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Altech Advanced Materials AG — Interim / Quarterly Report 2024
Jul 19, 2024
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Interim / Quarterly Report
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Publication
Altech Advanced Materials AG
Frankfurt am Main
Halbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 30.06.2024
Vorwort des Vorstandes zum Halbjahresbericht 2024
Liebe Aktionäre,
im vergangenen Jahr haben wir erfolgreich die Altech Advanced Materials AG als ein Unternehmen für neuartige Batterietechnologie positioniert. Uns ist es dank der Beteiligungen an den Projektgesellschaften für SILUMINA ANODES und CERENERGY gelungen, in den Wachstumsmärkten für E-Mobility und stationäre Batteriespeicher mit neuartigen Materialien und bahnbrechenden Technologien Fuß zu fassen. Unser Ziel ist klar definiert: Zusammen mit unseren Partnern der Altech-Gruppe wollen wir über die Kommerzialisierung beider Projekte einen positiven Beitrag zur Energiewende leisten und so am stark wachsenden Markt für Batteriesysteme partizipieren. Nun gilt es die Altech Gruppe als Innovationsführer für leistungssteigerndes Anodenverbundmaterial für Lithium-Ionen-Batterien sowie für umweltfreundliche stationäre Energiespeicher auf Basis von Natrium-Aluminiumoxid-Festkörperbatterien im bevorstehenden Zeitalter der Energiewende zu positionieren und zu etablieren. Wir sind auf einem guten Weg. Bei beiden Projekten haben wir alle Ingenieurarbeiten und das finale Design der geplanten Industrieanlagen abgeschlossen.
Die Ergebnisse der endgültigen Machbarkeitsstudie (DFS) für das Silumina Anodes-Werk in Schwarze Pumpe, Sachsen, zur Beschichtung von Silizium für Anodenverbundmaterial zur Steigerung der Leistung von Lithium-Ionen-Batterien wurden im Dezember 2023 veröffentlicht. Die DFS zeigt bei vollständiger Auslastung des Werks mittelfristig ein EBITDA-Potenzial (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von durchschnittlich EUR 105 Mio. pro Jahr. Die jährlichen Gesamteinnahmen der Anlage belaufen sich bei voller Produktionsauslastung von 8.000 tpa auf EUR 328 Mio., basierend auf einem langfristigen FOB-Preis (Free On Board) für Silumina Anodes, der den gleichen Energie-Einheitspreis wie herkömmliche Graphitprodukte bei verbesserter Energiedichte bietet.
Der Nettobarwert (NPV) vor Steuern für die Anlage beträgt EUR 684 Mio. bei einem Abzinsungssatz von 10 %. Der interne Zinsfuß (IRR) liegt bei 34 % und die Kapitalrückzahlung bei 2,4 Jahren. Die Kapitalkosten für die Anlage auf Vollkostenbasis inklusive zusätzlicher Rückstellungen und Inbetriebnahme liegen bei EUR 112 Mio.
Tests haben gezeigt, dass durch Silumina Anodes eine mindestens 30 % höhere Energiedichte und damit Leistungsfähigkeit der Batterien ermöglicht wird, sowie eine verlängerte Lebensdauer und erhöhte Sicherheit zu erwarten sind.
Bei Silumina-Anodes konzentrieren wir uns aktuell auf die Pilotanlage in Schwarze Pumpe, um nun zeitnah industrielles Material an interessierte Kunden geben zu können und gleichzeitig bereiten wir die Finanzierung der Anlage vor.
Die Ergebnisse der endgültigen Machbarkeitsstudie (DFS) für das CERENERGY-Batterieprojekt mit einer jährlichen Kapazität von 120 MWh haben wir im März diesen Jahres veröffentlicht. Mit einer konservativen Investitionskostenschätzung von 156 Mio. € verspricht die Machbarkeitsstudie von Altech nicht nur einen Barwert (NPV9) von 169 Mio. €, sondern generiert auch einen signifikanten Free-Cashflow von 51 Mio.€ vor Steuern jährlich. Die ermittelte Rendite (IRR) beträgt 19%, was eine Kapitalrückzahlung nach durchgehendem Betrieb in nur 3,7 Jahren gewährleistet und dass bei einer relativ geringen Produktionskapazität einer ersten Linie von 120MWh pro Jahr. Dies entspricht 120 Stück 1 MWh GridPacks mit einem Jahresumsatz von ca. 106 Mio. €. Mit einer EBITDA-Marge von 47 % ist die Wirtschaftlichkeit des Projekts selbst bei dieser relativ geringen Kapazität der ersten Produktionslinie überzeugend. Angesichts des erwarteten Wachstums des Netzspeichermarktes von 28 % p.a. (CAGR) hat Altech die Entscheidung getroffen in die Finanzierungsphase dieses spannenden Projekts einzusteigen, um eine möglichst zeitnahe Realisierung zu ermöglichen. Wir wissen eine Energiewende kann ohne sichere und leistungsfähige Batteriesysteme nicht gelingen. Wir bei Altech wollen und können mit CERENERGY einen signifikanten Beitrag leisten. Unsere Ambitionen sind hier nicht auf Deutschland und Europa begrenzt, sondern auf die ganze Welt.
Bei CERENERGY konzentrieren wir uns auf die Projektfinanzierung und haben hierfür KPMG als Finanzierungskoordinator angeheuert. Parallel treiben wir die Gespräche mit potentiellen Kunden über langfristige Abnahmeverträge voran.
Die Altech Advanced Materials AG hat das erste Geschäftshalbjahr 2024 mit einem Verlust von -818 TEUR abgeschlossen.
Das Halbjahresergebnis beinhaltet Umsatzerlöse in Höhe von rd. 54 TEUR, sonstige betriebliche Erträge in Höhe von rd. 191 TEUR, Personalaufwand in Höhe von rd. 388 TEUR und sonstige betriebliche Aufwendungen in Höhe von rd. 649 TEUR. Das Finanzergebnis betrug rd. -26 TEUR.
Die sonstigen betrieblichen Erträge bestehen aus dem Ertrag aus der vollständigen Auflösung einer Drohverlustrückstellung (191 TEUR), welche aufgrund des Kursniveaus der Aktien der Altech Advanced Materials AG von 4,88 EUR je Aktie zum 30. Juni vorgenommen werden konnte. Die Drohverlustrückstellung diente der möglichen Bedienung für die im Geschäftsjahr 2023 im Rahmen der Begebung der Wandelschuldverschreibung ausgegebenen Optionen, für die einen Barausgleich – abhängig von der Kursentwicklung der Aktie – vorgesehen ist.
Der Personalaufwand stieg um 221 TEUR im Vergleich zur Vorperiode im Wesentlichen aufgrund der Ausgabe von virtuellen Optionen aus dem AAM virtuelles Optionsprogramm 2023 ("VOP 2023"). Dies führte zu einem zusätzlichen Personalaufwand in Höhe von rd. 183 TEUR.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bestehen im Wesentlichen aus Kosten für das VOP 2023 für die Mitarbeiter in den beiden Beteiligungen (291 TEUR), Kosten für Kapitalmarktnotiz und –kommunikation (184 TEUR), Rechts- und Beratungskosten (54 TEUR), Aufsichtsratsvergütungen (43 TEUR) sowie Abschluss- / Prüfungskosten (25 TEUR).
Die vorläufige Bilanz zum 30. Juni 2024 nach HGB weist ein Eigenkapital in Höhe von rund 7.870 TEUR (31. Dezember 2023: 5.039 TEUR) aus.
Wir gingen im Prognosebericht des letzten Jahresabschlusses für das Jahr 2024 von einem Verlust von rund 1,6 Mio. EUR bis 2,1 Mio. EUR aus. An dieser Prognose halten wir fest.
Die Entwicklung des ersten Geschäftshalbjahres 2024 entspricht demnach, soweit planbar, den Erwartungen, da bisher keine Erträge aus den Projekten CERENERGY und Silumina Anodes erzielt wurden. Dies wird erst der Fall sein, wenn die entsprechenden geplanten Werke ihre Produktion aufnehmen werden.
Wir bedanken uns für die erfolgreiche Zusammenarbeit innerhalb der Altech-Gruppe und unseren Partnern sowie dem uns entgegengebrachten Vertrauen unserer Aktionäre. Wir werden zielgerichtet die Kommerzialisierung unserer Produkte Silumina Anodes und CERENERGY weiter vorantreiben. Altech beabsichtigt sich als Innovationsführer für Batteriematerial und Batteriekomplettlösungen im Rahmen der laufenden Dekarbonisierung der Energieerzeugung am Markt zu positionieren.
Mit freundlichen Grüßen,
gez. Iggy Tan
gez. Uwe Ahrens
gez. Hansjoerg Plaggemars
Zwischenlagebericht
Vorbemerkung
Der Halbjahresfinanzbericht der Altech Advanced Materials AG ist auf die Erfordernisse eines verkürzten Zwischenabschlusses angepasst. Der verkürzte Zwischenabschluss der Altech Advanced Materials AG für die Berichtsperiode vom 1. Januar 2024 bis zum 30. Juni 2024 („Halbjahresabschluss“) gemäß § 117 i.V.m. §§ 114, 115 WpHG wird unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 bis 256a und der §§ 264 bis 288 HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetztes (AktG) unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die Altech Advanced Materials AG ist eine kapitalmarktorientierte Aktiengesellschaft im Sinne von § 264d HGB und wird daher als große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 S. 2 HGB eingestuft. Der vorliegende Halbjahresabschluss und Zwischenlagebericht wurde keiner prüferischen Durchsicht gemäß §115 Abs. 5 WpHG unterzogen.
Der vorliegende Halbjahresabschluss basiert auf dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023. In Einklang mit DRS 16 ist ein gegenüber dem Jahresabschluss verkürzter Berichtsumfang gewählt worden. Er enthält nicht alle Informationen, die für einen vollständigen Jahresabschluss zum Ende eines Geschäftsjahres erforderlich sind. Im vorliegenden verkürzten Anhang werden vor allem Angaben zu den Posten gemacht, bei denen sich wesentliche Änderungen im Vergleich zu dem Jahresabschluss der Altech Advanced Materials AG für das Geschäftsjahr 2023 ergeben haben.
1. Grundlagen der Gesellschaft
Berichterstattendes Unternehmen
Die Altech Advanced Materials AG, Frankfurt am Main, ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht (nachfolgend auch „AAM AG“ oder die „Gesellschaft“). Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 118874 registriert und hat ihren Sitz in der Ziegelhäuser Landstr. 3, 69120 Heidelberg. Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag EUR 7.542.500 und ist eingeteilt in 7.542.500 nennwertlose auf den Namen lautende Stückaktien. Die Gesellschaft ist zum Bilanzstichtag im Regulierten Markt im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse unter der Kennnummer ISIN DE000A31C3Y4 mit 7.542.500 nennwertlosen, auf den Namen lautende Stückaktien gelistet. Entsprechend gilt die Gesellschaft zum Bilanzstichtag als eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 264d HGB.
Die Altech Advanced Materials AG, ist eine Beteiligungsgesellschaft, die Investitionen in Kapital- und Personengesellschaften tätigt, welche ein gutes Chancen/Risiko Verhältnis darstellen, insbesondere in den Geschäftsfeldern Rohstoffgewinnung und –verarbeitung, Chemie, Herstellung aller Arten von Verpackungs- und Papierprodukten, sowie deren Vertrieb. Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft zwei 25% Beteiligungen, an der Altech Industries Germany GmbH („AIG“) sowie der Altech Energy Holding GmbH („AEH“), die selbst 75% an der Altech Batteries GmbH („ABG“), dem Joint Venture mit dem Fraunhofer Institut für Keramische Technologien und Systeme ("Fraunhofer IKTS"), hält.
Ziel der AAM AG ist es, zusammen mit dem Kooperationspartner Altech Batteries Limited („ATC“), Australien, am Markt für Lithium-Ionen-Batterien für die Elektromobilität durch innovatives und leistungsstarkes Verbundanodenmaterial auf Basis von hochreinem Aluminiumoxid („HPA“) – Silumina Anodes - mit der AIG sowie im Bereich der Festkörperbatterien für den stationären Batterieeinsatz - CERENERGY - mit der ABG zu partizipieren.
Mitarbeiter
Zum 30. Juni 2024 beschäftigte die Altech Advanced Materials AG drei Mitarbeiter in Teilzeit (31. Dezember 2023: drei Mitarbeiter in Teilzeit). Diese Zahlen beinhalten nicht den Vorstand.
2. Wirtschaftsbericht
2.1. Überblick über den Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2024
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung
Die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland hat sich zu Beginn des Jahres 2024 leicht verbessert. Laut der Schnellmeldung des Statistischen Bundesamts vom 30. April ist das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2024 im Vergleich zum Vorquartal preis-, kalender- und saisonbereinigt um 0,2 % gestiegen. Verglichen mit dem Vorjahr lag das BIP jedoch um 0,9 % niedriger.
In ihrer Frühjahrsprognose für das Jahr 2024 geht die Europäische Kommission von einem BIP-Wachstum von 1,0 Prozent in der gesamten Europäischen Union und 0,8 Prozent im Euro-Währungsgebiet aus. Für das Jahr 2025 erwartet die Kommission eine Beschleunigung des BIP-Wachstums auf 1,6 Prozent in der EU und 1,4 Prozent im Euro-Währungsgebiet.
Der gemeldete BIP-Anstieg im ersten Quartal entspricht grundsätzlich der Einschätzung der Frühjahrsprojektion der Bundesregierung, die eine konjunkturelle Erholung zu Jahresbeginn vorhersah. Dieser Anstieg ist jedoch teilweise auf Sondereffekte im Bauwesen und in der Industrie, wie die milde Witterung und Nachholeffekte nach einem hohen Krankenstand Ende 2023, zurückzuführen. Die schwache Entwicklung beim privaten Konsum und den Ausrüstungsinvestitionen sowie die weiterhin verhaltene Auftragslage in der Industrie deuten derzeit jedoch noch nicht auf einen breiten, nachhaltigen Aufschwung hin – auch wenn die verbesserten Stimmungsindikatoren im Unternehmenssektor und bei den konsumnahen Dienstleistungen eine Besserung andeuten.
Die weltweite Industrieproduktion hat im Februar saisonbereinigt um 0,6 % gegenüber dem Vormonat zugenommen. Der Stimmungsindikator von S&P Global weist auch aktuell auf eine moderate Expansion der Weltwirtschaft hin: Im April stieg er dank verbesserter Aussichten bei den Dienstleistern auf 52,4 Punkte. Obwohl sich die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe im April leicht von 50,6 auf 50,3 Punkte verschlechterte, liegen die Indizes weiterhin über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Passend dazu befinden sich auch die Einkaufsmanagerindizes in vielen europäischen Ländern wieder oberhalb dieser Schwelle.
Auch der Welthandel profitiert von der belebten globalen Industrieproduktion. Im Februar stieg der weltweite Güterhandel saisonbereinigt um 1,0 % im Vergleich zum Vormonat und lag damit erstmals seit März 2023 auch im Jahresvergleich wieder im Plus.
Laut den jüngsten Prognosen internationaler Organisationen dürfte sich die Dynamik des Welthandels nach der vorangegangenen Schwächephase in diesem Jahr wieder der des weltweiten BIP annähern. Obwohl sich die Absatzperspektiven für die deutsche Exportwirtschaft allmählich aufhellen, bleiben sie im langfristigen historischen Vergleich zunächst verhalten.
Im weiteren Jahresverlauf dürfte sich die konjunkturelle Erholung allmählich festigen und an Dynamik gewinnen, begünstigt durch niedrigere Inflationsraten, erwartete geldpolitische Lockerungen, steigende Löhne und Einkommen, eine anhaltend stabile Arbeitsmarktentwicklung und zunehmende Impulse aus der Außenwirtschaft. Dennoch bleiben die Risiken angesichts der geopolitischen Unsicherheiten weiterhin hoch.
Den Börsenmonat Juni 2024 beendete der deutsche Leitindex DAX mit einem Stand von 18.235,45 Punkten, das sind ca. 1.500 Indexpunkte mehr als zum Ende des letzten Jahres und über 2.000 Indexpunkte mehr als zum Ende Juni 2023.
Die Inflationsrate in Deutschland, gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) im Vergleich zum Vorjahresmonat, betrug im Mai 2024 +2,4 %. Im April und März 2024 lag die Rate jeweils bei +2,2 %. „Die Inflationsrate zieht damit wieder etwas an, vor allem wegen der weiterhin steigenden Dienstleistungspreise“, erläutert Ruth Brand, Präsidentin des Statistischen Bundesamtes. „Die Energie- und Nahrungsmittelpreise dämpfen dagegen seit Jahresbeginn die Gesamtteuerung“, fügt Brand hinzu. Laut dem Statistischen Bundesamt (Destatis) stiegen die Verbraucherpreise im Mai 2024 gegenüber dem Vormonat April 2024 um 0,1 %.
Trotz des Auslaufens der Preisbremsen für Energieprodukte im Januar 2024, der gleichzeitigen CO2-Preis-Erhöhung und dem Ende der Mehrwertsteuersenkung für Gas und Fernwärme im April 2024, verbilligten sich die Energieprodukte im Mai 2024 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,1 % (April 2024: -1,2 %). Die Preise für Haushaltsenergie sanken im Mai 2024 um 3,3 % im Vergleich zu Mai 2023.
Die Inflationsrate ohne Energie lag im Mai 2024 bei +2,8 %. Die Kerninflation, die die Veränderung des Verbraucherpreisindex ohne Berücksichtigung von Nahrungsmitteln und Energie darstellt, betrug +3,0 %. Diese Zahlen verdeutlichen, dass die Teuerung in anderen wichtigen Güterbereichen über der Gesamtteuerung lag. Die Veränderung des Verbraucherpreisindex ohne Nahrungsmittel und Energie gegenüber dem Vorjahresmonat hatte im April 2024 ebenfalls 3,0 % betragen und liegt seit Januar 2024 deutlich über der Gesamtteuerung.
Bezüglich der Inflation, gemessen am Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), prognostiziert die Kommission einen Rückgang in der EU von 6,4 Prozent im Jahr 2023 auf 2,7 Prozent im Jahr 2024 und weiter auf 2,2 Prozent im Jahr 2025. Im Euro-Währungsgebiet wird ein ähnlicher Trend erwartet, mit einer Abschwächung der HVPI-Inflation von 5,4 Prozent im Jahr 2023 auf 2,5 Prozent im Jahr 2024 und schließlich auf 2,1 Prozent im Jahr 2025.
Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte im September 2023 nach einer Reihe von sechs Erhöhung in 2023 den Leitzins für das Hauptrefinanzierungsgeschäft um weitere 0,50%-Punkte angehoben. Auf ein Niveau von 4,50% und damit ganze 2%-Punkte über dem Niveau von Dezember 2022. Im Juni 2024 folgte nun die erste Zinssenkung seit 2016. Mit Beschluss vom 06. Juni 2024 hat die EZB den Leitzins um 0,25% auf nun 4,25% gesenkt.
Nachdem die Fed (Federal Reserve System) den Leitzins im Jahr 2023 in mehreren Schritten auf eine Zinsspanne zwischen 5,25 bis 5,50 Prozent angehoben hat, ist dieser seit dem 27. Juli 2023 unverändert. Dies bestätigte die Fed erst am 12. Juni 2024 wieder, mit einem entsprechenden Beschluss.
Der Wechselkurs zwischen Euro und US-Dollar liegt zum 30. Juni 2024 bei 1,0705 US-Dollar für einen Euro. Dies entspricht einer Verschlechterung um rund 1,5 Prozent im Vergleich zum 30. Juni 2023, zum damaligen Zeitpunkt war ein Euro etwa 1,0866 US-Dollar wert. Zum Jahresende 2023 lag der Wechselkurs zum Euro bei 1,1050 US-Dollar.
Im Berichtszeitraum hat sich der Euro gegenüber weiteren relevanten Währungen wie folgt entwickelt. Leicht gewonnen hat der Euro ausgehend von einem Wert zum Jahresende 2023 von 0,9260 CHF sowie 1,4642 CAD im Berichtszeitraum zum Ende des ersten Halbjahres 2024 auf 0,9634 CHF und 1,4670 CAD. Leicht verloren hat der Euro ausgehend von einem Wert zum Jahresende 2023 von 0,8691 GBP sowie 1,6263 AUD im Berichtszeitraum zum Ende des ersten Halbjahres 2024 auf 0,8464 GBP und 1,6079 AUD.
Entwicklung der Beteiligungen
Projekt Cerenergy-Batterien – Meilensteine im ersten Halbjahr 2024
Die Altech GridPacks sind als "Plug and Play"-Funktion konzipiert, um sicherzustellen, dass sie leicht an abgelegenen Orten installiert werden können. Die Altech GridPacks können bei jedem Wetter sicher im Freien installiert werden. Die Altech GridPacks werden in einer Konstruktion eines Seecontainers gebaut, was den einfachen Transport auf dem Seeweg oder auf der Straße zum Aufstellungsort sowie die einfache Installation gewährleistet. Im Gegensatz zu anderen Mega-Batteriepacks auf dem Markt können diese GridPacks übereinandergestapelt werden. Dies minimiert den Platzbedarf der Batterie und erlaubt eine einfache Skalierbarkeit für jeden Anforderungen an die Energiespeicherung. Die Stapelfähigkeit in Verbindung mit dem "Plug and Play"-Design machen die GridPacks zur offensichtlichen Wahl für den Netzbatterie-Markt. Die Altech GridPacks sind außerdem so konzipiert, dass sie ohne Ventilation, beweglichen Komponenten und Klimaanlagen auskommen und daher nur geringe Wartungskosten verursachen.
Im März 2024 wurden die Ergebnisse für die endgültige Machbarkeitsstudie (DFS) für das geplante CERENERGY-Batteriewerk der Altech Batteries GmbH in Schwarze Pumpe mit einer geplanten jährlichen Produktionskapazität von 120 MWh bekannt gegeben. Auf Basis aktueller Preis- und Kostenkalkulationen ergibt sich bei voller Kapazitätsauslastung ein Umsatzpotenzial von 106 Mio. Euro pro Jahr. Der Free Cashflow vor Steuer liegt bei 51 Mio. Euro jährlich. Die EBITDA-Marge bei 47 %. Der Nettobarwert (NPV) beträgt 169 Mio. Euro. Der interne Zinsfuß („IRR“) liegt bei 19 % und die Kapitalrückzahlung bei stetigem Betrieb bei 3,7 Jahren. Die Investitionskosten für das Batteriewerk werden sich den Schätzungen nach auf 156 Mio. Euro belaufen.
Angesichts der dargelegten erwarteten Wirtschaftlichkeit des Projektes CERENERGY sind die Projektpartner Altech Advanced Materials AG, Altech Batteries Ltd und der Joint-Venture-Partner, Fraunhofer Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V., nun in die Finanzierungsphase des Projekts eingestiegen. Der Abschluss der Finanzierungsphase wird im Q1/2025 erwartet.
Projekt Silumina Anodes – Meilensteine im ersten Halbjahr 2024
Die Pilotanlage ist fertig aufgebaut. Aktuell wird am Prozess- und Produktionsanlauf gearbeitet. Im Laufe des Q3/2024 ist beabsichtigt erstes Kundenmaterial für Batterieproduzenten für Tests auszuliefern.
Im Dezember 2023 wurden die Ergebnisse für die endgültige Machbarkeitsstudie (DFS) für das Silumina Anodes-Werk in Schwarze Pumpe, Sachsen, zur Beschichtung von Silizium für Anodenverbundmaterial zur Steigerung der Leistung von Lithium-Ionen-Batterien bekannt gegeben. Auf Basis der Preis- und Kostenkalkulation eröffnet sich bei vollständiger Auslastung des Werks mittelfristig ein EBITDA-Potenzial (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) von durchschnittlich 105 Mio. EUR pro Jahr. Die jährlichen Gesamteinnahmen der Anlage belaufen sich bei voller Produktionsauslastung von 8.000 Tonnen pro Jahr auf 328 Mio. EUR, basierend auf einem langfristigen FOB-Preis (Free On Board) für Silumina Anodes, der den gleichen Energie-Einheitspreis wie herkömmliche Graphitprodukte bei verbesserter Energiedichte bietet. Der Nettobarwert (NPV) vor Steuern für die Anlage beträgt 684 Mio. EUR bei einem Abzinsungssatz von 10 %. Der interne Zinsfuß (IRR) liegt bei 34 % und die Kapitalrückzahlung bei 2,4 Jahren. Die Kapitalkosten für die Anlage auf Vollkostenbasis inklusive zusätzlicher Rückstellungen und Inbetriebnahme liegen bei 112 Mio. EUR.
Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage der Gesellschaft
Das 1. Halbjahr 2024 war geprägt durch das Agieren als Beteiligungsgesellschaft mit dem Fokus auf der Einwerbung von Kapital um die beiden Beteiligungen der AAM, die beide in der Startup-Phase stehen und gerade dabei sind, einen operativen Geschäftsbetrieb aufzubauen und daher weiterhin Kapital benötigen, anteilig zu finanzieren.
Die in 2023 beschlossene Kapitalerhöhung von bis zu EUR 3.648.000 wurde im Dezember 2023 vollständig gezeichnet und am 23. Januar 2024 ins Handelsregister eingetragen. Damit war das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 7.062.500,00 zum 31. Dezember 2023 um EUR 480.000,00 auf EUR 7.542.500,00 gegen Bareinlage durch Ausgabe von 480.000 neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien („Neue Aktien“) erhöht. Die Neuen Aktien sind ab dem Beginn des Geschäftsjahres, in dem sie ausgegeben werden, voll gewinnberechtigt. Der bis zur Eintragung gestundete Differenzbetrag zwischen dem Ausgabebetrag und dem Bezugspreis wurde vollständig am 29. Januar 2024 eingezahlt.
Im Juni wurden die 4.237.500 Aktien der Gesellschaft mit der ISIN DE000A31C3Z1 und 480.000 Aktien der Gesellschaft mit der ISIN DE000A3EX2C1 und somit insgesamt 4.717.500 auf den Namen lautende Stückaktien der Altech Advanced Materials AG unter der ISIN DE000A31C3Y4 nach Billigung des Zulassungsprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) zum Handel im regulierten Markt zugelassen.
Die Altech Advanced Materials AG hat in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2024 einen Verlust in Höhe von -818 TEUR (HJ1/2023: -992 TEUR) erzielt.
Die Gesellschaft verfügte am 30. Juni 2024 über frei verfügbare liquide Mittel bestehend aus Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 1.221 TEUR (31. Dezember 2023: 1.379 TEUR). Der Vorstand geht davon aus, dass die zum Stichtag vorhandene Liquidität ausreichend ist, um die Altech Advanced Materials AG mit der geplanten Kostenstruktur bis in das Geschäftsjahr 2026 zu finanzieren.
Um die geplanten Investitionen zur 25%-igen Mitfinanzierung der beiden Beteiligungen (AEH und AIG) zu gewährleisten, werden weitere Kapitalmaßnahmen notwendig werden. Sollten nicht ausreichend Mittel im Rahmen der angedachten Kapitalmaßnahmen beschafft werden können, könnte die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft dadurch sichergestellt werden, dass die Investitionen nicht im geplanten Umfang in die AIG und AEH fließen, was aber voraussichtlich eine Verwässerung hinsichtlich der Beteiligungen bedeuten würde.
Für den beabsichtigten Aufbau der Fabrik für die Produktion von Silumina Anode als auch die Fabrik für den Bau der CERENERGY Feststoffbatterie sollen weitere Kapitalmaßnahmen umgesetzt werden, bei denen die Gesellschaft beabsichtigt dann auch ausreichend Mittel für das Working Capital der Gesellschaft einzuwerben. Es finden parallel aber auch Gespräche statt, die Finanzierung der Projektgesellschaften für den Aufbau der jeweiligen Produktionen mit einem Mix aus Fördermitteln, Fremdkapital sowie Eigenkapital auf Projektebene zu realisieren. Der genaue Kapitalbedarf, der auf die AAM AG entfällt, kann daher aktuell noch nicht beziffert werden. Der Vorstand erwartet, dass sich dieser bis zum 1. Quartal 2025 auf Basis der stattfindenden Gespräche konkretisiert.
2.2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Altech Advanced Materials AG
Nachfolgend wird der Geschäftsverlauf unter Einbezug der bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren und unter Bezugnahme auf die in diesem Zwischenbericht ausgewiesenen Beträge analysiert und erläutert. Der Halbjahresfinanzbericht der Altech Advanced Materials AG wird unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung nach den Vorschriften der §§ 242 bis 256a und der §§ 264 bis 288 HGB sowie den Sondervorschriften des Aktiengesetzes (AktG) aufgestellt. Der Halbjahresabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden im Lagebericht alle Beträge in tausend Euro (TEUR) angegeben, sofern nicht auf Abweichungen explizit hingewiesen wird. Aus rechentechnischen Gründen können in den in diesem Abschluss dargestellten Informationen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (€, % usw.) auftreten.
Ertragslage
| [in TEUR] | 01.01.- 30.06.2024 |
01.01.- 30.06.2023 |
Δ |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 54 | 23 | +31 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 191 | 0 | +191 |
| Personalaufwand | -388 | -167 | -221 |
| Sonstiger Betriebsaufwand | -649 | -765 | +116 |
| Finanzergebnis | -26 | -83 | +57 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 0 | 0 | 0 |
| Periodenfehlbetrag | -818 | -992 | +174 |
Die Umsatzerlöse beliefen sich im ersten Halbjahr 2024 auf 54 TEUR (HJ1/2023: 23 TEUR) und entfallen auf Dienstleistungen gegenüber den Beteiligungen AIG und der ABG, der Tochtergesellschaft der AEH.
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 191 (HJ1/2023: 0 TEUR) beruhen vollständig auf der Auflösung der Drohverlustrückstellung zum Bilanzstichtag, die aufgrund des Kursniveaus der Aktien der Altech Advanced Materials AG von 4,88 EUR je Aktie zum 30. Juni 2024 vorgenommen werden konnte. Die Drohverlustrückstellung diente der möglichen Bedienung für die im Geschäftsjahr 2023 im Rahmen der Begebung der Wandelschuldverschreibung ausgegebenen Optionen, für die einen Barausgleich – abhängig von der Kursentwicklung der Aktie – vorgesehen ist.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im ersten Halbjahr 2024 auf -649 TEUR und waren somit um 116 TEUR niedriger gegenüber der Vergleichsperiode (HJ1/2023: -765 TEUR). Wesentlicher Unterschied zum Vergleichszeitraum war in 2023 die Bildung einer Drohverlustrückstellung in Höhe von 191 TEUR, siehe auch „sonstige betriebliche Erträge“. Des Weiteren beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Kosten für Kapitalmarktnotiz und –kommunikation (184 TEUR; HJ1/2023: 95 TEUR), Rechts- und Beratungskosten (54 TEUR; HJ1/2023: 51 TEUR), Aufsichtsratsvergütungen (43 TEUR; HJ1/2023: 43 TEUR) sowie Abschluss- / Prüfungskosten (25 TEUR; HJ1/2023: 14 TEUR).
Das Finanzergebnis belief sich im ersten Halbjahr 2024 auf -26 TEUR (HJ1/2023: -83 TEUR) und betrifft Zinsaufwendungen in Höhe von -109 TEUR (HJ1/2023: -115 TEUR), im Wesentlichen aus der Wandelanleihe (107 TEUR; HJ1/2023: 70 TEUR) sowie gegenläufige Zinserträge aus Ausleihungen an die Beteiligungen (83 TEUR; HJ1/2023: 31 TEUR).
Der Fehlbetrag für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2024 beträgt -818 TEUR, verglichen mit einem Fehlbetrag in Höhe von -992 TEUR in der Vergleichsperiode (HJ1/2023).
Vermögenslage
| [in TEUR] | 30.06.2024 | 31.12.2023 | Δ |
|---|---|---|---|
| Finanzanlagen | 10.636 | 9.678 | 958 |
| Flüssige Mittel | 1.221 | 1.379 | -158 |
| Disagio | 660 | 767 | -107 |
| Übrige Aktiva | 231 | 109 | 122 |
| Summe Aktiva | 12.748 | 11.933 | 815 |
| Eigenkapital | 7.870 | 5.039 | 2.831 |
| Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlagen | 0 | 2.290 | -2.290 |
| Rückstellungen | 812 | 687 | 125 |
| Wandelanleihe | 3.531 | 3.531 | 0 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 251 | 258 | -7 |
| Übrige Verbindlichkeiten | 284 | 126 | 156 |
| Summe Passiva | 12.748 | 11.933 | 815 |
Die Finanzanlagen erhöhten sich im ersten Halbjahr 2024 gegenüber dem 31. Dezember 2023 („Vorjahr“) um 958 TEUR auf 10.636 TEUR per 30. Juni 2024. Die Finanzanlagen der Altech Advanced Materials AG bestehen aus Anteilen an den Beteiligungen AIG und AEH sowie Ausleihungen an diese Unternehmen zur Finanzierung des Aufbaus des operativen Geschäftsbetriebs.
Die liquiden Mittel haben sich im Laufe des ersten Halbjahrs 2024 um -158 TEUR auf 1.221 TEUR reduziert. Dieser Rückgang resultiert primär aus Investitionen in die Beteiligungen. Gegenläufig hat die Gesellschaft mit Eintragung der Kapitalerhöhung im Januar 2024 weitere 1.358 TEUR aus der Kapitalerhöhung erhalten.
Das Disagio wurde als Gegenposition zur Kapitalrücklage und der Verbindlichkeit aus dem Barausgleich aus der Ausgabe der Nullkoupon-Wandelanleihe in 2023 in Höhe von 944 TEUR eingebucht und wird über die Laufzeit der Nullkoupon-Wandelanleihe ratierlich aufwandswirksam aufgelöst und beträgt zum Bilanzstichtag 660 TEUR.
Die übrigen Aktiva bestehen aus sonstigen Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten.
Das Eigenkapital erhöhte sich im Laufe der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2024 um 2.831 TEUR auf 7.870 TEUR. Diese Erhöhung ist auf die im ersten Halbjahr 2024 erfolgte Eintragung der Kapitalerhöhung aus Dezember 2023 zurückzuführen.
Die zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlagen zum 31. Dezember 2023 beruhten auf der zum 31. Dezember 2023 noch nicht im Handelsregister eingetragenen Kapitalerhöhung über TEUR 3.648 durch die Ausgabe von 480.000 neuen Aktien. Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung waren TEUR 2.290 zum Bilanzstichtag bereits einbezahlt worden. Die Kapitalerhöhung wurde vollständig gezeichnet und am 23. Januar 2024 im Handelsregister eingetragen und war damit durchgeführt.
Die Rückstellungen erhöhten sich zum 30. Juni 2024 im Vergleich zum 31. Dezember 2023 von 687 TEUR um 125 TEUR auf 812 TEUR. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus dem Aufbau der Rückstellungen für das VOP 2023 in Höhe von 474 TEUR, welche ratierlich über die erwartete Laufzeit unter der Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeiten der verschiedenen Ausübungsbedingungen gebildet werden und gegenläufig auf der Auflösung der im Vorjahr gebildeten Drohverlustrückstellung aus der Verpflichtung zum Barausgleich für Optionsrechte, die nicht aus bedingtem Kapital bedient werden können (191 TEUR) sowie dem Verbrauch von Rückstellungen für die Kapitalmaßnahme und die Börsenzulassung (157 TEUR).
Die Gesellschaft hat im Februar 2023 eine Nullkupon-Wandelschuldverschreibung im Gesamtnennbetrag von EUR 3.531 TEUR ausgegeben. Die Nullkupon-Wandelschuldverschreibungen werden am 31. Juli 2027 („Fälligkeitstag”) zu ihrem Nennbetrag zurückgezahlt, sofern sie nicht vorher gewandelt oder zurückgekauft worden sind. Die Wandelanleihe besteht unverändert zum Vorjahr.
Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzieren sich zum 30. Juni 2024 gegenüber dem 31. Dezember 2023 leicht auf 251 TEUR (Vorjahr 258 TEUR). Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus einer Verbindlichkeit für den Barausgleich für Optionsrechte, die nicht aus bedingtem Kapital bedient werden können in Höhe von 225 TEUR.
Die übrigen Verbindlichkeiten in Höhe von 284 TEUR (Vorjahr 128 TEUR) bestehen aus Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen (124 TEUR), Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen (104 TEUR) sowie Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (57 TEUR).
Finanzlage
| [in TEUR] | 01.01.- 30.06.2024 |
01.01.- 30.06.2023 |
Δ |
|---|---|---|---|
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | -549 | -358 | -191 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -958 | -4.367 | +3.409 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 1.348 | 3.656 | -2.308 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Zwischenberichtsperiode | 1.221 | 579 | +642 |
Die Kapitalflussrechnung wurde in Übereinstimmung mit DRS 21 erstellt. Im ersten Halbjahr 2024 lag der operative Nettomittelabfluss mit -549 TEUR über dem Niveau der Vorperiode (HJ1/2023: -358 TEUR). In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2024 ist der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit maßgeblich geprägt durch die laufenden Aufwendungen der Gesellschaft sowie durch Kosten der Kapitalerhöhung 2023 und der Börsenzulassung der Neuen Aktien.
Der Nettomittelabfluss aus Investitionstätigkeit lag im ersten Halbjahr 2024 mit 958 TEUR deutlich unter dem Nettomittelabfluss im Vergleichszeitraum. Der Nettomittelabfluss im Vergleichszeitraum beruhte im Wesentlichen aus der Teilzahlung des gestundeten Kaufpreises der AIG-Beteiligung in Höhe von 3.166 TEUR an ATC.
Der Nettomittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtszeitraum 1.348 TEUR, verglichen mit 3.656 TEUR in der Vergleichsperiode (HJ1/2023), was in 2024 primär auf der Eintragung der Kapitalerhöhung ins Handelsregister zurückzuführen ist, wohingegen im Vorjahr im Wesentlichen aus der Ausgabe der Wandelschuldverschreibung 2027 resultiert.
Der Finanzmittelfonds (bestehend aus Guthaben bei Kreditinstituten) verringert sich gegenüber dem 31. Dezember 2023 von 1.379 TEUR um -159 TEUR auf 1.221 TEUR per 30. Juni 2024.
Gesamtbeurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
Beim Finanzmanagement der Gesellschaft steht aufgrund der zum Bilanzstichtag nicht operativ werbenden Tätigkeit und der Fokussierung als Beteiligungsgesellschaft aktuell das Monitoring der Liquidität als finanziellem Leistungsindikator im Vordergrund.
Die Altech Advanced Materials AG hat das Ziel, am Markt für Lithium-Ionen-Batterien für die Elektromobilität durch mit hochreinem Aluminiumoxid im Nanometerbereich beschichtetes Anodenmaterial – Silumina Anodes - sowie am Markt für Batterien für die stationäre Energiespeicherung grüner Energien mit der Festkörperbatterie - CERENERGY - zu partizipieren. Der Vorstand ist mit der Entwicklung der beiden Projekte Silumina Anodes und CERENERGY im bisherigen Geschäftsjahr insgesamt zufrieden. Die Gesellschaft ist durch die beiden Beteiligungen zukunftsträchtig aufgestellt – beide Projekte tragen zur Energiewende bei. Mit der wachsenden Nutzung erneuerbarer Energien wird auch der Bedarf an effizienter Stromspeicherung und -verteilung steigen. Hinzu kommen noch die finanziellen Anreize für erneuerbare Energien und energieeffiziente Maßnahmen.
Die Gesellschaft verfügt über ausreichend liquide Mittel um die Altech Advanced Materials AG mit der geplanten Kostenstruktur bis in das Geschäftsjahr 2026 zu finanzieren. Um die geplanten Investitionen zur 25%-igen Mitfinanzierung der beiden Beteiligungen (AEH und AIG) zu gewährleisten, werden jedoch weitere Kapitalmaßnahmen notwendig werden.
3. Chancen- und Risikobericht
Es haben sich in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2024 keine wesentlichen Veränderungen mit Blick auf die Chancen- und Risikolage gegenüber dem Jahresabschluss 2023 ergeben, daher wird auf die dort enthaltenen Ausführungen verwiesen.
4. Prognosebericht
Gemäß dem Jahresabschluss 2023 prognostizierte der Vorstand für das Geschäftsjahr 2024, auf Basis der Organisations- und Personalstruktur durchschnittliche fixe monatlichen Kosten im Jahr 2024 von ca. TEUR 71 pro Monat. Darüber hinaus werden aufgrund der aufwandswirksamen ratierlichen Verbuchung des Virtual Option Programms 2023 über die erwartete Laufzeit unter Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeiten der verschiedenen Ausübungsbedingungen weitere Aufwendungen von rund TEUR 950 für das Geschäftsjahr 2024 geplant. Somit werden für das gesamte Jahr 2024 netto Kosten von rund TEUR 1.800 erwartet. Im Ergebnis erwartet der Vorstand für das Jahr 2024 ein Jahresfehlbetrag zwischen TEUR -1.600 und TEUR -2.100.
Der Vorstand ging davon aus, dass die zum 31. Dezember 2023 vorhandene Liquidität (EUR 1,38 Mio.) und die ausstehenden Einzahlungen aus der im Dezember 2023 durchgeführten Kapitalerhöhung (EUR 1,36 Mio.) ausreichend sind, um die Altech Advanced Materials AG mit der geplanten Kostenstruktur bis in das Geschäftsjahr 2026 zu finanzieren.
Um die geplanten Investitionen zur 25%-igen Mitfinanzierung der beiden Beteiligungen (AEH und AIG) zu gewährleisten, werden zur Jahresmitte weitere Kapitalmaßnahmen notwendig werden.
Das Ergebnis im Berichtszeitraum mit einem Fehlbetrag von 818 TEUR liegt innerhalb der bisherigen Prognose. Sondereffekt zum 3. Juni 2024 war die Auflösung der Drohverlustrückstellung in Höhe von 191 TEUR. Unter den gegebenen Umständen hält der Vorstand an dieser Prognose fest. Die erwarteten Kapitalmaßnahmen zur Finanzierung der der beiden Beteiligungen (AEH und AIG) werden noch im Laufe des Geschäftsjahres 2024 erwartet.
5. Veränderungen und Informationen zu den Organen und Vergütungssystemen
Grundzüge des Vergütungssystems für den Vorstand und Aufsichtsrat
Für eine detaillierte Übersicht der Zusammensetzung der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütungen und deren Entwicklung siehe „Vergütungsbericht der Altech Advanced Materials AG für das Geschäftsjahr 2023“, der auf der Internetseite der Gesellschaft öffentlich zugänglich ist, worauf Bezug genommen wird (siehe: https://www.altechadvancedmaterials.com/investoren/vergutungsbericht/). Gegenüber dem Jahresabschluss ergaben sich keine Änderungen.
Vorstand und Aufsichtsrat
Mit Beschluss des Aufsichtsrats vom 13. November 2023 wurden die Vorstandsbestellungen von Herrn Ignatius Tan, Herrn Uwe Ahrens und Herrn Hansjörg Plaggemars erneut mit Laufzeit bis zum 31. Dezember 2024 verlängert. Die Vorstände sind einzelvertretungsberechtigt sowie befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. Die Vorstandsdienstverträge wurden unverändert fortgeführt.
Die Aufsichtsratsmitglieder wurden in der Hauptversammlung am 8. August 2023 wiedergewählt und sind bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2028 entscheidet, bestellt. Mitglieder des Aufsichtsrats im Berichtszeitraum waren:
| ― | Herr Dr. Burkhard Schäfer, Mannheim, Unternehmensberater (Aufsichtsratsvorsitzender), |
| ― | Herr Wilko Stark, Gerlingen, Unternehmensberater (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender), |
| ― | Dieter Rosenthal, Niederfischbach, Unternehmensberater (Mitglied), |
| ― | Herr Werner Klatten, München, Manager (Mitglied), |
| ― | Herr Nikolaus Graf Lambsdorff, Hamburg, Botschafter a. D. (Mitglied). |
Mitgliedschaften von Aufsichtsratsmitgliedern in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten und vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien (§ 125 Abs. 1 Satz 5 AktG)
Herr Dr. Burkhard Schäfer
| ― | MARNA Beteiligungen AG, Heidelberg, Vorsitzender, (bis 28. Februar 2024) |
| ― | MISTRAL Media AG, Frankfurt am Main, Vorsitzender des Aufsichtsrats, |
| ― | Alpha Cleantec AG, Heidelberg, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, |
| ― | VV Beteiligungen AG, Heidelberg, Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats, |
| ― | DELPHI Unternehmensberatung AG, Heidelberg, Mitglied des Aufsichtsrats, |
| ― | Deutsche Balaton AG, Heidelberg, Mitglied des Aufsichtsrats. |
Herr Werner Klatten
| ― | Deutschen Sporthilfe, Frankfurt, Ehrenvorsitzender des Aufsichtsrats, |
Herr Wilko Stark
| ― | Flender GmbH, Bocholt, Mitglied des Aufsichtsrats, |
| ― | Schaltbau Holding AG, München, Mitglied des Aufsichtsrats, |
| ― | ZKW Lichtsysteme und ZKW Group GmbH, Wieselburg, Österreich, Mitglied des Aufsichtsrats, |
| ― | AutoForm Engineering GmbH, Pfäffikon, Schweiz, Mitglied des Aufsichtsrats |
| ― | AGILOX Services GmbH, Neukirchen bei Lambach, Österreich, Mitglied des Beirats |
Herr Dieter Rosenthal war im 1. Geschäftshalbjahr 2024 nicht Mitglied in weiteren gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.
Herr Graf Lambsdorff war im 1. Geschäftshalbjahr 2024 nicht Mitglied in weiteren gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten oder vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen.
Halbjahresabschluss
Bilanz der Altech Advanced Materials AG, Heidelberg
| AKTIVA | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Finanzanlagen | ||
| 1. Beteiligungen | 5.015.855,80 | 5.015.855,80 |
| 2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 5.619.973,80 | 4.661.973,80 |
| 10.635.829,60 | 9.677.829,60 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Forderungen und Sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 230.718,69 | 72.485,08 |
| 2. Sonstige Vermögensgegenstände | 2,00 | 5.231,00 |
| II. Guthaben bei Kreditinstituten | 1.220.544,31 | 1.379.209,99 |
| 1.451.265,00 | 1.459.926,07 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 661.014,83 | 797.793,76 |
| 12.748.109,43 | 11.932.549,43 |
| PASSIVA | 30.06.2024 | 31.12.2023 |
|---|---|---|
| EUR | EUR | |
| --- | --- | --- |
| A. Eigenkapital | ||
| I. Gezeichnetes Kapital | 7.542.500,00 | 7.062.500,00 |
| Bedingtes Kapital: 2.825.000,00 EUR;(VJ.: 2.825.000,00 EUR) Genehmigtes Kapital: 3.051.250,00 EUR (VJ.: 3.531.250,00 EUR) |
||
| II. Kapitalrücklage | 3.887.198,00 | 719.198,00 |
| III. Bilanzverlust | -3.560.039,90 | -2.742.317,20 |
| 7.869.658,10 | 5.039.380,80 | |
| B. Zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung geleistete Einlagen | 0,00 | 2.289.898,20 |
| C. Rückstellungen | ||
| Sonstige Rückstellungen | 812.091,16 | 687.452,48 |
| D. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Wandelanleihe 1) | 3.531.250,00 | 3.531.250,00 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2) | 103.709,86 | 4.515,01 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3) | 123.614,29 | 121.227,40 |
| 4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 56.649,68 | 699,21 |
| 5. Sonstige Verbindlichkeiten 4) 5)6) | 251.136,34 | 258.126,33 |
| 4.066.360,17 | 3.915.817,95 | |
| 12.748.109,43 | 11.932.549,43 |
1) davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 0,00 EUR (31. Dezember 2023: 0,00 EUR)
2) davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 103.709,86 EUR (31. Dezember 2023: 4.515,01 EUR)
3) davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 0,00 EUR (31. Dezember 2023: 0,00 EUR)
4) davon aus Steuern 26.136,34 EUR (31. Dezember 2023: 23.201,67 EUR)
5) davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 26.136,34 EUR (31. Dezember 2023: 23.201,67 EUR)
5) davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 225.000,00 EUR (31. Dezember 2023: 225.000,00 EUR)
Halbjahresabschluss
Verkürzte Gewinn- und Verlustrechnung
| 01.01. - 30.06 | ||
|---|---|---|
| [in EUR] | 2024 | 2023 |
| --- | --- | --- |
| 1. Umsatzerlöse | 54.000,00 | 22.800,00 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 191.250,00 | 0,00 |
| 3. Personalaufwand | -388.351,53 | -166.880,62 |
| 4. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens | 0,00 | 605,94 |
| 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen | -648.939,09 | -764.560,61 |
| 6. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 83.373,81 | 31.457,95 |
| 7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1) | -109.055,89 | -114.549,94 |
| 8. Ergebnis nach Steuern | -817.722,70 | -992.339,16 |
| 9. Periodenergebnis (Fehlbetrag/Überschuss) | -817.722,70 | -992.339,16 |
| 10. Verlustvortrag aus dem Vorjahr | -2.742.317,20 | -1.092.398,53 |
| 11. Bilanzverlust | -3.560.039,90 | -2.084.737,69 |
1) davon an verbundene Unternehmen 2.386,89 EUR (1.HJ 2023: 2.380,27 EUR)
Halbjahresabschluss
Verkürzter Anhang
A. Allgemeine Angaben
Die Altech Advanced Materials AG, Frankfurt am Main, ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht (nachfolgend auch „AAM AG“ oder die „Gesellschaft“). Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts Frankfurt am Main unter der Nummer HRB 118874 registriert und hat ihren Sitz in der Ziegelhäuser Landstr. 3, 69120 Heidelberg. Die Gesellschaft ist im Regulierten Markt im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse unter der Kennnummer ISIN DE000A31C3Y4 zum Bilanzstichtag mit 7.542.500 nennwertlosen, auf den Namen lautende Stückaktien gelistet. Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt zum Bilanzstichtag EUR 7.542.500,00 und ist eingeteilt in 7.542.500 nennwertlose auf den Namen lautende Stückaktien. Entsprechend gilt die Gesellschaft zum Bilanzstichtag als eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 264d HGB.
Die Altech Advanced Materials AG, ist eine Beteiligungsgesellschaft, die Investitionen in Kapital- und Personengesellschaften tätigt, welche ein gutes Chancen/Risiko Verhältnis darstellen, insbesondere in den Geschäftsfeldern Rohstoffgewinnung und –verarbeitung, Chemie, Herstellung aller Arten von Verpackungs- und Papierprodukten, sowie deren Vertrieb. Zum Bilanzstichtag hält die Gesellschaft zwei 25% Beteiligungen, an der Altech Energy Holding GmbH („AEH“) sowie der Altech Industries Germany GmbH („AIG“).
Der verkürzte Zwischenabschluss der Altech Advanced Materials AG für die Berichtsperiode vom 1. Januar 2024 bis zum 30. Juni 2024 („Halbjahresabschluss“) gemäß § 117 i.V.m. §§ 114, 115 WpHG wird unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 242 bis 256a und der §§ 264 bis 288 HGB sowie den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetztes (AktG) unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die Altech Advanced Materials AG ist eine kapitalmarktorientierte Aktiengesellschaft im Sinne von § 264d HGB und wird daher als große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 S. 2 HGB eingestuft. Der vorliegende Halbjahresabschluss und Zwischenlagebericht wurde keiner prüferischen Durchsicht gemäß §115 Abs. 5 WpHG unterzogen.
Der vorliegende Halbjahresabschluss basiert auf dem Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023. In Einklang mit DRS 16 ist ein gegenüber dem Jahresabschluss verkürzter Berichtsumfang gewählt worden. Er enthält nicht alle Informationen, die für einen vollständigen Jahresabschluss zum Ende eines Geschäftsjahres erforderlich sind. Im vorliegenden verkürzten Anhang werden vor allem Angaben zu den Posten gemacht, bei denen sich wesentliche Änderungen im Vergleich zu dem Jahresabschluss der Altech Advanced Materials AG für das Geschäftsjahr 2023 ergeben haben.
Die Erstellung des Halbjahresabschlusses erfolgte unter Anwendung der für den Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden. Berücksichtigt wurden alle laufenden Geschäftsvorfälle und Abgrenzungen, die nach Ansicht des Managements notwendig sind, um eine zutreffende Darstellung der Zwischenergebnisse zu gewährleisten. Ertragsteuern wurden im Wege einer bestmöglichen Schätzung ermittelt. Das Management ist der Überzeugung, dass die dargestellten Informationen und Erläuterungen geeignet sind, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zu vermitteln. Die Ergebnisse der Zwischenberichtsperiode lassen nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung des weiteren Geschäftsverlaufs zu.
Der Halbjahresabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt, werden alle Beträge in tausend Euro (TEUR) angegeben, sofern nicht auf Abweichungen explizit hingewiesen wird. Aus rechentechnischen Gründen können in den in diesem Abschluss dargestellten Informationen Rundungsdifferenzen in Höhe von +/- einer Einheit (€, % usw.) auftreten.
Das Geschäftsjahr der Altech Advanced Materials AG stimmt mit dem Kalenderjahr überein. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
B. Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die im Halbjahresabschluss der Altech Advanced Materials AG für die zum 30. Juni 2024 endende Berichtsperiode angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind im Vergleich zum Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 unverändert.
C. Ermessensentscheidungen des Managements sowie Schätzunsicherheiten
Im Halbjahresabschluss der Altech Advanced Materials AG, für die zum 30. Juni 2024 endende Berichtsperiode müssen in einem begrenzten Umfang Schätzungen vorgenommen und Annahmen getroffen werden, die Auswirkungen auf die Höhe und den Ausweis der bilanzierten Vermögensgegenstände und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualverbindlichkeiten haben. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen.
D. Ausgewählte Erläuterungen zur Bilanz
1. Anlagevermögen
Das Anlagevermögen der Altech Advanced Materials AG besteht aus zwei 25% Beteiligungen, an der Altech Industries Germany GmbH („AIG“) und der Altech Energy Holding GmbH („AEH“), mit deren 75%igen Tochtergesellschaft Altech Batteries GmbH („ABG“), dem Joint Venture mit dem Fraunhofer Institut für Keramische Technologien und Systeme ("Fraunhofer IKTS"), die 25% an ABG halten, in Höhe von 5.016 TEUR sowie aus Ausleihungen an diese beiden Startup-Gesellschaften zum Aufbau der dortigen Geschäftsbetriebe in Höhe von 5.620 TEUR.
2. Umlaufvermögen
Forderungen gegen Unternehmen mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, haben sich im Laufe des ersten Halbjahres 2024 um 158 TEUR auf 231 TEUR erhöht. Die Forderungen bestehen aus Zinsforderungen aus den Ausleihungen an die AIG und die AEH sowie Forderungen an die AIG aus einem Service- und Dienstleistungsvertrag. Gegenläufig bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der AIG in Höhe von 57 TEUR.
Sonstige Vermögensgegenstände
Dieser Bilanzposten enthält die auf den Erinnerungswert von EUR 1,00 wertberichtigte Option aus dem Optionsvertrag mit Altech Batteries Limited und Altech Chemicals Australia PTY LTD in Höhe von TEUR 500, welche es der Gesellschaft erlaubt, bis zu 49% der Anteile an dem HPA-Projekt für bis zu 100 Mio. USD zu erwerben (Laufzeit bis zum 1. Juli 2024). Die Option ist zum 1. Juli 2024 ausgelaufen und wurde nicht ausgeübt und auch nicht mehr verlängert.
Disagio
Das Disagio wurde 2023 als Gegenposition zur Kapitalrücklage und der Verbindlichkeit aus dem Barausgleich aus der Ausgabe der Nullkoupon-Wandelanleihe in Höhe von 944 TEUR eingebucht. Das Disagio wird über die Laufzeit der Nullkoupon-Wandelanleihe ratierlich aufwandswirksam aufgelöst und beträgt zum Abschlussstichtag 660 TEUR.
3. Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) beträgt zum 30. Juni 2024 EUR 7.542.500,00 (Vorjahr EUR 7.062.500). Das Grundkapital ist eingeteilt in 7.542.500 nennwertlose auf den Namen lautende Stückaktien. Die Gesellschaft ist im Regulierten Markt im General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse unter der Kennnummer ISIN DE000A31C3C3Y4 mit 7.542.000 nennwertlosen, auf den Namen lautende Stückaktien gelistet. Es sind ausnahmslos alle Stammaktien stimmberechtigt. Es gibt keine Inhaber von Aktien mit Sonderrechten oder sonstigen Stimmrechtsbeschränkungen.
Kapitalrücklage
Die Kapitalrücklage erhöht sich auf Grund der Eintragung der Kapitalerhöhung im Januar 2024 gegenüber dem 31. Dezember 2023 um 3.168 TEUR auf 3.887 TEUR. Das Grundkapital wurde um 480.000 EUR erhöht, die Neuen Aktien wurden zum Ausgabebetrag von EUR 1,00 je Neuer Aktie ausgegeben, der Bezugspreis betrug EUR 7,60. Der Aufpreis in Höhe von 6,60 EUR je Neuer Aktie wurde in die Kapitalrücklage eingestellt.
Eigenkapital
Das Eigenkapital erhöhte sich im Laufe der ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2024 um 2.843 TEUR auf 7.882 TEUR. Der Anstieg beruht auf der im Januar 2024 ins Handelsregister eingetragene Kapitalerhöhung um 3.648 TEUR, siehe hierzu auch „Kapitalrücklage“. Gegenläufig betrug der Fehlbetrag für die Berichtsperiode -818 TEUR.
Rückstellungen
Die Rückstellungen erhöhten sich zum 30. Juni 2024 im Vergleich zum 31. Dezember 2023 um 125 TEUR auf 812 TEUR. Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus dem Aufbau der Rückstellungen für das Virtual Option Program 2023 („VOP 2023“, das Programm hat ein maximales Volumen von 5,0 Mio. EUR, Details hierzu siehe ausführliche Darstellung im Geschäftsbericht 2023), in Höhe von 474 TEUR, welche ratierlich über die erwartete Laufzeit unter der Berücksichtigung der Eintrittswahrscheinlichkeiten der verschiedenen Ausübungsbedingungen gebildet werden und gegenläufig aus der Auflösung der im Vorjahr gebildeten Drohverlustrückstellung aus der Verpflichtung zum Barausgleich für Optionsrechte, die nicht aus bedingtem Kapital bedient werden können (TEUR -191) sowie dem Verbrauch von Rückstellungen für die Kapitalmaßnahme und die Börsenzulassung.
Nullkupon-Wandelschuldverschreibung
Die im Februar 2023 begebene Nullkupon-Wandelschuldverschreibung in Höhe von 3.531 TEUR ist zum Bilanzstichtag 30. Juni 2024 gegenüber dem 31. Dezember 2023 unverändert.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 104 (Vorjahr: TEUR 5) sind nicht besichert.
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 57 (Vorjahr: TEUR 1) enthalten eine kurzfristige Verbindlichkeit gegenüber Altech Industries Germany GmbH und sind nicht besichert. Gegenläufig bestehen Forderungen gegen das gleiche Unternehmen in Höhe von TEUR 173.
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 124 (Vorperiode: TEUR 121) bestehen aus einer langfristigen Darlehensverbindlichkeit nebst Zinsen gegenüber dem Mehrheitsaktionär und sind nicht besichert.
Sonstige Verbindlichkeiten
Die sonstigen Verbindlichkeiten reduzieren sich zum 30. Juni 2024 gegenüber dem 31. Dezember 2023 leicht auf 251 TEUR (Vorjahr 258 TEUR). Die sonstigen Verbindlichkeiten bestehen im Wesentlichen aus einer Verbindlichkeit für den Barausgleich für Optionsrechte, die nicht aus bedingtem Kapital bedient werden können in Höhe von 225 TEUR.
E. Ausgewählte Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung
1. Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse beliefen sich im ersten Halbjahr 2024 auf 54 TEUR (HJ1/2023: 23 TEUR) und entfallen auf Dienstleistungen gegenüber den Beteiligungen AIG und ABG, der Tochtergesellschaft der AEH.
2. Sonstige betriebliche Erträge
Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 191 (HJ1/2023: 0 TEUR) beruhen vollständig auf der Auflösung der Drohverlustrückstellung zum Bilanzstichtag, die aufgrund des Kursniveaus der Aktien der Altech Advanced Materials AG von 4,88 EUR je Aktie zum 30. Juni 2024 vorgenommen werden konnte. Die Drohverlustrückstellung diente der möglichen Bedienung für die im Geschäftsjahr 2023 im Rahmen der Begebung der Wandelschuldverschreibung ausgegebenen Optionen, für die einen Barausgleich – abhängig von der Kursentwicklung der Aktie – vorgesehen ist.
3. Sonstige betriebliche Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beliefen sich im ersten Halbjahr 2024 auf -649 TEUR und waren somit um 116 TEUR niedriger gegenüber der Vergleichsperiode (HJ1/2023: -765 TEUR). Wesentlicher Unterschied zum Vergleichszeitraum war in 2023 die Bildung einer Drohverlustrückstellung in Höhe von 191 TEUR, siehe auch „sonstige betriebliche Erträge“. Des Weiteren beinhalten die sonstigen betrieblichen Aufwendungen Kosten für Kapitalmarktnotiz und –kommunikation (184 TEUR; HJ1/2023: 95 TEUR), Rechts- und Beratungskosten (54 TEUR; HJ1/2023: 51 TEUR), Aufsichtsratsvergütungen (43 TEUR; HJ1/2023: 43 TEUR) sowie Abschluss- / Prüfungskosten (25 TEUR; HJ1/2023: 14 TEUR).
4. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens
Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens in Höhe von 83 TEUR (HJ1/2023: 31 TEUR) beruhen auf Zinsen für die Ausleihungen an die AIG und AEH.
5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Der Zinsaufwand im 1. Halbjahr 2024 in Höhe von -109 TEUR (HJ1/2023: -115 TEUR) beruht zum Wesentlichen aus abgegrenzten Zinsen aus der Wandelanleihe (-107 TEUR).
F. Sonstige Angaben
1. Mitarbeiter
Im Berichtszeitraum waren im Durchschnitt drei Mitarbeiter in Teilzeit bei der Gesellschaft beschäftigt. Diese Zahl beinhaltet nicht den Vorstand.
2. Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen
Im ersten Halbjahr 2024 wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Personen zu marktunüblichen Konditionen durchgeführt.
3. Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2024
Die Hauptversammlung der Gesellschaft fand am 11. Juni 2024 in Heidelberg statt. Die Hauptversammlung hat die Nexia GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Düsseldorf, zum Abschlussprüfer des Jahresabschlusses (sowie des Konzernabschlusses, sofern die Aufstellung eines Konzernabschlusses nach den gesetzlichen Vorschriften erforderlich sein sollte) für das Geschäftsjahr 2024 bestellt.
4. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen
Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz aufgeführt sind, bestehen nicht.
5. Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG
Im bisherigen Geschäftsjahr ging der Gesellschaft folgende Stimmrechtsmitteilung zu:
| • | Die mwb fairtrade Wertpapierhandelsbank AG, Gräfelfing, Deutschland, hat uns gemäß § 33 Abs. 1 WpHG am 24. Januar 2024 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der Altech Advanced Materials AG, Heidelberg, Deutschland, am 23. Januar 2024 2,73 % (das entspricht 205.773 Stimmrechten) betrug und die gehaltenen Finanzinstrumente von 6,80% verfallen waren. |
Bezüglich der historischen Stimmrechtsmitteilungen wird auf den vollständigen veröffentlichten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 verwiesen.
6. Nachtragsbericht
Bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses sind außer denen bereits im Abschluss berücksichtigten Sachverhalte keine berichtspflichtigen Ereignisse eingetreten.
Versicherung der gesetzlichen Vertreter
„Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Zwischenbericht ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.“
Frankfurt am Main, den 18. Juli 2024
*Der Vorstand
gez. Ignatius Kim-Seng Tan*
gez. Hansjörg Plaggemars
gez. Uwe Ahrens