (37,5 TUSD) festgelegt.
Die Artnet Corp. übernimmt als Nebenleistungen weiterhin zusätzlich zu den Kosten für die private Krankenversicherung in Höhe von monatlich 450 EUR die Prämie für die Teilnahme an der Betriebs-Gruppenkrankenversicherung (company group medical plan).
5.2 Vergütung des Aufsichtsrates
Die Vergütung des Aufsichtsrates wird auf Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrates durch die Hauptversammlung festgelegt. Sie ist in der Satzung geregelt.
Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an der Größe des Unternehmens, an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder sowie an der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der Gesellschaft.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten jährlich eine feste Vergütung. Im Einzelnen erhalten unverändert zum Vorjahr der Vorsitzende des Aufsichtsrates 50 TEUR, der stellvertretende Vorsitzende 37,5 TEUR und das dritte Mitglied des Aufsichtsrates 25 TEUR.
6. Risiko- und Chancenbericht
artnet operiert in einem anspruchsvollen Nischenmarkt. Um alle sich ständig verändernden Gegebenheiten zu überwachen, beobachtet artnet fortlaufend interne und externe Risiken, die bei Wesentlichkeit im folgenden Risiko- und Chancenbericht erläutert werden.
6.1 Risikobericht
Risikomanagement
Der artnet-Konzern hat ein Risikomanagementsystem zur Identifizierung und laufenden Überwachung der Betriebs- und Finanzrisiken des Konzerns eingerichtet, dass die Auswirkungen unerwarteter Ereignisse mildern soll. Das Risikomanagementsystem besteht im Wesentlichen aus folgenden fünf Komponenten:
| ― | dem Finanzwesen, das die tatsächlichen Ergebnisse der Geschäftstätigkeit überwacht und im Rahmen einer monatlichen Berichterstattung Plan-Ist-Vergleiche sowie Vorjahres-Vergleiche darstellt; |
| ― | der IT-Infrastruktur, die die jederzeitige Verfügbarkeit und Funktionsfähigkeit der Website sicherstellt und überwacht; |
| ― | der Compliance, die interne als auch externe rechtliche Risiken sowie Gesetzesänderungen überwacht; |
| ― | der IT-Infrastruktur, die die jederzeitige Verfügbarkeit und Funktionsfähigkeit der Website sicherstellt und überwacht; |
| ― | dem Projektmanagement, das die Entwicklung und den Fortschritt der einzelnen Technologieprojekte überwacht und |
| ― | der laufenden Traffic-Überwachung, die wichtige Bereiche des Web-Traffics auswertet und analysiert. |
Das Risikomanagementsystem stellt sicher, dass kritische Informationen direkt und zeitnah an den Vorstand weitergeleitet werden.
Frühwarnsystem zur Identifizierung potenzieller Risiken
Zur Messung, Überwachung und Steuerung von Geschäftsentwicklung und Risiken nutzt artnet ein Steuerungs- und Kontrollsystem, das im Wesentlichen auf den Daten der Finanzbuchhaltung aufsetzt. In einer Risikoinventur sind die wesentlichen vorhandenen Risiken dokumentiert und den Verantwortungsebenen innerhalb des Konzerns zugeordnet. Bestehende Risikopotentiale werden laufend beobachtet und bei Bedarf werden angemessene Maßnahmen zur Risikobegrenzung ergriffen. Zum Risikomanagementsystem gehört neben einer regelmäßigen internen Berichterstattung über den Geschäftsverlauf sowie die aktuellen Marktentwicklungen und Kundenbeziehungen auch ein konzernweiter Budgetierungsprozess, der unter anderem operative Risiken und Veränderungen des geschäftlichen Umfeldes berücksichtigt. Unterstützt wird dieser Prozess durch regelmäßige Markt- und Wettbewerbsanalysen.
Umgang mit bedeutenden potenziellen Risiken
Das operative Management ist für die Früherkennung, Kontrolle und Kommunikation von Risiken direkt verantwortlich. So kann artnet umfassend und gezielt auf potenzielle Risiken reagieren. Die Risikopolitik orientiert sich dabei an den Zielen, nachhaltiges Wachstum zu erreichen und den Unternehmenswert langfristig zu sichern, gleichzeitig aber nicht kalkulierbare Risiken zu vermeiden.
Compliance-Management-System (Hinweisgebersystem)
artnet fördert und fordert eine offene Kommunikation und einen vertrauensvollen Umgang unter und mit allen Angestellten, Kunden und Geschäftspartnern. Die Mitarbeiter des artnet-Konzerns haben neben dem direkten Austausch mit den Vorgesetzten die Möglichkeit, durch ein Hinweisgebersystem jederzeit anonym und geschützt Hinweise zu möglichen Rechtsverstößen und anderem Fehlverhalten zu geben, auf die das Management umgehend und entsprechend reagieren kann.
Internes Kontrollsystem in Bezug auf den Konzernrechnungslegungsprozess
Der Vorstand hat für die vielfältigen organisatorischen, technischen und wirtschaftlichen Abläufe im Konzern ein internes Kontrollsystem eingerichtet.
Wesentlicher Bestandteil ist das Prinzip der Aufgabentrennung, das gewährleisten soll, dass ausführende (z.B. Vertrieb), verbuchende (z.B. Finanzbuchhaltung) und verwaltende (z.B. IT-Administration) Abteilungen getrennt sind. Das Vier-Augen-Prinzip gewährleistet, dass keine wichtigen Vorgänge ohne Kontrolle bleiben.
Die Erwartungen des Vorstands werden durch regelmäßige Zielvereinbarungen definiert und dokumentiert.
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt durch die Finanzdirektorin der Artnet Corp. mit langjähriger Erfahrung und spezieller Expertise für Konsolidierungsfragen.
Risiken
Risikobewertung
artnet beobachtet und analysiert verschiedene Arten von Risiken, die im Folgenden unterteilt werden in externe, betriebliche, rechtliche, finanzielle und sonstige Risiken. Das interne Risikoüberwachungssystem ist so aufgebaut, dass sowohl segmentbezogene als auch unternehmensübergreifende Risiken definiert und bewertet werden. Bei der Bewertung der Risiken werden zwei Faktoren betrachtet: Die Eintrittswahrscheinlichkeit und die potentielle, maximale Schadenshöhe. Die potentielle Schadenshöhe kann dabei durch potentielle Umsatzeinbußen oder auch Kosten definiert werden, beispielsweise bei rechtlichen Risiken. Soweit möglich, wird für jedes Risiko ein Schadenswert berechnet, der zum Zeitpunkt der Risikobewertung als maximaler Schaden ermittelt wurde. Für operationelle Risiken wurde der maximale Schadenswert mit der potenziellen Eintrittswahrscheinlichkeit, sowie deren Eintrittshäufigkeit gewichtet. Wettbewerbsrisiken werden hingegen auf einer Skala von eins bis fünf bewertet, wobei eins von geringer Bedeutung ist und fünf ein konkretes Risiko bedeutet, das umgehendes Handeln erfordert.
Der Konzern hat die folgenden wesentlichen Risiken identifiziert:
Externe Risiken
Konjunkturtrends im Kunstmarkt
artnet unterliegt den Schwankungen des Kunstmarktes. Der Kunstmarkt wird von den weltweiten Wirtschaftsbedingungen beeinflusst. Inwieweit sich diese Entwicklungen auch in Zukunft auf den Kunstmarkt auswirken werden, ist unklar. Die 2017 begonnene Erholung des Kunstmarktes setzte sich 2018 fort. Der für 2019 erwartete, graduelle Anstieg des Zinsniveaus in den Vereinigten Staaten trägt ebenfalls zur Unsicherheit bei, da die Auswirkungen höherer Zinsen auf die Preise und Nachfrage im Kunstmarkt nicht klar sind.
Konkurrenten haben zudem Kapital aufgenommen, was die Intensität des Wettbewerbs weiter erhöhen und die Marktanteile von artnet stärker unter Druck setzen könnte.
Zu den potentiellen Risiken für einen konjunkturellen Abschwung zählen Finanzmarktturbulenzen, Protektionismus und geopolitische Spannungen.
Die Kursschwankungen an den Finanzmärkten haben im Jahr 2018 zugenommen und die Vermögenspreise sind im vierten Quartal gefallen, was anhaltende Marktturbulenzen nahelegen könnte.
Betriebliche Risiken
Infrastruktur des IT-Systems
Funktionsstörungen der Website könnten die laufenden Umsätze und Gewinne von artnet mindern und möglicherweise auch die künftigen Umsätze und Ergebnisse beeinträchtigen. Häufige oder anhaltende Unterbrechungen des Service könnten bestehenden oder interessierten Nutzern Anlass zu der Annahme geben, dass die Systeme des Konzerns nicht zuverlässig sind. Dies könnte nachteilige Auswirkungen auf den Ruf, die Umsätze und die Kosten des Konzerns haben. Derartige Unterbrechungen erhöhen die Arbeitsbelastung der Technologie-Abteilung, was wiederum die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen verzögert.
Das aktuelle Projekt FALCON, eine Erneuerung der Technologieinfrastruktur des Konzerns, wird die Nutzung von Drittanbietersystemen erhöhen und damit eine größere Flexibilität ermöglichen, wodurch interne Entwicklungsrisiken verringert werden.
Die eigenen Systeme des Konzerns sind so konzipiert, dass die Ausfallzeiten bei Stromausfällen oder im Katastrophenfall gering sind. Die Möglichkeit von Beschädigungen oder Störungen durch Überschwemmungen, Feuer, oder Unterbrechungen von Dienstleistungen aufgrund von Terroranschlägen, Computerviren und andere unvorhersehbare Ereignisse können nie völlig ausgeschlossen werden. Um den bestmöglichen Schutz zu gewährleisten, befinden sich die Webserver von artnet in einer sicheren externen Einrichtung. Zudem werden zunehmend Cloud-basierte Datendienste in Anspruch genommen, wodurch das Risiko physischer Speicherung weiter verringert wird.
Produktentwicklung
Der künftige Erfolg von artnet hängt teilweise von der Zeit ab, in der sich der Konzern an technologische Veränderungen und neu entstehende Branchenstandards anpassen kann. Der Konzern beobachtet und analysiert daher Markttrends.
Auf Basis dieser Analysen hat der Vorstand entschieden, die Leistung, Funktionen und Zuverlässigkeit der Website weiter zu verbessern und neue Produkte einzuführen, die sowohl für bestehende als auch potenzielle Kunden von Nutzen sind. Dies soll das Risiko verringern, dass artnet gegenüber den Marktstandards ins Hintertreffen gerät. Der wichtigste Schritt auf diesem Weg ist das bereits erwähnte Projekt FALCON, das sowohl eine schnellere Entwicklung als auch eine raschere Anpassung an die Trends des Marktes ermöglicht.
Es besteht allerdings das Risiko, dass Produktinnovationen und -weiterentwicklungen vom Markt und den Kunden nicht bzw. nicht so schnell angenommen werden wie geplant und die damit verbundenen Ziele verfehlt werden. Die Ertragslage von artnet würde in diesem Fall bei noch fehlenden Umsatzerlösen durch die steigenden Kosten der Produktentwicklung und höhere laufende Kosten belastet.
Die Risiken im Bereich Produktentwicklung wurden in den letzten Jahren durch den zunehmenden Wettbewerb und durch den Markteintritt von mehreren Start-up-Internetdienstleistern erhöht, die in einem oder mehreren Produktsegmenten mit artnet konkurrieren.
Website-Besuche
Die Besucherzahlen auf den artnet-Webseiten (Traffic) sind für den Konzern von großer Bedeutung. Rückläufige Besucherzahlen könnten die Umsätze aller Produktlinien verringern. artnet überwacht die Website-Besuche auf täglicher Basis, um sicherzustellen, dass diese den Erwartungen entsprechen. Zur weiteren Steigerung der Website-Besuche investiert der Konzern außerdem in Suchmaschinenoptimierung (SEO) sowie in Werbung und Marketing. artnet überwacht die Besucherzahlen und die über die Website erzielten Umsätze und stellt diese den entsprechenden Aufwendungen für Werbung und Marketing gegenüber, um den Erfolg von Suchmaschinenoptimierung, Werbe- und Marketingmaßnahmen zu bewerten.
Rechtliche Risiken
Markenrechte
artnet schützt sich durch die markenrechtliche Sicherung des Namens "artnet" in den größten Märkten des Konzerns, insbesondere in den USA und der Europäischen Union. Klagen gegen Markenverletzungen sind kostspielig und unterliegen der Prüfung durch nationale Behörden, die für den Konzern negativ ausfallen könnten. Darüber hinaus schützt und verteidigt sich der Konzern gegen Urheber- und sonstige Rechtsansprüche, wobei negative Folgen für den Konzern nicht völlig ausgeschlossen werden können.
Urheberrechte
artnet verwendet in seiner Datenbank eine Vielzahl an Fotografien von dekorativer Kunst. Als international tätiger Konzern mit einer internationalen Kundenbasis ist artnet unterschiedlichen Rechtsordnungen bezüglich des Urheberrechts ausgesetzt. Dem Rechnung tragend, hat artnet mit der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst in Deutschland, die mehrere internationale Schwesterorganisationen hat, und der Artist Rights Society in den USA Lizenzverträge abgeschlossen. Angesichts der großen Zahl von Abbildungen in der Price Database decken diese Verträge jedoch nicht die Rechte für sämtliche in der Datenbank verfügbaren Abbildungen ab. Als Reaktion auf die Klagen eines französischen Fotografen vor französischen und deutschen Gerichten, der sich in seinen Rechten als Urheber für in der Datenbank verwendete Fotografien dekorativer Kunst für Auktionskataloge verletzt sah, unternimmt artnet alle rechtlich und vertraglich notwendigen Schritte, um zukünftige Klagen zu vermeiden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass andere Fotografen möglicherweise ähnliche Klagen anstreben. Dies könnte erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben.
Schutz der Kundendaten
artnet speichert die Kundendaten gemäß den derzeit geltenden Gesetzen und Vorschriften. Würde es Dritten jedoch gelingen, die von artnet getroffenen Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen und an die Kundeninformationen zu gelangen, könnte artnet für entstandene Schäden haftbar gemacht werden.
Sollte artnet gegen Datenschutzbestimmungen verstoßen, könnte dies Ermittlungen, datenschutzrechtliche Verfügungen und Schadenersatzforderungen von Kunden auslösen und strafrechtliche oder regulatorische Verfahren gegen artnet zur Folge haben. Neben direkten finanziellen Belastungen durch mögliche Klagen und Schadenersatzforderungen könnte auch die Reputation des Konzerns leiden. Dadurch könnte artnet Bestandskunden und registrierte Nutzer verlieren. Gleichzeitig könnte die Akquisition neuer Kunden und Nutzer erschwert werden.
Um sich rechtlich bestmöglich zu schützen, arbeitet artnet im In- und Ausland mit Datenschutzexperten zusammen, mit denen artnet fortlaufend auf Veränderungen beim Datenschutz reagiert. artnet verfügt sowohl über eine EU-US Privacy-Shield-Zertifizierung also auch über eine Swiss-US Privacy-Zertifizierung, die den personenbezogenen Datentransfer aus Mitgliedstaaten der Europäischen Union bzw. der Schweiz in die USA regelt. Des Weiteren hat sich artnet der Umsetzung der EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO) verpflichtet, die am 25. Mai 2018 in Kraft trat.
Finanzielle Risiken
Fremdwährungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiko
artnet führt einen Teil seiner Geschäfte außerhalb der USA und unterliegt dadurch dem Risiko nachteiliger Wechselkursschwankungen. Da Wechselkurse Schwankungen unterworfen sind, können die Umsatzerlöse sowie die betrieblichen Aufwendungen erheblich von den Erwartungen abweichen. artnet sichert sich in der Regel nicht gegen solche Währungsrisiken ab. Das ist insbesondere der Fall, da die Konzerngesellschaften Zahlungen von Kunden in Euro und Pfund Sterling akzeptieren und ihre Lieferanten in Europa in diesen Währungen bezahlen. Der Konzern hält das Wechselkursrisiko daher für begrenzt.
Fremdwährungsrisiken für den artnet-Konzern ergeben sich zudem aus konzerninternen Euro-Forderungen, die im Wesentlichen aus der Finanzierung der in Deutschland ansässigen Muttergesellschaft artnet AG durch die im US-Dollar-Währungsraum ansässige operative Tochtergesellschaft Artnet Corp. resultieren, sowie aus den in der Artnet Corp. gehaltenen Bankbeständen in Euro und Pfund Sterling.
Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Bewertung von konzerninternen langfristigen Darlehensforderungen, die als Bestandteil eines Nettoinvestments qualifiziert werden, werden erfolgsneutral im Fremdwährungsausgleichsposten ausgewiesen. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit sieht der Vorstand des Konzerns weiterhin von einer Absicherung dieses Fremdwährungsrisikos ab.
Da sich das Engagement auf eine große Anzahl von Kunden, sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen, im Markt für bildende Kunst verteilt, liegt im Konzern keine signifikante Konzentration des Ausfallrisikos von finanziellen Vermögenswerten vor. Dennoch würde sich ein weltweiter Wirtschaftsabschwung sehr wahrscheinlich negativ auf die Zahlungsfähigkeit der Kunden des Konzerns auswirken und zu einer Verlängerung der durchschnittlichen Zahlungsfrist oder im schlimmsten Fall zu einem Anstieg der Forderungsausfälle führen. Dies würde die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns belasten. Der Konzern versucht, diesen Risiken entgegenzuwirken, indem er mit seinen Kunden, wann immer dies möglich ist, Vorauszahlungen vereinbart und auf eine sorgfältige Eintreibung der Forderungen achtet.
Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass artnet seinen Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nicht fristgerecht nachkommen kann. artnet bestreitet seine laufenden Kosten und Investitionen aus dem vorhandenen Liquiditätsbestand und dem operativen Cashflow und verfügt über keine Kreditlinien. Der Liquiditätsbestand ist zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 im Vorjahresvergleich auf USD-Basis um 28 % und auf Euro-Basis um 25 % gesunken.
Die im März 2015 erfolgte Verurteilung zu hohen Schadenersatzzahlungen von 800 TEUR durch ein Berufungsgericht in Frankreich im Zusammenhang mit einer geltend gemachten Verletzung von Urheberrechten eines französischen Fotografen könnte zu einer angespannten Liquiditätssituation für artnet führen, wenn dieser in den Rückstellungen erfasste Betrag kurzfristig zu leisten wäre. Das Urteil ist Ende März 2018 unanfechtbar geworden. Die gebildete Rückstellung deckt das dem Verfahren innewohnende maximale Risiko inklusive der Verzinsung ab. artnet prüft weiter sämtliche Handlungsoptionen, um die etwaige Vollstreckung des französischen Urteils in Deutschland und den USA zu unterbinden. Neben der Ausnutzung sämtlicher zur Verfügung stehender Rechtsmittel versucht artnet eine außergerichtliche Einigung mit dem französischen Fotografen zu erzielen.
Unter Berücksichtigung aller Handlungsoptionen geht artnet nicht von einer vollständigen Schadensersatzzahlung im Geschäftsjahr 2019 aus.
Zinsänderungsrisiken sind als unbedeutend anzusehen, da der Konzern verzinsliche Schulden lediglich in Form von festverzinslichen Finanzierungsleasingverhältnissen aufweist.
Sonstige Risiken
Mitarbeiter in Schlüsselpositionen
Der Arbeitsmarkt für qualifizierte und motivierte Manager ist sehr wettbewerbsintensiv. Aufgrund der relativ geringen Größe von artnet könnte sich der Verlust von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen zeitweilig zwar negativ auswirken, würde aber durch das qualifizierte mittlere Management abgemildert.
Die vorstehende Auflistung kann nicht alle Risiken aufführen, denen artnet irgendwann ausgesetzt sein könnte. Risiken, die nicht erkannt sind oder über die nicht berichtet wurde, könnten zutage treten und sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Der Konzern wird sein Umfeld auch weiterhin überwachen und die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems überprüfen. Trotz kontinuierlicher Anpassungen des Risikomanagementsystems ist es nicht möglich, die Wahrscheinlichkeit des Eintretens bestimmter Risiken oder deren finanzielle Auswirkungen vollständig zu quantifizieren.
6.2 Chancenbericht
Der Online-Kunsthandel ist ein dynamischer Markt, in dem sich ständig neue Chancen für artnet eröffnen. Die relativ geringe Größe des Unternehmens und kurze Entscheidungswege erlauben es artnet, schnell auf aktuelle Gegebenheiten und auf Trendwenden unter Abwägung des Risikopotenzials zu reagieren. Chancen können sich aus dem internen oder externen Umfeld ergeben.
Kunst als Anlageklasse
Eine weltweit wachsende Zahl von vermögenden Privatkunden vergrößert die potentielle Kundenbasis des Konzerns. Kunst wird von diesen Personen als Luxusobjekt, aber auch als Anlageklasse oder Sammlerobjekt für die Geldanlage wahrgenommen. Sollte sich dieser Trend fortsetzen, könnten Kunstmarkt und Zahl der potenziellen Kunden des Unternehmens weiter wachsen.
Reine Online-Auktionen
Internethandel ist auch im Luxussegment ein Wachstumsmarkt. Dazu gehört der Kunstmarkt, in dem Marktteilnehmer reine Online-Auktionen als schnelles und kostengünstiges Mittel zum Kauf und Verkauf hochpreisiger bildender Kunst angenommen haben. artnet Auctions erzielt beständig hohe Preise, was anhaltende Geschäftschancen in diesem dynamischen Segment nahelegt. Das reine Online-Geschäftsmodell befreit Marktteilnehmer von den Beschränkungen der traditionellen Auktionssaisons im Frühjahr oder Herbst. Das gibt artnet die Möglichkeit, Kunstwerke flexibel und in kurzer Zeit auf den Markt zu bringen und so einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen.
Konjunkturentwicklung
Die Entwicklung des internationalen Kunstmarktes ist eng mit der Konjunktur der Industriestaaten verknüpft. Ein stärker als bislang erwartetes Wirtschaftswachstum in den Industrieländern, insbesondere in den Vereinigten Staaten, könnte sich positiv auf das Geschäft des Unternehmens auswirken.
Chancen in China
artnet sieht Chancen in China. Die wachsende Präsenz des Unternehmens auf der Social-Media-Plattform WeChat führte bereits zu neuen Anmeldungen bei artnet Auctions, deren Zahl noch weiter steigen könnte. Angesichts einer wachsenden chinesischen Mittelschicht und einer zunehmenden Anzahl vermögender Privatkunden wächst das Interesse an europäischer und amerikanischer Kunst im chinesischen Markt, wovon artnet strategisch profitierten könnte.
Synergien innerhalb des Konzerns
Die verschiedenen artnet-Segmente bieten auch Chancen durch noch ausnutzbare Synergien innerhalb des Konzerns. Journalisten von artnet News haben Porträts über Mitglieder des Galerie-Netzwerks geschrieben oder zusammen mit Kunsthistorikern der Price Database eine umfassende Studie über aktuelle Trends auf dem Kunstmarkt erstellt. Es gibt weitere Möglichkeiten, das breite Produktportfolio und Know-how von artnet für die Entwicklung neuer Produkte zu nutzen oder sie hervorzuheben.
Chance für die Marke
Der segmentübergreifende Fokus auf hohe Qualität stärkt die Marke von artnet. Dies könnte zu wachsenden Einnahmen aus Abonnements, Mitgliedschaften, Auktionsprovisionen oder Werbung führen. Eine starke Marke macht artnet auch wettbewerbsfähiger bei der Suche und Bindung talentierter Mitarbeiter.
artnet spielt eine Führungsrolle im Online-Kunstmarkt und steht seit fast drei Jahrzehnten für Qualität und Zuverlässigkeit. Die Gruppe ist daher ein attraktiver Partner für Markenhersteller und Institutionen innerhalb und außerhalb des Kunstmarktes, was den Bekanntheitsgrad der Marke und die Kundenbasis des Unternehmens weiter erhöhen könnte.
artnet News als Werbeplattform
artnet News hat sich als führende Online-Plattform für Nachrichten und Kritik im Kunstmarkt etabliert. Mit einem Schwerpunkt auf Qualitätsjournalismus und selbstrecherchierten Berichten ist News zu einer gefragten Werbeplattform für Luxusmarken und kunstbezogene Unternehmen geworden. Exklusive, gut recherchierte Geschichten und anhaltend wachsende Besucherzahlen könnten in steigenden Werbeeinnahmen resultieren.
FALCON
artnet verbessert mit dem Projekt FALCON seine Website- und Technologieinfrastruktur. Nach Beendigung des Projekts wird artnet agiler und effizienter sein, neue Produkte schneller auf den Markt bringen und gleichzeitig Kosten senken. Durch die schnellere Markteinführung kann das Unternehmen rascher auf Markttrends reagieren und den Umsatz bei niedrigeren Kosten steigern.
Der Erfolg des Unternehmens hängt in großem Maße von der Fähigkeit ab, unseren Kunden innovative Lösungen und verbesserte Produkte zur Verfügung zu stellen. Daher arbeitet das Unternehmen auch weiterhin daran, die Effektivität seiner Produkt- und Website-Entwicklungen stetig zu erhöhen. Sollte artnet in diesem Bereich schnellere Fortschritte machen, könnten Produktverbesserungen zügiger umgesetzt werden. Dies könnte sich positiv auf Umsätze und die Ertragslage auswirken.
Gesamtaussage des Vorstands zur Risiko- und Chancensituation des Konzerns
Insgesamt haben sich hinsichtlich der Risiko- und Chancensituation des Konzerns im Berichtsjahr 2018 keine wesentlichen Veränderungen im Vergleich zu 2017 ergeben. artnet hat sich in einem teilweise schwierigen Marktumfeld und intensiven Wettbewerb behauptet. Die über eine Rückstellung vollständig abgedeckte Schadenersatzverpflichtung aus dem Urheberrechtsstreit in Frankreich könnte zu einer angespannten Liquiditätssituation führen, wenn der Schadensersatz kurzfristig und vollständig zu leisten wäre. Der Vorstand geht aber weiter davon aus, dass ein kurzfristiger oder vollständiger Mittelabfluss aus diesem Urteil vermieden werden kann. Angesichts eines wachsenden Interesses an Kunst, einer wachsenden Anzahl von vermögenden Privatkunden und wachsender Akzeptanz von Online-Transaktionen ergeben sich zusätzliche Chancen. Das laufende Projekt FALCON wird dazu beitragen, die Entwicklungszeit zu verkürzen, und bietet Möglichkeiten für schnelleres Wachstum und geringere Kosten.
7. Nachtragsbericht
Im Zeitraum vom Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 bis zum 18. März 2019 kam es zu keinen berichtspflichtigen Ereignissen von wesentlicher Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
8. Prognosebericht
Der folgende Bericht gibt die Prognosen des Managements hinsichtlich der künftigen Entwicklung der einzelnen artnet-Segmente sowie des Geschäftsverlaufes insgesamt wieder. Der tatsächliche Geschäftsverlauf kann aufgrund der im Risiko- und Chancenbericht beschriebenen möglichen Entwicklungen negativ oder positiv von diesen Prognosen abweichen.
artnet ist im Begriff, auch 2019 seine führende Position in einem wettbewerbsintensiven Markt weiter erfolgreich auszubauen und dabei die wachsende Popularität von Auctions und News zu nutzen. Aufgrund der Wettbewerbsvorteile bei Daten, Kunden und Internet-Traffic befindet sich artnet in aussichtsreicher Lage, weiter zu wachsen.
artnet verbessert die IT-Infrastruktur mittels des Projekts FALCON. Das Projekt beinhaltet eine Reihe von Entwicklungsmaßnahmen, die darauf abzielen, die Kosten für die Wartung bestehender Produkte zu senken und die Leistungsfähigkeit des Entwicklungsteams zu verbessern. Besucher der Website werden im Jahr 2019 die ersten Veränderungen und Verbesserungen sehen.
FALCON wird artnet schneller, flexibler, und effizienter machen. Das Management rechnet daher mit Wachstum in allen Geschäftsbereichen bei gleichzeitig geringeren Investitionskosten.
Auctions blieb nach dem gesunden Wachstum des Vorjahres stabil und ist weiterhin einer der wichtigsten Umsatztreiber von artnet. Der Kunstmarkt hat - nach anfänglichem Zögern - reine Online-Auktionen als einen schnellen und kostengünstigen Weg zum Kauf und Verkauf bildender Kunst angenommen. artnet Auctions wird eine noch bedeutendere Rolle in der Kunstwelt spielen, wenn sich die Versteigerung höherpreisiger Kunstwerke über das Internet stärker als bisher durchsetzt. Vor diesem Hintergrund hat artnet Auctions den strategischen Schwerpunkt auf qualitativ hochwertige Kunstwerke zu attraktiven Preisen gelegt, um den durchschnittlichen Lospreis, die Verkaufsrate und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen -selbst wenn manche Werke abgelehnt werden mussten, um die hohe Qualität zu gewährleisten. artnet wird das Team weiter ausbauen und an dieser Strategie festhalten, um die durchschnittlichen Lospreise weiter zu steigern. Auctions wird sich zudem stärker auf reine Online-Auktionen konzentrieren und weniger auf arbeitsaufwändigere Privatverkäufe. Nach dem Rekordumsatz im vierten Quartal 2018 und zahlreichen einzelnen Rekordauktionen im Laufe des vergangenen Jahres, prognostiziert das Management ein deutliches Umsatzwachstum für das Jahr 2019 und darüber hinaus.
artnet News hat sich als führende Online-Plattform für Nachrichten und Kommentare über den Kunstmarkt etabliert. Die redaktionelle Strategie, die Qualität und selbstrecherierte Berichte in den Vordergrund stellt, führte zu steigenden Besucherzahlen und Werbeeinnahmen. Der Erfolg von artnet News und der hohe Wiedererkennungswert der Marke wirkt sich positiv auf alle anderen Produkte von artnet aus. Das Management rechnet mit einem Anhalten dieses Trends und prognostiziert ein starkes Umsatzwachstum für artnet News im Jahr 2019.
Die Price Database steigerte den Umsatz 2018 aufgrund des höchsten Abonnentenzuwachses seit 2015. Die Neugestaltung und die verbesserte Positionierung der Produktseite auf der Homepage führten zu höheren Umwandlungsraten von Besuchern der Website und zu einem kontinuierlichen Wachstum von Privatkunden-Abonnements. Das institutionelle Geschäft wuchs aufgrund größerer Vertriebsanstrengungen sowohl für Neuabschlüsse als auch für die Verlängerungen von Abonnements. In Anbetracht einer Fortsetzung dieses Trends rechnet das Management für 2019 mit einem moderaten Umsatzwachstum für die Price Database.
Das Galerie-Netzwerk hat 2018 nach der Einführung des Galerie-Portals im Jahr zuvor die geschäftliche Wende vollzogen. Das positiv aufgenommene Content-Management-System ermöglicht es Mitgliedern des Galerie-Netzwerks, ihr eigenes Angebot auf ihrer artnet-Seite zu verwalten. Aufbauend auf dem Erfolg des Galerie-Portals hat artnet die Galerie-Seiten 2018 neugestaltet, damit Mitglieder ihre Kunstwerke noch übersichtlicher und informativer präsentieren können. Das Galerie-Netzwerk profitierte von einer erheblichen Verschiebung der Nachfrage zu erstklassigen und höherpreisigen Mitgliedschaften und steigender Nachfrage nach Auktionshaus-Partnerschaften. artnet wird das Vertriebsteam erweitern und den Kontakt zu potentiellen Kunden stärken. Trotz der wirtschaftlichen Schwierigkeiten kleinerer und mittelgroßer Galerien rechnet das Management für 2019 mit einer Stabilisierung der Mitgliederzahlen und einem leichten Umsatzwachstum für das Segment Galerien.
Aufgrund der Erwartungen für die einzelnen Segmente prognostiziert das Management für das Geschäftsjahr 2019 ein Umsatzwachstum in einer Bandbreite von 23,0 Mio. USD bis 24,0 Mio. USD (20,2 Mio. EUR bis 20,9 Mio. EUR bei einem angenommenen Wechselkurs von 1,15 EUR/USD). Für das operative Ergebnis rechnet das Management mit einem Anstieg auf 1,0 Mio. USD bis 1,5 Mio. USD (0,9 Mio. EUR bis 1,3 Mio. EUR) aufgrund von Investitionen in Auctions, Personal, Vertrieb und Marketing sowie in Produktentwicklung.
Das Management nimmt an, dass die erheblichen Investitionen im Geschäftsjahr 2019 noch nicht in vollem Umfang zu Ertragssteigerungen führen werden, jedoch mittelfristig ein stärkeres Wachstum ermöglichen. Der Zahlungsmittelbestand dürfte sich ohne Berücksichtigung des nicht erwarteten Zahlungsabflusses für den oben beschriebenen Rechtsstreit gegenüber dem Stand am 31. Dezember 2018 infolge leicht erhöhen.
Berlin, den 18. März 2019
artnet AG
Jacob Pabst, Vorstand
Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018
Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2018
artnet AG
Aktiva
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| Anhang Nr. | 31.12.2018 USD | 31.12.2017 USD | 31.12.2018 EUR |
31.12.2017 EUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||||
| Liquide Mittel | 3 | 956.669 | 1.327.514 | 835.076 | 1.106.350 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4 | 2.182.844 | 1.458.193 | 1.905.405 | 1.215.258 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 5 | 634.251 | 525.410 | 553.638 | 437.877 |
| Kurzfristige Vermögenswerte gesamt | 3.773.764 | 3.311.117 | 3.294.119 | 2.759.485 | |
| Langfristige Vermögenswerte | |||||
| Sachanlagen | 6 | 427.300 | 383.530 | 372.990 | 319.634 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 7 | 2.552.196 | 1.567.803 | 2.227.812 | 1.306.607 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 5 | 529.281 | 438.328 | 462.010 | 365.303 |
| Aktive latente Steuern | 8 | 1.417.544 | 1.201.422 | 1.237.374 | 1.001.265 |
| Langfristige Vermögenswerte gesamt | 4.926.321 | 3.591.083 | 4.300.186 | 2.992.809 | |
| Vermögenswerte gesamt | 8.700.085 | 6.902.200 | 7.594.305 | 5.752.294 | |
| Passiva | |||||
| Anhang Nr. | 31.12.2018 USD | 31.12.2017 USD | 31.12.2018 EUR |
31.12.2017 EUR |
|
| Kurzfristige Verbindlichkeiten | |||||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9 | 481.654 | 426.347 | 420.436 | 355.318 |
| Abgegrenzte Schulden und sonstige Verbindlichkeiten | 10 | 1.425.334 | 1.268.181 | 1.244.174 | 1.056.902 |
| Rückstellungen | 11 | 1.082.673 | 1.073.914 | 945.065 | 895.000 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 12 | 46.352 | 19.731 | 40.461 | 16.444 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 14 | 2.021.175 | 1.826.101 | 1.764.284 | 1.521.873 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gesamt | 5.057.188 | 4.614.274 | 4.414.420 | 3.845.537 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten | |||||
| Abgrenzung Mietincentive | 13 | 192.772 | 238.562 | 168.271 | 198.818 |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 12 | 79.115 | 14.761 | 69.059 | 12.302 |
| Langfristige Verbindlichkeiten gesamt | 271.887 | 253.323 | 237.330 | 211.120 | |
| Verbindlichkeiten gesamt | 5.329.075 | 4.867.597 | 4.651.750 | 4.056.657 | |
| Eigenkapital | |||||
| Gezeichnetes Kapital | 15 | 5.941.512 | 5.941.512 | 5.631.067 | 5.631.067 |
| Eigene Aktien | 15 | -269.241 | -269.241 | -264.425 | -264.425 |
| Kapitalrücklage | 52.423.972 | 52.423.972 | 51.015.723 | 51.015.723 | |
| Verlustvortrag | -56.569.321 | -57.353.077 | -54.948.860 | -55.644.205 | |
| Konzernjahresergebnis | 1.231.980 | 783.756 | 1.044.268 | 695.345 | |
| Unterschiede aus Fremdwährungsumrechnung | 15 | 612.108 | 507.681 | 464.782 | 262.132 |
| Eigenkapital gesamt | 3.371.010 | 2.034.603 | 2.942.555 | 1.695.637 | |
| Verbindlichkeiten und Eigenkapital gesamt | 8.700.085 | 6.902.200 | 7.594.305 | 5.752.294 |
Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018
artnet AG
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| Anhang Nr. | 2018 USD | 2017 USD | 2018 EUR |
2017 EUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | |||||
| Galerie-Netzwerk | 5.376.475 | 5.162.075 | 4.557.285 | 4.579.775 | |
| Price Database | 7.664.201 | 7.444.774 | 6.496.441 | 6.604.978 | |
| Advertising | 4.499.255 | 4.121.895 | 3.813.723 | 3.656.931 | |
| Auctions | 4.075.399 | 4.040.074 | 3.454.448 | 3.584.340 | |
| Umsatzerlöse gesamt | 24 | 21.615.330 | 20.768.818 | 18.321.897 | 18.426.024 |
| Umsatzkosten | 8.353.714 | 8.010.425 | 7.080.896 | 7.106.822 | |
| Bruttoergebnis | 13.261.616 | 12.758.393 | 11.241.001 | 11.319.202 | |
| Betriebliche Aufwendungen | |||||
| Vertrieb und Marketing | 5.702.188 | 4.926.971 | 4.833.371 | 4.371.192 | |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 4.646.858 | 4.385.740 | 3.938.836 | 3.891.014 | |
| Produktentwicklung | 2.008.003 | 3.038.350 | 1.702.052 | 2.695.614 | |
| Betriebliche Aufwendungen gesamt | 12.357.049 | 12.351.061 | 10.474.259 | 10.957.820 | |
| Betriebsergebnis | 904.567 | 407.332 | 766.742 | 361.382 | |
| Zinsaufwand | 22 | 1.406 | 36.363 | 1.192 | 32.261 |
| Zinsertrag | 22 | - | -700 | - | -621 |
| Sonstige Erträge/Aufwendungen | 22 | -84.285 | 102.182 | -71.443 | 90.656 |
| Ergebnis vor Steuern | 818.876 | 472.451 | 694.107 | 419.156 | |
| Laufende Ertragsteuern | 8 | 196.982 | -55.911 | 166.969 | -49.604 |
| Latente Steuern | 8 | 216.122 | 367.216 | 183.192 | 325.793 |
| Ertragsteuern | 413.104 | 311.305 | 350.161 | 276.189 | |
| Konzernergebnis | 1.231.980 | 783.756 | 1.044.268 | 695.345 | |
| Übriges Ergebnis | |||||
| Reklassifizierbare Gewinne/Verluste: Unterschiede aus Fremdwährungsumrechnung | 104.427 | -295.268 | 202.650 | -468.980 | |
| Gesamtergebnis der Periode | 1.336.407 | 488.488 | 1.246.918 | 226.365 | |
| Ergebnis je Aktie | |||||
| Unverwässert | 21 | 0,22 | 0,14 | 0,19 | 0,13 |
| Verwässert | 21 | 0,22 | 0,14 | 0,19 | 0,12 |
Konzern-Eigenkapitalentwicklung (USD) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018
artnet AG
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| Gezeichnetes Kapital | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ausgegebene Aktien | Betrag | Eigene Aktien | Kapitalrücklage | Verlustvortrag | Fremdwährungsumrechnung | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 31.12.2016 | 5.631.067 | 5.941.512 | -269.241 | 52.423.972 | -57.353.077 | 802.949 |
| Gesamtergebnis der Periode | - | - | - | - | 783.756 | -295.268 |
| Stand 31.12.2017 | 5.631.067 | 5.941.512 | -269.241 | 52.423.972 | -56.569.321 | 507.681 |
| Gesamtergebnis der Periode | - | - | - | - | 1.231.980 | 104.427 |
| Stand 31.12.2018 | 5.631.067 | 5.941.512 | -269.241 | 52.423.972 | -55.337.341 | 612.108 |
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| Summe | |
|---|---|
| Stand 31.12.2016 | 1.546.115 |
| Gesamtergebnis der Periode | 488.488 |
| Stand 31.12.2017 | 2.034.603 |
| Gesamtergebnis der Periode | 1.336.407 |
| Stand 31.12.2018 | 3.371.010 |
Konzern-Eigenkapitalentwicklung (EUR) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018
artnet AG
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| Gezeichnetes Kapital | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Ausgegebene Aktien | Betrag | Eigene Aktien | Kapitalrücklage | Verlustvortrag | Fremdwährungsumrechnung | |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Stand 31.12.2016 | 5.631.067 | 5.631.067 | -264.425 | 51.015.723 | -55.644.205 | 731.112 |
| Gesamtergebnis der Periode | - | - | - | - | 695.345 | -468.980 |
| Stand 31.12.2017 | 5.631.067 | 5.631.067 | -264.425 | 51.015.723 | -54.948.860 | 262.132 |
| Gesamtergebnis der Periode | - | - | - | - | 1.044.268 | 202.650 |
| Stand 31.12.2018 | 5.631.067 | 5.631.067 | -264.425 | 51.015.723 | -53.904.592 | 464.782 |
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| Summe | |
|---|---|
| Stand 31.12.2016 | 1.469.272 |
| Gesamtergebnis der Periode | 226.365 |
| Stand 31.12.2017 | 1.695.637 |
| Gesamtergebnis der Periode | 1.246.918 |
| Stand 31.12.2018 | 2.942.555 |
Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018
artnet AG
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| Anhang Nr. | 2018 USD | 2017 USD | 2018 EUR |
2017 EUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | |||||
| Konzernergebnis | 1.231.980 | 783.756 | 1.044.268 | 695.345 | |
| Überleitung des Konzernergebnisses zum Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit: | |||||
| Abschreibungen | 6,7,22 | 582.147 | 461.849 | 493.448 | 409.751 |
| Wertberichtigung auf/Ausbuchungen von Forderungen | 4 | 405.301 | 296.870 | 343.547 | 263.382 |
| Latente Steueraufwendungen/-erträge | 8 | -216.122 | -316.990 | -183.192 | -281.232 |
| Sonstige nicht zahlungswirksame Transaktionen | 218.270 | -212.006 | 228.469 | -256.020 | |
| Veränderungen bei betrieblichen Aktiva und Passiva | |||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 4 | -1.129.952 | -105.406 | -957.785 | -93.516 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 5 | -108.841 | -120.668 | -92.257 | -107.056 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 5 | -90.953 | -51.817 | -77.095 | -45.972 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9 | 55.307 | 59.216 | 46.881 | 52.536 |
| Abgegrenzte Schulden und sonstige Verbindlichkeiten | 10 | 111.363 | 529.679 | 94.395 | 469.930 |
| Vertragsverbindlichkeiten | 14 | 195.074 | -112.080 | 165.351 | -99.437 |
| Anpassungen gesamt | 21.593 | 428.647 | 61.762 | 312.366 | |
| Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 1.253.573 | 1.212.403 | 1.106.030 | 1.007.711 | |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | |||||
| Investitionen in Sachanlagen | 6,12 | -141.181 | -81.917 | -123.237 | -68.270 |
| Investitionen in immaterielle Vermögenswerte | 7,12 | -1.438.991 | -939.846 | -1.256.095 | -783.268 |
| Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit | -1.580.173 | -1.021.763 | -1.379.332 | -851.538 | |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | |||||
| Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 12 | -26.418 | -54.355 | -22.393 | -48.224 |
| Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit | -26.418 | -54.355 | -22.393 | -48.224 | |
| Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel | -17.828 | 80.949 | 24.421 | -56.699 | |
| Veränderung der liquiden Mittel | -370.845 | 217.234 | -271.274 | 51.250 | |
| Liquide Mittel - zu Beginn der Periode | 3 | 1.327.514 | 1.110.281 | 1.106.350 | 1.055.100 |
| Liquide Mittel - am Ende der Periode | 3 | 956.669 | 1.327.514 | 835.076 | 1.106.350 |
| Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit erhaltene Zahlungen | |||||
| Ertragsteuereinzahlungen/-auszahlungen | 8 | -8.995 | -57.969 | -7.624 | -51.188 |
| Zinsauszahlungen | 22 | -1.406 | -36.363 | -1.192 | -32.261 |
| Zinseinzahlungen | 22 | - | -700 | - | -621 |
Anhang zum Konzernabschluss 2018
1. Unternehmensinformationen und Grundlagen der Berichterstattung
Die artnet AG ("artnet AG" oder "die Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Hauptsitz in Berlin, Deutschland. Der eingetragene Sitz der artnet AG ist Oranienstraße 164, 10969 Berlin, Deutschland. Die Gesellschaft ist unter der Nummer HRB 98006 B im Handelsregister des Amtsgerichts Charlottenburg eingetragen.
Die artnet AG hält 100 % der Geschäftsanteile an der Artnet Worldwide Corporation ("Artnet Corp."), die ihren Geschäftssitz in New York, NY, USA, hat und ihrerseits 100 % der Geschäftsanteile an der artnet UK Ltd. und der Jay Art GmbH hält. Die Jay Art GmbH befindet sich seit 30. Januar 2018 in Liquidation. Die artnet AG, die Artnet Corp. und die hundertprozentigen Tochtergesellschaften der Artnet Corp. werden gemeinsam als "Konzern", "artnet-Konzern" oder "artnet" bezeichnet.
Im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit stellt der Konzern Kunstsammlern, Galerien, Verlagen, Auktionshäusern und Kunstliebhabern eine Website zur Verfügung, auf der Nutzer Künstler und Kunstpreise recherchieren und Kunstwerke finden können, die von Galerien auf der ganzen Welt aktuell angeboten werden, sowie Kunstwerke über artnet Auctions, einer Online-Transaktionsplattform, kaufen und verkaufen können. Mit artnet News unterhält der Konzern einen eigenen 24-Stunden-Nachrichtendienst für Kunst, der über Events, Trends, Entwicklungen und Persönlichkeiten des Kunstmarkts berichtet.
Der vorliegende Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 für die Mutter- und Tochtergesellschaften wurde unter Anwendung von § 315e HGB in Einklang mit den Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt, die in der EU verpflichtend anzuwenden sind. Der Konzernabschluss der artnet AG wurde am 18. März 2019 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.
2. Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungsgrundsätze
Grundlagen der Rechnungslegung und Berichtswährung
Die im Konzernabschluss und im Anhang zum Konzernabschluss enthaltenen Beträge werden, falls nicht anderweitig ausgewiesen, gemäß deutschem Recht in Euro (EUR) angegeben.
Die Berichtswährung ist Euro. Alle in Euro dargestellten Finanzinformationen werden, soweit nichts anderes angegeben, auf den nächsten Tausender (TEUR) gerundet. Durch die Angabe in TEUR können sich Rundungsdifferenzen ergeben.
Die Hauptgeschäftstätigkeit von artnet erfolgt im US-Dollar-Währungsraum. Zur besseren Vergleichbarkeit, insbesondere für unsere US-amerikanischen Investoren, werden die Konzernbilanz, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung auch in US-Dollar (USD) dargestellt.
Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten.
Bilanzstichtag ist der 31. Dezember 2018. Die wesentlichen angewandten Bilanzierungsgrundsätze sind nachfolgend aufgeführt.
Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018 wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt, da artnet davon ausgeht, die im Folgejahr 2019 fälligen Zahlungsverpflichtungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bedienen zu können. Dabei erwartet der Konzern, dass aus dem in Frankreich erlassenen rechtskräftigen Urteil aufgrund der geplanten Maßnahmen gegen die Vollstreckung kein vollständiger Zahlungsabfluss erfolgt. Hinsichtlich der möglicherweise angespannten Liquiditätssituation aufgrund des Urheberrechtsprozessurteils in Frankreich wird auf die detaillierte Berichterstattung im Risikobericht des Konzernlageberichts hingewiesen.
Konsolidierungskreis und konsolidierte Unternehmen
In den Konzernabschluss sind die rechtliche Muttergesellschaft artnet AG und ihre hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Corp. sowie deren Tochtergesellschaften einbezogen. Eine zur Einbeziehung in den Konzernabschluss führende Beherrschung über ein Unternehmen liegt vor, wenn artnet variablen Rückflüssen aus dem Engagement mit diesem Unternehmen ausgesetzt ist oder Anrechte auf diese besitzt und die Fähigkeit hat, diese Rückflüsse mittels der Entscheidungsgewalt über das Unternehmen zu beeinflussen. Die artnet AG besitzt Entscheidungsgewalt über ein Unternehmen, wenn sie über Rechte verfügt, die ihr direkt oder über Dritte die gegenwärtige Möglichkeit zur Steuerung der relevanten Aktivitäten des Unternehmens verleihen. Bei den relevanten Aktivitäten handelt es sich um diejenigen, welche je nach Art und Zweck des Unternehmens dessen Rückflüsse wesentlich beeinflussen. Als variable Rückflüsse gelten sämtliche Rückflüsse, die in Abhängigkeit von der Leistungsfähigkeit des Unternehmens variieren können.
Demzufolge können Rückflüsse aus dem Engagement mit einem anderen Unternehmen sowohl positiv als auch negativ sein. Variable Rückflüsse beinhalten Dividenden, feste und variable Zinsen, Vergütungen und Gebühren, Wertschwankungen des Investments sowie sonstige wirtschaftliche Vorteile.
Die am 23. Februar 1999 erfolgte Einbringung der Anteile an der Artnet Corp. behandelte die artnet AG im Konzernabschluss in Übereinstimmung mit IFRS 3.B1 ff. als umgekehrten Unternehmenserwerb durch die Artnet Corp. (Reverse Acquisition). Die Erstkonsolidierung wurde daher so durchgeführt, dass die artnet AG als rechtlicher Erwerber auf die Tochtergesellschaft Artnet Corp. konsolidiert wurde, da diese als wirtschaftlicher Erwerber anzusehen war.
Am 1. November 2007 gründete die Artnet Corp. die hundertprozentige Tochtergesellschaft artnet UK Ltd., die den Vertrieb und die Kundenbetreuung für die Artnet Corp. in Großbritannien sicherstellt.
Im Rahmen der Konsolidierung wurden alle wesentlichen konzerninternen Geschäftsvorfälle, Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen vollständig eliminiert. Die Erträge und Aufwendungen aus konzerninternen Vermögensübertragungen wurden ebenfalls eliminiert. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden bei den Tochtergesellschaften basieren auf einheitlichen konzernweiten Standards.
Berichtsperiode
Der vorliegende Konzernabschluss wurde für die Berichtsperiode vom 1. Januar 2018 bis 31. Dezember 2018 erstellt. Das Geschäftsjahr aller Konzerngesellschaften entspricht dem Kalenderjahr.
Bilanzierungsgrundsätze mit allgemeiner Bedeutung für artnet
Die für die Bilanzierungsgrundsätze relevanten Erläuterungen werden in den entsprechenden Anhangangaben zu den jeweiligen Abschlussposten angegeben. Im folgenden Berichtsabschnitt werden nur die Bilanzierungsgrundsätze dargestellt, die allgemeine Bedeutung für mehrere Bilanzposten haben.
Wertminderung
Der Konzern prüft die Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte auf Wertminderung, sobald bestimmte Ereignisse oder ein verändertes Umfeld darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswertes möglicherweise nicht erzielbar ist. Darüber hinaus unterliegen immaterielle Vermögenswerte mit einer unbestimmten Nutzungsdauer sowie solche, die noch nicht in einem betriebsbereiten Zustand sind, einem jährlichen Werthaltigkeitstest. Die Werthaltigkeit von Vermögenswerten wird durch Vergleich des Buchwertes des Vermögenswertes mit dem erzielbaren Betrag ermittelt. Der erzielbare Betrag ist dabei der höhere Betrag aus dem Nutzungswert und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten. Werden mit einem Vermögenswert keine Zahlungsmittel generiert, die von anderen Vermögenswerten unabhängig sind, wird der Werthaltigkeitstest nicht auf der Ebene des einzelnen Vermögenswertes durchgeführt, sondern auf der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Vermögenswert angehört.
Unterschreitet der geschätzte erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert, wird der Buchwert des Vermögenswertes auf den erzielbaren Betrag vermindert. Der Wertminderungsaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst. Der Nutzungswert eines Vermögenswertes wird entweder unabhängig oder auf Ebene einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit durch Abzinsung der geschätzten künftigen Zahlungsströme des Vermögenswertes erfasst. Alternativ wird der Nutzungswert auch auf Basis erwarteter niedrigerer Mittelabflüsse ermittelt, die wiederum diskontiert werden.
Gibt es Anhaltspunkte dafür, dass die Gründe für den Wertminderungsaufwand nicht mehr vorliegen, wird der Konzern prüfen, ob die Wertminderung ganz oder teilweise aufzulösen ist, wobei eine Zuschreibung bis maximal zum ursprünglichen Buchwert zulässig ist. In den Geschäftsjahren 2018 und 2017 sind keine Wertminderungen oder Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte oder Sachanlagen erfasst worden.
Fremdwährungsumrechnung und Geschäftsvorfälle in Fremdwährung
Die Hauptgeschäftstätigkeit des artnet-Konzerns erfolgt im US-Dollar-Währungsraum. Der US-Dollar ist die funktionale Währung der operativen Konzerngesellschaft Artnet Corp. Geschäftsvorfälle, die in anderen Währungen als US-Dollar erfolgen, werden mit dem am Tag der Transaktion gültigen Wechselkurs umgerechnet. An jedem Bilanzstichtag werden die monetären Posten in Fremdwährungen mit dem gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Gewinne und Verluste aus dieser Umrechnung werden erfolgswirksam als sonstige Erträge bzw. sonstige Aufwendungen ausgewiesen.
Im Rahmen der Konsolidierung werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Umrechnung von Erträgen und Aufwendungen erfolgt mit dem Jahresdurchschnittskurs. Die sich daraus ergebenden kumulierten Umrechnungsdifferenzen werden innerhalb des Konzern-Eigenkapitals als separater Posten erfasst.
Bei Vorliegen der Voraussetzungen des IAS 21.15 werden konzerninterne Darlehensforderungen als Teil eines Nettoinvestments (Net Investments) qualifiziert. Entsprechend wird die aus den Wechselkursänderungen resultierende Umrechnungsdifferenz aus dem auf Euro lautenden Darlehensbetrag zum jeweiligen Abschlussstichtag (inklusive der Zwischenabschlüsse) erfolgsneutral im Fremdwährungsausgleichsposten im Eigenkapital ausgewiesen. Der im Fremdwährungsausgleichsposten erfasste Betrag wird erst dann erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlust-Rechnung umgegliedert, wenn und soweit die Beteiligungsquote vollständig oder teilweise verringert wird.
Für die Währungsumrechnung des artnet-Konzerns sind die Wechselkursrelationen des US-Dollars (USD) zum Euro (EUR) und zum Pfund Sterling (GBP) wesentlich. Der Umrechnung lagen in den angegebenen Jahren jeweils die folgenden Wechselkurse zugrunde:
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| USD in EUR |
USD in GBP | |||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2018 | 31.12.2017 | 31.12.2018 | 31.12.2017 | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Stichtagskurs | 0,8729 | 0,8334 | 0,7837 | 0,7406 |
| Jahresdurchschnittskurs | 0,8476 | 0,8872 | 0,7502 | 0,7768 |
Für das Geschäftsjahr relevante neue und geänderte Standards und Interpretationen
Die folgenden neuen oder geänderten Standards und Interpretationen, die im Geschäftsjahr 2018 erstmals verpflichtend anzuwenden waren, wurden erstmals angewendet:
Neuerungen und Änderungen in der Rechnungslegung
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| Neue Standards bzw. Interpretationen | Inkrafttreten | Datum des EU-Endorsements |
|---|---|---|
| IFRS 9: | ||
| Finanzinstrumente | 01.01.2018 | 22.11.2016 |
| IFRS 15: | ||
| Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 01.01.2018 | 22.09.2016 |
| IFRIC 22: | ||
| Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen | 01.01.2018 | 28.03.2018 |
| Änderungen von Standards | ||
| Klarstellung IFRS 15: | ||
| Erlöse aus Verträgen mit Kunden | 01.01.2018 | 31.10.2017 |
| Änderungen IFRS 2: | ||
| Klarstellung der Klassifizierung und Bewertung von Geschäftsvorfällen mit anteilsbasierter Vergütung | 01.01.2018 | 26.02.2018 |
| Änderungen IFRS 4: | ||
| Anwendung IFRS 9 Finanzinstrumente und IFRS 4 Versicherungsverträge | 01.01.2018 | 03.11.2017 |
| Jährlicher Verbesserungsprozess (Zyklus 2014-2016) | 01.01.2018 | 07.02.2018 |
| Änderungen IAS 40: | ||
| Klassifizierung noch nicht fertiggestellter Immobilien | 01.01.2018 | 14.03.2018 |
IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden"
Nach dem Standard IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" soll die Erfassung von Umsatzerlösen die Übertragung der zugesagten Güter oder Dienstleistungen an den Kunden mit dem Betrag abbilden, der jener Gegenleistung entspricht, die das Unternehmen im Tausch für diese Güter oder Dienstleistungen voraussichtlich erhalten wird. Umsatzerlöse werden realisiert, wenn artnet die Verfügungsmacht über die Güter oder Dienstleistungen überträgt.
Konzeptionell erfolgt die Umsatzrealisierung anhand eines Fünf-Stufen-Modells. Zunächst muss ein Vertrag mit dem Kunden identifiziert werden, der als Voraussetzung für die Anwendung des neuen IFRS 15 notwendig ist. Anhand der Kundenverträge müssen die Leistungsverpflichtungen identifiziert werden. In einem nächsten Schritt wird der Transaktionspreis bestimmt, der dann auf die identifizierten Leistungsverpflichtungen des Vertrags aufgeteilt wird. Abschließend erfolgt dann die endgültige Erlöserfassung, wenn die Leistungsverpflichtungen durch das Unternehmen erfüllt sind.
IFRS 15 hat keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss der Gesellschaft. Die zeitraumbezogene Umsatzrealisierung bei Galeriemitgliedschaften, Auktionshaus-Partnerschaften und Abonnements für die Price Database wird auch nach der Einführung von IFRS 15 fortgeführt. Ferner beeinflusst der IFRS 15 nicht die Methodik zur Umsatzrealisierung bei Werbeverträgen und im Online-Auktionsgeschäft. Die erstmalige Anwendung des IFRS 15 führt allerdings zu einer Bilanzverlängerung, da Forderungen nicht mehr mit nicht erfüllten Leistungsverpflichtungen verrechnet werden dürfen. Entsprechend wurden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die Vertragsverbindlichkeiten (Umsatzabgrenzungsposten) zum 1. Januar 2018 jeweils um 270 TEUR erhöht. Diese Anpassung wirkte sich nicht auf das Eigenkapital aus. Der Begriff "Umsatzabgrenzung" wurde zudem in "Vertragsverbindlichkeiten" umbenannt, um die Anforderungen des IFRS 15 zu erfüllen.
Da der Konzern bei der Umstellung auf IFRS 15 die modifizierte retrospektive Methode angewandt hat, wurden weder die Vergleichsinformationen für 2017 angepasst noch wurden die neuen Angabepflichten auf Vergleichsinformationen angewendet.
IFRS 9 "Finanzinstrumente"
Der Rechnungslegungsstandard IFRS 9 "Finanzinstrumente" löst IAS 39 ab und führt einen einheitlichen Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten ein. IFRS 9 hat keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Gemäß IAS 39 wurden finanzielle Vermögenswerte ausschließlich als "Kredite / Forderungen" klassifiziert und zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Dies ist auch nach IFRS 9 der Fall und die finanziellen Vermögenswerte werden der Kategorie "zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet" zugeordnet. Bei den finanziellen Verbindlichkeiten haben sich keine Änderungen ergeben, da die Kategorisierungsanforderungen gemäß IAS 39 in IFRS 9 weitgehend übernommen wurden.
Da die finanziellen Vermögenswerte von artnet überwiegend aus kurzfristigen Forderungen bestehen, wird hauptsächlich das vereinfachte Wertminderungsmodell angewendet. Aufgrund verschiedener Analysen ist der Konzern zu dem Schluss gekommen, dass die bisher angewandte Methode zur Berechnung der Wertberichtigung für ausfallgefährdete Forderungen auch gemäß IFRS 9 fortgeführt werden kann.
Noch nicht angewendete neue oder geänderte Standards und Interpretatione
Zukünftige Neuerungen und Änderungen der Rechnungslegung
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| Neue Standards bzw. Interpretationen | Inkrafttreten | (erwartetes) Datum des EU-Endorsements |
|---|---|---|
| IFRS 16: | ||
| Leasing | 01.01.2019 | 31.10.2017 |
| IFRS 17: | ||
| Versicherungsverträge | 01.01.2021 | offen |
| IFRIC 23 | ||
| Unsicherheiten bezüglich der ertragsteuerlichen Behandlung | 01.01.2019 | 23.10.2018 |
| Änderungen von Standards | ||
| Änderung IFRS 9: | ||
| Vorfälligkeitsregelungen mit negativer Ausgleichsleistung | 01.01.2019 | 22.03.2018 |
| Änderung IAS 28: | ||
| Langfristige Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures | 01.01.2019 | Q1 2019 |
| Änderung IAS 19: | ||
| Leistungen an Arbeitnehmer: Planänderung, -kürzung oder -abgeltung | 01.01.2019 | Q1 2019 |
| Jährlicher Verbesserungsprozess (Zyklus 2015-2017) | 01.01.2019 | Q1 2019 |
| Änderung IFRS 3: | ||
| Definition eines Geschäftsbetriebs | 01.01.2020 | 2019 |
| Änderung IAS 1 und IAS 8: | ||
| Definition von Wesentlichkeit | 01.01.2020 | 2019 |
| Änderung Rahmenkonzept: | ||
| Aktualisierung der Verweise auf das Rahmenkonzept | 01.01.2020 | 2019 |
Erläuterungen zu Standards mit möglicher Relevanz für die Bilanzierung und Berichterstattung von artnet
IFRS 16 "Leasing"
Der Standard IFRS 16 "Leasing" ist für Berichtsperioden anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Der Standard ist ggf. unter Nutzung von Übergangserleichterungen grundsätzlich rückwirkend anzuwenden.
In Zukunft muss der Leasingnehmer grundsätzlich das Nutzungsrecht für Vermögenswerte aus jedem Leasingverhältnis aktivieren und eine entsprechende Leasingverbindlichkeit erfassen. Die Leasingverbindlichkeit wird mit dem Barwert der zukünftigen Leasingzahlungen angesetzt.
Für artnet bedeutet das, dass zusätzlich zu bereits aktuell als Finanzierungsleasing behandelten Mietverträgen auch der Mietvertrag für das Büro in New York zu bilanzieren ist. artnet hat zur Schätzung möglicher Auswirkungen einen vermögenswertspezifischen Kapitalisierungszins von 3 % festgelegt. Auf Basis dieses Zinssatzes erwartet der Konzern, dass zusätzliche Leasingverbindlichkeiten in Höhe von 3.714 TEUR, davon 865 TEUR kurzfristig und 2.849 TEUR langfristig, zu erfassen sind. artnet bewertet das korrespondierende Nutzungsrecht in Höhe der Leasingverbindlichkeit. Die Verbindlichkeiten aus "Abgrenzung Mietincentives" in Höhe von 193 TUSD werden erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet.
Basierend auf der Bilanz zum 31. Dezember 2018 würde dies zu einer deutlichen Verringerung der Eigenkapitalquote von 38,8 % auf 27,5 % führen. Darüber hinaus müssen Abschreibungen und Zinsaufwendungen anstelle von betrieblichen Aufwendungen erfasst werden, was zu einer Entlastung des Betriebsergebnisses führt. Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen werden innerhalb der Kapitalflussrechnung vom Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit auf den Cashflow aus Finanzierungstätigkeit verlagert, soweit diese den Tilgungsanteil langfristiger Finanzierungsleasingverbindlichkeiten betreffen. Zinszahlungen und mangels Wesentlichkeit nicht nach IFRS 16 zu kapitalisierende Leasingzahlungen werden weiterhin im operativen Cashflow ausgewiesen.
artnet beabsichtigt, IFRS 16 erstmals zum 1. Januar 2019 mit der modifizierten retrospektiven Methode anzuwenden. Aus diesem Grund wird ein etwaig kumulativer Effekt aus der Anwendung von IFRS 16 zum 1. Januar 2019 als eine Anpassung des Eröffnungsbilanzwerts des Verlustvortrags erfasst. Die Vergleichsinformationen werden nicht angepasst. artnet beabsichtigt außerdem, bei der Umstellung die Vereinfachungsregel bezüglich der Beibehaltung der Definition eines Leasingverhältnisses anzuwenden. Der Konzern wird auch von den Erleichterungen für kurzfristige Leasingverhältnisse (Laufzeit von weniger als 12 Monaten) und geringwertigen Vermögenswerten Gebrauch machen, und die Leasingzahlungen als Aufwand über die Laufzeit des jeweiligen Leasingvertrags erfassen. Darüber hinaus werden die Angaben im Anhang zum Konzernabschluss erweitert, um den Nutzern die Möglichkeit zu geben, die Höhe, den Zeitpunkt und die Unsicherheiten im Zusammenhang mit Leasingverhältnissen zu beurteilen.
Andere neue Standards und Änderungen von Standards
Für die übrigen zukünftig anzuwendenden neuen und geänderten Standards wird von keiner oder nur geringer Relevanz für die Bilanzierung und Berichterstattung im artnet-Konzern ausgegangen.
3. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich aus den Barmitteln und Bankguthaben zusammen. Der Buchwert der Barmittel und Bankguthaben entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert. Die Gesellschaft sieht alle hochliquiden Anlagen mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten ab dem Erwerbsdatum als Zahlungsmitteläquivalente an.
Die Kapitalflussrechnung des artnet-Konzerns zeigt anhand zahlungswirksamer Vorgänge die Veränderung der flüssigen Mittel im Laufe der Berichtsperiode. Gemäß IAS 7 werden die Zahlungsströme getrennt nach Herkunft und Verwendung aus dem operativen Bereich sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.
Die Mittelzuflüsse und -abflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit werden, ausgehend vom Jahresüberschuss des Konzerns, indirekt abgeleitet. Die Zahlungsströme aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden demgegenüber direkt aus Ein- und Auszahlungen ermittelt.
Der Erwerb von Sachanlagen sowie immateriellen Vermögenswerten mittels Finanzierungsleasingverträgen wird aus der Kapitalflussrechnung eliminiert, da diese Investitionen nicht zahlungswirksam sind. Nachfolgende Tilgungszahlungen der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit ausgewiesen.
Aus der Entwicklung der einzelnen Cashflows ergibt sich nach Berücksichtigung der wechselkursbedingten Effekte die Veränderung des Finanzmittelfonds im Konzern. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst alle in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente.
4. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen und kurzer Laufzeit, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter Berücksichtigung möglicher Preisnachlässe zu dem jeweils in Rechnung gestellten Betrag erfasst und sind unverzinslich. Sie umfassen Kreditkartengeschäfte, die bereits abgewickelt sind, für die aber noch keine Zahlung eingegangen ist. Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Der Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird abzüglich Wertberichtigungen auf überfällige Forderungen ausgewiesen.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
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| 31.12.2018 TEUR |
31.12.2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Bruttoforderungen | 1.765 | 1.365 |
| Bruttowert der Vertragsvermögenswerte | 595 | 187 |
| Zwischensumme | 2.360 | 1.552 |
| abzüglich Wertberichtigungen auf Forderungen | -455 | -337 |
| Forderungen nach Wertberichtigungen | 1.905 | 1.215 |
Wertberichtigungen werden ausschließlich für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte erfasst. Dementsprechend wird im Folgenden nur dieser vereinfachte Ansatz für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen dargestellt. Ein Zahlungsausfall im Sinne des IFRS 9 tritt ein, wenn eine Forderung mehr als 90 Tage überfällig ist. Für sonstige finanzielle Vermögenswerte, insbesondere für Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, wurden keine Wertberichtigungen gebildet.
Das Kreditrisiko wird auf Portfolioebene gesteuert. artnet versucht, das Kreditrisiko zu reduzieren, indem es im Zusammenhang mit der Erbringung von Dienstleistungen Vorauszahlungen anfordert und erhält. Bei bedeutenden Neukunden wird zunächst die Kreditwürdigkeit individuell geprüft, bevor Geschäftsbeziehungen eingegangen werden. Darüber hinaus soll der Forderungsausfall durch kontinuierlichen Kontakt zwischen der Kundendienstabteilung und dem Kunden minimiert werden.
In Bezug auf die Forderungen besteht keine Konzentration des Kreditrisikos, da der Konzern über eine diversifizierte Kundenbasis verfügt. Der Forderungsbestand besteht aus verschiedenen Forderungen gegen Kunden mit weltweiten Standorten. Der Buchwert der Forderungen entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.
Forderungen untergliedert nach Fälligkeit:
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| Ausfallrate | Nominalwert TEUR |
Wertberichtigung TEUR |
31.12.2018 TEUR |
31.12.2017 TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|
| Fällige, aber nicht wertberichtigte Forderungen | |||||
| Fällig zwischen 0 und 60 Tagen | 0% | 1.608 | 0 | 1.608 | 949 |
| Restbuchwert wertberichtigter Forderungen | |||||
| Fällig zwischen 61 und 90 Tagen | 10% | 90 | 34 | 56 | 151 |
| Fällig zwischen 91 und 180 Tagen | 25% | 243 | 44 | 200 | 115 |
| Fällig über 180 Tagen | 90% | 419 | 377 | 42 | |
| Summe fällige und wertberichtigte Forderungen | 752 | 455 | 298 | 266 | |
| Forderungen nach Wertberichtigungen | 2.360 | 455 | 1.905 | 1.215 |
Diese Wertberichtigungen sind in erheblichem Umfang mit einer Ermessensausübung der Geschäftsführung und Überprüfung der einzelnen Forderungen auf der Grundlage der entsprechenden Bonität der Kunden, der aktuellen Konjunkturtrends sowie der Analyse historischer Daten zu uneinbringlichen Forderungen auf Portfolio-Basis verbunden. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.
artnet verwendet zum einen eine Wertminderungsmatrix, um die erwarteten Kreditausfälle zu bestimmen. Die Verlustquoten wurden aus Migrationswahrscheinlichkeiten abgeleitet, für die historische Daten verwendet wurden. Die Migrationswahrscheinlichkeiten geben die Wahrscheinlichkeiten an, mit denen eine Forderung ihren Fortgang durch aufeinander folgende Phasen des Zahlungsverzugs nimmt. Aufgrund dieser Analyse war es nicht erforderlich, die bisherige Wertberichtigungsmatrix anzupassen. Zukunftsbezogene Daten werden insbesondere in Form allgemeiner wirtschaftlicher Aussichten in den Ländern berücksichtigt, aus denen die meisten Kunden stammen. Zum anderen werden zusätzliche Wertberichtigungen auf Forderungen im Segment Auctions gebildet, die aus historischen Daten abgeleitet worden sind.
Die Wertberichtigungen auf Forderungen basieren auf bestmöglichen Schätzungen potenzieller Forderungsausfälle des Konzerns. Auf Vertragsvermögenswerte sowie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die weniger als 60 Tage überfällig sind, werden keine Wertberichtigungen vorgenommen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die mehr als 60 Tage überfällig sind, werden auf Basis ihres Alters in Gruppen zusammengefasst und mit 10 % bis 90 % vom Nennbetrag wertberichtigt. Der Konzern hält keine Sicherheiten für ausstehende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Die Wertberichtigungen auf Forderungen entwickelten sich wie folgt:
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| 31.12.2018 EUR |
31.12.2017 EUR |
|
|---|---|---|
| Stand zu Beginn des Geschäftsjahres | 337 | 325 |
| Wertberichtigungen auf Forderungen im Geschäftsjahr | 425 | 348 |
| Ausbuchung uneinbringlicher Forderungen | -335 | -275 |
| Währungsunterschiede | 28 | -61 |
| Stand am Ende des Geschäftsjahres | 455 | 337 |
5. Sonstige Vermögenswerte
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten in erster Linie die verfügungsbeschränkten Bankguthaben für die beitragsorientierten Altersvorsorgepläne und Krankenversicherungspläne in Höhe von 189 TEUR (2017: 174 TEUR). Für Softwarewartungsverträge und Versicherungen sind Anzahlungen in Höhe von 202 TEUR (2017: 194 TEUR) geleistet worden. Darüber hinaus bestehen Vorsteuererstattungsansprüche in Deutschland und Großbritannien in Höhe von 19 TEUR (2017: 31 TEUR).
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte enthalten zudem erstmalig Ertragsteuerforderungen über 4 TEUR und den Anspruch auf Rückerstattung in den Vorjahren gezahlter Minderbesteuerung ("Alternative Minimum Tax") in Höhe von 123 TEUR. Auf eine separate Darstellung in der Bilanz wurde aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.
Sonstige langfristige Vermögenswerte
Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte enthalten insbesondere Kautionsforderungen im Zusammenhang mit Kreditkartenabrechnungen und Mietverträgen von 339 TEUR (2017: 323 TEUR). Darüber hinaus ist der Teil des Anspruchs auf Rückerstattung der "Alternative Minimum Tax" in Höhe von 123 TEUR (2017: 42 TEUR) erfasst, der erst mit der Steuererklärung für das Jahr 2019 geltend gemacht werden kann und für den somit mit einer Zahlung in 2020 gerechnet wird. Auf eine separate Darstellung in der Bilanz wurde aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet.
6. Sachanlagen
Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen des artnet-Konzerns werden nach der linearen Methode vorgenommen. Computeranlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Büromöbel werden über eine erwartete Nutzungsdauer von drei bis sieben Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen von Einbauten in gemieteten Räumen erfolgen entweder über die Laufzeit des Mietvertrages oder, falls diese kürzer ist, über die erwartete Nutzungsdauer von höchstens zehn Jahren. Erhaltungsaufwendungen, die weder den Wert eines Anlagegutes erhöhen, noch die Nutzungsdauer verlängern, werden sofort aufwandswirksam erfasst.
Das Sachanlagevermögen entwickelte sich in den Geschäftsjahren 2018 und 2017 wie folgt:
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| Computer und Hardware TEUR |
Betriebs- und Geschäftsausstattung TEUR |
Mietereinbauten TEUR |
Summe TEUR |
|
|---|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | ||||
| Stand 31. Dezember 2016 | 289 | 531 | 409 | 1.230 |
| Währungsunterschiede | -34 | -64 | -50 | -149 |
| Abgänge | - | - | - | - |
| Zugänge | 55 | 3 | - | 58 |
| Stand 31. Dezember 2017 | 310 | 470 | 359 | 1.139 |
| Währungsunterschiede | 13 | 22 | 17 | 52 |
| Abgänge | -10 | - | - | -10 |
| Zugänge | 199 | 7 | - | 199 |
| Stand 31. Dezember 2018 | 512 | 499 | 376 | 1.387 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand 31. Dezember 2016 | 176 | 358 | 191 | 725 |
| Währungsunterschiede | -23 | -47 | -26 | -96 |
| Abgänge | - | - | - | - |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 86 | 67 | 38 | 191 |
| Stand 31. Dezember 2017 | 238 | 378 | 204 | 820 |
| Währungsunterschiede | 12 | 19 | 11 | 42 |
| Abgänge | -8 | - | - | -8 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 59 | 65 | 36 | 160 |
| Stand 31. Dezember 2018 | 301 | 463 | 251 | 1.015 |
| Buchwerte | ||||
| Stand 31. Dezember 2017 | 72 | 92 | 155 | 320 |
| Davon aus Finanzierungsleasing | 27 | 67 | - | 94 |
| Stand 31. Dezember 2018 | 212 | 36 | 125 | 373 |
| Davon aus Finanzierungsleasing | 110 | 21 | - | 131 |
Der Abschreibungsaufwand der Sachanlagen ist in den Umsatzkosten berücksichtigt.
7. Immaterielle Vermögenswerte
Die immateriellen Vermögenswerte umfassen erworbene und selbstgeschaffene Software sowie Website-Entwicklungskosten. Sie werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfasst und über ihre erwartete Nutzungsdauer von drei Jahren bis zehn Jahren linear abgeschrieben. Alle immateriellen Vermögenswerte haben eine begrenzte Nutzungsdauer.
Aufwendungen, die in der Analyse-, Planungs- und Nachbearbeitungsphase der Website-Entwicklung sowie für deren laufende Pflege anfallen, werden sofort aufwandswirksam erfasst. Ausgaben, die in der Entwicklungsphase anfallen, werden aktiviert, wenn
| ― | das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar ist, |
| ― | das Ergebnis der Website-Entwicklung vermarktet werden kann, |
| ― | die zurechenbaren Aufwendungen zuverlässig bewertbar sind und |
| ― | der Konzern über ausreichende Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojekts verfügt. |
Das Kriterium der Vermarktbarkeit für die Website-Entwicklungskosten wird konkretisiert, indem nur Ausgaben für die Entwicklung neuer Produkte sowie für wesentliche Erweiterungen und Verbesserungen der Website aktiviert werden, von denen erwartet wird, dass sie direkt zu künftigen Umsatzerlösen führen werden. Aktivierte Software-Entwicklungskosten generieren zukünftigen wirtschaftlichen Nutzen auch in Form von Kosteneinsparungen.
Im Berichtsjahr 2018 wurden Entwicklungskosten in Höhe von insgesamt 1.240 TEUR (2017: 729 TEUR) aktiviert. Zu den Hauptentwicklungsprojekten gehörte die anhaltende Verbesserung der technologischen Infrastruktur und interner Software-Tools. Die Verbesserung der technologischen Infrastruktur, das Projekt FALCON, wird die Qualitätssicherung und die Effizienz des gesamten Unternehmens erhöhen. Erste Teilprojekte von FALCON werden in 2019 voraussichtlich abgeschlossen werden.
Der erzielbare Betrag der Entwicklungskosten wird mindestens einmal jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen, sofern der Vermögenswert noch nicht genutzt wurde oder falls Anzeichen für eine Wertminderung im Laufe des Jahres vorliegen. Im Hinblick auf das FALCON-Projekt war das erste Kriterium relevant. Daher wurde der obligatorische jährliche Werthaltigkeitstest durchgeführt.
Der Nutzungswert des Vermögenswerts wird durch Abzinsung der erwarteten Kosteneinsparungen in Anlehnung an die Mehrgewinnmethode berechnet. Da der so ermittelte erzielbare Betrag den Buchwert deutlich übersteigt, wurden keine Wertminderungen auf die immateriellen Vermögenswerte erfasst.
Der planmäßige Abschreibungsaufwand für immaterielle Vermögenswerte ist in den Umsatzkosten enthalten. Forschungskosten inklusive Kosten für die laufende Wartung in Höhe von 1.702 TEUR (2017: 2.696 TEUR) wurden in der Periode, in der sie entstanden sind, aufwandswirksam als Aufwendungen für die Produktentwicklung erfasst.
Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich in den Geschäftsjahren 2018 und 2017 wie folgt:
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| Entwicklungskosten TEUR |
Software TEUR |
Summe TEUR |
|
|---|---|---|---|
| Anschaffungskosten | |||
| Stand 31. Dezember 2016 | 2.876 | 175 | 3.051 |
| Währungsunterschiede | -354 | -22 | -375 |
| Abgänge | - | - | - |
| Zugänge | 729 | 79 | 808 |
| Stand 31. Dezember 2017 | 3.251 | 232 | 3.484 |
| Währungsunterschiede | 154 | 8 | 162 |
| Abgänge | - | -57 | -57 |
| Zugänge | 1.240 | 16 | 1.256 |
| Stand 31. Dezember 2018 | 4.645 | 200 | 4.845 |
| Abschreibungen | |||
| Stand 31. Dezember 2016 | 2.083 | 165 | 2.248 |
| Währungsunterschiede | -269 | -21 | -290 |
| Abgänge | - | - | - |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 209 | 10 | 219 |
| Stand 31. Dezember 2017 | 2.023 | 154 | 2.177 |
| Währungsunterschiede | 105 | 8 | 113 |
| Abgänge | - | - | - |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 317 | 10 | 327 |
| Stand 31. Dezember 2018 | 2.445 | 172 | 2.617 |
| Buchwerte | |||
| Stand 31. Dezember 2017 | 1.228 | 78 | 1.307 |
| Davon aus Finanzierungsleasing | - | 2 | 2 |
| Stand 31. Dezember 2018 | 2.200 | 28 | 2.228 |
| Davon aus Finanzierungsleasing | - | 1 | 1 |
Zum 31. Dezember 2018 hatte der Konzern keine wesentlichen vertraglichen Verpflichtungen für die Anschaffung von immateriellen Vermögenswerten.
8. Ertragsteuern und latente Steuern
Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des jeweils zu versteuernden Einkommens der einzelnen Konzerngesellschaften für das Geschäftsjahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen wird dabei um die Posten bereinigt, die steuerfrei oder steuerlich abzugsfähig sind. Der laufende Steueraufwand wird auf Grundlage der am Bilanzstichtag geltenden Steuersätze berechnet.
Der Ertragsteueraufwand/-ertrag setzt sich wie folgt zusammen:
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| 2018 TEUR |
2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Laufende Ertragsteuern | ||
| Ertragsteuerzahlungen in Frankreich und Großbritannien | -2 | -2 |
| US-Körperschaftsteuer (Bund, Bundesstaat) und Ertragsteuern übriger einbezogener Unternehmen | -1 | -48 |
| Steuererstattungen aus Vorjahren | 170 | 0 |
| Summe laufende Ertragsteuern | 167 | -50 |
| Latente Steuern | ||
| Anpassung der aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge | -238 | 241 |
| Aus temporären Differenzen | 474 | 65 |
| Wechselkursunterschiede | -53 | 20 |
| Summe latente Steuern | 183 | 326 |
| Gesamtsumme Ertragsteuern | 350 | 277 |
Bei den Steuererstattungen aus Vorjahren handelt es sich im Wesentlichen um den Anspruch auf Erstattung der in den Vorjahren gezahlten Alternative Minimum Tax. Für weitere Ausführungen wird auf Abschnitt "5. Sonstige Vermögenswerte" verwiesen.
Latente Steueransprüche
Latente Steuern werden auf die temporären Differenzen zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und den entsprechenden steuerlichen Wertansätzen nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitenmethode (Asset and Liability Method) gebildet, sofern diese in Zukunft genutzt werden können. Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen bilanziert.
Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden auf Basis der erwarteten Steuersätze bewertet, die zum Zeitpunkt des Ausgleichs der temporären Differenzen voraussichtlich Geltung haben werden.
Latente Ertragsteueransprüche und -schulden werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Verrechnung tatsächlicher Steueransprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht und wenn sich die latenten Ertragsteueransprüche und -schulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde entweder für das gleiche steuerpflichtige Unternehmen oder für ein anderes steuerpflichtiges Unternehmen erhoben werden, und zwar dann, wenn die Absicht besteht, die Salden auf Nettobasis auszugleichen.
Zum Bilanzstichtag 2018 bestehen bei der Artnet Corp. steuerliche Verlustvorträge für Federal Tax in Höhe von insgesamt 15,3 Mio. EUR (17,5 Mio. USD) und steuerliche Verlustvorträge in Höhe von 25,6 Mio. EUR (29,3 Mio. USD) für State Tax des Bundesstaates New York, die zur Verrechnung mit künftigen Gewinnen zur Verfügung stehen. Zum 31. Dezember 2017 betrugen diese steuerlichen Verlustvorträge 17,8 Mio. EUR (21,4 Mio. USD) bzw. 25,3 Mio. EUR (30,3 Mio. USD). Im Geschäftsjahr 2018 wurden die Verlustvorträge der Artnet Corp. durch die Erzielung eines steuerlichen Gewinns in Höhe von 3,9 Mio. USD bzw. 1,0 Mio. USD genutzt. Für die bestehenden steuerlichen Verlustvorträge der Artnet Corp. wurden in der Konzernbilanz nach Abzug passiver latenter Steuern latente Steueransprüche in Höhe von 1.237 TEUR (2017: 1.001 TEUR) erfasst. Der Anstieg der latenten Steueransprüche um 236 TEUR ist insbesondere auf die Stabilisierung der steuerlichen Ergebnisse in den vergangenen Jahren sowie einen verbesserten Ausblick auf die zukünftigen steuerlichen Ergebnisse zurückzuführen. Darüber hinaus wurde in 2017 die steuerliche Bilanzierung angepasst, um die bestehenden Verlustvorträge soweit wie möglich vor deren Verfall nutzen zu können. Diese Bilanzierungsänderung hat zu neuen abzugsfähigen temporären Differenzen geführt.
Infolge der Anpassung des Umlegungsfaktors ("Apportionment Factor") wurde der zur Bewertung der latenten Steuern verwendete Steuersatz von 32 % auf 24,2 % gesenkt, dem gültigen durchschnittlichen Unternehmenssteuersatz der Artnet Corp. Die Berechnung der latenten Steueransprüche auf Verlustvorträge beruht auf einem dreijährigen Planungszeitraum. Die die Federal Tax betreffenden steuerlichen Verlustvorträge der Artnet Corp. können über einen Zeitraum von 20 Jahren genutzt werden und verfallen im Jahr 2020 in Höhe von 12,0 Mio. EUR (13,7 Mio. USD) und im Jahr 2021 in Höhe von 2,2 Mio. EUR (2,6 Mio. USD).
Die die State Tax des Bundesstaates New York betreffenden steuerlichen Verlustvorträge verfallen erst ab dem Jahr 2035.
Die artnet AG verfügt zur Verrechnung mit der Körperschaftsteuer und der Gewerbesteuer über zusätzliche steuerliche Verlustvorträge in einer Gesamthöhe von 36,9 Mio. EUR (2017: 36,2 Mio. EUR). In der derzeitigen Organisationsstruktur des artnet-Konzerns können diese steuerlichen Verlustvorträge nach deutschem Steuerrecht nicht genutzt werden.
Insgesamt betreffen die aktiven und passiven latenten Steuern temporäre Differenzen aus folgenden Bilanzposten bzw. die steuerlichen Verlustvorträge der Artnet Corp.:
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| Latente Steuern 31.12.2018 TEUR |
Latente Steuern 31.12.2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Steuerliche Verlustvorträge | 864 | 1.102 |
| Anlagevermögen | 200 | -135 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 173 | 34 |
| Summe | 1.237 | 1.001 |
Steuerüberleitungsrechnung
In der nachfolgenden Darstellung wird der erwartete Ertragsteueraufwand/-ertrag auf den im Konzernabschluss ausgewiesenen Ertragsteueraufwand/-ertrag übergeleitet.
Bei dem verwendeten Steuersatz von 24 % (2017: 43 %) handelt es sich um den 2018 gültigen durchschnittlichen Ertragsteuersatz der operativen Konzerngesellschaft Artnet Corp., da diese das steuerpflichtige Einkommen der Konzerngesellschaften erwirtschaftet.
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| 2018 TEUR |
2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Konzernergebnis vor Steuern | 694 | 419 |
| Erwarteter Ertragsteueraufwand/-ertrag - Steuersatz 24 % (2017: 43%) | -168 | -180 |
| Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben und sonstige Effekte | -83 | -132 |
| Steuererstattung aus Vorjahren | 169 | 0 |
| Ansatz aktiver latenter Steuern auf in Vorjahren entstandene Verlustvorträge und abzugsfähige temporäre Differenzen | 490 | 450 |
| Effekt aus der Steuersatzanpassung in den USA | -245 | -116 |
| Verringerung des laufenden Steueraufwands aufgrund der Nutzung steuerlicher Verlustvorträge in den USA | 332 | 571 |
| Nichtansatz aktiver latenter Steuern auf temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge in Deutschland | -145 | -316 |
| Ertragsteueraufwand/-ertrag laut Konzern-Gesamtergebnisrechnung | 350 | 277 |
9. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umfassen in der Regel offene Verpflichtungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie laufende Kosten. Das durchschnittliche Zahlungsziel für Verbindlichkeiten beträgt 30 Tage. Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.
10. Abgegrenzte Schulden und sonstige Verbindlichkeiten
Die abgegrenzten Schulden und sonstigen Verbindlichkeiten entwickelten sich in den angegebenen Geschäftsjahren wie folgt:
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| 31.12.2018 TEUR |
31.12.2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Ausstehende Rechnungen | 546 | 359 |
| Bonuszahlungen | 400 | 462 |
| 401(k)-Zahlungen (Altersvorsorge in den USA) | 127 | 114 |
| Resturlaub | 87 | 28 |
| Steuern und Sozialabgaben | 19 | 21 |
| Sonstiges | 65 | 73 |
| Summe | 1.244 | 1.057 |
11. Rückstellungen
Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis hat und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung dieser Verpflichtung mit dem Abfluss von Ressourcen einhergeht und eine verlässliche Schätzung des Betrages möglich ist.
Die Rückstellungen in Höhe von 945 TEUR (2017: 895 TEUR) wurden für mögliche Schadenersatzzahlungen aus der Verletzung von Urheberrechten gebildet, die das Pariser Berufungsgericht im März 2015 in zweiter Instanz einem französischen Fotografen zugesprochen hatte. Seit März 2018 ist das Urteil unanfechtbar. Die Höhe der Rückstellungen spiegelte das Risiko wider, dem artnet unter Berücksichtigung aller verfügbaren Informationen ausgesetzt ist, und berücksichtigt den gesamten vermeintlichen Schadenersatzanspruch des Fotografen zuzüglich dessen Verzinsung.
artnet nutzt sämtliche Handlungsoptionen, um die etwaige Vollstreckung des französischen Urteils in Deutschland und den USA zu unterbinden und versucht parallel eine außergerichtliche Einigung mit dem französischen Fotografen zu erzielen.
Die Rückstellung deckt bereits das dem Verfahren innewohnende maximale Risiko ab. Unter Berücksichtigung aller Handlungsoptionen geht artnet nicht von einem vollständigen Zahlungsabfluss für diese Rückstellungen im Geschäftsjahr 2019 aus.
12. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
Zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses werden die im Rahmen eines Finanzierungsleasingverhältnisses gehaltenen Vermögenswerte in Höhe des beizulegenden Zeitwerts des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt, sofern dieser Wert niedriger ist. Die Abschreibung erfolgt planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Dabei wird die Abschreibungsmethode herangezogen, die für vergleichbare erworbene bzw. hergestellte Vermögenswerte Anwendung findet. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber wird in der Konzernbilanz als Verbindlichkeit aus Finanzierungsleasing erfasst. Mindestleasingzahlungen werden in Finanzierungskosten und Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, so dass ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Schuld entsteht. Bedingte Leasingzahlungen werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie entstehen.
Bei den Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing handelt es sich um abgeschlossene Leasing-Vereinbarungen für Server, sonstige Computerausrüstung, Software sowie neue Büro- und Geschäftsausstattung. Am Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit besteht eine Kaufoption für die Artnet Corp. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden zum Barwert der künftigen Leasingzahlungen unter Verwendung des dem Leasingvertrag zugrunde liegenden Zinssatzes erfasst. Die Überleitung von den Mindestleasingzahlungen zum Barwert ergibt sich wie folgt.
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| 31.12.2018 | Summe TEUR |
< 1 Jahr TEUR |
>1-3 Jahre TEUR |
|---|---|---|---|
| Barwert der Mindestleasingzahlungen | 109 | 40 | 69 |
| Zinsanteil | 4 | 2 | 1 |
| Mindestleasingzahlungen | 113 | 42 | 70 |
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| 31.12.2017 | Summe TEUR |
< 1 Jahr TEUR |
>1-3 Jahre TEUR |
|---|---|---|---|
| Barwert der Mindestleasingzahlungen | 29 | 16 | 12 |
| Zinsanteil | 1 | 1 | 1 |
| Mindestleasingzahlungen | 30 | 17 | 13 |
Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.
13. Abgrenzung Mietincentive
Die langfristigen Verbindlichkeiten aus der Abgrenzung Mietincentive betreffen die über die Laufzeit des Mietvertrags für die in New York angemieteten Geschäftsräume bis April 2023 abzugrenzenden Vorteile aus mietfreien Zeiten zum 31. Dezember 2018 in Höhe von 168 TEUR (2017: 199 TEUR). In US-Dollar verringerte sich der Abgrenzungsposten planmäßig um 46 TUSD und auf Euro-Basis, bedingt durch Währungskurseffekte, um 31 TEUR.
14. Umsatzabgrenzung und Umsatzrealisierung
Gemäß IFRS 15 werden Umsatzerlöse erfasst, wenn artnet die Kontrolle über eine Ware oder eine Dienstleistung überträgt.
Mit Ausnahme des Segments Galerien enthalten die Verträge im Wesentlichen nur eine Leistungsverpflichtung. Die Aufteilung des Transaktionspreises basiert auf diesen Leistungsverpflichtungen.
Für Galeriemitgliedschaften und Auktionshaus-Partnerschaften gelten die Umsätze für den Zeitraum als realisiert, in dem artnet seiner vertraglichen Leistungsverpflichtung nachgekommen ist und die entsprechenden Mitglieder- bzw. Partnerseiten erstellt und über die artnet-Website zugänglich gemacht hat. Einnahmen werden zu Beginn eines jeden Leistungs- oder Rechnungszeitraums erfasst und monatlich abgegrenzt. Umsatzerlöse aus Price-Database-Abonnements werden nach derselben Methode erfasst. Einnahmen werden in der Periode realisiert, in der das Kundenkonto eingerichtet wird. Die Umsatzrealisierung von Werbeverträgen basiert auf den im Vertrag genannten Abrechnungsbedingungen, wobei zwischen einem Festpreis und einem erfolgsabhängigen Modell unterschieden wird. Einnahmen aus Werbeverträgen mit Festpreis werden ähnlich wie die Einnahmen aus Galeriemitgliedschaften und Abonnements der Price Database erfasst: für den Zeitraum, in dem Banner auf der Website oder in Newslettern erscheinen. Die Umsatzrealisierung für erfolgsabhängige Werbeverträge wird erfasst, nachdem die vereinbarten Leistungsindikatoren bewertet und mit dem jeweiligen Kunden abgestimmt wurden. Bei artnet Auctions werden Käufer- und Verkäuferprovisionen in dem Moment realisiert, in dem der Konzern das entsprechende Geschäft erfolgreich arrangiert hat.
Daher werden Erträge aus Galerie-Mitgliedschaften, Price-Database-Abonnements, sowie Werbeverträgen und Auktionshaus-Partnerschaften hauptsächlich zeitraumbezogen erfasst, während Erträge aus Online-Auktionen zu einem bestimmten Zeitpunkt erfasst werden. artnet tritt bei Online-Auktionen als Agent auf und erfasst daher ausschließlich den Provisionsertrag. Dagegen wird der bei der Auktion erzielte Verkaufspreis eines Kunstwerks nicht realisiert.
Die Umsatzerlöse werden zum Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung abzüglich etwaiger Preisnachlässe, Umsatzsteuer und anderer verkaufsbezogener Steuern bewertet. Der Transaktionspreis wird den ermittelten Leistungsverpflichtungen zugeordnet, bei denen die Laufzeit der zugrunde liegenden Verträge im Wesentlichen unter einem Jahr liegt. Da der Transaktionspreis basierend auf dem zugrunde liegenden Vertrag zugeteilt wird, sind keine weiteren wesentlichen Ermessensentscheidungen erforderlich.
Da alle Verträge eine Laufzeit von einem Jahr oder weniger haben, wurden in den Vorperioden keine in den Abschluss 2018 aufgenommenen Leistungsverpflichtungen erfüllt.
Die ausstehenden Leistungsverpflichtungen belaufen sich für die Price Database auf 1.324 TEUR, für Galerien auf 355 TEUR und für Werbung auf 85 TEUR.
Kunden leisten Vorauszahlungen für bestimmte Serviceverträge mit dem Konzern. Diese Vorauszahlungen werden erst dann als Umsatz realisiert, wenn der Konzern die vereinbarte Leistung erbringt. Der Konzern erfasst diese Beträge zum 31. Dezember 2018 als Vertragsverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 1.764 nach TEUR 1.522 im Vorjahr. Die vertraglichen Verbindlichkeiten zum 31. Dezember 2017 wurden im Jahr 2018 vollständig als Umsatzerlöse erfasst. Die erfassten vertraglichen Verbindlichkeiten unterliegen keinen Ermessensentscheidungen, da sie auf der ausstehenden Leistungsverpflichtung basieren.
Die in den Forderungen enthaltenen Vertragsvermögenswerte betragen 595 TEUR.
15. Eigenkapital
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| Genehmigte nennwertlose Stammaktien | ||
| (rechnerischer Wert EUR 1,00 pro Aktie) | 5.631.067 | 5.631.067 |
| Ausgegebene und voll eingezahlte nennwertlose Stammaktien | ||
| (rechnerischer Wert EUR 1,00 pro Aktie) | 5.552.986 | 5.552.986 |
| Eigene nennwertlose Stammaktien | 78.081 | 78.081 |
Sämtliche Aktien der artnet AG sind Namensaktien.
Genehmigtes Kapital
Durch Beschluss der Hauptversammlung der artnet AG vom 16. Juli 2014 wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, bis zum 15. Juli 2019 das gezeichnete Kapital durch Ausgabe von 2.800.000 neuen Inhaber-Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu 2.800 TEUR zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2014).
Aus dem genehmigten Kapital 2014 wurden bisher keine Aktien ausgegeben.
Bedingtes Kapital
In der Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 wurde das Grundkapital um 560 TEUR bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 560.000 neuen Stückaktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und Mitglieder der Geschäftsführung verbundener Unternehmen sowie an Arbeitnehmer der artnet AG oder ihrer Tochtergesellschaften (Bedingtes Kapital 2009/I). Die Frist für die Ausnutzung des bedingten Kapitals 2009/1 ist 2014 ausgelaufen. Es wurden daraus keine Stammaktien ausgegeben.
Im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2009 wurden in den Jahren 2009, 2010 und 2014 insgesamt 398.907 Aktienoptionen an die Geschäftsführung und Mitarbeiter der Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation ausgegeben. Bis auf die 2014 ausgegebenen 75.000 Aktienoptionen sind die Ausübungspreise der gewährten Aktienoptionen bisher noch nicht erreicht worden, so dass bisher noch keine der gewährten Aktienoptionen ausgeübt wurden. In Höhe der 398.907 ausgegebenen Aktienoptionen kann noch eine bedingte Kapitalerhöhung aus dem bedingten Kapital 2009/I bei deren Ausübung erfolgen.
Eigene Aktien
Am 31. Dezember 2018 hielt die artnet AG unverändert zum Vorjahr 78.081 eigene Aktien, was 1,4 % des Grundkapitals entsprach. Das Konzerneigenkapital wird offen um die Anschaffungskosten der von artnet gehaltenen eigenen Aktien gekürzt.
Fremdwährungsausgleichsposten
Im Rahmen der Konsolidierung werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Umrechnung von Erträgen und Aufwendungen erfolgt zum Jahresdurchschnittskurs. Die Währungsunterschiede, die sich seit der Erstkonsolidierung aus der Umrechnung der Vermögens- und Schuldposten zum Stichtagskurs sowie aus der Umrechnung der Aufwendungen und Erträge zum Jahresdurchschnittskurs mit sich verändernden Devisenmittelkursen ergaben, werden erfolgsneutral innerhalb des Konzern-Eigenkapitals als separater Posten "Unterschiede aus Fremdwährungsumrechnung" erfasst.
Der Fremdwährungsausgleichsposten enthält auch die aus den Wechselkursänderungen resultierende Umrechnungsdifferenz auf konzerninterne Darlehensforderungen, die als Teil eines Nettoinvestments (Net Investments) qualifiziert werden. Bezüglich der Erläuterung dieser Währungskursunterschiede verweisen wir auf Abschnitt 17 des Konzernanhangs unter Fremdwährungsrisiko.
16. Kapitalmanagement
Die Kapitalstruktur des artnet-Konzerns setzt sich im Wesentlichen aus den kurzfristigen Schulden aus dem laufenden Geschäftsverkehr und dem Eigenkapital zusammen. Das Eigenkapital ist den Aktionären der Muttergesellschaft zuzuordnen und besteht vornehmlich aus ausgegebenen Aktien, der Kapitalrücklage und dem erwirtschafteten kumulierten Konzernergebnis. Für ihre Büroräume hat die Artnet Corp. in 2012 außerdem eine Operating-Leasingvereinbarung mit einer Laufzeit bis 2023 geschlossen. Nahezu die gesamte Geschäftstätigkeit wird derzeit aus den bestehenden Bankguthaben und dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit finanziert.
17. Finanzinstrumente und Risiken aus Finanzinstrumenten
Finanzielles Risikomanagement
Das Finanzrisikomanagementsystem umfasst alle organisatorischen Regelungen und Aktivitäten zur systematischen, regelmäßigen und konzernweiten Umsetzung der für das Risikomanagement erforderlichen Prozesse. Für jedes Risiko wird eine verantwortliche Person ernannt. Der Vorstand wird regelmäßig über die Gesamtrisikosituation des Konzerns informiert und berichtet wiederum an den Aufsichtsrat. Das Finanzrisikomanagementsystem ist Teil des Risikomanagementsystems, das in einem Risikohandbuch dokumentiert ist.
Zu den wesentlichen Risiken, die vom Finanzrisikomanagementsystem des Konzerns überwacht und kontrolliert werden, gehören das Kreditrisiko, das Liquiditätsrisiko, das Währungsrisiko und das Zinsänderungsrisiko.
Kategorien von Finanzinstrumenten
Bei den finanziellen Vermögenswerten des artnet-Konzerns handelt es sich um liquide Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie um hinterlegte Mietsicherheiten. Diese finanziellen Vermögenswerte werden der Kategorie "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte" (IAS 39: "Kredite und Forderungen") zugeordnet.
Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen und sonstige Verbindlichkeiten. Die finanziellen Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen werden gemäß IAS 17 zum Barwert der Mindestleasingzahlungen erfasst.
Sowohl die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte als auch die Buchwerte der finanziellen Verbindlichkeiten stellen eine angemessene Annäherung an den beizulegenden Zeitwert dar. Keine finanziellen Vermögenswerte oder finanziellen Verbindlichkeiten wurden zum beizulegenden Zeitwert bewertet.
In den Geschäftsjahren 2018 und 2017 hat der artnet-Konzern keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.
Nettoergebnisse aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten
In der nachfolgenden Tabelle sind die Netto-Ergebnisse der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dargestellt:
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| Netto-Ergebnis 2018 TEUR |
Netto-Ergebnis 2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Kredite und Forderungen | -464 | -183 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | 0 | -13 |
| Summe | -499 | -196 |
Die Netto-Ergebnisse enthalten Gewinne und Verluste aus der Fremdwährungsumrechnung sowie die Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen und Forderungsausbuchungen. Im Netto-Ergebnis der finanziellen Verbindlichkeiten sind Zinsaufwendungen von 1 TEUR (2017: 1 TEUR) enthalten.
Ausfallrisiko
Unter dem Ausfallrisiko versteht man das Risiko, dass eine Gegenpartei ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllen kann und dem Konzern daraus ein finanzieller Verlust entsteht. Die finanziellen Vermögenswerte repräsentieren das maximale Ausfallrisiko des artnet-Konzerns.
Das Ausfallrisiko des Konzerns resultiert in erster Linie aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Weitere Informationen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen finden sich im Abschnitt 4 des Konzernanhangs.
Im artnet-Konzern liegt keine signifikante Konzentration des Ausfallrisikos von finanziellen Vermögenswerten vor, da sich das Engagement auf eine große Anzahl von am Kunstmarkt teilnehmenden Kunden, sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen, verteilt. Dennoch könnte sich der weltweite Wirtschaftsabschwung negativ auf die Zahlungsfähigkeit der Kunden des Konzerns auswirken und zu einer Verlängerung des durchschnittlichen Zahlungsziels oder zu einem Anstieg der Forderungsausfälle führen. Dies würde die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns belasten. artnet versucht, diesen Risiken entgegenzuwirken, indem es mit seinen Kunden, wann immer dies möglich ist, Vorauszahlungen vereinbart.
Liquiditäts- und Zinsrisiko
Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass der artnet-Konzern seine finanziellen Verpflichtungen zur Fälligkeit nicht erfüllen kann. Ziel ist es daher ausreichend Liquidität zu schaffen, um fällige Verbindlichkeiten fristgerecht begleichen zu können. Dazu ist der artnet-Konzern auf die Generierung eines positiven Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit angewiesen. Das Liquiditätsrisiko wird täglich durch Anwendung einer Abweichungsanalyse vom Ist- zum monatlichen Cash-Bestand laut Liquiditätsplanung neu bewertet. Dadurch kann frühzeitig auf Änderungen des Risikopotenzials reagiert werden. Für das Geschäftsjahr 2019 rechnet das Management mit einem positiven operativen Cashflow vor möglichen Zahlungsverpflichtungen aus dem Urheberrechtsurteil in Frankreich. Der erwartete positive operative Cashflow basiert im Wesentlichen auf geplanten Umsatzsteigerungen. Bei einem Ausbleiben der erwarteten Umsatzsteigerungen könnten geplante Investitionen und Projektentwicklungen verschoben oder ihre Umsetzung zeitlich gestreckt werden.
Im artnet-Konzern sind keine wesentlichen Zinsänderungsrisiken vorhanden. Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und abgegrenzten Schulden haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.
Die folgende Tabelle zeigt die Brutto-Zahlungsströme aus finanziellen Verbindlichkeiten inklusive der zu erwartenden Zinszahlungen:
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| 31.12.2018 | Buchwert TEUR |
Brutto-Cashflow TEUR Summe | Brutto-Cashflow TEUR < 1 Jahr | Brutto-Cashflow TEUR >1 Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 967 | 967 | 967 | - |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 110 | 113 | 43 | 70 |
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| 31.12.2017 | Buchwert TEUR |
Brutto-Cashflow TEUR Summe | Brutto-Cashflow TEUR < 1 Jahr | Brutto-Cashflow TEUR >1 Jahr |
|---|---|---|---|---|
| Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten | 715 | 715 | 715 | - |
| Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 29 | 30 | 17 | 13 |
Rückstellungen und abgegrenzte Schulden sind keine Finanzinstrumente und werden daher in der obigen Berechnung des Liquiditätsrisikos nach IFRS 7 nicht betrachtet. Für die kurzfristigen Rückstellungen und abgegrenzten Schulden wird grundsätzlich von einem Abfluss im Geschäftsjahr 2019 ausgegangen. Eine Ausnahme stellt die als kurzfristige Rückstellung ausgewiesene Schadenersatzverpflichtung aus dem Urheberrechtsprozess in Frankreich in Höhe von 945 TEUR (2017: 895 TEUR) im Zusammenhang mit der geltend gemachten Verletzung von Urheberrechten eines Fotografen dar. Neben der Ausnutzung sämtlicher zur Verfügung stehender Rechtsmittel zur Vermeidung der Vollstreckung des französischen Urteils versucht artnet eine außergerichtliche Einigung mit dem französischen Fotografen zu erzielen. Daher geht artnet entgegen des Ausweises im kurzfristigen Bereich unter Berücksichtigung aller Handlungsoptionen nicht von einem vollständigen Zahlungsabfluss im Geschäftsjahr 2019 für diese Rückstellungen aus.
Marktrisiken - Fremdwährungsrisiko
Marktrisiken bestehen für die Konzerngesellschaften hauptsächlich in Form von Wechselkursrisiken, da die Umsätze zum großen Teil in US-Dollar erwirtschaftet werden, aber ein Teil der Kosten in Euro anfällt.
Der artnet-Konzern steuert die Wechselkursrisiken, indem er die Dienstleistungen für seine europäischen Kunden - soweit möglich - in Euro fakturiert und diese Zahlungseingänge zur Erfüllung seiner auf Euro lautenden Verbindlichkeiten verwendet. Dies trägt zur Reduzierung des Wechselkursrisikos bei. Neben dem US-Dollar/Euro-Wechselkursrisiko unterliegt der artnet-Konzern in geringerem Umfang auch dem US-Dollar/Pfund-Sterling-Wechselkursrisiko. Fremdwährungsrisiken bestehen für den artnet-Konzern zudem aus konzerninternen Euro-Forderungen, die im Wesentlichen aus der Finanzierung der im Euro-Währungsraum ansässigen Muttergesellschaft artnet AG durch die im US-Dollar-Währungsraum ansässige operative Tochtergesellschaft Artnet Corp. resultieren sowie aus den in der Artnet Corp. gehaltenen Euro-Bankbeständen.
Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns, die in anderen Währungen als US-Dollar denominiert waren, lauteten am Bilanzstichtag wie folgt:
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| Fremdwährung | Finanzielle Vermögenswerte | Finanzielle Verbindlichkeiten | ||
|---|---|---|---|---|
| 31.12.2018 TEUR |
31.12.2017 TEUR |
31.12.2018 TEUR |
31.12.2017 TEUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | 413 | 521 | 75 | 37 |
| GBP | 313 | 230 | 2 | 2 |
Zusätzlich bestehen konzerninterne Forderungen auf Euro-Basis bei der Artnet Corp. gegen die artnet AG in Höhe von 1.540 TEUR zum 31. Dezember 2018 (31.12.2017: 1.978 TEUR), aus denen die US-Tochtergesellschaft einem theoretischen Währungskursrisiko ausgesetzt ist, das aber nicht realisiert wird. Um dieses Währungskursrisiko zu minimieren, wandelte die Artnet Corp. im Geschäftsjahr 2015 bestehende konzerninterne Forderungen gegen die artnet AG in Höhe von 1.500 TEUR in ein langfristiges konzerninternes Darlehen um. Eine Tilgung dieser Darlehensforderung ist in absehbarer Zukunft weder geplant noch wahrscheinlich. Die konzerninterne Darlehensforderung wird daher entsprechend IAS 21.15 als Teil eines Nettoinvestments (Net Investments) qualifiziert. Entsprechend wird die aus den Wechselkursänderungen resultierende Umrechnungsdifferenz aus dem auf Euro lautenden Darlehensbetrag zum jeweiligen Abschlussstichtag (inklusive der Zwischenabschlüsse) erfolgsneutral im Fremdwährungsausgleichposten im Eigenkapital ausgewiesen. Der im Fremdwährungsausgleichsposten erfasste Betrag wird erst dann in die Gewinn- und Verlust-Rechnung umgegliedert, wenn und soweit die Beteiligungsquote vollständig oder teilweise verringert wird.
Im Berichtsjahr 2018 wurde ein Betrag von 69 TEUR aus dem Nettoinvestment eigenkapitalmindernd (2017: 196 TEUR eigenkapitalerhöhend) in den Fremdwährungsausgleichsposten eingestellt. Insgesamt belaufen sich die erfolgsneutral erfassten Beträge zum 31. Dezember 2018 auf 146 TEUR (31.12.2017: 72 TEUR).
Die folgende Tabelle beschreibt die Sensitivität des Konzerns im Fall einer Auf- oder Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro und dem Pfund Sterling um jeweils 10 %. Die Sensitivitätsanalyse berücksichtigt lediglich ausstehende, auf fremde Währung lautende monetäre Positionen und passt deren Umrechnung zum Bilanzstichtag entsprechend einer 10%igen Änderung der Wechselkurse an. In die Darstellung einbezogen ist auch das oben dargestellte Währungskursrisiko aus der konzerninternen Forderung.
Eine positive Zahl zeigt einen Anstieg des Jahresergebnisses und des Eigenkapitals an.
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| USD gegenüber | EUR 31.12.2018 TEUR |
EUR 31.12.2017 TEUR |
GBP 31.12.2018 TEUR |
GBP 31.12.2017 TEUR |
|---|---|---|---|---|
| +10 % | ||||
| Ergebnis | -32 | -94 | -19 | -14 |
| Eigenkapital | 27 | 73 | -2 | -2 |
| -10 % | ||||
| Ergebnis | 39 | 115 | 23 | 17 |
| Eigenkapital | -33 | -89 | 3 | 3 |
Im Vergleich zum Vorjahresstichtag 31. Dezember 2017 (0,833 USD/EUR) hat der US-Dollar zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 (0,873 USD/EUR) gegenüber dem Euro um 5 % aufgewertet.
Zinsänderungrisiko
Der Konzern hat mehrere festverzinsliche Finanzierungsleasingverträge im Gesamtvolumen von 110 TEUR (2017: 29 TEUR). Variabel verzinsliche Verbindlichkeiten bestehen zum 31. Dezember 2018 nicht. Der artnet-Konzern ist somit derzeit keinen Zinsänderungsrisiken ausgesetzt.
18. Anteilsbasierte Vergütungen
Aktienoptionsprogramm
Die artnet AG hat in den Jahren 2009, 2010 und 2014 an Führungskräfte und bestimmte Mitarbeiter der Artnet Corp. Aktienoptionen auf die Aktien der artnet AG ausgegeben. Diese Aktienoptionen wurden zu ihrem beizulegenden Zeitwert am Tag der Gewährung bewertet. Der zum Gewährungszeitpunkt ermittelte beizulegende Zeitwert abzüglich des Zeitwerts der zum Gewährungszeitpunkt erhaltenen Gegenleistungen wurde über die Sperrfrist (Vesting Period) als Aufwand verteilt. Zugrunde gelegt wurde die geschätzte Anzahl der Aktienoptionen, die ausübbar wurden. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wurde anhand des Binomial-Modells ermittelt.
Das am 14. Juli 2014 ausgelaufene bedingte Kapital 2009/I diente als Grundlage für das ebenfalls von der Hauptversammlung am 15. Juli 2009 beschlossene Aktienoptionsprogramm (Aktienoptionsprogramm 2009) und umfasste 560.000 Stammaktien mit einem Nennwert von jeweils EUR 1,00.
In den Jahren 2009 und 2010 sowie 2014 wurden an die Geschäftsführung und Mitarbeiter der Tochtergesellschaft Artnet Corp. folgende Optionen aus dem Aktienoptionsprogramm 2009 gewährt:
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| Optionen | |||
|---|---|---|---|
| 2014 | 2010 | 2009 | |
| --- | --- | --- | --- |
| Anzahl gewährter Optionen | 75.000 | 130.000 | 193.907 |
| Aktienkurs zum Gewährungszeitpunkt (EUR) | 2,70 | 5,03 | 5,02 |
| Gewichteter durchschnittlicher Ausübungspreis (EUR) | 2,64 | 5,13 | 4,66 |
| Gewichtetes durchschnittliches Erfolgsziel (EUR) | 2,90 | 5,64 | 5,13 |
| Durchschnittliche Laufzeit (Jahre) | 10 | 10 | 10 |
| Risikofreier Zinssatz (%) | 0,59 | 1,27 | 3,40 |
| Erwartete durchschnittliche Volatilität (%) | 65 | 70 | 55 |
| Erwartete Dividendenrendite | - | - | - |
| Zeitwert der Optionen zum Gewährungszeitpunkt (EUR) | 1,90 | 3,18 | 3,89 |
| Zeitwert der Optionen zum Gewährungszeitpunkt insgesamt (EUR) | 142.500 | 413.400 | 754.298 |
Die Anzahl der ausstehenden Optionen blieb im Geschäftsjahr 2018 mit 398.907 konstant zum Vorjahr. Wie im Vorjahr sind die ausstehenden Optionen aus den Jahren 2009 und 2010 nicht ausübbar, da der Börsenkurs der artnet-Aktien deutlich unterhalb der jeweiligen Ausübungspreise liegt. Die im Berichtsjahr 2014 ausgegebenen Aktienoptionen sind seit dem 31. März 2016 ausübbar. Im Berichtsjahr 2018 wurde keine dieser Optionen ausgeübt. Die am 31. Dezember 2018 ausstehenden Optionen hatten eine gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit von 1,91 Jahren (31.12.2017: 2,91 Jahre).
Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wurde in den Jahren 2009, 2010 und 2014 für den Tag der Optionsgewährung auf Basis des Binomial-Modells unter Zugrundelegung der in der obigen Tabelle angegebenen Annahmen berechnet. Der Aufwand für die gewährten Aktienoptionen wurde in den Geschäftsjahren bis 2016 vollständig erfasst.
Die Optionen können erstmals nach Ablauf von zwei Jahren, beginnend mit dem Ablauf des Zuteilungstages und dann bis zum Ende ihrer Laufzeit, ausgeübt werden; sie verfallen zehn Jahre nach ihrer Gewährung. Bezugsrechte dürfen nicht ausgeübt werden in dem Zeitraum von zwei Wochen vor Quartalsende bis zum Ablauf des ersten Börsenhandelstages nach der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse und nicht in dem Zeitraum von zwei Wochen vor Geschäftsjahresende bis zum Ablauf des ersten Börsenhandelstages nach der Veröffentlichung der Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres.
Der Plan sieht des Weiteren vor, dass ein Bezugsrecht nur ausgeübt werden kann, wenn der Börsenschlusskurs, der vor dem Tag der beabsichtigten Ausübung der Option festgestellt wurde, den Ausübungspreis um mindestens 10 % übersteigt. Ist das Erfolgsziel einmal erreicht, können die Optionen unabhängig von der weiteren Kursentwicklung der artnet-Aktie während ihrer Laufzeit in den Ausübungszeiträumen ausgeübt werden.
19. Personalaufwendungen
In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung sind die Personalaufwendungen der fortgeführten Geschäftsbereiche für die angegebenen Geschäftsjahre in den folgenden Aufwandskategorien erfasst:
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| Personalaufwendungen nach Aufwandskategorie | 2018 TEUR |
2017 TEUR |
|---|---|---|
| Umsatzkosten | 4.489 | 4.623 |
| Vertrieb und Marketing | 4.171 | 3.746 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 1.615 | 1.636 |
| Produktentwicklung | 1.080 | 1.975 |
| Summe Personalaufwendungen | 11.354 | 11.981 |
Die Personalaufwendungen stiegen in der operativen Währung des Konzerns, dem US-Dollar, um 1 % auf 13.395 TUSD (2017: 13.504 TUSD). In der Berichtswährung Euro fielen sie wechselkursbedingt um 6 %.
Die Personalkosten umfassten in den Geschäftsjahren 2018 bzw. 2017 Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von 1.357 TEUR bzw. 1.264 TEUR sowie 401(k)-Aufwendungen (Altersvorsorge) in Höhe von 116 TEUR bzw. 103 TEUR.
Durchschnittlich beschäftigte der Konzern im Geschäftsjahr 2018 128 Vollzeitmitarbeiter, verglichen mit 117 Mitarbeitern im Vorjahr. Darüber hinaus waren 2018 und 2017 fünf Mitarbeiter in Teilzeit für den artnet-Konzern tätig. Im Vertrieb und in sonstigen Bereichen beschäftigte der Konzern drei freie Mitarbeiter gegenüber sechs Mitarbeitern im Vorjahr.
Unter Berücksichtigung der Teilzeitkräfte und der freien Mitarbeiter beschäftigte artnet 2018 und 2017 im Monatsdurchschnitt 136 bzw. 128 Mitarbeiter. Diese Mitarbeiter sind folgenden Aufwandskategorien zuzuordnen:
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| 2018 | 2017 | |
|---|---|---|
| Umsatzkosten | 68 | 65 |
| Vertrieb und Marketing | 42 | 37 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | 13 | 13 |
| Produktentwicklung | 13 | 13 |
| Summe | 136 | 128 |
20. Beitragsorientierte Altersvorsorgepläne
Die Tochtergesellschaft Artnet Corp. bietet allen berechtigten Mitarbeitern einen beitragsorientierten Altersvorsorgeplan an, der die Voraussetzungen der Section 401(k) des Internal Revenue Code der USA erfüllt. Zuschüsse der Artnet Corp. für diesen Plan werden als Aufwand erfasst. Das Vermögen des Plans wird getrennt vom Vermögen der Artnet Corp. in einem Fonds unter Treuhänderkontrolle gehalten. Teilnehmende Mitarbeiter können innerhalb des gesetzlichen Rahmens bis zu 100 % ihres Jahreseinkommens einbringen. Die Artnet Corp. leistet jedes Jahr einen entsprechenden Zuschuss. In den Geschäftsjahren 2018 und 2017 betrug der Zuschuss der Gesellschaft 116 TEUR bzw. 103 TEUR.
21. Ergebnis je Aktie
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich mittels Division des Konzernergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Berichtsjahr in Umlauf befindlichen Stammaktien.
Das verwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich in derselben Weise wie das unverwässerte Ergebnis je Aktie, mit dem Unterschied, dass sich die durchschnittliche Anzahl der in Umlauf befindlichen Stammaktien um die Anzahl der Aktien aus potenziellen Optionsausübungen erhöht.
Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie beruht auf den folgenden Daten:
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| 2018 EUR |
2017 EUR |
|
|---|---|---|
| Zähler (Ergebnis): | ||
| Konzernergebnis des Geschäftsjahres | 622.120 | 695.345 |
| Nenner (Anzahl der Aktien): | ||
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie (ausgegeben und voll eingezahlt) | 5.552.986 | 5.552.986 |
| Auswirkungen der potenziell verwässernden Aktien aus Aktienoptionen | 17.775 | 18.266 |
| Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie | 5.570.761 | 5.571.252 |
Der gewichtete durchschnittliche Ausübungspreis der gewährten Aktienoptionen (4,43 EUR) übersteigt den durchschnittlichen Aktienkurs im Jahr 2018 (3,46 EUR) mit Ausnahme der im Jahr 2014 gewährten Aktienoptionen mit einem durchschnittlichen Ausübungspreis von 2,64 EUR. Für die in 2014 ausgegebenen Aktienoptionen wurde daher ein Verwässerungseffekt von 17.775 Aktien (2017: 18.266) nach der "treasury-stock"-Me-thode berechnet. Das Ergebnis je Aktie auf unverwässerter bzw. verwässerter Basis beträgt jeweils 0,19 EUR.
22. Sonstige Angaben zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Betriebsergebnis
Das ausgewiesene Betriebsergebnis ergibt sich nach Abzug der folgenden betrieblichen Aufwendungen:
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| 2018 TEUR |
2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Planmäßige Abschreibungen | 488 | 410 |
| Personalkosten | 11.354 | 11.981 |
Die planmäßigen Abschreibungen werden in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung als Teil der Umsatzkosten erfasst. Die Aufteilung der planmäßigen Abschreibungen auf die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen ist in den Abschnitten 6 und 7 des Konzernanhangs dargestellt.
Finanzergebnis
Das Finanzergebnis enthält den Zinsaufwand für Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in Höhe von 1 TEUR (2017: 1 TEUR). Im Geschäftsjahr 2017 beinhaltete das Ergebnis im Wesentlichen den Zinsaufwand von 35 TEUR aufgrund der Nachzahlung von Commercial Rent Tax an New York City.
Sonstige Erträge und Aufwendungen
Im Geschäftsjahr 2018 beliefen sich die in diesem Posten der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesenen realisierten und unrealisierten Währungskursgewinne auf 35 TEUR (2017: 130 TEUR).
23. Segmentberichterstattung
Der Konzern berichtet über die Geschäftssegmente in gleicher Form, wie er diese Informationen entsprechend dem internen Berichtswesen an die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat weiterleitet.
Die Berichterstattung des Konzerns bezieht sich jetzt auf die folgenden vier Segmente:
| ― | Das Segment artnet Galerien präsentiert die zum Verkauf stehenden Kunstwerke der Mitgliedsgalerien und der Auktionshaus-Partner im Internet. |
| ― | Das Segment artnet Price Database umfasst alle datenbankbezogenen Produkte. Hierzu gehören die artnet Price Database Fine Art and Design und die artnet Price Database Decorative Art sowie die darauf aufbauenden Produkte artnet Market Alerts und artnet Analytics. |
| ― | Das Segment artnet Auctions stellt eine Internetplattform zum Kauf und Verkauf von Kunstwerken zur Verfügung. |
| ― | Das Segment artnet News umfasst den 24-Stunden-Nachrichtenservice für Kunst. Auf der Onlineplattform news. artnet.com wird über Events, Trends, Entwicklungen und Persönlichkeiten des Kunstmarkts berichtet. |
Die Segmentberichterstattung erfolgt in Form einer mehrstufigen Deckungsbeitragsrechnung. In der ersten Stufe wird die Differenz aus den erzielten Erlösen und den einem Segment direkt zuzurechnenden variablen Kosten ermittelt (DB I). In einem zweiten Schritt werden variable indirekte Kosten, die nicht direkt einem Segment zuzuordnen sind, mittels eines Allokationsschlüssels den einzelnen Segmenten zugeordnet und vom DB I abgezogen. Bei dem auf dieser Ebene ermittelten Deckungsbeitrag (DB II) handelt es sich um den Betrag, der pro Segment zur Deckung der Fixkosten zur Verfügung steht.
Die Steuerung der einzelnen Segmente durch das Management erfolgt auf Basis des Deckungsbeitrages II (Umsatzerlöse abzüglich direkter und indirekter variabler Kosten), der daher im Folgenden als Segmentergebnis dargestellt wird. Nicht direkt zurechenbare Aufwendungen werden den berichtspflichtigen Segmenten im Wesentlichen auf der Grundlage von Mitarbeiterzahl und Umsatzerlösen je berichtspflichtiges Segment zugerechnet. Die Darstellung der Segmentberichterstattung erfolgt entsprechend der internen Kommunikation ausschließlich auf US-Dollar-Basis.
Anfang 2018 entschied das Management, die Zuteilung der direkten Vertriebskosten zu ändern. Diese Änderung wirkt sich auf den Deckungsbeitrag II aus und spiegelt sich in den aktualisierten Berechnungen für 2017 und 2018 wider.
Um die Segmentberichterstattung weiter zu verbessern, wurden bereits ab Januar 2017 die Aufwendungen für indirektes Marketing gleichmäßig auf alle Segmente verteilt. Außerdem werden die Wertberichtigungsaufwendungen für Forderungen dem jeweiligen Segment zugeordnet und nicht mehr entsprechend der Umsatzerlöse allokiert. Das Management erwartet von dieser Veränderung ein aussagekräftigeres Bild der Profitabilität der einzelnen Segmente.
Eine Bewertung der Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten je berichtspflichtiges Segment wird dem Management nicht zur Verfügung gestellt und daher nicht berichtet.
Die nachfolgende Tabelle zeigt die Umsatzerlöse und Deckungsbeiträge II der Segmente im Vorjahresvergleich:
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| 2018 Umsatzerlöse TUSD |
2017 Umsatzerlöse TUSD |
|
|---|---|---|
| artnet Galerien | 6.408 | 6.147 |
| artnet Price Database | 8.004 | 7.829 |
| artnet Auctions | 4.081 | 4.051 |
| artnet News | 3.122 | 2.742 |
| Summe | 21.615 | 20.769 |
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| 2018 Deckungsbeitrag II TUSD |
2017 Deckungsbeitrag II TUSD |
|
|---|---|---|
| artnet Galerien | 3.659 | 3.140 |
| artnet Price Database | 4.932 | 4.479 |
| artnet Auctions | 36 | -199 |
| artnet News | -508 | -317 |
| Summe | 8.119 | 7.102 |
Wie vorstehend beschrieben, wurde ab Januar 2018 die Allokation der direkten Marketingaufwendungen angepasst. Um die Vergleichbarkeit zum Vorjahr zu gewährleisten, wurden die Angaben für den Deckungsbeitrag II für das Geschäftsjahr 2017 hinsichtlich dieser Neuerung rückwirkend angepasst. Durch diese rückwirkende Änderung der Zahlen für das Geschäftsjahr 2017 erhöhten sich die Deckungsbeiträge II des Segments artnet Galerien von 2.996 TUSD auf 3.140 TUSD und des Segments Price Database von 4.313 TUSD auf 4.479 TUSD. Der Deckungsbeitrag II des Segments artnet News ging von -8 TUSD auf -317 TUSD zurück. artnet Auctions blieb davon unberührt.
Die nachfolgende Tabelle stellt die Überleitung des Deckungsbeitrags II zum Betriebsergebnis in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung dar:
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| Überleitung vom Deckungsbeitrag II der Segmente zum operativen Ergebnis | 2018 TUSD |
2017 TUSD |
|---|---|---|
| Deckungsbeitrag II der Segmente | 8.119 | 7.102 |
| Fixkosten aus Umsatzkosten | ||
| Davon aus Abschreibungen 463 TEUR (Vorjahr: 403 TEUR) | 2.671 | 2.328 |
| Fixkosten aus den allgemeinen Verwaltungskosten | 3.999 | 3.821 |
| Fixkosten aus Produktentwicklung | 544 | 546 |
| Betriebsergebnis | 905 | 407 |
Die Werbeeinnahmen werden in der Segmentergebnisrechnung den Segmenten zugeordnet, auf deren Seiten die Werbebanner geschaltet wurden. Die nachfolgende Tabelle stellt die Überleitung der Umsatzerlöse lt. Gesamtergebnisrechnung zu den in der ausgewiesenen Segmentergebnisrechnung ausgewiesenen Umsatzerlösen dar:
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| 2018 | Umsatzerlöse lt. Gesamtergebnisrechnung TUSD |
Verteilung Werbeeinnahmen auf die Segmente TUSD |
Umsatzerlöse Segmente TUSD |
|---|---|---|---|
| Segmente | |||
| artnet Galerien | 5.377 | 1.031 | 6.408 |
| artnet Price Database | 7.664 | 340 | 8.004 |
| artnet Auctions | 4.075 | 6 | 4.081 |
| artnet News | - | 3.122 | 3.122 |
| Verteilte Werbeeinahmen | 4.499 | -4.499 | - |
| Summe | 21.615 | - | 21.615 |
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| 2017 | Umsatzerlöse lt. Gesamtergebnisrechnung TUSD |
Verteilung Werbeeinnahmen auf die Segmente TUSD |
Umsatzerlöse Segmente TUSD |
|---|---|---|---|
| Segmente | |||
| artnet Galerien | 5.162 | 985 | 6.147 |
| artnet Price Database | 7.445 | 384 | 7.829 |
| artnet Auctions | 4.040 | 11 | 4.051 |
| artnet News | - | 2.742 | 2.742 |
| Verteilte Werbeeinahmen | 4.122 | -4.122 | - |
| Summe | 20.769 | - | 20.769 |
Während die nachfolgend dargestellten Wertberichtigungen auf Forderungen als nicht zahlungswirksame Aufwendungen die einzelnen Segmentergebnisse beeinflussen, wird die Zuordnung der planmäßigen Abschreibungen auf die einzelnen Segmente lediglich regelmäßig an den Vorstand berichtet:
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| 2018 TUSD |
Planmäßige Abschreibungen | Wertberichtigungen auf Forderungen |
|---|---|---|
| artnet Galerien | 146 | 123 |
| artnet Price Database | 161 | 153 |
| artnet Auctions | 176 | 220 |
| artnet News | 93 | 4 |
| Summe | 576 | 500 |
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| 2017 TUSD |
Planmäßige Abschreibungen | Wertberichtigungen auf Forderungen |
|---|---|---|
| artnet Galerien | 126 | 94 |
| artnet Price Database | 148 | 94 |
| artnet Auctions | 122 | 204 |
| artnet News | 67 | - |
| Summe | 463 | 392 |
24. Aufteilung nach geografischen Regionen
Die Geschäftstätigkeit des Konzerns wird hauptsächlich in den USA ausgeübt und dort von der Tochtergesellschaft Artnet Corp. repräsentiert.
Die folgende Tabelle gliedert die Umsatzerlöse des Konzerns nach geografischen Märkten:
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| Umsatzerlöse | 2018 TEUR |
2017 TEUR |
|---|---|---|
| USA | 10.213 | 10.427 |
| Europa (ohne Deutschland) | 4.394 | 4.749 |
| Deutschland | 1.196 | 1.266 |
| Sonstige | 2.519 | 1.985 |
| Summe | 18.322 | 18.426 |
Nahezu alle Vermögenswerte des Konzerns einschließlich der Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte befinden sich in den USA.
Die planmäßigen Abschreibungen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 488 TEUR entfallen wie im Vorjahr ebenfalls nahezu ausschließlich auf Vermögenswerte in den USA (2017: 410 TEUR).
25. Operating-Leasingvereinbarungen
Mietzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden in der Gesamtergebnisrechnung als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst. Gleiches gilt für erhaltene Anreizzahlungen, um ein Operating-Leasingverhältnis abzuschließen.
Die Artnet Corp. hat ihre Büroräume in New York im Rahmen unkündbarer Mietverträge (Operating-Leasing) mit einer Laufzeit bis zum 30. April 2023 angemietet.
Für die Büroräume in Berlin hat der Konzern 2015 eine Mietlaufzeit von zwei Jahren vereinbart. Der Mietvertrag enthält die Option zur Verlängerung des Mietvertrages um ein weiteres Jahr. artnet UK Ltd. mietet sein Büro in London im Rahmen eines jederzeit kurzfristig kündbaren Mietvertrages an.
Aus den bestehenden Mietvereinbarungen ergeben sich zum 31. Dezember 2018 und 2017 die nachstehenden erwarteten Mindestmietzahlungen:
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| Mietzahlungen | 31.12.2018 TEUR |
31.12.2017 TEUR |
|---|---|---|
| bis 1 Jahr | 918 | 855 |
| 2 bis 5 Jahre | 3.090 | 3.486 |
| > 5 Jahre | - | 305 |
| Summe | 4.008 | 4.646 |
Der Mietaufwand des Konzerns belief sich im Berichtsjahr auf 883 TEUR und im Vorjahr auf 887 TEUR.
26. Honorar des Abschlussprüfers
Das Honorar des Abschlussprüfers inklusive Reisekosten belief sich für die Abschlussprüfung der artnet AG und des artnet-Konzerns im Geschäftsjahr 2018 auf 81 TEUR, wovon 6 TEUR auf das Vorjahr entfiel, und im Vorjahr auf 71 TEUR. Außerdem wurden in den Geschäftsjahren 2018 und 2017 für sonstige Leistungen 12 TEUR bzw. 18 TEUR in Rechnung gestellt. Alle Honorare wurden in den Geschäftsjahren 2018 bzw. 2017 als Aufwand erfasst.
27. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen
Geschäftsvorfälle zwischen der artnet AG und ihren Tochtergesellschaften, bei denen es sich um nahestehende Unternehmen handelt, wurden bei der Konsolidierung eliminiert und werden in diesem Anhang nicht näher erläutert.
Vorstand
Herr Jacob Pabst ist Alleinvorstand der artnet AG und der Artnet Corp.
In den Geschäftsjahren 2018 und 2017 erhielt Herr Jacob Pabst von der Artnet Corp. eine Vorstandsvergütung in folgender Höhe:
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| 2018 TEUR |
2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Fixum | 318 | 322 |
| Wert zusätzlicher Leistungen (Krankenversicherung) | 11 | 12 |
| Fixe Vergütungskomponenten | 329 | 334 |
| Bonus (variable Vergütung) | 32 | 33 |
| Summe | 360 | 367 |
Aufsichtsrat
Aufsichtsratsmitglieder waren im Geschäftsjahr 2018 die folgenden Personen:
| ― | Hans Neuendorf, Berlin, Deutschland, Vorsitzender |
| ― | Dr. Bernhard Heiss, München, Deutschland, stellvertretender Vorsitzender vom 10. Mai 2017 bis 13. Juni 2018 (zurückgetreten) |
| ― | Dr. Kilian Jay von Seldeneck, Berlin, Deutschland, Mitglied vom 10. Mai 2017 bis 30. April 2018 (zurückgetreten) |
| ― | Bettina Böhm, Berlin, Deutschland, als Aufsichtsratsmitglied bestellt vom Amtsgericht Charlottenburg am 8. Mai 2018 und als Aufsichtsratsmitglied gewählt auf der Hauptversammlung am 9. Mai 2018 |
| ― | Dr. Pascal Decker, Berlin, Deutschland, als Aufsichtsratsmitglied bestellt vom Amtsgericht Charlottenburg am 8. August 2018 als Ersatzmitglied für Dr. Bernhard Heiss |
An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurden in den Geschäftsjahren 2018 und 2017 Vergütungen in folgender Höhe gezahlt:
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| 2018 TEUR |
2017 TEUR |
|
|---|---|---|
| Hans Neuendorf | 50,0 | 45,5 |
| Andreas Langenscheidt | - | 18,0 |
| Dr. Bernhard Heiss | 17,0 | 33,0 |
| Dr. Kilian Jay von Seldeneck | 8,3 | 16,0 |
| Bettina Böhm | 15,4 | - |
| Dr. Pascal Decker | 15,1 | - |
| Summe | 105,8 | 112,5 |
Der Vergütungsbericht im Konzernlagebericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrates der artnet AG Anwendung finden. Darüber hinaus erläutert der Vergütungsbericht die Höhe sowie Struktur der an die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder gezahlten Vergütungen.
Sonstige Transaktionen mit nahe stehenden Personen
Im Geschäftsjahr 2018 veräußerte Herr Hans Neuendorf zwei Kunstwerke über die Auktionsplattform artnet Auctions. Für diesen Verkauf ist gemäß der zum Verkaufszeitpunkt gültigen Geschäftsbedingungen keine Verkäuferprovision angefallen, da der Wert der Werke jeweils mehr als 10 TUSD betrug.
Im Laufe des Geschäftsjahres 2017 veräußerte Herr Hans Neuendorf keine Kunstwerke über die Auktionsplattform artnet Auctions.
Für in Beziehung zu Herrn Hans Neuendorf (Vorsitzender des Aufsichtsrats) und Herrn Jacob Pabst (Vorstand) nahestehende Personen wurden im Jahr 2018 369 TEUR und 2017 251 TEUR im Rahmen von Dienstverhältnissen erbrachte Arbeits- und Beratungsleistungen zu marktüblichen Konditionen als Aufwand erfasst.
Am 16. Januar 2017 schloss die Artnet Corp. einen Beratervertrag mit der Galerie Neuendorf AG für zunächst sechs Monate, welcher im Geschäftsjahr 2018 bis zum 31. August 2019 verlängert worden ist. Hans Neuendorf ist Vorstand der Galerie Neuendorf AG und erbringt auf Grundlage dieses Vertrages laufende strategische Beratungsleistungen für die weitere Entwicklung und das Wachstum des Konzerns. Im Berichtsjahr 2018 betrug die Vergütung 336 TEUR nach 334 TEUR im Jahr 2017. Bis zum 31. Dezember 2018 war ein Betrag von 28 TEUR noch nicht gezahlt.
28. Schätzungen und Ermessensausübungen im Rahmen der Rechnungslegung
Zur Erstellung des Konzernabschlusses muss das Management Schätzungen vornehmen und Annahmen treffen, die die Höhe der berichteten Beträge und die diesbezüglichen Anhangangaben beeinflussen. Alle Schätzungen und Annahmen erfolgen nach bestem Wissen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen.
Insbesondere die folgenden Bilanzierungsmethoden sind von Schätzungen und Ermessensausübungen der Geschäftsführung wesentlich betroffen:
Aktive latente Steuern
Zu jedem Bilanzstichtag beurteilt der Konzern, ob die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile für die Erfassung latenter Steueransprüche hinreichend wahrscheinlich ist. Dies erfordert vom Management u. a. die Beurteilung der Steuervorteile, die sich aus den zur Verfügung stehenden Steuerstrategien und dem künftigen zu versteuernden Einkommen ergeben, sowie die Berücksichtigung weiterer positiver und negativer Faktoren. Die ausgewiesenen latenten Steueransprüche könnten sich verringern, falls die Einschätzung der voraussichtlichen steuerlichen Gewinne gesenkt werden müsste oder die steuerlichen Verlustvorträge vor der geplanten Nutzung verfallen würden.
Aktivierung der Website-Entwicklungskosten
Die Aktivierung der Website-Entwicklungskosten betrifft neue Produkte und wesentliche Erweiterungen oder Verbesserungen der Website, von denen der Konzern annimmt, dass sie künftig zu zusätzlichen Umsatzerlösen oder Kosteneinsparungen führen werden. Die Prognosen für die Umsatz- und Kostenauswirkungen der neuen Produkte und Entwicklungsprojekte beruhen auf den besten Schätzungen zum Bewertungszeitpunkt. Die tatsächlichen Beträge können jedoch von den Prognosen abweichen.
Rückstellungen
Basierend auf vernünftigen Schätzungen werden Rückstellungen für mögliche Auswirkungen rechtlicher Sachverhalte gebildet. Bei der Beurteilung wird auch auf die Einschätzung lokaler externer Sachverständiger wie Anwälte oder Steuerberater zurückgegriffen. Etwaige Unterschiede zwischen der ursprünglichen Einschätzung und dem tatsächlichen Ausgang können in der jeweiligen Periode Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben.
Für die kurzfristigen Rückstellungen wird grundsätzlich von einem Abfluss im Geschäftsjahr 2019 ausgegangen. Eine Ausnahme ist die in den kurzfristigen Rückstellungen ausgewiesene Rückstellung für die Verurteilung zu einer Schadenersatzzahlung in Frankreich inklusive Verzinsung in Höhe von 945 TEUR (2017: 895 TEUR) im Zusammenhang mit der geltend gemachten Verletzung von Urheberrechten eines Fotografen.
Neben der Ausnutzung sämtlicher zur Verfügung stehender Rechtsmittel zur Vermeidung der Vollstreckung des französischen Urteils versucht artnet eine außergerichtliche Einigung mit dem französischen Fotografen zu erzielen. Daher geht artnet entgegen des Ausweises im kurzfristigen Bereich unter Berücksichtigung aller Handlungsoptionen nicht von einem vollständigen Zahlungsabfluss im Geschäftsjahr 2018 für diese Rückstellungen aus. Es bestehen wesentliche Schätzunsicherheiten bezüglich der Frage, wann und in welcher Höhe ein Zahlungsabfluss in diesem Zusammenhang erfolgen könnte.
29. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag
Im Zeitraum vom Bilanzstichtag 31. Dezember 2018 bis zum 18. März 2019 kam es zu keinen berichtspflichtigen Ereignissen von wesentlicher Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
30. Mitteilungen nach WpHG
Nach § 21 WpHG sind Aktionäre verpflichtet, bei Über- oder Unterschreiten bestimmter Meldeschwelle die Höhe ihrer Stimmrechtsanteile zu melden. Die Meldeschwellen sind 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % und 75 %. Die Gesellschaft hat diese Mitteilungen auf ihrer Investor-Relations-Website unter http://www.artnet.de/investor-relations/ stimmrechtsmitteilungen veröffentlicht.
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| Mitteilungspflichtiger | + = Überschreitung | Meldeschwelle(n) | Stimmrechte | Stimmrechte direkt | ||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Mitteilung vom: | (Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen): | - = Unterschreitung | % | Datum der Schwellenberührung | % | (§21 WpHG) |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| 06.10.2015 | Brewster Fine | + | 3 | 01.10.2015 | 3,24 | 182.198 |
| 12.10.2016 | Andreas Langenscheidt | + | 3 | 06.10.2016 | 3,3 | 185.850 |
| 03.05.2017 | Rüdiger K. Weng | + | 3 | 02.05.2017 | 3,02 | |
| Rüdiger K. Weng A+A GmbH | ||||||
| Weng Fine Art AG | 3,02 | 170.100 | ||||
| 20.12.2018 | Dr. Kyra Heiss | + | 10 | 31.08.2018 | 12,25 | 689.889 |
| 30.01.2019 | Andrea Sybill Schaeffer | + | 3,5 | 11.04.2018 | 5,41 | |
| SSP Immobilien GmbH & Co. KG | + | 3,5 | 5,41 | 304.922 |
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| Mitteilungspflichtiger | Stimmrechte zugerechnet | ||
|---|---|---|---|
| Mitteilung vom: | (Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen): | (§22 WpHG) | Anmerkung |
| --- | --- | --- | --- |
| 06.10.2015 | Brewster Fine | ||
| 12.10.2016 | Andreas Langenscheidt | ||
| 03.05.2017 | Rüdiger K. Weng | 170.100 | |
| Rüdiger K. Weng A+A GmbH | |||
| Weng Fine Art AG | |||
| 20.12.2018 | Dr. Kyra Heiss | ||
| 30.01.2019 | Andrea Sybill Schaeffer | 304.922 | Der am 11.04.2018 verstorbene Herr Klaus Jochen Schaeffer meldete zusammen mit der damaligen Aktionärin Schaeffer Immobilien GmbH einen Stimmrechtsanteil in Höhe von 8,52% zum 20.05.2010. |
| SSP Immobilien GmbH & Co. KG | Die SSP Immobilien GmbH & Co. KG ist die hundertprozentige Mutter der Schaeffer Immobilien GmbH, welche wiederum Komplementärin der SSP Immobilien GmbH & Co. KG ist (sog. Einheits-KG). Zu diesem Zeitpunkt waren Herr Klaus Jochen Schaeffer mit 60% und Frau Andrea Sybill Schaeffer mit 40% an der SSP Immobilen GmbH & Co. KG beteiligt. Zum 06.10.2010 wurden die von der Schaeffer Immobilien GmbH am Emittenten direkt gehaltenen Aktien auf ihr Mutterunternehmen SSP Immobilien GmbH & Co. KG übertragen. Seit dem Tod des Gesellschafters Klaus Jochen Schaeffer am 11.04.2018 ist Andrea Schaeffer alleinige Kommanditistin der Aktionärin SSP Immobilien GmbH & Co. KG. |
Berlin, den 18. März 2019
artnet AG
Jacob Pabst, Vorstand
Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers
An die artnet AG, Berlin
Vermerk über die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Konzernabschluss der artnet AG, Berlin, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der artnet AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 geprüft. Die auf der Internetseite des Konzerns veröffentlichte Konzernerklärung zur Unternehmensführung, auf die im Konzernlagebericht im Abschnitt "4. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB / § 315d HGB" verwiesen wird, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― | entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2018 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 und |
| ― | vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2018 insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der auf der Internetseite des Konzerns veröffentlichte Konzernerklärung zur Unternehmensführung, auf die im Konzernlagebericht im Abschnitt "4. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f HGB / § 315d HGB" verwiesen wird. |
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Konzernabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 waren.
Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar.
1) Umsatzerlösrealisierung und Periodenabgrenzung
2) Latente Steuern auf Verlustvorträge
3) Aktivierung von Entwicklungskosten
Zu 1) Umsatzerlösrealisation und Periodenabgrenzung
a) Das Risiko für den Abschluss
Für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2018 weist der Konzern Umsatzerlöse in Höhe von TUSD 21.615 (TEUR 18.322) aus. Zudem werden zum 31. Dezember 2018 erhaltene Zahlungen in Höhe von TUSD 2.021 (TEUR 1.764) als Vertragsverbindlichkeiten passiviert. artnet bietet insbesondere Verträge für kunstmarktbezogene IT-Dienstleistungen mit unterschiedlichen Laufzeiten an, für die Kunden regelmäßig Vorauszahlungen leisten (Vertragsverbindlichkeiten). Zudem erzielt der Konzern Umsatzerlöse aus der Vermittlung von Verträgen über den Kauf von Kunstwerken sowie durch das Veröffentlichen von Werbung auf den Internetseiten des Konzerns.
Die Angaben der Gesellschaft zur Umsatzrealisierung und Periodenabgrenzung sind in der Textziffer "14. Umsatzabgrenzung und Umsatzrealisierung" im Konzernanhang sowie in den Abschnitten "Ertragslage" und "Umsatzentwicklung" im Wirtschaftsbericht des Konzernlageberichts enthalten.
Die Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt der Erfüllung der Leistungsverpflichtung erfasst. Bei den Dienstleistungsverträgen realisiert der Konzern die Umsatzerlöse linear über die Laufzeit der jeweiligen Verträge, indem die Vertragsverbindlichkeiten korrespondierend aufgelöst werden. Für die Berechnung der Auflösungsbeträge werden sowohl marktübliche ERP-Systeme als auch eigenentwickelte Applikationen verwendet.
Das Risiko für den Abschluss besteht in einer nicht sachgerechten Darstellung der Umsatzrealisierung und damit einhergehend insbesondere in einem zu geringen Ausweis der Vertragsverbindlichkeiten. Aus unserer Sicht war die Umsatzrealisierung aufgrund der erforderlichen Abgrenzung, der hohen Anzahl von Transaktionen sowie der zentralen Bedeutung im Rahmen der Kapitalmarktkommunikation von besonderer Bedeutung für unsere Prüfung.
b) Prüferisches Vorgehen und Schlussfolgerungen
Ausgehend von einer Systemaufnahme haben wir die Angemessenheit des Rechnungslegungsprozesses zur Umsatzrealisierung und die hierbei implementierten Kontrollen beurteilt. Dabei haben wir unter anderem die Angemessenheit der eingerichteten Prozesse und Kontrollen vom Abschluss des Vertrages, der Fakturierung bis zur Erfassung und Abgrenzung - insbesondere im Hinblick auf die erstmalige Anwendung von IFRS 15 - der Umsatzerlöse beurteilt. Darauf aufbauend haben wir im Rahmen unserer Prüfung die aus unserer Sicht wesentlichen Kontrollen stichprobenhaft hinsichtlich ihrer kontinuierlichen Wirksamkeit geprüft und die relevanten IT-Systeme zur Unterstützung der Erfassung und Abgrenzung der Umsatzerlöse unter Einbeziehung von Spezialisten beurteilt. Zudem haben wir anhand von Datenanalysen die vollständige und richtige Übertragung der rechnungslegungsrelevanten Daten zwischen den verschiedenen IT-Systemen und der Abbildung in der Rechnungslegung geprüft. Außerdem haben wir Einzeltransaktionen in Stichproben nachvollzogen und beurteilt.
Wir konnten uns davon überzeugen, dass die zur Umsatzrealisierung und Periodenabgrenzung eingerichteten Systeme und Prozesse sowie die eingerichteten Kontrollen angemessen sind, um den sachgerechten Ausweis der Umsatzerlöse zu gewährleisten. Im Rahmen unserer Prüfung der Wirksamkeit der Kontrollen ergaben sich keine Einwendungen bezüglich der Durchführung der Kontrollen.
Zu 2) Latente Steuern auf Verlustvorträge
a) Das Risiko für den Abschluss
Im Konzernabschluss der artnet AG werden in der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2018 aktive latente Steuern von TUSD 1.418 (TEUR 1.237) ausgewiesen, die nahezu vollständig auf steuerlichen Verlustvorträgen und abzugsfähigen temporären Differenzen im Sachanlagevermögen der Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation (AWC) in den USA beruhen.
Die Angaben der Gesellschaft zu latenten Steuern auf Verlustvorträge sind in der Textziffer "8. Ertragsteuern und latente Steuern" im Konzernanhang sowie in den Abschnitten "Konzernergebnis" und "Vermögenslage" im Wirtschaftsbericht des Konzernlageberichts enthalten.
Die Werthaltigkeit der aktivierten latenten Steuern wird anhand von Prognosen über die zukünftige steuerliche Ertragssituation bemessen. Aus unserer Sicht waren die aktiven latenten Steuern von besonderer Bedeutung, da der Ansatz und die Bewertung dieses betragsmäßigen bedeutsamen Postens in einem hohen Maße auf Einschätzungen und Annahmen des gesetzlichen Vertreters beruht. Es besteht das Risiko für den Konzernabschluss, dass aktive latente Steuern bilanziert werden, die in Zukunft mangels ausreichenden steuerlichen Einkommens und/ oder ihres sukzessiven Verfalls nicht werthaltig sind.
b) Prüferisches Vorgehen und Schlussfolgerungen
Zunächst haben wir die Verlustvorträge zu den Steuerbescheiden und den Steuerberechnungen für das aktuelle Geschäftsjahr abgestimmt.
Die Höhe der aktivierten latenten Steuern basiert auf der aktuellen Planung der steuerlichen Ergebnisse, die aus der von dem Vorstand aufgestellten Unternehmensplanung für die folgenden drei Jahre abgeleitet worden ist. Wir haben uns von der Angemessenheit der Annahmen unter Berücksichtigung der Planungstreue in den vorangegangenen Geschäftsjahren durch Abstimmung mit allgemeinen und branchenspezifischen Markterwartungen überzeugt. Darüber hinaus haben wir die Anpassungen der Planung, um zu einer steuerlichen Ergebnisplanung nach US-amerikanischem Steuerrecht zu gelangen, nachvollzogen.
Zudem haben wir gewürdigt, ob der sukzessive Untergang der Verlustvorträge für Federal Tax durch Zeitablauf in Übereinstimmung mit dem US-amerikanischen Steuerrecht zutreffend berücksichtigt worden ist. Bei aktiven latenten Steuern, die auf temporäre Differenzen im Anlagevermögen beruhen, haben wir insbesondere nachvollzogen, dass ein Ausgleich der temporären Differenzen in der Ergebnisplanung berücksichtigt wird.
Die getroffenen Annahmen und Ermessenentscheidungen des gesetzlichen Vertreters zum Ansatz und der Bewertung der latenten Steuern konnten wir nachvollziehen. Die Bewertung der aktiven latenten Steuern ist auf sachgerechter Basis erfolgt..
Zu 3) Aktivierung von Entwicklungskosten
a) Das Risiko für den Abschluss
In dem Konzernabschluss der artnet AG zum 31. Dezember 2018 werden selbstgeschaffene immaterielle Vermögenswerte in Höhe von TUSD 2.520 (TEUR 2.200) ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2018 wurden Entwicklungskosten in Höhe von TUSD 1.378 (TEUR 1.240) erstmalig aktiviert. Diese entfallen insbesondere auf das Projekt FALCON.
Die Angaben der Gesellschaft zu den aktivierten Entwicklungskosten sind in den Textziffern "2. Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungsgrundsätze" und "7. Immaterielle Vermögenswerte" im Konzernanhang sowie in den Abschnitten "Kosten- und Ergebnisentwicklung", "Vermögenslage" im Wirtschaftsbericht, im Abschnitt "Forschung und Entwicklung" und im Abschnitt "Chancenbericht" des Konzernlageberichts enthalten.
Zunächst identifiziert die artnet AG Entwicklungsprojekte, die die Voraussetzungen für eine Aktivierung nach IAS 38 in Verbindung mit SIC 32 grundsätzlich erfüllen. Diese Projekte werden anhand bestimmter Meilensteine in die Forschungsphase und die Entwicklungsphase (die Entwicklungsstadien einer Internetseite) aufgeteilt. Im Anschluss werden insbesondere die Personalaufwendungen für eigene Programmierer und die Aufwendungen für externe Berater, die in der Entwicklungsphase angefallen sind, auf die identifizierten Projekte allokiert, um den zu aktivierenden Betrag zu ermitteln.
Aus unserer Sicht waren die aktivierten Entwicklungskosten von besonderer Bedeutung, da der Ansatz und die Bewertung dieses betragsmäßig bedeutsamen Postens in einem hohen Maße auf Einschätzungen und Annahmen des gesetzlichen Vertreters beruht.
b) Prüferisches Vorgehen und Schlussfolgerungen
Für alle vom Vorstand als aktivierbar betrachteten Entwicklungsprojekte haben wir diese Entscheidung durch Einzelfallprüfungshandlungen bezüglich der Erfüllung der Ansatzkriterien nachvollzogen. Unsere Einzelprüfungshandlungen stützten sich dabei insbesondere auf Gespräche mit dem Leiter und Mitarbeitern der Abteilung für Produktentwicklung. Zudem haben wir die Aktivierbarkeit mit Hilfe von internen Präsentationen über die jeweiligen Projekte, aus denen Ziel und Zweck der Entwicklungsprojekte sowie der Nutzen für den Konzern hervorgehen, gewürdigt.
Den Rechnungslegungsprozess zur Ermittlung der aktivierten Kosten haben wir anhand einer Systemaufnahme und der Würdigung der implementierten Kontrollen beurteilt. Die aktivierten Personalaufwendungen haben wir einzelfallbezogen zur Personalbuchhaltung und die externen Kosten zu den Eingangsrechnungen abgestimmt.
Wir konnten uns davon überzeugen, dass die getroffenen Annahmen und Einschätzungen des gesetzlichen Vertreters zur Erfüllung der Ansatzkriterien für die aktivierten Entwicklungsprojekte hinreichend dokumentiert und begründet sind. Die Bewertung der aktivierten Entwicklungsprojekte ist auf nachvollziehbarer Basis erfolgt.
Sonstige Informationen
Der gesetzliche Vertreter ist für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen:
| ― | die auf der Internetseite des Konzerns veröffentlichte Konzernerklärung zur Unternehmensführung, auf die in Abschnitt "4. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f / § 315d HGB" des Konzernlageberichts verwiesen wird, |
| ― | den Corporate Governance Bericht nach Nr. 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex, |
| ― | die Versicherung nach § 297 Abs. 2 Satz 4 HGB zum Konzernabschluss und die Versicherung nach § 315 Abs. 1 Satz 5 HGB zum Konzernlagebericht und |
| ― | die übrigen Teile des Geschäftsberichts, mit Ausnahme des geprüften Konzernabschlusses und Konzernlageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks. |
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Konzernabschlussprüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
| ― | wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder |
| ― | anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen. |
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.
Verantwortung des gesetzlichen Vertreters und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht
Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die als notwendig bestimmt wurden, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten -falschen Darstellungen ist.
Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.
Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― | identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. |
| ― | gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. |
| ― | beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. |
| ― | ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. |
| ― | beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. |
| ― | holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. |
| ― | beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. |
| ― | führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. |
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 9. Mai 2018 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 24. Januar 2019 vom Aufsichtsrat beauftragt.
Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2002 als Konzernabschlussprüfer der artnet AG, Berlin, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Aufsichtsrat nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Till Kohlschmitt.
Hamburg, 18. März 2019
**Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft**
Florian Riedl, Wirtschaftsprüfer
Till Kohlschmitt, Wirtschaftsprüfer
Gremien
artnet AG
Aufsichtsrat
Hans Neuendorf, Vorsitzender
Dr. Pascal Decker, Stellvertretender Vorsitzender
Bettina Böhm
Vorstand
Jacob Pabst, Vorstand
Artnet Worldwide Corporation
Jacob Pabst, CEO
artnet UK Ltd.
Jacob Pabst, CEO
Geschäftsstellen
artnet AG
Oranienstraße 164
10969 Berlin
T: +49 (0)30 209 178-0
F: +49 (0)30 209 178-29
Artnet Worldwide Corporation
233 Broadway, 26th Floor
New York, NY 10279
T: +1-212-497-9700
F: +1-212-497-9707
artnet UK Ltd.
Morrell House
98 Curtain Road
London EC2A 3AF
Großbritannien
T: +44 (0)20 7729 0824
F: +44 (0)20 7033 9077
Investor Relations
Informationen für Investoren und den Jahresabschluss finden Sie unter artnet.de/investor-relations.
Weitere Anfragen können per E-Mail an [email protected] oder per Post an eine unserer Geschäftsstellen gerichtet werden.
Informationen zur Aktie
Die Stammaktien der artnet AG werden am Geregelten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse unter dem Börsenkürzel "ART" gehandelt. Meldungen zu relevanten Unternehmensentwicklungen finden Sie unter artnet.de/investor-relations.
Wertpapierkennnummer
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| WKN | A1K037 |
| ISIN | DE000A1K0375 |
| LEI | 391200SHGPEDTRIC0X31 |
Konzept und Realisation:
Artnet Worldwide Corporation
(c)2019 artnet AG, Berlin