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AMADEUS FIRE AG Audit Report / Information 2013

May 7, 2014

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Audit Report / Information

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Publication

Amadeus FiRe AG

Frankfurt

Konzernabschluss zum 31.12.2013

Bericht des Aufsichtsrates

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im Geschäftsjahr 2013 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Satzung und den Corporate Governance Grundsätzen obliegenden Aufgaben und Pflichten, inklusive der Überprüfung der Rechnungslegung der Gesellschaft, mit großer Sorgfalt wahrgenommen.

Die sehr konstruktive und transparente Zusammenarbeit aller Mitglieder des Aufsichtsrates sowohl im Plenum als auch in der Zusammenarbeit des Plenums mit den Ausschüssen hat sich auch im Geschäftsjahr 2013 fortgesetzt.

Im Jahresverlauf hat der Aufsichtsrat sich umfassend mit der geschäftlichen und strategischen Entwicklung der Amadeus FiRe Gruppe auseinandersetzen können. Dabei hat der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens sowie der Führung der Geschäfte beratend begleitet und kontinuierlich überwacht. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden, hat diese intensiv mit dem Vorstand diskutiert und im Plenum entschieden. Der Vorstand nahm regelmäßig an den Sitzungen des Aufsichtsrats teil. Die Vorbereitung auf die zustimmungspflichtigen Entscheidungen und Investitionsvorhaben wurde durch rechtzeitig vom Vorstand zur Verfügung gestellte Dokumentationen sichergestellt, unterstützt durch Vorarbeiten in den jeweils zuständigen Ausschüssen. Grundlage für das Votum des Aufsichtsrats zu den jeweiligen Berichten und Beschlussvorschlägen war somit immer eine vorangegangene gründliche Prüfung und Beratung.

Über die Sitzungen des Aufsichtsrates und der Ausschüsse hinaus wurde der Aufsichtsrat durch den Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend anhand schriftlicher monatlicher Berichte zur Geschäftsentwicklung sowie situativ mündlich über die wichtigsten wirtschaftlichen Kennzahlen sowie über wichtige Entwicklungen und anstehende Entscheidungen unterrichtet. Ebenfalls werden dem Aufsichtsrat durch den Vorstand die Zwischenfinanzberichte und der Halbjahresbericht vorgelegt. Zuletzt wird der Aufsichtsratsvorsitzende in regelmäßigen Gesprächen durch den Vorstandsvorsitzenden über die aktuelle Geschäftslage und über wesentliche Geschäftsvorgänge fortlaufend unterrichtet.

Sitzungen des Aufsichtsrates und der Ausschüsse

Im Plenum wurden regelmäßig und ausführlich die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Konzerns sowie die Finanzlage und abgeleitete Maßnahmen beraten. Ebenfalls im Fokus der Sitzungen standen grundsätzliche Fragen der Unternehmenspolitik, der strategischen Weiterentwicklungschancen des Konzerns sowie geplante Projekte im Vordergrund der Sitzungen. Die Berichte des Vorstands gingen ebenfalls regelmäßig auf die Risikosituation der Gesellschaft und des Konzerns und die entsprechend getroffenen Maßnahmen ein. Einzelne Geschäfte, die für die Gruppe von erheblicher Bedeutung sein könnten, wurden erörtert. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den genehmigten Plänen und Zielen wurden vom Vorstand im Einzelnen erläutert und vom Aufsichtsrat geprüft. Die Aufsichtsratssitzungen waren dabei geprägt von einem intensiven und offenen Austausch.

Im Berichtszeitraum hielt der Aufsichtsrat insgesamt fünf Sitzungen ab. Zudem wurden zwei Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst. Keines der Mitglieder des Aufsichtsrates hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen.

Aus dem Gesamtaufsichtsrat wurden drei Ausschüsse gebildet, der Prüfungsausschuss, der Personalausschuss sowie der Ständige Ausschuss. Die Ausschüsse üben eine beratende Funktion aus. So werden Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie Themen, die im Aufsichtsrat zu behandeln sind, vorbereitet. Es sind keinerlei Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats in die Ausschüsse übertragen worden. Die Ausschussvorsitzenden berichten jeweils über die Arbeit der Ausschüsse in den anschließenden Sitzungen des Aufsichtsrats.

Aufgrund der offenen Zusammenarbeit im Plenum sieht der Aufsichtsrat keine Notwendigkeit, den Ständigen Ausschuss fortzuführen. Der Aufsichtsrat hat daher auf seiner Sitzung am 9. Dezember 2013 einstimmig die Auflösung des Ständigen Ausschusses im Wirtschaftsjahr 2014 beschlossen. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats wurde entsprechend angepasst und die Aufgaben nach § 27 Abs. 3 i.V.m. § 31 Abs. 3 Satz 1 MitbestG (Vermittlungsausschuss) in den Personalausschuss delegiert.

Mit dem verbleibenden Prüfungs- und Personalausschuss sind nach Auffassung des Aufsichtsrats die Zahl und die Aufgabenstellung der aus dem Kreis der Aufsichtsratsmitglieder gebildeten Ausschüsse angemessen und effizient.

Der Prüfungsausschuss besteht aus jeweils zwei Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer und trat im Jahr 2013 zu vier Sitzungen zusammen. Abhängig von den jeweiligen Tagesordnungspunkten haben der Abschlussprüfer sowie Mitglieder des Vorstands an den Sitzungen teilgenommen. Der Ausschuss befasste sich schwerpunktmäßig mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss sowie den Zwischenabschlüssen, der Überwachung des Rechnungslegungs- bzw. des Konzernrechnungslegungsprozesses sowie mit der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements und des internen Revisionssystems. Weiter unterbreitete der Ausschuss dem Aufsichtsrat eine Empfehlung für den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers und beauftragte den Abschlussprüfer nach der Wahl durch die Hauptversammlung. Der Ausschuss stimmte die Prüfungsschwerpunkte ab, legte die Höhe der Vergütung des Abschlussprüfers fest und überzeugte sich von der Unabhängigkeit des Prüfungsvorgangs und des Abschlussprüfers. Der Ausschussvorsitzende verfügt über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Er ist unabhängig und kein ehemaliges Vorstandsmitglied der Gesellschaft.

Der Personalausschuss setzt sich aus drei Vertretern der Anteilseigner sowie aus einem Vertreter der Arbeitnehmer zusammen. Der Personalausschuss, der für Anstellungsverträge mit den Vorstandsmitgliedern sowie für sonstige Vorstandsangelegenheiten zuständig ist, hat im Berichtszeitraum zweimal getagt. Wesentliches Thema seiner Beratungen war die Vertragsverlängerung des Vorstandsvorsitzenden. Dem Gesamtaufsichtsrat wurde eine Fortführung der Tätigkeit von Herrn Haas um weitere 5 Jahre bis zum Jahresende 2018 vorgeschlagen und dort beschlossen. Weiterhin waren neben der Besetzung des Vorstandes und Aufsichtsrates die Prüfung der Vorstandsbezüge Inhalte der Ausschusssitzungen. Einzelheiten zum Vergütungssystem sind im Vergütungsbericht des Lageberichts dargestellt.

Der Ständige Ausschuss hat nur im Bedarfsfall getagt und ist im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen worden. Ab dem Jahr 2014 wurde die Ausschusstätigkeit eingestellt. Die Aufgaben nach § 27 Abs. 3 i.V.m. § 31 Abs. 3 Satz 1 MitbestG (Vermittlungsausschuss) nimmt nunmehr der Personalausschuss wahr, dessen Zusammensetzung den gesetzlichen Anforderungen ebenfalls genügt.

Ein Nominierungsausschuss, der die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung für die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder vorbereitet, besteht derzeit nicht. Er wird bei Bedarf im Vorfeld einer Hauptversammlung gebildet, die über die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern entscheidet. Im Geschäftsjahr 2013 wurden die Aufgaben des Nominierungsausschusses durch den Personalausschuss übernommen.

Zu weiteren Ausführungen verweisen wir auf den Bericht zur Unternehmensführung im Lagebericht.

Corporate Governance

Die Umsetzung der Vorschriften des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie die Weiterentwicklung der Corporate Governance Standards werden durch den Aufsichtsrat fortlaufend beobachtet. Die jährliche Entsprechenserklärung gemäß § 161 Abs. 1 AktG haben Vorstand und Aufsichtsrat am 05. November 2013 abgegeben. Diese findet sich gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodexes zusammen mit einem ausführlichen Bericht zu Höhe und Struktur der Vergütung von Aufsichtsrat und Vorstand im Bericht zur Corporate Governance im Lagebericht. Ferner wurde die jährliche Entsprechenserklärung den Aktionären auf der Homepage der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

Die Effizienz seiner Tätigkeit prüft der Aufsichtsrat regelmäßig und ist der Ansicht, seine Aufgaben effizient und umfassend zu erfüllen. Die letzte Überprüfung fand im Rahmen einer Aufsichtsratssitzung am 05. November 2013 statt.

Von Aufsichtsratsmitgliedern wurden im Berichtszeitraum keine Interessenkonflikte mitgeteilt.

Jahresabschluss und Konzernabschluss

Den vom Vorstand nach den Vorschriften des HGB aufgestellten Jahresabschluss und den nach § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellten Konzernabschluss der Amadeus FiRe AG zum 31. Dezember 2013 ebenso wie den gemeinsamen Lagebericht der Amadeus FiRe AG und der Amadeus FiRe Gruppe, hat die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn, ordnungsgemäß unter Einbeziehung der Buchführung und des Risikomanagementsystems geprüft. Der Abschlussprüfer hat den vorgenannten Unterlagen jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Ferner hat der Abschlussprüfer festgestellt, dass der Vorstand ein angemessenes Überwachungssystem eingerichtet hat, das geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen.

Allen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns mit ausreichendem zeitlichem Vorlauf zur Prüfung übermittelt. Der Abschlussprüfer berichtete in der Prüfungsausschuss-Sitzung des Aufsichtsrats ausführlich über den Prüfungsverlauf und die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für ergänzende Auskünfte und Fragen zur Verfügung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtete ausführlich über die Ergebnisse der Prüfungen des Prüfungsausschusses in der Gesamtaufsichtsratssitzung. Der Aufsichtsrat hat sich nach ausführlicher Erörterung des Prüfungsverlaufs und der Prüfungsergebnisse des Abschlussprüfers und nach eingehender Auseinandersetzung mit dem Bericht des Abschlussprüfers dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen. Im Rahmen seiner eigenen Prüfung hat der Aufsichtsrat am 18. März 2014 auf Empfehlung des Prüfungsausschusses festgestellt, dass keine Einwendungen zu erheben sind und er die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse billigt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns stimmte der Aufsichtsrat nach dessen Prüfung zu.

Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand

Der Aufsichtsrat der Amadeus FiRe AG setzte sich zum 31.12.2013 unter Anwendung des Mitbestimmungsgesetzes gemäß § 9 Abs. 1 der Satzung aus sechs Mitgliedern der Aktionäre und sechs Mitgliedern der Arbeitnehmer zusammen. Im Jahresverlauf hat sich die Zusammensetzung nicht verändert und bestand wie folgt:

Herr Christoph Groß, Vorsitzender

Herr Michael C. Wisser, stellvertretender Vorsitzender

Herr Dr. Karl Graf zu Eltz

Herr Dr. Arno Frings

Herr Knuth Henneke

Herr Hartmut van der Straeten

Frau Ulrike Bert, Arbeitnehmervertreterin

Frau Ulrike Hösl-Abramowski, Arbeitnehmervertreterin

Frau Silke Klarius, Arbeitnehmervertreterin

Frau Sibylle Lust, Arbeitnehmervertreterin

Herr Elmar Roth, Arbeitnehmervertreter

Herr Mathias Venema, Arbeitnehmervertreter

Mitglieder des Vorstandes waren seit Beginn des Geschäftsjahres unverändert die Herren Peter Haas, Vorstandsvorsitzender, Dr. Axel Endriss sowie Robert von Wülfing.

Dank an Mitarbeiter und Management

Aus Sicht des Aufsichtsrats blickt die Amadeus FiRe Gruppe auf ein weiteres erfolgreiches Jahr zurück. Der Aufsichtsrat möchte dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Unternehmensgruppe seinen Dank und seine Anerkennung für ihr eindrucksvolles Engagement und ihren verantwortungsbewussten und erfolgreichen Einsatz für unser Unternehmen aussprechen.

Ein ganz besonderer Dank gilt unseren Kunden und Aktionären für das unserem Unternehmen entgegengebrachte Vertrauen.

Frankfurt am Main, den 18. März 2014

Für den Aufsichtsrat

Christoph Groß, Aufsichtsratsvorsitzender

Bestätigungsvermerk

Wir haben den von der Amadeus FiRe AG, Frankfurt am Main, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung und Anhang - sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Berichtes über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Eschborn/Frankfurt am Main, 21. Februar 2014

**Ernst & Young GmbH

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**

Kausch-Blecken von Schmeling, Wirtschaftsprüfer

Rücker, Wirtschaftsprüfer

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2013

AKTIVA

Anhang 31. Dezember 2013

TEUR
31. Dezember 2012

TEUR
Langfristige Vermögenswerte
Software 14 393 606
Geschäfts- oder Firmenwerte 14 6.935 6.935
Sachanlagen 15 1.250 1.161
Ertragsteuerguthaben 123 154
Latente Steueransprüche 17 706 871
9.407 9.727
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18 14.169 14.082
Sonstige Vermögenswerte 18 75 93
Rechnungsabgrenzungsposten 19 403 499
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 20 37.564 35.333
52.211 50.007
Summe Aktiva 61.618 59.734
Passiva
Anhang 31. Dezember 2013

TEUR
31. Dezember 2012

TEUR
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 21 5.198 5.198
Kapitalrücklage 23 11.247 11.247
Gewinnrücklagen 24 24.285 24.921
Eigenkapital der Aktionäre der Amadeus FiRe AG 40.730 41.366
Nicht beherrschende Anteile 25 93 -59
40.823 41.307
Langfristige Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilseignern 26 3.358 2.704
Latente Steuerschulden 17 511 460
Sonstige Verbindlichkeiten und abgegrenzte Schulden 966 868
4.835 4.032
Kurzfristige Schulden
Ertragsteuerschulden 27 789 296
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 27 1.054 1.332
Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilseignern 27 1.091 210
Abgegrenzte Erträge 27 82 0
Sonstige Verbindlichkeiten und abgegrenzte Schulden 27 12.944 12.557
15.960 14.395
Summe Passiva 61.618 59.734

Konzern-Gewinn- und -Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2013

01.01.-31.12.2013

TEUR
01.01.-31.12.2012

TEUR
Umsatzerlöse 1 142.057 137.003
Einstandskosten der erbrachten Dienstleistungen 2 -82.012 -78.722
Bruttoergebnis vom Umsatz 60.045 58.281
Vertriebskosten 3 -30.359 -29.606
Allgemeine Verwaltungskosten 4 -6.478 -6.018
Sonstige betriebliche Erträge 6 69 58
Sonstige betriebliche Aufwendungen 7 -7 -16
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Firmenwertabschreibung 23.270 22.699
Wertminderung auf Geschäfts- oder Firmenwerte 8 0 -3.080
Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit 23.270 19.619
Finanzaufwendungen 9 -654 -200
Finanzerträge 9 92 238
Ergebnis vor Steuern 22.708 19.657
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 10 -6.977 -6.672
Ergebnis nach Steuern 15.731 12.985
Ergebnisanteil von im Fremdkapital ausgewiesenen nicht beherrschenden Anteilen 11 -880 391
Periodenergebnis 14.851 13.376
davon entfallen auf: Nicht beherrschende Anteile 152 -121
davon entfallen auf: Anteilseigner des Mutterunternehmens 14.699 13.497
Ergebnis je Aktie, bezogen auf das den Stammaktionären des Mutterunternehmens zurechenbare Periodenergebnis
Unverwässert (Euro/Aktie) 12 2,83 2,60
Verwässert (Euro/Aktie) 2,83 2,60
Gewichteter Durchschnitt Anzahl Stammaktien:
Unverwässert (Stück) 12 5.198.237 5.198.237
Verwässert (Stück) 5.198.237 5.198.237

* Keine Verwässerung ausgewiesen, da Aktienoptionen nicht "im Geld" sind.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2013

01.01.-31.12.2013

TEUR
01.01.-31.12.2012

TEUR
Periodenergebnis 14.851 13.376
Ergebnisneutrale Bestandteile (sonstiges Ergebnis) 13 0 0
Gesamtperiodenergebnis nach Steuern 14.851 13.376
davon entfallen auf: Nicht beherrschende Anteile 152 -121
davon entfallen auf: Anteilseigner des Mutterunternehmens 14.699 13.497

Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr 2013

Anhang 01.01.-31.12.2013 01.01.-31.12.2012
TEUR TEUR
--- --- --- --- --- ---
Cash Flow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit 28
Periodenergebnis vor Ergebnisanteil von im Fremdkapital ausgewiesenen nicht beherrschenden Anteilen 15.731 12.985
Steueraufwand 6.977 6.672
Abschreibungen und Wertminderungen auf das Anlagevermögen 842 3.905
Finanzerträge -92 -238
Finanzaufwendungen 654 200
Nicht zahlungswirksame Transaktionen 217 -220
Betriebsergebnis vor Änderungen des Nettoumlaufvermögens 24.329 23.304
Erhöhung/Verminderung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerte -38 -617
Erhöhung/Verminderung des Rechnungsabgrenzungspostens 94 -144
Erhöhung/Verminderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen Verbindlichkeiten und abgegrenzten Schulden 74 810
Aus laufender Geschäftstätigkeit erwirtschaftete Zahlungsmittel 24.459 23.353
Gezahlte Zinsen 0 0
Gezahlte Ertragsteuern -6.267 -7.655
Nettozahlungsstrom aus betrieblicher Tätigkeit 18.192 15.698
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit 29
Erwerb von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen -719 -826
Einzahlungen aus Anlagenabgängen 0 1
Erhaltene Zinsen 93 276
Für Investitionstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel -626 -549
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit 30
Auszahlungen an nicht beherrschende Anteilseigner 0 -980
Gewinnausschüttungen -15.335 -14.763
Für Finanzierungstätigkeit eingesetzte Nettozahlungsmittel -15.335 -15.743
Nettoveränderung der Zahlungsmittel 2.231 -594
Zahlungsmittel zu Beginn des Geschäftsjahres 35.333 35.927
Zahlungsmittel am Ende des Geschäftsjahres 37.564 35.333
Zusammensetzung der Zahlungsmittel zum 31. Dezember
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten (ohne Verfügungsbeschränkungen) 37.564 35.333

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2013

Auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital Nicht beherrschende Anteile Summe Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital (Anhang 21)

TEUR
Kapitalrücklage (Anhang 23)

TEUR
Gewinnrücklagen (Anhang 24)

TEUR
Summe

TEUR
(Anhang 25)

TEUR
TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
01.01.2012 5.198 11.247 26.187 42.632 62 42.694
Gesamtperiodenergebnis 0 0 13.497 13.497 -121 13.376
Gewinnausschüttung 0 0 -14.763 -14.763 0 -14.763
31.12.2012 5.198 11.247 24.921 41.366 -59 41.307
01.01.2013 5.198 11.247 24.921 41.366 -59 41.307
Gesamtperiodenerfolg 0 0 14.699 14.699 152 14.851
Gewinnausschüttung 0 0 -15.335 -15.335 -15.335
31.12.2013 5.198 11.247 24.285 40.730 93 40.823

Konzernanhang für 2013

ALLGEMEINES

Die Amadeus FiRe AG ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht mit Sitz in Frankfurt am Main, Darmstädter Landstraße 116, Deutschland. Die Gesellschaft ist beim Amtsgericht Frankfurt im Handelsregister, Abteilung B, unter der Nr. 45804, eingetragen.

Die Amadeus FiRe AG ist seit dem 4. März 1999 im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Seit dem 31. Januar 2003 ist die Amadeus FiRe AG zum Prime Standard zugelassen. Am 22. März 2010 wurde die Aktie der Amadeus FiRe AG in den SDAX aufgenommen.

Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

Die Geschäftstätigkeit der Konzerngesellschaften umfasst die Bereitstellung von Zeitpersonal im Rahmen der Bestimmungen des Gesetzes zur Regelung der gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung (AÜG), die Personalvermittlung, Interim- und Projektmanagement sowie die Fort- und Weiterbildung in den Bereichen Steuern, Finanz- und Rechnungswesen und Controlling.

Der Vorstand hat den IFRS-Konzernabschluss am 21. Februar 2014 freigegeben, um ihn im Anschluss an den Aufsichtsrat zur Billigung weiterzuleiten.

ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS KONZERN- UND BETEILIGUNGSUNTERNEHMEN

Akademie für Internationale Rechnungslegung Akademie für Internationale Rechnungslegung Prof. Dr. Leibfried GmbH, Köln, Deutschland
Akademie für Management Akademie für Management und Nachhaltigkeit GmbH, Köln, Deutschland
Amadeus FiRe AG Amadeus FiRe AG, Frankfurt am Main, Deutschland
Amadeus FiRe GmbH Amadeus FiRe Interim- und Projektmanagement GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland
Amadeus FiRe Personalvermittlung Amadeus FiRe Personalvermittlung & Interim Management GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland
Amadeus FiRe Services Amadeus FiRe Services GmbH, Frankfurt am Main, Deutschland
Endriss GmbH Dr. Endriss Verwaltungs-GmbH, Köln, Deutschland
Endriss Service GmbH Steuer-Fachschule Dr. Endriss Service GmbH, Köln, Deutschland
Greenwell Gleeson B.V. Greenwell Gleeson B.V., Amsterdam, Niederlande
Greenwell Gleeson Österreich Greenwell Gleeson Personalberatung GmbH, Wien, Österreich
Steuer-Fachschule Dr. Endriss Steuer-Fachschule Dr. Endriss GmbH & Co. KG, Köln, Deutschland
TaxMaster GmbH TaxMaster GmbH, Köln, Deutschland

BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Grundlagen des Konzernabschlusses

Der Konzernabschluss der Amadeus FiRe AG für das am 31. Dezember 2013 endende Geschäftsjahr wurde nach den vom International Accounting Standards Board (IASB) formulierten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt. Alle für das Geschäftsjahre 2013 verpflichtend anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS), International Accounting Standards (IAS) und Auslegungen des IFRS Interpretation Committee (IFRS IC) - vormals International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) bzw. Standing Interpretations Committee (SIC) - wurden berücksichtigt. Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Die Einzelabschlüsse der Konzerngesellschaften sind auf den Stichtag des Konzernabschlusses aufgestellt.

Der vorliegende Jahresabschluss steht in Übereinstimmung mit den derzeit gültigen Standards des International Accounting Standards Board (IASB) sowie den Interpretationen durch das IFRS Interpretations Committee (IFRS IC), soweit diese in der EU anzuwenden sind. Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich unter Anwendung des Anschaffungskostenprinzips.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Folgende IASB-Veröffentlichungen wurden von der EU übernommen und sind für Geschäftsjahre, die nach dem 31. Dezember 2012 beginnen, verpflichtend anzuwenden:

Standard Name
IAS 1 Änderungen an IAS 1 - Darstellung des Abschlusses - Darstellung von Posten des sonstigen Ergebnisses
IAS 12 Ertragsteuer - Latente Steuer: Realisierung zugrundeliegender Vermögenswerte
IAS 19 Änderungen an IAS 19 - Leistungen an Arbeitnehmer
IFRS 1 Erstmalige Anwendung - Ausgeprägte Hochinflation und Beseitigung der festen Zeitpunkte für Erstanwender
IFRS 1 Erstmalige Anwendung - Darlehen der öffentlichen Hand
IFRS 7 Änderungen IFRS 7 Finanzinstrumente: Angaben - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten
IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts
IFRIC 20 Abraumkosten in der Produktionsphase eines Tagebaubergwerks
DIV Jährliche Verbesserungen an den Internationalen Financial Reporting Standards, Zyklus 2009-2011

Die erstmals im Geschäftsjahr 2013 angewendeten Standards und Interpretationen hatten keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz - und Ertragslage des Konzernabschlusses des Amadeus FiRe Konzerns.

Folgende IASB-Regelungen wurden von der EU übernommen und sind aber für das aktuelle Geschäftsjahr nicht verpflichtend anzuwenden:

Standard Name
IAS 27R Einzelabschlüsse; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen
IAS 28R Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.Januar 2014 beginnen
IAS 32 Änderung des IAS 39 Finanzinstrumente: Darstellung - Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.Januar 2014 beginnen
IAS 36 Änderung des IAS 36 Wertminderung von Vermögenswerten: Angaben zum erzielbaren Betrag bei nicht-finanziellen Vermögenswerten; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.Januar 2014 beginnen
IAS 39 Änderung am IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung -Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften, anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.Januar 2014 beginnen
IFRS 10 Konzernabschlüsse; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.Januar 2014 beginnen
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.Januar 2014 beginnen
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen; anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.Januar 2014 beginnen
DIV Übergangsleitlinien (Änderungen an IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12), anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.Januar 2014 beginnen
DIV Investmentgesellschaften (Änderungen an IFRS 10, IFRS 12 und IAS 27R), anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1.Januar 2014 beginnen

Der Amadeus FiRe Konzern wird diese Regelungen erst ab dem Geschäftsjahr anwenden, in dem diese innerhalb der EU verpflichtend sind. Die Auswirkungen der oben beschriebenen Neuerungen sind nach den derzeitigen Erkenntnissen nur gering.

Die EU hat folgende IASB-Veröffentlichungen noch nicht übernommen:

Standard Name
IAS 19 Defined Benefit Plans: Employee Contributions (Amendments to IAS 19 issued on 21 November 2013)
IFRS 9 Financial Instruments (Issued 12 November 2009) subsequent amendments (amendments to IFRS 9 and IFRS 7: Mandatory Effective Date and Transaction Disclosures issued 16 December 2011; Hedge Accounting an amendment to IFRS 9, IFRS 7 and IAS 39 issued on 19 November 2013)
IFRIC 21 Levies (Issued 20 May 2013)
DIV Annual Improvements to IFRS 2010-2012 Cycle (issued on 12 Dec. 2013)
DIV Annual Improvements to IFRSs 2010-2013 Cycle (issued on 12 Dec. 2013)

Die oben angeführten Standards und Interpretationen werden zum Zeitpunkt ihres Inkrafttretens innerhalb der Europäischen Union angewendet. Durch die Anerkennung der EU werden die IASB-Veröffentlichungen in europäisches Recht transformiert. Die von der EU zurzeit noch nicht übernommenen Standards, Interpretationen und Änderungen sind in Ermangelung einer offiziellen deutschen Übersetzung mit ihren englischen Titeln angegeben. Aufgrund der fehlenden Anerkennung ist eine vorzeitige Anwendung nicht möglich. Nach den derzeitigen Erkenntnissen wird der Amadeus FiRe Konzern voraussichtlich nur unwesentlich von den oben beschriebenen Neuerungen betroffen sein.

Konsolidierungsgrundsätze

In den Konzernabschluss der Gesellschaft sind die Amadeus FiRe AG und sämtliche Tochtergesellschaften, die unter der rechtlichen oder tatsächlichen Kontrolle der Gesellschaft stehen, einbezogen.

Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse der in- und ausländischen Tochtergesellschaften werden gemäß IAS 27 nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Für Unternehmenskäufe wird die Erwerbsmethode gemäß IFRS 3 verwendet. Die Erstkonsolidierung erfolgt mit Wirkung von dem Tag, an dem die Amadeus FiRe AG die Beherrschung über das Tochterunternehmen übernimmt. Die Beherrschung ist gewöhnlich nachgewiesen, wenn der Konzern direkt oder indirekt über mindestens 50% der Stimmrechte oder des gezeichneten Kapitals eines Unternehmens verfügt und/oder die Finanz- und Geschäftspolitik eines Unternehmens derart lenken kann, dass er von dessen Aktivitäten profitiert.

Bei der Konsolidierung sind die Forderungen und Schulden sowie die Erträge und Aufwendungen zwischen den einbezogenen Konzernunternehmen vollständig eliminiert worden. Es handelt sich ausschließlich um Erträge und Aufwendungen aus den Gewinnabführungsverträgen, Zinserträge und Zinsaufwendungen aus Darlehensvereinbarungen sowie Werbeleistungen und anderen Verwaltungsdienstleistungen in geringem Umfang.

Der im Rahmen der Konsolidierung anfallende Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) stellt den Überschuss der Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs über den Konzernanteil am beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden eines Tochterunternehmens dar. Der gemäß IAS 36 geforderte Impairment Test wurde zum 31. Dezember 2013 durchgeführt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte wurden den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet. Zahlungsmittelgenerierende Einheiten sind die operativen, rechtlich selbstständigen Einheiten des Amadeus FiRe Konzerns.

Ermessensausübung und Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwandt worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögenswerte, Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Diese Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Realisierbarkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

Wertminderung von Geschäfts- oder Firmenwerten

Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß IAS 36 einmal jährlich - ggf. mehrfach bei Vorliegen von Indikatoren für eine Wertminderung - einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen.

Sobald der Buchwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit seinen erzielbaren Betrag übersteigt, wird eine Wertminderung ergebniswirksam erfasst. Der erzielbare Betrag ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten und Nutzungswert. Der beizulegende Zeitwert abzüglich der Verkaufskosten ist der Betrag, der durch den Verkauf in einer Transaktion zu Marktbedingungen zwischen sachverständigen, vertragswilligen Parteien nach Abzug der Veräußerungskosten erzielt werden könnte. Der Nutzungswert ist der Barwert der künftigen Cashflows, der voraussichtlich aus einem Vermögenswert oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit abgeleitet werden kann.

Der erzielbare Betrag wird auf Basis der Discounted Cash Flow-Methode (DCF) ermittelt. Die der DCF-Bewertung zugrunde liegenden Cash Flows basieren auf aktuellen Geschäftsplänen, wobei von einem Planungshorizont von fünf Jahren ausgegangen wird. Hierbei werden Annahmen über die künftige Umsatz- und Kostenentwicklung getroffen. Dabei werden künftige Ersatzinvestitionen in das operative Geschäft der Unternehmung auf Basis bisheriger Erfahrungswerte angenommen und bisher erzielte Ertragsverläufe in die Zukunft projiziert. Sollten wesentliche Annahmen von den tatsächlichen Größen abweichen, könnte dies in der Zukunft zu erfolgswirksam zu erfassenden Wertminderungen führen. Als Schlüsselannahmen wurde eine Terminal Growth Rate von 1,0% (Vorjahr: 1,0%) und ein Diskontierungssatz von 12,8% nach Steuern (Vorjahr: 12,3%) zugrunde gelegt.

Bewertung von Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilseignern

Aufgrund des den Anteilseignern einer Personenhandelsgesellschaft zustehenden gesetzlichen Kündigungsrechts sind die Anteile der nicht beherrschenden Anteilseigner an der Steuer-Fachschule Dr. Endriss nach IAS 32.11 im Fremdkapital ausgewiesen. Die zwischen den Gesellschaftern getroffene Vereinbarung sieht vor, dass eine Kündigung frühestens zum 31. Dezember 2013 möglich ist. Bei Ausscheiden eines Gesellschafters hat der Ausscheidende Anspruch auf eine Abfindung. Die Höhe der Abfindung bemisst sich entsprechend der gesellschaftsrechtlichen Vereinbarung nach dem Stuttgarter Verfahren. Zum Stichtag wurde die potentielle Abfindungsverpflichtung zum Fair Value nach dem Stuttgarter Verfahren mit TEUR 3.249 (Vorjahr: TEUR 2.595) bewertet und die Wertänderung erfolgswirksam erfasst.

Latente Steueransprüche für Verlustvorträge

Latente Steueransprüche werden für alle nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass hierfür zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, sodass die Verlustvorträge tatsächlich genutzt werden können. Bei der Ermittlung der Höhe der latenten Steueransprüche ist eine wesentliche Ermessensausübung der Unternehmensleitung bezüglich des erwarteten Eintrittszeitpunkts und der Höhe des künftig zu versteuernden Einkommens sowie der zukünftigen Steuerplanungsstrategien erforderlich. Zum 31. Dezember 2013 belief sich der Buchwert der aktivierten latenten Steuern für Verlustvorträge auf TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 263) und der Betrag der nicht berücksichtigten steuerlichen Verlustvorträge auf TEUR 576 (Vorjahr: TEUR 570). Weitere Einzelheiten sind in den Anhangsangaben 10 und 17 dargestellt.

Leasingverhältnisse als Leasingnehmer

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt. Leasingzahlungen für Operating-Leasingverhältnisse werden linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses als Aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Währungsumrechnung

Die Darstellungswährung und die funktionale Währung der Gesellschaft sowie auch der konsolidierten Gesellschaften ist der Euro.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Umsätze im Bereich Zeitarbeit, Personalvermittlung und Interim-/Projekt-management werden realisiert, wenn die Leistung erbracht ist. Fort- und Weiterbildungsumsätze, die über einen längeren Zeitraum erbracht werden, werden entsprechend der Erbringung der Dienstleistung im Zeitablauf realisiert.

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst.

Zinserträge werden erfasst, wenn die Zinsen entstanden sind. Zinserträge werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Teil der Finanzerträge ausgewiesen.

Unternehmenszusammenschlüsse und Geschäfts- oder Firmenwerte

Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses über den Anteil des Konzerns an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten des erworbenen Unternehmens bemessen.

Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet.

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, werden bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen immateriellen Vermögenswerten entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Die immateriellen Vermögenswerte werden in den Folgeperioden mit ihren Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt.

Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung überprüft, sofern Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Die Abschreibungsdauer und die Abschreibungsmethode werden bei immateriellen Vermögenswerten mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft.

Software wird linear über Nutzungsdauern von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten, vermindert um kumulierte planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen und Wertminderungsaufwendungen, angesetzt. Wertminderungen bzw. Wertaufholungen waren weder im Geschäftsjahr 2012 noch im Geschäftsjahr 2013 erforderlich.

Gegenstände des Sachanlagevermögens werden linear über Nutzungsdauern von 3 bis 5 Jahren abgeschrieben. Die Restwerte, verwendete Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei Bedarf angepasst.

Steuern

Tatsächliche Ertragsteuern

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende und die früheren Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Latente Steuern

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz.

Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme der:

latenten Steuerschuld aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts oder eines Vermögenswerts oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, und
latenten Steuerschuld aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen stehen, wenn der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.

Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede und noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge verwendet werden können, mit Ausnahme von:

latenten Steueransprüchen aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst, und
latenten Steueransprüchen aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen stehen, wenn es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden und kein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen verwendet werden können.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.

Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze (und Steuergesetze) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten. Zukünftige Steuersatzänderungen sind am Bilanzstichtag zu berücksichtigen, sofern materielle Wirksamkeitsvoraussetzungen im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens erfüllt sind.

Latente Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital erfasst werden, werden nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung, sondern ebenfalls im Eigenkapital erfasst.

Finanzinstrumente

In der Bilanz enthaltene finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten umfassen Zahlungsmittel, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilseignern. Die Ansatz- und Bewertungskriterien für diese Posten werden in den jeweiligen in dieser Anhangsangabe enthaltenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden offengelegt.

Finanzinstrumente werden in Einklang mit dem wirtschaftlichen Inhalt der vertraglichen Vereinbarung als finanzielle Vermögenswerte oder finanzielle Schulden eingestuft. Zinsen, Dividenden, Gewinne und Verluste in Zusammenhang mit Finanzinstrumenten oder einem ihrer Bestandteile, die als finanzielle Verbindlichkeiten klassifiziert werden, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung als Aufwendungen bzw. Erträge erfasst.

Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen

In der Bilanz abgebildete Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen umfassen den Kassenbestand, Bankguthaben sowie kurzfristige Einlagen mit einer Laufzeit bis zu drei Monaten ab Anlagezeitpunkt. Diese entsprechen ebenso dem Zahlungsmittelfonds der Kapitalflussrechnung.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte

Forderungen werden zum Zeitwert der hingegebenen Gegenleistung ausgewiesen und mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten nach Bildung entsprechender Wertberichtigungen bewertet. Wertgeminderte und uneinbringliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden teilweise unter Verwendung von Wertberichtigungskonten vorgenommen. Die Entscheidung, ob ein Ausfallrisiko mittels eines Wertberichtigungskontos oder alternativ über eine direkte Abschreibung der Forderung berücksichtigt wird, hängt vom Grad der Verlässlichkeit der Beurteilung der jeweiligen Risikosituation ab.

Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegt.

Vermögenswerte, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden

Bestehen objektive Anhaltspunkte dafür, dass eine Wertminderung bei zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Vermögenswerten eingetreten ist, ergibt sich die Höhe des Wertminderungsverlusts als Differenz zwischen dem Buchwert des Vermögenswerts und dem Barwert der erwarteten künftigen Cash Flows (mit Ausnahme erwarteter künftiger, noch nicht eingetretener Kreditausfälle), abgezinst mit dem ursprünglichen Effektivzinssatz des finanziellen Vermögenswerts, d. h. dem bei erstmaligem Ansatz ermittelten Effektivzinssatz. Der Buchwert des Vermögenswerts wird unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos reduziert. Der Wertminderungsverlust wird ergebniswirksam erfasst.

Verringert sich die Höhe der Wertberichtigung in den folgenden Berichtsperioden und kann diese Verringerung objektiv auf einen nach der Erfassung der Wertminderung aufgetretenen Sachverhalt zurückgeführt werden, wird die früher erfasste Wertberichtigung rückgängig gemacht. Der neue Buchwert des Vermögenswerts darf jedoch die fortgeführten Anschaffungskosten zum Zeitpunkt der Wertaufholung nicht übersteigen. Die Wertaufholung wird erfolgswirksam erfasst.

Liegen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen objektive Hinweise dafür vor, dass nicht alle fälligen Beträge gemäß den ursprünglich vereinbarten Rechnungskonditionen eingehen werden (wie z. B. Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz oder signifikante finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners), wird eine Wertminderung unter Verwendung eines Wertberichtigungskontos vorgenommen. Eine Ausbuchung der Forderungen erfolgt, wenn sie als uneinbringlich eingestuft werden.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, welche dem jeweiligen Erfüllungsbetrag entsprechen.

Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilseignern

Zu den Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilseignern wird auf die Ausführungen unter "Ermessensausübung und Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten" verwiesen.

Abgegrenzte Schulden

Abgegrenzte Schulden werden dann ausgewiesen, wenn die Gesellschaft eine gegenwärtige Verpflichtung (gesetzlich oder faktisch) aus einem vergangenen Ereignis hat und es wahrscheinlich ist, dass sich aus der Erfüllung der Verpflichtung ein Abfluss von Ressourcen ergibt, der wirtschaftlichen Nutzen verkörpert, und der Erfüllungsbetrag verlässlich ermittelt werden kann.

Abgegrenzte Erträge

Abgegrenzte Erträge werden dann ausgewiesen, wenn die Gesellschaft aus einem Leistungsbündel eines Verkaufsgeschäftes noch nicht alle Dienstleistungen an Kunden erbracht hat.

Beizulegender Zeitwert der finanziellen Vermögenswerte und Schulden

Aufgrund der kurzen Laufzeiten entsprechen die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Schulden weitgehend ihren jeweiligen Zeitwerten. Auf finanzielle Vermögenswerte werden Wertberichtigungen vorgenommen, wenn der Buchwert über dem Zeitwert (Barwert der erwarteten künftigen Cash Flows) liegt.

Bilanzierung von Leasingverhältnissen als Leasingnehmer

Bei den Leasingverträgen handelt es sich um Operating-Lease-Verhältnisse, so dass keine Aktivierung beim Leasingnehmer erfolgt. Die Leasingraten werden aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst.

Zeitpunkt der Offenlegung

Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 wurde am 19. März 2013 vom Aufsichtsrat gebilligt und am 15. Mai 2013 im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Umsatzerlöse

Die Gesellschaft erbringt die Dienstleistungen Zeitarbeit, Personalvermittlung, Interim- und Projektmanagement sowie Fort- und Weiterbildung im Wesentlichen im Rahmen von Dienstverträgen.

2013 2012 Veränderung zum Vorjahr
TEUR TEUR TEUR %
--- --- --- --- ---
Zeitarbeit 103.307 101.075 2.232 2%
Personalvermittlung 13.984 13.462 522 4%
Interim- und Projektmanagement 8.033 7.134 899 13%
Fort- und Weiterbildung 16.733 15.332 1.401 9%
142.057 137.003 5.054 4%

Die Umsatzerlöse betreffen ausschließlich Dienstleistungen und wurden größtenteils im Inland erbracht. Von den Gesamtumsätzen wurden ca. 12% mit Privatkunden, in der Regel im Weiterbildungsbereich, erzielt. 88% der Umsatzerlöse wurden mit ca. 3.900 Firmenkunden erzielt, wobei sich die Umsätze mit den 10 größten Kunden auf ca. 9% belaufen. Der Kunde mit dem höchsten Umsatzanteil erreichte 1,9% des Gesamtumsatzes.

Zur Entwicklung der Umsätze nach den Tätigkeitsfeldern wird auf die Darstellung der Segmentberichterstattung verwiesen.

2. Einstandskosten der erbrachten Dienstleistungen

Die Einstandskosten der erbrachten Dienstleistungen beinhalten die Personalaufwendungen für Zeitarbeitsmitarbeiter, Aufwendungen für bezogene Dienstleistungen externer Berater und Dozentenhonorare, Aufwendungen für Schulungsräumlichkeiten sowie Personalaufwendungen von Mitarbeitern aus dem Bereich Personalvermittlung. Ebenso wurden auftragsbezogene Reisekosten hier ausgewiesen.

3. Vertriebskosten

In den Vertriebskosten sind Aufwendungen für die Geschäftsleitung, die Personalaufwendungen der Vertriebsmitarbeiter, die auf sie entfallenden Raum- und Kfz-Kosten, Marketingaufwendungen sowie die Abschreibungen auf das genutzte Anlagevermögen erfasst. Weiterhin sind anteilig die Aufwendungen für Kommunikation sowie Fort- und Weiterbildung des Vertriebsbereichs enthalten.

4. Allgemeine Verwaltungskosten

Unter Verwaltungsaufwendungen werden Aufwendungen der Geschäftsleitung, Personalaufwendungen der Zentralmitarbeiter, die auf sie entfallenden Raum- und Kfz-Kosten sowie die Abschreibungen auf das genutzte Anlagevermögen erfasst. Weiterhin sind hier die laufenden IT-Kosten, Rechts- und Beratungskosten, die Buchführungskosten, die Kosten der Hauptversammlung und die Kosten des Jahresabschlusses ausgewiesen.

5. Zusätzliche Angaben aufgrund der Anwendung des Umsatzkostenverfahrens

Der Konzern beschäftigte im Geschäftsjahr 2013 durchschnittlich2.441 Mitarbeiter und Auszubildende (Vorjahr: 2.434). Der Personalaufwand betrug im Geschäftsjahr TEUR 88.424 (Vorjahr: TEUR 85.236). Dieser Aufwand verteilt sich auf Mitarbeiter im Kundeneinsatz TEUR 64.422 (Vorjahr: TEUR 62.157), Vertriebsmitarbeiter TEUR 20.115 (Vorjahr: TEUR 19.515), Verwaltungsmitarbeiter TEUR 3.785 (Vorjahr: TEUR 3.484) und Auszubildende TEUR 102 (Vorjahr TEUR 80).

Die Mitarbeiter verteilen sich wie folgt:

2013 2012
Zentralmitarbeiter/innen 40 37
Vertriebs- und Verwaltungsmitarbeiter/innen 333 328
Beschäftigte Zeitarbeiter/innen 2.054 2.058
2.427 2.423
Auszubildende 14 11
2.441 2.434

Im Geschäftsjahr sind Leistungen an die gesetzliche Rentenversicherung und an Direktversicherungen von TEUR 6.879 (Vorjahr: TEUR 6.852) erfolgt. Hierbei handelt es sich um beitragsorientierte Versorgungspläne.

Die planmäßigen Abschreibungen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 842 (Vorjahr: TEUR 825).

6. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Skonti, Erträge aus Renovierungskostenzuschüssen und Erträge aus Währungsdifferenzen enthalten.

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit Verlusten aus Anlagenabgängen enthalten.

8. Wertminderung auf Geschäfts- oder Firmenwerte

Die bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte wurden gemäß IAS 36 einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen. Im Geschäftsjahr 2013 wurde keine Wertminderung festgestellt. Der im Vorjahr ermittelte Nutzungswert der Akademie für Internationale Rechnungslegung wurde dabei als deutlich unter dem Buchwert liegend festgestellt. Daraus resultierte eine Wertminderung in Höhe von TEUR 3.080 auf den Geschäfts- oder Firmenwert.

9. Finanzergebnis

Im Finanzergebnis sind Finanzerträge in Höhe von TEUR 92 (Vorjahr: TEUR 238) enthalten. Diese wurden im Wesentlichen mit Festgeldkonten bei Kreditinstituten erzielt.

Die Finanzaufwendungen betragen TEUR 654 (Vorjahr: TEUR 200). Diese resultieren aus der Bewertung der nicht beherrschenden Anteile korrespondierend zur Entwicklung der entsprechenden Verbindlichkeit.

10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Ertragsteuern wurden basierend auf den im Geschäftsjahr 2013 erzielten Ergebnissen der einzelnen Gesellschaften ermittelt. Der Körperschaftsteuersatz beträgt im Geschäftsjahr 2013 15% der steuerlichen Bemessungsgrundlage (Vorjahr: 15%). Auf die Körperschaftsteuer werden unverändert 5,5% Solidaritätszuschlag erhoben. Der Gewerbesteuersatz ist in Deutschland nicht einheitlich festgelegt und beträgt für die Amadeus FiRe Gruppe durchschnittlich 15,9% (Vorjahr: 15,8%) der steuerlichen Bemessungsgrundlage. Für temporäre Bewertungsunterschiede wurden im Geschäftsjahr ergebniswirksam latente Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 216 (Vorjahr: latente Steuererträge TEUR 237) berücksichtigt.

Die Angaben zu den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag stellen sich zu den Bilanzstichtagen wie folgt dar:

2013

TEUR
2012

TEUR
Laufende Steueraufwendungen:
Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag 3.399 3.516
Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag für Vorjahre 0 -54
Gewerbeertragsteuer 3.362 3.497
Gewerbeertragsteuer für Vorjahre 0 -50
6.761 6.909
Latente Steuern:
Entstehung und Umkehrung temporärer Differenzen 216 -237
Steueraufwand 6.977 6.672

Zur Zusammensetzung der latenten Steuern wird auf Punkt 17 des Anhangs verwiesen.

Überleitungsrechnung gemäß IAS 12:

Die Überleitung des theoretischen Betrages, der sich bei der Anwendung des Konzernsteuersatzes von 31,8% für o.g. Ertragsteuern (Vorjahr: 31,7%) auf das Vorsteuerergebnis zu dem tatsächlich ausgewiesenen Gesamtsteueraufwand ergeben hätte, stellt sich wie folgt dar:

2013

TEUR
2012

TEUR
Ergebnis vor Steuern 22.708 19.657
Theoretischer Steueraufwand bei Zugrundelegung des effektiven Steuersatzes in Deutschland 7.221 6.231
Effekte aus Nichtaktivierung steuerlicher Verlustvorträge 1 28
Steuerlich nicht abzugsfähige Wertminderungen auf Geschäftswerte 0 487
Hinzurechnungen Gewerbesteuer 43 38
Steuern auf nicht abzugsfähige Aufwendungen 70 71
Von nicht beherrschenden Anteilseignern zu tragende Steuern -182 105
Gewerbesteuerfreiheit Steuer-Fachschule Dr. Endriss -197 -193
Ertragsteuern Vorjahre 0 -103
Gewerbesteuerfreiheit TaxMaster GmbH 12 -5
Sonstige 9 13
Tatsächlich ausgewiesener Steueraufwand 6.977 6.672

11. Ergebnisanteil von im Fremdkapital ausgewiesenen nicht beherrschenden Anteilen

Der auf die nicht beherrschenden Anteilseigner der Steuer-Fachschule Dr. Endriss entfallende Ergebnisanteil ist aufwandswirksam im Periodenergebnis erfasst worden, da diese nicht beherrschenden Anteile nach IAS 32 als Fremdkapital zu qualifizieren sind.

12. Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird nach IAS 33 ermittelt. Hierbei wird das auf die Aktionäre entfallende Jahresergebnis nach Ergebnisanteilen von nicht beherrschenden Anteilseignern durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres ausstehenden Stammaktien geteilt und stellt das unverwässerte Ergebnis pro Aktie dar.

31.12.2013 31.12.2012
Periodenergebnis auf Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallend TEUR 14.699 13.497
Gewichteter Durchschnitt der Stammaktien Stück 5.198.237 5.198.237
Ergebnis je Aktie unverwässert EUR 2,83 2,60
Ergebnis je Aktie verwässert EUR 2,83 2,60

13. Ergebnisneutrale Bestandteile des Periodenerfolgs

Durch die Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe entstand im Berichtszeitraum ein Effekt von TEUR 0 (Vorjahr:

TEUR 0).

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ

Langfristige Vermögenswerte

14. Immaterielle Vermögenswerte

31.12.2013

TEUR
31.12.2012

TEUR
Software 393 606
Geschäfts- oder Firmenwerte 6.935 6.935
7.328 7.541

Es sind keine selbst erstellten immateriellen Vermögenswerte des Anlagevermögens bilanziert. Die planmäßigen Abschreibungen auf Software in Höhe von TEUR 327 (Vorjahr: TEUR 330) sind in den Einstands-, Vertriebs- und Verwaltungskosten ausgewiesen.

Wertminderung der Geschäfts- oder Firmenwerte

Der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wird jeweils auf Basis der Berechnung eines Nutzungswerts unter Verwendung von Cash Flow-Prognosen ermittelt, die auf vom Management für einen Zeitraum von fünf Jahren erstellten Finanzplänen basieren. Der für die Cash Flow-Prognosen verwendete Abzinsungssatz vor Steuern beträgt 18,2% (Vorjahr: 17,1%). Nach dem Zeitraum von fünf Jahren anfallende Cash Flows der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten werden unter Verwendung einer Wachstumsrate von 1% (Vorjahr: 1,0%) extrapoliert.

Grundannahmen für die Berechnung des Nutzungswerts

Bei folgenden der Berechnung des Nutzungswerts der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugrunde gelegten Annahmen bestehen Schätzungsunsicherheiten:

5-Jahres-Geschäftsplan
Abzinsungssätze
Wachstumsrate, die der Extrapolation der Cash Flow-Prognosen außerhalb des Budgetzeitraums zugrunde gelegt wird

5-Jahres-Geschäftsplan - Der Geschäftsplan wurde aufgrund von Einschätzungen der künftigen Geschäftsentwicklung durch die Unternehmensleitung erstellt. Diesen Einschätzungen lagen Erfahrungswerte der Vergangenheit zugrunde.

Abzinsungssätze - Die Abzinsungssätze spiegeln die Schätzungen der Unternehmensleitung hinsichtlich der den einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zuzuordnenden spezifischen Risiken wider. Bei der Ermittlung der angemessenen Abzinsungssätze für die einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten wurde ein Basiszins von 2,75% (Vorjahr: 2,25%) und eine Risikoprämie von 6,25% (Vorjahr: 6,25%) berücksichtigt.

Schätzungen der Wachstumsraten - Die langfristige Wachstumsrate für die Extrapolation der Cash Flow-Prognosen außerhalb des Budgetzeitraums wurde unverändert zum Vorjahr mit 1,0% angesetzt.

Sensitivität der getroffenen Annahmen

Die Unternehmensleitung ist der Auffassung, dass keine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich mögliche Änderung einer der zur Bestimmung des Nutzungswerts der verbleibenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten Steuer-Fachschule Dr. Endriss, Akademie für Internationale Rechnungslegung, Amadeus FiRe Personalvermittlung und Amadeus FiRe AG getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten ihre erzielbaren Werte wesentlich übersteigen. Zusätzlich zu der Werthaltigkeitsüberprüfung wurde für die zahlungsmittelgenerierenden Einheiten eine Sensitivitätsanalyse durchgeführt. Bei Erhöhung der verwendeten Kapitalisierungszinssätze um einen Prozentpunkt ergäbe sich bei allen vier zahlungsmittelgenerierenden Einheiten weiterhin kein Wertberichtigungsbedarf.

Die im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte wurden für Zwecke einer Werthaltigkeitsprüfung nachfolgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet:

31.12.2013

TEUR
31.12.2012

TEUR
Firmenwert Steuer-Fachschule Dr. Endriss 3.853 3.853
Firmenwert Amadeus FiRe
Personalvermittlung 1.388 1.388
Firmenwert Akademie für Internationale
Rechnungslegung 1.280 1.280
Firmenwert Amadeus FiRe AG 415 415
6.935 6.935

15. Sachanlagen

31.12.2013

TEUR
31.12.2012

TEUR
Sachanlagen 1.250 1.161
1.250 1.161

Die planmäßigen Abschreibungen von TEUR 515 (Vorjahr: TEUR 495) sind in den Einstands-, Vertriebs- und Verwaltungskosten ausgewiesen.

16. Entwicklung des Konzernanlagevermögens für 2013

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2013

TEUR
Zugänge

TEUR
Abgänge

TEUR
Umbuchungen

TEUR
31.12.2013

TEUR
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Software 4.083 114 271 0 3.926
Geschäfts- oder Firmenwerte 14.254 0 0 0 14.254
18.337 114 271 0 18.180
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.060 604 821 0 4.843
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
5.060 604 821 0 4.843
23.397 718 1.092 0 23.023
Kumulierte Abschreibungen/Wertminderungen Anpassung
1.1.2013

TEUR
Zugänge

TEUR
Abgänge

TEUR
31.12.2013

TEUR
Währungsumrechnung

TEUR
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Software 3.477 327 271 3.533 0
Geschäfts- oder Firmenwerte 7.319 0 0 7.319 0
10.796 327 271 10.852 0
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.899 514 820 3.593 0
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
3.899 514 820 3.593 0
14.695 841 1.091 14.445 0
Buchwerte
31.12.2013

TEUR
31.12.2012

TEUR
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Software 393 606
Geschäfts- oder Firmenwerte 6.935 6.935
7.328 7.541
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.250 1.161
Geleistete Anzahlungen 0 0
1.250 1.161
8.578 8.702

Entwicklung des Konzernanlagevermögens für 2012

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2012

TEUR
Zugänge

TEUR
Abgänge

TEUR
Umbuchungen

TEUR
31.12.2012

TEUR
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Software 3.929 279 162 37 4.083
Geschäfts- oder Firmenwerte 14.254 0 0 0 14.254
18.183 279 162 37 18.337
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.996 549 485 0 5.060
Geleistete Anzahlungen 39 -2 0 -37 0
5.035 547 485 -37 5.060
23.218 826 647 0 23.397
Kumulierte Abschreibungen/Wertminderungen Anpassung
1.1.2012

TEUR
Zugänge

TEUR
Abgänge

TEUR
31.12.2012

TEUR
Währungsumrechnung

TEUR
--- --- --- --- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Software 3.298 330 151 3.477 0
Geschäfts- oder Firmenwerte 4.239 3.080 0 7.319 0
7.537 3.410 151 10.796 0
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.881 495 477 3.899 0
Geleistete Anzahlungen 0 0 0 0 0
3.881 495 477 3.899 0
11.418 3.905 628 14.695 0
Buchwerte
31.12.2012

TEUR
31.12.2011

TEUR
--- --- ---
Immaterielle Vermögenswerte
Software 606 631
Geschäfts- oder Firmenwerte 6.935 10.015
7.541 10.646
Sachanlagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.161 1.115
Geleistete Anzahlungen 0 39
1.161 1.154
8.702 11.800

17. Latente Steuern

Die latenten Steuern setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:

Konzern-Bilanz Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
31.12.2013

TEUR
31.12.2012

TEUR
2013

TEUR
2012

TEUR
--- --- --- --- ---
Latente Steueransprüche:
Abgegrenzte Schulden 681 607 740 100
Steuerliche Verlustvorträge 25 263 -238 188
706 870 -164 290
Latente Steuerschulden:
Steuerlich nutzbarer
Geschäfts- oder Firmenwert 511 460 -51 -53
511 460 -51 -53
Summe Steueraufwand -215 237

Die steuerlichen Verlustvorträge beinhalten einen Betrag in Höhe von TEUR 576 (Vorjahr: TEUR 570), für welchen aufgrund der Unsicherheit in Bezug auf die Realisierbarkeit der Verlustvorträge keine latenten Steueransprüche angesetzt wurden. Diese steuerlichen Verlustvorträge sind nach der bestehenden Rechtslage zeitlich und der Höhe nach unbegrenzt vortragsfähig, soweit sie nicht genutzt werden.

Kurzfristige Vermögenswerte

18. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2013

TEUR
31.12.2012

TEUR
Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen 14.273 14.299
Wertberichtigungen -104 -217
14.169 14.082

Die Analyse der überfälligen, nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zum 31. Dezember stellt sich wie folgt dar:

Konzern TEUR
Weder überfällig noch wertgemindert Überfällig, aber nicht wertgemindert
--- --- --- --- --- --- ---
Summe < 30 Tage 30-60 Tage 60-90 Tage > 90 Tage
--- --- --- --- --- --- ---
2013 14.080 9.115 4.390 425 133 17
2012 13.972 8.722 4.648 518 84 0

Das maximale Ausfallrisiko wird durch die Fortführungswerte der in der Bilanz angesetzten Forderungen und sonstigen finanziellen Vermögenswerte wiedergegeben.

Das Risiko von Forderungsausfällen wird durch Bonitätsprüfungen und ein Mahnwesen begrenzt. Im operativen Geschäft werden die offenen Forderungen standortbezogen, also dezentral, fortlaufend überwacht. Die durchschnittliche Laufzeit der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug am 31. Dezember 2013 bezogen auf die Umsätze des Monats Dezember 35 Tage (31. Dezember 2012: 38 Tage).

Ausfallrisiken wird mittels Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zum Abschlussstichtag liegen weder wesentliche Verrechnungsbeträge, die dieses Risiko mindern, noch Finanzgarantien für Verpflichtungen Dritter, die dieses Risiko erhöhen, vor.

Hinsichtlich des weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen Bestandes der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht zinstragend und generell innerhalb von 8 bis 75 Tagen zu begleichen. Im Geschäftsjahr 2013 entstanden Forderungsverluste aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 250 (Vorjahr: TEUR 71). Hierbei handelt es sich um den absoluten Ausfallbetrag an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, unabhängig von der Bildung und Berücksichtigung von Wertberichtigungen. Dies entspricht 1,75% (Vorjahr: 0,5%) des Forderungsbestandes zum Bilanzstichtag.

Der Nettoverlust der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betrug TEUR 136 (Vorjahr: TEUR 101). Insgesamt betrug das Nettoergebnis der Kategorie "Kredite und Forderungen" TEUR -44 (Vorjahr: TEUR +137).

Die Wertberichtigungen auf Forderungen haben sich wie folgt entwickelt:

Konzern

in TEUR
2013 2012
Stand Wertberichtigungen am 1. Januar 217 187
Aufwandswirksame Zuführungen 82 160
Inanspruchnahme -110 -29
Auflösungen -85 -101
Stand Wertberichtigungen am 31. Dezember 104 217

Der Konzern stellt mit entsprechenden Kontrollverfahren sicher, dass Dienstleistungen nur an Kunden erbracht werden, die sich in der Vergangenheit als kreditwürdig erwiesen haben, und dass sich das bei diesen Transaktionen bestehende Ausfallrisiko innerhalb eines angemessenen Rahmens bewegt. Im Geschäftsjahr 2013 wurden Forderungen in Höhe von netto TEUR 82 (Vorjahr: TEUR 160) neu wertberichtigt. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie deren vollständige Ausbuchungen aufgrund von Uneinbringbarkeit.

Die sonstigen Vermögenswerte gliedern sich wie folgt:

31.12.2013

TEUR
31.12.2012

TEUR
Forderungen Mitarbeiter 47 66
Zinsen 0 1
Übrige 28 26
75 93

Von den insgesamt ausgewiesenen sonstigen Vermögenswerten tragen Vermögenswerte in Höhe von TEUR 48 (Vorjahr: TEUR 65) ein Ausfallrisiko. Diese sind zum Bilanzstichtag weder überfällig noch wertgemindert.

Hinsichtlich der weder wertgeminderten noch in Zahlungsverzug befindlichen sonstigen finanziellen Vermögenswerte deuten zum Abschlussstichtag keine Anzeichen darauf hin, dass die Schuldner ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen werden.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Vermögenswerte haben überwiegend kurze Laufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag dem beizulegenden Zeitwert.

19. Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktivische Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 403 (Vorjahr: TEUR 499) enthält im Wesentlichen Abgrenzungen für bereits vorausbezahlte Werbeaufwendungen und Wartungsdienstleistungen.

20. Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen

Zahlungsmittel bestehen ausschließlich aus Kassenbeständen und Guthaben bei Kreditinstituten sowie kurzfristigen Festgeldern mit Laufzeiten von bis zu 90 Tagen ab Anlagezeitpunkt gerechnet. Die Zinssätze für die Festgeldanlagen betragen zum Stichtag 31. Dezember 2013 zwischen 0,10% und 0,20%.

31.12.2013

TEUR
31.12.2012

TEUR
Guthaben bei Kreditinstituten 3.028 2.631
Kasse 8 8
Festgeld 34.528 32.694
37.564 35.333

Zahlungsmittel haben überwiegend kurze Laufzeiten. Daher entsprechen deren Buchwerte zum Bilanzstichtag dem beizulegenden Zeitwert.

Eigenkapital

21. Grundkapital (Gezeichnetes Kapital)

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Grundkapital in Höhe von EUR 5.198.237,00 der Muttergesellschaft und ist eingeteilt in 5.198.237 nennwertlose Inhaberstückaktien, die von einer Vielzahl von Anteilseignern gehalten werden. Es sind keine Anteilseigner bekannt, die einen Anteil von größer als 25% der Aktien halten. Das gezeichnete Kapital ist voll eingezahlt.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Mai 2010 ist die Gesellschaft für die Dauer bis zum 26. Mai 2015 ermächtigt, über die Börse eigene Aktien bis zu insgesamt 10% ihres zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Der dabei je Aktie gezahlte Kaufpreis (ohne Erwerbsnebenkosten) darf den am jeweiligen Handelstag durch die Eröffnungsauktion ermittelten Kurs einer Amadeus FiRe Aktie im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren Nachfolgesystem) um nicht mehr als 10% überschreiten und um nicht mehr als 10% unterschreiten.

Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, welche die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10% des jeweiligen Grundkapitals entfallen.

Die Ermächtigung kann ganz oder in Teilbeträgen, einmal oder mehrmals durch die Gesellschaft, aber auch für ihre Rechnung durch Dritte ausgenutzt werden.

Der Vorstand ist ermächtigt, die aufgrund dieser oder einer früher erteilten Ermächtigung erworbenen eigenen Aktien neben einer Veräußerung über die Börse oder über ein Angebot an alle Aktionäre auch wie folgt zu verwenden:

Sie können mit Zustimmung des Aufsichtsrats eingezogen werden, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf.
Sie können mit Zustimmung des Aufsichtsrats Dritten gegen Sachleistungen, insbesondere im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen, beim Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen und Beteiligungen an Unternehmen, angeboten und auf diese übertragen werden.
Sie können mit Zustimmung des Aufsichtsrats gegen Barzahlung an Dritte veräußert werden, wenn der Preis, zu dem die Amadeus FiRe Aktien veräußert werden, den Börsenkurs nicht wesentlich unterschreitet (§ 186 Abs. 3 Satz 4 AktG).

Insgesamt dürfen die aufgrund der Ermächtigungen zur Veräußerung gegen Barzahlung an Dritte verwendeten Aktien, die in entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG (unter Bezugsrechtsausschluss gegen Bareinlagen nahe am Börsenkurs) ausgegeben wurden, 10% des Grundkapitals zum Zeitpunkt ihrer Verwendung nicht übersteigen. Auf diese Begrenzung sind Aktien anzurechnen, die in direkter oder entsprechender Anwendung des § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG während der Laufzeit dieser Ermächtigung aufgrund bestehender anderer Ermächtigungen ausgegeben wurden. Die Ermächtigungen zur Veräußerung und zur Verwendung können einmal oder mehrmals, einzeln oder gemeinsam, ganz oder in Teilen ausgenutzt werden.

Das Bezugsrecht der Aktionäre auf erworbene eigene Aktien ist insoweit ausgeschlossen, als diese Aktien gemäß den vorstehenden Ermächtigungen zum Erwerb von Sachleistungen oder zur Veräußerung gegen Barzahlung an Dritte verwendet werden.

22. Genehmigtes Kapital

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Mai 2009 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 26. Mai 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals um insgesamt bis zu EUR 2.599.118,00 durch Ausgabe von bis zu 2.599.118 neuen auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2009). Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen, das den Aktionären grundsätzlich im Wege des mittelbaren Bezugsrechts (§ 186 Abs. 5 AktG) gewährt werden soll. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre auszuschließen,

a) wenn die Kapitalerhöhung gegen Bareinlagen erfolgt und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10% des im Zeitpunkt der Ermächtigung vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt, wobei auf diesen Betrag der Ausschluss des Bezugsrechts gemäß § 186 Abs. 3 Satz 4 AktG bei der Veräußerung eigener Aktien auf der Grundlage anderer zum Zeitpunkt dieser Ermächtigung bestehender Ermächtigungen anzurechnen ist, und der Ausgabepreis der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits an der Börse gehandelten Aktien der Gesellschaft gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festlegung des Ausgabepreises durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet;

b) bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen, insbesondere zum Erwerb von Unternehmen, Unternehmensteilen und Beteiligungen an Unternehmen;

c) für Spitzenbeträge.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates die weiteren Einzelheiten der Ausstattung der neuen Aktien und der Durchführung der Kapitalerhöhungen aus dem genehmigten Kapital festzulegen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, die Fassung von § 4 der Satzung (Grundkapital) entsprechend dem Umfang der Kapitalerhöhung zu ändern.

23. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage resultiert im Wesentlichen aus Beträgen, die bei der Ausgabe von Anteilen über den Nennbetrag hinaus (Agio) erzielt wurden.

24. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen zum 31. Dezember 2013 stellen sich wie folgt dar:

TEUR
Stand 01.01.2013 24.921
Gewinnausschüttung -15.335
Auf Aktionäre der Amadeus FiRe AG entfallender Periodenerfolg 14.699
Stand 31.12.2013 24.285

25. Anteile von nicht beherrschenden Anteilseignern

Die im Eigenkapital gesondert ausgewiesenen nicht beherrschenden Anteile resultieren aus den Anteilen an der Endriss GmbH, der TaxMaster GmbH, der Endriss Service GmbH, der Akademie für Management sowie der Akademie für Internationale Rechnungslegung.

26. Langfristige Schulden

Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilseignern

Die Verbindlichkeiten bestehen gegenüber den nicht beherrschenden Anteilseignern der Steuer-Fachschule Dr. Endriss. Zu weiteren Angaben verweisen wir auf die Ausführungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden.

27. Kurzfristige Schulden

Als kurzfristige Schulden klassifizierte Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Sicherheiten wurden nicht bestellt.

Ertragsteuerschulden

Die Ertragsteuerschulden in Höhe von TEUR 789 (Vorjahr: TEUR 296) umfassen Beträge für vorangegangene Geschäftsjahre sowie für das Geschäftsjahr 2013, für die die Konzerngesellschaften Steuerschuldner sind.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen ausschließlich gegenüber Dritten und sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert.

Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilseignern

Diese Verbindlichkeiten resultieren im Wesentlichen aus Gewinnansprüchen der nicht beherrschenden Anteilseigner aus dem Jahresüberschuss.

Abgegrenzte Erträge

Die unter diesem Posten erfassten Erträge beziehen sich auf die Abgrenzung und Auflösung von Weiterbildungsschecks, die für erfolgreiche Personalvermittlungen an Kundenunternehmen ausgegeben wurden. Die Weiterbildungsschecks können innerhalb bestimmter Fristen ausschließlich bei der Akademie für Internationale Rechnungslegung und der Steuer-Fachschule Dr. Endriss eingelöst werden.

Sonstige Verbindlichkeiten und abgegrenzte Schulden

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2013

TEUR
31.12.2012

TEUR
Erhaltene Anzahlungen auf Kursgebühren 2.909 2.796
Umsatzsteuer 1.671 1.501
Lohn- und Kirchensteuer 971 935
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 0 8
Übrige 122 117
5.673 5.357

Die abgegrenzten Schulden setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2013

TEUR
31.12.2012

TEUR
Prämien und Tantiemen 2.496 2.427
Resturlaub 1.654 1.670
Ausstehende Rechnungen 748 844
Überstunden 587 470
Berufsgenossenschaft 495 480
Personal Sonstiges 334 415
Rechts- und Beratungskosten 155 86
Prüfungs- und Steuerberatungskosten 130 145
Übrige 672 663
7.271 7.200
Sonstige Verbindlichkeiten und abgegrenzte Schulden 12.944 12.557

Die übrigen abgegrenzten Schulden beinhalten u. a. Schwerbehindertenabgaben, Aufsichtsratsvergütungen und die Kosten der Hauptversammlung.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Konzern

in TEUR
31.12.2013
Summe Restlaufzeit bis

1 Jahr
Restlaufzeit über 1 Jahr bis 5 Jahre Restlaufzeit über

5 Jahre
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilseignern 4.449 1.091 3.358 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.054 1.054 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 49 49 0 0
Gesamt 5.552 2.194 3.358 0
Konzern

in TEUR
31.12.2012
Summe Restlaufzeit bis

1 Jahr
Restlaufzeit über 1 Jahr bis 5 Jahre Restlaufzeit über

5 Jahre
--- --- --- --- ---
Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilseignern 2.914 210 2.704 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.332 1.332 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 92 92 0 0
Gesamt 4.338 1.634 2.704 0

Die Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilseignern sind in der obigen Darstellung diskontiert ausgewiesen. Der Diskontierungseffekt beträgt TEUR 329 (Vorjahr: TEUR 260).

Der Anstieg der kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilseignern resultiert aus den gestiegenen Periodenergebnissen der einzelnen Gesellschaften im Geschäftsjahr 2013.

Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilseignern sind frühestens im Jahr 2015 fällig. Für weitere Erläuterungen im Hinblick auf die Fälligkeiten wird auf die Ausführungen unter "Ermessensausübung und Hauptquellen von Schätzungsunsicherheiten" verwiesen.

Die finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilseignern sind zum Teil zinstragend, sofern diese die Abfindungsoptionen betreffen. Die restlichen finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber den nicht beherrschenden Anteilseignern sind nicht zinstragend.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind nicht zinstragend und haben in der Regel eine Fälligkeit bis zu 90 Tagen (Vorjahr: 90 Tage).

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten sind nicht zinstragend und im Durchschnitt innerhalb von 30 Tagen zu begleichen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie sonstige Verbindlichkeiten haben regelmäßig kurze Laufzeiten; die bilanzierten Werte stellen näherungsweise die beizulegenden Zeitwerte dar. Aufgrund der Tatsache, dass die den finanziellen Verbindlichkeiten zugrundeliegenden Vertragsvereinbarungen keine vorzeitigen Kündigungsmöglichkeiten vorsehen, liegen zum Bilanzstichtag keine Liquiditätsrisiken vor.

Bewertung von Finanzinstrumenten nach Kategorien

Die finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten werden gem. IAS 39 den Kategorien "Kredite und Forderungen" und "finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden" zugeordnet. Die finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten sind sämtlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Lediglich die Verbindlichkeiten in Zusammenhang mit der Abfindungsverpflichtung gegenüber den nicht beherrschenden Anteilseignern der Steuer-Fachschule Dr. Endriss in Höhe von TEUR 3.249 (Vorjahr: TEUR 2.595) ist erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Buchwerte sämtlicher im Konzernabschluss erfasster Finanzinstrumente stimmen näherungsweise mit den beizulegenden Zeitwerten überein. Der Buchwert der Finanzinstrumente der Kategorie "Kredite und Forderungen" beträgt TEUR 51.757 (Vorjahr: TEUR 49.455). Der Buchwert der Kategorie "Finanzielle Verbindlichkeiten" beträgt TEUR 5.552 (Vorjahr: TEUR 4.338).

ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung der Gesellschaft steht in Übereinstimmung mit IAS 7. Die Zahlungsströme werden entsprechend nach dem Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit, aus der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit gegliedert.

28. Cash Flow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit

Der Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit stieg im Geschäftsjahr 2013 um 15,9% auf TEUR 18.192 (Vorjahr: TEUR 15.698).

Zunächst stieg das Periodenergebnis um TEUR 2.746. Im Vorjahr wurde das Periodenergebnis deutlich von der Firmenwertabschreibung beeinflusst, im laufenden Jahr durch Finanzaufwendungen aus der Bewertung der Abfindungsoption der Minderheitsgesellschafter. Das Betriebsergebnis vor Änderung des Nettoumlaufvermögens verbesserte sich schlussendlich um TEUR 1.025. Aus dem Nettoumlaufvermögen gab es im Geschäftsjahr einen Mittelzufluss von TEUR 130, ein um TEUR 81 höherer Zuwachs als im vorangegangenen Geschäftsjahr. Im Vergleich positiv entwickelt sich der Abfluss liquider Mittel aus Ertragsteuerzahlungen, die TEUR 1.388 geringer als im Vorjahr ausfielen.

29. Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich auf TEUR 626 (Vorjahr: TEUR 549). Die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen verminderten sich im Vorjahresvergleich um TEUR 107. Die Investitionen erfolgten überwiegend zur Verbesserung der IT-Infrastruktur in Soft- und Hardware. Aufgrund des im Geschäftsjahr 2013 weiter sinkenden Zinsniveaus sind die Zinseinnahmen um TEUR 183 gesunken.

30. Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

Im Geschäftsjahr 2013 wurden TEUR 15.335 aus dem Bilanzgewinn 2012 an Aktionäre ausgeschüttet (Vorjahr: TEUR 14.763); dies entspricht einer Dividende von EUR 2,95 pro Aktie (Vorjahr EUR 2,84 pro Aktie). Für nicht beherrschende Anteile wurden keine Dividenden ausgezahlt (Vorjahr TEUR 980). Damit sank der Mittelabfluss auf TEUR 15.335 (Vorjahr: TEUR 15.743).

Die Gesellschaft verfügt zum Bilanzstichtag über einen Avalrahmen von TEUR 1.750, der mit TEUR 943 in Anspruch genommen ist.

ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

31. Segmentberichterstattung

Zum Zweck der Unternehmenssteuerung ist der Konzern nach Produkten und Dienstleistungen in Geschäftseinheiten organisiert und verfügt über folgende zwei berichtspflichtige Segmente:

a. Zeitarbeit / Interim- und Projektmanagement / Personalvermittlung

b. Fort- und Weiterbildung

Zu der Beschreibung der Segmente wird auf den Lagebericht verwiesen.

Das Betriebsergebnis der Segmente wird vom Management getrennt überwacht. Die Entwicklung der Segmente wird anhand des Ergebnisses der betrieblichen Tätigkeit vor Wertminderungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte (EBITA) bewertet.

Die Verrechnungspreise zwischen den operativen Segmenten werden anhand der marktüblichen Konditionen unter fremden Dritten ermittelt.

Eine Segmentierung nach geographischen Segmenten wird nicht vorgenommen, da die Gesellschaft ihre Dienstleistungen gegenwärtig im Wesentlichen in Deutschland erbringt und somit nur in einem geographischen Segment tätig ist.

Da Informationen über die Zuordnung von Schulden zu Berichtssegmenten vom Vorstand nicht als Entscheidungsgrundlage verwendet werden, werden diese im Berichtswesen nicht ermittelt.

Informationen über die Geschäftssegmente (Alle Beträge in Tausend Euro)

Zeitpersonalservice / Interim- und Projektmanagement / Personalvermittlung/-beratung Fort- & Weiterbildung Konsolidiert
31.12.2013 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2012
--- --- --- --- --- --- ---
UMSÄTZE*
Umsätze des Segments 125.324 121.671 16.733 15.332 142.057 137.003
ERGEBNIS
Segmentergebnis vor Abschreibungen Geschäfts- oder Firmenwerte (EBIT-A) 20.421 20.754 2.849 1.945 23.270 22.699
Abschreibungen auf Sachanlagevermögen 535 523 307 302 842 825
Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte 0 0 0 3.080 0 3.080
Vermögenswerte des Segments 50.719 51.679 10.899 8.055 61.618 59.734
Investitionen 436 517 283 309 719 826
Finanzaufwendungen 0 0 654 200 654 200
Finanzerträge 85 226 7 12 92 238
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.661 6.428 316 244 6.977 6.672

* Umsätze zwischen Segmenten in Höhe von TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 19) bzw. TEUR 50 (Vorjahr: TEUR 54) wurden herauskonsolidiert.

SONSTIGE ANGABEN

32. Zielsetzungen und Methoden des Finanzrisikomanagements

Die wesentlichen durch den Konzern verwendeten finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilseignern sowie sonstige Verbindlichkeiten. Der Hauptzweck dieser finanziellen Verbindlichkeiten ist die Finanzierung der Geschäftstätigkeit des Konzerns. Der Konzern verfügt über verschiedene finanzielle Vermögenswerte wie zum Beispiel Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, die unmittelbar aus seiner Geschäftstätigkeit resultieren.

Der Konzern verfügt über keine derivativen Finanzinstrumente und in den Geschäftsjahren 2013 und 2012 wurde auch kein Handel mit Derivaten betrieben.

Grundsätzlich können sich aus Finanzinstrumenten zinsbedingte Cash Flow-Risiken sowie Liquiditäts- und Kreditrisiken ergeben, welche einer ständigen Überwachung durch die Unternehmensleitung unterliegen. Im Folgenden wird dargestellt, wie die Unternehmensleitung diese Risiken und deren Auswirkungen aktuell einschätzt.

Zinsrisiko

In den langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilseignern ist die potentielle Abfindungsverpflichtung für die nicht beherrschenden Anteile an der Steuer-Fachschule Dr. Endriss erfasst. Die hieraus resultierenden Verpflichtungen wurden mit ihrem Barwert zum Bilanzstichtag bewertet. Aus diesen langfristigen Verbindlichkeiten besteht kein nennenswertes Zinsänderungsrisiko.

Darüber hinaus erzielt der Konzern Finanzerträge aus seinen Guthaben bei verschiedenen Kreditinstituten. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Sensitivität des Konzernergebnisses vor Steuern gegenüber einer nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich möglichen Änderung der Zinssätze:

Erhöhung/Verringerung in Basispunkten Auswirkungen auf das Ergebnis vor Steuern

TEUR
2012 +50 184
2012 -50 -184
2013 +50 174
2013 -50 -174

Währungsrisiko

Der Konzern ist in Deutschland tätig. Ein Wechselkursrisiko besteht nicht.

Kreditrisiko

Der Konzern schließt Geschäfte ausschließlich mit kreditwürdigen Dritten ab. Alle Kunden, die mit dem Konzern Geschäfte auf Kreditbasis abschließen möchten, werden einer Bonitätsprüfung unterzogen. Der Vorstand hat in diesem Zusammenhang eine Richtlinie zur Bonitätsprüfung und zum Mahnwesen vorgegeben. Zudem werden die Forderungsbestände laufend überwacht, sodass der Konzern keinem wesentlichen Ausfallrisiko ausgesetzt ist. Das maximale Ausfallrisiko ist auf den in Anhangsangabe 18 ausgewiesenen Buchwert begrenzt.

Bei sonstigen finanziellen Vermögenswerten des Konzerns, wie Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen, entspricht das maximale Kreditrisiko bei Ausfall des Kontrahenten dem Buchwert dieser Instrumente.

Liquiditätsrisiko

Der Konzern verfügt über ausreichende Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen, um seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Aus derzeitiger Sicht besteht für den Konzern kein Liquiditätsrisiko.

Kapitalsteuerung

Vorrangiges Ziel der Kapitalsteuerung des Konzerns ist es sicherzustellen, dass es zur Unterstützung seiner Geschäftstätigkeit und zur Maximierung des Shareholder Values eine gute Eigenkapitalquote aufrecht erhält sowie eine nachhaltige Rendite auf das eingesetzte Kapital erzielt.

Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen vor unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Zur Aufrechterhaltung oder Anpassung der Kapitalstruktur kann der Konzern Anpassungen der Dividendenzahlungen an die Anteilseigner vornehmen oder neue Anteile ausgeben.

Zum Bilanzstichtag betrug die Eigenkapitalquote der Gruppe 66,3% (Vorjahr: 69,2%). Die Eigenkapitalrendite betrug 37,7% (Vorjahr: 32,1%). Die Berechnung der Eigenkapitalrendite erfolgte auf Basis der gewichteten Monatswerte.

33. Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat Avalmietbürgschaften in Höhe von TEUR 943 an Vermieter ausgestellt. Darüber hinaus bestehen keine angabepflichtigen Haftungsverhältnisse.

34. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2013

TEUR
31.12.2012

TEUR
Bis 1 Jahr 4.037 4.068
1 bis 5 Jahre 11.140 11.206
Über 5 Jahre 3.196 1.969
18.373 17.243

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen aus Büromieten und Leasingverträgen für verschiedene Kraftfahrzeuge. Die durchschnittliche Laufzeit der Leasingverträge liegt bei drei Jahren. Die Leasingverträge beinhalten keine Verlängerungsoptionen. Der Gesellschaft wurden keine Beschränkungen durch die Leasingvereinbarungen auferlegt. Insgesamt betrugen die Aufwendungen aus Miet- und Leasingverpflichtungen im Geschäftsjahr TEUR 4.390 (Vorjahr: TEUR 4.288).

35. Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Geschäftsjahr bestanden keine wesentlichen Geschäftsbeziehungen zu nahestehenden Personen.

In den Konzernabschluss sind die Amadeus FiRe AG und folgende Tochterunternehmen einbezogen:

Anteile am Eigenkapital

in %
31.12.2013 31.12.2012
--- --- ---
Unmittelbare Beteiligungen/Finanzanlagen
Greenwell Gleeson B.V. 100 100
Amadeus FiRe Services 100 100
Steuer-Fachschule Dr. Endriss 60 60
Endriss GmbH 60 60
Amadeus FiRe Personalvermittlung 100 100
Greenwell Gleeson Österreich 100 100
Mittelbare Beteiligungen/Finanzanlagen
Akademie für Internationale Rechnungslegung 60 60
TaxMaster GmbH 48 48
Endriss Service GmbH 60 60
Akademie für Management 60 60

Die Amadeus FiRe AG hält über die Steuer-Fachschule Dr. Endriss mittelbar 80% der Anteile an der TaxMaster GmbH. An der Endriss Service GmbH, der Akademie für Management sowie der Akademie für Internationale Rechnungslegung hält die Amadeus FiRe AG über die Steuer-Fachschule Dr. Endriss mittelbar 100% der Gesellschaftsanteile.

Mit Wirkung zum 1. Januar 2013 wurden die Amadeus FiRe GmbH und die Amadeus FiRe Personalvermittlung verschmolzen.

Vorstand

Im Geschäftsjahr 2013 waren Herr Peter Haas (Diplom-Betriebswirt), Rödermark (Vorstandsvorsitzender), Herr Robert von Wülfing (Diplom-Kaufmann, Finanzvorstand), Schwalbach/Ts., und Herr Dr. Axel Endriss (Diplom-Wirtschafts-informatiker, Diplom-Kaufmann), Essen, zu alleinvertretungsberechtigten Vorstandsmitgliedern bestellt. Sie sind berechtigt, im Namen der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen.

Die Geschäftsbereiche waren im Vorstand durch den vom Aufsichtsrat erstellten Geschäftsverteilungsplan im Geschäftsjahr 2013 wie folgt aufgeteilt:

Herr Peter Haas, Vorstandsvorsitzender:

Unternehmensstrategie, operatives Geschäft, Akquisitionen und Beteiligungen, Marketing und Public Relations, Investor Relations

Herr Robert von Wülfing, Finanzvorstand:

Finanz- und Rechnungswesen und Controlling, Personalverwaltung, IT, Recht und Revision

Herr Dr. Axel Endriss, Vorstand Weiterbildung:

Geschäftsbereich Fort- und Weiterbildung

Aufsichtsrat

Im Geschäftsjahr 2013 setzt sich der Aufsichtsrat der Amadeus FiRe AG unter Anwendung des Mitbestimmungsgesetzes gemäß § 9 Abs. 1 der Satzung aus sechs Mitgliedern der Aktionäre und sechs Mitgliedern der Arbeitnehmer wie folgt zusammen:

Herr Christoph Groß, Mainz, Wirtschaftsprüfer, Vorsitzender

Herr Michael C. Wisser, Neu-Isenburg, Diplom-Kaufmann, Vorstand der Aveco

AG, Frankfurt am Main, stellvertretender Vorsitzender

Herr Dr. Karl Graf zu Eltz, Frankfurt am Main,

selbstständiger Unternehmensberater

Herr Dr. Arno Frings, Düsseldorf, Rechtsanwalt und Partner der

Anwaltssozietät Orrick Hölters & Elsing, Düsseldorf

Herr Knuth Henneke, Neustadt, selbstständiger Unternehmensberater

Herr Hartmut van der Straeten, Wehrheim,

selbstständiger Unternehmensberater

Frau Ulrike Bert, Großostheim-Ringheim, Finanzbuchhalterin

Amadeus FiRe AG, Arbeitnehmervertreterin

Frau Ulrike Hösl-Abramowski, Offenbach, Personalsachbearbeiterin

Amadeus FiRe AG, Arbeitnehmervertreterin

Frau Silke Klarius, Ober-Olm, Personalreferentin Amadeus FiRe AG,

Arbeitnehmervertreterin

Frau Sibylle Lust, Frankfurt, Gewerkschaftssekretärin,

Arbeitnehmervertreterin

Herr Elmar Roth, Alzenau, leitender Angestellter im IT-Bereich,

Arbeitnehmervertreter

Herr Mathias Venema, Mainz, Gewerkschaftssekretär,

Arbeitnehmervertreter

Der Aufsichtsrat hat folgende Ausschüsse eingerichtet:

Bilanz- und Prüfungsausschuss

Vorsitzender: Herr Hartmut van der Straeten
weitere Mitglieder: Herr Michael C. Wisser,
Frau Ulrike Bert und
Frau Silke Klarius

Personalausschuss

Vorsitzender: Herr Christoph Groß
weitere Mitglieder: Herr Michael C. Wisser,
Herr Knuth Henneke und
Frau Hösl-Abramowski

Ständiger Ausschuss

Vorsitzender: Herr Christoph Groß
Weitere Mitglieder: Herr Michael C. Wisser,
Herr Hartmut van der Straeten und
Herr Elmar Roth

Während der Aufsichtsratssitzung am 9. Dezember 2013 hat der Aufsichtsrat einstimmig beschlossen den Ständigen Ausschuss aufzulösen.

Mandate der Organmitglieder in Aufsichtsräten und Kontrollgremien

Herr Christoph Groß Aufsichtsrat der Aveco Holding AG, Frankfurt

Aufsichtsrat der IC Immobilien Holding AG, Unterschleissheim

Aufsichtsrat der Halder Beteiligungsberatung GmbH, Frankfurt

Aufsichtsrat der Halder Holding GmbH, Frankfurt

Beiratsvorsitzender der GEALAN Beteiligungs GmbH, Oberkotzau
Herr Michael C. Wisser Aufsichtsratsvorsitzender der WISAG Produktionsservice GmbH, Düsseldorf

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Netz Aktiv Aktiengesellschaft für dezentrale Informationssysteme, Bayreuth

Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der ASG Airport Service GmbH, Frankfurt

Aufsichtsrat der WISAG Gebäudereinigung GmbH, Wien
Herr Knuth Henneke Stellvertretender Beiratsvorsitzender der Alukon Beteiligungs GmbH (bis April 2013, Konradsreuth

Stellvertretender Beiratsvorsitzender der GEALAN Beteiligungs GmbH, Oberkotzau

Stellvertretender Beiratsvorsitzender der Aqua Vital Quell- und Mineralwasser GmbH, Neuss
Herr Dr. Karl Graf zu Eltz Aufsichtsratsvorsitzender der Amontis Consulting AG, Heidelberg
Herr Mathias Venema Aufsichtsrat der FraSec Fraport Security Services GmbH, Frankfurt

Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die Bezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr TEUR 2.162 (Vorjahr: TEUR 1.640). Die Bezüge des Aufsichtsrats betrugen im Geschäftsjahr TEUR 217 (Vorjahr: TEUR 220). Zur Individualisierung sowie zu weiteren Details zu Bezügen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder verweisen wir auf die Ausführungen im Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns, Kapitel Vergütungsbericht. Von Organmitgliedern gehaltene Aktien

Nachstehend erfolgt eine individualisierte Zusammenstellung des Aktienbesitzes.

Organmitglied Organ Anzahl Aktien
Axel Endriss Vorstand 6.231*
Christoph Groß Aufsichtsratsvorsitzender 5.200
Ulrike Bert Aufsichtsrat, Arbeitnehmervertreterin 600

* Davon werden 6.231 Aktien indirekt über die Endriss Beteiligungs GmbH gehalten.

Wertpapiergeschäfte von Mitgliedern des Vorstands und des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr 2013 wurden folgende Aktienkäufe/-verkäufe von Mitgliedern des Vorstands, des Aufsichtsrats oder von Gesellschaften in enger Beziehung zum Vorstand getätigt:

Datum Anzahl Kaufpreis/Stück Transaktion
Endriss Beteiligungs GmbH 29.05.2013 2.500 51,00 Verkauf
Endriss Beteiligungs GmbH 29.05.2013 3.000 51,50 Verkauf
Dr. Arno Frings 31.05.2013 980 49,59 Verkauf

36. Honorare des Abschlussprüfers

Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers beläuft sich im Geschäftsjahr auf TEUR 159 und verteilt sich wie folgt:

TEUR
Abschlussprüfung 147
Sonstige Leistungen 12
Gesamt 159

37. Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es lagen keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag vor.

38. Corporate Governance

Die Entsprechenserklärung zum deutschen Corporate Governance Kodex gem. § 161 AktG wurde am 5. November 2013 vom Vorstand und dem Aufsichtsrat abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

39. Angaben nach §§ 264 Abs. 3, 264b HGB

Die Tochtergesellschaft Amadeus FiRe Services macht von der Befreiungsmöglichkeit des § 264 Abs. 3 HGB, im Falle der Steuer-Fachschule Dr. Endriss von § 264b HGB hinsichtlich der Offenlegungspflichten Gebrauch.

Frankfurt/Main, den 21. Februar 2014

Peter Haas, Vorstandsvorsitzender

Dr. Axel Endriss, Vorstand Weiterbildung

Robert von Wülfing, Vorstand Finanzen

Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr 2013

1. WIRTSCHAFTLICHES UMFELD

GESAMTWIRTSCHAFTLICHE ENTWICKLUNG

Die deutsche Wirtschaft hat im Jahresverlauf 2013 wieder auf einen positiveren konjunkturellen Pfad zurück gefunden, nachdem sie im Winterhalbjahr 2012/2013 aufgrund der europäischen Schuldenkrise und einer stockenden Weltwirtschaftsentwicklung in eine Schwächephase geraten war. Im vierten Quartal 2012 schrumpfte das reale Bruttoinlandsprodukt saisonbereinigt um 0,5 Prozent und stagnierte im ersten Quartal 2013 (+/-0,0 Prozent). Dank einer starken Binnenkonjunktur ist die deutsche Wirtschaft ab dem zweiten Quartal 2013 aber wieder auf einen Wachstumskurs eingeschwenkt. Nach +0,7 Prozent im zweiten und +0,3 Prozent im dritten Quartal lassen die vorliegenden Indikatoren auch für das vierte Quartal 2013 ein Wachstum erwarten. Für das gesamte Jahr 2013 hat das reale Bruttoinlandsprodukt nach ersten Angaben des Statistischen Bundesamtes 0,4 Prozent zugenommen, nach ebenfalls eher schwachen +0,7 Prozent Wachstum in 2012, aber +3,3 Prozent in 2011 und +4,0 Prozent in 2010.

Im Jahr 2013 war der wichtigste Wachstumsmotor auf der Verwendungsseite (Ausgabenansatz) des Bruttoinlandsprodukts der Konsum. Die privaten Konsumausgaben stiegen preisbereinigt um 0,9 Prozent, die des Staates sogar um 1,1 Prozent. Rückläufig haben sich hingegen die Investitionen entwickelt. Im Inland investierten Unternehmen und Staat zusammen 2,2 Prozent weniger in Maschinen, Geräte sowie Fahrzeuge als ein Jahr zuvor. Etwas weniger negativ haben sich die preisbereinigten Bauinvestitionen mit -0,3 Prozent entwickelt. Der sonst so robuste deutsche Außenhandel büßte im Jahresdurchschnitt 2013 angesichts eines weiterhin schwierigen außenwirtschaftlichen Umfelds an Dynamik ein: Deutschland exportierte preisbereinigt lediglich 0,6 Prozent mehr Waren und Dienstleistungen als ein Jahr zuvor. Gleichzeitig stiegen die Importe aber um 1,3 Prozent. Die Differenz zwischen Exporten und Importen - der Außenbeitrag - bremste dadurch mit einem negativen Beitrag von -0,3 Prozentpunkten das BIP-Wachstum 2013. Im Jahr 2012 hat der Außenbeitrag noch mit +0,9 Prozentpunkten zum Inlandsprodukt beigetragen.

Auf der Entstehungsseite des Bruttoinlandsprodukts konnten die meisten Dienstleistungsbereiche ihre Wirtschaftsleistung 2013 steigern. Dabei waren die Unternehmensdienstleister der Wirtschaftsbereich mit einem besonders deutlichen Zuwachs (+3,4 Prozent). Im Baugewerbe ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung dagegen nochmals zurück, allerdings war der Rückgang 2013 mit -1,2 Prozent nur noch halb so stark wie 2012. Das Produzierende Gewerbe, das ohne das Baugewerbe gut ein Viertel der gesamten Bruttowertschöpfung ausmacht, konnte das Niveau des Vorjahres in etwa halten. Insgesamt stieg die preisbereinigte Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche genau wie das BIP um 0,4 Prozent.

Die unsichere Situation im Euro-Raum hat im vergangenen Geschäftsjahr angehalten. Die Krisenländer des Euro-Raums haben allerdings in den vergangenen Jahren Fortschritte bei der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit erzielt und konnten einen guten Teil der notwendigen Anpassungen ihrer Leistungsbilanzen vornehmen. Damit dürfte, flankiert durch die gesunkene Unsicherheit über die weitere Bewältigung der Krise im Euro-Raum, in vielen Mitgliedstaaten die Rezession trotz weiteren Anpassungsbedarfs zunächst überwunden sein. Aufgrund des schwachen Jahresbeginns wird das Bruttoinlandsprodukt des Euro-Raums im Jahr 2013 voraussichtlich eine Veränderungsrate von -0,4 Prozent aufweisen.

Der zuletzt positive Trend in Deutschland zeigt sich auch in der Beurteilung der Geschäftslage und den Geschäftserwartungen der Unternehmen. Nachdem zum Ende des Jahres 2012 der ifo Geschäftsklimaindex einen Tiefpunkt erreicht hatte, ist seitdem eine stetige positive Entwicklung festzustellen. Zum Jahresende 2013 lagen die Erwartungen der Unternehmen auf dem höchsten Wert seit Frühjahr 2011.

Der Arbeitsmarkt blieb von dem schwachen Wirtschaftswachstum weitgehend unbeeindruckt und hat sich weiter als sehr robust dargestellt. Die gute Grundverfassung zeigt sich vor allem darin, dass Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung 2013 weiter gestiegen sind. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes hat die Erwerbstätigkeit (nach dem Inlandskonzept) im Jahresdurchschnitt um +0,6 Prozent auf 41,84 Mio. Personen zugenommen, nach +1,1 Prozent in 2012. Damit erreicht die Erwerbstätigkeit zum siebten Mal in Folge einen neuen Höchststand. Bemerkenswert ist in dem Zusammenhang, dass sich die durch Arbeitsmarktpolitik geförderte Erwerbstätigkeit 2013 deutlich verringert hat. Wie schon in den Vorjahren nahm die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung 2013 noch stärker zu als die Erwerbstätigkeit. Im Juni 2013 waren 29,27 Mio. Arbeitnehmer sozialversicherungspflichtig beschäftigt , 1,2 Prozent mehr als vor einem Jahr. Der Beschäftigungsmarkt ist und bleibt ein wichtiger Stabilitätsfaktor für die deutsche Wirtschaft und die Binnenkonjunktur.

Allerdings haben Arbeitslose von diesen Entwicklungen nur teilweise profitiert. Die Arbeitslosigkeit ist jahresdurchschnittlich sogar um +2 Prozent auf 2,95 Mio. gestiegen. Die Unterbeschäftigung, die Veränderungen bei der Arbeitsmarktpolitik berücksichtigt, ging hingegen leicht um -1 Prozent zurück. Dass die Arbeitslosigkeit gestiegen ist, obwohl die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung deutlich zugelegt hat, weist auf strukturelle Probleme auf dem Arbeitsmarkt hin: Die Profile der Arbeitslosen passen in berufsfachlicher, qualifikatorischer und regionaler Hinsicht oftmals nur unzureichend zur Arbeitskräftenachfrage. Der Zuwachs der Beschäftigung speist sich stattdessen aus einem Anstieg des Erwerbspersonenpotenzials. Maßgeblich sind dafür zwei Gruppen: zugewanderte Ausländer aus den neuen osteuropäischen EU-Staaten und den europäischen Krisenländern Griechenland, Italien, Portugal und Spanien sowie eine höhere Erwerbsneigung bei deutschen Frauen.

In Bezug auf Neueinstellungen zeigte sich im Jahresverlauf 2013 eine ähnliche Entwicklung wie bei dem Geschäftsklima. Der Stellenindex der Bundesagentur für Arbeit (BA-X), ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland, liegt im Dezember 2013 mit mittlerweile 153 Punkten klar unter seinem Allzeithoch im November 2011 (180 Punkte). Der Abwärtstrend konnte allerdings 2013 gestoppt werden. Im langjährigen Vergleich liegt die Nachfrage nach Arbeitskräften weiter auf hohem Niveau mit zuletzt wieder leicht steigender Tendenz.

Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland (preisbereinigt)

BRANCHENENTWICKLUNG

Zeitarbeit

Im Zeitarbeitsmarkt ist eine Konsolidierung nach zuletzt rückläufiger Marktentwicklung zu beobachten. Die schwache Konjunktur über den Jahreswechsel 2012/2013 hat die Marktentwicklung deutlich beeinflusst. Im Berichtsjahr 2013 dürfte das Marktvolumen nach unserer Einschätzung gesunken sein.

Im Jahr 2012 war die Anzahl der Zeitarbeitnehmer im Jahresdurchschnitt um -0,5 Prozent gesunken. Unter der Annahme moderater Preissteigerungen wird das Zeitarbeitsmarktvolumen jedoch leicht über dem Niveau von 2011 gelegen haben. Nach den jüngsten publizierten Angaben der Bundesagentur für Arbeit liegt der Bestand an Zeitarbeitnehmern im ersten Halbjahr 2013 im Durchschnitt 6,4 Prozent unter der Vergleichsperiode 2012. Zum 30. Juni 2013 gab es 851.818 Beschäftigte in der Zeitarbeit. In einem mehrjährigen Vergleich befindet sich die Zahl der Zeitarbeitnehmer damit weiter auf einem hohen Niveau, insbesondere verglichen mit dem Tiefstand im April des Krisenjahres 2009 mit 580.000 Zeitarbeitnehmern.

Eine weitere Datenquelle für die Branchenentwicklung sind die ebenfalls von der Bundesagentur für Arbeit publizierten "Trenddaten für die Zahl der Beschäftigten in der Zeitarbeitsbranche". Danach begann im 2. Halbjahr 2012 eine negative Entwicklung, die sich im ersten Halbjahr 2013 fortsetzte. Zuletzt stabilisierte sich die Beschäftigungssituation zunehmend. Im Oktober 2013 liegt gemäß der Trenddaten die Zahl der Beschäftigten in der Zeitarbeitsbranche bei 750.000 Personen und damit exakt auf dem Vergleichswert von Oktober 2012. Zwischen Juni und Oktober 2013 konnte saisonbereinigt eine Zunahme um 16.000 Beschäftigte registriert werden. Dem Trend folgend sollte die Anzahl der durchschnittlich Beschäftigten in der Zeitarbeit für das Jahr 2013 um weniger als 5 Prozent abnehmen.

Vor dem Hintergrund der sehr robusten Situation am Arbeitsmarkt, insbesondere für qualifizierte Fachkräfte, bleibt es weiterhin für die Branche eine Herausforderung, den hohen Bedarf an Zeitarbeitsmitarbeitern zu rekrutieren. Die Verknappung auf Seiten der Bewerberinnen und Bewerber dauert an.

Der Markt für Zeitarbeit in Deutschland bleibt stark fragmentiert. Die Anzahl der Unternehmen, deren Betriebszweck ausschließlich oder überwiegend auf Arbeitnehmerüberlassung ausgerichtet ist, liegt weiterhin auf einem hohen Niveau. Vermutlich aufgrund des zuletzt ausbleibenden Wachstums hat die Anzahl zur Jahresmitte 2013 jedoch im Vorjahresvergleich um 2,3 Prozent auf 6.657 abgenommen. Der weitaus überwiegende Teil der Unternehmen ist im gewerblichen Umfeld tätig mit entsprechend hoher Wettbewerbsdichte. In dem gewerblichen Marktsegment ist die Amadeus FiRe Gruppe nicht vertreten.

Seit Einführung von Tarifverträgen in der Zeitarbeitsbranche 2003 wendet Amadeus FiRe den Branchentarifvertrag an, der zwischen der Interessensgemeinschaft Zeitarbeit (iGZ) und dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) geschlossen wurde.

Seit September 2013 gibt es einen neuen Tarifvertrag für die Zeitarbeitsbranche. Kurz vor der Bundestagwahl im September einigten sich die Tarifparteien auf ein neues Tarifwerk. Zunächst sind die Entgelte für die Zeitarbeitnehmer zu Jahresbeginn 2014 um 3,8 Prozent erhöht worden. Im Detail stellen sich die neu tarifierten Entgelterhöhungen (basierend auf den Entgelten der BAP- und iGZ-Tarifwerke mit der DGB-Tarifgemeinschaft) wie folgt dar:

Zum 1. Januar 2014: im Westen Deutschlands Tarifentgelterhöhung um +3,8 Prozent (entspricht 8,50 Euro in der Entgeltgruppe 1(EG 1)) und im Osten +4,8 Prozent (7,86 Euro in der EG 1).
Ab dem 1. April 2015 wurde für den Westen eine weitere Tarifentgelterhöhung um +3,5 Prozent (entspricht 8,80 Euro in der EG 1) und im Osten weitere +4,3 Prozent (8,20 Euro in der EG 1) vereinbart.
Zum 1. Juni 2016 werden die Tarifentgelte im Westen noch einmal um +2,3 Prozent (entspricht 9,00 Euro in der EG 1) und im Osten um +3,7 Prozent (8,50 Euro in der EG 1) ansteigen.

Die politische Forderung nach einem Mindestlohn von EUR 8,50 hat die Branche damit in Westdeutschland in der ersten Stufe seit dem 1. Januar 2014, in Ostdeutschland mit der dritten Stufe bereits umgesetzt.

Eine Besonderheit weist der neue Tarifvertrag im Bereich der Eingruppierungsgrundsätze auf. Zunächst ist laut des Tarifvertrages für die Eingruppierung der Mitarbeiter wie üblich die tatsächlich notwendige Qualifikation für die im Kundeneinsatz ausgeübte Tätigkeit maßgeblich. In der Entgeltgruppe 4 findet sich die Regelung: "Arbeitnehmer mit einer Betriebszugehörigkeit von mehr als einem Jahr in der Entgeltgruppe 3 werden in die Entgeltgruppe 4 eingruppiert. Die Berechnung der Betriebszugehörigkeit beginnt am 1. Januar 2014." Die Einordnung in die höhere Entgeltgruppe entspricht einer Entgeltsteigerung von 5,8 Prozent ohne dass sich die Qualifikation geändert haben muss.

Eine andere wesentliche Veränderung in der Tarifsystematik hat beginnend im November 2012 stattgefunden, die Einführung von Branchenzuschlagstarifverträgen (BZTV) für die Zeitarbeit in diversen Branchen. Mit Erreichen hoher Zuschlagsstufen bei längeren Einsatzzeiten können Zuschläge auf das Tarifentgelt von bis zu 50 Prozent erreicht werden. Eine für die Zeitarbeitsunternehmen mit sehr hohem administrativem Aufwand verbundene Maßnahme.

Für die nachfolgend aufgelisteten Branchen liegen Zuschlagstarifverträge vor, welche bei entsprechenden Einsätzen der Mitarbeiter der Amadeus FiRe AG als Anwenderin des Tarifvertragswerks Anwendung finden.

Metall- und Elektroindustrie (ab 1. November 2012)
Chemische Industrie (ab 1. November 2012)
Kunststoff verarbeitende Industrie (ab 1. Januar 2013)
Kautschukindustrie (ab 1. Januar 2013)
Schienenverkehrsbereich (ab 1. April 2013)
Holz und Kunststoff verarbeitende Industrie (ab 1. April 2013)
Textil- und Bekleidungsindustrie (ab 1. April 2013)
Papier, Pappe und Kunststoff verarbeitende Industrie (ab 1. Mai 2013)
Druckindustrie gewerblich (ab 1. Juli 2013)

Mit den getätigten Abschlüssen sind die Tarifparteien der politischen Forderung nach einer Angleichung der Gehälter in der Zeitarbeitsbranche an die der in den Kundenbetrieben angestellten Mitarbeiter nachgekommen. Es kann erwartet werden, dass zukünftig vergleichbare Zuschlagstarifverträge für weitere Branchen abgeschlossen werden und so die Thematik für weitere Wirtschaftszweige bedeutsam wird.

Besonders in der Metall- und Elektroindustrie ist ein erheblicher Anteil der Zeitarbeitnehmer in Deutschland eingesetzt. Nach nicht bestätigten Informationen werden die gestiegenen Kosten auf Kundenseite weitgehend akzeptiert, um weiter Flexibilität zu gewährleisten. Ob sich dies im weiteren Zeitverlauf so bestätigt, bleibt abzuwarten, Zweifel scheinen diesbezüglich angebracht zu sein. Insgesamt können die langfristigen Auswirkungen auf die Zeitarbeitsbranche noch nicht abschließend beurteilt werden.

Im ausschließlich kaufmännischen und IT Tätigkeitsumfeld der Amadeus FiRe Gruppe wurden die veränderten Rahmenbedingungen auf Seiten der Kundenunternehmen im Regelfall akzeptiert. Für den spezialisierten Zeitarbeitsmarkt der Amadeus FiRe Gruppe ist nicht zu erwarten, dass die Branchenzuschläge das Verhalten der Marktteilnehmer grundsätzlich verändern wird.

Dem Image der Zeitarbeit sind die Branchenzuschläge und die Erfüllung der Mindestlohnforderungen sicher zuträglich. Die Zeitarbeit wird aber ebenfalls nach Inkrafttreten des neuen Tarifvertrages sowie der Einführung des Systems der ansteigenden Branchenzuschläge nochmals deutlich teurer. Das Bestreben einer gewissen Flexibilisierung des Faktors Arbeit wurde für die Kundenunternehmen erschwert. Ein anhaltender und erheblicher Druck auf die Preise ist zu erwarten.

Insgesamt hat die Zeitarbeit in den vergangenen Jahren in der Bundesrepublik Deutschland sicher an Bedeutung gewonnen. Regelmäßig kommt rund jede dritte bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldete offene Stelle aus der Zeitarbeit. Ein weiterer Indikator für die Entwicklung ist die Penetrationsrate, die Zahl der Zeitarbeitnehmer im Verhältnis zu allen Erwerbstätigen. Noch im Jahr 2004 lag die Penetrationsrate in Deutschland bei lediglich rund 1,0 Prozent. Im Berichtsjahr dürfte dieser Wert bei vermutlich 2,0 Prozent gelegen haben, der bisherige Höchstwert wurde im Jahr 2011 mit 2,2 Prozent erreicht. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland im Mittelfeld. Traditionell erreichen hier z.B. England oder die Niederlande besonders hohe Penetrationsraten.

Die große Koalition hat nach der Bundestagswahl 2013 im Koalitionsvertrag weitere Änderungen für die Zeitarbeitsbranche angekündigt. Wesentliche Vorhaben sind "Equal Pay" nach 9 Monaten im Kundeneinsatz sowie eine Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten. Über die konkrete Umsetzung und die Auswirkungen für die Branche können noch keine klaren Aussagen getroffen werden. Sicher wird es in der Folge zu weiteren Preissteigerungen kommen. Es ist zu erwarten, dass dies nicht förderlich für die Branche und für die Kundenunternehmen sein wird. Das Bestreben nach Flexibilisierung wird erschwert.

Anzahl Zeitarbeitnehmer in Deutschland

Personalvermittlung

Im Personalvermittlungsmarkt ist eine Veränderung zu beobachten. In der Vergangenheit war es so, dass das Einstellungsverhalten der Unternehmen sehr stark mit der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung korrelierte. Die Personalvermittlungsumsätze reagierten somit sensibler auf Konjunkturaussichten als dies in der Zeitarbeitsbranche zu beobachten war. In den beiden konjunkturell schwachen Jahren 2012 und 2013 konnte dieses Phänomen jedoch nicht beobachtet werden.

Für die Unternehmen bestand im Bereich der Personalvermittlung die kompetitive Situation, die richtigen Mitarbeiter zu finden, weiter. Grund war die andauernde Knappheit qualifizierten Personals. Trotz der grundsätzlich schwachen konjunkturellen Ausgangssituation verblieb die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen auf einem akzeptablen Niveau. Die Beschäftigungsdynamik (ifo Beschäftigungsbarometer) hat im Verlauf der beiden Jahre keinen wesentlichen Einbruch erlebt, wie dies in der Vergangenheit in Konjunkturzyklen zu sehen war. Im aktuell engen Arbeitsmarktumfeld und aufgrund der bekannten demographischen Entwicklung bleiben qualifizierte Fach- und Führungskräfte für Unternehmen ein knappes Gut.

Die sich wandelnden Zusammenhänge zwischen einerseits zyklischem Verhalten und andererseits den Auswirkungen eines engen Arbeitsmarkts auf den Personalvermittlungsmarkt scheinen nachhaltig zu sein. Das Ausmaß des Wandels kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht final beurteilt werden und bedeutet eine Unsicherheit für die Branche.

Nach eigenen Einschätzungen dürfte das Marktvolumen für Personalvermittlung im Jahr 2013 bei rund EUR 2,0 Mrd. ungefähr auf Vorjahresniveau gelegen haben, genaue Marktdaten sind nicht verfügbar.

Fort- und Weiterbildung

Vor dem Hintergrund eines gesamtwirtschaftlichen Wachstums von 0,4 Prozent im Jahr 2013 dürfte sich der Gesamtmarkt für Fort- und Weiterbildung stabil entwickelt haben. Gestützt wird diese Einschätzung auch durch den vom Wuppertaler Kreis e.V. - Bundesverband betriebliche Weiterbildung - ermittelten Geschäftslage-Indikators für den Weiterbildungsbereich.

Der Spezialmarkt für Fort- und Weiterbildung im Finanz- und Rechnungswesen, in dem die Weiterbildungsgesellschaften der Amadeus FiRe Gruppe tätig sind, verhält sich in konjunkturellen Zyklen insbesondere aufgrund eines hohen Privatkundenanteils weniger volatil als die Gesamtwirtschaft und der Weiterbildungsmarkt generell.

Anders als Firmenkunden planen Privatkunden ihre individuelle berufliche Fortbildung sehr langfristig und machen Fortbildungsentscheidungen weniger stark von kurzfristigen gesamtwirtschaftlichen Entwicklungen als vielmehr von dauerhaften beruflichen wie privaten Plänen abhängig. Im Bereich langlaufender Fortbildungsmaßnahmen im Privatkundengeschäft wirken sich konjunkturelle Auf- und Abschwungphasen daher eher spätzyklisch und in geringerer Ausprägung aus. Nicht zuletzt aufgrund einer soliden Beschäftigungslage 2013 dürfte sich die Marktsituation im Privatkundengeschäft insgesamt robust entwickelt haben.

Das Firmenkundengeschäft (Seminargeschäft) ist dagegen stärker von kurzfristigen konjunkturellen Entwicklungen geprägt. Die erfreulich stabile wirtschaftliche Lage Deutschlands im Jahr 2013 dürfte aber auch in diesem Bereich zu einer insgesamt robusten Nachfrage nach Seminaren beigetragen haben.

Trends im Fort- und Weiterbildungsbereich sind zum einen der prognostizierte demographische Wandel (Fachkräftemangel), der einerseits zu einem tendenziell sinkenden Bedarf an Erstausbildung, andererseits jedoch zu einem steigenden Bedarf an Fortbildung für ältere Berufstätige führen dürfte. Attraktive und altersgerechte Weiterbildungsangebote könnten sich daher zu einem entscheidenden Mitarbeiterbindungselement (Employer Branding) entwickeln. Nach wie vor stellt die stärkere Verzahnung der beruflichen mit der akademischen Fort- und Weiterbildung einen langfristigen Trend im Weiterbildungsbereich dar. Schließlich wirkt sich die rasant wachsende mediale Mobilität auf das Weiterbildungsverhalten aus, so dass Fragen nach schnellen, orts- und zeitunabhängigen Weiterbildungsangeboten gelöst werden müssen.

2. GESCHÄFTSLAGE DER AMADEUS FIRE GRUPPE

Im Geschäftsjahr 2013 konnte die Amadeus FiRe Gruppe einen konsolidierten Umsatz von EUR 142,1 Mio. erzielen (Vorjahr EUR 137,0 Mio.). Das entspricht einer Steigerung um 3,7 Prozent im Vorjahresvergleich. Dabei konnten die Umsätze in allen Dienstleistungsbereichen gesteigert werden.

Die Einstandskosten der erbrachten Dienstleistungen beliefen sich auf EUR 82,0 Mio. (+4,2 Prozent über Vorjahr). Im Wesentlichen beinhalten die Einstandskosten die Personalaufwendungen der im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung im Kundeneinsatz tätigen Mitarbeiter, die Honorare der Projektmanager und Dozenten, Schulungsraummieten sowie die Kosten der ausschließlich im Bereich Personalvermittlung eingesetzten internen Berater.

Damit erzielt die Amadeus FiRe Gruppe im Geschäftsjahr 2013 einen Rohertrag in Höhe von EUR 60,0 Mio. (Vorjahr: EUR 58,3 Mio.). Der Zuwachs beträgt im Vorjahresvergleich EUR 1,8 Mio. oder +3,0 Prozent. Die Rohertragsmarge ist gegenüber dem Vorjahr von 42,5 Prozent auf 42,3 Prozent um 0,2 Prozentpunkte gesunken. Zu detaillierten Ausführungen zu den Rohertragsmargen sei auf die Informationen zu der Geschäftslage in den einzelnen Segmenten verwiesen.

Die Vertriebs- und Verwaltungskosten beliefen sich auf EUR 36,8 Mio. nach EUR 35,6 Mio. im Vorjahr. Die Zunahme um EUR 1,2 Mio. resultierte maßgeblich aus gestiegenen Personalaufwendungen, zusätzlichen Aufwendungen für Weiterbildungsmaßnahmen im Vertrieb sowie der Weiterentwicklung der EDV-Vertriebssysteme.

Als Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (EBITA) wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr mit EUR 23,3 Mio. ein neues Rekordergebnis erreicht. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einer Steigerung um EUR 0,6 Mio. oder +2,5 Prozent. Die EBITA Marge von 16,4 Prozent lag annähernd auf Vorjahresniveau (16,6 Prozent).

Das Ergebnis nach Steuern der Amadeus FiRe Gruppe belief sich auf EUR 15,7 Mio., ein deutlicher Zuwachs von EUR 2,7 Mio. (+21,1 Prozent) nach EUR 13,0 Mio. im Vorjahr. Im Vergleichsjahr 2012 wurde das Ergebnis nach Steuern durch die vorgenommene Firmenwertabschreibung in Höhe von EUR 3,1 Mio. für die Akademie für Internationale Rechnungslegung belastet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine Wertberichtigungen vorgenommen. Hingegen belasten die in 2013 gestiegenen Finanzaufwendungen in Höhe von EUR 0,7 Mio. das Nachsteuerergebnis. Der Anstieg resultiert ausschließlich aus der höheren bilanziellen Bewertung der Abfindungsoption der Minderheitsgesellschafter der Steuer Fachschule Dr. Endriss in Folge der positiven Geschäftsentwicklung.

Von dem Ergebnis nach Steuern entfällt auf Minderheiten ein Anteil von EUR 0,9 Mio. (Vorjahr EUR -0,4 Mio.). Die deutliche Veränderung im Vorjahresvergleich ergibt sich aus dem im Vorjahr von den Minderheitsgesellschaftern zu tragenden Anteil von EUR 1,2 Mio. an der vorgenommenen Firmenwertabschreibung.

Daraus resultiert schlussendlich ein um EUR 1,5 Mio. (+11,0 Prozent) gestiegenes Periodenergebnis von EUR 14,9 Mio. (Vorjahr: EUR 13,4 Mio.).

Das Ergebnis je Aktie liegt für das Geschäftsjahr 2013 bei EUR 2,83 (Vorjahr: EUR 2,60) bezogen auf das den Stammaktionären zustehende Periodenergebnis. Das entspricht einer Steigerung von 8,8 Prozent. Bereinigt um die beschriebenen vorgenommenen Bewertungseffekte, die Firmenwertabschreibung in 2012 und die Abfindungsoption in 2013 liegt das Ergebnis pro Aktie im Bereich des Vorjahresergebnisses.

3. ENTWICKLUNG IN DEN SEGMENTEN

Seit über 25 Jahren ist die Amadeus FiRe Gruppe als spezialisierter Personaldienstleister ein zuverlässiger und akzeptierter Partner für ihre Kunden. Dabei ist die Amadeus FiRe Gruppe branchenübergreifend sowohl für nationale und internationale Unternehmen unterschiedlichster Größe tätig. Als spezialisierter Personaldienstleister bietet die Gruppe ihren Mitarbeitern im Kundeneinsatz ebenfalls Möglichkeiten, sich individuell fortzubilden.

Die Geschäftstätigkeit der Gruppe umfasst dabei die Dienstleistung der Bereitstellung von Personal im Rahmen der Bestimmungen des Gesetzes zur Regelung der gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung (AÜG), Interim- und Projektmanagement sowie Personalvermittlung. Der Schwerpunkt in der Fort- und Weiterbildung liegt in den Fachbereichen Steuern, Finanz- und Rechnungswesen und Controlling. Mit diesen Dienstleistungen ist die Gruppe ausschließlich in Deutschland tätig.

Dem internen Steuerungssystem des Managements folgend werden im Rahmen der Segmentberichterstattung die beiden Segmente Zeitarbeit, Interim- und Projektmanagement, Personalvermittlung sowie Fort- und Weiterbildung gebildet.

Im Segment der Personaldienstleistungen fokussiert sich die Amadeus FiRe Gruppe auf die vier Divisionen Accounting, Banking, Office und IT-Services. Mittels der sich ergänzenden Personaldienstleistungen Zeitarbeit, Interim- und Projektmanagement sowie Personalvermittlung kann Amadeus FiRe seinen Kunden in unterschiedlichsten Bedarfssituationen flexible Lösungen anbieten. Von der ausgeprägten langjährigen Kompetenz im Bereich der kaufmännischen Fachkräfte profitieren jedoch nicht ausschließlich die Kundenunternehmen, sondern ebenfalls die Bewerber und Mitarbeiter. Entsprechend ist Amadeus FiRe zum einen für Unternehmen interessant, die temporär oder permanent Bedarf an Fachkräften im kaufmännischen oder IT-Bereich haben, und gleichsam für Menschen, die eine berufliche Veränderung oder einen Berufseinstieg in den angebotenen Fachbereichen suchen.

Kundenunternehmen können so die Flexibilität bei der Planung des Einsatzes der Ressource Arbeit erhöhen, können bei Personalengpässen oder -überhängen sehr schnell reagieren und können sich bei der Umsetzung von Projektvorhaben bedienen. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, im Prozess der Suche und Auswahl von Personal Kostensenkungen zu realisieren. Personen in einem beruflichen Veränderungsprozess finden in dem Geschäftsmodell der Amadeus FiRe Gruppe einen attraktiven Marktplatz und damit die Chance auf eine passgenaue individuelle Platzierung. Darüber hinaus besteht zusätzlich die Möglichkeit zur persönlichen Weiterbildung.

Im Rahmen des Segments Fort- und Weiterbildung bietet die Gruppe seinen Firmen- und Privatkunden im Schwerpunkt Inhalte aus dem Finanz- und Rechnungswesen. Somit wird eine komplementäre Dienstleistung zu dem fachlichen Fokus im Segment der Personaldienstleistungen angeboten. Mit der Teilnahme an den qualitativ hochwertigen Kursen und vielfältigen Angeboten von bundesweit durchgeführten Seminaren und Lehrgängen halten die Teilnehmer ihre Fachkompetenz konkurrenzfähig und sichern sich so möglicherweise ein berufliches Fortkommen. Die Angebote erreichen sowohl Privatpersonen, die einen qualifizierten Abschluss anstreben, als auch Unternehmen, die ihre Mitarbeiter weiterqualifizieren möchten.

SEGMENT ZEITARBEIT, INTERIM- UND PROJEKTMANAGEMENT, PERSONALVERMITTLUNG

Der Umsatz im Segment der Personaldienstleistungen belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf EUR 125,3 Mio. nach EUR 121,7 Mio. im Vorjahr. Die Umsätze sind damit um EUR 3,6 Mio. (+3,0 Prozent) angewachsen. Zu den Umsatzsteigerungen konnten alle Segmentdienstleistungen Zeitarbeit, Interim- und Projektmanagement sowie die Personalvermittlung beitragen.

Mit 40,7 Prozent war die Rohertragsmarge für das Segment im Vergleich zu 41,3 Prozent im Vorjahr um 0,6 Prozentpunkte rückläufig. Ursächlich sind hierfür gesunkene Margen in der Zeitarbeit und im Interim- und Projektmanagement. Dabei stand im Jahr 2013 ein fakturierbarer Tag weniger zur Verfügung als im Vorjahr. Das Wachstum der Dienstleistung Personalvermittlung mit sehr hohen Rohertragsmargen konnte dies nicht kompensieren. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten im Segment haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einer Steigerung von +3,8 Prozent auf EUR 30,7 Mio. im Rahmen der Umsatzsteigerung entwickelt. Neben einer moderaten Steigerung der Personalaufwendungen um +1,2 Prozent geht die Steigerung insbesondere auf ein im Jahr 2013 initiiertes umfassendes Trainingsprogramm für das Vertriebsmanagement und die Vertriebsmitarbeiter in Höhe von EUR 0,6 Mio. zurück. Weiterhin wurde in die Verbesserung der bestehenden Vertriebssoftware investiert (EUR 0,2 Mio.).

Neben den Trainingsmaßnahmen für die eigenen Vertriebsmitarbeiter wurde ebenfalls der Rekrutierungsprozess für neue Vertriebsmitarbeiter erfolgreich verbessert. Die Zielsetzung, die Fluktuation unter den Mitarbeitern mit kurzer Betriebszugehörigkeit zu verringern, wurde erreicht.

Das Segmentergebnis vor Zinsen und Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte erreichte schlussendlich EUR 20,4 Mio., ein Rückgang im Vorjahresvergleich um EUR 0,3 Mio. oder -1,6 Prozent. Die Ergebnismarge liegt nunmehr bei 16,3 Prozent nach 17,1 Prozent im Vorjahr.

Die Investitionen liegen im Berichtsjahr mit EUR 0,4 Mio. leicht unter Vorjahresniveau (EUR 0,5 Mio.).

Zeitarbeit

Die Dienstleistung Zeitarbeit hat im Geschäftsjahr 2013 einen Umsatz von EUR 103,3 Mio. erreicht und konnte damit die im Vorjahr erstmals erreichte Marke von größer EUR 100 Mio. bestätigen. Die Steigerung zum Vorjahr betrug EUR 2,2 Mio. beziehungsweise 2,2 Prozent.

Der typische Auftragsrückgang zum Jahresbeginn fiel im Jahreswechsel 2012 auf 2013 mit etwas über 10 Prozent leicht überdurchschnittlich aus. Damit lag das Auftragsniveau unter den Vorjahresvergleichswerten. Im weiteren Verlauf konnten die Auftragszahlen gesteigert werden, lagen aber bis zum vierten Quartal durchschnittlich um rund 2 Prozent unter den Vorjahresvergleichswerten. In dem konjunkturell schwachen Marktumfeld dürfte dieser Verlauf über dem allgemeinen Trend in der Arbeitnehmerüberlassung insbesondere im gewerblichen Bereich gelegen haben. Im letzten Quartal konnte Amadeus FiRe die Auftragszahlen über das Vorjahresniveau steigern. Der Effekt ist auf eine gesteigerte Performance der Amadeus FiRe Vertriebsorganisation zurückzuführen, eine wesentliche Veränderung im Markt war nicht zu beobachten.

Der Arbeitsmarkt in Deutschland hat sich auch im Jahr 2013 als sehr eng und arbeitnehmerfreundlich herausgestellt. Die daraus entstehende Knappheit und geringe Verfügbarkeit an qualifizierten Mitarbeitern resultiert in abermals gestiegenen Gehältern der Zeitarbeitnehmer. Daraus folgend sind ebenfalls die durchschnittlichen Stundenverrechnungssätze für die Kundenunternehmen gestiegen. Weiterhin haben im Jahr 2013 die seit November 2012 in Kraft getretenen Branchenzuschlagstarifverträge in diversen Branchen ihre Wirkung entfaltet. Beides resultierte in einer Steigerung der durchschnittlichen Stundenverrechnungssätze von 4,4 Prozent.

Im Jahresverlauf 2013 war abermals ein sehr hoher Krankheitsstand zu verzeichnen. Insbesondere im ersten Quartal ergab sich eine bundesweit außerordentlich hohe Krankheitsquote. Hohe Krankheitsquoten haben einen negativen Einfluss auf die Auslastungsquote der Mitarbeiter im Kundeneinsatz. So konnte im Berichtsjahr die Auslastungsquote gegenüber dem schlechten Wert des Jahres 2012 nicht verbessert werden. Schlussendlich stand im Kalenderjahr 2013 ein fakturierbarer Arbeitstag weniger zur Verfügung als im Kalenderjahr 2012. Weniger fakturierbare Tage wirken unmittelbar negativ auf Umsatz und Rohertragsmarge. Die Branchenzuschläge wirken neutral auf den Rohertrag, verwässern allerdings die Marge. Den dargestellten Faktoren folgend ist die Rohertragsmarge für Zeitarbeit in der Berichtsperiode um 0,5 Prozentpunkte auf aktuell 34,6 Prozent (Vorjahr: 35,1 Prozent) gesunken. Der Effekt aus dem einen fakturierbaren Arbeitstag weniger hat daran einen Anteil von 0,3 Prozentpunkten.

Der Anteil der Zeitarbeit am Gesamtumsatz verminderte sich von 73,8 Prozent auf jetzt 72,7 Prozent, da die anderen Dienstleistungen höhere Wachstumsraten aufweisen konnten als die Zeitarbeit.

Interim- und Projektmanagement

Die wesentliche Unterscheidung der Dienstleistungen Interim- und Projektmanagement und Zeitarbeit ist, dass im Interim- und Projektmanagement keine eigenen Mitarbeiter an Kunden vermittelt werden. Es wird hier ausschließlich mit selbstständigen Dienstleistern zusammengearbeitet. So wird externes Know-how von Spezialisten im Rahmen von kaufmännischen Projekten für einen begrenzten Zeitraum vermittelt.

Im Geschäftsjahr konnte im Interim- und Projektmanagement eine Umsatzsteigerung um 12,6 Prozent auf EUR 8,0 Mio. (Vorjahr: EUR 7,1 Mio.) erzielt werden. Nach einem Umsatzanteil von 5,2 Prozent im Vorjahr kletterte der Anteil nunmehr auf 5,7 Prozent. Nachdem die Umsatzentwicklung in den beiden Vorjahren nicht positiv verlaufen war, gelang es, den Trend umzukehren. In einigen Regionen konnten jedoch die Erwartungen noch nicht erfüllt und das Marktpotential nicht hinreichend genutzt werden.

Die Rohertragsmarge verminderte sich um 3,0 Prozentpunkte auf 28,9 Prozent (Vorjahr: 31,9 Prozent). Durch die gesunkene Marge lag der absolute Rohertrag im Interim- und Projektmanagement unverändert bei EUR 2,3 Mio. (Vorjahr: EUR 2,3 Mio.).

Personalvermittlung

In der Personalvermittlung konnten die Umsätze abermals gesteigert werden. In der Vergangenheit war die Personalvermittlung die Dienstleistung mit der höchsten Volatilität innerhalb des Dienstleistungsportfolios der Amadeus FiRe Gruppe. Regelmäßig war zu beobachten, dass konjunkturelle Entwicklungen sich unmittelbar in der Einstellungsbereitschaft von Unternehmen in Deutschland widerspiegelten und der Personalvermittlungsmarkt frühzyklisch reagierte. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist zum zweiten Mal in Folge ein Durchbrechen der historisch festzustellenden unmittelbaren Abhängigkeit zu beobachten. Die eher schwache konjunkturelle Entwicklung mit BIP-Wachstumswerten deutlich unter einem Prozent hat nicht zu rückläufigen Personalvermittlungsumsätzen geführt. Im Gegenteil hat der hohe Wettbewerb am Arbeitsmarkt um qualifizierte Kandidaten die mäßige gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland überlagert. Entsprechend haben auch potentielle Kandidaten weniger das Risiko eines Positionswechsels gescheut, als dies in der Vergangenheit zu beobachten war.

So konnten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr die Personalvermittlungsumsätze abermals um 3,9 Prozent auf EUR 14,0 Mio. verbessern. Nachdem der Umsatzanteil im Geschäftsjahr 2010 noch 6,8 Prozent betragen hat, konnte der Anteil der Personalvermittlung auf mittlerweile 9,8 Prozent vom Gesamtumsatz etabliert werden.

SEGMENT FORT- UND WEITERBILDUNG

Alle Gesellschaften im Weiterbildungssegment des Amadeus FiRe Konzerns sind mit ihrem Dienstleistungsportfolio im Spezialmarkt der Fort- und Weiterbildung im Finanz-, Rechnungs- und Steuerwesen positioniert.

Die Steuer-Fachschule Dr. Endriss ist mit ihrer über 60-jährigen Unternehmensgeschichte als bundesweit größte Spezialschule für berufliche Fort- und Weiterbildung im Steuerwesen, Rechnungswesen und Controlling erfolgreich im deutschen Markt etabliert. Ihr Dienstleistungsangebot umfasst den Bereich der Vorbereitung auf staatlich regulierte Aus-, Fort- und Weiterbildungsabschlüsse wie zum Beispiel Steuerberater, Bilanzbuchhalter oder Controller. Weiterhin angeboten wird die Durchführung anerkannter privatwirtschaftlicher, speziell auf die berufliche Praxis vorbereitender Zertifikatslehrgänge im Bereich des Finanz- und Rechnungswesens (z.B. Debitoren-/Kreditorenbuchhalter, Lohn- und Gehaltsbuchhalter, Finanz-, Anlagen- und Fondbuchhalter). Ergänzt wird das Produktportfolio durch ein umfangreiches, stetig wachsendes und aktuelles Seminar- und Inhouse-Schulungsangebot.

Mit der Akademie für Internationale Rechnungslegung wird das Dienstleistungsportfolio im Weiterbildungssegment für den Bereich der spezialisierten Qualifizierung in der Internationalen Rechnungslegung (IAS/IFRS, US-GAAP) strategisch ergänzt. Neben zahlreichen Seminaren zu Spezialfragen der internationalen Rechnungslegung bilden die Premium-Produkte der Akademie, insbesondere das in der Praxis anerkannte und etablierte "Certificate in International Accounting" (CINA®) sowie der darauf aufbauende CINA-Spezialist, das Kerngeschäftsfeld. Um den Fach- und Führungskräften in diesem Spezialbereich attraktive und individuell kombinierbare Fortbildungsformen (z.B. Online-Fortbildung) zu ermöglichen, runden darauf optimierte Produkte (Stay-CINA, CINA-Refresher) das Produktportfolio in diesem Bereich ab.

Das Angebot der TaxMaster GmbH ergänzt seit dem Jahr 2010 das Produktspektrum im Weiterbildungssegment um hochschulische Bildungsabschlüsse. Die Gesellschaft bietet einen Masterstudiengang an, in dessen Verlauf sowohl ein beruflicher Abschluss (Steuerberater) als auch ein hochschulischer Abschluss (Master of Arts) im Bereich des Steuer- und Rechnungswesens kombiniert erworben werden kann und somit zu einer attraktiven doppelten Qualifikation führt.

Insgesamt konnte die Teilnehmerzahl im Weiterbildungsbereich der Amadeus FiRe Gruppe aufgrund einer verbesserten Kursauslastung bei etablierten Kursen sowie durch ein konsequent ausgebautes Programm, insbesondere im Seminar- und Firmenkundengeschäft, im Jahr 2013 deutlich gegenüber 2012 um etwa 1.000 Teilnehmer auf insgesamt 12.893 Personen gesteigert werden.

Im Segment für Fort- und Weiterbildung wurde ein Umsatz von EUR 16,7 Mio. erreicht (Vorjahr EUR 15,3 Mio.). Damit betrug das Segmentwachstum für das Berichtsjahr 9,1 Prozent. Mit Ausnahme der Lehrgänge und Seminare zur Internationalen Rechnungslegung trugen nahezu alle Bereiche zu diesem erfreulichen Umsatzwachstum bei. Starke Wachstumsimpulse resultierten aus der Ausweitung des Seminar- und Firmenkundengeschäfts bei der Steuer-Fachschule Dr. Endriss sowie aus der Umsatzausweitung beim TaxMaster-Studiengang.

Neben der deutlichen Ausweitung des Geschäftsumfangs konnte gleichzeitig die Kursauslastung erhöht werden. Dies wirkt sich in einer um 1,7 Prozentpunkte verbesserten Rohertragsmarge im Weiterbildungsbereich aus.

Das Segmentergebnis vor Zinsen und Abschreibungen auf Geschäfts- und Firmenwerte konnte mit EUR 2,8 Mio. deutlich gesteigert werden und lag damit gut 46 Prozent über dem Vorjahresergebnis. Umsatzanstieg und Rohertragsmargenverbesserung sind die wesentlichen Treiber. Darüber hinaus haben Kostensenkungen im Rahmen einer durchgeführten Restrukturierung bei der Akademie für Internationale Rechnungslegung zu diesem Ergebnisanstieg beigetragen.

Die Segmentinvestitionen lagen mit EUR 0,3 Mio. unverändert auf Vorjahresniveau.

4. VERMÖGENS- UND FINANZLAGE DER AMADEUS FIRE GRUPPE

VERMÖGENS- UND KAPITALSTRUKTUR

AKTIVA

31. Dezember 2013 31. Dezember 2012 Veränderung
TEUR TEUR TEUR
--- --- --- --- --- --- ---
Langfristige Vermögenswerte
Software 393 0,6% 606 1,0% -213 -35,1%
Geschäfts- und Firmenwerte 6.935 11,3% 6.935 11,6% 0 0,0%
Sachanlagen 1.250 2,0% 1.161 1,9% 89 7,7%
Ertragsteuerguthaben 123 0,2% 154 0,3% -31 -20,1%
Latente Steueransprüche 706 1,1% 871 1,5% -165 -18,9%
9.407 15,3% 9.727 16,3% -320 -3,3%
Kurzfristige Vermögenswerte
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 14.169 23,0% 14.082 23,6% 87 0,6%
Sonstige Vermögenswerte 75 0,1% 93 0,2% -18 -19,4%
Rechnungsabgrenzungsposten 403 0,7% 499 0,8% -96 -19,2%
Zahlungsmittel und kurzfristige Einlagen 37.564 61,0% 35.333 59,2% 2.231 6,3%
52.211 84,7% 50.007 83,7% 2.204 4,4%
Summe Aktiva 61.618 100,0% 59.734 100,0% 1.884 3,2%
Passiva
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 5.198 8,4% 5.198 8,7% 0 0,0%
Kapitalrücklage 11.247 18,3% 11.247 18,8% 0 0,0%
Gewinnrücklagen 24.285 39,4% 24.921 41,7% -636 -2,6%
Eigenkapital der Aktionäre der Amadeus FiRe AG 40.730 66,1% 41.366 69,3% -636 -1,5%
Nicht beherrschende Anteile 93 0,2% -59 -0,1% 152 -257,6%
40.823 66,3% 41.307 69,2% -484 -1,2%
Langfristige Schulden
Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilseignern 3.358 5,4% 2.704 4,5% 654 24,2%
Latente Steuerschulden 511 0,8% 460 0,8% 51 11,1%
Sonstige Verbindlichkeiten und abgegrenzte Schulden 966 1,6% 868 1,5% 98 11,3%
4.835 7,8% 4.032 6,7% 803 19,9%
Kurzfristige Schulden
Ertragsteuerschulden 789 1,3% 296 0,5% 493 166,6%
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.054 1,7% 1.332 2,2% -278 -20,9%
Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilseignern 1.091 1,8% 210 0,4% 881 419,5%
Abgegrenzte Erträge 82 0,1% 0 0,0% 82 -
Sonstige Verbindlichkeiten und abgegrenzte Schulden 12.944 21,0% 12.557 21,0% 387 3,1%
15.960 25,9% 14.395 24,1% 1.565 10,9%
Summe Passiva 61.618 100,0% 59.734 100,0% 1.884 3,2%

Das Gesamtvermögen der Amadeus FiRe Gruppe stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um EUR 1,9 Mio. auf EUR 61,6 Mio. (Vorjahr: 59,7 Mio.). Die Kapitalseite der Bilanz wird durch eine hohe Eigenkapitalquote von 66,3 Prozent (Vorjahr 69,2 Prozent) bestimmt. Die Gruppe weist weiterhin eine solide Finanzierungsstruktur auf.

Die langfristigen Vermögenswerte haben sich im Laufe des Geschäftsjahres um EUR 0,3 Mio. verringert. Im Wesentlichen resultiert dies aus gesunkenen latenten Steueransprüchen. Das Anlagevermögen liegt mit EUR 1,6 Mio. rund EUR 0,1 Mio. unter dem Wert am Vorjahresstichtag. Zugängen in Höhe von TEUR 719 stehen Abschreibungen in Höhe von TEUR 842 gegenüber.

Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhen sich um EUR 2,2 Mio. auf EUR 52,2 Mio. Die Zunahme resultiert aus einer Erhöhung der liquiden Mittel um EUR 2,2 Mio. auf EUR 37,6 Mio. zum Bilanzstichtag. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vergleichszeitpunkt um lediglich 0,6 Prozent erhöht (EUR +0,1 Mio.). Die Steigerung liegt unter den Umsatzsteigerungen im letzten Quartal des Berichtszeitraums. Gegenläufig hat sich der aktive Rechnungsabgrenzungsposten um EUR -0,1 Mio. auf EUR 0,4 Mio. verändert.

Die langfristigen Schulden in Höhe von EUR 4,8 Mio. steigen um EUR 0,8 Mio. im Vorjahresvergleich. Sie enthalten zum Stichtag Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilseignern der Steuer-Fachschule Dr. Endriss in Höhe von EUR 3,4 Mio., die aus einem etwaigen Abfindungsanspruch gegenüber den nicht beherrschenden Anteilseignern resultieren. Aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung und stabilen Aussichten stieg die Bewertung des Abfindungsanspruches im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,7 Mio. Leicht zugenommen um EUR 0,1 Mio. haben die sonstigen Verbindlichkeiten und abgegrenzten Schulden. Die latenten Steuerschulden liegen zum Jahresende auf Vorjahresniveau bei EUR 0,5 Mio.

Die kurzfristigen Schulden nahmen um EUR 1,6 Mio. auf EUR 16,0 Mio. zu. Einem Rückgang in den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um EUR -0,3 Mio. standen Zunahmen von Ertragsteuerschulden (EUR +0,5 Mio.) sowie sonstiger kurzfristiger Verbindlichkeiten und abgegrenzter Schulden (EUR +0,4 Mio.) gegenüber. Weiterhin wurden Erträge aus einem in 2013 begonnenen Kundenprogramm in Höhe von EUR 0,1 Mio. abgegrenzt. Zuletzt haben die Verbindlichkeiten gegenüber nicht beherrschenden Anteilseignern um EUR 0,9 Mio. auf EUR 1,1 Mio. zugenommen.

INVESTITONEN UND FINANZIERUNG

01.01.-31.12.2013

TEUR
01.01.-31.12.2012

TEUR
Cash Flow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit 18.192 15.698
davon Veränderung des Nettoumlaufvermögens 130 49
Cash Flow aus der Investitionstätigkeit -626 -549
Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit -15.335 -15.743
Nettoveränderung der Zahlungsmittel 2.231 -594
Zahlungsmittel am Ende des Geschäftsjahres 37.564 35.333
Zusammensetzung der Zahlungsmittel zum 31. Dezember
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten (ohne Verfügungsbeschränkungen) 37.564 35.333

Cash Flow aus der betrieblichen Geschäftstätigkeit

Der Cash Flow aus der betrieblichen Tätigkeit ist im Geschäftsjahr 2013 um 15,9 Prozent oder EUR 2,5 Mio. auf EUR 18,2 Mio. (Vorjahr: EUR 15,7 Mio.) angewachsen. Der Anstieg resultiert aus einem Zuwachs des Betriebsergebnisses vor Änderung des Nettoumlaufvermögens um EUR 1,0 Mio., einer leichten Verbesserung des Nettoumlaufvermögens um EUR 0,1 Mio. sowie im Vorjahresvergleich weniger gezahlten Ertragsteuern in Höhe von EUR 1,4 Mio.

Die Steigerung des Betriebsergebnisses vor Änderung des Nettoumlaufvermögens folgt zum einen einer Zunahme von EUR 0,6 Mio. des Ergebnisses der betrieblichen Tätigkeit vor Firmenwertabschreibung (EBITA) sowie einem Effekt in Höhe von EUR 0,4 Mio. aus nicht zahlungswirksamen Transaktionen. Diese beinhalten Veränderungen der bilanziell angesetzten latenten Steuern. Die Abschreibungen liegen mit EUR 0,8 Mio. auf Vorjahresniveau (EUR 0,8 Mio.).

Der leichte Zuwachs des Nettoumlaufvermögens begründet sich im Wesentlichen durch die gestiegenen sonstigen Verbindlichkeiten und abgegrenzten Schulden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen liegen trotz gestiegener Umsätze nur marginal über dem Vergleichsstichtag.

Kein Mittelabfluss ergibt sich aus Zinszahlungen. Die Finanzaufwendungen resultieren aus der gestiegenen Abfindungsverpflichtung gegenüber den nicht beherrschenden Anteilseignern der Steuer-Fachschule Dr. Endriss in Höhe von EUR 3,2 Mio. (Vorjahr: EUR 2,6 Mio.) und sind entsprechend passiviert.

Cash Flow aus der Investitionstätigkeit

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit erhöhte sich unwesentlich auf EUR 0,6 Mio. (Vorjahr: EUR 0,5 Mio.). Leicht rückläufig waren die Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen (EUR -0,1 Mio.). Die Investitionen erfolgten überwiegend zur Verbesserung der IT-Infrastruktur in Soft- und Hardware. Die Zinseinnahmen sind im abgelaufenen Geschäftsjahr nochmals deutlich zurückgegangen bedingt durch das historisch niedrige Zinsniveau. Die Zinseinnahmen lagen bei EUR 0,1 Mio. nach EUR 0,3 Mio. im Vorjahr.

Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit

Im Mai 2013 wurde eine Dividende an die Aktionäre der Amadeus FiRe AG in Höhe von EUR 15,3 Mio. gezahlt. Das entspricht einer Ausschüttung von EUR 2,95 je Aktie. Dabei wurde der gesamte Bilanzgewinn aus dem Geschäftsjahr 2012 (EUR 2,60 pro Aktie) zuzüglich dem Nettoeffekt aus der vorgenommenen nicht zahlungswirksamen Firmenwertabschreibung auf die Akademie für Internationale Rechnungslegung (EUR 0,35 pro Aktie) an Aktionäre ausgeschüttet. Darüber hinaus wurden im Rahmen der Finanzierungstätigkeit keine weiteren Zahlungsmittel eingesetzt. An die Minderheitsgesellschafter der Steuer-Fachschule Dr. Endriss GmbH & Co. KG wurde keine Ausschüttung vorgenommen (Vorjahr: EUR 1,0 Mio.).

Zahlungsmittel

Die Zahlungsmittel betragen zum 31. Dezember 2013 EUR 37,6 Mio. (31.12.2012: EUR 35,3 Mio.). Der Anteil der Zahlungsmittel an der Bilanzsumme steigt damit auf 61 Prozent (31.12.2012: 59 Prozent). Die Amadeus FiRe Gruppe hält sich Zahlungsmittel vor, um bei Investitionsvorhaben schnell reagieren zu können. Die Zahlungsmittel werden grundsätzlich kurzfristig und risikoarm angelegt.

Zusammenfassende Beurteilung des Vorstandes zum Geschäftsverlauf im Berichtsjahr

In einem schwierigen Marktumfeld konnte die Amadeus FiRe Gruppe das Ergebnis abermals steigern. Erzieltes Wachstum in allen Dienstleistungsbereichen, Fokus auf vertriebliche Erfolgsfaktoren und eine Steigerung der Produktivität waren die Grundlage für den Erfolg. Die Gruppe ist weiterhin auf den Ausbau ihrer Geschäftstätigkeit ausgerichtet. Die hohe Eigenkapitalquote bildet dabei eine solide Basis für die zukünftige Entwicklung.

Die Eigenkapitalrendite konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr von 32,1 Prozent auf 37,7 Prozent deutlich um 5,6 Prozentpunkte gesteigert werden.

Die wirtschaftliche Lage des Konzerns ist damit unverändert als sehr stabil zu bezeichnen. Im Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernjahresabschlusses wird diese durch den Vorstand als sehr positiv beurteilt.

5. ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE DER AMADEUS FIRE AG

Anders als der Konzernabschluss, dem die IFRS des IASB, wie sie in der EU anzuwenden sind, zugrunde liegen, wird der Jahresabschluss der Amadeus FiRe AG unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung nach den Vorschriften der §§ 242 bis 256a und der §§ 264 bis 288 HGB sowie den Sondervorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt.

Gegenstand des Unternehmens ist die Überlassung von Arbeitnehmern an Unternehmen im Rahmen der Bestimmungen des Gesetzes zur Regelung der gewerbsmäßigen Arbeitnehmerüberlassung (AÜG), die Arbeitsvermittlung für kaufmännische Berufe sowie die Personal- und Unternehmensberatung. Die Gesellschaft betreibt keine Steuer- oder Rechtsberatung.

Wie im Konzern zeigt sich das Geschäft im Jahr 2013 sehr stabil trotz des schwachen Wachstums des Bruttoinlandsprodukts von 0,4 Prozent im Berichtsjahr. Die Umsätze der Amadeus FiRe AG konnten auf EUR 115,6 Mio. (Vorjahr: EUR 112,8 Mio.) um 2,5 Prozent gesteigert werden. Der Zuwachs resultiert mit EUR 2,2 Mio. aus der Dienstleistung Zeitarbeit, im Wesentlichen aus der berichteten Preissteigerung in der Zeitarbeit. Die Umsätze in der Personalvermittlung steigen um EUR 0,6 Mio. (+5,4 Prozent) auf EUR 12,3 Mio. Damit erreicht die Personalvermittlung einen Anteil am Gesamtumsatz von 10,7 Prozent, die Zeitarbeit entsprechend einem Umsatzanteil von 89,3 Prozent.

Die Einstandskosten der erbrachten Dienstleistungen belaufen sich auf EUR 67,6 Mio. und erhöhten sich um EUR 1,9 Mio. (Vorjahr: EUR 65,7 Mio.). Dabei hat sich im Jahresdurchschnitt die Anzahl der Zeitarbeitsmitarbeiter erhöht.

Nach einer Phase der Investitionen in das bestehende Niederlassungsnetz sind die Vertriebskosten im abgelaufenen Geschäftsjahr nur moderat gestiegen. Mit EUR 23,8 Mio. lagen die Vertriebskosten damit um 2,7 Prozent über Vorjahr. Dabei waren die Personalaufwendungen sogar leicht rückläufig (EUR -0,1 Mio.). Nach dem Ausbau der Vertriebsorganisation wurde im vergangenen Jahr in ein umfangreiches Vertriebs- und Vertriebsmanagement-Trainingsprogramm investiert (EUR +0,6 Mio.). Die Verwaltungskosten liegen mit EUR 6,0 Mio. um EUR 0,4 Mio. über dem Vorjahresvergleichswert. Wesentlich für die steigenden Kosten sind Aufwendungen für die Weiterentwicklung der IT-Systeme, eine gestiegene variable Vergütung des Managements sowie der Ganzjahreseffekt durch die Wiederbesetzung der Position des Finanzvorstandes im November 2012, nachdem diese länger vakant gewesen ist.

Nachdem im Geschäftsjahr 2012 Aufwendungen aus Beteiligungen in Höhe von EUR 1,0 Mio. angefallen waren, stehen diesen im abgelaufenen Geschäftsjahr Erträge aus Beteiligungen in Höhe von EUR 1,3 Mio. gegenüber. Im Geschäftsjahr 2012 führte trotz positiver Geschäftsentwicklung und Betriebsergebnis bei der Steuer-Fachschule Endriss eine Beteiligungsabschreibung im Einzelabschluss der Steuer-Fachschule an der Akademie für Internationale Rechnungslegung zu einem insgesamt negativen Ergebnis und damit zu einem Aufwand aus der Beteiligung. Aus Gewinnabführungsverträgen wurden EUR 0,1 Mio. erzielt. Im vergangenen Geschäftsjahr lag dieser Wert noch bei EUR 2,2 Mio. Im Wesentlichen resultierten die Erträge 2012 aus der Amadeus FiRe Interim- und Projektmanagement GmbH. Diese wurde zum 1. Januar 2013 auf die ebenfalls 100-prozentige Tochtergesellschaft Amadeus FiRe Personalvermittlung & Interim Management GmbH verschmolzen. Für diese Gesellschaft besteht aktuell kein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Das Zinsergebnis belief sich auf EUR 0,1 Mio. (Vorjahr EUR 0,2 Mio.).

Der Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag belief sich im Geschäftsjahr 2013 auf EUR 6,2 Mio. nach EUR 6,7 Mio. im Vorjahr.

Der Jahresüberschuss 2013 betrug EUR 13,7 Mio. und liegt somit EUR 0,6 Mio. über Vorjahresniveau in Höhe von EUR 13,1 Mio.

Das Anlagevermögen liegt mit EUR 14,0 Mio. leicht unter dem Vorjahresniveau von EUR 14,2 Mio. Zugängen von EUR 0,4 Mio. standen planmäßige Abschreibungen von EUR 0,5 Mio. gegenüber.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber Vorjahr um 2,9 Prozent (EUR +0,4 Mio.) erhöht. Damit liegt die Steigerung unter dem Umsatzwachstum im vierten Quartal von über 5 Prozent. Um EUR 0,4 Mio. haben sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen erhöht. Die liquiden Mittel belaufen sich zum Berichtsjahresende auf EUR 25,6 Mio. (Vorjahr EUR 27,5 Mio.). Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme betrug 73,5 Prozent.

Auf der Kapitalseite der Bilanz hat das Eigenkapital einen Anteil von 79,8 Prozent gegenüber 80,6 Prozent im Vorjahr. Die Abnahme des Eigenkapitals von EUR 44,9 Mio. auf EUR 43,3 Mio. resultiert aus der um EUR 1,7 Mio. höheren Dividendenausschüttung als das Periodenergebnis 2012.

Zum Berichtszeitpunkt wird die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Amadeus FiRe AG durch den Vorstand ebenfalls als sehr stabil eingeschätzt.

6. UNSERE MITARBEITER

Unsere Mitarbeiter sind das Fundament für den geschäftlichen Erfolg. Sie sind für die Amadeus FiRe Gruppe der wichtigste Erfolgsfaktor und der Garant für eine positive Entwicklung des Unternehmens. Als spezialisierter Personaldienstleister ist die Gruppe abhängig von engagierten kaufmännischen und IT-Fachkräften. Im Jahresdurchschnitt 2013 wurden 2.441 Mitarbeiter inklusive der Auszubildenden beschäftigt, weitgehend unverändert im Vorjahresvergleich. Zum Jahresende lag die Anzahl der Beschäftigten 2 Prozent über dem Vergleichsstichtag. Die meisten unserer Mitarbeiter, rund 84 Prozent, sind dabei in den verschiedenen Divisionen als Buchhalter, Bankfachkräfte, Assistenten, kaufmännische Sachbearbeiter im Marketing, Vertrieb, Personal und Verwaltung oder als IT-Spezialisten im Kundeneinsatz. Die Mitarbeiter vor Ort sind unsere Referenz beim Kundenunternehmen. Die Zufriedenheit unserer Kunden ist entsprechend von der motivierten Mitarbeit und der fachlichen Qualifikationen unserer Mitarbeiter vor Ort maßgeblich beeinflusst.

Aber auch unsere internen Mitarbeiter im Vertrieb und in der Verwaltung verstehen die Bedürfnisse unserer Kunden. So wird von unseren Personalberatern und dem Vertriebsinnendienst, den Fachberatern oder den Dozenten und von den Mitarbeitern in der Buchhaltung, im Personal, der IT und weiteren Verwaltungsbereichen das operative Geschäft unterstützt und getragen.

Mitarbeiteranzahl und Auszubildende*)
März Juni Sept Dez Ø
--- --- --- --- --- --- ---
Mitarbeiter im Kundeneinsatz 2013 1.989 2.051 2.081 2.095 2.054
2012 2.009 2.078 2.092 2.051 2.058
Vertriebsmitarbeiter (interne Mitarbeiter) 2013 331 329 342 331 333
2012 325 331 330 328 328
Verwaltungsmitarbeiter 2013 40 40 40 39 40
2012 37 37 35 37 37
Mitarbeiter gesamt 2013 2.360 2.420 2.463 2.465 2.427
2012 2.371 2.446 2.457 2.416 2.423
Auszubildende 2013 11 11 17 17 14
2012 10 6 15 14 11
Personalaufwendungen

TEUR
Mitarbeiter im Kundeneinsatz 64.422
62.157
Vertriebsmitarbeiter (interne Mitarbeiter) 20.115
19.515
Verwaltungsmitarbeiter 3.785
3.484
Mitarbeiter gesamt 88.322
85.156
Auszubildende 102
80

*) Die Aufstellung berücksichtigt ledigleich die im Geschäftsjahr tatsächlich operativ tätigen Personen

Im Jahresverlauf 2013 hat Amadeus FiRe 2.191 Mitarbeiter für den Einsatz beim Kunden eingestellt. Nachdem sich zu Beginn des Jahres die Auftragslage weniger positiv darstellte, lag die Anzahl der Mitarbeiter im Kundeneinsatz zunächst leicht unter dem Vorjahresniveau. Im Jahresverlauf konnten mehr Mitarbeiter eingestellt und in den Kundeneinsatz gebracht werden. Zum Jahresende waren schlussendlich mehr Mitarbeiter im Kundeneinsatz als zum Jahresende 2012. Dabei bleibt grundsätzlich nur eine geringe Anzahl der Zeitarbeitnehmer über mehrere Jahre bei Amadeus FiRe. Die durchschnittliche Verweildauer der Zeitarbeitnehmer beträgt etwas über einem Jahr. Im Vorjahresvergleich ist damit ein geringfügig längerer Verbleib festzustellen. Viele unserer Mitarbeiter nutzen die Zeitarbeit, um ihre persönliche Karriereentwicklung voranzutreiben. Ein sehr hoher Anteil der externen Mitarbeiter wird von dem einsetzenden Kundenunternehmen übernommen. Im Jahr 2013 wechselten so 42 Prozent der Mitarbeiter aus ihrem laufenden Einsatz in eine Festanstellung bei diesem Kunden (Vorjahr 42 Prozent). Andere Mitarbeiter nutzen die Zeitarbeit als Überbrückung und Orientierung, bis sie eine Festanstellung finden.

In einem sich sehr positiv entwickelnden Arbeitsmarkt stellt die stetige Rekrutierung von qualifizierten Fachkräften somit eine größere Herausforderung dar. Die wichtigste Quelle bei der Rekrutierung stellt dabei das Internet dar. Der Anteil der Einstellungen, die aus der Schaltung von Stellenanzeigen in diversen Job-Portalen und auf der Amadeus FiRe Homepage resultieren, lag bei 77 Prozent (Vorjahr 78 Prozent). Die zweite sehr stabile Säule im Rahmen der Rekrutierungsaktivitäten sind ehemalige Mitarbeiter und Empfehlungen. Dies kann auch als Bestätigung für die Wertschätzung der Amadeus FiRe Gruppe als Arbeitgeber gedeutet werden. Amadeus FiRe versteht sich ebenfalls als Partner für die Entwicklung der weiteren beruflichen Laufbahn der Mitarbeiter.

Im Vertriebsbereich blieb die Anzahl der Mitarbeiter im Jahresverlauf im Wesentlichen konstant. Gleiches gilt für den Verwaltungsbereich. Insgesamt waren damit im Vertriebs- und Verwaltungsbereich durchschnittlich 373 Mitarbeiter beschäftigt nach 365 Mitarbeiten im Jahresschnitt 2012, eine leichte Ausweitung um 2,2 Prozent.

Der gesellschaftspolitischen Verantwortung, jungen Menschen eine berufliche Perspektive zu bieten, kommt Amadeus FiRe seit vielen Jahren nach. Im Berichtsjahr wurden durchschnittlich 14 Auszubildende beschäftigt (Vorjahresdurchschnitt: 11 Auszubildende).

7. ÜBERNAHMERECHTLICHE ANGABEN

Im Folgenden sind die nach §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB geforderten übernahmerechtlichen Angaben dargestellt.

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital entspricht dem Grundkapital in Höhe von EUR 5.198.237,00 der Muttergesellschaft. Es ist eingeteilt in 5.198.237 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Diese Aktien sind in Sammelurkunden verbrieft. Ein Anspruch des Aktionärs auf Verbriefung seiner Aktien ist durch die Satzung ausgeschlossen. Nach § 18 der Satzung der Amadeus FiRe AG gewährt jede Stückaktie eine Stimme.

10 Prozent der Stimmrechte überschreitende Kapitalbeteiligungen

Aktuell gibt es keine 10 Prozent der Stimmrechte überschreitende Kapitalbeteiligung.

Am 3. März 2013 wurde durch die FIL Limited, Hamilton, Bermuda, mitgeteilt, dass diese Gesellschaft mit 9,93 Prozent die Schwelle von 10 Prozent der Stimmrechte unterschritten habe. Der Stimmrechtanteil von 9,93 Prozent setzt sich zusammen aus 9,14 Prozent nach §§ 21, 22 WpHG, was der gesamt gehaltenen Aktienanzahl entspricht. Darüber hinaus werden FIL Limited noch 0,79 Prozent aufgrund von Financial Instruments nach § 25a WpHG zugerechnet.

Ernennung und Abberufung der Vorstandsmitglieder, Satzungsänderungen

Die Ernennung und die Abberufung der Mitglieder des Vorstands der Amadeus FiRe AG ergeben sich aus den §§ 84, 85 AktG in Verbindung mit § 6 der Satzung. Die Änderung der Satzung, mit Ausnahme des Unternehmensgegenstands, kann von der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beschlossen werden. Nach § 14 Absatz 4 der Satzung ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur deren Fassung betreffen.

Befugnisse des Vorstands zur Aktienausgabe und des Aktienrückkaufs

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Mai 2009 ist der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft durch Ausgabe von Stückaktien gegen Sach- oder Bareinlagen um bis zu 2.599.118 Euro zu erhöhen.

Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 27. Mai 2010 ist der Vorstand ermächtigt, eigene Aktien zu erwerben.

Zu weiteren detaillierten Angaben verweisen wir auf die Punkte Grundkapital und Genehmigtes Kapital im Anhang.

Entschädigungsvereinbarungen im Fall eines Übernahmeangebots

Mit dem Vorstandsvorsitzenden Peter Haas wurde eine Change of Control Vereinbarung getroffen. Diese sieht im Falle einer Übernahme die Möglichkeit vor, das Amt vorzeitig niederzulegen sowie die Auszahlung der Vergütung für die restliche Vertragslaufzeit maximal jedoch für 36 Monate zu beanspruchen. Nähere Angaben dazu sind im Vergütungsbericht ausgeführt.

Weitere Angaben zu § 315 Absatz 4 HGB, insbesondere zu Nr. 2, 4, 5 und 8, sind für die Amadeus FiRe AG nicht zutreffend.

8. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG GEMÄSS § 289a HGB

Verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung bestimmen das Handeln der Leitungs- und Kontrollgremien der Amadeus FiRe AG. Der Vorstand berichtet in dieser Erklärung - auch für den Aufsichtsrat - gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie gemäß § 289a Abs. 1 HGB über die Unternehmensführung.

Entsprechenserklärung von Vorstand und Aufsichtsrat der Amadeus FiRe AG im Hinblick auf die Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" gemäß § 161 Abs. 1 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat der Amadeus FiRe AG erklären, dass den Empfehlungen des von der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex vorgelegten Deutschen Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 13. Mai 2013 mit den nachfolgend aufgeführten Ausnahmen entsprochen wurde und wird:

1 Abweichung von Ziffer 3.8, 3. Absatz

Die Amadeus FiRe AG hat für ihren Aufsichtsrat eine D&O-Versicherung abgeschlossen. Der derzeit laufende Versicherungsvertrag sieht bisher keinen Selbstbehalt vor.

Die Gesellschaft ist der Auffassung, dass ein Selbstbehalt für Aufsichtsratsmitglieder bei der D&O-Versicherung wegen der vergleichsweise niedrigen Aufsichtsratsvergütung gegenüber den Aufsichtsratsmitgliedern nur schwer zu rechtfertigen ist. Die jährliche Vergütung für einfache Mitglieder des Aufsichtsrats beträgt gemäß der Satzung EUR 10.000, wobei der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat sowie die Mitgliedschaft und der Vorsitz in Ausschüssen zusätzlich vergütet werden. Die Einführung eines Selbstbehalts bei gleichbleibend moderater Vergütung der Aufsichtsratstätigkeit würde nach Einschätzung der Gesellschaft auch zu erheblichen Schwierigkeiten bei der zukünftigen Gewinnung qualifizierter Aufsichtsratsmitglieder führen. Im Übrigen bezweifelt die Gesellschaft, dass die Einführung eines Selbstbehalts bei der D&O-Versicherung für Aufsichtsratsmitglieder die ohnehin hohe Qualität der Aufsichtsratsarbeit und große Sorgfalt der Mitglieder des Aufsichtsrats noch weiter erhöhen würden.

Der bis 31. Dezember 2013 laufende Dienstvertrag von Herrn Peter Haas sieht zu dessen Gunsten eine D&O-Versicherung ohne Selbstbehalt vor. In dem mit Herrn Haas neu abgeschlossenen Dienstvertrag, der zum 1. Januar 2014 wirksam wird, wurde ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart.

2 Abweichung von Ziffer 4.1.5, Ziffer 5.1.2, 1. Absatz, 2. Satz und Ziffer 5.4.1, 2. Absatz, 2. Satz

Bei Besetzung von Führungsfunktionen bei der Amadeus FiRe AG und ihren Tochtergesellschaften achtet der Vorstand ausschließlich auf die fachliche und persönliche Qualifikation des jeweiligen Bewerbers bzw. der jeweiligen Bewerberin. Gleiches gilt für den Aufsichtsrat bei der Besetzung von Vorstandspositionen und bei Wahlvorschlägen für Aufsichtsratsmitglieder.

3 Abweichung von Ziffer 4.2.2, 2. Absatz

Der Aufsichtsrat beachtet sämtliche gesetzlichen Vorschriften und Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodexes für die Angemessenheit der Vorstandsvergütung, hat jedoch keinen oberen Führungskreis für die Amadeus FiRe AG bestimmt.

Die Führungsorganisation der Amadeus FiRe AG und des Amadeus FiRe Konzerns ist geprägt durch eine vergleichsweise kleine Führungsmannschaft, eine flache Hierarchie und eine dezentrale Organisationsform. Die Abgrenzung eines "oberen Führungskreises" würde aus Sicht des Aufsichtsrats weder die tatsächliche betriebliche Organisation zutreffend widerspiegeln, noch wäre es betrieblich und organisatorisch sinnvoll.

Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, die Angemessenheit der Vorstandsvergütung umfassend ohne die Bestimmung eines oberen Führungskreises sicherstellen zu können.

4 Abweichung von Ziffer 4.2.3, 2. Absatz

Da der noch bis zum 31. Dezember 2013 laufende Dienstvertrag von Herrn Peter Haas zu einem Zeitpunkt abgeschlossen wurde, zu dem die entsprechende KodexRegelung noch nicht bestand, sieht der gegenwärtige Dienstvertrag von Herrn Haas weder Vergütungsbestandteile mit einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage vor, die sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen Rechnung tragen, noch eine betragsmäßige Höchstgrenze für die variablen Vergütungsbestandteile. Der Dienstvertrag von Herrn Dr. Axel Endriss sieht aus dem gleichen Grund keine betragsmäßige Höchstgrenze für die variablen Vergütungsbestandteile vor.

In dem ab 1. Januar 2014 laufenden Dienstvertrag von Herrn Haas wurden sowohl Vergütungsbestandteile mit einer mehrjährigen Bemessungsgrundlage, die sowohl positiven als auch negativen Entwicklungen Rechnung tragen, als auch eine betragsmäßige Höchstgrenze für die variablen Vergütungsbestandteile vereinbart.

5 Abweichung von Ziffer 4.2.3, 4. und 5. Absatz

Die Dienstverträge der Vorstandsmitglieder Peter Haas, Robert von Wülfing und Dr. Axel Endriss enthalten für den Fall der Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund keine Begrenzung der in diesen Fällen zu zahlenden Abfindung (Abfindungs-Cap).

Der Aufsichtsrat hält den vom Corporate Governance Kodex empfohlenen Abfindungs-Cap für den Fall der Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund für rechtlich problematisch. Ohne Abfindungs-Cap für den Fall der Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund erhält das Vorstandmitglied die vereinbarte Vergütung für die Restlaufzeit des Vertrages, d.h. bis zum Ende der jeweiligen Bestellung. Der Aufsichtsrat hält diese Regelung für angemessen, da sie einerseits der zivilrechtlichen Wertung für Verträge mit fester Laufzeit entspricht, die - außer im Fall wichtiger Gründe - nicht kündbar sind und damit auch ein Anspruch auf Zahlung der vereinbarten Vergütung besteht. Andererseits ist rechtlich unsicher, wie in einem konkreten Fall ein solcher Abfindungs-Cap einseitig von der Gesellschaft rechtlich durchgesetzt werden kann.

Der noch bis zum 31. Dezember 2013 laufende Dienstvertrag von Herrn Haas enthält die Regelung, dass im Fall eines Kontrollwechsels Herr Haas sein Amt niederlegen und sein Dienstverhältnis kündigen kann. Ein Abfindungs-Cap für diesen Fall ist nicht vorgesehen.

Der Aufsichtsrat hatte beim Abschluss dieses Vertrages ein Abfindungs-Cap für den Fall des Kontrollwechsels nicht vorgesehen, weil nach seiner Auffassung eine solche Regelung die Unabhängigkeit und Neutralität des Vorstands in Übernahmesituationen gefährdet.

Den Empfehlungen des Corporate Governance Kodex folgend, wurde nunmehr in dem ab 1. Januar 2014 laufenden Dienstvertrag ein Abfindungs-Cap für den Fall des Kontrollwechsels mit Herrn Haas vereinbart.

6 Abweichung von Ziffer 5.1.2, 2. Absatz

Auf eine Altersbeschränkung für die Tätigkeit als Vorstand oder Aufsichtsrat wird verzichtet, weil der Aufsichtsrat der Überzeugung ist, dass eine solche Begrenzung als Altersdiskriminierung anzusehen ist.

7 Abweichung von Ziffer 5.3.3

Der Aufsichtsrat hat keinen ständigen Nominierungsausschuss für die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern gebildet.

Der Nominierungsausschuss soll nach Bedarf jeweils zur Vorbereitung solcher Hauptversammlungen, in denen über die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern beschlossen werden soll, gebildet werden.

Struktur und Überwachung der Amadeus FiRe AG stellen sich im Einzelnen wie folgt dar:

Aktionäre und Hauptversammlung

Die Aktionäre der Amadeus FiRe AG üben ihre Mitbestimmungs- und Kontrollrechte auf der mindestens einmal jährlich stattfindenden Hauptversammlung der Gesellschaft aus. Sie findet innerhalb der ersten acht Monate des Geschäftsjahres am Sitz der Gesellschaft oder an einem deutschen Börsenplatz statt; die Hauptversammlung kann ferner an einem inländischen Ort mit mehr als 250.000 Einwohnern abgehalten werden. Die Hauptversammlung beschließt über alle durch das Gesetz zugewiesenen Angelegenheiten (u.a. Verwendung des Bilanzgewinns, Entlastung der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats, Wahl der Aufsichtsratsmitglieder, Wahl der Abschlussprüfer, Änderung der Satzung, Kapitalmaßnahmen). Bei der Abstimmung gewährt jede Aktie eine Stimme.

Jeder Aktionär, der sich rechtzeitig anmeldet, ist zur Teilnahme an der Hauptversammlung berechtigt. Aktionäre, die nicht persönlich an der Hauptversammlung teilnehmen möchten, können ihr Stimmrecht unter entsprechender Vollmachterteilung durch Bevollmächtigte, wie z. B. durch ein Kreditinstitut, eine Aktionärsvereinigung oder andere Dritte, ausüben lassen. Außerdem bietet die Gesellschaft ihren Aktionären an, von der Gesellschaft benannte weisungsgebundene Stimmrechtsvertreter bereits vor der Hauptversammlung zu bevollmächtigen.

Bereits im Vorfeld der Hauptversammlung werden die Aktionäre durch den Geschäftsbericht, die Einladung zur Hauptversammlung sowie die für die Beschlussfassungen erforderlichen Berichte und Informationen den aktienrechtlichen Vorschriften entsprechend informiert. Diese Berichte und Informationen werden auch auf der Internetseite der Amadeus FiRe AG zur Verfügung gestellt.

Die nächste ordentliche Hauptversammlung ist für den 22. Mai 2014 in Frankfurt am Main terminiert.

Zusammenarbeit von Vorstand und Aufsichtsrat sowie Zusammensetzung und Arbeitsweise von Ausschüssen

Die Mitglieder des Vorstands werden gemäß § 84 AktG vom Aufsichtsrat bestellt. Die Paragraphen 6 bis 8 der Satzung regeln die Anzahl der Vorstandsmitglieder, die Vertretung und die Geschäftsführung des Vorstands unter Bezugnahme auf die vom Aufsichtsrat beschlossene Geschäftsordnung. Zuletzt wurde der Vorstandsvertrag von Herrn Peter Haas ab dem 1. Januar 2014 für weitere 5 Jahre verlängert. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat und seinen Ausschüssen regelmäßig und umfassend sowie ad-hoc und zeitnah über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und der strategischen Weiterentwicklung, über den Gang des Geschäfts sowie die Lage des Konzerns einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements. Er stimmt die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und erörtert mit ihm in regelmäßigen Abständen den Stand der Strategieumsetzung.

Der Aufsichtsrat hat sich mit dem Risikomanagementsystem und insbesondere mit der Wirksamkeit des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess eingehend befasst. Zu weiteren Angaben verweisen wir auf das Kapitel "Risikobericht" im Lagebericht.

Der Aufsichtsrat bestellt die Mitglieder des Vorstands und berät und überwacht den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens. Die Geschäftsordnung des Vorstands sieht unter anderem vor, dass der Vorstand bestimmte Geschäfte nicht ohne die Zustimmung des Aufsichtsrats vornehmen darf.

Der Aufsichtsrat behandelt die Frage potentieller Interessenkonflikte periodisch in seinen Sitzungen. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind gehalten, Interessenkonflikte gegenüber dem Aufsichtsrat offenzulegen. Demnach bestanden im Geschäftsjahr 2013 keine Interessenkonflikte von Aufsichtsratsmitgliedern. Berater- und sonstige Dienstleistungsverträge zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft bestanden im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht.

Die Gesellschaft hat für Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder der Amadeus FiRe AG eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung (sogenannte D&O-Versicherung) abgeschlossen. Für die Mitglieder des Aufsichtsrats besteht kein Selbstbehalt, für die Mitglieder des Vorstands beinhaltet die D&O-Versicherung einen Selbstbehalt. Im zum 31. Dezember 2013 ausgelaufenen Vertrag von Herrn Haas war ein Selbstbehalt ausgeschlossen. Es besteht deshalb eine Deckung für Herrn Haas analog zum Aufsichtsrat. Im Rahmen des seit dem 1. Januar 2014 gültigen neuen Vorstandsvertrags von Herrn Haas beinhaltet die D&O-Versicherung ebenfalls einen Selbstbehalt.

Der Aufsichtsrat der Amadeus FiRe AG besteht unter Anwendung des Mitbestimmungsgesetzes gemäß § 9 Abs. 1 der Satzung aus zwölf Mitgliedern. Hiervon werden sechs Mitglieder von der Hauptversammlung gewählt. Sechs Mitglieder werden durch die Arbeitnehmer nach den Vorschriften des Mitbestimmungsgesetzes gewählt.

Herr Christoph Groß, Vorsitzender

Herr Michael C. Wisser, stellvertretender Vorsitzender

Herr Dr. Karl Graf zu Eltz

Herr Dr. Arno Frings

Herr Knuth Henneke

Herr Hartmut van der Straeten

Frau Ulrike Bert, Arbeitnehmervertreterin

Frau Ulrike Hösl-Abramowski, Arbeitnehmervertreterin

Frau Silke Klarius, Arbeitnehmervertreterin

Frau Sibylle Lust, Arbeitnehmervertreterin

Herr Elmar Roth, Arbeitnehmervertreter

Herr Mathias Venema, Arbeitnehmervertreter

Folgende Ausschüsse des Aufsichtsrats wurden aus dem Kreis der Aufsichtsratsmitglieder eingerichtet, wobei der Aufsichtsrat den Ausschüssen keine Entscheidungskompetenz übertragen hat. Die Ausschüsse werden nur beratend und vorbereitend für das Aufsichtsratsplenum tätig. Ausschussmitglieder haben dem Ausschuss Interessenkonflikte offenzulegen.

Ständiger Ausschuss

Mitglieder:

Herr Christoph Groß, Vorsitzender

Herr Elmar Roth

Herr Hartmut van der Straeten

Herr Michael C. Wisser

Der Ständige Ausschuss nimmt die Aufgaben nach § 27 Abs. 3 i.V.m § 31 Abs. 3 Satz 1 MitbestG (Vermittlungsausschuss) war. Weiterhin befasst er sich mit grundsätzlichen Fragen des Unternehmens. Er erörtert die vom Vorstand vorgelegte Strategie und Planung des Unternehmens und seine Geschäftsfelder unter Annahme unterschiedlicher Szenarien und deren Realisierungsmöglichkeiten. Er beurteilt die innere Verfassung des Unternehmens im Hinblick auf seine operative Stärke, Effizienz und Potentiale zur Erreichung der gesteckten Ziele. Er unterzieht außerdem die Corporate Governance Grundsätze und ihre Anwendung einer regelmäßigen Überprüfung. Der Ausschuss besteht aus vier Mitgliedern und wird mit dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats, seinem Stellvertreter, einem Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer sowie einem Aufsichtsratsmitglied der Anteilseigner besetzt.

Während der Aufsichtsratssitzung am 9. Dezember 2013 hat der Aufsichtsrat einstimmig beschlossen, den Ständigen Ausschuss aufzulösen. Aufgrund der offenen Zusammenarbeit im Plenum sah der Aufsichtsrat keine Notwendigkeit, den Ausschuss fortzuführen. Die wahrgenommenen Aufgaben nach dem Mitbestimmungsgesetz werden in den Personalausschuss delegiert. Die Besetzung des Personalausschusses entspricht des Anforderungen gem. § 27 Abs. 3 MitbestG.

Bilanz- und Prüfungsausschuss

Mitglieder:

Herr Hartmut van der Straeten, Vorsitzender

Herr Michael C. Wisser

Frau Ulrike Bert

Frau Silke Klarius

Der Bilanz- und Prüfungsausschuss besteht aus vier Mitgliedern. Diese setzen sich aus zwei Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner sowie aus zwei Aufsichtsratsmitgliedern der Arbeitnehmer zusammen. Der Bilanz- und Prüfungsausschuss ist für Fragen der Rechnungslegung, der Prüfung der Gesellschaft, der Konzerngesellschaften und des Konzerns einschließlich der Überwachung des Rechnungslegungs- bzw. des Konzernrechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des internen Revisionssystems sowie der Abschlussprüfung, hier insbesondere der Unabhängigkeit des Abschlussprüfers und der vom Abschlussprüfer zusätzlich erbrachten Leistungen, zuständig. Er wertet die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers aus und berichtet dem Aufsichtsrat über die Bewertung der Darlegungen des Prüfungsberichtes durch den Ausschuss, insbesondere im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung des Unternehmens. Zu den Aufgaben des Prüfungsausschusses gehören dabei regelmäßig:

Die Vorbereitung der Auswahl des Abschlussprüfers, die Festlegung von ergänzenden Prüfungsschwerpunkten, die Vereinbarung des Prüfungshonorars und die Erteilung des Prüfungsauftrages an den Abschlussprüfer.
Die Würdigung von Feststellungen und Empfehlungen des Abschlussprüfers in einem sog. Management Letter.
Die Vorbereitung der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses durch den Aufsichtsrat einschließlich der jeweiligen Lageberichte auf der Grundlage der Ergebnisse der Abschlussprüfung und ergänzender Ausführungen des Abschlussprüfers.
Die Prüfung der Zwischenabschlüsse.

Der Bilanz- und Prüfungsausschuss tagt turnusmäßig vor der Veröffentlichung der Zwischenberichte sowie nach Vorlage des Jahres- und des Konzernabschlusses durch den Vorstand. Darüber hinaus tagt der Ausschuss im Bedarfsfall. Über die Arbeit des Ausschusses berichtet der Vorsitzende des Ausschusses regelmäßig in den Sitzungen des Gesamtaufsichtsrats.

Der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt, dass der Vorsitzende des Bilanz- und Prüfungsausschusses über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren verfügen soll. Auch diese Empfehlung wird bei Amadeus FiRe umgesetzt. Herr van der Straeten war langjähriger Vorstand und Geschäftsführer mit der Zuständigkeit für Finanz- & Rechnungswesen, Finanzierung, Steuern und kaufmännische Verwaltung in Handels- und Industrieunternehmen. Aufgrund seiner beruflichen Praxis verfügt er über umfassende Kenntnisse und Erfahrungen mit internen Kontrollverfahren und in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen.

Personalausschuss

Mitglieder:

Herr Christoph Groß, Vorsitzender

Herr Knuth Henneke

Frau Ulrike Hösl-Abramowski

Herr Michael C. Wisser

Der Personalausschuss besteht aus vier Mitgliedern. Diese setzen sich aus drei Aufsichtsratsmitgliedern der Anteilseigner sowie aus einem Aufsichtsratsmitglied der Arbeitnehmer zusammen. Der Personalausschuss befasst sich mit den Personalangelegenheiten der Vorstandsmitglieder inklusive der langfristigen Nachfolgeplanung. Der Personalausschuss gibt Empfehlungen für den Inhalt von Anstellungsverträgen mit Vorstandsmitgliedern und deren Vergütungen. Empfehlungen für die laufenden Vergütungen werden durch systematische Evaluation der Leistungen der einzelnen Vorstandsmitglieder bestimmt. Der Aufsichtsratsvorsitzende ist zugleich der Vorsitzende des Personalausschusses.

Der Personalausschuss tagt bei Bedarf, insbesondere vor Aufsichtsratssitzungen, in denen Vorstandsangelegenheiten Gegenstand sind. Über die Arbeit des Personalausschusses und gegebenenfalls Verhandlungsergebnisse berichtet der Vorsitzende des Ausschusses regelmäßig in den Sitzungen des Gesamtaufsichtsrats.

Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat

Die Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat ist in dem Vergütungsbericht des Lageberichts im Einzelnen dargestellt. Die Gesellschaft hat sich entschieden, die gesetzlich erforderlichen Angaben und die Angaben, die von dem Deutschen Corporate Governance Kodex empfohlen werden, sowie weitere Erläuterungen zu dem Vergütungssystem einheitlich in einem gesonderten Vergütungsbericht zusammenzufassen. Dies dient aus Sicht der Gesellschaft der Transparenz und Verständlichkeit. Weitere Einzelheiten sind im Kapitel 10. "Vergütungsbericht" dargestellt.

Aktiengeschäfte der Organmitglieder

Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind nach § 15a Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) gesetzlich verpflichtet, den Erwerb oder die Veräußerung von Aktien der Amadeus FiRe aG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten offenzulegen, soweit der Wert der von dem Mitglied und ihm nahestehenden Personen innerhalb eines Kalenderjahrs getätigten Geschäfte die Summe von EUR 5.000 erreicht oder übersteigt (Director's Dealings). Die der Amadeus FiRe AG im abgelaufenen Geschäftsjahr gemeldeten Geschäfte wurden ordnungsgemäß veröffentlicht und sind auf der Website des Unternehmens unter www.amadeus-fire.de/de/investor-relations/corporate-governance/meldepflichtige-wertpapiergeschaefte abrufbar.

Aufsichtsratsmitglieder hielten zum 31. Dezember 2013 insgesamt 5.800 Aktien, die Vorstandsmitglieder 6.231 Aktien. Eine detaillierte Aufstellung ist der Konzernanhangsangabe Nr. 35 zu entnehmen.

Risikomanagement

Zu einer guten Corporate Governance gehört auch der verantwortungsbewusste Umgang des Unternehmens mit seinen Risiken. Ein systematisches Risikomanagement im Rahmen unseres wertorientierten Konzernmanagements sorgt dafür, dass Risiken frühzeitig erkannt und bewertet werden sowie entsprechende Steuerungsmaßnahmen ergriffen werden können. Das Risikomanagementsystem wird kontinuierlich weiterentwickelt und den sich verändernden Rahmenbedingungen angepasst. Das Risikofrüherkennungssystem wird von den Abschlussprüfern überprüft. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über bestehende Risiken und deren Entwicklung.

Einzelheiten zum Risikomanagement der Amadeus FiRe Gruppe sind dem Risikobericht zu entnehmen. Dort ist auch der Bericht zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den Rechnungslegungs- bzw. den Konzernrechnungslegungsprozess enthalten.

Transparenz und Kommunikation

Die Teilnehmer am Kapitalmarkt und die interessierte Öffentlichkeit werden von Amadeus FiRe unverzüglich, regelmäßig und zeitgleich über die wirtschaftliche Lage des Konzerns und neue Tatsachen informiert. Der Geschäftsbericht, der Halbjahresfinanzbericht sowie die Zwischenberichte zu den Quartalen werden fristgerecht veröffentlicht. Aktuelle Ereignisse werden durch Pressemeldungen und - soweit dies gesetzlich erforderlich ist - durch Ad-hoc-Mitteilungen bekanntgegeben. Über wichtige Termine informiert die Gesellschaft ihre Aktionäre regelmäßig mit einem Finanzkalender, der im Geschäftsbericht sowie auf der Homepage der Gesellschaft veröffentlicht ist. Alle Informationen stehen in deutscher und englischer Sprache zur Verfügung und sind auf der Internetseite der Amadeus FiRe AG unter www.amadeus-fire.de/de/investor-relations abrufbar. Auch Privatanlegern wird so die Möglichkeit geboten, sich zeitnah über aktuelle Entwicklungen zu informieren.

Rechnungslegung und Abschlussprüfung

Die Amadeus FiRe AG stellt den Konzernabschluss und die Konzernzwischenabschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) auf, wie sie in der EU anzuwenden sind. Der Jahresabschluss der Amadeus FiRe AG (Einzelabschluss) erfolgt nach deutschem Handelsrecht (HGB). Die Abschlüsse werden vom Vorstand aufgestellt und vom Abschlussprüfer sowie dem Aufsichtsrat geprüft. Die Zwischenberichte werden vor Veröffentlichung vom Prüfungsausschuss geprüft.

Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der Amadeus FiRe AG wurden, ebenso wie der gemeinsame Lagebericht der Amadeus FiRe AG und der Amadeus FiRe Gruppe, von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn/Frankfurt am Main, geprüft. Die entsprechende Wahl des Abschlussprüfers erfolgte auf der Hauptversammlung 2013.

Die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn/Frankfurt am Main, hat sich gegenüber der Gesellschaft verpflichtet, den Vorsitzenden des Prüfungsausschusses über Ausschluss- oder Befangenheitsgründe, die während der Prüfung auftreten, unverzüglich zu unterrichten, soweit diese nicht unverzüglich beseitigt werden. Der Abschlussprüfer soll auch über alle für die Aufgaben des Aufsichtsrats wesentlichen Feststellungen und Vorkommnisse, die sich bei der Abschlussprüfung ergeben, unverzüglich berichten. Außerdem hat der Abschlussprüfer den Aufsichtsrat zu informieren bzw. im Prüfungsbericht zu vermerken, wenn er im Zuge der Abschlussprüfung Tatsachen feststellt, die mit der vom Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG abgegebenen Entsprechenserklärung nicht vereinbar sind. Hierzu gaben die Prüfungen des Geschäftsjahres 2013 keinen Anlass.

9. RISIKOBERICHT

Ziel der Risikopolitik und damit auch Teil der Unternehmensstrategie ist es, den Bestand des Unternehmens zu sichern und dabei den Unternehmenswert systematisch und kontinuierlich zu steigern. Der Vorstand von Amadeus FiRe hat dazu ein Überwachungssystem eingerichtet, welches es ermöglicht, Risiken möglichst frühzeitig zu identifizieren und durch geeignete Maßnahmen wirtschaftliche Einbußen zu begrenzen. Die Risikostrategie basiert einerseits auf einer Bewertung der Risiken und andererseits auf einer Beurteilung der mit ihnen verbundenen Chancen. In den Kernkompetenzbereichen werden angemessene, überschaubare und beherrschbare Risiken bewusst eingegangen, wenn sie einen angemessenen Ertrag erwarten lassen.

Risikomanagement

Der Vorstand hat ein ordnungsgemäßes und zukunftsgerichtetes Risikomanagement schriftlich formuliert. Darin werden die konkreten Prozesse und Definitionen des Risikomanagementsystems beschrieben und einheitliche Beurteilungsmuster vorgegeben. Risiken werden in vorgeschriebenen Perioden von den Geschäftsführern der Tochtergesellschaften, Bereichsleitern und weiteren Mitarbeitern identifiziert und beurteilt. Der zuständige Vorstand überprüft die Risiken und beurteilt gegebenenfalls die Korrelation von Einzelrisiken darauf, ob sich hieraus eine potentielle Bestandsgefährdung ergeben kann. Darüber hinaus ermöglicht ein einheitliches, zeitnahes Berichtswesen der Gruppe das frühzeitige Erkennen von Abweichungen und Besonderheiten. Im jährlichen Rhythmus wird die mittel- und langfristige Strategie der Gruppe durch Vorstand und Aufsichtsrat verifiziert und die Erreichung der festgelegten Teilschritte überprüft. Dadurch wird nicht nur die Beurteilung der Risiken in die Unternehmensstrategie eingebunden, sondern es werden damit sich bietende Chancen und das einhergehende Ergebnispotenzial identifiziert. Der Aufsichtsrat überprüft turnusmäßig das interne Kontrollsystem. Wo es möglich und wirtschaftlich sinnvoll ist, wird ein Risikotransfer auf Versicherer durch den Abschluss von Konzernversicherungsverträgen vorgenommen.

Risikofelder

Die für die Amadeus FiRe Gruppe maßgeblichen Risiken stellen sich wie folgt dar:

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die Konjunktur hat sich in der zweiten Jahreshälfte des Berichtsjahres zunehmend erholt. Die bestehenden Risiken bei den Einschätzungen der Konjunkturforscher und der Bundesregierung hinsichtlich einer stabilen konjunkturellen Entwicklung, einem robusten Arbeitsmarkt und keiner zu erwartenden Rezession in Deutschland sind damit geringer geworden. Aufrecht erhalten wird dieses Risikoprofil allerdings weiterhin durch die Unsicherheit und die Sensitivität bezogen auf negative Ereignisse insbesondere im Euro-Raum, verursacht durch die Euro- und Schuldenkrise. Sollten die durch die Regierungen im Euroraum eingeleiteten Maßnahmen die Finanz- und Staatsschuldenkrise nachhaltig überwinden und das Vertrauen der Märkte weiter zurückgewonnen werden, könnte die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland positiver ausfallen als im Chancen- und Prognosebericht vorausgesagt. Weiterhin, aber nicht mehr überproportional zu gewichten, bestehen Abwärtsrisiken sowohl aus der Finanz- und Schuldenkrise in Europa und in den Vereinigten Staaten. Weitere Auswirkungen auf die Wachstumskräfte in den Schwellenländern sind möglich. Die Prognose einer stabilen Entwicklung in Deutschland beruht auf einem zunehmenden Wachstum der Weltwirtschaft von deutlich größer 3 Prozent. Eine globale konjunkturelle Eintrübung und zurückhaltende Investitionen beträfen Deutschlands exportabhängige Wirtschaft besonders.

Branchenrisiken

Es hat sich in den vergangenen Jahren fortlaufend bestätigt, dass die Zeitarbeitsbranche frühzyklisch reagiert. Aus dieser Korrelation resultiert grundsätzlich das Risiko, dass sich negative Konjunktur- oder aber Arbeitsmarktentwicklungen unmittelbar auf die Zeitarbeitsbranche auswirken.

Zweifellos hat die Arbeitnehmerüberlassung in den vergangenen Jahren grundsätzlich an Akzeptanz und Wertschätzung sowohl bei Kundenunternehmen als auch bei Mitarbeitern weiter gewonnen. Die Einführung der Branchenzuschlagsverträge mit dem Ziel "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" seit November 2012 sowie der Abschluss eines neuen Tarifvertrages für die Zeitarbeitsbranche, der die politischen Mindestlohnforderungen erfüllt, haben weiter dazu beigetragen, die Zeitarbeit in Deutschland positiver wahrzunehmen. Unternehmen nutzen die Arbeitnehmerüberlassung als ein flexibles Anpassungs- bzw. Beschäftigungsinstrument für eine volatile Arbeitsnachfrage und als alternativen Rekrutierungsweg. Für Mitarbeiter ist eine Beschäftigung in der Zeitarbeit im Gegensatz zu einer fortwährenden Arbeitslosigkeit im Hinblick auf die individuelle künftige Beschäftigungssituation von Vorteil. Trotz dieser positiven Entwicklungen blieb die Abhängigkeit der Arbeitnehmeranzahl in der Branche von der wirtschaftlichen Lage der Kundenunternehmen und damit dem allgemeinen Konjunkturverlauf bestehen. Dieser unmittelbare Zusammenhang birgt somit ein immanentes Risiko hinsichtlich der künftigen Entwicklung der Branche und der Amadeus FiRe Gruppe.

Die Zeitarbeitsbranche agiert grundsätzlich in einem stark regulierten und politisch stark wahrgenommenen Umfeld. Dabei können sich Änderungen negativ auswirken und sind wiederkehrend Gegenstand politischer Diskussionen. Unter anderem wurde sehr kurzfristig das Instrument der Branchenzuschlagstarifverträge zusätzlich zu den bestehenden im Grundsatz bereits ausreichenden tarifvertraglichen Regelungen geschaffen. Die Branchenzuschlagstarifverträge führen zu einer teilweise wesentlichen Verteuerung der Arbeitnehmerüberlassung und einem sehr hohen administrativen Aufwand für die Zeitarbeitsunternehmen. Im gewerblichen Bereich, zum Beispiel in der Branche Metall und Elektro, könnten hieraus wesentliche Risiken für die Zeitarbeitsbranche entstehen. Im qualifizierten Bereich, in dem die Amadeus FiRe Gruppe tätig ist, fallen die Zuschläge teilweise geringer aus. Auch die Abhängigkeit von einzelnen Großkunden ist geringer. Nach ersten Erfahrungswerten werden die Auswirkungen in der Kalkulation durch die Zuschlagstarifverträge von den Kunden der Amadeus FiRe Gruppe akzeptiert. Auch die korrekte administrative Abwicklung ist sichergestellt.

Aktuell sind bereits weitere Änderungen der Rahmenbedingungen für die Arbeitnehmerüberlassung im Koalitionsvertrag der Bundesregierung formuliert. Die Kernaussagen sind:

"Wir präzisieren im AÜG die Maßgabe, dass die Überlassung von Arbeitnehmern an einen Entleiher vorübergehend erfolgt, indem wir eine Überlassungshöchstdauer von 18 Monaten gesetzlich festlegen."
"Die Koalitionspartner sind sich darüber einig, dass Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer künftig spätestens nach neun Monaten hinsichtlich des Arbeitsentgelts mit den Stammarbeitnehmern gleichgestellt werden."

Zur konkreten Umsetzung hat sich die große Koalition bisher nicht geäußert. Die durchschnittliche Einsatzdauer beträgt bei Amadeus FiRe rund 8 Monate, so dass ein signifikanter Einfluss der Höchstüberlassungsdauer auf den Geschäftsverlauf unwahrscheinlich ist. Weiterhin zahlt Amadeus FiRe seinen Mitarbeitern marktgerechte Gehälter. Auf vereinzelte Zeitarbeitsaufträge werden sich beide Änderungen jedoch auswirken. Der administrative Aufwand steigt abermals.

Grundsätzlich ist die Zeitarbeitsbranche eng verbunden mit der Ausgestaltung des Arbeitsrechts. Eine drastische Einschränkung des Kündigungsschutzes oder ähnliche tiefgreifende Maßnahmen könnten sich unmittelbar und drastisch auf den Geschäftsumfang der Unternehmen auswirken. In den aktuellen Diskussionen sind derzeit keine Bestrebungen zu fundamentalen Änderungen erkennbar.

Eventuelle Auswirkungen weiterer zukünftiger Änderungen auf die Branche können jedoch nicht beurteilt werden, da diese von der konkreten Ausgestaltung abhängig wären.

Für die Fort- und Weiterbildungsbranche spielt die konjunkturelle Entwicklung insbesondere im Firmenkundengeschäft eine wichtige Rolle. Investitionen in die Weiterqualifizierung der Mitarbeiter sind sehr stark abhängig von der übergeordneten Finanz- und Ertragslage des Unternehmens. Im Geschäft mit Privatpersonen ist die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt eher entscheidend. Einerseits sinkt bei Privatpersonen zwar der individuelle Fortbildungsdruck bei guter Arbeitsmarktsituation, andererseits sind diese bei sicherer persönlicher Arbeitsplatzsituation wieder stärker bereit, persönlich in eine finanziell aufwendige Fortbildungsmaßnahme zu investieren.

Rechtliche Risiken

Die Gruppe ist in einem sehr regulierten Umfeld tätig, entsprechend bestehen rechtliche Risiken. Neben den rechtlichen Einflussfaktoren, die sich durch die Kapitalmarktorientierung für die Gruppe ergeben, spielen weitere rechtliche Faktoren insbesondere aus dem Bereich der Zeitarbeit eine wichtige Rolle. Insbesondere die Einhaltung der teils komplexen rechtlichen Rahmenbedingungen, die sich aus dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz, den Steuergesetzen sowie aus tariflichen Regelungen ergeben, ist hier zu nennen.

Die Amadeus FiRe Gruppe hat eine interne Revision installiert. Aufgabe ist, die Einhaltung der diversen gesetzlichen Vorschriften, die Anwendung des Branchentarifvertrages und der Zuschlagstarifverträge sowie die Compliance mit internen Richtlinien regelmäßig zu prüfen. Regelmäßig werden weiterhin weitergehende Beratung durch externe Fachleute genutzt sowie Schulungen der Mitarbeiter in den relevanten Bereichen, wie Tarif- und Arbeitsrecht, Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz, Sozialversicherungsvorschriften etc. durchgeführt. Ein Verstoß kann jedoch nicht ausgeschlossen werden. Durch häufige Änderungen und Anpassungen der Rahmenbedingungen ist ebenfalls die korrekte Auslegung selbst unter Branchenexperten nicht eindeutig. Das Management ist jedoch der Ansicht, durch die vorgenommenen Maßnahmen die rechtlichen Risiken minimiert zu haben.

Amadeus FiRe befindet sich aktuell in keinem wesentlichen Verfahren. Ein etwaiger nachteiliger Ausgang von Verfahren, in denen sich Amadeus FiRe aktuell befindet, würde die Ergebnissituation der Amadeus FiRe Gruppe nicht wesentlich belasten.

IT Risiken

Für den ordnungsgemäßen Geschäftsbetrieb des Unternehmens sind die Verfügbarkeit und Verlässlichkeit der IT-Systeme sowie die ausfallsichere Vernetzung der einzelnen Unternehmenseinheiten ein kritischer Erfolgsfaktor. Aufgrund des daraus resultierenden Risikopotentials genießt bei der Amadeus FiRe AG die IT-Sicherheit und das IT-Risikomanagement seit Jahren höchste Priorität. In regelmäßigen Abständen finden interne Prüfungen statt, die die Einhaltung der Sicherheitsstandards anhand der Vorgaben und Richtlinien des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) kontrollieren und sicherstellen.

Aufgrund der verteilten Standortstruktur des Unternehmens und der zentralen Datenhaltung wirken sich insbesondere Verbindungsausfälle negativ auf die Geschäftstätigkeit der Niederlassungen aus. Diesem Risiko wird durch die Nutzung eines abgesicherten Weitverkehrsnetzes sowie durch die Bereitstellung redundanter Datenleitungen von unterschiedlichen Providern gezielt entgegengewirkt. Eine möglichst hohe Anbindungsqualität, Übertragungsgeschwindigkeit und Skalierbarkeit der Dienste ist im Rahmen eines Service Level Agreements mit entsprechend zugeschnittenen Leistungsmerkmalen vertraglich geregelt. Ein hohes Maß an Übertragungssicherheit gewährleistet die Verwendung moderner Komprimierungs- und Verschlüsselungstechniken.

Im Rechenzentrum kommen innerhalb einer abgesicherten Systemarchitektur leistungsstarke Komponenten zum Einsatz. Damit soll ein Höchstmaß an Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität der eingesetzten Systeme, Anwendungen und Daten erzielt werden. Den Schwerpunkt bilden hierbei die geschäftskritischen Komponenten. Durch die Verwendung von hochverfügbaren Servern mit weitreichenden Redundanzen und die Durchführung täglicher Sicherungen inkl. Auslagerung von Datenträgern in ein externes Sicherheitszentrum werden Datenverluste weitestgehend vermieden. Darüber hinaus wurde für geschäftskritische Daten die kontinuierliche Spiegelung in ein örtlich getrenntes Notfall-Rechenzentrum eingerichtet. Sollte es trotz aller Vorkehrungen zu einer schwerwiegenden Störung kommen, existiert ein spezieller Notfallplan, der den eingeschränkten Wiederanlauf der Kernsysteme innerhalb tolerierbarer Ausfallzeiten in separaten Räumlichkeiten sicherstellt. Signifikante IT-Risiken sind derzeit nicht absehbar.

Finanzierungsrisiken

Zum 31. Dezember 2013 verfügte die Amadeus FiRe Gruppe über liquide Mittel in Höhe von EUR 37,6 Mio. Diese Mittel dienen als Grundlage für eine solide Finanzierung des Geschäftsbetriebs, die Option auf weitere Akquisitionen sowie die Grundlage für etwaige Aktienrückkäufe. Es existieren keine Bankverbindlichkeiten oder Finanzinstrumente. Aufgrund des in Deutschland stattfindenden Geschäftsbetriebs besteht kein nennenswertes Währungsrisiko. Für das Geschäftsjahr 2014 wird ein positiver Cash Flow erwartet. Finanzierungsrisiken sind derzeit nicht erkennbar.

Personalrisiken

Die Amadeus FiRe Gruppe hat einen hohen Bedarf an qualifizierten Fachkräften. Der wichtigste Baustein für den Erfolg der Amadeus FiRe Gruppe ist entsprechend, möglichst jederzeit über die benötigte Anzahl qualifizierter Mitarbeiter zu verfügen. Dies gilt im Besonderen für die Vertriebsorganisation der Gruppe, um die Qualität der erbrachten Dienstleistungen, das laufende Geschäft und zukünftiges Wachstum sicherzustellen. Insbesondere in Zeiten eines engen Arbeitsmarktes mit geringer Arbeitslosigkeit aber auch generell besteht das Risiko, qualifizierte Mitarbeiter zu verlieren oder sie nicht in ausreichender Zahl rekrutieren zu können.

Durch attraktive Arbeitsbedingungen und gezielte Förderung von Potenzialträgern wird versucht, Mitarbeiter für unser Unternehmen zu gewinnen und die langfristige Bindung von Mitarbeitern zu erreichen. Einem generell bestehenden Fluktuationsrisiko der Mitarbeiter und dem Risiko des Mangels an qualifiziertem Personal wirkt Amadeus FiRe durch umfangreiche Rekrutierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen entgegen.

Innerhalb der Vertriebsorganisation wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr umfangreich in Vertriebs- und Führungstrainings investiert. Ebenfalls hat Amadeus FiRe strukturierte verbindliche Einstellungsprozesse definiert, um so die Identifizierung geeigneter Vertriebsmitarbeiter zu optimieren.

Gesamtbeurteilung der Risiken durch die Unternehmensleitung

Die Einschätzung der Gesamtrisikosituation ist die konsolidierte Betrachtung aller Einzelrisiken und Risikofelder. Für die Risikolandschaft der Amadeus FiRe Gruppe hat sich im Berichtszeitraum keine wesentliche Veränderung gegenüber dem Vorjahr ergeben. Aus heutiger Sicht sind keine Risiken erkennbar, die den Fortbestand der Amadeus FiRe Gruppe oder einzelner Segmente gefährden könnten.

Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den Rechnungslegungs- bzw. den Konzernrechnungslegungsprozess

Da das Mutterunternehmen Amadeus FiRe AG eine kapitalmarktorientierte Kapitalgesellschaft im Sinne des § 264d HGB ist, sind gemäß §§ 289 Abs. 5 und 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB die wesentlichen Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungs- bzw. den Konzernrechnungslegungsprozess, der auch die Rechnungslegungsprozesse bei den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften einbezieht, zu beschreiben.

Übergeordnetes Ziel des in der Amadeus FiRe Gruppe implementierten rechnungslegungs-bezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems ist die Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit der Finanzberichterstattung im Sinne einer Übereinstimmung des Jahresabschlusses sowie des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts mit allen einschlägigen Vorschriften.

Unter einem internen Kontrollsystem werden danach die vom Management eingeführten Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen verstanden, die auf die organisatorische Umsetzung der Entscheidungen des Managements gerichtet sind zur Sicherung der Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Geschäftstätigkeit, zur Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung sowie zur Einhaltung der für das Unternehmen maßgeblichen rechtlichen Vorschriften.

Das Risikomanagementsystem beinhaltet die Gesamtheit aller organisatorischen Regelungen und Maßnahmen zur Risikoerkennung und zum Umgang mit den Risiken unternehmerischer Betätigung. Die Zielsetzung des internen Kontrollsystems des Rechnungslegungsprozesses ist es, durch die Implementierung von Kontrollen hinreichende Sicherheit zu gewährleisten, dass trotz der identifizierten Risiken ein regelungskonformer Konzernabschluss erstellt wird.

Im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess sind bei der Amadeus FiRe Gruppe folgende Strukturen und Prozesse implementiert:

Zur Überwachung der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems verfügt Amadeus FiRe über ein konzernweit standardisiertes Verfahren. Dieses beinhaltet die Definition der notwendigen Kontrollen. Diese werden nach einheitlichen Vorgaben dokumentiert und regelmäßig getestet. Der Vorstand der Amadeus FiRe AG trägt die Verantwortung für die Einrichtung und wirksame Unterhaltung angemessener Kontrollen über die Finanzberichterstattung.

Über eine fest definierte Führungs- und Berichtsorganisation sind alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften eingebunden. Die Grundsätze, die Aufbau- und Ablauforganisation sowie die Prozesse des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems sind in Organisationsanweisungen niedergelegt, die in regelmäßigen Abständen an aktuelle externe und interne Entwicklungen angepasst werden.

Im Hinblick auf den Konzernrechnungslegungsprozess erachten wir solche Merkmale des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems als wesentlich, die die Bilanzierung und die Gesamtaussage des Konzernabschlusses einschließlich Konzernlagebericht maßgeblich beeinflussen können. Dies sind insbesondere die folgenden Elemente:

Identifikation der wesentlichen Risikofelder und Kontrollbereiche mit Relevanz für den Konzernrechnungslegungsprozess;
Monitoringkontrollen zur Überwachung des Rechnungslegungsprozesses auf Ebene des Vorstands sowie auf Ebene der einbezogenen Gesellschaften;
Präventive Kontrollmaßnahmen im Finanz- und Rechnungswesen sowie in operativen, leistungswirtschaftlichen Unternehmensprozessen, die wesentliche Informationen für die Aufstellung des Konzernabschlusses einschließlich des Konzernlageberichts generieren;
Maßnahmen, die die ordnungsmäßige EDV-gestützte Verarbeitung von rechnungslegungsbezogenen Sachverhalten und Daten sicherstellen;
Maßnahmen zur Überwachung des rechnungslegungsbezogenen internen Kontroll- und Risikomanagementsystems insbesondere durch die interne Revision.

Im Geschäftsjahr 2013 wurde die Ausgestaltung der implementierten internen Kontrollsysteme regelmäßig geprüft. Eine externe Prüfung wurde nicht durchgeführt, da keine Anhaltspunkte auffällig geworden sind, dass die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems nicht gewährleistet ist.

Als Mutterunternehmen der Amadeus FiRe Gruppe ist die Amadeus FiRe AG in das oben dargestellte konzernweite rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem eingebunden. Für den HGB-Einzelabschluss der Amadeus FiRe AG gelten daher grundsätzlich auch die oben gemachten Angaben.

10. VERGÜTUNGSBERICHT

Der Vergütungsbericht enthält eine Zusammenfassung der Grundsätze, die auf die Festsetzung der Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands der Amadeus FiRe AG Anwendung finden. Er beschreibt des Weiteren Struktur sowie Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder. Darüber hinaus werden die Grundsätze und die Höhe der Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats erläutert. Der Vergütungsbericht richtet sich nach den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Er erfüllt die Anforderungen nach den anwendbaren Vorschriften der §§ 289 Abs. 2 Nr. 5, 314 Abs. 1 Nr. 6a, 315 Abs. 2 Nr. 4 HGB.

Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand

Die Gesamtvergütung des Vorstands besteht aus einem Fixum, einer Tantieme sowie Nebenleistungen und berücksichtigt die jeweilige Verantwortung der Vorstandsmitglieder. Die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand wird vom Aufsichtsrat auf Vorschlag des Personalausschusses beraten und regelmäßig überprüft. Das Fixum wird als erfolgsunabhängige Komponente der Vergütung als Grundgehalt monatlich ausgezahlt. Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen, die im Wesentlichen aus den nach steuerlichen Richtlinien anzusetzenden Werten der Dienstwagennutzung bestehen. Die Tantieme setzt sich grundsätzlich aus der Budgettantieme, der Ergebnistantieme und der Wachstumstantieme zusammen. Herr von Wülfing erhält keine Budgettantieme. Der Vorstandsvertrag von Herrn Haas wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr verlängert. Ab dem Geschäftsjahr 2014 erhält Herr Haas ebenfalls keine Budgettantieme. Die Ergebnistantieme errechnet sich aus dem im Geschäftsjahr erzielten EBITA. Die Budgettantieme basiert auf dem erzielten EBITA im Vergleich zu dem vom Aufsichtsrat freigegebenen Budget. Die Wachstumstantieme basiert auf der Steigerung des EBITA gegenüber dem Vorjahres-EBITA oder gegenüber einer EBITA-"High-Water-Mark". Eine negative Geschäftsentwicklung in einem Geschäftsjahr wirkt sich in der Höhe der variablen Vergütung bis hin zum vollständigen Verlust des Tantiemenanspruches für das jeweilige Geschäftsjahr aus. Abhängig von den jeweiligen Aufgabenbereichen der Vorstandsmitglieder ist die Tantiemenberechtigung in den Vorstandsdienstverträgen unterschiedlich geregelt. Die nachfolgende Übersicht zeigt einen Überblick zu der Vergütung der Mitglieder des Vorstands im Berichtsjahr.

Fixe Vergütung/ erfolgsunabhängig

TEUR
Variable Vergütung/ erfolgsabhängig

TEUR
Sonstige Vergütung

TEUR
Peter Haas 382 830 16
Dr. Axel Endriss 260 239 29
Robert von Wülfing 192 202 12
Insgesamt 834 1.271 57

Nachfolgend der Überblick zu der Vergütung der Mitglieder des Vorstands im Vorjahr:

Fixe Vergütung/ erfolgsunabhängig

TEUR
Variable Vergütung/ erfolgsabhängig

TEUR
Sonstige Vergütung

TEUR
Peter Haas 373 802 15
Dr. Axel Endriss 260 100 24
Robert von Wülfing (seit 01.11.2012) 32 32 2
Insgesamt 665 934 41

Die angegebenen Bezüge von Herrn Dr. Endriss enthalten ein Gehalt als Geschäftsführer bei der Steuer-Fachschule Dr. Endriss. Die sonstigen Vergütungen beinhalten geldwerte Vorteile für Firmen-Pkws und Unfallversicherung.

Weitere Vergütungskomponenten mit langfristiger Anreizwirkung, Pensions- oder Versorgungszusagen sowie Leistungszusagen von Dritten bestehen für das Geschäftsjahr 2013 nicht.

Die Gesellschaft hat weiterhin mit Herrn Haas eine Change of Control Klausel vereinbart. Nach dieser hat Herr Haas bei Vorliegen eines Change of Control die Möglichkeit, innerhalb bestimmter Fristen sein Amt vorzeitig niederzulegen und sein Dienstverhältnis zu kündigen. Sofern von dieser Regelung Gebrauch gemacht wird, ist von der Gesellschaft die vertraglich vereinbarte Brutto-Vergütung und eine 100-prozentige Tantieme für die restliche Vertragslaufzeit maximal jedoch für 36 Monate ab Wirksamwerden der Kündigung zu zahlen.

Vergütung des Aufsichtsrates

Die Vergütung des Aufsichtsrats wird durch die Hauptversammlung festgelegt und ist in § 13 der Satzung geregelt. Sie orientiert sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält eine jährliche Vergütung von EUR 10.000, der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält das Dreifache dieses Betrages, sein Stellvertreter das Doppelte. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehört haben, erhalten eine dem Verhältnis der Zeit entsprechende Vergütung. Ab der 6. Sitzung des Aufsichtsrats innerhalb eines Geschäftsjahres erhält jedes Mitglied des Aufsichtsrats pro Aufsichtsratssitzung ein Sitzungsgeld in Höhe von EUR 500. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde entsprechend kein Sitzungsgeld ausgezahlt.

Die Mitgliedschaft und der Vorsitz in Ausschüssen des Aufsichtsrates werden zusätzlich vergütet. Der Vorsitzende eines Ausschusses erhält TEUR 8, der Vorsitzende des Bilanz- und Prüfungsausschusses und der Vorsitzende des Ständigen Ausschusses jeweils TEUR 10 sowie die Mitglieder in Ausschüssen TEUR 5 für jedes volle Geschäftsjahr ihrer Mitgliedschaft bzw. ihres Vorsitzes. Nimmt ein Aufsichtsratsmitglied an Sitzungen des Aufsichtsrates oder Ausschüssen, deren Mitglied er ist, nicht teil, so reduziert sich ein Drittel seiner Gesamtvergütung proportional in dem Verhältnis der im Geschäftsjahr insgesamt stattgefundenen Sitzungen des Aufsichtsrats und der Ausschüsse, deren Mitglied er ist, zu den Sitzungen, an denen das Aufsichtsratsmitglied nicht teilgenommen hat. Den Aufsichtsratsmitgliedern werden Auslagen, die bei der Wahrnehmung ihres Mandates entstehen, erstattet. Eine variable Vergütung für Aufsichtsratsmitglieder ist nicht vorgesehen.

Im Einzelnen erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrats im Berichtsjahr die nachfolgend aufgeführte Vergütung:

AR-Vergütung

TEUR
Ausschussvergütung

TEUR
Sitzungsgeld

TEUR
Herr Christoph Groß 30,0 18,0 0,0
Herr Michael C. Wisser 17,0 13,7 0,0
Herr Hartmut van der Straeten 10,0 15,0 0,0
Herr Dr. Arno Frings 8,7 0,0 0,0
Herr Knuth Henneke 10,0 5,0 0,0
Herr Dr. Karl Graf zu Eltz 10,0 0,0 0,0
Frau Ulrike Bert 9,6 4,9 0,0
Frau Ulrike Hösl-Abramowski 10,0 5,0 0,0
Frau Silke Klarius 10,0 5,0 0,0
Frau Sibylle Lust 10,0 0,0 0,0
Herr Elmar Roth 10,0 5,0 0,0
Herr Mathias Venema 10,0 0,0 0,0
145,3 71,6 0,0

Im Vorjahr erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrats im Einzelnen die nachfolgend aufgeführte Vergütung:

AR-Vergütung

TEUR
Ausschussvergütung

TEUR
Sitzungsgeld

TEUR
Herr Christoph Groß 30,0 18,0 0,0
Herr Michael C. Wisser 18,9 14,2 0,0
Herr Hartmut van der Straeten 10,0 15,0 0,0
Herr Dr. Arno Frings 8,7 0,0 0,0
Herr Knuth Henneke 10,0 5,0 0,0
Herr Dr. Karl Graf zu Eltz 10,0 0,0 0,0
Frau Ulrike Bert 10,0 5,0 0,0
Frau Ulrike Hösl-Abramowski 10,0 5,0 0,0
Frau Silke Klarius 10,0 5,0 0,0
Frau Sibylle Lust 10,0 0,0 0,0
Herr Elmar Roth 10,0 5,0 0,0
Herr Mathias Venema 10,0 0,0 0,0
147,6 72,2 0,0

Neben den aufgeführten Aufsichtsratsvergütungen wurden in den Geschäftsjahren 2013 und 2012 für die Arbeitnehmervertreter des Aufsichtsrats weitere Leistungen im Rahmen ihres Arbeitnehmerverhältnisses aufwandswirksam erfasst. Die Höhe der Bezüge richtet sich nach den in der Gesellschaft geltenden Gehaltsstufen. Herr Dr. Frings erhielt für Fachvorträge bei der Steuer-Fachschule Dr. Endriss eine Vergütung von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 8). Darüber hinaus haben Aufsichtsratsmitglieder im Berichtsjahr keine weiteren Vergütungen bzw. Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, erhalten.

11. DIE AMADEUS FIRE AKTIE

Entwicklung der Amadeus FiRe Aktie im Geschäftsjahr 2013

Die Aktie der Amadeus FiRe AG ist seit dem 4. März 1999 im regulierten Markt der Frankfurter Wertpapierbörse notiert und seit dem 31. Januar 2003 zum Prime Standard zugelassen. Seit dem 22. März 2010 ist die Aktie der Amadeus FiRe AG im SDAX vertreten.

Die Politik des billigen Geldes der Notenbanken und fehlende Anlagealternativen führten auch 2013 zu kräftigen Kurszuwächsen auf dem deutschen Aktienmarkt. So konnte der DAX seinen Indexwert um knapp 25 Prozent steigern. Die Kurse der im SDAX vertretenen Unternehmen konnten im Durchschnitt sogar um 29 Prozent zulegen. Dies war von den Banken im Vorfeld so nicht prognostiziert worden. Das Kursziel des DAX wurde bei etwa 7.700 gesehen und damit deutlich unter dem Ist-Wert von 9.950. Der Kursverlauf der Amadeus FiRe Aktie zu Beginn des Jahres war zunächst rückläufig. Mit zunehmender Annäherung an den Hauptversammlungstermin Ende Mai 2013 und der Aussicht auf eine gute Dividende stieg der Kurs kräftig an. Nach Ausschüttung der Dividende am 24. Mai 2013 gab der Kurs deutlich nach. Erst gegen Jahresende kam es zu kräftigen Kursanstiegen mit einem Höchstkurs von EUR 55,40 am 23. Dezember. Bezogen auf den Jahresendstand 2012 gewann die Aktie 32 Prozent und schloss mit EUR 54,60. Durch den starken Kursanstieg im Dezember entwickelte sich die Amadeus FiRe Aktie auch in diesem Jahr besser als die Vergleichsindices.

Indexierter Kursverlauf

Kenndaten der Amadeus FiRe Aktie

in EUR 2013 2012
Börsenkurs (XETRA-Schlusskurs, Frankfurt)
Höchststand 55,40 42,97
Tiefststand 38,30 26,65
31. Dezember 54,60 41,32
Umsatzvolumen p.a. (in Tsd. Stück) 3.381 3.655
Anzahl ausstehender Aktien (in Tsd.) 5.198 5.198
Börsenkapitalisierung (31. Dezember, in Mio. EUR) 283,8 214,8
Ergebnis je Aktie 2,83 2,60

Aktionärsstruktur der Amadeus FiRe AG zum 31. Dezember 2013

Der Free-Float-Anteil der Amadeus FiRe AG beträgt gemäß der Definition der Deutsche Börse AG 100 Prozent. Der Anteil des bekannten Aktienbesitzes verteilt sich zu etwa 67 Prozent auf ausländische institutionelle Anleger sowie etwa 33 Prozent auf institutionelle Anleger in Deutschland.

Investor Relations

Die auf eine nachhaltige Wertsteigerung ausgerichtete Unternehmensstrategie der Amadeus FiRe Gruppe wird durch aktiven und regelmäßigen Dialog mit bestehenden und potenziellen Investoren, Aktienanalysten und Banken unterstützt. Bei der Kommunikation mit den Marktteilnehmern gelten klare Grundprinzipien. Alle Informationen werden zeitgleich, offen und transparent kommuniziert. Die Berichterstattung erfolgt aktiv und möglichst umfangreich, um allen Kapitalmarktteilnehmern eine möglichst realistische Einschätzung der Unternehmensentwicklung zu ermöglichen. Zusätzlich zu den regelmäßigen Berichten über die aktuelle Geschäftsentwicklung, die strategische Ausrichtung und die Ziele der Amadeus FiRe Gruppe präsentierte der Vorstand anlässlich dreier Roadshows im Mai, August und November 2013 das Unternehmen in Deutschland und mehreren europäischen Ländern. Daneben wurde in zahlreichen Einzelgesprächen mit nationalen und internationalen Investoren und Analysten die aktuelle Lage erörtert und über den Geschäftsverlauf informiert.

In 2013 wurde die Amadeus FiRe Aktie von der DZ Bank und M.M Warburg (seit Ende 2013) analysiert und bewertet.

Über die Investor-Relations-Homepage der Unternehmensgruppe (www.amadeus-fire.de/de/investor-relations) können Geschäfts- und Quartalsberichte, Kapitalmarktaussendungen, Einschätzungen der Analysten, Online-Börseninformationen sowie Informationen zur Hauptversammlung abgerufen werden. Amadeus FiRe stellt sicher, dass aktuelle und ausführliche Informationen bereitstehen und jederzeit Kontakt mit dem Unternehmen aufgenommen werden kann.

12. NACHTRAGSBERICHT

Seit dem 31. Dezember 2013 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, von denen ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von Amadeus FiRe erwartet wird.

13. CHANCEN- UND PROGNOSEBERICHT

Ausrichtung der Amadeus FiRe Gruppe im kommenden Geschäftsjahr

Die Amadeus FiRe Gruppe wird unverändert an der grundsätzlichen Ausrichtung mit den bewährten Dienstleistungen Zeitarbeit, Interim- und Projektmanagement, Personalvermittlung sowie Fort- und Weiterbildung festhalten. Weiterhin soll dabei der kaufmännische Bereich im Fokus stehen, mit der Kernkompetenz im Finanz- und Rechnungswesen als Schwerpunkt. Der Bereich IT-Services soll weiter ausgebaut werden. Eine Expansion ins Ausland ist nicht vorgesehen.

Gesamtwirtschaftlicher Ausblick

Seit dem Herbst 2013 zeichnet sich eine wirtschaftliche Erholung ab. Das Weltwirtschaftswachstum dürfte sich nach Einschätzung des Internationalen Währungsfonds (IWF) auf 3,7 Prozent im Jahr 2014 beschleunigen nach 3,0 Prozent in 2013. Nach einem Rückgang um -0,4 Prozent im Jahr 2013 wird auch für den Euro-Raum für das Jahr 2014 eine Zuwachsrate von 1,1 Prozent erwartet. Der beginnende Aufschwung, der durch die sehr expansive Geldpolitik gestützt wird, ist allerdings angesichts der nach wie vor hohen Schuldenstände noch nicht selbsttragend.

Vor diesem Hintergrund wird sich im Jahr 2014 die konjunkturelle Lage in Deutschland voraussichtlich aufhellen. Die deutsche Wirtschaft hat bereits wieder Fahrt aufgenommen. Dabei wechseln jedoch die Antriebskräfte. Während in der Erholungsphase nach der Finanz- und Wirtschaftskrise außenwirtschaftliche Impulse überwogen, ist zuletzt die Binnenwirtschaft in den Vordergrund getreten. Eine wesentliche Rolle spielt hierbei der gute Grundzustand der deutschen Volkswirtschaft. Dieser äußert sich in der niedrigen Arbeitslosenquote, dem anhaltenden Beschäftigungswachstum und den spürbaren Verdienstzuwächsen. Zudem wirkt das niedrige Zinsniveau förderlich. Diese Faktoren stützen den privaten Verbrauch und treiben ebenfalls den Wohnungsbau an. Mit der weiteren konjunkturellen Verbesserung in den Industrieländern und der sich abzeichnenden Verbesserung im Euro-Gebiet sollten ebenfalls die Ausfuhren und in deren Folge Unternehmensinvestitionen und Einfuhren anziehen. Unter diesen Bedingungen und Annahmen könnte die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr um 1,7 Prozent wachsen.

In der nachfolgenden Übersicht ist neben der Prognose 2014 ebenfalls gegenübergestellt, wie sich die letztjährige Prognose im Vergleich zur tatsächlichen Wirtschaftsentwicklung 2013 darstellt. Es ist festzustellen, dass die letztjährige Prognose weitgehend eingetroffen ist. Die BIP-Wachstumsprognose lag mit 0,4 Prozent sogar exakt richtig.

Veränderung gegenüber Vorjahr in Prozent 2013 Schätzung Geschäftsbericht 2012 2013 Ist 2014 Prognose IWF / Deutsche Bundesbank
Weltwirtschaftswachstum 3,25 3,0 3,7
Verwendung des realen BIP
Private Konsumausgaben 1,0 0,9 1,4
Staatlicher Konsum 1,8 1,1 1,5
Bruttoanlageinvestitionen -0,1 -0,8 4,3
Exporte 1,9 0,6 3,9
Importe 3,0 1,3 5,1
Beiträge zum BIP Wachstum (in Prozentpunkten)
Inländische Endnachfrage 0,9 0,7 1,8
Vorratsveränderungen -0,1 0,0 0,2
Außenbeitrag -0,4 -0,3 -0,3
Bruttoinlandsprodukt (BIP real) 0,4 0,4 1,7

Quelle: Geschäftsbericht Amadeus FiRe AG 2012, Statistisches Bundesamt, Internationaler Währungsfonds (IWF), Deutsche Bundesbank

Die Risiken für die neue Prognose sind zum einen im außenwirtschaftlichen Umfeld zu sehen. Zwar konnten die Auswirkungen der Schuldenkrise im Euro-Gebiet eingedämmt werden und es wurden wichtige Reformen eingeleitet. Durch die drückende Verschuldung und die fortbestehenden Strukturprobleme ist jedoch die Störanfälligkeit der europäischen und der globalen Wirtschaft nach wie vor hoch. Zum anderen bestehen binnenwirtschaftliche Risiken. Eine Reihe der in der Koalitionsvereinbarung in Aussicht gestellten Maßnahmen haben das Potenzial, die Leistungsfähigkeit der Arbeits- und Gütermärkte zu beeinträchtigen, und der fiskalische Kurs könnte aufgeweicht werden.

Der Arbeitsmarkt in Deutschland stellte sich im Jahr 2013 wie erwartet robust dar, lediglich der weitere Zuwachs an Erwerbstätigen übertraf die Erwartung einer stagnierenden Situation.

Im Prognosezeitraum 2014 werden die Bewegungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt vermutlich zu einem erheblichen Teil durch hohe Zuwanderung geprägt. Im Jahr 2014 ist mit einer ähnlich hohen Nettozuwanderung von rund 0,3 Millionen Personen wie im Jahr 2013 zu rechnen. Nach Einschätzung der Experten der Bundesagentur für Arbeit ist die zu erwartende Zuwanderung überwiegend auf die Nutzung von Erwerbschancen ausgerichtet und soll daher zu einem erheblichen Teil unmittelbar das Arbeitskräftepotenzial erhöhen. Es ist damit zu rechnen, dass ein Großteil der zugewanderten Personen zügig Beschäftigung findet, zumal diese häufig gute formale Qualifikationen aufweisen und gezielt in Segmente des deutschen Arbeitsmarktes gehen, in denen die Arbeitskräftenachfrage aus dem lokal verfügbaren Angebot nicht leicht zu stillen ist. So kann das Beschäftigungswachstum trotz abnehmender inländischer Reserven fortgesetzt werden. Die verbesserten konjunkturellen Aussichten dürften trotz der weiterhin anhaltenden Zuwanderung die Zunahme der Arbeitslosigkeit zunächst abbremsen und nachfolgend möglicherweise eine leichte Gegenbewegung einleiten. Die Anzahl der Arbeitslosen dürfte im Jahresdurchschnitt 2014 dabei ähnlich wie im Jahr 2013 bei knapp 3 Millionen Personen liegen.

Branchenentwicklung

Die Korrelation zwischen dem Markt für Arbeitnehmerüberlassung und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung ist hoch. Daher ist davon auszugehen, dass sich die prognostizierte Entwicklung der globalen und nationalen Ökonomie sowie die Arbeitsmarktentwicklung im Markt für Arbeitnehmerüberlassung niederschlagen werden. Der gewerbliche Bereich sollte erfahrungsgemäß unmittelbarer und stärker auf eine konjunkturelle Eintrübung reagieren, aber ebenfalls im qualifizierten Bereich sind Auswirkungen zu erwarten. Die Zeitarbeit hat sich in Deutschland als flexibles Beschäftigungsmodel über die letzten Jahre etabliert. Eine positive Konjunktur vorausgesetzt, sollte weiterhin ein strukturelles Wachstumspotential bestehen. Insbesondere kleine und mittelgroße Unternehmen nutzen die flexiblen Möglichkeiten der Arbeitnehmerüberlassung bei kaufmännischem Personal noch relativ wenig verglichen mit international agierenden Großunternehmen.

Entsprechend der korrekt prognostizierten Konjunkturentwicklung 2013 ist ebenfalls die Prognose eines rückläufigen Zeitarbeitsmarktes eingetroffen. Das für 2014 mit 1,7 Prozent deutlich besser prognostizierte BIP-Wachstum und die bereits einsetzende Marktbelebung sollten eine Belebung des Zeitarbeitsmarktes zur Folge haben. Der im Abschwung stabilere Markt für qualifizierte kaufmännische Fachkräfte sollte sich aufgrund der eher spätzyklischen Abhängigkeit langsamer als der gewerbliche Markt erholen.

Nachdem erstmalig im Jahr 2013 die Branchenzuschlagstarifverträge auf den Zeitarbeitsmarkt gewirkt haben, tritt ab Januar 2014 die Erhöhung der Tarifentgelte aus dem Zeitarbeits-Tarifvertrag in Höhe von 3,8 Prozent in Kraft. Damit verteuert sich die Dienstleistung Zeitarbeit abermals. Bereits die Branchenzuschlagstarife haben den gewerblichen Bereich überdurchschnittlich getroffen. Die Zuschlagssätze in den wesentlichen abgeschlossenen Regelwerken liegen in den niedrigen Tarifgruppen, die wenig qualifizierte Mitarbeiter abbilden, höher als in den höheren Tarifgruppen. Die Zuschläge können nach einer Einsatzdauer von neun Monaten beim Kunden bis zu 50 Prozent auf den Zeitarbeitstariflohn erreichen. Die tarifliche Erhöhung der Zeitarbeitslöhne wird durch die Branchenzuschläge nun noch verstärkt. Die abermalige Preissteigerung für die Nutzung der Zeitarbeit als flexibles Beschäftigungsmodell wird den Markt insbesondere im gewerblichen Bereich belasten, kann aber zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht quantifiziert werden. Mit steigendem Qualifizierungsgrad dürften sich die Auswirkungen vermindern. Das für Amadeus FiRe relevante Marktsegment dürfte aufgrund der Branchenzusammensetzung der Amadeus FiRe-Kunden und der geringen Anzahl der Mitarbeiter in den niedrigen Tarifgruppen weniger betroffen sein.

Für den Zeitarbeitsmarkt wird die Preissteigerung gegenläufig zur positiven Konjunkturentwicklung wirken. Insgesamt wird ein leichtes Marktwachstum erwartet. Da die Preissensitivität im Segment der qualifizierten Fachkräfte geringer als im gewerblichen Bereich sein sollte, sollte das Marktwachstum hier über dem des gewerblichen Segments liegen.

Eine Prognoseunsicherheit für den Zeitarbeitsmarkt 2014 resultiert aus den artikulierten Änderungsvorhaben der großen Koalition. Die Parteien haben sich im Koalitionsvertrag geeinigt, eine Überlassungshöchstdauer von 18 Monaten gesetzlich festzulegen sowie Zeitarbeitnehmer künftig spätestens nach neun Monaten hinsichtlich des Arbeitsentgelts mit den Stammarbeitnehmern im Kundenunternehmen gleichzustellen. Die Umsetzung und das Erreichen der Schwellenwerte wird sehr wahrscheinlich nicht oder nur in Teilen das Kalenderjahr 2014 betreffen. Eindeutig ist jedoch, dass die Zeitarbeit sich abermals verteuern wird. Eine Flexibilisierung des Faktors Arbeit wird für Unternehmen in Deutschland erschwert. Ob sich durch die vorhersehbaren Preissteigerungen das Marktverhalten der Kundenunternehmen bereits in 2014 ändert, muss beobachtet werden. Da Amadeus FiRe seinen externen Mitarbeitern marktgerechte Gehälter zahlt, werden sich die Änderungen auf den spezialisierten Zeitarbeitsmarkt der kaufmännischen und IT Fachkräfte wenig auswirken.

Unverändert wird die Situation bei der Rekrutierung von externem Personal bleiben. Der Mangel an qualifizierten Mitarbeitern wird die Branche weiter herausfordern. Die sich verbessernde gesamtwirtschaftliche Lage wird die Knappheit verstärken. Auch langfristig wird die Herausforderung weiter zunehmen bedingt durch die demographische Entwicklung in Deutschland und der damit zur Verfügung stehenden limitierten Gesamtzahl Erwerbstätiger.

Wie bereits erläutert haben sich die Dynamiken im Markt für die Personalvermittlung gewandelt. Die negativen Aussichten für das Jahr 2013 führten zu einer Marktprognose eines bis zu 25 Prozent rückläufigen Vermittlungsmarktes. Dies ist so nicht eingetreten, die Einstellungsbereitschaft der Unternehmen war unverändert hoch, getrieben von der sehr kompetitiven Situation am Arbeitsmarkt.

In der Knappheit qualifizierten Personals liegen weiterhin Marktchancen. Es ist anzunehmen, dass der enge Arbeitsmarkt die Nachfragesituation der Unternehmen weiter dominiert. Einen zusätzlichen Impuls könnte die konjunkturelle Belebung bewirken. Wiederum erschwert die jüngst festzustellende veränderte Dynamik im Personalvermittlungsmarkt die Prognostizierbarkeit. Die Annahme der Amadeus FiRe Gruppe ist, dass die beiden beschriebenen Effekte sich nicht gegenseitig verstärken. Das Marktvolumen wird auf dem gleichen sehr guten Niveau wie im Jahr 2013 angenommen.

Im Interim- und Projektmanagement, also dem zeitlich befristeten Einsatz von selbstständigen Spezialisten in klar definierten Aufgabenstellungen zur Abwicklung aktueller Problemstellungen und Projekte, ergibt sich bezogen auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung ein uneinheitliches Bild. In rezessiven Phasen stehen eher verstärkt durchgeführte Restrukturierungs- und Kostensenkungsprojekte im Fokus, wie dies in den vergangenen Jahren der Fall war. Dabei treten klassische Projekte dieser Branche mehr in den Hintergrund. Im Aufschwung dreht sich dieser Trend um. Aktuell ist eine Verbesserung der Nachfrage nach Interim- und Projektmanagement festzustellen. Für das Jahr 2014 wird ein Marktwachstum erwartet. Weiterhin ist dieser in Deutschland immer noch relativ junge Markt sehr kompetitiv mit vielen Marktteilnehmern.

Die insgesamt positiven Erwartungen der Geschäftsführung an das Segment Fort- und Weiterbildung konnten im Jahr 2013 übertroffen werden.

Für 2014 wird im Fort- und Weiterbildungsmarkt für das Finanz- und Rechnungswesen trotz guter gesamtwirtschaftlicher Rahmenbedingungen von einer stabilen Nachfrage nach Weiterbildungsangeboten ausgegangen.

Dies liegt zum einen daran, dass der langsam voranschreitende demographische Wandel eine leicht dämpfende Wirkung auf grundlegende Aus- und Fortbildungsabschlüsse entfalten dürfte. Andererseits steigt die Notwendigkeit, berufslebenslange Fortbildungsmöglichkeiten wie zum Beispiel Seminarangebote stärker als bisher für ältere Berufstätige bzw. als Mitarbeiterbindungsmaßnahme zu etablieren. Trotz einer weitgehend stabilen Ausgangslage wird im wettbewerbsintensiven Weiterbildungssegment von Amadeus FiRe aufgrund des Ausbaus von Vertriebsaktivitäten sowie der Ausweitung des Lehrgangsangebotes an wirtschaftsstarken Standorten mit eigenen Schulungsräumlichkeiten von einer leichten Steigerung des Umsatzes im Jahr 2014 gegenüber 2013 ausgegangen. Zu einer positiven Entwicklung des Umsatzes wird ferner der erfolgreich durchgeführte TaxMaster-Studiengang in 2014 beitragen.

Im Spezialmarkt für IFRS Aus- und Fortbildung wird hingegen mit einer stagnierenden Umsatzentwicklung gerechnet.

Erwartete Absatz- und Ergebnisentwicklung

Zuletzt hat die Amadeus FiRe Gruppe ein herausforderndes Geschäftsjahr 2013 erwartet mit schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und negativem Branchenausblick. Das Unternehmensziel, dem schlechten Umfeld mit einer Steigerung der Produktivität entgegenzuwirken, ist mit einem verbesserten Ergebnis erreicht worden.

Die Rahmenbedingungen sollten sich im Jahr 2014 verbessern. Davon und von einer weiteren Steigerung der Produktivität plant die Amadeus FiRe Gruppe zu partizipieren und sich besser als der Markt zu entwickeln.

Zu Beginn des Jahres nimmt saisonal bedingt die Anzahl der Aufträge in der Zeitarbeit ab. Nachdem diese Korrektur im Jahresbeginn 2013 deutlicher ausgefallen war, stellt sich die Ausgangssituation 2014 bisher besser als im Vorjahr dar. Parallel zum allgemeinen Markttrend Zeitarbeit einschließlich des qualifizierten Bereichs erwartet Amadeus FiRe einen Anstieg des Zeitarbeitsumsatzes im Jahresverlauf. Durch eine weitere Steigerung der Produktivität wird darüber hinaus eine Outperformance des relevanten Marktes erwartet. Die in den letzten Jahren ausgeweiteten Vertriebskapazitäten an bestehenden Standorten und die getätigten Investitionen in Vertriebs- und Managementtrainings bilden die Voraussetzung hierfür. Ebenfalls entwickelt die erfolgreiche Verbesserung des Rekrutierungsprozesses für neue Vertriebsmitarbeiter zunehmend positiven Einfluss auf die Produktivität. Die Rohertragsmarge sollte sich stabil entwickeln. Zum einen stehen im Jahr 2014 gleich viele fakturierbare Arbeitstage zur Verfügung wie im Jahr 2013. Zum anderen sollten die an die Mitarbeiter zu zahlenden Branchenzuschläge die Rohertragsmarge nicht weiter verwässern.

Die letztjährigen Prognosen für die Dienstleistung Personalvermittlung wurden markt- und unternehmensseitig übertroffen. Für das kommende Geschäftsjahr wird erwartet, dass der Rekordumsatz 2013 bestätigt werden kann.

Vor dem Hintergrund einer positiven Marktsituation für Interim- und Projektmanagement plant die Amadeus FiRe Gruppe, im Jahr 2014 den Umsatz respektive den Rohertrag in der Dienstleistung Interim Management zu steigern. Ziel ist es, mittel- bis langfristig wieder eine stärkere Marktposition zu erreichen und die im abgelaufenen Geschäftsjahr erreichte Trendwende in dieser Dienstleistung fortzusetzen.

Im Segment der Fort- und Weiterbildung ist geplant, die erfolgreichen Lehrgänge in den Kerngeschäftsfeldern im Jahr 2014 auf weitere Standorte mit eigenen Schulungskapazitäten auszudehnen und bestehende Kursangebote mit Hilfe gezielter regionaler Werbeaktivitäten stärker auszulasten. Neue Produkte werden das Angebotsspektrum ergänzen. Die gegenwärtig guten Konjunkturaussichten für das Jahr 2014 lassen im Firmenkundengeschäft eine stabile Entwicklung erwarten. Nach der rückläufigen Entwicklung bei der IFRS Aus- und Fortbildung in den vergangenen Jahren wird für 2014 von einem stabilen Niveau ausgegangen.

Insgesamt wird im Segment Fort- und Weiterbildung für 2014 mit einem leichten Umsatzzuwachs gerechnet. Nach dem positiven Ergebnissprung 2013 wird für das Jahr 2014 ein Ergebnis im Bereich des Vorjahresniveaus erwartet.

Zielsetzung im langfristigen strategischen Plan der Amadeus FiRe Gruppe war es, bis 2014 den Umsatz auf über EUR 150 Mio. zu steigern. Der Vorstand erwartet, dieses Ziel 2014 zu erreichen. Grundlage hierfür sind die gesamtwirtschaftliche Prognose, die bestehende sich nicht verschlechternde Auftragslage sowie die angestrebte weitere Produktivitätssteigerung. Sollten die Voraussetzungen eintreffen, erwartet der Vorstand ebenfalls eine Ergebnissteigerung gegenüber dem abgelaufenen Geschäftsjahr.

Die zuvor ausgeführten Prognosen gelten uneingeschränkt für die Amadeus FiRe AG, da das Dienstleistungsportfolio dieser Gesellschaft hauptsächlich aus den Dienstleistungen "Zeitarbeit" und "Personalvermittlung" besteht.

Aufgrund des erwarteten positiven Ergebnisses für das Geschäftsjahr 2013 geht der Vorstand davon aus, in 2014 wiederum eine Dividende auszuschütten.

14. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.

Frankfurt am Main, den 21. Februar 2014

Peter Haas, Vorstandsvorsitzender

Dr. Axel Endriss, Vorstand Weiterbildung

Robert von Wülfing, Vorstand Finanzen

Bericht des Aufsichtsrates

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im Geschäftsjahr 2013 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz, Satzung und den Corporate Governance Grundsätzen obliegenden Aufgaben und Pflichten, inklusive der Überprüfung der Rechnungslegung der Gesellschaft, mit großer Sorgfalt wahrgenommen.

Die sehr konstruktive und transparente Zusammenarbeit aller Mitglieder des Aufsichtsrates sowohl im Plenum als auch in der Zusammenarbeit des Plenums mit den Ausschüssen hat sich auch im Geschäftsjahr 2013 fortgesetzt.

Im Jahresverlauf hat der Aufsichtsrat sich umfassend mit der geschäftlichen und strategischen Entwicklung der Amadeus FiRe Gruppe auseinandersetzen können. Dabei hat der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens sowie der Führung der Geschäfte beratend begleitet und kontinuierlich überwacht. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen eingebunden, hat diese intensiv mit dem Vorstand diskutiert und im Plenum entschieden. Der Vorstand nahm regelmäßig an den Sitzungen des Aufsichtsrats teil. Die Vorbereitung auf die zustimmungspflichtigen Entscheidungen und Investitionsvorhaben wurde durch rechtzeitig vom Vorstand zur Verfügung gestellte Dokumentationen sichergestellt, unterstützt durch Vorarbeiten in den jeweils zuständigen Ausschüssen. Grundlage für das Votum des Aufsichtsrats zu den jeweiligen Berichten und Beschlussvorschlägen war somit immer eine vorangegangene gründliche Prüfung und Beratung.

Über die Sitzungen des Aufsichtsrates und der Ausschüsse hinaus wurde der Aufsichtsrat durch den Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend anhand schriftlicher monatlicher Berichte zur Geschäftsentwicklung sowie situativ mündlich über die wichtigsten wirtschaftlichen Kennzahlen sowie über wichtige Entwicklungen und anstehende Entscheidungen unterrichtet. Ebenfalls werden dem Aufsichtsrat durch den Vorstand die Zwischenfinanzberichte und der Halbjahresbericht vorgelegt. Zuletzt wird der Aufsichtsratsvorsitzende in regelmäßigen Gesprächen durch den Vorstandsvorsitzenden über die aktuelle Geschäftslage und über wesentliche Geschäftsvorgänge fortlaufend unterrichtet.

Sitzungen des Aufsichtsrates und der Ausschüsse

Im Plenum wurden regelmäßig und ausführlich die Umsatz-, Ergebnis- und Beschäftigungsentwicklung des Konzerns sowie die Finanzlage und abgeleitete Maßnahmen beraten. Ebenfalls im Fokus der Sitzungen standen grundsätzliche Fragen der Unternehmenspolitik, der strategischen Weiterentwicklungschancen des Konzerns sowie geplante Projekte im Vordergrund der Sitzungen. Die Berichte des Vorstands gingen ebenfalls regelmäßig auf die Risikosituation der Gesellschaft und des Konzerns und die entsprechend getroffenen Maßnahmen ein. Einzelne Geschäfte, die für die Gruppe von erheblicher Bedeutung sein könnten, wurden erörtert. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den genehmigten Plänen und Zielen wurden vom Vorstand im Einzelnen erläutert und vom Aufsichtsrat geprüft. Die Aufsichtsratssitzungen waren dabei geprägt von einem intensiven und offenen Austausch.

Im Berichtszeitraum hielt der Aufsichtsrat insgesamt fünf Sitzungen ab. Zudem wurden zwei Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst. Keines der Mitglieder des Aufsichtsrates hat an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilgenommen.

Aus dem Gesamtaufsichtsrat wurden drei Ausschüsse gebildet, der Prüfungsausschuss, der Personalausschuss sowie der Ständige Ausschuss. Die Ausschüsse üben eine beratende Funktion aus. So werden Beschlüsse des Aufsichtsrats sowie Themen, die im Aufsichtsrat zu behandeln sind, vorbereitet. Es sind keinerlei Entscheidungsbefugnisse des Aufsichtsrats in die Ausschüsse übertragen worden. Die Ausschussvorsitzenden berichten jeweils über die Arbeit der Ausschüsse in den anschließenden Sitzungen des Aufsichtsrats.

Aufgrund der offenen Zusammenarbeit im Plenum sieht der Aufsichtsrat keine Notwendigkeit, den Ständigen Ausschuss fortzuführen. Der Aufsichtsrat hat daher auf seiner Sitzung am 9. Dezember 2013 einstimmig die Auflösung des Ständigen Ausschusses im Wirtschaftsjahr 2014 beschlossen. Die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats wurde entsprechend angepasst und die Aufgaben nach § 27 Abs. 3 i.V.m. § 31 Abs. 3 Satz 1 MitbestG (Vermittlungsausschuss) in den Personalausschuss delegiert.

Mit dem verbleibenden Prüfungs- und Personalausschuss sind nach Auffassung des Aufsichtsrats die Zahl und die Aufgabenstellung der aus dem Kreis der Aufsichtsratsmitglieder gebildeten Ausschüsse angemessen und effizient.

Der Prüfungsausschuss besteht aus jeweils zwei Vertretern der Anteilseigner und der Arbeitnehmer und trat im Jahr 2013 zu vier Sitzungen zusammen. Abhängig von den jeweiligen Tagesordnungspunkten haben der Abschlussprüfer sowie Mitglieder des Vorstands an den Sitzungen teilgenommen. Der Ausschuss befasste sich schwerpunktmäßig mit dem Jahres- und dem Konzernabschluss sowie den Zwischenabschlüssen, der Überwachung des Rechnungslegungs- bzw. des Konzernrechnungslegungsprozesses sowie mit der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems, des Risikomanagements und des internen Revisionssystems. Weiter unterbreitete der Ausschuss dem Aufsichtsrat eine Empfehlung für den Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung zur Wahl des Abschlussprüfers und beauftragte den Abschlussprüfer nach der Wahl durch die Hauptversammlung. Der Ausschuss stimmte die Prüfungsschwerpunkte ab, legte die Höhe der Vergütung des Abschlussprüfers fest und überzeugte sich von der Unabhängigkeit des Prüfungsvorgangs und des Abschlussprüfers. Der Ausschussvorsitzende verfügt über besondere Kenntnisse und Erfahrungen in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen und internen Kontrollverfahren. Er ist unabhängig und kein ehemaliges Vorstandsmitglied der Gesellschaft.

Der Personalausschuss setzt sich aus drei Vertretern der Anteilseigner sowie aus einem Vertreter der Arbeitnehmer zusammen. Der Personalausschuss, der für Anstellungsverträge mit den Vorstandsmitgliedern sowie für sonstige Vorstandsangelegenheiten zuständig ist, hat im Berichtszeitraum zweimal getagt. Wesentliches Thema seiner Beratungen war die Vertragsverlängerung des Vorstandsvorsitzenden. Dem Gesamtaufsichtsrat wurde eine Fortführung der Tätigkeit von Herrn Haas um weitere 5 Jahre bis zum Jahresende 2018 vorgeschlagen und dort beschlossen. Weiterhin waren neben der Besetzung des Vorstandes und Aufsichtsrates die Prüfung der Vorstandsbezüge Inhalte der Ausschusssitzungen. Einzelheiten zum Vergütungssystem sind im Vergütungsbericht des Lageberichts dargestellt.

Der Ständige Ausschuss hat nur im Bedarfsfall getagt und ist im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht einberufen worden. Ab dem Jahr 2014 wurde die Ausschusstätigkeit eingestellt. Die Aufgaben nach § 27 Abs. 3 i.V.m. § 31 Abs. 3 Satz 1 MitbestG (Vermittlungsausschuss) nimmt nunmehr der Personalausschuss wahr, dessen Zusammensetzung den gesetzlichen Anforderungen ebenfalls genügt.

Ein Nominierungsausschuss, der die Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung für die Wahl der Aufsichtsratsmitglieder vorbereitet, besteht derzeit nicht. Er wird bei Bedarf im Vorfeld einer Hauptversammlung gebildet, die über die Wahl von Aufsichtsratsmitgliedern entscheidet. Im Geschäftsjahr 2013 wurden die Aufgaben des Nominierungsausschusses durch den Personalausschuss übernommen.

Zu weiteren Ausführungen verweisen wir auf den Bericht zur Unternehmensführung im Lagebericht.

Corporate Governance

Die Umsetzung der Vorschriften des Deutschen Corporate Governance Kodex sowie die Weiterentwicklung der Corporate Governance Standards werden durch den Aufsichtsrat fortlaufend beobachtet. Die jährliche Entsprechenserklärung gemäß § 161 Abs. 1 AktG haben Vorstand und Aufsichtsrat am 05. November 2013 abgegeben. Diese findet sich gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodexes zusammen mit einem ausführlichen Bericht zu Höhe und Struktur der Vergütung von Aufsichtsrat und Vorstand im Bericht zur Corporate Governance im Lagebericht. Ferner wurde die jährliche Entsprechenserklärung den Aktionären auf der Homepage der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.

Die Effizienz seiner Tätigkeit prüft der Aufsichtsrat regelmäßig und ist der Ansicht, seine Aufgaben effizient und umfassend zu erfüllen. Die letzte Überprüfung fand im Rahmen einer Aufsichtsratssitzung am 05. November 2013 statt.

Von Aufsichtsratsmitgliedern wurden im Berichtszeitraum keine Interessenkonflikte mitgeteilt.

Jahresabschluss und Konzernabschluss

Den vom Vorstand nach den Vorschriften des HGB aufgestellten Jahresabschluss und den nach § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellten Konzernabschluss der Amadeus FiRe AG zum 31. Dezember 2013 ebenso wie den gemeinsamen Lagebericht der Amadeus FiRe AG und der Amadeus FiRe Gruppe, hat die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Eschborn, ordnungsgemäß unter Einbeziehung der Buchführung und des Risikomanagementsystems geprüft. Der Abschlussprüfer hat den vorgenannten Unterlagen jeweils den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Ferner hat der Abschlussprüfer festgestellt, dass der Vorstand ein angemessenes Überwachungssystem eingerichtet hat, das geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen.

Allen Mitgliedern des Aufsichtsrats wurden die Abschlussunterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers sowie der Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns mit ausreichendem zeitlichem Vorlauf zur Prüfung übermittelt. Der Abschlussprüfer berichtete in der Prüfungsausschuss-Sitzung des Aufsichtsrats ausführlich über den Prüfungsverlauf und die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und stand für ergänzende Auskünfte und Fragen zur Verfügung. Der Vorsitzende des Prüfungsausschusses berichtete ausführlich über die Ergebnisse der Prüfungen des Prüfungsausschusses in der Gesamtaufsichtsratssitzung. Der Aufsichtsrat hat sich nach ausführlicher Erörterung des Prüfungsverlaufs und der Prüfungsergebnisse des Abschlussprüfers und nach eingehender Auseinandersetzung mit dem Bericht des Abschlussprüfers dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer angeschlossen. Im Rahmen seiner eigenen Prüfung hat der Aufsichtsrat am 18. März 2014 auf Empfehlung des Prüfungsausschusses festgestellt, dass keine Einwendungen zu erheben sind und er die vom Vorstand aufgestellten Abschlüsse billigt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns stimmte der Aufsichtsrat nach dessen Prüfung zu.

Besetzung von Aufsichtsrat und Vorstand

Der Aufsichtsrat der Amadeus FiRe AG setzte sich zum 31.12.2013 unter Anwendung des Mitbestimmungsgesetzes gemäß § 9 Abs. 1 der Satzung aus sechs Mitgliedern der Aktionäre und sechs Mitgliedern der Arbeitnehmer zusammen. Im Jahresverlauf hat sich die Zusammensetzung nicht verändert und bestand wie folgt:

Herr Christoph Groß, Vorsitzender

Herr Michael C. Wisser, stellvertretender Vorsitzender

Herr Dr. Karl Graf zu Eltz

Herr Dr. Arno Frings

Herr Knuth Henneke

Herr Hartmut van der Straeten

Frau Ulrike Bert, Arbeitnehmervertreterin

Frau Ulrike Hösl-Abramowski, Arbeitnehmervertreterin

Frau Silke Klarius, Arbeitnehmervertreterin

Frau Sibylle Lust, Arbeitnehmervertreterin

Herr Elmar Roth, Arbeitnehmervertreter

Herr Mathias Venema, Arbeitnehmervertreter

Mitglieder des Vorstandes waren seit Beginn des Geschäftsjahres unverändert die Herren Peter Haas, Vorstandsvorsitzender, Dr. Axel Endriss sowie Robert von Wülfing.

Dank an Mitarbeiter und Management

Aus Sicht des Aufsichtsrats blickt die Amadeus FiRe Gruppe auf ein weiteres erfolgreiches Jahr zurück. Der Aufsichtsrat möchte dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Unternehmensgruppe seinen Dank und seine Anerkennung für ihr eindrucksvolles Engagement und ihren verantwortungsbewussten und erfolgreichen Einsatz für unser Unternehmen aussprechen.

Ein ganz besonderer Dank gilt unseren Kunden und Aktionären für das unserem Unternehmen entgegengebrachte Vertrauen.

Frankfurt am Main, den 18. März 2014

Für den Aufsichtsrat

Christoph Groß, Aufsichtsratsvorsitzender