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artnet AG Annual Report 2012

May 23, 2013

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Annual Report

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artnet AG

Berlin

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012

Geschäftsbericht 2012

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die nach Gesetz und Satzung bestehenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung überwacht. Im Jahr 2012 hielt der Aufsichtsrat sechs Sitzungen ab, an denen alle Aufsichtsratsmitglieder vollständig teilgenommen haben. Er erhielt vom Vorstand während des ganzen Jahres regelmäßig ausführliche Informationen in schriftlichen und mündlichen Berichten über Lage, Geschäftsverlauf sowie über Strategie und wichtige Maßnahmen. Quartals- und Halbjahresberichte sowie detaillierte Ergebnisse der einzelnen Segmente wurden mit dem Vorstand erörtert. Fragen von grundsätzlicher Bedeutung für die Geschäftspolitik hat der Vorstand laufend mit dem Aufsichtsrat beraten. Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse gebildet. Herr Dr. Gutbrod und Herr Dr. Rust wurden bei der Jahreshauptversammlung im August 2012 wieder zum Aufsichtsrat gewählt.

Schwerpunktmäßig befasste sich der Aufsichtsrat auf seinen Sitzungen mit der Umsatz- und Gewinnentwicklung, der Liquiditätslage der Gesellschaft, Ausgaben- und Personalpolitik, internationalen Aktivitäten sowie die künftige Position der einzelnen Segmente. Weiterhin wurden intensiv wirtschaftliche und technische Fragen zu einzelnen Geschäftsbereichen (artnet Price Database, artnet Auctions, artnet Galerien und artnet Analytics) erörtert. Ferner wurden Fragen der Corporate Governance und der Compliance besprochen. Im Laufe des Jahres hat der Aufsichtsrat dem Vorstandswechsel von Herrn Hans Neuendorf zu Herrn Jacob Pabst zugestimmt.

Der vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2012 erstellte Jahresabschluss nach HGB und der Konzernabschluss nach den IFRS der artnet AG wurden zusammen mit dem Lagebericht und dem Konzernlagebericht von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, geprüft. Der Aufsichtsrat hat sich von der Unabhängigkeit der Abschlussprüfer überzeugt. Die Abschlussprüfer kommen zu dem Ergebnis, dass sowohl der Jahresabschluss nach HGB als auch der Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den Vorschriften der IFRS ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Geschäftsjahres vermittelt, und erteilen jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk zu den geprüften Abschlüssen.

Der vom Vorstand erstellte Jahresabschluss für die artnet AG zum 31. Dezember 2012 sowie der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2012 wurden zusammen mit den Lageberichten dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Die Abschlussprüfer haben nach Abschluss ihrer Prüfung an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teilgenommen und über die Ergebnisse ihrer Prüfung Bericht erstattet. Der Aufsichtsrat hat von dem Ergebnis der Prüfung zustimmend Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer zu.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und Konzernabschluss der artnet AG sowie die zugehörigen Lageberichte geprüft. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen eingehenden Prüfung keine Einwendungen. Der Aufsichtsrat hat Monatsberichte bezüglich der Einnahmen, des Cash Flows und Aufwendungen, sowie die Wiederaufnahme des jährlichen Berichts zum Risikomanagement angefordert.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der artnet AG in der von der Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, geprüften Fassung durch Beschluss vom 15. April 2013 gebilligt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2012 ist damit festgestellt. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 wurde vom Aufsichtsrat durch Beschluss vom 15. April 2013 ebenfalls gebilligt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit.

Naples, FL, USA, 15. April 2013

John Hushon, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Corporate Governance Bericht

Corporate Governance hat bei artnet einen hohen Stellenwert. Die artnet AG entspricht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (»Kodex«) in der aktuellen Fassung vom 15. Mai 2012 mit Ausnahme der Empfehlungen aus den Ziffern 3.8 Absatz 3, 4.2.1 Satz 1, 5.1.2 Absatz 2 Satz 3, 5.3.1, 5.3.2, 5.3.3, 5.4.1 Absatz 2 (Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder] und 5.4.6 Absatz 2 Satz 1. Vorstand und Aufsichtsrat der artnet AG haben die am Ende dieses Berichts aufgeführte Entsprechenserklärung zum Kodex verabschiedet. Sie ist auf der Internetseite unter http://www.artnet.de/investor-relations/ veröffentlicht.

1 Aufsichtsrat

Gemäß dem deutschen Aktienrecht hat die artnet AG eine zweigeteilte Führungs- und Kontrollstruktur, die einen Alleinvorstand und einen dreiköpfigen Aufsichtsrat umfasst. Im dualen Führungssystem sind Geschäftsleitung und Geschäftskontrolle streng getrennt. Eine gleichzeitige Tätigkeit in Aufsichtsrat und Vorstand ist rechtlich nicht zulässig. Aufgaben und Verantwortlichkeiten dieser beiden Organe sind gesetzlich jeweils klar festgelegt.

Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. In regelmäßigen Abständen erörtert der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung und Geschäftsplanung sowie die Strategie und deren Umsetzung. Außerdem verabschiedet der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und bestellt die Mitglieder des Vorstands. Für Geschäfte von grundlegender Bedeutung hat der Aufsichtsrat Zustimmungsvorbehalte zugunsten des Aufsichtsrats festgelegt.Hierzu gehören Entscheidungen oder Maßnahmen, die die Vermögens-, Finanz oder Ertragslage des Unternehmens grundlegend verändern. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in ihren Entscheidungen unabhängig und nicht an Vorgaben oder Weisungen Dritter gebunden. Außerdem müssen Beratungs-, Dienstleistungs- und bestimmte andere Verträge zwischen artnet und seinen Aufsichtratsmitgliedern durch den Aufsichtsrat gebilligt werden.

Nach Ziffer 5.4.1 des Kodex soll der Aufsichtsrat für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation die internationale Tätigkeit des Unternehmens, potentielle Interessenkonflikte, eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder und Vielfalt (Diversity) berücksichtigen. Diese konkreten Ziele sollen insbesondere eine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen. Die Zielsetzung des Aufsichtsrats und der Stand der Umsetzung sollen im Corporate Governance Bericht veröffentlicht werden.

Der Aufsichtsrat hat in seiner Sitzung vom 7. Februar 2011 mit Blick auf Ziffer 5.4.1 des Kodex nachfolgende Ziele für seine Zusammensetzung beschlossen:

Berücksichtigung der internationalen Tätigkeit des Unternehmens: Der Aufsichtsrat wird darauf achten, dass dem Aufsichtsrat eine ausreichende Anzahl an Mitgliedern mit einer langjährigen internationalen Erfahrung oder mit langjähriger Erfahrung in den USA als dem Land, in dem der artnet-Konzern seine Geschäftstätigkeit hauptsächlich ausübt, angehören.
Vermeidung potentieller Interessenkonflikte: Potentielle Interessenkonflikte werden bereits bei Wahlvorschlägen des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung vermieden. Im Aufsichtsrat sind keine ehemaligen Vorstände oder Geschäftsführer vertreten. Darüber hinaus wird bei Kandidatenvorschlägen an die Hauptversammlung darauf geachtet, dass der jeweilige Kandidat nicht in Managementfunktionen oder in Kontrollgremien von Wettbewerbsunternehmen, Lieferanten, Kreditgebern oder Kunden tätig ist, um Interessenkonflikte von vornherein zu verhindern. Sollten während der Amtszeit eines Aufsichtsratsmitglieds etwaige Interessenkonflikte entstehen, hat das betreffende Aufsichtsratsmitglied diese dem Aufsichtsrat gegenüber zu Händen des Vorsitzenden offenzulegen und bei wesentlichen, nicht nur vorübergehenden Interessenkonflikten sein Amt niederzulegen.
Festlegung einer Altersgrenze: Der Aufsichtsrat hält eine derartige Regelung für nicht sachgemäß, da pauschale Altersgrenzen die Aktionäre in ihrer Entscheidungsfreiheit bei der Wahl der Aufsichtsratsmitglieder in unangemessener Weise einschränken würden.
Berücksichtigung der Vielfalt: Die Vielfalt im Aufsichtsrat spiegelt sich durch den unterschiedlichen beruflichen Werdegang und Tätigkeitsbereich der Aufsichtsratsmitglieder wider. Dabei sind bei gleicher Qualifikation und Geeignetheit Frauen angemessen zu berücksichtigen. Der Aufsichtsrat strebt an, dass bei der nächsten Aufsichtsratswahl im Jahr 2014 mindestens eine Frau zur Wahl vorgeschlagen wird.

Der Stand der Umsetzung der vorstehend aufgestellten Ziele für die Zusammensetzung im Aufsichtsrat stellt sich wie folgt dar: Die Ziele bzgl. »Berücksichtigung der internationalen Tätigkeit des Unternehmens «und»Vermeidung potentieller Interessenkonflikte« sind realisiert. Das Ziel »Festlegung einer Altersgrenze« verfolgt der Aufsichtsrat nicht; er hat deshalb zusammen mit dem Vorstand eine Abweichung von dieser Empfehlung erklärt. Das Ziel »Berücksichtigung der Vielfalt« sieht der Aufsichtsrat in weiten Teilen umgesetzt. Allerdings gehören dem Aufsichtsrat zurzeit keine Frauen an; insoweit ist dieses Ziel noch nicht umgesetzt.

2 Vorstand

Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Er ist dabei an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswertes verpflichtet. Er ist für die strategische Ausrichtung des Unternehmens in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat zuständig. Der Vorstand arbeitet eng mit dem Aufsichtsrat zusammen.

Der Vorstand sorgt für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen.

3 Aktiengeschäfte und Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden durch Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft oder sonstigen Personen mit Führungsaufgaben, die regelmäßig Zugang zu Insiderinformationen der Gesellschaft haben und zu wesentlichen unternehmerischen Entscheidungen ermächtigt sind, sowie durch bestimmte mit ihnen in einer engen Beziehung stehende Personen folgende Erwerbs- und Veräußerungsgeschäfte mindestens EUR 5.000,00 im Kalenderjahr getätigt:

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Handelstag 30.01.2012
Name John Hushon
Funktion Mitglied des Aufsichtsrats
Bezeichnung Finanzinstrument Aktien
ISIN/WKN DE000A1K0375
Stückzahl 2.000
Kurs EUR 3,95
Handelstag 11.04.2012
Name Galerie Neuendorf AG, Vorstand Hans Neuendorf
Funktion Vorstand
Bezeichnung Finanzinstrument Aktien
ISIN/WKN DE000A1K0375
Stückzahl 15.190
Kurs EUR 3,33
Handelstag 20.04.2012
Name Galerie Neuendorf AG, Vorstand Hans Neuendorf
Funktion Vorstand
Bezeichnung Finanzinstrument Aktien
ISIN/WKN DE000A1K0375
Stückzahl 8.658
Kurs EUR 3,52
Handelstag 21.05.2012
Name Galerie Neuendorf AG, Vorstand Hans Neuendorf
Funktion Vorstand
Bezeichnung Finanzinstrument Aktien
ISIN/WKN DE000A1K0375
Stückzahl 3.705
Kurs EUR 4,32
Handelstag 18.06.2012
Name Galerie Neuendorf AG, Vorstand Hans Neuendorf
Funktion Vorstand
Bezeichnung Finanzinstrument Aktien
ISIN/WKN DE000A1K0375
Stückzahl 10.000
Kurs EUR 5,10
Handelstag 19.06.2012
Name Galerie Neuendorf AG, Vorstand Hans Neuendorf
Funktion Vorstand
Bezeichnung Finanzinstrument Aktien
ISIN/WKN DE000A1K0375
Stückzahl 1.973
Kurs EUR 5,24
Handelstag 20.06.2012
Name Galerie Neuendorf AG, Vorstand Hans Neuendorf
Funktion Vorstand
Bezeichnung Finanzinstrument Aktien
ISIN/WKN DE000A1K0375
Stückzahl 4.000
Kurs EUR 5,3

Vorstand und Aufsichtsrat sind am 2. April 2013 im Besitz von 1.558.215 und somit 28,06 % der Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten:

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Vorstand
Galerie Neuendorf AG 1.505.161 Aktien
Aufsichtsrat
John Hushon 53.054 Aktien

4 Aktienoptionsprogramm

Das Aktienoptionsprogramm der Gesellschaft von 2009 besteht aus 560.000 Stammaktien mit einem rechnerischen Nennwert von jeweils EUR 1,00. An die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft können Bezugsrechte auf bis zu 30.000 Aktien, an die Mitglieder der Geschäftsführung der verbundenen Unternehmen Bezugsrechte auf bis zu 240.000 Aktien, an die Arbeitnehmer der Gesellschaft Bezugsrechte auf bis zu 10.000 Aktien und an die Arbeitnehmer der verbundenen Unternehmen Bezugsrechte auf bis zu 280.000 Aktien ausgegeben werden.

Der bei der Ausübung der Bezugsrechte zu entrichtende Preis für eine artnet-Aktie entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel des regulierten Marktes (Prime Standard) der Deutsche Börse AG, oder, falls ein solcher Kurs nicht festgestellt wird, im Präsenzhandel während der 10 Börsenhandelstage vor dem jeweiligen Zuteilungstag der Bezugsrechte. Der Ausübungspreis entspricht mindestens dem anteiligen Betrag der bezogenen Aktie am Grundkapital. Die Optionen können für einen Zeitraum von zwei Jahren nicht ausgeübt werden. Voraussetzung für die Ausübung der Bezugsrechte ist es, dass der Schlusskurs der Aktie der artnet AG im XETRA-Handel des regulierten Marktes (Prime Standard) der Deutsche Börse AG in der Zeit zwischen Ausgabe des Bezugsrechts und Ausübung des Bezugsrechts den Ausübungspreis an mindestens einen Börsenhandelstag während der Laufzeit des Bezugsrechts um mindestens 10 % übersteigt. Die Ausübung kann nur in einer Einheit von mindestens 1.000 Stück erfolgen.

5 Beziehungen zu den Aktionären

Die artnet AG berichtet ihren Aktionären viermal im Geschäftsjahr über die Geschäftsentwicklung sowie über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Konzerngesellschaften. Die jährliche ordentliche Hauptversammlung findet innerhalb der ersten acht Monate eines jeden Geschäftsjahres statt. Die Hauptversammlung beschließt u. a. über die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen werden ausschließlich von der Hauptversammlung beschlossen.

6 Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat haben die folgende Erklärung gemäß § 161 AktG beschlossen:

» Vorstand und Aufsichtsrat der artnet AG erklären hiermit gemäß § 161 AktG,

dass den Empfehlungen der Regierungskommission

» Deutscher Corporate Governance Kodex« in der Fassung vom 15. Mai 2012 grundsätzlich entsprochen wird. Nicht angewandt werden die folgenden Empfehlungen:

1. Ziffer 3.8 Abs. 3 "In einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat soll ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden."

Die artnet AG ist nicht der Ansicht, dass die Sorgfalt und das Verantwortungsbewusstsein, das die Mitglieder des Aufsichtsrates bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben ausüben, durch die Vereinbarung eines Selbstbehaltes noch verstärkt werden könnten. Die artnet AG beabsichtigt daher keine Änderung der bestehenden D&O-Versicherungsverträge, die einen solchen Selbstbehalt nicht vorsehen.

2. Ziffer 4.2.1 Satz 1 "Der Vorstand soll aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben."

Der Vorstand der artnet AG besteht seit der Gründung aus einer Person. Das Management der Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation in New York, die innerhalb des Konzerns weitgehend für das operative Geschäft verantwortlich ist, besteht hingegen aus mehreren Personen. Aus Kostengründen hat die Gesellschaft bisher von einer Erweiterung des Vorstands abgesehen.

3. Ziffer 5.1.2 Abs. 2 Satz 3 "Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden."

Die artnet AG hält eine derartige Regelung für nicht sachgemäß, da pauschale Altersgrenzen den Aufsichtsrat in seiner Entscheidungsfreiheit bei der Wahl der Vorstandsmitglieder in unangemessener Weise einschränken würden.

4. Ziffern 5.3.1, 5.3.2, 5.3.3, 5.3.4 und 5.3.5: Der Kodex empfiehlt dem Aufsichtsrat in diesen Ziffern die Bildung von Ausschüssen, eines Prüfungsausschusses sowie eines Nominierungsausschusses.

Da der Aufsichtsrat der artnet AG lediglich aus drei Mitgliedern besteht, ist eine Bildung von Ausschüssen nicht sinnvoll. Die für den Prüfungsausschuss und den Nominierungsausschuss vorgesehenen Aufgaben werden vom gesamten Aufsichtsrat gemeinschaftlich wahrgenommen.

5. Ziffer 5.4.1 Abs. 2 "Der Aufsichtsrat soll für seine Zusammensetzung konkrete Ziele benennen, die unter Beachtung der unternehmensspezifischen Situation ... eine festzulegende Altersgrenze für Aufsichtsratsmitglieder ... berücksichtigen."

Die artnet AG hält eine derartige Regelung für nicht sachgemäß, da pauschale Altersgrenzen sowie Vorgaben zur Vielfalt (Diversity) die Aktionäre in ihrer Entscheidungsfreiheit bei der Wahl der Aufsichtsratsmitglieder in unangemessener Weise einschränken würden.

6. Ziffer 7.1.2 Satz 3 "Der Konzernabschluss soll binnen 90 Tagen nach Geschäftsjahresende, die Zwischenberichte sollen binnen 45 Tagen nach Ende des Berichtszeitraums öffentlich zugänglich sein."

Der Konzernabschluss wird im Jahr 2013 nicht innerhalb der im Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlenen 90-Tages-Frist, jedoch innerhalb der in § 37v Abs. 1 WpHG sowie in § 325 Abs. 4 HGB angegebenen viermonatigen Frist veröffentlicht. Aufgrund der internationalen Struktur der Unternehmensgruppe nehmen sowohl die sorgfältige Fertigstellung als auch die gewissenhafte Konsolidierung der Einzelabschlüsse erhebliche Zeit in Anspruch. Eine frühere Veröffentlichung wäre zu Lasten der Qualität des Konzernabschlusses gegangen. Für die Zukunft beabsichtigt die artnet AG, ihren Konzernabschluss - wie auch in der Vergangenheit - innerhalb der empfohlenen Fristen zu veröffentlichen.
dass den Empfehlungen der Regierungskommission

"Deutscher Corporate Governance Kodex" in der Fassung vom 15. Mai 2012 seit der letzten Entsprechenserklärung vom 2. Dezember 2011 grundsätzlich entsprochen wurde. Nicht angewandt wurden die Empfehlungen aus den Ziffern 3.8 Absatz 3, 4.2.1 Satz 1, 5.1.2 Absatz 2 Satz 3, 5.1.3, 5.3.1, 5.3.2, 5.3.3, 5.4.1 Abs. 2 und 5.4.6 Abs. 2 S. 1.

Berlin, 2. April 2013

Jacob Pabst, Vorstandsvorsitzender

John Hushon, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Berichterstattung der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des artnet-Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des artnet-Konzerns beschrieben sind.

Berlin, 2. April 2013

Jacob Pabst, Vorstandsvorsitzender

Konzernlagebericht 2012

1. Wirtschaftliches Umfeld

Konjunkturelle Lage

Vier Jahre nach Ausbruch der globalen Finanzkrise hat die Weltwirtschaft noch immer Mühe, sich zu erholen.

2012 kühlte sich das globale Wirtschaftswachstum weiter ab. Immer mehr Industrieländer litten an einer Double-Dip-Rezession. Länder mit großer Staatsschuldenlast glitten noch tiefer in die Rezession und waren in der Abwärtsspirale von hoher Arbeitslosigkeit, schwacher Nachfrage verbunden mit fiskalpolitischen Sparmaßnahmen und Unsicherheit in der Finanzbranche gefangen. Selbst in den wichtigsten Schwellenländern verlangsamte sich das Wachstum merklich.

Während der Ausblick für 2013 vorsichtig optimistisch ist, dürfte das Wachstum ein weiteres Jahr verhalten bleiben und könnte durch den politischen Reformstau in den USA oder die Instabilität in Europa gefährdet werden.

Die Entwicklung des Kunstmarktes

Das obere Segment des Marktes für Bildende Kunst hat sich 2012 nicht so gut entwickelt wie im Vorjahr. Hochwertige Zeitgenössische Kunst, als legitime Alternative zu konventionellen Anlagen, bringt klugen Anlegern offensichtlich immer noch eine stattliche Rendite ein, jedoch zeichnet sich am Kunstmarkt insgesamt folgende Wende ab. Während sich die mit Zeitgenössischer Kunst erzielten Umsätze in 2012 zwar erfreulich entwickelten, nahmen Auktionen impressionistischer und moderner Werke deutliche Einbußen hin, die sich besonders im November 2012 bemerkbar machten.

Diese Entwicklung deutet entweder auf eine Blase im Bereich Zeitgenössischer Kunst oder auf eine fundamentale Verschiebung im Kunstmarkt hin. Das mittlere Segment des Kunstmarktes, welches in 2012 ebenfalls solide Zuwächse verzeichnete, hat sich beruhigt und ist leicht hinter die Höchststände von 2011 gefallen. Nach wie vor ist die Entwicklung im Kunstmarkt aber erfreulich und gegenüber 2008 oder 2009 sogar deutlich positiver. Wachstumsspielraum ist ebenfalls vorhanden; die Anzahl der verkauften Lose in dieser Kategorie ist stetig gestiegen.

Sorgen bereitet nach wie vor, geografisch gesehen, insbesondere Kontinentaleuropa. Hier sind die wirtschaftlichen Aussichten für die nächsten Jahre, ebenso wie in Großbritannien, eher trübe. Die USA haben sich vergleichsweise gut erholt; diese positive Entwicklung zeichnet sich auch bei den Verkäufen in Kunstauktionen ab. Unsere Hauptkunden, die Galerien, litten aber sowohl in den USA als auch in Europa überwiegend unter der verhaltenen und zum Teil rückläufigen konjunkturellen Entwicklung, was sich auch auf unsere Umsätze negativ auswirkte. China ist daher als Wachstumsmarkt für uns von besonderem Interesse und wir werden uns künftig stärker als zuvor auf diese Region konzentrieren. 2011 verzeichnete der Kunstauktionsmarkt in China die beste Umsatzentwicklung ihrer Geschichte (EUR 4,1 Mrd.), selbst nach Berücksichtigung von "Unregelmäßigkeiten", da angeblich bis zu 40 % des Umsatzes (EUR 1,7 Mrd.) fragwürdig sind. Die Zahlen Chinas insgesamt sind eine gute Nachricht angesichts unserer Entscheidung, in diese Region zu expandieren, wenngleich die Unregelmäßigkeiten geklärt werden müssen, damit der lokale Kunstmarkt als voll funktions- und tragfähig angesehen werden kann. Aus diesem Grunde interessieren sich heute mehr Organisationen und Dachverbände für den Kunstmarkt in China als je zuvor. Diese willkommene Entwicklung in Verbindung mit den Vorzügen des freien Marktes könnte durchaus hinter den weniger spektakulären Ergebnissen Chinas für 2012 (EUR 2,7 Mrd.) stecken, die im Vergleich zu den realistischeren Zahlen für 2011 (EUR 2,4 Mrd.) tatsächlich auf eine Umsatzsteigerung hindeuten. Wenngleich der Rückgang zum Teil auf die Konjunkturverlangsamung in China im Jahr 2012 zurückzuführen sein dürfte, begegnen wir diesen Ergebnissen mit vorsichtigem Optimismus. Im Kern könnten sie auch auf die Entstehung eines ehrlicheren und transparenteren Kunstmarktes hindeuten.

2. Geschäftstätigkeit und Produkte

Die Konzernorganisation von artnet

Die artnet AG ist eine Holding-Gesellschaft, deren Aktien am Geregelten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sind. Ihre wesentliche Beteiligung ist die hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation, die 1989 in New York gegründet wurde. Die artnet AG ("artnet" oder "die Gesellschaft") und Artnet Worldwide Corporation ("Artnet Corp.", zusammen "der artnet Konzern" oder "der Konzern") sind unter dem Markennamen "artnet" tätig.

Die Artnet Worldwide Corporation hat zwei hundertprozentige Tochtergesellschaften: artnet UK Ltd. und artnet France sarl. artnet UK Ltd. erbringt Dienstleistungen im Bereich Vertrieb und Kundenbetreuung in Großbritannien. Für artnet France wurde im Juni 2012 im Rahmen der Restrukturierung die Schließung des Büros in Paris beschlossen.

Die Unternehmenswebseiten www.artnet.com, www.artnet.de und www.artnet.fr bieten einen weltweit einmaligen Marktüberblick und zogen damit im Jahr 2012 durchschnittlich 1,4 Mio. Besucher (unique visitors) im Monat an. Dank der zeitnah bereitgestellten Informationen zum Wert von Kunstwerken sowie zu Künstlern, Galerien, Preisentwicklungen, Ausstellungen, Nachrichten und Rezensionen ist es für Sammler und Kunstexperten leichter, sich im Kunstmarkt zurechtzufinden.

Zum 31. Dezember 2012 umfasste der Bereich artnet Galerien mehr als 1.700 der weltweit renommiertesten Kunstgalerien aus 60 Ländern. Die Mitgliedsgalerien sind in einem Verzeichnis nach Fachgebieten und Standorten zusammengefasst und präsentieren die im Inventar befindlichen insgesamt 170.000 Werke von 35.000 Künstlern. Über die artnet Galerien werden neben sämtlichen Formen der Zeitgenössischen, Modernen und Klassischen Kunst auch Designobjekte sowie Kunsthandwerk und Antiquitäten aus allen Epochen, vom ersten Jahrhundert vor Christus bis heute, angeboten. artnet Auction House Partnerships sind die ideale Lösung für ein Auktionshaus, um seine internationale Präsenz für seine Auktionen auszubauen und eine große Anzahl potenzieller Käufer direkt auf die eigene Webseite zu leiten. Mit artnet Auction House Partnerships besitzen Auktionshäuser die Flexibilität, Verkäufe ganz oder teilweise auf der artnet Webseite zu veröffentlichen. Darüber hinaus besteht die Option, jedes Los auf artnet mit dem gleichen Los in ihrem eigenen Online-Katalog zu verlinken. Alle Lose sind mit dem artnet Kalender, der eine Übersicht über die nächsten Auktionstermine bietet, verlinkt und haben ein gutes Ranking bei den Suchergebnissen auf artnet und Google. artnet Auction House Partnerships sorgt für die Berichterstattung und direkte Weiterleitung von artnet zur Webseite des Auktionshauses.

Die artnet Price Database, welche die artnet Price Database Fine Art and Design und die artnet Price Database Decorative Art umfasst, ist eine Online-Datenbank mit mehr als 7 Millionen illustrierten Auktionsergebnissen von über 1.400 der führenden internationalen Auktionshäuser. Dieses Produkt sorgt für Preistransparenz in einem komplexen Kunst- und Antiquitätenmarkt. Die Abonnenten der artnet Price Database Fine Art and Design und der artnet Price Database Decorative Art erhalten Zugang zu Informationen über bevorstehende Auktionen, zu aktuellen Ergebnissen sowie Auktionsergebnissen seit 1985 und damit topaktuelle und objektive Werte für Kunstwerke, die sie kaufen oder verkaufen möchten. Die artnet Price Database ist bei Gutachtern, Händlern, Auktionshäusern, Finanziers und privaten wie staatlichen Institutionen (einschließlich der US-Steuerbehörde IRS und der US-Bundespolizei FBI) sehr beliebt. Was jedoch am wichtigsten ist: Sie dient privaten Sammlern als illustriertes Nachschlagewerk, das sie verwenden können, um den Wert ihrer Kunstwerke zu ermitteln und deren Potenzial bei einer Auktion oder auf dem Händlermarkt abzuschätzen. Händler und Auktionshäuser nutzen für die Bewertung und den Verkauf wichtiger Kunstwerke auch die Comps (vergleichbare Auktionsergebnisse aus der artnet Price Database).

Eine Ergänzung der artnet Price Database ist das Produkt artnet Market Alert, das Abonnenten per E-Mail benachrichtigt, wenn Kunstwerke ihrer bevorzugten Künstler bei einer Auktion oder in artnet Galerien bzw. über artnet Auctions zum Verkauf angeboten werden.

Das im Mai 2012 am Markt eingeführte Produkt artnet Analytics ist der erste Kunstindex, der es gestattet, die Marktleistung von Künstlerinnen und Künstlern, Kunstkategorien wie Zeitgenössische, Asiatische oder Moderne Kunst sowie kundenspezifischen Gruppen von Kunstwerken im Vergleich mit Finanzindizes wie Dow Jones oder S&P 500 zu bewerten. Dieses Produkt zur Kunstmarktanalyse stellt seinen Nutzern Berichte für mehr als 800 Künstlerinnen und Künstler sowie für rund 46.000 vergleichbare Werkgruppen zur Verfügung.

Dank der artnet Auctions hat sich artnet zu einer kundenbezogenen Transaktionsplattform (Business to Customer - B2C) mit integriertem Informationsangebot entwickelt. Die wichtigsten Vorteile für Käufer und Verkäufer bei artnet Auctions sind die attraktiven Preise und die kurzen Umschlagszeiten. Geschäfte werden innerhalb weniger Wochen abgeschlossen und nicht wie bei konventionellen Auktionshäusern in einem halben bis einem Jahr. Über artnet Auctions werden Kunstwerke erstklassiger moderner und zeitgenössischer Künstler regelmäßig im fünf- bis sechsstelligen Bereich verkauft.

artnet Monografien ist eine Kunstbibliothek im Internet, die in enger Zusammenarbeit mit Künstlern, Nachlässen, Stiftungen und Galerien entwickelt wurde. Diese ständig wachsende Quelle für Monografien von Künstlern der Moderne und Gegenwart zeichnet sich durch eine große Auswahl zeitgenössischer Werke und 147 Biografien aus. artnet Monografien ist auf der artnet Webseite kostenlos einsehbar.

3. Geschäftsentwicklung

Wesentliche Ereignisse des Geschäftsjahres 2012

2012 war ein herausforderndes und außergewöhnlich ereignisreiches Jahr für artnet, das durch eine Reihe von Sonderfaktoren geprägt war.

Restrukturierung

Die anhaltenden Probleme, die unsere wichtigste Kundengruppe, die Galerien, betreffen, sind nicht nur der konjunkturellen Entwicklung geschuldet, sondern stellen sich zunehmend als systemisch dar. Aus diesem Grund haben wir im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2012 alle unsere Geschäftsbereiche einer eingehenden Prüfung unterzogen, die insbesondere die Prozessoptimierung und das Potenzial für Kostensenkungen betraf. Diese Analyse führte neben zahlreichen weiteren Kostensenkungsmaßnahmen zu der schmerzlichen Entscheidung, sich von Geschäftsaktivitäten zu trennen, die auf absehbare Zeit nicht profitabel werden würden. Wir haben uns daher entschlossen, nach 16 Jahren unser im Kunstmarkt angesehenes artnet Magazin einzustellen, das in englischer, deutscher und französischer Sprache erschien. Das Magazin wird rückwirkend in unserem Konzernabschluss als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen, so dass die Beeinflussung des Konzernergebnisses durch diese Maßnahme transparent dargestellt wird. Außerdem haben wir die Schließung des Büros der Tochtergesellschaft artnet France sarl in Paris beschlossen und umgesetzt. Der wichtige französische Markt wird künftig von unserem Hauptsitz in New York und von Berlin aus betreut. Diese Kostensenkungsmaßnahmen haben das Geschäftsjahr 2012 mit Einmalkosten vor allem für die Abfindungen von Mitarbeitern belastet. Für das Folgejahr 2013 versprechen wir uns davon aber wesentliche Einsparungen.

Neben diesen Kostensenkungsmaßnahmen haben wir durch die Umstrukturierungen auch die Voraussetzungen für ein neues Wachstum von artnet geschaffen. Das Managementteam wurde in vielen Bereichen verjüngt. Ein neues Verkaufsteam wurde eingestellt und eingearbeitet. Unser Preisbildungssystem haben wir optimiert und damit effizienter gestaltet.

Abwehr eines feindlichen Übernahmeversuchs

Die Redline Capital Management S.A. hat am 31. August 2012 die Angebotsunterlage im Sinne von § 11 des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes für das freiwillige öffentliche Übernahmeangebot an alle Aktionäre der artnet AG zum Erwerb der von ihnen gehaltenen Stückaktien der artnet gemäß § 14 Abs. 2 und 3 WpÜG veröffentlicht. Das Angebot war auf den Erwerb der Kontrolle über die Zielgesellschaft gerichtet und damit ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot im Sinne des WpÜG. Die Angebotsunterlage wurde dem Vorstand am 31. August 2012 übermittelt. Die Bieterin hat ihre Entscheidung zur Abgabe des Angebots unaufgefordert unterbreitet und weder mit dem Vorstand noch mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Es hat zwischen der Bieterin und der artnet AG insbesondere zu keinem Zeitpunkt Vereinbarungen oder Absprachen im Vorfeld des Angebots oder der vorliegenden Stellungnahme gegeben. Die Bieterin bot nach Maßgabe der Bestimmungen und Bedingungen der Angebotsunterlage allen artnet-Aktionären an, ihre auf den Namen lautenden Stückaktien der artnet, jeweils mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 1,00 einschließlich der Dividendenberechtigung für das Geschäftsjahr 2012 sowie aller sonstigen zum Zeitpunkt der Abwicklung bestehenden Nebenrechte, zu einem Angebotspreis von EUR 6,40 je artnet-Aktie zu erwerben.

Der Vorstand hat auf der Grundlage der Unternehmensplanung eine interne Unternehmensbewertung durchgeführt. Aufgrund dieser internen Unternehmensbewertung sowie nach Abwägung der Gesamtumstände kamen Vorstand und Aufsichtsrat zu dem Ergebnis, dass die angebotene Gegenleistung in Höhe von EUR 6,40 je artnet-Aktie aus finanzieller Sicht nicht angemessen ist. Die Frist zur Annahme des Angebots endete am 28. September 2012, 24:00 Uhr (MEZ). Der Versuch der Redline Capital Management S.A., durch ein freiwilliges Übernahmeangebot an die Aktionäre der artnet AG die Mehrheit an der Gesellschaft zu erwerben, ist gescheitert. Die Annahmequote für das Übernahmeangebot von Redline lag lediglich bei 19,93 % des Grundkapitals, so dass das Angebot rückabgewickelt werden musste.

Gegen einzelne Beschlüsse der Hauptversammlung vom 8. Juli 2012 ist von Aktionären Nichtigkeitsklage bzw. Feststellungsklage auf Nichtigkeit erhoben worden.

Um den möglichen Imageschaden aus dem feindlichen Übernahmeversuch und der damit verbundenen negativen Pressekampagne über artnet zu beheben, haben wir unsere Marketingabteilung ausgebaut und unsere Anstrengungen deutlich verstärkt, den guten Ruf von artnet als leistungsstarkes Spitzenunternehmen zu verteidigen.

Umzug in neue Büroräume in New York

Die rd. 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in New York haben im Mai 2012 neue Büroräume im 26. Stockwerk des historischen Woolworth Building bezogen, nachdem der Mietvertrag für unsere vorherigen Räumlichkeiten am Broadway nach zehn Jahren ausgelaufen war. Die neuen Geschäftsräume sind besser ausgestattet, großzügiger und besser geschnitten als unser vorheriges Büro. Die Miete pro qm liegt dabei aber unter den vorherigen Konditionen.

Auswirkungen des Hurrikans "Sandy"

Aufgrund des Hurrikans "Sandy" konnten die Büroraume in Manhattan im November 2012 für eine Woche nicht genutzt werden. Der Betrieb der Webseite war jederzeit sichergestellt, sodass der Hurrikan den direkten Geschäftsbetrieb der Gesellschaft nur unwesentlich beeinträchtigt hat. Es sind jedoch auch Galerien, die zu unseren Kunden zählen, teilweise stark durch den Hurrikan geschädigt worden, so dass sich auch negative Auswirkungen auf unsere Umsatzentwicklung ergeben können.

4. Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Das Ergebnis des Konzerns wurde in 2012 wesentlich durch den Umsatzrückgang in den Geschäftsbereichen artnet Galerien und artnet Advertising beeinflusst. Der feindliche Übernahmeversuch mit der damit einhergehenden negativen Publicity und das Eintreten von neuen Wettbewerbern in den Markt trugen ebenfalls zu einer Verschlechterung der Umsatzentwicklung bei. Begonnene Umstrukturierungen am Standort New York, die Schließung des Pariser Büros sowie die Einstellung des Segments artnet Magazin führten im Berichtsjahr zu Ergebnisbelastungen aus Restrukturierungsaufwendungen, aber noch nicht zu wesentlichen Kosteneinsparungen. Der vollständige Effekt dieser Maßnahmen wird erst in 2013 sichtbar werden. Nachhaltig wurde das Ergebnis durch die außerplanmäßige Abschreibung der in den Vorjahren für das im Mai 2012 neu eingeführte Produkt artnet Analytics aktivierten Entwicklungskosten beeinflusst. Da die realisierten Umsatzerlöse für das neue Produkt hinter den ursprünglichen Planerwartungen zurückblieben, entschied sich der Vorstand zu einer Neubewertung des aktivierten Vermögenswertes. Die Einführung des einzigartigen Analysetools für den Kunstmarkt in die kostenbewusste Finanzcommunity gestaltet sich, trotz großem Interesse an dem Produkt, zeitaufwendiger als erwartet. Das begonnene Projekt Neugestaltung der Webseite führte zu einem Anstieg der Kosten für Produktentwicklung. Die Verwaltungsaufwendungen wurden durch Kosten im Zusammenhang mit dem Umzug in die neuen Büroräumen belastet.

Umsatzentwicklung

2012 war bezüglich der Umsatzentwicklung ein schwieriges Geschäftsjahr für artnet. Neben der für viele Galerien weiter nicht einfachen wirtschaftlichen Lage hat auch der zunehmende Wettbewerb durch den Markteintritt von mehreren Startups, die in einem oder mehreren Produktsegmenten zu uns in Konkurrenz treten, zu dem für uns unbefriedigenden Umsatzverlauf in 2012 beigetragen.

Die Umsatzerlöse des Konzerns aus fortgeführten Geschäftsbereichen stiegen zwar währungskursbedingt in EUR noch um 2 % von EUR 13.245.000 im Jahr 2011 auf EUR 13.488.000 in 2012. In US-Dollar (USD), der Währung, in der die Hauptgeschäftstätigkeit des Konzerns abgewickelt wird, sanken die Umsatzerlöse insgesamt aber um 5,9 % von USD 18.427.000 im Jahr 2011 auf USD 17.334.000 im Berichtsjahr.

artnet erwirtschaftet rund 92 % seiner Umsatzerlöse mit den artnet Galerien, der artnet Price Database Fine Art and Design, der artnet Price Database Decorative Art sowie den artnet Auctions. Die weit verbreiteten und auf fundierten Informationen basierenden Datenbanken artnet Price Database Fine Art and Design und artnet Price Database Decorative Art bieten zuverlässige, topaktuelle Preisinformationen, während artnet Galerien Auskunft über die in Galerien und Auktionshäusern weltweit verfügbaren Bestände gibt. Die Online-Plattform artnet Auctions ermöglicht Transaktionen in Echtzeit; die Kunstwerke stammen dabei in erster Linie von Galeriemitgliedern und Händlern.

Die artnet Auctions mit einem Umsatzwachstum von 5,1 % in USD (13,8 % in EUR) erwirtschafteten in 2012 17,5 % der Umsatzerlöse. Im Geschäftsjahr war artnet Auctions wie bereits im Vorjahr mit USD 3.042.000 (EUR 2.367.000) im Vergleich zu 2011 mit EUR 2.080.000 (USD 2.894.000) das wachstumsstärkste Segment. Das Umsatzwachstum von artnet Auctions ist auf eine höhere Anzahl von Transaktionen sowie höhere Durchschnittspreise pro Auktionslos zurückzuführen: von USD 6.034 im Jahr 2011 auf USD 7.907 im Berichtsjahr. Mit steigendem Lospreis stiegen die durchschnittlichen Käufer- und Verkäuferprämien: Sie betrugen 2012 durchschnittlich 20 % gegenüber 19 % im gleichen Zeitraum 2011.

Die Umsätze der artnet Galerien fielen in USD um 479.000 oder 7,0 % auf USD 6.317.000, während sie in EUR währungskursbedingt mit EUR 4.916.000 nahezu konstant blieben. Die Anzahl der Galeriemitgliedschaften ist im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um rd. 300 gesunken. Ein neues Produktangebot sowie neue Marketing-Initiativen sollen den Rückgang der Galeriemitgliedschaften, die einen Tiefstand von 1.600 erreicht haben, auffangen. Auch die derzeit laufende Neugestaltung der Webseite mit einer neuen Suchtechnologie und einem wesentlich verbesserten Design wird die Attraktivität unseres Produktangebots für die Galerien wieder deutlich steigern.

Die Umsatzerlöse der artnet Price Database stiegen um USD 52.000 (EUR 428.000) bzw. 0,8 % in USD (9,1 % in EUR) auf USD 6.584.000 (EUR 5.123.000). Trotz des intensiveren Wettbewerbs durch neue Konkurrenzdienste hat unser Kernprodukt seine Marktführerschaft damit eindrucksvoll bestätigt. Das im Mai 2012 neu eingeführte Produkt artnet Analytics trug mit USD 104.000 (EUR 81.000) zu diesem Ergebnis bei, blieb damit aber deutlich unter den Erwartungen.

Die Umsätze von artnet Advertising fielen um 36,9 % in USD (und um 31,7 % in EUR) von USD 2.205.000 (EUR 1.585.000) auf USD 1.391.000 (EUR 1.082.000). Der Umsatzrückgang erklärt sich vor allem aus dem Weggang eines Key Account Managers und dessen enge persönliche Kundenkontakte. Mit der durchgeführten Restrukturierung des Sales-Teams und durch weitere Verbesserungen an der Webseite sowie gezielte Vertriebsmaßnahmen, mit denen im vierten Quartal 2012 begonnen worden ist, soll zukünftig wieder ein Umsatzwachstum in diesem Bereich generiert werden.

Das Segment artnet Magazin wurde im Juni 2012 aufgegeben. Die Umsatzerlöse lagen bei USD 60.000 (EUR 41.000) gegenüber USD 133.000 (EUR 96.000) im gleichen Zeitraum 2011.

Aufwands- und Ergebnisentwicklung in den fortgeführten Geschäftsbereichen

Nach einer langen Reihe profitabler Vorjahre musste artnet in 2012 erstmals wieder ein negatives Betriebsergebnis ausweisen. Nach einem Betriebsgewinn aus den fortgeführten Geschäftsbereichen von EUR 900.000 (USD 1.252.000) in 2011 fiel im Berichtsjahr ein Betriebsverlust von EUR -670.000 bzw. USD -861.000 an. Das Betriebsergebnis ist vor allem aufgrund erheblicher Kostensteigerungen um EUR 1.570.000 (USD 2.113.000) zum Vorjahr zurückgegangen.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz wurde durch einen Anstieg der Umsatzkosten in Höhe von EUR 874.000 (USD 578.000) oder 17,0 % in EUR (und 8,1 % in USD) belastet. Der Anstieg der Umsatzkosten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ist insbesondere durch höhere Personalaufwendungen im Segment Auctions und für das neu eingeführte Produkt artnet Analytics bedingt, welche auf Gehaltssteigerungen und eine höhere durchschnittliche Mitarbeiterzahl in diesen Bereichen zurückzuführen sind.

Auch im Bereich Produktentwicklung haben sich die Personalaufwendungen vor allem durch das Großprojekt zur Neugestaltung der Webseite deutlich erhöht. Die Verwaltungsaufwendungen wurden durch Kosten im Zusammenhang mit dem Umzug in die neuen Büroräume in New York belastet. Im Zusammenhang mit der im Berichtsjahr erfolgten Umstrukturierung ist es auch in den fortgeführten Geschäftsbereichen zu Abfindungszahlungen an ausgeschiedene Mitarbeiter gekommen, die u.a. die Schließung des Büros in Paris betrafen. Diese Faktoren haben insgesamt zu einem deutlichen Anstieg der betrieblichen Aufwendungen im Berichtsjahr um EUR 939.000 (USD 443.000) geführt.

Da die Planannahmen für das neue Produkt artnet Analytics nach seiner Markteinführung im Mai 2012 insbesondere bezüglich der Umsatzentwicklung nicht erreicht werden konnten, wurden die in den Vorjahren aktivierten Entwicklungskosten einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Auf Basis der revidierten Planerwartungen ergab sich in Verbindung mit der Notwendigkeit zur Beschränkung des Planungszeitraums auf zehn Jahre ein Nutzungswert, der deutlich unter dem Buchwert zum 31. Dezember 2012 lag. Der Vorstand hat sich daher entschieden, eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von EUR 628.000 (USD 830.000) auf den Bilanzansatz vorzunehmen, die in der Gesamtergebnisrechnung gesondert dargestellt wird. Das Interesse an artnet Analytics als einem völlig neuartigen Analyse- und Bewertungstool für den Kunstmarkt ist aber nach wie vor ungebrochen, so dass wir mittel- und langfristig weiter von einer erfolgreichen Vermarktung des Produktes ausgehen. Die time-to-market wird allerdings länger und kostenintensiver ausfallen als ursprünglich gedacht.

Das Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen ist insbesondere aufgrund der Sonderbelastungen aus der Restrukturierung, den Investitionen in die Produktentwicklung und der Einmalbelastung aus der außerplanmäßigen Abschreibung um EUR 2.400.000 (USD 3.213.000) zurückgegangen. Nach einem positiven Ergebnis von EUR 1.001.000 (USD 1.393.000) im Vorjahr ist in 2012 ein deutlicher Verlust von EUR -1.399.000 (USD -1.821.000) entstanden.

Der Ergebnisrückgang betrifft sämtliche Geschäftsbereiche. Das Ergebnis des Segments artnet Galerien beträgt im Geschäftsjahr 2012 EUR 350.000 (USD 449.000) und ging aufgrund gesunkener Umsatzerlöse sowie gestiegener betrieblicher Aufwendungen im Vergleich zum Vorjahresergebnis von EUR 735.000 (USD 971.000) um EUR 385.000 (USD 522.000) zurück. Das Segment artnet Price Database verzeichnete einen erheblichen Ergebnisrückgang. Nach einem Gewinn von EUR 770.000 (USD 1.017.000) in 2011 entstand in 2012 ein negatives Segmentergebnis von EUR -479.000 (USD -616.000) im Geschäftsjahr. Dieser Rückgang ist wesentlich durch die außerplanmäßige Abschreibung für das neu im Markt eingeführte Produkt artnet Analytics beeinflusst. Das Ergebnis des Segments artnet Advertising verringerte sich aufgrund des Umsatzeinbruches um EUR 183.000 (USD 235.000) auf EUR 99.000 (USD 128.000). Artnet Auctions, das Segment mit dem stärksten Umsatzwachstum, wies mit EUR -1.364.000 (USD -1.753.000) einen im Vorjahresvergleich um EUR 335.000 (USD 430.000) gestiegenen Verlust vor Steuern aus. Höhere Marketingaufwendungen sowie gestiegene Personalkosten konnten durch den Umsatzanstieg nur teilweise kompensiert werden.

Aufgegebener Geschäftsbereich

Im Rahmen der vorgenommen Restrukturierungsmaßnahmen hat der Vorstand im Juni 2012 die Entscheidung getroffen, den unrentablen Geschäftsbereich artnet Magazin einzustellen, um sich zukünftig verstärkt auf die Kernprodukte zu konzentrieren. In der Gesamtergebnisrechnung wird das dem aufgegebenen Geschäftsbereich zuzuordnende Ergebnis gesondert dargestellt. Die Vorjahreszahlen in der Gesamtergebnisrechnung wurden angepasst. Der Verlust aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich artnet Magazin belief sich im Berichtsjahr inklusive der Schließungskosten auf EUR -1.028.000 (USD -1.321.000). Im Vorjahr betrug der auf vergleichbarer Basis ermittelte Verlust des artnet Magazins EUR -970.000 (USD -1.349.000).

Konzernergebnis

Insgesamt fiel nach einem nahezu ausgeglichenen Konzernergebnis von EUR 31.000 (USD 44.000) im Vorjahr in 2012 ein erheblicher Verlust von EUR -2.427.000 (USD -3.142.000) an. Das Konzernergebnis ist damit um EUR 2.458.000 (USD 3.186.000) gesunken. Die Ergebnisentwicklung war in hohem Maße unbefriedigend.

Durch die in 2012 umgesetzten Kostensenkungsmaßnahmen und die Investitionen in die Produktentwicklung wurden aber für artnet die Voraussetzungen geschaffen, um in den Folgejahren wieder einen profitablen Wachstumspfad einschlagen zu können.

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie betrug EUR -0,44 (USD -0,57) im Vergleich zu EUR 0,01 (USD 0,01) in der Vorjahresperiode.

Währungsumrechnung

Für die Währungsumrechnung der Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird der Jahresdurchschnittskurs für den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2012 bzw. 2011 verwendet. Für das Geschäftsjahr 2012 lag der Durchschnittskurs bei 0,778 Euro/Dollar gegenüber 0,719 Euro/Dollar für das Geschäftsjahr 2011. Dies entspricht einer Aufwertung des durchschnittlichen Wechselkurses um 8 %. Der für die Bilanzumrechnung verwendete Fremdwährungskurs ist der Kurs am Periodenende. Der Stichtagskurs zum 31. Dezember 2012 betrug 0,757 Euro/Dollar gegenüber 0,772 Euro/Dollar am 31. Dezember 2011. Dies entspricht einer Abwertung von 2 %.

artnet unterliegt Wechselkursschwankungen, da es Rechnungen in Euro, US-Dollar und Pfund Sterling fakturiert, seine Geschäftstätigkeit aber größtenteils in den USA ausübt. Der Konzern steuert dieses Wechselkursrisiko, indem er die Zahlungen seiner europäischen Kunden in Euro und Pfund Sterling entgegennimmt und mit diesen Zahlungseingängen seine in Europa ansässigen Lieferanten in derselben Währung bezahlt.

Finanzlage

Entsprechend der Verschlechterung des Ergebnisses war auch die Cashflow-Entwicklung in 2012 deutlich negativ. Nach einem positiven Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des artnet Konzerns von EUR 402.000 im Vorjahr ist in 2012 ein negativer operativer Cashflow von EUR -457.000 entstanden. Der Cash-Abfluss aus dem laufenden Geschäftsbetrieb im aufgegebenen Geschäftsbereich Magazin lag dabei mit EUR -953.000 in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Diese Liquiditätsbelastung wird durch die Schließung des Bereichs künftig weitgehend vermieden werden können, wobei das Geschäftsjahr 2012 durch die notwendigen Abfindungszahlungen an Mitarbeiter zusätzlich belastetet wurde. Der operative Cashflow aus den fortgeführten Geschäftsbereichen ist von EUR 1.367.000 in 2011 auf EUR 497.000 in 2012 zurückgegangen, wofür insbesondere die gestiegenen Personalkosten und die Mehraufwendungen für die Neugestaltung der Webseite ursächlich sind.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit des Konzerns betrug in 2012 EUR -675.000 gegenüber EUR -855.000 in 2011. Im Berichtsjahr wurden im Bereich der Sachanlagen insbesondere Investitionen für Mietereinbauten in den neuen Büroräumen sowie für die Anschaffung neuer Büroeinrichtung und von Computer-Equipment in Höhe von EUR 339.000 getätigt. Die Investitionen im Bereich der immateriellen Vermögenswerte in Höhe von EUR 336.000 entfallen auf weitere Entwicklungsarbeiten am neuen Produkt artnet Analytics bis zur offiziellen Markteinführung im Mai 2012 und auf externe Entwicklungsleistungen im Zusammenhang mit dem Redesign der Webseite, mit dem im 2. Halbjahr 2012 begonnen worden ist.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich im Geschäftsjahr 2012 auf EUR -221.000 gegenüber EUR -172.000 im Vorjahr und umfasste Zahlungen zur Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen für Büroeinrichtung sowie Hard- und Software. Der Anstieg ergibt sich aus dem Abschluss neuer Leasingverträge im Zusammenhang mit der Einrichtung der neuen Büroräume in New York.

Insgesamt verringerten sich die liquiden Mittel aufgrund der operativen und investiven Cash-Abflüsse von EUR 2.112.000 (USD 2.736.000) am 31. Dezember 2011 auf EUR 753.000 (USD 995.000) am 31. Dezember 2012. Nach Abschluss der Reorganisation und der Investitionen in die Produktentwicklung sowie durch gezielte Sales-Initiativen ist im letzten Quartal 2012 bereits wieder ein insgesamt positiver Cashflow erwirtschaftet worden. Aufgrund der im Berichtsjahr umgesetzten Sparmaßnahmen und einem Anstieg der neu abgeschlossenen Verträge ist das Management überzeugt, dass die Finanzierung der Gesellschaft auch im Folgejahr sichergestellt ist.

Die Anlagepolitik des Konzerns ist konservativ und orientiert sich an der kurzfristigen Finanzmittelanlage. Auf diese Weise bleiben sämtliche Barmittel liquide und jederzeit verfügbar. Zum 31. Dezember 2012 belief sich die Liquidität je Aktie auf Grundlage der durchschnittlich 5.552.986 in Umlauf befindlichen Aktien auf EUR 0,14 (USD 0,18) gegenüber EUR 0,38 (USD 0,49) zum 31. Dezember 2011.

Vermögenslage

Die Konzernbilanzsumme betrug am 31. Dezember 2012 EUR 6.009.000 (USD 7.944.000) im Vergleich zu EUR 7.437.000 (USD 9.631.000) am 31. Dezember 2011, was einem Rückgang von 19 % (18 % in USD) entspricht. Die Reduzierung ist weitgehend auf die Verringerung der liquiden Mittel im Konzern zurückzuführen.

Das Anlagevermögen erhöhte sich um EUR 146.000 (USD 244.000) auf EUR 2.044.000 (USD 2.703.000). Das Konzernanlagevermögen lautet vornehmlich auf US-Dollar. Ursächlich für den Anstieg waren die Aktivierung der Entwicklungskosten für artnet Analytics und für das Redesign der Webseite in Höhe von EUR 346.000 (USD 445.000) und im Bereich der Sachanlagen die erfolgten Mietereinbauten sowie die Anschaffung von Büromöbeln für die neuen Büroräume in Höhe von EUR 573.000 (USD 758.000) Weiterhin wurden turnusbedingt in notwendige Hard- und Software-Erneuerungen EUR 407.000 (USD 523.000) investiert. Diesen Zugängen des Berichtsjahres steht die außerplanmäßige Abschreibung auf die aktivierten Entwicklungskosten für das neu in den Markt eingeführte Produkt artnet Analytics in Höhe von EUR 628.000 (USD 830.000) gegenüber.

Im Bereich der langfristigen Vermögenswerte sind die Kautionsforderungen um EUR 203.000 (USD 255.000) gesunken, was durch die erfolgte Rückzahlung der Mietkaution für das alte Bürogebäude nach dem erfolgten Umzug im Berichtsjahr bedingt ist. Die Mietkaution für das neue Bürogebäude war bereits im Vorjahr geleistet worden.

Die vor allem für erwartete künftige Steuervorteile aus steuerlichen Verlustvorträgen der Artnet Worldwide Corporation bilanzierten aktiven latenten Steuern wurden in unveränderter Höhe von USD 1.908.000 angesetzt, da bereits für das Folgejahr wieder von einer Nutzung durch die erwartete Erzielung eines steuerlichen Gewinns ausgegangen wird.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind insgesamt von EUR 2.634.000 (USD 3.411.000) am 31. Dezember 2011 um EUR 438.000 auf EUR 3.072.000 (bzw. um USD 649.000 auf USD 4.060.000) angestiegen. Zu dem Anstieg beigetragen haben dabei im Wesentlichen ein durch die Ausschöpfung der Zahlungsziele verursachter Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, der Abschluss von neuen Finanzierungsleasingverträgen für den Erwerb von Netzwerk-Infrastruktur und der Büroeinrichtung im Rahmen des Umzugs sowie die Bildung von Rückstellungen im Zusammenhang mit möglichen Prozessrisiken aus der erfolgten Reorganisation.

Die Erhöhung der langfristigen Verbindlichkeiten ist zurückzuführen auf die im Berichtsjahr neu geschlossenen Finanzierungsleasingverträge und die Abgrenzung der mietfreien Zeiten aus dem im Berichtsjahr geschlossenen Mietvertrag für die neuen Büroräumlichkeiten im Woolworth Building über die Laufzeit des Mietvertrages.

Das Eigenkapital des artnet Konzerns hat sich durch den Jahresfehlbetrag auf EUR 2.368.000 (USD 3.131.000) gegenüber EUR 4.752.000 (USD 6.154.000) zum 31. Dezember 2011 deutlich reduziert.

Die artnet Price Database ist ein immaterieller Vermögenswert, der in den letzten zwanzig Jahren durch die Erfassung von Auktionsdaten entwickelt wurde. Wenngleich er aufgrund der Bilanzierungsregeln als Vermögenswert in der Bilanz nicht voll angesetzt wurde, stellt er für den Konzern doch eine wesentliche Geschäftsgrundlage dar. Wenn eine Bilanzierung gesetzlich zulässig wäre, würden sich die Aktiva deutlich erhöhen.

Mitarbeiter

Am 31. Dezember 2012 beschäftigte der Konzern 118 Vollzeitmitarbeiter gegenüber 114 Mitarbeitern im Vorjahr. Darüber hinaus waren 2012 zehn teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter für den artnet Konzern tätig, im Vergleich zu 18 Teilzeitbeschäftigten im Vorjahr. Im Vertrieb und in sonstigen Bereichen hatte der Konzern zehn freie Mitarbeiter, während es 2011 elf freie Mitarbeiter waren.

Die Personalkosten beliefen sich auf EUR 7.929.000 (USD 10.190.000) gegenüber EUR 7.020.000 (USD 9.766.000) im Vorjahr. Der Anstieg ist in erster Linie auf gezahlte Abfindungen im Rahmen der Restrukturierung sowie eine Zunahme der Personalkosten in den Bereichen artnet Auctions und Produktentwicklung gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen.

Forschung und Entwicklung

Die artnet Webseite bildet die Grundlage für die Produkte des Konzerns. Es ist von größter Bedeutung, mit der neuesten Technologie Schritt zu halten und neue Produkte zu entwickeln, die den Nutzen für die Kunden steigern. Unsere Entwickler setzen hierzu auf Microsoft-Technologie beruhende Software ein, die es ihnen ermöglicht, die laufenden Anwendungen flexibel an die sich ändernden Kundenbedürfnisse anzupassen. Die Entwicklungsaktivitäten betrafen in 2012 vor allem das grundlegende Redesign der Webseite und den Abschluss der Entwicklung von artnet Analytics.

5. Übernahmerechtliche Angaben (Berichterstattung nach § 315 Abs. 4 HGB]

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das voll eingezahlte Grundkapital der artnet AG betrug zum 31. Dezember 2012 unverändert EUR 5.631.067 und ist in 5.631.067 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je EUR 1,00 aufgeteilt. Am 26. September 2011 wurden die 5.631.067 Stammaktien der Gesellschaft erstmals als Namensaktien an den Börsen gehandelt.

Stimmrechtsbeschränkungen oder Übertragungsbeschränkungen

Stimmrechtsbeschränkungen oder Übertragungsbeschränkungen bestehen für diese Aktien nicht.

Direkte oder indirekte Kapitalbeteiligungen, die 10 % der Stimmrechte überschreiten

Beteiligungen, die 10 % der Stimmrechte der artnet AG überschreiten, werden gehalten von der Galerie Neuendorf AG, Berlin, mit 26.73 %.

Inhaber von Aktien mit Sonderrechten

Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten.

Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen

Soweit Arbeitnehmer an der artnet AG beteiligt sind, üben diese ihre Kontrollrechte unmittelbar aus.

Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern, Satzungsänderungen

Mitglieder des Vorstandes werden gemäß §§ 84, 85 AktG bestellt und abberufen. Satzungsänderungen erfolgen gemäß §§ 133, 179 AktG.

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Durch Beschluss der Hauptversammlung der artnet AG vom 15. Juli 2009 wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, bis zum 14. Juli 2014 das Grundkapital durch Ausgabe von 2.800.000 neuen nennwertlosen Inhaber-Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen um bis zu EUR 2.800.000 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2009/I). Aus dem genehmigten Kapital wurden im Berichtsjahr und den vergangenen Geschäftsjahren keine Aktien ausgegeben.

Das Grundkapital der Gesellschaft wurde durch Ausgabe von bis zu 560.000 neuen nennwertlosen Inhaber-Stückaktien an die Vorstandsmitglieder der Gesellschaft und Mitglieder der Geschäftsführung von verbundenen Unternehmen sowie Mitarbeiter der artnet AG oder ihrer verbundenen Unternehmen durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 um bis zu EUR 560.000 bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2009/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Bezugsrechten an Mitglieder des Vorstands der artnet AG, Mitglieder der Geschäftsführung verbundener Unternehmen (§ 15 AktG), Mitarbeiter der artnet AG sowie an Mitarbeiter verbundener Unternehmen, zu deren Ausgabe die Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 den Vorstand ermächtigt hat.

Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie durch Ausübung des Bezugsrechts entstehen, am Gewinn teil. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Bezugsrechte ausgeübt werden.

Durch Beschluss der Hauptversammlung der artnet AG vom 14. Juli 2010 wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, bis zum Ablauf des 13. Juli 2015 eigene Aktien bis zu einem Anteil von max. 10 % am derzeitigen Grundkapital zu erwerben. Die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit den von der Gesellschaft gehaltenen oder der Gesellschaft gemäß §§ 71 a ff. AktG zustehenden anderen eigenen Aktien in keinem Fall mehr als 10 % des Grundkapitals ausmachen. Die Frist gilt nur für den Erwerb - nicht für den Besitz - der Aktien.

6. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktGe

Die aktuelle Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG ist auf der Webseite der Gesellschaft unter www.artnet.de/investor-relations/ einsehbar.

7. Vergütungsbericht

Dieser Vergütungsbericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Er fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der artnet AG Anwendung finden, und erläutert die Höhe sowie Struktur des Vorstandseinkommens. Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrates beschrieben. Der Vergütungsbericht beinhaltet des Weiteren Angaben, die nach den Erfordernissen des deutschen Handelsrechts auch Bestandteil des Konzernanhangs nach § 314 HGB bzw. des Konzernlageberichts nach § 315 HGB sind.

a) Vergütung des Vorstands

Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Festlegung der Vergütung des Vorstands der artnet AG orientiert sich an der Größe und der Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen im In- und Ausland. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie am internationalen Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreiz für erfolgreiche Arbeit gibt. Die Vergütung des Vorstands Jacob Pabst setzt sich im Geschäftsjahr 2012 aus einer festen Grundvergütung und einer kurzfristigen variablen Vergütungskomponente (short-term incentive) zusammen.

Im Einzelnen setzt sich die Vorstandsvergütung im Wesentlichen aus folgenden Komponenten zusammen:

Feste Grundvergütung: Die feste Grundvergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt.

Kurzfristige variable Vergütungskomponente: Zusätzlich zu der festen Grundvergütung erhält der Vorstand eine kurzfristige variable Vergütungskomponente. Der Betrag steht im Ermessen der Gesellschaft, die durch den Aufsichtsrat vertreten wird. Die Basis für die Kalkulation der variablen Komponente beträgt USD 100.000. Die Vergütung soll USD 200.000 nicht überschreiten. Die Höhe der kurzfristigen variablen Vergütungskomponente ist je zu einem Drittel abhängig von der Erreichung folgender Ziele:

1. Entwicklung des Aktienkurses

Für den Fall, dass sich der Aktienkurs im Geschäftsjahr 10 % bis 15 % besser als der S-Dax entwickelt, beträgt die variable Vergütung 100 % von einem Drittel. Entwickelt sich der Aktienkurs besser als 15 % steigt die Vergütung linear bis zu maximal 150 % eines Drittels an. Hat sich der Aktienkurs 5 % bis 10 % besser entwickelt als der S-Dax, beträgt die variable Vergütung 75% von einem Drittel. Bei einer Entwicklung des Aktienkurses, die der des S-Dax entspricht, beträgt die Vergütung 50 % von einem Drittel. Entwickelt sich hingegen der Aktienkurs der Gesellschaft schlechter als sich der S-Dax entwickelt, entfällt die variable Vergütung zu einem Drittel.

2. Umsatzentwicklung

Steigt der Umsatz der Gesellschaft zum Vorjahr um 5 %, beträgt die variable Vergütung 50 % von einem Drittel. Bei einem Umsatzanstieg von 5 % bis 10 %, wird die variable Vergütung in Höhe von 100 % von einem Drittel gezahlt. Wird der Vorjahresumsatz um 10 % bis 15 % übertroffen, beträgt die variable Vergütung 125 % von einem Drittel. Bei einem Umsatzanstieg von mehr als 15 % beträgt die variable Vergütung 150 % von einem Drittel. Gibt es keinen Umsatzanstieg, entfällt die variable Vergütung zu einem Drittel.

3. Ergebnisentwicklung (EBITDA)

Erwirtschaftet die Gesellschaft einen Gewinn (EBITDA) von 1 Mio. USD, beträgt die variable Vergütung 100 % von einem Drittel. Erwirtschaftet die Gesellschaft im Geschäftsjahr keinen Gewinn, der operative Cashflow ist jedoch positiv, beträgt die variable Vergütung 50 % von einem Drittel. Beträgt der EBITDA 2 Mio. USD, beträgt die variable Vergütung 150 % von einem Drittel. Erwirtschaftet die Gesellschaft im Geschäftsjahr keinen positiven EBITDA, entfällt die variable Vergütung zu einem Drittel.

Die Gesellschaft übernimmt weiterhin die Kosten für die Krankenversicherung von monatlich EUR 450 und hat eine Unfallversicherung mit einer Deckungssumme für Invalidität (EUR 300.000) und Tod (EUR 150.000) abgeschlossen.

Im Geschäftsjahr 2012 (ab 12. Juli 2012) betrug die von der Artnet Worldwide Corporation gezahlte fixe Barvergütung für den Vorstand Jacob Pabst insgesamt EUR 109.464 (USD 140.943) inklusive der gezahlten Krankenversicherung von monatlich EUR 450.

Im Geschäftsjahr 2012 betrug die fixe Barvergütung für den Vorstand Hans Neuendorf (bis 8. August 2012) insgesamt EUR 269.798 inklusive des geldwerten Vorteils aus der privaten Dienstwagennutzung.

Eine variable Vergütung wurde in 2012 jeweils nicht gezahlt. Auf die im Vorjahr gewährte variable Vergütung an Herrn Neuendorf von EUR 155.000 verzichtete dieser im Rahmen seines Rücktrittes als Vorstandsvorsitzender im August 2012.

Für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses enthält der Vorstandsvertrag keine ausdrückliche Abfindungszusage. Eine Abfindung kann sich aber aus einer individuell getroffenen Aufhebungsvereinbarung ergeben.

b) Vergütung des Aufsichtsrates

Die Vergütung des Aufsichtsrates wird auf Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrates durch die Hauptversammlung festgelegt. Sie ist in der Satzung geregelt.

Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an der Größe des Unternehmens, an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder sowie an der wirtschaftlichen Lage und Performance der Gesellschaft.

Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten jährlich eine feste Vergütung. Im Einzelnen erhalten der Vorsitzende des Aufsichtsrates EUR 50.000, der stellvertretende Vorsitzende EUR 37.500 und das dritte Mitglied des Aufsichtsrates EUR 25.000.

8. Risikobericht

Bericht und Erläuterungen gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 2 und 5 HGB Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

Der Vorstand hat für die vielfältigen organisatorischen, technischen und wirtschaftlichen Abläufe im Konzern ein internes Kontrollsystem eingerichtet. Wesentlicher Bestandteil ist das Prinzip der Funktionstrennung, das gewährleisten soll, dass vollziehende (z. B. Vertrieb), verbuchende (z. B. Finanzbuchhaltung) und verwaltende (z. B. EDV-Administration) Tätigkeiten nicht in einer Hand vereint sind. Durch das Vier-Augen-Prinzip wird gewährleistet, dass kein wesentlicher Vorgang ohne Kontrolle bleibt.

Risikomanagement

Der artnet Konzern hat ein Risikomanagementsystem zur Identifizierung und laufenden Überwachung der Betriebs- und Finanzrisiken des Konzerns eingeführt, das die Auswirkungen unerwarteter Ereignisse mildern soll. Das Risikomanagementsystem besteht im Wesentlichen aus folgenden vier Komponenten:

1) dem Finanzwesen, das die tatsächlichen Ergebnisse der Geschäftstätigkeit überwacht und im Rahmen einer monatlichen Berichterstattung Plan-Ist-Vergleiche sowie Vorjahres-Vergleiche darstellt;

2) der IT-Infrastruktur, die die jederzeitige Verfügbarkeit und Funktionsfähigkeit der Webseite sicherstellt und überwacht;

3) dem Projektmanagement, das die Entwicklung und den Fortschritt der einzelnen Technologieprojekte überwacht und

4) der laufenden Traffic-Überwachung, die wichtige Bereiche des Web-Traffic auswertet und analysiert.

Das Risikomanagementsystem stellt sicher, dass kritische Informationen direkt und zeitnah an den Vorstand des Konzerns weitergeleitet werden.

Frühwarnsystem stellt die Identifizierung potenzieller Risiken sicher

Zur Messung, Überwachung und Steuerung von Geschäftsentwicklung und Risiken nutzt der artnet Konzern grundsätzlich ein auf Tabellenkalkulationen basierendes Steuerungs- und Kontrollsystem, das im Wesentlichen auf den Daten der Finanzbuchhaltung aufsetzt. In einer Risikoinventur und einem daraus entwickelten Risiko-Handbuch sind die wesentlichen vorhandenen Risiken dokumentiert und Verantwortungsebenen innerhalb des artnet Konzerns zugeordnet worden. Bestehende Risikopotenziale werden laufend beobachtet; adäquate Maßnahmen zur Risikobegrenzung werden, wenn möglich, ergriffen. Zum Risikomanagementsystem gehört neben einer regelmäßigen internen Berichterstattung über den Geschäftsverlauf und die aktuellen Marktentwicklungen und Kundenbeziehungen auch ein konzernweiter Budgetierungsprozess, der sich unter anderem mit operativen Risiken und Veränderungen des geschäftlichen Umfeldes befasst. Unterstützt wird dieser Prozess durch regelmäßige Markt- und Wettbewerbsanalysen.

Umgang mit bedeutenden potenziellen Risiken

Das operative Management ist für die Früherkennung, Kontrolle und Kommunikation von Risiken direkt verantwortlich. So kann der artnet Konzern zeitnah und umfassend auf potenzielle Risiken reagieren. Die Risikopolitik orientiert sich dabei an den Zielen, nachhaltiges Wachstum zu erreichen und den Unternehmenswert langfristig zu sichern, gleichzeitig aber unangemessene Risiken zu vermeiden.

Der Konzern hat die folgenden wesentlichen Risiken identifiziert:

Externe Risiken

Konjunkturtrends im Kunstmarkt

artnet unterliegt den Schwankungen im Kunstmarkt. Der Kunstmarkt wird von den Wirtschaftsbedingungen im In- und Ausland beeinflusst. Inwieweit sich diese Entwicklungen in Zukunft auf den Kunstmarkt auswirken werden, ist noch unklar.

Betriebliche Risiken

Infrastruktur des IT-Systems

Funktionsstörungen der Webseite könnten die laufenden Umsätze und Gewinne von artnet mindern und möglicherweise auch die künftigen Umsätze und Ergebnisse beeinträchtigen. Häufige oder anhaltende Unterbrechungen des Services könnten bestehenden oder interessierten Nutzern Anlass zu der Annahme geben, dass die Systeme des Konzerns nicht zuverlässig sind. Dies könnte nachteilige Auswirkungen auf das Image und den Ruf des Konzerns haben. Derartige Unterbrechungen erhöhen die Arbeitsbelastung der IT-Abteilung, was wiederum die Einführung neuer Funktionen und Services verzögert. Wenngleich die Systeme des Konzerns so konzipiert wurden, dass die Ausfallzeiten bei Stromausfällen oder im Katastrophenfall gering sind, bleiben sie für Beschädigungen oder Störungen durch Überschwemmungen, Feuer, Strom- und Telekommunikationsausfälle, Terroranschläge, Computerviren und andere Unglücksfälle anfällig. Die Webserver von artnet befinden sich in einer sicheren externen Einrichtung. Auch während des Hurrikans "Sandy", der zu einem Stromausfall in weiten Teilen Manhattans führte, ist es zu keinen Ausfällen unserer Webseite und unserer Server gekommen.

Produktentwicklung

Der künftige Erfolg von artnet hängt davon ab, wie schnell sich der Konzern an die technologischen Veränderungen und entstehenden Branchenstandards anpassen kann. Der Vorstand sieht vor, die Leistung, Funktionen und Zuverlässigkeit der Webseite weiter zu verbessern und neue Produkte einzuführen, die für bestehende und potenzielle Kunden von Nutzen sind. Der Konzern beobachtet die Markttrends und konzentriert sich auf die Produktentwicklung. Aus diesem Grund hat artnet in den vergangenen Jahren sein Entwicklungsteam verstärkt.

Der Personalaufbau ermöglicht es artnet, den wachsenden Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden und das Wachstumspotenzial durch die Einführung neuer Produkte zu erhöhen.

Die Risiken im Bereich der Produktentwicklung werden verschärft durch den zunehmenden Wettbewerb durch den Markteintritt von mehreren Start-up-Internetdienstleistern, die in einem oder mehreren Produktsegmenten zu uns in Konkurrenz treten.

Website-Besuche

Website-Besuche (Traffic) sind für artnet von großer Bedeutung. Rückläufige Besucherzahlen könnten die Umsätze aller Produktlinien verringern. artnet überwacht die Website-Besuche auf Tages-, Wochen- und Monatsbasis, um sicherzustellen, dass diese den Erwartungen entsprechen. Zur weiteren Steigerung der Website-Besuche benötigt der Konzern außerdem ein größeres finanzielles Engagement für Werbung und Marketing. Soweit dies möglich ist, überwacht artnet die Besucherzahlen und die über die Webseite erzielten Umsätze und stellt diese den entsprechenden Aufwendungen für Werbung und Marketing gegenüber, um den Erfolg von Werbe- und Marketingmaßnahmen zu beurteilen.

Rechtliche Risiken

Markenrechte

artnet schützt sich durch die markenrechtliche Sicherung des Namens "artnet" in den Schlüsselmärkten des Konzerns, insbesondere in den USA, Deutschland, Frankreich und der Europäischen Union. Klagen gegen Markenverletzungen sind kostspielig und unterliegen der Prüfung durch nationale Behörden, die für den Konzern negativ ausfallen könnten. Darüber hinaus muss sich der Konzern gegen Urheber- und sonstige Rechtsansprüche verteidigen, die ebenfalls negative Folgen für den Konzern haben könnten.

Schutz der Kundendaten

artnet speichert die Kundendaten gemäß den derzeit geltenden Gesetzen und Vorschriften. Würde es Dritten jedoch gelingen, die von artnet getroffenen Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen und an die Kundeninformationen zu gelangen, könnte artnet für entstandene Schäden haftbar gemacht werden.

Finanzielle Risiken

Fremdwährungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiko

artnet führt einen Teil seiner Geschäfte außerhalb der USA und unterliegt dadurch dem Risiko nachteiliger Wechselkursschwankungen. Da die Wechselkurse veränderlich sind, können die Umsatzerlöse sowie die betrieblichen Aufwendungen erheblich von den Erwartungen abweichen. artnet sichert sich derzeit nicht gegen solche Währungsrisiken ab. Stattdessen nehmen die Konzerngesellschaften Zahlungen von Kunden auch in Euro und Pfund Sterling an und bezahlen ihre Lieferanten in Europa in diesen Währungen. Dies trägt zur Reduzierung des Wechselkursrisikos bei.

Im artnet Konzern liegt keine signifikante Konzentration des Ausfallrisikos von finanziellen Vermögenswerten vor, da sich das Engagement auf eine große Anzahl von Kunden, sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen, im Markt für bildende Kunst verteilt. Dennoch könnte sich der weltweite Konjunkturrückgang negativ auf die Zahlungsfähigkeit der Kunden des Konzerns auswirken und zu einer Verlängerung des durchschnittlichen Zahlungsziels oder im schlimmsten Fall zu einem Anstieg der Forderungsausfälle führen. Dies würde die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns belasten. artnet versucht, diesen Risiken entgegenzuwirken, indem es mit seinen Kunden, wann immer dies möglich ist, Vorauszahlungen vereinbart.

Da der artnet Konzern verzinsliche Schulden lediglich in Form von Finanzierungsleasingverhältnissen aufweist, sind die Zinsänderungsrisiken als unbedeutend anzusehen.

Der artnet Konzern nutzt weiter keine derivativen Finanzinstrumente zur zusätzlichen Risikoabsicherung, da dies bezüglich der überschaubaren Währungsrisiken und der unbedeutenden Zinsänderungsrisiken wirtschaftlich nicht sinnvoll erscheint.

Das Liquiditätsrisiko hat sich in 2012 durch den deutlich gesunkenen Bestand an liquiden Mitteln erhöht. Der artnet Konzern finanziert sich bisher ausschließlich aus seinem operativen Cashflow. Aufgrund der im Berichtsjahr umgesetzten Sparmaßnahmen und einem Anstieg der neu abgeschlossenen Kundenverträge geht das Management davon aus, dass sich die Finanzlage im Laufe des Geschäftsjahres 2013 stabilisieren wird. Durch die Möglichkeit der Aufnahme von kurzfristigen Kreditmitteln bei dem Hauptaktionär im Falle einer zwischenzeitlich unterplanmäßigen Liquiditätsentwicklung ist das Management überzeugt, dass die Finanzierung des artnet Konzerns auch im Folgejahr sichergestellt ist.

Sonstige Risiken

Mitarbeiter in Schlüsselpositionen

Der Arbeitsmarkt für qualifizierte und motivierte Manager ist sehr wettbewerbsintensiv. Aufgrund der relativ geringen Größe von artnet könnte sich der Verlust von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen negativ auswirken. artnet begegnet diesen personalbezogenen Risiken, indem es seinen leitenden Mitarbeitern einen Aktienoptionsplan anbietet und das Know-how nach Möglichkeit auf mehrere Personen verteilt.

Möglicherweise enthält die vorstehende Auflistung nicht alle Risiken, denen artnet ausgesetzt ist. Risiken, die nicht erkannt sind oder über die nicht berichtet wurde, könnten zu Tage treten und sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Der Konzern wird sein Umfeld auch weiterhin überwachen und die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems überprüfen. Trotz kontinuierlicher Anpassungen des Risikomanagementsystems ist es nicht möglich, die Wahrscheinlichkeit des Eintretens bestimmter Risiken oder deren finanzielle Auswirkungen vollständig zu quantifizieren.

9. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Vertrag vom 31. März 2013 gewährt der Hauptaktionär Hans Neuendorf der artnet AG ein Darlehen über EUR 500.000, rückzahlbar am 1. Mai 2014. Das Darlehen wird mit 4 % p.a. verzinst. Weiterhin schlossen die Galerie Neuendorf AG und die Artnet Worldwide Corporation eine Stundungsvereinbarung über bereits entstandene, jedoch noch nicht gezahlte, sowie zukünftige, das Jahr 2013 betreffende Honorarforderungen aus dem am 10. August 2012 geschlossenen Beratervertrag. Das gestundete Honorar wird am 31. März 2014 zur Zahlung fällig. Beide Maßnahmen dienen zur Deckung eines möglichen vorübergehenden Liquiditätsengpasses, welcher sich aus saisonal bedingten Schwankungen der Zahlungseingänge ergeben könnte.

Am 31. März 2013 erklärte Herr Dr. Jochen Gutbrod seinen Rücktritt aus dem Aufsichtsrat der artnet AG zum 30. April 2013.

Weitere berichtspflichtige Ereignisse von wesentlicher Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des artnet Konzerns haben sich nach dem Bilanzstichtag nicht ereignet.

10. Ausblick

Unternehmensziele, -strategien und -chancen

Die Geschäftsführung von artnet verfolgt einen zielorientierten Ansatz bei der Steuerung und Überwachung der strategischen Ziele des Konzerns. Einmal im Jahr legen Aufsichtsrat und Vorstand die spezifischen Ziele in Bezug auf Umsätze, operatives Ergebnis, Produktentwicklungen und Markteinführungen fest. Im Jahr 2012 erreichte der Konzern sein Ziel, die Umsätze der artnet Auctions auf über EUR 2.300.000 zu steigern, was einem Umsatzwachstum von 17,5 % entspricht. In den übrigen Bereichen sind wir aber in 2012 hinter unseren Zielen zurückgeblieben.

Das Jahr 2013 beginnen wir gestärkt durch die Investitionen der letzten Jahre in unsere Technologie und unsere Mitarbeiter sowie durch die 2012 abgeschlossenen wichtigen Umstrukturierungen. Im kommenden Jahr wird unser Leadership Team, das in seinem Engagement und der gemeinsamen Vision vereint ist, das Wachstum auf die gesamte Produktpalette ausdehnen. Wir werden die Expansion der artnet Auctions weiter unterstützen und die Anzahl und Durchschnittspreise der von uns weltweit angebotenen und verkauften Kunstwerke steigern. Das Interesse an unseren artnet Analytics Reports in der Kunst- und Finanzwelt eröffnet uns Möglichkeiten, die keinem anderen Wettbewerber in diesem Markt offen stehen. Die artnet Galerien werden von unserer verbesserten Technologie ebenso profitieren wie von dem steigenden Bedürfnis der Galerien, international wahrgenommen zu werden, vor allem über das Internet. Die artnet Price Database bleibt der Goldstandard der Branche und ist in einem wachsenden Markt, der immer internationaler, komplexer und stärker fragmentiert wird, wertvoller denn je.

Bis Ende 2013 werden wir unsere Webseite erneuern, mit einem verbesserten Besuchererlebnis, einer stärkeren Ausrichtung auf den Verkauf unserer Produkte und einer frischeren visuellen Sprache, die besser zu unserer Tradition bahnbrechender Innovationen passt.

Zur besseren Vermarktung unserer Produkte wollen wir den Bekanntheitsgrad unserer Marke ausbauen und dafür bestehende sowie neue Sammler, Händler, Galerien und Auktionshäuser ansprechen. Dies wird sich in einem noch größeren Marketingaufwand zur Datengewinnung, einer größeren Öffentlichkeitswirksamkeit bei wichtigen Veranstaltungen der Branche und Partnerschaften mit angesehenen Marken, die unser Engagement für Transparenz und Integrität teilen, widerspiegeln.

Der im letzten Jahr erfolgte Restrukturierungsprozess dürfte 2013 zu einer deutlichen Wende bei unserer Profitabilität führen. Nach Abschluss der Rationalisierung und Optimierung unseres Produktangebots sowie der erforderlichen Prozesse, um diese Produkte liefern zu können, erwarten wir ein solides Umsatzwachstum und eine Rückkehr in die Gewinnzone.

Aufgrund der Einführung einer neuen Preisstruktur in Verbindung mit neuen Produktpaketen, sowie gezielte Marketing- und Vertriebsmaßnahmen ist es unser Ziel, im Segment artnet Galerien verlorene Marktanteile zurückzugewinnen, so dass wir hier ein leichtes Umsatzwachstum erwarten. Auch durch das neue Produkt artnet Analytics, welches dem Segment artnet Price Database zugeordnet wird, erwarten wir ein weiteres deutliches Umsatzwachstum in diesem Kerngeschäft. Durch Kooperationen mit neuen Vertriebspartnern sowie die Neugestaltung der Webseite rechnen wir im Segment artnet Advertising nach dem Einbruch in 2012 wieder mit einem kräftigen Umsatzanstieg, der uns auf das Umsatzniveau von 2011 zurückbringen soll. Das Segment artnet Auctions, welches in den Jahren 2011 und 2012 das stärkste Umsatzwachstum zeigte, wird auch zukünftig an den steigenden Erlösen im Kunstmarkt partizipieren. Aufgrund steigender Durchschnittspreise sowie einer höheren Anzahl der angebotenen Kunstwerke prognostizieren wir für 2013 ein deutlich zweistelliges Umsatzwachstum.

All unsere Produkte zeigen weiterhin erhebliches Potenzial, von den bereits fest etablierten Produkten wie unserer artnet Price Database bis zu den neueren Produkten wie die artnet Auctions oder artnet Analytics.

Unsere einzigartigen Werte, die Wettbewerbsfähigkeit unserer differenzierten Produkte sowie unser Engagement, den Bekanntheitsgrad und die Wahrnehmung unserer Marke zu steigern, eröffnen uns unvergleichliche Möglichkeiten, vom konjunkturellen Aufschwung und Wachstum im Kunstmarkt zu profitieren. Dank dieser Werte sind wir in der Lage, unsere Marktführerschaft zu erhalten und weiter auszubauen.

Berlin, 2. April 2013

Jacob Pabst, Vorstandsvorsitzender

Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012

artnet AG

AKTIVA

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Anhang Nr. 31.12.2012

Konsolidiert

USD
31.12.2011

Konsolidiert

USD
31. 12. 2012

Konsolidiert

EUR
31. 12.2011

Konsolidiert

EUR
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Liquide Mittel 3 994.773 2.735.520 752.546 2.112.368
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, nette 4 1.221.058 1.217.973 923.730 940.519
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 5 7 37.96 8 676.24 8 558.273 522.199
Kurzfristige Vermögenswerte Gesamt 2.953.799 4.629.741 2.234.549 3.575.086
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Sachanlagen 6 1.374.634 792.402 1.039.911 611.893
Immaterielle Vermögenswerte 7 1.327.877 1.666.614 1.004.539 1.286.959
Kautionsforderungen 379.921 634.498 287.410 489.959
Aktive latente Steuern 8 1.907.577 1.907.577 1.443.082 1.473.031
Langfristige Vermögenswerte Gesamt 4.990.009 5.001.091 3.774.942 3.861.842
VERMÖGENSWERTE GESAMT 7.943.808 9.630.832 6.009.491 7.436.928
Passiva
Anhang Nr. 31.12.2012

Konsolidiert

USD
31.12.2011

Konsolidiert

USD
31. 12. 2012

Konsolidiert

EUR
31. 12.2011

Konsolidiert

EUR
KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 9 844.777 504.209 639.074 389.350
Abgegrenzte Schulden und sonstige Verbindlichkeiten 10 986.751 1.038.247 746.477 801.734
Rückstellung 11 170.041 - 128.636 -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 12 297.649 129.308 225.171 99.852
Umsatzabgrenzung 14 1.760.941 1.739.108 1.332.152 1.342.939
Kurzfristige Verbindlichkeiten Gesamt 4.060.159 3.410.872 3.071.510 2.633.875
LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
Abgrenzung Mietincentive 13 267.896 - 202.663 -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 12 484.933 65.557 366.852 50.623
VERBINDLICHKEITEN GESAMT 4.812.988 3.476.429 3.641.025 2.684.498
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 15 5.941.512 5.941.512 5.631.067 5.631.067
Eigene Aktien 15 (269.241) (269.241) (264.425) (264.425)
Kapitalrücklage 52.240.459 52.061.314 50.862.873 50.723.480
Verlustvortrag (51.784.190) (51.827.976) (51.482.744) (51.514.219)
Konzernjahresergebnis (3.141.787) 43.786 (2.426.695) 31.475
Unterschiede aus Fremdwährungsumrechnung 144.067 205.008 48.390 145.052
Eigenkapital Gesamt 3.130.820 6.154.403 2.368.466 4.752.430
Verbindlichkeiten und Eigenkapital Gesamt 7.943.808 9.630.832 6.009.491 7.436.928

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar und bis zum 31. Dezember 2012

artnet AG

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Anhang Nr. 2012

USD
2011

USD
2012

EUR
2011

EUR
Umsatzerlöse
artnet Galerien 6.317.417 6.796.184 4.915.582 4.885.097
artnet Price Database 6.584.047 6.532.334 5.123.047 4.695.442
artnet Advertising 1.390.884 2.204.624 1.082.247 1.584.684
artnet Auctions 3.041.606 2.893.515 2.366.673 2.079.859
Umsatzerlöse Gesamt 25 17.333.954 18.426.657 13.487.549 13.245.082
Umsatzkosten 7.727.830 7.150.064 6.013.025 5.139.466
Bruttoergebnis 9.606.124 11.276.593 7.474.524 8.105.616
Betriebliche Aufwendungen
Vertrieb und Marketing 2.747.212 2.566.816 2.137.606 1.845.027
Allgemeine Verwalturgskosten 5.068.442 4.807.515 3.943.752 3.455.642
Produktentwicklung 2.472.396 2.422.411 1.923.771 1.741.229
Vergütungen aus Aktienoptionen 18 179.145 227.655 139.393 163.638
Betriebliche Aufwendungen Gesamt 10.467.195 10.024.397 8.144.522 7.205.536
Betriebsergebnis 22 (861.071) 1.252.196 (669.997) 900.080
Zinsaufwand 22 (58.036) (23.775) (45.158) (17.089)
Zinsertrag 22 413 381 321 274
Ausserplanmässige Abschreibung 7 (830.000) - (627.895) -
Sonstige Erträge/[Aufwerdurger] 22 (44.787) (173.751) (34.849) (124.892)
Ergebnis vor Steuern (1.793.481) 1.055.051 (1.377.578) 758.373
Ertragsteuern 8 (27.209) 337.721 (21.171) 242.753
Ergebnis aus fortgeführten Geschäftsbereichen (1.820.690) 1.392.772 (1.398.749) 1.001.126
Verlust aus aufgegebenem Geschäftsbereich 23, 24 (1.321.097) (1.348.986) (1.027.946) (969.651)
Konzernergebnis 22 (3.141.787) 43.786 (2.426.695) 31.475
Übriges Ergebnis
Unterschiede aus Fremdwährungsumrechnung (60.941) 165.329 (96.662) 242.791
Gesamtergebnis der Periode (3.202.728) 209.115 (2.523.357) 274.266
Ergebnis je Aktie
Urverwässert 21 (0,57) 0,01 (0,44) 0,01
Verwässert 21 (0,57) 0,01 (0,44) 0,01
Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Geschäftsbereichen
Urverwässert 21 (0,33) 0,25 (0,25) 0,18
Verwässert 21 (0,33) 0,25 (0,25) 0,18
Ergebnis je Aktie aus aufgegebenem Geschäftsbereich
Urverwässert 21 (0,24) (0,24) (0,19) (0,17)
Verwässert 21 (0,24) (0,24) (0,19) (0,17)
Gewichtete Aktienanzahl
Urverwässert 21 5.552.986 5.552.986 5.552.986 5.552.986
Verwässert 21 5.556.986 5.556.986 5.556.986 5.556.986

Konzern-Eigenkapitalentwicklung (USD) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012

artnet AG

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Gezeichnetes Kapital
Ausgegebene Aktien Betrag Eigene Aktien Kapitalrücklage
--- --- --- --- ---
Stand 31.12.2010 5.631.067 5.941.512 (269.241) 51.833.659
Gesamtergebnis der Periode
Vergütungen aus Aktienoptionen 227.655
Stand 31.12.2011 5.631.067 5.941.512 (269.241) 52.061.314
Gesamtergebnis der Periode
Vergütungen aus Aktienoptionen 179.145
Stand 31.12.2012 5.631.067 5.941.512 (269.241) 52.240.459

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Verlustvortrag Fremdwährungsumrechnung Summe
--- --- --- ---
Stand 31.12.2010 (51.827.976) 39.679 5.717.633
Gesamtergebnis der Periode 43.786 165.329 209.115
Vergütungen aus Aktienoptionen 227.655
Stand 31.12.2011 (51.784.190) 205.008 6.154.403
Gesamtergebnis der Periode (3.141.787) (60.941) (3.202.728)
Vergütungen aus Aktienoptionen 179.145
Stand 31.12.2012 (54.925.977) 144.067 3.130.820

Konzern-Eigenkapitalentwicklung (EUR) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012

artnet AG

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Gezeichnetes Kapital
Ausgegebene Aktien Betrag Kapitalrücklage Eigene Aktien
--- --- --- --- ---
Stand 31.12.2010 5.631.067 5.631.067 (264.425) 50.559.842
Gesamtergebnis der Periode
Vergütungen aus Aktienoptionen 163.638
Stand 31.12.2011 5.631.067 5.631.067 (264.425) 50.723.480
Gesamtergebnis der Periode
Vergütungen aus Aktienoptionen 139.393
Stand 31.12.2012 5.631.067 5.631.067 (264.425) 50.862.873

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Verlustvortrag Fremdwährungsumrechnung Summe
--- --- --- ---
Stand 31.12.2010 (51.514.219) (97.739) 4.314.526
Gesamtergebnis der Periode 31.475 242.791 274.266
Vergütungen aus Aktienoptionen 163.638
Stand 31.12.2011 (51.482.744) 145.052 4.752.430
Gesamtergebnis der Periode (2.426.695) (96.662) (2.523.357)
Vergütungen aus Aktienoptionen 139.393
Stand 31.12.2012 (53.909.439) 48.390 2.368.466

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr zum 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012

artnet AG

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2012 2011 2012 2011
Anhang Nr. Konsolidiert

USD
Konsolidiert

USD
Konsolidiert

EUR
Konsolidiert

EUR
--- --- --- --- --- ---
CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT
Konzernergebnis 22 (3.141.787) 43.786 (2.426.695) 31.475
Gewinn/(Verlust) aus fortgeführten Geschäftsbereichen (1.820.690) 1.392.772 (1.398.749) 1.001.126
Gewinn/(Verlust) aus aufgegebenem Geschäftsbereich (1.321.097) (1.348.986) (1.027.946) (969.651)
Überleitung des Konzernergebnisses zum Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen 21 1.509.418 812.453 1.174.479 583.992
Wertberichtigungen auf/Ausbuchung von Forderungen 4 228.560 108.354 177.842 77.885
Latente Steueraufwendungen/(-erträge) 8 - (389.491) - (302.312)
Nicht zahlungswirksame Vergütungen aus Aktienoptionen 18 179.145 227.655 139.393 163.638
Sonstige nicht zahlungswirksame Transaktionen (88.923) 28.043 (68.109) 22.273
Veränderungen bei betrieblichen Aktiva und Passiva:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (231.644) 172.192 (180.242) 123.772
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (61.720) (74.925) (48.024) (68.440)
Kautionen 254.577 (336.030) 198.086 (241.538)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 340.568 78.973 264.996 56.766
Rückstellungen 170.041 - 132.309 -
Sonstige Verbindlichkeiten und Steuerverbindlichkeiten 216.400 (158.258) 162.594 (115.150)
Umsatzabgrenzung 21.835 89.747 16.517 69.302
ANPASSUNGEN GESAMT 2.538.257 558.713 1.969.841 370.188
MITTELZUFLUSS/(-ABFLUSS) AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT (603.530) 602.499 (456.854) 401.663
Mittelzufluss/(-abfluss) aus fortgeführten Geschäftsbereichen 621.708 1.945.489 496.503 1.367.004
Mittelzufluss/(-abfluss) aus aufgegebenem Geschäftsbereich (1.225.238) (1.342.990) (953.357) (965.341)
CASHFLOW AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT
Investitionen in Sachanlagen 6. 12 (435.135) (263.559) (338.579) (189.446)
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 7. 12 (432.455) (926.269) (336.493) (665.803)
MITTELABFLUSS AUS INVESTITIONSTÄTIGKEIT (867.590) (1.189.828) (675.072) (855.249)
Mittelzufluss/(-abfluss) aus fortgeführten Geschäftsbereichen (867.590) (1.189.828) (675.072) (855.249)
Mittelzufluss/(-abfluss) aus aufgegebenem Geschäftsbereich -- -- -- --
CASHFLOW AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT
Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 12 (284.282) (239.919) (221.200) (172.454)
MITTELABFLUSS AUS FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT (284.282) (239.919) (221.200) (172.454)
Mittelzufluss/(-abfluss) aus fortgeführten Geschäftsbereichen (284.282) (239.919) (221.200) (172.454)
Mittelzufluss/(-abfluss) aus aufgegebenem Geschäftsbereich -- -- -- --
Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel 14.655 (12.440) (6.697) 40.556
VERÄNDERUNGEN DER LIQUIDEN MITTEL (1.740.747) (839.688) (1.359.822) (585.484)
LIQUIDE MITTEL - zu Geschäftsjahresbeginn 2.735.520 3.575.208 2.112.368 2.697.852
LIQUIDE MITTEL - am Geschäftsjahresende 994.773 2.735.520 752.546 2.112.368
Anmerkungen zum aufgegebenen Geschäftsbereich
IM CASHFLOW AUS LAUFENDER GESCHÄFTSTÄTIGKEIT ENTHALTENE ZAHLUNGEN
Ertragsteuereinzahlungen/(-auszahlungen) (27.209) (72.743) (21.171) (52.287)
Zinsauszahlungen (58.036) (22.662) (45.158) (16.290)
Zinseinzahlungen 413 292 321 210

Anhang zum Konzernabschluss 2012

1 Unternehmensinformationen und Grundlagen der Berichterstattung

Die artnet AG ("artnet AG" oder "die Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Hauptsitz in Berlin, Deutschland. Der eingetragene Sitz der artnet AG, die 1998 nach deutschem Recht gegründet wurde, ist Oranienstraße 164, 10969 Berlin, Deutschland.

Die artnet AG hält 100 % der Geschäftsanteile an der Artnet Worldwide Corporation ("Artnet Corp."), die ihren Geschäftssitz in New York, NY, USA, hat und ihrerseits 100 % der Geschäftsanteile an der artnet UK Ltd. und der artnet France sarl hält. Die artnet AG, die Artnet Corp. sowie alle hundertprozentigen Tochtergesellschaften der Artnet Corp. werden gemeinsam als "Konzern" oder "artnet Konzern" bezeichnet.

Im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit stellt der Konzern Kunstsammlern, Galerien, Verlagen, Auktionshäusern und Kunstliebhabern eine Webseite zur Verfügung, auf der Nutzer Künstler und Kunstpreise recherchieren und Kunstwerke finden können, die von Galerien auf der ganzen Welt aktuell angeboten werden und Kunstwerke über artnet Auctions, einer speziellen Plattform für Transaktionen, kaufen und verkaufen können.

Der vorliegende Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 für die Mutter- und Tochtergesellschaften wurde unter Anwendung von § 315a HGB in Einklang mit den Richtlinien der International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt, die in der EU verpflichtend anzuwenden sind.

Der Konzernabschluss der artnet AG wurde am 2. April 2013 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

2 Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungsgrundsätze

Grundlagen der Rechnungslegung und Berichtswährung

Die im Konzernabschluss und im Anhang zum Konzernabschluss enthaltenen Beträge werden, falls nicht anderweitig ausgewiesen, gemäß deutschem Recht in Euro (EUR) angegeben. Die Berichtswährung ist Euro.

Aufgrund mathematischer Rundung können bei der Addition Differenzen auftreten.

Die Hauptgeschäftstätigkeit von artnet erfolgt im US-Dollar-Währungsraum. Zur besseren Vergleichbarkeit, insbesondere für unsere US-amerikanischen Anleger, werden die Konzernbilanz, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung auch in US-Dollar (USD) dargestellt.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten. Bilanzstichtag ist der 31. Dezember 2012. Die wesentlichen angewandten Bilanzierungsgrundsätze sind nachfolgend aufgeführt.

Konsolidierungskreis und konsolidierte Unternehmen

In den Konzernabschluss sind die rechtliche Muttergesellschaft artnet AG und ihre hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Corp. sowie deren Tochtergesellschaften einbezogen. Eine zur Einbeziehung in den Konzernabschluss führende Beherrschung liegt vor, wenn eine Konzerngesellschaft die Möglichkeit zur Bestimmung der Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens hat, um aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen.

Die am 23. Februar 1999 erfolgte Einbringung der Anteile an der Artnet Corp. behandelte die artnet AG im Konzernabschluss in Übereinstimmung mit IFRS 3, B1 ff. als umgekehrten Unternehmenserwerb durch die Artnet Corp. (reverse acquisition). Die Erstkonsolidierung wurde daher so durchgeführt, dass die artnet AG als rechtlicher Erwerber auf die Tochtergesellschaft Artnet Corp. konsolidiert wurde, da diese als wirtschaftlicher Erwerber anzusehen war.

Am 1. November 2007 gründete die Artnet Corp. die hundertprozentige Tochtergesellschaft artnet UK Ltd., die den Vertrieb und die Kundenbetreuung für die Artnet Corp. in Großbritannien sicherstellt.

Am 3. Juli 2008 gründete die Artnet Corp. die artnet France sarl, bei der es sich um eine hundertprozentige Tochtergesellschaft handelt. Die artnet France sarl betreut die französische artnet Webseite artnet.fr, wo sie ein Online-Magazin in französischer Sprache veröffentlicht, und stellt den Vertrieb und Kundenservice für die Artnet Corp. in Frankreich sicher. Im Juni 2012 hat der Vorstand entschieden, den Geschäftsbetrieb der artnet France sarl einzustellen.

Im Rahmen der Konsolidierung wurden alle wesentlichen konzerninternen Geschäftsvorfälle, Bestände, Erträge und Aufwendungen vollständig eliminiert.

Berichtsperiode

Der vorliegende Konzernabschluss wurde für die Berichtsperiode vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012 erstellt. Das Geschäftsjahr aller Konzerngesellschaften entspricht dem Kalenderjahr.

Umsatzrealisierung

Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde, die Höhe des Umsatzes zuverlässig bewertet werden kann und mit dem Geldeingang der entsprechenden Forderung gerechnet werden kann. Umsätze aus Verträgen, bei denen die Dienstleistungen noch nicht erbracht wurden, werden passivisch als Umsatzabgrenzung abgegrenzt. Die Erträge werden realisiert, sobald die Leistung erfüllt wurde.

Die Umsatzerlöse werden zum Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung abzüglich etwaiger Preisnachlässe, Umsatzsteuer und anderer verkaufsbezogener Steuern bewertet. Bei den Umsatzerlösen handelt es sich um Entgelte für Lieferungen und Leistungen, die im Rahmen des üblichen Geschäftsbetriebs erbracht werden.

Finanzielle Vermögenswerte

Der Konzern ordnet seine finanziellen Vermögenswerte folgenden Kategorien zu: erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte, bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinvestitionen, Kredite und Forderungen sowie zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte. Die Klassifizierung hängt davon ab, für welchen Zweck die finanziellen Vermögenswerte erworben wurden. Die Geschäftsführung nimmt diese Klassifizierung beim erstmaligen Ansatz vor. Bei den finanziellen Vermögenswerten des artnet Konzerns handelt es sich um Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie hinterlegte Mietsicherheiten. Diese finanziellen Vermögenswerte werden der Kategorie "Kredite und Forderungen" zugeordnet.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Gesellschaft sieht alle hochliquiden Anlagen mit einer Laufzeit von weniger als drei Monaten ab dem Erwerbsdatum als Zahlungsmitteläquivalente an. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zu Anschaffungskosten bewertet.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht an einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden unter der Position "kurzfristige Vermögenswerte" ausgewiesen, es sei denn sie haben Laufzeiten von mehr als zwölf Monaten nach Ende der Berichtsperiode. In diesem Fall werden sie den langfristigen Vermögenswerten zugeordnet. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu dem jeweils in Rechnung gestellten Betrag erfasst und sind unverzinslich. Sie umfassen Kreditkartengeschäfte, die bereits abgewickelt sind, für die aber noch keine Zahlung eingegangen ist. Der Gesamtbetrag der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird abzüglich Wertberichtigungen auf überfällige Forderungen ausgewiesen. Diese Wertberichtigungen sind in erheblichem Umfang mit einer Ermessensausübung der Geschäftsführung und Überprüfung der einzelnen Forderungen auf der Grundlage der entsprechenden Bonität der Kunden, der aktuellen Konjunkturtrends sowie der Analyse historischer Daten zu uneinbringlichen Forderungen auf Portfolio-Basis verbunden. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.

Sachanlagevermögen

Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen des artnet Konzerns werden nach der linearen Methode vorgenommen. Computeranlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Büromöbel werden über eine erwartete Nutzungsdauer von drei bis sieben Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen von Einbauten in gemieteten Räume erfolgen entweder über die Laufzeit des Mietvertrages oder, falls diese kürzer ist, die erwartete Nutzungsdauer von höchstens zehn Jahren. Erhaltungsaufwendungen, die weder den Wert eines Vermögenswertes erhöhen noch die Nutzungsdauer verlängern, werden sofort aufwandswirksam erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Website-Entwicklungskosten

Die immateriellen Vermögenswerte umfassen erworbene Software und Website-Entwicklungskosten. Sie werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfasst und über ihre erwartete Nutzungsdauer von drei Jahren bzw. zehn Jahren linear abgeschrieben. Alle immateriellen Vermögenswerte haben eine begrenzte Nutzungsdauer. Ausgaben, die in der Analyse-, Planungs- und Nachbearbeitungsphase der Website-Entwicklung sowie für deren laufende Pflege anfallen, werden sofort aufwandswirksam erfasst. Ausgaben, die in der Entwicklungsphase anfallen, werden aktiviert, wenn:

das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar ist,
das Ergebnis der Website-Entwicklung vermarktet werden kann,
die zurechenbaren Aufwendungen zuverlässig bewertbar sind und
der Konzern über ausreichende Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojekts verfügt.

Das Kriterium der Vermarktbarkeit für die Website-Entwicklungskosten wird konkretisiert, indem nur Ausgaben für die Entwicklung neuer Produkte sowie für wesentliche Erweiterungen und Verbesserungen der Webseite aktiviert werden, von denen erwartet wird, dass sie direkt zu künftigen Umsatzerlösen führen werden.

Wertminderung

Der Konzern prüft die Sachanlagen und sonstigen immateriellen Vermögenswerte auf Wertminderung, sobald bestimmte Ereignisse oder ein verändertes Umfeld darauf hindeuten, dass der Buchwert eines Vermögenswertes möglicherweise nicht erzielbar ist. Darüber hinaus unterliegen materielle und immaterielle Vermögenswerte sowie solche, die noch nicht in einem betriebsbereiten Zustand sind, einem jährlichen Werthaltigkeitstest. Die Werthaltigkeit von Vermögenswerten wird durch Vergleich des Buchwertes des Vermögenswertes mit dem erzielbaren Betrag ermittelt. Der erzielbare Betrag ist dabei der höhere Betrag aus dem Nutzungswert und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich der Veräußerungskosten. Werden mit einem Vermögenswert keine Zahlungsmittel generiert, die von anderen Vermögenswerten unabhängig sind, wird der Werthaltigkeitstest nicht auf der Ebene des einzelnen Vermögenswertes durchgeführt, sondern auf der Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Vermögenswert angehört. Unterschreitet der geschätzte erzielbare Betrag einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert, wird der Buchwert des Vermögenswertes auf den erzielbaren Betrag vermindert. Der Wertminderungsaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst. Der Nutzungswert eines Vermögenswertes wird entweder unabhängig oder auf Ebene einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit durch Abzinsung der geschätzten künftigen Zahlungsströme des Vermögenswertes erfasst. Gibt es Anhaltspunkte dafür, dass die Gründe für den Wertminderungsaufwand nicht mehr vorliegen, wird der Konzern prüfen, ob die Wertminderung ganz oder teilweise aufzulösen ist, wobei eine Zuschreibung bis maximal zum ursprünglichen Buchwert zulässig ist.

Ertragsteuern und latente Steuern

Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des jeweils zu versteuernden Einkommens der einzelnen Konzerngesellschaften für das Geschäftsjahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen wird dabei um die Posten bereinigt, die nicht steuerbar oder steuerlich nicht abzugsfähig sind. Der laufende Steueraufwand wird auf Grundlage der am Bilanzstichtag geltenden Steuersätze berechnet.

Latente Steuern werden auf die temporären Differenzen zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und den entsprechenden steuerlichen Wertansätzen nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitenmethode (Asset and Liability Method) gebildet. Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen bilanziert. Latente Steueransprüche werden insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftig steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen und steuerlichen Verlustvorträge bzw. Steuergutschriften genutzt werden können.

Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden auf Basis der erwarteten Steuersätze bewertet, die im Zeitpunkt des Ausgleichs der temporären Differenzen voraussichtlich Geltung haben werden.

Latente Steueransprüche werden insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass künftig zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, für welches die abzugsfähigen temporären Differenzen, ungenutzten steuerlichen Verlustvorträge und ungenutzten Steuergutschriften genutzt werden können.

Die Aktivierung latenter Steueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge basiert auf einem Planungszeitraum von drei Jahren.

Latente Ertragsteueransprüche und -schulden werden saldiert, wenn ein einklagbares Recht zur Verrechnung tatsächlicher Steueransprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht und wenn sich die latenten Ertragsteueransprüche und -schulden auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde entweder für das gleiche steuerpflichtige Unternehmen oder für ein anderes steuerpflichtiges Unternehmen erhoben werden, und zwar dann, wenn die Absicht besteht, die Salden auf Nettobasis auszugleichen.

Fremdwährungsumrechnung und Geschäftsvorfälle in Fremdwährung

Die Hauptgeschäftstätigkeit des artnet Konzerns erfolgt im US-Dollar-Währungsraum. Der US-Dollar ist die funktionale Währung der operativen Konzerngesellschaft Artnet Corp. Geschäftsvorfälle, die in anderen Währungen als dem US-Dollar erfolgen, werden mit dem am Tag der Transaktion gültigen Wechselkurs umgerechnet. An jedem Bilanzstichtag werden die monetären Posten in Fremdwährungen mit dem gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Gewinne und Verluste aus dieser Umrechnung werden erfolgswirksam als sonstige Erträge bzw. sonstige Aufwendungen ausgewiesen.

Im Rahmen der Konsolidierung werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Umrechnung von Erträgen und Aufwendungen erfolgt mit dem Jahresdurchschnittskurs. Die sich daraus ergebenden kumulierten Umrechnungsdifferenzen werden innerhalb des Konzern-Eigenkapitals als separater Posten erfasst.

Für die Währungsumrechnung des artnet Konzerns sind die Wechselkursrelationen des US-Dollar (USD] zum Euro (EUR] und zum Pfund Sterling (GBP] wesentlich. Der Umrechnung lagen in den angegebenen Jahren jeweils die folgenden Wechselkurse zugrunde:

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USD

in EUR
USD

in GBP
31.12.2012 31.12.2011 31.12.2012 31.12.2011
--- --- --- --- ---
Stichtagskurs 0,757 0,772 0,619 0,647
Periodendurchschnittskurs 0,778 0,719 0,631 0,623

Finanzielle Verbindlichkeiten

Der artnet Konzern bewertet finanzielle Verbindlichkeiten mithilfe der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei der Effektivzinsmethode werden die fortgeführten Anschaffungskosten einer finanziellen Verbindlichkeit berechnet und der Zinsaufwand über die entsprechende Periode verteilt. Der effektive Zinssatz ist der Zinssatz, mit dem die geschätzten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse beim erstmaligen Ansatz während der erwarteten Laufzeit der finanziellen Verbindlichkeit oder gegebenenfalls über einen kürzeren Zeitraum auf den Nettobuchwert abgezinst werden.

Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis hat, es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung dieser Verpflichtung mit dem Abfluss von Ressourcen einhergeht und eine verlässliche Schätzung des Betrages möglich ist. Sind die Auswirkungen erheblich, werden die Rückstellungen zum Barwert erfasst, indem die erwarteten künftigen Zahlungsströme mit einem Vorsteuerzinssatz abgezinst werden. Dieser Vorsteuerzinssatz berücksichtigt die momentane Markteinschätzung über den Zeitwert des Geldes.

Leasing

Der Konzern als Leasingnehmer

Zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses werden die im Rahmen eines Finanzierungsleasingverhältnisses gehaltenen Vermögenswerte in Höhe des beizulegenden Zeitwerts des Leasinggegenstandes oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt, sofern dieser Wert niedriger ist. Die Abschreibung erfolgt planmäßig über die wirtschaftliche Nutzungsdauer. Dabei wird die Abschreibungsmethode herangezogen, die auf für vergleichbare erworbene bzw. hergestellte Vermögenswerte Anwendung findet. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber wird in der Konzernbilanz als Verbindlichkeit aus Finanzierungsleasing erfasst.

Die Mindestleasingzahlungen werden aufgeteilt in Finanzierungskosten und Tilgungsanteil der Restschuld, so dass ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Schuld entsteht. Bedingte Leasingzahlungen werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie entstehen.

Mietzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden in der Gesamtergebnisrechnung als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst. Gleiches gilt für erhaltene Anreizzahlungen um ein Operating-Leasingverhältnis abzuschließen.

Der Konzern als Leasinggeber

Mieteinnahmen aus Operating-Leasingverhältnissen werden in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung linear über die Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses erfasst.

Aufgegebene Geschäftsbereiche

Bei einer nicht fortgeführten Aktivität (Discontinued Operation) handelt es sich um einen Geschäftsbereich (Component of an Entity), der aufgegeben wird und sowohl aus betrieblicher Sicht als auch für Zwecke der Finanzberichterstattung eindeutig von den übrigen Unternehmensaktivitäten abgegrenzt werden kann. Außerdem muss der als nicht fortgeführte Aktivität qualifizierte Geschäftsbereich einen gesonderten wesentlichen Geschäftszweig (Major Business Line) oder einen bestimmten geografischen Geschäftsbereich des Konzerns repräsentieren. Das Ergebnis aus dem aufgegebenen Geschäftsbereich wird in der Gesamtergebnisrechnung des Konzerns gesondert als Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Die Vorjahreswerte der Gewinn- und Verlustrechnung werden entsprechend angepasst. In der Kapitalflussrechnung werden die Zahlungsströme aus nicht fortgeführter Aktivitäten separat ausgewiesen und die Vorjahreswerte entsprechend angepasst.

Aufwendungen für die Altersvorsorge

Die Artnet Corp. bietet einen beitragsorientierten Altersvorsorgeplan an, der die Voraussetzungen von Section 401 (k) des Internal Revenue Code erfüllt. Zahlungen der Artnet Corp. für diesen Plan werden als Aufwand erfasst.

Anteilsbasierte Vergütungen

Die artnet AG hat an Führungskräfte und bestimmte Mitarbeiter der Artnet Corp. Aktienoptionen auf die Aktien der artnet AG ausgegeben. Diese Aktienoptionen werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert am Tag der Gewährung bewertet. Der zum Gewährungszeitpunkt ermittelte beizulegende Zeitwert abzüglich des Zeitwerts der zum Gewährungszeitpunkt erhaltenen Gegenleistungen wird über die Sperrfrist (vesting period) als Aufwand verteilt. Zugrunde gelegt wird die geschätzte Anzahl der Aktienoptionen, die unverfallbar werden. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wird anhand des Binomial-Modells ermittelt.

Eigene Aktien

Das Konzerneigenkapital wird offen um die Anschaffungskosten der von artnet gehaltenen eigenen Aktien gekürzt.

Für das Geschäftsjahr relevante neue und geänderte Standards und Interpretationen

Im Geschäftsjahr 2012 hat der Konzern keine Standards oder Interpretationen erstmalig angewendet, die zu Veränderungen geführt hätten.

Die folgenden neuen oder geänderten Standards und Interpretationen, die im Geschäftsjahr 2012 erstmals verpflichtend anzuwenden waren, hatten keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft:

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Standard (IFRS) bzw. Interpretation (IFRIC) In der EU verpflichtend anzuwenden Verabschiedung durch die Europäische Kommission
IFRS 7* Angaben zur Übertragung finanzieller Vermögenswerte 1.7.2011 8.10.2010

* Amendments (Änderungen eines bestehenden Standards)

Noch nicht angewendete neue oder geänderte Standards und Interpretationen

Die folgenden Standards, Interpretationen und Änderungen, die am 31. Dezember 2012 noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. noch nicht von der EU verabschiedet waren, fanden keine Anwendung. Sofern nicht anders angegeben, geht der Konzern derzeit davon aus, dass die Anwendung dieser Standards keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bilanzierung und die Darstellung des Konzernabschlusses haben wird.

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Standard (IFRS) bzw. Interpretation (IFRIC) In der EU verpflichtend anzuwenden Verabschiedung durch die Europäische Kommission
IFRS 1* Erstmalige Anwendung der IFRS -ausgeprägte Hochinflation und Beseitgung der festen Zeitpunkte für erstmalige Anwender 1.1.2013 29. 12.2012
IFRS 1* Darlehen der öffentlichen Hand 1.1.2013 5.3.2013
IFRS 7* Finanzinstrumente: Angaben - Sanierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten 1.1.2013 29.12.2012
IFRS 9 Finanzinstrumente 1.1.2015 offen
IFRS 10 Konzernabschlüsse 1.1.2014 29.12.2012
IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen 1.1.2014 29.12.2012
IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen 1.1.2014 29.12.2012
IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts 1.1.2013 29.12.2012
IFRS 10* , IFRS 12* und IAS 27* Investmentgesellschafter 1.1.2014 Q3 2013
IFRIC 20 Abraumkosten in der Produktionsphase einer über Tagebau erschlossenen Mine 1.1.2013 29.12.2012
IAS 1* Darstellung des Abschlusses -Darstellung der Posten des sonstigen Ergebnisses 1.7.2012 6.6.2012
IAS 12* Latente Steuern, Realisierung der zugrunde liegenden Vermögenswerte 1.1.2013 29.12.2012
IAS 19* Leistungen an Arbeitnehmer 1.1.2013 Juni 2012
IAS 27* Konzernabschlüsse und separate Abschlüsse 1.1.2014 29.12.2012
IAS 28* Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 1.1.2013 29.12.2012
IAS 32* Finanzinstrumente: Darstellung - Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten 1.1.2014 29.12.2012

* Amendments (Änderungen eines bestehenden Standards)

Schätzungen

Zur Erstellung des Konzernabschlusses gemäß IFRS müssen Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die die Höhe der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen und darüber hinaus die Angaben im Anhang zum Jahresabschluss beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen.

Die von der Geschäftsführung vorgenommenen Schätzungen, die einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben, betreffen den Ansatz und die Bewertung der aktiven latenten Steuern und der Website-Entwicklungskosten, die Werthaltigkeit der aktivierten Entwicklungskosten für das Produkt artnet Analytics, die Bewertung der Rückstellungen, die Nutzungsdauern der Gegenstände des Anlagevermögens sowie die Beurteilung der Wertberichtigungen für überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

3 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente setzen sich aus den Barmitteln und Bankguthaben zusammen. Der Buchwert der Barmittel und Bankguthaben entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.

Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung bestehen zum 31. Dezember 2012 bzw. zum 31. Dezember 2011 in einer Höhe von EUR 0 bzw. EUR 5.197.

4 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2012

EUR
31.12.2011

EUR
Bruttoforderungen 1.298.798 1.200.697
abzüglich Wertberichtigungen auf Forderungen (375.068) (260.178)
Forderungen nach Wertberichtigungen 923.730 940.519

Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig.

Es liegt hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen keine Konzentration des Ausfallrisikos vor, da der Konzern über einen breit diversifizierten Kundenstamm verfügt. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.

Forderungen untergliedert nach Fälligkeit:

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31.12.2012

EUR
31.12.2011

EUR
Fällige, aber nicht wertberichtigte Forderungen Fällig zwischen 0 und 60 Tagen 718.631 797.547
Restbuchwert wertberichtigter Forderungen
Fällig zwischen 61 und 90 Tagen 78.335 46.985
Fällig über 90 Tage 126.764 95.987
205.099 142.972
Forderungen nach Wertberichtigungen 923.730 940.519

Die Wertberichtigungen auf Forderungen basieren auf bestmöglichen Schätzungen potenzieller Forderungsausfälle des Konzerns. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die weniger als 60 Tage überfällig sind, werden keine Wertberichtigungen vorgenommen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die mehr als 60 Tage überfällig sind, werden auf Basis ihres Alters in Gruppen zusammengefasst und mit 10 % bis 90 % vom Nennbetrag wertberichtigt. Der Konzern hält keine Sicherheiten für ausstehende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Die Wertberichtigungen auf Forderungen entwickelten sich wie folgt:

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31.12.2012

EUR
31.12.2011

EUR
Stand zu Beginn des Geschäftsjahres 260.178 259.366
Wertberichtigungen auf Forderungen im Geschäftsjahr 179.212 77.885
Ausbuchung uneinbringlicher Forderungen (55.344) (90.446)
Währungsunterschiede (8.978) 13.373
Stand am Ende des Geschäftsjahres 375.068 260.178

5 Geleistete Anzahlungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte betreffen in erster Linie Ansprüche auf Vorsteuervergütungen in Höhe von EUR 310.199 (2011: EUR 320.877) sowie die verfügungsbeschränkten Bankguthaben für die beitragsorientierten Altervorsorgepläne von EUR 102.742. Darüber hinaus sind für Softwareverträge Anzahlungen in Höhe von EUR 37.832 (2011: EUR 32.548) geleistet worden.

6 Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen entwickelte sich in den Geschäftsjahren 2012 und 2011 wie folgt:

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Computer und Hardware

EUR
Betriebs- und Geschäftsausstattung

EUR
Mietereinbauten

EUR
Summe

EUR
Anschaffungskosten
Stand 31. Dezember 2010 1.425.940 342.585 121.382 1.889.907
Währungsunterschiede 36.953 15.860 2.518 55.331
Zugänge 137.425 135.852 - 273.277
Stand 31. Dezember 2011 1.600.318 494.297 123.900 2.218.515
Währungsunterschiede (32.760) 43.355 (19.851) (9.256)
Abgänge (808.084) (118.485) (113.346) (1.039.915)
Zugänge 214.941 271.028 334.897 820.866
Stand 31. Dezember 2012 974.415 690.195 325.600 1.990.210
Abschreibungen
Stand 31. Dezember 2010 938.930 141.632 98.634 1.179.196
Währungsunterschiede 41.962 6.632 - 48.594
Abschreibungen des Geschäftsjahres 320.788 41.603 16.441 378.832
Stand 31. Dezember 201* 1.301.680 189.867 115.075 1.606.622
Währungsunterschiede (26.569) 14.125 (5.386) (17.830)
Abgänge (757.498) (114.567) (112.795) (984.860)
Abschreibungen des Geschäftsjahres 213.008 108.868 24.492 346.368
Stand 31. Dezember 2012 730.621 198.292 21.386 950.299
Buchwerte
Stand 31. Dezember 201 298.638 304.430 8.825 611.893
Davon aus Finanzierungsleasing 150.475 - - 150.475
Stand 31. Dezember 2012 243.793 491.903 304.214 1.039.911
Davon aus Finanzierungsleasing 239.782 363.694 - 603.476

Der Abschreibungsaufwand der Sachanlagen ist in den Umsatzkosten berücksichtigt.

7 Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich in den Geschäftsjahren 2012 und 2011 wie folgt:

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Website- Entwicklungskosten

EUR
Software

EUR
Summe

EUR
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 31. Dezember 2010 2.412.959 552.320 2.965.279
Währungsunterschiede 101.594 10.720 112.314
Zugänge 632.362 38.456 670.818
Stand 31. Dezember 201 3.146.915 601.496 3.748.411
Währungsunterschiede (18.583) (10.955) (29.538)
Abgänge (1.951.558) (493.900) (2.445.458)
Zugänge 346.002 192.457 538.459
Stand 31. Dezember 2012 1.522.776 289.098 1.811.874
Abschreibungen
Stand 31. Dezember 2010 1.702.035 494.281 2.196.316
Währungsunterschiede 51.500 8.477 59.977
Abschreibungen des Geschäftsjahres 161.155 44.004 205.159
Stand 31. Dezember 201 1.914.690 546.762 2.461.452
Währungsunterschiede 13.938 (5.465) (44.394)
Abgänge (1.951.558) (493.900) (2.392.591)
Abschreibungen des Geschäftsjahres 718.235 64.633 782.868
Stand 31. Dezember 2012 695.305 112.030 807.335
Buchwerte
Stand 31. Dezember 201 1.232.225 54.734 1.286.959
Davon aus Finanzierungsleasing - - -
Stand 31. Dezember 2012 827.471 177.068 1.004.539
Davon aus Finanzierungsleasing - 190.632 190.632

In den Vorjahren wurden die Herstellungskosten des Produktes artnet Analytics, das dem Segment artnet Price Database zugeordnet ist, als selbst erstellter immaterieller Vermögenswert aktiviert. Bis zum 31. Dezember 2011 wurden EUR 1.201.322 aktiviert. In 2012 wurden bis zur Markteinführung im Mai 2012 noch einmal EUR 137.683 zusätzlich als Entwicklungskosten aktiviert, sodass die gesamten aktivierten Entwicklungskosten damit EUR 1.339.005 betragen.

Am 10. Mai 2012 ist die offizielle Markteinführung des Produktes erfolgt. Seit diesem Zeitpunkt erfolgen planmäßige Abschreibungen über eine geschätzte Nutzungsdauer von zehn Jahren.

Das Produkt artnet Analytics stellt eine Zahlungsmittel generierende Einheit dar, da mit dem Vermögenswert diesem direkt zurechenbare Einnahmen erzielt werden, die weitgehend unabhängig von den Einnahmen sind, die mit den anderen Produkten von artnet erzielt werden.

Da die Planerwartungen für das Produkt artnet Analytics für 2012 verfehlt wurden, lag zum Bilanzstichtag ein triggering event vor, so dass zum 31. Dezember 2012 ein Impairment-Test für die aktivierten Entwicklungskosten durchgeführt worden ist.

Bei dem Impairment-Test wurde der erzielbare Betrag der Zahlungsmittel generierenden Einheit durch den Nutzungswert bestimmt. Der Nutzungswert ist der Barwert der zukünftigen Cash Flows, die voraussichtlich mit der Zahlungsmittel generierenden Einheit über den Zeitraum der wirtschaftlichen Restnutzungsdauer erzielt werden können. Der Nutzungswert wird aus unternehmensinterner Sicht durch zu Grunde liegende Cash-Flow-Planungen bestimmt. Diese basieren auf der im Zeitpunkt des Impairment-Tests gültigen Mittelfristplanung und beziehen sich auf den Zeitraum der wirtschaftlichen Restnutzungsdauer des Vermögenswertes. Diese beträgt zum Bilanzstichtag noch neun Jahre und fünf Monate. In die Cash-Flow-Planungen sind die bisherigen Erfahrungswerte ebenso eingeflossen wie die Erwartungen über die zukünftige Marktentwicklung.

Der für die Diskontierung der Cash Flows verwendete Diskontierungszinssatz lag bei 17,28 % vor Steuern und 12,36% nach Steuern.

Da die Planerwartungen auf Basis der realisierten Ist-Umsätze gesenkt wurden und in den ersten Planjahren Anlaufverluste erwartet werden, ergab sich zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 ein Nutzungswert von EUR 630.105. Der Nutzungswert lag somit unter dem Buchwert von EUR 1.258.000 nach planmäßigen Abschreibungen, so dass eine außerplanmäßige Abschreibung

in Höhe von EUR 627.895 auf die aktivierten Entwicklungskosten erfolgt ist.

Darüber hinaus wurden Kosten für das Redesign der Webseite in Höhe von EUR 198.567 aktiviert. Das Redesign der Webseite beinhaltet eine umfassende Neugestaltung der Architektur der deutschen, englischen und französischen Webseiten, welche Aufbau und Organisation der Seiten selbst sowie die Navigation auf den Seiten grundlegend verändert. Zusätzlich wird durch die Einführung einer neuartigen semantischen Suchfunktion zusätzlicher Nutzen für die Besucher des Webportals geschaffen. Das Management erwartet, dass durch die Vornahme dieser tiefgreifenden Änderungen und das Einfügen von Funktionserweiterungen eine signifikante Anzahl neuer Kunden, insbesondere im Segment Galerien, gewonnen werden kann und die Entwicklungskosten somit direkt zur Generierung zukünftiger positiver Cash Flows beitragen werden. Es wurden ausschließlich direkt zurechenbare Kosten von externen Entwicklern aktiviert. Eine Aktivierung interner Entwicklungskosten erfolgte aufgrund einer nicht hinreichenden Verlässlichkeit der internen Kostenzuordnung nicht. Mit einem Abschluss der Entwicklungsarbeiten wird im vierten Quartal 2013 gerechnet.

Der Abschreibungsaufwand für immaterielle Vermögenswerte ist in den Umsatzkosten enthalten. Der Aufwand aus der außerplanmäßigen Abschreibung der Entwicklungskosten für das Produkt artnet Analytics wird als gesonderter Posten in der Gesamtergebnisrechnung unter den sonstigen Aufwendungen ausgewiesen.

Zum 31. Dezember 2012 hatte der Konzern keine wesentlichen vertraglichen Verpflichtungen für die Anschaffung von immateriellen Vermögenswerten.

8 Ertragsteuern und latente Steuern

Der Ertragsteueraufwand/(-ertrag) setzt sich wie folgt zusammen:

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2012

EUR
2011

EUR
Ertragsteuerzahlungen in Frankreich und Großbritannien 21.171 0
US-Körperschaftsteuer (Bund, Bundesstaat) und Ertragsteuern übriger einbezogener Unternehmen 0 59.559
Summe laufende Ertragsteuern 21.171 59.559
aus steuerlichen Verlustvorträgen (131.439) (360.014)
aus temporären Differenzen 131.439 57.702
Summe latente Steuern 0 (302.312)
Gesamtsumme Ertragsteuern 21.171 (242.753)

Aufgrund ihrer steuerlichen Verlustvorträge muss die Artnet Corp. grundsätzlich nur die Mindestkörperschaftsteuer zahlen

Latente Steueransprüche

Zum Bilanzstichtag 2012 bestehen bei der Artnet Corp. steuerliche Verlustvorträge in Höhe von insgesamt EUR 21,2 Mio. (USD 28,0 Mio.), die zur Verrechnung mit künftigen Gewinnen zur Verfügung stehen. Zum 31.12.2011 betrugen diese steuerlichen Verlustvorträge EUR 21,0 Mio. (USD 27,2 Mio.) Für die bestehenden steuerlichen Verlustvorträge der Artnet Corp. wurden im vorliegenden Konzernabschluss aktive latente Steuern in Höhe von EUR 1.349.898 (31.12.2011: EUR 1.495.253) erfasst. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 43 % (2011: 43 %), dem durchschnittlichen Körperschaftsteuersatz der Artnet Corp. Die Tochtergesellschaft hat in den vorangegangenen Geschäftsjahren positive steuerpflichtige Gewinne erzielt und bereits einen Teil ihrer steuerlichen Verlustvorträge genutzt. Die Berechnung der latenten Steueransprüche auf Verlustvorträge beruht auf einem dreijährigen Planungszeitraum. Die steuerlichen Verlustvorträge können über einen Zeitraum von 20 Jahren genutzt werden. Die steuerlichen Verlustvorträge der Artnet Corp. verfallen ab dem Jahr 2018 mit einem Betrag in Höhe von EUR 2,1 Mio. (USD 2,8 Mio.). Die verbleibenden ungenutzten steuerlichen Verlustvorträge der Artnet Corp. verfallen sukzessive in den nachfolgenden Jahren. Die artnet AG verfügt zur Verrechnung mit der Körperschaftsteuer und der Gewerbesteuer über zusätzliche steuerliche Verlustvorträge in einer Gesamthöhe von EUR 29,7 Mio. (31.12.2011: EUR 28,7 Mio.). Aufgrund der derzeitigen Organisations-struktur des artnet Konzerns können diese steuerlichen Verlustvorträge nach deutschem Steuerrecht nicht genutzt werden.

Insgesamt betreffen die aktiven latenten Steuern folgende Bilanzpositionen:

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Aktive latente Steuern 31.12.2012

EUR
Aktive latente Steuern 31.12.2011

EUR
Steuerliche Verlustvorträge 1.349.898 1.495.253
Anlagevermögen (134.461) (188.134)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 161.279 113.615
Abgegrenzte Schulden und sonstige Verbindlichkeiten 66.366 52.297
1.443.082 1.473.031

Steuersatzüberleitungsrechnung

In der nachfolgenden Darstellung wird der erwartete Ertragsteueraufwand/(-ertrag) auf den im Konzernabschluss ausgewiesenen Ertragsteueraufwand/(-ertrag) übergeleitet.

Bei dem verwendeten Steuersatz von 43 % (2011: 43 %) handelt es sich um den durchschnittlichen Ertragsteuersatz der operativen Konzerngesellschaft Artnet Corp., da diese das steuerpflichtige Einkommen der Konzerngesellschaften erwirtschaftet.

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2012

TEUR
2011

TEUR
Ergebnis vor Steuern fortgeführte Geschäftsbereiche (1.396) (211)
Erwarteter Ertragsteueraufwand/(-ertrag) -Steuersatz 43 % (600) (91)
Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben und sonstige Effekte 22 (288)
Verringerung des laufenden Steueraufwands aufgrund der Nutzung steuerlicher Verlustvorträge in den USA - (604)
Nichtansatz aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge in Deutschland und den USA und Steuersatzdifferenzen 551 739
Ertragsteueraufwand/(-ertrag) laut Konzern-Gesamtergebnisrechnung 27 (243)

9 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umfassen in der Regel offene Verpflichtungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie laufende Kosten. Das durchschnittliche Zahlungsziel für Verbindlichkeiten beträgt 30 Tage. Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.

10 Abgegrenzte Schulden und sonstige Verbindlichkeiten

Die abgegrenzten Schulden und sonstigen Verbindlichkeiten entwickelten sich in den angegebenen Geschäftsjahren wie folgt:

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31.12.2012

EUR
31.12.2011

EUR
Ausstehende Rechnungen 209.269 317.563
Resturlaub 168.619 149.575
Steuern und Sozialabgaben 158.601 -
401(k)-Zahlungen 102.178 78.049
Bonuszahlungen und Abfindungen 74.262 204.717
Sonstiges 33.548 51.830
Summe 746.477 801.734

11 Rückstellungen

Die Rückstellungen in Höhe von EUR 128.636 wurden im Wesentlichen gebildet für einen Rechtstreit mit einem ehemaligen Berater. Der Ausgang dieses Rechtsstreits ist noch nicht absehbar.

12 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

Zusätzlich zu den in den Vorjahren abgeschlossenen Leasingverträgen hat die Artnet Corp. im Geschäftsjahr 2012 fünf weitere Vereinbarungen über Finanzierungsleasing mit drei- bzw. vierjähriger Laufzeit abgeschlossen. Am Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit besteht eine Kaufoption für die Artnet Corp. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden zum Barwert der künftigen Leasingzahlungen unter Verwendung des dem Leasingvertrag zugrunde liegenden Abzinsungssatzes erfasst. Bei den geleasten Vermögenswerten handelt es sich um Server, sonstige Computerausrüstung, Software sowie neue Büro- und Geschäftsausstattung. Die Überleitung von den Mindestleasingzahlungen zum Barwert ergibt sich wie folgt:

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31.12.2012 Summe

EUR
< 1 Jahr

EUR
> 1-3 Jahre

EUR
Barwert der Mindestleasingzahlungen 592.023 225.171 366.852
Zinsanteil 66.256 36.750 29.506
Mindestleasingzahlungen 658.279 261.921 396.358

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31.12.2011 Summe

EUR
< 1 Jahr

EUR
> 1-3 Jahre

EUR
Barwert der Mindestleasingzahlungen 150.475 99.852 50.623
Zinsanteil 12.990 8.452 4.538
Mindestleasingzahlungen 163.465 108.304 55.161

Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.

13 Abgrenzung Mietincentive

Die langfristigen Verbindlichkeiten aus Abgrenzung Mietincentive betreffen die über die Laufzeit des Mietvertrags abzugrenzenden Vorteile aus mietfreien Zeiten in Höhe von EUR 202.663 für die im Geschäftsjahr 2012 angemieteten Geschäftsräume in New York.

14 Umsatzabgrenzung

Kunden leisten bei bestimmten Verträgen für die von artnet zu erbringenden Leistungen Vorauszahlungen. Die vorausgezahlten Beträge werden periodengerecht erst dann als Umsatzerlöse realisiert, wenn artnet die vereinbarte Leistung erbringt, und zuvor in dem Passivposten Umsatzabgrenzung erfasst. Die Umsatzabgrenzung betrug zum 31. Dezember 2012 EUR 1.332.152 gegenüber EUR 1.342.939 zum Vorjahresstichtag.

15 Eigenkapital

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31.12.2012 31.12.2011
Genehmigte nennwertlose Stammaktien (rechnerischer Wert EUR 1,00 pro Aktie) 5.631.067 5.631.067
Ausgegebene und voll eingezahlte nennwertlose Stammaktien (rechnerischer Wert EUR 1,00 pro Aktie) 5.552.986 5.552.986
Eigene nennwertlose Stammaktien 78.081 78.081

Sämtliche Aktien der artnet AG sind Namensaktien, die keinen Anspruch auf eine fixe Vergütung begründen.

Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung der artnet AG vom 15. Juli 2009 wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, bis zum 14. Juli 2014 das gezeichnete Kapital durch Ausgabe von 2.800.000 neuen nennwertlosen Stückaktien gegen Bar- oder Sachanlagen um bis zu EUR 2.800.000 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2009/I).

Aus dem genehmigten Kapital 2009/I wurden bisher keine Stammaktien ausgegeben.

Bedingtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 wurde das Grundkapital durch Ausgabe von bis zu 560.000 neuen nennwertlosen Stückaktien an die Vorstandsmitglieder der Gesellschaft und Mitglieder der Geschäftsführung von verbundenen Unternehmen sowie Mitarbeiter der artnet AG oder ihrer verbundenen Unternehmen um bis zu EUR 560.000 bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2009/I).

Aus dem bedingten Kapital wurden bisher keine Aktien ausgegeben.

Eigene Aktien

Am 31. Dezember 2012 hielt die artnet AG unverändert zum Vorjahr 78.081 ihrer eigenen Aktien, was 1,4 % des Grundkapitals entsprach.

Durch Beschluss der Hauptversammlung der artnet AG vom 14. Juli 2010 wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, bis zum 13. Juli 2015 eigene Aktien bis max. 10 % des aktuellen Grundkapitals zu erwerben. Die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit den von der Gesellschaft gehaltenen oder der Gesellschaft gemäß §§ 71 ff. AktG zustehenden anderen eigenen Aktien auf keinen Fall 10 % des Grundkapitals übersteigen. Die Frist gilt nur für den Erwerb - nicht für den Besitz - der Aktien.

16 Kapitalmanagement

Die Kapitalstruktur des artnet Konzerns setzt sich im Wesentlichen aus den kurzfristigen Schulden aus dem laufenden Geschäftsverkehr, langfristigen Verpflichtungen aus Finanzierungsleasing und dem Eigenkapital zusammen. Das Eigenkapital ist den Aktionären der Muttergesellschaft zuzuordnen und besteht vornehmlich aus ausgegebenen Aktien, der Kapitalrücklage und dem erwirtschafteten kumulierten Konzernergebnis. Darüber hinaus hat die Artnet Corp. im Geschäftsjahr und den Vorjahren verschiedene Finanzierungsleasing-Verträge abgeschlossen, die über die nächsten drei Jahre bzw. vier Jahre zu erfüllen sind. Für ihre neuen Büroräume hat die Artnet Corp. im Berichtsjahr außerdem eine Operating-Leasingvereinbarung geschlossen, die über die nächsten zehn Jahre zu bedienen ist. Die gesamte übrige Geschäftstätigkeit wird derzeit aus den bestehenden Bankguthaben und dem Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit finanziert.

17 Finanzinstrumente und Risiken aus Finanzinstrumenten

Kategorien von Finanzinstrumenten

Bei den finanziellen Vermögenswerten des artnet Konzerns handelt es sich um liquide Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie um hinterlegte Mietsicherheiten. Diese finanziellen Vermögenswerte werden der Kategorie "Kredite und Forderungen" zugeordnet.

Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten und Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen werden gemäß IAS 17 zum Barwert erfasst.

Sowohl die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte als auch die Buchwerte der finanziellen Verbindlichkeiten stellen eine vernünftige Approximation des fair value dar.

Es wurden keine finanziellen Vermögenswerte oder finanziellen Verbindlichkeiten als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert.

In den Geschäftsjahren 2012 und 2011 hat der artnet Konzern keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

Nettoergebnisse aus finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten

In der nachfolgenden Tabelle sind die Netto-Ergebnisse der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dargestellt:

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Netto-Ergebnis 2012

EUR
Netto-Ergebnis 2011

EUR
Finanzielle Vermögenswerte (152.492) (134.621)
Finanzielle Verbindlichkeiten (42.517) (15.521)
Summe (195.009) (150.142)

In den Netto-Ergebnissen enthalten sind Zinserträge und -aufwendungen, Gewinne und Verluste aus der Fremdwährungsumrechnung sowie die Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen und Forderungsausbuchungen.

Ausfallrisiko

Unter dem Ausfallrisiko versteht man das Risiko, dass eine Gegenpartei ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllen kann und dem Konzern daraus ein finanzieller Verlust entsteht. Die finanziellen Vermögenswerte repräsentieren das maximale Ausfallrisiko des artnet Konzerns.

Das Ausfallrisiko des Konzerns resultiert in erster Linie aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der in der Bilanz ausgewiesene Betrag enthält Wertberichtigungen auf überfällige Forderungen, die die Geschäftsführung vor allem auf Basis des Alters der Forderungen und des Zahlungsverhaltens der Kunden abschätzt.

Im artnet Konzern liegt keine signifikante Konzentration des Ausfallrisikos von finanziellen Vermögenswerten vor, da sich das Engagement auf eine große Anzahl von Kunden, sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen, im Markt für bildende Kunst verteilt. Dennoch könnte sich ein weltweiter Konjunkturrückgang negativ auf die Zahlungsfähigkeit der Kunden des Konzerns auswirken und zu einer Verlängerung des durchschnittlichen Zahlungsziels oder im schlimmsten Fall zu einem Anstieg der Forderungsausfälle führen. Dies würde die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns belasten. artnet versucht, diesen Risiken entgegenzuwirken, indem es mit seinen Kunden, wann immer dies möglich ist, Vorauszahlungen vereinbart.

Liquiditätsrisiko

Der artnet Konzern ist auf die Generierung eines positiven Cash Flows aus der laufenden Geschäftstätigkeit angewiesen. Durch die verschlechterte wirtschaftliche Situation im Berichtsjahr einerseits sowie durch die Sonderbelastungen im Zuge der Reorganisation und der Schließung des Büros in Paris und des Geschäftsbereichs Magazin andererseits haben sich die liquiden Mittel im Berichtsjahr deutlich reduziert und das Liquiditätsrisiko hat sich entsprechend erhöht. In seiner Cash Flow Planung rechnet das Management für das Geschäftsjahr 2013 mit Umsatzsteigerungen und in Folge dessen mit einer allmählichen Entspannung der finanziellen Situation. Bei einem Ausbleiben der geplanten Umsatzsteigerungen können geplante Investition verschoben oder ihre Umsetzung zeitlich gestreckt werden. Durch die Möglichkeit der Aufnahme von kurzfristigen Kreditmitteln bei dem Hauptaktionär im Falle einer zwischenzeitlich unterplanmäßigen Liquiditätsentwicklung ist das Management überzeugt, dass die Finanzierung des artnet Konzerns auch im Folgejahr sichergestellt ist.

Im artnet Konzern sind keine wesentlichen Zinsänderungsrisiken vorhanden. Der Konzern verfügt lediglich über zinspflichtige Finanzierungsleasingverträge in Höhe von EUR 592.023 (2011: EUR 150.475). Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und abgegrenzten Schulden haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die folgende Tabelle zeigt die Brutto-Zahlungsströme aus finanziellen Verbindlichkeiten:

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31.12.2012 Buchwert

EUR
Brutto- Cashflow

EUR
Brutto- Cashflow

EUR
Brutto- Cashflow

EUR
31.12.2012 Summe < 1 Jahr > 1 Jahr
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 956.153 956.153 956.153 -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 592.023 628.279 261.921 396.358

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31.12.2011 Buchwert

EUR
Brutto- Cashflow

EUR
Brutto- Cashflow

EUR
Brutto- Cashflow

EUR
31.12.2011 Summe < 1 Jahr > 1 Jahr
Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten 963.462 963.462 963.462 -
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 150.475 163.464 108.304 55.16 0

Marktrisiken - Fremdwährungsrisiko

Da der artnet Konzern außer den festverzinslichen Finanzierungsleasingverträgen in Höhe von EUR 592.023 (2011: EUR 150.475) keine verzinslichen Schulden aufweist, ist der Konzern nur unbedeutenden Zinsänderungs-risiken ausgesetzt.

Marktrisiken - Fremdwährungsrisiko

Marktrisiken bestehen für die Konzerngesellschaften hauptsächlich in Form von Wechselkursrisiken, da die Umsätze zum großen Teil in US-Dollar erwirtschaftet werden, aber ein Teil der Kosten in Euro anfällt. Der artnet Konzern steuert die Wechselkursrisiken, indem er die Rechnungen an seine europäischen Kunden - soweit möglich - in Euro fakturiert und diese Einzahlungen zur Erfüllung seiner auf Euro lautenden Verbindlichkeiten verwendet. Dies trägt zur Reduzierung des Wechselkursrisikos bei. Neben dem US-Dollar/Euro-Wechselkursrisiko unterliegt der artnet Konzern in geringerem Umfang auch dem US-Dollar/Pfund-Sterling-Wechselkursrisiko.

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns, die in anderen Währungen als US-Dollar denominiert waren, lauteten am Bilanzstichtag wie folgt:

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Fremdwährung 31.12.2012

TEUR
31.12.2011

TEUR
31.12.2012

TEUR
31.12.2011

TEUR
31.12.2012 Summe < 1 Jahr > 1 Jahr
--- --- --- --- ---
EUR 497 640 278 200
GBP 212 482 17 5

Die folgende Tabelle zeigt aus Konzernsicht die Sensitivität einer 10%igen Auf- oder Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro und dem Pfund Sterling. Die Sensitivitätsanalyse berücksichtigt lediglich ausstehende, auf fremde Währung lautende monetäre Positionen und passt deren Umrechnung zum Bilanzstichtag entsprechend einer 10%igen Änderung der Wechselkurse an. Eine positive Zahl weist auf einen Anstieg des Jahresergebnisses und des Eigenkapitals hin, wenn der US-Dollar gegenüber der jeweils anderen Währung um 10 % ansteigt oder fällt.

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USD gegenüber 31.12.2012

TEUR
EUR 31.12.2011

TEUR
GBP 31.12.2012

TEUR
GBP 31.12.2011

TEUR
+ 10 %
Ergebnis (31) (26) (16) (39)
Eigenkapital 11 (14) (2) (1)
- 10 %
Ergebnis 38 32 19 48
Eigenkapital (14) 17 3 1

18 Anteilsbasierte Vergütungen

Aktienoptionsprogramm

Das bedingte Kapital 2009/I dient als Grundlage für das ebenfalls von der Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 beschlossene Aktienoptionsprogramm (Aktienoptionsprogramm 2009) und umfasst 560.000 Stammaktien mit einem Nennwert von jeweils EUR 1,00. Von diesem Betrag stehen bis zu 290.000 Aktien zur Ausgabe von Optionen an Mitarbeiter der artnet AG und verbundener Unternehmen zur Verfügung; bis zu 240.000 Aktien stehen zur Ausgabe von Bezugsrechten an die Mitglieder der Geschäftsführung der mit der artnet AG verbundenen Unternehmen zur Verfügung und bis zu 30.000 Aktien für die Ausgabe an den Vorstand.

In den Jahren 2009 und 2010 wurden an die Geschäftsführung und Mitarbeiter der Tochtergesellschaft Artnet Corp. Optionen aus dem Aktienoptionsprogrammen 2009 gewährt.

Die Anzahl der ausstehenden Optionen blieb mit 323.907 konstant zum Vorjahr, da in 2012 Optionen weder gewährt wurden noch ein Verfall bzw. ein Verzicht auf in Vorjahren gewährte Optionen erfolgt ist. Wie im Vorjahr sind die ausstehenden Optionen nicht ausübbar. Der gewichtete durchschnittliche Ausübungspreis der ausstehenden Optionen betrug am 31. Dezember 2012 unverändert zum Vorjahr EUR 4,85. Die am 31. Dezember 2012 ausstehenden Optionen hatten eine gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit von 7,14 Jahren (31. Dezember 2011: 8,14 Jahre).

Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wurde in den Jahren 2009 und 2010 für den Tag der Optionsgewährung auf Basis des Binomial-Modells unter Zugrundelegung der in den Vorjahresabschlüssen angegebenen Annahmen berechnet.

Die Optionen können erstmals nach Ablauf von zwei Jahren, beginnend mit dem Ablauf des Zuteilungstages und dann bis zum Ende ihrer Laufzeit, ausgeübt werden; sie verfallen zehn Jahre nach ihrer Gewährung. Bezugsrechte dürfen nicht ausgeübt werden in dem Zeitraum von zwei Wochen vor Quartalsende bis zum Ablauf des ersten Börsenhandelstages nach der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse und nicht in dem Zeitraum von zwei Wochen vor Geschäftsjahresende bis zum Ablauf des ersten Börsenhandelstages nach der Veröffentlichung der Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres.

Der Plan sieht des Weiteren vor, dass ein Bezugsrecht nur ausgeübt werden kann, wenn der Börsenschlusskurs, der vor dem Tag der beabsichtigten Ausübung der Option festgestellt wurde, den Ausübungspreis um mindestens zehn Prozent übersteigt. Ist das Erfolgsziel einmal erreicht, können die Optionen unabhängig von der weiteren Kursentwicklung der artnet-Aktie während ihrer Laufzeit in den Ausübungszeiträumen ausgeübt werden.

Der für aktienbasierte Vergütungen erfasste Aufwand im Geschäftsjahr 2012 beträgt EUR 139.393 gegenüber EUR 163.638 im Jahr 2011.

Bei einem Widerruf (Cancellation) der Optionszusage ist, einerlei welche Vertragspartei widerruft, die zeitanteilige Zuführung von Personalaufwand aufzugeben, da das Unternehmen keine Gegenleistung des Optionsberechtigten mehr erhält. Der noch nicht erfasste Optionsaufwand ist nach Maßgabe der noch erwarteten Beträge sofort zu erfassen. Dabei ist von dem bei Erfüllung der Zusage erwarteten Mengengerüst und nicht dem Ist-Zustand im Zeitpunkt der Kündigung auszugehen. Vor diesem Hintergrund musste aufgrund des Austritts von fünf Mitarbeitern, die anteilsbasierte Vergütungen erhielten, im Geschäftsjahr 2012 ein Aufwand von EUR 35.279 erfasst werden.

19 Personalaufwendungen

In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung sind die Personalaufwendungen der fortgeführten Geschäftsbereiche für die angegebenen Geschäftsjahre in den folgenden Aufwandskategorien erfasst:

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Personalaufwendungen nach Aufwandskategorie 2012

EUR
2011

EUR
Umsatzkosten 4.344.454 3.870.243
Vertrieb und Marketing 1.038.548 898.669
Allgemeine Verwaltungskosten 1.167.750 1.298.548
Produktentwicklung 1.378.373 952.105
Summe Personalaufwendungen 7.929.125 7.019.564

Die Personalkosten umfassen in den Geschäftsjahren 2012 bzw. 2011 Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von EUR 833.816 bzw. EUR 783.285 sowie 401(k)-Aufwendungen (Altersvorsorge) in Höhe von EUR 102.792 bzw. EUR 95.211. In den Personalaufwendungen des Geschäftsjahres 2012 sind Aufwendungen für Abfindungen in Höhe von EUR 208.000 (Vorjahr 2011: EUR 240.000) enthalten.

Am 31. Dezember 2012 hatte der Konzern 118 Vollzeitmitarbeiter, verglichen mit 114 Mitarbeitern im Vorjahr. Darüber hinaus waren 2012 zehn teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter für den artnet Konzern tätig, gegenüber 18 Teilzeitbeschäftigten im Vorjahr. Im Vertrieb und in sonstigen Bereichen hatte der Konzern zehn freie Mitarbeiter, während es 2011 elf freie Mitarbeiter waren.

artnet beschäftigte 2012 und 2011 im Monatsdurchschnitt 118 bzw. 112 Mitarbeiter. Die Mitarbeiter sind folgenden Aufwandskategorien zuzuordnen:

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2012 2011
Umsatzkosten 92 84
Vertrieb und Marketing 11 8
Allgemeine Verwaltungskosten 9 9
Produktentwicklung 6 11
Summe 118 112

20 Beitragsorientierte Altersvorsorgepläne

Die Tochtergesellschaft Artnet Corp. bietet allen berechtigten Mitarbeitern einen Altersvorsorgeplan an, der die Voraussetzungen der Section 401(k) des Internal Revenue Code der USA erfüllt. Das Vermögen des Plans wird getrennt vom Vermögen der Artnet Corp. in einem Fonds unter Treuhänderkontrolle gehalten. Teilnehmende Mitarbeiter können innerhalb des gesetzlichen Rahmens bis zu 100 % ihres Jahreseinkommens einbringen. Die Artnet Corp. leistet jedes Jahr einen entsprechenden Zuschuss. Im Geschäftsjahr 2012 betrug der Zuschuss der Gesellschaft EUR 102.792 und im Vorjahr EUR 95.211.

21 Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich mittels Division des Konzernergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Berichtsjahr in Umlauf befindlichen Stammaktien.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich in derselben Weise wie das unverwässerte Ergebnis je Aktie, mit dem Unterschied, dass sich die durchschnittliche Anzahl der in Umlauf befindlichen Stammaktien um die Anzahl der Aktien aus potenziellen Optionsausübungen erhöht.

Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie beruht auf den folgenden Daten:

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2012

EUR
2011

EUR
Zähler (Ergebnis): Konzernergebnis des Geschäftsjahres (2.426.695) 31.475
Nenner (Anzahl der Aktien): Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie (ausgegeben und voll eingezahlt) 5.552.986 5.552.986
Auswirkungen der potenziell verwässernden Aktien aus Aktienoptionen - -
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien zur Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie 5.552.986 5.552.986

Der gewichtete durchschnittliche Ausübungspreis der gewährten Aktienoptionen (EUR 4,85) übersteigt den durchschnittlichen Aktienkurs im Jahr 2012 (EUR 4,35). Folglich gibt es keine verwässernden Aktien.

22 Sonstige Angaben zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Betriebsergebnis

Das ausgewiesene Betriebsergebnis ergibt sich nach Abzug der folgenden betrieblichen Aufwendungen:

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2012

EUR
2011

EUR
Planmäßige Abschreibungen 501.341 583.992
Personalkosten 7.929.124 7.019.564

Im Berichtsjahr wurden planmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von EUR 154.973 gegenüber EUR 205.159 im Vorjahr erfasst.

Die planmäßigen Abschreibungen werden in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung als Teil der Umsatzkosten erfasst.

Zusätzlich wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 627.895 auf aktivierte Entwicklungs-kosten vorgenommen, siehe Abschnitt 7.

Sonstige Erträge und Aufwendungen

Im Berichtsjahr enthalten die sonstigen Erträge und Aufwendungen insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von EUR 160.000, denen Aufwendungen für mögliche Rechtsstreitigkeiten von EUR 92.000 und sonstige nicht operative Aufwendungen von EUR 116.000 gegenüberstehen. Im Jahr 2011 entstanden Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von EUR 135.254 und Abschreibungen von Vermögenswerten von EUR 32.218 und Aufwendungen aus Vorjahren von EUR 1.207.

Zinsertrag und Zinsaufwand

Als Zinsertrag werden die auf kurzfristige Baranlagen erwirtschafteten Zinsen ausgewiesen. Im Berichtsjahr umfasste der Zinsaufwand für Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing EUR 42.517, in 2011 EUR 14.720.

23 Aufgegebener Geschäftsbereich

Im Juni 2012 hat der Vorstand entschieden, den Geschäftsbereich artnet Magazin aufzugeben.

Der Verlust aus aufgegebenem Geschäftsbereich umfasst die dem ehemaligen Segment direkt zurechenbaren laufenden Personal- und Sachkosten, die in 2012 angefallenen Schließungskosten und anteilige Gemeinkosten, die im Wege einer verusachungsgerechten Schlüsselung zugeordnet wurden. Die Kosten der Schließung des Pariser Büros wurden dem aufgegebenen Geschäftsbereich nur insoweit zugeordnet, wie diese direkt die Erstellung des französischen Magazins betrafen, zuzüglich anteiliger Gemeinkosten. In den Zwischenabschlüssen seit dem Halbjahresabschluss 2012 waren die Kosten des Pariser Büros noch insgesamt dem aufgegebenen Geschäftsbereich zugeordnet worden. Dies wurde im Konzernjahresabschluss 2012 korrigiert. Im Halbjahresabschluss 2012 waren dem aufgegebenen Geschäftsbereich um TEUR 744 zu hohe Aufwendungen und den fortgeführten Geschäftsbereichen entsprechend zu geringe Aufwendungen zugeordnet worden.

Das Ergebnis des aufgegebenen Geschäftsbereichs wird in der Konzernergebnisrechnung gesondert ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde rückwirkend angepasst, indem die dem aufgegebenen Geschäftsbereiche zuzuordnenden Aufwendungen und Erträge umgegliedert wurden.

Eine detaillierte Darstellung der dem aufgegebenen Geschäftsbereich zuzuordnenden Erträge und Aufwendungen erfolgt in der Segmentberichterstattung im folgenden Abschnitt.

Dem aufgegebenen Geschäftsbereich artnet Magazin sind zum 31. Dezember 2012 keine Vermögenswerte mehr zuzuordnen. Hingegen entfallen EUR 52.441 der Rückstellungen auf den aufgegebenen Geschäftsbereich.

In der Kapitalflussrechnung werden die dem aufgegebenenen Geschäftsbereich zuzuordnenden Cash Flows gesondert dargestellt.

24 Segmentberichterstattung

Der Konzern berichtet über die Geschäftssegmente in gleicher Form, wie er diese Informationen entsprechend dem internen Berichtswesen an die Geschäftsführung und den Aufsichtsrat weiterleitet.

Die Berichterstattung des Konzerns bezieht sich auf die folgenden vier (Vorjahr: fünf) Segmente:

Das Segment artnet Galerien präsentiert die zum Verkauf stehenden Kunstwerke der Mitgliedsgalerien im Internet.
Das Segment artnet Price Database umfasst alle datenbankbezogenen Produkte. Hierzu gehören die artnet Price Database Fine Art and Design und die artnet Price Database Decorative Art sowie die darauf aufbauenden Produkte artnet Market Alert, artnet Market Reports und artnet Monografien. Darüber hinaus beinhaltet das Segment seit dem Geschäftsjahr 2012 das Produkt artnet Analytics.
Das Segment artnet Advertising erstellt Banner und nationale sowie internationale Werbung zur Wiedergabe auf der Webseite.
Das Segment artnet Auctions stellt eine Internet-Plattform zum Kauf und Verkauf von Kunstwerken zur Verfügung.

Das Segment artnet Magazin wurde im Juni 2012 eingestellt und wird als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen.

Die übrigen Segmente werden in Summe als fortgeführte Geschäftsbereiche dargestellt.

Die sich aufgrund der Einstellung des Segmentes Magazin ergebende neue Kostenverteilungsmethode wurde zur Gewährleistung der Vergleichbarkeit sowohl für 2012 als auch rückwirkend für 2011 angewandt.

Die Steuerung der einzelnen Segmente durch das Management erfolgt auf Basis des Ergebnisses vor Steuern. Nicht direkt zurechenbare Aufwendungen werden den berichtspflichtigen Segmenten im Wesentlichen auf der Grundlage von Mitarbeiterzahl und Umsatzerlösen je berichtspflichtiges Segment zugerechnet.

Eine Bewertung der Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten je berichtspflichtiges Segment wird dem Management nicht zur Verfügung gestellt. Daher werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nicht für jedes berichtspflichtige Segment dargestellt.

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EUR 2012 artnet

Galerien
artnet Price

Database
artnet

Auctions
artnet

Advertising
Fortgeführter

Geschäftsbereich
Aufgebener

Geschäftsbereich
Umsatzerlöse 4.915.582 5.123.047 2.366.673 1.082.247 13.487.549 46.555
Umsatzkosten 1.508.476 2.009.209 2.185.483 309.857 6.013.025 848.637
Bruttoergebnis vom Umsatz 3.407.106 3.113.838 181.190 772.390 7.474.524 (802.082)
Übrige betriebliche Aufwendungen
Vertrieb und Marketing 817.116 854.876 285.713 179.901 2.137.606
Allgemeine Verwaltungskosten 1.493.671 1.326.653 794.572 328.856 3.943.752 225.862
Produktentwicklung 663.805 696.603 417.216 146.147 1.923.771
Vergütungen aus Aktienoptionen 48.097 50.475 30.231 10.590 139.393
Übrige betriebliche Aufwendungen Gesamt 3.022.689 2.928.607 1.527.732 665.494 8.144.522 225.862
Betriebsergebnis 384.417 185.232 (1.346.542) 106.896 (669.997) (1.027.944)
Zinsergebnis und sonstige Erträge / (Aufwendungen) (27.495) (656.750) (17.283) (6.054) (707.581) (2)
Ergebnis vor Steuern 356.922 (471.518) (1.363.825) 100.842 (1.377.578) (1.027.946)
Ertragsteuern (7.305) (7.666) (4.592) (1.608) (21.171)
Ergebnis 349.617 (479.184) (1.368.417) 99.234 (1.398.749) (1.027.946)
Ergebnis aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen (1.027.946)
Konzernergebnis (2.426.695)

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EUR 2011 artnet

Galerien
artnet Price

Database
artnet

Auctions
artnet

Advertising
Fortgeführter

Geschäftsbereich
Aufgebener

Geschäftsbereich
Umsatzerlöse 4.885.097 4.695.442 2.079.859 1.584.684 13.245.082 95.584
Umsatzkosten 1.423.009 1.612.635 1.671.056 432.766 5.139.466 795.551
Bruttoergebnis vom Umsatz 3.462.088 3.082.807 408.803 1.151.918 8.105.616 (699.967)
Übrige betriebliche Aufwendungen
Vertrieb und Marketing 871.642 477.896 227.320 268.169 1.845.027
Allgemeine Verwaltungskosten 1.194.920 1.165.265 707.835 387.622 3.455.642 269.684
Produktentwicklung 560.828 561.706 437.016 181.680 1.741.229
Vergütungen aus Aktienoptionen 53.497 57.723 35.064 17.354 163.638
Übrige betriebliche Aufwendungen Gesamt 2.680.887 2.262.590 1.407.235 854.825 7.205.536 269.684
Betriebsergebnis 781.201 820.217 (998.432) 297.093 900.080 (969.651)
Zinsergebnis und sonstige Erträge / (Aufwendungen) (46.328) (49.986) (30.365) (15.028) (141.707)
Ergebnis vor Steuern 734.873 770.230 (1.028.797) 282.065 758.372 (969.651)
Ertragsteuern 242.753 242.753
Ergebnis 734.873 770.230 (786.044) 282.065 1.001.126 (969.651)
Ergebnis aus nicht fortgeführten Geschäftsbereichen (969.651)
Konzernergebnis 31.475

In den einzelnen Segmenten sind im Wesentlichen die nachfolgenden nicht zahlungswirksamen Aufwendungen enthalten:

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EUR 2012 artnet

Galerien
artnet Price

Database
artnet

Auctions
artnet

Advertising
Aufgebener

Geschäftsbereich
Summe
Planmäßige Abschreibungen 174.021 182.813 108.351 36.156 0 501.341
Außerplanmäßige Wertberichtigung 627.895 0 627.895
Wertberichtigungen auf Forderungen 61.731 64.850 38.436 12.826 0 177.843

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EUR 2011 artnet

Galerien
artnet Price

Database
artnet

Auctions
artnet

Advertising
Aufgebener

Geschäftsbereich
Summe
Planmäßige Abschreibungen 189.512 208.792 124.212 61.476 0 583.992
Wertberichtigungen auf Forderungen 23.942 26.065 15.632 7.767 0 73.406

Die im Geschäftsjahr 2012 erfasste außerplanmäßige Abschreibung im Segment artnet Price Database in Höhe von EUR 627.895 betrifft vollständig die Entwicklungskosten des Produktes artnet Analytics.

25 Umsatzaufteilung nach geografischen Regionen

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns wird hauptsächlich in den USA ausgeübt und dort von der Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corporation repräsentiert.

Die folgende Tabelle gliedert die Umsatzerlöse der fortgeführten Geschäftsbereiche des Konzerns nach geografischen Märkten:

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Umsatzerlöse 2012

EUR
2011

EUR
USA 7.505.041 7.487.743
Europa 4.649.592 5.153.325
Sonstiges 1.332.916 604.014
Summe 13.487.549 13.245.082

Vermögenswerte nach geografischen Regionen

Die folgende Tabelle gliedert die Buchwerte der Vermögenswerte des Konzerns sowie die Zugänge zum Sachanlagevermögen und zu den immateriellen Vermögenswerten nach den geografischen Regionen, in denen sich die Vermögenswerte befinden.

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Buchwerte des Vermögens Zugänge Anlagevermögen
31.12.2012

EUR
31.12.2011

EUR
31.12.2012

EUR
31.12.2011

EUR
--- --- --- --- ---
USA 5.497.769 7.011.424 1.342.976 925.238
Deutschland 447.022 199.000 16.349 10.719
Großbritannien 26.674 30.690 0 0
Frankreich 38.026 195.816 0 8.139
Summe 6.009.491 7.436.930 1.359.325 944.096

Die Segmentergebnisse und -verbindlichkeiten des Konzerns lassen sich den geografischen Regionen nicht aussagekräftig zuordnen.

Die planmäßigen Abschreibungen der Konzerngesellschaften entfallen im Wesentlichen mit EUR 462.188 (2011: EUR 530.670) auf das Anlagevermögen des Konzerns in den USA.

26 Operating-Leasingvereinbarungen und andere Verpflichtungen

Die Artnet Corp. hat ihre neuen Büroräume in New York im Rahmen unkündbarer Mietverträge (Operating-Leasing) mit einer Laufzeit bis zum 31. April 2023 angemietet.

Für die Büroräume in Berlin hat die artnet AG einen Mietvertrag mit einer unkündbaren Grundmietzeit bis zum 30. November 2013 abgeschlossen. Das Mietverhältnis für die Büroräume der artnet France sarl in Paris wurde mit der Schließung des Büros zum Ende Oktober 2012 beendet. Für die Büroräume in Berlin hat der Konzern die Option zur Verlängerung der Mietverträge um bis zu sechs Jahre. artnet UK Ltd. mietet sein Büro in London im Rahmen eines jederzeit kurzfristig kündbaren Mietvertrages an.

Aus den bestehenden Mietvereinbarungen ergeben sich zum 31. Dezember 2012 und 2011 die nachstehenden erwarteten Mindestmietzahlungen:

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EUR 31.12.2012 EUR 31.12.2011
Mietzahlungen
bis 1 Jahr 648.185 633.652
2 bis 5 Jahre 2.762.083 2.616.712
> 5 Jahre 4.302.947 4.779.501
Summe 7.713.215 8.029.865
Erlöse aus Untervermietung
bis 1 Jahr 0 17.224
2 bis 5 Jahre 0 0
> 5 Jahre 0 0
0 17.224
Saldo 7.713.215 8.012.641

Der Mietaufwand des Konzerns belief sich im Berichtsjahr auf EUR 738.493 und im Vorjahr auf EUR 493.910. Die Erlöse aus Untervermietung betrugen in 2012 EUR 4.306 und in 2011 EUR 62.394.

27 Honorare des Abschlussprüfers

Die Honorare und Kosten des Abschlussprüfers beliefen sich für die Abschlussprüfung der artnet AG und des artnet Konzerns im Geschäftsjahr 2012 auf EUR 68.204 und im Vorjahr auf EUR 54.000. Außerdem wurden in den Geschäftsjahren 2012 und 2011 für sonstige Leistungen EUR 33.520 bzw. EUR 16.700 in Rechnung gestellt. Alle Honorare wurden in den Geschäftsjahren 2012 bzw. 2011 als Aufwand erfasst.

28 Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Geschäftsvorfälle zwischen der artnet AG und ihren Tochtergesellschaften, bei denen es sich um nahe stehende Unternehmen handelt, wurden bei der Konsolidierung eliminiert und werden in diesem Anhang nicht näher erläutert.

Vorstand

Mit Wirkung zum 12. Juli 2012 wurde Herr Jacob Pabst zum Vorstand der artnet AG berufen. Der vorherige alleinige Vorstand Herr Hans Neuendorf gab im Laufe der Hauptversammlung am 8. August 2012 den Rücktritt von seinem Amt bekannt. Während der Übergangsfrist waren zwei Vorstände für die Gesellschaft tätig.

In den Geschäftsjahren 2012 und 2011 erhielt Herr Neuendorf von der artnet AG eine Vorstandsvergütung in folgender Höhe:

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01.01.- 08.08.2012

EUR
2011

EUR
Fixum 265.223 400.000
Wert zusätzlicher Leistungen (Dienstwagen) 4.575 8.302
Fixe Vergütungskomponenten 269.798 408.302
Bonus (variable Vergütung) 0 155.000
Summe 269.798 563.302

Auf die im Vorjahr gewährte variable Vergütung an Herrn Neuendorf verzichtete dieser im Rahmen seines Rücktrittes als Vorstandsvorsitzender im August 2012. Der resultierende Ertrag wird in der Gesamtergebnisrechnung in den sonstigen Erträgen ausgewiesen.

Herr Neuendorf bzw. Unternehmen, die sich unter seiner Kontrolle befinden, sind Eigentümer von 1.505.161 Aktien der artnet AG.

Im Jahr 2012 erhielt Herr Jacob Pabst von der Artnet Corp. eine Vorstandsvergütung in folgender Höhe:

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12.07.- 31.12.2012

EUR
Fixum 106.989
Wert zusätzlicher Leistungen (Krankenversicherung) 2.475
Fixe Vergütungskomponenten 109.464
Bonus (variable Vergütung) 0
Summe 109.464

Aufsichtsrat

John D. Hushon, Naples, Florida/USA, Vorsitzender

Prof. Dr. Walter Rust, Berlin/Deutschland, tellvertretender Vorsitzender

Dr. Jochen Gutbrod, Potsdam/Deutschland

An die Mitglieder des Aufsichtsrates wurden in den Geschäftsjahren 2012 und 2011 Vergütungen in folgender Höhe gezahlt:

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2012

EUR
2011

EUR
John D. Hushon 50.000 45.000
Prof. Dr. Walter Rust 37.500
Dr. Jochen Gutbrod 25.000
Dr. Christian Dohm 33.750
Hannes von Goesseln 22.500
Summe 112.500 101.250

Herr Hushon hält 53.054 Aktien der artnet AG. Herr Hushon hat über die Plattform artnet Auctions Kunstwerke verkauft und Verkäuferkommissionen an die Artnet Corp. in Höhe von USD 6.100 im Berichtsjahr (Vorjahr 2011: USD 0) gezahlt.

Der Vergütungsbericht im Konzernlagebericht fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrates der artnet AG Anwendung finden. Darüber hinaus erläutert der Vergütungsbericht die Höhe sowie Struktur der an die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder gezahlten Vergütung.

Sonstige Transaktionen mit nahe stehenden Personen

Zum 10. August 2012 wurde für die Dauer von zwei Jahren ein Beratervertrag mit der Galerie Neuendorf AG geschlossen. Vorstand der Galerie Neuendorf AG ist Herr Hans Neuendorf. Gegenstand des Vertrages ist die laufende strategische Beratung bei der Produkt- und Geschäftsentwicklung, insbesondere auf internationaler Ebene. Die jährliche Vergütung beträgt EUR 360.000. Für das Jahr 2012 wurden EUR 160.000 Beraterhonorar und EUR 19.259 Auslagenerstattung als Aufwand berücksichtigt. Zum 31. Dezember 2012 bestanden Verbindlichkeiten gegenüber der Galerie Neuendorf AG in Höhe von EUR 107.000. Herr Neuendorf hat mit Vereinbarung vom 31. März 2013 seine bereits entstandenen Ansprüche sowie bis zum 31. Dezember 2013 noch entstehende Ansprüche aus dem Beratungsvertrag bis zum 31. März 2014 gestundet.

Die Galerie Neuendorf AG hat über die Plattform artnet Auctions Kunstwerke verkauft und Verkäuferkommissionen an die Artnet Corp. in Höhe von EUR 1.327 im Berichtsjahr und EUR 3.630 im Vorjahr gezahlt. Im Januar 2012 erhielt die Galerie Neuendorf AG vom artnet Konzern ein kurzfristiges Darlehen über USD 85.000, das am 20. Februar 2012 zurückgezahlt wurde.

Frau Sophie Neuendorf, eine Herrn Neuendorf nahe stehende Person, ist als Assistentin im Bereich Social Media für die artnet AG tätig. Ihr Gehalt betrug im Geschäftsjahr 2012 EUR 36.707 und in 2011 EUR 20.214.

Frau Caroline Neuendorf, einer Herrn Neuendorf ebenfalls nahe stehenden Person, wurden 2012 Provisionen für den Verkauf von artnet Monografien in Höhe von EUR 800 (Vorjahr 2011: EUR 3.200) gezahlt.

29 Schätzungen und Ermessensausübungen im Rahmen der Rechnungslegung

Zur Erstellung des Konzernabschlusses muss das Management Schätzungen vornehmen und Annahmen treffen, die die Höhe der berichteten Beträge und die diesbezüglichen Anhangangaben beeinflussen. Alle Schätzungen und Annahmen erfolgen nach bestem Wissen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln. Insbesondere die folgenden Bilanzierungsmethoden sind von Schätzungen und Ermessensausübungen der Geschäftsführung wesentlich betroffen:

Aktive latente Steuern

Zu jedem Bilanzstichtag beurteilt der Konzern, ob die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile für die Erfassung latenter Steueransprüche hinreichend wahrscheinlich ist. Dies erfordert vom Management u. a. die Beurteilung der Steuervorteile, die sich aus den zur Verfügung stehenden Steuerstrategien und dem künftigen zu versteuernden Einkommen ergeben, sowie die Berücksichtigung weiterer positiver und negativer Faktoren. Die ausgewiesenen latenten Steueransprüche könnten sich verringern, falls die Einschätzung der voraussichtlichen steuerlichen Gewinne gesenkt werden müsste.

Aktivierung der Website-Entwicklungskosten

Die Aktivierung der Website-Entwicklungskosten betrifft neue Produkte und wesentliche Erweiterungen oder Verbesserungen der Webseite, von denen der Konzern annimmt, dass sie künftig zur Erzielung zusätzlicher Umsatzerlöse führen werden. Die Umsatzprognosen für diese neuen Produkte beruhen auf den besten Schätzungen der Geschäftsführung. Die tatsächlichen Beträge können jedoch von den Prognosen abweichen.

Werthaltigkeitstest artnet Analytics

Dem Werthaltigkeitstest liegen Annahmen über den zukünftigen Zufluss von Zahlungsmitteln zu Grunde. Die Cash-Flow-Erwartungen beruhen auf den besten Schätzungen der Geschäftsführung. Die tatsächlichen Beträge können jedoch von den Prognosen abweichen.

30 Mitteilungen nach WpHG

8. März 2012

Die Artis Partners 2X (Institutional), L.P., mit Sitz in San Francisco, Kalifornien, USA, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 1. März 2012 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und nun 5,72%, entsprechend 322.118 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt.

4. Juni 2012

1. Die Artis Partners 2X (InstitutionaL), L.P., (eine Kommanditgesellschaft nach den Gesetzen des Bundesstaates Delaware) in San Francisco, Kalifornien, USA, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 29. Mai 2012 die Schwellen von 5 % und 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,32 %, entsprechend 130.641 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt.

2. Die Artis Partners 2X Ltd., in San Francisco, Kalifornien, USA, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 29. Mai 2012 die Schwellen von 5 % und 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,98 %, entsprechend 167.712 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt.

3. Die Artis Capital Management L.P., mit Sitz in San Francisco, Kalifornien, USA, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 29. Mai 2012 die Schwellen von 15 % und 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 7,47 %, entsprechend 420.552 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Die gesamten Stimmrechte von 7,47 % sind der Artis Capital Management L.P. nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG unter anderem über die Artis Partners 2X (Institutional), L.P., und die Artis Partner 2X Ltd. zuzurechnen.

4. Die Artis Capital Management Inc., mit Sitz in San Francisco, Kalifornien, USA, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 29. Mai 2012 die Schwellen von 15 % und 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 7,47 %, entsprechend 420.552 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Die gesamten Stimmrechte von 7,47 % sind der Artis Capital Management Inc. nach §§ 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6, 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG unter anderem über die Artis Partners 2X (Institutional), L.P., und die Artis Partner 2X Ltd. zuzurechnen.

5. Herr Stuart L. Peterson, USA, hat uns mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 29. Mai 2012 die Schwellen von 15 % und 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 7,47 %, entsprechend 420.552 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Die gesamten Stimmrechte von 7,47 % sind ihm nach §§ 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6, 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG unter anderem über die Artis Partners 2X (Institutional), L.P., und die Artis Partner 2X Ltd. zuzurechnen.

4. Juni 2012 - Korrektur der Mitteilung

1. Die Redline Capital Management, Société Anonyme, mit Sitz in Luxemburg, Luxemburg, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 29. Mai 2012 die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 9,07 %, entsprechend 510.783 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt.

2. Die Instacom International S.A. SPF mit Sitz in Luxemburg, Luxemburg, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 29. Mai 2012 die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 9,07 %, entsprechend 510.783 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Die gesamten Stimmrechte von 9,07 % sind der Instacom International S.A. SPF nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Redline Capital Management, Société Anonyme, zuzurechnen.

3. Herr Vladimir Evtushenkov, Russland, hat uns mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 29. Mai 2012 die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 9,07 %, entsprechend 510.783 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Die gesamten Stimmrechte von 9,07 % sind ihm nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Instacom International S.A. SPF und die Redline Capital Management, Société Anonyme, zuzurechnen.

18. Juni 2012

1. Die Weng Fine Art AG mit Sitz in Krefeld, Deutschland, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 01. Juni 2012 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,55 %, entsprechend 200.000 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt.

2. Herr Rüdiger K. Weng, Deutschland, hat uns mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 1. Juni 2012 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 4,03 %, entsprechend 227.100 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Die gesamten Stimmrechte (4,03 %) oder 227.100 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG sind Herrn Weng gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zurechenbar. Von diesen Stimmrechten werden ihm 3,55 %, entsprechend 200.000 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, über die Weng Fine Art AG zugerechnet.

19. Juni 2012

1. Die Redline Capital Management, Société Anonyme, mit Sitz in Luxemburg, Luxemburg, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 29. Mai 2012 die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 9,07 %, entsprechend 510.783 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt.

2. Die Instacom International S.A. SPF mit Sitz in Luxemburg, Luxemburg, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 29. Mai 2012 die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 9,07 %, entsprechend 510.783 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Die gesamten Stimmrechte von 9,07 % sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG der Redline Capital Management, Société Anonyme, zuzurechnen.

3. Herr Vladimir Evtushenkov, Russland, hat uns mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 29. Mai 2012 die Schwellen von 3 % und 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 9,07 %, entsprechend 510.783 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Die gesamten Stimmrechte von 9,07 % sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG der Instacom International S.A. SPF und der Redline Capital Management, Aktiengesellschaft, zuzurechnen.

2. Juli 2012

1. Die Weng Fine Art AG mit Sitz in Krefeld, Deutschland, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 27. Juni 2012 die Schwellen von 5 % und 10 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,01 %, entsprechend 563.485 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Davon werden der Weng Fine Art AG 6,40 %, entsprechend 360.485 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, über die Redline Capital Management, Societé Anonyme mit Sitz in Luxemburg, Luxemburg nach § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet.

2. Herr Rüdiger K. Weng, Deutschland, hat uns mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 27. Juni 2012 die Schwellen von 5 % und 10 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,24 %, entsprechend 576.485 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Die gesamten Stimmrechte werden Herrn Rüdiger K. Weng wie folgt zugerechnet: 3,84 %, entsprechend 216.000 Stimmrechte von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, werden Herrn Rüdiger K. Weng nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet; von diesen Stimmrechten werden Herrn Rüdiger K. Weng 3,61 %, entsprechend 203.000 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, über die Weng Fine Art AG zugerechnet. 6,40 %, entsprechend 360.485 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, werden Herrn Rüdiger K. Weng über die Redline Capital Management, Societé Anonyme mit Sitz in Luxemburg, Luxemburg nach § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet.

2. Juli 2012

1. Die Redline Capital Management, Societé Anonyme, mit Sitz in Luxemburg, Luxemburg, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 27. Juni 2012 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,01 %, entsprechend 563.485 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Davon werden der Redline Capital Management, Societé Anonyme, 3,61 %, entsprechend 203.000 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, über die Weng Fine Art AG mit Sitz in Krefeld, Deutschland, nach § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet.

2. Die Instacom International S.A. SPF mit Sitz in Luxemburg, Luxemburg, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 27. Juni 2012 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,01 %, entsprechend 563.485 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Die gesamten Stimmrechte werden der Instacom International S.A. SPF wie folgt zugerechnet: 6,40 %, entsprechend 360.485 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, werden der Instacom International S.A. SPF nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Redline Capital Management, Societé Anonyme zugerechnet. 3,61 %, entsprechend 203.000 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, werden der Instacom International S.A. SPF über die Weng Fine Art AG mit Sitz in Krefeld, Deutschland, nach § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet.

3. Herr Vladimir Evtushenkov, Russland, hat uns mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 27. Juni 2012 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,01 %, entsprechend 563.485 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Die gesamten Stimmrechte werden Herrn Vladimir Evtushenkov wie folgt zugerechnet: 6,40 %, entsprechend 360.485 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, werden Herrn Vladimir Evtushenkov nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Redline Capital Management, Societé Anonyme und die Instacom International S.A. SPF zugerechnet. 3,61 %, entsprechend 203.000 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, werden der Instacom International S.A. SPF über die Weng Fine Art AG mit Sitz in Krefeld, Deutschland, nach § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet.

26. Juli 2012

1. Die Weng Fine Art AG mit Sitz in Krefeld, Deutschland, hat uns am 27. Juni 2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 27. Juni 2012 die Schwellen von 5 % und 10 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,01 %, entsprechend 563.485 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Herr Rüdiger K. Weng, Deutschland, hat uns am 27. Juni 2012 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 27. Juni 2012 die Schwellen von 5 % und 10 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,24 %, entsprechend 576.485 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt.

Hinsichtlich der mit dem Erwerb der Stimmrechte verfolgten Ziele und der Herkunft der für den Erwerb verwendeten Mittel macht Herr Rüdiger K. Weng für sich persönlich sowie für die Weng Fine Art AG am 25. Juli 2012 gemäß § 27a Abs. 1 WpHG folgende Angaben:

1. Ziele des Erwerbs der Stimmrechte (§ 27a Abs. 1 S. 1 iVm S. 3 WpHG)

a. Die Investition dient der Umsetzung strategischer Ziele.

b. Nachdem die Meldepflichtigen nach der Schwellenwertüberschreitung weitere Aktien der artnet AG erworben haben, beabsichtigen sie derzeit nicht, innerhalb der nächsten zwölf Monate weitere Stimmrechte an der artnet AG durch Erwerb oder auf sonstige Weise zu erlangen.

c. Die Meldepflichtigen streben an, auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- oder Aufsichtsorganen der artnet AG Einfluss zu nehmen.

d. Die Meldepflichtigen streben derzeit keine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur der artnet AG an, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis von Eigen- und Fremdfinanzierung und die Dividendenpolitik.

2. Herkunft der zum Kauf der Stimmrechte verwendeten Mittel (§ 27a Abs. 1 S. 4 WpHG)

Der Erwerb der Stimmrechte erfolgte unter Einsatz eigener Mittel.

2. Die Redline Capital Management, Societé Anonyme mit Sitz in Luxemburg, Luxemburg, hat uns am 27. Juni 2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 27 Juni 2012 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,01 %, entsprechend 563.485 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Die Instacom International S.A. SPF mit Sitz in Luxemburg, Luxemburg, hat uns am 27. Juni 2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 27. Juni 2012 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,01 %, entsprechend 563.485 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Herr Vladimir Evtushenkov, Russland, hat uns am 27. Juni 2012 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 27. Juni 2012 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 10,01 %, entsprechend 563.485 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt.

Hinsichtlich der mit dem Erwerb der Stimmrechte verfolgten Ziele und der Herkunft der für den Erwerb verwendeten Mittel machen die Redline Capital Management S.A., die Instacom International S.A. SPF und Herr Vladimir Evtushenkov am 25. Juli 2012 gemäß § 27a Abs. 1 WpHG folgende Angaben:

1. Ziele des Erwerbs der Stimmrechte (§ 27a Abs. 1 S. 1 iVm S. 3 WpHG)

a. Die Investition dient der Umsetzung strategischer Ziele.

b. Die Meldepflichtigen beabsichtigen, innerhalb der nächsten zwölf Monate weitere Stimmrechte an der artnet AG durch Erwerb oder auf sonstige Weise zu erlangen.

c. Die Meldepflichtigen streben an, auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- oder Aufsichtsorganen der artnet AG Einfluss zu nehmen.

d. Die Meldepflichtigen streben derzeit keine wesentliche Änderung der Kapitalstruktur der artnet AG an, insbesondere im Hinblick auf das Verhältnis von Eigen- und Fremdfinanzierung und die Dividendenpolitik.

2. Herkunft der zum Kauf der Stimmrechte verwendeten Mittel (§ 27a Abs. 1 S. 4 WpHG)

Der Erwerb der Stimmrechte erfolgte unter Einsatz eigener Mittel.

3. August 2012

Frau Renate Bothe, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 3. August 2012 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG, Berlin, Deutschland am 3. August 2012 anlässlich der Bevollmächtigung für die Ausübung von Stimmrechten für die Hauptversammlung der artnet AG am 8. August 2012 die Schwellen von 3 %, 5 % und 10 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 12,58 %, entsprechend 708.180 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Davon werden Frau Renate Bothe 8,88 %, entsprechend 500.000 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, über Herrn Robert de Rothschild, New York, USA, nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet. 2,16 %, entsprechend 121.680 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, werden Frau Renate Bothe über Frau Christiane Waldbauer, Hamburg, nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet. 1,33 %, entsprechend 75.000 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, werden Frau Renate Bothe über die B. Metzler seel. Sohn & Co. KGaA nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet. 0,2 %, entsprechend 11.500 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, werden Frau Renate Bothe über Frau Nicole von Bredow nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 6 WpHG zugerechnet. Frau Renate Bothe stehen nach Ablauf der Hauptversammlung der artnet AG am 8. August 2012 0 % der Stimmrechte an der artnet AG zu, was 0 Stimmrechten von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG entspricht.

8. August 2012

1. Die Redline Capital Management S. A., mit Sitz in Luxemburg, Luxemburg, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 23. Juli 2012 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,94 %, entsprechend 559.531 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Davon werden der Redline Capital Management S.A. 3,55 %, entsprechend 200.100 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, unter anderem über die Weng Fine Art AG mit Sitz in Krefeld, Deutschland, nach § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet.

2. Die Instacom International S.A. SPF mit Sitz in Luxemburg, Luxemburg, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimm-rechtsanteil an der artnet AG am 23. Juli 2012 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,94 %, entsprechend 559.531 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Die gesamten Stimmrechte werden der Instacom International S.A. SPF wie folgt zugerechnet: 6,38 %, entsprechend 359.431 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, werden der Instacom International S.A. SPF nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Redline Capital Management S.A. zugerechnet. 3,55 %, entsprechend 200.100 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, werden der Instacom International S.A. SPF unter anderem über die Weng Fine Art AG mit Sitz in Krefeld, Deutschland, nach § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet.

3. Herr Vladimir Evtushenkov, Russland, hat uns mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 23. Juli 2012 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,94 %, entsprechend 559.531 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Die gesamten Stimmrechte werden Herrn Vladimir Evtushenkov wie folgt zugerechnet: 6,38 %, entsprechend 359.431 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, werden Herrn Vladimir Evtushenkov nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über die Redline Capital Management S.A. und die Instacom International S.A. SPF zugerechnet. 3,55 %, entsprechend 200.100 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, werden Herr Vladimir Evtushenkov unter anderem über die Weng Fine Art AG mit Sitz in Krefeld, Deutschland, nach § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet.

8. August 2012

1. Die Weng Fine Art AG mit Sitz in Krefeld, Deutschland, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 23. Juli 2012 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,94 %, entsprechend 559.531 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Davon werden der Weng Fine Art AG 6,38 %, entsprechend 359.531 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, unter anderem über die Redline Capital Management S.A. mit Sitz in Luxemburg, Luxemburg nach § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet.

2. Herr Rüdiger K. Weng, Deutschland, hat uns mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 23. Juli 2012 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 9,94 %, entsprechend 559.531 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Die gesamten Stimmrechte werden Herrn Rüdiger K. Weng wie folgt zugerechnet: 0,0018%, entsprechend 100 Stimmrechte von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, werden Herrn Rüdiger K. Weng nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. 3,55 %, entsprechend 200.000 Stimmrechte von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, werden Herrn Rüdiger K. Weng nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG und § 22 Abs. 2 WpHG über die Weng Fine Art AG zugerechnet. 6,38 %, entsprechend 359.431 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, werden Herrn Rüdiger K. Weng über die Redline Capital Management S.A. mit Sitz in Luxemburg, Luxemburg nach § 22 Abs. 2 WpHG zugerechnet.

20. August 2012

1. Die Weng Fine Art AG mit Sitz in Krefeld, Deutschland, hat uns mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 15. August 2012 die Schwellen von 5 % und 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,20 %, entsprechend 124.000 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt.

2. Herr Rüdiger K. Weng, Deutschland, hat uns mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der artnet AG am 15. August 2012 die Schwellen von 5 % und 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,20 %, entsprechend 124.100 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, beträgt. Die gesamten Stimmrechte werden Herrn Rüdiger K. Weng nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet; von diesen Stimmrechten werden Herrn Rüdiger K. Weng 2,20 %, entsprechend 124.000 von insgesamt 5.631.067 Stimmrechten an der artnet AG, über die Weng Fine Art AG zugerechnet.

22. August 2012

1. Wir haben folgende Mitteilung nach § 25 Abs. 1 WpHG am 17.08.2012 erhalten:

1. Emittent: artnet AG, Oranienstraße 164, 10969 Berlin

2. Mitteilungspflichtiger: Redline Capital Management S. A., Staat: Luxemburg, Sitz: Luxemburg

3. Art der Schwellenberührung: Überschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen: 5 %

5. Datum der Schwellenberührung: 21.05.2012

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil: 9,07 % (entspricht: 510.783 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil: Stimmrechtsanteil aufgrund von(Finanz-/sonstigen) Instrumen-tennach § 25 WpHG: 8,88 % (entspricht: 500.000 Stimmrechten, davon mittelbar gehalten: 0 % (entspricht: 0 Stimmrechten) Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG: 0,19 % (entspricht: 10.783 Stimmrechten)

8. Einzelheiten zu den (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG: Verfall: 21.05.2012

2. Wir haben folgende Mitteilung nach § 25 Abs. 1 WpHG am 17.08.2012 erhalten:

1. Emittent: artnet AG, Oranienstraße 164, 10969 Berlin

2. Mitteilungspflichtiger: Instacom International S.A. SPF, Staat: Luxemburg, Sitz: Luxemburg

3. Art der Schwellenberührung: Überschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen: 5 %

5. Datum der Schwellenberührung: 21.05.2012

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil: 9,07 % (entspricht: 510.783 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil: Stimmrechtsanteil aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG: 8,88 % (entspricht: 500.000 Stimmrechten] davon mittelbar gehalten: 8,88 % (entspricht: 500.000 Stimmrechten) Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG:´0.19.%(entspricht: 10.783 Stimmrechten)

8. Einzelheiten zu den (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG: Kette der kontrollierten Unternehmen: Redline Capital Management S. A. Verfall: 21.05.2012

22. August 2012

1. Wir haben folgende Mitteilung nach § 25 Abs. 1 WpHG am 17.08.2012 erhalten:

1. Emittent: artnet AG, Oranienstraße 164, 10969 Berlin

2. Mitteilungspflichtiger: Vladimir Evtushenkov, Staat: Russland

3. Art der Schwellenberührung: Unterschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen: 5 %

5. Datum der Schwellenberührung: 29.05.2012

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil: 0 % (entspricht: 0 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil: Stimmrechtsanteil aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG: 0 % (entspricht: 0 Stimmrechten) davon mittelbar gehalten: 0 % (entspricht: 0 Stimmrechten) Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG: 0,19 % (entspricht: 10.783 Stimmrechten)

2. Wir haben folgende Mitteilung nach § 25 Abs. 1 WpHG am 17.08.2012 erhalten:

1. Emittent: artnet AG, Oranienstraße 164, 10969 Berlin

2. Mitteilungspflichtiger: Instacom, International S.A. SPF, Staat: Luxemburg, Sitz: Luxemburg

3. Art der Schwellenberührung: Unterschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen: 5 %

5. Datum der Schwellenberührung: 29.05.2012

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil: 0 % (entspricht: 0 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil: Stimmrechtsanteil aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG: 0 % (entspricht: 0 Stimmrechten) davon mittelbar gehalten: 0 % (entspricht: 0 Stimmrechten) Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG: 0,19 % (entspricht: 10.783 Stimmrechten) Stimmrechtsmitteilung nach § 25 Abs. 1 WpHG

3. Wir haben folgende Mitteilung nach § 25 Abs. 1 WpHG am 17.08.2012 erhalten:

1. Emittent: artnet AG, Oranienstraße 164, 10969 Berlin

2. Mitteilungspflichtiger: Vladimir Evtushenkov, Staat: Russland

3. Art der Schwellenberührung: Unterschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen: 5 %

5. Datum der Schwellenberührung: 29.05.2012

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil: 0 % (entspricht: 0 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil: Stimmrechtsanteil aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG: 0 % (entspricht: 0 Stimmrechten) davon mittelbar gehalten: 0 % (entspricht: 0 Stimmrechten) Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG: 0,19 % (entspricht: 10.783 Stimmrechten)

29. August 2012

1. Wir haben folgende Mitteilung nach § 25 Abs. 1 WpHG am 28.08.2012 erhalten:

1. Emittent: artnet AG, Oranienstraße 164, 10969 Berlin

2. Mitteilungspflichtiger: Redline Capital Management S. A., Staat: Luxemburg, Sitz: Luxemburg

3. Art der Schwellenberührung: Unterschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen: 5 %

5. Datum der Schwellenberührung: 29.05.2012

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil: 0 % (entspricht: 0 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil: Stimmrechtsanteil, aufgrund von (Finanz-/sonstlgen) Instrumenten nach § 25 WpHG: 0 % (entspricht: 0 Stimmrechten) davon mittelbar gehalten: 0 % (entspricht: 0 Stimmrechten) Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG: 9,07 % (entspricht: 510.783 Stimmrechten) Stimmrechtsmitteilung nach § 25 Abs. 1 WpHG

2. Wir haben folgende Mitteilung nach § 25 Abs. 1 WpHG am 28.08.2012 erhalten:

1. Emittent: artnet AG, Oranienstraße 164, 10969 Berlin

2. Mitteilungspflichtiger: Instacom International S.A. SPF, Staat: Luxemburg, Sitz: Luxemburg

3. Art der Schwellenberührung: Unterschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen: 5 %

5. Datum der Schwellenberührung: 29.05.2012

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil: 0 % (entspricht: 0 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil: Stlmmrechtsantell aufgrund von (Finanz-/sonstigen] Instrumenten nach § 25 WpHG: 0 % (entspricht: 0 Stimmrechten] davon mittelbar gehalten: 0 % (entspricht: 0 Stimmrechten] Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG: 9,07 % (entspricht: 510.783 Stimmrechten] Stimmrechtsmitteilung nach § 25 Abs. 1 WpHG

3. Wir haben folgende Mitteilung nach § 25 Abs. 1 WpHG am 17.08.2012 erhalten:

1. Emittent: artnet AG, Oranienstraße 164, 10969 Berlin

2. Mitteilungspflichtiger: Vladimir Evtushenkov, Staat: Russland

3. Art der Schwellenberührung: Unterschreitung

4. Betroffene Meldeschwellen: 5 %

5. Datum der Schwellenberührung: 29.05.2012

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil: 0 % (entspricht: 0 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil: Stimmrechtsanteil aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG: 0 % (entspricht: 0 Stimmrechten) davon mittelbar gehalten: 0 % (entspricht: 0 Stimmrechten) Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG: 0,19 % (entspricht: 10.783 Stimmrechten)

8. Oktober 2012

1. Wir haben folgende Mitteilung nach § 25 Abs. 1 WpHG am 02.10.2012 erhalten:

1. Emittent: artnet AG, Oranienstraße 164, 10696 Berlin, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger: Skate's LLC, Staat: USA, Sitz: New York, Staat: USA

3. Art der Schwellenberührung: Schwellenüberschreitung aufgrund Erwerb/Veräußerung

4. Betroffene Meldeschwellen: 5 %

5. Datum der Schwellenberührung: 19.04.2012

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil: 8,88% (entspricht: 500.000 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil: Stimmrechtsanteil aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG: 8,88 % (entspricht: 500.000 Stimmrechten) davon mittelbar gehalten: 0,00 % (entspricht: 0 Stimmrechten) Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG 0,00 % (entspricht: 0 Stimmrechten)

8. Einzelheiten zu den (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach §25 WpHG: Verfall: 21.05.2012

2. Wir haben folgende Korrektur der Mitteilung nach §25 Abs.1 WpHG vom 18.09.2012 am 02.10.2012 erhalten:

1. Emittent: artnet AG, Oranienstraße 164, 10696 Berlin, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger: Skate's LLC, Staat: USA, Sitz: New York, Staat: USA

3. Art der Schwellenberührung: Schwellenunterschreitung aufgrund Erwerb/Veräußerung

4. Betroffene Meldeschwellen: 5%

5. Datum der Schwellenberührung: 21.05.2012

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil: 0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil: Stimmrechtsanteil aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG: 0,00 % (entspricht: 0 Stimmrechten) davon mittelbar gehalten: 0,00 % (entspricht: 0 Stimmrechten) Stimmrechtsanteile nach §§21, 22 WpHG 0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten)

10. Oktober 2012

Wir haben folgende Mitteilung nach §25 Abs.1 WpHG am 02.10.2012 erhalten:

1. Emittent: artnet AG Oranienstraße 164, 10696 Berlin, Deutschland

2. Mitteilungspflichtiger: Skate's LLC, Staat: USA, Sitz: New York, Staat: USA

3. Art der Schwellenberührung: Schwellenunterschreitung aufgrund Erwerb/Veräußerung

4. Betroffene Meldeschwellen: 5 %

5. Datum der Schwellenberührung: 21.05.2012

6. Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil: 0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten)

7. Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil: Stimmrechtsanteil aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG: 0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten) davon mittelbar gehalten: 0,00 % (entspricht: 0 Stimmrechten) Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG 0,00% (entspricht: 0 Stimmrechten)

31 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Bezüglich der Berichterstattung über Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag verweisen wir auf den Abschnitt 9. des Konzernlageberichts.

32 Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG

Am 13. Dezember 2012 haben Vorstand und Aufsichtsrat der artnet AG die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner aktuellen Fassung vom 15. Mai 2012 abgegeben und den Aktionären auf der Webseite der Gesellschaft zur Verfügung gestellt.

Berlin, 2. April 2013

Jacob Pabst, Vorstandsvorsitzender

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der artnet AG, Berlin, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hamburg, 2. April 2013

**Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Thomas Götze, Wirtschaftsprüfer

Dirk Schützenmeister , Wirtschaftsprüfer