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artnet AG Annual Report 2016

Apr 4, 2017

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Annual Report

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artnet AG

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis 31.12.2016

Lagebericht FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2016

1. Grundlagen der Geschäftstätigkeit

Geschäftsmodell des artnet-Konzerns und Konzernorganisation

Die artnet AG ist eine Holding-Gesellschaft, deren Aktien am Regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sind. Ihre wesentliche Beteiligung ist die hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation, die 1989 in New York gegründet wurde. Die artnet AG ("artnet" oder "die Gesellschaft") und Artnet Worldwide Corporation ("Artnet Corp.", zusammen "der artnet-Konzern" oder "der Konzern") sind unter dem Markennamen "artnet" tätig.

Die Artnet Corp. hat mit der artnet UK Ltd. eine hundertprozentige Tochtergesellschaft, die in Großbritannien die Dienstleistungen von artnet in den Bereichen Vertrieb und Kundenbetreuung vermarktet. Die Liquidation einer weiteren hundertprozentigen Tochtergesellschaft, der artnet France Sarl, wurde im Jahr 2016 eingeleitet.

Die Unternehmenswebseiten artnet.com, artnet.com/auctions, artnet.de, artnet.fr und news.artnet.com bieten einen weltweit einmaligen Marktüberblick über den Kunstmarkt und zogen im Jahr 2016 durchschnittlich 2,2 Mio. Besucher an. Dank der immer aktuell bereitgestellten Informationen zum Wert von Kunstwerken sowie zu Künstlern, Galerien, Preisentwicklungen, Ausstellungen, Nachrichten und Rezensionen ist artnet für Sammler und Kunstexperten eine elementare Informationsquelle, um sich umfassend über den Kunstmarkt zu informieren.

Zum 31. Dezember 2016 umfasste das Galerie-Netzwerk ca. 1.300 der weltweit renommiertesten Kunstgalerien aus 51 Ländern. Die Mitgliedsgalerien sind in einem Verzeichnis nach Fachgebieten und Standorten zusammengefasst und präsentieren ca. 187.000 Werke von insgesamt 29.000 Künstlern. Über das Galerie-Netzwerk werden neben sämtlichen Formen der zeitgenössischen, modernen und klassischen Kunst auch Designobjekte sowie Kunsthandwerk und Antiquitäten aus allen Epochen, vom 1. Jahrhundert v. Chr. bis heute, angeboten. Mit einer Auktionshaus-Partnerschaft besitzen Auktionshäuser die Flexibilität, Verkäufe ganz oder teilweise auf der artnet-Website zu veröffentlichen. Darüber hinaus besteht die Option, jedes Los auf artnet mit dem gleichen Los im Online-Katalog des Auktionshauses zu verlinken. Alle Lose sind mit der Seite artnet Events verlinkt, die eine Übersicht über bevorstehende Auktionstermine bietet, und erzielen ein gutes Ranking bei den Suchergebnissen von artnet und Google. Die Auktionshaus-Partnerschaften sind das ideale Instrument für Auktionshäuser, um die internationale Präsenz ihrer Auktionen auszubauen und eine große Anzahl potenzieller Käufer direkt auf die eigene Webseite zu leiten.

Die artnet Price Database, welche die Price Database Fine Art and Design und die Price Database Decorative Art umfasst, ist eine Online-Datenbank mit mehr als 11 Millionen illustrierten Auktionsergebnissen von mehr als 1.700 weltweit führenden Auktionshäusern. Dieses Produkt sorgt für Preistransparenz im komplexen Kunst- und Antiquitätenmarkt. Abonnenten der Price Database Fine Art and Design und der Price Database Decorative Art haben Zugriff auf Informationen über bis ins Jahr 1985 zurückreichende Auktionsergebnisse, aktuelle Verkaufspreise sowie bevorstehende Auktionen.

Damit erhalten sie objektive Daten zu Kunstwerken, die sie kaufen, verkaufen oder bewerten möchten. Die Price Database wird von Gutachtern, Händlern, Auktionshäusern, Finanziers sowie privaten und staatlichen Institutionen (einschließlich der US-Steuerbehörde IRS und der US-Bundespolizei FBI) verwendet. Darüber hinaus dient sie privaten Sammlern als illustriertes Nachschlagewerk, das sie verwenden können, um den Wert ihrer Kunstwerke zu ermitteln und deren Potenzial bei einer Auktion oder im Sekundärmarkt abzuschätzen. Händler und Auktionshäuser nutzen für die Bewertung und den Verkauf wichtiger Kunstwerke auch die Comps - also vergleichbare Auktionsergebnisse aus der Price Database.

Eine Ergänzung der artnet Price Database ist das Produkt artnet Market Alerts, das Abonnenten per E-Mail benachrichtigt, wenn Kunstwerke ihrer Lieblingskünstler bei einer Auktion, im artnet Galerie-Netzwerk oder auf artnet Auctions zum Verkauf angeboten werden.

Das Produkt artnet Analytics bietet und veranschaulicht Informationen zum Kunstmarkt. Es ermöglicht es den Kunden, die Marktentwicklung von Künstlern, Kunstrichtungen, Kunstgattungen oder einer individuellen Auswahl von Kunstwerken nachzuverfolgen.

Mit artnet Auctions hat sich artnet zu einer kundenbezogenen Transaktionsplattform mit integriertem Informationsangebot für Kunst entwickelt. Über artnet Auctions werden Kunstwerke erstklassiger moderner und zeitgenössischer Künstler regelmäßig für fünf- bis sechsstellige Dollar-Summen verkauft. Die wesentlichen Vorteile für Käufer und Verkäufer bei artnet Auctions sind die attraktiven Preise und die kurzen Umschlagszeiten. Die Transaktionen werden innerhalb weniger Wochen abgeschlossen und nicht wie bei konventionellen Auktionshäusern in einem halben bis zu einem Jahr.

Mit artnet News bietet artnet einen eigenen 24-Stunden-Nachrichtendienst für Kunst. Auf der Online-Plattform news.artnet.com wird über Trends, Entwicklungen, Veranstaltungen und Persönlichkeiten des Kunstmarkts berichtet.

Ziele und Strategien

artnet wird auch zukünftig seiner Gründungsmission, die Transparenz im Kunstmarkt zu erhöhen, treu bleiben. Ziel ist es, unsere Marktführerschaft im Online-Kunstmarkt, auf dem artnet seit mehr als 25 Jahren tätig ist, in einem zunehmend kompetitiven Marktumfeld zu behaupten. Das Management Team von artnet ist überzeugt, dass stetige Produktverbesserungen und Innovationen zur weiteren Stärkung der Marke führen werden.

Steuerungssystem

Zur wertorientierten Steuerung des Konzerns sowie der einzelnen Segmente ist ein standardisiertes Steuerungs- und Reportingsystem eingerichtet worden. Für die einzelnen Segmente werden dabei die Umsätze und die Deckungsbeiträge im Vergleich zu den Budget- und Vorjahresgrößen als primäre finanzielle Kennzahlen ermittelt und beurteilt. Für die Ertragslage des Konzerns ist das operative Ergebnis (EBIT) von hoher Bedeutung. Bezüglich der Finanzlage steht die Höhe der verfügbaren liquiden Mittel im Blickpunkt.

Darüber hinaus werden Frühindikatoren, die einen Einfluss auf das Geschäft haben können, beobachtet und ausgewertet. Dies sind in den Bereichen Galerie-Netzwerk und Price Database insbesondere die Anzahl der Vertragskündigungen, der Vertragsverlängerungen und der Neuverträge. Für artnet Auctions sind insbesondere die Anzahl der online gestellten und der verkauften Lose und deren Durchschnittspreise relevant. Von wesentlicher Bedeutung für die Unternehmenssteuerung ist außerdem die laufende Traffic-Überwachung, die wichtige Bereiche des Web-Traffics auswertet und analysiert. artnet überwacht die Webseiten-Besuche auf Tages-, Wochen- und Monatsbasis und erhält so frühzeitig Kenntnis über die Entwicklungen der einzelnen Segmente. Die Auswertung des Web-Traffics gewinnt zusätzlich für die Abrechnung performanceabhängiger Werbeverträge an Bedeutung.

Forschung und Entwicklung

Die artnet-Website bildet die Grundlage für die Produkte des Konzerns. Es ist von größter Bedeutung, stets die neuesten Technologien zu verwenden und neue Produkte zu entwickeln, die den Nutzen für die Kunden steigern. Unsere Entwickler setzen hierzu auf Microsoft-Technologie beruhende Software ein, die es ihnen ermöglicht, die laufenden Anwendungen flexibel an die sich ändernden Kundenbedürfnisse anzupassen. Im Geschäftsjahr 2016 legte das Produktentwicklungsteam den Schwerpunkt auf den Umbau von artnet News und den Aufbau des Content-Management-Systems (Galerie-Portal) für das Galerie-Netzwerk. Dazu investierte artnet in Maßnahmen zur Organisation und Bereinigung von Daten. Das Redesign der Webseite von artnet News verbesserte deren Nutzbarkeit und ermöglichte wachsende Werbeeinnahmen. Das Content-Management-System für das Galerie-Netzwerk ermöglicht es Mitgliedern, ihr eigenes Angebot auf der Seite zu verwalten. Das Ziel ist es, sowohl die Zahl der Kunstwerke auf der Seite als auch die Anfragen zu steigern und den Bestand für Suchmaschinen zu optimieren. Schließlich wird die Bereinigung und die Restrukturierung der Daten es artnet erlauben, sich im Geschäftsjahr 2017 aufgrund der vereinheitlichten, durchgängigen Datenstruktur, die sich über alle Produkte erstreckt, noch stärker auf die Weiterentwicklung selbstlernender Algorithmen zur Datenanalyse zu konzentrieren. Im Jahr 2016 wurden als Entwicklungskosten für das Redesign der Webseite von artnet News und den Aufbau des Content-Management-Systems (Galerie-Portal) auf Konzernebene ein Betrag von TUSD 591 (TEUR 534) investiert, von denen TUSD 473 (TEUR 449) aktiviert wurden.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Konjunkturelle Lage

Die Weltwirtschaft wuchs im Jahr 2016 weiter nur verhalten. Für das kommende Jahr gehen die Prognosen angesichts globaler Unwägbarkeiten in Folge des Regierungswechsels in den Vereinigten Staaten weit auseinander. Für Schwellen- und Entwicklungsländer, deren Finanzlage sich allgemein verschärfte, haben sich die Wachstumsaussichten geringfügig verschlechtert. Für China haben sich die kurzfristigen Wachstumsaussichten aufgrund erwarteter wirtschaftspolitischer Initiativen verbessert. Für eine Reihe anderer großer Volkswirtschaften - insbesondere für Indien, Brasilien und Mexiko - haben sich die Perspektiven verschlechtert.

Entwicklung des Kunstmarktes

Der Markt für Kunstauktionen schrumpfte im Jahr 2016 weiter. Die weltweiten Verkaufserlöse fielen gegenüber dem Vorjahr um 20,9 % auf USD 11,7 Mrd. Damit lagen die Umsätze nur minimal über dem Niveau des Jahres 2010 (USD 11,45 Mrd.). Es handelt sich um den größten Umsatzrückgang seit der schweren Rezession des Jahres 2009, als der Markt um 36 % abflaute.

Der Kunstmarkt in China trotzte dem negativen Trend und expandierte gegenüber 2015 um 13 %. Dagegen gingen die Auktionserlöse im US-Markt, teilweise bedingt durch makroökonomische Faktoren, um 40 % zurück. In Großbritannien fielen die Verkaufserlöse 2016 um 30 % auf umgerechnet USD 2,1 Mrd. Die Anzahl der verkauften Werke verringerte sich um 14%.

2.2 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der artnet AG

Ertragslage der artnet AG

Der Tätigkeitsbereich der artnet AG beschränkte sich auch im Geschäftsjahr 2016 weitgehend auf die Holdingfunktion, wobei die artnet AG auch Leistungen im Rahmen des Vertriebs und der Kundenbetreuung für die Tochtergesellschaft Artnet Corp. erbringt. Nach wie vor bestehen aber sämtliche Vertragsbeziehungen zu Kunden über die Tochtergesellschaft Artnet Corp., so dass die artnet AG keine konzernexternen Umsatzerlöse erzielt. Die Ertragslage wird daher bestimmt durch die Beziehungen zu der Tochtergesellschaft Artnet Corp. und die mit der Verwaltung und Börsennotierung der artnet AG verbundenen Aufwendungen.

artnet hat im Geschäftsjahr 2016 wie schon im Vorjahr einen Rekordumsatz von TUSD 19.237 erwirtschaftet. Insbesondere aufgrund schwächer als erwarteter Umsatzerlöse in den Segmenten Advertising und Auctions wurde das Umsatzziel von TUSD 20.000 bis TUSD 21.000 jedoch nicht erreicht. Das operative Ergebnis ging 2016 gegenüber dem Vorjahr um 9 % auf TUSD 713 zurück. 2015 hatte das Betriebsergebnis TUSD 785 betragen. Der Jahresüberschuss von TUSD 701 blieb aufgrund gestiegener Kosten hinter der Prognose von TUSD 1.000 bis TUSD 1.300 zurück. Die Veränderung resultierte vor allem aus gestiegenen Personal- und Verwaltungskosten. Die Geschäftssparten Price Database und Galerien haben erneut einen deutlich positiven Beitrag zum Betriebsergebnis geleistet. Die Segmente artnet News und artnet Auctions waren noch nicht profitabel.

Der Entwicklung im Konzern folgend erzielte auch die artnet AG im Berichtsjahr einen erneuten Jahresüberschuss von TEUR 143, der aber ebenfalls unter dem Vorjahresergebnis von TEUR 295 lag. Der Ergebnisrückgang begründet sich teilweise durch eine um TEUR 87 niedrigere Dividende von der Tochtergesellschaft Artnet Corp. in Höhe von TEUR 908 (2015: TEUR 995). Die im Vorjahr getroffene Prognose der Erzielung eines steigenden Jahresergebnisses durch die artnet AG konnte infolge der geringer als erwartet ausgefallenen Dividende sowie steigender Personal- und sonstiger betrieblicher Aufwendungen nicht eingehalten werden.

Die artnet AG weist ihre Erträge aus der Weiterbelastung der Kosten für die erbrachten kundenbezogenen Dienstleistungen an die Tochtergesellschaft Artnet Corp. entsprechend der neuen Gliederungsvorschriften für die Gewinn- und Verlustrechnung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) erstmals als Umsatzerlöse aus. Entsprechend der eingetretenen Kostensteigerungen haben sich die Umsatzerlöse von TEUR 529 im Vorjahr auf TEUR 624 in 2016 erhöht.

Die sonstigen betrieblichen Erträge der artnet AG beliefen sich in 2016 auf TEUR 157 (Vorjahr: TEUR 30) und resultierten im Wesentlichen aus der Auflösung einer Rückstellung in Höhe von TEUR 150 für die in Deutschland abgewiesene Klage aus einem Urheberrechtsstreit mit einem Fotografen.

Der Personalaufwand lag mit TEUR 539 aufgrund der Personalaufstockung in den Bereichen artnet News, Kundenbetreuung und Vertrieb um TEUR 157 höher als im Vorjahr. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2016 im Durchschnitt acht Mitarbeiter (2015: sechs).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen TEUR 951 und überstiegen damit den Vorjahresbetrag um TEUR 159. Ursächlich für den Anstieg waren im Wesentlichen höhere Rechts- und Beratungskosten und Kosten für die Durchführung der jährlichen Hauptversammlung sowie die Verzinsung der Rückstellung für eine Schadenersatzverpflichtung aus einem Urheberrechtsprozess in Frankreich.

Vermögenslage, Liquidität und Kapitalausstattung der artnet AG

Die Vermögenslage der artnet AG wird geprägt durch den Anteilswert an der Tochtergesellschaft Artnet Corp., der unverändert in Höhe der Anschaffungskosten von TEUR 9.184 angesetzt wird.

Die sonstigen Vermögengegenstände sind von TEUR 50 am Vorjahresstichtag auf TEUR 40 gesunken, was hauptsächlich an der Rückzahlung einer Mietkaution lag, die sich aufgrund des Büroumzugs innerhalb des gleichen Gebäudes reduzierte.

Das Eigenkapital hat sich entsprechend des erzielten Jahresüberschusses von TEUR 5.753 auf TEUR 5.896 erhöht. Die Eigenkapitalquote ist bei weitgehend konstanter Bilanzsumme leicht von 62,1 % zum Vorjahresstichtag auf 63,8 % gestiegen.

Die sonstigen Rückstellungen bewegen sich mit TEUR 1.009 unterhalb des Vorjahresniveaus (TEUR 1.081). Eine Rückstellung in Höhe von TEUR 850 (2015: TEUR 800) wurde für mögliche Schadenersatzzahlungen inklusive Verzinsung aus der Verletzung von Urheberrechten in Frankreich gebildet, die das Pariser Berufungsgericht im März 2015 in zweiter Instanz einem französischen Fotografen zugesprochen hatte. Bezüglich dieser Rückstellung verweisen wir auf die Darstellung zum Liquiditätsrisiko im Risikobericht. Eine in gleicher Sache anhängige Klage in Deutschland wurde im Mai 2016 abgewiesen, so dass die hierfür gebildete Rückstellung in Höhe von TEUR 150 ertragswirksam aufgelöst werden konnte. Darüber hinaus beinhaltet der Posten analog zum Vorjahr Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten, ausstehende Rechnungen und Urlaubsansprüche.

Die Verbindlichkeiten gegenüber der Tochtergesellschaft Artnet Corp. stiegen von TEUR 2.104 im Vorjahr auf TEUR 2.243 zum 31. Dezember 2016. Die Geschäftstätigkeit der artnet AG wurde im Geschäftsjahr 2016 wie in den Vorjahren aus dem laufenden Cashflow der Tochtergesellschaft Artnet Corp. finanziert.

Die kurzfristig von der artnet AG benötigte Liquidität wurde über monatliche Mittelabrufe von der Tochtergesellschaft bereitgestellt. Infolge der für das Geschäftsjahr 2016 beschlossenen niedrigeren Dividende haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber der Tochtergesellschaft erhöht. Von den Verbindlichkeiten wurde ein Teilbetrag von TEUR 1.500 der artnet AG als langfristiges verzinsliches Darlehen zur Verfügung gestellt.

Die sonstigen Verbindlichkeiten der artnet AG haben sich im Wesentlichen aufgrund der vollständigen Tilgung des Restbetrages eines Gesellschafterdarlehens um TEUR 286 auf TEUR 13 zum 31. Dezember 2016 reduziert.

3. Übernahmerechtliche Angaben

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das voll eingezahlte Grundkapital der artnet AG betrug zum 31. Dezember 2016 unverändert EUR 5.631.067 und ist in 5.631.067 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je EUR 1,00 aufgeteilt, bei denen es sich um Namensaktien handelt.

Stimmrechtsbeschränkungen oder Übertragungsbeschränkungen

Es bestehen keine Stimmrechtsbeschränkungen oder Übertragungsbeschränkungen für die ausgegebenen Aktien.

Direkte oder indirekte Kapitalbeteiligungen, die 10 % der Stimmrechte überschreiten

Beteiligungen, die 10 % der Stimmrechte der artnet AG überschreiten, werden zum 31. Dezember 2016 gehalten von der Galerie Neuendorf AG, Berlin, mit 27,06 %.

Inhaber von Aktien mit Sonderrechten

Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten.

Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen

Soweit Arbeitnehmer an der artnet AG beteiligt sind, üben diese ihre Kontrollrechte unmittelbar aus.

Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern, Satzungsänderungen

Mitglieder des Vorstandes werden gemäß §§ 84, 85 AktG bestellt und abberufen. Satzungsänderungen erfolgen gemäß §§ 133, 179 AktG.

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung der artnet AG vom 16. Juli 2014 wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, bis zum 15. Juli 2019 das gezeichnete Kapital durch Ausgabe von 2.800.000 neuen Inhaber-Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu TEUR 2.800 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2014). Aus dem genehmigten Kapital 2014 wurden bisher keine Aktien ausgegeben.

Bedingtes Kapital

In der Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 wurde das Grundkapital um TEUR 560 bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 560.000 neuen Stückaktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und Mitglieder der Geschäftsführung verbundener Unternehmen sowie an Arbeitnehmer der artnet AG oder ihrer Tochtergesellschaften (Bedingtes Kapital 2009/I). Das bedingte Kapital 2009/1 ist 2014 ausgelaufen. Es wurden daraus keine Stammaktien ausgegeben.

Im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2009 wurden in den Jahren 2009, 2010 und 2014 insgesamt 398.907 Aktienoptionen an die Geschäftsführung und Mitarbeiter der Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation ausgegeben, die bisher nicht ausgeübt wurden bzw. werden konnten.

4. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Die aktuelle Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB) ist auf der Webseite der Gesellschaft unter www.artnet.de/investor-relations/ einsehbar und beinhaltet neben der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG Angaben zu Unternehmensführungspraktiken und die Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat. Die artnet AG verfolgt dabei das Ziel, die Darstellung der Unternehmensführung übersichtlich und prägnant zu halten. Die Erklärung zur Unternehmensführung ist nicht Prüfungsobjekt im Rahmen der Prüfung des Lageberichtes durch den Abschlussprüfer.

5.Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Er fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der artnet AG. Anwendung finden und erläutert die Höhe sowie Struktur der Vorstandsvergütung. Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrates beschrieben. Der Vergütungsbericht beinhaltet des Weiteren Angaben, die nach den Erfordernissen des deutschen Handelsrechts auch Bestandteil des Anhangs nach § 285 HGB bzw. des Lageberichts nach § 289 HGB sind.

5.1 Vergütung des Vorstands

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Gewährte Zuwendungen Vorstand Jacob Pabst
EUR 2015 2016
--- --- --- --- ---
gewährt gewährt min.) (max.)
--- --- --- --- ---
Festvergütung 304.088 316.333 316.333 316.333
Nebenleistungen 10.025 12.040 12.040 12.040
Summe 314.112 328.373 328.373 328.373
Einjährige variable Vergütung - - 316.333
Versorgungsaufwand - - - -
Gesamtvergütung 314.112 328.373 328.373 644.706

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Zufluss Vorstand Jacob Pabst
EUR 2015 2016
--- --- ---
Festvergütung 304.088 316.333
Nebenleistungen 10.025 12.040
Summe 314.112 328.373
Einjährige variable Vergütung - -
Versorgungsaufwand - -
Gesamtvergütung 314.112 328.373

Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Festlegung der Vergütung des Vorstands der artnet AG orientiert sich an der Größe und der Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen im In- und Ausland. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie am internationalen Arbeitsmarkt für hoch qualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreiz für erfolgreiche Arbeit gibt.

Herr Jacob Pabst erhält von der artnet AG keine Vergütung. Das Entgelt für die Ausübung seiner Tätigkeit als Vorstand der artnet AG ist mit dem Gehalt, welches Herr Jacob Pabst in seiner Funktion als CEO der Artnet Worldwide Corporation bezieht, abgegolten. Sowohl der Vorstandsvertrag mit der artnet AG als auch der Anstellungsvertrag mit der Artnet Worldwide Corporation wurden am 1. Juli 2016 für ein Jahr bis zum 1. Juli 2017 zu unveränderten Konditionen verlängert.

Die Vergütung von Herrn Jacob Pabst als Vorstand setzt sich aus einer fixen Grundvergütung und einer jährlichen variablen Vergütungskomponente [short term performance-related incentive (STI)] zusammen, die im Folgenden beschrieben wird.

Fixe Grundvergütung: Die fixe Grundvergütung beträgt seit dem 1. Juli 2015 monatlich USD 29.167 (vorher USD 27.083) bzw. TUSD 350 p.a. und wird als laufendes Gehalt gezahlt. Die Artnet Worldwide Corporation übernimmt weiterhin zusätzlich zu den Kosten für die private Krankenversicherung in Höhe von monatlich EUR 450 die Prämie für die Teilnahme an der Betriebs-Gruppenkrankenversicherung (Company's group medical plan). Im Geschäftsjahr 2016 betrug die von der Artnet Worldwide Corporation gezahlte fixe Barvergütung für den Vorstand Jacob Pabst insgesamt TEUR 316 (TUSD 350). Im Vorjahr wurde bis zum 1. Juli 2015 für sechs Monate noch eine geringere fixe Grundvergütung von USD 27.083 monatlich gezahlt.

Variable Vergütungskomponente (STI): Zusätzlich zu der fixen Grundvergütung erhält der Vorstand eine variable Vergütungskomponente, deren Festlegung im Ermessen des Aufsichtsrats steht. Die Basis für die Kalkulation der variablen Komponente bildet der Konzernabschluss für das Jahr, für den die STI gezahlt werden soll. Die variable Vergütungskomponente darf die fixe Grundvergütung nicht überschreiten. Die variable Vergütungskomponente ist je zu einem Drittel abhängig von der Erreichung folgender Ziele:

1/3 von der Erreichung des budgetierten Jahresergebnisses und des Cashflow
1/3 von der Entwicklung des Aktienkurses der artnet AG
1/3 im Ermessen des Aufsichtsrats, insbesondere ausgerichtet an längerfristigen Zielen, wie die Einführung neuer Produkte/neuer Geschäftsfelder, die erwartete zukünftige Profitabilität und bedeutende Transaktionen.

Die variable Vergütungskomponente wird, soweit gewährt, in zehn gleichen monatlichen Raten beginnend in dem Monat nach Gewährung ausgezahlt.

Für das Geschäftsjahr 2016 wurde durch den Aufsichtsrat keine variable Vergütung festgelegt. Auf die im Vorjahresabschluss angegebene variable Vergütung für 2015 in Höhe von EUR 25.000 hat der Vorstand 2016 verzichtet.

5.2 Vergütung des Aufsichtsrates

Die Vergütung des Aufsichtsrates wird auf Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrates durch die Hauptversammlung festgelegt. Sie ist in der Satzung geregelt.

Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an der Größe des Unternehmens, an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder sowie an der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der Gesellschaft.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten jährlich eine feste Vergütung. Im Einzelnen erhalten unverändert zum Vorjahr der Vorsitzende des Aufsichtsrates TEUR 50, der stellvertretende Vorsitzende TEUR 37,5 und das dritte Mitglied des Aufsichtsrates TEUR 25.

6. Risiko- und Chancenbericht

artnet operiert in einem anspruchsvollen Nischenmarkt. Um alle sich ständig verändernden Gegebenheiten zu überwachen, beobachtet artnet fortlaufend interne und externe Risiken, die bei Wesentlichkeit im folgenden Risiko- und Chancenbericht erläutert werden.

6.1 Risikobericht

Risikomanagement

Der artnet-Konzern hat ein Risikomanagementsystem zur Identifizierung und laufenden Überwachung der Betriebs- und Finanzrisiken des Konzerns eingerichtet, das die Auswirkungen unerwarteter Ereignisse mildern soll. Das Risikomanagementsystem besteht im Wesentlichen aus folgenden vier Komponenten:

dem Finanzwesen, das die tatsächlichen Ergebnisse der Geschäftstätigkeit überwacht und im Rahmen einer monatlichen Berichterstattung Plan-Ist-Vergleiche sowie Vorjahres-Vergleiche darstellt;
der IT-Infrastruktur, die die jederzeitige Verfügbarkeit und Funktionsfähigkeit der Website sicherstellt und überwacht;
dem Projektmanagement, das die Entwicklung und den Fortschritt der einzelnen Technologieprojekte überwacht und
der laufenden Traffic-Überwachung, die wichtige Bereiche des Web-Traffics auswertet und analysiert.

Das Risikomanagementsystem stellt sicher, dass kritische Informationen direkt und zeitnah an den Vorstand weitergeleitet werden.

Frühwarnsystem zur Identifizierung potenzieller Risiken

Zur Messung, Überwachung und Steuerung von Geschäftsentwicklung und Risiken nutzt der artnet-Konzern ein Steuerungs- und Kontrollsystem, das im Wesentlichen auf den Daten der Finanzbuchhaltung aufsetzt. In einer Risikoinventur sind die wesentlichen vorhandenen Risiken dokumentiert und den Verantwortungsebenen innerhalb des artnet-Konzerns zugeordnet. Bestehende Risikopotenziale werden laufend beobachtet und bei Bedarf werden angemessene Maßnahmen zur Risikobegrenzung ergriffen. Zum Risikomanagementsystem gehört neben einer regelmäßigen internen Berichterstattung über den Geschäftsverlauf sowie die aktuellen Marktentwicklungen und Kundenbeziehungen auch ein konzernweiter Budgetierungsprozess, der unter anderem operative Risiken und Veränderungen des geschäftlichen Umfeldes berücksichtigt. Unterstützt wird dieser Prozess durch regelmäßige Markt- und Wettbewerbsanalysen.

Umgang mit bedeutenden potentiellen Risiken

Das operative Management ist für die Früherkennung, Kontrolle und Kommunikation von Risiken direkt verantwortlich. So kann der artnet-Konzern umfassend und gezielt auf potenzielle Risiken reagieren. Die Risikopolitik orientiert sich dabei an den Zielen, nachhaltiges Wachstum zu erreichen und den Unternehmenswert langfristig zu sichern, gleichzeitig aber nicht kalkulierbare Risiken zu vermeiden.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem in Bezug auf die Konzernbilanzierung

Der Vorstand hat für die vielfältigen organisatorischen, technischen und wirtschaftlichen Abläufe im Konzern ein internes Kontrollsystem eingerichtet. Wesentlicher Bestandteil ist das Prinzip der Aufgabentrennung, das gewährleisten soll, dass ausführende (z.B. Vertrieb), verbuchende (z.B. Finanzbuchhaltung) und verwaltende (z.B. IT-Administration) Abteilungen getrennt sind. Das Vier-Augen-Prinzip gewährleistet, dass keine wichtigen Vorgänge ohne Kontrolle bleiben.

Die Erwartungen des Vorstands werden durch regelmäßige Zielvereinbarungen definiert und dokumentiert. Das Risikomanagementsystem sorgt dafür, dass kritische Informationen und Daten direkt an die Unternehmensleitung weitergeleitet werden.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt durch die Finanzdirektorin der Artnet Worldwide Corporation mit langjähriger Erfahrung und spezieller Expertise für Konsolidierungsfragen.

Risiken

Der Konzern hat die folgenden wesentlichen Risiken identifiziert:

Externe Risiken

Konjunkturtrends im Kunstmarkt

artnet unterliegt den Schwankungen im Kunstmarkt. Der Kunstmarkt wird von den Wirtschaftsbedingungen im In- und Ausland beeinflusst. Inwieweit sich diese Entwicklungen auch in Zukunft auf den Kunstmarkt auswirken werden, ist unklar. 2016 hat der Kunstmarkt gegenüber dem Vorjahr einen deutlichen Einbruch verzeichnet. Ein Kunde von artnet und Konkurrent im Bereich Auktionen meldete in 2017 Insolvenz an. Dies zeigt deutlich die steigende Intensität des Wettbewerbs, die durch den schrumpfenden Kunstauktionsmarkt in den letzten beiden Jahren deutlich verschärft wurde.

Betriebliche Risiken

Infrastruktur des IT-Systems

Funktionsstörungen der Website könnten die laufenden Umsätze und Gewinne von artnet mindern und möglicherweise auch die künftigen Umsätze und Ergebnisse beeinträchtigen.

Häufige oder anhaltende Unterbrechungen des Service könnten bestehenden oder interessierten Nutzern Anlass zu der Annahme geben, dass die Systeme des Konzerns nicht zuverlässig sind. Dies könnte nachteilige Auswirkungen auf den Ruf des Konzerns haben. Derartige Unterbrechungen erhöhen die Arbeitsbelastung der IT-Abteilung, was wiederum die Einführung neuer Funktionen und Dienstleistungen verzögert. Wenngleich die Systeme des Konzerns so konzipiert wurden, dass die Ausfallzeiten bei Stromausfällen oder im Katastrophenfall gering sind, kann die Möglichkeit der Beschädigungen oder der Störungen durch Überschwemmungen, Feuer, Strom- und Telekommunikationsausfälle, Terroranschläge, Computerviren und andere Unglücksfälle nie vollumfänglich ausgeschlossen werden. Die Webserver von artnet befinden sich in einer sicheren externen Einrichtung.

Produktentwicklung

Der künftige Erfolg von artnet hängt davon ab, wie schnell sich der Konzern an die technologischen Veränderungen und entstehenden Branchenstandards anpassen kann. Der Vorstand plant, die Leistung, Funktionen und Zuverlässigkeit der Website weiter zu verbessern und neue Produkte einzuführen, die für bestehende und potenzielle Kunden von Nutzen sind. Der Konzern beobachtet die Markttrends und konzentriert sich auf die Produktentwicklung. Aus diesem Grund hat artnet in den vergangenen Jahren sein Entwicklungsteam verstärkt. Der Personalaufbau ermöglicht es artnet, den wachsenden Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden und das Wachstumspotenzial durch die Einführung neuer Produkte zu erhöhen.

Es besteht das Risiko, dass Produktinnovationen und -weiterentwicklungen vom Markt und den Kunden nicht so schnell angenommen werden wie geplant und die damit verbundenen Ziele verfehlt werden. Die Ertragslage von artnet würde in diesem Fall bei noch fehlenden Umsatzerlösen durch die steigenden Kosten der Produktentwicklung und höhere laufende Kosten belastet werden.

Die Risiken im Bereich der Produktentwicklung wurden in den letzten Jahren durch den zunehmenden Wettbewerb und durch den Markteintritt von mehreren Start-up-Internetdienstleistern erhöht, die in einem oder mehreren Produktsegmenten zu artnet in Konkurrenz getreten sind.

Website-Besuche

Website-Besuche (Traffic) sind für artnet von großer Bedeutung. Rückläufige Besucherzahlen könnten die Umsätze aller Produktlinien verringern. artnet überwacht die Website-Besuche auf Tages-, Wochen- und Monatsbasis, um sicherzustellen, dass diese den Erwartungen entsprechen.

Zur weiteren Steigerung der Website-Besuche benötigt der Konzern außerdem ein größeres finanzielles Engagement für Werbung und Marketing. Soweit dies möglich ist, überwacht artnet die Besucherzahlen und die über die Website erzielten Umsätze und stellt diese den entsprechenden Aufwendungen für Werbung und Marketing gegenüber, um den Erfolg von Werbe- und Marketingmaßnahmen zu beurteilen.

Rechtliche Risiken

Markenrechte

artnet schützt sich durch die markenrechtliche Sicherung des Namens "artnet" in den Schlüsselmärkten des Konzerns, insbesondere in den USA, Deutschland, Frankreich und der Europäischen Union. Klagen gegen Markenverletzungen sind kostspielig und unterliegen der Prüfung durch nationale Behörden, die für den Konzern negativ ausfallen könnten. Darüber hinaus muss sich der Konzern gegen Urheber- und sonstige Rechtsansprüche verteidigen, die ebenfalls negative Folgen für den Konzern haben könnten.

Urheberrechte

artnet verwendet in seiner Datenbank eine Vielzahl an Fotografien von dekorativer Kunst und ist als international tätiger Konzern, der seine Dienste online anbietet, unterschiedlichen Regularien in Bezug auf den Schutz von Urheberrechten ausgesetzt. Dem Rechnung tragend hat artnet mit der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst in Deutschland und der Artist Rights Society in den USA Lizenzverträge abgeschlossen, die jedoch nicht die Rechte für sämtliche in der Datenbank verwendeten Abbildungen abdecken.

Als Reaktion auf die Klagen eines französischen Fotografen vor französischen und deutschen Gerichten, der sich in seinen Rechten als Urheber für in der Datenbank verwendete Fotografien dekorativer Kunst für Auktionskataloge verletzt sah, wird artnet alle rechtlich und vertraglich notwendigen Schritte unternehmen, um zukünftige Klagen zu vermeiden, ohne dass ausgeschlossen werden kann, dass insbesondere in Frankreich andere Fotografen ähnliche Klagen anstreben könnten. Dies könnte erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben.

Schutz von Kundendaten

artnet speichert die Kundendaten gemäß den derzeit geltenden Gesetzen und Vorschriften. Würde es Dritten jedoch gelingen, die von artnet getroffenen Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen und an die Kundeninformationen zu gelangen, könnte artnet für entstandene Schäden haftbar gemacht werden.

Finanzielle Risiken

Fremdwährungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken

artnet führt einen Teil seiner Geschäfte außerhalb der USA und unterliegt dadurch dem Risiko nachteiliger Wechselkursschwankungen. Da Wechselkurse Schwankungen unterworfen sind, können die Umsatzerlöse sowie die betrieblichen Aufwendungen erheblich von den Erwartungen abweichen. artnet sichert sich derzeit nicht gegen solche Währungsrisiken ab. Stattdessen akzeptieren die Konzerngesellschaften Zahlungen von Kunden auch in Euro und Pfund Sterling und bezahlen ihre Lieferanten in Europa in diesen Währungen. Dies trägt zur Reduzierung des Wechselkursrisikos bei.

Fremdwährungsrisiken bestehen für den artnet-Konzern zudem aus konzerninternen Euro-Forderungen, die im Wesentlichen aus der Finanzierung der im Euro-Währungsraum ansässigen Muttergesellschaft artnet AG durch die im US-Dollar-Währungsraum ansässige operative Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation resultieren, sowie aus den in der Artnet Worldwide Corporation gehaltenen Bankbeständen in Euro und Pfund Sterling. Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Bewertung von konzerninternen langfristigen Darlehensforderungen, die als Bestandteil eines Nettoinvestments qualifiziert werden, werden erfolgsneutral im Fremdwährungsausgleichsposten ausgewiesen. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit sieht der Vorstand des artnet Konzerns weiterhin von einer Absicherung dieses Fremdwährungsrisikos ab.

Im artnet-Konzern liegt keine signifikante Konzentration des Ausfallrisikos von finanziellen Vermögenswerten vor, da sich das Engagement auf eine große Anzahl von Kunden, sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen, im Markt für bildende Kunst verteilt. Dennoch könnte sich ein weltweiter Konjunkturrückgang negativ auf die Zahlungsfähigkeit der Kunden des Konzerns auswirken und zu einer Verlängerung der durchschnittlichen Zahlungsfrist oder im schlimmsten Fall zu einem Anstieg der Forderungsausfälle führen. Dies würde die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns belasten. Der Konzern versucht, diesen Risiken entgegenzuwirken, indem er mit seinen Kunden, wann immer dies möglich ist, Vorauszahlungen vereinbart.

Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass artnet seinen Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nicht fristgerecht nachkommen kann. artnet bestreitet seine laufenden Kosten und Investitionen aus dem vorhandenen Liquiditätsbestand und dem operativen Cashflow und verfügt über keine Kreditlinien. Der Liquiditätsbestand blieb im Geschäftsjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum weitgehend konstant.

Die im März 2015 erfolgte Verurteilung zu hohen Schadenersatzzahlungen von EUR 0,8 Mio. durch ein Berufungsgericht in Frankreich im Zusammenhang mit einer geltend gemachten Verletzung von Urheberrechten eines französischen Fotografen könnte zu einem möglicherweise bestandsgefährdenden Liquiditätsrisiko für artnet führen, wenn dieser in den Rückstellungen erfasste Betrag kurzfristig zu leisten wäre. artnet hatte Rechtsmittel gegen das Urteil eingelegt. Der französische Kassationsgerichtshof hatte im März 2016 aufgrund eines prozessualen Aspekts zugunsten des französischen Fotografen entschieden, ohne sich mit den sachlichen Argumenten auseinanderzusetzen,. Eine Prüfung der von artnet vorgebrachten Argumente wurde an eine vollständige oder teilweise Zahlung des von der Vorinstanz festgesetzten Schadensersatzes in Höhe von EUR 0,8 Mio. geknüpft. Die Rückstellung deckt das dem Verfahren innewohnende maximale Risiko inklusive der Verzinsung ab. artnet prüft weiter sämtliche Handlungsoptionen, um die etwaige Vollstreckung des französischen Urteils in Deutschland und den USA zu unterbinden. Neben der Ausnutzung sämtlicher zur Verfügung stehender Rechtsmittel versucht artnet eine außergerichtliche Einigung mit dem französischen Fotografen zu erzielen. Unter Berücksichtigung aller Handlungsoptionen geht artnet nicht von einer vollständigen Schadensersatzzahlung im Geschäftsjahr 2017 aus.

Das Landgericht Berlin hat eine in Deutschland anhängige Klage in gleicher Sache im Mai 2016 abgewiesen. Da gegen die Entscheidung des Gerichts keine Berufung eingelegt wurde, wurde die wegen der Klage gebildete Rückstellung in Höhe von TEUR 150 im Geschäftsjahr 2016 ertragswirksam aufgelöst.

Zinsänderungsrisiken sind als unbedeutend anzusehen, da der artnet-Konzern verzinsliche Schulden lediglich in Form von Finanzierungsleasingverhältnissen aufweist.

Sonstige Risiken

Mitarbeiter in Schlüsselpositionen

Der Arbeitsmarkt für qualifizierte und motivierte Manager ist sehr wettbewerbsintensiv. Aufgrund der relativ geringen Größe von artnet könnte sich der Verlust von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen negativ auswirken.

Möglicherweise enthält die vorstehende Auflistung nicht alle Risiken, denen artnet ausgesetzt ist. Risiken, die nicht erkannt sind oder über die nicht berichtet wurde, könnten zutage treten und sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Der Konzern wird sein Umfeld auch weiterhin überwachen und die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems überprüfen. Trotz kontinuierlicher Anpassungen des Risikomanagementsystems ist es nicht möglich, die Wahrscheinlichkeit des Eintretens bestimmter Risiken oder deren finanzielle Auswirkungen vollständig zu quantifizieren.

6.2 Chancenbericht

Der Online-Kunsthandel bildet ein dynamisches Marktumfeld, in dem sich ständig neue Chancen für artnet eröffnen. Die Größe des Unternehmens und kurze Entscheidungswege erlauben es artnet, schnell auf aktuelle Gegebenheiten und auf Trendwenden unter Abwägung des Risikopotenzials zu reagieren. Chancen können sich aus dem internen oder externen Umfeld ergeben.

Die Entwicklung des internationalen Kunstmarktes ist eng mit der Konjunktur der Industriestaaten verknüpft. Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben daher ebenfalls Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit. Sollte sich die Weltwirtschaft und insbesondere die Wirtschaft in der Europäischen Union nachhaltiger erholen als erwartet, könnte sich dies positiv auf unser Ergebnis auswirken.

Wie anhand der Umsatzsteigerung von artnet Auctions zu erkennen ist, wächst das Vertrauen von Käufern und Verkäufern in das Internet als Transaktionsplattform auch für hochpreisige Kunstwerke stetig. Für die kommenden Jahre gehen wir von einem Wachstum des Online-Kunstmarktes im zweistelligen Prozentbereich aus. Sollte dieser Bereich schneller wachsen als derzeit erwartet, könnten insbesondere für das Segment Auctions unsere mittelfristigen Prognosen übertroffen werden. Begünstigt werden könnte unsere Entwicklung in diesem Bereich auch durch das Ausscheiden erster Wettbewerber aus dem umkämpften Markt.

2016 entschied das Management der artnet AG Berichte zu anzubieten, die auf wissenschaftlichen und quantitativen Bewertungs- und Prognosemodellen für Kunst basieren. Solche Berichte sind u.a. für Kunstmarktexperten, Kunsthändler, Wissenschaftler, Rechtsanwaltskanzleien, Finanzunternehmen und Versicherungen interessant. Die Berichte werden unter dem bestehenden Produktnamen artnet Analytics angeboten, dessen Umsätze der Price Database zugerechnet werden. Je nachdem wie schnell es gelingt, die Modelle aufzusetzen und die Berichte anzufertigen, könnten die Umsätze der Preisdatenbank höher ausfallen als antizipiert.

Der Erfolg unseres Unternehmens hängt in großem Maße von unserer Fähigkeit ab, unseren Kunden innovative Lösungen und verbesserte Produkte zur Verfügung zu stellen. Daher arbeiten wir auch weiterhin daran, die Effektivität unserer Produkt- und Website-Entwicklungen stetig zu erhöhen. Sollten wir in diesem Bereich schneller Fortschritte machen können, könnten Produktverbesserungen zügiger umgesetzt werden. Dies könnte sich positiv auf Umsätze und die Ertragslage auswirken.

Gesamtaussage des Vorstands zur Risiko- und Chancensituation des Konzerns

Insgesamt haben sich hinsichtlich der Risiko- und Chancensituation des Konzerns im Berichtsjahr 2016 keine wesentlichen Veränderungen im Vergleich zu 2015 ergeben. artnet hat sich in einem schwierigen Marktumfeld und intensiven Wettbewerb behauptet. Durch unser deutlich gestiegenes Eigenkapital und den weiteren Abbau der Verschuldung haben wir uns krisenfester aufgestellt. Die über eine Rückstellung vollständig abgedeckte Schadenersatzverpflichtung aus dem Urheberrechtsstreit in Frankreich stellt immer noch ein potenziell bestandsgefährdendes Liquiditätsrisiko dar. Der Vorstand geht aber weiter davon aus, dass ein kurzfristiger oder vollständiger Mittelabfluss aus diesem Urteil vermieden werden kann.

7. Nachtragsbericht

Im Zeitraum vom Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 bis zum 20. März 2017 kam es zu keinen berichtspflichtigen Ereignissen von wesentlicher Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der artnet AG.

8. Prognosebericht

Der folgende Bericht gibt die Prognosen des Managements hinsichtlich der künftigen Entwicklung der einzelnen artnet Segmente sowie des Geschäftsverlaufes insgesamt wieder. Es wird dabei darauf hingewiesen, dass der tatsächliche Geschäftsverlauf aufgrund des Eintretens von Risiken und Chancen, wie im Risiko- und Chancenbericht beschrieben, negativ und positiv von diesen Prognosen abweichen kann.

artnet wird sich 2017 in einem zunehmend kompetitiven Marktumfeld weiter erfolgreich behaupten. Dabei spielt das populäre Nachrichtenportal artnet News eine wesentliche Rolle. artnet News veröffentlicht tagesaktuelle Nachrichten, Kolumnen und Artikel zu Kunstmarkttrends. Die im Geschäftsjahr 2016 überarbeitete Webseite von artnet News verbessert deren Nutzbarkeit und ermöglicht wachsende Werbeeinnahmen, weshalb für das Geschäftsjahr 2017 ein deutliches Umsatzwachstum für das Segment antizipiert wird.

Die Anzahl der Abonnements für die Preisdatenbank reduzierte sich im Geschäftsjahr 2016, teilweise infolge von Preiserhöhungen. Die Umsatzerlöse blieben im Jahresvergleich mit einer Tendenz zu mehr längerlaufenden Abonnements konstant. Die Umsätze aus dem Verkauf von artnet-Analytics-Berichten, die auf wissenschaftlichen und quantitativen Bewertungs- und Prognosemodellen für Kunst basieren, werden ebenfalls der Preisdatenbank zugerechnet. Für das Segment erwartet das Management im Geschäftsjahr 2017 eine moderate Umsatzsteigerung, die durch zusätzliche Umsätze von artnet Analytics und den Verkauf von Abonnements an institutionelle Kunden generiert werden soll.

Das Content-Management-System für das Galerie-Netzwerk ermöglicht es Mitgliedern, ihr eigenes Angebot auf der Seite zu verwalten, mit dem Ziel Bilder und Informationen zu Ausstellungen eigenständig hochzuladen und so mehr Anfragen und Suchergebnisse bei Suchmaschinen zu erhalten. Diese Neuerung wird in dem kompetitiven Galerien-Segment helfen, die Mitgliederzahlen des Galerie-Netzwerks weiter zu stabilisieren. Durch eine erwartete Steigerung der Nachfrage nach Auktionshaus-Partnerschaften und Anzeigenplatzierung durch Galerien wird für das Segment im Geschäftsjahr 2017 ein leichtes Umsatzwachstum antizipiert.

Durch eine wachsende Akzeptanz und Nutzung des Online-Kunsthandels sowie einer Zunahme von höherwertigen Losen, die online gehandelt werden, wird auch artnet Auctions eine noch bedeutendere Rolle im Kunstmarkt einnehmen. Das wachsende Interesse am Online-Kunsthandel hat auch im Geschäftsjahr 2016 wieder zu einer Steigerung der Registrierungen von Käufern und Verkäufern auf artnet Auctions geführt. Das Management geht davon aus, weiter an diesem positiven Trend teilzuhaben und antizipiert für artnet Auctions eine wesentliche Umsatzsteigerung.

Aufgrund der Einschätzungen zu den einzelnen Segmenten geht das Management für das Geschäftsjahr 2017 für den artnet-Konzern insgesamt von einem steigenden Umsatz in einer Bandbreite von USD 20,5 Mio. bis zu USD 21,5 Mio. aus. Bei einem angenommenen Durchschnittskurs von 0,95 USD/EUR entspricht das einer Umsatzsteigerung auf EUR 19,5 Mio. bis zu EUR 20,4 Mio. Für das Konzernergebnis nach Steuern wird infolge höherer erwarteter Kostensteigerungen durch Investitionen im Auctions-Segment sowie in den Bereichen Vertrieb, Marketing und Produktentwicklung ein Niveau von USD 0,3 Mio. bis USD 0,5 Mio. (EUR 0,3 Mio. bis EUR 0,5 Mio.) erwartet. Es wird somit davon ausgegangen, dass die erheblichen Investitionen im Geschäftsjahr 2017 noch nicht unmittelbar zu deutlichen Ertragssteigerungen führen werden, jedoch mittelfristig stärkeres Wachstum ermöglichen. Der Zahlungsmittelbestand wird aufgrund der prognostizierten Umsatzerlöse und der geplanten Ausgaben gegenüber dem Stand zum 31. Dezember 2016 auf einem leicht verringerten Niveau erwartet.

Für die artnet AG rechnen wir für das Geschäftsjahr 2017 entsprechend der erwarteten rückläufigen Entwicklung des Konzernergebnisses mit einer sinkenden Dividendenausschüttung der Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation und daraus folgend mit einem ausgeglichenen Jahresergebnis der Gesellschaft.

Berlin, 20. März 2017

Jacob Pabst

Vorstand, artnet AG

Bilanz zum 31. Dezember 2016

der artnet AG, Berlin

Aktiva

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31.12.2016

EUR
31.12.2015

EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5,00 5,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
6,00 6,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.535,55 4.728,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.184.433,10 9.184.433,10
9.190.974,65 9.189.167,10
B. Umlaufvermögen
I. Sonstige Vermögensgegenstände 39.890,00 50.141,22
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 754,04 24.303,77
40.644,04 74.444,99
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.526,79 5.043,97
9.235.145,48 9.268.656,06
Passiva
31.12.2016

EUR
31.12.2015

EUR
A. Eigenkapital
I. Ausgegebenes Kapital
1. Gezeichnetes Kapital 5.631.067,00 5.631.067,00
- bedingtes Kapital EUR 398.907,00
(Vj. EUR 398.907,00)
2. Nennbetrag eigener Anteile -78.081,00 -78.081,00
5.552.986,00 5.552.986,00
II. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 130.197,02 130.197,02
2. Andere Gewinnrücklagen 2.818.861,48 2.818.861,48
2.949.058,50 2.949.058,50
III. Bilanzverlust -2.606.028,36 -2.749.251,28
5.896.016,14 5.752.793,22
B. Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 1.008.701,32 1.081.363,71
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 74.018,64 30.552,03
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.243.224,66 2.104.351,94
3. Sonstige Verbindlichkeiten 13.184,72 299.595,16
2.330.428,02 2.434.499,13
9.235.145,48 9.268.656,06

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016

der artnet AG, Berlin

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2016

EUR
2015

EUR
1. Umsatzerlöse 623.810,00 528.640,00
2. Sonstige betriebliche Erträge 157.282,46 29.600,42
3. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 451.737,33 319.052,50
b) Soziale Abgaben 87.741,46 63.586,12
539.478,79 382.638,62
4. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 8.154,95 11.310,36
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen 950.963,99 792.002,89
-71 7.505,27 -627.71 1,45
6. Erträge aus Beteiligungen 907.537,00 995.000,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 46.808,81 72.057,00
8. Ergebnis nach Steuern / Jahresüberschuss 143.222,92 295.231,55
9. Verlustvortrag -2.749.251,28 -3.044.482,83
10. Bilanzverlust -2.606.028,36 -2.749.251,28

Anhang für das Geschäftsjahr 2016

1. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Berlin unter der Registernummer HRB 98006B eingetragen.

Dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften sowie die ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes zugrunde.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Aktien der artnet AG sind zum Handel im geregelten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Daher gelten für die Aufstellung des Jahresabschlusses ungeachtet der Größenklassen des § 267 HGB die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Berichtsjahr wurden die durch das Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (kurz: BilRUG) geänderten Vorschriften des HGB erstmals angewandt. Darstellung und Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurden an die durch das BilRUG geänderten Vorschriften angepasst. Die Änderungen betreffen insbesondere die Anwendung des geänderten Gliederungsschemas für die Gewinn- und Verlustrechnung sowie Umgliederungen vom Posten "Sonstige betriebliche Erträge" in die Umsatzerlöse unter Anpassung der jeweiligen Vorjahreszahlen. Infolge der geänderten Gliederungsvorschriften des § 275 HGB ist der im Vorjahr noch ausgewiesene Posten "Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit" entfallen.

Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen ansonsten den Vorjahresgrundsätzen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt, da die artnet AG davon ausgeht, die im Folgejahr 2017 fälligen Zahlungsverpflichtungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bedienen zu können. Dabei erwarten wir, dass aus dem in Frankreich erlassenen rechtskräftigen Urteil aufgrund der geplanten Maßnahmen gegen die Durchsetzung der Vollstreckung kein vollständiger Zahlungsabfluss erfolgt. Hinsichtlich des potenziellen Liquiditätsrisikos aus dem ergangenen Urteil wird auf die detaillierte Berichterstattung zum Liquiditätsrisiko im Lagebericht hingewiesen.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind mit ihren Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen und basieren auf der geschätzten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 410,00 werden im Jahr des Zugangs unter Inanspruchnahme des Wahlrechts gemäß § 6 Abs. 2 EStG a. F. voll abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

3. Erläuterungen zu den einzelnen Posten des Jahresabschlusses

3.1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der auf diese entfallenden Abschreibungen ergibt sich aus dem diesem Anhang als Anlage beigefügten Anlagenspiegel.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen betreffen die Beteiligung an der Artnet Worldwide Corporation, New York, USA, an der die artnet AG seit dem Geschäftsjahr 2002 sämtliche Anteile hält. Die Bewertung erfolgt mit den historischen Anschaffungskosten.

3.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

3.3. Eigenkapital

Grundkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 5.631.067,00 und ist eingeteilt in 5.631.067 Stück nennwertlose Namensaktien.

Bedingtes Kapital

In der Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 wurde das Grundkapital um EUR 560.000,00 bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 560.000 neuen Stückaktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und Mitglieder der Geschäftsführung verbundener Unternehmen sowie an Arbeitnehmer der artnet AG oder ihrer Tochtergesellschaften (Bedingtes Kapital 2009/I). Das bedingte Kapital 2009/1 ist 2014 ausgelaufen. Es wurden daraus keine Stammaktien ausgegeben.

Im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2009 wurden in den Jahren 2009, 2010 und 2014 insgesamt 398.907 Aktienoptionen an die Geschäftsführung und Mitarbeiter der Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation ausgegeben. Es konnten bisher keine der gewährten Aktienoptionen ausgeübt werden. In Höhe der 398.907 ausgegebenen Aktienoptionen kann noch eine bedingte Kapitalerhöhung aus dem bedingten Kapital 2009/I bei deren Ausübung erfolgen.

Genehmigtes Kapital

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung der artnet AG vom 16. Juli 2014 ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats berechtigt, das Grundkapital bis zum 15. Juli 2019 um bis zu EUR 2.800.000,00 durch Ausgabe von 2.800.000 neuen Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2014).

Aus dem genehmigten Kapital 2014 wurden bisher keine Aktien ausgegeben.

Eigene Anteile

Die artnet AG hält unverändert zum Vorjahr eigene Anteile mit einem Nennbetrag bzw. rechnerischen Wert von EUR 78.081 (1,4 % des Grundkapitals). Hierbei handelt es sich um 78.081 Stück eigene Aktien. Der Erwerb der eigenen Aktien im Geschäftsjahr 1999 diente insbesondere der Zuteilung von Aktien zur Umsetzung des Aktienoptionsplans der Artnet Corp., New York, USA. Im Geschäftsjahr 2016 sind keine Zukäufe und Verkäufe von eigenen Aktien erfolgt.

3.4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Prozessrisiken in Höhe von TEUR 850. Darüber hinaus sind vor allem Rückstellungen im Zusammenhang mit der Erstellung und Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses (TEUR 87) sowie Aufwendungen für noch ausstehende Aufsichtsratsvergütungen (TEUR 23) enthalten.

3.5. Verbindlichkeiten aus Steuern und im Rahmen der sozialen Sicherheit

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 7 (Vj. TEUR 5) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 1 (Vj. TEUR 1).

3.6. Verbindlichkeiten

Mit Ausnahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben alle Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden Darlehensverbindlichkeiten über TEUR 1.500 (Vj. TEUR 1.500) ausgewiesen, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben.

3.7. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse von TEUR 624 betreffen die Weiterbelastung von Personal- und Sachaufwendungen für Dienstleistungen, die zugunsten der Tochtergesellschaft Artnet Corp. erbracht wurden. Aufgrund der erstmaligen Anwendung des BilRUG sind die Erträge aus der Kostenweiterbelastung infolge des vorliegenden Leistungsaustausches als Umsatzerlöse zu klassifizieren. Der Vorjahresbetrag in Höhe von TEUR 529 wurde zur besseren Vergleichbarkeit ebenfalls von den sonstigen betrieblichen Erträgen in die Umsatzerlöse umgegliedert.

3.8. Periodenfremde Erträge und außergewöhnliche Erträge

Periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 153 (Vj. TEUR 22) enthalten. Von diesen Erträgen sind TEUR 150 von außergewöhnlicher Größenordnung infolge eines gewonnenen Urheberrechtsstreits in Deutschland.

3.9. Erträge aus verbundenen Unternehmen

Die Erträge aus Beteiligungen betreffen ausschließlich das verbundene Unternehmen Artnet Worldwide Corporation.

3.10. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Raumkosten, Rechts-, Beratungs- und Jahresabschlusskosten, die Kosten der Hauptversammlung sowie Reisekosten enthalten.

3.11. Zinsaufwendungen

Die Zinsaufwendungen betreffen mit TEUR 40 das verbundene Unternehmen Artnet Worldwide Corporation.

4. Organe der Gesellschaft

4.1. Vorstand

Im Berichtsjahr war als Vorstand Herr Jacob Pabst, New York, tätig. Der Vorstand ist alleinvertretungsberechtigt und von dem Verbot der Mehrvertretung (§ 181 BGB) befreit.

Herr Jacob Pabst hat in 2016 von der artnet AG keine Vorstandsvergütung erhalten. Seine Vergütung wird von der Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation getragen und im Konzernabschluss der artnet AG und im Lagebericht angegeben.

4.2. Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat bestand aus folgenden Mitgliedern:

Herr John D. Hushon, Kaufmann, Naples/Florida, USA (Vorsitzender) bis 13. Juli 2016

Herr Andreas Langenscheidt, Verleger, München (Vorsitzender) seit 13. Juli 2016

Herr Hans Neuendorf, Kaufmann, Berlin (stellvertretender Vorsitzender)

Frau Piroschka Dossi, Kunstberaterin, München bis 13. Juli 2016

Herr Dr. Bernhard Heiss, Rechtsanwalt, München seit 13. Juli 2016

Die Vergütung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2016 betrug EUR 128.770,66, davon EUR 60.860,66 für die Vorsitzenden, EUR 37.500,00 für den Stellvertreter und EUR 30.410,00 für die weiteren Mitglieder des Aufsichtsrates.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen vor allem aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 35.

6. Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile an der Artnet Worldwide Corporation, New York, USA, die zum 31. Dezember 2016 ein Eigenkapital von TUSD 4.845 und einen Jahresüberschuss von TUSD 1.481 für das Geschäftsjahr 2016 ausweist.

Die Artnet Corp. wiederum hält 100 % der Anteile an der artnet France, die zum 31. Dezember 2016 ein Eigenkapital von TEUR 129 und einen Jahresfehlbetrag von TEUR 1 für das Geschäftsjahr 2016 ausweist, sowie 100 % der Anteile an der artnet UK. Die artnet UK weist zum 31. Dezember 2016 ein Eigenkapital von TGBP 28 und einen Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2016 von TGBP 1 aus.

7. Sonstige Angaben

Konzernabschluss

Die artnet AG erstellt und veröffentlicht einen Konzernabschluss nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, der in Anwendung von § 315 a HGB eine befreiende Wirkung für die Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach deutschem Recht hat.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 8 (Vj. 6) Angestellte beschäftigt.

Honorare des Abschlussprüfers

Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars wird im Anhang zum Jahresabschluss verzichtet, da die Angabe im Konzernabschluss der artnet AG erfolgt.

Nachtragsbericht

Im Zeitraum vom Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 bis zum 20. März 2017 kam es zu keinen berichtspflichtigen Ereignissen von wesentlicher Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns und der artnet AG.

Mitteilungen nach § 21 WpHG

Nach § 21 WpHG sind Aktionäre verpflichtet, bei Über- oder Unterschreiten bestimmter Meldeschwellen die Höhe ihrer Stimmrechtsanteile zu melden. Die Meldeschwellen sind 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % und 75 %. Die artnet AG hat folgende Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 26 WpHG erhalten:

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Mitteilung vom: Mitteilungspflichtiger (Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen): Sitz: Aktionär, wenn abweichend zum Meldepflichtigen: + = Überschreitung -= Unterschreitung Melde- schwelle(n)

%
Datum der Schwellenberührung
25.02.2016 Hans-Herbert Döbert + 5 13.08.2015
03.03.2016 Hans-Herbert Döbert + 5 13.08.2015
17.06.2016 Matczuk Wieczorek i Wspólnicy Kancelaria Adwokatów i Radców Prawnych Spółka Jawna (General Partnership) Warschau, Polen + 5 06.06.2016
21.06.2016 Artnews S.A. Warschau, Polen - 3, 5 06.06.2016
08.07.2016 Abbey Asset Management Spółka z ograniczoną odpowiedzialnością 4 Spółka koman-dytowo-akcyjna (partnership limited by shares) Warschau, Polen + 3, 5 04.07.2016
08.07.2016 Matczuk Wieczorek i Wspólnicy Kancelaria Adwokatów i Radców Prawnych Spółka Jawna (General Partnership) Warschau, Polen - 3, 5 04.07.2016
12.07.2016 Abbey Asset Management Spółka z ograniczoną odpowiedzialnością 4 Spółka koman-dytowo-akcyjna (partnership limited by shares) Warschau, Polen - 3, 5 04.07.2016
12.07.2016 Matczuk Wieczorek i Wspólnicy Kancelaria Adwokatów i Radców Prawnych Spółka Jawna (General Partnership) Warschau, Polen - 3, 5 04.07.2016
01.08.2016 MWW Trustees Spółka z ograniczoną odpowiedzialnością (limited liability company) Warschau, Polen MWW Trustees Spółka z ograniczoną odpowiedzialnością Spółka komandytowo - akcyjna + 3, 5 04.07.2016
MWW Trustees Spółka z ograniczoną odpowiedzialnością (limited liability company)
MWW Trustees Spółka z ograniczoną odpowiedzialnością Spółka komandytowo -akcyjn
02.08.2016 Copernicus Securities S.A. Warschau, Polen MWW Trustees Spółka z.o.o. S.K.A -(formerly Abbey Asset Management Spółka z.o.o. 4 S.K.A) + 3, 5 04.07.2016
Copernicus Securities S.A.
Copernicus Capital Towarzystwo Funduszy Inwestycyjnych S.A.
Whitestone Art Fun
MWW Trustees Spółka z ograniczoną Odpowiedzialnością Spółka komandytowo -akcyjna (formerly Abbey Asset Management Spółka z ograniczoną odpowiedzialnością 4 Spółka komandytowo-akcyjna)
12.10.2016 MWW Trustees Spółka z ograniczoną odpowiedzialnością (limited liability company) Warschau, Polen - 3, 5 06.10.2016
MWW Trustees Spółka z ograniczoną odpowiedzialnością (limited liability company)
MWW Trustees Spółka z ograniczoną odpowiedzialnością Spółka komandytowo -akcyjna
12.10.2016 Copernicus Securities S.A. Warschau, Polen - 3, 5 06.10.2016
Copernicus Securities S.A.
Copernicus Capital Towarzystwo Funduszy Inwestycyjnych S.A.
Whitestone Art Fun
MWW Trustees Spółka z ograniczoną Odpowiedzialnością Spółka komandytowo -akcyjna (formerly Abbey Asset Management Spółka z ograniczoną odpowiedzialnością 4 Spółka komandytowo-akcyjna)
12.10.2016 Andreas Langenscheidt + 3 06.10.2016
12.10.2016 Dr. Bernhard Heiss + 3 06.10.2016

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Mitteilung vom: Mitteilungspflichtiger (Vollständige Kette der Tochterunternehmen beginnend mit der obersten beherrschenden Person oder dem oberstem beherrschenden Unternehmen): Stimmrechte

%
Stimmrechte direkt (§21 WpHG) Stimmrechte zugerechnet (§22 WpHG) Anmerkung
25.02.2016 Hans-Herbert Döbert 6,66 375193 0
03.03.2016 Hans-Herbert Döbert 6,66 375193 0 Korrektur einer am 25.02.2016 veröffentlichten Stimmrechtsmitteilung
17.06.2016 Matczuk Wieczorek i Wspólnicy Kancelaria Adwokatów i Radców Prawnych Spółka Jawna (General Partnership) 8,29 466604 0
21.06.2016 Artnews S.A. 0 0 0
08.07.2016 Abbey Asset Management Spółka z ograniczoną odpowiedzialnością 4 Spółka koman-dytowo-akcyjna (partnership limited by shares) 8,29 466609 0
08.07.2016 Matczuk Wieczorek i Wspólnicy Kancelaria Adwokatów i Radców Prawnych Spółka Jawna (General Partnership) 0 0 0
12.07.2016 Abbey Asset Management Spółka z ograniczoną odpowiedzialnością 4 Spółka koman-dytowo-akcyjna (partnership limited by shares) 7,97 448664 0 Korrektur einer am 08.07.2016 veröffentlichten Stimmrechtsmitteilun
12.07.2016 Matczuk Wieczorek i Wspólnicy Kancelaria Adwokatów i Radców Prawnych Spółka Jawna (General Partnership) 0,32 17945 0 Korrektur einer am 08.07.2016 veröffentlichten Stimmrechtsmitteilun
01.08.2016 MWW Trustees Spółka z ograniczoną odpowiedzialnością (limited liability company) 7,97 0 448664
MWW Trustees Spółka z ograniczoną odpowiedzialnością (limited liability company) 0
MWW Trustees Spółka z ograniczoną odpowiedzialnością Spółka komandytowo -akcyjn 7,97
02.08.2016 Copernicus Securities S.A. 7,97 0 448664 Korrektur einer am 12.07.2016 veröffentlichten Stimmrechtsmitteilung
Copernicus Securities S.A. 0
Copernicus Capital Towarzystwo Funduszy Inwestycyjnych S.A. 0
Whitestone Art Fun 0
MWW Trustees Spółka z ograniczoną Odpowiedzialnością Spółka komandytowo -akcyjna (formerly Abbey Asset Management Spółka z ograniczoną odpowiedzialnością 4 Spółka komandytowo-akcyjna) 7,97
12.10.2016 MWW Trustees Spółka z ograniczoną odpowiedzialnością (limited liability company) 0,00016 0 9
MWW Trustees Spółka z ograniczoną odpowiedzialnością (limited liability company) 0
MWW Trustees Spółka z ograniczoną odpowiedzialnością Spółka komandytowo -akcyjna 0
12.10.2016 Copernicus Securities S.A. 0,00016 0 9
Copernicus Securities S.A. 0
Copernicus Capital Towarzystwo Funduszy Inwestycyjnych S.A. 0
Whitestone Art Fun 0
MWW Trustees Spółka z ograniczoną Odpowiedzialnością Spółka komandytowo -akcyjna (formerly Abbey Asset Management Spółka z ograniczoną odpowiedzialnością 4 Spółka komandytowo-akcyjna) 0
12.10.2016 Andreas Langenscheidt 3,30 185850 0
12.10.2016 Dr. Bernhard Heiss 4,29 241600 0

Die Gesellschaft hat diese Mitteilungen auf ihrer Investor-Relations-Website veröffentlicht.

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 AktG erforderliche Entsprechenserklärung zur Einhaltung der Verhaltensempfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde am 20. März 2017 letztmals aktualisiert und auf unserer Homepage den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

Berlin, den 20. März 2017

artnet AG

Der Vorstand

Jacob Pabst

Entwicklung des Anlagevermögens der artnet AG, Berlin, im Geschäftsjahr 2016

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Anschaffungs-/Herstellungskosten
1.1.2016

EUR
Zugänge

EUR
31.12.2016

EUR
--- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.613,10 5.613,10
2. Geschäfts- oder Firmenwert 77.890,64 77.890,64
83.503,74 0,00 83.503,74
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 41.755,59 9.962,50 51.718,09
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.184.433,10 9.184.433,10
9.309.692,43 9.962,50 9.319.654,93

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Kumulierte Abschreibungen
1.1.2016

EUR
Zugänge

EUR
31.12.2016

EUR
--- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.608,10 5.608,10
2. Geschäfts- oder Firmenwert 77.889,64 77.889,64
83.497,74 0,00 83.497,74
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 37.027,59 8.154,95 45.182,54
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00
120.525,33 8.154,95 128.680,28

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Buchwerte
31.12.2016

EUR
31.12.2015

EUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5,00 5,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
6,00 6,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.535,55 4.728,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.184.433,10 9.184.433,10
9.190.974,65 9.189.167,10

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Zu dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2016 sowie zum Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 erteilen wir folgenden Bestätigungsvermerk:

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der artnet AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des gesetzlichen Vertreters der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des gesetzlichen Vertreters sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen des Vorstands zum Liquiditätsrisiko im Risikobericht des Lageberichts hin. Dort wird dargestellt, dass es weiter zu einem bestandsgefährdenden Liquiditätsrisiko führen könnte, wenn die in 2015 durch ein Berufungsgericht in Frankreich festgesetzte Schadenersatzzahlung in Höhe von EUR 0,85 Mio. inklusive Verzinsung kurzfristig zu leisten wäre. Der Vorstand rechnet im Geschäftsjahr 2017 aufgrund der beabsichtigten Ausnutzung sämtlicher zur Verfügung stehender Rechtsmittel gegen die mögliche Vollstreckung sowie des Versuchs, in dem Verfahren eine außergerichtliche Einigung zu erzielen, nicht mit einem vollständigen Zahlungsabfluss.

Hamburg, 21. März 2017

**Ebner Stolz GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Florian Riedl, Wirtschaftsprüfer

Dirk Schützenmeister, Wirtschaftsprüfer