Quarterly Report • Sep 30, 2015
Quarterly Report
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| 30.06.2015 EUR |
31.12.2014 EUR |
|
|---|---|---|
| AKTIVA | ||
| LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.616.909,30 | 2.512.915,28 |
| Sachanlagen | 194.535.236,95 | 191.626.020,32 |
| At Equity bilanzierte Beteiligungen/Sonstige Beteiligungen | 13.113.254,60 | 12.928.333,32 |
| Latente Steuern | 11.414.723,22 221.680.124,07 |
11.606.365,78 218.673.634,70 |
| KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE | ||
| 10.138.072,08 | 46.908.822,88 | |
| Vorräte | 5.571.448.14 | 9.847.918,81 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sonstige finanzielle Vermögenswerte |
25.501.314,58 | 24.723.666,73 |
| Sonstige Vermögenswerte | 47.643.279.29 | 44.584.819,48 |
| Derivative Finanzinstrumente | 4.538.062,51 | 3.593.448,05 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 108.008,81 | 84.295,19 |
| 93.500.185,41 | 129.742.971,14 | |
| 315.180.309,48 | 348.416.605,84 | |
| PASSIVA | ||
| EIGENKAPITAL | ||
| Gezeichnetes Kapital | 19.142.768,03 | 19.142.768,03 |
| Rücklagen | 51.605.284,87 | 47.826.237,95 |
| Eigenkapital der Aktionäre der ADM Hamburg Aktiengesellschaft | 70.748.052,90 | 66.969.005,98 |
| Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 34.492,34 | 33.832,49 |
| 70.782.545,24 | 67.002.838,47 | |
| LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN | ||
| Rückstellungen | 39.305.187,15 | 39.911.365,76 |
| Latente Steuern | 14.419.522,36 | 14.193.305,52 |
| 53.724.709,51 | 54.104.671,28 | |
| KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN | ||
| Finanzverbindlichkeiten | 158.868.446,70 | 192.235.643,71 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 14.643.309,94 | 19.400.956,72 |
| Steuerverbindlichkeiten | 1.515.950,09 | 219.449,78 |
| Derivative Finanzinstrumente | 5.128.554,66 | 5.430.248,75 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 10.516.793,34 190.673.054,73 |
10.022.797,13 227.309.096,09 |
| 315.180.309,48 | 348.416.605,84 | |
| 1.1 - 30.06.2015 EUR |
1.1 - 30.06.2014 EUR |
|
|---|---|---|
| Umsatzerlöse | 241.008.338,09 | 202.454.528,92 |
| Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen |
-226.637.046,81 | -190.231.567,40 |
| Bruttoergebnis vom Umsatz | 14.371.291,28 | 12.222.961,52 |
| Vertriebskosten | $-1.970.009,98$ | -1.281.380,38 |
| Allgemeine Verwaltungskosten | $-6.109.116,63$ | $-6.118.622, 17$ |
| Sonstige betriebliche Erträge | 6.539.485,59 | 4.792.846,60 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -5.128.554,66 | -2.338.868,20 |
| Ergebnis aus der betrieblichen Tätigkeit | 7.703.095,60 | 7.276.937,37 |
| Beteiligungsergebnis | 193.621,28 | 10.837.928,51 |
| Zinserträge | 50.019,55 | 48.025,57 |
| Zinsaufwendungen | $-2.233.579,46$ | $-1.051.917,94$ |
| Finanzergebnis | -1.989.938,63 | 9.834.036,14 |
| Ergebnis vor Steuern | 5.713.156,97 | 17.110.973,51 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -1.933.450,20 | -3.791.708,56 |
| Jahresergebnis | 3.779.706,77 | 13.319.264,95 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Ergebnisse | 0,00 | 0,00 |
| Sonstiges Ergebnis | 0,00 | 0,00 |
| Gesamtergebnis | 3.779.706,77 | 13.319.264,95 |
| davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss | 668,85 | 1.143,64 |
| davon: Anteile der Aktionäre der ADM Hamburg Aktiengesellschaft |
3.779.037,92 | 13.318.121,31 |
| Ergebnis je Aktie (in EUR) | 5,05 EUR | 17,79 EUR |
| Gezeichnetes Kapital TEUR |
Kapital- rücklage TEUR |
Gewinn- rücklagen TEUR |
Summe Rücklagen TEUR |
Anteile anderer Gesellschafter TEUR |
Gesamt TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar 2014 | 19.143 | 21.205 | 23.749 | 44.954 | 31 | 64.128 |
| Jahresüberschuss | $\Omega$ | 0 | 13.318 | 13.318 | 13.319 | |
| Stand 30. Juni 2014 | 19.143 | 21.205 | 37.067 | 58.272 | 32 | 77.447 |
| Gezeichnetes Kapital TEUR |
Kapital- rücklage TEUR |
Gewinn- rücklagen TEUR |
Summe Rücklagen TEUR |
Anteile anderer Gesellschafter TEUR |
Gesamt TEUR |
|
|---|---|---|---|---|---|---|
| Stand 1. Januar 2015 | 19.143 | 21.205 | 26.621 | 47,826 | 34 | 67.003 |
| Jahresüberschuss | $\Omega$ | $\sim$ | 3.779 | 3.779 | ||
| Stand 30, Juni 2015 | 19.143 | 21.205 | 30,400 | 51.605 | 35 | 70.783 |
| 1.1.-30.6.2015 1.1.-30.6.2014 | ||
|---|---|---|
| TEUR | TEUR | |
| Laufende Geschäftstätigkeit | ||
| Jahresüberschuss | 3.780 | 13.319 |
| Sonstiger Cashflow | 7.552 | $-112$ |
| Cashflow | 11.332 | 13.207 |
| Sonstige Ab-/Zuflüsse aus betrieblicher Tätigkeit | 591 | 5.022 |
| Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit | 11.923 | 18.229 |
| Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit | $-8.782$ | $-5.811$ |
| Mittelzu-/Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit | $-3.117$ | $-12.990$ |
| Erhöhung/Verminderung der flüssigen Mittel | 24 | $-572$ |
| Flüssige Mittel am Anfang des Geschäftsjahres | 84 | 657 |
| Flüssige Mittel am Ende des Berichtszeitraumes | 108 | 85 |
Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft und die übrigen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind im Bereich der Nahrungs- und Futtermittelindustrie tätig. Sie befassen sich mit der Beschaffung, dem Transport, der Lagerung, der Verarbeitung und dem Vertrieb von Ölsaaten, Fettstoffen und Futtermitteln. Darüber hinaus wird Rapsöl zu Biodiesel weiterverarbeitet.
Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2015 ist in Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 und in Anwendung von § 315a HGB nach den Vorschriften der am Abschlussstichtag gültigen und von der Europäischen Union anerkannten International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB), London, sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) erstellt worden.
Die im Anhang des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2014 gegebenen Hinblick auf die Bilanzierungsund insbesondere im Erläuterungen Bewertungsmethoden gelten entsprechend.
Dieser Bericht wurde weder einer prüferischen Durchsicht noch einer Prüfung nach § 317 HGB durch den Abschlussprüfer unterzogen.
Die RGL (Rostocker Getreide Lager) GmbH & Co. KG, welche seit der im Berichtszeitraum erfolgten Beteiligung der ATR Landhandel GmbH & Co. KG, Ratzeburg, als Joint Venture zweier gleichberechtigter Partner geführt wird, ist aus hinaus ist der Darüber Konsolidierungskreis ausgeschieden. dem Konsolidierungskreis unverändert geblieben.
Das Grundkapital der ADM Hamburg Aktiengesellschaft beträgt zum 30. Juni 2015 und zum 31. Dezember 2014 jeweils EUR 19.142.768,03. Es ist eingeteilt in 748.800 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Es handelt sich hierbei seit der Hauptversammlung am 6. Juli 1999 um nennbetragslose Stückaktien.
Die ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, hält an der ADM Hamburg Aktiengesellschaft eine Mehrheitsbeteiligung. Im Juli 1996 hat die ADM Hamburg Aktiengesellschaft mit der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH als herrschendem Unternehmen einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Die Minderheitsaktionäre haben das Recht auf eine festgelegte jährliche Ausgleichszahlung seitens der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH.
Der ADM Hamburg Konzern ist als international tätiger Konzern im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten Währungs- und Commodity-Risiken ausgesetzt. Der Konzernvorstand bedient sich bei der Überwachung dieser Risiken neben seinem eigenen Berichtswesen unter anderem des Instrumentariums, welches von der Muttergesellschaft (ADM Company) bereitgestellt wird. Die Unternehmenspolitik der ADM Company ist die Begrenzung dieser Risiken durch ein systematisches Risiko-Management. Als Instrumente dienen vor allem Devisentermingeschäfte und Commodity-Termingeschäfte.
börsengehandelte Commodity-Instrumenten zählen Zu den eingesetzten Termingeschäfte, Devisentermingeschäfte sowie zu Handelszwecken eingegangene Ein-und Verkaufskontrakte. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert.
Es werden unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag die gezahlten oder latenten Steuern auf Einkommen Ertrag sowie die und geschuldeten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Darüber hinaus belastet die ADM Beteiligungsgesellschaft mbH als Organträger die ADM Hamburg gemäß einer Vereinbarung vom 1. Dezember 1997 mit Körperschaft- und Gewerbeertragsteuer.
Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen nach IAS 24 Bezüglich der Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen verweisen wir auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014. Es haben sich bis zum 30. Juni 2015 keine wesentlichen Änderungen ergeben.
Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag sind uns nicht bekannt geworden.
Hamburg, 29. September 2015
ADM Hamburg Aktiengesellschaft
Der Vorstand
(Jaana Kleinschmit von Lengefeld)
(Dr. Kai-Uwe Ostheim)
Die Bilanzsumme verringerte sich gegenüber dem 31. Dezember 2014 um € 36,8 Mio auf € 315,2 Mio. Der Rückgang ist im Wesentlichen saisonal bedingt, wie verringerte Vorräte per 30. Juni 2015 vor Beginn der diesjährigen Erntesaison zeigen.
Die Geschäftsaktivitäten wurden im wesentlichen Umfang fortgeführt.
Zur Finanzlage stellen wir fest, dass die Liquidität zu jeder Zeit gewährleistet war. Im Konzern wurde auch in der Berichtsperiode ein positiver Cashflow erzielt.
In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2015 wurde ein Konzernumsatz von € 241,0 Mio (1. Halbjahr 2014: € 202,5) erzielt. Das Bruttoergebnis vom Umsatz lag bei € 14,4 Mio (1. Halbjahr 2014: € 12,2 Mio). Vor Steuern wurde im ersten Halbjahr ein Gewinn in Höhe von € 5,7 Mio (1. Halbjahr 2014 € 17,1 Mio) erzielt.
Der Rückgang des Ergebnisses vor Steuern ist nicht operational bedingt, sondern Folge des im Vorjahr ausgewiesenen einmaligen Beteiligungsergebnisses in Höhe von € 10,8 Mio im Zuge des Ausscheidens der RGL (Rostocker Getreide Lager) GmbH & Co. KG aus dem Konsolidierungskreis, die seither als at Equity bilanziertes Joint Venture geführt wird.
Die Versorgungslage auf den weltweiten Märkten für Getreide und Ölsaaten war auch in der ersten Hälfte des Jahres 2015 auskömmlich. Grund dafür waren vor allem die großen Getreide- und Rapsernten im Sommer und Herbst des letzten Jahres sowie die sehr guten Ernteergebnisse für Sojabohnen - dies gilt sowohl für die US-Ernte im letzten Herbst als auch für die erst vor wenigen Monaten beendete Ernte in Südamerika. Die Getreideernte des letzten Wirtschaftsjahres lag laut amerikanischem Landwirtschaftsministerium (USDA) bei 2,500 Mrd. t und damit weitere 25 Mio. t über dem Rekordergebnis aus dem Vorjahr. Beim Raps konnte mit 72 Mio. t der bisherige Höchstwert eingestellt werden und die Produktion von Sojabohnen übertraf mit 319 Mio. t den Höchstwert aus dem Vorjahr (283 Mio. t). Entsprechend haben sich die Preise entwickelt. So sank die Notierung für Sojabohnen am Chicago Board of Trade zwischen Anfang Januar und Mitte Juni 2015. Gleiches gilt für die Notierung für Weizen an der Matif. Lediglich der Raps verteuerte sich, was maßgeblich an der hohen Verarbeitungsmenge in der EU lag. Die Notierungen Mitte Juni lagen allerdings allesamt deutlich unter dem Mittelwert der letzten fünf Jahre.
Die EU sah sich im Laufe der letzten Monate weiterhin einer sehr großen Nachfrage vom internationalen Markt für Weizen und Gerste gegenüber. Dadurch beliefen sich die Weizenausfuhren am Ende des Wirtschaftsjahres 2014/15 auf einen neuen Rekordwert von 32,5 Mio. t. Die Exporte von Gerste erreichten 9,6 Mio. t - beinahe 70 % über dem bisherigen Höchstwert. Grund für die Entwicklung auf dem Gerstenmarkt ist eine stark ansteigende Nachfrage aus China, das zunehmend Mais durch andere Futtergetreidearten substituiert. Knapp wurde die Getreidebilanz der EU aufgrund der hohen Drittlandsnachfrage allerdings nicht. Schließlich erreichte auch hier die Weizenernte (inkl. Durum) mit 156 Mio. t einen neuen Rekord und auch die Gerstenernte lag mit 61 Mio. t auf überdurchschnittlichem Niveau.
Eine ähnliche Entwicklung wie auf EU-Ebene war auch für Deutschland zu verzeichnen. Mit 7,7 Mio. t erreichten die Drittlandsexporte von Weizen den höchsten Wert aller Zeiten - deutlich über die Hälfte davon war in den Monaten von Januar bis Juni zu verzeichnen. Dies war vor allem auf die gewachsene Nachfrage aus dem Iran und Saudi-Arabien zurückzuführen, die sich hauptsächlich auf den qualitativ hochwertigen Weizen aus Deutschland und dem Baltikum fokussiert. Auch hier wurde die Versorgung des Marktes jedoch aufgrund der Rekordernte von fast 28 Mio. t aus dem Vorjahr nicht knapp.
Im Gegensatz zur internationalen Nachfrage nach Getreide steigt die Nachfrage nach Raps aus dem Biodieselsektor der EU nicht mehr stetig an. Innerhalb der letzten fünf Jahre lag die EU-Biodieselproduktion laut dem Branchendienst F.O. Licht stets zwischen 9 und 10 Mio. t, nachdem es in den Jahren zuvor steil bergauf gegangen war. Der Einsatz von Rapsöl zur Biodieselherstellung ist schrittweise auf knapp 6 Mio. t gesunken. Zwar gibt es in allen Ländern der EU (inklusive Deutschlands) Beimischungsverpflichtungen, sodass kein maßgeblicher Rückgang der Biodieselproduktion zu verzeichnen ist. Allerdings gab es zuletzt deutlichen Gegenwind für den Sektor durch verschiedenste Neuregelungen. Dazu zählt die Zweifachzählung von Altspeiseölen- und fetten auf die Quoten sowie der Übergang von reinen Biodiesel- und Ethanolquoten hin zu gesamten Biokraftstoffmandaten (siehe Deutschland), bei denen die Quote theoretisch anstelle von Biodiesel auch mit Ethanol erfüllt werden darf. Zudem sind die von der Industrie erlaubten Grenzen für die Beimischung von Biodiesel in vielen Ländern bereits erreicht.
Die ADM Rothensee, die den Einkauf von landwirtschaftlichen Rohwaren in Deutschlang und der EU tätigt, konnte Mengensteigerungen sowohl beim Raps als auch beim Getreide erzielen, die sich positiv auf die Ergebnissituation auswirkten.
Die in 2014 gestiegenen Exportaktivitäten des Getreidehandels haben sich zu Beginn 2015 fortgesetzt. Die Auslastung der Silo- und Umschlagsbetriebe im ersten Halbjahr 2015 war gut, da die Seehafenstandorte an den Exporten partizipieren konnten. Aus Deutschland wurde mehr Weizen als Gerste exportiert. An Exporten beteiligte Betriebe sind vornehmlich die Silo P. Kruse in Hamburg, die Beteiligung in Rostock und der Inlandssilo längs der Elbe in Rothensee als Zulieferer aus dem Hinterland.
Die Silo P. Kruse Betriebs-GmbH & Co. KG, an der die ADM Hamburg Aktiengesellschaft eine Mehrheitsbeteiligung hält, und unsere Beteiligung in Rostock profitierten überproportional von den hohen EU-Getreideexporten. Die Umschlagsleistung der Exportsilos lag signifikant über dem Vorjahresniveau.
Im ersten Halbjahr wurden weitere Reparaturmaßnahmen an den Flutschutzvorrichtungen am Standort Silo P. Kruse vorgenommen. Die Maßnahmen wurden von der Poldergemeinschaft Hohe Schaar durchgeführt, an der die Silo P. Kruse mit ca. 6.6 % beteiligt ist. Darüber hinaus beteiligt sich die Poldergemeinschaft Hohe Schaar an dem förderfähigen Hochwasserschutzprogramm der Hansestadt Hamburg. In den kommenden Jahren werden von der Poldergemeinschaft weitergehende Maßnahmen für eine Verbesserung des Flutschutzes im Rahmen des Förderprogrammes auf der Insel Hohe Schaar durchgeführt.
Sowohl der Ölsaaten- als auch der Ölumschlag des "Silo Hamburg" lag im ersten Halbjahr 2015 auf gleichem Niveau wie im Vorjahr. Insgesamt konnte unser Hinterlandsilo "Silo Rothensee" die Umschlagsleistung im Berichtsjahr deutlich steigern.
Im ersten Halbiahr wurde die Entscheidung getroffen, den Standort "Silo Riesa" zu schließen. Die Umsetzung dieser Maßnahme sollte bis Ende 2015 abgeschlossen sein.
Die Auslastung der Anlagen zur Verarbeitung von Sojabohnen und Rapssaat war im Berichtszeitraum insgesamt gut und lag in etwa auf Vorjahresniveau. Die Rapsverarbeitung wurde zugunsten der Sojaverarbeitung vermindert, so dass regelmäßig wiederkehrend auf allen Verarbeitungslinien und für festgelegte Zeiträume ausschließlich Sojabohnen verarbeitet wurden.
Die Raffinationsanlagen des "Werk Hamburg" zur Raffination von Raps- und Soiaöl waren im Berichtszeitraum geringer ausgelastet als im Vorjahreszeitraum und analog der Verarbeitungslinien zur Herstellung von Rohölen. Sojaöl wurde wie im Voriahr auch als Rohöl exportiert. Palmöl ist weltweit nach wie vor das preisgünstigste Öl im Vergleich zu Raps- und Sojaöl. Die geringere Nachfrage von Biodiesel hatte eine verminderte Raffination von Rapsöl zur Folge.
Die Auslastung des "Werk Noblee & Thörl" lag im Betrachtungszeitraum leicht unter dem Voriahresniveau. Hierfür zeichnet ein stetig zunehmender Wettbewerb verantwortlich, der sich negativ auf Verkaufspreise und Margen auswirkt. Ein globales Überangebot an vegetabilen Ölen befördert diese Situation. Eine Veränderung ist mittelfristig nicht erkennbar.
Die geänderte Gesetzeslage weg von einer Verwendungsquote und hin zu Treibhausgasminderungszielen hat zu einer großen Verunsicherung im Markt geführt. Diese Verunsicherung ist nicht spurlos an den beiden Verarbeitungsstandorten Hamburg und Leer vorüber gegangen. In Hamburg wurden zeitweise Produktionskapazitäten reduziert, bzw. abgeschaltet. Auch am Standort Leer blieb die Produktion von Biodiesel weit hinter den Erwartungen zurück und am Ende des ersten Halbjahres wurde am Standort Leer Kurzarbeit eingeführt.
Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft blickt auf ein erstes Halbjahr 2015 zurück, in welchem zum Einen positive Geschäftsaktivitäten durch gute Exporte von Getreide aus Deutschland heraus verzeichnet werden konnten und zum Anderen enorme Unsicherheiten durch geänderte Gesetze im Biokraftstoffbereich vorherrschten.
Die schwierigen Marktgegebenheiten konnten durch ein hohes Maß an Flexibilität unserer Mitarbeiter und der technischen Gegebenheiten unserer Verarbeitungsanlagen bewältigt werden. Durch einen flexiblen Einsatz unserer Rohwaren konnten wir im ersten Halbjahr Gewinne erzielen. Gleichwohl lag das Ergebnis vor Steuern im Vorjahr deutlich über dem in den ersten sechs Monaten des Jahres 2015. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen der Verkauf eines Anteils an unserem Silound Umschlagsbetrieb in Rostock im Jahr 2014.
Investitionen in den Flutschutz und Kostensenkungsmaßnahmen werden auch ein Themenfeld im zweiten Halbjahr 2015 bleiben. Aufgrund einer geringen Nachfrage nach Biokraftstoffen wurde Kurzarbeit am Standort Leer eingeführt.
Die Silobetriebe waren mit einer Ausnahme, "Silo Riesa", gut beschäftigt. Zwischenzeitlich wurde entschieden, den Standort Riesa zu schließen.
Durch die weltweit guten Ernten, wird weiter Druck auf die Preise und auf die Margen des Unternehmens ausgeübt. Dies führt zu einer deutlich geringeren Nachfrage nach deutschem und EU Getreide auf dem Weltmarkt. Exporte werden mindestens stagnieren, wenn nicht sogar einbrechen.
Die Unsicherheit im Biokraftstoffmarkt bleibt bestehen, da gesetzliche Regelungen nach 2020 noch nicht bestehen und Deutschland als einziges Mitgliedsland der EU eine Treibhausgasminderungsquote eingeführt hat. Die einzelnen Biokraftstoffhersteller stehen mit ihren Produkten untereinander im Wettbewerb, um die höchsten Emissionseinsparungen liefern zu können. In den ersten Monaten 2015 hat dies zu einer großen Verunsicherung bei den Käufern von Biokraftstoffen geführt und den Absatz verringert.
Ein Rückgang der Nachfrage nach Biodiesel insgesamt hat nicht nur negative Auswirkungen auf die Auslastung der Biodieselproduktionsanlagen, sondern auch auf die Auslastung der Ölsaatenverarbeitung und der Raffination und damit auf Umsatzerlöse und Konzernergebnis.
Auch im laufenden Jahr wird der Konzern in Projekte investieren, die die Standorte der ADM Hamburg Aktiengesellschaft konkurrenzfähig erhalten werden. Dabei stehen die Steigerung der Effektivität und Effizienz sowie Kostensenkungsmaßnahmen weiterhin im Vordergrund.
Ein ausführlicher Bericht zu den Chancen und Risiken ist im Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2014 bis zum 31. Dezember 2014 enthalten. Wesentliche Veränderungen haben sich nicht ergeben. Wir verweisen daher auch auf unsere dort gemachten Ausführungen.
Dieser Zwischenbericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, welche auf Annahmen und Schätzungen der Unternehmensleitung der ADM Hamburg Aktiengesellschaft beruhen. Auch wenn die Unternehmensleitung der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schätzungen zutreffend sind, können die künftige tatsächliche Entwicklung und die künftigen tatsächlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schätzungen aufgrund vielfältiger Faktoren erheblich abweichen. Zu diesen Faktoren können beispielsweise die Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Lage, der Wechselkurse und der Zinssätze sowie Veränderungen der Warenmärkte gehören. Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung dafür, dass die künftige Entwicklung und die künftig erzielten tatsächlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geäußerten Annahmen und Schätzungen übereinstimmen werden.
Kontakt:
ADM Hamburg Aktiengesellschaft Ingo Schreep Nippoldstr. 117 21107 Hamburg
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