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artnet AG Annual Report 2009

Apr 12, 2010

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Annual Report

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artnet® AG Geschäftsbericht 2009

Michel Comte, Carla Bruni, 1993 Courtesy of the artist and Guy Hepner. Postkartenmotiv für artnet.fr, La voix du marché de l'art

Inhalt

  • 3 Brief an die Aktionäre
  • 4 Finanzkennzahlen · artnet-Konzern
  • 5 Core Statement
  • 6 Unternehmensentwicklung
  • 8 Markenstrategie
  • 10 artnet Produkte: Der Kunstmarkt auf einer Plattform
  • 26 Highlights
  • 37 Firmenhintergrund
  • 38 Bericht des Aufsichtsrats
  • 40 Corporate Governance Bericht
  • 47 Versicherung des gesetzlichen Vertreters
  • 48 Konzernlagebericht 2009
  • 63 Bilanzen zum 31. Dezember 2009 und 2008: artnet AG Konzern-Bilanz artnet AG Konzern-Gesamtergebnisrechnung artnet AG Konzern-Eigenkapitalentwicklung (USD und EUR) artnet AG Konzern-Kapitalflussrechnung
  • 67 Anhang zum Konzernabschluss 2009
  • 92 Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers
  • 93 Management
  • 96 Gremien, Geschäftsstellen Investor Relations, Informationen zur Aktie

Brief an die Aktionäre

Sehr geehrte Aktionäre,

das Schlimmste ist vorbei, bin ich versucht zu sagen, was die Finanzkrise betrifft. Für artnet sieht es jedenfalls so aus. Verkäufe von Galerie-Webseiten sind leicht gestiegen, Einnahmen aus Banner-Anzeigen ebenfalls und die Online-Auktionen gehen gut.

Nicht, dass 2009 ein leichtes Jahr war! Wir verloren durch die Krise über 500 Galerien, fast ein Viertel des artnet Galerie-Marktes, aber wir gewannen 400 neue Galerien hinzu, sodass der Netto-Verlust sich auf 120 Galerien belief. Der größte Teil unserer Umsatzeinbußen betraf allerdings nicht unsere Kern-Informationsdienste sondern das Anzeigengeschäft, das in allen Medien und allen Branchen schwere Verluste hinnehmen musste und artnet nicht verschonte.

Alles in allem hat artnet einen Umsatzrückgang von nur 1 % in EUR (6 % in USD) erlitten und ist jetzt im Begriff, verlorenes Terrain zurückzugewinnen.

Mittlerweile sind die Auktionseinnahmen in ihrem zweiten Jahr um 220 % auf EUR 815.000 gestiegen. Vorurteile gegen Online-Auktionen für Kunst sind immer noch verbreitet. Man behauptet, dass es Probleme mit Fälschungen und Zustandsberichten zu befürchten gäbe. Aber mit bisher über 2.000 Transaktionen hat artnet nicht einen einzigen Vorfall registrieren müssen!

Dies ist Bestätigung für mich, dass Online-Auktionen für Kunst uns erhalten bleiben und einen großen Anteil am Markt erobern werden. Nach unseren bisherigen Erfahrungen sehe ich nicht, wie konventionelle Auktionen erfolgreich ein Anrecht auf die Zukunft beanspruchen können, wenn Online-Auktionen halb so teuer und fünfmal so schnell sind.

artnet hat den Boden für die Online-Kunstauktionen vorbereitet mit der Durchsetzung der Preistransparenz durch die artnet Preis-Datenspeicher und mit der Ermöglichung des einzigen globalen Marktüberblicks durch die Einführung des Galerien-Marktes und des Market Alert-Dienstes. Wir bereiten jetzt die Einführung des Markt-Analyse-Dienstes vor, der unsere Kunden unter anderem mit Künstler-Markt-Indizes und Segment-Indizes versorgen wird.

Es ist unsere Überzeugung, dass mehr und bessere Information Vertrauen stiftet. Das ist das Fundament, auf dem wir unser Online-Auktions-Geschäft aufbauen wollen. artnet führt in Informationsdiensten für den Kunstmarkt und will auch in Transaktionsdiensten die Führung übernehmen.

Berlin, im März 2010

Hans Neuendorf Vorstand (CEO), artnet AG

Finanzkennzahlen · artnet-Konzern (in TEUR)

31.12.2009 31.12.2008 Abweichung
12.219 12.303 -1%
-330 147 -324%
-506 -75 575%
-467 -490 -5%
-0,08 -0,09 -11%
5.553 5.687 -2%
-180 437 -141%
99 104 -5 %
2.191 2.925 -25%
3.665 4.200 -13%
6.574 7.631 -14%

Aktie artnet AG (EUR)

Core Statement

Die artnet Produkte haben ein gemeinsames Ziel. Sie schaffen Transparenz und Schnelligkeit für einen globalisierten Kunstmarkt. artnet bietet seinen Kunden objektive Preisinformationen, einen globalen Marktüberblick und schnellere Transaktionen zu geringeren Kosten. So können Käufer und Verkäufer Entscheidungen nach ihren eigenen Bedürfnissen treffen und werden unabhängig von den Interessen Dritter. Aus dem reinen Informationsdienstleister wird dabei zunehmend eine integrierte Transaktionsplattform. So verwandelt artnet den Informa tionsvorsprung des Kunden in Zeitgewinn und Kosteneffizienz und stärkt das Vertrauen der Akteure in den Markt.

Unternehmensentwicklung

Die artnet AG wurde 1998 als Dienstleister für die professionelle Kunstwelt gegründet. Sie übernahm die bereits 1989 ins Leben gerufene Artnet Worldwide Corp. in New York. An einem stetig wachsenden Markt ist die Vision der Anfangstage unverändert aktuell. Der Kunstmarkt braucht Vertrauen und Transparenz für den Erfolg. artnet bietet mit seinen Produkten verlässliche Informationen und durchschaubarere Handelsbedingungen für Händler, Sammler, Galeristen, Museen und Unternehmen. Die artnet-Services haben sich zu einem unverzichtbaren Werkzeug für die Unabhängigkeit der Markt-Akteure entwickelt – und so das Geschäft mit der Kunst modernisiert.

Kern des Geschäfts ist weiterhin das 1995 eingeführte artnet Gallery Network, das mit mehr als 2.100 Galerien, über 171.000 Werken und fast 38.000 Künstlern weltweit das größte seiner Art ist. Das Netzwerk dient Händlern und Kunstkäufern gleichermaßen: Es gibt ihnen einen Überblick über den Markt und die Preistrends und bietet die Möglichkeit zur sofortigen, kostengünstigen und globalen Kontaktaufnahme. Ergänzt wird diese Plattform durch die artnet Fine Art and Design Price Database, den Branchenstandard für bebilderte Auktionslisten, die seit 2009 von der artnet Decorative Art Price Database ergänzt wird. Zusammen mit den artnet Auctions, einer Auktionsplattform für den direkten Internethandel mit Grafik, Kunst, Design und Kunstgewerbe, ist so eine integrierte Transaktionsplattform entstanden, die dem Kunden einen klaren Informationsvorsprung verschafft und in direkten Zeitgewinn und Kostenersparnis übersetzt. Daneben erscheinen werktäglich in drei Sprachen die artnet Magazine, drei Online-Kunstzeitschriften mit drei selbständigen Redaktionen in Berlin, New York und Paris. Sie bieten einer breiten Leserschaft unabhängige Hintergrundinformationen und professionelle Kunstmarktanalysen an.

artnet hat dieses integrierte Dienstleistungssystem Schritt für Schritt um sein erstes Produkt, die artnet Fine Art and Design Price Database, herum entwickelt. Sie war die Antwort auf die Dezentralität des Kunstmarktes, dessen mangelnde Durchschaubarkeit vor allem für die Käufer ein Hindernis darstellte. Das Kunstgeschäft war zwar schon immer international, wird aber von zehntausenden geografisch verteilten Kunsthändlern, Galerien, Auktionshäusern, Buchverlagen, Museen und Sammlern auf einem relativ ineffizienten Markt lokal geführt. Die artnet Fine Art and Design Price Database schafft für diese lokalen Märkte einen globalen Vergleichsmaßstab. Dabei kann der Abonnent inzwischen bereits mehr als 3,8 Millionen Auktionsergebnisse aus der Bildenden Kunst und dem Design recherchieren, die bis ins Jahr 1985 zurückreichen. Heute hat die artnet Fine Art and Design Price Database einen breiten Kundenstamm, zu dem hauptsächlich große Auktionshäuser, Kunsthändler, Museen und Versicherungsgesellschaften gehören, der in jüngster Zeit aber auch im Privatkundensegment wächst.

Die Einführung der artnet Auctions 2008 war danach ein logischer Schritt. artnet hat hier eine professionelle, flexible Auktionsplattform für den Online-Handel geschaffen, die mit dem Ziel größerer Effizienz auch das Auktionsgeschäft modernisiert. artnet stellt den direkten Kontakt zwischen Anbietern und Verkäufern her und verkürzt die Abwicklungsdauer auf ein Fünftel. So stärkt artnet seine Funktion als Marktinstrument, das seinen Mitgliedern in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit Zugang zum globalen Markt, erhebliche zusätzliche Umsatzchancen und kostengünstige Marketing-Lösungen bietet. Interessant ist dieses Produkt gerade auch für die Mitglieder des artnet Gallery Network. Ihnen eröffnet sich ein neues Marksegment, in dem 85 Prozent der Akteure Neukunden sind.

Die artnet Erfolgsgeschichte hat auch das Unternehmen wachsen lassen. 1999 erfolgte die Erstnotierung der Gesellschaft am Neuen Markt der Frankfurter Wertpapierbörse. 2002 änderte die artnet.com AG ihren Namen in artnet AG. Ihre wesentliche Beteiligung ist die hundertprozentige Tochter gesellschaft Artnet Worldwide Corp., die 1989 in New York ins Leben gerufen wurde. Die artnet AG verließ den Neuen Markt am 4. Oktober 2002 und war seitdem im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse, einem Segment des Geregelten Marktes, notiert. Seit dem 1. Februar 2007 ist die artnet AG im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet.

Standort Berlin, Kreuzberg. Vom Zentrum alternativer Lebenskultur hat sich der Berliner Stadtteil zur kreativen Ideenschmiede entwickelt. Seit Ende 2008 hat artnet seinen Standort mitten im Schmelztiegel des neuen Berlin. Im Bild ist das Produktionsbüro zu sehen. Isaac Bigsby Trogdon, verantwortlich für Digital Production und Bildredaktion, bereitet den Geschäftsbericht vor. Foto: artnet

Markenstrategie

artnet® Eine starke Marke

artnet ist aus dem Kunstmarkt nicht mehr wegzudenken. Die Firma selbst wie auch ihre Produkte sind zu einer Marke geworden, auf die sich nicht nur die heutigen, sondern auch die zukünftigen Kunden beziehen. Doch was macht die Qualität dieser Marke aus?

2009 beauftragte der Vorstand das Markenbüro Hamburg mit einer Studie, die nicht das Image des Unternehmens abbilden, sondern die "Treiber" der Marke herausfiltern sollte. Eine Online-Befragung unter rund 10.000 amerikanischen Kunden fragte nach den Stärken der Einzelprodukte. Was motiviert die Kunden? Welche Kompetenzen schreiben sie der Gesamtplattform zu? Das Ergebnis war ein klares Bild, das die Wertbeständigkeit der Marke unterstreicht. Weiterhin haben die klassischen Produkte artnet Price Database und artnet Gallery Network den höchsten Anteil an der Kundenbindung. Ihre Professionalität ist unumstritten und konkurrenzlos am Markt. Professionals kennen die Qualität des Angebots. Die Kundenzufriedenheit ist groß. Auf dem nächstfolgenden Rang tragen vor allem die Magazine zum Ansehen der Marke bei. Dabei legt ein gut informiertes, mit dem Markt vertrautes Publikum klare Maßstäbe an. Das Preis-Leistungs-Verhältnis, Aktualität, Schnelligkeit und Objektivität sind wichtig. Vor allem die Galeriekunden legen aber ebenso viel Wert auf Service und persönlichen Kundenkontakt.

artnet genießt eine Vertrauensstellung, die sich auch in der Beratungsqualität äußert. Das zeigt sich auch bei den artnet Auctions, wo die sorgfältige Arbeit der Experten Sicherheit für Einlieferer und Käufer vermittelt und zu den entscheidenden Kriterien bei der Nutzung des Produkts zählt. Als Konsequenz wird artnet weiter in die Beratungskompetenz seiner Experten und seines Fachpersonals investieren – und dies in der Öffentlichkeit auch stärker kommunizieren.

Betrachtet man den großen Wert, den die Kunden den Magazinen zumessen, dann rundet sich dieses Bild weiter ab. Unverfälschte Geradlinigkeit auf den Punkt, Aktualität und eine klare Gewichtung der Markt- und Hintergrundinformationen sind wichtig für die Leser. Dabei zeigt sich, dass das Unternehmen nicht nur als kompetent wahrgenommen wird, sondern auch auf die Kompetenz seiner Kunden vertrauen kann. Die artnet-Klientel geht selbstbewusst mit dem Markt um, wünscht Transparenz, Unabhängigkeit und Effizienz. So bestimmen die Werte, auf die artnet seit jeher vertraut, auch die Erwartungen der Nutzer. Sie sehen artnet als lohnendes Investment am Kunstmarkt. Der Informationsvorsprung ist wichtig, weil er sich für Marktteilnehmer messbar auszahlt.

Das Markenbüro Hamburg wird artnet bei der Schärfung des Markenprofils für alle Produkte beraten und bei der Umsetzung einer integrierten Markenstrategie weiter begleiten.

artnet.fr Modellfall einer Markteroberung

Betrachtet man die Bedeutung kompetenter Beratung für unsere Markenidentität, zeigt sich, dass artnet nicht nur an der Qualität seiner Informationen, sondern immer auch an der Nähe zu seinen Kunden gemessen wird. 2008 entschloss der Vorstand sich deshalb, das Engagement auf einem der wichtigsten europäischen Märkte strategisch auszubauen und eine französische artnet-Tochter der Artnet Worldwide Corp. aufzubauen. Im Sommer desselben Jahres wurde artnet France SARL gegründet und Gina Kehayoff mit der Entwicklung des neuen Standortes Paris betraut. Im Herbst ging artnet.fr online. Das Ziel war dabei nicht nur, die Marke artnet mit einer Präsenz im Zentrum der französischen Hauptstadt zur festen Kunstmarktgröße auch in Frankreich zu machen, sondern sie in allen französischsprachigen Ländern zu etablieren.

Inzwischen belegen stetig wachsende Nutzerzahlen von artnet.fr den Erfolg der bisherigen Anstrengungen. Immer mehr Kunden gelangen über die französische Website zur artnet Fine Art and Design Price Database, zur artnet Decorative Art Price Database, informieren sich im Netzwerk der Galerien oder werden zu registrierten Nutzern der artnet Auctions. Als produktiv erwiesen sich vor allem Partnerschaften mit Kunstmessen wie der FIAC, der Paris Photo, der Art Elysées oder Art Paris und mit renommierten Institutionen, um artnet im Bewusstsein des französischen Kunden zu verankern. Die Kooperation mit der Kulturzeitschrift Polka und mit rue89, der größten Online-Zeitschrift Frankreichs, erhöht zusätzlich die Reichweite von artnet.fr.

Als strategisches Kommunikationsinstrument nutzt auch artnet France ein eigenes Online-Kunstmagazin, das eine dezidierte Cross-Media-Strategie verfolgt. Das ist nicht nur an Video-Interviews mit Galeristen, Auktionatoren, Kunstsammlern, Kuratoren und anderen Multiplikatoren ablesbar. Das Magazin konzentriert sich vor allem auf Gespräche mit Stars des Kunstsystems wie Gilbert & George, Ilya und Emilia Kabakov, Claude Lévêque oder Annette Messager. Was sie oder prominente Kunstliebhaber auf artnet.fr sagen, hat Gewicht und wird in anderen Medien zitiert, auf Online-Plattformen übernommen oder über soziale Netzwerke wie Twitter, Facebook, Dailymotion und YouTube promotet. Aufgrund dieser breiten Vernetzung zählen Frankeich und Großbritannien zu den wichtigsten Standorten beim Suchmaschinen-Marketing (SEM). Den höchsten über den Vertriebsweg Internet generierten Umsatz erzielen die Subskriptions-Produkte von artnet in diesen beiden Ländern.

Durch seine Präsenz in Frankreich in und außerhalb des Internets festigt artnet nicht nur seinen Markennamen, sondern baut auch sein Geschäft mit Galerien, Auktionshäusern und Sammlern aus. artnet.fr wird zunehmend als eigenständiger französischer Akteur wahrgenommen und wird sich auf dieser Basis in Italien und Spanien sowie in Nordafrika engagieren. Das in kurzer Zeit etablierte Erfolgsmodell ist ein Wegweiser für weitere strategische Zukunftsmärkte.

artnet® Produkte

Der Kunstmarkt auf einer Plattform What's for Sale?

Buy and Sell Art. 24/7

artnet Auctions

Die artnet Auctions modernisieren das Auktionsgeschäft. artnet stellt den direkten Kontakt zwischen Käufer und Verkäufer her und verkürzt so die Abwicklungsdauer radikal. Im Vergleich zum traditionellen Auktionsgeschäft halbieren die Kunden ihre Kosten.

Find Available Artworks

Galleries

Das artnet Gallery Network ist ein vernetzter Showroom für die wichtigsten internationalen Galerien. Besucher können fast das gesamte globale Galerieangebot betrachten. Das Netzwerk zeigt die weltweit verfügbaren Werke der gelisteten Künstler auf einen Blick.

Auction House Directory

Im artnet Auction House Directory sind die führenden Auktionshäuser der Welt gelistet. Das Verzeichnis schafft dem Auktionskunden einen globalen Marktüberblick und kündigt ihm bevorstehende Auktionen an.

Market Alert

Die artnet Market Alerts geben interessierten Sammlern die Möglichkeit, sich automatisiert über neue Werke auf dem Markt per E-Mail informieren zu lassen.

Werkzeuge für professionelle Bewertung What's it Worth?

Research Prices

Fine Art and Design Price Database

Die artnet Fine Art and Design Price Database ist ein Datenspeicher mit heute 4,2 Millionen Auktionsergebnissen zu 161.000 Künstlern und Designern. Der Datenbestand reicht zurück bis ins Jahr 1985.

Decorative Art Price Database

Die artnet Decorative Art Price Database enthält die Verkaufsresultate internationaler Antiquitäten-Auktionen, angefangen mit Möbeln und Silberwaren bis hin zu Teppichen und Uhren.

Order Analyses and Reports Market Analyst

Das neue Produkt artnet Market Analyst erschließt den Kunstmarkt durch Preis-Indizes – genau so, wie Anleger es von anderen Märkten gewohnt sind.

Market Reports

Die artnet Market Performance Reports enthalten Daten über die Marktentwicklung von mehr als 4.300 Künstlern. Die Reports helfen bei der Entscheidung über den günstigsten Kauf- oder Verkaufszeitpunkt.

Wissen für Marktentscheidungen Knowledge and Criticism

Read Daily News and Reviews

artnet Magazine

Zunächst in New York, dann in Berlin und seit 2008 auch in Paris – artnet bietet seinen Kunden drei unabhängige Online-Kunstmagazine an. Das Fachpublikum wird mit Insider-Wissen und pointierter Meinung versorgt.

Find Artists and Exhibitions

Artist Works Catalogues

artnet betreut umfassende Werkverzeichnisse von Künstlern und bietet in diesem Rahmen biografische Informationen, Ausstellungsaktivitäten und Publikationen an.

Art Events and Exhibitions

Der artnet Eventkalender zeigt Ausstellungen, Events und Auktionen weltweit an.

Artists A-Z

Mehr als 210.000 Künstler können Internet-User gegenwärtig bei artnet finden. Sie sind im Galerienetzwerk, in den Preisdatenbanken und im Angebot der Auktionshäuser vertreten oder werden in den artnet Auctions sowie den Magazinen repräsentiert. Damit wird Artists A–Z, das Künstlerverzeichnis von artnet, zum kostenlosen Nachschlagewerk des Kunst betriebs. Es ist die Suchmaschine des Kunstbetriebs, die täglich viele Zehntausend Besucher nutzen. Zugleich ist Artists A–Z der häufigste direkte Weg, auf dem User artnet im Internet erreichen.

Damit hat sich artnet vom spezialisierten Recherchedienst für Professionals zu einem integrierten Informationsdienstleister für die ganze Kunstwelt entwickelt. Das Unternehmen baut diese Services weiter aus.

So wird artnet zum Informationszentrum für Künstler, Kuratoren, Sammler, Wissenschaftler und jeden Internetnutzer, der sich für Kunst interessiert.

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CALL AND A ROOM
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Lis Boles z a. x ž ī 10
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Damias Hired ٠ ٠ ż $\overline{\phantom{a}}$ × ٠ е
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Robert Hazalethorne $\overline{z}$ ٠ $\overline{a}$ 25 24 zr Earlerie Service Paulicet
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Wayne Thisbaud × 54 15 11 15 18
Andrews Gursley 10 13 13 $\alpha$ 10 12
Jules Aarone 11 ٠ ٠ 123 18 ٠
Autom Rauscherberg 12 $_{22}$ 34 is 16 13
Jock Sturges 13 10 × 17 12 11
Gregory Crowdson 14 16. 19 15 28 30
Frank Stalla 13 15 13 13 14 18
Thursdale Ruff 15 23 22 $^{16}$ 22 32 Carmen Harrisra
New Yorkee, Leas Green
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artnet Auctions

Die neue Transaktionsplattform – mehr Effizienz für den Auktionsmarkt

Die artnet Auctions wurden 2008 eingeführt. Sie modernisieren das Auktionsgeschäft durch den schnellen und direkten Kontakt zwischen Käufern und Verkäufern. Im Vergleich zum traditionellen Auktionsgeschäft profitieren die Kunden von einer Halbierung der Transaktionskosten und einer drastischen Verkürzung der Abwicklungsdauer. Der Online-Kauf bzw. -Verkauf nimmt nur etwa ein Fünftel der sonst üblichen Zeit in Anspruch.

Damit verfügt artnet über das ideale Produkt für die Beschleunigung des internationalen Kunsthandels. artnet Auktionskunden können schneller auf Veränderungen im Marktumfeld reagieren, Gewinne realisieren und Preisentwicklungen berücksichtigen.

Dabei unterzieht artnet die Verkäufer einer strikten Prüfung, bevor sie auf der Auktionsplattform zugelassen werden. Viele Verkäufer sind Händler und Galeristen, die bereits vom artnet Gallery Network profitieren. Professionelle Anbieter verfügen damit über ein weiteres Werkzeug zur Vereinfachung und Beschleunigung des internationalen Kunstgeschäfts.

Regelmäßig angebotene Special Sales erzeugen dabei eine zusätzliche Marktdynamik.

artnet Gallery Network

Das Netzwerk – 2.100 Galerien auf einen Blick

Das artnet Gallery Network ist ein Showroom, der das aktuelle Angebot von mehr als 2.100 Galerien repräsentiert. Er ist das weltweit größte Netzwerk seiner Art. Kunden finden in ihm 171.000 Werke von über 38.000 Künstlern und erhalten einen Überblick über fast den gesamten globalen Galeriemarkt. So lassen sich Preistrends erkennen und lokale Galerieangebote im internationalen Zusammenhang vergleichen und einschätzen.

Dabei wird der artnet Nutzer nicht nur mit Abbildungen, Titeln, Größen- und Materialangaben über die angebotenen Kunstwerke informiert. Er kann auch direkt und ohne Umwege die Galerie kontaktieren, die das angezeigte Werk verkauft. Zusätzliche Angaben führen die laufenden Ausstellungen, Messeteilnahmen und Publikationen eines Künstlers auf. In einem globalisierten Kunstmarkt sehen Netzwerknutzer damit alle relevanten Aktivitäten eines Künstlers auf einen Blick.

Davon profitieren auch die Galerien. Die Größe des Netzwerks und seine hohen Nutzerzahlen zieht Kunden weit über den angestammten lokalen Markt hinaus an. Das optimale Suchmaschinen-Ranking verbessert die weltweite Reichweite einer Galerie und erhöht so Umsatz und Liquidität.

Für die Besucher der Seite ist das Angebot kostenlos. Die repräsentierten Galerien zahlen eine monatliche Gebühr.

Die immer noch fortschreitende Globalisierung des Kunstmarktes und die Erschließung neuer Teilmärkte bietet weiterhin hohe Wachstumspotenziale für das artnet Gallery Network.

artnet Price Database Products

Preise und Trends – Transparenz für Käufer und Verkäufer

artnet Fine Art and Design Price Database

Die artnet Fine Art and Design Price Database ist eine bebilderte Online-Datenbank, die 3,8 Millionen Auktionsergebnisse von mehr als 182.000 Künstlern und Designern enthält. Der Datenbestand reicht zurück bis ins Jahr 1985 und umfasst Auktionspreise von weltweit mehr als 500 renommierten kleinen, mittelgroßen und großen Auktionshäusern. Der Preisdatenspeicher enthält mehr Auktionslose der 4.000 meistverkauften Künstler und Designer als jede andere Datenbank für Bildende Kunst.

artnet Decorative Art Price Database

Die artnet Decorative Art Price Database enthält die Verkaufsresultate internationaler Antiquitäten-Auktionen, angefangen bei Möbeln und Silberwaren bis hin zu Teppichen und Uhren. Die Recherche lässt sich nach Sammlungsgebieten,ZeitspannenoderObjektartensowienachMedium, Größe, Verkaufsdatum, Auktionshaus oder Künstler/Hersteller differenzieren.

artnet Market Analyst

Der artnet Market Analyst ist ein neues Produkt. Mit ihm lassen sich differenzierte statistische Methoden einfach und ohne spezialisierte Kenntnisse auf Kunstmarktsegmente, Künstler und einzelne Werke anwenden – genau so, wie Anleger es von Börsenindizes gewohnt sind.

artnet Market Alert

Die artnet Market Alerts geben interessierten Sammlern die Möglichkeit, sich automatisiert über neue Werke auf dem Markt per E-mail informieren zu lassen. Sie können bis zu 30 Künstler aus den mehr als 206.000 Künstlern in der artnet Datenbank auswählen.

artnet Market Reports

Die artnet Market Performance Reports enthalten Daten über die Marktentwicklung von mehr als 4.300 Künstlern. Käufer und Verkäufer können sich über die Entwicklung des Verkaufsvolumens bis hin zur Entwicklung des Prozentsatzes an nicht verkauften Losen informieren. Die Reports helfen bei der Entscheidung über den günstigsten Kauf- oder Verkaufszeitpunkt.

artnet Magazines

Prognosen für Professionals – Analysen im Kunstmagazin

Gleichzeitig mit der weiteren Verbesserung seiner statistischen Werkzeuge bietet artnet seinen Kunden vertiefte Hintergrundinformationen und Marktanalysen an. Drei vollständig unabhängige Redaktionen in New York, Berlin und Paris publizieren in drei Sprachen drei verschiedene, werktäglich erscheinende Online-Kunstmagazine.

Die artnet Redakteure und eine Vielzahl renommierter Autoren berichten ohne diplomatische Rücksichten. Die artnet Services profitieren von der Glaubwürdigkeit dieses journalistischen Angebots.

artnet Magazin New York auf artnet.com

1995 wurde in New York das erste der heute drei Magazine gegründet. Walter Robinson als Chefredakteur leistete Pionierarbeit und erfand einen breit gefächerten Themen- und Formatmix, der die Publikation bis heute prägt. artnet hat damit im Online-Journalismus Geschichte geschrieben.

artnet Magazin Berlin auf artnet.de

Knapp ein Jahrzehnt später wurde auch die deutsche Seite mit einem Magazin ausgestattet. Seine ungeschönte Haltung und kritische Schlagkraft hat es zu einer der wichtigsten Informationsquellen des deutschsprachigen Kunstbetriebs gemacht.

artnet Magazin Paris auf artnet.fr

Das Pariser Magazin ging 2008 mit einem ganz eigenen redaktionellen Konzept an den Start. Innovative Videoformate ergänzen klassische Rezensionen und subjektive Porträts, die in der französischen Kunstszene schon nach kurzer Zeit als eigene Stimme wahrgenommen wurden.

Annette Messager, Altmeisterin des feministischen Rollenspiels in der französischen Gegenwartskunst, beim Gespräch in der Pariser Magazinredaktion im September 2009. Das Künstlergespräch hat sich als festes journalistisches Format auf artnet.fr etabliert. Prominente des internationalen Kunstbetriebs nehmen auf dem sofa orange vor der Kamera Platz. Die Videoinhalte finden nicht nur auf artnet.fr ein Publikum, sondern werden weiter verlinkt und unterstützen die Marke artnet.

artnet Knowledge

Das Wissen des Kunstbetriebs – verlässlich und autorisiert.

artnet Artist Works Catalogues

Die artnet Artist Works Catalogues sind eine umfassende Bibliothek von Œuvre-Katalogen. Sie entstehen in enger Zusammenarbeit mit Künstlern, Nachlässen und Galerien und versammeln Werkabbildungen, biografische Informationen, eine Bibliografie und Ausstellungsdaten in einer online leicht zugänglichen Form.

Was so entsteht, ist ein ,lebender Katalog' mit verlässlichen, autorisierten Informationen, der sich ständig aktualisieren lässt. Von Nancy Spero über Marina Abramovic, Imogen Cunningham zu Lee Friedlander, von Peter Phillips über Robert Longo zu David LaChapelle könnte die Auswahl der Künstler nicht vielseitiger und eindrucksvoller sein. Professionals und Kunstinteressierte in aller Welt informieren sich in dieser ständig weiter wachsenden, vernetzten Enzyklopädie.

Nancy Spero Marina Abramovic Imogen Cunningham Lee Friedlander

Peter Phillips Robert Longo David LaChapelle

artnet Partnerships

Auf Messen und Events zu Hause

artnet Kooperationen und Sonderservices

artnet ist regelmäßiger Partner bei den Großereignissen des Kunstbetriebs. Kunden profitieren vom hohen Vernetzungsgrad der Plattform, wenn die Magazine Gallery Weekends und Messen mit ihrer Berichterstattung begleiten und durch vielfältige Informationsangebote bereichern. Ursprünglich regionale und punktuelle Angebote werden so weltweit abrufbar. artnet wird zur virtuellen Schnittstelle der Ereignisse und verknüpft sein Galerienetzwerk, die Datenbanken und journalistische Services zu einem weltweiten Netzwerk. artnet strebt dabei langfristige Kooperationen an und hilft auf einem globalisierten Kunstmarkt, Institutionen, Sammler, Händler und das breite Publikum miteinander zu verbinden. Immer mehr Partner wollen auf diese Weise von der Stärke dieses Netzwerkes profitieren und entscheiden sich für artnet als integrierten Informationsdienstleister.

Gala der DC Düsseldorf Cologne Open 2009 in der Rheinterrasse Düsseldorf. Die Kunstprominenz gibt sich ein Stelldichein, artnet ist Medienpartner. Foto: artnet/Nick Ash

artnet auch offline: 2009 zeigen 38 Berliner Galerien 58 Künstler beim Berliner Gallery Weekend – quer über die Stadt verteilt. artnet erstellt als Mediapartner eine Projektwebsite und konzipiert und produziert dazu das vielgelesene und heftig diskutierte Boulevard-Magazin PReviews. Foto: artnet

Eröffnungspressekonferenz der DC Düsseldorf Cologne Open 2009. 78 Galerien kooperieren erstmals im Rheinland. artnet liefert das Online-Netzwerk zum Event. Von der Rezension über die Ausstellungsinformation zum Herunterladen bis zum Stadtplan spiegelt sich die ganze Vielfalt der rheinischen Kunstszene im Netz. Im Bild von links nach rechts: Dr. Daniel Dettling und Dr. Ulrich Cichy (Referent und Leiter des Referats Kreativwirtschaft im Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes NRW), die Galeristen Linn Lühn (Köln), Michael Cosar (Düsseldorf) und Wolfgang Gmyrek (Düsseldorf), der Kulturdezernent der Stadt Düsseldorf Hans-Georg Lohe, Thomas Rehbein (Galerist, Köln) sowie Gerrit Gohlke (Exevutive Director artnet AG). Foto: Sarah Gmyrek

Highlights

Alberto Giacometti L'Homme qui marche I, 1961 Bronze.

Sotheby's London

Auktion am 3. Februar 2010 Auktionator Henry Wyndham und L'Homme qui marche I Foto: Sotheby's, London

Der Markt ist zurück, vor allem im Hochqualitätssegment. Bei Sotheby's London stimuliert ein hinreißender Giacometti die Fantasie der Käufer. Der Verkaufspreis beträgt 65 Mio. GBP. Das teuerste Kunstwerk aller Zeiten.

Der Schätzpreis war 12–18 Mio. GBP, der Verkaufspreis exakt 65.001.250 GBP.

Christoph Büchel, Wallet (lost), 2009 Brieftasche (gefüllt), Nagel.

Manchmal kann ein alter Trick neueste Kunst sein. Enfant terrible Christoph Büchel hatte diese Geldbörse auf dem Parkett derArt Basel 2009 abgelegt. Immer wieder bückten sich Besucher nach dem unerwarteten Fund stück, das mit 55.000 EUR allerdings deutlich teurer war als es aussah.

Courtesy of Hauser & Wirth, Zürich/London Foto: Stefan Kobel

Mike Kelley, Bottle 13, 2007 Farbvideo-Projektion.

Mike Kelleys Kandors war ein Highlight bei den zweiten St. Moritz Art Masters (SAM) im Sommer 2009. Die Jablonka Galerie präsentierte die aufwändige Videoinstallation im Rahmen des Walk of Art.

Courtesy of Jablonka Galerie, Köln Foto: Frederik Nilsen

© Succession H. Matisse, Paris/VG Bild-Kunst, Bonn 2010

Henri Matisse

Les coucous, tapis bleu et rose, 1911 Öl auf Leinwand.

Gutes geht immer, könnte die Lehre aus der Auktion Collection Yves Saint Laurent et Pierre Bergé am 23. Februar 2009 bei Christie's, Paris, sein, mitten im Winter der Krise. Fast 36 Millionen EUR erzielte dieser Matisse – der Markt behandelt faszinierende Ware auch in einer Rezession mit Respekt.

Schätzpreis: 12–18 Mio. EUR Verkaufspreis: 35.905.000 EUR Ernst Ludwig Kirchner Drei Akte im Wald, 1912 Öl auf Nessel.

Das Bild galt lange als verschollen. Restitutionsfälle wie dieser werden leicht zum Politikum. Das Auktionshaus Van Ham ging umsichtig vor, einigte sich mit den Erben und erzielte mit 900.000 EUR einen aufsehenerregenden Preis.

Schätzpreis: 400.000–600.000 EUR Auktion Moderne & Zeitgenössische Kunst am 27. Mai 2009, Van Ham, Köln

Omer Fast Nostalgia III, 2009 Super 16 übertragen auf HD, Videostill.

Courtesy of Omer Fast; gb Agency, Paris; Postmasters, New York; Galerie ARRATIA, BEER, Berlin; Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart, Berlin

Der Kunstpreis der Freunde der Nationalgalerie hat sich inzwischen zu einem der wichtigsten Ereignisse der deutschen Kunstszene entwickelt. Auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten produziert der Kunstbetrieb Emotionen und gesellschaftliche Höhepunkte.

Martin Kippenberger Paris Bar, 1991 Öl auf Leinwand.

Schätzpreis: 800.000–1.200.000 GBP Verkaufspreis: 2.281.250 GBP Auktion am 16. Oktober 2009 Post-War & Contemporary Art Christie's, London

Wenn es um Kunst geht, kochen die Emotionen schnell hoch. Als Martin Kippenbergers Ausstattungsbild für eine Berliner Prominenten-Bar mehr als 2 Millionen Pfund erzielte, witterte der Boulevard einen Skandal, weil der Maler das Bild nicht selbst gemalt hatte. Das aber war für Kippenberger durchaus ein üblicher Schachzug. Der Markt hatte mehr Kunstverstand als die Medien und belohnte die Idee.

artnet AG

Firmenhintergrund

Die artnet.com AG wurde 1998 nach deutschem Recht gegründet. 1999 erfolgte der Börsengang am Neuen Markt der Frankfurter Börse. Im Jahr 2002 änderte die artnet.com AG ihre Firmierung in artnet AG. Am 4. Oktober 2002 verließ die artnet AG den Neuen Markt und war seitdem im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse, einem Segment des Geregelten Marktes, notiert. Mit Wirkung zum 1. Februar 2007 ist die artnet AG nunmehr im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Der wichtigste Vermögenswert der artnet AG ist ihre hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corp., die ihren Geschäftssitz in New York hat und 1989 gegründet wurde. Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt.

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat, der im Berichtsjahr keine Ausschüsse gebildet hat, hat die nach Gesetz und Satzung bestehenden Aufgaben wahrgenommen und die Geschäftsführung überwacht. Im Jahr 2009 hielt der Aufsichtsrat am 5. Februar 2009, am 24. März 2009, am 15. Juli 2009, am 11. September 2009 und am 14. Dezember 2009 Sitzungen ab. Er erhielt vom Vorstand während des ganzen Jahres regelmäßig ausführliche Informationen in schriftlichen und mündlichen Berichten über Lage, Geschäftsverlauf sowie über Strategie und wichtige Maßnahmen. Quartals- und Halbjahresberichte wurden mit dem Vorstand erörtert. Fragen von grundsätzlicher Bedeutung für die Geschäftspolitik hat der Vorstand laufend mit dem Aufsichtsrat beraten.

In der Sitzung vom 4. Februar 2009 hat der Aufsichtsrat den Bonus für Herrn Neuendorf für das Geschäftsjahr 2008 festgesetzt.

In der Sitzung am 24. März 2009 befasste sich der Aufsichtsrat im Wesentlichen mit dem Jahresabschluss für die artnet AG zum 31. Dezember 2008 sowie dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2008 und dem Vorschlag des Vorstands, der Hauptversammlung am 15. Juli 2009 vorzuschlagen, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 1.233.591,52 in die anderen Gewinnrück lagen einzustellen.

In der Sitzung vom 15. Juli 2009 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit der Entwicklung der Geschäftslage, insbesondere mit der Entwicklung des Umsatzes und des Cash Flow, sowie den geplanten Online-Auktionen. Darüber hinaus wurde der Aufsichtsratsvorsitzende John Hushon, der an der ordentlichen Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 nicht teilnehmen konnte, über den Verlauf und die Abstimmungsergebnisse der Hauptversammlung informiert.

In der Sitzung 11. September 2009 hat sich der Aufsichtsrat intensiv mit der gegenwärtigen und zukünftigen geschäftlichen Entwicklung, insbesondere mit der aktuellen Zwischenbilanz der artnet AG, befasst. Aufgrund des wirtschaftlichen Umfeldes, in dem artnet tätig ist, und vor dem Hintergrund der negativen Entwicklung der liquiden Mittel hat der Aufsichtsrat den vom Vorstand vorgelegten Plan einer Reduzierung der Ausgaben diskutiert und verabschiedet. Dieses Programm beinhaltet im Wesentlichen die Einsparung von Ausgaben für freie Mitarbeiter und Angestellte. Im Zuge der Diskussion dieses Programms hat der Aufsichtsrat jedes Segment, in dem die artnet AG tätig ist, geprüft. Diese Sitzung hat in den Geschäftsräumen der Artnet Worldwide Corp. stattgefunden. Der Aufsichtsrat hat in dieser Sitzung auch mit den für die Teilbereiche artnet Auctions, artnet Gallery Network, artnet Price Database, Werbung sowie IT zuständigen Mitarbeitern ausführliche Gespräche geführt.

Vorstand und Aufsichtsrat haben in der Sitzung am 14. Dezember 2009 die Finanzberichte der artnet AG per 30. November 2009 diskutiert. Ferner hat der Aufsichtsrat seine Zustimmung zu der Gewährung von Aktienoptionen an Mitglieder der Geschäftsführung und Mitarbeiter der Artnet Worldwide Corp. erteilt.

Im Geschäftsjahr 2009 hat sich die Zusammensetzung des Aufsichtsrats geändert. Mit Schreiben vom 27. März 2009, das der artnet AG am 8. April 2009 zugegangen ist, hat Herr Klaus-Jochen Schaeffer sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt. Am 21. April 2009 wurde vom Amtsgericht Berlin-Charlottenburg auf einen Ergänzungsantrag der artnet AG Herr Hannes von Goesseln zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt.

Der Aufsichtsrat hat sich mit den Inhalten des Deutschen Corporate Governance Kodex befasst. Der Aufsichtsrat hat zusammen mit dem Vorstand in einem Umlaufbeschluss vom 20. und 21.November 2009 beschlossen, die den Aktionären auf der Internetseite der artnet AG am 5. Dezember 2009 dauerhaft zugänglich gemachte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abzugeben.

Der vom Vorstand für das Geschäftsjahr 2009 erstellte Jahresabschluss nach HGB und der Konzernabschluss nach den IFRS der artnet AG wurden zusammen mit dem Lagebericht und dem Konzernlagebericht von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, geprüft. Die Abschlussprüfer kommen zu dem Ergebnis, dass sowohl der Jahresabschluss nach HGB als auch der Konzernabschluss in Übereinstimmung mit den Vorschriften der IFRS ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Geschäftsjahres vermittelt, und erteilen jeweils einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk zu den geprüften Abschlüssen.

Der vom Vorstand erstellte Jahresabschluss für die artnet AG zum 31. Dezember 2009 sowie der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2009 wurden zusammen mit den Lageberichten dem Aufsichtsrat zur Prüfung vorgelegt. Die Abschlussprüfer haben nach Abschluss ihrer Prüfung an der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats teilgenommen und über die Ergebnisse ihrer Prüfung Bericht erstattet. Der Aufsichtsrat hat von dem Ergebnis der Prüfung zustimmend Kenntnis genommen.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und Konzernabschluss der artnet AG sowie die zugehörigen Lageberichte geprüft. Der Aufsichtsrat erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen.

Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der artnet AG in der von der Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Hamburg, geprüften Fassung durch Beschluss vom 25. März 2010 gebilligt. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2009 ist damit festgestellt. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 wurde vom Aufsichtsrat durch Beschluss vom 25. März 2010 ebenfalls gebilligt.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand und allen Mitarbeitern für die im vergangenen Jahr geleistete Arbeit.

Naples [FL], den 25. März 2010

John Hushon Vorsitzender des Aufsichtsrats

Corporate Governance Bericht

Corporate Governance hat bei artnet einen hohen Stellenwert. Die artnet AG entspricht den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex in der aktuellen Fassung vom 18. Juni 2009 mit Ausnahme der Empfehlungen aus den Ziffern 3.8 Absatz 2 Satz 2, 4.2.1, 5.1.2 Absatz 2 Satz 3, 5.1.3, 5.3.1, 5.3.2, 5.3.3 und 5.4.6 Absatz 2 Satz 1. Vorstand und Aufsichtsrat der artnet AG haben die am Ende dieses Berichts aufgeführte Entsprechenserklärung zum Kodex verabschiedet. Sie ist auf der Internetseite unter www.artnet.de veröffentlicht.

1 Aufsichtsrat

Gemäß dem deutschen Aktienrecht hat artnet eine zweigeteilte Führungsund Kontrollstruktur, die einen Alleinvorstand und einen dreiköpfigen Aufsichtsrat umfasst. Im dualen Führungssystem sind Geschäftsleitung und Geschäftskontrolle streng getrennt. Eine gleichzeitige Tätigkeit in Aufsichtsrat und Vorstand ist rechtlich nicht zulässig. Aufgaben und Verantwortlichkeiten dieser beiden Organe sind gesetzlich jeweils klar festgelegt. Der Aufsichtsrat überwacht und berät den Vorstand bei der Führung der Geschäfte. In regelmäßigen Abständen erörtert der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung und -planung sowie die Strategie und deren Umsetzung. Außerdem verabschiedet der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und bestellt die Mitglieder des Vorstands. Für Geschäfte von grundlegender Bedeutung hat der Aufsichtsrat Zustimmungsvorbehalte zugunsten des Aufsichtsrats festgelegt. Hierzu gehören Entscheidungen oder Maßnahmen, die die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage des Unternehmens grundlegend verändern. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in ihren Entscheidungen unabhängig und nicht an Vorgaben oder Weisungen Dritter gebunden. Außerdem müssen Beratungs-, Dienstleistungs- und bestimmte andere Verträge zwischen artnet und seinen Aufsichtratsmitgliedern durch den Aufsichtsrat gebilligt werden.

2 Vorstand

Der Vorstand leitet das Unternehmen in eigener Verantwortung. Er ist dabei an das Unternehmensinteresse gebunden und der Steigerung des nachhaltigen Unternehmenswertes verpflichtet. Er ist für die strategische Ausrichtung des Unternehmens in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat zuständig. Der Vorstand arbeitet eng mit dem Aufsichtsrat zusammen.

Der Vorstand sorgt für die Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und für ein angemessenes Risikomanagement und Risikocontrolling im Unternehmen.

3 Aktiengeschäfte und Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden durch Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats der Gesellschaft oder sonstigen Personen mit Führungsaufgaben, die regelmäßig Zugang zu Insiderinformationen der Gesellschaft haben und zu wesentlichen unternehmerischen Entscheidungen ermächtigt sind, sowie durch bestimmte mit ihnen in einer engen Beziehung stehende Personen folgende Erwerbs- und Veräußerungsgeschäfte über EUR 5.000,00 im Kalenderjahr getätigt:

Handelstag 28. Mai 2009
Name Caroline Neuendorf
Funktion Natürliche Person in enger Beziehung zu einer Person
mit Führungsaufgaben
Bezeichnung
Finanzinstrument
Aktien
ISIN DE 006909500
Geschäftsart Verkauf/Abgang an anderen Alt-Aktionär
Stückahl 18.000
Kurs EUR 4,05

Vorstand und Aufsichtsrat sind am 30. März 2010 im Besitz von 1.512.689 und somit 26,86 % der Aktien der Gesellschaft oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten:

Vorstand Galerie Neuendorf AG 1.461.635 Aktien
Aufsichtsrat John Hushon 49.054 Aktien
Hannes von Goesseln 2.000 Aktien

4 Aktienoptionsprogramm

Das Aktienoptionsprogramm der Gesellschaft von 2009 besteht aus 560.000 Stammaktien mit einem rechnerischen Nennwert von jeweils EUR 1,-. An die Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft können Bezugsrechte auf bis zu 30.000 Aktien, an die Mitglieder der Geschäftsführung der verbundenen Unternehmen Bezugsrechte auf bis zu 240.000 Aktien, an die Arbeitnehmer der Gesellschaft Bezugsrechte auf bis zu 10.000 Aktien und an die Arbeitnehmer der verbundenen Unternehmen Bezugsrechte auf bis zu 280.000 Aktien ausgegeben werden.

Der bei der Ausübung der Bezugsrechte zu entrichtende Preis für eine artnet-Aktie entspricht dem durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie der Gesellschaft im XETRA-Handel des regulierten Marktes (Prime Standard) der Deutsche Börse AG, oder, falls ein solcher Kurs nicht festgestellt wird, im Präsenzhandel während der 10 Börsenhandelstage vor dem jeweiligen Zuteilungstag der Bezugsrechte. Der Ausübungspreis entspricht mindestens dem anteiligen Betrag der bezogenen Aktie am Grundkapital. Die Optionen können für einen Zeitraum von zwei Jahren nicht ausgeübt werden. Voraussetzung für die Ausübung der Bezugsrechte ist es, dass der Schlusskurs der Aktie der artnet AG im XETRA-Handel des regulierten Marktes (Prime Standard) der Deutsche Börse AG in der Zeit zwischen Ausgabe des Bezugsrechts und Ausübung des Bezugsrechts den Ausübungspreis an mindestens einen Börsenhandelstag während der Laufzeit des Bezugsrechts um mindestens 10 % übersteigt. Die Ausübung kann nur in einer Einheit von mindestens 1.000 Stück erfolgen.

5 Beziehungen zu den Aktionären

Die artnet AG berichtet ihren Aktionären viermal im Geschäftsjahr über die Geschäftsentwicklung sowie über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Konzerngesellschaften. Die jährliche ordentliche Hauptversammlung findet innerhalb der ersten acht Monate eines jeden Geschäftsjahres statt. Die Hauptversammlung beschließt u. a. über die Gewinnverwendung, die Entlastung des Vorstands und des Aufsichtsrats sowie die Wahl des Abschlussprüfers. Satzungsänderungen und kapitalverändernde Maßnahmen werden ausschließlich von der Hauptversammlung beschlossen.

6 Entsprechenserklärung zum deutschen Corporate Governance Kodex

Vorstand und Aufsichtsrat haben in einem Umlaufbeschluss vom 20. und 21. November 2009 die folgende Erklärung gemäß § 161 AktG beschlossen:

– dass den Empfehlungen der Regierungskommission ,Deutscher Corporate Governance Kodex' in der Fassung vom 18. Juni 2009 – bekannt gemacht im elektronischen Bundesanzeiger am 5. August 2009 – grundsätzlich entsprochen wird. Nicht angewandt werden die folgenden Empfehlungen:

  1. Ziffer 3.8 Abs. 2 Satz 2 "In einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat soll ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden."

Die artnet AG ist nicht der Ansicht, dass die Sorgfalt und das Verantwortungsbewusstsein, das die Mitglieder des Aufsichtsrates bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben ausüben, durch die Vereinbarung eines Selbstbehaltes noch verstärkt werden könnten. Die artnet AG beabsichtigt daher keine Änderung der bestehenden D&O-Versicherungsverträge, die einen solchen Selbstbehalt nicht vorsehen.

  1. Ziffer 4.2.1 "Der Vorstand soll aus mehreren Personen bestehen und einen Vorsitzenden oder Sprecher haben. Eine Geschäftsordnung soll die Arbeit des Vorstands, insbesondere die Ressortzuständigkeiten einzelner Vorstandsmitglieder, die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Angelegenheiten sowie die erforderliche Beschlussmehrheit bei Vorstandsbeschlüssen (Einstimmigkeit oder Mehrheitsbeschluss) regeln."

Der Vorstand der artnet AG besteht seit der Gründung aus einer Person. Das Board der Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corp. in New York, die innerhalb des Konzerns für das operative Geschäft verantwortlich ist, besteht hingegen aus mehreren Personen. Angesichts des relativ geringeren Geschäftsführungsaufwandes bei der artnet AG und zur Vermeidung unnötiger Kosten sieht die Gesellschaft zurzeit keine Veranlassung zur Erweiterung ihres Vorstandes. Dementsprechend entfällt auch die Notwendigkeit einer Geschäftsordnung.

  1. Ziffer 5.1.2 Abs. 2 Satz 3 "Eine Altersgrenze für Vorstandsmitglieder soll festgelegt werden."

Die artnet AG hält eine derartige Regelung für nicht sachgemäß, da pauschale Altersgrenzen die Aktionäre und den Aufsichtsrat in ihrer Entscheidungsfreiheit bei der Wahl der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder in unangemessener Weise einschränken würden.

  1. Ziffer 5.1.3 "Der Aufsichtsrat soll sich eine Geschäftsordnung geben." Der Aufsichtsrat der artnet AG besteht aus nur drei Mitgliedern. Aufgrund der bisherigen Erfahrung aus der Zusammenarbeit ist eine Geschäftsordnung nicht erforderlich.

  2. Ziffern 5.3.1, 5.3.2 und 5.3.3: Der Kodex empfiehlt dem Aufsichtsrat in diesen Ziffern die Bildung von Ausschüssen, eines Prüfungsausschusses sowie eines Nominierungsausschusses.

Da der Aufsichtsrat der artnet AG lediglich aus drei Mitgliedern besteht, ist eine Bildung von Ausschüssen nicht sinnvoll. Die für den Prüfungsausschuss und den Nominierungsausschuss vorgesehenen Aufgaben werden vom gesamten Aufsichtsrat gemeinschaftlich wahrgenommen.

  1. Ziffer 5.4.6 Abs. 2 S. 1: "Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollen neben einer festen eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten."

Die Satzung der artnet AG sieht eine erfolgsorientierte Vergütung für die Mitglieder des Aufsichtsrats nicht vor. Vorstand und Aufsichtsrat sind nach umfassender Diskussion zu der Ansicht gelangt, dass eine erfolgsorientierte Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates mit den Aufgaben des Aufsichtsrates, die primär in der Überwachung des Vorstands liegen, nicht vereinbar sind.

– dass den Empfehlungen der Regierungskommission ,Deutscher Corporate Governance Kodex' in der Fassung vom 6. Juni 2008 – bekannt gemacht im elektronischen Bundesanzeiger am 8. August 2008 – seit der letzten Entsprechenserklärung vom 5. Dezember 2008 grundsätzlich entsprochen wurde. Nicht angewandt wurden die Empfehlungen aus den Ziffern 3.8 Absatz 2, 4.2.1, 5.1.2 Absatz 2 Satz 3, 5.1.3, 5.3.1, 5.3.2, 5.3.3 und 5.4.6 Abs. 2 S. 1.

7 Vergütungsbericht

Der nachfolgende Vergütungsbericht ist Bestandteil des Konzernlageberichts und unterliegt somit der Prüfung durch den Konzernabschlussprüfer. Dieser Vergütungsbericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Er fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der artnet AG Anwendung finden, und erläutert Höhe sowie Struktur des Vorstandseinkommens. Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben. Der Vergütungsbericht beinhaltet außerdem Angaben, die nach den Erfordernissen des deutschen Handelsrechts auch Bestandteil des Konzernanhangs nach § 314 HGB bzw. des Konzernlageberichts nach § 315 HGB sind.

a) Vergütung des Vorstands

Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Festlegung der Vergütung des Vorstands der artnet AG orientiert sich an der Größe und der Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen im In- und Ausland. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie am internationalen Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreiz für erfolgreiche Arbeit gibt. Die Vergütung des Vorstands setzt sich im Geschäftsjahr 2009 aus einer festen Vergütung und einem Bonus zusammen.

Im Einzelnen setzt sich die Vorstandsvergütung aus folgenden wesentlichen Komponenten zusammen:

Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt.

Der Betrag des variablen Bonus steht im Ermessen der Gesellschaft, die durch den Aufsichtsrat vertreten wird. Es gelten folgende Richtlinien: Für den Fall, dass das finanzielle und technische Ergebnis der Gesellschaft des Geschäftsjahres ungefähr der budgetierten und vorausgesagten Entwicklung entspricht, sollte der Bonus der festen Vergütung entsprechen. Für den Fall, dass die vorgenannten Ziele wesentlich unterschritten werden, kann die Gesellschaft den Bonus reduzieren oder keinen Bonus auszahlen. Für den Fall einer wesentlichen Überschreitung der vorgenannten Ziele kann der Bonus mehr als 100 % der Festvergütung betragen. Der variable Bonus ist auf höchstens das Doppelte der festen Vergütung begrenzt.

Für das Geschäftsjahr 2009 betrugen für den Alleinvorstand Hans Neuendorf die fixe Barvergütung EUR 338.248 inklusive des geldwerten Vorteils aus der privaten Dienstwagennutzung und die variable Vergütung EUR 190.000. Die artnet AG stellt Herrn Neuendorf einen Dienstwagen der gehobenen

Mittelklasse zur Verfügung, der auch privat genutzt werden darf. Die Lohnsteuer auf den geldwerten Vorteil aus der PKW-Nutzung ist durch Herrn Neuendorf zu tragen.

Bei der Tochtergesellschaft artnet Worldwide Corp. besteht außerdem eine auf USD 3 Mio. lautende Split-Dollar-Lebensversicherungspolice bei der Mass Mutual Insurance Company zugunsten einer Herrn Neuendorf nahestehenden Person. Die monatlichen Versicherungsprämien in Höhe von USD 4.220,90 wurden von artnet Worldwide Corp. bezahlt und als Darlehen an nahe stehende Personen bilanziert. Im Jahr 2009 hat artnet Worldwide Corp. keine Prämien gezahlt. Im Dezember 2009 hat artnet Worldwide Corp. die der Split-Dollar-Lebensversicherungspolice zugehörigen vertraglichen Grundlagen gekündigt und die zum Vorjahres-Bilanzstichtag ausgewiesene Forderung von EUR 211.200 in voller Höhe ausgebucht. Wir verweisen auf die Berichterstattung im Konzernanhang.

Für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses enthält der Vorstandsvertrag keine ausdrückliche Abfindungszusage. Eine Abfindung kann sich aber aus einer individuell getroffenen Aufhebungsvereinbarung ergeben.

b) Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat durch die Hauptversammlung festgelegt worden. Sie ist in der Satzung geregelt.

Die Aufsichtsratsvergütung orientiert an der Größe des Unternehmens, an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder sowie an der wirtschaftlichen Lage und Performance der Gesellschaft.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten jährlich eine feste Vergütung. Im Einzelnen erhalten der Vorsitzende des Aufsichtsrats EUR 33.750,00, der stellvertretende Vorsitzende EUR 25.312,50 und das dritte Mitglied des Aufsichtsrats EUR 16.875,00.

Berlin, den 24. März 2010

artnet AG

Der Vorstand Der Aufsichtsrat

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des artnet Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

Berlin, den 23. März 2010

Der Vorstand Hans Neuendorf

Konzernlagebericht 2009

1 Allgemeine Informationen und Geschäftstätigkeit

Die artnet AG ist eine Holding-Gesellschaft, deren Aktien am Geregelten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse notiert sind. Ihre wesentliche Beteiligung ist die hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corp., die 1989 in New York gegründet wurde. Die artnet AG ("artnet" oder "die Gesellschaft") und Artnet Worldwide Corp. ("Artnet Corp.", zusammen "der artnet Konzern" oder "Konzern") sind unter dem Markennamen "artnet" tätig.

Die Artnet Corp. hat zwei hundertprozentige Tochtergesellschaften. artnet UK Ltd. erbringt Dienstleistungen im Bereich Vertrieb und Kundenbetreuung in Großbritannien. artnet France SARL erfüllt die gleichen Aufgaben in Frankreich, unterhält aber darüber hinaus auf der Website artnet.fr ein Online-Kunstmagazin in französischer Sprache.

Positionierung von artnet

Die Unternehmens-Website artnet.com bietet einen weltweit einmaligen Marktüberblick und zieht damit mehr als 1,9 Mio. einzelne Besucher (unique visitors) im Monat an. Dank der zeitnah bereitgestellten Informationen über den Wert von Kunstwerken sowie über Künstler, Galerien, Preisentwicklungen, Ausstellungen, Nachrichten und Rezensionen ist es für Sammler und Kunstexperten leichter, sich im Kunstmarkt zurechtzufinden.

Das artnet Gallery Network umfasst mehr als 2.100 der weltweit renommiertesten Kunstgalerien und Auktionshäuser auf vier Kontinenten. Die Mitgliedsgalerien des Netzwerks sind in einem Verzeichnis nach Fachgebieten und Standorten zusammengefasst und repräsentieren die im Inventar befind lichen insgesamt 171.000 Werke von 38.000 Künstlern. Die Galerien bieten darüber hinaus Designobjekte sowie Kunsthandwerk und Antiquitäten aus allen Epochen, vom ersten Jahrhundert vor Christus bis heute.

Die artnet Price Database ist eine Online-Datenbank mit mehr als 4,2 Millionen illustrierten Auktionsergebnissen von über 500 der führenden internationalen Auktionshäuser. Sie sorgt für Preistransparenz in dem bislang verschlossenen Kunst- und Antiquitätenmarkt. Die Abonnenten der artnet Price Database (artnet Price Database Fine Art and Design und artnet Price Database Decorative Art) erhalten für die Kunstwerke, die sie kaufen oder verkaufen wollen, durch Vergleich mit den Auktionsergebnissen seit 1985 topaktuelle und objektive Schätzwerte. Die artnet Price Databases sind bei Gutachtern, Händlern, Auktionshäusern, Finanziers und privaten wie staatlichen Institutionen (einschließlich der US-Steuerbehörde IRS und der US-Bundespolizei FBI) sehr beliebt. Was jedoch am wichtigsten ist: sie dienen privaten Sammlern als illustrierte Nachschlagewerke, mit deren Hilfe sie den Wert ihrer Kunstwerke ermitteln und deren Aussichten bei einer Auktion oder auf dem Händlermarkt abschätzen können. Händler und Auktionshäuser nutzen für den Verkauf wichtiger Kunstwerke auch die Comps (vergleichbare Auktionsergebnisse aus den artnet Price Databases). Von besonderer Bedeutung für artnet ist, dass die artnet Comps im Rahmen einer exklusiven Partnerschaft mit Sotheby's nun auch auf der Website Sothebys.com für Verkäufe in den USA und Europa aufzurufen sind.

Im ersten Quartal 2009 führte der Konzern die artnet Decorative Art Price Database ein, die Auktionsresultate von Antiquitäten, Porzellan, Silber- und Glaswaren, Uhren und anderen Kunstgegenständen enthält.

Eine Ergänzung der artnet Price Database ist das Produkt artnet Market Alert, das Abonnenten per E-Mail benachrichtigt, wenn Kunstwerke ihrer bevorzugten Künstler bei einer Auktion oder von einer der Mitgliedsgalerien des artnet Gallery Network zum Verkauf angeboten werden.

Im Frühjahr 2008 führte artnet die artnet Auctions ein. Bei diesem einzigartigen Projekt sind erfahrene Kunstexperten damit beschäftigt, umfangreiche Informationen in der Datenbank zu ordnen und Mindestgebote und Schätzungen für Kunstwerke zusammenzustellen, die in erster Linie von Mitgliedsgalerien stammen. Diese Werke werden anschließend auf der neuen Plattform artnet.com/auctions versteigert.

Im Geschäftsjahr 2009 wurden damit Umsatzerlöse in Höhe von EUR 815.000 (USD 1.133.000) erzielt und damit eine Umsatzsteigerung von 220 % in EUR (204 % in USD) gegenüber dem Vorjahr realisiert. Nicht weniger als 2.054 Transaktionen wurden im Jahr 2009 gezählt, darunter 86 Warhol-Drucke – der teuerste Druck war die Grafik Michael Jackson (eine gestempelte Version von Warhol Estate and Foundation, in den artnet Artist Works Catalogues illustriert) zu einem Preis von USD 96.500. Außerdem wurde über artnet Auctions ein einzigartiges Werk von Damien Hirst, Beautiful Aurora Painting, zu einem Preis von USD 225.000 verkauft. Die artnet Auctions sind für Verkäufer sehr attraktiv, da sie sowohl die Verkäuferprovisionen als auch die Umschlagzeit reduzieren. artnet ist überzeugt, dass dieses Produkt deutliche Wachstumsperspektiven bietet.

Bei den artnet Artist Works Catalogues handelt es sich um Verzeichnisse, die zur Präsentation bestimmter Künstler mit ihren gesamten Werken zusammengestellt und veröffentlicht wurden. Sie sind online auf der artnet Website einsehbar.

2 Wirtschaftliches Umfeld

Konjunkturklima

Die Wirtschaftskrise hat 2009 allen Ländern weltweit weiterhin stark zugesetzt. Die Arbeitslosenquote in den USA stieg im Laufe des Jahres auf einen Höchstwert von 10,2%. Auch Deutschland hatte einen Anstieg der Arbeits losigkeit auf 8,1 % im Dezember 2009 zu verzeichnen. Die Aussichten für 2010 sind jedoch angesichts der geplanten Zuwächse beim Bruttoinlandsprodukt sowohl für die USA als auch für die EU etwas besser.

Branchenwirtschaftlicher Hintergrund

Die Rezession hat den Kunstmarkt im Berichtsjahr weiterhin negativ beeinflusst. Nach wie vor mussten Galerien geschlossen werden. Auktionshäuser schraubten ihre Verkaufsvolumina zurück, was zu Umsatzrückgängen von 65 – 75 % führte. Es gibt aber erste Anhaltspunkte dafür, dass sich der Kunstmarkt 2010 erholen dürfte. Auktionshäuser haben die Umsatzerwartungen in den ersten zwei Monaten des Jahres bereits übertroffen; ein einziger Verkauf, Alberto Giacomettis L'Homme Qui Marche I zu der Rekordsumme von USD 104,3 Millionen, macht dies deutlich. Dennoch besteht nach wie vor große Unsicherheit.

3 Geschäftsentwicklung

Strategische Ziele und Chancen

artnet betrachtet es als ein strategisches Ziel, die Markttransparenz auf dem Kunstmarkt zu erhöhen. Mit der Einführung der artnet Auctions hat sich artnet jedoch vom reinen Informationsanbieter zu einer umfangreichen Transaktionsplattform weiterentwickelt.

Für 2009 hatte artnet sich als strategisches Ziel gesetzt, beim Produkt artnet Auctions ein Wachstum von 200 % gegenüber dem Vorjahr zu erreichen und die artnet Decorative Art Price Database einzuführen. artnet hat im Laufe des Jahres beide Ziele erreicht: Die artnet Auctions generierten Umsätze in Höhe von EUR 815.000 (USD 1.133.000), was einem Zuwachs von 220 % in EUR (204% in USD) entspricht; im Frühjahr 2009 erfolgte die Markteinführung der artnet Decorative Art Price Database.

Auch 2010 wird sich artnet auf Wachstum im Bereich artnet Auctions konzentrieren, dabei jedoch den Schwerpunkt auf den Verkauf höherwertiger Auktionslose und das Erreichen eines größeren Publikums legen.

Des Weiteren plant artnet die Markteinführung des Produkts artnet Market Data. Darstellungen von Preistrends in Grafiken und Diagrammen sind weitreichend bekannt. Daher sind wir der Ansicht, dass Kunstberatungsgesellschaften, Banken, Versicherungsgesellschaften, Family Offices sowie alle anderen Marktteilnehmer bereit sind, eine Reihe neuer und erstklassiger Indizes zu erwerben, die eine neue Methode, die sog. strings comparables, nutzen.

Geschäftsentwicklung

Zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Berichts erwirtschaftet artnet den größten Teil seiner Umsatzerlöse (78 %) mit dem artnet Gallery Network, der artnet Fine Art and Design Price Database und der artnet Decorative Art Price Database. Diese weit verbreiteten, auf fundierten Informationen basierenden Produkte erfreuen sich weiterhin der Gunst von Sammlern und Art Professionals wie Kunstsammlern, Kunstkritikern und Kuratoren auf der ganzen Welt. Die Datenbank stellt zuverlässige, topaktuelle Preisinformationen bereit, während das artnet Gallery Network ungeachtet der aktuellen Marktbedingungen Auskunft über die verfügbaren Bestände gibt.

Interessanterweise wurden das artnet Gallery Network und die artnet Fine Art and Design Price Database sowie die artnet Decorative Art Price Database selbst angesichts des von der Rezession stark getroffenen Marktes für Händler, Auktionshäuser und Kunstexperten nur wenig in Mitleidenschaft gezogen und verzeichneten einen Rückgang der Umsatzerlöse von lediglich 7 % (in USD).

Der stärkste Umsatzrückgang war mit 21 % in EUR (25 % in USD) bei der Bannerwerbung zu verzeichnen. Dies spiegelt die weltweit stark rückläufige Entwicklung der Verbraucher- und Händlerwerbung in praktisch allen Medien wider. In diesem Zusammenhang sollte jedoch nicht unerwähnt bleiben, dass die Anzahl der einzelnen Besucher (unique visitors) unserer Website gestiegen ist.

Die bei artnet Auctions erzielten Umsatzerlöse stiegen im Geschäftsjahr 2009 um 220 % in EUR (204 % in USD), während die Branchenumsätze für Kunst und Antiquitäten in derselben Periode einbrachen. Im November wurden Kunstwerke zu Verkaufspreisen von insgesamt USD 1.050.000 über die artnet Auctions gehandelt. Bezeichnenderweise hat gerade dieser Übergang zu einem ,Käufermarkt' dazu geführt, dass unsere Experten Einlieferungen mit realistischen Mindestgeboten akquirieren konnten.

Wir glauben, dass die artnet Auctions erhebliche Vorteile für Einlieferer und Käufer gleichermaßen bieten, sodass wir schon bald einen beträchtlichen Marktanteil im Vergleich zu unseren konventionellen Wettbewerbern besitzen werden.

4 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Die Umsatzerlöse von artnet fielen während des Berichtsjahres um 1 % in EUR (6 % in USD) von EUR 12.303.000 (USD 18.003.000) im Vorjahr auf EUR 12.219.000 (USD 16.989.000).

Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2008 gewann der US-Dollar in 2009 im Jahresdurchschnitt 5 % an Wert gegenüber dem Euro. Durch den Wertzuwachs des US-Dollars ergaben sich entsprechend positive Währungseffekte für die in Euro ausgewiesenen Umsatzerlöse des Konzerns.

Das Betriebsergebnis ging von EUR 147.000 (USD 215.000) in 2008 um EUR 478.000 (USD 674.000) auf EUR -331.000 (USD -459.000) zurück. Dem Konzern entstanden zusätzliche Aufwendungen für neue und kommende Produkte, die vor allem zu einem Anstieg der Umsatzkosten gegenüber dem Vorjahr führten. Infolge des Produktstarts der artnet Decorative Art Price Database sowie der anderen in 2008 erfolgten Produkteinführungen erhöhten sich die Abschreibungen um EUR 309.000 (USD 401.000). Auch die Ende 2008 begonnenen und 2009 fortgeführten Investitionen des Konzerns in eine neue Netzwerkinfrastruktur trugen zur Erhöhung der Abschreibungen bei. Dem Anstieg der Umsatzkosten stehen Einsparungen beim Server-Hosting in Höhe von EUR 250.000 (USD 348.000) sowie bei den Rechts- und Beratungskosten aufgrund der Investitionen in neue Netzwerkinfrastruktur gegenüber. Die allgemeinen Verwaltungskosten sind gegenüber dem Vorjahr ebenfalls gestiegen. Dies war unter anderem einer Erhöhung der Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von EUR 46.000 (USD 56.000) gegenüber der Vorperiode sowie einem Anstieg personalbezogener Aufwendungen zuzuschreiben.

Das Ergebnis vor Steuern wurde durch die Abschreibung eines Darlehens (EUR 208.000 bzw. USD 298.000) belastet und sank um EUR 431.000 (USD 595.000) von EUR -75.000 (USD -109.000) in 2008 auf EUR -506.000 (USD - 704.000).

Das Konzernergebnis verbesserte sich von EUR -490.000 (USD -718.000) im Jahr 2008 um EUR 23.000 (USD 68.000) auf EUR -467.000 (USD -650.000) im Berichtsjahr. Im Vorjahr war das Konzernergebnis durch die Risikovorsorge für mögliche Mehrsteuern belastet, die im Rahmen einer Betriebsprüfung für die Jahre 2001 bis 2004 geltend gemacht wurden.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie betrug EUR -0,08 (USD -0,12) im Vergleich zu EUR -0,09 (USD -0,13) in 2008.

Währungsumrechnung

Der auf Euro lautende Konzern-Jahresabschluss wurde durch den Anstieg des Wechselkurses des US-Dollars gegenüber dem Euro für das am 31. Dezember 2009 endende Geschäftsjahr beeinflusst.

Für die Währungsumrechnung der Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird der Durchschnittskurs für den Zeitraum bis 31. Dezember 2009 bzw. 2008 verwendet. Für das Geschäftsjahr 2009 lag der Durchschnittskurs bei 0,719 Euro/Dollar gegenüber 0,683 Euro/Dollar für das Geschäftsjahr 2008. Dies entspricht einer Aufwertung des durchschnittlichen Wechselkurses um 5 %. Der für die Bilanzumrechnung verwendete Fremdwährungskurs ist der Kurs am Periodenende. Der Stichtagskurs zum 31. Dezember 2009 betrug 0,698 Euro/Dollar gegenüber 0,710 am 31. Dezember 2008. Dies entspricht einem Minus von 2 %.

artnet unterliegt Wechselkursschwankungen, da es Rechnungen in Euro, US-Dollar und Pfund Sterling fakturiert, seine Geschäftstätigkeit aber größtenteils in den USA ausübt. Der Konzern steuert dieses Wechselkursrisiko, indem er die Zahlungen seiner europäischen Kunden in Euro und Pfund Sterling entgegennimmt und mit diesen Zahlungseingängen seine in Europa ansässigen Lieferanten in derselben Währung bezahlt.

Finanzlage

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des artnet Konzerns belief sich zum 31. Dezember 2009 auf EUR -180.000 im Vergleich zu EUR 437.000 zum 31. Dezember 2008. Neben dem Periodenfehlbetrag ist der negative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in erster Linie auf den Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der Umsatzabgrenzung zurückzuführen. Der Konzern leistete 2009 Zahlungen für die neue Netzwerkinfrastruktur, die in 2008 erworben wurde. Aufgrund des geringeren Umsatzvolumens der verkauften Verträge mit einer Laufzeit von einem Jahr fiel die Umsatzabgrenzung gegenüber dem Vorjahr geringer aus. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit des Konzerns betrug zum 31. Dezember 2009 EUR -470.000 gegenüber EUR -1.207.000 zum 31. Dezember 2008. Der Cashflow war im vorangegangenen Jahren stark durch Investitionen in neue Produkte belastet, die im Berichtsjahr nahezu abgeschlossen wurden. Im 1. Quartal 2009 investierte der Konzern in das Produkt artnet Decorative Art Price Database und setzte seine Investitionen in das artnet Market Data Projekt fort, dessen Markteinführung für 2010 geplant ist. Darüber hinaus wurde in 2009 in zusätzliche Hard- und Software für die Netzwerkinfrastruktur investiert. In einigen Fällen wurde dies durch Finanzierungsleasing finanziert.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich zum 31. Dezember 2009 auf EUR -68.000 und umfasste Zahlungen zur Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen, die 2008 und 2009 geschlossen wurden. Insgesamt verringerten sich die liquiden Mittel von EUR 2.925.000 (USD 4.123.000) am 31. Dezember 2008 auf EUR 2.191.000 (USD 3.140.000) am 31. Dezember 2009.

Die Anlagepolitik des Konzerns ist konservativ und orientiert sich an der kurzfristigen Finanzmittelanlage. Auf diese Weise bleiben sämtliche Barmittel liquide und jederzeit verfügbar. Zum 31. Dezember 2009 belief sich die Liquidität je Aktie auf Grundlage der durchschnittlich 5.552.986 in Umlauf befindlichen Aktien auf EUR 0,39 (USD 0,57) gegenüber EUR 0,53 (USD 0,74) zum 31. Dezember 2008.

Vermögenslage

Die Konzernbilanzsumme betrug am 31. Dezember 2009 EUR 6.574.000 (USD 9.422.000) im Vergleich zu EUR 7.631.000 (USD 10.756.000) am 31. Dezember 2008, was einem Rückgang von 14 % in EUR (12 % in USD) entspricht.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gingen im Wesentlichen durch rückläufige Umsatzerlöse und höhere Wertberichtigungen auf Forderungen um EUR 47.000 (USD 44.000) auf EUR 941.000 (USD 1.349.000) zurück. Das Anlagevermögen verringerte sich um EUR 106.000 (USD 105.000) auf EUR 1.845.000 (USD 2.645.000). Durch die hohen Investitionen in den Vorjahren sind die Abschreibungen im Berichtsjahr deutlich angestiegen und übersteigen die laufenden Investitionen im Berichtsjahr.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind insgesamt von EUR 3.337.000 (USD 4.703.000) um EUR 550.000 (USD 709.000) auf EUR 2.787.000 (USD 3.994.000) gesunken. Der Konzern erfüllte im 1. Quartal 2009 seine Zahlungsverpflichtungen aus dem Kauf neuer Netzwerkinfrastruktur und aus sonstigen Verbindlichkeiten. Dies führte zu einer entsprechenden Reduzierung der kurzfristigen Verbindlichkeiten. Darüber hinaus verringerte sich die Umsatzabgrenzung aufgrund des geringeren Umsatzvolumens der verkauften Verträge mit einer Laufzeit von einem Jahr.

Das Eigenkapital des artnet Konzerns belief sich zum 31. Dezember 2009 auf EUR 3.665.000 (USD 5.253.000) gegenüber EUR 4.200.000 (USD 5.919.000) zum 31. Dezember 2008.

Die artnet Price Database ist ein immaterieller Vermögenswert, der in den letzten zwanzig Jahren durch die Erfassung von Auktionsdaten entwickelt wurde. Wenngleich er aufgrund der Bilanzierungsregeln als Vermögenswert in der Bilanz nicht voll angesetzt wurde, stellt er für den Konzern doch eine wesentliche Geschäftsgrundlage dar. Wenn eine Bilanzierung gesetzlich zulässig wäre, würden sich die Aktiva deutlich erhöhen.

Mitarbeiter

Am 31. Dezember 2009 beschäftigte der Konzern 99 Vollzeitmitarbeiter, gegenüber 104 Mitarbeitern im Vorjahr. Darüber hinaus waren 2009 11 Teilzeitkräfte für den artnet Konzern tätig (2008 waren es noch 18 Teilzeitbeschäftigte) sowie 12 freie Mitarbeiter im Vertrieb und in sonstigen Bereichen, verglichen mit 15 freien Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2008.

Die Personalkosten beliefen sich auf EUR 6.430.000 (USD 8.941.000) im Vergleich zu EUR 6.307.000 (USD 9.229.000) im Vorjahr. Die leichte Reduzierung auf USD-Basis ist vor allem auf einen Rückgang der umsatzabhängigen Vergütungen im Vertriebsbereich zurückzuführen.

Forschung und Entwicklung

Die artnet-Website bildet die Grundlage für die Produkte des Konzerns. Es ist von größter Bedeutung, mit der neuesten Technologie Schritt zu halten und neue Produkte zu entwickeln, die den Nutzen für die Kunden steigern. Unsere Entwickler setzen hierzu auf Microsoft-Technologie beruhende Software ein, die es ihnen ermöglicht, die laufenden Anwendungen flexibel an die sich ändernden Kundenbedürfnisse anzupassen. Im Geschäftsjahr 2008 hat der Konzern sein Entwicklungsteam ausgebaut, um einerseits den wachsenden Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden und andererseits sein Wachstumspotenzial mit der Markteinführung neuer Produkte zu steigern. Im Jahr 2009 hat das Produktentwicklungsteam die artnet Decorative Art Price Database eingeführt, die Auktionsresultate für Antiquitäten, Porzellan, Silber- und Glaswaren sowie andere Kunstgegenstände enthält, die eine praktische Verwendung haben. Objekte aus vielen verschiedenen kunsthistorischen Zeitperioden sind in dieser Datenbank zu finden. Des Weiteren hat das Team die artnet Auctions neu gestaltet. Die Nutzer können nun die Bilder der Kunstwerke, die in den artnet Auctions zum Verkauf angeboten werden, besser ansehen.

5 Übernahmerechtliche Angaben (Berichterstattung nach § 315 Abs. 4 HGB)

  • Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals
  • Das voll eingezahlte Grundkapital der artnet AG betrug zum 31. Dezember 2009 unverändert EUR 5.631.067 und ist in 5.631.067 nennwertlose Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil von je 1,00 Euro aufgeteilt.
  • Stimmrechtsbeschränkungen oder Übertragungsbeschränkungen
  • Stimmrechtsbeschränkungen oder Übertragungsbeschränkungen bestehen für diese Aktien nicht.

Direkte oder indirekte Kapitalbeteiligungen, die 10 % der Stimmrechte überschreiten Beteiligungen, die 10 % der Stimmrechte der artnet AG überschreiten, werden gehalten von

  1. Galerie Neuendorf AG, Berlin, mit 25,96 %

  2. Schaeffer Immobilien GmbH, Hamburg, mit 10,66 %

  3. Artis Capital Management LLC, San Francisco (CA)/USA, mit 10,39 % Inhaber von Aktien mit Sonderrechten

Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten.

Art der Stimmrechtskontrolle im Falle von Arbeitnehmerbeteiligungen

Soweit Arbeitnehmer an der artnet AG beteiligt sind, üben diese ihre Kontrollrechte unmittelbar aus.

Gesetzliche Vorschriften und Satzungsbestimmungen über die Ernennung und Abberufung von Vorstandsmitgliedern, Satzungsänderungen

Mitglieder des Vorstandes werden gemäß §§ 84, 85 AktG bestellt und abberufen. Satzungs änderungen erfolgen gemäß §§ 133, 179 AktG.

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 14. Juli 2014 durch Ausgabe neuer Stammaktien in Form von Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 2.800.000 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2009/I). Aus dem Genehmigten Kapital wurden in 2009 keine Aktien ausgegeben.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist um bis zu EUR 560.000.- durch Ausgabe von bis zu 560.000 Stück auf den Inhaber lautenden Stückaktien ohne Nennbetrag durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2009/I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Bezugsrechten an Mitglieder des Vorstands der artnet AG, Mitglieder der Geschäftsführung der verbundenen Unternehmen (§ 15 AktG), Arbeitnehmer der artnet AG sowie an Arbeitnehmer verbundener Unternehmen, zu deren Ausgabe die Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 den Vorstand ermächtigt hat. Die neuen Aktien nehmen vom Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie durch Ausübung des Bezugsrechtes entstehen, am Gewinn teil. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie die Bezugsrechte ausgeübt werden.

Ebenfalls durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 wurde der Vorstand ermächtigt, bis zum Ablauf des 14. Januar 2011 eigene Aktien bis zu einem Anteil von 10 % am derzeitigen Grundkapital zu erwerben. Der Gegenwert für den Erwerb dieser Aktien darf je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) den durchschnittlichen Schlusskurs der Aktie an der Frankfurter Wertpapierbörse im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) an den jeweils fünf vorangegangenen Börsenhandelstagen um nicht mehr als 10 % übersteigen und um nicht mehr als 10 % unterschreiten.

Die zur Wirksamkeit der Hauptversammlungsbeschlüsse notwendige Eintragung der Satzungsänderungen in das Handelsregister der Gesellschaft erfolgte am 2. Februar 2010.

6 Vergütungsbericht

Dieser Vergütungsbericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Er fasst die Grundsätze zusammen, die auf die Festlegung der Vergütung des Vorstands der artnet AG Anwendung finden, und erläutert Höhe sowie Struktur des Vorstandseinkommens. Außerdem werden Grundsätze und Höhe der Vergütung des Aufsichtsrats beschrieben. Der Vergütungsbericht beinhaltet außerdem Angaben, die nach den Erfordernissen des deutschen Handelsrechts auch Bestandteil des Konzernanhangs nach § 314 HGB bzw. des Konzernlageberichts nach § 315 HGB sind.

a) Vergütung des Vorstands

Für die Festlegung der Vorstandsvergütung ist der Aufsichtsrat zuständig. Die Festlegung der Vergütung des Vorstands der artnet AG orientiert sich an der Größe und der Tätigkeit des Unternehmens, seiner wirtschaftlichen und finanziellen Lage sowie an der Höhe und Struktur der Vorstandsvergütung bei vergleichbaren Unternehmen im In- und Ausland. Die Vergütung ist so bemessen, dass sie am internationalen Markt für hochqualifizierte Führungskräfte wettbewerbsfähig ist und Anreiz für erfolgreiche Arbeit gibt. Die Vergütung des Vorstands setzt sich im Geschäftsjahr 2009 aus einer festen Vergütung und einem Bonus zusammen.

Im Einzelnen setzt sich die Vorstandsvergütung aus folgenden wesentlichen Komponenten zusammen:

Die feste Vergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt.

Der Betrag des variablen Bonus steht im Ermessen der Gesellschaft, die durch den Aufsichtsrat vertreten wird. Es gelten folgende Richtlinien: Für den Fall, dass das finanzielle und technische Ergebnis der Gesellschaft des Geschäftsjahres ungefähr der budgetierten und vorausgesagten Entwicklung entspricht, sollte der Bonus der festen Vergütung entsprechen. Für den Fall, dass die vorgenannten Ziele wesentlich unterschritten werden, kann die Gesellschaft den Bonus reduzieren oder keinen Bonus auszahlen. Für den Fall einer wesentlichen Überschreitung der vorgenannten Ziele kann der Bonus mehr als 100 % der Festvergütung betragen. Der variable Bonus ist auf höchstens das Doppelte der festen Vergütung begrenzt.

Für das Geschäftsjahr 2009 betrugen für den Alleinvorstand Hans Neuendorf die fixe Barvergütung EUR 338.248 inklusive des geldwerten Vorteils aus der privaten Dienstwagennutzung und die variable Vergütung EUR 190.00.

Die artnet AG stellt Herrn Neuendorf einen Dienstwagen der gehobenen Mittelklasse zur Verfügung, der auch privat genutzt werden darf. Die Lohnsteuer auf den geldwerten Vorteil aus der PKW-Nutzung ist durch Herrn Neuendorf zu tragen.

Bei der Tochtergesellschaft Artnet Worldwide Corp. besteht seit 2001 außerdem eine auf USD 3 Mio. lautende Split-Dollar-Lebensversicherungspolice zugunsten einer Herrn Neuendorf nahestehenden Person. Die monatlichen Versicherungsprämien in Höhe von USD 4.220,90 wurden von Artnet Worldwide Corp. bezahlt und als Darlehen an nahe stehende Personen bilanziert. Im Jahr 2009 hat Artnet Worldwide Corp. keine Prämien gezahlt. Im Dezember 2009 hat Artnet Worldwide Corp. die der Split-Dollar-Lebensversiche rungspolice zugehörigen vertraglichen Grundlagen gekündigt und die zum Vorjahres-Bilanzstichtag ausgewiesene Forderung von EUR211.200 in voller Höhe ausgebucht. Wir verweisen auf die Berichterstattung im Konzernanhang. Für den Fall der vorzeitigen Beendigung des Dienstverhältnisses enthält

der Vorstandsvertrag keine ausdrückliche Abfindungszusage. Eine Abfindung kann sich aber aus einer individuell getroffenen Aufhebungsverein barung ergeben.

b) Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist auf Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat durch die Hauptversammlung festgelegt worden. Sie ist in der Satzung geregelt.

Die Aufsichtsratsvergütung orientiert an der Größe des Unternehmens, an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder sowie an der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung der Gesellschaft.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten jährlich eine feste Vergütung. Im Einzelnen erhalten der Vorsitzende des Aufsichtsrats EUR 33.750,00, der stellvertretende Vorsitzende EUR 25.312,50 und das dritte Mitglied des Aufsichtsrats EUR 16.875,00.

7 Risikobericht

Bericht und Erläuterungen gemäß § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB

Rechnungslegungsbezogenes internes Kontrollsystem

Der Vorstand hat für die vielfältigen organisatorischen, technischen und kaufmännischen Abläufe im Unternehmen ein internes Kontrollsystem eingerichtet. Wesentlicher Bestandteil ist das Prinzip der Funktionstrennung, das gewährleisten soll, dass vollziehende (z. B. Vertrieb), verbuchende (z.B. Finanzbuchhaltung) und verwaltende (z. B. EDV-Administration) Tätigkeiten, nicht in einer Hand vereint sind. Durch das Vier-Augen-Prinzip wird gewährleistet, dass kein wesentlicher Vorgang ohne Kontrolle bleibt.

Risikomanagement

Der artnet Konzern hat ein Risikomanagementsystem zur Identifizierung und laufenden Überwachung operativer und finanzieller Risiken eingeführt, das die Auswirkungen unerwarteter Ereignisse mildern soll. Das Risikomanagementsystem besteht im Wesentlichen aus folgenden Komponenten:

1) dem Finanzwesen, das die tatsächlichen Ergebnisse der Geschäftstätigkeit überwacht und im Rahmen einer monatlichen Berichterstattung Plan-Ist-Vergleiche sowie Vorjahres-Vergleiche darstellt;

2) der IT-Infrastruktur, die die jederzeitige Verfügbarkeit und Funktionsfähigkeit der Website sicherstellt und überwacht;

3) dem Projektmanagement, das die Entwicklung und den Fortschritt der einzelnen Technologieprojekte überwacht und

4) der laufenden Traffic-Überwachung, die wichtige Bereiche des Web-Traffic auswertet und analysiert. Das Risikomanagementsystem stellt sicher, dass kritische Informationen direkt und zeitnah an das Management des Konzerns weitergeleitet werden.

Frühwarnsystem soll die Identifizierung potenzieller Risiken sicherstellen

Zur Messung, Überwachung und Steuerung von Geschäftsentwicklung und Risiken nutzt der artnet-Konzern grundsätzlich ein auf Tabellenkalkulationen basierendes Steuerungs- und Kontrollsystem, das im Wesentlichen auf den Daten der Finanzbuchhaltung aufsetzt. In einer Risikoinventur und einem daraus entwickelten Risiko-Handbuch sind die wesentlichen vorhandenen Risiken dokumentiert und Verantwortungsebenen innerhalb des artnet Konzerns zugeordnet worden. Bestehende Risikopotenziale werden laufend beobachtet; adäquate Maßnahmen zur Risikobegrenzung werden wenn möglich ergriffen. Zum Frühwarnsystem gehört neben einer regelmäßigen internen Berichterstattung über den Geschäftsverlauf und die aktuellen Marktentwicklungen und Kundenbeziehungen auch ein konzernweiter Budgetierungsprozess, der sich unter anderem mit operativen Risiken und Veränderungen des geschäftlichen Umfeldes befasst. Unterstützt wird dieser Prozess durch regelmäßige Markt- und Wettbewerbsanalysen.

Umgang mit bedeutenden potenziellen Risiken

Das operative Management ist für die Früherkennung, Kontrolle und Kommunikation von Risiken direkt verantwortlich. So kann der artnet Konzern zeitnah und umfassend auf potenzielle Risiken reagieren. Die Risikopolitik orientiert sich dabei an dem Ziel, den Unternehmenswert langfristig zu sichern bzw. sukzessive zu steigern.

Bei seiner Gesamtbewertung der Risikosituation ist der Vorstand zu der Auffassung gelangt, dass folgende Risiken und ihre Behandlung im Geschäftsjahr 2010 von besonderer Bedeutung sein werden:

  • Umsatzrückgang aufgrund des schwierigen Marktumfelds,
  • Anstieg der betrieblichen Aufwendungen und Rückgang der Barmittel, insbesondere durch die Entwicklung und Markteinführung neuer Produkte und gestiegene Fixkosten.

Die hier aufgeführten Risiken und ihre Behandlung könnten sich negativ auf das künftige Wachstum des artnet Konzerns auswirken. Durch eingeleitete bzw. umgesetzte Kosteneinsparungsmaßnahmen in 2009 sowie durch eine verbesserte Kundenansprache mittels neuer Produkte rechnet der artnet-Konzern für die Jahre 2010 und 2011 wieder mit einer verbesserten Ertragsund Finanzlage. Risiken, die den Fortbestand der Gruppe gefährdenden könnten, sind zum Zeitpunkt der Erstellung des Konzernabschlusses nicht ersichtlich.

Der Konzern hat die folgenden wesentlichen Risiken identifiziert:

Externe Risiken

Konjunkturtrends im Kunstmarkt

artnet unterliegt den Schwankungen im Kunstmarkt. Im Berichtsjahr 2009 erlebte der Kunstmarkt eine stetige Abschwächung, die die Geschäftstätigkeit belastete. Sollte diese Entwicklung andauern, könnte artnet maßgeblich betroffen sein, da die meisten Kunden und Abonnenten Verträge auf Monatsbasis haben.

Betriebliche Risiken

Infrastruktur des IT-Systems

Funktionsstörungen der Website könnten die laufenden Umsätze und Gewinne von artnet mindern und möglicherweise auch die künftigen Umsätze und Ergebnisse beeinträchtigen. Häufige oder anhaltende Unterbrechungen des Services könnten bestehenden oder interessierten Nutzern Anlass zu der Annahme geben, dass die Systeme des Konzerns nicht zuverlässig sind. Dies könnte nachteilige Auswirkungen auf das Image und den Ruf des Konzerns haben. Derartige Unterbrechungen erhöhen die Arbeitsbelastung der IT-Abteilung, was wiederum die Einführung neuer Funktionen und Services verzögert. Wenngleich die Systeme des Konzerns so konzipiert wurden, dass die Ausfallzeiten bei Stromausfällen oder im Katastrophenfall gering sind, bleiben sie für Beschädigungen oder Störungen durch Überschwemmungen, Feuer, Strom- und Telekommunikationsausfälle, Terroranschläge, Computerviren und andere Unglücksfälle anfällig. Die Webserver von artnet befinden sich in einer sicheren externen Einrichtung. Darüber hinaus plant artnet, im Jahr 2010 redundante Server an einem Standort in einem anderen Landesteil der USA einzurichten, die als Backup-System für das Hauptsystem dienen.

Produktentwicklung

Der künftige Erfolg von artnet hängt davon ab, wie schnell sich der Konzern an die technologischen Veränderungen und entstehenden Branchenstandards anpassen kann. Der Konzern sieht vor, die Leistung, Funktionen und Zuverlässigkeit der Website weiter zu verbessern und neue Produkte zu entwickeln, die für bestehende und potenzielle Kunden von Nutzen sind. Der Konzern beobachtet die Markttrends und konzentriert sich auf die Produktentwicklung. Aus diesem Grund hat artnet in den vergangenen Jahren sein Entwicklungsteam verstärkt. Der Personalaufbau ermöglicht es artnet, den wachsenden Bedürfnissen der Kunden gerecht zu werden und das Wachstumspotenzial durch die Einführung neuer Produkte zu erhöhen.

Website-Besuche

Website-Besuche (Traffic) sind für artnet von großer Bedeutung. Rückläufige Besucherzahlen könnten die Umsätze aller Produktlinien verringern. artnet überwacht die Website-Besuche auf Tages-, Wochen- und Monatsbasis, um sicherzustellen, dass diese den Erwartungen entsprechen. Zur weiteren Steigerung der Website-Besuche benötigt der Konzern außerdem ein größeres finanzielles Engagement für Werbung und Marketing. Soweit dies möglich ist, überwacht artnet die Besucherzahlen und die über die Website erzielten Umsätze und stellt diese den entsprechenden Aufwendungen für Werbung und Marketing gegenüber, um den Erfolg von Werbe- und Marketingmaßnahmen zu beurteilen.

Rechtliche Risiken

Markenrechte

artnet schützt sich durch die markenrechtliche Sicherung des Namens "artnet" in den Schlüsselmärkten des Konzerns. Klagen gegen Markenverletzungen sind kostspielig und unterliegen der Prüfung durch nationale Behörden, die für den Konzern negativ ausfallen könnten.

Schutz der Kundendaten

artnet speichert die Kundendaten gemäß den derzeit geltenden Gesetzen und Vorschriften. Würde es Dritten jedoch gelingen, die von artnet getroffenen Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen und an die Kundeninformationen zu gelangen, könnte artnet für entstandene Schäden haftbar gemacht werden.

Finanzielle Risiken

Fremdwährungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiko

artnet führt einen Teil seiner Geschäfte außerhalb der USA und unterliegt dadurch dem Risiko nachteiliger Wechselkursschwankungen. Da die Wechselkurse veränderlich sind, können die Umsatzerlöse sowie die betrieblichen Aufwendungen erheblich von den Erwartungen abweichen. artnet sichert sich derzeit nicht gegen solche Währungsrisiken ab. Stattdessen nehmen die Konzerngesellschaften Zahlungen von Kunden auch in Euro und Pfund Sterling an und bezahlen ihre Lieferanten in Europa in diesen Währungen. Dies trägt zur Reduzierung des Wechselkursrisikos bei.

Abgesehen von den nachteiligen Währungsschwankungen ist der artnet Konzern derzeit keinen wesentlichen finanziellen Risiken ausgesetzt.

Im artnet Konzern liegt keine signifikante Konzentration des Ausfallrisikos von finanziellen Vermögenswerten vor, da sich das Engagement auf eine große Anzahl von Kunden, sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen, verteilt. Dennoch könnte sich der weltweite Konjunkturrückgang negativ auf die Zahlungsfähigkeit der Kunden des Konzerns auswirken und zu einer Verlängerung des durchschnittlichen Zahlungsziels oder im schlimmsten Fall zu einem Anstieg der Forderungsausfälle führen. Dies würde die Ertrags- und Finanzlage des Konzerns belasten. artnet versucht, diesen Risiken entgegenzuwirken, indem es mit seinen Kunden, wann immer dies möglich ist, Vorauszahlungen vereinbart.

Da der artnet Konzern keine wesentlichen verzinslichen Schulden hat und ihm Barmittel in ausreichender Höhe zur Verfügung stehen, sieht der Konzern sich derzeit keinen wesentlichen Liquiditäts- oder Zinsrisiken ausgesetzt.

Aufgrund der relativ geringen finanziellen Risiken hat artnet keine derivativen Finanzinstrumente genutzt, um diese Risiken zusätzlich abzusichern oder zu kontrollieren.

Sonstige Risiken

Mitarbeiter in Schlüsselpositionen

Der Arbeitsmarkt für qualifizierte und motivierte Manager ist sehr wettbewerbsintensiv. Aufgrund artnets relativ geringer Größe könnte sich der Verlust von Mitarbeitern in Schlüsselpositionen negativ auswirken. artnet begegnet diesen personalbezogenen Risiken, indem es seinen leitenden Mitarbeitern einen Aktienoptionsplan anbietet und das Know-how nach Möglichkeit auf mehrere Personen verteilt.

Möglicherweise enthält die vorstehende Auflistung nicht alle Risiken, denen artnet ausgesetzt ist. Risiken, die nicht erkannt sind oder über die nicht berichtet wurde, könnten zu Tage treten und sich negativ auf die Geschäftsentwicklung auswirken. Der Konzern wird sein Umfeld auch weiterhin überwachen und die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems überprüfen. Trotz kontinuierlicher Anpassungen des Risikomanagementsystems ist es nicht möglich, die Wahrscheinlichkeit des Eintretens bestimmter Risiken oder deren finanzielle Auswirkungen vollständig zu quantifizieren.

8 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanztichtag

Nach dem Bilanzstichtag kam es zu keinen berichtspflichtigen Ereignissen von wesentlicher Bedeutung.

9 Ausblick

Zum Zeitpunkt der Erstellung des vorliegenden Berichts erlebt der amerikanische Markt, auf dem artnet fast 60 % seiner Umsatzerlöse erwirtschaftet, eine nach Ansicht der Ökonomen schwache Erholung – ohne Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt.

Der Aufschwung im Finanzsektor im vergangenen Halbjahr hat die Umsätze im oberen Preissegment des Kunstmarktes stimuliert. Es gibt bereits erste Anzeichen dafür, dass die Umsätze der Auktionshäuser und Kunstmessen geringfügig über den Ergebnissen der gleichen Periode im Vorjahr liegen. Im Gegensatz dazu schwächt der Immobilienmarkt nach wie vor den Markt für Design- und dekorative Kunstobjekte, die über Galerien, Architekten und Dekorateure verkauft werden.

Dennoch gehen wir davon aus, dass die mit unseren Abonnement-Produkten (artnet Gallery Network und artnet Price Databases) erzielten Umsatzerlöse im Jahr 2010 in etwa auf dem Niveau von 2009 bleiben werden.

Nach deutlichen Rückgängen bei den Werbeeinnahmen im Geschäftsjahr 2009 dürften sich die Werbeeinnahmen 2010 wieder stabilisieren, da wieder Impulse in Bezug auf nationale Werbung festzustellen sind (2009–2010 liefen Werbekampagnen von HSBC, American Express, New York Times Company, Rado Watch sowie einem elitären Kreis von Einzelhändlern für Luxusartikel wie Barney's, Cartier und Burberry's). Unsere Wettbewerber im Print-Bereich (Kunstpublikationen und -zeitungen) haben bei der Werbung nicht nur im Jahr 2009, sondern in den letzten 30 Monaten deutliche Einbrüche erlebt, die zumindest teilweise dem allgemeinen Übergang zu digitalen Medien zuzuschreiben sind. Wir glauben, dass wir hiervon profitieren können, da die Wettbewerber im Print-Bereich ihre Erscheinungstermine reduzieren werden oder teilweise sogar vor der Schließung stehen.

Hervorzuheben ist unser Produkt artnet Auctions, das die größten kurz und langfristigen Wachstumschancen bietet, da wir zunehmend höherwertige Auktionslose, sowohl von Händlern als auch von privaten Sammlern, einwerben. Gleichzeitig erreichen wir mit gezielten Marketingmaßnahmen einen immer größeren Käuferkreis. Unser Ziel ist es, 2010 die Umsätze und Provisionen mit Online-Auktionen zu verdoppeln und dabei eine Verbesserung der Margen anzustreben (entsprechend haben wir mit Wirkung vom 1. März die Käuferprämie von 10 % auf 15 % erhöht).

Die im vierten Quartal 2009 eingeleiteten Kostensenkungsmaßnahmen werden auch im Jahr 2010 fortgeführt. Darüber hinaus hat der Konzern für eine Überprüfung der Preisstruktur für alle Produkte und Dienstleistungen das Beratungsunternehmen Simon Kucher & Partners, ein führendes Unternehmen in diesem Bereich, beauftragt. Wir erwarten, dass unsere Preisstrukturen nach Abschluss dieser Maßnahmen besser auf die Nutzungsmuster der Kunden abgestimmt sind und der Konzern in der Lage ist, die Preise effizient anzuheben und die Margen insgesamt zu verbessern.

Unter Berücksichtigung der nach wie vor bestehenden Marktunsicherheiten erwarten wir insgesamt für 2010 ein in etwa ausgeglichenes Ergebnis und für 2011 ein positives Konzernergebnis.

Berlin, den 23. März 2010

Der Vorstand Hans Neuendorf

artnet AG Konzern-Bilanz

Zum 31. Dezember 2009 und 31. Dezember 2008

Anhang 31. 12. 2009 31. 12. 2008 31. 12.2009 31. 12. 2008
Nr. USD USD EUR EUR
Aktiva
Kurzfristige Vermögenswerte
Liquide Mittel 3 3.140.219 4.122.960 2.190.931 2.925.240
Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen 4 1.348.631 1.392.944 940.940 988.294
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 5 601.536 500.886 419.692 355.379
Kurzfristige Vermögenswerte Gesamt 5.090.386 6.016.790 3.551.563 4.268.913
Langfristige Vermögenswerte
Sachanlagen 6 1.208.490 1.281.577 843.163 909.279
Immaterielle Vermögenswerte 7 1.436.413 1.468.521 1.002.185 1.041.916
Kautionsforderungen 298.400 288.975 208.194 205.028
Forderungen gegen nahe stehende Personen 26 0 297.674 0 211.200
Aktive latente Steuern 8 1.388.665 1.402.605 968.872 995.148
Langfristige Vermögenswerte Gesamt 4.331.968 4.739.352 3.022.414 3.362.571
Vermögenswerte Gesamt 9.422.354 10.756.142 6.573.977 7.631.484
Passiva
Kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen 9 295.060 698.141 205.863 495.331
Abgegrenzte Schulden und sonstige
Verbindlichkeiten 10 1.474.062 1.483.164 1.028.451 1.052.305
Ertragsteuerverbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
8
11
409.380
137.411
402.573
69.424
285.626
95.872
285.626
49.256
Umsatzabgrenzung 12 1.678.269 2.050.130 1.170.929 1.454.568
Kurzfristige Verbindlichkeiten Gesamt 3.994.182 4.703.432 2.786.741 3.337.086
Langfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 11 175.432 133.575 122.399 94.771
Verbindlichkeiten Gesamt 4.169.614 4.837.007 2.909.140 3.431.857
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 13 5.941.512 5.941.512 5.631.067 5.631.067
Eigene Aktien 13 (269.241) (269.241) ( 264.425) (264.425)
Kapitalrücklage 51.695.464 51.675.796 50.455.505 50.441.360
Verlustvortrag (51.380.953) (50.663.418) (51.199.973) (50.709.610)
Konzernjahresergebnis (649.544) (717.535) (467.151) (490.363)
Unterschiede aus Fremdwährungsumrechnung (84.498) (47.979) (490.186) (408.402)
Eigenkapital Gesamt 5.252.740 5.919.135 3.664.837 4.199.627
Verbindlichkeiten und Eigenkapital Gesamt 9.422.354 10.756.142 6.573.977 7.631.484

artnet AG Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2009 und 2008

Anhang
Nr.
01. 01.–
31. 12. 2009
01. 01.–
31. 12. 2008
01. 01.–
31. 12. 2009
01. 01.–
31. 12. 2008
USD USD EUR EUR
Umsatzerlöse
artnet Gallery Network 7.165.076 7.713.081 5.153.123 5.271.120
artnet Price Database 6.110.842 6.578.072 4.394.918 4.495.454
Werbung 2.137.525 2.849.182 1.537.308 1.947.131
artnet Auctions 1.133.229 372.714 815.018 254.713
Andere Produkte 442.345 490.105 318.135 334.938
Umsatzerlöse Gesamt 22 16.989.017 18.003.154 12.218.502 12.303.356
Umsatzkosten 18 6.420.690 6.224.360 4.617.760 4.253.727
Bruttoergebnis 10.568.327 11.778.794 7.600.742 8.049.629
Betriebliche Aufwendungen
Vertrieb und Marketing 4.133.394 4.308.116 2.972.737 2.944.167
Allgemeine Verwaltungskosten 4.578.869 4.403.136 3.293.123 3.009.103
Produktentwicklung 2.295.455 2.711.053 1.650.891 1.852.734
Vergütungen aus Aktienoptionen 15 19.668 141.908 14.145 96.980
Betriebliche Aufwendungen Gesamt 11.027.386 11.564.213 7.930.896 7.902.984
Betriebsergebnis 18 (459.058) 214.581 (330,154) 146.645
Zinsaufwand 8 (34.113) (114.071) (24.534) (77.956)
Zinsertrag 16.020 57.080 11.522 39.008
Sonstige Erträge/(Aufwendungen) 18, 26 (226.995) (267.019) (163.255) (182.480)
Ergebnis vor Steuern 18 (704.147) (109.429) (506.421) (74.783)
Ertragsteuern 8 54.603 (608.106) 39.270 (415.580)
Konzernergebnis (649.544) (717.535) (467.151) (490.363)
Übriges Ergebnis
Unterschiede aus Fremdwährungs
umrechnung
(36.519) 20.552 (81.784) 194.322
Gesamtergebnis (686.063) (696.983) (548.935) (296.041)
Ergebnis je Aktie
unverwässert 17 (0,12) (0,13) (0,08) (0,09)
verwässert 17 (0,12) (0,13) (0,08) (0,09)
Gewichtete Aktienanzahl
Unverwässert 17 5.552.986 5.552.986 5.552.986 5.552.986
Verwässert 17 5.740.986 5.686.986 5.552.986 5.686.986

artnet AG Konzern-Eigenkapitalentwicklung (USD)

Für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2009 und 2008

Gezeichnetes Kapital
Ausgegebene Kapital- Fremdwährungs
Aktien Betrag Eigene Aktien rücklage Verlustvortrag umrechnung Summe
Stand 31. Dezember 2007 5.631.067 5.941.512 (269.241) 51.533.888 (50.663.418) (68.531) 6.474.210
Gesamtergebnis (717.535) 20.552 (696.983)
Vergütungen aus Aktienoptionen 141.908 141.908
Stand 31. Dezember 2008 5.631.067 5.941.512 (269.241) 51.675.796 (51.380.953) (47.979) 5.919.135
Gesamtergebnis (649.544) (36.519) (686.063)
Vergütungen aus Aktienoptionen 19.668 19.668
Stand 31. Dezember 2009 5.631.067 5.941.512 (269.241) 51.695.464 52.030.497 (84.498) 5.252.740

artnet AG Konzern-Eigenkapitalentwicklung (EUR)

Für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2009 und 2008

Gezeichnetes Kapital
Ausgegebene Kapital- Fremdwährungs
Aktien Betrag Eigene Aktien rücklage Verlustvortrag umrechnung Summe
Stand 31. Dezember 2007 5.631.067 5.631.067 (264.425) 50.344.380 (50.709.610) (602.724) 4.398.688
Gesamtergebnis (490.363) 194.322 (296.041)
Vergütungen aus Aktienoptionen 96.980 96.980
Stand 31. Dezember 2008 5.631.067 5.631.067 (264.425) 50.441.360 (51.199.973) (408.402) 4.199.627
Gesamtergebnis (467.151) (81.784) (548.935)
Vergütungen aus Aktienoptionen 14.145 14.145
Stand 31. Dezember 2009 5.631.067 5.631.067 (264.425) 50.455.505 (51.667.124) (490.186) 3.664.837

artnet AG Konzern-Kapitalflussrechnung

Für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2009 und 2008

Anhang Nr. 01. 01.–
31. 12. 2009
01. 01.–
31. 12. 2008
01. 01.–
31. 12.2009
01. 01.–
31. 12. 2008
USD USD EUR EUR
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
Konzernergebnis (649.544) (717.535) (467.151) (490.363)
Überleitung des Konzernergebnisses zum Mittelzufluss
aus laufender Geschäftstätigkeit:
Abschreibungen 18 963.299 562.345 692.805 384.307
Wertberichtigungen auf/Ausbuchung von Forderungen 4, 26 534.699 181.391 378.155 123.963
Latente Steueraufwendungen/(-erträge) 8 13.940 7.253 10.025 4.956
Nicht zahlungswirksame Vergütungen aus Aktienoptionen 15 19.668 141.908 14.145 96.980
Sonstige nicht zahlungswirksame Transaktionen (65.745) 174.065 (34.801) 88.085
Veränderungen bei betrieblichen Aktiva und Passiva:
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (192.712) (483.506) (138.598) (330.428)
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte (100.650) (15.845) (72.387) (10.828)
Kautionen (9.425) (114.188) (6.778) (78.038)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (403.081) 110.757 (289.896) 75.691
Rückstellungen 0 (146.129) 0 (99.865)
Sonstige Verbindlichkeiten und Steuerverbindlichkeiten (2.295) 817.578 (6.546) 569.240
Umsatzabgrenzung (371.861) 145.212 (259.447) 103.031
Anpassungen Gesamt 385.837 1.380.841 286.677 927.094
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 24 (263.707) 663.306 (180.474) 436.731
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Investitionen in Sachanlagen 6, 11 (197.970) (831.224) (142.380) (562.761)
Investitionen in immaterielle Vermögenswerte 7 (456.173) (898.723) (328.080) (614.187)
Forderungen gegen nahe stehende Personen 0 (42.412) 0 (30.092)
Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit 24 (654.143) (1.772.359) (470.460) (1.207.040)
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Tilgung von Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 6, 11 (94.117) 0 (67.689) 0
Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit 24 (94.117) 0 (67.689) 0
Wechselkursbedingte Änderung der liquiden Mittel 29.226 (108.526) (15.686) 67.096
Veränderung der liquiden Mittel (982.741) (1.217.579) (734.309) (703.213)
Liquide Mittel – zu Geschäftsjahresbeginn 4.122.960 5.340.539 2.925.240 3.628.453
Liqide Mittel – am Geschäftsjahresende 3 3.140.219 4.122.960 2.190.931 2.925.240
Im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit enthaltene Zahlungen
Ertragsteuereinzahlungen/(-auszahlungen) 68.541 (176.608) 49.295 (124.998)
Zinsauszahlungen (10.287) (3.257) (7.398) (2.226)
Zinseinzahlungen 16.015 57.080 11.518 39.008

Anhang zum Konzernabschluss 2009

1 Unternehmensinformationen und Grundlagen der Berichterstattung

Die artnet AG ("artnet AG" oder "die Gesellschaft") ist eine börsennotierte Kapitalgesellschaft mit Hauptsitz in Berlin, Deutschland. Der eingetragene Sitz der artnet AG, die 1998 nach deutschem Recht gegründet wurde, ist Oranienstraße 164, 10969 Berlin.

Die artnet AG hält 100 % der Geschäftsanteile an der Artnet Worldwide Corporation ("Artnet Corp."), die ihren Geschäftssitz in New York, USA, hat und ihrerseits 100 % der Geschäftsanteile an der artnet UK Limited und der artnet France SARL hält. Die artnet AG, die Artnet Corp. sowie die hundertprozentigen Tochtergesellschaften der Artnet Corp. werden gemeinsam als "Konzern" "artnet Konzern" oder "artnet" bezeichnet.

Im Rahmen seiner Geschäftstätigkeit stellt der Konzern Kunstsammlern, Galerien, Verlagen, Auktionshäusern und Kunstliebhabern eine Website zur Verfügung, auf der die Nutzer über Künstler recherchieren, Nachrichten aus der Kunstwelt lesen und die Kunstwerke finden können, die von Galerien auf der ganzen Welt aktuell angeboten werden. Darüber hinaus führte der Konzern 2008 die artnet Auctions ein, auf deren Plattform moderne und zeitgenössische Kunst, Grafiken und Fotografien renommierter Künstler versteigert werden.

Der vorliegende Konzernabschluss wurde unter Anwendung von § 315a HGB in Einklang mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) und den diesbezüglichen Interpretationen des International Accounting Standards Board (IASB) aufgestellt, wie sie in der EU verpflichtend anzuwenden sind.

Der Konzernabschluss der artnet AG wurde am 23. März 2010 vom Vorstand zur Veröffentlichung freigegeben.

2 Zusammenfassung der wesentlichen Bilanzierungsgrundsätze

Grundlagen der Rechnungslegung und Berichtswährung

Die im Konzernabschluss und im Anhang zum Konzernabschluss enthaltenen Beträge werden, falls nicht anderweitig ausgewiesen, gemäß deutschem Recht in Euro (EUR) angegeben. Die Berichtswährung ist Euro.

Die Hauptgeschäftstätigkeit von artnet erfolgt im US-Dollar-Währungsraum. Zur besseren Vergleichbarkeit insbesondere für unsere US-amerikanischen Anleger werden die Konzern-Bilanz, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung und Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung auch in US-Dollar dargestellt. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgte auf Basis historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten. Bilanzstichtag ist der 31. Dezember 2009 als Abschlussstichtag der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften. Die wesentlichen angewandten Bilanzierungsgrundsätze sind nachfolgend aufgeführt.

Konsolidierungskreis und konsolidierte Unternehmen

In den Konzernabschluss sind die rechtliche Muttergesellschaft artnet AG und ihre hundertprozentige Tochtergesellschaft Artnet Corp. sowie deren Tochtergesellschaften einbezogen. Eine zur Einbeziehung in den Konzernabschluss führende Beherrschung liegt vor, wenn eine Konzerngesellschaft die Möglichkeit zur Bestimmung der Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens hat, um aus dessen Tätigkeit Nutzen zu ziehen.

Die am 23. Februar 1999 erfolgte Einbringung der Anteile an der Artnet Corp. behandelte die artnet AG im Konzernabschluss in Übereinstimmung mit IFRS 3, B1 ff. als umgekehrten Unternehmenserwerb durch die Artnet Corp. (reverse acquisition). Die Erstkonsolidierung wurde daher so durchgeführt, dass die artnet AG als rechtlicher Erwerber auf die Tochtergesellschaft Artnet Corp. konsolidiert wurde, da diese als wirtschaftlicher Erwerber anzusehen war.

Am 1. November 2007 gründete die Artnet Corp. die hundertprozentige Tochtergesellschaft artnet UK Ltd., die als ihre Vertriebsgesellschaft in Großbritannien fungiert. Am 3. Juli 2008 gründete die Artnet Corp. die artnet France SARL, bei der es sich um eine hundertprozentige Tochtergesellschaft handelt. Die artnet France SARL ist in Frankreich als Vertriebsgesellschaft der Artnet Corp. tätig.

Im Rahmen der Konsolidierung wurden alle wesentlichen konzerninternen Geschäftsvorfälle, Bestände, Erträge und Aufwendungen eliminiert.

Berichtsperiode

Der vorliegende Konzernabschluss wurde für die Berichtsperiode vom 1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2009 erstellt. Das Geschäftsjahr aller Konzerngesellschaften entspricht dem Kalenderjahr.

Umsatzrealisierung

Umsätze aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Leistung erbracht wurde. Vorauszahlungen, für die noch keine Leistung erbracht wurde, werden passivisch als Umsatzabgrenzung abgegrenzt. Die Erträge werden realisiert, wenn der Konzern die Leistung erbringt.

Die Umsatzerlöse werden zum Zeitwert der erhaltenen oder zu erhaltenden Gegenleistung abzüglich etwaiger Preisnachlässe, Umsatzsteuer und anderer verkaufsbezogener Steuern bewertet. Bei den Umsatzerlösen handelt es sich um Entgelte für Lieferungen und Leistungen, die im Rahmen des üblichen Geschäftsbetriebs erbracht werden.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden zu dem jeweils in Rechnung gestellten Betrag erfasst und sind unverzinslich. Darüber hinaus werden Gelder aus Kreditkartenzahlungen, die üblicherweise nach zwei bis drei Tagen eingehen, bis zum Geldeingang beim Konzern als Forderungen ausgewiesen.

Wertberichtigungen auf Forderungen basieren auf bestmöglichen Schätzungen potenzieller Forderungsausfälle des Konzerns. Die Geschäftsführung ermittelt die Wertberichtigungen auf überfällige Forderungen vor allem auf Basis des Alters der Forderungen. Die tatsächlichen Forderungsausfälle können von diesen Schätzungen abweichen.

Sachanlagevermögen

Sachanlagen werden zu historischen Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen des artnet Konzerns werden nach der linearen Methode vorgenommen. Computeranlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Büromöbel werden über eine erwartete Nutzungsdauer von drei bis sieben Jahren abgeschrieben. Die Abschreibungen von Einbauten in gemietete Räume erfolgen entweder über die Laufzeit des Mietvertrages oder, falls diese kürzer ist, die erwartete Nutzungsdauer von höchstens zehn Jahren. Erhaltungsaufwendungen, die weder den Wert eines Vermögenswertes erhöhen noch die Nutzungsdauer verlängern, werden sofort aufwandswirksam erfasst.

Immaterielle Vermögenswerte einschließlich Website-Entwicklungskosten

Die immateriellen Vermögenswerte umfassen erworbene Software und Website-Entwicklungskosten. Sie werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten erfasst und über ihre erwartete Nutzungsdauer von drei Jahren linear abgeschrieben. Sämtliche immateriellen Vermögenswerte von artnet verfügen über eine begrenzte Nutzungsdauer und unterliegen einer planmäßigen Abschreibung.

Ausgaben, die in der Analyse-, Planungs- und Nachbearbeitungsphase der Website-Entwicklung anfallen, werden sofort aufwandswirksam erfasst. Ausgaben, die in der Entwicklungsphase anfallen, werden aktiviert, wenn das Produkt oder der Prozess technisch und wirtschaftlich realisierbar ist, das Ergebnis der Website-Entwicklung vermarktet werden kann, die zurechenbaren Aufwendungen zuverlässig bewertbar sind und der Konzern über ausreichende Ressourcen zur Fertigstellung des Entwicklungsprojekts verfügt. Das Kriterium der Vermarktbarkeit für die Website-Entwicklungskosten wird konkretisiert, indem nur Ausgaben für die Entwicklung neuer Produkte aktiviert werden, von denen erwartet wird, dass sie direkt zu künftigen Umsatzerlösen führen werden.

Wertminderung

An jedem Bilanzstichtag überprüft der artnet Konzern die Werthaltigkeit seiner Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerte auf Anhaltspunkte, ob die Buchwerte der Vermögenswerte nicht mehr dem tatsächlichen Wert entsprechen. Sollten derartige Anhaltspunkte bestehen, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswerts geschätzt, um den Umfang des eventuellen Wertminderungsaufwands zu bestimmen. Wenn der Vermögenswert keine von anderen Vermögenswerten unabhängigen Cashflows generiert, schätzt der Konzern den erzielbaren Betrag der Zahlungsmittel generierenden Einheit, zu der der Vermögenswert gehört.

Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Zur Berechnung des Nutzungswerts werden die geschätzten künftigen Cashflows des Vermögenswerts bzw. der Zahlungsmittel generierenden Einheit auf ihren Barwert abgezinst. Dabei kommt ein Vorsteuer-Abzinsungssatz zur Anwendung, der die aktuelle Markteinschätzung des Zeitwerts des Geldes und die spezifischen Risiken des Vermögenswerts reflektiert, die nicht in der Schätzung der künftigen Cashflows berücksichtigt wurden.

Wenn die Schätzung ergibt, dass der erzielbare Betrag eines Vermögenswerts oder einer Zahlungsmittel generierenden Einheit unter dem korrespondierenden Buchwert liegt, wird der Buchwert auf den erzielbaren Betrag abgewertet. Die Wertberichtigung wird sofort als Aufwand ausgewiesen.

Wenn sich zu einem späteren Zeitpunkt eine Wertaufholung ergibt, wird der Buchwert des Vermögenswerts bzw. der Zahlungsmittel generierenden Einheit auf den neu geschätzten erzielbaren Betrag zugeschrieben. Obergrenze für diese Wertaufholung sind die planmäßig fortgeführten Anschaffungs-/Herstellungskosten.

Ertragsteuern

Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des jeweils zu versteuernden Einkommens der einzelnen Konzerngesellschaften für das Geschäftsjahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen wird dabei um die Posten bereinigt, die nicht steuerbar oder steuerlich nicht abzugsfähig sind. Der laufende Steueraufwand wird auf Grundlage der am Bilanzstichtag geltenden Steuersätze berechnet.

Latente Steuern werden auf die temporären Differenzen zwischen den Buchwerten der Vermögenswerte und Schulden im Konzernabschluss und den entsprechenden steuerlichen Wertansätzen nach der bilanzorientierten Verbindlichkeitenmethode (Asset and Liability Method) gebildet. Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen bilanziert. Latente Steueransprüche werden insoweit erfasst, wie es wahrscheinlich ist, dass zukünftig steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen bzw. steuerlichen Verlustvorträge genutzt werden können.

Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden auf Basis der erwarteten Steuersätze bewertet, die im Zeitpunkt des Ausgleichs der temporären Differenzen voraussichtlich Geltung haben werden.

Der Buchwert der aktiven latenten Steuern wird zu jedem Bilanzstichtag auf Werthaltigkeit geprüft und insoweit wertberichtigt, wie es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne in ausreichender Höhe zur Verfügung stehen werden, um die vollständige oder teilweise Realisierung des Wertansatzes zu ermöglichen.

Die Aktivierung latenter Steueransprüche auf steuerliche Verlustvorträge basiert auf einem Planungszeitraum von drei Jahren.

Fremdwährungsumrechnung und Geschäftsvorfälle in Fremdwährung

Die Hauptgeschäftstätigkeit des artnet Konzerns erfolgt im US-Dollar-Währungsraum. Der US-Dollar ist die funktionale Währung der operativen Konzerngesellschaft Artnet Corp. Geschäftsvorfälle, die in anderen Währungen als dem US-Dollar erfolgen, werden mit dem am Tag der Transaktion gültigen Wechselkurs umgerechnet. An jedem Bilanzstichtag werden die monetären Posten in Fremdwährungen mit dem gültigen Stichtagskurs umgerechnet. Gewinne und Verluste aus dieser Umrechnung werden erfolgswirksam als sonstige Erträge bzw. sonstige Aufwendungen ausgewiesen.

Im Rahmen der Konsolidierung werden die Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns zum Stichtagskurs umgerechnet. Die Umrechnung von Erträgen und Aufwendungen erfolgt mit dem Jahresdurchschnittskurs. Die sich daraus ergebenden kumulierten Umrechnungsdifferenzen werden innerhalb des Konzern-Eigenkapitals als separater Posten erfasst.

Für die Währungsumrechnung des artnet Konzerns sind die Wechselkursrelationen des US-Dollar (USD) zum Euro (EUR) und zum Pfund Sterling (GBP) wesentlich. Der Umrechnung lagen in den angegebenen Jahren jeweils die folgenden Wechselkurse zugrunde:

USD in EUR USD in GBP
31.12.2009 31.12.2008 31.12.2009 31.12.2008
Stichtagskurs 0,698 0,710 0,628 0,691
Jahresdurchschnittskurs 0,719 0,683 0,641 0,545

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind unverzinslich. Sie werden, ebenso wie sonstige Verbindlichkeiten, zu fortgeführten Anschaffungskosten aus gewiesen.

Rückstellungen

Rückstellungen werden gebildet, wenn der Konzern eine gegenwärtige Verpflichtung aus einem vergangenen Ereignis hat und es wahrscheinlich ist, dass die Erfüllung dieser Verpflichtung mit dem Abfluss von Ressourcen einhergeht und eine verlässliche Schätzung des Betrages möglich ist.

Leasing

Der Konzern als Leasingnehmer

Ein Finanzierungsleasing ist ein Leasingverhältnis, bei dem der Konzern im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen eines Vermögenswerts übernimmt. Zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses werden Vermögenswerte und Schulden in gleicher Höhe angesetzt, und zwar in Höhe des beizulegenden Zeitwerts des Leasinggegenstands oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen, sofern dieser Wert niedriger ist. In den folgenden Perioden wird der Vermögenswert über seine geschätzte Nutzungsdauer oder, falls diese kürzer ist, über die Laufzeit des Leasingverhältnisses linear abgeschrieben. Schulden aus Finanzierungsleasing werden separat als Verbindlichkeiten ausgewiesen und zum Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen bilanziert. Der Abzinsungssatz, der zur Berechnung des Barwerts der Mindestleasingzahlungen anzuwenden ist, ist der dem Leasingverhältnis zugrunde liegende Zinssatz oder, wenn dieser nicht ermittelt werden kann, der Grenzfremdkapitalzinssatz des Leasingnehmers. Die Mindestleasingzahlungen werden in die Finanzierungskosten und den Tilgungsanteil der Restschuld aufgeteilt, so dass über die Perioden ein konstanter Zinssatz auf die verbliebene Schuld entsteht. Schulden werden entsprechend der Laufzeit des Leasingverhältnisses als kurzfristig oder langfristig klassifiziert. Finanzierungskosten werden sofort als Aufwand erfasst. Bedingte Leasingzahlungen werden in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie entstehen.

Ein Leasingverhältnis ist ein Operating-Leasingverhältnis, wenn der wirtschaftliche Gehalt der Transaktion keine der Voraussetzungen des Finanzierungsleasings erfüllt. Mietzahlungen aus Operating-Leasingverhältnissen werden als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst. Gleiches gilt für den Betrag aus erhaltenen Anreizleistungen, um ein Operating-Leasingverhältnis abzuschließen. Der Konzern als Leasinggeber

Mieteinnahmen aus Operating-Leasingverhältnissen werden in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung linear über die Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses erfasst.

Aufwendungen für die Altersvorsorge

Die Artnet Corp. bietet einen beitragsorientierten Altersvorsorgeplan an, der die Voraussetzungen von Section 401(k) des Internal Revenue Code erfüllt. Zahlungen der Artnet Corp. für diesen Plan werden als Aufwand erfasst.

Anteilsbasierte Vergütungen

Die Artnet AG hat an Führungskräfte und bestimmte Mitarbeiter der Artnet Corp. Aktienoptionen auf die Aktien der artnet AG ausgegeben. Die Aktienoptionen werden zu ihrem beizulegenden Zeitwert am Tag der Gewährung bewertet. Der zum Gewährungszeitpunkt ermittelte beizulegende Zeitwert abzüglich des Zeitwerts der zum Gewährungszeitpunkt erhaltenen Gegenleistungen wird über die Sperrfrist der Optionen (vesting period) als Aufwand verteilt. Zugrunde gelegt wird die geschätzte Anzahl der Optionen, die unverfallbar werden. Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wird anhand des Binomial-Modells ermittelt.

Eigene Aktien

Das Konzerneigenkapital wird offen um die Anschaffungskosten der von artnet gehaltenen eigenen Aktien gekürzt.

Ausweisänderungen in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Aufwendungen in Zusammenhang mit den Online-Magazinen wurden bisher in den "Umsatzkosten" und nun erstmals in der Kategorie "Vertrieb und Marketing" ausgewiesen. Der geänderte Ausweis trägt dem Charakter der Aufwendungen für die Online-Magazine besser Rechnung und ist daher aussagekräftiger. Um die Vergleichbarkeit zu gewährleisten, wurde auch die Vorjahresdarstellung entsprechend angepasst. Für die Vorjahresperiode wurden daher Aufwendungen in Höhe von EUR 754.000 in die Kategorie Vertrieb und Marketing umgegliedert.

Übernahme neuer und geänderter Rechnungslegungsvorschriften

Für das Geschäftsjahr relevante neue und geänderte Standards und Interpretationen

Der Konzern hat erstmals im Geschäftsjahr 2009 IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" und IFRS 8 "Geschäftssegmente" angewendet, was zu folgenden Veränderungen führte:

  • IAS 1 ,Darstellung des Abschlusses': Die Gewinn- und Verlustrechnung wird durch die Ergänzung um erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen zu einer Gesamtergebnisrechnung erweitert. Diese Posten werden in der Eigenkapitalveränderungsrechnung nicht mehr ausgewiesen. Insbesondere Unterschiede aus der Fremdwährungsumrechnung werden im Konzernabschluss der artnet AG in der Gesamtergebnisrechnung als ,Übriges Ergebnis' ausgewiesen.
  • IFRS8 ,Geschäftssegmente' ersetzt IAS 14 ,Segmentberichterstattung': Gemäß dem neuen Standard hat die Berichterstattung über die finanzielle Entwicklung der Segmente entsprechend dem sogenannten Management Approach zu erfolgen. Danach liegen

der Abgrenzung der Segmente und den Angaben für diese Segmente die Informationen zugrunde, die das Management intern für die Bewertung der Segmententwicklung und die Entscheidungen über die Zuteilung von Ressourcen verwendet. Die folgenden neuen oder geänderten Standards und Interpretationen, die im Ge-

schäftsjahr 2009 verpflichtend anzuwenden waren, hatten keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Gesellschaft:

Standard (IFRS) bzw. Interpretation (IFRIC)

IAS 23* Fremdkapitalkosten (ab 1. 1. 2009)
IAS 32 Kündbare Finanzinstrumente und bei Liquidation entstehende
Verpflichtungen (ab 1. 1. 2009)
IFRS 1*, Anschaffungskosten einer Beteiligung an einem Tochterunternehmen,
IAS 27* assoziierten Unternehmen oder Gemeinschaftsunternehmen
(ab 1. 1. 2009)
IFRS 2* Anteilsbasierte Vergütung – Ausübungsbedingungen und Annullierungen
(ab 1. 1. 2009)
IFRS 7* Verbesserte Angaben über Finanzinstrumente (ab 1. 1. 2009)
IFRIC 9, Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung – Eingebettete Derivate
IAS 39 (ab 1. 1. 2009)
IFRIC 13 Kundenbindungsprogramme (ab 1. 7. 2008)
IFRIC 14 Die Begrenzung eines leistungsorientierten Vermögenswertes, Mindest
IAS 19 dotierungsverpflichtungen und ihre Wechselwirkungen (ab 1. 1. 2009)
*Amendments (Änderung eines bestehenden Standards)

Veröffentlichte Standards und Interpretationen, die noch nicht angewendet werden

Die folgenden Standards, Interpretationen und Änderungen, die am 31. Dezember 2009 noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. noch nicht von der EU verabschiedet waren, fanden keine Anwendung. Sofern nicht anders angegeben, geht der Konzern derzeit nicht davon aus, dass die Anwendung dieser Standards wesentliche Auswirkungen auf die Darstellung des Konzernabschlusses haben wird.

Standard (IFRS) bzw. Interpretation (IFRIC)

  • IFRS 3, Unternehmenszusammenschlüsse (ab 1. 7. 2009) und Konzern- und
  • IAS 27 separate Einzelabschlüsse (ab 1.7.2009)
  • IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung Geeignete Grundgeschäfte (ab 1. 7. 2009)
  • IFRS 1 Erstmalige Anwendung der IFRS (ab 1. 1. 2010)
  • IFRIC 12 Vereinbarung von Dienstleistungskonzessionen (ab 30. 3. 2009)
  • IFRIC 15 Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien (ab 1. 1. 2010)
  • IFRIC 16 Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb (ab 1. 7. 2009)
  • IFRIC 17 Sachausschüttungen an Eigentümer (ab 1. 7. 2009)
  • IFRIC 18 Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden (ab 1. 7. 2009)
  • Schätzungen

Zur Erstellung des Konzernabschlusses gemäß IFRS müssen Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die die Höhe der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten sowie der Erträge und Aufwendungen und darüber hinaus die Angaben im Anhang zum Jahresabschluss beeinflussen. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen.

Die von der Geschäftsführung vorgenommenen Schätzungen, die einen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss haben, betreffen den Ansatz und die Bewertung der aktiven latenten Steuern und der Website-Entwicklungskosten, die Bewertung der Rückstellungen, die Nutzungsdauern der Gegenstände des Anlagevermögens sowie die Beurteilung der Wertberichtigungen für überfällige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Erläuterungen zur Konzernbilanz

3 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

Die Zahlungsmittel und –äquivalente setzen sich aus den Barmitteln und Bankguthaben zusammen. Der Buchwert der Barmittel und Bankguthaben entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert. Zahlungsmittel mit Verfügungsbeschränkung bestehen zum 31. Dezember 2009 und 2008 in einer Höhe von EUR 13.883.

4 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2009 31.12.2008
EUR EUR
Bruttoforderungen 1.147.145 1.172.271
abzüglich Wertberichtungen auf Forderungen (206.205) (183.977)
Forderungen nach Wertberichtigungen 940.940 988.294

Das durchschnittliche Zahlungsziel für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt 29 Tage gegenüber 26 Tagen im Vorjahr. Sämtliche Forderungen sind innerhalb eines Jahres fällig. Es liegt hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen keine Konzentration des Ausfallrisikos vor, da der Konzern über einen breit diversifizierten Kundenstamm verfügt. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert. Forderungen untergliedert nach Fälligkeit:

31. 12. 2009 31. 12. 2008
EUR EUR
Fällige, aber nicht wertberichtigte Forderungen
Fällig zwischen 0 und 60 Tagen 728.635 751.450
Restbuchwert wertberichtigter Forderungen
Fällig zwischen 61 und 90 Tagen 89.915 150.971
Fällig über 90 Tage 122.390 85.873
212.305 236.844
Forderungen nach Wertberichtigungen 940.940 988.294

Die Wertberichtigungen auf Forderungen basieren auf bestmöglichen Schätzungen potenzieller Forderungsausfälle des Konzerns. Auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die weniger als 60 Tage überfällig sind, werden keine Wertberichtigungen vorgenommen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die mehr als 60 Tage überfällig sind, werden auf Basis ihres Alters in Gruppen zusammengefasst und mit 10 % bis 90 % vom Nennbetrag wertberichtigt. Der Konzern hält keine Sicherheiten für ausstehende Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Wertberichtigungen auf Forderungen entwickelten sich wie folgt:

2009 2008
EUR EUR
Stand zu Beginn des Geschäftsjahres 183.977 110.147
Wertberichtigungen auf Forderungen im Geschäftsjahr 170.468 123.963
Ausbuchung uneinbringlicher Forderungen (149.274) (58.872)
Währungsunterschiede 1.034 8.739
Stand am Ende des Geschäftsjahres 206.205 183.977

Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen des Konzerns lautet auf die folgenden Währungen:

31. 12. 2009 31. 12. 2008
EUR EUR
USD 793.183 671.640
EUR 248.284 363.541
GBP 105.678 137.090
Bruttoforderungen 1.147.145 1.172.271

5 Geleistete Anzahlungen und sonstige kurzfristige Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte betreffen in erster Linie Ansprüche auf Vorsteuervergütung in Höhe von EUR 347.659 (2008: EUR 267.370) und Vorauszahlungen für IT-Dienstleistungen.

6 Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen entwickelte sich in den Geschäftsjahren 2009 und 2008 wie folgt:

Computer und
Hardware
Betriebs- und
Geschäfts-
Mieter
einbauten
ausstattung Summe
EUR EUR EUR EUR
Anschaffungskosten
Stand 31. Dezember 2007 297.047 194.525 64.089 555.661
Währungsunterschiede 75.346 13.678 5.738 94.762
Zugänge 549.314 110.929 46.545 706.788
Abgänge (7.814) 0 0 (7.814)
Stand 31. Dezember 2008 913.893 319.132 116.372 1.349.397
Währungsunterschiede (38.386) (34.232) (3.279) (75.897)
Zugänge 253.589 35.480 0 289.069
Stand 31. Dezember 2009 1.129.096 320.380 113.093 1.562.569
Abschreibungen
Stand 31. Dezember 2007 168.894 32.359 17.260 218.513
Währungsunterschiede 44.993 8.378 7.018 60.389
Abschreibungen des Geschäftsjahres 119.533 26.934 22.561 169.028
Abgänge (7.812) 0 0 (7.812)
Stand 31. Dezember 2008 325.608 67.671 46.839 440.118
Währungsunterschiede (36.509) (19.335) (6.501) (62.345)
Abschreibungen des Geschäftsjahres 270.520 41.916 29.197 341.633
Stand 31. Dezember 2009 559.619 90.252 69.535 719.406
Buchwerte
Stand 31. Dezember 2008 588.285 251.461 69.533 909.279
Stand 31. Dezember 2009 569.477 230.128 43.558 843.163

In der Kategorie Computer und Hardware enthalten sind Server, die der Konzern im Rahmen eines Finanzierungsleasings einsetzt. Die Restbuchwerte belaufen sich auf EUR 219.310 (Vorjahr: EUR 144.027).

7 Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte entwickelten sich in den Geschäftsjahren 2009 und 2008 wie folgt:

Website
Entwicklungskosten Software Summe
EUR EUR EUR
Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 31. Dezember 2007 1.324.393 323.065 1.647.458
Währungsunterschiede 100.330 4.812 105.142
Zugänge 586.076 28.111 614.187
Stand 31. Dezember 2008 2.010.799 355.988 2.366.787
Währungsunterschiede (56.549) 7.815 (48.734)
Zugänge 265.236 62.844 328.080
Stand 31. Dezember 2009 2.219.486 426.647 2.646.133
Abschreibungen
Stand 31. Dezember 2007 766.811 280.541 1.047.352
Währungsunterschiede 55.014 7.226 62.240
Abschreibungen des Geschäftsjahres 190.286 24.993 215.279
Stand 31. Dezember 2008 1.012.111 312.760 1.324.871
Währungsunterschiede (29.699) (2.396) (32.095)
Abschreibungen des Geschäftsjahres 311.909 39.263 351.172
Stand 31. Dezember 2009 1.294.321 349.627 1.643.948
Buchwerte
Stand 31. Dezember 2008 998.688 43.228 1.041.916

Die Website-Entwicklungskosten, die 2009 als immaterielle Vermögenswerte aktiviert worden sind, betreffen hauptsächlich die neuen Produkte artnet Decorative Art Price Database und artnet Market Data. Der Abschreibungszeitraum für die Website-Entwicklungskosten beträgt drei Jahre. Der Buchwert der für das Produkt artnet Decorative Art Price Database insgesamt aktivierten Kosten (EUR 358.933) beläuft sich auf EUR 259.230 (2008: EUR 278.867 für das unfertige Produkt). Die Markteinführung der artnet Decorative Art Price Database erfolgte im ersten Quartal 2009.

Stand 31. Dezember 2009 925.165 77.020 1.002.185

Im Geschäftsjahr 2009 ist in den Website-Entwicklungskosten mit Market Data auch ein Projekt enthalten, das die Marktreife noch nicht erlangt hat. Die aktivierten Kosten dieses Projekts betragen EUR 469.580 gegenüber EUR 302.000 im Jahr 2008. Die Einführung des Produkts ist für das Jahr 2010 geplant.

In den im Berichtsjahr aktivierten Website-Entwicklungskosten sind eigene Aufwendungen für Personal in Höhe von EUR 93.696 (2008: EUR 142.537) enthalten.

Zum Bilanzstichtag 2009 hat der artnet Konzern die Werthaltigkeit der wichtigsten immateriellen Vermögenswerte auf Basis der zugrunde liegenden Zahlungsmittel generierenden Einheit (artnet Price Database) überprüft. Für die Bewertung wurde ein risikofreier Zinssatz von 4,25 %, eine Marktrisikoprämie von 5 % und ein Beta-Faktor von 1,2 verwendet. So konnte bestimmt werden, ob die Nutzungswerte die Buchwerte übersteigen. Der Werthaltigkeitstest basierte auf einer 3-Jahres-Planung und führte zu keinem Wertminderungsaufwand.

8 Ertragssteuern und latente Steuern

Ertragsteueraufwand/(-ertrag)

Der Ertragsteueraufwand/(-ertrag) setzt sich wie folgt zusammen:

2009 2008
EUR EUR
Laufende Ertragsteuern
US-Körperschaftssteuer (Bund, Bundesstaat) und Ertragsteuern
übriger einbezogener Unternehmen 74.140 51.208
Steuererstattung für Vorjahre (123.435) 285.626
US-Quellensteuer auf Ausschüttungen 73.790
Summe laufende Ertragsteuern (49.295) 410.624
Latente Steuern
aus steuerlichen Verlustvorträgen 139.034 (7.522)
aus temporären Differenzen (129.009) 12.478

Aufgrund ihrer steuerlichen Verlustvorträge muss die Artnet Corp. nur die Mindest körper schaftssteuer zahlen.

Gesamtsumme Ertragsteuern (39.270) 415.580

10.025 4.956

Die Steuererstattung im Berichtsjahr betrifft US-Quellensteuer auf Ausschüttungen der Artnet Corp. an die artnet AG in den Jahren 2007 und 2008. Der Ertragsteueraufwand des Vorjahres in Höhe von EUR 285.626 sowie damit in Zusammenhang stehende im Zinsaufwand erfasste Verzugszinsen (EUR 43.074) waren das Ergebnis einer Betriebsprüfung bei der artnet AG für die Jahre 2001 bis 2004. Die artnet AG hat gegen die betreffenden Steuerbescheide nach erfolglosem Einspruch Klage erhoben. Die Aussetzung der Vollziehung ist gewährt worden. Für das Geschäftsjahr 2009 wurden im Zinsaufwand Verzugszinsen in Höhe von EUR 17.136 erfasst.

Latente Steueransprüche

Zum Bilanzstichtag 2009 bestehen bei der Artnet Corp. steuerliche Verlustvorträge in Höhe von insgesamt EUR 21,5 Mio. (USD 30,9 Mio.), die zur Verrechnung mit künftigen Gewinnen zur Verfügung stehen. Zum 31.12.2008 betrugen diese steuerlichen Verlustvorträge noch EUR 22,7 Mio. (USD 32,0 Mio.). Für die bestehenden steuerlichen Verlustvorträge der Artnet Corp. wurden im vorliegenden Konzernabschluss aktive latente Steuern in Höhe von EUR 681.462 (31.12.2008: EUR 830.146) erfasst. Die Bewertung erfolgte mit einem Steuersatz von 43 % (2008: 43 %), dem durchschnittlichen Körperschaftsteuersatz der Artnet Corp. Die Tochtergesellschaft hat in den vorangegangenen Geschäftsjahren positive steuerpflichtige Gewinne erzielt und bereits einen Teil ihrer steuerlichen Verlustvorträge genutzt. Die Berechnung der latenten Steueransprüche auf Verlustvorträge beruht auf einem dreijährigen Planungszeitraum. Die steuerlichen Verlustvorträge der Artnet Corp. können über einen Zeitraum von 20 Jahren genutzt werden. Die steuerlichen Verlustvorträge der Artnet Corp. verfallen ab dem Jahr 2017 mit einem Betrag in Höhe von EUR 1,1 Mio. (USD 1,6 Mio.). Die verbleibenden ungenutzten steuerlichen Verlustvorträge der Artnet Corp. verfallen sukzessive in den nachfolgenden Jahren.

Die artnet AG verfügt zur Verrechnung mit der Körperschaftssteuer und der Gewerbesteuer über zusätzliche steuerliche Verlustvorträge in einer Gesamthöhe von EUR 28,7 Mio. (31.12. 2008: EUR 28,2 Mio.). Aufgrund der derzeitigen Organisationsstruktur des artnet Konzerns können diese steuerlichen Verlustvorträge nach deutschem Steuerrecht nicht genutzt werden.

Insgesamt betreffen die aktiven latenten Steuern die folgenden Bilanzpositionen:

31. 12. 2009 31. 12. 2008
EUR EUR
Steuerliche Verlustvorträge 681.462 830.146
Anlagevermögen 148.805 27.779
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 89.428 90.290
Abgegrenzte Schulden und sonstige Verbindlichkeiten 49.177 46.933
Summe 968.872 995.148

Steuersatzüberleitungsrechnung

In der nachfolgenden Darstellung wird der erwartete Ertragsteueraufwand/(-ertrag) auf den im Konzernabschluss ausgewiesenen Ertragsteueraufwand/(-ertrag) übergeleitet. Bei dem verwendeten Steuersatz von 43 % (2008: 43 %) handelt es sich um den durchschnittlichen Ertragsteuersatz der operativen Konzerngesellschaft Artnet Corp., da diese das steuerpflichtige Einkommen der Konzerngesellschaften erwirtschaftet.

2009 2008
TEUR TEUR
Ergebnis vor Steuern (506) (75)
Erwarteter Ertragsteueraufwand/(-ertrag) – Steuersatz 43 % (218) (32)
Nicht abzugsfähige Betriebsausgaben und sonstige Effekte 11 4
Periodenfremder Ertragssteueraufwand/ertrag (123) 286
Verringerung des laufenden Steueraufwands aufgrund der
Nutzung steuerlicher Verlustvorträge in den USA
(318) (443)
Nichtansatz aktiver latenter Steuern auf steuerliche Verlustvorträge
in Deutschland und Steuersatzdifferenzen
609 601
Ertragsteuerauwand/(-ertrag) laut Gesamtergebnisrechnung (39) 416

9 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen umfassen in der Regel offene Verpflichtungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr sowie laufende Kosten. Das durchschnittliche Zahlungsziel für Verbindlichkeiten beträgt 30 Tage. Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert. Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen des Konzerns lautet auf die folgenden Währungen:

31. 12. 2009 31. 12. 2008
EUR EUR
USD 121.621 362.877
GBP 4.859 0
EUR 79.383 132.454
Summe 205.863 495.331

Der Konzern erfüllte im 1. Quartal 2009 seine Zahlungsverpflichtungen im Wesent lichen aus dem Kauf neuer Netzwerkinfrastruktur, was zu einer entsprechenden Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr führte.

10 Abgegrenzte Schulden und sonstige Verbindlichkeiten

Die abgegrenzten Schulden und sonstigen Verbindlichkeiten entwickelten sich in den angegebenen Geschäftsjahren wie folgt:

31. 12. 2009 31. 12. 2008
EUR EUR
Bonuszahlungen und Abfindungen 422.185 473.150
Ausstehende Rechnungen 273.319 252.006
Resturlaub 96.833 83.594
401(k)-Zahlungen 58.689 69.544
Vertriebsprovisionen 56.859 52.216
Sonstiges 120.566 121.795
Summe 1.028.451 1.052.305

11 Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing

Im Dezember 2008 sowie im August und September 2009 schloss die Artnet Corp. Vereinbarungen über Finanzierungsleasing mit dreijähriger Laufzeit ab. Am Ende der jeweiligen Vertragslaufzeit besteht eine Kaufoption für die Artnet Corp. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden zum Barwert der künftigen Leasingzahlungen unter Verwendung des dem Leasingvertrag zugrunde liegenden Abzinsungssatzes erfasst. Bei den geleasten Vermögenswerten handelt es sich um Server und sonstige Computerausrüstung. Die Überleitung von den Mindestleasingzahlungen zum Barwert ergibt sich wie folgt:

31.12. 2009 Summe < 1 Jahr > 1–3 Jahre
EUR EUR EUR
Verbindlichkeit (in EUR) 218.271 95.872 122.399
Zinsanteil (in EUR) 20.876 9.624 11.252
Summe (in EUR) 239.147 105.496 133.651
31.12. 2008 Summe < 1 Jahr > 1–3 Jahre
EUR EUR EUR
Verbindlichkeit (in EUR) 144.027 49.256 94.771
Zinsanteil (in EUR) 20.668 7.086 13.582
Summe (in EUR) 164.695 56.342 108.353

Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.

12 Umsatzabgrenzung

Kunden leisten bei bestimmten Verträgen für die von artnet zu erbringenden Leistungen Vorauszahlungen. Die vorausgezahlten Beträge werden periodengerecht erst dann als Umsatzerlöse realisiert, wenn artnet die vereinbarte Leistung erbringt, und zuvor in dem Passivposten Umsatzabgrenzung erfasst.

13 Eigenkapital

Sämtliche Aktien der artnet AG sind auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Nennwert von je EUR 1,00. Als Stammaktien begründen sie keinen Anspruch auf fixe Vergütung der Inhaber.

31. 12. 2009 31. 12. 2008
Genehmigte nennwertlose Stammaktien
(rechnerischer Wert 1,00 EUR pro Aktie) 5.631.067 5.631.067
Ausgegebene und voll eingezahlte nennwertlose
Stammaktien (rechnerischer Wert 1,00 EUR pro Aktie) 5.552.986 5.552.986
Eigene nennwertlose Stammaktien 78.081 78.081

Genehmigtes Kapital

Das am 6. Juli 2004 geschaffene genehmigte Kapital in Höhe von EUR 2.800.000 (genehmigtes Kapital 2004/I) ist im Geschäftsjahr 2009 durch Zeitablauf erloschen. Durch Beschluss der Hauptversammlung der artnet AG vom 15. Juli 2009 wurde der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, bis zum 14. Juli 2014 das gezeichnete Kapital durch Ausgabe von 2.800.000 neuen Inhaber-Stückaktien gegen Bar- oder Sachanlagen um bis zu EUR 2.800.000 zu erhöhen (genehmigtes Kapital 2009/I). Aus dem genehmigten Kapital 2004/I und dem genehmigten Kapital 2009/I wurden in den Geschäftsjahren 2009 und 2008 keine Stammaktien ausgegeben.

Die Eintragung der Satzungsänderungen in das Handelsregister, die für die Wirksamkeit dieser Beschlüsse der Hauptversammlung erforderlich ist, erfolgte am 2. Februar 2010.

Bedingtes Kapital

Durch Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung vom 23. Februar 1999 (am 6. April 1999 bestätigt) wurde das Grundkapital um EUR 435.000 bedingt erhöht (bedingtes Kapital 1999/I). Es wurden keine Aktien aus diesem bedingten Kapital ausgegeben. Die Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 hat dieses bedingte Kapital aufgehoben.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 wurde das Grundkapital durch Ausgabe von bis zu 560.000 neuen Inhaber-Stückaktien an die Vorstandsmitglieder der Gesellschaft und Mitglieder der Geschäftsführung von verbundenen Unternehmen sowie Mitarbeiter der artnet AG oder ihrer verbundenen Unternehmen um bis zu EUR 560.000 bedingt erhöht (bedingtes Kapital 2009/I).

Die Eintragung der Satzungsänderungen in das Handelsregister, die für die Wirksamkeit dieser Beschlüsse der Hauptversammlung erforderlich ist, erfolgte am 2. Februar 2010.

Eigene Aktien

Am 31. Dezember 2009 hielt die artnet AG unverändert zum Vorjahr 78.081 ihrer eigenen Aktien, was 1,4 % des Grundkapitals entsprach.

Erläuterungen zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

14 Personalaufwendungen

In der Konzern-Gesamtergebnisrechnung sind die Personalaufwendungen für die angegebenen Geschäftsjahre in den folgenden Aufwandskategorien erfasst:

2009 2008
Personalaufwendungen nach Aufwandskategorie EUR EUR
Umsatzkosten 2.680.713 2.305.968
Vertrieb und Marketing 1.512.204 1.846.811
Allgemeine Verwaltungskosten 1.268.130 1.195.292
Produktentwicklung 969.446 959.331
Summe Personalaufwendungen 6.430.493 6.307.402

Die Personalkosten umfassen in den Geschäftsjahren 2009 bzw. 2008 Sozialversicherungsbeiträge in Höhe von EUR 711.220 bzw. EUR 561.484 sowie 401(k)-Aufwendungen in Höhe von EUR 62.010 bzw. EUR 68.848.

15 Anteilsbasierte Vergütungen

Aktienoptionsprogramm

Das bedingte Kapital 2009/I dient als Grundlage für das ebenfalls von der Hauptversammlung vom 15. Juli 2009 beschlossene Aktienoptionsprogramm (Aktienoptionsprogramm 2009) und umfasst 560.000 Stammaktien mit einem Nennwert von jeweils EUR 1,00. Von diesem Betrag stehen bis zu 290.000 Aktien zur Ausgabe von Optionen an Mitarbeiter der artnet AG und verbundener Unternehmen zur Verfügung; bis zu 240.000 Aktien stehen zur Ausgabe von Bezugsrechten an die Mitglieder der Geschäftsführung der mit der artnet AG verbundenen Unternehmen zur Verfügung und bis zu 30.000 Aktien für die Ausgabe an den Vorstand.

Im Berichtsjahr wurden an die Geschäftsführung und Mitarbeiter der Tochtergesellschaft Artnet Corp. Optionen aus dem Aktienoptionsprogramm 2009 gewährt. Im Gegenzug erfolgte ein Verzicht auf sämtliche bisher eingeräumten Optionsrechte, die im Zusagezeitpunkt noch nicht verfallen waren. Sämtliche Optionen, über die von den Mitarbeitern ein Verzicht ausgesprochen wurde, waren im Zusagezeitpunkt der neuen Optionen bereits erdient.

Die Anzahl der ausstehenden Optionen entwickelte sich im Berichtsjahr wie folgt:

2009 2008
Anzahl der
Optionen
Gewichteter
durchschnitt-
licher Aus-
übungspreis
Anzahl der
Optionen
Gewichteter
durchschnitt
licher Aus
übungspreis
Am 1. Januar ausstehend 280.750 3,79 315.250 4,32
Verfall (80.750) 7,16 (34.500) 8,63
Verzicht (200.000) 2,41 0
Gewährung 193.907 4,66 0
Am 31. Dezember ausstehend 193.907 4,66 280,750 3,79
Davon ausübbar 0 250,750 3,52

Die am 31. Dezember 2009 ausstehenden Optionen hatten eine gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit von 9,90 Jahren (31. Dezember 2008: 3,60 Jahre). Der Ausübungspreis für alle Optionen liegt bei EUR 4,66. Im Vorjahr lagen die Ausübungspreise zwischen EUR 1,00 und EUR 11,20.

Der beizulegende Zeitwert der Aktienoptionen wurde für den Tag der Optionsgewährung auf Basis des Binomial-Modells unter Zugrundelegung der folgenden Annahmen berechnet:

Optionen
Gewährung Verzicht
Anzahl 193.907 200.000
Aktienkurs zum Gewährungszeitpunkt (EUR) 5,02 5,02
Gewichteter durchschnittlicher Ausübungspreis (EUR) 4,66 2,41
Gewichtetes durchschnittliches Erfolgsziel (Aktienpreis in EUR) 5,13 2,65
Erwartete gewichtete durchschnittliche Laufzeit der Optionen (Jahre) 10,00 3,64
Risikofreier Zinssatz (%) 3,40 2,50
Erwartete durchschnittliche Volatilität (%) 70,00 70,00
Erwartete Dividendenrendite (%) 0,00 0,00
Zeitwert einer Option zum Gewährungs-oder Verzichtszeitpunkt (EUR) 3,89 3,73
Zeitwert der Optionen insgesamt (EUR) 754.298 745.500

Die erwartete Volatilität wurde ausgehend von den in der Vergangenheit beobachtbaren Volatilitäten für die Zukunft geschätzt. Zugrunde gelegt wurde die Volatilität der Aktienkursrendite auf Basis der Wochenschlusskurse (XETRA) der artnet-Aktie. Für die in 2009 begebenen Optionen entspricht die erwartete Laufzeit der vertraglichen Laufzeit der Optionen. Für die Optionen, für die der Verzicht erklärt wurde, wurde die vertragliche Restlaufzeit angesetzt.

Der Ausübungspreis entspricht dem durchschnittlichen Börsenkurs der artnet-Aktien während der letzten zehn Bankarbeitstage vor dem Gewährungszeitpunkt.

Die Optionen können erstmals nach Ablauf von zwei Jahren beginnend mit dem Ablauf des Zuteilungstages und dann bis zum Ende der Laufzeit ausgeübt werden; sie verfallen zehn Jahre nach ihrer Gewährung. Bezugsrechte dürfen nicht ausgeübt werden in dem Zeitraum von zwei Wochen vor Quartalsende bis zum Ablauf des ersten Börsenhandelstages nach der Veröffentlichung der Quartalsergebnisse und nicht in dem Zeitraum von zwei Wochen vor Geschäftsjahresende bis zum Ablauf des ersten Börsenhandelstages nach der Veröffentlichung der Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres.

Der Plan sieht des Weiteren vor, dass ein Bezugsrecht nur ausgeübt werden kann, wenn der Börsenschlusskurs, der vor dem Tag der beabsichtigten Ausübung der Option festgestellt wurde, den Ausübungspreis um mindestens zehn Prozent übersteigt. Ist das Erfolgsziel einmal erreicht, können die Optionen unabhängig von der weiteren Kursentwicklung der artnet-Aktie während ihrer Laufzeit in den Ausübungszeiträumen ausgeübt werden.

Der für aktienbasierte Vergütung erfasste Aufwand im Geschäftsjahr 2009 beträgt EUR 14.145 und EUR 96.980 im Jahr 2008. Die Gesellschaft behandelt die Gewährung der Optionen im Berichtsjahr bei gleichzeitigem Verzicht der Mitarbeiter auf ihre bisherigen Optionen als sog. "Replacement". Über die Wartezeit von zwei Jahren wird als Aufwand der Betrag verteilt, um den der Zeitwert der gewährten Optionen den Zeitwert der Optionen, auf die die Mitarbeiter verzichtet haben, übersteigt.

16 Beitragsorientierte Altersvorsorgepläne

Die Tochtergesellschaft Artnet Corp. bietet allen berechtigten Mitarbeitern einen Altersvorsorgeplan an, der die Voraussetzungen der Sektion 401(k) des Internal Revenue Code der USA erfüllt. Das Vermögen des Plans wird getrennt vom Vermögen der Artnet Corp. in einem Fonds unter Treuhänderkontrolle gehalten. Teilnehmende Mitarbeiter können innerhalb des gesetzlichen Rahmens bis zu 100 % ihres Jahreseinkommens einbringen. Die Artnet Corp. leistet jedes Jahr einen entsprechenden Zuschuss. Im Geschäftsjahr 2009 betrug der Zuschuss der Gesellschaft EUR 62.010 und im Vorjahr EUR 68.848.

17 Ergebnis je Aktie

Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich mittels Division des Konzernergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der im Berichtsjahr in Umlauf befindlichen Stammaktien.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich in derselben Weise wie das unverwässerte Ergebnis je Aktie, mit dem Unterschied, dass sich die durchschnittliche Anzahl der in Umlauf befindlichen Stammaktien um die Anzahl der Aktien aus potenziellen Optionsausübungen erhöht.

Die Berechnung des Ergebnisses je Aktie beruht auf den folgenden Daten:

2009 2008
EUR EUR
Zähler (Ergebnis):
Konzernergebnis des Geschäftsjahres (467.151) (490.363)
Nenner (Anzahl der Aktien):
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien
zur Berechnung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie
(ausgegeben und voll eingezahlt)
5.552.986 5.552.986
Auswirkungen der potenziell verwässernden Aktien
aus Aktienoptionen
0 134.000
Gewichtete durchschnittliche Anzahl der Stammaktien zur
Berechnung des verwässerten Ergebnisses je Aktie
5.552.986 5.686.986

Der gewichtete durchschnittliche Ausübungspreis der gewährten Aktienoptionen (EUR 4,66) übersteigt den durchschnittlichen Aktienkurs im Jahr 2009 (EUR 4,61). Folglich gibt es keine verwässernden Aktien.

18 Sonstige Angaben zur Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Betriebsergebnis

Das ausgewiesene Betriebsergebnis ergibt sich nach Abzug der folgenden betrieblichen Aufwendungen:

2009 2008
EUR EUR
Abschreibungen 692.805 384.307
Personalkosten (siehe Abschnitt 14) 6.430.493 6.307.402

Im Berichtsjahr wurden Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte in Höhe von EUR 351.172 erfasst gegenüber EUR 215.279 im Vorjahr.

Die Abschreibungen werden in der Konzern-Gesamtergebnisrechnung als Teil der Umsatzkosten erfasst.

Ergebnis vor Steuern

Für 2009 werden Erträge aus Fremdwährungsumrechnung in Höhe von EUR 30.692 ausgewiesen (2008: Aufwendungen in Höhe von EUR 216.652). Sie werden in den sonstigen Erträgen/Aufwendungen erfasst. Die Erträge werden mit betriebsfremden Aufwendungen in Höhe von EUR 207.686 aus der Abschreibung einer Forderung gegen nahestehende Personen saldiert ausgewiesen. Wir verweisen auf unsere Ausführungen in Abschnitt 26.

Weitere Angaben

19 Management der Kapitalrisiken

Die Kapitalstruktur des artnet Konzerns setzt sich im Wesentlichen aus den kurzfristigen Schulden aus dem laufenden Geschäftsverkehr und dem Eigenkapital zusammen. Das Eigenkapital ist den Aktionären der Muttergesellschaft zuzuordnen und besteht im Wesentlichen aus ausgegebenen Aktien, der Kapitalrücklage und dem erwirtschafteten kumulierten Konzernergebnis. Darüber hinaus hat die Artnet Corp. im Dezember 2008 und 2009 Finanzierungsleasing-Verträge abgeschlossen, die über die nächsten drei Jahre zu bedienen sind. Die gesamte übrige Geschäftstätigkeit wird derzeit aus den bestehenden Bankguthaben und dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit finanziert. Der artnet Konzern weist keine besonderen Risiken aus der Kapitalstruktur auf und hat daher keine weiteren Verfahren zur Steuerung der Kapitalrisiken eingeführt.

20. Finanzinstrumente und Risiken aus Finanzinstrumenten

Kategorien von Finanzinstrumenten

Bei den finanziellen Vermögenswerten des artnet Konzerns handelt es sich um liquide Mittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie um hinterlegte Mietsicherheiten. Diese finanziellen Vermögenswerte werden der Kategorie "Kredite und Forderungen" zugeordnet.

Die finanziellen Verbindlichkeiten des Konzerns umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Verbindlichkeiten und Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Verpflichtungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen werden gemäß IAS 17 zum Barwert erfasst.

Es wurden keine finanziellen Vermögenswerte oder finanziellen Verbindlichkeiten als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert.

In den Berichtsperioden 2009 und 2008 hat der artnet Konzern keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.

In der nachfolgenden Tabelle sind die Finanzinstrumente und deren Buchwerte und beizulegenden Zeitwerte nach Kategorien dargestellt:

Buchwert Zeitwert Buchwert Zeitwert
31. 12. 2009 31. 12. 2009 31. 12. 2008 31. 12. 2008
EUR EUR EUR EUR
Finanzielle Vermögenswerte
Liquide Mittel 2.190.931 2.190.931 2.925.240 2.925.240
Kredite und Forderungen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 940.940 940.940 988.294 988.294
Forderungen gegen nahestehende Personen 0 0 211.200 211.200
Hinterlegte Mietsicherheiten 208.194 208.194 205.028 205.028
1.149.134 1.149.134 1.404.522 1.404.522
3.340.065 3.340.065 4.329.762 4.329.762
Finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 205.863 205.863 495.331 495.331
Sonstige Verbindlichkeiten 689.883 689.883 664.073 664.073
895.746 895.746 1.159.404 1.159.404
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 218.271 218.271 144.027 144.027
1.114.017 1.114.017 1.303.431 1.303.431

Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entspricht den beizulegenden Zeitwerten.

In der nachfolgenden Tabelle sind die Netto-Ergebnisse der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten dargestellt:

2009 2008
EUR EUR
Finanzielle Vermögenswerte (335.945) (334.263)
Finanzielle Verbindlichkeiten (7.398) (569)
Netto-Ergebnis (343.343) (334.832)

In den Netto-Ergebnissen enthalten sind Zinserträge und -aufwendungen, Gewinne und Verluste aus der Fremdwährungsumrechnung sowie die Wertberichtigungen auf zweifelhafte Forderungen und Forderungsausbuchungen.

Ausfallrisiko

Unter dem Ausfallrisiko versteht man das Risiko, dass eine Gegenpartei ihre vertraglichen Verpflichtungen nicht erfüllen kann und dem Konzern daraus ein finanzieller Verlust entsteht. Die finanziellen Vermögenswerte repräsentieren das maximale Ausfallrisiko des artnet Konzerns.

Das Ausfallrisiko des Konzerns resultiert in erster Linie aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der in der Bilanz ausgewiesene Betrag enthält Wertberichtigungen auf überfällige Forderungen, die die Geschäftsführung vor allem auf Basis des Alters der Forderungen abschätzt.

Im artnet Konzern liegt keine wesentliche Konzentration des Ausfallrisikos vor, da sich sein Engagement auf eine große Anzahl von Kunden verteilt.

Liquiditätsrisiko und Zinsrisiko

Im artnet Konzern sind keine wesentlichen Liquiditäts- und Zinsrisiken vorhanden. Der Konzern verfügt lediglich über zinspflichtige Finanzierungsleasingverträge in Höhe von EUR 218.271 (2008: EUR 144.027). Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und abgegrenzten Schulden haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die folgende Tabelle zeigt die Brutto-Zahlungsströme aus finanziellen Verbindlichkeiten:

31. 12. 2009 Buchwert Brutto-
Cashflow
Brutto-
Cashflow
Brutto
Cashflow
31. 12. 2009 Summe < 1 Jahr > 1 Jahr
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten 895.746 895.746 895.746 0
Verbindlichkeiten aus
Finanzierungsleasing 218.271 239.147 105.496 133.651
31. 12. 2008 Buchwert Brutto-
Cashflow
Brutto-
Cashflow
Brutto
Cashflow
31. 12. 2008 Summe < 1 Jahr > 1 Jahr
EUR EUR EUR EUR
Verbindlichkeiten zu fortgeführten
Anschaffungskosten 1.159.404 1.159.404 1.159.404 0
Verbindlichkeiten aus
Finanzierungsleasing 144.027 164.695 56.342 108.353

Marktrisiken – Fremdwährungsrisiko

Marktrisiken bestehen für die Konzerngesellschaften hauptsächlich in Form von Wechselkursrisiken, da Umsätze zum großen Teil in US-Dollar erwirtschaftet werden, aber ein Teil der Kosten in Euro anfällt. Der artnet Konzern steuert die Wechselkursrisiken, indem er die Rechnungen an seine europäischen Kunden – soweit möglich – in Euro fakturiert und diese Einzahlungen zur Erfüllung seiner auf Euro lautenden Verbindlichkeiten verwendet. Neben dem US-Dollar/Euro-Wechselkurs risiko unterliegt der artnet Konzern in geringerem Umfang auch dem US-Dollar/ Pfund-Sterling-Wechselkursrisiko.

Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Konzerns, die in anderen Währungen als US-Dollar denominiert waren, lauteten am Bilanzstichtag wie folgt:

Fremdwährung Finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Verbindlichkeiten
31. 12. 2009 31. 12. 2008 31. 12. 2009 31. 12. 2008
TEUR TEUR TEUR TEUR
EUR 757 946 79 132
GBP 266 385 5 0

Die folgende Tabelle zeigt aus Konzernsicht die Sensitivität einer 10 %igen Auf- oder Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro und dem Pfund Sterling. Die Sensitivitätsanalyse berücksichtigt lediglich ausstehende, auf fremde Währung lautende monetäre Positionen und passt deren Umrechnung zum Bilanzstichtag entsprechend einer 10 %igen Änderung der Wechselkurse an. Eine positive Zahl weist auf einen Anstieg des Jahresergebnisses und des Eigenkapitals hin, wenn der US-Dollar gegenüber der jeweils anderen Währung um 10 % ansteigt oder fällt.

USD gegenüber EUR EUR GBP GBP
31.12. 2009 31.12. 2008 31.12. 2009 31.12. 2008
TEUR TEUR TEUR TEUR
+10%
Ergebnis -27 -69 -22 -33
Eigenkapital -35 -5 0 -1
-10 %
Ergebnis 33 84 27 41
Eigenkapital 43 6 0 1

21 Mitarbeiter

Am 31. Dezember 2009 hatte der Konzern 99 Vollzeitmitarbeiter, verglichen mit 104 Mitarbeitern im Vorjahr. Darüber hinaus waren 2009 11 teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter für den artnet Konzern tätig, gegenüber 18 Teilzeitbeschäftigten im Vorjahr. Ferner hatte der Konzern im Vertrieb und in sonstigen Bereichen 12 freie Mitarbeiter, während es 2008 15 freie Mitarbeiter waren.

artnet beschäftigte 2009 im Monatsdurchschnitt 105 Mitarbeiter gegenüber 99 im Vorjahr.

22 Segmentberichterstattung

Mit der erstmaligen Anwendung des IFRS 8 "Geschäftssegmente" hat der artnet-Konzern entsprechend der Struktur seines internen Berichtswesens die folgenden berichtspflichtigen Segmente definiert:

  • Das Segment artnet Gallery Network wendet sich an Galerien, für die es die zum Verkauf stehenden Kunstwerke im Internet veröffentlicht.
  • Das Segment Datenbanken umfasst alle datenbankbezogenen Produkte. Hierzu gehören die artnet Fine Art and Design Price Database und die artnet Decorative Art Price Database sowie die darauf aufbauenden Produkte artnet Imageless Search, artnet Market Alert, Market Data Reports und Artist Works Catalogues.
  • Das Segment Werbung erstellt Banner und Werbung zur Wiedergabe auf der Website.
  • Das Segment artnet Auctions stellt eine Internet-Plattform zum Kauf und Verkauf von Kunstwerken zur Verfügung.

Die amerikanischen, deutschen und französischen Online-Magazine sind in erster Linie ein Marketing-Tool, das die Geschäftstätigkeit des Konzerns im Ganzen unterstützt. Daher werden Erträge und Aufwendungen in Zusammenhang mit den Magazinen den berichtspflichtigen Segmenten des Konzerns zugeordnet. Die mit den Online-Magazinen in Zusammenhang stehenden Aufwendungen werden in der Zeile ,Vertrieb und Marketing' ausgewiesen.

Die Steuerung der einzelnen Segmente durch das Management erfolgt auf Basis des Ergebnisses vor Steuern. Nicht direkt zurechenbare Aufwendungen werden den berichtspflichtigen Segmenten im Wesentlichen auf der Grundlage der Mitarbeiterzahl je berichtspflichtigem Segment zugerechnet.

Eine Bewertung der Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten je berichtspflichtigem Segment wird dem Management nicht zur Verfügung gestellt. Daher werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nicht für jedes berichtspflichtige Segment dar gestellt.

EUR
Periode zum
31. Dezember 2009
artnet Gallery
Network
artnet Price
Database
Werbung artnet
Auctions
Summe
Umsatzerlöse 5.153.123 4.713.053 1.537.308 815.018 12.218.502
Umsatzkosten 1.700.763 1.655.325 270.826 990.846 4.617.760
Bruttoergebnis vom Umsatz 3.452.360 3.057.728 1.266.482 (175.828) 7.600.742
Übrige Betriebliche Aufwendungen
Vertrieb und Marketing 1.332.854 725.620 378.485 535.778 2.972.737
Allgemeine Verwaltungskosten 1.319.463 1.084.456 394.126 495.078 3.293.123
Produktentwicklung 511.437 436.477 152.766 550.211 1.650.891
Vergütungen aus Aktienoptionen 5.565 4.749 1.663 2.168 14.145
Übrige Betriebliche Aufwendungen
Gesamt
3.169.319 2.251.302 927.040 1.583.235 7.930.896
Betriebsergebnis 283.041 806.426 339.442 (1.759.063) (330.154)
Zinsergebnis und sonstige
Erträge/Aufwendungen
(69.349) (59.185) (20.714) (27.019) (176.267)
Ergebnis vor Steuern 213.692 747.241 318.728 (1.786.082) (506.421)
EUR
Periode zum
31. Dezember 2008
artnet Gallery
Network
artnet Price
Database
Werbung artnet
Auctions
Summe
Umsatzerlöse 5.271.120 4.830.393 1.947.131 254.712 12.303.356
Umsatzkosten 1.370.139 1.582.215 524.556 776.817 4.253.727
Bruttoergebnis vom Umsatz 3.900.981 3.248.178 1.422.575 (522.105) 8.049.629
Übrige Betriebliche Aufwendungen
Vertrieb und Marketing 1.301.951 757.459 513.680 371.077 2.944.167
Allgemeine Verwaltungskosten 1.145.577 1.181.687 445.502 236.337 3.009.103
Produktentwicklung 685.011 751.108 266.393 150.222 1.852.734
Vergütungen aus Aktienoptionen 35.857 39.316 13.944 7.863 96.980
Übrige Betriebliche Aufwendungen
Gesamt
3.168.396 2.729.570 1.239.519 765.499 7.902.984
Betriebsergebnis 732.585 518.608 183.056 (1.287.604) 146.645
Zinsergebnis und sonstige
Erträge/Aufwendungen
(81.868) (89.768) (31.838) (17.954) (221.428)
Ergebnis vor Steuern 650.717 428.840 151.218 (1.305.558) (74.783)

In den einzelnen Segmenten sind im Wesentlichen die nachfolgenden nicht zahlungswirksamen Aufwendungen enthalten:

EUR
Periode zum artnet Gallery artnet Price artnet
31. Dezember 2009 Network Database Werbung Auctions Summe
Abschreibungen 272.549 232.644 81.405 106.207 692.805
Wertberichtigungen auf und
Ausbuchungen von Forderungen 148.766 126.984 44.433 57.972 378.155
EUR
Periode zum artnet Gallery artnet Price artnet
31. Dezember 2008 Network Database Werbung Auctions Summe
Abschreibungen 142.078 155.798 55.263 31.168 384.307
Wertberichtigungen auf und
Ausbuchungen von Forderungen 45.829 50.255 17.826 10.053 123.963

Umsatz nach geografischen Regionen

Die Geschäftstätigkeit des Konzerns wird hauptsächlich in den USA ausgeübt und dort von der Tochtergesellschaft Artnet Corp. repräsentiert.

Die folgende Tabelle gliedert die Umsatzerlöse des Konzerns nach geografischen Märkten:

2009 2008
Umsatzerlöse EUR EUR
USA 7.016.713 6.789.978
Europa 4.308.548 4.477.858
Übrige Welt 893.241 1.035.520
Summe 12.218.502 12.303.356

Vermögenswerte nach geografischen Regionen

Die folgende Tabelle gliedert die Buchwerte der Vermögenswerte des Konzerns sowie die Zugänge zum Sachanlagevermögen und zu den immateriellen Vermögenswerten nach den geografischen Regionen, in denen sich die Vermögenswerte befinden.

Buchwerte des Vermögens Zugänge Anlagevermögen
31. 12. 2009 31. 12. 2008 2009 2008
EUR EUR EUR EUR
USA 5.915.649 7.232.039 549.555 1.172.123
Deutschland 496.014 240.115 66.930 124.930
Großbritannien 18.819 13.680 0 0
Frankreich 143.495 145.650 664 23.922
Summe 6.573.977 7.631.484 617.149 1.320.975

Die Segmentergebnisse und -verbindlichkeiten des Konzerns lassen sich den geografischen Regionen nicht aussagekräftig zuordnen.

Von den planmäßigen Abschreibungen der Konzerngesellschaften entfallen EUR 633.074 (2008: EUR 348.828) auf das Anlagevermögen des Konzerns in den USA, EUR 5.682 (2008: EUR 1.834) auf das Anlagevermögen in Frankreich und EUR 54.049 (2008: EUR 33.645) auf das Anlagevermögen in Deutschland.

23 Operating-Leasingvereinbarungen und andere Verpflichtungen

Die Artnet Corp. hat ihre Büroräume in New York im Rahmen unkündbarer Mietverträge (Operating-Leasing) mit einer Laufzeit maximal bis zum 31. März 2012 angemietet. Ab 1. Januar 2009 hat Artnet Corp. Teile ihrer Büroräume an einen Untermieter ebenfalls bis zum 31. März 2012 untervermietet. Für die Büroräume in Berlin hat die artnet AG einen Mietvertrag mit einer unkündbaren Grundmietzeit bis zum 30. November 2013 geschlossen. Seit dem 15. Juni 2008 mietet artnet France Büroräume in Paris an. Der Mietvertrag ist frühestens nach drei Jahren kündbar. Für die Büroräume in Berlin und Paris hat der Konzern die Option zur Verlängerung der Mietverträge um bis zu sechs Jahre. artnet UK mietet sein Büro in London im Rahmen eines jederzeit kurzfristig kündbaren Mietvertrages an.

Aus den bestehenden Mietvereinbarungen ergeben sich in den folgenden Geschäftsjahren die nachstehend erwarteten Mindestmietzahlungen:

2009 2008
EUR EUR
Mietzahlungen
bis 1 Jahr 431.387 510.712
2 bis 5 Jahre 551.296 950.456
982.683 1.461.168
Erlöse aus Untervermietung
bis 1 Jahr 60.740 56.158
2 bis 5 Jahre 78.470 132.281
139.210 188.439
Summe 843.473 1.272.729

Der Mietaufwand des Konzerns, saldiert mit den Erlösen aus Untervermietung, belief sich im Berichtsjahr auf EUR 535.066 und im Vorjahr auf EUR 510.958. Die Erlöse aus Untervermietung betrugen 2009 EUR 51.497.

24 Kapitalflussrechnung

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit des artnet Konzerns belief sich zum 31. Dezember 2009 auf EUR (180.000) im Vergleich zu EUR 437.000 zum 31. Dezember 2008. Neben dem Periodenfehlbetrag ist der negative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in erster Linie auf die Tilgung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und den Rückgang der Umsatzabgrenzung zurückzuführen. Der Konzern leistete 2009 Zahlungen für die neue Netzwerkinfrastruktur, in die 2008 investiert worden war. Aufgrund des geringeren Umsatzvolumens der verkauften Verträge mit einer Laufzeit von einem Jahr fiel die Umsatzabgrenzung gegenüber dem Vorjahr geringer aus.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit des Konzerns betrug zum 31. Dezember 2009 EUR (470.000) gegenüber EUR (1.207.000) zum 31. Dezember 2008. Im 1. Quartal 2009 investierte der Konzern in das Produkt artnet Price Database Decorative Art und setzte seine Investitionen in das artnet Market Data Produkt fort, dessen Markteinführung für 2010 geplant ist. Außerdem wurde im Berichtsjahr Hardware und Software für die Netzinfrastruktur, teilweise in Form von Finanzierungsleasing, angeschafft.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich für das Geschäftsjahr 2009 auf EUR (68.000) und umfasste Zahlungen im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen, die 2008 und 2009 geschlossen wurden.

25 Honorare des Abschlussprüfers

Die Honorare des Abschlussprüfers beliefen sich für die Abschlussprüfung der artnet AG und des artnet Konzerns im Geschäftsjahr 2009 auf EUR 48.200 und im Vorjahr auf EUR 45.000. Außerdem wurden in den Geschäftsjahren 2009 und 2008 für Steuerberatungsleistungen EUR 12.600 bzw. EUR 5.200 und für sonstige Leistungen EUR 22.200 bzw. EUR 36.500 in Rechnung gestellt. Alle Honorare wurden in den Geschäftsjahren 2009 und 2008 als Aufwand erfasst.

26 Organe und Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Geschäftsvorfälle zwischen der artnet AG und ihren Tochtergesellschaften, bei denen es sich um nahestehende Unternehmen handelt, wurden bei der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangangabe nicht näher erläutert.

Vorstand

Herr Hans Neuendorf ist Alleinvorstand der artnet AG und Mitglied des Board of Directors der Artnet Corp.

In den Geschäftsjahren 2009 und 2008 erhielt Herr Neuendorf von der artnet AG eine Vorstandsvergütung in folgender Höhe:

2009 2008
EUR EUR
Fixum 330.000 302.500
Wert zusätzlicher Leistungen (Dienstwagen) 8.248 8.172
Fixe Vergütungskomponenten 338.248 310.672
Bonus (variable Vergütung) 190.000 272.250
Summe 528.248 582.922

Herr Neuendorf bzw. Unternehmen, die sich unter seiner Kontrolle befinden, sind Eigentümer von 1.461.635 Aktien der artnet AG.

Im Geschäftsjahr 2001 schloss die Artnet Corp. eine auf USD 3 Mio. lautende Split-Dollar-Lebensversicherung zugunsten einer Herrn Neuendorf nahestehenden Person ab. Die monatlichen Versicherungsprämien in Höhe von USD 4.221 wurden von der Artnet Corp. bezahlt und zum Barwert als langfristige Darlehensforderungen an nahestehende Personen ausgewiesen (insgesamt zum 31.12.2008: EUR 211.200). Im Dezember 2009 hat Artnet Corp. die der Split-Dollar-Lebensversicherungspolice zugehörigen vertraglichen Grundlagen gekündigt. Prämien wurden im gesamten Geschäftsjahr 2009 nicht mehr geleistet. Aufgrund der Zinsentwicklung war eine Fortführung der Versicherungspolice zu vorteilhaften Konditionen nicht mehr möglich. Da von einer Begleichung der bisher bilanzierten Darlehensforderung unter den gegebenen Voraussetzungen nicht mehr auszugehen ist, wurde die Darlehensforderung in voller Höhe ausgebucht. Der Aufwand (EUR 207.687) wird in der Gesamtergebnisrechnung unter den sonstigen Erträgen/Aufwendungen erfasst.

Aufsichtsrat

John D. Hushon, Naples/Florida, Vorsitzender

Dr. Christian Dohm, München, Stellvertretender Vorsitzender

Hannes von Goesseln, Berlin (neues Mitglied ab 21. April 2009)

Klaus-Jochen Schaeffer, Hamburg (zum 8. April 2009 ausgeschiedenes Mitglied)

2009 2008
EUR EUR
John D. Hushon 33.750 33.750
Dr. Christian Dohm 25.313 25.313
Hannes von Goesseln 12.656 0
Klaus-Jochen Schaeffer
4.219
16.875
75.938 75.938

Herr Hushon hält 49.054 Aktien der artnet AG, Herr von Goesseln hält 2000 Aktien der artnet AG.

Sonstige Transaktionen mit nahestehenden Personen

Eine Herrn Neuendorf nahestehende Person arbeitet für die Artnet Corp. und erhielt im Geschäftsjahr 2009 ein Gehalt in Höhe von EUR 169.182 und im Jahr 2008 von EUR 162.562.

27 Schätzungen und Ermessensausübungen im Rahmen der Rechnungslegung

Zur Erstellung des Konzernabschlusses muss das Management Schätzungen vornehmen und Annahmen treffen, die die Höhe der berichteten Beträge und die diesbezüglichen Anhangangaben beeinflussen. Alle Schätzungen und Annahmen erfolgen nach bestem Wissen, um ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln. Insbesondere die folgenden Bilanzierungsmethoden sind von Schätzungen und Ermessensausübungen der Geschäftsführung wesentlich betroffen:

Aktive latente Steuern

Zu jedem Bilanzstichtag beurteilt der Konzern, ob die Realisierbarkeit künftiger Steuervorteile für die Erfassung latenter Steueransprüche hinreichend wahrscheinlich ist. Dies erfordert vom Management u. a. die Beurteilung der Steuervorteile, die sich aus den zur Verfügung stehenden Steuerstrategien und dem künftigen zu versteuernden Einkommen ergeben, sowie die Berücksichtigung weiterer positiver und negativer Faktoren. Die ausgewiesenen latenten Steueransprüche könnten sich verringern, falls die Einschätzung der voraussichtlichen steuerlichen Gewinne gesenkt werden müsste. Weitere Informationen zu potenziellen Steuervorteilen, für die keine latenten Steueransprüche erfasst werden, siehe Abschnitt 8.

Aktivierung der Website-Entwicklungskosten

Die Aktivierung der Website-Entwicklungskosten betrifft neue Produkte, von denen der Konzern annimmt, dass sie künftig Umsatzerlöse erzielen werden. Hierzu gehören Beratungshonorare und Gehälter. Die Umsatzprognosen für diese neuen Produkte und hiermit in Zusammenhang stehende Aufwendungen beruhen auf den besten Schätzungen der Geschäftsführung. Die tatsächlichen Beträge können jedoch von den Prognosen abweichen.

28 Mitteilungen nach § 21 WpHG

Herr Oliver Schmidt, Düsseldorf, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG am 9. Oktober 2009 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 7. Oktober 2009 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und er zu diesem Zeitpunkt 2,99 % der gesamten Stimmrechte hielt.

Herr Oliver Schmidt, Düsseldorf, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG am 4. August 2009 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 31. Juli 2009 die Schwelle von 5 % unterschritten hat und er zu diesem Zeitpunkt 4,59 % der gesamten Stimmrechte hielt.

Herr Oliver Schmidt, Düsseldorf, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 15. Februar 2008 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun 5,03 % beträgt.

Artis Technology 2X Ltd. mit Sitz in San Francisco, USA, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 1. März 2007 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun 5,03 % beträgt.

Die Artis Capital Management, LLC mit Sitz in San Francisco, USA, hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 23. Mai 2006 die Schwelle von 10 % überschritten hat und nun 10,39 % beträgt. Die gesamten Stimmrechte von 10,39 % dürften daher nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen sein.

Des Weiteren hat uns die Artis Capital Management, Inc. mit Sitz in San Francisco, USA, nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 23. Mai 2006 die Schwelle von 10 % überschritten hat und nun 10,39 % beträgt. Die gesamten Stimmrechte von 10,39 % dürften daher nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG und § 22 Abs. 1 Satz 2 WpHG zuzurechnen sein.

29 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag kam es zu keinen berichtspflichtigen Ereignissen von wesentlicher Bedeutung.

30 Erklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG

Am 5. Dezember 2009 haben Vorstand und Aufsichtsrat der artnet AG die Entsprechenserklärung nach § 161 AktG zum Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner aktuellen Fassung vom 18. Juni 2009 abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft zur Verfügung gestellt.

Berlin, 23. März 2010

Der Vorstand Hans Neuendorf

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

"Wir haben den von der artnet AG, Berlin, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar."

Hamburg, den 24. März 2010

Ebner Stolz Mönning Bachem GmbH & Co.KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Götze ppa. Wendland Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Management

Hans Neuendorf

Vorstand, artnet AG (CEO)

Hans Neuendorf gilt als einer der erfolgreichsten Kunsthändler der Welt. Früh hat er als Galerist internationale Künstler gefördert und sich mit Leidenschaft etwa für Andy Warhol, David Hockney, Richard Hamilton oder Lucio Fontana eingesetzt. Pionier des Kunstmarktes war er 1967 auch als Gründer der Art Cologne, der ersten internationalen Kunstmesse überhaupt. Seit 1990 prägt er mit diesen Erfahrungen artnet, dessen Hauptaktionär er 1992 wurde, bevor er 1995 auch das Amt des Vorstands übernahm.

Bill Fine

President, Artnet Worldwide Corp.

Bill Fine verfügt über mehr als zwanzig Jahre Erfahrung in der Vermarktung hochpreisiger Kunst und in der Druckwerbung. Bevor er zu artnet kam, hatte er die Position des Executive Vice President und Group Publisher bei Brant Publications, Inc. (The Magazine Antiques, Art in America, Interview) inne und war Herausgeber der Zeitschriften Interior Design und Connoisseur.

Brian McConville

Executive Vice President, Artnet Worldwide Corp.

Brian McConville steht an der Spitze des weltweiten Vertriebsteams von artnet. Als er 2003 zu artnet kam, konnte er bereits auf eine fast 10-jährige Karriere an der Wall Street zurückblicken. Dort leitete er unter anderem die Abteilung für festverzinsliche Wertpapiere in der Handelsabteilung der National Australia Bank in New York. artnet profitiert jedoch auch von seinen Erfahrungen in der Technologiebranche, unter anderem als Chief Financial Officer (CFO) der Group Intelligence, Inc.

Sarah Bradley

Vice President of Marketing & Public Relations, Artnet Worldwide Corp

Vor ihrem Wechsel zur Artnet Worldwide Corp. hat Sarah Bradley mehr als fünfzehn Jahre lang Marketingerfahrung im Kunst- und Luxusgüterbereich bei internationalen Marken wie Christie's, American Express und Lancôme gewonnen. In ihrer gegenwärtigen Position verantwortet sie das Marketing und die Öffentlichkeitsarbeit von artnet. Sie hat ein Kunstgeschichtsstudium an der Tufts University mit dem B.A. abgeschlossen und bei Christie's Education in London das Zertifikat für moderne und zeitgenössische Kunst erworben.

Victoria Fuller

Vice President Business Development, Artnet Worldwide Corp

Victoria Fuller verantwortet die Akquise und Betreuung von Werbekunden am amerikanischen Markt. Dabei entwickelt sie Geschäftsbeziehungen über alle Branchen hinweg, zum Beispiel für die Marktbereiche Luxus-Uhren, Schmuck, Mode, Einzelhandel, Finanzen, Medien, Automotive und Reisen. Vor ihrem Wechsel zur Artnet Worldwide Corp. sammelte sie 18 Jahre lang Erfahrungen im High-End-Marketing und in der Print-Werbung. Sie stand verschiedenen Werbe- und Marketing-Abteilungen vor, etwa für Men's Vogue, Women's Health und Interview.

Karin Gardner

Vice President Finance and Controlling, Artnet Worldwide Corp.

Karin Gardner verfügt bereits über mehr als elf Jahre Managementerfahrung und war in den Finanzabteilungen internationaler Unternehmen für Internetwerbung wie auch für einige der weltmarktführenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaften tätig. Dabei war sie erfolgreich mit der Restrukturierung und Integration von Geschäftsabläufen befasst und hat Unternehmen administrativ und finanztechnisch durch schnelle Wachstumsperioden, Revitalisierungsprozesse und andere Neuausrichtungsphasen begleitet.

Gerrit Gohlke

Executive Director, artnet AG, Chefredakteur des artnet Magazins in Berlin

Gerrit Gohlke kennt den Kunstbetrieb nicht nur aus der Perspektive des Kritikers, sondern auch aus der engen Zusammenarbeit mit Künstlern, Ausstellungshäusern und Galerien. Als Herausgeber, Redakteur und Autor zahlreicher Buch- und Katalogpublikationen hat der gelernte Kunst- und Literaturwissenschaftler die künstlerische Arbeit direkt im Atelier kennengelernt. Er trat 2007 in das Unternehmen ein, wurde 2008 Chefredakteur des Magazins und 2009 Executive Director der artnet AG.

Gina Kehayoff

Directrice Générale, artnet France SARL

Gina Kehayoff bringt Verlagserfahrung in den Aufbau des neuen französischen artnet Standortes ein. Die studierte Historikerin, Amerikanistin und Osteuropawissenschaftlerin hat nicht nur kuratorische Erfahrungen gesammelt und lange mit Künstlern wie Roland Topor, Bettina Rheims oder Christian Boltanski zusammengearbeitet. Von 1992 bis zu ihrer Übernahme der Leitung von artnet France war sie als Velegerin selbständig – mit dem Schwerpunkt Fotografie, zeitgenössische Kunst und Judaica.

Amy King

Vice President artnet Price Database, Artnet Worldwide Corp.

Amy King leitet das Vertriebs- und Produktionsteam der artnet Price Database und greift dabei auf eine kunstwissenschaftliche Sachkenntnis zurück, die sie nach einer klassischen kunsthistorischen Ausbildung im Auktionsgeschäft geschärft hatte. Zu artnet kam sie 2004 von Sotheby's, wo sie vier Jahre lang als Expertin für Kunst des 19. Jahrhunderts beschäftigt war. Sie ist zertifizierte Kunstsachverständige.

Sonja Neuber

Vice President Content Management, artnet AG

Sonja Neuber hat als Philologin an internationalen Universitäten unterrichtet. Mit dieser Expertise ging sie zu Google in den Bereich AdWords und spezialisierte sich dabei auf die Optimierung von Kampagnen. Danach leitete sie bei einer Berliner Online-Media-Agentur die Abteilung Suchmaschinenmarketing, wo sie Großkunden aus unterschiedlichen Branchen betreute. Bei artnet kümmert sie sich mit ihrer linguistischen Kompetenz und ihrer Online-Erfahrung sowohl um die Inhalte auf der Website als auch um deren Auffindbarkeit in den Suchmaschinen.

Jacob Pabst

Vice President Technology & Product Development, Artnet Worldwide Corp.

Jacob Pabst ist gelernter Volkswirt. Schon während seines Studiums an der Freien Universität Berlin hat er an einzelnen Projekten zur Produktentwicklung bei artnet mitgearbeitet. 2002 trat er in die Artnet Worldwide Corp. ein, in der er seit 2005 die Entwicklung und Einführung neuer Produkte verantwortet. Dabei hat er den Wandel des Unternehmens vom Informationsdienstleister zur Transaktionsplattform entscheidend begleitet.

Walter Robinson

Chefredakteur des artnet Magazins in New York

Walter Robinson hat mit dem Aufbau des New Yorker artnet Magazins Pionierarbeit für artnet und den Online-Journalismus geleistet. Mit 20 Jahren Zeitungserfahrung, unter anderem als Journalist und Nachrichtenredakteur bei Art In America und als Kunstredakteur bei East Village Eye, hat er aus dem amerikanischen artnet Magazin eine Plattform mit kunsthistorischer Expertise und Mut zur kritischen Meinung gemacht. Er ist überdies ein profilierter Maler mit einer internationalen Ausstellungsbiografie.

artnet AG

Aufsichtsrat John Hushon Vorsitzender Dr. Christian Dohm Stellvertretender Vorsitzender Hannes von Goesseln Vorstand Hans Neuendorf Vorstand

Artnet Worldwide Corp.

Vorstand Hans Neuendorf CEO (Vorstand) B. William Fine President Unternehmensleitung B. William Fine President Walter Robinson Editor in Chief, artnet magazine

artnet France SARL

Geschäftsführung Hans Neuendorf Geschäftsführer Unternehmensleitung Gina Kehayoff Directrice Générale

artnet® Geschäftsstellen

artnet AG Oranienstraße 164 10969 Berlin ph + 49-30-209178-0 fx + 49-30-20917829

Artnet Worldwide Corp. 61 Broadway, 23rd Floor New York, NY 10006 ph + 1-212-4979700 fx + 1-212-4979707

artnet France SARL 5, rue du Chevalier de Saint George 75008 Paris ph + 33-1-42866710 fx + 33-1-42861016

Investor Relations

Informationen für Investoren und den Jahres abschluss finden Sie unter www.artnet.de/IR. Weitere Anfragen können per E-Mail an [email protected] oder per Post an eine unserer Geschäftsstellen gerichtet werden.

Informationen zur Aktie

Die Stammaktien von artnet AG werden am Geregelten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse unter dem Börsenkürzel AYD gehandelt. Ad-hoc-Meldungen zu relevanten Unter nehmensentwicklungen finden Sie unter www.artnet.de/about/inthenewsg.asp.

Wertpapier-Kenn-Nummer

WKN 690950 ISIN DE0006909500

Herausgeber

artnet AG Oranienstraße 164 10969 Berlin

Redaktion Gerrit Gohlke Dr. Astrid Mania

Konzept, Gestaltung Büro Fleischmann Prof. Gerd Fleischmann

Lektorat Renate Bothe Tina Kesting Dr. Astrid Mania

Bildredaktion Isaac Bigsby Trogdon

Übersetzungen Foris AG, Mitch Cohen

© 2010 artnet AG, Berlin

Ilya und Emilia Kabakov am 5. März 2010 im Studio von artnet FRANCE, Paris

artnet.com/auctions Ein Service für Galerien und Sammler