Skip to main content

AI assistant

Sign in to chat with this filing

The assistant answers questions, extracts KPIs, and summarises risk factors directly from the filing text.

artnet AG Annual Report 2009

Apr 27, 2010

37_rns_2010-04-27_16c547b4-15da-429e-b96a-2f7ccdbbbf4f.html

Annual Report

Open in viewer

Opens in your device viewer

Publication

artnet AG

Berlin

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2009 bis zum 31.12.2009

Bilanzen zum 31. Dezember 2009 und 2008

AKTIVA

31. Dez. 2009

EUR
31. Dez. 2008

EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 1.274,00 1.090,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
1.275,00 1.091,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 169.063,00 156.366,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.184.433,10 9.184.433,10
9.354.771,10 9.341.890,10
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Sonstige Vermögensgegenstände 3.048,80 34.547,10
II. Wertpapiere
Eigene Aktien 387.281,76 400.555,53
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 311.176,94 32.906,47
701.507,50 468.009,10
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 11.451,33 15.204,11
10.067.729,93 9.825.103,31
PASSIVA
31. Dez. 2009

EUR
31. Dez. 2008

EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 5.631.067,00 5.631.067,00
- Bedingtes Kapital: EUR 560.000,00
(Eintragung in das Handelsregister am 2. Februar 2010)
(Vorjahr: EUR 435.000,00)
II. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 130.197,02 130.197,02
2. Rücklage für eigene Aktien 387.281,76 400.555,53
3. Andere Gewinnrücklagen 2.740.780,48 1.507.188,96
3.258.259,26 2.037.941,51
III. (Bilanzverlust)/Bilanzgewinn (500.383,16) 1.233.591,52
8.388.943,10 8.902.600,03
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 285.625,36 285.625,36
2. Sonstige Rückstellungen 444.939,92 416.581,94
730.565,28 702.207,30
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 32.994,46 85.073,44
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 907.150,09 130.553,98
3. Sonstige Verbindlichkeiten 8.077,00 4.668,56
- davon aus Steuern: EUR 5.915,27 (Vorjahr: EUR 0,00)
948.221,55 220.295,98
10.067.729,93 9.825.103,31

Gewinn- und Verlustrechnungen für die Geschäftsjahre 2009 und 2008

2009

EUR
2008

EUR
1. Sonstige betriebliche Erträge 1.187.084,68 2.812.044,19
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.244.079,17 1.072.317,05
b) Soziale Abgaben 132.218,42 99.274,98
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlage 54.175,20 33.644,99
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.130.684,35 1.209.755,14
5. Erträge aus Beteiligungen 767.470,00 1.277.105,06
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 767.470,00 (Vorjahr: EUR 1.277.105,06)
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4,43 8.189,80
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögen 13.273,77 427.103,07
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 17.136,00 44.929,50
9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (637.007,80) 1.210.314,32
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (123.426,87) 359.415,63
11. Sonstige Steuern 76,00 1.963,48
12. (Jahresfehlbetrag)/Jahresüberschuss (513.656,93) 848.935,21
13. Gewinnvortrag 1.233.591,52 0,00
14. Einstellung in die gesetzliche Rücklage 0,00 (42.446,76)
15. Entnahme aus der Rücklage für eigene Aktien 13.273,77 427.103,07
16. Einstellung in andere Gewinnrücklagen (1.233.591,52) 0,00
17. (Bilanzverlust)/Bilanzgewinn (500.383,16) 1.233.591,52

Anhang für das Geschäftsjahr 2009

1 Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist im Handelsregister beim Amtsgericht Berlin unter der Registernummer HRB 98006B eingetragen.

Dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 liegen die Vorschriften des Handelsgesetzbuches über die Rechnungslegung von Kapitalgesellschaften sowie die ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes zugrunde.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Aktien der artnet AG sind zum Handel im geregelten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen. Daher gelten für die Aufstellung des Jahresabschlusses ungeachtet der Größenklassen des § 267 HGB die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.

2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer und - sofern erforderlich - außerplanmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind mit ihren Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen und basieren auf der geschätzten betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von 149,00 Euro werden im Jahr des Zugangs unter Inanspruchnahme des § 6 Abs. 2 EStG voll abgeschrieben. Abnutzbare bewegliche Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen 150,00 Euro und 1.000,00 Euro werden gemäß § 6 Abs. 2 a EStG in einen Sammelposten eingestellt und linear über einen Zeitraum von fünf Jahren abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet. Die Bewertung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt zum Nennwert.

Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zum Stichtagskurs bewertet. Die Rückstellungen sind nach dem Grundsatz der vernünftigen kaufmännischen Beurteilung bewertet worden und berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten. Die Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungsbetrag angesetzt. Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in Fremdwährung erfolgte zum jeweiligen Transaktionskurs. Am Jahresende werden alle kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen zum am Stichtag niedrigeren bzw. höheren Schlusskurs umgerechnet.

3 Erläuterungen zu den einzelnen Posten des Jahresabschlusses

3.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und der auf diese entfallenden Abschreibungen ergibt sich aus dem diesem Anhang als Anlage beigefügten Anlagenspiegel.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen betreffen die Beteiligung an der Artnet Corp., New York, USA, an der die artnet AG seit dem Geschäftsjahr 2002 sämtliche Anteile hält. Die Bewertung erfolgt mit den historischen Anschaffungskosten.

3.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

3.3 Eigene Anteile

Hierbei handelt es sich unverändert zum Vorjahr um 78.081 Stück eigene Aktien. Der Erwerb der eigenen Aktien im Geschäftsjahr 1999 diente insbesondere der Zuteilung von Aktien zur Umsetzung des Aktienoptionsplans der Artnet Corp., New York, USA. Im Geschäftsjahr 2009 sind keine Zukäufe und Verkäufe von eigenen Aktien erfolgt. Die eigenen Aktien werden mit dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag angesetzt. In Folge der leicht rückläufigen Kursentwicklung der Aktie in 2009 mit einem Stichtagskurs von EUR 4,96 ergaben sich hieraus Abschreibungen in Höhe von TEUR 13, die in der Gewinn- und Verlustrechnung als "Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens" ausgewiesen werden.

3.4 Eigenkapital

Grundkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 5.631.067,00 und ist eingeteilt in 5.631.067 Stück nennwertlose Inhaberstammaktien. 1,4% der Aktien befinden sich im Besitz der artnet AG.

Bedingtes Kapital

In der außerordentlichen Hauptversammlung vom 23. Februar 1999 (bestätigt am 6. April 1999) wurde das Grundkapital um EUR 435.000 bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 285.000 neuen Inhaber-Stückaktien an die Arbeitnehmer und bis zu 150.000 Aktien an die Geschäftsführung der artnet AG oder ihrer Tochtergesellschaft (Bedingtes Kapital 1999/I). Bis zum Bilanzstichtag sind keine Aktien aus diesem bedingten Kapital ausgegeben worden.

In der Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 wurde das Grundkapital um EUR 560.000 bedingt erhöht durch Ausgabe von bis zu 560.000 neuen Inhaber-Stückaktien an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft und Mitglieder der Geschäftsführung verbundener Unternehmen sowie an Arbeitnehmer der artnet AG oder ihrer Tochtergesellschaften (Bedingtes Kapital 2009/I). Das Bedingte Kapital 1999/I wurde durch die Hauptversammlung aufgehoben.

Die zur Wirksamkeit der Hauptversammlungsbeschlüsse notwendige Eintragung der Satzungsänderungen in das Handelsregister der Gesellschaft erfolgte am 2. Februar 2010. Das Bedingte Kapital 2009/I dient als Basis für das ebenfalls von der Hauptversammlung am 15. Juli 2009 beschlossene Aktienoptionsprogramm (Aktienoptionsprogramm 2009), das aus 560.000 Stammaktien mit einem rechnerischen Nennwert von jeweils EUR 1,00 besteht. Von diesem Betrag stehen bis zu 290.000 Aktien zur Ausgabe von Optionen an die Mitarbeiter der Gesellschaft und mit dieser verbundener Unternehmen zur Verfügung; bis zu 240.000 Aktien stehen zur Ausgabe von Bezugsrechten an die Mitglieder der Geschäftsleitung der mit artnet AG verbundenen Unternehmen zur Verfügung und bis zu 30.000 Aktien stehen zur Ausgabe an den Vorstand zur Verfügung. Im Berichtsjahr wurden der Unternehmensleitung und den Mitarbeitern der Tochtergesellschaft Artnet Corp. Optionen aus dem Aktienoptionsprogramm 2009 gewährt. Im Gegenzug erfolgte ein Verzicht auf sämtliche bisher eingeräumten Optionsrechte, die im Zusagezeitpunkt noch nicht verfallen waren. Sämtliche Optionen, für die ein Verzicht ausgesprochen wurde, waren bereits erdient.

Die Anzahl der ausstehenden Optionen entwickelte sich im Berichtsjahr wie folgt:

2009 2008
ausstehend am 1. Januar 280.750 315.250
Verfall -80.750 -34.500
Verzicht -200.000 0
Gewährung 193.907 0
ausstehend am 31. Dezember 193.907 280.750
davon ausübbar 0 250.750

Der Ausübungspreis der gewährten Optionen beträgt EUR 4,66. Der Ausübungspreis entspricht dem Betrag des durchschnittlichen Börsenkurses an den letzten zehn Bankgeschäftstagen, die dem Gewährungstag vorausgehen. Die Optionen können für einen Zeitraum von zwei Jahren nicht ausgeübt werden und verfallen zehn Jahre nach ihrer Gewährung. Der Plan sieht des Weiteren vor, dass ein Bezugsrecht nur ausgeübt werden kann, wenn der Börsenschlusskurs, der vor dem Tag der beabsichtigten Ausübung der Option festgestellt wurde, den Ausübungspreis um mindestens zehn Prozent übersteigt. Die Optionen verfallen, sofern ein begünstigter Mitarbeiter durch Kündigung des Arbeitsverhältnisses seitens des Arbeitgebers ausscheidet.

Genehmigtes Kapital

Das genehmigte Kapital vom 6. Juli 2004 in Höhe von EUR 2.800.000,00 (Genehmigtes Kapital 2004/I) ist im Geschäftsjahr durch Zeitablauf erloschen.

Gemäß Beschluss der Hauptversammlung der artnet AG vom 15. Juli 2009 ist der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats berechtigt, das Grundkapital bis zum 14. Juli 2014 um bis zu EUR 2.800.000,00 durch Ausgabe von 2.800.000 neuen Inhaber-Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2009/I). Die Eintragung der entsprechenden Satzungsänderung in das Handelsregister der Gesellschaft erfolgte am 2. Februar 2010.

Gewinnrücklagen

Der Rücklage für eigene Aktien wurden im Geschäftsjahr 2009 entsprechend der Abschreibungen auf die eigenen Aktien TEUR 13 zugunsten des Bilanzverlustes entnommen. Der im Jahresabschluss per 31. Dezember 2008 ausgewiesene Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 1.234 ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt worden.

3.5 Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind im Wesentlichen Verpflichtungen des Personalbereichs (TEUR 275), Aufwendungen in Zusammenhang mit dem Jahres- und Konzernabschluss (TEUR 83) sowie Verzugszinsen auf mögliche Mehrsteuern aus der Betriebsprüfung (TEUR 60) enthalten.

3.6 Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben jeweils eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

3.7 Sonstige betriebliche Erträge und periodenfremde Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 1.187 enthalten im Wesentlichen die Erträge aus der Weiterbelastung von Personal- und Sachaufwendungen für Dienstleistungen, die zugunsten der Tochtergesellschaft Artnet Corp. ausgeführt wurden (TEUR 1.152).

3.8 Sonstige betriebliche Aufwendungen und periodenfremde Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen die Kosten für die Pflege und Weiterentwicklung des deutschsprachigen Internetauftritts und Online-Kunstmagazins, Rechts, Beratungs- und Jahresabschlusskosten, die Kosten der Hauptversammlung sowie Mieten und Reisekosten enthalten.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten periodenfremde Erstattungen der US-amerikanischen Quellensteuer für die Jahre 2007 und 2008 (TEUR 123).

4 Organe der Gesellschaft

4.1 Vorstand

Im Berichtsjahr war als Alleinvorstand tätig: - Herr Hans Neuendorf, Kaufmann, Berlin

Der Vorstand ist alleinvertretungsberechtigt und von dem Verbot der Mehrvertretung (§ 181 BGB) befreit.

In den Geschäftsjahren 2009 und 2008 erhielt Herr Neuendorf von der artnet AG eine Vorstandsvergütung in folgender Höhe:

2009

EUR
2008

EUR
Fixum 330.000 302.500
Wert zusätzlicher Leistungen (Dienstwagen) 8.248 8.172
Fixe Vergütungskomponenten 338.248 310.672
Bonus (variable Vergütung) 272.250 272.250
Gesamt 610.498 582.922

4.2 Aufsichtsrat

Der Aufsichtsrat bestand in 2009 aus folgenden Personen:

Herr John D. Hushon, Kaufmann, Naples/Florida, USA (Vorsitzender) Herr Dr. Christian Dohm, Rechtsanwalt, München (stv. Vorsitzender) Herr Hannes von Goesseln, Kaufmann, Berlin (seit 21. April 2009) Herr Klaus-Jochen Schaeffer, Kaufmann, Hamburg (bis 8. April 2009)

Die Vergütung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2009 betrug EUR 75.937,50, davon EUR 33.750,00 für den Vorsitzenden, EUR 25.312,50 für den Stellvertreter, EUR 12.656,25 für Herrn von Goesseln und EUR 4.218,75 für Herrn Schaeffer.

5 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen vor allem aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 238.

6 Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält 100,0% der Anteile an der Artnet Corp., New York, USA, die zum 31. Dezember 2009 ein Eigenkapital von TUS$ 6.903 und einen Jahresüberschuss von TUS$ 1.123 für das Geschäftsjahr 2009 ausweist (ermittelt nach IFRS).

7 Sonstige Angaben

Konzernabschluss

Die artnet AG erstellt und veröffentlicht einen Konzernabschluss nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS), der in Anwendung von § 315 a HGB eine befreiende Wirkung für die Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses nach deutschem Recht hat.

Mitarbeiter

Im Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 21 (Vorjahr: 19) Angestellte beschäftigt.

Honorare des Abschlussprüfers

Die Honorare des Abschlussprüfers beliefen sich für die Abschlussprüfung der Gesellschaft und des artnet Konzerns im Geschäftsjahr 2009 auf TEUR 48. Außerdem wurden in 2009 für Steuerberatungsleistungen TEUR 13 und für sonstige Leistungen des Abschlussprüfers TEUR 22 als Aufwand ausgewiesen.

Mitteilungen nach § 21 WpHG

Die Artis Technology 2X Ldt. mit Sitz in San Francisco, Kalifornien, USA, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. März 2007 die Schwelle von 5% der Stimmrechte überschritten hat und nun 5,03% beträgt. Die Artis Capital Management, LLC, mit Sitz in San Francisco, Kalifornien, USA, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 23. Mai 2006 die Schwelle von 10% der Stimmrechte überschritten hat und nun 10,39% beträgt. Die gesamten Stimmrechte von 10,39% sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Des Weiteren hat uns die Artis Capital Management, Inc., mit Sitz in San Francisco, USA, nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 23. Mai 2006 die Schwelle von 10% der Stimmrechte überschritten hat und nun 10,39% beträgt. Die gesamten Stimmrechte von 10,39% sind nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG und § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen.

Herr Oliver Schmidt, Düsseldorf, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein

Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 15. Februar 2008 die Schwelle von 5% der

Stimmrechte überschritten hat und zu diesem Tage 5,03% beträgt.

Herr Oliver Schmidt, Düsseldorf, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein

Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 31. Juli 2009 die Schwelle von 5% der

Stimmrechte unterschritten hat und zu diesem Tage 4,59% beträgt.

Herr Oliver Schmidt, Düsseldorf, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein

Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 7. Oktober 2009 die Schwelle von 3% der

Stimmrechte unterschritten hat und nun 2,99% beträgt.

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex

Die nach § 161 AktG erforderliche Entsprechenserklärung zur Einhaltung der Verhaltensempfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex wurde am 5. Dezember 2009 letztmals aktualisiert und auf unserer Homepage den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.

Berlin, den 23. März 2010

artnet AG

Der Vorstand

Hans Neuendorf

Anlage zum Anhang für das Geschäftsjahr 2009 Entwicklung des Anlagevermögens

Entwicklung der Anschaffungskosten
Stand am 1. Jan. 2009

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Stand am 31. Dez. 2009

EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 3.890,95 1.722,15 0,00 5.613,10
2. Geschäfts- oder Firmenwert 77.890,64 0,00 0,00 77.890,64
81.781,59 1.722,15 0,00 83.503,74
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 258.399,26 65.334,05 125,98 323.607,33
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.184.433,10 0,00 0,00 9.184.433,10
9.524.613,95 67.056,20 125,98 9.591.544,17
Entwicklung der kumulierten Abschreibungen Entwicklung der kumulierten Abschreibungen
Stand am 1. Jan. 2009

EUR
Zugänge

EUR
Abgänge

EUR
Stand am 31. Dez. 2009

EUR
--- --- --- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 2.800,95 1.538,15 0,00 4.339,10
2. Geschäfts- oder Firmenwert 77.889,64 0,00 0,00 77.889,64
80.690,59 1.538,15 0,00 82.228,74
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 102.033,26 52.637,05 125,98 154.544,33
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
182.723,85 54.175,20 125,98 236.773,07
Buchwerte
Stand am 31. Dez. 2009

EUR
Stand am 31. Dez. 2008

EUR
--- --- ---
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 1.274,00 1.090,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
1.275,00 1.091,00
II. Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 169.063,00 156.366,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 9.184.433,10 9.184.433,10
9.354.771,10 9.341.890,10

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009

1 Allgemeine Informationen und Geschäftstätigkeit

Die artnet AG ist eine Holding-Gesellschaft, deren Aktien am Geregelten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sind. Ihre wesentliche Beteiligung ist die hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corp., die 1989 in New York gegründet wurde. Die artnet AG ("artnet" oder "die Gesellschaft") und Artnet Worldwide Corp. ("artnet Corp.", zusammen "der artnet Konzern" oder "Konzern") sind unter dem Markennamen "artnet" tätig.

Die artnet Corp. hat zwei hundertprozentige Tochtergesellschaften. artnet UK Ltd. erbringt Dienstleistungen im Bereich Vertrieb und Kundenbetreuung in Großbritannien. Artnet France SARL erfüllt die gleichen Aufgaben in Frankreich, unterhält aber darüber hinaus auf der Website artnet.fr ein Online-Kunstmagazin in französischer Sprache.

Positionierung von artnet

Die Unternehmens-Website artnet.com bietet einen weltweit einmaligen Marktüberblick und zieht damit mehr als 1,9 Mio. einzelne Besucher (unique visitors) im Monat an. Dank der zeitnah bereitgestellten Informationen über den Wert von Kunstwerken sowie über Künstler, Galerien, Preisentwicklungen, Ausstellungen, Nachrichten und Rezensionen ist es für Sammler und Kunstexperten leichter, sich im Kunstmarkt zurechtzufinden. Das artnet Gallery Network umfasst mehr als 2.100 der weltweit renommiertesten Kunstgalerien und Auktionshäuser auf vier Kontinenten. Die Mitgliedsgalerien des Netzwerks sind in einem Verzeichnis nach Fachgebieten und Standorten zusammengefasst und repräsentieren die im Inventar befindlichen insgesamt 171.000 Werke von 38.000 Künstlern. Die Galerien bieten darüber hinaus Designobjekte sowie Kunsthandwerk und Antiquitäten aus allen Epochen, vom ersten Jahrhundert vor Christus bis heute. Die artnet Price Database ist eine Online-Datenbank mit mehr als 4,2 Millionen illustrierten Auktionsergebnissen von über 500 der führenden internationalen Auktionshäuser. Sie sorgt für Preistransparenz in dem bislang verschlossenen Kunst- und Antiquitätenmarkt. Die Abonnenten der artnet Price Databases erhalten für die Kunstwerke, die sie kaufen oder verkaufen wollen, durch Vergleich mit den Auktionsergebnissen seit 1985 topaktuelle und objektive Schätzwerte. Die artnet Price Databases sind bei Gutachtern, Händlern, Auktionshäusern, Finanziers und privaten wie staatlichen Institutionen (einschließlich der US-Steuerbehörde IRS und der US-Bundespolizei FBI) sehr beliebt. Was jedoch am wichtigsten ist: sie dienen privaten Sammlern als illustrierte Nachschlagewerke, mit deren Hilfe sie den Wert ihrer Kunstwerke ermitteln und deren Aussichten bei einer Auktion oder auf dem Händlermarkt abschätzen können. Händler und Auktionshäuser nutzen für den Verkauf wichtiger Kunstwerke auch die Comps (vergleichbare Auktionsergebnisse aus den artnet Price Databases). Von besonderer Bedeutung für artnet ist, dass die artnet Comps im Rahmen einer exklusiven Partnerschaft mit Sotheby's nun auch auf der Website Sothe-bys.com für Verkäufe in den USA und Europa aufzurufen sind.

Im ersten Quartal 2009 führte der Konzern die artnet Price Database Decorative Art ein, die Auktionsresultate von Antiquitäten, Porzellan, Silber- und Glaswaren, Uhren und anderen Kunstgegenständen enthält.

Eine Ergänzung der artnet Price Database ist das Produkt artnet Market Alert, das Abonnenten per E-Mail benachrichtigt, wenn Kunstwerke ihrer bevorzugten Künstler bei einer Auktion oder von einer der Mitgliedsgalerien des artnet Gallery Network zum Verkauf angeboten werden.

Im Frühjahr 2008 führte artnet die Online Auctions ein. Bei diesem einzigartigen Projekt sind erfahrene Kunstexperten damit beschäftigt, umfangreiche Informationen in der Datenbank zu ordnen und Mindestgebote und Schätzungen für Kunstwerke zusammenzustellen, die in erster Linie von Mitgliedsgalerien stammen. Diese Werke werden anschließend auf der neuen Plattform artnet.com/auctions versteigert.

Im Geschäftsjahr 2009 wurden mit Provisionen Umsatzerlöse in Höhe von EUR 815.000 (USD 1.133.000) erzielt und damit eine Umsatzsteigerung von 220% in EUR (204% in USD) gegenüber dem Vorjahr realisiert. Nicht weniger als 2.054 Transaktionen wurden im Jahr 2009 gezählt, darunter 86 Warhol-Drucke - der teuerste Druck war die Grafik "Michael Jackson" (eine gestempelte Version von Warhol Estate and Foundation, in den artnet Artist Works Catalogues illustriert) zu einem Preis von USD 96.500. Außerdem wurde über die Online Auctions ein einzigartiges Werk von Damien Hirst, "Beautiful Aurora Painting", zu einem Preis von USD 225.000 verkauft. Die artnet Online Auctions sind für Verkäufer sehr attraktiv, da sie sowohl die Verkäuferprovisionen als auch die Umschlagzeit reduzieren. artnet ist überzeugt, dass dieses Produkt deutliche Wachstumsperspektiven bietet. Bei den artnet Artist Works Catalogues handelt es sich um Verzeichnisse, die zur Präsentation bestimmter Künstler mit ihren gesamten Werken zusammengestellt und veröffentlicht wurden. Sie sind online auf der artnet Website einsehbar.

2 Wirtschaftliches Umfeld

Konjunkturklima

Die Wirtschaftskrise hat 2009 allen Ländern weltweit weiterhin stark zugesetzt. Die Arbeitslosenquote in den USA stieg im Laufe des Jahres auf einen Höchstwert von 10,2%. Auch Deutschland hatte einen Anstieg der Arbeitslosigkeit auf 8,1 % im Dezember 2009 zu verzeichnen. Die Aussichten für 2010 sind jedoch angesichts der geplanten Zuwächse beim Bruttoinlandsprodukt sowohl für die USA als auch für die EU etwas besser.

Branchenwirtschaftlicher Hintergrund

Die Rezession hat den Kunstmarkt im Berichtsjahr weiterhin negativ beeinflusst. Nach wie vor mussten Galerien geschlossen werden. Auktionshäuser schraubten ihre Verkaufsvolumina zurück, was zu Umsatzrückgängen von 65 - 75% führte. Es gibt aber erste Anhaltspunkte dafür, dass sich der Kunstmarkt 2010 erholen dürfte (Auktionshäuser haben die Umsatzerwartungen in den ersten zwei Monaten des Jahres bereits übertroffen; ein einziger Verkauf, Alberto Giacomettis "L'Homme Qui Marche I" zu der Rekordsumme von USD 104,3 Millionen, macht dies deutlich). Dennoch besteht nach wie vor große Unsicherheit.

3 Geschäftsentwicklung

Strategische Ziele und Chancen

artnet betrachtet es als ein strategisches Ziel, die Markttransparenz auf dem Kunstmarkt zu erhöhen. Mit der Einführung der Online Auctions hat sich artnet jedoch vom reinen Informationsanbieter zu einer umfangreichen Transaktionsplattform weiterentwickelt. Für 2009 hatte artnet sich als strategisches Ziel gesetzt, beim Produkt Online Auctions ein Wachstum von 200% gegenüber dem Vorjahr zu erreichen und die artnet Decorative Arts Price Database einzuführen. artnet hat im Laufe des Jahres beide Ziele erreicht: Die Online Auctions generierten Umsätze in Höhe von EUR 815.000 (USD 1.133.000), was einem Zuwachs von 220% in EUR (204% in USD) entspricht; im Frühjahr 2009 erfolgte die Markteinführung der Decorative Arts Price Database.

Auch 2010 wird sich artnet auf Wachstum im Bereich Online Auctions konzentrieren, dabei jedoch den Schwerpunkt auf den Verkauf höherwertiger Auktionslose und das Erreichen eines größeren Publikums legen.

Des Weiteren plant artnet die Markteinführung des Produkts artnet Market Data. Darstellungen von Preistrends in Grafiken und Diagrammen sind weitreichend bekannt. Daher sind wir der Ansicht, dass Kunstberatungsgesellschaften, Banken, Versicherungsgesellschaften, Family Offices sowie alle anderen Marktteilnehmer bereit sind, eine Reihe neuer und erstklassiger Indizes zu erwerben, die eine neue Methode, die sog. "strings comparables", nutzen.

Geschäftsentwicklung

Zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Berichts erwirtschaftet artnet den größten Teil seiner Umsatzerlöse (78%) mit dem artnet Gallery Network, der artnet Price Database Fine Art and Design und der artnet Price Database Decorative Art. Diese weit verbreiteten, auf fundierten Informationen basierenden Produkte erfreuen sich weiterhin der Gunst von Sammlern und "Art Professionals" wie Kunstsammlern, Kunstkritikern und Kuratoren auf der ganzen Welt. Die Datenbank stellt zuverlässige, topaktuelle Preisinformationen bereit, während das artnet Gallery Network ungeachtet der aktuellen Marktbedingungen Auskunft über die verfügbaren Bestände gibt.

Interessanterweise wurden das artnet Gallery Network und die artnet Price Database Fine Art and Design sowie die Price Database Decorative Art selbst angesichts des von der Rezession stark getroffenen Marktes für Händler, Auktionshäuser und Kunstexperten nur wenig in Mitleidenschaft gezogen und verzeichneten einen Rückgang der Umsatzerlöse von lediglich 7% (in USD).

Der stärkste Umsatzrückgang war mit 21 % in EUR (25% in USD) bei der Bannerwerbung zu verzeichnen. Dies spiegelt die weltweit stark rückläufige Entwicklung der Verbraucher- und Händlerwerbung in praktisch allen Medien wider. In diesem Zusammenhang sollte jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass die Anzahl der einzelnen Besucher (unique visitors) unserer Website gestiegen ist.

Die bei artnet Online Auctions erzielten Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr 2009 um 220% in EUR (204% in USD), während die Branchenumsätze für Kunst und Antiquitäten in derselben Periode einbrachen. Im November wurden Kunstwerke zu Verkaufspreisen von insgesamt USD 1.050.000 über die artnet Online Auctions gehandelt. Bezeichnenderweise

hat gerade dieser Übergang zu einem "Käufermarkt" dazu geführt, dass unsere Experten Einlieferungen mit realistischen Mindestgeboten akquirieren konnten. Wir glauben, dass die artnet Online Auctions erhebliche Vorteile für Einlieferer und Käufer gleichermaßen bieten, sodass wir schon bald einen beträchtlichen Marktanteil im Vergleich zu unseren konventionellen Wettbewerbern besitzen werden.

4 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Die Umsatzerlöse von artnet fielen während des Berichtsjahres um 1 % (in USD 6%) von EUR 12.303.000 (USD 18.003.000) im Vorjahr auf EUR 12.219.000 (USD 16.989.000). Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2008 gewann der US-Dollar in 2009 im Jahresdurchschnitt 5% an Wert gegenüber dem Euro. Durch den Wertzuwachs des US-Dollars ergaben sich entsprechend positive Währungseffekte für die in Euro ausgewiesenen Umsatzerlöse des Konzerns.

Das Betriebsergebnis ging von EUR 147.000 (USD 215.000) in 2008 um EUR 478.000 (USD 674.000) auf EUR -331.000 (USD -459.000) zurück. Dem Konzern entstanden zusätzliche Aufwendungen für neue und kommende Produkte, die vor allem zu einem Anstieg der Umsatzkosten gegenüber dem Vorjahr führten. Infolge des Produktstarts der artnet Price Database Decorative Art sowie der anderen in 2008 erfolgten Produkteinführungen erhöhten sich die Abschreibungen um EUR 309.000 (USD 401.000). Auch die Ende 2008 begonnenen und 2009 fortgeführten Investitionen des Konzerns in eine neue Netzwerkinfrastruktur trugen zur Erhöhung der Abschreibungen bei. Dem Anstieg der Umsatzkosten stehen Einsparungen beim Server-Hosting in Höhe von EUR 250.000 (USD 348.000) sowie bei den Rechts- und Beratungskosten aufgrund der Investitionen in neue Netzwerkinfrastruktur gegenüber. Die allgemeinen Verwaltungskosten sind gegenüber dem Vorjahr ebenfalls gestiegen. Dies war unter anderem einer Erhöhung der Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von EUR 46.000 (USD 56.000) gegenüber der Vorperiode sowie einem Anstieg personalbezogener Aufwendungen zuzuschreiben.

Das Ergebnis vor Steuern wurde durch die Abschreibung eines Darlehens (EUR 208.000 bzw. USD 298.000) belastet und sank um EUR 431.000 (USD 595.000) von EUR -75.000 (USD -109.000) in 2008 auf EUR -506.000 (USD -704.000).

Das Konzernergebnis verbesserte sich von EUR -490.000 (USD -718.000) im Jahr 2008 um EUR 23.000 (USD 68.000) auf EUR -467.000 (USD -650.000) im Berichtsjahr. Im Vorjahr war das Konzernergebnis durch die Risikovorsorge für mögliche Mehrsteuern belastet, die im Rahmen einer Betriebsprüfung für die Jahre 2001 bis 2004 geltend gemacht wurden. Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug EUR -0,08 (USD -0,12) im Vergleich zu EUR -0,09 (USD -0,13) in 2008.

Währungsumrechnung

Der auf Euro lautende Konzern-Jahresabschluss wurde durch den Anstieg des Wechselkurses des US-Dollars gegenüber dem Euro für das am 31. Dezember 2009 endende Geschäftsjahr beeinflusst.

Für die Währungsumrechnung der Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird der Durchschnittskurs für den Zeitraum bis 31. Dezember 2009 bzw. 2008 verwendet. Für das

Geschäftsjahr 2009 lag der Durchschnittskurs bei 0,719 Euro/Dollar gegenüber 0,683 Euro/ Dollar für das Geschäftsjahr 2008. Dies entspricht einer Aufwertung des durchschnittlichen Wechselkurses um 5%. Der für die Bilanzumrechnung verwendete Fremdwährungskurs ist der Kurs am Periodenende. Der Stichtagskurs zum 31. Dezember 2009 betrug 0,698 Euro/ Dollar gegenüber 0,710 am 31. Dezember 2008. Dies entspricht einem Minus von 2%. artnet unterliegt Wechselkursschwankungen, da es Rechnungen in Euro, US-Dollar und Pfund Sterling fakturiert, seine Geschäftstätigkeit aber größtenteils in den USA ausübt. Der Konzern steuert dieses Wechselkursrisiko, indem er die Zahlungen seiner europäischen Kunden in Euro und Pfund Sterling entgegennimmt und mit diesen Zahlungseingängen seine in Europa ansässigen Lieferanten in derselben Währung bezahlt.

Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des artnet Konzerns belief sich zum 31. Dezember 2009 auf EUR -180.000 im Vergleich zu EUR 437.000 zum 31. Dezember 2008. Neben dem Periodenfehlbetrag ist der negative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in erster Linie auf den Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der Umsatzabgrenzung zurückzuführen. Der Konzern leistete 2009 Zahlungen für die neue Netzwerkinfrastruktur, die in 2008 erworben wurde. Aufgrund des geringeren Umsatzvolumens der verkauften Verträge mit einer Laufzeit von einem Jahr fiel die Umsatzabgrenzung gegenüber dem Vorjahr geringer aus.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit des Konzerns betrug zum 31. Dezember 2009 EUR -470.000 gegenüber EUR -1.207.000 zum 31. Dezember 2008. Der Cashflow war im vorangegangenen Jahren stark durch Investitionen in neue Produkte belastet, die im Berichtsjahr nahezu abgeschlossen wurden. Im 1. Quartal 2009 investierte der Konzern in das Produkt artnet Price Database Decorative Art und setzte seine Investitionen in das artnet Market Data Projekt fort, dessen Markteinführung für 2010 geplant ist. Darüber hinaus wurde in 2009 in zusätzliche Hard- und Software für die Netzwerkinfrastruktur investiert. In einigen Fällen wurde dies durch Finanzierungsleasing finanziert.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich zum 31. Dezember 2009 auf EUR -68.000 und umfasste Zahlungen zur Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen, die 2008 und 2009 geschlossen wurden. Insgesamt verringerten sich die liquiden Mittel von EUR 2.925.000 (USD 4.123.000) am 31. Dezember 2008 auf EUR 2.191.000 (USD 3.140.000) am 31. Dezember 2009. Die Anlagepolitik des Konzerns ist konservativ und orientiert sich an der kurzfristigen Finanzmittelanlage. Auf diese Weise bleiben sämtliche Barmittel liquide und jederzeit verfügbar. Zum 31. Dezember 2009 belief sich die Liquidität je Aktie auf Grundlage der durchschnittlich 5.552.986 in Umlauf befindlichen Aktien auf EUR 0,39 (USD 0,57) gegenüber EUR 0,53 (USD 0,74) zum 31. Dezember 2008.

Vermögenslage

Die Konzernbilanzsumme betrug am 31. Dezember 2009 EUR 6.574.000 (USD 9.422.000) im Vergleich zu EUR 7.631.000 (USD 10.756.000) am 31. Dezember 2008, was einem Rückgang von 14% in EUR (12% in USD) entspricht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen im Wesentlichen durch rückläufige Umsatzerlöse und höhere Wertberichtigungen auf Forderungen um EUR 47.000 (USD 44.000) auf EUR 941.000 (USD 1.349.000) zurück.

Das Anlagevermögen verringerte sich um EUR 106.000 (USD 105.000) auf EUR 1.845.000 (USD 2.645.000). Durch die hohen Investitionen in den Vorjahren sind die Abschreibungen im Berichtsjahr deutlich angestiegen und übersteigen die laufenden Investitionen im Berichtsjahr.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind insgesamt von EUR 3.337.000 (USD 4.703.000) um EUR 550.000 (USD 709.000) auf EUR 2.787.000 (USD 3.994.000) gesunken. Der Konzern erfüllte im 1. Quartal 2009 seine Zahlungsverpflichtungen aus dem Kauf neuer Netzwerkinfrastruktur und aus sonstigen Verbindlichkeiten. Dies führte zu einer entsprechenden Reduzierung der kurzfristigen Verbindlichkeiten. Darüber hinaus verringerte sich die Umsatzabgrenzung aufgrund des geringeren Umsatzvolumens der verkauften Verträge mit einer Laufzeit von einem Jahr.

Das Eigenkapital des artnet Konzerns belief sich zum 31. Dezember 2009 auf EUR 3.665.000 (USD 5.253.000) gegenüber EUR 4.200.000 (USD 5.919.000) zum 31. Dezember 2008. Die artnet Price Database ist ein immaterieller Vermögenswert, der in den letzten zwanzig Jahren durch die Erfassung von Auktionsdaten entwickelt wurde. Wenngleich er aufgrund der Bilanzierungsregeln als Vermögenswert in der Bilanz nicht voll angesetzt wurde, stellt er für den Konzern doch eine wesentliche Geschäftsgrundlage dar. Wenn eine Bilanzierung gesetzlich zulässig wäre, würden sich die Aktiva deutlich erhöhen.

Mitarbeiter

Am 31. Dezember 2009 beschäftigte der Konzern 99 Vollzeitmitarbeiter, gegenüber 104 Mitarbeitern im Vorjahr. Darüber hinaus waren 2009 11 Teilzeitkräfte für den artnet Konzern tätig (2008 waren es noch 18 Teilzeitbeschäftigte) sowie 12 freie Mitarbeiter im Vertrieb und in sonstigen Bereichen, verglichen mit 15 freien Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2008. Die Personalkosten beliefen sich auf EUR 6.430.000 (USD 8.941.000) im Vergleich zu EUR 6.307.000 (USD 9.229.000) im Vorjahr. Die leichte Reduzierung auf USD-Basis ist vor allem auf einen Rückgang der umsatzabhängigen Vergütungen im Vertriebsbereich zurückzuführen.

Forschung und Entwicklung

Die artnet-Website bildet die Grundlage für die Produkte des Konzerns. Es ist von größter Bedeutung, mit der neuesten Technologie Schritt zu halten und neue Produkte zu entwickeln, die den Nutzen für die Kunden steigern. Unsere Entwickler setzen hierzu auf Microsoft-Technologie beruhende Software ein, die es ihnen ermöglicht, die laufenden Anwendungen flexibel an die sich ändernden Kundenbedürfnisse anzupassen. Im Geschäftsjahr 2008 hat der Konzern sein Entwicklungsteam ausgebaut, um einerseits den wachsenden Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden und andererseits sein Wachstumspotenzial mit der Markteinführung neuer Produkte zu steigern. Im Jahr 2009 hat das Produktentwicklungsteam die artnet Decorative Art Price Database eingeführt, die Auktionsresultate für Antiquitäten, Porzellan, Silber- und Glaswaren sowie andere Kunstgegenstände enthält, die eine praktische Verwendung haben. Objekte aus vielen verschiedenen kunsthistorischen Zeitperioden sind in dieser Datenbank zu finden. Des Weiteren hat das Team die artnet Online Auctions neu gestaltet. Die Nutzer können nun die Bilder der Kunstwerke, die in den Online Auctions zum Verkauf angeboten werden, besser ansehen.

5 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der artnet AG

Ertragslage

Der Tätigkeitsbereich der artnet AG beschränkte sich auch im Geschäftsjahr 2009 weitgehend auf die Holdingfunktion, wobei die artnet AG zunehmend Leistungen im Rahmen der Kundenbetreuung und des deutschsprachigen online Kunstmagazins für die Tochtergesellschaft Artnet Corp. erbringt. Nach wie vor bestehen aber sämtliche Vertragsbeziehungen zu Kunden über die Tochtergesellschaft Artnet Corp., so dass die artnet AG keine eigenen Umsatzerlöse erzielt. Die Ertragslage wird daher weitgehend bestimmt durch die Beziehungen zu der Tochtergesellschaft Artnet Corp. und die mit der Verwaltung und Börsennotierung der artnet AG verbundenen Aufwendungen.

Für das Berichtsjahr weist die artnet AG einen Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 514.000 aus, nachdem im Vorjahr ein Jahresüberschuss von EUR 849.000 erzielt werden konnte. Die sonstigen betrieblichen Erträge der artnet AG belaufen sich auf insgesamt EUR 1.187.000 (Vorjahr: EUR 2.812.000) und liegen somit EUR 1.625.000 unter den Erträgen des Vorjahres. Ausschlaggebend für diesen Rückgang ist die im Vorjahr letztmalig vorgenommene Wertzuschreibung auf die Anteile an der Artnet Corp. Diese Anteile werden seitdem mit den ursprünglichen Anschaffungskosten in Höhe von EUR 9.184.000 bewertet. Die Erträge aus der Weiterbelastung der bei der artnet AG entstandenen Kosten an die Tochtergesellschaft erhöhten sich von EUR 985.000 auf EUR 1.152.000. Die Personalaufwendungen haben sich bei weitgehend konstanter Personalstruktur im Wesentlichen durch höhere Gehälter für Mitarbeiter von EUR 1.172.000 auf EUR 1.376.000 erhöht. Verluste aus Währungsumrechnungen, die das Ergebnis des Vorjahres mit EUR 142.000 belastet haben, sind im Berichtsjahr nicht entstanden. Dies führte im Wesentlichen dazu, dass die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um EUR 79.000 auf EUR 1.131.000 sanken.

Aufgrund des niedrigeren Ergebnisses der Artnet Corp. fiel die Dividende der Artnet Corp. an die artnet AG entsprechend geringer aus, wodurch sich die Beteiligungserträge der artnet AG von EUR 1.277.000 auf EUR 767.000 reduzierten.

Die Abwertung der eigenen Aktien auf den gesunkenen Stichtagskurs führte zu Aufwendungen in Höhe von EUR 13.000, nachdem im Vorjahr aus der Stichtagskursbewertung noch eine deutliche Ergebnisbelastung von EUR 427.000 resultierte.

Vermögenslage, Liquidität und Kapitalausstattung der artnet AG

Die Vermögenslage der artnet AG wird geprägt durch den Anteilswert an der Tochtergesellschaft Artnet Corp., der in Höhe der Anschaffungskosten von EUR 9.184.000 bewertet wird. Daneben sind insbesondere die eigenen Aktien mit einer Stichtagsbewertung von EUR 387.000 von Bedeutung.

Aufgrund des Jahresfehlbetrages sank das Eigenkapital der artnet AG von TEUR 8.903 auf TEUR 8.389 zum Bilanzstichtag. Analog entwickelte sich die Eigenkapitalquote. Die Eigenkapitalquote sank um 7,3%-Punkte auf 83,3% der Bilanzsumme. Der Bilanzgewinn des Vorjahres von EUR 1.234.000 wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2010 in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

Die Verbindlichkeiten und Rückstellungen sind im Gesamtbetrag mit EUR 1.679.000 zum 31. Dezember 2009 gegenüber dem Vorjahr (EUR 922.000) zwar deutlich gestiegen, doch weist die artnet AG weiterhin insgesamt eine nur geringe Fremdkapitalquote von 16,7%

auf (Vorjahr: 9,4%). Die Erhöhung der Verbindlichkeiten und Rückstellungen resultiert im Wesentlichen aus höheren Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Geschäftstätigkeit der artnet AG wurde im Geschäftsjahr 2009 wie in den Vorjahren aus dem laufenden Cashflow der Tochtergesellschaft artnet Corp. finanziert. Die kurzfristig von der artnet AG benötigte Liquidität wird über monatliche Mittelabrufe von der Tochtergesellschaft bereitgestellt.

6 Übernahmerechtliche Angaben

(Berichterstattung nach § 315 Abs. 4 HGB)

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das voll eingezahlte Grundkapital der artnet AG betrug am 31. Dezember 2009 unverändert EUR 5.631.067,00 und ist in 5.631.067 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je EUR 1,00 aufgeteilt.

Stimmrechtsbeschränkungen oder Übertragungsbeschränkungen

Stimmrechtsbeschränkungen oder Übertragungsbeschränkungen bestehen für diese Aktien nicht.

Direkte oder indirekte Kapitalbeteiligungen, die 10 % der Stimmrechte überschreiten

Beteiligungen, die 10% der Stimmrechte der artnet AG überschreiten, werden gehalten von:

1. Galerie Neuendorf AG, Berlin, mit 25,96%

2. Schaeffer Immobilien GmbH, Hamburg, mit 10,66%

3. Artis Capital Management LLC, San Francisco/USA, mit 10,39%

Inhaber von Aktien mit Sonderrechten

Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten.

Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen

Soweit Arbeitnehmer an der artnet AG beteiligt sind, üben diese ihre Kontrollrechte unmittelbar aus.

Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern, Satzungsänderungen

Mitglieder des Vorstandes werden gemäß §§ 84, 85 AktG bestellt und abberufen. Satzungsänderungen erfolgen gemäß §§ 133, 179 AktG.

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 14. Juli 2014 durch Ausgabe neuer Stammaktien in Form von Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 2.800.000 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2009/I). Aus dem Genehmigten Kapital wurden in 2009 keine Aktien ausgegeben.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 560.000.- durch Ausgabe von bis zu 560.000 Stück auf den Inhaber lautenden Stückaktien ohne Nennbetrag durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2009/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Bezugsrechten an Mitglieder des Vorstands der artnet AG, Mitglieder der Geschäftsführung der verbundenen Unternehmen (§ 15 AktG), Arbeitnehmer der artnet AG sowie an Arbeitnehmer verbundener Unternehmen, zu deren Ausgabe die Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 den Vorstand ermächtigt hat. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie durch Ausübung des Bezugsrechtes entstehen, am Gewinn teil. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Bezugsrechte ausgeübt werden. Ebenfalls durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum Ablauf des 14. Januar 2011 eigene Aktien bis zu einem Anteil von 10% am derzeitigen Grundkapital zu erwerben. Der Gegenwert für den Erwerb dieser Aktien darf je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den jeweils fünf vorangegangenen Börsenhandelstagen um nicht mehr als 10% übersteigen und um nicht mehr als 10% unterschreiten.

Die zur Wirksamkeit der Hauptversammlungsbeschlüsse notwendige Eintragung der Satzungsänderungen in das Handelsregister der Gesellschaft erfolgte am 2. Februar 2010.

7 Vergütungsbericht

Dieser Vergütungsbericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Er fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der artnet AG Anwendung finden, und erläutert Höhe sowie Struktur des Vorstandseinkommens. Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben. Der Vergütungsbericht beinhaltet außerdem Angaben, die nach den Erfordernissen des deutschen Handelsrechts auch Bestandteil des Konzernanhangs nach § 314 HGB bzw. des Konzernlageberichts nach § 315 HGB sind.

a) Vergütung des Vorstands

Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Festlegung der Vergütung des Vorstands der artnet AG orientiert sich an der Größe und der Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen im In- und Ausland. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie am internationalen Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreiz für erfolgreiche Arbeit gibt. Die Vergütung des Vorstands setzt sich im Geschäftsjahr 2009 aus einer festen Vergütung und einem Bonus zusammen.

Im Einzelnen setzt sich die Vorstandsvergütung aus folgenden wesentlichen Komponenten zusammen:

Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt.

Der Betrag des variablen Bonus steht im Ermessen der Gesellschaft, die durch den Aufsichtsrat vertreten wird. Es gelten folgende Richtlinien: Für den Fall, dass das finanzielle und technische Ergebnis der Gesellschaft des Geschäftsjahres ungefähr der budgetierten und vorausgesagten Entwicklung entspricht, sollte der Bonus der festen Vergütung

entsprechen. Für den Fall, dass die vorgenannten Ziele wesentlich unterschritten werden, kann die Gesellschaft den Bonus reduzieren oder keinen Bonus auszahlen. Für den Fall einer wesentlichen Überschreitung der vorgenannten Ziele kann der Bonus mehr als 100% der Festvergütung betragen. Der variable Bonus ist auf höchstens das Doppelte der festen Vergütung begrenzt.

Für das Geschäftsjahr 2009 betrugen für den Alleinvorstand Hans Neuendorf die fixe Barvergütung EUR 338.248 inklusive des geldwerten Vorteils aus der privaten Dienstwagennutzung und die variable Vergütung EUR 272.250.

Die artnet AG stellt Herrn Neuendorf einen Dienstwagen der gehobenen Mittelklasse zur Verfügung, der auch privat genutzt werden darf. Die Lohnsteuer auf den geldwerten Vorteil aus der PKW-Nutzung ist durch Herrn Neuendorf zu tragen.

Bei der Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corp. besteht seit 2001 außerdem eine auf US$ 3 Mio. lautende Split-Dollar-Lebensversicherungspolice zugunsten einer Herrn Neuendorf nahestehenden Person. Die monatlichen Versicherungsprämien in Höhe von US$ 4.220,90 wurden von Artnet Worldwide Corp. bezahlt und als Darlehen an nahe stehende Personen bilanziert. Im Jahr 2009 hat Artnet Worldwide Corp. keine Prämien gezahlt. Im Dezember 2009 hat Artnet Worldwide Corp. die der Split-Dollar-Lebensversicherungspolice zugehörigen vertraglichen Grundlagen gekündigt und die zum Vorjahres-Bilanzstichtag ausgewiesene Forderung von EUR 211.200 in voller Höhe ausgebucht. Wir verweisen auf die Berichterstattung im Konzernanhang.

Für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses enthält der Vorstandsvertrag keine ausdrückliche Abfindungszusage. Eine Abfindung kann sich aber aus einer individuell getroffenen Aufhebungsvereinbarung ergeben.

b) Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat durch die Hauptversammlung festgelegt worden. Sie ist in der Satzung geregelt. Die Aufsichtsratsvergütung orientiert an der Größe des Unternehmens, an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder sowie an der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der Gesellschaft.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten jährlich eine feste Vergütung. Im Einzelnen erhalten der Vorsitzende des Aufsichtsrats EUR 33.750,00, der stellvertretende Vorsitzende EUR 25.312,50 und das dritte Mitglied des Aufsichtsrats EUR 16.875,00.

8 Risikobericht

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

Der Vorstand hat für die vielfältigen organisatorischen, technischen und kaufmännischen Abläufe im Unternehmen ein internes Kontrollsystem eingerichtet. Wesentlicher Bestandteil ist das Prinzip der Funktionstrennung, das gewährleisten soll, dass vollziehende (z.B. Vertrieb), verbuchende (z.B. Finanzbuchhaltung) und verwaltende (z.B. EDV-Administration) Tätigkeiten, nicht in einer Hand vereint sind. Durch das Vier-Augen-Prinzip wird gewährleistet, dass kein wesentlicher Vorgang ohne Kontrolle bleibt.

Risikomanagement

Der artnet Konzern hat ein Risikomanagementsystem zur Identifizierung und laufenden Überwachung operativer und finanzieller Risiken eingeführt, das die Auswirkungen unerwarteter Ereignisse mildern soll. Das Risikomanagementsystem besteht im Wesentlichen aus folgenden Komponenten: 1) dem Finanzwesen, das die tatsächlichen Ergebnisse der Geschäftstätigkeit überwacht und im Rahmen einer monatlichen Berichterstattung Plan-Ist-Vergleiche sowie Vorjahres-Vergleiche darstellt; 2) der IT-Infrastruktur, die die jederzeitige Verfügbarkeit und Funktionsfähigkeit der Website sicherstellt und überwacht; 3) dem Projektmanagement, das die Entwicklung und den Fortschritt der einzelnen Technologieprojekte überwacht und 4) der laufenden Traffic-Überwachung, die wichtige Bereiche des Web-Traffic auswertet und analysiert. Das Risikomanagementsystem stellt sicher, dass kritische Informationen direkt und zeitnah an das Management des Konzerns weitergeleitet werden.

Frühwarnsystem soll die Identifizierung potenzieller Risiken sicherstellen

Zur Messung, Überwachung und Steuerung von Geschäftsentwicklung und Risiken nutzt der artnet-Konzern grundsätzlich ein auf Tabellenkalkulationen basierendes Steuerungs- und Kontrollsystem, das im Wesentlichen auf den Daten der Finanzbuchhaltung aufsetzt. In einer Risikoinventur und einem daraus entwickelten Risiko-Handbuch sind die wesentlichen vorhandenen Risiken dokumentiert und Verantwortungsebenen innerhalb des artnet-Konzerns zugeordnet worden. Bestehende Risikopotenziale werden laufend beobachtet; adäquate Maßnahmen zur Risikobegrenzung werden wenn möglich ergriffen. Zum Frühwarnsystem gehört neben einer regelmäßigen internen Berichterstattung über den Geschäftsverlauf und die aktuellen Marktentwicklungen und Kundenbeziehungen auch ein konzernweiter Budgetierungsprozess, der sich unter anderem mit operativen Risiken und Veränderungen des geschäftlichen Umfeldes befasst. Unterstützt wird dieser Prozess durch regelmäßige Markt- und Wettbewerbsanalysen.

Umgang mit bedeutenden potenziellen Risiken

Das operative Management ist für die Früherkennung, Kontrolle und Kommunikation von Risiken direkt verantwortlich. So kann der artnet Konzern zeitnah und umfassend auf potenzielle Risiken reagieren. Die Risikopolitik orientiert sich dabei an dem Ziel, den Unternehmenswert langfristig zu sichern bzw. sukzessive zu steigern.

Bei seiner Gesamtbewertung der Risikosituation ist der Vorstand zu der Auffassung gelangt, dass folgende Risiken und ihre Behandlung im Geschäftsjahr 2010 von besonderer Bedeutung sein werden:

- Umsatzrückgang aufgrund des schwierigen Marktumfelds,

- Anstieg der betrieblichen Aufwendungen und Rückgang der Barmittel, insbesondere durch die Entwicklung und Markteinführung neuer Produkte und gestiegene Fixkosten.

Die hier aufgeführten Risiken und ihre Behandlung könnten sich negativ auf das künftige Wachstum des artnet Konzerns auswirken. Durch eingeleitete bzw. umgesetzte Kosteneinsparungsmaßnahmen in 2009 sowie durch eine verbesserte Kundenansprache mittels neuer Produkte rechnet der artnet-Konzern für die Jahre 2010 und 2011wieder mit einer verbesserten Ertrags- und Finanzlage. Risiken, die den Fortbestand der Gruppe gefährdenden könnten, sind zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses nicht ersichtlich. Der Konzern hat die folgenden wesentlichen Risiken identifiziert:

Externe Risiken

Konjunkturtrends im Kunstmarkt

artnet unterliegt den Schwankungen im Kunstmarkt. Im Berichtsjahr 2009 erlebte der Kunstmarkt eine stetige Abschwächung, die die Geschäftstätigkeit belastete. Sollte diese Entwicklung andauern, könnte artnet maßgeblich betroffen sein, da die meisten Kunden und Abonnenten Verträge auf Monatsbasis haben.

Betriebliche Risiken

Infrastruktur des IT-Systems

Funktionsstörungen der Website könnten die laufenden Umsätze und Gewinne von artnet mindern und möglicherweise auch die künftigen Umsätze und Ergebnisse beeinträchtigen. Häufige oder anhaltende Unterbrechungen des Services könnten bestehenden oder interessierten Nutzern Anlass zu der Annahme geben, dass die Systeme des Konzerns nicht zuverlässig sind. Dies könnte nachteilige Auswirkungen auf das Image und den Ruf des Konzerns haben. Derartige Unterbrechungen erhöhen die Arbeitsbelastung der IT-Abteilung, was wiederum die Einführung neuer Funktionen und Services verzögert. Wenngleich die Systeme des Konzerns so konzipiert wurden, dass die Ausfallzeiten bei Stromausfällen oder im Katastrophenfall gering sind, bleiben sie für Beschädigungen oder Störungen durch Überschwemmungen, Feuer, Strom- und Telekommunikationsausfälle, Terroranschläge, Computerviren und andere Unglücksfälle anfällig. Die Webserver von artnet befinden sich in einer sicheren externen Einrichtung. Darüber hinaus plant artnet, im Jahr 2010 redundante Server an einem Standort in einem anderen Landesteil der USA einzurichten, die als Backup-System für das Hauptsystem dienen.

Produktentwicklung

Der künftige Erfolg von artnet hängt davon ab, wie schnell sich der Konzern an die technologischen Veränderungen und entstehenden Branchenstandards anpassen kann. Der Konzern sieht vor, die Leistung, Funktionen und Zuverlässigkeit der Website weiter zu verbessern und neue Produkte zu entwickeln, die für bestehende und potenzielle Kunden von Nutzen sind. Der Konzern beobachtet die Markttrends und konzentriert sich auf die Produktentwicklung. Aus diesem Grund hat artnet in den vergangenen Jahren sein Entwicklungsteam verstärkt. Der Personalaufbau ermöglicht es artnet, den wachsenden Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden und das Wachstumspotenzial durch die Einführung neuer Produkte zu erhöhen.

Website-Besuche

Website-Besuche (Traffic) sind für artnet von großer Bedeutung. Rückläufige Besucherzahlen könnten die Umsätze aller Produktlinien verringern. artnet überwacht die WebsiteBesuche auf Tages-, Wochen- und Monatsbasis, um sicherzustellen, dass diese den Erwartungen entsprechen. Zur weiteren Steigerung der Website-Besuche benötigt der Konzern außerdem ein größeres finanzielles Engagement für Werbung und Marketing. Soweit dies möglich ist, überwacht artnet die Besucherzahlen und die über die Website erzielten Umsätze und stellt diese den entsprechenden Aufwendungen für Werbung und Marketing gegenüber, um den Erfolg von Werbe- und Marketingmaßnahmen zu beurteilen.

Rechtliche Risiken

Markenrechte

artnet schützt sich durch die markenrechtliche Sicherung des Namens "artnet" in den Schlüsselmärkten des Konzerns.

Klagen gegen Markenverletzungen sind kostspielig und unterliegen der Prüfung durch nationale Behörden, die für den Konzern negativ ausfallen könnten.

Schutz der Kundendaten

artnet speichert die Kundendaten gemäß den derzeit geltenden Gesetzen und Vorschriften. Würde es Dritten jedoch gelingen, die von artnet getroffenen Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen und an die Kundeninformationen zu gelangen, könnte artnet für entstandene Schäden haftbar gemacht werden.

Finanzielle Risiken

Fremdwährungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiko

artnet führt einen Teil seiner Geschäfte außerhalb der USA und unterliegt dadurch dem Risiko nachteiliger Wechselkursschwankungen. Da die Wechselkurse veränderlich sind, können die Umsatzerlöse sowie die betrieblichen Aufwendungen erheblich von den Erwartungen abweichen. artnet sichert sich derzeit nicht gegen solche Währungsrisiken ab. Stattdessen nehmen die Konzerngesellschaften Zahlungen von Kunden auch in Euro und Pfund Sterling an und bezahlen ihre Lieferanten in Europa in diesen Währungen. Dies trägt zur Reduzierung des Wechselkursrisikos bei.

Abgesehen von den nachteiligen Währungsschwankungen ist der artnet Konzern derzeit keinen wesentlichen finanziellen Risiken ausgesetzt.

Im artnet Konzern liegt keine signifikante Konzentration des Ausfallrisikos von finanziellen Vermögenswerten vor, da sich das Engagement auf eine große Anzahl von Kunden, sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen, verteilt. Dennoch könnte sich der weltweite Konjunkturrückgang negativ auf die Zahlungsfähigkeit der Kunden des Konzerns auswirken und zu einer Verlängerung des durchschnittlichen Zahlungsziels oder im schlimmsten Fall zu einem Anstieg der Forderungsausfälle führen. Dies würde die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns belasten. artnet versucht, diesen Risiken entgegenzuwirken, indem es mit seinen Kunden, wann immer dies möglich ist, Vorauszahlungen vereinbart. Da der artnet Konzern keine wesentlichen verzinslichen Schulden hat und ihm Barmittel in ausreichender Höhe zur Verfügung stehen, sieht der Konzern sich derzeit keinen wesentlichen Liquiditäts- oder Zinsrisiken ausgesetzt.

Aufgrund der relativ geringen finanziellen Risiken hat artnet keine derivativen Finanzinstrumente genutzt, um diese Risiken zusätzlich abzusichern oder zu kontrollieren.

Sonstige Risiken

Mitarbeiter in Schlüsselpositionen

Der Arbeitsmarkt für qualifizierte und motivierte Manager ist sehr wettbewerbsintensiv. Aufgrund artnets relativ geringer Größe könnte sich der Verlust von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen negativ auswirken. artnet begegnet diesen personalbezogenen Risiken, indem

es seinen leitenden Mitarbeitern einen Aktienoptionsplan anbietet und das Know-how nach Möglichkeit auf mehrere Personen verteilt.

Möglicherweise enthält die vorstehende Auflistung nicht alle Risiken, denen artnet ausgesetzt ist. Risiken, die nicht erkannt sind oder über die nicht berichtet wurde, könnten zu Tage treten und sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Der Konzern wird sein Umfeld auch weiterhin überwachen und die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems überprüfen. Trotz kontinuierlicher Anpassungen des Risikomanagementsystems ist es nicht möglich, die Wahrscheinlichkeit des Eintretens bestimmter Risiken oder deren finanzielle Auswirkungen vollständig zu quantifizieren.

9 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag kam es zu keinen berichtspflichtigen Ereignissen von wesentlicher Bedeutung.

10 Ausblick

Zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Berichts erlebt der amerikanische Markt, auf dem artnet fast 60 % seiner Umsatzerlöse erwirtschaftet, eine nach Ansicht der Ökonomen schwache Erholung - ohne Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Der Aufschwung im Finanzsektor im vergangenen Halbjahr hat die Umsätze im oberen Preissegment des Kunstmarktes stimuliert. Es gibt bereits erste Anzeichen dafür, dass die Umsätze der Auktionshäuser und Kunstmessen geringfügig über den Ergebnissen der gleichen Periode im Vorjahr liegen. Im Gegensatz dazu schwächt der Immobilienmarkt nach wie vor den Markt für Design- und dekorative Kunstobjekte, die über Galerien, Architekten und Dekorateure verkauft werden.

Dennoch gehen wir davon aus, dass die mit unseren Abonnement-Produkten (Gallery Network und Price Databases) erzielten Umsatzerlöse im Jahr 2010 in etwa auf dem Niveau von 2009 bleiben werden.

Nach deutlichen Rückgängen bei den Werbeeinnahmen im Geschäftsjahr 2009 dürften sich die Werbeeinnahmen 2010 wieder stabilisieren, da wieder Impulse in Bezug auf nationale Werbung festzustellen sind (2009-2010 liefen Werbekampagnen von HSBC, American Express, New York Times Company, Rado Watch sowie einem elitären Kreis von Einzelhändlern für Luxusartikel wie Barney's, Cartier und Burberry's). Unsere Wettbewerber im Print-Bereich (Kunstpublikationen und -zeitungen) haben bei der Werbung nicht nur im Jahr 2009, sondern in den letzten 30 Monaten deutliche Einbrüche erlebt, die zumindest teilweise dem allgemeinen Übergang zu digitalen Medien zuzuschreiben sind. Wir glauben, dass wir hiervon profitieren können, da die Wettbewerber im Print-Bereich ihre Erscheinungstermine reduzieren werden oder teilweise sogar vor der Schließung stehen. Hervorzuheben ist unser Produkt Online Auctions, das die größten kurz- und langfristigen Wachstumschancen bietet, da wir zunehmend höherwertige Auktionslose, sowohl von Händlern als auch privaten Sammlern, einwerben. Gleichzeitig erreichen wir mit gezielten Marketingmaßnahmen einen immer größeren Käuferkreis. Unser Ziel ist es, 2010 die Umsätze und Provisionen mit Online-Auktionen zu verdoppeln und dabei eine Verbesserung der Margen anzustreben (entsprechend haben wir mit Wirkung vom 1. März die Käuferprämie von 10% auf 15% erhöht).

Die im vierten Quartal 2009 eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen werden auch im Jahr 2010 fortgeführt. Darüber hinaus hat der Konzern für eine Überprüfung der Preisstruktur für alle Produkte und Dienstleistungen das Beratungsunternehmen Simon Kucher & Partners, ein führendes Unternehmen in diesem Bereich, beauftragt. Wir erwarten, dass unsere Preisstrukturen nach Abschluss dieser Maßnahmen besser auf die Nutzungsmuster der Kunden abgestimmt sind und der Konzern in der Lage ist, die Preise effizient anzuheben und die Margen insgesamt zu verbessern.

Unter Berücksichtigung der nach wie vor bestehenden Marktunsicherheiten erwarten wir insgesamt für 2010 ein in etwa ausgeglichenes Ergebnis und für 2011 ein positives Konzernergebnis.

11 Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB

Die Erklärung zur Unternehmensführung wurde auf der Internetseite der Gesellschaft, www.arnet.de, öffentlich zugänglich gemacht.

Berlin den 23. März 2010

Der Vorstand

Hans Neuendorf

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Zu dem als Anlagen I bis III beigefügten Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 sowie zum Lagebericht für das Geschäftsjahr 2009 (Anlage IV) erteilen wir folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk:

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der ARTNET AG, BERLIN, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Hamburg, den 24. März 2010

**Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Steuerberatungsgesellschaft**

Götze, Wirtschaftsprüfer

ppa. Wendland, Wirtschaftsprüfer

Hamburg, den 24. März 2010