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ADM Hamburg AG

Quarterly Report Sep 28, 2018

4562_10-q_2018-09-28_b9f8b183-8676-403a-a8ec-ef949f123d9e.pdf

Quarterly Report

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AOM Hamburg Aktiengesellschaft. Hamburg Konzemzwischenabschluss zum 30. Juni 2018

Konzernbilanz

AKTIVA PAS SIVA
30.6.2018 31.12.2017 30.6.2018 31.12.2017
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEU R
ANLAGEVERMOGEN EI GENKAPITAL
lmmaterielle VermOgensgegenstande
fntgeltlich C'!rworbene Software 76 118
Gezeichnetes Kapital 19.143 19.143
Sachanlagen
Grundstucke und Bauten einschlie&lich der Bauten KapitalrUcklage 21.013 21.013
auf frcmden Grundstiicken 46.508 46. 999
Technische Anlagen und Maschinen 58.012 60.768 GewinnrLicklagen
Andere Anlagen, Betriebs- und Gcschiiftsausstattung
Geleistete Anzahtungen und Anlagen im Bau
955 1.045 Gesetzlfche Rikklage 175 175
11.097 8.251 Andere Gewinnriicklagen 881 881
116.572 117.063 1.056 1.056
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Untemehmen 26 26 Konzernbilanzgewinn 9.573 6.186
Antcile an assoziienen Untemehmen 6.334 6.251 Nicht beherrschende Anteile 1.539 2.137
6.360 6.277
52.324 49.535
123.008 123.458
UMLAUFVERMOGEN
RLiCK STELLUNGEN
Vorrl:ite RGcksteltungcn fOr Pensionen 10.872 10.882
Roh-, Hilfs· und Betriebsstoffe
Waren
4.369 4.383 SteuerrUckstellungen 0 20
10.570 15.892 Sonstige RUckstcllungen 9.350 8.890
14.939 20.275 20.222 19.792
Forderungen und sonstige Vermi:igensgegenstiinde
forderungen aus liefen.mgcn und Leistungen 4.347 11.162
Forderungen gegen vcrbundene Unternehmen 22.186 31.531
Sonstige VermOgensgegenstande 5.895 4.676
VERBI NDLICHKEITEN
32.428 47.369 Verbindlichkeiten gegenGber Kreditinstituten 14 2
Verbindlichkeiten aus lieferungen und leistungen 14.176 18.393
Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 1 1 Verbindlichkeiten gegenGber verbundenen Untemehmen 82.345 102.367
47.368 67.645 Verbinlichkeiten gegeni.iber Untemchmen, mit denen ein
Beteiligungsverhiiltnis besteht
700 199
Sonstige Verbindlichkeiten 1.517 2.215
RECHNUNGSABGRENZUNGS POSTEN 922 1.400 98. 752 123.176
Aktive latente Steuer 0 0
171.298 192.503 171.298 192.503

ADM Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2018

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

01.01.
- 30.06.2018
01.01.
- 30.06.2017
TEUR TEUR TEUR TEUR
Umsatzerlose 113.
991
178.263
Sonstige
betriebliche
Ertrage
1.692 6
.542
Materialaufwand
Aufwendungen
fi.ir
Roh-
, Hilfs-
und
Betriebsstoffe
und
fi.ir
bezogene
Waren
-64.622 -125.616
Aufwendungen
fi.ir
bezogene
Leistungen
-5.620 -70.242 -4.524 -130.140
Personalaufwand
Lehne
und
Gehalter
-16.577 -17.493
Soziale
Abgaben
und
Aufwendungen
fi.ir
Altersversorgung
und
fi.ir
Untersti.itzung
-4.491 -21.068 -3.697 -21.190
Abschreibungen
immaterielle
auf
Anlagevermogens
Vermogensgegenstande
des
und
Sachanlagen
-5.608 -6.580
betriebliche
Aufwendungen
Sonstige
-14.415 -18.466
Ertrage
aus Beteiligungen
83 102
und
ahnliche
Ertrage
Sonstige
Zinsen
51 58
und
ahnliche
Aufwendungen
Zinsen
-879 -1.151
vom Einkommen
und
Steuern
vom Ertrag
-102 -2.583
Ergebnis
nach
Steuern
3.503 4.855
Sonstige
Steuern
-84 -84
KonzernjahresUberschuss 3.419 4.771
Nicht
beherrschende
Anteile
-30 -175
Konzernbilanzgewinn 3.389 4.596

ADM Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2018

Entwicklung des Eigenkapitals des Konzerns

Gezeichnetes
Kapital
KapitalrOcklage GewinnrOcklagen Konzernbilanzgewinn Konzerneigenkapital
des Mutter-
unternehmens
Nicht beherrschende
Anteile
Gesamt
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 1. Januar 2017 19.143 21.013 1.056 4.933 46.145 2.022 48.167
Gewinnentnahme / -ausschOttung 0 0 0 0 0 -515 -515
KonzernjahresOberschuss 0 0 0 4.596 4.596 175 4.771
Stand 30. Juni 2017 19.143 21.013 1.056 9.529 50.741 1.682 52.423
Stand 1. Januar 2018 19.143 21.013 1.056 6.186 47.398 2.137 49.535
Gewinnentnahme I -ausschOtlung 0 0 0 0 0 -630 -630
KonzernjahresOberschuss 0 0 0 3.389 3.389 30 3.419
Stand 30. Juni 2018 19.143 21.013 1.056 9.575 50.787 1.537 52.324

ADM Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2018

Konzern-Kapitalflussrechnung

01.01.-30.6.2018 01.01.-30.6.2017
TEUR TEUR
Laufende Geschaftstatigkeit
Komzernja hresuberschuss 3.389 4.771
Sonstiger Cashflow 5.486 8.057
Cashflow 8.875 12.828
Sonstige Ab-/Zuflusse aus betrieblicher Tatigkeit 8.975 23.804
Mittelzufluss aus betrieblicher Tatigkeit 17.850 36.632
Mittelabfluss aus der lnvestitionstatigkeit -5.158 -3.817
Mittelzu-/Mittelabfluss aus der Finanzierungstatigkeit -12.692 -32.815
ErhohungNerminderung der flussigen Mittel 0 0
Flussige Mittel am Anfang des Geschaftsjahres 1 0
Flussige Mittel am Ende des Berichtszeitraumes 1 0

ADM Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg Konzernabschluss zum 30. Juni 2018 Ausgewahlte Anhangangaben

Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft mit Sitz in Hamburg ist in das Handelsregister B des Amtsgerichts Hamburg unter der Nr. 5114 eingetragen. Diese Gesellschaft und auch die Obrigen in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind im Bereich der Nahrungs- und Futtermittelindustrie tatig. Sie befassen sich mit der Beschaffung, dem Transport, der Lagerung, der Verarbeitung und dem Vertrieb von Olsaaten, Fettstoffen und Futtermitteln. DarOber hinaus wird Rapsol zu Biodiesel weiterverarbeitet.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsatze

Der Zwischenabschluss zum 30. Juni 2018 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes aufgestellt.

Dieser Bericht wurde weder einer prOferischen Durchsicht noch einer PrOfung nach § 317 HGB durch den AbschlussprOfer unterzogen.

Konsolidierungskreis

Der Konzernabschluss umfasst die Gesellschaften, an denen die ADM Hamburg, direkt oder indirekt, mehrheitlich beteiligt ist oder deren Finanz- und Geschaftspolitik durch ADM Hamburg bestimmt wird. Der Konsolidierungskreis ist seit dem 31. Dezember 2017 unverandert geblieben.

Angaben zur Konzernbilanz

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der ADM Hamburg Aktiengesellschaft betragt zum 30. Juni 2018 und zum 31. Dezember 2017 jeweils EUR 19.142.768,03. Es ist eingeteilt in 748.800 auf den lnhaber lautende Stockaktien. Es handelt sich hierbei seit der Hauptversammlung am 6. Juli 1999 um nennbetragslose Stockaktien.

Die ADM European Management Holding B.V. & Co. KG, Hamburg, halt an der ADM Hamburg Aktiengesellschaft eine Mehrheitsbeteiligung. Im Juli 1996 hat die ADM Hamburg Aktiengesellschaft mit der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH als herrschendem Unternehmen einen Beherrschungs- und GewinnabfOhrungsvertrag abgeschlossen. Die Minderheitsaktionare haben das Recht auf eine festgelegte jahrliche Ausgleichszahlung seitens der ADM European Holdings B.V. & Co. KG als Rechtsnachfolgerin der ADM Beteiligungsgesellschaft mbH.

Derivative Finanzinstrumente

Der ADM Hamburg Konzern ist als international tatiger Konzern im Rahmen seiner gewohnlichen Geschaftstatigkeiten Wahrungs- und Commodity-Risiken ausgesetzt. Der Konzernvorstand bedient sich bei der Oberwachung dieser Risiken neben seinem eigenen Berichtswesen unter anderem des lnstrumentariums, welches von der Muttergesellschaft (ADM Company) bereitgestellt wird. Die Unternehmenspolitik

der ADM Company ist die Begrenzung dieser Risiken durch ein systematisches Risiko-Management. Als lnstrumente dienen vor allem Devisentermingeschafte und Commodity-Termingeschafte.

Zu den eingesetzten lnstrumenten zahlen borsengehandelte Commodity-Termingeschafte, Devisentermingeschafte sowie zu Handelszwecken eingegangene Ein-und Verkaufskontrakte. Die Bewertung erfolgt zum Marktwert.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Es werden unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag die gezahlten oder geschuldeten Steuern auf Einkommen und Ertrag ausgewiesen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind uns keine Ereignisse von wesentlicher Bedeutung nach dem Bilanzstichtag bekannt geworden.

Hamburg, 27. September 2018

ADM Hamburg Aktiengesellschaft

Der Vorstand

(Jaana Kleinschmit von Lengefeld) (Candy Siekmann)

ADM Hamburg Aktiengesellschaft, Hamburg Konzernzwischenabschluss fur den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2018 Halbjahresbericht

Vermogens-, Finanz- und Ertragslage

Die Bilanzsumme verringerte sich gegenuber dem 31. Dezember 2017 um € 21,2 Mio. auf € 171,3 Mio. Der Ruckgang ist im Wesentlichen saisonal bedingt, wie verringerte Vorrate und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen per 30. Juni 2018 vor Beginn der diesjahrigen Erntesaison zeigen.

Die Geschaftsaktivitaten wurden in unverandertem Umfang fortgefuhrt.

Zur Finanzlage stellen wir fest, dass die Liquiditat zu jeder Zeit gewahrleistet war. Im Konzern wurde auch in der Berichtsperiode ein positiver Cashflow erzielt.

In den ersten sechs Monaten des Geschaftsjahres 2018 wurde ein Konzernumsatz von € 114,0 Mio. (1. Halbjahr 2017: € 178,3) erzielt. Der Umsatzruckgang liegt wesentlich im Handelsgeschaft. Der Konzernbilanzgewinn belief sich im ersten Halbjahr 2018 auf € 3,4 Mio. (1. Halbjahr 2017 € 4,6 Mio.).

Marktentwicklung

Die Rohwarenmarkte

Die weltweiten Rohwarenmarkte unterliegen derzeit gror.,en wetterbedingten Veranderungen. Die Bilanzen waren im Durchschnitt der vergangenen Jahre eher ausgeglichen und sind gewachsen. Seit April herrschte eine trockene und heir1e Wetterlage vor allem im Norden und Nordosten Europas vor. lnsbesondere die Kornfullung hat darunter gelitten. Es kam zu einer fruhen Abreife des Getreides und einem zeitigen Erntebeginn. Ernteergebnisse zeigen regional gror1e Unterschiede mit unterdurchschnittlichen und teilweise desastrosen Ertragen.

Dieses Jahr wurde die Wintergetreide- und Rapsernte in Deutschland bereits Anfang August abgeschlossen. Am 24. August hat das Statistische Bundesamt starke Ertragsausfalle aufgrund der extremen Trockenheit bestatigt und fur einzelne Feldfruchte eine historisch schlechte Ernte, fur Weizen die schlechteste seit 2003 angezeigt. Die sehr enttauschenden Naturalertrage konnen fur Getreide wirtschaftlich zumindest teilweise aufgrund deutlich hoherer Produktpreise im Vergleich zum Vorjahr kompensiert werden. Fur Raps richtet sich der Blick bereits auf die Aussaat fur die kommende Ernte. Das aktuelle Preisgefuge lasst Raps fur den Landwirt weniger attraktiv im Vergleich zum Vorjahr erscheinen. Zusatzlich halt die Trockenheit in vielen Anbauregionen an, sodass tendenziell von einer geringeren Anbauflache auszugehen ist.

In Deutschland konnte Rapsschrot gut vermarktet werden, da die Preise fester liefen. Die Verarbeiter haben viele Verkaufe getatigt und aufgrund der Durre war die Nachfrage seitens der Konsumenten lange Zeit gut, da ihre Bedarfsdeckung noch gering war. Hinzu kam, dass die Verarbeitungsmengen aufgrund des niedrigen Wasserstands in den FI0ssen gering waren, was auch tor die nachsten Wochen zu erwarten ist.

Die Getreidequalitaten sind dieses Jahr insgesamt als gut einzuordnen. Gute Hektolitergewichte und keine nennenswerten Probleme mit der Fallzahl beim Weizen konnten beobachtet werden. Die Proteinwerte sind tor Weizen und Gerste relativ hoch.

Die Maisernte tor Silage hat dieses Jahr bereits begonnen, was als sehr verfr0ht einzuordnen und ebenfalls auf die Trockenheit zur0ck zu tohren ist. lnsgesamt ist auch eine knappe Grundfutterernte abzusehen.

Wie das Statistische Bundesamt berichtet, sind die Getreideexporte tor das Wirtschaftsjahr 2017/18 (Juli/Juni) auf 11, 1 Mio. t gesunken im Vergleich zu den 15,9 Mio. t des letzten Jahres. Die Getreideimporte fielen ebenfalls geringer als im Vorjahr aus und lagen bei 9,0 (10,5) Mio. t, darunter diejenigen aus anderen EU-Landern bei 8,3 (10,3) Mio. t und die aus Drittlandern bei 632.000 (286.000) t.

Die Silo- und Umschlagsbetriebe

Die Silo- und Umschlagsbetriebe waren im ersten Halbjahr 2018 sehr unterschiedlich gut ausgelastet. lmporte lagen in etwa auf Vorjahresniveau, wobei der Umschlag von vegetabilen Olen am Standort Hamburg deutlich r0cklaufig war. lnsbesondere aufgrund einer schwachen internationalen Nachfrage haben die Exportsilos deutlich an Umschlag im Vergleich zu 2017 verloren. Es bleibt zu betorchten, dass sich dieser Trend weiter fortsetzen wird, da die Abgabebereitschaft der deutschen Landwirte nach wie vor verhalten ist.

Die OlmUhle

Die Verarbeitung von Sojabohnen und Rapssaat lag in etwa auf dem Vorjahresniveau, wobei die Versorgung der Olm0hle mit Rohwaren durchgangig gesichert war.

Die Weiterverarbeitung

Durch eine ausgewogene Verarbeitung von Sojabohnen und Rapssaat waren auch die Raffinationsanlagen durchschnittlich gut ausgelastet. Lediglich im Bereich Biodiesel blieben die Produktionszahlen hinter den Erwartungen zur0ck. An dieser Stelle sei auf die politischen Rahmenbedingungen (RED II) und lmporte von hoch subventioniertem argentinischem und indonesischem Biodiesel in die EU verwiesen.

Ausblick

Als vorlaufiges Fazit lasst sich festhalten, dass die EU- Getreidebilanz im Laufe des Wirtschaftsjahres 2018/19 sehr knapp wird. Bei konstanter oder steigender Nachfrage nach Fleischerzeugnissen musste der Ruckgang durch andere Futterkomponenten ausgeglichen werden. Auch werden hohe Mais- und Weizenimporte notig sein, um eine steigende Nachfrage zu decken.

Die USDA-Statistiken zeigen eine deutliche Verknappung der Versorgungsbilanz fur die Gesamtheit aller Getreidearten im Wirtschaftsjahr 2018/19. Die globalen Endbestande an Getreide sollen bei 586 (640) Mio. t liegen und damit einen niedrigeren Wert als in den vergangenen vier Jahren markieren. Es bleiben jedoch auch in diesem Jahr regionsspezifische Besonderheiten. So ist die Getreidebilanz im Nordwesten der EU voraussichtlich als besonders knapp anzusehen und in gewissem Maf1e auch ein knapperes Angebot auf dem gesamten europaischen Kontinent zu beobachten. Gleichzeitig befinden sich in den USA weiterhin grof1e Lagerbestande fur Weizen und auch bei Mais steht eine weitere gute Ernte unmittelbar bevor.

Hinzu kommen Unsicherheiten ausgelost durch den Handelsstreit zwischen den USA und China, die bereits erste Einflusse auf den Sojakomplex mit deutlich veranderten Handelsstromen hat. Auch an der Matif, dem europaischen Borsenplatz fur beispielsweise Rapsnotierungen, zeigen sich erste Auswirkungen dieses Konfliktes. Nachdem Anfang des Monats August noch verhaltener Optimismus hinsichtlich einer Einigung zwischen China und den USA geherrscht hatte, fielen die Notierungen zuletzt, da keine weiteren Treffen zwischen beiden Parteien mehr vereinbart werden konnten. Die Hoffnung auf eine Losung bis zu den US-Halbzeitwahlen schwindet. Und es ist mittlerweile nicht mehr ganzlich auszuschlief1en, dass China nahezu komplett auf den Kauf von US-Sojabohnen verzichten kann, zumal die afrikanische Schweinepest momentan die Schweineproduktion in China beeintrachtigt.

Am 27. August hat die US-Regierung Details zu ihrem Subventionsprogramm bekanntgegeben, das in einem ersten Schritt 4,7 Mrd. US-Dollar umfasst. Demnach sollen US-Landwirte als Entschadigung fur den Preisverfall im Zuge des chinesischen Zolls auf US-Sojabohnen 0,825 US\$/Bushel Sojabohnen erhalten. Entschadigungen gibt es auch fur andere Produkte, wie Weizen, Mais, Baumwolle und vor allem Sorghum, wobei die Zahlung pro Betrieb insgesamt 125.000 US\$ nicht ubersteigen darf. Die Entschadigungszahlungen konnten Auswirkungen auf das Verkaufsverhalten der Landwirte haben. Die Sojaschrotpreise sind seit Beginn des Monats August unter Druck und sind bis Ende des Monats um rund 20 US\$/t gesunken. Daruber hinaus versuchen Argentinische Olmuhlen, Sojaschrot zu sehr aggressiven Preisen zu verkaufen, was weiteren Druck auf die Verarbeitungsmargen ausubt.

Mitte Juni diesen Jahres wurde im Trilog zur RED II ein Kompromiss formuliert, der als Verkehrsziel den Anteil erneuerbarer Energien im Jahr 2030 auf 14 Prozent setzt. Das fuhrt, falls die Europaische Kommission, das Parlament und der Rat zustimmen, dazu, dass sich der Absatz von herkommlichem Biodiesel bis 2030 halbieren kann, in jedem Fall aber deutlich zuruckgehen wird. Denn im Gegensatz zu herkommlichem Biodiesel und Bioethanol aus Agrarrohstoffen konnen Elektromobilitat auf Straf1e und Schiene sowie erneuerbare Energien im Flug- und Schiffsverkehr mehrfach auf das Ziel angerechnet werden.

Nicht nur RED II wird uns in 2018 weiter beschaftigen. Auch die unfairen Handelspraktiken von Argentinien und lndonesien werden im Fokus bleiben. Gror..e Mengen Biodiesel aus diesen beiden Landern wurden in die EU geliefert und haben die heimischen Biokraftstoffe unter starken Wettbewerbsdruck setzen.

Das EUGH hat im Juli dieses Jahres eine richtungsweisende Entscheidung getroffen und mit seinem Grundsatzurteil sogenannte Mutagenesetechnologien wie z.B. CRISPR/Cas rechtlich als gentechnisch verandert eingeordnet. Sie fallen somit unter die Regularien des strengen und gleichzeitig vollig veralteten europaischen Gentechnikrechts, das diese Technologien nicht kennt. Dadurch gerat der freie Agrarhandel, der ohnehin bereits unter zunehmenden tarifaren Eingriffen leidet, noch mehr unter Druck. Das Urteil erschwert aur..erdem den Handel mit wichtigen lmportrohstoffen fur die Agrar- und Ernahrungswirtschaft in Europa, da die neuen Verfahren bereits in den USA und weiteren Markten aur..erhalb der EU zum Einsatz kommen. In der Regel sind solche lmportwaren von konventionell erzeugten Produkten nicht zu unterscheiden und Ruckschlusse auf die jeweils angewandte Zuchtungsmethode im Nachhinein kaum moglich.

Unsere Raffinationsprozesse unterliegen einem regelma�igen Monitoring welches die Einhaltung neuer gesetzlicher Anforderungen zu Glycidolestern bestatigt.

Der Konzern wird weiterhin die Ma�nahmen zum Flutschutz unterstutzen, insbesondere am Standort Silo P. Kruse. Daruber hinaus sind wir auch bestrebt, lnvestitionen am Standort Hamburg in Effizienzsteigerungen, verbesserte Umweltwirkungen und Kostenoptimierungen vorzunehmen.

Wichtiger Hinweis:

Dieser Zwischenbericht enthalt in die Zukunft gerichtete Aussagen, welche auf Annahmen und Schatzungen der Unternehmensleitung der ADM Hamburg Aktiengesellschaft beruhen. Auch wenn die Unternehmensleitung der Ansicht ist, dass diese Annahmen und Schatzungen zutreffend sind, konnen die kOnftige tatsachliche Entwicklung und die kunftigen tatsachlichen Ergebnisse von diesen Annahmen und Schatzungen aufgrund vielfaltiger Faktoren erheblich abweichen. Zu diesen Faktoren konnen beispielsweise die Veranderung der gesamtwirtschaftlichen Lage. der Wechselkurse und der Zinssatze sowie Veranderungen der Warenmarkte gehoren. Die ADM Hamburg Aktiengesellschaft ubernimmt keine Gewahrleistung und keine Haftung dafur, dass die kunftige Entwicklung und die kunftig erzielten tatsachlichen Ergebnisse mit den in diesem Zwischenbericht geauGerten Annahmen und Schatzungen Obereinstimmen werden.

Kontakt: ADM Hamburg Aktiengesellschaft Uwe Suhr Nippoldstr. 117 21107 Hamburg

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