Interim / Quarterly Report • Jul 27, 2023
Interim / Quarterly Report
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Zwischenbericht für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2023
| 01.01. – 30.06.2022 |
01.01. – 30.06.2023 |
Veränderung | ||
|---|---|---|---|---|
| Ergebnisentwicklung | ||||
| Umsatz | EUR Mio. | 2.126 | 2.753 | 29,5% |
| Gesamtleistung | EUR Mio. | 2.220 | 2.799 | 26,1% |
| EBITDA | EUR Mio. | –173,3 | –114,3 | 34,0% |
| EBIT | EUR Mio. | –261,5 | –206,9 | 20,9% |
| Free Cashflow | EUR Mio. | –286,7 | –281,6 | 1,8% |
| Investitionen | EUR Mio. | 88,8 | 49,8 | –43,9% |
| Konzernergebnis | EUR Mio. | –283,2 | –298,9 | –5,5% |
| Ergebnis je Aktie 1 | EUR | –1,77 | –1,34 | 24,4 |
| EBITDA-Marge | % | –8,1 | –4,2 | 3,9 PP |
| Working-Capital-Quote | % | –10,8 | –9,6 | 1,2 PP |
| Bilanz per 30.06.2023 bzw. 31.12.2022 | ||||
| Bilanzsumme | EUR Mio. | 4.757 | 4.796 | 0,8% |
| Eigenkapital | EUR Mio. | 878,1 | 992,1 | 13,0% |
| Eigenkapitalquote | % | 18,5 | 20,7 | 2,2 PP |
| Mitarbeiter | ||||
| Mitarbeiter per 30.06. | 9.046 | 9.683 | 7,1% | |
| Personalaufwand | EUR Mio. | 302,1 | 298,5 | –1,2% |
| Personalaufwandsquote | % | 14,2 | 10,8 | –3,4 PP |
| Unternehmensspezifische Kennzahlen | ||||
| Auftragseingang Segment Projekte | EUR Mio. | 2.357 | 2.354 | –0,2% |
| Installierte Leistung | MW | 1.864 | 3.098 | 66,2% |
1 Ergebnis je Aktie = auf der Basis von durchschnittlich gewichtet 223,318 Millionen Aktien (i.V.: 160,377 Millionen Aktien)
Konzernabschluss
02 Die Nordex-Aktie 04 Konzernzwischenlagebericht
20 Konzernanhang
Die Nordex-Aktie war mit einem Eröffnungskurs von EUR 13,20 in den ersten Handelstag des Jahres 2023 gestartet (Schlusskurs am 02.01.2023: EUR 12,87) und erreichte ihren Höchststand des ersten Halbjahres am 9. März mit EUR 15,63. Im Anschluss koppelte sich der Kursverlauf der Aktie aufgrund unternehmensspezifischer Nachrichten weitestgehend von der Entwicklung der relevanten Indizes ab. Im Umfeld der Ausgabe der Wandelschuldverschreibung setzte erwartungsgemäß eine Abwärtsbewegung ein, in deren Verlauf die Nordex-Aktie am 3. Mai mit EUR 10,37 den tiefsten Kurs des ersten Halbjahres markierte. Nach Bekanntgabe der Zahlen für das erste Quartal erholte sich der Kurs und schloss am 30. Juni 2023 mit EUR 11,13, sodass die Marktkapitalisierung zum Halbjahresstichtag gut EUR 2,6 Mrd. betrug.
Am 4. April 2023 hatte die Nordex SE eine neue, nicht nachrangige und unbesicherte grüne Wandelschuldverschreibung mit Fälligkeit zum 14. April 2030 begeben. Der Gesamtnennbetrag lag bei EUR 333 Mio. Die Wandelanleihen können ab 2028 in neue und/oder bestehende auf den Inhaber lautende Nordex-Stückaktien zu einem Preis von EUR 15,73 je Aktie gewandelt werden.
Im Anschluss an die außerordentliche Hauptversammlung vom 27. März 2023 gab die Nordex Group den erfolgreichen Abschluss des Debt-to-Equity-Swaps bekannt. Dabei wurden Forderungen der Acciona S.A. aus zwei Gesellschafterdarlehen einschließlich aufgelaufener Zinsen von insgesamt EUR 347 Mio. zu einem Preis von EUR 14,15 je Aktie in Eigenkapital umgewandelt. Durch diese Sachkapitalerhöhung erhöhte sich das Grundkapital der Gesellschaft um 24,5 Millionen neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien. Das neue Grundkapital stieg damit auf rund 236,5 Millionen Aktien an, wobei der Anteil der Acciona S.A. an der Gesellschaft nun rund 47% beträgt.
Der RENIXX-Index, der die 30 weltweit führenden börsennotierten Unternehmen aus dem Bereich Erneuerbare Energien wie die Nordex Group enthält, blieb im ersten Halbjahr 2023 mit einer Performance von -0,4% nahezu unverändert. Die deutschen Indizes TecDAX und MDAX, in denen die Nordex Group ebenfalls seit dem 27. Februar gelistet ist, legten im selben Zeitraum um 9,7% bzw. 9,9% zu.
Im zweiten Quartal haben Analysten der Institute Exane BNP Paribas, Bank Pekao und Deutsche Bank ihre Coverage aufgenommen, sodass nun wieder insgesamt 14 Analysten deutscher und internationaler Institute das Unternehmen und die Nordex-Aktie analysieren und regelmäßig Studien mit Empfehlungen sowie Kurzberichte oder Kommentare dazu veröffentlichen. Dabei empfahlen per Stichtag 30. Juni 2023 acht von ihnen die Nordex-Aktie zum Kauf und sechs rieten zu einem Halten.
| Aktiengattung | Nennwertlose Inhaber-Stammaktien |
|---|---|
| Marktsegment | Prime Standard/ Regulierter Markt |
| Handelsplatz | Frankfurter Wertpapierbörse |
| Indexzugehörigkeit | MDAX, TecDAX, ÖkoDAX, HASPAX, RENIXX |
| ISIN | DE000A0D6554 |
| WKN | A0D655 |
| Börsenkürzel | NDX1 |
| 2023 | ||
|---|---|---|
| Anzahl Aktien gesamt zum 01.01. | Stück | 211.946.227 |
| Anzahl Aktien gesamt zum 30.06. (nach Kapitalerhöhungen) | Stück | 236.450.364 |
| Grundkapital zum 01.01. | EUR | 211.946.227,00 |
| Grundkapital zum 30.06. (nach Kapitalerhöhungen) | EUR | 236.450.364,00 |
| Schlusskurs zum 02.01. | EUR | 12,87 |
| Schlusskurs zum 30.06. | EUR | 11,13 |
| Höchstkurs H1 | EUR | 15,63 |
| Tiefstkurs H1 | EUR | 10,37 |
| Marktkapitalisierung zum 30.06. | EUR Mio. | 2.630,5 |
zum 30. Juni 2023
Zentrale Belastungsfaktoren, die 2022 noch zur Abschwächung der Weltkonjunktur geführt hatten, haben sich zuletzt zwar verbessert. Zum einen sind die Energiepreise gesunken, zum anderen hat China Anfang 2023 die Null-Covid-Politik aufgegeben. In der Folge lösten sich die globalen Lieferengpässe sukzessive weitgehend auf. Trotz des anhaltenden Ukrainekriegs hat die Weltkonjunktur so wieder Tritt gefasst. Dagegen wirkt allerdings die Straffung der Geldpolitik restriktiv auf die Konjunktur, da sie zu deutlich höheren Finanzierungskosten geführt hat und somit die Ausgabeneigung bremst. Auch die Finanzpolitik ist nicht mehr so expansiv ausgerichtet wie zuvor. Auf Basis der aktuellen Prognosen von führenden Wirtschaftsforschern verfestigt sich der bereits zuvor kommunizierte, abgeschwächte Konjunkturausblick. In Summe dürfte die Weltwirtschaft 2023 nochmals langsamer expandieren als im kriegsbedingt bereits gedämpften Jahr 2022 (u.a. IfW/Kiel, Ifo/München). Vor allem in Europa, speziell im Euroraum, ist die Entwicklung verhalten. Die deutsche Wirtschaft wird laut den aktuellen Prognosen 2023 sogar leicht schrumpfen.
Im ersten Halbjahr 2023 beliefen sich die Installationen in Deutschland auf 331 neue Windenergieanlagen (WEA) an Land mit einer Leistung von insgesamt 1.565 MW, davon 80 WEA mit 396 MW durch Repowering. Damit wurden in den ersten sechs Monaten bereits 65% der Gesamtinstallationen des Vorjahres erreicht, d.h. der Zubau hat an Dynamik gewonnen. Kumuliert wuchs der Anlagenbestand somit bis zum Halbjahresultimo unter Berücksichtigung von Stilllegungen auf 28.517 WEA mit einer Gesamtleistung von 59.343 MW. Im ersten Halbjahr 2023 wurden in Deutschland zwei Ausschreibungsrunden für Onshore-WEA durchgeführt, die einerseits zwar deutlich unterzeichnet waren, aber dennoch die Vorjahreswerte klar überstiegen. Für 2.999 MW wurden Zuschläge erteilt. Die Zuschlagswerte bewegten sich eng am Höchstwert und gut ein Viertel über dem Vergleichswert des Vorjahres. Konkret stieg der mittlere mengengewichtete Zuschlagswert laut Bundesnetzagentur (BNetzA) bei den Ausschreibungen im ersten Halbjahr auf 7,34 ct/ kWh (Gesamtjahr 2022: 5,81 ct/ kWh).
Trotz der bestehenden Herausforderungen erwarten der Branchenverband BWE, Deutsche WindGuard GmbH und der VDMA auf dieser Basis nun, dass der obere Bereich der bisherigen Installationsprognose von 2,7 bis 3,2 GW im Jahr 2023 erreichbar ist. Allerdings ist das Momentum noch zu niedrig, um die mittelfristigen Ziele der Bundesregierung zu erreichen. So schreibt das EEG den anvisierten Ausbaupfad für die Windenergie an Land fest. Danach soll bereits 2024 ein kumulierter Bestand mit einer Leistung von 69 GW existieren. Bis 2030 soll Gesamtbestand dann auf 115 GW steigen. Da zum Ende Juni 2023 in Deutschland an Land WEA mit einer Leistung rund 59 GW in Betrieb sind, wäre allein zur Erreichung des Zwischenziels 2024 eine Steigerung des Gesamtbestands von gut 16% innerhalb der nächsten eineinhalb Jahre erforderlich. Die Schlüssel, um die politischen Zielvorgaben – insbesondere einen Zubau von 10 GW pro Jahr ab 2025 – zu erreichen, sehen die Verbände in einer schnellen Flächenzuweisung und einer weiteren Beschleunigung der Genehmigungen.
Insgesamt ergeben sich darüber hinaus für das Branchenumfeld keine grundlegenden Abweichungen zu der Darstellung im Geschäftsbericht 2022.
Das Marktumfeld für Hersteller von Windenergieanlagen wie der Nordex Group stand im ersten Halbjahr 2023 einerseits nach wie vor unter dem Einfluss des russischen Angriffskriegs in der Ukraine, der hohen Inflation und steigenden Zinsen. Andererseits ist die Branche im Sog von neuen politischen Anstrengungen und Plänen zur Eindämmung des Klimawandels noch stärker in den Fokus gerückt. Die längerfristigen Perspektiven für die Branche haben sich damit verbessert, denn die Windenergie ist und bleibt ein elementarer Baustein der weltweiten Energiewende. Allerdings benötigt die realwirtschaftliche Umsetzung der politischen Vorgaben und Förderungskonzepte noch einige Zeit, bis sie sich vollständig entfaltet. Im zweiten Quartal 2023 waren darüber hinaus vor allem folgende unternehmensspezifische Ereignisse von besonderer Bedeutung für die Geschäftsentwicklung der Nordex Group und die Kommunikation mit dem Kapitalmarkt:
Nordex hat den auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 27. März 2023 beschlossenen Debt-to-Equity-Swap erfolgreich abgeschlossen. Dabei wurden Forderungen der Acciona S.A. aus den beiden Gesellschafterdarlehen sowie Zinsen in Höhe von insgesamt EUR 347 Mio. zu einem Preis von EUR 14,15 je Aktie in Eigenkapital umgewandelt. Ziel der unter Ausschluss des gesetzlichen Bezugsrechts durchgeführten Transaktion war es, die Kapitalstruktur zu stärken und zukünftig jährliche Zinskosten von rund EUR 46 Mio. einzusparen. Durch diese Sachkapitalerhöhung erhöhte sich das Grundkapital der Gesellschaft um 24,5 Mio. neue, auf den Inhaber lautende Stückaktien. Das Grundkapital erhöhte sich damit auf rund 236,5 Mio. Aktien. Der Anteil der Acciona S.A. an der Gesellschaft beträgt seither rund 47%.
Die Nordex SE hat im April neue, nicht nachrangige und unbesicherte grüne Wandelschuldverschreibungen mit Fälligkeit zum 14. April 2030 begeben. Der Gesamtnennbetrag lag bei EUR 333 Mio. Die Wandelanleihen können ab 2028 in neue und/oder bestehende auf den Inhaber lautende Nordex-Stückaktien gewandelt werden. Mit dieser Kapitalmaßnahme hat Nordex die Kapitalstruktur gestärkt und die Finanzierungskosten weiter verbessert.
Die ordentliche Hauptversammlung 2023 der Nordex SE fand am 6. Juni 2023 als virtuelle HV statt. Bei allen Abstimmungen erteilten die Aktionäre der Verwaltung ihr Votum mit jeweils sehr hoher Zustimmung.
| Eckdaten zur Segmententwicklung | ||
|---|---|---|
| Projekte | Service | Konzern | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| EUR Mio. | H1 2023 | H1 2022 | H1 2023 | H1 2022 | H1 2023 | H1 2022 |
| Auftragseingang | 2.353,5 | 2.357,2 | 401,4 | 234,6 | 2.754,9 | 2.591,8 |
| Auftragsbestand | 6.386,6 | 6.676,7 | 3.417,5 | 3.061,4 | 9.804,1 | 9.738,1 |
| Umsatz 1 | 2.452,0 | 1.901,9 | 304,9 | 226,3 | 2.753,2 | 2.126,2 |
| EBIT 2 | –138,4 | –144,4 | 40,1 | 39,1 | –206,9 | –261,5 |
1 Nach nicht zugeordneten Umsatzerlösen sowie Intrasegment-Konsolidierung
2 Nach nicht zugeordneten Erträgen und Aufwendungen sowie Intrasegment-Konsolidierung
In der Segmentberichterstattung werden Umsatzerlöse, Aufwendungen und Erträge, die den beiden Segmenten "Projekte" und "Service" nicht eindeutig zugeordnet werden können, separat als "Nicht zugeordnet" ausgewiesen. Die vollständige Segmentberichterstattung befindet sich im Anhang ab S. 25.
Die Nordex Group erhielt im ersten Halbjahr 2023 im Segment Projekte feste Aufträge im Wert von EUR 2.354 Mio. (H1 2022: EUR 2.357 Mio.) für 485 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von 2.641 MW (H1 2022: 575 Turbinen mit 3.002 MW). Geografisch wurden die Aufträge im Berichtszeitraum in 16 europäischen Ländern generiert, wobei die größten Volumina (gemessen in MW) aus Deutschland, Litauen, Griechenland und Estland kamen.
Der durchschnittliche Verkaufspreis in Euro je Megawatt Leistung (ASP) stieg verglichen mit dem Vorjahreszeitraum deutlich auf EUR 0,89 Mio./MW (H1 2022: EUR 0,79 Mio./MW).
Der Auftragsbestand im Segment Projekte belief sich zum Halbjahresstichtag 30. Juni 2023 auf EUR 6.387 Mio. (30. Juni 2022: EUR 6.677 Mio.). Davon entfielen auf Europa 83%, auf Lateinamerika 14% sowie auf Nordamerika 2% und auf die Region "Rest der Welt" 1%. Die Book-to-Bill-Quote (Verhältnis von Auftragseingang zu Umsatzrealisierung im Segment Projekte) lag für das erste Halbjahr 2023 bei 0,96 (H1 2022: 1,24).
Das Segment Service erzielte im ersten Halbjahr 2023 einen Auftragseingang in Höhe von EUR 401,4 Mio. (H1 2022: EUR 234,6 Mio.), der Auftragsbestand lag zum Ende der Berichtsperiode bei EUR 3.418 Mio. (30. Juni 2022: EUR 3.061 Mio.). Per 30. Juni 2023 betreute die Nordex Group für ihre Kunden insgesamt 10.956 Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von 32,8 GW (30. Juni 2022: 10.100 Windenergieanlagen mit 28,4 GW Leistung).
| Turbinen (MW) | Rotorblätter (Stück) | |||
|---|---|---|---|---|
| Produktion | H1 2023 | H1 2022 | H1 2023 | H1 2022 |
| Deutschland | 1.571,7 | 1.468,8 | n/ a | 216 |
| Spanien | 178,6 | 401,5 | 195 | 30 |
| Brasilien | 506,5 | 334,9 | n/ a | n/ a |
| Indien | 423,0 | 729,8 | 311 | 318 |
| China | 206,5 | 0 | 0 | 0 |
| Mexiko | n/ a | n/ a | n/ a | 9 |
| Argentinien | n/ a | n/ a | n/ a | n/ a |
| Gesamt | 2.886,3 | 2.935,0 | 506 | 573 |
Im ersten Halbjahr 2023 erreichte die Produktion in der Turbinenmontage aufgrund der höheren Nennleistung der montierten Windturbinen mit 2.886 MW knapp das Volumen des Vorjahres von 2.935 MW. Von insgesamt 557 Maschinenhäusern (H1 2022: 604 Stück) wurden 319 in Deutschland gefertigt. Dies entspricht einem Anteil von mehr als der Hälfte.
Die Anzahl der produzierten Rotorblätter stieg auf 2.224 Stück an (H1 2022: 2.162 Blätter), davon stellte das Unternehmen 506 Stück (H1 2022: 573 Blätter) selbst her und beschaffte von externen Lieferanten 1.718 Stück (H1 2022: 1.589 Blätter).
| Installierte Leistung (MW) | |||
|---|---|---|---|
| Land | H1 2023 | H1 2022 | |
| Europa | 1.862,5 | 1.407,4 | |
| Lateinamerika | 757,5 | 348,0 | |
| Nordamerika | 261,0 | 108,9 | |
| Rest der Welt | 216,6 | 0 | |
| Gesamt | 3.097,7 | 1.864,3 | |
Die Nennleistung und die Anzahl der installierten Windenergieanlagen erhöhten sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 3.098 MW (H1 2022: 1.864 MW) bzw. 632 Windenergieanlagen in 22 Ländern (H1 2022: 416 Windenenergieanlagen in 16 Ländern). Die Installationen entfielen zu 60% auf Europa, zu 25% auf Lateinamerika, zu 8% auf Nordamerika (in MW) und zu 7% auf den Rest der Welt.
| 01.01. – 30.06.2023 |
01.01. – 30.06.2022 |
Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Umsatz (in EUR Mio.) |
2.753,2 | 2.126,2 | 29,5% |
| EBITDA-Marge (in %) |
–4,2 | –8,1 | –3,9 PP |
| EBIT-Marge 1 (in %) | –7,4 | –12,2 | 4,8 PP |
| Investitionen (CAPEX) (in EUR Mio.) |
49,8 | 88,8 | –43,9% |
| Finanzergebnis (in EUR Mio.) |
–78,8 | –38,6 | –99,4% |
| Konzernergebnis (in EUR Mio.) |
–298,9 | –283,2 | –5,5% |
| Ergebnis je Aktie 2 (in EUR) |
–1,34 | –1,77 | 24,4 |
| Working Capital Quote (in %, Stichtag 30.06.) |
–9,6 | –10,8 | 1,2 PP |
| Free Cashflow (in EUR Mio.) |
–281,6 | –286,7 | –1,8% |
| Eigenkapitalquote (in %, Stichtag 30.06.) |
20,7 | 17,9 | 2,7 PP |
1 Ohne Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation (PPA) für Acciona Windpower 2 Auf der Basis von durchschnittlich gewichtet 223,318 Millionen Aktien
(i. V.: 160,377 Millionen Aktien)
Mit den im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich erhöhten Installationsaktivitäten stieg der Konzernumsatz der Nordex Group im ersten Halbjahr 2023 um 29,5% auf EUR2.753,2Mio. (H1 2022: EUR 2.126,2 Mio.). Dabei lag das Umsatzvolumen des zweiten Quartals 2023 in Höhe von EUR 1.536,1 Mio. wie erwartet sowohl mit +26,2 % deutlich über dem des ersten Quartals 2023 (Q1 2023: EUR 1.217,1 Mio.) als auch mit +28,7% signifikant über dem des zweiten Quartals 2022 (Q2 2022: EUR 1.193,3. Mio.). Dabei stieg der Umsatz im Segment Projekte bis Ende Juni um 28,9% auf EUR 2.452,0 Mio. (H1 2022: EUR 1.901,9 Mio.). Das Segment Service, für das kontinuierliche Erlöse charakteristisch sind, konnte den Umsatz durch neue Verträge um 34,7% auf EUR 304,9 Mio. steigern (H1 2022: EUR 226,3 Mio.). Im ersten Halbjahr 2023 machte der Anteil des Servicegeschäfts am Gesamtumsatz somit 11,1% aus nach 10,5% im Vergleichszeitraum des Vorjahres.
Trotz der im ersten Halbjahr erhöhten Installationen hat Nordex mit Blick auf das künftige Geschäftsvolumen in geringem Maße Vorräte aufgebaut. Infolge dieser Bestandsveränderungen von EUR 45,7 Mio. betrug die Gesamtleistung in der ersten Jahreshälfte 2023 EUR 2.798,9 Mio. (H1 2022: EUR 2.220,2 Mio.). Der Rohertrag (Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand) stieg im Berichtszeitraum deutlich um 19,3% auf EUR 293,4 Mio. (H1 2022: EUR 245,9 Mio.). Im Vergleich zum Vorjahr wirkte sich hier vor allem das gestiegene Installationsniveau positiv aus. Die Strukturkosten (Personalkosten sowie der Saldo aus sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen) sanken leicht um 2,7 % auf EUR 407,7 Mio. (H1 2022: 419,2 Mio.). Dabei ist der Personalaufwand geringfügig um 1,2 % auf EUR 298,5 Mio. gesunken, insbesondere, da in der Vorjahresperiode Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von EUR 29,6 Mio. enthalten waren.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) der Nordex Group hat sich somit in Summe in den ersten sechs Monaten auf EUR –114,3 Mio. verbessert (H1 2022: EUR –173,3 Mio.) und erreichte mit EUR 0,6 Mio. im zweiten Quartal den Breakeven. Die Abschreibungen beliefen sich im Berichtszeitraum auf EUR 92,6 Mio. (H1 2022: EUR 88,2 Mio.). Darin waren EUR 2,5 Mio. Abschreibungen aus der Kaufpreisallokation (PPA) im Zusammenhang mit der Übernahme von Acciona Windpower enthalten (H1 2022: EUR 2,4 Mio.).
Im ersten Halbjahr 2023 betrug das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) somit EUR –206,9 Mio. (H1 2022: EUR –261,5 Mio.). Die korrespondierende EBIT-Marge verbesserte sich auf –7,5 % (H1 2022: –12,3 %), bereinigt um die PPA-Abschreibungen auf –7,4 % (H1 2022: –12,2 %). Vor nicht zugeordneten Aufwands- und Ertragspositionen betrug das EBIT im Segment Projekte im Berichtszeitraum EUR –138,4 Mio. (H1 2022: EUR –144,4 Mio.) und im Segment Service EUR 40,1 Mio. (H1 2022: EUR 39,1 Mio.).
Das Finanzergebnis belief sich im ersten Halbjahr 2023 auf EUR –76,8 Mio. (H1 2022: EUR – 38,6 Mio.). Der Anstieg ist vor allem auf die Zinsen für Gesellschafterdarlehen zurückzuführen, die vor der Umsetzung des Debt-Equity-Swaps angefallen sind. Das Ertragssteuerergebnis für die Berichtsperiode lag bei EUR –15,1 Mio. (H1 2022: EUR 16,8 Mio.). Damit ergab sich ein Konzernverlust von EUR 298,9 Mio. (H1 2022: Konzernverlust von EUR 283,2 Mio.). Das Ergebnis je Aktie (EPS) für das erste Halbjahr 2023 belief sich auf EUR –1,34 (H1 2022: EUR –1,77).
Die Working-Capital-Quote betrug zum 30. Juni 2023 – 9,6% nach –10,8% zum Halbjahresstichtag 2022 und nach –10,2% zum Jahresultimo 2022. Ausschlaggebend dafür war auch, dass das absolute Working Capital weiter gesunken, der Umsatz aber kräftig gestiegen ist. Der operative Cashflow der Nordex Group war mit EUR –218,2 Mio. im ersten Halbjahr 2023 nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahreshalbjahr (H1 2022: EUR –218,1 Mio.). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag mit EUR – 63,4 Mio. leicht unter dem des ersten Halbjahres 2022 (H1 2022: EUR – 68,7 Mio.). Damit betrug der Free Cashflow in den ersten sechs Monaten 2023 EUR –281,6 Mio. (H1 2022: EUR –286,7 Mio.). Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich im Berichtszeitraum auf EUR 307,6 Mio. (H1 2022: EUR 144,8 Mio.), im Wesentlichen geprägt durch die Rückzahlung der Hochzinsanleihe, den Debt-to-Equity-Swap sowie die Ausgabe der Wandelanleihe.
Die flüssigen Mittel der Nordex Group beliefen sich zum 30. Juni 2023 auf EUR 651,0 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 633,5 Mio.). Zum Halbjahresende 2023 verfügte die Nordex Group weiterhin über eine starke Nettoliquidität (Überschuss an liquiden Mitteln nach Abzug von Bankverbindlichkeiten sowie Anleihe, Gesellschafterdarlehen und Mitarbeiteranleihe) in Höhe von EUR 359,7 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 244,3 Mio.).
Die Bilanzsumme stieg zum 30. Juni 2023 im Vergleich zum Vorjahresultimo leicht um 0,8% auf EUR 4.795,7 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 4.756,7 Mio.). Auf der Aktivseite wirkten sich hier insbesondere die gestiegenen Vorratsbestände und kurzfristigen Vermögenswerte aus. Bei den Passiva ergab sich eine Verschiebung von den kurzfristen zu den langfristigen Verbindlichkeiten. Darüber hinaus glich innerhalb der kurzfristigen Passiva der Rückgang von Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen den Anstieg von Vertragsverbindlichkeiten nahezu aus.
Das Eigenkapital verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahresende um 13,0% auf EUR 992,1 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 878,1 Mio.). Hierbei wurde das negative Konzernergebnis durch die Erhöhungen des gezeichneten Kapitals und der Kapitalrücklage überkompensiert. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich damit zum Stichtag 30. Juni 2023 auf 20,7% (31. Dezember 2022: 18,5%).
In Summe lagen die Investitionen (CAPEX) im ersten Halbjahr 2023 mit EUR 49,8 Mio. um 43,9 % unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums (H1 2022: EUR 88,8 Mio.). Vor allem die Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von EUR 29,8 Mio. (H1 2022: EUR 76,9 Mio.) lagen unter dem Vorjahreswert und betrafen im Wesentlichen Investitionen in Formen und Ausrüstung sowie Investitionen in Transportausrüstung. Die Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen betrugen EUR 20,0 Mio. und lagen damit über dem Niveau der Vorjahresperiode (H1 2022: EUR 11,9 Mio.).
Zum Berichtsstichtag 30. Juni 2023 beschäftigte die Nordex Group weltweit 9.683 Mitarbeiter (30. Juni 2022: 9.046 Mitarbeiter). Grundsätzlich ist der Stellenaufbau auf das erhöhte Geschäftsvolumen zurückzuführen und erfolgte daher in verschiedenen, vor allem produktions- und projektnahen Bereichen sowie im Servicebereich.
In den ersten sechs Monaten 2023 haben sich die Rahmenbedingungen für die weitere Geschäftsentwicklung weitgehend unverändert entwickelt. Zwar haben sich die allgemeinen Konjunkturerwartungen zuletzt leicht eingetrübt, aber die spezifischen Perspektiven für die Windenergiebranche sind vor allem in Bezug auf die Mittelfristaussichten weiterhin positiv. Die im Geschäftsbericht 2022 dargestellten Chancen und Risiken für den Geschäftsverlauf der Nordex Group im Jahr 2023 bleiben daher im Wesentlichen unverändert.
Der Vorstand der Nordex SE hält, wie bereits im Geschäftsbericht 2022 genannt, an einem Konzernumsatz von EUR 5,6 bis 6,1 Mrd. und eine EBITDA-Marge in Höhe von –2,0 bis 3,0% fest. Besonders hinsichtlich des Umsatzes wird mit einer stärkeren zweiten Jahreshälfte gerechnet. Zudem erwartet der Vorstand bei der EBITDA-Marge eine weitere Verbesserung. Darüber hinaus rechnet das Unternehmen im Gesamtjahr 2023 mit Investitionen in Höhe von rund EUR 200 Mio. Die auf den Konzernumsatz bezogene Working-Capital-Quote soll zum Jahresende 2023 unter – 9 % liegen. Neben dieser Prognose bestätigt die Nordex Group ihre strategische Zielsetzung, mittelfristig eine Konzern-EBITDA-Marge von 8% zu erzielen.
Es sind keine nennenswerten Ereignisse innerhalb der Berichtsperiode erfolgt.
Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach Abschluss der Berichtsperiode bekannt.
Der vorliegende Halbjahresbericht zum 30. Juni 2023 (Konzern-Zwischenlagebericht und verkürzter Konzernzwischenabschluss) wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
zum 30. Juni 2023
| TEUR | Anhang | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|---|
| Flüssige Mittel | (1) | 650.974 | 633.541 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | (2) | 131.221 | 169.905 |
| Vertragsvermögenswerte aus Projekten | (3) | 717.020 | 720.191 |
| Kurzfristige Vertragsvermögenswerte aus Service | (4) | 10.696 | 8.393 |
| Vorräte | (5) | 1.140.039 | 1.103.153 |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 11.313 | 9.668 | |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | (6) | 100.803 | 79.549 |
| Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Vermögenswerte | (7) | 262.593 | 236.846 |
| Kurzfristige Aktiva | 3.024.659 | 2.961.247 | |
| Sachanlagen | (8) | 568.728 | 601.951 |
| Goodwill | (9) | 547.758 | 547.758 |
| Aktivierte Entwicklungsaufwendungen | (10) | 161.760 | 161.512 |
| Geleistete Anzahlungen | 41 | 34 | |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte | 11.429 | 12.528 | |
| Finanzanlagen | 3.396 | 3.468 | |
| Anteile an assoziierten Unternehmen | 82.673 | 67.757 | |
| Langfristige Vertragsvermögenswerte aus Service | (4) | 37.608 | 33.835 |
| Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte | (11) | 44.334 | 61.429 |
| Sonstige langfristige nicht finanzielle Vermögenswerte | (12) | 14.157 | 15.599 |
| Latente Steueransprüche | (13) | 299.186 | 289.541 |
| Langfristige Aktiva | 1.771.070 | 1.795.412 |
| Aktiva | 4.795.729 | 4.756.659 |
|---|---|---|
| TEUR | Anhang | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|---|
| Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (14) | 38.719 | 46.617 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (15) | 1.269.966 | 1.519.269 |
| Vertragsverbindlichkeiten aus Projekten | (3) | 1.322.959 | 1.053.058 |
| Kurzfristige Vertragsverbindlichkeiten aus Service | (4) | 34.093 | 38.896 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 10.469 | 25.632 | |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | (16) | 156.478 | 193.841 |
| Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | (17) | 102.019 | 354.793 |
| Sonstige kurzfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | (18) | 210.255 | 194.533 |
| Kurzfristige Passiva | 3.144.958 | 3.426.639 | |
| Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (14) | 6.500 | 6.500 |
| Langfristige Vertragsverbindlichkeiten aus Service | (4) | 150.935 | 148.327 |
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 2.418 | 2.361 | |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | (16) | 85.985 | 63.509 |
| Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | (19) | 394.036 | 215.188 |
| Sonstige langfristige nicht finanzielle Verbindlichkeiten | (20) | 2.980 | 2.915 |
| Latente Steuerschulden | (13) | 15.860 | 13.161 |
| Langfristige Passiva | 658.716 | 451.961 | |
| Gezeichnetes Kapital | 236.450 | 211.946 | |
| Kapitalrücklage | 1.694.157 | 1.282.190 | |
| Andere Gewinnrücklagen | –10.932 | –10.932 | |
| Rücklage für Cashflow-Hedges | –20.842 | –14.360 | |
| Rücklage für Kosten der Cashflow-Hedges | –187 | 803 | |
| Fremdwährungsausgleichsposten | –147.347 | –129.723 | |
| Konzernergebnisvortrag | –461.865 | –461.865 | |
| Konzernergebnis | –298.880 | 0 | |
| Den Gesellschaftern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital |
(21) | 990.555 | 878.059 |
| Nicht beherrschende Anteile | 1.500 | 0 | |
| Eigenkapital | 992.055 | 878.059 | |
| Passiva | 4.795.729 | 4.756.659 |
für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2023
| TEUR | Anhang | 01.01.2023– 30.06.2023 |
01.01.2022– 30.06.2022 |
|---|---|---|---|
| Umsatzerlöse | (23) | 2.753.182 | 2.126.211 |
| Bestandsveränderungen und andere aktivierte Eigenleistungen | (24) | 45.676 | 93.942 |
| Gesamtleistung | 2.798.858 | 2.220.153 | |
| Materialaufwand | (25) | –2.505.420 | –1.974.250 |
| Rohergebnis | 293.438 | 245.903 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | (26) | 38.235 | 17.605 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (26) | –147.469 | –131.829 |
| Personalaufwand | (27) | –298.514 | –275.362 |
| Strukturkosten | –407.748 | – 389.586 | |
| Bereinigtes EBITDA vor Aufwendungen aus Restrukturierung | –114.310 | –143.683 | |
| Aufwendungen aus Restrukturierung | (28) | 0 | –29.591 |
| EBITDA | –114.310 | –173.274 | |
| Abschreibungen | (29) | –92.587 | –88.199 |
| EBIT | –206.897 | –261.473 | |
| Ergebnis aus der At-Equity Bewertung | –85 | –5 | |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0 | –8 | |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 3.177 | 4.016 | |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | –79.940 | –42.550 | |
| Finanzergebnis | (30) | –76.848 | – 38.547 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | –283.745 | – 300.020 | |
| Ertragsteuern | (31) | –15.134 | 16.842 |
| Konzern-Verlust | –298.880 | –283.178 | |
| Davon entfallen auf | |||
| Gesellschafter des Mutterunternehmens | –298.880 | –283.178 | |
| nicht beherrschende Anteile | 0 | 0 | |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | (32) | ||
| Unverwässert 1 | –1,34 | –1,77 | |
| Verwässert 2 | –1,34 | –1,77 |
1 auf der Basis von durchschnittlich gewichtet 223,318 Millionen Aktien (i.V.: 160,021 Millionen Aktien)
2 auf der Basis von durchschnittlich gewichtet 223,318 Millionen Aktien (i.V.: 160,021 Millionen Aktien)
| TEUR | 01.01.2023– 30.06.2023 |
01.01.2022– 30.06.2022 |
|---|---|---|
| Konzern-Verlust | –298.880 | –283.178 |
| Sonstiges Ergebnis | ||
| Posten, die gegebenenfalls in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden |
||
| Unterschied aus der Währungsumrechnung | –17.623 | –100.494 |
| Cashflow-Hedges | –9.532 | –35.659 |
| Latente Steuern | 3.050 | 11.411 |
| Kosten der Cashflow-Hedges | –1.455 | 2.514 |
| Latente Steuern | 466 | –804 |
| Konzern-Gesamtergebnis | –323.974 | – 406.210 |
| Davon entfallen auf | ||
| Gesellschafter des Mutterunternehmens | –323.974 | –406.210 |
| Nicht beherrschende Anteile | 0 | 0 |
| TEUR | 01.01.2023– 30.06.2023 |
01.01.2022– 30.06.2022 |
|
|---|---|---|---|
| Laufende Geschäftstätigkeit | |||
| Konzern-Verlust | –298.880 | –283.178 | |
| + | Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 92.587 | 88.207 |
| = | Konzern-Verlust zzgl. Abschreibungen | –206.293 | –194.971 |
| –/+ | Zu-/Abnahme der Vorräte | –36.886 | –404.618 |
| +/– | Ab-/Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 38.684 | 3.997 |
| + | Abnahme der Vertragsvermögenswerte aus Projekten | 3.171 | –61.656 |
| +/– | Zu-/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | –249.304 | 97.372 |
| +/– | Zu-/Abnahme der Vertragsverbindlichkeiten aus Projekten | 269.901 | 334.610 |
| = | Einzahlungen aus der Veränderung des Working Capitals | 25.566 | – 30.295 |
| – | Zunahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
–46.168 | 9.559 |
| +/– | Zu-/Abnahme der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen | 57 | 115 |
| +/– | Zu-/Abnahme der Sonstigen Rückstellungen | –14.887 | 38.107 |
| + | Zunahme anderer Passiva, die nicht der Investitions oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
5.531 | –2.098 |
| –/+ | Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | –22 | –6.963 |
| – | Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | –3.177 | –4.016 |
| + | erhaltene Zinsen | 2.298 | 2.847 |
| + | Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 79.940 | 42.550 |
| – | Gezahlte Zinsen/Transaktionskosten | –67.555 | –36.058 |
| – | Ertragsteuern | 15.134 | –16.842 |
| – | gezahlte Steuern | –18.169 | –9.599 |
| –/+ | Sonstige nicht zahlungswirksame Erträge/Aufwendungen | 9.532 | –10.385 |
| = | Auszahlungen aus der restlichen laufenden Geschäftstätigkeit | –37.486 | 7.217 |
| = | Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | –218.213 | –218.049 |
| TEUR | 01.01.2023– 30.06.2023 |
01.01.2022– 30.06.2022 |
|
|---|---|---|---|
| Investitionstätigkeit | |||
| + | Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens/immateriellen Anlagevermögens |
1.180 | 6.833 |
| – | Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen/ immaterielle Anlagevermögen |
–49.851 | –88.823 |
| + | Einzahlungen aus Abgängen des Finanzanlagevermögens | 317 | 13.342 |
| – | Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen | –15.045 | –45 |
| = | Cashflow aus der Investitionstätigkeit | –63.400 | – 68.693 |
| Finanzierungstätigkeit | |||
| + | Einzahlungen aus Kapitalerhöhung | 0 | 139.218 |
| – | Gebühren für die Ausgabe von Aktien | –2.223 | 0 |
| + | Aufnahme Bankkredite | 0 | 17.536 |
| – | Rückzahlung Bankkredite | –7.859 | 0 |
| – | Auszahlung aus der Tilgung von Anleihen | 0 | –40 |
| – | Rückzahlung Unternehmensanleihe | –275.000 | 0 |
| + | Aufnahme Gesellschafterdarlehen | 275.000 | |
| + | Einzahlungen aus Wandelschuldverschreibungen | 333.000 | 0 |
| – | Rückzahlung Leasingverbindlichkeiten | –16.810 | –11.912 |
| + | Kapitaleinlage durch nicht beherrschende Anteile | 1.500 | 0 |
| = | Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 307.608 | 144.802 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestands | 25.994 | –141.940 | |
| + | Finanzmittelbestand am Anfang der Periode | 633.541 | 784.440 |
| +/– | Wechselkursbedingte Veränderung des Finanzmittelbestands | –8.561 | 10.811 |
| = | Finanzmittelbestand am Ende der Periode (Flüssige Mittel gemäß Konzern-Bilanz) |
650.974 | 653.311 |
| TEUR | Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklage |
Andere Gewinn rücklagen |
Rücklage für Cashflow Hedges |
|
|---|---|---|---|---|---|
| 01.01.2023 | 211.946 | 1.282.189 | –10.932 | –14.360 | |
| Zuführung aus Kapitalerhöhung | 24.504 | 322.229 | 0 | 0 | |
| Kosten aus Kapitalerhöhung | 0 | –2.222 | 0 | 0 | |
| Ertragsteuern | 0 | 711 | 0 | 0 | |
| Mitarbeiteraktienoptionsprogramm | 0 | 966 | 0 | 0 | |
| Eigenkapitalkomponente hybrides Finanzinstrument | 0 | 90.284 | 0 | 0 | |
| Konzern-Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | –6.482 | |
| Konzern-Verlust | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Sonstiges Ergebnis | |||||
| Posten, die gegebenenfalls in die Konzern-Gewinn und Verlustrechnung umgegliedert werden |
|||||
| Unterschied aus der Währungsumrechnung | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Cashflow-Hedges | 0 | 0 | 0 | –9.532 | |
| Latente Steuern | 0 | 0 | 0 | 3.050 | |
| Kosten der Cashflow-Hedges | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| Latente Steuern | 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 30.06.2023 | 236.450 | 1.694.157 | –10.932 | –20.842 | |
| Gesamt | Nicht beherrschende Anteile |
Den Gesellschaftern des Mutter unternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital |
Konzern ergebnis |
Konzern - ergebnis vortrag |
Fremd währungs ausgleichs posten |
Rücklage für Kosten der Cashflow Hedges |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 878.058 | 0 | 878.058 | 0 | – 461.865 | –129.723 | 803 |
| 348.233 | 1.500 | 346.733 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| –2.222 | 0 | –2.222 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 711 | 0 | 711 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 966 | 0 | 966 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 90.284 | 0 | 90.284 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| –323.974 | 0 | –323.974 | –298.880 | 0 | –17.623 | –989 |
| –298.880 | 0 | –298.880 | –298.880 | 0 | 0 | 0 |
| –17.623 | 0 | –17.623 | 0 | 0 | –17.623 | 0 |
| –9.532 | 0 | –9.532 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 3.050 | 0 | 3.050 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| –1.455 | 0 | –1.455 | 0 | 0 | 0 | –1.455 |
| 466 | 0 | 466 | 0 | 0 | 0 | 466 |
| 992.055 | 1.500 | 990.555 | –298.880 | – 461.865 | –147.347 | –187 |
| Gezeichnetes Kapital |
Kapital rücklage |
Andere Gewinn rücklagen |
Rücklage für Cashflow Hedges |
|
|---|---|---|---|---|
| 160.021 | 1.236.071 | –11.087 | 2.415 | |
| 16.002 | 123.216 | 0 | 0 | |
| 0 | 427 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | –24.248 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | –35.659 | |
| 0 | 0 | 0 | 11.411 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 0 | 0 | 0 | 0 | |
| 176.023 | 1.359.714 | –11.087 | –21.833 | |
| Gesamt | Nicht beherrschende Anteile |
Den Gesellschaftern des Mutter unternehmens zurechenbarer Anteil am Eigenkapital |
Konzern ergebnis |
Konzern - ergebnis vortrag |
Fremd währungs ausgleichs posten |
Rücklage für Kosten der Cashflow Hedges |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1.062.395 | 0 | 1.062.395 | 0 | –211.835 | –113.719 | 529 |
| 139.218 | 0 | 139.218 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 427 | 0 | 427 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| –406.210 | 0 | –406.210 | –283.178 | 0 | –100.494 | 1.710 |
| –283.178 | 0 | –283.178 | –283.178 | 0 | 0 | 0 |
| –100.494 | 0 | –100.494 | 0 | 0 | –100.494 | 0 |
| –35.659 | 0 | –35.659 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 11.411 | 0 | 11.411 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 2.514 | 0 | 2.514 | 0 | 0 | 0 | 2.514 |
| –804 | 0 | –804 | 0 | 0 | 0 | –804 |
| 795.830 | 0 | 795.830 | –283.178 | –211.835 | –214.213 | 2.239 |
für die Zwischenperiode vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2023
Der nicht geprüfte und keiner prüferischen Durchsicht unterzogene verkürzte Konzern-Zwischenabschluss der Nordex SE und ihrer Tochtergesellschaften für die ersten sechs Monate 2023 ist in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) herausgegebenen International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt worden. Dabei sind alle für die zum 30. Juni 2023 endende Berichtsperiode gültigen IFRS und Interpretationen beachtet worden, insbesondere der IAS 34 Zwischenberichterstattung.
Der vorliegende Konzern-Zwischenabschluss ist im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022 zu lesen. Die im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 enthaltenen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gelten, soweit nicht explizit auf Änderungen hingewiesen wird, auch für den Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2023. Nähere Angaben zu den angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden finden sich im Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022. Der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 ist im Internet unter www.nordex-online.com im Bereich Investoren abrufbar.
Im März 2022 lag die kumulative dreijährige Inflationsrate in der Türkei bei über 100%. Aus diesem Grund wird die Türkei für Berichtsperioden, die am oder nach dem 30. Juni 2022 enden, als Hochinflationsland i.S.d. IAS 29 betrachtet. Der Halbjahresabschluss des türkischen Tochterunternehmens, der auf dem Konzept historischer Anschaffungs- und Herstellungskosten basiert, ist daher an die Änderung der allgemeinen Kaufkraft angepasst worden. Der Preisindex (CPI) lag im Juni 2023 bei 1.351,59 (Juni 2022: 977,9). Auf Grund der Hyperinflationsanpassungen hat Nordex einen Nettogewinn von TEUR 2.672 erfasst (Juni 2022: TEUR –2.791).
Die Geschäftsergebnisse für die ersten sechs Monate 2023 sind nicht zwangsläufig ein Indikator für die für das Gesamtjahr zu erwartenden Ergebnisse. Während des Geschäftsjahres unregelmäßig anfallende Aufwendungen sind im Konzern-Zwischenabschluss nur insoweit berücksichtigt bzw. abgegrenzt worden, wie die Berücksichtigung bzw. Abgrenzung auch zum Ende des Geschäftsjahres angemessen wäre.
Die Nordex Group erwirtschaftete einen Umsatz von EUR 2,8 Mrd. (H1 2022: EUR 2,1 Mrd.). Der gestiegene Konzernumsatz ist auf die höheren Installationszahlen zurückzuführen.
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im ersten Halbjahr lag bei EUR –114,3 Mio. (H1 2022: EUR –173,3 Mio.) und ergibt somit eine EBITDA-Marge von – 4,2% (H1 2022: – 8,1%).
Im ersten Halbjahr 2023 hat die Nordex Group insgesamt 632 Windenergieanlagen in 22 Ländern mit einer Gesamtleistung von 3.098 MW errichtet. Im Vorjahreszeitraum waren es 416 Windenergieanlagen in 16 Ländern mit einer Gesamtleistung von 1.864 MW. Von der installierten Leistung (in MW) entfielen 60% auf Europa, 25% auf Lateinamerika, 8% auf Nordamerika und 7% auf den Rest der Welt entfallen. Infolge der gesteigerten Installationen erhöhten sich im Berichtszeitraum die Umsatzerlöse im Segment Projekte um 28,9% auf EUR 2.452 Mio. (H1 2022: EUR 1.901,9 Mio.). Das Segment Service setzte seine positive Entwicklung mit einem Umsatzanstieg von 34,7 % auf EUR 304,9 Mio. fort (H1 2022: EUR 226,3 Mio.).
Hinsichtlich der direkten Auswirkungen des Krieges in der Ukraine auf das Geschäft der Nordex Group kann das Unternehmen die Angaben aus dem Konzernabschluss vom 31. Dezember 2022 bestätigen. Darüber hinaus hat die Nordex Group zwischenzeitlich weitere Auswirkungen auf die Rechnungslegung analysiert. Dazu gehört beispielsweise die Konsolidierung des Tochterunternehmens in der Ukraine sowie die Werthaltigkeit kurzfristiger und langfristiger Vermögenswerte, die direkt im Zusammenhang mit dem Geschäft in der Ukraine stehen. Anzeichen für wesentliche Wertminderungen sind dabei nicht gegeben gewesen. Ferner wurden Gespräche mit den Kunden geführt, um zu bestätigen, dass die Projekte in der Ukraine zu einem späteren Zeitpunkt fortgesetzt werden sollen. Abschreibungen auf das Working Capital infolge gestoppter oder nicht mehr durchgeführter Projekte können in der Zukunft möglich sein, sofern sich die Situation verändert.
Nordex erwartet, dass sich die Lieferketten in Jahresverlauf 2023 stabilisieren, sodass die durch die Störungen verursachten Engpässe allmählich überwunden werden. Dies verbessert die Kostensituation. Allerdings dauert der Krieg in der Ukraine und damit die verhängten Sanktionen weiter an, die Zinsen bleiben auf hohem Niveau, die Inflation bleibt ebenfalls überdurchschnittlich hoch und es fragt sich, wann und in welchem Umfang die politischen Maßnahmen zu greifen beginnen. Folglich bleibt das Makroumfeld weiter sehr volatil, sodass die Geschäftsentwicklung und auch die Annahmen für diese Prognose Unsicherheiten unterliegen.
Die Bilanzsumme ist zum 30. Juni 2023 im Vergleich zum Vorjahresende um 0,8 % auf EUR 4.796 Mio. gestiegen (31. Dezember 2022: EUR 4.757 Mio.). Die Eigenkapitalquote lag bei 20,7 % (31. Dezember 2022: 18,5 %). Per Ende Juni 2023 verfügte die Nordex Group über liquide Mittel in Höhe von EUR 651,0 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 633,5 Mio.). Die Nettoliquidität des Konzerns belief sich auf EUR 359,7 Mio. (31. Dezember 2022: EUR 244,3 Mio.) und die auf den Konzernumsatz bezogene Working Capital-Quote auf – 9,6% (30. Juni 2022: –10,8%).
Eine Aufstellung der für den Konzern wichtigsten Wechselkurse, bezogen auf den Euro, ist nachfolgend dargestellt:
| Durchschnittskurse für die Zwischenperiode |
Stichtagskurse zum 30.6./31.12. |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| Wechselkurse EUR 1,00 entspricht |
01.01. – 30.06.2023 | 01.01. – 30.06.2022 | 30.06.2023 | 31.12.2022 | |
| AUD | 1,5985 | 1,5193 | 1,6398 | 1,5693 | |
| BRL | 5,4810 | 5,5278 | 5,2788 | 5,6386 | |
| CLP | 871,1307 | 901,9572 | 872,6003 | 913,8262 | |
| GBP | 0,8765 | 0,8421 | 0,8583 | 0,8869 | |
| INR | 88,8614 | 83,3031 | 89,2069 | 88,1710 | |
| MXN | 19,6420 | 22,1379 | 18,5614 | 20,8560 | |
| NOK | 11,3044 | 9,9699 | 11,7040 | 10,5138 | |
| PLN | 4,6249 | 4,6314 | 4,4388 | 4,6808 | |
| SEK | 11,3288 | 10,4733 | 11,8055 | 11,1218 | |
| TRY | 21,3645 | 16,1812 | 28,3206 | 19,9641 | |
| USD | 1,0809 | 1,0930 | 1,0866 | 1,0666 | |
| ZAR | 18,3016 | 16,8350 | 20,5804 | 18,0995 |
Die Nordex SE gewährt bestimmten Mitarbeitern im Rahmen eines Mitarbeiterbindungsprogramms unentgeltlich Bezugsrechte auf Aktien der Nordex SE.
Der Gesamtaufwand, der in der Zwischenperiode vom 1. Januar bis 30. Juni 2023 für das Mitarbeiteraktienoptionsprogramm erfasst worden ist, beläuft sich auf TEUR 987 (1. Januar bis 30. Juni 2022: TEUR 460).
Im Rahmen des Transformation-Incentive-Plans wurde jedem Vorstandsmitglied und ausgewählten Führungskräften zum Ende des Geschäftsjahres 2022 ein einmaliger Sonderbonus unter Zielbedingungen gemessen am Konzern-EBITDA und Konzern-Free Cashflow zugesagt. Dieser sollte das Erreichen der strategischen Ziele Nachhaltige Profitabilität und Cashflow zum Ende des Geschäftsjahres 2022 incentivieren.
Die Laufzeit des Programms betrug zwei Jahre bis zum 31. Dezember 2022. Im Vorjahreszeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2022 belief sich der Aufwand für dieses Programm auf TEUR 0.
Die langfristige variable Vergütung des Vorstands ist als Performance-Share-Units-Plan auf Basis virtueller Aktien ausgestaltet.
Der Gesamtaufwand, der in der Zwischenperiode vom 1. Januar bis 30. Juni 2023 für den Performance-Share-Units-Plan erfasst worden ist, beläuft sich auf TEUR 67 (1. Januar bis 30. Juni 2022: TEUR 557).
Der Buchwert der Verbindlichkeiten, die sich aus dem Performance-Share-Units-Plan ergeben, beträgt TEUR 1.476 (31. Dezember 2022: TEUR 1.409).
Am 2. Februar 2018 hat die Nordex Group erfolgreich eine Unternehmensanleihe in Höhe von TEUR 275.000 mit einem Kupon von 6,5 % platziert, die an der International Stock Exchange zum Handel zugelassen ist. Kreditnehmer der fünfjährigen Unternehmensanleihe ist die Nordex SE mit gesamtschuldnerischer Haftung von wesentlichen Nordex-Konzerngesellschaften. Die Unternehmensanleihe ist als grünes Finanzinstrument zertifiziert. Die Anleihe wurde am Fälligkeitstag im Februar 2023 zurückgezahlt.
Von der Acciona S.A. waren zwei Gesellschafterdarlehen an die Nordex SE gewährt worden.
Das erste Gesellschafterdarlehen belief sich auf TEUR 232.200, wobei die erste Tranche über TEUR 17.200 im August 2020 und die zweite Tranche über TEUR 215.000 im März 2021 ausgezahlt wurde. Im Juni 2021 wurden davon TEUR 196.580 als Sacheinlage in eine Kapitalerhöhung eingebracht. Die Laufzeit reicht bis zum 30. April 2025 bei einem Zinssatz von 10,0%.
Das zweite Gesellschafterdarlehen in Höhe von insgesamt TEUR 286.000 wurde im Jahr 2022 zu einem Zinssatz von 14,0 % und einer Laufzeit bis zum 29. Juli 2026 gewährt. Die erste Tranche von TEUR 11.000 wurde zur Begleichung von Transaktionskosten im Juli 2022 ausgezahlt. Die zweite Tranche von TEUR 275.000 diente der Ablösung der Unternehmensanleihe im Februar 2023.
Die beiden Gesellschafterdarlehen wurden gemäß Beschluss der außerordentlichen Hauptversammlung der Nordex SE vom 27. März 2023 mit Wirkung zum 30. Juni 2023 in Eigenkapital umgewandelt. Der in Eigenkapital umgewandelte Betrag belief sich auf EUR 346,7 Mio.
Am 6. April 2016 hat die Nordex SE mit gesamtschuldnerischer Haftung der Nordex Energy SE & Co. KG ein Schuldscheindarlehen im Volumen von TEUR 550.000 bei nationalen und internationalen Investoren platziert. Nach Rückzahlungen im April 2021 und April 2023 besteht das Schuldscheindarlehen derzeit aus einer Tranche mit einer ursprünglichen Laufzeit von zehn Jahren und einem festen Zinssatz von 2,96%. Das Schuldscheindarlehen ist als grünes Finanzinstrument zertifiziert. Zum 30. Juni 2023 beträgt die unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bilanzierte Verbindlichkeit nebst abgegrenzter Kosten und Zinsen TEUR 6.500 (31. Dezember 2022: TEUR 25.917), wovon TEUR 45 (31. Dezember 2022: TEUR 0) kurzfristig sind.
Zur Stärkung der Bindung der Mitarbeiter bei gleichzeitiger Möglichkeit einer rentablen Geldanlage hat die Nordex Group ein Beteiligungsprogramm für ihre Mitarbeiter an dem von ihr selbst entwickelten und realisierten französischen Windpark Val aux Moines aufgelegt. Die Beteiligung erfolgt über den Erwerb von Schuldverschreibungen, die von der Nordex Employee Holding GmbH emittiert werden. Das Gesamtvolumen beträgt bis zu TEUR 4.000 bei einer jährlichen Verzinsung von 6,0%. Die Laufzeit ist datiert vom 1. Oktober 2020 bis zum 30. September 2024. Zum 30. Juni 2023 beträgt die unter den sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten bilanzierte Verbindlichkeit nebst abgegrenzter Kosten und Zinsen TEUR 3.484 (31. Dezember 2022: TEUR 3.466).
Die Nordex SE verfügt darüber hinaus mit gesamtschuldnerischer Haftung von wesentlichen Nordex-Konzerngesellschaften über eine bis zum 9. April 2024 laufende syndizierte Multi-Currency-Avalkreditlinie in Höhe von aktuell TEUR 1.302.000 (ursprünglich TEUR 1.410.000). Diese Multi-Currency-Avalkreditlinie beinhaltet zugesicherte Barkreditlinien in Höhe von TEUR 100.000, wovon im Geschäftsjahr 2022 TEUR 10.000 an eine indische Tochtergesellschaft herausgelegt wurden. Diese wurde im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 20.000 erhöht.
Zum 30. Juni 2023 ist die syndizierte Multi-Currency-Avalkreditlinie mit Avalen in Höhe von TEUR 1.142.604 (31. Dezember 2022: TEUR 1.209.550) in Anspruch genommen worden. Weiterhin sind innerhalb der syndizierten Multi-Currency-Avalkreditlinie Abzweigkreditlinien herausgelegt worden, Deren unter den kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten bilanzierte Barinanspruchnahmen beliefen sich am 30. Juni 2023 auf TEUR 19.057 (31. Dezember 2022: TEUR 21.528).
Für die syndizierte Multi-Currency-Avalkreditlinie bestehen ferner einheitliche Financial Covenants wie Equity Ratio, Leverage und Interest Coverage, deren Einhaltung quartalsweise mit Bezug zum vorherigen Stichtag an die jeweiligen Finanzinstitute zu berichten ist. Eine Kündigung dieser Multi-Currency-Avalkreditlinie seitens der Finanzinstitute ist nur aus außerordentlichen Gründen, beispielsweise wegen Nichteinhaltung der oben erwähnten Financial Covenants, möglich. Im Juli 2022 hat Nordex mit den Finanzinstituten erfolgreich das bestehende Financial Covenants-Konzepts angepasst, welches neben Equity Ratio auch die Kennzahl Liquid Assets als Financial Covenants umfasst. Zum 30. Juni 2023 lagen keine Verstöße gegen Covenants vor. Zahlungsausfälle oder -verzögerungen im Hinblick auf die Barinanspruchnahmen der Kreditlinie in Höhe von TEUR 19.057 haben sich nicht ergeben.
Die Nordex Group hat im April erfolgreich grüne, nicht nachrangige und unbesicherte Wandelschuldverschreibungen in Höhe von nominal TEUR 333.000 platziert. Die Anleihen haben eine Laufzeit von sieben Jahren und ist mit einem Kupon von 4,25% sowie einem Wandlungspreis von EUR 15,73 ausgestattet.
Bilanziell werden Anleihen als hybride Finanzinstrumente klassifiziert, was neben der finanziellen Verbindlichkeit auch zur Erfassung einer Eigenkapitalkomponente führt. Zum 30. Juni 2023 beträgt die unter den finanziellen Verbindlichkeiten bilanzierte Verbindlichkeit nebst abgegrenzter Kosten und Zinsen TEUR 242.594.
Eine nachhaltige Steigerung des Unternehmenswerts sowie die Sicherung der Liquidität und der Kreditwürdigkeit des Konzerns sind die wichtigsten Ziele des Kapitalrisikomanagements. Das Eigenkapital beträgt zum 30. Juni 2023 TEUR 992.055 (31. Dezember 2022: TEUR 878.059). Der Konzern überwacht sein Kapital mithilfe des eingesetzten Working Capitals. Das Working Capital umfasst die Summe aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, den Vertragsvermögenswerten aus Projekten und den Vorräten abzüglich der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und der Vertragsverbindlichkeiten aus Projekten:
| TEUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
131.221 | 169.905 |
| Vertragsvermögenswerte aus Projekten |
717.020 | 720.191 |
| Vorräte | 1.140.039 | 1.103.153 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
–1.269.966 | –1.519.269 |
| Vertragsverbindlichkeiten aus Projekten |
–1.322.959 | –1.053.058 |
| –604.645 | – 579.077 | |
| Umsatzerlöse 1 | 6.320.533 | 5.693.561 |
| Working-Capital-Quote | –9,6% | –10,2% |
1 Es werden jeweils die Umsatzerlöse der zum Berichtszeitpunkt abgelaufenen 12-Monats-Periode dargestellt.
Die berichtspflichtigen Segmente teilen sich entsprechend der Geschäftstätigkeit auf in Projekte und Service. Dabei umfasst das Segment Projekte das Geschäft mit neuen Windenergieanlagen und die Windparkentwicklung im Bereich Nordex Development, während das Segment Service alle Tätigkeiten, die mit der Betreuung der Windenenergieanlagen nach der Inbetriebnahme zusammenhängen, enthält (Erträge und Aufwendungen, die den beiden Segmenten nicht eindeutig zugeordnet werden können, werden separat unter nicht zugeordnet ausgewiesen). Über die Segmente wird in einer Art und Weise berichtet, die mit der internen Berichterstattung, die auf den Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen des Konzernabschlusses basiert, an den Hauptentscheidungsträger, den Vorstand der Nordex SE, übereinstimmt.
| Projekte | Service | Nicht zugeordnet | Konsolidierung 1 | Gesamt | ||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | H1 2023 | H1 2022 | H1 2023 | H1 2022 | H1 2023 | H1 2022 | H1 2023 H1 2022 | H1 2023 | H1 2022 | |
| Umsatzerlöse | 2.451.951 | 1.901.925 | 304.893 | 226.298 | 3.221 | 1.885 | –6.883 | –3.897 | 2.753.182 | 2.126.211 |
| Bestandsverän derungen und andere aktivierte Eigenleistungen |
45.933 | 93.173 | –244 | 1.218 | –14 | –449 | 0 | 0 | 45.676 | 93.942 |
| Materialaufwand | –2.381.863 | –1.824.930 | –115.706 | –78.819 | –14.733 | –74.399 | 6.883 | 3.897 | –2.505.420 | –1.974.250 |
| Übrige Erträge und Aufwendungen |
–254.242 | –314.596 | –148.795 | –109.620 | –97.299 | –83.160 | 0 | 0 | –500.335 | –507.376 |
| EBIT | –138.385 | –144.428 | 40.148 | 39.077 | –108.661 | –156.123 | 0 | 0 | –206.897 | –261.473 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
0 | 0 | 0 | 0 | 3.177 | 4.016 | 0 | 0 | 3.177 | 4.016 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
0 | 0 | 0 | 0 | –79.940 | –42.549 | 0 | 0 | –79.940 | –42.550 |
| Übriges Finanzergebnis |
0 | 0 | 0 | 0 | –85 | –13 | 0 | 0 | –85 | –13 |
1 Die Intrasegment-Umsatzerlöse entfallen in voller Höhe – wie im Vorjahr – auf das Segment Service, während der Intrasegment-Materialaufwand in Höhe von TEUR 5.972 (H1 2022: TEUR 3.364) auf das Segment Projekte und in Höhe von TEUR 911 (H1 2022: TEUR 533) auf das Segment Nicht zugeordnet entfällt.
Nach Regionen gliedern sich die langfristigen Vermögenswerte und die Umsatzlöse wie folgt auf:
| Langfristige Vermögenswerte 1 | Umsatzerlöse | |||
|---|---|---|---|---|
| TEUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 01.01. – 30.06.2023 01.01. – 30.06.2022 | ||
| Europa 2 | 595.954 | 624.214 | 1.921.796 | 1.441.866 |
| Lateinamerika | 55.616 | 50.042 | 537.946 | 358.674 |
| Nordamerika | 17.989 | 21.464 | 194.768 | 253.739 |
| Rest der Welt | 72.399 | 80.305 | 98.672 | 71.932 |
| 741.958 | 776.025 | 2.753.182 | 2.126.211 |
1 Die langfristigen Vermögenswerte umfassen Sachanlagen, aktivierte Entwicklungsaufwendungen, geleistete Anzahlungen auf Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte.
2 Davon langfristige Vermögenswerte aus Deutschland TEUR 409.609 (31. Dezember 2022: TEUR 426.425) und Umsatzerlöse aus Deutschland TEUR 645.566 (1. Januar bis 30. Juni 2022: TEUR 336.710)
Die flüssigen Mittel betragen TEUR 650.974 (31. Dezember 2022: TEUR 633.541). Von den flüssigen Mitteln können TEUR 5.827 aufgrund von Devisenverkehrsbeschränkungen infolge des Russland-Ukraine-Konfliktes nicht frei innerhalb des Konzerns transferiert werden.
Die flüssigen Mittel werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Vermögenswerte kategorisiert. Die fortgeführten Anschaffungskosten entsprechen wie im Vorjahr aufgrund der kurzen Restlaufzeit dem beizulegenden Zeitwert.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 131.221 (31. Dezember 2022: TEUR 169.905).
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind nicht verzinslich und haben in der Regel ein Zahlungsziel von 30 bis 90 Tagen.
Die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen belaufen sich auf 14.797 (31. Dezember 2022: TEUR 10.040).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Vermögenswerte kategorisiert. Die fortgeführten Anschaffungskosten entsprechen wie im Vorjahr dem beizulegenden Zeitwert.
Die Vertragsvermögenswerte und -verbindlichkeiten aus Projekten haben sich wie folgt entwickelt:
| Vertragsvermögenswerte aus Projekten |
Vertragsverbindlichkeiten aus Projekten |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 2023 | 2022 | 2023 | 2022 | |
| Stand am 1.1. | 720.191 | 536.526 | 1.053.058 | 945.128 | |
| Zugang neue laufende Projekte | 667.075 | 2.073.642 | 561.082 | 1.067.982 | |
| Zugang bestehende laufende Projekte | 1.715.190 | 2.730.502 | 2.150.923 | 3.620.790 | |
| Änderung im Transaktionspreis | –5.409 | –10.416 | 0 | 0 | |
| Abgang schlussgerechnete Projekte | –676.500 | –2.421.086 | –738.575 | –2.391.865 | |
| Saldierung von Vertragsvermögenswerten aus Projekten mit Vertragsverbindlichkeiten aus Projekten |
–1.703.528 | –2.188.977 | –1.703.528 | –2.188.977 | |
| Stand am 30.6./31.12. | 717.020 | 720.191 | 1.322.959 | 1.053.058 |
Die Vertragsvermögenswerte aus Projekten werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Vermögenswerte kategorisiert. Die fortgeführten Anschaffungskosten entsprechen wie im Vorjahr dem beizulegenden Zeitwert.
Die Vertragsvermögenswerte und -verbindlichkeiten aus Service haben sich wie folgt entwickelt:
| Vertragsvermögenswerte aus Service |
Vertragsverbindlichkeiten aus Service |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 2023 | 2022 | 2023 | 2022 | |
| Stand am 1.1. | 42.228 | 39.498 | 187.223 | 160.315 | |
| Zugang an neuen Serviceverträgen | 6.235 | 4.298 | 10.029 | 24.769 | |
| Zugang zu bestehenden Serviceverträgen | 7.347 | 9.031 | 19.863 | 30.755 | |
| Abgang zu bestehenden Serviceverträgen | –4.147 | –9.106 | –22.847 | –19.701 | |
| Abgang von beendeten Serviceverträgen | –3.360 | –1.475 | –9.240 | –8.961 | |
| Stand am 30.6./31.12. | 48.304 | 42.228 | 185.028 | 187.223 |
Von den Vertragsvermögenswerten aus Service sind TEUR 10.696 (31. Dezember 2022: TEUR 8.393) kurzfristig und TEUR 37.608 (31. Dezember 2022: TEUR 33.835) langfristig, während von den Vertragsverbindlichkeiten aus Service TEUR 34.093 (31. Dezember 2022: TEUR 38.896) kurzfristig und TEUR 150.935 (31. Dezember 2022: TEUR 148.327) langfristig sind.
Die Vorräte setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 466.451 | 461.859 |
| Unfertige Erzeugnisse | 552.319 | 524.165 |
| Geleistete Anzahlungen | 121.268 | 117.129 |
| 1.140.039 | 1.103.153 |
Bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen handelt es sich im Wesentlichen um produktionsbezogenes Material und Servicematerial.
Die unfertigen Erzeugnisse betreffen im Wesentlichen im Bau befindliche Windenergieanlagen aus Kundenverträgen, bei denen die Umsatzrealisierung zeitpunktbezogen über die Milestone-Methode erfolgt.
Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich hauptsächlich aus debitorischen Kreditoren in Höhe von TEUR 40.079 (31. Dezember 2022: TEUR 26.444), Devisentermingeschäften in Höhe von TEUR 9.577 (31. Dezember 2022: TEUR 11.138), Festgeldern in Höhe von TEUR 1.781 (31. Dezember 2022: TEUR 1.802), Vorauszahlungen zur Sicherung von Lieferantenkapazitäten in Höhe von TEUR 3.355 (31. Dezember 2022: TEUR 7.635) und Versicherungs- und Schadenersatzansprüchen in Höhe von TEUR 5.726 (31. Dezember 2022: TEUR 5.813) zusammen. Des Weiteren wurde die im nächsten Jahr fällige Rate aus Kaufpreisraten für Nordex H2, S.L. in Höhe von TEUR 17.570 im laufenden Jahr aus den langfristigen Vermögenswerten in die kurzfristigen Vermögenswerte umgegliedert.
Die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen, nicht die Devisentermingeschäfte betreffenden Salden werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Vermögenswerte kategorisiert. Die fortgeführten Anschaffungskosten betragen TEUR 68.261 (31. Dezember 2022: TEUR 68.411) und entsprechen wie im Vorjahr aufgrund der kurzen Restlaufzeit dem beizulegenden Zeitwert.
Die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen Devisentermingeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings (Cashflow-Hedges) werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende effektive Sicherungsinstrumente kategorisiert. Der beizulegende Zeitwert beträgt TEUR 7.312 (31. Dezember 2022: TEUR 5.010).
Die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesenen sonstigen Devisentermingeschäfte werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Vermögenswerte kategorisiert. Der beizulegende Zeitwert beträgt TEUR 2.265 (31. Dezember 2022: TEUR 6.128). Die Terminkurse bzw. -preise errechnen sich auf Basis des zum Stichtag gültigen Kassakurses unter Berücksichtigung von Terminaufund -abschlägen für die jeweilige Restlaufzeit des Kontrakts.
Die sonstigen kurzfristigen nicht finanziellen Vermögenswerte setzen sich hauptsächlich aus Steuerforderungen in Höhe von TEUR 245.266 (31. Dezember 2022: TEUR 224.381) und aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 15.979 (31. Dezember 2022: TEUR 11.172) zusammen.
Die Steuerforderungen betreffen im Wesentlichen Umsatzsteuererstattungsansprüche.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen abgegrenzte Kosten für die Multi-Currency-Avalkreditlinie und Lizenzgebühren.
Die Sachanlagen setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|---|
| Grundstücke und Bauten | 183.779 | 190.826 |
| Technische Anlagen und Maschinen |
176.868 | 198.796 |
| Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung |
180.699 | 186.957 |
| Anlagen im Bau | 23.032 | 23.778 |
| Geleistete Anzahlungen | 4.350 | 1.594 |
| 568.728 | 601.951 |
In der Zwischenperiode vom 1. Januar bis 30. Juni 2023 wurden Investitionen in Formen, Ausrüstung und das F&E-Zentrum für Rotorblätter sowie in Transportausrüstung für Rotorblätter und Türme getätigt.
Die Grundstücke und Bauten sowie die anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung beinhalten Vermögenswerte aus Leasing.
Die Zugänge und Buchwerte von Vermögenswerten aus Leasing zum 30. Juni 2023 stellen sich wie folgt dar:
| 30.06.2023 | |||||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | Zugänge | Buchwert | |||
| Grundstücke und Bauten – Vermögenswerte aus Leasing |
3.552 | 96.467 | |||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung – Vermögens |
|||||
| werte aus Leasing | 5.266 | 77.490 | |||
| 8.818 | 173.957 |
Die aktivierten Nutzungsrechte aus Leasing beziehen sich im Wesentlichen auf Verwaltungs- und Produktionsgebäude, Lagerhallen, Firmenfahrzeuge und Produktionsanlagen (z.B. Hebebühnen) sowie auf ein von Acciona Logistica, S.A. gechartertes Frachtschiff, das zum Transport von Turbinenkomponenten dient.
Die Zahlungsmittelabflüsse für Leasingverhältnisse betragen in der Zwischenperiode vom 1. Januar bis 30. Juni 2023 TEUR 27.985 (1. Januar bis 30. Juni 2022: TEUR 21.347).
Für die Entwicklung der Sachanlagen wird darüber hinaus auf die dem Konzernanhang als Anlage beigefügte Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte verwiesen.
Der Goodwill beträgt wie im Vorjahr TEUR 547.758 und entfällt wie im Vorjahr mit TEUR 504.595 auf die CGU Projekte und mit TEUR 43.163 auf die CGU Service.
Für die Entwicklung des Goodwills wird darüber hinaus auf die Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte verwiesen.
Zum Bilanzstichtag sind Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 161.760 (31. Dezember 2022 TEUR 161.512) bilanziert. In den ersten sechs Monaten 2023 sind Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 19.181 (31. Dezember 2022: TEUR 34.320) aktiviert worden. Die Zugänge umfassen insbesondere die Weiterentwicklung der Windenergieanlagen der Generation Delta sowie die Entwicklung von Elektrolyseuren. Weitere in den ersten sechs Monaten 2023 angefallene Entwicklungsaufwendungen in Höhe von TEUR 14.731 (31. Dezember 2022: TEUR 26.827) erfüllen nicht die Kriterien für eine Aktivierung und sind erfolgswirksam erfasst worden. Die Aktivierungsquote liegt dementsprechend bei 56,56 % (31. Dezember 2022: 56,13%).
Für die Entwicklung der aktivierten Entwicklungsleistungen wird darüber hinaus auf die dem Konzernanhang als Anlage beigefügte Entwicklung der Sachanlagen und der immateriellen Vermögenswerte verwiesen.
Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich hauptsächlich aus Kaufpreisraten für Nordex H2, S.L in Höhe von TEUR 33.378 (31. Dezember 2022: TEUR 50.595), Festgeldern in Höhe von TEUR 3.117 (31. Dezember 2022: TEUR 3.154) und Forderungen gegen nicht konsolidierte verbundene Unternehmen und Beteiligungen in Höhe von TEUR 5.609 (31. Dezember 2022: TEUR 5.511) zusammen.
Die Forderungen gegen nicht konsolidierte verbundene Unternehmen und Beteiligungen betreffen insbesondere die Finanzierung von Projektgesellschaften.
Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Vermögenswerte kategorisiert. Die fortgeführten Anschaffungskosten betragen TEUR 44.334 (31. Dezember 2022: TEUR 61.429) und entsprechen wie im Vorjahr aufgrund der marktüblichen Verzinsung dem beizulegenden Zeitwert.
Die sonstigen langfristigen nicht finanziellen Vermögenswerte setzen sich aus aktiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von TEUR 6.509 (31. Dezember 2022: TEUR 8.503) und Steuerforderungen in Höhe von TEUR 7.648 (31. Dezember 2022: TEUR 7.096) zusammen.
Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten im Wesentlichen abgegrenzte Kosten für Lizenzgebühren und die Multi-Currency-Avalkreditlinie.
Die Steuerforderungen betreffen Umsatzsteuererstattungsansprüche.
Für die Berechnung der inländischen latenten Steuern ist zum 30. Juni 2023 ein Steuersatz von gerundet 32,00% (31. Dezember 2022: 32,00%) herangezogen worden.
Die Veränderungen der latenten Steuern stellen sich wie folgt dar:
| TEUR | 2023 | 2022 |
|---|---|---|
| Stand am 01.01. | 276.380 | 204.447 |
| In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst |
–1.500 | 58.352 |
| In der Kapitalrücklage erfasst | 711 | 2.995 |
| Im sonstigen Ergebnis erfasst | 3.516 | 7.692 |
| Umrechnung Fremdwährung | 4.219 | 2.894 |
| Stand am 30.06./31.12. | 283.326 | 276.380 |
Zu den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wird auf die Angaben im Kapitel zu den Fremdkapitalinstrumenten verwiesen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert. Der beizulegende Zeitwert beläuft sich auf TEUR 44.747 (31. Dezember 2022: TEUR 52.466), wovon TEUR 6.073 (31. Dezember 2022: TEUR 46.553) als kurzfristig zu klassifizieren sind.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 1.269.966 (31. Dezember 2022: TEUR 1.519.269).
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert. Die fortgeführten Anschaffungskosten entsprechen wie im Vorjahr aufgrund der kurzen Restlaufzeit dem beizulegenden Zeitwert.
Die sonstigen Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:
| TEUR | 01.01.2023 | Inanspruch nahme |
Auflösung | Zugänge | 30.06.2023 |
|---|---|---|---|---|---|
| Gewährleistung | 235.249 | –25.736 | –12.264 | 17.601 | 214.850 |
| Übrige | 22.101 | –6.566 | –57 | 12.135 | 27.613 |
| 257.350 | – 32.302 | –12.321 | 29.736 | 242.463 |
Die Rückstellungen für Gewährleistung umfassen überwiegend mögliche Risiken im Service- und Projektbereich aus Schadensfällen. Die Gewährleistung wird grundsätzlich für eine Periode von zwei Jahren nach Eigentumsübergang der Windenergieanlagen gewährt, in Einzelfällen auch für eine Periode von fünf Jahren. Die Rückstellungen für Gewährleistung enthalten dabei nur die Standardgarantie. Vom Kunden zusätzlich erworbene Servicegarantien sind in den Dienstleistungsverträgen berücksichtigt.
Ansonsten beziehen sich die übrigen Rückstellungen vor allem auf weitere Projekt- und Servicerisiken, Lieferantenwagnisse, Jahresabschlusskosten und Rechtsunsicherheiten.
Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich hauptsächlich aus Devisentermingeschäften in Höhe von TEUR 41.491 (31. Dezember 2022: TEUR 24.149), Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 33.560 (31. Dezember 2022: TEUR 31.409) und Avalprovisionen in Höhe von TEUR 10.426 (31. Dezember 2022: TEUR 11.213) zusammen. Die Leasingverbindlichkeiten entsprechen dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen.
Die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen, nicht die Devisentermingeschäfte betreffenden Salden (und ohne Leasing, die keiner Bewertungskategorie zugeordnet werden) werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert. Die fortgeführten Anschaffungskosten betragen TEUR –26.968 (31. Dezember 2022: TEUR 299.235).
Die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Devisentermingeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings (Cashflow-Hedges) werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende effektive Sicherungsinstrumente kategorisiert. Der beizulegende Zeitwert beträgt TEUR 40.724 (31. Dezember 2022: TEUR 23.705).
Die in den sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen sonstigen Devisentermingeschäfte werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert. Der beizulegende Zeitwert beträgt TEUR 767 (31. Dezember 2022: TEUR 444). Die Terminkurse bzw. -preise errechnen sich auf Basis des zum Stichtag gültigen Kassakurses unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen für die jeweilige Restlaufzeit des Kontrakts.
Die sonstigen kurzfristigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich hauptsächlich aus abgegrenzten Schulden in Höhe von TEUR 105.090 (31. Dezember 2022: TEUR 121.989) und Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 89.514 (31. Dezember 2022: TEUR 55.525) zusammen.
Die abgegrenzten Schulden enthalten im Wesentlichen projektbezogene nachlaufende Kosten und Personalverbindlichkeiten.
Die Steuerverbindlichkeiten beziehen sich im Wesentlichen auf Umsatzsteuer.
Die sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich im Wesentlichen aus der Fremdkapitalkomponente der Wandelschuldverschreibungen in Höhe von TEUR 239.617 und Leasingverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 145.925 zusammen (31. Dezember 2022: TEUR 158.072). Die Leasingverbindlichkeiten entsprechen dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen.
Die in den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen, nicht die Devisentermingeschäfte betreffenden Salden (und ohne Leasing, die keiner Bewertungskategorie zugeordnet werden) werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bewertende finanzielle Verbindlichkeiten kategorisiert. Aufgrund der marktüblichen Verzinsung betragen die fortgeführten Anschaffungskosten TEUR 247.865 (31. Dezember 2022: TEUR 56.987).
Die in den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Devisentermingeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings (Cashflow-Hedges) werden nach IFRS 7 und IFRS 9 als erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert zu bewertende effektive Sicherungsinstrumente kategorisiert. Der beizulegende Zeitwert beträgt TEUR 246 (31. Dezember 2022: TEUR 128).
Die sonstigen langfristigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich hauptsächlich aus Steuerverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2.930 (31. Dezember 2022: TEUR 2.865) zusammen.
Die Steuerverbindlichkeiten bestehen gegenüber den brasilianischen Steuerbehörden.
Das Eigenkapital setzt sich wie folgt zusammen:
| 30.06.2023 | 31.12.2022 |
|---|---|
| 236.450 | 211.946 |
| 1.694.157 | 1.282.190 |
| –10.932 | –10.932 |
| –20.842 | –14.360 |
| –187 | 803 |
| –147.347 | –129.723 |
| –461.865 | –461.865 |
| –298.880 | 0 |
| 990.555 | 878.059 |
1 Das Konzernergebnis zum 31.12.2022 ist nach Einstellung in die anderen Gewinnrücklagen und Entnahme aus dem Konzernergebnisvortrag ausgewiesen und daher TEUR 0.
Die Nordex Group hat die auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 27. März 2023 beschlossene Umwandlung der Gesellschafterdarlehen der Acciona in Höhe von EUR 347 Mio. in Eigenkapital zu einem Preis von EUR 14,15 je Aktie erfolgreich abgeschlossen. Dies führte zur Ausgabe von 24.504.137 neuen Aktien, wodurch sich das gezeichnete Kapital auf EUR 236.450.364 erhöhte.
In der Kapitalrücklage ist der Eigenkapitalanteil der Wandelschuldverschreibungen enthalten.
Zum Mitarbeiteraktienoptionsprogramm wird auf die Angaben im Kapitel zu den anteilsbasierten Vergütungsprogrammen verwiesen.
Die Rücklage für Cashflow-Hedges resultiert hauptsächlich aus den aufgrund der Wechselkursentwicklung negativen Marktwerte der Derivate für EUR/BRL und USD/BRL.
Für die Entwicklung des Eigenkapitals wird darüber hinaus auf die Anlage zur Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung verwiesen.
Die folgende Tabelle zeigt die finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit ihren beizulegenden Zeitwerten und ihrer Einordnung in die durch IFRS 13 vorgegebene Fair-Value-Hierarchie, die bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes eines Finanzinstruments angewendet werden soll:
| 30.06.2023 TEUR |
Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Devisentermingeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings (Cashflow-Hedges) |
0 | 7.312 | 0 | 7.312 |
| Sonstige Devisentermingeschäfte | 0 | 2.265 | 0 | 2.265 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 44.747 | 0 | 44.747 |
| Mitarbeiteranleihe | 0 | 3.484 | 0 | 3.484 |
| Wandelschuldverschreibungen | 328.304 | 0 | 0 | 328.304 |
| Devisentermingeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings (Cashflow-Hedges) |
0 | 40.970 | 0 | 40.970 |
| Sonstige Devisentermingeschäfte | 0 | 767 | 0 | 767 |
| 31.12.2022 TEUR |
Level 1 | Level 2 | Level 3 | Gesamt |
|---|---|---|---|---|
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Devisentermingeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings (Cashflow-Hedges) |
0 | 5.010 | 0 | 5.010 |
| Sonstige Devisentermingeschäfte | 0 | 6.128 | 0 | 6.128 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 0 | 53.117 | 0 | 53.117 |
| Unternehmensanleihe | 282.289 | 0 | 0 | 282.289 |
| Mitarbeiteranleihe | 0 | 3.483 | 0 | 3.483 |
| Gesellschafterdarlehen | 0 | 50.396 | 0 | 50.396 |
| Devisentermingeschäfte im Rahmen des Hedge Accountings (Cashflow-Hedges) |
0 | 23.833 | 0 | 23.833 |
| Sonstige Devisentermingeschäfte | 0 | 444 | 0 | 444 |
Die Unternehmensanleihe war dem Level 1 zugeordnet, da sie an der International Stock Exchange zum Handel zugelassen war. Die Anleihe wurde am Fälligkeitstag im Februar 2023 zurückgezahlt.
Die Wandelschuldverschreibungen sind dem Level 1 zugeordnet, da sie zum Handel im nicht regulierten Freiverkehr der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen wurden.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten als Teil der Finanzschulden, die Mitarbeiteranleihe und die Gesellschafterdarlehen entsprechen dem Level 2. Das gleiche gilt für die Devisentermingeschäfte.
Es gibt weder im Vergleich zum Vorjahr noch unterjährig Umklassifizierungen zwischen den verschiedenen Levels.
Die Umsatzerlöse verteilen sich wie folgt auf die Segmente Projekte und Service:
| TEUR | 01.01. – 30.06.2023 |
01.01. – 30.06.2022 |
|---|---|---|
| Projekte | 2.451.951 | 1.901.925 |
| Service | 304.893 | 226.298 |
| Nicht zugeordnet | 3.221 | 1.885 |
| Intrasegment-Konsolidierung | –6.883 | –3.897 |
| 2.753.182 | 2.126.211 |
Die zeitbezogene Umsatzrealisierung der Projekte stellt sich wie folgt dar:
| TEUR | 01.01. – 30.06.2023 |
01.01. – 30.06.2022 |
|---|---|---|
| Zeitpunktbezogene Projektverumsatz |
880.891 | 546.876 |
| Zeitraumbezogene Projektverumsatzung |
1.571.060 | 1.355.049 |
| 2.451.951 | 1.901.925 |
Die Nordex Group erzielt Umsatzerlöse aus den beiden Geschäftsfeldern Projekte und Service. Die aus den Vertragsbedingungen abgeleiteten Transaktionspreise für die Fertigung und die Veräußerung von Windkraftanlagen sowie für Serviceverträge enthalten feste und in untergeordnetem Umfang vereinzelt variable Gegenleistungen. Die geschätzten Beträge der variablen Gegenleistungen werden dabei nur in dem Umfang in die Transaktionspreise einbezogen, für den es als hochwahrscheinlich anzusehen ist, dass es bei Wegfall der Unsicherheiten hinsichtlich der Höhe der variablen Beträge zu keiner wesentlichen Stornierung der Umsatzerlöse kommt. Weiterhin werden die Transaktionspreise, die als Umsatzerlöse realisiert werden, durch Zahlungen im Zusammenhang mit pauschaliertem Schadensersatz und anderen Strafzahlungen in Verbindung mit Projekt- und Serviceverträgen reduziert.
Bei Projektverträgen werden die Umsatzerlöse in Abhängigkeit vom jeweiligen Vertragsumfang entweder zeitpunktbezogen über die Milestone-Methode oder zeitraumbezogen über die Cost-to-Cost-Methode realisiert. Bei der Cost-to-Cost-Methode werden für die Bestimmung des Fertigstellungsgrads die entstandenen Kosten zu den geplanten Kosten ins Verhältnis gesetzt und die Umsatzerlöse entsprechend des Fertigstellungsgrads anteilig realisiert.
Umsatzerlöse für standardisierte Turbinentypen werden zeitpunktbezogen realisiert, wenn die Kontrolle über die voll funktionsfähige Turbine auf den Kunden übertragen wird. Die Kontrolle geht mit Errichtung der voll funktionsfähigen Turbine an den Kunden über. Bis zur Erreichung der zeitpunktbezogenen Verumsatzung werden die Kosten unter den Vorräten aktiviert.
Umsatzerlöse für kundenspezifische Installationen, für die es keine alternative Verwendung gibt und für die es einen einklagbaren Anspruch auf Bezahlung der erbrachten Leistung gibt, werden zeitraumbezogen realisiert.
Bei Serviceverträgen werden die Umsatzerlöse zeitraumbezogen anhand einer vertragstypischen Verteilung der Kosten (Schablone) auf die einzelnen Vertragsjahre verteilt. Die Ermittlung der Schablone zur Bestimmung des Realisierungsgrads der einzelnen Serviceverträge ist dabei auf Basis historischer Erfahrungswerte erfolgt. Sofern der Realisierungsgrad die Fakturierung übersteigt, werden Vertragsvermögenswerte aus Service aktiviert bzw. sofern die Fakturierung den Realisierungsgrad überschreitet, werden Vertragsverbindlichkeiten aus Service passiviert.
Der gestiegene Konzernumsatz ist auf die höheren Installationszahlen zurückzuführen.
Die Bestandsveränderungen betragen TEUR 28.155 (1. Januar bis 30. Juni 2022: TEUR 82.804).
Die aktivierten Eigenleistungen betragen TEUR 17.521 (1. Januar bis 30. Juni 2022: TEUR 11.138) und betreffen wie im Vorjahr aktivierte Aufwendungen für die Entwicklung bzw. Weiterentwicklung von Windenergieanlagen.
Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 01.01. – 30.06.2023 |
01.01. – 30.06.2022 |
|---|---|---|
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
1.760.721 | 1.344.367 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen |
744.699 | 629.883 |
| 2.505.420 | 1.974.250 |
Unter den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden im Wesentlichen Aufwendungen für Bauteile ausgewiesen.
Die Aufwendungen für bezogene Leistungen resultieren vorrangig aus fremdbezogenen Frachten, Fremdleistungen und Provisionen für die Auftragsabwicklung sowie Auftragsrückstellungen.
Die sonstigen betrieblichen Erträge/sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich hauptsächlich aus Währungskursgewinne/ Devisentermingeschäften in Höhe von TEUR 24.730 (1. Januar bis 30. Juni 2022: TEUR – 5.915), Leasing in Höhe von TEUR –11.175 (1. Januar bis 30. Juni 2022: TEUR – 9.435), sonstigen Personalkosten in Höhe von TEUR –19.832 (1. Januar bis 30. Juni 2022: TEUR –13.410), Instandhaltung in Höhe von TEUR –18.256 (1. Januar bis 30. Juni 2022: TEUR – 9.096), Rechts- und Beratungskosten in Höhe von TEUR –21.498 (1. Januar bis 30. Juni 2022: TEUR –14.116) und Reisekosten in Höhe von TEUR –27.959 (1. Januar bis 30. Juni 2022: TEUR –19.418) zusammen.
Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 01.01. – 30.06.2023 |
01.01. – 30.06.2022 |
|---|---|---|
| Löhne und Gehälter | 243.034 | 228.065 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Alters versorgung und Unterstützung |
55.480 | 47.297 |
| 298.514 | 275.362 |
Im Konzern ist die folgende Anzahl von Mitarbeitern beschäftigt:
| 01.01. – 30.06.2023 |
01.01. – 30.06.2022 |
Veränderung | |
|---|---|---|---|
| Stichtag | |||
| Angestellte | 4.718 | 4.029 | 689 |
| Gewerbliche Arbeitnehmer |
4.965 9.683 |
5.017 9.046 |
–52 637 |
| Durchschnitt | |||
| Angestellte | 4.573 | 3.927 | 646 |
| Gewerbliche Arbeitnehmer |
4.856 | 4.786 | 70 |
| 9.429 | 8.713 | 716 |
Der Anstieg der Mitarbeiterzahlen ist im Wesentlichen auf produktions- und projektbezogene Bereiche sowie auf das Servicegeschäft aufgrund des gestiegenen Geschäftsvolumens zurückzuführen.
Die Nordex Group unterscheidet zwischen dem EBITDA und dem bereinigten EBITDA vor Aufwendungen aus Restrukturierung. Das EBITDA ergibt sich aus dem Rohergebnis abzgl. der Strukturkosten. Für das EBITDA vor Aufwendungen aus Restrukturierung sind die Aufwendungen aus Restrukturierung aus den Strukturkosten separiert worden. In der Zwischenperiode vom 1. Januar bis 30. Juni 2023 fielen keine Kosten an, die als Restrukturierungskosten zu qualifizieren sind (1. Januar bis 30. Juni 2022: TEUR 29.591).
Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 01.01. – 30.06.2023 |
01.01. – 30.06.2022 |
|---|---|---|
| Abschreibungen auf Sachanlagen |
71.790 | 69.222 |
| Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungsaufwendungen |
18.921 | 16.565 |
| Abschreibungen auf sonstige immaterielle Vermögenswerte |
1.876 | 2.412 |
| 92.587 | 88.199 |
In den Abschreibungen auf Sachanlagen sind TEUR 19.249 (1. Januar bis 30. Juni 2022: TEUR 13.786) für Abschreibungen auf Vermögenswerte aus Leasing enthalten, die sich mit TEUR 10.814 (1. Januar bis 30. Juni 2022: TEUR 9.594) auf Grundstücke und Bauten und mit TEUR 8.435 (1. Januar bis 30. Juni 2022: TEUR 4.192) auf andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung verteilen.
Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 01.01. – 30.06.2023 |
01.01. – 30.06.2022 |
|---|---|---|
| Erträge aus Beteiligungen | 0 | 0 |
| Ergebnis aus der At-Equity-Bewertung |
–85 | –5 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen |
0 | –8 |
| Beteiligungsergebnis | –85 | –13 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
3.177 | 4.016 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
–79.940 | –42.550 |
| Zinsergebnis | –76.763 | – 38.534 |
| –76.848 | – 38.547 |
Die Zinserträge und die Zinsaufwendungen resultieren im Wesentlichen aus Geldanlagen bei Banken bzw. aus Avalprovisionen, Wandelschuldverschreibungen, der revolvierenden Konsortialkreditlinie, der Unternehmensanleihe und den Gesellschafterdarlehen. Ferner entfallen von den Zinsaufwendungen TEUR 3.673 (1. Januar bis 30. Juni 2022: TEUR 2.027) auf Leasing.
Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:
| TEUR | 01.01. – 30.06.2023 |
01.01. – 30.06.2022 |
|---|---|---|
| Tatsächliche Ertragsteuern | –13.634 | –11.244 |
| Latente Steuern | –1.500 | 28.086 |
| Gesamte Ertragsteuern | –15.134 | 16.842 |
Die Ertragsteuern werden nach IAS 34 basierend auf der geschätzten Steuerquote für das volle Geschäftsjahr ermittelt. Für den Zeitraum vom 1. Januar bis 30. Juni 2023 beträgt der Steueraufwand TEUR 15.134 (1. Januar bis 30. Juni 2022: Steuerertrag von TEUR 16.842). Der Steueraufwand resultiert im Wesentlichen aus tatsächlichen Steuern der Gesellschaften der Nordex Group. Nach Einschätzung der Nutzbarkeit von Verlustvorträgen für das Geschäftsjahr ist nicht damit zu rechnen, dass der latente Steuerertrag den Steueraufwand vollständig ausgleicht.
| 01.01. – 30.06.2023 |
01.01. – 30.06.2022 |
||
|---|---|---|---|
| Konzernjahres fehlbetrag |
TEUR | –298.880 | –283.178 |
| davon Gesellschaf ter des Mutterunter nehmens |
TEUR | –298.880 | –283.178 |
| Gewichteter Durchschnitt der Aktienzahl |
223.318.313 | 160.376.637 | |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie |
EUR | –1,34 | –1,77 |
Das verwässerte Ergebnis je Aktie beträgt gleichfalls EUR –1,34 (1. Januar bis 30. Juni 2022: –1,77).
Künftige Zahlungsmittelabflüsse aus Leasingverhältnissen, die die Nordex Group eingegangen ist, die aber noch nicht begonnen haben, liegen nicht vor.
Weiterhin gibt es im Wesentlichen im Immobilienbereich Leasingverträge mit Verlängerungs- und Kündigungsoptionen, die jedoch als nicht hinreichend sicher betrachtet werden und die von daher nicht bilanziert sind. Die Inanspruchnahme der Verlängerungs- und Kündigungsoptionen wird jedoch jährlich überprüft und bei geänderter Einschätzung bilanziell berücksichtigt.
Die Nordex Group hat Eventualschulden aus Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit der operativen Geschäftstätigkeit, bei denen die Wahrscheinlichkeit eines Ressourcenabflusses zum Bilanzstichtag aber nicht hinreichend für die Bildung einer Rückstellung gewesen ist.
Ferner bestehen gegenüber verbundenen nicht konsolidierten Projektgesellschaften Garantien, mit deren Inanspruchnahme jedoch nicht gerechnet wird, in Höhe von TEUR 880 (31. Dezember 2022: TEUR 880), während gegenüber assoziierten Unternehmen keine Eventualschulden bestehen.
Zum Bilanzstichtag ist die Acciona S.A. mit 47,1% (31. Dezember 2022: 41,0%) an der Nordex SE beteiligt.
Die Salden und Geschäftsvorfälle mit Unternehmen aus dem Acciona-Konzern sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
| Ausstehende Salden Forderungen (+) und Verbindlichkeiten (–) |
Betrag der Geschäftsvorfälle Erträge (+) und Aufwendungen (–) |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2023 | 31.12.2022 | |
| Acciona Energia Chile SpA | 293/–585 | 397/–819 | 1.777/–436 | 330/–276 | |
| Acciona Energia Mexico S.r.l. | 1.334/–26 | 1.719/–25 | 0/0 | 0/0 | |
| Acciona Energia S.A. | 5.490/–22.394 | 5.841/–5.163 | 909/–579 | 24.680/–558 | |
| Acciona Energia Servicios Mexico S. de RL de C.V. | 58.588/0 | 11/0 | 0/0 | 0/0 | |
| Acciona Energy Australia Global Pty. Ltd | 33.224/0 | 1.528/–23.607 | 93.499/0 | 4/0 | |
| Acciona Energy Oceania Construction Pty. Ltd. | 614/0 | 4.473/0 | 0/2.943 | 3.983/–3.650 | |
| Acciona Forwarding S.A. | 2.107/0 | 29/0 | 0/–2.285 | 163/–6.380 | |
| Acciona S.A | 0/–135 | 0/–50.530 | 0/0 | 0/–13.931 | |
| Corporaciòn Eòlica Catalana, S.L. | 50.947/0 | 65.595/0 | 352/0 | 0 | |
| Acciona Logistica S.A. | 0/–63.336 | 0/–66.141 | 0/–4.875 | 0 | |
| Acciona Energija d.o.o | 0/–9.762 | 0/–8.846 | 0/0 | 0 | |
| Acciona Concesiones Chile SA | 0/–6 | 0 | 0/0 | 0 | |
| Acciona Energía Global, S.L. | 0/–150.000 | 0 | 0/0 | 0 | |
| Übrige | 868/–632 | 3.206/–1.071 | 24/–616 | 0 |
Die Erträge sowie die damit einhergehenden Forderungen gegenüber der Corporación Eólica Catalana S.L. resultieren aus dem Verkauf der Anteile an Nordex H2 S.L. Die Verbindlichkeiten und die Aufwendungen gegenüber der Acciona Logistica S.A. resultieren aus dem ab August 2022 geleasten Frachtschiff.
Die Veränderungen der Erträge und Aufwendungen sowie der damit einhergehenden Forderungen und Verbindlichkeiten mit der Acciona Energia S.A. und der Acciona Energy Oceania Construction Pty. Ltd. resultieren insbesondere aus der Errichtung von Windparks in Spanien und Australien, während die Verbindlichkeit gegenüber Acciona Energía Global, S.L. die Reservierungsgebühr für zukünftige Projekte betrifft. Die Aufwendungen mit der Acciona S.A. ergeben sich hingegen hauptsächlich aus den gewährten Gesellschafterdarlehen. Zum Gesellschafterdarlehen wird auf die Angaben im Kapitel zu den Finanzinstrumenten verwiesen.
Als assoziiertes Unternehmen sind die Anteile an der GN Renewable Investments S.a.r.l. (30,00%) zu klassifizieren.
Die Salden und Geschäftsvorfälle mit diesem Unternehmen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
| Ausstehende Salden Forderungen (+) und Verbindlichkeiten (–) |
Betrag der Geschäftsvorfälle Erträge (+) und Aufwendungen (–) |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2023 | 31.12.2022 | |
| GN Renewable Investments S.a.r.l. | 0/0 | 0/0 | 0/0 | 0/–5 |
Die Geschäftsbeziehungen mit GN Renewable Investments S.a.r.l. resultieren aus dem Projektgeschäft.
Die Anteile an Nordex H2, S.L. (50,00%) werden als Anteile an einem Gemeinschaftsunternehmen klassifiziert.
Die Salden und Geschäftsvorfälle mit diesem Unternehmen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:
| Ausstehende Salden Forderungen (+) und Verbindlichkeiten (–) |
Betrag der Geschäftsvorfälle Erträge (+) und Aufwendungen (–) |
||||
|---|---|---|---|---|---|
| TEUR | 30.06.2023 | 31.12.2022 | 30.06.2023 | 31.12.2022 | |
| Nordex H2, S.L | 4.636/0 | 0/0 | 0/0 | 0/0 |
Die Geschäftsbeziehungen mit der Nordex H2 S.L. resultieren aus der Entwicklung von grünen Wasserstoffprojekten.
Mit nicht konsolidierten Unternehmen bestehen Forderungen in Höhe von TEUR1.185 (31. Dezember 2022: TEUR2.923) und Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 128 (31. Dezember 2022: TEUR 773) sowie Erträge in Höhe von TEUR 27 (1. Januar bis 30. Juni 2022: TEUR 13) und Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (1. Januar bis 30. Juni 2022: TEUR 0).
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von TEUR –218.213 (1. Januar bis 30. Juni 2022: TEUR –218.049) resultiert in Höhe von TEUR –206.293 (1. Januar bis 30. Juni 2022: TEUR –194.971) aus dem Konzernverlust einschließlich der Abschreibungen. Aus der Veränderung des Working Capitals haben sich Einzahlungen in Höhe von TEUR 25.566 (1. Januar bis 30. Juni 2022: TEUR 30.295) ergeben. Die Auszahlungen für die restliche laufende Geschäftstätigkeit betragen TEUR – 37.486 (1. Januar bis 30. Juni 2022: Einzahlungen von TEUR 7.217).
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beläuft sich auf TEUR – 63.400 (1. Januar bis 30. Juni 2022: TEUR – 68.693). Es sind Investitionen in das Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 29.790 (1. Januar bis 30. Juni 2022: TEUR 76.921) und in assoziierte Unternehmen in Höhe von TEUR 15.000 (1. Januar bis 30. Juni 2022: TEUR 0) erfolgt. Entwicklungsprojekte sind in Höhe von TEUR 19.181 (1. Januar bis 30. Juni 2022: TEUR 11.282) aktiviert worden.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR 307.608 (1. Januar bis 30. Juni 2022: TEUR 144.802) und ergibt sich im Wesentlichen aus Erlösen aus der Ausgabe von Wandelschuldverschreibungen bei gegenläufigen Tilgungen von Abzweigkreditlinien innerhalb der syndizierten Multi-Currency-Avalkreditlinie und Tilgungen von Leasingverbindlichkeiten. Zudem wurde die Unternehmensanleihe in Höhe von TEUR 275.000 mit dem zweiten Gesellschafterdarlehen zurückgezahlt.
Es sind keine wesentlichen Ereignisse nach Abschluss der Berichtsperiode bekannt.
Der Halbjahresbericht zum 30. Juni 2023 (Konzern-Zwischenlagebericht und verkürzter Konzernzwischenabschluss) wurde weder geprüft noch einer prüferischen Durchsicht unterzogen.
José Luis Blanco, Vorsitzender des Vorstands
Dr. Ilya Hartmann, Vorstand
Patxi Landa, Vorstand
Für den Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2023
| TEUR | Anfangs bestand 01.01.2023 |
Zugänge | Abgänge | Umbu chungen |
Fremd währung |
Endbestand 30.06.2023 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Sachanlagen | ||||||
| Grundstücke und Bauten | 312.120 | 7.029 | –1.013 | 0 | 13 | 318.149 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 533.480 | 7.416 | –1.085 | 0 | 2.497 | 542.308 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung |
334.303 | 20.151 | –2.397 | 1.448 | –1.725 | 351.780 |
| Anlagen im Bau | 23.824 | 787 | –32 | –1.448 | –53 | 23.078 |
| Geleistete Anzahlungen | 1.595 | 3.168 | –404 | 0 | –9 | 4.350 |
| Gesamt | 1.205.322 | 38.551 | – 4.931 | 0 | 723 | 1.239.665 |
| Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| Goodwill | 552.260 | 0 | 0 | 0 | 0 | 552.260 |
| Aktivierte Entwicklungsaufwendungen |
535.563 | 19.181 | 0 | 0 | –15 | 554.729 |
| Geleistete Anzahlungen | 1.706 | 7 | 0 | 0 | 0 | 1.713 |
| Sonstige immaterielle Vermögenswerte |
165.170 | 840 | 0 | 0 | –1.226 | 164.784 |
| Gesamt | 1.254.699 | 20.028 | 0 | 0 | –1.241 | 1.273.486 |
Anschaffungs- und Herstellungskosten Abschreibungen Buchwert Buchwert
| Buchwert | Buchwert | Abschreibungen | ||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 31.12.2022 | 30.06.2023 | Endbestand 30.06.2023 |
Fremd währung |
Abgänge | Zugänge | Anfangs bestand 01.01.2023 |
| 190.826 | 183.779 | 134.370 | –455 | –1.013 | 14.544 | 121.294 |
| 198.796 | 176.868 | 365.440 | 1.128 | –557 | 30.186 | 334.683 |
| 186.957 | 180.699 | 171.081 | –1.126 | –2.202 | 27.061 | 147.348 |
| 23.778 | 23.032 | 46 | 0 | 0 | 0 | 46 |
| 1.594 | 4.350 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 601.951 | 568.728 | 670.937 | – 453 | – 3.772 | 71.791 | 603.371 |
| 547.758 | 547.758 | 4.502 | 0 | 0 | 0 | 4.502 |
| 161.512 | 161.760 | 392.969 | –3 | 0 | 18.921 | 374.051 |
| 34 | 41 | 1.672 | 0 | 0 | 0 | 1.672 |
| 12.528 | 11.429 | 153.355 | –1.163 | 0 | 1.876 | 152.642 |
| 721.832 | 720.988 | 552.498 | –1.166 | 0 | 20.797 | 532.867 |
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss für die ersten sechs Monate zum 30. Juni 2023 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanzund Ertragslage des Konzerns vermittelt wird und dass im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Nordex SE Rostock, im Juli 2023
José Luis Blanco, Vorsitzender des Vorstands
Dr. Ilya Hartmann, Vorstand
Patxi Landa, Vorstand
Datum
| Herausgeber | Investor Relations-Team | Redaktion & Text |
|---|---|---|
| Nordex SE | Felix Zander | Nordex SE, Hamburg |
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Bei allen personenbezogenen Bezeichnungen meint die gewählte Formulierung alle Geschlechter, auch wenn teilweise aus Gründen der besseren Lesbarkeit nur die männliche Form aufgeführt ist.
Dieser Zwischenbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen, die sich auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung, das Geschäft und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Nordex-Konzerns beziehen. Zukunftsgerichtete Aussagen sind keine Aussagen, die Tatsachen der Vergangenheit beschreiben, und werden mitunter durch die Verwendung der Begriffe "glauben", "erwarten", "vorhersagen", "planen", "schätzen", "bestreben", "voraussehen", "annehmen" und ähnliche Formulierungen kenntlich gemacht. Zukunftsgerichtete Aussagen beruhen auf den gegenwärtigen Plänen, Schätzungen, Prognosen und Erwartungen der Gesellschaft und unterliegen daher Risiken und Unsicherheitsfaktoren, die dazu führen können, dass die tatsächlich erreichte Entwicklung oder die erzielten Erträge oder Leistungen wesentlich von der Entwicklung, den Erträgen oder den Leistungen abweichen, die in den zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit angenommen werden. Die Leser dieses Zwischenberichts werden ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie kein unangemessenes Vertrauen in diese zukunftsgerichteten Aussagen setzen sollten, die nur zum Datum dieses Zwischenberichts Gültigkeit haben. Die Nordex SE beabsichtigt nicht und übernimmt keine Verpflichtung, die zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren.
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