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artnet AG — Annual Report 2015
May 19, 2016
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Annual Report
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artnet AG
Berlin
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2015 bis zum 31.12.2015
Lagebericht FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2015
1. Grundlagen der Geschäftstätigkeit
Geschäftsmodell des artnet Konzerns und Konzernorganisation
Die artnet AG ist eine Holding-Gesellschaft, deren Aktien am Geregelten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sind. Ihre wesentliche Beteiligung ist die hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation, die 1989 in New York gegründet wurde. Die artnet AG ("artnet" oder "die Gesellschaft") und Artnet Worldwide Corporation ("Artnet Corp.", zusammen "der artnet Konzern" oder "der Konzern") sind unter dem Markennamen "artnet" tätig.
Die Artnet Worldwide Corporation hat zwei hundertprozentige Tochtergesellschaften: artnet UK Ltd. und die seit 2012 inaktive artnet France SARL. artnet UK Ltd. erbringt Dienstleistungen im Bereich Vertrieb und Kundenbetreuung in Großbritannien.
Die Unternehmenswebsites artnet.com, artnet.de, artnet.fr, artnet.com/auctions und news.artnet.com bieten einen weltweit einmaligen Marktüberblick und zogen damit im Jahr 2015 durchschnittlich 2,1 Mio. Besucher im Monat an. Dank der zeitnah bereitgestellten Informationen zum Wert von Kunstwerken sowie zu Künstlern, Galerien, Preisentwicklungen, Ausstellungen, Nachrichten und Rezensionen ist artnet für Sammler und Kunstexperten eine elementare Informationsquelle, um sich allumfassend über den Kunstmarkt zu informieren.
Zum 31. Dezember 2015 umfasste das Galerie-Netzwerk ca. 1.300 der weltweit renommiertesten Kunstgalerien aus 60 Ländern. Die Mitgliedsgalerien sind in einem Verzeichnis nach Fachgebieten und Standorten zusammengefasst und präsentieren ca. 170.000 Werke von insgesamt 35.000 Künstlern. Über das Galerie-Netzwerk werden neben sämtlichen Formen der zeitgenössischen, modernen und klassischen Kunst auch Designobjekte sowie Kunsthandwerk und Antiquitäten aus allen Epochen, vom 1. Jahrhundert vor Christus bis heute, angeboten. Mit einer Auktionshaus-Partnerschaft besitzen Auktionshäuser die Flexibilität, Verkäufe ganz oder teilweise auf der artnet Website zu veröffentlichen. Darüber hinaus besteht die Option, jedes Los auf artnet mit dem gleichen Los in dem Online-Katalog des Auktionshauses zu verlinken. Alle Lose sind mit der Seite artnet Events, die eine Übersicht über bevorstehende Auktionstermine bietet, verlinkt und erzielen ein gutes Ranking bei den Suchergebnissen auf artnet und Google. Die Auktionshaus-Partnerschaften sind das ideale Instrument für Auktionshäuser, um ihre internationale Präsenz für ihre Auktionen auszubauen und eine große Anzahl potenzieller Käufer direkt auf die eigene Website zu leiten.
Die artnet Price Database, welche die Price Database Fine Art and Design und die Price Database Decorative Art umfasst, ist eine Online-Datenbank mit mehr als 10 Millionen illustrierten Auktionsergebnissen von über 1.700 der weltweit führenden Auktionshäuser. Dieses Produkt sorgt für Preistransparenz in dem komplexen Kunst- und Antiquitätenmarkt. Die Abonnenten der Price Database Fine Art and Design und der Price Database Decorative Art erhalten Zugang zu Informationen über bis 1985 zurückreichende Auktionsergebnisse, zu aktuellen Verkaufspreisen sowie zu bevorstehenden Auktionen und damit objektive Daten für Kunstwerke, die sie kaufen, verkaufen oder bewerten möchten.
Die Price Database wird von Gutachtern, Händlern, Auktionshäusern, Finanziers und privaten wie staatlichen Institutionen (einschließlich der US-Steuerbehörde IRS und der US-Bundespolizei FBI) verwendet. Darüber hinaus dient sie privaten Sammlern als illustriertes Nachschlagewerk, das sie verwenden können, um den Wert ihrer Kunstwerke zu ermitteln und deren Potenzial bei einer Auktion oder auf dem Händlermarkt abzuschätzen. Händler und Auktionshäuser nutzen für die Bewertung und den Verkauf wichtiger Kunstwerke auch die Comps (vergleichbare Auktionsergebnisse aus der Price Database). Eine Ergänzung der artnet Price Database ist das Produkt artnet Market Alerts, das Abonnenten per E-Mail benachrichtigt, wenn Kunstwerke ihrer bevorzugten Künstler bei einer Auktion, im artnet Galerie-Netzwerk oder auf artnet Auctions zum Verkauf angeboten werden. Das Produkt artnet Analytics stellt Kunstmarktinformationen visuell dar. Es bietet die Möglichkeit, die Marktentwicklung von Künstlern, Kunstrichtungen oder einer individueller Auswahl an Kunstwerken zu beobachten und mit artnet Künstlerindizes oder mit Finanzmarktindizes, wie beispielsweise dem Dow Jones oder Gold, zu vergleichen.
Mit artnet Auctions hat sich artnet zu einer kundenbezogenen Transaktionsplattform mit integriertem Informationsangebot für Kunst entwickelt. Über artnet Auctions werden Kunstwerke erstklassiger moderner und zeitgenössischer Künstler regelmäßig im fünf- bis sechsstelligen Bereich verkauft. Die wesentlichen Vorteile für Käufer und Verkäufer bei artnet Auctions sind die attraktiven Preise und die kurzen Umschlagszeiten. Geschäfte werden innerhalb weniger Wochen abgeschlossen und nicht wie bei konventionellen Auktionshäusern in einem halben bis einem Jahr.
Mit artnet News bietet artnet seit Februar 2014 einen eigenen 24-Stunden-Nachrichtenservice für Kunst. Auf der Online-Plattform news.artnet.com wird über Events, Trends, Entwicklungen und Persönlichkeiten des Kunstmarkts berichtet.
Ziele und Strategien
artnet wird auch zukünftig seiner Gründungsmission, die Transparenz im Kunstmarkt zu erhöhen, treu bleiben. Ziel ist es, unsere Marktführerschaft im Online-Kunstmarkt, auf dem artnet seit mehr als 25 Jahren tätig ist, in einem zunehmend kompetitiven Marktumfeld zu behaupten. Das Management Team von artnet ist überzeugt, dass stetige Produktverbesserungen und Innovationen zur weiteren Stärkung der Marke führen werden.
Steuerungssystem
Zur wertorientierten Steuerung des Konzerns sowie der einzelnen Segmente ist ein standardisiertes Steuerungs- und Reportingsystem eingerichtet. Für die einzelnen Segmente werden dabei die Umsätze und die operativen Ergebnisse (EBIT) im Vergleich zu den Budget- und Vorjahresgrößen als primäre finanzielle Kennzahlen ermittelt und beurteilt. Bezüglich der Finanzlage steht die Höhe der verfügbaren liquiden Mittel im Blickpunkt.
Darüber hinaus werden Frühindikatoren, die einen Einfluss auf das Geschäft haben können, beobachtet und ausgewertet. Dies sind in den Bereichen Galerie-Netzwerk und Price Database insbesondere die Anzahl der Vertragskündigungen und der Vertragsverlängerungen sowie die Anzahl der Neuverträge. Für artnet Auctions sind insbesondere die Anzahl der online gestellten und der verkauften Lose und deren Durchschnittspreise relevant.
Von wesentlicher Bedeutung für die Unternehmenssteuerung ist außerdem die laufende Traffic-Überwachung, die wichtige Bereiche des Web-Traffics auswertet und analysiert. artnet überwacht die Website-Besuche auf Tages-, Wochen- und Monatsbasis und erhält so frühzeitig Kenntnis über die Entwicklungen der einzelnen Segmente. Die Auswertung des Web-Traffics gewinnt zusätzlich für die Abrechnung performanceabhängiger Werbeverträge an Bedeutung.
Forschung und Entwicklung
Die artnet Website bildet die Grundlage für die Produkte des Konzerns. Es ist von größter Bedeutung, stets die neuesten Technologien zu verwenden und neue Produkte zu entwickeln, die den Nutzen für die Kunden steigern. Unsere Entwickler setzen hierzu auf Microsoft-Technologie beruhende Software ein, die es ihnen ermöglicht, die laufenden Anwendungen flexibel an die sich ändernden Kundenbedürfnisse anzupassen. Im Geschäftsjahr 2015 legte das Produktentwicklungsteam seinen Schwerpunkt vor allem auf die Einführung von Technologien zur Steigerung der Werbeerlöse ohne jedoch die Benutzerfreundlichkeit unserer Webseiten und unserer Produkte zu beeinträchtigen. Darüber hinaus wurde die artnet News-App entwickelt, die seit Dezember 2015 weltweit im Apple-Store heruntergeladen werden kann.
2. Wirtschaftsbericht
2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen
Die weltweite Konjunktur entwickelte sich in 2015 gedämpft. Während sich die Wirtschaft in den Industrieländern langsam erholte, ging das Wirtschaftswachstum in den Entwicklungs- und Schwellenländern das fünfte Jahr in Folge zurück. Insgesamt wurde Entwicklung der Weltwirtschaft durch die Unsicherheit über die tatsächliche wirtschaftliche Lage Chinas, den niedrigen Ölpreis sowie die strengere Zinspolitik der FED bestimmt.
Die Entwicklung des Kunstmarktes
Nach dem Rekordjahr 2014 war in 2015 ein Rückgang des Auktionsvolumens zu verzeichnen. Gegenüber 2014 fielen die Verkaufserlöse bei Kunstauktionen um 9% auf 14,8 Milliarden US-Dollar und entsprachen damit dem Volumen des Jahres 2013 (14,5 Milliarden US-Dollar). Diese Entwicklung steht im scharfen Widerspruch zu der von 2009 bis 2014 anhaltenden Wachstumsphase, in der sich das Auktionsvolumen um insgesamt 156,4 % erhöhte.
Mit einer Wachstumsrate von ca. 10% war der US-Markt der Wachstumstreiber und konnte somit seine Vormachtstellung behaupten. Als Folge der wirtschaftlichen Entwicklungen in China verringerten sich die dort realisierten Verkaufserlöse um ca. 30 %. Mit einem Umsatz von 260 Mio. US-Dollar bei Kunstauktionen verzeichnete die deutsche Kunstbranche erstmals seit 2012 einen wertmäßigen Rückgang von 6%. Die Anzahl der versteigerten Werke verringerte sich um 5%.
2.2 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der artnet AG
Ertragslage der artnet AG
Der Tätigkeitsbereich der artnet AG beschränkte sich auch im Geschäftsjahr 2015 weitgehend auf die Holdingfunktion, wobei die artnet AG auch Leistungen im Rahmen des Vertriebs und der Kundenbetreuung für die Tochtergesellschaft Artnet Corp. erbringt. Nach wie vor bestehen aber sämtliche Vertragsbeziehungen zu Kunden über die Tochtergesellschaft Artnet Corp., so dass die artnet AG keine eigenen Umsatzerlöse erzielt. Die Ertragslage wird daher bestimmt durch die Beziehungen zu der Tochtergesellschaft Artnet Corp. und die mit der Verwaltung und Börsennotierung der artnet AG verbundenen Aufwendungen.
Der artnet-Konzern hat im Geschäftsjahr 2015 seinen Wachstumskurs beibehalten. Nachdem der Konzern im vorangegangen Geschäftsjahr mit USD 18,5 Mio. seinen bis dahin größten Umsatz realisierte, konnte die Umsatzerlöse im laufenden Geschäftsjahr ein weiteres Mal um 4% auf USD 19,.2 Mio. gesteigert werden. Damit wurde das prognostizierte Umsatzwachstum (USD 19 Mio. bis USD 20 Mio.) erreicht. Das Konzernergebnis im Geschäftsjahr 2015 verbesserte sich im Vergleich zum durch Sondereffekte belasteten Vorjahr um TUSD 4.600 auf TUSD 709 und lag damit über dem prognostizierten Konzernergebnis von TUSD 100 bis TUSD 500. Im Wesentlichen konnte das Ergebnis durch einen Anstieg der Werbeeinnahmen, die hauptsächlich den Segmenten artnet News und artnet Galerien zugeordnet werden, sowie Kostensenkungen im Bereich Personalaufwendungen und der administrativen Aufwendungen gesteigert werden. Während die Segmente artnet Price Database und artnet Galerien hohe positive Segmentergebnisse erzielten, konnten die Segmente artnet News und artnet Auctions noch keinen positiven Deckungsbeitrag erwirtschaften. Für eine detaillierte Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des artnet Konzerns im Geschäftsjahr 2015 verweisen wir auf den von der artnet AG aufgestellten Konzernabschluss und Konzernlagebericht.
Der positiven Entwicklung im Konzern folgend erzielte auch die artnet AG im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von TEUR 295, während im durch Sondereffekte geprägten Vorjahreszeitraum ein Jahresfehlbetrag in Höhe von TEUR 1.679 ausgewiesen wurde. Diese Ergebnisverbesserung begründet sich im Wesentlichen in der wieder erfolgten Vereinnahmung einer Dividende von der Tochtergesellschaft Artnet Corp in Höhe von TEUR 995. Im Vorjahr war keine Dividende ausgeschüttet worden. Die im Vorjahr getroffene Prognose eines ausgeglichenen Ergebnisses der artnet AG wurde durch die Dividende der Tochtergesellschaft übertroffen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge der artnet AG beliefen sich in 2015 auf insgesamt TEUR 558 (Vorjahr: TEUR 577) und betreffen im Wesentlichen die Weiterbelastung von Kosten für erbrachte Dienstleistungen an die Tochtergesellschaft Artnet Corp.
Der Personalaufwand liegt trotz einer Verkleinerung des Teams mit TEUR 383 aufgrund von periodenfremden Aufwendungen von TEUR 7 auf dem Niveau des Vorjahres. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr im Durchschnitt sechs Mitarbeiter (Vorjahr: 9).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen TEUR 792 und blieben damit um TEUR 96 unter den Aufwendungen des Vorjahrs. Ursächlich für den Rückgang waren im Wesentlichen gesunkene Rechts- und Beratungskosten sowie geringere Marketingaufwendungen.
Im Vorjahr war das Ergebnis durch außerordentliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 950 belastet worden, die den Aufwand aus der Bildung einer Rückstellung für die mögliche Schadenschadensersatzzahlungen aus der Verletzung von Urheberrechten in Frankreich und Deutschland betrafen. Bezüglich dieser Rückstellungen verweisen wir auf die Darstellung zum Liquiditätsrisiko im Risikobericht.
Vermögenslage, Liquidität und Kapitalausstattung der artnet AG
Die Vermögenslage der artnet AG wird geprägt durch den Anteilswert an der Tochtergesellschaft Artnet Corp., der unverändert in Höhe der Anschaffungskosten von TEUR 9.184 angesetzt wird.
Die sonstigen Vermögengegenstände sind insgesamt von TEUR 43 am 31. Dezember 2014 aufgrund höherer Mietkautionen um TEUR 7 auf TEUR 50 gestiegen.
Das Eigenkapital hat sich entsprechend des angefallenen Jahresüberschusses von TEUR 5.458 auf TEUR 5.753 erhöht. Die Eigenkapitalquote ist bei weitgehend konstanter Bilanzsumme leicht von 58,7 % zum Vorjahresstichtag auf 62,1 % gestiegen.
Die sonstigen Rückstellungen bewegen sich mit TEUR 1.081 auf dem Niveau des Vorjahres (TEUR 1.080). Rückstellungen in Höhe von EUR 950.000 wurden im Vorjahr für die möglichen Schadenersatzzahlungen aus der Verletzung von Urheberrechten in Frankreich und Deutschland gebildet. Die Rückstellungsbewertung des Vorjahres wurde zum 31. Dezember 2015 beibehalten. Bezüglich dieser Rückstellungen verweisen wir auf die Darstellung zum Liquiditätsrisiko im Risikobericht. Darüber hinaus beinhaltet die Position analog zum Vorjahr Rückstellungen für Abschluss- und Prüfungskosten, ausstehende Rechnungen und Urlaubsansprüche.
Die Verbindlichkeiten gegenüber der Tochtergesellschaft Artnet Corp. verringerten sich leicht von TEUR 2.178 im Vorjahr auf TEUR 2.104 zum 31. Dezember 2015. Die Geschäftstätigkeit der artnet AG wurde im Geschäftsjahr 2015 wie in den Vorjahren aus dem laufenden Cashflow der Tochtergesellschaft Artnet Corp. finanziert. Die kurzfristig von der artnet AG benötigte Liquidität wurde über monatliche Mittelabrufe von der Tochtergesellschaft bereitgestellt. Aufgrund der Verrechnung der für das Geschäftsjahr 2015 beschlossenen Dividende haben sich die Verbindlichkeiten gegenüber der Tochtergesellschaft leicht reduziert. Von den Verbindlichkeiten wurde ein Teilbetrag von TEUR 1.500 der artnet AG als langfristiges verzinsliches Darlehen zur Verfügung gestellt.
Die sonstigen Verbindlichkeiten der artnet AG haben sich im Wesentlichen aufgrund der teilweisen Tilgung des Gesellschafterdarlehens um TEUR 210 auf TEUR 300 zum 31. Dezember 2015 reduziert.
3. Übernahmerechtliche Angaben
Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
Das voll eingezahlte Grundkapital der artnet AG betrug zum 31. Dezember 2015 unverändert EUR 5.631.067 und ist in 5.631.067 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je EUR 1,00, bei denen es sich um Namensaktien handelt.
Stimmrechtsbeschränkungen oder Übertragungsbeschränkungen
Es bestehen keine Stimmrechtsbeschränkungen oder Übertragungsbeschränkungen für die ausgegebenen Aktien.
Direkte oder indirekte Kapitalbeteiligungen, die 10 % der Stimmrechte überschreiten
Beteiligungen, die 10 % der Stimmrechte der artnet AG überschreiten, werden zum 31. Dezember 2015 gehalten von der Galerie Neuendorf AG, Berlin, mit 27,06 %.
Inhaber von Aktien mit Sonderrechten
Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten.
Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen
Soweit Arbeitnehmer an der artnet AG beteiligt sind, üben diese ihre Kontrollrechte unmittelbar aus.
Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern, Satzungsänderungen
Mitglieder des Vorstandes werden gemäß §§ 84, 85 AktG bestellt und abberufen. Satzungsänderungen erfolgen gemäß §§ 133, 179 AktG.
Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien
Genehmigtes Kapital
Durch Beschluss der Hauptversammlung der artnet AG vom 16. Juli 2014 wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, bis zum 15. Juli 2019 das gezeichnete Kapital durch Ausgabe von 2.800.000 neuen Inhaber-Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu EUR 2.800.000 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2014). Aus dem genehmigten Kapital 2014 wurden bisher keine Aktien ausgegeben. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie durch Ausübung des Bezugsrechts entstehen, am Gewinn teil. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Bezugsrechte ausgeübt werden.
Bedingtes Kapital
In der Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 wurde das Grundkapital um EUR 560.000,00 bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 560.000 neuen Stückaktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und Mitglieder der Geschäftsführung verbundener Unternehmen sowie an Arbeitnehmer der artnet AG oder ihrer Tochtergesellschaften (Bedingtes Kapital 2009/I). Das bedingte Kapital 2009/1 ist im Vorjahr ausgelaufen. Es wurden daraus keine Stammaktien ausgegeben.
Im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2009 wurden in den Jahren 2009, 2010 und 2014 insgesamt 398.907 Aktienoptionen an die Geschäftsführung und Mitarbeiter der Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation ausgegeben. Es konnten bisher keine der gewährten Aktienoptionen ausgeübt werden. In Höhe der 398.907 ausgegebenen Aktienoptionen kann noch eine bedingte Kapitalerhöhung aus dem bedingten Kapital 2009/I bei deren Ausübung erfolgen.
4. Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB)
Die aktuelle Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB) ist auf der Webseite der Gesellschaft unter www.artnet.de/investor-relations/ einsehbar und beinhaltet neben der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG Angaben zu Unternehmensführungspraktiken und die Beschreibung der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat. Die artnet AG verfolgt dabei das Ziel, die Darstellung der Unternehmensführung übersichtlich und prägnant zu halten. Die Erklärung zur Unternehmensführung ist nicht Prüfungsobjekt im Rahmen der Prüfung des Lageberichtes durch den Abschlussprüfer.
5. Vergütungsbericht
Der Vergütungsbericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Er fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der artnet AG. Anwendung finden und erläutert die Höhe sowie Struktur der Vorstandsvergütung. Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrates beschrieben. Der Vergütungsbericht beinhaltet des Weiteren Angaben, die nach den Erfordernissen des deutschen Handelsrechts auch Bestandteil des Anhangs nach § 285 HGB bzw. des Lageberichts nach § 289 HGB sind.
5.1 Vergütung des Vorstands
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| Gewährte Zuwendungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| Vorstan | Jacob Pabst | |||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| EUR | 2014 | 2015 | ||
| --- | --- | --- | --- | --- |
| gewährt | gewährt | (min.) | (max.) | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Festvergütung | 235.469 | 304.088 | 304.088 | 304.088 |
| Nebenleistungen | 8.859 | 10.025 | 10.025 | 10.025 |
| Summe | 244.327 | 314.112 | 314.112 | 314.112 |
| Einjährige variable Vergütung | - | 25.000 | - | 304.088 |
| Versorgungsaufwand | - | - | - | - |
| Gesamtvergütung | 244.327 | 339.112 | 314.112 | 618.200 |
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| Zufluss | ||
|---|---|---|
| Vorstand | Jacob Pabst | |
| --- | --- | --- |
| EUR | 2014 | 2015 |
| --- | --- | --- |
| Festvergütung | 235.469 | 304.088 |
| Nebenleistungen | 8.859 | 10.025 |
| Summe | 244.327 | 314.112 |
| Einjährige variable Vergütung | - | - |
| Versorgungsaufwand | - | - |
| Gesamtvergütung | 244.327 | 314.112 |
Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Festlegung der Vergütung des Vorstands der artnet AG orientiert sich an der Größe und der Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen im In- und Ausland. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie am internationalen Arbeitsmarkt für hoch qualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreiz für erfolgreiche Arbeit gibt.
Herr Jacob Pabst erhält von der artnet AG keine Vergütung. Das Entgelt für die Ausübung seiner Tätigkeit als Vorstand der artnet AG ist mit dem Gehalt, welches Herr Jacob Pabst in seiner Funktion als CEO der Artnet Worldwide Corporation bezieht, abgegolten. Sowohl der Vorstandsvertrag mit der artnet AG als auch der Anstellungsvertrag mit der Artnet Worldwide Corporation wurden am 1. Juli 2014 für zwei Jahre bis zum 1. Juli 2016 verlängert.
Die Vergütung von Herrn Jacob Pabst als Vorstand setzt sich aus einer fixen Grundvergütung und einer jährlichen variablen Vergütungskomponente (short term performance-related incentive (STI)) zusammen, die im Folgenden beschrieben wird.
Fixe Grundvergütung: Die fixe Grundvergütung wird monatlich als laufendes Gehalt gezahlt. Im ersten Vertragsjahr wird eine Grundvergütung von monatlich USD 27.083 bzw. USD 325.000 p.a. gezahlt. Im zweiten Jahr des Vertrages erhöht sich die Grundvergütung auf monatlich USD 29.167 bzw. USD 350.000 p.a. Die Artnet Worldwide Corporation übernimmt weiterhin zusätzlich zu den Kosten für die private Krankenversicherung in Höhe von monatlich EUR 450 die Prämie für die Teilnahme an der Betriebs-Gruppen-Krankenversicherung (Company's group medical plan). Die Gesellschaft hat ebenfalls eine Unfallversicherung mit einer Deckungssumme für Invalidität (EUR 300.000) und Tod (EUR 150.000) abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2015 betrug die von der Artnet Worldwide Corporation gezahlte fixe Barvergütung für den Vorstand Jacob Pabst insgesamt EUR 314.112 (USD 342.633). Die Erhöhung der fixen Barvergütung auf Euro-Basis gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf den Wechselkurseffekt infolge des stärkeren US-Dollar zurückzuführen. Auf US-Dollar-Basis erhöhte sich die fixe Barvergütung vertragsgemäß um 5,7 % von USD 324.257 auf USD 342.633.
Variable Vergütungskomponente (STI): Zusätzlich zu der fixen Grundvergütung erhält der Vorstand eine variable Vergütungskomponente, deren Festlegung im Ermessen des Aufsichtsrats steht. Die Basis für die Kalkulation der variablen Komponente bildet der Konzernabschluss für das Jahr, für den das STI gezahlt werden soll. Die variable Vergütungskomponente darf die fixe Grundvergütung nicht überschreiten. Die variable Vergütungskomponente ist je zu einem Drittel abhängig von der Erreichung folgender Ziele:
| ― | 1/3 von der Erreichung des budgetierten Jahresergebnisses und des Cashflows |
| ― | 1/3 von der Entwicklung des Aktienkurses der artnet AG |
| ― | 1/3 im Ermessen des Aufsichtsrats, insbesondere ausgerichtet an längerfristigen Zielen, wie die Einführung neuer Produkte/neuer Geschäftsfelder, die erwartete zukünftige Profitabilität und bedeutende Transaktionen. |
Die variable Vergütungskomponente wird, soweit gewährt, in zehn gleichen monatlichen Raten beginnend in dem Monat nach Gewährung ausgezahlt. Für 2015 wurde eine variable Vergütung von EUR 25.000 auf Basis der Zielerreichung bezüglich der Performanceziele Jahresergebnis und Cashflow durch den Aufsichtsrat als angemessen beurteilt.
5.2 Vergütung des Aufsichtsrates
Die Vergütung des Aufsichtsrates wird auf Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrates durch die Hauptversammlung festgelegt. Sie ist in der Satzung geregelt.
Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an der Größe des Unternehmens, an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder sowie an der wirtschaftlichen Lage und Performance der Gesellschaft.
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten jährlich eine feste Vergütung. Im Einzelnen erhalten der Vorsitzende des Aufsichtsrates EUR 50.000, der stellvertretende Vorsitzende EUR 37.500 und das dritte Mitglied des Aufsichtsrates EUR 25.000.
6. Risiko- und Chancenbericht
6.1 Risikobericht
Risikomanagement
Der artnet Konzern hat ein Risikomanagementsystem zur Identifizierung und laufenden Überwachung der Betriebs- und Finanzrisiken des Konzerns eingerichtet, das die Auswirkungen unerwarteter Ereignisse mildern soll. Das Risikomanagementsystem besteht im Wesentlichen aus folgenden vier Komponenten:
| ― | dem Finanzwesen, das die tatsächlichen Ergebnisse der Geschäftstätigkeit überwacht und im Rahmen einer monatlichen Berichterstattung Plan-Ist-Vergleiche sowie Vorjahres-Vergleiche darstellt; |
| ― | der IT-Infrastruktur, die die jederzeitige Verfügbarkeit und Funktionsfähigkeit der Website sicherstellt und überwacht; |
| ― | dem Projektmanagement, das die Entwicklung und den Fortschritt der einzelnen Technologieprojekte überwacht und |
| ― | der laufenden Traffic-Überwachung, die wichtige Bereiche des Web-Traffics auswertet und analysiert. |
Das Risikomanagementsystem stellt sicher, dass kritische Informationen direkt und zeitnah an den Vorstand weitergeleitet werden.
Frühwarnsystem stellt die Identifizierung potenzieller Risiken sicher
Zur Messung, Überwachung und Steuerung von Geschäftsentwicklung und Risiken nutzt der artnet Konzern ein Steuerungs- und Kontrollsystem, das im Wesentlichen auf den Daten der Finanzbuchhaltung aufsetzt. In einer Risikoinventur sind die wesentlichen vorhandenen Risiken dokumentiert und den Verantwortungsebenen innerhalb des artnet Konzerns zugeordnet worden. Bestehende Risikopotenziale werden laufend beobachtet und bei Bedarf werden adäquate Maßnahmen zur Risikobegrenzung ergriffen. Zum Risikomanagementsystem gehört neben einer regelmäßigen internen Berichterstattung über den Geschäftsverlauf sowie die aktuellen Marktentwicklungen und Kundenbeziehungen auch ein konzernweiter Budgetierungsprozess, der unter anderem operative Risiken und Veränderungen des geschäftlichen Umfeldes berücksichtigt. Unterstützt wird dieser Prozess durch regelmäßige Markt- und Wettbewerbsanalysen.
Umgang mit bedeutenden potenziellen Risiken
Das operative Management ist für die Früherkennung, Kontrolle und Kommunikation von Risiken direkt verantwortlich. So kann der artnet Konzern zeitnah und umfassend auf potenzielle Risiken reagieren. Die Risikopolitik orientiert sich dabei an den Zielen, nachhaltiges Wachstum zu erreichen und den Unternehmenswert langfristig zu sichern, gleichzeitig aber unangemessene Risiken zu vermeiden.
Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess
Der Vorstand hat für die vielfältigen organisatorischen, technischen und wirtschaftlichen Abläufe im Konzern ein internes Kontrollsystem eingerichtet. Wesentlicher Bestandteil ist das Prinzip der Funktionstrennung, das gewährleisten soll, dass vollziehende (z.B. Vertrieb), verbuchende (z.B. Finanzbuchhaltung) und verwaltende (z.B. IT-Administration) Tätigkeiten nicht in einer Hand vereint sind. Durch das Vieraugenprinzip wird gewährleistet, dass kein wesentlicher Vorgang ohne Kontrolle bleibt.
Die Erwartungshaltung des Vorstands wird durch regelmäßige Zielvereinbarungen definiert und dokumentiert. Das Risikomanagement-System sorgt dafür, dass kritische Informationen und Daten direkt an die Unternehmensleitung gegeben werden.
Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt durch den Finanzdirektor der Artnet Worldwide Corporation mit langjähriger Erfahrung und spezieller Expertise für Konsolidierungsfragen.
Risiken
Der Konzern hat die folgenden wesentlichen Risiken identifiziert:
Externe Risiken
Konjunkturtrends im Kunstmarkt
artnet unterliegt den Schwankungen im Kunstmarkt. Der Kunstmarkt wird von den Wirtschaftsbedingungen im In- und Ausland beeinflusst. Inwieweit sich diese Entwicklungen in Zukunft auf den Kunstmarkt auswirken werden, bleibt unklar.
Betriebliche Risiken
Infrastruktur des IT-Systems
Funktionsstörungen der Website könnten die laufenden Umsätze und Gewinne von artnet mindern und möglicherweise auch die künftigen Umsätze und Ergebnisse beeinträchtigen.
Häufige oder anhaltende Unterbrechungen des Services könnten bestehenden oder interessierten Nutzern Anlass zu der Annahme geben, dass die Systeme des Konzerns nicht zuverlässig sind. Dies könnte nachteilige Auswirkungen auf den Ruf des Konzerns haben. Derartige Unterbrechungen erhöhen die Arbeitsbelastung der IT-Abteilung, was wiederum die Einführung neuer Funktionen und Services verzögert. Wenngleich die Systeme des Konzerns so konzipiert wurden, dass die Ausfallzeiten bei Stromausfällen oder im Katastrophenfall gering sind, kann die Möglichkeit der Beschädigungen oder der Störungen durch Überschwemmungen, Feuer, Strom- und Telekommunikationsausfälle, Terroranschläge, Computerviren und andere Unglücksfälle nie vollumfänglich ausgeschlossen werden. Die Webserver von artnet befinden sich in einer sicheren externen Einrichtung.
Produktentwicklung
Der künftige Erfolg von artnet hängt davon ab, wie schnell sich der Konzern an die technologischen Veränderungen und entstehenden Branchenstandards anpassen kann. Der Vorstand plant, die Leistung, Funktionen und Zuverlässigkeit der Website weiter zu verbessern und neue Produkte einzuführen, die für bestehende und potenzielle Kunden von Nutzen sind. Der Konzern beobachtet die Markttrends und konzentriert sich auf die Produktentwicklung.
Aus diesem Grund hat artnet in den vergangenen Jahren sein Entwicklungsteam verstärkt. Der Personalaufbau ermöglicht es artnet, den wachsenden Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden und das Wachstumspotenzial durch die Einführung neuer Produkte zu erhöhen.
Es besteht das Risiko, dass Produktinnovationen und -weiterentwicklungen vom Markt und den Kunden nicht so schnell angenommen werden wie geplant und die damit verbundenen Ziele verfehlt werden. Die Ertragslage von artnet würde in diesem Fall bei noch fehlenden Umsatzerlösen durch die steigenden Kosten der Produktentwicklung und höhere laufende Kosten belastet werden.
Die Risiken im Bereich der Produktentwicklung wurden in den letzten Jahren durch den zunehmenden Wettbewerb und durch den Markteintritt von mehreren Start-up-Internetdienstleistern erhöht, die in einem oder mehreren Produktsegmenten zu artnet in Konkurrenz getreten sind.
Website-Besuche
Website-Besuche (Traffic) sind für artnet von großer Bedeutung. Rückläufige Besucherzahlen könnten die Umsätze aller Produktlinien verringern. artnet überwacht die Website-Besuche auf Tages-, Wochen- und Monatsbasis, um sicherzustellen, dass diese den Erwartungen entsprechen. Zur weiteren Steigerung der Website-Besuche benötigt der Konzern außerdem ein größeres finanzielles Engagement für Werbung und Marketing. Soweit dies möglich ist, überwacht artnet die Besucherzahlen und die über die Website erzielten Umsätze und stellt diese den entsprechenden Aufwendungen für Werbung und Marketing gegenüber, um den Erfolg von Werbe- und Marketingmaßnahmen zu beurteilen.
Rechtliche Risiken
Markenrechte
artnet schützt sich durch die markenrechtliche Sicherung des Namens "artnet" in den Schlüsselmärkten des Konzerns, insbesondere in den USA, Deutschland, Frankreich und der Europäischen Union. Klagen gegen Markenverletzungen sind kostspielig und unterliegen der Prüfung durch nationale Behörden, die für den Konzern negativ ausfallen könnten. Darüber hinaus muss sich der Konzern gegen Urheber- und sonstige Rechtsansprüche verteidigen, die ebenfalls negative Folgen für den Konzern haben könnten.
Urheberrechte
artnet verwendet in seiner Datenbank eine Vielzahl an Fotografien von dekorativer Kunst und ist als international tätiger Konzern, der seine Dienste online anbietet, unterschiedlichen Regularien in Bezug auf den Schutz von Urheberrechten ausgesetzt. Dem Rechnung tragend hat artnet mit der Verwertungsgesellschaft Bild-Kunst in Deutschland und der Artist Rights Society in den USA Lizenzverträge abgeschlossen, die jedoch nicht die Rechte für sämtliche in der Datenbank verwendeten Abbildungen abdecken. Als Reaktion auf die Klagen eines französischen Fotografen vor französischen und deutschen Gerichten, der sich in seinen Rechten als Urheber für in der Datenbank verwendete Fotografien dekorativer Kunst für Auktionskataloge verletzt sieht, wird artnet alle rechtlich und vertraglich notwendigen Schritte unternehmen, um zukünftige Klagen zu vermeiden, ohne dass ausgeschlossen werden kann, dass insbesondere in Frankreich andere Fotografen ähnliche Klagen anstreben könnten. Dies könnte erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben.
Schutz der Kundendaten
artnet speichert die Kundendaten gemäß den derzeit geltenden Gesetzen und Vorschriften. Würde es Dritten jedoch gelingen, die von artnet getroffenen Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen und an die Kundeninformationen zu gelangen, könnte artnet für entstandene Schäden haftbar gemacht werden.
Finanzielle Risiken
Fremdwährungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiko
artnet führt einen Teil seiner Geschäfte außerhalb der USA und unterliegt dadurch dem Risiko nachteiliger Wechselkursschwankungen. Da die Wechselkurse veränderlich sind, können die Umsatzerlöse sowie die betrieblichen Aufwendungen erheblich von den Erwartungen abweichen. artnet sichert sich derzeit nicht gegen solche Währungsrisiken ab. Stattdessen nehmen die Konzerngesellschaften Zahlungen von Kunden auch in Euro und Pfund Sterling an und bezahlen ihre Lieferanten in Europa in diesen Währungen. Dies trägt zur Reduzierung des Wechselkursrisikos bei.
Fremdwährungsrisiken bestehen für den artnet Konzern zudem aus konzerninternen Euro-Forderungen, die im Wesentlichen aus der Finanzierung der im Euro-Währungsraum ansässigen Muttergesellschaft artnet AG durch die im US-Dollar-Währungsraum ansässige operative Tochtergesellschaft Artnet Worlwide Corporation resultieren, sowie aus den in der Artnet Worldwide Corporation gehaltenen Euro-Bankbeständen. Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Bewertung von konzerninternen langfristigen Darlehensforderungen, die als Bestandteil eines Nettoinvestments qualifiziert werden, werden erfolgsneutral im Fremdwährungsausgleichsposten ausgewiesen. Der im Fremdwährungsausgleichsposten erfasste Betrag wird erst dann erfolgswirksam in die Gewinn-und-Verlust-Rechnung umgegliedert, wenn und soweit die Beteiligungsquote vollständig oder teilweise verringert wird. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit sieht der Vorstand des artnet Konzerns weiterhin von einer Absicherung dieses Fremdwährungsrisikos ab.
Im artnet Konzern liegt keine signifikante Konzentration des Ausfallrisikos von finanziellen Vermögenswerten vor, da sich das Engagement auf eine große Anzahl von Kunden, sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen, im Markt für bildende Kunst verteilt. Dennoch könnte sich ein weltweiter Konjunkturrückgang negativ auf die Zahlungsfähigkeit der Kunden des Konzerns auswirken und zu einer Verlängerung des durchschnittlichen Zahlungsziels oder im schlimmsten Fall zu einem Anstieg der Forderungsausfälle führen. Dies würde die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns belasten. artnet versucht, diesen Risiken entgegenzuwirken, indem es mit seinen Kunden, wann immer dies möglich ist, Vorauszahlungen vereinbart.
Das Liquiditätsrisiko ist das Risiko, dass artnet seinen Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit nicht fristgerecht nachkommen kann. artnet bestreitet seine laufenden Kosten und Investitionen aus dem vorhandenen Liquiditätsbestand und dem operativen Cashflow und verfügt über keine Kreditlinien. Der Liquiditätsbestand des artnet-Konzerns ist im Geschäftsjahr 2015 durch den Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der Tilgung von Leasing- und Darlehensverbindlichkeiten zurückgegangen.
Die im März 2015 erfolgte Verurteilung zu hohen Schadenersatzzahlungen von EUR 0,8 Mio. durch ein Berufungsgericht in Frankreich im Zusammenhang mit einer geltend gemachten Verletzung von Urheberrechten eines französischen Fotografen könnte weiter zu möglicherweise bestandsgefährdenden Liquiditätsrisiken für artnet führen, wenn dieser im Vorjahr in den Rückstellungen erfasste Betrag kurzfristig zu leisten wäre. artnet hat am 25. Mai 2015 Rechtsmittel gegen dieses Urteil eingelegt. Der französische Kassationsgerichtshof hat im März 2016 aufgrund eines prozessualen Aspekts in einer Vorabentscheidung, ohne sich mit den sachlichen Argumenten auseinanderzusetzen, zugunsten des französischen Fotografens entschieden. Eine Prüfung der von artnet vorgebrachten Argumente wurde an eine vollständige oder teilweise Zahlung des von der Vorinstanz festgesetzten Schadensersatzes in Höhe von EUR 0,8 Mio. geknüpft. artnet prüft derzeit sämtliche Handlungsoptionen, um die etwaige Vollstreckung des französischen Urteils in Deutschland und den USA zu unterbinden. Die Rückstellungsbewertung für dieses Verfahren des Vorjahres wurde zum 31. Dezember 2015 beibehalten. Die Rückstellung deckt bereits das dem Verfahren innewohnende maximale Risiko ab.
Die erstinstanzliche Entscheidung eines in Deutschland in gleicher Sache anhängigen Verfahrens wird Mitte 2016 erwartet. Die Gesellschaft behält sich vor, gegebenenfalls Rechtsmittel gegen das Urteil einzulegen. Für dieses Verfahren wurden im Vorjahr Rückstellungen von TEUR 150 inklusive der zu erwartenden Rechts- und Beratungskosten gebildet. Die Risikoeinschätzung für diesen Rechtsstreit hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert, da zum Aufstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses aus dem laufenden Gerichtsverfahren noch keine gesicherten Erkenntnisse für eine wesentlich abweichende Bewertung vorliegen.
Neben der Ausnutzung sämtlicher zur Verfügung stehender Rechtsmittel versucht artnet in beiden Verfahren eine außergerichtliche Einigung mit dem französischen Fotografen zu erzielen. Unter Berücksichtigung aller Handlungsoptionen geht artnet nicht von einem vollständigen Zahlungsabfluss für diese Rückstellungen im Geschäftsjahr 2016 aus.
Da der artnet Konzern verzinsliche Schulden lediglich in Form von Finanzierungsleasingverhältnissen und Gesellschafterdarlehen aufweist, sind die Zinsänderungsrisiken als unbedeutend anzusehen.
Sonstige Risiken
Mitarbeiter in Schlüsselpositionen
Der Arbeitsmarkt für qualifizierte und motivierte Manager ist sehr wettbewerbsintensiv. Aufgrund der relativ geringen Größe von artnet könnte sich der Verlust von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen negativ auswirken. Möglicherweise enthält die vorstehende Auflistung nicht alle Risiken, denen artnet ausgesetzt ist. Risiken, die nicht erkannt sind oder über die nicht berichtet wurde, könnten zutage treten und sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Der Konzern wird sein Umfeld auch weiterhin überwachen und die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems überprüfen. Trotz kontinuierlicher Anpassungen des Risikomanagementsystems ist es nicht möglich, die Wahrscheinlichkeit des Eintretens bestimmter Risiken oder deren finanzielle Auswirkungen vollständig zu quantifizieren.
6.2 Chancenbericht
Der Online-Kunsthandel bildet ein dynamisches Marktumfeld, in dem sich ständig neue Chancen für artnet eröffnen. Die Größe des Unternehmens und kurze Entscheidungswege erlauben es artnet, schnell auf aktuelle Gegebenheiten und auf Trendwenden unter Abwägung des Risikopotenzials zu reagieren. Chancen können sich aus dem internen oder externen Umfeld ergeben.
Die Entwicklung des internationalen Kunstmarktes ist eng mit der Konjunktur der Industriestaaten verknüpft. Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben daher ebenfalls Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit. Sollte sich die Weltwirtschaft und insbesondere die Wirtschaft in den Krisenländern der Europäischen Union nachhaltiger erholen als erwartet, könnte sich dies positiv auf unser Ergebnis auswirken.
Das Vertrauen von Käufern und Verkäufern in das Internet als Transaktionsplattform auch für hochpreisige Kunstwerke wächst stetig. Für die kommenden Jahre gehen wir von einem Wachstum des Online-Kunstmarktes im zweistelligen Prozentbereich aus, sodass dieser bereits im Jahr 2020 EUR 10 Mrd. erreichen könnte. Sollte dieser Bereich schneller als derzeit erwartet wachsen, könnten insbesondere für das Segment artnet Auctions unsere mittelfristigen Prognosen übertroffen werden.
Der Erfolg unseres Unternehmens hängt in großem Maße von unserer Fähigkeit ab, unseren Kunden innovative Lösungen und verbesserte Produkte zur Verfügung zu stellen. Daher arbeiten wir auch weiterhin daran, die Effektivität unserer Produkt- und Website-Entwicklungen stetig zu erhöhen. Sollten wir in diesem Bereich schneller Fortschritte machen können, könnten Produktverbesserungen zügiger umgesetzt werden. Dies könnte sich positiv auf Umsätze und die Ertragslage auswirken.
Durch die Einführung des Nachrichtenportals artnet News in 2014 ist es gelungen, das Produktpaket von artnet um einen weiteren Bestandteil zu ergänzen. Im Berichtsjahr wurde die Nachrichtenplattform um das artnet News-App ergänzt. Dies wirkte sich positiv auf die Markenbekanntheit und die Anzahl der Besucher auf unserer Website aus. Die daraus resultierende erhöhte Attraktivität der auf den Seiten verkaufbaren Werbebanner führte zu einem Anstieg der Advertisingerlöse.
7. Nachtragsbericht
Im März 2016 hat der französische Kassationsgerichtshof eine Entscheidung in dem Rechtsstreit eines französichen Fotografen gegen artnet AG, artnet France Sarl und Artnet Worldwide Corporation betreffend dessen Behauptung einer Verletzung von Urheberrechten getroffen. Der Kassationsgerichtshof hat aufgrund eines prozessualen Aspekts zugunsten des Fotografen entschieden.
In der Vorinstanz hatte das Berufungsgericht Paris artnet AG, artnet France Sarl und Artnet Worldwide Corporation zur Zahlung von € 764.412 an den Fotografen verurteilt und eine gesamtschuldnerische Haftung angeordnet. Das dagegen eingelegte Rechtsmittel von artnet AG, artnet France Sarl und Artnet Worldwide Corporation war darauf gerichtet, dass der Kassationsgerichtsgerichtshof diese Entscheidung aufhebt und den Fall für eine erneute inhaltliche Prüfung an ein anderes Berufungsgericht zurückverweist. Allerdings stellte der französische Fotograf einen Antrag, dass der Kassationsgerichtshof dieses Rechtsmittel nicht bearbeiten könne, weil bestimmte Voraussetzungen der Berufungsgerichtsentscheidung nicht eingehalten worden seien.
Dieser Antrag wurde zwischen den Parteien vor Gericht in einer Anhörung erörtert, die letztlich zu einer Vorabentscheidung zugunsten des Fotografen führte.
Dementsprechend setzt sich die Vorabentscheidung nicht mit den sachlichen Argumenten auseinander, die artnet AG, artnet France Sarl und Artnet Worldwide Corporation gegen die Entscheidung des Berufungsgerichts vorgebracht haben. Bei vollständiger oder teilweiser Zahlung des o.g. Betrags innerhalb einer zweijährigen Frist könnte das Kassationsgericht den Fall möglicherweise erneut prüfen.
Die Gesellschaft prüft derzeit eingehend ihre rechtlichen und sonstigen zur Verfügung stehenden Handlungsoptionen.
Weitere berichtspflichtige Ereignisse von wesentlicher Bedeutung für die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage des artnet Konzerns haben sich nicht ergeben.
8. Prognosebericht
Der folgende Bericht gibt die Prognosen des Managements hinsichtlich der künftigen Entwicklung der einzelnen artnet Segmente sowie des Geschäftsverlaufes insgesamt wieder. Es wird dabei darauf hingewiesen, dass der tatsächliche Geschäftsverlauf aufgrund des Eintretens von Chancen und Risiken, wie im Chancen- und Risikobericht beschrieben, positiv wie negativ von diesen Prognosen abweichen kann.
artnet wird sich auch in 2016 in einem weiterhin kompetitiven Marktumfeld beweisen und dabei von der stetig wachsenden Popularität der Nachrichtenplattform artnet News profitieren. Mit tagesaktuellen Nachrichten aus der Kunstwelt und Artikeln zur Entwicklung des Kunstmarktes und aktuellen Trends, die seit Dezember 2015 auch durch die artnet News-iPhone-App veröffentlicht werden, soll die Anzahl der Besucher und Seitenaufrufe wesentlich gesteigert werden. Im Laufe des 1. Halbjahrs 2016 wird zusätzlich eine Android-App erhältlich sein. Dies wird sich positiv auf die generierten Werbeeinnahmen auswirken, die nicht nur dem Segment artnet News zugerechnet werden. Für das Segment artnet News wird für das Geschäftsjahr 2016 ein starkes Umsatzwachstum prognostiziert.
Die Anzahl der Abonnements zur Price Database hat sich in 2015 stabilisiert, wobei eine Verschiebung hin zu langfristigen und höherpreisigen Preismodellen zu beobachten ist. Das Management erwartet, dass sich dieser Trend in 2016 fortsetzen wird und rechnet für das Segment artnet Price Database mit einem leichten Umsatzwachstum.
In 2015 wurde das Erscheinungsbild der Galerie-Seiten überarbeitet, was sich unter anderem auch in einer Verdopplung der über die artnet Website generierten direkten Anfragen an Galerien und Auktionshäuser niederschlug und sich insgesamt positiv auf die Kundenzufriedenheit unserer Partnergalerien und Auktionshäuser auswirkte. In einem weiterhin kompetitiven Marktumfeld rechnet das Management mit einer Stabilisierung der Mitgliederzahl. Aufgrund des antizipierten Anstieges der Erlöse aus Auktionshauspartnerschaften sowie der dem Segment artnet Galerien-Netzwerk zugeordneten Werbeeinnahmen wird mit einem leichten Anstieg der Umsatzerlöse für dieses Segment gerechnet.
Aufgrund der stetig wachsenden Akzeptanz der Marktteilnehmer wird der Online- Auktionsmarkt zukünftig eine immer größere Rolle in der Kunstwelt spielen und auch für höherpreisige Objekte immer bedeutender werden. Dieser Trend spiegelt sich insbesondere am wachsenden Interesse an den artnet Online-Auktionen nieder, welches sich in 2015 durch einen starken Anstieg der Neuanmeldungen von Käufern und Verkäufern im Auktionsportal manifestierte. In einem expandierenden Marktumfeld erwartet das Management von dieser Entwicklung zu profitieren und prognostiziert ein starkes Umsatzwachstum für das Segment artnet Auctions.
Aufgrund der für die einzelnen Segmente dargestellten Erwartungen wird für das Geschäftsjahr 2016 insgesamt eine Umsatzsteigerung auf USD 20 bis 21 Mio. (EUR 18 bis 19 Mio.) und ein Ergebnis nach Steuern von USD 1,0 bis 1,3 Mio. (EUR 0,9 bis 1,2 Mio.) prognostiziert. Vorbehaltlich des derzeit nicht abschließend zu beurteilenden Risikos möglicher Liquiditätsabflüsse aus den beiden im Risikobericht dargestellten Urheberrechtsprozessen wird für den Cash-Bestand aufgrund der prognostizierten Umsatzerlöse und der geplanten Ausgaben gegenüber dem Stand zum 31. Dezember 2015 ein leichter Anstieg erwartet.
Für die artnet AG rechnen wir für das Geschäftsjahr 2016 entsprechend der geplanten positiven Konzernentwicklung auf Basis einer weiter steigenden Dividendenausschüttung der Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation erneut mit der Erzielung eines positiven Jahresergebnisses, das plangemäß höher als in 2015 ausfallen sollte.
Berlin, den 7. April 2016
Jacob Pabst, Vorstand, artnet AG
Bilanz der artnet AG, Berlin zum 31. Dezember 2015
Aktiva
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| 31.12.2015 EUR |
31.12.2014 EUR |
|
|---|---|---|
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 5,00 | 5,00 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 1,00 | 1,00 |
| 6,00 | 6,00 | |
| II. Sachanlagen | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.728,00 | 37.287,81 |
| III. Finanzanlagen Anteile an verbundenen Unternehmen | 9.184.433,10 | 9.184.433,10 |
| 9.189.167,10 | 9.221.726,91 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Sonstige Vermögensgegenstände | 50.141,22 | 43.390,93 |
| II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks | 24.303,77 | 33.124,63 |
| 74.444,99 | 76.515,56 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 5.043,97 | 5.332,58 |
| 9.268.656,06 | 9.303.575,05 | |
| Passiva | ||
| 31.12.2015 EUR |
31.12.2014 EUR |
|
| A. Eigenkapital | ||
| I. Ausgegebenes Kapital | ||
| 1. Gezeichnetes Kapital | 5.631.067,00 | 5.631.067,00 |
| - bedingtes Kapital EUR 398.907,00 (Vj. EUR 398.907,00) | ||
| 2. Nennbetrag eigener Anteile | -78.081,00 | -78.081,00 |
| 5.552.986,00 | 5.552.986,00 | |
| II. Gewinnrücklagen | ||
| 1. Gesetzliche Rücklage | 130.197,02 | 130.197,02 |
| 2. Andere Gewinnrücklagen | 2.818.861,48 | 2.818.861,48 |
| 2.949.058,50 | 2.949.058,50 | |
| III. Bilanzverlust | -2.749.251,28 | -3.044.482,83 |
| 5.752.793,22 | 5.457.561,67 | |
| B. Rückstellungen | ||
| Sonstige Rückstellungen | 1.081.363,71 | 1.080.388,20 |
| C. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 30.552,03 | 77.906,03 |
| 2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 2.104.351,94 | 2.178.176,02 |
| 3. Sonstige Verbindlichkeiten | 299.595,16 | 509.543,13 |
| 2.434.499,13 | 2.765.625,18 | |
| 9.268.656,06 | 9.303.575,05 |
Gewinn- und Verlustrechnung der artnet AG, Berlin, für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015
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| 2015 EUR |
2014 EUR |
|
|---|---|---|
| 1. Sonstige betriebliche Erträge | ||
| 2. Personalaufwand | 558.240,42 | 576.930,00 |
| a) Löhne und Gehälter | 319.052,50 | 315.391,28 |
| b) Soziale Abgaben | 63.586,12 | 69.201,76 |
| 382.638,62 | 384.593,04 | |
| 3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 11.310,36 | 13.854,19 |
| 4. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 792.002,89 | 887.786,75 |
| -627.711,45 | -709.303,98 | |
| 5. Erträge aus Beteiligungen | 995.000,00 | 0,00 |
| 6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 72.057,00 | 20.004,00 |
| 7. Ergebnis der gewöhnlichen | 922.943,00 | -20.004,00 |
| Geschäftstätigkeit | 295.231,55 | -729.307,98 |
| 8. Außerordentliche Aufwendungen | 0,00 | 950.000,00 |
| 9. Sonstige Steuern | 0,00 | 80,00 |
| 10. Jahresüberschuss (Vj. Jahresfehlbetrag) | 295.231,55 | -1.679.387,98 |
| 11. Verlustvortrag | -3.044.482,83 | -1.365.094,85 |
| 12. Bilanzverlust | -2.749.251,28 | -3.044.482,83 |
Anhang für das Geschäftsjahr 2015
1. Allgemeine Angaben
Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Berlin unter der Registernummer HRB 98006B eingetragen.
Dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften sowie die ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes zugrunde.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.
Die Aktien der artnet AG sind zum Handel im geregelten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Daher gelten für die Aufstellung des Jahresabschlusses ungeachtet der Größenklassen des § 267 HGB die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.
2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses entsprechen den Vorjahresgrundsätzen.
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 wurde unter der Prämisse der Unternehmensfortführung aufgestellt, da die artnet AG davon ausgeht, die im Folgejahr 2016 fälligen Zahlungsverpflichtungen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit bedienen zu können. Dabei erwarten wir, dass aus dem in Frankreich erlassenen rechtskräftigen Urteil aufgrund der geplanten Maßnahmen gegen die Durchsetzung der Vollstreckung kein vollständiger Zahlungsabfluss erfolgt. Für das in Deutschland in gleicher Sache anhängige Verfahren gehen wir aufgrund der geplanten Einlegung von Rechtsmitteln von keinem Zahlungsabfluss im Geschäftsjahr 2016 aus. Hinsichtlich der möglichen Liquiditätsrisiken aus den laufenden Urheberrechtsprozessen wird auf die detaillierte Berichterstattung zum Liquiditätsrisiko im Lagebericht hingewiesen.
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen.
Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind mit ihren Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen und basieren auf der geschätzten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 150,00 werden im Jahr des Zugangs unter Inanspruchnahme des Wahlrechts gemäß § 6 Abs. 2 a EStG voll abgeschrieben.
Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet.
Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.
3. Erläuterungen zu den einzelnen Posten des Jahresabschlusses
3.1. Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der auf diese entfallenden Abschreibungen ergibt sich aus dem diesem Anhang als Anlage beigefügten Anlagenspiegel.
Finanzanlagen
Die Finanzanlagen betreffen die Beteiligung an der Artnet Worldwide Corporation, New York, USA, an der die artnet AG seit dem Geschäftsjahr 2002 sämtliche Anteile hält. Die Bewertung erfolgt mit den historischen Anschaffungskosten.
3.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.
3.3. Eigenkapital
Grundkapital
Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 5.631.067,00 und ist eingeteilt in 5.631.067 Stück nennwertlose Namensaktien.
Bedingtes Kapital
In der Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 wurde das Grundkapital um EUR 560.000,00 bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 560.000 neuen Stückaktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und Mitglieder der Geschäftsführung verbundener Unternehmen sowie an Arbeitnehmer der artnet AG oder ihrer Tochtergesellschaften (Bedingtes Kapital 2009/I). Das bedingte Kapital 2009/1 ist im Vorjahr ausgelaufen. Es wurden daraus keine Stammaktien ausgegeben.
Im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2009 wurden in den Jahren 2009, 2010 und 2014 insgesamt 398.907 Aktienoptionen an die Geschäftsführung und Mitarbeiter der Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation ausgegeben. Es konnten bisher keine der gewährten Aktienoptionen ausgeübt werden. In Höhe der 398.907 ausgegebenen Aktienoptionen kann noch eine bedingte Kapitalerhöhung aus dem bedingten Kapital 2009/I bei deren Ausübung erfolgen.
Genehmigtes Kapital
Gemäß Beschluss der Hauptversammlung der artnet AG vom 16. Juli 2014 ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats berechtigt, das Grundkapital bis zum 15. Juli 2019 um bis zu EUR 2.800.000,00 durch Ausgabe von 2.800.000 neuen Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2014).
Aus dem genehmigten Kapital 2014 wurden bisher keine Aktien ausgegeben.
Eigene Anteile
Die artnet AG hält unverändert zum Vorjahr eigene Anteile mit einem Nennbetrag bzw. rechnerischen Wert von EUR 78.081 (1,4 % des Grundkapitals). Hierbei handelt es sich um 78.081 Stück eigene Aktien. Der Erwerb der eigenen Aktien im Geschäftsjahr 1999 diente insbesondere der Zuteilung von Aktien zur Umsetzung des Aktienoptionsplans der Artnet Corp., New York, USA. Im Geschäftsjahr 2015 sind keine Zukäufe und Verkäufe von eigenen Aktien erfolgt.
3.4. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Rückstellungen für Prozessrisiken über TEUR 950. Darüber hinaus sind vor allem erworbene Aufwendungen im Zusammenhang mit der Erstellung und Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses (TEUR 93) enthalten.
3.5. Verbindlichkeiten aus Steuern und im Rahmen der sozialen Sicherheit
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 5 (Vj. TEUR 4) sowie im Rahmen der sozialen Sicherheit von TEUR 1 (Vj. TEUR 1).
3.6. Verbindlichkeiten
Mit Ausnahme der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben alle Verbindlichkeiten eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden Darlehensverbindlichkeiten über TEUR 1.500 (Vj. TEUR 0) ausgewiesen, die eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben.
3.7. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 558 enthalten mit TEUR 529 (Vj. TEUR 577) Erträge aus der Weiterbelastung von Personal- und Sachaufwendungen für Dienstleistungen, die zugunsten der Tochtergesellschaft Artnet Corp. erbracht wurden.
3.8. Periodenfremde Erträge und Aufwendungen
Periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 22 enthalten.
Periodenfremde Aufwendungen werden in Höhe von TEUR 7 im Personalaufwand ausgewiesen.
3.9. Erträge aus verbundenen Unternehmen
Die Erträge aus Beteiligungen betreffen ausschließlich das verbundene Unternehmen Artnet Worldwide Corporation.
3.10. Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Raumkosten, Rechts-, Beratungs- und Jahresabschlusskosten, die Kosten der Hauptversammlung sowie Reisekosten enthalten.
3.11. Zinsaufwendungen
Die Zinsaufwendungen betreffen mit TEUR 56 das verbundene Unternehmen Artnet Worldwide Corporation.
4. Organe der Gesellschaft
4.1. Vorstand
Im Berichtsjahr war als Vorstand Herr Jacob Pabst, New York, tätig. Der Vorstand ist alleinvertretungsberechtigt und von dem Verbot der Mehrvertretung (§ 181 BGB) befreit.
Herr Jacob Pabst hat in 2015 von der artnet AG keine Vorstandsvergütung erhalten. Seine Vergütung wird von der Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation getragen und im Konzernabschluss der artnet AG angegeben.
4.2. Aufsichtsrat
Der Aufsichtsrat besteht aus folgenden Mitgliedern:
Herr John D. Hushon, Kaufmann, Naples/Florida, USA (Vorsitzender)
Herr Hans Neuendorf, Kaufmann, Berlin (stellvertretender Vorsitzender)
Frau Piroschka Dossi, München
Die Vergütung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2015 betrug EUR 112.500,00, davon EUR 50.000,00 für den Vorsitzenden, EUR 37.500,00 für den Stellvertreter und EUR 25.000,00 für die weiteren Mitglieder des Aufsichtsrates.
5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen vor allem aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 69.
6. Anteilsbesitz
Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile an der Artnet Worldwide Corporation, New York, USA, die zum 31. Dezember 2015 ein Eigenkapital von TUSD 4.299 und einen Jahresüberschuss von TUSD 1.214 für das Geschäftsjahr 2015 ausweist.
Die Artnet Corp. wiederum hält 100 % der Anteile an der artnet France, die zum 31. Dezember 2015 ein Eigenkapital von TEUR 130 und einen Jahresüberschuss von TEUR 1 für das Geschäftsjahr 2015 ausweist, sowie 100 % der Anteile an der artnet UK. Die artnet UK weist zum 31. Dezember 2015 ein Eigenkapital von TGBP 28 und einen Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2015 von TGBP 2 aus.
7. Sonstige Angaben
Konzernabschluss
Die artnet AG erstellt und veröffentlicht einen Konzernabschluss nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, der in Anwendung von § 315 a HGB eine befreiende Wirkung für die Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach deutschem Recht hat.
Mitarbeiter
Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 6 (Vj. 9) Angestellte beschäftigt.
Honorare des Abschlussprüfers
Auf die Angabe des Abschlussprüferhonorars wird im Anhang zum Jahresabschluss verzichtet, da die Angabe im Konzernabschluss der artnet AG erfolgt.
Mitteilungen nach § 21 WpHG
Nach § 21 WpHG sind Aktionäre verpflichtet, bei Über- oder Unterschreiten bestimmter Meldeschwellen die Höhe ihrer Stimmrechtsanteile zu melden. Die Meldeschwellen sind 3 %, 5 %, 10 %, 15 %, 20 %, 25 %, 30 %, 50 % und 75 %. Die artnet AG hat folgende Stimmrechtsmitteilungen gemäß § 26 WpHG erhalten:
7. Oktober 2015
Herr Brewster Fine, Vereinigte Staaten, hat uns am 6. Oktober 2015 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 1. Oktober 2015 die Schwelle von 3% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,24%, entsprechend 182.198 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt.
7. April 2015
1. Die Weng Fine Art AG mit Sitz in Krefeld, Deutschland, hat uns am 2. April 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 27. März 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,66 %, entsprechend 150.000 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt.
2. Herr Rüdiger K. Weng, Deutschland, hat uns am 2. April 2015 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 27. März 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,67 %, entsprechend 150.100 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Von diesen Stimmrechten werden Herrn Rüdiger K. Weng 2,67 %, entsprechend 150.100 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.
23. März 2015
1. Die Weng Fine Art AG mit Sitz in Krefeld, Deutschland, hat uns am 20. März 2015 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 16. März 2015 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,56 %, entsprechend 257.000 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt.
2. Herr Rüdiger K. Weng, Deutschland, hat uns am 20. März 2015 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 16. März 2015 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,58 %, entsprechend 258.150 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Von diesen Stimmrechten werden Herrn Rüdiger K. Weng 4,58%, entsprechend 258.150 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet, einschließlich der Stimmrechte des folgenden Aktionärs, dessen Stimmrechtsanteil 3 % oder mehr beträgt: Weng Fine Art AG.
12. März 2015
Herr Hans-Herbert Döbert, Deutschland, hat uns am 11. März 2015 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 10. März 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,01 %, entsprechend 169.700 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt.
Die Gesellschaft hat diese Mitteilungen im Wortlaut auf ihrer Investor-Relations-Website veröffentlicht.
Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex
Die nach § 161 AktG erforderliche Entsprechenserklärung zur Einhaltung der Verhaltensempfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde am 31. März 2016 letztmals aktualisiert und auf unserer Homepage den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.
Berlin, den 7. April 2016
artnet AG
Der Vorstand
Jacob Pabst
Entwicklung des Anlagevermögens der artnet AG, Berlin im Geschäftsjahr 2015
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| Anschaffungs-/Herstellungskosten | ||||
|---|---|---|---|---|
| 1.1.2015 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
31.12.2015 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 5.613,10 | 0,00 | 0,00 | 5.613,10 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 77.890,64 | 0,00 | 0,00 | 77.890,64 |
| 83.503,74 | 0,00 | 0,00 | 83.503,74 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 121.086,38 | 1.161,55 | 80.492,34 | 41.755,59 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 9.184.433,10 | 0,00 | 0,00 | 9.184.433,10 |
| 9.389.023,22 | 1.161,55 | 80.492,34 | 9.309.692,43 |
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| Kumulierte Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|
| 1.1.2015 EUR |
Zugänge EUR |
Abgänge EUR |
31.12.2015 EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 5.608,10 | 0,00 | 0,00 | 5.608,10 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 77.889,64 | 0,00 | 0,00 | 77.889,64 |
| 83.497,74 | 0,00 | 0,00 | 83.497,74 | |
| II. Sachanlagen | ||||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 83.798,57 | 11.310,36 | 58.081,34 | 37.027,59 |
| III. Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| 167.296,31 | 11.310,36 | 58.081,34 | 120.525,33 |
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| Buchwerte | ||
|---|---|---|
| 31.12.2015 EUR |
31.12.2014 EUR |
|
| --- | --- | --- |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | ||
| 1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | 5,00 | 5,00 |
| 2. Geschäfts- oder Firmenwert | 1,00 | 1,00 |
| 6,00 | 6,00 | |
| II. Sachanlagen | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4.728,00 | 37.287,81 |
| III. Finanzanlagen | ||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 9.184.433,10 | 9.184.433,10 |
| 9.189.167,10 | 9.221.726,91 |
Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der artnet AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des gesetzlichen Vertreters der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des gesetzlichen Vertreters sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Ohne diese Beurteilung einzuschränken, weisen wir auf die Ausführungen des Vorstands zum Liquiditätsrisiko im Risikobericht des Lageberichts hin. Dort wird ausgeführt, dass es weiter zu bestandsgefährdenden Liquiditätsrisiken kommen könnte, wenn die im März 2015 durch ein Berufungsgericht in Frankreich festgesetzte Schadenersatzzahlung in Höhe von EUR 0,8 Mio. kurzfristig zu leisten wäre. Die im Mai 2015 eingelegten Rechtsmittel wurden im März 2016 durch den französischen Kassationsgerichtshof vorläufig zurückgewiesen. Der Vorstand rechnet im Geschäftsjahr 2016 aufgrund der beabsichtigten Ausnutzung sämtlicher zur Verfügung stehender Rechtsmittel gegen die mögliche Vollstreckung sowie des Versuchs, in dem Verfahren eine außergerichtliche Einigung zu erzielen, nicht mit einem vollständigen Zahlungsabfluss.
Hamburg, 8. April 2016
**Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft**
Florian Riedl, Wirtschaftsprüfer
Dirk Schützenmeister, Wirtschaftsprüfer
Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2015 wurde in der Aufsichtsratssitzung am 8. April 2016 durch den Aufsichtsrat gebilligt und ist damit festgestellt.