Annual / Quarterly Financial Statement • Jul 7, 2015
Annual / Quarterly Financial Statement
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AKTIVA
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| 31.12.2014 | Vorjahr | |||
|---|---|---|---|---|
| Anhang | EUR | EUR | EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| ANLAGEVERMÖGEN | (5) | |||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | ||||
| Entgeltlich erworbene Software | 144.630,28 | 119.160,51 | ||
| Sachanlagen | ||||
| Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 42.827.935,05 | 46.436.291,32 | ||
| Technische Anlagen und Maschinen | 78.096.559,72 | 79.915.988,80 | ||
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 977.829,27 | 1.161.412,05 | ||
| Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 11.886.118,99 | 9.170.292,14 | ||
| 133.788.443,03 | 136.683.984,31 | |||
| Finanzanlagen | ||||
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 12.275.344,45 | 11.033.532,68 | ||
| Beteiligungen | 1.766.888,23 | 976.657,13 | ||
| 14.042.232,68 | 12.010.189,81 | |||
| 147.975.305,99 | 148.813.334,63 | |||
| UMLAUFVERMÖGEN | ||||
| Vorräte | ||||
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 4.857.241,53 | 7.279.738,46 | ||
| Fertige Erzeugnisse | 1.088.156,50 | 2.509.452,23 | ||
| 5.945.398,03 | 9.789.190,69 | |||
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.056.976,40 | 11.114.124,29 | ||
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | (6) | 61.370.020,79 | 48.876.728,33 | |
| Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 81.762,77 | 47.880,39 | ||
| Sonstige Vermögensgegenstände | (7) | 44.206.941,53 | 35.243.463,33 | |
| 110.715.701,49 | 95.282.196,34 | |||
| Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 84.205,53 | 86.993,06 | ||
| 116.745.305,05 | 105.158.380,09 | |||
| RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN | 232.318,77 | 207.795,57 | ||
| 264.952.929,81 | 254.179.510,29 | |||
| Passiva | ||||
| 31.12.2014 | Vorjahr | |||
| Anhang | EUR | EUR | EUR | |
| EIGENKAPITAL | ||||
| Gezeichnetes Kapital | (8) | 19.142.768,03 | 19.142.768,03 | |
| Kapitalrücklage | 21.012.853,54 | 21.012.853,54 | ||
| Gewinnrücklagen | ||||
| Gesetzliche Rücklage | 175.249,73 | 175.249,73 | ||
| Andere Gewinnrücklagen | 880.91 7,05 | 880.91 7,05 | ||
| 1.056.166,78 | 1.056.166,78 | |||
| 41.211.788,35 | 41.211.788,35 | |||
| RÜCKSTELLUNGEN | ||||
| Rückstellungen für Pensionen | (9) | 10.540.831,48 | 10.294.661,24 | |
| Sonstige Rückstellungen | (10) | 15.510.678,60 | 13.881.794,91 | |
| 26.051.510,08 | 24.176.456,15 | |||
| VERBINDLICHKEITEN | (11) | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 9.092.503,15 | 14.382.627,50 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 181.400.917,84 | 173.571.051,67 | ||
| Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 6.139.941,76 | 0,00 | ||
| Sonstige Verbindlichkeiten | 1.056.268,63 | 837.586,62 | ||
| 197.689.631,38 | 188.791.265,79 | |||
| 264.952.929,81 | 254.179.510,29 |
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| Anhang | 2014 | Vorjahr | |||
|---|---|---|---|---|---|
| EUR | EUR | EUR | EUR | ||
| --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | (13) | 226.575.033,47 | 251.227.788,15 | ||
| Verminderung (-) / Erhöhung (+) des Bestands an fertigen Erzeugnissen | -1.421.295,73 | 657.897,14 | |||
| Sonstige betriebliche Erträge | (14) | 12.359.879,70 | 13.375.716,42 | ||
| Materialaufwand | |||||
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | -125.943.623,65 | -150.528.745,63 | |||
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | -1.289.714,18 | -127.233.337,83 | -498.663,87 | -151.027.409,50 | |
| Personalaufwand | |||||
| Löhne und Gehälter | -36.847.315,52 | -33.588.242,12 | |||
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | (15) | -7.541.458,39 | -44.388.773,91 | -6.734.775,65 | -40.323.017,77 |
| Abschreibungen auf immaterielle | |||||
| Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | (16) | -15.482.222,91 | -13.208.237,85 | ||
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | (17) | -42.819.400,15 | -38.622.715,32 | ||
| Erträge aus Beteiligungen | (18) | 538.305,68 | 295.722,31 | ||
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | (19) | 186.061,94 | 199.083,37 | ||
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | (19) | -3.418.448,79 | -2.732.468,35 | ||
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 4.895.801,47 | 19.842.358,60 | |||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | (20) | -576.765,10 | -6.615.610,00 | ||
| Sonstige Steuern | -1.202.321,13 | -237.028,06 | |||
| Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn | (21) | -3.116.715,24 | -12.989.720,54 | ||
| Jahresüberschuss/Bilanzgewinn | 0,00 | 0,00 |
Der Jahresabschluss der ADM Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg ("ADM Hamburg"), zum 31. Dezember 2014 wurde wie im Vorjahr nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften.
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| Unternehmen (Name, Sitz) | Anteil am Kapital in % |
Eigenkapital TEUR |
Ergebnis 2014 TEUR |
|---|---|---|---|
| ADM Unterstützungskasse GmbH, Hamburg | 100,0 | 8.812 | 110 |
| ADM Rothensee Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg | 100,0 | 56 | 2 |
| ADM Rothensee GmbH & Co. KG, Hamburg | 100,0 | 3.945 | 948 |
| Silo P. Kruse Betriebs-GmbH & Co. KG, Hamburg | 51,0 | 3.341 | 341 |
| Silo - Betriebsgesellschaft mbH, Hamburg | 51,0 | 69 | 3 |
| ADM Research GmbH, Hamburg | 100,0 | 1.001 | 15 |
| RGL (Rostocker Getreide Lager) GmbH & Co. KG, Hamburg1 | 50.0 | 25.000 | 221 |
| RGL Management GmbH, Hamburg1 | 50,0 | 25 | 1 |
| Förderband-Gesellschaft Getreidehafen Rostock GmbH, Rostock1 | 33,3 | 26 | 0 |
1 Assoziiertes Unternehmen
Die Geschäftsjahre der aufgeführten Unternehmen enden jeweils zum 31. Dezember.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze werden im Vergleich zum Vorjahr unverändert angewendet.
Die immateriellen Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Abschreibungsmethode vorgenommen. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig.
Den Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:
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| Gebäude | 20 - 40 Jahre |
| Technische Anlagen und Maschinen | 8 - 15 Jahre |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 4 - 10 Jahre |
Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen sind mit den ursprünglichen Anschaffungskosten abzüglich außerplanmäßiger Abschreibung angesetzt.
Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Börsen- oder Marktpreisen angesetzt. Die Ermittlung der Herstellungskosten erfolgt im Wesentlichen nach der Rückrechnungsmethode. Allgemeine Verwaltungskosten bleiben außer Ansatz.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt.
Bei den Forderungen werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Ausfallrisiko für Forderungen wird durch die Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.
Die Erfüllungsbeträge für Pensionsverpflichtungen wurden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren unter Anwendung eines Rechnungszinses von 4,53% p.a. (Vorjahr: 4,88% p.a.) ermittelt. Dabei wurde ein Gehaltstrend von 2,75% p.a. (Vorjahr: 3% p.a.), ein Rententrend von 1,75% p.a. (Vorjahr: 2% p.a.) sowie unverändert zum Vorjahr eine Fluktuationsrate von 0,5% p.a. für Beschäftigte im Alter zwischen 20 und 50 Jahren zugrundegelegt. Als Rechnungsgrundlagen dienten die "Richttafeln 2005 G" von K. Heubeck.
Die übrigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden abgezinst. Rückstellungen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit werden nach Maßgabe des Blockmodells gebildet. Die Bewertung der Rückstellungen für Altersteilzeit erfolgt unter Zugrundelegung eines Rechnungszinssatzes von 0,25% p.a. (Vorjahr: 1,25% p.a.) und auf der Grundlage der "Richttafeln 2005 G" von K. Heubeck nach versicherungsmathematischen Grundsätzen. Die Rückstellungen wurden für zum Bilanzstichtag bereits abgeschlossene Altersteilzeitvereinbarungen gebildet. Sie enthalten Aufstockungsbeträge und bis zum Bilanzstichtag aufgelaufene Erfüllungsverpflichtungen der Gesellschaft.
Soweit für Verpflichtungen aus der Altersversorgung und vergleichbaren Verpflichtungen Deckungsvermögen im Sinne des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB bestehen, sind diese zum Zeitwert angesetzt und mit den entsprechenden Rückstellungen verrechnet worden.
Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen.
Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Stichtag bewertet.
Die Entwicklung des Anlagevermögens ist in dem Anlagengitter dargestellt, das als Anlage diesem Anhang beigefügt ist.
Die Forderungen resultieren sowohl aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr als auch aus laufenden Verrechnungen im Rahmen des Cash-Clearing-Systems der ADM Gruppe.
Der Posten enthält zum 31. Dezember 2014 Ansprüche aus der Erstattung von Verbrauchsteuern in Höhe von TEUR 40.134 (Vorjahr: TEUR 33.989).
Das Grundkapital der ADM Hamburg beträgt zum 31. Dezember 2014 weiterhin EUR 19.142.768,03. Es ist eingeteilt in 748.800 auf den Inhaber lautende Stückaktien.
Die ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, hält an der ADM Hamburg eine Mehrheitsbeteiligung. Im Juli 1996 hat ADM Hamburg mit der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH als herrschendem Unternehmen einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen.
Es handelt sich hierbei um Verpflichtungen aus Direktzusagen. Von den Erfüllungsbeträgen sind Zeitwerte des Deckungsvermögens in Höhe von TEUR 2.861 (Vorjahr: TEUR 3.435) abgesetzt. Die Anschaffungskosten des Deckungsvermögens betrugen TEUR 2.598 (Vorjahr: TEUR 3.230).
Die ADM Hamburg ist eines der Trägerunternehmen der ADM Unterstützungskasse GmbH, Hamburg. Für die mittelbaren Verpflichtungen hieraus ergibt sich im Vergleich der unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2005 G" von K. Heubeck ermittelten Erfüllungsbeträge für die zukünftigen Leistungen der Unterstützungskasse zu ihrem Kassenvermögen für die ADM Hamburg ein Fehlbetrag von TEUR 13.551 (Vorjahr: TEUR 12.456).
Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen gebildet für Zahlungsrisiken aus Energie-steueraußenprüfungen, Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern sowie ausstehende Rechnungen. Von den Erfüllungsbeträgen für Verpflichtungen aus Altersteilzeit ist ein Deckungsvermögen mit einem Zeitwert in Höhe von TEUR 361 abgesetzt. Der Zeitwert entspricht den Anschaffungskosten.
Sämtliche Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren sowohl aus dem Lieferungs- und Leistungsverkehr als auch aus laufenden Verrechnungen im Rahmen des Cash-Clearing-Systems der ADM Gruppe sowie aus Ertragsteuerumlage und Ergebnisabführung.
Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten solche aus Steuern in Höhe von TEUR 677 (Vorjahr: TEUR 575).
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| 31.12.2014 TEUR |
|
|---|---|
| Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen | 3.888 |
| Bestellobligo für Anlagevermögen | 2.490 |
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| 2014 TEUR |
Vorjahr TEUR |
|
|---|---|---|
| Inland | 55.916 | 46.108 |
| Ausland | 170.659 | 205.120 |
| 226.575 | 251.228 | |
| Warenverkäufe | 76.148 | 84.420 |
| Dienstleistungen | 150.427 | 166.808 |
| 226.575 | 251.228 |
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Kursdifferenzen aus der Folgebewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen in Höhe von TEUR 122 (Vorjahr: TEUR 19) enthalten. Der Posten enthält periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 3.000 aus der Wertaufholung bei Anteilen an verbundenen Unternehmen.
Der Posten enthält Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 1.026 (Vorjahr: TEUR 740).
In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert in Höhe von TEUR 2.593 enthalten.
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Kursdifferenzen aus der Folgebewertung von Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen in Höhe von TEUR 64 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten.
Die Erträge aus Beteiligungen betreffen solche von verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 428 (Vorjahr: TEUR 296).
Die Zinserträge von verbundenen Unternehmen betrugen im Geschäftsjahr TEUR 186 (Vorjahr: TEUR 196). Die Zinsaufwendungen an verbundene Unternehmen betrugen bei der ADM Hamburg TEUR 2.026 (Vorjahr: TEUR 1.233). In den Zinsaufwendungen sind Beträge aus der Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 681 (Vorjahr: TEUR 695) enthalten.
Die ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, hat der ADM Hamburg gemäß einer Vereinbarung vom 1. Dezember 1997 für das Geschäftsjahr 2014 Körperschaft-, Gewerbeertragsteuer und Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 379 belastet (Vorjahr: TEUR 6.524), die in diesem Posten enthalten sind.
Das Jahresergebnis der ADM Hamburg wurde aufgrund eines im Juli 1996 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags von der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, übernommen.
Die ADM Hamburg als international tätiges Unternehmen ist im Rahmen ihrer gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten Währungs- und Commodity-Risiken ausgesetzt. Die Unternehmenspolitik des ADM-Konzerns sieht die Begrenzung dieser Risiken durch ein systematisches Risiko-Management vor. Als Instrumente dienen vor allem Devisentermingeschäfte und Commodity-Termingeschäfte.
Die ADM-Konzernunternehmen unterliegen einem strikten Risiko-Management. Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen sind in internen Richtlinien verbindlich festgelegt. Finanzinstrumente dürfen demnach grundsätzlich nicht zu Spekulationszwecken eingesetzt werden, sondern dienen der Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft.
Die ADM Hamburg hat unterjährig Biodiesel-Swaps und Devisentermingeschäfte mit Geschäftsbanken abgeschlossen.
Am Bilanzstichtag waren keine Derivate offen. Sonstige Angaben
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| 2014 | |
|---|---|
| Gewerbliche Arbeitnehmer | 361 |
| Angestellte | 197 |
| 558 |
Jaana Karola Kleinschmit von Lengefeld, Vorstand, Vorsitzende
Dr. Kai-Uwe Ostheim, Vorstand (seit 15. Mai 2014)
Detlef Ernst Evers, Vorstand (bis 6. August 2014)
Ralf Schulz (Vorsitzender), European Group Controller Softseeds, Corporate and Energy Trading (seit 13. Mai 2014)
Kevin Brassington, Managing Director European Oilseeds (seit 10. April 2014)
Christopher Peter Horry (Vorsitzender), Finance Director ADM International Sarl (bis 28. April 2014)
Stefan Schmans, Anlagenfahrer1 (seit 14. August 2014)
Thomas Schlomm, Chemikant1 (bis 14.August 2014)
1 Arbeitnehmervertreter.
Die kurzfristig fälligen Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2014 betragen TEUR 580 (Vorjahr: TEUR 404).
Die Pensionszahlungen an ausgeschiedene Vorstandsmitglieder sowie die Hinterbliebenen früherer Vorstandsmitglieder beliefen sich auf TEUR 226 (Vorjahr: TEUR 307). Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern bzw. ihren Hinterbliebenen beträgt zum 31. Dezember 2014 bei der ADM Hamburg TEUR 4.356 (Vorjahr: TEUR 3.669).
Die Aufwendungen für Vergütungen an den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr 2014 TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 8).
Die ADM Hamburg erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen, welcher am Sitz der Gesellschaft erhältlich ist und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht wird.
Die ADM Hamburg wird in den Konzernabschluss der Archer Daniels Midland Company, Decatur, Illinois/USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss mit Geschäftsbericht ist am Sitz dieser Gesellschaft erhältlich. Darüber hinaus wird er im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Die entsprechenden Angaben sind im Anhang zum Konzernabschluss der ADM Hamburg enthalten.
Der Umfang der Geschäftsbeziehungen der ADM Hamburg zu nahe stehenden Unternehmen und Personen beschränkt sich grundsätzlich auf Warenlieferungen und Dienstleistungsverträge. Verkäufe an und Käufe von nahe stehenden Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Konditionen.
Hamburg, den 31. März 2015
Der Vorstand
Jaana Karola Kleinschmit von Lengefeld
Dr. Kai-Uwe Ostheim
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| Immaterielle Vermögens- gegenstände |
Sachanlagen | |||||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Entgeltlich erworbene Software EUR |
Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken EUR |
Technische Anlagen und Maschinen EUR |
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts- ausstattung EUR |
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau EUR |
Gesamt EUR |
|
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | ||||||
| Stand am 1. Januar 2014 | 1.196.097,60 | 148.045.717,02 | 405.944.932,30 | 10.148.716,56 | 9.170.292,14 | 573.309.658,02 |
| Zugänge | 83.456,21 | 9.481,25 | 72.868,38 | 78.149,49 | 12.400.827,53 | 12.561.326,65 |
| Abgänge | 651,97 | 301.516,96 | 14.279.749,54 | 215.241,78 | 0,00 | 14.796.508,28 |
| Umbuchungen | 0,00 | 9.640.710,08 | 899.695,42 | -855.404,82 | -9.685.000,68 | 0,00 |
| Stand am 31. Dezember 2014 | 1.278.901,84 | 157.394.391,39 | 392.6 3 7.746,56 | 9.156.219,45 | 11.886.118,99 | 571.074.476,39 |
| Abschreibungen | ||||||
| Stand am 1. Januar 2014 | 1.076.93 7,09 | 101.609.425,70 | 326.028.943,50 | 8.987.304,51 | 0,00 | 436.625.673,71 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 57.986,44 | 3.518.308,20 | 11.499.830,40 | 406.097,87 | 0,00 | 15.424.236,47 |
| Zuschreibungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Abgänge | 651,97 | 301.516,96 | 14.279.665,76 | 182.694,10 | 0,00 | 14.763.876,82 |
| Umbuchungen | 0,00 | 9.740.239,40 | -8.707.921,30 | -1.032.318,10 | 0,00 | 0,00 |
| Stand am 31. Dezember 2014 | 1.134.271,56 | 114.566.456,34 | 314.541.186,84 | 8.178.390,18 | 0,00 | 437.286.033,36 |
| Buchwerte | ||||||
| 31. Dezember 2014 | 144.630,28 | 42.827.935,05 | 78.096.559,72 | 977.829,27 | 11.886.118,99 | 133.788.443,03 |
| 31. Dezember 2013 | 119.160,51 | 46.436.291,32 | 79.915.988,80 | 1.161.412,05 | 9.170.292,14 | 136.683.984,31 |
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| Finanzanlagen | Gesamt | |||
|---|---|---|---|---|
| Anteile an verbundenen Unternehmen EUR |
Beteiligungen EUR |
Gesamt EUR |
EUR | |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anschaffungs- oder Herstellungskosten | ||||
| Stand am 1. Januar 2014 | 22.409.145,53 | 976.657,13 | 23.385.802,66 | 597.891.558,28 |
| Zugänge | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 12.644.782,86 |
| Abgänge | 0,00 | 967.957,13 | 967.957,13 | 15.765.117,38 |
| Umbuchungen | -1.758.188,23 | 1.758.188,23 | 0,00 | 0,00 |
| Stand am 31. Dezember 2014 | 20.650.957,30 | 1.766.888,23 | 22.417.845,53 | 594.771.223,76 |
| Abschreibungen | ||||
| Stand am 1. Januar 2014 | 11.375.612,85 | 0,00 | 11.375.612,85 | 449.078.223,65 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 15.482.222,91 |
| Zuschreibungen | 3.000.000,00 | 0,00 | 3.000.000,00 | 3.000.000,00 |
| Abgänge | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 14.764.528,79 |
| Umbuchungen | 0,00 | 0,00 | 0,00 | 0,00 |
| Stand am 31. Dezember 2014 | 8.375.612,85 | 0,00 | 8.375.612,85 | 446.795.9 1 7,77 |
| Buchwerte | ||||
| 31. Dezember 2014 | 12.275.344,45 | 1.766.888,23 | 14.042.232,68 | 147.975.305,99 |
| 31. Dezember 2013 | 11.033.532,68 | 976.657,13 | 12.010.189,81 | 148.813.334,63 |
Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft ist in den weltweit operierenden Konzern der Archer Daniels Midland Company (ADM) eingebunden. Der wirtschaftliche Erfolg des Konzerns der ADM Hamburg Aktiengesellschaft wird durch diese Einbindung wesentlich beeinflusst. Vorteile liegen hierbei in der universellen Erfahrung der ADM, dem internationalen und technischen Know-how sowie in den Investitionen, die von der ADM veranlasst und finanziert werden.
ADM ist ein globaler Marktführer in der Verarbeitung von Ölsaaten, Mais und anderer landwirtschaftlicher Rohstoffe. Mit weltweit über 300 Produktionsanlagen, 460 Anlagen zur Erfassung von Agrarrohstoffen und einer Präsenz in mehr als 140 Ländern ist das Unternehmen ständig bestrebt, in den bestehenden Geschäftsfeldern zu wachsen. Wachstum wird dabei sowohl organisch als auch durch strategische Zukäufe generiert. ADM verfügt über ein globales Netzwerk zum Transport landwirtschaftlicher Rohstoffe. Auch in der Herstellung von nachwachsenden und umweltschonenden Kraftstoffen wie Biodiesel und Bioethanol ist ADM weltweit einer der Marktführer.
Der Konzern der ADM Hamburg Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg ist ein führender Verarbeiter von Ölsaaten in Europa. Kernkompetenz des Konzerns ist die Verarbeitung von Sojabohnen und Rapssaat. Zusätzliche Kompetenzen in den Bereichen des Lagerns und Umschlagens von landwirtschaftlichen Rohstoffen sowie der Weiterverarbeitung von pflanzlichen Ölen und Fetten runden die Gesamtleistung ab.
Die Aktivitäten des Konzerns sind in zwei Geschäftsfelder unterteilt: "Ölmühle" und "Weiterverarbeitung".
Das Geschäftsfeld "Ölmühle" bildet das Fundament des Konzerns. In diesem Geschäftsfeld werden die traditionellen Aktivitäten der Ölsaatenverarbeitung zusammengefasst, wie Erfassung, Transport und Lagerung landwirtschaftlicher Rohstoffe. An den Standorten in Hamburg, Magdeburg-Rothensee und Riesa betreiben wir konzerneigene Silo- und Umschlagsbetriebe. In Rostock sind wir neben der ATR Landhandel GmbH & Co. KG, Ratzeburg zu 50 % an der Rostocker Getreide Lager GmbH & Co. KG beteiligt. Diese bilden wichtige Knotenpunkte für die Versorgung der Produktionsanlagen und die Vermarktung unserer Produkte und Dienstleistungen.
Das "Werk Hamburg" ist der größte Ölsaatenverarbeiter in der deutschen Gruppe der ADM und eine der größten Ölmühlen zur Verarbeitung verschiedener Ölsaaten weltweit. Die pflanzlichen Rohöle werden anschließend im Produktionsschritt Raffination zu hochwertigen Raffinaten veredelt. Wichtigster Kunde für diese Raffinate ist die weiterverarbeitende Lebensmittelindustrie. Proteinhaltige Schrote werden an die Futtermittelindustrie verkauft.
Das Geschäftsfeld "Weiterverarbeitung" beschäftigt sich mit der Herstellung von Spezialfetten und -ölen sowie mit der Herstellung von Biodiesel und Pharmaglyzerin.
Auch die pflanzlichen Spezialfette und -öle finden ihren Absatz zumeist in der weiterverarbeitenden Lebensmittelindustrie. Biodiesel wird nahezu ausschließlich als Beimischungskomponente zum herkömmlichen Diesel an die europäische Mineralölindustrie geliefert.
Die Umesterung von pflanzlichen Ölen zu Biodiesel und Rohglyzerin sowie die Veredelung des Rohglyzerins zu Pharmaglyzerin erfolgen im "Werk Hamburg" und im "Werk Leer".
An unserem Standort in Hamburg-Harburg, im "Werk Noblee & Thörl" fertigen wir pflanzliche Spezialfette und -öle. Raffinierte Vorprodukte sind die Rohstoffe für die Herstellung dieser für Kunden maßgeschneiderten Produkte.
Beide Werke im Hamburger und Harburger Hafen verarbeiten alle Produkte im Auftrag der ADM International Särl (ADMI), Rolle, Schweiz, und der Olenex C.V., Koog aan de Zaan, Niederlande. Die Olenex C.V. ist eine Partnerschaft nach Niederländischem Recht zwischen der ADM International Särl und der Wilmar Sàrl.
Die Welterzeugung der sieben wichtigsten Ölsaaten (Soja, Raps, Sonnenblumen, Erdnüssen, Baumwollsaat, Palmkerne und Kopra) soll nach Ansicht des USDA im Wirtschaftsjahr 2014/15 bei ca. 533 Mio. t und damit 28 Mio. t über dem Vorjahresniveau von 505 Mio. t liegen. Vor allem sind die guten Erträge, neben der Ausweitung der Produktionsflächen um rund 4 Mio. ha auf 233 Mio. ha, hierfür verantwortlich.
Das USDA schätzt die Verarbeitung in den Ölmühlen im laufenden Wirtschaftsjahr auf ein neues Rekordniveau von 432 (Vorjahr 419 Mio. t) Mio. t. Innerhalb der letzten 10 Jahre stieg die Verarbeitung damit um mehr als 40 %. Die Endbestände sollen auf ein Rekordniveau von 103 (Vorjahr 81 Mio. t) Mio. t steigen, so auch das Verhältnis der Bestände zum Verbrauch soll auf 20,4 % ansteigen und damit auch den höchsten Wert der vergangenen 10 Jahre erreichen.
Die riesige Sojabohnenproduktion in 2014/15 wird von dem USDA auf 316 (Vorjahr 284 Mio. t) Mio. t geschätzt und hat zu fallenden Preisen ab Ende Juni 2014 geführt, nachdem zu Beginn des Jahres eine starke Nachfrage nach US-Sojabohnen für stabile Preise gesorgt hatte. Mitte September unterschritt der Future am Chicago Board of Trade dann aber erstmals seit 4 Jahren wieder die Marke von 10 US$/bushel (367 US$/Tonne).
Die steigende Nachfrage bleibt hinter den Produktionszahlen zurück und China bleibt bedeutendster Nachfrager, dessen Importe auch weiter anwachsen sollen.
Auch die Versorgung auf dem globalen Rapsmarkt hat sich im Wirtschaftsjahr 2014/15 weiter verbessert, da die Ernten weltweit wiederum gut waren und die Nachfrage eher stabil bleiben könnte. Insgesamt schätzt das USDA die weltweite Rapsernte im Wirtschaftsjahr 2014/15 auf 71,6 (Vorjahr 71,2 Mio. t) Mio. t. Lediglich in Australien und Kanada wurden kleinere Mengen an Raps im Vergleich zum Vorjahr geerntet.
Besonders die Ernte in der EU von 24,1 Mio. t übersteigt noch einmal das Rekordergebnis aus dem vergangenen Jahr um ca. 3,0 Mio. t und sollte zu einem geringeren Importbedarf führen. Auch die Verarbeitungsmenge der EU sieht das USDA wiederum höher bei 24,7 (Vorjahr 23,9 Mio. t) Mio. t.
Die starke Nachfrage nach Ölschroten sorgte in 2014 dafür, dass die Preise im Vergleich zu den Ölsaaten und besonders den Ölen weniger stark nachgaben. Die weltweite Produktion der 7 wichtigsten Ölschrote von Soja, Raps, Sonnenblumen, Erdnuss, Palmkernen, Baumwolle und Kopra, wird nach Angaben des USDA in 2014/15 wieder deutlich wachsen und mit 294 (Vorjahr 282 Mio. t) Mio. t einen neuen Höchststand erreichen. Ein Anstieg wird vor allem bei Soja- und Rapsschrot erwartet. Die Produktion von Sonnenblumenschrot soll sich leicht verringern. Der globale Verbrauch von Ölschroten in 2014/15 wird auf 289 (Vorjahr 277 Mio. t) Mio. t geschätzt und es sollte in Asien, Südamerika und der EU ein Verbrauchsanstieg stattfinden. Trotz der weltweit großen Sojabohnenproduktion sollte demnach kein nennenswerter Bestandsaufbau erfolgen. Dies belegt erneut, wie groß die weltweite Nachfrage nach proteinhaltigen Futtermitteln aufgrund von stark steigendem Wohlstand und dem damit einhergehenden Fleischverbrauch ist.
In der EU dürfte der Verbrauch von Sojaschrot wieder deutlich auf 29,4 Mio. t steigen, bleibt aber unter dem Niveau der Jahre 2009-12. Der Sonnenblumenschrotverbrauch bleibt konstant, der Rapsschroteinsatz soll sich leicht erhöhen. Da die EU-Sojaschrotproduktion nur leicht ansteigen sollte, könnten die Einfuhren auf 19,3 (Vorjahr 18,2 Mio. t) Mio. t anwachsen.
Auch im Bereich der pflanzlichen Öle sanken die Preise im Zuge der großen Ernten weiter. Das USDA schätzt die Produktion der neun wichtigsten Öle (Öle aus Soja, Raps, Sonnenblume, Baumwoll- und Erdnusssaat sowie Palm- und Palmkernöl, Kokosöl und Olivenöl) im Wirtschaftsjahr 2014/15 (Oktober/September) auf 175 (Vorjahr 171 Mio. t) Mio. t. Deren weltweiter Verbrauch soll bei etwa 173,3 Mio. t liegen und einem Anstieg von 6,9 Mio. t gegenüber dem Vorjahr entsprechen. Die Produktion von Nahrungsmitteln erfordert ca. 129,9 (Vorjahr 125,5 Mio. t) Mio. t. und treibt die Nachfrage nach pflanzlichen Ölen stärker als die Oleochemische- und Biokraftstoffproduktion mit einem Verbrauchsanstieg von ca. 2,4 (Vorjahr 3,7 Mio. t) Mio. t. Die Biokraftstoffproduktion stagniert vor allem in der EU.
Auch bei den pflanzlichen Ölen ist China der größte Verbraucher. Die EU nimmt unverändert den zweiten Platz ein.
Palmöl macht weiterhin mit 35 % oder 61,6 (Vorjahr 59,5 Mio. t) Mio. t. den größten Anteil an der weltweiten Produktion der wichtigsten Öle aus. Dies entspricht einer Verdopplung in gut 10 Jahren und einer Verdreifachung in 15 Jahren. Indonesien und Malaysia. sind mit 86 % der Angebotsmenge die größten Produzenten von Palmöl.
Die gute Versorgung mit Sojabohnen soll in einer weiteren Steigerung der Erzeugung von Sojaöl in China, Argentinien, Brasilien und den USA resultieren.
Die weltweite Rapsölproduktion dürfte 2014/15 nur leicht ansteigen. Die Produktion in der EU-28 wird vom USDA bei 10,3 (Vorjahr 9,9 Mio. t) Mio. t gesehen. In China wird es erstmals wieder ein Absinken der Produktion geben.
Die weltweite Herstellung von Sonnenblumenöl sollte auf Grund gesunkener Erträge in Russland und der Ukraine fallen. Die Schätzungen für die Sonnenblumenölproduktion liegen für Russland bei 3,6 (Vorjahr 3,9 Mio. t) Mio. t, für die Ukraine bei 4,3 (Vorjahr 4,7 Mio. t) Mio. t und die EU bei 3,1 (Vorjahr 3,2 Mio. t) Mio. t.
Die globale Getreideproduktion im Wirtschaftsjahr 2014/15 (Juli/Juni) soll dem amerikanischen Landwirtschaftsministerium (USDA) zufolge bei 2,48 Mrd. t liegen und damit noch einmal leicht den Rekordwert des vergangenen Jahres übertreffen.
Die weltweite Produktion von Weizen (einschließlich Durum) liegt mit 726 Mio. t über den 717 Mio. t aus 2013/14 und wird durch eine erneut bessere europäische Weizenproduktion und den Ländern Russland, Ukraine und Kasachstan befördert. Allein in den letztgenannten drei Ländern stieg die Weizenerzeugung im Vergleich zum Vorjahr noch einmal um insgesamt 8,5 Mio. t.
Starke Regenfälle vor der Ernte haben sich teilweise negativ auf die Weizenqualität in Frankreich, in Teilen Deutschlands sowie in Ungarn und Tschechien ausgewirkt, allerdings waren die Erträge fast überall in der EU auf einem sehr hohen Niveau. Die Schätzung des USDA für die EU-Weizenernte beläuft sich auf 156,5 (Vorjahr 144,3 Mio. t) Mio. t. Der weltweite Weizenverbrauch im Wirtschaftsjahr 2014/15 soll auf 713 (Vorjahr 698 Mio. t) Mio. t für Nahrungsmittel und auch Futter steigen. Ein erhöhter Futterverbrauch in der EU wird durch die große Futterweizenernte begünstigt. Die Menge an verfüttertem Weizen soll um 5 Mio. t auf 55 Mio. t ansteigen, was den Großteil des weltweiten Anstiegs ausmacht.
Insgesamt steigt die Produktion stärker als die Nachfrage, so dass die Endbestände sich weiter auf 197 (Vorjahr 187 Mio. t) Mio. t erhöhen. Dies entspräche einem Verhältnis der Endbestände zum Verbrauch von 27,7 %, was einen überdurchschnittlichen Wert darstellt.
Die Welterzeugung von Mais soll laut USDA in 2014/15 trotz eines leichten Anbaurückgangs das Niveau der letztjährigen Rekordernte noch einmal übersteigen, da die weltweiten Erträge weiter angestiegen sind. Rekordernten melden die USA 361,1 (Vorjahr 351,3 Mio. t) Mio. t und die EU 74,2 (Vorjahr 64,3 Mio. t) Mio. t. In der Ukraine fiel die Produktion mit 28,5 (Vorjahr 30,9 Mio. t) Mio. t kleiner als im Vorjahr aus, doch ist auch diese Menge das zweitbeste Ergebnis aller Zeiten.
Auf Grund der wiederum üppigen Produktionsmengen und des daraus weiter resultierenden Preisverfalls wird für 2014/15 ein weiterer Verbrauchsanstieg für Mais erwartet.
Im Gegensatz zu Weizen und Mais ist die weltweite Produktion von Gerste im Wirtschaftsjahr 2014/15 zurückgegangen und lag laut USDA bei 141 (Vorjahr 146 Mio. t) Mio. t. Rückgänge wurden in Kanada und Australien verzeichnet. In der EU lag die geerntete Menge hingegen leicht über dem Vorjahr bei 59,9 (Vorjahr 59,6 Mio. t) Mio. t, und auch Russland und die Ukraine konnten ihre Produktion weiter steigern. Trotz des Produktionsrückgangs ist die weltweite Nachfrage nach Gerste weiterhin hoch und bleibt unverändert bei 141 (Vorjahr 141 Mio. t) Mio. t. Als Folge sinken die Bestände auf 23 (Vorjahr 25 Mio. t) Mio. t.
Die Auslastung der Silo- und Umschlagsbetriebe war im Berichtszeitraum zufriedenstellend. Die Ende 2013 begonnenen Exportaktivitäten des Getreidehandels haben sich zu Beginn 2014 fortgesetzt. Lediglich im letzten Quartal des Jahres 2014 wurde ein deutlicher Einbruch verzeichnet.
An Exporten beteiligte Betriebe sind vornehmlich die Silo P. Kruse in Hamburg, die Beteiligung in Rostock und der Inlandssilo längs der Elbe in Rothensee als Zulieferer aus dem Hinterland.
Im Geschäftsjahr wurde der "Silo Rostock" aus dem Konzern der ADM Hamburg Aktiengesellschaft ausgegliedert und in eine neu gegründete Gesellschaft, die RGL -Rostocker Getreide Lager GmbH & Co. KG, eingebracht. An dieser Gesellschaft hat sich die ATR Landhandel GmbH & Co. KG, Ratzeburg, Deutschland, beteiligt, so dass der Silobetrieb fortan als Joint Venture zweier gleichberechtigter Partner betrieben wird. Ziel ist es, die Umschlagsleistung der Rostocker Getreide Lager GmbH & Co. KG nachhaltig zu steigern. Am Standort wurde in eine verbesserte Annahmeleistung von landwirtschaftlichen Rohwaren investiert.
Die Silo P. Kruse Betriebs-GmbH & Co. KG, an der die ADM Hamburg Aktiengesellschaft eine Mehrheitsbeteiligung hält, profitierte ebenfalls von den hohen EU-Getreideexporten. Die Umschlagsleistung des Exportsilos wurde leicht unter dem Vorjahresniveau gehalten. Im Berichtsjahr wurden größere Reparaturmaßnahmen an den Flutschutzvorrichtungen vorgenommen. Die Maßnahmen wurden von der Poldergemeinschaft Hohe Schaar durchgeführt, an der die Silo P. Kruse mit ca. 6,6 % beteiligt ist. Darüber hinaus beteiligt sich die Poldergemeinschaft Hohe Schaar an dem förderfähigen Hochwasserschutzprogramm der Hansestadt Hamburg. In den kommenden Jahren werden von der Poldergemeinschaft weitergehende Maßnahmen für eine Verbesserung des Flutschutzes im Rahmen des Förderprogrammes auf der Insel Hohe Schaar durchgeführt. Im Berichtsjahr wurden hierzu die erforderlichen Planungen vorbereitet, so dass die Unterlagen fristgerecht bei den entscheidenden Behörden eingereicht werden können. Die Flutschutzmassnahmen wirkten im Berichtsjahr ergebnismindernd.
Der Ölsaaten- und Ölumschlag des "Silo Hamburg" war in 2014 leicht rückläufig. Hiervon ausgenommen war der Umschlag mit Sojabohnen. Der "Silo Hamburg" hat weiterhin den Umschlag und die Versorgung des "Werk Hamburg" mit Sojabohnen und Rapssaat, die per Seeschiff oder Binnenschiff angeliefert werden, zur Hauptaufgabe.
Die Aufgabe der Inlandssilos liegt im Umschlag und der Lagerung von Getreide, Futtermitteln und Ölsaaten sowie in der Versorgung der ADM-eigenen Ölmühlen in Deutschland. Insgesamt konnte "Silo Rothensee" die Umschlagsleistung im Berichtsjahr leicht verbessern. Am Standort "Silo Riesa", wurde im laufenden Jahr 2014 das benachbarte Futtermittelwerk geschlossen. Der Silo selbst hat weniger als im Vorjahr umschlagen können und erzielte ein wesentlich schlechteres Ergebnis.
Die Auslastung der Anlagen zur Verarbeitung von Sojabohnen und Rapssaat war im Berichtszeitraum insgesamt gut und lag in etwa auf Vorjahresniveau. Die Rapsverarbeitung hatte leicht zu und die Sojaverarbeitung leicht abgenommen.
Die Anlage des "Werk Hamburg" zur Raffination von Rapsöl war im Berichtszeitraum besser ausgelastet als im Vorjahr. Die Verwendung von Rapsöl in Biodiesel war der Haupttreiber dieser Auslastungssituation.
Die Raffination von Sojaöl dagegen war insgesamt schlechter ausgelastet als im Vorjahr, so auch die Palmölraffination im "Werk Hamburg". Eine Ausnahme konnte lediglich über einige Sommermonate verzeichnet werden, in denen vermehrt Soja- und Palmöl zu Biodiesel weiter verarbeitet wurden. Diese Entwicklung hat sich im Berichtszeitraum analog zum Vorjahr entwickelt. Der Anteil der exportierten Sojaöle konnte im Berichtszeitraum gesteigert werden.
Die Auslastung des "Werk Noblee & Thörl" lag im Geschäftsjahr leicht über dem Vorjahresniveau. Kunden und Verbraucher bestärken den Trend stetig steigender Anforderungen an die Nachhaltigkeit von Ölen und Fetten. Investitionen in Zertifizierungssysteme längs der Wertschöpfungskette und erweiterte Serviceangebote für kundenspezifische Lösungen unterstreichen das Bekenntnis unseres Konzerns zur Nachhaltigkeit und der verarbeiteten Produkte.
Die Biodiesel-Anlagen des "Werk Hamburg" und des "Werk Leer" konnten die schwache Auslastung des vergangenen Jahres hinter sich lassen und mit leicht verbesserten Produktionszahlen und auskömmlichen Margen aufwarten. Insgesamt stiegen die Exporte von Biodiesel aus Deutschland im Berichtszeitraum signifikant. Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft konnte an diesen Exporten auch partizipieren.
Der Absatz von Rohglyzerin, welches als Kuppelprodukt der Biodieselherstellung anfällt, war über das gesamte Berichtsjahr stabil, wobei die Mengen aus dem Werk Hamburg leicht gegenüber dem Vorjahr abfielen und aus dem Werk Leer leicht anstiegen. Die Produktion von Pharmaglyzerin war konstant.
Das Geschäftsjahr 2014 wurde mit einem geringeren Gesamtergebnis als in 2013 abgeschlossen. Wesentlichen Anteil an der negativen Entwicklung hatten die Geschäftsbereiche Ölsaatenverarbeitung als Lohnverarbeiter und Silo- und Umschlagsbetriebe. Investitionen in den Flutschutz und Kostensenkungsmaßnahmen korrelierten mit einem verminderten Ergebnis. Der Standort Leer konnte im Berichtsjahr kontinuierlich produzieren und ein stabiles Ergebnis erzielen.
Die Silobetriebe waren mit einer Ausnahme, Silo Riesa, gut beschäftigt, haben aber aus genannten Gründen nicht an die Vorjahresergebnisse anknüpfen können. Investitionen in Flutschutzmaßnahmen und leicht rückläufige Anlieferungen aufgrund eines optimierten Kapitalmanagements zeichnen für geringere Ergebnisse verantwortlich. Der Silo Riesa blieb erneut hinter den Erwartungen zurück. Die Frage nach der Zukunft dieses Standorts muss gestellt werden.
Der Vorstand wird weiterhin die Entwicklung aller Geschäftsbereiche besonders aufmerksam verfolgen und dort, wo erforderlich, schnell und gezielt korrigierend eingreifen.
Der Vorstand wird sich weiterhin aktiv in Fachverbänden engagieren. Gemeinsam mit diesen Fachverbänden wird er das Ziel verfolgen, Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung auf für die Branche nachteilige Konsequenzen hinzuweisen, wann immer Änderungen europäischer, nationaler oder lokaler Rahmenbedingungen in sich immer mehr globalisierenden Märkten auf den Weg gebracht werden sollen.
Die Ertragslage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg Konzerns wird wesentlich geprägt durch die Einbindung in die Aktivitäten des weltweit tätigen ADM-Konzerns.
Im Geschäftsjahr 2014 wurde im Vergleich zum Vorjahr ein um EUR 9,9 Mio. geringeres Ergebnis nach Steuern und vor Ergebnisabführung von EUR 3,1 Mio. erzielt.
In der Ertragslage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft nach HGB werden im Geschäftsjahr 2014 alle Erträge und Aufwendungen aus dem "Werk Leer", dem "Werk Hamburg", dem "Werk Noblee & Thörl", dem "Silo Hamburg", dem "Silo Rothensee" und dem "Silo Riesa" ausgewiesen.
Zu ausgewählten Einflussfaktoren nehmen wir wie folgt Stellung:
Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr von EUR 226,6 Mio. (Vorjahr EUR 251,2 Mio.) betreffen überwiegend das "Werk Hamburg" mit EUR 106,6 Mio. (Vorjahr EUR 120,3 Mio.) sowie mit EUR 76,1 Mio. den Bereich Biodiesel im "Werk Leer" (Vorjahr EUR 84,4 Mio.).
Das Vorjahresergebnis wurde durch periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 8,9 Mio. beeinflusst. Im Geschäftsjahr 2014 sind Wertaufholungen der Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 3,0 Mio. vereinnahmt.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen von EUR 15,5 Mio. (Vorjahr EUR 13,2 Mio.) enthalten planmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 12,9 Mio. (Vorjahr EUR 13,2 Mio.) sowie außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 2,6 Mio. (Vorjahr EUR 0,0 Mio.).
Das Zinsergebnis lag bei EUR -3,2 Mio. (Vorjahr EUR -2,5 Mio.).
Insgesamt wird ein um EUR 14,9 Mio. niedrigeres Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von EUR 4,9 Mio. (Vorjahr EUR 19,8 Mio.) ausgewiesen. Die Aufwendungen aus Ertragsteuern von EUR 0,6 Mio. (Vorjahr EUR 6,6 Mio.) enthalten die von der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH belasteten Steuerumlagen. Sie wurden wie im Vorjahr auf Basis einer fiktiven originären Steuerpflicht ermittelt.
Im Geschäftsjahr 2014 wurde ein Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsergebnis von EUR 12,7 Mio. (Vorjahr EUR 11,1 Mio.) erzielt.
Im Geschäftsjahr werden in der Ertragslage des Segments Ölmühle wie im Vorjahr ausschließlich die Verarbeitungsaktivitäten des "Werk Hamburg" sowie die Geschäftsaktivitäten der Silobetriebe und der ADM Rothensee GmbH & Co. KG ausgewiesen.
Das "Werk Hamburg" hat im Geschäftsjahr Lohnverarbeitungserlöse aus der Saatenverarbeitung in Höhe von EUR 86,4 Mio. erzielt (Vorjahr EUR 100,8 Mio.). Eine Änderung der Abrechnungsmodalitäten der Lohnverarbeitungsgebühren führte zu einer nicht wesentlichen Verminderung des operativen Ergebnisses
Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Silobetriebe hat sich im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr über alle Bereiche verschlechtert. Die Silobetriebe konnten im Geschäftsjahr insgesamt Umsatzerlöse vor Eliminierungen in Höhe von EUR 18,8 Mio. (Vorjahr EUR 22,9 Mio.) erzielen.
Die ADM Rothensee GmbH & Co. KG als Erfasser von Getreide und Ölsaaten hat im abgelaufenen Geschäftsjahr weniger Mengen umgeschlagen und erzielte Umsatzerlöse in Höhe von EUR 145,3 Mio. (Vorjahr EUR 192,0 Mio.). Das erzielte Ergebnis der ADM Rothensee beläuft sich im Geschäftsjahr auf einen Gewinn von EUR 0,8 Mio. (Vorjahr Verlust EUR 1,7 Mio.). Die im Jahr 2012 durch die Gesellschaft umgesetzten operativen Maßnahmen zur Erreichung einer positiveren Ertragslage haben in 2014 weitere Erfolge bewirkt.
Im Beteiligungsergebnis ist ein Erfolgsbeitrag in Höhe von EUR 10,7 Mio. aus der Entkonsolidierung der RGL (Rostocker Getreide-Lager) GmbH & Co. KG, Hamburg, enthalten.
Im Konzernabschluss werden derivative Finanzinstrumente zu Marktwerten bewertet. Aus der Bewertung von offenen derivativen Finanzinstrumenten werden in der Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung Erträge von EUR 3,6 Mio. (Vorjahr EUR 2,3 Mio.) sowie Aufwendungen von EUR 5,4 Mio. (Vorjahr EUR 2,6 Mio.) ausgewiesen. Auf das Segment "Ölmühle" entfallen Erträge von EUR 3,6 Mio. (Vorjahr EUR 2,3 Mio.) und Aufwendungen von EUR 4,8 Mio. (Vorjahr EUR 2,5 Mio.).
Im Geschäftsjahr 2014 wurde im Vergleich zum Vorjahr ein um EUR 7,1 Mio. geringeres Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsergebnis von EUR 4,3 Mio. erzielt. Im Geschäftsjahr werden in der Ertragslage des Segments Weiterverarbeitung wie im Vorjahr ausschließlich die Biodieselverarbeitungsaktivitäten des "Werk Hamburg" als Lohnverarbeiter für die ADMI und die Biodieselaktivitäten des "Werk Leer" sowie die Geschäftsaktivitäten des "Werk Noblee & Thörl" ausgewiesen.
Im Segment Weiterverarbeitung ergaben sich im Bereich Biodiesel Umsatzerlöse vor Eliminierungen im Geschäftsjahr von EUR 96,4 Mio. (Vorjahr EUR 103,9 Mio.). Im Biodieselbereich waren im Geschäftsjahr 2014 die Margen leicht besser als im Vorjahr und auch die Auslastung der Anlagen.
Für das "Werk Noblee & Thörl" sind im Geschäftsjahr Umsatzerlöse bei einer konstanten Auslastung der Produktionsanlagen von EUR 29,7 Mio. (Vorjahr EUR 31,8 Mio.) erzielt worden.
Im Konzernabschluss werden derivative Finanzinstrumente zu Marktwerten bewertet. Aus der Bewertung von offenen derivativen Finanzinstrumenten werden in der Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung Erträge von EUR 3,6 Mio. (Vorjahr EUR 2,3 Mio.) sowie Aufwendungen von EUR 5,4 Mio. (Vorjahr EUR 2,6 Mio.) ausgewiesen. Auf das Segment "Weiterverarbeitung" entfallen Aufwendungen von EUR 0,6 Mio. (Vorjahr EUR 0,1 Mio.).
Die Ziele des Finanzmanagement liegen in der Sicherstellung der Liquidität sowie in der Begrenzung der Wechselkursrisiken. Dazu wird die Finanzierung der Geschäftsaktivitäten der ADM Hamburg Aktiengesellschaft sowie aller Tochtergesellschaften unverändert fast ausschließlich durch verbundene Unternehmen der weltweiten ADM Gruppe sichergestellt. Zum Bilanzstichtag bestehen keine langfristigen Bankverbindlichkeiten.
Die im Geschäftsjahr durchgeführten Investitionen des Konzerns in immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen in Höhe von EUR 13,6 Mio. konnten nahezu vollständig aus den Mittelzuflüssen aus betrieblicher Tätigkeit gedeckt werden. Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit betrug im ADM Hamburg Konzern im Geschäftsjahr EUR 16,1 Mio. (Vorjahr EUR 29,3 Mio.).
Liquiditätsrisiken sind aufgrund der Finanzierungsstruktur derzeit weder für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft noch für den Konzern ersichtlich.
Wesentliche Währungspositionen bestehen für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft und den ADM Hamburg-Konzern nicht, da im Wesentlichen in Euro gehandelt wird sowie bestehende Fremdwährungsgeschäfte durch Sicherungsgeschäfte begrenzt werden.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzten sich am Bilanzstichtag wie auch im Vorjahr aus den Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen sowie dem Bestellobligo für Anlagevermögen zusammen und bestehen in einer der Geschäftstätigkeit des Konzerns und der ADM Hamburg Aktiengesellschaft angemessenen Höhe.
Wir erwarten auch in der Zukunft Liquiditätsüberschüsse aus der Geschäftstätigkeit der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg-Konzerns.
Die Vermögenslage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg Konzerns ist wie im Vorjahr weiterhin geordnet.
Im handelsrechtlichen Jahresabschluss der ADM Hamburg Aktiengesellschaft hat sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um EUR 10,8 Mio. auf EUR 265,0 Mio. erhöht. Die Veränderung ergibt sich hauptsächlich aus einer Zunahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen und der Sonstigen Vermögensgegenstände sowie einer Verminderung der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Der Buchwert des Anlagevermögens ist im Vergleich zum Vorjahr mit EUR 148,0 Mio. fast unverändert geblieben. Den Investitionen in Höhe von EUR 12,6 Mio. stehen Abschreibungen von EUR 15,5 Mio. Bei den Investitionen im Geschäftsjahr handelt es sich im Wesentlichen um die weitergeführten Projekte zur Ausweitung des bestehenden Kraftwerkes der 1. und 2. Linie, Investitionen in die Tanklager sowie die Erweiterung des Rapssaatextraktors. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozentpunkte verringert und beträgt zum Bilanzstichtag 55,8% (Vorjahr 58,6%).
Auf der Passivseite haben sich im Vergleich zum Vorjahr hauptsächlich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um EUR 7,8 Mio. auf EUR 181,4 Mio. erhöht, während sich die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung um EUR 5,3 Mio. auf EUR 9,1 Mio. verminderten.
Es wird ein Eigenkapital der ADM Hamburg Aktiengesellschaft in Höhe von EUR 41.2 Mio. ausgewiesen. Der Eigenkapitalanteil an der Bilanzsumme beträgt nunmehr 15,6% (Vorjahr 16,2 %).
Im Konzernabschluss erhöhte sich die Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr um EUR 28,1 Mio. auf EUR 348,2 Mio. Neben dem Anstieg des Vorratsvermögens (EUR 18,9 Mio.) und der Sonstigen Vermögenswerte (EUR 9,8 Mio.) erhöhten sich im Stichtagsvergleich die At Equity bilanzierten Beteiligungen/Sonstigen Beteiligungen (EUR 11,9 Mio.) bei einem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR 8,8 Mio.) sowie der Sonstigen finanziellen Vermögenswerte (EUR 4,7 Mio.).
Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen hat sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt EUR 2,3 Mio. verringert. Den gesamten Investitionen im Berichtszeitraum in Höhe von EUR 13,6 Mio. stehen Abschreibungen in Höhe von EUR 14,2 Mio. gegenüber. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme sinkt gegenüber dem Vorjahr auf 62,7 % (Vorjahr 64,4 %).
Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital nach Berücksichtigung der Ergebnisabführung der ADM Hamburg Aktiengesellschaft in Höhe von EUR 3,1 Mio. und des im Geschäftsjahr 2014 ausgewiesenen Konzerngesamtergebnisses von EUR 6,0 Mio. insgesamt um EUR 2,9 Mio. auf EUR 67,0 Mio. Die Konzern-Eigenkapitalquote erhöhte sich auf Grund der geringeren Bilanzsumme auf 19,2 % (Vorjahr 20,0 %).
Die Vermögens- und Finanzlage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg Konzerns sind weiterhin geordnet. Im Geschäftsjahr 2014 hat die ADM Hamburg Aktiengesellschaft ein Ergebnis vor Ergebnisabführung von EUR 3,1 Mio. erzielt. Im ADM Hamburg Konzern ergab sich im Geschäftsjahr 2014 ein Konzern-Gesamtergebnis in Höhe von EUR 6,0 Mio.
Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2015 ein vergleichbares Ergebnis wie im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Es sind uns keine Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag bekannt geworden.
In diesem Zusammenhang wird jedoch auf eine mögliche Nutzung weiterer Synergie-Effekte in den ADM-Gesellschaften in Deutschland hingewiesen.
Der Vorstand der ADM Hamburg Aktiengesellschaft blickt verhalten in das Jahr 2015.
Das Ölsaaten- und Getreideerfassungsgeschäft sollte sich in 2015 weiter positiv entwickeln. Die Umschlagsleistung der konzerneigenen Silos wird in 2015 auf gleichbleibendem Niveau gesehen.
Die Auslastung der Umschlags- und Produktionsanlagen wird auch in 2015 vergleichbar mit 2014 bleiben, insbesondere auch in Anbetracht der Einbindung in die weltweiten Aktivitäten der ADM-Gruppe.
Im Bereich der europäischen und deutschen Biokraftstoffgesetzgebung stehen richtungsweisende Entscheidungen und Änderungen an. Entscheidungen, die auf Grund der allgemein biokraftstoffkritischen Stimmungslage weniger rational als emotional ausfallen könnten und die die zukünftige Nachfrage nach Biokraftstoffen, die aus Pflanzenölen hergestellt werden, negativ beeinflussen könnten.
Auf europäischer Ebene geht es um die Entscheidung der Kommission, des Rates und des Parlamentes zum Umgang mit iLUC, Indirect Landuse Change beziehungsweise indirekte Landnutzungsänderungen, im Zusammenhang mit dem Anbau von Rohstoffen für die Biodieselproduktion. Ein Kompromiss über den in 2012 vorgelegten
Richtlinienänderungsvorschlag der Europäischen Kommission zur Änderung der RED (Renewable Energy Directive) konnte bisher nicht erzielt werden. Würde der ursprüngliche Vorschlag der Kommission ohne wesentliche Änderungen umgesetzt werden, hätte dies erhebliche Auswirkungen auf den Absatz von Biodiesel und auf die Agrarmärkte in Europa.
Darüber hinaus zeichnet sich ab, dass die EU für den Zeitraum nach 2020 keine verbindlichen Ziele für den Einsatz von Biokraftstoffen im Verkehr vorgeben will, wie es bisher noch für den Zeitraum bis 2020 der Fall ist.
Ab Januar 2015 gelten für die Biokraftstoff- und Mineralölindustrie grundlegend neue Regeln. Das bisher in Deutschland geltende Fördersystem für Biokraftstoffe wurde vollständig neu ausgerichtet. Durch die neue Klimaschutz- oder Treibhausgas-Quote wird die Mineralölindustrie ab dem 01.01.2015 gesetzlich dazu verpflichtet, den Ausstoß von Treibhausgasen um 3,5 Prozent zu senken. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Mineralölunternehmen Biokraftstoffe einsetzen. Denn durch Biodiesel und Bioethanol werden deutlich weniger Treibhausgase ausgestoßen als durch fossile Kraftstoffe. Je stärker ein Biokraftstoff den Treibhausgasausstoß verringert, desto schneller erreicht die Mineralölindustrie ihr Reduktionsziel von 3,5 Prozent.
Die einzelnen Biokraftstoffhersteller stehen mit ihren Produkten untereinander im Wettbewerb, um die höchsten Emissionseinsparungen liefern zu können. In den ersten Monaten 2015 wird sich zeigen, welche praktischen Auswirkungen das neue Gesetz auf den Markt hat und wie sich der Absatz entwickeln wird.
Biodiesel aus Raps stößt rund 60 Prozent weniger Treibhausgase aus als fossiler Kraftstoff, bei Ethanol sind es 50 - 70 Prozent. Um die Treibhausgasemissionen von Biokraftstoffen zu messen, wird der gesamte Herstellungsprozess von der Landwirtschaft über die Transporte bis zur Produktion des Kraftstoffs betrachtet. Die Biokraftstoffproduzenten werden ihre Produktionsabläufe weiter optimieren um Treibhausgaseinsparungen zu generieren. In Frage kommen hierbei zum Beispiel eine bessere Wärmenutzung, die Nutzung von Kraft-Wärme-Kopplung und Erneuerbaren Energien oder eine bessere Isolierung von Wärmeleitungen. Zudem wird auch die Landwirtschaft betrachtet, denn hier entstehen insbesondere bei der Düngung Emissionen. Somit rückt auch die Landwirtschaft neben dem Verkehrssektor in den Fokus der Treibhausgasminderung.
Die Verringerung der Treibhausgasemissionen wird von Zertifizierern weltweit überprüft. Eine strenge Kontrolle der Angaben zur Reduktion von Treibhausgasen ist erforderlich, um vermeintlich sehr hohe Einspar-Werte tatsächlich prüfen zu können, die die positiven Effekte der neuen Regeln für das Klima verringern.
Deutschland ist das einzige Land in der Europäischen Union, das die Klimaschutz-Quote in dieser strengen Form eingeführt hat. In allen anderen Mitgliedstaaten gibt es zwar auch eine Vorgabe für die Verringerung der Treibhausgasemissionen, die aber im Rahmen einer behördlichen Berichterstattung erfüllt werden soll. In Deutschland dagegen wird die Verpflichtung zur Treibhausgas-Minderung möglicherweise direkte Effekte im Biokraftstoffmarkt zeigen.
Ein Rückgang der Nachfrage nach Biodiesel insgesamt hätte nicht nur negative Auswirkungen auf die Auslastung der Biodieselproduktionsanlagen, sondern auch auf die Auslastung der Ölsaatenverarbeitung und der Raffination und damit auf Umsatzerlöse und Konzernergebnis.
Es bleibt allerdings fraglich, ob alle anstehenden politischen Weichenstellungen in der Form umgesetzt werden, wie sie aktuell diskutiert werden. Denn Biokraftstoffe sind nicht nur für den europäischen Agrarsektor von großer Bedeutung. Biokraftstoffe sind die einzige regenerative Alternative in flüssiger Form für den Straßenverkehr, insbesondere den Schwerlastverkehr. Und sie verringern die bestehende Abhängigkeit Europas von den endlichen fossilen Kraftstoffen und deren Import aus einer Handvoll erdölexportierender Länder.
Kommissionspräsident Junker hat angekündigt einen Vorschlag zur Revision der EU-Richtlinie 1829/2003 vorzulegen. Dieser soll die Möglichkeit einer Nationalisierung von GVO Importzulassungen für Rohstoffe eröffnen. Analog zum länderspezifischen optionalen Verbot des Anbaus gentechnisch veränderter Pflanzen (opt-out) ist offenbar geplant, den Import von Gentechnisch veränderten Rohstoffen auf die nationale Entscheidungsebene zu verlagern und, ohne wissenschaftlich gestützte Begründung, verbieten zu können. Ein solches Vorhaben widerspräche den Grundsätzen des freien Binnenmarktes und untergrübe die Kompetenz der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA). Nationale Verbote sind nicht mit dem internationalen Handelsrecht vereinbar und führen zu internationalen Wettbewerbsverzerrungen.
Als Verarbeiter von Ölsaaten, also auch Sojabohnen, kann dies in letzter Konsequenz erhebliche Auswirkungen auf den Produktionsstandort in Hamburg und andernorts haben. Mit der Verarbeitung von Sojabohnen produzieren wir unter anderem auch dringend benötigte, hochwertige Proteinfuttermittel. Der Selbstversorgungsgrad mit hochwertigen Protein- und Aminosäurequellen liegt in Deutschland bei nur ca. 35%. Damit leisten wir einen Beitrag für die wettbewerbsorientierte Veredelungswirtschaft, die ebenfalls von einer solchen Regelung betroffen wäre.
Auch im kommenden Jahr wird der Konzern in Projekte investieren, die die Standorte der ADM Hamburg Aktiengesellschaft konkurrenzfähig erhalten werden. Dabei stehen die Steigerung der Effektivität und Effizienz weiterhin im Vordergrund.
Die Entwicklung der Weltwirtschaft bleibt schwer einschätzbar. Es gibt eine Vielzahl von politischen Krisenherden auf der Welt. Das Thema Deflation ist nach wie vor präsent und die Stabilität des Euros wird zum einen durch die drohende Staatspleite von Griechenland und zum anderen durch die Geldpolitik der EZB in Frage gestellt. Weiterhin aber gilt, dass nationale wie globale Wirtschaftskrisen und nationale Unruhen selten direkten Einfluss auf die Agrarmärkte und das Geschäft des Konzerns haben.
Die Prognose einer konstanten Auslastung für kommende Geschäftsjahre basiert auch auf den nach wie vor intakten globalen Megatrends, wie dem Bevölkerungswachstum, dem Anstieg der durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen in den Schwellenländern, dem daraus resultierenden veränderten Konsumverhalten und der stetigen Urbanisierung.
Die globale Nachfrage nach Speiseölen, Proteinschroten und alternativen Kraftstoffen wird weiter steigen.
Biokraftstoffe der ersten Generation, wie sie in Hamburg und Leer hergestellt werden, sollten aufgrund der weiter steigenden Mobilität ihre Berechtigung im europäischen Energiemix nach 2020 behalten. Die abnehmende Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen und eine zunehmende Klimaerwärmung sollten dies stützen.
Diese Prognose hat ihr solides Fundament in der Einbindung der ADM Hamburg Aktiengesellschaft in den Konzern der ADM, in den Logistikvorteilen der Standorte des Konzerns der ADM Hamburg Aktiengesellschaft sowie in den hochqualifizierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an allen Standorten des Konzerns.
Der ADM Hamburg Konzern ist als international tätiger Konzern im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten Währungs- und Commodity-Risiken ausgesetzt und in das Risikomanagement des Mutterkonzerns eingebunden. Die Konzernunternehmen der ADM Gruppe unterliegen einem strikten Risiko-Management. Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen sind in internen Richtlinien verbindlich festgelegt. Der Konzernvorstand bedient sich bei der Überwachung dieser Risiken neben seinem eigenen Berichtswesen unter anderem des Instrumentariums, welches von der Muttergesellschaft (ADM) bereitgestellt wird.
Für alle Handelsaktivitäten der Werke werden die Risiken volatiler Rohwaren-, Devisen- und Produktmärkte über das Risikomanagement für die gesamte Rohstoff- und Produktpalette von der ADMI oder der Olenex C.V. verantwortet.
Die Unternehmenspolitik der ADM ist die Begrenzung dieser Risiken durch ein systematisches Risiko-Management. Als Instrumente dienen vor allem Devisentermingeschäfte und Commodity-Termingeschäfte. Finanzinstrumente dürfen grundsätzlich nicht zu Spekulationszwecken eingesetzt werden, sondern dienen der Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft. Absicherungen im Commodity-Bereich dienen primär der Mengen- als auch der Margen-Sicherung.
Devisentermingeschäfte dienen der Minimierung von Wechselkursschwankungen bezogen auf die Funktionalwährung.
Bezüglich der Sicherungsgeschäfte bestehen Vertragsverhältnisse mit verschiedenen Unternehmen aus dem ADM Konzern, die sich auf die Durchführung von Sicherungsgeschäften spezialisiert haben. Somit wird die ADM Hamburg Aktiengesellschaft in die konzernweiten Sicherungsaktivitäten einbezogen. Die Durchführung der Sicherungsgeschäfte erfolgt für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft im Biodieselgeschäft unter anderem durch den Abschluss von PLATTS-Derivaten. Die Sicherungsgeschäfte im Raps-Bereich erfolgen über den Marché à Terme International de France (MATIF).
Als weiteres Risiko ergibt sich im Finanzbereich das Kreditausfallrisiko. Für das Kreditrisiko bestehen Kreditversicherungen. Trotz des Anstiegs der Netto-Forderungen der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg Konzerns aus Energiesteuer von EUR 26,7 Mio. zum 31. Dezember 2013 auf EUR 31,2 Mio. zum 31. Dezember 2014 wird kein Bedarf für eine Wertberichtigung dieser Ansprüche gesehen.
Allen operativen Risiken wird durch Qualitätssicherungssysteme, Schulung und Weiterbildung der Mitarbeiter, regelmäßige Wartung der Anlagen und den Abschluss geeigneter Versicherungen begegnet. Risiken aus dem rechtlichen Umfeld stehen unter ständiger Beobachtung. Die Wirksamkeit wird regelmäßig durch die Revisionsabteilung des ADM Konzerns überprüft. Ein enger Kontakt zu den Verbänden der einzelnen Betätigungsfelder soll helfen, frühzeitig Risiken zu erkennen und im konstruktiven Dialog die Rahmenbedingungen mitzugestalten.
Die Aufwendungen für Forschung- und Entwicklung sind im Vergleich zu den gesamten Aufwendungen unwesentlich. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit dient im Wesentlichen der produktbezogenen Auftragsabwicklung und führt nicht zur Bildung immaterieller Vermögenswerte.
Im Berichtsjahr beschäftigte die ADM Hamburg Aktiengesellschaft durchschnittlich 587 (Vorjahr 605) Mitarbeiter, davon 29 (Vorjahr 40) Auszubildende. Im Konzern wurden durchschnittlich 646 (Vorjahr 647) Mitarbeiter beschäftigt. Hiervon sind 29 (Vorjahr 40) Auszubildende.
Unser Dank und unsere Anerkennung gilt auch allen unseren Mitarbeitern.
Hamburg, den 31. März 2015
Der Vorstand
Jaana Karola Kleinschmit von Lengefeld
Dr. Kai-Uwe Ostheim
Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der ADM Hamburg Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2014 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Berlin, 27. Mai 2015
**RSM Deutschland GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft**
Holger Böge, Wirtschaftsprüfer
Bernhard Christl, Wirtschaftsprüfer
Das Geschäftsjahr 2014 war durch eine gute Versorgungslage der Weltmärkte mit den wichtigsten Ölsaaten geprägt. Insbesondere die weltweite Sojabohnen- und Rapssaatenproduktion konnte gegenüber dem Vorjahr insgesamt gesteigert werden. Auch die weltweite Nachfrage nach proteinhaltigen Futtermitteln ist aufgrund von stark steigendem Wohlstand und dem damit einhergehenden Fleischverbrauch weiter angestiegen. Im Bereich der pflanzlichen Öle stieg der Verbrauch vor allem aufgrund der gestiegenen Produktion von Nahrungsmitteln an.
Wichtige Projekte im Bereich der Anlageninvestitionen betrafen im Geschäftsjahr die Ausweitung der Eigenversorgung mit Strom und Dampf und der Tanklager sowie die Erweiterung des Rapssaatextraktors. Die Diskussion über die zukünftige Ausrichtung der europäischen Biokraftstoffpolitik blieb auch im abgelaufenen Jahr ohne Ergebnis.
Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2014 seine Kontroll- und Beratungsaufgaben gemäß Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung wahrgenommen. Er hat den Vorstand während des Geschäftsjahres aktiv durch Beratungen und Diskussionen begleitet sowie gleichzeitig auf der Grundlage von Vorstandsberichten und gemeinsamen Sitzungen laufend überwacht. Die seiner Zustimmung bedürfenden Geschäfte hat er überprüft und jeweils mit dem Vorstand besprochen.
Dem aus zwei Vertretern der Aktionäre und einem Vertreter der Arbeitnehmer bestehenden Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2014 an:
a) Ralf Schulz (Vorsitzender, ab 13. Mai 2014)
b) Christopher Peter Horry (Vorsitzender, bis 28. April 2014)
c) Kevin Brassington (ab 10. April 2014, stellvertretender Vorsitzender ab 13. Mai 2014)
d) Stefan Schmans (Arbeitnehmervertreter, ab 14. August 2014)
e) Thomas Schlomm (Arbeitnehmervertreter, bis 14. August 2014)
Mit Wirkung zum 10. April 2014 ist Herr Kevin Brassington als Nachfolger von Herrn Brent Fenton (Mitglied des Aufsichtsrates bis 31. Oktober 2013) durch gerichtlichen Beschluss zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden. Außerdem wurde Herr Ralf Schulz mit Wirkung vom 13. Mai 2014 durch gerichtlichen Beschluss zum Mitglied des Aufsichtsrats als Nachfolger von Herrn Christopher Peter Horry, der sein Aufsichtsratsmandat mit Wirkung zum 28. April 2014 niedergelegt hat, bestellt. Der Aufsichtsrat hat am 13. Mai 2014 Herrn Ralf Schulz als neuen Vorsitzenden und Herrn Kevin Brassington als neuen stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.
Die Amtszeit von Herrn Ralf Schulz und Herrn Kevin Brassington aufgrund gerichtlicher Bestellung endete mit Ablauf der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 14. August 2014. Daher hat diese Hauptversammlung Herrn Ralf Schulz und Herrn Kevin Brassington zu Aufsichtsräten gewählt jeweils bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das vierte Geschäftsjahr nach Beginn der Amtszeit beschließt, wobei das Geschäftsjahr, in dem die Amtszeit beginnt, nicht mitgerechnet wird.
Der Aufsichtsrat hat angesichts seiner auf drei Mitglieder beschränkten Größe keine Ausschüsse gebildet.
Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2014 in zwei Sitzungen am 15. Mai und 20. August 2014 über die laufende Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung, über die Budgetplanung, die strategischen Ziele, das Risikomanagement sowie alle organisatorischen und personellen Veränderungen einschließlich aller weiteren Vorgänge von wesentlicher Bedeutung umfassend unterrichten lassen. Soweit der Aufgabenkreis des Vorstands bzw. das Zusammenwirken der Organe betroffen war, hat der Vorstand an den Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen. Darüber hinaus hat der Vorstand den Aufsichtsrat laufend durch detaillierte Berichte über prägende Geschäftsvorfälle der Gesellschaft und des Konzerns informiert. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Vorstands eingehend diskutiert und die Entwicklungsperspektiven des Unternehmens mit dem Vorstand erörtert. Ein Schwerpunkt der Überwachung und Beratung war im Geschäftsjahr 2014 die Entwicklung der großen Investitionsprojekte, die wir mit dem Vorstand diskutiert haben. Im Übrigen stand der Aufsichtsratsvorsitzende in ständigem, engem Kontakt zum Vorstand, der ihn über aktuelle Geschäftsvorgänge umfassend unterrichtete und mit dem regelmäßig Gespräche über wesentliche strategische und geschäftspolitische Fragen der Gesellschaft und des Konzerns geführt wurden. Der Aufsichtsrat ist zur Überzeugung gelangt, dass die Gesellschaft und der Konzern über ein leistungsfähiges Risikoüberwachungssystem und ausgewogene Compliance-Regelungen verfügen, die der Vorstand nutzt bzw. deren Durchsetzung der Vorstand überwacht. Der Aufsichtsrat ist von der Recht- und Ordnungsmäßigkeit sowie der Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung durch den Vorstand überzeugt.
Im Geschäftsjahr 2014 ist Herr Detlef Evers aus dem Vorstand ausgeschieden.
Herr Dr. Kai-Uwe Ostheim, der bereits früher dem Vorstand angehört hatte, dann aber vorübergehend ausgeschieden war, ist wieder zum Vorstandsmitglied bestellt worden. Der Aufsichtsrat hat ihm Einzelvertretungsbefugnis erteilt.
Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist in dem Anhang des Konzernabschlusses, abgedruckt in diesem Geschäftsbericht, ausgewiesen.
Als Abschlussprüfer und zugleich Konzernabschlussprüfer wurde von der Hauptversammlung der Gesellschaft die RSM Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, gewählt. Der Aufsichtsrat hat daraufhin den Prüfungsauftrag erteilt. Der Abschlussprüfer und zugleich Konzernabschlussprüfer hat den Jahresabschluss der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und den Konzernabschluss jeweils zum 31. Dezember 2014 sowie den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht geprüft und jeweils mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen.
Am 27. Mai 2015 fand die Bilanzaufsichtsratssitzung statt. Die entsprechenden Vorlagen und Prüfungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Vorfeld dieser Sitzung ausgehändigt und von diesen jeweils eingehend geprüft. Der Abschlussprüfer und zugleich Konzernabschlussprüfer nahm an der Sitzung teil, berichtete über den Verlauf der Prüfung und die Prüfungsergebnisse und stand für die Beantwortung von Fragen sowie zur Diskussion der Unterlagen zur Verfügung.
Das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat erklärt, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfungen keine Einwendungen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist. Der Aufsichtsrat hat auch den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss gebilligt.
Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den Vorstandsmitgliedern, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft und den Betriebsräten für das große Engagement, für ihren tatkräftigen Einsatz im Interesse des Unternehmens sowie für die im Geschäftsjahr 2014 erzielten Erfolge.
Hamburg, 2. Juni 2015
Für den Aufsichtsrat
Ralf Schulz, Vorsitzender
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