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Zumtobel Group AG

Annual Report Jun 23, 2017

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Annual Report

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Zumtobel Group Jahresfinanzbericht 2016/17

1.Mai 2016 bis 30.April 2017

Titelbildgestaltung: Yung Ho Chang, Atelier FCJZ Das Kunstbuch unseres diesjährigen Geschäftsberichts wurde von Yung Ho Chang gestaltet. Yung Ho Chang und Lija Lu leiten das Architekturstudio Atelier Feichang Jianzhu (FCJZ) mit Sitz in Peking und Shanghai. Chang war ausserdem Dozent an mehreren Architekturhochschulen und hat derzeit eine Professor an der Tongji Universität, der Universität Peking und am MIT inne.

Nach der Veröffentlichung anlässlich der Hauptversammlung der Zumtobel Group AG am 21. Juli 2017 ist der Bericht als PDF zum Download verfügbar bzw. kann als Printexemplar bestellt werden: www.zumtobelgroup.com/de/bestellservice.htm

  1. Mai 2016 bis 30. April 2017

Fünfjahresübersicht

Zu Kennzahlendefinitionen siehe 5. Service – Finanzkennzahlen

in Mio EUR 2016/17 2015/16 2014/15 2013/14 2012/13
Umsatzerlöse 1.303,9 1.356,5 1.312,6 1.246,8 1.243,6
Bereinigtes EBIT 72,4 58,7 66,5 47,6 35,7
in % vom Umsatz 5,6 4,3 5,1 3,8 2,9
Jahresergebnis 25,2 11,9 11,9 -4,8 6,1
in % vom Umsatz 1,9 0,9 0,9 -0,4 0,5
Bilanzsumme 1.019,6 1.068,6 1.086,3 1.006,6 994,8
Eigenkapital 334,0 333,2 322,6 327,6 357,4
Eigenkapitalquote in % 32,8 31,2 29,7 32,5 35,9
Nettoverbindlichkeiten 91,0 134,8 148,2 126,2 113,2
Cashflow aus dem operativen Ergebnis 114,1 84,8 103,1 79,5 79,8
Investitionen 45,2 58,4 76,6 65,6 59,5
in % vom Umsatz 3,5 4,3 5,8 5,3 4,8
F&E-Aufwand gesamt 82,4 87,9 79,0 71,8 69,1
in % vom Umsatz 6,3 6,5 6,0 5,8 5,6
Mitarbeiter inkl. Leiharbeiter (Vollzeitkräfte) 6.562 6.761 7.234 7.291 7.162

Inhalt

Fünfjahresübersicht
Brief des Vorstandsvorsitzenden
2
4
1. Konzernlagebericht 7
1.1
Die Zumtobel Group im Überblick __________ 10
1.2
Gesamtwirtschaftliches Umfeld _______ 17
1.3
Die Zumtobel Group Aktie __________ 18
1.4
Wesentliche Ereignisse seit dem 30. April 2016 _______ 20
1.5
Geschäftsverlauf ____________ 21
1.6
Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren _________ 28
1.7
Internes Kontrollsystem _____________ 39
1.8
Risikomanagement ___________ 41
1.9
Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ______ 47
1.10
Angaben zu § 243a UGB ____________ 47
1.11
Ausblick und Ziele ___________ 49
2. Konzernabschluss 51
2.1
Konzern Gewinn- und Verlustrechnung _______ 54
2.2
Konzern Gesamtergebnisrechnung __________ 55
2.3
Konzern Bilanz ______________ 56
2.4
Konzern Kapitalflussrechnung ________ 57
2.5
Konzern Eigenkapitalveränderungsrechnung _________ 58
2.6
Anhang _____________ 59
2.7
Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs 4 Börsegesetz _____ 118
2.8
Konsolidierungskreis ________ 119
Bestätigungsvermerk ______________ 122
3. Corporate Governance Bericht 129
3.1
Corporate Governance in der Zumtobel Group __________ 131
3.2
Der Österreichische Corporate Governance Kodex ________ 131
3.3
Risikomanagement und Internes Kontrollsystem _____ 133
3.4
Die Organe und Gremien der Zumtobel Group AG _______ 134
3.5
Vergütungsbericht __________ 142
3.6
Bericht des Aufsichtsrats ___________ 148
4. Einzelabschluss Zumtobel Group AG 153
4.1
Bilanz ______________ 156
4.2
Gewinn- und Verlustrechnung _______ 158
4.3
Anhang ____________ 159
4.4
Anlagenspiegel _____________ 174
4.5
Lagebericht der Zumtobel Group AG _______ 176
Bestätigungsvermerk ______________ 186
5. Service 191

Brief des Vorstand

Ulrich Schumacher

d s letzten die Anpassung der Werkskapazitäten und die konsequente Ausrichtung des Vertriebes auf eine Mehrmarkenstrategie gegliedert nach Kundenzielgruppen. deutlich erkennbar und zeigt, dass wir mit der k Restrukturierungsmaßnahmen Unternehmen für die Zukunft erfolgreich aufzustellen das abgelaufene Geschäftsjahr war geprägt von sehr erfreulichen operativen Entwicklungen und wichtigen strategischen Quartalen Quartalen auf Restrukturierungsmaßnahmen Geschäftsjahr Services damit geprägt von sehr operativen Entwicklungen und wichtigen Schritten Verbesserung zur Verbesserung Profitabilität der Zumtobel Group gesetztund Ausrichtung des Vertriebes auf eine Kundenzielgruppen. dass wir mit der aufzustellen der sowie der strategischen Neuausrichtung und war Service-Wettbewerbsfähigkeit der Zumtobel Group konsequente erkennbar und wir Dies ist in den Finanzzahlen des Berichtsjahres nun Group. operativen gesetzt, , wie etwa

Ein wichtiger Meilenstein war für mich im vergangenen Geschäft Group Services (ZGS). Eines unserer strategischen Ziele ist die Weiterentwicklung des Unternehmens hin zu einem softwareorientierten Service weiterverfolgt Geschäftsbereichs Zumtobel Group Services eine wichtige Maßnahme gesetzt. Wir positionieren die Gruppe damit noch stärker als dienstleistungsorientiertes Unternehmen und Angebot in dem stark wachsenden Markt der vernetzten Beleuchtung aus. Ein schlagkräftiges Team von rund 240 Mitarbeitern bietet künftig Serviceleistungen wie die Beratung zu intelligenten Lichtsteuerungen und Notlichtanlagen, Licht Projektmanagement für schlüsselfertige Lichtlösungen aus einer Hand. Ergänzt werden diese Themenfelder durch neue, datenbasierte Dienstleistungen wie eines der umfassendsten bieten unseren Kunden damit einen großen Mehrwert. die konsequente Vertriebes auf eine erfolgreich Ein Services unserer Ziele ist Unternehmens hineinem wichtige Wir positionieren und in dem von rund intelligenten Lichtsteuerungen Hand. Ergänzt werden diese Mehrwert. für datenbasierte EUR Schritten zur und unter dem Dach Gruppe allem nund Italien vergangenen Geschäft Services strategischen ist die Weiterentwicklung des Unternehmens hin Service der Dienstleistungsangebotes unter dem Dach des neuen eine wichtige Maßnahme gesetzt. Wir positionieren die vernetzten Beleuchtung aus. Ein schlagkräftiges Team von rund künftig Serviceleistungen wie die zu intelligenten Lichtsteuerungen und Lichtschlüsselfertige Lichtlösungen aus einer Ergänzt werden diese Themenfelder Dienstleistungen gezielte Bündelung -Contracting, Design einem Mitarbeitern Contracting, integrierten Service der Kundenzielgruppen.zu Markt der Contracting, integrierten Servicewurde durch deutlich negative Währungs sowie der strategischen Neuausrichtung mit neue, damit im beeinflusst, Region Verbesserung und zeigt, -Anbieter. Dieses Ziel haben wir im vergangenen Geschäftsjahr damit einen wie Vorstandsvorsitzenden aufzustellennoch unseren zum einem durch ein zum Großteil damit svorsitzendenWettbewerbsfähigkeit Group Eines Anbieter. Designwie Serviceeinen Geschäfts nach zum svorsitzenden-Services sowie das immer stärker nachgefragte -Angebote der gesamten Licht negative der Zumtobel Groupeine erkennbar strategischen wichtiger Group des Ziel vergangenen Geschäftsjahr Dienstleistungsangebotes neuen eine gesetzt. 240 zu Services immer stärker nachgefragte etwa Angebote zum Vorjahr einem herausfordernden und Schweiz nach erhöhte sich 12 Monaten aufzustellen. das etwa Analysen über Gebäudenutzung. Mit Group immer über Mit 3,9% auf mit unseres Geschäftsjahr die Markteinführung von Zumtobel Zumtobel schlüsselfertige weitere Ländern Finanzzahlen Berichtsjahres sjahr die von Der mit LED 1.303,9Benelux auf dem richtigen Weg sind, um das Projektmanagement Angebote sehr Weg sind, sjahr mit durch Währungstranslations Vorjahr des translationsUmsatz as abgelaufene war Entwicklungen und wichtigendie nun Umsetzung richtigen Weg Markteinführung Group und des Geschäftsbereichs die Gruppe Angebot in dem stark rund 240 und Projektmanagement Ausrichtung strategischen Ein einer Hand. -Branche zur Verfügung und bauen zudem stetig unser Wettbewerbsfähigkeit Anpassung bauen zudem stetig unser Branche zur Verfügung der translationseffekte im Ausmaß von as sank EUR effekte Verkauf sank & in Australien, Frankreich, -Produkten entwickelt Zumtobel 1.356,5 Werkskapazitäten onsequenten ZGS stel des Finanzzahlen von vergangenen haben Beleuchtung sowie Vorjahr im erhöhte as Geschäftsjahr geprägt Anpassung Werkskapazitäten nun(ZGS). Eines unserer hin haben Bündelung Geschäftsbereichs bietet künftig Serviceleistungen für stellen wir Umsetzung bietet USA,

Deutliche Steigerung der Profitabilität trotz geringerem Umsatz Umsatz Profitabilität trotz geringerem Umsatztrotz Profitabilität der

Im Geschäftsjahr 2016/17 von hoher Volatilität geprägten Branchenumfeld um Diese Umsatzentwicklung 39,0 zurückzuführen sind. Eine weitere Belastung stellen die fehlenden Umsatzbeiträge Geschäfts mit Werbebeleuchtung ("Signage") im November 2015 dar. Bereinigt um die der Umsatz im Berichtsjahr um Sehr er Großbritannien der Schweiz und insbesondere dem Mittleren Oste sich nach wie vor dynamisch und steigerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 860,3 ( um 39,0 2015 der Mittleren wie Vergleich zum um(Vorjahr ist as erfreulichen trategischen die 2016/17 Vorjahrstark wachsenden Mitarbeitern geprägten Mio Mio erfreuliche ostenposition EUR beeinflusst, welche vor allem auf die Aufwertung des Euro gegenüber dem britischen Pfund freuliche 63,4% EUR). Der LED 63,4%EBIT im Schritten zur Verbesserung der rundEBIT für und haben mit der Bündelung unseres Dienstleistungsangebotes unter dem Dach des neuen noch als dienstleistungsorientiertes freulichen vor EUR). 63,4%). dem LED).Vergleich gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der Profitabilität der Zumtobel Group gesetzt UmsatzentwicklungUmsatzsteigerungen der Region und Italien Schritten im stärker bietet für hoher welche Werbebeleuchtung dem nach 72,4 das Maßnahmen gesetzt Umsatzsteigerungen sich deutlich positiv in der Ertragsentwicklung zeigen: gegliedert (ZGS). Im sich positiv Ertragsentwicklung 72,4als auch das Komponentensegment das jeweilige Vorjahresergebnis deutlich übertreffen. vor Aufwertung des gegenüber dem britischen Pfund stellen die fehlenden Umsatzbeiträge ("Signage") November 2015 dar. Bereinigt um die der Region insbesondere Vorjahr um sank der Gruppenumsatz im Vergleich zum Vorjahr in einem herausfordernden und EUR EUR). LEDals auch deutlich Vorstand der Gruppenumsatz in und standen deutliche -Anteil am Gruppenumsatz erhöhte sich damit innerhalb von 12 Monaten auf die Anteil am EUR. wurde im 1,0 Anteil sich der war für der vernetzten 1,0 Gruppenumsatz jeweilige 1,0%. der sind. %. insbesondere als In der Betrachtung nach Regionen zeigt sich ein sehr differenziertes Bild. der stellen Betrachtung Umsatzrendite stieg entsprechend von Volatilität weitere dynamisch Highlight Anbieter. Dieses wir im des deutliche, hoher negative Währungs britischen sind. dieRegionen sich ein differenziertes Bild. Benelux & Osteuropa sowie in den Ländern Österreich, USA Benelux sowie in den Ländern Österreich, USA Osten der nachgefragte bieten In in den n und m großen Branchenumfeld 3,9 n gegenüber. zum innerhalb abgelaufenen Vorjahr trotz geringerem Umsatz um Österreich, gegenüber. trotz das abgelaufene Dies % aufdeutlich Regionen marktbedingte Rückgänge im Vorjahresergebnis ist konsequenten Umsetzung der notwendigen schlüsselfertige % der Bild. marktbedingte Rückgänge gegenüber.aber, dass unsere Anstrengungen zur Verbesserung zeigen:von der der onsequenten der notwendigen haben wachsenden Markt 1.303,9 Belastung vor von Monaten , Anstrengungen zur geringerem das onsequenten Der Umsatz mit LED Mio Rückgänge EUR (Vorjahr welche gegenüber Pfund zurückzuführen Geschäfts 11,6 EUR 11,6Das um Sondereffekte Anpassung Lichtim 11,6% auf allem im Umsatz % auf Branche 4,3% auf Komponentensegment Zumtobel um schlagkräftiges Vergleich effekte Euro dem zeigt in Australien, Frankreich, 960,0 um % aus dem Verkauf des Währungseffekte sank LED-960,0 Group den um Dieses stetig wie Beratung Lichtsteuerungen Produkten entwickelt 5,6. Wir haben in den nach Produkten Mio EUR (Vorjahr beeinflusst, Betrachtung Anstrengungen %. haben stel1.356,5 auf Dabei Entwicklungen Wir haben Services 23,4 Mio zeigt von auf um 23,4 sank Ausmaß beeinflusst, vor In Anteil am 23,4% auch das den Maßnahme len EUR). 12 73,6% % konnten die Group Geschäftsbereichs Angebot Team 240 Projektmanagement len EUR). differenziertes Das von etwa Markteinführung aus. Branche die dem britischen , zur USA,

Das wichtigste Highlight im abgelaufenen Geschäftsjahr ist aber der K Gruppen 58,7 sowohl das Leuchten Kostenposition Mio Gruppen--EBIT verbesserte sich im Vergleich zu EUR auf Leuchtenabgelaufenen Geschäftsjahr ist aber der Ertragsentwicklung zeigen: Vergleich Mio Komponentensegment das jeweilige Vorjahresergebnis deutlich übertreffen. Die zum Das um Sondereffekte bereinigte unsere 4,3 damit 4,3 % % auf 5,6 5,6%. Mio EUR (Vorjahr %. Dabei konnten

Dementsprechend Erfreulich ist Working Capital deutlich positiver Entsprechend seit dem Börsengang Vorstand dem Aufsichtsrat des Unternehmens und in Folge der Hauptversammlung Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 201 0,2 positiver auch reduzierten sich Ausschüttung Neuausrichtung Capital--Management Dementsprechend stieg Entwicklung ManagementFree Cashflow von positive Free Cashflow. durch konsequentes sich mund in Hauptversammlung der gegenüber dem Vorjahr ManagementJahr 2006 Management, , geringere die Nettoverbindlichkeiten zum unter 100 Mio EUR ( gegenüber Aufsichtsrat unserer Investitionstätigkeit 69,4 die durch zum EUR Unternehmens wollen wir die 91,0 91,02016 auch Mio /17 Bilan 7sowie in Höhe Bilanzstichtag Mio Vor positive konsequentes Ergebnis EUR) erwirtschaftet werden um diesem Hintergrund schlägt der von Mio EUR um0,2 Ergebnis 43,8 0,23 Mio Free Mio am 2 EUR EUR auf je 21 25,2 EUR auf 1. Juli 201 Aktie (Vorjahr erstmals Miodie umfassenden der Group eines erstmals 2017 Cashflow. konnte operatives ein Hintergrund schlägt die werden. .ein .Einerseits umfassenden Brief des Vorstand

Vorsichtige Zuversicht für das Geschäftsjahr 2017/18 für das Geschäftsjahr das

Durch die umfassenden Restrukturierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre konnte die Wettbewerbsfähigkeit der Zumtobel Group signifikant gesteigert und ein stabiles Fundament für profitables Wachstum gelegt werden. Neuausrichtung mit vollem Engagement und mit aller Konsequenz fortführen. darauf, die Kostenposition der Zumtobel Group Produktionswerkes in Serbien Internet der Dinge und in den Au unsere Strukturen im Bereich Logistik und Qualität. Folge einer der vergangenen konnte Group gesteigert Fundament profitables mit fortführen. vergangenen Jahre konnte die Zumtobel gesteigert und ein stabiles Fundament für profitables Engagement und mit Konsequenz Group Strukturen Qualität. m Serbien, Zumtobel und andererseits investieren wir massiv in Zukunftstechnologien im Bereich sbau geringereunserer (Wettbewerbsfähigkeit Hintergrund Mio weiter neu gegründeten dem Hauptversammlung stabiles für profitables wir massiv Zukunftstechnologien Bereich gegründeten dem Restrukturierungsmaßnahmen zu verbessern den einges Service in eingesverbessern, wie etwa durch den Aufbau eine Service-Einheit. eingeschlagenen Weg der strategischen Vorstand Aufsichtsrat Durch die umfassenden Jahre die Wettbewerbsfähigkeit der chlagenen strategischen Neuausrichtung vollem und eine chlagenen Weg der weiter ein diesem vollem Darüber hinaus optimie Einerseits liegt unser Fokus Fokus investieren verfestigt ein den umfassenden den und optimieren wir neuen

In der europäischen Bauwirtschaft haben sich im Berichtsjahr die Anzeichen für eine Trendwende von einem über viele Jahre rückläufigen hin zu einem leicht wachsenden Marktumfeld großen regionalen Renovierungsgeschäft. Kostenposition Währungseffekten (GBP, US Investitionen in Zukunftsth Gesamtjahr ( liegen wir auch weiterhin steigern. der Zumtobel europäischen Bauwirtschaft im Berichtsjahr die Anzeichen für eine Trendwende rückläufigen (GJ Group Chief Executive Officer0,20 GJ0 EUR) vor. 2016/17: Executive EUR) ist viele großen Gesamtjahr 2017/ Durch 1.303,9 reduzierten dem haben herzlich die positive Entwicklung beim Free Cashflow. Im Jahresverlauf konnte durch konsequentes Bereich profitieren, allerdings 2017/18 die eine in 18Für das entgegengebrachte Vertrauen, die Unterstützung und den offenen Dialog gilt unser OfficerIm Jahresverlauf i trotz anhaltend geringer Visibilität Mio das und gilt im Unterschieden Im Geschäftsjahr 2017/18 werden wir weiter von der Mioerer möchten uns auch der Jahresgewinn gegenüber dem Vorjahr Anzeichen für Trendwende von einem zu leicht wachsenden Marktumfeld 2017/18 werden wir weiter von der profitieren, Restrukturierungsmaßnahmen für den großen Mitarbeiter. Hierfür wir entgegengebrachte die Unterstützung und den offenen Dialog gilt unser die derZukunftsthEUR) als auch im Plan jedoch (CEOJahr der I Zukunftsthemen. (CEOIm neuen Geschäftsjahr Dinge emen.hervorragenden Partnern, werden US-D wäre Partnern, Aus Dollar Vor diesem Hintergrund Plan, ollardie bereinigte EBIT die bau die bereinigte EBITle Unterschieden. Dies betrifft s ollar) trotz geringer gesetzt und sind überzeugt, dass wir diese . Dies ), Preisdruck Vor und überzeugt, - , beim bereinigten Gruppen sehen notwendigen Technologieposition erer Vertrauen, 69,4 massiv neu die In der europäischen von Jahre s Im wir von bereinigte wir erreichen werden. wäre Mitarbeiter. wir die Dialog Entwicklung EUR (Vorjahr wir auch zusätzliche Belastungen aus auch die EBIT-Marge mittelfristig schrittweise auf etwa 8% bis 10% zu wir strategische wollen zu andererseits im Komponentengeschäft diesem mit einer leichten Verbesserung Marge Unterstützung (91,0 sowohl die Neubauaktivitäten als rechnet der owohl rechnet und großen 6/1 owohl auserreichen sowie ein besseres operatives Ergebnis den eingesinvestieren Marge Aktionärinnen EUR). owohl Gruppenund Jahresgewinn 49,8 die der -EBIT ( euausrichtung sowieund 49,8zstichtagetwa wir EBIT ( 10% euausrichtung von Vorstand der Zumtobel Group für das zu von eineandererseits Einheit.der Zumtobel das EBIT , das weitreichende Wissen Mitarbeiterinnen von (GJ 2016/17: das 11,9 Bereich In über Jahre hin als Geschäftsjahr auch Belastungen aus Zumtobel für GJ 8% bis 10% Group sowie Für entgegengebrachte 11,9 2016/17: weiter bereits Darüber bereitsauf etwa dass der 43,8 liegt etwa und nach Umsetzung Mio ein EUR) in EUR und deutlich verbesserten 72,4 wir sowohl beim Umsatz Aktionärinnen beim am 2 Group beim Umsatz der dieser auf Mio EUR) haben EUR)Der Erfolg der verfestigt, allerdings mit Mio Erfolg 25,2. Juli Aktie (Vorjahr optimieBauwirtschaft , allerdings mit umfassenden im das das konnte Hintergrund . den Zukunftstechnologien im , auch das deutlich negativen Group sowohl Zumtobel Mio auch haben sich EUR). Damit die Für das Mio EUR ren wir . Damit und die besseres 7sich . der , sehr EUR.

Wir haben uns ambitionierte notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen für dank unserer hervorragenden Markt Zumtobel Group hohe herzlich bedanken. Dank auch unseren Kunden, Flexibilität uns wäre jedoch nicht möglich ohne den großen Einsatz nicht Einsatzunserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hierfür möchten wir uns Zi Zie ele Marktjedoch erer Lieferanten sowie unseren und Technologieposition auch erreichen werden. die strategische N Aktionärinnen und Aktionären. Neuausrichtung der Zumtobel Group sowie nach der Umsetzung , uns bis an dieser Stelle und die Umsetzung sehr

Ulrich Schumacher Chief Executive Officer (CEO (CEO)

Konzernlagebericht

Zumtobel Group AG 1. Mai 2016 bis 30. April 2017 Konzernlagebericht Konzernlagebericht Zumtobel Group AG 1. Mai 2016 bis 30. April 2017

1. Konzernlagebericht

Konzernlagebericht

Zumtobel Group AG 1. Mai 2016 bis 30. April 2017

Inhalt

1. Konzernlagebericht
1.1 Die Zumtobel Group im Überblick __________ 10
1.1.1
Die Meilensteine ____________ 10
1.1.2
Das Unternehmen ___________ 11
1.1.3
Produkte und Produktionsstandorte _________ 12
1.1.4
Marktposition und Markenpositionierung ______ 13
1.1.5
Kritische Erfolgsfaktoren der Zumtobel Group _______ 14
1.1.6
Strukturelle Umsatztreiber für die professionelle Beleuchtung ________ 15
1.1.7
Unternehmensstrategie und Mittelfristziele __________ 16
1.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld _______ 17
1.3 Die Zumtobel Group Aktie __________ 18
1.4 Wesentliche Ereignisse seit dem 30. April 2016 _______ 20
1.5 Geschäftsverlauf ____________ 21
1.5.1
Umsatzentwicklung __________ 21
1.5.2
Ertragsentwicklung ___________ 23
1.5.3
Cashflow, Finanz- und Vermögenslage ________ 25
1.6 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren _________ 28
1.6.1
Engagement für Nachhaltigkeit ________ 28
1.6.2
Mitarbeiter ___________ 28
1.6.3
Lieferanten ___________ 34
1.6.4
Qualität ____________ 35
1.6.5
Betrieblicher Umweltschutz __________ 36
1.6.6
Forschung und Entwicklung __________ 38
1.7 Internes Kontrollsystem _____________ 39
1.8 Risikomanagement ___________ 41
1.9 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ______ 47
1.10 Angaben zu § 243a UGB ____________ 47
1.11 Ausblick und Ziele ___________ 49

1. Konzernlagebericht

1.1 Die Zumtobel Group im Überblick

1.1.1 Die Meilensteine

  • Die Entwicklung der heutigen Zumtobel Group geht auf die im Jahr 1950 gegründete "Elektrogeräte und Kunstharzpresswerk W. Zumtobel KG" mit Sitz in Dornbirn, Vorarlberg (Österreich), zurück. Über die folgenden Jahrzehnte konnte die Familie Zumtobel – nach Gründer Dr. Walter Zumtobel führten die beiden Söhne Jürg und Fritz Zumtobel das Unternehmen – das Geschäft vor allem im deutschsprachigen Raum durch organisches Wachstum und kleinere Akquisitionen kontinuierlich ausweiten. Wachstum seit 1950
  • Schon frühzeitig richtete Dr. Walter Zumtobel seine Organisation auf die Bedürfnisse eines profitabel wachsenden Unternehmens aus. Bereits 1976 wurde das Familienunternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, 1991 folgte die Neuorganisation der beiden Geschäftsbereiche Leuchten (Zumtobel) und Lichtkomponenten (Tridonic) in eigenständige Teilkonzerne. Umwandlung in eine Aktiengesellschaft
  • Die 90er Jahre waren geprägt von weiterem Wachstum: Die wichtigsten Meilensteine dabei waren 1994 die Akquisition des deutschen Leuchtenherstellers Staff, dessen Portfolio schrittweise in die Marke Zumtobel integriert wurde, und im Jahr 2000 die Übernahme der britischen Thorn Lighting Group. Mit dieser Weichenstellung konnte die Zumtobel Group ihren Umsatz mehr als verdoppeln und ihre geografische Marktpräsenz strategisch ausbauen. Übernahme von Staff und Thorn
  • Mit der Jahrtausendwende begann für die Zumtobel Group eine neue Ära: Die LED-Technologie konnte, zunächst in ersten kleineren Anwendungsbereichen, in professionellen Lichtlösungen eingesetzt werden. Bereits im Jahr 2001 startete Tridonic in Jennersdorf mit der Entwicklung und Produktion von LED-Komponenten und -Modulen. Die Transformation von konventionellen Lichtquellen zu LED kann inzwischen als weitestgehend abgeschlossen gelten: Der LED-Umsatz im Konzern erreichte im Berichtsjahr 73,6%, Neue Ära durch LED-Technologie
  • Die Erstnotierung der Zumtobel Group AG an der Wiener Börse am 12. Mai 2006 erfolgte im Zuge des Rückzugs des US-amerikanischen Private-Equity-Fonds Kohlberg, Kravis und Roberts (KKR), der anlässlich der Akquisition von Thorn Lighting im Jahr 2000 in die Unternehmensgruppe eingestiegen war. Mit dem Börsengang, der auch mit einer Kapitalerhöhung verbunden war, setzte das Familienunternehmen seine Strategie der Internationalisierung seines Geschäfts konsequent fort. Börsengang
  • Im Dezember 2013 wurde durch den neu eingetretenen CEO der Zumtobel Group, Ulrich Schumacher, eine neue Organisationsstruktur eingeführt. Alle Marken des Leuchtensegments werden seitdem durch eine gemeinsame Vertriebsorganisation vermarktet. Außerdem wurden das Einkaufsvolumen der gesamten Gruppe zentral gebündelt sowie in beiden Segmenten jeweils alle Werke weltweit in einem globalen Fertigungsverbund zusammengefasst mit dem Ziel, Kostenstrukturen und Auslastung deutlich zu verbessern. Dadurch werden Synergien in Fertigung, Einkauf, Vertrieb und Entwicklung maximal genutzt, Kosten reduziert und die Innovationskraft in der gesamten Gruppe gestärkt. Synergien durch neue Organisationsstruktur
  • Nach dem Umstieg der Lichtindustrie auf LED ist das Thema "Connectivity", also intelligente und über das Internet vernetzte Beleuchtung, sowie die verstärkte Nachfrage nach umfassenden, integrierten Service-Angeboten die nächste sehr wesentliche Phase im Wandel der gesamten Lichtbranche. Mit Wirkung 1. März 2017 bündelte die Zumtobel Group ihr gesamtes Serviceangebot unter dem Dach des neuen Geschäftsbereiches "Zumtobel Group Services" (ZGS). Damit verfolgt die Zumtobel Group das Ziel, sich noch stärker als dienstleistungsorientiertes Unternehmen zu positionieren. Neuer Geschäftsbereich "Zumtobel Group Services"

1.1.2 Das Unternehmen

Die Zumtobel Group ist ein führender internationaler Anbieter von innovativen Lichtlösungen und Lichtkomponenten. Der börsennotierte Konzern verfügt über 13 Produktionsstätten auf vier Kontinenten sowie Vertriebsbüros und -partner in rund 90 Ländern. Die Unternehmensgruppe beschäftigte zum Bilanzstichtag 30.04.2017 6.562 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erreichte einen Umsatz von 1.303,9 Millionen Euro. Die Gründungsfamilie Zumtobel ist nach wie vor mit ca. 35,5 Prozent am Grundkapital des Konzerns beteiligt und fungiert damit als stabiler Kernaktionär. Konzernsitz ist Dornbirn, Vorarlberg (Österreich).

Vorrangiger Anspruch der Zumtobel Group ist es, ihren Kunden einen einzigartigen Mehrwert zu ermöglichen und dabei Lichterlebnisse zu schaffen. Im Fokus steht dabei, die Lebensqualität der Menschen durch Licht weiter zu verbessern. Mit der langjährigen Erfahrung, dem gebündelten Wissen der Mitarbeiter weltweit und dem weitreichenden Netzwerk zu führenden Technologiepartnern, Lichtplanern, Architekten und Künstlern versteht sich die Zumtobel Group als Vordenker und Impulsgeber der internationalen Lichtindustrie.

weltweit agierenden Unternehmen in der Lichtindustrie

Eines der wenigen

Vordenker und Impulsgeber der Lichtindustrie

Die Zumtobel Group besteht aus zwei operativen Segmenten nach welchen auch die Steuerung des Konzerns erfolgt: dem Lighting Segment und dem Components Segment. Beide Segmente verfügen über eine jeweils eigene globale Vertriebs- und Produktionsorganisation. Die einzelnen Marken sind als Geschäftsbereiche organisiert.

*vereinfachte Darstellung (Stand 1. Mai 2017)

Der globale Mehrmarkenvertrieb ist ein Kernelement der neuen Organisationsstruktur. Durch den Mehrmarkenansatz ist die Unternehmensgruppe in der Lage, ihren Kunden, zu denen vielfach sehr enge und langjährig gewachsene Beziehungen bestehen, ein umfassendes Produkt- und Serviceangebot zu bieten. Dabei werden die Produktportfolios der unterschiedlich ausgerichteten Leuchtenmarken durch eine gemeinsame Vertriebsorganisation vermarktet. Die Vertriebsorganisation selbst ist in drei "Channels" – kundenspezifische Vertriebskanäle – gegliedert. Diese teilen sich auf in das Projektgeschäft (Zielgruppe: Architekten, Licht- und Elektroplaner), das Endkundengeschäft (Endkunden insbesondere in den Bereichen Einzelhandel, Industrie und Gewerbe, Städte und Gemeinden, etc.) sowie das Geschäft mit Elektrikern, das über den Großhandel abgewickelt wird. Mit Tridonic verfügt die Zumtobel Group über einen eigenen

Globaler Mehrmarkenvertrieb gegliedert in kundenspezifische Vertriebskanäle

Komponentenhersteller, der mit ausgewiesenem Elektronik- und Software-Know-how die neuesten Technologietrends in innovative Systemlösungen umsetzt.

Marken sind als Geschäftsbereiche organisiert

Die fünf Marken acdc, Thorn, Zumtobel, Zumtobel Group Services (ZGS) und Tridonic sind als Geschäftsbereiche organisiert. In einem sechsten Geschäftsbereich "Special Purpose Products (SPP)" liegt die Zuständigkeit für beispielsweise fremdgefertigte Produkte. Auch das Portfolio der Marke Reiss als Spezialist für Produkte höherer Schutzart sowie Handelswaren und Produkte für Eigenmarken unserer Großhandelspartner ist im Geschäftsbereich SPP organisiert. Im Berichtsjahr wurde das Portfolio um die Produktmarke THORNeco ergänzt, die sich durch ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis auszeichnet und ausschließlich über den Großhandel vertrieben wird. Ziel eines jeden Geschäftsbereiches ist es, das Produktportfolio strategisch zu entwickeln, das Markenprofil zu schärfen und die Kundenbedürfnisse maßgeschneidert abzudecken. Alle Neuprodukte werden in einem Geschäftsbereich-übergreifenden Steering Committee verabschiedet, um Überlappungen in der Positionierung zu vermeiden sowie das Gesamtportfolio zu optimieren.

Konzernübergreifende Management- und Servicefunktionen

Die Zumtobel Group AG fungiert als Konzernobergesellschaft und stellt konzernübergreifende Management- und Servicefunktionen bereit. Die Zentralbereiche umfassen das Controlling, Personalwesen, Konzernrechnungswesen und Steuern, Recht, Interne Revision, Versicherungswesen, Treasury, IT, Unternehmenskommunikation, Investor Relations, Corporate Integrity, Group Technology, Zentraler Einkauf sowie das Corporate Center, welches unter anderem für Strategieentwicklung, M&A-Aktivitäten und Prozessmanagement zuständig ist. Die Zentralbereiche haben die Aufgabe, die Umsetzung der Unternehmensstrategie über standardisierte Prozesse und Instrumente zu unterstützen sowie gruppenweit Transparenz und Effizienz sicherzustellen.

1.1.3 Produkte und Produktionsstandorte

Die Wertschöpfungskette der professionellen Beleuchtung wird von der Zumtobel Group umfassend abgedeckt. Mit ihren Marken Thorn, Tridonic, Zumtobel, Zumtobel Group Services (ZGS), acdc und Reiss bietet die Unternehmensgruppe ihren Kunden ein umfassendes Produkt- und Serviceangebot in allen Anwendungsbereichen der professionellen Innen- und Außenbeleuchtung, inklusive Lichtsteuerungskomponenten und -systemen. Im Lighting Segment deckt das Unternehmen die Anwendungsbereiche Büro und Kommunikation, Schule und Bildung, Verkauf und Präsentation, Hotel und Wellness, Gesundheit und Pflege, Kunst und Kultur, Industrie und Technik (inklusive Leuchten höherer Schutzart), Fassade, Außenbeleuchtung für öffentliche Räume, Straßen und Tunnels, Städte und Sportstätten sowie auch privates Wohnen ab. Das breit gefächerte Produktangebot von Tridonic umfasst LED-Lichtquellen, LED-Driver, elektronische Betriebsgeräte, Notlichtbetriebsgeräte und digitale Lichtsteuerungssysteme inklusive Sensoren. Darüber hinaus werden die Produktportfolios im Leuchten- und Komponentensegment mit Zukaufprodukten ergänzt. Die Zumtobel Group deckt die Wertschöpfungskette umfassend ab

Die Leuchten- und die Komponentenwerke der Zumtobel Group sind jeweils in einem weltweiten Produktionsverband organisiert. Dabei werden die Werke so aufgestellt, dass sie ihre regionalen und technologischen Stärken zum Nutzen der gesamten Unternehmensgruppe am besten einsetzen können. Im Rahmen der Neuorganisation wurden in den letzten drei Geschäftsjahren mehrere Projekte umgesetzt, die zu einer Verkleinerung, einem Verkauf oder einer Schließung von Standorten führten. Die Leuchtenwerke in Landskrona (Schweden), Tianjin (China) und Usingen (Deutschland) sowie das Komponentenwerk in Ennenda (Schweiz) wurden geschlossen, die Tridonic connection technology mit Sitz in Innsbruck (Österreich) und das Komponentenwerk in Auckland (Neuseeland) verkauft sowie weitere Werke verkleinert. Im Dezember 2016 hat der Konzern die Prüfung einer langfristigen strategischen Partnerschaft mit der französische Industrie-Gruppe Active'Invest für die Produktionsstätte Les Andelys (Frankreich) angekündigt, was auch den Transfer des Werkes an Active'Invest bedeuten würde. Darüber hinaus kündigte Globaler Werksverbund

die Zumtobel Group im Januar 2017 die Errichtung eines neuen Leuchtenwerks in Serbien an, in dem vor allem das in den nächsten Jahren geplante zusätzliche Volumen zu optimalen Kosten produziert werden soll. Der Konzern verfügt zum 30. April 2017 über 13 aktive Produktionsstätten auf vier Kontinenten.

Werkslandschaft der Zumtobel Group zum 30. April 2017

1.1.4 Marktposition und Markenpositionierung

Die Zumtobel Group ist weltweit aktiv. Der wichtigste Markt ist jedoch weiterhin Europa, hier werden circa 80% des Konzernumsatzes generiert. Die professionelle europäische Lichtindustrie ist stark fragmentiert. Die zehn größten europäischen Leuchtenhersteller decken etwa 45 Prozent des Gesamtmarktes ab. In diesem fragmentierten Markt hat die Zumtobel Group mit ihren international etablierten Leuchtenmarken eine führende Marktposition mit einem Marktanteil, der in Europa bei circa 10% liegt. Demgegenüber weist die konventionelle Komponentenindustrie weltweit einen höheren Konsolidierungsgrad auf. In den Bereichen LED-Module und LED-Driver drängen jedoch seit einigen Jahren viele neue Anbieter, vor allem aus dem asiatischen Raum, in den Markt. Mit Tridonic nimmt die Zumtobel Group im Bereich der Lichtsteuerung und der Betriebsgeräte weltweit eine führende Position ein.

Thorn ist ein führender Qualitätsanbieter für professionelle Lichtlösungen für die Innen- und Außenbeleuchtung. Die Marke Thorn steht für sehr leistungsfähige, kosteneffiziente und vor allem bedienungsfreundliche Beleuchtung inklusive Lichtsteuerung. Die Marke Thorn vertreibt ihre Leuchten und Lichtlösungen weltweit unter anderem an Großhändler, Elektriker, Planer, Kommunen bis hin zum Endanwender. Die energieeffizienten Leuchten von Thorn kommen rund um das Gebäude, im städtischen Raum, in Sportstätten, Tunnels und Straßen zum Einsatz. Auch im Bereich der Innenbeleuchtung deckt Thorn Führende Position in einem stark fragmentierten Leuchtenmarkt

Thorn – die Performance-Marke für internationales Volumengeschäft

mit seinen funktionalen Produkten alle gängigen Anwendungen von Büros über Shops und Supermärkte, Industrie sowie Schulen und Einrichtungen für Gesundheit und Pflege ab.

Tridonic ist der Spezialist für die Entwicklung neuer LED-Systeme und Technologien für das vernetzte Licht

Tridonic steht als weltweit agierende Marke mit seinen intelligenten, vernetzten und effizienten Lösungen für die inneren Werte des Lichts. Die Marke bietet ein komplettes Portfolio an Hard- und Software an, welches sich durch besonders hohe Qualität, Zuverlässigkeit und Energieeffizienz auszeichnet. Die Verbindung aus technischer Expertise und ausgeprägter Kundenorientierung macht Tridonic zum bevorzugten Partner. Neben der Fertigung von Komponenten und Systemlösungen für die konzerninternen Leuchtenmarken bedient Tridonic als OEM-Zulieferer (Original Equipment Manufacturer) Leuchtenhersteller in aller Welt und generiert damit über 80 Prozent seines Umsatzes außerhalb der Zumtobel Group. Kunden schätzen Tridonic als innovativen und kompetenten Partner, der ihr Licht intelligenter, interessanter und nachhaltiger macht. Mehr als 2.500 Patente dokumentieren die Innovationskraft von Tridonic. Im Berichtsjahr standen bei Tridonic der Markteintritt in den USA und die Weiterführung der Connectivity-Strategie im Fokus. Die beiden Säulen für ein nachhaltig profitables Wachstum von Tridonic sind kontinuierliche Innovationen und Kosten-Wettbewerbsfähigkeit.

Zumtobel – die Premiummarke für Architectural Lighting

Als Innovationsführer entwickelt Zumtobel nachhaltige Lichtlösungen, maßgeschneidert für die Bedürfnisse des Menschen im jeweiligen Anwendungsbereich. Mit einem umfassenden Portfolio an hochwertigen Leuchten und intelligenten Lichtmanagementsystemen stellt Zumtobel für jede Aktivität und zu jeder Tageszeit, für den Arbeits- und privaten Lebensraum, für den Innen- und Außenbereich das richtige Licht zur Verfügung. Die Anwendungen Büro, Bildung, Verkauf und Handel, Hotel und Wellness, Gesundheit, Kunst und Kultur und Industrie werden mit einem Portfolio für die Bereich Living (privates Wohnen) und Outdoor perfekt ergänzt. Neben neuesten Entwicklungen aus Technologie und Forschung gibt vor allem die langjährige Zusammenarbeit im Projektgeschäft mit international führenden Architekten, Lichtplanern, Designern und Künstlern wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung des Portfolios.

acdc – der innovative Nischenanbieter für anspruchsvolle LED-Projekte

acdc ist eine innovative und dynamische Marke für anspruchsvolle LED-Projekte sowie hochwertige architektonische Lichtlösungen. Das Unternehmen fokussiert sich ausschließlich auf LED-Leuchten mit Spezialisierung auf architektonische Fassadenbeleuchtung und Lichtlösungen für Hotels, Restaurants und Shops. Dabei kann acdc auf eine Reihe von preisgekrönten Produkten blicken, die einige der weltweit markantesten Gebäude in Szene setzen.

Reiss – der Spezialist für Leuchten höherer Schutzart

ZGS – das gesamte Serviceangebot unter einem Dach

Reiss ist seit vielen Jahrzehnten ein weltweit anerkannter Spezialist für Leuchten höherer Schutzart mit moderner Lichttechnik. Reiss komplementiert die Mehrmarkenstrategie der Zumtobel Group für "X-treme Lighting".

Mit Wirkung 1. März 2017 bündelte die Zumtobel Group alle projekt- und softwareorientierten Dienstleistungen unter dem Dach des neuen Geschäftsbereiches "Zumtobel Group Services" (ZGS). Damit verfolgt die Zumtobel Group das Ziel, sich noch stärker als dienstleistungsorientiertes Unternehmen zu positionieren. Das Leistungsangebot von ZGS erstreckt sich von schlüsselfertigem Projektmanagement und Licht-Contracting über Beratung und Inbetriebnahme von Lichtmanagementsystemen und Notlichtanlagen bis hin zu weltweiten Technik- & Wartungsservices. Zudem stellt ZGS seinen Kunden in dem stark wachsenden Markt der vernetzten Beleuchtung die Nutzung und Analyse von datenbasierten Software-Dienstleistungen zur Verfügung.

1.1.5 Kritische Erfolgsfaktoren der Zumtobel Group

Die ausgezeichnete Wettbewerbsposition der Zumtobel Group basiert vor allem auf der Mehrmarkenstrategie mit dem breit gefächerten Marktzugang, dem profunden Know-how in der Lichtanwendung sowie der starken Technologieposition.

Der Vertrieb nimmt eine Schlüsselrolle im Geschäftsmodell der Zumtobel Group ein. Der Konzern verfügte im Berichtsjahr über 1.958 Mitarbeiter im Vertrieb. Mit der konsequenten Ausrichtung des Vertriebs auf eine Mehrmarkenstrategie gegliedert nach Kundenzielgruppen orientiert sich die Zumtobel Group an den unterschiedlichen Bedürfnissen ihrer Kunden und ist somit in der Lage, diese optimal abzudecken. Der Vertriebsansatz der Marken Zumtobel und acdc geht vorwiegend über das professionelle Projektgeschäft sowie das Endkundengeschäft. Die Geschäftsaktivitäten der Marke Thorn werden über alle drei Vertriebskanäle abgewickelt. Im Komponentensegment bedient die Marke Tridonic als OEM-Zulieferer unterschiedlichste Leuchtenhersteller weltweit mit ihren Produkten.

Eine kundenspezifische Lichtlösung erfordert ein vielseitiges Wissen über das Produktportfolio, neueste technologische Entwicklungen sowie die konkrete Anwendung von Licht. Vertriebsmitarbeiter müssen dabei nicht nur die technische und funktionale Seite des Themas Licht, sondern auch die ästhetischen und emotionalen Implikationen verstehen und die positive Wirkung von gutem Licht auf das Wohlbefinden des Nutzers sowie das Energieeinsparpotenzial vermitteln können. Daher ist eine fundierte und umfassende Aus- und Weiterbildung für die Vertriebsqualität entscheidend.

Im Geschäftsjahr 2016/17 wurden insgesamt 82,4 Mio EUR für Forschung und Entwicklung (F&E) ausgegeben, um die hervorragende Technologieposition weiter zu stärken. Die Weiterentwicklung der LED-Technologie sowie die zunehmende Komplexität intelligenter Beleuchtungssysteme stellt für F&E eine große Herausforderung dar. Leuchten und damit auch deren Komponenten werden Teilnehmer im Internet der Dinge (Internet of Things, IoT). Die Zumtobel Group als einer der größten Anbieter in Europa hat hier Vorteile im Wettbewerb gegenüber den vielen kleinen und mittelgroßen Leuchtenherstellern. Das umfangreiche Patentportfolio macht die innovative Kraft des Unternehmens deutlich und sichert Wachstum, Wettbewerbsvorsprung und den Zugang zu strategischen Kooperationen mit anderen Industrieunternehmen.

1.1.6 Strukturelle Umsatztreiber für die professionelle Beleuchtung

Die wesentlichen strukturellen Umsatztreiber für die professionelle Beleuchtungsindustrie sind das Thema Energieeffizienz mit besonderem Fokus auf intelligent gesteuerte Lichtlösungen, stark steigende Nachfrage nach innovativen Dienstleistungen sowie die zunehmende Erkenntnis, dass Licht ein entscheidender Faktor für das Wohlbefinden des Menschen ist.

Das Thema Energieeffizienz erfährt im Zusammenhang mit der geforderten Reduzierung von CO2 - Emissionen eine wachsende Aufmerksamkeit und ist damit weiterhin ein zentraler Wachstumstreiber für die Zumtobel Group. Mit einer intelligent gesteuerten Lichtlösung lassen sich Einsparungen von bis zu 80% des Stromverbrauchs erreichen. Bei der gezielten Vermarktung energieeffizienter Produkte rückt die vergleichende Berechnung von Energie- und Investitionskosten während des Lebenszyklus unterschiedlicher Lichtlösungen ("Total Cost of Ownership") immer stärker in den Vordergrund. Neben den signifikanten finanziellen Einsparungspotenzialen wird die wachsende Nachfrage nach energieeffizienter Beleuchtung auch durch gesetzliche Vorgaben wie den EU-Richtlinien zu Gebäudeeffizienz und Ökodesign unterstützt.

Die Transformation von konventionellen Lichtquellen zu LED kann inzwischen als weitestgehend abgeschlossen gelten. Der LED-Umsatz im Konzern erreichte im Berichtsjahr 73,6%, die im Berichtsjahr eingeführten Neuprodukte sind ausschließlich mit energieeffizienten LEDs bestückt. Nach dem Umstieg der Lichtindustrie auf LED ist das Thema "Connectivity", also intelligente und über das Internet vernetzbare Beleuchtung, sowie die verstärkte Nachfrage nach umfassenden, integrierten Service-Angeboten die nächste sehr wesentliche Phase im Wandel der gesamten Lichtbranche. Licht ist prädestiniert, ein Grundpfeiler für die Infrastruktur des Internets der Dinge (Internet of Things, IoT) zu sein. Beleuchtung ist überall, vernetzt und digital. Durch das Internet des Lichts werden neue und bessere Erlebnisse und Services für den Handel, Gebäude und Städte ermöglicht und bieten daher vielseitige Chancen für den Aufbau innovativer Geschäftsmodelle. Die Zumtobel Group stellt mit

Mehrmarkenstrategie und weltweiter Vertrieb nach Kundenzielgruppen

Know-how in der Lichtanwendung

Starke Technologieposition

Energieeffizienz ist weiterhin ein zentraler Wachstumstreiber

Verstärkte Nachfrage nach innovativen Geschäftsmodellen und Dienstleistungen

der Bündelung ihres gesamten Service-Angebotes in einem neuen Geschäftsbereich (ZGS) ihren Kunden eines der umfassendsten integrierten Service-Angebote der gesamten Lichtindustrie zur Verfügung.

Wachsende Bedeutung von Licht als Marketinginstrument

Es ist der Anspruch der Zumtobel Group, Lichtlösungen zu schaffen, die eine ausgewogene Balance zwischen Energieeinsparung und optimaler Beleuchtungsqualität erzielen. Gutes Licht kann das Wohlbefinden des Menschen fördern und ideale Voraussetzungen für Leistungsfähigkeit, Zufriedenheit sowie Gesundheit schaffen und gleichzeitig die Belastung der Umwelt minimieren. Gutes Licht hat aber auch eine wachsende Bedeutung als wirkungsvolles Marketing- und Verkaufsinstrument, da menschliche Emotionen und damit Kaufbereitschaft und entscheidungen durch auf verschiedene Personentypen angepasste Lichtkonzepte positiv beeinflusst werden können.

1.1.7 Unternehmensstrategie und Mittelfristziele

Die Zumtobel Group verfolgt eine langfristig ausgerichtete profitable Wachstumsstrategie. Wesentlicher Kern der Konzernstrategie sind die konsequente Verbesserung der Kostenstruktur sowohl im Leuchten- als auch Komponentengeschäft, ein markenübergreifender Vertrieb im Leuchtengeschäft sowie die Weiterentwicklung des Servicegeschäfts und innovativer Geschäftsmodelle. Damit kann die Zumtobel Group Synergie- und Differenzierungspotenziale gegenüber dem Wettbewerb heben.

In der europäischen Bauwirtschaft haben sich die Anzeichen für eine Trendwende von einem über viele Jahre rückläufigen hin zu einem leicht wachsenden Marktumfeld weiter verfestigt. In der professionellen Beleuchtungsindustrie verstärkt sich dieser positive Trend durch den Technologiewandel hin zu LED und durch das Thema Energieeffizienz mit besonderem Fokus auf intelligent gesteuerte Lichtlösungen. Damit entkoppelt sich die Nachfrage in der professionellen Beleuchtungsindustrie derzeit zu einem gewissen Grad von den Neubauaktivitäten im Gewerbebau. Um ein Wachstum über dem Branchendurchschnitt zu erreichen, setzt die Zumtobel Group basierend auf effizienten Kostenstrukturen auf eine intensive Zusammenarbeit der Marken in der gemeinsamen Vertriebsorganisation, den Ausbau ihrer Kompetenzen bei intelligenten Steuerungen, Datenmanagement, Softwareentwicklung und die Weiterentwicklung des Servicegeschäfts und auf innovative Geschäftsmodelle. Vor diesem Hintergrund hat sich die Zumtobel Group zum Ziel gesetzt, in den nächsten Jahren ein durchschnittliches währungsbereinigtes Wachstum von 3% bis 5% zu erreichen, das damit leicht über dem Branchenwachstum liegen würde.

Schrittweise Verbesserung der Profitabilität auf 8% bis 10%

Die letzten drei Geschäftsjahre waren geprägt von einer grundlegenden strategischen Neuausrichtung und der Umsetzung der dafür notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen. Die Auslastung der Werke konnte deutlich verbessert und durch die verstärkte Zusammenarbeit der Marken in der gemeinsamen Vertriebsorganisation konnten zusätzliche Markt- und Kostenpotenziale genutzt werden. Die Neuausrichtung der Zumtobel Group hin zu einem innovativen, softwareorientierten Dienstleistungsunternehmen wurde mit vollem Engagement vorangetrieben. Dadurch ist die Wettbewerbsfähigkeit signifikant gesteigert und ein stabiles Fundament für profitables dynamisches Wachstum gelegt worden. Der Aufbau eines neuen Produktionswerkes in Serbien ist ein weiterer Meilenstein zur Verbesserung der Kostenposition der Zumtobel Group. Das Management der Zumtobel Group hat sich zum Ziel gesetzt, mittelfristig die Profitabilität auf etwa 8% bis 10% zu steigern. Mit der Verbesserung der bereinigten EBIT-Marge von 4,3% im Geschäftsjahr 2015/16 auf 5,6% im Berichtsjahr wurde ein wichtiger Meilenstein zur Erreichung dieses Zieles geschafft.

Mehrmarkenansatz, Kostenoptimierung und innovative Geschäftsmodelle

Jährliches Umsatzwachstum von 3% bis 5%

1.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Verhaltene Entwicklung der Weltwirtschaft im Berichtsjahr

Die Entwicklung der Weltwirtschaft im Geschäftsjahr 2016/17 war von großen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen geprägt. Zum einen sorgten die politische und militärische Entwicklung im Nahen und Mittleren Osten und der daraus resultierende Flüchtlingsstrom, Terroranschläge in europäischen Metropolen, die Entscheidung Großbritanniens, die Europäische Union zu verlassen, die hohe Volatilität an den Finanzmärkten sowie der zunehmende Aufbau von Handelshemmnissen für ein schwieriges Umfeld. Zum anderen verschoben sich die Paritäten der weltweit wichtigsten Währungen teils deutlich mit entsprechenden Folgen für die globalen Handelsströme. Insgesamt konnte die Weltwirtschaft in 2016 mit 3,1%1 nur ein unverändert niedriges Wachstum gegenüber dem Vorjahr ausweisen.

In der Eurozone setzte sich in 2016 der moderate Erholungstrend des Vorjahres mit plus 1,7% fort. Gestützt wurde diese Entwicklung durch die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank zur Ankurbelung der wachstumshemmenden schwachen Inflation, niedrige Energiepreise, die Abschwächung des Euros sowie von hohen Konsumausgaben. Dem wirkten in einigen Märkten der Eurozone eine hohe Arbeitslosenquote, gedämpfte Lohnsteigerungen sowie Unwägbarkeiten aus der Flüchtlingskrise und den Brexit-Verhandlungen entgegen. Die für die Zumtobel Group wichtige D/A/CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) entwickelte sich auch im Kalenderjahr 2016 in Summe solide. Deutschlands Wirtschaft zeigte mit 1,8% das kräftigste Wachstum seit fünf Jahren, Österreich legte um 1,5% zu, die Schweiz wies lediglich einen Zuwachs von 1,3% aus. In Südeuropa waren die Länder Spanien (plus 3,2%) sowie Portugal (plus 1,4%) weiterhin auf Wachstumskurs. In Italien und Frankreich stellte sich mit 0,9% und 1,2% weiterhin keine wesentliche Belebung der Wirtschaftsentwicklung ein. In Großbritannien zeigt sich trotz Brexit-Entscheidung nur eine geringfügige Verlangsamung der Wachstumsdynamik auf nunmehr 1,8% nach einem sehr starken Wachstum in den Vorjahren.

Die Vereinigten Staaten von Amerika zeigten trotz einer guten Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte 2016 einen Rückgang des Wachstums auf 1,6% nach 2,1% im Vorjahr. Aufgrund der robusten Arbeitsmarktdaten und eines starken Konsumverhaltens verließ die Federal Reserve Notenbank der USA gegen Jahresende aber den Niedrigzinskurs und erhöhte erstmals seit 2006 den Leitzins. Dieser Schritt wird als Signal verstanden, dass die US-Wirtschaft sich wieder auf dem Weg der Besserung befindet. China verzeichnete in 2016 mit 6,7% zwar das schwächste Wirtschaftswachstum seit 26 Jahren, dennoch werten Ökonomen dies als Zeichen der Stabilisierung. Mäßige Binnennachfrage gepaart mit geringeren Exporten sowie der Übergang von einer Industrie- zu einer Konsum- und Dienstleistungsgesellschaft wirken belastend für die Wachstumsdynamik. Die übrigen BRIC-Nationen zeigten ein gemischtes Bild. Brasilien verharrt auch 2016 mit 3,6% Minus in einer tiefen Rezession. Russlands Wirtschaft hat sich 2016 nach zwei Jahren der Rezession langsam wieder etwas erholt. Indien hingegen konnte mit einem Wachstum von 6,8% wieder beträchtlich zulegen.

In seiner jüngsten Prognose vom April 2017 hat der IWF seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft leicht angehoben und erwartet nunmehr für 2017 ein globales Wirtschaftswachstum von 3,5% und in 2018 von 3,6%. Konkret geht der IWF gegenüber der letzten Prognose von etwas mehr Wachstum insbesondere in den USA, Großbritannien, Japan, China und Russland aus. Der IWF warnt allerdings trotz kurzfristig verbesserten Wachstumsaussichten vor massiven Gefahren für die Weltwirtschaft insbesondere aus den zunehmend protektionistischen Tendenzen und dem daraus resultierenden Risiko von Handelskrisen.

Steigende konjunkturelle Zuversicht für 2017 und 2018

Moderate Erholung in der Eurozone

Weiterhin solides Wachstum in den USA

1.3 Die Zumtobel Group Aktie

Gutes Börsenjahr für globale Aktienmärkte

Insgesamt gutes Jahr für globale Aktienmärkte

Die globalen Aktienmärkte entwickelten sich im Berichtsjahr insgesamt sehr erfreulich. Trotz der unsicheren wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen war das Börsenumfeld, unter anderem aufgrund der anhaltenden Niedrigzinspolitik und der Geldschwemme der Notenbanken, positiv. In der Folge konnte der österreichische Leitindex ATX (Austrian Traded Index), in dem auch die Zumtobel Group Aktie enthalten ist, im Berichtsjahr von 2.329 auf 3.010 Punkte zulegen, was einer Kurssteigerung von 29,2% entspricht. Ebenfalls deutlich im Plus waren in diesem Zeitraum andere Leitbörsen wie etwa der Dow Jones (plus 17,6%) in den USA, der DAX (plus 23,9%) in Deutschland oder der europäische Leitindex Euro Stoxx 50 (plus 17,5%).

Zumtobel Group Aktie legt im Geschäftsjahr um 71,0% zu

Erfreuliche Kursentwicklung der Zumtobel Group Aktie

Für die Zumtobel Group Aktionäre verlief das Geschäftsjahr 2016/17 ausgesprochen erfreulich. Von Anfang Mai 2016 bis Ende April 2017 konnten sich die Anleger über eine Kursperformance von 71,0% freuen. Damit entwickelte sich die Zumtobel Group Aktie deutlich besser als der österreichische Leitindex ATX (plus 29,2%). Hauptgründe dafür waren die soliden Finanzzahlen, die stabile Entwicklung der europäischen Wirtschaft mit positiven Impulsen für die Bauwirtschaft sowie die erkennbar positiven Effekte aus der strategischen Neuausrichtung und den dafür notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen. Die Aktie beendete das Geschäftsjahr am 28. April 2017 mit einem Schlusskurs von 19,15 EUR.

Entwicklung der Zumtobel Group Aktie

Marktkapitalisierung liegt bei 833 Mio EUR

Die Marktkapitalisierung der Zumtobel Group AG veränderte sich im Berichtsjahr 2016/17 analog zum Aktienkurs. Auf Basis einer gegenüber dem Vorjahr unveränderten Zahl von 43,5 Millionen Inhaberstammaktien wurde das Unternehmen zum 30. April 2017 mit 833 Mio EUR (Vorjahr 495 Mio EUR) bewertet. Im Ranking bezüglich der Indexmitgliedschaft im ATX belegte das Unternehmen per 30. April 2017 im Vergleich zu den größten börsennotierten Unternehmen Österreichs Platz 20 in Bezug auf die Marktkapitalisierung und Platz 15 in Bezug auf das Handelsvolumen. Der durchschnittliche Tagesumsatz an der Wiener Börse lag im Berichtsjahr bei 282.402 gegenüber 248.807 Stück im Vorjahr (Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht).

Kennzahlen zur Zumtobel Group Aktie GJ 2016/17

Schlusskurs 02.05.2016 EUR 11,200 Währung EUR
Schlusskurs 28.04.2017 EUR 19,150 ISIN AT0000837307
Performance GJ 2016/17 71,0% Börsenkürzel Wiener Börse (XETRA) ZAG
Marktkapitalisierung am 28.04.2017 833 Mio EUR Marktsegment Prime Market
Höchstkurs am 28.04.2017 EUR 19,150 Reuters Symbol ZUMV.VI
Tiefstkurs am 28.06.2016 EUR 9,900 Bloomberg Symbol ZAG AV
Ø tägl. Handelsvolumen (Stück) 282.402 Anzahl der Aktien 43.500.000

Aktionärsstruktur

Die Aktionärsstruktur der Zumtobel Group AG hat sich gegenüber dem Jahresabschluss 2015/16 nicht wesentlich verändert. Die Familie Zumtobel ist mit einem Anteil von 35,5% der Stimmrechte weiterhin der seit dem Börsengang etablierte stabile Kernaktionär der Zumtobel Group AG. Darüber hinaus hielten zum 30. April 2017 die institutionellen Investoren Lazard Freres Gestion SAS sowie Erste Asset Management GmbH eine Beteiligung von je über 4%. Mit Wirkung 05. Juni 2017 informierte Norges Bank die Zumtobel Group AG, dass der Anteil an der Zumtobel Group AG auf über 4% erhöht wurde. Der Rest der Anteilscheine liegt nach Kenntnis des Unternehmens zum Großteil bei institutionellen Investoren. Zum Bilanzstichtag lag der Bestand eigener Anteile gegenüber dem Vorjahr unverändert bei 353.343 Stück.

Kontinuierliche Dividendenpolitik

Die Zumtobel Group verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik. Die Höhe der Dividende hängt neben der laufenden Ertragskraft auch von den Gewinnprognosen und der erwarteten wirtschaftlichen Gesamtentwicklung ab. Vor dem Hintergrund der soliden operativen Entwicklung im Berichtsjahr sowie eines in Summe stabilen konjunkturellen Umfelds plant der Vorstand dem Aufsichtsrat und in Folge der Hauptversammlung der Zumtobel Group AG, die am 21. Juli 2017 stattfindet, eine Dividende von 23 Eurocent je Aktie für das Geschäftsjahr 2016/17 vorzuschlagen (Vorjahr 20 Eurocent).

Investor-Relations-Arbeit mit Fokus auf Transparenz und Dialog

Eine transparente, kontinuierliche und offene Kommunikation mit allen Kapitalmarktteilnehmern nimmt beim Zumtobel Group Management eine sehr hohe Priorität ein. Als Bestätigung für das hohe Engagement wurde die Zumtobel Group im Geschäftsjahr 2016/17 mit dem Austrian Financial Communication Award für erfolgreiche Finanzkommunikation ausgezeichnet. Im Berichtsjahr haben der Vorstand und die Investor-Relations-Abteilung des Unternehmens auf zahlreichen Roadshows und in einer Vielzahl von Einzelgesprächen den Dialog mit Investoren und Analysten im In- und Ausland intensiv fortgeführt. Dabei fanden unter anderem mehrere Besuche bei institutionellen Investoren in Boston, Frankfurt, London, München, New York, Paris, Zürich und Wien statt. Im Geschäftsjahr 2016/17 berichteten 8 renommierte internationale und heimische Analysten regelmäßig über die Zumtobel Group Aktie und gaben dabei ihre Einschätzung zur Unternehmensstrategie sowie Unternehmensbewertung ab (in alphabetischer Reihenfolge): Baader Bank (München), Erste Bank (Wien), J.P. Morgan (London), Kepler Cheuvreux (London), Landesbank Baden-Württemberg (Stuttgart), Morgan Stanley (London), Raiffeisen Centrobank (Wien) und UBS (Frankfurt).

Im Zuge der Quartalsberichterstattung und im Rahmen des Jahresabschlusses bietet das Management der Zumtobel Group regelmäßig Conference Calls zur Erläuterung der Geschäftszahlen an. Ein wichtiges Medium, um alle Investoren und am Unternehmen Interessierte zeitgleich zu erreichen, ist das Internet. Unter der Investor-Relations-Webseite www.zumtobelgroup.com/en/investor_relations sind sämtliche Unternehmensveröffentlichungen, Kontaktdaten, der Kapitalmarktkalender und alles Wissenswerte über die Zumtobel Group sowie der Corporate Governance Report für jeden abrufbar.

Familie Zumtobel hält weiterhin 35,5%

Dividendenvorschlag für 2016/17: 23 Eurocent je Aktie

Zumtobel Group erhält den Austrian Financial Communication Award 2016

1.4 Wesentliche Ereignisse seit dem 30. April 2016

Auf der am 22. Juli 2016 stattgefundenen 40. ordentlichen Hauptversammlung wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr 2015/16 eine Dividende in Höhe von 20 Eurocent je Aktie auszuschütten. Die Auszahlung der Dividende an die Aktionäre erfolgte am 02. August 2016. Dividende für 2015/16: 20 Eurocent

Am 26. Oktober 2016 wurden die intensiven Verhandlungen von Vertretern der Arbeitgeberseite, des Betriebsrates und der Gewerkschaft IG Metall im Hinblick auf das Produktionswerk in Usingen erfolgreich abgeschlossen. Die Verhandlungsparteien hatten sich auf einen Sozialplan und die Schließung des Betriebes zum 31.12.2016 geeinigt. Standort Usingen zum 31.12.2016 geschlossen

Am 12. Dezember verkündet die Zumtobel Group die Prüfung einer langfristigen strategischen Partnerschaft für die Produktionsstätte im französischen Les Andelys mit Active'Invest. Diese Partnerschaft mit Active'Invest würde den Transfer des Werkes in Les Andelys in die französische Industrie-Gruppe bedeuten. Dabei bliebe die Zumtobel Group 10%-Minderheitsgesellschafter des neuen Unternehmens. Der Abschluss der Verhandlungen ist mit Sommer 2017 anvisiert. Zumtobel Group erwägt, das Werk in Les Andelys zu verkaufen

Am 27.12.2016 hat ein Schiedsgericht seinen Schiedsspruch in der Sache von LLEDÓ ILUMINACIÓN S.A. gegen Zumtobel Lighting GmbH im Zusammenhang mit der Beendigung des Vertragshändler-Vertrages aus dem Jahr 2008 erlassen. Wie erwartet, hat das Schiedsgericht dem ehemaligen spanischen Vertragshändler Lledó für die vorzeitige Kündigung des Vertrages durch Zumtobel einen Schadenersatz von 0,9 Mio EUR zugesprochen. Allerdings hat das Gericht darüber hinaus Lledó auch einen Ausgleichsanspruch in Höhe von 6,2 Mio EUR zugesprochen, der sich auf eine äußerst fragwürdige Rechtsgrundlage stützt und daher keinesfalls erwartet wurde. Schiedsgericht spricht Lledó sowohl Schadenersatz als auch Ausgleichszahlung zu

Am 27.01.2017 hat der Aufsichtsrat der Zumtobel Group der Errichtung eines neuen Leuchtenwerks in Serbien zugestimmt. In diesem Leuchtenwerk soll vor allem das in den nächsten Jahren geplante zusätzliche Volumen zu optimalen Kosten produziert werden. Im Endausbau kostet das neue Werk bis zu 30 Mio EUR. Der Aufbau des Werkes wird in zwei Phasen erfolgen und sich über die nächsten zweieinhalb Geschäftsjahre erstrecken. Für das neue Werk in Serbien wurde im März 2017 mit der Gründung der Gesellschaft ZG Lighting SRB d.o.o. der Grundstein gelegt. Neues Produktionswerk für Leuchten in Serbien

Mit Wirkung 1. März 2017 bündelte die Zumtobel Group alle projekt- und softwareorientierten Dienstleistungen unter dem Dach des neuen Geschäftsbereiches "Zumtobel Group Services". Damit verfolgt die Zumtobel Group das Ziel, sich noch stärker als dienstleistungsorientiertes Unternehmen zu positionieren. Neuer Geschäftsbereich "Zumtobel Group Services"

Weitere wesentliche Ereignisse im Berichtsjahr sind nicht zu vermelden.

1.5 Geschäftsverlauf

1.5.1 Umsatzentwicklung

  • >> Konzernumsatz sinkt um 3,9%
  • >> Deutlich negative Währungseffekte währungsbereinigter Gruppenumsatz 1,0% unter Vorjahr
  • >> LED-Anteil am Gruppenumsatz erhöhte sich auf 73,6% (Vorjahr 63,4%)
  • >> Große Unterschiede in der regionalen Geschäftsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2016/17 (1. Mai 2016 bis 30. April 2017) sank der Gruppenumsatz im Vergleich zum Vorjahr in einem weiterhin herausfordernden und von hoher Volatilität geprägten Branchenumfeld um 3,9% auf 1.303,9 Mio EUR (Vorjahr 1.356,5 Mio EUR). Diese Umsatzentwicklung wurde sowohl durch deutlich negative Währungseffekte im Ausmaß von 39,0 Mio EUR als auch durch die fehlenden Umsatzbeiträge aus dem Verkauf der Signage-Aktivitäten im November 2015 belastet. Die negativen Währungseffekte sind vor allem auf die Aufwertung des Euro gegenüber dem britischen Pfund (GBP) zurückzuführen. Bereinigt um diese Währungseffekte sank der Umsatz im Berichtsjahr um 1,0%. Ungebrochen ist das dynamische Wachstum mit LED-Produkten. Der Gesamtumsatz mit LED-Produkten stieg im Vergleich zum Berichtszeitraum des Vorjahres um 11,6% auf 960,0 Mio EUR (Vorjahr 860,3 Mio EUR). Der LED-Anteil am Gruppenumsatz erhöhte sich damit innerhalb von 12 Monaten auf 73,6% (Vorjahr 63,4%).

Entwicklung Segmente in Mio EUR 2016/17 2015/16 Veränderung
in %
Währungs
bereinigt in %
Lighting Segment 999,9 1.028,4 -2,8 0,0
Components Segment 377,2 410,4 -8,1 -5,6
Überleitung -73,3 -82,2 -10,9
Zumtobel Group 1.303,9 1.356,5 -3,9 -1,0

Der europäische gewerbliche Hochbau hat sich nach einigen Jahren des Rückgangs im Geschäftsjahr 2016/17 auf niedrigem Niveau stabilisiert. Insgesamt lag die Branchenentwicklung allerdings hinter den ursprünglichen Erwartungen, was insbesondere auf die andauernde Marktschwäche in Frankreich, der Schweiz, Australien und dem Mittleren Osten zurückzuführen ist. In diesem Umfeld sank der Umsatz im Lighting Segment im Berichtsjahr um 2,8% auf 999,9 Mio EUR (Vorjahr 1.028,4 Mio EUR). Bereinigt um negative Währungseffekte erreichte der Umsatz im Lighting Segment im Berichtsjahr exakt das Vorjahresniveau.

Der Rückgang im Components Segment war im Geschäftsjahr 2016/17 mit minus 8,1% (währungsbereinigt minus 5,6%) ausgeprägter als im Lighting Segment. Dies ist insbesondere auf die entgangenen Umsatzbeiträge aus dem Verkauf der Signage-Aktivitäten im November 2015 sowie weiterhin stark rückläufige Umsätze mit konventionellen elektronischen Vorschaltgeräten zurückzuführen. Erfreulich hingegen ist die deutlich steigende Nachfrage nach intelligenten, vernetzbaren LED-Komponenten sowie Systemlösungen der Tridonic.

Lighting Segment Umsatz währungsbereinigt auf Vorjahresniveau

Verkauf der Signage-Aktivitäten belastet Umsatzdynamik im Components Segment

Konzernumsatz wird durch deutlich negative Währungseffekte belastet

2016/17 Umsatzerlöse
in Mio EUR
Veränderung
in %
Regionale Umsatzverteilung
D/A/CH 381,9 -2,8
Nordeuropa 341,4 -4,3 Amerika
3,4%
Mittlerer Osten & Afrika
Benelux &
Osteuropa
165,7 7,7 4,7%
D/A/CH
Südeuropa 183,0 -4,7 29,3%
Asien & Pazifik
9,7%
Asien & Pazifik 127,0 -9,3
Mittlerer Osten &
Afrika
61,2 -24,2 Südeuropa
14,0%
Amerika 43,7 8,7
Gesamt 1.303,9 -3,9 Benelux &
Nordeuropa
Osteuropa
26,2%
12,7%

Regionale Geschäftsentwicklung

Regional sehr unterschiedliche Entwicklungen

Es gibt regional sehr unterschiedliche Entwicklungen in einem insgesamt weiterhin herausfordernden Branchenumfeld. In der für die Zumtobel Group umsatzstärksten Region D/A/CH fiel der Umsatz im Geschäftsjahr 2016/17 um 2,8% (währungsbereinigt minus 2,7%) auf 381,9 Mio EUR. Dies ist im Wesentlichen auf eine deutlich rückläufige Nachfrage in der Schweiz – insbesondere in den Büro- und Industrieanwendungen – zurückzuführen. In der Region Nordeuropa gingen die Umsätze um 4,3% auf 341,4 Mio EUR zurück. Diese Entwicklung ist allerdings von deutlich negativen Währungseffekten aus dem britischen Pfund belastet. Währungsbereinigt stieg der Umsatz um 6,7%. In Großbritannien ist die Umsatzdynamik nach dem BREXIT-Referendum weiterhin erfreulich stabil. Die Region Benelux & Osteuropa konnte die gute Entwicklung aus den Vorjahren auch im Geschäftsjahr 2016/17 fortsetzen. Die Umsätze im Berichtsjahr stiegen um 7,7% (währungsbereinigt 8,8%) auf 165,7 Mio EUR. Die Region Südeuropa umfasst im Wesentlichen die Länder Italien und Frankreich. Während Italien im Berichtsjahr eine erfreuliche Umsatzdynamik vorweisen konnte, ist die Entwicklung in Frankreich nach wie vor enttäuschend. Insgesamt sank der Umsatz in dieser Region um 4,7% auf 183,0 Mio EUR. In der Region Asien & Pazifik war die Entwicklung in Australien marktbedingt weiterhin deutlich rückläufig. In Asien hingegen konnte die Umsatzdynamik gegen Jahresende deutlich verbessert werden. Insgesamt sank der Umsatz in der Region im Berichtsjahr um 9,3% (währungsbereinigt minus 10,2%). In der Region Mittlerer Osten & Afrika hat sich die politische und wirtschaftliche Situation in einigen Ländern des Mittleren Ostens in den letzten Quartalen zusehends verschlechtert (z. B. Saudi-Arabien). Die Umsätze in dieser Region fielen deutlich um insgesamt 24,2% (währungsbereinigt minus 24,8%). In der Region Amerika trugen die ergriffenen Maßnahmen aus dem Vorjahr Früchte und die Umsätze stiegen im Geschäftsjahr 2016/17 um 8,7% (währungsbereinigt 7,3%) auf 43,7 Mio EUR.

1.5.2 Ertragsentwicklung

  • >> Bereinigtes Gruppen-EBIT steigt um 23,4% auf 72,4 Mio EUR
  • >> Deutliche Effizienzsteigerungen in der Produktion
  • >> Vertriebskosten auf Vorjahresniveau
  • >> Negative Sondereffekte aus dem Transformationsprozess (26,6 Mio EUR)
  • >> Jahresgewinn in Höhe von 25,2 Mio EUR
Gewinn- und Verlustrechnung in Mio EUR 2016/17 2015/16 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 1.303,9 1.356,5 -3,9
Kosten der umgesetzten Leistungen -864,0 -925,4 -6,6
Bruttoergebnis vom Umsatz 439,9 431,2 2,0
in % vom Umsatz 33,7 31,8
SG&A Aufwendungen ohne Sondereffekte -367,5 -372,5 -1,3
Bereinigtes EBIT 72,4 58,7 23,4
in % vom Umsatz 5,6 4,3
Sondereffekte -26,6 -34,9 -23,7
EBIT 45,8 23,8 92,2
in % vom Umsatz 3,5 1,8
Finanzergebnis -15,7 -8,2 -90,7
Ergebnis vor Ertragsteuern 30,1 15,6 93,0
Ertragsteuern -7,6 -3,7 <-100
Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen 2,7 0,0
Jahresergebnis 25,2 11,9 >100
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,58 0,28 >100

Nachrichtlich: Das EBITDA im Geschäftsjahr 2016/17 betrug 106,2 Mio EUR (Vorjahr 91,4 Mio EUR).

Das um Sondereffekte bereinigte Gruppen-EBIT verbesserte sich im Geschäftsjahr 2016/17 trotz geringerem Umsatz um 23,4% von 58,7 Mio EUR auf 72,4 Mio EUR. Die Umsatzrendite stieg entsprechend von 4,3% auf 5,6%. Beide Segmente konnten in Berichtsjahr das jeweilige Vorjahresergebnis deutlich übertreffen. Im Leuchtensegment, das auch im Fokus der Restrukturierungsbemühungen in den letzten zwei Jahren stand, stieg das bereinigte EBIT um 10,9% auf 53,5 Mio EUR (Vorjahr 48,2 Mio EUR) und im Komponentensegment um 13,3% auf 39,6 Mio EUR (Vorjahr 35,0 Mio EUR).

Die Bruttoergebnismarge (nach Entwicklungsaufwendungen) der Zumtobel Group stieg im Berichtsjahr trotz anhaltendem Preisdruck auf 33,7% (Vorjahr 31,8%). Dies ist insbesondere auf die im Rahmen der Restrukturierung erzielten Effizienzsteigerungen in den Werken und eine bessere Kostenposition von den im letzten Geschäftsjahr neu eingeführten Produkten zurückzuführen. Die in den Kosten der umgesetzten Leistungen enthaltenen Entwicklungskosten liegen im Geschäftsjahr 2016/17 mit 77,4 Mio EUR um 6,5 Mio EUR unter dem hohen Niveau des Vorjahres (Vorjahr 83,9 Mio EUR). Durch die zentrale Bündelung der F&E-Aktivitäten sowie die Verschlankung der Werkslandschaft gelang es, zusätzliche Synergieeffekte zu heben.

Die Vertriebskosten konnten im Berichtsjahr trotz Tariflohnerhöhungen mit 328,3 Mio EUR (Vorjahr 327,1 Mio EUR) auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden. Dies ist eine Konsequenz der umfangreichen Restrukturierungs- und Einsparmaßnahmen aus den letzten Quartalen. Mittlerweile kann die strategische Zusammenführung der vormals getrennten Vertriebsorganisationen der Marken Zumtobel und Thorn als abgeschlossen betrachtet werden. Die Verwaltungskosten liegen mit 52,2 Mio EUR leicht über

Bereinigtes Gruppen-EBIT steigt um 23,4%

Deutliche Effizienzsteigerung in der Produktion

Vertriebskosten auf Vorjahresniveau

dem Niveau des Vorjahres (51,1 Mio EUR). Das sonstige betriebliche Ergebnis ohne Sondereffekte in Höhe von 13,0 Mio EUR (Vorjahr 5,7 Mio EUR) beinhaltet unter anderem Lizenzeinnahmen aus dem LED-Geschäft sowie Förderungen der öffentlichen Hand.

Negative Sondereffekte aus dem Transformationsprozess

Im Geschäftsjahr 2016/17 wurden negative Sondereffekte in Höhe von 26,6 Mio EUR (Vorjahr 34,9 Mio EUR) verbucht. Diese betreffen insbesondere Aufwendungen im Zusammenhang mit der Schließung des Produktionswerkes in Usingen (Deutschland) und dem geplanten Verkauf des Produktionswerkes in Les Andelys (Frankreich), die Restrukturierung der globalen Forschungs- und Entwicklungsabteilung, Zahlungen im Zusammenhang mit dem Schiedsspruch in der Sache von LLEDÓ ILUMINACIÓN S.A. gegen Zumtobel Lighting GmbH (6,9 Mio EUR) sowie ein positives Ergebnis aus der Veräußerung des alten Werksstandortes in Ennenda (Schweiz). Auf weitere detaillierte Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.4.3 wird verwiesen.

Zur Darstellung des operativen Erfolges wurde das EBIT um die genannten Sondereffekte bereinigt:

Bereinigtes EBIT in Mio EUR 2016/17 2015/16 Veränderung
in %
Berichtetes EBIT 45,8 23,8 92,2
davon Sondereffekte -26,6 -34,9 -23,7
Bereinigtes EBIT 72,4 58,7 23,4
in % vom Umsatz 5,6 4,3

Finanzergebnis unter Vorjahr

Das Finanzergebnis verschlechterte sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 7,5 Mio EUR auf minus 15,7 Mio EUR (Vorjahr minus 8,2 Mio EUR). Im Zinsaufwand sind vor allem Zinsen für den laufenden Kreditvertrag sowie Zinsaufwendungen im Zusammenhang mit einer Finanzierungsleasingvereinbarung enthalten. Die übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträge betrugen minus 8,5 Mio EUR (Vorjahr plus 0,5 Mio EUR). Die großen Wertschwankungen bei der Marktbewertung von Finanzinstrumenten sind die Folge der hohen Volatilität am Devisenmarkt (insbesondere beim Britischen Pfund und US-Dollar). Der negative Effekt im Vergleich zum 30. April 2016 resultiert überwiegend aus der Realisierung von Fremdwährungsgeschäften mit vormals positivem Marktwert. Auf die Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.4.4 sowie Kapitel 2.6.4.5 wird verwiesen.

Finanzergebnis in Mio EUR 2016/17 2015/16 Veränderung
in %
Zinsaufwand -7,3 -9,2 -20,5
Zinsertrag 0,4 0,5 -9,9
Zinssaldo -6,8 -8,7 21,1
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge -8,5 0,5 <-100
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen -0,4 -0,1 <-100
Finanzergebnis -15,7 -8,2 -90,7

Jahresgewinn in Höhe von 25,2 Mio EUR

Das Ergebnis vor Ertragsteuern lag im Berichtsjahr bei 30,1 Mio EUR (Vorjahr 15,6 Mio EUR). Darauf fielen Ertragsteuern in Höhe von 7,6 Mio EUR (Vorjahr 3,7 Mio EUR) an. Auf die Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.4.6 wird verwiesen. Das Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen betrug 2,7 Mio EUR und resultiert aus der Auflösung einer Verbindlichkeit im Zusammenhang mit Reorganisationsverfahren für den im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 aufgegebenen Bereich der Eventbeleuchtung (Space Cannon VH SRL). Dementsprechend lag das Jahresergebnis mit 25,2 Mio EUR deutlich über dem Wert des Vorjahres (Vorjahr 11,9 Mio EUR). Für die Aktionäre der Zumtobel Group AG ergibt sich somit ein Ergebnis je Aktie (unverwässert bei 43,1 Mio Aktien) von 0,58 EUR (Vorjahr 0,28 EUR).

1.5.3 Cashflow, Finanz- und Vermögenslage

  • >> Positive Entwicklung beim Working Capital fortgesetzt
  • >> Anlageninvestitionen sinken auf 45,2 Mio EUR (Vorjahr 58,4 Mio EUR)
  • >> Deutliche Steigerung beim Free Cashflow auf 69,4 Mio EUR (Vorjahr 49,8 Mio EUR)
  • >> Weiterhin gesicherte Liquiditätsposition und solide Bilanzstruktur

Der Geschäftsverlauf der Zumtobel Group unterliegt einer typischen Saisonalität. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres (1. Mai bis 31. Oktober) ist die Geschäftstätigkeit üblicherweise höher, da von Sommer bis Herbst eine relativ höhere Anzahl von Bauprojekten fertiggestellt wird und dabei der Einbau der Beleuchtung als eine der letzten Maßnahmen vorgenommen wird. Im dritten Quartal (1. November bis 31. Januar) ist das Umsatzniveau wegen der Weihnachts- und Winterpause in der Baubranche deutlich niedriger und im Schlussquartal (1. Februar bis 30. April) nimmt die Aktivität wieder sukzessive zu. Einhergehend mit dem Umsatzverlauf entwickelt sich auch das Ergebnis (gemessen am bereinigten EBIT) mit saisonalen Schwankungen, was ein deutlich niedrigeres Ergebnis im zweiten Halbjahr zur Folge hat. Zusätzlich ist das zweite Geschäftshalbjahr häufig mit Ausgaben für Fachmessen belastet.

Für die Ermittlung des Cashflows wurde die indirekte Methode monatsgenau angewandt. Die so erstellten monatlichen Cashflows werden mit dem jeweiligen monatlichen Durchschnittskurs umgerechnet und aggregiert, während die Bilanzpositionen mit dem Stichtagskurs umgerechnet werden. Diese Vorgangsweise führt zu Währungsdifferenzen vor allem in den einzelnen Positionen des Cashflows aus dem operativen Geschäft und damit zu deutlich abweichenden Werten im Vergleich zu den Differenzen der jeweiligen Bilanzpositionen. Die in der Gesamtergebnisrechnung erfassten Beträge gemäß IAS 19, IAS 21 und IAS 39 sind im Cashflow bei den Veränderungen der jeweiligen Bilanzpositionen ausgewiesen.

Zum 30. April 2017 lag der Working Capital-Bestand mit 220,1 Mio EUR um 11,1 Mio EUR unter dem Wert zum Bilanzstichtag des Vorjahres. In Prozent des rollierenden Zwölfmonatsumsatzes reduzierte sich damit der Working Capital-Bestand im Vergleich zum Vorjahr von 17,0% auf 16,9%. Dies ist insbesondere auf ein weiterhin konsequentes Debitoren- und Kreditorenmanagement zurückzuführen. Die Veränderung in den sonstigen operativen Positionen ist bei den "kurzfristigen Rückstellungen" im Wesentlichen auf den Verbrauch der Restrukturierungsrückstellung zurückzuführen. Ein höheres operatives Ergebnis und besseres Working Capital-Management führten im Geschäftsjahr 2016/17 zu einem deutlich verbesserten Cashflow aus dem operativen Geschäft von 107,5 Mio EUR (Vorjahr 92,6 Mio EUR).

Saisonalität des Geschäftsverlaufs

Working Capital-Bestand unter Vorjahresniveau

Working Capital in % von rollierenden 12-Monats-Umsätzen

Geringere Investitionstätigkeit

Im Berichtsjahr wurden 45,2 Mio EUR (Vorjahr 58,4 Mio EUR) in Anlagevermögen in verschiedenen Produktionswerken investiert. Die Investitionen umfassen im Wesentlichen Investitionen in Werkzeuge für neue Produkte, Erweiterungs- und Instandhaltungsinvestitionen sowie aktivierte Kosten für Forschung und Entwicklung in Höhe von 13,1 Mio EUR (Vorjahr 18,1 Mio EUR). Der positive Effekt in der Position "Einzahlungen aus Anlageabgängen" resultiert im Wesentlichen aus dem Erlös aus der Veräußerung der Liegenschaft in Ennenda (Schweiz), nachdem die Produktion im Geschäftsjahr 2014/15 eingestellt wurde. Aufgrund des verbesserten Cashflows aus dem operativen Geschäft und der geringeren Investitionstätigkeit erhöhte sich der Free Cashflow im Geschäftsjahr 2016/17 um 19,6 Mio EUR auf 69,4 Mio EUR (Vorjahr 49,8 Mio EUR).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beinhaltet im Wesentlichen die Reduzierung der Inanspruchnahme des ausnutzbaren Rahmens des Konsortialkreditvertrages als auch die bezahlten Zinsen sowie die Zahlung der Dividende an die Aktionäre der Zumtobel Group AG für das Geschäftsjahr 2015/16 in Höhe von 8,6 Mio EUR.

Zur Sicherung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hält die Zumtobel Group einerseits Liquidität in Form von mehrheitlich täglich verfügbaren Bankguthaben, um erwartete betriebliche Aufwendungen und finanzielle Verbindlichkeiten bedienen zu können, und verfügt andererseits über umfangreiche Betriebsmittelkreditlinien, um Liquiditätsschwankungen auszugleichen, die durch den Geschäftsverlauf auftreten. Zum Bilanzstichtag 30. April 2017 stehen der Zumtobel Gruppe neben dem Konsortialkreditvertrag und zwei weiteren Kreditverträgen kurzfristige unbesicherte Kontokorrentkreditlinien in Höhe von insgesamt 88,1 Mio EUR (Vorjahr 88,4 Mio EUR) zur Verfügung. Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung stellte der am 01. Dezember 2015 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer aktuellen Laufzeit bis November 2021 und einem ausnutzbaren Rahmen von 300 Mio EUR dar. Davon sind zum 30. April 2017 insgesamt 60 Mio EUR (Vorjahr 100 Mio EUR) in Anspruch genommen. Der Konsortialkreditvertrag beinhaltet eine Change-of-Control-Klausel bei Änderung der absoluten Mehrheit der Stimmrechte. Ferner sieht der Vertrag eine Erhöhungsklausel um bis zu 200 Mio EUR und eine Klausel zur nochmaligen Verlängerung um ein weiteres Jahr vor. Neben dem Konsortialkreditvertrag stehen zwei weitere Kreditverträge über je 40 Mio EUR mit endfälliger Tilgung und einer Laufzeit bis September 2018 beziehungsweise Januar 2020 zur Verfügung, die per 30. April 2017 vollständig in Anspruch genommen sind. Der Konsortialkreditvertrag ist an die Einhaltung Gesicherte Liquidität

von Financial Covenants (Schuldendeckungsgrad kleiner als 3,5 sowie Eigenkapitalquote größer als 25%) geknüpft. Zum 30. April 2017 wurden die Financial Covenants dank eines Schuldendeckungsgrades von 0,86 (Vorjahr 1,48) und einer Eigenkapitalquote von 32,8% (Vorjahr 31,2%) vollumfänglich eingehalten.

Bilanzkennzahlen in Mio EUR 30. April 2017 30. April 2016
Bilanzsumme 1.019,6 1.068,6
Nettoverbindlichkeiten 91,0 134,8
Schuldendeckungsgrad 0,86 1,48
Eigenkapital 334,0 333,2
Eigenkapitalquote in % 32,8 31,2
Verschuldungsgrad in % 27,2 40,5
Investitionen 45,2 58,4
Working Capital 220,1 231,2
in % vom rollierenden Zwölfmonatsumsatz 16,9 17,0

Die Bilanzstruktur der Zumtobel Group ist im Geschäftsjahr 2016/17 weiterhin solide. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich von 31,2% am 30. April 2016 auf 32,8% zum Bilanzstichtag. Die Nettoverbindlichkeiten betrugen zum 30. April 2017 91,0 Mio EUR (Vorjahr 134,8 Mio EUR) und lagen damit um 43,8 Mio EUR unter dem Vorjahreswert. Der Verschuldungsgrad (Gearing) – als Quotient von Nettoverbindlichkeiten zum Eigenkapital – verbesserte sich von 40,5% auf 27,2%.

Solide Bilanzstruktur

1.6 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren sind wichtige Werttreiber eines Unternehmens, die nicht unmittelbar aus der Gewinn- und Verlustrechnung, der Bilanz oder der Kapitalflussrechnung ablesbar sind, aber einen gewichtigen Anteil am langfristigen Unternehmenserfolg ausmachen. Als Vorbereitung für die nach dem österreichischen Gesetz ab dem Geschäftsjahr 2017/18 gültigen Vorschriften zur nichtfinanziellen Berichterstattung wurde der Lagebericht 2016/17 um wesentliche Aussagen zu Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelangen ergänzt.

1.6.1 Engagement für Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit und verantwortliches Handeln sind in der Zumtobel Group fest verankert. Dazu wurden über die Jahrzehnte sowohl im ökologischen als auch im sozialen Bereich zahlreiche Aktivitäten entwickelt. Die Zumtobel Group hat mit ihrem Engagement für mehr Nachhaltigkeit einen engen Bezug zu ihrem Kerngeschäft, leistet doch der Einsatz energieeffizienter, intelligent gesteuerter Lichttechnik einen beachtlichen Beitrag zur Verringerung des Ressourcenverbrauchs. Diese Entwicklung wird einerseits durch dynamische Umsatzsteigerungen mit LED-Produkten und andererseits durch die kontinuierliche Effizienzsteigerung (Lumen/Watt) bei LED-Modulen und LED-Leuchten weiter beschleunigt.

Auf künstliche Beleuchtung entfallen in etwa 19% des weltweiten Stromverbrauchs. Davon konsumieren gewerbliche Bauten und Außenbeleuchtungen – also Licht in genau den Anwendungsfeldern, die die Kernkompetenz der Zumtobel Group darstellen – gut zwei Drittel. Der Hauptanteil des Energieverbrauchs im Lebenszyklus von Leuchten fällt im Gebrauch einer Leuchte an. Hier ist also der größte Hebel, um Energie zu sparen.

Um den Beitrag der Gruppe zur Energieeffizienz zu veranschaulichen, wurde eine Größenordnung des Einsparpotenzials errechnet, welches das Unternehmen dem Markt durch sein Portfolio an energieeffizienten Produkten im Berichtsjahr zur Verfügung gestellt hat. Die Zumtobel Group hat im Berichtsjahr dazu beigetragen, Energieeinsparungen von 3.528.516 Megawattstunden (Vorjahr 3.219.486 MWh) zu realisieren. Dies entspricht dem jährlichen Strombedarf von 1.176.172 Zwei-Personen-Haushalten (Vorjahr 1.073.162). Umgerechnet auf die CO2 -Emissionen, unter Berücksichtigung eines globalen mittleren Umrechnungswertes von 0,519 kg/KWh, entspricht der Energieeinsparungsbeitrag der Zumtobel Group im Jahr 2016/17 rund 1.831.300 Tonnen CO2 .

Auf weitere detaillierte Informationen sowie konkrete Leistungsindikatoren zum Thema Nachhaltigkeit in den Kapiteln 1.6.2 Mitarbeiter, 1.6.3 Lieferanten, 1.6.4 Qualität, 1.6.5 Betrieblicher Umweltschutz sowie 1.6.6 Forschung und Entwicklung wird verwiesen.

1.6.2 Mitarbeiter

Mit einem breiten Produktportfolio und einer offenen und wachstumsorientierten Unternehmenskultur bietet die Zumtobel Group attraktive Karrieremöglichkeiten für die kreativen Köpfe der Industrie. Qualifizierte, engagierte und leistungsbereite Mitarbeiter tragen wesentlich zum unternehmerischen Erfolg der Zumtobel Group bei und profitieren gleichermaßen von den verschiedenen Karrieremöglichkeiten innerhalb der Gruppe. Dank konsequenter Kundenorientierung und mit viel Innovationsgeist schaffen sie anspruchsvolle Lichtlösungen, die weltweit Maßstäbe setzen.

Nachhaltigkeit hat einen engen Bezug zum Kerngeschäft

Hoher Beitrag zur Reduzierung des Strombedarfs

Personalmanagement

Das Personalmanagement innerhalb der Zumtobel Group ist dezentral organisiert. Der Zentralbereich Human Resources ist für die Entwicklung und Koordinierung gruppenweiter Personalaktivitäten, für die Nachfolgeplanung für Schlüsselpositionen sowie auch für die Förderung von internen Talenten verantwortlich. Mehrere regionale Shared Service und Competence Center sind für die lokale Umsetzung verantwortlich.

Beschäftigungsentwicklung

-2,9% 6.761

6.562

4.500 -7.9%

Total

3.305

3.044

7.500

9.000

6.000

3.000

1.500

0

Die strategische Neuausrichtung der Zumtobel Group und die damit verbundenen notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen führten auch im aktuellen Berichtsjahr, wie bereits im Vorjahr, zu einem Personalrückgang insbesondere im Bereich der Produktion. Zum Stichtag 30. April 2017 beschäftigt die Zumtobel Group weltweit insgesamt 6.562 Vollzeitkräfte (inklusive Leiharbeiter). Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von in etwa 200 Mitarbeitern. Die Verteilung und Entwicklung nach Tätigkeitsbereichen und Regionen zeigt die folgende Grafik:

Weitere

Dezentral organisiertes

Restrukturierungsmaßnahmen führen zu Personalabbau

Die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit innerhalb der Zumtobel Group lag im Berichtszeitraum bei 10,1 Jahren. Die Mitarbeiterproduktivität – als Quotient von bereinigtem EBIT zu den Personalkosten – entwickelte sich aufgrund des deutlich besseren operativen Ergebnisses von 12,4% im Vorjahr auf 16,2% im Berichtsjahr. Der Umsatz je Mitarbeiter auf Durchschnittsbasis (inklusive Leiharbeiter) verbesserte sich leicht von 193.500 EUR auf 194.800 EUR.

554

357

+21,8%

561 435

Attraktive Arbeitsplätze

Aufgrund des Fachkräftemangels stellt es auch für die international aufgestellte Zumtobel Group eine große Herausforderung dar, qualifizierte Bewerbungen zu erhalten und die richtigen Fachkräfte für die entsprechende Position zu rekrutieren. Employer Branding fördert die Motivation und Bindung bestehender Mitarbeiter und ist ein wesentliches Instrument, um neue Mitarbeiter für das Unternehmen zu begeistern. "Enlightening your career" lautet das Motto der Zumtobel Group, wenn es um die Positionierung als Arbeitgeber geht. Mit diesem Werteversprechen trägt die Zumtobel Group den veränderten Bedürfnissen neuer Generationen am Arbeitsmarkt Rechnung, um auch weiterhin die Position als attraktiver Arbeitgeber zu halten und weiter auszubauen. Im Berichtsjahr wurde verstärkt auf Social-Media-Kanäle wie Facebook, XING und LinkedIn gesetzt, um den bestehenden Online-Auftritt auf der Karriereseite der Zumtobel Group AG zu ergänzen

Verteilung nach Tätigkeitsbereich und Region

Mitarbeiter inkl. Leiharbeiter GJ 2015/16 Mitarbeiter inkl. Leiharbeiter GJ 2016/17

602

Forschung & Entwicklung Mitarbeiter Vertrieb Verwaltung

564

  • 6,3% +1,3% 1.943

1.958

Produktion Leiharbeiter

+0,8%

Asien 13,9%

Australien & Neuseeland 2,5%

Amerika 3,1%

Europa 80,5%

Die Besetzung von Schlüsselpositionen durch bestehende Mitarbeiter wird durch das Zumtobel Groupinterne Talentprogramm gezielt gefördert und unterstützt. In speziellen Development Centers wird das individuelle Entwicklungspotenzial der Mitarbeiter mit besonders hohem Potenzial in Hinblick auf weiterführende Aufgaben erfasst und mündet in einem persönlichen Entwicklungsplan. Damit einher gehen die konkrete Nachfolge- und Karriereplanung sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung der Führungskräfte. Bisher nahmen 100 Mitarbeiter an fünf Development Centers teil. Von den ersten 60 Absolventen haben 40 eine neue berufliche Herausforderung innerhalb des Unternehmens angenommen. Gezieltes Talent Management

Die systematische berufliche Förderung und Weiterentwicklung sowie die Motivation und Bindung der richtigen Mitarbeiter an die Zumtobel Group sind wichtiger Eckpfeiler für den nachhaltigen Geschäftserfolg. Neben externen Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es auch ein großes Angebot an internen Trainingsprogrammen zur fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung, die auf die Fähigkeiten, Kenntnisse und Bedürfnisse der jeweiligen Personen zugeschnitten sind. Im Geschäftsjahr 2016/17 wurde das Angebot der Zumtobel Group Global Learning Academy deutlich ausgeweitet, insbesondere durch den weiteren Ausbau der Online-Schulungsangebote. Der Schwerpunkt lag im Berichtszeitraum auf Trainingsmaßnahmen im Bereich von Produktwissen, Applikationen und Verkaufskompetenz. Im Geschäftsjahr 2015/16 wurden im Base Camp 763 Vertriebsmitarbeiter in 93 Trainingseinheiten in 24 Ländern trainiert. Im Geschäftsjahr 2016/17 wurden im weiterführenden Action Camp 918 Vertriebsmitarbeiter in 78 Einheiten in 26 Ländern geschult. Im Geschäftsjahr 2017/18 wird diese Initiative um ein Service Camp mit einer Zielgruppe von 1.450 Sales-Mitarbeitenden ergänzt. Umfassende Weiterbildungsangebote

  • Unter dem Dach der Zumtobel Group wird gezielt die bereichs- und markenübergreifende Zusammenarbeit gefördert. Ein wesentliches Instrument dazu ist die Förderung von internem Stellenwechsel zwischen den unterschiedlichen Marken sowie Funktionsbereichen der Zumtobel Group AG. Interne Rotation
  • Eine ausgewogene Work-Life-Balance für die Mitarbeiter hat für die Zumtobel Group eine große Bedeutung. Bei Bedarf und wenn es die jeweilige Position erlaubt, werden Teilzeitregelungen, Bildungskarenzen, Sabbaticals oder andere Modelle vereinbart. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag der Anteil der Teilzeitbeschäftigten bei 6,6% (Vorjahr 4,0%) gemessen am gesamten Vollzeitäquivalent. Im Rahmen von Sabbaticals können Mitarbeiter durch eine Periode von Vollbeschäftigung zu einem Teilzeitgehalt eine bis zu 3-monatige Auszeit finanzieren. Die Abwesenheit der betroffenen Mitarbeiter eröffnet wieder die Möglichkeit für Short Term Assignments (Rotation). Work-Life-Balance

Um berufstätigen Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern, bietet die Zumtobel Group flexible Arbeitszeitmodelle an und ermöglicht das Arbeiten aus dem Homeoffice und an flexiblen Arbeitsplätzen. Mit Geschäftsjahresende befanden sich 78 Mitarbeiter (in Österreich) in Elternkarenz. Mütter und Väter, die nach Mutterschutz und Elternteilzeit wieder in den Beruf zurückkehren, werden vom Unternehmen aktiv bei der Wiederintegration unterstützt. Der Einführung des sogenannten Papa Monats innerhalb Österreichs mit Geburtenstichtag zum 1.3.2017 versucht die Zumtobel Group künftig ebenfalls Rechnung tragen und diesen interessierten Vätern zu ermöglichen. Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Diversität in der Belegschaft ist wesentlich für den Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit des Konzerns und die Schaffung eines innovativen Klimas im Unternehmen. Die Belegschaft der Zumtobel Group setzt sich aus insgesamt 77 Nationen zusammen. In der Unternehmenszentrale in Dornbirn, Österreich, sind Mitarbeiter aus rund 50 Nationen beschäftigt. Als Equal Opportunity Employer (EOE) duldet die Zumtobel Group keinerlei Diskriminierung. Bereits seit dem Jahr 2004 manifestiert sich diese Haltung auch im Verhaltenskodex der Zumtobel Group. Dementsprechend sind Leistung und Qualifikation die Basis aller Personalentscheidungen. Speziell in der Rekrutierung und in der internen Förderung wird auf Mitarbeiter über 50 Jahre besonderer Wert gelegt. Die Zumtobel Group, deren Belegschaft einen Anteil weiblicher Chancengleichheit Diversität

Mitarbeiter von 35,7% (Vorjahr 34,4%) hat, verfolgt keine konkrete Zielquote für die Besetzung von Managementpositionen durch weibliche Mitarbeiter, fördert diese aber zunehmend und verstärkt im Rahmen der internen sowie externen Recruiting- und Personalentwicklungsmaßnahmen. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen liegt gegenüber dem Vorjahr unverändert bei circa 17%. Die Aufteilung der Mitarbeiter nach Geschlecht, Altersgruppe und Beschäftigungsart und -verhältnis zeigt folgende Tabelle (exklusive Leiharbeiter):

Anteil GJ 2016/17
in %
Anteil GJ 2015/16
in %
Männer 64,3 65,6
Frauen 35,7 34,4
Gesamt 100,0 100,0
< 30 Jahre 16,4 18,0
30-45 Jahre 41,8 40,5
45-55 Jahre 27,9 28,2
> 55 Jahre 13,9 13,3
Gesamt 100,0 100,0
Angestellte 58,8 59,8
Arbeiter 35,2 35,0
Leiharbeiter 6,0 5,2
Gesamt 100,0 100,0
Vollzeit 93,4 96,0
Teilzeit 6,6 4,0
Gesamt 100,0 100,0

Die Zumtobel Group sieht die Ausbildung junger Menschen als Teil ihrer gesellschaftlichen Verantwortung, aber auch als Möglichkeit, dem steigenden Fachkräftemangel aktiv entgegenzuwirken. Zum Bilanzstichtag 30. April 2017 waren insgesamt 113 (Vorjahr 119) Auszubildende bei der Zumtobel Group angestellt. Die betriebliche Berufsausbildung ist ein wichtiges Instrument, um dem Fachkräftemangel im Zuge des demografischen Wandels zu begegnen. In den elf Berufsfeldern Elektronik, Elektrotechnik, Maschinenmechanik, Kunststofftechnik, Produktionstechnik, Anlagenelektrik, Werkzeugmechanik, Zerspanungstechnik, Mechatronik, Industriekaufmann und Medienfachmann wird vor allem in Österreich und Deutschland ausgebildet.

Das jährliche Mitarbeiterentwicklungsgespräch ist ein weiterer wichtiger Baustein in der Zusammenarbeit von Mitarbeitern und Vorgesetzten. In diesem strukturierten Gespräch treffen Führungskräfte und Mitarbeiter Zielvereinbarungen und entwickeln ein gemeinsames Verständnis über die Werte und die Bedeutung der Unternehmensstrategie in Bezug auf die eigene Aufgabe. Es werden gegenseitige Erwartungen abgeglichen und systematisch Entwicklungspotenziale identifiziert. Je nach individuellem Bedarf werden gemeinsam Maßnahmen zur Weiterentwicklung definiert. Im Geschäftsjahr 2016/17 wurde gruppenweit mit ca. 4.400 Mitarbeitern ein jährliches Mitarbeitergespräch geführt.

Im Berichtsjahr hat die Zumtobel Group erstmals den nach dem Gründer der Unternehmensgruppe benannten Dr Walter Zumtobel Innovation Award und den Value Award verliehen. Beim Innovation Award handelt es sich um eine interne Auszeichnung des Konzerns mit dem Ziel, das Thema Innovation stärker in der Unternehmenskultur zu verankern sowie das Innovationspotenzial der Mitarbeiter zu fördern und

Fundierte Lehrlingsausbildung in 11 Berufsfeldern

Jährliches Mitarbeiterentwicklungsgespräch

Mitarbeiterauszeichnungen

auszuzeichnen. Mit dem Value Award werden Personen ausgezeichnet, die diese Unternehmenswerte beispielhaft im Arbeitsalltag leben und damit die Werte des Firmengründers lebendig halten. Das Unternehmen schätzt Eigeninitiative, Einsatzbereitschaft, Unternehmertum und Neugierde, Neues zu entdecken. Des Weiteren sind Zuverlässigkeit, Teamgeist, Solidarität, Ehrlichkeit, aber auch die Einstellung, Wandel und Veränderung positiv zu sehen, wesentliche Bestandteile unserer Unternehmenskultur.

Mitarbeiterrechte und soziale Verantwortung

Als Arbeitgeber mit einer über Jahrzehnte gewachsenen Unternehmenskultur nimmt die Zumtobel Group ihre soziale Verantwortung für alle Mitarbeiter weltweit wahr und arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwicklung verantwortungsbewusster Beschäftigungsbedingungen. Die Zumtobel Group unterstützt den offenen und regelmäßigen Informationsaustausch zwischen Vorständen, Mitarbeitern und Betriebsrat und lebt diesen auch. Die gesetzliche Mitbestimmung der Arbeitnehmer sowie die Einhaltung der Grundsätze und Normen der International Labour Organisation (ILO) betreffend Vereinigungsfreiheit, Abschaffung von Zwangsarbeit, Kinderarbeit und Diskriminierung sowie faire und leistungsgerechte Entlohnung für Mitarbeit sind selbstverständlich und im gruppenweit gültigen Verhaltenskodex der Zumtobel Group verbindlich festgeschrieben. Hohe Arbeitsstandards & offener Dialog mit Arbeitnehmervertretungen

  • Die Zumtobel Group möchte zur Integration behinderter Jugendlicher beitragen bzw. die Erwerbstätigkeit behinderter Erwachsener fördern. In den einzelnen Gesellschaften der Zumtobel Group werden Mitarbeiter mit körperlicher Beeinträchtigung bestmöglich unterstützt. An Standorten, an denen die gesetzliche Behindertenquote nicht erreicht wird, leistet die Zumtobel Group die vorgeschriebenen Ausgleichszahlungen. Integrative Projekte
  • Als globales Unternehmen engagiert sich die Zumtobel Group nicht nur in zahlreichen Kulturen und Gesellschaften, sondern übernimmt zudem aktiv Verantwortung vor Ort. Im Rahmen ihres gesellschaftlichen Engagements fördert die Zumtobel Group insbesondere Initiativen in den Bereichen Kunst und Kultur sowie soziale Projekte. Darüber hinaus nimmt die Zumtobel Group eine aktive Rolle bei der Gestaltung von Normen und Richtlinien bezüglich der Produkte ein, engagiert sich im Rahmen ihrer Mitgliedschaften in Interessens- und Fachverbänden, unterstützt Bildungseinrichtungen und unterhält Kooperationen mit Schulen, Fach- und Hochschulen zum beidseitigen Wissenstransfer. Gesellschaftliches Engagement
  • Ein besonderes Highlight ist der "Zumtobel Group Award Innovations for Sustainability and Humanity in the Built Environment", ein inzwischen international etablierter Architekturpreis, der mit 150.000 EUR dotiert ist und zukunftsweisende Konzepte und Entwicklungen zu mehr Lebensqualität und Nachhaltigkeit in der gebauten Umwelt und deren Gestaltung adressiert. Dieser Preis wurde in 2016 zum fünften Mal ausgeschrieben. Im Juni 2017 wird eine internationale Jury aus anerkannten Experten die Preisträger wählen. International etablierter Architekturpreis

Vergütung

Leistungsorientierte Vergütungssysteme

Die Zumtobel Group arbeitet auf Grundlage einer einheitlichen Vergütungssystematik mit dem Ziel einer hohen Transparenz und leistungsgerechten Entlohnung. Das Unternehmen entlohnt in der Regel über dem gesetzlichen beziehungsweise kollektivvertraglichen Niveau. Basierend auf internen und externen Gehaltsvergleichen wird gewährleistet, dass Löhne und Gehälter möglichst marktkonform sind. Auch in Ländern mit niedrigen Lohnstandards bezahlt die Zumtobel Group Löhne und Gehälter, die zumeist über dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn liegen. Anhand von Aufgabenbeschreibungen und Funktionsbewertungen ("Job Mapping") kann die marktgerechte Entlohnung grundsätzlich eingeordnet werden. Auf dieser Basis wird gewährleistet, dass die Bezahlung sowohl den fachlichen Anforderungen entspricht als auch fair und gerecht ist. Durch die Fokussierung auf die Funktionsinhalte werden auch etwaige geschlechterspezifische Ungerechtigkeiten limitiert.

Der gemeinsame Leistungsindikator für alle bonusberechtigten Mitarbeiter ist der Total Shareholder Return der Zumtobel Group AG, welcher im relativen Vergleich zum Total Shareholder Return einer klar definierten und relevanten Peer Group gemessen wird. Für das gehobene Management wird dieser gemeinsame Leistungsindikator in der Regel durch individuelle Zielsetzungen ergänzt, die positive wie negative Abweichungen vom gemeinsamen Zielerreichungsgrad auf individueller Ebene bewirken können. Die variable Vergütung des gehobenen Managements setzt sich aus einer kurzfristigen Komponente und einer langfristigen Komponente zusammen. Die kurzfristige Komponente wird im Vergabejahr direkt in Cash ausbezahlt. Die Ausschüttung der langfristigen Komponente wird auf die folgenden drei bis fünf Jahre verteilt, wobei die Tranche im jeweiligen Auszahlungsjahr mit dem Zielerreichungsgrad des gemeinsamen Leistungsindikators (Total Shareholder Return relativ zur Peer Group) gewichtet wird. Somit wird der Fokus auf nachhaltig wirkende Entscheidungen des Managements gelegt.

Für den Vertriebsbereich besteht ein Vergütungsmodell, welches auf den primären Leistungsindikator "Absolut Gross Profit" ausgerichtet ist. Dies bietet einen positiven Anreiz zur Steigerung des profitablen Umsatzes in den jeweiligen Ländern und Regionen und unterstützt den langfristigen Erfolg der Zumtobel Group.

Arbeitssicherheit und Gesundheit

Die Vermeidung von Unfällen und der Erhalt der Mitarbeitergesundheit haben in der gesamten Zumtobel Group eine hohe Bedeutung. An allen Standorten werden spezifische Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinien durch lokale Sicherheitsbeauftragte überwacht. Um die Arbeitssicherheit zu erhöhen, werden stetig Maßnahmen wie etwa Mitarbeiterschulungen, Verbesserung der Schutzbekleidung und Erneuerung des Maschinenparks ergriffen. In allen Werken wird monatlich die TRI-Rate (Total Recorded Injuries: Anzahl der Arbeitsunfälle / Anzahl der geleisteten Arbeitsstunden x 1.000.000) erhoben. Die häufigsten Verletzungen sind Schnittverletzungen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr zeigen die Bemühungen von der Zumtobel Group um Unfallprävention Wirkung: Für die Leuchtenwerke sank die TRI-Rate im abgelaufenen Geschäftsjahr deutlich auf 11,4 (Vorjahr 15,4). Im Komponentenwerken lag die TRI-Rate bei 4,0 (Vorjahr 3,9). So wie in den Vorjahren gab es im Berichtsjahr keinen einzigen tödlichen Arbeitsunfall.

Die Evaluierung der Altersstruktur und der Altersentwicklung im Unternehmen bestätigen den Trend der demografischen Entwicklung unserer Gesellschaft. Maßnahmen in Gesundheitsvorsorge und Prävention, gepaart mit Erhaltung und Förderung der Arbeitsfähigkeit der Mitarbeiter, werden in der Zumtobel Group mit hoher Priorität gefördert und sind in einem eigenen Verantwortlichkeitsbereich "Health & Age" dem Personalwesen zugeordnet. Die Handlungsfelder Gesetzlicher Arbeitnehmerschutz, Präsenzmanagement, Betriebliche Gesundheitsförderung, Führungsarbeit und Führungsverhalten, Betriebliches Eingliederungsmanagement und Generationenmanagement bilden dabei die Säulen des betrieblichen Gesundheitsmanagementprogramms der Zumtobel Group. In den einzelnen Gesellschaften des Konzerns laufen unterschiedliche Programme in den jeweiligen Handlungsfeldern, welche jeweils an die spezifischen Bedürfnisse der Mitarbeiter angepasst sind. Die Bemühungen der Zumtobel Group um den Erhalt und die Förderung von Gesundheit, dem altersgerechten Arbeiten und der Erhaltung von Arbeitsfähigkeit wurden in 2017 ein weiteres Mal mit dem Vorarlberger Gütesiegel "Salvus in Gold" belohnt und von der European Agency for Safety and Health at Work-Agentur mit dem "Healthy Workplace Good Practice Award" ausgezeichnet.

Langfristige Gehaltskomponente zur Stärkung der Nachhaltigkeit

Arbeitssicherheit hat einen hohen Stellenwert

"Health & Age" als eigenständiger Verantwortungsbereich

1.6.3 Lieferanten

Die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen der Zumtobel Group und ihren Lieferanten definiert sich seit vielen Jahren durch Langfristigkeit, gegenseitiges Vertrauen und Fairness. Auf dieser Grundlage kann wirtschaftlich, ökologisch und sozial verantwortungsvoll die Versorgungssicherheit aller wichtigen Rohstoffe und Vorprodukte bei gleichzeitig höchster Qualität sichergestellt werden. Im Geschäftsjahr 2016/17 stellten insbesondere die stark schwankenden Währungskonstellationen – der schwache Euro und die daraus resultierende schlechte Kaufkraft in Fremdwährungsmärkten – eine große Herausforderung für den Einkauf der Zumtobel Group dar. Die im Geschäftsjahr 2014/15 durchgeführte strategische Neuausrichtung der gesamten Einkaufsorganisation trägt im Berichtsjahr weitere Früchte. Die Einkaufsvolumen aller Werke wurden weiterhin konsequent durch gruppenweit verantwortliche "Commodity Manager" gebündelt und dadurch die Verhandlungsposition gegenüber Lieferanten verbessert und Synergieeffekte (Bündelung von Mengen, Standardisierung und Ausbau der Lieferantenbeziehungen) erzielt. Dadurch konnten die negativen Währungseffekte im Berichtsjahr zum Großteil neutralisiert werden. Ein weiterer Schwerpunkt im vergangenen Geschäftsjahr war die Should-Costing-Initiative, bei der mittels einer eigenen Software die theoretisch bestmöglichen Kosten für Zukaufteile bestimmt werden. Aufgrund der geschaffenen Transparenz bringt dies nicht nur Vorteile in Preisgesprächen, sondern auch einen weiteren Hebel, um die wesentlichsten Kostentreiber eines Zukaufteils schnell zu bestimmen und für eine Kostenreduktion entsprechend zu optimieren. Die Plattform- und "Multi-Sourcing"-Strategie sowie sonstige Schwerpunktaktivitäten haben neben der Kostenoptimierung das Ziel, die Versorgungssicherheit und Qualität auch bei unerwarteten externen Ereignissen und Bedarfsschwankungen sicherzustellen. Die "Multi-Sourcing"-Strategie sieht vor, dass bei umsatzmäßig großen Beschaffungsartikeln mindestens zwei Lieferanten verfügbar und freigegeben sind. Die Zumtobel Group verfügt weltweit über ein Netzwerk von 680 Direktmaterial-Lieferanten mit einem Einkaufsvolumen von mehr als zehntausend Euro. Im Berichtsjahr konnte die Lieferanten- und Komponentenkonsolidierung gezielt vorangetrieben und die Lieferantenbasis um annähernd 6% reduziert werden. Eine wesentliche Rolle spielt dabei die im letzten Geschäftsjahr neu geschaffene Organisation des technischen Einkaufs, die auf eine konsequente Standardisierung der eingesetzten Komponenten bereits während des Produktentstehungsprozesses fokussiert. Durch eine gruppenweit exekutierte Textnormierung für alle Zukaufteile können gleiche und ähnliche Artikel sehr einfach identifiziert und gebündelt werden. Ziel ist es, durch weitere Standardisierung die Gesamtanzahl der Lieferanten weiter zu reduzieren. Eine geringere Anzahl von Lieferanten ermöglicht es, den Fokus auf strategische Partner zu legen. Dies resultiert in höheren Synergieeffekten aus der weiteren Bündelung von Einkaufsmengen, aber hilft auch, bevorzugte Lieferanten gezielt in Richtung Nachhaltigkeit und Kontinuität weiterzuentwickeln. Aus Zentraleuropa beziehen alle Marken wesentliche Rohstoffe wie etwa Stahl, Kupfer, Aluminium und Kunststoffgranulat. Elektronische und LED-Komponenten werden vor allem in Asien zugekauft, wo viele der wettbewerbsfähigsten Lieferanten angesiedelt sind. Der Anteil des Beschaffungsvolumens aus Asien beläuft sich im Berichtsjahr im Komponentensegment auf über 72% und im Leuchtensegment auf knapp 6%. Beide Segmente der Zumtobel Group haben standardisierte Prozesse zur regelmäßigen Bewertung und Auditierung von Lieferanten etabliert. Diese Bewertung wird vom Commodity Management koordiniert und in Zusammenarbeit mit Technik, Beschaffung und dem Bereich Supplier Quality durchgeführt. Neben den bekannten Erfolgsfaktoren Liefertreue, Qualität und Service werden gleichfalls auch Aspekte der ökologischen und sozialen Verantwortung (Umweltmanagementsystem, Code of Conduct) bewertet. Im Berichtsjahr wurden für das Leuchtensegment 40 Audits (Vorjahr 44) durchgeführt. Das Komponentensegment führte im Jahr 2016/17 insgesamt 12 Audits (Vorjahr 25) bei bestehenden Lieferanten durch. Bei den Audits wurde ein Qualität, Kosten und Versorgungssicherheit stehen im Mittelpunkt "Commodity Management" und Should-Costing-Initiative "Multi-Sourcing"- Strategie zur Risikominimierung Standardisierung als Werthebel LED-Komponenten werden vor allem aus Asien zugekauft Systematische Lieferantenbewertung und Audits mit besonderem Fokus auf Nachhaltigkeitsaspekte

besonderer Fokus auf Nachhaltigkeitsaspekte in den Bereichen Arbeitsschutz und Umweltmanagement gelegt.

Generell erlauben die eingesetzten Bewertungssysteme gezielte Maßnahmen zur gemeinsamen Lieferantenentwicklung, um Schwachstellen zu beseitigen und die Lieferqualität auf Dauer sicherzustellen.

Alle neuen Zulieferer durchlaufen einen gruppenweit angewendeten Lieferantenfreigabeprozess und müssen dabei unter anderem die Einhaltung des Code of Conduct der Zumtobel Group unterzeichnen sowie in einem Freigabeaudit das Vorhandensein eines auditierbaren Qualitätsmanagementsystems nachweisen. Außerdem wird auch die Einhaltung von Umwelt- und Energiemanagementstandards überprüft und dokumentiert. Im Code of Conduct-Dokument verpflichtet sich der Lieferant zur Einhaltung der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und zur Bekämpfung der Korruption. Bereits im Geschäftsjahr 2015/16 wurden im Lieferantenfreigabeprozess auch explizite Fragen zum Thema "Vermeidung von Konfliktmaterialien" eingearbeitet. Grundsätzlich gilt, dass Fehlverhalten von Geschäftspartnern gegen den Code of Conduct oder Umweltstandards dokumentiert und Abstellmaßnahmen eingefordert werden. Sollten diese nicht innerhalb angemessener Fristen umgesetzt werden, werden rechtliche Maßnahmen eingeleitet und die Geschäftsbeziehung beendet.

Als Anerkennung für die erfolgreich implementierte E-Procurement-Lösung als gruppenweite Beschaffungsplattform wurde der Einkauf der Zumtobel Group vom österreichischen Bundesverband für Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik mit dem Austrian Supply Excellence & Einkauf 4.0 Award 2016 ausgezeichnet.

1.6.4 Qualität

Die Zumtobel Group hat sich höchsten Qualitätsansprüchen verpflichtet. Qualität beinhaltet nicht nur eine fehlerfreie Produktion, sondern darüber hinaus einheitliche Prozess- und Servicequalität in allen Unternehmensbereichen weltweit. Der Anspruch ist, dem Kunden das gewünschte Produkt mit den benötigten Funktionen zum richtigen Zeitpunkt zu liefern, inklusive aller Serviceleistungen. Gleichzeitig erwartet die Zumtobel Group diesen Qualitätsanspruch auch von ihren Zulieferern.

Im Rahmen der kontinuierlichen Verbesserung verfolgt die Zumtobel Group das Ziel, redundante Prozesse zu vermeiden, Abfall und Ausschuss durch Fehlproduktion zu reduzieren, unnötige Transporte zu vermeiden und damit Ressourcen zu schonen. Das minimiert externe und interne Kosten und gleichzeitig die Belastungen für die Umwelt. Das Leuchten- und das Komponentensegment verwenden vielfältige Methoden und Steuerungsmaßnahmen, um die Qualität von Prozessen und Produkten kontinuierlich zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen hierbei das Total Quality Management (TQM), Lean Management und die Lean Six Sigma-Methode. TQM nutzt verschiedene Instrumente, um bei allen Mitarbeitern und an jedem Arbeitsplatz eine Qualitätskultur zu etablieren. Ziel von Lean Management und Six Sigma ist es, Fehlerquellen zu beseitigen sowie Aktivitäten, die keine Wertschöpfung generieren, zu minimieren. Im Berichtsjahr wurden auch verstärkt die Methoden Wertanalyse und Stoffstrommanagement eingesetzt.

Alle weltweiten Produktionsstandorte der Zumtobel Group sind mit Ausnahme des Werkes in den USA nach dem internationalen Standard ISO 9001 für Qualitätsmanagementsysteme zertifiziert. Die Zumtobel Group garantiert zudem, dass alle geltenden Normen und Regulierungen bei den Produkten in beiden Segmenten für die jeweiligen Regionen und Länder eingehalten werden. Dies gilt insbesondere für Vorschriften zur Lichtqualität und Energieeffizienz sowie für Kennzeichnungspflichten. Zu den gesetzlichen Anforderungen gehören unter anderem die CE-Kennzeichnung in Europa (EU-Standards zur Niederspannungsrichtlinie, elektromagnetische Verträglichkeit, Ökodesign-Richtlinie, Energieverbrauchskennzeichnung sowie RoHS – Beschränkung gefährlicher Stoffe), die WEEE-Kennzeichnung (EU-Richtlinie über die Entsorgung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten) sowie REACh (EU-Chemikalienverordnung). Zur Sicherstellung dieser Anforderungen hat die Zumtobel Group Produkt- und Material-Compliance-Prozesse eingeführt, die ständig weiterentwickelt und den sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst werden.

Austrian Supply Excellence & Einkauf 4.0 Award 2016

Höchste Qualitätsansprüche

Qualitativ hochwertige Prozesse und Produkte

Standards und Vorschriften

1.6.5 Betrieblicher Umweltschutz

Umweltschutz hat in der Zumtobel Group eine große Bedeutung. Nicht nur im Hinblick auf die Entwicklung energieeffizienter und umweltschonender Produkte, sondern gleichfalls in Bezug auf eine umweltfreundliche Produktion. Dies umfasst einen sorgsamen und effizienten Umgang mit Ressourcen sowie die Vermeidung und Verminderung von Emissionen und Abfall entlang des gesamten Lebenszyklus der Produkte. Das Umweltmanagement der Zumtobel Group basiert auf drei Säulen: die konsequente Einhaltung interner und externer Richtlinien, zertifizierte Umweltmanagementsysteme nach dem internationalen Standard ISO 14001 sowie die Anwendung der Lean Six Sigma-Methode. Um die Leistungen zum Umweltschutz kontinuierlich zu stärken, werden an allen Werksstandorten extern wie intern erkannte Potenziale in Maßnahmenprogramme gefasst und in strukturierter Form abgearbeitet. Mitarbeiter werden regelmäßig über mehrere Kommunikationskanäle zum Thema Umweltschutz sensibilisiert. Einführungsmappen und mehrtägige Welcome Trainings für neue Mitarbeiter sowie für alle Mitarbeiter zugängliche Intranet-Webseiten berücksichtigen eine Vielfalt von Umweltthemen. Vorgesetzte und Umweltbeauftragte schulen und unterweisen regelmäßig Mitarbeiter zu Umweltaspekten in den spezifischen Aufgabengebieten. Darüber hinaus werden Mitarbeiter über geplante und umgesetzte Umweltprojekte transparent informiert und zur aktiven Beteiligung animiert. Durch ein ISO 14001-Zertifikat bestätigt eine externe Organisation die Anwendung und Weiterentwicklung eines wirksamen Umweltmanagementsystems. Wesentliche Ziele des Umweltmanagementsystems sind die Vermeidung von Umweltbelastungen sowie die Einhaltung gesetzlicher und behördlicher Anforderungen. Klar definierte Abläufe und Prozesse sowie anzuwendende Methoden tragen dazu bei, die Auswahl der besten verfügbaren Materialien und Techniken dort in Betracht zu ziehen, wo dies angebracht und wirtschaftlich vertretbar ist. Darüber hinaus wird bei der Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen der gesamte Lebenszyklus von der Materialauswahl über die Fertigung, den Transport, die Gebrauchsphase bis zur Wiederaufbereitung betrachtet. Mit den Komponentenwerken Dornbirn (Österreich), Jennersdorf (Österreich), Spennymoor (Großbritannien) und Shenzhen (China) sowie den Leuchtenwerken in Dornbirn (Österreich), Lemgo (Deutschland), Spennymoor (Großbritannien), Les Andelys (Frankreich) und Guangzhou (China) sind die neun bedeutendsten Produktionsstandorte der Zumtobel Group nach ISO 14001 zertifiziert. In der Zumtobel Group wird ein besonderes Augenmerk auf den sparsamen Umgang mit Rohstoffen und der Wiederverwertung von Materialien gelegt. Wichtige Faktoren sind dabei der effiziente Einsatz von Hohe Bedeutung von Umweltschutz Umweltmanagement basiert auf drei Säulen Schulungen zum Thema Umweltschutz Zertifiziertes Umweltmanagement nach ISO 14001 Abfallmanagement

Materialien, die Minimierung von Ausschuss und Abfällen sowie das Recycling wertvoller Materialien. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichnete die Zumtobel Group im Produktionsprozess rund 9.379 Tonnen Abfälle (Vorjahr 9.920 Tonnen), davon sind 394 Tonnen (Vorjahr 405 Tonnen) als gefährliche Abfälle klassifiziert Bei der Fertigung entstehen vor allem folgende gefährliche Abfälle: Altöl, Kühl- und Schmierstoffe aus der Metallbearbeitung, Klebstoffreste sowie Abfälle aus Lackierprozessen. Mit über 80% konnte wiederum ein erfreulich hoher Anteil des angefallenen Abfalls einer Wiederverwertung zugeführt werden.

Abfall in der Fertigung in Tonnen 2016/17 2015/16
Wiederverwertbare Abfälle 7.582 8.258
Restmüll 1.403 1.257
Gefährliche Abfälle 394 405
Gesamt 9.379 9.920

In den Produktionsprozessen der Zumtobel Group wird Wasser nur in geringem Umfang verwendet und kaum verschmutzt. Dennoch ist ein verantwortungsbewusster und sparsamer Umgang mit Wasser ein wichtiges Anliegen. Die Zumtobel Group achtet darauf, dass verschmutztes Wasser vor der Einleitung in die lokale Kläranlage falls erforderlich gereinigt wird.. Im Geschäftsjahr 2016/17 verbrauchte die Zumtobel Group in der Fertigung rund 109.976 Kubikmeter Wasser nach 102.334 Kubikmeter im Vorjahr. Hier wurde hauptsächlich auf die kommunale Wasserversorgung zurückgegriffen. Wasserverbrauch

Der höchste Energieverbrauch fällt bei der Zumtobel Group naturgemäß in der Fertigung an. Ziel eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001 ist es, die energetische Leistung des Unternehmens ständig zu verbessern. Die energiebezogene Leistung definiert sich als das Ergebnis aus effizienter Nutzung von Energie, zweckmäßigem Einsatz von Energie und dem Energieverbrauch. Mit den drei Komponentenwerken in Dornbirn (Österreich), Jennersdorf (Österreich) und Spennymoor (Großbritannien) sowie dem Leuchtenwerk in Dornbirn (Österreich) sind insgesamt vier bedeutende Werkstandorte erfolgreich nach dem internationalen Standard ISO 50001 für Energiemanagementsysteme (EnMS) zertifiziert.

Zertifiziertes Energiemanagement nach ISO 50001

Die Zumtobel Group ist bestrebt, den Energieverbrauch in der Produktion zu minimieren. Nach Prozessen betrachtet sind der Kunststoffspritzguss- und Lakierungsprozess im Leuchtensegment sowie der Löt- und Aushärtungsprozess im Komponentensegment die größten Energieverbraucher. Mit 87% wird der Großteil der Energie in der Produktion in Europa verbraucht. Die Energieträger und der Energieeinsatz in der Produktion setzten sich in der Zumtobel Group folgendermaßen zusammen:

Energieverbrauch in der Fertigung in MWh 2016/17 2015/16
Prozessenergie
Strom 54.515 56.397
Erdgas 18.687 20.109
Fernwärme 291 319
Öl 180 500
Heizenergie
Erdgas 13.715 13.841
Fernwärme 2.101 2.173
Gesamt 89.489 93.339

Die Treibhausgas-Emissionen in der Produktion entwickelten sich grundsätzlich ähnlich dem Energieverbrauch. Die Umrechnung des Energieverbrauchs auf CO2 -Äquivalente erfolgt auf Basis von internationalen Standards.

CO2-Emissionen in der Fertigung in Tonnen 2016/17 2015/16
Öl CO2-Äquivalent 47 152
Erdgas CO2-Äquivalent 8.684 8.775
Strom CO2-Äquivalent 13.815 16.034
Fernwärme CO2-Äquivalent 560 583
Gesamt 23.106 25.544

Treibhausgasemissionen

Lean Six Sigma-Methode

Zentrale,

markenunabhängige F&E-Organisation

Die Kombination der Methoden Lean Management und Six Sigma wird in der Zumtobel Group konsequent und äußerst erfolgreich angewendet. Das globale Produktionssystem basiert auf ebendiesen Methoden und schafft interne Standards für eine effektive und effiziente Nutzung der Ressourcen. Dies betrifft die Optimierung von Humanressourcen-intensiven Produktions- und Supportprozessen genauso wie die Nutzung von Commodities inklusive Energie und die Aufrechterhaltung der menschlichen Gesundheit sowie die Vermeidung von negativen Umweltauswirkungen der Prozesse. Dazu unterhält die Zumtobel Group Prozesse zur Identifizierung und Bewertung von Verbesserungspotenzialen. Gesteuert wird dies durch den im integrierten Managementsystem beschriebenen globalen kontinuierlichen Verbesserungsprozess.

1.6.6 Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung (F&E) bleibt durch die Entwicklung neuer Produkte und die Anwendung neuer Technologien ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Zumtobel Group. Im Berichtsjahr wurde der Bereich F&E auf Gruppenebene neu organisiert und agiert seither markenunabhängig. Dementsprechend bedient eine globale F&E alle Marken der Zumtobel Group. Dies gilt nunmehr auch für die konkrete Produktentwicklung, die in die Bereiche Leuchten, Komponenten und Sensoren sowie Systeme gegliedert ist. Durch die zentrale Bündelung der F&E-Aktivitäten sowie die Verschlankung der Werkslandschaft gelang es, zusätzliche Synergieeffekte zu heben und den F&E-Aufwand im Berichtsjahr um 6,2% auf 82,4 Mio EUR zu reduzieren.

Forschung und Entwicklung in Mio EUR 2016/17 2015/16 Veränderung
in %
Entwicklungskosten 77,4 83,9 -7,7
Forschungsaufwand 5,0 4,0 24,9
F&E-Aufwand gesamt 82,4 87,9 -6,2
in % vom Umsatz 6,3 6,5
Mitarbeiter (Vollzeitkräfte) F&E 577 598 -3,5

Energieeffizienz, Lichtqualität, Connectivity und Ökosystem stehen im Mittelpunkt

Die Schwerpunkte der F&E-Aktivitäten leiten sich nach wie vor von der "Wirkungskette" der Beleuchtung ab: Lichtquelle, Optik, Betriebsgeräte, Schnittstellen und Connectivity, Leuchten und Lichtsteuerung. Wesentliche Themen hierbei sind: Die Weiterentwicklung der LEDs bei den Lichtquellen, neue optische Konzepte zur Lichtlenkung, neue Betriebsgeräte und Betriebskonzepte zum Betrieb von LEDs, neue drahtgeführte und drahtlose Informationsübertragung mit neuen Datenformaten sowie neue Ansätze zum Management von Beleuchtungsanlagen. Mit dem Abflachen der Effizienzsteigerung der LEDs und der Zunahme von Prozessor- und Speicherleistung in den Betriebsgeräten verlagert sich der Schwerpunkt der Entwicklungsleistung von der Lichtfunktion und der Leuchte weg hin zu intelligenten Komponenten, Kommunikation und Dienstleistung. Die organische Leuchtdiode OLED konnte ihren Preis- und Performance-Nachteil gegenüber der anorganischen LED nicht verringern und spielt in der Allgemeinbeleuchtung nach wie vor keine Rolle; aus diesem Grund wurden die letzten eigenen Aktivitäten auf diesem Gebiet eingestellt.

Die Innovationskraft des Unternehmens hängt maßgeblich mit F&E zusammen. Ein umfangreiches Patentportfolio gerade im Bereich der neuen Technologien sichert den Marken der Zumtobel Group Wachstum, Wettbewerbsvorsprung und den Zugang zu strategischen Kooperationen mit anderen Unternehmen. Im Berichtsjahr wurden vom Leuchtensegment 65,0 (Vorjahr 59,0) und vom Komponentensegment 96,0 (Vorjahr 89,0) Patente angemeldet. Des Weiteren wird jährlich der Neuproduktanteil (Produkte nicht älter als drei Jahre) am Umsatz erhoben. Im Geschäftsjahr 2016/17 wurden im Leuchtensegment 55,7% (Vorjahr 48,4%) und im Komponentensegment 68,6% (Vorjahr 71,9%) mit neuen Produkten umgesetzt. Die Anzahl aktiver gewerblicher Schutzrechte von derzeit 8.215 – darunter Weiterhin hohe Innovationskraft

4.761 Patente – und der Neuproduktanteil am Gesamtumsatz sprechen für die Innovationskraft des Unternehmens.

Der Bereich F&E ist einerseits nach wie vor stark geprägt durch Weiterentwicklungen in der LED-Technologie, andererseits durch zunehmende Intelligenz der Systeme sowie die Notwendigkeit leistungsfähigerer Schnittstellen. Leuchten und damit auch deren Komponenten werden Teilnehmer im Internet der Dinge (Internet of Things, IoT). Leider sind die dazu notwendigen Schnittstellen noch nicht definiert bzw. gibt es bereits mehrere Schnittstellen am Markt, die nun in Konkurrenz zueinander treten. Die Zumtobel Group trägt dieser Entwicklung dahingehend Rechnung, dass sie sich in den relevanten Gremien zur Erarbeitung und Standardisierung dieser Schnittstellen engagiert bzw. an einem EU-weiten Forschungsprojekt namens OpenAIS (open architecture for future intelligent lighting systems) teilnimmt. Andererseits werden erste Pilotprojekte im Bereich Internet of Things mit unterschiedlichen Technologien und Partnern vorangetrieben, um gemeinsam mit interessierten Schlüsselkunden erste Erfahrungen zu machen und erste Installationen zu realisieren.

Neben der bereits etablierten Zusammenarbeit mit auf dem Gebiet der Licht- und Leuchtentechnik sowie Architektur tätigen Universitäten wie Illmenau, Berlin, Hamburg (alle Deutschland), Graz (Österreich) und Zürich (Schweiz) wird nun auch verstärkt mit Universitäten auf dem Gebiet von Hard- und Software-Entwicklung sowie Kommunikationstechnik kooperiert. Beispiele hierfür sind unter anderem die Technische Universität Eindhoven (Niederlande), die Innerstaatliche Hochschule für Technik' Buchs NTB (Schweiz), das Materials Center Leoben (Österreich), die Joanneum Forschungsgesellschaft (Österreich), die TU Graz (Österreich), die Universität Cambridge (Großbritannien) sowie das IT Aveiro (Portugal). Wesentliche Entwicklungspartnerschaften bestehen auch mit Industriefirmen wie ARM, Bosch, Cisco, Johnson Controls, NXP, TNO-ESI, Fraunhofer, VTT und anderen.

1.7 Internes Kontrollsystem

Das Interne Kontrollsystem der Zumtobel Group (im Folgenden kurz "IKS" genannt) unterstützt die Erreichung der geschäftspolitischen Ziele. Das IKS ist definiert als die Gesamtheit der in die Prozesse integrierten Überwachungs- und Steuerungsmaßnahmen zur Sicherung der Vermögenswerte des Unternehmens, der Vollständigkeit und Zuverlässigkeit von Informationen und Systemen, der Wirtschaftlichkeit und Effektivität von Prozessen sowie der Compliance mit gesetzlichen, vertraglichen und internen Regelungen.

Aufbau und Ausgestaltung des IKS der Zumtobel Group orientieren sich an international anerkannten Governance-Rahmenwerken, wie zum Beispiel dem Rahmenwerk des Committee of the Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) oder dem IT-Rahmenwerk veröffentlicht von der Information Systems Audit and Control Association (COBIT), die fallspezifisch auf die Gegebenheiten unseres Geschäftsmodells angepasst werden. Die Tiefe der Ausgestaltung und Formalisierung des IKS folgt einer strengen Risikoorientierung (Nutzen), der kritisch der zu erwartende Mehraufwand (Kosten) gegenübergestellt wird.

Die Implementierung und Aktualisierung des IKS liegt in der Verantwortung von benannten Prozess-Eignern in der Funktion, Region und/oder der Business Division. Das IKS ist eng verzahnt mit dem organisatorisch separat aufgesetzten Enterprise Risk Management-Prozess, der in regelmäßigen Abständen Risiken bei Prozess-Eignern systematisch erfasst, aggregiert und bis hin zum Aufsichtsrat mit dazugehörigen Maßnahmen berichtet (siehe Kapitel 1.8 für weitere Erläuterungen).

F&E ist geprägt vom technologischen Wandel

Forschungskooperationen mit Universitäten und Industrieunternehmen

IKS Aufbau und Ausrichtung

IKS Verantwortung

Neben den Qualitätssicherungs-Abteilungen der Fachbereiche überwacht die Konzernrevision (Corporate
Audit) als unabhängige Prüfungsinstanz mit einer dualen Berichtslinie an Vorstand und den Prüfungsausschuss
des Aufsichtsrates das Design und die Funktionsfähigkeit etablierter Kontrollen. Über einen straffen Follow
up-Prozess wird sichergestellt, dass identifizierte Schwächen zeitnah beseitigt werden. Die genannten
Überwachungsfunktionen unterwerfen sich ihrerseits strengen berufsständischen Standards und unterliegen
regelmäßiger externer Überprüfung.
Zentrale Elemente des IKS der Zumtobel Group sind:
>>
Der Verhaltenskodex (Code of Conduct), ergänzt durch spezifische Regelungen von Corporate
Integrity und Corporate Citizenship
>>
Unternehmensrichtlinien und Verfahren (Policies & Procedures)
>>
Klar definierte Organisationsstrukturen, Stellenbeschreibungen und formal fixierte, an die jeweilige
Aufgabe angepasste Delegationen
>>
Corporate Policy on Internal Control System (primär zur Finanzberichterstattung)
>>
Routine Reviews auf allen Ebenen mit einem Abgleich gegen Erwartungswerte.
Die Corporate Policy on Internal Control System enthält eine umfassende Darstellung der für die
Finanzberichterstattung
der
Zumtobel
Group
wichtigen
Prozesse
und
Systeme.
Etablierte
und
unternehmensweit über das Intranet verfügbare Standards sind:
>>
Schriftliche Prozessfestlegung und Dokumentation
>>
Prozessintegrierte Genehmigungs- und Freigaberegelungen
>>
Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung (Finance Group Manual)
>>
Einheitliche Closing-Checkliste (gruppenweit gültig)
Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden vor allem in folgenden Bereichen wesentliche Verbesserungen
erreicht:
>>
Implementierung
standardisierter
Schlüsselkontrollen
für
wesentliche
Prozesse
im
Financial
Accounting des Lighting Segments.
>>
Erarbeitung eines neuen SAP-Berechtigungskonzepts im Lighting Segment Financial Accounting, das im
kommenden Geschäftsjahr auf weitere Konzerngesellschaften ausgerollt werden soll.
>>
Erstellung einer Roadmap zur Festigung und Erweiterung von IKS-Maßnahmen im Financial
Accounting sowie zur Harmonisierung und Effizienzsteigerung der Financial Accounting-Prozesse im
Lighting Segment.
>>
Fachabteilungen beobachten mit ihrem internen und externen Netzwerk neuere Entwicklungen aus
dem "Cyber-Crime"-Bereich. Allgemein, aber auch sehr spezifisch, werden Informationen und
Handlungsanweisungen
kommuniziert,
um
das
Bewusstsein
für
diesen
stark
wachsenden
Bedrohungsbereich zu schärfen und unberechtigte Mittelabflüsse zu verhindern. Der Erkenntnis

auch technische Vorkehrungen systematisch verstärkt.

1.8 Risikomanagement

Die Zumtobel Group ist sich bewusst, dass ein angemessenes Chancen- und Risikomanagementsystem – ebenso wie ein Internes Kontrollsystem – ein wesentlicher Beitrag zum Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsposition ist. In der Zumtobel Group bedeutet Risikomanagement die aktive Auseinandersetzung mit Risiken zur Sicherung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und gleichermaßen das Erkennen von Chancen sowie die Abwägung von unternehmerischen Entscheidungen. Ziel des Risikomanagements ist es, durch einen systematischen Ansatz Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, um so aktiv durch geeignete Maßnahmen auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren zu können. Bei der Zumtobel Group ist das Risikomanagement ein eigenständiger, strategisch ausgerichteter Prozess sowie Teil der operativen Führungsarbeit. Basisinstrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind neben einer im Geschäftsjahr 2011/12 konzernweit implementierten Risikomanagement-Software standardisierte Planungsund Controlling-Prozesse, konzernweite Richtlinien, eine laufende Berichterstattung sowie das Interne Kontrollsystem (siehe Punkt 1.7).

Die in der Konzernzentrale als Teil des Konzerncontrollings angesiedelte Funktion "Corporate Risk Management" ist für die ständige Weiterentwicklung des Risikomanagement-Prozesses sowie für die Koordination des gruppenweiten Risikomanagements und die Risikoüberwachung zuständig. Das Risikomanagementsystem der Zumtobel Group ist eng mit den Controlling-Prozessen und dem Internen Kontrollsystem verknüpft. Das bei der Zumtobel Group implementierte Risikomanagementsystem basiert ebenso wie das Interne Kontrollsystem auf den methodischen Grundlagen des COSO-Modells. Eine systematische Identifizierung und Bewertung der Risiken und Chancen wird zweimal jährlich dezentral von den "Risk-Ownern" mit Unterstützung von den "Risk Process Ownern" der operativen Einheiten durchgeführt. Diese Evaluierung erfolgt mittels standardisierter Werkzeuge und Verfahren. Die Bewertung der Ereignisse hinsichtlich ihrer Auswirkung auf die Ergebnisse des Konzerns sowie deren Eintrittswahrscheinlichkeit erfolgt ebenfalls mittels konzernweit definierter Methoden. Für wesentliche Risiken und Chancen werden Maßnahmen zur Steuerung definiert und umgesetzt. Das Corporate Risk Management begleitet diese Prozesse und führt ein regelmäßiges Maßnahmencontrolling durch. Ad hoc auftretende Risiken werden, sofern bedeutend, umgehend an die zentrale Risikomanagement-Abteilung gemeldet, der Vorstand wird entsprechend informiert. Richtlinien und Prozessbeschreibungen zum Risikomanagement stehen konzernweit zur Verfügung. Die Steuerung der meisten Risiken findet dezentral in den operativen Einheiten statt. Manche Risiken mit konzernweiter Bedeutung werden jedoch zentral über spezielle Richtlinien geregelt, so zum Beispiel das Kreditmanagement oder der Umgang mit Währungsrisiken.

Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken kommt dem Berichtswesen eine zentrale Bedeutung zu. Der Vorstand wird regelmäßig von den operativen Geschäftsführungen über die aktuelle und die zu erwartende Geschäftsentwicklung sowie über vorhandene Risiken und Chancen informiert. Der monatliche Managementbericht stellt sowohl eine Zusammenfassung der wesentlichen Finanzkennzahlen als auch der Performance-Entwicklungen dar. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates wird halbjährlich über die wesentlichen Risiken und Chancen der Gruppe in Kenntnis gesetzt. Die Risikoermittlungs- und Bewertungsverfahren und Werkzeuge der Gruppe werden unter Hinzuziehung der Internen Revision und des Abschlussprüfers ständig verbessert und weiterentwickelt. Der Konzernabschlussprüfer beurteilt jährlich die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements der Zumtobel Group und berichtet darüber an Vorstand und Aufsichtsrat.

Die Chancen der Zumtobel Group sind in Kapitel 1.1 ausführlich beschrieben. Die wesentlichen Risiken und Handlungsmöglichkeiten stellen sich im Einzelnen wie folgt dar:

Systematischer Ansatz für frühzeitiges Erkennen von Chancen und Risiken

Risikomanagement basiert auf anerkannten Best Practices und Standards

Berichtswesen hat eine zentrale Bedeutung

Markt- und Wettbewerbsrisiken in der Beleuchtungsindustrie

Risiken aus der
ökonomischen
Entwicklung
Ein wesentliches Risiko für die Geschäftsentwicklung der Zumtobel Group besteht in der unsicheren
konjunkturellen Entwicklung insbesondere in einigen wichtigen europäischen Absatzmärkten wie etwa
Großbritannien, Frankreich oder der Schweiz. Eine Abschwächung der Konjunktur könnte dazu führen, dass
sich der Auftragseingang der Zumtobel Group deutlich verringert und bestehende Aufträge verzögert oder
storniert werden. Darüber hinaus könnten verstärkte Sparanstrengungen bei den Ausgaben durch die
öffentliche Hand sowie ein verstärkter Lagerabbau durch die Großhändler die Umsatzentwicklung belasten.
Dadurch ergeben sich Risiken in Bezug auf die allgemeine Ergebnisentwicklung, belastet durch
Unterauslastung in der Produktion, erhöhten Preisdruck und negative Produktmixverschiebungen.
Risiken aus den
Restrukturierungen
Gegebenenfalls notwendige Maßnahmen zur Anpassung der Strukturkosten und Kapazitäten an das
schwierige Marktumfeld oder im Rahmen der strategischen Neuausrichtung der Zumtobel Group könnten
zu zusätzlichen Restrukturierungsaufwendungen führen, die das Ergebnis negativ beeinträchtigen könnten.
Anpassungen in den Werkskapazitäten und Verlagerungen von Produkten können auch zu vorübergehenden
Ineffizienzen in der Produktion und damit einhergehenden Lieferengpässen sowie verstärktem Lageraufbau
führen.
Technologiewechsel
durch LED
Neben der höheren Produktvielfalt und den kürzeren Innovations- und Produktlebenszyklen stellt die
steigende Systemkomplexität, und hier insbesondere der steigende Softwareanteil, einen wesentlichen
Treiber für steigende R&D-Ausgaben dar. Der Schritt hin zur Leuchte als Teilnehmer im "Internet der
Dinge" (IoT) führt zu neuen Systemschnittstellen und Datenformaten, die heute noch nicht ausreichend
standardisiert und erprobt sind.
Konkurrenz aus Asien Aggressive und etablierte Wettbewerber, allen voran die asiatischen LED-Chip-Produzenten, drängen auf
den professionellen Lichtmarkt und streben eine Vorwärtsintegration an. Diesen Unternehmen fehlt
allerdings zum Großteil einschlägiges Anwendungswissen über alle relevanten Bereiche der Innen- und
Außenbeleuchtung, die Kompetenz für komplexe Lichtmanagementsysteme sowie das umfassende direkte
Vertriebsnetzwerk.
Geschäftsrisiken
Zugang zu globalen
Netzwerken von
Entscheidungsträgern
Der Zugang zu einem globalen Netzwerk von Meinungsbildnern und Entscheidungsträgern ist sowohl im
Projektgeschäft der Marken Thorn, Zumtobel, ZGS, acdc und Reiss wie auch im OEM-Geschäft der
Zumtobel Group von großer Bedeutung. Die Zumtobel Group setzt zur optimalen Betreuung dieses
Netzwerks hochqualifizierte, in internen Akademien ausgebildete Vertriebs- und Marketingteams ein. Ebenso
sind intensive Kundenschulungen Bestandteil des Kundenbindungsprozesses. Das Unternehmen pflegt zudem
ein weitreichendes technologisches Netzwerk mit Forschungsinstituten und Universitäten. So gelingt es der
Zumtobel Group, ein führender technologischer sowie designorientierter Trendsetter zu bleiben.
Marktakzeptanz für
die neuen Produkte
Mithilfe der Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb kann die Marktposition gefestigt und eine
angemessene Margenqualität sichergestellt werden. Die Zumtobel Group steht sowohl im Leuchten- als
auch im Komponentengeschäft vor der Herausforderung, ihre starke Technologieposition in der Branche
regelmäßig zu beweisen und Neuentwicklungen an sich ändernde Bedürfnisse der unterschiedlichen
Anwendungsgebiete anzupassen. Dies geschieht durch einen konsequenten Fokus der Zumtobel Group auf
das Thema Innovation und die enge Zusammenarbeit zwischen Entwicklung und Vertrieb.
Politische Risiken Die Zumtobel Group ist ein weltweit agierender Konzern, wobei Europa mit über 80% vom Umsatz der mit
Abstand wichtigste Absatzmarkt ist. In diesen Kernregionen konzentrieren sich auch die Investitionen in
Sachanlagen, die politischen Risiken wie etwa Enteignungen von Wirtschaftsgütern, Kapitaltransferverbote

und Krieg werden in diesen Märkten als gering eingeschätzt. Der bevorstehende Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union ("Brexit") könnte zu einer Verschlechterung des Marktumfeldes in der wichtigsten Absatzregion der Zumtobel Group führen. Die Vereinigten Staaten von Amerika stehen nach der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten vor einem Richtungswechsel in der fiskalischen, sicherheitspolitischen sowie wirtschaftlichen Ausrichtung des Landes, dessen volles Ausmaß in der kurzen Periode seit der Vereidigung nicht abschließend einschätzbar ist.

Das Fehlen von geeigneten Fachkräften, wie etwa in den Bereichen der F&E und des Vertriebes, kann die langfristige Ausrichtung einer Unternehmung gefährden, Wachstumspotenziale können dann nur unzureichend ausgeschöpft werden. Zur Sicherstellung der notwendigen Kompetenzen legt der Konzern großen Wert auf die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter, sowohl durch Ausbildung in der eigenen Group Learning Academy als auch durch externe Schulungsprogramme. Die weiteren Eckpfeiler der Personalarbeit sind eine leistungsgerechte Entlohnung, eine positive Arbeitsatmosphäre, internationale Karrierechancen und Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Es kann jedoch nie ausgeschlossen werden, dass gut qualifizierte Mitarbeiter abgeworben werden.

Grundsätzlich wird kontinuierliche Lieferfähigkeit über entsprechende Disposition, frühzeitige Lieferanteneinbindung und Dual- bzw. Multisourcing sichergestellt. Die Zumtobel Group ist als Lieferant von Qualitätsprodukten bekannt und setzt dieselbe Eigenschaft bei ihren Lieferanten voraus. Durch konsequente Lieferantenaudits und -entwicklung können Qualitätsrisiken frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Eine professionelle Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Lieferanten ermöglicht der Unternehmensgruppe eine frühzeitige Erkennung und Beseitigung möglicher Risiken. Weitere Details dazu unter Kapitel 1.6.3 Lieferanten.

Für das Geschäftsjahr 2017/18 stellen insbesondere die stark schwankenden Währungskonstellationen – der schwache Euro und die daraus resultierende schlechte Kaufkraft in Fremdwährungsmärkten – eine große Herausforderung für den Einkauf der Zumtobel Group dar. Speziell im Komponentensegment liegen die Beschaffungsmärkte zum Großteil in Asien und damit sind die Einkaufspreise der zu beschaffenden Rohmaterialien, und teilweise auch die finale Wertschöpfung, der Entwicklung des US-Dollar oder des chinesischen Yuan unterworfen. Darüber hinaus gibt es bei einigen für die Zumtobel Group wesentlichen Rohstoffen wie etwa Stahl, Kupfer, Aluminium und Kunststoffgranulat eine Tendenz zu steigenden Weltmarktpreisen.

Zur Minimierung der IT-Risiken wird moderne Hard- und Software mit entsprechenden Wartungsverträgen eingesetzt. Angriffen durch IT-Hacker wird mit mehrstufigen Firewall- und Virenschutzkonzepten bestmöglich vorgebeugt. Zur Absicherung der IT-Systeme wird neben dem modernen Hochsicherheitsrechenzentrum ein zusätzliches Backup-Rechenzentrum betrieben. Damit die Informationstechnologie der Gruppe stets die Geschäftsanforderungen erfüllt, hat das IT-Management eine Vielzahl von Prozessen, Richtlinien und Maßnahmen entwickelt. Diese werden periodisch überprüft und, wo notwendig, angepasst. Durch eine regelmäßige Erneuerung der Hard- und Software werden Ausfallsrisiken sowie das Risiko von Datenverlusten minimiert. Die Datenbestände werden permanent von Virenscannern überprüft und regelmäßig gesichert.

Vermögensrisiken

Eine konsequente Instandhaltungs- und Ersatzinvestitionspolitik reduziert das Risiko von Produktionsausfällen. Die Investitionen in wesentliche Maschinen werden mit Wartungsverträgen verknüpft. Eine eigene Betriebsfeuerwehr an den Hauptproduktionsstandorten sowie eine regelmäßige Begutachtung der technischen Sicherheitsstandards durch externe Experten minimieren ebenfalls das Ausfalls- und das Betriebsunterbrechungsrisiko. Des Weiteren verfügt die Zumtobel Group über eine umfassende All-Risk-

Risiken im Personalmanagement

Beschaffungsrisiken

IT-Risiken

Konsequente Instandhaltungs- und Ersatzinvestitionspolitik

Versicherung, welche substanzielle Vermögensschäden ausgleichen könnte. Ebenso arbeitet das Risikomanagement sehr eng mit der Versicherungsabteilung zusammen, um sonstige absicherbare Risiken zu identifizieren und optimal durch Versicherungsschutz abzudecken. An den wesentlichen Produktionsstandorten wird schrittweise ein Highly Protected Risk(HPR)-Status angestrebt. Derzeit sind drei große Produktionsstandorte – Dornbirn (Österreich), Spennymoor (Großbritannien), Sydney (Australien) – als HPR qualifiziert.

Bestandsrisiken bei den Vorräten

Ein vorsichtiger, an der Umschlagshäufigkeit orientierter Wertansatz der Lagerbestände vermindert grundsätzlich die Bilanzrisiken. Die kürzeren Innovationszyklen und die steigende Systemkomplexität der digitalen Beleuchtung erfordern zudem ein engeres Bestandsmanagement. Diese Vorgangsweise reduziert das Risiko für Abschreibungen von Beständen.

Risiken aus Pensionsverpflichtungen

Leistungsorientierte Pensionspläne sind in den deutschen, englischen, schwedischen, norwegischen, australischen und schweizerischen Konzerngesellschaften implementiert. Die nach Abzug des Planvermögens verbleibende Verpflichtung wird als Rückstellung ausgewiesen. Die Höhe der Pensionsrückstellung hängt vorwiegend vom Marktwert des veranlagten Vermögens, aber auch von der Gehaltsentwicklung, der Lebenserwartung gemäß aktueller Sterbetafel und vom Diskontierungszinssatz ab. Weitere Details dazu sind im Konzernanhang unter Punkt 2.6.6.13 zu finden.

Produkthaftungsrisiken

Risiken der Regresspflicht und des daraus resultierenden Imageschadens aus Qualitätsmängeln können durch Fehler in der gesamten internen und externen Lieferkette verursacht werden. Qualitätssicherungssysteme überwachen die Einhaltung der selbst gesetzten hohen Anforderungen an die Produktqualität. Weitere Details dazu unter Kapitel 1.6.4 Qualität. Zusätzlich besteht eine Produkthaftpflichtversicherung.

Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken können unter anderem aus Änderungen der Gesetzeslage oder der Verwaltungspraxis, aus politischen Risiken, Rechtsstreitigkeiten sowie aus Veränderungen der umweltpolitischen Rahmenbedingungen entstehen. Die Rechtsabteilung der Zumtobel Group betreibt eine konsequente Überwachung der rechtlichen Rahmenbedingungen in den wesentlichen Konzernregionen sowie aller anhängigen Verfahren, um rechtzeitig geeignete Maßnahmen einleiten zu können. Das geistige Eigentum der Unternehmensgruppe wird als wesentlicher Wettbewerbsfaktor regelmäßig überprüft und gesichert. Auf Schutzrechte fremder Dritter wird systematisch geachtet. Die Zumtobel Group hat im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit in zahlreichen Verfahren bei Verwaltungsbehörden, Gerichten und Schiedsgerichten Parteienstellung, was als typisch für Unternehmen dieser Größe und Komplexität angesehen werden kann. Die Zumtobel Group bildet in den Fällen, die dies erforderlich machen, entsprechende Rückstellungen. Es kann jedoch nicht garantiert werden, dass diese Rückstellungen, beispielsweise bei völlig überraschendem Ausgang des Verfahrens, letztlich ausreichen.

Risiken im Finanzbereich

Marktrisiko

Aufgrund der weltweiten Präsenz der Zumtobel Group ist diese einer Reihe finanzieller Risiken ausgesetzt. Unter Marktrisiko wird das Risiko verstanden, welches aufgrund von Marktpreisänderungen in fremden Währungen sowie aufgrund von Veränderungen von Zinssätzen und Rohstoffpreisen entsteht und geeignet ist, das Ergebnis der Gruppe und den Marktwert der eingesetzten Finanzinstrumente negativ zu beeinflussen. Die Zielsetzung des Marktrisiko-Managements ist es, die vorhandenen Risiken zu beurteilen und so weit wie möglich wirtschaftlich sinnvoll unter Anwendung geeigneter Maßnahmen zu minimieren. Um diese Risiken abzusichern, setzt die Zumtobel Group teilweise derivative Finanzinstrumente gemäß der gültigen Hedging Policy ein. Es werden keine Derivate zu Handels- oder Spekulationszwecken verwendet. Grundsätzlich werden geplante Cashflows, die einem Währungsrisiko unterliegen, rollierend für einen Zeithorizont von durchschnittlich ein bis drei Quartalen durch geeignete Sicherungsgeschäfte abgesichert. Durch diese Methodik verfügt das Unternehmen über einen relativ konstanten Hedge-Bestand, das Fremdwährungsexposure wird dadurch geglättet. Rohstoffpreisrisiken werden nach Möglichkeit durch entsprechende Lieferantenvereinbarungen reduziert.

Liquiditätsrisiko ist das Risiko der Zumtobel Group, ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht zeitgerecht bzw. nicht in voller Höhe nachkommen zu können. Zur Sicherung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hält die Zumtobel Group einerseits Liquidität in Form von mehrheitlich täglich verfügbaren Bankguthaben, um erwartete betriebliche Aufwendungen und finanzielle Verbindlichkeiten bedienen zu können und verfügt andererseits über umfangreiche Betriebsmittelkreditlinien, um Liquiditätsschwankungen auszugleichen, die durch den Geschäftsverlauf auftreten. Zum Bilanzstichtag 30. April 2017 stehen neben dem Konsortialkreditvertrag mit einem ausnutzbarem Rahmen von 300 Mio EUR und zwei weiteren langfristige Kreditverträgen zu je 40 Mio EUR, kurzfristige unbesicherte Kontokorrentkreditlinien in Höhe von insgesamt 88,1 Mio EUR (Vorjahr 88,4 Mio EUR) zur Verfügung. Die Verzinsung hängt von den lokalen Marktgegebenheiten ab und entspricht den landesüblichen Konditionen.

Der Konsortialkreditvertrag ist an die Einhaltung von Financial Covenants (Schuldendeckungsgrad kleiner als 3,5 sowie Eigenkapitalquote größer als 25%) geknüpft. Zum 30. April 2017 wurden die Financial Covenants dank eines Schuldendeckungsgrades von 0,86 (Vorjahr 1,48) und einer Eigenkapitalquote von 32,8% (Vorjahr 31,2%) vollumfänglich eingehalten. Eine Verschlechterung oder Verbesserung dieser Finanzkennzahlen kann eine schrittweise Erhöhung oder Verringerung der Kreditmarge nach sich ziehen. Nicht eingehaltene Covenants könnten dazu führen, dass bestehende Kredite fällig gestellt werden.

Um die Liquidität im Konzern besser und effektiver steuern zu können, wird für die wesentlichen Länder Europas ein Cash-Pooling-System angewendet. Dadurch wird ein zinsoptimaler Ausgleich von kurzfristigen Liquiditätsüber- und -unterdeckungen ermöglicht und der Bedarf an kurzfristigen unbesicherten Kontokorrentkrediten reduziert.

Die langfristigen Darlehen über jeweils 40,0 Mio EUR weisen eine Festzinsvereinbarung auf und unterliegen daher keinem Zinsänderungsrisiko. Der derzeit unter dem Konsortialkreditvertrag aushaftende Betrag von 60 Mio EUR unterliegt jedoch einer variablen Verzinsung (EURIBOR-Geldmarktzinsen). Um das aus dem Konsortialkreditvertrag resultierende Zinsänderungsrisiko zu verringern, wurden unter der Annahme einer durchschnittlichen Inanspruchnahme von mindestens 80 Mio EUR mit verschiedenen Banken EUR-Zins-Swaps (Interest Rate Swaps) für ein derzeit wirksames Nominalvolumen von rund 80 Mio EUR abgeschlossen. Diese Zinsinstrumente sind in unterschiedliche Laufzeiten gestaffelt (längstens bis Juni 2021) und tauschen die variablen Zinszahlungen der Finanzierung in Fixzinszahlungen von maximal 2,694%. Siehe dazu auch Punkt 2.6.11.3 im Konzernanhang für Marktwerte aus Zinssicherungsinstrumenten zum Bilanzstichtag.

Die Devisenmärkte sind weiterhin von hoher Unsicherheit und Volatilität geprägt. Die ergebnisrelevanten Währungsrisiken der Gruppe bestehen insbesondere aus Transaktionseffekten (die lokalen Gesellschaften kaufen und/oder verkaufen ihre Waren teilweise in – aus ihrer Sicht – Fremdwährungen). Auch konzerninterne Dividendenzahlungen oder Darlehen können aus Sicht der lokalen Gesellschaften in Fremdwährungen getätigt werden. Das Translationsrisiko (Umrechnung ausländischer Einzelabschlüsse in die Konzernwährung Euro im Rahmen der Konsolidierung) ist für die Zumtobel Group von untergeordneter Bedeutung und wird nicht abgesichert. Zur Absicherung des Transaktionsrisikos setzt die Zumtobel Group überwiegend Devisenterminkontrakte mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr ein, ergänzend auch Optionen.

Zinsänderungsrisiko

Währungsänderungsrisiko

Liquiditätsrisiko

Die Hauptwährungen im Konzern sind EUR, GBP, USD, AUD und CHF. Da das Fremdwährungsexposure aus generellen Planungsannahmen ermittelt wird und nicht aus konkret bestimmbaren Einzelverträgen, können die Voraussetzungen für Hedge-Accounting grundsätzlich nicht erfüllt werden. Auf die Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.11.3 wird verwiesen. Im Vergleich zum Vorjahr sind im Geschäftsjahr 2017/18 aus heutiger Sicht negative Transaktionseffekte insbesondere aus dem britischen Pfund sowie dem US-Dollar zu erwarten.

Variable Vergütung basiert auf dem Total Shareholder Return

Seit dem Geschäftsjahr 2014/15 basiert die variable Vergütung für alle bonusberechtigten Mitarbeiter unter anderem auf dem Total Shareholder Return der Zumtobel Group AG, welcher mit dem Total Shareholder Return einer spezifisch auf den Konzern zugeschnittenen Gruppe von Vergleichsunternehmen verglichen wird. Eine überproportional positive Entwicklung des Aktienkurses der Zumtobel Group AG zu ihrer Peergroup führt zu einer höheren Dotierung der Bonusrückstellung für die variable Vergütung und schmälert damit das operative Ergebnis im Berichtsjahr. Umgekehrt wirkt eine überproportional negative Entwicklung des Aktienkurses der Zumtobel Group AG positiv auf das operative Ergebnis im jeweiligen Berichtsjahr. Der Total Shareholder Return für ein Geschäftsjahr kann jeweils erst nach dem Ende des vierten Quartal final berechnet werden. Details zum Bonussystem der Zumtobel Group AG sind im Vergütungsbericht 2016/17 ersichtlich.

Kreditrisiko

Ausfallsrisiken für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch Überwachungsprozesse im "Credit Management" in Verbindung mit einer Warenkreditversicherung beschränkt. In Fällen, bei denen die Kreditversicherung die Deckung verweigert oder reduziert, erfolgt eine sorgfältige Risikoprüfung und es werden nach einem internen Genehmigungsverfahren gegebenenfalls Eigenlimits gesetzt. Teilweise verlangt die Zumtobel Group Bankgarantien oder Vorauszahlungen. Eine wesentliche Weiterentwicklung im Bereich des Kreditmanagements liegt in der Einführung der Software Cormeta (SAP-Add-on), mithilfe welcher Kreditlimitvorschläge für Kunden automatisch ermittelt werden können. Diese Kreditlimite werden anhand eines Regelwerkes aus externen (Auskunfteien, Kreditversicherung) und internen Informationen (Zahlungsverhalten, Mahnstufen) bestimmt.

Bilanzielle Risiken

Bilanzielle Risiken entstehen vor allem aus der Bewertung einzelner Vermögenswerte. Währungseffekte, die notwendige Verwendung von Schätzungen und die Ermessensspielräume in den Bereichen der nicht finanziellen Vermögenswerte, aktive latente Steuern, Vorrats- und Forderungsbewertungen, Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen sowie Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen haben eine unmittelbare Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens- und Ertragslage. Die größten bilanziellen Risiken bei der Zumtobel Group betreffen die Firmenwerte, welche im Rahmen von Akquisitionen entstanden, die Bewertung der aktivierten Entwicklungskosten und Vorräte sowie die Bewertung des Pensionsfonds in Großbritannien. In Bezug auf die Firmenwerte wird auf die detaillierten Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.6.1 verwiesen. Bei Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer wird ein jährlicher Werthaltigkeitstest durchgeführt, bei Vermögenswerten mit einer bestimmten Nutzungsdauer findet dieser Test bei Vorliegen eines Anhaltspunktes für Wertminderung statt.

Andere Risiken

Die Zumtobel Group ist in vielen Ländern von umfassenden und zunehmend verschärften Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften betroffen. Die Gruppe investiert regelmäßig in die bestehenden Standorte, um die Risiken aus strengeren Auflagen zu minimieren, jedoch können erhöhte Investitionen infolge von Umweltauflagen in Zukunft nicht ausgeschlossen werden.

Gesamtrisiko-Einschätzung der Zumtobel Group

Die Gesamtwürdigung der genannten Risiko- und Chancenfelder resultiert im Wesentlichen in Marktrisiken in Abhängigkeit von der konjunkturellen Preis- und Mengenentwicklung, sowohl auf der Absatz- wie auch auf der Beschaffungsseite. Der technologische Transformationsprozess bringt Risiken in Form neuer Wettbewerber, höherer F&E-Ausgaben, steigender Produkt- und Systemkomplexität, eröffnet aber durchaus auch Chancen durch Erschließung neuer Marktsegmente und Applikationen. Die Innovationszyklen der Produkte verkürzen sich aufgrund des Technologiewandels hin zu LED, dadurch vergrößert sich auch das Abwertungsrisiko im Bereich der Vorräte und aktivierten Entwicklungskosten. Interne Prozesse der Leistungserstellung sind demgegenüber deutlich weniger risikobehaftet. Alle aufkommenden wesentlichen Risiken können mit hoher Wahrscheinlichkeit durch die gruppenweiten Controlling- und Internen Kontrollsysteme schnell identifiziert werden. Auf Basis der aktuell zur Verfügung stehenden Informationen bestehen gegenwärtig keine wesentlichen Einzelrisiken, die den Unternehmensbestand gefährden könnten.

1.9 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 5. Mai 2017 nahm die Zumtobel Group das einseitig bindende Kaufangebot für den Erwerb des französchen Werkes in Les Andelys der Active'Invest SAS, Frankreich, an. Hiermit verpflichtete sich die Zumtobel Group nach der Ausgliederung des Werkes auf die französische Gesellschaft Europhane SAS 90% der Anteile an diesem Unternehmen an den strategischen Partner Active'Invest zu veräußern. Der Verkauf der Anteile ist für den Sommer 2017 anvisiert.

1.10 Angaben zu § 243a UGB

  1. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 108.750.000 EUR und ist in 43.500.000 zur Gänze einbezahlte, auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien mit einem anteiligen Wert am Grundkapital von 2,50 EUR pro Aktie unterteilt. Sämtliche 43.500.000 Aktien sind in einer Sammelurkunde verbrieft, die bei der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB) hinterlegt ist. Alle Aktien der Gesellschaft unter der ISIN AT0000837307 waren zum Stichtag 30. April 2017 zum Handel an der Wiener Börse zugelassen. Zum 30. April 2017 besaß die Gesellschaft 353.343 Stück eigene Aktien.

  2. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme und das Recht zur Teilnahme an Hauptversammlungen der Gesellschaft.

AUGMENTOR Privatstiftung (4.255.752 Aktien), ASTERIX Privatstiftung (4.157.002 Aktien), GWZ Privatstiftung (1.044.660 Aktien), Hektor Privatstiftung (2.310.180 Aktien), ORION Privatstiftung (3.090.752 Aktien), Ingrid Reder (64.088 Aktien), Caroline Reder (100.000 Aktien), Christine Reder (100.000 Aktien), Fritz Zumtobel (166.210 Aktien), Nicholas Zumtobel (5.800 Aktien), Caroline Zumtobel (5.450 Aktien), Isabel Zumtobel (6.048 Aktien), Karin Zumtobel-Chammah (13.398 Aktien) und Jürg Zumtobel (144.248 Aktien) (gemeinsam: das "Syndikat") sind Vertragsparteien eines Syndikatsvertrages.

Der Syndikatsvertrag sieht vor, dass sich die Parteien vor einer Hauptversammlung über das Stimmverhalten zu den einzelnen Tagesordnungspunkten abstimmen und ein von den Parteien ernannter Repräsentant das Stimmrecht, wie gemäß Syndikatsvertrag beschlossen, für alle Parteien gemeinsam ausübt. Der Syndikatsvertrag enthält Übertragungsbeschränkungen für die von den Parteien gehaltenen Aktien und gilt, solange die Parteien zusammen mindestens 25% des stimmberechtigten Aktienkapitals der Gesellschaft halten. Der Syndikatsvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2017. Darüber hinausgehende Informationen zum Syndikatsvertrag sind dem Vorstand nicht bekannt.

Es gibt keine statutarischen Übertragungsbeschränkungen. Übertragungsbeschränkungen, die sich aus einer vertraglichen Vereinbarung mit Ausnahme des Syndikatsvertrages ergeben, sind dem Vorstand nicht bekannt.

Keine Risiken erkennbar, die den Unternehmensbestand gefährden

  1. Zum 30. April 2017 hielt das Syndikat 35,5% des Grundkapitals der Gesellschaft. Zudem hielten die institutionellen Investoren Lazard Freres Gestion SAS sowie Erste Asset Management GmbH je eine Beteiligung von über 4%. Mit Wirkung 05. Juni 2017 informierte Norges Bank die Zumtobel Group AG, dass der Anteil an der Zumtobel Group AG auf über 4% erhöht wurde.

  2. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.

  3. Im Geschäftsjahr 2012/13 wurde für den Vorstand und das obere Management der Zumtobel Group ein Cash-basierter Long Term Incentive (LTI) eingeführt. Die Ausschüttung des LTI wird auf die folgenden drei bis fünf Jahre verteilt. Im Falle eines (erfolgreichen) öffentlichen Übernahmeangebots bleiben die offenen LTI-Forderungen der Vorstandsmitglieder oder Arbeitnehmer gegenüber der Gesellschaft unberührt.

  4. Der Vorstand ist gemäß § 169 AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 25. Juli 2014 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch, sohin bis zum 30. August 2019, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu weitere EUR 10.875.000 durch Ausgabe von bis zu 4.350.000 Stück neue, auf Inhaber lautende, nennbetragslose Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100% des anteiligen Betrages am Grundkapital gegen Bar- oder Sacheinlage, auch in mehreren Tranchen und auch im Wege des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs 6 AktG, zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes Kapital) und das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien auszuschließen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

  5. Scheiden Aufsichtsratsmitglieder vor dem Ablauf ihrer Funktionsperiode aus, so bedarf es einer Ersatzwahl erst in der nächsten ordentlichen Hauptversammlung. Eine Ersatzwahl durch eine außerordentliche Hauptversammlung ist jedoch unverzüglich vorzunehmen, wenn die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder unter drei sinkt. Ersatzwahlen erfolgen für den Rest der Funktionsperiode des ausgeschiedenen Mitgliedes. Das maximal zulässige Alter eines Vorstandsmitglieds zum Zeitpunkt der (erstmaligen oder neuerlichen) Bestellung beträgt 65 Jahre. Für die (erstmalige oder neuerliche) Bestellung eines Aufsichtsratsmitglieds gibt es kein maximal zulässiges Alter. Die vorzeitige Abberufung von Aufsichtsratsmitgliedern ist mit einfacher Stimmmehrheit möglich.

  6. Sofern das Gesetz nicht eine größere Mehrheit oder noch andere Erfordernisse vorschreibt, beschließt die Hauptversammlung mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Weitere, sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebende Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates sowie über Änderungen der Satzung der Gesellschaft bestehen nicht.

  7. Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung stellte der am 01. Dezember 2015 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer aktuellen Laufzeit bis November 2021 und einem ausnutzbaren Rahmen von 300 Mio EUR dar. Davon sind in der Zumtobel Group zum 30. April 2017 insgesamt 60 Mio EUR in Anspruch genommen. Der Konsortialkreditvertrag beinhaltet eine Change-of-Control-Klausel bei Änderung der absoluten Mehrheit der Stimmrechte. Ferner sieht der Vertrag eine Erhöhungsklausel um bis zu 200 Mio EUR und eine Klausel zur nochmaligen Verlängerung um ein weiteres Jahr vor. Neben dem Konsortialkreditvertrag stehen zwei weitere Kreditverträge über je 40 Mio EUR mit endfälliger Tilgung und einer Laufzeit bis September 2018 beziehungsweise Januar 2020 zur Verfügung, die per 30. April 2017 vollständig in Anspruch genommen sind.

  8. Die Vorstandsverträge enthalten eine Change-of-Control-Klausel. Im Falle einer Übernahme der Gesellschaft durch einen neuen Mehrheitsaktionär steht den Vorstandsmitgliedern das Recht zu, ihr Mandat einseitig zurückzulegen. In diesem Fall erhalten die Vorstandsmitglieder die fixen und variablen Bezüge bis zum ursprünglich vereinbarten Ablauf des Vertrages, mindestens jedoch für die Dauer von zwölf Monaten. Darüber hinaus haben die Vorstandsmitglieder keine besonderen Ansprüche oder Anwartschaften im Falle der Beendigung ihrer Funktion.

  9. Die wichtigsten Merkmale des Internen Kontrollsystems sowie des Risikomanagementsystems sind im Konzernlagebericht unter 1.7 beziehungsweise 1.8 umfassend beschrieben.

1.11 Ausblick und Ziele

Gesamtwirtschaftlicher Ausblick

Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet in seiner jüngsten Prognose 2 vom April 2017 eine Fortsetzung der globalen Erholung, die in 2017 und 2018 auch etwas an Fahrt aufnehmen soll. Nach einem Wachstum der globalen Wirtschaftsleistung von 3,1% im Jahr 2016 erwartet der IWF nunmehr für 2017 ein globales Wirtschaftswachstum von 3,5% und in 2018 von 3,6%. Konkret geht der IWF gegenüber der letzten Prognose von etwas mehr Wachstum insbesondere in den USA, Großbritannien, Japan, China und Russland aus. Der IWF warnt allerdings trotz kurzfristig verbesserten Wachstumsaussichten vor massiven Gefahren für die Weltwirtschaft insbesondere aus den zunehmend protektionistischen Tendenzen und dem daraus resultierenden Risiko von Handelskrisen. Für den Euroraum und die osteuropäischen Länder erwarten die Experten des IWF allerdings keine Belebung in 2017 und 2018. Für Deutschland und Österreich wird sogar mit einem leichten Rückgang und für die Schweiz mit einer leichten Steigerung der Wachstumsdynamik gerechnet. In den Absatzmärkten Großbritannien (plus 2,0%) und Frankreich (plus 1,4%) haben sich die Aussichten in der jüngsten Prognose leicht verbessert.

Ausblick auf die Wirtschaftsentwicklung in 2017 und 2018

2 Quelle: Prognose des IWF, World Economic Outlook, April 2017

Fortsetzung der globalen Erholung

Vorsichtige Zuversicht für das Geschäftsjahr 2017/18

Durch die umfassenden Restrukturierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre konnte die Wettbewerbsfähigkeit der Zumtobel Group signifikant gesteigert und ein stabiles Fundament für profitables Wachstum gelegt werden. Im neuen Geschäftsjahr wollen wir den eingeschlagenen Weg der strategischen Neuausrichtung mit vollem Engagement und mit aller Konsequenz fortführen. Einerseits liegt unser Fokus darauf, die Kostenposition der Zumtobel Group weiter zu verbessern, wie etwa durch den Aufbau eines neuen Produktionswerkes in Serbien, und andererseits investieren wir massiv in Zukunftstechnologien im Bereich Internet der Dinge und in den Ausbau unserer neu gegründeten Service-Einheit. Darüber hinaus optimieren wir unsere Strukturen im Bereich Logistik und Qualität.

In der europäischen Bauwirtschaft haben sich im Berichtsjahr die Anzeichen für eine Trendwende von einem über viele Jahre rückläufigen hin zu einem leicht wachsenden Marktumfeld weiter verfestigt, allerdings mit großen regionalen Unterschieden. Dies betrifft sowohl die Neubauaktivitäten als auch das Renovierungsgeschäft. Im Geschäftsjahr 2017/18 werden wir weiter von der bereits deutlich verbesserten Kostenposition profitieren, allerdings sehen wir auch zusätzliche Belastungen aus negativen Währungseffekten (GBP, US-Dollar), Preisdruck im Komponentengeschäft und den umfassenden Investitionen in Zukunftsthemen. Vor diesem Hintergrund rechnet der Vorstand der Zumtobel Group für das Gesamtjahr 2017/18 trotz anhaltend geringer Visibilität mit einer leichten Verbesserung sowohl beim Umsatz (GJ 2016/17: 1.303,9 Mio EUR) als auch beim bereinigten Gruppen-EBIT (GJ 2016/17: 72,4 Mio EUR). Damit liegen wir auch weiterhin im Plan, die bereinigte EBIT-Marge mittelfristig schrittweise auf etwa 8% bis 10% zu steigern.

Dornbirn, am 14. Juni 2017

Der Vorstand

Ulrich Schumacher Karin Sonnenmoser Alfred Felder

Chief Executive Officer (CEO) Chief Financial Officer (CFO) Chief Operating Officer (COO)

Konzernabschluss Zumtobel Group AG 1. Mai 2016 bis 30. April 2017

2. Konzernabschluss

Inhalt

2.6.3.1
Auswirkungen neuer und geänderter Standards und Interpretationen _ 62
2.6.3.2
Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden _______ 64
2.6.4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung ______ 72
2.6.4.1
Umsatzerlöse ________ 72
2.6.5.2
Währungsdifferenzen aus Darlehen _________ 78
2.6.5.3
Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust _______ 79
2.6.6.5
Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen ______ 85
2.6.6.6
Finanzielle Vermögenswerte _________ 87
2.6.6.14 Beitragsorientierte Verpflichtungen __________ 96
2.6.6.15 Übrige Rückstellungen ________ 97
2.6.8.2
Kapitalrücklage _______ 101
2.6.1
2.6.2
2.6.3
2.6.5
2.6.6
2.6.7
2.6.8
2. Konzernabschluss
Konzern Gewinn- und Verlustrechnung ______ 54
Konzern Gesamtergebnisrechnung _______ 55
Konzern Bilanz
_________ 56
Konzern Kapitalflussrechnung
________ 57
Konzern Eigenkapitalveränderungsrechnung
_____ 58
Anhang
___________ 59
Allgemeine Angaben _______ 59
Konsolidierungskreis und -methoden
_____
59
2.6.2.1
Konsolidierungskreis ______ 59
2.6.2.2
Konsolidierungsmethoden
_____ 60
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
_____ 62
2.6.4.2
Aufwandsarten
_______ 72
2.6.4.3
Sonstiges betriebliches Ergebnis
______ 74
2.6.4.4
Zinsergebnis
_______ 76
2.6.4.5
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge ____ 76
2.6.4.6
Ertragsteuern
________ 76
2.6.4.7
Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen
____ 78
2.6.4.8
Ergebnis je Aktie ________ 78
Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung
_____ 78
2.6.5.1
Währungsdifferenzen
_______ 78
2.6.5.4
Hedge Accounting
______ 79
2.6.5.5
Latente Steuern
______ 79
Erläuterungen zur Bilanz
_______ 79
2.6.6.1
Firmenwerte
________ 79
2.6.6.2
Übrige immaterielle Vermögenswerte
____
81
2.6.6.3
Sachanlagen _______ 83
2.6.6.4
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen
___ 84
2.6.6.7
Übrige Vermögenswerte
______ 87
2.6.6.8
Latente Steuern
______ 88
2.6.6.9
Vorräte
_______ 89
2.6.6.10 Forderungen aus Lieferungen & Leistungen
___ 89
2.6.6.11 Liquide Mittel
_______ 90
2.6.6.12 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden
___ 90
2.6.6.13 Leistungen an Arbeitnehmer
_____ 91
2.6.6.16 Finanzschulden _______ 98
2.6.6.17 Finanzierungsleasing ______ 98
2.6.6.18 Operating Leasing
______
99
2.6.6.19 Übrige Verbindlichkeiten ______ 99
Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung _____ 100
2.6.7.1
Überleitung Finanzmittelfonds _____
101
Erläuterungen zur Eigenkapitalveränderungsrechnung ____ 101
2.6.8.1
Grundkapital
____________ 101
2.6.8.3
Gewinnrücklagen __________ 102
2.6.8.4
Dividendenausschüttung __________ 102
2.6.9 Kapitalmanagement _________ 102
2.6.10 Angaben zu Finanzinstrumenten ___________ 103
2.6.10.1 Kategorien von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39 ________ 103
2.6.10.2 Ergebnisse aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorie IAS 39 _____ 107
2.6.11 Angaben zum Risikomanagement __________ 108
2.6.11.1 Kreditrisiko _________ 108
2.6.11.2 Liquiditätsrisiko ___________ 109
2.6.11.3 Marktrisiko _________ 111
2.6.12 Geschäftssegmente _________ 113
2.6.12.1 Segment Geschäftsbereiche ________ 113
2.6.12.2 Segment Regionen _________ 115
2.6.13 Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse _________ 115
2.6.14 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag __________ 115
2.6.15 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen _______ 116
2.6.16 Angaben zu Personalstruktur und Organen _________ 117
2.6.16.1 Personalstruktur ___________ 117
2.6.16.2 Organe des Konzerns ______ 117
2.7 Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 Börsegesetz _______ 118
2.8 Konsolidierungskreis ________ 119
Bestätigungsvermerk ______________ 122

2. Konzernabschluss

2.1 Konzern Gewinn- und Verlustrechnung

in TEUR Anhang 2016/17 2015/16 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 2.6.4.1 1.303.884 1.356.544 -3,9
Kosten der umgesetzten Leistungen 2.6.4.2 -863.962 -925.359 -6,6
Bruttoergebnis vom Umsatz 439.922 431.185 2,0
in % vom Umsatz 33,7 31,8
Vertriebskosten 2.6.4.2 -328.279 -327.052 0,4
Verwaltungskosten 2.6.4.2 -52.248 -51.113 2,2
Sonstiges betriebliches Ergebnis 2.6.4.3 -13.604 -29.200 -53,4
davon Sondereffekte -26.613 -34.857 -23,7
Betriebsergebnis 45.791 23.820 92,2
in % vom Umsatz 3,5 1,8
Zinsaufwand 2.6.4.4 -7.289 -9.169 -20,5
Zinsertrag 2.6.4.4 448 497 -9,9
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge 2.6.4.5 -8.464 491 <-100
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 2.6.6.4 -416 -61 <-100
Finanzergebnis -15.721 -8.242 -90,7
in % vom Umsatz -1,2 -0,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 30.070 15.578 93,0
Ertragsteuern 2.6.4.6 -7.589 -3.692 <-100
Ergebnis aus fortzuführenden Bereichen 22.481 11.886 89,1
Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen 2.6.4.7 2.715 0
Jahresergebnis 25.196 11.886 >100
in % vom Umsatz 1,9 0,9
davon den nicht beherrschenden Anteilen zuordenbar 2.6.6.5 -208 519 <-100
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuordenbar 25.404 11.367 >100
Anzahl ausstehender Aktien unverwässert – Durchschnitt (in 1.000 Stk.) 43.147 43.147
Verwässerungseffekt (Aktienoptionen) – Durchschnitt (in 1.000 Stk.) 0 0
Anzahl ausstehender Aktien verwässert – Durchschnitt (in 1.000 Stk.) 43.147 43.147
Ergebnis je Aktie (in EUR) 2.6.4.8
Ergebnis je Aktie unverwässert 0,58 0,28
Ergebnis je Aktie verwässert 0,58 0,28
Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Bereichen (in EUR)
Ergebnis je Aktie unverwässert 0,52 0,28
Ergebnis je Aktie verwässert 0,52 0,28
Ergebnis je Aktie aus aufgegebenen Bereichen (in EUR)
Ergebnis je Aktie unverwässert 0,06 0,00
Ergebnis je Aktie verwässert 0,06 0,00

2.2 Konzern Gesamtergebnisrechnung

Anhang 2016/17 2015/16 Veränderung
in TEUR in %
Jahresergebnis 25.196 11.886 >100
Versicherungsmathematischer Verlust/Gewinn 2.6.5.3 -11.168 23.139 <-100
Latente Steuern auf versicherungsmathematische Verluste 2.6.5.4 -31 -1.212 -97,4
Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden
-11.199 21.927 <-100
Währungsdifferenzen 2.6.5.1 370 -8.601 >100
Währungsdifferenzen aus Darlehen 2.6.5.2 -4.604 -4.819 -4,5
Hedge Accounting 1.339 1.083 23,7
Latente Steuern auf Hedge Accounting -333 -315 5,7
Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden -3.228 -12.652 -74,5
Sonstige Gesamtergebnisbestandteile -14.427 9.275 <-100
davon den nicht beherrschenden Anteilen zuordenbar 2.6.6.5 18 -35 >100
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuordenbar -14.445 9.310 <-100
Gesamtergebnis 10.769 21.161 -49,1
davon den nicht beherrschenden Anteilen zuordenbar -190 484 <-100
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuordenbar 10.959 20.677 -47,0

2.3 Konzern Bilanz

in TEUR Anhang 30. April 2017 in % 30. April 2016 in %
Firmenwerte 2.6.6.1 197.810 19,4 209.090 19,6
Übrige immaterielle Vermögenswerte 2.6.6.2 52.947 5,2 58.353 5,5
Sachanlagen 2.6.6.3 203.526 20,0 223.808 20,9
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 2.6.6.4 1.818 0,2 2.234 0,2
Finanzielle Vermögenswerte 2.6.6.6 1.243 0,1 1.203 0,1
Übrige Vermögenswerte 2.6.6.7 4.875 0,5 4.434 0,4
Latente Steuern 2.6.6.8 42.707 4,2 44.883 4,2
Langfristiges Vermögen 504.926 49,6 544.005 50,9
Vorräte 2.6.6.9 197.012 19,3 187.437 17,5
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 2.6.6.10 198.230 19,4 220.869 20,7
Finanzielle Vermögenswerte 2.6.6.6 1.590 0,2 2.309 0,2
Übrige Vermögenswerte 2.6.6.7 35.016 3,4 32.633 3,1
Liquide Mittel 2.6.6.11 81.352 8,0 81.394 7,6
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 2.6.6.12 1.503 0,1 0
Kurzfristiges Vermögen 514.703 50,4 524.642 49,1
VERMÖGEN 1.019.629 100,0 1.068.647 100,0
Grundkapital 108.750 10,7 108.750 10,2
Kapitalrücklagen 335.316 32,9 335.316 31,4
Gewinnrücklagen -140.139 -13,7 -127.161 -11,9
Jahresergebnis 25.404 2,4 11.367 1,1
Kapital der Anteilseigner der Muttergesellschaft 329.331 32,3 328.272 30,8
Kapital der nicht beherrschenden Anteile 2.6.6.5 4.659 0,5 4.973 0,4
Eigenkapital 2.6.8 333.990 32,8 333.245 31,2
Rückstellungen für Pensionen 2.6.6.13 93.805 9,2 79.740 7,5
Rückstellungen für Abfertigungen 2.6.6.13 47.801 4,7 48.717 4,6
Sonstige Personalrückstellungen 2.6.6.13 10.266 1,0 11.527 1,1
Übrige Rückstellungen 2.6.6.15 646 0,1 744 0,1
Finanzschulden 2.6.6.16 168.267 16,5 209.438 19,5
Übrige Verbindlichkeiten 2.6.6.19 4.628 0,4 12.137 1,1
Latente Steuern 2.6.6.8 547 0,1 1.624 0,2
Langfristige Schulden 325.960 32,0 363.927 34,1
Rückstellungen für Ertragsteuern 23.093 2,3 21.182 2,0
Übrige Rückstellungen 2.6.6.15 38.753 3,8 54.707 5,1
Finanzschulden 2.6.6.16 4.539 0,4 6.758 0,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 157.074 15,4 147.062 13,7
Übrige Verbindlichkeiten 2.6.6.19 126.795 12,4 141.766 13,3
Zur Veräußerung gehaltene Schulden 2.6.6.12 9.425 0,9 0
Kurzfristige Schulden 359.679 35,2 371.475 34,7
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN 1.019.629 100,0 1.068.647 100,0

2.4 Konzern Kapitalflussrechnung

in TEUR Anhang 2016/17 2015/16
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.1 30.070 15.578
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 2.6.4.2 60.296 63.815
Wertminderungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 2.6.4.2 144 3.716
Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten -1.367 -1.863
Übriges nicht zahlungswirksames Finanzergebnis 2.6.4.5 8.464 -491
Zinsertrag / Zinsaufwand 2.6.4.4 6.841 8.672
Gewinn- oder Verlustanteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden 2.6.6.4 416 61
Konsolidierungskreisänderungen 0 -1.229
Ergebnis aus zur Veräußerung gehaltenen Vermögenswerten 2.6.6.12 9.218 -3.493
Cashflow aus dem operativen Ergebnis 114.082 84.766
Vorräte -19.697 9.445
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 21.531 11.974
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 17.127 -28.280
Erhaltene Anzahlungen -12.434 2.755
Veränderung des Working Capital 6.527 -4.106
Veränderung der langfristigen Rückstellungen -4.455 -8.404
Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen -16.501 22.770
Übrige lang- und kurzfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten 12.912 3.448
Veränderungen der sonstigen operativen Positionen -8.044 17.814
Gezahlte Ertragsteuern -5.051 -5.907
Cashflow aus dem operativen Geschäft 107.514 92.567
Einzahlungen aus dem Abgang von Sachanlagen und übrigen immateriellen Vermögenswerten 5.022 7.559
Auszahlungen für den Erwerb von Sachanlagen und übrigen immateriellen Vermögenswerten -45.201 -58.366
Veränderung von lang- und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten 2.058 3.274
Nettoauszahlungen für Unternehmenserwerbe 0 -2.605
Netto-Einzahlungen aus der Veräußerung eines aufgegebenen Geschäftsbereiches 0 7.402
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -38.121 -42.736
FREIER CASHFLOW 69.393 49.831
Veränderung der lang- und kurzfristigen Finanzschulden -51.296 4.070
Veränderung von nicht beherrschenden Anteilen 0 -1.366
Kapitalerhöhungen 0 733
An Aktionäre der Gesellschaft gezahlte Dividenden 2.6.8.4 -8.629 -9.492
An nicht beherrschende (Minderheits-)Gesellschafter gezahlte Dividenden 2.6.6.5 0 -396
Ausübung Optionen 0 4
Gezahlte Zinsen -7.202 -8.962
Erhaltene Zinsen 447 499
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -66.680 -14.910
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand -813 -2.767
VERÄNDERUNG DES FINANZMITTELBESTANDES 1.900 32.154
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 2.6.7.1 75.305 43.151
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 2.6.7.1 77.205 75.305
Veränderung 1.900 32.154

2.5 Konzern Eigenkapitalveränderungsrechnung

Geschäftsjahr Geschäftsjahr2016/17

Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens
Nicht
in TEUR Anhang Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Sonstige
Gewinn
rücklagen
Währungs
rücklage
Hedge
Accounting
Rücklage
IAS 19
Summe beherr
schende
Anteile
Summe
Eigen
kapital
30. April 2016 108.750 335.316 30.210 -23.167 -2.046 -120.791 328.272 4.973 333.245
+/- Jahresergebnis 2.1 0 0 25.404 0 0 0 25.404 -208 25.196
+/- sonstiges Ergebnis 2.2 0 0 0 -4.252 1.006 -11.199 -14.445 18 -14.427
+/- Gesamtergebnis 0 0 25.404 -4.252 1.006 -11.199 10.959 -190 10.769
+/- Dividenden 2.6.8.4 0 0 -8.629 0 0 0 -8.629 0 -8.629
+/- Veränderung von nicht
beherrschenden Anteilen
2.6.6.5 0 0 -1.271 0 0 0 -1.271 -124 -1.395
30. April 2017 108.750 335.316 45.714 -27.419 -1.040 -131.990 329.331 4.659 333.990

Geschäftsjahr 201 2015/16

Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens Nicht
in TEUR Anhang Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Sonstige
Gewinn
rücklagen
Währungs
rücklage
Hedge
Accounting
Rücklage
IAS 19
Summe beherr
schende
Anteile
Summe
Eigen
kapital
30. April 2015 108.750 335.316 29.697 -9.782 -2.814 -142.718 318.449 4.152 322.601
+/- Jahresergebnis 2.1 0 0 11.367 0 0 0 11.367 519 11.886
+/- sonstiges Ergebnis 2.2 0 0 0 -13.385 768 21.927 9.310 -35 9.275
+/- Gesamtergebnis 0 0 11.367 -13.385 768 21.927 20.677 484 21.161
+/- Kapitalerhöhungen 0 0 0 0 0 0 0 733 733
+/- Aktienoptionen –
Ausübungen
2.6.4.8 0 0 4 0 0 0 4 0 4
+/- Dividenden 2.6.8.4 0 0 -9.492 0 0 0 -9.492 -396 -9.888
+/- Veränderung von nicht
beherrschenden Anteilen 2.6.6.5 0 0 -1.366 0 0 0 -1.366 0 -1.366
30. April 2016 108.750 335.316 30.210 -23.167 -2.046 -120.791 328.272 4.973 333.245

2.6 Anhang

2.6.1 Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss wurde gemäß § 245a UGB auf Basis aller am Bilanzstichtag gültigen IFRS/IAS, die das International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht hat, sowie aller Interpretationen (IFRIC/SIC) des International Financial Reporting Interpretations Committee beziehungsweise des Standing Interpretations Committee erstellt, sofern diese auch von der Europäischen Union im Endorsement-Verfahren übernommen wurden. Der Konzernabschluss der Zumtobel Group AG entspricht daher den für das Geschäftsjahr 2016/17 in der Europäischen Union anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS).

Der Vorstand der Zumtobel Group AG hat den Konzernabschluss am 14. Juni 2017 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Die feststellende Aufsichtsratssitzung findet am 22. Juni 2017 in Dornbirn statt.

Die Zumtobel Group ist ein international tätiger Leuchtenkonzern mit Sitz der Muttergesellschaft Zumtobel Group AG in der Höchster Straße 8, A-6850 Dornbirn, Österreich, und ist beim Landes- als Handelsgericht Feldkirch, Österreich, unter FN 62309g registriert. Bilanzstichtag ist der 30. April. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Mai 2016 bis 30. April 2017. Die Berichtswährung ist Euro. Die Geschäftstätigkeit wird durch das Lighting Segment (Lichtlösungen, Leuchten für die Innen- und Außenraumbeleuchtung und elektronisch-digitale Licht- und Raummanagementsysteme) sowie das Components Segment (elektronische Lichtkomponenten und LED-Lichtkomponenten) erbracht.

Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren. Zur Verbesserung der Klarheit und Aussagefähigkeit des Abschlusses werden sowohl in der Bilanz als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Die Angabe in den Tabellen erfolgt – sofern nicht anders angegeben – in Tausend Euro (TEUR). Durch maschinelle Rechenhilfen können Rundungsdifferenzen entstehen.

Der Konzernabschluss wurde mit Ausnahme folgender Positionen auf Basis von historischen Anschaffungskosten erstellt:

  • >> Derivative Finanzinstrumente (Bewertung zum beizulegenden Zeitwert)
  • >> Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente

2.6.2 Konsolidierungskreis und -methoden

2.6.2.1 Konsolidierungskreis

Im Konzernabschluss 2016/17 sind 95 (VJ 97) Gesellschaften vollkonsolidiert, die entweder von der Zumtobel Group AG kontrolliert werden oder an denen der Zumtobel Group AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Nach der Equity-Methode werden zwei (VJ zwei) Unternehmen konsolidiert. Nicht konsolidiert werden 10 verbundene Unternehmen (VJ 11), deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns einzeln und gesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Eine Übersicht befindet sich in der Liste der Konzernunternehmen am Ende des Anhangs.

Für Einzelabschlüsse mit abweichendem Bilanzstichtag werden IFRS-Zwischenabschlüsse zum 30. April erstellt.

Etwaige weitere Verpflichtungen zur Aufstellung von Teilkonzernabschlüssen auf Basis von lokalen Vorschriften sind mit der Veröffentlichung dieses Konzernabschlusses abgegolten.

Die Veränderungen des Konsolidierungskreises stellen sich im Berichtsjahr wie folgt dar:

Konsolidierungsmethode
voll at equity Summe
30. April 2016 97 2 99
Im Berichtszeitraum erstmals einbezogen 4 4
davon Neugründung 4 4
Im Berichtszeitraum liquidiert -5 -5
Im Berichtszeitraum verkauft -1 -1
30. April 2017 95 2 97

Neugründungen Neugründungen

Mit Oktober 2016 wurde die neu gegründete Gesellschaft Tridonic Inc., USA, erstmalig in den Konsolidierungskreis miteinbezogen.

Für das neue Werk in Serbien, welches voraussichtlich im Geschäftsjahr 2017/18 den Betrieb aufnehmen wird, erfolgte im März 2017 die Gründung der Gesellschaft ZG Lighting SRB d.o.o..

Der Geschäftsbereich "Vertrieb Niederlande" wurde von der ZG Lighting Benelux SA, Belgien, abgespalten und in die neu gegründete Gesellschaft ZG Lighting Netherlands B.V, Niederlande, eingebracht und im April 2017 erstkonsolidiert.

Für die geplante Ausgliederung und den anschließenden Verkauf des französischen Produktionswerks in Les Andelys wurde die Gesellschaft Europhane SAS, Frankreich, neu gegründet und im April 2017 erstkonsolidiert.

Liquidationen

Die australische Gesellschaft ATCO Industrial Pty. Ltd. wurde im August 2016 liquidiert und daher im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016/17 endkonsolidiert.

Die Gesellschaft Thorn Lighting (Mauritius) Holdings Ltd. wurde mit Wirkung September 2016 liquidiert und in Folge endkonsolidiert.

Die englischen Gesellschaften acdc lighting systems limited und Luxmate Ltd. sowie die chinesische Gesellschaft Zumtobel Hongkong Limited wurden im laufenden Geschäftsjahr aufgrund von Liquidation endkonsolidiert.

Verkäufe

Die Anteile an der Zumtobel Lighting Saudi Arabia Limited wurden im Geschäftsjahr 2016/17 zum anteiligen Eigenkapital verkauft.

2.6.2.2 Konsolidierungsmethoden

Grundsätze der Kapitalkonsolidierung Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung bei vollkonsolidierten Unternehmen erfolgt nach den Grundsätzen von IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse". Danach werden beim Unternehmenserwerb die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten der entsprechenden Tochterunternehmen mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Übersteigen die Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen und identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden, so wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Passive Unterschiedsbeträge sind gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" sofort erfolgswirksam zu erfassen.

Die Anteile von Anteilseignern von nicht beherrschenden Anteilen werden zu dem den nicht beherrschenden Anteilen entsprechenden Teil der beizulegenden Zeitwerte der erfassten Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen.

Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt bis zum Abgangszeitpunkt in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung einbezogen.

Die Equity-Methode wird bei assoziierten Unternehmen angewendet, bei welchen – in der Regel aufgrund eines Stimmrechtsanteils zwischen 20 und 50 Prozent – maßgeblicher Einfluss vorliegt. Die at equity bewerteten Unternehmen werden mit dem anteilsmäßigen Eigenkapital übernommen, wobei der Buchwert zum Abschlussstichtag um das anteilige Jahresergebnis abzüglich erhaltener Gewinnausschüttungen, allfälliger wesentlicher Zwischengewinne und Abschreibungen auf Firmenwerte angepasst wird. Sämtliche Fortschreibungskomponenten werden in einem Erfolgsposten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Sonstige Konsolidierungsgrundsätze Sonstige Konsolidierungsgrundsätze

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden konzerninterne Forderungen mit den korrespondierenden Verbindlichkeiten aufgerechnet. Die konzerninternen Aufwendungen und Erträge werden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung eliminiert. Zwischenergebnisse aus Anlagenerstellungen, Anlagenübertragungen im Konzern sowie aus Konzernvorräten werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Währungsumrechnung Währungsumrechnung

Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Bei sämtlichen Gesellschaften ist dies die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Die funktionale Währung der Zumtobel Group ist der Euro. Bei der Umrechnung der funktionalen Währungen der Gesellschaften in die Berichtswährung werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Aufwendungen und Erträge mit monatlichen Durchschnittskursen umgerechnet. Dies gilt ebenso für die direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen. Der sich daraus ergebende Unterschiedsbetrag wird in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt.

Die wichtigsten Währungen stellen sich wie folgt dar:

Durchschnittskurse Gewinn
und Verlustrechnung Stichtagskurse Bilanz
1 EUR entspricht 30. April 2017 30. April 2016 30. April 2017 30. April 2016
AUD 1,4537 1,5091 1,4629 1,4948
CHF 1,0821 1,0783 1,0831 1,0984
USD 1,0929 1,1080 1,0930 1,1403
SEK 9,5432 9,3308 9,6318 9,1689
NOK 9,1491 9,2132 9,3243 9,2150
GBP 0,8458 0,7383 0,8447 0,7803

2.6.3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.6.3.1 Auswirkungen neuer und geänderter Standards und Interpretationen

Folgende neue, überarbeitete beziehungsweise ergänzte Standards/Interpretationen sind für die Zumtobel Group im Geschäftsjahr 2016/17 erstmals anwendbar:

Standards beziehungsweise Interpretationen Anzuwenden ab
Geschäftsjahresbeginn nach
IAS 1 Angabeninitiative 1. Januar 2016
IAS 16 und IAS 38 Klarstellung der zulässigen Abschreibungsmethoden 1. Januar 2016
IFRS 10 / IFRS 12 / IAS 28 Änderungen zu IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 Investmentgesellschaften: Anwendung
der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht
1. Januar 2016
IFRS 11 Bilanzierung des Erwerbs von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten 1. Januar 2016
IAS 16 Sachanlagen: Änderungen zu Fruchttragenden Pflanzen 1. Januar 2016
IAS 41 Landwirtschaft: Änderungen zu Fruchttragenden Pflanzen 1. Januar 2016
IAS 27 Einzelabschlüsse: Equity Methode in Einzelabschlüssen – Änderungen 1. Januar 2016
Diverse Verbesserungen an dem IFRS-Zyklus 2012–2014 1. Januar 2016

Diese neuen beziehungsweise überarbeiteten Standards/Interpretationen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Zumtobel Group.

Im Wesentlichen werden folgende neue beziehungsweise geänderte IAS/IFRS/IFRIC-Interpretationen, die bereits veröffentlicht, aber noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. nicht von der Europäischen Union im Wege des Endorsement-Verfahrens übernommen worden sind, nicht vorzeitig angewandt. Diese finden daher im Geschäftsjahr 2016/17 für die Zumtobel Group keine Berücksichtigung:

Standards beziehungsweise Interpretationen Anzuwenden ab
Geschäftsjahresbeginn nach
IAS 7 Angabeninitiative 1. Januar 2017
IAS 12 Erfassung von latenten Steueransprüchen für nicht realisierte Verluste 1. Januar 2017
IAS 40 Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien: Änderungen 1. Januar 2018
IFIRC 22 Transaktionen in fremder Währung und im Voraus gezahlte Gegenleistungen 1. Januar 2018
IFRS 2 Anteilsbasierte Vergütungen – Änderungen 1. Januar 2018
IFRS 9 Finanzinstrumente 1. Januar 2018
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten Noch offen
IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 1. Januar 2018
IFRS 16 Leasingverhältnisse 1. Januar 2019
Diverse Verbesserungen an dem IFRS-Zyklus 2014–2016 1. Januar 2017 bzw. 2018

IAS 7 – –Angabeninitiative AngabeninitiativeAngabeninitiative

Die Änderungen verlangen Angaben, die es den Abschlussadressaten ermöglichen, Veränderungen bei den Schulden im Zusammenhang mit der Finanzierungstätigkeit zu beurteilen, darunter zahlungswirksame und nicht zahlungswirksame Veränderungen. Die Änderungen sind erstmals in der Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden, wobei eine vorzeitige Anwendung zulässig ist.

Der Konzern beurteilt derzeit, welche möglichen Auswirkungen die Änderungen auf seinen Konzernabschluss haben können. Bislang erwartet der Konzern keine wesentlichen Auswirkungen.

IAS 12 – –Erfassung von latenten fassung latentenSteueransprüchen für nicht realisierte Verluste Steueransprüchen Verluste

Die Änderungen verdeutlichen die Bilanzierung der latenten Steueransprüchen für nicht realisierte Verluste bei zum beizulegenden Wert bewerteten Schuldinstrumenten. Die Änderungen sind erstmals in der Berichtsperiode eines am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnenden Geschäftsjahres anzuwenden, wobei eine vorzeitige Anwendung zulässig ist. Der Konzern beurteilt derzeit, welche möglichen Auswirkungen die Änderungen auf seinen Konzernabschluss haben können. Bislang erwartet der Konzern keine wesentlichen Auswirkungen.

IFRS 9 – 9 –Finanzinstrumente FinanzinstrumenteFinanzinstrumente

Im Juli 2014 hat das IASB den Standard "IFRS 9 – Finanzinstrumente" veröffentlicht, mit dem IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" abgelöst werden soll. IFRS 9 umfasst unter anderem ein einheitliches Modell zur Klassifizierung und zur Festlegung der Bewertungsmethode (einschließlich der Wertminderungen) von Finanzinstrumenten. Darüber hinaus beinhaltet IFRS 9 Regelungen zum General Hedge Accounting. Mit IFRS 9 werden zusätzliche Anhang-Angaben erforderlich, die aus der Anpassung von IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" resultieren.

Die Untersuchung der Auswirkungen aus der Anwendung von IFRS 9 auf den Konzernabschluss ist noch nicht abgeschlossen. Auswirkungen können sich insbesondere daraus ergeben, dass die neuen Vorschriften zur Erfassung von Wertminderungen auch erwartete zukünftige Verluste mit einbeziehen, während IAS 39 lediglich die Erfassung von bereits eingetretenen Wertminderungen vorsieht. Diese Auswirkungen sind auf die Zumtobel Group derzeit aber nicht wesentlich.

Sämtliche Eigenkapitalinstrumente sind zukünftig grundsätzlich erfolgswirksam bzw. erfolgsneutral zum Fair Value zu erfassen. Soweit Wertänderungen erfolgsneutral Berücksichtigung finden, werden sie beim Verkauf dieser Instrumente zukünftig nicht mehr in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Mögliche Auswirkungen können in stärker schwankenden Bilanzwerten und Schwankungen in der Gewinn- und Verlustrechnung bzw. der Gesamtergebnisrechnung liegen. Weitere Auswirkungen können sich aus der Möglichkeit ergeben, bestimmte Komponenten von Derivaten von der Designation einer Sicherungsbeziehung auszunehmen und die Änderungen der Zeitwerte dieser Komponenten erfolgsneutral zu erfassen.

Diese Änderung betrifft zum Beispiel Zeitwerte von Optionen, deren Wertänderungen während der Laufzeit der Optionen unter IAS 39 regelmäßig ergebniswirksam berücksichtigt werden. Die Zumtobel Group beabsichtigt IFRS 9 erstmals auf das Geschäftsjahr anwenden, das am 1. Mai 2018 beginnt. Die Zumtobel Group plant derzeit, in Einklang mit den Übergangsvorschriften, auf die Anpassung der Vorjahreszahlen zu verzichten und Übergangseffekte kumulativ in den Gewinnrücklagen auszuweisen.

Die Zumtobel Group erwartet gegenwärtig insgesamt keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage durch den Übergang auf IFRS 9.

IFRS 15 – 15 –Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden Umsatzerlöse Kunden

Im Mai 2014 wurde vom IASB der Standard IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" veröffentlicht. Er ersetzt bestehende Leitlinien zur Erfassung von Umsatzerlösen, darunter IAS 18 "Umsatzerlöse", IAS 11 "Fertigungsaufträge" und IFRIC 13 "Kundenbindungsprogramme". Der neue Standard legt einen umfassenden Rahmen fest, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden.

IFRS 15 sieht dabei ein einheitliches, fünfstufiges Erlösrealisierungsmodell vor, das grundsätzlich auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. In der Bilanz werden durch IFRS 15 mit Vertragsvermögenswerten und Vertragsverbindlichkeiten neue Positionen eingeführt. Diese können durch auf Vertragsebene bestehende Leistungsüberschüsse oder -verpflichtungen entstehen. Zudem werden die Vorschriften für den Anhang zum Jahresabschluss erweitert.

Auswirkungen auf die Zumtobel Group können sich zukünftig insbesondere hinsichtlich des Zeitpunktes der Erlösrealisierung von verlängerten Gewährleistungszusagen, die auf die erweiterten Garantien in einzelnen Absatzregionen zurückzuführen sind,

ergeben. Umsatzerlöse, welche aus diesen Gewährleistungszusagen resultieren können, erst in einem späteren Geschäftsjahr realisiert werden. Es wird erwartet, dass sich die Verschiebung der Umsatzerlöse auf maximal 0,25% des Gruppenumsatzes beläuft.

Aus heutiger Sicht werden durch die Anwendung von IFRS 15 keine weiteren Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns erwartet. IFRS 15 ist verpflichtend spätestens auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Die Zumtobel Group beabsichtigt aktuell IFRS 15 erstmalig für das am 1. Mai 2018 beginnende Geschäftsjahr anzuwenden.

IFRS 16 – 16 –Leasing LeasingLeasingverhältnisse verhältnisseverhältnisse

Im Januar 2016 hat das IASB den Standard IFRS 16 "Leasingverhältnisse" veröffentlicht, mit dem unter anderem IAS 17 "Leasingverhältnisse" und IFRIC 4 "Beurteilung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält" abgelöst werden sollen. IFRS 16 schafft für Leasingnehmer die bisherige Klassifizierung von Leasingverträgen in Operating Leasing und Finanzierungsleasing ab. Stattdessen führt IFRS 16 ein einheitliches Bilanzierungsmodell ein, nach dem Leasingnehmer verpflichtet sind, für Leasingverträge mit einer Laufzeit von mehr als zwölf Monaten Vermögenswerte für das Nutzungsrecht und Leasingverbindlichkeiten anzusetzen.

Dies führt dazu, dass bisher nicht bilanzierte Leasingverhältnisse künftig – weitgehend vergleichbar mit der heutigen Bilanzierung von Finanzierungsleasings – bilanziell zu erfassen sind. Die Bilanzierung beim Leasinggeber wurde nahezu identisch aus IAS 17 in IFRS 16 übernommen. IFRS 16 ist für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig, wenn IFRS 15 bereits angewendet wird. Die Auswirkungen der Anwendung von IFRS 16 auf den Konzernabschluss werden derzeit geprüft. Die Zumtobel Group wird IFRS 16 voraussichtlich erstmals für das am 1. Mai 2019 beginnende Geschäftsjahr anwenden.

Im Rahmen der Projekte "Verbesserungen an den IFRS" werden einzelne Standards angepasst, um im Wesentlichen eine Klarstellung der bestehenden Regelungen zu erreichen.

Die übrigen veröffentlichten, von der EU noch nicht übernommenen Standards werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns haben.

2.6.3.2 Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Firmenwerte Firmenwerte

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird als Vermögenswert erfasst und mindestens jährlich auf Ebene der entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit bzw. Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Werthaltigkeit getestet. Jede Wertminderung wird sofort erfolgswirksam erfasst (siehe auch Abschnitt "Ermessensausübungen und Schätzungsunsicherheiten").

Übrige immaterielle Vermögenswerte Übrige immaterielle

Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte werden im Jahr der Anschaffung zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer (4 bis 10 Jahre) abgeschrieben.

Ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert, der aus der Produktentwicklung oder aus Softwareimplementierungen des Konzerns entsteht, wird nur bei Vorliegen der Voraussetzungen des IAS 38.57 aktiviert, die vor allem folgende Bedingungen umfassen:

  • >> Identifizierbarkeit des selbst erstellten Vermögenswertes
  • >> Wahrscheinlichkeit der Erbringung eines zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens
  • >> Verlässliche Bestimmbarkeit der Kosten des Vermögenswertes

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden linear abgeschrieben (3 bis 10 Jahre). Darf ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert nicht erfasst werden, werden die Entwicklungskosten in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Ausgaben für Forschungsaktivitäten werden als Aufwand der Periode erfasst.

Sachanlagen

Erworbene und selbst erstellte Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten enthalten neben Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten.

Der lineare Abschreibungsaufwand wird auf Basis der folgenden Abschreibungsprozentsätze errechnet:

Lineare Abschreibung Abschreibungs
prozentsatz p. a.
Gebäude 2 - 3,3%
Technische Anlagen und Maschinen 6,7 - 25%
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6,7 - 33,3%

Bilanzierung von Leasingverhältnissen Bilanzierung

Leasingverhältnisse werden als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn durch die Leasingbedingungen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating Leasing klassifiziert.

Mietzahlungen bei Operating Leasing werden im Jahresergebnis linear über die Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses verteilt.

Im Rahmen von Finanzierungsleasing gehaltene Vermögenswerte werden zu Beginn des Leasingverhältnisses als Vermögenswerte mit ihren beizulegenden Zeitwerten oder, falls dieser niedriger ist, mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen erfasst. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber wird in der Bilanz als Verpflichtung aus Finanzierungsleasing innerhalb der lang- und kurzfristigen Finanzschulden erfasst. Die Leasingzahlungen werden so auf Zinsaufwendungen und Tilgung der Leasingverpflichtung aufgeteilt, dass eine konstante Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird. Zinsaufwendungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Vorräte Vorräte

Vorratsbestände werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten (basierend auf der Durchschnittspreismethode) und Nettoveräußerungswert bewertet. Bei Halb- und Fertigfabrikaten wird ein entsprechender Anteil der fixen und variablen Fertigungs- und Materialgemeinkosten in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter der Annahme einer Normalauslastung einbezogen. Fremdkapitalzinsen sowie Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten sind nicht Bestandteil der Herstellungskosten. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer beziehungsweise aus verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden angemessene konzerneinheitliche Abschläge berücksichtigt, die sich an der Umschlagsdauer ("Reichweite") orientieren.

Finanzinstrumente Finanzinstrumente

Die Zumtobel Group unterscheidet folgende Klassen von Finanzinstrumenten:

  • Wertpapiere und Wertrechte
  • Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
  • Sonstige Verbindlichkeiten und Forderungen
  • Darlehen und Ausleihungen
  • Finanzierungsleasing

  • Derivate des Handelsbestandes

  • Derivate (Hedge Accounting)
  • Liquide Mittel

>> Wertpapiere und Wertrechte

Wertpapiere und Wertrechte werden bei Zugang zu Anschaffungskosten bewertet. Diese werden als dem Handelsbestand zugehörig eingeordnet und in den Folgeperioden erfolgswirksam zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet.

>> Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen sind grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Bei den Forderungen werden für erkennbare Risiken Wertberichtigungen vorgenommen.

  • >> Darlehen und Ausleihungen, sonstige Forderungen (Finanzielle Vermögenswerte) Gegebene Darlehen und Ausleihungen sowie sonstige Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
  • >> Darlehen und Ausleihungen, Finanzierungsleasing (Finanzielle Verbindlichkeiten) Erhaltene Darlehen und Ausleihungen sowie Finanzierungsleasingverbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag oder dem Nennwert unter Berücksichtigung von Transaktionskosten bilanziert (fortgeführte Anschaffungskosten).

>> Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden entsprechend IAS 39 "Finanzinstrumente – Ansatz und Bewertung" zum Zeitwert bewertet. Die Ermittlung des Zeitwerts erfolgt unter Berücksichtigung der Bestimmungen des IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts". Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt bei der Zumtobel Group ausschließlich zur Absicherung von Risiken, die aus dem operativen Geschäftsbetrieb erwachsen. Zinsswaps werden genutzt, um eine Optimierung der variabel und fix verzinsten Anteile der Finanzverbindlichkeiten herbeizuführen. Fremdwährungstermingeschäfte und -optionen werden zur Reduzierung von Transaktionsrisiken eingesetzt. Nettoinvestitionen in Fremdwährungsgesellschaften werden teilweise durch Zins-Währungsswaps (Cross-Currency-Swaps) abgesichert. Zum Bilanzstichtag werden alle derivativen Finanzinstrumente gemäß dem Standard IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts" unter Berücksichtigung des Kontrahenten-Ausfallsrisikos – sofern wesentlich – zum beizulegenden Zeitwert bewertet und bilanziert. Devisentermingeschäfte werden mittels Barwertberechnung der Zahlungsströme unter Zugrundelegung aktueller Zinsstrukturkurven der jeweiligen Währungen aus beobachtbaren Marktdaten sowie den aktuellen Währungskursen zum Bewertungsstichtag ermittelt. In der Zumtobel Group werden keine börsennotierten derivativen Finanzinstrumente verwendet. Außerbörslich gehandelte Zinsinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, indem zukünftige Zahlungserwartungen unter Verwendung des aktuellen Marktzinssatzes abgezinst werden. Gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente – Ansatz und Bewertung" werden derivative Finanzinstrumente, die nicht dem Hedge Accounting zuzuordnen sind, als zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente ("held for trading") klassifiziert.

>> Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes

Marktwertveränderungen von derivativen Instrumenten, die nicht Teil des Hedge Accounting sind, werden in der Gewinnund Verlustrechnung im Finanzergebnis ausgewiesen.

>> Marktwerte aus Derivaten (Hedge Accounting)

Die Vorschriften des IAS 39 "Finanzinstrumente – Ansatz und Bewertung" zur Handhabung der Sicherungsinstrumente (Hedge Accounting) werden in der Zumtobel Group in Zusammenhang mit Zinssicherungsinstrumenten angewendet. Der effektive Teil der Wertänderungen des Zeitwerts derivativer Instrumente, die sich als Cashflow Hedge Accounting im Sinne des IAS 39 (Absicherung zukünftiger Cashflows) qualifizieren, wird im sonstigen Ergebnis erfasst. Ein allfälliger ineffektiver Teil wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die im Eigenkapital abgegrenzten Beträge werden zum gleichen Zeitpunkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, zu welchem die abgesicherte Position das Jahresergebnis berührt. Die Effektivität wird über die Hypothetische-Derivate-Methode ermittelt.

Des Weiteren werden derivative Instrumente, die im Sinne des IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" der Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbereich dienen, in der Bilanz als Derivate (Hedge Accounting) ausgewiesen und alle Marktwertänderungen des effektiven Teils des eingesetzten Sicherungsinstruments gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente – Ansatz und Bewertung" erfolgsneutral in der Währungsrücklage im Eigenkapital ausgewiesen. Der ineffektive Teil der Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes wird unmittelbar im Gewinn oder Verlust erfasst. Das Ergebnis aus Fremdwährungsumrechnungen der abgesicherten Investition wird in der Gesamtergebnisrechnung erfasst und in der Währungsrücklage ausgewiesen.

>> Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte

Die Zumtobel Group verwendet bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts Bewertungstechniken, die den Umständen entsprechend adäquat und akkurat erscheinen. Dabei werden ausreichend viele Daten, vor allem beobachtbare Inputfaktoren, zur Bereitstellung einer exakten Bewertung herangezogen.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt mittels dreistufiger Hierarchie, welche die Bewertungssicherheit widerspiegelt.

Level 1: Notierte Preise auf aktiven Märkten für identische Instrumente Level 2: Bewertung auf Basis von Inputfaktoren, die am Markt beobachtbar sind Level 3: Bewertung auf Basis von Inputfaktoren, die nicht beobachtbar sind

In der Zumtobel Group erfolgt die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte überwiegend auf Basis von Inputfaktoren, die am Markt beobachtbar sind (Level 2). Der Marktwert einer langfristigen Forderung und sonstiger nicht derivativer Finanzinstrumente entspricht dem Barwert abgezinst mit dem Marktzinssatz. Der Marktwert der kurzfristigen Finanzinstrumente entspricht aufgrund ihrer Fristigkeit dem Buchwert. Im Konzernabschluss der Zumtobel Group sind keine Finanzinstrumente erfasst, deren Bewertung auf notierten Preisen auf aktiven Märkten beruht (Level 1).

Der beizulegende Zeitwert derivativer Finanzinstrumente kann zu jedem Bilanzstichtag verlässlich ermittelt werden, da die Bewertung auf am Markt beobachtbaren Inputfaktoren beruht. Es handelt sich somit nur um Level 2-Bewertungen.

Die unter Level 2 fallenden Finanzinstrumente betreffen die unter den finanziellen Vermögenswerten und übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Derivate (positive Marktwerte TEUR 1.086, VJ TEUR 2.294; negative Marktwerte TEUR -9.098, VJ TEUR -10.235; siehe auch Kapitel 2.6.10).

Im Konzernabschluss der Zumtobel Group sind auch Finanzinstrumente bilanziert, für deren Bewertung weder notierte Preise noch am Markt beobachtbare Inputfaktoren für eine Bewertung vorliegen (Level 3). Hierbei handelt es sich um Wertpapiere beziehungsweise Wertrechte sowie eine langfristigen Verbindlichkeit in Form einer Call/Put-Option im Zusammenhang mit einem Unternehmenserwerb.

Kurzfristige und langfristige Vermögenswerte und Schulden

Vermögenswerte beziehungsweise Schulden, deren Realisierung beziehungsweise Tilgung innerhalb von zwölf Monaten erwartet beziehungsweise fällig wird, gelten als kurzfristig. Alle anderen Vermögenswerte und Schulden gelten als langfristig.

Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, wenn eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung als Folge früherer Ereignisse gegenüber Dritten besteht, der Abfluss von Ressourcen zur Begleichung der Verpflichtung wahrscheinlich sowie eine zuverlässige Schätzung des Betrages der Verpflichtung möglich ist. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpflichtung angesetzt. Ist ein Abfluss von Ressourcen weder wahrscheinlich noch die Höhe der Verpflichtung schätzbar, wird eine Eventualverbindlichkeit angegeben.

Rückstellungen für Restrukturierungsaufwand werden nur bei Erfüllung der allgemeinen Ansatzkriterien sowie bei rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen zur Restrukturierung (IAS 37.70 ff.) angesetzt.

Rückstellungen für Garantiefälle werden zum einen nach individuellen Gesichtspunkten auf Einzelfallbasis gebildet. Zum anderen erfolgt nach konzerneinheitlichen Richtlinien eine Bildung von Garantierückstellungen für noch nicht bekannte Fälle. Für die Ermittlung des Rückstellungsbetrages werden produktspartenbasierte Prozentsätze auf die Umsatzerlöse der jeweiligen Produkte der Periode angewandt.

Eine Rückstellung für belastende Verträge wird angesetzt, wenn die zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen unvermeidbaren Kosten die aus einem abgeschlossenen Vertrag erwarteten Erlöse übersteigen. Die Rückstellung wird zum niedrigeren Betrag aus den bei Ausstieg aus dem Vertrag resultierenden Kosten und den bei Erfüllung des Vertrages anfallenden Nettokosten gebildet. Vor der Erfassung einer separaten Rückstellung für einen belastenden Vertrag wird ein Wertminderungsaufwand auf Vermögenswerte erfasst, die mit dem Vertrag verbunden sind.

Leistungen an Arbeitnehmer an gen Arbeitnehmer

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses umfassen langfristige Vorsorgen für Pensionen und Abfertigungen.

>> Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer umfassen im Wesentlichen die Rückstellungen für Jubiläumsgelder und die Altersteilzeitregelung in Deutschland sowie den Sonderurlaub in Australien.

>> Leistungsorientierte Pläne

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung ("defined benefit obligation", DBO) am Abschlussstichtag wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit der Methode der laufenden Einmalprämien ("projected unit credit method") ermittelt. Dabei wird in Zinsaufwand – das ist der Betrag, um den sich die Verpflichtung über das Jahr alleine durch das Näherrücken der Zahlungen erhöht hat – und Dienstzeitaufwand – das sind im betreffenden Jahr neu erdiente Ansprüche – getrennt. Der Zinssatz zur Abzinsung der künftigen Leistungen ist ein aktueller Marktzinssatz. Die Annahmen über die Höhe der Leistungen berücksichtigen erwartete künftige Gehaltssteigerungen oder Gehaltstrends sowie zugesagte Leistungen. Änderungen in den Ansprüchen können auf der Neuzusage einer Leistung oder der Änderung bestehender Leistungsansprüche beruhen, welche als nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand ausgewiesen werden.

Planvermögen wird mit dem Barwert der Pensionsverpflichtung saldiert. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird jährlich von anerkannten Aktuaren durchgeführt.

Die Bewertung erfolgt zu jedem Bewertungsstichtag mit den aktuell besten Schätzannahmen, die sich von einem Stichtag zum anderen ändern können. Die Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, die sich aus Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen beziehungsweise aus Abweichungen zwischen früheren versicherungsmathematischen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung ergeben, erfolgt unter Berücksichtigung latenter Steuern im sonstigen Ergebnis in der Periode ihrer Entstehung. Die in der jeweiligen Berichtsperiode erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden in der Gesamtergebnisrechnung inklusive angefallener latenter Steuern gesondert dargestellt.

Der Zinsaufwand sowie die Erträge aus Planvermögen werden im Finanzergebnis ausgewiesen, die anderen Komponenten im Betriebsergebnis.

>> Beitragsorientierte Pläne

Bei beitragsorientierten Plänen bestehen keine über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Versorgungseinrichtungen hinausgehenden Verpflichtungen. Die Beiträge sind im Personalaufwand der Periode erfasst.

Ertragsteuern

Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Geschäftsjahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Ergebnis vor Steuern laut der Gewinn- und Verlustrechnung, da es Aufwendungen und Erträge ausschließt, die in späteren Jahren oder niemals steuerbar beziehungsweise steuerlich wirksam werden. Die Verbindlichkeit des Konzerns für den laufenden Steueraufwand wird auf Grundlage der geltenden Steuersätze berechnet.

Zur Berechnung der latenten Steuern kommt die bilanzorientierte Ermittlungsmethode zur Anwendung. Latente Steuerverbindlichkeiten werden für alle steuerbaren temporären Differenzen erfasst. Latente Steueransprüche werden insoweit erfasst, als es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen werden, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Stichtag geprüft und herabgesetzt, falls es nicht wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, um den Anspruch in einem absehbaren Zeitraum vollständig oder teilweise wieder einzubringen. Latente Steuern werden auf Basis der erwarteten Steuersätze ermittelt, die zum Zeitpunkt der Begleichung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswertes Geltung haben. Ertragsteuern werden erfolgswirksam erfasst, außer die Transaktionen, auf die sich der Steuereffekt bezieht, werden im gleichen oder einem anderen Geschäftsjahr in der Gesamtergebnisrechnung gebucht.

Ertragsrealisierung

Umsätze aus dem Verkauf von Gütern werden realisiert, wenn der Konzern die wesentlichen Risiken und Chancen auf den Käufer überträgt. Rabatte und Skonti werden von den Umsatzerlösen abgezogen.

Zinserträge sind zeitproportional unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung des Finanzinstrumentes erfasst. Dies ist genau der Zinssatz, der die geschätzten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes auf den Nettobuchwert des Vermögenswertes abzinst.

Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruches auf Zahlung erfasst.

Fremdwährungsgeschäfte

Fremdwährungsgeschäfte werden mit dem aktuellen Kurs am Tag der Abwicklung bilanziert. Zum Bilanzstichtag werden monetäre Aktiva und Passiva unter Verwendung des Stichtagskurses umgerechnet. Realisierte und unrealisierte Gewinne und Verluste aus Transaktionen in Fremdwährung werden grundsätzlich im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Bewertungseffekte von langfristigen konzerninternen Darlehen, welche sich gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" als Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb qualifizieren, werden in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Ermessensausübungen und Schätzungsunsicherheiten Schätzungsunsicherheiten

Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen durch die Geschäftsleitung, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden der Berichtsperiode haben. Der Grundsatz des "true and fair view" wird auch bei der Verwendung von Schätzungen uneingeschränkt gewahrt.

Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln. Die Schätzungen und Annahmen werden laufend überprüft. Wesentliche Änderungen führen zu einer Anpassung der Prämissen und zu einer erfolgswirksamen Erfassung.

Schätzungen und Annahmen betreffen vor allem folgende Bereiche:

>> Wertminderungen von Firmenwerten, übrigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen

Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob es Anhaltspunkte für einen Wertminderungsbedarf bei den Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten gibt. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag des einzelnen Vermögenswertes geschätzt, um den Umfang des eventuellen Wertminderungsaufwands festzustellen. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu der der Vermögenswert gehört.

Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer und solchen, welche noch nicht verfügbar sind (z. B. noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte), sowie bei Firmenwerten werden jedes Jahr Wertminderungstests durchgeführt, auch wenn kein Anzeichen für eine Wertminderung vorliegt.

Bei der Ermittlung des Nutzungswertes werden die geschätzten künftigen Zahlungsströme abgezinst. Die wesentlichen Entwicklungskosten sind im Geschäftsjahr in der Region "Europa" angefallen, in welcher ein WACC in Höhe von 7,02% (VJ 7,15%) zur Anwendung gelangte.

Der Firmenwert im Lighting Segment resultiert aus den Erwerben der Thorn Lighting- und der acdc-Unternehmensgruppen. Entsprechend der Organisationsstruktur der Zumtobel Group wird der gesamte Firmenwert aus diesen Erwerben der zahlungsmittelgenerierenden Einheit Lighting ("ZGE Lighting") zugeordnet und auf dieser Ebene auf Werthaltigkeit getestet. Die Marken bzw. Geschäftsbereiche der ZGE Lighting stellen keine zahlungsmittelgenerierenden Einheiten dar, da diese weder Entwicklung, noch Produktion oder Vertrieb der Produkte verantworten. Die "ZGE Lighting" entspricht dem operativen Lighting Segment im Sinne des IFRS 8.5.

Die wesentlichen Annahmen der Werthaltigkeitsprüfung des Firmenwertes sind die prognostizierten Cashflows der Mittelfristplanung, die langfristige Wachstumsrate nach der Mittelfristplanung und der WACC.

Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte dient als Vergleichsgröße der Nutzungswert, welcher in Form von Discounted Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheit berechnet wird. Die Schätzungen der zukünftigen Mittelzuflüsse basieren auf vom Vorstand genehmigten internen Planungen, welche detailliert für das Jahr 2017/18 und mit geringen Vereinfachungen für weitere drei Jahre vorliegen (Detailplanungszeitraum). Diese Planungen beruhen auf Erfahrungen der Vergangenheit sowie auf den Einschätzungen des Vorstandes hinsichtlich des erwarteten Marktumfelds, wobei zukünftige Margenverbesserungen insbesondere durch folgende Maßnahmen erwartet werden und bei den erwarteten Mittelzuflüssen berücksichtigt wurden: Wachstums- und Kostensynergien aus dem Mehrmarkenansatz, Anpassungen der Werkskapazitäten sowie konzernweite Bündelung der Einkaufskapazitäten. Zukünftig erwartete positive Effekte aus strategischen Initiativen, welche noch nicht vollständig implementiert sind, wurden bei den Schätzungen der zukünftigen Mittelzuflüsse nicht berücksichtigt. Den Planungen, auf welchen die Überprüfung des Firmenwertes basiert, liegen operative Umsatzrenditen (bereinigte EBIT-Margen) in Höhe von 4,7% bis 7,6% zugrunde.

Für Perioden nach dem Detailplanungszeitraum wird eine langfristige Wachstumsrate der Lichtindustrie in Höhe von 2,0% (VJ 2,0%) angewandt.

Die Qualität der Planungsdaten wird laufend durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft. Die Schätzung der Cashflows erfolgt unter Berücksichtigung regionalspezifischer Annahmen über die Marktentwicklung. Die Kostenstrukturen werden dabei in der Regel auf Basis der Erfahrungswerte der Vergangenheit geplant und extrapoliert. Jede Wertminderung wird sofort erfolgswirksam erfasst.

Im Geschäftsjahr 2016/17 wurde für die "ZGE Lighting" ein Nach-Steuer-WACC-Satz von 7,07% (VJ 7,29%) berücksichtigt. Dieser Diskontierungszinssatz leitet sich aus regionalen Diskontierungszinssätzen ab, welche entsprechend dem Geschäftsvolumen in den Regionen gewichtet sind. Bei der Ableitung der zugrunde liegenden regionalen Zinssätze wurden vor allem Inflationsdifferenzen der jeweiligen Länder zum risikofreien Basiszinssatz, Länderrisikoprämien sowie unterschiedliche Steuersätze berücksichtigt.

Der geschätzte erzielbare Betrag der "ZGE Lighting" übersteigt deren Buchwert um annähernd 376 Mio EUR. Bei einer Erhöhung des Diskontierungssatzes (WACC) von 7,07% auf 9,60% oder einer Reduzierung der prognostizierten Cashflows um 35% würde der erzielbare Betrag dem Buchwert der "ZGE Lighting" entsprechen.

>> Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer

Bei der versicherungsmathematischen Bewertung von Leistungen an Arbeitnehmer werden Annahmen über Zinssätze, erwartete Erträge aus Planvermögen, Gehalts- und Pensionssteigerungen, Pensionsalter und Lebenserwartung getroffen.

>> Übrige Rückstellungen

Bei der Ermittlung von Restrukturierungsrückstellungen werden Annahmen zu Belegschaftsreduzierungen und damit einhergehenden Kosten sowie zu Kosten von Vertragsauflösungen getroffen. Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten basieren auf der Einschätzung des Managements bezüglich des möglichen Ausgangs der jeweiligen Rechtsstreitigkeit. Es wird eine Garantierückstellung basierend auf Erfahrungswerten der Vergangenheit gebildet. Die getroffenen Annahmen sind mit Unsicherheiten behaftet und die tatsächlichen Zahlungen können von den getroffenen Einschätzungen abweichen.

>> Aktive latente Steuern

Die Aktivierung latenter Steuern erfolgt auf Basis der erwarteten zukünftigen Steuersätze sowie der Einschätzung der künftigen steuerlichen Ertragsfähigkeit. Eventuelle Steuersatzänderungen oder von den Annahmen abweichende zu versteuernde Einkommen können zu einer Abschreibung aktiver latenter Steuern führen.

>> Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden

Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden sind zum niedrigeren Wert aus ihrem Buchwert und ihrem beizulegenden Wert abzüglich Veräußerungskosten zu bewerten. Die hierbei getroffenen Annahmen sind mit Unsicherheiten behaftet. Der zukünftig erzielbare Veräußerungspreis sowie die zukünftig anfallenden Veräußerungskosten können von den Einschätzungen abweichen.

>> Unsicherheiten im Zusammenhang mit dem Brexit Die Zumtobel Group ist mit zwei Werken in Großbritannien vertreten. Derzeit werden keine negativen Entwicklungen aufgrund des Brexit erwartet.

Zum Bilanzstichtag sind keine bedeutsamen Fälle bekannt, die zu einer wesentlichen Abweichung des Buchwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld innerhalb des nächsten Geschäftsjahres führen können.

Sondereffekte Sondereffekte

Sondereffekte sind gemäß IAS 1.98 gesondert anzugeben, wenn diese hinsichtlich ihrer betragsmäßigen Höhe, Art oder Seltenheit relevant für die Erklärung der Ertragskraft sind. Es handelt sich hierbei insbesondere um Ergebnisse aus nicht wiederkehrenden, einmaligen Ereignissen wie etwa Restrukturierungen, Wertminderungen von Vermögenswerten und Ergebniseffekten aus der Endkonsolidierung von Konzerngesellschaften. Die gesonderte Angabe erfolgt im vorliegenden Konzernabschluss als "davon"- Vermerk in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Ertragsbezogene Zuwendungen der öffentlichen Hand zur Deckung von Aufwendungen werden in der Periode, in der sie gewährt werden, in der Gewinn- und Verlustrechnung als Ertrag berücksichtigt. Soweit sie sich auf zukünftige Aufwendungen beziehen, werden sie über einen Passivposten abgegrenzt.

2.6.4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

2.6.4.1 Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen sind Erlösschmälerungen (vornehmlich Kundenskonti) in Höhe von TEUR 55.289 (VJ TEUR 55.390) enthalten. Die Bruttoumsatzerlöse belaufen sich auf TEUR 1.359.173 (VJ TEUR 1.411.933).

2.6.4.2 Aufwandsarten

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. In den Kosten der umgesetzten Leistungen (inkl. Entwicklungskosten), Vertriebskosten (inkl. Forschungskosten) und Verwaltungskosten sowie im sonstigen betrieblichen Ergebnis sind folgende Aufwandsarten und Erträge enthalten:

Geschäftsjahr Geschäftsjahr2016/17

in TEUR Kosten der
umgesetzten
Leistungen
Vertriebs
kosten
Verwaltungs
kosten
Sonstiges
betriebliches
Ergebnis
Summe
Materialaufwand -537.854 -6.993 -64 -4 -544.915
Personalaufwand -210.960 -187.512 -39.265 -8.868 -446.605
Abschreibungen -50.832 -7.864 -1.309 -435 -60.440
Sonstiger Aufwand -85.362 -127.242 -15.754 -18.383 -246.741
Aktivierte Eigenleistungen 13.373 457 103 0 13.933
Interne Verrechnung 3.859 -7.819 3.960 0 0
Summe Aufwände -867.777 -336.973 -52.329 -27.690 -1.284.769
Sonstige Erträge 3.815 8.694 81 14.086 26.676
Summe -863.962 -328.279 -52.248 -13.604 -1.258.093

Geschäftsjahr 20 2015/16

in TEUR Kosten der
umgesetzten
Leistungen
Vertriebs
kosten
Verwaltungs
kosten
Sonstiges
betriebliches
Ergebnis
Summe
Materialaufwand -577.396 -6.574 -49 -483 -584.502
Personalaufwand -224.508 -188.115 -35.051 -25.760 -473.434
Abschreibungen -54.658 -7.729 -1.045 -4.099 -67.531
Sonstiger Aufwand -96.336 -125.503 -19.069 -9.058 -249.966
Aktivierte Eigenleistungen 18.385 225 0 0 18.610
Interne Verrechnung 3.638 -7.228 3.590 0 0
Summe Aufwände -930.875 -334.924 -51.624 -39.400 -1.356.823
Sonstige Erträge 5.516 7.872 511 10.200 24.099
Summe -925.359 -327.052 -51.113 -29.200 -1.332.724

Im Materialaufwand sind Kosten für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 21.534 (VJ TEUR 24.251) enthalten.

In den sonstigen Erträgen sind Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 7.464 (VJ TEUR 2.758) enthalten, wobei es sich hauptsächlich um Forschungsförderungen handelt. Davon werden TEUR 7.232 (VJ TEUR 2.214) im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.

In den Kosten der umgesetzten Leistungen sind Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 77.387 (VJ TEUR 83.858) enthalten. Die im aktuellen Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungskosten belaufen sich auf insgesamt TEUR 13.123 (VJ TEUR 18.054), die planmäßige Abschreibung der aktivierten Entwicklungskosten beträgt TEUR 17.406 (VJ TEUR 19.626). Die aufwandswirksamen Entwicklungskosten im Geschäftsjahr 2016/17 wurden, resultierend aus der Aktivierung, um netto TEUR 4.282 belastet (VJ Belastung des Aufwands um netto TEUR 1.572).

In den Vertriebskosten ist Forschungsaufwand in Höhe von TEUR 4.987 (VJ TEUR 3.992) enthalten.

Im Geschäftsjahr 2016/17 sind in der Zumtobel Group AG folgende Leistungen von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft erbracht bzw. vereinbart worden:

In TEUR 2016/17 2015/16
Gesamthonorar
Gesamthonorar
277 265
davon Prüfung 224 224
davon sonstige Honorare 53 41

Das sonstige Honorar steht im Zusammenhang mit prüfungsnahen Beratungsleistungen als sowie Steuerberatungsleistungen. Das gesamte mit Gesellschaften des KPMG-Netzwerks für Prüfungsleistungen in der Zumtobel Group vereinbarte Honorarvolumen beläuft sich auf TEUR 1.310 (VJ TEUR 1.328).

In den Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind folgende Personalaufwendungen enthalten:

in TEUR 2016/17 2015/16
Löhne -70.198 -80.690
Gehälter -264.765 -262.260
Aufwendungen für Abfertigungen -5.125 -4.252
Aufwendungen für Altersvorsorge -4.893 -5.642
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie entgeltabhängige Abgaben und Pflichtbeiträge -66.031 -66.448
Sonstige Sozialaufwendungen -11.070 -12.271
Leiharbeiter -15.779 -16.384
Aufwendungen aus Restrukturierungen -8.744 -25.487
Personalaufwand -446.605 -473.434

2.6.4.3 Sonstiges betriebliches Ergebnis

in TEUR 2016/17 2015/16
Förderungen der öffentlichen Hand 7.232 2.214
Lizenzeinnahmen 5.925 2.999
Veräußerungsgewinne 4.005 0
Konsolidierungskreisänderungen 392 1.240
Sonstiges 0 444
Sonstige Erträge 17.554 6.897
Wertminderungen von Anlagevermögen -144 -3.716
Restrukturierungen -23.641 -29.992
Rechtsstreitigkeiten -6.901 0
Wertminderungen von Umlaufvermögen -324 -2.389
Sonstiges -148 0
Sonstige Aufwendungen -31.158 -36.097
Sonstiges betriebliches Ergebnis -13.604 -29.200

Die Förderungen der öffentlichen Hand stellen, wie im Vorjahr, zur Gänze ertragswirksam vereinnahmte Zuschüsse dar.

Die Lizenzeinnahmen des Geschäftsjahres 2016/17 betreffen, wie im Vorjahr, überwiegend Lizenzeinnahmen aus dem LED-Geschäft.

Die Zeilen "Sonstiges" betrifft Aufwendungen und Erträgen aus der normalen Geschäftstätigkeit, die anderen Funktionsbereichen nicht eindeutig zugeordnet werden können.

Die im sonstigen betrieblichen Ergebnis enthaltenen Sondereffekte gliedern sich wie folgt:

in TEUR 2016/17 2015/16
Veräußerungsgewinne 4.005 0
Konsolidierungskreisänderungen 392 1.240
Wertminderungen von Anlagevermögen -144 -3.716
Restrukturierungen -23.641 -29.992
Rechtsstreitigkeiten -6.901 0
Wertminderungen von Umlaufvermögen -324 -2.389
Sondereffekte -26.613 -34.857

Die dargestellten Sondereffekte entfallen im Geschäftsjahr 2016/17 mit TEUR 324 auf den Materialaufwand, mit TEUR 8.744 auf den Personalaufwand, mit TEUR 144 auf Abschreibungen und mit TEUR 17.401 auf den sonstigen Aufwand.

Unter den im Geschäftsjahr 2016/17 ausgewiesenen Sondereffekten gemäß IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" sind folgende wesentliche Positionen enthalten:

Die in der Position "Wertminderungen von Anlagevermögen" erfassten Aufwendungen in Höhe von TEUR 144 entfallen mit TEUR 55 auf das Lighting Segment und wurden im Wesentlichen durch die Schließung des Standortes in Usingen, Deutschland, verursacht. Im Components Segment stehen TEUR 89 in Zusammenhang mit dem Verkauf der Liegenschaft in Ennenda, Schweiz.

Von den im Geschäftsjahr 2015/16 erfassten "Wertminderungen von Anlagevermögen" entfielen TEUR 1.014 auf das Components Segment und TEUR 2.702 auf das Lighting Segment. Die im Components Segment erfassten Aufwendungen von TEUR 1.014 enthielten zur Gänze die Abschreibung eines aktivierten Entwicklungsprojektes im Zuge einer Anpassung des Produktportfolios. Die "Wertminderungen von Anlagevermögen" im Lighting Segment von TEUR 2.702 umfasste im Wesentlichen mit TEUR 1.893 die mit der Schließung des Standortes Usingen, Deutschland, verbundenen Wertminderungen der Anlagen sowie mit TEUR 767 die Abschreibung von Werkzeugen für zwei Produktlinien, deren Produktion eingestellt wurde.

Von den im Geschäftsjahr 2016/17 ausgewiesenen Restrukturierungsaufwendungen sind TEUR 22.964 dem Lighting Segment, TEUR 336 dem Components Segment sowie TEUR 341 der Zumtobel Group AG zuzuordnen.

Von den Aufwendungen im Lighting Segment in Höhe von TEUR 22.964 resultieren im Wesentlichen mit TEUR 11.781 aus dem geplanten Verkauf des Produktionswerkes in Les Andelys, Frankreich, wovon TEUR 9.218 aus der Umgliederung gemäß IFRS 5 resultieren (siehe auch Kapitel 2.6.6.12). Weitere TEUR 9.448 sind auf die Schließung des Produktionswerkes in Usingen, Deutschland, zurückzuführen. Für Restrukturierungen der globalen Forschungs- und Entwicklungsabteilungen sind TEUR 2.217 angefallen.

Auch im Components Segment betrifft mit TEUR 214 der Großteil der Aufwendungen Restrukturierungen im Bereich der globalen Forschung und Entwicklung.

Von den im Geschäftsjahr 2015/16 ausgewiesenen Restrukturierungsaufwendungen entfielen TEUR 32.669 auf das Lighting Segment, TEUR -3.202 auf das Components Segment sowie TEUR 525 auf die Zumtobel Group AG.

Von den Aufwendungen im Lighting Segment in Höhe von TEUR 32.669 betrafen TEUR 13.095 Restrukturierungen der weltweiten Vertriebsorganisationen (u. a. DACH-Region, Australien, Asien sowie Nord- und Südeuropa). TEUR 18.314 entfielen auf die Restrukturierung von Global Operations und hier zu einem wesentlichen Teil mit TEUR 13.071 auf die geplante Schließung des Produktionswerkes in Usingen, Deutschland. Weitere TEUR 1.260 waren auf Restrukturierungen des Geschäftsbereiches Business Division Zumtobel zurückzuführen.

Im Vorjahr entfielen im Components Segment die Erträge mit TEUR 2.773 nahezu zur Gänze auf den Verkauf des Geschäftes für Werbebeleuchtung ("Signage"), welches die Tridonic GmbH & Co KG mit Wirkung zum 30. November 2015 an das USamerikanische Unternehmen AgiLight Inc. mit Sitz in San Antonio, Texas, verkauft hat. Der Verkauf der Signage-Aktivitäten, mit welchen im Geschäftsjahr 2014/15 ca. 20 Mio EUR Umsatz erwirtschaftet worden waren, wurde in Form eines "Asset-Deals" abgewickelt. Aus dem Verkauf eines Grundstückes in Fürstenfeld, Österreich, konnte zusätzlich ein Ertrag von TEUR 412 generiert werden.

Der Ertrag in der Position "Veräußerungsgewinne/-verluste" resultiert mit TEUR 2.631 aus dem Verkauf der Liegenschaft in Enneda, Schweiz und mit TEUR 1.374 aus Anlagenverkäufen des Produktionswerkes in Usingen, Deutschland.

Die im Geschäftsjahr 2016/17 dargestellten "Wertminderungen im Umlaufvermögen" sind ausschließlich im Lighting Segment angefallen. Diese betreffen im Wesentlichen in einer Höhe von TEUR 1.237 noch die Verlagerung der Produktion von Landskrona, Schweden, nach Spennymoor, Großbritannien. Gegenläufig konnten im Rahmen der Veräußerung von Umlaufvermögen des geschlossenen Werkes in Usingen, Deutschland, Wertaufholungen in Höhe von TEUR 989 erfasst werden.

Im Geschäftsjahr 2015/16 betraf die ausgewiesene "Wertminderung des Umlaufvermögens" mit TEUR 814 noch die Verlagerung der Produktion von Landskrona, Schweden, nach Spennymoor, Großbritannien, mit TEUR 430 noch die Schließung des Werkes in Tianjin, China, sowie mit TEUR 500 die Schließung des Produktionswerkes in Usingen, Deutschland.

Die im laufenden Geschäftsjahr dargestellten "Aufwendungen für Rechtsstreitigkeiten" in Höhe von TEUR 6.901 resultieren aus dem unerwarteten Schiedsspruch in der Sache Lledó Iluminatión S.A., Spanien, gegen die Zumtobel Lighting GmbH, Österreich, im Zusammenhang mit der Beendigung eines Vertragshändlervertrages aus dem Jahr 2008 sowie den hiermit verbundenen Rechts- und Beratungskosten.

Effekte aus Endkonsolidierungen sind unter den "Konsolidierungskreisänderungen" dargestellt. Diese betreffen im Geschäftsjahr 2016/17 mit einem positiven Effekt in Höhe von TEUR 423 die Endkonsolidierung der liquidierten australischen Gesellschaft ATCO Industrial Pty Limited. Ebenso sind Aufwendungen aus der Liquidation der Thorn Lighting (Mauritius) Holdings Ltd. mit einem Aufwand in Höhe von TEUR 26 und der acdc lighting systems limited mit TEUR 5 in dieser Position berücksichtigt.

Im Geschäftsjahr 2015/16 wirkten in dieser Position der Verkauf der neuseeländischen Gesellschaft Tridonic NZ mit einem positiven Effekt in Höhe von TEUR 1.229. In Summe wurden Nettovermögenswerte im Ausmaß von TEUR 1.539 veräußert. Zudem wurden TEUR 135 unter der Position "Wertminderungen von Umlaufvermögen" ausgewiesen, welche im Zusammenhang mit dieser Veräußerung standen. Aus der Liquidation der Zumtobel Pool AG, Schweiz, resultierte ein zusätzlicher Ertrag von TEUR 11.

2.6.4.4 Zinsergebnis

Im Zinsaufwand sind vor allem Zinsen und Spesen für den laufenden Konsortialkreditvertrag als auch Zinsen aus dem Leasingvertrag für die Fabrik in England in Höhe von TEUR 1.768 (VJ TEUR 2.116) enthalten.

2.6.4.5 Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge
in TEUR 2016/17 2015/16
Zinskomponente gemäß IAS 19 abzüglich Erträge aus Planvermögen -3.570 -4.686
Fremdwährungsergebnis -3.394 -3.244
Marktbewertung von Finanzinstrumenten -1.497 8.432
Veräußerungsverluste -3 -11
Summe -8.464 491

Das Fremdwährungsergebnis enthält realisierte und unrealisierte Fremdwährungskursgewinne bzw. -verluste aus Forderungen und Verbindlichkeiten sowie realisierte Fremdwährungskursgewinne bzw. -verluste aus Devisentermingeschäften.

Die Position "Marktbewertung von Finanzinstrumenten" zeigt das Ergebnis aus der Bewertung von Devisentermingeschäften mit den jeweiligen Marktwerten zum Abschlussstichtag. Das negative Bewertungsergebnis per 30. April 2017 resultiert aus Finanzinstrumenten, die im Berichtszeitraum einen negativen Marktwert gebildet haben (im wesentlichen Devisenterminkontrakte in US-Dollar), beziehungsweise aus der Realisierung von Fremdwährungsderivaten mit vormals positivem Marktwert im operativen Ergebnis (insbesondere Devisenterminkontrakte in Britischen Pfund).

2.6.4.6 Ertragsteuern

Die Aufteilung der Ertragsteuern auf laufende und latente Steuern ist wie folgt:

in TEUR 2016/17 2015/16
Laufende Steuern -7.016 -6.066
davon laufendes Jahr -6.901 -6.239
davon vergangene Jahre -115 173
Latente Steuern -573 2.374
Ertragsteuern -7.589 -3.692

Der tatsächliche Steuersatz stellt einen gewichteten Durchschnitt aller im Konsolidierungskreis enthaltenen Gesellschaften dar und beträgt 25,2% (VJ 23,7%).

Die Ursachen für den Unterschied zwischen rechnerischem und ausgewiesenem Ertragsteueraufwand im Konzern stellen sich folgendermaßen dar:

Differenz rechnerischer/ausgewiesener ausgewiesener Ertragsteueraufwand Ertragsteueraufwand

in TEUR 2016/17 2015/16
Ergebnis vor Ertragsteuern 30.070 15.578
Rechnerischer Ertragsteuerertrag (-aufwand), der sich aus dem inländischen Steuersatz von 25% ergibt -7.517 -3.894
Differenz rechnerischer/ausgewiesener Ertragsteueraufwand -72 202
Nicht abzugsfähige Aufwendungen -3.714 -5.110
Ausländische Steuersätze 1.883 -1.019
Bewertungsabschläge für latente Steuern 5.109 559
Steuerfreie Erträge 2.283 2.076
Sonstige Posten -5.633 3.696
Gesamter Ertragsteueraufwand -7.589 -3.692

Auf steuerliche Beteiligungsabschreibungen wurden auf Ebene des Gruppenträgers und der beteiligten Körperschaften latente Steuern in Höhe von TEUR 8.162 gebildet (VJ TEUR 5.853). Dies entspricht einer latenten Steuer auf 100% der offenen Teilwertabschreibungen in Österreich.

Seit dem Wirtschaftsjahr 2004/05 wird in Österreich von der Möglichkeit der Errichtung einer steuerlichen Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG Gebrauch gemacht. Zu diesem Zwecke wurde zwischen der Zumtobel Group AG als Gruppenträger und den Gruppenmitgliedern Zumtobel Lighting GmbH (beteiligte Körperschaft), ZG Lighting Austria GmbH (vormals Zumtobel Licht GmbH), Zumtobel Holding GmbH, Zumtobel Insurance Management GmbH (beteiligte Körperschaft), Zumtobel Pool GmbH, Tridonic GmbH (beteiligte Körperschaft), Tridonic Jennersdorf GmbH, Tridonic Holding GmbH, LEDON Lighting GmbH, Zumtobel LED Holding GmbH (beteiligte Körperschaft) und Zumtobel LED GmbH ein Steuerumlagevertrag abgeschlossen.

In diesem Steuerumlagevertrag wurde vereinbart, dass ein nach den Vorschriften des KStG und EStG ermittelter steuerpflichtiger Gewinn oder Verlust im Sinne der stufenweisen Ergebniszurechnung an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger weiterzuverrechnen ist. Ein auf Basis des steuerpflichtigen Gewinnes des Gruppenmitglieds ermittelter Steueraufwand ist unabhängig davon, in welcher Höhe der Gruppenträger insgesamt für das betreffende Wirtschaftsjahr und für die gesamte Unternehmensgruppe Körperschaftsteuer schuldet, als Steuerumlage an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger zu entrichten. Im Falle eines steuerlichen Verlustes des Gruppenmitgliedes verpflichtet sich die beteiligte Körperschaft bzw. der Gruppenträger, diese Verluste als internen Verlustvortrag für zukünftige verrechenbare Gewinne des jeweiligen Gruppenmitgliedes evident zu halten. Das Gruppenmitglied wiederum ist verpflichtet, im Falle eines steuerlichen Verlustes die Mindestkörperschaftsteuer an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger zu entrichten. Vorgruppen- und Außergruppenverluste iSd § 9 KStG werden unter Berücksichtigung einer allfälligen Vortrags- und Verrechnungsgrenze gegen die steuerlichen Gewinne des jeweiligen Gruppenmitglieds bzw. des Gruppenträgers verrechnet.

Beteiligungserträge inländischer Tochtergesellschaften sind grundsätzlich in Österreich steuerbefreit. Seit 2009 sind Dividenden von EU- und EWR-Beteiligungen ebenfalls in der Regel von der österreichischen Körperschaftsteuer befreit, sofern gewisse Voraussetzungen erfüllt sind. Dividenden sonstiger ausländischer Beteiligungen, an denen der Konzern einen Anteil von 10% oder mehr besitzt, sind ebenfalls auf der Ebene der österreichischen Muttergesellschaft steuerbefreit.

2.6.4.7 Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen

Das Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen betrifft die Auflösung einer Verbindlichkeit in Zusammenhang mit dem Reorganisationsverfahren der Space Cannon VH SRL, Italien. Die Space Cannon VH SRL war Teil des im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 aufgegebenen Bereichs der Eventbeleuchtung. Das Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen betrug TEUR 2.833, darauf entfallen Ertragsteuern in Höhe von TEUR 118.

2.6.4.8 Ergebnis je Aktie

Für die Berechnung der Kennzahl "Ergebnis je Aktie" wurde das Jahresergebnis herangezogen.

Aus den Gewinnrücklagen und dem Konzernergebnis kann maximal jener Betrag an die Aktionäre ausgeschüttet werden, der unter dem Posten "Bilanzgewinn" – reduziert um die ausschüttungsgesperrten latenten Steuern - im nach österreichischem Unternehmensrecht aufgestellten Einzelabschluss der Zumtobel Group AG ausgewiesen ist (TEUR 81.962; VJ TEUR 76.304).

Überleitung der Anzahl ausstehender Zumtobel Aktien (in 1.000 Stk.):

Geschäftsjahr Geschäftsjahr2016/17

in 1.000 Stk. Stichtag Durchschnitt
1. Mai 2016 43.147 43.147
Aktienoptionen – Ausübungen 0 0
30. April 2017 43.147 43.147

Geschäftsjahr 20 Geschäftsjahr 2015/16

in 1.000 Stk. Stichtag Durchschnitt
1. Mai 2015 43.146 43.146
Aktienoptionen – Ausübungen 1 1
30. April 2016 43.147 43.147

2.6.5 Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

2.6.5.1 Währungsdifferenzen

Die Währungsdifferenzen resultieren aus der Differenz des zum Erstkonsolidierungsstichtag vorliegenden historischen Umrechnungskurses und des aktuellen Stichtagskurses am Bilanzstichtag der nicht in Euro berichtenden Gesellschaften sowie aus der Differenz der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem monatlichen Durchschnittskurs und dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag. Ebenso in den Währungsdifferenzen berücksichtigt ist die währungsbedingte Anpassung der Firmenwerte in Höhe von TEUR -2.884 (VJ TEUR -3.187). In der Währungsrücklage ist überdies ein Währungseffekt resultierend aus nicht beherrschenden Anteilen in Höhe von TEUR 18 (VJ TEUR -35) enthalten. Bei Endkonsolidierung einer Konzerngesellschaft, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, wird die Fremdwährungsrücklage nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert und im Endkonsolidierungsergebnis berücksichtigt.

2.6.5.2 Währungsdifferenzen aus Darlehen

Die Währungsdifferenzen aus Darlehen in Höhe von TEUR -4.604 (VJ TEUR -4.819) resultieren aus langfristigen Konzerndarlehen in GBP und USD, welche gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" als Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe zu qualifizieren und aus diesem Grund im Gesamtergebnis auszuweisen sind. Ferner sind in dieser Position auch Währungsdifferenzen aus einem Zinssicherungsgeschäft enthalten.

2.6.5.3 Versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust

In den gesamten versicherungsmathematischen Verlusten des Geschäftsjahres 2016/17 in Höhe von TEUR 11.168 (VJ Gewinn TEUR 23.139) sind Verluste in Höhe von TEUR 16.617 (VJ Gewinn TEUR 10.454) für einen Pensionsplan in Großbritannien enthalten, die im Wesentlichen auf den Rückgang des Zinssatzes in UK von 3,3% auf 2,5% zurückzuführen ist.

2.6.5.4 Hedge Accounting

Der unter Hedge Accounting ausgewiesene Betrag von TEUR 1.339 (VJ 1.083) resultiert aus der Veränderung des Marktwerts der Derivative, die sich für Hedge Accounting qualifizieren, und zur Absicherung gegen Zinsänderungsrisiken abgeschlossen worden sind.

2.6.5.5 Latente Steuern

Die im Geschäftsjahr in der Gesamtergebnisrechnung erfassten latenten Steuern in Höhe von TEUR -364 (VJ TEUR -1.527) betreffen mit TEUR -31 (VJ TEUR -1.212) die Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen aufgrund versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" sowie mit TEUR -333 (VJ TEUR -315) die Hedge Accounting-Rücklage. Für die versicherungsmathematischen Verluste, welche auf einen Pensionsplan in einer britischen Konzerngesellschaft entfallen, wurden mangels Werthaltigkeit keine aktiven latenten Steuern erfasst.

2.6.6 Erläuterungen zur Bilanz

2.6.6.1 Firmenwerte

Der aus dem Erwerb der Thorn Lighting Gruppe entstandene Firmenwert wird entsprechend der Organisationsstruktur der "ZGE Lighting" zugeordnet und auf Ebene des gesamten Leuchtensegmentes auf Werthaltigkeit getestet. Die "ZGE Lighting" entspricht dem operativen "Lighting Segment" im Sinne des IFRS 8.5.

Lighting Components Summe
in TEUR Segment Segment
30. April 2015 196.834 2.057 198.891
Währungseffekte -3.187 0 -3.187
Zugang Firmenwert 13.386 0 13.386
30. April 2016 207.033 2.057 209.090
Währungseffekte -2.884 0 -2.884
Anpassung Firmenwert -8.396 0 -8.396
30. April 2017 195.753 2.057 197.810

Der ursprüngliche "Thorn Lighting Gruppe"-Firmenwert hatte historische Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 543.661. Die kumulierte Firmenwertabschreibung bis zum 30. April 2015 belief sich auf TEUR 338.278, der kumulierte Währungseffekt auf TEUR -8.549.

Durch die Anwendung der IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" ergibt sich im Geschäftsjahr 2016/17 eine nicht erfolgswirksame währungsbedingte Anpassung der Firmenwerte von TEUR -2.884 (VJ TEUR -3.187). In der Segmentberichterstattung sind diese Währungseffekte dem Vermögen des Lighting Segmentes zugeordnet.

In den Firmenwerten ist auch ein Goodwill aus der Akquisition der acdc Unternehmensgruppe enthalten: Im Geschäftsjahr 2015/16 erwarb die Zumtobel Group den Mehrheitsanteil (60%) des britischen LED-Leuchtenherstellers AC/DC LED Holdings Ltd (acdc) und somit der acdc Unternehmensgruppe. Der Kaufpreis für den Mehrheitsanteil (60%) orientierte sich an der Bilanzstruktur von acdc zum Erwerbszeitpunkt.

Des Weiteren wurde mit dem Veräußerer eine Call/Put-Option eingegangen, den verbleibenden Minderheitenanteil von 40% im Jahr 2020 zu erwerben. Der Kaufpreis für den Minderheitenanteil ist an die zukünftige Umsatzentwicklung von acdc gekoppelt. Der Inhaber der Minderheitenanteile hat keinen Zugang mehr zu Rückflüssen des Unternehmens, weswegen für die Bewertung der restlichen 40% die "anticipated acquisition Method" angewendet wurde. Nach dieser Methode wurden bereits zum Erwerbszeitpunkt 100% der Anteile bilanziell erfasst und kein Minderheitenanteil ausgewiesen. Der für die Verpflichtung aus der Call/Put-Option in den Anschaffungskosten berücksichtigte Betrag wurde als langfristige Verbindlichkeit eingestellt.

Sollten innerhalb eines Jahres vom Erwerbszeitpunkt neue Informationen über Tatsachen und Umstände bekannt werden, die zum Erwerbszeitpunkt bestanden und die zu Berichtigungen der angesetzten Beträge oder zu zusätzlichen Rückstellungen geführt hätten, wird die Bilanzierung des Unternehmenserwerbs angepasst. In diesem Zusammenhang wurde im dritten Quartal des Vorjahres nachträglich die Bewertung der Vorräte um TEUR -412 angepasst. Weiters konnte die Rückstellung für Lizenzgebühren im Vorjahr um TEUR 2.255 reduziert werden. Aufgrund einer Vertragsvereinbarung mit dem Verkäufer führte diese Reduktion zu einer Kaufpreiserhöhung von TEUR 766.

Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016/17 wurde im Rahmen der Anpassung der Bilanzierung des Unternehmenserwerbes von acdc die Verbindlichkeit für die Verpflichtung aus der Call/Put-Option um TEUR 8.396 auf TEUR 406 reduziert. Korrespondierend wurde der Firmenwert aus dem Unternehmenserwerb von TEUR 13.386 auf TEUR 4.990 angepasst.

Die folgende Übersicht stellt zusammenfassend die angepassten Werte der übernommenen Vermögenswerte und Schulden dar sowie den für den Unternehmenserwerb vereinbarten Kaufpreis.

in TEUR acdc
Übrige immaterielle Vermögenswerte 3.048
Sachanlagen 1.279
Finanzielle Vermögenswerte 13
Vorräte 1.622
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen & Übrige Vermögenswerte 2.227
Finanzmittelfonds 44
Finanzschulden -4.572
Übrige Rückstellungen -714
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen & Übrige Verbindlichkeiten -2.179
Kaufpreis 5.758
davon Zahlungsmittel 5.352
davon Call/Put-Option 406
Eigenkapital 768
Firmenwert 4.990

2.6.6.2 Übrige immaterielle Vermögenswerte

Geschäftsjahr Geschäftsjahr2016/17

in TEUR Patente, Lizenzen
und ähnliche
Entwicklungskosten
und ähnliche
Summe
Anschaffungskosten
30. April 2016 52.881 150.928 203.809
Währungsumrechnung 109 -434 -325
Zugänge 3.810 13.123 16.933
Abgänge -2.240 -1.144 -3.384
Umbuchungen 18 0 18
30. April 2017 54.578 162.473 217.051
Kumulierte Abschreibung
30. April 2016 -40.969 -104.487 -145.456
Währungsumrechnung 0 397 397
Planmäßige Abschreibung -3.877 -17.406 -21.283
Abgänge 2.239 0 2.239
30. April 2017 -42.607 -121.496 -164.103
Nettobuchwert 30. April 2016 11.912 46.441 58.353
Nettobuchwert 30. April 2017 11.971 40.977 52.948

Entwicklungskosten und ähnliche Entwicklungskosten und

In dieser Position sind selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte gemäß IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" enthalten. Die Zugänge zu Anschaffungskosten inklusive Umbuchungen beinhalten aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 13.123 (VJ TEUR 18.054). Bei diesen Zugängen handelt es sich überwiegend um Produktentwicklungen im Leuchten- und Lichtkomponentenbereich, wovon zum Bilanzstichtag TEUR 10.165 (VJ TEUR 10.424) noch nicht zum Gebrauch verfügbar sind.

Geschäftsjahr 201 2015/16

in TEUR Patente, Lizenzen
und ähnliche
Entwicklungskosten
und ähnliche
Summe
Anschaffungskosten
30. April 2015 48.526 138.000 186.526
Währungsumrechnung -299 -873 -1.172
Konsolidierungskreisänderungen 3.048 0 3.048
Zugänge 1.994 18.060 20.054
Abgänge -414 -4.259 -4.673
Umbuchungen 26 0 26
30. April 2016 52.881 150.928 203.809
Kumulierte Abschreibung
30. April 2015 -37.896 -88.090 -125.986
Währungsumrechnung 62 846 908
Planmäßige Abschreibung -3.544 -19.626 -23.170
Wertminderung 0 -1.014 -1.014
Abgänge 409 3.397 3.806
30. April 2016 -40.969 -104.487 -145.456
Nettobuchwert 30. April 2015 10.630 49.910 60.540
Nettobuchwert 30. April 2016 11.912 46.441 58.353

Die Wertminderung des Vorjahres betrifft ein aktiviertes Entwicklungsprojekt im Components Segment, das aufgrund einer Anpassung des Produktportfolios wertberichtigt wurde.

2.6.6.3 Sachanlagen

Geschäftsjahr Geschäftsjahr2016/17

Land & Gebäude Fabriksanlagen &
Maschinen
Sonstiges
Anlagevermögen
Anlagen in Bau &
geleistete
Summe
in TEUR Anzahlungen
Anschaffungskosten
30. April 2016 244.973 365.782 107.658 7.827 726.240
Währungsumrechnung -3.149 -5.401 -72 -65 -8.687
Konsolidierungskreisänderungen 0 0 -273 0 -273
Zugänge 3.131 6.921 5.075 13.141 28.268
Abgänge -7.277 -20.563 -4.036 0 -31.876
Umbuchungen -12.475 -9.058 -288 -12.574 -34.395
30. April 2017 225.203 337.681 108.064 8.329 679.277
Kumulierte Abschreibung
30. April 2016 -126.864 -289.271 -86.297 0 -502.432
Währungsumrechnung 1.220 4.063 -9 0 5.274
Konsolidierungskreisänderungen 0 0 273 0 273
Planmäßige Abschreibung -10.288 -21.379 -7.346 0 -39.013
Wertminderung -89 -55 0 0 -144
Abgänge 5.936 19.593 3.717 0 29.246
Umbuchungen 11.402 18.240 1.403 0 31.045
30. April 2017 -118.683 -268.809 -88.259 0 -475.751
Nettobuchwert 30. April 2016 118.109 76.511 21.361 7.827 223.808
Nettobuchwert 30. April 2017 106.520 68.872 19.805 8.329 203.526

Die Umbuchungen bei den Anschaffungskosten sowie die Umbuchungen bei den Abschreibungen betreffen im Wesentlichen den geplanten Verkauf des Produktionswerkes in Les Andelys, Frankreich, welches nach IFRS 5 bewertet wurde (siehe auch Kapitel 2.6.6.12).

Im Rahmen der vorhandenen Kreditverträge sind keine Sachanlagen als Sicherheiten verpfändet.

Ferner bestehen Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen in Höhe von TEUR 3.400 (VJ TEUR 3.463). Diese teilen sich auf wie folgt: Land und Gebäude TEUR 593 (VJ TEUR 208), Fabriksanlagen und Maschinen TEUR 2.428 (VJ TEUR 2.988), sonstiges Anlagevermögen TEUR 379 (VJ TEUR 267).

Die Position "Anlagen in Bau und geleistete Anzahlungen" teilt sich auf wie folgt: Land und Gebäude TEUR 283 (VJ TEUR 581), Fabriksanlagen und Maschinen TEUR 7.762 (VJ TEUR 7.052) und sonstiges Anlagevermögen TEUR 165 (VJ TEUR 194).

Geschäftsjahr Geschäftsjahr2015/16

Land & Gebäude Fabriksanlagen &
Maschinen
Sonstiges
Anlagevermögen
Anlagen in Bau &
geleistete
Summe
in TEUR Anzahlungen
Anschaffungskosten
30. April 2015 254.128 364.615 112.493 16.660 747.896
Währungsumrechnung -4.129 -6.831 -1.494 -258 -12.712
Konsolidierungskreisänderungen 491 1.155 838 11 2.495
Zugänge 5.319 11.575 8.121 13.297 38.312
Abgänge -11.977 -26.557 -11.191 0 -49.725
Umbuchungen 1.141 21.825 -1.109 -21.883 -26
30. April 2016 244.973 365.782 107.658 7.827 726.240
Kumulierte Abschreibung
30. April 2015 -128.632 -293.309 -89.274 -10 -511.225
Währungsumrechnung 1.945 5.326 1.187 2 8.460
Konsolidierungskreisänderungen -311 -392 -513 0 -1.216
Planmäßige Abschreibung -9.665 -20.794 -10.186 0 -40.645
Wertminderung 0 -2.702 0 0 -2.702
Abgänge 10.480 24.461 9.947 8 44.896
Umbuchungen -681 -1.861 2.542 0 0
30. April 2016 -126.864 -289.271 -86.297 0 -502.432
Nettobuchwert 30. April 2015 125.496 71.306 23.219 16.650 236.671
Nettobuchwert 30. April 2016 118.109 76.511 21.361 7.827 223.808

Die Wertminderung auf die Fabriksanlagen und Maschinen des Vorjahres in Höhe von TEUR 2.702 betrifft das Lighting Segment und ist im Wesentlichen mit TEUR 1.893 auf die geplante Schließung des Standortes Usingen, Deutschland, sowie mit TEUR 767 auf Abschreibungen von Werkzeugen für zwei Produktlinien, deren Produktion weitgehend eingestellt wurde, zurückzuführen.

2.6.6.4 Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen

Bei zwei (VJ zwei) Unternehmen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist, handelt es sich um assoziierte Unternehmen. Es besteht auf wesentliche Bereiche der Finanz- oder Geschäftspolitik ein maßgeblicher Einfluss, diese werden jedoch nicht beherrscht. Daher werden diese Unternehmen zum Bilanzstichtag 30. April 2017 "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen:

Die spanische Gesellschaft Staff Iberica S.A., an der 50% der Anteile gehalten werden, ist ein assoziiertes Unternehmen im Sinne des IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" und wird ebenfalls "at equity" bilanziert. Unternehmensgegenstand ist die Herstellung von Erzeugnissen aus Metall, Kunststoff und Holz, deren Bearbeitung und die Montage von Lampen sowie der Handel und die Ein- und Ausfuhr von Leuchten.

Die LEXEDIS Lighting GmbH, Österreich ist gemäß den Kriterien des IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" als Gemeinschaftsunternehmen zu klassifizieren, da deren Führung gemeinschaftlich mit einem gleichberechtigten Partner erfolgt. Die "at equity"-Bewertung wird aufgrund der bisher angesammelten Verluste ausgesetzt. Gegenstand der Unternehmung sind Entwicklung, Herstellung und Vertrieb und Handel mit LED-Produkten (Light Emitting Diodes). Der im Geschäftsjahr 2016/17 erwirtschaftete Gewinn wurde den Verlusten gegenübergestellt. Übersteigen die Gewinne die angesammelten Verluste (in Höhe von TEUR 4.334), wird die Bewertung wieder aufgenommen. Zur weiteren Finanzierung der Gesellschaft wurde in der Vergangenheit ein Genussrecht gewährt (Risikokapital), welches aufgrund der angesammelten Verluste ebenfalls bereits abgeschrieben ist.

Nachfolgend die wichtigsten Kennzahlen der assoziierten Unternehmen:

in TEUR Staff Iberica S.A. LEXEDIS Lighting GmbH
30. April 2017
Vermögen 4.925 3.770
Langfristiges Vermögen 438 0
Kurzfristiges Vermögen 4.487 3.770
Schulden 1.288 5.503
Langfristige Schulden 0 3.500
Kurzfristige Schulden 1.288 2.003
Eigenkapital 3.637 -1.733
Umsatzerlöse 4.228 16.359
Jahresergebnis -832 220

Die Ergebnisbeiträge sowie die Bilanzsummen der assoziierten Unternehmen sind für die Zumtobel Group unwesentlich. Daher erfolgt keine detaillierte Aufgliederung der anteiligen Werte.

Zum Bilanzstichtag bestehen kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 1.157 (VJ TEUR 775). Es waren keine Wertberichtigungen vorzunehmen. Zwischen den jeweiligen Muttergesellschaften und den "at equity" bilanzierten Gesellschaften bestehen operative Liefer- und Leistungsbeziehungen.

Zum 30. April 2017 besteht eine Finanzforderung gegenüber einem assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 467 (VJ Finanzverbindlichkeit TEUR 325).

Im Zusammenhang mit Anteilen an assoziierten Unternehmen ist ein passiver latenter Steuerposten in Höhe von TEUR 155 (VJ passiver latenter Steuerposten in Höhe von TEUR 259) angefallen, welcher gemäß IAS 12.39 "Ertragsteuern" nicht bilanziert wurde.

2.6.6.5 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen

An den nachstehenden Unternehmen bestehen nicht beherrschende Anteile:

Gesellschaft Land Geschäftssegment 30. April 2017 30. April 2016
Zumtobel Lighting Saudi Arabia Limited Saudi-Arabien Lighting Segment 0% 49%
Thorn Gulf LCC UAE Lighting Segment 51% 51%
Thorn Lighting Limited Liability Qatar Lighting Segment 51% 51%

Die Anteile an der Zumtobel Lighting Saudi Arabia Limited wurden im Geschäftsjahr 2016/17 zum anteiligen Eigenkapital verkauft. Das dem nicht beherrschenden Anteil zuordenbare Jahresergebnis bis zum Verkauf betrug TEUR -376. Die sonstigen Gesamtergebnisbestandteile betrugen TEUR -97.

Aufgrund zusätzlicher vertraglicher Vereinbarungen beherrscht die Zumtobel Group die Thorn Gulf LCC, UAE und die Thorn Lighting Limited Liability, Qatar im Sinne des IFRS 10 "Konzernabschlüsse" und bezieht diese voll in den Konzernabschluss ein.

In den folgenden Tabellen werden zusammengefasste Finanzinformationen zu den Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen dargestellt. Es handelt sich um Informationen vor konzerninternen Eliminierungen:

Thorn Thorn
Lighting Zumtobel Lighting
Limited Lighting Saudi Limited
Thorn Gulf Liability, Arabia Limited, Thorn Gulf Liability,
Bilanz LCC, UAE Qatar Summe Saudi-Arabien LCC, UAE Qatar Summe
in TEUR 30. April 2017 30. April 2016
Langfristiges Vermögen 275 128 403 162 146 164 472
Kurzfristiges Vermögen 6.820 4.740 11.560 248 8.926 3.050 12.224
Vermögen 7.095 4.868 11.963 410 9.072 3.214 12.696
Kurzfristige Schulden 1.671 3.154 4.825 955 3.784 1.990 6.729
Eigenkapital 5.384 1.714 7.098 -545 5.288 1.224 5.967
Eigenkapital und Schulden 7.095 4.868 11.963 410 9.072 3.214 12.696
Kapitalerhöhungen 1.498
Dividenden -989
Gesamtergebnisrechnung Thorn Gulf
LCC, UAE
Thorn
Lighting
Limited
Liability,
Qatar
Summe Zumtobel
Lighting Saudi
Arabia Limited,
Saudi-Arabien
Thorn Gulf
LCC, UAE
Thorn
Lighting
Limited
Liability,
Qatar
Summe
in TEUR 2016/17 2015/16
Umsatzerlöse 6.937 5.575 12.512 0 8.105 3.859 11.963
Jahresergebnis -133 443 310 -1.197 1.274 738 815
davon den nicht beherrschenden Anteilen
zuordenbar
-53 222 169 -360 510 369 519
Sonstige Gesamtergebnisbestandteile 229 47 277 24 -74 -26 -76
davon den nicht beherrschenden Anteilen
zuordenbar
92 24 116 8 -30 -13 -35
An nicht beherrschende Anteile bezahlte
Dividende
-396 -396
Cashflow Thorn Gulf
LCC, UAE
Thorn
Lighting
Limited
Liability,
Qatar
Summe Zumtobel
Lighting Saudi
Arabia Limited,
Saudi-Arabien
Thorn Gulf
LCC, UAE
Thorn
Lighting
Limited
Liability,
Qatar
Summe
in TEUR 2016/17 2015/16
Cashflow aus dem operativen Geschäft 131 1.061 1.192 -1.372 3.399 515 2.542
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -181 -2 -183 -10 -152 -174 -336
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -48 141 93 1.503 -1.063 15 455
Nettozunahme/-abnahme liquider Mittel -98 1.200 1.102 121 2.184 356 2.661

2.6.6.6 Finanzielle Vermögenswerte

Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Depotguthaben, Wertpapiere und Wertrechte als auch Gesellschaftsanteile.

Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten vorwiegend eine kurzfristige Finanzforderung gegenüber einem assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 467 (VJ TEUR 0) und aktive Marktwerte aus Absicherungspositionen in Höhe von TEUR 1.086 (VJ TEUR 2.294).

Bezüglich einer Detailaufstellung wird auf Kapitel 2.6.10.1 verwiesen.

2.6.6.7 Übrige Vermögenswerte

Die übrigen lang- und kurzfristigen Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 30. April 2017 30. April 2016
Deckungskapital Gruppenlebensversicherung 3.440 3.556
Sonstige 1.435 878
Übrige langfristige Vermögenswerte 4.875 4.434
Aktive Rechnungsabgrenzungen 8.087 8.915
Steuerforderungen 13.691 14.391
Geleistete Anzahlungen 871 1.056
Sonstige 12.367 8.271
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 35.016 32.633

Die Position "Deckungskapital Gruppenlebensversicherung" betrifft die Zumtobel Gesellschaften in Deutschland. Diese Vermögenswerte dienen zur Finanzierung von Pensionsverpflichtungen einer deutschen Gruppengesellschaft, die aber nicht als Planvermögen gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" zu qualifizieren sind.

Die Steuerforderungen betreffen hauptsächlich Forderungen im Zusammenhang mit Umsatzsteuern.

In der Position "Sonstige" sind überwiegend abgegrenzte Forschungsförderungen in Höhe von TEUR 3.637 (VJ TEUR 1.328), Forderungen aus Altersteilzeit gegenüber Arbeitnehmern in Deutschland in Höhe von TEUR 980 (VJ TEUR 1.605) und vorausbezahlte Pensionskassenbeiträge aus den Schweizer Pensionsplänen in Höhe von TEUR 1.113 (VJ TEUR 1.128) enthalten.

2.6.6.8 Latente Steuern

Unter den aktiven und passiven latenten Steuern in der Bilanz werden Unterschiedsbeträge ausgewiesen, die sich aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen der Konzern- und der steuerlichen Bewertung von Vermögenswerten und Schulden ergeben. Daraus resultieren folgende latente Steuern:

30. April 2017 30. April 2016
in TEUR Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Übrige immaterielle Vermögenswerte 104 10.149 73 11.188
Sachanlagen 1.833 2.172 1.672 2.751
Finanzielle Vermögenswerte 7 0 0 288
Vorräte 5.823 80 4.142 59
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 1.022 648 950 846
Übrige Forderungen 31 3.998 0 4.679
Latente Steuern, welche auf zu Veräußerungszwecken gehaltenes Vermögen &
gehaltene Verbindlichkeiten umgegliedert werden
326 0 0 0
Langfristige Rückstellungen 19.898 0 20.248 27
Übrige Rückstellungen 1.253 870 3.799 1.327
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 3.353 340 4.282 229
Verlustvorträge 132.874 0 145.136 0
Latente Steuerguthaben bzw. -verbindlichkeiten 166.524 18.257 180.302 21.394
Bewertungsabschläge für latente Steuern -106.107 -115.649
Saldierung von aktiven und passiven Steuern gegenüber derselben Steuerbehörde -17.710 -17.710 -19.770 -19.770
Latente Steuern 42.707 547 44.883 1.624

Im Konzernabschluss wurden für Verlustvorträge und sonstige temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 424.429 (VJ TEUR 462.596) keine latenten Steuern aktiviert, da deren Verbrauch nicht ausreichend gesichert ist. TEUR 14.947 (VJ TEUR 32.957) der steuerlichen Verlustvorträge verfallen innerhalb von zehn Jahren. In Übereinstimmung mit IAS 12.39 "Ertragsteuern" wurde keine latente Steuerschuld für zeitliche Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften gebildet. Die Steuer auf die Differenz zwischen dem steuerlichen Buchwert und dem IFRS-Eigenkapital beträgt TEUR 24.055. Für die Berechnung der latenten Steuern wurden konzernweit die Landessteuersätze angesetzt. Latente Steuern auf Verlustvorträge werden nur insoweit aktiviert, als ihnen im Verwertungszeitraum passive Steuerlatenzen gegenüberstehen oder die Verwertung der Verlustvorträge ausreichend gesichert ist.

Die im Geschäftsjahr in der Gesamtergebnisrechnung erfassten latenten Steuern in Höhe von TEUR -364 (VJ TEUR -1.527) betreffen mit TEUR -31 (VJ TEUR -1.212) die Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen aufgrund versicherungsmathematischer Gewinne/Verluste gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" sowie mit TEUR -333 (VJ TEUR -315) die Hedge Accounting-Rücklage.

2.6.6.9 Vorräte

Der Aufriss der Vorräte in Bruttowert und Wertberichtigungen, unterteilt nach Vorratsklassen, gliedert sich wie folgt:

in TEUR 30. April 2017 30. April 2016
Rohmaterial 60.143 66.093
Bruttowert 71.576 79.130
Wertberichtigungen -11.433 -13.037
Ware in Arbeit 3.329 3.027
Halbfabrikate 10.393 10.261
Bruttowert 11.683 11.996
Wertberichtigungen -1.290 -1.735
Handelswaren 30.553 23.486
Bruttowert 35.390 27.185
Wertberichtigungen -4.837 -3.699
Fertigfabrikate 92.594 84.570
Bruttowert 108.846 99.625
Wertberichtigungen -16.252 -15.055
Vorräte 197.012 187.437

Die in Summe ergebnismindernd erfassten Veränderungen der Wertberichtigungen zu Vorräten belaufen sich im Geschäftsjahr 2016/17 auf TEUR -286 (VJ TEUR -7.205).

Im Lighting Segment sind im laufenden Geschäftsjahr Wertminderungen des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 1.237 angefallen. Diese betreffen noch die Verlagerung der Produktion von Landskrona, Schweden, nach Spennymoor, Großbritannien. Gegenläufig konnten im Rahmen der Veräußerung von Umlaufvermögen des geschlossenen Werkes in Usingen, Deutschland, Wertaufholungen in Höhe von TEUR 989 erfasst werden.

Im Geschäftsjahr 2015/16 wurden im Components Segment Wertminderungen des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 135 in Zusammenhang mit der Veräußerung der neuseeländischen Gesellschaft Tridonic NZ Limited erfasst.

Im Geschäftsjahr 2015/16 betraf die ausgewiesene "Wertminderung des Umlaufvermögens" mit TEUR 814 noch die Verlagerung der Produktion von Landskrona, Schweden, nach Spennymoor, Großbritannien, mit TEUR 430 noch die Schließung des Werkes in Tianjin, China, sowie mit TEUR 500 die Schließung des Produktionswerkes in Usingen, Deutschland.

2.6.6.10 Forderungen aus Lieferungen & Leistungen

in TEUR 30. April 2017 30. April 2016
Lieferforderungen brutto 227.755 250.748
Wertberichtigungen zu Forderungen -10.764 -10.598
Rückstellung für Kundenboni und Skonti -18.761 -19.281
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 198.230 220.869

Im Kapitel 2.6.11.1 werden Details zu den Wertberichtigungen erläutert.

Die im Rahmen einer Factoringvereinbarung einiger Konzerngesellschaften verkauften Forderungen betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 49.662 (VJ TEUR 35.720). In den ausgewiesenen Bruttoforderungen sind die Beträge, welche im Rahmen der Factoringvereinbarung bevorschusst wurden, bereits vollständig abgezogen.

2.6.6.11 Liquide Mittel

Die liquiden Mittel setzen sich aus Bankguthaben, Kassenbeständen und Schecks zusammen. Von den Bankguthaben kann über einen Gesamtbetrag von TEUR 375 (VJ TEUR 205) nicht frei verfügt werden. Aufgrund der Fristigkeit dieser Mittel entspricht der Buchwert der liquiden Mittel dem Marktwert.

2.6.6.12 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden

Am 12. Dezember 2016 verkündete die Zumtobel Group die Prüfung einer langfristigen strategischen Partnerschaft für die Produktionsstätte im französischen Les Andelys mit der Active' Invest SAS. Diese Partnerschaft würde den Transfer des Werkes in Les Andelys an die französische Industrie-Gruppe bedeuten. Dabei bliebe die Zumtobel Group 10%-Minderheitengesellschafter des neuen Unternehmens.

Aufgrund der fortgeschrittenen Verhandlungen mit Active' Invest werden die mit dem Werk verbundenen Vermögenswerte und Schulden (Veräußerungsgruppe) zum Bilanzstichtag nach IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" bewertet und als kurzfristig ausgewiesen. Als "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" gelten Vermögenswerte, die in ihrem gegenwärtigen Zustand sofort veräußerbar sind und deren Veräußerung hochwahrscheinlich ist. Schulden, die zusammen mit Vermögenswerten in einer Transaktion abgehen werden, sind Bestandteil der Veräußerungsgruppe. Der Abschluss der Verhandlungen und die Veräußerung der Produktionsstätte Les Andelys werden für den Sommer 2017 anvisiert.

Bei den Abschreibungen auf die Veräußerungsgruppe zum niedrigeren Wert aus ihrem Buchwert und ihrem beizulegenden Wert abzüglich Veräußerungskosten sind im Geschäftsjahr 2016/17 Wertminderungsaufwendungen in Höhe von TEUR 9.218 entstanden. Zum 30. April 2017 wurde die Veräußerungsgruppe zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet und umfasste die nachstehenden Vermögenswerte und Schulden:

in TEUR 30. April 2017
Sachanlagen 0
Vorräte/Übrige kurzfristige Vermögenswerte 1.503
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 1.503
Rückstellungen für Abfertigungen/Sonstige Personalrückstellungen 2.554
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 5.117
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 1.754
Zur Veräußerung gehaltene Schulden 9.425

2.6.6.13 Leistungen an Arbeitnehmer

Bei den Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen handelt es sich um Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. In den sonstigen Rückstellungen sind andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" enthalten.

Die Überleitung der Anfangsbestände zu den Endbeständen der Barwerte gestaltet sich wie folgt:

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses
Leistungsorientierte Pläne nach IAS 19 Pensionen Abfertigungen Sonstige
in TEUR 2016/17 2015/16 2016/17 2015/16 2016/17 2015/16
Anfangsbestand Nettoschuld 79.740 99.994 48.717 49.348 11.527 13.433
Währungsumrechnung & Umgliederungen -2.862 -4.232 0 0 20 -15
Reklassifizierung im Zusammenhang mit IFRS 5 0 0 -2.151 1 -212 -412
Erfolgswirksame Veränderungen 3.935 5.218 2.324 2.419 1.157 1.801
davon Dienstzeitaufwand 1.400 1.419 1.424 1.650 684 1.590
davon nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 0 0 0 115 76
davon Plankürzungen und Planabgeltungen 0 0 0 0 0 0
davon Zinsaufwand 7.044 8.686 900 769 136 116
davon erwartete Erträge aus Planvermögen -4.509 -4.887 0 0 0 0
davon versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust 0 0 0 0 222 18
Im sonstigen Ergebnis erfasster
versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust
17.651 -13.466 467 -1.439 0 0
aufgrund demographischer Anpassungen -399 -3.547 0 -122 0 0
aufgrund finanzieller Anpassungen 45.152 -7.475 2.396 -2.059 0 0
aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen -27.102 -2.444 -1.929 743 0 0
Zahlungen -4.659 -7.776 -1.556 -1.613 -2.226 -3.279
davon Arbeitgeber -4.659 -7.776 -1.556 -1.613 -2.226 -3.279
Endbestand Nettoschuld 93.805 79.740 47.801 48.717 10.266 11.527

Die erfolgswirksamen Veränderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der "Zinsaufwand" sowie die "erwarteten Erträge aus Planvermögen" werden in der Position "Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge" ausgewiesen, die restlichen Posten im Personalaufwand im Betriebsergebnis. In der Spalte "Sonstige" sind im Wesentlichen Rückstellungen für Jubiläumsgelder, Altersteilzeitregelungen in Deutschland sowie Rückstellungen für Sonderurlaub in Australien enthalten.

Erfahrungsbedingte Anpassungen sind jene versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die durch Abweichungen individueller personenbezogener Parameter zum Unterschied von den auf den Gesamtbestand anzuwendenden Parametern verursacht werden. Dies betrifft beispielsweise Gehaltsentwicklungen, Anzahl der Todesfälle, vorzeitige Pensionierungen, Austritte sowie die Renditeentwicklung des Planvermögens.

Die in der Gesamtergebnisrechnung erfassten versicherungsmathematischen Verluste werden im Abschnitt "IAS 19- Rücklage" detailliert erläutert.

Zinssatz Erträge aus
Planvermögen
Gehaltstrend Pensionstrend Pensionsalter
(Frauen/Männer)
2016/17 2015/16 2016/17 2015/16 2016/17 2015/16 2016/17 2015/16 2016/17 2015/16
Deutschland 1,6% 1,8% 0,0% - 3,0% 3,0% 1,5% 1,3% 1) 1)
Großbritannien 2,5% 3,3% 2,5% 3,3% - - 3,3% 2,9% 65/65 65/65
Schweiz 0,6% 0,6% 0,6% 0,6% 1,5% 1,5% - - 64/65 64/65
Schweden 1,8% 2,0% 0,0% - 0,0% - 1,8% 1,5% 65/65 65/65
Österreich 1,5% 1,9% 0,0% - 3,0% 3,0% - - 2) 2)
Frankreich 1,3% 1,7% 0,0% - 1,0% 1,0% - - 3) 3)
Italien 1,4% 1,2% 0,0% - 1,0% 1,0% - - 60/65 60/65
Australien 0,0% 3,5% 0,0% 3,5% 0,0% 3,0% - - 65 65

Als Berechnungsparameter wurden in den einzelnen Ländern folgende angesetzt:

Ferner sind landesübliche Sterblichkeits- und Invaliditätstafeln sowie Fluktuationsraten berücksichtigt.

Anmerkung 1): Pensionsverpflichtungen 60/65 Jahre, Jubiläumsverpflichtungen 60/63 Jahre und Verpflichtungen für Altersteilzeit 57 Jahre.

Anmerkung 2): Es wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die Alterspension unter Berücksichtigung der gesetzlichen Übergangsregelungen zugrunde gelegt.

Anmerkung 3): Das Pensionsalter in Frankreich liegt zwischen 60 und 70 Jahren, im Wesentlichen in Abhängigkeit von Geburtsdatum und anerkannten Versicherungszeiten. Das gesetzliche Regelpensionsalter für nach 1955 geborene Personen liegt bei 67 Jahren. Es besteht kein Unterschied im Pensionsantrittsalter zwischen Frauen und Männern.

Pensionsverpflichtungen

Leistungsorientierte Pensionspläne sind in den deutschen, englischen, schwedischen, australischen und schweizerischen Konzerngesellschaften implementiert. Die nicht durch externe Fonds finanzierten Pläne betreffen die deutschen und schwedischen Gesellschaften, die restlichen sind durch externe Fonds finanziert. Diese Fonds, deren Zweck ausschließlich in der Erfüllung von Leistungsverpflichtungen besteht, sind rechtlich unabhängig vom jeweiligen Konzernunternehmen. Die nach Abzug des Planvermögens verbleibenden Verpflichtungen werden als Rückstellungen ausgewiesen.

Die Verpflichtungen aus den Pensionsplänen betreffen im Wesentlichen gehaltsabhängige Pensionszusagen und beinhalten in Einzelfällen auch pensionsbezogene Hinterbliebenen- und Invaliditätszusagen der Planteilnehmer.

Die leistungsorientierten Pläne in den englischen Konzerngesellschaften betreffen überwiegend die Verpflichtungen aus dem "Thorn Lighting Pension Fund", welche im Zuge der Akquisition der Thorn Unternehmensgruppe übernommen wurden. Die Zusagen bestehen im Wesentlichen aus gehaltsabhängigen Pensionsleistungen. Des Weiteren sind unter bestimmten Voraussetzungen auch Hinterbliebenenleistungen vorgesehen. Der Plan wurde jedoch in 2003 für Neuzutritte und in weiterer Folge in 2009 auch für weitere Anspruchszuwächse der Planteilnehmer geschlossen. Da der Pensionsplan geschlossen ist, bestehen hauptsächlich versicherungsmathematische Risiken.

Um die Vermögensunterdeckung des Plans auszugleichen, wurden im Wesentlichen zwei Maßnahmen ergriffen. Mit dem Treuhänder des Plans ("Trustee") wurde vereinbart, dass die Unterdeckung durch jährliche Zuzahlungen in den Plan seitens der betroffenen britischen Konzerngesellschaft bis spätestens 2046 reduziert wird. Überdies legt der Treuhänder des Plans eine Investitionsstrategie in Form eines "Statement of Investment Principles" (SIP) fest, sodass eine über dem Diskontierungsfaktor liegende Rendite aus dem Portfolio erwirtschaftet werden soll.

Zur Sicherstellung der Werthaltigkeit des Planvermögens enthält die Investitionsstrategie Komponenten zur systematischen Risikoreduzierung, im Wesentlichen durch Diversifikation des Portfolios. Für das tägliche Vermögensmanagement wurden in den einzelnen Vermögensklassen professionelle Vermögensverwalter mandatiert, welche durch die Financial Services Authority (FSA) in Großbritannien zugelassen und entsprechend reguliert sind.

Die Pensionspläne in Deutschland sind zur Gänze rückstellungsfinanziert und betreffen im Wesentlichen Zusagen von festen gehaltsabhängigen Rentenbeiträgen sowie aus endgehaltsabhängigen Zusagen, deren Höhe abhängig von der Betriebszugehörigkeit ist. Sämtliche deutschen Pensionspläne sind jedoch seit mehr als 10 Jahren für Neuzutritte geschlossen. Somit bestehen für die Gesellschaft vorwiegend versicherungsmathematische Risiken. Es besteht keine Verpflichtung zur Deckung der Verpflichtungen durch Planvermögen.

Die Schweizer Pensionsverpflichtungen betreffen die berufliche Vorsorge gemäß den Bestimmungen des schweizerischen "Berufliche Vorsorge-Gesetzes" (BVG), welches auch Hinterbliebenenleistungen und Zusagen bei Invalidität berücksichtigt. Bei beiden betroffenen Schweizer Konzerngesellschaften wurden die Verpflichtungen durch Abschluss von sogenannten Vollversicherungsverträgen mit Sammelstiftungen von Versicherungsgesellschaften ausgegliedert. Dennoch sind gemäß Schweizer Expertenmeinung diese Vollversicherungspläne unter anderem aufgrund gesetzlich garantierter Mindestleistungen unter den Bestimmungen des IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" als leistungsorientierte Pläne zu qualifizieren. Die Vermögensverwaltung des Planvermögens durch die Sammelstiftungen erfolgt auf Basis der Vorschriften des BVG und der Schweizer Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invaliditätsvorsorge (BVV 2).

Der schwedische leistungsorientierte Pensionsplan ist ein zur Gänze rückstellungsfinanzierter Plan und ist für Neuzutritte und weitere Anspruchszuwächse geschlossen. Die leistungsorientierten Zusagen bestehen wiederum in gehaltsabhängigen Pensionsleistungen. Eine externe Versicherungsgesellschaft ("PRI Pensionsgaranti") verwaltet dabei die Administration der Ansprüche und verrechnet die von ihr bezahlten Pensionsleistungen an die Planteilnehmer der betroffenen schwedischen Konzerngesellschaften weiter.

Darüber hinaus besteht in Schweden noch eine Pensionskassenlösung, welche sich grundsätzlich als leistungsorientierte Verpflichtung qualifiziert. Es handelt sich dabei um einen "gemeinschaftlichen Plan mehrerer Arbeitgeber" im Sinne von IAS 19.29, jedoch stehen vom Versicherungsunternehmen keine ausreichenden Informationen zur Verfügung, um diesen Plan wie einen leistungsorientierten Plan zu bilanzieren. Die geleisteten Zahlungen werden daher im Sinne von IAS 19.30 als beitragsorientierter Plan sofort aufwandswirksam im Abschluss erfasst. Diese belaufen sich auf TEUR 546 (VJ TEUR 580). Die nach schwedischen Gesetzen berechnete Vermögensüberdeckung besteht in Höhe von 152% (VJ 144%) für alle Teilnehmer dieses gemeinschaftlichen Plans. Diese entspricht der Differenz aus den Versicherungsverpflichtungen und dem Marktwert des Vermögens, der entsprechend den von dem gemeinschaftlichen Plan zur Verfügung gestellten Informationen berechnet wurde.

Der norwegische Pensionsplan, ein zur Gänze durch Arbeitgeberbeiträge finanzierter Plan, dessen Vermögenswerte durch eine Versicherungsgesellschaft gehalten werden, wurde im laufenden Geschäftsjahr geschlossen.

Der Bilanzansatz der Nettoverpflichtung bzw. des Nettovermögens stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 30. April 2017 30. April 2016
nicht über Fonds finanzierte Verpflichtung 31.108 31.421
über Fonds finanzierte Verpflichtung 278.598 250.891
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) 309.706 282.313
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -215.901 -202.573
In der Bilanz erfasste Nettoschuld 93.805 79.740

Die Pensionsrückstellung gliedert sich auf folgende Länder auf:

in TEUR 30. April 2017 30. April 2016
Deutschland 28.755 28.511
Großbritannien 52.056 37.536
Schweiz 10.640 10.423
Sonstige 2.354 3.270
In der Bilanz erfasste Nettoschuld 93.805 79.740

Die Überleitung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) sowie des Planvermögens vom Anfangsbestand auf den Endbestand stellt sich wie folgt dar:

2016/17 2015/16
in TEUR DBO Planvermögen DBO Planvermögen
30. April 2016 282.313 202.573 316.720 216.726
Währungsumrechnung -15.371 -12.509 -18.391 -14.160
Dienstzeitaufwand 1.400 0 1.419 0
Plankürzungen und -abgeltungen 0 0 0 0
nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand -75 -75 -2.380 -2.380
Zinsaufwand bzw. -ertrag 7.044 4.509 8.687 4.887
Im Eigenkapital erfasster versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust 44.665 27.014 -16.900 -3.434
aufgrund demographischer Anpassungen -399 0 -3.547 0
aufgrund finanzieller Anpassungen 45.152 0 -7.475 0
aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen -88 27.014 -5.878 -3.434
Zahlungen -10.270 -5.611 -6.842 934
davon Zahlungen -10.270 -5.611 -6.842 934
davon Zahlungen aus Plankürzungen 0 0 0 0
30. April 2017 309.706 215.901 282.313 202.573

Die tatsächlichen Zahlungen aus den Pensionsplänen im Geschäftsjahr belaufen sich auf TEUR 10.270 (VJ TEUR 6.906).

Das Planvermögen zum 30. April 2017 setzt sich folgendermaßen zusammen:

in TEUR 30. April 2017 davon am aktiven Markt notiert
Liquide Mittel 1.469 1.424
Eigenkapitalinstrumente 50.099 47.922
Schuldinstrumente 99.647 95.628
Immobilien 0 0
Vermögen bei Versicherungsinstituten 32.288 0
Sonstige 32.398 29.520
Planvermögen 215.901 174.494

Der tatsächliche Ertrag aus dem Planvermögen beträgt TEUR 28.965 (VJ TEUR 1.454).

Die Entwicklung der Barwerte der Pensionsverpflichtung und des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 30. April 2017 30. April 2016
Barwert 309.706 282.313
Planvermögen -215.901 -202.573
Unterdeckung 93.805 79.740

Abfertigungsverpflichtungen

Dabei handelt es sich um die gesetzlich geregelte Verpflichtung, dem Dienstnehmer unter gewissen Voraussetzungen bei dessen Ausscheiden aus dem Unternehmen einen bestimmten Betrag zu bezahlen.

Die wesentlichste Verpflichtung resultiert dabei aus der österreichischen gesetzlichen Abfertigungsregelung, welche für Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, die bis zum 31. Dezember 2002 eingetreten sind, Gültigkeit hatte. Diese Mitarbeiter haben im Falle der Erreichung des Pensionsalters bzw. wenn sie gekündigt werden einen Abfertigungsanspruch. Der Anspruch ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe des letzten Bezugs. Für Mitarbeiter, welche nach dem 31. Dezember 2002 eingetreten sind, wird für Abfertigungsansprüche in beitragsorientierten Plänen vorgesorgt.

Die Verpflichtungen gliedern sich auf folgende Länder auf:

in TEUR 30. April 2017 30. April 2016
Österreich 44.315 43.321
Frankreich 1.552 3.434
Italien 1.934 1.961
Abfertigungsverpflichtungen 47.801 48.717

IAS19-Rücklage RücklageRücklage

Die direkt im Eigenkapital verrechneten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste inklusive latenter Steuern entwickelten sich wie folgt:

Pensionen Abfertigungen Summe
30. April 2015 128.491 14.226 142.718
Versicherungsmathematischer Verlust/Gewinn -13.466 -1.439 -14.905
Währungsumrechnung -8.233 0 -8.233
Latente Steuern 865 346 1.211
30. April 2016 107.658 13.133 120.791
Versicherungsmathematischer Verlust/Gewinn 17.651 467 18.118
Währungsumrechnung -6.950 0 -6.950
Latente Steuern 169 -138 31
30. April 2017 118.528 13.462 131.990

Im Geschäftsjahr 2016/17 wurden latente Steuern in Höhe von TEUR -31 (VJ TEUR -1.211) direkt im Eigenkapital erfasst.

Die versicherungsmathematischen Verluste des Geschäftsjahres 2016/17 sind im Wesentlichen auf den Rückgang des Zinssatzes in UK von 3,3% auf 2,5% zurückzuführen.

Sensitivitäten

Auswirkungen auf die DBO zum 30. April 2017:

Diskontierungsfaktor Gehaltstrend Pensionstrend
+0,5% -0,5% +0,5% -0,5% +0,5% -0,5%
Pensionspläne -26.612 28.866 193 -238 19.289 -18.987
Abfertigungen -2.045 3.882 3.716 -1.926 0 0

Auswirkungen auf die DBO zum 30. April 2016:

Diskontierungsfaktor Gehaltstrend Pensionstrend
+0,5% -0,5% +0,5% -0,5% +0,5% -0,5%
Pensionspläne -18.140 27.407 4.482 2.408 17.692 -16.772
Abfertigungen -3.250 2.680 2.527 -3.142 0 0

Gewichtete durchschnittliche Laufzeiten der Verpflichtungen in Jahren en

30. April 2017 30. April 2016
Pensionspläne 15 18
Abfertigungen 13 13

Für das Geschäftsjahr 2017/18 betragen die erwarteten Beiträge in die Pensionspläne TEUR 4.999. Die erwarteten Abfertigungszahlungen belaufen sich auf TEUR 1.339.

Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer Andere langfristig fällige Leistungen Arbeitnehmer

Diese Verpflichtungen in Höhe von TEUR 10.266 (VJ TEUR 11.527) umfassen die Rückstellungen für Jubiläumsgelder in Österreich mit TEUR 6.706 (VJ TEUR 6.143), die Altersteilzeitregelung in Deutschland mit TEUR 2.074 (VJ TEUR 3.424), Sonderurlaub in Australien in Höhe von TEUR 1.135 (VJ TEUR 1.137) sowie Rückstellungen für ein gesetzlich vorgeschriebenes Gewinnbeteiligungsmodell und Bonuszahlungen für langjährige Betriebszugehörigkeit in Frankreich mit TEUR 351 (VJ TEUR 823).

2.6.6.14 Beitragsorientierte Verpflichtungen

An beitragsorientierten Zahlungen für diverse Versorgungspläne wurden in verschiedenen Konzerngesellschaften im Berichtsjahr TEUR 6.144 (VJ TEUR 6.401) geleistet. Darunter fällt auch die in Österreich geltende "Abfertigung neu"-Regelung.

2.6.6.15 Übrige Rückstellungen

Geschäftsjahr Geschäftsjahr2016/17

Garantien Restruk Rechts Belastende Sonstige Summe
in TEUR turierungen streitigkeiten Verträge
30. April 2016 17.832 24.870 1.464 33 11.252 55.451
Dotierung 11.393 3.140 1.115 233 7.961 23.842
Verbrauch -4.755 -18.214 -1.447 -25 -6.769 -31.210
Auflösung -4.127 -1.995 -10 -8 -2.339 -8.479
Umgliederungen 0 0 0 0 41 41
Währungsumrechnung -219 17 0 12 -56 -246
30. April 2017 20.124 7.818 1.122 245 10.090 39.399
davon kurzfristig 20.124 7.818 1.122 245 9.444 38.753
davon langfristig 0 0 0 0 646 646

Unter den sonstigen kurzfristigen Rückstellungen sonstigen kurzfristigen Rückstellungensonstigen Rückstellungen sind unter anderem Rückstellungen für Lizenzen, Provisionen, Zölle, Frachten, Berufsgenossenschaften, Beratungs- und Prüfungskosten enthalten. In den sonstigen langfristigen sonstigen langfristigen langfristigen Rückstellungen Rückstellungen sind überwiegend Vorsorgen für Abfindungen an Handelsvertreter enthalten.

Rückstellungen Rückstellungenfür Garantien für Garantienfür Garantien

Die Rückstellungen für Garantien unterteilen sich in Einzelrückstellungen für individuelle Schadensfälle in Höhe von TEUR 16.920 (VJ TEUR 14.440) sowie in Rückstellungen für nicht einzeln erfasste bzw. noch nicht bekannte Fälle in Höhe von TEUR 3.204 (VJ TEUR 3.392), welche basierend auf Erfahrungswerten ermittelt wurden. Gebildet werden Rückstellungen für nicht einzeln erfasste bzw. noch nicht bekannte Fälle aufgrund der freiwilligen Garantie-Verlängerung auf fünf Jahre für in der EU und EFTA verkaufte Zumtobel Produkte. Für die Ermittlung des Rückstellungsbetrags werden dabei produktspartenbasierte Prozentsätze auf die Umsatzerlöse der Produkte der jeweiligen Periode angewandt.

Restrukturierungsrückstellungen Restrukturierungsrückstellungen

Der Rückgang der Restrukturierungsrückstellungen resultiert aus den Restrukturierungsmaßnahmen, welche in Kapitel 2.6.4.3 erläutert und zum 30. April 2017 noch nicht abgeschlossen sind.

Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten Rechtsstreitigkeiten

Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten zum 30. April 2017 stehen im Wesentlichen in Zusammenhang mit Prozessrisiken und verbundenen Rechtskosten der Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn.

Belastende Verträge Verträge

Die Rückstellungen für belastende Verträge stehen im Zusammenhang mit Mietverträgen für Objekte, welche aufgrund von Restrukturierungen nicht mehr genutzt werden.

2.6.6.16 Finanzschulden

in TEUR 30. April 2017 30. April 2016
Darlehen von Kreditinstituten 109 0
Finanzierungsleasing 610 438
Darlehen der öffentlichen Hand 0 61
Ausleihungen von sonstigen Dritten 49 375
Kontokorrent-Kredite 3.771 5.884
Kurzfristige Finanzschulden 4.539 6.758
Darlehen von Kreditinstituten 145.205 184.826
Finanzierungsleasing 18.321 20.022
Darlehen der öffentlichen Hand 4.097 4.590
Ausleihungen von sonstigen Dritten 644 0
Langfristige Finanzschulden 168.267 209.438
Finanzschulden 172.806 216.196

Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung für die Zumtobel Group stellt der am 1. Dezember 2015 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer aktuellen Laufzeit bis November 2021 und einem ausnutzbaren Rahmen von 300 Mio EUR dar. Davon sind in der Zumtobel Group zum 30. April 2017 insgesamt 60 Mio EUR in Anspruch genommen.

Neben dem Konsortialkreditvertrag stehen zwei weitere langfristige Kreditverträge über je 40 Mio EUR mit endfälliger Tilgung und einer Laufzeit bis September 2018 beziehungsweise Januar 2020 zur Verfügung, die per 30. April 2017 vollständig in Anspruch genommen sind.

2.6.6.17 Finanzierungsleasing

Mindestleasingzahlungen
Künftige Zahlungen
in TEUR Aufwand
2016/17
< 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Verbindlichkeit Nettobuchwert
Anlagevermögen
Land & Gebäude 2.196 2.254 10.183 20.294 32.731 8.149
Sonstiges Anlagevermögen 0 109 328 0 437 444
Summe Mindestleasingzahlungen 2.196 2.363 10.511 20.294 33.168 8.593
minus Finanzierungsaufwand = Zinsaufwand 1.768 1.753 6.351 6.133 14.237
Nettobarwert der Mindestleasingzahlungen 428 610 4.160 14.161 18.931

Es bestehen keine bedingten Mietzahlungen für Finanzierungsleasing.

Für das Fabriksgebäude in Spennymoor, Großbritannien, wurde 2008/09 ein Finanzierungsleasingvertrag in Höhe von GBP 15,7 Mio abgeschlossen. Der Finanzierungsleasingvertrag hat eine Laufzeit von 21 Jahren, wobei das erste Jahr tilgungsfrei war. Der Nettobarwert der Mindestleasingzahlungen beläuft sich zum 30. April 2017 auf TEUR 18.931 (VJ TEUR 20.460). Die Entwicklung des Nettobarwerts der Mindestleasingzahlungen im Vergleich zum Vorjahr resultiert hauptsächlich aus Fremdwährungsumrechnungseffekten.

2.6.6.18 Operating Leasing

Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aufgrund von unkündbaren Operating Leasing-Verhältnissen für das Geschäftsjahr und für die folgenden Perioden, ferner die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen, deren Erhalt aufgrund von unkündbaren Untermietverhältnissen erwartet wird, sowie die Zahlungen aus Leasingverhältnissen und Untermietverhältnissen, die erfolgswirksam erfasst worden sind, stellen sich wie folgt dar:

Künftige Zahlungen an Dritte
in TEUR Aufwand
2016/17
< 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Summe
Mindestleasingzahlungen aufgrund von unkündbaren
Leasingverhältnissen
22.897 14.734 24.495 7.686 46.915
minus erhaltene Zahlungen aus Leasing- und
Untermietverhältnissen
200 255 740 0 995
Netto Mindestleasingzahlungen 22.697 14.479 23.755 7.686 45.920

Es handelt sich im Wesentlichen um Leasingverträge für Bürogebäude, Fabriksanlagen/Lagerhäuser und Fuhrpark. Die Dauer reicht von einem Monat bis 15 Jahre, je nach Objekt und Vertrag.

Für das stillgelegte Leuchtenwerk in Rumänien wurde beginnend mit 1. Mai 2010 ein Operating Leasing-Verhältnis mit einem externen Leasingnehmer eingegangen. Dieser Leasingvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2021 mit einer Verlängerungsoption für weitere fünf Jahre.

Künftige Zahlungen von Dritten
in TEUR Ertrag
2016/17
< 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Summe
Mindestleasingzahlungen aufgrund von unkündbaren
Leasingverhältnissen
488 492 1.804 0 2.296

2.6.6.19 Übrige Verbindlichkeiten

Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten verteilen sich wie folgt:

in TEUR 30. April 2017 30. April 2016
Urlaubs- und Gleitzeitguthaben/Sonderzahlungen Personal 50.440 47.784
Verbindlichkeiten gegenüber Personal 7.914 11.563
Sonstige Steuern 23.486 22.516
Sozialversicherungen 5.818 6.123
Erhaltene Anzahlungen 18.048 30.057
Zinsabgrenzungen 99 126
Passive Erlösabgrenzungen 2.157 1.499
Derivate (Hedge Accounting) 7.105 8.593
Derivate des Handelsbestandes 1.993 1.642
Zoll 2.513 2.630
Sonstige Verbindlichkeiten 7.222 9.233
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 126.795 141.766

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Aufwandsabgrenzungen und kreditorische Debitoren, welche keine Finanzinstrumente darstellen.

Die Reduktion der übrigen langfristigen Verbindlichkeiten von TEUR 12.137 auf TEUR 4.628 ergibt sich im Wesentlichen aus der Anpassung des Kaufpreises für acdc (siehe auch Kapitel 2.6.6.1).

2.6.7 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Für die Ermittlung des Cashflows wurde die indirekte Methode monatsgenau angewandt. Die so erstellten monatlichen Cashflows werden mit dem jeweiligen monatlichen Durchschnittskurs umgerechnet und aggregiert, während die Bilanzpositionen mit dem Stichtagskurs umgerechnet werden. Diese Vorgehensweise führt zu Währungsdifferenzen vor allem in den einzelnen Positionen des Cashflows aus dem operativen Geschäft und damit zu deutlich abweichenden Werten im Vergleich zu den Veränderungen der jeweiligen Bilanzpositionen.

Im Rahmen der indirekten Methode wird das Ergebnis vor Steuern um Auswirkungen von nicht zahlungswirksamen Geschäftsvorfällen (z. B. Abschreibungen und Amortisierungen) sowie um Ertrags- und Aufwandsposten, die dem Investitionsoder Finanzierungsbereich zuzurechnen sind, berichtigt.

Der Cashflow aus dem operativen Geschäft erhöhte sich im Geschäftsjahr 2016/17 um TEUR 14.947 auf TEUR 107.514 (VJ TEUR 92.567). Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einem weiterhin konsequenten Forderungsmanagement. So konnte durch aktives Debitorenmanagement ein positiver Cashflow-Effekt in Höhe von TEUR 21.531 (VJ TEUR 11.974) generiert werden. Der Anstieg der Vorräte in Höhe von TEUR -19.697 (VJ 9.445) konnte durch den Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 17.127 (VJ TEUR -28.280) nahezu kompensiert werden. Zum 30. April 2017 lag der Working Capital-Bestand mit TEUR 220.119 leicht unterhalb des Vorjahres (TEUR 231.183).

Die Veränderung in den sonstigen operativen Posten ist bei den kurzfristigen Rückstellungen im Wesentlichen (TEUR -14.397) auf den Verbrauch der Restrukturierungsrückstellungen zurückzuführen. Die Veränderung bei den lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die Anpassung der Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern, die auf das Bonusprogramm zurückzuführen sind.

Im Berichtsjahr wurden TEUR 45.201 (VJ TEUR 58.366) in Anlagevermögen in verschiedenen Produktionswerken investiert. Die Investitionen umfassen Werkzeuge für neue Produkte, Erweiterungsinvestitionen, Instandhaltungsinvestitionen sowie aktivierte Kosten für Forschung & Entwicklung von TEUR 13.123 (VJ TEUR 18.054).

Die Position "Einzahlungen aus Anlageabgängen" beinhaltet im Wesentlichen die Veräußerung der Liegenschaft in Ennenda, Schweiz, mit einem Cash-Zufluss in Höhe von TEUR 4.191

Unter der Position "Ergebnis aus zur Veräußerung gehaltenem Vermögen/Schulden" ist der geplante Verkauf des Werks Les Andelys, Frankreich, erfasst. Der Aufwand daraus beläuft sich auf TEUR 9.218, welcher im Geschäftsjahr 2016/17 noch nicht zahlungswirksam war (siehe auch Kapitel 2.6.6.12).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beinhaltet hauptsächlich die Rückführung des ausnutzbaren Rahmens der bestehenden Kreditlinien (TEUR -51.296), die Zahlung der Dividende an die Aktionäre der Zumtobel Group AG für das Geschäftsjahr 2015/16 (TEUR 8.629) sowie Zinszahlungen (TEUR 7.202).

Der Finanzmittelfonds beinhaltet Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Letztere dienen dazu, kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Sie unterliegen nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken und haben eine Restlaufzeit – gerechnet vom Erwerbszeitpunkt – von nicht mehr als drei Monaten. Verbindlichkeiten gegenüber Banken aus Kontokorrent-Krediten werden den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zugerechnet, da sie einen integralen Bestandteil der Zahlungsmitteldisposition des Konzerns darstellen.

Die Bankguthaben, Sichteinlagen bei Banken und sonstigen Finanzmittel sind in der Bilanz unter der Position "Liquide Mittel" ausgewiesen. Die Kontokorrentkredite sind in der Bilanz unter den kurzfristigen Finanzschulden (Zeile "Working Capital-Kredite") ausgewiesen.

Die Bilanzposition "Liquide Mittel" enthält darüber hinaus noch die oben erwähnten Bankguthaben, über die nicht frei verfügt werden kann sowie kleinere Guthaben, welche eine Laufzeit von über drei Monaten aufweisen. Beide Positionen sind nicht Bestandteil des Finanzmittelfonds.

2.6.7.1 Überleitung Finanzmittelfonds

in TEUR 30. April 2017 30. April 2016
Liquide Mittel 81.352 81.394
nicht frei verfügbar -375 -205
Kontokorrent-Kredite -3.772 -5.884
Finanzmittelfonds 77.205 75.305

Finanzmittel, welche einer Verfügungsbeschränkung unterliegen, werden nicht im Finanzmittelfonds ausgewiesen.

2.6.8 Erläuterungen zur Eigenkapitalveränderungsrechnung

2.6.8.1 Grundkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 108.750.000 und ist in 43.500.000 auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien zerlegt. Die Aktien werden im Prime Market an der Wiener Börse gehandelt. Das Börsenkürzel lautet ZAG, die internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) der Zumtobel Group AG lautet AT0000837307. Es gibt keine Aktien mit besonderen Vorzugs- oder Kontrollrechten.

In der Hauptversammlung vom 25. Juli 2014 wurde folgender Beschluss gefasst: Der Vorstand ist gemäß § 169 AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 25. Juli 2014 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch, sohin bis zum 30. August 2019, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu weitere EUR 10.875.000,00 durch Ausgabe von bis zu 4.350.000 Stück neue, auf Inhaber lautende, nennbetragslose Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100% des anteiligen Betrages am Grundkapital gegen Bar- oder Sacheinlage, auch in mehreren Tranchen und auch im Wege des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs 6 AktG, zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes Kapital) und das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien auszuschließen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

Zum 30. April 2017 befinden sich 43.146.657 Aktien (VJ 43.146.657) im Umlauf. Da das letzte Ausübungsfenster des SOP geschlossen wurde, werden keine weiteren Ausübungen aus diesem Plan mehr erfolgen. Die Gesellschaft verfügt zum 30. April 2017 über 353.343 eigene Aktien (VJ 353.343) im Bestand.

2.6.8.2 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält gebundene und nicht gebundene Kapitalrücklagen der Zumtobel Group AG. In der Kapitalrücklage werden die Transaktionen mit eigenen Aktien dargestellt. Dies beinhaltet auch die zahlungswirksame Veränderung bei der Ausübung von Aktienoptionen (Ausübungspreis).

2.6.8.3 Gewinnrücklagen

Gewinnrücklagen Gewinnrücklagen

In den Gewinnrücklagen sind der Gewinnvortrag, das Jahresergebnis und die Rücklage aus dem ausgelaufenen Aktienprogramm ausgewiesen.

Währungsrücklage Währungsrücklage

In der Währungsrücklage sind zum einen die Währungsdifferenzen resultierend aus der Differenz des zum Erstkonsolidierungsstichtag vorliegenden historischen Umrechnungskurses und des aktuellen Stichtagskurses am Bilanzstichtag der nicht in Euro berichtenden Gesellschaften sowie aus der Differenz der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem monatlichen Durchschnittskurs und dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag enthalten. Zum anderen werden hier sowohl die Währungsdifferenzen aus langfristigen Konzerndarlehen in GBP und USD, die gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" als Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe zu qualifizieren sind (siehe auch Kapitel 2.6.5.1 und 2.6.5.2), sowie der Währungseffekt aus einem Zinssicherungsgeschäft ausgewiesen. Ferner werden währungsbedingte Anpassungen der Firmenwerte in dieser Position berücksichtigt.

Hedge Accounting Accounting

Die Eigenkapitalveränderungen aus der Anwendung des Hedge Accounting ergeben sich aus erfolgsneutral gebuchten Marktwertänderungen von bestehenden Derivatkontrakten sowie aus erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung zurückgebuchten Beträgen aufgrund von ausgeübten bzw. realisierten Kontrakten und den darauf entfallenden latenten Steuern.

IAS19-Rücklage RücklageRücklage

Betreffend die Erläuterungen zur IAS 19-Rücklage wird auf Kapitel 2.6.6.13 verwiesen.

2.6.8.4 Dividendenausschüttung

In der Hauptversammlung am 22. Juli 2016 wurde für das Geschäftsjahr 2015/16 die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 20 Eurocent je Aktie beschlossen. Auf die am 29. Juli 2016 im Umlauf befindlichen 43.146.657 Stückaktien (43.500.000 Aktien abzüglich 353.343 eigene Aktien) wurden am 2. August 2016 TEUR 8.629 an die Aktionäre ausbezahlt.

Die Zumtobel Group verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik. Die Höhe der Dividende hängt neben der laufenden Ertragskraft auch von den Gewinnprognosen und der erwarteten wirtschaftlichen Gesamtentwicklung ab. Vor dem Hintergrund einer weiteren positiven Geschäftsentwicklung plant der Vorstand dem Aufsichtsrat und in Folge der Hauptversammlung der Zumtobel Group AG, die am 21. Juli 2017 stattfindet, eine Dividende von 23 Eurocent je Aktie für das Geschäftsjahr 2016/17 vorzuschlagen.

2.6.9 Kapitalmanagement

Das Ziel des Eigenkapitalmanagements der Zumtobel Group ist einerseits die Sicherstellung des Fortbestandes ("going concern") der Konzerngesellschaften und andererseits, die Rendite der Aktionäre durch Optimierung des Eigen- und Fremdkapitaleinsatzes zu optimieren. Die Kapitalstruktur wird laufend überwacht. Dabei werden die Kapitalkosten und Risiken, welche mit jeder Art von Kapital verbunden sind, berücksichtigt. Als Instrumente der Steuerung dienen in erster Linie die Aufnahme oder Rückführung von Finanzschulden, Dividendenausschüttungen sowie Neuemissionen und Aktienrückkäufe.

Die finanziellen Vorgaben ergeben sich dabei insbesondere aus dem am 1. Dezember 2015 mit sieben Banken abgeschlossenen Konsortialkreditvertrag mit einer aktuellen Laufzeit bis November 2021 und einem ausnutzbaren Rahmen von 300 Mio EUR. Davon sind in der Zumtobel Group zum 30. April 2017 insgesamt 60 Mio EUR in Anspruch genommen. Der Konsortialkreditvertrag beinhaltet eine Change-of-Control-Klausel bei Änderung der absoluten Mehrheit der Stimmrechte. Ferner sieht der Vertrag eine Erhöhungsklausel um bis zu 200 Mio EUR und eine Klausel zur nochmaligen Verlängerung um ein weiteres Jahr vor. Neben dem Konsortialkreditvertrag stehen zwei weitere Kreditverträge über je 40 Mio EUR mit endfälliger Tilgung und einer Laufzeit bis September 2018 beziehungsweise Januar 2020 zur Verfügung, die per 30. April 2017 vollständig in Anspruch genommen sind. Der Konsortialkreditvertrag ist an die Einhaltung von Financial Covenants (Schuldendeckungsgrad kleiner als 3,5 sowie Eigenkapitalquote größer als 25%) geknüpft. Zum 30. April 2017 wurden die Financial Covenants dank eines Schuldendeckungsgrades von 0,86 (Vorjahr 1,48) und einer Eigenkapitalquote von 32,8% (Vorjahr 31,2%) vollumfänglich eingehalten. Eine Verschlechterung oder Verbesserung dieser Finanzkennzahlen kann eine schrittweise Erhöhung oder Verringerung der Kreditmarge nach sich ziehen. Nicht eingehaltene Covenants könnten dazu führen, dass bestehende Kredite fällig gestellt werden.

2.6.10 Angaben zu Finanzinstrumenten

2.6.10.1 Kategorien von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39

Die bei der Zumtobel Group eingesetzten Finanzinstrumente teilen sich wie folgt auf die Kategorien des IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" auf:

  • >> Beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft (at Fair Value through P&L)
  • >> HFT Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (Held for Trading)
  • >> L&R Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)
  • >> Hedge Accounting Absicherungsgeschäfte
  • >> Cash Liquide Mittel
  • >> at amortised cost bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial instruments measured at amortised cost)

Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Bei finanziellen Vermögenswerten dagegen, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ist eine Berücksichtigung der darüber hinaus entstehenden Transaktionskosten vorgeschrieben. Diese werden direkt dem Erwerb der Vermögenswerte zugerechnet.

Daneben sind in verschiedenen Bilanzposten noch Vermögenswerte und Schulden enthalten, welche kein Finanzinstrument gemäß IAS 32 "Finanzinstrumente – Darstellung" darstellen (Non-FI). Darunter fallen beispielsweise Rechnungsabgrenzungen, debitorische Kreditoren, Sozialversicherungs- oder Steuerzahlungen.

Die Marktwerte der kurzfristigen Finanzinstrumente entsprechen aufgrund ihrer Fristigkeiten den Buchwerten. Der Marktwert der fest verzinsten Finanzinstrumente beläuft sich per 30. April 2017 auf TEUR -110.217. Für die übrigen Finanzinstrumente, welche nicht mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet werden, gibt die Zumtobel Group den beizulegenden Zeitwert nicht an, da die Buchwerte einen angemessenen Näherungswert für diesen darstellen.

Geschäftsjahr 201 2016/17

Aktiva

Buchwert beim erstm.
Ansatz zum
HFT L&R Cash
in TEUR FV eingestuft
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 1.243 577 - 666 -
Wertpapiere und Wertrechte 577 577 - - -
Darlehen, Ausleihungen und sonstige Forderungen 666 - - 666 -
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 1.591 - 1.086 505 -
Wertpapiere und Wertrechte - - - - -
Darlehen, Ausleihungen und sonstige Forderungen 37 - - 37 -
Positive Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes 1.086 - 1.086 - -
Sonstige 468 - - 468 -
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 198.225 - - 198.225 -
Liquide Mittel 81.352 - - - 81.352
Summe 282.411 577 1.086 199.396 81.352

Passiva

Buchwert beim erstm. HFT at Hedge Non-FI
Ansatz zum
FV eingestuft
amortised Accounting
in TEUR cost
Langfristige Finanzschulden 168.267 - - 168.267 - -
Darlehen und Ausleihungen 149.946 - - 149.946 - -
Finanzierungsleasing 18.321 - - 18.321 - -
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 4.628 355 - - - 4.273
Kurzfristige Finanzschulden 4.539 - - 4.539 - -
Darlehen und Ausleihungen 3.929 - - 3.929 - -
Finanzierungsleasing 610 - - 610 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 157.074 - - 157.074 - -
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 126.795 - 1.993 99 7.105 117.598
Negative Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes 1.993 - 1.993 - - -
Negative Marktwerte aus Derivaten (Hedge Accounting) 7.105 - - - 7.105 -
Sonstige 117.697 - - 99 - 117.598
Summe 461.303 355 1.993 329.979 7.105 121.871

Die Finanzschulden werden mit Ausnahme der Derivate sowie der Verpflichtung im Zusammenhang mit der Call/Put-Option für den Erwerb der Minderheitenanteile (40%) an acdc (übrige langfristige Verbindlichkeit) ausschließlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente zum 30. April 2017 gliedern sich in folgende Bemessungshierarchien:

Buchwert Beizulegender Level 1 Level 2 Level 3
in TEUR Zeitwert
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Wertpapiere und Wertrechte 577 577 - - 577
Darlehen, Ausleihungen und sonstige Forderungen - - - - -
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Darlehen, Ausleihungen und sonstige Forderungen - - - - -
Positive Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes 1.086 1.086 - 1.086 -
Sonstige - - - - -
Summe 1.663 1.663 - 1.086 577
in TEUR Buchwert Beizulegender
Zeitwert
Level 1 Level 2 Level 3
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 355 355 - - 355
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 9.098 9.098 - 9.098 -
Derivate des Handelsbestandes 1.993 1.993 - 1.993 -
Derivate (Hedge Accounting) 7.105 7.105 - 7.105 -
Summe 9.453 9.453 - 9.098 355

In der Zumtobel Group erfolgt die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte überwiegend auf Basis von Inputfaktoren, die am Markt beobachtbar sind (Level 2). Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften wird mittels Barwertberechnung der Zahlungsströme unter Zugrundelegung aktueller Zinsstrukturkurven der jeweiligen Währungen aus beobachtbaren Marktdaten sowie der aktuellen Wechselkurse zum Bewertungsstichtag ermittelt. Der beizulegende Zeitwert der verbleibenden derivativen Finanzinstrumente kann zu jedem Bilanzstichtag verlässlich ermittelt werden, da die Bewertungen auf Inputfaktoren beruhen, die am Markt beobachtbar sind. Es handelt sich somit nur um Level 2-Bewertungen. Die unter Level 2 fallenden Finanzinstrumente betreffen zur Gänze die unter den finanziellen Vermögenswerten und Finanzschulden ausgewiesenen Derivate (positive Marktwerte TEUR 1.086, VJ TEUR 2.294; negative Marktwerte TEUR -9.098, VJ TEUR -10.235). Die Risiken der Nichterfüllung bei finanziellen Vermögenswerten und Schulden werden anhand von Risikoabschlägen, sofern wesentlich, berücksichtigt.

Die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 355 (VJ TEUR 8.802) resultieren aus Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Call/Put-Option für den Erwerb der restlichen 40% an acdc im Jahr 2020 und wurden im 1. Halbjahr im Zuge des Initial Accountings angepasst. Der Kaufpreis für den restlichen Anteil ist an die zukünftige Umsatzentwicklung von acdc gekoppelt. Die Bewertung der Verpflichtung basiert auf den prognostizierten Umsätzen von acdc.

In unwesentlichem Umfang sind im Konzernabschluss der Zumtobel Group zum 30. April 2017 auch Finanzinstrumente bilanziert, für deren Bewertung weder notierte Preise noch am Markt beobachtbare Inputfaktoren für eine Bewertung vorliegen (Level 3). Diese umfassen überwiegend Kleinanteile an verschiedenen Gesellschaften. In der Zusammensetzung ergaben sich keine wesentlichen Änderungen im Vergleich zum 30. April 2016. Es wurden in der Berichtsperiode auch keine Gewinnausschüttungen betreffend dieser Anteile vereinnahmt.

Geschäftsjahr 20 2015/16

Aktiva

Buchwert beim erstm. HFT L&R Cash
in TEUR Ansatz zum
FV eingestuft
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 1.203 600 - 603 -
Wertpapiere und Wertrechte 600 600 - - -
Darlehen, Ausleihungen und sonstige Forderungen 603 - - 603 -
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 2.309 - 2.294 15 -
Darlehen, Ausleihungen und sonstige Forderungen 14 - - 14 -
Positive Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes 2.294 - 2.294 - -
Sonstige 1 - - 1 -
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 220.869 - - 220.869 -
Liquide Mittel 81.394 - - - 81.394
Summe 305.775 600 2.294 221.487 81.394

Passiva

Buchwert beim erstm. HFT at Hedge
Ansatz zum
FV eingestuft
amortised Accounting
in TEUR cost
Langfristige Finanzschulden 209.438 - - 209.438 - -
Darlehen und Ausleihungen 189.416 - - 189.416 - -
Finanzierungsleasing 20.022 - - 20.022 - -
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 12.137 8.802 - - - 3.335
Kurzfristige Finanzschulden 6.758 - - 6.758 - -
Darlehen und Ausleihungen 6.320 - - 6.320 - -
Finanzierungsleasing 438 - - 438 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 147.062 - - 147.062 - -
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 141.766 - 1.642 126 8.593 131.405
Negative Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes 1.642 - 1.642 - - -
Negative Marktwerte aus Derivaten (Hedge Accounting) 8.593 - - - 8.593 -
Sonstige 131.531 - - 126 - 131.405
Summe 517.161 8.802 1.642 363.384 8.593 134.740

Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente zum 30. April 2016 gliederten sich in folgende Bemessungshierarchien:

Buchwert Beizulegender Level 1 Level 2 Level 3
in TEUR Zeitwert
Langfristige finanzielle Vermögenswerte
Wertpapiere und Wertrechte 600 600 - - 600
Darlehen, Ausleihungen und sonstige Forderungen - - - - -
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte
Darlehen, Ausleihungen und sonstige Forderungen - - - - -
Positive Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes 2.294 2.294 - 2.294 -
Sonstige - - - - -
Summe 2.894 2.894 - 2.294 600
in TEUR Buchwert Beizulegender
Zeitwert
Level 1 Level 2 Level 3
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 8.802 8.802 - - 8.802
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 10.235 10.235 - 10.235 -
Derivate des Handelsbestandes 1.642 1.642 - 1.642 -
Derivate (Hedge Accounting) 8.593 8.593 - 8.593 -
Summe 19.037 19.037 - 10.235 8.802

2.6.10.2 Ergebnisse aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorie IAS 39

in TEUR 2016/17 2015/16
Nettogewinne oder -verluste -4.893 5.177
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente -3.394 -3.244
Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente -1.209 8.057
Absicherung einer Nettoposition – unwirksamer Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes 62 594
Realisierte Gewinne/Verluste aus Absicherung einer Nettoposition -349 -219
Veräußerungsverluste -3 -11
Zinsaufwand -7.289 -9.169
Zinsaufwendungen aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten -5.833 -7.362
Zinsaufwendungen aus zu Hedge Accounting gehaltenen Finanzinstrumenten -1.456 -1.641
Zinsaufwendungen aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten 0 -166
Zinsertrag 448 497
Zinserträge aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten 448 439
Zinserträge aus zu Hedge Accounting gehaltenen Finanzinstrumenten 0 58
Bewertungseffekte Kredite und Forderungen -308 -1.036

Die übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträge (TEUR -8.464; VJ TEUR 491) beinhalten neben dem Nettoergebnis (TEUR -4.893; VJ TEUR 5.177) noch die Zinskomponente gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" abzüglich Erträge aus Planvermögen (TEUR -3.570; VJ TEUR -4.686).

Die Nettoergebnisse sowie die Gesamtzinsaufwendungen und -erträge sind im Finanzergebnis ausgewiesen, während der Wertminderungsaufwand aus Krediten und Forderungen im operativen Ergebnis erfasst ist.

Die negativen Bewertungseffekte der Kredite und Forderungen ergeben sich im Wesentlichen durch die Vorsorge für Kundenforderungsausfälle im Rahmen der Anwendung der konzerneinheitlichen Forderungsbewertungsmethode.

Es ist kein weiterer Wertminderungsaufwand für andere Klassen von Finanzinstrumenten aufgetreten.

2.6.11 Angaben zum Risikomanagement

Aufgrund der Verwendung von Finanzinstrumenten ist die Zumtobel Group insbesondere folgenden Risiken ausgesetzt:

  • >> Kreditrisiko
  • >> Liquiditätsrisiko
  • >> Marktrisiko

Das Risikomanagement ist durch Konzernrichtlinien geregelt. Der Vorstand ist für die Erstellung und Überwachung des konzernweit gültigen Risikomanagements verantwortlich.

2.6.11.1 Kreditrisiko

>> Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Da keine generellen Aufrechnungsvereinbarungen mit den Kunden bestehen, stellt die Gesamtheit der bei den Aktiva ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar. Da bei den Kunden und Kreditinstituten auf breite Streuung geachtet wird, ist das Bonitäts- und Ausfallsrisiko als gering anzusehen. Im Geschäftsjahr 2016/17 betragen die Forderungsverluste im Konzern, die den ausgebuchten Forderungen entsprechen, 0,07% (VJ 0,1%) des Jahresumsatzes. Im Geschäftsjahr 2016/17 wurden 25% (VJ 24%) des Konzernumsatzes mit den zehn größten Kunden getätigt.

Darüber hinaus besteht eine konzernweite Kreditversicherung für bestimmte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, um potenziellen Ausfallsrisiken entgegenzuwirken, wobei jeder neue Kunde ab einem Saldo von TEUR 100 der Kreditversicherung angeboten werden muss. Der mit der Kreditversicherung vereinbarte Selbstbehalt im Schadensfall beträgt zum 30. April 2017 25% des versicherten Forderungsbetrags. Kundenspezifische interne Kreditlimits werden je nach Höhe von unterschiedlichen Führungsebenen im Konzern freigegeben.

Die Wertberichtigung zu den Forderungen aus Lieferungen & Leistungen aufgrund von tatsächlichen Fällen oder Erfahrungswerten hat sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 30. April 2017 30. April 2016
Anfangsbestand 10.598 10.119
Dotierung 2.447 3.128
Verbrauch -693 -1.058
Auflösung -1.588 -1.591
Endbestand 10.764 10.598

Für eventuelle Forderungsausfälle wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Die Einzelwertberichtigung erfolgt je nach Klassifikation in zweifelhafte und nicht zweifelhafte Forderungen. Nicht zweifelhafte Forderungen, die seit über 60 Tagen fällig sind, werden je nach Fälligkeit zwischen 20% und 70% wertberichtigt. Zweifelhafte Forderungen werden grundsätzlich zu mindestens 80% wertberichtigt. Versicherte Forderungen werden aus der Basis für die Berechnung der Wertberichtigungen unter Berücksichtigung des Selbstbehalts ausgenommen.

Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen & Leistungen stellt sich wie folgt dar:

30. April 2017
30. April 2016
in TEUR Lieferforderungen
brutto
Wert
berichtigungen
Lieferforderungen
brutto
Wert
berichtigungen
Noch nicht fällig 196.267 1.932 225.015 1.890
Überfällig 1-60 Tage 19.545 66 13.674 60
Überfällig 61-90 Tage 2.343 609 1.583 305
Überfällig 91-120 Tage 694 166 956 290
Überfällig 121-180 Tage 1.021 577 1.067 532
Überfällig > 180 Tage 7.885 7.414 8.453 7.521
Summe 227.755 10.764 250.748 10.598

In den Lieferforderungen zum Nennwert sind zweifelhafte Forderungen in Höhe von TEUR 8.068 (VJ TEUR 8.600) enthalten, die mit TEUR 7.736 (VJ TEUR 7.914) wertberichtigt sind.

>> Liquide Mittel, Wertpapiere des Anlagevermögens, Derivate und sonstige finanzielle Vermögenswerte Die Zumtobel Group minimiert ihr Kreditrisiko, indem sie kurzfristige Anlagen nur bei ausgewählten Banken investiert.

>> Aushaftendes Kreditrisiko

Das maximale Risiko besteht aus dem Buchwert der Finanzinstrumente und beträgt per 30. April 2017 TEUR 282.411 (VJ TEUR 305.775). Dieser Betrag setzt sich vor allem aus den Posten "Forderungen aus Lieferungen & Leistungen" sowie "Liquide Mittel" zusammen (siehe auch Kapitel 2.6.10.1).

Die 1 bis 60 Tage überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden gemäß der geltenden Credit Management Policy nicht wertberichtigt, da die Zumtobel Group mit dem Großteil dieser Kunden in einer guten Geschäftsbeziehung steht und die Bonität dieser Kunden laufend überprüft.

2.6.11.2 Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiko ist das Risiko der Zumtobel Group, ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht zeitgerecht bzw. nicht in voller Höhe nachkommen zu können. Zur Sicherung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hält die Zumtobel Group einerseits Liquidität in Form von mehrheitlich täglich verfügbaren Bankguthaben vor, um erwartete betriebliche Aufwendungen und finanzielle Verbindlichkeiten bedienen zu können. Sie verfügt andererseits über umfangreiche Betriebsmittelkreditlinien, um Liquiditätsschwankungen auszugleichen, die sowohl während eines Monats als auch im Jahresfortgang durch den Geschäftsverlauf auftreten. Daher bestehen keine wesentlichen Liquiditätsrisiken im Bereich der kurzfristigen Finanzierung.

Zum Bilanzstichtag 30. April 2017 stehen der Zumtobel Group neben dem Konsortialkreditvertrag und zwei weiteren Kreditverträgen (siehe Kapitel 2.6.6.16) kurzfristige unbesicherte Kontokorrentkreditlinien in Höhe von insgesamt TEUR 88.107 (VJ TEUR 88.378) zur Verfügung. Die Verzinsung hängt von den lokalen Marktgegebenheiten ab und entspricht den landesüblichen Konditionen.

Die nachfolgende Aufstellung der künftigen Zahlungen stellt die Perioden dar, in denen die Zahlungsströme voraussichtlich eintreten. Die zum 30. April 2017 ausgewiesenen Verbindlichkeiten werden zu folgenden zukünftigen Zahlungen führen.

30. April 2017

Künftige Zahlungen
in TEUR Buchwert Summe < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Finanzschulden 172.806 194.372 9.949 159.285 25.138
Darlehen von Kreditinstituten 145.314 152.577 2.007 145.726 4.844
Darlehen der öffentlichen Hand 4.097 4.156 1.789 2.367 0
Ausleihungen von sonstigen Dritten 693 700 19 681 0
Finanzierungsleasing 18.931 33.168 2.363 10.511 20.294
Working Capital-Kredite 3.771 3.771 3.771 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 157.074 157.074 157.074 0 0
Übrige Verbindlichkeiten 131.423 131.666 125.076 6.590 0
Derivate des Handelsbestandes 1.993 1.860 1.860 0 0
Derivate (Hedge Accounting) 7.105 7.481 1.246 6.235 0
Sonstige Finanzinstrumente 454 454 99 355 0
Verbindlichkeiten Non-FI 121.871 121.871 121.871 0 0
Aushaftende Verbindlichkeiten 461.303 483.112 292.099 165.875 25.138

30. April 2016

Künftige Zahlungen
in TEUR Buchwert Summe < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Finanzschulden 216.196 245.641 11.413 204.212 30.016
Darlehen von Kreditinstituten 184.826 196.858 2.716 188.854 5.288
Darlehen der öffentlichen Hand 4.651 4.711 61 4.650 0
Ausleihungen von sonstigen Dritten 375 375 375 0 0
Finanzierungsleasing 20.460 37.813 2.377 10.708 24.728
Working Capital-Kredite 5.884 5.884 5.884 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 147.062 147.062 147.062 0 0
Übrige Verbindlichkeiten 153.903 154.642 138.300 16.342 0
Derivate des Handelsbestandes 1.642 1.684 1.684 0 0
Derivate (Hedge Accounting) 8.593 9.290 1.750 7.540 0
Sonstige Finanzinstrumente 8.928 8.928 126 8.802 0
Verbindlichkeiten Non-FI 134.740 134.740 134.740 0 0
Aushaftende Verbindlichkeiten 517.161 547.345 296.775 220.554 30.016

Die künftigen Zahlungen der Derivate mit positiven Marktwerten stellen sich wie folgt dar:

30. April 2017 Künftige Zahlungen
in TEUR Buchwert Summe < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Finanzielle Vermögenswerte 1.086 1.064 1.064 0 0
Derivate des Handelsbestandes 1.086 1.064 1.064 0 0
30. April 2016 2016 Künftige Zahlungen
in TEUR Buchwert Summe < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Finanzielle Vermögenswerte 2.294 2.170 2.170 0 0
Derivate des Handelsbestandes 2.294 2.170 2.170 0 0

Es werden keine Wertpapiere als Sicherheiten gehalten.

2.6.11.3 Marktrisiko

Unter Marktrisiko wird das Risiko verstanden, welches aufgrund von Marktpreisänderungen in fremden Währungen sowie aufgrund von Veränderungen von Zinssätzen und Rohstoffpreisen entsteht und geeignet ist, das Ergebnis der Zumtobel Group und den Marktwert der eingesetzten Finanzinstrumente negativ zu beeinflussen. Die Zielsetzung des Marktrisiko-Managements ist es, die vorhandenen Risiken zu beurteilen und, so weit wie möglich, wirtschaftlich sinnvoll unter Anwendung geeigneter Maßnahmen zu minimieren.

Um diese Risiken abzusichern, setzt die Zumtobel Group teilweise derivative Finanzinstrumente ein. Alle Derivatgeschäfte werden ausschließlich mit ausgewählten Banken abgeschlossen, um das Bonitätsrisiko aus den Kurssicherungsgeschäften möglichst gering zu halten. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt gemäß der gültigen Hedging Policy. Es werden keine Derivate zu Handels- oder Spekulationszwecken verwendet.

Grundsätzlich werden geplante Cashflows, die einem Währungskursrisiko unterliegen, rollierend für einen Zeithorizont von durchschnittlich ein bis drei Quartalen durch geeignete Sicherungsgeschäfte abgesichert. Durch diese Methodik verfügt das Unternehmen über einen relativ konstanten Hedge-Bestand, das Fremdwährungsexposure wird dadurch geglättet. Rohstoffpreisrisiken werden nach Möglichkeit durch entsprechende Lieferantenvereinbarungen reduziert.

Zinsänderungsrisiko Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko ist die mögliche Wertschwankung eines Finanzinstrumentes aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes sowie die zukünftige Änderung von Cashflows aus zinstragenden Positionen, die mit einem variablen Zinssatz verzinst werden. Ein Zinsänderungsrisiko liegt vor allem bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von über einem Jahr vor. Im operativen Bereich sind diese Laufzeiten nicht von materieller Bedeutung, sie können jedoch bei finanziellen Vermögenswerten und Finanzschulden eine Rolle spielen.

Der zum Bilanzstichtag unter dem Konsortialkreditvertrag aushaftende Betrag von TEUR 60.000 hat aufgrund der Laufzeit bis 30. November 2021 langfristigen Charakter, unterliegt jedoch einer variablen Verzinsung (EURIBOR-Geldmarktzinsen). Zwei bilaterale Darlehen über jeweils TEUR 40.000 weisen eine Festzinsvereinbarung auf und unterliegen daher keinem Zinsänderungsrisiko.

Um das aus dem Konsortialkreditvertrag resultierende Zinsänderungsrisiko zu verringern, wurden unter der Annahme einer durchschnittlichen Inanspruchnahme von mindestens TEUR 80.000 mit verschiedenen Banken EUR-Zins-Swaps (Interest Rate Swaps) für ein derzeit wirksames Nominalvolumen von TEUR 80.000 abgeschlossen. Diese Zinsinstrumente sind in unterschiedliche Laufzeiten gestaffelt (längstens bis Juni 2021) und tauschen die variablen Zinszahlungen der Finanzierung in Fixzinszahlungen von maximal 2,694%. Die in Euro nominierten Zins-Swaps mit zu zahlenden Festzinssätzen sind gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" als "Hedge Accounting" einzustufen. Die Effektivität wird über die HypothetischeDerivate-Methode nachgewiesen. Daneben besteht ein EUR/CHF-Cross-Currency-Swap mit Zahlungsverpflichtungen in Schweizer Franken. Dieser erfüllt bezüglich der Währungskomponente die Voraussetzungen eines Sicherungsinstrumentes für eine Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen", so dass der Marktwert unter Derivate "Hedge Accounting" ausgewiesen wird.

Nominalwährung Nominal in Tsd.
Landeswährung
Beizulegender
Zeitwert in TEUR
2016/17
Beizulegender
Zeitwert in TEUR
2015/16
EUR 80.000 -1.334 -2.676
CHF 25.228 -5.771 -5.917
Negative Marktwerte aus Zinssicherungsinstrumenten (Hedge Accounting) -7.105 -8.593

>> Aushaftendes Zinsänderungsrisiko

Zum Bilanzstichtag stellt sich die Aufteilung der verzinslichen Finanzinstrumente nach fester und variabler Verzinsung wie folgt dar:

in TEUR 30. April 2017 30. April 2016
Finanzschulden -108.390 -116.196
Fest verzinste Finanzinstrumente -108.390 -116.196
Finanzielle Vermögenswerte 2.833 3.512
Liquide Mittel 81.352 81.394
Finanzschulden -64.416 -100.000
Variabel verzinste Finanzinstrumente 19.769 -15.094
Summe -88.621 -131.290

Zinserhöhungen – insbesondere für die Währung EUR – können sich zu Lasten des Finanzergebnisses auswirken und den Durchschnittszinssatz erhöhen.

>> Sensitivitätsanalyse

Bei den variabel verzinsten Instrumenten würde eine Änderung von 100 Basispunkten für einen Betrachtungszeitraum von einem Jahr zu einer Veränderung des Zinsergebnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung von TEUR 165 (VJ TEUR 252) führen. Aufgrund der Tatsache, dass die fest verzinsten Finanzschulden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, verursacht eine Veränderung des Zinsniveaus keine Bewertungseffekte in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Eigenkapital.

Für die zur Zinssicherung abgeschlossenen Zinsderivate würde für einen Betrachtungszeitraum von einem Jahr eine Änderung von 100 Basispunkten einen gegenläufigen Bewertungseffekt von TEUR 447 (VJ TEUR 516) ergeben.

Währungsänderungsrisiko Währungsänderungsrisiko

Als Währungsrisiko bezeichnet man jenes Risiko, das sich aus Wertschwankungen von Finanzinstrumenten durch Wechselkursschwankungen ergeben kann. Dieses Risiko besteht dort, wo Geschäftsfälle in einer anderen Währung als der funktionalen (lokalen) Währung der Gesellschaft abgewickelt werden.

Die Währungssicherungsinstrumente haben zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Zumtobel Group setzt überwiegend Devisenterminkontrakte mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr ein, ergänzend auch Optionen. Translationsrisiken werden nicht abgesichert.

Die Hauptwährungen im Konzern sind EUR, USD, CHF, GBP, AUD und NOK.

Da das Fremdwährungsexposure aus generellen Planungsannahmen ermittelt wird und nicht aus konkret bestimmbaren Einzelverträgen, können die Voraussetzungen für Hedge Accounting grundsätzlich nicht erfüllt werden.

>> Sensitivitätsanalyse

Die folgenden Angaben beschreiben aus Konzernsicht die Sensitivität von EUR-Kursänderungen gegenüber Fremdwährungen. Dabei werden alle zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Finanzinstrumente (inklusive konzerninterne Finanzinstrumente) in die Berechnung miteinbezogen.

Finanzinstrumente in den jeweiligen funktionalen Währungen der nicht im Euro-Raum ansässigen Tochtergesellschaften stellen kein Risiko dar und fließen somit nicht in die Sensitivitätsanalyse mit ein.

Eine zehnprozentige Auf- beziehungsweise Abwertung des Euros gegenüber der jeweiligen Währung zum 30. April 2017 hätte das Ergebnis sowie das Eigenkapital unter Berücksichtigung der wesentlichsten Fremdwährungspaare wie folgt beeinflusst. Alle weiteren Variablen (insbesondere die Zinssätze) werden in der Analyse als konstant angenommen. Die Effekte im Eigenkapital betreffen langfristige konzerninterne Darlehen.

EUR Abwertung um 10% EUR Aufwertung um 10%
in TEUR GuV Eigenkapital GuV Eigenkapital
EUR - GBP 19.710 -10.832 -19.710 10.832
EUR - USD 2.803 -412 -2.803 412
EUR - AUD 487 -205 -487 205

Die folgende Tabelle veranschaulicht den Effekt aus Derivaten bei einer Kursveränderung von +/- 10%.

in TEUR Beizulegender
Zeitwert
EUR Abwertung
um 10%
EUR Aufwertung
um 10%
EUR - USD -693 5.410 -5.642
EUR - CHF 428 -2.424 2.436
EUR - GBP -281 -3.536 2.875
EUR - AUD 212 -542 493
EUR - NOK 53 -193 175

Rohstoffpreisrisiko isrisiko

Die wesentlichen Rohstoffe sind Aluminium, Stahl und Kunststoffgranulat. Zur Verringerung von Risiken aus unerwarteten Preisänderungen werden nach Möglichkeit befristete Lieferverträge abgeschlossen.

2.6.12 Geschäftssegmente

2.6.12.1 Segment Geschäftsbereiche

Die Zumtobel Group besteht aus zwei operativen Segmenten, nach welchen auch die Steuerung des Konzerns erfolgt: dem Lighting Segment und dem Components Segment. Das Lighting Segment beinhaltet die Geschäftsbereiche Thorn, Zumtobel, Zumtobel Group Services, SPP und acdc und stellt Lichtlösungen, Leuchten für die Innen- und Außenraumbeleuchtung und elektronisch-digitale Licht- und Raummanagementsysteme zur Verfügung. Das Components Segment enthält den Geschäftsbereich Tridonic, welcher elektronische Lichtkomponenten sowie LED-Lichtkomponenten entwickelt, produziert und vermarktet. Die Verrechnung von Lieferungen und Leistungen erfolgt zu marktüblichen Konditionen.

Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich die gleichen Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. In Anlehnung an den im IFRS 8 "Geschäftssegmente" geforderten "Management Approach" wird in den Segmentinformationen die für die interne Berichterstattung maßgebliche Erfolgskennzahl, welche das Betriebsergebnis (EBIT) darstellt, herangezogen.

Als Segmentvermögen wurden den Geschäftssegmenten das direkt zuzuordnende Sachanlagevermögen, das immaterielle Vermögen und das Working Capital (ohne Zinsabgrenzungen, Steuerforderungen und -verbindlichkeiten) zugeordnet.

Nicht den Geschäftssegmenten zuzuordnendes Vermögen und die daraus resultierenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie segmentübergreifend genutztes Sachanlagevermögen, Finanzverbindlichkeiten und Steuern werden in der Spalte "Überleitung" ausgewiesen.

Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen betrifft mit TEUR -416 (VJ TEUR -61) das Lighting Segment. Das restliche Finanzergebnis sowie die Steuern sind keinem Segment zugeordnet.

In den Abschreibungen des laufenden Jahres sind Wertminderungen in Höhe von TEUR 144 (VJ TEUR 3.716) enthalten. Diese sind mit TEUR 90 (VJ TEUR 1.014) dem Components Segment und mit TEUR 54 (VJ TEUR 2.702) dem Lighting Segment zuzurechnen. Die Eliminierung der segmentübergreifenden Innenerlöse wird in der Spalte "Überleitung" ausgewiesen.

Lighting Segment Components Segment Überleitung Konzern
in TEUR 2016/17 2015/16 2014/15 2016/17 2015/16 2014/15 2016/17 2015/16 2014/15 2016/17 2015/16 2014/15
Nettoumsätze 999.899 1.028.413 989.907 377.245 410.353 393.819 -73.260 -82.222 -71.106 1.303.884 1.356.544 1.312.620
Außenerlöse 999.627 1.027.665 988.419 304.226 328.799 323.897 31 80 304 1.303.884 1.356.544 1.312.620
Innenerlöse 272 748 1.488 73.019 81.554 69.922 -73.291 -82.302 -71.410 0 0 0
Bereinigtes EBIT 53.472 48.220 63.701 39.630 34.978 28.412 -20.698 -24.521 -25.630 72.404 58.677 66.483
Sondereffekte -28.904 -37.624 -21.507 2.632 3.282 -3.742 -341 -515 -143 -26.613 -34.857 -25.392
Betriebsergebnis 24.568 10.596 42.194 42.262 38.260 24.670 -21.039 -25.036 -25.773 45.791 23.820 41.091
Investitionen 26.425 33.858 49.186 13.015 20.091 19.899 5.761 4.417 7.491 45.201 58.366 76.576
Abschreibungen -36.190 -38.937 -35.321 -19.532 -24.596 -21.109 -4.718 -3.998 -2.618 -60.440 -67.531 -59.048
in TEUR 30. April
2017
30. April
2016
30. April
2015
30. April
2017
30. April
2016
30. April
2015
30. April
2017
30. April
2016
30. April
2015
30. April
2017
30. April
2016
30. April
2015
Vermögen 690.327 736.685 743.925 172.920 173.395 207.140 156.382 158.568 135.210 1.019.629 1.068.648 1.086.275
30. April
2017
30. April
2016
30. April
2015
30. April
2017
30. April
2016
30. April
2015
30. April
2017
30. April
2016
30. April
2015
30. April
2017
30. April
2016
30. April
2015
Mitarbeiter
(Vollzeitkräfte)
4.767 4.913 5.302 1.590 1.638 1.752 205 210 180 6.562 6.761 7.234

Die Spalte "Überleitung" setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2016/17 2015/16
Konzernobergesellschaften -21.529 -23.557
Konzernbuchungen 490 -1.479
Betriebsergebnis -21.039 -25.036

Konzernobergesellschaften sind jene Gesellschaften, die konzernübergreifende administrative Tätigkeiten oder Finanzierungstätigkeiten durchführen und nicht direkt einem Segment zugeordnet werden. Die Überleitung des Betriebsergebnisses beinhaltet Konzernbuchungen im Zusammenhang mit der Zwischengewinneliminierung des Umlauf- als auch des Anlagevermögens.

in TEUR 30. April 2017 30. April 2016
Gemeinschaftlich genutztes Vermögen 149.044 150.848
Konzernobergesellschaften 46.634 59.827
Konzernbuchungen -39.296 -52.107
Vermögen 156.382 158.568

Die Umsatzerlöse mit einzelnen externen Kunden liegen jeweils unter 10% der Gesamtumsatzerlöse.

2.6.12.2 Segment Regionen

Im Rahmen der Neuorganisation der Vertriebsorganisation der Zumtobel Group wurden die Vertriebsregionen im Geschäftsjahr 2015/16 leicht angepasst. Wesentliche Veränderungen sind die Umgliederungen der lateinamerikanischen Länder zur Region Amerika sowie der zentralasiatischen Länder und der Türkei zur Region Benelux & Osteuropa.

Es erfolgt eine Darstellung auf Basis der Regionen "D/A/CH", "Nordeuropa", "Südeuropa", "Benelux & Osteuropa", "Mittlerer Osten & Afrika", "Asien & Pazifik" sowie "Amerika":

Außenerlöse Vermögen
in TEUR 2016/17 2015/16 30. April 2017 30. April 2016
D/A/CH 381.882 393.042 479.191 494.280
Nordeuropa 341.422 356.747 133.372 146.146
Südeuropa 183.031 192.008 50.842 63.319
Benelux & Osteuropa 165.659 153.762 29.296 27.317
Mittlerer Osten & Afrika 61.194 80.725 14.853 14.541
Asien & Pazifik 126.957 140.005 60.471 68.025
Amerika 43.739 40.255 16.841 13.406
Überleitung 0 0 234.763 241.613
Summe 1.303.884 1.356.544 1.019.629 1.068.647

Überleitung der Regionen:

in TEUR 30. April 2017 30. April 2016
Gemeinschaftlich genutztes Vermögen 246.246 241.585
Konzernbuchungen -11.483 28
Vermögen 234.763 241.613

2.6.13 Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Innerhalb des Konzerns wurden für Bankgarantien in Höhe von TEUR 7.042 (VJ TEUR 8.586) diverse Haftungen übernommen.

2.6.14 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 5. Mai 2017 nahm die Zumtobel Group das einseitig bindende Kaufangebot für den Erwerb des französischen Werkes in Les Andelys der Active' Invest SAS, Frankreich, an. Hiermit verpflichtete sich die Zumtobel Group nach der Ausgliederung des Werkes auf die französische Gesellschaft Europhane SAS 90% der Anteile an diesem Unternehmen an den strategischen Partner Active' Invest zu veräußern. Der Verkauf der Anteile ist für den Sommer 2017 anvisiert.

2.6.15 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Personen umfassen den Vorstand und Aufsichtsrat der Zumtobel Group AG. Zum 30. April 2017 sind keine Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen vorhanden.

Mit assoziierten Unternehmen (siehe auch Kapitel 2.6.6.4) bestehen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen Konditionen. In Summe bestehen zum 30. April 2017 gegenüber assoziierten Unternehmen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.157 (VJ TEUR 775) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.211 (VJ TEUR 1.839). Im Geschäftsjahr 2016/17 wurden keine Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen als uneinbringlich ausgebucht. Zum 30. April 2017 sind auch keine Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen als uneinbringlich klassifiziert.

Zum 30. April 2017 besteht eine Finanzforderung gegenüber einem assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 467 (VJ Finanzverbindlichkeit TEUR 325).

Organvergütungen

in TEUR 2016/17 2015/16
Gesamtbezüge des Vorstands 2.643 1.476
davon fixe Bezüge 1.520 1.189
davon kurzfristige variable Bezüge 283 67
davon langfristige variable Bezüge 840 220
in TEUR 2016/17 2015/16
Ulrich Schumacher (ab 1. Oktober 2013) 1.190 945
davon fixe Bezüge 650 750
davon kurzfristige variable Bezüge 108 39
davon langfristige variable Bezüge 432 156
Karin Sonnenmoser (ab 1. Mai 2014) 667 483
davon fixe Bezüge 400 400
davon kurzfristige variable Bezüge 80 25
davon langfristige variable Bezüge 187 58
Alfred Felder (ab 1. April 2016) 786 47
davon fixe Bezüge 470 39
davon kurzfristige variable Bezüge 95 2
davon langfristige variable Bezüge 221 6

Für Details zur Vergütungsregelung des Vorstandes wird auf die Angaben im Corporate Governance Bericht verwiesen.

Der Aufsichtsrat der Zumtobel Group AG erhielt folgende Vergütungen:

in TEUR 2016/17 2015/16
Gesamtvergütungen des Aufsichtsrats 516 512
davon fixe Vergütung 420 420
davon variable Vergütung 75 75
davon Spesen-/Aufwandsersatz 21 17

2.6.16 Angaben zu Personalstruktur und Organen

2.6.16.1 Personalstruktur

2016/17 2015/16
Durchschnitt Stichtag Durchschnitt Stichtag
Produktion/Herstellung 3.171 3.044 3.290 3.305
F&E 577 564 598 602
Vertrieb 1.937 1.958 1.990 1.943
Verwaltung 558 561 544 554
Sonstiges 451 435 590 357
Summe 6.694 6.562 7.012 6.761

Die angegebene Anzahl der Mitarbeiter ist inklusive der in der Zumtobel Group beschäftigten Leiharbeiter.

2.6.16.2 Organe des Konzerns

Im Geschäftsjahr 2016/17 waren folgende Personen als Mitglieder des Aufsichtsrats tätig:

erstmalig bestellt Dienstzeit
Name Funktion bzw. entsendet bestellt bis bis dato
Dipl. Ing. Jürg Zumtobel Vorsitzender 2003 2020 14 Jahre
Dr. Stephan Hutter 1.Stv. Vorsitzender 2010 2020 7 Jahre
Dr. Johannes Burtscher 2.Stv. Vorsitzender 2010 2020 7 Jahre
Dipl. Ing. Fritz Zumtobel Mitglied 1996 2020 21 Jahre
Dr. Rüdiger Kapitza Mitglied 2015 2020 2 Jahre
Dipl. Phys. Hans-Peter Metzler Mitglied 2010 2020 7 Jahre
Dietmar Dünser Delegierter des Betriebsrats 2015 2 Jahre
Richard Apnar Delegierter des Betriebsrats 2012 5 Jahre
Erich Zucalli Delegierter des Betriebsrats (bis 4. Mai 2016) 2012 5 Jahre
Kai Arbinger Delegierter des Betriebsrats (seit 4. Mai 2016) 2016 1 Jahr

Im Geschäftsjahr 2016/17 waren als Mitglieder des Vorstands tätig:

Dienstzeit
Name Funktion erstmalig bestellt bestellt bis bis dato
Dr. Ulrich Schumacher CEO (Chief Executive Officer) 1. Oktober 2013 30. April 2020 4 Jahre
Dipl.-Kff. Karin Sonnenmoser CFO (Chief Financial Officer) 1. Mai 2014 30. April 2020 3 Jahre
Dr. Alfred Felder COO (Chief Operating Officer) 1. April 2016 30. April 2019 1 Jahr

2.7 Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 Börsegesetz

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Dornbirn, am 14. Juni 2017

Der Vorstand

Ulrich Schumacher Karin Sonnenmoser Alfred Felder

Chief Executive Officer (CEO) Chief Financial Officer (CFO) Chief Operating Officer (COO)

Konzernabschluss Zumtobel Group AG 1. Mai 2016 bis 30. April 2017

2.8 Konsolidierungskreis

Nr. Gesamt Land Anteil in % Konsolidierungs
methode
Stichtag Währung
1 Tridonic Finance Pty. Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
2 ZG Operations Australia Pty. Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
3 Tridonic Australia Pty. Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
4 Tridonic Oceania Holding Pty. Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
5 ZG Lighting Australia Pty Ltd Australien 100 voll 30. April AUD
6 FURIAE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
7 LEDON Lighting GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
8 Tridonic Jennersdorf GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
9 LEXEDIS Lighting GmbH Österreich 50 equity 30. April EUR
10 ZG Lighting CEE GmbH Österreich 99,97 voll 30. April EUR
11 Tridonic GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
12 Tridonic GmbH & Co KG Österreich 100 voll 30. April EUR
13 Tridonic Holding GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
14 Zumtobel Group AG Österreich 100 voll 30. April EUR
15 Zumtobel Holding GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
16 Zumtobel Insurance Management GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
17 Zumtobel LED GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
18 Zumtobel LED Holding GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
19 ZG Lighting Austria GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
20 Zumtobel Lighting GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
21 Zumtobel Pool GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
22 ZG Lighting Benelux SA Belgien 100 voll 30. April EUR
23 ZG ILUMINACION LATAM LIMITADA Chile 100 voll 30. April CLP
24 Thorn Lighting (Guangzhou) Ltd. China 100 voll 31. Dezember CNY
25 ZG Lighting Hong Kong Limited Hongkong 100 voll 30. April HKD
26 Thorn Lighting (Tianjin) Co. Ltd. China 100 voll 31. Dezember CNY
27 Tridonic (Shanghai) Co. Ltd. China 100 voll 31. Dezember CNY
28 TridonicAtco (Shenzhen) Co. Ltd. China 100 voll 31. Dezember CNY
29 TridonicAtco Hong Kong Ltd. Hongkong 100 voll 30. April HKD
30 ZG Lighting d.o.o. Kroatien 100 voll 30. April HRK
31 ZG Lighting Czech Republic, s r.o. Tschechische Republik 100 voll 30. April CZK
32 ZG Lighting Denmark A/S Dänemark 100 voll 30. April DKK
33 Thorn Lighting OY Finnland 100 voll 30. April EUR
34 ZG Lighting France S.A. Frankreich 99,97 voll 30. April EUR
35 Europhane SAS Frankreich 100 voll 30. April EUR
36 Tridonic France Sarl Frankreich 100 voll 30. April EUR
37 Zumtobel Lumière Sarl Frankreich 100 voll 30. April EUR
38 ZG Innovation France SAS Frankreich 100 voll 30. April EUR
39 ZG Licht Süd GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
40 Reiss Lighting GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
41 Tridonic Deutschland GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
42 Zumtobel Holding GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
43 ZG Licht Nord-West GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
44 ZG Licht Mitte-Ost GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
45 Zumtobel Lighting GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
46 acdc LED Holdings Limited Großbritannien 100 voll 30. April GBP
47 acdc LED Limited Großbritannien 100 voll 30. April GBP
48 Rewath Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
49 Thorn Lighting Group Großbritannien 100 voll 30. April GBP
50 Thorn Lighting Holdings Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
51 Thorn Lighting International Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
52 Thorn Lighting Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
53 Tridonic UK Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
54 Wengen-Five Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
55 Wengen-Four Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
56 Wengen-One Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
57 Wengen-Three Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
58 Wengen-Two Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
59 ZG Lighting (UK) Limited Großbritannien 100 voll 30. April GBP
60 ZG Lighting Hungary Kft. Ungarn 100 voll 30. April HUF
61 Thorn Lighting India Private Limited Indien 100 voll 30. April INR
62 ZG Lighting (Ireland) Ltd. Irland 100 voll 30. April EUR
63 Thorn Lighting s.r.l. Italien 100 voll 30. April EUR
64 Tridonic Italia SRL Italien 100 voll 30. April EUR
65 ZG Lighting Srl socio unico Italien 100 voll 30. April EUR
66 Zumtobel LED Illuminazione Holding srl Italien 100 voll 30. April EUR
67 Tridonic (Malaysia) Sdn, Bhd. Malaysia 100 voll 30. April MYR
68 Thorn Lighting Asian Holdings BV Niederlande 100 voll 30. April EUR
69 ZG Lighting Netherlands B.V. Niederlande 100 voll 30. April EUR
70 ZG Lighting (N.Z.) Limited Neuseeland 100 voll 30. April NZD
71 ZG Lighting Norway AS Norwegen 100 voll 30. April NOK
72 ZG Lighting Polska sp.z o.o. Polen 100 voll 30. April PLN
73 Thorn Lighting LLC Qatar 49 voll 30. April QAR
74 R Lux Immobilien Linie SRL Rumänien 100 voll 31. Dezember RON
75 Zumtobel Lighting Romania SRL Rumänien 100 voll 31. Dezember RON
76 ZG Lighting Russia Russland 100 voll 30. April RUB
77 ZG Lighting Singapore Pte Limited Singapur 100 voll 30. April SGD
78 Tridonic (S.E.A.) Pte Ltd. Singapur 100 voll 30. April SGD
79 ZG Lighting Slovakia s.r.o. Slowakei 100 voll 30. April EUR
80 ZG Lighting SRB d.o.o. Serbien 100 voll 30. April EUR
81 ZG Lighting d.o.o. Slowenien 100 voll 30. April EUR
82 Tridonic SA (Proprietary) Limited Südafrika 100 voll 30. April ZAR
83 ZG Lighting Iberia S.L. Spanien 100 voll 30. April EUR
84 Staff Iberica S.A. Spanien 50 equity 30. April EUR
85 Tridonic Iberia SL Spanien 100 voll 30. April EUR
86 ZG Lighting Nordic AB Schweden 100 voll 30. April SEK
87 Thorn Lighting Nordic AB Schweden 100 voll 30. April SEK
88 TLG Sweden Holdings AB Schweden 100 voll 30. April SEK
89 Tridonic AG Schweiz 100 voll 30. April CHF
90 Zumtobel Licht AG Schweiz 100 voll 30. April CHF
91 Tridonic Aydinlatma Ticaret Limited Sirketi Türkei 100 voll 30. April TRY
92 Thorn Gulf LCC UAE 49 voll 31. Dezember AED
93 Tridonic (ME) FZE UAE 100 voll 30. April AED
94 Tridonic Inc., US USA 100 voll 30. April USD
95 acdc Corp. USA 100 voll 31. Dezember USD
96 Lemgo Realty Corp. USA 100 voll 30. April USD
97 Zumtobel Lighting Inc. USA 100 voll 30. April USD

Im Geschäftsjahr 2016/17 endkonsolidiert:

1 ATCO Industrial Pty. Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
2 Thorn Lighting (Mauritius) Holdings Ltd. Mauritius 100 voll 30. April USD
3 acdc lighting systems limited Großbritannien 100 voll 30. April GBP
4 Zumtobel Hongkong Limited Hongkong 100 voll 30. April HKD
5 Luxmate Ltd Großbritannien 100 voll 30. April GBP
6 Zumtobel Lighting Saudi Arabia Limited Saudi-Arabien 51 voll 31. Dezember SAR

Konzernabschluss Konzernabschluss Zumtobel Group AG 1. Mai 2016 bis 30. April 2017

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss zum Konzernabschluss

Prüfungsurteil

Wir haben den Konzernabschluss der

Zumtobel Group AG, Dornbirn,

und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. April 2017, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Gesamtergebnisrechnung, der Konzernkapitalflussrechnung und der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Konzernanhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der Konzernabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. April 2017. sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards, wie sie in der EU anzuwenden sind (IFRS), und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB.

Grundlage für das Prüfungsurteil Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind vom Konzern unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Nachfolgend stellen wir die aus unserer Sicht besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:

    1. Werthaltigkeit Firmenwert Lighting Segment
    1. Bilanzierung der Veräußerungsgruppe Les Andelys

1. Werthaltigkeit Firmenwert Lighting Segment Lighting Segment

siehe Konzernanhang Kapitel 2.6.3.2 und Kapitel 2.6.6.1 / Konzernlagebericht Kapitel 1.8

Das Risiko für den Abschluss

Der im Konzernabschluss erfasste Posten Firmenwerte in Höhe von TEUR 197.810 betrifft im Wesentlichen den auf Ebene des Lighting Segments auf Werthaltigkeit getesteten Firmenwert in Höhe von TEUR 195.753. Dieser Firmenwert resultiert insbesondere aus dem Erwerb der Thorn Lighting Gruppe im Geschäftsjahr 1999/2000. Der Firmenwert wird entsprechend der internen Organisationsstruktur dem Lighting Segment als zahlungsmittelgenerierender Einheit zugeordnet und wird zumindest jährlich einer Werthaltigkeitsprüfung unterzogen.

Die Überprüfung der Werthaltigkeit des Firmenwertes ist komplex und beruht auf einer Reihe ermessensbehafteter Faktoren. Hierzu zählen insbesondere die prognostizierten Cashflows des Lighting Segments für die nächsten vier Jahre, welche unter anderem auf Erfahrungen der Vergangenheit sowie den Einschätzungen des Vorstandes hinsichtlich des erwarteten Marktumfelds basieren. Weitere Faktoren sind die unterstellte langfristige Wachstumsrate und die zugrunde gelegten regionenspezifischen Kapitalkosten.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Wir haben die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen und Ermessensentscheidungen sowie der Berechnungsmethode des Werthaltigkeitstestes unter Einbeziehung unserer Bewertungsspezialisten beurteilt. Die bei den Berechnungen zugrunde gelegten prognostizierten Cash Flows haben wir mit der aktuellen von der Geschäftsleitung genehmigten strategischen Unternehmensplanung abgeglichen. Die Annahmen zur Entwicklung der Absatzmärkte haben wir mit den Planungsverantwortlichen erörtert. Die Planungstreue haben wir anhand von Informationen aus Vorperioden analysiert.

Da bereits geringfügige Änderungen des Kapitalkostensatzes erhebliche Auswirkungen auf den erzielbaren Betrag der zahlungsmittelgenerierenden Einheit haben, haben wir die zur Herleitung der Kapitalkosten verwendeten Paramater jenen einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen (Peer-Group) gegenübergestellt. Wir haben ferner alternative Szenarien mit entsprechenden Prognoseunsicherheiten sowie mögliche Veränderungen der Kapitalkosten und der langfristigen Wachstumsraten untersucht.

Durch eigene Sensitivitätsanalysen haben wir ermittelt, ob die getesteten Buchwerte bei möglichen Veränderungen der Annahmen in realistischen Bandbreiten noch ausreichend durch die jeweiligen erzielbaren Beträge gedeckt sind.

Wir haben ferner beurteilt, ob die Anhangsangaben zur Werthaltigkeit des Firmenwertes angemessen sind.

2. Bilanzierung der Veräußerungsgruppe Les Andelys

siehe Konzernanhang Kapital 2.6.3.2 sowie 2.6.6.12 / Konzernlagebericht Kapitel 1.4

Das Risiko für den Abschluss

Die im Konzernabschluss ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden, die zu einer als zur Veräußerung gehaltenen klassifizierten Veräußerungsgruppe gehören, betragen TEUR 1.503 bzw TEUR 9.425. Diese betreffen den zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossenen Verkauf der Produktionsstätte in Les Andelys, Frankreich.

Die Beurteilung des Vorliegens von Veräußerungsgruppen als zur Veräußerung gehalten ist komplex und beinhaltet Ermessensentscheidungen des Vorstandes. Hierzu zählen die Beurteilung des Vorliegens der Voraussetzungen zum spezifischen Ausweis als Veräußerungsgruppe, aber auch die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes abzüglich Veräußerungskosten des der Veräußerungsgruppe zuzuordnenden Vermögens.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Wir haben die Annahmen des Vorstandes hinsichtlich Klassifizierung der Veräußerungsgruppe als zur Veräußerung gehalten, sowie die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich Veräußerungskosten durch Einsichtnahme in die entsprechenden vertraglichen Regelungen sowie unter Einbeziehung unserer Spezialisten beurteilt.

Wir haben ferner beurteilt, ob die buchhalterische Abbildung der zur Veräußerung gehaltenen Veräußerungsgruppe sowie die entsprechenden Anhangsangaben angemessen sind.

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und Vertreter und des Prüfungsausschusses für d für den Konzernabschluss en Konzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder den Konzern zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns.

Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses rüfung

Unsere Ziele sind hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

  • Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
  • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr des Konzerns von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
  • Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
  • Wir erlangen ausreichende geeignete Prüfungsnachweise zu den Finanzinformationen der Einheiten oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns, um ein Prüfungsurteil zum Konzernabschluss abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die Alleinverantwortung für unser Prüfungsurteil.
  • Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
  • Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und tauschen uns mit ihm über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte aus, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.
  • Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Konzernabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die

besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Sonstige gesetzliche und andere rechtliche

Bericht zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Konzernlageberichts durchgeführt.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Konzernlagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält zutreffende Angaben nach § 243a UGB und steht in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Konzernabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über den Konzern und sein Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Konzernlagebericht festgestellt.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Jahresfinanzbericht, ausgenommen den Jahres- bzw Konzernabschluss, den Lage- bzw Konzernlagebericht und die diesbezüglichen Bestätigungsvermerke.

Unser Prüfungsurteil zum Konzernabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir geben keine Art der Zusicherung darauf ab.

In Verbindung mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen und zu überlegen, ob es wesentliche Unstimmigkeiten zwischen den sonstigen Informationen und dem Konzernabschluss oder mit unserem, während der Prüfung erlangten Wissen gibt oder diese sonstigen Informationen sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir, basierend auf den durchgeführten Arbeiten, zur Schlussfolgerung gelangen, dass die sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt sind, müssen wir dies berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Thomas Smrekar.1

Wien, am 14. Juni 2017

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Thomas Smrekar Wirtschaftsprüfer

11Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

Konzernabschluss Konzernabschluss

Zumtobel Group AG 1. Mai 2016 bis 30. April 2017

3. Corporate Governance Bericht 2016/17

Inhalt

3. Corporate Governance
3.1 Corporate Governance in der Zumtobel Group _____ 131
3.2 Der Österreichische Corporate Governance Kodex ________ 131
3.2.1
Comply or Explain ___________ 132
3.2.2
Externe Evaluierung der Einhaltung des Corporate Governance Kodex ______ 132
3.2.3
Sonstige Berichtspflichten ___________ 132
3.3 Risikomanagement und Internes Kontrollsystem ______ 133
3.4 Die Organe und Gremien der Zumtobel Group AG ________ 134
3.4.1
Die Aktionäre und die Hauptversammlung __________ 134
3.4.2
Der Vorstand _________ 135
3.4.3
Der Aufsichtsrat ____________ 137
3.5 Vergütungsbericht ___________ 142
3.5.1
Vorstandsvergütung __________ 142
3.5.2
Aufsichtsratsvergütung _______ 146
3.6 Bericht des Aufsichtsrats ____________ 148

3. Corporate Governance

3.1 Corporate Governance in der Zumtobel Group

In der Zumtobel Group wird Corporate Governance als umfassende Steuerung und Überwachung des Unternehmens verstanden. Diese Corporate Governance-Kultur manifestiert sich in einer strategischen Ausrichtung der Unternehmensgruppe auf Nachhaltigkeit, Langfristigkeit und Verantwortung. Als Rahmenwerk für die Ausgestaltung des Corporate Governance Systems in der Zumtobel Group dient der Österreichische Corporate Governance Kodex. Die wesentlichen Bausteine des Corporate Governance Systems sind die Unternehmenswerte, der Verhaltenskodex sowie die Konzernrichtlinien. Sie tragen maßgeblich zum Ziel der langfristigen Wertschöpfung und nachhaltigen Wertsteigerung bei.

Die Unternehmensleitung ermutigt alle Mitarbeiter, mögliche Verstöße gegen den Verhaltenskodex vertraulich zu melden. Den Mitarbeitern stehen dafür der Chief Ethics & Compliance Officer der Zumtobel Group sowie geschulte Kollegen aus der Rechtsabteilung und der Konzernrevision zur Verfügung. Weitere interne Ansprechpartner für Meldungen von Verstößen oder jegliche Fragen zum Verhaltenskodex sind die jeweiligen Führungskräfte, Mitarbeiter der Personalabteilung sowie der Betriebsrat. Die im Geschäftsjahr eingegangenen Hinweise wurden untersucht und über die Ergebnisse Bericht erstattet.

Weiterentwicklungen im Geschäftsjahr 2016/17 im Geschäftsjahr 2016/17

Dem Anspruch der Zumtobel Group, das Corporate Governance System hinsichtlich Wirksamkeit und Effizienz laufend an sich ändernde Anforderungen und Rahmenbedingungen anzupassen, wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr entsprochen. Um dies zu gewährleisten, wurde unter anderem nach dem Ausscheiden des ehemaligen Compliance-Verantwortlichen ein qualifizierter Chief Ethics & Compliance Officer eingestellt, welcher seit dem 1. Februar 2017 die Abteilung Corporate Integrity leitet. Durch ihn werden die in den Vorjahren definierten Maßnahmen zum Auf- und Ausbau des Compliance Management Systems zielgerichtet weiterentwickelt.

Dabei erfolgt eine enge Zusammenarbeit zwischen Corporate Integrity und der Rechtsabteilung, der Konzernrevision, dem Risikomanagement, der Personalabteilung sowie der IT. Der Chief Ethics & Compliance Officer berichtet regelmäßig in den Vorstandssitzungen über aktuelle Compliance-Themen sowie Planung und Fortschritt beim Auf- und Ausbau des Compliance Management- Systems. Wie bisher wird auch der neue Compliance-Verantwortliche sich mindestens zweimal jährlich zu Vier-Augen-Gesprächen mit dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses treffen und ebenfalls zweimal jährlich an den Prüfungsausschuss über Status und wesentliche Entwicklungen im Bereich Compliance berichten.

3.2 Der Österreichische Corporate Governance Kodex

Der Österreichische Corporate Governance Kodex wird vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance herausgegeben und stellt ein über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehendes Regelwerk für die verantwortungsvolle Führung und Leitung von Unternehmen gemäß internationalen Standards dar. Der Kodex wurde im Jahr 2002 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und seither mehrfach überarbeitet, zuletzt im Januar 2015, um neuen Bestimmungen des Aktiengesetzes sowie des Unternehmensgesetzbuchs zu entsprechen, insbesondere in Bezug auf die Qualität der Berichterstattung über die Unternehmensführung ("Comply or Explain") sowie auf die AFRAC-Stellungnahme zur Aufstellung und Prüfung eines Corporate Governance Berichts gemäß § 243 UGB. Der aktuelle Corporate Governance Bericht basiert auf dem Kodex in der Fassung vom Januar 2015. Die aktuellste Version des Kodex kann auf der Website des Arbeitskreises abgerufen werden (www.corporate-governance.at).

Die Zumtobel Group AG erklärt ihre freiwillige Selbstverpflichtung auf den Österreichischen Corporate Governance Kodex. Mit diesem Bekenntnis soll ein möglichst hohes Maß an Transparenz erreicht und das

Informationen zur Corporate Governance auch unter www.zumtobelgroup.com Vertrauen der Investoren in das Unternehmen gestärkt werden. Die Zumtobel Group sieht die aktive Umsetzung des Kodex als wesentliche Verpflichtung im Sinne einer auf nachhaltige und langfristige Wertsteigerung ausgerichteten Leitung der Unternehmensgruppe und strebt die bestmögliche Anwendung der Regeln an. Durch die freiwillige Selbstverpflichtung bekommt der Kodex Geltung und damit ist die Nichteinhaltung von C-Regeln (Comply or Explain) zu begründen.

Wie schon in den Jahren zuvor wurde der Kodex auch im Geschäftsjahr 2016/17 von der Zumtobel Group AG nahezu lückenlos eingehalten. Bei zwei C-Regeln der insgesamt 83 Regeln des Kodex besteht eine teilweise abweichende Umsetzung. Diese Abweichungen werden nachfolgend erläutert.

3.2.1 Comply or Explain

Folgende C-Regeln des Kodex wurden bzw. werden derzeit nicht bzw. nur teilweise eingehalten:

  • Regel 30 Regel 30: Informationen über den Versicherungsschutz im Allgemeinen und über eine D&O-Versicherung im Besonderen werden von der Zumtobel Group als vertrauliche Unternehmensdaten betrachtet, deren Veröffentlichung geeignet ist, dem Unternehmen Schaden zuzufügen. Die Zumtobel Group sieht daher von einer Veröffentlichung ab.
  • Regel 43: Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten entsp Regel 43: richt dem Vergütungsausschuss gemäß Regel 43. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel, ist allerdings nicht Vorsitzender dieses Ausschusses, sondern stellvertretender Vorsitzender.

3.2.2 Externe Evaluierung der Einhaltung des Corporate Governance Kodex

Der Corporate Governance Kodex sieht eine regelmäßige externe Evaluierung der Einhaltung des Kodex durch das Unternehmen vor. Diese wurde im Zuge der Prüfung des Jahresabschlusses 2016/17 durch den Abschlussprüfer des Konzerns durchgeführt. Als Ergebnis der Prüfung haben die Abschlussprüfer festgestellt, dass der von der Zumtobel Group AG erstellte Corporate Governance-Bericht in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften (§ 243b UGB) aufgestellt worden ist.

3.2.3 Sonstige Berichtspflichten

3.2.3.1 Offenlegung der Honorare des Wirtschaftsprüfers

Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft wurde von der Hauptversammlung am 22. Juli 2016 zum Konzern- und Einzelabschlussprüfer der Zumtobel Group AG bestellt. Darüber hinaus ist die KPMG mit ihren Partnerbüros auch in der Steuer- und Finanzberatung für die Zumtobel Group tätig.

Im Geschäftsjahr 2016/17 sind in der Zumtobel Group AG folgende Leistungen von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft erbracht bzw. vereinbart worden:

In TEUR 2016/17 2015/16
Gesamthonorar
Gesamthonorar
277 265
davon Prüfung 224 224
davon sonstige Honorare 53 41

Das sonstige Honorar steht im Zusammenhang mit prüfungsnahen Beratungstätigkeiten als auch Steuerberatungsleistungen. Das gesamte mit Gesellschaften des KPMG-Netzwerks für Prüfungsleistungen in der Zumtobel Group vereinbarte Honorarvolumen beläuft sich unter Berücksichtigung der verrechenbaren Kosten auf 1.310 TEUR (Vorjahr TEUR 1.328).

3.2.3.2 Maßnahmen zur Förderung von Frauen im Unternehmen

Als Equal Opportunity Employer (EOE) steht die Zumtobel Group für Chancengleichheit, unabhängig von Geschlecht, Ethnie etc., ein. Bereits seit dem Jahr 2004 manifestiert sich diese Haltung auch im Verhaltenskodex der Zumtobel Group, der auch in seiner aktuellen Fassung festlegt, dass keine Art der Diskriminierung im Unternehmen geduldet wird. Erfahrung, Qualifikation und Leistung bilden im Unternehmen die Basis der Personalentscheidungen für alle Unternehmensbereiche und Managementebenen. Die Zumtobel Group, deren Belegschaft einen Anteil weiblicher Mitarbeiter von ca. 36% (Vorjahr ca. 34%) hat, verfolgt keine konkrete Zielquote für die Besetzung von Managementpositionen durch weibliche Mitarbeiter, fördert diese aber zunehmend und verstärkt im Rahmen der internen sowie externen Recruiting- und Personalentwicklungsmaßnahmen. Für einen großen Teil der leitenden Positionen im Unternehmen ist eine technische Ausbildung Voraussetzung. Die Zumtobel Group erhält für solche Positionen leider immer noch wenige Bewerbungen von Frauen, was die generelle Situation am Arbeitsmarkt in Bezug auf technische Berufe widerspiegelt. Um dem entgegenzuwirken und um mehr Frauen für technische Berufe zu gewinnen, fördert das Unternehmen zum Beispiel in der firmeninternen Lehrlingsausbildung die Ausbildung von Frauen in technischen Berufen. Um berufstätigen Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu erleichtern, bietet die Zumtobel Group flexible Arbeitszeitmodelle an und ermöglicht das Arbeiten aus dem Homeoffice und an flexiblen Arbeitsplätzen. In diesem Zusammenhang wurde im Berichtszeitraum mit den Betriebsräten auch eine Betriebsvereinbarung zum Thema Homeoffice abgeschlossen.

Der Anteil von Frauen in Führungspositionen betrug zum 30. April 2017 17% (Vorjahr 17%), im Aufsichtsrat waren, wie im Vorjahr, keine weiblichen Delegierten bestellt. Die Zumtobel Group ist bemüht, den Anteil von Frauen in leitenden Positionen zu erhöhen. Es ist deshalb besonders erfreulich, dass die Position des Finanzvorstands mit Frau Karin Sonnenmoser, einer sehr erfahrenen Finanzmanagerin, besetzt ist, deren Mandat bis zum 30. April 2020 läuft. Der Frauenanteil im Vorstand beträgt 33% (Vorjahr 33%).

3.3 Risikomanagement und Internes Kontrollsystem

In der Zumtobel Group orientieren sich sowohl das Risikomanagementsystem als auch das Interne Kontrollsystem sehr eng an den international etablierten Standard-Rahmenwerken des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO). Dementsprechend ergänzen und beeinflussen sich Risikomanagementsystem und Internes Kontrollsystem in der bei der Zumtobel Group gelebten Praxis gegenseitig.

Das Risikomanagement wird als eigenständiger, strategisch ausgerichteter Prozess verstanden, der sich dem Umgang mit Risiken und Chancen widmet. Je mehr sich das Risikomanagement mit den globalen Unternehmensrisiken beschäftigt, desto mehr ist es als eigenständiger Prozess erkennbar. Je mehr es sich mit den Risiken einzelner Unternehmensprozesse beschäftigt, desto mehr verschmilzt es mit dem Internen Kontrollsystem.

Gemäß § 243a Absatz 2 UGB sowie den Regeln 69 und 70 sind die wesentlichen Merkmale des Internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess im Lagebericht zu beschreiben. Die entsprechenden Informationen befinden sich im Konzernlagebericht in den Kapiteln 1.7 (Internes Kontrollsystem) und 1.8 (Risikomanagement).

Interne Revision

Die Konzernrevision der Zumtobel Group AG (Corporate Audit) ist als Stabsfunktion des Vorstands eingerichtet und berichtet an den Gesamtvorstand. Der Leiter der Konzernrevision berichtet dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Audit-Planung und wesentliche Ergebnisse der Prüfungstätigkeit.

Arbeitsgrundlage der Revision ist die vom Vorstand verabschiedete Geschäftsordnung der Konzernrevision (Internal Audit Charter), die sich ebenso wie der gesamte Revisionsprozess bei der Zumtobel Group an den internationalen Standards des Institute of Internal Auditors (IIA) ausrichtet. Die Einhaltung dieser Standards wird regelmäßig mindestens alle 5 Jahre bei einer externen Qualitätsbeurteilung – zuletzt im März 2016 – überprüft und bestätigt.

Der Jahresprüfungsplan legt die Standardprüfungen der Revision fest. Er wird vom Vorstand genehmigt und mit dem Prüfungsausschuss abgestimmt und ist das Ergebnis einer unternehmensweiten strukturierten Erfassung und Verarbeitung von qualitativen und quantitativen Risikofaktoren über Prozesse, Einheiten und Projekte hinweg.

Die Erstellung des Prüfungsplanes wird eng mit dem Risikomanagement abgestimmt und umfasst inhaltlich Überprüfungen der Risikoneigung und Effizienz in operativen Prozessen ebenso wie die Überwachung der Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und interner Richtlinien. Darüber hinaus übernimmt die Konzernrevision vom Vorstand beauftragte Ad-hoc- Prüfungs- und – abhängig von der jeweils im Team vorhandenen Expertise – auch Beratungsaufträge.

3.4 Die Organe und Gremien der Zumtobel Group AG

Entsprechend der österreichischen Gesetzeslage beruht die Organisation der Zumtobel Group AG auf den drei unabhängigen Organen Hauptversammlung, Aufsichtsrat und Vorstand. Der Vorstand ist für die Führung des Unternehmens verantwortlich. Der Aufsichtsrat, ein vom operativen Management völlig getrenntes und von der Hauptversammlung gewähltes Organ, nimmt die Kontrollfunktion wahr. Vorstand und Aufsichtsrat sind nach dem Prinzip der strikten personellen Trennung organisiert, eine gleichzeitige Mitgliedschaft in beiden Organen ist nicht zulässig. Die Zusammenarbeit zwischen den drei Organen wird in der Satzung sowie in den Geschäftsordnungen für den Vorstand und den Aufsichtsrat geregelt. Die Satzung ist auf der Website der Zumtobel Group (www.zumtobelgroup.com) veröffentlicht.

3.4.1 Die Aktionäre und die Hauptversammlung

Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Die Aktien der Zumtobel Group AG sind nach dem Prinzip "one share – one vote" ausgestaltet.

Die Hauptversammlung wird mindestens 28 Tage vor dem Versammlungstermin einberufen und wird am Sitz der Gesellschaft oder in Wien oder in einer anderen österreichischen Landeshauptstadt abgehalten. Die vom österreichischen Aktiengesetz vorgeschriebenen Informationen sind spätestens ab dem 21. Tag vor der Hauptversammlung auf der im Firmenbuch eingetragenen Internetseite der Gesellschaft verfügbar.

Die Aktien der Zumtobel Group AG sind reine Inhaberaktien. Angaben über die Aktionärsstruktur sind daher nur dann möglich, wenn die Aktionäre ihre Aktien für die Hauptversammlung hinterlegen oder die Zumtobel Group AG von sich aus über ihren Aktienanteil informieren. Die verfügbaren Angaben über die Aktionärsstruktur sind im Konzernlagebericht in Kapitel 1.3 (Die Zumtobel Group Aktie) erläutert.

Die Zumtobel Group legt höchsten Wert auf eine umfassende, zeitnahe Informationspolitik unter besonderer Berücksichtigung der Gleichbehandlung aller Aktionäre. Dazu wird über die gesetzlichen Anforderungen hinaus (unter anderem Jahresfinanzbericht, Quartalsberichte, Ad-hoc-Meldungen) regelmäßig mit Pressemitteilungen, Telefonkonferenzen und auf Investorenveranstaltungen über aktuelle Entwicklungen im Unternehmen informiert. Alle Berichte und Meldungen sowie die wesentlichen Präsentationen werden unter www.zumtobelgroup.com veröffentlicht. Unter dem Punkt "Investor Relations" werden auf der Website ein detaillierter Finanzkalender sowie sonstige Aktieninformationen publiziert.

3.4.2 Der Vorstand

Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat bestellt. Die Vorstände dürfen Nebentätigkeiten nur nach vorheriger Zustimmung des Aufsichtsrats ausüben.

Dienstzeit
Name Funktion erstmalig bestellt bestellt bis bis dato
Dr. Ulrich Schumacher CEO (Chief Executive Officer) 01.10.2013 30.04.2020 4 Jahre
Dipl.-Kff. Karin Sonnenmoser CFO (Chief Financial Officer) 01.05.2014 30.04.2020 3 Jahre
Dr. Alfred Felder COO (Chief Operating Officer) 01.04.2016 30.04.2019 1 Jahr

Dr. Ulrich Schumacher Schumacher–CEO

Ulrich Schumacher wurde per 1. Oktober 2013 zum CEO der Zumtobel Group AG bestellt. Sein Mandat läuft bis zum 30. April 2020. Ulrich Schumacher, 1958 in Bergisch Gladbach (Deutschland) geboren, studierte Elektrotechnik und Betriebswirtschaft. 1986 trat er in den Siemens-Konzern ein, ab 1996 verantwortete er den Bereich Halbleiter. 1998 wurde er in den Zentral-Vorstand der Siemens AG berufen. 2000 führte er den ausgegliederten und in Infineon Technologies AG umbenannten Bereich an die Börse. Nach seinem Ausscheiden im Jahr 2004 – Infineon war mittlerweile der viertgrößte Halbleiter-Produzent der Welt – wurde er Partner eines amerikanischen Private Equity-Unternehmens im Technologiebereich, Francisco Partners, und betreute dort unter anderem die Entstehung von Numonyx, einem Joint Venture zwischen Intel und STMicroelectronics mit einem Umsatz von 3 Mrd. US\$. Von 2007 bis 2011 war Ulrich Schumacher CEO der Grace Semiconductor Manufacturing Corporation, einer zum Teil staatlichen chinesischen Unternehmung mit Sitz in Schanghai, welche er erfolgreich sanierte. Seit 2011 hält er einige Aufsichtsratsmandate und berät Technologieunternehmen.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: Mitglied des Aufsichtsrats von ASM International N.V., Almere (Niederlande) seit Mai 2008.

Dipl.-Kff. Karin Sonnenmoser Sonnenmoser Sonnenmoser–CFO

Seit 1. Mai 2014 ist Karin Sonnenmoser Finanzvorstand der Zumtobel Group AG. Ihr Mandat läuft bis zum 30. April 2020. Karin Sonnenmoser, 1969 in Biberach (Deutschland) geboren, studierte Betriebswirtschaft an der Universität Augsburg (Deutschland) und erlangte noch während ihres Studiums einen Master of Business Administration von der University of Dayton in Ohio (USA). Sie begann ihre berufliche Laufbahn 1995 im Trainee-Programm der Volkswagen AG. Ab 1996 bekleidete sie zahlreiche Positionen im Finanzwesen der Volkswagen Gruppe, beginnend mit einer Position im Rechnungswesen der spanischen Tochter Seat in Barcelona. Später übernahm Karin Sonnenmoser verschiedene Funktionen im Controlling und Rechnungswesen bei der Marke Volkswagen Pkw. Von 2002 bis 2006 leitete sie das Generalsekretariat der Markengruppe Volkswagen und war in dieser Position auch Generalsekretär des Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG in Wolfsburg. Von 2007 bis 2010 war sie zuerst als kaufmännische Geschäftsführerin und dann als Vorsitzende der Geschäftsführung der AutoVision GmbH tätig. Ab 2010 zeichnete sie als Geschäftsführerin Controlling und Finanzen der Volkswagen Sachsen GmbH und als kaufmännische Geschäftsführerin der Volkswagen Bildungsinstitut GmbH in Zwickau verantwortlich. 2011 übernahm sie zusätzlich die Geschäftsführung Finanzen und Controlling der Gläsernen Manufaktur in Dresden und trug damit Mitverantwortung für einen Umsatz von 5,5 Mrd EUR sowie 9.600 Mitarbeiter an vier Standorten.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: Mitglied des Aufsichtsrats (Vorsitzende des Prüfungsausschusses) bei der Vivantes – Netzwerk für Gesundheit GmbH, Berlin (Deutschland) seit 25. Februar 2014, Ersatzmitglied des Aufsichtsrats der Schweizer Electronic AG, Schramberg (Deutschland) seit 1. Juli 2016.

Dr. Alfred Felder –COO

Alfred Felder wurde per 1. April 2016 zum COO der Zumtobel Group AG bestellt. Sein Mandat läuft bis zum 30. April 2019. Herr Felder, 1963 in Südtirol (Italien) geboren, studierte Elektrotechnik an der Technischen Universität Wien. 1990 trat er in den Siemens-Konzern ein und bekleidete verschiedene Funktionen in den Bereichen Forschung & Entwicklung in Deutschland und war ab 1995 bei der Siemens-Tochter Infineon in Japan als Technologiemanager tätig. 2003 wechselte er zur damaligen Siemens-Tochter OSRAM und verantwortete verschiedene Managementfunktionen in den Bereichen optoelektronische Halbleiter und Allgemeinbeleuchtung in den USA und China. Ab November 2012 war Alfred Felder als Geschäftsführer der Komponententochter Tridonic für die Zumtobel Group tätig. Diese Funktion hatte er übergangsweise bis November 2016, zusätzlich zu seinem Vorstandsmandat, weiterhin inne.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: keine.

Aufgabenverteilung des Vorstands

Der Vorstand steuert und verantwortet die Geschäftstätigkeit der Zumtobel Group gemeinschaftlich als ein Organ und die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für den Erfolg und die langfristige Ausrichtung des Konzerns. Um die tägliche Arbeit zu erleichtern, wurden Themenschwerpunkte definiert, bei denen einzelne Mitglieder des Vorstands als Ansprechpartner fungieren. Diese Themenschwerpunkte sind gruppenübergreifend und entsprechen nicht notwendigerweise der disziplinarischen Führung.

Die Aufteilung der Themen stellt sich wie folgt dar:

Ulrich Schumacher Karin Sonnenmoser Alfred Felder
Schumacher Karin Sonnenmoser Alfred Felder
CEO CFO COO
- Unternehmensstrategie, Mergers & - Rechnungswesen und Steuern (inkl. - Werke (Operations)
Acquisitions, Geschäftsprozesse Zoll), Finanzen & Controlling - Supply Chain
- Geschäftsbereiche (Business - Einkauf - Qualität
Divisions) - Treasury - IT
- Vertrieb, Marketing &
Kommunikation
- Recht
- Risikomanagement
- Technologie & Entwicklung
- Personal
- Compliance
- Internal Audit
- Investor Relations - Versicherungen

Zur übergreifenden Steuerung und Kontrolle des Konzerns dient die Vorstandssitzung, die in der Regel mindestens einmal monatlich stattfindet und über die Protokoll geführt wird. Daneben unterrichten sich die Mitglieder des Vorstands gegenseitig laufend über wichtige Maßnahmen und Vorgänge in ihren Vorstandsbereichen sowie die jeweiligen Beurteilungen der an einzelne Vorstandsmitglieder berichtenden Führungskräfte.

Für die Beziehungen zwischen den Vorstandsmitgliedern und dem Unternehmen ist der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten des Aufsichtsrats zuständig, der auch als Vergütungsausschuss im Sinne von Regel 43 und als Nominierungsausschuss im Sinne von Regel 41 fungiert. Für Nachbesetzungen im Vorstand wurden vom Aufsichtsrat gemäß Regel 38 ein Anforderungsprofil und ein Besetzungsverfahren definiert.

3.4.3 Der Aufsichtsrat

Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden von der Hauptversammlung bestellt. Die Arbeitnehmervertreter sind gemäß österreichischem Aktiengesetz berechtigt, für je zwei von der Hauptversammlung gewählte Mitglieder ein Mitglied aus ihren Reihen zu entsenden.

erstmalig bestellt bestellt bis Dienstzeit
Name Funktion bzw. entsendet bis dato
Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel Vorsitzender 2003 2020 14 Jahre
Dr. Stephan Hutter 1. Stv. Vorsitzender 2010 2020 7 Jahre
Dr. Johannes Burtscher 2. Stv. Vorsitzender 2010 2020 7 Jahre
Dipl.-Ing. Fritz Zumtobel Mitglied 1996 2020 21 Jahre
Dr. Rüdiger Kapitza Mitglied 2015 2020 2 Jahre
Dipl.-Phys. Hans-Peter Metzler Mitglied 2010 2020 7 Jahre
Dietmar Dünser Delegierter des Betriebsrats 2015 2 Jahre
Richard Apnar Delegierter des Betriebsrats 2012 5 Jahre
Erich Zucalli Delegierter des Betriebsrats (bis 4. Mai 2016) 2012 5 Jahre
Kai Arbinger Delegierter des Betriebsrats (seit 4. Mai 2016) 2016 1 Jahr

Der Aufsichtsrat hat die Unabhängigkeitskriterien nach Regel 53 in seiner Sitzung vom 29. September 2006 erstmalig festgelegt und in seiner Sitzung vom 26. Juni 2009 eine geänderte Fassung beschlossen, welche sich noch enger an den Leitlinien des Österreichischen Corporate Governance Kodex orientiert. Diese seit 2009 geltenden Kriterien wurden vom Aufsichtsrat der Zumtobel Group AG in seiner Sitzung am 25. Juni 2013 aktualisiert, wobei es sich dabei um eine formelle, aber nicht materielle Anpassung handelt. Gemäß diesen Kriterien ist ein Aufsichtsratsmitglied als unabhängig anzusehen, wenn es nicht in einer geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Zumtobel Group oder zum Vorstand der Zumtobel Group AG steht. Solche Beziehungen sind unter anderem wesentliche Kunden-Lieferanten-Beziehungen oder enge verwandtschaftliche Beziehungen. Die vollständigen Unabhängigkeitskriterien sind auf der Website der Zumtobel Group publiziert (www.zumtobelgroup.com).

Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben erklärt, unabhängig im Sinne dieser Kriterien zu sein. Damit werden die Regeln 39 und 53 vollumfänglich eingehalten. Die derzeitigen Aufsichtsratsmitglieder Rüdiger Kapitza, Stephan Hutter, Hans-Peter Metzler und Johannes Burtscher sind sowohl unabhängig als auch keine Anteilseigner oder Vertreter von Anteilseignern mit einer Beteiligung von mehr als 10%, womit auch Regel 54 vollumfänglich eingehalten wird. Zwischen den Aufsichtsräten und der Zumtobel Group gibt es keine Verträge, die gemäß Regel 48 und 49 zustimmungspflichtig oder offenzulegen sind.

Bekleiden Mitglieder des Aufsichtsrats zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Group, so werden diese gemäß Regel 56 und 57 sowohl auf der Website der Zumtobel Group (www.zumtobelgroup.com) als auch in diesem Corporate Governance Bericht veröffentlicht.

3.4.3.1 Der Aufsichtsrat | Ausschüsse

Der Aufsichtsrat der Zumtobel Group AG hat folgende Ausschüsse gebildet:

Prüfungsausschuss (Audit Committee) (Audit Committee)

Mitglieder: Dr. Johannes Burtscher (Vorsitzender und Finanzexperte), Dipl.-Ing. Fritz Zumtobel (stellvertretender Vorsitzender), Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel, Dietmar Dünser, Erich Zucalli (bis 4. Mai 2016) und Kai Arbinger (ab 4. Mai 2016).

Aufgaben: Der Prüfungsausschuss ist zuständig für die Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses sowie des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Vorschlags für die Gewinnverwendung. Der Prüfungsausschuss unterbreitet einen Vorschlag für die Wahl des Abschlussprüfers zur Beschlussfassung durch die Hauptversammlung. Der Abschlussprüfer wird anschließend durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats beauftragt. Außerdem ist der Prüfungsausschuss zuständig für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Tätigkeit des Abschlussprüfers sowie des Internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und der Internen Revision. Diesen Aufgaben ist der Prüfungsausschuss im Geschäftsjahr 2016/17 umfassend nachgekommen. Unter anderem lässt sich der Prüfungsausschuss in jeder Sitzung von den für die genannten Systeme und Prozesse verantwortlichen Führungskräften persönlich über den aktuellen Status berichten. Ergänzend trifft sich der Vorsitzende des Prüfungsausschusses zweimal jährlich zu einem Vier-Augen-Gespräch mit dem Leiter Corporate Audit und dem Leiter Corporate Integrity.

Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten Vorstandsangelegenheiten

Mitglieder: Dr. Stephan Hutter (Vorsitzender), Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel (stellvertretender Vorsitzender), Dr. Rüdiger Kapitza.

Aufgaben: Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten ist verantwortlich für die Beziehungen zwischen dem Unternehmen und den Vorstandsmitgliedern und entspricht dem Vergütungsausschuss gemäß Regel 43. Er nimmt außerdem die Aufgaben des Nominierungsausschusses gemäß Regel 41 wahr. Als solcher hat er unter anderem das Anforderungsprofil und das Besetzungsverfahren für den Vorstand gemäß Regel 38 ausgearbeitet und beschlossen.

Strategieausschuss Strategieausschuss

Mitglieder: Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel (Vorsitzender), Dr. Stephan Hutter (stellvertretender Vorsitzender), Dr. Rüdiger Kapitza, Dipl.-Phys. Hans-Peter Metzler, Dietmar Dünser, Erich Zucalli (bis 4. Mai 2016) und Kai Arbinger (ab 4. Mai 2016).

Aufgaben: Der Strategieausschuss (auch "Strategy Committee") befasst sich als "Sounding Board" des Vorstands kontinuierlich mit strategischen und kulturellen Fragen der Zumtobel Group AG vor dem Hintergrund der strategischen Neuorientierung ("One company with multi brands").

3.4.3.2 Der Aufsichtsrat | Aktionärsvertreter

Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel Ing. Jürg ZumtobelIng. Zumtobel

Seit 1. September 2003 ist Jürg Zumtobel Vorsitzender des Aufsichtsrats der Zumtobel Group AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2019/20. Im Jahr 1936 in Frauenfeld (Schweiz) geboren, trat Jürg Zumtobel im Jahr 1963 in die Zumtobel Group ein und übte verschiedene Funktionen in Produktionsplanung und -steuerung, Produktion und Vertrieb aus. Von 1991 bis 2003 war er CEO und Vorsitzender des Vorstands der Zumtobel Group AG.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: Mitglied des Aufsichtsrats der Vorarlberger Kulturhäuser Betriebsgesellschaft mbH, Bregenz (Österreich).

Dr. Rüdiger Kapitza Rüdiger Kapitza

Herr Kapitza ist seit 24. Juli 2015 Mitglied des Aufsichtsrates der Zumtobel Group AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2019/2020. Herr Rüdiger Kapitza wurde 1955 in Bielefeld, Deutschland, geboren. Er ist promovierter Wirtschaftswissenschaftler und war bis zum 6. April 2016 Vorstandsvorsitzender der DMG MORI AG mit Verantwortung für die Ressorts Unternehmensstrategie, Key-Accounting, Personal, Einkauf, Revision, Compliance sowie Corporate Public Relations.

Zusätzliche Funktionen und Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: Präsident des Verwaltungsrates der LICON AG, Vaduz (Liechtenstein), Aufsichtsratsvorsitzender der Leistritz AG, Nürnberg (Deutschland), Beiratsmitglied der Horstmann Group, Bielefeld (Deutschland).

Dipl.-Phys. Hans Phys. Hans Hans-Peter Metzler Peter Metzler

Seit 23. Juli 2010 ist Herr Hans-Peter Metzler Mitglied des Aufsichtsrats der Zumtobel Group AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2019/20. Herr Metzler wurde 1959 in Bregenz

(Österreich) geboren. Nach seinem Universitätsabschluss in Mathematik und Theoretischer Physik begann seine berufliche Laufbahn 1984 mit dem Eintritt in die Siemens AG, Zentralbereich Forschung, München. Es folgten 1992 die Position des Geschäftsführers und Leiters Forschung & Entwicklung Siemens Components, Asia Pacific, und 1996 des General Managers Mikrocontroller-Geschäft der Siemens AG, München. 1997 gründete Herr Metzler NewLogic Technologies. Im Jahr 2000 folgte die Gründung von Photeon Technologies und 2008 die Gründung von Interclick.

Zusätzliche Funktionen und Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: Verwaltungsratsvorsitzender der CCS Group Holding AG, Lyss (Schweiz), Vorsitzender des Aufsichtsrats der Aquin & Cie GmbH, München (Deutschland), Mitglied des Aufsichtsrats der Dornbirner Sparkasse Bank AG, Dornbirn (Österreich), Präsident der Bregenzer Festspiele Privatstiftung, Bregenz (Österreich), Mitglied des Vorstands im Freundesverein des Kunsthaus Bregenz, Bregenz (Österreich) und Vorsitzender des Beirats der Heliatek GmbH, Dresden (Deutschland).

Dr. Johannes Burtscher Johannes Burtscher

Seit 23. Juli 2010 ist Herr Johannes Burtscher Mitglied des Aufsichtsrats und zweiter Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden der Zumtobel Group AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2019/20. Dr. Burtscher wurde 1969 in Egg (Österreich) geboren und ist Lizenziat und Doktor der Wirtschaftswissenschaften der Universität St. Gallen (HSG). Von 1996 bis 2007 war Herr Burtscher in verschiedenen Positionen in der Zumtobel Group tätig, zuerst als Assistent von Jürg Zumtobel im Konzernstab für Strategie und Organisation. Im Anschluss daran übernahm er das Konzerncontrolling der Group. Mit der Akquisition von Thorn Lighting wurde Herr Burtscher zum CFO der britischen Tochtergesellschaft in London bestellt. Danach leitete Herr Burtscher von Hongkong aus das Leuchtengeschäft in Asien. Von 2007 bis 2011 war Herr Burtscher CFO der in München ansässigen Rodenstock Gruppe und seit Juli 2012 ist er CFO von Novem, einem Zulieferer der Automobilindustrie.

Zusätzliche Funktionen und Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: Mitglied des Verwaltungsrats der Kunststoff Schwanden AG, Schwanden, Schweiz.

Dr. Stephan Hutter

Seit 23. Juli 2010 ist Herr Stephan Hutter Mitglied des Aufsichtsrats und seit 24. Juli 2015 erster Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden der Zumtobel Group AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2019/20. Herr Hutter wurde 1961 in Dornbirn (Österreich) geboren. Er ist seit 2012 Partner der Kanzlei Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom LLP in Frankfurt am Main. Herr Hutter berät vorwiegend auf dem Gebiet des internationalen Kapitalmarktrechts sowie bei grenzüberschreitenden Unternehmensakquisitionen und Bankfinanzierungen. Stephan Hutter begann seine anwaltliche Tätigkeit bei Shearman & Sterling in New York im Jahre 1986 und ist seit 1987 in New York als Anwalt zugelassen. Von 2008 bis 2012 war Herr Hutter Managing Partner der europäischen und asiatischen Kapitalmarktrechtspraxis von Shearman & Sterling.

Zusätzliche Funktionen und Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: Mitglied des Aufsichtsrats der Zürcher Kantonalbank Österreich AG, Salzburg (Österreich), Mitglied im Vorstand des Städelschen Museumsvereins, Frankfurt (Deutschland), Honorarkonsul der Republik Österreich in Hessen und Rheinland-Pfalz (Deutschland).

Dipl.-Ing. Fritz Zumtobel Ing. Zumtobel

Seit 1996 gehört Fritz Zumtobel dem Aufsichtsrat der Zumtobel Group AG an. Bis 1. September 2003 war er Vorsitzender, vom 1. September 2003 bis zum 7. April 2006 Stellvertreter des Vorsitzenden und ist seither Mitglied. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2019/20. Fritz Zumtobel wurde 1939 in Frauenfeld (Schweiz) geboren. Er trat 1965 in die Zumtobel Group ein und bekleidete verschiedene Positionen, hauptsächlich im technischen Bereich. Von 1974 bis 1996 war er Mitglied des Vorstands der Zumtobel Group AG.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: Mitglied des Stiftungsvorstands der Aurelio Privatstiftung.

3.4.3.3 Der Aufsichtsrat | Delegierte des Betriebsrats

Dietmar Dünser

Seit Juli 2015 ist Herr Dünser als vom Betriebsrat der Angestellten entsandtes Mitglied Angehöriger des Aufsichtsrats der Zumtobel Group AG. Dietmar Dünser wurde 1966 in Bludenz, Österreich, geboren. Nach Abschluss der HTL für Nachrichtentechnik und Elektronik trat er 1986 in die Zumtobel Group ein und war zunächst in der Elektronik-Entwicklung tätig. Sein beruflicher Werdegang führte ihn weiters in die Bereiche Marketing und Produktmanagement, technischer Vertrieb, Reklamationswesen und Qualifizierung von Betriebsgeräten. Von 1997 bis 2002 absolvierte Herr Dünser sein berufsbegleitendes Studium für "Export und internationales Management" am Management Center Innsbruck (MCI), Abschluss Mag. (FH) für Wirtschaft und Management. Seit 2015 ist er Quality and Risk Management Engineer bei der Zumtobel Lighting GmbH. Herr Dünser ist seit 1999 im Betriebsrat, seit 2005 aktives Mitglied. Seit April 2015 ist er Vorsitzender des Betriebsrates der Zumtobel Group AG, Zumtobel Pool GmbH, Zumtobel Insurance Management GmbH, ZG Lighting Austria GmbH, ZG Lighting CEE GmbH und Zumtobel Lighting GmbH. Im Januar 2016 wurde Herr Dünser freigestellter Betriebsrat der Angestellten für die zuvor genannten Unternehmen.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: Ersatz in der Gemeindevertretung Ludesch und ordentliches Mitglied des Ausschusses "e5 und Umwelt".

Richard Apnar Apnar

Seit Juni 2012 ist Herr Apnar als vom Betriebsrat der Arbeiter entsandtes Mitglied Angehöriger des Aufsichtsrats der Zumtobel Group AG. Er wurde 1974 in Lustenau (Österreich) geboren und begann 1990 die Lehre als Kunststofftechniker bei der Zumtobel Lighting GmbH. Nach der erfolgreichen Abschlussprüfung als Kunststofftechniker im Jahr 1993 arbeitete er bis 2008 als Facharbeiter in der Produktion. Im Jahr 2008 wechselte er in die Supply-Chain-Organisation der Zumtobel Group. Seit September 2012 ist Herr Apnar der Vorsitzende des Betriebsrates der Arbeiter der Zumtobel Lighting GmbH.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: keine.

Erich Zucalli Zucalli(bis 4. Mai 2016) (bis 4. Mai 2016)(bis 2016)

Herr Zucalli war von November 2012 bis Mai 2016 als Delegierter des Zentralbetriebsrates der Tridonic Mitglied des Aufsichtsrats der Zumtobel Group AG. Geboren im Jahr 1954 in Hohenems (Österreich), trat

Herr Zucalli 1970 die Lehre als Betriebselektriker in der Zumtobel Group an. Nach verschiedenen Funktionen wurde er 1991 zum Betriebsratsvorsitzenden der Angestellten der Tridonic GmbH gewählt.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: keine.

Kai Arbinger (ab Kai (ab4. Mai 2016) . 2016)

Seit Mai 2016 ist Herr Arbinger als Delegierter des Betriebsausschusses der Tridonic Mitglied des Aufsichtsrats der Zumtobel Group AG. Geboren im Jahr 1959 in Bregenz, Österreich, trat Herr Arbinger 1985 in die Entwicklungsabteilung der Zumtobel Group ein. Im Dezember 2015 übernahm Herr Arbinger den Betriebsratsvorsitz der Angestellten der Tridonic GmbH & Co KG.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: keine.

3.5 Vergütungsbericht

3.5.1 Vorstandsvergütung

Das Vergütungssystem für den Vorstand und das obere Management der Zumtobel Group AG ist darauf ausgerichtet, dass die Vergütung leistungsgerecht ausfällt. Dazu gehört, dass überdurchschnittliche Leistung einen positiven und unterdurchschnittliche Leistung einen negativen Effekt auf die Höhe der Vergütung des Vorstandes hat. Zudem legt das Vergütungssystem einen Fokus auf nachhaltiges, langfristig orientiertes Handeln.

Die Gesamtvergütung jedes Vorstandsmitglieds besteht aus einem fixen und einem variablen Anteil. Das fixe Basisgehalt orientiert sich am Verantwortungsbereich des Vorstands und wird, wie in Österreich üblich, in 14 Monatsgehältern im Nachhinein ausbezahlt. Für jedes Vorstandsmitglied wird vor dem Geschäftsjahr eine variable Zielvergütung festgelegt. Bei Zielerreichung als Ergebnis der Performance Evaluation wird diese Zielvergütung zugeteilt. Bei Über- oder Untererreichung des Ziels wird die variable Vergütung im Vergabejahr nach oben oder unten angepasst.

Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand:

Die variable Vergütung setzt sich aus einer kurzfristigen Komponente (Short-Term Incentive; STI) und einer langfristigen Komponente (Long-Term Incentive; LTI) zusammen. Der STI wird zum Zeitpunkt der Zuteilung direkt in Cash ausbezahlt. Die Ausschüttung des LTI in Cash wird auf die fünf folgenden Jahre verteilt1 , wobei der Wert der ausbezahlten Tranche anhand einer Performance Evaluation zum jeweiligen Ausschüttungszeitpunkt bestimmt wird. Durch die Bewertung der LTI-Tranchen wird sichergestellt, dass nicht nur die kurzfristigen Effekte von Managemententscheidungen, sondern eben auch deren langfristige Auswirkungen auf die Unternehmensentwicklung in der Vergütung angemessen berücksichtigt werden.

Bei der Performance Evaluation zum Zeitpunkt der Zuteilung der variablen Vergütung sowie zum Zeitpunkt der Auszahlung der LTI-Tranchen wird die Leistung des Vorstands anhand eines relativen Leistungsindikators gemessen. Seit dem Geschäftsjahr 2014/15 basiert der relative Leistungsindikator auf dem Total Shareholder Return der Zumtobel Group AG, welcher mit dem Total Shareholder Return einer spezifisch auf den Konzern zugeschnittenen Gruppe von Vergleichsunternehmen (Peer Group2 ) verglichen wird. Die Peer Group ist sowohl geografisch als auch bezüglich Industriesektoren breit abgestützt. Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015/16 wurde im Geschäftsjahr 2016/17 die Zusammensetzung der Peer Group leicht verändert. Ein Unternehmen der Peer Group ist nicht mehr am Kapitalmarkt, folglich wurde das Unternehmen aus der Peer Group entfernt und die Gewichtung der verbleibenden Unternehmen in der Peer Group aliquot angepasst. Darüber hinaus gab es auch eine Anpassung in der Zuordnung der Peers hinsichtlich der geografischen Verteilung im Geschäftsjahr 2016/17 im Vergleich zum Geschäftsjahr 2015/16,

1 Verträge mit Vorstandsmitgliedern, die vor dem 1. Oktober 2013 Gültigkeit erlangten, weisen den LTI auf der Basis von 3-Jahres-Tranchen zu. Verträge mit Vorstandsmitgliedern, die ab dem 1. Oktober 2013 Gültigkeit erlangten, weisen den LTI auf Basis von 5-Jahres-Tranchen zu. 2 Die Peer Group wurde zum Zeitpunkt der Einführung des relativen Leistungsindikators auf Basis des Total Shareholder Returns im Geschäftsjahr 2014/15 umfangreich überarbeitet und angepasst.

um die Länderverteilung in den Vertriebsregionen exakt zu spiegeln. Die aliquote Anpassung der Gewichtung bezüglich der verbleibenden Unternehmen in der Peer Group sowie die Zuordnung einer Unternehmung zu einem anderen Industriesektor (Desinvestition) führen zu einer entsprechenden prozentualen neuen Verteilung der Industriesektoren im Geschäftsjahr 2016/17:

Geografische Verteilung Verteilung Anteil Verteilung der Industriesektoren
Industriesektoren
Verteilung der Industriesektoren
Anteil
D/A/CH 39,4% Lighting 52,5%
Nordeuropa 17,5% Construction, same level of supply 24,3%
Benelux & Osteuropa 2,9% Construction, upstream level of supply 13,1%
Amerika 21,1% Manufacturing and Electrics 10,1%
Südeuropa 4,2%
Asien & Pazifik 14,8%

In der Regel wird die variable Vergütung eines Vorstandsmitglieds alleine über den Zielerreichungsgrad des relativen Leistungsindikators bestimmt. In begründeten Fällen kann die über die Zielerreichung des relativen Leistungsindikators ermittelte variable Vergütung um einen Faktor von bis zu 20% der variablen Zielvergütung nach oben und unten abweichen3 . Dieser diskretionäre Anteil kann nichtfinanzielle Kriterien berücksichtigen. Damit berücksichtigt das Vergütungssystem der Zumtobel Group AG in all seinen Bestandteilen die Anforderungen des Österreichischen Corporate Governance Kodex, insbesondere auch der Regel C27.

Die Zusammensetzung der Peer Group, die Zielsetzung und der Zielerreichungsgrad des relativen Leistungsindikators sowie ein individueller, im Kontext der Geschäftsentwicklung zu begründender Bonus/Malus von bis zu 20% der variablen Zielvergütung werden jährlich im Compensation Committee (CC) evaluiert und abgenommen. Das Compensation Committee ist das Gremium, das Entscheidungen zum Vergütungssystem trifft. Es setzt sich aus Vertretern des Vorstands, des Aufsichtsrats und der Personalabteilung zusammen. Das Compensation Committee wird von einem unabhängigen Beratungsunternehmen4 unterstützt.

Die Performance Evaluation für das Geschäftsjahr 2016/17 führte zu folgender Vergütung der Vorstandsmitglieder:

3 Im Rahmen der Vertragsverlängerung für den CEO wurde im Geschäftsjahr 2015/16 die Möglichkeit eingeräumt, ab dem Geschäftsjahr 2016/17 auf Basis von im Voraus festgelegten Zielen einen variablen Anteil über die 20% der variablen Zielvergütung hinaus zu gewähren. 4 FehrAdvice & Partners AG

Vergütung des Vorstands5

Offenlegung gemäß Regeln C29, C30 und C31:

Gesamt Fix
Variabel
In TEUR Ziel
vergütung6
Vergütung7 Grundgehalt STI LTI8 LTI-Auszahlung aus
Vorperioden
Abfindungs
zahlungen
Gesamtbezüge des Vorstands
2016/17 2.871 2.643 1.520 283 840 463 0
2015/16 2.292 1.476 1.189 67 220 307 0
Ulrich Schumacher, CEO
(seit 1. Oktober 2013)
2016/179 1.300 1.190 650 108 432 257 0
2015/1610 1.500 945 750 39 156 72 0
Karin Sonnenmoser, CFO
(seit 1. Mai 2014)
2016/17 721 667 400 80 187 67 0
2015/1611 721 483 400 25 58 175 0
Alfred Felder, COO
(seit 01. April 2016)
2016/1712 850 786 470 95 221 1 0
2015/1613 71 47 39 2 6 0 0
Martin Brandt, COO
(bis 31. Juli 2014)
2016/1714 0 0 0 0 0 138 0
2015/1615 0 0 0 0 0 60 0

5 Hinweis: Im Sinne von Transparenz und Klarheit sind jene Vergütungen dargestellt, welche im Geschäftsjahr 2016/17 erworben wurden, unabhängig von deren Auszahlungszeitpunkt.

6 Die Zielvergütung umfasst alle Vergütungsbestandteile, die vertraglich festgelegt sind, exklusive vertraglich festgelegte Abfindungszahlungen.

7 Die Vergütung umfasst alle Vergütungsbestandteile, die im Geschäftsjahr erworben wurden, exklusive LTI-Auszahlungen aus Vorperioden und Abfindungszahlungen.

8 Das Verhältnis von LTI zu STI liegt auf Vorstandsebene bei 70:30 respektive 80:20 (CEO); die Auszahlungsdauer des LTI auf Vorstandsebene umfasst 5 Jahre für alle amtierenden Vorstandsmitglieder.

9 Die Zielvergütung sowie die tatsächliche Vergütung von Dr. Ulrich Schumacher beinhaltete im Geschäftsjahr 2016/17 die vertraglich vereinbarte Kompensation für die Funktionen des CEO. Im Geschäftsjahr 2016/17 wurde keine zusätzliche Prämie gewährt.

10 Die Zielvergütung sowie die tatsächliche Vergütung von Dr. Ulrich Schumacher beinhaltete im Geschäftsjahr 2015/16 die vertraglich vereinbarte Kompensation für die Funktionen des CEO sowie zusätzlich für die Funktion des COO ad interim (01.05.2015 – 31.03.2016).

11 Die Zielvergütung sowie die tatsächliche Vergütung von Karin Sonnenmoser beinhaltete im Geschäftsjahr 2015/16 die vertraglich vereinbarte Kompensation für die Funktionen des CFO sowie zusätzlich die restliche Auszahlung des zu Vertragsbeginn vereinbarten Signing-Bonus (Teil der LTI-Auszahlung).

12 Die Zielvergütung sowie die tatsächliche Vergütung von Alfred Felder beinhaltete im Geschäftsjahr 2016/17 die vertraglich vereinbarte Kompensation für die Funktion des COO sowie zusätzlich für die Doppelfunktion als Business Unit Leader Tridonic (01.05.2016 – 31.10.2016). Herr Felder bezieht LTI-Auszahlungen aus Vorperioden für seine Tätigkeit als Tridonic Business Unit Leader (diese Auszahlungen sind hier nicht aufgeführt) sowie für seine COO-Tätigkeit in der Zeit vom 01.04.2016 bis 30.04.2016.

13 Die Zielvergütung sowie die tatsächliche Vergütung von Alfred Felder beinhaltete im Geschäftsjahr 2015/16 die vertraglich vereinbarte Kompensation für die Funktion des COO (1.04.2016 – 30.04.2016) sowie zusätzlich für die Doppelfunktion als Business Unit Leader Tridonic (01.04.2016 – 30.04.2016). Herr Felder bezieht LTI-Auszahlungen aus Vorperioden nur für seine Tätigkeit als Tridonic Business Unit Leader (diese Auszahlungen sind hier nicht aufgeführt) und nicht für seine Tätigkeit als COO.

14 Die zugewiesene LTI-Tranche aus dem Geschäftsjahr 2014/15 verbleibt im Auszahlungsschema bis in das Geschäftsjahr 2017/18.

15 Die zugewiesenen LTI-Tranchen aus den Geschäftsjahren 2013/14 und 2014/15 verbleiben im jeweiligen Auszahlungsschema bis in das Geschäftsjahr 2016/17 bzw. Geschäftsjahr 2017/18.

Herr Felder wurde per 1. April 2016 als COO neu in den Vorstand bestellt und hat in der Übergangsphase bis 31. Oktober 2016 in Zusammenarbeit mit dem Tridonic Management-Team weiterhin das operative Geschäft der Komponententochter Tridonic geleitet. Herrn Schumacher sowie Frau Sonnenmoser wurden vorzeitig die auf Ende des Geschäftsjahres 2016/17 auslaufenden Verträge verlängert. Im Rahmen dieser Verlängerung wurde die Zielvergütung für beide Vorstandsmitglieder ab dem Geschäftsjahr 2017/18 angepasst.

Es gibt keine besondere betriebliche Altersvorsorge für Vorstandsmitglieder. Die Vorstandsverträge enthalten eine Change-of-Control-Klausel. Im Falle einer Übernahme der Gesellschaft durch einen neuen Mehrheitsaktionär steht den Vorstandsmitgliedern das Recht zu, ihr Mandat einseitig zurückzulegen. In diesem Fall erhalten die Vorstandsmitglieder die fixen und die variablen Bezüge bis zum ursprünglich vereinbarten Ablauf des Vertrages, mindestens jedoch für die Dauer von zwölf Monaten.

Darüber hinaus haben die Vorstandsmitglieder keine besonderen Ansprüche oder Anwartschaften im Falle der Beendigung ihrer Funktion.

Auf der Website der Zumtobel Group (www.zumtobelgroup.com) wird laufend über den Kauf und Verkauf eigener Aktien durch die Directors im Sinne des österreichischen Börsengesetzes berichtet. Über die Anforderungen der Regel 73 hinaus bleiben diese Informationen für mindestens sechs Monate auf der Website verfügbar.

3.5.2 Aufsichtsratsvergütung

Die Aufsichtsratsvergütungen und die Anwesenheitsgelder werden von der Hauptversammlung beschlossen und wurden letztmalig in der ordentlichen Hauptversammlung vom 24. Juli 2015 betragsmäßig neu festgelegt. Die Fixvergütung für den Vorsitzenden des Aufsichtsrates beträgt 120.000 EUR, jedes andere gewählte Aufsichtsratsmitglied erhält 60.000 EUR pro Geschäftsjahr. Für die Aufsichtsratssitzungen oder für die Hauptversammlung gebührt kein zusätzliches Sitzungsentgelt. Darüber hinaus erhalten die gewählten Mitglieder der Ausschüsse des Aufsichtsrats eine variable Vergütung. Den Vorsitzenden eines jeden Ausschusses wird dabei eine Vergütung von 15.000 EUR pro Sitzung, maximal aber 30.000 EUR für die Tätigkeit als Vorsitzender eines Ausschusses pro Geschäftsjahr gewährt. Jedem sonstigen Mitglied eines jeden Ausschusses werden 5.000 EUR pro Sitzung, aber maximal 10.000 EUR pro Geschäftsjahr und Ausschuss gewährt. Die Belegschaftsvertreter erhalten keine Aufsichtsratsvergütung. Die Fixvergütung wird in monatlich gleichen Beträgen ausbezahlt. Die variable Vergütung wird nur den persönlich anwesenden Mitgliedern geleistet und jeweils eine Woche nach der betreffenden Sitzung ausbezahlt.

Gesamtvergütungen des Aufsichtsrats:16

In TEUR 2016/17 2015/16
Gesamtvergütungen des desAufsichtsrats AufsichtsratsAufsichtsrats 516 512
davon fixe Vergütung 420 420
davon variable Vergütung 75 75
davon Spesen-/Aufwandsersatz 21 17

16 Hinweis: Im Sinne von Transparenz und Klarheit sind jene Vergütungen dargestellt, welche auf die im jeweiligen Geschäftsjahr stattgefundenen Sitzungen entfallen, unabhängig von deren Auszahlungszeitpunkt.

Vergütungen für Aufsichtsratsmitglieder17 Offenlegung gemäß Regel 51:

In TEUR 2016/17 2015/16
Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel 135 135
Dipl.-Kfm. Hero Brahms 0 14
Dr. Rüdiger Kapitza 65 51
Dr. Johannes Burtscher 90 90
Dipl.-Ing. Fritz Zumtobel 70 70
Dr. Stephan Hutter 75 75
Dipl.-Phys. Hans-Peter Metzler 60 60

Dornbirn, am 14. Juni 2017

Der Vorstand

Ulrich Schumacher Karin Sonnenmoser Alfred Felder Chief Executive Officer (CEO) Chief Financial Officer (CFO) Chief Operating Officer (COO)

3.6 Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im Geschäftsjahr 2016/17 sind die bisherigen Anstrengungen zur Verbesserung der Kostenposition der Zumtobel Group deutlich erkennbar. Die vor drei Jahren eingeleitete Neuausrichtung des Konzerns und die damit einhergehenden Restrukturierungsmaßnahmen wurden konsequent fortgeführt. Es wurden wichtige Maßnahmen zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit unseres globalen Werksverbundes eingeleitet und umgesetzt. Außerdem wurde mit der Etablierung unseres neuen Geschäftsbereichs Zumtobel Group Services (ZGS), in dem wir unsere Kompetenzen im Service-Bereich bündeln, ein wichtiger Meilenstein zur Weiterentwicklung unseres Geschäfts für die Zukunft gesetzt. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit den bisher eingeleiteten Maßnahmen ein solides Fundament für eine erfolgreiche Zukunft der Zumtobel Group gesetzt haben.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir die uns nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen, indem wir den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig kontrolliert und die Geschäftsführung der Zumtobel Group AG überwacht haben. Der Vorstand berichtete uns mündlich und schriftlich regelmäßig, zeitnah und umfassend über die allgemeine Geschäftsentwicklung, wesentliche Vorgänge und die Lage der Zumtobel Group AG sowie des gesamten Konzerns. Zu einzelnen Themen wurden Experten in unsere Sitzungen eingeladen, die vertiefende Informationen bereitgestellt haben. Zwischen den abgehaltenen Sitzungen informierte der Vorstand den Aufsichtsrat laufend über wichtige Einzelthemen. Darüber hinaus fanden auch persönliche Gespräche zwischen dem Vorsitzenden des Vorstands und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats statt. Dadurch wurde der Aufsichtsrat in die Lage versetzt, seinen Verpflichtungen vollumfänglich nachzukommen.

Der Aufsichtsrat der Zumtobel Group AG bestand zum 30. April 2017 aus den folgenden sechs Kapitalvertretern: Jürg Zumtobel, Rüdiger Kapitza, Fritz Zumtobel, Hans-Peter Metzler, Johannes Burtscher und Stephan Hutter.

Sitzungen des Aufsichtsrats Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2016/17 insgesamt sieben Mal. Dabei handelte es sich um vier ordentliche Sitzungen, eine außerordentliche Sitzung sowie zwei rein informative Strategieklausuren. Bei vier Sitzungen hat jeweils ein Mitglied entschuldigt gefehlt, bei den übrigen Sitzungen ist der Aufsichtsrat jeweils vollzählig zusammengetreten.

Am 10. Juni 2016 tagte der Aufsichtsrat im Rahmen einer Klausur, in der strategische Fragestellungen zu den Themen "Internet of Things" und "Light as a Service" diskutiert wurden.

In der Aufsichtsratssitzung vom 21. Juni 2016 wurden insbesondere der Jahresabschluss der Zumtobel Group AG sowie der entsprechende Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2015/16 behandelt. Nach einer ausführlichen Diskussion zur operativen Entwicklung der Zumtobel Group mit ihren beiden Segmenten (Leuchten und Komponenten) im vierten Quartal sowie im Gesamtjahr 2015/16 hat der Aufsichtsrat den vom Prüfungsausschuss unterbreiteten Vorschlägen zur Feststellung des geprüften Jahresabschlusses samt Lagebericht zugestimmt und den Konzernabschluss samt Konzernlagebericht zustimmend zur Kenntnis genommen. Dabei schloss sich der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinnes an, nämlich eine Dividende in Höhe von EUR 0,20 je Aktie auszuschütten. Ebenso hat der Aufsichtsrat den Bericht des Beauftragten für Insider Compliance zustimmend zur Kenntnis genommen und – der Empfehlung des Prüfungsausschusses folgend – der Hauptversammlung die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, als Abschluss- und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2016/17 vorgeschlagen. Zudem wurde der Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung diskutiert und beschlossen. Basierend auf einer per Fragebogen ermittelten Selbstevaluierung hat der Aufsichtsrat die Effizienz der eigenen Arbeit sowie Verbesserungspotenziale in Bezug auf die Organisation und Arbeitsweise des Gremiums offen diskutiert.

In der Sitzung vom 23. September 2016 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Lagebericht und den finanziellen Eckdaten zum ersten Quartal 2016/17. Außerdem wurde Alfred Felder als Geschäftsführer der Tridonic GmbH zum 31. Oktober 2016 abberufen und Guido von Tartwijk zu seinem Nachfolger per 1. November 2016 bestellt. Darüber hinaus wurde der Finanzkalender für das Geschäftsjahr 2017/18 zustimmend zur Kenntnis genommen.

In der außerordentlichen Aufsichtsratssitzung vom 12. Dezember 2016 stimmte der Aufsichtsrat der Aufnahme von Verkaufsgesprächen für das französische Werk in Les Andelys mit dem Investor Active'Invest zu.

Am 16. Dezember 2016 tagte der Aufsichtsrat im Rahmen einer Klausur, in der strategische Fragestellungen zu den einzelnen Geschäftsbereichen der Zumtobel Group diskutiert wurden.

Bei der Aufsichtsratssitzung am 27. Januar 2017 lag das Hauptaugenmerk neben der Behandlung des Lageberichts zum Halbjahr und der Vorschau für das Gesamtjahr 2016/17 auf Statusberichten zu verschiedenen Projekten.

Zentrale Themen der Aufsichtsratssitzung vom 21. April 2017 waren Statusberichte zu Produktionsstätten im globalen Werksverbund, der Lagebericht zum dritten Quartal 2016/17, das Budget für das Geschäftsjahr 2017/18 und die darauf aufbauende Mittelfristplanung für die darauf folgenden Geschäftsjahre bis 2020/21. Der Aufsichtsrat hat das Budget genehmigt und die Mittelfristplanung zustimmend zur Kenntnis genommen.

Prüfungsausschuss (Audit Committee) Prüfungsausschuss (Audit Committee)

Der Prüfungsausschuss kam im Geschäftsjahr 2016/17 zu zwei Sitzungen zusammen. Bei der Sitzung vom 21. Juni 2016 war ein Mitglied von der Teilnahme entschuldigt. Bei der Sitzung am 27. Januar 2017 waren alle Mitglieder anwesend.

Der Themenschwerpunkt der Sitzung vom 21. Juni 2016 war der Jahresabschluss 2015/16. Der Prüfungsausschuss ließ sich vom Abschluss- und Konzernabschlussprüfer und von den internen Mitarbeitern aus den Fachbereichen umfassend über den Konzernabschluss und den Einzelabschluss der Zumtobel Group AG, den Rechnungslegungsprozess an sich sowie die wesentlichen Grundsätze der Bilanzierung berichten. Darüber hinaus wurden diverse weitere Berichte (Compliance Management, Risikomanagementsystem, Internes Kontrollsystem, Interne Revision, Corporate Governance und Insider Compliance) diskutiert und zustimmend zur Kenntnis genommen. Zudem verabschiedete der Prüfungsausschuss seinen Vorschlag an den Aufsichtsrat mit Blick auf die Bestellung des Abschlussprüfers für das kommende Geschäftsjahr. Abschließend wurde dem Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung zugestimmt.

In der Sitzung vom 27. Januar 2017 befasste sich der Prüfungsausschuss mit dem Halbjahresabschluss zum 31. Oktober 2016 und nahm die entsprechenden Berichte des Abschlussprüfers und der internen Mitarbeiter aus den Fachbereichen zur Kenntnis. Dabei erläuterte der Prüfungsausschuss detailliert den Rechnungslegungsprozess und die Review-Schwerpunkte sowie einige Teilaspekte der Rechnungslegung, wie die latenten Steuern im Konzernabschluss und die erwarteten Auswirkungen des Rechnungslegungsänderungsgesetzes 2014 auf den Jahresabschluss der Zumtobel Group AG zum April 2017. Zudem nahm der Prüfungsausschuss die Statusberichte zum Internen Kontrollsystem, zur Internen Revision und zum Compliance Management in der Zumtobel Group zur Kenntnis. Darüber hinaus wurden die Auswirkungen der EU Audit Reform auf die Zumtobel Group AG vorgestellt und diskutiert, welche unter anderem zukünftig eine Genehmigungspflicht von Non-Audit Services durch den Abschlussprüfer sowie einen ausführlichen Bestätigungsvermerk verlangen. Anschließend fasste der Prüfungsausschuss den Beschluss zur Vorabgenehmigung von Beratungsleistungen durch den Abschlussprüfer im Rahmen der gesetzlichen Regelungen zur Sicherstellung der Unabhängigkeit desselben.

Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten (AfVS) Vorstandsangelegenheiten (AfVS)

Ein wichtiger Themenschwerpunkt des Ausschusses für Vorstandsangelegenheiten war im Berichtszeitraum, wie bereits in den vorangegangenen Jahren, die Arbeit im sogenannten Compensation Committee, welches Entscheidungen zum Vergütungssystem trifft und sich aus Vertretern des Vorstands, des Aufsichtsrats und der Personalabteilung zusammensetzt. Das Compensation Committee wurde auch im Geschäftsjahr 2016/17 von dem in Zürich ansässigen, unabhängigen Beratungsunternehmen FehrAdvice & Partners AG unterstützt.

Das im Geschäftsjahr 2014/15 neu eingeführte System zur Berechnung der variablen Vergütung für den Vorstand sowie für das obere Management der Zumtobel Group AG wurde auch im Berichtszeitraum umgesetzt und weiterentwickelt. Mit diesem System der Vergütung auf der Basis eines am Kapitalmarkt ausgerichteten Leistungsindikators (sogenannter "Total Shareholder Return") verfolgt die Zumtobel Group AG weiterhin das Ziel, die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe zu fördern, Synergieeffekte zu heben und so die Gruppe als Ganzes zu optimieren ("One-Firm"-Ansatz). Das Vergütungssystem vergleicht zur Performance-Evaluierung den Total Shareholder Return der Zumtobel Group AG mit dem Total Shareholder Return einer spezifisch auf den Konzern zugeschnittenen Zielgruppe von Vergleichsunternehmen.

Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten hat im Geschäftsjahr 2016/17 die spezifische Ausgestaltung des Vergütungssystems und dessen Anwendung auf die Vergütung des Vorstands und des oberen Managements, sowie auch die Auswirkungen des leistungsbasierten Vergütungssystems auf die unternehmensinterne Kultur und den Zusammenhalt der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zumtobel Group, mit den einzelnen Vorstandsmitgliedern besprochen. Auf die diesbezüglichen Angaben im Vergütungsbericht wird verwiesen.

Darüber hinaus stand der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten dem Vorstand im Berichtszeitraum als Sounding Board für Fragen der praktischen Abgrenzung der Geschäftsverteilung innerhalb des Vorstands, Kommunikationsthemen im Rahmen der diversen Restrukturierungsprojekte sowie sensiblen Personalentscheidungen beratend zur Seite.

Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten kam im Geschäftsjahr 2016/17 zu insgesamt zehn Sitzungen und Telefonkonferenzen zusammen, in denen die Themenschwerpunkte besprochen oder nachbereitet wurden. Darüber hinaus fanden weitere Telefongespräche zu den ebenfalls genannten anderen Themenbereichen statt.

Strategieausschuss Strategieausschuss

In mehreren Sitzungen und Telefonkonferenzen, inklusive im Zusammenhang mit den abgehaltenen Aufsichtsratssitzungen und einer umfassenden Strategietagung, befassten sich die Mitglieder des Strategieausschusses mit einem breiten Spektrum wichtiger strategischer und kultureller Fragen der Zumtobel Group. Zu den wichtigsten vom Strategieausschuss aktiv begleiteten Strategiethemen im Geschäftsjahr 2016/17 zählten der geplante Verkauf der Leuchtenproduktionsstätte in Les Andelys (Frankreich) an die französische Industriegruppe Active'Invest, die Erschließung eines neuen Billiglohnstandorts in Serbien sowie strategische Überlegungen zum Komponentengeschäft (Tridonic). Darüber hinaus hat sich der Strategieausschuss im Berichtszeitraum intensiv mit Fragen des künftigen organischen und anorganischen Wachstums der Zumtobel Group beschäftigt, inklusive durch Hinzuziehen von in diesem Bereich erfahrenen internationalen Investmentbanken.

Jahresabschluss Jahresabschluss

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss samt Lagebericht sowie der Konzernabschluss samt Konzernlagebericht der Zumtobel Group AG für das Geschäftsjahr 2016/17 wurden von KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer geprüft und jeweils mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Nach umfassender Prüfung und Erörterung des Jahresabschlusses der Zumtobel Group AG mit dem Abschlussund Konzernabschlussprüfer im Prüfungsausschuss und im Aufsichtsrat, die keinen Anlass zu Einschränkungen gab, erklärte sich der Aufsichtsrat mit dem gemäß § 96 Abs. 1 Aktiengesetz erstatteten Lagebericht und Konzernlagebericht einverstanden und billigte den Jahresabschluss der Zumtobel Group AG, der damit gemäß § 96 Abs. 4 Aktiengesetz festgestellt ist. Ebenso billigte der Aufsichtsrat den Konzernabschluss und stimmte dem vom Prüfungsausschuss geprüften Corporate Governance Bericht zu.

Der Aufsichtsrat unterstützt den Vorschlag des Vorstands, an die Hauptversammlung aus dem Bilanzgewinn der Zumtobel Group AG eine Dividende von 0,23 EUR je Aktie auszuschütten und den sich danach ergebenden Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Zumtobel Group AG und deren verbundenen Unternehmen für ihren großen persönlichen Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Ebenso danken wir den Aktionären der Zumtobel Group AG für das in uns gesetzte Vertrauen.

Für den Aufsichtsrat

DI Jürg Zumtobel Vorsitzender des Aufsichtsrats

Dornbirn, am 22. Juni 2017

Corporate Governance

Zumtobel Group AG 1. Mai 2016 bis 30. April 2017

4. Einzelabschluss und Lagebericht der Zumtobel Group AG

Einzelabschluss Einzelabschluss

Zumtobel Group AG 1. Mai 2016 bis 30. April 2017

Inhalt

4. Einzelabschluss der Zumtobel Group AG
4.1 Bilanz ______________ 156
4.2 Gewinn- und Verlustrechnung _______ 158
4.3 Anhang _____________ 159
4.3.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden _____ 159
4.3.2 Erläuterungen zur Bilanz ____________ 162
4.3.3 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung _____ 168
4.3.4 Sonstige Angaben ___________ 171
4.4 Anlagenspiegel _____________ 174
4.5 Lagebericht der Zumtobel Group AG _______ 176
4.5.1 Die Zumtobel Group AG im Überblick ______ 176
4.5.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld _______ 177
4.5.3 Die Zumtobel Group Aktie _________ 178
4.5.4 Geschäftsverlauf (inklusive finanzielle Leistungsindikatoren) ___ 178
4.5.5 Mitarbeiter __________ 180
4.5.6 Bericht über die Forschung und Entwicklung ________ 180
4.5.7 Berichterstattung über wesentliche Merkmale des Internen Kontroll- und des
Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ____ 180
4.5.8 Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen
Verpflichtungen _____________ 183
4.5.9 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens ____ 185
Bestätigungsvermerk ______________ 186

4. Einzelabschluss der Zumtobel Group AG

4.1 Bilanz

Aktiva 30. April 2017
EUR
30. April 2016
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen 7.200.034,00 6.724
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 58.570.960,34 59.238
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.095.060,14 3.333
61.666.020,48 62.571
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 585.638.395,30 585.638
2. Beteiligungen 17.143,94 29
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 250.125,00 250
4. Sonstige Ausleihungen 200.242,85 198
586.105.907,09 586.116
654.971.961,57 655.411
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 17.914,97 590
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 31.953.197,13 30.991
3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 1.193,25 1
4. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 518.969,34 977
32.491.274,69 32.560
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 105.194,93 17
32.596.469,62 32.577
C. Rechnungsabgrenzungsposten 3.025.005,59 2.675
D. Aktive latente Steuer 6.080.770,77 0
696.674.207,55 690.663
Passiva 30. April 2017 30. April 2016
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Grundkapital
1. Eingezahltes Grundkapital 108.750.000,00 108.750
2. Eigene Anteile -883.357,50 -883
107.866.642,50 107.867
II. Kapitalrücklagen
1. Gebundene 311.573.240,00 311.573
2. Nicht gebundene 55.336.089,57 55.336
366.909.329,57 366.909
III. Gewinnrücklagen
Andere Rücklagen (freie Rücklagen) 25.713.305,87 25.713
IV. Bilanzgewinn 81.961.907,11 76.304
davon Gewinnvortrag: EUR 67.674.697,76; Vorjahr: Gewinnvortrag TEUR 50.891
582.451.185,05 576.793
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 4.422.909,09 4.782
2. Sonstige Rückstellungen 20.651.989,65 20.058
25.074.898,74 24.840
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 80.090.166,66 80.090
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.174.152,45 5.754
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 551.735,57 320
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.124.661,65 2.635
davon aus Steuern: EUR 422.111,52; Vorjahr: TEUR 693
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 351.824,48; Vorjahr: TEUR 347
88.940.716,33 88.800
D. Rechnungsabgrenzungsposten 207.407,43 230
696.674.207,55 690.663
Haftungsverhältnisse 247.982.067,70 314.541

4.2 Gewinn- und Verlustrechnung

2016/17 2015/16
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 43.886.872,11 43.347
2. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung zum Anlagevermögen mit Ausnahme der
Finanzanlagen
0,00 1.115
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 150.000,00 0
c) Übrige 16.430,84 132
166.430,84 1.247
3. Personalaufwand
a) Löhne 16.212,38 16
b) Gehälter 19.298.295,56 16.661
c) Soziale Aufwendungen 5.107.980,69 5.051
davon Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeiter
vorsorgekassen
266.813,15 564
davon Aufwendungen für Altersversorgung 11.388,41 11
davon Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt
abhängige Abgaben und Pflichtbeiträge
4.077.499,43 3.711
24.422.488,63 21.728
4. Abschreibungen
a) auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 7.590.957,94 6.786
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern 122.912,08 88
b) Übrige 32.473.407,85 33.251
32.596.319,93 33.340
6. Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebsergebnis) -20.556.463,55 -17.260
7. Erträge aus Beteiligungen (aus verbundenen Unternehmen) 29.520.967,34 40.000
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 26.680,00 7
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.330.356,39 8.723
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 22.867,97; Vorjahr: TEUR 26
10. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens -3.007,43 -12
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR -559,46; Vorjahr: TEUR -12
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.103.167,57 -6.635
davon betreffend verbundene Unternehmen: EUR -288,76; Vorjahr: TEUR 0
12. Zwischensumme aus Z 7 bis 12 (Finanzergebnis) 28.771.828,73 42.083
13. Ergebnis vor Steuern 8.215.365,18 24.822
14. Steuern vom Einkommen 6.071.844,17 236
15. Ergebnis nach Steuern 14.287.209,35 25.058
16. Veränderung von Rücklagen 0,00 355
17. Jahresgewinn 14.287.209,35 25.413
18. Gewinnvortrag 67.674.697,76 50.891
19. Bilanzgewinn 81.961.907,11 76.304

4.3 Anhang

4.3.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

4.3.1.1 Allgemeine Grundsätze

Der Jahresabschluss wurde gemäß den Rechnungslegungsbestimmungen in der geltenden Fassung (UGB) und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens angenommen. Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.

Die bisherige Form der Darstellung wurde grundsätzlich bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten; hinsichtlich der Änderungen durch das RÄG 2014 wird auf die nachfolgenden Darstellungen verwiesen.

Die Vorjahresbeträge sind hinsichtlich der Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung an die geänderten Vorgaben des RÄG 2014 angepasst worden. Dies betrifft insbesondere die Umgliederung der eigenen Anteile entsprechend § 229 UGB Absatz 1a, die Umgliederungen von sonstigen Erlösen zu den Umsatzerlösen und die geänderte Darstellung des Anlagenspiegels.

Die bisherigen angewandten Bewertungsmethoden wurden mit Ausnahme der Änderungen aufgrund der erstmaligen Anwendung des RÄG 2014 beibehalten; diese Änderungen betreffen insbesondere die latenten Steuern. Bis zum 30. April 2016 wurde vom Wahlrecht, latente Gewinnsteuern auf temporäre Differenzen zwischen unternehmensrechtlichem und steuerrechtlichem Ergebnis zu aktivieren, kein Gebrauch gemacht. Ab dem Geschäftsjahr 2016/17 werden latente Steuern gemäß § 198 Abs 9 und 10 UGB nach dem bilanzorientierten Konzept und ohne Abzinsung auf Basis des aktuellen Körperschaftsteuersatzes von 25% gebildet. Der bestehende Saldo an aktiven/passiven latenten Steuern wurde zur Gänze aktiviert. Dabei werden keine latenten Steuern auf steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt. Zwischen den unternehmensrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen bestehen folgende Unterschiedsbeträge bzw. Steuerlatenzen:

Aktiv Passiv Aktiv Passiv Bewegungen
30.04.2017 30.04.2017 30.04.2016 30.04.2016 GJ 2016/17
Anlagevermögen 7.067.101,67 0,00 6.234.840,71 0,00 832.260,96
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 275.494,81 0,00 319.462,83 0,00 -43.968,02
Rückstellungen für Abfertigungen 15.443.602,40 0,00 15.901.885,19 0,00 -458.282,79
Sonstige Rückstellungen 1.536.884,20 0,00 1.287.890,59 0,00 248.993,61
Summe aktive/passive Unterschiedsbeträge 24.323.083,08 0,00 23.744.079,32 0,00 579.003,76
Aktive latente Steuerabgrenzung 25% 6.080.770,77 0,00 5.936.019,83 0,00 144.750,94
Aktive Saldogröße 6.080.770,77 5.936.019,83
Latenter Steuerertrag 6.080.770,77

Die sich aus der erstmaligen Anwendung des RÄG 2014 per 1. Mai 2016 ergebende aktive latente Steuerabgrenzung wurde im Geschäftsjahr in vollem Umfang nachgeholt.

4.3.1.2 Anlagevermögen

4.3.1.2.1 Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind. Die geringwertigen Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.

Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:

Jahre
Software 3 bis 7
Rechte 4

4.3.1.2.2 Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind. Die geringwertigen Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.

Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:

von bis
Gebäude 30 50 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 10 Jahre

4.3.1.2.3 Finanzanlagen

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. bei nachhaltigen und wesentlichen Wertminderungen mit den niedrigeren Werten zum Bilanzstichtag bewertet.

4.3.1.2.4 Zuschreibungen zum Anlagevermögen

Zuschreibungen zu Vermögensgegenständen des Anlagevermögens werden vorgenommen, wenn die Gründe für die außerplanmäßige Abschreibung weggefallen sind. Die Zuschreibung erfolgt auf maximal den Nettobuchwert, der sich unter Berücksichtigung der Normalabschreibungen, die inzwischen vorzunehmen gewesen wären, ergibt.

4.3.1.3 Forderungen

Die Forderungen sind mit dem Nennwert angesetzt. Im Falle erkennbarer Einzelrisiken wird der niedrigere beizulegende Wert ermittelt und angesetzt.

4.3.1.4 Rückstellungen

4.3.1.4.1 Rückstellungen für Anwartschaften auf Abfertigungen und Rückstellungen für ähnliche Verpflichtungen

Die Abfertigungsrückstellungen und die Rückstellung für Jubiläumsgelder werden unter Anwendung der Bestimmungen des IAS 19 nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 1,5% (VJ 1,6%), einer zukünftigen Gehaltssteigerung von 3,0% (VJ 3,0%) und einer empirischen Fluktuation – gestaffelt nach Dienstjahren – zwischen 0% und 13% sowie eines frühestmöglichen Pensionsantrittsalters unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen gemäß Pensionsreform unter Zugrundelegung der Sterbetafeln 2008 berechnet. Aufgrund von Austritten sowie zum Vorjahr geänderter Parameter entstand bei der Abfertigungsrückstellung ein zusätzlicher Ertrag von EUR 177.932,00 (VJ Ertrag EUR 152.606,00) und bei der Rückstellung für Jubiläumsgelder ein zusätzlicher Aufwand von EUR 24.844,00 (VJ Ertrag EUR 9.342,00). Der Zinsaufwand in Höhe von EUR 101.247,00 (VJ EUR 81.925,00) wird zur Gänze im Finanzergebnis ausgewiesen. Vom Zinsaufwand entfallen EUR 90.660,00 (VJ EUR 72.813,00) auf die Abfertigungsrückstellung und EUR 10.587,00 (VJ EUR 9.112,00) auf die Rückstellung für Jubiläumsgelder. Die sonstige Veränderung der Rückstellung für Jubiläumsgelder wird in der Position Gehälter im Personalaufwand ausgewiesen. Die Erfassung der Veränderung der Abfertigungsrückstellung erfolgt bis auf den Zinsaufwand in den sonstigen Sozialaufwendungen.

Die mit steuerlicher Wirkung geltend gemachten Abfertigungsrückstellungen wurden gemäß § 124 b Z 68 EStG im Jahr 2003 auf eine als versteuert geltende Rücklage übertragen.

4.3.1.4.2 Übrige Rückstellungen

In den übrigen Rückstellungen werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe und dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind. Die Rückstellungen werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

4.3.1.5 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

4.3.1.6 Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind mit dem Anschaffungskurs oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

4.3.2 Erläuterungen zur Bilanz

4.3.2.1 Anlagevermögen

4.3.2.1.1 Entwicklung

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Jahresabschreibung nach einzelnen Posten sind im Anlagenspiegel dargestellt. Im Anlagenspiegel ist auch der Grundwert angeführt.

4.3.2.1.2 Geringwertige Vermögensgegenstände

Die geringwertigen Vermögensgegenstände bis zu einem Anschaffungswert von EUR 400,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

4.3.2.1.3 Angaben über verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen

Anteile an verbundenen Unternehmen

Name und Sitz Whrg. Eigenkapital der
Gesellschaft
30. April 2017
Anteil
in
%
Jahresüberschuss/
-fehlbetrag
GJ 2016/17
Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn EUR 313.792.276,51 100 19.763.466,04
Tridonic GmbH & Co KG, Dornbirn EUR 60.957.576,40 100 30.321.854,97
Tridonic GmbH, Dornbirn EUR 282.428,09 100 -60.059,35
Zumtobel Insurance Management GmbH, Dornbirn EUR 78.925,10 100 -559,46
Zumtobel LED Holding GmbH, Lustenau EUR 21.817.468,25 100 4.514.284,05
Zumtobel Lighting Ltd., Hayes, Großbritannien GBP Zwerganteil
Name und Sitz Whrg. Eigenkapital der
Gesellschaft
30. April 2016
Anteil
in
%
Jahresüberschuss/
-fehlbetrag
GJ 2015/16
Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn EUR 304.028.810,47 100 7.139.696,95
Tridonic GmbH & Co KG, Dornbirn EUR 45.635.721,43 100 20.364.460,39
Tridonic GmbH, Dornbirn EUR 342.487,44 100 1.050,00
Zumtobel Insurance Management GmbH, Dornbirn EUR 78.925,10 100 -11.775,87
Zumtobel LED Holding GmbH, Lustenau EUR 21.824.151,54 100 1.735.525,64
Zumtobel Lighting Ltd., Hayes, Großbritannien GBP Zwerganteil

Die Zumtobel Lighting GmbH hat im Geschäftsjahr 2016/17 EUR 10.000.000,00 (VJ EUR 25.000.000,00) an die Zumtobel Group AG ausgeschüttet, die Ausschüttung der Zumtobel LED Holding GmbH betrug EUR 4.520.967,34 (VJ EUR 0,00).

Aus der Tridonic GmbH & Co KG erfolgte eine Gewinnentnahme in Höhe von EUR 15.000.000,00 (VJ EUR 15.000.000,00).

Der Jahresfehlbetrag der Zumtobel Insurance Management GmbH für das Geschäftsjahr 2016/17 in Höhe von EUR 559,46 (VJ EUR 11.775,87) ist aufgrund eines bestehenden Ergebnisabführungsvertrags im Finanzergebnis in der Position "Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens" enthalten.

Übrige Beteiligungen

Nominale Anschaffungswert
= Buchwert
Name und Sitz EUR
EIBA Société cooperative, Brüssel, Belgien (1,5% Beteiligung) 7.267,28 14.951,72
Dornbirner Messe GmbH, Dornbirn (0,66% Beteiligung) 1.816,82 290,69
Vorarlberger Volksbank reg. Gen.mbH, Dornbirn (Zwerganteil) 76,67 76,67
Dornbirner Seilbahn GmbH, Dornbirn (ca. 0,01% Beteiligung) 4.004,98 1.824,86
17.143,94

Die im Vorjahr mit einem Buchwert von EUR 12.000,00 ausgewiesene Beteiligung an der Kompetenzzentrum Licht GmbH ist im Berichtsjahr abgegangen, da die Gesellschaft liquidiert wurde.

4.3.2.1.4 Wertpapiere des Anlagevermögens

Der Bestand beläuft sich unverändert zum Vorjahr auf 667 Stückaktien der CEESEG AG.

4.3.2.2 Forderungen

Bilanzwert
30. April 2017
EUR
Restlaufzeit von
mehr als einem
Jahr
davon
wechselmäßig
verbrieft
enthaltene
Pauschal-WB
Forderungen aus Leistungen 17.914,97 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 31.953.197,13 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
1.193,25 0,00 0,00 0,00
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 518.969,34 0,00 0,00 0,00
32.491.274,69 0,00 0,00 0,00
Bilanzwert
30. April 2016
EUR
Restlaufzeit von
mehr als einem
Jahr
davon
wechselmäßig
verbrieft
enthaltene
Pauschal-WB
Forderungen aus Leistungen 589.759,81 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 30.991.332,05 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
1.212,76 0,00 0,00 0,00
Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 977.294,70 0,00 0,00 0,00
32.559.599,32 0,00 0,00 0,00

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen stammen mit EUR 7.738.087,87 (VJ EUR 8.390.926,04) aus der laufenden Leistungsverrechnung. Weiters ist eine Finanzierungsforderung gegenüber der Zumtobel Pool GmbH in Höhe von EUR 24.098.485,80 (VJ EUR 13.601.927,56) enthalten. Die Forderungen aus der Steuerumlage betragen EUR 116.623,46 (VJ EUR 19.250,00).

Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände

30. April 2017 30. April 2016
Forderungen an Finanzämter 302.323,21 583.590,81
Forderungen gegenüber der Belegschaft 139.654,08 204.451,24
Forderungen gegenüber Lieferanten aus Bonusvereinbarungen 0,00 147.000,00
Geleistete Anzahlungen an Lieferanten für Dienstleistungen 57.481,78 8.900,00
Übrige sonstige Forderungen 19.510,27 33.352,65
Summe sonstige Forderungen 518.969,34 977.294,70

Die sonstigen Forderungen werden bis auf geleistete Anzahlungen zur Gänze nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam.

4.3.2.3 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Vom ausgewiesenen Betrag entfallen EUR 103.173,16 (VJ EUR 15.182,40) auf kurzfristig fällige Guthaben bei Kreditinstituten.

4.3.2.4 Aktive Rechnungsabgrenzungen

In den aktiven Rechnungsabgrenzungen in Höhe von EUR 3.025.005,59 (VJ EUR 2.674.705,47) sind im Wesentlichen Wartungsgebühren für diverse Hard- und Software, Grundsteuern und Mitgliedsbeiträge enthalten.

4.3.2.5 Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 108.750.000,00 und ist in 43.500.000 zur Gänze einbezahlte, auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien zerlegt. Die Aktien werden im Prime Market an der Wiener Börse gehandelt. Das Börsenkürzel lautet ZAG, die internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) der Zumtobel Group AG lautet AT0000837307. Es gibt keine Aktien mit besonderen Vorzugs- oder Kontrollrechten.

Gemäß § 106 Z 9 AktG iVm § 83 Abs. 2 Z1 BörseG wird weiters bekanntgegeben, dass die Gesellschaft 43.500.000 auf Inhaber lautende Stückaktien ausgegeben hat und jede Stückaktie eine Stimme gewährt. Die Gesellschaft hält gegenwärtig 353.343 Stück eigene Aktien, die gemäß § 65 Abs. 5 AktG nicht zur Stimmrechtsausübung berechtigt sind; unter Berücksichtigung dieser eigenen Aktien beträgt die Gesamtzahl der Stimmrechte 43.146.657.

In der Hauptversammlung vom 22. Juli 2016 wurde für das Geschäftsjahr 2015/16 die Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,20 (VJ EUR 0,22) je Aktie beschlossen. Auf die im Umlauf befindlichen 43.146.657 Stückaktien (43.500.000 Aktien abzüglich 353.343 eigene Aktien) wurden somit EUR 8.629.331,40 (VJ EUR 9.492.264,54) ausgeschüttet, die Auszahlung an die Aktionäre erfolgte am 2. August 2016.

Der Vorstand schlägt für das Wirtschaftsjahr 2016/17 die Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,23 je Aktie vor.

In der Hauptversammlung vom 25. Juli 2014 wurde folgender Beschluss gefasst: Der Vorstand ist gemäß § 169 AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 25. Juli 2014 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch, sohin bis zum 30. August 2019, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu weitere EUR 10.875.000,00 durch Ausgabe von bis zu 4.350.000 Stück neue, auf Inhaber lautende, nennbetragslose Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100% des anteiligen Betrages am Grundkapital gegen Bar- oder Sacheinlage, auch in mehreren Tranchen und auch im Wege des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs 6 AktG, zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes Kapital) und das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien auszuschließen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

4.3.2.6 Sonstige Rückstellungen

Stand am Verbrauch / Dotierung Stand am
1. Mai 2016 Auflösung (A) 30. April 2017
Personalrückstellungen
Noch nicht konsumierte Urlaube 1.053.539,01 1.053.539,01 1.022.520,00 1.022.520,00
Sonderzahlungen 932.817,85 932.817,85 934.028,00 934.028,00
Jubiläumsgelder 592.436,00 0,00 16.373,97 608.809,97
Mitarbeiterprämien 2.069.469,34 692.828,75 3.026.876,25 4.403.516,84
Gleitzeitguthaben und Freizeitoption 314.812,00 314.812,00 336.651,00 336.651,00
Invalidenausgleichstaxe 0,00 0,00 8.448,00 8.448,00
Summe Personalrückstellungen 4.963.074,20 2.993.997,61 5.344.897,22 7.313.973,81
Übrige Rückstellungen
Bilanzprüfungsaufwand 187.200,00 187.200,00 187.200,00 187.200,00
Beratungsaufwand 217.320,00 217.320,00 178.000,00 178.000,00
Bilanzveröffentlichung 30.000,00 30.000,00 30.000,00 30.000,00
Aufsichtsratsvergütung 86.000,00 86.000,00 0,00 0,00
Drohende Kursverluste 9.387.743,79 1.805.516,18 31.729,60 7.613.957,21
Kreditbereitstellungsprovision 87.000,00 87.000,00 80.000,00 80.000,00
Sanierung 4.600.000,00 0,00 0,00 4.600.000,00
Sonstige übrige Rückstellungen 499.836,95 349.836,95 648.858,63 648.858,63
150.000,00 (A)
Summe übrige Rückstellungen 15.095.100,74 2.762.873,13 1.155.788,23 13.338.015,84
150.000,00 (A)
Summe sonstige Rückstellungen 20.058.174,94 5.756.870,74 6.500.685,45 20.651.989,65
150.000,00 (A)

Zur Ermittlung der Rückstellung für drohende Kursverluste wurden bezüglich konzerninternen und mit Dritten abgeschlossenen Derivatgeschäften Bewertungseinheiten gebildet, sofern Fälligkeitstermine und nominierte Währungen übereinstimmen. Die verbleibenden negativen Überhänge wurden als Rückstellung für drohende Kursverluste ausgewiesen. Für ergänzende Erläuterungen verweisen wir auf das Kapitel zu den derivativen Finanzinstrumenten.

Die gebildete Sanierungsrückstellung dient zur Abdeckung des negativen Eigenkapitals der ZG Lighting CEE GmbH.

4.3.2.7 Verbindlichkeiten

Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung für die Zumtobel Group stellt der am 1. Dezember 2015 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer aktuellen Laufzeit bis November 2021 und einem ausnutzbaren Rahmen von EUR 300.000.000,00 dar. Davon sind in der Zumtobel Group zum 30. April 2017 insgesamt EUR 60.000.000,00 in Anspruch genommen. Die Zumtobel Group AG selbst ist ebenfalls ein Kreditnehmer unter diesem Konsortialkreditvertrag, hat aber zum 30. April 2017 ebenso wie im Vorjahr keine Ziehung in Anspruch genommen. Für die Zumtobel Group AG bestehen zwei weitere Kreditverträge über je EUR 40.000.000,00 mit endfälliger Tilgung und einer Laufzeit bis September 2018 beziehungsweise Januar 2020, die per 30. April 2017 unverändert zum Vorjahr vollständig in Anspruch genommen sind.

Restlaufzeit bis zu
einem Jahr
Restlaufzeit von
einem bis fünf
Jahren
Restlaufzeit von
über fünf Jahren
Bilanzwert
30. April 2017
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 90.166,66 80.000.000,00 0,00 80.090.166,66
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.174.152,45 0,00 0,00 6.174.152,45
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 551.735,57 0,00 0,00 551.735,57
Sonstige Verbindlichkeiten 1.796.542,65 328,119,00 0,00 2.124.661,65
davon aus Steuern 422.111,52 0,00 0,00 422.111,52
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 351.824,48 0,00 0,00 351.824,48
Summe Verbindlichkeiten 8.612.597,33 80.328.119,00 0,00 88.940.716,33
Restlaufzeit bis zu
einem Jahr
Restlaufzeit von
einem bis fünf
Jahren
Restlaufzeit von
über fünf Jahren
Bilanzwert
30. April 2016
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 90.166,66 80.000.000,00 0,00 80.090.166,66
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.753.861,11 0,00 0,00 5.753.861,11
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 320.088,76 0,00 0,00 320.088,76
Sonstige Verbindlichkeiten 2.635.424,07 0,00 0,00 2.635.424,07
davon aus Steuern 693.190,38 0,00 0,00 693.190,38
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 346.549,16 0,00 0,00 346.549,16
Summe Verbindlichkeiten 8.799.540,60 80.000.000,00 0,00 88.799.540,60

Die Verbindlichkeiten sind nicht dinglich besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stammen mit EUR 371.989,77 aus der laufenden Leistungsverrechnung (VJ EUR 308.312,89). Aus der Verrechnung der Gruppensteuer stammen EUR 179.186,34 (VJ EUR 0,00). Die Übernahme des Jahresfehlbetrags der Zumtobel Insurance Management GmbH aufgrund der bestehenden Organschaft ist mit EUR 559,46 (VJ Jahresfehlbetrag EUR 11.775,87) enthalten.

Sonstige Verbindlichkeiten

30. April 2017 30. April 2016
Sonstige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt 385.061,01 657.242,34
Verbindlichkeiten gegenüber Gemeinden 37.050,51 35.948,04
Verbindlichkeiten gegenüber Dienstnehmern 692.319,21 1.407.048,35
Verbindlichkeiten gegenüber der Krankenkasse 351.824,48 346.549,16
Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsunternehmen 159.523,58 156.636,18
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 437.492,00 0,00
davon mit einer Restlaufzeit bis 1 Jahr 109.373,00 0,00
davon mit einer Restlaufzeit zwischen 1 und 5 Jahren 328.119,00 0,00
Übrige Verbindlichkeiten 61.390,86 32.000,00
Summe sonstige Verbindlichkeiten 2.124.661,65 2.635.424,07

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr zur Gänze nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam.

4.3.2.8 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

4.3.2.8.1 Haftungsverhältnisse

30. April 2017 davon für
verbundene
Unternehmen
Verpflichtungen aus Eventualverbindlichkeiten 225.988.584,58 225.988.584,58
Unternehmensgarantien 18.493.483,12 18.493.483,12
Leasing 3.500.000,00 3.500.000,00
247.982.067,70 247.982.067,70
30. April 2016 davon für
verbundene
Unternehmen
Verpflichtungen aus Eventualverbindlichkeiten 290.580.393,64 290.580.393,64
Unternehmensgarantien 20.460.108,94 20.460.108,94
Leasing 3.500.000,00 3.500.000,00
314.540.502,58 314.540.502,58

4.3.2.8.2 Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen

30. April 2017
des folgenden
Geschäftsjahres
der folgenden fünf
Geschäftsjahre
Verpflichtungen aus Leasingverträgen 204.282,00 972.244,00
Verpflichtungen aus Mietverträgen 1.680.306,00 6.721.222,00
1.884.588,00 7.693.466,00

Der Anstieg bei den Verpflichtungen aus Mietverträgen resultiert aus der Anmietung von Hardware für den IT-Bereich.

30. April 2016
des folgenden
Geschäftsjahres
der folgenden fünf
Geschäftsjahre
Verpflichtungen aus Leasingverträgen 201.885,00 807.540,00
Verpflichtungen aus Mietverträgen 994.570,00 3.978.282,00
1.196.455,00 4.785.822,00

4.3.2.8.3 Derivate Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden in der Zumtobel Group AG zur Absicherung von Marktpreisrisiken der gesamten Zumtobel Group, die aus Schwankungen von Währungskursen und Zinssätzen resultieren können, eingesetzt. Die Berechnung von stichtagsbezogenen Marktwerten aus Derivaten erfolgt durch eine Treasury-Software basierend auf üblichen anerkannten Berechnungsmethoden. Durch weitere Marktpreisschwankungen können die hier angeführten Werte jedoch von den später bei Fälligkeit realisierten Werten abweichen.

Die Zumtobel Group AG schließt gemäß der gültigen Hedging Policy interne Termingeschäfte mit Konzerngesellschaften der Zumtobel Group zur Absicherung deren Währungskursrisikos ab. Das daraus resultierende Nettoexposure in den einzelnen Währungen wird teilweise zeitgleich, teilweise sukzessive extern durch gegengleiche Derivatgeschäfte mit ausgewählten Banken als Kontraktpartner eingedeckt. Damit ist das Bonitätsrisiko aus Sicherungsgeschäften als äußerst gering einzustufen. Die Summe der nach Bildung von Bewertungseinheiten verbleibenden negativen Überhänge für diese Sicherungsgeschäfte wurde in die Rückstellung für drohende Kursverluste mit einem Betrag von EUR 509.183,27 (VJ EUR 794.439,93) eingestellt.

Um das aus dem Konsortialkreditvertrag resultierende Zinsänderungsrisiko zu verringern, hat die Zumtobel Group AG als Konzernobergesellschaft unter der Annahme einer durchschnittlichen Inanspruchnahme von mindestens EUR 80.000.000,00 mit verschiedenen Banken EUR-Zins-Swaps (Interest Rate Swaps) für ein derzeit wirksames Nominalvolumen von EUR 80.000.000,00 abgeschlossen. Diese Zinsinstrumente sind in unterschiedliche Laufzeiten gestaffelt (längstens bis Juni 2021) und tauschen variable Zinszahlungen in Fixzinszahlungen von maximal 2,694%. Daneben besteht ein EUR/CHF-Cross-Currency-Swap (CHF Nominalbetrag 25.228.000,00) mit Zahlungsverpflichtungen in Schweizer Franken. Seit dem Abschluss dieser Zinsinstrumente und der Aufwertung des CHF gegenüber dem EUR bildeten sich negative Marktwerte von insgesamt EUR 7.104.773,94 (VJ EUR 8.593.303,86), die ebenfalls in der Rückstellung für drohende Kursverluste enthalten sind.

4.3.3 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.3.3.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse nach geografisch bestimmten Märkten setzen sich wie folgt zusammen:

2016/17 2015/16
Inland 25.298.612,79 25.531.594,89
EU-Staaten 14.923.363,26 14.576.220,79
Drittland 3.664.896,06 3.239.385,42
43.886.872,11 43.347.201,10

Nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:

2016/17 2015/16
IT-Dienstleistungen 25.926.296,51 27.289.436,29
Mieterlöse 7.791.130,00 7.743.574,37
Sonstige Umlagen 10.169.445,60 8.314.190,44
43.886.872,11 43.347.201,10

Von den Umsatzerlösen wurden EUR 42.830.875,40 (97,59% vom Gesamtumsatz; VJ EUR 42.216.187,85 bzw. 97,39%) mit Gesellschaften der Zumtobel Group getätigt.

4.3.3.2 Sonstige betriebliche Erträge

2016/17 2015/16
Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung zum Anlagevermögen mit Ausnahme
der Finanzanlagen 0,00 1.115.294,74
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 150.000,00 0,00
Erträge aus übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen 16.430,84 131.776,20
166.430,84 1.247.070,94

4.3.3.3 Personalaufwand

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sowie die Aufwendungen für Altersversorgung setzen sich wie folgt zusammen:

2016/17 2015/16
Leitende Angestellte 41.522,68 39.682,92
Sonstige Arbeitnehmer 225.290,47 524.584,83
266.813,15 564.267,75

Im Gesamtbetrag sind mit EUR 203.802,98 (VJ EUR 191.587,15) auch die Beträge, die an die Mitarbeitervorsorgekasse im Rahmen der "Abfertigung Neu" bezahlt wurden, enthalten.

4.3.3.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen

2016/17 2015/16
Steuern 122.912,08 88.300,06
Übrige
IT-Dienstleistungen 1.932.175,74 2.070.113,89
Beratung 6.855.281,28 7.948.887,11
Datenleitungen, Telekommunikation 3.912.140,97 5.240.267,65
Werbung 1.185.582,99 1.398.690,46
Versicherungen 2.623.683,38 2.572.575,31
Instandhaltungen 6.124.542,44 5.854.019,92
Sonstiger Aufwand 9.840.001,05 8.166.739,31
Summe Übrige 32.473.407,85 33.251.293,65
32.596.319,93 33.339.593,71

Hinsichtlich der auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Wirtschaftsprüfer verweisen wir auf die Angaben im Konzernabschluss.

4.3.3.5 Finanzergebnis

Die Erträge von verbundenen Unternehmen verteilen sich wie folgt:

2016/17 2015/16
Gewinnausschüttung Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn 10.000.000,00 25.000.000,00
Gewinnausschüttung Zumtobel LED Holding GmbH, Lustenau 4.520.967,34 0,00
Entnahme Tridonic GmbH & Co KG, Dornbirn 15.000.000,00 15.000.000,00
29.520.967,34 40.000.000,00

Die Position "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" betrifft im Geschäftsjahr im Wesentlichen mit EUR 1.773.786,58 (VJ EUR 8.148.854,50) die Veränderung der Rückstellung für drohende Kursverluste. Die Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" beinhaltet weiters mit EUR 2.609.488,70 (VJ EUR 2.931.680,77) Zinsaufwendungen gegenüber Kreditinstituten. EUR 623.720,95 (VJ EUR 901.655,24) betreffen Kreditbereitstellungs-, Haftungs- und Kreditbearbeitungsgebühren, EUR 101.246,52 (VJ EUR 81.925,00) entfallen auf Zinsaufwendungen aus den Personalrückstellungen (Abfertigung und Jubiläumsgelder).

4.3.3.6 Steuern vom Einkommen

Seit dem Wirtschaftsjahr 2004/05 wird in Österreich von der Möglichkeit der Errichtung einer steuerlichen Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG Gebrauch gemacht. Zu diesem Zwecke wurde zwischen der Zumtobel Group AG als Gruppenträger und den Gruppenmitgliedern

Zumtobel Lighting GmbH (beteiligte Körperschaft) ZG Lighting Austria GmbH Zumtobel Holding GmbH Zumtobel Insurance Management GmbH (beteiligte Körperschaft) Zumtobel Pool GmbH Tridonic GmbH (beteiligte Körperschaft) Tridonic Jennersdorf GmbH Tridonic Holding GmbH LEDON Lighting GmbH Zumtobel LED Holding GmbH (beteiligte Körperschaft) Zumtobel LED GmbH

ein Steuerumlagevertrag abgeschlossen.

In diesem Steuerumlagevertrag wurde vereinbart, dass ein nach den Vorschriften des KStG und EStG ermittelter steuerpflichtiger Gewinn oder Verlust im Sinne der stufenweisen Ergebniszurechnung an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger weiterzuverrechnen ist.

Ein auf Basis des steuerpflichtigen Gewinnes des Gruppenmitglieds ermittelter Steueraufwand ist unabhängig davon, in welcher Höhe der Gruppenträger insgesamt für das betreffende Wirtschaftsjahr und für die gesamte Unternehmensgruppe Körperschaftsteuer schuldet, als Steuerumlage an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger zu entrichten. Im Falle eines steuerlichen Verlustes des Gruppenmitgliedes verpflichtet sich die beteiligte Körperschaft bzw. der Gruppenträger, diese Verluste als internen Verlustvortrag für zukünftige verrechenbare Gewinne des jeweiligen Gruppenmitgliedes evident zu halten. Das Gruppenmitglied wiederum ist verpflichtet, im Falle eines steuerlichen Verlustes die Mindestkörperschaftsteuer an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger zu entrichten.

Vorgruppen- und Außergruppenverluste iSd § 9 KStG werden unter Berücksichtigung einer allfälligen Vortrags- und Verrechnungsgrenze gegen die steuerlichen Gewinne des jeweiligen Gruppenmitglieds bzw. des Gruppenträgers verrechnet. Aus der Gruppenbesteuerung wurden insgesamt EUR 62.562,88 an die Gruppenmitglieder gutgeschrieben. Im Vorjahr wurden insgesamt EUR 19.250,00 verrechnet.

Die Steuern vom Einkommen setzen sich wie folgt zusammen:

30. April 2017 30. April 2016
Körperschaftsteuer 69.853,24 -206.710,43
Körperschaftsteuer Vorjahre -8.079,75 427.878,25
Ausländische Quellensteuer -8.137,21 -4.588,78
Aktive latente Steuer 6.080.770,77 0,00
Steuerumlage aus der Gruppenbesteuerung -62.562,88 19.250,00
6.071.844,17 235.829,04

4.3.4 Sonstige Angaben

4.3.4.1 Zahl der Arbeitnehmer

Die Zahl der Arbeitnehmer – nach Vollzeitäquivalenten – während des Geschäftsjahres, gegliedert in Arbeiter und Angestellte, beträgt:

Durchschnitt Stichtag
2016/17 2015/16 30. April 2017 30. April 2016
Arbeiter 1 1 1 1
Angestellte 187 182 183 188
188 183 184 189

4.3.4.2 Gesellschaftsrechtliche Verhältnisse

Die Gesellschaft wurde mit Satzung vom 17. Dezember 1984 errichtet. Die Gesellschaft ist im Firmenbuch des Landes- als Handelsgerichtes Feldkirch unter der Nummer 62309g eingetragen.

Im Geschäftsjahr 2016/17 waren folgende Personen als Mitglieder des Aufsichtsrats tätig:

erstmalig bestellt bestellt bis Dienstzeit bis dato
Name Funktion bzw. entsendet
Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel Vorsitzender 2003 2020 14 Jahre
Dr. Stephan Hutter 1. Stv. Vorsitzender 2010 2020 7 Jahre
Dr. Johannes Burtscher 2. Stv. Vorsitzender 2010 2020 7 Jahre
Dipl.-Ing. Fritz Zumtobel Mitglied 1996 2020 21 Jahre
Dr. Rüdiger Kapitza Mitglied 2015 2020 2 Jahre
Dipl.-Phys. Hans-Peter Metzler Mitglied 2010 2020 7 Jahre
Dietmar Dünser Delegierter des Betriebsrats 2015 2 Jahre
Richard Apnar Delegierter des Betriebsrats 2012 5 Jahre
Erich Zucalli Delegierter des Betriebsrats (bis 4. Mai 2016) 2012 5 Jahre
Kai Arbinger Delegierter des Betriebsrats (seit 4. Mai 2016) 2016 1 Jahr

Die Funktionsperiode für die gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats endet mit der Hauptversammlung, welche über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2019/20 beschließt. Die Gesamtvergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrats beliefen sich auf EUR 515.652,80 (VJ EUR 511.644,15).

Im Geschäftsjahr 2016/17 waren als Mitglieder des Vorstands tätig:

Name Funktion erstmalig bestellt bestellt bis Dienstzeit bis dato
Dr. Ulrich Schumacher CEO (Chief Executive Officer) 01. Oktober 2013 30. April 2020 4 Jahre
Dipl.-Kff. Karin Sonnenmoser CFO (Chief Financial Officer) 01. Mai 2014 30. April 2020 3 Jahre
Dr. Alfred Felder COO (Chief Operating Officer) 01. April 2016 30. April 2019 1 Jahr

Gesamtbezüge des Vorstands

in TEUR 2016/17 2015/16
Gesamtbezüge des Vorstands 2.643 1.476
davon fixe Bezüge 1.520 1.189
davon kurzfristige variable Bezüge 283 67
davon langfristige variable Bezüge 840 220
in TEUR 2016/17 2015/16
Ulrich Schumacher (ab 1. Oktober 2013) 1.190 945
davon fixe Bezüge 650 750
davon kurzfristige variable Bezüge 108 39
davon langfristige variable Bezüge 432 156
Karin Sonnenmoser (ab 1. Mai 2014) 667 483
davon fixe Bezüge 400 400
davon kurzfristige variable Bezüge 80 25
davon langfristige variable Bezüge 187 58
Alfred Felder (ab 1. April 2016) 786 47
davon fixe Bezüge 470 39
davon kurzfristige variable Bezüge 95 2
davon langfristige variable Bezüge 221 6

Die Vergütung umfasst alle Vergütungsbestandteile, die im jeweiligen Geschäftsjahr erworben wurden.

4.3.4.3 Angaben zum Konzernabschluss

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft. Sie ist die Muttergesellschaft der Zumtobel Group und erstellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen. Der Konzernabschluss wird im Amtsblatt zur Wiener Zeitung veröffentlicht. Mit nahestehenden Unternehmen werden ausschließlich Geschäfte zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen.

4.3.4.4 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Mai 2017 wurde das bisher angemietete CIT-Gebäude in der Schmelzhütterstrasse 26a käuflich erworben.

Dornbirn, am 14. Juni 2017

Der Vorstand

Ulrich Schumacher Karin Sonnenmoser Alfred Felder Chief Executive Officer (CEO) Chief Financial Officer (CFO) Chief Operating Officer (COO)

4.4 Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellkosten
Stand
1. Mai 2016
Zugänge Abgänge Stand
30. April 2017
Werte in EUR
I) Immaterielle Vermögensgegenstände
Vermögensgegenstände
Vermögensgegenstände
Konzessionen, Rechte und ähnliche Rechte und Vorteile
sowie daraus abgeleitete Lizenzen 25.352.474,72 3.223.422,43 1.981.653,30 26.594.243,85
geringwertige Vermögensgegenstände 0,00 17.618,25 17.618,25 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 25.352.474,72 3.241.040,68 1.999.271,55 26.594.243,85
II) Sachanlagen
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten
bebaute Grundstücke 113.386.731,07 2.571.806,96 0,00 115.958.538,03
davon Grundwert 4.573.792,36 376.934,40 0,00 4.950.726,76
unbebaute Grundstücke 6.297.466,63 0,00 0,00 6.297.466,63
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.235.178,14 1.144.392,67 30.726,89 8.348.843,92
geringwertige Vermögensgegenstände 0,00 204.194,40 204.194,40 0,00
Summe Sachanlagen 126.919.375,84 3.920.394,03 234.921,29 130.604.848,58
III) Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 681.899.395,30 0,00 0,00 681.899.395,30
Beteiligungen 29.143,94 0,00 12.000,00 17.143,94
Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 250.125,00 0,00 0,00 250.125,00
Ausleihungen gegenüber Dritten 198.109,30 2.133,55 0,00 198.109,30
Summe Finanzanlagen 682.376.773,54 2.133,55 12.000,00 682.366.907,09
Summe Anlagevermögen
Anlagevermögen
834.648.624,10
834.648.624,10
7.163.568,26
7.163.568,26
2.246.192,84
2.246.192,84
839.565.999,52
839.565.999,52
Abschreibungen
Stand
1. Mai 2016
Zugänge Abgänge Stand
30. April 2017
Buchwert
30. April 2016
Buchwert
30. April 2017
18.628.130,84 2.747.732,31 1.981.653,30 19.394.209,85 6.724.343,88 7.200.034,00
0,00 17.618,25 17.618,25 0,00 0,00 0,00
18.628.130,84 2.765.350,56 1.999.271,55 19.394.209,85 6.724.343,88 7.200.034,00
60.446.037,75 3.239.006,57 0,00 63.685.044,32 52.940.693,32 52.273.493,71
0,00 0,00 0,00 0,00 4.573.792,36 4.950.726,76
0,00
3.902.104,26
0,00
1.382.406,41
0,00
30.726,89
0,00
5.253.783,8
6.297.466,63
3.333.073,88
6.297.466,63
3.095.060,14
0,00 204.194,40 204.194,40 0,00 0,00 0,00
64.348.142,01 4.825.607,38 234.921,29 68.938.828,10 62.571.233,83 61.666.020,48
96.261.000,00 0,00 0,00 96.261.000,00 585.638.395,30 585.638.395,30
0,00 0,00 0,00 0,00 29.143,94 17.143,94
0,00 0,00 0,00 0,00 250.125,00 250.125,00
0,00 0,00 0,00 0,00 198.109,30 200.242,85
96.261.000,00 0,00 0,00 96.261.000,00 586.115.773,54 586.105.907,09
179.237.272,85 7.590.957,94 2.234.192,84
2.234.192,84
184.594.037,95
184.594.037,95
655.411.351,25
655.411.351,25
654.971.961,57
654.971.961,57

4.5 Lagebericht der Zumtobel Group AG

4.5.1 Die Zumtobel Group AG im Überblick

4.5.1.1 Organisationsstruktur

Die Zumtobel Group AG fungiert als Konzernobergesellschaft und stellt konzernübergreifende Management- und Servicefunktionen bereit. Die Zentralbereiche umfassen das Controlling, Personalwesen, Konzernrechnungswesen und Steuern, Recht, Interne Revision, Versicherungswesen, Treasury, IT, Unternehmenskommunikation, Investor Relations, Corporate Integrity, Group Technology, zentraler Einkauf sowie das Corporate Center, welches unter anderem für Strategieentwicklung, M&A-Aktivitäten und Prozessmanagement zuständig ist. Die Zentralbereiche haben die Aufgabe, die Umsetzung der Unternehmensstrategie über standardisierte Prozesse und Instrumente zu unterstützen sowie gruppenweit Transparenz und Effizienz sicherzustellen. Auf diese Weise werden Synergieeffekte zwischen den Geschäftsbereichen der Zumtobel Gruppe sowie in zentral von der Zumtobel Group AG verwalteten Bereichen erzielt. Weiters verwaltet die Gesellschaft den überwiegenden Teil der inländischen Liegenschaften. Die Erträge der Gesellschaft kommen aus der internen Leistungsverrechnung mit den verbundenen Unternehmen und aus Ausschüttungen der Obergesellschaft des Leuchtensegments (Zumtobel Lighting GmbH) sowie des Komponentensegments (Tridonic GmbH & Co KG) sowie aus der Holdinggesellschaft für den Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen im In- und Ausland (Zumtobel LED Holding GmbH).

*vereinfachte Darstellung (Stand 1. Mai 2017)

Der Vorstand der Zumtobel Group AG verantwortet die Führung und Steuerung des Konzerns. Die Zumtobel Group besteht aus zwei operativen Segmenten: dem Lighting Segment und dem Components Segment. Beide Segmente verfügen über eine jeweils eigene globale Vertriebs- und Produktionsorganisation. Die einzelnen Marken sind als Geschäftsbereiche organisiert. Der globale Mehrmarkenvertrieb ist ein Kernelement der Organisationsstruktur. Durch den Mehrmarkenansatz ist die Unternehmensgruppe in der Lage, ihren Kunden, zu denen vielfach sehr enge und langjährig gewachsene Beziehungen bestehen, ein umfassendes Produkt- und Serviceangebot zu bieten.

4.5.1.2 Unternehmensstrategie

Die Zumtobel Group verfolgt eine langfristig ausgerichtete profitable Wachstumsstrategie. Wesentlicher Kern der Konzernstrategie sind die konsequente Verbesserung der Kostenstruktur sowohl im Leuchten- als auch Komponentengeschäft, ein markenübergreifender Vertrieb im Leuchtengeschäft sowie die Weiterentwicklung des Servicegeschäfts und innovativer Geschäftsmodelle. Damit kann die Zumtobel Group Synergie- und Differenzierungspotenziale gegenüber dem Wettbewerb heben. In der europäischen Bauwirtschaft haben sich die Anzeichen für eine Trendwende von einem über viele Jahre rückläufigen hin zu einem leicht wachsenden Marktumfeld weiter verfestigt. In der professionellen Beleuchtungsindustrie verstärkt sich dieser positive Trend durch den Technologiewandel hin zu LED und durch das Thema Energieeffizienz mit besonderem Fokus auf intelligent gesteuerte Lichtlösungen. Damit entkoppelt sich die Nachfrage in der professionellen Beleuchtungsindustrie derzeit zu einem gewissen Grad von den Neubauaktivitäten im Gewerbebau. Um ein Wachstum über dem Branchendurchschnitt zu erreichen, setzt die Zumtobel Group basierend auf effizienten Kostenstrukturen auf eine intensive Zusammenarbeit der Marken in der gemeinsamen Vertriebsorganisation, den Ausbau ihrer Kompetenzen bei intelligenten Steuerungen, Datenmanagement, Softwareentwicklung und die Weiterentwicklung des Servicegeschäfts und auf innovative Geschäftsmodelle. Vor diesem Hintergrund hat sich die Zumtobel Group zum Ziel gesetzt, in den nächsten Jahren ein durchschnittliches währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 3% bis 5% zu erreichen, das damit leicht über dem Branchenwachstum liegen würde.

4.5.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Die Entwicklung der Weltwirtschaft im Geschäftsjahr 2016/17 war von großen politischen und wirtschaftlichen Herausforderungen geprägt. Zum einen sorgten die politische und militärische Entwicklung im Nahen und Mittleren Osten und der daraus resultierende Flüchtlingsstrom, Terroranschläge in europäischen Metropolen, die Entscheidung Großbritanniens, die Europäische Union zu verlassen, die hohe Volatilität an den Finanzmärkten sowie der zunehmende Aufbau von Handelshemmnissen für ein schwieriges Umfeld. Zum anderen verschoben sich die Paritäten der weltweit wichtigsten Währungen teils deutlich mit entsprechenden Folgen für die globalen Handelsströme. Insgesamt konnte die Weltwirtschaft in 2016 mit 3,1% 1 nur ein unverändert niedriges Wachstum gegenüber dem Vorjahr ausweisen. In der Eurozone setzte sich in 2016 der moderate Erholungstrend des Vorjahres mit plus 1,7% fort. Gestützt wurde diese Entwicklung durch die expansive Geldpolitik der Europäischen Zentralbank zur Ankurbelung der wachstumshemmenden schwachen Inflation, niedrige Energiepreise, die Abschwächung des Euros sowie von hohen Konsumausgaben. Dem wirkten in einigen Märkten der Eurozone eine hohe Arbeitslosenquote, gedämpfte Lohnsteigerungen sowie Unwägbarkeiten aus der Flüchtlingskrise und den Brexit-Verhandlungen entgegen. Die Vereinigten Staaten von Amerika zeigten trotz einer guten Entwicklung in der zweiten Jahreshälfte 2016 einen Rückgang des Wachstums auf 1,6% nach 2,1% im Vorjahr. Aufgrund der robusten Arbeitsmarktdaten und eines starken Konsumverhaltens verließ die Federal Reserve Notenbank der USA gegen Jahresende aber den Niedrigzinskurs und erhöhte erstmals seit 2006 den Leitzins. Dieser Schritt wird als Signal verstanden, dass die US-Wirtschaft sich wieder auf dem Weg der Besserung befindet. China verzeichnete in 2016 mit 6,7% zwar das schwächste Wirtschaftswachstum seit 26 Jahren, dennoch werten Ökonomen dies als Zeichen der Stabilisierung. Mäßige Binnennachfrage gepaart mit geringeren Exporten sowie der Übergang von einer Industrie- zu einer Konsum- und Dienstleistungsgesellschaft wirken belastend für die Wachstumsdynamik. Die übrigen BRIC-Nationen zeigten ein gemischtes Bild. Brasilien verharrt auch 2016 mit 3,6% Minus in einer tiefen Rezession. Russlands Wirtschaft hat sich 2016 nach zwei Jahren der Rezession langsam wieder etwas erholt. Indien hingegen konnte mit einem Wachstum von 6,8% wieder beträchtlich zulegen.

In seiner jüngsten Prognose vom April 2017 hat der IWF seine Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft leicht angehoben und erwartet nunmehr für 2017 ein globales Wirtschaftswachstum von 3,5% und in 2018 von 3,6%. Konkret geht der IWF gegenüber der letzten Prognose von etwas mehr Wachstum insbesondere in den USA, Großbritannien, Japan, China und Russland aus. Der IWF warnt allerdings trotz kurzfristig verbesserten Wachstumsaussichten vor massiven Gefahren für die Weltwirtschaft insbesondere aus den zunehmend protektionistischen Tendenzen und dem daraus resultierenden Risiko von Handelskrisen. Da sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen unmittelbar auf die Bau- und Bauzulieferindustrie auswirken, beobachtet die Zumtobel Group AG die Entwicklungen und die entsprechenden Frühindikatoren sehr genau.

1 Quelle: Prognose des IWF, World Economic Outlook, April 2017

4.5.3 Die Zumtobel Group Aktie

Für die Zumtobel Group Aktionäre verlief das Geschäftsjahr 2016/17 ausgesprochen erfreulich. Von Anfang Mai 2016 bis Ende April 2017 konnten sich die Anleger über eine Kursperformance von 71,0% freuen. Damit entwickelte sich die Zumtobel Group Aktie deutlich besser als der österreichische Leitindex ATX (plus 29,2%). Hauptgründe dafür waren die soliden Finanzzahlen, die stabile Entwicklung der europäischen Wirtschaft mit positiven Impulsen für die Bauwirtschaft sowie die erkennbar positiven Effekte aus der strategischen Neuausrichtung und den dafür notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen. Die Aktie beendete das Geschäftsjahr am 28. April 2017 mit einem Schlusskurs von 19,15 EUR.

Die Marktkapitalisierung der Zumtobel Group AG veränderte sich im Berichtsjahr 2016/17 analog zum Aktienkurs. Auf Basis einer gegenüber dem Vorjahr unveränderten Zahl von 43,5 Millionen Inhaberstammaktien wurde das Unternehmen zum 30. April 2017 mit 833 Mio EUR (Vorjahr 495 Mio EUR) bewertet. Im Ranking bezüglich der Indexmitgliedschaft im ATX belegte das Unternehmen per 30. April 2017 im Vergleich zu den größten börsennotierten Unternehmen Österreichs Platz 20 in Bezug auf die Marktkapitalisierung und Platz 15 in Bezug auf das Handelsvolumen. Der durchschnittliche Tagesumsatz an der Wiener Börse lag im Berichtsjahr bei 282.402 gegenüber 248.807 Stück im Vorjahr (Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht).

Schlusskurs 02.05.2016 EUR 11,200 Währung EUR
Schlusskurs 28.04.2017 EUR 19,150 ISIN AT0000837307
Performance GJ 2016/17 71,0% Börsenkürzel Wiener Börse (XETRA) ZAG
Marktkapitalisierung am 28.04.2017 833 Mio EUR Marktsegment Prime Market
Höchstkurs am 28.04.2017 EUR 19,150 Reuters Symbol ZUMV.VI
Tiefstkurs am 28.06.2016 EUR 9,900 Bloomberg Symbol ZAG AV
Ø tägl. Handelsvolumen (Stück) 282.402 Anzahl der Aktien 43.500.000

Kennzahlen zur Zumtobel Group Aktie GJ 2016/17

Die Aktionärsstruktur der Zumtobel Group AG hat sich gegenüber dem Jahresabschluss 2015/16 nicht wesentlich verändert. Die Familie Zumtobel ist mit einem Anteil von 35,5% der Stimmrechte weiterhin der seit dem Börsengang etablierte stabile Kernaktionär der Zumtobel Group AG. Darüber hinaus hielten zum 30. April 2017 die institutionellen Investoren Lazard Freres Gestion SAS sowie Erste Asset Management GmbH eine Beteiligung von je über 4%. Mit Wirkung 05. Juni 2017 informierte Norges Bank die Zumtobel Group AG, dass der Anteil an der Zumtobel Group AG auf über 4% erhöht wurde. Der Rest der Anteilscheine liegt nach Kenntnis des Unternehmens zum Großteil bei institutionellen Investoren. Zum Bilanzstichtag lag der Bestand eigener Anteile gegenüber dem Vorjahr unverändert bei 353.343 Stück.

4.5.4 Geschäftsverlauf (inklusive finanzielle Leistungsindikatoren)

4.5.4.1 Ertragslage

Die Nettoumsatzerlöse in Höhe von 43,9 Mio EUR (Vorjahr 43,3 Mio EUR) beinhalten IT-Dienstleistungen in Höhe von 25,9 Mio EUR (Vorjahr 27,3 Mio EUR), Mieteinnahmen in Höhe von 7,8 Mio EUR (Vorjahr 7,7 Mio EUR) sowie sonstige Umlagen in Höhe von 10,2 Mio EUR (Vorjahr 8,3 Mio EUR).

Aufgrund der höheren Aufwendungen für Gehälter und der gestiegenen Abschreibungen sank das Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahr um 3,3 Mio EUR auf minus 20,6 Mio EUR. Die Erträge aus verbundenen Unternehmen reduzierten sich auf 29,5 Mio EUR (Vorjahr 40,0 Mio EUR). Aus der Tridonic GmbH & Co KG (Obergesellschaft des Components Segments) wurden wie im Vorjahr 15,0 Mio EUR entnommen, die Ausschüttung der Zumtobel Lighting GmbH als Obergesellschaft des Lighting Segments belief sich auf 10,0 Mio EUR (Vorjahr 25,0 Mio EUR) und die der Zumtobel LED Holding GmbH auf 4,5 Mio EUR (Vorjahr 0,0 Mio EUR). Entsprechend verringerte sich das Jahresergebnis im Geschäftsjahr 2016/17 auf 14,3 Mio EUR (Vorjahr 25,4 Mio EUR).

4.5.4.2 Vermögenslage

Die unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen ausgewiesenen Beteiligungen betreffen im Wesentlichen die Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn (Produktions- und Holdinggesellschaft für das Lighting Segment der Zumtobel Group AG), die Tridonic GmbH & Co KG, Dornbirn (Produktionsunternehmen und Holdinggesellschaft für das Components Segment der Zumtobel Group AG), sowie die Zumtobel LED Holding GmbH, Lustenau (Holdinggesellschaft für den Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen im In- und Ausland).

Das Eigenkapital der Zumtobel Group AG veränderte sich im Wesentlichen aufgrund der Einstellung des Jahresgewinnes in Höhe von 14,3 Mio EUR und der Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 8,6 Mio EUR am 02. August 2016.

Zum 30. April 2017 umfassen die Kapitalrücklagen gebundene Rücklagen in Höhe von 311,6 Mio EUR (Vorjahr 311,6 Mio EUR) sowie nicht gebundene Rücklagen in Höhe von 55,3 Mio EUR (Vorjahr 55,3 Mio EUR). Die gebundene Kapitalrücklage beträgt 286,5% des eingezahlten Grundkapitals und weist demnach die gesetzlich erforderliche Höhe auf. Die Gewinnrücklagen (25,7 Mio EUR) enthalten wie im Vorjahr ausschließlich andere (freie) Rücklagen.

Für die Dividendenausschüttung steht der Zumtobel Group AG im Geschäftsjahr 2016/17 durch den Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 67,7 Mio EUR ein ausschüttungsfähiger Bilanzgewinn von insgesamt 75,9 Mio EUR (Bilanzgewinn 82,0 Mio EUR abzüglich aktive latente Steuern 6,1 Mio EUR) zur Verfügung. Die Zumtobel Group verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik. Die Höhe der Dividende hängt neben der laufenden Ertragskraft auch von den Gewinnprognosen und der erwarteten wirtschaftlichen Gesamtentwicklung ab. Vor dem Hintergrund der soliden operativen Entwicklung im Berichtsjahr sowie eines in Summe stabilen konjunkturellen Umfelds plant der Vorstand dem Aufsichtsrat und in Folge der Hauptversammlung der Zumtobel Group AG, die am 21. Juli 2017 stattfindet, eine Dividende von 23 Eurocent je Aktie für das Geschäftsjahr 2016/17 vorzuschlagen (Vorjahr 20 Eurocent).

Die Eigenkapitalquote der Zumtobel Group AG belief sich zum 30. April 2017 auf 83,6% (Vorjahr 83,6%).

4.5.4.3 Finanzlage

Zur Sicherung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hält die Zumtobel Group einerseits Liquidität in Form von mehrheitlich täglich verfügbaren Bankguthaben, um erwartete betriebliche Aufwendungen und finanzielle Verbindlichkeiten bedienen zu können und verfügt andererseits über umfangreiche Betriebsmittelkreditlinien, um Liquiditätsschwankungen auszugleichen, die durch den Geschäftsverlauf auftreten. Zum Bilanzstichtag 30. April 2017 stehen der Zumtobel Gruppe neben dem Konsortialkreditvertrag und zwei weiteren Kreditverträgen kurzfristige unbesicherte Kontokorrentkreditlinien in Höhe von insgesamt 88,1 Mio EUR (Vorjahr 88,4 Mio EUR) zur Verfügung.

Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung stellte der am 01. Dezember 2015 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer aktuellen Laufzeit bis November 2021 und einem ausnutzbaren Rahmen von 300 Mio EUR dar. Davon sind in der Zumtobel Group zum 30. April 2017 insgesamt 60 Mio EUR (Vorjahr 100 Mio EUR) in Anspruch genommen. Die Zumtobel Group AG selbst ist ebenfalls ein Kreditnehmer unter diesem Konsortialkreditvertrag, hat aber zum 30. April 2017 ebenso wie im Vorjahr keine Ziehung in Anspruch genommen. Für die Zumtobel AG bestehen zwei weitere Kreditverträge über je 40 Mio EUR mit endfälliger Tilgung und einer Laufzeit bis September 2018 beziehungsweise Januar 2020 zur Verfügung, die per 30. April 2017 vollständig in Anspruch genommen sind. Der Konsortialkreditvertrag ist an die Einhaltung von Financial Covenants (Schuldendeckungsgrad kleiner als 3,5 sowie Eigenkapitalquote größer als 25%) geknüpft. Zum 30. April 2017 wurden die Financial Covenants dank eines Schuldendeckungsgrades von 0,86 (Vorjahr 1,48) und einer Eigenkapitalquote von 32,8% (Vorjahr 31,2%) vollumfänglich eingehalten.

Um die Liquidität im Konzern besser und effektiver steuern zu können, wird für die wesentlichen Länder Europas ein Cash-Pooling-System angewendet. Dadurch wird ein zinsoptimaler Ausgleich von kurzfristigen Liquiditätsüber- und -unterdeckungen ermöglicht und der Bedarf an kurzfristigen unbesicherten Kontokorrentkrediten reduziert.

4.5.4.4 Zweigniederlassungen

Zum 30. April 2017 hatte die Zumtobel Group AG keine Zweigniederlassungen.

4.5.5 Mitarbeiter

Qualifizierte, engagierte und leistungsbereite Mitarbeiter tragen wesentlich zum unternehmerischen Erfolg der Zumtobel Group bei und profitieren gleichermaßen von den verschiedenen Karrieremöglichkeiten innerhalb der Gruppe. Dank konsequenter Kundenorientierung und mit viel Innovationsgeist schaffen sie anspruchsvolle Lichtlösungen, die weltweit Maßstäbe setzen. "Enlightening your career" lautet das Motto der Zumtobel Group, wenn es um die Positionierung als Arbeitgeber geht. Mit diesem Werteversprechen trägt die Zumtobel Group den veränderten Bedürfnissen neuer Generationen am Arbeitsmarkt Rechnung, um auch weiterhin die Position als attraktiver Arbeitgeber zu halten und weiter auszubauen. Im Berichtsjahr wurde verstärkt auf Social-Media-Kanäle wie Facebook, XING und LinkedIn gesetzt, um den bestehenden Online-Auftritt auf der Karriereseite der Zumtobel Group AG zu ergänzen. Die systematische berufliche Förderung und Weiterentwicklung sowie die Motivation und Bindung der richtigen Mitarbeiter an die Zumtobel Group sind wichtiger Eckpfeiler für den nachhaltigen Geschäftserfolg. Neben externen Weiterbildungsmöglichkeiten gibt es auch ein großes Angebot an internen Trainingsprogrammen zur fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung, die auf die Fähigkeiten, Kenntnisse und Bedürfnisse der jeweiligen Personen zugeschnitten sind. Im Geschäftsjahr 2016/17 wurde das Angebot der Zumtobel Group Global Learning Academy deutlich ausgeweitet, insbesondere durch den weiteren Ausbau der Online-Schulungsangebote.

Das Personalmanagement innerhalb der Zumtobel Group ist dezentral organisiert. Der Zentralbereich Human Resources ist für die Entwicklung und Koordinierung gruppenweiter Personalaktivitäten, für die Nachfolgeplanung für Schlüsselpositionen sowie auch für die Förderung von internen Talenten verantwortlich. Mehrere regionale Shared Service und Competence Center sind für die lokale Umsetzung verantwortlich.

4.5.6 Bericht über die Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung (F&E) bleibt durch die Entwicklung neuer Produkte und die Anwendung neuer Technologien ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Zumtobel Group. Im Berichtsjahr wurde der Bereich F&E auf Gruppenebene neu organisiert und agiert seither markenunabhängig. Dementsprechend bedient eine globale F&E alle Marken der Zumtobel Group. Dies gilt nunmehr auch für die konkrete Produktentwicklung, die in die Bereiche Leuchten, Komponenten und Sensoren sowie Systeme gegliedert ist. Durch die zentrale Bündelung der F&E-Aktivitäten sowie die Verschlankung der Werkslandschaft gelang es, zusätzliche Synergieeffekte zu heben und den F&E-Aufwand im Berichtsjahr zu reduzieren.

4.5.7 Berichterstattung über wesentliche Merkmale des Internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

4.5.7.1 Internes Kontrollsystem

Das Interne Kontrollsystem der Zumtobel Group AG (im Folgenden kurz "IKS" genannt) unterstützt die Erreichung der geschäftspolitischen Ziele. Das IKS ist definiert als die Gesamtheit der in die Prozesse integrierten Überwachungs- und Steuerungsmaßnahmen zur Sicherung der Vermögenswerte des Unternehmens, der Vollständigkeit und Zuverlässigkeit von Informationen und Systemen, der Wirtschaftlichkeit und Effektivität von Prozessen sowie der Compliance mit gesetzlichen, vertraglichen und internen Regelungen. Aufbau und Ausgestaltung des IKS der Zumtobel Group AG orientieren sich an international anerkannten Governance-Rahmenwerken, wie zum Beispiel dem Rahmenwerk des Committee of the Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO) oder dem IT-Rahmenwerk veröffentlicht von der Information Systems Audit and Control Association (COBIT), die fallspezifisch auf die Gegebenheiten unseres Geschäftsmodells angepasst werden. Die Tiefe der Ausgestaltung und Formalisierung des IKS folgt einer strengen Risikoorientierung (Nutzen), der kritisch der zu erwartende Mehraufwand (Kosten) gegenübergestellt wird. Die Implementierung und Aktualisierung des IKS liegt in der Verantwortung von benannten Prozess-Eignern in der Funktion, Region und/oder der Business Division. Das IKS ist eng verzahnt mit dem organisatorisch separat aufgesetzten Enterprise Risk Management-Prozess, der in regelmäßigen Abständen Risiken bei Prozess-Eignern systematisch erfasst, aggregiert und bis hin zum Aufsichtsrat mit dazugehörigen Maßnahmen berichtet. Neben den Qualitätssicherungs-Abteilungen der Fachbereiche überwacht die Konzernrevision (Corporate Audit) als unabhängige Prüfungsinstanz mit einer dualen Berichtslinie an Vorstand und den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates das Design und die Funktionsfähigkeit etablierter Kontrollen. Über einen straffen Follow-up-Prozess wird sichergestellt, dass identifizierte Schwächen zeitnah beseitigt werden. Die genannten Überwachungsfunktionen unterwerfen sich ihrerseits strengen berufsständischen Standards und unterliegen regelmäßiger externer Überprüfung.

Zentrale Elemente des IKS der Zumtobel Group AG sind:

  • >> Der Verhaltenskodex (Code of Conduct), ergänzt durch spezifische Regelungen von Corporate Integrity und Corporate Citizenship
  • >> Unternehmensrichtlinien und Verfahren (Policies & Procedures)
  • >> Klar definierte Organisationsstrukturen, Stellenbeschreibungen und formal fixierte, an die jeweilige Aufgabe angepasste Delegationen
  • >> Corporate Policy on Internal Control System (primär zur Finanzberichterstattung)
  • >> Routine Reviews auf allen Ebenen mit einem Abgleich gegen Erwartungswerte.

Die Corporate Policy on Internal Control System enthält eine umfassende Darstellung der für die Finanzberichterstattung der Zumtobel Group wichtigen Prozesse und Systeme. Etablierte und unternehmensweit über das Intranet verfügbare Standards sind:

  • >> Schriftliche Prozessfestlegung und Dokumentation
  • >> Prozessintegrierte Genehmigungs- und Freigaberegelungen
  • >> Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung (Finance Group Manual)
  • >> Einheitliche Closing-Checkliste (gruppenweit gültig)

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden vor allem in folgenden Bereichen wesentliche Verbesserungen erreicht:

  • >> Implementierung standardisierter Schlüsselkontrollen für wesentliche Prozesse im Financial Accounting des Lighting Segments.
  • >> Erarbeitung eines neuen SAP-Berechtigungskonzepts im Lighting Segment Financial Accounting, das im kommenden Geschäftsjahr auf weitere Konzerngesellschaften ausgerollt werden soll.
  • >> Erstellung einer Roadmap zur Festigung und Erweiterung von IKS-Maßnahmen im Financial Accounting sowie zur Harmonisierung und Effizienzsteigerung der Financial Accounting-Prozesse im Lighting Segment.
  • >> Fachabteilungen beobachten mit ihrem internen und externen Netzwerk neuere Entwicklungen aus dem "Cyber-Crime"-Bereich. Allgemein, aber auch sehr spezifisch, werden Informationen und Handlungsanweisungen kommuniziert, um das Bewusstsein für diesen stark wachsenden Bedrohungsbereich zu schärfen und unberechtigte Mittelabflüsse zu verhindern. Der Erkenntnis folgend, dass diese Bedrohungslage künftig ein Teil der Normalität in Unternehmen sein wird, wurden auch technische Vorkehrungen systematisch verstärkt.

4.5.7.2 Risikomanagementsystem

Die Zumtobel Group AG ist sich bewusst, dass ein angemessenes Chancen- und Risikomanagementsystem – ebenso wie ein Internes Kontrollsystem – ein wesentlicher Beitrag zum Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsposition ist. In der Zumtobel Group bedeutet Risikomanagementdie aktive Auseinandersetzung mit Risiken zur Sicherung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und gleichermaßen das Erkennen von Chancen sowie die Abwägung von unternehmerischen Entscheidungen. Ziel des Risikomanagements ist es, durch einen systematischen Ansatz Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, um so aktiv durch geeignete Maßnahmen auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren zu können. Bei der Zumtobel Group AG ist das Risikomanagement ein eigenständiger, strategisch ausgerichteter Prozess sowie Teil der operativen Führungsarbeit. Basisinstrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind neben einer konzernweit implementierten Risikomanagement-Software standardisierte Planungs- und Controlling-Prozesse, konzernweite Richtlinien, eine laufende Berichterstattung sowie das Interne Kontrollsystem.

Die in der Konzernzentrale als Teil des Konzerncontrollings angesiedelte Funktion "Corporate Risk Management" ist für die ständige Weiterentwicklung des Risikomanagement-Prozesses sowie für die Koordination des gruppenweiten Risikomanagements und die Risikoüberwachung zuständig. Das Risikomanagementsystem der Zumtobel Group AG ist eng mit den Controlling-Prozessen und dem Internen Kontrollsystem verknüpft. Das bei der Zumtobel Group implementierte Risikomanagementsystem basiert ebenso wie das Interne Kontrollsystem auf den methodischen Grundlagen des COSO-Modells.

Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken kommt dem Berichtswesen eine zentrale Bedeutung zu. Der Vorstand wird regelmäßig von den operativen Geschäftsführungen über die aktuelle und die zu erwartende Geschäftsentwicklung sowie über vorhandene Risiken und Chancen informiert. Der monatliche Managementbericht stellt sowohl eine Zusammenfassung der wesentlichen Finanzkennzahlen als auch der Performance-Entwicklungen dar. Der Prüfungsausschuss des Aufsichtsrates wird halbjährlich über die wesentlichen Risiken und Chancen der Gruppe in Kenntnis gesetzt. Die Risikoermittlungs- und Bewertungsverfahren und Werkzeuge der Gruppe werden unter Hinzuziehung der Internen Revision und des Abschlussprüfers ständig verbessert und weiterentwickelt. Der Konzernabschlussprüfer beurteilt jährlich die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements der Zumtobel Group und berichtet darüber an Vorstand und Aufsichtsrat. Für eine umfassende und detaillierte Darstellung der wesentlichen Risiken der Zumtobel Group AG wird auch auf den Konzernlagebericht und Konzernabschluss 2016/17 verwiesen.

Risiken im Finanzbereich

Die Aufrechterhaltung und Absicherung einer starken Kapitalbasis ist ein zentrales Anliegen der Zumtobel Group AG.

Marktrisiko

Da die Zumtobel Group AG eine global agierende AG ist, ist diese einer Reihe finanzieller Risiken ausgesetzt. Unter Marktrisiko wird das Risiko verstanden, welches aufgrund von Marktpreisänderungen in fremden Währungen sowie aufgrund von Veränderungen von Zinssätzen und Rohstoffpreisen entsteht und geeignet ist, das Ergebnis der AG und den Marktwert der eingesetzten Finanzinstrumente negativ zu beeinflussen. Die Zielsetzung des Marktrisiko-Managements ist es, die vorhandenen Risiken zu beurteilen und so weit wie möglich wirtschaftlich sinnvoll unter Anwendung geeigneter Maßnahmen zu minimieren. Um diese Risiken abzusichern, setzt die Zumtobel Group AG teilweise derivative Finanzinstrumente gemäß der gültigen Hedging Policy ein. Die Berechnung von stichtagsbezogenen Marktwerten aus Derivaten erfolgt durch eine Treasury-Software basierend auf üblichen anerkannten Berechnungsmethoden. Es werden keine Derivate zu Handels- oder Spekulationszwecken verwendet. Grundsätzlich werden geplante Cashflows, die einem Währungsrisiko unterliegen, rollierend für einen Zeithorizont von durchschnittlich ein bis drei Quartalen durch geeignete Sicherungsgeschäfte abgesichert. Rohstoffpreisrisiken werden nach Möglichkeit durch entsprechende Lieferantenvereinbarungen reduziert.

Liquiditätsrisiko

Zur Sicherung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hält die Zumtobel Group einerseits Liquidität in Form von mehrheitlich täglich verfügbaren Bankguthaben, um erwartete betriebliche Aufwendungen und finanzielle Verbindlichkeiten bedienen zu können und verfügt andererseits über umfangreiche Betriebsmittelkreditlinien, um Liquiditätsschwankungen auszugleichen, die durch den Geschäftsverlauf auftreten. Zum Bilanzstichtag 30. April 2017 stehen neben dem Konsortialkreditvertrag mit einem Rahmen von 300 Mio EUR und zwei weiteren Kreditverträgen über je 40 Mio EUR, kurzfristige unbesicherte Kontokorrentkreditlinien in Höhe von insgesamt 88,1 Mio EUR (Vorjahr 88,4 Mio EUR) zur Verfügung.

Zinsänderungsrisiko

Die langfristigen Darlehen über jeweils 40,0 Mio EUR weisen eine Festzinsvereinbarung auf und unterliegen daher keinem Zinsänderungsrisiko. Der derzeit unter dem Konsortialkreditvertrag aushaftende Betrag unterliegt jedoch einer variablen Verzinsung (EURIBOR-Geldmarktzinsen). Um das aus dem Konsortialkreditvertrag resultierende Zinsänderungsrisiko zu verringern, wurden unter der Annahme einer durchschnittlichen Inanspruchnahme von mindestens 80 Mio EUR mit verschiedenen Banken EUR-Zins-Swaps (Interest Rate Swaps) für ein derzeit wirksames Nominalvolumen von rund 80 Mio EUR abgeschlossen. Diese Zinsinstrumente sind in unterschiedliche Laufzeiten gestaffelt (längstens bis Juni 2021) und tauschen die variablen Zinszahlungen der Finanzierung in Fixzinszahlungen von maximal 2,694%.

Währungsrisiko

Die Zumtobel Group AG schließt gemäß der gültigen Hedging Policy interne Termingeschäfte mit Konzerngesellschaften der Zumtobel Group zur Absicherung deren Währungskursrisikos ab. Das daraus resultierende Nettoexposure in den einzelnen Währungen wird teilweise zeitgleich, teilweise sukzessive extern durch gegengleiche Derivatgeschäfte mit ausgewählten Banken als Kontraktpartnern eingedeckt. Damit ist das Bonitätsrisiko aus Sicherungsgeschäften als äußerst gering einzustufen.

Die Devisenmärkte sind weiterhin von hoher Unsicherheit und Volatilität geprägt. Die ergebnisrelevanten Währungsrisiken der Gruppe bestehen insbesondere aus Transaktionseffekten. Auch konzerninterne Dividendenzahlungen oder Darlehen können aus Sicht der lokalen Gesellschaften in Fremdwährungen getätigt werden. Das Translationsrisiko (Umrechnung ausländischer Einzelabschlüsse in die Konzernwährung Euro im Rahmen der Konsolidierung) ist für die Zumtobel Group von untergeordneter Bedeutung und wird nicht abgesichert. Zur Absicherung des Transaktionsrisikos setzt die Zumtobel Group überwiegend Devisenterminkontrakte mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr ein, ergänzend auch Optionen. Die Hauptwährungen im Konzern sind EUR, GBP, USD, AUD und CHF. Im Vergleich zum Vorjahr sind im Geschäftsjahr 2017/18 aus heutiger Sicht negative Transaktionseffekte insbesondere aus dem britischen Pfund sowie dem US-Dollar zu erwarten.

4.5.8 Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen

  1. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 108.750.000 EUR und ist in 43.500.000 zur Gänze einbezahlte, auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien mit einem anteiligen Wert am Grundkapital von 2,50 EUR pro Aktie unterteilt. Sämtliche 43.500.000 Aktien sind in einer Sammelurkunde verbrieft, die bei der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB) hinterlegt ist. Alle Aktien der Gesellschaft unter der ISIN AT0000837307 waren zum Stichtag 30. April 2017 zum Handel an der Wiener Börse zugelassen. Zum 30. April 2017 besaß die Gesellschaft 353.343 Stück eigene Aktien.

  2. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme und das Recht zur Teilnahme an Hauptversammlungen der Gesellschaft.

AUGMENTOR Privatstiftung (4.255.752 Aktien), ASTERIX Privatstiftung (4.157.002 Aktien), GWZ Privatstiftung (1.044.660 Aktien), Hektor Privatstiftung (2.310.180 Aktien), ORION Privatstiftung (3.090.752 Aktien), Ingrid Reder (64.088 Aktien), Caroline Reder (100.000 Aktien), Christine Reder (100.000 Aktien), Fritz Zumtobel (166.210 Aktien), Nicholas Zumtobel (5.800 Aktien), Caroline Zumtobel (5.450 Aktien), Isabel Zumtobel (6.048 Aktien), Karin Zumtobel-Chammah (13.398 Aktien) und Jürg Zumtobel (144.248 Aktien) (gemeinsam: das "Syndikat") sind Vertragsparteien eines Syndikatsvertrages.

Der Syndikatsvertrag sieht vor, dass sich die Parteien vor einer Hauptversammlung über das Stimmverhalten zu den einzelnen Tagesordnungspunkten abstimmen und ein von den Parteien ernannter Repräsentant das Stimmrecht, wie gemäß Syndikatsvertrag beschlossen, für alle Parteien gemeinsam ausübt. Der Syndikatsvertrag enthält Übertragungsbeschränkungen für die von den Parteien gehaltenen Aktien und gilt, solange die Parteien zusammen mindestens 25% des stimmberechtigten Aktienkapitals der Gesellschaft halten. Der Syndikatsvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2017. Darüber hinausgehende Informationen zum Syndikatsvertrag sind dem Vorstand nicht bekannt.

Es gibt keine statutarischen Übertragungsbeschränkungen. Übertragungsbeschränkungen, die sich aus einer vertraglichen Vereinbarung mit Ausnahme des Syndikatsvertrages ergeben, sind dem Vorstand nicht bekannt.

  1. Zum 30. April 2017 hielt das Syndikat 35,5% des Grundkapitals der Gesellschaft. Zudem hielten die institutionellen Investoren Lazard Freres Gestion SAS sowie Erste Asset Management GmbH je eine Beteiligung von über 4%. Mit Wirkung 05. Juni 2017 informierte Norges Bank die Zumtobel Group AG, dass der Anteil an der Zumtobel Group AG auf über 4% erhöht wurde.

  2. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.

  3. Im Geschäftsjahr 2012/13 wurde für den Vorstand und das obere Management der Zumtobel Group ein Cash-basierter Long Term Incentive (LTI) eingeführt. Die Ausschüttung des LTI wird auf die folgenden drei bis fünf Jahre verteilt. Im Falle eines (erfolgreichen) öffentlichen Übernahmeangebots bleiben die offenen LTI-Forderungen der Vorstandsmitglieder oder Arbeitnehmer gegenüber der Gesellschaft unberührt.

  4. Der Vorstand ist gemäß § 169 AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 25. Juli 2014 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch, sohin bis zum 30. August 2019, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu weitere EUR 10.875.000 durch Ausgabe von bis zu 4.350.000 Stück neue, auf Inhaber lautende, nennbetragslose Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100% des anteiligen Betrages am Grundkapital gegen Bar- oder Sacheinlage, auch in mehreren Tranchen und auch im Wege des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs 6 AktG, zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes Kapital) und das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien auszuschließen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

  5. Scheiden Aufsichtsratsmitglieder vor dem Ablauf ihrer Funktionsperiode aus, so bedarf es einer Ersatzwahl erst in der nächsten ordentlichen Hauptversammlung. Eine Ersatzwahl durch eine außerordentliche Hauptversammlung ist jedoch unverzüglich vorzunehmen, wenn die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder unter drei sinkt. Ersatzwahlen erfolgen für den Rest der Funktionsperiode des ausgeschiedenen Mitgliedes. Das maximal zulässige Alter eines Vorstandsmitglieds zum Zeitpunkt der (erstmaligen oder neuerlichen) Bestellung beträgt 65 Jahre. Für die (erstmalige oder neuerliche) Bestellung eines Aufsichtsratsmitglieds gibt es kein maximal zulässiges Alter. Die vorzeitige Abberufung von Aufsichtsratsmitgliedern ist mit einfacher Stimmmehrheit möglich.

  6. Sofern das Gesetz nicht eine größere Mehrheit oder noch andere Erfordernisse vorschreibt, beschließt die Hauptversammlung mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Weitere, sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebende Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates sowie über Änderungen der Satzung der Gesellschaft bestehen nicht.

  7. Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung stellte der am 01. Dezember 2015 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer aktuellen Laufzeit bis November 2021 und einem ausnutzbaren Rahmen von 300 Mio EUR dar. Davon sind in der Zumtobel Group zum 30. April 2017 insgesamt 60 Mio EUR in Anspruch genommen. Der Konsortialkreditvertrag beinhaltet eine Change-of-Control-Klausel bei Änderung der absoluten Mehrheit der Stimmrechte. Ferner sieht der Vertrag eine Erhöhungsklausel um bis zu 200 Mio EUR und eine Klausel zur nochmaligen Verlängerung um ein weiteres Jahr vor. Neben dem Konsortialkreditvertrag stehen zwei weitere Kreditverträge über je 40 Mio EUR mit endfälliger Tilgung und einer Laufzeit bis September 2018 beziehungsweise Januar 2020 zur Verfügung, die per 30. April 2017 vollständig in Anspruch genommen sind.

  8. Die Vorstandsverträge enthalten eine Change-of-Control-Klausel. Im Falle einer Übernahme der Gesellschaft durch einen neuen Mehrheitsaktionär steht den Vorstandsmitgliedern das Recht zu, ihr Mandat einseitig zurückzulegen. In diesem Fall erhalten die Vorstandsmitglieder die fixen und variablen Bezüge bis zum ursprünglich vereinbarten Ablauf des Vertrages, mindestens jedoch für die Dauer von zwölf Monaten. Darüber hinaus haben die Vorstandsmitglieder keine besonderen Ansprüche oder Anwartschaften im Falle der Beendigung ihrer Funktion.

4.5.9 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

Durch die umfassenden Restrukturierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre konnte die Wettbewerbsfähigkeit der Zumtobel Group signifikant gesteigert und ein stabiles Fundament für profitables Wachstum gelegt werden. Im neuen Geschäftsjahr wollen wir den eingeschlagenen Weg der strategischen Neuausrichtung mit vollem Engagement und mit aller Konsequenz fortführen. Einerseits liegt unser Fokus darauf, die Kostenposition der Zumtobel Group weiter zu verbessern, wie etwa durch den Aufbau eines neuen Produktionswerkes in Serbien, und andererseits investieren wir massiv in Zukunftstechnologien im Bereich Internet der Dinge und in den Ausbau unserer neu gegründeten Service-Einheit. Darüber hinaus optimieren wir unsere Strukturen im Bereich Logistik und Qualität.

In der europäischen Bauwirtschaft haben sich im Berichtsjahr die Anzeichen für eine Trendwende von einem über viele Jahre rückläufigen hin zu einem leicht wachsenden Marktumfeld weiter verfestigt, allerdings mit großen regionalen Unterschieden. Dies betrifft sowohl die Neubauaktivitäten als auch das Renovierungsgeschäft. Im Geschäftsjahr 2017/18 werden wir weiter von der bereits deutlich verbesserten Kostenposition profitieren, allerdings sehen wir auch zusätzliche Belastungen aus negativen Währungseffekten (GBP, USD), Preisdruck im Komponentengeschäft und den umfassenden Investitionen in Zukunftsthemen. Vor diesem Hintergrund rechnet der Vorstand der Zumtobel Group für das Gesamtjahr 2017/18 trotz anhaltend geringer Visibilität mit einer leichten Verbesserung sowohl beim Umsatz (Vorjahr 1.303,9 Mio EUR) als auch beim bereinigten Gruppen-EBIT (Vorjahr 72,4 Mio EUR). Damit liegen wir auch weiterhin im Plan, die bereinigte EBIT-Marge mittelfristig schrittweise auf etwa 8% bis 10% zu steigern.

Dornbirn, am 14. Juni 2017

Der Vorstand

Ulrich Schumacher Karin Sonnenmoser Alfred Felder

Chief Executive Officer (CEO) Chief Financial Officer (CFO) Chief Operating Officer (COO)

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss Bericht zum Jahresabschluss

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der

Zumtobel Group AG, Dornbirn, Dornbirn,

bestehend aus der Bilanz zum 30. April 2017, der Gewinn- und Verlustrechnung für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr und dem Anhang, geprüft.

Nach unserer Beurteilung entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage zum 30. April 2017 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das an diesem Stichtag endende Geschäftsjahr in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Grundlage für das Prüfungsurteil Prüfungsurteil ge Prüfungsurteil

Wir haben unsere Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern die Anwendung der International Standards on Auditing (ISA). Unsere Verantwortlichkeiten nach diesen Vorschriften und Standards sind im Abschnitt "Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und wir haben unsere sonstigen beruflichen Pflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte wichtige Prüfungssachverhalte

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten für unsere Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt, und wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.

Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen Anteile an verbundenen

Siehe Anhang Kapitel 4.3.2.1.3

Das Risiko für den Abschluss

Die Anteile an verbundenen Unternehmen stellen bei der Zumtobel Group AG einen erheblichen Anteil der Vermögensgegenstände dar.

In Vorjahren wurden aufgrund von nachhaltigen Wertminderungen Abschreibungen in signifikanter Höhe erfasst. Im Geschäftsjahr ist zu überprüfen, ob Veränderungen in den marktbezogenen, ökonomischen oder gesetzlichen Rahmenbedingungen Wertaufholungen oder weitere Wertminderungen erfordern.

Die Beurteilung der Werthaltigkeit erfolgt anlassbezogen. Die Überprüfung der Werthaltigkeit der Anteile an verbundenen Unternehmen ist komplex und beruht auf einer Reihe ermessensbehafteter Faktoren. Hierzu zählen insbesondere die prognostizierten Cashflows der Tochtergesellschaften, welche unter anderem auf Erfahrungen der Vergangenheit sowie den Einschätzungen des Vorstandes hinsichtlich des erwarteten Marktumfelds basieren. Weitere Faktoren sind die unterstellte langfristige Wachstumsrate und die zugrunde gelegten regionenspezifischen Kapitalkosten.

Unsere Vorgehensweise in der Prüfung

Wir haben die Angemessenheit der wesentlichen Annahmen und Ermessensentscheidungen sowie der Berechnungsmethode der Beteiligungsbewertungen unter Einbeziehung von unseren Bewertungsspezialisten beurteilt. Die bei den Berechnungen zugrunde gelegten prognostizierten Cash Flows haben wir mit der aktuellen von der Geschäftsleitung genehmigten strategischen Unternehmensplanung abgeglichen. Die Annahmen zur Entwicklung der Absatzmärkte haben wir mit den Planungsverantwortlichen erörtert. Die Planungstreue haben wir anhand von Informationen aus Vorperioden analysiert.

Da bereits geringfügige Änderungen des Kapitalkostensatzes erhebliche Auswirkungen auf die Höhe des ermittelten beizulegenden Wertes haben, haben wir die zur Herleitung der Kapitalkosten verwendeten Parametern jenen einer Gruppe vergleichbarer Unternehmen (Peer-Group) gegenübergestellt. Wir haben ferner alternative Szenarien mit entsprechenden Prognoseunsicherheiten sowie mögliche Veränderungen der Kapitalkosten bzw. der langfristigen Wachstumsraten untersucht.

Durch eigene Sensitivitätsanalysen haben wir ermittelt, ob die getesteten Buchwerte bei möglichen Veränderungen der Annahmen in realistischen Bandbreiten noch ausreichend durch die jeweiligen erzielbaren Beträge gedeckt sind.

Verantwortlichkeiten der gesetzlichen Vertreter und des Prüfungsausschusses für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses und dafür, dass dieser in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachten, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit – sofern einschlägig – anzugeben, sowie dafür, den Rechnungslegungsgrundsatz der Fortführung der Unternehmenstätigkeit anzuwenden, es sei denn, die gesetzlichen Vertreter beabsichtigen, entweder die Gesellschaft zu liquidieren oder die Unternehmenstätigkeit einzustellen, oder haben keine realistische Alternative dazu.

Der Prüfungsausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft.

Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die P Verantwortlichkeiten des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses üfers für die Prüfung des Jahresabschlusses rüfung Jahresabschlusses

Unsere Ziele sind, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist und einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unser Prüfungsurteil beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, durchgeführte Abschlussprüfung eine wesentliche falsche Darstellung, falls eine solche vorliegt, stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn von ihnen einzeln oder insgesamt vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Nutzern beeinflussen.

Als Teil einer Abschlussprüfung in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsgemäßer Abschlussprüfung, die die Anwendung der ISA erfordern, üben wir während der gesamten Abschlussprüfung pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus gilt:

  • Wir identifizieren und beurteilen die Risiken wesentlicher beabsichtigter oder unbeabsichtigter falscher Darstellungen im Abschluss, planen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken, führen sie durch und erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als ein aus Irrtümern resultierendes, da dolose Handlungen betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen oder das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
  • Wir gewinnen ein Verständnis von dem für die Abschlussprüfung relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der Gesellschaft abzugeben.
  • Wir beurteilen die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte in der Rechnungslegung und damit zusammenhängende Angaben.
  • Wir ziehen Schlussfolgerungen über die Angemessenheit der Anwendung des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit durch die gesetzlichen Vertreter sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann. Falls wir die Schlussfolgerung ziehen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, in unserem Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch die Abkehr der Gesellschaft von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zur Folge haben.
  • Wir beurteilen die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse in einer Weise wiedergibt, dass ein möglichst getreues Bild erreicht wird.
  • Wir tauschen uns mit dem Prüfungsausschuss unter anderem über den geplanten Umfang und die geplante zeitliche Einteilung der Abschlussprüfung sowie über bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Abschlussprüfung erkennen, aus.
  • Wir geben dem Prüfungsausschuss auch eine Erklärung ab, dass wir die relevanten beruflichen Verhaltensanforderungen zur Unabhängigkeit eingehalten haben und uns mit ihnen über alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte austauschen, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit und – sofern einschlägig – damit zusammenhängende Schutzmaßnahmen auswirken.

— Wir bestimmen von den Sachverhalten, über die wir uns mit dem Prüfungsausschuss ausgetauscht haben, diejenigen Sachverhalte, die am bedeutsamsten für die Prüfung des Jahresabschlusses des Geschäftsjahres waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte in unserem Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus oder wir bestimmen in äußerst seltenen Fällen, dass ein Sachverhalt nicht in unserem Bestätigungsvermerk mitgeteilt werden sollte, weil vernünftigerweise erwartet wird, dass die negativen Folgen einer solchen Mitteilung deren Vorteile für das öffentliche Interesse übersteigen würden.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Sonstige

Bericht zum Lagebericht Bericht

Der Lagebericht ist auf Grund der österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob er nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt wurde.

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften.

Wir haben unsere Prüfung in Übereinstimmung mit den Berufsgrundsätzen zur Prüfung des Lageberichts durchgeführt.

Urteil

Nach unserer Beurteilung ist der Lagebericht nach den geltenden rechtlichen Anforderungen aufgestellt worden, enthält die nach § 243a UGB zutreffenden Angaben, und steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Erklärung Erklärung

Angesichts der bei der Prüfung des Jahresabschlusses gewonnenen Erkenntnisse und des gewonnenen Verständnisses über die Gesellschaft und ihr Umfeld haben wir keine wesentlichen fehlerhaften Angaben im Lagebericht festgestellt.

Sonstige Informationen Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen beinhalten alle Informationen im Jahresfinanzbericht, ausgenommen den Jahres- bzw Konzernabschluss, den Lage- bzw Konzernlagebericht und die diesbezüglichen Bestätigungsvermerke.

Unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss deckt diese sonstigen Informationen nicht ab und wir werden keine Art der Zusicherung darauf geben.

In Verbindung mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses ist es unsere Verantwortung, diese sonstigen Informationen zu lesen und zu überlegen, ob es wesentliche Unstimmigkeiten zwischen den sonstigen Informationen und dem Jahresabschluss oder mit unserem, während der Prüfung erlangtem Wissen gibt oder diese sonstigen Informationen sonst wesentlich falsch dargestellt erscheinen. Falls wir, basierend auf den durchgeführten Arbeiten, zur Schlussfolgerung gelangen, dass die sonstigen Informationen wesentlich falsch dargestellt sind, müssen wir dies berichten. Wir haben diesbezüglich nichts zu berichten.

Auftragsverantwortlicher Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

Der für die Abschlussprüfung auftragsverantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Herr Mag. Thomas Smrekar. 2

Wien, am 14. Juni 2017

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Thomas Smrekar Wirtschaftsprüfer

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

Service Zumtobel Group AG 1. Mai 2016 bis 30. April 2017

5. Service

Finanzkennzahlen ___________ 193
Abkürzungen und Fachbegriffe _____________ 194
Finanzterminplan ___________ 196
Kontaktinformation _________ 196
Finanzberichte _____________ 196
Mehr Informationen _________ 196
Impressum __________ 196
Disclaimer __________ 197

5. Service

Finanzkennzahlen

CAPEX Investitionen in Anlagevermögen
Eigenkapitalquote = Eigenkapital in Prozent der Bilanzsumme
EBIT Gewinn vor Finanzergebnis und Ertragsteuern
Bereinigtes EBIT EBIT bereinigt um Sondereffekte
Bereinigte EBIT-Marge = bereinigtes EBIT in Prozent vom Umsatz
EBITDA Gewinn vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen
Mitarbeiterproduktivität = bereinigtes EBIT in Prozent von Personalkosten
Nettoverbindlichkeiten = Langfristige Finanzschulden + Kurzfristige Finanzschulden – Liquide Mittel –
Kurzfristige Finanzforderungen gegenüber assoziierten Unternehmen
Schuldendeckungsgrad = Nettoverbindlichkeiten dividiert durch EBITDA
Verschuldungsgrad (Gearing) = Nettoverbindlichkeiten in Prozent vom Eigenkapital
WACC (Weighted Average Cost of Capital) = Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten
(Fremdkapital und Eigenkapital)
Working Capital (Betriebsmittel) = Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen – Erhaltene Anzahlungen

Abkürzungen und Fachbegriffe

Betriebsgerät Die meisten künstlichen Lichtquellen, mit Ausnahme von Glühlampen und Halogenlampen,
benötigen ein spezielles Betriebsgerät für Start und Betrieb. Abhängig vom Lampentyp
werden diese als Vorschaltgeräte, Konverter, Driver, Zündgeräte oder Transformatoren
bezeichnet.
COB Chip on Board. Verfahren zur Bestückung einer Leiterplatte. Der ungehäuste LED-Chip wird
direkt auf der Platine verklebt und über die "Bond-Drähte" kontaktiert. Dann wird der
Phosphor
zur
Lichtkonversion
aufgebracht.
Fallweise
verbessert
eine
zusätzliche
Kunststofflinse die Lichtverteilung. Je nach Ausprägung der Linse kann eine COB-LED somit
sehr eng oder sehr breit strahlend sein.
Lampe Lampen sind künstliche Lichtquellen. Es gibt viele verschiedene Arten, die sich durch die
Methode der Lichterzeugung, den abgegebenen Lichtstrom, die aufgenommene Leistung, die
Lichtausbeute, die Geometrie, die spektrale Zusammensetzung der abgegebenen Strahlung,
ihre Eigenhelligkeit und ihre Lichtabstrahlcharakteristik unterscheiden.
LED/Licht emittierende Dioden Eine LED oder Lumineszenzdiode ist ein kleines elektronisches Bauteil, ein Halbleiter, der Licht
erzeugt, wenn er von Strom durchflossen wird. LEDs sind energiesparend und zeichnen sich
durch eine lange Lebensdauer aus. Am häufigsten sind sie in den Farben Rot, Grün, Blau,
Amber oder Weiß. Durch die Mischung der einzelnen Strahlungsanteile können LED-Module
beliebige Farben erzeugen. LEDs erzeugen gerichtetes Licht (Punktlichtquelle).
LED-Chip Lichterzeugendes Halbleiterbauteil (wird von der Zumtobel Gruppe zugekauft)
LED-Komponente Eingehäuster LED-Chip mit integriertem Schaltkreis oder Widerstand. Bei weißen LEDs wird
auf dem Chip eine Phosphorbeschichtung aufgebracht, die das blaue Licht in weißes Licht
konvertiert.
LED-Konverter LED-Betriebsgerät. Dieses stellt für ein LED-Modul Spannung und Strom bereit (wird im
Englischen auch als "driver" bezeichnet).
LED-Lampe Künstliche Lichtquelle auf Basis von LED-Technologie. Dazu zählen auch sogenannte LED
Retrofit-Lampen, deren Formgebung und Sockel den Maßen herkömmlicher Leuchtmittel
entsprechen (z. B. Glühlampen- oder Leuchtstofflampenersatz).
LED-Light Engine Dieser Begriff wird in der Branche für ein LED-Modul in Verbindung mit einem Konverter
verwendet. Im Deutschen wird auch dafür der Begriff "LED-Modul" verwendet.
LED-Modul Eine Einheit, die als Lichtquelle dient. Eine oder mehrere LEDs bestückt und verdrahtet auf
eine Leiterplatte mit Optik (z. B. Kunststofflinse) und fallweise weiteren elektronischen
Bauteilen (Widerstände, Asics, Transistoren etc.). Hochleistungs-Module benötigen zusätzlich
einen Kühlkörper zur Wärmeableitung.
Lichtausbeute Lichtausbeute ist das Maß für die Wirtschaftlichkeit einer Lampe. Sie sagt aus, wie viel
Lichtstrom (lm) pro Einheit eingesetzter elektrischer Energie (W) eine Lampe erzeugt. Je
höher das Verhältnis Lumen pro Watt, desto besser setzt eine Lampe die eingebrachte
Energie in Licht um und desto effizienter ist sie somit.
Lichtlösungen Unter einer Lichtlösung versteht die Zumtobel Gruppe den geplanten, auf eine spezifische
Architektur- und Anwendungssituation ausgerichteten, kombinierten Einsatz von Leuchten,
Lichtmanagement und Notbeleuchtung mit der Zielsetzung, eine oder mehrere gewünschte
Lichtstimmungen/Beleuchtungssituationen zu erreichen. Eine Lichtlösung stellt somit immer
eine Kombination aus Produkten und Dienstleistungen dar und kann nur gemeinsam mit dem
Kunden erarbeitet werden.
Leuchten Leuchten sind Vorrichtungen, in denen die Lampe und das Betriebsgerät montiert, betrieben
und geschützt werden. Sie steuern die Verteilung von Licht und Wärme, gewährleisten die
Bereitstellung der geeigneten elektrischen Energie über Komponenten und stellen die
optische
Vorrichtung
bereit,
in
der
die
Lampe
untergebracht
ist.
Der
gesamte
Beleuchtungskörper inklusive aller für Befestigung, Betrieb und Schutz der Lampe
notwendigen Komponenten ist die "Leuchte".
OLED Organische Leuchtdiode. Ein dünnfilmiges, leuchtendes Bauelement aus halbleitenden
organischen Materialien. Im Aufbau besteht eine OLED aus einem Schichtsystem, das sich
zwischen zwei Elektroden befindet. Beim Anlegen eines Stroms wird Licht erzeugt, welches
durch mindestens eine der Elektroden austritt. OLEDs erzeugen flächiges Licht.
SMD Surface Mounted Device (oberflächenmontiertes Bauelement). Alternatives Verfahren zur
Bestückung einer Leiterplatte. Bei diesem Verfahren wird der LED-Chip zunächst in ein
Gehäuse montiert, danach direkt auf die Leiterplatte bestückt und anschließend im Lötbad
kontaktiert.
Vorschaltgerät Vorschaltgeräte
sind
elektrische
Vorrichtungen
zum
Betrieb
von
Leuchtstoff-
oder
Hochdruckentladungslampen (HID), die genügend Spannung für das Starten und den Betrieb
der Lampe liefern und danach den Strom während des Betriebs begrenzen. Vorschaltgeräte
sind in magnetischer oder elektronischer Ausführung sowie in der elektronischen Variante in
dimmbarer und schaltbarer Version erhältlich.

Finanzterminplan

Bilanzergebnis 2016/17 23. Juni 2017 Nachweisstichtag Hauptversammlung 11. Juli 2017 41. ordentliche Hauptversammlung 21. Juli 2017 Ex-Dividendentag 31. Juli 2017 Record Date Dividende 01. August 2017 Dividendenzahltag 02. August 2017 Bericht zum 1. Quartal 2017/18 (1. Mai 2017 - 31. Juli 2017) 05. September 2017 Bericht zum 1. Halbjahr 2017/18 (1. Mai 2017 - 31. Oktober 2017) 05. Dezember 2017 Bericht zum 3. Quartal 2017/18 (1. Mai 2017 - 31. Januar 2018) 06. März 2018

Kontaktinformation

Investor Relations Relations Presse/Unternehmenskommunikation Presse/Unternehmenskommunikation

Harald Albrecht Simone Deitmer VP Investor Relations Head of Corporate Communications Telefon +43 (0)5572 509-1125 Telefon +43 (0)5572 509-575 E-Mail [email protected] E-Mail [email protected]

Finanzberichte

Sie finden unsere Finanzberichte zum Download in deutscher und englischer Sprache unter http://www.zumtobelgroup.com. Der Geschäftsbericht 2016/17 wird auf der 41. ordentlichen Hauptversammlung veröffentlicht. Gerne senden wir Ihnen die Printfassung zu, Bestellungen über Telefon +43 (0)5572 509-1125.

Mehr Informationen

zur Zumtobel Group AG und unseren Marken finden Sie im Internet unter:

www.zumtobelgroup.com www.zumtobel.com www.thornlighting.com www.tridonic.com www.acdclighting.co.uk www.reiss-lighting.de

Impressum

Herausgeber: Zumtobel Group AG, Investor Relations, Harald Albrecht Koordination Finanzen: Jan Güstemeyer Covergestaltung (Coverdesign): Yung Ho Chang, Founder & Principal Architect of Atelier FCJZ, Bejing, China Copyright: Zumtobel Group AG 2017

Inhouse produziert mit FIRE.sys

Disclaimer

Dieser Jahresfinanzbericht enthält Aussagen über zukünftige Entwicklungen, die auf derzeit zur Verfügung stehenden Informationen beruhen und Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den vorausschauenden Aussagen abweichen können. Die Aussagen über zukünftige Entwicklungen sind nicht als Garantien zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Dazu zählen zum Beispiel nicht vorhersehbare Veränderungen der politischen, wirtschaftlichen und geschäftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Umfeld der Zumtobel Group, der Wettbewerbssituation, der Zins- und Währungsentwicklungen, technologischer Entwicklungen sowie sonstiger Risiken und Unwägbarkeiten. Weitere Risiken sehen wir unter anderem in Preisentwicklungen, nicht vorhersehbaren Geschehnissen im Umfeld akquirierter Unternehmen und bei Konzerngesellschaften sowie bei den laufenden Kostenoptimierungsprogrammen. Die Zumtobel Group beabsichtigt nicht, diese vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren. Dieser Jahresfinanzbericht wird auch in Englisch präsentiert, jedoch nur der deutsche Text ist verbindlich.

Service

Zumtobel Group AG 1. Mai 2016 bis 30. April 2017

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