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artnet AG Annual Report 2010

Jun 28, 2011

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Annual Report

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ARTNET AG

BERLIN

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010

LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2010

1. WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

Konjunkturelle Lage

Gegen Ende 2010 erlebte die Wirtschaft einen Aufschwung, der von einem Aufleben der Verbrauchernachfrage und einer Entspannung auf dem Arbeitsmarkt ausgelöst wurde. Der Immobilienmarkt in den USA blieb hingegen schwach.

Nach Einschätzung von CitiGroup Global Markets dürfte das globale Wachstum im Jahr 2011 bei rund 3,7 % liegen. Allerdings wird das Wachstum wohl auch weiterhin uneinheitlich sein und das Gefälle zwischen den Schwellenmärkten und den Industrieländern größer werden. Die USA rechnen mit einer Wachstumsrate von 3,4% und dürften damit das Wachstum der Euro-Zone im Jahr 2011 um 1,4% überholen. In der Euro-Zone wird eine merkliche Diskrepanz zwischen den finanzschwachen Ländern und Deutschland erwartet. Die EZB wird die Zinssätze voraussichtlich konstant halten; erst in der zweiten Jahreshälfte 2011 oder Anfang 2012 ist mit moderaten Zinserhöhungen zu rechnen.

Die Entwicklung des Kunstmarktes - Ein „Sekt oder Selters"-Szenario

Der Sekundärmarkt (Resale) bei Auktionen verzeichnete im Geschäftsjahr 2010 eine deutliche Verbesserung. Christie's gab den höchsten Jahresumsatz ihrer 245jährigen Geschichte bekannt (3,3 Mrd. GBP gegenüber 2,1 Mrd. GBP in 2009). Die Neunmonatsergebnisse von Sotheby's (die Jahresendergebnisse lagen zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts noch nicht vor) weisen auf eine Umsatzsteigerung von 63 % hin, allerdings im Vergleich zu 2009, als beide Auktionshäuser einen Umsatzeinbruch (65 % bei Sotheby's) erlitten.

Bieter aus dem wieder auflebenden Finanzsektor trieben die Umsätze mit fantastischen Losen nach oben; der wohl berühmteste Verkauf war „Nuassis sur un divan" von Amedeo Modigliani, der Sotheby's beim New York Impressionist and Modern Evening Sale eine Rekordsumme von 69 Mio. USD einbrachte.

Im Gegensatz hierzu stagnierten die Galerieumsätze für Kunst und Antiquitäten im Jahr 2010, da der Immobilienmarkt ein historisches Tief erreichte.

2. GESCHÄFTSORGANISATION, -STRATEGIE UND -ENTWICKLUNG

Die Konzernorganisation von artnet

Die artnet AG ist eine Holding-Gesellschaft, deren Aktien am Geregelten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sind. Ihre wesentliche Beteiligung ist die hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corp., die 1989 in New York gegründet wurde. Die artnet AG („artnet" oder „die Gesellschaft") und Artnet Worldwide Corp. („Artnet Corp.", zusammen „der artnet Konzern" oder „Konzern") sind unter dem Markennamen „artnet" tätig.

Die Artnet Corp. hat zwei hundertprozentige Tochtergesellschaften: artnet UK Ltd. und artnet France sarl. artnet UK Ltd. erbringt Dienstleistungen im Bereich Vertrieb und Kundenbetreuung in Großbritannien. artnet France sarl erfüllt die gleichen Aufgaben in Frankreich, unterhält aber darüber hinaus die Website www.artnet.fr und publiziert ein Online-Kunstmagazin in französischer Sprache.

Die Unternehmens-Webseiten www.artnet.com, www.artnet.de und www.artnet.fr bieten einen weltweit einmaligen Marktüberblick und zogen damit im Jahr 2010 durchschnittlich 1,8 Mio. einzelne Besucher (unique visitors) im Monat an. Dank der zeitnah bereitgestellten Informationen über den Wert von Kunstwerken sowie über Künstler, Galerien, Preisentwicklungen, Ausstellungen, Nachrichten und Rezensionen ist es für Sammler und Kunstexperten leichter, sich im Kunstmarkt zurechtzufinden.

Zum 31. Dezember 2010 umfasste der Bereich artnet Galerien rund 2.100 der weltweit renommiertesten Kunstgalerien und Auktionshäuser auf fünf Kontinenten. Die Mitgliedsgalerien sind in einem Verzeichnis nach Fachgebieten und Standorten zusammengefasst und repräsentieren die im Inventar befindlichen insgesamt 173.000 Werke von 37.000 Künstlern. Über die artnet Galerien werden neben sämtlichen Formen der zeitgenössischen und klassischen Kunst auch Designobjekte sowie Kunsthandwerk und Antiquitäten aus allen Epochen, vom ersten Jahrhundert vor Christus bis heute, angeboten.

Die artnet Price Database, welche die artnet Price Database Fine Art and Design und die artnet Price Database Decorative Art umfasst, ist eine topaktuelle Online-Datenbank mit mehr als 5,5 Mio. illustrierten Auktionsergebnissen von über 550 der führenden internationalen Auktionshäuser. Sie sorgt für Preistransparenz in einem ansonsten verschlossenen Kunst- und Antiquitätenmarkt. Die Abonnenten der artnet Price Database erhalten Zugang zu aktuellen Ergebnissen sowie Auktionsergebnissen seit 1985 und damit top-aktuelle und objektive Schätzwerte für Kunstwerke, die sie kaufen oder verkaufen möchten. Die artnet Price Database ist bei Gutachtern, Händlern, Auktionshäusern, Finanziers und privaten wie staatlichen Institutionen (einschließlich der US-Steuerbehörde IRS und der US-Bundespolizei FBI) sehr beliebt. Was jedoch am wichtigsten ist: sie dient privaten Sammlern als illustriertes Nachschlagewerk, mit dessen Hilfe sie den Wert ihrer Kunstwerke ermitteln und deren Aussichten bei einer Auktion oder auf dem Händlermarkt abschätzen können. Händler und Auktionshäuser nutzen für den Verkauf wichtiger Kunstwerke auch die Comps (vergleichbare Auktionsergebnisse aus der artnet Price Database Fine Art and Design). Von besonderer Bedeutung für artnet ist, dass die artnet Comps im Rahmen einer exklusiven Partnerschaft mit Sotheby's auf der Website Sothebys.com für Verkäufe in den USA und Europa aufzurufen sind.

Eine Ergänzung der artnet Price Database ist das Produkt artnet Market Alert, das Abonnenten per E-Mail benachrichtigt, wenn Kunstwerke ihrer bevorzugten Künstler bei einer Auktion oder von einer der artnet Galerien zum Verkauf angeboten werden.

Dank der artnet Auctions entwickelt sich artnet stetig vom reinen Informationsanbieter zu einer Transaktionsplattform mit integriertem Informationsangebot weiter. Damit unterstreicht artnet seine zentrale Position im Kunstmarkt. Der wichtigste Vorteil für Käufer und Verkäufer bei artnet Auctions sind die kurzen Umschlagszeiten. Geschäfte werden innerhalb weniger Wochen abgeschlossen, und nicht wie bei konventionellen Auktionshäusern in einem halben bis einem Jahr. Über artnet Auctions werden Kunstwerke erstklassiger moderner und zeitgenössischer Künstler regelmäßig im fünf- bis sechsstelligen Bereich verkauft.

artnet Monografien ist eine Kunstbibliothek im Internet, die in enger Zusammenarbeit mit Künstlern, Nachlässen, Stiftungen und Galerien entwickelt wurde. Diese ständig wachsende Quelle für Monografien von Künstlern der Moderne und Gegenwart zeichnet sich durch eine große Auswahl zeitgenössischer Werke und Biografien aus. Sie ist online auf der artnet Website kostenlos einsehbar.

Unternehmensziele, -strategien und -chancen

Die Geschäftsführung von artnet verfolgt einen zielorientierten Ansatz bei der Steuerung und Überwachung der strategischen Ziele des Konzerns. Einmal im Jahr legen Aufsichtsrat und Vorstand die spezifischen Ziele in Bezug auf Umsätze, operatives Ergebnis, Produktentwicklungen und Markteinführungen fest. Im Jahr 2010 erreichte der Konzern sein Ziel, die Umsätze der artnet Auctions um mehr als 100 % zu steigern. Er verzeichnete einen Umsatzanstieg von 139 % auf EUR 1.951.000 gegenüber EUR 815.000 im Vorjahr. Darüber hinaus führte der Konzern im Dezember 2010 eine Preiserhöhung für das Produkt artnet Price Database durch - ebenfalls ein strategisches Ziel für 2010.

Im Geschäftsjahr 2011 wird sich artnet auf weiteres Wachstum im Bereich artnet Auctions konzentrieren, dabei jedoch den Schwerpunkt auf den Verkauf höherwertiger Auktionslose und das Erreichen eines größeren Publikums legen.

Des Weiteren plant artnet für 2011 die Markteinführung des Produkts artnet Market Analyst. Darstellungen von Preistrends in Grafiken und Diagrammen sind weitreichend bekannt. Daher sind wir der Ansicht, dass Kunstberatungsgesellschaften, Banken, Versicherungsgesellschaften, Family Offices sowie alle anderen Marktteilnehmer bereit sind, eine Reihe neuer und erstklassiger Indizes zu erwerben, die eine neue Methode, die sog. „strings comparables", nutzen.

Der Konzern ist ferner der Ansicht, dass die Globalisierung des Kunstmarktes insgesamt sowie die stärkere Nutzung des Internet für Kunstinformationen und Käufe eine einmalige Chance bietet. Während der Welthandel sich ausweitet und die Anzahl der multinationalen Unternehmen zunimmt, ist artnet gut positioniert, um diesen Trend durch ihre Online-Plattform, die in drei Sprachen zur Verfügung steht und über das Internet in allen Ländern der Welt zugänglich ist, zu nutzen.

Geschäftsentwicklung

Die Umsatzerlöse des Konzerns stiegen im Geschäftsjahr 2010 in EUR um 12 % von EUR 12.219.000 (USD 16.989.000) in 2009 auf EUR 13.673.000 (USD 18.109.000).

artnet erwirtschaftet rund sechsundachtzig Prozent seiner Umsatzerlöse mit den artnet Galerien, der artnet Price Database Fine Art and Design, der artnet Price Database Decorative Art sowie den artnet Auctions. Die weit verbreiteten und auf fundierten Informationen basierenden Datenbanken artnet Price Database Fine Art and Design und artnet Price Database Decorative Art bieten zuverlässige, topaktuelle Preisinformationen, während artnet Galerien ungeachtet der herrschenden Marktbedingungen Auskunft über die weltweit verfügbaren Bestände gibt. Auf der Online-Plattform artnet Auctions werden Transaktionen in Echtzeit ausgeführt; die Kunstwerke stammen dabei in erster Linie von Galeriemitgliedern. Wenngleich es sich um ein relativ neues Produkt handelt, mit dem wir nur 14 % unserer Brutto-Umsatzerlöse erzielen, waren die artnet Auctions mit einem Umsatzwachstum von 139 % in EUR (128 % in USD) von EUR 815.000 (USD 1.133.000) im Geschäftsjahr 2009 auf EUR 1.951.000 (USD 2.584.000) im Geschäftsjahr 2010 das wachstumsstärkste Segment.

Mit Wirkung vom 1. März 2010 haben wir die Käuferprämie bei den artnet Auctions von 10 % auf 15 % erhöht. Der Großteil des Umsatzwachstums ist jedoch auf höhere Umsatzzahlen sowie im Durchschnitt höhere Auktionslose gegenüber der Vorjahresperiode zurückzuführen. Bezeichnenderweise hat gerade dieser in den letzten 19 Monaten erfolgte Übergang zu einem „Käufermarkt" dazu geführt, dass unsere Experten Einlieferungen mit realistischen Mindestgeboten akquirieren konnten. Wir glauben, dass die artnet Auctions erhebliche Vorteile für Einlieferer und Käufer gleichermaßen bieten, sodass wir schon bald einen beträchtlichen Marktanteil im Vergleich zu unseren konventionellen Wettbewerbern besitzen werden.

Die Umsätze der artnet Galerien stiegen um EUR 23.000 oder weniger als 1 % (bzw. fielen um USD 309.000 oder 4 %). Die Anzahl der Galeriemitgliedschaften ist im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr gesunken. Der Konzern plant, den Galeriemitgliedern 2011 einen neuen Plan anzubieten, der im kommenden Jahr zu einer Umsatzsteigerung bei diesen Produkten führen dürfte.

Die Umsatzerlöse der artnet Price Database Fine Art and Design und der artnet Price Database Decorative Art stiegen um EUR 225.000 (USD 6.000) bzw. 5 % in EUR (weniger als 1 % in USD). Im Dezember 2010 nahm der Konzern eine Preiserhöhung für dieses Produkt zusammen mit neuen Produktangeboten vor. Die Änderung der Preisstruktur und das neue Produktangebot dürften im Jahr 2011 zu Umsatzsteigerungen führen.

Die Umsätze von artnet Advertising stiegen um 3 % in EUR bzw. fielen um 2 % in USD. Gegenüber Dezember 2009 konnte der Konzern jedoch eine größere Anzahl nationaler Anzeigekunden gewinnen, wie Bottega Veneta, Bulgari und Starwood (Hotels und Resorts im Luxusbereich).

3. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE DES KONZERNS

Ertragslage

Das Betriebsergebnis konnte von EUR -330.000 (USD -459.000) im Vergleichszeitraum 2009 um EUR 303.000 (USD 423.000) auf EUR -27.000 (USD - 36.000) verbessert werden. Die Umsatzerlöse stiegen im Berichtszeitraum um EUR 1.454.000 (USD 1.120.000), in erster Linie aufgrund des Umsatzwachstums der artnet Auctions. Dem Anstieg der Umsatzerlöse standen zusätzliche Kosten gegenüber, die dem Konzern für die Produktentwicklung in Zusammenhang mit der Verbesserung bestehender Produkte sowie der Entwicklung und Markteinführung der neuen artnet IPhone App entstanden sind. Über die Anwendung kann mobil auf artnet Auctions, artnet Künstler A-Z und die drei artnet Magazine zugegriffen werden und wir rechnen damit, dass diese App die Aktivität der Nutzer erhöhen wird. Darüber hinaus hat der Konzern Simon Kucher & Partners beauftragt, eine weltweite Überprüfung der Preisstruktur aller Produkte und Dienstleistungen durchzuführen. Der Konzern hat außerdem die Umsetzung seiner Markenstrategie fortgeführt, was zu höheren Beratungskosten als im Vorjahr führte. Infolge des Produktstarts der artnet Price Database Decorative Art sowie der 2009 und 2010 durchgeführten Investitionen in die neue Netzwerkinfrastruktur erhöhten sich die Abschreibungen um EUR 140.000 (USD 141.000).

Das Konzernergebnis stieg von EUR -467.000 (USD -650.000) im Vorjahr um EUR 620.000 (USD 853.000) auf EUR 153.000 (USD 203.000) in 2010. Der Anstieg ist auf die Auflösung einer Steuerschuld der artnet AG in Höhe von EUR 275.000 sowie damit verbundener Zinsen in Höhe von EUR 60.000 für die Jahre 2001 bis 2004 zurückzuführen. Der artnet AG wurde mitgeteilt, dass die deutschen Steuerbehörden die Steuerveranlagung nicht weiter verfolgen würden. Sonstige Erträge/Aufwendungen in Höhe von EUR -193.000 (USD -256.000) sind hauptsächlich der Währungsumrechnung sowie 2010 angefallenen, nicht erstattungsfähigen Mehrwertsteuerzahlungen zuzuschreiben.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug EUR 0,03 (USD 0,04) im Vergleich zu EUR - 0,08 (USD -0,12) in der Vorjahresperiode.

Währungsumrechnung

Für die Währungsumrechnung der Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird der Durchschnittskurs für den Zeitraum bis 31. Dezember 2010 bzw. 2009 verwendet. Für das Geschäftsjahr 2010 lag der Durchschnittskurs bei 0,755 Euro/Dollar gegenüber 0,719 Euro/Dollar für das Geschäftsjahr 2009. Dies entspricht einer Aufwertung des durchschnittlichen Wechselkurses um 5 %. Der für die Bilanzumrechnung verwendete Fremdwährungskurs ist der Kurs am Periodenende. Der Stichtagskurs zum 31. Dezember 2010 betrug 0,755 Euro/Dollar gegenüber 0,698 am 31. Dezember 2009. Dies entspricht einem Plus von 8 %.

artnet unterliegt Wechselkursschwankungen, da es Rechnungen in Euro, US-Dollar und Pfund Sterling fakturiert, seine Geschäftstätigkeit aber größtenteils in den USA ausübt. Der Konzern steuert dieses Wechselkursrisiko, indem er die Zahlungen seiner europäischen Kunden in Euro und Pfund Sterling entgegennimmt und mit diesen Zahlungseingängen seine in Europa ansässigen Lieferanten in derselben Währung bezahlt.

Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des artnet Konzerns belief sich zum 31. Dezember 2010 auf EUR 651.000 im Vergleich zu EUR -180.000 zum 31. Dezember 2009. Durch ein gegenüber dem Vorjahr verbessertes Konzernergebnis ergaben sich entsprechend positive Effekte für den Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit. Darüber hinaus stiegen die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen gegenüber dem Vorjahr.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit des Konzerns betrug zum 31. Dezember 2010 EUR -172.000 gegenüber EUR -470.000 zum 31. Dezember 2009. Der Cashflow war im vorangegangenen Jahr stärker durch Investitionen in neue Produkte belastet. Im Berichtsjahr wurde zusätzliche Hard- und Software zur Verbesserung der Netzwerkinfrastruktur, teilweise in Form von Finanzierungsleasing, angeschafft.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich zum 31. Dezember 2010 auf EUR -132.000 bzw. zum 31. Dezember 2009 auf EUR -68.000 und umfasste Zahlungen zur Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen.

Insgesamt erhöhten sich die liquiden Mittel von EUR 2.191.000 (USD 3.140.000) am 31. Dezember 2009 auf EUR 2.698.000 (USD 3.575.000) am 31. Dezember 2010.

Die Anlagepolitik des Konzerns ist konservativ und orientiert sich an der kurzfristigen Finanzmittelanlage. Auf diese Weise bleiben sämtliche Barmittel liquide und jederzeit verfügbar. Zum 31. Dezember 2010 belief sich die Liquidität je Aktie auf Grundlage der durchschnittlich 5.552.986 in Umlauf befindlichen Aktien auf EUR 0,49 (USD 0,64) gegenüber EUR 0,39 (USD 0,57) zum 31. Dezember 2009.

Vermögenslage

Die Konzernbilanzsumme betrug am 31. Dezember 2010 EUR 7.111.000 (USD 9.424.000) im Vergleich zu EUR 6.574.000 (USD 9.422.000) am 31. Dezember 2009, was einem Anstieg von 8 % (in USD weniger als 1 %) entspricht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um EUR 190.000 (USD 150.000) auf EUR 1.131.000 (USD 1.499.000). Der Anstieg ist vor allem auf eine Zunahme von Kreditkartengeschäften zurückzuführen, die Ende 2010 noch nicht abgewickelt waren.

Das Anlagevermögen verringerte sich um EUR 365.000 (USD 684.000) auf EUR 1.480.000 (USD 1.961.000). Das Konzernanlagevermögen lautet vornehmlich auf USD. Ursächlich für den Rückgang waren die höheren Abschreibungen aus den Investitionen in den Vorjahren, denen geringere Investitionen in Hard- und Software für die Netzwerkinfrastruktur gegenüberstanden.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind insgesamt von EUR 2.787.000 (USD 3.994.000) am 31. Dezember 2009 um EUR 87.000 (USD 416.000) auf EUR 2.700.000 (USD 3.578.000) gesunken. Im dritten Quartal des Jahres 2010 wurde dem Konzern mitgeteilt, dass die deutschen Steuerbehörden die Steuerveranlagung für die Jahre 2001 bis 2004 nicht weiter verfolgen würden. Der Konzern löste daraufhin die Verbindlichkeit in Bezug auf diese Steuerveranlagung auf, was zu einer Reduzierung der kurzfristigen Verbindlichkeiten führte. Dem stand ein Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing von EUR 96.000 im Jahr 2009 auf EUR 152.000 im Berichtsjahr gegenüber. Die Gesellschaft schloss 2010 eine neue Vereinbarung über Finanzierungsleasing ab und schaffte Hard- und Software in Zusammenhang mit der Netzwerkinfrastruktur an.

Das Eigenkapital des artnet Konzerns belief sich zum 31. Dezember 2010 auf EUR 4.315.000 (USD 5.718.000) gegenüber EUR 3.665.000 (USD 5.253.000) zum 31. Dezember 2009.

Die artnet Price Database Fine Art and Design ist ein immaterieller Vermögenswert, der in den letzten zwanzig Jahren durch die Erfassung von Auktionsdaten entwickelt wurde. Wenngleich er aufgrund der Bilanzierungsregeln als Vermögenswert in der Bilanz nicht voll angesetzt wurde, stellt er für den Konzern doch eine wesentliche Geschäftsgrundlage dar. Wenn eine Bilanzierung gesetzlich zulässig wäre, würden sich die Aktiva deutlich erhöhen.

Mitarbeiter

Am 31. Dezember 2010 beschäftigte der Konzern 105 Vollzeitmitarbeiter gegenüber 99 Mitarbeitern im Vorjahr. Darüber hinaus waren 2010 13 teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter für den artnet Konzern tätig, im Vergleich zu 11 Teilzeitbeschäftigten im Vorjahr. Im Vertrieb und in sonstigen Bereichen hatte der Konzern 13 freie Mitarbeiter, während es 2009 12 freie Mitarbeiter waren.

Die Personalkosten beliefen sich auf EUR 6.835.000 (USD 9.052.000) gegenüber EUR 6.431.000 (USD 8.945.000) im Vorjahr. Der Anstieg ist in erster Linie auf eine Zunahme der Auktionen und eine Personalaufstockung im Bereich Produktentwicklung gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen.

Forschung und Entwicklung

Die artnet Webseite bildet die Grundlage für die Produkte des Konzerns. Es ist von größter Bedeutung, mit der neuesten Technologie Schritt zu halten und neue Produkte zu entwickeln, die den Nutzen für die Kunden steigern. Unsere Entwickler setzen hierzu auf Microsoft-Technologie beruhende Software ein, die es ihnen ermöglicht, die laufenden Anwendungen flexibel an die sich ändernden Kundenbedürfnisse anzupassen. Im Geschäftsjahr 2009 hat das Produktentwicklungsteam die artnet Price Database Decorative Art eingeführt, die Auktionsresultate für Antiquitäten, Porzellan, Silber- und Glaswaren sowie andere Kunstgegenstände enthält, die eine praktische Verwendung haben. Objekte aus vielen verschiedenen kunsthistorischen Zeitperioden sind in dieser Datenbank zu finden. Des Weiteren hat das Team die artnet Auctions neu gestaltet. Die Nutzer können nun die Bilder der Kunstwerke, die in den artnet Auctions zum Verkauf angeboten werden, komfortabler ansehen. Im Berichtsjahr erfolgte die Markteinführung der neuen artnet iPhone App, über die mobil auf artnet Auctions, artnet Künstler A-Z und die drei artnet Magazine zugegriffen werden kann. Wir rechnen damit, dass diese App die Aktivität der Nutzer erhöhen wird.

4. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE DER ARTNET AG

Ertragslage

Der Tätigkeitsbereich der artnet AG beschränkte sich auch im Geschäftsjahr 2010 weitgehend auf die Holdingfunktion, wobei die artnet AG auch Leistungen im Rahmen der Kundenbetreuung und des deutschsprachigen online Kunstmagazins für die Tochtergesellschaft Artnet Corp. erbringt. Nach wie vor bestehen aber sämtliche Vertragsbeziehungen zu Kunden über die Tochtergesellschaft Artnet Corp., so dass die artnet AG keine eigenen Umsatzerlöse erzielt. Die Ertragslage wird daher bestimmt durch die Beziehungen zu der Tochtergesellschaft Artnet Corp. und die mit der Verwaltung und Börsennotierung der artnet AG verbundenen Aufwendungen.

Für das Berichtsjahr weist die artnet AG eine Jahresüberschuss in Höhe von EUR 60.000 aus, nachdem im Vorjahr noch ein Jahresfehlbetrag von EUR 514.000 zu verzeichnen war.

Die sonstigen betrieblichen Erträge der artnet AG belaufen sich auf insgesamt EUR 1.243.000 (Vorjahr: EUR 1.187.000) und liegen somit EUR 56.000 über den Erträgen des Vorjahres. Die Erträge aus der Weiterbelastung von Kosten für erbachte Dienstleistungen an die Tochtergesellschaft Artnet Corp. belaufen sich dabei auf EUR 1.165.000 (Vorjahr: EUR 1.152.000).

Der Personalaufwand ist im Wesentlichen durch die Verminderung der variablen Vergütungsbestandteile des Vorstands um EUR 57.000 auf EUR 1.319.000 zurückgegangen. Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr im Durchschnitt 20 Mitarbeiter (Vorjahr: 21).

Insgesamt stiegen die betrieblichen Aufwendungen um EUR 16.000 auf EUR 2.577.000.

Aufgrund des Ergebnisses der Artnet Corp. wurde für das Berichtsjahr die Zahlung einer Dividende an die artnet AG in Höhe von EUR 981.000 (Vorjahr: EUR 767.000) beschlossen.

Vermögenslage, Liquidität und Kapitalausstattung der artnet AG

Die Vermögenslage der artnet AG wird geprägt durch den Anteilswert an der Tochtergesellschaft Artnet Corp., der in Höhe der Anschaffungskosten von EUR 9.184.000 bewertet wird.

Im Rahmen der Anpassung an die Vorschriften des BilMoG wurde das gezeichnete Kapital um den Nennbetrag bzw. rechnerischen Wert der eigenen Anteile reduziert, der Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischen Wert und den Anschaffungskosten der eigenen Anteile mit den Gewinnrücklagen verrechnet und die Rücklage für eigene Anteile zugunsten der anderen Gewinnrücklagen aufgelöst.

Trotz des Jahresüberschusses von EUR 60.000 hat sich daher das Eigenkapital um EUR 328.000 gemindert. Aufgrund der geringeren Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote mit 83,3 % jedoch fast unverändert.

Die Verbindlichkeiten und Rückstellungen sind im Gesamtbetrag mit EUR 1.602.000 zum 31. Dezember 2010 gegenüber dem Vorjahr (EUR 1.679.000) leicht gesunken, so dass die artnet AG weiterhin eine nur geringe Fremdkapitalquote ausweist. Die Reduzierung der Verbindlichkeiten und Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus den um EUR 463.000 deutlich gesunkenen Rückstellungen, insbesondere der Steuerrückstellungen. Dieser Reduzierung wirkten jedoch die um EUR 377.000 höheren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen entgegen.

Die Geschäftstätigkeit der artnet AG wurde im Geschäftsjahr 2010 wie in den Vorjahren aus dem laufenden Cashflow der Tochtergesellschaft Artnet Corp. finanziert. Die kurzfristig von der artnet AG benötigte Liquidität wird über monatliche Mittelabrufe von der Tochtergesellschaft bereitgestellt.

5. ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN (BERICHTERSTATTUNG NACH § 289 ABS. 4 HGB)

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das voll eingezahlte Grundkapital der artnet AG betrug zum 31. Dezember 2010 unverändert EUR 5.631.067 und ist in 5.631.067 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je EUR 1,00 aufgeteilt.

Stimmrechtsbeschränkungen oder Übertragungsbeschränkungen

Stimmrechtsbeschränkungen oder Übertragungsbeschränkungen bestehen für diese Aktien nicht.

Direkte oder indirekte Kapitalbeteiligungen, die 10 % der Stimmrechte überschreiten

Beteiligungen, die 10 % der Stimmrechte der artnet AG überschreiten, werden gehalten von:

1. Galerie Neuendorf AG, Berlin, mit 25,96 %
2. Artis Capital Management LLC, San Francisco (CA)/USA, mit 10,39 %

Inhaber von Aktien mit Sonderrechten

Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten.

Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen

Soweit Arbeitnehmer an der artnet AG beteiligt sind, üben diese ihre Kontrollrechte unmittelbar aus.

Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern, Satzungsänderungen

Mitglieder des Vorstandes werden gemäß §§ 84,85 AktG bestellt und abberufen. Satzungsänderungen erfolgen gemäß §§ 133,179 AktG.

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung der artnet AG vom 15. Juli 2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 14. Juli 2014 durch Ausgabe von 2.800.000 neuer Stammaktien in Form von Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 2.800.000 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2009/I). Aus dem genehmigten Kapital wurden in den Geschäftsjahren 2010 und 2009 keine Aktien ausgegeben.

Das Grundkapital der Gesellschaft wurde durch Ausgabe von bis zu 560.000 Stück auf den Inhaber lautenden Stückaktien ohne Nennbetrag an die Vorstandsmitglieder der Gesellschaft und Mitglieder der Geschäftsführung von verbundenen Unternehmen sowie Mitarbeiter der artnet AG oder ihrer verbundenen Unternehmen durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 um bis zu EUR 560.000 bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2009/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Bezugsrechten an Mitglieder des Vorstands der artnet AG, Mitglieder der Geschäftsführung der verbundenen Unternehmen (§ 15 AktG), Mitarbeiter der artnet AG sowie an Mitarbeiter verbundener Unternehmen, zu deren Ausgabe die Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 den Vorstand ermächtigt hat.

Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie durch Ausübung des Bezugsrechts entstehen, am Gewinn teil. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Bezugsrechte ausgeübt werden.

Die zur Wirksamkeit der Hauptversammlungsbeschlüsse notwendige Eintragung der Satzungsänderungen in das Handelsregister der Gesellschaft erfolgte am 2. Februar 2010.

Durch Beschluss der Hauptversammlung der artnet AG vom 14. Juli 2010 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum Ablauf des 13. Juli 2015 eigene Aktien bis zu einem Anteil von max. 10 % am derzeitigen Grundkapital zu erwerben. Die erworbenen Aktien dürfen zusammen mit den von der Gesellschaft gehaltenen oder der Gesellschaft gemäß §§ 71 ff. AktG zustehenden anderen eigenen Aktien in keinem Fall mehr als 10 % des Grundkapitals ausmachen. Die Frist gilt nur für den Erwerb - nicht für den Besitz - der Aktien.

6. VERGÜTUNGSBERICHT

Dieser Vergütungsbericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Er fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der artnet AG Anwendung finden, und erläutert Höhe sowie Struktur des Vorstandseinkommens. Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben. Der Vergütungsbericht beinhaltet außerdem Angaben, die nach den Erfordernissen des deutschen Handelsrechts auch Bestandteil des Konzernanhangs nach § 314 HGB bzw. des Konzernlageberichts nach § 315 HGB sind.

a) Vergütung des Vorstands

Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Festlegung der Vergütung des Vorstands der artnet AG orientiert sich an der Größe und der Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen im In- und Ausland. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie am internationalen Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreiz für erfolgreiche Arbeit gibt. Die Vergütung des Vorstands setzt sich im Geschäftsjahr 2010 aus einer festen Grundvergütung, einer kurzfristigen variablen Vergütungskomponente (short Term incentive) und einer langfristigen variablen Vergütungskomponente (Long Term incentive) zusammen.

Im Einzelnen setzt sich die Vorstandsvergütung im Wesentlichen aus folgenden Komponenten zusammen:

Feste Grundvergütung: Die feste Grundvergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt.

Kurzfristige variable Vergütungskomponente: Zusätzlich zu der festen Grundvergütung erhält der Vorstand eine kurzfristige variable Vergütungskomponente. Der Betrag steht im Ermessen der Gesellschaft, die durch den Aufsichtsrat vertreten wird. Für die Bestimmung der kurzfristigen variablen Vergütungskomponente gelten folgende Regeln: Für den Fall, dass das finanzielle Ergebnis der Gesellschaft im vorangegangenen Geschäftsjahr ungefähr dem Budget entspricht, sollte die kurzfristige variable Vergütung der Hälfte der festen Grundvergütung entsprechen. Für den Fall, dass das Ziel zu weniger als 100 %, aber zu mehr als 80 % erreicht wird, sollte die Gesellschaft die kurzfristige variable Vergütung reduzieren. Wird das Ziel zu 80 % oder weniger erreicht, entfällt die kurzfristige variable Vergütung. Für den Fall der Überschreitung des Ziels sollte die kurzfristige variable Vergütung erhöht werden. Die kurzfristige variable Vergütung ist auf 150% der festen Grundvergütung begrenzt.

Langfristige variable Vergütungskomponente: Die langfristige variable Vergütungskomponente bemisst sich nach dem Zuwachs der in der Konzern-Kapitalflussrechnung ausgewiesenen liquiden Mittel in US-Dollar in dem Zeitraum zwischen dem 1. Januar 2010 und dem 31. Dezember 2012. Für die Bestimmung der Veränderung der liquiden Mittel ist der Differenzbetrag zwischen den in der Konzern-Kapitalflussrechnung zum 31. Dezember 2012 ausgewiesenen liquiden Mitteln und den in der Konzern-Kapitalflussrechnung zum 1. Januar 2010 ausgewiesenen liquiden Mitteln maßgebend. Wird das Ziel zu 100 % erreicht, beträgt die langfristige variable Vergütung 30 % der festen Grundvergütung. Für den Fall, dass das Ziel zu weniger als 100 %, aber zu mehr als 50 % erreicht wird, wird die langfristige variable Vergütung anteilig reduziert. Wird das Ziel zu 50 % oder weniger erreicht, entfällt die langfristige variable Vergütung. Für den Fall der Überschreitung des Ziels wird die langfristige variable Vergütung anteilig erhöht. Die langfristige variable Vergütung ist auf 90 % der festen Grundvergütung begrenzt. Auf die langfristige variable Vergütung werden in den Jahren 2011 und 2012 in Abhängigkeit von der Entwicklung der liquiden Mittel Vorauszahlungen geleistet. Es steht im Ermessen der Gesellschaft, den Betrag der Vorauszahlungen um bis zu 20 % zu erhöhen oder zu kürzen. Bei Überzahlung schuldet der Vorstand die Rückzahlung des überzahlten Betrages.

Die Gesellschaft stellt dem Vorstand außerdem einen Dienstwagen der gehobenen Mittelklasse zur Verfügung, der auch privat genutzt werden darf. Die Lohnsteuer auf den geldwerten Vorteil aus der PKW-Nutzung ist durch den Vorstand zu tragen.

Die Hauptversammlung vom 14. Juli 2010 hat das vorstehend erläuterte System zur Vergütung des Vorstandsmitglieds gebilligt.

Für das Geschäftsjahr 2010 betrugen für den Alleinvorstand Hans Neuendorf die fixe Barvergütung EUR 364.554,00 inklusive des geldwerten Vorteils aus der privaten Dienstwagennutzung und die kurzfristige variable Vergütung EUR 155.000,00.

Für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses enthält der Vorstandsvertrag keine ausdrückliche Abfindungszusage. Eine Abfindung kann sich aber aus einer individuell getroffenen Aufhebungsvereinbarung ergeben.

b) Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat durch die Hauptversammlung festgelegt worden. Sie ist in der Satzung und für das Geschäftsjahr 2010 zusätzlich in dem Beschluss der Hauptversammlung vom 14. Juli 2010 geregelt.

Die Aufsichtsratsvergütung orientiert sich an der Größe des Unternehmens, an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder sowie an der wirtschaftlichen Lage und Performance der Gesellschaft.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten jährlich eine feste Vergütung. Im Einzelnen erhalten der Vorsitzende des Aufsichtsrats € 40.000,-, der stellvertretende Vorsitzende € 30.000,- und das dritte Mitglied des Aufsichtsrats € 20.000,-.

7. RISIKOBERICHT

Bericht und Erläuterungen gemäß § 315, Abs. 2 Nr. 2 und 5 HGB

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

Der Vorstand hat für die vielfältigen organisatorischen, technischen und wirtschaftlichen Abläufe im Unternehmen ein internes Kontrollsystem eingerichtet. Wesentlicher Bestandteil ist das Prinzip der Funktionstrennung, das gewährleisten soll, dass vollziehende (z.B. Vertrieb), verbuchende (z.B. Finanzbuchhaltung) und verwaltende (z. B. EDV-Administration) Tätigkeiten nicht in einer Hand vereint sind. Durch das Vier-Augen-Prinzip wird gewährleistet, dass kein wesentlicher Vorgang ohne Kontrolle bleibt.

Risikomanagement

Der artnet Konzern hat ein Risikomanagementsystem zur Identifizierung und laufenden Überwachung der Betriebs- und Finanzrisiken eingeführt, das die Auswirkungen unerwarteter Ereignisse mildern soll. Das Risikomanagementsystem besteht im Wesentlichen aus folgenden Komponenten: 1) dem Finanzwesen, das die tatsächlichen Ergebnisse der Geschäftstätigkeit überwacht und im Rahmen einer monatlichen Berichterstattung Plan-Ist-Vergleiche sowie Vorjahres-Vergleiche darstellt; 2) der IT-Infrastruktur, die die jederzeitige Verfügbarkeit und Funktionsfähigkeit der Website sicherstellt und überwacht; 3) dem Projektmanagement, das die Entwicklung und den Fortschritt der einzelnen Technologieprojekte überwacht und 4) der laufenden Traffic-Überwachung, die wichtige Bereiche des Web-Traffic auswertet und analysiert. Das Risikomanagementsystem stellt sicher, dass kritische Informationen direkt und zeitnah an das Management des Konzerns weitergeleitet werden.

Frühwarnsystem stellt die Identifizierung potenzieller Risiken sicher

Zur Messung, Überwachung und Steuerung von Geschäftsentwicklung und Risiken nutzt der artnet Konzern grundsätzlich ein auf Tabellenkalkulationen basierendes Steuerungs- und Kontrollsystem, das im Wesentlichen auf den Daten der Finanzbuchhaltung aufsetzt. In einer Risikoinventur und einem daraus entwickelten Risiko-Handbuch sind die wesentlichen vorhandenen Risiken dokumentiert und Verantwortungsebenen innerhalb des artnet Konzerns zugeordnet worden. Bestehende Risikopotenziale werden laufend beobachtet; adäquate Maßnahmen zur Risikobegrenzung werden wenn möglich ergriffen. Zum Frühwarnsystem gehört neben einer regelmäßigen internen Berichterstattung über den Geschäftsverlauf und die aktuellen Marktentwicklungen und Kundenbeziehungen auch ein konzernweiter Budgetierungsprozess, der sich unter anderem mit operativen Risiken und Veränderungen des geschäftlichen Umfeldes befasst. Unterstützt wird dieser Prozess durch regelmäßige Markt- und Wettbewerbsanalysen.

Umgang mit bedeutenden potenziellen Risiken

Das operative Management ist für die Früherkennung, Kontrolle und Kommunikation von Risiken direkt verantwortlich. So kann der artnet Konzern zeitnah und umfassend auf potenzielle Risiken reagieren. Die Risikopolitik orientiert sich dabei an dem Ziel, nachhaltiges Wachstum zu erreichen und den Unternehmenswert langfristig zu sichern, gleichzeitig aber unangemessene Risiken zu vermeiden.

Der Konzern hat die folgenden wesentlichen Risiken identifiziert:

Externe Risiken

Konjunkturtrends im Kunstmarkt

artnet unterliegt den Schwankungen im Kunstmarkt. Der Kunstmarkt wird von den Wirtschaftsbedingungen im In- und Ausland beeinflusst. Im Berichtsjahr 2010 gab es Anzeichen für eine Erholung sowohl der Weltwirtschaft als auch des Kunstmarktes; anders als im Jahr 2009, als ein Einbruch beim Verbrauchervertrauen und dadurch eine deutliche Abschwächung im Kunstmarkt zu beobachten war. Angesichts der jüngsten Konjunkturentwicklungen lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, dass diese positiven Entwicklungen auf einer soliden und nachhaltigen Basis stehen. Inwieweit der Kunstmarkt in Zukunft von diesen Entwicklungen beeinflusst wird, ist noch unklar.

Betriebliche Risiken

Infrastruktur des IT-Systems

Funktionsstörungen der Website könnten die laufenden Umsätze und Gewinne von artnet mindern und möglicherweise auch die künftigen Umsätze und Ergebnisse beeinträchtigen. Häufige oder anhaltende Unterbrechungen des Services könnten bestehenden oder interessierten Nutzern Anlass zu der Annahme geben, dass die Systeme des Konzerns nicht zuverlässig sind. Dies könnte nachteilige Auswirkungen auf das Image und den Ruf des Konzerns haben. Derartige Unterbrechungen erhöhen die Arbeitsbelastung der IT-Abteilung, was wiederum die Einführung neuer Funktionen und Services verzögert. Wenngleich die Systeme des Konzerns so konzipiert wurden, dass die Ausfallzeiten bei Stromausfällen oder im Katastrophenfall gering sind, bleiben sie für Beschädigungen oder Störungen durch Überschwemmungen, Feuer, Strom- und Telekommunikationsausfälle, Terroranschläge, Computerviren und andere Unglücksfälle anfällig. Die Webserver von artnet befinden sich in einer sicheren externen Einrichtung.

Produktentwicklung

Der künftige Erfolg von artnet hängt davon ab, wie schnell sich der Konzern an die technologischen Veränderungen und entstehenden Branchenstandards anpassen kann. Der Konzern sieht vor, die Leistung, Funktionen und Zuverlässigkeit der Website weiter zu verbessern und neue Produkte zu entwickeln, die für bestehende und potenzielle Kunden von Nutzen sind. Der Konzern beobachtet die Markttrends und konzentriert sich auf die Produktentwicklung. Aus diesem Grund hat artnet in den vergangenen Jahren sein Entwicklungsteam verstärkt. Der Personalaufbau ermöglicht es artnet, den wachsenden Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden und das Wachstumspotenzial durch die Einführung neuer Produkte zu erhöhen.

Website-Besuche

Website-Besuche (Traffic) sind für artnet von großer Bedeutung. Rückläufige Besucherzahlen könnten die Umsätze aller Produktlinien verringern. artnet überwacht die Website-Besuche auf Tages-, Wochen- und Monatsbasis, um sicherzustellen, dass diese den Erwartungen entsprechen. Zur weiteren Steigerung der Website-Besuche benötigt der Konzern außerdem ein größeres finanzielles Engagement für Werbung und Marketing. Soweit dies möglich ist, überwacht artnet die Besucherzahlen und die über die Website erzielten Umsätze und stellt diese den entsprechenden Aufwendungen für Werbung und Marketing gegenüber, um den Erfolg von Werbe- und Marketingmaßnahmen zu beurteilen.

Rechtliche Risiken

Marken- und sonstige Rechte

artnet schützt sich durch die markenrechtliche Sicherung des Namens „artnet" in den Schlüsselmärkten des Konzerns, insbesondere in den USA, Deutschland, Frankreich und der Europäischen Union. Klagen gegen Markenverletzungen sind kostspielig und unterliegen der Prüfung durch nationale Behörden, die für den Konzern negativ ausfallen könnten. Darüber hinaus muss sich der Konzern gegen Urheber- und sonstige Rechtsansprüche verteidigen, die ebenfalls negative Folgen für den Konzern haben könnten.

Schutz der Kundendaten

artnet speichert die Kundendaten gemäß den derzeit geltenden Gesetzen und Vorschriften. Würde es Dritten jedoch gelingen, die von artnet getroffenen Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen und an die Kundeninformationen zu gelangen, könnte artnet für entstandene Schäden haftbar gemacht werden.

Finanzielle Risiken

Fremdwährungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiko

artnet führt einen Teil seiner Geschäfte außerhalb der USA und unterliegt dadurch dem Risiko nachteiliger Wechselkursschwankungen. Da die Wechselkurse veränderlich sind, können die Umsatzerlöse sowie die betrieblichen Aufwendungen erheblich von den Erwartungen abweichen. artnet sichert sich derzeit nicht gegen solche Währungsrisiken ab. Stattdessen nehmen die Konzerngesellschaften Zahlungen von Kunden auch in Euro und Pfund Sterling an und bezahlen ihre Lieferanten in Europa in diesen Währungen. Dies trägt zur Reduzierung des Wechselkursrisikos bei.

Abgesehen von den nachteiligen Währungsschwankungen ist der artnet Konzern derzeit keinen wesentlichen finanziellen Risiken ausgesetzt.

Im artnet Konzern liegt keine signifikante Konzentration des Ausfallrisikos von finanziellen Vermögenswerten vor, da sich das Engagement auf eine große Anzahl von Kunden, sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen im Markt für bildende Kunst, verteilt. Dennoch könnte sich der weltweite Konjunkturrückgang negativ auf die Zahlungsfähigkeit der Kunden des Konzerns auswirken und zu einer Verlängerung des durchschnittlichen Zahlungsziels oder im schlimmsten Fall zu einem Anstieg der Forderungsausfälle führen. Dies würde die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns belasten. artnet versucht, diesen Risiken entgegenzuwirken, indem es mit seinen Kunden, wann immer dies möglich ist, Vorauszahlungen vereinbart.

Da der artnet Konzern keine wesentlichen verzinslichen Schulden hat und ihm Barmittel in ausreichender Höhe zur Verfügung stehen, sieht der Konzern sich derzeit keinen wesentlichen Liquiditäts- oder Zinsrisiken ausgesetzt.

Aufgrund der relativ geringen finanziellen Risiken hat artnet keine derivativen Finanzinstrumente genutzt, um diese Risiken zusätzlich abzusichern oder zu kontrollieren.

Sonstige Risiken

Mitarbeiter in Schlüsselpositionen

Der Arbeitsmarkt für qualifizierte und motivierte Manager ist sehr wettbewerbsintensiv.

Aufgrund der relativ geringen Größe von artnet könnte sich der Verlust von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen negativ auswirken. artnet begegnet diesen personalbezogenen Risiken, indem es seinen leitenden Mitarbeitern einen Aktienoptionsplan anbietet und das Know-how nach Möglichkeit auf mehrere Personen verteilt.

Möglicherweise enthält die vorstehende Auflistung nicht alle Risiken, denen artnet ausgesetzt ist. Risiken, die nicht erkannt sind oder über die nicht berichtet wurde, könnten zu Tage treten und sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Der Konzern wird sein Umfeld auch weiterhin überwachen und die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems überprüfen. Trotz kontinuierlicher Anpassungen des Risikomanagementsystems ist es nicht möglich, die Wahrscheinlichkeit des Eintretens bestimmter Risiken oder deren finanzielle Auswirkungen vollständig zu quantifizieren.

8. WESENTLICHE EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Nach dem Bilanzstichtag kam es zu keinen berichtspflichtigen Ereignissen von wesentlicher Bedeutung.

9. AUSBLICK

Der amerikanische Markt, auf dem artnet fast 60% seiner Umsatzerlöse erwirtschaftet, dürfte sich in den kommenden Jahren leicht erholen und die Arbeitslosenrate auf 9 % sinken.

In diesem Jahr war ein deutlicher Aufschwung im Finanzsektor zu spüren, der wiederum die Umsätze im oberen Preissegment des Kunstmarktes stimulierte. Darüber hinaus gibt es bereits erste Anzeichen dafür, dass die Umsätze der Auktionshäuser und Kunstmessen deutlich über den Ergebnissen der gleichen Periode im Vorjahr liegen. Im Gegensatz dazu schwächt der Immobilienmarkt nach wie vor den Markt für Design- und dekorative Kunstobjekte, die über Galerien, Architekten und Dekorateure verkauft werden. Insgesamt verläuft das Geschäft in Galerien ausgesprochen schwach.

Hervorzuheben ist unser Produkt artnet Auctions, das die größten kurz- und langfristigen Wachstumschancen bietet, da wir zunehmend höherwertige Auktionslose, sowohl von Händlern als auch von privaten Sammlern, einwerben. Gleichzeitig erreichen wir mit gezielten Marketingmaßnahmen einen immer größeren Käuferkreis. Unser Ziel ist es, 2011 die Umsätze und Provisionen mit Online-Auktionen zu erhöhen und dabei eine Verbesserung der Margen zu erreichen.

Darüber hinaus führte der Konzern nach Abschluss einer weltweiten Überprüfung der Preisstruktur durch Simon Kucher & Partners, ein führendes Unternehmen in diesem Bereich, eine Preiserhöhung für das Produkt artnet Price Database Fine Art and Design durch. Wir erwarten, dass diese Preiserhöhung im Jahr 2011 zu einem Anstieg der Umsatzerlöse für dieses Produkt bei gleichzeitiger Verbesserung der Margen führen wird.

Bilanz zum 31. Dezember 2010

der artnet AG, Berlin

Aktiva

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31.12.2010

EUR
31.12.2009

EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 632,00 1.274,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
633,00 1.275,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 137.837,00 169.063,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.184.433,10 9.184.433,10
9.322.903,10 9.354.771,10
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.355,00 0,00
2. Sonstige Vermögensgegenstände 6.760,91 3.048,80
14.115,91 3.048,80
II. Wertpapiere
Eigene Aktien 0,00 387.281,76
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 316.024,91 311.176,94
330.140,82 701.507,50
C. Rechnungsabgrenzungsposten 9.626,22 11.451,33
9.662.670,14 10.067.729,93
Passiva
31.12.2010

EUR
31.12.2009

EUR
A. Eigenkapital
I. Ausgegebenes Kapital
1. Gezeichnetes Kapital 5.631.067,00 5.631.067,00
2. Nennbetrag eigener Anteile -78.081,00 0,00
5.552.986,00 5.631.067,00
II. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 130.197,02 130.197,02
2. Rücklage für eigene Anteile 0,00 387.281,76
3. Andere Gewinnrücklagen 2.818.861,48 2.740.780,48
2.949.058,50 3.258.259,26
III. Bilanzverlust -440.587,16 -500.383,16
8.061.457,34 8.388.943,10
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 10.500,00 285.625,36
2. Sonstige Rückstellungen 256.686,80 444.939,92
267.186,80 730.565,28
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 45.343,43 32.994,46
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.283.649,88 907.150,09
3. Sonstige Verbindlichkeiten 5.032,69 8.077,00
1.334.026,00 948.221,55
9.662.670,14 10.067.729,93

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010

der artnet AG, Berlin

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2010

EUR
2009

EUR
1. Sonstige betriebliche Erträge 1.381.461,35 1.187.084,68
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.179.158,39 1.244.079,17
b) Soziale Abgaben 139.980,61 132.218,42
1.319.139,00 1.376.297,59
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 49.387,83 54.175,20
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.209.030,77 1.130.684,35
-1.196.096,25 -1.374.072,46
5. Erträge aus Beteiligungen 980.980,00 767.470,00
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0,00 4,43
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 13.273,77
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,00 17.136,00
980.980,00 737.064,66
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -215.116,25 -637.007,80
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -275.126,25 -123.426,87
11. Sonstige Steuern 214,00 76,00
12. Jahresüberschuss (Vj. Jahresfehlbetrag) 59.796,00 -513.656,93
13. Verlustvortrag (Vj. Gewinnvortrag) -500.383,16 1.233.591,52
14. Entnahme aus der Rücklage für eigene Aktien 387.281,76 13.273,77
15. Einstellung in andere Gewinnrücklagen -387.281,76 -1.233.591,52
16. Bilanzverlust -440.587,16 -500.383,16

Anhang für das Geschäftsjahr 2010

1. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Berlin unter der Registernummer HRB 98006B eingetragen.

Dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften sowie die ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes zugrunde.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Aktien der artnet AG sind zum Handel im geregelten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Daher gelten für die Aufstellung des Jahresabschlusses ungeachtet der Größenklassen des § 267 HGB die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Geschäftsjahr 2010 wurden die durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (kurz: BilMoG) geänderten Vorschriften des HGB erstmals angewandt. Die Vorjahreszahlen wurden in Ausübung des Wahlrechts in Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB nicht angepasst. Durch die Anwendung des BilMoG ergab sich insbesondere eine Änderung beim Ausweis eigener Anteile.

Unter Außerachtlassung der Änderungen durch das BilMoG entsprechen Darstellung, Gliederung, Ansatz und Bewertung des Jahresabschlusses den Vorjahresgrundsätzen.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige kumulierte Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer vorgenommen.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind mit ihren Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen und basieren auf der geschätzten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 150,00 werden im Jahr des Zugangs unter Inanspruchnahme des § 6 Abs. 2 a EStG voll abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 150,00 und EUR 1.000,00 werden gemäß § 6 Abs. 2 a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben.

Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet.

Die Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag bilanziert.

3. Erläuterungen zu den einzelnen Posten des Jahresabschlusses

3.1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der auf diese entfallenden Abschreibungen ergibt sich aus dem diesem Anhang als Anlage (Anlage 4) beigefügten Anlagenspiegel.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen betreffen die Beteiligung an der Artnet Corp., New York, USA, an der die artnet AG seit dem Geschäftsjahr 2002 sämtliche Anteile hält. Die Bewertung erfolgt mit den historischen Anschaffungskosten.

3.2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

3.3. Eigenkapital

Grundkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 5.631.067,00 und ist eingeteilt in 5.631.067 Stück nennwertlose Stammaktien.

Bedingtes Kapital

In der Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 wurde das Grundkapital um EUR 560.000,00 bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 560.000 neuen Inhaber-Stückaktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und Mitglieder der Geschäftsführung verbundener Unternehmen sowie an Arbeitnehmer der artnet AG oder ihrer Tochtergesellschaften (Bedingtes Kapital 2009/I).

Die zur Wirksamkeit der Hauptversammlungsbeschlüsse notwendige Eintragung der Satzungsänderungen in das Handelsregister der Gesellschaft erfolgte am 2. Februar 2010.

Das Bedingte Kapital 2009/I dient als Basis für das ebenfalls von der Hauptversammlung am 15. Juli 2009 beschlossene Aktienoptionsprogramm (Aktienoptionsprogramm 2009), das aus 560.000 Stammaktien mit einem rechnerischen Nennwert von jeweils EUR 1,00 besteht. Von diesem Betrag stehen bis zu 290.000 Aktien zur Ausgabe von Optionen an die Mitarbeiter der Gesellschaft und mit dieser verbundener Unternehmen zur Verfügung; bis zu 240.000 Aktien stehen zur Ausgabe von Bezugsrechten an die Mitglieder der Geschäftsleitung der mit artnet AG verbundenen Unternehmen zur Verfügung und bis zu 30.000 Aktien stehen zur Ausgabe an den Vorstand zur Verfügung.

Im Berichtsjahr wurden der Unternehmensleitung und den Mitarbeitern der Tochtergesellschaft Artnet Corp. Optionen über 130.000 Aktien aus dem Aktienoptionsprogramm 2009 gewährt.

Genehmigtes Kapital

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung der artnet AG vom 15. Juli 2009 ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats berechtigt, das Grundkapital bis zum 14. Juli 2014 um bis zu EUR 2.800.000,00 durch Ausgabe von 2.800.000 neuen Inhaber-Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2009/I).

Die Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung in das Handelsregister der Gesellschaft erfolgte am 2. Februar 2010.

Eigene Anteile

Die artnet AG hält unverändert zum Vorjahr eigene Anteile mit einem Nennbetrag bzw. rechnerischen Wert von EUR 78.081 (1,4 % des Grundkapitals). Hierbei handelt es sich um 78.081 Stück eigene Aktien. Der Erwerb der eigenen Aktien im Geschäftsjahr 1999 diente insbesondere der Zuteilung von Aktien zur Umsetzung des Aktienoptionsplans der Artnet Corp., New York, USA. Im Geschäftsjahr 2010 sind keine Zukäufe und Verkäufe von eigene Aktien erfolgt.

Gewinnrücklagen

Aufgrund der Neufassung des § 272 HGB im Rahmen des BilMoG verminderte der Nennwert bzw. rechnerische Wert der eigenen Anteile das gezeichnete Kapital. Der den Nennwert bzw. rechnerischen Wert übersteigende Betrag der eigenen Anteile wurde mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Damit einhergehend wurden die eigenen Anteile ausgebucht, die Rücklage für eigene Anteile aufgelöst und der frei werdende Betrag den Gewinnrücklagen zugeführt.

3.4. Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Verpflichtungen des Personalbereichs (TEUR 159) und Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Jahres- und Konzernabschluss (TEUR 75) enthalten.

3.5. Verbindlichkeiten aus Steuern und im Rahmen der sozialen Sicherheit

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind TEUR 3 Verbindlichkeiten aus Steuern sowie TEUR 1 Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit enthalten.

3.6. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben jeweils eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3.7. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 1.381 enthalten im Wesentlichen die Erträge aus der Weiterbelastung von Personal- und Sachaufwendungen für Dienstleistungen, die zugunsten der Tochtergesellschaft Artnet Corp. erbracht wurden (TEUR 1.165).

3.8. Periodenfremde Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 138 periodenfremde Erträge enthalten. Es handelt sich um Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

Die Steuern vom Einkommen und Ertrag enthalten periodenfremde Erträge von TEUR 286, bei denen es sich um die Auflösung der Rückstellungen für Körperschaft- und Gewerbesteuer sowie Solidaritätszuschlag für das Jahr 2004 handelt.

3.9. Erträge aus verbundenen Unternehmen

Die Erträge aus Beteiligungen betreffen mit EUR 980.980,00 (Vj. EUR 767.470,00) verbundene Unternehmen.

3.10. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen die Kosten für die Pflege und Weiterentwicklung des deutschsprachigen Internetauftritts und Online-Kunstmagazins, Rechts-, Beratungs- und Jahr der Hauptversammlung sowie Mieten und Reisekosten enthalten.

4. Organe der Gesellschaft

4.1. Vorstand

Im Berichtsjahr war als Alleinvorstand tätig:

Herr Hans Neuendorf, Kaufmann, Berlin

Der Vorstand ist alleinvertretungsberechtigt und von dem Verbot der Mehrvertretung (§ 181 BGB) befreit.

In den Geschäftsjahren 2010 und 2009 erhielt Herr Neuendorf von der artnet AG eine Vorstandsvergütung in folgender Höhe:

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2010

EUR
2009

EUR
Fixum 356.250 330.000
Wert zusätzlicher Leistungen (Dienstwagen) 8.302 8.248
Fixe Vergütungskomponenten 364.552 338.248
Bonus (variable Vergütung) 155.000 190.000
Gesamt 519.552 528.248

4.2. Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat bestand in 2010 aus folgenden Personen:

Herr John D. Hushon, Kaufmann, Naples/Florida, USA (Vorsitzender)

Herr Dr. Christian Dohm, Rechtsanwalt, München (stv. Vorsitzender)

Herr Hannes von Goesseln, Kaufmann, Berlin

Die Vergütung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2010 betrug EUR 90.000,00, davon EUR 40.000,00 für den Vorsitzenden, EUR 30.000,00 für den Stellvertreter, EUR 20.000,00 für Herrn von Goesseln.

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen vor allem aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 234.

6. Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält 100 % der Anteile an der Artnet Corp., New York, USA, die zum 31. Dezember 2010 ein Eigenkapital von TUS$ 8.524 und einen Jahresüberschuss von TUS$ 1.392 für das Geschäftsjahr 2010 ausweist (ermittelt nach IFRS).

Die Artnet Corp. wiederum hält 100 % der Anteile an der artnet France, die zum 31. Dezember 2010 ein Eigenkapital von EUR 47.455 und einen Jahresüberschuss von EUR 21.450 für das Geschäftsjahr 2010 ausweist sowie 100 % der Anteile an der artnet UK.

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GBP
Eigenkapital 6.313
Jahresüberschuss 1.666

7. Sonstige Angaben

Konzernabschluss

Die artnet AG erstellt und veröffentlicht einen Konzernabschluss nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), der in Anwendung von § 315 a HGB eine befreiende Wirkung für die Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach deutschem Recht hat.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 20 (Vorjahr: 21) Angestellte beschäftigt.

Honorare des Abschlussprüfers

Die Honorare des Abschlussprüfers beliefen sich für die Abschlussprüfung der Gesellschaft und des artnet Konzerns im Geschäftsjahr 2010 auf TEUR 55. Außerdem wurden in 2010 für Steuerberatungsleistungen TEUR 5 und für sonstige Leistungen TEUR 16 als Aufwand ausgewiesen.

Mitteilungen nach § 21 WpHG

Die Artis Technology 2X Ltd. mit Sitz in San Francisco, Kalifornien, USA, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. März 2007 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und nun 5,03 % beträgt.

Die Artis Capital Management, LLC, mit Sitz in San Francisco, Kalifornien, USA, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 23. Mai 2006 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte überschritten hat und nun 10,39 % beträgt. Die gesamten Stimmrechte von 10,39 % sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Des Weiteren hat uns die Artis Capital Management, Inc., mit Sitz in San Francisco, USA, nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 23. Mai 2006 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte überschritten hat und nun 10,39 % beträgt. Die gesamten Stimmrechte von 10,39 % sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG und § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Herr Oliver Schmidt, Düsseldorf, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 8. März 2010 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und nun 3,02 % beträgt.

Die Schaeffer Immobilien GmbH, Hamburg, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 27. Mai 2010 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und nun 8,52 % beträgt.

Herr Klaus-Jochen Schaeffer, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 27. Mai 2010 die Schwelle von 10 % der Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tage 8,52 % beträgt. Sämtliche Stimmrechte werden Herrn Klaus-Jochen Schaeffer über die Schaeffer Immobilien GmbH, nach § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet.

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 AktG erforderliche Entsprechenserklärung zur Einhaltung der Verhaltensempfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde am 30. Dezember 2010 letztmals aktualisiert und auf unserer Homepage den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

Berlin, den 18. März 2011

artnet AG

Hans Neuendorf, Vorstand

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2010

der artnet AG, Berlin

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Anschaffungs-/ Herstellungskosten
1.1.2010

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2010

EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 5.613,10 0,00 0,00 5.613,10
2. Geschäfts- oder Firmenwert 77.890,64 0,00 0,00 77.890,64
83.503,74 0,00 0,00 83.503,74
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 323.607,33 17.519,83 1.363,51 339.763,65
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.184.433,10 0,00 0,00 9.184.433,10
9.591.544,17 17.519,83 1.363,51 9.607.700,49

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Kumulierte Abschreibungen
1.1.2010

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
31.12.2010

EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.339,10 642,00 0,00 4.981,10
2. Geschäfts- oder Firmenwert 77.889,64 0,00 0,00 77.889,64
82.228,74 642,00 0,00 82.870,74
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 154.544,33 48.745,83 1.363,51 201.926,65
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
236.773,07 49.387,83 1.363,51 284.797,39

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Buchwerte
31.12.2010

EUR
31.12.2009

EUR
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I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 632,00 1.274,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
633,00 1.275,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 137.837,00 169.063,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.184.433,10 9.184.433,10
9.322.903,10 9.354.771,10

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Zu dem als Anlagen 1 bis 4 beigefügten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 sowie zum Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010 (Anlage 5) erteilen wir folgenden Bestätigungsvermerk:

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der artnet AG, Berlin, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hamburg, den 21. März 2011

**Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft**

Thomas Götze, Wirtschaftsprüfer

Elmar Meier, Wirtschaftsprüfer

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

„Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Berichterstattung der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."

Berlin, den 18. März 2011

Hans Neuendorf, Vorstand

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 wurde in der Aufsichtsratssitzung am 23. März 2011 durch den Aufsichtsrat festgestellt.