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ADM Hamburg AG

Annual Report Jun 7, 2016

4562_10-k_2016-06-07_17260030-97b3-45d9-980a-04eb2d4423b5.pdf

Annual Report

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Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 Konzernbilanz

Konzern-
anhang
31.12.2015
EUR
31.12.2014
EUR
A K T I V A
LANGFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Immaterielle Vermögenswerte 7 2.608.278,43 2.512.915,28
Sachanlagen 7 189.530.364,05 191.626.020,32
At Equity bilanzierte Beteiligungen/Sonstige Beteiligungen 7/8 13.092.054,06 12.928.333,32
Latente Steuern 13 11.254.083,11
216.484.779,65
11.606.365,78
218.673.634,70
KURZFRISTIGE VERMÖGENSWERTE
Vorräte 9 27.800.051,37 46.908.822,88
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 10 16.864.451,95 9.847.918,81
Sonstige finanzielle Vermögenswerte 11 52.658.333,11 24.723.666,73
Sonstige Vermögenswerte 12 21.578.451,80 44.584.819,48
Derivative Finanzinstrumente 21 2.670.200,63 3.593.448,05
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 83.491,98 84.295,19
121.654.980,84 129.742.971,14
338.139.760,49 348.416.605,84
P A S S I V A
EIGENKAPITAL
Gezeichnetes Kapital 14 19.142.768,03 19.142.768,03
Rücklagen 15 52.600.830,94 47.826.237,95
Eigenkapital der Aktionäre der ADM Hamburg Aktiengesellschaft 71.743.598,97 66.969.005,98
Anteile ohne beherrschenden Einfluss 16 35.391,00 33.832,49
71.778.989,97 67.002.838,47
LANGFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
Rückstellungen 17 37.688.140,09 39.911.365,76
Latente Steuern 13 14.652.347,98 14.193.305,52
52.340.488,07 54.104.671,28
KURZFRISTIGE VERBINDLICHKEITEN
Finanzverbindlichkeiten 18 187.067.089,99 192.235.643,71
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16.029.841,67 19.400.956,72
Rückstellungen 19 7.166.198,00 8.959.820,34
Steuerverbindlichkeiten 20 192.964,36 219.449,78
Derivative Finanzinstrumente 21 1.716.177,34 5.430.248,75
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 22 1.848.011,09
214.020.282,45
1.062.976,79
227.309.096,09
338.139.760,49 348.416.605,84

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 Konzern-Gesamtergebnisrechnung

Konzern-
anhang
2015
EUR
2014
EUR
Gewinn- und Verustrechnung
Umsatzerlöse 24 412.707.149,17 376.917.037,69
Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse
erbrachten Leistungen
25 -391.155.802,41 -360.651.863,57
Bruttoergebnis vom Umsatz 21.551.346,76 16.265.174,12
Vertriebskosten 26 -2.907.263,44 -3.001.636,14
Allgemeine Verwaltungskosten 27 -14.760.768,99 -14.476.435,24
Sonstige betriebliche Erträge 28 21.796.259,98 12.992.469,39
Sonstige betriebliche Aufwendungen 29 -1.717.595,34 -5.616.228,63
Ergebnis aus der betrieblichen Tätigkeit 23.961.978,97 6.163.343,50
Ergebnis aus at equity bewerteten Beteiligungen 30 253.819,38 10.928.353,77
Zinserträge 31 98.766,77 82.834,98
Zinsaufwendungen 31 -3.966.360,17 -2.777.276,49
Finanzergebnis -3.613.774,02 8.233.912,26
Ergebnis vor Steuern 20.348.204,95 14.397.255,76
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 32 -6.790.068,30 -3.045.394,45
Jahresergebnis 13.558.136,65 11.351.861,31
davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss 35 1.558,51 1.583,37
davon: Anteile der Aktionäre der ADM Hamburg Aktiengesellschaft 13.556.578,14 11.350.277,94
Jahresergebnis je Aktie 37 18,10 EUR 15,16 EUR
Sonstiges Ergebnis
Neubewertung der Netto-Verpflichtung aus
leistungsbezogenen Versorgungsplänen
3.159.349,00 -7.884.882,00
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.010.991,68 2.523.162,24
Sonstiges Ergebnis, das anschließend nicht in die
Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wird
2.148.357,32 -5.361.719,76
Sonstiges Ergebnis 2.148.357,32 -5.361.719,76
davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss 35 0,00 0,00
davon: Anteile der Aktionäre der ADM Hamburg Aktiengesellschaft 2.148.357,32 -5.361.719,76
Gesamtergebnis 15.706.493,97 5.990.141,55
davon: Anteile ohne beherrschenden Einfluss 35 1.558,51 1.583,37
davon: Anteile der Aktionäre der ADM Hamburg Aktiengesellschaft 15.704.935,46 5.988.558,18

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015

Konzern-Kapitalflussrechnung

2015 2014
TEUR TEUR
Laufende Geschäftstätigkeit
Jahresergebnis 13.558 11.352
Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 14.735 14.266
Steueraufwand 1.189 790
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und (Erträge) 3.475 -9.235
Veränderung von langfristigen Rückstellungen -5.383 73
(Ertrag)/Aufwand aus latenter Steuer -189 2.255
Cashflow 27.385 19.501
Abnahme/(Zunahme) der Vorräte 19.188 -15.521
Abnahme/(Zunahme) der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -7.017 8.780
Abnahme/(Zunahme) sonstiger kurzfristiger Vermögenswerte 6.024 -2.739
Zunahme/(Abnahme) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen -3.371 -2.644
Zunahme/(Abnahme) anderer kurzfristiger Verbindlichkeiten -4.455 17.667
Erhaltene Zinsen 99 83
Gezahlte Zinsen -3.734 -2.077
gezahlte Ertragsteuern -1.223 -459
gezahlte Steuerumlagen -379 -6.524
Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit 32.517 16.067
Investitionstätigkeit
Investitionen in Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen -13.147 -13.555
Einzahlungen aus Abgängen von Anlagevermögen 461 1.499
Auszahlungen im Zusammenhang mit dem Verlust der Berherrschung über Tochteruntenehmen 0 -458
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -12.686 -12.514
Finanzierungstätigkeit
Ergebnisabführung der ADM Hamburg Aktiengesellschaft -3.117 -12.990
Netto-(Aus-)/Einzahlungen aus der Finanzierung durch verbundene Unternehmen -16.715 8.864
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit -19.832 -4.126
Erhöhung/(Verminderung) der flüssigen Mittel -1 -573
Flüssige Mittel am Anfang des Geschäftsjahres 84 657
Flüssige Mittel am Ende des Geschäftsjahres 83 84

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015

Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns

Gezeichnetes Kapital- Gewinn- Summe Anteile ohne be
Kapital rücklage rücklagen Rücklagen herrschenden Einfluss Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 1. Januar 2014 19.143 21.205 23.749 44.954 32 64.129
Jahresergebnis 0 0 11.351 11.351 2 11.353
Sonstiges Ergebnis 0 0 -5.362 -5.362 0 -5.362
Ergebnisabführung (Konzern-Anhang 32) 0 0 -3.117 -3.117 0 -3.117
Stand 31. Dezember 2014 / 1. Januar 2015 19.143 21.205 26.621 47.826 34 67.003
Jahresergebnis 0 0 13.557 13.557 1 13.558
Sonstiges Ergebnis 0 0 2.148 2.148 0 2.148
Ergebnisabführung (Konzern-Anhang 32) 0 0 -10.930 -10.930 0 -10.930
Stand 31. Dezember 2015 19.143 21.205 31.396 52.601 35 71.779

ADM Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr 2015

(1) Rechtliche Grundlagen

Der Konzernabschluss der ADM Hamburg Aktiengesellschaft (ADM Hamburg) entspricht den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Konzernabschluss umfasst neben der Konzernbilanz sowie der Konzern-Gesamtergebnisrechnung als weitere Bestandteile die Konzern-Kapitalflussrechnung, die Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns und den Konzern-Anhang.

Die Vorjahreszahlen sind nach den gleichen Grundsätzen ermittelt worden wie die des Berichtsjahres.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Die im Konzernabschluss verwendete Abkürzung TEUR entspricht 1.000 EUR. Hierdurch kann es zu Rundungsdifferenzen von TEUR 1 kommen. Des Weiteren wird die Abkürzung TUSD verwendet und entspricht 1.000 USD (Amerikanische Dollar).

Die ADM Hamburg ist eine eingetragene Aktiengesellschaft deutschen Rechts mit Sitz in Hamburg/Deutschland, Nippoldstraße 117. Die ADM Hamburg ist über ihre Mehrheitsgesellschafterin, der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, ein mit den zum Konzern der Archer Daniels Midland Company, Decatur, Illinois/USA, gehörenden Unternehmen verbundenes Unternehmen.

Die ADM Hamburg und die übrigen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind im Bereich der Nahrungs- und Futtermittelindustrie tätig. Sie befassen sich mit der Beschaffung, dem Transport, der Lagerung, der Verarbeitung und dem Vertrieb von Ölsaaten, Fettstoffen und Futtermitteln. Darüber hinaus wird Pflanzenöl zu Biodiesel weiterverarbeitet.

(2) Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die Gesellschaften, an denen die ADM Hamburg, direkt oder indirekt, mehrheitlich beteiligt ist oder deren Finanz- und Geschäftspolitik durch ADM Hamburg bestimmt wird. Der Konsolidierungskreis hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert.

Die Geschäftsaktivitäten wurden im vollen Umfang fortgeführt. Im Rahmen der Vollkonsolidierung werden die folgenden Gesellschaften einbezogen:

Anteil am Kapi
tal in %
ADM Rothensee GmbH & Co. KG, Hamburg 100%
ADM Rothensee Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg 100%
Silo. P. Kruse Betriebs-GmbH & Co. KG, Hamburg 51%
Silo-Betriebsgesellschaft mbH, Hamburg 51%
ADM Research GmbH 100%
ADM Unterstützungskasse GmbH, Hamburg 100%

Wie in den Vorjahren findet die ADM Unterstützungskasse GmbH im Konzernabschluss als Fondsvermögen im Rahmen der Pensionsrückstellungen Berücksichtigung.

Die at Equity bilanzierten Beteiligungen umfassen die folgenden assoziierten Unternehmen:

Anteil am Ka
pital in %
RGL (Rostocker Getreide Lager) GmbH & Co. KG, Hamburg 50,00%
Förderband-Gesellschaft Getreidehafen Rostock GmbH, Rostock (nur im
Geschäftsjahr 2014) 33,33%

Die Anteile an der Förderband-Gesellschaft Getreidehafen Rostock GmbH, Rostock, wurden am 30. April 2015 auf die RGL (Rostocker Getreide Lager) GmbH & Co. KG, Hamburg, übertragen.

(3) Konsolidierungsgrundsätze

Die Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen erfolgt gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse".

Unternehmenszusammenschlüsse werden unter Anwendung der Erwerbsmethode bilanziert. Die Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs bemessen sich als Summe der übertragenen Gegenleistung, bewertet mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt und der Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen. Bei jedem Unternehmenszusammenschluss bewertet der Erwerber die Anteile ohne beherrschenden Einfluss am erworbenen Unternehmen entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zum entsprechenden Anteil des identifizierbaren Nettovermögens des erworbenen Unternehmens. Im Rahmen des Unternehmenszusammenschlusses angefallene Kosten werden als Aufwand erfasst.

Erwirbt der Konzern ein Unternehmen, beurteilt er die geeignete Klassifizierung und Designation der finanziellen Vermögenswerte und übernommenen Schulden in Übereinstimmung mit den Vertragsbedingungen, wirtschaftlichen Gegebenheiten und am Erwerbszeitpunkt vorherrschenden Bedingungen. Dies beinhaltet auch eine Trennung der in Basisverträgen eingebetteten Derivate.

Bei sukzessiven Unternehmenszusammenschlüssen wird der vom Erwerber zuvor an dem erworbenen Unternehmen gehaltene Eigenkapitalanteil zum beizulegenden Zeitwert am Erwerbszeitpunkt neu bestimmt und der daraus resultierende Gewinn oder Verlust erfolgswirksam erfasst.

Die vereinbarte bedingte Gegenleistung wird zum Erwerbszeitpunkt zum beizulegenden Zeitwert erfasst. Nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts einer bedingten Gegenleistung, die einen Vermögenswert oder eine Schuld darstellt, werden in Übereinstimmung mit IAS 39 entweder in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im sonstigen Ergebnis erfasst. Eine bedingte Gegenleistung, die als Eigenkapital eingestuft ist, wird nicht neu bewertet und ihre spätere Abgeltung wird im Eigenkapital bilanziert.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet, die sich als Überschuss der übertragenen Gegenleistung über die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden des Konzerns bemessen. Liegt diese Gegenleistung unter dem beizulegenden Zeitwert des Reinvermögens des erworbenen Tochterunternehmens, wird der Unterschiedsbetrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet. Zum Zweck des Wertminderungstests wird der im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbene Geschäfts- oder Firmenwert ab dem Erwerbszeitpunkt den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten des Konzerns zugeordnet, die vom Unternehmenszusammenschluss erwartungsgemäß profitieren werden. Dies gilt unabhängig davon, ob andere Vermögenswerte oder Schulden des erworbenen Unternehmens diesen zahlungsmittelgenerierenden Einheiten zugeordnet werden.

Wenn ein Geschäfts- oder Firmenwert einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet wurde und ein Geschäftsbereich dieser Einheit veräußert wird, wird der dem veräußerten Geschäftsbereich zuzurechnende Geschäfts- oder Firmenwert als Bestandteil des Buchwerts des Geschäftsbereichs bei der Ermittlung des Ergebnisses aus der Veräußerung dieses Geschäftsbereichs berücksichtigt. Der Wert des veräußerten Anteils des Geschäfts- oder Firmenwerts wird auf der Grundlage der relativen Werte des veräußerten Geschäftsbereichs und des verbleibenden Teils der zahlungsmittelgenerierenden Einheit ermittelt.

Unternehmenszusammenschlüsse, deren Erwerbszeitpunkt vor dem 1. Juli 2009 liegt, sind gemäß IFRS 3.65 nicht rückwirkend an den neuen Standard anzupassen. Dies betrifft Geschäfts- oder Firmenwerte in Höhe von TEUR 7.054. Diese bleiben mit den Rücklagen verrechnet und werden bei Wertminderung und Entkonsolidierung nicht ergebniswirksam behandelt.

Forderungen, Verbindlichkeiten, Rückstellungen, Erträge und Aufwendungen sowie Ergebnisse zwischen den konsolidierten Unternehmen ("Zwischengewinne") werden im Rahmen der Konsolidierung eliminiert.

Auf Konzernfremde entfallende Anteile am Kapital, an den Rücklagen und am Gewinn werden als Anteile ohne beherrschenden Einfluss in Höhe ihres Anteils am Eigenkapital passiviert. Der Ausweis der Anteile ohne beherrschenden Einfluss erfolgt innerhalb des Eigenkapitals.

Der Erwerb von Minderheitenanteilen führt zum Ausweis eines Geschäfts- oder Firmenwertes in Höhe der Differenz zwischen dem Kaufpreis und dem Buchwert des anteilig erworbenen Nettovermögens. Die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte wird einmal jährlich überprüft. Eine Überprüfung findet ebenfalls dann statt, wenn Umstände darauf hindeuten, dass der Wert gemindert sein könnte. Sofern der erzielbare Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, den Buchwert dieser Einheit unterschreitet, wird ein Wertminderungsaufwand erfasst. Ein für den Geschäfts- oder Firmenwert erfasster Wertminderungsaufwand darf in den nachfolgenden Berichtsperioden nicht aufgeholt werden.

Der Bilanzstichtag aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen ist identisch mit dem Bilanzstichtag des Konzernabschlusses.

(4) Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Jahr 2015 waren keine neuen für die Geschäftstätigkeiten der ADM Hamburg relevanten Standards anzuwenden.

Es waren im Geschäftsjahr 2015 kleinere Änderungen an bestehenden Standards und Interpretationen erstmals anzuwenden, die jedoch keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss hatten.

Der Konzernabschluss wurde grundsätzlich unter Anwendung des Prinzips der historischen Anschaffungs- und Herstellungskosten erstellt. Hiervon abweichende Bewertungen werden in den nachfolgenden Erläuterungen dargestellt.

Mit Aufstellung des Konzernabschlusses werden Einschätzungen und Annahmen getroffen, welche die Zukunft betreffen. Die hieraus abgeleiteten Schätzungen werden naturgemäß selten den späteren tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen. Schätzungen und Annahmen, die ein wesentliches Risiko in Form einer Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden innerhalb des nächsten Geschäftsjahres mit sich bringen, werden gegebenenfalls nachfolgend sowie unter den Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung dargestellt. Schätzungsanpassungen werden zum Zeitpunkt besserer Kenntnis erfolgswirksam berücksichtigt.

Sachverhalte, bei denen Schätzungen und Annahmen zugrunde gelegt wurden, betreffen im Wesentlichen die nachfolgenden Sachverhalte:

  • Nutzungsdauer und Überprüfung auf Wertminderung der Sachanlagen Der Buchwert der Sachanlagen betrug zum 31. Dezember 2015: € 189,5 Mio (Vorjahr: € 191,6 Mio).

  • Bewertung der derivativen Finanzinstrumente Die unrealisierten Gewinne aus der Bewertung der derivativen Finanzinstrumenten zum Zeitwert am Bilanzstichtag sind mit € 2,7 Mio (Vorjahr: € 3,6 Mio) und die entsprechenden Verluste mit € 1,7 Mio (Vorjahr: € 5,4 Mio) angesetzt.

  • Bewertung des Handelsbestandes in den Vorräten zu Marktpreisen Der Buchwert des Handelsbestandes betrug zum 31. Dezember 2015: € 24,0 Mio (Vorjahr: € 40,8 Mio).
  • Bewertungsparameter für die Ermittlung der langfristigen Rückstellungen Der Buchwert der Rückstellungen betrug zum 31. Dezember 2015: € 37,7 Mio (Vorjahr: € 39,9 Mio).
  • Bemessung der kurzfristigen Rückstellungen für Energiesteuern aus der Prüfung durch den Zoll Der Buchwert der Verpflichtungen betrug zum 31. Dezember 2015 € 5,0 Mio (Vorjahr: € 9,0 Mio)

Die Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften werden auf den Stichtag des Konzernabschlusses nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt und vollständig unter Berücksichtigung der Posten, die der Konsolidierung bzw. der Zwischenerfolgseliminierung unterliegen, in den Konzernabschluss einbezogen.

Software wird zu Anschaffungskosten bilanziert und um eine planmäßige lineare Abschreibung vermindert. Die Abschreibung erfolgt grundsätzlich über eine Nutzungsdauer zwischen drei und fünf Jahren.

Forschungskosten sind Kosten für eigenständige und planmäßige Forschung mit der Absicht, neue wissenschaftliche oder technische Erkenntnisse zu erlangen. Sie werden nach IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" bei Anfall sofort aufwandswirksam berücksichtigt. Entwicklungskosten umfassen Aufwendungen, die dazu dienen, theoretische Erkenntnisse technisch und kommerziell umzusetzen und sind zu aktivieren, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Die Voraussetzungen zur Aktivierung als Immaterielle Vermögenswerte gemäß IAS 38 hinsichtlich der technischen Realisierbarkeit der Fertigstellung des Immateriellen Vermögenswertes sowie des voraussichtlichen künftigen wirtschaftlichen Nutzens sind aufgrund der bis zur tatsächlichen Umsetzung bestehenden Risiken nicht vollständig erfüllt. Daher werden auch Entwicklungskosten bei Anfall sofort aufwandswirksam erfasst.

Geschäfts- oder Firmenwerte werden bei erstmaligem Ansatz zu Anschaffungskosten bewertet. Nach dem erstmaligen Ansatz wird der Geschäfts- oder Firmenwert zu Anschaffungskosten abzüglich etwaiger kumulierter Wertminderungsaufwendungen bewertet.

Die Sachanlagen sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Berücksichtigung planmäßiger linearer Abschreibungen entsprechend den wirtschaftlichen Nutzungsdauern bewertet. Soweit erforderlich, werden als Ergebnis der durchgeführten Impairment-Tests außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Der Konzern beurteilt an jedem Bilanzstichtag, ob Anzeichen für Wertminderungen bei immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen vorliegen. In diesem Fall erfolgt die Durchführung eines Wertminderungstests in Übereinstimmung mit IAS 36 "Wertminderung von Vermögenswerten" mittels Schätzung des erzielbaren Betrages. Der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes ist der höhere der beiden Beträge aus beizulegendem Zeitwert eines Vermögenswertes oder Zahlungsmittel generierender Einheit abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Übersteigt der Buchwert den erzielbaren Betrag, erfolgt eine außerplanmäßige Abschreibung auf den erzielbaren Betrag. Sofern die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung wieder entfallen, erfolgt eine Zuschreibung bis zu dem fortgeführten Buchwert, der sich ergeben würde, wenn in den früheren Jahren keine außerplanmäßige Abschreibung erfasst worden wäre.

Reparaturkosten werden sofort als Aufwand erfasst. Eine Aktivierung erfolgt nur, wenn diese zu einer Erweiterung oder wesentlichen Verbesserung des jeweiligen Vermögens geführt haben. Kosten für Generalüberholungen werden aktiviert und entsprechend abgeschrieben.

Fremdkapitalzinsen für Sachanlagen, die direkt dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung von qualifizierten Vermögenswerten zurechenbar sind – das sind Vermögenswerte, für die ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um sie in ihren beabsichtigten gebrauchsfähigen Zustand zu versetzen – werden bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Vermögenswerte im Wesentlichen für ihre vorgesehene Nutzung fertig gestellt sind, zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten dieser Vermögenswerte hinzugerechnet. Der jeweilige Zinssatz wird aus den marktüblichen Zinssätzen abgeleitet.

Alle sonstigen Fremdkapitalkosten werden in der Periode, in der sie angefallen sind, erfolgswirksam erfasst.

Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zu Grunde:

Gebäude 20 – 40 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 8 – 25 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 – 10 Jahre

Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei welchem der Konzern über maßgeblichen Einfluss verfügt und das weder Tochterunternehmen noch Joint Venture ist.

Nach der Equity-Methode werden die Anteile an einem assoziierten Unternehmen in der Bilanz zu Anschaffungskosten zuzüglich nach dem Erwerb eingetretener Änderungen des Anteils des Konzerns am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens erfasst. Die Gewinnund Verlustrechnung enthält den Anteil des Konzerns am Erfolg des assoziierten Unternehmens. Gewinne und Verluste aus Transaktionen zwischen dem Konzern und dem assoziierten Unternehmen werden entsprechend dem Anteil am assoziierten Unternehmen eliminiert.

Anteile an assoziierten Unternehmen werden zum Bilanzstichtag entsprechend IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" außerplanmäßig abgeschrieben, wenn der erzielbare Betrag aus der Beteiligung unter den Buchwert gesunken ist. Eine Überprüfung der Werthaltigkeit erfolgt, sofern konkrete Anhaltspunkte für Wertminderungen vorliegen.

Sonstige Beteiligungen, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, derivative Finanzinstrumente sowie die sonstigen finanziellen Vermögenswerte unterliegen der Bilanzierung gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung".

Gemäß IAS 39 werden finanzielle Vermögenswerte in Abhängigkeit des Einzelfalls entweder als finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, als Kredite und Forderungen, als bis zur Endfälligkeit gehaltene Investitionen oder als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert.

Bei dem erstmaligen Ansatz von finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Im Falle von Finanzinvestitionen, für die keine erfolgswirksame Bewertung zum beizulegenden Zeitwert erfolgt, werden darüber hinaus Transaktionskosten einbezogen, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswerts zuzurechnen sind.

Der Konzern legt die Klassifizierung seiner finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres. Umwidmungen werden vorgenommen, soweit diese zulässig und erforderlich sind. Eine Zuordnung von finanziellen Vermögenswerten in die Kategorie der bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinvestitionen ist derzeit nicht erfolgt.

Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag. Marktübliche Käufe oder Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung von Vermögenswerten innerhalb eines festgelegten Zeitraums vorschreiben.

Sonstige Beteiligungen werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert und mit den ursprünglichen Anschaffungskosten ggf. abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt, da notierte Marktpreise oder beizulegende Zeitwerte nicht verfügbar sind bzw. nicht verlässlich bestimmt werden können.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Forderungen werden der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet und mit den fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Wertberichtigungen für mögliche Ausfallrisiken werden gebildet, sofern spezifische Informationen über einen Einzelwertberichtigungsbedarf vorliegen. Wertberichtigungen werden zunächst auf einem separaten Wertberichtigungskonto erfasst. Forderungen werden ausgebucht, wenn sie uneinbringlich sind.

Derivative Finanzinstrumente werden als zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte bzw. finanzielle Verbindlichkeiten klassifiziert. Eine Bilanzierung nach den Grundsätzen des Hedge Accounting erfolgt derzeit nicht. Die Bewertung offener derivativer Finanzinstrumente erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Gewinne aus der Erfassung von Finanzderivaten mit positiven Zeitwerten werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen, Verluste aus der Erfassung von Finanzinstrumenten mit negativen Zeitwerten unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Gewinne oder Verluste aus der laufenden Abwicklung von Finanzderivaten werden in den Herstellkosten des Umsatzes ausgewiesen.

Vorräte werden mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert angesetzt. Die Herstellungskosten der selbst erstellten Erzeugnisse beinhalten neben den direkt zurechenbaren Kosten wie Material-, Personal- und Energiekosten auch die herstellungsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der Abschreibungen auf Produktionsanlagen. Allgemeine Verwaltungskosten bleiben außer Ansatz.

Vorräte, die mit der Absicht erworben worden sind, sie kurzfristig zu verkaufen und einen Gewinn aus den Preisschwankungen oder Händlermargen zu erzielen, werden mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Vertriebsaufwendungen bewertet.

Die Bilanzierung und Bewertung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Method) gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer". Die Verpflichtungen sind zum Bilanzstichtag unter Anwendung versicherungsmathematischer Verfahren auf der Grundlage der "Richttafeln 2005 G für die Pensionsversicherung" von Prof. Dr. K. Heubeck bewertet worden. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im jeweiligen Geschäftsjahr sofort im sonstigen Ergebnis erfasst. Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Der als Vermögenswert oder Schuld aus einem leistungsorientierten Plan zu erfassende Betrag umfasst den Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung abzüglich des beizulegenden Zeitwerts des zur unmittelbaren Erfüllung von Verpflichtungen vorhandenen Planvermögens.

Eine Rückstellung wird dann angesetzt, wenn der Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses hat, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich und eine verlässliche Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Ist der aus einer Diskontierung resultierende Zinseffekt wesentlich, werden Rückstellungen abgezinst.

Die Finanzverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Nach der erstmaligen Erfassung werden diese unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst, wenn die Verbindlichkeiten ausgebucht werden sowie im Rahmen der Amortisation mittels der Effektivzinsmethode. Eine finanzielle Verbindlichkeit wird ausgebucht, wenn die dieser Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, aufgehoben oder erloschen ist.

Die tatsächlichen Steuererstattungsansprüche und Steuerschulden für die laufende und frühere Perioden werden mit dem Betrag bemessen, in dessen Höhe eine Erstattung von der Steuerbehörde bzw. eine Zahlung an die Steuerbehörde erwartet wird. Der Berechnung des Betrags werden die Steuersätze und Steuergesetze zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Die Bildung latenter Steuern erfolgt unter Anwendung der Verbindlichkeitsmethode auf zum Bilanzstichtag bestehende temporäre Differenzen zwischen dem Wertansatz eines Vermögenswerts bzw. einer Schuld in der Bilanz und dem steuerlichen Wertansatz.

Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst.

Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähigen temporären Unterschiede und noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge verwendet werden können.

Der Buchwert der latenten Ertragsteueransprüche wird an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Bilanzstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs ermöglicht.

Latente Steueransprüche und -schulden werden anhand der Steuersätze bemessen, die in der Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, voraussichtlich Gültigkeit erlangen werden. Dabei werden die Steuersätze (und Steuergesetze) zugrunde gelegt, die zum Bilanzstichtag gelten.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Aufgrund der bestehenden Kündigungsrechte der Kommanditisten der Silo P. Kruse Betriebs-GmbH & Co. KG werden die auf diese Minderheitsgesellschafter entfallenden Anteile am Nettovermögen gemäß IAS 32 "Finanzinstrumente: Darstellung" unter den Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen. Da sich der Wert eines möglichen Rückzahlungsbetrages nicht verlässlich ermitteln lässt, wird für Zwecke der Bewertung auf die anteiligen Buchwerte des IFRS-Nettovermögens abgestellt. Werterhöhungen werden als Zinsaufwand, Wertminderungen als Zinsertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die ADM Hamburg und ihre Tochtergesellschaften haben verschiedene Operating-Leasingvereinbarungen abgeschlossen. Es handelt sich dabei im Wesentlichen um Grundstücke sowie Büromaschinen. Die wesentlichen Chancen und Risiken verbleiben beim Leasinggeber.

Die durch ADM Hamburg angewandten Rechnungslegungsmethoden im Geschäftsjahr 2015 entsprechen grundsätzlich den im Vorjahr angewandten Methoden.

(5) Währungsumrechnung

Fremdwährungstransaktionen werden zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls gültigen Kassakurs in die funktionale Währung umgerechnet. Monetäre Vermögenswerte und Schulden in einer Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagskassakurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Währungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.

(6) Veröffentlichte, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards

Die unten aufgeführten Standards, deren EU-Endorsement noch aussteht, könnten nach vernünftigem kaufmännischem Ermessen potentielle Auswirkungen haben, die derzeit geprüft werden:

  • IFRS 15 Erlöse aus den Verträgen mit Kunden (Anwendung ab 1. Januar 2018)
  • IFRS 9 Finanzinstrumente (Anwendung ab 1. Januar 2018)
  • Änderungen zu IFRS 10 Konzernabschlüsse und IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen (Anwendungszeitpunkt auf unbestimmte Zeit verschoben)
  • IFRS 16 Leasing (Anwendung ab 1. Januar 2019)
  • Änderungen zu IAS 12 Ertragsteuern (Anwendung ab 1. Januar 2017
  • Änderungen zu IAS 7 Kapitalflussrechnungen (Anwendung ab 1. Januar 2017)

Diese Standards könnten Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben, die derzeit geprüft werden:

  • Ergänzung zu IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen (Anwendung ab 1. Januar 2016)
  • Änderungen zu IAS 1 Darstellung des Abschlusses (Anwendung ab 1. Januar 2016)

Die folgenden Standards werden keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben:

  • IAS 16 und IAS 38 Klarstellung der zulässigen Methoden für Abschreibungen (Anwendung ab 1. Januar 2016)
  • Der IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten; (Anwendung ab 1. Januar 2016).
  • Änderungen zu IAS 16 und 41 Fruchttragende Pflanzen (Anwendung ab 1. Januar 2016)

Angaben zur Konzernbilanz

(7) Anlagespiegel

Zur Entwicklung der Immateriellen Vermögenswerte, Sachanlagen und At Equity bilanzierten Beteiligungen/Sonstige Beteiligungen verweisen wir auf den Anlagespiegel, der als Anlage 1 zum Anhang beigefügt ist.

(8) Angaben zu assoziierten Unternehmen

Der Buchwert beinhaltet mit TEUR 13.066 (Vorjahr: TEUR 12.894) die konsolidierte RGL (Rostocker Getreide Lager) GmbH & Co. KG, Hamburg, und mit TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 9) die Förderband-Gesellschaft Getreidehafen Rostock GmbH, Rostock.

Die wesentlichen Finanzinformationen zu dem assoziierten Unternehmen werden im Folgenden, berichtigt um Unterschiede bei den Rechnungslegungsmethoden, und unter Angabe des jeweiligen Bilanzstichtages dargestellt.

RGL (Rostocker Getreide Lager) GmbH & Co. KG, Hamburg 31.12.2015 31.12.2014
TEUR TEUR
langfristige Vermögenswerte 14.571 14.826
kurzfristige Vermögenswerte 13.759 13.239
langfristige Schulden 1.768 1.771
kurzfristige Schulden 430 506
Netto-Vermögen 26.132 25.788
Anteil des Konzerns am Nettovermögen (50%) = Buchwert des Anteils 13.066 12.894
Umsatzerlöse 2.763 2.784
Gewinn aus fortzuführenden Geschäftsbereichen 553 602
Gesamtergebnis 553 602

(9) Vorräte

Die Vorräte gliedern sich wie folgt:

31.12.2015
TEUR
31.12.2014
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 3.802 5.029
Handelsbestand 23.998 40.792
Fertige Erzeugnisse und übrige Waren 0 1.088
27.800 46.909

Der Handelsbestand wurde zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Vertriebsaufwendungen angesetzt. Der Handelsbestand ist der Stufe 2 der Bemessungshierarchie zugeordnet, und der Zeitwert wird im Wesentlichen aus börsennotierten Marktpreisen unter Berücksichtigung der besonderen Gegebenheiten des lokalen Marktes abgeleitet. Zum Bilanzstichtag wurden wie im Vorjahr keine Wertberichtigungen auf Vorräte vorgenommen.

(10) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Das durchschnittliche Zahlungsziel bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beträgt 25,7 Tage (Vorjahr: 17,8 Tage). Wertberichtigungen auf Forderungen erfolgen im ADM Hamburg Konzern auf der Grundlage einer regelmäßigen Überwachung des Zahlungsverhaltens der Geschäftspartner sowie der Auswertung von Marktinformationen. Bei endgültiger Uneinbringlichkeit der Forderungen werden die Forderungen ausgebucht. Die Wertberichtigungen zu Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich wie folgt entwickelt:

TEUR
Stand 01.01.2014 284
Inanspruchnahme 0
Auflösung 3
Zuführung 58
Stand 31.12.2014 339
Inanspruchnahme 8
Auflösung 282
Zuführung 46
Stand 31.12.2015 95

Die Fälligkeiten der Forderungen ergeben sich aus der folgenden Übersicht:

2015 2014
Forderungen TEUR TEUR
weder überfällig noch wertgemindert 5.967 8.050
überfällig aber nicht wertgemindert
bis 30 Tage 10.706 926
31-60 Tage 113 750
61-90 Tage 0 0
> 90 Tage 71 0
überfällig und wertberichtigt 102 461
abzüglich Wertberichtigungen -95 -339
Forderungen netto 16.864 9.848

Überfällige Forderungen wurden auch insoweit nicht wertberichtigt wie Kreditversicherungen bestehen.

(11) Sonstige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte enthalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 50.891 (Vorjahr: TEUR 22.798).

(12) Sonstige Vermögenswerte

Diese Bilanzposition enthält im Wesentlichen Erstattungsansprüche aus Umsatzsteuer mit TEUR 244 (Vorjahr: TEUR 949), öffentliche Zuschüsse TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 3.465) und Energiesteuer mit TEUR 21.319 (Vorjahr: TEUR 40.134).

(13) Latente Steuern

Die latenten Steuern haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

01.01.2015 Veränderung in Veränderung 31.12.2015
der Gewinn- und im Sonstigen
Verlustrechnung Ergebnis
TEUR TEUR TEUR TEUR
aktive latente Steuern
Forderungen 0 562 0 562
Derivative Finanz
instrumente/Vorräte 192 -192 0 0
Pensionsrückstellungen 9.592 231 -1.011 8.812
Verlustvorträge 1.534 -125 0 1.409
Rückstellungen 288 183 0 471
11.606 659 -1.011 11.254
passive latente Steuern
Sachanlagen -12.400 -501 0 -12.901
Anteile an assozierten
Unternehmen -1.776 25 0 -1.751
-14.176 -476 0 -14.652
Veränderung in Veränderung
der Gewinn- und im Sonstigen
01.01.2014 Verlustrechnung Ergebnis 31.12.2014
TEUR TEUR TEUR TEUR
aktive latente Steuern
Derivative Finanz
instrumente/Vorräte 0 192 0 192
Pensionsrückstellungen 7.051 18 2.523 9.592
Verlustvorträge 1.662 -128 0 1.534
Rückstellungen 229 59 0 288
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen
11.606
8.942 141 2.523
passive latente Steuern
Sachanlagen
-11.776 -624 0
Anteile an assozierten
Unternehmen 0 -1.776 0
Derivative Finanz
instrumente/Vorräte
-21 21 0 -12.400
-1.776
0

(14) Gezeichnetes Kapital

Das voll eingezahlte Grundkapital der ADM Hamburg beträgt zum 31. Dezember 2015 und zum 31. Dezember 2014 jeweils EUR 19.142.768,03. Es ist eingeteilt in 748.800 auf den Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien.

Die ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, Hamburg, hält an der ADM Hamburg eine Mehrheitsbeteiligung. Im Juli 1996 hat die ADM Hamburg mit der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH als herrschendem Unternehmen einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Die Minderheitsaktionäre haben das Recht auf eine festgelegte jährliche Ausgleichszahlung seitens der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH.

(15) Rücklagen

Die Veränderung der Rücklagen ist der Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns zu entnehmen.

(16) Anteile ohne beherrschenden Einfluss

Der Ausgleichsposten betrifft den Anteil anderer Gesellschafter am gezeichneten Kapital (TEUR 15, Vorjahr: TEUR 15) und am Ergebnis (TEUR 21, Vorjahr: TEUR 19) der Silo Betriebsgesellschaft mbH.

(17) Langfristige Rückstellungen

Die Position enthält die folgenden Rückstellungen:

31.12.2015 31.12.2014
TEUR TEUR
Pensionen 34.548 37.126
Altersteilzeit 2.111 1.840
Jubiläumszuwendungen 1.029 945
37.688 39.911

Bei den Pensionsrückstellungen handelt es sich um Verpflichtungen aus Direktzusagen sowie aus mittelbaren Verpflichtungen im Rahmen der Trägerschaft der ADM Unterstützungskasse GmbH, einem verbundenen Unternehmen der ADM Hamburg Aktiengesellschaft.

Die Berechnung der Pensionsverpflichtungen berücksichtigt Marktzinssätze sowie Lohn/Gehalts-, Renten- und Fluktuationstrends. Die Bewertung erfolgt unter folgenden Annahmen:

31.12.2015 31.12.2014
Abzinsungssatz 2,40% 2,00%
Lohn-/Gehaltstrend 2,75% 2,75%
Rententrend 1,75% 1,75%
Fluktuation (im Alter 20 – 50 Jahre) 0,50% 0,50%

Die nachfolgend aufgeführten Auswirkungen von Änderungen der obigen Annahmen auf die Netto-Pensionsverpflichtung wurden durch sachverständige Aktuare berechnet.

Auswirkung auf die Netto-Pensionsverpflichtung
31.12.2015
31.12.2014
bei Zunahme bei Abnahme bei Zunahme bei Abnahme
TEUR TEUR TEUR TEUR
Änderung des Abzinsungssatzes um 1 %-Punkt -5.181 6.584 -5.873 7.545
Änderung des Lohn-/Gehaltstrends um 0,25 %-Punkte 44 -44 97 -94
Änderung des Rententrends um 0,25 %-Punkte 1.355 -1.291 1.764 -1.667
Erhöhung der Lebenserwartung um 1 Jahr für Personen im Alter 65 1.705 2.009

Die durchschnittliche Restlaufzeit der Versorgungszusagen beträgt 14,4 Jahre.

Diese leistungsorientierten Pläne belasten den Konzern mit versicherungsmathematischen Risiken, wie beispielsweise dem Langlebigkeitsrisiko, Währungsrisiko, Zinsrisiko und Markt- (Anlage) Risiko.

Das Fondsvermögen besteht auch unter Berücksichtigung des Netto-Vermögens der ADM Unterstützungskasse GmbH nahezu ausschließlich aus Rückdeckungsversicherungen. In ihrer Anlagestrategie hat die ADM Hamburg entschieden, einen angemessenen Teil ihrer Pensionsverpflichtungen auf diese Weise bei namhaften deutschen Versicherungen abzusichern. Somit ist es erreicht, dass sich die Zahlungsströme der Pensionszahlungen für den abgesicherten Teil ausgleichen.

Die Pensionsrückstellungen entwickelten sich wie folgt:

2015 2014
TEUR TEUR
Veränderung des Anwartschaftsbarwertes
Anwartschaftsbarwert zum 1.1. 46.005 38.688
laufender Dienstzeitaufwand 911 662
Zinsaufwand 789 1.320
Pensionszahlungen -1.832 -1.919
Versicherungsmathematische (Gewinne) / Verluste aus
Veränderungen bei den finanziellen Annahmen -2.841 7.265
Planabgeltungen -30 -11
Anwartschaftsbarwert zum 31.12. 43.002 46.005
Veränderung des Fondsvermögens
Fondsvermögen zum 1.1. 8.879 9.759
Erwartete Erträge des Fondsvermögens 177 342
Versicherungsmathematische Gewinne / (Verluste) aus
Veränderungen bei den finanziellen Annahmen -116 -172
Pensionszahlungen -1.004 -1.050
Zuwendungen der Trägerunternehmen 518 0
Fondsvermögen zum 31.12. 8.454 8.879
Pensionsrückstellung zum 31.12. 34.548 37.126

Das Fondsvermögen setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2015 31.12.2014
TEUR TEUR
Kassenvermögen Unterstützungskasse 5.625 6.018
Aktivwert Rückdeckungsversicherungen 2.829 2.861
8.454 8.879

Die tatsächlichen Erträge aus dem Fondsvermögen betragen TEUR 61 (Vorjahr: TEUR 170).

Der Gesamtaufwand für Versorgungszusagen setzt sich wie folgt zusammen:

2015 2014
TEUR TEUR
Laufender Dienstzeitaufwand 911 662
Zinsaufwand 789 1.320
Erwartete Erträge aus Fondsvermögen -177 -342
Gesamtaufwand für leistungsorientierte
Versorgungszusagen 1.523 1.640

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden im jeweiligen Geschäftsjahr erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis berücksichtigt.

Der Gesamtaufwand wurde mit TEUR 850 (Vorjahr: TEUR 990) in den Herstellungskosten und mit TEUR 673 (Vorjahr: TEUR 650) in den allgemeinen Verwaltungskosten erfasst.

Das Fondsvermögen wird mit 2,0% p.a. (Vorjahr: 3,5 % p.a.) verzinst.

Pensionsverpflichtungen mit einem Anwartschaftsbarwert von TEUR 8.446 (Vorjahr: TEUR 7.381) steht ein Planvermögen in Form von Rückdeckungsversicherungen von TEUR 2.829 (Vorjahr: TEUR 2.861) gegenüber. Pensionsverpflichtungen mit einem Anwartschaftsbarwert von TEUR 26.557 (Vorjahr: TEUR 27.993) steht ein Fondsvermögen in Form von Kassenvermögen von TEUR 5.625 (Vorjahr: TEUR 6.018) gegenüber. Den übrigen Pensionsverpflichtungen von TEUR 7.999 (Vorjahr: TEUR 10.631) steht kein Fondsvermögen gegenüber.

Beträge der laufenden und der vier vorangegangenen Berichtsperioden stellen sich wie folgt dar:

31.12.2015 31.12.2014 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2011
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Leistungsorientierte Verpflichtungen 43.002 46.005 38.688 40.159 34.562
Planvermögen 8.454 8.879 9.759 10.668 11.252
Unterdeckung 34.548 37.126 28.929 29.491 23.310

Die Rückstellung für Altersteilzeit wurde im Geschäftsjahr 2015 mit TEUR 1.617 (Vorjahr: TEUR 972) in Anspruch genommen, der Verbrauch der Rückstellung für Jubiläumszuwendungen betrug TEUR 67 (Vorjahr: TEUR 56). Im Geschäftsjahr 2015 erfolgten Zuführungen von TEUR 1.888 (Vorjahr: TEUR 638) für Altersteilzeit und TEUR 151 (Vorjahr: TEUR 151) für Jubiläumszuwendungen.

(18) Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten

Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Verbindlichkeiten innerhalb des ADM-Konzerns in Höhe von TEUR 176.223 (Vorjahr: TEUR 181.402).

(19) Rückstellungen

Die Rückstellungen haben sich wie folgt entwickelt:

Restrukturierungs
Energiesteuer maßnahmen Summe
2015 TEUR TEUR TEUR
Stand 1.1. 8.960 0 8.960
Inanspruchnahme 134 0 134
Auflösung 4.074 0 4.074
Zuführung 232 2.182 2.414
Stand 31.12. 4.984 2.182 7.166

Die Rückstellung für Energiesteuer wurde im Wesentlichen für Feststellungen aus einer Außenprüfung durch den Zoll gebildet, soweit eine Inanspruchnahme für wahrscheinlich gehalten wurde. Die Wahrscheinlichkeit einer Inanspruchnahme wird in jedem Jahr unter Berücksichtigung des aktuellen Standes der eingelegten Rechtsmittel neu beurteilt. Dieses führte zu einer Auflösung der Rückstellung im Geschäftsjahr 2015 in Höhe von TEUR 4.074. Diese Rückstellung war im Vorjahr in den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten und wurde zur besseren Darstellung der Finanz- und Vermögenslage umgegliedert.

Die Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen betreffen mit TEUR 950 Aufwendungen für die Aufhebung von Arbeitsverträgen im Zusammenhang mit der Verlagerung von Arbeitsplätzen der Buchhaltung in das Ausland sowie mit TEUR 1.232 Aufwendungen im Zusammenhang mit der Schließung des Werkes Leer, die im Wesentlichen die Kosten für die Aufhebung von Arbeitsverträgen sowie für die Transfergesellschaft betreffen.

Es wird erwartet, dass sämtliche Beträge innerhalb eines Jahres fällig werden.

(20) Steuerverbindlichkeiten

Der Ausweis betrifft Verbindlichkeiten für Ertragsteuern von TEUR 193 (Vorjahr: TEUR 219).

(21) Derivative Finanzinstrumente

Der ADM Hamburg Konzern ist als international tätiger Konzern im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten Währungs- und Commodity-Risiken ausgesetzt. Der Konzernvorstand bedient sich bei der Überwachung dieser Risiken neben seinem eigenen Berichtswesen unter anderem des Instrumentariums, welches von der Muttergesellschaft (ADM Company) bereitgestellt wird. Die Unternehmenspolitik der ADM Company ist die Begrenzung dieser Risiken durch ein systematisches Risiko-Management. Als Instrumente dienen vor allem Devisentermingeschäfte und Commodity-Termingeschäfte.

Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft als auch die Tochtergesellschaften begegnen diesen Risiken durch das umfassende Risikomanagement des Archer Daniels Midland Konzerns, das in der Aufbau- und Ablauforganisation des ADM Hamburg Konzerns integriert ist. Die Konzernunternehmen der Archer Daniels Midland Gruppe unterliegen einem strikten Risiko-Management. Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen sind in internen Richtlinien verbindlich festgelegt. Finanzinstrumente dürfen demnach grundsätzlich nicht zu Spekulationszwecken eingesetzt werden, sondern dienen der Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft.

Zu den eingesetzten Instrumenten zählen börsengehandelte Commodity-Termingeschäfte sowie Devisentermingeschäfte. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt durch Vergleich mit entsprechenden stichtagsbezogenen Forward Rates. Gewinne oder Verluste aus dem Ansatz derivativer Finanzinstrumente werden erfolgswirksam erfasst. Die Finanzinstrumente werden als kurzfristige Vermögenswerte angesetzt, wenn der beizulegende Zeitwert positiv ist bzw. als kurzfristige Verbindlichkeiten, wenn der beizulegende Zeitwert negativ ist. Die Kriterien für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften (Hedge Accounting) werden nicht erfüllt.

Bezüglich der Sicherungsgeschäfte bestehen Vertragsverhältnisse mit verschiedenen Unternehmen aus dem Archer Daniels Midland-Konzern, die sich auf die Durchführung von Sicherungsgeschäften spezialisiert haben. Somit wird der ADM Hamburg Konzern in die konzernweiten Sicherungsaktivitäten einbezogen. Die Durchführung der Sicherungsgeschäfte erfolgt für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft im Raps- und Getreide-Bereich erfolgen über den Marché à Terme International de France ("MATIF").

Absicherungen im Commodity-Bereich dienen der Mengen- und der Margen-Sicherung. Devisentermingeschäfte dienen der Minimierung von Wechselkursschwankungen bezogen auf die Funktionalwährung.

Zu den Derivaten gehören auch die Ein- und Verkaufskontrakte im Handelsgeschäft.

31.12.2015 31.12.2014
Nominalwert Marktwert Nominalwert Marktwert
TEUR TEUR TEUR TEUR
Commodity
Termingeschäfte (MATIF) 27.714 185 28.993 -305
Gewinne aus Ein- / Ver
kaufskontrakten 51.791 2.240 85.293 3.258
Verluste aus Ein- / Ver
kaufskontrakten 38.237 -1.471 63.015 -4.790

Zum Bilanzstichtag wurden die Derivatgeschäfte im Vorjahresvergleich wie folgt bewertet:

Die ADM Hamburg ist im Deutschen Emissionshandelsregister bei der Deutschen Emissionshandelsstelle des Umweltbundesamts registriert. Die Bilanzierung der Emissionsrechte erfolgte zu Anschaffungskosten von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 307) und lag damit unter dem Börsenpreis. Bewertet zum Börsenpreis am EEX Spotmarkt der European Energy Exchange AG, Leipzig, beträgt der Wert dieser Emissionsrechte am Stichtag TEUR 316 (Vorjahr: TEUR 519).

(22) Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten enthalten u.a. abzuführende Lohn- und Kirchensteuer TEUR 1.252 (Vorjahr: TEUR 687), Umsatzsteuer TEUR 222 (Vorjahr: TEUR 608) und Beiträge zur Berufsgenossenschaft TEUR 245 (Vorjahr: TEUR 247).

(23) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2015
TEUR
31.12.2014
TEUR
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasing-Verträgen 3.800 3.938
Bestellobligo Sachanlagen 5.273 2.912

Die wesentlichen Miet-, Pacht- und Leasingverträge haben eine Laufzeit bis zu drei Jahren. Darüber hinaus besteht ein wesentlicher Pachtvertrag mit einer Laufzeit bis 2041. Von den Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen haben TEUR 563 eine Fälligkeit innerhalb eines Jahres, TEUR 1.089 eine Fälligkeit von mehr als einem bis zu fünf Jahren und TEUR 2.148 eine Fälligkeit von über fünf Jahren.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge werden erfasst, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bewertet. Skonti, Rabatte sowie Umsatzsteuer oder andere Abgaben bleiben unberücksichtigt. Erträge aus dem Verkauf von Waren und Erzeugnissen werden erfasst, wenn die mit dem Eigentum an den verkauften Waren und Erzeugnissen verbundenen maßgeblichen Chancen und Risiken auf den Käufer übergegangen sind. Dies tritt in der Regel mit Lieferung der Waren und Erzeugnisse ein. Zinserträge werden unter Verwendung der Effektivzinsmethode erfasst. Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruchs auf Zahlung erfasst.

(24) Umsatzerlöse

2015 2014
TEUR TEUR
Inland 196.173 195.623
Ausland 216.534 181.294
412.707 376.917
Warenverkäufe 250.630 221.367
Dienstleistungen 162.077 155.550
412.707 376.917

(25) Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen

Dieser Posten umfasst die Kosten der umgesetzten selbst erstellten Erzeugnisse und die Einstandskosten der verkauften Handelswaren. Die Kosten der selbst erstellten Erzeugnisse beinhalten neben den direkt zurechenbaren Kosten wie Material-, Personal- und Energiekosten auch die herstellungsbezogenen Gemeinkosten einschließlich der Abschreibungen auf Produktionsanlagen. In den Kosten der umgesetzten Leistungen sind die erforderlichen Abwertungen auf Vorräte enthalten. Weiterhin enthält diese Position die Ergebnisauswirkungen aus der Abwicklung von fälligen derivativen Finanzinstrumenten.

Im Geschäftsjahr betrugen die Aufwendungen aus der Umrechnung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten EUR 0,0 Mio (Vorjahr: Erträge EUR 0,2 Mio).

(26) Vertriebskosten

Die Vertriebskosten enthalten die Kosten für Marketing, Vertriebsorganisation sowie Vertriebslogistik.

(27) Allgemeine Verwaltungskosten

Hier werden die Personal- und Sachkosten der Verwaltung sowie die Kosten für externe Dienstleistungen ausgewiesen.

(28) Sonstige betriebliche Erträge

2015 2014
TEUR TEUR
Erstattung von Energiesteuer für frühere Jahre 9.005 0
Erträge aus Kostenweiterbelastungen 3.661 4.917
Positive Zeitwerte offener derivativer Finanzinstrumente 2.670 3.593
Erträge aus Stromverkauf 798 326
Erstattung von Gasbezugskosten für fühere Jahre 458 0
Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen 282 3
Versicherungsentschädigungen 218 87
öffentliche Zuschüsse 4.134 3.465
Gewinn aus Anteilsverkauf 0 103
Übrige sonstige Erträge 570 498
21.796 12.992

(29) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.716 (Vorjahr: TEUR 5.430) im Zusammenhang mit negativen Zeitwerten von offenen derivativen Finanzinstrumenten.

(30) Beteiligungsergebnis

Das Beteiligungsergebnis betrifft Gewinne aus assoziierten Unternehmen, die im Vorjahr auch den Erfolgsbeitrag in Höhe von TEUR 10.742 aus der Entkonsolidierung und dem Ansatz der Anteile des ehemaligen Tochterunternehmens RGL (Rostocker Getreide Lager) GmbH & Co. KG, Hamburg, zum beizulegenden Zeitwert einschlossen.

2015 2014
TEUR TEUR
Zinserträge Dritte 70 69
Zinserträge ADM-Konzern 29 14
99 83
Zinsaufwand Dritte 1.138 989
Zinsaufwand ADM-Konzern 2.828 1.788
3.966 2.777

(31) Zinserträge und Zinsaufwendungen

Im Berichtsjahr wurden Fremdkapitalzinsen in Höhe von TEUR 295 (Vorjahr: TEUR 261) den Anschaffungskosten von Sachanlagen hinzugerechnet. Der durchschnittliche Zinssatz lag im Berichtsjahr bei ca. 4,0% p.a. (Vorjahr: ca. 5,2% p.a.).

(32) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Es werden unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag die gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. Darüber hinaus verrechnet die ADM Beteiligungsgesellschaft mbH als Organträger mit dem ADM Hamburg Konzern gemäß einer Vereinbarung vom 1. Dezember 1997 Körperschaft- und Gewerbeertragsteuer sowie Solidaritätszuschlag in Höhe von TEUR 5.790 (Vorjahr: TEUR 379), die in dieser Position enthalten sind.

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten:

2015
TEUR
2014
TEUR
Ertragsteuern
Deutschland
ausländische Quellensteuer
Steuerumlagen
-1.189
0
-5.790
-305
-106
-379
Latente Steuern -6.979
189
-790
-2.255
-6.790 -3.045

Die tatsächlichen Steuern liegen bei einer effektiven Steuerquote von 33,4% (Vorjahr: 21,2%) um TEUR 279 über (Vorjahr: TEUR 1.562 unter) den rechnerischen Steuern. Für Zwecke der Überleitungsrechnung wird, wie im Vorjahr, ein Konzernsteuersatz von 32,0% zugrunde gelegt.

Die Überleitung vom rechnerischen zum tatsächlichen Steueraufwand zeigt die folgende Tabelle:

2015 2014
TEUR TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 20.348 14.397
Steuersatz in % 32,0% 32,0%
Zu erwartender Steueraufwand -6.511 -4.607
Auswirkungen nicht abziehbarer Betriebsausgaben,
Hinzurechnungen und Kürzungen -96 -61
Steuernachzahlungen -208 -73
Effekt aus dem Equity Accounting für Personengesellschaften 25 1.802
Nicht anrechenbare ausländische Qellensteuer 0 -106
Tatsächlicher Steueraufwand lt. Gewinn- und Verlustrechnung -6.790 -3.045

Die latenten Steuern auf Posten, die im sonstigen Ergebnis verrechnet sind, sind dort gesondert ausgewiesen.

(33) Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn

Das sich nach deutschen handelsrechtlichen Grundsätzen ergebende Ergebnis der ADM Hamburg wurde aufgrund eines im Juli 1996 abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags an die ADM Beteiligungsgesellschaft mbH abgeführt.

Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag umfasst die Übernahme der Gewinne sowie einen vollständigen Verlustausgleich. Zudem erhalten die Minderheitengesellschafter eine jährliche Garantiedividende.

(34) Kapitalmanagement

Der Vorstand der ADM Hamburg und des ADM Hamburg Konzerns verfolgt grundsätzlich das Ziel, eine angemessene Rendite auf das eingesetzte Kapital zu erwirtschaften. Das der Kapitalsteuerung zugrunde gelegte Kapital entspricht dem in der Konzernbilanz ausgewiesenen Eigenkapital. Financial Covenants bestehen nicht. Als aktive Steuerungsgrößen werden operative Ertragskennzahlen wie beispielsweise EBIT herangezogen.

(35) Anteile anderer Gesellschafter am Ergebnis

Vom Jahresergebnis stehen Gesellschaftern ohne beherrschenden Einfluss TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 2) zu. Von dem sonstigen Ergebnis steht den Gesellschaftern ohne beherrschenden Einfluss kein Anteil zu.

(36) Sonstige Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Abschreibungen

Die Abschreibungen betrugen insgesamt TEUR 14.735 (Vorjahr: TEUR 14.198), in denen außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von TEUR 2.592 (Vorjahr: TEUR 2.887) enthalten sind. Diese Wertminderungen betreffen in 2015 im Segment Weiterverarbeitung die Biodiesel-Anlagen am Standort Leer, der im Laufe des Jahres geschlossen wurde. Die Wertminderungen des Vorjahres betrafen den Lager- und Umschlagsbetrieb am Standort Riesa im Segment Ölmühle. ADM Hamburg bemüht sich aktiv einen Käufer für die stillgelegten Anlagen zu finden. Die erzielbaren Beträge wurden auf der Grundlage der jeweiligen Nutzungswerte unter der Annahme geschätzt, dass keine Verwertungserlöse, die die anfallenden Verkaufskosten übersteigen, zu erwarten sind.

Materialaufwand

Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, bezogene Waren sowie bezogene Leistungen betrugen TEUR 292.297 (Vorjahr: TEUR 265.504).

Personalaufwand

2015 2014
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 41.635 40.486
Soziale Abgaben 7.302 7.173
Aufwendungen für Altersversorgung 1.523 1.640
50.460 49.299

Forschung und Entwicklung

Im Geschäftsjahr wurden TEUR 2.662 (Vorjahr: TEUR 2.612) als Aufwand erfasst.

(37) Unverwässertes / verwässertes Ergebnis je Aktie

Das Jahresergebnis je Aktie liegt bei 18,10 EUR (Vorjahr: 15,16 EUR). Es wird entsprechend IAS 33 "Ergebnis je Aktie" mittels Division des den Aktionären der ADM Hamburg zuzurechnenden Anteils am Jahresüberschuss durch die durchschnittliche Anzahl der Aktien berechnet. Die Anzahl der ausgegebenen Aktien beträgt 748.800 Stück und hat sich im Berichtsund im Vorjahr nicht verändert. Da keine Finanzinstrumente ausstehen, die in Aktien umgetauscht werden können, ist ein verwässertes Ergebnis je Aktie nicht zu ermitteln.

(38) Konzern-Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Flüssigen Mittel des Konzerns im Laufe des Geschäftsjahres 2015 und des Geschäftsjahres 2014 durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Entsprechend IAS 7 "Kapitalflussrechnungen" wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit unterschieden.

Die Veränderungen der einzelnen Positionen sind aus den Konzernbilanzen und den Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungen abgeleitet. Dabei werden die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit zahlungsbezogen ermittelt. Der Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit wird ausgehend vom jeweiligen Jahresergebnis indirekt abgeleitet.

Die Flüssigen Mittel enthalten Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten, die frei verfügbar sind.

Nennenswerte wechselkursbedingte Änderungen der Flüssigen Mittel haben sich nicht ergeben.

(39) Segmentberichterstattung

Die in Anlage 2 enthaltenen Segmentinformationen wurden gemäß IFRS 8 auf Basis der internen Berichterstattung erstellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze der Segmente entsprechen den oben dargestellten Grundsätzen.

Der ADM Hamburg Konzern hat zwei Geschäftsbereiche, die Segmente im Sinne des IFRS 8 darstellen: Ölmühle und Weiterverarbeitung. Die Geschäftsbereiche sind entsprechend der entwickelten, hergestellten und vermarkteten Produkte definiert und reflektieren die jeweilige Organisationsstruktur. Die Darstellung spiegelt die interne Berichterstattung und die bestehenden Risiko- und Ertragsquellen der jeweiligen Aktivitäten wider.

Das Ölmühlensegment beinhaltet die klassischen Funktionen einer Ölmühle. Dazu zählen ausgehend von den Silobetrieben, die in diesem Segment die logistische Funktion übernehmen, die Ölsaatenverarbeitungsanlagen einschließlich der Lohnverarbeitung. In diesen Verarbeitungsanlagen werden die Saaten in einem ersten Schritt zu Rohöl verarbeitet und anschließend in weiteren Verarbeitungsschritten zu raffinierten Ölprodukten veredelt. Die entstandenen Produkte werden, wie das dabei anfallende Schrot, an die raffinatölverarbeitende Industrie sowie die Futtermittelindustrie veräußert.

Neben der klassischen Tätigkeit einer Ölmühle werden im Weiterverarbeitungssegment aus den raffinierten Ölen hochveredelte Produkte wie z. B. Biodiesel oder weiterverarbeitete Fette und Öle, hergestellt, die dann an die entsprechenden Abnehmer der jeweiligen Industriezweige veräußert werden.

Das Segmentvermögen umfasst die Summe der Aktiva vermindert um laufende und latente Steuerforderungen und zinstragende finanzielle Vermögenswerte. Segmentschulden bestehen aus Verbindlichkeiten und Rückstellungen abzüglich laufender und latenter Steuern vom Einkommen und vom Ertrag. Investitionen und Abschreibungen beziehen sich auf Sachanlagen und Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer.

Die Zuordnung der Segmentvermögenswerte und der Segmentschulden erfolgt auf der Grundlage des entsprechend strukturierten Rechnungswesens.

Transaktionen zwischen den Segmenten werden zu Marktpreisen abgewickelt.

Die Umsätze mit einem bestimmten Kunden belaufen sich auf TEUR 130.987 (Vorjahr: TEUR 128.268) und resultieren aus den Segmenten Ölmühle und Weiterverarbeitung.

Umsatzerlöse, die einem einzigen Drittland zuzuordnen sind, belaufen sich auf TEUR 166.052 (Vorjahr: TEUR 159.824). Die Zuordnung der Umsatzerlöse auf ein Drittland, erfolgt anhand des Sitzes des jeweiligen Kunden.

Sonstige Angaben

(40) Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen nach IAS 24

Die ADM Hamburg ist über ihre Mehrheitsgesellschafterin, der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH, ein mit den zum Konzern der Archer Daniels Midland Company, Decatur, Illinois/USA (ADM Company), gehörenden Unternehmen verbundenes Unternehmen. Diese Unternehmen sowie der Vorstand und der Aufsichtsrat der ADM Hamburg Aktiengesellschaft werden als nahe stehende Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 angesehen.

Der Umfang der Geschäftsbeziehungen der ADM Hamburg und ihrer Tochterunternehmen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen beschränkt sich grundsätzlich auf Warenlieferungen und Dienstleistungsverträge. Verkäufe an und Käufe von nahe stehenden Unternehmen erfolgen zu marktüblichen Konditionen. Für Forderungen gegen oder Schulden gegenüber nahe stehenden Unternehmen bestehen keine Garantien. Forderungen gegen nahe stehende Unternehmen wurden im Geschäftsjahr 2015 wie im Vorjahr nicht wertberichtigt. Daneben sind die ADM Hamburg und ihre Tochtergesellschaften in die europäische Finanzierungsstruktur der ADM-Gruppe eingebunden.

Die Salden und Transaktionen mit den nahe stehenden Unternehmen ergeben sich wie folgt:

31.12.2015
TEUR
31.12.2014
TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.851 2.492
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 50.891 22.798
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 176.223 181.402
Verbindlichkeiten gegenüber assoziierten Unternehmen 6.169 6.140
2015
TEUR
2014
TEUR
Umsätze 173.723 209.442
Bezogene Waren 28.249 75.151
Bezogene Leistungen 7.707 1.121
Sonstige betriebliche Erträge 3.815 672
Beteiligungsergebnis 254 10.926
Zinserträge 28 11
Zinsaufwendungen 2.828 1.788
Steuerumlage 5.790 379
Ergebnisübernahmen 10.930 3.117

Davon mit der Muttergesellschaft ADM Beteiligungsgesellschaft mbH:

31.12.2015 31.12.2014
TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber ADM Beteiligungsgesellschaft
mbH 167.432 176.789
2015 2014
TEUR TEUR
Bezogene Leistungen 1.105 0
Sonstige betriebliche Erträge 972 186
Zinsaufwendungen 2.658 1.629
Steuerumlage 5.790 379
Ergebnisübernahmen 10.930 3.117

Davon mit der obersten Muttergesellschaft ADM Company, Decatur:

31.12.2015
TEUR
31.12.2014
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber ADM Company, Decatur 455 6
2015
TEUR
2014
TEUR
Bezogene Leistungen
Sonstige betriebliche Erträge
3.220
0
2.346
97

Zu den Angaben zum Vorstand und Aufsichtsrat verweisen wir auf Anhangangabe Nr. 43.

(41) Berichterstattung zu Finanzinstrumenten

In der nachfolgenden Tabelle sind die Buchwerte und die beizulegenden Zeitwerte der einzelnen finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten für jede einzelne Kategorie von Finanzinstrumenten dargestellt. Für Finanzinstrumente, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, geht das Management davon aus, dass die Buchwerte einen angemessenen Näherungswert für den beizulegenden Buchwert darstellen. Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten derivativen Finanzinstrumente wurden entsprechend der Bemessungshierarchie nach IFRS 13, den folgenden Stufen zugeordnet:

Stufe 1: Beizulegende Zeitwerte, die mit Hilfe von in aktiven Märkten notierten Preisen bestimmt werden.

Stufe 2: Beizulegende Zeitwerte, die mit Hilfe von Bewertungsmethoden bestimmt werden, bei denen die Inputfaktoren, die für den beizulegenden Zeitwert bedeutend sind, auf beobachtbaren Marktdaten basieren.

Die im Konzernabschluss zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Derivate gehören den folgenden Klassen an:

Stufe 1: Commodity Termingeschäfte (MATIF)

Stufe 2: Gewinne / Verluste aus Ein- / Verkaufskontrakten

Die Sonstigen Beteiligungen werden als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert und mit den ursprünglichen Anschaffungskosten ggf. abzüglich außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt, da notierte Marktpreise oder beizulegende Zeitwerte nicht verfügbar sind bzw. nicht verlässlich bestimmt werden können.

Die derivativen Finanzinstrumente der Stufe 1 der Bemessungshierarchie werden zu mit Hilfe von in aktiven Märkten notierten Preisen bestimmt. Die derivativen Finanzinstrumente der Stufe 2 der Bemessungshierarchie werden zu Zeitwerten angesetzt, die im Wesentlichen aus börsennotierten Marktpreisen unter Berücksichtigung der besonderen Gegebenheiten des lokalen Marktes abgeleitet sind.

Buchwert Fortgeführte Fair Value
in Bilanz Anschaf erfolgs Fair Value
31.12.2015 fungskosten wirksam 31.12.2015
TEUR TEUR TEUR TEUR
Aktiva
Sonstige Beteiligungen
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte 26 26 0 26
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Kredite und Forderungen 16.864 16.864 0 16.864
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Kredite und Forderungen 52.658 52.658 0 52.658
Derivative Finanzinstrumente
Derivate ohne bilanzielle Sicherungs-
beziehungen
Stufe 1 430 0 430 430
Stufe 2 2.240 0 2.240 2.240
Zahlungsmittel
Kredite und Forderungen 84 84 0 84
Finanzielle Vermögenswerte gesamt 72.302 69.632 2.670 72.302
davon: Kredite und Forderungen 69.606
davon: Derivate ohne bilanzielle
Sicherungsbeziehungen 2.670
davon: Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte 26
Passiva
kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 187.067 187.067 0 187.067
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 16.030 16.030 0 16.030
Derivative Finanzinstrumente
Derivate ohne bilanzielle Sicherungs-
beziehungen
Stufe 1 245 0 245 245
Stufe 2 1.471 0 1.471 1.471
Finanzielle Verbindlichkeiten gesamt 204.813 203.097 1.716 204.813
davon : Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet 203.097
davon: Derivate ohne bilanzielle Sicherungs-
beziehungen 1.716
Buchwert Fortgeführte Fair Value
in Bilanz Anschaf erfolgs Fair Value
31.12.2014 fungskosten wirksam 31.12.2014
TEUR TEUR TEUR TEUR
Aktiva
Sonstige Beteiligungen
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle
Vermögenswerte 26 26 0 26
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Kredite und Forderungen 9.848 9.848 0 9.848
Sonstige finanzielle Vermögenswerte
Kredite und Forderungen 24.724 24.724 0 24.724
Derivative Finanzinstrumente
Derivate ohne bilanzielle Sicherungs-
beziehungen
Stufe 1 335 0 335 335
Stufe 2 3.258 0 3.258 3.258
Zahlungsmittel
Kredite und Forderungen 84 84 0 84
Finanzielle Vermögenswerte gesamt 38.275 34.682 3.593 38.275
davon: Kredite und Forderungen 34.656
davon: Derivate ohne bilanzielle
Sicherungsbeziehungen 3.593
davon: Zur Veräußerung verfügbare
finanzielle Vermögenswerte 26
Passiva
kurzfristige Verbindlichkeiten
Finanzverbindlichkeiten
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 192.236 192.236 0 192.236
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen
Zu fortgeführten Anschaffungskosten 19.401 19.401 0 19.401
Derivative Finanzinstrumente
Derivate ohne bilanzielle Sicherungs-
beziehungen
Stufe 1 640 0 640 640
Stufe 2 4.790 0 4.790 4.790
Finanzielle Verbindlichkeiten gesamt 217.067 211.637 5.430 217.067
davon : Zu fortgeführten Anschaffungskosten
bewertet 211.637
davon: Derivate ohne bilanzielle Sicherungs-
beziehungen 5.430

Die Aufwendungen, Erträge, Verluste und Gewinne aus Finanzinstrumenten lassen sich folgenden Kategorien zuordnen:

2015
Verbindlich
Derivate ohne keiten zu fort
Kredite bilanzielle geführten
und Sicherungsbe Anschaffungs
Forderungen ziehungen kosten Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Zinsaufwendungen 0 0 -3.966 -3.966
Sonstige betriebliche Erträge 0 2.670 2.670
Sonstige betriebliche Aufwendungen 0 -1.716 0 -1.716
Herstellungskosten der zur Erzielung
der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 0 1.837 0 1.837
Aufwendungen aus Wertminderungen -46 0 0 -46
Erträge aus Auflösung
von Wertberichtigungen 282 0 0 282
Nettoergebnis 236 2.791 -3.966 -939
2014
Verbindlich
Derivate ohne keiten zu fort
Kredite bilanzielle geführten
und Sicherungsbe Anschaffungs
Forderungen ziehungen kosten Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR
Zinsaufwendungen
Sonstige betriebliche Erträge
0
0
0
3.593
-2.777 -2.777
3.593
Sonstige betriebliche Aufwendungen 0 -5.430 0 -5.430
Herstellungskosten der zur Erzielung
der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen 0 269 0 269
Aufwendungen aus Wertminderungen -58 0 0 -58
Erträge aus Auflösung
von Wertberichtigungen 3 0 0 3

Grundsätze des Risikomanagements

Der ADM Hamburg Konzern ist durch seine Geschäftstätigkeit verschiedenen Risiken wie Währungs-, Zinsänderungs-, Kredit- und Preisrisiken ausgesetzt. Zur Sicherung des operativen Grundgeschäfts werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Die Transaktionen werden ausschließlich mit marktgängigen Instrumenten durchgeführt.

Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, die die Auswirkungen hypothetischer Änderungen von relevanten Risikovariablen auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Die Auswirkungen werden ermittelt, indem die hypothetischen Änderungen der Risikovariablen auf den Bestand der Finanzinstrumente zum Abschlussstichtag bezogen werden. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Abschlussstichtag repräsentativ für das Gesamtjahr ist.

Zinsrisiko

Unter dem Zinsänderungsrisiko versteht man das Risiko, dass der Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken.

Das Konzernergebnis vor Steuern vermindert sich bei einer möglichen Erhöhung der maßgeblichen Zinssätze um 10% bei Konstanz aller übrigen Variablen um EUR 0,0 Mio (Vorjahr: EUR 0,1 Mio). Eine Verminderung der Zinssätze um 10% würde ceteris paribus zu einer Erhöhung des Konzernergebnisses um EUR 0,6 Mio führen (Vorjahr: EUR 0,4 Mio). Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital bestehen darüber hinaus nicht. Bei der Berechnung der Auswirkungen der möglichen Zinssatzänderung sind grundsätzlich die Verhältnisse der Finanzierungsstruktur des ADM Hamburg Konzerns zu den Bilanzstichtagen zugrunde gelegt worden.

Kreditrisiko

Der ADM Hamburg Konzern unterliegt im Rahmen von Finanzierungstätigkeiten und im operativen Bereich Kreditrisiken. Um diese Risiken weitestgehend zu reduzieren, werden im Finanzierungsbereich Geschäfte grundsätzlich nur mit Vertragspartnern erstklassiger Bonität abgeschlossen. Außenstände im operativen Geschäft werden kontinuierlich überwacht, möglichen Ausfällen wird durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Das maximale Kreditrisiko ist durch den in der Bilanz angesetzten Buchwert jedes finanziellen Vermögenswerts ersichtlich. Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte betragen zum 31. Dezember 2015 EUR 69,5 Mio (Vorjahr: EUR 34,7 Mio). Im Bereich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Ausfallrisiken durch entsprechende Versicherungen abgedeckt.

Im ADM Hamburg-Konzern bestehen wie im Vorjahr keine überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die nicht ausreichend wertberichtigt wurden.

Preisrisiko

Unter dem Preisrisiko wird das Risiko verstanden, dass der Zeitwert oder zukünftige Zahlungsströme der Commodity-Termingeschäfte aufgrund von Änderungen des Marktwertes schwankt. Commodity-Termingeschäfte werden nicht zu Spekulationszwecken eingesetzt, sondern dienen ausschließlich der Absicherung im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft. Wenn die Forward Rates der Sicherungsgeschäfte zum 31. Dezember 2015 um 10% höher gewesen wären, hätte sich das Konzernergebnis vor Steuern um EUR 0,7 Mio vermindert (Vorjahr: EUR 2,5 Mio). Wenn die Forward Rates der Sicherungsgeschäfte zum 31. Dezember 2015 um 10% niedriger gewesen wären, hätte sich das Konzernergebnis vor Steuern um EUR 0,7 Mio erhöht (Vorjahr: EUR 2,5 Mio). Auswirkungen auf das Konzerneigenkapital bestehen darüber hinaus nicht.

Wenn die Marktpreise der Ein- /Verkaufskontrakte sowie der Handelsbestände zum 31. Dezember 2015 um 10% höher gewesen wären, hätte sich das Konzernergebnis vor Steuern um EUR 1,2 Mio (Vorjahr: EUR 3,1 Mio) erhöht. Wären die Marktpreise der Ein- und Verkaufskontrakte sowie der Handelsbestände zum Bilanzstichtag um 10% niedriger gewesen, wäre das Konzernergebnis vor Steuern um EUR 1,2 Mio geringer (Vorjahr: EUR 3,1 Mio ausgefallen.

Liquiditätsrisiko

Der ADM Hamburg-Konzern überwacht laufend das Risiko eines Liquiditätsengpasses unter Berücksichtigung der erwarteten Cashflows aus der Geschäftstätigkeit. Die finanziellen Verbindlichkeiten weisen die nachfolgenden Fälligkeiten unter Berücksichtigung der vertraglichen nicht abgezinsten Zahlungen auf:

bis 3 3 bis 1 bis
Monate 12 Monate 5 Jahre Summe
zum 31.12.2015 TEUR TEUR TEUR TEUR
kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 187.067 0 0 187.067
Zinsanteil 398 0 0 398
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 16.030 0 0 16.030
Derivative Finanzinstrumente 1.235 481 0 1.716
204.730 481 0 205.211
zum 31.12.2014
kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 192.236 0 0 192.236
Zinsanteil 264 0 0 264
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen 19.401 0 0 19.401
Derivative Finanzinstrumente 4.646 784 0 5.430
216.547 784 0 217.331

(42) Aufgliederung der Arbeitnehmerzahl nach Gruppen

Die nachfolgende Tabelle zeigt die durchschnittliche Zahl der Arbeitnehmer der einzelnen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen:

Gewerbliche Angestellte Auszu Gesamt
Arbeitnehmer Arbeitnehmer bildende 2015 2014
ADM Hamburg Aktiengesellschaft 356 228 27 611 587
Silo P. Kruse Betriebs-GmbH
& Co. KG 12 1 0 13 13
ADM Rothensee GmbH & Co. KG 0 19 0 19 20
ADM Research GmbH 0 22 0 22 26
Konzern 368 270 27 665 646

(43) Angaben zu Organen der Gesellschaft

Gesamtbezüge des Vorstands und Aufsichtsrats sowie ehemaliger Vorstandsmitglieder und Hinterbliebener:

Die kurzfristig fälligen Bezüge des Vorstands für das Geschäftsjahr 2015 betragen TEUR 714 (Vorjahr: TEUR 580). Die Aufwendungen aus der Zuführung zu Pensionsrückstellungen für den Vorstand belaufen sich im Geschäftsjahr 2015 auf TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 10).

Die Pensionen an ausgeschiedene Vorstandsmitglieder sowie die Hinterbliebenen früherer Vorstandsmitglieder beliefen sich auf TEUR 285 (Vorjahr: TEUR 226). Die Rückstellung für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern bzw. ihren Hinterbliebenen beträgt zum 31. Dezember 2015 TEUR 5.671 (Vorjahr: TEUR 4.513). Dem Anwartschaftsbarwert von insgesamt TEUR 8.263 (Vorjahr: TEUR 7.126) steht ein Planvermögen von TEUR 2.592 (Vorjahr: TEUR 2.613) gegenüber.

Die Aufwendungen für Vergütungen an den Aufsichtsrat betrugen im Geschäftsjahr 2015 TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 8).

Es bestehen keine Kredite an Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands.

(44) Aktienbasierte Vergütungsvereinbarungen

Die Archer Daniels Midland Company, Decatur, Illinois/USA (ADM Company) als oberste Muttergesellschaft der ADM Hamburg hat unter dem Titel "Archer-Daniels-Midland Company 2002 Incentive Compensation Plan" ein Programm aufgelegt, unter dem Mitarbeiter des weltweiten ADM Konzerns von der ADM Company bestimmte variable Vergütungen erhalten können. Hierbei handelt es sich grundsätzlich um "Stock Options", "Stock Appreciation Rights", "Restricted Stock", "Performance Shares", "Performance Units" und "Cash-based Awards".

Die Mitarbeiter werden von ihrem Vorgesetzten für die Teilnahme an diesem Programm vorgeschlagen. Ein Rechtsanspruch besteht bis zur Zusage der Vergütungen nicht. Die Zusage erfolgt schriftlich. Insgesamt 8 Mitarbeiter (Vorjahr: 8) der ADM Hamburg Gruppe nehmen zurzeit an diesem Programm teil und haben "Stock Options" und "Restricted Stocks" erhalten.

Die "Stock Options" berechtigen zum Bezug von Aktien der ADM Company. Der Bezugspreis der zu beziehenden Aktien entspricht dem Marktwert dieser Aktie am Tage der Zusage. Die Optionen sind in Teilbeträgen über einen Zeitraum von 5 oder 10 Jahren ausübbar. Die "Restricted Stock" betreffen ebenfalls Aktien der ADM Company. Diese werden dem Mitarbeiter kostenlos übertragen. Sie sind in vollem Umfang dividendenberechtigt und besitzen ein uneingeschränktes Stimmrecht. Für die Dauer von drei Jahren nach Gewährung können diese Aktien jedoch nicht veräußert werden.

Die Kosten für diese Vergütungen werden bei Ausübung von der ADM Company an die Gesellschaften weiterbelastet, bei denen die entsprechenden Mitarbeiter beschäftigt sind. Im Geschäftsjahr 2015 erfolgten Weiterbelastungen in Höhe von TEUR 861 durch die ADM Company (Vorjahr: TEUR 680).

2015 2014
Anzahl Ausübungs
preis USD*
Anzahl Ausübungs
preis USD*
Zu Beginn der Berichtsperio
de ausstehend
13.145 26,96 18.665 28,30
In der Berichtsperiode aus
geübt
0 0,00 5.520 31,46
In der Berichtsperiode ver
wirkt
1.860 26,21 0 0,00
Zum Ende der Berichtsperio
de ausstehend
11.285 27,09 13.145 26,96
Davon ausübbar: 7.789 5.567

Die folgende Tabelle gibt eine Übersicht des von der ADM Company mitgeteilten Standes der gewährten Aktienoptionen:

* durchschnittlicher gewichteter Ausübungspreis

Es wurden keine Aktienoptionen in 2015 gewährt.

Die Aktienoptionen haben zum Stichtag eine durchschnittliche Restlaufzeit von 5 Jahren (Vorjahr: 6 Jahren). Die Ausübungspreise betragen USD 28,70, USD 30,71, USD 26,17 bzw. USD 26,25.

Weiterhin wurden "Restricted Stocks" gewährt:

2015 2014
Anzahl Anzahl
Zu Beginn der Berichtsperiode ausgegeben 9.777 7.083
In der Berichtsperiode ausgegeben 2.386 4.972
In der Berichtsperiode veräußert -2.477 -2.278
In der Berichtsperiode verwirkt -1.655
Zum Ende der Berichtsperiode ausgegeben 8.031 9.777

Der Preis der gewährten Aktien zum Zeitpunkt der Gewährung betrug USD 46,92 (Vorjahr: USD 40,65).

(45) Organe der Gesellschaft

Vorstand:

Jaana Karola Kleinschmit von Lengefeld, Vorsitzende

Dr. Kai-Uwe Ostheim, Vorstand

Aufsichtsrat:

Christian Gutzeit (Vorsitzender), Senior Audit Manager (seit 17. Dezember 2015)

Ralf Schulz (Vorsitzender), European Group Controller Softseeds, Corporate and Energy Trading (bis 31. Oktober 2015) Duane Holz (stellvertretender Vorsitzender), Vice President Softseed Crushing, Oils and Fats, (seit 17. Dezember 2015) Kevin Brassington, Managing Director European Oilseeds (bis 30. September 2015) Stefan Schmans, Anlagenfahrer1

(46) Mutterunternehmen gemäß § 285 Nr. 14 HGB

Die ADM Hamburg erstellt den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen.

Die ADM Hamburg wird in den Konzernabschluss der Archer Daniels Midland Company, Decatur, Illinois/USA, einbezogen, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der Konzernabschluss mit Geschäftsbericht ist am Sitz der ADM Company erhältlich. Darüber hinaus wird er im Bundesanzeiger veröffentlicht.

(47) Befreiung nach § 264b HGB

Die Tochtergesellschaft ADM Rothensee GmbH & Co. KG macht von den Vorschriften des § 264b HGB Gebrauch und verzichtet auf eine Prüfung des Jahresabschlusses, auf die Erstellung eines Anhangs und Lageberichts sowie auf die Offenlegung des Jahresabschlusses.

Die Silo P. Kruse Betriebs-GmbH & Co. KG macht von den Vorschriften des § 264b HGB Gebrauch und verzichtet auf die Erstellung eines Anhangs und Lageberichts sowie auf die Offenlegung des Jahresabschlusses.

(48) Honorierung der Abschlussprüfer

Im Geschäftsjahr 2015 hatte die ADM Hamburg Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers für Zwecke der Jahres- und Konzernabschlussprüfung in Höhe von TEUR 180 (Vorjahr: TEUR 148) und für sonstige Leistungen in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 0).

1 Arbeitnehmervertreter

(49) Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag sind nicht bekannt geworden. Zusätzlich wird auf die Ausführungen im Lagebericht zur Nachtragsberichterstattung verwiesen.

Der Konzernabschluss der ADM Hamburg zum 31. Dezember 2015 wurde am 31. März 2016 durch den Vorstand aufgestellt und zur Prüfung und Billigung an den Aufsichtsrat weitergeleitet.

Der vorliegende Konzernabschluss soll in der Aufsichtsratssitzung am 23. Mai 2016 vom Aufsichtsrat gebilligt und zur Veröffentlichung freigegeben werden.

Hamburg, den 31. März 2016

Der Vorstand

(Jaana Karola Kleinschmit von Lengefeld)

(Dr. Kai-Uwe Ostheim)

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015

Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns

Immaterielle Vermögenswerte Sachanlagen At Equity bilanzierte Beteiligungen/Sonstige
Beteiligungen
Geschäfts- Grundstücke
und Bauten
einschließlich
der Bauten
Technische
Anlagen
Andere Anla
gen, Betriebs-
Geleistete An- Beteiligungen Sonstige
EDV- oder auf fremden und und Geschäfts- zahlungen und an assoziierten Beteili
Software Firmenwert Gesamt Grundstücken Maschinen ausstattung Anlagen im Bau Gesamt Unternehmen gungen Gesamt
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2015 1.393.707,36 2.365.173,17 3.758.880,53 184.127.182,47 424.272.258,83 9.453.839,29 13.280.392,96 631.133.673,55 12.902.768,73 25.564,59 12.928.333,32
Zugänge 183.507,42 0,00 183.507,42 3.789,00 15.779,24 35.164,64 12.908.700,38 12.963.433,26 172.420,74 0,00 172.420,74
Abgänge 29.681,85 0,00 29.681,85 1.714,36 9.384.970,25 633.488,58 416.979,90 10.437.153,09 8.700,00 0,00 8.700,00
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 1.785,07 16.449.024,83 292.932,55 -16.743.742,45 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2015 1.547.532,93 2.365.173,17 3.912.706,10 184.131.042,18 431.352.092,65 9.148.447,90 9.028.370,99 633.659.953,72 13.066.489,47 25.564,59 13.092.054,06
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2015 1.245.965,25 0,00 1.245.965,25 113.023.514,94 318.050.160,68 8.433.977,61 0,00 439.507.653,23 0,00 0,00 0,00
Abschreibungen des Geschäftsjahres 88.144,27 0,00 88.144,27 4.754.469,83 8.916.664,65 559.091,59 416.979,70 14.647.205,77 0,00 0,00 0,00
Abgänge 29.681,85 0,00 29.681,85 1.714,36 8.984.243,94 622.331,33 416.979,70 10.025.269,33 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2015 1.304.427,67 0,00 1.304.427,67 117.776.270,41 317.982.581,39 8.370.737,87 0,00 444.129.589,67 0,00 0,00 0,00
Buchwerte
31. Dezember 2015 243.105,26 2.365.173,17 2.608.278,43 66.354.771,77 113.369.511,26 777.710,03 9.028.370,99 189.530.364,05 13.066.489,47 25.564,59 13.092.054,06
31. Dezember 2014 147.742,11 2.365.173,17 2.512.915,28 71.103.667,53 106.222.098,15 1.019.861,68 13.280.392,96 191.626.020,32 12.902.768,73 25.564,59 12.928.333,32

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015

Entwicklung des Anlagevermögens des Konzerns

Vorjahresvergleichszahlen

Immaterielle Vermögenswerte Sachanlagen At Equity bilanzierte Beteiligungen/Sonstige
Beteiligungen
Grundstücke
und Bauten
einschließlich Technische Andere Anla
Geschäfts- der Bauten Anlagen gen, Betriebs- Geleistete An- Beteiligungen Sonstige
EDV- oder auf fremden und und Geschäfts- zahlungen und an assoziierten Beteili
Software Firmenwert Gesamt Grundstücken Maschinen ausstattung Anlagen im Bau Gesamt Unternehmen gungen Gesamt
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 1. Januar 2014 1.306.608,08 2.365.173,17 3.671.781,25 181.472.458,80 432.971.681,74 11.045.134,00 9.944.019,39 635.433.293,93 970.054,31 25.564,59 995.618,90
Zugänge 88.058,03 0,00 88.058,03 9.481,24 67.015,98 110.923,68 13.279.220,54 13.466.641,44 12.894.068,72 0,00 12.894.068,72
Abgänge 958,75 0,00 958,75 7.454.051,20 9.561.163,31 751.047,31 0,00 17.766.261,82 961.354,30 0,00 961.354,30
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 10.099.293,63 794.724,42 -951.171,08 -9.942.846,97 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2014 1.393.707,36 2.365.173,17 3.758.880,53 184.127.182,47 424.272.258,83 9.453.839,29 13.280.392,96 631.133.673,55 12.902.768,73 25.564,59 12.928.333,32
Abschreibungen
Stand 1. Januar 2014 1.179.635,31 0,00 1.179.635,31 106.174.856,71 325.537.512,08 9.748.985,20 0,00 441.461.353,99 0,00 0,00 0,00
Abschreibungen des Geschäftsjahres 67.288,69 0,00 67.288,69 4.286.781,90 9.393.701,68 517.736,44 0,00 14.198.220,02 0,00 0,00 0,00
Abgänge 958,75 0,00 958,75 6.009.507,35 9.402.196,52 740.216,91 0,00 16.151.920,78 0,00 0,00 0,00
Umbuchungen 0,00 0,00 0,00 8.571.383,68 -7.478.856,56 -1.092.527,12 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Stand 31. Dezember 2014 1.245.965,25 0,00 1.245.965,25 113.023.514,94 318.050.160,68 8.433.977,61 0,00 439.507.653,23 0,00 0,00 0,00
Buchwerte
31. Dezember 2014 147.742,11 2.365.173,17 2.512.915,28 71.103.667,53 106.222.098,15 1.019.861,68 13.280.392,96 191.626.020,32 12.902.768,73 25.564,59 12.928.333,32
31. Dezember 2013 126.972,77 2.365.173,17 2.492.145,94 75.297.602,09 107.434.169,66 1.296.148,80 9.944.019,39 193.971.939,94 970.054,31 25.564,59 995.618,90

ADM Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 Segmentberichterstattung zum 31. Dezember 2015 Primäre Segmentberichterstattung

Ölmühle Weiterbearbeitung KONZERN
2015 2014 2015 2014 2015 2014
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlöse mit Dritten 344.632 250.873 68.075 126.044 412.707 376.917
Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsergebnis 21.835 12.743 2.381 4.349 24.216 17.092
Abschreibungen auf Anlagevermögen 8.625 10.827 6.110 3.439 14.735 14.266
Steueraufwand 6.122 1.873 668 1.172 6.790 3.045
Investitionen 9.084 24.408 4.235 2.041 13.319 26.449
Zinserträge 71 72 0 0 71 72
Nicht zuordenbare Zinserträge 28 11
Gesamtsumme Zinsertrag 99 83
Zinsaufwendungen 906 287 232 702 1.138 989
Nicht zuordenbare Zinsaufwendungen 2.828 1.788
Gesamtsumme Zinsaufwand 3.966 2.777
Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 483 470 182 176 665 646
Segmentvermögen 196.210 197.138 40.654 54.838 236.864 251.976
At equity bewertete Beteiligungen 13.066 12.805 13.066 12.805
Nicht zuordenbares Vermögen 88.210 83.636
Gesamtsumme Vermögenswerte 338.140 348.417
Segmentschulden 33.882 40.793 28.384 33.972 62.266 74.765
Nicht zuordenbare Schulden 204.095 206.649
Gesamtsumme Schulden 266.361 281.414

ADM Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015 Segmentberichterstattung zum 31. Dezember 2015 Sekundäre Segmentberichterstattung

2015 2014
TEUR TEUR
Umsatzerlöse Inland 196.173 195.623
Umsatzerlöse Ausland 216.534 181.294
Davon: Schweiz 166.052 159.824
Vermögen Inland 338.140 348.417
Vermögen Ausland 0 0
Investitionen Inland 13.319 26.449
Investitionen Ausland 0 0

KONZERNLAGEBERICHT UND LAGEBERICHT

DER

ADM HAMBURG AKTIENGESELLSCHAFT

FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 01.01. - 31.12.2015

_____________________________________________________________________________________

GRUNDLAGE DES KONZERNS / DER GESELLSCHAFT

Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft ist in den weltweit operierenden Konzern der Archer Daniels Midland Company (ADM) eingebunden. Der wirtschaftliche Erfolg des Konzerns der ADM Hamburg Aktiengesellschaft wird durch diese Einbindung wesentlich begünstigt. Die Vorteile liegen in dem internationalen und technischen Know-how, der Forschung und Entwicklung und der umfassend vorhandenen Erfahrungen im Konzernverbund. Die Investitionskraft der Gruppe ist ein Garant für stetigen Fortschritt, auch am Standort Hamburg.

ADM ist ein globaler Marktführer in der Verarbeitung von Ölsaaten, Mais und anderer landwirtschaftlicher Rohstoffe sowie Hersteller von Aromen und Geschmacksstoffen. Mit weltweit über 280 Produktionsanlagen, 428 Anlagen zur Erfassung von Agrarrohstoffen, 39 Innovationszentren und einer Präsenz in mehr als 160 Ländern ist das Unternehmen ständig bestrebt, in den bestehenden Geschäftsfeldern zu wachsen. Wachstum wird dabei sowohl organisch als auch durch strategische Zukäufe generiert. ADM verfügt über ein globales Netzwerk zum Transport landwirtschaftlicher Rohstoffe. Auch in der Herstellung nachwachsender und umweltschonender Kraftstoffe wie Biodiesel und Bioethanol ist ADM weltweit einer der Marktführer.

DER KONZERN DER ADM HAMBURG AKTIENGESELLSCHAFT

Auch der Konzern der ADM Hamburg Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg ist ein führender Verarbeiter von Ölsaaten in Europa. Kernkompetenz des Konzerns ist die Verarbeitung von Sojabohnen und Rapssaat. Zusätzliche Kompetenzen in den Bereichen des Lagerns und Umschlagens von landwirtschaftlichen Rohstoffen sowie der Weiterverarbeitung von pflanzlichen Ölen und Fetten runden die Gesamtleistung ab.

Die Aktivitäten des Konzerns sind in zwei Geschäftsfelder unterteilt: "Ölmühle" und "Weiterverarbeitung".

Das Geschäftsfeld "Ölmühle" bildet das Fundament des Konzerns. In diesem Geschäftsfeld werden die traditionellen Aktivitäten der Ölsaatenverarbeitung zusammengefasst, wie Erfassung, Transport und Lagerung landwirtschaftlicher Rohstoffe, Halbfertig- und Fertigerzeugnisse. An den Standorten in Hamburg, Magdeburg-Rothensee und Riesa betreiben wir konzerneigene Silo- und Umschlagsbetriebe. In Rostock sind wir neben der ATR Beteiligungsgesellschaft mbH, Ratzeburg zu 50 % an der Rostocker Getreide Lager GmbH & Co. KG beteiligt. Diese bilden wichtige Knotenpunkte für die Versorgung der Produktionsanlagen und die Vermarktung unserer Produkte und Dienstleistungen.

Das "Werk Hamburg" ist der größte Ölsaatenverarbeiter in der deutschen ADM-Gruppe und eine der größten Ölmühlen zur Verarbeitung verschiedener Ölsaaten weltweit. Die verarbeitete Saat wird zu pflanzlichem Rohöl, welches im Produktionsschritt Raffination zu hochwertigem Raffinat weiter veredelt

wird. Wichtigster Kunde für diese Raffinate ist die weiterverarbeitende Lebensmittelindustrie. Die bei der Verarbeitung von Ölsaaten als Koppelprodukt entstehenden proteinhaltigen Schrote werden an die Futtermittelindustrie verkauft.

Im Geschäftsfeld "Weiterverarbeitung" bündeln wir die Herstellungsprozesse von Spezialfetten und -ölen sowie die Produktion von Biodiesel und Pharmaglyzerin. An unserem Standort in Hamburg-Harburg, im "Werk Noblee & Thörl", fertigen wir pflanzliche Spezialfette und -öle. Raffinierte Vorprodukte sind die Rohstoffe für die Herstellung dieser für Kunden maßgeschneiderten Produkte. Auch die pflanzlichen Spezialfette und -öle werden von der weiterverarbeitenden Lebensmittelindustrie nachgefragt.

Biodiesel wird nahezu ausschließlich als Beimischungskomponente zum herkömmlichen Diesel an die europäische Mineralölindustrie geliefert. Die Umesterung von pflanzlichen Ölen zu Biodiesel und Rohglyzerin sowie die Veredelung des Rohglyzerins zu Pharmaglyzerin erfolgen im "Werk Hamburg" und im "Werk Leer".

Beide Werke im Hamburger und Harburger Hafen verarbeiten alle Produkte im Auftrag der ADM International Sàrl (ADMI), Rolle, Schweiz, und der Olenex C.V., Koog aan de Zaan, Niederlande. Die Olenex C.V. ist eine Partnerschaft nach niederländischem Recht zwischen der ADM International Sàrl und der Wilmar Sàrl.

Für alle Handelsaktivitäten der Werke werden die Risiken volatiler Rohwaren-, Devisen- und Produktmärkte über das Risikomanagement für die gesamte Rohstoff- und Produktpalette von der ADMI oder der Olenex C.V. verantwortet.

1. Die Ölmühle und ihr Markt

Das Jahr 2015 war geprägt durch die immer wiederkehrenden Debatten um ein neues Hilfspaket für Griechenland und ob und wann die USA möglicherweise eine Zinswende in den USA einführt. Zudem stellte der massive Zustrom an Flüchtlingen nach Europa die Währungsunion auf eine harte Probe. Auch die Sorgen um das verlangsamte Wachstum in China sowie den Krisengebieten im Nahen Osten oder Afrika werden in 2016 bleiben.

1.1 Die Rohwarenmärkte

Ölsaaten und pflanzliche Öle

Die Marktentwicklung im Bereich der Ölsaaten und pflanzlichen Öle stand zu Beginn des Jahres 2015 unter dem Eindruck großer Ernten aus dem Vorjahr. Die Welterzeugung der sieben wichtigsten Ölsaaten (Soja, Raps, Sonnenblumen, Erdnüsse, Baumwollsaat, Palmkerne und Kopra) soll nach Ansicht des USDA im Wirtschaftsjahr 2014/15 bei 536 Mio. t gelegen haben – ein neuer Rekord. Davon entfielen 321 Mio. t auf Sojabohnen, 68 Mio. t auf Raps und 39 Mio. t auf Sonnenblumensaat. Die Reserven zum Ende des Wirtschaftsjahres 2014/15 wurden auf 91 Mio. t beziffert und übertrafen damit deutlich das bisherige Rekordniveau aus 2010/11 mit 86 Mio. t. Entsprechend dieser Zahlen lagen die Notierungen für Raps an der Matif (rund 355 EUR/t) und für Sojabohnen am Chicago Board of Trade (10,20 USD/bushel) Anfang des Jahres 2015 auf dem niedrigsten Niveau seit Anfang 2010.

Die Produktion der neun wichtigsten Öle (Öle aus Soja, Raps, Sonnenblume, Baumwoll- und Erdnusssaat sowie Palm- und Palmkernöl, Kokosöl und Olivenöl) erreichte den neuen Höchststand von 177 (171) Mio. t. Der Preis für Rapsöl fob holländische Mühle lag laut dem Branchendienst Oil World bei lediglich 773 USD/t und der für Sojaöl in Chicago bei nur 29,54 USCent/Pfund. Beides sogar die niedrigsten Niveaus seit Mitte 2009 bzw. Ende 2008.

In keinem der wichtigsten Produzenten- und Exportländer gab es nennenswerte Ernteausfälle. Im Sojabereich verzeichneten die größten drei Produzenten (USA 107 Mio. t, Brasilien 96 Mio. t sowie Argentinien 61 Mio. t) neue Rekorde bei der Erzeugung. Gleiches gilt für die Rapserzeugung in der EU (24 Mio. t).

Im weiteren Verlauf des Jahres 2015 stiegen die Preise für Raps und Rapsöl im Einklang mit einer zwischenzeitlichen Rallye an den Getreidemärkten zunächst an. Eine durchweg gute Nachfrage nach Raps von den europäischen Ölmühlen, einem der wichtigsten Märkte für Raps in der Welt, führte zu einer anderen Preisentwicklung für Raps als für andere Ölsaaten und Getreide. Laut USDA lag die Verarbeitung in 2014/15 bei 25,4 Mio. t, was mit Abstand das höchste Niveau aller Zeiten bedeutete. Hintergrund war ein deutlicher Anstieg um 10 % in der Nachfrage nach Rapsöl zu Nahrungsmittelzwecken sowie ein leichtes Wachstum im Bereich der industriellen Nutzung, womit im Wesentlichen die oleo-chemische Industrie sowie der Biodieselsektor gemeint ist. Erste Ernteergebnisse aus den Frühdruschgebieten bestätigten die Vermutung, dass die Erträge in 2015 deutlich hinter dem Vorjahresergebnis zurückbleiben würden. Zwischen Januar und Juli 2015 stiegen die Rapspreise an der Matif deutlich an und kurz vor der Ernte erreichte die Notierung für den Frontkontrakt an der Matif rund 390 EUR/t. Der Preis für Rapsöl stieg über die Marke von 800 USD/t. Die Notierung für Sojabohnen hatte weitestgehend stagniert und lag im Sommer, wie schon im Januar 2015, knapp über der Marke von 10 USD/bushel. Die Notierung für Sojaöl lag bei 32 USCent/Pfund. Nach den großen Ernten im letzten Sommer wurde der Höhenflug der Rapspreise beendet und die Notierungen für Sojabohnen fielen. Die Dezemberwerte lagen für die Bohnen in Chicago bei 8,80 USD/bushel und 375 EUR/t an der Matif für Raps. Die Sojaölnotierung in Chicago war knapp über die Marke von 30 USCent/Pfund gerutscht und der Rapsölpreis lag nach wie vor bei knapp über 800 USD/t. Die große US-amerikanische Sojabohnenernte (107 Mio. t) hat zu einer Anpassung der US-Reserven auf ca. 12 Mio. t zum Ende des Wirtschaftsjahres durch das USDA geführt. Dies ist der höchste Wert der letzten Dekade.

Eine schwächere Nachfrage nach Rapsöl für den Biokraftstoffmarkt (Biodiesel) hatte Einfluss auf die Rapsnotierung. Dies war zum Teil den geänderten gesetzlichen Rahmenbedingungen in Deutschland, weg von Verwendungsquoten und hin zu Treibhausgasminderungszielen für Biokraftstoffe, geschuldet. Fallende Mineralölpreise haben zusätzlichen Druck auf die Verarbeitungsmargen der Biokraftstoffproduzenten ausgeübt. Diese Effekte konnten durch eine geringere EU-Rapsernte von 22 Mio. t nicht aufgefangen werden.

Ein Indikator für die üppige Versorgungslage war die Tatsache, dass auch eine schwächelnde Produktion von Palmöl - zahlenmäßig immerhin das bedeutendste Pflanzenöl der Welt - nicht zu einem Anstieg der weltweiten Ölsaaten- und Pflanzenölpreise führte. Die Wachstumsrate in der globalen Palmölerzeugung lag in 2015 nämlich nur noch bei 2 % und damit auf dem niedrigsten Niveau der letzten 20 Jahre, für die der Durchschnittswert bei 7 % pro Jahr liegt. Die Gründe für die schwache Wachstumsrate waren vor allem das Wetterphänomen El Niño in Indonesien und Malaysia sowie die damit verbundene Trockenheit und die verheerenden Brände in der Region, die zu einer starken Rauchentwicklung führten und die wichtige Sonneneinstrahlung verhinderten.

Futtermittel

Die starke Nachfrage nach Ölschroten blieb auch zu Beginn des Jahres 2015 hoch. Insgesamt stieg der globale Verbrauch der sieben wichtigsten Ölschrote (Schrote von Soja, Raps, Sonnenblumen, Erdnuss, Palmkernen, Baumwolle und Kopra) im Wirtschaftsjahr 2014/15 um weitere 17 Mio. t an. Davon entfielen auf Sojaschrot 16 Mio. t und auf Rapsschrot 1 Mio. t und der Verbrauch stieg in Gänze auf 294 Mio. t. Insgesamt wurden 202 Mio. t Sojaschrot und 40 Mio. t Rapsschrot verbraucht. Südost-Asien verzeichnete das größte Wachstum (plus 8 Mio. t), gefolgt von Nordamerika (plus 3 Mio. t) und der EU (plus 2 Mio. t). Trotz der steigenden Nachfrage in der Welt fielen in der ersten Hälfte des Jahres 2015 die Preise für Ölschrote. Der Frontkontrakt für Sojaschrot in Chicago hatte noch im Januar 2015 bei 375 USD/t gelegen, fiel aber bis Anfang Juni auf 335 USD/t. Grund für den Preisverfall waren die großen Ölsaatenernten sowie ein neuer Rekord in der Ölsaatenverarbeitung und Produktion an Ölschroten. Die weltweite Produktion der sieben wichtigsten Ölschrote soll nach Angaben des USDA in 2014/15 bei 300 Mio. t gelegen haben und damit um 18 Mio. t höher als im Jahr zuvor.

Nach der guten Ernte im vergangenen Sommer sanken die Preise für Ölschrote weiter im Einklang mit den Preisen für Ölsaaten und Getreide. Ende Dezember lag die Notierung für Sojaschrot nur noch bei knapp über 300 USD/st.

In der EU steigt der Verbrauch von Sojaschrot allmählich wieder auf ein Niveau, das zuletzt gegen Ende des letzten Jahrzehnts verzeichnet wurde. Für 2015/16 prognostiziert das USDA einen Verbrauch von 32 Mio. t, nachdem es in 2014/15 noch 30 Mio. t und in 2013/14 sogar nur 28 Mio. t waren. Der Rapsschroteinsatz ist mit rund 14 Mio. t pro Jahr nahezu konstant.

Getreide

Zu Beginn des Jahres 2015 standen die globalen Getreidemärkte immer noch unter dem Eindruck der großen Ernten, die im Sommer zuvor erzielt worden waren. Trotz einer nach wie vor großen Nachfrage waren die Läger in vielen Ländern der Welt auch im Frühjahr 2015 noch gut gefüllt. Dies gilt für nahezu alle bedeutenden Getreidearten einschließlich Futter- und Braugerste. Folglich lag die Notierung für den als nächstes fälligen Weizenkontrakt an der Warenterminbörse in Paris im April nur noch bei rund 185 EUR/t. Die Notierung für Mais am Chicago Board of Trade lag bei nur noch rund 380 UScent/bushel. Beides waren die niedrigsten April-Werte seit April 2010. Einzig die Einführung einer Exportsteuer für Weizen in Russland sowie die um diese Jahreszeit üblichen Gerüchte über Trockenheit in einigen Regionen der nördlichen Hemisphäre boten noch eine verbleibende Unterstützung für die Preise.

Neben der üppigen Versorgungslage und dem starken Preisverfall bleibt vom Wirtschaftsjahr 2014/15 vor allem die schlechte Weizenqualität in Europa in Erinnerung. Starke und lang anhaltende Regenfälle vor und während der Ernte hatten im Sommer 2014 zu schlechten Fallzahlen und teilweise auch Proteinwerten geführt. Am stärksten betroffen war Frankreich. Dieser Umstand machte sich auch noch in den ersten Monaten des Jahres 2015 bemerkbar. Die für Frankreich typischen Exportdestinationen Marokko und Algerien importierten bevorzugt Weizen aus Deutschland, dem Baltikum und dem Schwarzmeerraum und reduzierten die Einfuhren aus Frankreich, das sich damit hohen Lagerbeständen im Inland gegenübersah, drastisch. Frankreich konnte allerdings Mengen nach Südost-Asien und Ägypten absetzen. Ägypten hatte kurzfristig seine Qualitätsanforderungen gesenkt.

Kurzfristig aufkommende Gerüchte über Trockenheitsschäden und eine Hitzewelle trieben die Preisnotierungen an der Matif vorübergehend auf über 200 EUR/t. Letztlich erwiesen sich die Befürchtungen als unbegründet. Auch nach der Ernte 2015 veränderte sich das Bild nicht. In der nördlichen Hemisphäre gab es beinahe keine Produktionsausfälle zu verzeichnen und die globale Ernte erreichte mit 2,47 Mrd. t fast wieder das Rekordniveau aus 2014. Mit 736 Mio. t lag die Weizenerzeugung sogar nochmal deutlich über dem Vorjahresniveau.

Die globale Nachfrage steigt seit dem vergangenen Sommer hingegen nicht mehr in dem gewohnten Tempo. Einige Importeure hatten schon in den vergangenen Jahren strategische Reserven aufgebaut und haben seitdem einen geringeren Einfuhrbedarf. Andere Staaten – vor allem aus dem Mittleren Osten – leiden unter dem gesunkenen Mineralölpreis bzw. haben erhebliche finanzielle Probleme, was sich ebenfalls in schwächeren Importen äußerte (z. B. Iran, Ägypten und Saudi Arabien). Aufgrund der zuvor genannten Entwicklungen sollen nach Angaben des USDA die weltweiten Bestände am Ende des Wirtschaftsjahres 2015/16 beim Mais mit 209 Mio. t und beim Weizen mit 239 Mio. t auf das höchste Niveau aller Zeiten steigen. Das für die Beurteilung der Versorgungslage noch wichtigere Verhältnis der Endbestände zum Verbrauch liegt für die Gesamtheit aller Getreidearten bei 23,0% (22,8%). Dies ist der höchste Wert seit dem Wirtschaftsjahr 2002/03.

Eine Knappheit kann auch bei den einzelnen Produktions- und Exportländern nicht abgeleitet werden. Die letzten drei guten Maisernten in den USA sorgen für eine sehr komfortable Maisbilanz mit geschätzten Endbeständen von 46,7 Mio. t (Vorjahr 44,0 Mio. t) und somit dem höchsten Niveau der letzten 10 Jahre. Trotz durchschnittlicher Weizenproduktion in 2015 sollen die Reserven auf ein komfortables Niveau steigen, da die Exportnachfrage stagniert und die geringsten Ausfuhren seit 1971/72 (!) verzeichnet wurden.

Auch andere Produzenten wie Kanada, Australien, Russland und die Ukraine haben bei Weizen und Gerste zufriedenstellende bis gute Erntemengen eingefahren, die aufgrund der sehr verhaltenen Nachfrage kaum Absatz gefunden und zu den Reserven beigetragen haben. In Russland kam für eine längere Zeit die Unsicherheit über die praktische Anwendung der dortigen Exportsteuer sowie die Auseinandersetzungen mit der Türkei und die damit verbundenen Verzögerungen bei den Ausfuhren hinzu.

In der EU wurden unterschiedliche Ernten bei Weizen, Gerste und Mais eingefahren. Weizen und Gerste erzielten ca. 158 Mio. t (inkl. Durum) bzw. 61 Mio. t, was beim Weizen ebenfalls einen neuen Rekord bedeutete. Auch hier war das vorhandene Angebot groß und stagnierte die internationale Nachfrage. Auch Anfang Dezember lagen die Weizenreserven in den wichtigsten Exportländern der EU noch auf Rekordniveau.

Auch eine um 25 % geringere EU-Maisernte von 58 Mio. t bzw. 18 Mio. t unter dem Rekord von 76 Mio. t in 2014 hatte keinen nennenswerten Einfluss auf den Markt, da die fehlenden heimischen Maismengen in den Futtermischungen sowohl durch Maisimporte als auch einen höheren Einsatz von Futterweizen kompensiert wurden.

In Folge des weltweit üppigen Getreideangebots schwächten sich auch die Preise für Getreide im Verlauf der zweiten Hälfte des Jahres 2015 weiter ab. Ende Dezember notierte der Weizen an der Matif nur noch bei 173 EUR/t. Die Notierung für Mais in Chicago lag nur noch bei 370 UScent/bushel.

1.2 Die Ölmühle

Die Auslastung der Anlagen zur Verarbeitung von Sojabohnen und Rapssaat war im Berichtszeitraum gut und lag in etwa auf Vorjahresniveau. Die Verarbeitung war überwiegend durch die Nachfrage nach Sojaschrot beeinflusst. Dadurch lag die Verarbeitung von Sojabohnen über der von Raps und somit beinahe spiegelbildlich anders als im Vorjahr, als die Nachfrage nach Ölen zur Herstellung von Biodiesel ein Haupttreiber der Verarbeitung war. Im Jahr 2015 hat sich einmal mehr gezeigt, dass die Wasseranbindung zum Abladen von Schiffen der Panmaxklasse und drei Verarbeitungslinien am Standort Hamburg eine hohe Flexibilität garantieren, um zeitnah und wiederkehrend auf sich ändernde Marktgegebenheiten zu reagieren.

Kurze Entscheidungswege, motivierte und sehr gut qualifizierte Teams haben entsprechend der Chancen am Markt schnell und flexibel die Anlagen so ein- bzw. umgestellt, dass kurzfristige Rohwarenwechsel jederzeit und über das ganze Jahr hinweg durchgeführt werden konnten.

Die Versorgung der Ölmühle mit landwirtschaftlichen Rohwaren war zu jedem Zeitpunkt gegeben.

Im Rahmen eines internen europaweiten Vergleiches der Produktionsstandorte und der damit im Zusammenhang stehenden Lohnverarbeitungsverträge wurden Verbesserungspotentiale erkannt. Dies hatte zur Folge, dass die Lohnverarbeitungsverträge mit der ADM International Sàrl (ADMI), Rolle, Schweiz, und der Olenex C.V., Amsterdam, Niederlande, auch für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft und ihre Werke für das Geschäftsjahr 2015 überarbeitet und angepasst wurden. Insbesondere diejenigen Vertragsteile und -parameter, die einen Einfluss auf die Bewertung der Qualität der Rohwaren und der daraus produzierten Halbfertig- und Fertigerzeugnisse haben, wurden abgeschafft. Auch die von der ADMI für die Standorte europaweit eingekauften Strompreise finden ihren Niederschlag in der Kostenbasis der einzelnen Lohnverarbeitungsstandorte. Diese Effekte können im Einzelfall zu einer Verbesserung der Betriebsergebnisse an den einzelnen Standorten führen.

1.3 Die Silo- und Umschlagsbetriebe

Die Silo- und Umschlagsbetriebe waren im Berichtszeitraum mit einer Ausnahme zufriedenstellend ausgelastet. Im April 2015 hat der Vorstand beschlossen, den Silobetrieb in Riesa zu schließen. Im Jahr 2014 hatte bereits das benachbarte Futtermittelwerk dauerhaft geschlossen. Niedrige Umschlagszahlen, unzuverlässige Wasserstände an der Elbe mit häufig auftretenden Niedrigwasserständen und geringe Aussichten auf Ertragssteigerungen am Standort Riesa haben die Entscheidung befördert. Vier Mitarbeitern wurde betriebsbedingt gekündigt und Ende November waren alle Mitarbeiter am Standort Riesa ausgeschieden. Die Entscheidung hatte keinen nennenswerten Einfluss auf die anderen operativen Aktivitäten im Erfassungshandel oder in der Region.

Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft hält Beteiligungen an Silobetrieben, die sich vornehmlich am Export beteiligen. Das sind die Betriebe in Hamburg, Silo P. Kruse und in Rostock die RGL Rostocker Getreide Lager. Die Beteiligungsverhältnisse sind respektive 51 % und eine gleichberechtigte Partnerschaft mit der ATR Beteiligungsgesellschaft mbH, Ratzeburg.

Die im Marktteil beschriebenen Umstände haben zu unterschiedlichen Auslastungen der Silobetriebe über das Kalenderjahr betrachtet geführt. In der zweiten Jahreshälfte waren die Läger auf den landwirtschaftlichen Betrieben und in der ganzen Republik gut gefüllt. Die großen Ernten, gepaart mit einer fehlenden Nachfrage aus dem internationalen Umfeld, hatten einen geringeren Umschlag im Export zur Folge. Deutsches Getreide war im Vergleich zu den baltischen Herkünften und den fehlenden Lagerkapazitäten in diesen Regionen sowie der Herkunft aus der Schwarzmeerregion nicht mehr wettbewerbsfähig. Anders als zu Beginn des Jahres, als die schlechteren Weizenqualitäten in Frankreich aus der Ernte 2014 die Nachfrage nach deutschem Qualitätsweizen den Export beflügelten. Die Silobetriebe in Hamburg und in Rostock haben an diesen Exporten gut partizipiert.

Bei "Silo P. Kruse" musste eine größere Reparatur an den Flutschutzvorrichtungen vorgenommen werden, die voraussichtlich im Jahr 2016 abgeschlossen wird. Eine Maßnahme, die von der "Poldergemeinschaft Hohe Schaar" - an der die "Silo P. Kruse" mit ca. 6,6 % beteiligt ist - durchgeführt wurde und im Berichtsjahr eine ergebnismindernde Wirkung hatte.

"Silo P. Kruse" nimmt im Verbund mit der "Poldergemeinschaft Hohe Schaar" an dem förderfähigen Hochwasserschutzprogramm der Hansestadt Hamburg teil. Im Berichtsjahr wurden die ersten Teilbauabschnitte auf der Hohen Schaar beauftragt und mit dem Bau begonnen.

In Rostock erfolgt der exportseitige Umschlag über einen Belader der Getreide Service Rostock am Liegeplatz 17/18. Dieser war zeitweise in den Monaten November/Dezember ausgefallen und musste repariert werden. Dadurch wurden für den Export bestimmte Getreidemengen vom Standort Rostock kurzfristig in andere Exporthäfen umdisponiert.

Die wesentliche Aufgabe des "Silo Hamburg" ist die Versorgung der Ölmühle mit Raps und Sojabohnen zur Weiterverarbeitung. "Silo Hamburg" hat die Umschlagsleistung im Vergleich zum Vorjahr leicht steigern können, wobei der Sojabohnenumschlag einen Rückgang im Rapsumschlag mehr als nur kompensieren konnte. Auch der Umschlag von vegetabilen Ölen lag um ca. 10 % über dem Vorjahreswert.

1.4 Die Weiterverarbeitung

Die Auslastung der Anlagen des "Werk Hamburg" zur Raffination von Soja- und Rapsölen war im Berichtszeitraum befriedigend. Die Nachfrage nach Ölen für die Biodieselproduktion ging im Vergleich zum Vorjahr signifikant zurück. Dies ist einer maßgeblichen Gesetzesänderung für die Biokraftstoffproduzenten, mit erheblichen Einflussfaktoren auf das Geschäft, geschuldet.

Seit Januar 2015 ist das bis dahin in Deutschland geltende Fördersystem für Biokraftstoffe vollständig neu ausgerichtet worden. Dadurch wurde die Mineralölindustrie gesetzlich verpflichtet, den Ausstoß von Treibhausgasen im Verkehrsbereich in den Jahren 2015 und 2016 um 3,5 % zu senken. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Mineralölunternehmen Biokraftstoffe einsetzen, die deutlich weniger Treibhausgase ausstoßen als fossile Kraftstoffe. Biodiesel und Bioethanol, alles Kraftstoffe der sogenannten 1. Generation, leisten hier einen signifikanten Beitrag.

Mit der Einführung der Treibhausgasminderungsquote wurde gleichzeitig auch die feste Verwendungsquote von 6,25 % abgelöst. Damit haben alle Biokraftstoffproduzenten einen am Kraftstoffverbrauch orientierten und über den %-Satz fixierten Absatzmarkt verloren. Der mengenmäßige Absatz errechnet sich heute, und dies ausschließlich in Deutschland, über die Einsparung von Treibhausgasen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, also vom Landwirt bis in den Tank. Alle anderen Mitgliedsländer arbeiten noch mit der alten Verwendungsquote und könnten dies bis 2020 beibehalten.

Mit der Einführung der THG-Minderungsquote von 3,5 % Treibhausgaseinsparung wurde gleichzeitig ein Paradoxon eingeführt. Je höher die Treibhausgaseinsparung beim Anbau und der Herstellung eines Biokraftstoffes ist, desto eher wird das mit 3,5 % Einsparung gesetzte Ziel erreicht und entsprechend weniger Menge dafür benötigt. Anders ausgedrückt, je besser Anbau und Herstellungsprozess und je mehr Treibhausgase dabei eingespart werden, desto weniger dieser klimafreundlichen Biokraftstoffe werden eingesetzt. Zur Berechnung der Emissionen wird der gesamte Herstellungsprozess vom Anbau in den landwirtschaftlichen Betrieben, dem Transport und der Verarbeitung streng kontrolliert und zertifiziert. In Deutschland, dem einzigen Land in der Europäischen Union, das die Klimaschutz-Quote in dieser neuen strengen Form systematisch anwendet, hat diese Verpflichtung zur Treibhausgasminderung einen direkten Effekt auf den Biokraftstoffmarkt, da sie zu einer größeren Verunsicherung der Marktteilnehmer und dadurch zu einer geringeren Nachfrage im Markt geführt hat. Dies hat sich insgesamt negativ auf die Auslastung unserer Biodieselproduktionsanlagen ausgewirkt und damit auf Umsatzerlöse und Konzernergebnis im laufenden Geschäftsjahr.

Aufgrund der geringeren Nachfrage nach Biodiesel wurde im Juni 2015 am Standort Leer Kurzarbeit eingeführt. Im November hat der Vorstand beschlossen, den Standort Leer zum 31.12.2015 zu schließen. 22 Mitarbeitern wurde betriebsbedingt gekündigt. Mit der Gewerkschaft und dem Betriebsrat wurde ein Sozialplan verhandelt und vereinbart. Die Mitarbeiter sind zum Jahresende ausgeschieden und mehr als die Hälfte sind in eine Transfergesellschaft übergegangen.

Im Dezember 2015 haben die Archer Daniels Midland Company (NYSE: ADM) und Wilmar International Limited (SGX: F34) folgende Transaktion verkündet – Olenex C.V., gegründet 2012 als Vermarktungskooperation zwischen ADM Company und Wilmar International Limited zur Vermarktung von Ölen und Fetten in Europa, soll in ein Joint-Venture mit eigenem Anlagevermögen überführt werden. Es ist geplant, dass zwei ADM-Standorte in Hamburg, die Anlage für Spezialöle und –fette und ein Werk zur Palmölraffination, in das neue Joint Venture übertragen werden könnten. Wilmar soll seine Raffinerien für tropische Öle in Brake, Deutschland, und Rotterdam, Niederlande, einbringen. Zusätzlich zur Verarbeitung soll das Joint Venture ebenfalls Rohmaterialbeschaffung, Handel sowie Verkaufs- und Marketinggeschäfte beinhalten.

Dieses Ansinnen soll es Olenex erlauben, effizienter und wettbewerbsfähiger durch eine stärkere Markenpräsenz und Position im Öl- und Fettmarkt zu handeln. Durch die Umwandlung würde ADMs strategisches Ziel zur Stärkung des europäischen Ölgeschäftes für Lebensmittelprodukte über einen einzigen, integrierten Lieferanten für Öl- und Fettprodukte unterstützt. Olenex startete 2012 als Kooperation zwischen ADM und Wilmar zur Vermarktung von Öl- und Fettprodukten in Europa. Diese Planung wird derzeit von behördlicher Seite geprüft und eine Entscheidung ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar. Darüber hinaus sind die Details einer solchen möglichen Transaktion mit Olenex noch nicht konkretisiert.

Wilmar International Limited, gegründet 1991, mit Hauptsitz in Singapur, ist heute Asiens führende Gruppe in der Agrarindustrie. Wilmar zählt nach Marktkapitalisierung zu den größten gelisteten Unternehmen der Singapur Börse. Wilmars Geschäftsaktivitäten schließen Palmölanbau, Ölsaatenextraktion, Raffination von Lebensmittelölen, Zuckerverarbeitung und –raffination, Spezialfette, Oleochemie, Biodiesel, Düngerfabrikation und Getreideverarbeitung ein. Wilmar hat über 500 Produktionsanlagen und ein ausgeprägtes Vertriebsnetzwerk, das China, Indien, Indonesien und weitere 50 Länder umfasst. Die Gruppe wird unterstützt von einer multinationalen Belegschaft von ca. 92.000 Mitarbeitern.

2. Bericht zur Ertragslage

Die Ertragslage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg Konzerns wird wesentlich geprägt durch die Einbindung in die Aktivitäten des weltweit tätigen ADM-Konzerns.

2.1. Ertragslage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft nach HGB

Im Geschäftsjahr 2015 wurde im Vergleich zum Vorjahr ein um EUR 7,8 Mio. höheres Ergebnis nach Steuern und vor Ergebnisabführung von EUR 10,9 Mio. erzielt.

In der Ertragslage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft nach HGB werden im Geschäftsjahr 2015 alle Erträge und Aufwendungen aus dem "Werk Leer", dem "Werk Hamburg", dem "Werk Noblee & Thörl", dem "Silo Hamburg", dem "Silo Rothensee" und dem "Silo Riesa" ausgewiesen.

Zu ausgewählten Einflussfaktoren nehmen wir wie folgt Stellung:

Die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr von EUR 178,1 Mio. (Vorjahr EUR 226,6 Mio.) betreffen überwiegend das "Werk Hamburg" mit EUR 113,4 Mio. (Vorjahr EUR 106,6 Mio.), das "Werk Noblee & Thörl" mit EUR 28,9 Mio. (Vorjahr EUR 29,7 Mio.) sowie mit EUR 20,3 Mio. den Bereich Biodiesel im "Werk Leer" (Vorjahr EUR 76,1 Mio.).

Im Vorjahr wurden Erträge aus Wertaufholungen für Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 3,0 Mio. vereinnahmt. Im Ergebnis des Geschäftsjahres 2015 sind periodenfremde sonstige betriebliche Erträge in Höhe von EUR 9,5 Mio. enthalten.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen von EUR 15,4 Mio. (Vorjahr EUR 15,5 Mio.) enthalten planmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 13,0 Mio. (Vorjahr EUR 12,9 Mio.) sowie außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 2,4 Mio. (Vorjahr EUR 2,6 Mio.).

Das Zinsergebnis lag bei EUR -4,9 Mio. (Vorjahr EUR -3,2 Mio.).

Insgesamt wird ein um EUR 12,9 Mio. höheres Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von EUR 17,8 Mio. (Vorjahr EUR 4,9 Mio.) ausgewiesen. Durch Änderungen in den Abrechnungsmodalitäten der Lohnverarbeitung ist das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit mit EUR 7,1 Mio. positiv beeinflusst worden. Die Schließung des "Werk Leer" führte demgegenüber zu zusätzlichen Aufwendungen in Höhe von EUR 3,7 Mio. Die Aufwendungen aus Ertragsteuern von EUR 6,7 Mio. (Vorjahr EUR 0,6 Mio.) enthalten die von der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH belasteten Steuerumlagen. Sie wurden wie im Vorjahr auf Basis einer fiktiven originären Steuerpflicht ermittelt.

2.2. Ertragslage des Segments Ölmühle im IFRS-Konzernabschluss

Im Geschäftsjahr 2015 wurde ein Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsergebnis von EUR 21,8 Mio. (Vorjahr EUR 12,7 Mio.) erzielt. Durch Änderungen in den Abrechnungsmodalitäten der Lohnverarbeitung ist dieses Ergebnis mit EUR 4,5 Mio. positiv beeinflusst worden.

Im Geschäftsjahr werden in der Ertragslage des Segments Ölmühle wie im Vorjahr ausschließlich die Verarbeitungsaktivitäten des "Werk Hamburg" sowie die Geschäftsaktivitäten der Silobetriebe und der ADM Rothensee GmbH & Co. KG ausgewiesen.

Das "Werk Hamburg" hat im Geschäftsjahr Lohnverarbeitungserlöse aus der Saatenverarbeitung in Höhe von EUR 94,6 Mio. erzielt (Vorjahr EUR 86,4 Mio.).

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Silobetriebe hat sich im Geschäftsjahr im Vergleich zum Vorjahr über alle Bereiche verbessert. Die Silobetriebe konnten im Geschäftsjahr insgesamt Umsatzerlöse vor Eliminierungen in Höhe von EUR 20,3 Mio. (Vorjahr EUR 18,8 Mio.) erzielen.

Die ADM Rothensee GmbH & Co. KG als Erfasser von Getreide und Ölsaaten hat im abgelaufenen Geschäftsjahr mehr Mengen umgeschlagen und erzielte Umsatzerlöse in Höhe von EUR 230,4 Mio. (Vorjahr EUR 145,3 Mio.). Das erzielte Ergebnis der ADM Rothensee beläuft sich im Geschäftsjahr auf einen Gewinn von EUR 0,8 Mio. (Vorjahr EUR 0,8 Mio.).

Im Beteiligungsergebnis war im Vorjahr ein Erfolgsbeitrag in Höhe von EUR 10,7 Mio. aus der Entkonsolidierung der RGL (Rostocker Getreide-Lager) GmbH & Co. KG, Hamburg, enthalten.

Im Konzernabschluss werden derivative Finanzinstrumente zu Marktwerten bewertet. Aus der Bewertung von offenen derivativen Finanzinstrumenten werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erträge von EUR 2,7 Mio. (Vorjahr EUR 3,6 Mio.) sowie Aufwendungen von EUR 1,7 Mio. (Vorjahr EUR 5,4 Mio.) ausgewiesen. Auf das Segment "Ölmühle" entfallen Erträge von EUR 2,7 Mio. (Vorjahr EUR 3,6 Mio.) und Aufwendungen von EUR 1,7 Mio. (Vorjahr EUR 4,8 Mio.).

2.3. Ertragslage des Segments Weiterverarbeitung im IFRS-Konzernabschluss

Im Geschäftsjahr 2015 wurde im Vergleich zum Vorjahr ein um EUR 2,0 Mio. geringeres Ergebnis vor Ertragsteuern und Zinsergebnis von EUR 2,4 Mio. erzielt. Durch Änderungen in den Abrechnungsmodalitäten der Lohnverarbeitung ist dieses Ergebnis mit EUR 2,6 Mio. positiv beeinflusst worden. Die Schließung des "Werk Leer" führte demgegenüber zu zusätzlichen Aufwendungen in Höhe von EUR 3,7 Mio.

Im Geschäftsjahr werden in der Ertragslage des Segments Weiterverarbeitung wie im Vorjahr ausschließlich die Biodieselverarbeitungsaktivitäten des "Werk Hamburg" und die Geschäftsaktivitäten des "Werk Noblee & Thörl" als Lohnverarbeiter für die ADMI sowie die Biodieselaktivitäten des "Werk Leer" ausgewiesen.

Im Segment Weiterverarbeitung ergaben sich im Bereich Biodiesel Umsatzerlöse vor Eliminierungen im Geschäftsjahr von EUR 39,2 Mio. (Vorjahr EUR 96,4 Mio.). In den Produktionsanlagen des "Werk Leer" gab es seit Juni 2015 Kurzarbeit "Null" und zum 31. Dezember 2015 wurde das "Werk Leer" vollständig geschlossen.

Für das "Werk Noblee & Thörl" sind im Geschäftsjahr Umsatzerlöse bei einer konstanten Auslastung der Produktionsanlagen von EUR 28,9 Mio. (Vorjahr EUR 29,7 Mio.) erzielt worden.

Im Konzernabschluss werden derivative Finanzinstrumente zu Marktwerten bewertet. Aus der Bewertung von offenen derivativen Finanzinstrumenten werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Erträge von EUR 2,7 Mio. (Vorjahr EUR 3,6 Mio.) sowie Aufwendungen von EUR 1,7 Mio. (Vorjahr EUR 5,4 Mio.) ausgewiesen. Auf das Segment "Weiterverarbeitung" entfallen Aufwendungen von EUR 0,0 Mio. (Vorjahr EUR 0,6 Mio.).

3. Bericht zur Finanzlage

Die Ziele des Finanzmanagement liegen in der Sicherstellung der Liquidität sowie in der Begrenzung der Wechselkursrisiken. Dazu wird die Finanzierung der Geschäftsaktivitäten der ADM Hamburg Aktiengesellschaft sowie aller Tochtergesellschaften unverändert fast ausschließlich durch verbundene Unternehmen der weltweiten ADM Gruppe sichergestellt. Zum Bilanzstichtag bestehen keine langfristigen Bankverbindlichkeiten.

Die im Geschäftsjahr durchgeführten Investitionen des Konzerns in immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen in Höhe von EUR 13,1 Mio. konnten vollständig aus den Mittelzuflüssen aus betrieblicher Tätigkeit gedeckt werden. Der Mittelzufluss aus betrieblicher Tätigkeit betrug im ADM Hamburg Konzern im Geschäftsjahr EUR 32,5 Mio. (Vorjahr EUR 16,1 Mio.).

Liquiditätsrisiken sind aufgrund der Finanzierungsstruktur derzeit weder für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft noch für den Konzern ersichtlich.

Wesentliche Währungspositionen bestehen für die ADM Hamburg Aktiengesellschaft und den ADM Hamburg-Konzern nicht, da im Wesentlichen in Euro gehandelt wird sowie bestehende Fremdwährungsgeschäfte durch Sicherungsgeschäfte begrenzt werden.

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen setzten sich am Bilanzstichtag wie auch im Vorjahr aus den Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen sowie dem Bestellobligo für Anlagevermögen zusammen und bestehen in einer der Geschäftstätigkeit des Konzerns und der ADM Hamburg Aktiengesellschaft angemessenen Höhe.

Wir erwarten auch in der Zukunft Liquiditätsüberschüsse aus der Geschäftstätigkeit der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg-Konzerns.

4. Bericht zur Vermögenslage

Die Vermögenslage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg Konzerns ist wie im Vorjahr weiterhin geordnet.

Im handelsrechtlichen Jahresabschluss der ADM Hamburg Aktiengesellschaft hat sich die Bilanzsumme gegenüber dem Vorjahr um EUR 12,8 Mio. auf EUR 252,2 Mio. vermindert. Die Veränderung der Aktiva ergibt sich hauptsächlich aus einer Zunahme der Forderungen gegen verbundene Unternehmen sowie einer Verminderung des Anlagevermögens, der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögensgegenstände.

Der Buchwert des Anlagevermögens ist im Vergleich zum Vorjahr mit EUR 144,2 Mio. leicht gesunken. Den Investitionen in Höhe von EUR 11,7 Mio. stehen Abschreibungen von EUR 15,4 Mio. gegenüber. Bei den Investitionen im Geschäftsjahr handelt es sich im Wesentlichen um die Installation einer Raps-Lecithin- Raffinerie, die Erneuerung des Kühlwassersystems und des Ölverladearms. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozentpunkte erhöht und beträgt zum Bilanzstichtag 57,2% (Vorjahr 55,8%).

Auf der Passivseite haben sich im Vergleich zum Vorjahr hauptsächlich die sonstigen Rückstellungen um EUR 2,9 Mio. und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um EUR 9,4 Mio. auf EUR 172,0 Mio. vermindert.

Es wird ein Eigenkapital der ADM Hamburg Aktiengesellschaft in Höhe von EUR 41.2 Mio. ausgewiesen. Der Eigenkapitalanteil an der Bilanzsumme beträgt nunmehr 16,3% (Vorjahr 15,6%).

Im Konzernabschluss verminderte sich die Bilanzsumme im Vergleich zum Vorjahr um EUR 10,3 Mio. auf EUR 338,1 Mio. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (EUR +7,0 Mio.) und die sonstigen finanziellen Vermögenswerte (EUR +27,9 Mio.) erhöhten sich im Stichtagsvergleich, während die Vorräte (EUR -19,1 Mio.) und die sonstigen Vermögenswerte (EUR -23,0 Mio.) sich verminderten.

Der Buchwert der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen hat sich gegenüber dem Vorjahr um insgesamt EUR 2,0 Mio. verringert. Den gesamten Investitionen im Berichtszeitraum in Höhe von EUR 13,1 Mio. stehen Abschreibungen in Höhe von EUR 14,7 Mio. gegenüber. Der Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme steigt gegenüber dem Vorjahr auf 64,0% (Vorjahr 62,7%).

Auf der Passivseite erhöhte sich das Eigenkapital nach Berücksichtigung der Ergebnisabführung der ADM Hamburg Aktiengesellschaft in Höhe von EUR 10,9 Mio. und des im Geschäftsjahr 2015 ausgewiesenen Konzerngesamtergebnisses von EUR 15,7 Mio. insgesamt um EUR 4,8 Mio. auf EUR 71,8 Mio. Die Konzern-Eigenkapitalquote erhöhte sich auf Grund der geringeren Bilanzsumme auf 21,2% (Vorjahr 19,2%).

5. Gesamtaussage zur Lage

Die Vermögens- und Finanzlage der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg Konzerns sind weiterhin geordnet. Im Geschäftsjahr 2015 hat die ADM Hamburg Aktiengesellschaft ein Ergebnis vor Ergebnisabführung von EUR 10,9 Mio. (Vorjahr EUR 3,1 Mio.) erzielt. Im ADM Hamburg Konzern ergab sich im Geschäftsjahr 2015 ein Konzern-Gesamtergebnis in Höhe von EUR 15,7 Mio (Vorjahr 6,0 Mio.).

Wir erwarten für das Geschäftsjahr 2016 ein vergleichbares Ergebnis ohne die im Geschäftsjahr 2015 eingeflossenen oben dargestellten Sondereffekte.

6. Nachtragsbericht

Es sind uns keine Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag bekannt geworden. In diesem Zusammenhang wird jedoch auf eine mögliche Nutzung weiterer Synergie-Effekte in den ADM-Gesellschaften in Deutschland hingewiesen.

7. Prognosebericht

2016 wird wesentlich durch die in 2015 eingeleiteten Maßnahmen und die weitere Entwicklung der Rohstoff- und Biokraftstoffmärkte geprägt sein. Die dauerhafte Schließung des Standortes Leer wird abschließend umgesetzt und die dafür erforderlichen, umweltrelevanten behördlichen Genehmigungen werden eingeholt. Nach erfolgreichem Abschluss kann an einer Lösung zu den bebauten Grundstücken in Leer und deren weiteren Verwendung gearbeitet werden. Aus heutiger Sicht sind keine nennenswerten Umweltauflagen zur Schließung des Standortes oder einem möglichen Verkauf der Liegenschaften erkennbar bzw. bekannt. Sobald die behördlichen Genehmigungen zur Schließung erteilt wurden, können mit interessierten Parteien erste Sondierungsgespräche aufgenommen werden. Die erzielbaren Beträge aus der Verwertung der Anlagen wurden auf der Grundlage der jeweiligen Nutzungswerte unter der Annahme geschätzt, dass keine Verwertungserlöse, die die anfallenden Verkaufskosten übersteigen, zu erwarten sind.

Sollte die Überführung der Olenex C.V. und der beiden ADM-Standorte in Hamburg sowie der beiden Wilmar-Aufbereitungsanlagen für tropische Öle in Brake, Deutschland, und Rotterdam, Niederlande, erfolgreich umgesetzt werden, könnte dies Einfluss auf die Ertragskraft der ADM Hamburg Aktiengesellschaft haben. Die Lohnverarbeitungserlöse aus den beiden ADM-Werken - Werk Noblee & Thörl und der Palmraffination – würden künftig in das Joint Venture mit Wilmar einfließen. Diese Erlöse würden dann nicht mehr im konsolidierten Ergebnis der ADM Hamburg Aktiengesellschaft enthalten sein. Ein Ziel in den noch laufenden Verhandlungen über die Durchführung der Transaktion ist es, zu erreichen, dass die Transaktion insgesamt keinen wesentlichen Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben wird. Beide Joint Venture-Partner würden Mitarbeiter aus ihren bisherigen Gesellschaften übernehmen. Die genaue Anzahl der von dieser Maßnahme betroffenen Mitarbeiter steht noch nicht fest. Die Gewerkschaften und Betriebsräte sind über dieses Vorhaben informiert.

Im Verlauf des Jahres 2015 wurde entschieden, europaweit die transaktionalen Buchhaltungsaktivitäten nach Polen zu verlagern. Ein europaweites Projektteam hat die Umsetzung geplant, begleitet und gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort in Teilschritten umgesetzt. Die Teams der ADM Hamburg Aktiengesellschaft haben diese Arbeit in 2015 begonnen und setzen sie bis zur vollständigen Umsetzung bis Mitte 2016 fort. Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft wird also künftig Dienstleistungen im Bereich Buchhaltung von der ADM Shared Services Center Europe, Poznan, Polen, im Rahmen eines Servicevertrages beziehen. Durch die Zentralisierung von transaktionalen Buchhaltungsleistungen für die gesamte europäische ADM-Gruppe werden, z. B. durch das Lohngefälle, Kosteneinsparungen generiert. Weiteres Optimierungspotential besteht in einer weitergehenden Standardisierung und Harmonisierung der Prozesse, sofern dies in Folgeprojekten umgesetzt werden sollte. Die Verlagerung der transaktionalen Prozesse in das ADM Shared Services Center nach Poznan in Polen sollte bis Mitte 2016 abgeschlossen sein.

Bei der ADM Hamburg Aktiengesellschaft sind 22 Mitarbeiter/innen von dieser Maßnahme betroffen, wovon vier künftig andere Aufgaben in der Gruppe übernehmen werden. Mit dem Betriebsrat wurde ein Sozialplan verhandelt und in 2016 umgesetzt. Im Verlauf des ersten Halbjahres werden die betroffenen Mitarbeiter die betriebsbedingten Kündigungen erhalten und sukzessive das Unternehmen verlassen. Dadurch sollten die Personalkosten mittelfristig geringer ausfallen.

Die Nachfrage nach Biokraftstoffen wird weiterhin als zurückhaltend von Branchenvertretern für das Jahr 2016 eingeschätzt. Die Absatzzahlen für die unterschiedlichen Biokraftstoffe variieren je nach Produkt (Biodiesel gegenüber Ethanol gegenüber Altspeiseölen (UCOME)). Ob eine, von wenigen Marktteilnehmern prognostizierte, bessere Nachfrage nach Biokraftstoffen in der zweiten Jahreshälfte die geringe Nachfrage des ersten Halbjahres kompensieren kann, bleibt abzuwarten. Die größere Nachfrage in der zweiten Jahreshälfte soll der Erfüllung von THG-Minderungsquoten dienen und wird damit begründet.

Das erste Jahr der Überwachung von Treibhausgasminderungszielen und der tatsächlichen Treibhausgaseinsparung war 2015. Die Überwachungsbehörden sind nun in der Pflicht ihre Kontrollfunktion bei den Zertifizierern und Auditoren nachzukommen. Es muss sichergestellt werden, dass die individuellen THG-Werte auch tatsächlich überprüft werden und somit plausibel und nachvollziehbar sind. Dies gilt für Biokraftstoffe aus Anbaubiomasse als auch für solche aus Abfällen/Reststoffen.

Der geringeren Nachfrage nach Biokraftstoffen könnte der Gesetzgeber mit dem einfachen Mittel der Verstetigung der Quote, d. h. bis 2020 einen jährlichen Anstieg um 0,5 % auf 6 % in 2020 begegnen. Hier gilt es, weitere Überzeugungsarbeit zu leisten.

Ein weiteres Politikum ist die Anrechenbarkeit von co-HVO und ob dies zwingend in allen Mitgliedstaaten umzusetzen ist. In Deutschland kann co-HVO bislang nicht auf die Quotenerfüllung angerechnet werden. Die hierzu vor Jahren vorbereitete 37. BImSchV wurde nicht umgesetzt und steht unter Parlamentsvorbehalt. Dieser Vorbehalt verlöre allerdings bei einer verpflichtenden Umsetzung der fraglichen EU-Richtlinie de facto seine Wirksamkeit. Es muss also von einer obligatorischen Umsetzung in deutsches Recht ausgegangen werden. Abweichende Regelungen könnten ausschließlich mit Gesundheits- und Umweltbelangen begründet werden. Angesichts der für alle Rohstoffe verbindlichen Nachhaltigkeitszertifizierung ist nicht davon auszugehen, dass die Bundesregierung co-HVO mit der Begründung "Umwelt/mangelnde Nachhaltigkeit" ausschließt, zumal die Quotenanrechnung von Standalone-HVO zulässig ist. Sollte die Anrechenbarkeit von co-HVO auf die THG-Minderungsziele erfolgen, würde der verbleibende Marktanteil zur Erreichung der THG-Minderungsziele durch Biokraftstoffe erheblich kleiner.

Wichtig für die kurzfristige Entwicklung der Getreide- und insbesondere der Ölsaatenpreise wird die bevorstehende Mais- und Sojabohnenernte in Südamerika sein. In den vergangenen Monaten waren die Wetterbedingungen im Großteil der Anbauregionen Südamerikas sehr gut. Die überdurchschnittlichen Niederschläge dürften auf das zuletzt stark ausgeprägte El Niño-Phänomen zurückzuführen sein, welches tendenziell für stärkeren Niederschlag im Süden Südamerikas verantwortlich ist. Die starken Regenfälle in den Anbauregionen für Sojabohnen könnten bis zu 10 Mio. Tonnen geringere Erntemengen zur Folge haben. Trotzdem läge die Ernte aus dieser Region noch auf Vorjahresniveau.

Nach Schätzung des Branchendienstes Informa Economics steigt die Aussaatfläche für Sojabohnen von 33,1 Mio. ha in 2015 auf 34,2 Mio. ha an. Die Produktion dürfte damit auf Basis von Trenderträgen schon zum dritten Mal in Folge 107 Mio. t erreichen. Die weltweite Sojabohnenproduktion im Kalenderjahr 2016 soll laut Informa Economics bei 325 Mio. t liegen und damit noch einmal höher als in 2015 (318 Mio. t).

Anders sieht es bei den Getreiden, insbesondere Mais, aus. Allein in Brasilien erwartet man eine um ca. 8 Mio. Tonnen geringere Ernte durch die Regenfälle in diesen Anbaugebieten. Somit werden in den nächsten Wochen neben Südamerika auch die USA wieder verstärkt in das Zentrum des Geschehens rücken, da die Landwirte ihre Anbauentscheidung treffen müssen.

Die weltweite Maisernte könnte mit 987 Mio. t knapp über den 985 Mio. t aus dem letzten Jahr liegen. Dies scheint auf den ersten Blick aus mehreren Gründen durchaus plausibel: Die Fläche in der Ukraine dürfte aufgrund der Auswinterungsverluste bei Weizen, Gerste und Raps tatsächlich wieder ansteigen und auch die dortigen Erträge dürften nach der starken Hitze in 2015 in diesem Jahr wieder besser ausfallen. Ähnliches gilt für die EU und auch für Indien, das vermutlich nicht zwei Jahre in Folge unter einem schwachen Monsun leiden dürfte, zumal der dafür verantwortliche El Niño mittlerweile bereits wieder abnimmt. Aufgrund der politischen Veränderungen scheinen sich die argentinischen Landwirte, entgegen früherer Erwartungen, beim Anbau vermehrt zugunsten des Mais entschieden zu haben.

Die globale Produktion wird aber vor allem von der Fläche und den Erträgen in den USA abhängen. Derzeit rechnet Informa mit einem marginalen Anstieg der Anbaufläche auf 33,0 (32,7) Mio. ha, was angesichts der Preisrelation zur Sojabohne durchaus plausibel erscheint.

Die globale Weizenproduktion soll nach Angaben von Informa in 2016 stark rückläufig sein. Mit gerade einmal 709 Mio. t würde ein Minus von 25 Mio. t im Vergleich zum Vorjahr zu Buche schlagen. In der Tat sind die Voraussetzungen zum jetzigen Zeitpunkt in einigen Regionen kritisch. Dazu zählt zum Beispiel die Ukraine. Dort ist die Weizenaussaat aufgrund der ausgeprägten Dürre im letzten Herbst deutlich zurückgegangen. Die aktuelle Produktionsprognose von 19,0 (Vorjahr 27,3) Mio. t scheint durchaus sinnvoll. Auch die Prognose für Indien ist nachvollziehbar. Die Aussaatfläche ist aufgrund des schwach ausgefallenen Monsuns geringer als im Vorjahr, sodass die Produktion tatsächlich auf 87,0 (88,9) Mio. t sinken könnte.

In anderen Teilen der nördlichen Hemisphäre sind die Bedingungen zwar derzeit gut. Dennoch ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Produktion in der EU, in Russland und in der Türkei nach den herausragenden Erträgen im Jahr 2015 wieder sinken wird. Derzeit geht Informa für die EU von 150,0 (Vorjahr: 158,0) Mio. t (inkl. Durum), für Russland von 56,5 (61,0) Mio. t und für die Türkei von 17,6 (19,5) Mio. t aus.

Was bedeuten diese Flächen- und Produktionsprognosen nun für die weltweite Versorgungslage? In Bezug auf den Mais lässt sich sagen, dass die Bilanz aus globaler Sicht komfortabel bleibt. Dies gilt aber nur, wenn sich die Produktion in Europa auch tatsächlich erholt. Auch auf dem Markt für Sojabohnen dürfte sich aller Voraussicht nach keine neue Situation einstellen. Angesichts der bislang guten Wetterbedingungen in Südamerika und der vor allem in Argentinien und den USA noch immer vorhandenen Reserven, müssten die USA im Sommer schon von einer starken Dürre getroffen werden, um das weltweite Bild nachhaltig zu verändern.

Was die globale Weizenbilanz betrifft, stellt sich die Situation etwas anders dar. Sollte die Informa-Schätzung eines drastischen Produktionsrückgangs eintreffen, würde die Versorgungslage knapper, gerade gegen Ende des nächsten Wirtschaftsjahres 2016/17. Dies gilt auch vor dem Hintergrund der momentan üppigen Bestände.

Allerdings sind die Ernteprognosen zum jetzigen Zeitpunkt noch mit einer gewaltigen Unsicherheit behaftet. Dies gilt nicht so sehr für den Faktor "Fläche", aber dafür umso mehr für den Faktor "Ertrag". Die Wetterbedingungen auf der nördlichen Hemisphäre zwischen April und Juli werden letzten Endes verantwortlich für die Ernte und die Preisentwicklung sein.

Für 2016 sind keine neuen Impulse zu erwarten, da die großen Themen aus dem letzten Jahr nach wie vor aktuell sind. Die auseinanderdivergierenden Zentralbankpolitiken der FED und der EZB, fallende Rohstoffpreise und schwächeres wirtschaftliches Wachstum in China und den Emerging Markets werden weiterhin den Devisenmarkt beschäftigen. Zudem werfen zwei Großereignisse ihre Schatten voraus. In den USA wird dieses Jahres ein neuer Präsident oder Präsidentin gewählt. In Großbritannien hingegen stellt man sich wohl dem Referendum zum "Brexit".

Die FED hat die Zinswende eingeleitet und wird sich in 2016 der Herausforderung stellen müssen, wie schnell sie diesen Weg nun weiter gehen kann. Vor dem Hintergrund der schwachen chinesischen Wirtschaft werden Investitionen und Gelder aus den "Emerging Markets" zurückgehalten bzw. herausgezogen. Dadurch könnten diese Länder zunehmend unter Druck geraten. Des Weiteren leiden sie vermehrt unter dem starken USD. Die FED unter Präsidentin Janet Yellen wird beweisen müssen, die goldene Mitte zu finden, um die eigene Inflation anzukurbeln, jedoch die weltwirtschaftliche Entwicklung nicht zu ersticken.

Auf der Gegenseite ist aus heutiger Sicht bis Ende 2017 mit keiner Zinserhöhung im Euroraum zu rechnen. Das Gegenteil könnte der Fall werden und Mario Draghi bereit sein, die Zinsen erneut zu senken und das Anleihekaufprogramm auszuweiten.

Das Verhältnis EUR/USD bleibt weiter spannend. Es sprechen viele Anzeichen aus EUR-Sicht für einen leicht negativen Verlauf. Ein seitwärts orientierter Handel im Bereich 1.0500 – 1.1500 erscheint aus heutiger Sicht am wahrscheinlichsten, wobei der USD den längeren Atem haben wird, da die FED aktuell am längeren Hebel sitzt und freier in ihren Entscheidungen agieren kann.

8. Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a Abs. 4 HGB

Der Gesetzgeber hat in 2015 ein Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst verabschiedet. Die bis dahin von der Politik initiierte freiwilligen Selbstverpflichtungen der Unternehmen haben nicht die gewünschte Wirkung erzielt und zu keiner nennenswerten Erhöhung des Frauenanteils an Führungspositionen geführt. Auch die Empfehlungen im Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK) für börsennotierte Aktiengesellschaften, nach denen bei der Besetzung von Vorstand und Aufsichtsrat stärker auf Vielfalt (Diversity) und auf eine angemessene Beteiligung von Frauen an Führungspositionen und im Vorstand zu achten ist, brachten nur eine geringe Steigerung des Frauenanteils hervor.

Deshalb wurde aus Sicht der Bundesregierung eine gesetzliche Regelung notwendig, die den Anteil von Frauen an Führungspositionen in der Privatwirtschaft, in der Bundesverwaltung, in den Gerichten des Bundes sowie in Gremien im Einflussbereich des Bundes signifikant erhöht und damit das verfassungsrechtlich verankerte Grundrecht auf gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern auch für den Bereich der Führungspositionen erfüllt.

Der Gesetzentwurf basiert auf drei Säulen:

    1. Vorgabe einer Geschlechterquote von mindestens 30 % für Aufsichtsräte von Unternehmen, die börsennotiert sind.
    1. Verpflichtung zur Festlegung von Zielgrößen für Aufsichtsräte, Vorstände und oberste Management-Ebenen,
    1. Novellierung der gesetzlichen Regelungen für den öffentlichen Dienst des Bundes (Bundesgremienbesetzungsgesetz und Bundesgleichstellungsgesetz), die im Wesentlichen die Vorgaben zur Geschlechterquote und zur Festlegung von Zielgrößen in der Privatwirtschaft widerspiegeln.

Bei der ADM Hamburg Aktiengesellschaft werden Aufsichtsrat, Vorstand und Personalabteilung an konzerneigenen Zielsetzungen und Umsetzungsplänen arbeiten, um die gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen. Zielgrößen für den Frauenanteil und Fristen zur Erreichung dieser Zielgrößen im Aufsichtsrat, Vorstand und den beiden Führungsebenen unterhalb des Vorstands wurden bisher nicht festgelegt.

9. Chancen- und Risikobericht

Der ADM Hamburg Konzern ist als international tätiger Konzern im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeiten Währungs- und Commodity-Risiken ausgesetzt und in das Risikomanagement des Mutterkonzerns eingebunden. Die Konzernunternehmen der ADM Gruppe unterliegen einem strikten Risiko-Management. Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten und Kontrollen sind in internen Richtlinien verbindlich festgelegt. Der Konzernvorstand bedient sich bei der Überwachung dieser Risiken neben seinem eigenen Berichtswesen unter anderem des Instrumentariums, welches von der Muttergesellschaft (ADM) bereitgestellt wird.

Für alle Handelsaktivitäten der Werke werden die Risiken volatiler Rohwaren-, Devisen- und Produktmärkte über das Risikomanagement für die gesamte Rohstoff- und Produktpalette von der ADMI oder der Olenex C.V. verantwortet.

Die Unternehmenspolitik der ADM ist die Begrenzung dieser Risiken durch ein systematisches Risiko-Management. Als Instrumente dienen vor allem Devisentermingeschäfte und Commodity-Termingeschäfte. Finanzinstrumente dürfen grundsätzlich nicht zu Spekulationszwecken eingesetzt werden, sondern dienen der Absicherung von Risiken im Zusammenhang mit dem operativen Geschäft. Absicherungen im Commodity-Bereich dienen primär der Mengen- als auch der Margen-Sicherung. Devisentermingeschäfte dienen der Minimierung von Wechselkursschwankungen bezogen auf die Funktionalwährung.

Bezüglich der Sicherungsgeschäfte bestehen Vertragsverhältnisse mit verschiedenen Unternehmen aus dem ADM Konzern, die sich auf die Durchführung von Sicherungsgeschäften spezialisiert haben. Somit wird die ADM Hamburg Aktiengesellschaft in die konzernweiten Sicherungsaktivitäten einbezogen. Die Sicherungsgeschäfte im Raps- und Getreide-Bereich erfolgen über den Marché à Terme International de France (MATIF).

Als weiteres Risiko ergibt sich im Finanzbereich das Kreditausfallrisiko. Für das Kreditrisiko bestehen Kreditversicherungen. Hinsichtlich der Netto-Forderungen der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und des ADM Hamburg Konzerns aus Energiesteuer von EUR 31,2 Mio. zum 31. Dezember 2014 und EUR 16,3 Mio. zum 31. Dezember 2015 wird kein Bedarf für eine Wertberichtigung dieser Ansprüche gesehen.

Allen operativen Risiken wird durch Qualitätssicherungssysteme, Schulung und Weiterbildung der Mitarbeiter, regelmäßige Wartung der Anlagen und den Abschluss geeigneter Versicherungen begegnet. Risiken aus dem rechtlichen Umfeld stehen unter ständiger Beobachtung. Die Wirksamkeit wird regelmäßig durch die Revisionsabteilung des ADM Konzerns überprüft. Ein enger Kontakt zu den Verbänden der einzelnen Betätigungsfelder soll helfen, frühzeitig Risiken zu erkennen und im konstruktiven Dialog die Rahmenbedingungen mitzugestalten.

10. Forschung und Entwicklung

Die Aufwendungen für Forschung- und Entwicklung sind im Vergleich zu den gesamten Aufwendungen unwesentlich. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeit dient im Wesentlichen der produktbezogenen Auftragsabwicklung und führt nicht zur Bildung immaterieller Vermögenswerte.

11. Personal

Im Berichtsjahr beschäftigte die ADM Hamburg Aktiengesellschaft durchschnittlich 611 (Vorjahr 587) Mitarbeiter, davon 27 (Vorjahr 29) Auszubildende. Im Konzern wurden durchschnittlich 665 (Vorjahr 646) Mitarbeiter beschäftigt. Hiervon sind 27 (Vorjahr 29) Auszubildende.

Unser Dank und unsere Anerkennung gilt auch allen unseren Mitarbeitern.

Hamburg, den 31. März 2016

Der Vorstand

(Jaana Karola Kleinschmit von Lengefeld)

(Dr. Kai-Uwe Ostheim)

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den von der ADM Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg, aufgestellten Konzernabschluss bestehend aus Konzern-Bilanz, Konzern-Gesamtergebnisrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung, Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns und Konzern-Anhang - sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Berichts der Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung zutreffend dar.

Berlin, 23. Mai 2016

RSM Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Holger Böge Bernhard Christl Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Überwachung der Geschäftsführung

Das Geschäftsjahr 2015 war durch eine gute Versorgungslage der Weltmärkte mit den wichtigsten Ölsaaten geprägt. Insbesondere die weltweite Sojabohnen- und Rapssaatenproduktion konnte gegenüber dem Vorjahr insgesamt gesteigert werden. Auch die weltweite Nachfrage nach proteinhaltigen Futtermitteln ist aufgrund von steigendem Wohlstand und dem damit einhergehenden Fleischverbrauch weiter angestiegen. Im Bereich der pflanzlichen Öle stieg der Verbrauch vor allem aufgrund der gestiegenen Produktion von Nahrungsmitteln an.

Bemerkenswerte interne Änderungen betrafen im Geschäftsjahr die Neugestaltung unserer Lohnverarbeitungsverträge und die Auslagerung von Teilen der Buchhaltung in ein Shared Service Center nach Polen. Ferner hat die gute Auslastung der Silobetriebe positiv das Geschäftsergebnis beeinflusst. Die Entwicklung in der Politik über die Verwendung von Biokraftstoffen führt zu Konsequenzen in der Ausrichtung des Konzerns, um weiterhin in diesem Marktsegment profitabel zu sein.

Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr 2015 seine Kontroll- und Beratungsaufgaben gemäß Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung wahrgenommen. Er hat den Vorstand während des Geschäftsjahres aktiv durch Beratungen und Diskussionen begleitet sowie gleichzeitig auf der Grundlage von Vorstandsberichten und gemeinsamen Sitzungen laufend überwacht. Die seiner Zustimmung bedürfenden Geschäfte hat er überprüft und jeweils mit dem Vorstand besprochen.

Aufsichtsratszusammensetzung

Dem aus zwei Vertretern der Aktionäre und einem Vertreter der Arbeitnehmer bestehenden Aufsichtsrat gehörten im Geschäftsjahr 2015 an:

  • a) Ralf Schulz (Vorsitzender, bis 31.10.2015)
  • b) Christian Gutzeit (Vorsitzender, ab 17. Dezember 2015)
  • c) Kevin Brassington (bis 30. September 2015, stellvertretender Vorsitzender ab 13. Mai 2014)
  • d) Duane Holz (stellvertretender Vorsitzender, ab 17. Dezember 2015)
  • e) Stefan Schmans (Arbeitnehmervertreter, ab 14. August 2014)

Mit Wirkung zum 17. Dezember 2015 ist Herr Duane Holz als Nachfolger von Herrn Kevin Brassington (Mitglied des Aufsichtsrates bis 30. September 2015) durch gerichtlichen Beschluss zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt worden. Außerdem wurde Herr Christian Gutzeit mit Wirkung vom 17. Dezember 2015 durch gerichtlichen Beschluss zum Mitglied des Aufsichtsrats als Nachfolger von Herrn Ralf Schulz, der sein Aufsichtsratsmandat mit Wirkung zum 31. Oktober 2015 niedergelegt hatte, bestellt.

Der Aufsichtsrat hat angesichts seiner auf drei Mitglieder beschränkten Größe keine Ausschüsse gebildet.

Sitzungen des Aufsichtsrates / laufende Überwachung

Der Aufsichtsrat hat sich im Geschäftsjahr 2015 in zwei Sitzungen am 27. Mai und 20. August 2015 über die laufende Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung, über die Budgetplanung, die strategischen Ziele, das Risikomanagement sowie alle organisatorischen und personellen Veränderungen einschließlich aller weiteren Vorgänge von wesentlicher Bedeutung umfassend unterrichten lassen. Soweit der Aufgabenkreis des Vorstands bzw. das Zusammenwirken der Organe betroffen war, hat der Vorstand an den Sitzungen des Aufsichtsrats teilgenommen. Darüber hinaus hat der Vorstand den Aufsichtsrat laufend durch detaillierte Berichte über prägende Geschäftsvorfälle der Gesellschaft und des Konzerns informiert.

Der Aufsichtsrat hat die Berichte des Vorstands eingehend diskutiert und die Entwicklungsperspektiven des Unternehmens mit dem Vorstand erörtert. Im Übrigen stand der Aufsichtsratsvorsitzende in ständigem, engem Kontakt zum Vorstand, der ihn über aktuelle Geschäftsvorgänge umfassend unterrichtete und mit dem regelmäßig Gespräche über wesentliche strategische und geschäftspolitische Fragen der Gesellschaft und des Konzerns geführt wurden. Der Aufsichtsrat ist zur Überzeugung gelangt, dass die Gesellschaft und der Konzern über ein leistungsfähiges Risikoüberwachungssystem und ausgewogene Compliance-Regelungen verfügen, die der Vorstand nutzt bzw. deren Durchsetzung der Vorstand überwacht. Der Aufsichtsrat ist von der Rechtund Ordnungsmäßigkeit sowie der Wirtschaftlichkeit der Geschäftsführung durch den Vorstand überzeugt.

Corporate Governance

Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist mit dem Beschluss der letzten Hauptversammlung abgeschafft worden. Entsprechend anteilig ausgezahlte Vergütungen sind in dem Anhang des Konzernabschlusses, abgedruckt in diesem Geschäftsbericht, ausgewiesen.

Rechnungslegung

Als Abschlussprüfer und zugleich Konzernabschlussprüfer wurde von der Hauptversammlung der Gesellschaft die RSM Deutschland GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, gewählt. Der Aufsichtsrat hat daraufhin den Prüfungsauftrag erteilt. Der Abschlussprüfer und zugleich Konzernabschlussprüfer hat den Jahresabschluss der ADM Hamburg Aktiengesellschaft und den Konzernabschluss jeweils zum 31. Dezember 2015 sowie den zusammengefassten Lage- und Konzernlagebericht geprüft und jeweils mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen.

Am 23. Mai 2016 fand die Bilanzaufsichtsratssitzung statt. Die entsprechenden Vorlagen und Prüfungsberichte wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Vorfeld dieser Sitzung ausgehändigt und von diesen jeweils eingehend geprüft. Der Abschlussprüfer und zugleich Konzernabschlussprüfer nahm an der Sitzung teil, berichtete über den Verlauf der Prüfung und die Prüfungsergebnisse und stand für die Beantwortung von Fragen sowie zur Diskussion der Unterlagen zur Verfügung.

Das Ergebnis der Prüfung des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat zustimmend zur Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat erklärt, dass nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfungen keine Einwendungen zu erheben sind. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt, der damit festgestellt ist. Der Aufsichtsrat hat auch den vom Vorstand aufgestellten Konzernabschluss gebilligt.

Danksagung

Der Aufsichtsrat bedankt sich bei den Vorstandsmitgliedern, allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Gesellschaft und den Betriebsräten für das große Engagement, für ihren tatkräftigen Einsatz im Interesse des Unternehmens sowie für die im Geschäftsjahr 2015 erzielten Erfolge.

Hamburg, 30. Mai 2016

Für den Aufsichtsrat

Christian Gutzeit (Vorsitzender)

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