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ADM Hamburg AG

Annual Report Jun 19, 2015

4562_10-k_2015-06-19_45099922-e2ba-4170-b3d1-29cf80042eef.pdf

Annual Report

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Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014 Konzernbilanz

Konzern-
anhang
31.12.2014
EUR
31.12.2013
EUR
A K T I V A
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Immaterielle Vermögenswerte 7 2.512.915,28 2.492.145,94
Sachanlagen 7 191.626.020,32 193.971.939,94
At Equity bilanzierte Beteiligungen/Sonstige Beteiligungen 7/8 12.928.333,32 995.618,90
Latente Steuern 13 11.606.365,78 8.942.073,24
218.673.634,70 206.401.778,02
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Vorräte 9 46.908.822,88 28.013.173,14
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10 9.847.918,81 18.628.087,50
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 11 24.723.666,73 29.465.684,31
Sonstige Vermögenswerte 12 44.584.819,48 34.816.219,24
Derivative Finanzinstrumente 20 3.593.448,05 2.288.004,19
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 84.295,19 656.504,82
129.742.971,14 113.867.673,20
348.416.605,84 320.269.451,22
P A S S I V A
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 14 19.142.768,03 19.142.768,03
Rücklagen 15 47.826.237,95 44.954.377,92
Eigenkapital der Aktionäre der ADM Hamburg Aktiengesellschaft 66.969.005,98 64.097.145,95
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 16 33.832,49 32.249,12
67.002.838,47 64.129.395,07
LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
Rückstellungen 17 39.911.365,76 31.953.129,85
Latente Steuern 13 14.193.305,52 11.796.926,24
54.104.671,28 43.750.056,09
KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
Finanzverbindlichkeiten 18 192.235.643,71 179.256.156,05
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 19.400.956,72 22.044.478,89
Steuerverbindlichkeiten 19 219.449,78 267.313,48
Derivative Finanzinstrumente 20 5.430.248,75 2.556.700,39
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 21 10.022.797,13 8.265.351,25
227.309.096,09 212.390.000,06
348.416.605,84 320.269.451,22

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014 Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Konzern-
anhang
2014
EUR
2013
EUR
Gewinn- und Verustrechnung
Umsatzerlöse 23 376.917.037,69 449.306.213,25
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse
erbrachten Leistungen
24 -360.651.863,57 -413.158.419,79
Bruttoergebnis vom Umsatz 16.265.174,12 36.147.793,46
Vertriebskosten 25 -3.001.636,14 -4.543.418,39
Allgemeine Verwaltungskosten 26 -14.476.435,24 -12.712.323,67
Sonstige betriebliche Erträge 27 12.992.469,39 6.500.405,88
Sonstige betriebliche Aufwendungen 28 -5.616.228,63 -2.846.818,20
Ergebnis aus der betrieblichen Tätigkeit 6.163.343,50 22.545.639,08
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 29 10.928.353,77 -43.455,04
Zinserträge 30 82.834,98 39.632,58
Zinsaufwendungen 30 -2.777.276,49 -1.942.044,63
Finanzergebnis 8.233.912,26 -1.945.867,09
Ergebnis vor Steuern 14.397.255,76 20.599.771,99
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 31 -3.045.394,45 -6.725.976,95
Jahresergebnis 11.351.861,31 13.873.795,04
davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss 34 1.583,37 1.689,40
davon: Anteile der Aktionäre der ADM Hamburg Aktiengesellschaft 11.350.277,94 13.872.105,64
Jahresergebnis je Aktie 36 15,16 EUR 18,53 EUR
Sonstiges Ergebnis
Neubewertung der Netto-Verpflichtung aus
leistungsbezogenen Versorgungsplänen
-7.884.882,00 1.287.360,00
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.523.162,24 -411.955,20
Sonstiges Ergebnis, das anschließend nicht in die
Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird
-5.361.719,76 875.404,80
Sonstiges Ergebnis -5.361.719,76 875.404,80
davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss 34 0,00 0,00
davon: Anteile der Aktionäre der ADM Hamburg Aktiengesellschaft -5.361.719,76 875.404,80
Gesamtergebnis 5.990.141,55 14.749.199,84
davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss 34 1.583,37 1.689,40
davon: Anteile der Aktionäre der ADM Hamburg Aktiengesellschaft 5.988.558,18 14.747.510,44

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014

Konzern-Kapitalflussrechnung

2014 2013
TEUR TEUR
Laufende Geschäftstätigkeit
Jahresergebnis 11.352 13.87
Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 14.266 11.89
Steueraufwand 790 6.86
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und (Erträge) -9.235 -7.72
Veränderung von langfristigen Rückstellungen 73 70
(Ertrag)/Aufwand aus latenter Steuer 2.255 -13
Cashflow 19.501 25.47
Abnahme/(Zunahme) der Vorräte -15.521 36.96
Abnahme/(Zunahme) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Abnahme/(Zunahme) sonstiger kurzfristiger Vermögenswerte
8.780
-2.739
-9.96
7.12
Zunahme/(Abnahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -2.644 7.09
Zunahme/(Abnahme) anderer kurzfristiger Verbindlichkeiten 17.667 -35.02
Erhaltene Zinsen 83 4
Gezahlte Zinsen -2.077 -1.14
(gezahlte)/erstattete Ertragsteuern -459 -18
(gezahlte) Steuerumlagen -6.524 -1.10
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit 16.067 29.26
Investitionstätigkeit
Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -13.555 -14.74
Einzahlungen aus Abgängen von Anlagevermögen 1.499 11
Auszahlungen im Zusammenhang mit dem Verlust der Berherrschung über Tochteruntenehmen -458
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -12.514 -14.63
Finanzierungstätigkeit
Ergebnisabführung der ADM Hamburg Aktiengesellschaft -12.990 35
Netto-Einzahlungen/(-Auszahlungen) aus der Finanzierung durch das Mutterunternehmen 8.864 -14.52
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit -4.126 -14.17
Erhöhung/(Verminderung) der flüssigen Mittel -573 45
Flüssige Mittel am Anfang des Geschäftsjahres 657 19
Flüssige Mittel am Ende des Geschäftsjahres 84 65

Zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auf Anhangangabe Nr. 37.

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014

Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns

Gezeichnetes Kapital- Gewinn- Summe Anteile ohne be
Kapital rücklage rücklagen Rücklagen herrschenden Einfluss Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 1. Januar 2013 19.143 21.205 21.991 43.196 31 62.370
Jahresergebnis 0 0 13.873 13.873 1 13.874
Sonstiges Ergebnis 0 0 875 875 0 875
Ergebnisabführung (Konzern-Anhang 32) 0 0 -12.990 -12.990 0 -12.990
Stand 31. Dezember 2013 / 1. Januar 2014 19.143 21.205 23.749 44.954 32 64.129
Jahresergebnis 0 0 11.351 11.351 2 11.353
Sonstiges Ergebnis 0 0 -5.362 -5.362 0 -5.362
Ergebnisabführung (Konzern-Anhang 32) 0 0 -3.117 -3.117 0 -3.117
Stand 31. Dezember 2014 19.143 21.205 26.621 47.826 34 67.003

ADM Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr 2014

(1) Rechtliche Grundlagen

Der Konzernabschluss der ADM Hamburg Aktiengesellschaft (ADM Hamburg) entspricht den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss umfasst neben der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gesamtergebnisrechnung als weitere Bestandteile die Konzern-Kapitalflussrechnung, die Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns und den Konzern-Anhang.

Die Vorjahreszahlen sind nach den gleichen Grundsätzen ermittelt worden wie die des Berichtsjahres.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die im Konzernabschluss verwendete Abkürzung TEUR entspricht 1.000 EUR. Hierdurch kann es zu Rundungsdifferenzen von TEUR 1 kommen. Des Weiteren wird die Abkürzung TUSD verwendet und entspricht 1.000 USD (Amerikanische Dollar).

Die ADM Hamburg ist eine eingetragene Aktiengesellschaft deutschen Rechts mit Sitz in Hamburg/Deutschland, Nippoldstraße 117. Die ADM Hamburg ist über ihre Mehrheitsgesellschafterin, der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, ein mit den zum Konzern der Archer Daniels Midland Company, Decatur, Illinois/USA, gehörenden Unternehmen verbundenes Unternehmen.

Die ADM Hamburg und die übrigen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind im Bereich der Nahrungs- und Futtermittelindustrie tätig. Sie befassen sich mit der Beschaffung, dem Transport, der Lagerung, der Verarbeitung und dem Vertrieb von Ölsaaten, Fettstoffen und Futtermitteln. Darüber hinaus wird Pflanzenöl zu Biodiesel weiterverarbeitet.

(2) Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die Gesellschaften, an denen die ADM Hamburg, direkt oder indirekt, mehrheitlich beteiligt ist oder deren Finanz- und Geschäftspolitik durch ADM Hamburg bestimmt wird. Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Vorjahr um die RGL Management GmbH, Hamburg, und die RGL (Rostocker Getreide Lager) GmbH & Co. KG, Hamburg, verringert, nachdem ein weiterer Gesellschafter mit einer Beteiligung von 50% in diese Gesellschaften eingetreten ist. Beide Gesellschaften werden nunmehr als assoziierte Unternehmen nach Entkonsolidierung at Equity bilanziert.

Die Geschäftsaktivitäten wurden ansonsten im vollen Umfang fortgeführt. Im Rahmen der Vollkonsolidierung werden die folgenden Gesellschaften einbezogen:

Anteil am Kapi
tal in %
ADM Rothensee GmbH & Co. KG, Hamburg 100%
ADM Rothensee Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg 100%
Silo. P. Kruse Betriebs-GmbH & Co. KG, Hamburg 51%
Silo-Betriebsgesellschaft mbH, Hamburg 51%
ADM Research GmbH 100%
ADM Unterstützungskasse GmbH, Hamburg 100%

Wie in den Vorjahren findet die ADM Unterstützungskasse GmbH im Konzernabschluss als Fondsvermögen im Rahmen der Pensionsrückstellungen Berücksichtigung.

Die at Equity bilanzierten Beteiligungen umfassen die folgenden assoziierten Unternehmen:

Anteil am Ka
pital in %
RGL (Rostocker Getreide Lager) GmbH & Co. KG, Hamburg 50,00%
Förderband-Gesellschaft Getreidehafen Rostock GmbH, Rostock 33,33%

Die Anteile an der Export Elevation Properties Inc., New York, USA, wurden am 1. Dezember 2014 an die Archer Daniels Midland Company, Decatur, Illinois/USA, verkauft.

(3) Konsolidierungsgrundsätze

Die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse".

Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert.

Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss bewertet der Erwerber die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst.

Erwirbt der Konzern ein Unternehmen, beurteilt er die geeignete Klassifizierung und Designation der finanziellen Vermögenswerte und übernommenen Schulden in Übereinstimmung mit den Vertragsbedingungen, wirtschaftlichen Gegebenheiten und am Erwerbszeitpunkt vorherrschenden Bedingungen. Dies beinhaltet auch eine Trennung der in Basisverträgen eingebetteten Derivate.

Bei sukzessiven Unternehmenszusammenschlüssen wird der vom Erwerber zuvor an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil zum beizulegenden Zeitwert am Erwerbszeitpunkt neu bestimmt und der daraus resultierende Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst.

Die vereinbarte bedingte Gegenleistung wird zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer bedingten Gegenleistung, die einen Vermögenswert oder eine Schuld darstellt, werden in Übereinstimmung mit IAS 39 entweder in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Eine bedingte Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft ist, wird nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des Konzerns bemessen. Liegt diese Gegenleistung unter dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden.

Wenn ein Geschäfts- oder Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet wurde und ein Geschäftsbereich dieser Einheit veräußert wird, wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Geschäfts- oder Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts des Geschäftsbereichs bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung dieses Geschäftsbereichs berücksichtigt. Der Wert des veräußerten Anteils des Geschäfts- oder Firmenwerts wird auf der Grundlage der relativen Werte des veräußerten Geschäftsbereichs und des verbleibenden Teils der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt.

Unternehmenszusammenschlüsse, deren Erwerbszeitpunkt vor dem 1. Juli 2009 liegt, sind gemäß IFRS 3.65 nicht rückwirkend an den neuen Standard anzupassen. Dies betrifft Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 7.054. Diese bleiben mit den Rücklagen verrechnet und werden bei Wertminderung und Entkonsolidierung nicht ergebniswirksam behandelt.

Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den konsolidierten Unternehmen ("Zwischengewinne") werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Auf Konzernfremde entfallende Anteile am Kapital, an den Rücklagen und am Gewinn werden als Anteile ohne beherrschenden Einfluss in Höhe ihres Anteils am Eigenkapital passiviert. Der Ausweis der Anteile ohne beherrschenden Einfluss erfolgt innerhalb des Eigenkapitals.

Der Erwerb von Minderheitenanteilen führt zum Ausweis eines Geschäfts- oder Firmenwertes in Höhe der Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem Buchwert des anteilig erworbenen Nettovermögens. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird einmal jährlich überprüft. Eine Überprüfung findet ebenfalls dann statt, wenn Umstände darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte. Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden.

Der Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist identisch mit dem Bilanzstichtag des Konzernabschlusses.

(4) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Aus den nachfolgend aufgelisteten Neuregelungen der IFRS ergaben sich keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf die Rechnungslegungsmethoden und die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

  • IFRS 10 Konzernabschlüsse
  • IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen
  • IFRS 12 Angaben über das Engagement bei anderen Unternehmen
  • IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (Änderungen)
  • IFRS 10 12 Konzerabschlüsse, Gemeinsame Vereinbarungen und Angaben über das Engagement bei anderen Unternehmen (Änderungen)
  • IAS 32 Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden (Änderungen)
  • IAS 36 Angaben zum erzielbaren Betrag nicht finanzieller Vermögenswerte (Änderungen)

Es waren darüber hinaus im Geschäftsjahr 2014 noch weitere kleinere Änderungen an bestehenden Standards und Interpretationen erstmals anzuwenden, die jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss hatten.

Der Konzernabschluss wurde grundsätzlich unter Anwendung des Prinzips der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt. Hiervon abweichende Bewertungen werden in den nachfolgenden Erläuterungen dargestellt.

Mit Aufstellung des Konzernabschlusses werden Einschätzungen und Annahmen getroffen, welche die Zukunft betreffen. Die hieraus abgeleiteten Schätzungen werden naturgemäß selten den späteren tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen. Schätzungen und Annahmen, die ein wesentliches Risiko in Form einer Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden innerhalb des nächsten Geschäftsjahres mit sich bringen, werden gegebenenfalls nachfolgend sowie unter den Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Schätzungsanpassungen werden zum Zeitpunkt besserer Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

Sachverhalte, bei denen Schätzungen und Annahmen zugrunde gelegt wurden, betreffen im Wesentlichen die nachfolgenden Sachverhalte:

  • Nutzungsdauer und Überprüfung auf Wertminderung der Sachanlagen Der Buchwert der Sachanlagen betrug zum 31. Dezember 2014: € 191,6 Mio (Vorjahr € 194,0 Mio).
  • Bewertung der derivativen Finanzinstrumente Die Gewinne aus den derivativen Finanzinstrumenten sind mit € 3,6 (Vorjahr € 2,3 Mio) und die Verluste mit € 5,4 (Vorjahr € 2,6 Mio) angesetzt.
  • Bewertung des Handelsbestandes in den Vorräten zu Marktpreisen Der Buchwert des Handelsbestandes betrug zum 31. Dezember 2014: € 40,8 Mio (Vorjahr € 17,9 Mio).
  • Bewertungsparameter für die Ermittlung der langfristigen Rückstellungen Der Buchwert der Rückstellungen betrug zum 31. Dezember 2014: € 39,9 Mio (Vorjahr € 32,0 Mio).
  • Bemessung der Zahlungsverpflichtungen für Energiesteuern aus der Prüfung durch den Zoll Der Buchwert der Verpflichtungen betrug zum 31. Dezember 2014 € 9,0 Mio (Vorjahr € 7,3 Mio)

Die Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften werden auf den Stichtag des Konzernabschlusses nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt und vollständig unter Berücksichtigung der Posten, die der Konsolidierung bzw. der Zwischenerfolgseliminierung unterliegen, in den Konzernabschluss einbezogen.

Software wird zu Anschaffungskosten bilanziert und um eine planmäßige lineare Abschreibung vermindert. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren.

Forschungskosten sind Kosten für eigenständige und planmäßige Forschung mit der Absicht, neue wissenschaftliche oder technische Erkenntnisse zu erlangen. Sie werden nach IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" bei Anfall sofort aufwandswirksam berücksichtigt. Entwicklungskosten umfassen Aufwendungen, die dazu dienen, theoretische Erkenntnisse technisch und kommerziell umzusetzen und sind zu aktivieren, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Die Voraussetzungen zur Aktivierung als Immaterielle Vermögenswerte gemäß IAS 38 hinsichtlich der technischen Realisierbarkeit der Fertigstellung des Immateriellen Vermögenswertes sowie des voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzens sind aufgrund der bis zur tatsächlichen Umsetzung bestehenden Risiken nicht vollständig erfüllt. Daher werden auch Entwicklungskosten bei Anfall sofort aufwandswirksam erfasst.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich etwaiger kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet.

Die Sachanlagen sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen entsprechend den wirtschaftlichen Nutzungsdauern bewertet. Soweit erforderlich, werden als Ergebnis der durchgeführten Impairment-Tests außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anzeichen für Wertminderungen bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen vorliegen. In diesem Fall erfolgt die Durchführung eines Wertminderungstests in Übereinstimmung mit IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" mittels Schätzung des erzielbaren Betrages. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswertes oder Zahlungsmittel generierender Einheit abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den erzielbaren Betrag. Sofern die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung wieder entfallen, erfolgt eine Zuschreibung bis zu dem fortgeführten Buchwert, der sich ergeben würde, wenn in den früheren Jahren keine außerplanmäßige Abschreibung erfasst worden wäre.

Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Eine Aktivierung erfolgt nur, wenn diese zu einer Erweiterung oder wesentlichen Verbesserung des jeweiligen Vermögens geführt haben. Kosten für Generalüberholungen werden aktiviert und entsprechend abgeschrieben.

Fremdkapitalzinsen für Sachanlagen, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten zurechenbar sind – das sind Vermögenswerte, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchsfähigen Zustand zu versetzen – werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung fertig gestellt sind, zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Der jeweilige Zinssatz wird aus den marktüblichen Zinssätzen abgeleitet.

Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode, in der sie angefallen sind, erfolgswirksam erfasst.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:

Gebäude 20 – 40 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 8 – 25 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 – 10 Jahre

Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei welchem der Konzern über maßgeblichen Einfluss verfügt und das weder Tochterunternehmen noch Joint Venture ist.

Nach der Equity-Methode werden die Anteile an einem assoziierten Unternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich nach dem Erwerb eingetretener Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens erfasst. Die Gewinnund Verlustrechnung enthält den Anteil des Konzerns am Erfolg des assoziierten Unternehmens. Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen dem Konzern und dem assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil am assoziierten Unternehmen eliminiert.

Anteile an assoziierten Unternehmen werden zum Bilanzstichtag entsprechend IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der erzielbare Betrag aus der Beteiligung unter den Buchwert gesunken ist. Eine Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgt, sofern konkrete Anhaltspunkte für Wertminderungen vorliegen.

Sonstige Beteiligungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, derivative Finanzinstrumente sowie die sonstigen finanziellen Vermögenswerte unterliegen der Bilanzierung gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung".

Gemäß IAS 39 werden finanzielle Vermögenswerte in Abhängigkeit des Einzelfalls entweder als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert.

Bei dem erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von Finanzinvestitionen, für die keine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind.

Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres. Umwidmungen werden vorgenommen, soweit diese zulässig und erforderlich sind. Eine Zuordnung von finanziellen Vermögenswerten in die Kategorie der bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinvestitionen ist derzeit nicht erfolgt.

Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag. Marktübliche Käufe oder Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung von Vermögenswerten innerhalb eines festgelegten Zeitraums vorschreiben.

Sonstige Beteiligungen werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert und mit den ursprünglichen Anschaffungskosten ggf. abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt, da notierte Marktpreise oder beizulegende Zeitwerte nicht verfügbar sind bzw. nicht verlässlich bestimmt werden können.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Forderungen werden der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet und mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Wertberichtigungen für mögliche Ausfallrisiken werden gebildet, sofern spezifische Informationen über einen Einzelwertberichtigungsbedarf vorliegen. Wertberichtigungen werden zunächst auf einem separaten Wertberichtigungskonto erfasst. Forderungen werden ausgebucht, wenn sie uneinbringlich sind.

Derivative Finanzinstrumente werden als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten klassifiziert. Eine Bilanzierung nach den Grundsätzen des Hedge Accounting erfolgt derzeit nicht. Die Bewertung offener derivativer Finanzinstrumente erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Gewinne aus der Erfassung von Finanzderivaten mit positiven Zeitwerten werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen, Verluste aus der Erfassung von Finanzinstrumenten mit negativen Zeitwerten unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Gewinne oder Verluste aus der laufenden Abwicklung von Finanzderivaten werden in den Herstellkosten des Umsatzes ausgewiesen.

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Erzeugnisse beinhalten neben den direkt zurechenbaren Kosten wie Material-, Personal- und Energiekosten auch die herstellungsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der Abschreibungen auf Produktionsanlagen. Allgemeine Verwaltungskosten bleiben außer Ansatz.

Vorräte, die mit der Absicht erworben worden sind, sie kurzfristig zu verkaufen und einen Gewinn aus den Preisschwankungen oder Händlermargen zu erzielen, werden mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Vertriebsaufwendungen bewertet.

Die Bilanzierung und Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer". Die Verpflichtungen sind zum Bilanzstichtag unter Anwendung versicherungsmathematischer Verfahren auf der Grundlage der "Richttafeln 2005 G für die Pensionsversicherung" von Prof. Dr. K. Heubeck bewertet worden. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im jeweiligen Geschäftsjahr sofort im sonstigen Ergebnis erfasst. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Der als Vermögenswert oder Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag umfasst den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des zur unmittelbaren Erfüllung von Verpflichtungen vorhandenen Planvermögens.

Eine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn der Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses hat, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Ist der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich, werden Rückstellungen abgezinst.

Die Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden diese unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Verbindlichkeiten ausgebucht werden sowie im Rahmen der Amortisation mittels der Effektivzinsmethode. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen ist.

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende und frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz.

Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst.

Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede und noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge verwendet werden können.

Der Buchwert der latenten Ertragsteueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.

Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze (und Steuergesetze) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Aufgrund der bestehenden Kündigungsrechte der Kommanditisten der Silo P. Kruse Betriebs-GmbH & Co. KG werden die auf diese Minderheitsgesellschafter entfallenden Anteile am Nettovermögen gemäß IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Da sich der Wert eines möglichen Rückzahlungsbetrages nicht verlässlich ermitteln lässt, wird für Zwecke der Bewertung auf die anteiligen Buchwerte des IFRS-Nettovermögens abgestellt. Werterhöhungen werden als Zinsaufwand, Wertminderungen als Zinsertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die ADM Hamburg und ihre Tochtergesellschaften haben verschiedene Operating-Leasingvereinbarungen abgeschlossen. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Grundstücke sowie Büromaschinen. Die wesentlichen Chancen und Risiken verbleiben beim Leasinggeber.

Die durch ADM Hamburg angewandten Rechnungslegungsmethoden im Geschäftsjahr 2014 entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.

(5) Währungsumrechnung

Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskassakurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.

(6) Veröffentlichte, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards

Die unten aufgeführten Standards, deren EU-Endorsement noch aussteht, könnten nach vernünftigem kaufmännischen Ermessen potentielle Auswirkungen haben, die derzeit geprüft werden:

  • IFRS 15 Erlöse aus den Verträgen mit Kunden (Anwendung ab 1. Januar 2017)
  • IFRS 9 Finanzinstrumente (Anwendung ab 1. Januar 2018)

Angaben zur Konzernbilanz

(7) Anlagespiegel

Zur Entwicklung der Immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und At Equity bilanzierten Beteiligungen/Sonstige Beteiligungen verweisen wir auf den Anlagespiegel, der als Anlage 1 zum Anhang beigefügt ist.

(8) Angaben zu assoziierten Unternehmen

Der Buchwert beinhaltet mit TEUR 12.894 (Vorjahr TEUR 0) die konsolidierte RGL (Rostocker Getreide Lager) GmbH & Co. KG, Rostock, und mit TEUR 9 (Vorjahr TEUR 9) die Förderband-Gesellschaft Getreidehafen Rostock GmbH, Rostock.

Die Anteile an der Export Elevation Properties Inc., New York, USA, (Buchwert Vorjahr TEUR 961) wurden im Dezember 2014 verkauft.

Die wesentlichen Finanzinformationen zu den assoziierten Unternehmen werden im Folgenden berichtigt um Unterschiede bei den Rechnungslegungsmethoden und unter Angabe des jeweiligen Bilanzstichtages dargestellt.

RGL (Rostocker Getreide Lager) GmbH & Co. KG, Hamburg 31.12.2014
TEUR
langfristige Vermögenswerte 14.826
kurzfristige Vermögenswerte 13.239
langfristige Schulden 1.771
kurzfristige Schulden 506
Netto-Vermögen 25.788
Anteil des Konzerns am Nettovermögen (50%) = Buchwert des Anteils 12.894
Umsatzerlöse 2.784
Gewinn aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 602
Gesamtergebnis 602

(9) Vorräte

Die Vorräte gliedern sich wie folgt:

31.12.2014 31.12.2013
TEUR TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.029 7.569
Handelsbestand 40.792 17.935
Fertige Erzeugnisse und übrige Waren 1.088 2.509
46.909 28.013

Der Handelsbestand wurde zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzt. Der Handelsbestand ist der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet, und der Zeitwert wird im Wesentlichen aus börsennotierten Marktpreisen unter Berücksichtigung der besonderen Gegebenheiten des lokalen Marktes abgeleitet. Zum Bilanzstichtag wurden wie im Vorjahr keine Wertberichtigungen auf Vorräte vorgenommen.

(10) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Das durchschnittliche Zahlungsziel bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt 17,8 Tage (Vorjahr 32,8 Tage). Wertberichtigungen auf Forderungen erfolgen im ADM Hamburg Konzern auf der Grundlage einer regelmäßigen Überwachung des Zahlungsverhaltens der Geschäftspartner sowie der Auswertung von Marktinformationen. Bei endgültiger Uneinbringlichkeit der Forderungen werden die Forderungen ausgebucht. Die Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

TEUR
Stand 01.01.2013 60
Inanspruchnahme -48
Auflösung -9
Zuführung 281
Stand 31.12.2013 284
Inanspruchnahme 0
Auflösung -3
Zuführung 58
Stand 31.12.2014 339

Die Fälligkeiten der Forderungen ergeben sich aus der folgenden Übersicht:

2014 2013
Forderungen TEUR TEUR
weder überfällig noch wertgemindert 8.050 12.273
überfällig aber nicht wertgemindert
bis 30 Tage 926 4.834
31-60 Tage 750 1.467
61-90 Tage 0 0
> 90 Tage 0 0
überfällig und wertberichtigt 461 338
abzüglich Wertberichtigungen -339 -284
Forderungen netto 9.848 18.628

Überfällige Forderungen wurden auch insoweit nicht wertberichtigt wie Kreditversicherungen bestehen.

(11) Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 22.798 (Vorjahr TEUR 28.129).

(12) Sonstige Vermögenswerte

Diese Bilanzposition enthält im Wesentlichen Erstattungsansprüche aus Umsatzsteuer mit TEUR 949 (Vorjahr TEUR 0), öffentliche Zuschüsse TEUR 3.465 (Vorjahr TEUR 0) und Energiesteuer mit TEUR 40.134 (Vorjahr TEUR 33.989).

(13) Latente Steuern

Die latenten Steuern haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

01.01.2014 Veränderung in Veränderung 31.12.2014
der Gewinn- und im Sonstigen
Verlustrechnung Ergebnis
TEUR TEUR TEUR TEUR
aktive latente Steuern
Derivative Finanz
instrumente/Vorräte 0 192 0 192
Pensionsrückstellungen 7.051 18 2.523 9.592
Verlustvorträge 1.662 -128 0 1.534
Rückstellungen 229 59 0 288
8.942 141 2.523 11.606
passive latente Steuern
Sachanlagen -11.776 -624 0 -12.400
Anteile an assozierten
Unternehmen 0 -1.776 0 -1.776
Derivative Finanz
instrumente/Vorräte -21 21 0 0
-11.797 -2.379 0 -14.176
Veränderung in Veränderung
der Gewinn- und im Sonstigen
01.01.2013 Verlustrechnung Ergebnis 31.12.2013
TEUR TEUR TEUR TEUR
aktive latente Steuern
Pensionsrückstellungen 7.119 344 -412 7.051
Verlustvorträge 1.851 -189 0 1.662
Rückstellungen 210 19 0 229
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
9.180 174 -412 8.942
passive latente Steuern
Sachanlagen -10.573 -1.203 0 -11.776
Derivative Finanz
instrumente/Vorräte -1.186 1.165 0 -21
-11.759 -38 0 -11.797

(14) Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der ADM Hamburg beträgt zum 31. Dezember 2014 und zum 31. Dezember 2013 jeweils EUR 19.142.768,03. Es ist eingeteilt in 748.800 auf den Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien.

Die ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, hält an der ADM Hamburg eine Mehrheitsbeteiligung. Im Juli 1996 hat die ADM Hamburg mit der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH als herrschendem Unternehmen einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Die Minderheitsaktionäre haben das Recht auf eine festgelegte jährliche Ausgleichszahlung seitens der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH.

(15) Rücklagen

Die Veränderung der Rücklagen ist der Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns zu entnehmen.

(16) Anteile ohne beherrschenden Einfluss

Der Ausgleichsposten betrifft den Anteil anderer Gesellschafter am gezeichneten Kapital (TEUR 15, Vorjahr TEUR 15) und am Ergebnis (TEUR 19, Vorjahr TEUR 17) der Silo Betriebsgesellschaft mbH.

(17) Langfristige Rückstellungen

Die Position enthält die folgenden Rückstellungen:

31.12.2014 31.12.2013
TEUR TEUR
Pensionen 37.126 28.929
Altersteilzeit 1.840 2.174
Jubiläumszuwendungen 945 850
39.911 31.953

Bei den Pensionsrückstellungen handelt es sich um Verpflichtungen aus Direktzusagen sowie aus mittelbaren Verpflichtungen im Rahmen der Trägerschaft der ADM Unterstützungskasse GmbH, einem verbundenen Unternehmen der ADM Hamburg Aktiengesellschaft.

Die Berechnung der Pensionsverpflichtungen berücksichtigt Marktzinssätze sowie Lohn/Gehalts-, Renten- und Fluktuationstrends. Die Bewertung erfolgt unter folgenden Annahmen:

31.12.2014 31.12.2013
Abzinsungssatz 2,00% 3,50%
Lohn-/Gehaltstrend 2,75% 3,00%
Rententrend 1,75% 2,00%
Fluktuation (im Alter 20 – 50 Jahre) 0,50% 0,50%

Die nachfolgend aufgeführten Auswirkungen von Änderungen der obigen Annahmen auf die Netto-Pensionsverpflichtung wurden durch sachverständige Aktuare berechnet.

Auswirkung auf die Netto-Pensionsverpflichtung
31.12.2014
31.12.2013
bei Zunahme
bei Abnahme
bei Zunahme bei Abnahme
TEUR TEUR TEUR TEUR
Änderung des Abzinsungssatzes um 1 %-Punkt -5.873 7.545 -4.402 5.535
Änderung des Lohn-/Gehaltstrends um 0,25 %-Punkte 97 -94 85 -81
Änderung des Rententrends um 0,25 %-Punkte 1.764 -1.667 1.272 -1.207
Erhöhung der Lebenserwartung um 1 Jahr für Personen im Alter 65 2.009 1.541

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Versorgungszusagen beträgt 15,8 Jahre.

Diese leistungsorientierten Pläne belasten den Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko, Währungsrisiko, Zinsrisiko und Markt- (Anlage) Risiko.

Das Fondsvermögen besteht auch unter Berücksichtigung des Netto-Vermögens der ADM Unterstützungskasse GmbH nahezu ausschließlich aus Rückdeckungsversicherungen. In ihrer Anlagestrategie hat die ADM Hamburg entschieden, einen angemessenen Teil ihrer Pensionsverpflichtungen auf diese Weise bei namhaften deutschen Versicherungen abzusichern. Somit ist es erreicht, dass sich die Zahlungsströme der Pensionszahlungen für den abgesicherten Teil ausgleichen.

Die Pensionsrückstellungen entwickelten sich wie folgt:

2014 2013
TEUR TEUR
Veränderung des Anwartschaftsbarwertes
Anwartschaftsbarwert zum 1.1. 38.688 40.159
laufender Dienstzeitaufwand 662 663
Zinsaufwand 1.320 1.254
Pensionszahlungen -1.919 -1.934
Versicherungsmathematische (Gewinne) / Verluste aus
Veränderungen bei den finanziellen Annahmen 7.265 -1.494
Planabgeltungen -11 40
Anwartschaftsbarwert zum 31.12. 46.005 38.688
Veränderung des Fondsvermögens
Fondsvermögen zum 1.1. 9.759 10.668
Erwartete Erträge des Fondsvermögens 342 341
Versicherungsmathematische Verluste aus
Veränderungen bei den finanziellen Annahmen -172 -209
Pensionszahlungen -1.050 -1.041
Fondsvermögen zum 31.12. 8.879 9.759
Pensionsrückstellung zum 31.12. 37.126 28.929

Das Fondsvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEU
Kassenvermögen Unterstützungskasse 6.018 6.325
Aktivwert Rückdeckungsversicherung 2.861 3.435
8.879 9.760

Die tatsächlichen Erträge aus dem Fondsvermögen betragen TEUR 170 (Vorjahr TEUR 132).

Der Gesamtaufwand für Versorgungszusagen setzt sich wie folgt zusammen:

2014 2013
TEUR TEUR
Laufender Dienstzeitaufwand 662 663
Zinsaufwand 1.320 1.254
Erwartete Erträge aus Fondsvermögen -342 -341
Gesamtaufwand für leistungsorientierte
Versorgungszusagen 1.640 1.576

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im jeweiligen Geschäftsjahr erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis berücksichtigt.

Der Gesamtaufwand wurde mit TEUR 990 (Vorjahr: TEUR 959 ) in den Herstellungskosten und mit TEUR 650 (Vorjahr TEUR 617 ) in den allgemeinen Verwaltungskosten erfasst.

Das Fondsvermögen wird mit 3,5% p.a. (Vorjahr 3,2 % p.a.) verzinst.

Pensionsverpflichtungen mit einem Anwartschaftsbarwert von TEUR 7.381 (Vorjahr TEUR 7.944) steht ein Planvermögen in Form von Rückdeckungsversicherungen von TEUR 2.861 (Vorjahr TEUR 3.435) gegenüber. Pensionsverpflichtungen mit einem Anwartschaftsbarwert von TEUR 27.993 (Vorjahr TEUR 22.567) steht ein Fondsvermögen in Form von Kassenvermögen von TEUR 6.018 (Vorjahr TEUR 6.325) gegenüber. Den übrigen Pensionsverpflichtungen von TEUR 10.631 (Vorjahr TEUR 8.177) steht kein Fondsvermögen gegenüber.

Beträge der laufenden und der vier vorangegangenen Berichtsperioden stellen sich wie folgt dar:

31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Leistungsorientierte Verpflichtungen 46.005 38.688 40.159 34.562 33.584
Planvermögen 8.879 9.759 10.668 11.252 11.499
Unterdeckung 37.126 28.929 29.491 23.310 22.085

Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde im Geschäftsjahr 2014 mit TEUR 972 (Vorjahr TEUR 1.486) in Anspruch genommen, der Verbrauch der Rückstellung für Jubiläumszuwendungen betrug TEUR 56 (Vorjahr TEUR 53). Im Geschäftsjahr 2014 erfolgten Zuführungen von TEUR 638 (Vorjahr TEUR 1.235) für Altersteilzeit und TEUR 151 (Vorjahr TEUR 278) für Jubiläumszuwendungen.

(18) Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten innerhalb des ADM-Konzerns in Höhe von TEUR 181.402 (Vorjahr: TEUR 175.629).

(19) Steuerverbindlichkeiten

Der Ausweis betrifft Verbindlichkeiten für Ertragsteuern von TEUR 219 (Vorjahr TEUR 267).

(20) Derivative Finanzinstrumente

Der ADM Hamburg Konzern ist als international tätiger Konzern im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten Währungs- und Commodity-Risiken ausgesetzt. Der Konzernvorstand bedient sich bei der Überwachung dieser Risiken neben seinem eigenen Berichtswesen unter anderem des Instrumentariums, welches von der Muttergesellschaft (ADM Company) bereitgestellt wird. Die Unternehmenspolitik der ADM Company ist die Begrenzung dieser Risiken durch ein systematisches Risiko-Management. Als Instrumente dienen vor allem Devisentermingeschäfte und Commodity-Termingeschäfte.

Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft als auch die Tochtergesellschaften begegnen diesen Risiken durch das umfassende Risikomanagement des Archer Daniels Midland Konzerns, das in der Aufbau- und Ablauforganisation des ADM Hamburg Konzerns integriert ist. Die Konzernunternehmen der Archer Daniels Midland Gruppe unterliegen einem strikten Risiko-Management. Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen sind in internen Richtlinien verbindlich festgelegt. Finanzinstrumente dürfen demnach grundsätzlich nicht zu Spekulationszwecken eingesetzt werden, sondern dienen der Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft.

Zu den eingesetzten Instrumenten zählen börsengehandelte Commodity-Termingeschäfte sowie Devisentermingeschäfte. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt durch Vergleich mit entsprechenden stichtagsbezogenen Forward Rates. Gewinne oder Verluste aus dem Ansatz derivativer Finanzinstrumente werden erfolgswirksam erfasst. Die Finanzinstrumente werden als kurzfristige Vermögenswerte angesetzt, wenn der beizulegende Zeitwert positiv ist bzw. als kurzfristige Verbindlichkeiten, wenn der beizulegende Zeitwert negativ ist. Die Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften (Hedge Accounting) werden nicht erfüllt.

Bezüglich der Sicherungsgeschäfte bestehen Vertragsverhältnisse mit verschiedenen Unternehmen aus dem Archer Daniels Midland-Konzern, die sich auf die Durchführung von Sicherungsgeschäften spezialisiert haben. Somit wird der ADM Hamburg Konzern in die konzernweiten Sicherungsaktivitäten einbezogen. Die Durchführung der Sicherungsgeschäfte erfolgt für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft im Biodieselgeschäft durch den Abschluss von PLATTS. Die Sicherungsgeschäfte im Raps-Bereich erfolgen über die MATIF.

Absicherungen im Commodity-Bereich dienen der Mengen- und der Margen-Sicherung. Devisentermingeschäfte dienen der Minimierung von Wechselkursschwankungen bezogen auf die Funktionalwährung.

Zu den Derivaten gehören auch die Ein- und Verkaufskontrakte im Handelsgeschäft.

31.12.2014 31.12.2013
Nominalwert Marktwert Nominalwert Marktwert
TEUR TEUR TEUR TEUR
Commodity
Termingeschäfte (MATIF)
28.993 -305 11.135 98
Biodiesel-PLATTs 0 0 13.710 -128
Gewinne aus Ein- / Ver
kaufskontrakten
85.293 3.258 44.509 2.141
Verluste aus Ein- / Ver
kaufskontrakten
63.015 -4.790 46.144 -2.380

Zum Bilanzstichtag wurden die Derivatgeschäfte im Vorjahresvergleich wie folgt bewertet:

Die ADM Hamburg ist im Deutschen Emissionshandelsregister bei der Deutschen Emissionshandelsstelle des Umweltbundesamts registriert. Die Bilanzierung der Emissionsrechte erfolgte zu Anschaffungskosten von TEUR 307 und lag damit unter dem Börsenpreis. Bewertet zum Börsenpreis am EEX Spotmarkt der European Energy Exchange AG, Leipzig, beträgt der Wert dieser Emissionsrechte am Stichtag TEUR 519 (Vorjahr TEUR 494 ).

(21) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten u.a. mit TEUR 8.960 Verbindlichkeiten aus Energiesteuer (Vorjahr TEUR 7.291) und TEUR 687 (Vorjahr TEUR 604) abzuführende Lohn- und Kirchensteuer.

(22) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasing-Verträgen 3.938 4.173
Bestellobligo Sachanlagen 2.912 4.420

Die wesentlichen Miet-, Pacht- und Leasingverträge haben eine Laufzeit bis zu drei Jahren. Darüber hinaus besteht ein wesentlicher Pachtvertrag mit einer Laufzeit bis 2041. Von den Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen haben TEUR 426 eine Fälligkeit innerhalb eines Jahres, TEUR 1.250 eine Fälligkeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren und TEUR 2.262 eine Fälligkeit von über fünf Jahren.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bewertet. Skonti, Rabatte sowie Umsatzsteuer oder andere Abgaben bleiben unberücksichtigt. Erträge aus dem Verkauf von Waren und Erzeugnissen werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Dies tritt in der Regel mit Lieferung der Waren und Erzeugnisse ein. Zinserträge werden unter Verwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst.

(23) Umsatzerlöse

2014 2013
TEUR TEUR
Inland 195.623 178.392
Ausland 181.294 270.914
376.917 449.306
Warenverkäufe 221.367 276.214
Dienstleistungen 155.550 173.092
376.917 449.306

(24) Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Dieser Posten umfasst die Kosten der umgesetzten selbst erstellten Erzeugnisse und die Einstandskosten der verkauften Handelswaren. Die Kosten der selbst erstellten Erzeugnisse beinhalten neben den direkt zurechenbaren Kosten wie Material-, Personal- und Energiekosten auch die herstellungsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der Abschreibungen auf Produktionsanlagen. In den Kosten der umgesetzten Leistungen sind die erforderlichen Abwertungen auf Vorräte enthalten. Weiterhin enthält diese Position Aufwendungen aus der Zuführung zu Energiesteuerrückstellungen in Höhe von EUR 1,0 Mio (im Vorjahr Erträge aus der Ausbuchung von Energiesteuerverbindlichkeiten nach der Verjährung in Höhe von EUR 8,9 Mio) und die Ergebnisauswirkungen aus der Abwicklung von fälligen derivativen Finanzinstrumenten.

Im Geschäftsjahr betrug das Ergebnis aus der Umrechnung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten EUR 0,2 Mio (Vorjahr: EUR 0,3 Mio).

(25) Vertriebskosten

Die Vertriebskosten enthalten die Kosten für Marketing, Vertriebsorganisation sowie Vertriebslogistik.

(26) Allgemeine Verwaltungskosten

Hier werden die Personal- und Sachkosten der Verwaltung sowie die Kosten für externe Dienstleistungen ausgewiesen.

(27) Sonstige betriebliche Erträge

2014 2013
TEUR TEUR
Positive Zeitwerte offener derivativer Finanzinstrumente 3.593 2.288
Versicherungsentschädigungen 87 69
Erträge aus Kostenweiterbelastungen 4.917 2.531
Erträge aus Stromverkauf 326 1.206
Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 3 9
öffentliche Zuschüsse 3.465 0
Gewinn aus Anteilsverkauf 103 0
Übrige sonstige Erträge 498 397
12.992 6.500

(28) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten mit TEUR 5.430 (Vorjahr TEUR 2.557 ) im Wesentlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit negativen Zeitwerten von offenen derivativen Finanzinstrumenten.

(29) Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis betrifft Gewinne (Vorjahr: Verluste) aus assoziierten Unternehmen einschließlich des Erfolgsbeitrages in Höhe von TEUR 10.742 aus der Entkonsolidierung und dem Ansatz der Anteile des ehemaligen Tochterunternehmens RGL (Rostocker Getreide Lager) GmbH & Co. KG, Hamburg, zum beizulegenden Zeitwert.

(30) Zinserträge und Zinsaufwendungen

2014 2013
TEUR TEUR
Zinserträge Dritte 69 40
Zinserträge ADM-Konzern 14 0
83 40
Zinsaufwand Dritte 989 1.162
Zinsaufwand ADM-Konzern 1.788 780
2.777 1.942

Im Berichtsjahr wurden Fremdkapitalzinsen in Höhe von TEUR 261 (Vorjahr TEUR 456) den

Anschaffungskosten von Sachanlagen hinzugerechnet. Der durchschnittliche Zinssatz lag im Berichtsjahr bei ca. 5,2% p.a. (Vorjahr ca. 5,2% p.a.).

(31) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Es werden unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag die gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Darüber hinaus verrechnet die ADM Beteiligungsgesellschaft mbH als Organträger mit dem ADM Hamburg Konzern gemäß einer Vereinbarung vom 1. Dezember 1997 Körperschaft- und Gewerbeertragsteuer sowie Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 379 (Vorjahr TEUR 6.524), die in dieser Position enthalten sind.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten:

2014 2013
TEUR TEUR
Ertragsteuern
Deutschland -305 -338
ausländische Quellensteuer -106 0
Steuerumlagen -379 -6.524
-790 -6.862
Latente Steuern -2.255 136
-3.045 -6.726

Die tatsächlichen Steuern liegen bei einer effektiven Steuerquote von 21,2% (Vorjahr 32,7%) um TEUR 1.562 unter (Vorjahr TEUR 134 über) den rechnerischen Steuern. Für Zwecke der Überleitungsrechnung wird, wie im Vorjahr, ein Konzernsteuersatz von 32,0% zugrunde gelegt.

Die Überleitung vom rechnerischen zum tatsächlichen Steueraufwand zeigt die folgende Tabelle:

2014 2013
TEUR TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 14.397 20.600
Steuersatz in % 32,0% 32,0%
Zu erwartender Steueraufwand -4.607 -6.592
Auswirkungen nicht abziehbarer Betriebsausgaben,
Hinzurechnungen und Kürzungen -61 -134
Steuernachzahlungen -73 0
Effekt aus dem Equity Accounting für Personengesellschaften 1.802 0
Nicht anrechenbare ausländische Qellensteuer -106 0
Tatsächlicher Steueraufwand lt. Gewinn- und Verlustrechnung -3.045 -6.726

Die latenten Steuern auf Posten, die im sonstigen Ergebnis verrechnet sind, sind dort gesondert ausgewiesen.

(32) Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn

Das sich nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen ergebende Ergebnis der ADM Hamburg wurde aufgrund eines im Juli 1996 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags an die ADM Beteiligungsgesellschaft mbH abgeführt.

Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag umfasst die Übernahme der Gewinne sowie einen vollständigen Verlustausgleich. Zudem erhalten die Minderheitengesellschafter eine jährliche Mindestdividende.

(33) Kapitalmanagement

Der Vorstand der ADM Hamburg und des ADM Hamburg Konzerns verfolgt grundsätzlich das Ziel, eine angemessene Rendite auf das eingesetzte Kapital zu erwirtschaften. Das der Kapitalsteuerung zugrunde gelegte Kapital entspricht dem in der Konzernbilanz ausgewiesenen Eigenkapital. Financial Covenants bestehen nicht. Als aktive Steuerungsgrößen werden operative Ertragskennzahlen wie beispielsweise EBIT herangezogen.

(34) Anteile anderer Gesellschafter am Ergebnis

Vom Jahresergebnis stehen Gesellschaftern ohne beherrschenden Einfluss TEUR 2 (Vorjahr TEUR 2) zu. Von dem sonstigen Ergebnis steht den Gesellschaftern ohne beherrschenden Einfluss kein Anteil zu.

(35) Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Abschreibungen

Die Abschreibungen betrugen insgesamt TEUR 14.198 (Vorjahr TEUR 11.895), in denen außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von TEUR 2.887 (Vorjahr TEUR 0) enthalten sind. Diese Werminderungen betreffen den Lager- und Umschlagsbetrieb am Standort Riesa im Segment Ölmühle. Der erzielbare Betrag wurde auf der Grundlage seines Nutzungswertes unter der Annahme deutlich gesunkener Umschlagsleistungen geschätzt.

Materialaufwand

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, bezogene Waren sowie bezogene Leistungen betrugen TEUR 265.504 (Vorjahr TEUR 329.381).

Personalaufwand

2014 2013
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 40.486 37.323
Soziale Abgaben 7.173 6.654
Aufwendungen für Altersversorgung 1.640 1.576
49.299 45.553

Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr wurden TEUR 2.612 (Vorjahr TEUR 2.425) als Aufwand erfasst.

(36) Unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Aktie

Das Jahresergebnis je Aktie liegt bei 15,16 EUR (Vorjahr: 18,53 EUR). Es wird entsprechend IAS 33 "Ergebnis je Aktie" mittels Division des den Aktionären der ADM Hamburg zuzurechnenden Anteils am Jahresüberschuss durch die durchschnittliche Anzahl der Aktien berechnet. Die Anzahl der ausgegebenen Aktien beträgt 748.800 Stück und hat sich im Berichtsund im Vorjahr nicht verändert. Da keine Finanzinstrumente ausstehen, die in Aktien umgetauscht werden können, ist ein verwässertes Ergebnis je Aktie nicht zu ermitteln.

(37) Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Flüssigen Mittel des Konzernabschlusses im Laufe des Geschäftsjahres 2014 und des Geschäftsjahres 2013 durch Mittelzu- und abflüsse verändert haben. Entsprechend IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Die Veränderungen der einzelnen Positionen sind aus den Konzernbilanzen und den Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen abgeleitet. Dabei werden die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zahlungsbezogen ermittelt. Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit wird ausgehend vom jeweiligen Jahresergebnis indirekt abgeleitet.

Die Flüssigen Mittel enthalten Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten, die frei verfügbar sind.

In 2014 wurde der Ausweis der Finanzierung durch das Mutterunternehmen geändert, um den Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit und den Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit sachgerechter darzustellen. Die Vorjahresbeträge in der Kapitalflussrechnung wurden aus Gründen der Vergleichbarkeit entsprechend angepasst, was dazu führte, dass TEUR 14.524 aus dem Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit in den Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit umgegliedert wurden.

Nennenswerte wechselkursbedingte Änderungen der Flüssigen Mittel haben sich nicht ergeben.

(38) Segmentberichterstattung

Die in Anlage 2 enthaltenen Segmentinformationen wurden gemäß IFRS 8 auf Basis der internen Berichterstattung erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der Segmente entsprechen den oben dargestellten Grundsätzen.

Der ADM Hamburg Konzern hat zwei Geschäftsbereiche, die Segmente im Sinne des IFRS 8 darstellen: Ölmühle und Weiterverarbeitung. Die Geschäftsbereiche sind entsprechend der entwickelten, hergestellten und vermarkteten Produkte definiert und reflektieren die jeweilige Organisationsstruktur. Die Darstellung spiegelt die interne Berichterstattung und die bestehenden Risiko- und Ertragsquellen der jeweiligen Aktivitäten wider.

Das Ölmühlensegment beinhaltet die klassischen Funktionen einer Ölmühle. Dazu zählen ausgehend von den Silobetrieben, die in diesem Segment die logistische Funktion übernehmen, die Ölsaatenverarbeitungsanlagen einschließlich der Lohnverarbeitung. In diesen Verarbeitungsanlagen werden die Saaten in einem ersten Schritt zu Rohöl verarbeitet und anschließend in weiteren Verarbeitungsschritten zu raffinierten Ölprodukten veredelt. Die entstandenen Produkte werden, wie das dabei anfallende Schrot, an die raffinatölverarbeitende Industrie sowie die Futtermittelindustrie veräußert.

Neben der klassischen Tätigkeit einer Ölmühle werden im Weiterverarbeitungssegment aus den raffinierten Ölen hochveredelte Produkte wie z. B. Biodiesel oder weiterverarbeitete Fette und Öle, hergestellt, die dann an die entsprechenden Abnehmer der jeweiligen Industriezweige veräußert werden.

Das Segmentvermögen umfasst die Summe der Aktiva vermindert um laufende und latente Steuerforderungen und zinstragende finanzielle Vermögenswerte. Segmentschulden bestehen aus Verbindlichkeiten und Rückstellungen abzüglich laufender und latenter Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Investitionen und Abschreibungen beziehen sich auf Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer.

Die Zuordnung der Segmentvermögenswerte und der Segmentschulden erfolgt auf der Grundlage des entsprechend strukturierten Rechnungswesens.

Transaktionen zwischen den Segmenten werden zu Marktpreisen abgewickelt.

Die Umsätze mit einem bestimmten Kunden belaufen sich auf TEUR 128.268 (Vorjahr TEUR 214.618) und resultieren aus den Segmenten Ölmühle und Weiterverarbeitung.

Umsatzerlöse, die einem einzigen Drittland zuzuordnen sind, belaufen sich auf TEUR 159.824 (Vorjahr TEUR 214.618).

Die Zuordnung der Umsatzerlöse auf ein Drittland, erfolgt anhand des Sitzes des jeweiligen Kunden.

Sonstige Angaben

(39) Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24

Die ADM Hamburg ist über ihre Mehrheitsgesellschafterin, der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, ein mit den zum Konzern der Archer Daniels Midland Company, Decatur, Illinois/USA (ADM Company), gehörenden Unternehmen verbundenes Unternehmen. Diese Unternehmen sowie der Vorstand und der Aufsichtsrat der ADM Hamburg Aktiengesellschaft werden als nahe stehende Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 angesehen.

Der Umfang der Geschäftsbeziehungen der ADM Hamburg und ihrer Tochterunternehmen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen beschränkt sich grundsätzlich auf Warenlieferungen und Dienstleistungsverträge. Verkäufe an und Käufe von nahe stehenden Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Für Forderungen gegen oder Schulden gegenüber nahe stehenden Unternehmen bestehen keine Garantien. Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen wurden im Geschäftsjahr 2014 wie im Vorjahr nicht wertberichtigt. Daneben sind die ADM Hamburg und ihre Tochtergesellschaften in die europäische Finanzierungsstruktur der ADM-Gruppe eingebunden.

Die Salden und Transaktionen mit den nahe stehenden Unternehmen ergeben sich wie folgt:
31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.492 5.859
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 22.798 28.129
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 181.402 175.629
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 6.140 0
2014
TEUR
2013
TEUR
Umsätze 209.442 269.409
Bezogene Waren 75.151 87.317
Bezogene Leistungen 1.121 5.674
Sonstige betriebliche Erträge 672 10
Zinserträge 11 4
Zinsaufwendungen 1.788 999
Steuerumlage 379 6.524
Ergebnisübernahmen 3.117 12.990

Davon mit der Muttergesellschaft ADM Beteiligungsgesellschaft mbH:

31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
Verbindlichkeiten
gegenüber
ADM
Beteiligungsgesellschaft
mbH 176.789 167.625
2014 2013
TEUR TEUR
Bezogene Leistungen 0 2.177
Sonstige betriebliche Erträge 186 6
Zinsaufwendungen 1.629 639
Steuerumlage 379 6.524
Ergebnisübernahmen 3.117 12.990

Davon mit der obersten Muttergesellschaft ADM Company, Decatur:

31.12.2014
TEUR
31.12.2013
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber ADM Company, Decatur 6 3
2014
TEUR
2013
TEUR
Bezogene Leistungen 2.346 1.820
Sonstige betriebliche Erträge 97 0

Zu den Angaben zum Vorstand und Aufsichtsrat verweisen wir auf Anhangangabe Nr. 42.

(40) Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten dargestellt. Für Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, geht das Management davon aus, dass die Buchwerte einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Buchwert darstellen. Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten derivativen Finanzinstrumente wurden entsprechend der Bemessungshierarchie nach IFRS 13, den folgenden Stufen zugeordnet:

Stufe 1: Beizulegende Zeitwerte, die mit Hilfe von in aktiven Märkten notierten Preisen bestimmt werden.

Stufe 2: Beizulegende Zeitwerte, die mit Hilfe von Bewertungsmethoden bestimmt werden, bei denen die Inputfaktoren, die für den beizulegenden Zeitwert bedeutend sind, auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Die im Konzernabschluss zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Derivate gehören den folgenden Klassen an:

Stufe 1: Commodity Termingeschäfte (MATIF), Biodiesel PLATT's

Stufe 2: Devisentermingeschäfte, Gewinne / Verluste aus Ein-/ Verkaufskontrakten

Die Sonstigen Beteiligungen werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert und mit den ursprünglichen Anschaffungskosten ggf. abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt, da notierte Marktpreise oder beizulegende Zeitwerte nicht verfügbar sind bzw. nicht verlässlich bestimmt werden können.

Die derivativen Finanzinstrumente der Stufe 1 der Bemessungshierarchie werden zu mit Hilfe von in aktiven Märkten notierten Preisen bestimmt. Die derivativen Finanzinstrumente der Stufe 2 der Bemessungshierarchie werden zu Zeitwerten angesetzt, die im Wesentlichen aus börsennotierten Marktpreisen unter Berücksichtigung der besonderen Gegebenheiten des lokalen Marktes abgeleitet sind.

Buchwert Fortgeführte Fair Value
in Bilanz Anschaf erfolgs Fair Value
31.12.2014 fungskosten wirksam 31.12.2014
TEUR TEUR TEUR TEUR
Aktiva
Sonstige Beteiligungen
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte 26 26 0 26
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Kredite und Forderungen 9.848 9.848 0 9.848
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Kredite und Forderungen 24.724 24.724 0 24.724
Derivative Finanzinstrumente
Derivate ohne bilanzielle Sicherungs-
beziehungen
Stufe 1 335 0 335 335
Stufe 2 3.258 0 3.258 3.258
Zahlungsmittel
Kredite und Forderungen 84 84 0 84
Finanzielle Vermögenswerte gesamt 38.275 34.682 3.593 38.275
davon: Kredite und Forderungen 34.656
davon: Derivate ohne bilanzielle
Sicherungsbeziehungen 3.593
davon: Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte 26
Passiva
kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 192.236 192.236 0 192.236
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 19.401 19.401 0 19.401
Derivative Finanzinstrumente
Derivate ohne bilanzielle Sicherungs-
beziehungen
Stufe 1 640 0 640 640
Stufe 2 4.790 0 4.790 4.790
Finanzielle Verbindlichkeiten gesamt 217.067 211.637 5.430 217.067
davon : Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet 211.637
davon: Derivate ohne bilanzielle Sicherungs-
beziehungen 5.430
Buchwert Fortgeführte Fair Value
in Bilanz Anschaf erfolgs Fair Value
31.12.2013 fungskosten wirksam 31.12.2013
TEUR TEUR TEUR TEUR
Aktiva
Sonstige Beteiligungen
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte 26 26 0 26
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Kredite und Forderungen 18.628 18.628 0 18.628
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Kredite und Forderungen 29.466 29.466 0 29.466
Derivative Finanzinstrumente
Derivate ohne bilanzielle Sicherungs-
beziehungen
Stufe 1 147 0 147 147
Stufe 2 2.141 0 2.141 2.141
Zahlungsmittel
Kredite und Forderungen 657 657 0 657
Finanzielle Vermögenswerte gesamt 51.065 48.777 2.288 51.065
davon: Kredite und Forderungen 48.751
davon: Derivate ohne bilanzielle
Sicherungsbeziehungen 2.288
davon: Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte 26
Passiva
kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 179.256 179.256 0 179.256
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 22.044 22.044 0 22.044
Derivative Finanzinstrumente
Derivate ohne bilanzielle Sicherungs-
beziehungen
Stufe 1 177 0 177 177
Stufe 2 2.380 0 2.380 2.380
Finanzielle Verbindlichkeiten gesamt 203.857 201.300 2.557 203.857
davon : Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet 201.300
davon: Derivate ohne bilanzielle Sicherungs-
beziehungen 2.557

Die Aufwendungen, Erträge, Verluste und Gewinne aus Finanzinstrumenten lassen sich folgenden Kategorien zuordnen:

2014
Verbindlich
Derivate ohne keiten zu fort
Kredite bilanzielle geführten
und Sicherungsbe Anschaffungs
Forderungen ziehungen kosten Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Zinsaufwendungen 0 0 2.777 2.777
Sonstige betriebliche Erträge 0 3.593 3.593
Sonstige betriebliche Aufwendungen 0 -5.430 0 -5.430
Herstellungskosten der zur Erzielung
der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 0 269 0 269
Aufwendungen aus Wertminderungen -58 0 0 -58
Erträge aus Auflösung
von Wertberichtigungen 3 0 0 3
Nettoergebnis -55 -1.568 2.777 1.154
2013
Verbindlich
Derivate ohne keiten zu fort
Kredite bilanzielle geführten
und Sicherungsbe Anschaffungs
Forderungen ziehungen kosten Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Zinsaufwendungen 0 0 -1.942 -1.942
Sonstige betriebliche Erträge 0 2.288 0 2.288
Sonstige betriebliche Aufwendungen 0 -2.557 0 -2.557
Herstellungskosten der zur Erzielung
der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 0 -1.475 0 -1.475
Aufwendungen aus Wertminderungen -281 0 0 -281
Erträge aus Auflösung
von Wertberichtigungen 9 0 0 9
Nettoergebnis -272 -1.744 -1.942 -3.958

Grundsätze des Risikomanagements

Der ADM Hamburg Konzern ist durch seine Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken wie Währungs-, Zinsänderungs-, Kredit- und Preisrisiken ausgesetzt. Zur Sicherung des operativen Grundgeschäfts werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Die Transaktionen werden ausschließlich mit marktgängigen Instrumenten durchgeführt.

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, die die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Die Auswirkungen werden ermittelt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Zinsrisiko

Unter dem Zinsänderungsrisiko versteht man das Risiko, dass der Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken.

Das Konzernergebnis vor Steuern vermindert sich bei einer möglichen Erhöhung der maßgeblichen Zinssätze um 10% bei Konstanz aller übrigen Variablen um EUR 0,1 Mio (Vorjahr EUR 0,4 Mio). Eine Verminderung der Zinssätze um 10% würde ceteris paribus zu einer Erhöhung des Konzernergebnisses um EUR 0,4 Mio führen (Vorjahr EUR 0,5 Mio). Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital bestehen darüber hinaus nicht. Bei der Berechnung der Auswirkungen der möglichen Zinssatzänderung sind grundsätzlich die Verhältnisse der Finanzierungsstruktur des ADM Hamburg Konzerns zu den Bilanzstichtagen zugrunde gelegt worden.

Kreditrisiko

Der ADM Hamburg Konzern unterliegt im Rahmen von Finanzierungstätigkeiten und im operativen Bereich Kreditrisiken. Um diese Risiken weitestgehend zu reduzieren, werden im Finanzierungsbereich Geschäfte grundsätzlich nur mit Vertragspartnern erstklassiger Bonität abgeschlossen. Außenstände im operativen Geschäft werden kontinuierlich überwacht, möglichen Ausfällen wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das maximale Kreditrisiko ist durch den in der Bilanz angesetzten Buchwert jedes finanziellen Vermögenswerts ersichtlich. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte betragen zum 31. Dezember 2014 EUR 34,7 Mio (Vorjahr EUR 48,1 Mio). Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Ausfallrisiken durch entsprechende Versicherungen abgedeckt.

Im ADM Hamburg-Konzern bestehen wie im Vorjahr keine überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nicht ausreichend wertberichtigt wurden.

Preisrisiko

Unter dem Preisrisiko wird das Risiko verstanden, dass der Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme der Commodity-Termingeschäfte aufgrund von Änderungen des Marktwertes schwankt. Commodity-Termingeschäfte werden nicht zu Spekulationszwecken eingesetzt, sondern dienen ausschließlich der Absicherung im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft. Wenn die Forward Rates der Sicherungsgeschäfte zum 31. Dezember 2014 um 10% höher gewesen wären, hätte sich das Konzernergebnis vor Steuern um EUR 2,5 Mio vermindert (Vorjahr Erhöhung um EUR 0,8 Mio). Wenn die Forward Rates der Sicherungsgeschäfte zum 31. Dezember 2014 um 10% niedriger gewesen wären, hätte sich das Konzernergebnis vor Steuern um EUR 2,5 Mio erhöht (Vorjahr EUR 0,8 Mio vermindert). Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital bestehen darüber hinaus nicht.

Wenn die Marktpreise der Ein- /Verkaufskontrakte sowie der Handelsbestände zum 31. Dezember 2014 um 10% höher gewesen wären, hätte sich das Konzernergebnis vor Steuern um EUR 3,1 Mio (Vorjahr EUR 7,0 Mio) erhöht. Wären die Marktpreise der Ein- und Verkaufskontrakte sowie der Handelsbestände zum Bilanzstichtag um 10% niedriger gewesen, wäre das Konzernergebnis vor Steuern um EUR 3,1 Mio geringer (Vorjahr EUR 3,0 Mio höher) ausgefallen.

Liquiditätsrisiko

Der ADM Hamburg-Konzern überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses unter Berücksichtigung der erwarteten Cashflows aus der Geschäftstätigkeit. Die finanziellen Verbindlichkeiten weisen die nachfolgenden Fälligkeiten unter Berücksichtigung der vertraglichen nicht abgezinsten Zahlungen auf:

bis 3 3 bis 1 bis
Monate 12 Monate 5 Jahre Summe
zum 31.12.2014 TEUR TEUR TEUR TEUR
kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 192.236 0 0 192.236
Zinsanteil 264 0 0 264
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 19.401 0 0 19.401
Derivative Finanzinstrumente 4.646 784 0 5.430
216.547 784 0 217.331
zum 31.12.2013
kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 179.256 0 0 179.256
Zinsanteil 157 0 0 157
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 22.044 0 0 22.044
Derivative Finanzinstrumente 2.336 214 7 2.557
203.793 214 7 204.014

(41) Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl nach Gruppen

Die nachfolgende Tabelle zeigt die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen:

Gewerbliche Angestellte Auszu Gesamt
Arbeitnehmer Arbeitnehmer bildende 2014 2013
ADM Hamburg Aktiengesellschaft 361 197 29 587 605
Silo P. Kruse Betriebs-GmbH
& Co. KG 11 2 0 13 14
ADM Rothensee GmbH & Co. KG 0 20 0 20 0
RGL (Rostocker Getreide Lager)
GmbH & Co. KG 0 0 0 0 3
ADM Research GmbH 7 19 0 26 25
Konzern 379 238 29 646 647

(42) Angaben zu Organen der Gesellschaft

Gesamtbezüge des Vorstands und Aufsichtsrats sowie ehemaliger Vorstandsmitglieder und Hinterbliebener:

Die kurzfristig fälligen Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2014 betragen TEUR 580 (Vorjahr TEUR 404). Die Aufwendungen aus der Zuführung zu Pensionsrückstellungen für den Vorstand belaufen sich im Geschäftsjahr 2014 auf TEUR 10 (Vorjahr TEUR 7).

Die Pensionen an ausgeschiedene Vorstandsmitglieder sowie die Hinterbliebenen früherer Vorstandsmitglieder beliefen sich auf TEUR 226 (Vorjahr TEUR 307). Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern bzw. ihren Hinterbliebenen beträgt zum 31. Dezember 2014 TEUR 4.513 (Vorjahr TEUR 4.892). Dem Anwartschaftsbarwert von insgesamt TEUR 7.126 (Vorjahr TEUR 8.048) steht ein Planvermögen von TEUR 2.613 (Vorjahr TEUR 3.156) gegenüber.

Die Aufwendungen für Vergütungen an den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr 2014 TEUR 8 (Vorjahr TEUR 8).

Es bestehen keine Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands.

(43) Aktienbasierte Vergütungsvereinbarungen

Die Archer Daniels Midland Company, Decatur, Illinois/USA (ADM Company) als oberste Muttergesellschaft der ADM Hamburg hat unter dem Titel "Archer-Daniels-Midland Company 2002 Incentive Compensation Plan" ein Programm aufgelegt, unter dem Mitarbeiter des weltweiten ADM Konzerns von der ADM Company bestimmte variable Vergütungen erhalten können. Hierbei handelt es sich grundsätzlich um "Stock Options", "Stock Appreciation Rights", "Restricted Stock", "Performance Shares", "Performance Units" und "Cash-based Awards".

Die Mitarbeiter werden von ihrem Vorgesetzten für die Teilnahme an diesem Programm vorgeschlagen. Ein Rechtsanspruch besteht bis zur Zusage der Vergütungen nicht. Die Zusage erfolgt schriftlich. Insgesamt 8 Mitarbeiter (Vorjahr: 6) der ADM Hamburg Gruppe nehmen zurzeit an diesem Programm teil und haben "Stock Options" und "Restricted Stocks" erhalten.

Die "Stock Options" berechtigen zum Bezug von Aktien der ADM Company. Der Bezugspreis der zu beziehenden Aktien entspricht dem Marktwert dieser Aktie am Tage der Zusage. Die Optionen sind in Teilbeträgen über einen Zeitraum von 5 oder 10 Jahren ausübbar. Die "Restricted Stock" betreffen ebenfalls Aktien der ADM Company. Diese werden dem Mitarbeiter kostenlos übertragen. Sie sind in vollem Umfang dividendenberechtigt und besitzen ein uneingeschränktes Stimmrecht. Für die Dauer von drei Jahren nach Gewährung können diese Aktien jedoch nicht veräußert werden.

Die Kosten für diese Vergütungen werden bei Ausübung von der ADM Company an die Gesellschaften weiterbelastet, bei denen die entsprechenden Mitarbeiter beschäftigt sind. Im Geschäftsjahr 2014 erfolgten Weiterbelastungen in Höhe von TEUR 680 durch die ADM Company (Vorjahr TEUR 219).

2014 2013
Anzahl Ausübungs
preis USD*
Anzahl Ausübungs
preis USD*
Zu Beginn der Berichtsperio
de ausstehend
18.665 28,30 29.137 27,90
In der Berichtsperiode aus
geübt
5.520 31,46 10.472 27,19
Zum Ende der Berichtsperio
de ausstehend
13.145 29,96 18.665 28,30
Davon ausübbar: 5.567 7.346

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht des von der ADM Company mitgeteilten Standes der gewährten Aktienoptionen:

* durchschnittlicher gewichteter Ausübungspreis

Es wurden keine Aktienoptionen in 2014 gewährt.

Die Aktienoptionen haben zum Stichtag eine durchschnittliche Restlaufzeit von 6 Jahren (Vorjahr 7 Jahren). Die Ausübungspreise betragen USD 28,70, USD 30,71, USD 26,17 bzw. USD 26,25.

Weiterhin wurden "Restricted Stocks" gewährt:

2014 2013
Anzahl Anzahl
Zu Beginn der Berichtsperiode ausgegeben 7.083 5.771
In der Berichtsperiode ausgegeben 4.972 2.328
In der Berichtsperiode veräußert -2.278 -1.016
Zum Ende der Berichtsperiode ausgegeben 9.777 7.083

Der Preis der gewährten Aktien zum Zeitpunkt der Gewährung betrug USD 40,65 (Vorjahr: USD 32,50).

(44) Organe der Gesellschaft

Vorstand:

Jaana Karola Kleinschmit von Lengefeld, Vorsitzende

Detlef Ernst Evers, Vorstand (bis 6. August .2014)

Dr. Kai-Uwe Ostheim, Vorstand (ab 15. Mai 2014)

Aufsichtsrat:

Ralf Schulz (Vorsitzender), European Group Controller Softseeds, Corporate and Energy Trading (ab 13. Mai 2014)

Kevin Brassington (stellvertretender Vorsitzender), President Oilseeds Europe (ab 10. April 2014)

Christopher Peter Horry (Vorsitzender), Finance Director ADM International Sárl (bis 28. April 2014) Thomas Schlomm (Arbeitnehmervertreter, bis 14. August 2014)

Stefan Schmans (Arbeitnehmervertreter, ab 14. August 2014)

(45) Mutterunternehmen gemäß § 285 Nr. 14 HGB

Die ADM Hamburg erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen.

Die ADM Hamburg wird in den Konzernabschluss der Archer Daniels Midland Company, Decatur, Illinois/USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss mit Geschäftsbericht ist am Sitz der ADM Company erhältlich. Darüber hinaus wird er im Bundesanzeiger veröffentlicht.

(46) Befreiung nach § 264b HGB

Die Tochtergesellschaft ADM Rothensee GmbH & Co. KG macht von den Vorschriften des § 264b HGB Gebrauch und verzichtet auf eine Prüfung des Jahresabschlusses, auf die Erstellung eines Anhangs und Lageberichts sowie auf die Offenlegung des Jahresabschlusses.

Die Silo P. Kruse Betriebs-GmbH & Co. KG macht von den Vorschriften des § 264b HGB Gebrauch und verzichtet auf die Erstellung eines Anhangs und Lageberichts sowie auf die Offenlegung des Jahresabschlusses.

(47) Honorierung der Abschlussprüfer

Im Geschäftsjahr 2014 hatte die ADM Hamburg Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers für Zwecke der Jahres- und Konzernabschlussprüfung in Höhe von TEUR 148 (Vorjahr TEUR 174) und für sonstige Leistungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0).

(48) Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag sind nicht bekannt geworden. Zusätzlich wird auf die Ausführungen im Lagebericht zur Nachtragsberichterstattung verwiesen.

Der Konzernabschluss der ADM Hamburg zum 31. Dezember 2014 wurde am 31. März 2015 durch den Vorstand aufgestellt und zur Prüfung und Billigung an den Aufsichtsrat weitergeleitet.

Der vorliegende Konzernabschluss soll in der Aufsichtsratssitzung am 27. Mai 2015 vom Aufsichtsrat gebilligt und zur Veröffentlichung freigegeben werden.

Hamburg, den 31. März 2015

Der Vorstand

(Jaana Karola Kleinschmit von Lengefeld)

(Dr. Kai-Uwe Ostheim)

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014

Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns

Immaterielle Vermögenswerte Sachanlagen At Equity bilanzierte Beteiligungen/Sonstige
Beteiligungen
Grundstücke
und Bauten
einschließlich Technische Andere Anla
Geschäfts- der Bauten Anlagen gen, Betriebs- Geleistete An- Beteiligungen Sonstige
EDV- oder auf fremden und und Geschäfts- zahlungen und an assoziierten Beteili
Software Firmenwert Gesamt Grundstücken Maschinen ausstattung Anlagen im Bau Gesamt Unternehmen gungen Gesamt
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2014 1.306.608,08 2.365.173,17 3.671.781,25 181.472.458,80 432.971.681,74 11.045.134,00 9.944.019,39 635.433.293,93 970.054,31 25.564,59 995.618,90
Zugänge 88.058,03 0,00 88.058,03 9.481,24 67.015,98 110.923,68 13.279.220,54 13.466.641,44 12.894.068,72 0,00 12.894.068,72
Abgänge 958,75 0,00 958,75 7.454.051,20 9.561.163,31 751.047,31 0,00 17.766.261,82 961.354,30 0,00 961.354,30
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 10.099.293,63 794.724,42 -951.171,08 -9.942.846,97 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2014 1.393.707,36 2.365.173,17 3.758.880,53 184.127.182,47 424.272.258,83 9.453.839,29 13.280.392,96 631.133.673,55 12.902.768,73 25.564,59 12.928.333,32
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2014 1.179.635,31 0,00 1.179.635,31 106.174.856,71 325.537.512,08 9.748.985,20 0,00 441.461.353,99 0,00 0,00 0,00
Abschreibungen des Geschäftsjahres 67.288,69 0,00 67.288,69 4.286.781,90 9.393.701,68 517.736,44 0,00 14.198.220,02 0,00 0,00 0,00
Abgänge 958,75 0,00 958,75 6.009.507,35 9.402.196,52 740.216,91 0,00 16.151.920,78 0,00 0,00 0,00
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 8.571.383,68 -7.478.856,56 -1.092.527,12 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2014 1.245.965,25 0,00 1.245.965,25 113.023.514,94 318.050.160,68 8.433.977,61 0,00 439.507.653,23 0,00 0,00 0,00
Buchwerte
31. Dezember 2014 147.742,11 2.365.173,17 2.512.915,28 71.103.667,53 106.222.098,15 1.019.861,68 13.280.392,96 191.626.020,32 12.902.768,73 25.564,59 12.928.333,32
31. Dezember 2013 126.972,77 2.365.173,17 2.492.145,94 75.297.602,09 107.434.169,66 1.296.148,80 9.944.019,39 193.971.939,94 970.054,31 25.564,59 995.618,90

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014

Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns

Vorjahresvergleichszahlen

Immaterielle Vermögenswerte Sachanlagen At Equity bilanzierte Beteiligungen/Sonstige
Beteiligungen
Grundstücke
und Bauten
einschließlich Technische Andere Anla
Geschäfts- der Bauten Anlagen gen, Betriebs- Geleistete An- Beteiligungen Sonstige
EDV- oder auf fremden und und Geschäfts- zahlungen und an assoziierten Beteili
Software Firmenwert Gesamt Grundstücken Maschinen ausstattung Anlagen im Bau Gesamt Unternehmen gungen Gesamt
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2013 1.246.050,81 2.365.173,17 3.611.223,98 179.004.739,72 414.208.499,23 10.657.601,86 17.109.914,70 620.980.755,51 1.013.509,35 25.564,59 1.039.073,94
Zugänge 60.557,27 0,00 60.557,27 611.051,50 317.528,96 74.716,89 13.684.697,07 14.687.994,42 0,00 0,00 0,00
Abgänge 0,00 0,00 0,00 5.603,00 134.957,57 94.895,43 0,00 235.456,00 43.455,04 0,00 43.455,04
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 1.862.270,58 18.580.611,12 407.710,68 -20.850.592,38 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2013 1.306.608,08 2.365.173,17 3.671.781,25 181.472.458,80 432.971.681,74 11.045.134,00 9.944.019,39 635.433.293,93 970.054,31 25.564,59 995.618,90
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2013 1.120.037,61 0,00 1.120.037,61 102.869.806,02 317.553.319,47 9.297.663,98 0,00 429.720.789,47 0,00 0,00 0,00
Abschreibungen des Geschäftsjahres 59.597,70 0,00 59.597,70 3.387.493,56 7.945.797,13 502.460,33 0,00 11.835.751,02 0,00 0,00 0,00
Abgänge 0,00 0,00 0,00 0,00 8.177,15 87.009,35 0,00 95.186,50 0,00 0,00 0,00
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 -82.442,87 46.572,63 35.870,24 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2013 1.179.635,31 0,00 1.179.635,31 106.257.299,58 325.490.939,45 9.713.114,96 0,00 441.461.353,99 0,00 0,00 0,00
Buchwerte
31. Dezember 2013 126.972,77 2.365.173,17 2.492.145,94 75.215.159,22 107.480.742,29 1.332.019,04 9.944.019,39 193.971.939,94 970.054,31 25.564,59 995.618,90
31. Dezember 2012 126.013,20 2.365.173,17 2.491.186,37 76.134.933,70 96.655.179,76 1.359.937,88 17.109.914,70 191.259.966,04 1.013.509,35 25.564,59 1.039.073,94

ADM Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014 Segmentberichterstattung zum 31. Dezember 2014 Primäre Segmentberichterstattung

Ölmühle Weiterbearbeitung KONZERN
2014 2013 2014 2013 2014 2013
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse mit Dritten 250.873 313.527 126.044 135.779 376.917 449.306
Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsergebnis 12.743 11.106 4.349 11.396 17.092 22.502
Abschreibungen auf Anlagevermögen 10.827 7.874 3.439 4.021 14.266 11.895
Steueraufwand 1.873 3.320 1.172 3.406 3.045 6.726
Investitionen 24.408 12.860 2.041 1.887 26.449 14.747
Zinserträge 72 38 0 2 72 40
Nicht zuordenbare Zinserträge 11 0
Gesamtsumme Zinsertrag 83 40
Zinsaufwendungen 287 359 702 803 989 1.162
Nicht zuordenbare Zinsaufwendungen 1.788 1.169
Gesamtsumme Zinsaufwand 2.777 2.331
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 470 497 176 173 646 670
Segmentvermögen 197.138 176.773 54.838 66.128 251.976 242.901
At equity bewertete Beteiligungen 12.805 970 12.805 970
Nicht zuordenbares Vermögen 83.444 76.398
Gesamtsumme Vermögenswerte 348.225 320.269
Segmentschulden 40.793 35.412 33.972 29.407 74.765 64.819
Nicht zuordenbare Schulden 206.457 191.321
Gesamtsumme Schulden 281.222 256.140

ADM Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2014 Segmentberichterstattung zum 31. Dezember 2014 Sekundäre Segmentberichterstattung

2014 2013
TEUR TEUR
Umsatzerlöse Inland 195.623 178.392
Umsatzerlöse Ausland 181.294 270.914
Davon: Schweiz 159.824 214.618
Vermögen Inland 348.417 320.269
Vermögen Ausland 0 0
Investitionen Inland 26.449 14.747
Investitionen Ausland 0 0

KONZERNLAGEBERICHT UND LAGEBERICHT

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 01.01. - 31.12.2014

DER

ADM HAMBURG AKTIENGESELLSCHAFT, HAMBURG


GRUNDLAGE DES KONZERNS / DER GESELLSCHAFT

Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft ist in den weltweit operierenden Konzern der Archer Daniels Midland Company (ADM) eingebunden. Der wirtschaftliche Erfolg des Konzerns der ADM Hamburg Aktiengesellschaft wird durch diese Einbindung wesentlich beeinflusst. Vorteile liegen hierbei in der universellen Erfahrung der ADM, dem internationalen und technischen Know-how sowie in den Investitionen, die von der ADM veranlasst und finanziert werden.

ADM ist ein globaler Marktführer in der Verarbeitung von Ölsaaten, Mais und anderer landwirtschaftlicher Rohstoffe. Mit weltweit über 300 Produktionsanlagen, 460 Anlagen zur Erfassung von Agrarrohstoffen und einer Präsenz in mehr als 140 Ländern ist das Unternehmen ständig bestrebt, in den bestehenden Geschäftsfeldern zu wachsen. Wachstum wird dabei sowohl organisch als auch durch strategische Zukäufe generiert. ADM verfügt über ein globales Netzwerk zum Transport landwirtschaftlicher Rohstoffe. Auch in der Herstellung von nachwachsenden und umweltschonenden Kraftstoffen wie Biodiesel und Bioethanol ist ADM weltweit einer der Marktführer.

DER KONZERN DER ADM HAMBURG AKTIENGESELLSCHAFT

Der Konzern der ADM Hamburg Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg ist ein führender Verarbeiter von Ölsaaten in Europa. Kernkompetenz des Konzerns ist die Verarbeitung von Sojabohnen und Rapssaat. Zusätzliche Kompetenzen in den Bereichen des Lagerns und Umschlagens von landwirtschaftlichen Rohstoffen sowie der Weiterverarbeitung von pflanzlichen Ölen und Fetten runden die Gesamtleistung ab.

Die Aktivitäten des Konzerns sind in zwei Geschäftsfelder unterteilt: "Ölmühle" und "Weiterverarbeitung".

Das Geschäftsfeld "Ölmühle" bildet das Fundament des Konzerns. In diesem Geschäftsfeld werden die traditionellen Aktivitäten der Ölsaatenverarbeitung zusammengefasst, wie Erfassung, Transport und Lagerung landwirtschaftlicher Rohstoffe. An den Standorten in Hamburg, Magdeburg-Rothensee und Riesa betreiben wir konzerneigene Silo- und Umschlagsbetriebe. In Rostock sind wir neben der ATR Landhandel GmbH & Co. KG, Ratzeburg zu 50 % an der Rostocker Getreide Lager GmbH & Co. KG beteiligt. Diese bilden wichtige Knotenpunkte für die Versorgung der Produktionsanlagen und die Vermarktung unserer Produkte und Dienstleistungen.

Das "Werk Hamburg" ist der größte Ölsaatenverarbeiter in der deutschen Gruppe der ADM und eine der größten Ölmühlen zur Verarbeitung verschiedener Ölsaaten weltweit. Die pflanzlichen Rohöle werden anschließend im Produktionsschritt Raffination zu hochwertigen Raffinaten veredelt. Wichtigster Kunde für diese Raffinate ist die weiterverarbeitende Lebensmittelindustrie. Proteinhaltige Schrote werden an die Futtermittelindustrie verkauft.

Das Geschäftsfeld "Weiterverarbeitung" beschäftigt sich mit der Herstellung von Spezialfetten und -ölen sowie mit der Herstellung von Biodiesel und Pharmaglyzerin.

Auch die pflanzlichen Spezialfette und -öle finden ihren Absatz zumeist in der weiterverarbeitenden Lebensmittelindustrie. Biodiesel wird nahezu ausschließlich als Beimischungskomponente zum herkömmlichen Diesel an die europäische Mineralölindustrie geliefert.

Die Umesterung von pflanzlichen Ölen zu Biodiesel und Rohglyzerin sowie die Veredelung des Rohglyzerins zu Pharmaglyzerin erfolgen im "Werk Hamburg" und im "Werk Leer".

An unserem Standort in Hamburg-Harburg, im "Werk Noblee & Thörl" fertigen wir pflanzliche Spezialfette und -öle. Raffinierte Vorprodukte sind die Rohstoffe für die Herstellung dieser für Kunden maßgeschneiderten Produkte.

Beide Werke im Hamburger und Harburger Hafen verarbeiten alle Produkte im Auftrag der ADM International Sàrl (ADMI), Rolle, Schweiz, und der Olenex C.V., Koog aan de Zaan, Niederlande. Die Olenex C.V. ist eine Partnerschaft nach Niederländischem Recht zwischen der ADM International Sàrl und der Wilmar Sàrl.

1. Die Ölmühle und ihr Markt

1.1. Die Rohwarenmärkte

Ölsaaten

Die Welterzeugung der sieben wichtigsten Ölsaaten (Soja, Raps, Sonnenblumen, Erdnüssen, Baumwollsaat, Palmkerne und Kopra) soll nach Ansicht des USDA im Wirtschaftsjahr 2014/15 bei ca. 533 Mio. t und damit 28 Mio. t über dem Vorjahresniveau von 505 Mio. t liegen. Vor allem sind die guten Erträge, neben der Ausweitung der Produktionsflächen um rund 4 Mio. ha auf 233 Mio. ha, hierfür verantwortlich.

Das USDA schätzt die Verarbeitung in den Ölmühlen im laufenden Wirtschaftsjahr auf ein neues Rekordniveau von 432 (Vorjahr 419 Mio. t) Mio. t. Innerhalb der letzten 10 Jahre stieg die Verarbeitung damit um mehr als 40 %. Die Endbestände sollen auf ein Rekordniveau von 103 (Vorjahr 81 Mio. t) Mio. t steigen, so auch das Verhältnis der Bestände zum Verbrauch soll auf 20,4 % ansteigen und damit auch den höchsten Wert der vergangenen 10 Jahre erreichen.

Die riesige Sojabohnenproduktion in 2014/15 wird von dem USDA auf 316 (Vorjahr 284 Mio. t) Mio. t geschätzt und hat zu fallenden Preisen ab Ende Juni 2014 geführt, nachdem zu Beginn des Jahres eine starke Nachfrage nach US-Sojabohnen für stabile Preise gesorgt hatte. Mitte September unterschritt der Future am Chicago Board of Trade dann aber erstmals seit 4 Jahren wieder die Marke von 10 US\$/bushel (367 US\$/Tonne).

Die steigende Nachfrage bleibt hinter den Produktionszahlen zurück und China bleibt bedeutendster Nachfrager, dessen Importe auch weiter anwachsen sollen.

Auch die Versorgung auf dem globalen Rapsmarkt hat sich im Wirtschaftsjahr 2014/15 weiter verbessert, da die Ernten weltweit wiederum gut waren und die Nachfrage eher stabil bleiben könnte. Insgesamt schätzt das USDA die weltweite Rapsernte im Wirtschaftsjahr 2014/15 auf 71,6 (Vorjahr 71,2 Mio. t) Mio. t. Lediglich in Australien und Kanada wurden kleinere Mengen an Raps im Vergleich zum Vorjahr geerntet.

Besonders die Ernte in der EU von 24,1 Mio. t übersteigt noch einmal das Rekordergebnis aus dem vergangenen Jahr um ca. 3,0 Mio. t und sollte zu einem geringeren Importbedarf führen. Auch die Verarbeitungsmenge der EU sieht das USDA wiederum höher bei 24,7 (Vorjahr 23,9 Mio. t) Mio. t.

Futtermittel

Die starke Nachfrage nach Ölschroten sorgte in 2014 dafür, dass die Preise im Vergleich zu den Ölsaaten und besonders den Ölen weniger stark nachgaben. Die weltweite Produktion der 7 wichtigsten Ölschrote von Soja, Raps, Sonnenblumen, Erdnuss, Palmkernen, Baumwolle und Kopra, wird nach Angaben des USDA in 2014/15 wieder deutlich wachsen und mit 294 (Vorjahr 282 Mio. t) Mio. t einen neuen Höchststand erreichen. Ein Anstieg wird vor allem bei Soja- und Rapsschrot erwartet. Die Produktion von Sonnenblumenschrot soll sich leicht verringern. Der globale Verbrauch von Ölschroten in 2014/15 wird auf 289 (Vorjahr 277 Mio. t) Mio. t geschätzt und es sollte in Asien, Südamerika und der EU ein Verbrauchsanstieg stattfinden. Trotz der weltweit großen Sojabohnenproduktion sollte demnach kein nennenswerter Bestandsaufbau erfolgen. Dies belegt erneut, wie groß die weltweite Nachfrage nach proteinhaltigen Futtermitteln aufgrund von stark steigendem Wohlstand und dem damit einhergehenden Fleischverbrauch ist.

In der EU dürfte der Verbrauch von Sojaschrot wieder deutlich auf 29,4 Mio. t steigen, bleibt aber unter dem Niveau der Jahre 2009-12. Der Sonnenblumenschrotverbrauch bleibt konstant, der Rapsschroteinsatz soll sich leicht erhöhen. Da die EU-Sojaschrotproduktion nur leicht ansteigen sollte, könnten die Einfuhren auf 19,3 (Vorjahr 18,2 Mio. t) Mio. t anwachsen.

Pflanzliche Öle

Auch im Bereich der pflanzlichen Öle sanken die Preise im Zuge der großen Ernten weiter. Das USDA schätzt die Produktion der neun wichtigsten Öle (Öle aus Soja, Raps, Sonnenblume, Baumwoll- und Erdnusssaat sowie Palm- und Palmkernöl, Kokosöl und Olivenöl) im Wirtschaftsjahr 2014/15 (Oktober/September) auf 175 (Vorjahr 171 Mio. t) Mio. t. Deren weltweiter Verbrauch soll bei etwa 173,3 Mio. t liegen und einem Anstieg von 6,9 Mio. t gegenüber dem Vorjahr entsprechen. Die Produktion von Nahrungsmitteln erfordert ca. 129,9 (Vorjahr 125,5 Mio. t) Mio. t. und treibt die Nachfrage nach pflanzlichen Ölen stärker als die Oleochemische- und Biokraftstoffproduktion mit einem Verbrauchsanstieg von ca. 2,4 (Vorjahr 3,7 Mio. t) Mio. t. Die Biokraftstoffproduktion stagniert vor allem in der EU.

Auch bei den pflanzlichen Ölen ist China der größte Verbraucher. Die EU nimmt unverändert den zweiten Platz ein.

Palmöl macht weiterhin mit 35 % oder 61,6 (Vorjahr 59,5 Mio. t) Mio. t. den größten Anteil an der weltweiten Produktion der wichtigsten Öle aus. Dies entspricht einer Verdopplung in gut 10 Jahren und einer Verdreifachung in 15 Jahren. Indonesien und Malaysia. sind mit 86 % der Angebotsmenge die größten Produzenten von Palmöl.

Die gute Versorgung mit Sojabohnen soll in einer weiteren Steigerung der Erzeugung von Sojaöl in China, Argentinien, Brasilien und den USA resultieren.

Die weltweite Rapsölproduktion dürfte 2014/15 nur leicht ansteigen. Die Produktion in der EU-28 wird vom USDA bei 10,3 (Vorjahr 9,9 Mio. t) Mio. t gesehen. In China wird es erstmals wieder ein Absinken der Produktion geben.

Die weltweite Herstellung von Sonnenblumenöl sollte auf Grund gesunkener Erträge in Russland und der Ukraine fallen. Die Schätzungen für die Sonnenblumenölproduktion liegen für Russland bei 3,6 (Vorjahr 3,9 Mio. t) Mio. t, für die Ukraine bei 4,3 (Vorjahr 4,7 Mio. t) Mio. t und die EU bei 3,1 (Vorjahr 3,2 Mio. t) Mio. t.

Getreide

Die globale Getreideproduktion im Wirtschaftsjahr 2014/15 (Juli/Juni) soll dem amerikanischen Landwirtschaftsministerium (USDA) zufolge bei 2,48 Mrd. t liegen und damit noch einmal leicht den Rekordwert des vergangenen Jahres übertreffen.

Die weltweite Produktion von Weizen (einschließlich Durum) liegt mit 726 Mio. t über den 717 Mio. t aus 2013/14 und wird durch eine erneut bessere europäische Weizenproduktion und den Ländern Russland, Ukraine und Kasachstan befördert. Allein in den letztgenannten drei Ländern stieg die Weizenerzeugung im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um insgesamt 8,5 Mio. t.

Starke Regenfälle vor der Ernte haben sich teilweise negativ auf die Weizenqualität in Frankreich, in Teilen Deutschlands sowie in Ungarn und Tschechien ausgewirkt, allerdings waren die Erträge fast überall in der EU auf einem sehr hohen Niveau. Die Schätzung des USDA für die EU-Weizenernte beläuft sich auf 156,5 (Vorjahr 144,3 Mio. t) Mio. t. Der weltweite Weizenverbrauch im Wirtschaftsjahr 2014/15 soll auf 713 (Vorjahr 698 Mio. t) Mio. t für Nahrungsmittel und auch Futter steigen. Ein erhöhter Futterverbrauch in der EU wird durch die große Futterweizenernte begünstigt. Die Menge an verfüttertem Weizen soll um 5 Mio. t auf 55 Mio. t ansteigen, was den Großteil des weltweiten Anstiegs ausmacht.

Insgesamt steigt die Produktion stärker als die Nachfrage, so dass die Endbestände sich weiter auf 197 (Vorjahr 187 Mio. t) Mio. t erhöhen. Dies entspräche einem Verhältnis der Endbestände zum Verbrauch von 27,7 %, was einen überdurchschnittlichen Wert darstellt.

Die Welterzeugung von Mais soll laut USDA in 2014/15 trotz eines leichten Anbaurückgangs das Niveau der letztjährigen Rekordernte noch einmal übersteigen, da die weltweiten Erträge weiter angestiegen sind. Rekordernten melden die USA 361,1 (Vorjahr 351,3 Mio. t) Mio. t und die EU 74,2 (Vorjahr 64,3 Mio. t) Mio. t. In der Ukraine fiel die Produktion mit 28,5 (Vorjahr 30,9 Mio. t) Mio. t kleiner als im Vorjahr aus, doch ist auch diese Menge das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten.

Auf Grund der wiederum üppigen Produktionsmengen und des daraus weiter resultierenden Preisverfalls wird für 2014/15 ein weiterer Verbrauchsanstieg für Mais erwartet.

Im Gegensatz zu Weizen und Mais ist die weltweite Produktion von Gerste im Wirtschaftsjahr 2014/15 zurückgegangen und lag laut USDA bei 141 (Vorjahr 146 Mio. t) Mio. t. Rückgänge wurden in Kanada und Australien verzeichnet. In der EU lag die geerntete Menge hingegen leicht über dem Vorjahr bei 59,9 (Vorjahr 59,6 Mio. t) Mio. t, und auch Russland und die Ukraine konnten ihre Produktion weiter steigern. Trotz des Produktionsrückgangs ist die weltweite Nachfrage nach Gerste weiterhin hoch und bleibt unverändert bei 141 (Vorjahr 141 Mio. t) Mio. t. Als Folge sinken die Bestände auf 23 (Vorjahr 25 Mio. t) Mio. t.

1.2. Die Silo- und Umschlagsbetriebe

Die Auslastung der Silo- und Umschlagsbetriebe war im Berichtszeitraum zufriedenstellend. Die Ende 2013 begonnenen Exportaktivitäten des Getreidehandels haben sich zu Beginn 2014 fortgesetzt. Lediglich im letzten Quartal des Jahres 2014 wurde ein deutlicher Einbruch verzeichnet.

An Exporten beteiligte Betriebe sind vornehmlich die Silo P. Kruse in Hamburg, die Beteiligung in Rostock und der Inlandssilo längs der Elbe in Rothensee als Zulieferer aus dem Hinterland.

Im Geschäftsjahr wurde der "Silo Rostock" aus dem Konzern der ADM Hamburg Aktiengesellschaft ausgegliedert und in eine neu gegründete Gesellschaft, die RGL – Rostocker Getreide Lager GmbH & Co. KG, eingebracht. An dieser Gesellschaft hat sich die ATR Landhandel GmbH & Co. KG, Ratzeburg, Deutschland, beteiligt, so dass der Silobetrieb fortan als Joint Venture zweier gleichberechtigter Partner betrieben wird. Ziel ist es, die Umschlagsleistung der Rostocker Getreide Lager GmbH & Co. KG nachhaltig zu steigern. Am Standort wurde in eine verbesserte Annahmeleistung von landwirtschaftlichen Rohwaren investiert.

Die Silo P. Kruse Betriebs-GmbH & Co. KG, an der die ADM Hamburg Aktiengesellschaft eine Mehrheitsbeteiligung hält, profitierte ebenfalls von den hohen EU-Getreideexporten. Die Umschlagsleistung des Exportsilos wurde leicht unter dem Vorjahresniveau gehalten. Im Berichtsjahr wurden größere Reparaturmaßnahmen an den Flutschutzvorrichtungen vorgenommen. Die Maßnahmen wurden von der Poldergemeinschaft Hohe Schaar durchgeführt, an der die Silo P. Kruse mit ca. 6,6 % beteiligt ist. Darüber hinaus beteiligt sich die Poldergemeinschaft Hohe Schaar an dem förderfähigen Hochwasserschutzprogramm der Hansestadt Hamburg. In den kommenden Jahren werden von der Poldergemeinschaft weitergehende Maßnahmen für eine Verbesserung des Flutschutzes im Rahmen des Förderprogrammes auf der Insel Hohe Schaar durchgeführt. Im Berichtsjahr wurden hierzu die erforderlichen Planungen vorbereitet, so dass die Unterlagen fristgerecht bei den entscheidenden Behörden eingereicht werden können. Die Flutschutzmassnahmen wirkten im Berichtsjahr ergebnismindernd.

Der Ölsaaten- und Ölumschlag des "Silo Hamburg" war in 2014 leicht rückläufig. Hiervon ausgenommen war der Umschlag mit Sojabohnen. Der "Silo Hamburg" hat weiterhin den Umschlag und die Versorgung des "Werk Hamburg" mit Sojabohnen und Rapssaat, die per Seeschiff oder Binnenschiff angeliefert werden, zur Hauptaufgabe.

Die Aufgabe der Inlandssilos liegt im Umschlag und der Lagerung von Getreide, Futtermitteln und Ölsaaten sowie in der Versorgung der ADM-eigenen Ölmühlen in Deutschland. Insgesamt konnte "Silo Rothensee" die Umschlagsleistung im Berichtsjahr leicht verbessern. Am Standort "Silo Riesa", wurde im laufenden Jahr 2014 das benachbarte Futtermittelwerk geschlossen. Der Silo selbst hat weniger als im Vorjahr umschlagen können und erzielte ein wesentlich schlechteres Ergebnis.

1.3. Die Ölmühle

Die Auslastung der Anlagen zur Verarbeitung von Sojabohnen und Rapssaat war im Berichtszeitraum insgesamt gut und lag in etwa auf Vorjahresniveau. Die Rapsverarbeitung hatte leicht zu und die Sojaverarbeitung leicht abgenommen.

1.4. Die Weiterverarbeitung

Die Anlage des "Werk Hamburg" zur Raffination von Rapsöl war im Berichtszeitraum besser ausgelastet als im Vorjahr. Die Verwendung von Rapsöl in Biodiesel war der Haupttreiber dieser Auslastungssituation.

Die Raffination von Sojaöl dagegen war insgesamt schlechter ausgelastet als im Vorjahr, so auch die Palmölraffination im "Werk Hamburg". Eine Ausnahme konnte lediglich über einige Sommermonate verzeichnet werden, in denen vermehrt Soja- und Palmöl zu Biodiesel weiter verarbeitet wurden. Diese Entwicklung hat sich im Berichtszeitraum analog zum Vorjahr entwickelt. Der Anteil der exportierten Sojaöle konnte im Berichtszeitraum gesteigert werden.

Die Auslastung des "Werk Noblee & Thörl" lag im Geschäftsjahr leicht über dem Vorjahresniveau. Kunden und Verbraucher bestärken den Trend stetig steigender Anforderungen an die Nachhaltigkeit von Ölen und Fetten. Investitionen in Zertifizierungssysteme längs der Wertschöpfungskette und erweiterte Serviceangebote für kundenspezifische Lösungen unterstreichen das Bekenntnis unseres Konzerns zur Nachhaltigkeit und der verarbeiteten Produkte.

Die Biodiesel-Anlagen des "Werk Hamburg" und des "Werk Leer" konnten die schwache Auslastung des vergangenen Jahres hinter sich lassen und mit leicht verbesserten Produktionszahlen und auskömmlichen Margen aufwarten. Insgesamt stiegen die Exporte von Biodiesel aus Deutschland im Berichtszeitraum signifikant. Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft konnte an diesen Exporten auch partizipieren.

Der Absatz von Rohglyzerin, welches als Kuppelprodukt der Biodieselherstellung anfällt, war über das gesamte Berichtsjahr stabil, wobei die Mengen aus dem Werk Hamburg leicht gegenüber dem Vorjahr abfielen und aus dem Werk Leer leicht anstiegen. Die Produktion von Pharmaglyzerin war konstant.

1.5. Gesamtaussage

Das Geschäftsjahr 2014 wurde mit einem geringeren Gesamtergebnis als in 2013 abgeschlossen. Wesentlichen Anteil an der negativen Entwicklung hatten die Geschäftsbereiche Ölsaatenverarbeitung als Lohnverarbeiter und Silo- und Umschlagsbetriebe. Investitionen in den Flutschutz und Kostensenkungsmaßnahmen korrelierten mit einem verminderten Ergebnis. Der Standort Leer konnte im Berichtsjahr kontinuierlich produzieren und ein stabiles Ergebnis erzielen.

Die Silobetriebe waren mit einer Ausnahme, Silo Riesa, gut beschäftigt, haben aber aus genannten Gründen nicht an die Vorjahresergebnisse anknüpfen können. Investitionen in Flutschutzmaßnahmen und leicht rückläufige Anlieferungen aufgrund eines optimierten Kapitalmanagements zeichnen für geringere Ergebnisse verantwortlich. Der Silo Riesa blieb erneut hinter den Erwartungen zurück. Die Frage nach der Zukunft dieses Standorts muss gestellt werden.

Der Vorstand wird weiterhin die Entwicklung aller Geschäftsbereiche besonders aufmerksam verfolgen und dort, wo erforderlich, schnell und gezielt korrigierend eingreifen.

Der Vorstand wird sich weiterhin aktiv in Fachverbänden engagieren. Gemeinsam mit diesen Fachverbänden wird er das Ziel verfolgen, Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung auf für die Branche nachteilige Konsequenzen hinzuweisen, wann immer Änderungen europäischer, nationaler oder lokaler Rahmenbedingungen in sich immer mehr globalisierenden Märkten auf den Weg gebracht werden sollen.

2. Bericht zur Ertragslage

Die Ertragslage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg Konzerns wird wesentlich geprägt durch die Einbindung in die Aktivitäten des weltweit tätigen ADM-Konzerns.

2.1. Ertragslage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft nach HGB

Im Geschäftsjahr 2014 wurde im Vergleich zum Vorjahr ein um EUR 9,9 Mio. geringeres Ergebnis nach Steuern und vor Ergebnisabführung von EUR 3,1 Mio. erzielt.

In der Ertragslage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft nach HGB werden im Geschäftsjahr 2014 alle Erträge und Aufwendungen aus dem "Werk Leer", dem "Werk Hamburg", dem "Werk Noblee & Thörl", dem "Silo Hamburg", dem "Silo Rothensee" und dem "Silo Riesa" ausgewiesen.

Zu ausgewählten Einflussfaktoren nehmen wir wie folgt Stellung:

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr von EUR 226,6 Mio. (Vorjahr EUR 251,2 Mio.) betreffen überwiegend das "Werk Hamburg" mit EUR 106,6 Mio. (Vorjahr EUR 120,3 Mio.) sowie mit EUR 76,1 Mio. den Bereich Biodiesel im "Werk Leer" (Vorjahr EUR 84,4 Mio.).

Das Vorjahresergebnis wurde durch periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 8,9 Mio. beeinflusst. Im Geschäftsjahr 2014 sind Wertaufholungen der Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 3,0 Mio. vereinnahmt.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen von EUR 15,5 Mio. (Vorjahr EUR 13,2 Mio.) enthalten planmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 12,9 Mio. (Vorjahr EUR 13,2 Mio.) sowie außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 2,6 Mio. (Vorjahr EUR 0,0 Mio.).

Das Zinsergebnis lag bei EUR -3,2 Mio. (Vorjahr EUR -2,5 Mio.).

Insgesamt wird ein um EUR 14,9 Mio. niedrigeres Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von EUR 4,9 Mio. (Vorjahr EUR 19,8 Mio.) ausgewiesen. Die Aufwendungen aus Ertragsteuern von EUR 0,6 Mio. (Vorjahr EUR 6,6 Mio.) enthalten die von der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH belasteten Steuerumlagen. Sie wurden wie im Vorjahr auf Basis einer fiktiven originären Steuerpflicht ermittelt.

2.2. Ertragslage des Segments Ölmühle im IFRS-Konzernabschluss

Im Geschäftsjahr 2014 wurde ein Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsergebnis von EUR 12,7 Mio. (Vorjahr EUR 11,1 Mio.) erzielt.

Im Geschäftsjahr werden in der Ertragslage des Segments Ölmühle wie im Vorjahr ausschließlich die Verarbeitungsaktivitäten des "Werk Hamburg" sowie die Geschäftsaktivitäten der Silobetriebe und der ADM Rothensee GmbH & Co. KG ausgewiesen.

Das "Werk Hamburg" hat im Geschäftsjahr Lohnverarbeitungserlöse aus der Saatenverarbeitung in Höhe von EUR 86,4 Mio. erzielt (Vorjahr EUR 100,8 Mio.). Eine Änderung der Abrechnungsmodalitäten der Lohnverarbeitungsgebühren führte zu einer nicht wesentlichen Verminderung des operativen Ergebnisses

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Silobetriebe hat sich im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr über alle Bereiche verschlechtert. Die Silobetriebe konnten im Geschäftsjahr insgesamt Umsatzerlöse vor Eliminierungen in Höhe von EUR 18,8 Mio. (Vorjahr EUR 22,9 Mio.) erzielen.

Die ADM Rothensee GmbH & Co. KG als Erfasser von Getreide und Ölsaaten hat im abgelaufenen Geschäftsjahr weniger Mengen umgeschlagen und erzielte Umsatzerlöse in Höhe von EUR 145,3 Mio. (Vorjahr EUR 192,0 Mio.). Das erzielte Ergebnis der ADM Rothensee beläuft sich im Geschäftsjahr auf einen Gewinn von EUR 0,8 Mio. (Vorjahr Verlust EUR 1,7 Mio.). Die im Jahr 2012 durch die Gesellschaft umgesetzten operativen Maßnahmen zur Erreichung einer positiveren Ertragslage haben in 2014 weitere Erfolge bewirkt.

Im Beteiligungsergebnis ist ein Erfolgsbeitrag in Höhe von EUR 10,7 Mio. aus der Entkonsolidierung der RGL (Rostocker Getreide-Lager) GmbH & Co. KG, Hamburg, enthalten.

Im Konzernabschluss werden derivative Finanzinstrumente zu Marktwerten bewertet. Aus der Bewertung von offenen derivativen Finanzinstrumenten werden in der Konzern-Gewinnund Verlustrechnung Erträge von EUR 3,6 Mio. (Vorjahr EUR 2,3 Mio.) sowie Aufwendungen von EUR 5,4 Mio. (Vorjahr EUR 2,6 Mio.) ausgewiesen. Auf das Segment "Ölmühle" entfallen Erträge von EUR 3,6 Mio. (Vorjahr EUR 2,3 Mio.) und Aufwendungen von EUR 4,8 Mio. (Vorjahr EUR 2,5 Mio.).

2.3. Ertragslage des Segments Weiterverarbeitung im IFRS-Konzernabschluss

Im Geschäftsjahr 2014 wurde im Vergleich zum Vorjahr ein um EUR 7,1 Mio. geringeres Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsergebnis von EUR 4,3 Mio. erzielt. Im Geschäftsjahr werden in der Ertragslage des Segments Weiterverarbeitung wie im Vorjahr ausschließlich die Biodieselverarbeitungsaktivitäten des "Werk Hamburg" als Lohnverarbeiter für die ADMI und die Biodieselaktivitäten des "Werk Leer" sowie die Geschäftsaktivitäten des "Werk Noblee & Thörl" ausgewiesen.

Im Segment Weiterverarbeitung ergaben sich im Bereich Biodiesel Umsatzerlöse vor Eliminierungen im Geschäftsjahr von EUR 96,4 Mio. (Vorjahr EUR 103,9 Mio.). Im Biodieselbereich waren im Geschäftsjahr 2014 die Margen leicht besser als im Vorjahr und auch die Auslastung der Anlagen.

Für das "Werk Noblee & Thörl" sind im Geschäftsjahr Umsatzerlöse bei einer konstanten Auslastung der Produktionsanlagen von EUR 29,7 Mio. (Vorjahr EUR 31,8 Mio.) erzielt worden.

Im Konzernabschluss werden derivative Finanzinstrumente zu Marktwerten bewertet. Aus der Bewertung von offenen derivativen Finanzinstrumenten werden in der Konzern-Gewinnund Verlustrechnung Erträge von EUR 3,6 Mio. (Vorjahr EUR 2,3 Mio.) sowie Aufwendungen von EUR 5,4 Mio. (Vorjahr EUR 2,6 Mio.) ausgewiesen. Auf das Segment "Weiterverarbeitung" entfallen Aufwendungen von EUR 0,6 Mio. (Vorjahr EUR 0,1 Mio.).

3. Bericht zur Finanzlage

Die Ziele des Finanzmanagement liegen in der Sicherstellung der Liquidität sowie in der Begrenzung der Wechselkursrisiken. Dazu wird die Finanzierung der Geschäftsaktivitäten der ADM Hamburg Aktiengesellschaft sowie aller Tochtergesellschaften unverändert fast ausschließlich durch verbundene Unternehmen der weltweiten ADM Gruppe sichergestellt. Zum Bilanzstichtag bestehen keine langfristigen Bankverbindlichkeiten.

Die im Geschäftsjahr durchgeführten Investitionen des Konzerns in immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen in Höhe von EUR 13,6 Mio. konnten nahezu vollständig aus den Mittelzuflüssen aus betrieblicher Tätigkeit gedeckt werden. Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit betrug im ADM Hamburg Konzern im Geschäftsjahr EUR 16,1 Mio. (Vorjahr EUR 29,3 Mio.).

Liquiditätsrisiken sind aufgrund der Finanzierungsstruktur derzeit weder für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft noch für den Konzern ersichtlich.

Wesentliche Währungspositionen bestehen für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft und den ADM Hamburg-Konzern nicht, da im Wesentlichen in Euro gehandelt wird sowie bestehende Fremdwährungsgeschäfte durch Sicherungsgeschäfte begrenzt werden.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzten sich am Bilanzstichtag wie auch im Vorjahr aus den Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen sowie dem Bestellobligo für Anlagevermögen zusammen und bestehen in einer der Geschäftstätigkeit des Konzerns und der ADM Hamburg Aktiengesellschaft angemessenen Höhe.

Wir erwarten auch in der Zukunft Liquiditätsüberschüsse aus der Geschäftstätigkeit der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg-Konzerns.

4. Bericht zur Vermögenslage

Die Vermögenslage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg Konzerns ist wie im Vorjahr weiterhin geordnet.

Im handelsrechtlichen Jahresabschluss der ADM Hamburg Aktiengesellschaft hat sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um EUR 10,8 Mio. auf EUR 265,0 Mio. erhöht. Die Veränderung ergibt sich hauptsächlich aus einer Zunahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen und der Sonstigen Vermögensgegenstände sowie einer Verminderung der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Der Buchwert des Anlagevermögens ist im Vergleich zum Vorjahr mit EUR 148,0 Mio. fast unverändert geblieben. Den Investitionen in Höhe von EUR 12,6 Mio. stehen Abschreibungen von EUR 15,5 Mio. Bei den Investitionen im Geschäftsjahr handelt es sich im Wesentlichen um die weitergeführten Projekte zur Ausweitung des bestehenden Kraftwerkes der 1. und 2. Linie, Investitionen in die Tanklager sowie die Erweiterung des Rapssaatextraktors. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozentpunkte verringert und beträgt zum Bilanzstichtag 55,8% (Vorjahr 58,6%).

Auf der Passivseite haben sich im Vergleich zum Vorjahr hauptsächlich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um EUR 7,8 Mio. auf EUR 181,4 Mio. erhöht, während sich die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung um EUR 5,3 Mio. auf EUR 9,1 Mio. verminderten.

Es wird ein Eigenkapital der ADM Hamburg Aktiengesellschaft in Höhe von EUR 41.2 Mio. ausgewiesen. Der Eigenkapitalanteil an der Bilanzsumme beträgt nunmehr 15,6% (Vorjahr 16,2 %).

Im Konzernabschluss erhöhte sich die Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr um EUR 28,1 Mio. auf EUR 348,2 Mio. Neben dem Anstieg des Vorratsvermögens (EUR 18,9 Mio.) und der Sonstigen Vermögenswerte (EUR 9,8 Mio.) erhöhten sich im Stichtagsvergleich die At Equity bilanzierten Beteiligungen/Sonstigen Beteiligungen (EUR 11,9 Mio.) bei einem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR 8,8 Mio.) sowie der Sonstigen finanziellen Vermögenswerte (EUR 4,7 Mio.).

Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen hat sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt EUR 2,3 Mio. verringert. Den gesamten Investitionen im Berichtszeitraum in Höhe von EUR 13,6 Mio. stehen Abschreibungen in Höhe von EUR 14,2 Mio. gegenüber. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme sinkt gegenüber dem Vorjahr auf 62,7 % (Vorjahr 64,4 %).

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital nach Berücksichtigung der Ergebnisabführung der ADM Hamburg Aktiengesellschaft in Höhe von EUR 3,1 Mio. und des im Geschäftsjahr 2014 ausgewiesenen Konzerngesamtergebnisses von EUR 6,0 Mio. insgesamt um EUR 2,9 Mio. auf EUR 67,0 Mio. Die Konzern-Eigenkapitalquote erhöhte sich auf Grund der geringeren Bilanzsumme auf 19,2 % (Vorjahr 20,0 %).

5. Gesamtaussage zur Lage

Die Vermögens- und Finanzlage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg Konzerns sind weiterhin geordnet. Im Geschäftsjahr 2014 hat die ADM Hamburg Aktiengesellschaft ein Ergebnis vor Ergebnisabführung von EUR 3,1 Mio. erzielt. Im ADM Hamburg Konzern ergab sich im Geschäftsjahr 2014 ein Konzern-Gesamtergebnis in Höhe von EUR 6,0 Mio.

Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2015 ein vergleichbares Ergebnis wie im abgelaufenen Geschäftsjahr.

6. Nachtragsbericht

Es sind uns keine Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag bekannt geworden.

In diesem Zusammenhang wird jedoch auf eine mögliche Nutzung weiterer Synergie-Effekte in den ADM-Gesellschaften in Deutschland hingewiesen.

7. Prognosebericht

Der Vorstand der ADM Hamburg Aktiengesellschaft blickt verhalten in das Jahr 2015.

Das Ölsaaten- und Getreideerfassungsgeschäft sollte sich in 2015 weiter positiv entwickeln. Die Umschlagsleistung der konzerneigenen Silos wird in 2015 auf gleichbleibendem Niveau gesehen.

Die Auslastung der Umschlags- und Produktionsanlagen wird auch in 2015 vergleichbar mit 2014 bleiben, insbesondere auch in Anbetracht der Einbindung in die weltweiten Aktivitäten der ADM-Gruppe.

Im Bereich der europäischen und deutschen Biokraftstoffgesetzgebung stehen richtungsweisende Entscheidungen und Änderungen an. Entscheidungen, die auf Grund der allgemein biokraftstoffkritischen Stimmungslage weniger rational als emotional ausfallen könnten und die die zukünftige Nachfrage nach Biokraftstoffen, die aus Pflanzenölen hergestellt werden, negativ beeinflussen könnten.

Auf europäischer Ebene geht es um die Entscheidung der Kommission, des Rates und des Parlamentes zum Umgang mit iLUC, Indirect Landuse Change beziehungsweise indirekte Landnutzungsänderungen, im Zusammenhang mit dem Anbau von Rohstoffen für die Biodieselproduktion. Ein Kompromiss über den in 2012 vorgelegten Richtlinienänderungsvorschlag der Europäischen Kommission zur Änderung der RED (Renewable Energy Directive) konnte bisher nicht erzielt werden. Würde der ursprüngliche Vorschlag der Kommission ohne wesentliche Änderungen umgesetzt werden, hätte dies erhebliche Auswirkungen auf den Absatz von Biodiesel und auf die Agrarmärkte in Europa.

Darüber hinaus zeichnet sich ab, dass die EU für den Zeitraum nach 2020 keine verbindlichen Ziele für den Einsatz von Biokraftstoffen im Verkehr vorgeben will, wie es bisher noch für den Zeitraum bis 2020 der Fall ist.

Ab Januar 2015 gelten für die Biokraftstoff- und Mineralölindustrie grundlegend neue Regeln. Das bisher in Deutschland geltende Fördersystem für Biokraftstoffe wurde vollständig neu ausgerichtet. Durch die neue Klimaschutz- oder Treibhausgas-Quote wird die Mineralölindustrie ab dem 01.01.2015 gesetzlich dazu verpflichtet, den Ausstoß von Treibhausgasen um 3,5 Prozent zu senken. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Mineralölunternehmen Biokraftstoffe einsetzen. Denn durch Biodiesel und Bioethanol werden deutlich weniger Treibhausgase ausgestoßen als durch fossile Kraftstoffe. Je stärker ein Biokraftstoff den Treibhausgasausstoß verringert, desto schneller erreicht die Mineralölindustrie ihr Reduktionsziel von 3,5 Prozent.

Die einzelnen Biokraftstoffhersteller stehen mit ihren Produkten untereinander im Wettbewerb, um die höchsten Emissionseinsparungen liefern zu können. In den ersten Monaten 2015 wird sich zeigen, welche praktischen Auswirkungen das neue Gesetz auf den Markt hat und wie sich der Absatz entwickeln wird.

Biodiesel aus Raps stößt rund 60 Prozent weniger Treibhausgase aus als fossiler Kraftstoff, bei Ethanol sind es 50 - 70 Prozent. Um die Treibhausgasemissionen von Biokraftstoffen zu messen, wird der gesamte Herstellungsprozess von der Landwirtschaft über die Transporte bis zur Produktion des Kraftstoffs betrachtet. Die Biokraftstoffproduzenten werden ihre Produktionsabläufe weiter optimieren um Treibhausgaseinsparungen zu generieren. In Frage kommen hierbei zum Beispiel eine bessere Wärmenutzung, die Nutzung von Kraft-Wärme-Kopplung und Erneuerbaren Energien oder eine bessere Isolierung von Wärmeleitungen. Zudem wird auch die Landwirtschaft betrachtet, denn hier entstehen insbesondere bei der Düngung Emissionen. Somit rückt auch die Landwirtschaft neben dem Verkehrssektor in den Fokus der Treibhausgasminderung.

Die Verringerung der Treibhausgasemissionen wird von Zertifizierern weltweit überprüft. Eine strenge Kontrolle der Angaben zur Reduktion von Treibhausgasen ist erforderlich, um vermeintlich sehr hohe Einspar-Werte tatsächlich prüfen zu können, die die positiven Effekte der neuen Regeln für das Klima verringern.

Deutschland ist das einzige Land in der Europäischen Union, das die Klimaschutz-Quote in dieser strengen Form eingeführt hat. In allen anderen Mitgliedstaaten gibt es zwar auch eine Vorgabe für die Verringerung der Treibhausgasemissionen, die aber im Rahmen einer behördlichen Berichterstattung erfüllt werden soll. In Deutschland dagegen wird die Verpflichtung zur Treibhausgas-Minderung möglicherweise direkte Effekte im Biokraftstoffmarkt zeigen.

Ein Rückgang der Nachfrage nach Biodiesel insgesamt hätte nicht nur negative Auswirkungen auf die Auslastung der Biodieselproduktionsanlagen, sondern auch auf die Auslastung der Ölsaatenverarbeitung und der Raffination und damit auf Umsatzerlöse und Konzernergebnis.

Es bleibt allerdings fraglich, ob alle anstehenden politischen Weichenstellungen in der Form umgesetzt werden, wie sie aktuell diskutiert werden. Denn Biokraftstoffe sind nicht nur für den europäischen Agrarsektor von großer Bedeutung. Biokraftstoffe sind die einzige regenerative Alternative in flüssiger Form für den Straßenverkehr, insbesondere den Schwerlastverkehr. Und sie verringern die bestehende Abhängigkeit Europas von den endlichen fossilen Kraftstoffen und deren Import aus einer Handvoll erdölexportierender Länder.

Kommissionspräsident Junker hat angekündigt einen Vorschlag zur Revision der EU-Richtlinie 1829/2003 vorzulegen. Dieser soll die Möglichkeit einer Nationalisierung von GVO Importzulassungen für Rohstoffe eröffnen. Analog zum länderspezifischen optionalen Verbot des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen (opt-out) ist offenbar geplant, den Import von Gentechnisch veränderten Rohstoffen auf die nationale Entscheidungsebene zu verlagern und, ohne wissenschaftlich gestützte Begründung, verbieten zu können. Ein solches Vorhaben widerspräche den Grundsätzen des freien Binnenmarktes und untergrübe die Kompetenz der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Nationale Verbote sind nicht mit dem internationalen Handelsrecht vereinbar und führen zu internationalen Wettbewerbsverzerrungen.

Als Verarbeiter von Ölsaaten, also auch Sojabohnen, kann dies in letzter Konsequenz erhebliche Auswirkungen auf den Produktionsstandort in Hamburg und andernorts haben. Mit der Verarbeitung von Sojabohnen produzieren wir unter anderem auch dringend benötigte, hochwertige Proteinfuttermittel. Der Selbstversorgungsgrad mit hochwertigen Protein- und Aminosäurequellen liegt in Deutschland bei nur ca. 35%. Damit leisten wir einen Beitrag für die wettbewerbsorientierte Veredelungswirtschaft, die ebenfalls von einer solchen Regelung betroffen wäre.

Auch im kommenden Jahr wird der Konzern in Projekte investieren, die die Standorte der ADM Hamburg Aktiengesellschaft konkurrenzfähig erhalten werden. Dabei stehen die Steigerung der Effektivität und Effizienz weiterhin im Vordergrund.

Die Entwicklung der Weltwirtschaft bleibt schwer einschätzbar. Es gibt eine Vielzahl von politischen Krisenherden auf der Welt. Das Thema Deflation ist nach wie vor präsent und die Stabilität des Euros wird zum einen durch die drohende Staatspleite von Griechenland und zum anderen durch die Geldpolitik der EZB in Frage gestellt. Weiterhin aber gilt, dass nationale wie globale Wirtschaftskrisen und nationale Unruhen selten direkten Einfluss auf die Agrarmärkte und das Geschäft des Konzerns haben.

Die Prognose einer konstanten Auslastung für kommende Geschäftsjahre basiert auch auf den nach wie vor intakten globalen Megatrends, wie dem Bevölkerungswachstum, dem Anstieg der durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen in den Schwellenländern, dem daraus resultierenden veränderten Konsumverhalten und der stetigen Urbanisierung.

Die globale Nachfrage nach Speiseölen, Proteinschroten und alternativen Kraftstoffen wird weiter steigen.

Biokraftstoffe der ersten Generation, wie sie in Hamburg und Leer hergestellt werden, sollten aufgrund der weiter steigenden Mobilität ihre Berechtigung im europäischen Energiemix nach 2020 behalten. Die abnehmende Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen und eine zunehmende Klimaerwärmung sollten dies stützen.

Diese Prognose hat ihr solides Fundament in der Einbindung der ADM Hamburg Aktiengesellschaft in den Konzern der ADM, in den Logistikvorteilen der Standorte des Konzerns der ADM Hamburg Aktiengesellschaft sowie in den hochqualifizierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an allen Standorten des Konzerns.

8. Chancen- und Risikobericht

Der ADM Hamburg Konzern ist als international tätiger Konzern im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten Währungs- und Commodity-Risiken ausgesetzt und in das Risikomanagement des Mutterkonzerns eingebunden. Die Konzernunternehmen der ADM Gruppe unterliegen einem strikten Risiko-Management. Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen sind in internen Richtlinien verbindlich festgelegt. Der Konzernvorstand bedient sich bei der Überwachung dieser Risiken neben seinem eigenen Berichtswesen unter anderem des Instrumentariums, welches von der Muttergesellschaft (ADM) bereitgestellt wird.

Für alle Handelsaktivitäten der Werke werden die Risiken volatiler Rohwaren-, Devisen- und Produktmärkte über das Risikomanagement für die gesamte Rohstoff- und Produktpalette von der ADMI oder der Olenex C.V. verantwortet.

Die Unternehmenspolitik der ADM ist die Begrenzung dieser Risiken durch ein systematisches Risiko-Management. Als Instrumente dienen vor allem Devisentermingeschäfte und Commodity-Termingeschäfte. Finanzinstrumente dürfen grundsätzlich nicht zu Spekulationszwecken eingesetzt werden, sondern dienen der Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft. Absicherungen im Commodity-Bereich dienen primär der Mengen- als auch der Margen-Sicherung. Devisentermingeschäfte dienen der Minimierung von Wechselkursschwankungen bezogen auf die Funktionalwährung.

Bezüglich der Sicherungsgeschäfte bestehen Vertragsverhältnisse mit verschiedenen Unternehmen aus dem ADM Konzern, die sich auf die Durchführung von Sicherungsgeschäften spezialisiert haben. Somit wird die ADM Hamburg Aktiengesellschaft in die konzernweiten Sicherungsaktivitäten einbezogen. Die Durchführung der Sicherungsgeschäfte erfolgt für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft im Biodieselgeschäft unter anderem durch den Abschluss von PLATTS-Derivaten. Die Sicherungsgeschäfte im Raps-Bereich erfolgen über den Marché à Terme International de France (MATIF).

Als weiteres Risiko ergibt sich im Finanzbereich das Kreditausfallrisiko. Für das Kreditrisiko bestehen Kreditversicherungen. Trotz des Anstiegs der Netto-Forderungen der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg Konzerns aus Energiesteuer von EUR 26,7 Mio. zum 31. Dezember 2013 auf EUR 31,2 Mio. zum 31. Dezember 2014 wird kein Bedarf für eine Wertberichtigung dieser Ansprüche gesehen.

Allen operativen Risiken wird durch Qualitätssicherungssysteme, Schulung und Weiterbildung der Mitarbeiter, regelmäßige Wartung der Anlagen und den Abschluss geeigneter Versicherungen begegnet. Risiken aus dem rechtlichen Umfeld stehen unter ständiger Beobachtung. Die Wirksamkeit wird regelmäßig durch die Revisionsabteilung des ADM Konzerns überprüft. Ein enger Kontakt zu den Verbänden der einzelnen Betätigungsfelder soll helfen, frühzeitig Risiken zu erkennen und im konstruktiven Dialog die Rahmenbedingungen mitzugestalten.

9. Forschung und Entwicklung

Die Aufwendungen für Forschung- und Entwicklung sind im Vergleich zu den gesamten Aufwendungen unwesentlich. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit dient im Wesentlichen der produktbezogenen Auftragsabwicklung und führt nicht zur Bildung immaterieller Vermögenswerte.

10. Personal

Im Berichtsjahr beschäftigte die ADM Hamburg Aktiengesellschaft durchschnittlich 587 (Vorjahr 605) Mitarbeiter, davon 29 (Vorjahr 40) Auszubildende. Im Konzern wurden durchschnittlich 646 (Vorjahr 647) Mitarbeiter beschäftigt. Hiervon sind 29 (Vorjahr 40) Auszubildende.

Unser Dank und unsere Anerkennung gilt auch allen unseren Mitarbeitern.

Hamburg, den 31. März 2015

Der Vorstand

(Jaana Karola Kleinschmit von Lengefeld)

(Dr. Kai-Uwe Ostheim)

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den von der ADM Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg, aufgestellten Konzernabschluss bestehend aus Konzern-Bilanz, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung, Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns und Konzern-Anhang - sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Berichts der Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

Berlin, 27. Mai 2015

RSM Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Holger Böge Bernhard Christl Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

ADM Hamburg Aktiengesellschaft Bericht des Aufsichtsrates

Überwachung der Geschäftsführung

Das Geschäftsjahr 2014 war durch eine gute Versorgungslage der Weltmärkte mit den wichtigsten Ölsaaten geprägt. Insbesondere die weltweite Sojabohnen- und Rapssaatenproduktion konnte gegenüber dem Vorjahr insgesamt gesteigert werden. Auch die weltweite Nachfrage nach proteinhaltigen Futtermitteln ist aufgrund von stark steigendem Wohlstand und dem damit einhergehenden Fleischverbrauch weiter angestiegen. Im Bereich der pflanzlichen Öle stieg der Verbrauch vor allem aufgrund der gestiegenen Produktion von Nahrungsmitteln an.

Wichtige Projekte im Bereich der Anlageninvestitionen betrafen im Geschäftsjahr die Ausweitung der Eigenversorgung mit Strom und Dampf und der Tanklager sowie die Erweiterung des Rapssaatextraktors. Die Diskussion über die zukünftige Ausrichtung der europäischen Biokraftstoffpolitik blieb auch im abgelaufenen Jahr ohne Ergebnis.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2014 seine Kontroll- und Beratungsaufgaben gemäß Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung wahrgenommen. Er hat den Vorstand während des Geschäftsjahres aktiv durch Beratungen und Diskussionen begleitet sowie gleichzeitig auf der Grundlage von Vorstandsberichten und gemeinsamen Sitzungen laufend überwacht. Die seiner Zustimmung bedürfenden Geschäfte hat er überprüft und jeweils mit dem Vorstand besprochen.

Aufsichtsratszusammensetzung

Dem aus zwei Vertretern der Aktionäre und einem Vertreter der Arbeitnehmer bestehenden Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2014 an:

  • a) Ralf Schulz (Vorsitzender, ab 13. Mai 2014)
  • b) Christopher Peter Horry (Vorsitzender, bis 28. April 2014)
  • c) Kevin Brassington (ab 10. April 2014, stellvertretender Vorsitzender ab 13. Mai 2014)
  • d) Stefan Schmans (Arbeitnehmervertreter, ab 14. August 2014)
  • e) Thomas Schlomm (Arbeitnehmervertreter, bis 14. August 2014)

Mit Wirkung zum 10. April 2014 ist Herr Kevin Brassington als Nachfolger von Herrn Brent Fenton (Mitglied des Aufsichtsrates bis 31. Oktober 2013) durch gerichtlichen Beschluss zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden. Außerdem wurde Herr Ralf Schulz mit Wirkung vom 13. Mai 2014 durch gerichtlichen Beschluss zum Mitglied des Aufsichtsrats als Nachfolger von Herrn Christopher Peter Horry, der sein Aufsichtsratsmandat mit Wirkung zum 28. April 2014 niedergelegt hat, bestellt. Der Aufsichtsrat hat am 13. Mai 2014 Herrn Ralf Schulz als neuen Vorsitzenden und Herrn Kevin Brassington als neuen stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.

Die Amtszeit von Herrn Ralf Schulz und Herrn Kevin Brassington aufgrund gerichtlicher Bestellung endete mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 14. August 2014. Daher hat diese Hauptversammlung Herrn Ralf Schulz und Herrn Kevin Brassington zu Aufsichtsräten gewählt jeweils bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das vierte Geschäftsjahr nach Beginn der Amtszeit beschließt, wobei das Geschäftsjahr, in dem die Amtszeit beginnt, nicht mitgerechnet wird.

Der Aufsichtsrat hat angesichts seiner auf drei Mitglieder beschränkten Größe keine Ausschüsse gebildet.

Sitzungen des Aufsichtsrates / laufende Überwachung

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2014 in zwei Sitzungen am 15. Mai und 20. August 2014 über die laufende Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung, über die Budgetplanung, die strategischen Ziele, das Risikomanagement sowie alle organisatorischen und personellen Veränderungen einschließlich aller weiteren Vorgänge von wesentlicher Bedeutung umfassend unterrichten lassen. Soweit der Aufgabenkreis des Vorstands bzw. das Zusammenwirken der Organe betroffen war, hat der Vorstand an den Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen. Darüber hinaus hat der Vorstand den Aufsichtsrat laufend durch detaillierte Berichte über prägende Geschäftsvorfälle der Gesellschaft und des Konzerns informiert. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Vorstands eingehend diskutiert und die Entwicklungsperspektiven des Unternehmens mit dem Vorstand erörtert. Ein Schwerpunkt der Überwachung und Beratung war im Geschäftsjahr 2014 die Entwicklung der großen Investitionsprojekte, die wir mit dem Vorstand diskutiert haben. Im Übrigen stand der Aufsichtsratsvorsitzende in ständigem, engem Kontakt zum Vorstand, der ihn über aktuelle Geschäftsvorgänge umfassend unterrichtete und mit dem regelmäßig Gespräche über wesentliche strategische und geschäftspolitische Fragen der Gesellschaft und des Konzerns geführt wurden. Der Aufsichtsrat ist zur Überzeugung gelangt, dass die Gesellschaft und der Konzern über ein leistungsfähiges Risikoüberwachungssystem und ausgewogene Compliance-Regelungen verfügen, die der Vorstand nutzt bzw. deren Durchsetzung der Vorstand überwacht. Der Aufsichtsrat ist von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit sowie der Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung durch den Vorstand überzeugt.

Vorstandsangelegenheiten

Im Geschäftsjahr 2014 ist Herr Detlef Evers aus dem Vorstand ausgeschieden.

Herr Dr. Kai-Uwe Ostheim, der bereits früher dem Vorstand angehört hatte, dann aber vorübergehend ausgeschieden war, ist wieder zum Vorstandsmitglied bestellt worden. Der Aufsichtsrat hat ihm Einzelvertretungsbefugnis erteilt.

Corporate Governance

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist in dem Anhang des Konzernabschlusses, abgedruckt in diesem Geschäftsbericht, ausgewiesen.

Rechnungslegung

Als Abschlussprüfer und zugleich Konzernabschlussprüfer wurde von der Hauptversammlung der Gesellschaft die RSM Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, gewählt. Der Aufsichtsrat hat daraufhin den Prüfungsauftrag erteilt. Der Abschlussprüfer und zugleich Konzernabschlussprüfer hat den Jahresabschluss der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und den Konzernabschluss jeweils zum 31. Dezember 2014 sowie den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht geprüft und jeweils mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen.

Am 27. Mai 2015 fand die Bilanzaufsichtsratssitzung statt. Die entsprechenden Vorlagen und Prüfungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Vorfeld dieser Sitzung ausgehändigt und von diesen jeweils eingehend geprüft. Der Abschlussprüfer und zugleich Konzernabschlussprüfer nahm an der Sitzung teil, berichtete über den Verlauf der Prüfung und die Prüfungsergebnisse und stand für die Beantwortung von Fragen sowie zur Diskussion der Unterlagen zur Verfügung.

Das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat erklärt, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfungen keine Einwendungen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist. Der Aufsichtsrat hat auch den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss gebilligt.

Danksagung

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den Vorstandsmitgliedern, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft und den Betriebsräten für das große Engagement, für ihren tatkräftigen Einsatz im Interesse des Unternehmens sowie für die im Geschäftsjahr 2014 erzielten Erfolge.

Hamburg, 2. Juni 2015

Für den Aufsichtsrat

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Ralf Schulz (Vorsitzender)

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