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ADM Hamburg AG

Earnings Release Aug 19, 2008

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Earnings Release

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News Details

Ireland | 19 August 2008 09:46

ADM Hamburg AG:

ADM Hamburg AG / Veröffentlichung einer Mitteilung nach § 37x WpHG

Zwischenmitteilung nach § 37x WpHG, übermittelt durch die DGAP - ein
Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.


Zwischenmitteilung nach § 37x WpHG 1

(Hamburg, 19. August 2008) Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft- ein
Unternehmen des weltweit operierenden ADM Konzerns - hat im ersten Quartal
des Geschäftsjahres 2008 einen Konzernumsatz von TEUR 275.166 (Q1 2007:
TEUR 485.073 2) erzielt. Das Bruttoergebnis vom Umsatz (Rohergebnis) lag
bei TEUR 22.260 (Q1 2007: TEUR 40.119 2).

Die Ölmühle und ihr Markt:

Auch im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres haben sich die
wichtigen trendbestimmenden Rahmenbedingungen nicht wesentlich verändert.
Die Märkte für Agrarrohstoffe tendierten auch in dem abgelaufenen Quartal
deutlich fester. Zusätzlich zu der US-Dollar Schwäche, neuen Höchstständen
bei den Mineralölnotierungen (die in der Spitze um die USD 145,- pro Barrel
lagen) und negative Witterungseinflüsse unterstützten die Preisentwicklung
auf den internationalen Märkten. In Nordamerika kam es zu lang anhaltenden
Regenfällen und Überschwemmungen in wichtigen Anbauregionen. Die Aussaat
und die Entwicklung von Sojabohnen und Mais in der frühen
Vegetationsperiode wurde dadurch verzögert und ein potentiell höheres
Risiko einer möglichen Sommertrockenheit sowie von frühen Frösten vor
Ernteabschluss wurden durch einen weiteren deutlichen Anstieg der
CBOT-Notierungen entsprechend bewertet. Die Märkte waren und sind sich
durchaus bewusst, dass falls es in der Saison 2008/2009 zu signifikanten
Ernteausfällen in wichtigen Anbauregionen der Welt kommen sollte, dies
einen erheblichen Einfluß auf das Mengengerüst der zur Verarbeitung und dem
Konsum zur Verfügung stehenden landwirtschaftlichen Produkte haben kann.

Entgegen der Einschätzungen der letzten Quartale aus dem abgelaufenen
Geschäftsjahr zeichnet sich eine Abschwächung der globalen Nachfrage nach
landwirtschaftlichen Rohwaren aufgrund des Preisniveaus und daraus
resultierend schlechteren Margen in einzelnen Bereichen der
Veredelungswirtschaft ab. Obwohl der feste EURO in der Lage war, Teile des
Preisanstiegs abzudämpfen, lag das Kaufinteresse vor allem auf den vorderen
Terminen. Auch ein Streik der argentinischen Landwirte aufgrund einer
geplanten Erhöhung der Exportsteuern für landwirtschaftliche Produkte
sorgte für keine signifikanten Einschränkungen in der Versorgung mit
importierten Agrarprodukten.

Hinsichtlich der Vergleichbarkeit der Umsatzerlöse sowie der Rohergebnisse
im Berichtsquartal zum Vergleichsquartal ist zu berücksichtigen, dass die
Silo Rothensee GmbH & Co. KG mit Wirkung zum 31. Dezember 2007 das
Vorratsvermögen sowie die aus dem operativen Geschäftsbetrieb
resultierenden Forderungen und Verbindlichkeiten an die ADM International
Sàrl, veräußert hat. Gleichzeitig wurden die Kunden- und
Lieferantenverträge auf die ADM International Sàrl übertragen. Die Silo
Rothensee GmbH & Co. KG erbringt seit dem 1. Januar 2008 ihre
Verarbeitungsaktivitäten nunmehr für die ADM International Sàrl. Seit
diesem Zeitpunkt werden als Umsatzerlöse die aus der Saatenverarbeitung
resultierenden Lohnverarbeitungserlöse der Silo Rothensee GmbH & Co. KG
ausgewiesen.

Ölmühle und Weiterverarbeitung:

  1. Ölmühle:

Die Rohwarenversorgung war auf der Sojaseite über den gesamten
Berichtszeitraum gewährleistet. Die Versorgung mit Rapssaat war gut, aber
nicht übermäßig und eine Verschiebung der Margensituation hin zur
Sojabohnenverarbeitung konnte festgestellt werden. Die Ozeanfrachtraten
waren auch im abgelaufenen Quartal äußerst volatil und erreichten
Höchststände im Atlantik von etwas über USD $ 110.000 / Tag für
Schiffseinheiten in der Panmax Größenklasse. Zum Quartalsende notierten die
Frachtraten wiederum deutlich schwächer (ca. USD $ 78.000 / Tag). Die
Landwirte nutzten im abgelaufenen Quartal das attraktive Preisniveau und
vermarkteten Sojabohnen aus Südamerika der Ernten 2008 und 2009 und
Rapssaat aus Europa vor allem die Ernte 2008 - es wurde auch bereits
begonnen die Ernte 2009 zu unterhandeln. Aufgrund der angespannten
Wetterverhältnisse in Nordamerika war die Abgabebereitschaft aus dieser
Region recht verhalten. Aufgrund der noch ungeklärten Importsituation für
neue GMO-Events aus Nordamerika in die EU, war die Kaufbereitschaft
Europäischer Verarbeiter eher gering.

Trotz nochmals deutlich gestiegener Preise war die Mischfutterproduktion in
Deutschland stabil im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die gute Nachfrage
nach Proteinschroten erscheint primär eine Funktion mangelhafter/fehlender
Verfügbarkeit von alternativen Rohwaren zu sein als die preisliche
Attraktivität von Raps- und Sojaschroten. Der Rückgang des
Schweinebestandes in Deutschland (Viehzählung Mai 2008) nach vorläufigen
Zahlen um 1,3 % bestätigt die erwartete Reaktion der Veredelungswirtschaft
auf die hohen Kosten und deren Margensituation. Aufgrund kleinerer
Viehbestände (v.a. im Schweinebereich) und saisonalen Einflüssen
(Grünfutter und Getreideernte) wird erwartet, dass im kommenden Quartal die
Nachfrage nach Proteinschroten eher rückläufig sein wird. Ähnliche
Entwicklungen zeichnen sich in Nordamerika ab. In Südamerika, z. B.
Brasilien, ist dieser Trend gegenläufig und die Mischfutterproduktion
konnte dort ausgeweitet werden.

Die Nachfrage nach pflanzlichen Ölen war auch im abgelaufenen Quartal sehr
gut. Eine eher knappe Versorgung mit Rapssaat führte zu einer Reduzierung
der Saatenverarbeitung in Europa und somit einer reduzierten Verfügbarkeit
von Rapsöl in Europa. Die lokalen Märkte fragten die 3 wichtigsten
Pflanzenöle gut nach, Soja- und Palmöl waren aufgrund deren
Preisvorzüglichkeit im Vergleich zum Rapsöl attraktiver. Der
Lebensmittelsektor substituierte wie auch schon in den vergangenen
Quartalen Sonnenblumenöl durch das stellenweise um bis zu EURO 300,- pro MT
günstigere Rapsöl.

Durch die gestiegenen Mineralölpreise vergrößerte sich die Preisdifferenz
zu Pflanzenöl und Biodiesel. Auch dies unterstützte die Nachfragesituation
für pflanzliche Öle in Europa. Dies führte dazu, dass die
Pflanzenölraffinerien gut ausgelastet waren und deren Margensituation auch
weiterhin insgesamt als gut zu bezeichnen ist. Das Bild in anderen
ölsaatenverarbeitenden Staaten in Nord- und Südamerika wich deutlich von
der heimischen Lage ab und es wurden Lagerbestände aufgebaut.

Die zur ADM Hamburg Aktiengesellschaft gehörenden Silobetriebe haben im
ersten Quartal 2008 zufriedenstellende Ergebnisse erzielt. Der Magdeburger
Betrieb konnte über die Vermarktung von proteinhaltigen Futtermitteln
ausgelastet werden. Die Seehafensilos in Hamburg und Rostock haben
erfolgreich ihre Dienstleistungen für den Umschlag von Weizen für den
Export platzieren können. Insbesondere in den ersten beiden Monaten wurden
große Partien gehandelt und umgeschlagen. Der stetige Warenstrom von
vegetabilen Ölen über die NHG hat neben den konstant guten Mengen im
Ölsaatenumschlag auch bei dieser Gesellschaft für positive Ergebnisbeiträge
gesorgt.

  1. Weiterverarbeitung:

Mit Beginn der Produktion der Sommerqualität im April war ein leichter
Rückgang der Auslastung unserer Anlagen zu verzeichnen. Biodieselimporte
aus Nord- und Südamerika gewannen weiter an Bedeutung. Deren preisliche
Attraktivität führte dazu, dass der Einsatz von Biodiesel entgegen den
Erwartungen leicht anstieg. Der Mai war durch den bereits beschriebenen
deutlichen Preisanstieg für Mineralölprodukte gekennzeichnet und die
dadurch wachsende Preisdifferenz zwischen Biodiesel und mineralischem
Diesel führte zu einem Anstieg der Nachfrage aus dem Bereich B100. Das Gros
dieser Nachfrage wurde zwar durch Importware abgedeckt, jedoch zog auch die
heimische Biodieselproduktion an, so daß die Auslastung nahezu die
Vorjahreswerte erreichen konnte. Dieser Trend setzte sich auch im Juni
weiter fort, da die Preise für mineralische Öle weiter anstiegen.

Auch die kommenden Quartale (bis Ende 2008) sind von einer optimistischen
Grundstimmung geprägt und einmal mehr hat sich gezeigt, dass unsere Kunden
in uns einen zuverlässigen Lieferanten für einen qualitativ hochwertigen
Biodiesel sehen.

Der Markt für Roh- und Pharmaglycerin entwickelte sich im abgelaufenen
Quartal weniger positiv. Hohe Lagerbestände gekoppelt mit einer mehr als
ausreichenden zusätzlichen Versorgung durch die gute Auslastung bestehender
und die Inbetriebnahme neuer Biodieselanlagen sorgten für einen deutlichen
Preisverfall für Glycerin. Der Markt scheint derzeit einen Boden gefunden
zu haben. Unser weltweites Netzwerk und die guten Qualitäten unseres
Glycerins helfen uns auch in dem derzeitig schwierigen Umfeld die
produzierten Mengen am Markt zu platzieren.

Zusammenfassung:

Unterschiedlichste Einflussfaktoren sorgten für einen weiteren Preisanstieg
der landwirtschaftlichen und der nichtlandwirtschaftlichen Commodities.
Deflationäre und inflationäre Einflüsse sorgten für ein explosives
Spannungsumfeld in den jeweiligen Finanzsektoren. Wo in den vergangenen
Monaten der Trend der Preisentwicklung vor allem durch höhere Kurse
charakterisiert wurde, ist jetzt eine Zunahme der Volatilität
festzustellen. Der globale Frachtenmarkt ist als ein Beispiel zu nennen.
Wie zu erwarten war, reagieren die Märkte ausgesprochen lebhaft bis nervös
auf ertragsbeeinflussende Nachrichten wie beispielsweise den
Witterungsbedingungen in den USA.

Wie auch in den letzten Quartalen und Geschäftsjahren sehen wir uns jedoch
durch unsere geographische Lage in Hamburg und durch die Integration in die
ADM Gruppe dem Wettbewerb gegenüber überdurchschnittlich gut aufgestellt.

ADM Hamburg Aktiengesellschaft Geschäftsentwicklung des 1. Quartals 2008

(01. April - 30. Juni 2008):

                                1.4.-         1.4.-         Veränder-
                                30.6.2008     30.6.2007     ung
                                TEUR 1        TEUR 2        TEUR

Investitionen (inkl. Anlagen im
Bau) 5.466 7.547 -2.081
Umsatzerlöse 275.166 485.073 -209.907
Rohergebnis 22.260 40.119 -17.859
Zinsergebnis (inkl. verbundene
Unternehmen) -2.826 -3.604 778

¹ Q1 2008 auf Basis vorläufiger, ungeprüfter Zahlen

2 Q1 2007 auf Basis ungeprüfter Zahlen

Wichtiger Hinweis:
Dieser Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, welche
auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung der ADM Hamburg
Aktiengesellschaft beruhen. Auch wenn die Unternehmensleitung der Ansicht
ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, können die
künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen
Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund vielfältiger
Faktoren erheblich abweichen. Zu diesen Faktoren können beispielsweise die
Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Lage, der Wechselkurse und der
Zinssätze sowie Veränderungen der Warenmärkte gehören. Die ADM Hamburg
Aktiengesellschaft übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür,
dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen
Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und
Schätzungen übereinstimmen werden.

Kontakt:

ADM Hamburg Aktiengesellschaft

Ralf Schulz

Nippoldstr. 117

21107 Hamburg

19.08.2008 Finanznachrichten übermittelt durch die DGAP

Sprache: Deutsch
Emittent: ADM Hamburg AG
Postfach 90 03 20
21083 Hamburg
Deutschland
Internet: www.admworld.com

Ende der Mitteilung DGAP News-Service


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