Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

artnet AG Annual Report 2013

Jun 10, 2014

37_rns_2014-06-10_813abe95-c08e-47fd-9aed-6c72ec43f5b6.html

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Publication

artnet AG

Berlin

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2013

Geschäftsbericht 2013

Finanzkennzahlen artnet Konzern (in TEUR)

31.12.2013 31.12.2012 Abweichung
Umsatzerlöse 12.968 13.488 -4 %
Betriebsergebnis 13 -670 102 %
Ergebnis vor Ertragsteuern 45 -1.378 103 %
Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen 40 -1.399 103 %
Ergebnis aus aufgegebenem Geschäftsbereich - -1.028 100 %
Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen in EUR 0,01 -0,25 104 %
Ergebnis je Aktie aus aufgegebenem Geschäftsbereich in EUR - -0,19 100 %
Gewichtete Aktienanzahl in Tsd. 5.553 5.553 0 %
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 827 -457 281 %
Mitarbeiter (Jahresende) 106 118 -10 %
Liquide Mittel 1.529 753 103 %
Eigenkapital 2.214 2.368 -7 %
Bilanzsumme 6.039 6.009 0 %

Aktie artnet AG (EUR) 2013

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

ich freue mich, Ihnen mitzuteilen, dass 2013 ein Jahr der erfolgreichen Konsolidierung war und artnet in die Gewinnzone zurückgekehrt ist.

Unsere Auktionsplattform kann mittlerweile Käufer und Verkäufer in mehr als 75 Ländern vorweisen und registrierte im letzten Jahr fast 4.000 Neuanmeldungen. Unsere Kundenbasis ist damit breiter und diversifizierter aufgestellt als je zuvor. Gleichzeitig stieg der Durchschnittswert der angebotenen Kunstwerke um 23 % und die Anzahl der verkauften hochpreisigen Auktionslose um 42 %. Zudem wurden 80 Themenauktionen durchgeführt, was einer Steigerung von 50 % gegenüber 2012 entspricht.

Die Auktionsplattform hat großes Wachstumspotenzial und die Zahlen aus dem zweiten Halbjahr lassen darauf schließen, dass wir in diesem Segment bald die antizipierten Umsätze erreichen werden. Auch wenn sich die Auktionen in 2013 aufgrund eines verhaltenen ersten Halbjahres schwächer entwickelt haben als erwartet, erwarte ich mir in naher Zukunft einen Durchbruch bei Akzeptanz und Umsatz. Wie die artnet Price Database, die sich seit ihrer Einführung 1989 über Jahre hinweg das Kundenvertrauen erarbeitet hat und zum Marktstandard wurde, stellt auch die Einführung von OnlineAuktionen eine fundamentale Veränderung innerhalb des Kunstmarktes dar, die sich nach und nach auf breiter Basis durchsetzen wird.

Unsere Datenbank bleibt der Goldstandard für Recherchen und Bewertungen auf Basis von Auktionsergebnissen angewandter und dekorativer Kunst. Die hohe Qualität der Daten, die Detailtiefe und die Schnelligkeit, in der neuste Auktionsergebnisse ergänzt werden, bleiben wesentliche Alleinstellungsmerkmale unserer Datenbank. Im vergangenen Jahr haben wir weiter erfolgreich am Ausbau der Datenbank gearbeitet. So wurden 1,2 Millionen Auktionsergebnisse von rund 1.000 der renommiertesten Auktionshäuser auf der ganzen Welt hinzugefügt. Unser Umsatz in diesem Segment ist insgesamt gestiegen, auch weil es uns gelungen ist, zwei Preiserhöhungen erfolgreich durchzusetzen.

Da viele kleine und mittelgroße Galerien sich nach wie vor schwer tun, sich im Markt zu behaupten und einige ihre Ausgaben in den vergangenen Jahren reduziert haben, konnten wir unsere Wachstumsprognose in diesem Segment nicht erreichen. Zudem sind in den letzten Jahren Mitbewerber in den Markt eingetreten, die ihre Dienstleistungen vorerst unentgeltlich angeboten haben und erst jetzt versuchen, Gebühren zu verlangen. Durch eine Verbesserung unserer Leistungspakete und einer damit einhergehenden Erhöhung der Preise blieb unser Umsatz jedoch konstant. Darüber hinaus erfolgte 2013 der Produktstart von artnet Galleries News, einem Newsletter, der auf Ausstellungen in der ganzen Welt hinweist. Zusätzlich gibt es artnet China News, einen Newsletter, der Nachrichten über Galeriemitglieder und Ausstellungen in China bereitstellt sowie einen Photography Newsletter, der an Sammler von Fotografien verschickt wird, um Galerien zu ermöglichen, mehr Interessenten und Käufer zu erreichen. Diese Newsletter erreichen zusammen jeden Monat nahezu 500.000 Käufer, Verkäufer und Kunstinteressierte.

Auch von dem sequenziellen Relaunch der artnet Website ab Frühjahr 2014, die mit einem zeitgemäßen Erscheinungsbild und einer vereinfachten Navigation attraktiver und kundenorientierter wird, verspreche ich mir für das Galerie-Segment positive Impulse.

Die Werbeeinnahmen lagen 2013 in USD 2 % niedriger. Wir sind zuversichtlich, dass die anstehende Einführung der umgestalteten artnet Website dieses Segment deutlich beleben wird. Mit mehr als 2 Millionen Besuchen pro Monat sind wir mit großem Abstand Marktführer und unsere Website die attraktivste Online-Werbefläche innerhalb des Kunstmarktes.

Mit der Gründung von artnet News im Februar 2014 haben wir unsere lang gehegte Absicht verwirklicht, einen zentralen Nachrichtendienst für den internationalen Kunstmarkt zu schaffen. Es handelt sich, was die Fokussierung und den globalen Maßstab angeht, um den ersten Nachrichtendienst seiner Art, der somit eine Marktlücke schließt. Bereits jetzt ist erkennbar, dass artnet News einen regelmäßigen Strom an Besuchern auf die artnet Webseite ziehen wird, der allen Produkten und Dienstleistungen zugutekommen wird. Zudem soll durch die neu geschaffenen Werbeflächen zusätzlicher AnzeigenUmsatz erwirtschaftet werden. artnet News veröffentlicht rund um die Uhr und weltweit Analysen und Berichte zu Künstlern, Kunstwerken, Ausstellungen, zum Kunstmarkt und der Kunstwelt. Mit Benjamin Genocchio konnten wir einen renommierten Experten mit langjähriger Erfahrung für diese Aufgabe gewinnen, der ein ganzes Team von bekannten Autoren und Journalisten mitbringt. So gelang es, die ehrgeizige Aufgabe in kürzester Zeit zu verwirklichen.

Das Geschäftsjahr 2013 zeigt, dass artnet mit zahlreichen Veränderungen und Neuerungen den richtigen Weg eingeschlagen hat. Mit diesen jüngsten Innovationen und den bevorstehenden Weiterentwicklungen werden wir unsere Marke stärken, unsere Geschäftsfelder weiter ausbauen und unsere Bedeutung als Unternehmen an der Frontlinie des Online-Kunsthandels festigen.

Mit freundlichen Grüßen

Jacob Pabst, Vorstandsvorsitzender, artnet AG

Core Statement

artnet ist die führende Online-Informationsquelle für den internationalen Kunstmarkt. Seit 1989 liefert artnet Kunstsammlern zuverlässige Informationen und Markttransparenz. Durch die umfassende Produktpalette, mit der artnet Price Database, mit objektiven Preisinformationen und mit den artnet Galerien, bietet artnet allen Nutzern einen globalen Marktüberblick.

Für Kunstsammler ist artnet Auctions mit internationalen Ausschreibungen rund um die Uhr ein wichtiger Anbieter. Die Online-Auktionsplattform bietet, durch die enge Zusammenarbeit zwischen Einlieferern, Auktionsspezialisten und Sammlern, ein besonderes Erlebnis für jeden Beteiligten.

Unternehmensentwicklung

Die artnet AG wurde 1998 als Informationsdienstleister für den Kunstmarkt gegründet. Sie übernahm die 1989 in New York gegründete Artnet Worldwide Corporation, welche Mitte der 1990er Jahre die artnet Price Database und die artnet Galerien ins Internet überführt hatte.

artnet hat das Geschäft mit der Kunst wie kein anderes Unternehmen modernisiert. Die artnet Produkte liefern verlässliche Informationen und transparente Handelsbedingungen für Sammler, Galeristen, Museen und Investoren und sind damit zu einem unverzichtbaren Werkzeug für unabhängige Marktakteure geworden. Durch die artnet Auctions hat sich artnet von einem reinen Informationsdienstleister zu einer Transaktionsplattform entwickelt und seine Vorrangstellung auf dem Kunstmarkt weiter ausgebaut.

artnet hat seine Informationsdienstleistungen und die Transaktionsplattform Schritt für Schritt um das erste Produkt, die artnet Price Database Fine Art and Design, herum entwickelt. Diese Datenbank war Ende der 1980er Jahre eine Antwort auf die Dezentralität des Kunstmarktes. Zu der Zeit stellte die mangelnde Transparenz des Kunstmarktes insbesondere für Käufer ein Hindernis dar. Das Kunstgeschäft war zwar schon immer international ausgerichtet, wurde aber von zehntausenden geografisch verteilten Kunsthändlern, Galerien, Auktionshäusern, Buchverlagen, Museen und Sammlern auf einem relativ ineffizienten Markt lokal geführt.

Die artnet Price Database schafft für diese lokalen Märkte einen globalen Vergleichsmaßstab. In der artnet Price Database Fine Art and Design sind die Auktionsergebnisse von mehr als 300.000 Künstlern und Designern gelistet. Seit 2009 wird diese Datenbank durch die artnet Price Database Decorative Art ergänzt, welche die Resultate internationaler Antiquitäten-Auktionen beinhaltet. Insgesamt verzeichnet die artnet Price Database mehr als 8 Millionen Auktionsergebnisse, die in 1.600 internationalen Auktionshäusern erzielt wurden und bis in das Jahr 1985 zurückreichen.

Eine weitere Säule des artnet Geschäfts sind die 1995 eingeführten artnet Galerien. Mit 1.500 Galerien, rund 170.000 präsentierten Kunstwerken und 35.000 Künstlern weltweit bietet dieses Produkt das umfangreichste Galerienetzwerk. artnet Galerien dient Händlern und Kunstkäufern gleichermaßen: Es gibt ihnen einen Überblick über den globalen Markt, die Preise und Preistrends und bietet die Möglichkeit, in direkten Kontakt mit der Galerie zu treten.

Mit den artnet Auctions hat artnet 2008 eine moderne und effiziente Plattform für den Kunsthandel geschaffen, die das Auktionsgeschäft durch eine schnellere Abwicklung und geringere Kosten modernisiert hat. Diese Plattform ist rund um die Uhr auf www.artnet.com/auctions verfügbar. Alle Aspekte des Verkaufs, einschließlich Einlieferung und Auktion, folgen zeitnah aufeinander, im Vergleich zu herkömmlichen Auktionshäusern.

Am 1. November 2007 wurde mit der Gründung der britischen Tochtergesellschaft der Artnet Worldwide Corporation, artnet UK Ltd., ein Büro in London eröffnet. Am 3. Juli 2008 gründete die Artnet Worldwide Corporation die artnet France sarl. Insgesamt beschäftigen die artnet AG und ihre Tochterfirmen 106 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Firmenhintergrund

Die artnet.com AG wurde 1998 nach deutschem Recht gegründet. 1999 erfolgte der Börsengang am Neuen Markt der Frankfurter Börse. Im Jahr 2002 änderte die artnet.com AG ihre Firmierung in artnet AG. Am 4. Oktober 2002 verließ die artnet AG den Neuen Markt und war seitdem im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse, einem Segment des Geregelten Marktes, notiert. Seit dem 1. Februar 2007 ist die artnet AG nunmehr im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet, dem Segment mit dem höchsten Transparenzstandard. Der wichtigste Vermögenswert der artnet AG ist ihre hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation, die ihren Geschäftssitz in New York hat und 1989 gegründet wurde. Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Jahr 2013 vier Sitzungen abgehalten, an denen alle Aufsichtsratsmitglieder vollständig teilgenommen haben. Zwei Sitzungen fanden telefonisch zum Austausch von relevanten Informationen in Bezug auf das operative Geschäft und zu technischen und finanziellen Gegebenheiten statt. Zwei Sitzungen waren ganztägige Meetings in der Hauptzentrale in Berlin und im größten Büro des Unternehmens in New York. Des Weiteren wurden zahlreiche informative Telefonkonferenzen und einige E-Mail-Korrespondenzen zu speziellen Geschäftsthemen geführt. Wir haben die Geschäftsabläufe, Entscheidungen und Leistungen von Herrn Jacob Pabst, unserem CEO dem Vorstandvorsitzenden, der diese Aufgaben Ende 2012 übernommen hat, überwacht. Wir arbeiteten außerdem eng mit Herrn Michael Probst, unserem Senior Financial Officer zusammen, der seit Ende 2012 für das Unternehmen tätig ist. Bei den ganztägigen Sitzungen haben wir uns mit der Strategie des Unternehmens und mit dem Budget beschäftigt und sprachen mit den Personen in Schlüsselpositionen über ihre Geschäftsaussichten und Projekte.

Der Aufsichtsrat erhielt vom Vorstand während des ganzen Jahres regelmäßig ausführliche Informationen in schriftlichen (E-Mail) und mündlichen Berichten über Lage, Geschäftsverlauf sowie über Strategie und wichtige Maßnahmen. Quartals- und Halbjahresberichte sowie detaillierte Ergebnisse der einzelnen Segmente wurden mit dem Vorstand erörtert. Der Vorstand erläuterte fortlaufend Fragen von grundsätzlicher Bedeutung für die Unternehmenspolitik mit dem Aufsichtsrat. Dazu zählten die Finanzplanung (Cash-Management und Kostenmanagement), die technische Entwicklung (Website), der Fortschritt des Auktionssegments, die Stabilisierung des Galerie-Netzwerks und das stetige Wachstum der Price Database und artnet Analytics. Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet.

2013 war ein herausforderndes Jahr für artnet. Trotz RekordAuktionspreisen für bedeutende Werke der modernen Kunst und dem Beginn der wirtschaftlichen Erholung in den USA hatten unsere Kunden, die Kunsthändler weiterhin mit schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen kämpfen. In Europa war der Aufschwung ebenfalls verlangsamt und unsere Kunden waren weiter der Herausforderung des neuen Wegs des Kunsthandels ausgesetzt, der durch den raschen technologischen Wandel entstanden ist. Im ersten Quartal fanden aufgrund der angespannten finanziellen Situation fast wöchentlich Telefonkonferenzen mit dem Aufsichtsrat statt. Um eventuellen Cashflow-Schwierigkeiten vorzubeugen, wurde im April 2013 nach eingehender Analyse die Entscheidung getroffen, ein Darlehen eines Aktionärs anzunehmen. Erfreulicherweise stellte sich in den kommenden Monaten heraus, dass es nicht nötig war, das gewährte Darlehen zur Deckung des operativen Cash-Bedarfs zu nutzen.

Der Aufsichtsrat befasste sich schwerpunktmäßig bei seinen Sitzungen mit der Umsatz- und Gewinnentwicklung, der Liquiditätslage der Gesellschaft und der Ausgaben- und Personalpolitik, internationalen Aktivitäten sowie der künftigen Position der einzelnen Segmente. Weiterhin wurden intensiv wirtschaftliche und technische Fragen zu einzelnen Geschäftsbereichen (Price Database, artnet Auctions, GalerieNetzwerk und artnet Analytics) erörtert. Fragen im Zusammenhang mit der Corporate Governance und Compliance wurden ebenfalls diskutiert.

Im Laufe des Jahres 2013 traten zwei der drei Mitglieder des Aufsichtsrats zurück. Aus diesem Grund wurde gewisse Zeit mit der Aktualisierung des Aufsichtsrat-Verfahrenshandbuchs (zur Einweisung neuer Mitglieder) verbracht. Mit Unterstützung des Vorstands wurde sichergestellt, dass die neuen Mitglieder mit aktuellen Themen und Prozeduren des Unternehmens vertraut wurden.

Der Vorstand hat sich eingehend mit dem Kosten- und Cash-Management befasst. Der Aufsichtsrat erhält die monatlichen Zahlen zum Ende jeden Monats um die Einhaltung der verabschiedeten Maßnahmen zu gewährleisten, die den Aufbau der Cash-Reserven sicherstellen sollen und verfolgt die Umsetzung geplanter Investitionen in die Produktentwicklung, die zu Umsatzsteigerungen führen sollen. Der Kassenbestand erhöhte sich im Laufe des Jahres und die Aufwendungen sanken prozentual zum Umsatz. artnet ist in 2013 wieder in die Gewinnzone gekehrt. Das Galerie-Netzwerk hat sich stabilisiert und wächst nach mehreren Jahren des Rückgangs wieder. Das Segment Price Database wuchs 2013 ebenfalls und das Auktionssegment hat sich in der zweiten Hälfte des Jahres 2013 nach Änderung der Preisstruktur stabilisiert.

artnet erlebte auch 2013 eine hohe Mitarbeiterfluktuation, was aber für Technologie-Unternehmen typisch ist. Doch der gute Ruf des Unternehmens und die offensichtliche Verbesserung haben es uns ermöglicht, erfolgreiche und kompetente Mitarbeiter für unser Unternehmen zu gewinnen.

Im Frühjahr 2014 plant artnet die Präsentation einer völlig neu gestalteten Website mit einem neuen und modernen Erscheinungsbild. Unsere Website ist sowohl der erste Eindruck des Unternehmens und auch die Präsentation des Produktangebots für unsere Kunden. Um weiterhin eine bedeutende Rolle im Kunstmarkt einzunehmen, technische Fortschritte zu erlangen und unser Unternehmen weiter zu entwickeln, denkt artnet weiterhin über strategische Allianzen nach.

Der vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2013 erstellte Jahresabschluss nach HGB und der Konzernabschluss nach den IFRS der artnet AG wurden zusammen mit dem Lagebericht und dem Konzernlagebericht von der Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, geprüft. Der Aufsichtsrat hat sich von der Unabhängigkeit der Abschlussprüfer überzeugt. Die Abschlussprüfer kommen zu dem Ergebnis, dass sowohl der Jahresabschluss nach HGB als auch der Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den Vorschriften der IFRS ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Geschäftsjahres vermittelt, und erteilen jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Nach Abschluss der Prüfung nahmen die Abschlussprüfer an der Aufsichtsratssitzung teil, um den Jahresabschluss zu besprechen und die Ergebnisse ihrer Prüfung zu erläutern. Der Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss der artnet AG sowie die dazugehörigen Lageberichte geprüft. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen eingehenden Prüfung keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der artnet AG in der von Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg geprüften Fassung durch Beschluss vom 25. März 2014 gebilligt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2013 ist damit festgestellt. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 wurde vom Aufsichtsrat durch den Beschluss vom 25. März 2014 ebenfalls gebilligt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit.

Naples, FL, USA, 25. März 2014

John Hushon, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Corporate Governance Bericht

Corporate Governance hat bei artnet einen hohen Stellenwert. Die artnet AG entspricht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (»Kodex«) in der aktuellen Fassung vom 13. Mai 2013 mit Ausnahme der Empfehlungen aus den Ziffern 3.8 Absatz 3, 4.2.1 Satz 1, 5.1.2 Absatz 2 Satz 3, 5.3.1, 5.3.2, 5.3.3 und 5.4.1 Absatz 2 (Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder). Vorstand und Aufsichtsrat der artnet AG haben die am Ende dieses Berichts aufgeführte Entsprechenserklärung zum Kodex verabschiedet. Sie ist auf der Internetseite unter www.artnet.de/investor-relations/ veröffentlicht.

1. Aufsichtsrat

Gemäß dem deutschen Aktienrecht hat die artnet AG eine zweigeteilte Führungs- und Kontrollstruktur, die einen Alleinvorstand und einen dreiköpfigen Aufsichtsrat umfasst. Im dualen Führungssystem sind Geschäftsleitung und Geschäftskontrolle streng getrennt. Eine gleichzeitige Tätigkeit in Aufsichtsrat und Vorstand ist rechtlich nicht zulässig. Aufgaben und Verantwortlichkeiten dieser beiden Organe sind gesetzlich jeweils klar festgelegt.

Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. In regelmäßigen Abständen erörtert der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung und Geschäftsplanung sowie die Strategie und deren Umsetzung. Außerdem verabschiedet der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und bestellt die Mitglieder des Vorstands. Für Geschäfte von grundlegender Bedeutung hat der Aufsichtsrat Zustimmungsvorbehalte zugunsten des Aufsichtsrats festgelegt. Hierzu gehören Entscheidungen oder Maßnahmen, die die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens grundlegend verändern. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in ihren Entscheidungen unabhängig und nicht an Vorgaben oder Weisungen Dritter gebunden. Außerdem müssen Beratungs-, Dienstleistungs- und bestimmte andere Verträge zwischen artnet und seinen Aufsichtratsmitgliedern durch den Aufsichtsrat gebilligt werden. Nach Ziffer 5.4.1 des Kodex soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Die Zielsetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 7. Februar 2011 mit Blick auf Ziffer 5.4.1 des Kodex nachfolgende Ziele für seine Zusammensetzung beschlossen:

Berücksichtigung der internationalen Tätigkeit des Unternehmens: Der Aufsichtsrat wird darauf achten, dass dem Aufsichtsrat eine ausreichende Anzahl an Mitgliedern mit einer langjährigen internationalen Erfahrung oder mit langjähriger Erfahrung in den USA als dem Land, in dem der artnet-Konzern seine Geschäftstätigkeit hauptsächlich ausübt, angehören.
Vermeidung potentieller Interessenkonflikte: Potentielle Interessenkonflikte werden bereits bei Wahlvorschlägen des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung vermieden. Im Aufsichtsrat sind keine ehemaligen Vorstände oder Geschäftsführer vertreten. Darüber hinaus wird bei Kandidatenvorschlägen an die Hauptversammlung darauf geachtet, dass der jeweilige Kandidat nicht in Managementfunktionen oder in Kontrollgremien von Wettbewerbsunternehmen, Lieferanten, Kreditgebern oder Kunden tätig ist, um Interessenkonflikte von vornherein zu verhindern. Sollten während der Amtszeit eines Aufsichtsratsmitglieds etwaige Interessenkonflikte entstehen, hat das betreffende Aufsichtsratsmitglied diese dem Aufsichtsrat gegenüber zu Händen des Vorsitzenden offenzulegen und bei wesentlichen, nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikten sein Amt niederzulegen.
Festlegung einer Altersgrenze: Der Aufsichtsrat hält eine derartige Regelung für nicht sachgemäß, da pauschale Altersgrenzen die Aktionäre in ihrer Entscheidungsfreiheit bei der Wahl der Aufsichtsratsmitglieder in unangemessener Weise einschränken würden.
Berücksichtigung der Vielfalt: Die Vielfalt im Aufsichtsrat spiegelt sich durch den unterschiedlichen beruflichen Werdegang und Tätigkeitsbereich der Aufsichtsratsmitglieder wider. Dabei sind bei gleicher Qualifikation und Geeignetheit Frauen angemessen zu berücksichtigen. Der Aufsichtsrat strebt an, dass bei der nächsten Aufsichtsratswahl im Jahr 2014 mindestens eine Frau zur Wahl vorgeschlagen wird.

Der Stand der Umsetzung der vorstehend aufgestellten Ziele für die Zusammensetzung im Aufsichtsrat stellt sich wie folgt dar:

Die Ziele bzgl. »Berücksichtigung der internationalen Tätigkeit des Unternehmens «und »Vermeidung potentieller Interessenkonflikte« sind realisiert. Das Ziel »Festlegung einer Altersgrenze« verfolgt der Aufsichtsrat nicht; er hat deshalb zusammen mit dem Vorstand eine Abweichung von dieser Empfehlung erklärt. Das Ziel »Berücksichtigung der Vielfalt« sieht der Aufsichtsrat in weiten Teilen umgesetzt. Mit der Wahl von Frau Piroschka Dossi in den Aufsichtsrat wurde das Ziel, mindestens eine Frau zur Wahl vorzuschlagen, bereits in 2013 umgesetzt.

2. Vorstand

Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Er ist dabei an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswertes verpflichtet. Er ist für die strategische Ausrichtung des Unternehmens in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat zuständig. Der Vorstand arbeitet eng mit dem Aufsichtsrat zusammen.

Der Vorstand sorgt für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen.

3. Aktiengeschäfte und Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden durch Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft oder sonstigen Personen mit Führungsaufgaben, die regelmäßig Zugang zu Insiderinformationen der Gesellschaft haben und zu wesentlichen unternehmerischen Entscheidungen ermächtigt sind, sowie durch bestimmte mit ihnen in einer engen Beziehung stehende Personen keine Erwerbs- und Veräußerungsgeschäfte von mindestens EUR 5.000 im Kalenderjahr getätigt.

Vorstand und Aufsichtsrat sind am 25. März 2013 im Besitz von 1.576.605 und somit 28,39 % der Aktien der Gesellschaft oder der sich darauf beziehenden Finanzinstrumente.

Aufsichtsrat
Galerie Neuendorf AG 1.523.551 Aktien
John Hushon 53.054 Aktien

4. Aktienoptionsprogramm

Das Aktienoptionsprogramm der Gesellschaft von 2009 besteht aus 560.000 Stammaktien mit einem rechnerischen Nennwert von jeweils EUR 1,00. An die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft können Bezugsrechte auf bis zu 30.000 Aktien, an die Mitglieder der Geschäftsführung der verbundenen Unternehmen Bezugsrechte auf bis zu 240.000 Aktien, an die Arbeitnehmer der Gesellschaft Bezugsrechte auf bis zu 10.000 Aktien und an die Arbeitnehmer der verbundenen Unternehmen Bezugsrechte auf bis zu 280.000 Aktien ausgegeben werden.

Der bei der Ausübung der Bezugsrechte zu entrichtende Preis für eine artnet-Aktie entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel des regulierten Marktes (Prime Standard) der Deutsche Börse AG, oder, falls ein solcher Kurs nicht festgestellt wird, im Präsenzhandel während der 10 Börsenhandelstage vor dem jeweiligen Zuteilungstag der Bezugsrechte. Der Ausübungspreis entspricht mindestens dem anteiligen Betrag der bezogenen Aktie am Grundkapital. Die Optionen können für einen Zeitraum von zwei Jahren nicht ausgeübt werden. Voraussetzung für die Ausübung der Bezugsrechte ist es, dass der Schlusskurs der Aktie der artnet AG im XETRA-Handel des regulierten Marktes (Prime Standard) der Deutsche Börse AG in der Zeit zwischen Ausgabe des Bezugsrechts und Ausübung des Bezugsrechts den Ausübungspreis an mindestens einen Börsenhandelstag während der Laufzeit des Bezugsrechts um mindestens 10 % übersteigt. Die Ausübung kann nur in einer Einheit von mindestens 1.000 Stück erfolgen.

5. Beziehungen zu den Aktionären

Die artnet AG berichtet ihren Aktionären viermal im Geschäftsjahr über die Geschäftsentwicklung sowie über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Konzerngesellschaften. Die jährliche ordentliche Hauptversammlung findet innerhalb der ersten acht Monate eines jeden Geschäftsjahres statt. Die Hauptversammlung beschließt u. a. über die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen werden ausschließlich von der Hauptversammlung beschlossen.

6. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Die artnet AG entspricht grundsätzlich dem vom Bundesministerium der Justiz im Amtlichen Teil des Bundesanzeigers veröffentlichten Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 und wird ihnen auch zukünftig entsprechen.

Nicht angewandt werden folgende Empfehlungen:

1. Ziffer 3.8 Abs. 3 "In einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat soll ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden."

Die artnet AG ist nicht der Ansicht, dass die Sorgfalt und das Verantwortungsbewusstsein, das die Mitglieder des Aufsichtsrates bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben ausüben, durch die Vereinbarung eines Selbstbehaltes noch verstärkt werden könnten. Die artnet AG beabsichtigt daher keine Änderung der bestehenden D&O-Versicherungsverträge, die einen solchen Selbstbehalt nicht vorsehen.

2. Ziffer 4.2.1 Satz 1 "Der Vorstand soll aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben."

Der Vorstand der artnet AG besteht seit der Gründung aus einer Person. Das Management der Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corp. in New York, die innerhalb des Konzerns weitgehend für das operative Geschäft verantwortlich ist, besteht hingegen aus mehreren Personen. Aus Kostengründen hat die Gesellschaft bisher von einer Erweiterung des Vorstands abgesehen.

3. Ziffer 5.1.2 Abs. 2 Satz 3 "Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden."

Die artnet AG hält eine derartige Regelung für nicht sachgemäß, da pauschale Altersgrenzen den Aufsichtsrat in seiner Entscheidungsfreiheit bei der Wahl der Vorstandsmitglieder in unangemessener Weise einschränken würden.

4. Ziffern 5.3.1, 5.3.2 und 5.3.3: Der Kodex empfiehlt dem Aufsichtsrat in diesen Ziffern die Bildung von Ausschüssen, eines Prüfungsausschusses sowie eines Nominierungsausschusses.

Da der Aufsichtsrat der artnet AG lediglich aus drei Mitgliedern besteht, ist eine Bildung von Ausschüssen nicht sinnvoll. Die für den Prüfungsausschuss und den Nominierungsausschuss vorgesehenen Aufgaben werden vom gesamten Aufsichtsrat gemeinschaftlich wahrgenommen.

5. Ziffer 5.4.1 Abs. 2 "Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation ... eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder ... berücksichtigen."

Die artnet AG hält eine derartige Regelung für nicht sachgemäß, da pauschale Altersgrenzen sowie Vorgaben zur Vielfalt die Aktionäre in ihrer Entscheidungsfreiheit bei der Wahl der Aufsichtsratsmitglieder in unangemessener Weise einschränken würden.

dass den Empfehlungen der Regierungskommission "Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 13. Mai 2013 seit der letzten Entsprechenserklärung vom 28. Februar 2014 grundsätzlich entsprochen wurde. Nicht angewandt wurden die Empfehlungen aus den Ziffern 3.8 Absatz 3, 4.2.1 Satz 1, 5.1.2 Absatz 2 Satz 3, 5.1.3, 5.3.1, 5.3.2, 5.3.3 und 5.4.1 Abs. 2.

Berlin, 25. März 2014

Jacob Pabst

John Hushon, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Berichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des artnet Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des artnet Konzerns beschrieben sind.

Berlin, 25. März 2014

Jacob Pabst, Vorstandsvorsitzender, artnet AG

Konzernlagebericht 2013

1. Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell des artnet-Konzerns und Konzernorganisation

Die artnet AG ist eine Holding-Gesellschaft, deren Aktien am Geregelten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sind. Ihre wesentliche Beteiligung ist die hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation, die 1989 in New York gegründet wurde. Die artnet AG ("artnet" oder "die Gesellschaft") und Artnet Worldwide Corporation ("Artnet Corp.", zusammen "der artnet Konzern" oder "der Konzern") sind unter dem Markennamen "artnet" tätig.

Die Artnet Worldwide Corporation hat zwei hundertprozentige Tochtergesellschaften: artnet UK Ltd. und artnet France sarl. artnet UK Ltd. erbringt Dienstleistungen im Bereich Vertrieb und Kundenbetreuung in Großbritannien. Für artnet France wurde im Juni 2012 im Rahmen der Restrukturierung die Schließung des Büros in Paris beschlossen.

Die Unternehmenswebsites www.artnet.com, www.artnet.de und www.artnet.fr bieten einen weltweit einmaligen Marktüberblick und zogen damit im Jahr 2013 durchschnittlich rund 1,2 Mio. Besucher (Unique Visitors) im Monat an. Dank der zeitnah bereitgestellten Informationen zum Wert von Kunstwerken sowie zu Künstlern, Galerien, Preisentwicklungen, Ausstellungen, Nachrichten und Rezensionen ist es für Sammler und Kunstexperten leichter, sich im Kunstmarkt zurechtzufinden.

Zum 31. Dezember 2013 umfasste der Bereich artnet Galerien ca. 1.500 der weltweit renommiertesten Kunstgalerien aus 60 Ländern. Die Mitgliedsgalerien sind in einem Verzeichnis nach Fachgebieten und Standorten zusammengefasst und präsentieren die im Inventar befindlichen insgesamt 170.000 Werke von 35.000 Künstlern. Über die artnet Galerien werden neben sämtlichen Formen der zeitgenössischen, modernen und klassischen Kunst auch Designobjekte sowie Kunsthandwerk und Antiquitäten aus allen Epochen, vom ersten Jahrhundert vor Christus bis heute, angeboten. artnet Auction House Partnerships sind die ideale Lösung für ein Auktionshaus, um seine internationale Präsenz für seine Auktionen auszubauen und eine große Anzahl potenzieller Käufer direkt auf die eigene Website zu leiten. Mit artnet Auction House Partnerships besitzen Auktionshäuser die Flexibilität, Verkäufe ganz oder teilweise auf der artnet Website zu veröffentlichen. Darüber hinaus besteht die Option, jedes Los auf artnet mit dem gleichen Los in ihrem eigenen Online-Katalog zu verlinken. Alle Lose sind mit dem artnet Kalender, der eine Übersicht über die nächsten Auktionstermine bietet, verlinkt und haben ein gutes Ranking bei den Suchergebnissen auf artnet und Google. artnet Auction House Partnerships sorgen für die Berichterstattung und direkte Weiterleitung von artnet zur Website des Auktionshauses.

Die artnet Price Database, welche die artnet Price Database Fine Art and Design und die artnet Price Database Decorative Art umfasst, ist eine Online-Datenbank mit mehr als 8 Millionen illustrierten Auktionsergebnissen von über 1.600 der führenden internationalen Auktionshäuser. Dieses Produkt sorgt für Preistransparenz in einem komplexen Kunst- und Antiquitätenmarkt. Die Abonnenten der artnet Price Database Fine Art and Design und der artnet Price Database Decorative Art erhalten Zugang zu Informationen über bevorstehende Auktionen, zu aktuellen Ergebnissen sowie Auktionsergebnissen seit 1985 und damit topaktuelle und objektive Werte für Kunstwerke, die sie kaufen oder verkaufen möchten. Die artnet Price Database ist bei Gutachtern, Händlern, Auktionshäusern, Finanziers und privaten wie staatlichen Institutionen (einschließlich der US-Steuerbehörde IRS und der US-Bundespolizei FBI) geschätzt. Vielmehr noch dient sie privaten Sammlern als illustriertes Nachschlagewerk, das sie verwenden können, um den Wert ihrer Kunstwerke zu ermitteln und deren Potenzial bei einer Auktion oder auf dem Händlermarkt abzuschätzen. Händler und Auktionshäuser nutzen für die Bewertung und den Verkauf wichtiger Kunstwerke auch die Comps (vergleichbare Auktionsergebnisse aus der artnet Price Database).

Eine Ergänzung der artnet Price Database ist das Produkt artnet Market Alert, das Abonnenten per E-Mail benachrichtigt, wenn Kunstwerke ihrer bevorzugten Künstler bei einer Auktion oder in artnet Galerien bzw. über artnet Auctions zum Verkauf angeboten werden.

Das im Frühling 2012 ins Leben gerufene Produkt artnet Analytics stellt Kunstmarktinformationen visuell dar und bietet Nutzern die Möglichkeit, die Marktentwicklung von Künstlern und Kunstrichtungen oder eine individuelle Auswahl an Kunstwerken zu beobachten und verschiedene Künstlerindizes miteinander oder mit Finanzindizes, wie dem Dow Jones, dem S&P 500 oder mit alternativen Anlagen zu vergleichen.

Dank der artnet Auctions hat sich artnet zu einer kundenbezogenen Transaktionsplattform (Business-to-Customer - B2C) mit integriertem Informationsangebot entwickelt. Die wichtigsten Vorteile für Käufer und Verkäufer bei artnet Auctions sind die attraktiven Preise und die kurzen Umschlagszeiten. Geschäfte werden innerhalb weniger Wochen abgeschlossen und nicht wie bei konventionellen Auktionshäusern in einem halben bis einem Jahr. Über artnet Auctions werden Kunstwerke erstklassiger moderner und zeitgenössischer Künstler regelmäßig im fünf- bis sechsstelligen Bereich verkauft.

artnet Monografien ist eine Kunstbibliothek im Internet, die in enger Zusammenarbeit mit Künstlern, Nachlässen, Stiftungen und Galerien entwickelt wurde. Diese ständig wachsende Quelle für Monografien von Künstlern der Moderne und Gegenwart zeichnet sich durch eine große Auswahl zeitgenössischer Werke und 148 Biografien aus. artnet Monografien ist auf der artnet Website kostenlos einsehbar.

Ziele und Strategien

artnet wird auch zukünftig seiner Gründungsmission, die Transparenz im Kunstmarkt zu erhöhen, treu bleiben. Ziel ist es, unsere Marktführerschaft im Online-Kunstmarkt, auf dem wir seit 25 Jahren tätig sind, in einem zunehmend kompetitiven Marktumfeld zu behaupten. Das Management Team von artnet ist überzeugt, dass stetige Produktverbesserungen und Innovationen, wie beispielsweise die im Februar 2014 gelaunchte Plattform artnet News, zur Stärkung der Marke führen.

Steuerungssystem

Nach der Bewältigung der enormen Restrukturierungsmaßnahmen im Vorjahr ist es vorrangiges Ziel des artnet Managements, eine nachhaltige Wertsteigerung des Konzerns zu erreichen. Zur wertorientierten Steuerung des Konzerns sowie der einzelnen Segmente ist ein standardisiertes Steuerungs- und Reportingsystem eingerichtet. Für die einzelnen Segmente werden dabei die Umsätze und die operativen Ergebnisse (EBIT) im Vergleich zu den Budget- und Vorjahresgrößen als primäre finanzielle Kennzahlen ermittelt und beurteilt. Bezüglich der Liquiditätslage steht die Höhe der verfügbaren liquiden Mittel im Blickpunkt, da der Konzern bisher über keine Kreditlinien verfügt.

Darüber hinaus werden Frühindikatoren, die einen Einfluss auf das Geschäft haben können, beobachtet und ausgewertet. Dies sind in den Bereichen der artnet Galerien und artnet Price Database insbesondere die Anzahl der Vertragskündigungen und der Vertragsverlängerungen sowie die Anzahl der Neuverträge. Für artnet Auctions sind insbesondere die Anzahl der online gestellten und der verkauften Lose und deren Durchschnittspreise relevant. Von wesentlicher Bedeutung für die Unternehmenssteuerung ist außerdem die laufende Traffic-Überwachung, die wichtige Bereiche des Web-Traffics auswertet und analysiert. artnet überwacht die Website-Besuche auf Tages-, Wochen- und Monatsbasis und erhält so frühzeitig Kenntnis über die Entwicklungen der einzelnen Segmente. Die Analyse erlaubt es uns, gezielt auf Veränderungen zu reagieren.

Forschung und Entwicklung

Die artnet Website bildet die Grundlage für die Produkte des Konzerns. Es ist von größter Bedeutung, mit der neuesten Technologie Schritt zu halten und neue Produkte zu entwickeln, die den Nutzen für die Kunden steigern. Unsere Entwickler setzen hierzu auf Microsoft-Technologie beruhende Software ein, die es ihnen ermöglicht, die laufenden Anwendungen flexibel an die sich ändernden Kundenbedürfnisse anzupassen. Die Entwicklungsaktivitäten betrafen in 2013 vor allem das grundlegende Redesign der Website, die voraussichtlich im ersten Quartal 2014 freigeschaltet wird. Aktiviert als immaterielle Vermögenswerte, wurden im Berichtsjahr nur die externen Entwicklungskosten für das Redesign in Höhe von EUR 263.000.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Konjunkturelle Lage

Die Entwicklung des Welthandels nahm im Laufe des Jahres 2013 an Fahrt auf und die Wirtschaftsleistung stieg weltweit um 2,4 Prozent. Treibende Kraft dieser positiven konjunkturellen Entwicklung waren erstmals seit vier Jahren die Industrieländer. In den USA wurde der Schuldenabbau im privaten Sektor weiter vorangetrieben. Diese Entwicklung wurde durch die expansiv ausgerichtete Geldpolitik der US Notenbank unterstützt. Die Wirtschaft in Europa konnte sich im zweiten Halbjahr von der anhaltenden Rezession lösen und die Unsicherheit über den Fortbestand des Währungsraumes ging leicht zurück. Dennoch sind die Krisenländer aufgrund mangelnder Wettbewerbsfähigkeit weiterhin von hoher Arbeitslosigkeit und schwacher Nachfrage bedroht. Infolge der Lockerung der Fiskalpolitik der Europäischen Zentralbank wurden die Refinanzierungsbedingungen der betroffenen Staaten erheblich erleichtert.

Auch wenn der Ausblick für 2014 insbesondere für die Industrieländer positiv ist, kann das Wachstum durch die anhaltende schlechte Verfassung der Wirtschaft einiger Mitgliedstaaten im Euroraum und durch die Möglichkeit steigender Zinsen aufgrund einer strengeren Geldpolitik der Notenbanken gefährdet werden.

Die Entwicklung des Kunstmarktes

Das Kalenderjahr 2013 war für den Kunstmarkt ein Rekordjahr. Nach einer ersten Bilanz ist der internationale Kunstmarkt im vergangenen Jahr um 5 % gewachsen und hat ein Gesamtvolumen von 14,4 Milliarden US-Dollar (10,6 Milliarden EUR) erzielt. Der Zuwachs ist umso bemerkenswerter, da sowohl China mit -3 % als auch Großbritannien mit -4 % unter den Vorjahreszahlen blieben.

Der Erfolg des Jahres 2013 wurde geprägt durch ein außergewöhnliches 4. Quartal. In den letzten drei Monaten des Kalenderjahres gab es ein Plus von 20 % gegenüber dem 4. Quartal 2012. USA (+27 %), China (+13 %), Großbritannien (+11 %) und Frankreich (+8 %) erzielten im Schlussspurt Rekordergebnisse. Von den Top 10 der Preisliste 2013 für bildende Kunst wurden allein sieben im 4. Quartal verkauft. Angeführt wird diese Liste von Francis Bacons Three Studies of Lucian Freud aus dem Jahr 1969, das für 142,4 Mio. US-Dollar in der Auktion Post-War and Contemporary bei Christie's in New York versteigert wurde. Bacon ist damit die absolute Nummer 1 im Jahr 2013. Platz 2 belegt Andy Warhol mit dem Bild Silver Car Crash (Double disaster) (105,4 Mio. Dollar) und Platz 3 Jeff Koons mit dem Werk Balloon Dog (Orange) (58,4 Mio. Dollar). 2013 schafften es insgesamt 113 Kunstwerke über die 10 Mio. Dollar-Grenze, ein Zuwachs von 10 % gegenüber 2012. Dies ist neuer historischer Auktionsrekord. Zusammen haben diese 113 Kunstwerke einen Wert von 2,6 Milliarden US-Dollar erzielt, das entspricht wertmäßig 18 % der weltweit verkauften Kunst.

2.2 Wesentliche Ereignisse des Geschäftsjahres 2013

Nach den großen Herausforderungen in Form der Restrukturierung, den Sparmaßnahmen und des feindlichen Übernahmeversuchs im Vorjahr, stand artnet in 2013 vor der Aufgabe, im zunehmend kompetitiven Marktumfeld das Vertrauen von Kunden und Anlegern zurückzugewinnen.

Mit einer deutlich verschlankten Kostenstruktur und einer ständigen Verbesserung der Produktpakete und des Kundendienstes konnte der Rückgang der Mitgliederzahlen des GalerieNetzwerkes gestoppt werden. Durch die notwendige Anhebung der Abonnementpreise konnte nach einem vorübergehenden Rückgang der Abonnementzahlen der Price Database in diesem Segment ein leichtes Umsatzwachstum realisiert werden.

Mittels der Einführung eines für höherpreisige Kunstwerke attraktiveren Provisionsmodells für Online Auctions sowie der Listing Fee im Juli des Jahres konnten die Durchschnittspreise der angebotenen und der versteigerten Lose erhöht werden.

Im Sommer gelang es, den Firmengründer Hans Neuendorf sowie die Autorin und Kuratorin Piroschka Dossi für den Aufsichtsrat der AG gewinnen. Aufgrund ihrer langjährigen Erfahrungen und Kenntnisse der internationalen Kunstszene bilden sie eine für artnet perfekte Besetzung.

Das Großprojekt zur umfassenden Erneuerung (Redesign) unserer Website wurde in 2013 weiter vorangetrieben. Das Redesign wird zu einem verbesserten Besuchererlebnis, einer stärkeren Ausrichtung auf den Verkauf unserer Produkte und einer frischeren visuellen Sprache, die besser zu unserer Tradition bahnbrechender Innovationen passt, führen. Der Abschluss des Projektes war bereits bis zum Jahresende 2013 geplant, musste aber aufgrund der sich im letzten Quartal 2013 bietenden Chancen zum Aufbau eines Nachrichtenservices (artnet News) und eines internen Führungswechsels auf das erste Quartal 2014 verschoben werden. artnet News ist ein 24-Stunden-Nachrichtenservice für Kunst, der Lesern Zugang zu aktuellen Trends, Entwicklungen, Events und Persönlichkeiten aus der Kunstwelt bietet. Unter der Verwendung von Informationen der artnet Price Database, dem weltweiten Galerie-Netzwerk sowie der Online-Auktionsplattform artnet Auctions berichtet ein erfahrenes Korrespondenzteam über Ereignisse der internationalen Kunstszene.

artnet festigte 2013 seine Zusammenarbeit mit der China Association of Auctioneers, einem Zusammenschluss chinesischer Auktionshäuser. Ziel der Organisation ist es den chinesischen Kunstmarkt, dem es an Transparenz mangelt, von fehlerhaften Daten zu bereinigen. Im Dezember des Jahres wurde gemeinsam der Report 2012 Global Chinese Antiques and Art Auction Market Annual Statistical Report veröffentlicht.

2.3 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Das Ergebnis des Konzerns wurde wesentlich durch die bereits in 2012 eingeleiteten Sparmaßnahmen und Restrukturierungen beeinflusst, deren voller Effekt jedoch erst im Geschäftsjahr 2013 sichtbar wurde. So konnten die Umsatzkosten sowie die betrieblichen Aufwendungen erheblich gesenkt werden, während die Umsatzerlöse in Euro wechselkursbedingt zurückgingen. In US-Dollar, der Hauptwährung des Konzerns, entwickelten sich die Umsatzerlöse insgesamt nahezu konstant zum Vorjahr. Die Vertriebs- und Marketingkosten verringerten sich aufgrund kontinuierlicher Kostensenkungen im Vergleich zum Vorjahr ebenso wie die allgemeinen Verwaltungskosten. Die intensive Arbeit an der Neugestaltung der Website sowie die ständige Optimierung der Produkte führten im Berichtsjahr zu einem Anstieg der Aufwendungen für Produktentwicklung. Insgesamt konnte das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erheblich gesteigert werden und wieder ein leicht positives Konzernergebnis erzielt werden, wobei das Ergebnis in 2012 durch Aufwendungen für außerplanmäßige Abschreibungen sowie den Verlust aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich Magazin belastet war. Wir haben damit unsere Prognose bezüglich der Rückkehr in die Gewinnzone bereits im Geschäftsjahr 2013 erfüllt, auch wenn das erwartete Umsatzwachstum noch nicht realisiert werden konnte. Die finanzielle Stabilität konnte durch die Erwirtschaftung positiver operativer Cashflows ab dem zweiten Quartal 2013 wieder hergestellt werden. Der Vorstand beurteilt daher das Geschäftsjahr 2013 bezüglich der Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung insgesamt als zufriedenstellend.

Umsatzentwicklung

2013 war bezüglich der Umsatzentwicklung ein Jahr der Konsolidierung. Auch wenn die Umsatzerlöse in Euro währungsbedingt um 4 % zurückgingen, blieben sie in US Dollar, der Währung, in der die Hauptgeschäftstätigkeit des Konzerns abgewickelt wird, nahezu konstant zum Vorjahr. Die Prognose eines soliden Umsatzwachstums in 2013 wurde damit verfehlt. Dem zunehmenden Wettbewerbsdruck für alle Produktsegmente tritt artnet mit stetigen Produktverbesserungen und einem persönlicheren Kundenservice entgegen.

artnet erwirtschaftet rund 92 % seiner Umsatzerlöse mit den artnet Galerien, der artnet Price Database Fine Art and Design, der artnet Price Database Decorative Art sowie den artnet Auctions. Die weitverbreiteten und auf fundierten Informationen basierenden Datenbanken artnet Price Database Fine Art and Design und artnet Price Database Decorative Art bieten zuverlässige, topaktuelle Preisinformationen, während artnet Galerien Auskunft über die in Galerien und Auktionshäusern weltweit verfügbaren Bestände gibt. Die Online-Plattform artnet Auctions ermöglicht Transaktionen in Echtzeit; die Kunstwerke stammen dabei in erster Linie von Galeriemitgliedern und Händlern.

artnet Auctions konnte in 2013 nicht an das starke Wachstum der Vorjahre anknüpfen. Mit einem in 2013 erwirtschafteten Umsatz in Höhe von EUR 2.099.000 (USD 2.787.000) fielen die Umsatzerlöse um 11 % in EUR (8 % in USD) hinter die von 2012 (EUR 2.367.000 (USD 3.042.000)). Obwohl sich die Käufer- und Verkäuferprämien von durchschnittlich 20 % im Vorjahr auf 23 % erhöhten, fielen die Durchschnittspreise der Lose bedingt durch ein schwaches erstes Halbjahr von USD 7.885 im Jahr 2012 auf USD 6.954 im Berichtsjahr. Die Einführung eines neuen Provisionsmodells führte insbesondere in der zweiten Jahreshälfte wie erwartet zu einem leichten Rückgang der durchgeführten Transaktionen um ca. 8 %. Das gesteckte Ziel, die Qualität und den Wert der angebotenen Kunstwerke schrittweise zu erhöhen, wurde durch die neue Preisstruktur erreicht und wird auch zukünftig weiter verfolgt. Die Prognose eines zweistelligen Umsatzwachstums haben wir aber in 2013 nicht einhalten können.

Die Umsätze der artnet Galerien sanken in USD leicht um 14.000 auf USD 6.303.000, während sie in EUR währungskursbedingt deutlicher um EUR 168.000 auf 4.748.000 zurückgingen. Der starke Rückgang der Galeriemitgliedschaften in den Vorjahren konnte im Geschäftsjahr 2013 durch die Verbesserung des Kundenservice und Anpassungen des Leistungsangebotes nahezu gestoppt werden. Im Berichtsjahr sind die aktiven Galeriemitgliedschaften um lediglich 76 gesunken, während sie im Vorjahr noch um rund 200 zurückgingen. Die Anpassung der Leistungspakete sowie eine verbesserte Betreuung durch das Client Service Team führten somit zu der niedrigsten Kündigungsrate seit 2008. Durch stufenweise Preisanpassungen und Upgrades von Kunden auf umfangreichere Produktpakete gelang es, den gezahlten Durchschnittspreis zu erhöhen, und den Umsatzrückgang aus rückläufigen Mitgliederzahlen auszugleichen. Auch der weitere Ausbau des Produktes Auktionshaus-Partnerschaft trug zu der positiven Entwicklung des Segmentes bei. Mit dem nun verbesserten Kundenservice, dem neuen Design der Website, welches voraussichtlich im ersten Quartal 2014 präsentiert wird, sowie verstärkten Marketing- und Verkaufsinitiativen wird die Attraktivität des Produktes weiter steigen und zu einem Anstieg der Galeriemitgliedschaften führen.

Die Umsatzerlöse der artnet Price Database stiegen um USD 179.000 oder 3 % auf USD 6.763.000. In Euro blieben die Umsatzerlöse mit EUR 5.094.000 währungskursbedingt auf dem Niveau des Vorjahres. Durch Sorgfalt und Kontinuität in der Pflege und im Ausbau der Datenbank gelang es uns auch in 2013 die Marktführerposition in diesem Segment gegen eine Vielzahl von Konkurrenzdiensten, die ihren Service teilweise günstiger oder kostenlos, aber auch mit einer geringeren Qualität anbieten, zu behaupten. Das im Vorjahr prognostizierte Umsatzwachstum in diesem Kerngeschäftsbereich konnten wir damit zum Teil realisieren. Das im Mai 2012 neu eingeführte Produkt artnet Analytics trug in geringem Maße zu diesem Ergebnis bei und blieb deutlich unter den Erwartungen. Das Produkt konnte in 2013 bedingt durch einen verzögerten internen Führungswechsel und einen daraus resultierenden schwächeren Fokus nicht stärker vermarktet werden. Für 2014 ist ein Relaunch des Produktes in Verbindung mit dem Redesign der Website geplant, sodass wir davon ausgehen, den Bekanntheitsgrad und die Akzeptanz des Produktes wesentlich erhöhen zu können.

Die Umsätze von artnet Advertising fielen um 2 % in USD (und um 5 % in EUR) von USD 1.391.000 (EUR 1.082.000) auf USD 1.365.000 (EUR 1.028.000). Durch die Veränderungen der Strukturen im Marketing und Vertrieb konnten die Umsatzerlöse weitgehend auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden. Die Ankündigung der neu gestalteten und verbesserten Website wirkte sich allerdings insbesondere in der zweiten Jahreshälfte kontraproduktiv auf die Generierung von Umsatzerlösen aus. Viele Kunden zeigten sich sehr beeindruckt von der Preview des neuen Designs, vertagten daraufhin aber ihre Entscheidung über die Platzierung ihrer Werbebanner bis zum tatsächlichen Start der neuen Website. Die Prognose eines deutlichen Umsatzanstiegs bereits in 2013 wurde daher verfehlt. Durch verstärkte und gezielte Verkaufsaktivitäten, eine größere Anzahl von verkaufbaren Werbeplätzen auf unserer Website, die durch das neue Design ermöglicht wird, und nicht zuletzt den Nachrichten-Service artnet News, der zusätzlichen Traffic auf unseren Websites generieren wird, soll in 2014 ein deutliches Umsatzwachstum in diesem Bereich realisiert werden.

Kosten- und Ergebnisentwicklung

Das Bruttoergebnis vom Umsatz konnte in US-Dollar mit USD 9.594.000 nahezu auf Vorjahreshöhe gehalten werden, während es in Euro währungskursbedingt um EUR 249.000 auf EUR 7.226.000 fiel. Im Wesentlichen wurde das Bruttoergebnis durch die verhaltene Umsatzentwicklung beeinflusst. Die Umsätze insgesamt bewegten sich in USD mit einem Rückgang von USD 116.000 nur knapp unter dem Niveau des Vorjahres, während in Euro währungskursbedingt ein Rückgang um 4 % oder EUR 519.000 zu verzeichnen war. Dem gegenüber stand ein Rückgang der Umsatzkosten um USD 104.000 (-1 %) bzw. EUR 270.000 (-4 %), der im Vergleich zum Vorjahreszeitraum insbesondere durch geringere Personalaufwendungen im Segment Auctions sowie geringere Abschreibungen bedingt ist. Mittels Verbesserungen der administrativen Abläufe konnten Stellen eingespart werden. Darüber hinaus war die Position des Vice President Auctions im zweiten Halbjahr 2013 unbesetzt. Aufgrund des Auslaufens von Nutzungsdauern für Hard- und Software zum Jahresende 2012 und im ersten Quartal 2013 und geringen Neuanschaffungen während des Geschäftsjahres 2013 fielen die Abschreibungen außerdem geringer aus als im Vorjahr.

Die Vertriebs- und Marketing-Aufwendungen konnten im Vergleich zum Vorjahr um 14 % in Euro (in US-Dollar um 11 %) gesenkt werden. Einerseits wurde der Marketingabteilung ein geringeres Budget zugeteilt. Andererseits konnten durch die Zusammenlegung der Leitungsfunktion für das Vertriebs- und das MarketingTeam erhebliche Personalkosten eingespart werden. Im Bereich Produktentwicklung haben sich die Personalaufwendungen vor allem durch das Großprojekt zur Neugestaltung der Website deutlich erhöht. Die Verwaltungsaufwendungen sanken im Vergleich zum Vorjahr um 16 % in Euro (in US-Dollar um 13 %). Sondereffekte im Zusammenhang mit dem Umzug in die neuen Büroräume in New York und der erfolgten Umstrukturierung hatten die Aufwendungen des Vorjahres stark beeinflusst.

Das Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen konnte im Vorjahresvergleich insbesondere aufgrund der im Vorjahr angefallenen Sonderbelastungen aus der Restrukturierung sowie der Einmalbelastung aus der außerplanmäßigen Abschreibung für das Produkt Analytics wesentlich verbessert werden. Die optimierte Kostenstruktur in 2013, die durch die in 2012 begonnene Reorganisation realisiert werden konnte, führte zusammen mit dem Entfall der genannten Sonderbelastungen des Vorjahres zu einer Verbesserung des Ergebnisses von EUR -1.399.000 (USD -1.821.000) im Vorjahr um EUR 1.439.000 (USD 1.874.000) auf EUR 40.000 (USD 54.000).

Segmententwicklung

Die verbesserte Kostenstruktur wirkte sich positiv auf die Geschäftsbereiche aus. Das Ergebnis des Segments artnet Galerien betrug im Geschäftsjahr 2013 EUR 971.000 (USD 1.289.000) und hat sich im Vergleich zum Vorjahr von EUR 350.000 (USD 449.000) um EUR 621.000 (USD 840.000) erheblich verbessert. Diese Ergebnissteigerung wurde trotz gleichbleibender Umsatzerlöse in USD (in Euro ein Rückgang um 3 %) aufgrund gesunkener Umsatzkosten und betrieblicher Aufwendungen erreicht. Das Segment artnet Price Database erzielte ebenfalls einen signifikanten Ergebnisanstieg. Nachdem im Vorjahr noch ein negatives Segmentergebnis von EUR -479.000 (USD -616.000) ausgewiesen wurde, konnte im aktuellen Geschäftsjahr wieder ein Gewinn von EUR 470.000 (USD 624.000) erzielt werden. Das Ergebnis des Vorjahres war wesentlich durch die außerplanmäßige Abschreibung für das neu im Markt eingeführte Produkt artnet Analytics negativ beeinflusst. Das Ergebnis des Segments artnet Advertising verbesserte sich bei gleichbleibenden Umsatzerlösen in USD (in Euro ein Rückgang um 5 %) von EUR 99.000 (USD 128.000) im Vorjahr auf EUR 236.000 (USD 313.000). Lediglich das Ergebnis des Segments artnet Auctions verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr von EUR -1.368.000 (USD -1.753.000) um EUR 268.000 (USD 419.000) auf EUR -1.636.000 (USD -2.172.000). Die gesunkenen Umsatzerlöse und gestiegenen Marketingaufwendungen haben das Ergebnis des Segments negativ beeinflusst.

Konzernergebnis

Insgesamt konnte nach dem erheblichen Verlust von EUR 2.427.000 (USD 3.142.000) im Vorjahr in 2013 mit EUR 40.000 (USD 54.000) wieder ein leicht positives Konzernergebnis erzielt werden. Das Konzernergebnis ist damit um EUR 2.467.000 (USD 3.196.000) gesteigert worden.

Die in 2012 eingeleiteten Maßnahmen und Investitionen führten in 2013 zu der erheblichen Ergebnisverbesserung. Durch die Aufgabe des Geschäftsbereichs Magazin sind gegenüber dem Vorjahr Aufwendungen von EUR 1.028.000 (USD 1.321.000) entfallen.

Die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Produkte in Verbindung mit dem in 2013 erreichten Kostenbewusstsein werden die Voraussetzungen für zukünftiges Wachstum und Profitabilität sein.

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug EUR 0,01 (USD 0,01) im Vergleich zu EUR -0,44 (USD -0,57) in der Vorjahresperiode.

Währungsumrechnung

Für die Währungsumrechnung der KonzernGesamtergebnisrechnung wird der Jahresdurchschnittskurs für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 bzw. 2012 verwendet. Für das Geschäftsjahr 2013 lag der Durchschnittskurs bei 0,753 Euro/Dollar gegenüber 0,778 Euro/Dollar für das Geschäftsjahr 2012. Dies entspricht einer Aufwertung des durchschnittlichen Wechselkurses des Euro um 4 %. Der für die Bilanzumrechnung verwendete Fremdwährungskurs ist der Kurs am Periodenende. Der Stichtagskurs zum 31. Dezember 2013 betrug 0,726 Euro/Dollar gegenüber 0,757 Euro/Dollar am 31. Dezember 2012. Dies entspricht einer Aufwertung von ebenfalls 4 %.

artnet unterliegt Wechselkursschwankungen, da Rechnungen in Euro, US-Dollar und Pfund Sterling fakturiert werden, die Geschäftstätigkeit aber größtenteils in den USA ausgeübt wird. Der Konzern steuert dieses Wechselkursrisiko, indem er die Zahlungen seiner europäischen Kunden in Euro und Pfund Sterling entgegennimmt und mit diesen Zahlungseingängen seine in Europa ansässigen Lieferanten in derselben Währung bezahlt.

Finanzlage

Entsprechend der Verbesserung des Ergebnisses war auch die Cashflow-Entwicklung in 2013 deutlich positiv. Nach einem negativen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des artnet Konzerns von EUR -457.000 im Vorjahr konnte in 2013 ein positiver operativer Cashflow von EUR 827.000 erwirtschaftet werden. Der operative Cashflow des Vorjahres war durch den Mittelabfluss im aufgegebenen Geschäftsbereich Magazin von EUR 953.000 sowie durch notwendige Abfindungszahlungen an Mitarbeiter aus anderen Bereichen zusätzlich belastetet worden. Der operative Cashflow in 2013 wurde positiv durch geringere Umsatzkosten, den Eingang von Steuerforderungen und den Anstieg der Kundenanzahlungen beeinflusst. Höhere Aufwendungen für Produktentwicklung und der Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wirkten sich dagegen negativ auf den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit aus.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit des Konzerns betrug in 2013 EUR -304.000 gegenüber EUR -675.000 in 2012. Die Investitionen im Bereich der immateriellen Vermögenswerte von EUR 292.000 wurden im Berichtsjahr geprägt durch externe Entwicklungsarbeiten in Höhe von EUR 263.000, die im Zusammenhang mit dem Redesign der Website angefallen sind und aktiviert wurden. Die Arbeiten an der neuen Website werden voraussichtlich im ersten Quartal 2014 beendet werden. Investitionen in Sachanlagen waren in 2013 mit EUR 12.000 nur in sehr geringem Umfang erforderlich, nachdem im Vorjahr in diesem Bereich infolge des Umzugs in die neuen Büroräume in New York mit EUR 339.000 noch erhebliche Mittel investiert werden mussten.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf EUR 251.000 gegenüber EUR -221.000 im Vorjahr und wurde wesentlich durch das im März 2013 gewährte Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 500.000 beeinflusst. Das Darlehen war aufgrund eines sich abzeichnenden negativen Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit im ersten Quartal 2013 aus Vorsichtsgründen zur Gewährleistung der finanziellen Stabilität aufgenommen worden. Der artnet Konzern hat ab dem zweiten Quartal 2013 wieder positive operative Cashflows erwirtschaftet, sodass die zur Verfügung gestellten Darlehensmittel nicht benötigt wurden. Dem Zufluss an liquiden Mitteln aus der Darlehensaufnahme standen im Finanzierungsbereich wie im Vorjahr Auszahlungen zur Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen für Büroeinrichtung sowie Hard- und Software gegenüber, die in 2013 EUR -249.000 betrugen.

Insgesamt erhöhten sich die liquiden Mittel im Stichtagsvergleich von EUR 753.000 (USD 995.000) am 31. Dezember 2012 auf EUR 1.529.000 (USD 2.105.000) am 31. Dezember 2013. Die investiven Mittelabflüsse konnten durch den positiven operativen Cashflow und den positiven Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit kompensiert werden.

Die Anlagepolitik des Konzerns ist konservativ und orientiert sich an der kurzfristigen Finanzmittelanlage. Auf diese Weise bleiben sämtliche Barmittel liquide und jederzeit verfügbar. Zum 31. Dezember 2013 belief sich die Liquidität je Aktie auf Grundlage der durchschnittlich 5.552.986 in Umlauf befindlichen Aktien auf EUR 0,28 (USD 0,38) gegenüber EUR 0,14 (USD 0,18) zum 31. Dezember 2012.

Vermögenslage

Die Konzernbilanzsumme betrug am 31. Dezember 2013 EUR 6.039.000 (USD 8.315.000) im Vergleich zu EUR 6.009.000 (USD 7.944.000) am 31. Dezember 2012, was einem Anstieg von 1 % (5 % in USD) entspricht. Diese Entwicklung ist weitgehend auf den Anstieg der liquiden Mittel im Konzern zurückzuführen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen um EUR 294.000 (USD 353.000) auf EUR 630.000 (USD 868.000) zurück. Die Forderungen konnten durch ein verbessertes Forderungsmanagement und Mahnwesen in Verbindung mit der Forcierung von Kreditkartenzahlungen bei weitgehend gleichbleibenden Umsatzerlösen gesenkt werden. Zu dem Rückgang hat auch die sukzessive Klärung und Bereinigung von Altforderungen beigetragen.

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte sind insgesamt von EUR 558.000 (USD 738.000) am 31. Dezember 2012 um EUR 262.000 (USD 330.000) auf EUR 296.000 (USD 408.000) gesunken. Ursächlich für den Rückgang war im Wesentlichen die Begleichung einer die Vorjahre betreffenden Umsatzsteuerforderung durch das Finanzamt.

Das aus den immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen bestehende Anlagevermögen verringerte sich um EUR 127.000 (USD 62.000) auf EUR 1.918.000 (USD 2.640.000). Das Konzernanlagevermögen wird vornehmlich bei der Artnet Corp. auf US-Dollar-Basis bilanziert. Ursächlich für den Rückgang waren die laufenden planmäßigen Abschreibungen, denen die Investitionen des Berichtsjahres in Form der Aktivierung externer Entwicklungskosten für das Redesign der Website in Höhe von EUR 263.000 (USD 363.000) sowie notwendige Hard- und Software-Erneuerungen von EUR 115.000 (USD 172.000) gegenüberstanden.

Die vor allem für erwartete künftige Steuervorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen der Artnet Worldwide Corporation bilanzierten aktiven latenten Steuern wurden in unveränderter Höhe von USD 1.908.000 angesetzt, da bereits in 2013 eine Nutzung durch die Erzielung eines steuerlichen Gewinns erfolgt ist und für die Folgejahre von weiter steigenden steuerlichen Gewinnen der Artnet Worldwide Corporation ausgegangen wird. Der in Euro ausgewiesene Rückgang des Buchwerts der aktiven latenten Steuern um EUR 57.000 auf EUR 1.386.000 ist ausschließlich währungskursbedingt.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind insgesamt von EUR 3.072.000 (USD 4.060.000) am 31. Dezember 2012 um EUR 222.000 auf EUR 2.850.000 (bzw. um USD 137.000 auf USD 3.923.000) gesunken. Zu dem Rückgang beigetragen haben dabei im Wesentlichen der Abbau der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der abgegrenzten Schulden und sonstigen Verbindlichkeiten. Aufgrund der sukzessiven Umstellung von Kundenverträgen auf jährliche Vorauszahlungen erhöhte sich die Umsatzabgrenzung. Infolge des Abschlusses eines neuen Finanzierungsleasingvertrages für den Erwerb notwendiger Softwarelizenzen sind die kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing trotz planmäßiger Tilgungen weitgehend konstant geblieben.

Der Anstieg der langfristigen Verbindlichkeiten ist zurückzuführen auf die Aufnahme eines Gesellschafterdarlehens über EUR 500.000 zuzüglich 4 % Zinsen im März 2013. Die langfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen sind durch planmäßige Tilgungen reduziert worden. Die Abgrenzung der mietfreien Zeiten aus dem im Vorjahr geschlossenen Mietvertrag für die neuen Büroräumlichkeiten im Woolworth Building über die Laufzeit des Mietvertrages hat sich planmäßig in 2013 erhöht.

Das Eigenkapital des artnet Konzerns belief sich zum 31. Dezember 2013 auf EUR 2.214.000 (USD 3.048.000) gegenüber EUR 2.368.000 (USD 3.131.000) zum 31. Dezember 2012. Der Rückgang ist ausschließlich währungskursbedingt, da in 2013 ein positives Jahresergebnis erzielt wurde.

Die artnet Price Database ist ein immaterieller Vermögenswert, der in den letzten 25 Jahren durch die Erfassung von Auktionsdaten entwickelt wurde. Wenngleich er aufgrund der Bilanzierungsregeln als Vermögenswert in der Bilanz nicht voll angesetzt wurde, stellt er für den Konzern doch eine wesentliche Geschäftsgrundlage dar. Wenn eine Bilanzierung gesetzlich zulässig wäre, würden sich die Aktiva deutlich erhöhen.

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Mitarbeiter

Am 31. Dezember 2013 beschäftigte der Konzern 106 Vollzeitmitarbeiter gegenüber 118 Mitarbeitern im Vorjahr. Darüber hinaus waren 2013 sieben teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter für den artnet Konzern tätig im Vergleich zu zehn Teilzeitbeschäftigten im Vorjahr. Im Vertrieb und in sonstigen Bereichen hatte der Konzern sechs freie Mitarbeiter, während es 2012 zehn freie Mitarbeiter waren.

Die Personalkosten beliefen sich auf EUR 8.127.000 (USD 10.790.000) gegenüber EUR 7.929.000 (USD 10.190.000) im Vorjahr. Während die Personalkosten im Bereich der Umsatzkosten gesenkt werden konnten, stiegen sie im Bereich Vertrieb und Marketing und in den allgemeinen Verwaltungskosten aufgrund von Neueinstellungen an. Auch im Bereich Produktentwicklung ergab sich ein Anstieg, der auf höhere Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Redesign zurückzuführen ist. Darüber hinaus wurden im Gegensatz zum Vorjahr keine internen Entwicklungskosten aktiviert.

Übrige nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Qualität unserer Leistungen und die damit einhergehende Zufriedenheit unserer Kunden der artnet Galerien und der artnet Price Database sind von großer Bedeutung für unsere Geschäftstätigkeit. Zur Qualitätssicherung werden nach dem Eingang einer Kündigung Kritikpunkte sowie Kündigungsgründe der Kunden durch Kundenbefragungen evaluiert. Dies ermöglicht es uns, kurzfristig und gezielt auf die Ergebnisse der Befragungen zu reagieren.

Weitere Indikatoren, die zur Überwachung und Steuerung des Unternehmens herangezogen werden, sind für artnet Galerien die Anzahl von Vertragskündigungen sowie die Anzahl der abgeschlossenen Neuverträge. In 2013 konnten die Kündigungen im Vergleich zu 2012 um ungefähr 9 % gesenkt werden, während die Anzahl der Neuabschlüsse um 40 % gestiegen ist.

Für die Price Database wird die Anzahl der Abonnements insgesamt betrachtet. Im Vergleich zu 2012 sank diese Anzahl in 2013 um 6 %. Das war aufgrund der durchgeführten Preiserhöhung von bis zu 50 % weniger als erwartet. Zusätzlich wird die Kennziffer Umsatz pro Nutzer beobachtet. Für die Price Database Fine Art and Design stieg der Umsatz pro Nutzer im Vorjahresvergleich um 13 % und für die Price Database Decorative Art sogar um 17 %.

Für die Überwachung und Steuerung der artnet Auctions sind die Anzahl der verkauften Lose sowie deren Durchschnittspreise wichtige Indikatoren. Verglichen zu 2012 waren beide Werte rückläufig. Der Durchschnittspreis verringerte sich um 12 %, die Anzahl der verkauften Lose um 8 %. Vor allem durch die Einführung eines neuen Provisionsmodells konnten die erzielten Durchschnittspreise in der zweiten Jahreshälfte verglichen zum Vorjahreszeitraum um 14 %, verglichen zum ersten Halbjahr 2013 um 4 % gesteigert werden. Die Anzahl der verkauften Lose ging in der zweiten Jahreshälfte durch die Einführung des neuen Provisionsmodells wie erwartet zurück.

Die laufende Überwachung des Web-Traffics ist für artnet als Online-Dienstleister von übergeordneter Bedeutung. Täglich werden verschiedene Kennzahlen für die bestehenden Domains erfasst und ausgewertet. Bedingt durch die Einstellung des artnet Magazins sank die Anzahl der Unique Visitors um 21 %, während der umsatzgenerierende Web-Traffic nicht von diesem Rückgang beeinflusst wurde. Durch die Einführung der neuen Website artnet News im Februar 2014 wird die Anzahl der Unique Visitors wieder steigen.

3. Übernahmerechtliche Angaben

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das voll eingezahlte Grundkapital der artnet AG betrug zum 31. Dezember 2013 unverändert EUR 5.631.067 und ist in 5.631.067 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je EUR 1,00 aufgeteilt. Am 26. September 2011 wurden die 5.631.067 Stammaktien der Gesellschaft erstmals als Namensaktien an den Börsen gehandelt.

Stimmrechtsbeschränkungen oder Übertragungsbeschränkungen

Stimmrechtsbeschränkungen oder Übertragungsbeschränkungen bestehen für diese Aktien nicht.

Direkte oder indirekte Kapitalbeteiligungen, die 10 % der Stimmrechte überschreiten

Beteiligungen, die 1 0 % der Stimmrechte der artnet AG überschreiten, werden zum 31. Dezember 2013 gehalten von der Galerie Neuendorf AG, Berlin, mit 27,06 %.

Inhaber von Aktien mit Sonderrechten

Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten.

Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen

Soweit Arbeitnehmer an der artnet AG beteiligt sind, üben diese ihre Kontrollrechte unmittelbar aus.

Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern, Satzungsänderungen

Mitglieder des Vorstandes werden gemäß §§ 84, 85 AktG bestellt und abberufen. Satzungsänderungen erfolgen gemäß §§ 133, 179 AktG.

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Durch Beschluss der Hauptversammlung der artnet AG vom 15. Juli 2009 wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, bis zum 14. Juli 2014 das Grundkapital durch Ausgabe von 2.800.000 neuen nennwertlosen Inhaber-Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu EUR 2.800.000 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2009/I). Aus dem genehmigten Kapital wurden im Berichtsjahr und in den vergangenen Geschäftsjahren keine Aktien ausgegeben.

Das Grundkapital der Gesellschaft wurde durch Ausgabe von bis zu 560.000 neuen nennwertlosen Inhaber-Stückaktien an die Vorstandsmitglieder der Gesellschaft und Mitglieder der Geschäftsführung von verbundenen Unternehmen sowie Mitarbeiter der artnet AG oder ihrer verbundenen Unternehmen durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 um bis zu EUR 560.000 bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2009/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Bezugsrechten an Mitglieder des Vorstands der artnet AG, Mitglieder der Geschäftsführung verbundener Unternehmen (§ 15 AktG), Mitarbeiter der artnet AG sowie an Mitarbeiter verbundener Unternehmen, zu deren Ausgabe die Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 den Vorstand ermächtigt hat.

Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie durch Ausübung des Bezugsrechts entstehen, am Gewinn teil. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Bezugsrechte ausgeübt werden.

Durch Beschluss der Hauptversammlung der artnet AG vom 14. Juli 2010 wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, bis zum Ablauf des 13. Juli 2015 eigene Aktien bis zu einem Anteil von max. 10 % am derzeitigen Grundkapital zu erwerben. Die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit den von der Gesellschaft gehaltenen oder der Gesellschaft gemäß §§ 71 a ff. AktG zustehenden anderen eigenen Aktien in keinem Fall mehr als 10 % des Grundkapitals ausmachen. Die Frist gilt nur für den Erwerb - nicht für den Besitz - der Aktien.

4. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG

Die aktuelle Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG ist auf der Website der Gesellschaft unter www.artnet.de/investor-relations/ einsehbar.

5. Vergütungsbericht

Dieser Vergütungsbericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Er fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der artnet AG Anwendung finden, und erläutert die Höhe sowie Struktur der Vorstandsvergütung. Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrates beschrieben. Der Vergütungsbericht beinhaltet des Weiteren Angaben, die nach den Erfordernissen des deutschen Handelsrechts auch Bestandteil des Konzernanhangs nach § 314 HGB bzw. des Konzernlageberichts nach § 315 HGB sind.

a) Vergütung des Vorstands

Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Festlegung der Vergütung des Vorstands der artnet AG orientiert sich an der Größe und der Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen im In- und Ausland. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie am internationalen Markt für hoch qualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreiz für erfolgreiche Arbeit gibt.

Die Vergütung von Herrn Jacob Pabst als Alleinvorstand setzt sich unverändert zum Vorjahr aus einer fixen Grundvergütung und einer kurzfristigen variablen Vergütungskomponente (short-term incentive) zusammen, die im Folgenden beschrieben werden.

Fixe Grundvergütung: Die fixe Grundvergütung von monatlich USD 25.000 (USD 300.000 p.a.) wird als laufendes Gehalt ausgezahlt. Die Gesellschaft übernimmt weiterhin die Kosten für die Krankenversicherung von monatlich EUR 450 und hat eine Unfallversicherung mit einer Deckungssumme für Invalidität (EUR 300.000) und Tod (EUR 150.000) abgeschlossen. Im Geschäftsjahr 2013 betrug die von der Artnet Worldwide Corporation gezahlte fixe Barvergütung für den Vorstand Jacob Pabst insgesamt EUR 231.000 (USD 307.000).

Kurzfristige variable Vergütungskomponente: Zusätzlich zu der fixen Grundvergütung erhält der Vorstand eine kurzfristige variable Vergütungskomponente. Der Betrag steht im Ermessen des Aufsichtsrats. Die Basis für die Kalkulation der variablen Komponente beträgt USD 100.000. Die Vergütung soll USD 200.000 nicht überschreiten. Die Höhe der kurzfristigen variablen Vergütungskomponente ist je zu einem Drittel abhängig von der Erreichung folgender Ziele:

1. Entwicklung des Aktienkurses

Für den Fall, dass sich der Aktienkurs im Geschäftsjahr 10 % bis 15 % besser als der S-Dax entwickelt, beträgt die variable Vergütung 100 % von einem Drittel. Entwickelt sich der Aktienkurs besser als 15 %, steigt die Vergütung linear bis zu maximal 150 % eines Drittels an. Hat sich der Aktienkurs 5 % bis 10 % besser entwickelt als der S-Dax, beträgt die variable Vergütung 75 % von einem Drittel. Bei einer Entwicklung des Aktienkurses, die der des S-Dax entspricht, beträgt die Vergütung 50 % von einem Drittel. Entwickelt sich hingegen der Aktienkurs der Gesellschaft schlechter, als sich der S-Dax entwickelt, entfällt die variable Vergütung zu einem Drittel.

2. Umsatzentwicklung

Steigt der Umsatz der Gesellschaft zum Vorjahr um 5 %, beträgt die variable Vergütung 50 % von einem Drittel. Bei einem Umsatzanstieg von 5 % bis 10 % wird die variable Vergütung in Höhe von 100 % von einem Drittel gezahlt. Wird der Vorjahresumsatz um 10 % bis 15 % übertroffen, beträgt die variable Vergütung 125 % von einem Drittel. Bei einem Umsatzanstieg von mehr als 15 % beträgt die variable Vergütung 150 % von einem Drittel. Gibt es keinen Umsatzanstieg, entfällt die variable Vergütung zu einem Drittel.

3. Ergebnisentwicklung (EBITDA)

Erwirtschaftet die Gesellschaft einen Gewinn (EBITDA) von 1 Mio. USD, beträgt die variable Vergütung 100 % von einem Drittel. Erwirtschaftet die Gesellschaft im Geschäftsjahr keinen Gewinn, der operative Cashflow ist jedoch positiv, beträgt die variable Vergütung 50 % von einem Drittel. Beträgt das EBITDA 2 Mio. USD, beträgt die variable Vergütung 150 % von einem Drittel. Erwirtschaftet die Gesellschaft im Geschäftsjahr keinen positiven EBITDA, entfällt die variable Vergütung zu einem Drittel.

Der operative Cashflow des Konzerns war im Geschäftsjahr 2013 positiv. Damit sind die Bedingungen für den dritten Bestandteil der variablen Vergütung (Ergebnisentwicklung) teilweise erfüllt. Der daraus entstandene Anspruch beträgt USD 16.667. Der Alleinvorstand Herr Pabst hat auf die variable Vergütung für das Geschäftsjahr 2013 verzichtet.

Für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses enthält der Vorstandsvertrag keine ausdrückliche Abfindungszusage. Eine Abfindung kann sich aber aus einer individuell getroffenen Aufhebungsvereinbarung ergeben.

b) Vergütung des Aufsichtsrates

Die Vergütung des Aufsichtsrates wird auf Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrates durch die Hauptversammlung festgelegt. Sie ist in der Satzung geregelt.

Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an der Größe des Unternehmens, an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder sowie an der wirtschaftlichen Lage und Performance der Gesellschaft.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten jährlich eine feste Vergütung. Im Einzelnen erhalten der Vorsitzende des Aufsichtsrates EUR 50.000, der stellvertretende Vorsitzende EUR 37.500 und das dritte Mitglied des Aufsichtsrates EUR 25.000.

6. Risiko- und Chancenbericht

Risikobericht

Risikomanagement

Der artnet Konzern hat ein Risikomanagementsystem zur Identifizierung und laufenden Überwachung der Betriebs- und Finanzrisiken des Konzerns eingeführt, das die Auswirkungen unerwarteter Ereignisse mildern soll. Das Risikomanagementsystem besteht im Wesentlichen aus folgenden vier Komponenten:

1) dem Finanzwesen, das die tatsächlichen Ergebnisse der Geschäftstätigkeit überwacht und im Rahmen einer monatlichen Berichterstattung Plan-Ist-Vergleiche sowie Vorjahres-Vergleiche darstellt;

2) der IT-Infrastruktur, die die jederzeitige Verfügbarkeit und Funktionsfähigkeit der Website sicherstellt und überwacht;

3) dem Projektmanagement, das die Entwicklung und den Fortschritt der einzelnen Technologieprojekte überwacht und

4) der laufenden Traffic-Überwachung, die wichtige Bereiche des Web-Traffics auswertet und analysiert.

Das Risikomanagementsystem stellt sicher, dass kritische Informationen direkt und zeitnah an den Vorstand des Konzerns weitergeleitet werden.

Frühwarnsystem stellt die Identifizierung potenzieller Risiken sicher

Zur Messung, Überwachung und Steuerung von Geschäftsentwicklung und Risiken nutzt der artnet Konzern grundsätzlich ein auf Tabellenkalkulationen basierendes Steuerungs- und Kontrollsystem, das im Wesentlichen auf den Daten der Finanzbuchhaltung aufsetzt. In einer Risikoinventur und einem daraus entwickelten Risiko-Handbuch sind die wesentlichen vorhandenen Risiken dokumentiert und Verantwortungsebenen innerhalb des artnet Konzerns zugeordnet worden. Bestehende Risikopotenziale werden laufend beobachtet; adäquate Maßnahmen zur Risikobegrenzung werden, wenn möglich, ergriffen. Zum Risikomanagementsystem gehört neben einer regelmäßigen internen Berichterstattung über den Geschäftsverlauf und die aktuellen Marktentwicklungen und Kundenbeziehungen auch ein konzernweiter Budgetierungsprozess, der sich unter anderem mit operativen Risiken und Veränderungen des geschäftlichen Umfeldes befasst. Unterstützt wird dieser Prozess durch regelmäßige Markt- und Wettbewerbsanalysen.

Umgang mit bedeutenden potenziellen Risiken

Das operative Management ist für die Früherkennung, Kontrolle und Kommunikation von Risiken direkt verantwortlich. So kann der artnet Konzern zeitnah und umfassend auf potenzielle Risiken reagieren. Die Risikopolitik orientiert sich dabei an den Zielen, nachhaltiges Wachstum zu erreichen und den Unternehmenswert langfristig zu sichern, gleichzeitig aber unangemessene Risiken zu vermeiden.

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem bezogen auf den Konzernrechnungslegungsprozess

Der Vorstand hat für die vielfältigen organisatorischen, technischen und wirtschaftlichen Abläufe im Konzern ein internes Kontrollsystem eingerichtet. Wesentlicher Bestandteil ist das Prinzip der Funktionstrennung, das gewährleisten soll, dass vollziehende (z. B. Vertrieb), verbuchende (z. B. Finanzbuchhaltung) und verwaltende (z. B. EDV-Administration) Tätigkeiten nicht in einer Hand vereint sind. Durch das Vieraugenprinzip wird gewährleistet, dass kein wesentlicher Vorgang ohne Kontrolle bleibt.

Die Erwartungshaltung des Vorstands wird durch regelmäßige Zielvereinbarungen definiert und dokumentiert. Das eingeführte Risikomanagement-System sorgt dafür, dass kritische Informationen und Daten direkt an die Unternehmensleitung gegeben werden.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt durch den Finanzdirektor der Artnet Worldwide Corp. mit langjähriger Erfahrung und spezieller Expertise für Konsolidierungsfragen.

Risiken

Der Konzern hat die folgenden wesentlichen Risiken identifiziert:

Externe Risiken

Konjunkturtrends im Kunstmarkt

artnet unterliegt den Schwankungen im Kunstmarkt. Der Kunstmarkt wird von den Wirtschaftsbedingungen im In- und Ausland beeinflusst. Inwieweit sich diese Entwicklungen in Zukunft auf den Kunstmarkt auswirken werden, ist noch unklar.

Betriebliche Risiken

Infrastruktur des IT-Systems

Funktionsstörungen der Website könnten die laufenden Umsätze und Gewinne von artnet mindern und möglicherweise auch die künftigen Umsätze und Ergebnisse beeinträchtigen.

Häufige oder anhaltende Unterbrechungen des Services könnten bestehenden oder interessierten Nutzern Anlass zu der Annahme geben, dass die Systeme des Konzerns nicht zuverlässig sind. Dies könnte nachteilige Auswirkungen auf das Image und den Ruf des Konzerns haben. Derartige Unterbrechungen erhöhen die Arbeitsbelastung der IT-Abteilung, was wiederum die Einführung neuer Funktionen und Services verzögert. Wenngleich die Systeme des Konzerns so konzipiert wurden, dass die Ausfallzeiten bei Stromausfällen oder im Katastrophenfall gering sind, bleiben sie für Beschädigungen oder Störungen durch Überschwemmungen, Feuer, Strom- und Telekommunikationsausfälle, Terroranschläge, Computerviren und andere Unglücksfälle anfällig. Die Webserver von artnet befinden sich in einer sicheren externen Einrichtung.

Produktentwicklung

Der künftige Erfolg von artnet hängt davon ab, wie schnell sich der Konzern an die technologischen Veränderungen und entstehenden Branchenstandards anpassen kann. Der Vorstand sieht vor, die Leistung, Funktionen und Zuverlässigkeit der Website weiter zu verbessern und neue Produkte einzuführen, die für bestehende und potenzielle Kunden von Nutzen sind. Der Konzern beobachtet die Markttrends und konzentriert sich auf die Produktentwicklung. Aus diesem Grund hat artnet in den vergangenen Jahren sein Entwicklungsteam verstärkt. Der Personalaufbau ermöglicht es artnet, den wachsenden Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden und das Wachstumspotenzial durch die Einführung neuer Produkte zu erhöhen.

Es besteht das Risiko, dass Produktinnovationen und -weiterentwicklungen, wie z.B. artnet Analytics oder der neue Nachrichten-Service artnet News, vom Markt und den Kunden nicht so schnell angenommen werden wie geplant und die damit verbundenen Ziele verfehlt werden. Die Ertragslage von artnet würde in diesem Fall bei noch fehlenden Umsatzerlösen durch die steigenden Kosten der Produktentwicklung und höhere laufende Kosten belastet werden.

Die Risiken im Bereich der Produktentwicklung werden durch den zunehmenden Wettbewerb und durch den Markteintritt von mehreren Start-up-Internetdienstleistern erhöht, die in einem oder mehreren Produktsegmenten zu uns in Konkurrenz treten.

Website-Besuche

Website-Besuche (Traffic) sind für artnet von großer Bedeutung. Rückläufige Besucherzahlen könnten die Umsätze aller Produktlinien verringern. artnet überwacht die Website-Besuche auf Tages-, Wochen- und Monatsbasis, um sicherzustellen, dass diese den Erwartungen entsprechen. Zur weiteren Steigerung der Website-Besuche benötigt der Konzern außerdem ein größeres finanzielles Engagement für Werbung und Marketing. Soweit dies möglich ist, überwacht artnet die Besucherzahlen und die über die Website erzielten Umsätze und stellt diese den entsprechenden Aufwendungen für Werbung und Marketing gegenüber, um den Erfolg von Werbe- und Marketingmaßnahmen zu beurteilen.

Rechtliche Risiken

Markenrechte

artnet schützt sich durch die markenrechtliche Sicherung des Namens "artnet" in den Schlüsselmärkten des Konzerns, insbesondere in den USA, Deutschland, Frankreich und der Europäischen Union. Klagen gegen Markenverletzungen sind kostspielig und unterliegen der Prüfung durch nationale Behörden, die für den Konzern negativ ausfallen könnten. Darüber hinaus muss sich der Konzern gegen Urheber- und sonstige Rechtsansprüche verteidigen, die ebenfalls negative Folgen für den Konzern haben könnten.

Schutz der Kundendaten

artnet speichert die Kundendaten gemäß den derzeit geltenden Gesetzen und Vorschriften. Würde es Dritten jedoch gelingen, die von artnet getroffenen Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen und an die Kundeninformationen zu gelangen, könnte artnet für entstandene Schäden haftbar gemacht werden.

Finanzielle Risiken

Fremdwährungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiko

artnet führt einen Teil seiner Geschäfte außerhalb der USA und unterliegt dadurch dem Risiko nachteiliger Wechselkursschwankungen. Da die Wechselkurse veränderlich sind, können die Umsatzerlöse sowie die betrieblichen Aufwendungen erheblich von den Erwartungen abweichen. artnet sichert sich derzeit nicht gegen solche Währungsrisiken ab. Stattdessen nehmen die Konzerngesellschaften Zahlungen von Kunden auch in Euro und Pfund Sterling an und bezahlen ihre Lieferanten in Europa in diesen Währungen. Dies trägt zur Reduzierung des Wechselkursrisikos bei.

Im artnet Konzern liegt keine signifikante Konzentration des Ausfallrisikos von finanziellen Vermögenswerten vor, da sich das Engagement auf eine große Anzahl von Kunden, sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen, im Markt für bildende Kunst verteilt. Dennoch könnte sich ein weltweiter Konjunkturrückgang negativ auf die Zahlungsfähigkeit der Kunden des Konzerns auswirken und zu einer Verlängerung des durchschnittlichen Zahlungsziels oder im schlimmsten Fall zu einem Anstieg der Forderungsausfälle führen. Dies würde die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns belasten. artnet versucht, diesen Risiken entgegenzuwirken, indem es mit seinen Kunden, wann immer dies möglich ist, Vorauszahlungen vereinbart.

Da der artnet Konzern verzinsliche Schulden lediglich in Form von Finanzierungs-leasingverhältnissen und Gesellschafterdarlehen aufweist, sind die Zinsänderungsrisiken als unbedeutend anzusehen. Der artnet Konzern nutzt weiter keine derivativen Finanzinstrumente zur zusätzlichen Risikoabsicherung, da dies bezüglich der überschaubaren Währungsrisiken und der unbedeutenden Zinsänderungsrisiken wirtschaftlich nicht sinnvoll erscheint.

Sonstige Risiken

Mitarbeiter in Schlüsselpositionen

Der Arbeitsmarkt für qualifizierte und motivierte Manager ist sehr wettbewerbsintensiv. Aufgrund der relativ geringen Größe von artnet könnte sich der Verlust von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen negativ auswirken.

Möglicherweise enthält die vorstehende Auflistung nicht alle Risiken, denen artnet ausgesetzt ist. Risiken, die nicht erkannt sind oder über die nicht berichtet wurde, könnten zutage treten und sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Der Konzern wird sein Umfeld auch weiterhin überwachen und die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems überprüfen. Trotz kontinuierlicher Anpassungen des Risikomanagementsystems ist es nicht möglich, die Wahrscheinlichkeit des Eintretens bestimmter Risiken oder deren finanzielle Auswirkungen vollständig zu quantifizieren.

Chancenbericht

Der Online-Kunsthandel bildet ein dynamisches Marktumfeld, in dem sich ständig neue Chancen für artnet eröffnen. Die Größe des Unternehmens und kurze Entscheidungswege erlauben es uns, schnell auf aktuelle Gegebenheiten und auf Trendwenden unter Abwägung des Risikopotenzials zu reagieren. Chancen können sich aus dem internen oder externen Umfeld ergeben.

Die Entwicklung des internationalen Kunstmarktes ist eng mit der Konjunktur der Industriestaaten verknüpft. Veränderungen der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben daher ebenfalls Einfluss auf unsere Geschäftstätigkeit. Sollte sich die Weltwirtschaft und insbesondere die Wirtschaft in den Krisenländern der Europäischen Union nachhaltiger erholen als erwartet, könnte sich dies positiv auf unser Ergebnis auswirken.

Das Vertrauen von Käufern und Verkäufern in das Internet als Transaktionsplattform auch für hochpreisige Kunstwerke wächst stetig. In 2013 wuchs der Online-Bereich des Kunstmarktes um ca. 20 %. Für das kommende Jahr gehen wir von einer ähnlichen Entwicklung aus. Sollte dieser Bereich schneller als derzeit erwartet wachsen, könnten wir insbesondere für das Segment artnet Auctions unsere mittelfristigen Perspektiven übertreffen.

Der Erfolg unseres Unternehmens hängt in großem Maße von unserer Fähigkeit ab, unseren Kunden innovative Lösungen und verbesserte Produkte zur Verfügung zu stellen. Daher arbeiten wir auch weiterhin daran, die Effektivität unseres Produkt- und Website-Developments stetig zu erhöhen. Sollten wir in diesem Bereich bessere Fortschritte machen als derzeit erwartet, können Produktverbesserungen schneller umgesetzt werden. Dies könnte sich positiv auf unsere Umsätze und Ertragslage auswirken.

Ziel des im Februar 2014 gelaunchten Nachrichtenportals artnet News ist es, das Produktpaket von artnet um einen weiteren Bestandteil zu ergänzen und dadurch die Markttransparenz und die Anzahl der Besucher (Unique Visitors) unserer Website zu erhöhen. Sollte die Anzahl der Besucher stärker ansteigen als erwartet, würde sich die Attraktivität der auf den Seiten verkaufbaren Werbebanner erhöhen. Dies könnte sich positiv auf die Umsätze und Ertragslage insbesondere des Segments Advertising auswirken.

7. Nachtragsbericht

Im Zeitraum vom Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 bis zum 25. März 2014 kam es bis auf die Freischaltung der Website des Nachrichten-Service artnet News am 23. Februar 2014 zu keinen berichtspflichtigen Ereignissen von wesentlicher Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

8. Prognosebericht

Im Frühjahr 2014 werden wir die neu gestaltete artnet Website vorstellen, die wegen der Markteinführung unseres globalen Kunstnachrichtendienstes artnet News zurückgestellt wurde. Mit einer einfacheren Navigation, einer attraktiven und zeitgemäßen Benutzeroberfläche sowie einer völlig neuen Suchfunktion, die sämtliche artnet Produkte und Dienstleistungen integriert und mühelos zugänglich macht, werden Besuchserlebnis und Kundennutzen deutlich verbessert. Das Redesign der artnet Website wird außerdem ein wesentlicher Schritt zur Stärkung unserer Marke sein.

Im Bereich artnet Advertising soll in 2014 ein starkes Umsatzwachstum realisiert werden. Verstärkte Verkaufsaktivitäten, die erhöhte Anzahl von attraktiven Werbeplätzen durch das neue Website-Design und die neue artnet News-Seite sollen dazu beitragen.

Der Bereich artnet Auctions wird im kommenden Jahr weiterhin vom gestiegenen Käufervertrauen in Online-Transaktionen und insbesondere in Online-Kunstauktionen profitieren. Seit Januar 2014 steht artnet Auctions unter der Leitung von Roxanna Zarnegar, die über eine langjährige Branchen-Erfahrung unter anderem als Chief Operating Officer America bei Christie's Auctions und damit über das Qualifikationsprofil verfügt, um die Auktionen erfolgreich weiterzuentwickeln und auszubauen. Ihr Experten-Team verfügt im Durchschnitt über 18 Jahre Branchenerfahrung in mehr als zehn Fachbereichen. Das ermöglicht artnet eine immer größere Vielfalt an Künstlern, Kategorien von Kunstwerken, Kunstrichtungen und künstlerische Medien anzubieten. Wenngleich es durch besondere Ereignisse in 2012 so aussah, als könne in 2013 kein Wachstum bei den Auktionen erzielt werden, gehen wir davon aus, dass OnlineTransaktionen im Kunstmarkt weiter zunehmen werden und wir als Marktführer an diesem Zuwachs überproportional partizipieren werden. Aufgrund der stetig wachsenden Kundenbasis erwarten wir, den positiven Trend aus dem zweiten Halbjahr 2013 fortzuführen und rechnen für 2014 mit einem Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich.

Der Bereich artnet Galerien ist ein zentraler Bestandteil unseres Geschäfts. 2011 und 2012 hatten wir aufgrund einer notwendigen Preiserhöhung und dem Auftreten neuer Wettbewerber, die ihre Dienste unentgeltlich anboten, einige Galerien verloren. 2013 gelang es uns, die Zahl der Galerie-Mitgliedschaften zu stabilisieren und die Rentabilität des Segments bei nahezu gleichbleibenden Umsatzerlösen zu steigern. Mit Galeriemitgliedern in nahezu 60 Ländern sucht das artnet Galerie-Netzwerk seinesgleichen. Auch wenn wir unser Ziel eines leichten Umsatzwachstums in 2013 noch nicht erreicht haben, konnten wir den Rückgang der Umsatzerlöse erfolgreich stoppen. Für 2014 halten wir in einem unverändert kompetitiven Umfeld an der Prognose eines leichten Umsatzwachstums fest.

Unser Geschäft ist global ausgerichtet. Im kommenden Jahr ist geplant, eine Version unserer Website in Mandarin bereitzustellen, um unsere Produkte und Dienstleistungen auch Kunden in China leicht zugänglich zu machen. artnet hat sich zudem mit der China Association of Auctioneers (CAA) zusammengeschlossen, einer Vereinigung, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Auktionsergebnisse chinesischer Auktionshäuser zu überprüfen. Wir betrachten es im Sinne unserer Marke als überaus wichtig, in China am Prozess zur Veröffentlichung faktengetreuer Informationen mitzuwirken können und so die in China tätigen Auktionshäuser zu ermutigen, für mehr Transparenz zu sorgen.

Ein weiteres unserer Kernprodukte, die Price Database, wird kontinuierlich gepflegt und erweitert. Aufbauend auf diese umfassende Datenbank haben wir artnet Analytics entwickelt und bieten unseren Kunden mit diesem neuen Produkt die Möglichkeit, größere Datenmengen effizient zu analysieren. Aufgrund gezielter Marketingaktivitäten wird dieses Produkt nach einem verhaltenen Start nun verstärkt wahrgenommen. Durch die Publizierung von Analytics Berichten in führenden PrintMedien wird Kunstinteressierten der Nutzen dieser detaillierten Marktanalysen verdeutlicht. Wir sind zuversichtlich, dass dieses Produkt künftig zunehmend für An- und Verkaufsentscheidungen herangezogen wird. Entgegen unserer Prognose eines deutlichen Umsatzwachstums in 2013 konnten Umsätze für den Bereich Price Database in US-Dollar, der Hauptwährung des Konzerns, nur leicht gesteigert werden. Ursache sind neue Konkurrenzprodukte, die zu Werbezwecken unentgeltlich angeboten werden. Dennoch gehen wir davon aus, dass diese Taktik des Wettbewerbs auf Dauer keinen Erfolg verspricht. Für 2014 erwarten wir, aufgrund der zunehmenden Wahrnehmung von Kunst als Anlageklasse und des damit einhergehenden steigenden Bedarfs an zuverlässigen Transaktionsdaten, einen leicht steigenden Umsatz in diesem Segment.

Insgesamt erwarten wir für 2014 ein deutliches Umsatzwachstum auf ca. USD 19,5 Mio. bis USD 20,5 (EUR 14 Mio. bis EUR 15 Mio.). Dabei werden auch die betrieblichen Aufwendungen durch den Aufbau von artnet News und durch deutlich höhere Vertriebs- und Marketingkosten wesentlich ansteigen. Für das Jahresergebnis gehen wir von einer Steigerung auf USD 0,8 Mio. (EUR 0,6 Mio.) aus. Bezüglich des Cash-Bestands erwarten wir aufgrund höherer geplanter Investitionen einen leichten Anstieg gegenüber dem Jahresende 2013. Mit der Rückkehr in die Rentabilität konzentrieren wir uns jetzt auf die ehrgeizigen Ziele für das neue Geschäftsjahr.

Berlin, 25. März 2014

Jacob Pabst, Vorstandsvorsitzender, artnet AG

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013

artnet AG Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2013

Aktiva

Anhang Nr. 31.12.2013 USD 31.12.2012 USD 31.12.2013

EUR
31.12.2012

EUR
Kurzfristige Vermögenswerte
Liquide Mittel 3 2.104.778 994.773 1.528.763 752.546
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4 867.645 1.221.058 630.197 923.730
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 5 408.200 737.968 296.488 558.273
Kurzfristige Vermögenswerte Gesamt 3.380.623 2.953.799 2.455.448 2.234.549
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 6 1.021.334 1.374.634 741.826 1.039.911
Immaterielle Vermögenswerte 7 1.618.905 1.327.877 1.175.859 1.004.539
Kautionsforderungen 386.167 379.921 280.485 287.410
Aktive latente Steuern 8 1.907.577 1.907.577 1.385.530 1.443.082
Langfristige Vermögenswerte Gesamt 4.933.983 4.990.009 3.583.700 3.774.942
Vermögenswerte Gesamt 8.314.606 7.943.808 6.039.148 6.009.491
Passiva
Anhang Nr. 31.12.2013 USD 31.12.2012 USD 31.12.2013

EUR
31.12.2012

EUR
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9 641.167 844.777 465.699 639.074
Abgegrenzte Schulden und sonstige Verbindlichkeiten 10 851.754 986.751 618.654 746.477
Rückstellungen 11 164.770 170.041 119.677 128.636
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 12 302.797 297.649 219.931 225.171
Umsatzabgrenzung 14 1.962.823 1.760.941 1.425.657 1.332.152
Kurzfristige Verbindlichkeiten Gesamt 3.923.311 4.060.159 2.849.618 3.071.510
Langfristige Verbindlichkeiten
Abgrenzung Mietincentive 13 352.645 267.896 256.137 202.663
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 12 281.414 484.933 204.399 366.852
Verbindlichkeiten aus Darlehen 28 709.044 515.000
Langfristige Verbindlichkeiten Gesamt 1.343.103 752.829 975.536 569.515
Verbindlichkeiten Gesamt 5.266.414 4.812.988 3.825.154 3.641.025
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 15 5.941.512 5.941.512 5.631.067 5.631.067
Eigene Aktien 15 -269.241 -269.241 -264.425 -264.425
Kapitalrücklage 52.252.827 52.240.459 50.872.189 50.862.873
Verlustvortrag -54.925.977 -51.784.190 -53.909.439 -51.482.744
Konzernjahresergebnis 53.731 -3.141.787 40.470 -2.426.695
Unterschiede aus Fremdwährungsumrechnung -4.660 144.067 -155.868 48.390
Eigenkapital Gesamt 3.048.192 3.130.820 2.213.994 2.368.466
Verbindlichkeiten und Eigenkapital Gesamt 8.314.606 7.943.808 6.039.148 6.009.491

artnet AG Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar und bis zum 31. Dezember 2013

Anhang Nr. 2013 USD 2012 USD 2013

EUR
2012

EUR
Umsatzerlöse
artnet Galerien 6.303.210 6.317.417 4.747.578 4.915.582
artnet Price Database 6.763.373 6.584.047 5.094.173 5.123.047
artnet Advertising 1.364.505 1.390.884 1.027.745 1.082.247
artnet Auctions 2.786.725 3.041.606 2.098.961 2.366.673
Umsatzerlöse Gesamt 25 17.217.813 17.333.954 12.968.457 13.487.549
Umsatzkosten 7.624.174 7.727.830 5.742.528 6.013.025
Bruttoergebnis 9.593.639 9.606.124 7.225.929 7.474.525
Betriebliche Aufwendungen
Vertrieb und Marketing 2.435.450 2.747.212 1.834.381 2.137.606
Allgemeine Verwaltungskosten 4.397.610 5.068.442 3.312.280 3.943.752
Produktentwicklung 2.731.460 2.472.396 2.057.335 1.923.771
Vergütungen aus Aktienoptionen 18 12.368 179.145 9.316 139.393
Betriebliche Aufwendungen Gesamt 9.576.887 10.467.195 7.213.312 8.144.522
Betriebsergebnis 22 16.752 -861.071 12.617 -669.997
Zinsaufwand 22 -66.074 -58.036 -49.767 -45.158
Zinsertrag 22 1.250 413 942 321
Außerplanmäßige Abschreibungen 7 - -830.000 - -627.895
Sonstige Erträge/-Aufwendungen 22 108.314 -44.787 81.582 -34.849
Ergebnis vor Steuern 60.242 -1.793.481 45.374 -1.377.578
Ertragsteuern 8 -6.511 -27.209 -4.904 -21.171
Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen 53.731 -1.820.690 40.470 -1.398.749
Verlust aus aufgegebenem Geschäftsbereich 23, 24 - -1.321.097 - -1.027.946
Konzernergebnis 53.731 -3.141.787 40.470 -2.426.695
Übriges Ergebnis
Reklassifizierbare Gewinne/Verluste: Unterschiede aus Fremdwährungsumrechnung -148.727 -60.941 -204.258 -96.662
Gesamtergebnis der Periode -94.996 -3.202.728 -163.788 -2.523.357
Ergebnis je Aktie
Verwässert und unverwässert 0,01 -0,57 0,01 -0,44
Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen
Verwässert und unverwässert 0,01 -0,33 0,01 -0,25
Ergebnis je Aktie aus aufgegebenem Geschäftsbereich
Verwässert und unverwässert - -0,24 - -0,19

artnet AG Konzern-Eigenkapitalentwicklung (USD) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2013

Gezeichnetes Kapital
Ausgegebene Aktien Betrag Eigene Aktien Kapitalrücklage Verlustvortrag Fremd-

währungs-

umrechnung
--- --- --- --- --- --- ---
Stand 31.12.2011 5.631.067 5.941.512 -269.241 52.061.314 -51.784.190 205.008
Gesamtergebnis der Periode - - - -3.141.787 -60.941
Vergütungen aus Aktienoptionen - - - 179.145 - -
Stand 31.12.2012 5.631.067 5.941.512 -269.241 52.240.459 -54.925.977 144.067
Gesamtergebnis der Periode - - - - 53.731 -148.727
Vergütungen aus Aktienoptionen - - - 12.368 - -
Stand 31.12.2013 5.631.067 5.941.512 -269.241 52.252.827 -54.872.246 -4.660
Summe
Stand 31.12.2011 6.154.403
Gesamtergebnis der Periode -3.202.728
Vergütungen aus Aktienoptionen 179.145
Stand 31.12.2012 3.130.820
Gesamtergebnis der Periode -94.996
Vergütungen aus Aktienoptionen 12.368
Stand 31.12.2013 3.048.192

artnet AG Konzern-Eigenkapitalentwicklung (EUR) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2013

Gezeichnetes Kapital
Ausgegebene Aktien Betrag Kapitalrücklage Eigene Aktien Verlustvortrag Fremd-

währungs-

umrechnung
--- --- --- --- --- --- ---
Stand 31.12.2011 5.631.067 5.631.067 -264.425 50.723.480 -51.482.744 145.052
Gesamtergebnis der Periode - - - - -2.426.695 -96.662
Vergütungen aus Aktienoptionen - - - 139.393 - -
Stand 31.12.2012 5.631.067 5.631.067 -264.425 50.862.873 -53.909.439 48.390
Gesamtergebnis der Periode - - - - 40.470 -204.258
Vergütungen aus Aktienoptionen - - - 9.316 - -
Stand 31.12.2013 5.631.067 5.631.067 -264.425 50.872.189 -53.868.969 -155.868
Summe
Stand 31.12.2011 4.752.430
Gesamtergebnis der Periode -2.523.357
Vergütungen aus Aktienoptionen 139.393
Stand 31.12.2012 2.368.466
Gesamtergebnis der Periode -163.788
Vergütungen aus Aktienoptionen 9.316
Stand 31.12.2013 2.213.994

artnet AG Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2013

Anhang Nr. 2013 USD 2012 USD 2013

EUR
2012

EUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Konzernergebnis 53.731 -3.141.787 40.470 -2.426.695
Gewinn/-Verlust) aus fortgeführten Geschäftsbereichen 53.731 -1.820.690 40.470 -1.398.749
Gewinn/(Verlust) aus aufgegebenem Geschäftsbereich 23 - -1.321.097 - -1.027.946
Überleitung des Konzernergebnisses zum Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen 22 583.806 1.509.418 439.723 1.174.479
Wertberichtigungen auf/Ausbuchung von Forderungen 4 279.296 228.560 210.366 177.842
Nicht zahlungswirksame Vergütungen aus Aktienoptionen 18 12.368 179.145 9.316 139.393
Sonstige nicht zahlungswirksame Transaktionen -169.005 -88.923 -129.604 -68.109
Veränderungen bei betrieblichen Aktiva und Passiva:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 74.117 -231.644 55.825 -180.242
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 329.768 -61.720 248.381 -48.024
Kautionen -6.246 254.577 -4.704 198.086
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -203.610 340.568 -153.359 264.996
Rückstellungen -5.271 170.041 -3.970 132.309
Sonstige Verbindlichkeiten und Steuerverbindlichkeiten -50.248 216.400 -37.847 162.594
Umsatzabgrenzung 201.882 21.835 152.058 16.517
Anpassungen Gesamt 1.046.857 2.538.257 786.184 1.969.841
Mittelzufluss/(-Abfluss) aus Laufender Geschäftstätigkeit 1.100.588 -603.530 826.654 -456.854
Mittelzufluss/(-abfluss) aus fortgeführten Geschäftsbereichen 1.100.588 621.708 826.654 496.503
Mittelzufluss/(-abfluss) aus aufgegebenem Geschäftsbereich - -1.225.238 - -953.357
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Investitionen in Sachanlagen 6, 12 -16.248 -435.135 -12.238 -338.579
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 7, 12 -387.061 -432.455 -291.534 -336.493
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit -403.309 -867.590 -303.772 -675.072
Mittelzufluss/(-abfluss) aus fortgeführten Geschäftsbereichen -403.309 -867.590 -303.772 -675.072
Mittelzufluss/(-abfluss) aus aufgegebenem Geschäftsbereich
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 12 -330.354 -284.282 -248.822 -221.200
Erhaltene Darlehenszahlungen 28 685.213 - 500.000 -
Mittelzufluss/(-Abfluss) aus Finanzierungstätigkeit 354.859 -284.282 251.178 -221.200
Mittelzufluss/(-abfluss) aus fortgeführten Geschäftsbereichen 354.859 -284.282 251.178 -221.200
Mittelzufluss/(-abfluss) aus aufgegebenem Geschäftsbereich
Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel 57.866 14.655 2.158 -6.697
Veränderungen der liquiden Mittel 1.110.005 -1.740.747 776.217 -1.359.822
Liquide Mittel - zu Geschäftsjahresbeginn 994.773 2.735.520 752.546 2.112.368
Liquide Mittel - am Geschäftsjahresende 2.104.778 994.773 1.528.763 752.546
Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthaltene Zahlungen
Ertragsteuereinzahlungen/(-auszahlungen) -6.511 -27.209 -4.904 -21.171
Zinsauszahlungen -46.159 -58.036 -34.767 -45.158
Zinseinzahlungen 1.250 413 942 321

Anhang zum Konzernabschluss 2013

1. Unternehmensinformationen und Grundlagen der Berichterstattung

Die artnet AG ("artnet AG" oder "die Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Hauptsitz in Berlin, Deutschland. Der eingetragene Sitz der artnet AG, die 1998 nach deutschem Recht gegründet wurde, ist Oranienstraße 164, 10969 Berlin, Deutschland.

Die artnet AG hält 100 % der Geschäftsanteile an der Artnet Worldwide Corporation ("Artnet Corp."), die ihren Geschäftssitz in New York, NY, USA, hat und ihrerseits 100 % der Geschäftsanteile an der artnet UK Ltd. und der artnet France sarl hält. Die artnet AG, die Artnet Corp. sowie alle hundertprozentigen Tochtergesellschaften der Artnet Corp. werden gemeinsam als "Konzern" oder "artnet Konzern" bezeichnet.

Im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit stellt der Konzern Kunstsammlern, Galerien, Verlagen, Auktionshäusern und Kunstliebhabern eine Website zur Verfügung, auf der Nutzer Künstler und Kunstpreise recherchieren und Kunstwerke finden können, die von Galerien auf der ganzen Welt aktuell angeboten werden und Kunstwerke über artnet Auctions, einer speziellen Plattform für Transaktionen, kaufen und verkaufen können.

Der vorliegende Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 für die Mutter- und Tochtergesellschaften wurde unter Anwendung von § 315a HGB in Einklang mit den Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt, die in der EU verpflichtend anzuwenden sind. Der Konzernabschluss der artnet AG wurde am 25. März 2014 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

2. Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungsgrundsätze

Grundlagen der Rechnungslegung und Berichtswährung

Die im Konzernabschluss und im Anhang zum Konzernabschluss enthaltenen Beträge werden, falls nicht anderweitig ausgewiesen, gemäß deutschem Recht in Euro (EUR) angegeben. Die Berichtswährung ist Euro.

Aufgrund mathematischer Rundung können bei der Addition Differenzen auftreten.

Die Hauptgeschäftstätigkeit von artnet erfolgt im US-DollarWährungsraum. Zur besseren Vergleichbarkeit, insbesondere für unsere US-amerikanischen Anleger, werden die Konzernbilanz, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung auch in US-Dollar (USD) dargestellt.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten. Bilanzstichtag ist der 31. Dezember 2013. Die wesentlichen angewandten Bilanzierungsgrundsätze sind nachfolgend aufgeführt.

Konsolidierungskreis und konsolidierte Unternehmen

In den Konzernabschluss sind die rechtliche Muttergesellschaft artnet AG und ihre hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Corp. sowie deren Tochtergesellschaften einbezogen. Eine zur Einbeziehung in den Konzernabschluss führende Beherrschung liegt vor, wenn eine Konzerngesellschaft die Möglichkeit zur Bestimmung der Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens hat, um aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen.

Die am 23. Februar 1999 erfolgte Einbringung der Anteile an der Artnet Corp. behandelte die artnet AG im Konzernabschluss in Übereinstimmung mit IFRS 3, B1 ff. als umgekehrten Unternehmenserwerb durch die Artnet Corp. (reverse acquisition). Die Erstkonsolidierung wurde daher so durchgeführt, dass die artnet AG als rechtlicher Erwerber auf die Tochtergesellschaft Artnet Corp. konsolidiert wurde, da diese als wirtschaftlicher Erwerber anzusehen war.

Am 1. November 2007 gründete die Artnet Corp. die hundertprozentige Tochtergesellschaft artnet UK Ltd., die den Vertrieb und die Kundenbetreuung für die Artnet Corp. in Großbritannien sicherstellt.

Am 3. Juli 2008 gründete die Artnet Corp. die artnet France sarl, bei der es sich um eine hundertprozentige Tochtergesellschaft handelt. Die artnet France sarl betreute bis zum Juni 2012 die französische artnet Website artnet.fr und stellte den Vertrieb und Kundenservice für die Artnet Corp. in Frankreich sicher. Der aktive Geschäftsbetrieb der artnet France sarl wurde nach Schließung des Online-Magazins und der Übertragung der weiteren Aufgaben eingestellt. Ab diesem Zeitpunkt wurden diese Aufgaben von der Artnet Worldwide Corporation und der artnet AG übernommen.

Im Rahmen der Konsolidierung wurden alle wesentlichen konzerninternen Geschäftsvorfälle, Bestände, Erträge und Aufwendungen vollständig eliminiert.

Berichtsperiode

Der vorliegende Konzernabschluss wurde für die Berichtsperiode vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013 erstellt. Das Geschäftsjahr aller Konzerngesellschaften entspricht dem Kalenderjahr.

Umsatzrealisierung

Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde, die Höhe des Umsatzes zuverlässig bewertet werden kann und mit dem Geldeingang der entsprechenden Forderung gerechnet werden kann. Umsätze aus Verträgen, bei denen die Dienstleistungen noch nicht erbracht wurden, werden passivisch als Umsatzabgrenzung abgegrenzt. Die Erträge werden realisiert, sobald die Leistung erfüllt wurde.

Die Umsatzerlöse werden zum Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung abzüglich etwaiger Preisnachlässe, Umsatzsteuer und anderer verkaufsbezogener Steuern bewertet. Bei den Umsatzerlösen handelt es sich um Entgelte für Lieferungen und Leistungen, die im Rahmen des üblichen Geschäftsbetriebs erbracht werden.

Finanzielle Vermögenswerte

Der Konzern ordnet seine finanziellen Vermögenswerte folgenden Kategorien zu: erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte, bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen, Kredite und Forderungen sowie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Die Klassifizierung hängt davon ab, für welchen Zweck die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Die Geschäftsführung nimmt diese Klassifizierung beim erstmaligen Ansatz vor. Bei den finanziellen Vermögenswerten des artnet Konzerns handelt es sich um Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie hinterlegte Mietsicherheiten.

Diese finanziellen Vermögenswerte werden der Kategorie "Kredite und Forderungen" zugeordnet.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Gesellschaft sieht alle hochliquiden Anlagen mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten ab dem Erwerbsdatum als Zahlungsmitteläquivalente an. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden unter der Position "kurzfristige Vermögenswerte" ausgewiesen, es sei denn, sie haben Laufzeiten von mehr als zwölf Monaten nach Ende der Berichtsperiode. In diesem Fall werden sie den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu dem jeweils in Rechnung gestellten Betrag erfasst und sind unverzinslich. Sie umfassen Kreditkartengeschäfte, die bereits abgewickelt sind, für die aber noch keine Zahlung eingegangen ist. Der Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird abzüglich Wertberichtigungen auf überfällige Forderungen ausgewiesen. Diese Wertberichtigungen sind in erheblichem Umfang mit einer Ermessensausübung der Geschäftsführung und Überprüfung der einzelnen Forderungen auf der Grundlage der entsprechenden Bonität der Kunden, der aktuellen Konjunkturtrends sowie der Analyse historischer Daten zu uneinbringlichen Forderungen auf Portfolio-Basis verbunden. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Sachanlagevermögen

Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen des artnet Konzerns werden nach der linearen Methode vorgenommen. Computeranlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Büromöbel werden über eine erwartete Nutzungsdauer von drei bis sieben Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen von Einbauten in gemieteten Räumen erfolgen entweder über die Laufzeit des Mietvertrages oder, falls diese kürzer ist, die erwartete Nutzungsdauer von höchstens zehn Jahren. Erhaltungsaufwendungen, die weder den Wert eines Vermögenswertes erhöhen noch die Nutzungsdauer verlängern, werden sofort aufwandswirksam erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte einschließlich WebsiteEntwicklungskosten

Die immateriellen Vermögenswerte umfassen erworbene Software und Website-Entwicklungskosten. Sie werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfasst und über ihre erwartete Nutzungsdauer von drei Jahren bzw. zehn Jahren linear abgeschrieben. Alle immateriellen Vermögenswerte haben eine begrenzte Nutzungsdauer. Ausgaben, die in der Analyse-, Planungs- und Nachbearbeitungsphase der Website-Entwicklung sowie für deren laufende Pflege anfallen, werden sofort aufwandswirksam erfasst. Ausgaben, die in der Entwicklungsphase anfallen, werden aktiviert, wenn:

das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar ist,
das Ergebnis der Website-Entwicklung vermarktet werden kann,
die zurechenbaren Aufwendungen zuverlässig bewertbar sind und
der Konzern über ausreichende Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojekts verfügt.

Das Kriterium der Vermarktbarkeit für die WebsiteEntwicklungskosten wird konkretisiert, indem nur Ausgaben für die Entwicklung neuer Produkte sowie für wesentliche Erweiterungen und Verbesserungen der Website aktiviert werden, von denen erwartet wird, dass sie direkt zu künftigen Umsatzerlösen führen werden.

Wertminderung

Der Konzern prüft die Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerte auf Wertminderung, sobald bestimmte Ereignisse oder ein verändertes Umfeld darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswertes möglicherweise nicht erzielbar ist. Darüber hinaus unterliegen materielle und immaterielle Vermögenswerte sowie solche, die noch nicht in einem betriebsbereiten Zustand sind, einem jährlichen Werthaltigkeitstest. Die Werthaltigkeit von Vermögenswerten wird durch Vergleich des Buchwertes des Vermögenswertes mit dem erzielbaren Betrag ermittelt. Der erzielbare Betrag ist dabei der höhere Betrag aus dem Nutzungswert und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten. Werden mit einem Vermögenswert keine Zahlungsmittel generiert, die von anderen Vermögenswerten unabhängig sind, wird der Werthaltigkeitstest nicht auf der Ebene des einzelnen Vermögenswertes durchgeführt, sondern auf der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Vermögenswert angehört. Unterschreitet der geschätzte erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert, wird der Buchwert des Vermögenswertes auf den erzielbaren Betrag vermindert. Der Wertminderungsaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst. Der Nutzungswert eines Vermögenswertes wird entweder unabhängig oder auf Ebene einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit durch Abzinsung der geschätzten künftigen Zahlungsströme des Vermögenswertes erfasst. Gibt es Anhaltspunkte dafür, dass die Gründe für den Wertminderungsaufwand nicht mehr vorliegen, wird der Konzern prüfen, ob die Wertminderung ganz oder teilweise aufzulösen ist, wobei eine Zuschreibung bis maximal zum ursprünglichen Buchwert zulässig ist.

Ertragsteuern und latente Steuern

Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des jeweils zu versteuernden Einkommens der einzelnen Konzerngesellschaften für das Geschäftsjahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen wird dabei um die Posten bereinigt, die nicht steuerbar oder steuerlich nicht abzugsfähig sind. Der laufende Steueraufwand wird auf Grundlage der am Bilanzstichtag geltenden Steuersätze berechnet.

Latente Steuern werden auf die temporären Differenzen zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und den entsprechenden steuerlichen Wertansätzen nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitenmethode (Asset and Liability Method) gebildet. Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen bilanziert. Latente Steueransprüche werden insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftig steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen und steuerlichen Verlustvorträge bzw. Steuergutschriften genutzt werden können.

Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden auf Basis der erwarteten Steuersätze bewertet, die im Zeitpunkt des Ausgleichs der temporären Differenzen voraussichtlich Geltung haben werden.

Latente Steueransprüche werden insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass künftig zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, für welches die abzugsfähigen temporären Differenzen, ungenutzten steuerlichen Verlustvorträge und ungenutzten Steuergutschriften genutzt werden können. Die Aktivierung latenter Steueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge basiert auf einem Planungszeitraum von drei Jahren. Latente Ertragsteueransprüche und -schulden werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Verrechnung tatsächlicher Steueransprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht und wenn sich die latenten Ertragsteueransprüche und -schulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde entweder für das gleiche steuerpflichtige Unternehmen oder für ein anderes steuerpflichtiges Unternehmen erhoben werden, und zwar dann, wenn die Absicht besteht, die Salden auf Nettobasis auszugleichen.

Fremdwährungsumrechnung und Geschäftsvorfälle in Fremdwährung

Die Hauptgeschäftstätigkeit des artnet Konzerns erfolgt im US-Dollar-Währungsraum. Der US-Dollar ist die funktionale Währung der operativen Konzerngesellschaft Artnet Corp. Geschäftsvorfälle, die in anderen Währungen als dem US-Dollar erfolgen, werden mit dem am Tag der Transaktion gültigen Wechselkurs umgerechnet. An jedem Bilanzstichtag werden die monetären Posten in Fremdwährungen mit dem gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Gewinne und Verluste aus dieser Umrechnung werden erfolgswirksam als sonstige Erträge bzw. sonstige Aufwendungen ausgewiesen.

Im Rahmen der Konsolidierung werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Umrechnung von Erträgen und Aufwendungen erfolgt mit dem Jahresdurchschnittskurs. Die sich daraus ergebenden kumulierten Umrechnungsdifferenzen werden innerhalb des KonzernEigenkapitals als separater Posten erfasst.

Für die Währungsumrechnung des artnet Konzerns sind die Wechselkursrelationen des US-Dollars (USD) zum Euro (EUR) und zum Pfund Sterling (GBP) wesentlich. Der Umrechnung lagen in den angegebenen Jahren jeweils die folgenden Wechselkurse zugrunde:

USD

in EUR
USD in GBP
31.12.2013 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2012
--- --- --- --- ---
Stichtagskurs 0,726 0,757 0,606 0,619
Jahresdurchschnittskurs 0,753 0,778 0,640 0,631

Finanzielle Verbindlichkeiten

Der artnet Konzern bewertet finanzielle Verbindlichkeiten mithilfe der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei der Effektivzinsmethode werden die fortgeführten Anschaffungskosten einer finanziellen Verbindlichkeit berechnet und der Zinsaufwand über die entsprechende Periode verteilt. Der effektive Zinssatz ist der Zinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse beim erstmaligen Ansatz während der erwarteten Laufzeit der finanziellen Verbindlichkeit oder gegebenenfalls über einen kürzeren Zeitraum auf den Nettobuchwert abgezinst werden.

Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis hat, es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung dieser Verpflichtung mit dem Abfluss von Ressourcen einhergeht und eine verlässliche Schätzung des Betrages möglich ist. Sind die Auswirkungen erheblich, werden die Rückstellungen zum Barwert erfasst, indem die erwarteten künftigen Zahlungsströme mit einem Vorsteuerzinssatz abgezinst werden. Dieser Vorsteuerzinssatz berücksichtigt die momentane Markteinschätzung über den Zeitwert des Geldes.

Leasing

Der Konzern als Leasingnehmer

Zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses werden die im Rahmen eines Finanzierungsleasingverhältnisses gehaltenen Vermögenswerte in Höhe des beizulegenden Zeitwerts des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt, sofern dieser Wert niedriger ist. Die Abschreibung erfolgt planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Dabei wird die Abschreibungsmethode herangezogen, die auf für vergleichbare erworbene bzw. hergestellte Vermögenswerte Anwendung findet. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber wird in der Konzernbilanz als Verbindlichkeit aus Finanzierungsleasing erfasst.

Die Mindestleasingzahlungen werden aufgeteilt in Finanzierungskosten und Tilgungsanteil der Restschuld, sodass ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Schuld entsteht. Bedingte Leasingzahlungen werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie entstehen.

Mietzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden in der Gesamtergebnisrechnung als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst. Gleiches gilt für erhaltene Anreizzahlungen, um ein Operating-Leasingverhältnis abzuschließen.

Aufgegebene Geschäftsbereiche

Bei einer nicht fortgeführten Aktivität (Discontinued Operation) handelt es sich um einen Geschäftsbereich (Component of an Entity), der aufgegeben wird und sowohl aus betrieblicher Sicht als auch für Zwecke der Finanzberichterstattung eindeutig von den übrigen Unternehmensaktivitäten abgegrenzt werden kann. Außerdem muss der als nicht fortgeführte Aktivität qualifizierte Geschäftsbereich einen gesonderten wesentlichen Geschäftszweig (Major Business Line) oder einen bestimmten geografischen Geschäftsbereich des Konzerns repräsentieren. Das Ergebnis aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich wird in der Gesamtergebnisrechnung des Konzerns gesondert als Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. In der Kapitalflussrechnung werden die Zahlungsströme aus nicht fortgeführten Aktivitäten separat ausgewiesen.

Aufwendungen für die Altersvorsorge

Die Artnet Corp. bietet einen beitragsorientierten Altersvorsorgeplan an, der die Voraussetzungen von Section 401(k) des Internal Revenue Code erfüllt. Zahlungen der Artnet Corp. für diesen Plan werden als Aufwand erfasst.

Anteilsbasierte Vergütungen

Die artnet AG hat an Führungskräfte und bestimmte Mitarbeiter der Artnet Corp. Aktienoptionen auf die Aktien der artnet AG ausgegeben. Diese Aktienoptionen werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert am Tag der Gewährung bewertet. Der zum Gewährungszeitpunkt ermittelte beizulegende Zeitwert abzüglich des Zeitwerts der zum Gewährungszeitpunkt erhaltenen Gegenleistungen wird über die Sperrfrist (vesting period) als Aufwand verteilt. Zugrunde gelegt wird die geschätzte Anzahl der Aktienoptionen, die unverfallbar werden. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wird anhand des Binomial-Modells ermittelt.

Eigene Aktien

Das Konzerneigenkapital wird offen um die Anschaffungskosten der von artnet gehaltenen eigenen Aktien gekürzt.

Für das Geschäftsjahr relevante neue und geänderte Standards und Interpretationen

Im Geschäftsjahr 2013 hat der Konzern keine Standards oder Interpretationen erstmalig angewendet, die zu Veränderungen geführt hätten.

Die folgenden neuen oder geänderten Standards und Interpretationen, die im Geschäftsjahr 2013 erstmals verpflichtend anzuwenden waren, hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft:

Standard (IFRS) bzw. Interpretation (IFRIC) In der EU verpflichtend anzuwenden Verabschiedung durch die Europäische Kommission
IFRS 1* Erstmalige Anwendung der IFRS - Darlehen der öffentlichen Hand 1.1.2013 29.12.2012
IFRS 1* Ausgeprägte Hochinflation und Rücknahme eines festen Übergangszeitpunkt für Erstanwender (Severe Hyperinflation and Removal of Fixed Dates for First-Time Adopters) 1.1.2013 11.12.2012
IFRIC 20 Abraumkosten in der Produktionsphase einer über Tagebau erschlossenen Mine 1.1.2013 29.12.2012
IAS 1 Darstellung des Abschlusses: Darstellung der Posten des sonstigen Ergebnisses 1.7.2012 6.6.2012
IAS 12* Ertragsteuern: Latente Steuern -Realisierung zugrundeliegender Vermögenswerte 1.1.2013 29.12.2012
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer 1.1.2013 6.6.2012
IFRS 13 Bewertung zum beizulegenden Zeitwert 1.1.2013 29.12.2012
IFRS 1* Darlehen der öffentlichen Hand 1.1.2013 5.3.2013
IFRS 7* Finanzinstrumente: Angaben - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden 1.1.2013 29.12.2012
Diverse Annual Improvement Project des IASB 2009-2011 1.1.2013 28.3.2013

* Amendments (Änderungen eines bestehenden Standards)

Noch nicht angewendete neue oder geänderte Standards und Interpretationen

Die folgenden Standards, Interpretationen und Änderungen, die am 31. Dezember 2013 noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. noch nicht von der EU verabschiedet waren, fanden keine Anwendung. Der Konzern geht davon aus, dass die Anwendung dieser Standards keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanzierung und die Darstellung des Konzernabschlusses haben wird.

Standard (IFRS) bzw. Interpretation (IFRIC) In der EU verpflichtend anzuwenden Verabschiedung durch die Europäische Kommission
IFRS 10 Konzernabschlüsse 1.1.2014 29.12.2012
IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen 1.1.2014 29.12.2012
IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen 1.1.2014 29.12.2012
IAS 27* Konzernabschlüsse und separate Abschlüsse 1.1.2014 29.12.2012
IAS 28* Anteile an assoziierten Unternehmen 1.1.2014 29.12.2012
IAS 32* Finanzinstrumente: Darstellung -Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten 1.1.2014 29.12.2012
Amend. IFRS 10, IFRS 12, IAS 27 Einzelabschlüsse - Ausnahme von der Konsolidierungspflicht für Investmentgesellschaften 1.1.2014 20.11.2013
IAS 36* Wertminderung von Vermögenswerten - Angaben zum erzielbaren Betrag für nicht-finanzielle Vermögenswerte 1.1.2014 Erw. Q1/2014
IAS 39* Novation von Derivaten 1.1.2014 Erw. Q4/2013
IFRIC 21 Angaben 1.1.2014 Erw. Q1/2014
IFRS 9 Finanzinstrumente Offen Offen

* Amendments (Änderungen eines bestehenden Standards)

Schätzungen

Zur Erstellung des Konzernabschlusses gemäß IFRS müssen Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die die Höhe der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen und darüber hinaus die Angaben im Anhang zum Jahresabschluss beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen.

Die von der Geschäftsführung vorgenommenen Schätzungen, die einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben, betreffen den Ansatz und die Bewertung der aktiven latenten Steuern und der Website-Entwicklungskosten, die Werthaltigkeit der aktivierten Entwicklungskosten, die Bewertung der Rückstellungen, die Nutzungsdauern der Gegenstände des Anlagevermögens sowie die Beurteilung der Wertberichtigungen für überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

3. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich aus den Barmitteln und Bankguthaben zusammen. Der Buchwert der Barmittel und Bankguthaben entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.

4. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2013

EUR
31.12.2012

EUR
Bruttoforderungen 922.158 1.298.798
abzüglich Wertberichtigungen auf Forderungen -291.962 -375.068
Forderungen nach Wertberichtigungen 630.197 923.730

Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Es liegt hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen keine Konzentration des Ausfallrisikos vor, da der Konzern über einen breit diversifizierten Kundenstamm verfügt. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.

Forderungen untergliedert nach Fälligkeit:

31.12.2013

EUR
31.12.2012

EUR
Fällige, aber nicht wertberichtigte Forderungen Fällig zwischen 0 und 60 Tagen 523.293 718.631
Restbuchwert wertberichtigter Forderungen
Fällig zwischen 61 und 90 Tagen 28.496 78.335
Fällig über 90 Tage 78.408 126.764
106.904 205.099
Forderungen nach Wertberichtigungen 630.197 923.730

Die Wertberichtigungen auf Forderungen basieren auf bestmöglichen Schätzungen potenzieller Forderungsausfälle des Konzerns. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die weniger als 60 Tage überfällig sind, werden keine Wertberichtigungen vorgenommen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die mehr als 60 Tage überfällig sind, werden auf Basis ihres Alters in Gruppen zusammengefasst und mit 10 % bis 90 % vom Nennbetrag wertberichtigt. Der Konzern hält keine Sicherheiten für ausstehende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen entwickelten sich wie folgt:

31.12.2013

EUR
31.12.2012

EUR
Stand zu Beginn des Geschäftsjahres 375.068 260.178
Wertberichtigungen auf Forderungen im Geschäftsjahr 210.366 179.212
Ausbuchung uneinbringlicher Forderungen -366.741 -55.344
Währungsunterschiede -13.140 -8.978
Stand am Ende des Geschäftsjahres 203.496 375.068

5. Geleistete Anzahlungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte verringerten sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund einer in 2013 erhaltenen Vorsteuererstattung für die Geschäftsjahre 2010 und 2011. Sie enthalten in erster Linie die verfügungsbeschränkten Bankguthaben für die beitragsorientierten Altersvorsorgepläne und Health-Care-Pläne in Höhe von EUR 118.296 (2012: EUR 102.742). Für Softwareverträge und Versicherungen sind Anzahlungen in Höhe von EUR 134.710 (2012: EUR 37.832) geleistet worden. Darüber hinaus bestehen Ansprüche auf Vorsteuervergütungen in Deutschland und Großbritannien in Höhe von EUR 41.606 (2012: EUR 310.199).

6. Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen entwickelte sich in den Geschäftsjahren 2013 und 2012 wie folgt:

Computer und Hardware

EUR
BGA

EUR
Mietereinbauten

EUR
Summe

EUR
Anschaffungskosten
Stand 31. Dezember 2011 1.600.318 494.297 123.900 2.218.515
Währungsunterschiede -32.760 43.355 -19,851 -9.256
Abgänge -808.084 -118.485 -113.346 -1.039.915
Zugänge 214.941 271.028 334.897 820.866
Stand 31. Dezember 2012 974.415 690.195 325.600 1.990.210
Währungsunterschiede 11.935 -42.569 60.781 30.148
Abgänge -425.006 - - -425.006
Zugänge 9.668 2.134 - 11.802
Stand 31. Dezember 2013 571.013 649.760 386.381 1.607.154
Abschreibungen
Stand 31. Dezember 2011 1.301.680 189.867 115.075 1.606.622
Währungsunterschiede -26.569 14.125 -5.386 -17.830
Abgänge -757.498 -114.567 -112.795 -984.860
Abschreibungen des Geschäftsjahres 213.008 108.868 24.492 346.368
Stand 31. Dezember 2012 730.621 198.292 21.386 950.299
Währungsunterschiede 6.996 32.917 29.669 69.583
Abgänge -425.006 - - -425.006
Zugänge 142.039 89.592 38.821 270.452
Stand 31. Dezember 2013 454.651 320.802 89.876 865.328
Buchwerte
Stand 31. Dezember 2012 243.794 491.903 304.214 1.039,911
Davon aus Finanzierungsleasing 239.782 363.694 - 603.476
Stand 31. Dezember 2013 116.362 328.959 296.505 741.826
Davon aus Finanzierungsleasing 76.148 222.994 - 299.142

Der Abschreibungsaufwand der Sachanlagen ist in den Umsatzkosten berücksichtigt.

7. Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich in den Geschäftsjahren 2013 und 2012 wie folgt:

Entwicklungskosten

EUR
Software

EUR
Summe

EUR
Anschaffungskosten
Stand 31. Dezember 2011 3.146.915 601.496 3.748.411
Währungsunterschiede -18.583 -10.955 -29.538
Abgänge -1.951.558 -493.900 -2.445.458
Zugänge 346.002 192.457 538.459
Stand 31. Dezember 2012 1.522.776 289.098 1.811.874
Währungsunterschiede -60.729 -11.529 -72.259
Abgänge - -45.737 -45.737
Zugänge 267.798 112.856 380.654
Stand 31. Dezember 2013 1.729.845 344.688 2.074.532
Abschreibungen
Stand 31. Dezember 2011 1.914.690 546.762 2.461.452
Währungsunterschiede 13.938 -5.465 8.473
Abgänge -1.951.558 -493.900 -2.445.458
Abschreibungen des Geschäftsjahres 718.235 64.633 782.868
Stand 31. Dezember 2012 695.305 112.030 807.335
Währungsunterschiede -27.728 -4.468 -32.196
Abgänge - -45.737 -45.737
Zugänge 64.695 104.576 169.271
Stand 31. Dezember 2013 732.272 166.401 898.673
Buchwerte
Stand 31. Dezember 2012 827.471 177.068 1.004.539
Davon aus Finanzierungsleasing - 190.632 190.632
Stand 31. Dezember 2013 997.573 178.286 1.175.859
Davon aus Finanzierungsleasing - 150.591 150.591

In den Vorjahren wurden die Herstellungskosten des Produktes artnet Analytics, das dem Segment artnet Price Database zugeordnet ist, als selbst erstellter immaterieller Vermögenswert aktiviert. Bis zur Markteinführung im Mai 2012 betrugen die aktivierten Entwicklungskosten insgesamt TEUR 1.339. Bei der zum 31. Dezember 2012 aufgrund verfehlter Umsatzerwartungen durchgeführten Werthaltigkeitsprüfung wurde ein Nutzungswert von TEUR 630 ermittelt und der aktivierte Vermögenswert durch außerplanmäßige Abschreibung entsprechend angepasst.

Das Produkt artnet Analytics stellt eine Zahlungsmittel generierende Einheit dar, da mit dem Vermögenswert diesem direkt zurechenbare Einnahmen erzielt werden, die weitgehend unabhängig von den Einnahmen sind, die mit den anderen Produkten von artnet erzielt werden.

Die dem im Vorjahr durchgeführten Impairment-Test zugrunde gelegten Planumsätze wurden im Geschäftsjahr 2013 verfehlt. Die Verfehlung der Planumsätze stellt ein sogenanntes Triggering Event dar. Zum 31. Dezember 2013 wurde für die fortgeführten Entwicklungskosten daher erneut ein Impairment-Test durchgeführt. Trotz reduzierter Planannahmen lag der im Rahmen des Impairment-Tests ermittelte Nutzungswert über den fortgeführten Anschaffungskosten zum 31. Dezember 2013 in Höhe von TEUR 539.

Der für die Diskontierung der Cashflows verwendete Diskontierungszinssatz lag bei 19,45 % (2012: 17,28 %) vor Steuern und 12,08 % (2012: 12,36 %) nach Steuern.

Bei dem Impairment-Test wurde der erzielbare Betrag der Zahlungsmittel generierenden Einheit durch den Nutzungswert bestimmt. Der Nutzungswert ist der Barwert der zukünftigen Cashflows, die voraussichtlich mit der Zahlungsmittel generierenden Einheit über den Zeitraum der wirtschaftlichen Restnutzungsdauer erzielt werden können. Der Nutzungswert wird aus unternehmensinterner Sicht durch zugrunde liegende Cashflow-Planungen bestimmt. Diese basieren auf der im Zeitpunkt des Impairment-Tests gültigen Mittelfristplanung und beziehen sich auf den Zeitraum der wirtschaftlichen Restnutzungsdauer des Vermögenswertes. Diese beträgt zum Bilanzstichtag noch acht Jahre und fünf Monate. In die Cashflow-Planungen sind die bisherigen Erfahrungswerte ebenso eingeflossen wie die Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung. Wenn der Diskontierungszinssatz für den Impairment-Test um 1%-Punkt erhöht würde, würde dies c.p. zu einem um TEUR 40 geringeren Nutzungswert führen. Wenn die dem Impairment-Test zugrunde gelegten Planumsatzerlöse für alle Planperioden um 10 % reduziert würden, würde sich c.p. ein um TEUR 280 geringerer Nutzungswert und ein außerplanmäßiger Abschreibungsbedarf in dieser Höhe ergeben.

Im Geschäftsjahr 2013 wurden weitere Kosten für das Redesign der Website in Höhe von TEUR 263 aktiviert, sodass die aktivierten Entwicklungskosten insgesamt TEUR 454 betragen. Das Redesign der Website beinhaltet eine umfassende Neugestaltung der Architektur der deutschen, englischen und französischen Websites, welche Aufbau und Organisation der Seiten selbst sowie die Navigation auf den Seiten grundlegend verändert. Zusätzlich wird durch die Einführung einer neuartigen semantischen Suchfunktion zusätzlicher Nutzen für die Besucher des Webportals geschaffen. Das Management erwartet, dass durch die Vornahme dieser tief greifenden Änderungen und das Einfügen von Funktionserweiterungen eine signifikante Anzahl neuer Kunden, insbesondere im Segment Galerien, gewonnen werden kann und die Entwicklungskosten somit direkt zur Generierung zukünftiger positiver Cashflows beitragen werden. Es wurden ausschließlich direkt zurechenbare Kosten von externen Entwicklern aktiviert. Eine Aktivierung interner Entwicklungskosten erfolgte aufgrund einer nicht hinreichenden Verlässlichkeit der internen Kostenzuordnung nicht. Der für das dritte Quartal 2013 angekündigte Abschluss der Entwicklungsarbeiten verzögerte sich aufgrund der kurzfristig beschlossenen und am 24. Februar 2014 freigeschalteten Website artnet News (news.artnet.com), die bereits im neuen Design programmiert wurde. Mit Fertigstellung des Redesigns wird nun Ende des ersten Quartals 2014 gerechnet.

Der Abschreibungsaufwand für immaterielle Vermögenswerte ist in den Umsatzkosten enthalten. Die außerplanmäßigen Abschreibungen auf die Entwicklungskosten des Produkts artnet Analytics wurden im Vorjahr als gesonderter Posten in der Gesamtergebnisrechnung ausgewiesen.

Zum 31. Dezember 2013 hatte der Konzern keine wesentlichen vertraglichen Verpflichtungen für die Anschaffung von immateriellen Vermögenswerten.

8. Ertragsteuern und latente Steuern

Der Ertragsteueraufwand/(-ertrag) setzt sich wie folgt zusammen:

2013

TEUR
2012

TEUR
Laufende Ertragsteuern Ertragsteuerzahlungen in Frankreich und Großbritannien 8 21
US-Körperschaftsteuer (Bund, Bundesstaat) und Ertragsteuern übriger einbezogener Unternehmen 19 -
Steuererstattungen aus Vorjahren -22 -
Summe laufende Ertragsteuern 5 21
Latente Steuern aus steuerlichen Verlustvorträgen 75 -131
aus temporären Differenzen -75 131
Summe latente Steuern - -
Gesamtsumme Ertragsteuern 5 21

Aufgrund ihrer steuerlichen Verlustvorträge muss die Artnet Corp. grundsätzlich nur die Mindestkörperschaftsteuer zahlen.

Latente Steueransprüche

Zum Bilanzstichtag 2013 bestehen bei der Artnet Corp. steuerliche Verlustvorträge in Höhe von insgesamt TEUR 27,8 Mio., die zur Verrechnung mit künftigen Gewinnen zur Verfügung stehen. Zum 31.12.2012 betrugen diese steuerlichen Verlustvorträge EUR 21,2 Mio. (USD 28,0 Mio.). Für die bestehenden steuerlichen Verlustvorträge der Artnet Corp. wurden im vorliegenden Konzernabschluss aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 1.336 (31.12.2012: TEUR 1.350) erfasst. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 43 % (2012: 43 %), dem durchschnittlichen Körperschaftsteuersatz der Artnet Corp. Die Tochtergesellschaft hat einen steuerpflichtigen Gewinn erzielt und einen Teil ihrer steuerlichen Verlustvorträge genutzt. Die Berechnung der latenten Steueransprüche auf Verlustvorträge beruht auf einem dreijährigen Planungszeitraum. Die steuerlichen Verlustvorträge können über einen Zeitraum von 20 Jahren genutzt werden. Die steuerlichen Verlustvorträge der Artnet Corp. verfallen ab dem Jahr 2018 mit einem Betrag in Höhe von EUR 2,1 Mio. (USD 2,8 Mio.). Die verbleibenden ungenutzten steuerlichen Verlustvorträge der Artnet Corp. verfallen sukzessive in den nachfolgenden Jahren. Die artnet AG verfügt zur Verrechnung mit der Körperschaftsteuer und der Gewerbesteuer über zusätzliche steuerliche Verlustvorträge in einer Gesamthöhe von EUR 29,7 Mio. (31.12.2012: EUR 29,7 Mio.).

Aufgrund der derzeitigen Organisationsstruktur des artnet Konzerns können diese steuerlichen Verlustvorträge nach deutschem Steuerrecht nicht genutzt werden.

Insgesamt betreffen die aktiven latenten Steuern folgende Bilanzpositionen:

Latente Steuern 31.12.2013

TEUR
Latente Steuern 31.12.2012

TEUR
Steuerliche Verlustvorträge 1.336 1.350
Anlagevermögen - -134
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8 161
Abgegrenzte Schulden und sonstige Verbindlichkeiten 42 66
Summe 1.386 1.443

Steuersatzüberleitungsrechnung

In der nachfolgenden Darstellung wird der erwartete Ertragsteueraufwand/(-ertrag) auf den im Konzernabschluss ausgewiesenen Ertragsteueraufwand/(-ertrag) übergeleitet.

Bei dem verwendeten Steuersatz von 43 % (2012: 43 %) handelt es sich um den durchschnittlichen Ertragsteuersatz der operativen Konzerngesellschaft Artnet Corp., da diese das steuerpflichtige Einkommen der Konzerngesellschaften erwirtschaftet.

2013

TEUR
2012

TEUR
Ergebnis vor Steuern fortgeführte Geschäftsbereiche 45 -1.396
Erwarteter Ertragsteueraufwand/(-ertrag) - Steuersatz 43 % 20 -600
Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben und sonstige Effekte 7 22
Steuererstattungen aus Vorjahren -22 -
Nichtansatz aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Deutschland und den USA und Steuersatzdifferenzen - 551
Ertragsteueraufwand/(-ertrag) laut KonzernGesamtergebnisrechnung 5 27

9. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umfassen in der Regel offene Verpflichtungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie laufende Kosten. Das durchschnittliche Zahlungsziel für Verbindlichkeiten beträgt 30 Tage. Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.

10. Abgegrenzte Schulden und sonstige Verbindlichkeiten

Die abgegrenzten Schulden und sonstigen Verbindlichkeiten entwickelten sich in den angegebenen Geschäftsjahren wie folgt:

31.12.2013

EUR
31.12.2012

EUR
Ausstehende Rechnungen 168.888 209.269
Resturlaub 142.307 168.619
Steuern und Sozialabgaben 115.396 158.601
401(k)-Zahlungen 102.498 102.178
Bonuszahlungen und Abfindungen 69.001 74.262
Sonstiges 20.563 33.548
Summe 618.654 746.477

11. Rückstellungen

Die Rückstellungen in Höhe von EUR 119.677 (2012: EUR 128.636) wurden im Wesentlichen gebildet für einen Rechtstreit mit einem ehemaligen Berater. Der Ausgang dieses Rechtsstreits ist noch nicht absehbar.

12. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

Zusätzlich zu den in den Vorjahren abgeschlossenen Leasingverträgen hat die Artnet Corp. im Geschäftsjahr 2013 eine weitere Finanzierungsleasing-Vereinbarung mit dreijähriger Laufzeit abgeschlossen. Am Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit besteht eine Kaufoption für die Artnet Corp. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden zum Barwert der künftigen Leasingzahlungen unter Verwendung des dem Leasingvertrag zugrunde liegenden Abzinsungssatzes erfasst. Bei den geleasten Vermögenswerten handelt es sich um Server, sonstige Computerausrüstung, Software sowie neue Büro- und Geschäftsausstattung. Die Überleitung von den Mindestleasingzahlungen zum Barwert ergibt sich wie folgt:

31.12.2013

Summe

EUR
< 1 Jahr

EUR
> 1-3 Jahre

EUR
Barwert der Mindestleasingzahlungen 424.330 219.931 204.399
Zinsanteil 40.099 24.571 15.528
Mindestleasingzahlungen 464.429 244.502 219.927

31.12.2012

Summe

EUR
< 1 Jahr

EUR
> 1-3 Jahre

EUR
Barwert der Mindestleasingzahlungen 592.023 225.171 366.852
Zinsanteil 66.256 36.750 29.506
Mindestleasingzahlungen 658.279 261.921 396.358

Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.

13. Abgrenzung Mietincentive

Die langfristigen Verbindlichkeiten aus Abgrenzung Mietincentive betreffen die über die Laufzeit des Mietvertrags für die in New York angemieteten Geschäftsräume abzugrenzenden Vorteile aus mietfreien Zeiten zum 31. Dezember 2013 in Höhe von EUR 256.137 (2012: EUR 202.663).

14. Umsatzabgrenzung

Kunden leisten bei bestimmten Verträgen für die von artnet zu erbringenden Leistungen Vorauszahlungen. Die vorausgezahlten Beträge werden periodengerecht erst dann als Umsatzerlöse realisiert, wenn artnet die vereinbarte Leistung erbringt, und zuvor in dem Passivposten Umsatzabgrenzung erfasst. Die Umsatzabgrenzung betrug zum 31. Dezember 2013 EUR 1.425.657 gegenüber EUR 1.332.152 zum Vorjahresstichtag.

15. Eigenkapital

31.12.2013 31.12.2012
Genehmigte nennwertlose Stammaktien (rechnerischer Wert EUR 1,00 pro Aktie) 5.631.067 5.631.067
Ausgegebene und voll eingezahlte nennwertlose Stammaktien (rechnerischer Wert EUR 1,00 pro Aktie) 5.552.986 5.552.986
Eigene nennwertlose Stammaktien 78.081 78.081

Sämtliche Aktien der artnet AG sind Namensaktien, die keinen Anspruch auf eine fixe Vergütung begründen.

Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung der artnet AG vom 15. Juli 2009 wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, bis zum 14. Juli 2014 das gezeichnete Kapital durch Ausgabe von 2.800.000 neuen nennwertlosen Stückaktien gegen Bar- oder Sachanlagen um bis zu EUR 2.800.000 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2009/I).

Aus dem genehmigten Kapital 2009/I wurden bisher keine Stammaktien ausgegeben.

Bedingtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 wurde das Grundkapital durch Ausgabe von bis zu 560.000 neuen nennwertlosen Stückaktien an die Vorstandsmitglieder der Gesellschaft und Mitglieder der Geschäftsführung von verbundenen Unternehmen sowie Mitarbeiter der artnet AG oder ihrer verbundenen Unternehmen um bis zu EUR 560.000 bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2009/I). Aus dem bedingten Kapital wurden bisher keine Aktien ausgegeben.

Eigene Aktien

Am 31. Dezember 2013 hielt die artnet AG unverändert zum Vorjahr 78.081 ihrer eigenen Aktien, was 1,4 % des Grundkapitals entsprach. Durch Beschluss der Hauptversammlung der artnet AG vom 14. Juli 2010 wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, bis zum 13. Juli 2015 eigene Aktien bis max. 10 % des aktuellen Grundkapitals zu erwerben. Die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit den von der Gesellschaft gehaltenen oder der Gesellschaft gemäß §§ 71 ff. AktG zustehenden anderen eigenen Aktien auf keinen Fall 10 % des Grundkapitals übersteigen. Die Frist gilt nur für den Erwerb -nicht für den Besitz - der Aktien.

16. Kapitalmanagement

Die Kapitalstruktur des artnet Konzerns setzt sich im Wesentlichen aus den kurzfristigen Schulden aus dem laufenden Geschäftsverkehr, langfristigen Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing, einem Gesellschafterdarlehen und dem Eigenkapital zusammen. Das Eigenkapital ist den Aktionären der Muttergesellschaft zuzuordnen und besteht vornehmlich aus ausgegebenen Aktien, der Kapitalrücklage und dem erwirtschafteten kumulierten Konzernergebnis. Darüber hinaus hat die Artnet Corp. im Geschäftsjahr und den Vorjahren verschiedene Finanzierungsleasing-Verträge abgeschlossen, die über die nächsten drei Jahre bzw. vier Jahre zu erfüllen sind. Für ihre neuen Büroräume hat die Artnet Corp. im Vorjahr außerdem eine Operating-Leasingvereinbarung geschlossen, die über die nächsten neun Jahre zu bedienen ist. Die gesamte übrige Geschäftstätigkeit wird derzeit aus den bestehenden Bankguthaben und dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit finanziert.

17. Finanzinstrumente und Risiken aus Finanzinstrumenten

Kategorien von Finanzinstrumenten

Bei den finanziellen Vermögenswerten des artnet Konzerns handelt es sich um liquide Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie um hinterlegte Mietsicherheiten. Diese finanziellen Vermögenswerte werden der Kategorie "Kredite und Forderungen" zugeordnet.

Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Darlehen und Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die sonstigen Verbindlichkeiten und die Verbindlichkeiten aus Darlehen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Verpflichtungen Finanzierungsleasingverhältnissen werden gemäß IAS 17 zum Barwert erfasst.

Sowohl die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte als auch die Buchwerte der finanziellen Verbindlichkeiten stellen eine vernünftige Approximation des Fair Value dar. Es wurden keine finanziellen Vermögenswerte oder finanziellen Verbindlichkeiten als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert.

In den Geschäftsjahren 2013 und 2012 hat der artnet Konzern keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

Nettoergebnisse aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten

In der nachfolgenden Tabelle sind die Netto-Ergebnisse der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dargestellt:

Netto-Ergebnis 2013

EUR
Netto-Ergebnis 2012

EUR
Kredite und Forderungen -99.395 -152.492
Finanzielle Verbindlichkeiten -13.798 -42.517
Summe -113.193 -195.009

In den Netto-Ergebnissen enthalten sind Zinserträge und -aufwendungen, Gewinne und Verluste aus der Fremdwährungsumrechnung sowie die Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen und Forderungsausbuchungen.

Ausfallrisiko

Unter dem Ausfallrisiko versteht man das Risiko, dass eine Gegenpartei ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllen kann und dem Konzern daraus ein finanzieller Verlust entsteht. Die finanziellen Vermögenswerte repräsentieren das maximale Ausfallrisiko des artnet Konzerns.

Das Ausfallrisiko des Konzerns resultiert in erster Linie aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der in der Bilanz ausgewiesene Betrag enthält Wertberichtigungen auf überfällige Forderungen, die die Geschäftsführung vor allem auf Basis des Alters der Forderungen und des Zahlungsverhaltens der Kunden abschätzt.

Im artnet Konzern liegt keine signifikante Konzentration des Ausfallrisikos von finanziellen Vermögenswerten vor, da sich das Engagement auf eine große Anzahl von Kunden, sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen, im Markt für bildende Kunst verteilt. Dennoch könnte sich ein weltweiter Konjunkturrückgang negativ auf die Zahlungsfähigkeit der Kunden des Konzerns auswirken und zu einer Verlängerung des durchschnittlichen Zahlungsziels oder im schlimmsten Fall zu einem Anstieg der Forderungsausfälle führen. Dies würde die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns belasten. artnet versucht, diesen Risiken entgegenzuwirken, indem es mit seinen Kunden, wann immer dies möglich ist, Vorauszahlungen vereinbart.

Liquiditäts- und Zinsrisiko

Das Liquiditätsrisiko besteht darin, dass der artnet Konzern seine finanziellen Verpflichtungen zur Fälligkeit nicht erfüllen kann. Ziel ist es daher ausreichend Liquidität zu schaffen, um fällige Verbindlichkeiten fristgerecht begleichen zu können. Dazu ist der artnet Konzern auf die Generierung eines positiven Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit angewiesen. Das Liquiditätsrisiko wird laufend (täglich) durch Anwendung einer Abweichungsanalyse vom Ist- zum monatlichen Cash-Bestand laut Liquiditätsplanung neu bewertet. Dadurch kann frühzeitig auf Änderungen des Risikopotenzials reagiert werden. Für das Geschäftsjahr 2014 rechnet das Management mit einem positiven operativen Cashflow. Dieser basiert im Wesentlichen auf geplanten Umsatzsteigerungen. Bei einem Ausbleiben der erwarteten Umsatzsteigerungen können geplante Investitionen verschoben oder ihre Umsetzung zeitlich gestreckt werden.

Im artnet Konzern sind keine wesentlichen Zinsänderungsrisiken vorhanden. Der Konzern verfügt über zinspflichtige Finanzierungsleasingverträge in Höhe von EUR 424.330 (2012: EUR 592.023) sowie über ein Gesellschafterdarlehen in Höhe von EUR 500.000 (2012: EUR 0). Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und abgegrenzten Schulden haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die folgende Tabelle zeigt die Brutto-Zahlungsströme aus finanziellen Verbindlichkeiten inklusive zu erwartenden Zinszahlungen:

31.12.2013

Buchwert

EUR
Brutto-Cashflow

EUR
Brutto-Cashflow

EUR
Brutto-Cashflow

EUR
Summe < 1 Jahr > 1 Jahr
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 1.239.149 1.265.816 724.149 541.667
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 424.330 464.429 244.502 219.927

31.12.2012

Buchwert

EUR
Brutto-Cashflow

EUR
Brutto-Cashflow

EUR
Brutto-Cashflow

EUR
Summe < 1 Jahr > 1 Jahr
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 956.153 956.153 956.153 -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 592.023 628.279 261.921 396.358

Die Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten enthalten per 31.12.2013 das Gesellschafterdarlehen inklusive aufgelaufener Zinsen im Buchwert von EUR 515.000.

Marktrisiken - Fremdwährungsrisiko

Marktrisiken bestehen für die Konzerngesellschaften hauptsächlich in Form von Wechselkursrisiken, da die Umsätze zum großen Teil in US-Dollar erwirtschaftet werden, aber ein Teil der Kosten in Euro anfällt. Der artnet Konzern steuert die Wechselkursrisiken, indem er die Rechnungen an seine europäischen Kunden - soweit möglich - in Euro fakturiert und diese Einzahlungen zur Erfüllung seiner auf Euro lautenden Verbindlichkeiten verwendet. Dies trägt zur Reduzierung des Wechselkursrisikos bei. Neben dem US-Dollar/ Euro-Wechselkursrisiko unterliegt der artnet Konzern in geringerem Umfang auch dem US-Dollar/Pfund-Sterling-Wechselkursrisiko.

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns, die in anderen Währungen als US-Dollar denominiert waren, lauteten am Bilanzstichtag wie folgt:

Fremdwährung Finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Verbindlichkeiten
31.12.2013

TEUR
31.12.2012

TEUR
31.12.2013

TEUR
31.12.2012

TEUR
--- --- --- --- ---
Summe < 1 Jahr > 1 Jahr
--- --- --- --- ---
EUR 1.057 497 710 278
GBP 344 212 3 17

Die folgende Tabelle zeigt aus Konzernsicht die Sensitivität einer 10%igen Auf- oder Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro und dem Pfund Sterling. Die Sensitivitätsanalyse berücksichtigt lediglich ausstehende, auf fremde Währung lautende monetäre Positionen und passt deren Umrechnung zum Bilanzstichtag entsprechend einer 10%igen Änderung der Wechselkurse an. Eine positive Zahl weist auf einen Anstieg des Jahresergebnisses und des Eigenkapitals hin, wenn der US-Dollar gegenüber der jeweils anderen Währung um 10 % ansteigt oder fällt.

USD gegenüber EUR 31.12.2013

TEUR
EUR 31.12.2012

TEUR
GBP 31.12.2013

TEUR
GBP 31.12.2012

TEUR
+10 %
Ergebnis -74 -31 -25 -16
Eigenkapital 59 11 -1 -2
-10 %
Ergebnis 90 38 31 19
Eigenkapital -72 -14 1 3

Zinsänderungrisiko

Die Finanzierungsleasingverträge des Konzerns sind festverzinslich. Variabel verzinsliche Verbindlichkeiten bestehen zum 31.12.2013 nur in Form des mit einer Zinsuntergrenze ausgestalteten Gesellschafterdarlehens. Der artnet Konzern ist somit derzeit nur unbedeutenden Zinsänderungsrisiken ausgesetzt.

18. Anteilsbasierte Vergütungen

Aktienoptionsprogramm

Das bedingte Kapital 2009/I dient als Grundlage für das ebenfalls von der Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 beschlossene Aktienoptionsprogramm (Aktienoptionsprogramm 2009) und umfasst 560.000 Stammaktien mit einem Nennwert von jeweils EUR 1,00. Von diesem Betrag stehen bis zu 290.000 Aktien zur Ausgabe von Optionen an Mitarbeiter der artnet AG und verbundener Unternehmen zur Verfügung; bis zu 240.000 Aktien stehen zur Ausgabe von Bezugsrechten an die Mitglieder der Geschäftsführung der mit der artnet AG verbundenen Unternehmen zur Verfügung und bis zu 30.000 Aktien für die Ausgabe an den Vorstand.

In den Jahren 2009 und 2010 wurden an die Geschäftsführung und Mitarbeiter der Tochtergesellschaft Artnet Corp. Optionen aus den Aktienoptionsprogrammen 2009 gewährt.

Die Anzahl der ausstehenden Optionen blieb mit 323.907 konstant zum Vorjahr, da in 2012 Optionen weder gewährt wurden noch ein Verfall bzw. ein Verzicht auf in Vorjahren gewährte Optionen erfolgt ist. Wie im Vorjahr sind die ausstehenden Optionen nicht ausübbar. Der gewichtete durchschnittliche Ausübungspreis der ausstehenden Optionen betrug am 31. Dezember 2013 unverändert zum Vorjahr EUR 4,85. Die am 31. Dezember 2013 ausstehenden Optionen hatten eine gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit von 6,14 Jahren (31. Dezember 2012: 7,14 Jahre).

Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wurde in den Jahren 2009 und 2010 für den Tag der Optionsgewährung auf Basis des Binomial-Modells unter Zugrundelegung der in den Vorjahresabschlüssen angegebenen Annahmen berechnet.

Die Optionen können erstmals nach Ablauf von zwei Jahren, beginnend mit dem Ablauf des Zuteilungstages und dann bis zum Ende ihrer Laufzeit, ausgeübt werden; sie verfallen zehn Jahre nach ihrer Gewährung. Bezugsrechte dürfen nicht ausgeübt werden in dem Zeitraum von zwei Wochen vor Quartalsende bis zum Ablauf des ersten Börsenhandelstages nach der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse und nicht in dem Zeitraum von zwei Wochen vor Geschäftsjahresende bis zum Ablauf des ersten Börsenhandelstages nach der Veröffentlichung der Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres.

Der Plan sieht des Weiteren vor, dass ein Bezugsrecht nur ausgeübt werden kann, wenn der Börsenschlusskurs, der vor dem Tag der beabsichtigten Ausübung der Option festgestellt wurde, den Ausübungspreis um mindestens zehn Prozent übersteigt. Ist das Erfolgsziel einmal erreicht, können die Optionen unabhängig von der weiteren Kursentwicklung der artnet-Aktie während ihrer Laufzeit in den Ausübungszeiträumen ausgeübt werden.

Der für aktienbasierte Vergütungen erfasste Aufwand im Geschäftsjahr 2013 beträgt EUR 9.316 gegenüber EUR 139.393 im Jahr 2012.

Die deutliche Reduzierung zum Vorjahr beruht auf dem Erreichen des Endes des Verteilungszeitraumes für den Großteil der ausgegebenen Optionen.

19. Personalaufwendungen

In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung sind die Personalaufwendungen der fortgeführten Geschäftsbereiche für die angegebenen Geschäftsjahre in den folgenden Aufwandskategorien erfasst:

Personalaufwendungen nach Aufwandskategorie

2013

TEUR
2012

TEUR
Umsatzkosten 3.867 4.344
Vertrieb und Marketing 1.228 1.039
Allgemeine Verwaltungskosten 1.370 1.168
Produktentwicklung 1.665 1.378
Summe Personalaufwendungen 8.127 7.927

Die Personalkosten umfassen in den Geschäftsjahren 2013 bzw. 2012 Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von TEUR 880 bzw. TEUR 834 sowie 401(k)-Aufwendungen (Altersvorsorge) in Höhe von TEUR 116 bzw. TEUR 103.

Am 31. Dezember 2013 hatte der Konzern 106 Vollzeitmitarbeiter, verglichen mit 118 Mitarbeitern im Vorjahr. Darüber hinaus waren 2013 sechs teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter für den artnet Konzern tätig gegenüber zehn Teilzeitbeschäftigten im Vorjahr. Im Vertrieb und in sonstigen Bereichen hatte der Konzern sechs freie Mitarbeiter, während es 2012 zehn freie Mitarbeiter waren.

artnet beschäftigte 2013 und 2012 im Monatsdurchschnitt 125 bzw. 118 Mitarbeiter. Die Mitarbeiter sind folgenden Aufwandskategorien zuzuordnen:

2013 2012
Umsatzkosten 76 92
Vertrieb und Marketing 18 11
Allgemeine Verwaltungskosten 13 9
Produktentwicklung 18 6
Summe 125 118

20. Beitragsorientierte Altersvorsorgepläne

Die Tochtergesellschaft Artnet Corp. bietet allen berechtigten Mitarbeitern einen Altersvorsorgeplan an, der die Voraussetzungen der Section 401(k) des Internal Revenue Code der USA erfüllt. Das Vermögen des Plans wird getrennt vom Vermögen der Artnet Corp. in einem Fonds unter Treuhänderkontrolle gehalten. Teilnehmende Mitarbeiter können innerhalb des gesetzlichen Rahmens bis zu 100 % ihres Jahreseinkommens einbringen. Die Artnet Corp. leistet jedes Jahr einen entsprechenden Zuschuss. Im Geschäftsjahr 2013 betrug der Zuschuss der Gesellschaft TEUR 116 und im Vorjahr TEUR 103.

21. Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich mittels Division des Konzernergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Berichtsjahr in Umlauf befindlichen Stammaktien.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich in derselben Weise wie das unverwässerte Ergebnis je Aktie, mit dem Unterschied, dass sich die durchschnittliche Anzahl der in Umlauf befindlichen Stammaktien um die Anzahl der Aktien aus potenziellen Optionsausübungen erhöht.

Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie beruht auf den folgenden Daten:

2013

EUR
2012

EUR
Zähler (Ergebnis): Konzernergebnis des Geschäftsjahres 40.470 -2.426.695
Nenner (Anzahl der Aktien): Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie (ausgegeben und voll eingezahlt) 5.552.986 5.552.986
Auswirkungen der potenziell verwässernden Aktien aus Aktienoptionen - -
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie 5.552.986 5.552.986

Der gewichtete durchschnittliche Ausübungspreis der gewährten Aktienoptionen (EUR 4,85) übersteigt den durchschnittlichen Aktienkurs im Jahr 2013 (EUR 2,68). Folglich gibt es keine verwässernden Aktien.

22. Sonstige Angaben zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Betriebsergebnis

Das ausgewiesene Betriebsergebnis ergibt sich nach Abzug der folgenden betrieblichen Aufwendungen:

2013

TEUR
2012

TEUR
Planmäßige Abschreibungen 440 501
Personalkosten 8.127 7.929

Die planmäßigen Abschreibungen werden in der KonzernGesamtergebnisrechnung als Teil der Umsatzkosten erfasst. Die Aufteilung der planmäßigen Abschreibungen auf die immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen ist in den Abschnitten 6 und 7 des Konzernanhangs dargestellt.

Sonstige Erträge und Aufwendungen

Im Berichtsjahr enthalten die sonstigen Erträge und Aufwendungen im Wesentlichen mit TEUR 96 realisierte und unrealisierte Erträge aus Wechselkursschwankungen sowie eine Versicherungserstattung in Höhe von TEUR 12. Diesen Erträgen stehen periodenfremde Aufwendungen in der Höhe von TEUR 32 gegenüber. Im Jahr 2012 beinhalteten die sonstigen Erträge insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 160, denen Aufwendungen für Prozessrisiken in Höhe von TEUR 92 und sonstige, nicht operative Aufwendungen, von TEUR 116 gegenüberstanden.

Finanzergebnis

Das Finanzergebnis enthält in 2013 im Wesentlichen Zinsaufwand für Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in Höhe von TEUR 35 (2012: TEUR 43) und für das im Geschäftsjahr 2013 gewährte Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 15.

23. Aufgegebener Geschäftsbereich

Im Juni des Vorjahres hatte der Vorstand entschieden, den Geschäftsbereich artnet Magazin aufzugeben. Im Geschäftsjahr 2013 sind keine weiteren Aufwendungen im Zusammenhang mit dem aufgegebenen Geschäftsbereich angefallen.

Das Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereichs des Vorjahres wird in der Konzernergebnisrechnung gesondert ausgewiesen.

Dem aufgegebenen Geschäftsbereich artnet Magazin sind zum 31. Dezember 2013 keine Vermögenswerte mehr zuzuordnen.

Hingegen entfallen Rückstellungen in Höhe von TEUR 36 (31.12.2012: TEUR 52) auf den aufgegebenen Geschäftsbereich.

24. Segmentberichterstattung

Der Konzern berichtet über die Geschäftssegmente in gleicher Form, wie er diese Informationen entsprechend dem internen Berichtswesen an die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat weiterleitet.

Die Berichterstattung des Konzerns bezieht sich auf die folgenden vier Segmente:

Das Segment artnet Galerien präsentiert die zum Verkauf stehenden Kunstwerke der Mitgliedsgalerien im Internet.
Das Segment artnet Price Database umfasst alle datenbankbezogenen Produkte. Hierzu gehören die artnet Price Database Fine Art and Design und die artnet Price Database Decorative Art sowie die darauf aufbauenden Produkte artnet Market Alert, artnet Market Reports und artnet Monografien. Darüber hinaus beinhaltet das Segment seit dem Geschäftsjahr 2012 das Produkt artnet Analytics.
Das Segment artnet Advertising erstellt Banner und nationale sowie internationale Werbung zur Wiedergabe auf der Website.
Das Segment artnet Auctions stellt eine Internet-Plattform zum Kauf und Verkauf von Kunstwerken zur Verfügung.

Das Segment artnet Magazin wurde im Juni 2012 eingestellt und im Vorjahr als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen.

Die übrigen Segmente werden in Summe als fortgeführte Geschäftsbereiche dargestellt.

Die Steuerung der einzelnen Segmente durch das Management erfolgt auf Basis des Ergebnisses vor Steuern. Nicht direkt zurechenbare Aufwendungen werden den berichtspflichtigen Segmenten im Wesentlichen auf der Grundlage von Mitarbeiterzahl und Umsatzerlösen je berichtspflichtiges Segment zugerechnet.

Eine Zuordnung der Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten je berichtspflichtiges Segment wird dem Management nicht zur Verfügung gestellt. Daher werden keine segmentbezogenen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dargestellt.

Darstellung der Segmentergebnisrechnungen

2013

EUR artnet Galerien artnet Price Database artnet Auctions artnet Advertising Summe
Umsatzerlöse 4.747.578 5.094.173 2.098.961 1.027.745 12.968.457
Umsatzkosten 1.520.509 1.840.028 2.064.893 317.097 5.742.528
Bruttoergebnis vom Umsatz 3.227.068 3.254.144 34.068 710.648 7.225.929
Betriebliche Aufwendungen
Vertrieb und Marketing 601.121 773.202 334.729 125.329 1.834.381
Allgemeine Verwaltungskosten 1.024.447 1.244.755 826.745 216.292 3.312.280
Produktentwicklung 636.334 773.147 513.511 134.344 2.057.335
Vergütungen aus Aktienoptionen 2.881 3.501 2.325 608 9.316
Betriebliche Aufwendungen Gesamt 2.264.825 2.794.604 1.677.310 476.573 7.213.312
Betriebsergebnis 962.244 459.541 -1.643.242 234.075 12.617
Zinsergebnis und sonstige Erträge/Aufwendungen 10.132 12.310 8.176 2.139 32.757
Ergebnis vor Steuern 972.375 471.851 -1.635.066 236.214 45.374
Ertragsteuern -1.517 -1.843 -1.224 -320 -4.904
Konzernergebnis 970.859 470.008 -1.636.290 235.894 40.470

2012

EUR artnet Galerien artnet Price Database artnet Auctions artnet Advertising Fortgeführter Geschäftsbereich Aufgegebener Geschäftsbereich
Umsatzerlöse 4.915.582 5.123.047 2.366.673 1.082.247 13.487.549 46.555
Umsatzkosten 1.508.476 2.009.209 2.185.483 309.857 6.013.025 848.637
Bruttoergebnis vom Umsatz 3.407.106 3.113.838 181.190 772.390 7.474.524 -802.082
Betriebliche Aufwendungen
Vertrieb und Marketing 817.116 854.876 285.713 179.901 2.137.606 -
Allgemeine Verwaltungskosten 1.493.671 1.326.653 794.572 328.856 3.943.752 225.862
Produktentwicklung 663.805 696.603 417.216 146.147 1.923.771 -
Vergütungen aus Aktienoptionen 48.097 50.475 30.231 10.590 139.393 -
Betriebliche Aufwendungen Gesamt 3.022.689 2.928.607 1.527.732 665.494 8.144.522 225.862
Betriebsergebnis 384.417 185.232 -1.346.542 106.896 -669.997 -1.027.944
Zinsergebnis und sonstige Erträge/ Aufwendungen -27.495 -656.750 -17.283 -6.054 -707.581 -2
Ergebnis vor Steuern 356.922 -471.518 -1.363.825 100.842 -1.377.578 -1.027.946
Ertragsteuern -7.305 -7.666 -4.592 -1.608 -21.171 -
Ergebnis 349.617 -479.184 -1.368.417 99.234 -1.398.749 -1.027.946
Ergebnis aus nicht fortgeführtem Geschäftsbereich -1.027.946
Konzernergebnis -2.426.695

In den einzelnen Segmenten sind im Wesentlichen die nachfolgenden nicht zahlungswirksamen Aufwendungen enthalten:

2013

EUR artnet Galerien artnet Price Database artnet Auctions artnet Advertising Summe
Planmäßige Abschreibung 136.006 165.248 109.755 28.714 439.723
Wertberichtigungen auf Forderungen 77.012 82.634 34.048 16.671 210.366

2012

EUR artnet Galerien artnet Price Database artnet Auctions artnet Advertising Summe
Planmäßige Abschreibung 174.021 182.813 108.351 36.156 501.341
Außerplanmäßige Abschreibungen - 627.895 - - 627.895
Wertberichtigungen auf Forderungen 61.731 64.850 38.436 12.826 177.843

25. Umsatzaufteilung nach geografischen Regionen

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns wird hauptsächlich in den USA ausgeübt und dort von der Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation repräsentiert.

Die folgende Tabelle gliedert die Umsatzerlöse der fortgeführten Geschäftsbereiche des Konzerns nach geografischen Märkten:

Umsatzerlöse

2013

TEUR
2012

TEUR
USA 6.483 7.505
Europa 3.994 4.650
Sonstiges 2.491 1.333
Summe 12.968 13.488

Vermögenswerte nach geografischen Regionen

Die folgende Tabelle gliedert die Buchwerte der Vermögenswerte des Konzerns sowie die Zugänge zum Sachanlagevermögen und zu den immateriellen Vermögenswerten nach den geografischen Regionen, in denen sich die Vermögenswerte befinden.

Buchwerte des Vermögens Zugänge Anlagevermögen
31.12.2013

EUR
31.12.2012

EUR
31.12.2013

EUR
31.12.2012

EUR
--- --- --- --- ---
USA 5.814.965 5.497.769 392.455 1.342.976
Deutschland 173.703 447.022 - 16.349
Großbritannien 27.001 26.674 - -
Frankreich 23.479 38.026 - -
Summe 6.039.148 6.009.471 392.455 1.359.325

Die Segmentergebnisse und -Verbindlichkeiten des Konzerns lassen sich den geografischen Regionen nicht aussagekräftig zuordnen.

Die planmäßigen Abschreibungen der Konzerngesellschaften entfallen im Wesentlichen mit TEUR 416 (2012: TEUR 462) auf das Anlagevermögen des Konzerns in den USA.

26. Operating-Leasingvereinbarungen und andere Verpflichtungen

Die Artnet Corp. hat ihre neuen Büroräume in New York im Rahmen unkündbarer Mietverträge (Operating-Leasing) mit einer Laufzeit bis zum 30. April 2022 angemietet.

Für die Büroräume in Berlin hat der Konzern die Option zur Verlängerung der Mietverträge um bis zu sechs Jahre. artnet UK Ltd. mietet sein Büro in London im Rahmen eines jederzeit kurzfristig kündbaren Mietvertrages an.

Aus den bestehenden Mietvereinbarungen ergeben sich zum 31. Dezember 2013 und 2012 die nachstehenden erwarteten Mindestmietzahlungen:

Mietzahlungen

31.12.2013

EUR
31.12.2012

EUR
bis 1 Jahr 665.169 648.185
2 bis 5 Jahre 2.771.535 2.762.083
> 5 Jahre 3.302.873 4.302.947
Summe 6.739.577 7.713.215

Der Mietaufwand des Konzerns belief sich im Berichtsjahr auf EUR 730.534 und im Vorjahr auf EUR 738.493. Die Erlöse aus Untervermietung betrugen in 2013 EUR 0 und in 2012 EUR 4.306.

27. Honorare des Abschlussprüfers

Die Honorare und Kosten des Abschlussprüfers beliefen sich für die Abschlussprüfung der artnet AG und des artnet Konzerns im Geschäftsjahr 2013 auf EUR 60.000 und im Vorjahr auf EUR 68.204. Außerdem wurden in den Geschäftsjahren 2013 und 2012 für sonstige Leistungen EUR 22.426 bzw. EUR 33.520 in Rechnung gestellt. Alle Honorare wurden in den Geschäftsjahren 2013 bzw. 2012 als Aufwand erfasst.

28. Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Geschäftsvorfälle zwischen der artnet AG und ihren Tochtergesellschaften, bei denen es sich um nahestehende Unternehmen handelt, wurden bei der Konsolidierung eliminiert und werden in diesem Anhang nicht näher erläutert.

Vorstand

Herr Jacob Pabst ist Alleinvorstand der artnet AG und alleiniger Director der Artnet Corp.

In den Geschäftsjahren 2013 und 2012 erhielt Herr Pabst von der Artnet Corp. eine Vorstandsvergütung in folgender Höhe:

2013

EUR
12.7.-31.12.2012

EUR
Fixum 225.960 106.989
Wert zusätzlicher Leistungen (Krankenversicherung) 5.400 2.475
Fixe Vergütungskomponenten 231.360 109.464
Bonus (variable Vergütung) - -
Summe 231.360 109.464

Der vorherige alleinige Vorstand Herr Hans Neuendorf gab im Laufe der Hauptversammlung am 8. August 2012 den Rücktritt von seinem Amt bekannt. Während der Übergangsfrist waren zwei Vorstände für die Gesellschaft tätig.

Im Vorjahr erhielt Herr Neuendorf von der artnet AG eine Vorstandsvergütung in folgender Höhe:

1.1.-8.8.2012

EUR
Fixum 265.223
Wert zusätzlicher Leistungen (Dienstwagen) 4.575
Fixe Vergütungskomponenten 269.798
Bonus (variable Vergütung) -
Summe 269.798

Aufsichtsrat

John D. Hushon, Naples, Florida/USA, Vorsitzender
Prof. Dr. Walter Rust, Berlin/Deutschland, Stellv. Vorsitzender bis zum 31. Juli 2013
Dr. Jochen Gutbrod, Potsdam/Deutschland bis zum 30. April 2013
Hans Neuendorf, Berlin/Deutschland, Mitglied seit dem 12. Juni 2013, Stellv. Vorsitzender seit dem 1. August 2013
Piroschka Dossi München/Deutschland seit dem 01. August 2013

Für den Zeitraum vom 1. Mai bis zum 12. Juni 2013 waren lediglich zwei Positionen des Aufsichtsrats besetzt.

Herr Neuendorf bzw. Unternehmen, die sich unter seiner Kontrolle befinden, sind Eigentümer von 1.523.551 Aktien der artnet AG.

An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurden in den Geschäftsjahren 2013 und 2012 Vergütungen in folgender Höhe gezahlt:

2013

EUR
2012

EUR
John D. Hushon 50.000 50.000
Prof. Dr. Walter Rust 21.875 37.500
Dr. Jochen Gutbrod 8.333 25.000
Hans Neuendorf 18.750 -
Piroschka Dossi 10.417 -
Summe 109.375 112.500

Herr Hushon hält 53.054 Aktien der artnet AG. Herr Hushon hat im Vorjahr Kunstwerke über die Plattform artnet Auctions verkauft und Verkäuferkommissionen in Höhe von USD 6.100 an die Artnet Corp. gezahlt.

Der Vergütungsbericht im Konzernlagebericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrates der artnet AG Anwendung finden. Darüber hinaus erläutert der Vergütungsbericht die Höhe sowie Struktur der an die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder gezahlten Vergütung.

Sonstige Transaktionen mit nahe stehenden Personen

Zum 10. August 2012 wurde für die Dauer von zwei Jahren ein Beratervertrag mit der Galerie Neuendorf AG geschlossen. Vorstand der Galerie Neuendorf AG ist Herr Hans Neuendorf. Gegenstand des Vertrages ist die laufende strategische Beratung bei der Produkt- und Geschäftsentwicklung, insbesondere auf internationaler Ebene. Die vereinbarte jährliche Vergütung betrug EUR 360.000. Der Beratervertrag wurde mit der Aufnahme der Aufsichtsratstätigkeit durch Herrn Neuendorf am 12. Juni 2013 beendet. Für das Jahr 2013 wurden EUR 160.500 Beraterhonorar und EUR 8.153 Auslagenerstattung als Aufwand berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2013 bestanden Verbindlichkeiten gegenüber der Galerie Neuendorf AG in Höhe von EUR 160.500. Herr Neuendorf hat mit Vereinbarung vom 31. März 2013 seine Ansprüche aus dem Beratungsvertrag bis zum 31. März 2014 gestundet. Mit Vereinbarung vom 8. Oktober 2013 haben beide Parteien vereinbart, die bis zum Eintritt in den Aufsichtsrat aufgelaufenen Forderungen aus dem Beratervertrag ab Oktober 2013 in neun monatlichen Raten zu zahlen.

Am 28. März 2013 gewährte der Mehrheitsaktionär Hans Neuendorf der Gesellschaft ein Darlehen in Höhe von EUR 500.000 mit einer Laufzeit bis zum 1. Mai 2014. Das Darlehen unterliegt einer variablen Verzinsung (30 Day LIBOR plus 200 Basispunkte) mit einer Mindestverzinsung von 4 % pro Jahr. Der Zinsaufwand für dieses Darlehen betrug im Geschäftsjahr 2013 EUR 15.000. Die bis zum 31. Dezember 2013 aufgelaufenen Zinsen in dieser Höhe wurden nicht ausgezahlt. Im Dezember 2013 vereinbarten die beiden Vertragsparteien, den Darlehensvertrag um ein weiteres Jahr, bis zum 1. Mai 2015 zu den bestehenden Konditionen zu verlängern.

Frau Sophie Neuendorf, eine Herrn Hans Neuendorf nahe stehende Person, ist als Assistentin im Bereich Social Media für die artnet AG tätig. Ihr im Personalaufwand erfasstes Gehalt betrug im Geschäftsjahr 2013 EUR 44.146 und in 2012 EUR 36.707.

Frau Caroline Neuendorf, einer Herrn Neuendorf ebenfalls nahe stehenden Person, wurden 2013 Provisionen für den Verkauf von artnet Monografien in Höhe von EUR 800 (Vorjahr 2012: EUR 800) gezahlt, die im Aufwand für Vertrieb und Marketing erfasst sind.

29. Schätzungen und Ermessensausübungen im Rahmen der Rechnungslegung

Zur Erstellung des Konzernabschlusses muss das Management Schätzungen vornehmen und Annahmen treffen, die die Höhe der berichteten Beträge und die diesbezüglichen Anhangangaben beeinflussen. Alle Schätzungen und Annahmen erfolgen nach bestem Wissen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln. Insbesondere die folgenden Bilanzierungsmethoden sind von Schätzungen und Ermessensausübungen der Geschäftsführung wesentlich betroffen:

Aktive latente Steuern

Zu jedem Bilanzstichtag beurteilt der Konzern, ob die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile für die Erfassung latenter Steueransprüche hinreichend wahrscheinlich ist. Dies erfordert vom Management u. a. die Beurteilung der Steuervorteile, die sich aus den zur Verfügung stehenden Steuerstrategien und dem künftigen zu versteuernden Einkommen ergeben, sowie die Berücksichtigung weiterer positiver und negativer Faktoren. Die ausgewiesenen latenten Steueransprüche könnten sich verringern, falls die Einschätzung der voraussichtlichen steuerlichen Gewinne gesenkt werden müsste.

Aktivierung der Website-Entwicklungskosten

Die Aktivierung der Website-Entwicklungskosten betrifft neue Produkte und wesentliche Erweiterungen oder Verbesserungen der Website, von denen der Konzern annimmt, dass sie künftig zur Erzielung zusätzlicher Umsatzerlöse führen werden. Die Umsatzprognosen für diese neuen Produkte beruhen auf den besten Schätzungen zum Bewertungszeitpunkt. Die tatsächlichen Beträge können jedoch von den Prognosen abweichen.

Werthaltigkeitstest artnet Analytics

Dem Werthaltigkeitstest liegen Annahmen über den zukünftigen Zufluss von Zahlungsmitteln zu Grunde. Die Cash-Flow-Erwartungen beruhen auf den besten Schätzungen der Geschäftsführung. Die tatsächlichen Beträge können jedoch von den Prognosen abweichen.

30. Mitteilungen nach WpHG

20. August 2013

1. Die Redline Capital Management S. A., mit Sitz in Luxemburg, Luxemburg, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 13. August 2013 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 3,73 %, entsprechend 210.035 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt.

2. Die Instacom International S.A. SPF mit Sitz in Luxemburg, Luxemburg, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 13. August 2013 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 3,73 %, entsprechend 210.035 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Die gesamten Stimmrechte werden der Instacom International S.A. SPF nach § 22Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHGüber die Redline Capital Management S.A. zugerechnet.

3. Herr Vladimir Evtushenkov, Russland, hat uns mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 13. August 2013 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 3,73 %, entsprechend 210.035 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Die gesamten Stimmrechte werden Herrn Vladimir Evtushenkov nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Redline Capital Management S.A. und die Instacom International S.A. SPF zugerechnet.

28. Oktober 2013

1. Artis Capital Management, L.P., mit Sitz in San Francisco, Kalifornien, USA, hat uns am 23. Oktober 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 24. September 2013 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und nun 4,47 %, entsprechend 251.818 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Die gesamten Stimmrechte von 4,47 % sind Artis Capital Management, L.P., nach §22 Abs. 1 Satz 1 Nr.6 WpHG zuzurechnen, unter anderem über Einheiten, die von Artis Capital Management, L.P., verwaltet werden und die jeweils weniger als 3 % der Stimmrechte halten.

2. Artis Capital Management, Inc., mit Sitz in San Francisco, Kalifornien, USA, hat uns 23. Oktober 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 24.September 2013 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und nun 4,47 %, entsprechend 251.818 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Die gesamten Stimmrechte von 4,47 % sind Artis Capital Management, Inc., nach §22 Abs. 1 Satz 1 Nr.6 WpHG in Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.

3. Herr Stuart L. Peterson, USA, hat uns 23. Oktober 2013 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 24.September 2013 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und nun 4,47 %, entsprechend 251.818 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Die gesamten Stimmrechte von 4,47 % sind Herrn Stuart L. Peterson nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr.6 WpHG Verbindung mit § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.

19. November 2013

1. Die Weng Fine Art AG mit Sitz in Krefeld, Deutschland, hat uns am 15. November 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 14. November 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 4,53 %, entsprechend 255.000 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt.

2. Herr Rüdiger K. Weng, Deutschland, hat uns am 15. November 2013 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 14. November 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 4,53 %, entsprechend 255.000 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Die gesamten Stimmrechte werden Herrn Rüdiger K. Weng nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr.1 WpHG über die Weng Fine Art AG zugerechnet.

20. November 2013

1. Die Weng Fine Art AG mit Sitz in Krefeld, Deutschland, hat uns am 19. November 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 15.November 2013 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,33 %, entsprechend 300.000 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt.

2. Herr Rüdiger K. Weng, Deutschland, hat uns am 19. November 2013 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 15. November 2013 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,33 %, entsprechend 300.000 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Die gesamten Stimmrechte werden Herrn Rüdiger K. Weng nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr.1 WpHG über die Weng Fine Art AG zugerechnet.

3. Die Artis Capital Management, L.P., mit Sitz in San Francisco, Kalifornien, USA, hat uns am 19. November 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 14. November 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und nun 0,00 %, entsprechend 0 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt.

4. Die Artis Capital Management, Inc., mit Sitz in San Francisco, Kalifornien, USA, hat uns am 19. November 2013 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 14. November 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und nun 0,00 %, entsprechend 0 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt.

5. Herr Stuart L. Peterson, USA, hat uns am 19. November 2013 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 14. November 2013 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und nun 0,00 %, entsprechend 0 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt.

Berlin, 25. März 2014

Jacob Pabst, Vorstandsvorsitzender, artnet AG

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der artnet AG, Berlin, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hamburg, 25. März 2014

**Ebner Stolz GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft**

Thomas Götze, Wirtschaftsprüfer

Dirk Schützenmeister, Wirtschaftsprüfer

Jacob Pabst

Vorstandsvorsitzender, artnet AG

Vorstand, Artnet Worldwide Corp.

Jacob Pabst war in verschiedenen Führungspositionen bei artnet tätig, bevor er zum Vorstandsvorsitzenden ernannt wurde. Er kam im Jahr 2000 mit einem volkswirtschaftlichen Hintergrund zu artnet und war zunächst für den Verkauf in Europa zuständig. Schon bald war er federführend im Bereich Produktentwicklung und neue Technologien tätig. 2009 wurde Pabst Vorstand Informationstechnologie (CIO) und zeichnete für die Bereiche Produktentwicklung, Technik, Content Management, Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Qualitätssicherung verantwortlich. Aus dieser Position heraus wurde Pabst im Januar 2012 Präsident der Artnet Worldwide Corporation und leitete das operative Geschäft in New York. Unter seiner Leitung führte artnet verschiedene neue Produkte ein, unter anderem die artnet Auctions und artnet Analytics.

Thierry Dumoulin

Vizepräsident Marketing & Vertrieb, Artnet Worldwide Corp.

Thierry Dumoulin, Vizepräsident Marketing & Vertrieb, kam von Saatchi & Saatchi X, wo er als Geschäftsführer des New Yorker Büros tätig war, zu artnet. Zuvor hat er bei globalen Kommunikationsnetzwerken wie Bates, JWT und Imagination sowie bei Sotheby's gearbeitet. Er ist dafür zuständig, den Bekanntheitsgrad der artnet Marke und Produkte bei unseren wichtigsten Zielgruppen, sowie den Umsatz durch Galerien weltweit zu steigern.

Benjamin Genocchio

Chefredakteur von artnet News, Artnet Worldwide Corp.

Der Chefredakteur von artnet News, Benjamin Genocchio, ist ein anerkannter Schriftsteller und Redakteur, mit 20-jähriger Erfahrung im Bereich Kunstnachrichten, Print als auch online. Er begann seine Karriere als Reporter, Kritiker und später Kritiker für die Zeitung The Australian in seiner Heimat Australien. 2002 zog er nach New York und schrieb für The New York Times. 2010 wurde er zum leitenden Redakteur bei Louise Blouin Media in New York ernannt, außerdem war er für die Fachpublikation Art + Auction sowie die Website Blouin Artinfo tätig Seit Januar 2014 ist er bei artnet für die Markteinführung und den Aufbau von artnet News, dem ersten 24-Stunden-Nachrichtenservice für den Kunstmarkt, zuständig. Er ist promovierter Kunsthistoriker und Autor zahlreicher Bücher zur zeitgenössischen Kunst.

Lindsay Moroney

Vizepräsidentin Operatives Geschäft, Artnet Worldwide Corp.

Lindsay Moroney, Vizepräsidentin Operatives Geschäft, hat einen Abschluss in Kunstgeschichte und bringt Erfahrung in zeitgenössischer Kunst aus ihrer Tätigkeit in einer Galerie in New York mit. 2013 machte sie ihren Master für zeitgenössische Kunst. In ihrer 9-jährigen Tätigkeit bei artnet war sie in verschiedenen Abteilungen des Unternehmens tätig. Moroney gründete und leitete die Abteilungen Technologie, Content und Suchmaschinenoptimierung sowie das Business-Intelligence-Team. Im Jahr 2012 leitete sie die operative Umstrukturierung zur Verbesserung der Effizienz und Rationalisierung der Geschäftstätigkeit. Zurzeit überwacht sie das operative Geschäft weltweit und arbeitet an der Erhöhung der Rentabilität bei allen Produkten.

Saumin Patel

Vizepräsident Technologie, Artnet Worldwide Corp.

Saumin Patel ist Vizepräsident Technologie und verfügt über 16 Jahre Berufserfahrung in verschiedenen Technologien und Branchen, einschließlich Entertainment und Gesundheitswesen. Er ist seit sechs Jahren für artnet tätig. Zuvor arbeitete er als Software-Architekt bei A.D.A.M. Inc. Patel zeichnet für die Leitung der Technologieabteilung verantwortlich, die ein Software-Entwicklungsteam, ein operatives IT-Team und ein Produktmanagement-Team umfasst. Er leitet die Entwicklung, Ausführung und Bereitstellung der Produkt- und Technologiestrategie.

Michael Probst

Vizepräsident Finanzen, Artnet Worldwide Corp.

Michael Probst, Vizepräsident Finanzen, besitzt einen Abschluss in Wirtschaftswissenschaften und Recht der Universität Lüneburg (Deutschland) mit Schwerpunkt Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung. Er verfügt über weitreichende Erfahrungen in der Finanzplanung und -analyse. Seine Aufgabe besteht darin, die Rentabilität des Unternehmens durch aufschlussreichere und strengere Finanzprozesse, wie ein optimiertes Finanzmanagement, zu verbessern.

Roxanna Zarnegar

Senior-Vizepräsidentin artnet Auctions, Artnet Worldwide Corp.

Die Senior-Vizepräsidentin artnet Auctions, Roxanna Zarnegar, weist langjährige Erfahrung und Erfolge sowohl in der Kunstwelt als auch im Umgang mit Fortune-500-Kunden auf. Vor ihrer Unterstützung der bekannten Werbeagentur Baron & Baron bei der Optimierung der Geschäftsabläufe war Zarnegar als Chief Operating Officer bei Christie's Americas beschäftigt, wo sie den Kundenservice, für den Auktions- und Galeriebereich und die Abteilungen Logistik und Produktion leitete. Seit Januar 2014 ist sie für artnet Auctions & Private Sales für das operative Geschäft, die Strategie und Produktentwicklung verantwortlich.

Gremien

artnet AG

Aufsichtsrat

John Hushon, Vorsitzender

Hans Neuendorf, Stellvertretender Vorsitzender

Piroschka Dossi

Vorstand

Jacob Pabst, Vorstandsvorsitzender

Artnet Worldwide Corporation

Jacob Pabst, CEO

artnet France sarl

Jacob Pabst, CEO

artnet UK Ltd.

Jacob Pabst, CEO

Geschäftsstellen

artnet AG

Oranienstraße 164

10969 Berlin

[email protected]

T: +49 (0)30 209 178-0

F: +49 (0)30 209 178-29

Artnet Worldwide Corporation

233 Broadway, 26th Floor

New York, NY 10279-2600

USA

[email protected]

T: +1-212-497-9700

F: +1-212-497-9707

artnet UK Ltd.

Morrell House

98 Curtain Road

London EC2A 3AF

Großbritannien

[email protected]

T: +44 (0)20 7729 0824

F: +44 (0)20 7033 9077

Investor Relations

Informationen für Investoren und den Jahresabschluss finden Sie unter www.artnet.de/investor-relations.

Weitere Anfragen können per E-Mail an [email protected] oder per Post an eine unserer Geschäftsstellen gerichtet werden.

Informationen zur Aktie

Die Stammaktien der artnet AG werden am Geregelten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse unter dem Börsenkürzel «ART» gehandelt. Meldungen zu relevanten Unternehmensentwicklungen finden Sie unter www.artnet.de/investor-relations.

Wertpapier-Kenn-Nummer

Wertpapier-Kenn-Nummer

[WKN] A1K037
ISIN DE000A1K0375

Konzept und Realisation:

Artnet Worldwide Corporation

©2014 artnet AG, Berlin