Annual / Quarterly Financial Statement • Oct 1, 2014
Annual / Quarterly Financial Statement
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| 30.06.2014 EUR |
31.12.2013 EUR |
|
|---|---|---|
| AKTIVA | ||
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.466.683.22 | 2.492.145.94 |
| Sachanlagen | 194.023.828.33 | 193.971.939.94 |
| At Equity bilanzierte Beteiligungen/Sonstige Beteiligungen | 13.323.458.79 | 995.618,90 |
| Latente Steuern | 8.915.814.53 218.729.784.87 |
8.942.073.24 206.401.778.02 |
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||
| Vorräte | 4.295.103.74 | 28.013.173.14 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 9.964.624,95 | 18.628.087,50 |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 24.778.318,37 | 29.465.684.31 |
| Sonstige Vermögenswerte Derivative Finanzinstrumente |
42.021.823.53 2.392.860.25 |
34.816.219,24 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 85.186,42 | 2.288.004,19 656.504,82 |
| 83.537.917,26 | 113.867.673,20 | |
| 302.267.702.13 | 320.269.451,22 | |
| PASSIVA | ||
| EIGENKAPITAL | ||
| Gezeichnetes Kapital | 19.142.768,03 | 19.142.768,03 |
| Rücklagen | 58.272.499,23 | 44.954.377,92 |
| Eigenkapital der Aktionäre der ADM Hamburg Aktiengesellschaft | 77.415.267,26 | 64.097.145,95 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 33.392,76 | 32.249,12 |
| 77.448.660,02 | 64.129.395,07 | |
| LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN | ||
| Finanzverbindlichkeiten | 0,00 | 0,00 |
| Rückstellungen | 34.119.749.38 | 31.953.129,85 |
| Latente Steuern | 13.849.476,54 | 11.796.926,24 |
| 47.969.225,92 | 43.750.056,09 | |
| KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN | ||
| Finanzverbindlichkeiten | 149.420.946,00 | 179.256.156,05 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 14.879.080,89 | 22.044.478,89 |
| Steuerverbindlichkeiten | 1.761.478,19 | 267.313,48 |
| Derivative Finanzinstrumente | 2.274.630,61 | 2.556.700,39 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 8.513.680,50 176.849.816,19 |
8.265.351,25 212.390.000,06 |
| 302.267.702,13 | 320.269.451,22 | |
$\mathcal{L}_{\mathcal{A}}$
| 1.1 - 30.06.2014 EUR |
1.1 - 30.06.2013 EUR |
|
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 202.454.528,92 | 209.742.007,91 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen |
-190.231.567,40 | -197.641.571,63 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 12.222.961,52 | 12.100.436,28 |
| Vertriebskosten | $-1.281.380,38$ | -2.866.019,31 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | $-6.118.622, 17$ | -6.372.889,97 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 4.792.846,60 | 13.886.342,65 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -2.338.868,20 | -11.932.444,61 |
| Ergebnis aus der betrieblichen Tätigkeit | 7.276.937,37 | 4.815.425,04 |
| Beteiligungsergebnis | 10.837.928,51 | 0,00 |
| Zinserträge | 48.025,57 | 817,37 |
| Zinsaufwendungen | $-1.051.917,94$ | -368.442,43 |
| Finanzergebnis | 9.834.036,14 | -367.625,06 |
| Ergebnis vor Steuern | 17.110.973,51 | 4.447.799,98 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | $-3.791.708,56$ | $-1.423.295,97$ |
| Jahresergebnis | 13.319.264,95 | 3.024.504,01 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisse | 0,00 | 0,00 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,00 | 0,00 |
| Gesamtergebnis | 13.319.264,95 | 3.024.504,01 |
| davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 1.143,64 | 874,78 |
| davon: Anteile der Aktionäre der ADM Hamburg Aktiengesellschaft |
13.318.121,31 | 3.023.629,23 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 17,79 EUR | 4,04 EUR |
| Gezeichnetes Kapital TEUR |
Kapital- rücklage TEUR |
Gewinn- rücklagen TEUR |
Summe Rücklagen TEUR |
Anteile anderer Gesellschafter teur |
Gesamt TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1, Januar 2013 | 19.143 | 21,205 | 21,898 | 43 103 | 30 | 62,276 |
| Jahresüberschuss | Ω | o | 3.024 | 3.024 | 3,025 | |
| Stand 30, Juni 2013 | 19.143 | 21,205 | 24,922 | 46.127 | 31 | 65,301 |
| Gezeichnetes Kapital TEUR |
Kapital- rücklage TEUR |
Gewinn- rücklagen TEUR |
Summe Rücklagen TEUR |
Anteile anderer Gesellschafter TEUR |
Gesamt TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar 2014 | 19,143 | 21,205 | 23,749 | 44.954 | 32 | 64,129 |
| Jahresüberschuss | ٥ | 13.318 | 13.318 | 13,319 | ||
| Stand 30, Juni 2014 | 19,143 | 21,205 | 37.067 | 58,272 | 33 | 77,448 |
| 1.1. - 30.6.2014 1.1. - 30.6.2013 | ||
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Laufende Geschäftstätigkeit | ||
| Jahresüberschuss | 13.319 | 3,025 |
| Sonstiger Cashflow | $-112$ | 7,707 |
| Cashflow | 13,207 | 10,732 |
| Sonstige Ab-/Zuflüsse aus betrieblicher Tätigkeit | 5.022 | $-4,432$ |
| Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit | 18.229 | 6,300 |
| Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit | $-5.811$ | $-6,762$ |
| Mittelzu-/Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit | $-12,990$ | 350 |
| Erhöhung/Verminderung der flüssigen Mittel | $-572$ | $-112$ |
| Flüssige Mittel am Anfang des Geschäftsjahres | 657 | 199 |
| Flüssige Mittel am Ende des Berichtszeitraumes | 85 | 87 |
Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft und die übrigen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind im Bereich der Nahrungs- und Futtermittelindustrie tätig. Sie befassen sich mit der Beschaffung, dem Transport, der Lagerung, der Verarbeitung und dem Vertrieb von Ölsaaten, Fettstoffen und Futtermitteln. Darüber hinaus wird Rapsöl zu Biodiesel weiterverarbeitet.
Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2014 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 und in Anwendung von § 315a HGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt worden.
Die im Anhang des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2013 gegebenen Erläuterungen Hinblick auf die Bilanzierungsund insbesondere im Bewertungsmethoden gelten entsprechend.
Dieser Bericht wurde weder einer prüferischen Durchsicht noch einer Prüfung nach § 317 HGB durch den Abschlussprüfer unterzogen.
Die RGL (Rostocker Getreide Lager) GmbH & Co. KG, welche seit der im Berichtszeitraum erfolgten Beteiligung der ATR Landhandel GmbH & Co. KG, Ratzeburg, als Joint Venture zweier gleichberechtigter Partner geführt wird, ist aus Konsolidierungskreis ausgeschieden. Darüber hinaus ist der dem Konsolidierungskreis unverändert geblieben.
Das Grundkapital der ADM Hamburg Aktiengesellschaft beträgt zum 30. Juni 2014 und zum 31. Dezember 2013 jeweils EUR 19.142.768,03. Es ist eingeteilt in 748.800 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Es handelt sich hierbei seit der Hauptversammlung am 6. Juli 1999 um nennbetragslose Stückaktien.
Die ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, hält an der ADM Hamburg Aktiengesellschaft eine Mehrheitsbeteiligung. Im Juli 1996 hat die ADM Hamburg Aktiengesellschaft mit der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH als herrschendem Unternehmen einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Die Minderheitsaktionäre haben das Recht auf eine festgelegte jährliche Ausgleichszahlung seitens der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH.
Der ADM Hamburg Konzern ist als international tätiger Konzern im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten Währungs- und Commodity-Risiken ausgesetzt. Der Konzernvorstand bedient sich bei der Überwachung dieser Risiken neben seinem eigenen Berichtswesen unter anderem des Instrumentariums, welches von der Muttergesellschaft (ADM Company) bereitgestellt wird. Die Unternehmenspolitik der ADM Company ist die Begrenzung dieser Risiken durch ein systematisches Risiko-Management. Als Instrumente dienen vor allem Devisentermingeschäfte und Commodity-Termingeschäfte.
Instrumenten zählen börsengehandelte Commodityeingesetzten $Zu$ den Termingeschäfte, Devisentermingeschäfte sowie zu Handelszwecken eingegangene Ein-und Verkaufskontrakte. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.
Es werden unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag die gezahlten oder sowie die latenten auf Einkommen und Ertrag Steuern geschuldeten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Darüber hinaus belastet die ADM Beteiligungsgesellschaft mbH als Organträger die ADM Hamburg gemäß einer Vereinbarung vom 1. Dezember 1997 mit Körperschaft- und Gewerbeertragsteuer.
Bezüglich der Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013. Es haben sich bis zum 30. Juni 2014 keine wesentlichen Änderungen ergeben.
Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag sind uns nicht bekannt geworden.
Hamburg, 26. September 2014
ADM Hamburg Aktiengesellschaft
Der Vorstand
(Jaana Kleinschmit von Lengefeld)
(Dr. Kai-Uwe Ostheim)
Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem 31. Dezember 2013 um € 18,0 Mio auf € 302,3 Mio. Der Rückgang ist im Wesentlichen saisonal bedingt, wie verringerte Vorräte per 30. Juni 2014 vor Beginn der diesjährigen Erntesaison zeigen.
Die Geschäftsaktivitäten wurden im wesentlichen Umfang fortgeführt. Durch Beteiligung der ATR Landhandel GmbH & Co. KG, Ratzeburg, an der im Vorjahr neu gegründeten RGL (Rostocker Getreide Lager) GmbH & Co. KG, in welche der "Silo Rostock" eingebracht worden war, wird der Silobetrieb seit Februar 2014 nun als Joint Venture zweier gleichberechtigter Partner betrieben.
Zur Finanzlage stellen wir fest, dass die Liquidität zu jeder Zeit gewährleistet war. Im Konzern wurde auch in der Berichtsperiode ein positiver Cashflow erzielt.
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2014 wurde ein Konzernumsatz von € 202,5 Mio (1. Halbjahr 2013: € 209,7) erzielt. Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag bei € 12,2 Mio (1. Halbjahr 2013: € 12,1 Mio). Vor Steuern wurde im ersten Halbjahr ein Gewinn in Höhe von € 17,1 Mio (1. Halbjahr 2013 € 4,4 Mio) erzielt.
Wesentlichen Einfluss auf das gesteigerte Ergebnis vor Steuern hatte die bereits genannte Fortführung der RGL (Rostocker Getreide Lager) GmbH & Co. KG als at Equity bilanziertes Joint Venture, da im Zuge des Ausscheidens der Gesellschaft aus dem Konsolidierungskreis ein einmaliges Beteiligungsergebnis in Höhe von € 10,8 Mio. erzielt wurde.
In der ersten Hälfte des Jahres 2014 sind die Preise für landwirtschaftliche Produkte weiter gesunken. Im Fall von Weizen sank die Notierung für den vorderen Kontraktmonat an der Matif von € 208 / t Anfang Januar auf € 186 / t Ende Juni. Die Notierung für den Raps sank im gleichen Zeitraum von € 367 / t auf € 340 / t. Zwischenzeitlich hatte die aufkommende Krise in der Ukraine sowie eine weiterhin starke Nachfrage zwar dafür gesorgt, dass sich die Preise noch einmal stabilisierten. Letztlich überwog jedoch der Einfluss der weltweit guten Wachstumsbedingungen und ständig steigender Produktionserwartungen und mittlerweile liegen die Notierungen bekanntlich noch deutlich unter dem zuvor genannten Niveau.
Nach Ansicht des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums (USDA) soll die weltweite Getreideproduktion im Wirtschaftsjahr 2014/15 bei knapp 2,5 Mrd. t liegen und die Rekordmarke aus dem letzten Jahr noch einmal übertreffen. Darin enthalten sind ebenfalls neue Bestmarken für Weizen und Mais. Die globale Erzeugung von Ölsaaten wird nach Ansicht des USDA ebenfalls einen neuen Höchstwert erreichen. Für die weltweit sieben wichtigsten Ölsaaten steht momentan ein Wert von 677 Mio. t zu Buche inklusive neuer Rekordmengen an Sojabohnen.
Auch innerhalb der EU waren die Wachstumsbedingungen für Getreide und Raps im Frühjahr ausgezeichnet. Entsprechend hat die EU-weite Rapserzeugung ein Niveau von knapp 24 Mio. t erreicht und den bisherigen Rekord aus dem Jahr 2009 um mehr als 2 Mio. t übertroffen. Auch die Weizenproduktion hat mit rund 155 Mio. t neue Maßstäbe gesetzt. Die deutsche Landwirtschaft hat maßgeblich zu diesem Ergebnis beigetragen. Sowohl beim Raps als auch bei Weizen und Gerste wurden neue Rekorderträge erzielt.
Das globale Wachstum von Bevölkerung und Wohlstand geht unbeirrt weiter und Getreide und Ölsaaten zu Futterund nach die Nachfrage lässt Nahrungsmittelzwecken unaufhörlich steigen. Dies machte sich in Form einer starken Nachfrage aus Asien und Afrika auch in der ersten Hälfte dieses Jahres bemerkbar. So stiegen die Ausfuhren führender Exportländer in vielen Bereichen auf ein Rekordniveau. Die EU beispielsweise exportierte rund 29 Mio. t Weizen und knapp 6 Mio. t Gerste. Die USA und Brasilien erzielten neue Rekorde bei der Ausfuhr von Sojabohnen und die Ukraine eine neue Bestmarke beim Maisexport.
Der Biokraftstoffsektor ist zurzeit allerdings keine treibende Kraft auf der Nachfrageseite. Dies gilt für die EU genauso wie für die USA und Südamerika. In den USA steigen die staatlich vorgeschriebenen Beimischungsmengen von Ethanol nicht mehr an, sodass die Nachfrage nach Mais aus diesem Sektor stagniert. In Argentinien steigt die Biodieselproduktion nicht mehr, weil die EU der argentinischen Regierung eine unfaire Wettbewerbspolitik vorwirft und den dort hergestellten Biodiesel mit prohibitiv hohen Strafzöllen belegt hat. In der EU steigen die Beimischungsverpflichtungen nicht weiter, weil sie - wie im Fall von Biodiesel schon das mit der Automobilindustrie vereinbarte Maximum erreicht haben, und weil die Politik langfristig ohnehin auf andere Energiequellen zu setzen scheint und in der derzeitigen Diskussion von zusätzlicher Unterstützung für die Biokraftstoffe absieht. Im Bereich pflanzlicher Öle ist die Stagnation im Biokraftstoffbereich ein wesentlicher Grund für derzeit große Reserven, die zusätzlich auf die Preise drücken. Vor allem in China sind die Ölbestände in den letzten Jahren stark angewachsen. Pflanzenöl kann die Verarbeitungsmargen der Ölmühlen zurzeit kaum tragen. Dies ist demnach eher die Aufgabe der Schrote, obwohl auch in diesem Bereich die Preise zuletzt stark gesunken sind.
Die Versorgung unserer Ölmühle mit Sojabohnen und Rapssaat war im abgelaufenen Berichtszeitraum des ersten Halbjahres 2014 zu jedem Zeitpunkt gewährleistet.
Die Auslastung der Verarbeitungsanlagen für Sojabohnen und Rapssaat der ADM Hamburg Aktiengesellschaft war im ersten Halbjahr insgesamt zufriedenstellend und lag leicht über dem Vorjahreszeitraum. Das gilt sowohl für die Verarbeitung von Rapssaat und Sojabohnen.
Die Auslastung der Raffinationsanlagen zeigte ein differenziertes Bild. Während die Produktion von Rüb- und Sojaöl auf gutem Niveau lag und gegenüber dem Vorjahr sogar einen Anstieg auswies, reduzierte sich die Verarbeitung von Palmöl deutlich. Im Vergleich zu unseren Wettbewerbern sind wir mit unserer Anlagenauslastung zufrieden, da diese im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich gesteigert werden konnte. Biodiesel, als ein Biokraftstoff der ersten Generation, ist derzeit weiterhin eine der ganz wenigen markttauglichen Alternativen in flüssiger Form für den Straßenverkehr.
Über den gesamten Berichtszeitraum war das Angebot an vegetabilen Ölen in Deutschland und der EU größer als die Nachfrage und somit war der Druck auf die Preise unverändert groß und haben diese tendenziell nachgeben lassen.
Nach wie vor wurde die sogenannte "Tank-Teller"-Diskussion vereinzelt in den Medien mit geringer Ausgewogenheit geführt. Die gerade in diesem Sommer eingefahrene Rekordernte sollte helfen, diese Debatte zu versachlichen.
Auf politischer Ebene ist derzeit noch kein Kompromiss zwischen der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament und dem Europäischen Rat über den am 17. Oktober 2012 vorgelegten Richtlinienänderungsvorschlag der Europäischen Kommission zur Änderung der Erneuerbaren-Energien-Richtlinie gefunden worden. Ziel ist es, die Produktion von anbaubiomasse-basierten Biokraftstoffen zu begrenzen und die Entwicklung alternativer, so genannter Biokraftstoffe der zweiten Generation, auf Non-Food-Basis zu fördern. Zudem sollen bei der Bewertung der die Folgen indirekter Biokraftstoffen auch von Treibhausgasbilanz Landnutzungsänderungen berücksichtigt werden. Diese entstehen dadurch, dass auf Flächen, die ehemals für den Lebensmittelanbau genutzt wurden, nun Rohstoffe Biokraftstoffproduktion angebaut werden, und in l der Folge die für die Lebensmittelproduktion auf Flächen ausweichen muss, die ehemals von Regenwäldern bedeckt waren. Würde der ursprüngliche Vorschlag der Kommission
dies erhebliche umgesetzt werden, hätte wesentliche Änderungen ohne Auswirkungen auf den Absatz von Biodiesel und auf die Agrarmärkte Europas.
Schaut man auf die nationale Biokraftstoffpolitik Deutschlands, so ist aufgrund des für Anfang 2015 geplanten Umstiegs von einem energetischen Mindestanteil von Biokraftstoffen hin zu einem CO2-Minderungsziel ein spürbarer Rückgang des Biodieselbedarfs in Deutschland zu erwarten. Ein Rückgang der Nachfrage hätte die Auslastung der Auswirkungen auf ebenfalls negative Biodieselproduktionsanlagen, der Ölsaatenverarbeitung und der Raffination und damit auf Umsatzerlöse und Konzernergebnis.
Unser "Werk Noblee & Thörl", welches maßgeschneiderte Spezialöle und -fette für Berichtszeitraum auf im etwa Lebensmittelproduktion herstellt. war die Vorjahresniveau ausgelastet.
Die im Vorjahr in unserer Konzerngesellschaft ADM Rothensee GmbH & Co. KG vorgenommene Restrukturierung und Neuausrichtung des Geschäftes trägt erste Früchte.
Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft blickt erneut auf ein Halbjahr zurück, das große Anforderungen an die Märkte und damit an alle Mitarbeiter der ADM Hamburg Aktiengesellschaft gestellt hat.
Gleichwohl konnte der Konzern sein Ergebnis gegenüber dem ersten Halbjahr 2013 verbessern. Die Rekordernten in der gesamten EU und anderer benachbarter Agrarnationen, wie zum Beispiel Russland und die Ukraine, stellt uns vor große Herausforderungen für die Vermarktung der Rohstoffe, ihre Verarbeitung und die niedrigen Preisen ist den zu erwartenden Weiterveredelung. Bei Abgabebereitschaft aus der Landwirtschaft zu beobachten.
Die Wirtschaft vieler Länder Europas befindet sich unverändert in einer schwierigen Phase und auch die politischen Krisen, insbesondere in der Ukraine sowie im arabischen Raum kreieren weiterhin Unsicherheiten.
Der Konzern ist breit aufgestellt. Daher sehen wir gute Chancen, durch die Vermarktung unseres vielfältigen Produktportfolios die positiven Ergebnisse des ersten Halbjahres fortzuschreiben.
Die Megatrends einer weiter wachsenden globalen Bevölkerung mit steigenden Durchschnittseinkommen, sich ändernden Essgewohnheiten hin zu mehr Proteinen sowie zunehmender Mobilität gelten nach wie vor und stimmen uns auch langfristig optimistisch.
Ein ausführlicher Bericht zu den Chancen und Risiken ist im Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2013 enthalten. Wesentliche Veränderungen haben sich nicht ergeben. Wir verweisen daher auch auf unsere dort gemachten Ausführungen.
Dieser Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, welche auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung der ADM Hamburg Aktiengesellschaft beruhen. Auch wenn die Unternehmensleitung der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich abweichen. Zu diesen Faktoren können beispielsweise die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Lage, der Wechselkurse und der Zinssätze sowie Veränderungen der Warenmärkte gehören. Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
Kontakt: ADM Hamburg Aktiengesellschaft Marcel Hopfe Nippoldstr. 117 21107 Hamburg
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