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ADM Hamburg AG

Annual Report Jun 19, 2014

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Annual Report

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Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2013 Konzernbilanz

Konzern-
anhang
31.12.2013
EUR
31.12.2012
EUR
A K T I V A
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Immaterielle Vermögenswerte 7 2.492.145,94 2.491.186,37
Sachanlagen 7 193.971.939,94 191.259.966,04
At Equity bilanzierte Beteiligungen/Sonstige Beteiligungen 7/8 995.618,90 1.039.073,94
Latente Steuern 13 8.942.073,24
206.401.778,02
9.179.720,08
203.969.946,43
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Vorräte 9 28.013.173,14 64.771.232,40
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10 18.628.087,50 8.663.053,85
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 11 29.465.684,31 31.343.981,30
Sonstige Vermögenswerte 12 34.816.219,24 33.929.139,40
Derivative Finanzinstrumente 20 2.288.004,19 6.129.358,91
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 656.504,82 198.789,72
113.867.673,20 145.035.555,58
320.269.451,22 349.005.502,01
P A S S I V A
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 14 19.142.768,03 19.142.768,03
Rücklagen 15 44.954.377,92 43.196.588,02
Eigenkapital der Aktionäre der ADM Hamburg Aktiengesellschaft 64.097.145,95 62.339.356,05
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 16 32.249,12 30.559,72
64.129.395,07 62.369.915,77
LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
Rückstellungen 17 31.953.129,85 32.540.612,16
Latente Steuern 13 11.796.926,24 11.759.377,08
43.750.056,09 44.299.989,24
KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
Finanzverbindlichkeiten 18 179.256.156,05 201.702.121,12
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.044.478,89 14.954.860,56
Steuerverbindlichkeiten 19 267.313,48 111.359,37
Derivative Finanzinstrumente 20 2.556.700,39 4.653.801,63
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 21 8.265.351,25 20.913.454,32
212.390.000,06 242.335.597,00
320.269.451,22 349.005.502,01

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2013 Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Konzern-
anhang
2013
EUR
2012
EUR
Gewinn- und Verustrechnung
Umsatzerlöse 23 449.306.213,25 489.700.446,89
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse
erbrachten Leistungen
24 -413.158.419,79 -471.272.236,23
Bruttoergebnis vom Umsatz 36.147.793,46 18.428.210,66
Vertriebskosten 25 -4.543.418,39 -6.235.824,35
Allgemeine Verwaltungskosten 26 -12.712.323,67 -12.060.554,26
Sonstige betriebliche Erträge 27 6.500.405,88 11.756.515,15
Sonstige betriebliche Aufwendungen 28 -2.846.818,20 -4.788.028,25
Ergebnis aus der betrieblichen Tätigkeit 22.545.639,08 7.100.318,95
Ergebnis aus at-equity bewerteten Beteiligungen 29 -43.455,04 -21.827,47
Zinserträge 30 39.632,58 28.801,09
Zinsaufwendungen 30 -1.942.044,63 -2.331.337,94
Finanzergebnis -1.945.867,09 -2.324.364,32
Ergebnis vor Steuern 20.599.771,99 4.775.954,63
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 31 -6.725.976,95 -1.493.706,37
Jahresergebnis 13.873.795,04 3.282.248,26
davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss 34 1.689,40 1.749,56
davon: Anteile der Aktionäre der ADM Hamburg Aktiengesellschaft 13.872.105,64 3.280.498,70
Jahresergebnis je Aktie 36 18,53 EUR 4,38 EUR
Sonstiges Ergebnis
Neubewertung der Netto-Verpflichtung aus
leistungsbezogenen Versorgungsplänen
1.287.360,00 -6.152.551,00
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -411.955,20 1.968.816,32
Sonstiges Ergebnis, das anschließend nicht in die
Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird
875.404,80 -4.183.734,68
Sonstiges Ergebnis 875.404,80 -4.183.734,68
davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss 34 0,00 0,00
davon: Anteile der Aktionäre der ADM Hamburg Aktiengesellschaft 875.404,80 -4.183.734,68
Gesamtergebnis 14.749.199,84 -901.486,42
davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss 34 1.689,40 1.749,56
davon: Anteile der Aktionäre der ADM Hamburg Aktiengesellschaft 14.747.510,44 -903.235,98

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2013

Konzern-Kapitalflussrechnung

2013 2012
TEUR TEUR
Laufende Geschäftstätigkeit
Jahresergebnis 13.874 3.282
Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 11.895 11.408
Steueraufwand 6.863 1.336
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und (Erträge) -7.724 -3.424
Veränderung von langfristigen Rückstellungen 700 -168
(Ertrag)/Aufwand aus latenter Steuer -137 158
Cashflow 25.471 12.592
Abnahme/(Zunahme) der Vorräte 36.962 -117
Abnahme/(Zunahme) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -9.965 1.080
Abnahme/(Zunahme) sonstiger kurzfristiger Vermögenswerte 7.121 -11.460
Zunahme/(Abnahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.090 -1.696
Zunahme/(Abnahme) anderer kurzfristiger Verbindlichkeiten -49.547 58.617
Erhaltene Zinsen 40 29
Gezahlte Zinsen -1.142 -1.431
(gezahlte)/erstattete Ertragsteuern -184 1.422
(gezahlte) Steuerumlagen -1.108 -9.387
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit 14.738 49.649
Investitionstätigkeit
Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -14.749 -23.038
Einzahlungen aus Abgängen von Anlagevermögen 119 27
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -14.630 -23.011
Finanzierungstätigkeit
Gewinnabführung der ADM Hamburg Aktiengesellschaft 350 -21.979
Auszahlungen zur Tilgung von Finanzkrediten 0 -4.600
Mittelzu-/(abfluss) aus der Finanzierungstätigkeit 350 -26.579
Erhöhung/(Verminderung) der flüssigen Mittel 458 59
Flüssige Mittel am Anfang des Geschäftsjahres 199 140
Flüssige Mittel am Ende des Geschäftsjahres 657 199

Zu weiteren Erläuterungen verweisen wir auf Anhangangabe Nr. 37.

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2013

Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns

Gezeichnetes Kapital- Gewinn- Summe Anteile ohne be
Kapital rücklage rücklagen Rücklagen herrschenden Einfluss Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 1. Januar 2012 19.143 21.205 22.545 43.750 29 62.922
Jahresergebnis 0 0 3.280 3.280 2 3.282
Sonstiges Ergebnis 0 0 -4.184 -4.184 0 -4.184
Ergebnisabführung (Konzern-Anhang 32) 0 0 350 350 0 350
Stand 31. Dezember 2012 / 1. Januar 2013 19.143 21.205 21.991 43.196 31 62.370
Jahresergebnis 0 0 13.873 13.873 1 13.874
Sonstiges Ergebnis 0 0 875 875 0 875
Ergebnisabführung (Konzern-Anhang 32) 0 0 -12.990 -12.990 0 -12.990
Stand 31. Dezember 2013 19.143 21.205 23.749 44.954 32 64.129

ADM Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr 2013

(1) Rechtliche Grundlagen

Der Konzernabschluss der ADM Hamburg Aktiengesellschaft (ADM Hamburg) entspricht den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss umfasst neben der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gesamtergebnisrechnung als weitere Bestandteile die Konzern-Kapitalflussrechnung, die Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns und den Konzern-Anhang.

Die Vorjahreszahlen sind nach den gleichen Grundsätzen ermittelt worden wie die des Berichtsjahres.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die im Konzernabschluss verwendete Abkürzung TEUR entspricht 1.000 EUR. Hierdurch kann es zu Rundungsdifferenzen von TEUR 1 kommen. Des Weiteren wird die Abkürzung TUSD verwendet und entspricht 1.000 USD (Amerikanische Dollar).

Die ADM Hamburg ist eine eingetragene Aktiengesellschaft deutschen Rechts mit Sitz in Hamburg/Deutschland, Nippoldstraße 117. Die ADM Hamburg ist über ihre Mehrheitsgesellschafterin, der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, ein mit den zum Konzern der Archer Daniels Midland Company, Decatur, Illinois/USA, gehörenden Unternehmen verbundenes Unternehmen.

Die ADM Hamburg und die übrigen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind im Bereich der Nahrungs- und Futtermittelindustrie tätig. Sie befassen sich mit der Beschaffung, dem Transport, der Lagerung, der Verarbeitung und dem Vertrieb von Ölsaaten, Fettstoffen und Futtermitteln. Darüber hinaus wird Pflanzenöl zu Biodiesel weiterverarbeitet.

(2) Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die Gesellschaften, an denen die ADM Hamburg, direkt oder indirekt, mehrheitlich beteiligt ist oder deren Finanz- und Geschäftspolitik durch ADM Hamburg bestimmt wird. Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Vorjahr um die in 2013 gegründete RGL Management GmbH, Hamburg, und die RGL (Rostocker Getreide Lager) GmbH & Co. KG, Hamburg, erweitert. Der Teilbetrieb "Silo Rostock" wurde daraufhin in die RGL (Rostocker Getreide Lager) GmbH & Co. KG, Hamburg, zum Zeitwert eingebracht.

Die Geschäftsaktivitäten wurden im vollen Umfang fortgeführt. Im Rahmen der Vollkonsolidierung werden demnach die folgenden Gesellschaften einbezogen:

Anteil am Kapi
tal in %
ADM Rothensee GmbH & Co. KG, Hamburg 100%
ADM Rothensee Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg 100%
Silo. P. Kruse Betriebs-GmbH & Co. KG, Hamburg 51%
Silo-Betriebsgesellschaft mbH, Hamburg 51%
RGL (Rostocker Getreide Lager) GmbH & Co. KG, Hamburg 100%
RGL Management GmbH, Hamburg 100%
ADM Research GmbH 100%
ADM Unterstützungskasse GmbH, Hamburg 100%

Wie in den Vorjahren findet die ADM Unterstützungskasse GmbH im Konzernabschluss als Fondsvermögen im Rahmen der Pensionsrückstellungen Berücksichtigung.

Die at Equity bilanzierten Beteiligungen umfassen die folgenden assoziierten Unternehmen:

Anteil am Ka
pital in %
Förderband-Gesellschaft Getreidehafen Rostock GmbH, Rostock 33,33%
Export Elevation Properties Inc., New York, USA 20,00%

(3) Konsolidierungsgrundsätze

Die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse".

Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss bewertet der Erwerber die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst.

Erwirbt der Konzern ein Unternehmen, beurteilt er die geeignete Klassifizierung und Designation der finanziellen Vermögenswerte und übernommenen Schulden in Übereinstimmung mit den Vertragsbedingungen, wirtschaftlichen Gegebenheiten und am Erwerbszeitpunkt vorherrschenden Bedingungen. Dies beinhaltet auch eine Trennung der in Basisverträgen eingebetteten Derivate.

Bei sukzessiven Unternehmenszusammenschlüssen wird der vom Erwerber zuvor an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil zum beizulegenden Zeitwert am Erwerbszeitpunkt neu bestimmt und der daraus resultierende Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst.

Die vereinbarte bedingte Gegenleistung wird zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer bedingten Gegenleistung, die einen Vermögenswert oder eine Schuld darstellt, werden in Übereinstimmung mit IAS 39 entweder in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Eine bedingte Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft ist, wird nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des Konzerns bemessen. Liegt diese Gegenleistung unter dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden.

Wenn ein Geschäfts- oder Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet wurde und ein Geschäftsbereich dieser Einheit veräußert wird, wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Geschäfts- oder Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts des Geschäftsbereichs bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung dieses Geschäftsbereichs berücksichtigt. Der Wert des veräußerten Anteils des Geschäfts- oder Firmenwerts wird auf der Grundlage der relativen Werte des veräußerten Geschäftsbereichs und des verbleibenden Teils der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt.

Unternehmenszusammenschlüsse, deren Erwerbszeitpunkt vor dem 1. Juli 2009 liegt, sind gemäß IFRS 3.65 nicht rückwirkend an den neuen Standard anzupassen. Dies betrifft Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 7.054. Diese bleiben mit den Rücklagen verrechnet und werden bei Wertminderung und Entkonsolidierung nicht ergebniswirksam behandelt.

Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den konsolidierten Unternehmen ("Zwischengewinne") werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Auf Konzernfremde entfallende Anteile am Kapital, an den Rücklagen und am Gewinn werden als Anteile ohne beherrschenden Einfluss in Höhe ihres Anteils am Eigenkapital passiviert. Der Ausweis der Anteile ohne beherrschenden Einfluss erfolgt innerhalb des Eigenkapitals.

Der Erwerb von Minderheitenanteilen führt zum Ausweis eines Geschäfts- oder Firmenwertes in Höhe der Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem Buchwert des anteilig erworbenen Nettovermögens. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird einmal jährlich überprüft. Eine Überprüfung findet ebenfalls dann statt, wenn Umstände darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte. Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden.

Der Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist identisch mit dem Bilanzstichtag des Konzernabschlusses.

(4) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der in 2011 überarbeitete IAS 19 beinhaltet geänderte Bilanzierungsvorschriften für leistungsorientierte Altersversorgungspläne und für Abfindungsvereinbarungen. Der Netto-Zinsaufwand auf Basis der Netto-Altersversorgungsverpflichtung unter Anwendung eines Abzinsungssatzes für qualitativ hochwertige Unternehmensanleihen wird auch weiterhin im Ergebnis aus der betrieblichen Tätigkeit verrechnet. Neubewertungseffekte aufgrund versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste werden erfolgsneutral in der Gesamtergebnisrechnung berücksichtigt. In der Vergangenheit sind diese Posten bei ihrer Entstehung vollständig in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst worden. Die Darstellung in der Gesamtergebnisrechnung für das Vorjahr wurde daher an die nunmehr gültigen Vorschriften angepasst. Aus diesem Grunde wurden die folgenden Beträge aus der Gewinn- und Verlustrechnung in das Sonstige Ergebnis umgegliedert.

2012
EUR
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten
Leistungen 2.835.775,50
Allgemeine Verwaltungkosten 3.316.775,50
6.152.551,00
Steuern vom Einkommen und Ertrag (1.968.816,32)
Jahresergebnis 4.183.734,68

IAS 19 regelt nunmehr, dass Abfindungsleistungen, die noch in zukünftigen Perioden erdient werden müssen, über die jeweilige Dienstzeit aufwandswirksam zu erfassen sind. Diese Änderung führte zu einer geänderten Bilanzierung von Aufstockungsleistungen im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen. Bisher wurden solche Rückstellungen im Zeitpunkt des Altersteilzeitangebotes bzw. des Abschlusses der Altersteilzeitvereinbarung gebildet auch wenn die Aufstockungsleistungen zukünftig vom Arbeitnehmer zu erdienen waren.

Anpassungs Anpassungs
betrag am Veränderung betrag am
01.01.2012 in 2012 31.12.2012
EUR EUR EUR
Erhöhung der Rücklagen 105.973,92 -12.643,24 93.330,68
Verminderung der langfristigen Rückstellungen 155.844,00 -18.593,00 137.251,00
Verminderung der aktivischen latenten Steuer 49.870,08 -5.949,76 43.920,32

Die Darstellung der Vergleichszahlen für das Vorjahr ist in diesem Konzernabschluss wie folgt angepasst:

Durch die oben genannten Anpassungen im Zusammenhang mit den Änderungen von IAS 19 ist das Jahresergebnis 2012 je Aktie von EUR -1,19 auf EUR 4,38 angestiegen.

Aus den nachfolgend aufgelisteten Neuregelungen der IFRS ergaben sich keine bzw. keine wesentlichen Auswirkungen auf die Rechnungslegungsmethoden und die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.

  • IAS 1 Darstellung von Posten des sonstigen Ergebnisses (Änderung)
  • IAS 27 Einzelabschlüsse (überarbeitet 2011)
  • IFRS 7 Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden (Änderung)
  • IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts

Der Konzernabschluss wurde grundsätzlich unter Anwendung des Prinzips der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt. Hiervon abweichende Bewertungen werden in den nachfolgenden Erläuterungen dargestellt.

Mit Aufstellung des Konzernabschlusses werden Einschätzungen und Annahmen getroffen, welche die Zukunft betreffen. Die hieraus abgeleiteten Schätzungen werden naturgemäß selten den späteren tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen. Schätzungen und Annahmen, die ein wesentliches Risiko in Form einer Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden innerhalb des nächsten Geschäftsjahres mit sich bringen, werden gegebenenfalls nachfolgend sowie unter den Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Schätzungsanpassungen werden zum Zeitpunkt besserer Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

Sachverhalte, bei denen Schätzungen und Annahmen zugrunde gelegt wurden, betreffen im Wesentlichen die nachfolgenden Sachverhalte:

  • Nutzungsdauer und Überprüfung auf Wertminderung der Sachanlagen Der Buchwert der Sachanlagen betrug zum 31. Dezember 2013: 194,0 Mio (Vorjahr 191,3 Mio).
  • Bewertung der derivativen Finanzinstrumente Die Gewinne aus den derivativen Finanzinstrumenten sind mit 2,3 Mio (Vorjahr 6.1 Mio) und die Verluste mit 2,6 Mio (Vorjahr 4,7 Mio) angesetzt.
  • Bewertung des Handelsbestandes in den Vorräten zu Marktpreisen Der Buchwert des Handelsbestandes betrug zum 31. Dezember 2013: 17,9 Mio (Vorjahr 54,3 Mio).
  • Bewertungsparameter für die Ermittlung der Pensionsrückstellungen Der Buchwert der Pensionsrückstellungen betrug zum 31. Dezember 2013: 28,9 Mio (Vorjahr 29,5 Mio).
  • Bemessung der Zahlungsverpflichtungen für Energiesteuern aus der Prüfung durch den Zoll Der Buchwert der Verpflichtungen betrug zum 31. Dezember 2013 7,3 Mio (Vorjahr 18,8 Mio)

Die Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften werden auf den Stichtag des Konzernabschlusses nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt und vollständig unter Berücksichtigung der Posten, die der Konsolidierung bzw. der Zwischenerfolgseliminierung unterliegen, in den Konzernabschluss einbezogen.

Software wird zu Anschaffungskosten bilanziert und um eine planmäßige lineare Abschreibung vermindert. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren.

Forschungskosten sind Kosten für eigenständige und planmäßige Forschung mit der Absicht, neue wissenschaftliche oder technische Erkenntnisse zu erlangen. Sie werden nach IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" bei Anfall sofort aufwandswirksam berücksichtigt. Entwicklungskosten umfassen Aufwendungen, die dazu dienen, theoretische Erkenntnisse technisch und kommerziell umzusetzen und sind zu aktivieren, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Die Voraussetzungen zur Aktivierung als Immaterielle Vermögenswerte gemäß IAS 38 hinsichtlich der technischen Realisierbarkeit der Fertigstellung des Immateriellen Vermögenswertes sowie des voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzens sind aufgrund der bis zur tatsächlichen Umsetzung bestehenden Risiken nicht vollständig erfüllt. Daher werden auch Entwicklungskosten bei Anfall sofort aufwandswirksam erfasst.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich etwaiger kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet.

Die Sachanlagen sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen entsprechend den wirtschaftlichen Nutzungsdauern bewertet. Soweit erforderlich, werden als Ergebnis der durchgeführten Impairment-Tests außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anzeichen für Wertminderungen bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen vorliegen. In diesem Fall erfolgt die Durchführung eines Wertminderungstests in Übereinstimmung mit IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" mittels Schätzung des erzielbaren Betrages. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswertes oder Zahlungsmittel generierender Einheit abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den erzielbaren Betrag. Sofern die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung wieder entfallen, erfolgt eine Zuschreibung bis zu dem fortgeführten Buchwert, der sich ergeben würde, wenn in den früheren Jahren keine außerplanmäßige Abschreibung erfasst worden wäre.

Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Eine Aktivierung erfolgt nur, wenn diese zu einer Erweiterung oder wesentlichen Verbesserung des jeweiligen Vermögens geführt haben. Kosten für Generalüberholungen werden aktiviert und entsprechend abgeschrieben.

Fremdkapitalzinsen für Sachanlagen, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten zurechenbar sind – das sind Vermögenswerte, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchsfähigen Zustand zu versetzen – werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung fertig gestellt sind, zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Der jeweilige Zinssatz wird aus den marktüblichen Zinssätzen abgeleitet.

Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode, in der sie angefallen sind, erfolgswirksam erfasst.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:

Gebäude 20 – 40 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 8 – 25 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 – 10 Jahre

Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei welchem der Konzern über maßgeblichen Einfluss verfügt und das weder Tochterunternehmen noch Joint Venture ist.

Nach der Equity-Methode werden die Anteile an einem assoziierten Unternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich nach dem Erwerb eingetretener Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens erfasst. Die Gewinnund Verlustrechnung enthält den Anteil des Konzerns am Erfolg des assoziierten Unternehmens. Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen dem Konzern und dem assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil am assoziierten Unternehmen eliminiert.

Anteile an assoziierten Unternehmen werden zum Bilanzstichtag entsprechend IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der erzielbare Betrag aus der Beteiligung unter den Buchwert gesunken ist. Eine Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgt, sofern konkrete Anhaltspunkte für Wertminderungen vorliegen.

Sonstige Beteiligungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, derivative Finanzinstrumente sowie die sonstigen finanziellen Vermögenswerte unterliegen der Bilanzierung gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung".

Gemäß IAS 39 werden finanzielle Vermögenswerte in Abhängigkeit des Einzelfalls entweder als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert.

Bei dem erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von Finanzinvestitionen, für die keine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind.

Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres. Umwidmungen werden vorgenommen, soweit diese zulässig und erforderlich sind. Eine Zuordnung von finanziellen Vermögenswerten in die Kategorie der bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinvestitionen ist derzeit nicht erfolgt.

Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag. Marktübliche Käufe oder Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung von Vermögenswerten innerhalb eines festgelegten Zeitraums vorschreiben.

Sonstige Beteiligungen werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert und mit den ursprünglichen Anschaffungskosten ggf. abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt, da notierte Marktpreise oder beizulegende Zeitwerte nicht verfügbar sind bzw. nicht verlässlich bestimmt werden können.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Forderungen werden der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet und mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Wertberichtigungen für mögliche Ausfallrisiken werden gebildet, sofern spezifische Informationen über einen Einzelwertberichtigungsbedarf vorliegen. Wertberichtigungen werden zunächst auf einem separaten Wertberichtigungskonto erfasst. Forderungen werden ausgebucht, wenn sie uneinbringlich sind.

Derivative Finanzinstrumente werden als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten klassifiziert. Eine Bilanzierung nach den Grundsätzen des Hedge Accounting erfolgt derzeit nicht. Die Bewertung offener derivativer Finanzinstrumente erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Gewinne aus der Erfassung von Finanzderivaten mit positiven Zeitwerten werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen, Verluste aus der Erfassung von Finanzinstrumenten mit negativen Zeitwerten unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Gewinne oder Verluste aus der laufenden Abwicklung von Finanzderivaten werden in den Herstellkosten des Umsatzes ausgewiesen.

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Erzeugnisse beinhalten neben den direkt zurechenbaren Kosten wie Material-, Personal- und Energiekosten auch die herstellungsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der Abschreibungen auf Produktionsanlagen. Allgemeine Verwaltungskosten bleiben außer Ansatz.

Vorräte, die mit der Absicht erworben worden sind, sie kurzfristig zu verkaufen und einen Gewinn aus den Preisschwankungen oder Händlermargen zu erzielen, werden mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Vertriebsaufwendungen bewertet.

Die Bilanzierung und Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer". Die Verpflichtungen sind zum Bilanzstichtag unter Anwendung versicherungsmathematischer Verfahren auf der Grundlage der "Richttafeln 2005 G für die Pensionsversicherung" von Prof. Dr. K. Heubeck bewertet worden. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im jeweiligen Geschäftsjahr sofort im sonstigen Ergebnis erfasst. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Der als Vermögenswert oder Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag umfasst den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des zur unmittelbaren Erfüllung von Verpflichtungen vorhandenen Planvermögens.

Eine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn der Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses hat, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Ist der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich, werden Rückstellungen abgezinst.

Die Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden diese unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Verbindlichkeiten ausgebucht werden sowie im Rahmen der Amortisation mittels der Effektivzinsmethode. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen ist.

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende und frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz.

Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst.

Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede und noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge verwendet werden können.

Der Buchwert der latenten Ertragsteueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.

Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze (und Steuergesetze) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Aufgrund der bestehenden Kündigungsrechte der Kommanditisten der Silo P. Kruse Betriebs-GmbH & Co. KG werden die auf diese Minderheitsgesellschafter entfallenden Anteile am Nettovermögen gemäß IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Da sich der Wert eines möglichen Rückzahlungsbetrages nicht verlässlich ermitteln lässt, wird für Zwecke der Bewertung auf die anteiligen Buchwerte des IFRS-Nettovermögens abgestellt. Werterhöhungen werden als Zinsaufwand, Wertminderungen als Zinsertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die ADM Hamburg und ihre Tochtergesellschaften haben verschiedene Operating-Leasingvereinbarungen abgeschlossen. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Grundstücke sowie Büromaschinen. Die wesentlichen Chancen und Risiken verbleiben beim Leasinggeber.

Die durch ADM Hamburg angewandten Rechnungslegungsmethoden im Geschäftsjahr 2013 entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.

(5) Währungsumrechnung

Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskassakurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.

(6) Veröffentlichte, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards

Bis zum Datum der Veröffentlichung des Konzernabschlusses veröffentlichte, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards werden bei der Aufstellung dieses Konzernabschlusses nicht angewendet und sind nachfolgend aufgeführt. Aus der künftigen Anwendung wird kein wesentlicher Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet:

  • IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (überarbeitet 2011)
  • IAS 39 Neuregelung der Sicherungsbeziehungen im Rahmen der Novation von Derivaten
  • IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen

Die unten aufgeführten Änderungen könnten nach vernünftigem kaufmännischen Ermessen potentielle Auswirkungen, die sich derzeit nicht verlässlich ermitteln lassen, auf den Konzern haben:

  • IAS 36 Angabe des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit
  • IFRS 9 –Finanzinstrumente

Die Änderungen sind für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen, verpflichtend anzuwenden.

Angaben zur Konzernbilanz

(7) Anlagespiegel

Zur Entwicklung der Immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und At Equity bilanzierten Beteiligungen/Sonstige Beteiligungen verweisen wir auf den Anlagespiegel, der als Anlage 1 zum Anhang beigefügt ist.

(8) Angaben zu assoziierten Unternehmen

Der Buchwert beinhaltet mit TEUR 961 (Vorjahr TEUR 1.005) die Export Elevation Properties Inc., New York, USA, und mit TEUR 9 (Vorjahr TEUR 9) die Förderband-Gesellschaft Getreidehafen Rostock GmbH, Rostock.

Export Elevation
Properties Inc.
31.12.2013 31.12.2012
Bilanzsumme TUSD 7.514 7.628
Schulden TUSD 887 1.003
Umsatzerlöse TUSD 0 0
Jahresergebnis TUSD 2 -25
Förderband-Gesellschaft Ge 31.12.2013 31.12.2012
treidehafen Rostock GmbH
Bilanzsumme TEUR 75 44
Schulden TEUR 48 18
Umsatzerlöse TEUR 31 10

Die wesentlichen Finanzinformationen zu den assoziierten Unternehmen werden im Folgenden unter Angabe des jeweiligen Bilanzstichtages dargestellt.

(9) Vorräte

Die Vorräte gliedern sich wie folgt:

31.12.2013 31.12.2012
TEUR TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 7.569 8.648
Handelsbestand 17.935 54.272
Fertige Erzeugnisse und übrige Waren 2.509 1.851
28.013 64.771

Der Handelsbestand wurde zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzt. Der Handelsbestand ist der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet, und der Zeitwert wird im Wesentlichen aus börsennotierten Marktpreisen unter Berücksichtigung der besonderen Gegebenheiten des lokalen Marktes abgeleitet. Zum Bilanzstichtag wurden wie im Vorjahr keine Wertberichtigungen auf Vorräte vorgenommen.

(10) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Das durchschnittliche Zahlungsziel bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt 32,8 Tage (Vorjahr 11,4 Tage). Wertberichtigungen auf Forderungen erfolgen im ADM Hamburg Konzern auf der Grundlage einer regelmäßigen Überwachung des Zahlungsverhaltens der Geschäftspartner sowie der Auswertung von Marktinformationen. Bei endgültiger Uneinbringlichkeit der Forderungen werden die Forderungen ausgebucht. Die Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

TEUR
Stand 01.01.2012 128
Inanspruchnahme 0
Auflösung -69
Zuführung 1
Stand 31.12.2012 60
Inanspruchnahme -48
Auflösung -9
Zuführung 281
Stand 31.12.2013 284

Die Fälligkeiten der Forderungen ergeben sich aus der folgenden Übersicht:

2013 2012
Forderungen TEUR TEUR
weder überfällig noch wertgemindert 12.273 6.414
überfällig aber nicht wertgemindert
bis 30 Tage 4.834 1.834
31-60 Tage 1.467 404
61-90 Tage 0 0
> 90 Tage 0 0
überfällig und wertberichtigt 338 71
abzüglich Wertberichtigungen -284 -60
Forderungen netto 18.628 8.663

Überfällige Forderungen wurden auch insoweit nicht wertberichtigt wie Kreditversicherungen bestehen.

(11) Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 28.129 (Vorjahr TEUR 29.883).

(12) Sonstige Vermögenswerte

Diese Bilanzposition enthält im Wesentlichen Erstattungsansprüche aus Umsatzsteuer mit TEUR 0 (Vorjahr TEUR 886) und Energiesteuer mit TEUR 33.989 (Vorjahr TEUR 31.551).

(13) Latente Steuern

Die latenten Steuern haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

01.01.2013 Veränderung in Veränderung 31.12.2013
der Gewinn- und im Sonstigen
Verlustrechnung Ergebnis
TEUR TEUR TEUR TEUR
aktive latente Steuern
Pensionsrückstellungen 7.119 344 -412 7.051
Verlustvorträge 1.851 -189 0 1.662
Rückstellungen 210 19 0 229
9.180 174 -412 8.942
passive latente Steuern
Sachanlagen -10.573 -1.203 0 -11.776
Derivative Finanz
instrumente/Vorräte -1.186 1.165 0 -21
-11.759 -38 0 -11.797
Veränderung in Veränderung
der Gewinn- und im Sonstigen
01.01.2012 Verlustrechnung Ergebnis 31.12.2012
TEUR TEUR TEUR TEUR
aktive latente Steuern
Pensionsrückstellungen 5.198 -48 1.969 7.119
Verlustvorträge 215 1.636 0 1.851
Rückstellungen 309 -99 0 210
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen 24 -24 0 0
5.746 1.465 1.969 9.180
passive latente Steuern
Sachanlagen -9.596 -977 0 -10.573
Derivative Finanz
instrumente/Vorräte -491 -695 0 -1.186
-10.087 -1.672 0 -11.759

(14) Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der ADM Hamburg beträgt zum 31. Dezember 2013 und zum 31. Dezember 2012 jeweils EUR 19.142.768,03. Es ist eingeteilt in 748.800 auf den Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien.

Die ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, hält an der ADM Hamburg eine Mehrheitsbeteiligung. Im Juli 1996 hat die ADM Hamburg mit der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH als herrschendem Unternehmen einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Die Minderheitsaktionäre haben das Recht auf eine festgelegte jährliche Ausgleichszahlung seitens der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH.

(15) Rücklagen

Die Veränderung der Rücklagen ist der Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns zu entnehmen.

(16) Anteile ohne beherrschenden Einfluss

Der Ausgleichsposten betrifft den Anteil anderer Gesellschafter am gezeichneten Kapital (TEUR 15, Vorjahr TEUR 15) und am Ergebnis (TEUR 17, Vorjahr TEUR 16) der Silo Betriebsgesellschaft mbH.

(17) Langfristige Rückstellungen

Die Position enthält die folgenden Rückstellungen:

31.12.2013 31.12.2012
TEUR TEUR
Pensionen 28.929 29.491
Altersteilzeit 2.174 2.425
Jubiläumszuwendungen 850 625
31.953 32.541

Bei den Pensionsrückstellungen handelt es sich um Verpflichtungen aus Direktzusagen sowie aus mittelbaren Verpflichtungen im Rahmen der Trägerschaft der ADM Unterstützungskasse GmbH, einem verbundenen Unternehmen der ADM Hamburg Aktiengesellschaft.

Die Berechnung der Pensionsverpflichtungen berücksichtigt Marktzinssätze sowie Lohn/Gehalts-, Renten- und Fluktuationstrends. Die Bewertung erfolgt unter folgenden Annahmen:

31.12.2013 31.12.2012
Abzinsungssatz 3,50% 3,20%
Lohn-/Gehaltstrend 3,00% 3,00%
Rententrend 2,00% 2,00%
Fluktuation (im Alter 20 – 50 Jahre) 0,50% 0,50%

Die nachfolgend aufgeführten Auswirkungen von Änderungen der obigen Annahmen auf die Netto-Pensionsverpflichtung wurden durch sachverständige Aktuare berechnet.

Auswirkung auf die Netto
Pensionsverpflichtung
bei Zunahme bei Abnahme
TEUR TEUR
Änderung des Abzinsungssatzes um 1 %-Punkt -4.402 5.535
Änderung des Lohn-/Gehaltstrends um 0,25 %-Punkte 85 -81
Änderung des Rententrends um 0,25 %-Punkte 1.272 -1.207
Erhöhung der Lebenserwartung um 1 Jahr für Personen im Alter 65 1.541 0

Die durchschnittliche Laufzeit der Versorgungszusagen beträgt 14,1 Jahre.

Diese leistungsorientierten Pläne belasten den Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko, Währungsrisiko, Zinsrisiko und Markt- (Anlage) Risiko.

Das Fondsvermögen besteht auch unter Berücksichtigung des Netto-Vermögens der ADM Unterstützungskasse GmbH nahezu ausschließlich aus Rückdeckungsversicherungen. In ihrer Anlagestrategie hat die ADM Hamburg entschieden, einen angemessenen Teil ihrer Pensionsverpflichtungen auf diese Weise bei namhaften deutschen Versicherungen abzusichern. Somit ist es erreicht, dass sich die Zahlungsströme der Pensionszahlungen für den abgesicherten Teil ausgleichen.

Die Pensionsrückstellungen entwickelten sich wie folgt:

2013 2012
TEUR TEUR
Veränderung des Anwartschaftsbarwertes
Anwartschaftsbarwert zum 1.1. 40.159 34.562
laufender Dienstzeitaufwand 663 469
Zinsaufwand 1.254 1.475
Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 0
Pensionszahlungen -1.934 -2.022
Versicherungsmathematische (Gewinne) / Verluste aus
Veränderungen bei den finanziellen Annahmen -1.494 5.672
Planabgeltungen 40 3
Anwartschaftsbarwert zum 31.12 38.688 40.159
Veränderung des Fondsvermögens
Fondsvermögen zum 1.1. 10.668 11.252
Erwartete Erträge des Fondsvermögens 341 495
Versicherungsmathematische Verluste aus
Veränderungen bei den finanziellen Annahmen -209 -481
Pensionszahlungen -1.041 -1.023
Zuwendungen der Trägerunternehmen 0 425
Fondsvermögen zum 31.12. 9.759 10.668
Pensionsrückstellung zum 31.12. 28.929 29.491

Das Fondsvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2013 31.12.2012
TEUR TEUR
Kassenvermögen Unterstützungskasse 6.325 6.983
Aktivwert Rückdeckungsversicherung 3.435 3.685
9.760 10.668

Die tatsächlichen Erträge aus dem Fondsvermögen betragen TEUR 132 (Vorjahr TEUR 14).

Der Gesamtaufwand für Versorgungszusagen setzt sich wie folgt zusammen:

2013 2012
TEUR TEUR
Laufender Dienstzeitaufwand 663 469
Zinsaufwand 1.254 1.475
Erwartete Erträge aus Fondsvermögen -341 -495
Gesamtaufwand für leistungsorientierte
Versorgungszusagen 1.576 1.449

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im jeweiligen Geschäftsjahr erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis berücksichtigt

Der Gesamtaufwand wurde mit TEUR 959 (Vorjahr: TEUR 972) in den Herstellungskosten und mit TEUR 617 (Vorjahr Aufwand: TEUR 770) in den allgemeinen Verwaltungskosten erfasst.

Das Fondsvermögen wird mit 3,2% p.a. (Vorjahr 4,4% p.a.) verzinst.

Pensionsverpflichtungen mit einem Anwartschaftsbarwert von TEUR 7.944 (Vorjahr TEUR 8.717) steht ein Planvermögen in Form von Rückdeckungsversicherungen von TEUR 3.435 (Vorjahr TEUR 3.685) gegenüber. Pensionsverpflichtungen mit einem Anwartschaftsbarwert von TEUR 22.567 (Vorjahr TEUR 23.141) steht ein Fondsvermögen in Form von Kassenvermögen von TEUR 6.325 (Vorjahr TEUR 6.983) gegenüber. Den übrigen Pensionsverpflichtungen von TEUR 8.177 (Vorjahr TEUR 8.301) steht kein Fondsvermögen gegenüber.

Beträge der laufenden und der vier vorangegangenen Berichtsperioden stellen sich wie folgt dar:

31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2009
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Leistungsorientierte Verpflichtungen 38.688 40.159 34.562 33.584 31.815
Planvermögen 9.759 10.668 11.252 11.499 11.739
Unterdeckung 28.929 29.491 23.310 22.085 20.076

Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde im Geschäftsjahr 2013 mit TEUR 1.486 (Vorjahr TEUR 632) in Anspruch genommen, der Verbrauch der Rückstellung für Jubiläumszuwendungen betrug TEUR 53 (Vorjahr TEUR 33). Im Geschäftsjahr 2013 erfolgten Zuführungen von TEUR 1.235 (Vorjahr TEUR 418) für Altersteilzeit und TEUR 278 (Vorjahr TEUR 51) für Jubiläumszuwendungen.

(18) Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten innerhalb des ADM-Konzerns in Höhe von TEUR 175.629 (Vorjahr: TEUR 197.657).

(19) Steuerverbindlichkeiten

Der Ausweis betrifft Verbindlichkeiten für Ertragsteuern von TEUR 267 (Vorjahr TEUR 111).

(20) Derivative Finanzinstrumente

Der ADM Hamburg Konzern ist als international tätiger Konzern im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten Währungs- und Commodity-Risiken ausgesetzt. Der Konzernvorstand bedient sich bei der Überwachung dieser Risiken neben seinem eigenen Berichtswesen unter anderem des Instrumentariums, welches von der Muttergesellschaft (ADM Company) bereitgestellt wird. Die Unternehmenspolitik der ADM Company ist die Begrenzung dieser Risiken durch ein systematisches Risiko-Management. Als Instrumente dienen vor allem Devisentermingeschäfte und Commodity-Termingeschäfte.

Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft als auch die Tochtergesellschaften begegnen diesen Risiken durch das umfassende Risikomanagement des Archer Daniels Midland Konzerns, das in der Aufbau- und Ablauforganisation des ADM Hamburg Konzerns integriert ist. Die Konzernunternehmen der Archer Daniels Midland Gruppe unterliegen einem strikten Risiko-Management. Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen sind in internen Richtlinien verbindlich festgelegt. Finanzinstrumente dürfen demnach grundsätzlich nicht zu Spekulationszwecken eingesetzt werden, sondern dienen der Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft.

Zu den eingesetzten Instrumenten zählen börsengehandelte Commodity-Termingeschäfte sowie Devisentermingeschäfte. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt durch Vergleich mit entsprechenden stichtagsbezogenen Forward Rates. Gewinne oder Verluste aus dem Ansatz derivativer Finanzinstrumente werden erfolgswirksam erfasst. Die Finanzinstrumente werden als kurzfristige Vermögenswerte angesetzt, wenn der beizulegende Zeitwert positiv ist bzw. als kurzfristige Verbindlichkeiten, wenn der beizulegende Zeitwert negativ ist. Die Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften (Hedge Accounting) werden nicht erfüllt.

Bezüglich der Sicherungsgeschäfte bestehen Vertragsverhältnisse mit verschiedenen Unternehmen aus dem Archer Daniels Midland-Konzern, die sich auf die Durchführung von Sicherungsgeschäften spezialisiert haben. Somit wird der ADM Hamburg Konzern in die konzernweiten Sicherungsaktivitäten einbezogen. Die Durchführung der Sicherungsgeschäfte erfolgt für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft im Biodieselgeschäft durch den Abschluss von PLATTS. Die Sicherungsgeschäfte im Raps-Bereich erfolgen über die MATIF.

Absicherungen im Commodity-Bereich dienen der Mengen- und der Margen-Sicherung. Devisentermingeschäfte dienen der Minimierung von Wechselkursschwankungen bezogen auf die Funktionalwährung.

Zu den Derivaten gehören auch die Ein- und Verkaufskontrakte im Handelsgeschäft.

31.12.2013 31.12.2012
Nominalwert Marktwert Nominalwert Marktwert
TEUR TEUR TEUR TEUR
Commodity
Termingeschäfte (MATIF)
11.135 98 57.250 3.022
Biodiesel-PLATTs 13.710 -128 0 0
Gewinne aus Ein- / Ver
kaufskontrakten
44.509 2.141 48.133 2.881
Verluste aus Ein- / Ver
kaufskontrakten
46.144 -2.380 116.247 -4.427

Zum Bilanzstichtag wurden die Derivatgeschäfte im Vorjahresvergleich wie folgt bewertet:

Die ADM Hamburg ist im Deutschen Emissionshandelsregister bei der Deutschen Emissionshandelsstelle des Umweltbundesamts registriert. Die Bilanzierung der Emissionsrechte erfolgte zum Erinnerungswert von EUR 1,00 und lag damit unter dem Börsenpreis. Bewertet zum Börsenpreis am EEX Spotmarkt der European Energy Exchange AG, Leipzig, beträgt der Wert dieser Emissionsrechte am Stichtag TEUR 494 (Vorjahr TEUR 1.002).

(21) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten u.a. mit TEUR 7.291 Verbindlichkeiten aus Energiesteuer (Vorjahr TEUR 19.430) und TEUR 604 (Vorjahr TEUR 967) abzuführende Lohn- und Kirchensteuer.

(22) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2013
TEUR
31.12.2012
TEUR
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasing-Verträgen 4.173 4.374
Bestellobligo Sachanlagen 4.420
8.593
6.485
10.859

Die wesentlichen Miet-, Pacht- und Leasingverträge haben eine Laufzeit bis zu drei Jahren. Darüber hinaus besteht ein wesentlicher Pachtvertrag mit einer Laufzeit bis 2041. Von den Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen haben TEUR 751 eine Fälligkeit innerhalb eines Jahres, TEUR 1.045 eine Fälligkeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren und TEUR 2.377 eine Fälligkeit von über fünf Jahren.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bewertet. Skonti, Rabatte sowie Umsatzsteuer oder andere Abgaben bleiben unberücksichtigt. Erträge aus dem Verkauf von Waren und Erzeugnissen werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Dies tritt in der Regel mit Lieferung der Waren und Erzeugnisse ein. Zinserträge werden unter Verwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst.

(23) Umsatzerlöse

2013 2012
TEUR TEUR
Inland 178.392 225.796
Ausland 270.914 263.904
449.306 489.700
Warenverkäufe 276.214 326.956
Dienstleistungen 173.092 162.744
449.306 489.700

(24) Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Dieser Posten umfasst die Kosten der umgesetzten selbst erstellten Erzeugnisse und die Einstandskosten der verkauften Handelswaren. Die Kosten der selbst erstellten Erzeugnisse beinhalten neben den direkt zurechenbaren Kosten wie Material-, Personal- und Energiekosten auch die herstellungsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der Abschreibungen auf Produktionsanlagen. In den Kosten der umgesetzten Leistungen sind die erforderlichen Abwertungen auf Vorräte enthalten. Weiterhin enthält diese Position Erträge aus der Ausbuchung von Energiesteuerverbindlichkeiten nach der Verjährung in Höhe von EUR 8,9 Mio und die Ergebnisauswirkungen aus der Abwicklung von fälligen derivativen Finanzinstrumenten.

Im Geschäftsjahr betrugen die Aufwendungen aus der Umrechnung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten EUR 0,3 Mio (Vorjahr Aufwendungen in Höhe von: EUR 1,0 Mio).

(25) Vertriebskosten

Die Vertriebskosten enthalten die Kosten für Marketing, Vertriebsorganisation sowie Vertriebslogistik.

(26) Allgemeine Verwaltungskosten

Hier werden die Personal- und Sachkosten der Verwaltung sowie die Kosten für externe Dienstleistungen ausgewiesen.

(27) Sonstige betriebliche Erträge

2013 2012
TEUR TEUR
Positive Zeitwerte offener derivativer Finanzinstrumente 2.288 6.129
Versicherungsentschädigungen 69 375
Erträge aus Kostenweiterbelastungen 2.531 2.760
Erträge aus Stromverkauf 1.206 785
Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 9 69
Lizenzgebühren 0 1.188
Übrige sonstige Erträge 397 451
6.500 11.757

(28) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten mit TEUR 2.557 (Vorjahr TEUR 4.654) im Wesentlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit negativen Zeitwerten von offenen derivativen Finanzinstrumenten.

(29) Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis betrifft Verluste aus assoziierten Unternehmen.

(30) Zinserträge und Zinsaufwendungen

2013
TEUR
2012
TEUR
Zinserträge Dritte 40 29
Zinsaufwand Dritte 1.162 1.502
Zinsaufwand ADM-Konzern 780 829
1.942 2.331

Im Berichtsjahr wurden Fremdkapitalzinsen in Höhe von TEUR 456 (Vorjahr TEUR 850) den Anschaffungskosten von Sachanlagen hinzugerechnet. Der durchschnittliche Zinssatz lag im Berichtsjahr bei ca. 5,2 % p.a. (Vorjahr ca. 4,2 % p.a.).

(31) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Es werden unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag die gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Darüber hinaus verrechnet die ADM Beteiligungsgesellschaft mbH als Organträger mit dem ADM Hamburg Konzern gemäß einer Vereinbarung vom 1. Dezember 1997 Körperschaft- und Gewerbeertragsteuer sowie Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 6.524 (Vorjahr TEUR 1.108), die in dieser Position enthalten sind.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten:

2013 2012
TEUR TEUR
Ertragsteuern
Deutschland -338 -228
Steuerumlagen -6.524 -1.108
-6.862 -1.336
Latente Steuern 136 -158
-6.726 -1.494

Die tatsächlichen Steuern liegen bei einer effektiven Steuerquote von 32,7% (Vorjahr 31,3%) um TEUR 134 über (Vorjahr TEUR 34 unter) den rechnerischen Steuern. Für Zwecke der Überleitungsrechnung wird, wie im Vorjahr, ein Konzernsteuersatz von 32,0% zugrunde gelegt.

Die Überleitung vom rechnerischen zum tatsächlichen Steueraufwand zeigt die folgende Tabelle:

2013
TEUR
2012
TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 20.600 4.776
Steuersatz in %
Zu erwartender Steueraufwand
32,0%
-6.592
32,0%
-1.528
Auswirkungen nicht abziehbarer Betriebsausgaben,
Hinzurechnungen und Kürzungen
-134 34
Tatsächlicher Steueraufwand lt. Gewinn- und Verlustrechnung -6.726 -1.494

Die latenten Steuern auf Posten, die im sonstigen Ergebnis verrechnet sind, sind dort gesondert ausgewiesen.

(32) Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn

Das sich nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen ergebende Ergebnis der ADM Hamburg wurde aufgrund eines im Juli 1996 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags an die ADM Beteiligungsgesellschaft mbH abgeführt.

Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag umfasst die Übernahme der Gewinne sowie einen vollständigen Verlustausgleich. Zudem erhalten die Minderheitengesellschafter eine jährliche Mindestdividende.

(33) Kapitalmanagement

Der Vorstand der ADM Hamburg und des ADM Hamburg Konzerns verfolgt grundsätzlich das Ziel, eine angemessene Rendite auf das eingesetzte Kapital zu erwirtschaften. Das der Kapitalsteuerung zugrunde gelegte Kapital entspricht dem in der Konzernbilanz ausgewiesenen Eigenkapital. Financial Covenants bestehen nicht. Als aktive Steuerungsgrößen werden operative Ertragskennzahlen wie beispielsweise EBIT herangezogen.

(34) Anteile anderer Gesellschafter am Ergebnis

Vom Jahresergebnis stehen Gesellschaftern ohne beherrschenden Einfluss TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 2) zu. Von dem sonstigen Ergebnis steht den Gesellschaftern ohne beherrschenden Einfluss kein Anteil zu.

(35) Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Abschreibungen

Die planmäßigen Abschreibungen betrugen TEUR 11.895 (Vorjahr: TEUR 11.408).

Materialaufwand

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, bezogene Waren sowie bezogene Leistungen betrugen TEUR 329.381 (Vorjahr: TEUR 390.591).

Personalaufwand

2013 2012
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 37.323 38.770
Soziale Abgaben 6.654 6.868
Aufwendungen für Altersversorgung 1.576 1.449
45.553 47.087

Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr wurden TEUR 2.425 (Vorjahr TEUR 2.439) als Aufwand erfasst.

(36) Unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Aktie

Das Jahresergebnis je Aktie liegt bei 18,53 EUR (Vorjahr: 4,38 EUR). Es wird entsprechend IAS 33 "Ergebnis je Aktie" mittels Division des den Aktionären der ADM Hamburg zuzurechnenden Anteils am Jahresüberschuss durch die durchschnittliche Anzahl der Aktien berechnet. Die Anzahl der ausgegebenen Aktien beträgt 748.800 Stück und hat sich im Berichtsund im Vorjahr nicht verändert. Da keine Finanzinstrumente ausstehen, die in Aktien umgetauscht werden können, ist ein verwässertes Ergebnis je Aktie nicht zu ermitteln.

(37) Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Flüssigen Mittel des Konzernabschlusses im Laufe des Geschäftsjahres 2013 und des Geschäftsjahres 2012 durch Mittelzu- und abflüsse verändert haben. Entsprechend IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Die Veränderungen der einzelnen Positionen sind aus den Konzernbilanzen und den Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen abgeleitet. Dabei werden die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zahlungsbezogen ermittelt. Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit wird ausgehend vom jeweiligen Jahresergebnis indirekt abgeleitet.

Die Flüssigen Mittel enthalten Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten, die frei verfügbar sind.

Nennenswerte wechselkursbedingte Änderungen der Flüssigen Mittel haben sich nicht ergeben.

(38) Segmentberichterstattung

Die in Anlage 2 enthaltenen Segmentinformationen wurden gemäß IFRS 8 auf Basis der internen Berichterstattung erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der Segmente entsprechen den oben dargestellten Grundsätzen.

Der ADM Hamburg Konzern hat zwei Geschäftsbereiche, die Segmente im Sinne des IFRS 8 darstellen: Ölmühle und Weiterverarbeitung. Die Geschäftsbereiche sind entsprechend der entwickelten, hergestellten und vermarkteten Produkte definiert und reflektieren die jeweilige Organisationsstruktur. Die Darstellung spiegelt die interne Berichterstattung und die bestehenden Risiko- und Ertragsquellen der jeweiligen Aktivitäten wider.

Das Ölmühlensegment beinhaltet die klassischen Funktionen einer Ölmühle. Dazu zählen ausgehend von den Silobetrieben, die in diesem Segment die logistische Funktion übernehmen, die Ölsaatenverarbeitungsanlagen einschließlich der Lohnverarbeitung. In diesen Verarbeitungsanlagen werden die Saaten in einem ersten Schritt zu Rohöl verarbeitet und anschließend in weiteren Verarbeitungsschritten zu raffinierten Ölprodukten veredelt. Die entstandenen Produkte werden, wie das dabei anfallende Schrot, an die raffinatölverarbeitende Industrie sowie die Futtermittelindustrie veräußert.

Neben der klassischen Tätigkeit einer Ölmühle werden im Weiterverarbeitungssegment aus den raffinierten Ölen hochveredelte Produkte wie z. B. Biodiesel oder weiterverarbeitete Fette und Öle, hergestellt, die dann an die entsprechenden Abnehmer der jeweiligen Industriezweige veräußert werden.

Das Segmentvermögen umfasst die Summe der Aktiva vermindert um laufende und latente Steuerforderungen und zinstragende finanzielle Vermögenswerte. Segmentschulden bestehen aus Verbindlichkeiten und Rückstellungen abzüglich laufender und latenter Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Investitionen und Abschreibungen beziehen sich auf Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer.

Die Zuordnung der Segmentvermögenswerte und der Segmentschulden erfolgt auf der Grundlage des entsprechend strukturierten Rechnungswesens.

Transaktionen zwischen den Segmenten werden zu Marktpreisen abgewickelt.

Die Umsätze mit einem bestimmten Kunden belaufen sich auf TEUR 214.618 (Vorjahr TEUR 199.279) und resultieren aus den Segmenten Ölmühle und Weiterverarbeitung.

Umsatzerlöse, die einem einzigen Drittland zuzuordnen sind, belaufen sich auf TEUR 214.618 (Vorjahr TEUR 199.279).

Die Zuordnung der Umsatzerlöse auf ein Drittland, erfolgt anhand des Sitzes des jeweiligen Kunden.

Sonstige Angaben

(39) Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24

Die ADM Hamburg ist über ihre Mehrheitsgesellschafterin, der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, ein mit den zum Konzern der Archer Daniels Midland Company, Decatur, Illinois/USA (ADM Company), gehörenden Unternehmen verbundenes Unternehmen. Diese Unternehmen sowie der Vorstand und der Aufsichtsrat der ADM Hamburg Aktiengesellschaft werden als nahe stehende Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 angesehen.

Der Umfang der Geschäftsbeziehungen der ADM Hamburg und ihrer Tochterunternehmen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen beschränkt sich grundsätzlich auf Warenlieferungen und Dienstleistungsverträge. Verkäufe an und Käufe von nahe stehenden Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Für Forderungen gegen oder Schulden gegenüber nahe stehenden Unternehmen bestehen keine Garantien. Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen wurden im Geschäftsjahr 2013 wie im Vorjahr nicht wertberichtigt. Daneben sind die ADM Hamburg und ihre Tochtergesellschaften in die europäische Finanzierungsstruktur der ADM-Gruppe eingebunden.

Die Salden und Transaktionen mit den nahe stehenden Unternehmen ergeben sich wie folgt:

31.12.2013
TEUR
31.12.2012
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 5.859 0
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 28.129 29.883
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 175.629 197.657
2013
TEUR
2012
TEUR
Umsätze 269.409 222.027
Bezogene Waren 87.317 126.241
Bezogene Leistungen 5.674 773
Sonstige betriebliche Erträge 10 473
Zinserträge 4 0
Zinsaufwendungen 999 829
Steuerumlage 6.524 1.108
Ergebnisübernahmen 12.990 -350

Davon mit der Muttergesellschaft ADM Beteiligungsgesellschaft mbH:

31.12.2013 31.12.2012
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten
gegenüber
ADM
Beteiligungsgesellschaft
mbH 167.625 182.449
2013 2012
TEUR TEUR
Bezogene Leistungen 2.177 61
Sonstige betriebliche Erträge 6 65
Zinsaufwendungen 639 556
Steuerumlage 6.524 1.108
Ergebnisübernahmen 12.990 -350

Davon mit der obersten Muttergesellschaft ADM Company, Decatur:

31.12.2013
TEUR
31.12.2012
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber ADM Company, Decatur 3 3
2013
TEUR
2012
TEUR
Bezogene Waren 0 0
Bezogene Leistungen 1.820 82
Sonstige betriebliche Erträge 0 120

Zu den Angaben zum Vorstand und Aufsichtsrat verweisen wir auf Anhangangabe Nr. 43.

(40) Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten dargestellt. Für Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, geht das Management davon aus, dass die Buchwerte einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Buchwert darstellen. Zum beizulegenden Zeitwert bewertete derivative Finanzinstrumente wurden entsprechend der Bemessungshierarchie nach IFRS 13, den folgenden Stufen zugeordnet:

Stufe 1: Beizulegende Zeitwerte, die mit Hilfe von in aktiven Märkten notierten Preisen bestimmt werden.

Stufe 2: Beizulegende Zeitwerte, die mit Hilfe von Bewertungsmethoden bestimmt werden, bei denen die Inputfaktoren, die für den beizulegenden Zeitwert bedeutend sind, auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Stufe 3: Beizulegende Zeitwerte, die mit Hilfe von Bewertungsmethoden bestimmt werden, bei denen die Inputfaktoren, die für den beizulegenden Zeitwert bedeutend sind, nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Die im Konzernabschluss zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Derivate gehören den folgenden Klassen an:

Stufe 1: Commodity Termingeschäfte (MATIF), Biodiesel PLATT's

Stufe 2: Devisentermingeschäfte, Gewinne / Verluste aus Ein-/ Verkaufskontrakten

Die Sonstigen Beteiligungen werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert und mit den ursprünglichen Anschaffungskosten ggf. abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt, da notierte Marktpreise oder beizulegende Zeitwerte nicht verfügbar sind bzw. nicht verlässlich bestimmt werden können.

Die derivativen Finanzinstrumente der Stufe 1 der Bemessungshierarchie werden zu mit Hilfe von in aktiven Märkten notierten Preisen bestimmt. Die derivativen Finanzinstrumente der Stufe 2 der Bemessungshierarchie werden zu Zeitwerten angesetzt, die im Wesentlichen aus börsennotierten Marktpreisen unter Berücksichtigung der besonderen Gegebenheiten des lokalen Marktes abgeleitet sind.

Buchwert Fortgeführte Fair Value
in Bilanz Anschaf erfolgs Fair Value
31.12.2013 fungskosten wirksam 31.12.2013
TEUR TEUR TEUR TEUR
Aktiva
Sonstige Beteiligungen
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte 26 26 0 26
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Kredite und Forderungen 18.628 18.628 0 18.628
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Kredite und Forderungen 29.466 29.466 0 29.466
Derivative Finanzinstrumente
Derivate ohne bilanzielle Sicherungs-
beziehungen
Stufe 1 147 0 147 147
Stufe 2 2.141 0 2.141 2.141
Zahlungsmittel
Kredite und Forderungen 657 657 0 657
Finanzielle Vermögenswerte gesamt 51.065 48.777 2.288 51.065
davon: Kredite und Forderungen 48.751
davon: Derivate ohne bilanzielle
Sicherungsbeziehungen 2.288
davon: Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte 26
Passiva
kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 179.256 179.256 0 179.256
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 22.044 22.044 0 22.044
Derivative Finanzinstrumente
Derivate ohne bilanzielle Sicherungs-
beziehungen
Stufe 1 177 0 177 177
Stufe 2 2.380 0 2.380 2.380
Finanzielle Verbindlichkeiten gesamt 201.300 201.300 0 201.300
davon : Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet 201.300
davon: Derivate ohne bilanzielle Sicherungs-
beziehungen 0
Buchwert in Fortgeführte Fair Value
Bilanz Anschaf erfolgs Fair Value
31.12.2012 fungskosten wirksam 31.12.2012
TEUR TEUR TEUR TEUR
Aktiva
Sonstige Beteiligungen
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte 26 26 0 26
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Kredite und Forderungen 8.663 8.663 0 8.663
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Kredite und Forderungen 31.344 31.344 0 31.344
Derivative Finanzinstrumente
Derivate ohne bilanzielle Sicherungs-
beziehungen 6.129 0 6.129 6.129
Zahlungsmittel
Kredite und Forderungen 199 199 0 199
Finanzielle Vermögenswerte gesamt 46.361 40.232 6.129 46.361
davon: Kredite und Forderungen 40.206
davon: Derivate ohne bilanzielle
Sicherungsbeziehungen 6.129
davon: Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte 26
Passiva
langfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten 201.702 201.702 0 201.702
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertete Bankverbindlichkeiten
kurzfristige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 14.954 14.954 0 14.954
Zu fortgeführten Anschaffungskosten
Derivative Finanzinstrumente
Derivate ohne bilanzielle Sicherungs-
beziehungen 4.654 0 4.654 4.654
Finanzielle Verbindlichkeiten gesamt 221.310 216.656 4.654 221.310
davon : Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet 216.656
davon: Derivate ohne bilanzielle Sicherungs-
beziehungen 4.654

Die Aufwendungen, Erträge, Verluste und Gewinne aus Finanzinstrumenten lassen sich folgenden Kategorien zuordnen:

2013
Verbindlich
Derivate ohne keiten zu fort
Kredite bilanzielle geführten
und Sicherungsbe Anschaffungs
Forderungen ziehungen kosten Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Zinsaufwendungen 0 0 -1.942 -1.942
Sonstige betriebliche Erträge 0 2.288 0 2.288
Sonstige betriebliche Aufwendungen 0 -2.557 0 -2.557
Herstellungskosten der zur Erzielung
der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 0 -1.475 0 -1.475
Aufwendungen aus Wertminderungen -281 0 0 -281
Erträge aus Auflösung
von Wertberichtigungen 9 0 0 9
Nettoergebnis -272 -1.744 -1.942 -3.958
2012
Verbindlich
Derivate ohne keiten zu fort
Kredite bilanzielle geführten
und
Forderungen
Sicherungsbe
ziehungen
Anschaffungs
kosten
Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Zinsaufwendungen 0 0 -2.331 -2.331
Sonstige betriebliche Erträge 0 6.129 0 6.129
Sonstige betriebliche Aufwendungen 0 -4.654 0 -4.654
Herstellungskosten der zur Erzielung
der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 0 2.705 0 2.705
Aufwendungen aus Wertminderungen -1 0 0 -1
Erträge aus Auflösung
von Wertberichtigungen 69 0 0 69
Nettoergebnis 68 4.180 -2.331 1.917

Grundsätze des Risikomanagements

Der ADM Hamburg Konzern ist durch seine Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken wie Währungs-, Zinsänderungs-, Kredit- und Preisrisiken ausgesetzt. Zur Sicherung des operativen Grundgeschäfts werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Die Transaktionen werden ausschließlich mit marktgängigen Instrumenten durchgeführt.

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, die die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Die Auswirkungen werden ermittelt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Zinsrisiko

Unter dem Zinsänderungsrisiko versteht man das Risiko, dass der Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken.

Das Konzernergebnis vor Steuern vermindert sich bei einer möglichen Erhöhung der maßgeblichen Zinssätze um 10% bei Konstanz aller übrigen Variablen um EUR 0,4 Mio (Vorjahr EUR 0,1 Mio). Eine Verminderung der Zinssätze um 10% würde ceteris paribus zu einer Erhöhung des Konzernergebnisses um EUR 0,5 Mio führen. Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital bestehen darüber hinaus nicht. Bei der Berechnung der Auswirkungen der möglichen Zinssatzänderung sind grundsätzlich die Verhältnisse der Finanzierungsstruktur des ADM Hamburg Konzerns zu den Bilanzstichtagen zugrunde gelegt worden.

Kreditrisiko

Der ADM Hamburg Konzern unterliegt im Rahmen von Finanzierungstätigkeiten und im operativen Bereich Kreditrisiken. Um diese Risiken weitestgehend zu reduzieren, werden im Finanzierungsbereich Geschäfte grundsätzlich nur mit Vertragspartnern erstklassiger Bonität abgeschlossen. Außenstände im operativen Geschäft werden kontinuierlich überwacht, möglichen Ausfällen wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das maximale Kreditrisiko ist durch den in der Bilanz angesetzten Buchwert jedes finanziellen Vermögenswerts ersichtlich. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte betragen zum 31. Dezember 2013 EUR 48,1 Mio (Vorjahr EUR 40,0 Mio). Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Ausfallrisiken durch entsprechende Versicherungen abgedeckt.

Im ADM Hamburg-Konzern bestehen wie im Vorjahr keine überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nicht ausreichend wertberichtigt wurden.

Preisrisiko

Unter dem Preisrisiko wird das Risiko verstanden, dass der Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme der Commodity-Termingeschäfte aufgrund von Änderungen des Marktwertes schwankt.

Commodity-Termingeschäfte werden nicht zu Spekulationszwecken eingesetzt, sondern dienen ausschließlich der Absicherung im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft.

Wenn die Forward Rates der Sicherungsgeschäfte zum 31. Dezember 2013 um 10% höher gewesen wären, hätte sich das Konzernergebnis vor Steuern um EUR 0,8 Mio erhöht (Vorjahr Erhöhung um EUR 4,9 Mio). Wenn die Forward Rates der Sicherungsgeschäfte zum 31. Dezember 2013 um 10% niedriger gewesen wären, hätte sich das Konzernergebnis vor Steuern um EUR 0,8 Mio vermindert (Vorjahr EUR 4,5 Mio erhöht). Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital bestehen darüber hinaus nicht.

Wenn die Marktpreise der Ein- /Verkaufskontrakte sowie der Handelsbestände zum 31. Dezember 2013 um 10% höher gewesen wären, hätte sich das Konzernergebnis vor Steuern um EUR 7,0 Mio (Vorjahr EUR 7,7 Mio) erhöht. Wären die Marktpreise der Ein- und Verkaufskontrakte sowie der Handelsbestände zum Bilanzstichtag um 10% niedriger gewesen, wäre das Konzernergebnis vor Steuern um EUR 3,0 Mio höher (Vorjahr EUR 0,5 Mio geringer) ausgefallen.

Liquiditätsrisiko

Der ADM Hamburg-Konzern überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses unter Berücksichtigung der erwarteten Cashflows aus der Geschäftstätigkeit. Die finanziellen Verbindlichkeiten weisen die nachfolgenden Fälligkeiten unter Berücksichtigung der vertraglichen nicht abgezinsten Zahlungen auf:

bis 3 3 bis 1 bis
Monate 12 Monate 5 Jahre Summe
zum 31.12.2013 TEUR TEUR TEUR TEUR
kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 179.256 0 0 179.256
Zinsanteil 157 0 0 157
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
22.044 0 0 22.044
Derivative Finanzinstrumente 2.336 214 7 2.557
203.793 214 7 204.014
zum 31.12.2012
kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 201.702 0 0 201.702
Zinsanteil 452 0 0 452
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 14.955 0 0 14.955
Derivative Finanzinstrumente 3.653 1.001 0 4.654
220.762 1.001 0 221.763

(41) Zur Veräußerung bestimmte langfristige Vermögenswerte

Wir verweisen auf unsere Ausführungen im Lagebericht zur RGL (Rostocker Getreide Lager) GmbH & Co. KG.

(42) Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl nach Gruppen

Die nachfolgende Tabelle zeigt die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen:

Gewerbliche Angestellte Auszu Gesamt
Arbeitnehmer Arbeitnehmer bildende 2013 2012
ADM Hamburg Aktiengesellschaft 344 221 40 605 602
Silo P. Kruse Betriebs-GmbH
& Co. KG 13 1 0 14 14
RGL (Rostocker Getreide Lager)
GmbH & Co. KG 2 1 0 3 0
ADM Research GmbH 0 25 0 25 25
Konzern 359 248 40 647 641

.

(43) Angaben zu Organen der Gesellschaft

Gesamtbezüge des Vorstands und Aufsichtsrats sowie ehemaliger Vorstandsmitglieder und Hinterbliebener:

Die kurzfristig fälligen Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2013 betragen TEUR 404 (Vorjahr TEUR 403). Die Aufwendungen aus der Zuführung zu Pensionsrückstellungen für den Vorstand belaufen sich im Geschäftsjahr 2013 auf TEUR 7 (Vorjahr TEUR 9).

Die Pensionen an ausgeschiedene Vorstandsmitglieder sowie die Hinterbliebenen früherer Vorstandsmitglieder beliefen sich auf TEUR 307 (Vorjahr TEUR 475). Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern bzw. ihren Hinterbliebenen beträgt zum 31. Dezember 2013 TEUR 4.892 (Vorjahr TEUR 4.848). Dem Anwartschaftsbarwert von insgesamt TEUR 8.048 (Vorjahr TEUR 8.119) steht ein Planvermögen von TEUR 3.156 (Vorjahr TEUR 3.271) gegenüber.

Die Aufwendungen für Vergütungen an den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr 2013 TEUR 8 (Vorjahr TEUR 8).

Es bestehen keine Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands.

(44) Aktienbasierte Vergütungsvereinbarungen

Die Archer Daniels Midland Company, Decatur, Illinois/USA (ADM Company) als oberste Muttergesellschaft der ADM Hamburg hat unter dem Titel "Archer-Daniels-Midland Company 2002 Incentive Compensation Plan" ein Programm aufgelegt, unter dem Mitarbeiter des weltweiten ADM Konzerns von der ADM Company bestimmte variable Vergütungen erhalten können. Hierbei handelt es sich grundsätzlich um "Stock Options", "Stock Appreciation Rights", "Restricted Stock", "Performance Shares", "Performance Units" und "Cash-based Awards".

Die Mitarbeiter werden von ihrem Vorgesetzten für die Teilnahme an diesem Programm vorgeschlagen. Ein Rechtsanspruch besteht bis zur Zusage der Vergütungen nicht. Die Zusage erfolgt schriftlich. Insgesamt 6 Mitarbeiter (Vorjahr: 6) der ADM Hamburg Gruppe nehmen zurzeit an diesem Programm teil und haben "Stock Options" und "Restricted Stocks" erhalten.

Die "Stock Options" berechtigen zum Bezug von Aktien der ADM Company. Der Bezugspreis der zu beziehenden Aktien entspricht dem Marktwert dieser Aktie am Tage der Zusage. Die Optionen sind in Teilbeträgen über einen Zeitraum von 5 oder 10 Jahren ausübbar. Die "Restricted Stock" betreffen ebenfalls Aktien der ADM Company. Diese werden dem Mitarbeiter kostenlos übertragen. Sie sind in vollem Umfang dividendenberechtigt und besitzen ein uneingeschränktes Stimmrecht. Für die Dauer von drei Jahren nach Gewährung können diese Aktien jedoch nicht veräußert werden.

Die Kosten für diese Vergütungen werden bei Ausübung von der ADM Company an die Gesellschaften weiterbelastet, bei denen die entsprechenden Mitarbeiter beschäftigt sind. Im Geschäftsjahr 2013 erfolgten Weiterbelastungen in Höhe von TEUR 219 durch die ADM Company (Vorjahr TEUR 93).

2013 2012
Anzahl Ausübungs
preis USD*
Anzahl Ausübungs
preis USD*
Zu Beginn der Berichtsperio
de ausstehend
29.137 27,90 35.754 28,78
In der Berichtsperiode ge
wechselt
0 0 -14.190 29,22
In der Berichtsperiode ge
währt
0 0 7.573 26,25
In der Berichtsperiode aus
geübt
10.472 27,19 0 0
Zum Ende der Berichtsperio
de ausstehend
18.665 28,30 29.137 27,90
Davon ausübbar: 7.346 13.428

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht des von der ADM Company mitgeteilten Standes der gewährten Aktienoptionen:

* durchschnittlicher gewichteter Ausübungspreis

Es wurden keine Aktienoptionen in 2013 gewährt.

Die Aktienoptionen haben zum Stichtag eine durchschnittliche Restlaufzeit von 7 Jahren (Vorjahr 8 Jahren). Die Ausübungspreise betragen USD 41,81, USD 34,37, USD 26,03, USD 28,70, USD 30,71, USD 26,17 bzw. USD 26,25.

Weiterhin wurden "Restricted Stocks" gewährt:

2013 2012
Anzahl Anzahl
Zu Beginn der Berichtsperiode ausgegeben 5.771 7.830
In der Berichtsperiode ausgeschiedene Mitarbeiter 0 -3.622
In der Berichtsperiode ausgegeben 2.328 2.477
In der Berichtsperiode veräußert -1.016 -914
Zum Ende der Berichtsperiode ausgegeben 7.083 5.771

Der Preis der gewährten Aktien zum Zeitpunkt der Gewährung betrug USD 32,50 (Vorjahr: USD 26,25).

(45) Organe der Gesellschaft

Vorstand:

Jaana Karola Kleinschmit von Lengefeld, Vorsitzende

Detlef Ernst Evers, Vorstand

Dr. Martin Kropp, Vorstand (bis 31. Dezember 2013)

Aufsichtsrat:

Prof. Dr. Klaus-Peter Hopp (Vorsitzender), Corporate Counsel Europe (bis 15. August 2013)

Christopher Peter Horry (Vorsitzender), Finance Director ADM International Sárl (ab 15. August 2013)

Brent Arthur Fenton (stellvertretender Vorsitzender), Managing Director European Oilseeds (bis 31. Oktober 2013)

Thomas Schlomm (Arbeitnehmervertreter)

(46) Mutterunternehmen gemäß § 285 Nr. 14 HGB

Die ADM Hamburg erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen.

Die ADM Hamburg wird in den Konzernabschluss der Archer Daniels Midland Company, Decatur, Illinois/USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss mit Geschäftsbericht ist am Sitz der ADM Company erhältlich. Darüber hinaus wird er im Bundesanzeiger veröffentlicht.

(47) Befreiung nach § 264b HGB

Die Tochtergesellschaft ADM Rothensee GmbH & Co. KG macht von den Vorschriften des § 264b HGB Gebrauch und verzichtet auf eine Prüfung des Jahresabschlusses, auf die Erstellung eines Anhangs und Lageberichts sowie auf die Offenlegung des Jahresabschlusses.

Die Silo P. Kruse Betriebs-GmbH & Co. KG macht von den Vorschriften des § 264b HGB Gebrauch und verzichtet auf die Erstellung eines Anhangs und Lageberichts sowie auf die Offenlegung des Jahresabschlusses.

Die RGL (Rostocker Getreide-Lager) GmbH & Co. KG macht von den Vorschriften des § 264b HGB Gebrauch und verzichtet auf die Erstellung eines Anhangs und Lageberichts sowie auf die Offenlegung des Jahresabschlusses.

(48) Honorierung der Abschlussprüfer

Im Geschäftsjahr 2013 hatte die ADM Hamburg Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers für Zwecke der Jahres- und Konzernabschlussprüfung in Höhe von TEUR 174 (Vorjahr TEUR 160) und für sonstige Leistungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr TEUR 0).

(49) Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag sind nicht bekannt geworden. Zusätzlich wird auf die Ausführungen im Lagebericht zur Nachtragsberichterstattung verwiesen.

Der Konzernabschluss der ADM Hamburg zum 31. Dezember 2013 wurde am 28. März 2014 durch den Vorstand aufgestellt und zur Prüfung und Billigung an den Aufsichtsrat weitergeleitet.

Der vorliegende Konzernabschluss soll in der Aufsichtsratssitzung am 15. Mai 2014 vom Aufsichtsrat gebilligt und zur Veröffentlichung freigegeben werden.

Hamburg, den 28. März 2014

Der Vorstand

(Jaana Karola Kleinschmit von Lengefeld)

(Detlef Ernst Evers)

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2013

Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns

Immaterielle Vermögenswerte Sachanlagen At Equity bilanzierte Beteiligungen/Sonstige
Beteiligungen
Grundstücke
und Bauten
einschließlich Technische Andere Anla
Geschäfts- der Bauten Anlagen gen, Betriebs- Geleistete An- Beteiligungen Sonstige
EDV- oder auf fremden und und Geschäfts- zahlungen und an assoziierten Beteili
Software Firmenwert Gesamt Grundstücken Maschinen ausstattung Anlagen im Bau Gesamt Unternehmen gungen Gesamt
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2013 1.246.050,81 2.365.173,17 3.611.223,98 179.004.739,72 414.208.499,23 10.657.601,86 17.109.914,70 620.980.755,51 1.013.509,35 25.564,59 1.039.073,94
Zugänge 60.557,27 0,00 60.557,27 611.051,50 317.528,96 74.716,89 13.684.697,07 14.687.994,42 0,00 0,00 0,00
Abgänge 0,00 0,00 0,00 5.603,00 134.957,57 94.895,43 0,00 235.456,00 43.455,04 0,00 43.455,04
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 1.862.270,58 18.580.611,12 407.710,68 -20.850.592,38 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2013 1.306.608,08 2.365.173,17 3.671.781,25 181.472.458,80 432.971.681,74 11.045.134,00 9.944.019,39 635.433.293,93 970.054,31 25.564,59 995.618,90
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2013 1.120.037,61 0,00 1.120.037,61 102.869.806,02 317.553.319,47 9.297.663,98 0,00 429.720.789,47 0,00 0,00 0,00
Abschreibungen des Geschäftsjahres 59.597,70 0,00 59.597,70 3.387.493,56 7.945.797,13 502.460,33 0,00 11.835.751,02 0,00 0,00 0,00
Abgänge 0,00 0,00 0,00 0,00 8.177,15 87.009,35 0,00 95.186,50 0,00 0,00 0,00
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 -82.442,87 46.572,63 35.870,24 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2013 1.179.635,31 0,00 1.179.635,31 106.174.856,71 325.537.512,08 9.748.985,20 0,00 441.461.353,99 0,00 0,00 0,00
Buchwerte
31. Dezember 2013 126.972,77 2.365.173,17 2.492.145,94 75.297.602,09 107.434.169,66 1.296.148,80 9.944.019,39 193.971.939,94 970.054,31 25.564,59 995.618,90
31. Dezember 2012 126.013,20 2.365.173,17 2.491.186,37 76.134.933,70 96.655.179,76 1.359.937,88 17.109.914,70 191.259.966,04 1.013.509,35 25.564,59 1.039.073,94

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2013

Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns

Vorjahresvergleichszahlen

Immaterielle Vermögenswerte Sachanlagen At Equity bilanzierte Beteiligungen/Sonstige
Beteiligungen
Grundstücke
und Bauten
einschließlich Technische Andere Anla
Geschäfts- der Bauten Anlagen gen, Betriebs- Geleistete An- Beteiligungen Sonstige
EDV- oder auf fremden und und Geschäfts- zahlungen und an assoziierten Beteili
Software Firmenwert Gesamt Grundstücken Maschinen ausstattung Anlagen im Bau Gesamt Unternehmen gungen Gesamt
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2012 1.619.912,77 2.365.173,17 3.985.085,94 168.760.242,52 395.019.461,20 11.495.983,88 31.115.227,12 606.390.914,72 1.035.336,82 38.564,59 1.073.901,41
Zugänge 29.409,40 0,00 29.409,40 140.461,59 595.925,82 16.367,42 22.255.452,67 23.008.207,50 0,00 0,00 0,00
Abgänge 403.271,36 0,00 403.271,36 212.990,22 6.962.590,24 1.242.786,25 0,00 8.418.366,71 21.827,47 13.000,00 34.827,47
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 10.317.025,83 25.555.702,45 388.036,81 -36.260.765,09 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2012 1.246.050,81 2.365.173,17 3.611.223,98 179.004.739,72 414.208.499,23 10.657.601,86 17.109.914,70 620.980.755,51 1.013.509,35 25.564,59 1.039.073,94
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2012 1.446.581,64 0,00 1.446.581,64 100.138.155,66 316.641.868,89 10.010.696,66 0,00 426.790.721,21 0,00 0,00 0,00
Abschreibungen des Geschäftsjahres 76.727,33 0,00 76.727,33 2.937.462,26 7.864.866,37 528.470,75 0,00 11.330.799,38 0,00 0,00 0,00
Abgänge 403.271,36 0,00 403.271,36 205.811,90 6.953.415,79 1.241.503,43 0,00 8.400.731,12 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2012 1.120.037,61 0,00 1.120.037,61 102.869.806,02 317.553.319,47 9.297.663,98 0,00 429.720.789,47 0,00 0,00 0,00
Buchwerte
31. Dezember 2012 126.013,20 2.365.173,17 2.491.186,37 76.134.933,70 96.655.179,76 1.359.937,88 17.109.914,70 191.259.966,04 1.013.509,35 25.564,59 1.039.073,94
31. Dezember 2011 173.331,13 2.365.173,17 2.538.504,30 68.622.086,86 78.377.592,31 1.485.287,22 31.115.227,12 179.600.193,51 1.035.336,82 38.564,59 1.073.901,41

ADM Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2013 Segmentberichterstattung zum 31. Dezember 2013 Primäre Segmentberichterstattung

Ölmühle Weiterbearbeitung KONZERN
2013 2012 2013 2012 2013 2012
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse mit Dritten 313.527 315.500 135.779 174.200 449.306 489.700
Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsergebnis 11.106 6.869 11.396 228 22.502 7.097
Abschreibungen auf Anlagevermögen 7.874 7.063 4.021 4.345 11.895 11.408
Steueraufwand 3.320 1.446 3.406 48 6.726 1.494
Investitionen (ohne Finanzanlagen) 12.860 19.098 1.887 3.940 14.747 23.038
Zinserträge 38 29 2 0 40 29
Gesamtsumme Zinsertrag 40 29
Zinsaufwendungen 359 247 803 1.254 1.162 1.501
Nicht zuordenbare Zinsaufwendungen 780 830
Gesamtsumme Zinsaufwand 1.942 2.331
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 497 468 173 173 670 641
Segmentvermögen 176.773 209.295 66.128 61.528 242.901 270.823
At equity bewertete Beteiligungen 970 1.014 0 970 1.014
Nicht zuordenbares Vermögen 76.398 77.169
Gesamtsumme Vermögenswerte 320.269 349.006
Segmentschulden 35.412 31.625 29.407 22.922 64.819 54.547
Nicht zuordenbare Schulden 191.321 232.089
Gesamtsumme Schulden 256.140 286.636

ADM Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2013 Segmentberichterstattung zum 31. Dezember 2013 Sekundäre Segmentberichterstattung

2013 2012
TEUR TEUR
Umsatzerlöse Inland 178.392 225.796
Umsatzerlöse Ausland 270.914 263.904
Davon: Schweiz 214.618 199.279
Vermögen Inland 320.269 349.006
Vermögen Ausland 0 0
Investitionen Inland 14.749 23.038
Investitionen Ausland 0 0

KONZERNLAGEBERICHT UND LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2013 DER ADM HAMBURG AKTIENGESELLSCHAFT, HAMBURG


GRUNDLAGEN DES KONZERNS / DER GESELLSCHAFT

Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft ist in den weltweit operierenden Konzern der Archer Daniels Midland Company (ADM) eingebunden. Diese Vernetzung ist ein wesentlicher Garant für den wirtschaftlichen Erfolg des Konzerns der ADM Hamburg Aktiengesellschaft. Ganz entscheidende Vorteile liegen für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft dabei in der universellen Erfahrung der ADM, dem internationalen und technischen Know-how sowie in den Investitionen, die von der ADM veranlasst und finanziert werden.

ADM ist ein globaler Marktführer in der Verarbeitung von Ölsaaten, Mais und anderer landwirtschaftlicher Rohstoffe, wie zum Beispiel Weizen und Kakao. Mit weltweit über 270 Produktionsanlagen, 470 Anlagen zur Erfassung von Agrarrohstoffen und einer Präsenz in mehr als 140 Ländern ist das Unternehmen ständig bestrebt, in den bestehenden Geschäftsfeldern zu wachsen. Wachstum wird dabei sowohl organisch als auch durch strategische Zukäufe generiert. ADM verfügt über das weltweit führende Netzwerk zum Transport landwirtschaftlicher Rohstoffe. Auch in der Herstellung von nachwachsenden und umweltschonenden Kraftstoffen wie Biodiesel und Bioethanol ist ADM weltweit einer der Marktführer.

DER KONZERN DER ADM HAMBURG AKTIENGESELLSCHAFT

Der Konzern der ADM Hamburg Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg ist ein führender Verarbeiter von Ölsaaten in Europa. Kernkompetenz des Konzerns ist die Verarbeitung von Sojabohnen und Rapssaat. Zusätzliche Kompetenzen in den Bereichen des Lagerns und Umschlagens von landwirtschaftlichen Rohstoffen sowie der Weiterverarbeitung von pflanzlichen Ölen und Fetten runden die Gesamtleistung ab.

Die Aktivitäten des Konzerns sind in zwei Geschäftsfelder unterteilt: "Ölmühle" und "Weiterverarbeitung".

Das Geschäftsfeld "Ölmühle" bildet das Fundament des Konzerns. In diesem Geschäftsfeld werden die traditionellen Aktivitäten der Ölsaatenverarbeitung zusammengefasst. Aktivitäten, die mit der Erfassung, dem Transport und der Lagerung landwirtschaftlicher Rohstoffe beginnen. Konzerneigene Silo- und Umschlagsbetriebe in Hamburg, Magdeburg-Rothensee und Riesa bilden wichtige Knotenpunkte für die Versorgung der Produktionsanlagen, die Vermarktung und Dienstleistungen.

Das "Werk Hamburg" ist der größte Ölsaatenverarbeiter in der deutschen Gruppe der ADM und eine der größten Ölmühlen zur Verarbeitung unterschiedlicher Ölsaaten weltweit. Die Verarbeitung der Ölsaaten zu pflanzlichen Rohölen und Proteinschroten erfolgt in modernen Großanlagen.

Die pflanzlichen Rohöle werden anschließend im Produktionsschritt Raffination zu hochwertigen Raffinaten veredelt. Wichtigster Kunde für diese Raffinate ist die weiterverarbeitende Lebensmittelindustrie. Proteinhaltige Schrote werden an die Futtermittelindustrie geliefert.

Das Geschäftsfeld "Weiterverarbeitung" beschäftigt sich mit der Herstellung von Spezialfetten und -ölen sowie mit der Herstellung von Biodiesel und Pharmaglyzerin.

Auch die pflanzlichen Spezialfette und -öle finden ihren Absatz in der weiterverarbeitenden Lebensmittelindustrie. Biodiesel wird nahezu ausschließlich als Beimischungskomponente zum herkömmlichen Diesel an die europäische Mineralölindustrie geliefert.

Die Umesterung von pflanzlichen Ölen zu Biodiesel und Rohglyzerin sowie die Veredelung des Rohglyzerins zu Pharmaglyzerin erfolgen im "Werk Hamburg" und im "Werk Leer".

Das "Werk Noblee & Thörl" in Hamburg-Harburg liefert pflanzliche Spezialfette und -öle. Rohstoffe für die Herstellung dieser für Kunden maßgeschneiderten Ingredienzien sind bereits raffinierte Vorprodukte.

Sowohl das "Werk Hamburg" als auch das "Werk Noblee & Thörl" arbeiten als Lohnverarbeiter. Beide Werke arbeiten für die ADM International Sàrl (ADMI), Rolle, Schweiz, und für die Olenex C.V., Koog aan de Zaan, Niederlande. Die Olenex C.V. ist ein Joint Venture zwischen ADM und Wilmar International Limited.

Für alle Handelsaktivitäten der beiden Werke muss die ADM Hamburg Aktiengesellschaft die Risiken volatiler Rohwaren-, Devisen- und Produktmärkte nicht absichern. Das Risikomanagement für die gesamte Rohstoff- und Produktpalette wird von der ADMI oder der Olenex C.V. verantwortet. Gleiches gilt für Devisengeschäfte.

WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Die Ölmühle und ihr Markt

1.1. Die Rohwarenmärkte

Die Versorgung des "Werk Hamburg" mit Sojabohnen und Rapssaat durch die ADMI war während des gesamten Berichtszeitraumes vollumfänglich gewährleistet. Durch große Sojabohnenernten in Süd- und später auch in Nordamerika waren die Weltmärkte über das gesamte Jahr ausreichend mit Sojabohnen versorgt.

Sowohl in Brasilien als auch in Paraguay wurden im Jahr 2013 neue Rekordernten eingebracht. In Brasilien wurden 82 Millionen Tonnen geerntet. Im Jahr 2012 waren es 66,5 Millionen Tonnen. In Paraguay wurden 9,4 Millionen Tonnen nach 4,0 Millionen Tonnen in 2012. Und in Argentinien wurden 49,3 Millionen Tonnen geerntet. Das waren 9,2 Millionen Tonnen mehr als im Jahr 2012, und es war die zweitbeste Ernte in der Geschichte des Landes.

Allerdings standen die dringend benötigten Erntemengen dem Weltmarkt nicht so schnell zur Verfügung, wie sie benötigt wurden. Schwierigkeiten bereiteten die Logistik in Brasilien, also der Transport der Sojabohnen aus den Ernteregionen im Binnenland zu den Exporthäfen und der dortige Umschlag. Der Nachschub geriet früh ins Stocken. Und in den brasilianischen Häfen kam es zu langen Liegezeiten von Seeschiffen, die Sojabohnen und Sojaschrot nach Europa oder Asien transportieren wollten.

Die Versorgung des "Werk Hamburg" war von diesen Problemen nicht betroffen. ADM verfügt über eigene Exportsilos in den Häfen von Santos, Brasilien, und Nueva Palmira, Uruguay. Dort kam es nicht zu ungewöhnlich langen Liegezeiten. Eine kontinuierliche Versorgung mit Sojabohnen aus Südamerika konnte sichergestellt werden.

Die Sojabohnenernte in den USA fiel mit 89,5 Millionen Tonnen in 2013 ebenfalls höher aus als im Jahr zuvor, als 82,6 Millionen Tonnen geerntet wurden. Damit war eine ausreichende Versorgung für das "Werk Hamburg" auch in der zweiten Jahreshälfte mit Sojabohnen aus den USA – aber auch aus Kanada – gewährleistet.

Die Rapsernte in der EU stieg in 2013 ebenfalls an, von 19,6 Millionen Tonnen im Jahr 2012 auf 20,9 Millionen Tonnen. Großen Anteil am Anstieg der europäischen Ernte hatte Deutschland, das seine Erntemenge um fast 1 Million Tonnen steigern konnte. Während Frankreichs Erntemenge um über eine Million Tonnen zurückging, konnten Polen, Tschechien und Rumänien ihre Erntemengen ebenfalls deutlich steigern und zum Gesamtanstieg der Rapsernte in der EU beitragen.

Auch im Jahr 2013 wurde das "Werk Hamburg" nicht nur mit Rapssaat aus der EU sondern auch mit Rapssaat aus Australien und der Ukraine versorgt.

Die Versorgung der Palmölraffinerie mit ausreichenden Mengen an rohem Palmöl und Ölen war ebenfalls über den gesamten Berichtszeitraum vollumfänglich gewährleistet. Die Palmölproduktion Malaysias im Jahr 2013 wird auf 19,3 Millionen Tonnen geschätzt und blieb damit gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert. Die indonesische Palmölproduktion im Jahr 2013 wird auf etwa 28,3 Millionen Tonnen geschätzt. Das sind rund 1,4 Millionen Tonnen mehr als in 2012.

1.2. Die Silo- und Umschlagsbetriebe

Das erste Halbjahr 2013 war in der EU, aber auch weltweit, von einer relativ knappen Getreideversorgung geprägt. Die Getreidebestände lagen daher in der EU am 1. Juli 2013, dem Beginn des Wirtschaftsjahres 2013/14, auf einem niedrigen Niveau. Auch wenn die EU-Getreideernte 2013 mit gut 300 Millionen Tonnen rund 9 Prozent höher als ein Jahr zuvor ausfiel, gab es keine allzu deutliche Entspannung in der EU-Getreidebilanz, denn auch der Verbrauch in der EU fällt im Wirtschaftsjahr 2013/2014 höher aus. Hinzu kommt, dass sich die bisherigen EU-Exporte von Weizen und Gerste auf einem Rekordniveau befinden. Diese starke Nachfrage kann auch nicht gänzlich durch ähnlich hohe Maiseinfuhren wie im Vorjahr ausgeglichen werden. Die Versorgungsbilanz von Weizen blieb daher auch in der zweiten Jahreshälfte 2013 und im verbleibenden Teil des aktuellen Wirtschaftsjahrs angespannt.

Im Geschäftsjahr wurde der "Silo Rostock" aus der ADM Hamburg Aktiengesellschaft ausgegliedert und in eine neu gegründete Gesellschaft, die RGL (Rostocker Getreide Lager) GmbH & Co. KG, eingebracht. An dieser Gesellschaft hat sich die ATR Landhandel GmbH & Co. KG, Ratzeburg, Deutschland, im Februar 2014 beteiligt, so dass der Silobetrieb fortan als Joint Venture zweier gleichberechtigter Partner betrieben wird. Ziel ist es, die Umschlagsleistung der RGL (Rostocker Getreide Lager) GmbH & Co. KG nachhaltig zu steigern, um damit den Ertrag der Gesellschaft langfristig zu steigern.

Der ehemalige "Silo Rostock" konnte seine Umschlagsleistung im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppeln. Dies lag zum einen an den insgesamt hohen EU-Getreideexporten. Zum anderen war dies auch das Ergebnis des sich anbahnenden Joint Venture.

Die Silo P. Kruse Betriebs-GmbH & Co. KG, an der die ADM Hamburg Aktiengesellschaft eine Mehrheitsbeteiligung hält, profitierte ebenfalls von den hohen EU-Getreideexporten. Die Umschlagsleistung des Exportsilos konnte um mehr als ein Viertel gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

Der "Silo Hamburg" steigerte den Ölsaatenumschlag im Berichtsjahr leicht. Während der Umschlag von Rapssaat für das "Werk Hamburg" nahezu konstant blieb, stieg der Umschlag von Sojabohnen um 8 %. Der "Silo Hamburg" hat weiterhin den Umschlag und die Versorgung des "Werk Hamburg" mit Sojabohnen und Rapssaat, die per Seeschiff oder Binnenschiff angeliefert werden, zur Hauptaufgabe.

Die Aufgabe der Inlandssilos liegt im Umschlag und der Lagerung von Getreide und Ölsaaten und in der Versorgung der ADM-eigenen Ölmühlen in Deutschland. "Silo Rothensee" in Magdeburg und "Silo Riesa", der im Berichtsjahr in Teilen saniert wurde, konnten in 2013 weniger gut ausgelastet werden als im Vorjahr und erzielten ein schlechteres Ergebnis.

1.3. Die Ölmühle

Die Auslastung der Anlagen zur Verarbeitung von Sojabohnen und Rapssaat war im Berichtszeitraum insgesamt gut. Die Verarbeitung von Sojabohnen konnte im Vergleich zum Vorjahr leicht gesteigert werden. Die Verarbeitung von Rapssaat dagegen war leicht rückläufig.

1.4. Die Weiterverarbeitung

Die Anlage des "Werk Hamburg" zur Raffination von Rapsöl war im Berichtszeitraum schlechter ausgelastet als im Vorjahr. Insbesondere die geringere Nachfrage nach Rapsöl aus dem Biodieselsegment war hierfür verantwortlich. Die Raffination von Sojaöl dagegen war insgesamt besser ausgelastet als im Vorjahr. Dies war ein Ergebnis der guten Nachfrage nach Sojaöl für die Biodieselproduktion. Denn die Sojamethylester-Importe (SME) aus Argentinien gingen im Laufe des Jahres zurück. Und mehr SME, zeitweise auch für den Export in die USA, wurde in Europa produziert.

Die Palmölraffination im "Werk Hamburg" konnte im Jahr 2013 besser ausgelastet werden als im Vorjahr. Zwar kennzeichneten Überkapazitäten unverändert den europäischen Markt, aber aufgrund eines attraktiveren Preisverhältnisses von Palmöl gegenüber Soja- und Rapsöl stieg die Nachfrage aus dem Biodieselsektor in den Sommermonaten und führte zu einer besseren Auslastung in diesem Zeitraum.

Die Auslastung des "Werk Noblee & Thörl" war im Geschäftsjahr geringer als im Vorjahr. Auch in 2013 stellten die Kunden des "Werk Noblee & Thörl" steigende Anforderungen an die Nachhaltigkeit von Ölen und Fetten.

Die Biodiesel-Anlagen des "Werk Hamburg" und des "Werk Leer" blicken auf ein weiteres Jahr mit rückläufigen Produktionszahlen und wenig auskömmlichen Margen zurück. Ausschlaggebend dafür waren neben Überkapazitäten im europäischen Markt abermals Importe von SME aus Argentinien und Palmmethylester (PME) aus Indonesien. Insbesondere zu Beginn des Jahres 2013 waren SME und PME aus beiden Ländern aufgrund von DETs (Differential Export Taxes) und fehlender EU-Schutzzölle deutlich günstiger für europäische Verbraucher als in Europa produziertes SME und PME. Erst Ende November 2013 als die Europäische Union Importzölle auf SME aus Argentinien und PME aus Indonesien erhob, gingen die Importe aus diesen Ländern endgültig spürbar zurück.

Das "Werk Leer" war zusätzlich von einer sechswöchigen Sperrung der Schleuse des Leeraner Seehafens betroffen. Diese Sperrung machte die Versorgung des Werkes mit Rohstoffen und den Versand des Biodiesels wirtschaftlich unmöglich, so dass das Werk in diesem Zeitraum die Produktion einstellen musste.

Der Absatz von Rohglyzerin, welches als Kuppelprodukt der Biodieselherstellung anfällt, war über das gesamte Berichtsjahr stabil. Als zum Ende des Jahres die europäische Biodieselproduktion wegen rückläufiger Importe anstieg und mehr Rohglyzerin produziert wurde, kamen die Glyzerinpreise unter Druck.

Die insgesamt geringere Biodieselproduktion des "Werk Hamburg" und des "Werk Leer" wirkte sich auch auf die Auslastung der Pharmaglyzerinproduktion aus. Beide Anlagen waren im Jahr 2013 erneut geringer ausgelastet als im Vorjahr.

1.5. Gesamtaussage

Das Geschäftsjahr 2013 konnte mit einem besseren Gesamtergebnis abgeschlossen werden als das Geschäftsjahr 2012. Wesentlichen Anteil an der positiven Entwicklung hatte der Geschäftsbereich Ölsaaten- und Getreideerfassung. Nach einem deutlichen Verlust im Vorjahr hat dieser Geschäftsbereich das Berichtsjahr mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Auch das "Werk Leer" erzielte im Berichtsjahr ein besseres Ergebnis als im Vorjahr.

Die Silobetriebe in Hamburg konnten ihre Ergebnisse ebenfalls verbessern. Die Silobetriebe in Magdeburg-Rothensee und Riesa blieben erneut hinter den Erwartungen zurück.

Das insgesamt positive Ergebnis des Geschäftsjahres 2013 zeigt auch, dass zuvor durchgeführte Maßnahmen zur Restrukturierung gegriffen haben. Der Vorstand wird weiterhin die Entwicklung aller Geschäftsbereiche besonders aufmerksam verfolgen. Er wird dort, wo es notwendig erscheint, schnell und gezielt korrektive Maßnahmen ergreifen.

Der Vorstand wird sich weiterhin aktiv in Fachverbänden engagieren. Gemeinsam mit diesen Fachverbänden wird er das Ziel verfolgen, Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung auf für die Branche nachteilige Konsequenzen hinzuweisen, wann immer Änderungen europäischer, nationaler oder lokaler Rahmenbedingungen in sich immer mehr globalisierenden Märkten auf den Weg gebracht werden sollen.

2. Bericht zur Ertragslage

2.1. Ertragslage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft nach HGB

Im Geschäftsjahr 2013 wurde im Vergleich zum Vorjahr ein um EUR 13,3 Mio höheres Ergebnis nach Steuern von EUR 13,0 Mio erzielt. Das Ergebnis des Geschäftsjahres enthält periodenfremde Erträge in Höhe von EUR 8,9 Mio aus der Auflösung von Rückstellungen. Im Vorjahr wurde eine Abschreibung auf Beteiligungen in Höhe von EUR 9,6 Mio vorgenommen, die im Wesentlichen zu einem im Vergleich zum Berichtsjahr geringeren Ergebnis nach Steuern führte.

In der Ertragslage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft nach HGB werden im Geschäftsjahr 2013 alle Erträge und Aufwendungen aus dem "Werk Leer", dem "Werk Hamburg", dem "Werk Noblee & Thörl", dem "Silo Hamburg", dem "Silo Rothensee" und der "Silo Riesa" ausgewiesen.

Zu ausgewählten Einflussfaktoren nehmen wir wie folgt Stellung:

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr von EUR 251,2 Mio (Vorjahr EUR 283,9 Mio) betreffen überwiegend das "Werk Hamburg" mit EUR 120,3 Mio (Vorjahr EUR 113,0 Mio), sowie mit EUR 84,4 Mio den Bereich Biodiesel im "Werk Leer" (Vorjahr EUR 125,7 Mio). Auch im Geschäftsjahr ergaben sich im Bereich Biodiesel Margenbelastungen, insbesondere aufgrund der in Deutschland existierenden Überkapazitäten.

Bei den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenständen des Anlagevermögens und Sachanlagen von EUR 13,2 Mio (Vorjahr EUR 12,5 Mio) handelt es sich um planmäßige Abschreibungen. Im Vorjahr wurde nach Prüfung der Wertansätze unserer Beteiligungen eine Abschreibung von EUR 9,6 Mio vorgenommen.

Die Steigerungen im Zinsergebnis um EUR 0,6 Mio auf EUR -2,5 Mio. (Vorjahr EUR -3,1 Mio) ergeben sich insbesondere aufgrund gesunkener Verbindlichkeiten.

Insgesamt wird ein um EUR 18,8 Mio höheres Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von EUR 19,8 Mio (Vorjahr EUR 1,1 Mio) ausgewiesen. Die Aufwendungen aus Ertragsteuern von EUR 6,6 Mio (Vorjahr EUR 1,2 Mio) enthalten die von der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH belasteten Steuerumlagen. Sie wurden wie im Vorjahr auf Basis einer fiktiven originären Steuerpflicht ermittelt.

2.2. Ertragslage des Segments Ölmühle nach IFRS

Im Geschäftsjahr 2013 wurde im Vergleich zum Vorjahr ein höheres Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsergebnis von EUR 11,1 Mio erzielt.

Im Geschäftsjahr werden in der Ertragslage des Segments Ölmühle wie im Vorjahr ausschließlich die Verarbeitungsaktivitäten des "Werk Hamburg" sowie die Geschäftsaktivitäten der Silobetriebe und der ADM Rothensee GmbH & Co. KG ausgewiesen.

Das "Werk Hamburg" hat im Geschäftsjahr Lohnverarbeitungserlöse aus der Saatenverarbeitung in Höhe von EUR 100,8 Mio erzielt (Vorjahr EUR 113,0 Mio).

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Silobetriebe hat sich im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr über alle Bereiche verbessert. Im Gegensatz zum Umschlagsschäft ist das Lagergeschäft der ADM Hamburg Aktiengesellschaft – Silo Hamburg, wie auch das Lagergeschäft der auf den Export fokussierten Silobetriebe in dem ADM Hamburg Konzern im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig. Die Silobetriebe konnten im Geschäftsjahr insgesamt Umsatzerlöse vor Eliminierungen in Höhe von EUR 22,9 Mio (Vorjahr EUR 21,2 Mio) erzielen.

Die ADM Rothensee GmbH & Co. KG als Erfasser von Getreide und Ölsaaten hat im abgelaufenen Geschäftsjahr weniger Mengen umgeschlagen und erzielte Umsatzerlöse in Höhe von EUR 192,0 Mio (Vorjahr EUR 201,3 Mio). Das erzielte Ergebnis der ADM Rothensee beläuft sich im Geschäftsjahr auf einen Verlust von EUR 1,7 Mio.(Vorjahr Verlust EUR 7,9 Mio.). Die im Vorjahr durch die Gesellschaft umgesetzten ersten operativen Maßnahmen zur Erreichung einer positiveren Ertragslage haben in 2013 erste Erfolge bewirkt.

Im Konzernabschluss werden derivative Finanzinstrumente zu Marktwerten bewertet. Aus der Bewertung von offenen derivativen Finanzinstrumenten werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erträge von EUR 2,3 Mio (Vorjahr EUR 6,1 Mio) sowie Aufwendungen von EUR 2,6 Mio (Vorjahr EUR 4,7 Mio) ausgewiesen. Auf das Segment "Ölmühle" entfallen Erträge von EUR 2,3 Mio (Vorjahr EUR 6,1 Mio) und Aufwendungen von EUR 2,5 Mio (Vorjahr EUR 4,7 Mio).

2.3. Ertragslage des Segments Weiterverarbeitung nach IFRS

Im Geschäftsjahr 2013 wurde im Vergleich zum Vorjahr ein um EUR 11,2 Mio höheres Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsergebnis von EUR 11,4 Mio erzielt. Im Geschäftsjahr werden in der Ertragslage des Segments Weiterverarbeitung wie im Vorjahr ausschließlich die Biodieselverarbeitungsaktivitäten des "Werk Hamburg" als Lohnverarbeiter für die ADMI und die Biodieselaktivitäten des "Werk Leer" sowie die Geschäftsaktivitäten des "Werk Noblee & Thörl" ausgewiesen.

Im Segment Weiterverarbeitung ergaben sich im Bereich Biodiesel Umsatzerlöse vor Eliminierungen im Geschäftsjahr von EUR 103,9 Mio (Vorjahr EUR 144,0 Mio). Im Biodieselbereich waren im Geschäftsjahr 2013 die Margensituation und die Auslastung der Anlagen unter anderem aufgrund der in Deutschland existierenden Überkapazitäten stark belastet.

Für das "Werk Noblee & Thörl" sind im Geschäftsjahr Umsatzerlöse vor Eliminierungen bei einer zufriedenstellenden Auslastung der Produktionsanlagen von EUR 31,8 Mio (Vorjahr EUR 30,2 Mio) erzielt worden.

Im Konzernabschluss werden derivative Finanzinstrumente zu Marktwerten bewertet. Aus der Bewertung von offenen derivativen Finanzinstrumenten werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erträge von EUR 2,3 Mio (Vorjahr EUR 6,1 Mio) sowie Aufwendungen von EUR 2,6 Mio (Vorjahr EUR 4,7 Mio) ausgewiesen. Auf das Segment "Weiterverarbeitung" entfallen Aufwendungen von EUR 0,1 Mio (Vorjahr EUR 0,0 Mio).

3. Bericht zur Finanzlage

Die Ziele des Finanzmanagement liegen in der Sicherstellung der Liquidität sowie in der Begrenzung der Wechselkursrisiken. Dazu wird die Finanzierung der Geschäftsaktivitäten der ADM Hamburg Aktiengesellschaft sowie aller Tochtergesellschaften unverändert fast ausschließlich durch verbundene Unternehmen der weltweiten ADM Gruppe sichergestellt. Zum Bilanzstichtag bestehen keine langfristigen Bankverbindlichkeiten.

Die im Geschäftsjahr durchgeführten Investitionen des Konzerns in immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen in Höhe von EUR 14,7 Mio konnten nahezu vollständig aus den Mittelzuflüssen aus betrieblicher Tätigkeit gedeckt werden. Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit betrug im ADM Hamburg Konzern im Geschäftsjahr EUR 14,7 Mio (Vorjahr EUR 49,6 Mio).

Liquiditätsrisiken sind aufgrund der Finanzierungsstruktur derzeit weder für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft noch für den Konzern ersichtlich.

Wesentliche Währungspositionen bestehen für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft und den ADM Hamburg-Konzern nicht, da im Wesentlichen in Euro gehandelt wird sowie bestehende Fremdwährungsgeschäfte durch Sicherungsgeschäfte begrenzt werden.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzten sich am Bilanzstichtag wie auch im Vorjahr aus den Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen sowie dem Bestellobligo für Anlagevermögen zusammen und bestehen in einer der Geschäftstätigkeit des Konzerns und der ADM Hamburg Aktiengesellschaft angemessenen Höhe.

Wir erwarten auch in der Zukunft Liquiditätsüberschüsse aus der Geschäftstätigkeit der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg-Konzerns.

4. Bericht zur Vermögenslage

Die Vermögenslage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg Konzerns ist wie im Vorjahr weiterhin geordnet.

Im handelsrechtlichen Jahresabschluss der ADM Hamburg Aktiengesellschaft hat sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um EUR 30,8 Mio auf EUR 254,2 Mio verringert. Die Reduzierung ergibt sich hauptsächlich aus einer Veränderung in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie einer Zunahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der Sonstigen Vermögensgegenstände.

Der Buchwert des Anlagevermögens ist im Vergleich zum Vorjahr mit EUR 148,8 Mio fast unverändert geblieben. Den Investitionen in Höhe von EUR 15,0 Mio stehen planmäßige Abschreibungen von EUR 13,2 Mio sowie Anlagenabgänge mit Restbuchwerten von EUR 1,5 Mio gegenüber. Bei den Investitionen im Geschäftsjahr handelt es sich im Wesentlichen um im Geschäftsjahr begonnene und zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossene Projekte zur Ausweitung des bestehenden Kraftwerkes der 1. und 2. Linie, die Erweiterung des Tanklagers sowie Investitionen in die Biodieselanlage. Im Wesentlichen betreffen die Restbuchwerte aus Anlagenabgängen die Einbringung des Betriebsteils "Silo Rostock" in die neugegründete Gesellschaft RGL (Rostocker Getreide Lager) GmbH & Co. KG, Hamburg. Die Buchwerte der eingebrachten Vermögensgegenstände abzüglich der übernommenen Schulden führten zu einem Zugang zu den Anteilen an verbundenen Unternehmen von EUR 1,8 Mio. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 6,4 Prozentpunkte erhöht und beträgt zum Bilanzstichtag 58,6 % (Vorjahr 52,1 %).

Auf der Passivseite haben sich im Vergleich zum Vorjahr hauptsächlich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um EUR 24,4 Mio auf EUR 173,6 Mio vermindert.

Aufgrund der Ergebnisübernahme wird ein unverändertes Eigenkapital der ADM Hamburg Aktiengesellschaft in Höhe von EUR 41,2 Mio ausgewiesen. Unter Berücksichtigung einer niedrigeren Bilanzsumme beträgt der Eigenkapitalanteil an der Bilanzsumme nunmehr 16,2 % (Vorjahr 14,5 %).

Im Konzernabschluss verringert sich die Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr um EUR 28,7 Mio auf EUR 320,3 Mio. Neben dem Rückgang des Vorratsvermögens (EUR -36,7 Mio) erhöhten sich im Stichtagsvergleich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um insgesamt EUR 10,0 Mio.

Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen hat sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt EUR 2,7 Mio erhöht. Den gesamten Investitionen im Berichtszeitraum in Höhe von EUR 14,7 Mio stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 11,9 Mio gegenüber Bei den Investitionen im Geschäftsjahr handelt es sich im Wesentlichen um im Geschäftsjahr begonnene und zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossene Projekte zur Ausweitung des bestehenden Kraftwerkes der 1. und 2. Linie, die Erweiterung des Tanklagers sowie Investitionen in die Biodieselanlage. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme erhöhte sich leicht gegenüber dem Vorjahr auf 64,4 % (Vorjahr 58,4 %).

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital nach Berücksichtigung der Ergebnisabführung der ADM Hamburg Aktiengesellschaft in Höhe von EUR 13,0 Mio und des im Geschäftsjahr 2013 ausgewiesenen Konzerngesamtergebnisses von EUR 14,7 Mio insgesamt um EUR 1,8 Mio auf EUR 64,1 Mio. Die Konzern-Eigenkapitalquote erhöhte sich aufgrund der geringeren Bilanzsumme auf 20,0 % (Vorjahr 17,9 %).

5. Gesamtaussage zur Lage

Die Vermögens- und Finanzlage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg Konzerns sind weiterhin geordnet. Im Geschäftsjahr 2013 hat die ADM Hamburg Aktiengesellschaft ein Ergebnis vor Ergebnisabführung von EUR 13,0 Mio erzielt. Im ADM Hamburg Konzern ergab sich im Geschäftsjahr 2013 ein Konzernjahresergebnis in Höhe von EUR 13,9 Mio.

Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2014 ein vergleichbares, positives Ergebnis wie im abgelaufenen Geschäftsjahr.

6. Nachtragsbericht

Die ATR Landhandel GmbH & Co. KG, Ratzeburg, hat sich im Februar 2014 im Rahmen eines Joint Venture an der RGL (Rostocker Getreide Lager) GmbH & Co. KG beteiligt. Wir erwarten daraus eine Verbesserung der Auslastung und des Ergebnisses bei dieser Gesellschaft.

Darüber hinaus sind uns keine Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag bekannt geworden.

7. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Der Vorstand der ADM Hamburg Aktiengesellschaft blickt zuversichtlich in das Jahr 2014.

Es wird erwartet, dass die Auslastung wesentlicher Produktionsteile, für die Lohnverarbeitungsverträge geschlossen wurden, in 2014 in etwa auf gleichem Niveau bleiben wird wie im Geschäftsjahr 2013. Die Biodieselproduktion in Europa und damit die Auslastung der Produktionsanlagen sollte 2014 steigen, da Biodiesel-Importe aus Argentinien und Indonesien aufgrund der Importzölle ausbleiben werden. Dadurch könnten sich auch die Margen der europäischen Biodieselproduzenten leicht verbessern.

Darüber hinaus erwartet der Vorstand, dass sich das Ölsaaten- und Getreideerfassungsgeschäft in 2014 weiter positiv entwickeln wird. Die Umschlagsleistung der konzerneigenen Silos in 2014 wird als gleichbleibend bis leicht ansteigend eingeschätzt.

Der Vorstand blickt ebenfalls zuversichtlich in den Zeitraum über das Jahr 2014 hinaus. Er bleibt zuversichtlich, obwohl zum Beispiel im Bereich der europäischen und deutschen Biokraftstoffgesetzgebung richtungsweisende Entscheidungen und Änderungen bevorstehen. Entscheidungen, die aufgrund der allgemein biokraftstoffkritischen Stimmungslage weniger rational als emotional ausfallen könnten und die die zukünftige Nachfrage nach Biokraftstoffen, die aus Pflanzenölen hergestellt werden, negativ beeinflussen könnten.

Auf europäischer Ebene geht es um die Entscheidung der Kommission, des Rates und des Parlamentes zum Umgang mit iLUC, Indirect Landuse Change beziehungsweise indirekte Landnutzungsänderungen, im Zusammenhang mit dem Anbau von Rohstoffen für die Biodieselproduktion. Ein Kompromiss über den am 17. Oktober 2012 vorgelegten Richtlinienänderungsvorschlag der Europäischen Kommission zur Änderung der RED (Renewable Energy Directive) konnte bisher nicht erzielt werden. Würde der ursprüngliche Vorschlag der Kommission ohne wesentliche Änderungen umgesetzt werden, hätte dies erhebliche Auswirkungen auf den Absatz von Biodiesel und auf die Agrarmärkte in Europa.

Darüber hinaus zeichnet sich ab, dass die EU für den Zeitraum nach 2020 keine verbindlichen Ziele für den Einsatz von Biokraftstoffen im Verkehr vorgeben will, wie es bisher noch für den Zeitraum bis 2020 der Fall ist.

Auf nationaler Ebene steht die Einführung der sogenannten Dekarbonisierung an. Der Umstieg der deutschen Biokraftstoffgesetzgebung weg von dem Ziel, einen energetischen Mindestanteil von Biokraftstoffen auf den Markt zu bringen, hin zu einem CO2-Minderungsziel hätte, wenn dieser wie geplant zum 01. Januar 2015 umgesetzt würde, Folgen für die deutschen Biodieselproduzenten, Ölmühlen und die Landwirtschaft. Denn infolge dieses Umstieges könnte in den Jahren 2015 und 2016 der deutsche Biodieselbedarf deutlich zurückgehen.

Ein Rückgang der Nachfrage nach Biodiesel insgesamt hätte nicht nur negative Auswirkungen auf die Auslastung der Biodieselproduktionsanlagen, sondern auch auf die Auslastung der Ölsaatenverarbeitung und der Raffination und damit auf Umsatzerlöse und Konzernergebnis.

Es bleibt allerdings fraglich, ob alle anstehenden politischen Weichenstellungen in der Form umgesetzt werden, wie sie aktuell diskutiert werden. Denn Biokraftstoffe sind nicht nur für den europäischen Agrarsektor von großer Bedeutung. Biokraftstoffe sind die einzige regenerative Alternative in flüssiger Form für den Straßenverkehr, insbesondere den Schwerlastverkehr. Und sie verringern die bestehende Abhängigkeit Europas von den endlichen fossilen Kraftstoffen und deren Import aus einer Handvoll erdölexportierender Länder.

Auch in kommenden Jahren wird der Konzern Projekte umsetzen, die die Standorte der ADM Hamburg Aktiengesellschaft noch konkurrenzfähiger machen werden. Dabei stehen die Steigerung der Effektivität und Effizienz weiterhin im Vordergrund.

Die Entwicklung der Weltwirtschaft bleibt unvorhersehbar. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Ausblick zwar etwas optimistischer geworden. Aber es gibt neue politische Krisenherde auf der Welt und Anzeichen dafür, dass einige Länder der EU in eine Deflation rutschen könnten. Weiterhin aber gilt, dass nationale wie globale Wirtschaftskrisen und nationale Unruhen meist nur geringen Einfluss auf die Agrarmärkte und das Geschäft des Konzerns haben.

Diese Prognose einer insgesamt guten Auslastung für nachfolgende Geschäftsjahre basiert auch auf den nach wie vor intakten globalen Megatrends, wie dem Bevölkerungswachstum, dem Anstieg der durchschnittlichen Pro-Kopf-Einkommen in den Schwellenländern, dem daraus resultierenden veränderten Konsumverhalten und der stetigen Urbanisierung.

Auch Biokraftstoffe der ersten Generation, wie sie in Hamburg und Leer hergestellt werden, sollten aufgrund der weiter steigenden Mobilität ihren festen Platz im europäischen Energiemix nach 2020 behalten. Dem gegenüber stehen die abnehmende Verfügbarkeit natürlicher Ressourcen und eine zunehmende Klimaerwärmung.

Es liegt auf der Hand, dass die Nachfrage nach Speiseölen, Proteinschroten und alternativen Kraftstoffen in solch einem Umfeld weiter steigen wird.

Diese Prognose hat ihr solides Fundament in der Einbindung der ADM Hamburg Aktiengesellschaft in den Konzern der ADM, in den Logistikvorteilen der Standorte des Konzerns der ADM Hamburg Aktiengesellschaft sowie in den hochqualifizierten und motivierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an allen Standorten des Konzerns.

Der ADM Hamburg Konzern ist als international tätiger Konzern im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten Währungs- und Commodity-Risiken ausgesetzt. Der Konzernvorstand bedient sich bei der Überwachung dieser Risiken neben seinem eigenen Berichtswesen unter anderem des Instrumentariums, welches von der Muttergesellschaft (ADM) bereitgestellt wird. Die Unternehmenspolitik der ADM ist die Begrenzung dieser Risiken durch ein systematisches Risiko-Management. Als Instrumente dienen vor allem Devisentermingeschäfte und Commodity-Termingeschäfte.

Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft als auch die Tochtergesellschaften begegnen diesen Risiken durch das umfassende Risikomanagement des ADM Konzerns, das in unsere Aufbau- und Ablauforganisation integriert ist. Die Konzernunternehmen der ADM Gruppe unterliegen einem strikten Risiko-Management. Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen sind in internen Richtlinien verbindlich festgelegt. Finanzinstrumente dürfen demnach grundsätzlich nicht zu Spekulationszwecken eingesetzt werden, sondern dienen der Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft.

Absicherungen im Commodity-Bereich dienen primär der Mengen-, als auch der Margen-Sicherung. Devisentermingeschäfte dienen der Minimierung von Wechselkursschwankungen bezogen auf die Funktionalwährung.

Bezüglich der Sicherungsgeschäfte bestehen Vertragsverhältnisse mit verschiedenen Unternehmen aus dem ADM Konzern, die sich auf die Durchführung von Sicherungsgeschäften spezialisiert haben. Somit wird die ADM Hamburg Aktiengesellschaft in die konzernweiten Sicherungsaktivitäten einbezogen. Die Durchführung der Sicherungsgeschäfte erfolgt für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft im Biodieselgeschäft unter anderem durch den Abschluss von PLATTS-Derivaten. Die Sicherungsgeschäfte im Raps-Bereich erfolgen über den Marché à Terme International de France (MATIF).

Als weiteres Risiko ergibt sich im Finanzbereich das Kreditausfallrisiko. Für das Kreditrisiko bestehen Kreditversicherungen. Allen operativen Risiken wird durch Qualitätssicherungssysteme, Schulung und Weiterbildung der Mitarbeiter, regelmäßige Wartung der Anlagen und den Abschluss geeigneter Versicherungen begegnet. Risiken aus dem rechtlichen Umfeld stehen unter ständiger Beobachtung. Die Wirksamkeit wird regelmäßig durch die Revisionsabteilung des ADM Konzerns überprüft. Ein enger Kontakt zu den Verbänden der einzelnen Betätigungsfelder soll helfen, frühzeitig Risiken zu erkennen und im konstruktiven Dialog die Rahmenbedingungen mitzugestalten.

8. Forschung und Entwicklung

Die Aufwendungen für Forschung- und Entwicklung sind im Vergleich zu den gesamten Aufwendungen unwesentlich. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit dient im Wesentlichen der produktbezogenen Auftragsabwicklung und führt nicht zur Bildung immaterieller Vermögenswerte.

9. Personal

Im Berichtsjahr beschäftigte die ADM Hamburg Aktiengesellschaft durchschnittlich 605 (Vorjahr 602) Mitarbeiter, davon 40 (Vorjahr 33) Auszubildende. Im Konzern wurden durchschnittlich 644 (Vorjahr 641) Mitarbeiter beschäftigt. Hiervon sind 40 (Vorjahr 33) Auszubildende.

Unser Dank und unsere Anerkennung gilt allen unseren Mitarbeitern. Das gute wirtschaftliche Ergebnis, mit dem der Konzern ADM Hamburg Aktiengesellschaft das Geschäftsjahr 2013 abschließen konnte, ist in erheblichem Maße durch ihre Flexibilität und ihren tatkräftigen Einsatz ermöglicht worden.

Hamburg, den 28. März 2014

Der Vorstand

(Jaana Karola Kleinschmit von Lengefeld)

(Detlef Ernst Evers)

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den von der ADM Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Konzernbilanz, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung, Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns und Konzern-Anhang sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Berichts der Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

Berlin, 15. Mai 2014

RSM Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Holger Böge Bernhard Christl Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

ADM Hamburg Aktiengesellschaft Bericht des Aufsichtsrates

Überwachung der Geschäftsführung

Das Geschäftsjahr 2013 war durch eine gute Versorgungslage der Weltmärkte mit Ölsaaten geprägt. Von anfänglichen logistischen Engpässen der Sojabohnenversorgung aus Südamerika blieb unser Unternehmen verschont. Wichtige Projekte im Bereich der Eigenversorgung mit Strom und Dampf einerseits sowie Projekte zur Energieeinsparung andererseits wurden mit Hochdruck vorangebracht. Die Diskussion über die zukünftige Ausrichtung der europäischen Biokraftstoffpolitik blieb auch im abgelaufenen Jahr ohne Ergebnis. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand während des Geschäftsjahres wiederum aktiv durch Beratungen und Diskussionen begleitet sowie gleichzeitig auf der Grundlage von Vorstandsberichten und gemeinsamen Sitzungen laufend überwacht und sich dabei von der Rechts- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Die seiner Zustimmung bedürfenden Geschäfte hat er überprüft und jeweils mit dem Vorstand besprochen.

Aufsichtsratszusammensetzung

Dem aus insgesamt zwei Vertretern der Aktionäre und einem Vertreter der Arbeitnehmer bestehenden Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2013 an:

  • a) Prof. Dr. Klaus-Peter Hopp (Vorsitzender, bis 15. August 2013)
  • b) Christopher Peter Horry (Vorsitzender, ab 15. August 2013)
  • c) Brent Fenton (stellvertretender Vorsitzender, bis 31. Oktober 2013)
  • d) Thomas Schlomm (Arbeitnehmervertreter)

Mit Wirkung zum 10. April 2014 ist Herr Kevin Brassington als Nachfolger von Herrn Brent Fenton durch gerichtlichen Beschluss zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden. Außerdem wurde Herr Ralf Schulz mit Wirkung vom 13. Mai 2014 durch gerichtlichen Beschluss zum Mitglied des Aufsichtsrats als Nachfolger von Herrn Christopher Peter Horry, der sein Aufsichtsratsmandat mit Wirkung zum 28. April 2014 niedergelegt hat, bestellt. Der Aufsichtsrat hat am 13. Mai 2014 Herrn Ralf Schulz als neuen Vorsitzenden und Herrn Kevin Brassington als neuen stellvertretenden Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.

Der Aufsichtsrat hat angesichts seiner auf drei Mitglieder beschränkten Größe keine Ausschüsse gebildet.

Sitzungen des Aufsichtsrates

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2013 in insgesamt zwei Sitzungen am 7. Mai und 15. August 2013 über die laufende Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung, über die Budgetplanung, die strategischen Ziele, das Risikomanagement sowie alle organisatorischen und personellen Veränderungen einschließlich aller weiteren Vorgänge von wesentlicher Bedeutung umfassend unterrichten lassen. Darüber hinaus hat der Vorstand laufend durch detaillierte Berichte über prägende Geschäftsvorfälle der Gesellschaft und des Konzerns informiert. Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Vorstands eingehend diskutiert und die Entwicklungsperspektiven des Unternehmens mit dem Vorstand erörtert. Ein wichtiges Thema in allen Sitzungen war auch die Berichterstattung des Vorstands über den Stand der großen Investitionsprojekte, den der Aufsichtsrat mit dem Vorstand diskutiert hat. Im Übrigen stand der Aufsichtsratsvorsitzende in ständigem, engem Kontakt zum Vorstand, der ihn über aktuelle Geschäftsvorgänge umfassend unterrichtete und mit dem regelmäßig Gespräche über wesentliche strategische und geschäftspolitische Fragen der Gesellschaft und des Konzerns geführt wurden. Soweit der Aufgabenkreis des Vorstands bzw. das Zusammenwirken der Organe betroffen war, hat der Vorstand an den Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen.

Personalangelegenheiten

Mit Wirkung vom 31. Dezember 2013 Herr Dr. Martin Kropp sein Amt als ordentliches Mitglied des Vorstands der ADM Hamburg Aktiengesellschaft niedergelegt. Der Aufsichtsrat hat mit Wirkung vom 15. Mai 2014 Herrn Dr. Kai-Uwe Ostheim, der seit 1999 im ADM-Konzern in verschiedenen Verantwortungsbereichen tätig ist, in der Nachfolge von Herrn Dr. Kropp zum Mitglied des Vorstands der Gesellschaft bestellt.

Corporate Governance

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist in dem Anhang des Konzernabschlusses, abgedruckt in diesem Geschäftsbericht, ausgewiesen.

Rechnungslegung

Als Abschlussprüfer wurde von der Hauptversammlung der Gesellschaft die RSM Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gewählt. Der Aufsichtsrat hat daraufhin den Prüfungsauftrag erteilt. Der Abschlussprüfer hat den Jahresabschluss der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 sowie den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht geprüft und mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen.

Am 15. Mai 2014 fand die Bilanzaufsichtsratssitzung statt. Die entsprechenden Vorlagen und Prüfungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig im Vorfeld dieser Sitzung ausgehändigt. Der Abschlussprüfer nahm an der Sitzung teil, berichtete über den Verlauf der Prüfung und die Prüfungsergebnisse und stand für die Beantwortung von Fragen sowie zur Diskussion der Unterlagen zur Verfügung.

Das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat nach eigenen Prüfungen von Jahresabschluss, Konzernabschluss sowie zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht der Gesellschaft keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist. Der Aufsichtsrat hat auch den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss gebilligt.

Danksagung

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den Vorstandsmitgliedern, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft und den Betriebsräten für das große Engagement, für ihren tatkräftigen Einsatz im Interesse des Unternehmens sowie für die im Geschäftsjahr 2013 erzielten Erfolge.

Hamburg, 20. Mai 2014

Für den Aufsichtsrat

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Ralf Schulz (Vorsitzender)

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