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Zumtobel Group AG

Quarterly Report Sep 15, 2009

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Quarterly Report

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Quartalsbericht der Zumtobel AG 1. Mai 2009 bis 31. Juli 2009

zumtobel group

Überblick zum ersten Quartal 2009/10

  • Währungsbereinigter Quartalsumsatz sinkt um 10,2%

  • Währungstranslationseffekt belastet Umsatz mit 5,8 Mio EUR

  • EBIT-Marge sinkt von 8,5% auf 6,9%

  • Wirksamkeit der Kosteneinsparungsmaßnahmen deutlich erkennbar

  • Positive Entwicklung beim Working Capital fortgesetzt

  • Umsatz mit LED-basierten Produkten wächst um 41,4%

Kennzahlenübersicht in Mio EUR Q1 2009/10 Q1 2008/09 Veränderung
in %
GJ 2008/09
Umsatzerlöse 278,6 316,7 -12,0 1.174,0
Bereinigtes EBITDA 33,6 38,3 -12,2 121,6
in % vom Umsatz 12,1 12,1 10,4
Bereinigtes EBIT 22,8 28,0 -18,5 78,9
in % vom Umsatz 8,2 8,8 6,7
EBIT 19,2 27,0 -28,9 57,0
in % vom Umsatz 6,9% 8,5% 4,9%
Periodenergebnis 10,2 14,3 -28,7 13,3
in % vom Umsatz 3,7 4,5 1,1
Bilanzsumme 1.069,0 1.135,8 -5,9 1.053,9
Eigenkapital 468,1 497,5 -5,9 456,0
Eigenkapitalquote in % 43,8 43,8 43,3
Nettoverbindlichkeiten 175,7 167,6 4,9 163,5
Cashflow aus dem operativen Ergebnis 29,4 34,2 -14,0 107,3
ROCE in % 11,3 18,0 11,9
Investitionen 7,8 14,5 -46,5 64,7
Mitarbeiter inkl. Leiharbeiter (Vollzeitkräfte) 7.280 7.989 -8,9 7.165

Saisonaler Geschäftsverlauf

Bereinigtes EBIT

Brief an die Aktionäre

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das erste Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 war für die Zumtobel Gruppe geprägt von der Umsetzung unseres im Herbst 2008 initiierten Effizienzsteigerungsprogramms "Excellerate", um die Auswirkungen der globalen Wirtschaftskrise so gut als möglich abzufedern. Die Wirksamkeit dieses Programms, durch das bis Ende des Geschäftsjahres 2010/11 ein Einsparvolumen von bis zu 100 Mio EUR realisiert werden soll, ist bereits deutlich erkennbar. So wurden in den letzten drei Quartalen Kosten in Höhe von rund 30 Mio EUR abgebaut. Allein im ersten Quartal 2009/10 reduzierten sich die Vertriebs- und Verwaltungskosten um 10 Mio EUR. Das im Berichtsquartal erwirtschaftete EBIT in Höhe von 19,2 Mio EUR (Vorjahr 27,0 Mio EUR) war sowohl von einmalig positiven Lizenzzahlungen als auch von negativen Sondereffekten im Zusammenhang mit "Excellerate" wesentlich beeinflusst. Die EBIT-Marge lag mit 6,9% angesichts des schwierigen konjunkturellen Umfelds auf einem sehr respektablen Niveau (Vorjahr 8,5%). Der Gruppenumsatz nahm um 12,0% (währungsbereinigt minus 10,2%) auf 278,6 Mio EUR ab. Beide Segmente und mit Ausnahme von Asien alle für die Zumtobel Gruppe relevanten Regionen waren dabei von der weltweiten Wirtschaftskrise deutlich belastet. Hingegen konnten die Umsätze mit LED-basierten Produkten um über 40% gesteigert werden.

Dr. Andreas Ludwig

Hinsichtlich Bilanzstruktur und Liquidität ist die Zumtobel Gruppe weiter sehr solide aufgestellt. Die Eigenkapitalquote liegt im Vergleich zum Vorjahr bei unveränderten 43,8%, der Schuldendeckungsgrad bei 1,71. Damit erfüllt der Konzern die an die bestehende Finanzierung geknüpften Financial Covenants sehr deutlich. Erfreulich ist zudem, dass es im ersten Quartal zum achten Mal in Folge gelungen ist, den Anteil des Working Capitals am Umsatz zu reduzieren. Der Free Cashflow ist im saisonal üblichen Muster durch den Aufbau von Working Capital negativ, blieb aber mit minus 13,8 Mio EUR zum 31. Juli 2009 auf dem Vorjahresniveau, das aufgrund von Desinvestition einer Finanzanlage besonders gut ausfiel.

Ausblick weiter mit großer Unsicherheit behaftet

Obwohl sich immer mehr Konjunkturexperten zuversichtlicher bezüglich eines baldigen Endes der globalen Wirtschaftskrise äußern, ist der Ausblick für die Zumtobel Gruppe für das Geschäftsjahr 2009/10 weiter mit großer Unsicherheit behaftet. Dies basiert vor allem auf der spätzyklischen Natur unseres Geschäfts, von dem wir weiterhin erwarten, dass der der konjunkturelle Tiefpunkt erst in 2010 erreicht werden dürfte. Daher sehen wir auch für das gesamte Geschäftsjahr deutliche Umsatz- und Ergebnisrückgänge, welche in der zweiten Jahreshälfte durch die bereits deutlich niedrigeren Vergleichswerte des Vorjahres moderater ausfallen sollten. Eine zusätzliche Belastung für Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2009/10 wird aus weiteren negativen Währungseffekten erwartet, da der Euro vor allem gegenüber dem Britischen Pfund und dem Australischen Dollar in den letzten zwölf Monaten erneut aufgewertet hat. Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen fokussieren wir weiterhin auf die konsequente Umsetzung unseres Effizienzsteigerungsprogramms "Excellerate", um als deutlich schlanker und flexibler aufgestelltes Unternehmen für alle Marktentwicklungen die richtige Antwort bereit zu haben. Das Ergebnis aus dem ersten Quartal stimmt uns zuversichtlich, dass wir wie geplant den Free Cashflows in diesem Geschäftsjahr auf positivem Niveau halten können.

Dr. Andreas J. Ludwig Chief Executive Officer

Die Zumtobel Aktie

Positives Börsenumfeld lässt auch Zumtobel Aktienkurs steigen

Der Kurs der Zumtobel Aktie konnte sich im Berichtszeitraum 1. Mai 2009 bis 31. Juli 2009 vor dem Hintergrund aufkeimender Hoffnungen auf ein Ende der Krise sowie einem positiven Börsenumfeld wieder etwas erholen. So legten die Zumtobel Anteilsscheine um rund 11% zu und beendeten den Handel Ende Juli bei 7,55 EUR. Das Quartalshoch erreichten die Papiere Mitte Mai bei 9,34 EUR. Bis Redaktionsschluss dieses Berichts setzte die Aktie den positiven Trend fort und übersprang Ende August wieder die Zehn-Euro-Marke, was einem Anstieg seit Geschäftsjahresbeginn von mehr als 45% entspricht. Die Marktkapitalisierung des Zumtobel Konzerns lag zum 31. Juli auf Grundlage einer Aktienzahl von 43,5 Mio Aktien bei rund 330 Mio EUR. Die Aktionärsstruktur blieb stabil, die Familie Zumtobel hält weiterhin rund 35%. Zudem ist dem Unternehmen mit dem britischen Versicherungsunternehmen Aviva plc ein institutioneller Investor bekannt, der über mehr als 5% der Stimmrechte verfügt. Der Rest der Anteile von zirka 60% befindet sich weiterhin in Streubesitz. Dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat folgend, beschloss die ordentliche Hauptversammlung am 24. Juli 2009 einstimmig, für das Geschäftsjahr 2008/09 keine Dividende auszuschütten und die thesaurierten Mittel zur Stärkung der Finanzkraft einzubehalten.

Entwicklung der Zumtobel Aktie

Schlusskurs 30.04.09 € 6,80 Währung EUR
Schlusskurs 31.07.09 € 7,55 ISIN AT0000837307
Performance 1. Quartal 2009/10 11,0% Börsenkürzel Wiener Börse (XETRA) ZAG
Performance seit IPO -63,2% Marktsegment Prime Market
Marktkapitalisierung am 31.07.09 328 Mio € Reuters Symbol ZUMV.VI
Höchstkurs am 07.05.09 € 9,50 Bloomberg Symbol ZAG AV
Ø tägl. Handelsvolumen (Stück) 106.972 Datastream O:ZAG
Streubesitz 59,6% Anzahl der Aktien 43.500.000

Konzernlagebericht

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Hoffnung auf baldiges Ende der konjunkturellen Talfahrt

Viele Wirtschaftsexperten sehen für die Weltkonjunktur ein Ende der Talsohle erreicht. Besonders exportabhängige Nationen wie Deutschland und Japan haben im zweiten Quartal 2009 bessere Wachstumsraten ausgewiesen als gemeinhin erwartet. Die Mitgliedsstaaten der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) konnten ihr Sozialprodukt nach einem deutlichen Minus im ersten Kalenderquartal wieder stabilisieren. Dennoch ist die Erholung angesichts der weiter restriktiven und mit hohen Risikoaufschlägen versehenen Kreditvergabe des Finanzsektors an die Realwirtschaft immer noch mit signifikanten Unsicherheiten verbunden. So erwartet die OECD für 2009 einen Rückgang der Weltwirtschaft um 4,1%. In 2010 wird mit einem moderaten Wachstum von 0,9% gerechnet. Hoffnung geht von einer sich zunehmend aufhellenden US-Wirtschaft aus. Dynamisch sollen erneut die Volkswirtschaften großer Schwellenländer wie China und Indien wachsen. So rechnet zum Beispiel China dank umfangreicher Konjunkturprogramme für 2009 mit einem Plus von 7,7% und 2010 von sogar 9,3%.

Dagegen leidet die Eurozone wie erwartet deutlich stärker unter den schwierigen Rahmenbedingungen. Für sie geht die OECD 2009 von einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 4,8% aus. 2010 wird eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau gesehen. Dabei sehen die Prognosen für die wichtigsten EU-Staaten Deutschland, Frankreich und Großbritannien sehr ähnlich aus. Nach deutlichen Einbrüchen in 2009 wird auch in 2010 in allen drei Ländern mit keinen nennenswerten Wachstumsimpulsen gerechnet. Für die deutsche Wirtschaft gibt es nach den guten Zahlen des zweiten Quartals 2009 jedoch Chancen auf eine bessere Entwicklung. Insgesamt wird für die Zumtobel Gruppe wichtigen D/A/CH-Region (Deutschland, Österreich und Schweiz) laut OECD in 2009 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung von 2,7% bis 6,1% erwartet.

Euroconstruct nimmt im Juni-Gutachten 2009 die Wachstumsprognose in den sieben für die Zumtobel Gruppe wichtigsten europäischen Märkten (Österreich, Schweiz, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Skandinavien) von Minus 2,5% auf Minus 6,3% für das Kalenderjahr 2009 und von Minus 0,4% auf Minus 2,6 % für das Kalenderjahr 2010 zurück. Für das Kalenderjahr 2011 wird noch ein leichter Rückgang von 0,2% vorhergesagt.

Wesentliche Ereignisse seit dem 30. April 2009

Im Mai 2009 hat die Zumtobel Gruppe und der niederländische Philips Konzern einen umfassenden, weltweiten Patentaustauschvertrag ("cross-licensing") über gegenwärtige und zukünftige Patente in den Bereichen Beleuchtungstechnik und LED unterzeichnet. Im Rahmen der Vereinbarung wurde eine ausgewogene, gegenseitige Ausgleichszahlung formuliert, die die starke Technologieposition beider Parteien, im Bereich Beleuchtung reflektiert. Als ein Ergebnis der Vereinbarung erhält die Zumtobel Gruppe mit allen ihren Marken den Status eines offiziellen Lieferanten ("qualified supplier") nach dem Philips-LED-Leuchtenprogramm. Hierdurch werden auch die Kunden der OEM-Marken der Zumtobel Gruppe, TridonicAtco und Ledon, in jedem Fall von Lizenzzahlungen an Philips befreit. Der positive finanzielle Effekt dieser Vereinbarung ist im Ergebnis des ersten Quartals erfolgswirksam erfasst.

In der ordentlichen Hauptversammlung am 24. Juli 2009 wurde eine Kapitalherabsetzung durch Einziehung von 1.204.344 eigenen Aktien beschlossen. Die Kapitalherabsetzung wurde durch die Firmenbucheintragung per 20. August 2009 wirksam. Das Grundkapital der Gesellschaft wird durch die Einziehung eigener Aktien von EUR 111.760.860 auf EUR 108.750.000, zerlegt in 43.500.000 (bisher 44.703.344) auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien, herabgesetzt.

Umfassender Patentaustauschvertrag mit Philips unterzeichnet

Kapitalherabsetzung durchgeführt

Vorstand der Zumtobel AG erweitert

Der Aufsichtsrat der Zumtobel AG hat mit Wirkung 1. September 2009 Herrn Dipl.-Wirtsch.Ing. Martin Brandt zum ordentlichen Vorstandsmitglied bestellt. Als Chief Operating Officer (COO) wird er für das operative Geschäft der Leuchtenmarken zuständig sein.

Weitere Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem 30. April 2009 sind nicht eingetreten.

Umsatzentwicklung

  • Währungsbereinigt Umsatz sinkt um 10,2%

  • Wirtschaftskrise belastet weiterhin beide Segmente und fast sämtliche Absatzmärkte

  • Umsatz mit LED-basierten Produkten wächst um 41,4%

Währungsbereinigter Umsatz sinkt um 10,2%

Im ersten Quartal (1. Mai bis 31. Juli 2009) des laufenden Geschäftsjahres 2009/10 sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 12,0% auf 278,6 Mio EUR (Vorjahr 316,7 Mio EUR). Die Umsatzentwicklung war durch negative Währungstranslationseffekte im Ausmaß von 5,8 Mio EUR beziehungsweise 1,8% belastet. Bereinigt um diese Währungseffekte lag der Umsatz 10,2% unter dem Vorjahreswert. Das äußerst schwierige wirtschaftliche Umfeld prägt beide Segmente im ersten Quartal. Beim prozentuellen Umsatzrückgang gegenüber den jeweiligen Vorjahresquartalen deutet sich allerdings auf Konzernebene eine gewisse Stabilisierung auf niedrigem Niveau an (3. Quartal 2008/09: minus 13,6%; 4. Quartal 2008/09: minus 13,5%; 1. Quartal 2009/10: minus 12%).

Die Währungsbelastungen sind auf die erneut starke Aufwertung des Euro, vor allem gegenüber dem Britischen Pfund (GBP) und dem Australischen Dollar (AUD) zurückzuführen: Aus der Euroaufwertung ergibt sich im Vergleich mit dem Vorjahrszeitraum unter Berücksichtung der monatlichen Durchschnittskurse für das britische Pfund ein Umrechnungsnachteil von 9,3% und für den Australischen Dollar von 7,5%. Weitere negative Effekte resultieren aus der Abwertung von Umsätzen im Neuseeländischen Dollar (NZD), Schwedischer Krone (SEK) und einigen osteuropäischen Währungen. Dies konnte nur in geringem Umfang durch positive Effekte beim Schweizer Franken (CHF), Amerikanischen Dollar und einigen asiatischen Währungen kompensiert werden. Über alle Währungen hinweg ergibt sich ein negativer Translationseffekt von 5,8 Mio EUR.

Deutlicher Rückgang in beiden Segmenten Das Lighting Segment war von den genannten Währungseffekten überproportional stark betroffen (4,3 Mio EUR). Der Segmentumsatz sank im Berichtszeitraum um 11,6% auf 207,5 Mio EUR (Vorjahr 234,7 Mio EUR). Währungsbereinigt ergibt sich ein Minus von 9,8%.

Das Components Segments wurde von Währungseffekten in Höhe von 1,5 Mio EUR belastet. Der Umsatz sank um 14,4% (währungsbereinigt minus 13,0%) auf 87,8 Mio EUR (Vorjahr 102,6 Mio EUR). Im Komponentengeschäft ist weiterhin ein ungebrochener technologischer Substitutionseffekt zu höherwertigen elektronischen Vorschaltgeräten zu erkennen.

Entwicklung Segmente in Mio EUR Q1 2009/10 Q1 2008/09 Veränderung
in %
Währungs
bereinigt in %
Lighting Segment 207,5 234,7 -11,6 -9,8%
Components Segment 87,8 102,6 -14,4 -13,0%
Sonstige & Konsolidierung -16,7 -20,6 18,8 -
Zumtobel Gruppe 278,6 316,7 -12,0 -10,2%

In der Zukunftstechnologie Licht Emittierender Dioden (LED) konnte die Zumtobel Gruppe im abgelaufenen Quartal das Wachstum weiter fortsetzen. Der Umsatz mit LED-basierten Produkten und Lösungen stieg im Berichtszeitraum um 41,4% auf 15,8 Mio EUR.

Umsatz mit LEDbasierten Produkten wächst um 41,4%

Regionale Geschäftsentwicklung

Umsatzerlöse
in Mio EUR
ung in % Regionale Umsatzverteilung
72,8 -6,7 Australien &
Amerika
Neuseeland
2,6%
15,9 -14,7 8,3%
19,9 -17,8 Asien
6,8%
87,0 -15,6
25,3 -25,2 Südeuropa
220,9 -14,3 10,7%
23,5 8,6
23,5 -10,0
8,0 -2,4 Westeuropa
32,5%
2,7 -10,0
278,6 -12,0
Veränder

Die weltweite Wirtschaftskrise belastet mit Ausnahme von Asien alle für die Zumtobel Gruppe relevante Märkte deutlich. Im Berichtszeitraum sank der Umsatz der Zumtobel Gruppe in Europa um 14,3% (währungsbereinigt minus 11,9%) auf 220,9 Mio EUR (Vorjahr 257,7 Mio EUR), das sind rund 79% vom Konzernumsatz. Außer in der D/A/CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) verzeichnet die Gruppe in allen europäischen Regionen deutlich zweistellige Umsatzrückgänge im Vergleich zum Vorjahresquartal. Bereinigt um negative Währungstranslationseffekte aus den bereits beschriebenen Abwertungen bei der Schwedischen Krone und beim Britischen Pfund lag der Umsatz in Nordeuropa und Westeuropa zirka 10% unter dem Vorjahreswert.

In Asien stieg der Umsatz um 8,6% auf 23,5 Mio EUR (Vorjahr 21,6 Mio EUR), wobei vor allem das Lighting Segment positive Wachstumsraten verzeichnete. Währungsbereinigt entwickelte sich der Umsatz in Asien leicht über Vorjahresniveau (plus 2,3%). Der amerikanische Raum leidet weiterhin an einer sehr schwachen Baukonjunktur. Der dortige Umsatz sank um 2,4% auf 8,0 Mio EUR (Vorjahr 8,2 Mio EUR) währungsbereinigt verringerte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 12,0%. Auch in Australien/Neuseeland gingen die Umsätze im Berichtszeitraum um 10,0% zurück. Hier litt vor allem das Wirtschaftskrise belastet weiterhin sämtliche Absatzmärkte

Asien zeigt positive Umsatzentwicklung Components Segment unter den schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Bereinigt um die Abwertung des AUD und NZD gegenüber dem Euro sank der Umsatz um 3,0%.

Ertragsentwicklung

  • EBIT-Marge fällt im ersten Quartal von 8,5% auf 6,9%

  • Bruttoergebnismarge sinkt auf 35,6%

  • Wirksamkeit der Kosteneinsparungsmaßnahmen deutlich erkennbar

  • Vertriebs- und Verwaltungskosten im 1. Quartal um rund 10 Mio EUR reduziert

  • Verbessertes Finanzergebnis

Gewinn- und Verlustrechnung in Mio EUR Q1 2009/10 Q1 2008/09 Veränderung in %
Umsatzerlöse 278,6 316,7 -12,0
Kosten der umgesetzten Leistungen -179,4 -195,4 8,2
Bruttoergebnis vom Umsatz 99,2 121,3 -18,2
in % vom Umsatz 35,6 38,3
SG&A Aufwendungen ohne Sondereffekte -76,3 -93,2 18,1
Bereinigtes EBIT 22,8 28,0 -18,5
in % vom Umsatz 8,2 8,8
Sondereffekte -3,6 -1,0 <-100
EBIT 19,2 27,0 -28,9
in % vom Umsatz 6,9 8,5
Finanzergebnis -7,8 -10,0 21,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 11,4 17,0 -33,3
Ertragsteuern -0,5 -3,0 83,1
Periodenergebnis aus aufgegebenen Bereichen -0,7 0,3 <-100
Periodenergebnis 10,2 14,3 -28,7
Abschreibungen und Amortisierungen 10,7 10,2 5,0
Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Bereichen (in EUR) 0,25 0,31 -20,7

Nachrichtlich: Das EBITDA (EBIT zzgl. Abschreibungen) im 1. Quartal 2009/10 betrug 29,9 Mio EUR.

EBIT-Marge sinkt um 160 Basispunkte

Im Berichtsquartal sank das EBIT um 7,8 Mio EUR auf 19,2 Mio EUR (Vorjahr 27,0 Mio EUR). Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahresquartal einer um 160 Basispunkte niedrigeren Umsatzrendite von 6,9%. Das EBIT war von negativen Sondereffekten in Höhe von 3,6 Mio EUR im Zusammenhang mit "Excellerate" und einmalig positiven Lizenzeinnahmen aus dem Patentaustauschvertrag mit dem Philips Konzern wesentlich beeinflusst.

Entwicklung bereinigtes EBIT (in Mio EUR)

Die Bruttoergebnismarge verschlechterte sich im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres um 270 Basispunkte auf 35,6% vom Umsatz. Das Bruttoergebnis wurde vor allem durch den Volumen- und Preisrückgang sowie erhebliche Währungstransaktionseffekte belastet. Infolge der im Berichtsquartal veränderten nachteiligen Kursrelation von GBP/EUR entstand alleine aus den Exporten nach Großbritannien ein negativer Währungstransaktionseffekt in Höhe von rund 4,6 Mio EUR. Der Materialkostenanteil erhöhte sich gegenüber dem Vorjahresquartal vor allem durch den Wegfall vorteilhafter beschaffungsbezogener USD-Währungsabsicherungen im Components Segment von 42,1% auf 44,2%. Durch Kapazitätsanpassungen in der Produktion konnte der Personalkostenanteil an den Herstellkosten in Prozent vom Umsatz mit 14,7% trotz deutlicher Umsatzrückgänge und Tariflohnanstieg auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden.

Die Vertriebs- und Verwaltungskosten konnten im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 gegenüber der Vorjahresperiode durch die eingeleiteten Einsparmaßnahmen um 10,7% auf 84,4 Mio EUR (Vorjahr 94,5 Mio EUR) gesenkt werden. Das um Sondereffekte bereinigte sonstige betriebliche Ergebnis fiel mit 8,0 Mio EUR (Vorjahr 1,2 Mio EUR) außergewöhnlich gut aus, da den IAS-Regeln folgend die positiven Effekte des mit dem Philips Konzern abgeschlossenen Patentaustauschvertrag in Summe erfasst wurden, wohingegen die laufenden Lizenzaufwendungen an Philips periodengerecht erfasst werden.

Im ersten Quartal 2009/10 wurden als Aufwand Sondereffekte in Höhe von 3,6 Mio EUR (Vorjahr 1,0 Mio EUR) verbucht. Diese stehen vor allem im Zusammenhang mit dem in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2008/09 gestarteten Effizienzsteigerungsprogramm "Excellerate", das ein Einsparvolumen von bis zu 100 Mio EUR bis 2010/11 vorsieht.

Zur Darstellung des operativen Ergebnisses wurde das EBIT um die genannten Sondereffekte bereinigt:

Bereinigtes EBIT in Mio EUR Q1 2009/10 Q1 2008/09 Veränderung in %
Berichtetes EBIT 19,2 27,0 -28,9
davon Sondereffekte -3,6 -1,0 <-100
Bereinigtes EBIT 22,8 28,0 -18,5
in % vom Umsatz 8,2 8,8

Bruttoergebnismarge sinkt auf 35,6%

Wirksamkeit der Kosteneinsparungsmaßnahmen deutlich erkennbar

Sondereffekte im Betriebsergebnis

∗ Fixkosten = Vertriebs-, Verwaltungs- und sonstiges betriebliches Ergebnis

Verbessertes Finanzergebnis

Das Finanzergebnis verbesserte sich in der Berichtsperiode gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 2,2 Mio EUR auf minus 7,8 Mio EUR. Im Zinsaufwand sind im Wesentlichen Zinsen für den laufenden Kreditvertrag enthalten. Im Zinsaufwand des Vorjahres sind Einmalkosten in Höhe von rund 4,4 Mio EUR, welche im Zusammenhang mit der Refinanzierung des Akquisitionskreditvertrages aus dem Jahr 2001 stehen, ausgewiesen. Die übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträge beinhalten vor allem währungsbedingte Bewertungseffekte und betragen minus 5,2 Mio EUR (Vorjahr 2,6 Mio EUR).

Finanzergebnis in Mio EUR Q1 2009/10 Q1 2008/09 Veränderung in %
Zinsaufwand -2,6 -8,9 70,8
Zinsertrag 0,2 1,1 -84,9
Zinssaldo -2,4 -7,8 68,9
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge -5,2 -2,6 -99,1
Ergebnisanteile assoziierter Unternehmen -0,2 0,5 <-100
Finanzergebnis -7,8 -10,0 21,3

Vorsteuerergebnis sank um 33,3%

Das Vorsteuerergebnis sank im ersten Quartal um 33,3% auf 11,4 Mio EUR (Vorjahr 17,0 Mio EUR). Darauf fielen Ertragssteuern in Höhe von 0,5 Mio EUR an. Das Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen steht im Zusammenhang mit der aufgegebenen Aktivität im Bereich Wohnraumleuchten und beträgt minus 0,7 Mio EUR. Das Periodenergebnis verringert sich auf 10,2 Mio EUR (Vorjahr 14,3 Mio EUR). Für die Aktionäre der Zumtobel AG ergibt sich so ein Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Bereichen (verwässert bei 43,8 Mio Aktien) von 0,25 EUR (Vorjahr: 0,31 EUR).

Cashflow und Vermögenslage

Positive Entwicklung im Working Capital fortgesetzt

Zum 31. Juli 2009 betrug das Working Capital 209,2 Mio EUR (Vorjahr: 264,9 Mio EUR). In Prozent vom rollierenden 12-Monatsumsatz reduzierte sich das Working Capital zum achten Mal in Folge gegenüber dem jeweiligen Vorjahresquartal und erreichte 18,4% (Vorjahr: 20,8%). Der Mittelabfluss aus dem saisonal bedingten Aufbau von Working Capital in Höhe von 5,6 Mio EUR fällt im Vergleich zum ersten Quartal 2008/9 (28,4 Mio EUR) deutlich geringer aus und führt zu einer Verbesserung des Cashflows aus dem operativen Geschäfts von Minus 6,0 Mio EUR auf Minus 2,3 Mio EUR.

Working Capital in % von rollierenden 12-Monats-Umsätzen

Die Erhöhung der sonstigen operativen Positionen steht vor allem im Zusammenhang mit gesetzlichen Sonderzahlungen an Mitarbeiter, dem Abbau von Restrukturierungsrückstellungen, dem Abbau von Steuerverbindlichkeiten und einem Forderungsaufbau hinsichtlich Lizenzerträge.

Für Anlageinvestitionen wurden im ersten Quartal 2009/10 mit 7,8 Mio EUR deutlich weniger als im Vorjahresquartal ausgegeben (Vorjahr 14,5 Mio EUR). Schwerpunkt der Investitionstätigkeit war die Anschaffung einer Stanzanlage und einer Spritzgussmaschine für den Werksstandort Dornbirn. In den Anlageinvestitionen des Vorjahres sind 3,0 Mio EUR für die Ausstattung der neuen Fabrik in Spennymoor enthalten. Der Free Cashflow ist im saisonal üblichen Muster negativ, blieb aber mit minus 13,8 Mio EUR auf dem guten Niveau des Vorjahres, das durch den Abgang von Finanzinvestitionen in Höhe von 12,9 Mio EUR positiv beeinflusst war.

Bilanzkennzahlen in Mio EUR 31. Juli 2009 31. Juli 2008 30. April 2009
Bilanzsumme 1.069,0 1.135,8 1.053,9
Nettoverbindlichkeiten 175,7 167,6 163,5
Eigenkapital 468,1 497,5 456,0
Eigenkapitalquote in % 43,8 43,8 43,3
Verschuldungsgrad in % 37,5 33,7 35,9
Durchschnittliches Capital Employed 651,1 655,4 664,0
ROCE in % 11,3 18,0 11,9
Investitionen 7,8 14,5 64,7
Working Capital 209,2 264,9 196,4
in % von rollierendem 12-Monatsumsatz 18,4 20,8 16,7

Infolge des Beschlusses der Hauptversammlung, keine Dividenden auszuschütten, erhöhte sich die Eigenkapitalquote gegenüber dem 30. April 2009 auf 43,8%. Die Nettoverbindlichkeiten stiegen im saisonal üblichen Muster, so dass der Verschuldungsgrad (Gearing) von 35,9% auf 37,5% anstieg.

Zur Sicherung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit verfügt die Zumtobel Gruppe durch die im Juni 2008 abgeschlossene Finanzierungsvereinbarung über 480 Mio EUR mit einer Laufzeit von fünf Jahren über einen ausreichenden finanziellen Rahmen. Die Finanzierung ist an die Einhaltung von Financial Covenants - einem Schuldendeckungsgrad mit einem Faktor kleiner als 3,5 sowie einer Eigenkapitalquote größer als 25% geknüpft. Zum 31. Juli 2009 wurden die Financial Covenants dank eines Schuldendeckungsgrades mit einem Faktor von 1,71 und einer Eigenkapitalquote von 43,8% vollumfänglich eingehalten.

Ausblick: weiter mit großer Unsicherheit behaftet

Obwohl sich immer mehr Konjunkturexperten zuversichtlicher bezüglich eines baldigen Endes der globalen Wirtschaftskrise äußern, ist der Ausblick für die Zumtobel Gruppe für das Geschäftsjahr 2009/10 weiter mit großer Unsicherheit behaftet. Dies basiert vor allem auf der spätzyklischen Natur unseres Geschäfts, von dem wir weiterhin erwarten, dass der der konjunkturelle Tiefpunkt erst in 2010 erreicht werden dürfte. Daher sehen wir auch für das gesamte Geschäftsjahr deutliche Umsatz- und Ergebnisrückgänge, welche in der zweiten Jahreshälfte durch die bereits deutlich niedrigeren Vergleichswerte des Vorjahres moderater ausfallen sollten. Eine zusätzliche Belastung für Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2009/10 wird aus weiteren negativen Währungseffekten erwartet, da der Euro vor allem gegenüber dem Britischen Pfund und dem Australischen Dollar in den letzten zwölf Monaten erneut aufgewertet hat.

Solide Bilanzstruktur

Gefestigte Liquiditätsposition

Kein konkreter Ausblick für das Geschäftsjahr 2009/10 möglich

Free Cashflow auf dem Niveau des Vorjahres

Angesichts der angespannten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen fokussieren wir weiterhin auf die konsequente Umsetzung unseres Effizienzsteigerungsprogramms "Excellerate", um als deutlich schlanker und flexibler aufgestelltes Unternehmen für alle Marktentwicklungen die richtige Antwort bereit zu haben. Das Ergebnis aus dem ersten Quartal stimmt uns zuversichtlich, dass wir wie geplant den Free Cashflows in diesem Geschäftsjahr auf positivem Niveau halten können.

Dornbirn, 15. September 2009

Dr. Andreas Ludwig e.h. Dipl. Wirtsch.-Ing. Thomas Spitzenpfeil e.h. Dipl. Wirtsch.-Ing. Martin Brandt e.h. Chief Executive Officer Chief Financial Officer Chief Operating Officer

Motor in der Krise:Fokus auf den öffentlichen Sektor

Durch eine intelligent gesteuerte Lichtlösung lassen sich Energie und Kosten einsparen. Und auch die Lichtqualität wird verbessert. Zum Beispiel in Schulen, wo eine gute Lichtlösung flexible Raumnutzungen und optimale Lernbedingungen unterstützt. Oder in Krankenhäusern und Pflegeheimen, wo Licht und Farbe den Genesungsprozess verbessern. In Zeiten der Wirtschaftskrise investiert die öffentliche Hand vermehrt in die Modernisierung ihrer Infrastruktur. Eine große Chance auch für besseres und energieeffizienteres Licht und für die Zumtobel Gruppe. Die folgenden Projektbeispiele unterstreichen die Kompetenz unserer Marken für nachhaltige Lichtlösungen für den öffentlichen Bereich.

Thorn: Volksschule Vicentino (IT) Durch die intelligente Nutzung von Tageslicht und eine wegweisende Thorn Lichtlösungen wurde der Energieverbrauch für die Beleuchtung der Volksschule um 70% reduziert. Alle Leuchten sind dimmbar und werden von der tageslichtabhängigen Steuerung "SensaModular" gesteuert.

Zumtobel: Harmonie im Zentralspital Baar (CH)

Licht und Farbe haben eine gesundheitsfördernde Funktion. So können Raumstimmungen, die der Farbigkeit natürlicher Lichtverhältnisse nachempfunden sind, das Wohlbefinden steigern. Für den Neubau dieses Krankenhauses hat Zumtobel u.a. den Empfangsbereich und die Verkehrsflächen im Innenbereich stimmungsvoll beleuchtet.

TridonicAtco wegweisend in Rednitzhembach (DE)

Die fränkische Gemeinde entschied sich, die Straßenleuchten auf effizientere Leuchtmittel umzurüsten. Einsparung: 77.000 kWh an Strom / Jahr, das entspricht ca. 10.000 Euro. Möglich machte dies eine einzigartige Lösung von TridonicAtco, mit der die Umrüstung nur durch ein einziges zusätzliches Bauteil erfolgen konnte – das bestehende Vorschaltgerät konnte weitergenutzt werden.

Motor in der Krise:Fokus auf den öffentlichen Sektor

Britische Regierung setzt auf Thorn (UK)

Der Neubau der weiterführenden Schule in Leeds ist eines der ersten Projekte aus dem Zukunftsbildungsprogramm der britischen Regierung. Thorn realisierte eine Komplettlösung für die Beleuchtung des Schulkomplexes, in dem rund 2.000 Schüler ausgebildet werden. Zentrale Aufgabe an die Lichtplanung war es, optimale Lernbedingungen zu gewährleisten. Auch das Außengelände und die Notwege des Schulkomplexes wurden von Thorn beleuchtet, stets mit dem Ziel, störende Lichteffekte für die umliegende Gemeinde zu reduzieren.

Zumtobel: Flexible Volksschule in Doren (AT)

Der Neubau der Volksschule Doren steht auch auch für neue pädagogische Wege: Flexible, wechselnde Lernsituationen, Abkehr vom Frontalunterricht. Die Zumtobel Lichtlösung – unter Verwendung von Slotlights

– leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Da die Tischanordnung häufig flexibel gestaltet wird, muss die Beleuchtung der Klassenzimmer gleichmäßig sein und in jeder Situation Blendungsfreiheit und damit optimale Lernbedingungen garantieren.

Gewinn- und Verlustrechnung

in TEUR Q1 2009/10 Q1 2008/09 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 278.581 316.670 -12,0
Kosten der umgesetzten Leistungen -179.415 -195.400 8,2
Bruttoergebnis vom Umsatz 99.166 121.270 -18,2
in % vom Umsatz 35,6 38,3
Vertriebskosten -67.421 -75.521 10,7
Verwaltungskosten -16.931 -18.955 10,7
Sonstiges betriebliches Ergebnis 4.375 193 >100
davon Sondereffekte -3.643 -1.036 <-100
Betriebsergebnis 19.189 26.987 -28,9
in % vom Umsatz 6,9 8,5
Zinsaufwand -2.586 -8.863 70,8
Zinsertrag 161 1.070 -84,9
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge -5.228 -2.626 -99,1
Ergebnisanteile assoziierter Unternehmen -179 463 <-100
Finanzergebnis -7.832 -9.956 21,3
in % vom Umsatz -2,8 -3,1
Ergebnis vor Ertragsteuern 11.357 17.031 -33,3
Ertragsteuern -515 -3.049 83,1
Ergebnis aus fortzuführenden Bereichen 10.842 13.982 -22,5
Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen -666 294 <-100
Periodenergebnis 10.176 14.276 -28,7
in % vom Umsatz 3,7 4,5 -19,0
davon den Minderheitengesellschaftern zuordenbar 310 2 >100
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuordenbar 9.866 14.274 -30,9
Anzahl ausstehender Aktien unverwässert - Durchschnitt (in 1000 Stk.) 43.618 44.592
Verwässerungseffekt (Aktienoptionen) - Durchschnitt (in 1000 Stk.) 12 55
Anzahl ausstehender Aktien verwässert - Durchschnitt (in 1000 Stk.) 43.630 44.647
Ergebnis je Aktie (in EUR)
Ergebnis je Aktie unverwässert 0,23 0,32
Ergebnis je Aktie verwässert 0,23 0,32
Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Bereichen (in EUR)
Ergebnis je Aktie unverwässert 0,25 0,31
Ergebnis je Aktie verwässert 0,25 0,31

Gesamtergebnisrechnung

Q1 2009/10 Q1 2008/09 Veränderung
in TEUR in %
Periodenergebnis 10.176 14.276 -28,7
Währungsdifferenzen -3.228 -376 <-100
Währungsdifferenzen aus Darlehen 3.009 -328 >100
Hedge Accounting -184 -145 -26,9
Latente Steuern 46 63 -27,0
Aktienoptionen - Dotierung 363 416 -12,7
Sonstige Gesamtergebnisbestandteile 6 -370 >100
Gesamtperiodenergebnis 10.182 13.906 -26,8
davon den Minderheitengesellschaftern zuordenbar 258 5 >100
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuordenbar 9.924 13.901 -28,6

Bilanz

in TEUR 31. Juli 2009 in % 30. April 2009 in %
Firmenwerte 275.455 25,8 275.455 26,1
Immaterielle Vermögenswerte 49.948 4,7 49.669 4,7
Sachanlagen 231.135 21,6 233.427 22,1
Anteile an assoziierten Unternehmen 4.392 0,4 7.861 0,7
Finanzanlagen 629 0,1 624 0,1
Übrige Forderungen & Vermögenswerte 20.465 1,9 15.436 1,5
Latente Steuern 44.913 4,2 46.228 4,4
Langfristiges Vermögen 626.937 58,6 628.700 59,7
Vorräte 143.291 13,4 148.819 14,1
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 185.104 17,3 169.378 16,1
Übrige Forderungen & Vermögenswerte 40.579 3,8 37.946 3,6
Finanzanlagen 23 0,0 21 0,0
Liquide Mittel 73.041 6,8 69.008 6,5
Kurzfristiges Vermögen 442.038 41,4 425.172 40,3
VERMÖGEN 1.068.975 100,0 1.053.872 100,0
Grundkapital 111.761 10,5 111.761 10,6
Kapitalrücklagen 339.048 31,7 339.048 32,2
Gewinnrücklagen 3.267 0,3 -10.217 -1,0
Periodenergebnis 9.866 0,9 13.426 1,3
Kapital der Anteilseigner der Muttergesellschaft 463.942 43,4 454.018 43,1
Kapital der Minderheitengesellschafter 4.139 0,4 1.962 0,2
Eigenkapital 468.081 43,8 455.980 43,3
Rückstellungen für Pensionen 47.227 4,4 47.370 4,5
Rückstellungen für Abfertigungen 30.198 2,8 30.758 2,9
Übrige Rückstellungen 11.136 1,0 10.718 1,0
Finanzschulden 215.525 20,2 215.600 20,5
Übrige Verbindlichkeiten 89 0,0 84 0,0
Latente Steuern 9.414 0,9 9.133 0,9
Langfristige Schulden 313.589 29,3 313.663 29,8
Rückstellungen für Ertragsteuern 25.707 2,4 25.332 2,4
Übrige Rückstellungen 30.576 2,9 34.534 3,3
Finanzschulden 33.257 3,1 16.886 1,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 104.996 9,8 109.895 10,4
Übrige Verbindlichkeiten 92.769 8,7 97.582 9,3
Kurzfristige Schulden 287.305 26,9 284.229 27,0
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN 1.068.975 100 1.053.872 100,0

Kapitalflussrechnung

in TEUR Q1 2009/10 Q1 2008/09
Betriebsergebnis aus fortzuführenden und aufgegebenen Bereichen 18.523 27.281
Abschreibungen und Amortisierungen 10.747 10.239
Sonstige unbare Bewegungen 0 -3.367
Gewinn/Verlust aus Anlagenverkäufen 671 0
Ergebnis aus der Aufgabe von Geschäftsbereichen -561 0
Cashflow aus dem operativen Ergebnis 29.380 34.153
Vorräte 7.826 -5.573
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen -7.429 -2.998
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen -8.585 -20.964
Erhaltene Anzahlungen 2.568 1.106
Veränderung des Working Capital -5.620 -28.429
Langfristige Rückstellungen -1.965 -1.426
Kurzfristige Rückstellungen -4.100 -4.116
Sonstige lang- und kurzfristige Forderungen & Verbindlichkeiten -18.600 -5.165
Veränderungen der sonstigen operativen Positionen -24.665 -10.707
Bezahlte Steuern -1.365 -1.018
Cashflow aus dem operativen Geschäft -2.270 -6.001
Einzahlungen aus Anlagenabgängen 925 87
Auszahlungen für Anlagenzugänge -7.779 -14.529
Veränderung von lang- und kurzfristigen Finanzanlagen -4.713 12.896
Veränderung liquider Mittel aus Konsolidierungskreisänderungen 0 -6.036
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -11.567 -7.582
FREIER CASHFLOW -13.837 -13.583
Veränderung der lang- und kurzfristigen Finanzschulden 11.540 2.982
davon nicht frei verfügbare Zahlungsmittelbestände -74 -53
Dividenden -100 0
Aktienrückkauf / Ausübung Optionen 0 433
Bezahlte Zinsen -1.961 -5.989
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 9.479 -2.574
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand 1.209 125
VERÄNDERUNG DES FINANZMITTELBESTANDES -3.149 -16.032
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 55.953 86.163
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 52.804 70.131
Veränderung -3.149 -16.032

Eigenkapitalveränderungsrechnung

1. Quartal 200 2009 2009/10

Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens
in TEUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Perioden
ergebnis
Summe Minder
heiten
Summe
Eigenkapital
30. April 2009 111.761 339.048 -10.217 13.426 454.018 1.962 455.980
+/- Einstellungen in die Gewinnrücklagen 0 0 13.426 -13.426 0 0 0
+/- Gesamtperiodenergebnis 0 0 58 9.866 9.924 258 10.182
+/- Dividenden 0 0 0 0 0 -100 -100
+/- Wechsel Einbeziehungsart 0 0 0 0 0 2.019 2.019
31. Juli 2009 111.761 339.048 3.267 9.866 463.942 4.139 468.081

1. Quartal 200 1. Quartal Quartal1. Quartal 2008/09

Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens
in TEUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Perioden
ergebnis
Summe Minder
heiten
Summe
Eigenkapital
30. April 2008 111.761 355.893 -48.409 92.986 512.231 1.969 514.200
+/- Einstellungen in die Gewinnrücklagen 0 0 92.986 -92.986 0 0 0
+/- Gesamtperiodenergebnis 0 0 -373 14.274 13.901 5 13.906
+/- Aktienrückkauf / Ausübung Optionen 0 434 0 0 434 0 434
+/- Dividenden 0 0 -31.255 0 -31.255 0 -31.255
+/- Erstkonsolidierung 0 0 0 0 0 190 190
31. Juli 2008 111.761 356.327 12.949 14.274 495.311 2.164 497.475

Anhang

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Konzernzwischenabschluss zum 31. Juli 2009 wurde nach den Grundsätzen der International Financial Reporting Standards, Regelungen für Zwischenberichte (IAS 34) erstellt. Es wurde vom Wahlrecht nach IAS 34 Gebrauch gemacht, welches die Möglichkeit eines verkürzten Anhanges bietet. Der Konzernzwischenabschluss zum 31. Juli 2009 ist ungeprüft.

Der verkürzte ungeprüfte Konzernzwischenabschluss wurde auf Basis aller am Stichtag gültigen IAS/IFRS, die das International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht hat, sowie aller Interpretationen (IFRIC/SIC) des International Financial Reporting Interpretations Committee bzw. des Standing Interpretations Committee erstellt, sofern diese auch von der Europäischen Union im Endorsement-Verfahren übernommen wurden.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum 31. Juli 2009 sind grundsätzlich unverändert geblieben. Es wird in diesem Zusammenhang auf den Konzernabschluss zum 30. April 2009 verwiesen. Folgende neue bzw. geänderte IAS/IFRS wurden erstmals im Konzernzwischenabschluss zum 31. Juli 2009 angewandt:

Basierend auf den Änderungen zu IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" wird in der Gesamtergebnisrechnung die Gewinn- und Verlustrechnung um die im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ergänzt. In der Eigenkapitalveränderungsrechnung werden nur Transaktionen mit Gesellschaftern dargestellt. Das Gesamtergebnis wird in Summe in einer Zeile in der Eigenkapitalveränderungsrechnung berücksichtigt.

Gemäß den Bestimmungen des neuen IFRS 8 "Geschäftssegmente" hat die Abgrenzung der Geschäftssegmente sowie die Auswahl der zu veröffentlichenden Ergebnis- und Vermögensgrößen auf Basis der internen Berichterstattung zu erfolgen ("Management Approach"). Da die externe Segmentberichterstattung bereits an die interne Berichterstattung der Zumtobel Gruppe angelehnt war, ergeben sich keine wesentlichen Änderungen.

Durch die Änderung des IAS 23 "Fremdkapitalkosten" sind Fremdkapitalkosten im Zusammenhang mit dem Erwerb, Bau oder Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes zu aktivieren. Die Auswirkung dieser Änderung auf den Konzernzwischenabschluss zum 31. Juli 2009 ist vernachlässigbar.

Die Quartalsabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen folgen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen.

Währungsumrechnung

Die wichtigsten Währungen für die Umrechnung der Tochtergesellschaften in EUR stellen sich wie folgt dar:

Durchschnittskurse Gewinn
und Verlustrechnung
Stichtagskurse Bilanz
1 EUR entspricht 31. Juli 2009 31. Juli 2008 31. Juli 2009 30. April 2009
AUD 1,7585 1,6365 1,7060 1,8146
CHF 1,5161 1,6189 1,5317 1,5066
USD 1,3935 1,5626 1,4138 1,3275
SEK 10,7756 9,3860 10,3358 10,6915
GBP 0,8661 0,7922 0,8556 0,8934
HKD 10,8003 12,1911 10,9570 10,2881

Konsolidierungskreis

In den Konzernzwischenabschluss fließen alle wesentlichen in- und ausländischen Unternehmen ein, die von der Zumtobel AG kontrolliert werden.

Die Veränderung des Konsolidierungskreises stellt sich für die Zwischenperiode wie folgt dar:

Konsolidierungsmethode
Konsolidierungskreis voll at equity TOTAL
30. April 2009 96 5 101
Wechsel Einbeziehungsart 1 -1 0
Im Berichtszeitraum fusioniert / liquidiert -2 0 -2
31. Juli 2009 95 4 99

Folgende Gesellschaften wurden im ersten Quartal 2009/10 liquidiert:

Multilux (Pty) Ltd., Australien

Staff/Conlux Administration Coy. Pty. Ltd., Australien

Die bislang nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogene Gesellschaft Thorn Gulf LLC, Dubai wird ab 01. Mai 2009 vollkonsolidiert.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die nachfolgenden Erläuterungen beziehen sich auf wesentliche Veränderungen einzelner Positionen zur Vorperiode.

Ergebnis je Aktie

Die Ermittlung des unverwässerten Ergebnisses je Aktie erfolgt durch Division des Periodenergebnisses durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl ausstehender Aktien zum Zwischenabschlussstichtag.

Das verwässerte Ergebnis je Aktie basiert auf der Annahme der Ausübung der Optionen aus dem Aktienoptionsprogramm (SOP/MSP). Diese werden bei der Berechnung der durchschnittlichen Anzahl ausstehender Aktien mitberücksichtigt.

Saisonalität

Saisonal bedingt sind die beiden ersten Quartale des Geschäftsjahres umsatzstärker als das zweite Halbjahr; dabei liegt insbesondere das 3. Quartal wesentlich unter dem Durchschnitt. Diese Verteilung resultiert aus der Abhängigkeit des Konzerns von der Entwicklung der Bautätigkeit und deren saisonaler Verteilung im Jahresverlauf.

Aufwandsarten

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. In den Kosten der umgesetzten Leistungen (inkl. Entwicklungskosten), Vertriebskosten (inkl. Forschungskosten) und Verwaltungskosten als auch dem sonstigen betrieblichen Ergebnis sind folgende Aufwandsarten und Erträge enthalten:

1. Quartal 2009 2009/10

in TEUR Kosten der
umgesetzten
Leistungen
Vertriebs
kosten
Verwaltungs
kosten
Sonstiges
betriebliches
Ergebnis
Summe
Materialaufwand -123.005 -988 -67 -19 -124.079
Personalaufwand -40.943 -34.756 -10.650 -1.544 -87.893
Abschreibungen -9.011 -1.359 -375 -2 -10.747
Sonstiger Aufwand -12.873 -28.811 -7.456 -2.647 -51.787
Aktivierte Eigenleistungen 2.776 0 0 0 2.776
Interne Verrechnung 1.057 -2.302 1.410 -165 0
Summe Aufwände -181.999 -68.216 -17.138 -4.377 -271.730
Sonstige Erträge 2.584 795 207 8.752 12.338
Summe -179.415 -67.421 -16.931 4.375 -259.392

1. Quartal 2008/09 2008/09

in TEUR Kosten der
umgesetzten
Leistungen
Vertriebs
kosten
Verwaltungs
kosten
Sonstiges
betriebliches
Ergebnis
Summe
Materialaufwand -133.400 -1.533 -67 0 -135.000
Personalaufwand -46.469 -37.856 -11.606 -13 -95.944
Abschreibungen -8.265 -1.510 -464 0 -10.239
Sonstiger Aufwand -13.854 -32.978 -8.812 -1.048 -56.692
Aktivierte Eigenleistungen 3.542 18 504 0 4.064
Interne Verrechnung 1.464 -2.679 1.215 0 0
Summe Aufwände -196.982 -76.538 -19.230 -1.061 -293.811
Sonstige Erträge 1.582 1.017 275 1.254 4.128
Summe -195.400 -75.521 -18.955 193 -289.683

In den Kosten der umgesetzten Leistungen sind Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 8.811 (VJ TEUR 7.920) enthalten. In der Periode wurden Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 2.562 (VJ TEUR 3.164) aktiviert, die Abschreibung der aktivierten Entwicklungskosten beträgt TEUR 1.648 (VJ TEUR 1.230).

Sonstiges betriebliches Ergebnis

in TEUR Q1 2009/10 Q1 2008/09
Förderungen der öffentlichen Hand 573 584
Lizenzeinnahmen 8.150 361
Sondereffekte -3.643 -1.036
Restrukturierungen -3.643 -1.036
Sonstiges -705 284
Summe 4.375 193

Die Förderungen der öffentlichen Hand stellen zur Gänze ertragswirksam vereinnahmte Zuschüsse dar.

Im Mai 2009 hat die Zumtobel Gruppe mit dem Philips Konzern einen umfassenden, weltweiten Patentaustauschvertrag (crosslicensing) über gegenwärtige und zukünftige Patente in den Bereichen Beleuchtungstechnik und LED abgeschlossen. Die Lizenzeinnahmen werden einmalig positiv durch diesen Patentaustauschvertrag beeinflusst. Seitens der Zumtobel Gruppe besteht eine Verpflichtung zu laufenden umsatzabhängigen Lizenzzahlungen.

In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2008/09 wurde mit dem Effizienzsteigerungsprogramm "Excellerate" ein umfassendes Maßnahmenpaket gestartet, das ein Einsparvolumen von bis zu 100 Mio EUR bis 2010/11 vorsieht. Die in diesem Zusammenhang stehenden Aufwendungen sind in der Zeile Restrukturierungen ausgewiesen. Im Vorjahr sind im Wesentlichen Aufwendungen für Abfertigungen in Großbritannien (TEUR 508) sowie Australien (TEUR 452) enthalten.

Die Zeile Sonstiges betrifft den Saldo aus Aufwendungen und Erträgen aus der normalen Geschäftstätigkeit, die anderen Funktionsbereichen nicht eindeutig zugeordnet werden können.

Zinsaufwand

Im Zinsaufwand sind vor allem Zinsen für den laufenden Kreditvertrag enthalten. Im Zinsaufwand des Vorjahres sind eine Bonusmarge, Transaktionskosten sowie Kreditbereitstellungsgebühren in Höhe von rund 4,4 Mio EUR, welche im Zusammenhang mit der Refinanzierung des Akquisitionskreditvertrages aus dem Jahr 2001 stehen, ausgewiesen.

Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge

in TEUR Q1 2009/10 Q1 2008/09
Zinskomponente gemäß IAS 19 abzüglich Erträge aus Planvermögen -905 -657
Fremdwährungsergebnis 760 -88
Marktbewertung von Finanzinstrumenten -5.083 -1.755
Veräußerungsgewinne / -verluste 0 -126
Summe -5.228 -2.626

Das Fremdwährungsergebnis beinhaltet vor allem Effekte aus der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten.

Die Position "Marktbewertung von Finanzinstrumenten" zeigt das Ergebnis aus der Bewertung von Devisentermingeschäften mit den jeweiligen Marktwerten zum Zwischenabschlussstichtag.

Ertragsteuern

Die Aufteilung der Ertragsteuern auf laufende und latente Steuern ist wie folgt:

in TEUR Q1 2009/10 Q1 2008/09
Laufende Steuern -1.116 -3.206
Latente Steuern 601 157
Ertragsteuern -515 -3.049

Erläuterungen zur Bilanz

Die nachfolgenden Erläuterungen beziehen sich auf wesentliche Veränderungen einzelner Positionen zum Bilanzstichtag April 2009.

Anteile an assoziierten Unternehmen

Die Reduzierung der Anteile an assoziierten Unternehmen ist darauf zurückzuführen, dass die Gesellschaft Thorn Gulf LLC, Dubai bis um 30. April 2009 nach der Equity-Methode im Konzernabschluss berücksichtigt wurde. Thorn Gulf LLC, Dubai wird beginnend mit 1. Mai 2009 aufgrund der vorliegenden Beherrschung vollkonsolidiert.

Übrige langfristige Forderungen & Vermögenswerte

In dieser Position ist der langfristige Teil der Forderung aus dem Verkauf der alten Fabrik in Spennymoor im Dezember 2008 sowie die langfristige Komponente aus dem Cross-Licence-Vertrag mit dem Philips Konzern enthalten.

Kurzfristige Finanzschulden

Der Anstieg der kurzfristigen Finanzschulden resultiert aus der Ausnutzung kurzfristiger Betriebsmittel-Kreditlinien zur Finanzierung des saisonalen Working Capital Aufbaus.

Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Die positive Entwicklung des Cashflows aus dem operativen Geschäft resultiert aus der Verbesserung im Working Capital Management. Die sonstigen kurz- und langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die Auszahlung im Zusammenhang mit vertraglichen Sonderzahlungen an die Mitarbeiter.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeiten beinhaltet Investitionen im Zusammenhang mit der Anschaffung einer Stanzanlage und einer Spritzgußmaschine in Dornbirn.

Überleitung Finanzmittelfonds

in TEUR 31. Juli 2009 30. April 2009 31. Juli 2008
Liquide Mittel 73.041 69.008 92.528
nicht frei verfügbar -473 -412 -688
Kontokorrent-Kredite -19.764 -12.643 -21.709
Finanzmittelfonds 52.804 55.935 70.131

Erläuterungen zur Eigenkapitalveränderungsrechnung

Aktienprogramm und Aktienrückkauf

in Stk. Summe
30. April 2009 286.767
Aktienrückkauf 0
Ausübungen 0
31. Juli 2009 286.767

Im laufenden Geschäftsjahr 2009/10 wurden bisher keine Aktienoptionen ausgeübt (VJ 57.527).

Rücklage Aktienoptionen Aktienoptionen ücklage Aktienoptionen

in TEUR SOP MSP Summe
30. April 2009 15.986 1.732 17.718
Erfolgswirksame Zuführung - 363 363
31. Juli 2009 15.986 2.095 18.081

Das Stock Option Program (SOP) wurde 2008 durch das Matching Stock Program (MSP) abgelöst. Aus dem SOP erfolgen keine Zuteilungen von Optionen mehr.

Die erfolgswirksame Zuführung des MSP erfolgt über 2 Jahre. Im 1. Quartal 2009/10 wurden planmäßig TEUR 363 (VJ TEUR 416) zugeführt.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Personen umfassen den Vorstand und Aufsichtsrat der Zumtobel AG. Zum 31. Juli 2009 sind keine Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen vorhanden.

Mit assoziierten Unternehmen bestehen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen Konditionen.

Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Im Konzern bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 4 (30. April 2009 TEUR 29) für Garantien und Gewährleistungsfälle, welche die Kriterien für die Bildung einer Rückstellung nicht erfüllen. Für diverse Haftungen bestehen Bankgarantien in Höhe von TEUR 8.539 (30. April 2009 TEUR 7.881).

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Zum 1. September 2009 wird das neue Vorstandsmitglied Martin Brandt seine Tätigkeit aufnehmen. Als Chief Operating Officer (COO) wird er für das operative Geschäft der Leuchtenmarken zuständig sein.

In der ordentlichen Hauptversammlung am 24. Juli 2009 wurde eine Kapitalherabsetzung durch Einziehung eigener Aktien beschlossen. Die Kapitalherabsetzung wurde durch die Firmenbucheintragung per 20. August 2009 wirksam. Das Grundkapital der Gesellschaft wird durch die Einziehung eigener Aktien von EUR 111.760.860,00 auf EUR 108.750.000,00 herabgesetzt. Das Grundkapital ist zerlegt in 43.500.000 auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien (bisher 44.703.344 Aktien).

Weitere Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.

Segmentberichterstattung

Die Zumtobel Gruppe berichtet auf Basis der Geschäftsbereiche "Lighting Segment" (Lichtlösungen, Leuchten für die Innen- und Außenraumbeleuchtung und elektronisch-digitale Licht- und Raummanagementsysteme) sowie "Components Segement" (elektronische und magnetische Lichtkomponenten). Die Verrechnung von Lieferungen und Leistungen zwischen den Geschäftsbereichen erfolgt zu marktüblichen Konditionen.

Als Segmentvermögen wurden den Geschäftsbereichen das direkt zuordenbare Sachanlagevermögen, das immaterielle Vermögen und das Working Capital (ohne Zinsabgrenzungen, Steuerforderungen und –verbindlichkeiten) zugeordnet.

Nicht den Geschäftsbereichen zuordenbares Vermögen und Schulden und die daraus resultierenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie segmentübergreifend genutztes Sachanlagevermögen, Finanzverbindlichkeiten und Steuern werden in der Spalte "Sonstige und Konsolidierung" ausgewiesen.

Lighting Segment Components Segment Sonstige & Konsolidierung Konzern
in TEUR Q1
2009/10
Q1
2008/09
Q1
2007/08
Q1
2009/10
Q1
2008/09
Q1
2007/08
Q1
2009/10
Q1
2008/09
Q1
2007/08
Q1
2009/10
Q1
2008/09
Q1
2007/08
Nettoumsätze 207.483 234.664 235.931 87.848 102.623 105.043 -16.750 -20.617 -17.913 278.581 316.670 323.061
Außenerlöse 207.232 233.552 236.061 71.232 82.837 86.828 117 281 172 278.581 316.670 323.061
Innenerlöse 251 1.111 -131 16.616 19.786 18.216 -16.867 -20.898 -18.085 0 0 0
Betriebsergebnis 6.596 15.441 21.242 15.334 14.313 12.343 -2.742 -2.766 -901 19.189 26.987 32.684
Investitionen 5.545 9.919 6.533 2.197 3.880 3.584 37 730 69 7.779 14.529 10.186
Abschreibungen -6.431 -6.175 -6.047 -4.017 -3.767 -5.226 -299 -296 1.208 -10.747 -10.239 -10.066
in TEUR 31. Juli 30. April 30. April 31. Juli 30. April 30. April 31. Juli 30. April 30. April 31. Juli 30. April 30. April
2009 2009 2008 2009 2009 2008 2009 2009 2008 2009 2009 2008
Vermögen 714.433 698.053 754.848 200.589 204.661 233.295 153.953 151.158 117.805 1.068.975 1.053.872 1.105.948
Mitarbeiter
(Vollzeitkräfte) 5.086 5.167 5.670 1.763 1.745 1.926 128 129 112 6.977 7.041 7.708

Dornbirn, am 15. September 2009

Der Vorstand

Dr. Andreas Ludwig e.h. Dipl. Wirtsch.-Ing. Thomas Spitzenpfeil e.h. Dipl. Wirtsch.-Ing. Martin Brandt e.h.

Service

Finanzkennzahlen

CAPEX Investitionen in Anlagevermögen
Durchschnittliches Capital Employed = Firmenwerte + Immaterielle Vermögenswerte + Sachanlagen + Vorräte
+ Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen – Rückstellungen für Ertragssteuern – Übrige Rückstellungen
– Übrige Verbindlichkeiten, als Durchschnitt aus vier Quartalen
Eigenkapitalquote = Eigenkapital in Prozent der Bilanzsumme
EBIT Gewinn vor Finanzergebnis und Ertragssteuern
Bereinigtes EBIT EBIT bereinigt um Sondereffekte
Bereinigte EBIT-Marge = bereinigtes EBIT in Prozent vom Umsatz
EBITDA Gewinn vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen
Bereinigtes EBITDA EBITDA bereinigt um Sondereffekte
Nettoverbindlichkeiten = Langfristige Finanzschulden + Kurzfristige Finanzschulden – Liquide Mittel
ROCE (Return On Capital Employed) = Gesamtkapitalverzinsung als bereinigtes EBIT in
Prozent vom durchschnittlichem Capital Employed
Schuldendeckungsgrad = Nettoverbindlicheiten dividiert durch EBITDA
Verschuldungsgrad (Gearing) = Nettoverbindlichkeiten in Prozent vom Eigenkapital
WACC (Weighted Average Cost of Capital) = Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten
(Fremdkapital und Eigenkapital)
Working Capital (Betriebsmittel) = Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen – Erhaltene Anzahlungen

Finanzterminplan

Zwischenbericht 2009/10 (1. Mai 2009 – 31. Oktober 2009) 09. Dezember 2009 3. Quartalsbericht 2009/10 (1. Mai 2009 – 31. Januar 2010) 16. März 2010

Kontaktinformation

Investor Relations Presse/Unternehmens-Kommunikation Harald Albrecht Astrid Kühn-Ulrich Head of Investor Relations Head of Corporate Communications Telefon +43 (0)5572 509-1125 Telefon +43 (0)5572 509-1570 E-Mail [email protected] E-Mail [email protected]

Finanzberichte

Sie finden unsere Finanzberichte und Geschäftsberichte zum Download unter: http://www.zumtobelgroup.com. Gerne senden wir Ihnen die Printfassung zu, Bestellungen über Telefon +43 (0)5572 509-1510

Mehr Informationen

zur Zumtobel AG und unseren Marken finden Sie im Internet unter:

www.zumtobelgroup.com www.zumtobel.com www.thornlighting.com www.tridonicatco.com www.ledonlighting.com www.spacecannon.it

Impressum

Herausgeber: Zumtobel AG, Investor Relations, Harald Albrecht Gestaltung: Lisa Pfurtscheller Koordination Finanzen: Christa Pfeiffer Übersetzung: Donna Schiller Titelmotiv: Aquädukt Arcueil-Cachan (Foto: Xavier Boymond) Projektteil: Volkschule Vicentino (Foto: Fabio Baraldi); Zentralspital Baar (Foto: Jens Ellensohn); Straßenbeleuchtung Rednitzhembach (Foto: Gerhard Hagen); Ralph Thoresbury Schule (Foto: Joss Guest); Volksschule Doren (Foto: Till Hückels) Copyright: Zumtobel AG 2009

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Disclaimer

Dieser Quartalsfinanzbericht enthält Aussagen über zukünftige Entwicklungen, die auf derzeit zur Verfügung stehenden Informationen beruhen und Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den vorausschauenden Aussagen abweichen können. Die Aussagen über zukünftige Entwicklungen sind nicht als Garantien zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Dazu zählen zum Beispiel nicht vorhersehbare Veränderungen der politischen, wirtschaftlichen und geschäftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Umfeld der Zumtobel Gruppe, der Wettbewerbssituation, der Zins- und Währungsentwicklungen, technologischer Entwicklungen sowie sonstiger Risiken und Unwägbarkeiten. Weitere Risiken sehen wir u. a. in Preisentwicklungen, nicht vorhersehbaren Geschehnissen im Umfeld akquirierter Unternehmen und bei Konzerngesellschaften sowie bei den laufenden Kostenoptimierungsprogrammen. Die Zumtobel Gruppe beabsichtigt nicht, diese vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren. Dieser Quartalsbericht wird auch in Englisch präsentiert, jedoch nur der deutsche Text ist verbindlich.

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