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Zumtobel Group AG

Annual Report Jun 24, 2015

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Annual Report

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Zumtobel Group

Jahresfinanzbericht 2014/15

1 Mai 2014 bis 30 April 2015

Titelbildgestaltung: James Turrell

Das Kunstbuch unseres diesjährigen Geschäftsberichts wurde von James Turrell mit der Unterstützung von der kalifornischen Grafikagentur Green Dragon Office gestaltet. James Turrell ist ein US-amerikanischer Künstler, der mit seinen Raum-Licht-Installationen bekannt geworden ist. Seine berühmtesten Werke sind der Roden Crater in Arizona und die Skyspaces, die überall auf der ganzen Welt erbaut wurden.

Nach der Veröffentlichung anlässlich der Hauptversammlung der Zumtobel Group AG am 24. Juli 2015 ist der Bericht als PDF zum Download verfügbar bzw. kann als Printexemplar bestellt werden: www.zumtobelgroup.com/de/bestellservice.htm

Titelmotiv: James Turrell, Flying over the Painted Desert, Arizona, USA, 2003

Foto: © Studio James Turrell

  1. Mai 2014 bis 30. April 2015

Fünfjahresübersicht

in Mio EUR 2014/15 2013/14 2012/13 2011/12 2010/11
Umsatzerlöse 1.312,6 1.246,8 1.243,6 1.280,3 1.228,2
Bereinigtes EBIT 66,5 47,6 35,7 35,0 78,4
in % vom Umsatz 5,1 3,8 2,9 2,7 6,4
Jahresergebnis 11,9 -4,8 6,1 15,2 51,3
in % vom Umsatz 0,9 -0,4 0,5 1,2 4,2
Bilanzsumme 1.086,3 1.006,6 994,8 1.036,3 1.020,5
Eigenkapital 322,6 327,6 357,4 370,6 378,7
Eigenkapitalquote in % 29,7 32,5 35,9 35,8 37,1
Nettoverbindlichkeiten 148,2 126,2 113,2 141,4 141,3
Cashflow aus dem operativen Ergebnis 103,1 79,5 79,8 88,1 123,2
Investitionen 76,6 65,6 59,5 57,1 57,3
in % vom Umsatz 5,8 5,3 4,8 4,5 4,7
F&E-Aufwand gesamt 79,0 71,8 69,1 58,7 48,6
in % vom Umsatz 6,0 5,8 5,6 4,6 4,0
Mitarbeiter inkl. Leiharbeiter (Vollzeitkräfte) 7.234 7.291 7.162 7.456 7.814

Zu Kennzahlendefinitionen siehe 5. Service – Finanzkennzahlen

Inhalt

Fünfjahresübersicht
Brief des Vorstandsvorsitzenden
2
4
1. Konzernlagebericht 7
1.1 Die Zumtobel Group im Überblick __________ 10
1.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld _______ 20
1.3 Die Zumtobel Group Aktie __________ 21
1.4 Wesentliche Ereignisse seit dem 30. April 2014 _______ 24
1.5 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen ________ 24
1.6 Geschäftsverlauf ____________ 25
1.7 Mitarbeiter ___________ 33
1.8 Lieferanten __________ 36
1.9 Qualität _____________ 37
1.10 Betrieblicher Umweltschutz __________ 38
1.11 Forschung und Entwicklung __________ 39
1.12 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ______ 40
1.13 Internes Kontrollsystem _____________ 40
1.14 Risikomanagement ___________ 44
1.15 Angaben zu § 243a UGB ____________ 50
1.16 Ausblick und Ziele ___________ 52
2. Konzernabschluss 55
2.1 Gewinn- und Verlustrechnung ________ 58
2.2 Gesamtergebnisrechnung ___________ 59
2.3 Bilanz _______________ 60
2.4 Kapitalflussrechnung __________ 61
2.5 Eigenkapitalveränderungsrechnung __________ 62
2.6 Anhang _____________ 63
2.7 Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs 4 Börsegesetz _____ 124
2.8 Konsolidierungskreis ________ 125
Bestätigungsvermerk ______________ 128
3. Corporate Governance Bericht 131
3.1 Corporate Governance in der Zumtobel Group __________ 133
3.2 Der Österreichische Corporate Governance Kodex ________ 134
3.3 Risikomanagement und Internes Kontrollsystem _____ 136
3.4 Die Organe und Gremien der Zumtobel Group AG _______ 137
3.5 Vergütungsbericht __________ 144
3.6 Bericht des Aufsichtsrats ___________ 150
4. Einzelabschluss Zumtobel Group AG 155
4.1 Bilanz ______________ 158
4.2 Gewinn- und Verlustrechnung _______ 160
4.3 Anhang ____________ 161
4.4 Anlagenspiegel _____________ 176
4.5 Lagebericht der Zumtobel Group AG _______ 177
Bestätigungsvermerk ______________ 188
5. Service 191

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

für die Zumtobel Group war das Geschäftsjahr 2014/15 (1. Mai 2014 bis 31. April 2015) ein wichtiges Jahr für die strategische Neuausrichtung und die Umsetzung der dafür notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen. Ziel war es, unsere neuen Strukturen ins Leben zu bringen, Ineffizienzen aus der Vergangenheit zu bereinigen sowie Wachstums- und Kostensynergien aus unserem Mehrmarkenansatz zu heben, um damit ein stabiles Fundament für zukünftiges profitables und dynamisches Wachstum zu legen. Die ersten Erfolge aus der Anpassung der Werkskapazitäten, der Zusammenführung der bislang getrennten Verkaufsorganisationen von Zumtobel und Thorn sowie der konzernweiten Bündelung der Einkaufsaktivitäten sind in den Finanzzahlen für das Berichtsjahr bereits deutlich erkennbar und stimmen mich für die zukünftige Entwicklung der Zumtobel Group sehr zuversichtlich.

Erfreuliche Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Mit 1.312,6 Mio EUR konnte der höchste Umsatz in der Konzerngeschichte erwirtschaftet werden. Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einer Steigerung von 5,3%. Insbesondere das vierte Quartal konnte mit einem Umsatzplus von 9,0% zu dieser erfreulichen Entwicklung beitragen. Wichtigster Treiber dieses Erfolges war einmal mehr unser LED-Geschäft. Mit einem Wachstum um 55,9% auf 653,3 Mio EUR hat sich der Technologiewandel noch einmal beschleunigt. Der LED-Anteil am Gruppenumsatz stieg auf 49,8% (Vorjahr 33,6%). Damit wird die Strategie der Zumtobel Group bestätigt, gezielt in den Ausbau des innovativen LED-Produktportfolios zu investieren.

In der Betrachtung nach Segmenten profitierte insbesondere das spätzyklische Lighting Segment (Thorn / Zumtobel) vom leicht wachsenden gewerblichen Hochbau in Europa, den ersten positiven Impulsen aus der neuen, markenübergreifenden Vertriebsstruktur sowie von einem stark steigenden Key Account-Geschäft. Insgesamt stieg der Umsatz im Lighting Segment im Berichtsjahr um 5,5% auf 989,9 Mio EUR (Vorjahr 938,4 Mio EUR). Das Components Segment macht weiterhin erfreuliche Fortschritte in der konsequenten Ausrichtung des Geschäfts auf die LED-Technologie. Der Umsatz mit LED-Komponenten stieg im Berichtszeitraum um beeindruckende 79,6% auf 212,3 Mio EUR und konnte damit die rückläufige Nachfrage nach elektronischen Vorschaltgeräten sowie die entgangenen Umsatzbeiträge aus dem Ausstieg aus der Magnetiktechnologie und dem Verkauf von Verbindungsklemmen vollumfänglich kompensieren. Insgesamt stieg der Segmentumsatz im Berichtsjahr um 2,4% auf 393,8 Mio EUR (Vorjahr 384,5 Mio EUR) und übertraf damit unsere Erwartungen.

Aufgrund des höheren Umsatzvolumens sowie der ersten positiven Effekte aus den Restrukturierungsmaßnahmen stieg das um Sondereffekte bereinigte Gruppen-EBIT um 39,7% auf 66,5 Mio EUR (Vorjahr 47,6 Mio EUR). Das entspricht einer Umsatzrendite (bereinigte EBIT-Marge) von 5,1% (Vorjahr 3,8%). Dabei übertrafen im Berichtsjahr sowohl das Lighting Segment als auch das Components Segment das jeweilige bereinigte Vorjahresergebnis. Das Jahresergebnis verbesserte sich nach einem Verlust im Vorjahr auf 11,9 Mio EUR, obwohl das Finanzergebnis vor allem durch die Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro deutlich belastet wurde.

Ausblick: steigende Zuversicht und Bestätigung der Ziele für 2016/17

Dank der umfassenden Restrukturierung im Geschäftsjahr 2014/15 wurde ein solides Fundament geschaffen, um im Jahr 2015/16 weiteres Wachstum zu realisieren und Kostensynergien aus der strategischen Neuausrichtung der Zumtobel Group zu heben. Ergänzend dazu werden im Geschäftsjahr 2015/16 zusätzliche Optimierungsmöglichkeiten in den Strukturkosten fortlaufend evaluiert.

Ulrich Schumacher

In der europäischen Bauwirtschaft haben sich im Berichtsjahr die Anzeichen für eine Trendwende von einem über viele Jahre rückläufigen hin zu einem leicht wachsenden Marktumfeld verfestigt. In der professionellen Beleuchtungsindustrie verstärkt sich dieser positive Trend durch den Technologiewandel hin zu LED. Damit entkoppelt sich derzeit zu einem gewissen Grad die Nachfrage in der professionellen Beleuchtungsindustrie von den Neubauaktivitäten im Gewerbebau.

Dank unserer Mehrmarkenstrategie verfügen wir über einen sehr breit gefächerten Marktzugang, über profundes Know-how in der Lichtanwendung sowie eine starke Technologieposition. All dies und die umfassende Abdeckung der Wertschöpfungskette bringen uns in eine ausgezeichnete Position, um von den Wachstumsimpulsen der Branche überdurchschnittlich zu profitieren. Darüber hinaus investieren wir gezielt in den Ausbau der Kompetenzen und Kapazitäten in den Bereichen intelligente Steuerungen und Datenmanagement, Servicegeschäft und weitere innovative Geschäftsmodelle. Die Leuchte mit ihren zunehmend digitalen Komponenten wird in Zukunft immer mehr Teilnehmer im Internet der Dinge (IoT).

Insgesamt erwarten wir für das kommende Geschäftsjahr 2015/16 ein Umsatzwachstum von rund 5% und ein operatives Ergebnis (bereinigtes EBIT) von 90 bis 100 Mio EUR (GJ 2014/15: 66,5 Mio EUR). Damit liegen wir auch weiterhin im Plan, die bereinigte EBIT-Marge bis 2016/17 schrittweise auf etwa 8% bis 10% zu steigern. Vor diesem Hintergrund schlägt der Vorstand dem Aufsichtsrat des Unternehmens und in Folge der Hauptversammlung am 24. Juli 2015 die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2014/15 in Höhe von 0,22 EUR je Aktie vor.

Wir haben uns ambitionierte Ziele gesetzt und sind überzeugt, dass wir diese dank unserer hervorragenden Markt- und Technologieposition auch erreichen werden. Erfolg und Wachstum der Zumtobel Group wären jedoch nicht möglich ohne den großen Einsatz, das weitreichende Wissen und die hohe Flexibilität unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Hierfür möchten wir uns sehr herzlich bedanken. Für das entgegengebrachte Vertrauen, die Unterstützung und den offenen Dialog gilt unser Dank auch unseren Kunden, Lieferanten sowie unseren Aktionärinnen und Aktionären.

Ulrich Schumacher Chief Executive Officer (CEO) Restrukturierung, Baukonjunktur und Technologiewandel geben Rückenwind

Konzernlagebericht

Zumtobel Group AG 1. Mai 2014 bis 30. April 2015 Konzernlagebericht Konzernlagebericht Zumtobel Group AG 1. Mai 2014 bis 30. April 2015

1. Konzernlagebericht

Konzernlagebericht

Zumtobel Group AG 1. Mai 2014 bis 30. April 2015

Inhalt

1. Konzernlagebericht
1.1 Die Zumtobel Group im Überblick __________ 10
1.1.1
Die Meilensteine ____________ 10
1.1.2
Mission Statement ___________ 11
1.1.3
Das Unternehmen ___________ 11
1.1.4
Konzernstruktur _____________ 12
1.1.5
Produkte und Produktionsstandorte _________ 13
1.1.6
Marktposition und Markenpositionierung ______ 14
1.1.7
Kritische Erfolgsfaktoren der Zumtobel Group _______ 15
1.1.8
Energieeffizienz und LED-Technologie als strukturelle Umsatztreiber ___ 16
1.1.9
Unternehmensstrategie und Mittelfristziele bis zum Jahr 2016/17 _____ 17
1.1.10 Kontinuierliches Engagement für Nachhaltigkeit _______ 19
1.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld _______ 20
1.3 Die Zumtobel Aktie _________ 21
1.4 Wesentliche Ereignisse seit dem 30. April 2014 _______ 24
1.5 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen ________ 24
1.6 Geschäftsverlauf ____________ 25
1.6.1
Auf einen Blick ________ 25
1.6.2
Umsatzentwicklung __________ 25
1.6.3
Ertragsentwicklung ___________ 28
1.6.4
Cashflow, Finanz- und Vermögenslage _________ 30
1.7 Mitarbeiter ___________ 33
1.8 Lieferanten __________ 36
1.9 Qualität _____________ 37
1.10 Betrieblicher Umweltschutz __________ 38
1.11 Forschung und Entwicklung __________ 39
1.12 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ______ 40
1.13 Internes Kontrollsystem _____________ 40
1.13.1 Grundsätze des Internen Kontrollsystems _____ 41
1.13.2 Internes Kontrollsystem in der Finanzberichterstattung _______ 41
1.13.3 Weiterentwicklung ___________ 43
1.14 Risikomanagement ___________ 44
1.14.1 Markt- und Wettbewerbsrisiken in der Beleuchtungsindustrie ________ 45
1.14.2 Geschäftsrisiken _____________ 45
1.14.3 Vermögensrisiken ____________ 46
1.14.4 Risiken aus Pensionsverpflichtungen __________ 47
1.14.5 Produkthaftungsrisiken ________ 47
1.14.6 Rechtliche Risiken ____________ 47
1.14.7 Risiken im Finanzbereich ____________ 47
1.14.8 Kreditrisiko ___________ 49
1.14.9 Bilanzielle Risiken ____________ 49
1.14.10 Andere Risiken _____________ 49
1.15 Angaben zu § 243a UGB ____________ 50
1.16 Ausblick und Ziele ___________ 52

1. Konzernlagebericht

1.1 Die Zumtobel Group im Überblick

1.1.1 Die Meilensteine

  • Die Entwicklung der heutigen Zumtobel Group geht auf die im Jahr 1950 gegründete "Elektrogeräte und Kunstharzpresswerk W. Zumtobel KG" mit Sitz in Dornbirn/Vorarlberg zurück. Über die folgenden Jahrzehnte konnte die Familie Zumtobel – nach Gründer Dr. Walter Zumtobel führten die beiden Söhne Jürg und Fritz Zumtobel das Unternehmen – das Geschäft vor allem im deutschsprachigen Raum durch organisches Wachstum und kleinere Akquisitionen kontinuierlich ausweiten. Wachstum seit 1950
  • Schon frühzeitig richtete Zumtobel seine Organisation auf die Bedürfnisse eines profitabel wachsenden Unternehmens aus. Bereits 1976 wurde das Familienunternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, 1991 folgte die Neuorganisation der beiden Geschäftsbereiche Leuchten (Zumtobel) und Lichtkomponenten (Tridonic) in eigenständige Teilkonzerne. Umwandlung in eine Aktiengesellschaft
  • Die 90er Jahre waren geprägt von weiterem Wachstum: Die wichtigsten Meilensteine dabei waren 1994 die Akquisition des deutschen Leuchtenherstellers Staff, dessen Portfolio schrittweise in die Marke Zumtobel integriert wurde, und im Jahr 2000 die Übernahme der britischen Thorn Lighting Group. Mit dieser Weichenstellung konnte die Zumtobel Group ihren Umsatz mehr als verdoppeln und ihre geographische Marktpräsenz strategisch ausbauen. Übernahme von Staff und Thorn
  • Mit der Jahrtausendwende begann für die Zumtobel Group eine neue Ära: Die LED-Technologie konnte, zunächst in ersten kleineren Anwendungsbereichen, in professionellen Lichtlösungen eingesetzt werden. Bereits im Jahr 2001 startete Tridonic in Jennersdorf mit der Entwicklung und Produktion von LED-Komponenten und -Modulen. Heute gilt der Standort als ein wichtiges LED-Technologiezentrum für die gesamte Zumtobel Group. Neue Ära durch LED-Technologie
  • Die Erstnotierung der Zumtobel Group AG an der Wiener Börse am 12. Mai 2006 erfolgte im Zuge des Rückzugs des US-amerikanischen Private-Equity-Fonds Kohlberg, Kravis und Roberts (KKR), der anlässlich der Akquisition von Thorn Lighting im Jahr 2000 in die Unternehmensgruppe eingestiegen war. Mit dem Börsengang, der auch mit einer Kapitalerhöhung verbunden war, setzte das Familienunternehmen seine Strategie der Internationalisierung seines Geschäfts konsequent fort. Börsengang
  • Im Dezember 2013 wurde durch den im Oktober 2013 neu eingetretenen CEO der Zumtobel Group, Ulrich Schumacher, eine neue Organisationsstruktur eingeführt, die zu Synergieeffekten und einer verbesserten Marktbearbeitung auf Basis des Mehrmarkenansatzes führte. Die beiden Leuchtenmarken Thorn und Zumtobel werden seitdem durch eine gemeinsame Vertriebsorganisation vermarktet. Darüber hinaus setzt die Zumtobel Group unter Führung von Ulrich Schumacher nun auch konsequent auf eine Plattformstrategie, bei der gleiche Komponenten (insbesondere von der eigenen Komponententochter Tridonic) in verschiedenen Leuchten von Thorn und Zumtobel zum Einsatz kommen. Dadurch werden Synergien in Fertigung, Vertrieb und Entwicklung maximal genutzt, Kosten reduziert und die Innovationskraft in der gesamten Gruppe gestärkt. Im Bereich der Produktionsorganisation sind in beiden Segmenten alle Werke weltweit in einem globalen Fertigungsverbund zusammengefasst mit dem Ziel, Kostenstrukturen und Auslastung deutlich zu verbessern. Synergien durch neue Organisationsstruktur

Konzernlagebericht Konzernlagebericht Zumtobel Group AG 1. Mai 2014 bis 30. April 2015

Das Jahr 2014/15 war für die Zumtobel Group ein wichtiges Jahr des Übergangs, in dem ein stabiles Fundament für profitables Wachstum gelegt wurde. Durch die verstärkte Zusammenarbeit der Marken in der gemeinsamen Vertriebsorganisation konnten bereits zusätzliche Marktpotenziale genutzt werden. Um weiteres internationales Wachstum zu erreichen, setzt die Zumtobel Group auf den Ausbau ihrer Kompetenzen bei intelligenten Steuerungen und Datenmanagement, die Weiterentwicklung des Servicegeschäfts und innovative Geschäftsmodelle.

1.1.2 Mission Statement

Im Berichtsjahr wurde abgestimmt auf die neue Strategie auch ein neues Leitbild für die Zumtobel Group und jede ihrer Marken formuliert und im Unternehmen implementiert. Die neue Mission und Vision bilden einen Kompass für alle Mitarbeiter mit klaren Aufträgen für die Marken Zumtobel, Thorn und Tridonic. Zusammen bilden die Marken ein "Ökosystem des Lichts" und ermöglichen damit einzigartigen Mehrwert für ihre Kunden. Der gemeinsame Auftrag wurde in einem Core Mission Statement zusammengefasst:

"WE TAKE LIGHTING BEYOND ILLUMINATION" TAKE LIGHTING BEYOND ILLUMINATION" ILLUMINATION"

Wir schaffen Lichterlebnisse – weit über Beleuchtung hinaus.

Wir gehen neue Wege und zeigen Menschen weltweit, was Licht kann – weit über die bekannten Anwendungen hinaus.

Wir sind überzeugt, dass Licht ganz wesentlich zur Lebensqualität eines jeden Menschen beiträgt.

1.1.3 Das Unternehmen

Die Zumtobel Group ist ein führender internationaler Anbieter von innovativen Lichtlösungen und Lichtkomponenten. Der börsennotierte Konzern verfügt über 13 Produktionsstätten auf vier Kontinenten sowie Vertriebsbüros und -partner in rund 90 Ländern. Die Unternehmensgruppe beschäftigte zum Bilanzstichtag 30.04.2015 7.234 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und erreichte einen Umsatz von 1.312,6 Millionen Euro. Die Gründungsfamilie Zumtobel ist nach wie vor mit ca. 35 Prozent am Grundkapital des Konzerns beteiligt und fungiert damit als stabiler Kernaktionär. Konzernsitz ist Dornbirn, Vorarlberg (Österreich).

Vorrangiger Anspruch der Zumtobel Group ist es, ihren Kunden einen einzigartigen Mehrwert zu ermöglichen und dabei Lichterlebnisse zu schaffen, die weit über die reine Beleuchtung hinausgehen. Im Fokus steht dabei, die Lebensqualität der Menschen durch Licht weiter zu verbessern. Mit der langjährigen Erfahrung, dem gebündelten Wissen der Mitarbeiter weltweit und dem weitreichenden Netzwerk zu führenden Technologiepartnern, Lichtplanern, Architekten und Künstlern versteht sich die Zumtobel Group als Vordenker und Impulsgeber der internationalen Lichtindustrie.

Die Unternehmensgruppe verfolgt einen Mehrmarkenansatz und ist somit in der Lage, ihren Kunden, zu denen vielfach sehr enge und langjährig gewachsene Beziehungen bestehen, ein umfassendes Produkt- und Serviceangebot zu bieten. Dabei werden die Produktportfolios der beiden unterschiedlich ausgerichteten Leuchtenmarken Thorn und Zumtobel durch eine Vertriebsorganisation vermarktet. Die Kunden profitieren somit von einem sehr umfassenden Angebot in allen Anwendungsbereichen der professionellen Innen- und Außenbeleuchtung, inklusive Lichtsteuerungskomponenten und -systeme. Mit Tridonic verfügt die Zumtobel Group über einen eigenen Komponentenhersteller, der mit ausgewiesenem Elektronik- und Software-Knowhow die neuesten Technologietrends in innovative Systemlösungen umsetzt.

Eines der wenigen weltweit agierenden Unternehmen in der Lichtindustrie

Vordenker und Impulsgeber der Lichtindustrie

Mehrmarkenansatz als Erfolgsfaktor

Stabiles Fundament für dynamisches Wachstum

1.1.4 Konzernstruktur

Neue Organisationsstruktur der Zumtobel Group

Der Vorstand der Zumtobel Group AG verantwortet die Führung und Steuerung des Konzerns. Ulrich Schumacher bekleidet seit 1. Oktober 2013 die Funktion des Vorstandsvorsitzenden (CEO) der Zumtobel Group. Karin Sonnenmoser wurde mit Wirkung vom 1. Mai 2014 zum neuen Chief Financial Officer (CFO) der Zumtobel Group bestellt. Martin Brandt, Chief Operating Officer (COO), hat das Unternehmen mit Wirkung zum 31. Juli 2014 auf eigenen Wunsch verlassen. Im Dezember 2013 wurde durch den CEO der Zumtobel Group eine grundlegend neue Organisationsstruktur eingeführt, die zu Synergieeffekten und einer verbesserten Marktbearbeitung auf Basis des Mehrmarkenansatzes führte.

*vereinfachte Darstellung

Marken sind als Die drei Marken Zumtobel, Thorn und Tridonic sind als Geschäftsbereiche organisiert. In einem vierten
Geschäftsbereiche Geschäftsbereich "OEM & TPP" liegt die Zuständigkeit für Handelswaren und OEM-Leuchten.
organisiert Organisatorisch sind den Geschäftsbereichen die Funktionen Produktmanagement, Entwicklung, Marketing
und Qualität zugeordnet mit dem Ziel, das Produktportfolio strategisch zu entwickeln, das Markenprofil zu
schärfen und die Kundenbedürfnisse maßgeschneidert abzudecken. Die Leiter der Geschäftsbereiche
verantworten das wirtschaftliche Ergebnis sowie den gesamten Logistikprozess von der Kundenanforderung
bis zur Auslieferung des fertigen Produkts.
Globale Werks-, Im Bereich der Produktionsorganisation sind in beiden Segmenten alle Werke weltweit in einem globalen
Einkaufs- und
Vertriebsorganisation
Fertigungsverbund zusammengefasst mit dem Ziel, Kostenstrukturen und Auslastung deutlich zu verbessern.
Dabei werden die Werke so aufgestellt, dass sie ihre regionalen und technologischen Stärken zum Nutzen
der gesamten Gruppe am besten einsetzen können. In dem neu geschaffenen zentralen Bereich Group
Purchasing wird das Einkaufsvolumen der gesamten Gruppe gebündelt, um dadurch maximale
Synergieeffekte zu erzielen.

Der Schwerpunkt im Vertrieb des Leuchtensegments liegt auf der Zusammenführung der beiden bislang getrennten Vertriebsorganisationen von Zumtobel und Thorn. In allen sieben Vertriebsorganisationen werden die Verkaufsaktivitäten nach drei Vertriebskanälen – Projektgeschäft, Endkunden, Großhandel – transparent strukturiert und das gesamte Produktportfolio von Zumtobel und Thorn aus einer Hand vermarktet. Die sieben Vertriebsregionen werden – der Struktur der Vertriebskanäle entsprechend – von drei zentralen Vertriebsabteilun Projektgeschäft, das "Global Key Account Management" sowie das "Global Trade Management". Account Management" "Global Management". zentralen Management" sowie das "Global Trade Management". Vertriebsabteilungen unterstützt. Diese sind "International Projects" für das internationale sind "International Account Trade Entwicklungs

Die Zumtobel zwischen dem Leuchten Unternehmen auf eine Plattformstrategie, bei der gleiche Komponenten in verschiedenen Thorn und Zumtobel zum Einsatz kommen LeuchtenPlattformstrategie, bei der gleiche Komponenten in verschiedenen kommen G Account Leuchten-- und das "Global und Synergien, die sich aus der Entwicklungs Komponentengeschäft ergeben. Projektgeschäft, das Komponentengeschäft Innerhalb der Zumtobel Group setzt das Leuchten von

Die Zumtobel Group AG fungiert als Konzernobergesellschaft und stellt Ma Konzernrechnungswesen zentraler Finanzierung und Liquiditätsmanagement des Ko Relations M&A Umse sowie Management Einsatz kommenKonzernobergesellschaft und nagementerfolgt Umsetzung der Unternehmensstrategie über standardisierte Prozess Aktivitätentzung standardisierte Prozess g gruppe Group AG fungiert als und stellt des Ko abgedeckt. sowie in Leuchten Bildung, nagement-- und Servicefunktionen bereit. uppenweit Transparenz und Effizienz sicherzustellen. und nweit Effizienz sicherzustellen. Industrie Group roupFinanzierung und Konverter")das der Komponenten AG bereit. hinaus fünfstufige professionellen verfügt über , Prozessmanagement zuständig ist und Steuern, sowiedem sowie das Corporate Center Management".fungiert des Corporate Centerüber Segment) umfasst die Marken , fünfstufige vollumfänglich gen Projects" LEDbetreffen Marken unterstützt. Diese sind "International für das internationale Wertschöpfungskette Unternehmensstrategie basierten internationale sowie nach aus das wird Produktangebot Wertschöpfungskette Recht, Interne Revision, Versicherungswesen, Treasury (inklusive Thorn der und kommen, und so Kosten auf Die Zumtobel Group Die Treasury (inklusive (inklusive . Im und so Zentralbereiche Interne ist Plattformstrategie, Revision, Components B etriebsgeräte, Projektgeschäft, Unternehmen verschiedenen Die Treasury zentraler tzung und beide bietet Außenbereich Büro und ZukaufprodukteDas breit Die stellt – erfasst. Lichtmanagementsysteme Außenbereich Synergien, Kosten-Konzerns), IT, Unternehmenskommunikation Center, ist. Verkauf - und Prozesseffizienz ermöglicht werden. nzerns), welches . Die Zentralbereiche haben die Aufgabe, die die der Recht, IT, Die haben Aufgabe, den "Komponenten"Leuchten, und etriebsgeräte, nzerns), Außenbereich Zumtobel eine ermöglicht werden. umfassen Zumtobel Group setzt das Recht, mit und Notlichtbetriebsgeräte und Prozesse Zumtobel umfassen unter anderem Die e , Entwicklungsund Instrumente zu , Tunnels, Städte - und Forschungszusammenarbeit das unterstützt. Unternehmen eine DieThorn Städte und und m Zukaufprodukten Controlling, Personalwesen, das Interne für die mit und (Components SegmentGesundheit OLEDkonzernübergreifende für Strategieentwicklung, den Leuchten . gen "Global Key auf bei Instrumente beiden Die und Segmente Segment ganzheitliche gen Diese Kunst und Kultur, für von Revision, "Leuchten" und im das Geschäft Unternehmenskommunikation, Investor Controlling, Strategieentwicklung, unterstützen Geschäft wird deckt Kunst LEDdas Konzernlagebericht

Die Segmentberichterstattung erfolgt ausgewiesenen Umsätze mit LED Komponenten Das mit OEM das Geschäft der Se wird von den oupM&A-Aktivitäten Segment "Leuchten" gment Relations, Corporate Integrity uppeOEM-, über Prozessmit -Leuchten und Leuchtenhandelswaren Leuchtenhandelswaren – nweit betreffen beide Segmente und werden je nach Produktart im jeweiligen Segment erfasst. Marke und werden je nach Produktart im jeweiligen Segment erfasst. sicherzustellen.Segmentberichterstattung Tridonic sicherzustellen.Umsätze (Lighting Segment) umfasst die Marken Tridonic abgebildet. -basierten Produkten Produkten den beiden Segmenten "Leuchten" und "Komponenten". Die nach Produktart Thorn die Anwendungsbereiche Büro und Kommunikation, Leuchtenhandelswaren. "Komponenten". Segment "Komponenten" das sind haben die Aufgabe, die tzung betreffen professionelle Präsentation, Pflege, der unter anderem Umsätze mit LED Segmenten und Zumtobelund Kommunikation, Außenbeleuchtung Räume, Straßen und Tunnels, Städte und des und Instrumente zu unterstützen und Thorn sowie (Components Segment) Segment) LED--Leuchten und LED IT, -Module, Leuchten beide wird

1.1.5 Produkte und Produkte und Produktionsstandorte Produktionsstandorte

Die und Lichtkomponenten für Anwendungen im Innen Unternehmen mit den Marken Schule und Industrie und Technik Sportstätten Zumtobel im des umfasst Innen mit den Marken Lichtkomponenten ab. Gr Bildung, Darüber hinaus Group oup("Konverter") jeweiligen Verkauf und Präsentation, Hotel und Wellness, Gesundheit und Pflege, und Hotel und Wellness, und Pflege, bietet professionelle ganzheitliche Lichtlösungen, Leuchten, Lichtmanagementsysteme ganzheitliche Lichtlösungen, Leuchten, Lichtmanagementsysteme sowie Außenbeleuchtung für öffentliche Räume und Zumtobel Räume wird das Zumtobel für das ZumtobelProduktportfolio mit Zukaufprodukte und Thorn die Anwendungsbereiche Büro und Kommunikation, Hotel Produktportfolio mit Zukaufprodukte breit gefächerte Die Segmenten und "Komponenten". Die Innen-- und Außenbereich an. I Verkauf Notlichtbetriebsgeräte und digitale Im Lighting Segment n ergänzt ergänzt. , OLED-Segmentund Kultur,und Tunnels, Module, und Beleuchtung Segment das Zumtobel deckt das Segmente bietet je LED

Das breit gefächerte Produktangebot des Components Segments umfasst B Lichtsteuerungssystem Betriebsgeräte und wird von oup vollumfänglich abgedeckt. Components Segments umfasstetriebsgeräte Darüber (" Lichtsteuerungssysteme e. Darüber fünfstufige Konverter"), elektronische Betriebsgeräte, LED LED-- und OLED LED-

Die fünfstufige Wertschöpfungskette der professionellen Beleuchtung wird von den Marken der Gr etriebsgeräteGroup der professionellen Beleuchtung von den Marken der

Kosten Prozesseffizienz durch Plattformstrategie Prozesseffizienz durch Kosten - und Plattformstrategie Prozesseffizienz Konzernübergreifende

Konzernübergreifende Management Servicefunktionen Konzernübergreifende Management Servicefunktionen Management-- und und durch gment

Aufteilung Leuchten Komponentens Aufteilung Leuchten Die Zumtobel deckt die Kosten-Leuchten in und Komponentense egment gment

Die Zumtobel deckt die Wert schöpfungskette umfassend ab Zumtobel die ab Group Wert-

Globaler Werksverbund

Der Konzern verfügt zum 30. April 2015 über 13 Produktionsstätten auf vier Kontinenten. Im Rahmen der Neuorganisation der Zumtobel Group wurden im Geschäftsjahr 2014/15 die Leuchtenwerke in Landskrona (Schweden) und Tianjin (China) sowie das Komponentenwerk in Ennenda (Schweiz) geschlossen. Für die Tridonic connection technology mit Sitz in Innsbruck (Österreich) und das Komponentenwerk in Auckland (Neuseeland) konnte ein Käufer gefunden werden.

Werkslandschaft der Zumtobel Group zum 30. April 2015

1.1.6 Marktposition und Markenpositionierung

Führende Position in einem stark fragmentierten Leuchtenmarkt

Die Zumtobel Group ist weltweit aktiv. Der wichtigste Markt ist jedoch weiterhin Europa, hier werden über 80 % des Konzernumsatzes generiert. Die professionelle europäische Lichtindustrie ist stark fragmentiert. Die zehn größten europäischen Leuchtenhersteller decken etwa 45 Prozent des Gesamtmarktes ab. In diesem fragmentierten Markt hat die Zumtobel Group mit ihren Marken Thorn und Zumtobel eine führende Marktposition mit einem Marktanteil, der in Europa bei circa 10% liegt. Demgegenüber weist die konventionelle Komponentenindustrie weltweit einen höheren Konsolidierungsgrad auf. In den Bereichen LED-Module und LED-Konverter drängen jedoch seit einigen Jahren viele neue Anbieter, vor allem aus dem asiatischen Raum, in den Markt. Mit Tridonic nimmt die Zumtobel Group im Bereich der Lichtsteuerung und der Betriebsgeräte weltweit eine führende Position ein.

Zumtobel ist eine internationale Premiummarke für ganzheitliche Lichtlösungen

Als Innovationsführer bietet die Premiummarke Zumtobel ein umfassendes Spektrum an hochwertigen und einzigartigen Leuchten und Lichtsteuerungssystemen für die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche der professionellen Gebäudebeleuchtung. Die Marke Zumtobel hat den Anspruch, die Menschen mit Licht zu begeistern und Licht in bestmöglicher Qualität erlebbar zu machen. Neben neuesten Entwicklungen aus Technologie und Forschung gibt vor allem die langjährige Zusammenarbeit im Projektgeschäft mit

international führenden Architekten, Lichtplanern, Designern und Künstlern wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung des Portfolios. Ausgezeichnetes Design und innovative Technologie verbinden sich bei den Produkten von Zumtobel und ermöglichen der Marke, Lichtlösungen zu schaffen, die inspirieren und das Leben vieler Menschen bereichern. Zumtobel setzt verstärkt auf die Internationalisierung der Marktpräsenz, die zukunftsorientierte Weiterentwicklung des Produktportfolios und auf den Ausbau des Angebots intelligenter Lichtmanagement-Systeme.

Thorn ist ein führender Qualitätsanbieter für professionelle Lichtlösungen für die Innen- und Außenbeleuchtung. Die Marke Thorn steht für sehr leistungsfähige, kosteneffiziente und vor allem bedienungsfreundliche Beleuchtung inklusive Lichtsteuerung. Die Marke Thorn vertreibt ihre Leuchten und Lichtlösungen weltweit u. a. an Großhändler, Elektriker, Planer, Kommunen bis hin zum Endanwender. Die energieeffizienten Leuchten von Thorn kommen rund um das Gebäude, im städtischen Raum, in Sportstätten, Tunnels und Straßen zum Einsatz. Auch im Bereich der Innenbeleuchtung deckt Thorn mit seinen funktionalen Produkten alle gängigen Anwendungen von Büros über Shops und Supermärkte, Industrie sowie Schulen und Einrichtungen für Gesundheit und Pflege ab.

Tridonic steht als weltweit agierende Marke mit seinen intelligenten, vernetzten und effizienten Lösungen für die inneren Werte des Lichts. Die Marke bietet ein komplettes Portfolio an Hard- und Software an, welches sich durch besonders hohe Qualität, Zuverlässigkeit und Energieeffizienz auszeichnet. Die Verbindung aus technischer Expertise und ausgeprägter Kundenorientierung macht Tridonic zum bevorzugten Partner. Neben der Fertigung von Komponenten und Systemlösungen konzernintern für Thorn und Zumtobel bedient Tridonic als OEM-Zulieferer (Original Equipment Manufacturer) Leuchtenhersteller in aller Welt und generiert damit über 80 Prozent seines Umsatzes außerhalb der Zumtobel Group. Kunden schätzen Tridonic als innovativen und kompetenten Partner, der ihr Licht intelligenter, interessanter und nachhaltiger macht. Mehr als 2.000 Patente dokumentieren die Innovationskraft von Tridonic. In jüngster Zeit hat der Komponentenhersteller vor allem im Bereich der Lichtmanagement-Lösungen, Software und im "Internet der Dinge" seine Kompetenz weiter ausgebaut.

1.1.7 Kritische Erfolgsfaktoren der Zumtobel Group

Die ausgezeichnete Wettbewerbsposition der Zumtobel Group basiert vor allem auf der Mehrmarkenstrategie mit dem breit gefächerten Marktzugang, dem profunden Know-how in der Lichtanwendung, der umfassenden Abdeckung der Wertschöpfungskette sowie der starken Technologieposition.

Der Vertrieb nimmt eine Schlüsselrolle im Geschäftsmodell der Zumtobel Group ein. Der Konzern verfügt im Berichtsjahr über 2.026 Mitarbeiter im Vertrieb. In der neuen Organisationsstruktur werden im Leuchtensegment in allen sieben Vertriebsorganisationen die Verkaufsaktivitäten nach drei Vertriebskanälen – Projektgeschäft, Endkunden, Großhandel – transparent strukturiert und das gesamte Produktportfolio von Zumtobel und Thorn aus einer Hand vermarktet. Der Vertriebsansatz der Marke Zumtobel geht vorwiegend direkt über das professionelle Projektgeschäft sowie das Endkundengeschäft. Die Geschäftsaktivitäten der Marke Thorn werden über alle drei Vertriebskanäle abgewickelt. Ein verbindendes Element der Marken Thorn und Zumtobel sind die engen Kundenbeziehungen und das Arbeiten in Netzwerken, die über die Jahre entwickelt wurden.

Die große Bedeutung des etablierten Marktzugangs zeigt sich auch im Components Segment, da die Produkte direkt an die sehr große Anzahl unterschiedlichster Leuchtenhersteller verkauft werden. Eine besondere Stärke der Tridonic sind dabei die langjährigen Kundenbeziehungen.

Thorn ist eine internationale Marke mit Fokus auf verlässlicher Performance

Tridonic ist der Spezialist für das Betreiben, die Steuerung und das Managen von Licht

Mehrmarkenstrategie mit breit gefächertem Marktzugang

Eine kundenspezifische Lichtlösung erfordert ein vielseitiges Wissen über das Produktportfolio, neueste technologische Entwicklungen sowie die konkrete Anwendung von Licht. Vertriebsmitarbeiter müssen dabei nicht nur die technische und funktionale Seite des Themas Licht, sondern auch die ästhetischen und emotionalen Implikationen verstehen und die positive Wirkung von gutem Licht auf das Wohlbefinden des Nutzers sowie das Energieeinsparpotenzial vermitteln können. Daher ist eine fundierte und umfassende Aus- und Weiterbildung für die Vertriebsqualität entscheidend. Know-how in der Lichtanwendung

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor der Zumtobel Group ist die umfassende Abdeckung der Wertschöpfungskette in der professionellen Beleuchtung – vom Modul bis zur Lichtlösung. Mit der zunehmenden Digitalisierung der Beleuchtungsindustrie durch den verstärkten Einsatz von LED und Controls wird diese Kompetenz immer wichtiger. Insbesondere aus der Entwicklungs- und Forschungszusammenarbeit zwischen dem Leuchten- und dem Komponentensegment ergeben sich auf der einen Seite Synergiepotenziale innerhalb der Gruppe und auf der anderen Seite Möglichkeiten der Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb. Umfassende Abdeckung der Wertschöpfungskette

Im Geschäftsjahr 2014/15 wurde der gesamte Aufwand für Forschung und Entwicklung (F&E) um 10,0% auf 79,0 Mio EUR erhöht. Die Weiterentwicklung der LED-Technologie sowie die zunehmende Komplexität intelligenter Beleuchtungssysteme stellt für F&E eine große Herausforderung dar. Leuchten und damit auch deren Komponenten werden Teilnehmer im Internet der Dinge (Internet of Things, IoT). Dies führt zu steigendem Kapital- und Ressourcenbedarf. Die Zumtobel Group als einer der größten Anbieter in Europa hat hier Vorteile im Wettbewerb gegenüber den vielen kleinen und mittelgroßen Leuchtenherstellern. Das umfangreiche Patentportfolio macht die innovative Kraft des Unternehmens deutlich und sichert Wachstum, Wettbewerbsvorsprung und den Zugang zu strategischen Kooperationen mit Unternehmen aus der Elektronikindustrie. Auf weitere Ausführungen im Kapitel 1.11 Forschung und Entwicklung wird verwiesen. Starke Technologieposition

1.1.8 Energieeffizienz und LED-Technologie als strukturelle Umsatztreiber

Um die enorme Bedeutung von Licht für den Menschen wie auch für die Wissenschaft, Wirtschaft sowie Kunst und Kultur zu verdeutlichen, haben die Vereinten Nationen für 2015 das "International Year of Light and Light-based Technologies" ausgerufen. Unter der Führung der UNESCO und mithilfe von 100 Partnern aus 85 verschiedenen Ländern werden während des ganzen Jahres zahlreiche Veranstaltungen über die vielen Facetten von Licht informieren. Ziel ist es nicht nur zu zeigen, wie sehr Licht das Leben beeinflusst, sondern vor allem zu verdeutlichen, wie mithilfe von Licht globale Probleme gelöst werden können. Im Kerngedanken des "International Year of Light" spiegeln sich auch die wesentlichen strukturellen Umsatztreiber für die professionelle Beleuchtungsindustrie wider, wie etwa das Thema Energieeffizienz mit besonderem Fokus auf intelligent gesteuerte Lichtlösungen sowie die Potenziale der LED-Technologie. "International Year of Light"

Das Thema Energieeffizienz erfährt im Zusammenhang mit der geforderten Reduzierung von CO2 - Emissionen eine wachsende Aufmerksamkeit und ist damit weiterhin ein zentraler Wachstumstreiber für die Zumtobel Group. Auf künstliche Beleuchtung entfallen in etwa 19% des weltweiten Stromverbrauchs. Davon verbrauchen gewerbliche Bauten und Außenbeleuchtungen – also Licht in genau den Anwendungsfeldern, die die Kernkompetenz der Zumtobel Group darstellen – gut zwei Drittel. Mit einer intelligent gesteuerten Lichtlösung lassen sich Einsparungen von bis zu 80% des Stromverbrauchs erreichen. Die wichtigsten Ansatzpunkte für mehr Energieeffizienz sind der Einsatz von LEDs als Leuchtmittel, intelligenter Steuerungssysteme und Betriebsgeräte sowie das Leuchtendesign. Neben den signifikanten finanziellen Einsparungspotenzialen wird die wachsende Nachfrage nach energieeffizienter Beleuchtung auch durch gesetzliche Vorgaben wie den EU-Richtlinien zu Gebäudeeffizienz und Ökodesign unterstützt. Energieeffizienz ist weiterhin ein zentraler Wachstumstreiber

Die Potenziale der LED-Technologie sind weiterhin eines der bestimmenden Themen in der Lichtindustrie. LEDs (Licht emittierende Dioden) bieten deutliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Leuchtmitteln hinsichtlich Lichtleistung, Lebensdauer und Energieverbrauch und ermöglichen angesichts ihrer kompakten Stark steigende Nachfrage nach LED-Beleuchtung

Bauform neue Ansätze für Produktdesign und Funktionalität. Diese Technologie gewinnt durch die stetig steigende Lichtleistung bei gleichzeitig sinkenden Bezugskosten von LED-Chips und der zunehmenden Sensibilisierung hinsichtlich des Themas Energieeffizienz eine immer größere Bedeutung. In vielen Anwendungsbereichen rechtfertigen die erheblich geringeren Energiekosten während der Gebrauchsphase sowie die deutlich reduzierten Wartungs- und Instandhaltungskosten die höheren Investitionsausgaben. Die Amortisationszeiten liegen grundsätzlich je nach Anwendung zwischen ein und sechs Jahren. Im Geschäftsjahr 2014/15 hat der LED-Anteil am Gruppenumsatz erstmals knapp die 50%-Schwelle erreicht und lag bei 49,8% (Vorjahr 33,6%).

Bei der gezielten Vermarktung energieeffizienter Produkte rückt die vergleichende Berechnung von Energieund Investitionskosten während des Lebenszyklus unterschiedlicher Lichtlösungen ("Total Cost of Ownership") immer mehr in den Vordergrund. Es ist aber der Anspruch der Zumtobel Group, Lichtlösungen zu schaffen, die eine ausgewogene Balance zwischen Energieeinsparung und optimaler Beleuchtungsqualität erzielen. Gutes Licht kann das Wohlbefinden des Menschen fördern und ideale Voraussetzungen für Leistungsfähigkeit, Zufriedenheit sowie Gesundheit schaffen und gleichzeitig die Belastung der Umwelt minimieren.

1.1.9 Unternehmensstrategie und Mittelfristziele bis zum Jahr 2016/17

Die Zumtobel Group verfolgt eine langfristig ausgerichtete profitable Wachstumsstrategie. Ein wesentlicher Kern der Konzernstrategie ist der Mehrmarkenansatz sowie die umfassende Abdeckung der Wertschöpfungskette vom Modul bis zur Lichtlösung. Damit kann die Zumtobel Group Synergie- und Differenzierungspotenziale gegenüber dem Wettbewerb heben. Es ist daher das Ziel des Managements, die Zumtobel Group als Ganzes zu optimieren und zu führen.

In der europäischen Bauwirtschaft haben sich die Anzeichen für eine Trendwende von einem über viele Jahre rückläufigen hin zu einem leicht wachsenden Marktumfeld im Berichtsjahr verfestigt. Insbesondere in den beiden für die Zumtobel Group größten Absatzmärkten Großbritannien und Deutschland haben sich die Prognosen im Geschäftsjahr 2014/15 stetig verbessert. In der professionellen Beleuchtungsindustrie verstärkt sich dieser positive Trend durch den Technologiewandel hin zu LED und durch das Thema Energieeffizienz mit besonderem Fokus auf intelligent gesteuerte Lichtlösungen. Damit entkoppelt sich die Nachfrage in der professionellen Beleuchtungsindustrie derzeit zu einem gewissen Grad von den Neubauaktivitäten im Gewerbebau. Die Zumtobel Group verfügt durch den breit gefächerten Marktzugang aller Marken, das profunde Know-how in der Lichtanwendung, die starke Technologieposition und die umfassende Abdeckung der Wertschöpfungskette über eine ausgezeichnete Position, um von den Wachstumsimpulsen der Branche überdurchschnittlich zu profitieren. Vor diesem Hintergrund hat sich die Zumtobel Group im Rahmen ihrer Mittelfristplanung bis zum Jahr 2016/17 zum Ziel gesetzt, ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 3% bis 5% zu erreichen.

Das Jahr 2014/15 war für die Zumtobel Group ein wichtiges Jahr des Übergangs. In der seit 1. Dezember 2013 gültigen neuen Organisationsstruktur wird die Zumtobel Group deutlich unternehmerischer geführt, Synergien in Fertigung und Vertrieb werden maximal genutzt und die Innovationskraft gestärkt. Damit wurde ein stabiles Fundament für zukünftiges profitables und dynamisches Wachstum gelegt. Das Management der Zumtobel Group hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Geschäftsjahr 2016/17 die Profitabilität auf etwa 8% bis 10% zu steigern. Mit einem bereinigten EBIT von 5,1% im Geschäftsjahr 2014/15 wurde ein erster wichtiger Meilenstein zur Erreichung dieses Zieles geschafft. Abgeleitet von unserer neuen Organisationsstruktur setzt das Unternehmen auf weitere Effizienzverbesserungen im Vertrieb, Optimierung der Auslastung in der Produktion sowie Synergien im Einkauf.

Gutes Licht fördert das Wohlbefinden der Menschen

Mehrmarkenansatz und umfassende Abdeckung der Wertschöpfungskette

Jährliches Umsatzwachstum von 3% bis 5%

Schrittweise Verbesserung der Profitabilität auf 8% bis 10% bis 2016/17

Weltweiter Fertigungsverbund mit verbesserter Auslastung

Im Bereich der Produktionsorganisation wurden die bisherigen Zumtobel und Thorn Werke in nur noch einen globalen Fertigungsverbund zusammengeführt. Dabei werden die Werke so aufgestellt, dass sie ihre regionalen und technologischen Stärken zum Nutzen der gesamten Gruppe am besten einsetzen können. Zur Verbesserung der Auslastung sowie zur Kostensenkung wurden im Geschäftsjahr 2014/15 mehrere Projekte umgesetzt, die zu einer Verkleinerung, einem Verkauf oder einer Schließung von Standorten führten. Die Leuchtenwerke in Landskrona (Schweden) und Tianjin (China) sowie das Komponentenwerk in Ennenda (Schweiz) wurden geschlossen, die Tridonic connection technology mit Sitz in Innsbruck (Österreich) und das Komponentenwerk in Auckland (Neuseeland) verkauft sowie die Belegschaft im Leuchtenwerk in Lemgo (Deutschland) über einen geplanten Abbau von ca. 70 Stellen im Geschäftsjahr 2015/16 informiert. Darüber hinaus werden über die gruppenweite Einkaufsfunktion weitere Kosteneinsparungen angestrebt. Die ersten Effekte aus den Restrukturierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Auslastung sowie zur Kostensenkung in Produktionswerken sind im Geschäftsjahr 2014/15 bereits deutlich sichtbar. Die Bruttoergebnismarge im Konzern verbesserte sich von 32,2% auf 33,1%.

Deutliche Effizienzsteigerungen im Vertrieb

Der Schwerpunkt im Vertrieb des Leuchtensegments liegt auf der Zusammenführung der beiden bislang getrennten Vertriebsorganisationen von Zumtobel und Thorn. In allen sieben Vertriebsorganisationen werden die Verkaufsaktivitäten nach drei Vertriebskanälen – Projektgeschäft, Endkunden, Großhandel – transparent strukturiert. Signifikante Kosteneinsparungen wurden durch die überregionale Zusammenlegung von Backoffice-Funktionen, eine Konsolidierung der Infrastruktur wie etwa Schauräume und Vertriebsbüros sowie schlankere Managementfunktionen erreicht. Folglich reduzierte sich der Mitarbeiterstand im Vertrieb im Geschäftsjahr 2014/15 noch einmal um insgesamt 120 Beschäftigte. Als Folge sanken die Vertriebskosten in Prozent vom Umsatz im Berichtsjahr von 25,7% auf 24,9%.

Die Zumtobel Group wird in den nächsten Jahren verstärkt in Forschung und Entwicklung investieren. Schwerpunkte liegen dabei auf den Themen LED-Effizienz und -Optiken, der Architektur zukünftiger Lichtsysteme, Sensorik und Controls. Dies erfordert insbesondere einen Ausbau der Kapazitäten und Kompetenzen im Bereich von Systemarchitektur, Software-Entwicklung, Datenmanagement und stellt auch die Basis für zukünftige Servicedienstleistungen dar. Durch die gruppeninterne Standardisierung von Komponenten und die Entwicklung von Plattformkonzepten werden Synergien genutzt, Komplexität reduziert und die Entwicklungsgeschwindigkeit gesteigert. In Summe wird der F&E-Aufwand in den nächsten Jahren, insbesondere aufgrund höherer Ausgaben im Bereich der Softwareentwicklung, mit ca. 6% bis 6,5% vom Umsatz leicht über dem aktuellen Niveau liegen. Stärkung der Technologieposition

Ausbau der Kompetenz im Bereich Lichtmanagementlösungen, Software und Internet der Dinge

Die Tridonic machte im vergangenen Jahr sehr gute Fortschritte in der konsequenten Ausrichtung des Geschäfts auf die LED-Technologie. Im Bereich der LED-Module und LED-Konverter wurden deutliche Marktanteilsgewinne realisiert. Damit konnte der signifikante Rückgang bei konventionellen Komponenten vollumfänglich kompensiert werden. Die Herausforderung für die Tridonic liegt darin, auf der einen Seite weiterhin schnell in neue, innovative LED-Produkte sowie den Ausbau der globalen Präsenz zu investieren und auf der anderen Seite im Bereich der Lichtmanagement-Lösungen, Software und im Internet der Dinge die Kompetenz auszubauen. In Zukunft bietet Tridonic verstärkt ein komplettes Portfolio an Hard- und Software für intelligente, vernetzte, effiziente und auf den Kunden abgestimmte Systemlösungen an. Dies ermöglicht Tridonic eine klare Differenzierung gegenüber der zunehmenden Kommodifizierung bei LED-Standardkomponenten.

Die Zumtobel Group verfügt aufgrund der soliden Bilanzstruktur über die notwendige finanzielle Flexibilität, punktuelles Wachstum auch durch gezielte Akquisitionen zu generieren. Mögliche Akquisitionsziele müssen mindestens eines der drei folgenden Auswahlkriterien erfüllen: Erweiterung des bestehenden Produktportfolios durch zusätzliche Anwendungslösungen oder neue Technologien oder die Erschließung neuer regionaler Märkte. Ziel ist die Wertsteigerung innerhalb des bestehenden internationalen Vertriebsund Produktionsnetzwerkes durch Nutzung von Synergien, Marktpotenzialen und Anwendungs-Know-how.

1.1.10 Kontinuierliches Engagement für Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit und verantwortliches Handeln sind in der Zumtobel Group fest verankert. Dazu wurden über die Jahrzehnte sowohl im ökologischen als auch im sozialen Bereich zahlreiche Aktivitäten entwickelt. Die Zumtobel Group hat mit ihrem Engagement für mehr Nachhaltigkeit einen engen Bezug zu ihrem Kerngeschäft, leistet doch der Einsatz energieeffizienter, intelligent gesteuerter Lichttechnik einen beachtlichen Beitrag zur Verringerung des Ressourcenverbrauchs.

Um den Beitrag der Gruppe zur Energieeffizienz zu veranschaulichen, wurde eine Größenordnung des Einsparpotenzials errechnet, welches das Unternehmen dem Markt durch sein Portfolio an energieeffizienten Produkten im Berichtsjahr zur Verfügung gestellt hat. Die Zumtobel Group hat im Berichtsjahr dazu beigetragen, Energieeinsparungen von 2.364.239 Megawattstunden (Vorjahr 1.100.710 MWh) zu realisieren. Dies entspricht dem jährlichen Strombedarf von 788.080 Zwei-Personen-Haushalten (Vorjahr 366.903). Umgerechnet auf die CO2 -Emissionen eines Kohlekraftwerks entspricht der Energieeinsparungsbeitrag der Zumtobel Group im Jahr 2014/15 rund 2.033.246 Tonnen CO2 .

Auf weitere detaillierte Informationen zum Thema Nachhaltigkeit in den Kapiteln 1.7 Mitarbeiter, 1.8 Lieferanten, 1.10 Betrieblicher Umweltschutz sowie 1.11 Forschung und Entwicklung wird verwiesen.

Nachhaltigkeit hat einen engen Bezug

zum Kerngeschäft

Akquisitionsstrategie

Entwicklung der

Erwartungen

1.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Moderates Wachstum der Weltwirtschaft im Berichtsjahr

Das Geschäftsjahr 2014/15 war von einer weiterhin schwierigen ökonomischen Situation sowohl in Europa als auch den wichtigsten außereuropäischen Wirtschaftsräumen geprägt. Eine ungleiche Wachstumsdynamik in den verschiedenen Regionen der Welt, die anhaltende Schwäche des Welthandels, Preisrückgänge bei Öl und sonstigen Rohstoffen, geopolitische Spannungen sowie ein niedriger Euro-Wechselkurs prägten das globale wirtschaftliche Umfeld im Jahr 2014. Dies führte dazu, dass die Weltwirtschaft ein nur moderates Wachstum vorweisen konnte. Der IWF bezifferte das globale Wirtschaftswachstum in 2014 auf 3,4%, das damit auf dem Niveau des Jahres 2013 liegt (2013: 3,4%)1 .

Die Eurozone konnte im Kalenderjahr 2014 mit 0,9% ein leicht positives Wachstum erzielen, jedoch wurden die optimistischen Erwartungen vom Jahresbeginn nicht erreicht. Während insbesondere die Unruhen in der Ukraine die Investitionsbereitschaft hemmten und für eine hohe Marktunsicherheit sorgten, führten Zinssenkungen sowie ein Wertpapier-Kaufprogramm der Europäischen Zentralbank zu einer Abwertung des Euros und damit zu einer erhöhten Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen aus dem Euroraum. In der für die Zumtobel Group wichtigen D/A/CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) beschleunigte sich die Wachstumsdynamik nach einer Verlangsamung im Jahr 2013. Deutschlands Wirtschaft konnte um 1,6% wachsen, die Schweiz legte um 2,0% zu, Österreich wies jedoch mit 0,4% nur ein sehr schwaches Wachstum auf. In Südeuropa sind die Länder Spanien (plus 1,4%) sowie Portugal (plus 0,9%), nach einem Rückgang der Wirtschaftsleistung in 2013, im Jahr 2014 wieder auf Wachstumskurs. Lediglich Italiens Wirtschaft schrumpfte das dritte Jahr in Folge, wenn auch mit minus 0,4% weniger stark als in den Jahren zuvor. In Nordeuropa erlebt Großbritannien seit einigen Quartalen einen kräftigen Aufschwung und legte im Kalenderjahr 2014 um 2,6 % zu. Eurozone unter den

Die Wirtschaft in den USA zeigte mit einem Wachstum von 2,4% im Jahr 2014 eine sehr positive Entwicklung. Der Aufschwung wurde maßgeblich von der Privatwirtschaft getragen. Die Wirtschaftsleistung Chinas lag im Gesamtjahr 2014 mit einem Wachstum von 7,4% unter den prognostizierten Wachstumszielen, blieb aber die mit Abstand dynamischste der großen Volkswirtschaften. Die übrigen BRIC-Nationen zeigten ein gemischtes Bild. Indien konnte mit einem Wachstum von 7,2% beträchtlich zulegen, Brasilien und Russland standen mit einem leichten Wachstum von 0,1% bzw. 0,6% kurz vor einer Rezession. Während sich in Brasilien ein Reformstau bemerkbar machte, wirken sich in Russland der Konflikt mit der Ukraine, Wirtschaftssanktionen sowie der Ölpreisverfall negativ auf die Entwicklung aus. US-Wirtschaft nimmt weiter Fahrt auf

Steigende konjunkturelle Zuversicht für große Volkswirtschaften, Abwärtsrisiken in Schwellenländern

In seiner jüngsten Konjunkturprognose vom April 2015 zeichnet der IWF für die globale Entwicklung ein verhalten positives Bild und erwartet für 2015 ein globales Wirtschaftswachstum von 3,5% und in 2016 von 3,8%. Besser als zuletzt stünden die großen Volkswirtschaften da, während die Konjunktur in den Entwicklungs- und Schwellenländern etwas nachlassen werde. Am stärksten betroffen seien die Öl exportierenden Länder, wobei in Russland die geopolitischen Spannungen die Lage weiter erschwerten. Bei Netto-Ölimporteuren werde der Preisrückgang weniger auf die Gesamtwirtschaft durchschlagen, weil niedrigere Preise nicht an die Verbraucher weitergegeben würden, sondern stattdessen für den Abbau der Ölsubventionen sowie die Verbesserung der Staatsfinanzen benutzt würden. Der IWF fordert daher, neben der Beibehaltung der sehr lockeren Geldpolitik, mehr öffentliche Investitionen, um neue Arbeitsplätze zu schaffen, den privaten Konsum zu stärken und die Inflationsrate zu erhöhen.

1.3 Die Zumtobel Group Aktie

Turbulentes Börsenumfeld im Berichtsjahr

Die globalen Aktienmärkte entwickelten sich im Berichtsjahr insgesamt erfreulich. Trotz der unsicheren wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen war das Börsenumfeld, unter anderem aufgrund der Niedrigzinspolitik, positiv. In Folge konnte der österreichische Leitindex ATX (Austrian Traded Index), in dem auch die Zumtobel Group Aktie enthalten ist, im Berichtsjahr von 2.525 auf 2.586 Punkte zulegen, was einer leichten Kurssteigerung von 2,4% entspricht. Deutlich im Plus waren in diesem Zeitraum andere Leitbörsen wie der Dow Jones (7,1%) in den USA, der DAX (plus 16,2%) in Deutschland oder der europäische Leitindex Euro Stoxx 50 (plus 11,5%).

Das Börsenjahr 2014 war durch große Schwankungsbreiten auf den internationalen Finanzmärkten, hauptsächlich bedingt durch die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank sowie die politische Instabilität in einigen Ländern, gekennzeichnet. Zu Jahresbeginn waren die Aktienmärkte durch positive Konjunkturprognosen für den Euroraum einerseits und die Ungewissheit über die Entwicklung der Ukrainekrise sowie eine restriktivere Geldpolitik der US-Notenbank andererseits bestimmt. Im Jahresverlauf beflügelten geldpolitische Maßnahmen der Europäischen Zentralbank die Aktien. Gegen Ende des Kalenderjahres 2014 trübten dann neuerlich aufkommende Sorgen um das Wachstum der Weltwirtschaft das Börsenklima ein. Die Stabilisierung in der Ukrainekrise sowie der Verfall des Ölpreises trugen jedoch wieder zu einer Beruhigung bei. Zu Beginn des Jahres 2015 sorgten vor allem die Fortsetzung der sehr lockeren Geldpolitik der Europäischen Zentralbank und deren Ankündigung von Anleihekäufen für gute Stimmung am Aktienmarkt.

Zumtobel Group Aktie legt im Geschäftsjahr um 63,0% zu

Für die Zumtobel Group Aktionäre verlief das Geschäftsjahr 2014/15 ausgesprochen erfreulich. Von Anfang Mai 2014 bis Ende April 2015 konnten sich die Anleger über eine Kursperformance von 63,0% freuen. Damit entwickelte sich die Zumtobel Group Aktie deutlich besser als der österreichische Leitindex ATX (plus 2,4%). Während der ersten beiden Quartale des Geschäftsjahres bewegte sich die Aktie seitwärts und erreichte am 20. Oktober 2014 mit 12,935 EUR ihr Jahrestief. In den letzten beiden Quartalen legte der Kurs kontinuierlich zu. Hauptgründe dafür waren die soliden Finanzzahlen, die Erholung der europäischen Wirtschaft mit positiven Impulsen für die Bauwirtschaft sowie positive Effekte aus der strategischen Neuausrichtung der Zumtobel Group. Das Jahreshoch wurde am 29. April 2015 bei 25,4 EUR erreicht. Die Aktie beendete das Geschäftsjahr am 30. April 2015 mit einem Schlusskurs von 24,445 EUR.

Aktienmärkte

Insgesamt gutes Börsenjahr für globale

Kursentwicklung liegt deutlich über ATX-Durchschnitt

Marktkapitalisierung steigt auf 1.063 Mio EUR

Die Marktkapitalisierung der Zumtobel Group AG veränderte sich im Berichtsjahr 2014/15 analog zum Aktienkurs. Auf Basis einer gegenüber dem Vorjahr unveränderten Zahl von 43,5 Millionen Inhaberstammaktien wurde das Unternehmen zum 30. April 2015 mit 1.063 Mio EUR (Vorjahr 653 Mio EUR) bewertet. Im Ranking bezüglich der Indexmitgliedschaft im ATX belegte das Unternehmen per 30. April 2015 im Vergleich zu den größten börsennotierten Unternehmen Österreichs Platz 16 in Bezug auf die Marktkapitalisierung und Platz 20 in Bezug auf das Handelsvolumen. Der durchschnittliche Tagesumsatz an der Wiener Börse verringerte sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr von 104.035 auf 99.111 Stück (Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht).

Kennzahlen zur Zumtobel Aktie im GJ 2014/15

Schlusskurs 30.04.14 EUR 15,000 Währung EUR
Schlusskurs 30.04.15 EUR 24,445 ISIN AT0000837307
Performance GJ 2014/15 63,0% Börsenkürzel Wiener Börse (XETRA) ZAG
Marktkapitalisierung am 30.04.15 1063 Mio EUR Marktsegment Prime Market
Höchstkurs am 29.04.15 EUR 25,400 Reuters Symbol ZUMV.VI
Tiefstkurs am 20.10.14 EUR 12,935 Bloomberg Symbol ZAG AV
Ø tägl. Handelsvolumen (Stück) 99.111 Anzahl der Aktien 43.500.000

Aktionärsstruktur

Die Aktionärsstruktur der Zumtobel Group AG hat sich gegenüber dem Jahresabschluss 2013/14 nicht wesentlich verändert. Die Familie Zumtobel ist mit einem Anteil von 35,4% der Stimmrechte weiterhin der seit dem Börsengang etablierte stabile Kernaktionär der Zumtobel Group AG. Darüber hinaus hielt zum 30. April 2015 der institutionelle Investor BlackRock Inc. eine Beteiligung von über 5%. Der Rest der Anteilscheine liegt nach Kenntnis des Unternehmens zum Großteil bei institutionellen Investoren. Zum Bilanzstichtag lag der Bestand eigener Anteile bei 353.863 Stück (Vorjahr 360.940 Stück). Familie Zumtobel hält weiterhin 35,4%

Kontinuierliche Dividendenpolitik

Die Zumtobel Group verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik. Die Höhe der Dividende hängt neben der laufenden Ertragskraft auch von den Gewinnprognosen und der erwarteten wirtschaftlichen Gesamtentwicklung ab. Vor dem Hintergrund der deutlich verbesserten operativen Entwicklung im Dividendenvorschlag für 2014/15: 22 Eurocent je Aktie

Berichtsjahr sowie eines stabilen konjunkturellen Umfelds in Europa plant der Vorstand dem Aufsichtsrat und in Folge der Hauptversammlung der Zumtobel Group AG, die am 24. Juli 2015 stattfindet, eine Dividende von 22 Eurocent je Aktie für das Geschäftsjahr 2014/15 vorzuschlagen (Vorjahr 18 Eurocent).

Investor-Relations-Arbeit mit Fokus auf Transparenz und Dialog

Eine transparente, kontinuierliche und offene Kommunikation mit allen Kapitalmarktteilnehmern nimmt beim Zumtobel Group Management eine sehr hohe Priorität ein. Entsprechend haben der Vorstand und die Investor-Relations-Abteilung des Unternehmens auf zahlreichen Roadshows und in einer Vielzahl von Einzelgesprächen den Dialog mit Investoren und Analysten im In- und Ausland intensiv fortgeführt. Dabei fanden unter anderem Besuche bei institutionellen Investoren in London, New York, Boston, Chicago, Zürich, Frankfurt, Paris, Kopenhagen, Mailand, Zürs, München und Wien statt. Im Geschäftsjahr 2014/15 berichteten 14 renommierte internationale und heimische Analysten regelmäßig über die Zumtobel Group Aktie und gaben dabei ihre Einschätzung zur Unternehmensstrategie sowie Unternehmensbewertung ab (in alphabetischer Reihenfolge): Agency Partners (London), Baader Bank (München), Berenberg Bank (London), Deutsche Bank (Wien), equinet Bank (Frankfurt), Erste Bank (Wien), HSBC Trinkaus (Düsseldorf), J.P. Morgan (London), Kepler Cheuvreux (Wien), Landesbank Baden-Württemberg (Stuttgart), Morgan Stanley (London), Nomura (London), Raiffeisen Centrobank (Wien), UBS (Frankfurt).

Im Zuge der Quartalsberichterstattung und im Rahmen des Jahresabschlusses bietet das Management der Zumtobel Group regelmäßig Conference Calls zur Erläuterung der Geschäftszahlen an, wovon zahlreiche Investoren und Analysten Gebrauch machen. Ein wichtiges Medium, um alle Investoren und am Unternehmen Interessierte zeitgleich zu erreichen, ist das Internet. Unter der Investor Relations-Webseite www.zumtobelgroup.com/en/investor_relations sind sämtliche Unternehmensveröffentlichungen und alles Wissenswerte über die Zumtobel Group sowie der Corporate Governance Report für jeden abrufbar. Darüber hinaus kann die Investor-Relations-Abteilung direkt unter den folgenden Kontaktdaten erreicht werden:

Zumtobel Group AG Investor Relations Schweizer Strasse 30 A-6851 Dornbirn Tel. +43 (5572) 509-1125 [email protected] Zumtobel Group Coverage liegt bei 14 Analysten

1.4 Wesentliche Ereignisse seit dem 30. April 2014

Schließung der
Leuchtenproduktion
in Landskrona
Als Bestandteil der am 2. April 2014 angekündigten Restrukturierungsprojekte im Bereich der Produktion
zur Verbesserung der Kostenstrukturen hat die Zumtobel Group am 5. Mai 2014 die Belegschaft und die
lokale Gewerkschaft im Werk Landskrona (Schweden) informiert, die Leuchtenproduktion in Landskrona im
Dezember 2014 zu beenden.
Einstellung der
Komponenten
produktion in
Ennenda
Am 8. Mai 2014 startete Tridonic, die Marke für Lichtkomponenten innerhalb der Zumtobel Group,
Konsultationen mit der Arbeitnehmervertretung am Standort Ennenda (Schweiz) über eine Schließung der
Produktion.
Die
am
Standort
Ennenda
hergestellten
konventionellen
Vorschaltgeräte
für
Hochdruckentladungslampen waren einem hohen Wettbewerbsdruck und damit massiven Preisverfall
ausgesetzt. Die Produktion am Standort wurde im Februar 2015 geschlossen.
Management-Buyout
bei Tridonic
connection
technology
Am 6. Juni 2014 verkündete Tridonic die Trennung von dem Geschäft mit Verbindungsklemmen. In diesem
Zusammenhang übernahm die lokale Geschäftsleitung der Tridonic connection technology GmbH, bislang
ein Tochterunternehmen von Tridonic mit Sitz in Innsbruck (Österreich), alle Anteile des Unternehmens in
die eigene Verantwortung.
Schließung der
Leuchtenproduktion
in Tianjin
Als weiterer Schritt in der angekündigten Werkskonsolidierung wurde im Juli 2014 das Leuchtenwerk im
nordchinesischen Tianjin geschlossen und die Produktion in das Leuchtenwerk in Guangzhou (China)
integriert. Davon betroffen waren ca. 70 Mitarbeiter.
Vorstandsmitglied
Martin Brandt verlässt
den Lichtkonzern
Der Aufsichtsrat der Zumtobel Group AG hat dem Wunsch von Herrn Martin Brandt, Vorstandsmitglied
und Chief Operating Officer der Gesellschaft, entsprochen, seinen Vorstandsvertrag, der noch eine Laufzeit
bis zum 30. April 2015 hatte, mit Wirkung zum 31. Juli 2014 vorzeitig zu beenden.
Hauptversammlung
beschließt Dividende
für GJ 2013/14
Auf der am 25. Juli 2014 stattgefundenen 38. ordentlichen Hauptversammlung wurde beschlossen, für das
Geschäftsjahr 2013/14 eine Dividende in Höhe von 18 Eurocent je Aktie auszuschütten. Die Auszahlung der
Dividende an die Aktionäre erfolgte am 1. August 2014. Darüber hinaus beschloss die Hauptversammlung
die Änderung des Firmenwortlauts von "Zumtobel AG" in "Zumtobel Group AG" und fasste einen
Vorratsbeschluss, innerhalb von fünf Jahren das Grundkapital der Gesellschaft im Ausmaß von maximal 10%
durch Ausgabe von neuen Aktien erhöhen zu können (bedingte Kapitalerhöhung).
Mitarbeiterabbau
in Lemgo
Ende Februar 2015 wurde die Belegschaft im Leuchtenwerk Lemgo (Deutschland) über einen geplanten
Abbau von ca. 70 Mitarbeitern informiert. Mit der geplanten Maßnahme werden Überkapazitäten
insbesondere im Bereich der indirekten Produktion zur Verbesserung der Kostenstruktur abgebaut.
Verkauf Auckland Im April 2015 wurde der Veräußerungsvertrag für das Komponentenwerk in Auckland (Neuseeland) mit
Stichtag zum 30. Juni 2015 abgeschlossen. Davon betroffen sind ca. 40 Mitarbeiter.
Weitere wesentliche Ereignisse im Berichtsjahr sind nicht zu vermelden.

1.5 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Personen umfassen den Vorstand und Aufsichtsrat der Zumtobel Group AG. Zum Bilanzstichtag 30. April 2015 sind keine Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen vorhanden. Mit assoziierten Unternehmen bestehen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen Konditionen. Auf die Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.15 wird verwiesen.

1.6 Geschäftsverlauf

1.6.1 Auf einen Blick

Der Geschäftsverlauf im Berichtsjahr 2014/15 war geprägt von einem insgesamt stabilen konjunkturellen Umfeld, einer Beschleunigung des Technologiewandels hin zur LED sowie der strategischen Neuausrichtung der Zumtobel Group und der Umsetzung der dafür notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen. Die Betrachtung der Umsatzentwicklung im Quartalsverlauf zeigt gegen Ende des Geschäftsjahres eine verbesserte Umsatzdynamik, die auch durch deutlich positive Währungseffekte unterstützt wurde. In Summe stieg der Umsatz der Zumtobel Group im Berichtsjahr um 5,3% auf 1.312,6 Mio EUR.

Das um Sondereffekte bereinigte Gruppen-EBIT konnte im Geschäftsjahr 2014/15 um insgesamt 39,7% beziehungsweise 18,9 Mio EUR auf 66,5 Mio EUR (Vorjahr 47,6 Mio EUR) gesteigert werden. Die ersten Erfolge aus der Anpassung der Werkskapazitäten, der Zusammenführung der bislang getrennten Verkaufsorganisationen von Zumtobel und Thorn sowie der konzernweiten Bündelung der Einkaufsaktivitäten führten zu einer stetigen Verbesserung der bereinigten EBIT-Marge gegenüber dem jeweiligen Vorjahresquartal. Dabei konnten sowohl das Lighting Segment als auch das Components Segment das jeweilige bereinigte Vorjahresergebnis deutlich übertreffen.

1.6.2 Umsatzentwicklung

  • >> Gruppenumsatz steigt um 5,3%
  • >> Deutlich positive Währungstranslationseffekte
  • >> Zumtobel Group profitiert überdurchschnittlich vom Technologiewandel hin zu LED
  • >> Umsatz im Lighting Segment mit plus 5,5% deutlich über Vorjahresniveau
  • >> Erfreuliche Fortschritte im Components Segment (plus 2,4%)
  • >> Große Unterschiede in der regionalen Geschäftsentwicklung

Im Geschäftsjahr 2014/15 (1. Mai 2014 bis 30. April 2015) stieg der Gruppenumsatz im Vergleich zum Vorjahr in einem insgesamt stabilen konjunkturellen Umfeld um 5,3% auf 1.312,6 Mio EUR (Vorjahr 1.246,8 Mio EUR). Diese Umsatzentwicklung wurde durch deutlich positive Währungseffekte im Ausmaß von 33,9 Mio EUR unterstützt. Die positiven Währungseffekte sind vor allem auf die Aufwertung des

Gruppenumsatz steigt um 5,3%

Schweizer Franken (CHF), des britischen Pfunds (GBP) und des amerikanischen Dollars (USD) zurückzuführen. Bereinigt um diese Währungseffekte betrug das Wachstum 2,6%.

Zumtobel Group profitiert überdurchschnittlich vom Technologiewandel

Speziell die LED-Technologie sowie der Trend zu intelligent gesteuerten, energieeffizienten Beleuchtungsanlagen bringen weiterhin wichtige Wachstumsimpulse. Dementsprechend konnte das dynamische Wachstum mit LED-Produkten auch im Berichtsjahr fortgesetzt werden. Der Gesamtumsatz mit LED-Produkten stieg im Vergleich zum Vorjahr um 55,9% auf 653,3 Mio EUR (Vorjahr 419,0 Mio EUR). Der LED-Anteil am Gruppenumsatz erhöhte sich damit auf nunmehr 49,8% gegenüber 33,6% im Geschäftsjahr 2013/14. Sowohl das Lighting Segment (plus 51,1%) als auch das Components Segment (plus 79,6%) konnten mit ihrem umfassenden innovativen LED-Produktportfolio überdurchschnittlich von dem Technologiewandel hin zur LED profitieren. Im zweiten Halbjahr 2014/15 lag der LED-Anteil am Gesamtumsatz in beiden Segmenten bereits bei über 50%. Der Umsatzrückgang mit konventionellen Leuchten und Komponenten hat sich entsprechend weiter beschleunigt.

Entwicklung Segmente in Mio EUR 2014/15 2013/14 Veränderung
in %
Lighting Segment 989,9 938,5 5,5
Components Segment 393,8 384,5 2,4
Überleitung -71,1 -76,2 -6,6
Zumtobel Group 1.312,6 1.246,8 5,3

Solides Umsatzwachstum im Lighting Segment

In der europäischen Bauwirtschaft haben sich die Anzeichen für eine Trendwende von einem über viele Jahre rückläufigen hin zu einem leicht wachsenden Marktumfeld im Berichtsjahr verfestigt, allerdings mit regional höchst unterschiedlichen Entwicklungen. Insgesamt stieg der Umsatz im Lighting Segment im Berichtsjahr um 5,5% auf 989,9 Mio EUR (Vorjahr 938,5 Mio EUR). Bereinigt um positive Währungseffekte betrug das Wachstum 2,9%. Getragen wird diese Entwicklung von den ersten positiven Impulsen aus der neuen, markenübergreifenden Vertriebsstruktur, in der das gesamte Produktportfolio von Zumtobel und Thorn in allen Regionen aus einer Hand vermarktet wird, sowie von einem stark steigenden Key Account-Geschäft. Dabei ist eine immer größere Nachfrage von europaweit agierenden Einzelhandelsketten bemerkbar, die aufgrund der attraktiven Amortisationszeiten ihre Shop-Beleuchtung auf LED umrüsten wollen und dafür einen Lieferanten suchen, der eine länderübergreifende Implementierung von zentral verhandelten Lichtkonzepten sicherstellt.

Erfreuliche Fortschritte im Components Segment

Das Components Segment macht erfreuliche Fortschritte in der konsequenten Ausrichtung des Geschäfts auf die LED-Technologie, um damit ein stabiles Fundament für weiteres Wachstum zu legen. Die Umsatzentwicklung war im Berichtsjahr zwar noch von dem im Vorjahr vollzogenen Ausstieg aus der Magnetiktechnologie, dem Verkauf des Non-core-Geschäfts mit Verbindungsklemmen sowie der deutlich rückläufigen Nachfrage nach elektronischen Vorschaltgeräten belastet, aber die sehr erfreuliche Entwicklung beim Absatz von LED-Konvertern und LED-Modulen bestätigte die Strategie, konsequent in den Strukturwandel in Richtung LED zu investieren. Der Umsatz mit LED-Komponenten stieg im Geschäftsjahr 2014/15 um herausragende 79,6% auf 212,3 Mio EUR (Vorjahr 118,2 Mio EUR) und konnte damit die rückläufige Nachfrage nach elektronischen Vorschaltgeräten sowie die entgangenen Umsatzbeiträge aus den aufgegebenen Geschäftsbereichen vollumfänglich kompensieren. Insgesamt stieg der Segmentumsatz im Berichtsjahr um 2,4% auf 393,8 Mio EUR (Vorjahr 384,5 Mio EUR). Bereinigt um positive Währungseffekte lag der Umsatz auf Vorjahresniveau.

Regionale Geschäftsentwicklung

2014/15 Umsatzerlöse
in Mio EUR
Veränderung
in %
D/A/CH 370,7 5,8
Nordeuropa 342,9 9,8
Benelux &
Osteuropa
116,4 10,1
Südeuropa &
Lateinamerika
200,8 -5,5
Asien & Pazifik 149,6 6,0
Mittlerer Osten &
Afrika*
97,6 6,3
Nordamerika 34,5 5,2
Gesamt 1.312,6 5,3

Regionale Umsatzverteilung

*inkl. Indien, Zentralasien & Türkei

Im Rahmen der Neuorganisation der Zumtobel Group wurden die Vertriebsregionen im Geschäftsjahr neu definiert und die Länderverteilung auf die Regionen wie folgt angepasst:

Neuaufteilung der Vertriebsregionen

D/A/CH: Deutschland, Österreich, Schweiz
Nordeuropa: Großbritannien, Irland, Schweden, Norwegen, Island, Finnland, Dänemark,
Baltikum
Benelux & Osteuropa: Belgien, Niederlande, Luxemburg und sämtliche Länder Osteuropas
inklusive Russland
Nordamerika: USA und Kanada
Südeuropa & Lateinamerika: Frankreich, Italien, Spanien, Portugal, Griechenland und sämtliche Länder
Lateinamerikas
Asien & Pazifik: Länder des Fernen Ostens inklusive China sowie Japan, Australien,
Neuseeland
Mittlerer Osten & Afrika: Länder des Mittleren Ostens, Indien, Afrika, Zentralasien und Türkei

Die Änderungen wurden auch rückwirkend angewandt, was zu einer Anpassung der regionalen Aufteilung im Geschäftsjahr 2013/14 führte.

Hinsichtlich des wirtschaftlichen Marktumfelds als auch der Implementierungsgeschwindigkeit der Restrukturierung und strategischen Neuausrichtung gibt es große regionale Unterschiede. Die Umsatzentwicklung in den einzelnen Regionen im Berichtszeitraum verlief entsprechend sehr unterschiedlich. In der für die Zumtobel Group umsatzstärksten Region D/A/CH stieg der Umsatz im Berichtsjahr um 5,8% (währungsbereinigt 3,7%) auf 370,7 Mio EUR. Dabei profitierte insbesondere Deutschland von der steigenden Nachfrage großer Einzelhandelsketten, die ihre konventionelle Beleuchtung auf LED-Beleuchtung umrüsten. Die Schweiz profitierte im zweiten Halbjahr von positiven Währungseffekten aus der Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro. In der Region Nordeuropa stieg der Umsatz um 9,8% (währungsbereinigt 4,8%) auf 342,9 Mio EUR. Das stärkste Wachstum in dieser Region wurde von Großbritannien erzielt. Die Region Benelux & Osteuropa konnte die Umsätze im Geschäftsjahr 2014/15 um 10,1% auf 116,4 Mio EUR steigern. Insbesondere Osteuropa (Tschechien, Polen, Ungarn) entwickelte sich sehr erfreulich. In der Region Südeuropa & Lateinamerika lag die Geschäftsentwicklung in Frankreich und Italien im Berichtsjahr deutlich hinter den Erwartungen. Insbesondere Frankreich leidet unter einem signifikanten Rückgang des Geschäfts mit Außenleuchten. Dementsprechend fiel der Umsatz der Region um 5,5% auf 200,8 Mio EUR. Die Region Asien & Pazifik befindet sich in einer umfassenden Restrukturierung.

Großbritannien bleibt der zentrale Wachstumsmotor

Während das Components Segment in dieser Region eine gute Wachstumsdynamik zeigt, entwickelt sich das Leuchtengeschäft in Asien weiterhin enttäuschend. In dieser Region müssen sowohl auf der Produkt-, Kosten- als auch Prozessebene noch erhebliche Anstrengungen unternommen werden, um das geplante profitable Wachstum sicherzustellen. In Summe stieg der Umsatz in der Region Asien & Pazifik im Geschäftsjahr 2014/15 um plus 6,0% (währungsbereinigt 1,8%) auf 149,6 Mio EUR. In der Region Mittlerer Osten & Afrika konnte die erfreuliche Umsatzentwicklung aus dem Vorjahr fortgesetzt werden. Die Umsätze stiegen um 6,3% (währungsbereinigt 3,6%) auf 97,6 Mio EUR. Die Region Nordamerika konnte die Umsätze um 5,2% auf 34,5 Mio EUR steigern. Bereinigt um die positiven Währungseffekte lag der Umsatz mit minus 3,2% leicht unter dem Vorjahr.

1.6.3 Ertragsentwicklung

  • >> Bereinigtes Gruppen-EBIT steigt um 39,7% auf 66,5 Mio EUR
  • >> Höhere Ausgaben für Forschung und Entwicklung
  • >> Vertriebskosten als % vom Umsatz unter Vorjahresniveau
  • >> Negative Sondereffekte aus dem Transformationsprozess (25,4 Mio EUR)
  • >> Jahresgewinn in Höhe von 11,9 Mio EUR
2014/15 2013/14 Veränderung
Gewinn- und Verlustrechnung in Mio EUR in %
Umsatzerlöse 1.312,6 1.246,8 5,3
Kosten der umgesetzten Leistungen -878,0 -845,4 3,9
Bruttoergebnis vom Umsatz 434,6 401,5 8,2
in % vom Umsatz 33,1 32,2
SG&A Aufwendungen ohne Sondereffekte -368,1 -353,9 4,0
Bereinigtes EBIT 66,5 47,6 39,7
in % vom Umsatz 5,1 3,8
Sondereffekte -25,4 -35,5 -28,4
EBIT 41,1 12,1 >100
in % vom Umsatz 3,1 1,0
Finanzergebnis -25,4 -14,6 -74,4
Ergebnis vor Ertragsteuern 15,7 -2,4 >100
Ertragsteuern -3,7 -2,3 65,1
Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen 0,0 -0,1 43,1
Jahresergebnis 11,9 -4,8 >100
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,28 -0,12 >100

Nachrichtlich: Das EBITDA im Geschäftsjahr 2014/15 betrug 100,1 Mio EUR (Vorjahr 80,2 Mio EUR).

Das um Sondereffekte bereinigte Gruppen-EBIT konnte im Vergleich zum Vorjahr von 47,6 Mio EUR auf 66,5 Mio EUR um 39,7% gesteigert werden. Die Umsatzrendite stieg von 3,8% auf 5,1%. Dabei konnten sowohl das Lighting Segment als auch das Components Segment das jeweilige bereinigte Vorjahresergebnis deutlich übertreffen. Die Bruttoergebnismarge im Konzern verbesserte sich im Berichtsjahr auf 33,1% (Vorjahr 32,2%). Dabei sind die ersten Effekte aus den Restrukturierungsmaßnahmen zur Verbesserung der Auslastung sowie zur Kostensenkung in der Produktion deutlich sichtbar. Bereinigtes Gruppen-EBIT steigt um 39,7%

Entsprechend dem Ziel, die Technologieposition der Zumtobel Group weiter zu stärken, wurden die F&E-Aktivitäten im Berichtsjahr weiter ausgebaut. Entsprechend haben sich die in den Kosten der umgesetzten Leistungen enthaltenen Entwicklungskosten gegenüber dem Vorjahr um 9,7% auf 75,3 Mio EUR (Vorjahr 68,6 Mio EUR) erhöht. Die zunehmende Intelligenz der Systeme erfordert insbesondere einen Ausbau der Höhere Investitionen in Neuprodukte und Innovation

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Kapazitäten und Kompetenzen im Bereich von Systemarchitektur, Software-Entwicklung und Datenmanagement.

Die Vertriebskosten in Prozent vom Umsatz fielen von 25,7% auf 24,9%. Ein Schwerpunkt der Neuorganisation der Zumtobel Group ist die Zusammenführung der beiden bislang getrennten Vertriebsorganisationen von Zumtobel und Thorn. Entsprechende Maßnahmen wurden in den vergangenen zwölf Monaten umgesetzt. Der Mitarbeiterstand im Vertriebsbereich reduzierte sich per 30. April 2015 gegenüber dem Vorjahr um circa 120 Beschäftigte. Die Verwaltungskosten stiegen im Geschäftsjahr 2014/15 von 40,4 Mio EUR auf 46,5 Mio EUR. Dies ist zum Großteil auf höhere Beratungsaufwendungen sowie personelle Verstärkungen in den zentralen Funktionen zurückzuführen. Das sonstige betriebliche Ergebnis ohne Sondereffekte in Höhe von 5,4 Mio EUR (Vorjahr 6,8 Mio EUR) beinhaltet wie im Vorjahr vor allem Lizenzeinnahmen aus dem LED-Geschäft sowie Förderungen der öffentlichen Hand.

Das Berichtsjahr war wie das Vorjahr von signifikanten negativen Sondereffekten in Höhe von 25,4 Mio EUR (Vorjahr 35,5 Mio EUR) geprägt. Diese betreffen im Wesentlichen Aufwendungen im Zusammenhang mit der Schließung der Fertigungsstandorte in Landskrona (Schweden) und in Ennenda (Schweiz), dem Verkauf des Komponentenwerks in Auckland (Neuseeland), der Reduzierung der Belegschaft im Leuchtenwerk in Lemgo (Deutschland) sowie Restrukturierungsmaßnahmen in den Vertriebsorganisationen des Lighting Segments. Auf weitere detaillierte Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.4.3 wird verwiesen.

Zur Darstellung des operativen Erfolges wurde das EBIT um die genannten Sondereffekte bereinigt:

Bereinigtes EBIT in Mio EUR 2014/15 2013/14 Veränderung
in %
Berichtetes EBIT 41,1 12,1 >100
davon Sondereffekte -25,4 -35,5 -28,4
Bereinigtes EBIT 66,5 47,6 39,7
in % vom Umsatz 5,1 3,8

Das Finanzergebnis verschlechterte sich im Berichtsjahr um 10,8 Mio EUR auf minus 25,4 Mio EUR (Vorjahr minus 14,6 Mio EUR). Im Zinsaufwand sind vor allem Zinsen für die laufenden Kreditverträge enthalten. Die übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträge betrugen minus 16,6 Mio EUR (Vorjahr minus 6,8 Mio EUR). Die Zumtobel Group setzt zur Absicherung des Währungstransaktionsrisikos überwiegend Devisenterminkontrakte mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr ein, ergänzend auch Optionen. Die Hauptwährungen im Konzern sind EUR, GBP, USD, AUD und CHF. Die negative Veränderung im Vergleich zum Vorjahr kommt zum Großteil aus der Marktbewertung von Finanzinstrumenten. Zum Abschlussstichtag führte insbesondere die Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro zu einer negativen Marktbewertung von Fremdwährungsgeschäften, die Schweizer Franken zu zukünftigen Terminen gegen Euro verkaufen. Auf die Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.4.4 sowie Kapitel 2.6.4.5 wird verwiesen.

Finanzergebnis in Mio EUR 2014/15 2013/14 Veränderung
in %
Zinsaufwand -9,1 -8,9 1,9
Zinsertrag 0,4 0,8 -51,0
Zinssaldo -8,7 -8,1 -7,3
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge -16,6 -6,8 <-100
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen -0,1 0,3 <-100
Finanzergebnis -25,4 -14,6 -74,4

Vertriebskosten in Prozent vom Umsatz unter Vorjahresniveau

Negative Sondereffekte aus dem Transformationsprozess

Finanzergebnis verschlechtert sich um 10,8 Mio EUR

Jahresgewinn in Höhe von 11,9 Mio EUR

Das Ergebnis vor Steuern erhöhte sich im Geschäftsjahr 2014/15 auf 15,7 Mio EUR (Vorjahr minus 2,4 Mio EUR). Der Ertragssteueraufwand belief sich auf 3,7 Mio EUR (Vorjahr 2,3 Mio EUR). Der tatsächliche Steuersatz stellt einen gewichteten Durchschnitt aller im Konsolidierungskreis enthaltenen Gesellschaften dar und beträgt 23,8%. Nach einem Verlust in Höhe von 4,8 Mio EUR im Geschäftsjahr 2013/14 weist die Zumtobel Group im Berichtsjahr eine positives Jahresergebnis (inklusive Minderheiten) in Höhe von 11,9 Mio EUR aus. Für die Aktionäre der Zumtobel Group AG ergibt dies ein Ergebnis je Aktie (bei 43,1 Mio Aktien) von 0,28 EUR (Vorjahr minus 0,12 EUR bei 43,1 Mio Aktien).

1.6.4 Cashflow, Finanz- und Vermögenslage

  • >> Gestiegenes Geschäftsvolumen führt zu höherem Working Capital-Bestand
  • >> Anlageninvestitionen steigen auf 76,6 Mio EUR (Vorjahr 65,6 Mio EUR)
  • >> Free Cashflow bei minus 15,2 Mio EUR (Vorjahr plus 7,2 Mio EUR)
  • >> Weiterhin gesicherte Liquiditätsposition und solide Bilanzstruktur

Saisonalität des Geschäftsverlaufs Der Geschäftsverlauf der Zumtobel Group unterliegt einer typischen Saisonalität. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres (1. Mai bis 31. Oktober) ist die Geschäftstätigkeit üblicherweise höher, da von Sommer bis Herbst eine relativ höhere Anzahl von Bauprojekten fertiggestellt wird und dabei der Einbau der Beleuchtung als eine der letzten Maßnahmen vorgenommen wird. Im dritten Quartal (1. November bis 31. Januar) ist das Umsatzniveau wegen der Weihnachts- und Winterpause in der Baubranche deutlich niedriger und im Schlussquartal (1. Februar bis 30. April) nimmt die Aktivität wieder sukzessive zu. Einhergehend mit dem Umsatzverlauf entwickelt sich auch das Ergebnis (gemessen am bereinigten EBIT) mit saisonalen Schwankungen, was ein deutlich niedrigeres Ergebnis im zweiten Halbjahr zur Folge hat. Zusätzlich ist das zweite Geschäftshalbjahr häufig mit Ausgaben für Fachmessen belastet.

Für die Ermittlung des Cashflows wurde die indirekte Methode monatsgenau angewandt. Die so erstellten monatlichen Cashflows werden mit dem jeweiligen monatlichen Durchschnittskurs umgerechnet und aggregiert, während die Bilanzpositionen mit dem Stichtagskurs umgerechnet werden. Diese Vorgangsweise führt zu Währungsdifferenzen vor allem in den einzelnen Positionen des Cashflows aus dem operativen Geschäft und damit zu deutlich abweichenden Werten im Vergleich zu den Differenzen der jeweiligen Bilanzpositionen. Die in der Gesamtergebnisrechnung erfassten Beträge gemäß IAS 19, IAS 21 und IAS 39 sind im Cashflow bei den Veränderungen der jeweiligen Bilanzpositionen ausgewiesen.

Höherer Working Capital-Bestand

Zum 30. April 2015 lag der Working Capital-Bestand mit 233,8 Mio EUR um 33,8 Mio EUR über dem Niveau des Vorjahres (200,0 Mio EUR). Dies ist im Wesentlichen auf das insbesondere im vierten Quartal gestiegene Geschäftsvolumen sowie die höheren Vorratsbestände zurückzuführen. Die Bestände an Rohmaterialien und Fertigprodukten wurden überproportional zum Umsatz aufgebaut, um die Produktion sowie Lieferfähigkeit zum Kunden weiterhin sicherzustellen. In Prozent des rollierenden Zwölfmonatsumsatzes erhöhte sich der Working Capital-Bestand im Vergleich zum Vorjahr von 16,0% auf 17,8% und liegt damit innerhalb des vom Konzern definierten Zielkorridors von 16% bis 18%. Dementsprechend kam es aus dem Aufbau von Working Capital im Berichtsjahr zu einem Mittelabfluss in Höhe von 22,6 Mio EUR. Der negative Cashflow-Effekt bei den langfristigen Rückstellungen (28,2 Mio EUR) ergibt sich überwiegend aus der im Gesamtergebnis erfassten Veränderung der IAS 19-Rücklage im Berichtsjahr. Der negative Effekt bei den kurzfristigen Rückstellungen ergibt sich vor allem durch die Auflösung der Rückstellungen für Garantieaufwendungen sowie für belastende Verträge, demgegenüber stiegen die Abgrenzungen für Restrukturierungen. Die Erhöhung der Cashflow-Position "Übrigen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten" im Vergleich zum Vorjahr steht vor allem im Zusammenhang mit den gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern. In Summe reduzierte sich der Cashflow aus dem operativen Geschäft im Geschäftsjahr 2014/15 um 8,9 Mio EUR auf 62,8 Mio EUR (Vorjahr 71,8 Mio EUR).

Working Capital in % von rollierenden 12-Monats-Umsätzen

Für Anlageninvestitionen wurden im Berichtsjahr 76,6 Mio EUR (Vorjahr 65,6 Mio EUR) ausgegeben. Anlageninvestitionen umfassen Investitionen in neue Produktionsanlagen und in die Herstellung von Werkzeugen für neue Produkte, Erweiterungsinvestitionen, Instandhaltungsinvestitionen sowie aktivierte Kosten für F&E in Höhe von 15,9 Mio EUR (Vorjahr 19,0 Mio EUR). Im Berichtsjahr wurde insbesondere in moderne Produktionsanlagen für die industrielle Fertigung von LED-Leuchten und -Komponenten investiert. Der positive Cash-Effekt in der Position "Veränderung liquider Mittel aus Konsolidierungskreisänderungen" bezieht sich auf den Verkauf der Tridonic connection technology GmbH, Österreich und der Tridonic connection technology GmbH & Co. KG, Österreich sowie auf die Erstkonsolidierung der Thorn Lighting Limited Liability Company, Qatar.

Aufgrund hoher Investitionen und gestiegenem Working Capital-Bedarf blieb der Free Cashflow mit minus 15,2 Mio EUR deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (plus 7,2 Mio EUR). Im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von minus 17,1 Mio EUR (Vorjahr minus 13,1 Mio EUR) sind vor allem die Zahlung der Dividende an die Aktionäre der Zumtobel Group AG für das Geschäftsjahr 2013/14 in Höhe von 7,8 Mio EUR sowie die Zinszahlungen in Höhe von 9,0 Mio EUR enthalten.

Zur Sicherung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hält die Zumtobel Group einerseits Liquidität in Form von mehrheitlich täglich verfügbaren Bankguthaben, um erwartete betriebliche Aufwendungen und finanzielle Verbindlichkeiten bedienen zu können, und verfügt andererseits über umfangreiche Betriebsmittelkreditlinien, um Liquiditätsschwankungen auszugleichen, die durch den Geschäftsverlauf auftreten. Zum Bilanzstichtag 30. April 2015 stehen der Gruppe kurzfristige Kontokorrentkreditlinien in Höhe von insgesamt 93,4 Mio EUR (Vorjahr 89,0 Mio EUR) zur Verfügung. Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung stellt der am 08. November 2011 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Oktober 2016 und einem derzeit maximal ausnutzbaren Rahmen von 350 Mio EUR dar. Davon sind zum 30. April 2015 insgesamt 80 Mio EUR (Vorjahr 170 Mio EUR) in Anspruch genommen worden. Neben dem Konsortialkreditvertrag stehen zwei weitere langfristige Kreditverträge über je 40 Mio EUR mit endfälliger Tilgung und einer Laufzeit bis September 2018 beziehungsweise Januar 2020 zur Verfügung, die auf bilateraler Basis vereinbart wurden. Diese beiden Kredite sind per 30. April 2015 vollständig in Anspruch genommen worden und dienten zur teilweisen Rückführung des Konsortialkredites. Damit wurde die durchschnittliche Fristigkeit der Finanzierung deutlich verlängert. Die Finanzierung ist an die Einhaltung von Financial Covenants (Schuldendeckungsgrad kleiner als 3,5 sowie Eigenkapitalquote größer als 25%) geknüpft. Zum 30. April 2015 wurden die Financial Covenants dank eines

Gestiegene Investitionstätigkeit

Gesicherte Liquidität

Rückgang des Free Cashflow auf minus 15,2 Mio EUR

Schuldendeckungsgrades von 1,48 (Vorjahr 1,57) und einer Eigenkapitalquote von 29,7% (Vorjahr 32,5%) vollumfänglich eingehalten. Die Nettoverbindlichkeiten betrugen zum Bilanzstichtag 148,2 Mio EUR (Vorjahr 126,2 Mio EUR) und lagen damit um 22,0 Mio EUR über dem Vorjahreswert.

Bilanzkennzahlen in Mio EUR 30. April 2015 30. April 2014
Bilanzsumme 1.086,3 1.006,6
Nettoverbindlichkeiten 148,2 126,2
Schuldendeckungsgrad 1,48 1,57
Eigenkapital 322,6 327,6
Eigenkapitalquote in % 29,7 32,5
Verschuldungsgrad in % 46,0 38,5
Investitionen 76,6 65,5
Working Capital 233,8 200,0
in % vom rollierenden Zwölfmonatsumsatz 17,8 16,0

Solide Bilanzstruktur

Die Bilanzstruktur der Zumtobel Group ist im Geschäftsjahr 2014/15 weiterhin solide. Die Bilanzsumme stieg im Vergleich zum 30. April 2014 aufgrund des erhöhten Working Capital-Bestands. Das Eigenkapital wurde durch versicherungsmathematische Verluste belastet, resultierend aus der Bewertung der Pensionsund Abfertigungsverpflichtungen zum Abschlussstichtag. Diese waren aufgrund der Bestimmungen des IAS 19 erfolgsneutral zu erfassen. Auf die Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.6.12 wird verwiesen. Dementsprechend sank die Eigenkapitalquote gegenüber dem 30. April 2014 von 32,5% auf 29,7%. Der Verschuldungsgrad (Gearing) – als Quotient von Nettoverbindlichkeiten zum Eigenkapital – verschlechterte sich von 38,5% auf 46,0%.

1.7 Mitarbeiter

Qualifizierte, engagierte und leistungsbereite Mitarbeiter tragen wesentlich zum unternehmerischen Erfolg der Zumtobel Group bei. Mit ihrer fachlichen und persönlichen Kompetenz, ihrer Passion für das Thema Licht, aber auch dank konsequenter Kundenorientierung und mit viel Innovationsgeist schaffen sie anspruchsvolle Lichtlösungen, die weltweit Maßstäbe setzen.

Die strategische Neuausrichtung der Zumtobel Group und die damit verbundenen notwendigen Restrukturierungsmaßnahmen führten im Berichtsjahr zu einem Personalrückgang insbesondere im Bereich der Produktion und im Vertriebsinnendienst. Dem gegenüber stehen personelle Verstärkungen in den zentralen Verwaltungsfunktionen insbesondere zur Unterstützung der dezentralen, unternehmerisch geführten Organisationseinheiten. Aufgrund der erfreulichen Umsatzentwicklung insbesondere im vierten Quartal und dem damit verbundenen höheren Produktionsvolumen erhöhte sich gegen Ende des Berichtsjahres die Anzahl der Leiharbeiter um 220 Beschäftigte. Zum Stichtag 30. April 2015 beschäftigt die Zumtobel Group weltweit insgesamt 7.234 Vollzeitkräfte (inklusive Leiharbeiter). Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Rückgang von annähernd 60 Mitarbeitern. Die Verteilung und Entwicklung nach Tätigkeitsbereichen und Regionen zeigt die folgende Grafik:

Restrukturierungsmaßnahmen führen zu Personalabbau

Verteilung nach Tätigkeitsbereich und Region

Die Mitarbeiterproduktivität – als Quotient von bereinigtem EBIT zu den Personalkosten – entwickelte sich aufgrund des deutlich besseren operativen Ergebnisses von 10,7% im Vorjahr auf 14,7% im Berichtsjahr. Der Umsatz je Mitarbeiter auf Durchschnittsbasis (inklusive Leiharbeiter) verbesserte sich leicht von 172.700 EUR auf 183.000 EUR.

Aktuelle Herausforderungen

Eine nachhaltige und verantwortungsbewusste Personalpolitik ist die Basis für den unternehmerischen Erfolg der Zumtobel Group. Dazu gehören die Qualifizierung bestehender Mitarbeiter durch fachliche und persönliche Weiterentwicklung, die Rekrutierung neuer Talente, die Einbindung von Kollegen in den neuen Märkten und Know-how-Transfer. Zu den großen aktuellen Herausforderungen gehört die Zusammenführung der beiden bislang getrennten Vertriebsorganisationen von Zumtobel und Thorn, abgeleitet von der neuen Organisationsstruktur. Um diesen Kulturwandel zu fördern und größtmögliche Synergieeffekte zu erzielen, gilt es die Qualität der Führung zu fördern und sowohl die Vorgesetzten als auch die Mitarbeiter gezielt zu schulen.

Förderung des Kulturwandels sowie Erzielung größtmöglicher Synergieeffekte

Höhere Mitarbeiterproduktivität

Die Besetzung von Schlüsselpositionen durch unternehmensinterne Talente wird seit Beginn des Berichtsjahres durch die neu geschaffene Funktion eines Talent Managers gezielt gefördert und unterstützt. Für die identifizierten Talente erfolgt ein auf die persönlichen und unternehmerischen Herausforderungen zugeschnittener und durch Talent Management begleiteter Entwicklungs- und Coachingprozess. Damit einher gehen die konkrete Nachfolgeplanung sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung der Führungskräfte. Weiterbildungsangebote und betriebliche Berufsausbildung Die Zumtobel Group bietet ihren Mitarbeitern ein umfassendes internes und externes Trainings- und Weiterbildungsangebot. Wesentlich im Berichtsjahr war die Zusammenführung der einzelnen markenspezifischen Akademien durch einen gruppenweiten Ansatz in die "Global Learning Academy". Im Fokus standen dabei Effizienz-Aspekte und eine Intensivierung des Gruppengedankens durch gemeinsame Aus- und Weiterbildungsaktivitäten im Konzern. Mitarbeiter und Führungskräfte werden im Rahmen von Trainings in der Global Learning Academy zu Führungs-, Methodik- und Sozialkompetenzen geschult. Die Schulungen wurden zu etwa zwei Dritteln durch interne Referenten durchgeführt. Aufgrund der deutlichen Zeit-, Reise- und Kostenersparnisse und insbesondere aufgrund der hohen Anzahl potenzieller Teilnehmer wurde im Berichtsjahr das Online-Schulungsangebot weiter ausgebaut. Darüber hinaus wurden gemeinsam mit den Fachbereichen Train-the-Trainer-Konzepte gruppenweit entwickelt, pilotiert und implementiert. Zum Bilanzstichtag 30. April 2015 waren insgesamt 130 (Vorjahr 147) Auszubildende bei der Zumtobel Group angestellt. Die betriebliche Berufsausbildung ist ein wichtiges Instrument, um dem Fachkräftemangel im Zuge des demographischen Wandels zu begegnen. In den elf Berufsfeldern Elektronik, Elektrotechnik, Maschinenmechanik, Kunststofftechnik, Produktionstechnik, Anlagenelektrik, Werkzeugmechanik, Zerspanungstechnik, Mechatronik, Industriekaufmann und Medienfachmann wird vor allem in Österreich und Deutschland ausgebildet. Soziale Verantwortung Als Arbeitgeber mit einer über Jahrzehnte gewachsenen Unternehmenskultur nimmt die Zumtobel Group ihre soziale Verantwortung für alle Mitarbeiter weltweit wahr und arbeitet kontinuierlich an der Weiterentwicklung verantwortungsbewusster Beschäftigungsbedingungen. Im Verhaltenskodex der Zumtobel Group ist die Einhaltung der Kernarbeitsnormen der International Labour Organization (ILO) verbindlich festgeschrieben. Darüber hinaus bietet die Gruppe ihren Mitarbeitern verschiedene freiwillige soziale Leistungen, darunter Zuschüsse bzw. betriebliche Angebote zu Kranken-, Unfall- oder Lebensversicherung. Die Zumtobel Group legt großen Wert auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. So werden beispielsweise Teilzeitarbeit oder das Arbeiten aus dem Homeoffice ermöglicht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag der Anteil der Teilzeitbeschäftigten bei 4,0% gemessen am gesamten Vollzeitäquivalent. Mütter und Väter, die nach Mutterschutz und Elternteilzeit wieder in den Beruf zurückkehren, werden vom Unternehmen aktiv bei der Wiederintegration unterstützt. Die Zumtobel Group duldet keinerlei Diskriminierung. Dementsprechend sind Leistung und Qualifikation die Basis aller Personalentscheidungen. Die Zumtobel Group, deren Belegschaft einen Anteil weiblicher Mitarbeiter von rund 34% hat, verfolgt keine Zielquote für die Besetzung von Managementpositionen durch weibliche Mitarbeiter. Aufgrund des Fachkräftemangels ist es grundsätzlich eine große Herausforderung, qualifizierte Bewerbungen zu erhalten und die richtigen Fachkräfte für die entsprechende Position zu rekrutieren. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen liegt derzeit bei 13,3%. Gezieltes Talent Management Internes und externes Weiterbildungsangebot Corporate Trainings Fundierte Lehrlingsausbildung in 11 Berufsfeldern Hohe Arbeitsstandards Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie Chancengleichheit und Vielfalt

Leistungsorientierte Vergütungssysteme

Neues Bonussystem

Die Zumtobel Group möchte zur Integration behinderter Jugendlicher beitragen bzw. die Erwerbstätigkeit behinderter Erwachsener fördern. In den einzelnen Gesellschaften der Zumtobel Group werden Mitarbeiter mit körperlicher Beeinträchtigung bestmöglich unterstützt. An Standorten, an denen die gesetzliche Behindertenquote nicht erreicht wird, leistet die Zumtobel Group die vorgeschriebenen Ausgleichszahlungen. Integrative Projekte

Vergütung

Die Zumtobel Group arbeitet auf Grundlage einer einheitlichen Vergütungssystematik mit dem Ziel einer hohen Transparenz und leistungsgerechten Entlohnung. Das Unternehmen entlohnt in der Regel über dem gesetzlichen beziehungsweise kollektivvertraglichen Niveau. Die Durchführung von internen und externen Gehaltsvergleichen gewährleistet, dass Löhne und Gehälter marktkonform sind. Auch in Ländern mit niedrigen Lohnstandards bezahlt die Zumtobel Group Löhne, die über dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn liegen.

Seit Mai 2014 ist der gemeinsame Leistungsindikator für alle bonusberechtigten Mitarbeiter der Total Shareholder Return der Zumtobel Group AG, welcher im relativen Vergleich zum Total Shareholder Return einer klar definierten und relevanten Peer Group gemessen wird. Für das mittlere und gehobene Management wird dieser gemeinsame Leistungsindikator in der Regel durch individuelle Zielsetzungen ergänzt, die positive wie negative Abweichungen vom gemeinsamen Zielerreichungsgrad auf individueller Ebene bewirken können. Die variable Vergütung setzt sich aus einer kurzfristigen Komponente und einer langfristigen Komponente zusammen. Die kurzfristige Komponente wird im Vergabejahr direkt in Cash ausbezahlt. Die Ausschüttung der langfristigen Komponente wird auf die folgenden drei bis fünf Jahre verteilt, wobei die Tranche im jeweiligen Auszahlungsjahr mit dem Zielerreichungsgrad des gemeinsamen Leistungsindikators (Total Shareholder Return relativ zur Peer Group) gewichtet wird. Somit wird der Fokus auf nachhaltige Entscheidungen des Managements gewährleistet.

Anhand systematischer Aufgabenbeschreibungen und Funktionsbewertungen ("Job Mapping") kann die Entlohnung grundsätzlich eingeordnet werden. Auf dieser Basis wird gewährleistet, dass die Bezahlung sowohl der fachlichen Qualifikation entspricht als auch fair und gerecht ist. Durch die Fokussierung auf die Funktionsinhalte werden auch etwaige geschlechterspezifische Ungerechtigkeiten limitiert.

Das Mitarbeiterentwicklungsgespräch ist ein wichtiges Instrument in der Zusammenarbeit von Mitarbeitern und Vorgesetzten. In diesem strukturierten Gespräch treffen Führungskräfte und Mitarbeiter Zielvereinbarungen, entwickeln ein gemeinsames Verständnis über die Werte und die Bedeutung der Unternehmensstrategie in Bezug auf die eigene Aufgabe. Es werden gegenseitige Erwartungen abgeglichen und systematisch Entwicklungspotenziale identifiziert. Je nach individuellem Bedarf werden gemeinsam Maßnahmen zur Weiterentwicklung definiert.

Arbeitssicherheit

Die Vermeidung von Unfällen und der Erhalt der Mitarbeitergesundheit haben in der gesamten Zumtobel Group eine hohe Bedeutung. An allen Standorten werden spezifische Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinien durch lokale Sicherheitsbeauftragte überwacht. Um die Arbeitssicherheit zu erhöhen, werden stetig Maßnahmen wie etwa Mitarbeiterschulungen, Verbesserung der Schutzbekleidung und Erneuerung des Maschinenparks ergriffen. In allen Werken wird monatlich die TRI-Rate (Total Recorded Injuries: Anzahl der Arbeitsunfälle auf eine Million Arbeitsstunden) erhoben. Die häufigsten Verletzungen sind Schnittverletzungen. Für die Leuchtenwerke stieg die TRI-Rate im abgelaufenen Geschäftsjahr leicht auf 16,6 (Vorjahr 14,7) und in den Komponentenwerken sank diese auf 4,7 (Vorjahr 4,8).

Jährliches Mitarbeiterentwicklungsgespräch

Arbeitssicherheit hat einen hohen Stellenwert

1.8 Lieferanten

Qualität, Kosten und Versorgungssicherheit stehen im Mittelpunkt Die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen der Zumtobel Group und ihren Lieferanten ist seit vielen Jahren auf Langfristigkeit, gegenseitiges Vertrauen und Fairness angelegt. Mit mehr als der Hälfte der Lieferanten besteht die Geschäftsbeziehung seit mehr als 15 Jahren. Auf dieser Grundlage kann wirtschaftlich, ökologisch und sozial verantwortungsvoll die Versorgungssicherheit aller wichtigen Rohstoffe und Vorprodukte bei gleichzeitig höchster Qualität sichergestellt werden. Im Berichtsjahr stellten insbesondere die stark schwankenden Währungskonstellationen – der schwache Euro und die daraus resultierende schlechte Kaufkraft in Fremdwährungsmärkten – sowie der schnelle technologische Wandel in Richtung LED den Einkauf der Zumtobel Group vor stetig neue Herausforderungen.

Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung der Zumtobel Group wurde Anfang 2014 auch die Struktur der Einkaufsorganisation grundlegend angepasst. In dem neu geschaffenen zentralen Bereich Group Purchasing wird das Einkaufsvolumen der gesamten Gruppe gebündelt. Durch nun markenübergreifend verantwortliche "Commodity Manager" – spezialisierte Einkäufer, zuständig für die Beschaffung bestimmter Warengruppen – werden die Verhandlungsposition gegenüber Lieferanten verbessert und Synergieeffekte (Bündelung von Mengen, Standardisierung und Ausbau der Lieferantenbeziehungen) erzielt. Die Plattformund "Multi-Sourcing"-Strategie sowie sonstige Schwerpunktaktivitäten haben neben der Kostenoptimierung das Ziel, die Versorgungssicherheit und Qualität auch bei unerwarteten externen Ereignissen und Bedarfsschwankungen sicherzustellen. Die "Multi-Sourcing"-Strategie sieht vor, dass bei umsatzmäßig großen Beschaffungsartikeln mindestens zwei Lieferanten verfügbar und freigegeben sind. Ein besonderes Augenmerk wurde im Berichtsjahr auf die Implementierung von logistischen Konzepten gelegt, welche maßgeschneidert für die einzelnen Fertigungsstandorte mit den Lieferanten vereinbart wurden.

Die Zumtobel Group verfügt weltweit über ein Netzwerk von 1.500 Lieferanten. Gegenüber dem Vorjahr konnte die gesamte Lieferantenbasis weiter reduziert werden, obwohl durch die steigenden Anforderungen der LED-Technologie zahlreiche neue Lieferanten dazugekommen sind. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden mit 8% der Lieferanten mehr als 75% vom gruppenweiten Umsatz getätigt. Ziel ist es, die Gesamtanzahl der Lieferanten weiter zu reduzieren.

Aus Zentraleuropa beziehen alle Marken wesentliche Rohstoffe wie etwa Stahl, Kupfer, Aluminium und Kunststoffgranulat. Elektronische und LED-Komponenten werden insbesondere in Asien zugekauft, wo die wettbewerbsfähigsten Lieferanten angesiedelt sind. Der Anteil des Beschaffungsvolumens aus Asien beläuft sich im Berichtsjahr im Leuchtensegment auf ca. 7% und im Komponentensegment auf ca. 65%.

Beide Segmente der Zumtobel Group haben standardisierte Prozesse zur regelmäßigen Bewertung und Auditierung von Lieferanten etabliert. Diese Bewertung wird vom Commodity Management koordiniert und in Zusammenarbeit mit Technik, Beschaffung und dem Bereich Supplier Quality durchgeführt. Neben den bekannten Erfolgsfaktoren Liefertreue, Qualität und Service werden gleichfalls auch Aspekte der ökologischen und sozialen Verantwortung (Umweltmanagementsystem, Code of Conduct) bewertet. Im Berichtsjahr wurden für das Leuchtensegment 40 Audits durchgeführt, davon 17 bei potenziellen neuen Lieferanten und 23 bei bestehenden Lieferanten. Das Komponentensegment führte im Jahr 2014/15 insgesamt 19 Audits bei bestehenden Lieferanten durch. Mehr als die Hälfte davon waren Nachhaltigkeitsaudits, welche insbesondere die Leistungen in den Bereichen Arbeitsschutz und Umweltmanagement überprüften. Generell erlauben die eingesetzten Bewertungssysteme gezielte Maßnahmen zur gemeinsamen Lieferantenentwicklung, um Schwachstellen zu beseitigen und die Lieferqualität auf Dauer sicherzustellen. Zur Qualifizierung von neuen Zulieferern wurde im Laufe des Berichtsjahrs ein neuer, gruppenweit angewendeter Prozess eingeführt. Alle neuen Zulieferer müssen dabei unter anderem die Einhaltung des Code of Conduct der Zumtobel Group unterzeichnen sowie in einem Freigabeaudit das Vorhandensein eines auditierbaren Qualitätsmanagementsystems nachweisen. Außerdem wird die Einhaltung von Umwelt- und

"Commodity Management" und Risk Management-Strategie

LED-Komponenten werden vor allem aus Asien zugekauft

Systematische Lieferantenbewertung und Audits

Energiemanagementstandards überprüft. Im Code of Conduct-Dokument verpflichtet sich der Lieferant zur Einhaltung der Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und zur Bekämpfung der Korruption. Grundsätzlich gilt, dass Fehlverhalten von Geschäftspartnern gegen den Code of Conduct oder Umweltstandards dokumentiert und Abstellmaßnahmen eingefordert werden. Sollten diese nicht innerhalb angemessener Fristen umgesetzt werden, werden rechtliche Maßnahmen eingeleitet und die Geschäftsbeziehung beendet.

1.9 Qualität

Die Zumtobel Group hat sich höchsten Qualitätsansprüchen verpflichtet. Qualität beinhaltet nicht nur eine fehlerfreie Produktion, sondern darüber hinaus einheitliche Prozess- und Servicequalität in allen Unternehmensbereichen weltweit. Der Anspruch ist, dem Kunden das gewünschte Produkt mit den benötigten Funktionen zum richtigen Zeitpunkt zu liefern, inklusive aller Serviceleistungen. Gleichzeitig erwartet die Zumtobel Group diesen Qualitätsanspruch auch von ihren Zulieferern.

Im Rahmen der kontinuierlichen Verbesserung verfolgt die Zumtobel Group das Ziel, redundante Prozesse zu vermeiden, Abfall und Ausschuss durch Fehlproduktion zu reduzieren, unnötige Transporte zu vermeiden und damit Ressourcen zu schonen. Das minimiert externe und interne Kosten und gleichzeitig die Belastungen für die Umwelt. Das Leuchten- und das Komponentensegment verwenden vielfältige Methoden und Kontrollmaßnahmen, um die Qualität von Prozessen und Produkten kontinuierlich zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen hierbei das Total Quality Management (TQM), Lean Management und die Lean Six Sigma Methode. TQM nutzt verschiedene Instrumente, um bei allen Mitarbeitern und an jedem Arbeitsplatz eine Qualitätskultur zu etablieren. Ziel von Lean Management und Six Sigma ist es, Fehlerquellen zu beseitigen sowie Aktivitäten, die keine Wertschöpfung generieren, zu minimieren. Mit Ausnahme des Werkes in den USA sind alle Produktionsstandorte der Zumtobel Group weltweit nach dem internationalen Standard ISO 9001 für Qualitätsmanagementsysteme zertifiziert. Darüber hinaus sind die Vertriebsorganisationen des Leuchtensegments in Österreich, Deutschland, der Schweiz, Italien, Benelux, der Thorn Vertrieb in Schweden sowie der Vertrieb der Tridonic in Deutschland zertifiziert. Sowohl Zumtobel als auch Thorn haben die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistungsfrist freiwillig auf fünf Jahre verlängert.

Die Zumtobel Group garantiert, dass alle geltenden Normen und Regulierungen bei den Produkten in beiden Segmenten eingehalten werden. Dies gilt insbesondere für Vorschriften zur Lichtqualität und Energieeffizienz sowie für Kennzeichnungspflichten. Zu den gesetzlichen Regulierungen gehören unter anderem die CE-Kennzeichnung (Übereinstimmung mit den EU-Richtlinien), die WEEE-Kennzeichnung (Richtlinie über die Entsorgung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten), REACH (EU-Chemikalienverordnung) sowie RoHS (EU-Richtlinie zur Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe). Zur Sicherstellung dieser Anforderungen hat die Zumtobel Group eine Material-Compliance-Software eingeführt, die ständig weiterentwickelt und den sich ändernden Rahmenbedingungen angepasst wird.

Im Zuge der Neuaufstellung der Zumtobel Group wurden auch die Serviceorganisation und die damit verbundenen servicerelevanten Prozesse angepasst. So kümmert sich nun ein gemeinsames Serviceteam für die beiden Leuchtenmarken Zumtobel und Thorn um den After Sales Service.

Höchste Qualitätsansprüche

Qualitativ hochwertige Prozesse und Produkte

Standards und Vorschriften

1.10 Betrieblicher Umweltschutz

Umweltschutz hat in der Zumtobel Group eine hohe Bedeutung. Nicht nur im Hinblick auf die Entwicklung energieeffizienter Produkte, sondern gleichfalls in Bezug auf eine umweltfreundliche Produktion. Dies umfasst einen sorgsamen und effizienten Umgang mit Ressourcen sowie die Vermeidung und Verminderung von Emissionen und Abfall entlang des gesamten Lebenszyklus der Produkte. Das Umweltmanagement der Zumtobel Group basiert auf drei Säulen: die konsequente Einhaltung interner und externer Richtlinien, zertifizierte Umweltmanagementsysteme nach der Norm ISO 14001 sowie die Anwendung der Lean Six Sigma-Methode. Um den lokalen Anforderungen gerecht zu werden, liegt die operative Verantwortung beim Umweltbeauftragten des jeweiligen Werks. Dieser setzt in Abstimmung mit der lokalen Werksleitung individuelle Schwerpunkte und Ziele und ist verantwortlich für die Umsetzung der Maßnahmen. Der Gedanke des Umweltschutzes ist sowohl in der Vision, Mission und den Werten sowie der Unternehmenspolitik und dem Verhaltenskodex der Zumtobel Group verankert. Um die Leistungen zum Umweltschutz kontinuierlich zu stärken, werden an allen Werksstandorten extern wie intern erkannte Potenziale in Programme gefasst und in strukturierter Form abgearbeitet. Zusätzlich werden die Mitarbeiter durch Schulungen für das Thema Umweltschutz sensibilisiert. So werden beispielsweise neue Mitarbeiter im Rahmen des Einführungsplans speziell zu Umweltthemen geschult. Des Weiteren finden in den europäischen Produktionswerken der Leuchtenmarken jährlich Informationsveranstaltungen zu Gesetzesänderungen im Umweltbereich statt, die durch anerkannte externe Experten moderiert werden. Die Zertifizierung eines Umweltmanagementsystems nach ISO 14001 setzt Verfahren zur kontinuierlichen Verbesserung aller umweltrelevanten Abläufe und Prozesse sowie Methoden, die sicherstellen, dass gesetzliche und behördliche Anforderungen erfüllt werden, voraus. Mit den Tridonic Standorten Dornbirn (Österreich), Jennersdorf (Österreich), Spennymoor (Großbritannien) und Shenzhen (China) sowie den Leuchtenwerken Dornbirn (Österreich), Lemgo (Deutschland), Usingen (Deutschland), Spennymoor (Großbritannien), Les Andelys (Frankreich) und Guangzhou (China) sind die zehn bedeutendsten Produktionsstandorte der Zumtobel Group nach ISO 14001 zertifiziert. Ziel eines Energiemanagementsystems nach ISO 50001 ist es, die Energieleistung im Unternehmen zu überwachen und zu steuern, um damit die Energieeffizienz zu erhöhen. Nachdem das Produktionswerk der Tridonic in Dornbirn (Österreich) 2013 als erster Standort in der Zumtobel Group die Zertifizierung nach dem internationalen Standard ISO 50001 für Energiemanagementsysteme (EnMS) bestanden hat, wurden im Kalenderjahr 2014 auch das Komponentenwerk in Jennersdorf (Österreich) und das Leuchtenwerk in Dornbirn (Österreich) erfolgreich zertifiziert. Anfang 2015 konnte mit dem Komponentenwerk in Spennymoor (Großbritannien) der Zertifizierungsumfang nochmals erweitert werden. Die Methode Lean Six Sigma wird im Components Segment seit 2003 und im Lighting Segment seit 2008 erfolgreich angewendet. Diese Managementphilosophie beinhaltet eine ressourceneffiziente Produktion, Reduzierung der negativen Umweltauswirkungen und Steigerung der Sicherheit für die Mitarbeiter. Ein schonender Umgang mit Ressourcen ist ein wesentlicher Bestandteil der Lean Six Sigma-Philosophie, die sich in der kontinuierlichen Analyse der Kennzahlen, Identifizierung von Verbesserungspotenzialen und daraus abgeleiteten Maßnahmen widerspiegelt. Fester Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie Umweltmanagement: Globale Richtlinien lokal umgesetzt Schulungen zum Thema Umweltschutz Zertifiziertes Umweltmanagement nach ISO 14001 Zertifiziertes Energiemanagement nach ISO 50001 Lean Six Sigma-Methode

1.11 Forschung und Entwicklung

Kennzahlen für F&E

Forschung und Entwicklung in Mio EUR

und -Drivern sowie das Technologie-Scouting.

Forschung und Entwicklung (F&E) ist durch die Entwicklung und Anwendung neuer Technologien ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Zumtobel Group. Entsprechend dem Ziel, die hervorragende Technologieposition der Zumtobel Group weiter auszubauen, wurde der F&E-Aufwand im Berichtsjahr um weitere 10,0% auf 79,0 Mio EUR erhöht.

Entwicklungskosten 75,3 68,6 9,7 Forschungsaufwand 3,7 3,2 14,9

F&E-Aufwand gesamt 79,0 71,8 10,0
in % vom Umsatz 6,0 5,8
Mitarbeiter (Vollzeitkräfte) F&E 593 602 -1,5
Die eigentliche Produktentwicklung liegt in der Zuständigkeit der einzelnen Marken. Auf Gruppenebene sind
insbesondere koordinative Aufgaben zur Vermeidung von Überscheidungen in der Produktentwicklung,
Forschungsförderung und Gremienarbeit, die Standardisierung und Weiterentwicklung der Werkzeuge wie
CAD- und Simulationsprogramme sowie die Anmeldung, Verwaltung und Verteidigung der Schutzrechte
angesiedelt. Ebenfalls auf Gruppenebene behandelt werden die Themen Standardisierung von LED-Modulen

Die Schwerpunkte der F&E-Aktivitäten leiten sich von der "Wirkungskette" der Beleuchtung ab: Lichtquelle, Optik, Betriebsgeräte und Lichtsteuerung. Wesentliche Themen hierbei sind: LED, OLED, Quantum Dots (QD) und Laser bei den Lichtquellen, neue optische Konzepte zur Lichtlenkung bei LEDs, neue Betriebsgeräte und Betriebskonzepte zum Betrieb von LEDs und OLEDs sowie neue Ansätze zum Management von Beleuchtungsanlagen. Mit dem Abflachen der Effizienzsteigerung der LEDs und der Zunahme von Prozessor- und Speicherleistung in den Betriebsgeräten verlagert sich der Schwerpunkt der Entwicklungsleistung langsam von der Lichtfunktion hin zu Zusatzfunktionen mit Mehrwert für den Kunden.

Die Innovationskraft des Unternehmens hängt maßgeblich mit F&E zusammen. Ein umfangreiches Patentportfolio gerade im Bereich der neuen Technologien sichert den Marken der Zumtobel Group Wachstum, Wettbewerbsvorsprung und den Zugang zu strategischen Kooperationen mit anderen Unternehmen. Im Berichtsjahr wurden vom Leuchtensegment 64 (Vorjahr 94) und vom Komponentensegment 97 (Vorjahr 73) Patente angemeldet. Des Weiteren wird jährlich der Neuproduktanteil (Produkte nicht älter als drei Jahre) am Umsatz erhoben. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden im Leuchtensegment 40,7% (Vorjahr 32,6%) und im Komponentensegment 71,3% (Vorjahr 54,1%) mit neuen Produkten umgesetzt. Die Anzahl aktiver gewerblicher Schutzrechte von derzeit circa 7.600 – darunter 4.295 Patente – und der Neuproduktanteil am Gesamtumsatz sprechen für die Innovationskraft des Unternehmens.

Technologischer Wandel

Der Bereich F&E ist einerseits nach wie vor stark geprägt durch Weiterentwicklungen in der LED-Technologie, andererseits durch zunehmende Intelligenz der Systeme sowie der Notwendigkeit leistungsfähigerer Schnittstellen. Leuchten und damit auch deren Komponenten werden Teilnehmer im Internet der Dinge (Internet of Things, IoT). Dies erfordert insbesondere einen Ausbau der Kapazitäten und Einzelne Marken sind für Produktentwicklung zuständig

Energieeffizienz, Lichtqualität und intelligente Steuerungen stehen im Mittelpunkt

Weiterhin hohe Innovationskraft

Von reiner Hardware zu einer Mischung aus Hardware, Software und Service

Neuerlicher Anstieg der F&E-Aufwendungen

2014/15 2013/14 Veränderung

in %

Kompetenzen im Bereich von Systemarchitektur, Software-Entwicklung und Datenmanagement. Diese erweiterte Hard- und Softwarestruktur wird auch die Basis für zukünftige Servicedienstleistungen darstellen.

Neben der gezielten Förderung der Qualifikation der Mitarbeiter in Richtung Elektronik-, Software- und Systemkompetenz kann den Herausforderungen insbesondere durch modularen Produktaufbau, standardisierte Hardware und Differenzierung über Software begegnet werden. Entwicklungspartnerschaften und offene Systeme werden zukünftig einen großen Stellenwert einnehmen. Darüber wächst die F&E-Organisation über europäische Grenzen hinaus. Alle Marken haben ihre F&E-Aktivitäten in China ausgebaut. Ziel ist ein Transfer im Bereich neuer Technologien, Nutzung derselben Werkzeuge und Schaffung einheitlicher Prozesse, um die Entwicklung globaler Produkte für globale Märkte sowie kostengünstiger Produkte für den lokalen asiatischen Markt zu fördern. Die Verstärkung der Software-Aktivitäten und -Kompetenzen hat auch zu einem Ausbau der amerikanischen und australischen Entwicklungsstätten geführt.

Forschungskooperationen mit Universitäten

Zunehmende Bedeutung von strategischen Partnerschaften

Neben der bereits etablierten Zusammenarbeit mit auf dem Gebiet der Licht- und Leuchtentechnik sowie Architektur tätigen Universitäten wie Illmenau, Berlin, Hamburg (alle Deutschland), Graz (Österreich) und Zürich (Schweiz) wird nun auch verstärkt mit Universitäten auf dem Gebiet von Hard- und Software-Entwicklung sowie Kommunikationstechnik kooperiert; dasselbe gilt auch für außeruniversitäre Forschungseinrichtungen wie etwa die Fraunhofer Institute. Gerade im Bereich der Entwicklung von Software wie z. B. Anwendungen für mobile Endgeräte (sogenannte Apps) sowie die benutzerfreundliche Gestaltung von Bedienschnittstellen (User Interfaces) kommt auch deren formaler Gestaltung große Bedeutung zu. Auf diesem Gebiet wird auch mit kleineren Designbüros sowie Spin-offs größerer Firmen kooperiert.

1.12 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag zum 30. April 2015 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft eingetreten, die zu einer Änderung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage geführt hätten.

1.13 Internes Kontrollsystem

Die Zumtobel Group orientiert sich beim Internen Kontrollsystem (IKS) sowie beim Risikomanagement seit vielen Jahren an den methodischen Grundlagen der Rahmenwerke des Committee of the Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO): Dies ist zum einen das COSO "Internal Control – Integrated Framework" und zum anderen das "Enterprise Risk Management – Integrated Framework". Hinzu kommt im Bereich der IT-Kontrollen das COBIT IT Governance Framework von ISACA (Information Systems Audit and Control Association). Das Interne Kontrollsystem ist definiert als die Gesamtheit der in die Prozesse integrierten Überwachungs- und Steuerungsmaßnahmen zur Sicherung der Vermögenswerte des Unternehmens, der Vollständigkeit und Zuverlässigkeit von Informationen und Systemen, der Wirtschaftlichkeit und Effektivität von Prozessen sowie der Compliance mit gesetzlichen, vertraglichen und internen Regelungen.

Verantwortung für das Interne Kontrollsystem ist deckungsgleich mit der Business-Verantwortung

COSO-Modelle und anerkannte Best Practices bilden Grundlagen

Die Verantwortung für die Implementierung und Überwachung des Internen Kontrollsystems liegt beim prozessverantwortlichen Management und wird auf zentralen wie dezentralen Ebenen wahrgenommen. Die übergreifenden Rahmenbedingungen werden zentral vom Vorstand vorgegeben und sind in der Corporate Policy on Internal Control System schriftlich fixiert. Die Umsetzung dieser Regelungen erfolgt durch das Linienmanagement. Die Konzernrevision (Corporate Internal Audit) als unabhängige Prüfungsinstanz unterstützt die Organisation bei der laufenden Überwachung und Verbesserung des Internen Kontrollsystems.

Etablierte und anerkannte Schlüssel-

kontrollen

1.13.1 Grundsätze des Internen Kontrollsystems

Das Interne Kontrollsystem der Zumtobel Group stützt sich seit Jahren unter anderem auf folgende Schlüsselkontrollen:

  • >> Integrität und ethische Werte
  • >> Transparente Organisationsstruktur
  • >> Systematisch definierte Unternehmensrichtlinien und Verfahren (Policies & Procedures)
  • >> Klare Zuweisung von Rollen und Verantwortlichkeiten
  • >> Klar definierte Entscheidungskompetenz und Verantwortlichkeit mit entsprechend gestaffelten Freigabe- und Genehmigungsverfahren
  • >> Angemessene Dokumentation der Prozesse
  • >> Funktionstrennung und Vier-Augen-Prinzip
  • >> Vollständigkeitskontrollen, Plausibilitätsprüfungen, Quervergleiche und Abweichungsanalysen
  • >> Abstimmungsverfahren, Konsistenz- und Gültigkeitsprüfungen
  • >> Analytical Reviews durch die Fachbereiche und das Management
  • >> Angemessene allgemeine IT-Kontrollen (IT General Controls)
  • >> IT-Anwendungskontrollen wie Mussfelder, Prüfziffern und Logikabfragen (IT Application Controls)
  • >> Laufende und gezielte Beurteilung durch das Management
  • >> Prüfungen durch die Konzernrevision

Für die einzelnen Kontroll- und Steuerungsmaßnahmen gelten in der Zumtobel Group folgende Grundsätze:

  • >> Das Interne Kontrollsystem wird als ein integraler Bestandteil der Unternehmensprozesse verstanden und ist kein separates, von den betrieblichen Prozessen getrenntes System.
  • >> Das Interne Kontrollsystem ist risikoorientiert, d.h. die Überwachungs- und Steuerungsmaßnahmen sind dem Umfang und der Intensität des zu kontrollierenden Risikos angemessen (Kosten-Nutzen-Betrachtung).
  • >> Präventive Kontrollen sind aufdeckenden und korrigierenden Kontrollen vorzuziehen.
  • >> Primär sollen automatisierte Kontrollmaßnahmen zum Einsatz kommen. Wo das nicht möglich oder sinnvoll ist, werden organisatorische bzw. manuelle Kontrollen verwendet.

Die schriftliche Dokumentation der Prozesse, des Internen Kontrollsystems sowie der durchgeführten Kontrollen ist so gestaltet, dass sich ein sachverständiger Dritter in angemessener Zeit ein verlässliches Bild über Prozesse, Risiken und Kontrollen verschaffen kann.

1.13.2 Internes Kontrollsystem in der Finanzberichterstattung

Die Corporate Policy on Internal Control System enthält eine umfassende Darstellung der für die Finanzberichterstattung der Zumtobel Group wichtigen Prozesse und Systeme:

  • >> Jahres- und Quartalsabschlüsse sowie Konzernabschlüsse der Zumtobel Group AG und der wesentlichen Konzerngesellschaften, jeweils inklusive Lagebericht und Anhang sowie Unterlagen und Informationen für Analysten, Investoren und Roadshows.
  • >> Alle für die Finanzberichterstattung wesentlichen IT-Systeme, was neben den buchführenden Systemen auch wichtige Systeme für die Veröffentlichung der Finanzberichte umfasst.

Zur schriftlichen Dokumentation der Prozesse und des Internen Kontrollsystems in der Finanzberichterstattung ist im Intranet der Zumtobel Group ein eigenes Themenportal eingerichtet. Es enthält unter anderem die sogenannte COSO-Matrix, in der entlang der fünf Komponenten des COSO-

Grundsatz der Angemessenheit von Risiko und Kontrolle

Angemessene schriftliche Dokumentation Modells (Internal Environment, Risk Management, Control Activities, Information & Communication, Monitoring) die wesentlichen Merkmale des Internen Kontrollsystems dargestellt sind.

  • In der Zumtobel Group sind unter anderem die Unternehmenswerte, der Verhaltenskodex (Code of Conduct) sowie die Aufbauorganisation (Organigramme) schriftlich dokumentiert und im Intranet für alle Mitarbeiter verfügbar. Das Gleiche gilt für die Satzung, die Geschäftsordnungen, die Geschäftsverteilungspläne, die Themenbereiche Corporate Integrity und Corporate Responsibility und weitere gruppenweit gültige Richtlinien und Regelungen. Internal Environment
  • Risikomanagement wird in der Zumtobel Group in zweierlei Hinsicht betrieben: Einerseits gibt es einen gesonderten, von der Konzernzentrale gesteuerten Enterprise Risk Management-Prozess, der sich um die konzernweiten Risiken und das zentrale Risikoreporting kümmert. Andererseits erfolgt das prozessspezifische Risikomanagement integriert in den einzelnen Geschäftsprozessen durch die jeweiligen Prozessverantwortlichen. Eine umfassende Erläuterung des Risikomanagements befindet sich im Konzernlagebericht in Kapitel 1.14. Risk Management
  • In der Zumtobel Group basieren die Kontrollmaßnahmen unter anderem auf den Corporate Policies und dem Corporate Authorisation Framework (konzernweite Genehmigungs- und Freigaberegelungen). Von besonderer Bedeutung für das Interne Kontrollsystem in der Finanzberichterstattung sind das Finance Group Manual und die gruppenweit einheitliche Closing Checklist. Im Finance Group Manual sind alle für die Zumtobel Group wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze enthalten. Die Closing Checklist enthält all jene Aufgaben und Kontrollschritte, die im Rahmen der Aufstellung der Periodenabschlüsse zwingend ausgeführt werden müssen. Control Activities
  • In der Zumtobel Group stützt sich die Informationserfassung und -verarbeitung wesentlich auf die zentralen SAP-Systeme. Die Datenaufbereitung und -ausgabe erfolgt entweder direkt mit diesen Systemen oder über das SAP Business Warehouse. Daraus werden standardisierte Monats-, Quartals- und Jahresberichte erstellt, die den Vorstand und das Management bei der Wahrnehmung ihrer Überwachungs- und Kontrollfunktion unterstützen. Das konzernweite Intranet ("Lightweb"), basierend auf einem Enterprise Wiki sowie Microsoft Sharepoint, ist darüber hinaus die bedeutendste Informations-, Dokumentations- und Collaboration-Plattform der Zumtobel Group. Information & Communication
  • Zum Monitoring gehören einerseits laufende Überwachungsaktivitäten im Rahmen der normalen Managementaktivitäten und andererseits gesonderte Beurteilungen durch separate Überwachungsfunktionen. Beispielsweise überwacht das Management die Leistung von Segmenten und Gesellschaften anhand monatlicher Reviews. Für die gesonderte Überwachung des Internen Kontrollsystems sind die Konzernrevision, Corporate Controlling sowie die Qualitätsmanagement-Fachbereiche zuständig. Der externe Review der Halbjahres- und die Prüfung der Jahresabschlüsse werden durch den Wirtschaftsprüfer vorgenommen, der durch sein internationales Netzwerk die Anwendung einheitlicher Prüfungsstandards in allen Konzerngesellschaften sicherstellt. Eine weitere Überwachung des Internen Kontrollsystems findet durch den Prüfungsausschuss der Zumtobel Group AG statt, der sich in jeder Sitzung über den Rechnungslegungsprozess, die Jahresabschlussprüfung bzw. den Halbjahresreview, den aktuellen Stand des Risikomanagements und des Internen Kontrollsystems in der Finanzberichterstattung sowie die Prüfungsaktivitäten der Konzernrevision berichten lässt. Monitoring

1.13.3 Weiterentwicklung

Das Interne Kontrollsystem der Zumtobel Group wird hinsichtlich Wirksamkeit und Effizienz fortlaufend an sich ändernde Bedingungen und neu identifizierte Risiken und Chancen angepasst.

Wesentliche Weiterentwicklungen im Bereich Rechnungswesen im laufenden Geschäftsjahr waren die Konkretisierung der bestehenden Kreditmanagement-Richtlinie mit der Implementierung eines Vetorechts für Kreditmanager, die Einrichtung eines IT-Systems hinsichtlich der Unterstützung der richtigen Klassifizierung von Geschäftsvorfällen aus umsatzsteuerlicher Sicht sowie die Implementierung einer Eingangsrechnungslesesoftware mit zusätzlichen Kontrollfunktionen und integrierten Freigabeworkflows.

Weitere Arbeitsschwerpunkte waren die Anpassung verschiedener Corporate Policies, unter anderem ausgelöst durch die Konzernumstrukturierung sowie die inhaltliche Weiterentwicklung von Kontrollen. Die vor einigen Jahren eingeführten unterjährigen Bilanz- sowie Cash & Bank-Reviews durch Corporate Finance und Corporate Treasury wurden fortgeführt und die Konsolidierung sowie Abbildung der weltweit verwendeten Bankkonten der Konzerngesellschaften im zentralen Treasury-System wurde fortgesetzt.

Ein weiterer Schwerpunkt bestand in dem Aufbau einer eigenständigen Compliance-Abteilung als Ergebnis der externen Evaluierung des Compliance-Management-Systems (CMS) im vergangenen Geschäftsjahr. Seit Juli 2014 erfolgt die Konzeption und der schrittweise Auf- und Ausbau des CMS durch die Abteilung Corporate Integrity unter Leitung des Chief Ethics & Compliance Officers. Als wesentliche Tätigkeitsfelder von Corporate Integrity wurden präventive Antikorruptionsmaßnahmen wie etwa durch in die SAP-Prozesse integrierte Prüf- und Genehmigungsroutinen, Anti-Fraud-Management, Insider Compliance gemäß Emittenten-Compliance-Verordnung (ECV), Datenschutz sowie die Überprüfung der Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) definiert. Ein Ausbildungs- und Schulungsprogramm zum Verhaltenskodex, Insider-Compliance, Korruptions- und Betrugsprävention, Datenschutz sowie weiteren zentralen Aspekten des Compliance Managements befindet sich im Aufbau. Darüber hinaus wird von Corporate Integrity ein zentrales Management der Konzernrichtlinien (Corporate Policies) aufgebaut, welches der regelmäßigen Überprüfung, Anpassung, Harmonisierung und Kommunikation der einzelnen Konzernrichtlinien dient.

Weiterhin besteht eine eng abgestimmte Zusammenarbeit zwischen Corporate Integrity und der Rechtsabteilung, der Konzernrevision, dem Risikomanagement, der Personalabteilung sowie der IT. Der Chief Ethics & Compliance Officer berichtet regelmäßig in den Vorstandssitzungen über aktuelle Compliance-Themen sowie Planung und Fortschritt beim Auf- und Ausbau des CMS. Er trifft sich mindestens zweimal jährlich zu Vier-Augen-Gesprächen mit dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und berichtet ebenfalls zweimal jährlich an den Prüfungsausschuss über Status und wesentliche Entwicklungen im Bereich Compliance.

Im Intranet-Informationsportal zu Fraud-Awareness wurden unter anderem mehrere Warnmeldungen zu externen Betrugsversuchen wie etwa Phishing-Angriffen mittels Telefon oder E-Mail verbreitet, um das Bewusstsein der Mitarbeiter zu schärfen. Der jährliche fragebogenbasierte Fraud-Awareness-Check wurde von Corporate Integrity vollständig überarbeitet, um Fragen zu wesentlichen Ethics & Compliance-Themen ergänzt und mit einem wesentlich erweiterten Teilnehmerkreis durchgeführt. Die Bestellung des Chief Ethics & Compliance Officers ist ein deutlicher Beleg für den großen Stellenwert, welchen die Zumtobel Group den Themen Corporate Governance, Ethics & Compliance beimisst. Der eingeschlagene Weg ständiger Verbesserung und laufender Weiterentwicklung des Internen Kontrollsystems wird dadurch weiter gestärkt und auch im neuen Geschäftsjahr fortgesetzt.

1.14 Risikomanagement

Systematischer Ansatz für frühzeitiges Erkennen von Chancen und Risiken

Die Zumtobel Group ist sich bewusst, dass ein angemessenes Chancen- und Risikomanagementsystem – ebenso wie ein Internes Kontrollsystem – ein wesentlicher Beitrag zum Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsposition ist. In der Zumtobel Group bedeutet Risikomanagement die aktive Auseinandersetzung mit Risiken zur Sicherung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und gleichermaßen das Erkennen von Chancen sowie die Abwägung von unternehmerischen Entscheidungen. Ziel des Risikomanagements ist es, durch einen systematischen Ansatz Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, um so aktiv durch geeignete Maßnahmen auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren zu können. Bei der Zumtobel Group ist das Risikomanagement ein eigenständiger, strategisch ausgerichteter Prozess sowie Teil der operativen Führungsarbeit. Basisinstrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind neben einer im Geschäftsjahr 2011/12 konzernweit implementierten Risikomanagement-Software standardisierte Planungsund Controlling-Prozesse, konzernweite Richtlinien, eine laufende Berichterstattung sowie das Interne Kontrollsystem (siehe Punkt 1.13).

Risikomanagement basiert auf anerkannten Best Practices und Standards

Die in der Konzernzentrale als Teil des Konzerncontrollings angesiedelte Funktion "Corporate Risk Management" ist für die ständige Weiterentwicklung des Risikomanagement-Prozesses sowie für die Koordination des gruppenweiten Risikomanagements und die Risikoüberwachung zuständig. Das Risikomanagementsystem der Zumtobel Group ist eng mit den Controlling-Prozessen und dem Internen Kontrollsystem verknüpft. Das bei der Zumtobel Group implementierte Risikomanagementsystem basiert ebenso wie das Interne Kontrollsystem auf den methodischen Grundlagen des COSO-Modells. Eine systematische Identifizierung und Bewertung der Risiken und Chancen wird dreimal jährlich dezentral von den "Risk-Ownern" der operativen Einheiten durchgeführt. Diese Evaluierung erfolgt mittels standardisierter Werkzeuge und Verfahren. Die Bewertung der Ereignisse hinsichtlich ihrer Auswirkung auf die Ergebnisse der Gruppe sowie deren Eintrittswahrscheinlichkeit erfolgt ebenfalls mittels konzernweit definierter Methoden. Für wesentliche Risiken und Chancen werden Maßnahmen zur Steuerung definiert und umgesetzt. Das Corporate Risk Management begleitet diese Prozesse und führt ein regelmäßiges Maßnahmencontrolling durch. Ad-hoc auftretende Risiken werden, sofern bedeutend, umgehend an die zentrale Risikomanagement-Abteilung gemeldet, der Vorstand wird entsprechend informiert. Richtlinien und Prozessbeschreibungen zum Risikomanagement stehen konzernweit zur Verfügung.

Die Steuerung der meisten Risiken findet dezentral in den operativen Einheiten statt. Manche Risiken mit konzernweiter Bedeutung werden jedoch zentral über spezielle Richtlinien geregelt, so zum Beispiel das Kreditmanagement oder der Umgang mit Währungsrisiken.

Berichtswesen hat eine zentrale Bedeutung

Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken kommt dem Berichtswesen eine zentrale Bedeutung zu. Der Vorstand wird regelmäßig von den operativen Geschäftsführungen über die aktuelle und die zu erwartende Geschäftsentwicklung sowie über vorhandene Risiken und Chancen informiert. Darüber hinaus existiert neben dem monatlichen Managementbericht, der eine Zusammenfassung der wesentlichen Finanzkennzahlen als auch Performance-Entwicklungen aufzeigt, ein Risikobericht, welcher die kritischen Erfolgsfaktoren und kurzfristigen Risikothemen der einzelnen Geschäftsbereiche und des Konzerns abbildet. Der Aufsichtsrat wird jedes Quartal mithilfe eines Risikoberichts sowie halbjährlich im Rahmen des Prüfungsausschusses über die wesentlichen Risiken und Chancen der Gruppe in Kenntnis gesetzt. Die Risikoermittlungs- und Bewertungsverfahren und Werkzeuge der Gruppe werden unter Hinzuziehung der Internen Revision und des Abschlussprüfers ständig verbessert und weiterentwickelt. Der Konzernabschlussprüfer beurteilt im Zweijahresrhythmus die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements der Zumtobel Group und berichtet darüber an Vorstand und Aufsichtsrat.

Die Chancen der Zumtobel Group sind in Kapitel 1.1 ausführlich beschrieben. Die wesentlichen Risiken und Handlungsmöglichkeiten stellen sich im Einzelnen wie folgt dar:

1.14.1 Markt- und Wettbewerbsrisiken in der Beleuchtungsindustrie

Ein wesentliches Risiko für die Geschäftsentwicklung der Zumtobel Group besteht in der unsicheren konjunkturellen Entwicklung der wichtigsten Absatzmärkte, insbesondere in Europa. Eine erneute Abschwächung der Konjunktur könnte dazu führen, dass sich der Auftragseingang der Zumtobel Group deutlich verringert und bestehende Aufträge verzögert oder storniert werden. Darüber hinaus könnten verstärkte Sparanstrengungen bei den Ausgaben durch die öffentliche Hand sowie ein verstärkter Lagerabbau durch die Großhändler die Umsatzentwicklung belasten. Dadurch ergeben sich Risiken in Bezug auf die allgemeine Ergebnisentwicklung, belastet durch Unterauslastung in der Produktion, erhöhten Preisdruck und negative Produktmixverschiebungen. Gegebenenfalls notwendige Maßnahmen zur Anpassung der Strukturkosten und Kapazitäten an ein schwieriger werdendes Marktumfeld oder im Rahmen der organisatorischen beziehungsweise strategischen Neuausrichtung der Zumtobel Group könnten zu zusätzlichen Restrukturierungsaufwendungen führen, die das Ergebnis negativ beeinträchtigen könnten.

Die Geschwindigkeit des technologischen Transformationsprozesses von der konventionellen Beleuchtung in Richtung LED stellt für die gesamte Lichtindustrie eine große Herausforderung dar. Insbesondere die höhere Produktvielfalt, die kürzeren Innovationszyklen und steigende Systemkomplexität der digitalen Beleuchtung führen zu steigenden Forschungs- und Entwicklungsausgaben.

Aggressive und etablierte Wettbewerber, allen voran die asiatischen LED-Chip-Produzenten, drängen auf den professionellen Lichtmarkt und streben eine Vorwärtsintegration an. Diesen Unternehmen fehlt allerdings zum Großteil einschlägiges Anwendungswissen über alle relevanten Bereiche der Innen- und Außenbeleuchtung, die Kompetenz für komplexe Lichtmanagementsysteme sowie das umfassende direkte Vertriebsnetzwerk.

Das Fehlen von geeigneten Fachkräften, wie etwa in den Bereichen der F&E und des Vertriebes, kann die langfristige Ausrichtung einer Unternehmung gefährden, Wachstumspotenziale können dann nur unzureichend ausgeschöpft werden. Zur Sicherstellung der notwendigen Kompetenzen legt der Konzern großen Wert auf die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter, sowohl durch Ausbildung in eigenen Akademien als auch durch externe Schulungsprogramme. Die weiteren Eckpfeiler der Personalarbeit sind eine leistungsgerechte Entlohnung, eine positive Arbeitsatmosphäre, internationale Karrierechancen und Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Es kann jedoch nie ausgeschlossen werden, dass gut qualifizierte Mitarbeiter abgeworben werden.

1.14.2 Geschäftsrisiken

Der Zugang zu einem globalen Netzwerk von Meinungsbildnern und Entscheidungsträgern ist sowohl im Projektgeschäft der Marken Zumtobel und Thorn wie auch im OEM-Geschäft der Zumtobel Group von großer Bedeutung. Die Zumtobel Group setzt zur optimalen Betreuung dieses Netzwerks hochqualifizierte, in internen Akademien ausgebildete Vertriebs- und Marketingteams ein. Ebenso sind intensive Kundenschulungen Bestandteil des Kundenbindungsprozesses. Das Unternehmen pflegt zudem ein weitreichendes technologisches Netzwerk mit Forschungsinstituten und Universitäten. So gelingt es der Zumtobel Group, ein führender technologischer sowie designorientierter Trendsetter zu bleiben.

Mithilfe der Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb kann die Marktposition gefestigt und eine angemessene Margenqualität sichergestellt werden. Die Zumtobel Group steht sowohl im Leuchten- als auch im Komponentengeschäft vor der Herausforderung, ihre starke Technologieposition in der Branche regelmäßig zu beweisen und Neuentwicklungen an sich ändernde Bedürfnisse der unterschiedlichen Anwendungsgebiete anzupassen. Dies geschieht durch einen konsequenten Fokus der Zumtobel Group auf das Thema Innovation und die enge Zusammenarbeit zwischen Entwicklung und Vertrieb.

Risiken aus der Konjunkturentwicklung

Technologiewechsel durch LED

Konkurrenz aus Asien

Risiken im Personalmanagement

Zugang zu globalen Netzwerken von Entscheidungsträgern

Marktakzeptanz für die neuen Produkte

Die Zumtobel Group ist ein weltweit agierender Konzern, wobei Europa mit über 80% vom Umsatz der mit Abstand wichtigste Absatzmarkt ist. In diesen Kernregionen konzentrieren sich auch die Investitionen in Sachanlagen, die politischen Risiken wie etwa Enteignungen von Wirtschaftsgütern, Kapitaltransferverbote und Krieg werden in diesen Märkten als gering eingeschätzt. In den übrigen Märkten agiert der Konzern vorwiegend mittels lokaler Vertriebsorganisationen sowie einigen wenigen Agentenverträgen. Gleichzeitig werden neue Investitionsvorhaben unter Berücksichtigung politischer Risiken bewertet. Durch die Sanktionen der Europäischen Union gegenüber Russland, die anhaltenden Unruhen in der Ukraine sowie die weiterhin bestehenden Krisenherde in einigen der nordafrikanischen Länder sowie auf der Arabischen Halbinsel gibt es wirtschaftliche Risiken, die sich sowohl absatzseitig als auch auf der Beschaffungsseite negativ auswirken können. Der Beitrag dieser Länder zum Gruppenumsatz der Zumtobel Group ist allerdings sehr gering. Politische Risiken

Eine stark steigende Nachfrage nach Rohstoffen in konjunkturellen Aufschwungsphasen kann zu einer Verknappung der weltweiten Bestände führen. Die kontinuierliche Lieferfähigkeit kann teilweise nur mittels langfristiger Disposition sichergestellt werden. Die Weltmarktpreise der für die Zumtobel Group wichtigsten Materialien wie etwa Kunststoffgranulate, Aluminium und Stahl haben sich im letzten Jahr aufgrund der konjunkturellen Unsicherheiten stabilisiert beziehungsweise sind teilweise gesunken. Aufgrund des eingesetzten Technologiewandels ist der Anteil der LED-Zukaufprodukte (LED-Chip, LED-Modul oder LED-Light-Engine) am gesamten Rohmaterialbedarf signifikant angestiegen. Für diese in US-Dollar denominierten Produkte beobachtet die Zumtobel Group sinkende Preise, welche durch die Aufwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro teilweise wieder aufgehoben werden. Energie wie etwa Strom, Gas und Öl ist für die Zumtobel Group von geringerer Bedeutung, das Ergebnisrisiko aufgrund von Energiepreisänderungen ist daher unwesentlich. Beschaffungsrisiken

Die Zumtobel Group ist als Lieferant von Qualitätsprodukten bekannt und setzt dieselbe Eigenschaft bei ihren Lieferanten voraus. Durch konsequente Lieferantenaudits und Wareneingangsprüfung können Qualitätsrisiken frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Eine professionelle Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Lieferanten ermöglicht der Unternehmensgruppe eine frühzeitige Erkennung und Beseitigung möglicher Risiken. Um das Risiko eines Lieferantenausfalls so gering als möglich zu halten, verfolgt die Zumtobel Group eine "Multi-Sourcing"-Strategie. Weitere Details dazu unter Kapitel 1.8 Lieferanten.

Zur Minimierung der EDV-Risiken wird moderne Hard- und Software mit entsprechenden Wartungsverträgen eingesetzt. Angriffen durch IT-Hacker wird mit mehrstufigen Firewall- und Virenschutzkonzepten bestmöglich vorgebeugt. Zur Absicherung der EDV-Systeme wird neben dem modernen Hochsicherheitsrechenzentrum ein zusätzliches Backup-Rechenzentrum betrieben. Damit die Informationstechnologie der Gruppe stets die Geschäftsanforderungen erfüllt, hat das IT-Management eine Vielzahl von Prozessen, Richtlinien und Maßnahmen entwickelt. Diese werden periodisch überprüft und, wo notwendig, angepasst. Durch eine regelmäßige Erneuerung der Hard- und Software werden Ausfallsrisiken sowie das Risiko von Datenverlusten minimiert. Die Datenbestände werden permanent von Virenscannern überprüft und regelmäßig gesichert. EDV-Risiken

1.14.3 Vermögensrisiken

Konsequente Instandhaltungs- und Ersatzinvestitionspolitik

Eine konsequente Instandhaltungs- und Ersatzinvestitionspolitik reduziert das Risiko von Produktionsausfällen. Die Investitionen in wesentliche Maschinen werden mit Wartungsverträgen verknüpft. Die Lieferantenauswahl wird dabei entsprechend den in Kapitel 1.8 beschriebenen Kriterien getroffen.

Eine eigene Betriebsfeuerwehr an den Hauptproduktionsstandorten sowie eine regelmäßige Begutachtung der technischen Sicherheitsstandards durch externe Experten minimieren ebenfalls das Ausfalls- und das

Betriebsunterbrechungsrisiko. Des Weiteren verfügt die Zumtobel Group über eine umfassende All-Risk-Versicherung, welche substanzielle Vermögensschäden ausgleichen könnte. Ebenso arbeitet das Risikomanagement sehr eng mit der Versicherungsabteilung zusammen, um sonstige absicherbare Risiken zu identifizieren und optimal durch Versicherungsschutz abzudecken. An allen wesentlichen Produktionsstandorten wird schrittweise ein Highly Protected Risk(HPR)-Status angestrebt. Derzeit sind drei große Produktionsstandorte – Dornbirn (Österreich), Spennymoor (Großbritannien), Sydney (Australien) – als HPR qualifiziert.

Ein vorsichtiger, an der Umschlagshäufigkeit orientierter Wertansatz der Lagerbestände vermindert grundsätzlich die Bilanzrisiken. Die kürzeren Innovationszyklen und die steigende Systemkomplexität der digitalen Beleuchtung erfordern zudem ein engeres Bestandsmanagement. Diese Vorgangsweise reduziert das Risiko für Abschreibungen von Beständen und aktivierten Entwicklungskosten.

Bestandsrisiken bei den Vorräten

1.14.4 Risiken aus Pensionsverpflichtungen

Leistungsorientierte Pensionspläne sind in den deutschen, englischen, schwedischen, norwegischen, australischen und schweizerischen Konzerngesellschaften implementiert. Die nach Abzug des Planvermögens verbleibende Verpflichtung wird als Rückstellung ausgewiesen. Die Höhe der Pensionsrückstellung hängt vorwiegend vom Marktwert des veranlagten Vermögens, aber auch von der Gehaltsentwicklung, der Lebenserwartung gemäß aktueller Sterbetafel und vom Diskontierungszinssatz ab. Weitere Details dazu sind im Konzernanhang unter Punkt 2.6.6.13 zu finden.

1.14.5 Produkthaftungsrisiken

Risiken der Regresspflicht und des daraus resultierenden Imageschadens aus Qualitätsmängeln können durch Fehler in der gesamten internen und externen Lieferkette verursacht werden. Qualitätssicherungssysteme überwachen die Einhaltung der selbst gesetzten hohen Anforderungen an die Produktqualität. Weitere Details dazu unter Kapitel 1.9 Qualität. Zusätzlich besteht eine Produkthaftpflichtversicherung. Die in der Gruppe teilweise eingeführte Fünfjahresgarantie kann zu höheren Garantiekosten führen.

1.14.6 Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken können unter anderem aus Änderungen der arbeitsrechtlichen Gesetzeslage, aus politischen Risiken, Rechtsstreitigkeiten sowie aus Veränderungen der umweltpolitischen Rahmenbedingungen entstehen.

Die Rechtsabteilung der Zumtobel Group betreibt eine konsequente Überwachung der rechtlichen Rahmenbedingungen in den wesentlichen Konzernregionen sowie aller anhängigen Verfahren, um rechtzeitig geeignete Maßnahmen einleiten zu können. Das geistige Eigentum der Unternehmensgruppe wird als wesentlicher Wettbewerbsfaktor regelmäßig überprüft und gesichert. Auf Schutzrechte fremder Dritter wird systematisch geachtet. Schwebende Rechtsstreitigkeiten, die ein substanzielles Gefährdungspotenzial aufweisen, liegen nicht vor.

1.14.7 Risiken im Finanzbereich

Aufgrund der weltweiten Präsenz der Zumtobel Group ist diese einer Reihe finanzieller Risiken ausgesetzt. Unter Marktrisiko wird das Risiko verstanden, welches aufgrund von Marktpreisänderungen in fremden Währungen sowie aufgrund von Veränderungen von Zinssätzen und Rohstoffpreisen entsteht und geeignet ist, das Ergebnis der Gruppe und den Marktwert der eingesetzten Finanzinstrumente negativ zu beeinflussen. Die Zielsetzung des Marktrisiko-Managements ist es, die vorhandenen Risiken zu beurteilen und so weit wie möglich wirtschaftlich sinnvoll unter Anwendung geeigneter Maßnahmen zu minimieren. Um diese Risiken

Marktrisiko

abzusichern, setzt die Zumtobel Group teilweise derivative Finanzinstrumente gemäß der gültigen Hedging Policy ein. Es werden keine Derivate zu Handels- oder Spekulationszwecken verwendet. Grundsätzlich werden geplante Cashflows, die einem Währungsrisiko unterliegen, rollierend für einen Zeithorizont von durchschnittlich ein bis drei Quartale durch geeignete Sicherungsgeschäfte abgesichert. Durch diese Methodik verfügt das Unternehmen über einen relativ konstanten Hedge-Bestand, das Fremdwährungsexposure wird dadurch geglättet. Rohstoffpreisrisiken werden nach Möglichkeit durch entsprechende Lieferantenvereinbarungen reduziert.

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiko ist das Risiko der Zumtobel Group, ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht zeitgerecht bzw. nicht in voller Höhe nachkommen zu können. Zur Sicherung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hält die Zumtobel Group einerseits Liquidität in Form von mehrheitlich täglich verfügbaren Bankguthaben, um erwartete betriebliche Aufwendungen und finanzielle Verbindlichkeiten bedienen zu können und verfügt andererseits über umfangreiche Betriebsmittelkreditlinien, um Liquiditätsschwankungen auszugleichen, die durch den Geschäftsverlauf auftreten. Zum Bilanzstichtag 30. April 2015 stehen der Gruppe kurzfristige Kontokorrentkreditlinien in Höhe von insgesamt 93,4 Mio EUR (Vorjahr 89,0 Mio EUR) zur Verfügung. Die Verzinsung hängt von den lokalen Marktgegebenheiten ab und entspricht den landesüblichen Konditionen.

Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung stellt der am 8. November 2011 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Oktober 2016 und einem derzeit maximal ausnutzbaren Rahmen von 350 Mio EUR dar. Davon sind zum 30. April 2015 insgesamt 80 Mio EUR in Anspruch genommen worden. Neben dem Konsortialkreditvertrag stehen zwei weitere langfristige Kreditverträge über je 40 Mio EUR mit endfälliger Tilgung und einer Laufzeit bis September 2018 beziehungsweise Januar 2020 zur Verfügung, die auf bilateraler Basis vereinbart wurden. Diese beiden Kredite sind per 30. April 2015 vollständig in Anspruch genommen worden und dienten zur teilweisen Rückführung des Konsortialkredites. Damit wurde die durchschnittliche Fristigkeit der Konzernfinanzierung deutlich verlängert. Die Finanzierung ist an die Einhaltung von Financial Covenants (Schuldendeckungsgrad kleiner als 3,5 sowie Eigenkapitalquote größer als 25%) geknüpft. Zum 30. April 2015 wurden die Financial Covenants dank eines Schuldendeckungsgrades von 1,48 (Vorjahr 1,57) und einer Eigenkapitalquote von 29,7% (Vorjahr 32,5%) vollumfänglich eingehalten. Eine Verschlechterung oder Verbesserung dieser Finanzkennzahlen kann eine schrittweise Erhöhung oder Verringerung der Kreditmarge nach sich ziehen. Nicht eingehaltene Covenants könnten dazu führen, dass bestehende Kredite fällig gestellt werden.

Um die Liquidität im Konzern besser und effektiver steuern zu können, wird für die wesentlichen Länder Europas ein Cash-Pooling-System angewendet. Dadurch wird ein zinsoptimaler Ausgleich von kurzfristigen Liquiditätsüber- und -unterdeckungen ermöglicht und der Bedarf an kurzfristigen unbesicherten Kontokorrentkrediten reduziert.

Der derzeit unter dem Konsortialkreditvertrag aushaftende Betrag von 80,0 Mio EUR hat aufgrund der Laufzeit bis Oktober 2016 langfristigen Charakter, unterliegt jedoch einer variablen Verzinsung (EURIBOR-Geldmarktzinsen). Die im Berichtsjahr auf bilateraler Basis abgeschlossenen langfristigen Darlehen über jeweils 40,0 Mio EUR weisen eine Festzinsvereinbarung aus und unterliegen daher keinem Zinsänderungsrisiko. Um das aus dem Konsortialkreditvertrag resultierende Zinsänderungsrisiko zu verringern, wurden mit verschiedenen Banken EUR-Zins-Swaps (Interest Rate Swaps) für ein derzeit wirksames Nominalvolumen von rund 80 Mio EUR abgeschlossen. Diese Zinsinstrumente sind in unterschiedliche Laufzeiten gestaffelt (längstens bis Juni 2019) und tauschen die variablen Zinszahlungen der Finanzierung in Fixzinszahlungen von maximal 2,694%. Siehe dazu auch Punkt 2.6.11.3 im Konzernanhang für Marktwerte aus Zinssicherungsinstrumenten zum Bilanzstichtag. Zinsänderungsrisiko

Die Devisenmärkte sind weiterhin von hoher Unsicherheit und Volatilität geprägt. Die ergebnisrelevanten Währungsrisiken der Gruppe bestehen insbesondere aus Transaktionseffekten (die lokalen Gesellschaften kaufen und/oder verkaufen ihre Waren teilweise in – aus ihrer Sicht – Fremdwährungen). Auch konzerninterne Dividendenzahlungen oder Darlehen können aus Sicht der lokalen Gesellschaften in Fremdwährungen getätigt werden. Das Translationsrisiko (Umrechnung ausländischer Einzelabschlüsse in die Konzernwährung Euro im Rahmen der Konsolidierung) ist für die Zumtobel Group von untergeordneter Bedeutung und wird nicht abgesichert. Zur Absicherung des Transaktionsrisikos setzt die Zumtobel Group überwiegend Devisenterminkontrakte mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr ein, ergänzend auch Optionen. Die Hauptwährungen im Konzern sind EUR, GBP, USD (sowie die an den USD gebundenen asiatischen Währungen), AUD und CHF. Da das Fremdwährungsexposure aus generellen Planungsannahmen ermittelt wird und nicht aus konkret bestimmbaren Einzelverträgen, können die Voraussetzungen für Hedge-Accounting grundsätzlich nicht erfüllt werden. Auf die Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.11.3 wird verwiesen.

1.14.8 Kreditrisiko

Ausfallsrisiken für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch Überwachungsprozesse im "Credit Management" in Verbindung mit einer Warenkreditversicherung beschränkt. In Fällen, bei denen die Kreditversicherung die Deckung verweigert oder reduziert, erfolgt eine sorgfältige Risikoprüfung und es werden nach einem internen Genehmigungsverfahren gegebenenfalls Eigenlimits gesetzt. Teilweise verlangt die Zumtobel Group Bankgarantien oder Vorauszahlungen. Eine wesentliche Weiterentwicklunge im laufenden Geschäftsjahr waren die Konkretisierung der bestehenden Kreditmanagement-Richtlinie mit der Implementierung eines Vetorechts für Kreditmanager.

1.14.9 Bilanzielle Risiken

Bilanzielle Risiken entstehen vor allem aus der Bewertung einzelner Vermögenswerte. Währungseffekte, die notwendige Verwendung von Schätzungen und die Ermessensspielräume in den Bereichen der nicht finanziellen Vermögenswerte, aktiven latenten Steuern, Vorrats- und Forderungsbewertungen, Pensions-, Abfertigungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen sowie Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen haben eine unmittelbare Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens- und Ertragslage. Die größten bilanziellen Risiken bei der Zumtobel Group betreffen die Firmenwerte, welche im Rahmen der Akquisition von Thorn im Geschäftsjahr 2000/01 entstanden, die Bewertung der aktivierten Entwicklungskosten und Vorräte sowie die Bewertung des Pensionsfonds in Großbritannien. In Bezug auf die Firmenwerte wird auf die detaillierten Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.6.1 verwiesen. Bei Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer wird ein jährlicher Werthaltigkeitstest durchgeführt, bei Vermögenswerten mit einer bestimmten Nutzungsdauer findet dieser Test bei Vorliegen eines Anhaltspunktes für Wertminderung statt. In Fremdwährung nominierte Wertgegenstände und Vermögenswerte führen zu eigenkapitalrelevanten erfolgsneutralen Bewertungseffekten.

1.14.10 Andere Risiken

Die Zumtobel Group ist in vielen Ländern von umfassenden und zunehmend verschärften Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften betroffen. Die Gruppe investiert regelmäßig in die bestehenden Standorte, um die Risiken aus strengeren Auflagen zu minimieren, jedoch können erhöhte Investitionen infolge von Umweltauflagen in Zukunft nicht ausgeschlossen werden.

Währungsänderungsrisiko

Gesamtrisiko-Einschätzung der Zumtobel Group

Keine Risiken erkennbar, die den Unternehmensbestand gefährden Die Gesamtwürdigung der genannten Risiko- und Chancenfelder resultiert im Wesentlichen in Marktrisiken in Abhängigkeit von der konjunkturellen Preis- und Mengenentwicklung, sowohl auf der Absatz- wie auch auf der Beschaffungsseite. Der technologische Transformationsprozess bringt Risiken in Form neuer Wettbewerber, höherer F&E-Ausgaben, steigender Produkt- und Systemkomplexität, eröffnet aber durchaus auch Chancen durch Erschließung neuer Marktsegmente und Applikationen. Die Innovationszyklen der Produkte verkürzen sich aufgrund des Technologiewandels hin zu LED, dadurch vergrößert sich auch das Abwertungsrisiko im Bereich der Vorräte und aktivierten Entwicklungskosten. Interne Prozesse der Leistungserstellung sind demgegenüber deutlich weniger risikobehaftet. Alle aufkommenden wesentlichen Risiken können mit hoher Wahrscheinlichkeit durch die gruppenweiten Controlling- und Internen Kontrollsysteme schnell identifiziert werden.

Auf Basis der aktuell zur Verfügung stehenden Informationen bestehen gegenwärtig keine wesentlichen Einzelrisiken, die den Unternehmensbestand gefährden könnten.

1.15 Angaben zu § 243a UGB

  1. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 108.750.000 EUR und ist in 43.500.000 zur Gänze einbezahlte, auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien mit einem anteiligen Wert am Grundkapital von 2,50 EUR pro Aktie unterteilt. Sämtliche 43.500.000 Aktien sind in einer Sammelurkunde verbrieft, die bei der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB) hinterlegt ist. Alle Aktien der Gesellschaft unter der ISIN AT0000837307 waren zum Stichtag 30. April 2015 zum Handel an der Wiener Börse zugelassen. Zum 30. April 2015 besaß die Gesellschaft 353.863 Stück eigene Aktien.

  2. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme und das Recht zur Teilnahme an Hauptversammlungen der Gesellschaft.

AUGMENTOR Privatstiftung (4.215.752 Aktien), ASTERIX Privatstiftung (4.157.002 Aktien), GWZ Privatstiftung (1.044.660 Aktien), Hektor Privatstiftung (2.310.180 Aktien), ORION Privatstiftung (3.090.752 Aktien), Ingrid Reder (264.088 Aktien), Fritz Zumtobel (176.210 Aktien) und Jürg Zumtobel (144.248 Aktien) (gemeinsam: das "Syndikat") sind Vertragsparteien eines Syndikatsvertrages.

Der Syndikatsvertrag, sieht vor, dass sich die Parteien vor einer Hauptversammlung über das Stimmverhalten zu den einzelnen Tagesordnungspunkten abstimmen und ein von den Parteien ernannter Repräsentant das Stimmrecht, wie gemäß Syndikatsvertrag beschlossen, für alle Parteien gemeinsam ausübt. Der Syndikatsvertrag enthält Übertragungsbeschränkungen für die von den Parteien gehaltenen Aktien und gilt, solange die Parteien zusammen mindestens 25% des stimmberechtigten Aktienkapitals der Gesellschaft halten. Der Syndikatsvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2017. Darüber hinausgehende Informationen zum Syndikatsvertrag sind dem Vorstand nicht bekannt.

Es gibt keine statutarischen Übertragungsbeschränkungen. Übertragungsbeschränkungen, die sich aus einer vertraglichen Vereinbarung mit Ausnahme des Syndikatsvertrages ergeben, sind dem Vorstand nicht bekannt.

  1. Zum 30. April 2015 hielt das Syndikat 35,4% des Grundkapitals der Gesellschaft. Zudem hielt der institutionelle Investor BlackRock Inc. eine Beteiligung von über 5%. Weitere meldepflichtige Beteiligungen sind der Gesellschaft nicht bekannt.

  2. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.

  3. Von 2004 bis 2008 gab es ein Stock Option Program (SOP). Aus dem SOP erfolgen seither keine Zuteilungen von Optionen mehr. Das letzte Ausübungsfenster des SOP endete am 30. April 2015. Hierzu sei auf die ausführliche Erläuterung im Konzernanhang Kapitel 2.6.8.4 verwiesen. Insgesamt wurden bis zum 30. April 2015 1.185.348 Aktien zur Bedienung von Mitarbeiterprogrammen an Mitarbeiter weitergegeben.

Das SOP sah im Falle eines Pflichtangebotes oder eines Angebots, das auf die Erlangung einer kontrollierenden Beteiligung im Sinne des Übernahmegesetzes abzielt, vor, dass alle gewährten Optionen (einschließlich der als gewährt geltenden Optionen) am letzten Tag des entsprechenden Angebotes als ausgeübt gelten (ohne dass eine Mitteilung der Gesellschaft erforderlich wäre).

Im Geschäftsjahr 2012/13 wurde für den Vorstand und das obere Management der Zumtobel Group ein Cash-basierter Long Term Incentive (LTI) eingeführt. Die Ausschüttung des LTI wird auf die folgenden drei bis fünf Jahre verteilt. Im Falle eines (erfolgreichen) öffentlichen Übernahmeangebots bleiben die offenen LTI-Forderungen der Vorstandsmitglieder oder Arbeitnehmer gegenüber der Gesellschaft unberührt.

  1. Der Vorstand ist gemäß § 169 AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 25. Juli 2014 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch, sohin bis zum 30. August 2019, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu weitere EUR 10.875.000 durch Ausgabe von bis zu 4.350.000 Stück neue, auf Inhaber lautende, nennbetragslose Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100% des anteiligen Betrages am Grundkapital gegen Bar- oder Sacheinlage, auch in mehreren Tranchen und auch im Wege des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs 6 AktG, zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes Kapital) und das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien auszuschließen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

  2. Scheiden Aufsichtsratsmitglieder vor dem Ablauf ihrer Funktionsperiode aus, so bedarf es einer Ersatzwahl erst in der nächsten ordentlichen Hauptversammlung. Eine Ersatzwahl durch eine außerordentliche Hauptversammlung ist jedoch unverzüglich vorzunehmen, wenn die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder unter drei sinkt. Ersatzwahlen erfolgen für den Rest der Funktionsperiode des ausgeschiedenen Mitgliedes. Das maximal zulässige Alter eines Vorstandsmitglieds zum Zeitpunkt der (erstmaligen oder neuerlichen) Bestellung beträgt 65 Jahre. Für die (erstmalige oder neuerliche) Bestellung eines Aufsichtsratsmitglieds gibt es kein maximal zulässiges Alter. Die vorzeitige Abberufung von Aufsichtsratsmitgliedern ist mit einfacher Stimmmehrheit möglich.

  3. Sofern das Gesetz nicht eine größere Mehrheit oder noch andere Erfordernisse vorschreibt, beschließt die Hauptversammlung mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Weitere, sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebende Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates sowie über Änderungen der Satzung der Gesellschaft bestehen nicht

  4. Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung für die Zumtobel Group stellt der am 8. November 2011 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Oktober 2016 und einem derzeit maximal ausnutzbaren Rahmen von 350 Mio EUR dar. Davon sind zum 30. April 2015 insgesamt 80 Mio EUR in Anspruch genommen. Der Konsortialkreditvertrag beinhaltet eine Change-of-Control-Klausel bei Änderung der absoluten Mehrheit der Stimmrechte. Neben dem Konsortialkreditvertrag stehen zwei weitere langfristige Kreditverträge über je 40 Mio EUR mit endfälliger Tilgung und einer Laufzeit bis September 2018 beziehungsweise Januar 2020 zur Verfügung, die auf bilateraler Basis vereinbart wurden. Diese beiden Kredite sind per 30. April 2015 vollständig in Anspruch genommen worden.

  5. Die Vorstandsverträge enthalten eine Change-of-Control-Klausel. Im Falle einer Übernahme der Gesellschaft durch einen neuen Mehrheitsaktionär steht den Vorstandsmitgliedern das Recht zu, ihr Mandat einseitig zurückzulegen. In diesem Fall erhalten die Vorstandsmitglieder die fixen und variablen Bezüge bis zum ursprünglich vereinbarten Ablauf des Vertrages, mindestens jedoch für die Dauer von zwölf Monaten. Darüber hinaus haben die Vorstandsmitglieder keine besonderen Ansprüche oder Anwartschaften im Falle der Beendigung ihrer Funktion.

  6. Die wichtigsten Merkmale des Risikomanagementsystems sowie des Internen Kontrollsystems sind im Konzernlagebericht unter 1.14 beziehungsweise 1.13 umfassend beschrieben.

1.16 Ausblick und Ziele

Gesamtwirtschaftlicher Ausblick

Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet im Jahr 2015 mit einer Fortsetzung der globalen Erholung, die sich mit einem moderaten Tempo vollziehen wird. Nachdem die globale Wirtschaftsleistung 2014 um 3,4% zunahm, wird für das laufende Jahr eine Wachstumsrate von 3,5% unterstellt, die 2016 dann auf 3,8% steigen soll. Die Erholung der Weltwirtschaft stütze sich aber weniger auf die Schwellenländer, sondern in zunehmendem Maße auf die Industrieländer. Letztere sollen, angeführt von den USA, im Jahr 2015 und 2016 je eine Wachstumsrate von 2,4% erreichen. In der Eurozone würden der Ölpreisverfall, die lockere Geldpolitik und der schwache Euro die Entwicklung begünstigen. Der IWF erwartet für die Währungsunion ein Wachstum der Wirtschaftsleistung von 1,5% für 2015 bzw. 1,6% für 2016. Insbesondere die Länder Mittel- und Nordeuropas wie etwa Deutschland mit plus 1,6%, Großbritannien mit plus 2,7% und Schweden mit plus 2,7% sollen in 2015 zu dieser Entwicklung beitragen. Größere Unsicherheiten gebe es dagegen in den Entwicklungs- und Schwellenländern. Besonders Russland werde unter dem Ölpreisverfall, dem Konflikt mit der Ukraine und den damit einhergehenden Wirtschaftssanktionen leiden. Insgesamt prognostizieren die Ökonomen des IWF für die Entwicklungs- und Schwellenländer ein Wachstum der Wirtschaftsleistung um 4,3% im Jahr 2015 und 4,7% im Jahr 2016.

Ausblick auf die Wirtschaftsentwicklung in 2015 und 2016

globalen Erholung

Fortsetzung der

Unternehmensausblick: steigende Zuversicht und Bestätigung der Ziele für 2016/17

Dank der umfassenden Restrukturierung im Geschäftsjahr 2014/15 wurde ein solides Fundament geschaffen, um im Jahr 2015/16 weiteres Wachstum zu realisieren und Kostensynergien aus der strategischen Neuausrichtung der Zumtobel Group zu heben. Ergänzend dazu werden im Geschäftsjahr 2015/16 zusätzliche Optimierungsmöglichkeiten in den Strukturkosten fortlaufend evaluiert.

In der europäischen Bauwirtschaft haben sich im Berichtsjahr die Anzeichen für eine Trendwende von einem über viele Jahre rückläufigen hin zu einem leicht wachsenden Marktumfeld verfestigt. In der professionellen Beleuchtungsindustrie verstärkt sich dieser positive Trend durch den Technologiewandel hin zu LED. Damit entkoppelt sich derzeit zu einem gewissen Grad die Nachfrage in der professionellen Beleuchtungsindustrie von den Neubauaktivitäten im Gewerbebau.

Restrukturierung, Baukonjunktur und Technologiewandel geben Rückenwind

Dank der Mehrmarkenstrategie verfügt die Zumtobel Group über einen sehr breit gefächerten Marktzugang, über profundes Know-how in der Lichtanwendung sowie eine starke Technologieposition. All dies und die umfassende Abdeckung der Wertschöpfungskette bringen den Konzern in eine ausgezeichnete Position, um von den Wachstumsimpulsen der Branche überdurchschnittlich zu profitieren. Darüber hinaus investiert der Konzern gezielt in den Ausbau der Kompetenzen und Kapazitäten in den Bereichen intelligente Steuerungen und Datenmanagement, Servicegeschäft und weitere innovativer Geschäftsmodelle. Die Leuchte mit ihren zunehmend digitalen Komponenten wird in Zukunft immer mehr Teilnehmer im Internet der Dinge (IoT).

Insgesamt erwartet der Vorstand für das kommende Geschäftsjahr 2015/16 ein Umsatzwachstum von rund 5% und ein operatives Ergebnis (bereinigtes EBIT) von 90 bis 100 Mio EUR (GJ 2014/15: 66,5 Mio EUR). Damit liegt die Zumtobel Group auch weiterhin im Plan, die bereinigte EBIT-Marge bis 2016/17 schrittweise auf etwa 8% bis 10% zu steigern. Vor diesem Hintergrund schlägt der Vorstand dem Aufsichtsrat des Unternehmens und in Folge der Hauptversammlung am 24. Juli 2015 die Ausschüttung einer Dividende für das Geschäftsjahr 2014/15 in Höhe von 0,22 EUR je Aktie vor.

Dornbirn, am 12. Juni 2015

Der Vorstand

Ulrich Schumacher Karin Sonnenmoser Chief Executive Officer (CEO) Chief Financial Officer (CFO)

Konzernlagebericht

Zumtobel Group AG 1. Mai 2014 bis 30. April 2015 Konzernabschluss Zumtobel Group AG 1. Mai 2014 bis 30. April 2015

2. Konzernabschluss

Inhalt

2. Konzernabschluss
2.1 Gewinn- und Verlustrechnung _________ 58
2.2 Gesamtergebnisrechnung ____________ 59
2.3 Bilanz _______________ 60
2.4 Kapitalflussrechnung __________ 61
2.5 Eigenkapitalveränderungsrechnung ___________ 62
2.6 Anhang ______________ 63
2.6.1 Allgemeine Angaben __________ 63
2.6.2 Konsolidierungskreis und -methoden _________ 63
2.6.2.1 Konsolidierungskreis _________ 63
2.6.2.2 Konsolidierungsmethoden ___________ 64
2.6.3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ______ 66
2.6.3.1 Auswirkungen neuer und geänderter Standards und Interpretationen _ 66
2.6.3.2 Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden _______ 68
2.6.4 2.6.4.1 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung ______ 76
Umsatzerlöse ________ 76
2.6.4.2 Aufwandsarten _______ 76
2.6.4.3 Sonstiges betriebliches Ergebnis ______ 78
2.6.4.4 Zinsergebnis _________ 80
2.6.4.5 Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge ________ 80
2.6.4.6 Ertragsteuern ________ 80
2.6.4.7 Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen ________ 82
2.6.4.8 Ergebnis je Aktie ____________ 82
2.6.5 2.6.5.1 Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung ______ 82
Währungsdifferenzen
______ 82
2.6.5.2 Währungsdifferenzen aus Darlehen _________ 82
2.6.5.3 Versicherungsmathematischer Verlust ________ 83
2.6.5.4 Latente Steuern _______ 83
2.6.6 Erläuterungen zur Bilanz _______ 83
2.6.6.1 Firmenwerte _________ 83
2.6.6.2 Übrige immaterielle Vermögenswerte ________ 84
2.6.6.3
2.6.6.4
Sachanlagen _______ 86
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen
______ 87
2.6.6.5 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen ______ 88
2.6.6.6 Finanzielle Vermögenswerte _________ 90
2.6.6.7 Übrige Vermögenswerte ______ 90
2.6.6.8 Latente Steuern ____________ 91
2.6.6.9 Vorräte _____________ 92
2.6.6.10 Forderungen aus Lieferungen & Leistungen _________ 92
2.6.6.11 Liquide Mittel _______ 93
2.6.6.12 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden __
93
2.6.6.13 Leistungen an Arbeitnehmer _________ 94
2.6.6.14 Beitragsorientierte Verpflichtungen _________ 100
2.6.6.15 Übrige Rückstellungen _______ 100
2.6.6.16 Finanzschulden ____________ 102
2.6.6.17 Finanzierungsleasing _________ 102
2.6.6.18 Operating Leasing __________ 103
2.6.6.19 Übrige Verbindlichkeiten ___________ 103
2.6.7 2.6.7.1 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung _____ 104
Überleitung Finanzmittelfonds _____
105
2.6.8 Erläuterungen zur Eigenkapitalveränderungsrechnung ________ 105
2.6.8.1 Grundkapital ________ 105
2.6.8.2 Kapitalrücklage _______ 106
2.6.8.3 Gewinnrücklagen ___________ 106
2.6.8.4
Aktienoptionsprogramme _________ 106
2.6.8.5
Dividendenausschüttung __________ 107
2.6.9
Kapitalmanagement _________ 107
2.6.10 Angaben zu Finanzinstrumenten ___________ 108
2.6.10.1 Kategorien von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39 ________ 108
2.6.10.2 Ergebnisse aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorie IAS 39 _____ 112
2.6.11 Angaben zum Risikomanagement___________ 113
2.6.11.1 Kreditrisiko _________ 113
2.6.11.2 Liquiditätsrisiko ____________ 114
2.6.11.3 Marktrisiko _________ 116
2.6.12 Geschäftssegmente _________ 118
2.6.12.1 Segment Geschäftsbereiche ________ 118
2.6.12.2 Segment Regionen _________ 120
2.6.13 Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse _________ 120
2.6.14 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag __________ 120
2.6.15 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen _______ 121
2.6.16 Angaben zu Personalstruktur und Organen _________ 123
2.6.16.1 Personalstruktur ___________ 123
2.6.16.2 Organe des Konzerns ______ 123
2.7 Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 Börsegesetz _______ 124
2.8 Konsolidierungskreis ________ 125
Bestätigungsvermerk _____________ 128

2. Konzernabschluss

2.1 Gewinn- und Verlustrechnung

in TEUR Anhang 2014/15 2013/14 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 2.6.4.1 1.312.620 1.246.831 5,3
Kosten der umgesetzten Leistungen 2.6.4.2 -878.048 -845.356 3,9
Bruttoergebnis vom Umsatz 434.572 401.475 8,2
in % vom Umsatz 33,1 32,2
Vertriebskosten 2.6.4.2 -326.968 -320.263 2,1
Verwaltungskosten 2.6.4.2 -46.527 -40.424 15,1
Sonstiges betriebliches Ergebnis 2.6.4.3 -19.986 -28.645 -30,2
davon Sondereffekte -25.392 -35.452 -28,4
Betriebsergebnis 41.091 12.143 >100
in % vom Umsatz 3,1 1,0
Zinsaufwand 2.6.4.4 -9.077 -8.904 1,9
Zinsertrag 2.6.4.4 399 815 -51,0
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge 2.6.4.5 -16.576 -6.763 <-100
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 2.6.6.4 -145 289 <-100
Finanzergebnis -25.399 -14.563 -74,4
in % vom Umsatz -1,9 -1,2
Ergebnis vor Ertragsteuern 15.692 -2.420 >100
Ertragsteuern 2.6.4.6 -3.737 -2.263 65,1
Ergebnis aus fortzuführenden Bereichen 11.955 -4.683 >100
Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen 2.6.4.7 -41 -73 43,1
Jahresergebnis 11.914 -4.756 >100
in % vom Umsatz 0,9 -0,4
davon den Minderheitengesellschaftern zuordenbar -317 239 <-100
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuordenbar 12.231 -4.995 >100
Anzahl ausstehender Aktien unverwässert – Durchschnitt (in 1.000 Stk.) 43.139 43.133
Verwässerungseffekt (Aktienoptionen) – Durchschnitt (in 1.000 Stk.) 1 3
Anzahl ausstehender Aktien verwässert – Durchschnitt (in 1.000 Stk.) 43.140 43.136
Ergebnis je Aktie (in EUR) 2.6.4.8
Ergebnis je Aktie unverwässert 0,28 -0,12
Ergebnis je Aktie verwässert 0,28 -0,12
Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Bereichen (in EUR)
Ergebnis je Aktie unverwässert 0,28 -0,11
Ergebnis je Aktie verwässert 0,28 -0,11
Ergebnis je Aktie aus aufgegebenen Bereichen (in EUR)
Ergebnis je Aktie unverwässert 0,00 0,00
Ergebnis je Aktie verwässert 0,00 0,00

2.2 Gesamtergebnisrechnung

2014/15 2013/14 Veränderung
in TEUR in %
Periodenergebnis 11.914 -4.756 >100
Versicherungsmathematischer Verlust 2.6.5.3 -48.495 -8.775 <-100
Latente Steuern auf versicherungsmathematische Verluste 2.6.5.4 5.966 48 >100
Summe der Posten, die nicht nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden
-42.529 -8.727 <-100
Währungsdifferenzen 2.6.5.1 26.053 -11.457 >100
Währungsdifferenzen aus Darlehen 2.6.5.2 6.767 -1.441 >100
Hedge Accounting 195 1.881 -89,6
Latente Steuern auf Hedge Accounting -49 -470 -89,6
Summe der Posten, die nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung
umgegliedert werden
32.966 -11.487 >100
Sonstige Gesamtergebnisbestandteile -9.563 -20.214 52,7
davon den Minderheitengesellschaftern zuordenbar 343 -105 >100
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuordenbar -9.906 -20.109 50,7
Gesamtergebnis 2.351 -24.970 >100
davon den Minderheitengesellschaftern zuordenbar 26 136 -81,1
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuordenbar 2.325 -25.104 >100

2.3 Bilanz

in TEUR Anhang 30. April 2015 in % 30. April 2014 in %
Firmenwerte 2.6.6.1 198.891 18,3 187.792 18,7
Übrige immaterielle Vermögenswerte 2.6.6.2 60.540 5,6 55.682 5,5
Sachanlagen 2.6.6.3 236.671 21,7 230.635 22,9
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 2.6.6.4 2.295 0,2 2.441 0,2
Finanzielle Vermögenswerte 2.6.6.6 1.811 0,2 1.466 0,1
Übrige Vermögenswerte 2.6.6.7 4.289 0,4 4.354 0,4
Latente Steuern 2.6.6.8 48.075 4,4 37.509 3,7
Langfristiges Vermögen 552.572 50,8 519.879 51,5
Vorräte 2.6.6.9 201.785 18,6 181.426 18,1
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 2.6.6.10 234.587 21,6 199.303 19,8
Finanzielle Vermögenswerte 2.6.6.6 4.034 0,4 2.731 0,3
Übrige Vermögenswerte 2.6.6.7 29.133 2,7 29.071 2,9
Liquide Mittel 2.6.6.11 59.345 5,5 74.191 7,4
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 2.6.6.12 4.819 0,4 0
Kurzfristiges Vermögen 533.703 49,2 486.722 48,5
VERMÖGEN 1.086.275 100,0 1.006.601 100,0
Grundkapital 108.750 10,0 108.750 10,8
Kapitalrücklagen 335.316 30,9 335.249 33,3
Gewinnrücklagen -137.848 -12,7 -115.215 -11,5
Jahresergebnis 12.231 1,1 -4.995 -0,5
Kapital der Anteilseigner der Muttergesellschaft 318.449 29,3 323.789 32,1
Kapital der Minderheitengesellschafter 4.152 0,4 3.765 0,4
Eigenkapital 2.6.8 322.601 29,7 327.554 32,5
Rückstellungen für Pensionen 2.6.6.13 99.994 9,2 77.486 7,7
Rückstellungen für Abfertigungen 2.6.6.13 49.348 4,5 41.374 4,1
Sonstige Personalrückstellungen 2.6.6.13 13.433 1,2 12.860 1,3
Übrige Rückstellungen 2.6.6.15 1.238 0,1 1.073 0,1
Finanzschulden 2.6.6.16 190.904 17,7 197.357 19,6
Übrige Verbindlichkeiten 2.6.6.19 4.174 0,4 2.575 0,3
Latente Steuern 2.6.6.8 5.556 0,5 4.337 0,4
Langfristige Schulden 364.647 33,6 337.062 33,5
Rückstellungen für Ertragsteuern 21.521 2,0 20.057 2,0
Übrige Rückstellungen 2.6.6.15 31.927 2,9 32.985 3,3
Finanzschulden 2.6.6.16 17.301 1,6 5.314 0,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 174.040 16,0 159.912 15,9
Übrige Verbindlichkeiten 2.6.6.19 153.989 14,2 123.717 12,3
Kurzfristige Schulden 398.778 36,7 341.985 34,0
Zur Veräußerung gehaltene Schulden 2.6.6.12 249 0,0 0
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN 1.086.275 100,0 1.006.601 100,0

2.4 Kapitalflussrechnung

in TEUR Anhang 2014/15 2013/14
Ergebnis vor Ertragsteuern 2.1 15.692 -2.420
Abschreibungen und Amortisierungen 2.6.4.2 59.048 68.067
Gewinn/Verlust aus Anlagenabgängen 2.854 508
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge 16.750 6.479
Zinsertrag/Zinsaufwand 8.649 8.084
Konsolidierungskreisänderungen 133 -1.050
Ergebnis aus der Aufgabe von Geschäftsbereichen -41 -73
Cashflow aus dem operativen Ergebnis 103.085 79.595
Vorräte -12.484 -24.833
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen -7.415 -19.846
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen -7.523 30.477
Erhaltene Anzahlungen 4.789 3.298
Veränderung des Working Capital -22.633 -10.904
Langfristige Rückstellungen -28.177 -11.414
Kurzfristige Rückstellungen -2.569 8.905
Übrige lang- und kurzfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten 19.069 11.006
Veränderungen der sonstigen operativen Positionen -11.677 8.497
Bezahlte Steuern -5.936 -5.423
Cashflow aus dem operativen Geschäft 62.839 71.765
Einzahlungen aus Anlagenabgängen 3.678 429
Auszahlungen für Anlagenzugänge -76.576 -65.553
Veränderung von lang- und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten -10.044 -1.545
Veränderung liquider Mittel aus Konsolidierungskreisänderungen 9.522 2.117
Zur Veräußerung gehaltene Vermögensgegenstände/Schulden -4.570 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -77.990 -64.552
FREIER CASHFLOW -15.151 7.213
Veränderung der lang- und kurzfristigen Finanzschulden -814 -2.238
davon nicht frei verfügbare Zahlungsmittelbestände -7 11
Veränderung von Minderheitenanteilen 0 -1.524
Kapitalerhöhungen 492 0
Dividenden -8.149 -3.258
Ausübung Optionen 67 39
Bezahlte Zinsen -9.048 -6.922
Vereinnahmte Zinsen 399 815
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -17.053 -13.088
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand 4.772 -6.444
VERÄNDERUNG DES FINANZMITTELBESTANDES -27.432 -12.319
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 2.6.7.1 70.583 82.902
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 2.6.7.1 43.151 70.583
Veränderung -27.432 -12.319

2.5 Eigenkapitalveränderungsrechnung

Geschäftsjahr Geschäftsjahr2014/15

Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens
in TEUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Sonstige
Gewinn
rücklagen
Währungs
rücklage
Hedge
Accounting
Rücklage
Aktien
optionen
Rücklage
IAS 19
Jahres
ergebnis
Summe Minder
heiten
Summe
Eigen
kapital
30. April 2014 108.750 335.249 11.083 -42.259 -2.960 19.479 -100.558 -4.995 323.789 3.765 327.554
+/- Einstellungen in die
Gewinnrücklagen
0 0 -4.995 0 0 0 0 4.995 0 0 0
+/- Gesamtergebnis 0 0 0 32.477 146 0 -42.529 12.231 2.325 26 2.351
+/- Kapitalerhöhungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 492 492
+/- Aktienoptionen –
Ausübungen
0 67 0 0 0 0 0 0 67 0 67
+/- Dividenden 0 0 -7.765 0 0 0 0 0 -7.765 -384 -8.149
+/- Konsolidierungskreis
änderungen
0 0 -336 0 0 0 369 0 33 252 285
30. April 2015 108.750 335.316 -2.013 -9.782 -2.814 19.479 -142.718 12.231 318.449 4.152 322.601

Geschäftsjahr 201 2013/14

Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens Minder Summe
in TEUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Sonstige
Gewinn
rücklagen
Währungs
rücklage
Hedge
Accounting
Rücklage
Aktien
optionen
Rücklage
IAS 19
Jahres
ergebnis
Summe heiten Eigen
kapital
30. April 2013 108.750 335.210 9.894 -29.466 -4.371 19.732 -91.831 5.959 353.877 3.509 357.386
+/- Einstellungen in die
Gewinnrücklagen
0 0 5.959 0 0 0 0 -5.959 0 0 0
+/- Gesamtergebnis 0 0 0 -12.793 1.411 0 -8.727 -4.995 -25.104 136 -24.968
+/- Aktienoptionen –
Ausübungen
0 39 0 0 0 0 0 0 39 0 39
+/- Dividenden 0 0 -3.019 0 0 0 0 0 -3.019 -239 -3.258
+/- Veränderung von
Minderheitenanteilen
0 0 -1.883 0 0 0 0 0 -1.883 359 -1.524
+/- Konsolidierungskreis
änderungen
0 0 132 0 0 -253 0 0 -121 0 -121
30. April 2014 108.750 335.249 11.083 -42.259 -2.960 19.479 -100.558 -4.995 323.789 3.765 327.554

2.6 Anhang

2.6.1 Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss wurde gemäß § 245a UGB auf Basis aller am Bilanzstichtag gültigen IFRS/IAS, die das International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht hat, sowie aller Interpretationen (IFRIC/SIC) des International Financial Reporting Interpretations Committee beziehungsweise des Standing Interpretations Committee erstellt, sofern diese auch von der Europäischen Union im Endorsement-Verfahren übernommen wurden. Der Konzernabschluss der Zumtobel Group AG entspricht daher den für das Geschäftsjahr 2014/15 in der Europäischen Union anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS).

Der Vorstand der Zumtobel Group AG hat den Konzernabschluss am 12. Juni 2015 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Die feststellende Aufsichtsratssitzung findet am 24. Juni 2015 in Dornbirn statt.

Zumtobel ist ein international tätiger Leuchtenkonzern mit Sitz der Muttergesellschaft Zumtobel Group AG in der Höchster Straße 8, A-6850 Dornbirn, Österreich, und ist beim Landes- als Handelsgericht Feldkirch, Österreich, unter FN 62309g registriert. Bilanzstichtag ist der 30. April. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Mai 2014 bis 30. April 2015. Die Berichtswährung ist Euro. Die Geschäftstätigkeit wird durch das Lighting Segment (Lichtlösungen, Leuchten für die Innen- und Außenraumbeleuchtung und elektronisch-digitale Licht- und Raummanagementsysteme) sowie das Components Segment (elektronische Lichtkomponenten und LED-Lichtkomponenten) erbracht.

Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren. Zur Verbesserung der Klarheit und Aussagefähigkeit des Abschlusses werden sowohl in der Bilanz als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Die Angabe in den Tabellen erfolgt – sofern nicht anders angegeben – in Tausend Euro (TEUR). Durch maschinelle Rechenhilfen können Rundungsdifferenzen entstehen.

Der Konzernabschluss wurde mit Ausnahme folgender Positionen auf Basis von historischen Anschaffungskosten erstellt:

  • >> Derivative Finanzinstrumente (Bewertung zum beizulegenden Zeitwert)
  • >> Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente

2.6.2 Konsolidierungskreis und -methoden

2.6.2.1 Konsolidierungskreis

Im Konzernabschluss 2014/15 sind 94 (VJ 96) Gesellschaften vollkonsolidiert, die entweder von der Zumtobel Group AG kontrolliert werden oder an denen der Zumtobel Group AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Nach der Equity-Methode werden zwei (VJ zwei) Unternehmen konsolidiert. Nicht konsolidiert werden 11 verbundene Unternehmen (VJ 11), deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns einzeln und gesamt von untergeordneter Bedeutung ist. Eine Übersicht befindet sich in der Liste der Konzernunternehmen am Ende des Anhangs.

Für Einzelabschlüsse mit abweichendem Bilanzstichtag werden IFRS-Zwischenabschlüsse zum 30. April erstellt.

Etwaige weitere Verpflichtungen zur Aufstellung von Teilkonzernabschlüssen auf Basis von lokalen Vorschriften sind mit der Veröffentlichung dieses Konzernabschlusses abgegolten.

Die Veränderungen des Konsolidierungskreises stellen sich im Berichtsjahr wie folgt dar:

Konsolidierungsmethode
voll at equity Summe
30. April 2014 96 2 98
Im Berichtszeitraum erstmals einbezogen 4 4
davon Neugründung 4 4
Im Berichtszeitraum endkonsolidiert -3 -3
Im Berichtszeitraum fusioniert -3 -3
30. April 2015 94 2 96

Die Gesellschaft Thorn Lighting Limited Liability Company, Qatar wurde im Juli 2014 gemeinsam mit einem qatarischen Geschäftspartner gegründet. Die Zumtobel Group hält 49% der Anteile an der neuen Gesellschaft, ist jedoch mit 50% am Ergebnis der Gesellschaft beteiligt. Aufgrund weiterer getroffener Vereinbarungen beherrscht die Zumtobel Group das Unternehmen im Sinne des IFRS 10, weshalb die Gesellschaft vollkonsolidiert wird.

Die Gesellschaft ZG Iluminacion LATAM Limitada, Chile wurde ebenfalls im Juli 2014 gegründet. 100% der Anteile werden durch die Zumtobel Group gehalten.

Die Gesellschaft ZG LICHT Nord-West GmbH, Deutschland wurde im Oktober 2014 gegründet. Es werden 100% der Anteile durch die Zumtobel Group gehalten.

Die Gesellschaft ZG Lighting, Russia wurde im Januar 2015 gegründet und ist eine 100%ige Konzerngesellschaft der Zumtobel Group.

Die Anteile an der Tridonic connection technology GmbH & Co KG, Österreich und der Tridonic connection technology GmbH, Österreich wurden im Juni 2014 veräußert. Die beiden Gesellschaften wurden daher im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2014/15 endkonsolidiert. Aus der Endkonsolidierung der Gesellschaften resultiert ein Verlust in Höhe von TEUR 120, welcher im sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst wurde. In Summe wurden Nettovermögenswerte im Ausmaß von TEUR 9.435 veräußert, welche überwiegend von der Tridonic connection technology GmbH & Co KG gehalten wurden.

Im April 2015 wurde die schwedische Gesellschaft Zumtobel Belysning Nordic AB infolge Liquidation endkonsolidiert.

Die zwei Gesellschaften LEDON OLED Verwaltungs-GmbH, Dresden und Tridonic Dresden GmbH & Co. KG fusionierten im Geschäftsjahr 2014/15 mit der Zumtobel Holding GmbH, Deutschland.

Die tschechische Gesellschaft Thorn Lighting CS Spol s.r.o. fusionierte im März 2015 mit der Gesellschaft ZG Lighting Czech Republic, s.r.o.

2.6.2.2 Konsolidierungsmethoden

Grundsätze der Kapitalkonsolidierung Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung bei vollkonsolidierten Unternehmen erfolgt nach den Grundsätzen von IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse". Danach werden beim Unternehmenserwerb die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten der entsprechenden Tochterunternehmen mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Übersteigen die Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen und identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden, so wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Passive Unterschiedsbeträge sind gemäß IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse" sofort erfolgswirksam zu erfassen.

Die Anteile von Minderheitsanteilseignern werden zu dem den Minderheitsanteilen entsprechenden Teil der beizulegenden Zeitwerte der erfassten Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen.

Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt bis zum Abgangszeitpunkt in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung einbezogen.

Die Equity-Methode wird bei assoziierten Unternehmen angewendet, bei welchen – in der Regel aufgrund eines Stimmrechtsanteils zwischen 20 und 50 Prozent – maßgeblicher Einfluss vorliegt. Die at equity bewerteten Unternehmen werden mit dem anteilsmäßigen Eigenkapital übernommen, wobei der Buchwert zum Abschlussstichtag um das anteilige Periodenergebnis abzüglich erhaltener Gewinnausschüttungen, allfälliger wesentlicher Zwischengewinne und Abschreibungen auf Firmenwerte angepasst wird. Sämtliche Fortschreibungskomponenten werden in einem Erfolgsposten der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Sonstige Konsolidierungsgrundsätze Sonstige Konsolidierungsgrundsätze

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden konzerninterne Forderungen mit den korrespondierenden Verbindlichkeiten aufgerechnet. Die konzerninternen Aufwendungen und Erträge werden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung eliminiert. Zwischenergebnisse aus Anlagenerstellungen, Anlagenübertragungen im Konzern sowie aus Konzernvorräten werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Währungsumrechnung Währungsumrechnung

Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Bei sämtlichen Gesellschaften ist dies die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Die funktionale Währung der Zumtobel Group ist der Euro. Bei der Umrechnung der funktionalen Währungen der Gesellschaften in die Berichtswährung werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Aufwendungen und Erträge mit monatlichen Durchschnittskursen umgerechnet. Dies gilt ebenso für die direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen. Der sich daraus ergebende Unterschiedsbetrag wird in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt.

Die wichtigsten Währungen stellen sich wie folgt dar:

Durchschnittskurse Gewinn
und Verlustrechnung Stichtagskurse Bilanz
1 EUR entspricht 30. April 2015 30. April 2014 30. April 2015 30. April 2014
AUD 1,4407 1,4591 1,4161 1,4947
CHF 1,1620 1,2298 1,0486 1,2200
USD 1,2438 1,3466 1,1215 1,3850
SEK 9,2496 8,7882 9,3261 9,0723
NOK 8,4655 8,0892 8,3845 8,2720
GBP 0,7768 0,8414 0,7267 0,8230

2.6.3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.6.3.1 Auswirkungen neuer und geänderter Standards und Interpretationen

Folgende neue, überarbeitete beziehungsweise ergänzte Standards/Interpretationen sind für die Zumtobel Group im Geschäftsjahr 2014/15 erstmals anwendbar:

Verpflichtender
Veröffentlichung Erstanwendungs
Standard beziehungsweise Interpretation durch IASB zeitpunkt
IAS 27 Separate Abschlüsse 12. Mai 2011 01. Januar 2014
IAS 28 Beteiligung an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures 12. Mai 2011 01. Januar 2014
IFRS 10 Konzernabschlüsse 12. Mai 2011 01. Januar 2014
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen 12. Mai 2011 01. Januar 2014
IFRS 12 Anhangangaben für Anteile an anderen Unternehmen 12. Mai 2011 01. Januar 2014
IAS 32 Saldierung von finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten 16. Dezember 2011 01. Januar 2014
IAS 39 Novation von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften 27. Juni 2013 01. Januar 2014

IFRS 10 "Konzernabschlüsse" definiert den Begriff Beherrschung umfassender und zielt darauf ab, eine einheitliche Grundlage für die Abgrenzung des Konsolidierungskreises zu schaffen. Demnach ist Beherrschung gegeben, wenn das Unternehmen die Entscheidungsgewalt über die maßgebliche Tätigkeit besitzt, variable Rückflüsse aus der Tochtergesellschaft generiert und diese Rückflüsse beeinflussen kann. Die entsprechenden Regelungen des Standards IAS 27 "Einzelabschlüsse" und SIC-12 "Konsolidierung – Zweckgesellschaften" werden hiermit ersetzt. Die Anwendung dieses Standards führt zu keinen wesentlichen Änderungen im Konzernabschluss der Zumtobel Group.

Durch den neuen Standard IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" wird der IAS 31 "Anteile an Joint Ventures" ersetzt. Er regelt die Bilanzierung von gemeinschaftlichen Vereinbarungen entweder als Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) oder gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation). Der IFRS 11 eliminiert auch das Wahlrecht der Quotenkonsolidierung von Gemeinschaftsunternehmen. Diese sind nun verpflichtend nach der "at equity"-Methode zu bilanzieren. Darüber hinaus werden Gemeinschaftsunternehmen klarer gegenüber gemeinschaftlichen Tätigkeiten abgegrenzt. Die Anwendung dieses Standards führt zu keinen wesentlichen Änderungen im Konzernabschluss der Zumtobel Group.

Durch IFRS 12 "Anhangsangaben für Anteile an anderen Unternehmen" werden die erforderlichen Angaben in Bezug auf Anteile an Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und Anteile an assoziierten Unternehmen sowie strukturierten Unternehmen zu einem umfassenden Standard zusammengefasst. Die erforderlichen Anhangsangaben gemäß IAS 27 "Seperate Abschlüsse", IAS 28 "Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures" und IAS 31 "Anteile an Joint Ventures" wurden erweitert. Zusätzliche Informationen bezüglich des Anteils an nicht beherrschenden Anteilen an den Tätigkeiten und Cashflows des Konzerns sind offenzulegen.

IAS 32 "Saldierung von finanziellen Forderungen und Verbindlichkeiten" beinhaltet klarstellende Änderungen, unter welchen Voraussetzungen eine Saldierung von Finanzinstrumenten in der Bilanz zulässig ist.

IAS 39 "Finanzinstrumente – Ansatz und Bewertung" enthält in der geänderten Fassung Erleichterungsbestimmungen für Novationen von Over-the-Counter-Derivaten, wonach Hedge Accounting nicht beendet werden muss, wenn die Novation eines Sicherungsinstruments mit einer zentralen Gegenpartei bestimmte Kriterien erfüllt.

Die weiteren erstmals im Geschäftsjahr 2014/15 verpflichtend in der EU anzuwendenden Standards beziehungsweise Interpretationen hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

Im Wesentlichen werden folgende neue beziehungsweise geänderte IAS/IFRS/IFRIC-Interpretationen, die bereits veröffentlicht, aber noch nicht verpflichtend anzuwenden bzw. nicht von der Europäischen Union im Wege des Endorsement-Verfahrens übernommen worden sind, nicht vorzeitig angewandt. Diese finden daher im Geschäftsjahr 2014/15 für die Zumtobel Group keine Berücksichtigung:

Standards beziehungsweise Interpretationen Anzuwenden ab
Geschäftsjahresbeginn nach
IAS 1 Änderungen zu IAS 1 Darstellung des Abschlusses 01. Januar 2016
IAS 19 Änderungen zu IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer: Arbeitnehmerbeiträge 01. Februar 2015
IFRS 9 Finanzinstrumente 01. Januar 2018
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten 01. Januar 2016
IFRS 15 Umsatzerlöse aus Verträgen mit Kunden 01. Januar 2018
IFRIC 21 Abgaben 01. Februar 2015
Diverse Verbesserungen an dem IFRS-Zyklus 2011 – 2013 01. Janaur 2015
Diverse Verbesserungen an dem IFRS-Zyklus 2010 – 2012 01. Februar 2015
Diverse Verbesserungen an dem IFRS-Zyklus 2012 – 2014 01. Januar 2015

Im Rahmen der Initiative zur Verbesserung von Angaebepflichten wurden Änderungen am IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" veröffentlicht, welche sich im Wesentlichen auf Klarstellungen bei der Darstellung des Abschlusses beziehen. Mit den Änderungen an IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" werden Vorschriften klargestellt, die sich mit der Zuordnung von Arbeitnehmerbeiträgen und Beiträgen von dritten Parteien zu den Dienstleistungsperioden beschäftigen, wenn die Beiträge an die Dienstzeit geknüpft sind.

Der IFRS 9 "Finanzinstrumente" wird den IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" ersetzen und führt einen einheitlichen Ansatz zur Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögensgegenständen sowie zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen ein.

IFRS 14 "Regulatorische Abgrenzungsposten" enthält Regelungen zur Bilanzierung von preisregulierten Absatzgeschäften.

IFRS 15 "Umsatzerlöse aus Kundenverträgen" verfolgt das Ziel, die Vielzahl der Regelungen und Interpretationen zur Umsatzrealisierung in einem Standard zusammenzuführen. Der neue Standard basiert auf einem Fünfstufenmodell, das den Umsatz aus Verträgen mit Kunden regelt.

IFRIC 21 "Abgaben" ist eine Interpretation zu IAS 37 "Rückstellungen, Eventualverbindlichkeiten und Eventualforderungen". Geklärt wird vor allem die Frage, wann eine gegenwärtige Verpflichtung bei Abgaben entsteht, welche durch die öffentliche Hand erhoben werden, und somit eine Rückstellung oder Verbindlichkeit anzusetzen ist.

Im Rahmen der Projekte "Verbesserungen an den IFRS" werden einzelne Standards angepasst, um im Wesentlichen eine Klarstellung der bestehenden Regelungen zu erreichen.

Die Auswirkungen der Änderungen der neuen Standards beziehungsweise Interpretationen wurden analysiert und es werden keine wesentlichen Auswirkungen aus der Anwendung der neuen Regelungen auf den Konzernabschluss 2015/16 erwartet.

2.6.3.2 Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Firmenwerte

Der im Rahmen der Konsolidierung anfallende Firmenwert stellt den Überschuss der Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs über den Anteil des Konzerns am beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden eines Tochterunternehmens, assoziierten Unternehmens oder gemeinschaftlich geführten Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird als Vermögenswert erfasst und mindestens jährlich auf Ebene der entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit bzw. Gruppe von zahlungsmittelgenerierenden Einheiten auf Werthaltigkeit getestet. Jede Wertminderung wird sofort erfolgswirksam erfasst (siehe auch Abschnitt "Ermessensausübungen und Schätzungsunsicherheiten").

Übrigeimmaterielle Vermögens immaterielle Vermögens Vermögenswerte

Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte werden im Jahr der Anschaffung zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer (4 bis 10 Jahre) abgeschrieben.

Ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert, der aus der Produktentwicklung oder aus Softwareimplementierungen des Konzerns entsteht, wird nur bei Vorliegen der Voraussetzungen des IAS 38.57 aktiviert, die vor allem folgende Bedingungen umfassen:

  • >> Identifizierbarkeit des selbst erstellten Vermögenswertes
  • >> Wahrscheinlichkeit der Erbringung eines zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens
  • >> Verlässliche Bestimmbarkeit der Kosten des Vermögenswertes

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden linear abgeschrieben (3 bis 10 Jahre). Darf ein selbst erstellter immaterieller Vermögenswert nicht erfasst werden, werden die Entwicklungskosten in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Ausgaben für Forschungsaktivitäten werden als Aufwand der Periode erfasst.

Sachanlagen

Erworbene und selbst erstellte Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten enthalten neben Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten.

Der lineare Abschreibungsaufwand wird auf Basis der folgenden Abschreibungsprozentsätze errechnet:

Abschreibungs
Lineare Abschreibung prozentsatz p. a.
Gebäude 2 – 3,3%
Technische Anlagen und Maschinen 14,3 – 20%
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14,3 – 33,3%

Bilanzierung von Leasingverhältnissen LeasingverhältnissenLeasingverhältnissen

Leasingverhältnisse werden als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn durch die Leasingbedingungen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating Leasing klassifiziert.

Mietzahlungen bei Operating Leasing werden im Periodenergebnis linear über die Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses verteilt.

Im Rahmen von Finanzierungsleasing gehaltene Vermögenswerte werden zu Beginn des Leasingverhältnisses als Vermögenswerte mit ihren beizulegenden Zeitwerten oder, falls dieser niedriger ist, mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen erfasst. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber wird in der Bilanz als Verpflichtung aus Finanzierungsleasing innerhalb der lang- und kurzfristigen Finanzschulden erfasst. Die Leasingzahlungen werden so auf Zinsaufwendungen und Tilgung der Leasingverpflichtung aufgeteilt, dass eine konstante Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird. Zinsaufwendungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Vorräte Vorräte

Vorratsbestände werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten (basierend auf der Durchschnittspreismethode) und Nettoveräußerungswert bewertet. Bei Halb- und Fertigfabrikaten wird ein entsprechender Anteil der fixen und variablen Fertigungs- und Materialgemeinkosten in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter der Annahme einer Normalauslastung einbezogen. Fremdkapitalzinsen sowie Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten sind nicht Bestandteil der Herstellungskosten. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer beziehungsweise aus verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden angemessene konzerneinheitliche Abschläge berücksichtigt, die sich an der Umschlagsdauer ("Reichweite") orientieren.

Finanzinstrumente Finanzinstrumente

Die Zumtobel Group unterscheidet folgende Klassen von Finanzinstrumenten:

  • Wertpapiere und Wertrechte
  • Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
  • Sonstige Verbindlichkeiten
  • Darlehen und Ausleihungen
  • Finanzierungsleasing
  • Positive/Negative Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes
  • Positive/Negative Marktwerte aus Derivaten (Hedge Accounting)
  • Liquide Mittel

>> Wertpapiere und Wertrechte

Wertpapiere und Wertrechte werden bei Zugang zu Anschaffungskosten bewertet. Diese werden als dem Handelsbestand zugehörig eingeordnet und in den Folgeperioden erfolgswirksam zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet.

  • >> Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen sind grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Bei den Forderungen werden für erkennbare Risiken Wertberichtigungen vorgenommen.
  • >> Darlehen und Ausleihungen, sonstige Forderungen (Finanzielle Vermögenswerte) Gegebene Darlehen und Ausleihungen sowie sonstige Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
  • >> Darlehen und Ausleihungen, Finanzierungsleasing (Finanzielle Verbindlichkeiten) Erhaltene Darlehen und Ausleihungen sowie Finanzierungsleasingverbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag oder dem Nennwert unter Berücksichtigung von Transaktionskosten bilanziert (fortgeführte Anschaffungskosten). Langfristige Verbindlichkeiten werden mit dem Barwert bilanziert.

>> Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden entsprechend IAS 39 "Finanzinstrumente - Ansatz und Bewertung" zum Zeitwert bewertet. Die Ermittlung des Zeitwerts erfolgt unter Berücksichtigung der Bestimmungen des IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts". Der Einsatz derivativer Finanzinstrumente erfolgt bei der Zumtobel Group ausschließlich zur Absicherung von Risiken, die aus dem operativen Geschäftsbetrieb erwachsen. Zinsswaps werden genutzt, um eine Optimierung der variabel und fix verzinsten Anteile der Finanzverbindlichkeiten herbeizuführen. Fremdwährungstermingeschäfte und -optionen werden zur Reduzierung von Transaktionsrisiken eingesetzt. Nettoinvestitionen in Fremdwährungsgesellschaften werden teilweise durch Zins-Währungsswaps (Cross-Currency-Swaps) abgesichert. Zum Vertragsabschluss werden alle derivativen Finanzinstrumente gemäß dem Standard IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts" unter Berücksichtigung des Kontrahenten-Ausfallsrisikos zum beizulegenden Zeitwert bewertet und bilanziert. Devisentermingeschäfte werden mittels Barwertberechnung der Zahlungsströme unter Zugrundelegung aktueller Zinsstrukturkurven der jeweiligen Währungen aus beobachtbaren Marktdaten sowie den aktuellen Währungskursen zum Bewertungsstichtag ermittelt. In der Zumtobel Group werden keine börsennotierten derivativen Finanzinstrumente verwendet. Außerbörslich gehandelte Zinsinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet, indem zukünftige Zahlungserwartungen unter Verwendung des aktuellen Marktzinssatzes abgezinst werden. Gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente - Ansatz und Bewertung" werden derivative Finanzinstrumente, die nicht dem Hedge Accounting zuzuordnen sind, als zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente ("held for trading") klassifiziert.

>> Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes

Marktwertveränderungen von derivativen Instrumenten, die nicht Teil des Hedge Accounting sind, werden in der Gewinnund Verlustrechnung im Finanzergebnis ausgewiesen.

>> Marktwerte aus Derivaten (Hedge Accounting)

Die Vorschriften des IAS 39 "Finanzinstrumente - Ansatz und Bewertung" zur Handhabung der Sicherungsinstrumente (Hedge Accounting) werden in der Zumtobel Group in Zusammenhang mit Zinssicherungsinstrumenten angewendet. Der effektive Teil der Wertänderungen des Zeitwerts derivativer Instrumente, die sich als Cashflow Hedge Accounting im Sinne des IAS 39 (Absicherung zukünftiger Cashflows) qualifizieren, wird direkt im Eigenkapital erfasst. Ein allfälliger ineffektiver Teil wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die im Eigenkapital abgegrenzten Beträge werden zum gleichen Zeitpunkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, zu welchem die abgesicherte Position das Periodenergebnis berührt. Die Effektivität wird über die Hypothetische-Derivate-Methode ermittelt.

>> Marktwerte aus einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb

Des Weiteren werden derivative Instrumente, die im Sinne des IAS 21 ("hedge of a net investment in a foreign operation") abgeschlossen wurden, in der Bilanz als Derivate (Hedge Accounting) ausgewiesen und alle Marktwertänderungen des effektiven Teils des eingesetzten Sicherungsinstruments gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente - Ansatz und Bewertung" erfolgsneutral im Eigenkapital ausgewiesen (Cashflow Hedge). Aufgrund der im abgelaufenen Geschäftsjahr durchgeführten Schließung der Komponentenproduktion in Ennenda (Schweiz) und der daraus resultierenden Volumensanpassung in der Sicherungsbeziehung wurden Teile des Sicherungsinstruments ineffektiv, so dass der dementsprechende Teil des negativen Marktwerts erstmalig als Bewertungseffekt in der Gewinn- und Verlustrechnung auszuweisen war. Das Ergebnis aus Fremdwährungsumrechnungen der abgesicherten Investition wird in der Gesamtergebnisrechnung im Eigenkapital bilanziert.

>> Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte

Die Zumtobel Group verwendet bei der Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts Bewertungstechniken, die den Umständen entsprechend adäquat und akkurat erscheinen. Dabei werden ausreichend viele Daten, vor allem beobachtbare Inputfaktoren, zur Bereitstellung einer exakten Bewertung herangezogen.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt mittels dreistufiger Hierarchie, welche die Bewertungssicherheit widerspiegelt.

Level 1: Notierte Preise auf aktiven Märkten für identische Instrumente Level 2: Bewertung auf Basis von Inputfaktoren, die am Markt beobachtbar sind Level 3: Bewertung auf Basis von Inputfaktoren, die nicht beobachtbar sind

In der Zumtobel Group erfolgt die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte überwiegend auf Basis von Inputfaktoren, die am Markt beobachtbar sind (Level 2). Der Marktwert einer langfristigen Forderung und sonstiger nicht derivativer Finanzinstrumente entspricht dem Barwert abgezinst mit dem Marktzinssatz. Der Marktwert der kurzfristigen Finanzinstrumente entspricht aufgrund ihrer Fristigkeit dem Buchwert. Im Konzernabschluss der Zumtobel Group sind keine Finanzinstrumente erfasst, deren Bewertung auf notierten Preisen auf aktiven Märkten beruht (Level 1).

Der beizulegende Zeitwert derivativer Finanzinstrumente kann zu jedem Bilanzstichtag verlässlich ermittelt werden, da die Bewertung auf am Markt beobachtbaren Inputfaktoren beruht. Es handelt sich somit nur um Level 2-Bewertungen.

In unwesentlichem Umfang sind im Konzernabschluss der Zumtobel Group auch Finanzinstrumente bilanziert, für deren Bewertung weder notierte Preise noch am Markt beobachtbare Inputfaktoren für eine Bewertung vorliegen (Level 3). Hierbei handelt es sich um Wertpapiere beziehungsweise Wertrechte.

Die unter Level 2 fallenden Finanzinstrumente betreffen die unter den finanziellen Vermögenswerten und übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesenen Derivate (positive Marktwerte TEUR 3.398, VJ TEUR 464; negative Marktwerte TEUR -21.593, VJ TEUR -9.353; siehe auch Kapitel 2.6.10).

Kurzfristige und langfristige Vermögenswerte und langfristige und Schulden Schulden Schulden

Vermögenswerte beziehungsweise Schulden, deren Realisierung beziehungsweise Tilgung innerhalb von zwölf Monaten erwartet beziehungsweise fällig wird, gelten als kurzfristig. Alle anderen Vermögenswerte und Schulden gelten als langfristig.

Aktienbasierte Vergütungen Vergütungen

Bei dem Aktienoptionsprogramm – dem "Stock Option Program" (SOP) – der Zumtobel Group AG handelt es sich um ein aktienbasiertes Vergütungsprogramm, das durch Eigenkapitalinstrumente beglichen wird. Die Bewertung von Vergütungen für Dienstleistungen von Arbeitnehmern richtet sich nach dem Marktwert der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente zum Zeitpunkt der Zusage ("grant date") auf der Grundlage von anerkannten Optionsbewertungsmodellen. Die Dotierung beziehungsweise Auflösung der Rücklage erfolgte in Vorperioden erfolgswirksam innerhalb der Berichtsperiode, zu der die Optionen gewährt ("granting period") wurden. Eine erfolgswirksame Anpassung der Rücklage an die tatsächlich ausgeübten Optionen erfolgt nicht. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt unter den Gewinnrücklagen. Aus dem SOP erfolgen keine Zuteilungen von Optionen mehr. Mit Wirkung 30. April 2015 ist das Programm ausgelaufen, es gibt keine weiteren Ausübungsfenster mehr. Weiterführende Informationen sind in Kapitel 2.6.8.4 ersichtlich.

Rückstellungen Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, wenn eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung als Folge früherer Ereignisse gegenüber Dritten besteht, der Abfluss von Ressourcen zur Begleichung der Verpflichtung wahrscheinlich sowie eine zuverlässige Schätzung des Betrages der Verpflichtung möglich ist. Sind diese Bedingungen nicht erfüllt, ist keine Rückstellung anzusetzen. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpflichtung angesetzt. Ist ein Abfluss von Ressourcen weder wahrscheinlich noch die Höhe der Verpflichtung schätzbar, wird eine Eventualverbindlichkeit angegeben.

Rückstellungen für Restrukturierungsaufwand werden nur bei Erfüllung der allgemeinen Ansatzkriterien sowie bei rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen zur Restrukturierung (IAS 37.70 ff.) angesetzt.

Rückstellungen für Garantiefälle werden zum einen nach individuellen Gesichtspunkten auf Einzelfallbasis gebildet. Zum anderen erfolgt nach konzerneinheitlichen Richtlinien eine Bildung von Garantierückstellungen für noch nicht bekannte Fälle. Für die Ermittlung des Rückstellungsbetrages werden produktspartenbasierte Prozentsätze auf die Umsatzerlöse der jeweiligen Produkte der Periode angewandt.

Eine Rückstellung für belastende Verträge wird angesetzt, wenn die zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen unvermeidbaren Kosten die aus einem abgeschlossenen Vertrag erwarteten Erlöse übersteigen. Die Rückstellung wird zum niedrigeren Betrag aus den bei Ausstieg aus dem Vertrag resultierenden Kosten und den bei Erfüllung des Vertrages anfallenden Nettokosten gebildet. Vor der Erfassung einer separaten Rückstellung für einen belastenden Vertrag wird ein Wertminderungsaufwand auf Vermögenswerte erfasst, die mit dem Vertrag verbunden sind.

Leistungen an Arbeitnehmer an

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses umfassen langfristige Vorsorgen für Pensionen und Abfertigungen.

>> Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer umfassen im Wesentlichen die Rückstellungen für Jubiläumsgelder und die Altersteilzeitregelung in Deutschland sowie den Sonderurlaub in Australien.

>> Leistungsorientierte Pläne

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung ("defined benefit obligation", DBO) am Abschlussstichtag wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit der Methode der laufenden Einmalprämien ("projected unit credit method") ermittelt. Dabei wird in Zinsaufwand – das ist der Betrag, um den sich die Verpflichtung über das Jahr alleine durch das Näherrücken der Zahlungen erhöht hat – und Dienstzeitaufwand – das sind im betreffenden Jahr neu erdiente Ansprüche – getrennt. Der Zinssatz zur Abzinsung der künftigen Leistungen ist ein aktueller Marktzinssatz. Die Annahmen über die Höhe der Leistungen berücksichtigen erwartete künftige Gehaltssteigerungen oder Gehaltstrends sowie zugesagte Leistungen. Änderungen in den Ansprüchen können auf der Neuzusage einer Leistung oder der Änderung bestehender Leistungsansprüche beruhen, welche als nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand ausgewiesen werden.

Planvermögen sind Vermögenswerte, die von einem Fonds gehalten werden und die mit dem Barwert der Pensionsverpflichtung saldiert werden. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird jährlich von anerkannten Aktuaren durchgeführt.

Die Bewertung erfolgt zu jedem Bewertungsstichtag mit den aktuellen besten Schätzannahmen, die sich von einem Stichtag zum anderen ändern können. Die Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, die sich aus Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen beziehungsweise aus Abweichungen zwischen früheren versicherungsmathematischen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung ergeben, erfolgt unter Berücksichtigung latenter Steuern im sonstigen Ergebnis in der Periode ihrer Entstehung. Dadurch zeigt die Bilanz – nach Abzug des Planvermögens – den vollen Umfang der Verpflichtung unter Vermeidung von Aufwandsschwankungen, die sich insbesondere bei Änderungen der Berechnungsparameter ergeben können. Die in der jeweiligen Berichtsperiode erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden in der Gesamtergebnisrechnung inklusive angefallener latenter Steuern gesondert dargestellt.

Der Zinsaufwand sowie die Erträge aus Planvermögen werden im Finanzergebnis ausgewiesen, die anderen Komponenten im Betriebsergebnis.

>> Beitragsorientierte Pläne

Bei beitragsorientierten Plänen bestehen keine über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Versorgungseinrichtungen hinausgehenden Verpflichtungen. Die Beiträge sind im Personalaufwand der Periode erfasst.

Ertragsteuern

Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Geschäftsjahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Jahresüberschuss laut der Gewinn- und Verlustrechnung, da es Aufwendungen und Erträge ausschließt, die in späteren Jahren oder niemals steuerbar beziehungsweise steuerlich wirksam werden. Die Verbindlichkeit des Konzerns für den laufenden Steueraufwand wird auf Grundlage der geltenden Steuersätze berechnet.

Latente Steuern sind die zu erwartenden Steuerbe- beziehungsweise -entlastungen aus den Differenzen der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden im Jahresabschluss und des Wertansatzes bei der Berechnung des zu versteuernden Einkommens sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Dabei kommt die bilanzorientierte Ermittlungsmethode zur Anwendung. Latente Steuerverbindlichkeiten werden für alle steuerbaren temporären Differenzen erfasst. Latente Steueransprüche werden insoweit erfasst, als es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen werden, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Stichtag geprüft und herabgesetzt, falls es nicht wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, um den Anspruch in einem absehbaren Zeitraum vollständig oder teilweise wieder einzubringen. Latente Steuern werden auf Basis der erwarteten Steuersätze ermittelt, die zum Zeitpunkt der Begleichung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswertes Geltung haben. Ertragsteuern werden erfolgswirksam erfasst, außer die Transaktionen, auf die sich der Steuereffekt bezieht, werden im gleichen oder einem anderen Geschäftsjahr in der Gesamtergebnisrechnung gebucht.

Ertragsrealisierung

Umsätze aus dem Verkauf von Gütern und Dienstleistungen werden realisiert, wenn der Konzern die wesentlichen Risiken und Chancen auf den Käufer überträgt. Rabatte und Skonti werden von den Umsatzerlösen abgezogen. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung beziehungsweise zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst.

Zinserträge sind zeitproportional unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung des Finanzinstrumentes erfasst. Dies ist genau der Zinssatz, der die geschätzten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes auf den Nettobuchwert des Vermögenswertes abzinst.

Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruches auf Zahlung erfasst.

Fremdwährungsgeschäfte

Fremdwährungsgeschäfte werden mit dem aktuellen Kurs am Tag der Abwicklung bilanziert. Zum Bilanzstichtag werden monetäre Aktiva und Passiva unter Verwendung des Stichtagskurses umgerechnet. Realisierte und unrealisierte Gewinne und Verluste aus Transaktionen in Fremdwährung werden grundsätzlich im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Bewertungseffekte von langfristigen konzerninternen Darlehen, welche sich gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" als Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb qualifizieren, werden in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Ermessensausübungen und Schätzungsunsicherheiten Schätzungsunsicherheiten

Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen durch die Geschäftsleitung, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden der Berichtsperiode haben. Der Grundsatz des "true and fair view" wird auch bei der Verwendung von Schätzungen uneingeschränkt gewahrt.

Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln. Die Schätzungen und Annahmen werden laufend überprüft. Wesentliche Änderungen führen zu einer Anpassung der Prämissen und zu einer erfolgswirksamen Erfassung.

Schätzungen und Annahmen betreffen vor allem folgende Bereiche:

>> Wertminderungen von Firmenwerten, übrigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen

Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob es Anhaltspunkte für einen Wertminderungsbedarf bei den Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten gibt. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag des einzelnen Vermögenswertes geschätzt, um den Umfang des eventuellen Wertminderungsaufwands festzustellen. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu der der Vermögenswert gehört.

Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer und solchen, welche noch nicht verfügbar sind (z. B. noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte), sowie bei Firmenwerten werden jedes Jahr Wertminderungstests durchgeführt, auch wenn kein Anzeichen für eine Wertminderung vorliegt.

Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes werden die geschätzten künftigen Zahlungsströme abgezinst. Wie im Vorjahr wurde ein einheitlicher Weighted Average Cost of Capital (WACC) je Region, in welcher die Entwicklungsprojekte durchgeführt werden, für die Werthaltigkeitsprüfung der aktivierten Entwicklungskosten verwendet. Für die Region "Europa" gelangte dabei ein WACC in Höhe von 7,0% (VJ 7,1%) zur Anwendung. In der Region "USA" wurde ein Diskontierungsfaktor von 5,8% (VJ 7,0%) angewendet.

Der ursprünglich aus dem Erwerb der Thorn Lighting Gruppe entstandene Firmenwert, der zuvor nach Regionen aufgeteilt worden war, wurde im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 entsprechend der neuen Berichtsstruktur nach Marken definierten ZGE zugeordnet. Die damals definierten ZGE waren: "ZGE Zumtobel Brand" und "ZGE Thorn Brand".

Entsprechend der Berichtsstruktur nach Marken erfolgte die Neuzuordnung der Firmenwerte auf Basis der relativen Wertansätze der ZGE. Die gebildeten Einheiten entsprachen den operativen Segmenten im Sinne des IFRS 8.5, die für Zwecke der Segmentberichterstattung zum aggregierten Segment "Lighting Brands" zusammengefasst wurden. Da die Berichtsstruktur nach Marken bis zum 30. April 2014 implementiert war, erfolgte die Werthaltigkeitsprüfung zum Ende des Vorjahres auf Ebene der "ZGE Zumtobel Brand" und "ZGE Thorn Brand".

Mit Wirkung vom 01. Dezember 2013 wurde eine neue Organisationsstruktur implementiert. Die neue Organisationsstruktur sieht vor, dass die Marken "Zumtobel" und "Thorn" sowie der neue Geschäftsbereich "OEM & TPP" im Leuchtensegment durch eine einheitliche Vertriebs- und Produktionsorganisation zusammengeführt werden und die zugehörigen Geschäftsprozesse seit diesem Zeitpunkt zentralisiert geführt werden. Die Umsetzung der neuen Organisationsstruktur wurde im Berichtswesen zum 01. Mai 2014 implementiert. Somit erfolgte im Geschäftsjahr 2014/15 die Zuordnung der bisherigen Firmenwerte "ZGE Zumtobel Brand" und "ZGE Thorn Brand" auf das gesamte Leuchtensegment "ZGE Lighting". Entsprechend des neu implementierten Berichtswesens wird der gesamte Firmenwert im laufenden Geschäftsjahr dem Lighting Segment zugeordnet und auf dieser Ebene auf Werthaltigkeit getestet. Die "ZGE Lighting" entspricht dem operativen "Lighting Segment" im Sinne des IFRS 8.5.

Die wesentlichen Annahmen der Werthaltigkeitsprüfung des Firmenwertes sind die prognostizierten Cashflows der Mittelfristplanung, die langfristige Wachstumsrate nach der Mittelfristplanung und der WACC.

Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte dient als Vergleichsgröße der Nutzungswert, welcher in Form von Discounted Cashflows der zahlungsmittelgenerierenden Einheit berechnet wird. Die Schätzungen der zukünftigen Mittelzuflüsse basieren auf vom Vorstand genehmigten internen Planungen, welche detailliert für das Jahr 2015/16 und mit geringen Vereinfachungen für weitere drei Jahre vorliegen (Detailplanungszeitraum). Diese Planungen beruhen auf Erfahrungen der Vergangenheit sowie auf den Einschätzungen des Vorstandes hinsichtlich des erwarteten Marktumfelds, wobei zukünftige Margenverbesserungen insbesondere durch folgende Maßnahmen erwartet werden: Wachstums- und Kostensynergien aus dem Mehrmarkenansatz, Anpassung der Werkskapazitäten, Zusammenführung der bislang getrennten Vertriebswege, Initiierung von Projekten zur weiteren Kostensenkung und Bündelung von Einkaufsaktivitäten. Den Planungen liegen operative Umsatzrenditen (bereinigte EBIT-Margen) in Höhe von 8% bis 10% zugrunde.

Für Perioden nach dem Detailplanungszeitraum wird eine langfristige Wachstumsrate der Lichtindustrie in Höhe von 2,2% angewandt.

Die Qualität der Planungsdaten wird laufend durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft. Die Schätzung der Cashflows erfolgt unter Berücksichtigung regionalspezifischer Annahmen über die Marktentwicklung. Die Kostenstrukturen werden dabei in der Regel auf Basis der Erfahrungswerte der Vergangenheit geplant und extrapoliert. Jede Wertminderung wird sofort erfolgswirksam erfasst.

Im Geschäftsjahr 2014/15 wurde für die "ZGE Lighting" ein Nach-Steuer-WACC-Satz von 7,0% berücksichtigt. Dieser Diskontierungszinssatz leitet sich aus regionalen Diskontierungszinssätzen ab, welche entsprechend dem Geschäftsvolumen in den Regionen gewichtet sind. Bei der Ableitung der zugrunde liegenden regionalen Zinssätze wurden vor allem Inflationsdifferenzen der jeweiligen Länder zum risikofreien Basiszinssatz, Länderrisikoprämien sowie unterschiedliche Steuersätze berücksichtigt.

Hinsichtlich der Überprüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte des Geschäftsjahres 2014/15 ergibt sich bei relativen Abweichungen der Planungsannahmen und des WACC-Satzes von jeweils 10% beim Firmenwert, welcher der "ZGE Lighting" zugeordnet ist, kein Wertminderungsbedarf.

Im Geschäftsjahr 2013/14 ergab sich für den Firmenwert, welcher der "ZGE Zumtobel Brand" zugeordnet war, bei relativen Abweichungen der Planungsannahmen und des ZGE Zumtobel Brand-WACC-Satzes von jeweils mehr als 10% kein Wertminderungserfordernis. Bei analogen Abweichungen der Planungsannahmen bei der Überprüfung des Firmenwertes, der der "ZGE Thorn Brand" zugeordnet war, ergab sich im Geschäftsjahr 2013/14 ein Wertminderungserfordernis in Höhe von TEUR 30.876.

>> Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer

Bei der versicherungsmathematischen Bewertung von Leistungen an Arbeitnehmer werden Annahmen über Zinssätze, erwartete Erträge aus Planvermögen, Gehalts- und Pensionssteigerungen, Pensionsalter und Lebenserwartung getroffen.

>> Übrige Rückstellungen

Bei der Ermittlung von Restrukturierungsrückstellungen werden Annahmen zu Belegschaftsreduzierungen und damit einhergehenden Kosten sowie zu Kosten von Vertragsauflösungen getroffen. Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten basieren auf der Einschätzung des Managements bezüglich des möglichen Ausgangs der jeweiligen Rechtsstreitigkeit. Es wird eine Garantierückstellung basierend auf Erfahrungswerten der Vergangenheit gebildet. Die getroffenen Annahmen sind mit Unsicherheiten behaftet und die tatsächlichen Zahlungen können von den getroffenen Einschätzungen abweichen.

>> Aktive latente Steuern

Die Aktivierung latenter Steuern erfolgt auf Basis der erwarteten zukünftigen Steuersätze sowie der Einschätzung der künftigen steuerlichen Ertragsfähigkeit. Eventuelle Steuersatzänderungen oder von den Annahmen abweichende zu versteuernde Einkommen können zu einer Abschreibung aktiver latenter Steuern führen.

Zum Bilanzstichtag sind keine bedeutsamen Fälle bekannt, die zu einer wesentlichen Abweichung des Buchwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld innerhalb des nächsten Geschäftsjahres führen können.

Sondereffekte Sondereffekte

Sondereffekte sind gemäß IAS 1.98 gesondert anzugeben, wenn diese hinsichtlich ihrer betragsmäßigen Höhe, Art oder Seltenheit relevant für die Erklärung der Ertragskraft sind. Es handelt sich hierbei insbesondere um Ergebnisse aus nicht wiederkehrenden, einmaligen Ereignissen wie etwa Restrukturierungen, außerplanmäßigen Wertminderungen von Vermögenswerten und Ergebniseffekten aus der Endkonsolidierung von Konzerngesellschaften. Die gesonderte Angabe erfolgt im vorliegenden Konzernabschluss als "davon"-Vermerk in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Zuwendungen der öffentlichen Hand ngen Hand

Ertragsbezogene Zuwendungen der öffentlichen Hand zur Deckung von Aufwendungen werden in der Periode, in der sie gewährt werden, in der Gewinn- und Verlustrechnung als Ertrag berücksichtigt. Soweit sie sich auf zukünftige Aufwendungen beziehen, werden sie über einen Passivposten abgegrenzt.

2.6.4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

2.6.4.1 Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen sind Erlösschmälerungen (vornehmlich Kundenskonti) in Höhe von TEUR 52.026 (VJ TEUR 50.852) enthalten. Die Bruttoumsatzerlöse belaufen sich auf TEUR 1.364.646 (VJ TEUR 1.297.683).

2.6.4.2 Aufwandsarten

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. In den Kosten der umgesetzten Leistungen (inkl. Entwicklungskosten), Vertriebskosten (inkl. Forschungskosten) und Verwaltungskosten sowie im sonstigen betrieblichen Ergebnis sind folgende Aufwandsarten und Erträge enthalten:

Geschäftsjahr Geschäftsjahr2014/15

in TEUR Kosten der
umgesetzten
Leistungen
Vertriebs
kosten
Verwaltungs
kosten
Sonstiges
betriebliches
Ergebnis
Summe
Materialaufwand -554.440 -6.163 -43 0 -560.646
Personalaufwand -223.105 -183.184 -32.232 -14.208 -452.729
Abschreibungen -48.736 -6.341 -1.032 -2.939 -59.048
Sonstiger Aufwand -78.836 -129.676 -18.033 -9.190 -235.735
Aktivierte Eigenleistungen 17.197 7 0 0 17.204
Interne Verrechnung 5.055 -9.082 4.027 0 0
Summe Aufwände -882.865 -334.439 -47.313 -26.337 -1.290.954
Sonstige Erträge 4.817 7.471 786 6.351 19.425
Summe -878.048 -326.968 -46.527 -19.986 -1.271.529

Geschäftsjahr 20 2013/14

in TEUR Kosten der
umgesetzten
Leistungen
Vertriebs
kosten
Verwaltungs
kosten
Sonstiges
betriebliches
Ergebnis
Summe
Materialaufwand -522.120 -5.062 -50 0 -527.232
Personalaufwand -220.332 -177.797 -29.424 -18.803 -446.356
Abschreibungen -48.626 -6.164 -1.037 -12.240 -68.067
Sonstiger Aufwand -85.704 -128.293 -14.344 -4.672 -233.013
Aktivierte Eigenleistungen 20.286 40 0 0 20.326
Interne Verrechnung 6.212 -10.150 3.974 -36 0
Summe Aufwände -850.285 -327.426 -40.881 -35.751 -1.254.343
Sonstige Erträge 4.929 7.163 457 7.106 19.655
Summe -845.356 -320.263 -40.424 -28.645 -1.234.688

Im Materialaufwand sind Kosten für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 23.342 (VJ TEUR 24.561) enthalten.

In den sonstigen Erträgen sind Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 5.210 (VJ TEUR 4.599) enthalten, wobei es sich hauptsächlich um Forschungsförderungen handelt. Davon werden TEUR 3.325 (VJ TEUR 3.239) im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.

In den Kosten der umgesetzten Leistungen sind Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 75.269 (VJ TEUR 68.590) enthalten. Die im aktuellen Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungskosten belaufen sich auf insgesamt TEUR 15.949 (VJ TEUR 18.985), die planmäßige Abschreibung der aktivierten Entwicklungskosten beträgt TEUR 15.804 (VJ TEUR 13.406). Es wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen im laufenden Geschäftsjahr vorgenommen. Die außerplanmäßige Abschreibung der aktivierten Entwicklungskosten des Geschäftsjahres 2013/14 wurde im sonstigen betrieblichen Ergebnis als Sondereffekt erfasst. Die aufwandswirksamen Entwicklungskosten im Geschäftsjahr 2014/15 wurden, resultierend aus der Aktivierung, um netto TEUR 145 entlastet (VJ Entlastung des Aufwands um netto TEUR 5.579).

In den Vertriebskosten ist Forschungsaufwand in Höhe von TEUR 3.703 (VJ TEUR 3.222) enthalten.

Im Geschäftsjahr 2014/15 sind in der Zumtobel Group AG folgende Leistungen von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft erbracht bzw. vereinbart worden:

In TEUR 2014/15 2013/14
Gesamthonorar
Gesamthonorar
283 192
davon Prüfung 198 180
davon sonstige Honorare 85 12

Das sonstige Honorar steht im Zusammenhang mit prüfungsnahen Beratungsleistungen als auch der Evaluierung des Risikomanagements.

In den Verwaltungskosten sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.482 (VJ TEUR 1.556) für Prüfungsleistungen des KPMG-Netzwerks in der Zumtobel Group enthalten.

Die Veränderung des sonstigen betrieblichen Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahr ist vor allem auf Sondereffekte des Geschäftsjahres 2014/15 zurückzuführen (siehe Kapitel 2.6.4.3).

In den Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind folgende Personalaufwendungen enthalten:

in TEUR 2014/15 2013/14
Löhne -79.557 -79.112
Gehälter -254.097 -245.807
Aufwendungen für Abfertigungen -4.202 -4.343
Aufwendungen für Altersvorsorge -4.982 -5.701
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie entgeltabhängige Abgaben und Pflichtbeiträge -66.522 -68.139
Sonstige Sozialaufwendungen -10.939 -10.032
Leiharbeiter -18.605 -14.427
Aufwendungen aus Restrukturierungen -13.825 -18.795
Personalaufwand -452.729 -446.356

2.6.4.3 Sonstiges betriebliches Ergebnis

in TEUR 2014/15 2013/14
Förderungen der öffentlichen Hand 3.325 3.239
Lizenzeinnahmen 2.032 3.011
Sondereffekte -25.392 -35.452
Wertminderungen von Anlagevermögen -2.810 -12.139
Restrukturierungen -21.029 -17.571
Aufwendungen für Aufhebungsvereinbarungen 0 -4.675
Wertminderungen von Umlaufvermögen -1.420 -349
Konsolidierungskreisänderungen -133 -719
Sonstiges 49 557
Summe -19.986 -28.645

Die Förderungen der öffentlichen Hand stellen, wie im Vorjahr, zur Gänze ertragswirksam vereinnahmte Zuschüsse dar.

Die Lizenzeinnahmen des Geschäftsjahres 2014/15 betreffen, wie im Vorjahr, überwiegend Lizenzeinnahmen aus dem LED-Geschäft.

Unter den im Geschäftsjahr 2014/15 ausgewiesenen Sondereffekten gemäß IAS 1 "Darstellung des Abschlusses" sind folgende wesentliche Positionen enthalten:

Von den unter der Position "Wertminderungen von Anlagevermögen" erfassten Aufwendungen entfallen TEUR 1.767 auf das Components Segment und TEUR 1.043 auf das Lighting Segment. Die im Components Segment erfassten Aufwendungen von TEUR 1.767 entfallen zur Gänze auf Abschreibungen des Anlagevermögens im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus der Magnetik-Technologie. Die "Wertminderung von Anlagevermögen" im Lighting Segment von TEUR 1.043 umfasst im Wesentlichen die mit der Schließung der Druckguss-Abteilung im Werk Lemgo, Deutschland, verbundene Abschreibung der Druckguss-Produktionsmaschinen.

Von den im Geschäftsjahr 2013/14 vorgenommenen außerplanmäßigen Abschreibungen von Anlagevermögen entfallen TEUR 5.802 auf das Components Segment sowie TEUR 6.337 auf das Lighting Segment.

Die außerplanmäßigen Abschreibungen im Vorjahr im Components Segment resultierten in einer Höhe von TEUR 3.032 aus dem Ausstieg aus der Magnetik-Technologie sowie in Höhe von TEUR 1.461 aus der Schließung des Fertigungsstandortes in Ennenda, Schweiz. Aufgrund einer strategischen Neuausrichtung im Bereich Controls & Systems wurden zudem die Arbeiten an einem aktivierten Entwicklungsprojekt eingestellt, weshalb eine Wertberichtigung in Höhe von TEUR 1.309 vorgenommen werden musste.

Die "Wertminderungen von Anlagevermögen" im Lighting Segment umfassten im Geschäftsjahr 2013/14 im Wesentlichen außerplanmäßige Abschreibungen, welche aufgrund von geplanten Werksschließungen beziehungsweise Werksverkleinerungen vorgenommen werden mussten. Von den in Summe TEUR 6.337 vorgenommenen Abschreibungen entfielen TEUR 3.561 auf das Produktionswerk Landskrona in Schweden und TEUR 342 auf das Produktionswerk in Tianjin, China. Im Produktionswerk Lemgo, Deutschland, wurde eine Wertberichtigung auf eine künftig nicht mehr genutzte Werkshalle im Ausmaß von TEUR 2.434 vorgenommen.

Von den im Geschäftsjahr 2014/15 ausgewiesenen Restrukturierungsaufwendungen entfallen TEUR 20.122 auf das Lighting Segment, TEUR 764 auf das Components Segment sowie TEUR 143 auf die Zumtobel Group AG.

Die Aufwendungen im Lighting Segment betreffen mit TEUR 20.122 unter anderem Aufwendungen, welche in Höhe von TEUR 7.891 im Zusammenhang mit der Verlagerung der Produktion von Landskrona, Schweden, in das bestehende Produktionswerk nach Spennymoor, Großbritannien, sowie mit der Schließung des Werkes in Landskrona stehen. Darüber hinaus betreffen diese Aufwendungen in Höhe von TEUR 9.473 Restrukturierungen der Vertriebsorganisationen in der DACH-Region und in Frankreich sowie Kapazitätsanpassungen im Produktionswerk in Lemgo, Deutschland. Ebenso spiegelt sich der Abgang einer Produktionsanlage in Höhe von TEUR 2.377 in dieser Position wieder, welcher aus der Restrukturierung des Lighting Segmentes resultiert.

Die Restrukturierungsaufwendungen im Components Segment in Höhe von TEUR 764 betreffen insbesondere den Ausstieg aus der Magnetik-Technologie mit TEUR 384 sowie die Schließung des Werkes in Fürstenfeld, Österreich, mit TEUR 377.

Von den im Geschäftsjahr 2013/14 ausgewiesenen Restrukturierungsaufwendungen entfielen TEUR 10.892 auf das Lighting Segment und TEUR 6.679 auf das Components Segment. Die Aufwendungen im Lighting Segment betrafen mit TEUR 7.760 personalbezogene Aufwendungen, welche vor allem im Zusammenhang mit der Restrukturierung der Vertriebsorganisationen angefallen sind. Die restlichen Restrukturierungskosten betrafen vor allem Aufwendungen für belastende Mietverträge aufgrund der Konsolidierung der Vertriebsstandorte in mehreren Ländern und des vorzeitigen Ausstiegs aus einem Mietvertrag aufgrund einer Werksschließung.

Von den Restrukturierungsaufwendungen im Components Segment in Höhe von TEUR 6.679 entfielen TEUR 6.380 auf personalbezogene Aufwendungen, welche zur Gänze den Ausstieg aus der Magnetik-Technologie und die Schließung der Drahtfertigung in Australien betrafen. Im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus der Magnetik-Technologie wurde das Produktionswerk in Fürstenfeld, Österreich, geschlossen und der Fertigungsstandort in Melbourne, Australien, verkauft.

Die im Vorjahr ausgewiesenen "Aufwendungen für Aufhebungsvereinbarungen" betrafen zur Gänze die Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Vorstandswechsel der Zumtobel Group AG im September 2013.

Die im laufenden Geschäftsjahr erfassten "Wertminderungen auf Umlaufvermögen" betreffen mit TEUR 1.092 das Components Segment, wovon TEUR 780 aus dem Ausstieg aus der Magnetik-Technologie resultieren sowie TEUR 312 aufgrund der Werksschließung in Fürstenfeld, Österreich, erfasst wurden. Im Lighting Segment wurde aufgrund von Restrukturierungen des Produktportfolios eine Wertminderung des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 328 im Werk in Spennymoor, Großbritannien, erfasst.

Die im Vorjahr erfassten "Wertminderungen auf Umlaufvermögen" in Höhe von TEUR 349 betrafen das Components Segment und stehen im Zusammenhang mit der Werksschließung in Fürstenfeld, Österreich.

Die Position "Konsolidierungskreisänderungen" im laufenden Geschäftsjahr 2014/15 betrifft im Wesentlichen das Endkonsolidierungsergebnis resultierend aus dem Verkauf der Tridonic connection technology GmbH & Co KG, Österreich und der Tridonic connection technology GmbH, Österreich.

Die Position des Vorjahres betraf mit TEUR -855 das Endkonsolidierungsergebnis der aus dem Konsolidierungskreis ausgeschiedenen australischen Gruppengesellschaft Tridonic Manufacturing Pty Ltd sowie mit TEUR 136 die Erwerbe der restlichen Anteile an der LEDON OLED Verwaltungs-GmbH, Deutschland, der Anteile der LEDON OLED Lighting GmbH & Co. KG (nunmehr "Tridonic Dresden GmbH & Co. KG"), Deutschland, und der Tridonic SA (Proprietary) Limited, Südafrika, welche zu einem Wechsel der Einbeziehungsart in den Konzernabschluss führten.

Die Zeile "Sonstiges" betrifft den Saldo aus Aufwendungen und Erträgen aus der normalen Geschäftstätigkeit, die anderen Funktionsbereichen nicht eindeutig zugeordnet werden können.

2.6.4.4 Zinsergebnis

Im Zinsaufwand sind vor allem Zinsen und Spesen für den laufenden Kreditvertrag als auch Zinsen aus dem Leasingvertrag für die Fabrik in England in Höhe von TEUR 2.158 (VJ TEUR 1.854) enthalten.

2.6.4.5 Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge
--------- --------------------------------------------- --
in TEUR 2014/15 2013/14
Zinskomponente gemäß IAS 19 abzüglich Erträge aus Planvermögen -6.997 -5.100
Fremdwährungsergebnis -677 -1.954
Marktbewertung von Finanzinstrumenten -8.899 298
Veräußerungsgewinne/-verluste -3 -7
Summe -16.576 -6.763

Das Fremdwährungsergebnis enthält realisierte und unrealisierte Fremdwährungskursgewinne aus Forderungen und Verbindlichkeiten sowie realisierte Fremdwährungskursverluste aus Devisentermingeschäften.

Die Position "Marktbewertung von Finanzinstrumenten" zeigt das Ergebnis aus der Bewertung von Devisentermingeschäften mit den jeweiligen Marktwerten zum Abschlussstichtag. Vor allem die Aufwertung des Schweizer Frankens gegenüber dem Euro führte zum Abschlussstichtag zu einer negativen Marktbewertung von Fremdwährungsgeschäften, die Schweizer Franken zu zukünftigen Terminen gegen Euro verkaufen. Zudem wurden Teile eines Sicherungsinstrumentes gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" ineffektiv, so dass erstmalig der dementsprechende Teil des negativen Marktwertes in dieser Position auszuweisen war.

2.6.4.6 Ertragsteuern

Die Aufteilung der Ertragsteuern auf laufende und latente Steuern ist wie folgt:

in TEUR 2014/15 2013/14
Laufende Steuern -6.227 -4.776
davon laufendes Jahr -6.255 -4.672
davon vergangene Jahre 28 -104
Latente Steuern 2.490 2.513
Ertragsteuern -3.737 -2.263

Der tatsächliche Steuersatz stellt einen gewichteten Durchschnitt aller im Konsolidierungskreis enthaltenen Gesellschaften dar und beträgt 23,8% (VJ -94%).

Die Ursachen für den Unterschied zwischen rechnerischem und ausgewiesenem Ertragsteueraufwand im Konzern stellen sich folgendermaßen dar:

Differenz rechnerischer/ausgewiesener ausgewiesener Ertragsteueraufwand Ertragsteueraufwand

in TEUR 2014/15 2013/14
Ergebnis vor Ertragsteuern 15.693 -2.420
Rechnerischer Ertragsteuerertrag (-aufwand), der sich aus dem inländischen Steuersatz von 25% ergibt -3.923 605
Differenz rechnerischer/ausgewiesener Ertragsteueraufwand 186 -2.868
Nicht abzugsfähige Aufwendungen -3.624 -2.312
Ausländische Steuersätze -248 192
Bewertungsabschläge für latente Steuern 1.405 -1.029
Steuerfreie Erträge 2.404 1.848
Sonstige Posten 249 -1.567
Gesamter Ertragsteueraufwand -3.737 -2.263

Auf steuerliche Beteiligungsabschreibungen wurden auf Ebene des Gruppenträgers und der beteiligten Körperschaften latente Steuern in Höhe von TEUR 6.262 gebildet (VJ TEUR 7.112). Dies entspricht 100% der offenen Teilwertabschreibungen in Österreich.

Seit dem Wirtschaftsjahr 2004/05 wird in Österreich von der Möglichkeit der Errichtung einer steuerlichen Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG Gebrauch gemacht. Zu diesem Zwecke wurde zwischen der Zumtobel Group AG als Gruppenträger und den Gruppenmitgliedern Zumtobel Lighting GmbH (beteiligte Körperschaft), ZG Lighting Austria GmbH (vormals Zumtobel Licht GmbH), Zumtobel Holding GmbH, Zumtobel Insurance Management GmbH (beteiligte Körperschaft), Zumtobel Pool GmbH, Tridonic GmbH (beteiligte Körperschaft), Tridonic Jennersdorf GmbH, Tridonic Holding GmbH, LEDON Lighting GmbH, Zumtobel LED Holding GmbH (beteiligte Körperschaft) und Zumtobel LED GmbH ein Steuerumlagevertrag abgeschlossen.

In diesem Steuerumlagevertrag wurde vereinbart, dass ein nach den Vorschriften des KStG und EStG ermittelter steuerpflichtiger Gewinn oder Verlust im Sinne der stufenweisen Ergebniszurechnung an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger weiter zu verrechnen ist. Ein auf Basis des steuerpflichtigen Gewinnes des Gruppenmitglieds ermittelter Steueraufwand ist unabhängig davon, in welcher Höhe der Gruppenträger insgesamt für das betreffende Wirtschaftsjahr und für die gesamte Unternehmensgruppe Körperschaftsteuer schuldet, als Steuerumlage an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger zu entrichten. Im Falle eines steuerlichen Verlustes des Gruppenmitgliedes verpflichtet sich die beteiligte Körperschaft bzw. der Gruppenträger, diese Verluste als internen Verlustvortrag für zukünftige verrechenbare Gewinne des jeweiligen Gruppenmitgliedes evident zu halten. Das Gruppenmitglied wiederum ist verpflichtet, im Falle eines steuerlichen Verlustes die Mindestkörperschaftsteuer an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger zu entrichten. Vorgruppen- und Außergruppenverluste iSd § 9 KStG werden unter Berücksichtigung einer allfälligen Vortrags- und Verrechnungsgrenze gegen die steuerlichen Gewinne des jeweiligen Gruppenmitglieds bzw. des Gruppenträgers verrechnet.

Beteiligungserträge inländischer Tochtergesellschaften sind grundsätzlich in Österreich steuerbefreit. Seit 2009 sind Dividenden von EU- und EWR-Beteiligungen ebenfalls in der Regel von der österreichischen Körperschaftsteuer befreit, sofern gewisse Voraussetzungen erfüllt sind. Dividenden sonstiger ausländischer Beteiligungen, an denen der Konzern einen Anteil von 10% oder mehr besitzt, sind ebenfalls auf der Ebene der österreichischen Muttergesellschaft steuerbefreit.

2.6.4.7 Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen

Das Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen betrifft nachträgliche Aufwendungen und Erträge in Zusammenhang mit dem Reorganisationsverfahren der Space Cannon VH SRL. Die Space Cannon VH SRL war Teil des im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 aufgegebenen Bereichs der Eventbeleuchtung. Auch das im Vorjahr ausgewiesene Ergebnis dieser Position resultiert aus der Aufgabe dieses Bereichs.

2.6.4.8 Ergebnis je Aktie

Für die Berechnung der Kennzahl "Ergebnis je Aktie" wurde das Jahresergebnis herangezogen.

Aus den Gewinnrücklagen und dem Konzernergebnis kann maximal jener Betrag an die Aktionäre ausgeschüttet werden, der unter dem Posten "Bilanzgewinn" im nach österreichischem Unternehmensrecht aufgestellten Einzelabschluss der Zumtobel Group AG ausgewiesen ist (TEUR 60.383; VJ TEUR 69.821).

Überleitung der Anzahl ausstehender Zumtobel Aktien (in 1.000 Stk.):

Geschäftsjahr Geschäftsjahr2014/15

in 1.000 Stk. Stichtag Durchschnitt
1. Mai 2014 43.139 43.139
Aktienoptionen – Ausübungen 7 1
30. April 2015 43.146 43.140

Geschäftsjahr 20 Geschäftsjahr 2013/14

in 1.000 Stk. Stichtag Durchschnitt
1. Mai 2013 43.133 43.133
Aktienoptionen – Ausübungen 5 3
30. April 2014 43.139 43.136

2.6.5 Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

2.6.5.1 Währungsdifferenzen

Die Währungsdifferenzen resultieren aus der Differenz des zum Erstkonsolidierungsstichtag vorliegenden historischen Umrechnungskurses und des aktuellen Stichtagskurses am Bilanzstichtag der nicht in Euro berichtenden Gesellschaften sowie aus der Differenz der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem monatlichen Durchschnittskurs und dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag. Ebenso in den Währungsdifferenzen berücksichtigt ist die währungsbedingte Anpassung der Firmenwerte in Höhe von TEUR 11.099 (VJ TEUR -2.578). In der Währungsrücklage ist überdies ein Währungseffekt resultierend aus Minderheitenanteilen in Höhe von TEUR 342 (VJ TEUR -103) enthalten. Bei Endkonsolidierung einer Konzerngesellschaft, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, wird die Fremdwährungsrücklage nachträglich in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert und im Endkonsolidierungsergebnis berücksichtigt.

2.6.5.2 Währungsdifferenzen aus Darlehen

Die Währungsdifferenzen aus Darlehen in Höhe von TEUR 6.767 (VJ TEUR -1.441) resultieren aus langfristigen Konzerndarlehen in SEK, GBP und USD, welche gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" als Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe zu qualifizieren und aus diesem Grund im Gesamtergebnis auszuweisen sind. Ferner sind in dieser Position auch Währungsdifferenzen aus einem Zinssicherungsgeschäft enthalten.

2.6.5.3 Versicherungsmathematischer Verlust

In den gesamten versicherungsmathematischen Verlusten des Geschäftsjahres 2014/15 in Höhe von TEUR 48.495 (VJ TEUR 8.775) sind TEUR 12.850 (VJ TEUR 5.435) für einen Pensionsplan in Großbritannien enthalten. Die versicherungsmathematischen Verluste in dieser Höhe sind im Wesentlichen aufgrund des Zinsverfalles im Geschäftsjahr 2014/15 entstanden. Überwiegend durch Zinssatzanpassungen bei den Rückstellungen für Abfertigungen entstand des Weiteren ein versicherungsmathematischer Verlust in Höhe von TEUR 10.001 (VJ TEUR 535).

2.6.5.4 Latente Steuern

Der latente Steuereffekt von TEUR 5.917 (VJ -422) resultierend im Wesentlichen aus der Neubewertung der betroffenen IAS 19- Verpflichtungen wurde entsprechend in der Gesamtergebnisrechnung erfasst. Für die versicherungsmathematischen Verluste, welche auf einen Pensionsplan in einer britischen Konzerngesellschaft entfallen, wurden mangels Werthaltigkeit keine aktiven latenten Steuern erfasst.

2.6.6 Erläuterungen zur Bilanz

2.6.6.1 Firmenwerte

Der ursprünglich aus dem Erwerb der Thorn Lighting Gruppe entstandene Firmenwert, der zuvor nach Regionen bzw. Marken aufgeteilt worden war, wurde im Geschäftsjahr 2014/15 entsprechend der neuen Berichtsstruktur der "ZGE Lighting" zugeordnet und auf Ebene des gesamten Leuchtensegmentes auf Werthaltigkeit getestet. Die "ZGE Lighting" entspricht dem operativen "Lighting Segment" im Sinne des IFRS 8.5.

Lighting Components Summe
in TEUR Segment Segment
30. April 2013 188.313 1.722 190.035
Währungseffekte -2.578 0 -2.578
Zugang Firmenwert 0 335 335
30. April 2014 185.735 2.057 187.792
Währungseffekte 11.099 0 11.099
30. April 2015 196.834 2.057 198.891

Der ursprüngliche "Thorn Lighting Gruppe"-Firmenwert hatte historische Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 543.661. Die kumulierte Firmenwertabschreibung bis zum 30. April 2013 belief sich auf TEUR 338.278, der kumulierte Währungseffekt auf TEUR -17.070.

Durch die Anwendung der IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" ergibt sich im Geschäftsjahr 2014/15 eine nicht erfolgswirksame währungsbedingte Anpassung der Firmenwerte von TEUR 11.099 (VJ TEUR -2.578). In der Segmentberichterstattung sind diese Währungseffekte dem Vermögen des Lighting Segmentes zugeordnet.

Die neue Zuordnung des Firmenwertes im Geschäftsjahr 2014/15 auf die "ZGE Lighting" hatte keinen Einfluss auf dessen Werthaltigkeit. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr war keine Abschreibung erforderlich.

Des Weiteren wurden im Geschäftsjahr 2013/14 die restlichen Anteile an der zuvor nach der Equity-Methode bilanzierten südafrikanischen Vertriebsgesellschaft Tridonic SA (Proprietary) Limited erworben. Im Zuge des Erwerbs der Anteile und des damit verbundenen Wechsels der Einbeziehungsart in den Konzernabschluss entstand ein Firmenwert in Höhe von TEUR 335.

2.6.6.2 Übrige immaterielle Vermögenswerte

Die Veränderung dieser Position stammt im Wesentlichen aus der Aktivierung von Patenten und Lizenzen.

Geschäftsjahr Geschäftsjahr2014/15 2014/15 2014/15

in TEUR Patente, Lizenzen
und ähnliche
Entwicklungskosten
und ähnliche
Summe
Anschaffungskosten
30. April 2014 42.206 125.877 168.083
Währungsumrechnung 233 2.457 2.690
Konsolidierungskreisänderungen -56 -155 -211
Zugänge 6.813 16.355 23.168
Abgänge -959 -6.534 -7.493
Umbuchungen 289 0 289
30. April 2015 48.526 138.000 186.526
Kumulierte Abschreibung
30. April 2014 -36.109 -76.292 -112.401
Währungsumrechnung -200 -2.352 -2.552
Konsolidierungskreisänderungen 43 155 198
Planmäßige Abschreibung -2.453 -15.924 -18.377
Abgänge 926 6.323 7.249
Umbuchungen -103 0 -103
30. April 2015 -37.896 -88.090 -125.986
Nettobuchwert 30. April 2014 6.097 49.585 55.682
Nettobuchwert 30. April 2015 10.630 49.910 60.540

Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten keine aktivierten Markenrechte.

Entwicklungskosten und ähnliche Entwicklungskosten und

In dieser Position sind selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte gemäß IAS 38 "Immaterielle Vermögenswerte" enthalten. Die Zugänge zu Anschaffungskosten inklusive Umbuchungen beinhalten aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 15.949 (VJ TEUR 18.985) zuzurechnen. Bei diesen Zugängen handelt es sich überwiegend um Produktentwicklungen im Leuchten- und Lichtkomponentenbereich, wovon zum Bilanzstichtag TEUR 12.599 (VJ TEUR 14.727) noch nicht zum Gebrauch verfügbar sind.

Geschäftsjahr 201 2013/14

in TEUR Patente, Lizenzen
und ähnliche
Entwicklungskosten
und ähnliche
Summe
Anschaffungskosten
30. April 2013 41.334 107.095 148.429
Währungsumrechnung -188 -123 -311
Konsolidierungskreisänderungen 30 0 30
Zugänge 1.334 18.985 20.319
Abgänge -304 -80 -384
30. April 2014 42.206 125.877 168.083
Kumulierte Abschreibung
30. April 2013 -34.070 -61.522 -95.592
Währungsumrechnung 179 62 241
Konsolidierungskreisänderungen -28 0 -28
Planmäßige Abschreibung -2.496 -13.525 -16.021
Außerplanmäßige Abschreibung 0 -1.309 -1.309
Abgänge 306 2 308
30. April 2014 -36.109 -76.292 -112.401
Nettobuchwert 30. April 2013 7.264 45.573 52.837
Nettobuchwert 30. April 2014 6.097 49.585 55.682

Entwicklungskosten und ähnliche Entwicklungskosten und

Die außerplanmäßige Abschreibung im Geschäftsjahr 2013/14 betraf ein aktiviertes Entwicklungsprojekt im Components Segment, das aufgrund einer strategischen Neuausrichtung im Bereich "Controls & Systems" wertberichtigt wurde.

2.6.6.3 Sachanlagen

Geschäftsjahr Geschäftsjahr2014/15

Land & Gebäude Fabriksanlagen & Sonstiges Anlagen in Bau & Summe
in TEUR Maschinen Anlagevermögen geleistete
Anzahlungen
Anschaffungskosten
30. April 2014 251.399 392.915 114.024 13.036 771.374
Währungsumrechnung 8.006 12.337 4.312 746 25.401
Konsolidierungskreisänderungen -3.220 -25.854 -2.427 -1.943 -33.444
Zugänge 5.370 12.371 10.123 25.547 53.411
Abgänge -7.910 -44.646 -15.992 -9 -68.557
Umbuchungen 483 17.492 2.453 -20.717 -289
30. April 2015 254.128 364.615 112.493 16.660 747.896
Kumulierte Abschreibung
30. April 2014 -123.790 -322.698 -94.251 0 -540.739
Währungsumrechnung -3.577 -9.763 -3.409 0 -16.749
Konsolidierungskreisänderungen 1.542 21.059 1.967 0 24.568
Planmäßige Abschreibung -9.623 -20.688 -7.540 -10 -37.861
Außerplanmäßige Abschreibung 0 -2.810 0 0 -2.810
Abgänge 6.259 41.591 14.413 0 62.263
Umbuchungen 557 0 -454 0 103
30. April 2015 -128.632 -293.309 -89.274 -10 -511.225
Nettobuchwert 30. April 2014 127.609 70.217 19.773 13.036 230.635
Nettobuchwert 30. April 2015 125.496 71.306 23.219 16.650 236.671

Die Umbuchungen bei den Anschaffungskosten betreffen die Umgliederungen von Anlagen in Bau zu den anderen Anlageklassen.

Im Rahmen der vorhandenen Kreditverträge sind keine Sachanlagen als Sicherheiten verpfändet.

Ferner bestehen Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen in Höhe von TEUR 5.051 (VJ TEUR 6.406). Diese teilen sich auf wie folgt: Land und Gebäude TEUR 336 (VJ TEUR 511), Fabriksanlagen und Maschinen TEUR 4.401 (VJ TEUR 5.420), sonstiges Anlagevermögen TEUR 314 (VJ TEUR 475).

Die Position "Anlagen in Bau und geleistete Anzahlungen" teilt sich auf wie folgt: Land und Gebäude TEUR 603 (VJ TEUR 907), Fabriksanlagen und Maschinen TEUR 15.622 (VJ TEUR 11.884) und sonstiges Anlagevermögen TEUR 425 (VJ TEUR 245).

Die ausserplanmäßige Abschreibung im Bereich Fabriksanlagen und Maschinen betrifft mit TEUR 1.767 das Components Segment sowie mit TEUR 1.043 das Lighting Segment. Die im Components Segment erfassten Aufwendungen von TEUR 1.767 entfallen zur Gänze auf Abschreibungen des Anlagevermögens im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus der Magnetik-Technologie. Die außerplanmäßige Abschreibung im Lighting Segment von TEUR 1.043 umfasst im Wesentlichen die mit der Schließung der Druckguss-Abteilung im Werk Lemgo, Deutschland, verbundene Abschreibung der Druckguss-Produktionsmaschinen.

in TEUR Land & Gebäude Fabriksanlagen & Maschinen Sonstiges Anlagevermögen Anlagen in Bau & geleistete Anzahlungen Summe Anschaffungskosten 30. April 2013 239.084 389.123 111.419 17.516 757.142 Währungsumrechnung -1.308 -1.858 -1.670 22 -4.814 Konsolidierungskreisänderungen 0 5 67 0 72 Zugänge 7.671 7.964 4.899 24.670 45.204 Abgänge -8.748 -14.925 -2.558 0 -26.231 Umbuchungen 14.700 12.606 1.867 -29.172 0 30. April 2014 251.399 392.915 114.024 13.036 771.374 Kumulierte Abschreibung 30. April 2013 -114.766 -312.151 -90.259 0 -517.176 Währungsumrechnung 886 1.628 1.271 0 3.785 Konsolidierungskreisänderungen 2.650 -3 -39 0 2.608 Planmäßige Abschreibung -9.835 -22.971 -7.102 0 -39.908 Außerplanmäßige Abschreibung -6.561 -3.733 -534 0 -10.828 Abgänge 3.836 14.532 2.412 0 20.780 30. April 2014 -123.790 -322.698 -94.251 0 -540.739 Nettobuchwert 30. April 2013 124.318 76.972 21.160 17.516 239.966 Nettobuchwert 30. April 2014 127.609 70.217 19.773 13.036 230.635

Geschäftsjahr 201 2013/14

Die außerplanmäßigen Abschreibungen des Vorjahres im Bereich "Land & Gebäude" betrafen mit TEUR 2.650 das Components Segment und stehen in Zusammenhang mit der Veräußerung des Magnetik-Fertigungsstandortes Melbourne, Australien. Die verbleibende außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 3.911 wurde aufgrund von geplanten Werksschließungen beziehungsweise Werksverkleinerungen im Lighting Segment vorgenommen.

2.6.6.4 Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen

Bei zwei (VJ zwei) Unternehmen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist, handelt es sich um assoziierte Unternehmen. Es besteht auf wesentliche Bereiche der Finanz- oder Geschäftspolitik ein maßgeblicher Einfluss, diese werden jedoch nicht beherrscht. Daher werden diese Unternehmen zum Bilanzstichtag 30. April 2015 "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen:

Die LEXEDIS Lighting GmbH ist gemäß den Kriterien des IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" als Gemeinschaftsunternehmen zu klassifizieren, da deren Führung gemeinschaftlich mit einem gleichberechtigten Partner erfolgt. Die "at equity"-Bewertung wird aufgrund der bisher angesammelten Verluste ausgesetzt. Gegenstand der Unternehmung sind Entwicklung, Herstellung und Vertrieb und Handel mit LED-Produkten (Light Emitting Diodes). Der im Geschäftsjahr 2014/15 erwirtschaftete Gewinn wurde den Verlusten gegenübergestellt. Übersteigen die Gewinne die angesammelten Verluste (in Höhe von TEUR 4.724), wird die Bewertung wieder aufgenommen. Zur weiteren Finanzierung der Gesellschaft wurde in der Vergangenheit ein Genussrecht gewährt (Risikokapital), welches aufgrund der angesammelten Verluste ebenfalls bereits abgeschrieben ist.

Die spanische Gesellschaft Staff Iberica S.A., an der 50% der Anteile gehalten werden, ist ein assoziiertes Unternehmen im Sinne des IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen" und wird ebenfalls "at equity" bilanziert. Unternehmensgegenstand ist die Herstellung von Erzeugnissen aus Metall, Kunststoff und Holz, deren Bearbeitung und die Montage von Lampen sowie der Handel und die Ein- und Ausfuhr von Leuchten.

Die Buchwerte der beiden "at equity" einbezogenen Unternehmen stellen sich wie folgt dar:

in TEUR Staff Iberica S.A. LEXEDIS Lighting GmbH
30. April 2015
Vermögen 6.245 2.791
Schulden 1.655 4.915
Eigenkapital 4.590 -2.123
Umsatzerlöse 5.464 21.117
Jahresergebnis -292 215

Die Ergebnisbeiträge sowie die Bilanzsummen der assoziierten Unternehmen sind für die Zumtobel Group unwesentlich. Daher erfolgt keine detaillierte Aufgliederung der anteiligen Werte.

Zum Bilanzstichtag bestehen kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 932 (VJ TEUR 742). Es waren keine Wertberichtigungen vorzunehmen. Zwischen den jeweiligen Muttergesellschaften und den "at equity" bilanzierten Gesellschaften bestehen operative Liefer- und Leistungsbeziehungen.

Im Zusammenhang mit Anteilen an assoziierten Unternehmen ist ein passiver latenter Steuerposten in Höhe von TEUR 274 (VJ passiver latenter Steuerposten in Höhe von TEUR 310) angefallen, welcher gemäß IAS 12.39 "Ertragssteuern" nicht bilanziert wurde.

2.6.6.5 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen

An den nachstehenden Unternehmen bestehen nicht beherrschende Anteile:

Gesellschaft Land Geschäftssegment 30. April 2015 30. April 2014
Zumtobel Lighting Saudi Arabia Limited Saudi-Arabien Lighting Segment 51% 51%
Thorn Gulf LCC UAE Lighting Segment 49% 49%
Thorn Lighting Limited Liability Qatar Lighting Segment 49%
Thorn Lighting (Tianjin) Co. Ltd. China Lighting Segment 100% 70%

Aufgrund zusätzlicher vertraglicher Vereinbarungen beherrscht die Zumtobel Group diese Unternehmen im Sinne des IFRS 10 "Konzernabschlüsse" und bezieht diese voll in den Konzernabschluss ein.

An der Thorn Lighting (Tianjin) Co. Ltd. wurden im Juli 2013 die restlichen 30% Anteile erworben.

In den folgenden Tabellen werden zusammengefasste Finanzinformationen zu den Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen dargestellt. Es handelt sich um Informationen vor konzerninternen Eliminierungen:

Bilanz Zumtobel
Lighting
Saudi Arabia
Limited,
Saudi
Arabien
Thorn Gulf
LCC, UAE
Thorn
Lighting
Limited
Liability,
Qatar
Summe Zumtobel
Lighting
Saudi Arabia
Limited,
Saudi
Arabien
Thorn Gulf
LCC, UAE
Thorn
Lighting
(Tianjin) Co.
Ltd., China
Summe
in TEUR 30. April 2015
30. April 2014
Langfristiges Vermögen 220 28 248 39 9 425 473
Kurzfristiges Vermögen 194 8.830 614 9.638 2.003 6.657 3.929 12.589
Vermögen 414 8.858 614 9.886 2.042 6.666 4.354 13.062
Kurzfristige Schulden 1.284 3.781 102 5.167 564 3.200 6.445 10.208
Eigenkapital -870 5.077 512 4.719 1.478 3.466 -2.091 2.854
Eigenkapital und Schulden 414 8.858 614 9.886 2.042 6.666 4.354 13.062
Dividenden -959 -596
Gesamtergebnisrechnung Zumtobel
Lighting
Saudi Arabia
Limited,
Saudi
Arabien
Thorn Gulf
LCC, UAE
Thorn
Lighting
Limited
Liability,
Qatar
Summe Zumtobel
Lighting
Saudi Arabia
Limited,
Saudi
Arabien
Thorn Gulf
LCC, UAE
Thorn
Lighting
(Tianjin) Co.
Ltd., China
Summe
in TEUR 2014/15 2013/14
Umsatzerlöse 0 10.239 0 10.239 0 9.036 1.360 10.396
Jahresergebnis -3.265 1.773 -92 -1.584 516 540 -438 618
davon den Minderheitengesellschaftern
zuordenbar
-980 709 -46 -317 155 216 -132 239
Sonstige Gesamtergebnisbestandteile -133 767 99 733 -45 -31 -530 -605
davon den Minderheitengesellschaftern
zuordenbar
-27 319 50 342 -13 -12 -79 -105
an nicht beherrschende Anteile bezahlte
Dividende
0 -384 0 -384 0 -239 0 -239
Cashflow Zumtobel
Lighting
Saudi Arabia
Limited,
Saudi
Arabien
Thorn Gulf
LCC, UAE
Thorn
Lighting
Limited
Liability,
Qatar
Summe Zumtobel
Lighting
Saudi Arabia
Limited,
Saudi
Arabien
Thorn Gulf
LCC, UAE
Thorn
Lighting
(Tianjin) Co.
Ltd., China
Summe
in TEUR 2014/15 2013/14
Cashflow aus dem operativen Geschäft -790 340 -450 -667 325 -331 -674
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -202 -26 -228 -25 -8 -1 -34
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 1.066 -892 508 682 45 -635 -4 -594
Nettozunahme/-abnahme liquider Mittel 74 -578 508 4 -647 -319 -336 -1.302

2.6.6.6 Finanzielle Vermögenswerte

Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Depotguthaben, Wertpapiere und Wertrechte als auch Gesellschaftsanteile.

Die kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten vorwiegend eine kurzfristige Finanzforderung gegenüber einem assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 616 (VJ TEUR 2.253) und aktive Marktwerte aus Absicherungspositionen in Höhe von TEUR 3.398 (VJ 464).

Bezüglich einer Detailaufstellung wird auf Kapitel 2.6.10.1 verwiesen.

2.6.6.7 Übrige Vermögenswerte

Die übrigen lang- und kurzfristigen Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 30. April 2015 30. April 2014
Deckungskapital Gruppenlebensversicherung 3.449 3.548
Sonstige 840 806
Übrige langfristige Vermögenswerte 4.289 4.354
Aktive Rechnungsabgrenzungen 8.692 6.442
Steuerforderungen 6.806 6.573
Geleistete Anzahlungen 959 1.330
Sonstige 12.676 14.726
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 29.133 29.071

Die Position "Deckungskapital Gruppenlebensversicherung" betrifft die Zumtobel Gesellschaften in Deutschland. Diese Vermögenswerte dienen zur Finanzierung von Pensionsverpflichtungen einer deutschen Gruppengesellschaft, die aber nicht als Planvermögen gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" zu qualifizieren sind.

Die Steuerforderungen betreffen hauptsächlich Forderungen im Zusammenhang mit Umsatzsteuern.

In der Position "Sonstige" sind überwiegend abgegrenzte Forschungsförderungen in Höhe von TEUR 4.307 (VJ TEUR 5.922), Forderungen aus Altersteilzeit gegenüber Arbeitnehmern in Deutschland in Höhe von TEUR 2.426 (VJ TEUR 2.911) und vorausbezahlte Pensionskassenbeiträge aus den Schweizer Pensionsplänen in Höhe von TEUR 1.575 (VJ TEUR 2.020) enthalten.

2.6.6.8 Latente Steuern

Unter den aktiven und passiven latenten Steuern in der Bilanz werden Unterschiedsbeträge ausgewiesen, die sich aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen der Konzern- und der steuerlichen Bewertung von Vermögenswerten und Schulden ergeben. Daraus resultieren folgende latente Steuern:

30. April 2015 30. April 2014
in TEUR Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Übrige immaterielle Vermögenswerte 126 12.011 52 11.687
Sachanlagen 2.405 4.111 2.006 5.234
Finanzielle Vermögenswerte 140 556 1 158
Vorräte 4.721 108 3.135 165
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 991 900 1.296 798
Übrige Forderungen 406 2.304 299 2.816
Langfristige Rückstellungen 22.050 43 16.751 76
Übrige Rückstellungen 1.969 1.653 2.572 945
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 3.247 70 3.719 208
Verlustvorträge 148.653 0 136.755 0
Latente Steuerguthaben bzw. -verbindlichkeiten 184.708 21.756 166.586 22.087
Bewertungsabschläge für latente Steuern -120.433 0 -111.327 0
Saldierung von aktiven und passiven Steuern gegenüber derselben Steuerbehörde -16.200 -16.200 -17.750 -17.750
Latente Steuern 48.075 5.556 37.509 4.337

Im Konzernabschluss wurden für Verlustvorträge und sonstige temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 481.728 (VJ TEUR 445.308) keine latenten Steuern aktiviert, da deren Verbrauch nicht ausreichend gesichert ist. TEUR 26.602 (VJ TEUR 23.483) der steuerlichen Verlustvorträge verfallen innerhalb von zehn Jahren. In Übereinstimmung mit IAS 12.39 "Ertragssteuern" wurde keine latente Steuerschuld für zeitliche Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften gebildet. Für die Berechnung der latenten Steuern wurden konzernweit die Landessteuersätze angesetzt. Latente Steuern auf Verlustvorträge werden nur insoweit aktiviert, als ihnen im Verwertungszeitraum passive Steuerlatenzen gegenüberstehen oder die Verwertung der Verlustvorträge ausreichend gesichert ist.

Die im Geschäftsjahr in der Gesamtergebnisrechnung erfassten latenten Steuern in Höhe von TEUR 5.917 (VJ TEUR -422) betreffen mit TEUR 5.966 (VJ TEUR 48) die Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen aufgrund versicherungsmathematischer Verluste gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" sowie mit TEUR -49 (VJ TEUR -470) die Hedge Accounting-Rücklage.

2.6.6.9 Vorräte

Der Aufriss der Vorräte in Bruttowert und Wertberichtigungen, unterteilt nach Vorratsklassen, gliedert sich wie folgt:

in TEUR 30. April 2015 30. April 2014
Rohmaterial 71.448 61.535
Bruttowert 80.496 70.781
Wertberichtigungen -9.048 -9.246
Ware in Arbeit 3.750 3.094
Halbfabrikate 13.081 11.992
Bruttowert 14.600 13.562
Wertberichtigungen -1.519 -1.570
Handelswaren 21.953 20.558
Bruttowert 25.707 25.274
Wertberichtigungen -3.754 -4.716
Fertigfabrikate 91.553 84.247
Bruttowert 103.553 92.684
Wertberichtigungen -12.000 -8.437
Vorräte 201.785 181.426

Die in Summe ergebnismindernd erfassten Veränderungen der Wertberichtigungen zu Vorräten belaufen sich im Geschäftsjahr 2014/15 auf TEUR 2.352 (VJ TEUR 1.555).

Im Components Segment wurden im laufenden Geschäftsjahr als Sonderwertberichtigung im Zusammenhang mit dem Ausstieg aus der Magnetik-Technologie TEUR 780 an Wertberichtigungen sowie TEUR 312 aufgrund der Werksschließung in Fürstenfeld, Österreich, erfasst.

Im Lighting Segment wurde aufgrund von Restrukturierungen des Produktportfolios eine Wertminderung des Umlaufvermögens in Höhe von TEUR 328 im Werk in Spennymoor, Großbritannien, erfasst.

Im Geschäftsjahr 2013/14 wurde eine Sonderwertberichtigung auf Vorratsvermögen (insbesondere Halbfabrikate) im Zusammenhang mit der Schließung des Components Segment-Fertigungsstandortes in Fürstenfeld, Österreich, in Höhe von TEUR 349 erfasst.

2.6.6.10 Forderungen aus Lieferungen & Leistungen

in TEUR 30. April 2015 30. April 2014
Lieferforderungen brutto 261.061 224.899
Wertberichtigungen zu Forderungen -10.119 -10.404
Rückstellung für Kundenboni und Skonti -16.355 -15.192
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 234.587 199.303

Im Kapitel 2.6.11.1 werden Details zu den Wertberichtigungen erläutert.

Die im Rahmen einer Factoringvereinbarung einiger Konzerngesellschaften verkauften Forderungen betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 45.560 (VJ TEUR 40.158). In den ausgewiesenen Bruttoforderungen sind die Beträge, welche im Rahmen der Factoringvereinbarung bevorschusst wurden, bereits vollständig abgezogen.

2.6.6.11 Liquide Mittel

Die flüssigen Mittel setzen sich aus Bankguthaben, Kassenbeständen und Schecks zusammen. Von den Bankguthaben kann über einen Gesamtbetrag von TEUR 204 (VJ TEUR 169) nicht frei verfügt werden. Aufgrund der Fristigkeit dieser Mittel entspricht der Buchwert der flüssigen Mittel dem Marktwert.

2.6.6.12 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und Schulden

Im April 2015 hat die Tridonic, die Marke für Lichtkomponenten innerhalb der Zumtobel Group, einen Vertrag über die Veräußerung von 100% der Anteile an der Tridonic New Zealand Ltd. mit Stichtag zum 30. Juni 2015 abgeschlossen. Dementsprechend werden die von dieser Gesellschaft gehaltenen Vermögenswerte und Schulden als eine zur Veräußerung gehaltene Veräußerungsgruppe dargestellt.

Bei den Abschreibungen auf die Veräußerungsgruppe zum niedrigeren Wert aus ihrem Buchwert und ihrem beizulegenden Wert abzüglich Veräußerungskosten sind Wertminderungsaufwendungen in Höhe von TEUR 2.518 entstanden. Zudem wurden Rückstellungen für Restrukturierungen in Höhe von TEUR 384 gebildet. Der beizulegende Wert wurde anhand des Veräußerungspreises der Gesellschaft abzüglich Veräußerungskosten ermittelt. Zum 30. April 2015 wurde die Veräußerungsgruppe zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angegeben und umfasste die nachstehenden Vermögensgegenstände und Schulden:

in TEUR 30. April 2015
Langfristiges Vermögen 6
Kurzfristiges Vermögen 4.813
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte
Vermögenswerte
4.819
Langfristige Schulden 15
Kurzfristige Schulden 234
Zur Veräußerung gehaltene Schulden Schulden 249

Es sind keine kumulativen Erträge oder Aufwendungen, die in Verbindung mit der Veräußerungsgruppe stehen, im sonstigen Ergebnis enthalten.

2.6.6.13 Leistungen an Arbeitnehmer

Bei den Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen handelt es sich um Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. In den sonstigen Rückstellungen sind andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" enthalten.

Die Überleitung der Anfangsbestände zu den Endbeständen der Barwerte gestaltet sich wie folgt:

Sonstige
Leistungsorientierte Pläne nach IAS 19 Pensionen Abfertigungen
in TEUR 2014/15 2013/14 2014/15 2013/14 2014/15 2013/14
Anfangsbestand Nettoschuld 77.486 74.669 41.374 42.744 12.860 14.146
Währungsumrechnung & Umgliederungen 6.471 847 0 0 224 -590
Veränderung Konsolidierungskreis &
Reklassifizierungen
0 0 -1.317 0 443 -538
Erfolgswirksame Veränderungen 3.354 5.615 2.633 3.028 3.312 2.210
davon Dienstzeitaufwand 2.642 2.023 1.354 1.734 1.648 2.079
davon nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 403 0 -250 38 397
davon Plankürzungen und Planabgeltungen -3.619 0 0 0 0 -128
davon Zinsaufwand 10.870 10.252 1.279 1.544 1.387 367
davon erwartete Erträge aus Planvermögen -6.539 -7.063 0 0 0 0
davon versicherungsmathematischer Gewinn/Verlust 0 0 0 0 239 -505
Im Eigenkapital erfasster
versicherungsmathematischer Verlust
26.874 6.181 10.001 535 0 0
aufgrund demographischer Anpassungen -5.733 673 -163 44 0 0
aufgrund finanzieller Anpassungen 44.614 154 9.175 657 0 0
aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen -12.007 5.353 989 -166 0 0
Zahlungen -14.191 -9.827 -3.343 -4.933 -3.406 -2.368
davon Arbeitgeber -14.191 -9.827 -3.343 -4.933 -3.406 -2.368
Endbestand Nettoschuld 99.994 77.486 49.348 41.374 13.433 12.860

Die erfolgswirksamen Veränderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der "Zinsaufwand" sowie die "erwarteten Erträge aus Planvermögen" werden in der Position "Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge" ausgewiesen, die restlichen Posten im Personalaufwand im Betriebsergebnis. In der Spalte "Sonstige" sind im Wesentlichen Rückstellungen für Jubiläumsgelder, Altersteilzeitregelungen in Deutschland sowie Rückstellungen für Sonderurlaub in Australien enthalten.

Erfahrungsbedingte Anpassungen sind jene versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die durch Abweichungen individueller personenbezogener Parameter zum Unterschied von den auf den Gesamtbestand anzuwendenden Parametern verursacht werden. Dies betrifft beispielsweise Gehaltsentwicklungen, Anzahl der Todesfälle, vorzeitige Pensionierungen sowie Austritte.

Die in der Gesamtergebnisrechnung erfassten versicherungsmathematischen Verluste werden im Abschnitt "IAS 19- Rücklage" detailliert erläutert.

Zinssatz Erträge aus
Gehaltstrend
Planvermögen
Pensionstrend Pensionsalter
(Frauen/Männer)
2014/15 2013/14 2014/15 2013/14 2014/15 2013/14 2014/15 2013/14 2014/15 2013/14
Deutschland 1,6% 3,2% - - 3,0% 3,0% 1,5% 1,8% 1) 1)
Großbritannien 3,4% 4,4% 3,4% 4,4% - - 3,1% 2,4% 65/65 65/65
Schweiz 0,9% 2,1% 0,9% 2,1% 1,5% 1,5% - - 64/65 64/65
Norwegen 2,2% 3,2% 2,2% 3,2% 2,5% 3,5% 0,1% 0,1% 67/67 67/67
Schweden 2,0% 3,5% - - - - 1,5% 1,8% 65/65 65/65
Österreich 1,6% 3,4% - - 3,0% 3,0% - - 2) 2)
Frankreich 1,5% 2,9% - - 2,0% 2,0% - - 3) 3)
Italien 1,1% 3,6% - - 3,0% 3,0% - - 60/65 60/65
Australien 2,2% 3,8% 2,2% 3,8% 3,0% 3,0% - - 65 65

Als Berechnungsparameter wurden in den einzelnen Ländern folgende angesetzt:

Ferner sind landesübliche Sterblichkeits- und Invaliditätstafeln sowie Fluktuationsraten berücksichtigt.

Anmerkung 1): Pensionsverpflichtungen 60/65 Jahre, Jubiläumsverpflichtungen 60/63 Jahre und Verpflichtungen für Altersteilzeit 57 Jahre.

Anmerkung 2): Es wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die Alterspension unter Berücksichtigung der gesetzlichen Übergangsregelungen zugrunde gelegt.

Anmerkung 3): Das Pensionsalter in Frankreich liegt zwischen 60 und 70 Jahren, im Wesentlichen in Abhängigkeit von Geburtsdatum und anerkannten Versicherungszeiten. Das gesetzliche Regelpensionsalter für nach 1955 geborene Personen liegt bei 67 Jahren. Es besteht kein Unterschied im Pensionsantrittsalter zwischen Frauen und Männern.

Pensionsverpflichtungen

Leistungsorientierte Pensionspläne sind in den deutschen, englischen, schwedischen, norwegischen, australischen und schweizerischen Konzerngesellschaften implementiert. Die nicht durch externe Fonds finanzierten Pläne betreffen die deutschen und schwedischen Gesellschaften, die restlichen sind durch externe Fonds finanziert. Diese Fonds, deren Zweck ausschließlich in der Erfüllung von Leistungsverpflichtungen besteht, sind rechtlich unabhängig vom jeweiligen Konzernunternehmen. Die nach Abzug des Planvermögens verbleibenden Verpflichtungen werden als Rückstellungen ausgewiesen.

Die Verpflichtungen aus den Pensionsplänen betreffen im Wesentlichen gehaltsabhängige Pensionszusagen und beinhalten in Einzelfällen auch pensionsbezogene Hinterbliebenen- und Invaliditätszusagen der Planteilnehmer.

Die leistungsorientierten Pläne in den englischen Konzerngesellschaften betreffen überwiegend die Verpflichtungen aus dem "Thorn Lighting Pension Fund", welche im Zuge der Akquisition der Thorn Unternehmensgruppe übernommen wurden. Die Zusagen bestehen im Wesentlichen aus gehaltsabhängigen Pensionsleistungen. Des Weiteren sind unter bestimmten Voraussetzungen auch Hinterbliebenenleistungen vorgesehen. Der Plan wurde jedoch in 2003 für Neuzutritte und in weiterer Folge in 2009 auch für weitere Anspruchszuwächse der Planteilnehmer geschlossen. Da der Pensionsplan geschlossen ist, bestehen hauptsächlich versicherungsmathematische Risiken.

Um die Vermögensunterdeckung des Plans auszugleichen, wurden im Wesentlichen zwei Maßnahmen ergriffen. Mit dem Treuhänder des Plans ("Trustee") wurde vereinbart, dass die Unterdeckung durch jährliche Zuzahlungen in den Plan seitens der betroffenen britischen Konzerngesellschaft bis 2022 reduziert wird. Überdies legt der Treuhänder des Plans eine Investitionsstrategie in Form eines "Statement of Investment Principles" (SIP) fest, sodass eine über dem Diskontierungsfaktor liegende Rendite aus dem Portfolio erwirtschaftet werden soll.

Zur Sicherstellung der Werthaltigkeit des Planvermögens enthält die Investitionsstrategie Komponenten zur systematischen Risikoreduzierung, im Wesentlichen durch Diversifikation des Portfolios. Für das tägliche Vermögensmanagement wurden in den einzelnen Vermögensklassen professionelle Vermögensverwalter mandatiert, welche durch die Financial Services Authority (FSA) in Großbritannien zugelassen und entsprechend reguliert sind.

Die Pensionspläne in Deutschland sind zur Gänze rückstellungsfinanziert und betreffen im Wesentlichen Zusagen von festen gehaltsabhängigen Rentenbeiträgen sowie aus endgehaltsabhängigen Zusagen, deren Höhe abhängig von der Betriebszugehörigkeit ist. Sämtliche deutschen Pensionspläne sind jedoch seit mehr als 10 Jahren für Neuzutritte geschlossen. Somit bestehen für die Gesellschaft vorwiegend versicherungsmathematische Risiken. Es besteht keine Verpflichtung zur Deckung der Verpflichtungen durch Planvermögen.

Die Schweizer Pensionsverpflichtungen betreffen die berufliche Vorsorge gemäß den Bestimmungen des schweizerischen "Berufliche Vorsorge-Gesetzes" (BVG), welches auch Hinterbliebenenleistungen und Zusagen bei Invalidität berücksichtigt. Bei beiden betroffenen Schweizer Konzerngesellschaften wurden die Verpflichtungen durch Abschluss von sogenannten Vollversicherungsverträgen mit Sammelstiftungen von Versicherungsgesellschaften ausgegliedert. Dennoch sind gemäß Schweizer Expertenmeinung diese Vollversicherungspläne unter anderem aufgrund gesetzlich garantierter Mindestleistungen unter den Bestimmungen des IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" als leistungsorientierte Pläne zu qualifizieren. Die Vermögensverwaltung des Planvermögens durch die Sammelstiftungen erfolgt auf Basis der Vorschriften des BVG und der Schweizer Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invaliditätsvorsorge (BVV 2).

Der schwedische leistungsorientierte Pensionsplan ist ein zur Gänze rückstellungsfinanzierter Plan und ist für Neuzutritte und weitere Anspruchszuwächse geschlossen. Die leistungsorientierten Zusagen bestehen wiederum in gehaltsabhängigen Pensionsleistungen. Eine externe Versicherungsgesellschaft ("PRI Pensionsgaranti") verwaltet dabei die Administration der Ansprüche und verrechnet die von ihr bezahlten Pensionsleistungen an die Planteilnehmer der betroffenen schwedischen Konzerngesellschaften weiter.

Darüber hinaus besteht in Schweden noch eine Pensionskassenlösung, welche sich grundsätzlich als leistungsorientierte Verpflichtung qualifiziert. Es handelt sich dabei um einen "gemeinschaftlichen Plan mehrerer Arbeitgeber" im Sinne von IAS 19.29, jedoch stehen vom Versicherungsunternehmen keine ausreichenden Informationen zur Verfügung, um diesen Plan wie einen leistungsorientierten Plan zu bilanzieren. Die geleisteten Zahlungen werden daher im Sinne von IAS 19.30 als beitragsorientierter Plan sofort aufwandswirksam im Abschluss erfasst. Diese belaufen sich auf TEUR 691 (VJ TEUR 613). Die nach schwedischen Gesetzen berechnete Vermögensüberdeckung besteht in Höhe von 149% (VJ 148%) für alle Teilnehmer dieses gemeinschaftlichen Plans. Diese entspricht der Differenz aus den Versicherungsverpflichtungen und dem Marktwert des Vermögens, der entsprechend den von dem gemeinschaftlichen Plan zur Verfügung gestellten Informationen berechnet wurde.

Der norwegische Pensionsplan ist ein zur Gänze durch Arbeitgeberbeiträge finanzierter Plan, dessen Vermögenswerte durch eine Versicherungsgesellschaft gehalten werden. Der Plan ist offen für Neuzutritte.

Die australischen leistungsorientierten Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Zusagen auf Endgehaltsbasis. Der Anteil des Plans, welcher leistungsorientierte Zusagen umfasst, ist jedoch für Neuzutritte geschlossen. Das Planvermögen ist in einem gepoolten Investmentfonds investiert, dessen Treuhänder den Plan gemäß den Bestimmungen der australischen "Superannuation Industry Supervision Legislation" verwaltet.

Der Bilanzansatz der Nettoverpflichtung bzw. des Nettovermögens stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 30. April 2015 30. April 2014
nicht über Fonds finanzierte Verpflichtung 33.624 29.527
über Fonds finanzierte Verpflichtung 283.096 223.944
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) 316.720 253.472
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -216.726 -175.986
In der Bilanz erfasste Nettoschuld 99.994 77.486

Die Pensionsrückstellung gliedert sich auf folgende Länder auf:

in TEUR 30. April 2015 30. April 2014
Deutschland 30.516 26.503
Großbritannien 53.486 40.974
Schweiz 12.206 6.986
Sonstige 3.786 3.023
In der Bilanz erfasste Nettoschuld 99.994 77.486

Die Überleitung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) sowie des Planvermögens vom Anfangsbestand auf den Endbestand stellt sich wie folgt dar:

2014/15 2014/15 2013/14
in TEUR DBO Planvermögen DBO Planvermögen
30. April 2014 253.472 175.986 240.723 166.054
Währungsumrechnung 30.099 23.628 3.905 3.057
Dienstzeitaufwand 2.642 0 2.023 0
Plankürzungen und -abgeltungen -3.619 0 0 0
nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 0 403 0
Zinsaufwand bzw. -ertrag 10.870 6.539 10.252 7.063
Planerweiterung 0 0 4.840 4.840
Im Eigenkapital erfasster versicherungsmathematischer Verlust 38.212 11.338 -202 -6.383
aufgrund demographischer Anpassungen -5.733 0 673 0
aufgrund finanzieller Anpassungen 44.614 0 154 0
aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen -669 11.338 -1.030 -6.383
Zahlungen -14.956 -765 -8.473 1.354
davon Zahlungen -10.461 3.730 -8.473 1.354
davon Zahlungen aus Plankürzungen -4.495 -4.495 0 0
30. April 2015 316.720 216.726 253.472 175.986

Die ausgewiesenen Plankürzungen und -abgeltungen entfallen ausschließlich auf eine Schweizer Konzerngesellschaft. Die tatsächlichen Zahlungen aus den Pensionsplänen im Geschäftsjahr belaufen sich auf TEUR 14.956 (VJ TEUR 8.473).

Das Planvermögen zum 30. April 2015 setzt sich folgendermaßen zusammen:

in TEUR 30. April 2015 davon am aktiven Markt notiert
Liquide Mittel 4.219 2.271
Eigenkapitalinstrumente 43.824 43.078
Schuldinstrumente 120.388 118.984
Vermögen bei Versicherungsinstituten 30.702 0
Sonstige 17.593 16.226
Planvermögen 216.726 180.559

Für das Planvermögen des australischen und norwegischen Pensionsplans besteht zum Abschlussstichtag keine Marktnotierung an einem aktiven Markt. Die Summe des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens dieser beiden Pläne beläuft sich zum 30. April 2015 auf TEUR 4.224 (VJ TEUR 4.313).

Der tatsächliche Ertrag aus dem Planvermögen beträgt TEUR 17.877 (VJ TEUR 680).

Die Entwicklung der Barwerte der Pensionsverpflichtung und des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 30. April 2015 30. April 2014
Barwert 316.720 253.472
Planvermögen -216.726 -175.986
Unterdeckung 99.994 77.486

Abfertigungsverpflichtungen Abfertigungsverpflichtungen

Dabei handelt es sich um die gesetzlich geregelte Verpflichtung, dem Dienstnehmer unter gewissen Voraussetzungen bei dessen Ausscheiden aus dem Unternehmen einen bestimmten Betrag zu bezahlen.

Die wesentlichste Verpflichtung resultiert dabei aus der österreichischen gesetzlichen Abfertigungsregelung, welche für Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, die bis zum 31. Dezember 2002 eingetreten sind, Gültigkeit hatte. Diese Mitarbeiter haben im Falle der Erreichung des Pensionsalters bzw. wenn sie gekündigt werden einen Abfertigungsanspruch. Der Anspruch ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe des letzten Bezugs. Für Mitarbeiter, welche nach dem 31. Dezember 2002 eingetreten sind, wird für Abfertigungsansprüche in beitragsorientierten Plänen vorgesorgt.

Die Verpflichtungen gliedern sich auf folgende Länder auf:

in TEUR 30. April 2015 30. April 2014
Österreich 43.583 36.142
Frankreich 3.907 3.651
Italien 1.858 1.581
Abfertigungsverpflichtungen 49.348 41.374

IAS19-Rücklage RücklageRücklage

Die direkt im Eigenkapital verrechneten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste inklusive latenter Steuern entwickelten sich wie folgt:

Pensionen Abfertigungen Summe
30. April 2013 85.134 6.697 91.831
Versicherungsmathematischer Verlust 6.181 535 6.716
Währungsumrechnung 2.058 0 2.058
Latente Steuern 69 -117 -48
30. April 2014 93.442 7.115 100.558
Versicherungsmathematischer Verlust 26.874 10.001 36.875
Konsolidierungskreisänderungen 0 -369 -369
Währungsumrechnung 11.620 0 11.620
Latente Steuern -3.445 -2.521 -5.966
30. April 2015 128.491 14.226 142.718

Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden latente Steuern in Höhe von TEUR 5.966 (VJ TEUR 48) direkt im Eigenkapital erfasst. Die versicherungsmathematischen Verluste des Vorjahres als auch des Geschäftsjahres 2014/15 sind vornehmlich aufgrund der aktuellen Zinssatzentwicklung entstanden. Die Auswirkung dieser Entwicklung betrifft wiederum überwiegend den "Thorn Lighting Pension Fund" in Großbritannien.

Sensitivitäten Sensitivitäten

Auswirkungen auf die DBO zum 30. April 2015:

Diskontierungsfaktor Gehaltstrend Pensionstrend
+0,5% -0,5% +0,5% -0,5% +0,5% -0,5%
Pensionspläne -27.374 28.841 244 -671 21.341 -20.557
Abfertigungen -2.971 3.371 3.197 -2.848 0 0

Auswirkungen auf die DBO zum 30. April 2014:

Diskontierungsfaktor Gehaltstrend Pensionstrend
+0,5% -0,5% +0,5% -0,5% +0,5% -0,5%
Pensionspläne -20.665 19.476 530 -378 15.692 -14.407
Abfertigungen -2.284 2.623 2.533 -2.226 0 0

Gewichtete durchschnittliche Laufzeiten der Verpflichtungen in Jahren chtungen in

30. April 2015 30. April 2014
Pensionspläne 18 18
Abfertigungen 13 12

Für das Geschäftsjahr 2015/16 betragen die erwarteten Beiträge in die Pensionspläne TEUR 12.506. Die erwarteten Abfertigungszahlungen belaufen sich auf TEUR 1.438.

Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer

Diese Verpflichtungen in Höhe von TEUR 13.433 (VJ TEUR 12.860) umfassen im Wesentlichen die Rückstellungen für Jubiläumsgelder in Österreich mit TEUR 5.875 (VJ TEUR 5.122), die Altersteilzeitregelung in Deutschland mit TEUR 5.039 (VJ TEUR 5.317), Sonderurlaub in Australien mit TEUR 1.596 (VJ TEUR 1.734) sowie Rückstellungen für ein gesetzlich vorgeschriebenes Gewinnbeteiligungsmodell und Bonuszahlungen für langjährige Betriebszugehörigkeit in Frankreich.

2.6.6.14 Beitragsorientierte Verpflichtungen

An beitragsorientierten Zahlungen für diverse Versorgungspläne wurden in verschiedenen Konzerngesellschaften im Berichtsjahr TEUR 6.591 (VJ TEUR 5.823) geleistet. Darunter fällt auch die in Österreich geltende "Abfertigung neu"-Regelung.

2.6.6.15 Übrige Rückstellungen

Geschäftsjahr Geschäftsjahr2014/15

Garantien Restruk Rechts Belastende Sonstige Summe
in TEUR turierungen streitigkeiten Verträge
30. April 2014 13.517 10.684 247 1.504 8.106 34.058
Dotierung 4.635 10.846 37 0 8.115 23.633
Verbrauch -5.027 -8.102 0 -895 -6.194 -20.218
Auflösung -3.740 -975 0 -677 -515 -5.907
Konsolidierungskreisänderungen -28 0 0 0 -20 -48
Währungsumrechnung 731 526 6 171 213 1.647
30. April 2015 10.088 12.979 290 103 9.705 33.165
davon kurzfristig 10.088 12.979 290 103 8.467 31.927
davon langfristig 0 0 0 0 1.238 1.238

Unter den sonstigen kurzfristigen Rückstellungen Rückstellungen sind unter anderem Rückstellungen für Lizenzen, Provisionen, Zölle, Frachten, Berufsgenossenschaften, Beratungs- und Prüfungskosten enthalten. In den sonstigen langfristigen sonstigen langfristigen langfristigen Rückstellungen Rückstellungen sind überwiegend Vorsorgen für Abfindungen an Handelsvertreter enthalten.

Rückstellung für Garantien

Die Rückstellungen für Garantien unterteilen sich in Einzelrückstellungen für individuelle Schadensfälle in Höhe von TEUR 6.769 (VJ TEUR 7.852) sowie in Rückstellungen für nicht einzeln erfasste bzw. noch nicht bekannte Fälle in Höhe von TEUR 3.319 (VJ TEUR 5.665), welche basierend auf Erfahrungswerten ermittelt wurden. Für die Ermittlung des Rückstellungsbetrags werden dabei produktspartenbasierte Prozentsätze auf die Umsatzerlöse der Periode der jeweiligen Produkte angewandt. Der Rückgang der Rückstellung für noch nicht einzeln erfasste bzw. noch nicht bekannte Fälle zum 30. April 2015 resultiert aus Erfahrungswerten hinsichtlich des erstmaligen Auslaufens der 5-Jahres-Garantie.

Restrukturierungsrückstellungen

Der Anstieg der Restrukturierungsrückstellungen resultiert aus den Restrukturierungsmaßnahmen, welche in Kapitel 2.6.4.3 erläutert und zum 30. April 2015 noch nicht abgeschlossen sind.

Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten

Die Veränderung der Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten im Vorjahr als auch im laufenden Geschäftsjahr 2014/15 bezieht sich auf einen Rechtsstreit in Australien.

Belastende Verträge Verträge

Die Veränderung der Rückstellung steht in Zusammenhang mit den Restrukturierungsaktivitäten, welche im vierten Quartal des Vorjahres begonnen wurden und betrifft belastende Mietverträge. Durch die Zusammenlegung von Vertriebsstandorten und der Schließung eines Leuchtenwerks in China werden die betroffenen Immobilien trotz aufrechter Mietverträge nicht mehr genutzt. Der Verbrauch der Rückstellung des laufenden Geschäftsjahres 2014/15 resultiert aus den Kosten zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtungen aus diesen Mietverträgen. Aufgrund erfolgreicher Verhandlungen konnte die Rückstellung für einen belastenden Mietvertrag in England aufgelöst werden.

Geschäftsjahr 201 2013/14

Garantien Restruktu Rechts Belastende Sonstige Summe
in TEUR rierungen streitigkeiten Verträge
30. April 2013 12.005 5.529 459 661 6.847 25.501
Dotierung 8.203 9.727 160 1.507 6.552 26.149
Verbrauch -4.664 -3.197 -322 -657 -4.534 -13.374
Auflösung -1.861 -1.188 -10 0 -664 -3.723
Konsolidierungskreisänderungen 9 0 0 0 8 17
Währungsumrechnung -175 -187 -40 -7 -103 -512
30. April 2014 13.517 10.684 247 1.504 8.106 34.058
davon kurzfristig 13.517 10.684 247 1.504 7.033 32.985
davon langfristig 0 0 0 0 1.073 1.073

Die Zunahme der sonstigen kurzfristigen Rückstellungen im Geschäftsjahr 2014/15 ist vor allem auf einen erhöhten Rückstellungsbedarf für Lizenzaufwendungen zurückzuführen.

2.6.6.16 Finanzschulden

in TEUR 30. April 2015 30. April 2014
Darlehen von Kreditinstituten 831 103
Finanzierungsleasing 431 349
Darlehen der öffentlichen Hand 0 1.374
Ausleihungen von sonstigen Dritten 49 49
Working Capital-Kredite 15.990 3.439
Kurzfristige Finanzschulden 17.301 5.314
Darlehen von Kreditinstituten 165.383 175.357
Finanzierungsleasing 21.968 19.777
Darlehen der öffentlichen Hand 3.553 2.223
Langfristige Finanzschulden 190.904 197.357
Finanzschulden 208.205 202.671

Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung stellt der am 08. November 2011 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Oktober 2016 dar. Der maximal ausnutzbare Rahmen des Konsortialkreditvertrages wurde von der Zumtobel Group freiwillig in zwei Schritten (November 2012 und Juni 2013) von ursprünglich TEUR 500.000 auf TEUR 350.000 reduziert, einhergehend mit einer entsprechenden Reduzierung der Bereitstellungskosten für den nicht in Anspruch genommenen Kreditrahmen. Zum 30. April 2015 sind TEUR 80.000 aus dem Konsortialkreditvertrag in Anspruch genommen (30. April 2014: TEUR 170.000).

Neben dem Konsortialkreditvertrag stehen zwei weitere, langfristige Kreditverträge über je TEUR 40.000 mit endfälliger Tilgung und einer Laufzeit bis September 2018 beziehungsweise Januar 2020 zur Verfügung, die auf bilateraler Basis vereinbart wurden. Beide wurden im Berichtsjahr vollständig ausbezahlt und dienten zur teilweisen Rückführung des Konsortialkredites. Damit wurde die durchschnittliche Fristigkeit der Fremdkapitalfinanzierung deutlich verlängert.

Der kurzfristige Anteil des Darlehens der öffentlichen Hand wurde im Geschäftsjahr 2014/15 getilgt.

2.6.6.17 Finanzierungsleasing

Mindestleasingzahlungen
Künftige Zahlungen
in TEUR Aufwand
2014/15
< 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Verbindlichkeit Nettobuchwert
Anlagevermögen
Land & Gebäude 2.553 2.553 11.091 29.509 43.153 11.163
Summe Mindestleasingzahlungen 2.553 2.553 11.091 29.509 43.153 11.163
minus Finanzierungsaufwand = Zinsaufwand 2.158 2.122 8.009 10.623 20.754
Nettobarwert der Mindestleasingzahlungen 395 431 3.082 18.886 22.399

Es bestehen keine bedingten Mietzahlungen für Finanzierungsleasing.

Für das Fabriksgebäude in Spennymoor, Großbritannien, wurde 2008/09 ein Finanzierungsleasingvertrag in Höhe von GBP 15,7 Mio abgeschlossen. Der Finanzierungsleasingvertrag hat eine Laufzeit von 21 Jahren, wobei das erste Jahr tilgungsfrei war. Der Nettobarwert der Mindestleasingzahlungen beläuft sich zum 30. April 2015 auf TEUR 22.399 (VJ TEUR 20.126). Die Erhöhung des Nettobarwerts der Mindestleasingzahlungen im Vergleich zum Vorjahr resultiert hauptsächlich aus Fremdwährungsumrechnungseffekten.

2.6.6.18 Operating Leasing

Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aufgrund von unkündbaren Operating Leasing-Verhältnissen für das Geschäftsjahr und für die folgenden Perioden, ferner die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen, deren Erhalt aufgrund von unkündbaren Untermietverhältnissen erwartet wird sowie die Zahlungen aus Leasingverhältnissen und Untermietverhältnissen, die erfolgswirksam erfasst worden sind, stellen sich wie folgt dar:

Künftige Zahlungen an Dritte
in TEUR Aufwand
2014/15
< 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Summe
Mindestleasingzahlungen aufgrund von unkündbaren
Leasingverhältnissen
22.347 16.254 21.885 8.225 46.364
minus erhaltene Zahlungen aus Leasing- und
Untermietverhältnissen
108 5 0 0 5
Netto Mindestleasingzahlungen 22.239 16.249 21.885 8.225 46.359

Es handelt sich im Wesentlichen um Leasingverträge für Bürogebäude, Fabriksanlagen/Lagerhäuser und Fuhrpark. Die Dauer reicht von einem Monat bis 15 Jahre, je nach Objekt und Vertrag.

Für das stillgelegte Leuchtenwerk in Rumänien wurde beginnend mit 1. Mai 2010 ein Operating Leasing-Verhältnis mit einem externen Leasingnehmer eingegangen. Die unkündbare Vertragsdauer beträgt fünf Jahre und sechs Monate. Dem Leasingnehmer wird eine fortlaufende Verlängerungsoption eingeräumt. Die Rate wird jeweils am 1. Mai entsprechend der Entwicklung des harmonisierten Verbraucherpreisindexes der EU angepasst.

Künftige Zahlungen von Dritten
in TEUR Ertrag 2014/15 < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Summe
Mindestleasingzahlungen aufgrund von unkündbaren
Leasingverhältnissen 494 247 0 0 247

2.6.6.19 Übrige Verbindlichkeiten

Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten verteilen sich wie folgt:

in TEUR 30. April 2015 30. April 2014
Urlaubs- und Gleitzeitguthaben/Sonderzahlungen Personal 54.111 46.907
Verbindlichkeiten gegenüber Personal 11.531 13.253
Sonstige Steuern 15.586 15.518
Sozialversicherungen 6.463 6.300
Erhaltene Anzahlungen 28.524 20.770
Zinsabgrenzungen 128 75
Passive Erlösabgrenzungen 1.404 1.099
Derivate (Hedge Accounting) 11.077 7.521
Derivate des Handelsbestandes 10.516 1.832
Zoll 2.939 1.832
Sonstige Verbindlichkeiten 11.710 8.610
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 153.989 123.717

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Aufwandsabgrenzungen und kreditorische Debitoren, welche keine Finanzinstrumente darstellen.

Die Erhöhung der übrigen langfristigen Verbindlichkeiten von TEUR 2.575 auf TEUR 4.174 ergibt sich im Wesentlichen aus der Abgrenzung der langfristigen Komponente des Long-Term Incentive-Programmes für Führungskräfte.

2.6.7 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Für die Ermittlung des Cashflows wurde die indirekte Methode monatsgenau angewandt. Der Ausgangspunkt der Cashflowberechnung wurde vom operativen Ergebnis auf das Ergebnis vor Ertragsteuern umgestellt. Die so erstellten monatlichen Cashflows werden mit dem jeweiligen monatlichen Durchschnittskurs umgerechnet und aggregiert, während die Bilanzpositionen mit dem Stichtagskurs umgerechnet werden. Diese Vorgehensweise führt zu Währungsdifferenzen vor allem in den einzelnen Positionen des Cashflows aus dem operativen Geschäft und damit zu deutlich abweichenden Werten im Vergleich zu den Differenzen der jeweiligen Bilanzpositionen.

Im Rahmen der indirekten Methode wird das Ergebnis vor Steuern um Auswirkungen von nicht zahlungswirksamen Geschäftsvorfällen (z. B. Abschreibungen und Amortisierungen) sowie um Ertrags- und Aufwandsposten, die dem Investitionsoder Finanzierungsbereich zuzurechnen sind, berichtigt. In den Abschreibungen und Amortisierungen sind die planmäßigen Abschreibungen (TEUR 56.238) sowie sonstige außerplanmäßige Abschreibungen (TEUR 2.810) enthalten.

Die in der Gesamtergebnisrechnung erfassten Beträge gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer", IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" und IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" sind im Cashflow bei den Veränderungen der jeweiligen Bilanzpositionen ausgewiesen.

Der Cashflow aus dem operativen Ergebnis ist gegenüber dem Vorjahr von TEUR 79.595 auf TEUR 103.085 angestiegen. Diese Veränderung resultiert im Wesentlichen aus dem Anstieg des Ergebnisses vor Ertragsteuern in Höhe von TEUR 18.112.

Trotz des Anstiegs des Cashflows aus dem operativen Ergebnis ist der Cashflow aus dem operativen Geschäft im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 8.926 gesunken. Hier wirkten insbesondere der Anstieg des Working Capital gegenüber dem Vorjahr sowie Veränderungen in den sonstigen operativen Positionen.

Der Anstieg des Working Capital ist im Wesentlichen auf das insbesondere im vierten Quartal gestiegene Geschäftsvolumen sowie die höheren Vorratsbestände zurückzuführen. Die Bestände an Rohmaterial und Fertigprodukten wurden überproportional zum Umsatz aufgebaut, um die Produktion und die Lieferfähigkeit zum Kunden weiterhin sicherzustellen.

Die Veränderung in den sonstigen operativen Posten ist insbesondere auf den Anstieg der langfristigen Rückstellungen, welcher sich überwiegend aus der im Gesamtergebnis erfassten Veränderung der IAS 19-Rücklage im laufenden Geschäftsjahr ergibt, sowie auf die Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen zurückzuführen. Der negative Cashflow-Effekt bei den kurzfristigen Rückstellungen ergibt sich vor allem aus der Reduzierung der Rückstellung für Garantiefälle und belastende Verträge. Die Erhöhung der Cashflow-Position "Übrige lang- und kurzfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten" im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich vor allem aus gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern.

Für Anlageninvestitionen wurden im Berichtsjahr TEUR 76.576 (VJ TEUR 65.553) ausgegeben. Anlageninvestitionen umfassen Investitionen in neue Produktionsanlagen und in die Herstellung von Werkzeugen für neue Produkte, Erweiterungsinvestitionen, Instandhaltungsinvestitionen sowie aktivierte Kosten für F&E. Im Berichtsjahr wurde insbesondere in moderne Produktionsanlagen für die industrielle Fertigung von LED-Leuchten und -Komponenten investiert.

Die Effekte auf die Kapitalflussrechnung, welche unter der Position "Veränderung liquider Mittel aus Konsolidierungskreisänderungen" dargestellt sind, betreffen die Veräußerung der Anteile an der Tridonic connection technology GmbH & Co KG, Österreich und der Tridonic connection Technology GmbH, Österreich sowie die Erstkonsolidierung der Thorn Lighting Limited Liability Company, Qatar. Die mit Stichtag zum 30. Juni 2015 geplante Veräußerung von 100% der Anteile an der Tridonic New Zealand Ltd. ist unter der Position "Zur Veräußerung gehaltene Vermögensgegenstände und Schulden" und somit auch im Cashflow aus Investitionsätigkeit dargestellt.

Im Vorjahr betrifft die Position "Veränderung liquider Mittel aus Konsolidierungskreisänderungen" den positiven Cash-Effekt im Zusammenhang mit der Veräußerung der Anteile an der Tridonic Manufacturing Pty Ltd, Australien und dem Erwerb der Anteile an der LEDON OLED Verwaltungs-GmbH, Dresden sowie der LEDON OLED Lighting GmbH & Co. KG (nunmehr "Tridonic Dresden GmbH & Co. KG"), Dresden. Im vierten Quartal des Vorjahres wurde auch ein negativer Cash-Effekt durch den Erwerb der restlichen Anteile an der Tridonic SA (Proprietary) Limited in dieser Position berücksichtigt.

Die Entwicklung des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR -13.088 im Vorjahr auf TEUR -17.053 im aktuellen Berichtsjahr resultiert aus der am 25. Juli 2014 in der Hauptversammlung beschlossenen Dividende (TEUR 7.765) als auch dem Drittanteil der Dividendenzahlung einer Minderheitengesellschaft (TEUR 384) sowie dem positiven Cash-Effekt des Drittanteils der Kapitalerhöhung der Gesellschaft in Qatar. Gegenläufig wirkt in dieser Position der Anstieg der bezahlten Zinsen um TEUR 2.126.

Der Finanzmittelfonds beinhaltet Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Letztere dienen dazu, kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Sie unterliegen nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken und haben eine Restlaufzeit – gerechnet vom Erwerbszeitpunkt – von nicht mehr als drei Monaten. Verbindlichkeiten gegenüber Banken aus Kontokorrent-Krediten werden den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zugerechnet, da sie einen integralen Bestandteil der Zahlungsmitteldisposition des Konzerns darstellen.

Die Bankguthaben, Sichteinlagen bei Banken und sonstigen Finanzmittel sind in der Bilanz unter der Position "Liquide Mittel" ausgewiesen. Die Kontokorrentkredite sind in der Bilanz unter den kurzfristigen Finanzschulden (Zeile "Working Capital-Kredite") ausgewiesen.

Die Bilanzposition "Liquide Mittel" enthält darüber hinaus noch die oben erwähnten Bankguthaben, über die nicht frei verfügt werden kann sowie kleinere Guthaben, welche eine Laufzeit von über drei Monaten aufweisen. Beide Positionen sind nicht Bestandteil des Finanzmittelfonds.

2.6.7.1 Überleitung Finanzmittelfonds

in TEUR 30. April 2015 30. April 2014
Liquide Mittel 59.345 74.191
nicht frei verfügbar -204 -169
Kontokorrent-Kredite -15.990 -3.439
Finanzmittelfonds 43.151 70.583

Finanzmittel, welche einer Verfügungsbeschränkung unterliegen, werden nicht im Finanzmittelfonds ausgewiesen.

2.6.8 Erläuterungen zur Eigenkapitalveränderungsrechnung

2.6.8.1 Grundkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 108.750.000 und ist in 43.500.000 auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien zerlegt. Die Aktien werden im Prime Market an der Wiener Börse gehandelt. Das Börsenkürzel lautet ZAG, die internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) der Zumtobel Group AG lautet AT0000837307. Es gibt keine Aktien mit besonderen Vorzugs- oder Kontrollrechten.

In der Hauptversammlung vom 25. Juli 2014 wurde folgender Beschluss gefasst: Der Vorstand ist gemäß § 169 AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung dieser Satzungsänderung in das Firmenbuch das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu weitere EUR 10.875.000,00 durch Ausgabe von bis zu 4.350.000 Stück neue, auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100% (einhundert Prozent) des anteiligen Betrages am Grundkapital gegen Bar- oder Sacheinlage, auch in mehreren Tranchen und auch im Wege des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs 6 AktG, zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes Kapital) und das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien auszuschließen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

Zum 30. April 2015 befinden sich 43.146.137 Aktien (VJ 43.139.060) im Umlauf. Im Rahmen der Mitarbeiterbeteiligungsprogramme wurden 7.077 Optionen (VJ 5.170) aus dem "Stock Option Program" (SOP) ausgeübt. Zum Ende des Geschäftsjahres 2014/15 wurde das letzte Ausübungsfenster geschlossen, es werden keine weiteren Ausübungen aus dem SOP mehr erfolgen. Die Gesellschaft verfügt zum 30. April 2015 über 353.863 eigene Aktien (VJ 360.940) im Bestand.

2.6.8.2 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält gebundene und nicht gebundene Kapitalrücklagen der Zumtobel Group AG. In der Kapitalrücklage werden die Transaktionen mit eigenen Aktien dargestellt. Dies beinhaltet auch die zahlungswirksame Veränderung bei der Ausübung von Aktienoptionen (Ausübungspreis).

2.6.8.3 Gewinnrücklagen

Sonstige Gewinnrücklagen Sonstige Gewinnrücklagen

In den sonstigen Gewinnrücklagen ist der Gewinnvortrag ausgewiesen.

Währungsrücklage Währungsrücklage

In der Währungsrücklage sind zum einen die Währungsdifferenzen resultierend aus der Differenz des zum Erstkonsolidierungsstichtag vorliegenden historischen Umrechnungskurses und des aktuellen Stichtagskurses am Bilanzstichtag der nicht in Euro berichtenden Gesellschaften sowie aus der Differenz der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem monatlichen Durchschnittskurs und dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag enthalten. Zum anderen werden hier sowohl die Währungsdifferenzen aus langfristigen Konzerndarlehen in SEK, GBP und USD, die gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen" als Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe zu qualifizieren sind (siehe auch Kapitel 2.6.5.1 und 2.6.5.2), sowie der Währungseffekt aus einem Zinssicherungsgeschäft ausgewiesen. Ferner werden währungsbedingte Anpassungen der Firmenwerte in dieser Position berücksichtigt.

Hedge Accounting Accounting

Die Eigenkapitalveränderungen aus der Anwendung des Hedge Accounting ergeben sich aus erfolgsneutral gebuchten Marktwertänderungen von bestehenden Derivatkontrakten sowie aus erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung zurückgebuchten Beträgen aufgrund von ausgeübten bzw. realisierten Kontrakten und den darauf entfallenden latenten Steuern.

Rücklage Aktienoptionen Aktienoptionen

Betreffend die Rücklage Aktienoptionen siehe auch Kapitel 2.6.8.4.

IAS19-Rücklage RücklageRücklage

Betreffend die Erläuterungen zur IAS 19-Rücklage wird auf Kapitel 2.6.6.13 verwiesen.

2.6.8.4 Aktienoptionsprogramme

Von 2004 bis 2008 gab es ein aktienbasiertes Vergütungsprogramm, das "Stock Option Program" (SOP). Aus dem SOP erfolgen keine Zuteilungen von Optionen mehr, die Ausübungszeit des SOP lief per April 2015 aus und das Programm ist somit beendet. Innerhalb dieser Ausübungszeit wurden mehrere Ausübungsfenster ("exercise slots") zur Einlösung der Optionen festgesetzt. Eine vorzeitige Schließung der Ausübungsfenster blieb vorbehalten. Für eine Option konnte jeweils eine Aktie zu einem fixen Preis gekauft werden. Die SOP-Optionen waren nicht übertragbar. Eine Behaltefrist für bezogene Aktien bestand beim SOP nicht.

Der Bestand eigener Aktien hat sich wie folgt entwickelt:

in Stk. Summe
Aktienrückkauf bis 30. April 2014 1.539.211
Ausübungen bis 30. April 2014 -1.178.271
30. April 2014 360.940
Ausübungen bzw. Ausgabe von eigenen Aktien -7.077
30. April 2015 353.863

Der im Geschäftsjahr von den Mitarbeitern zu bezahlende Ausübungspreis belief sich auf TEUR 67 (VJ TEUR 39), in Summe wurde für die bisher eingelösten 924.424 Stück aus dem SOP ein Ausübungspreis von TEUR 7.212 bezahlt (durchschnittlich EUR 7,80 pro Aktie), der in der Kapitalrücklage berücksichtigt ist.

Rücklage Aktienoptionen Aktienoptionen

Die Rücklage für Aktienoptionen steht unverändert zum Vorjahr mit einem Wert von TEUR 19.479 in den Gewinnrücklagen. Die Veränderung des Vorjahres ergibt sich aus einer Konsolidierungskreisänderung im Geschäftsjahr 2013/14.

Die Überleitung der ausgegebenen Optionen vom Anfangsbestand auf den Endbestand ist wie folgt:

SOP
2014/15 2013/14
Gewährte Optionen Anfangsbestand 16.719 21.889
Neuzuteilungen 0 0
Ausübungen -7.077 -5.170
Verfallen -9.642 0
Verzichtet 0 0
Gewährte Optionen Endbestand 0 16.719
davon ausübbar 0 16.719

2.6.8.5 Dividendenausschüttung

In der Hauptversammlung am 25. Juli 2014 wurde für das Geschäftsjahr 2013/14 die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 18 Eurocent je Aktie beschlossen. Auf die am 31. Juli 2014 im Umlauf befindlichen 43.140.512 Stückaktien (43.500.000 Aktien abzüglich 359.488 eigene Aktien) wurden am 01. August 2014 TEUR 7.765 an die Aktionäre ausbezahlt.

Die Zumtobel Group verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik. Die Höhe der Dividende hängt neben der laufenden Ertragskraft auch von den Gewinnprognosen und der erwarteten wirtschaftlichen Gesamtentwicklung ab. Vor dem Hintergrund einer weiteren positiven Geschäftsentwicklung plant der Vorstand dem Aufsichtsrat und in Folge der Hauptversammlung der Zumtobel Group AG, die am 24. Juli 2015 stattfindet, eine Dividende von 22 Eurocent je Aktie für das Geschäftsjahr 2014/15 vorzuschlagen (Vorjahr 18 Eurocent).

2.6.9 Kapitalmanagement

Das Ziel des Eigenkapitalmanagements der Zumtobel Group ist einerseits die Sicherstellung des Fortbestandes ("going concern") der Konzerngesellschaften und andererseits, die Rendite der Aktionäre durch Optimierung des Eigen- und Fremdkapitaleinsatzes zu optimieren. Die Kapitalstruktur wird laufend überwacht. Dabei werden die Kapitalkosten und Risiken, welche mit jeder Art von Kapital verbunden sind, berücksichtigt. Als Instrumente der Steuerung dienen in erster Linie die Aufnahme oder Rückführung von Finanzschulden, Dividendenausschüttungen sowie Neuemissionen und Aktienrückkäufe.

Die finanziellen Vorgaben ergeben sich dabei insbesondere aus dem im November 2011 mit sieben Banken abgeschlossenen Konsortialkreditvertrag. Dieser hat eine Laufzeit bis Oktober 2016 und einen maximal ausnutzbaren Rahmen von TEUR 350.000. Hiervon sind TEUR 80.000 in Anspruch genommen worden. Diese Finanzierung ist an die Einhaltung von Financial Covenants geknüpft. Danach muss der Schuldendeckungsgrad kleiner als 3,5 sowie die Eigenkapitalquote größer als 25% sein. Zum Bilanzstichtag per 30. April 2015 wurden die Financial Covenants auf Basis eines Schuldendeckungsgrades von 1,48 (VJ 1,57) und einer Eigenkapitalquote von 29,7% (VJ 32,5%) vollumfänglich eingehalten. Neben dem Konsortialkreditvertrag stehen zwei weitere, langfristige Kreditverträge über je 40.000 TEUR mit endfälliger Tilgung und einer Laufzeit bis September 2018 beziehungsweise Januar 2020 zur Verfügung, die auf bilateraler Basis vereinbart wurden. Beide wurden im Berichtsjahr vollständig ausbezahlt und dienten zur teilweisen Rückführung des Konsortialkredites. Damit wurde die durchschnittliche Fristigkeit der Fremdkapitalfinanzierung deutlich verlängert.

2.6.10 Angaben zu Finanzinstrumenten

2.6.10.1 Kategorien von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39

Die bei der Zumtobel Group eingesetzten Finanzinstrumente teilen sich wie folgt auf die Kategorien des IAS 39 "Finanzinstrumente – Ansatz und Bewertung" auf:

  • >> Beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft (at Fair Value through P&L)
  • >> HFT Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (Held for Trading)
  • >> L&R Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)
  • >> Hedge Accounting Absicherungsgeschäfte
  • >> Cash Liquide Mittel
  • >> at amortised cost bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial instruments measured at amortised cost)

Finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten sind, werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bilanziert. Bei finanziellen Vermögenswerten dagegen, die nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, ist eine Berücksichtigung der darüber hinaus entstehenden Transaktionskosten vorgeschrieben. Diese werden direkt dem Erwerb der Vermögenswerte zugerechnet.

Daneben sind in verschiedenen Bilanzposten noch Vermögenswerte und Schulden enthalten, welche kein Finanzinstrument gemäß IAS 32 "Finanzinstrumente – Darstellung" darstellen (Non-FI). Darunter fallen beispielsweise Rechnungsabgrenzungen, debitorische Kreditoren, Sozialversicherungs- oder Steuerzahlungen.

Die Marktwerte der kurzfristigen Finanzinstrumente entsprechen aufgrund ihrer Fristigkeiten den Buchwerten.

Für Finanzinstrumente, die nicht mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet werden, gibt die Zumtobel Group den beizulegenden Zeitwert nicht an, da die Buchwerte einen angemessenen Näherungswert für diesen darstellen.

Geschäftsjahr 2014/15 2014/15

Aktiva

Buchwert beim erstm. HFT L&R Cash
in TEUR Ansatz
eingestuft
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 1.811 587 - 1.224 -
Wertpapiere und Wertrechte 587 587 - - -
Darlehen, Ausleihungen und sonstige Forderungen 1.224 - - 1.224 -
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 4.034 - 3.398 636 -
Darlehen, Ausleihungen und sonstige Forderungen 13 - - 13 -
Positive Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes 3.398 - 3.398 - -
Sonstige 623 - - 623 -
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 234.587 - - 234.587 -
Liquide Mittel 59.345 - - - 59.345
Summe 299.777 587 3.398 236.447 59.345

In der Position "Sonstige" unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ist eine Finanzforderung gegenüber einem assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 616 (VJ TEUR 2.253) enthalten.

Passiva

Buchwert HFT at amortised Hedge Non-FI
in TEUR cost Accounting
Langfristige Finanzschulden 190.904 - 190.904 - -
Darlehen und Ausleihungen 168.936 - 168.936 - -
Finanzierungsleasing 21.968 - 21.968 - -
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 4.174 - - - 4.174
Kurzfristige Finanzschulden 17.301 - 17.301 - -
Darlehen und Ausleihungen 16.870 - 16.870 - -
Finanzierungsleasing 431 - 431 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 174.040 - 174.040 - -
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 153.989 10.516 129 11.077 132.267
Negative Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes 10.516 10.516 - - -
Negative Marktwerte aus Derivaten (Hedge Accounting) 11.077 - - 11.077 -
Sonstige 132.396 - 129 - 132.267
Summe 540.408 10.516 382.374 11.077 136.441

Die Finanzschulden werden mit Ausnahme der Derivate, welche zum Marktwert bewertet werden, ausschließlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Aus IFRS 13 "Bemessung des beizulegenden Zeitwerts" ergeben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Bewertungen der Vermögenswerte und Schulden des Konzerns.

Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente zum 30. April 2015 gliedern sich in folgende Bemessungshierarchien:

Buchwert Beizulegender Level 1 Level 2 Level 3
in TEUR Zeitwert
Langfristige finanzielle Vermögenswerte - - - - -
Wertpapiere und Wertrechte 587 587 - - 587
Darlehen, Ausleihungen und sonstige Forderungen - - - - -
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte - - - - -
Darlehen, Ausleihungen und sonstige Forderungen - - - - -
Positive Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes 3.398 3.398 - 3.398 -
Sonstige - - - - -
Summe 3.985 3.985 - 3.398 587
in TEUR Buchwert Beizulegender
Zeitwert
Level 1 Level 2 Level 3
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
Derivate des Handelsbestandes 10.516 10.516 - 10.516 -
Derivate (Hedge Accounting) 11.077 11.077 - 11.077 -
Summe 21.593 21.593 - 21.593 -

In der Zumtobel Group erfolgt die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte überwiegend auf Basis von Inputfaktoren, die am Markt beobachtbar sind (Level 2). Der beizulegende Zeitwert von Devisentermingeschäften wird mittels Barwertberechnung der Zahlungsströme unter Zugrundelegung aktueller Zinsstrukturkurven der jeweiligen Währungen aus beobachtbaren Marktdaten sowie der aktuellen Wechselkurse zum Bewertungsstichtag ermittelt. Der beizulegende Zeitwert der verbleibenden derivativen Finanzinstrumente kann zu jedem Bilanzstichtag verlässlich ermittelt werden, da die Bewertungen auf Inputfaktoren beruhen, die am Markt beobachtbar sind. Es handelt sich somit nur um Level 2-Bewertungen. Die unter Level 2 fallenden Finanzinstrumente betreffen zur Gänze die unter den finanziellen Vermögenswerten und Finanzschulden ausgewiesenen Derivate (positive Marktwerte TEUR 3.398, VJ TEUR 464; negative Marktwerte TEUR -21.593, VJ TEUR -9.353). Die Risiken der Nichterfüllung bei finanziellen Vermögenswerten und Schulden werden anhand von Risikoabschlägen, sofern wesentlich, berücksichtigt.

Im Konzernabschluss der Zumtobel Group sind keine Finanzinstrumente erfasst, deren Bewertung auf notierten Preisen auf aktiven Märkten beruht (Level 1).

In unwesentlichem Umfang sind im Konzernabschluss der Zumtobel Group auch Finanzinstrumente bilanziert, für deren Bewertung weder notierte Preise noch am Markt beobachtbare Inputfaktoren für eine Bewertung vorliegen (Level 3). Diese umfassen überwiegend Kleinanteile an verschiedenen Gesellschaften. Die Veränderung der als Level 3 klassifizierten Finanzinstrumente im Vergleich zum Vorjahr entfällt auf den Erwerb eines Anteils an einer österreichischen Gesellschaft.

Geschäftsjahr 20 2013/14

Aktiva

Buchwert beim erstm. HFT L&R Cash
in TEUR Ansatz
eingestuft
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 1.466 380 - 1.086 -
Wertpapiere und Wertrechte 380 380 - - -
Darlehen, Ausleihungen und sonstige Forderungen 1.086 - - 1.086 -
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 2.731 - 464 2.267 -
Darlehen, Ausleihungen und sonstige Forderungen 11 - - 11 -
Positive Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes 464 - 464 - -
Sonstige 2.256 - - 2.256 -
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 199.303 - - 199.303 -
Liquide Mittel 74.191 - - - 74.191
Summe 277.691 380 464 202.656 74.191

Passiva

Buchwert HFT at amortised Hedge Non-FI
in TEUR cost Accounting
Langfristige Finanzschulden 197.357 - 197.357 - -
Darlehen und Ausleihungen 177.579 - 177.579 - -
Finanzierungsleasing 19.777 - 19.777 - -
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 2.575 - - - 2.575
Kurzfristige Finanzschulden 5.314 - 5.314 - -
Darlehen und Ausleihungen 4.965 - 4.965 - -
Finanzierungsleasing 349 - 349 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 159.912 - 159.912 - -
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 123.717 1.832 75 7.521 114.288
Negative Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes 1.832 1.832 - - -
Negative Marktwerte aus Derivaten (Hedge Accounting) 7.521 - - 7.521 -
Sonstige 114.364 - 75 - 114.288
Summe 488.875 1.832 362.658 7.521 116.863

Die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente zum 30. April 2014 gliederten sich in folgende Bemessungshierarchien:

in TEUR Buchwert Beizulegender
Zeitwert
Level 1 Level 2 Level 3
Langfristige finanzielle Vermögenswerte - - - - -
Wertpapiere und Wertrechte 380 380 - - 380
Darlehen, Ausleihungen und sonstige Forderungen - - - - -
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte - - - - -
Darlehen, Ausleihungen und sonstige Forderungen - - - - -
Positive Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes 464 464 - 464 -
Sonstige - - - - -
Summe 844 844 - 464 380
in TEUR Buchwert Beizulegender
Zeitwert
Level 1 Level 2 Level 3
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten
Derivate des Handelsbestandes 1.832 1.832 - 1.832 -
Derivate (Hedge Accounting) 7.521 7.521 - 7.521 -
Summe 9.353 9.353 - 9.353 -

2.6.10.2 Ergebnisse aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorie IAS 39

in TEUR 2014/15 2013/14
Nettogewinne oder -verluste -9.579 -1.662
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente -677 -1.954
Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente -5.764 298
Absicherung einer Nettoposition – unwirksamer Teil der Änderungen des beizulegenden Zeitwertes -3.135 0
Veräußerungsgewinne/verluste -3 -7
Zinsaufwand -9.077 -8.904
Zinsaufwendungen aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten -7.080 -6.400
Zinsaufwendungen aus zu Hedge Accounting gehaltenen Finanzinstrumenten -1.609 -2.139
Zinsaufwendungen aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten -388 -365
Zinsertrag 400 816
Zinserträge aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten 364 773
Zinserträge aus zu Hedge Accounting gehaltenen Finanzinstrumenten 36 43
Bewertungseffekte Kredite und Forderungen 136 -1.561

Die übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträge (TEUR -16.576; VJ TEUR -6.763) beinhalten neben dem Nettoergebnis (TEUR -9.579; VJ TEUR -1.662) noch die Zinskomponente gemäß IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" abzüglich Erträge aus Planvermögen (TEUR -6.997; VJ TEUR -5.100).

Die Nettoergebnisse sowie die Gesamtzinsaufwendungen und -erträge sind im Finanzergebnis ausgewiesen, während der Wertminderungsaufwand aus Krediten und Forderungen im operativen Ergebnis erfasst ist.

Die negativen Bewertungseffekte der Kredite und Forderungen ergeben sich im Wesentlichen durch eine gestiegene Vorsorge für Kundenforderungsausfälle im Rahmen der Anwendung der konzerneinheitlichen Forderungsbewertungsmethode.

Es ist kein weiterer Wertminderungsaufwand für andere Klassen von Finanzinstrumenten aufgetreten.

2.6.11 Angaben zum Risikomanagement

Aufgrund der Verwendung von Finanzinstrumenten ist die Zumtobel Group insbesondere folgenden Risiken ausgesetzt:

  • >> Kreditrisiko
  • >> Liquiditätsrisiko
  • >> Marktrisiko

Das Risikomanagement ist durch Konzernrichtlinien geregelt. Der Vorstand ist für die Erstellung und Überwachung des konzernweit gültigen Risikomanagements verantwortlich.

2.6.11.1 Kreditrisiko

>> Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Da keine generellen Aufrechnungsvereinbarungen mit den Kunden bestehen, stellt die Gesamtheit der bei den Aktiva ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar. Da bei den Kunden und Kreditinstituten auf breite Streuung geachtet wird, ist das Bonitäts- und Ausfallsrisiko als gering anzusehen. Im Geschäftsjahr 2014/15 betragen die Forderungsverluste im Konzern, die den ausgebuchten Forderungen entsprechen, 0,1% (VJ 0,1%) des Jahresumsatzes. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden 28% (VJ 23%) des Konzernumsatzes mit den zehn größten Kunden getätigt.

Darüber hinaus besteht eine konzernweite Kreditversicherung für bestimmte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, um potenziellen Ausfallsrisiken entgegenzuwirken, wobei jeder neue Kunde ab einem Saldo von TEUR 100 der Kreditversicherung angedient wird. Der mit der Kreditversicherung vereinbarte Selbstbehalt im Schadensfall beträgt zum 30. April 2015 25% des versicherten Forderungsbetrags. Kundenspezifische interne Kreditlimits werden je nach Höhe von unterschiedlichen Führungsebenen im Konzern freigegeben.

Die Wertberichtigung zu den Forderungen aus Lieferungen & Leistungen aufgrund von tatsächlichen Fällen oder Erfahrungswerten hat sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 30. April 2015 30. April 2014
Anfangsbestand 10.404 9.414
Dotierung 3.427 3.310
Verbrauch -1.499 -809
Auflösung -2.213 -1.511
Endbestand 10.119 10.404

Für eventuelle Forderungsausfälle wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Die Einzelwertberichtigung erfolgt je nach Klassifikation in zweifelhafte und nicht zweifelhafte Forderungen. Nicht zweifelhafte Forderungen, die seit über 60 Tagen fällig sind, werden je nach Fälligkeit zwischen 20% und 70% wertberichtigt. Zweifelhafte Forderungen werden grundsätzlich zu mindestens 80% wertberichtigt. Versicherte Forderungen werden aus der Basis für die Berechnung der Wertberichtigungen unter Berücksichtigung des Selbstbehalts ausgenommen.

Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen & Leistungen stellt sich wie folgt dar:

30. April 2015 30. April 2014
in TEUR Lieferforderungen
brutto
Wert
berichtigungen
Lieferforderungen
brutto
Wert
berichtigungen
Noch nicht fällig 231.201 191 194.252 31
Überfällig 1-60 Tage 17.105 22 16.606 0
Überfällig 61-90 Tage 1.648 257 1.384 274
Überfällig 91-120 Tage 1.007 311 1.103 396
Überfällig 121-180 Tage 1.326 613 958 671
Überfällig > 180 Tage 8.774 8.725 10.597 9.032
Summe 261.061 10.119 224.899 10.404

In den Lieferforderungen zum Nennwert sind zweifelhafte Forderungen in Höhe von TEUR 7.727 (VJ TEUR 7.234) enthalten, die mit TEUR 6.789 (VJ TEUR 6.501) wertberichtigt sind.

>> Liquide Mittel, Wertpapiere des Anlagevermögens, Derivate und sonstige finanzielle Vermögenswerte Die Zumtobel Group minimiert ihr Kreditrisiko, indem sie kurzfristige Anlagen nur bei ausgewählten Banken investiert.

>> Aushaftendes Kreditrisiko

Das maximale Risiko besteht aus dem Buchwert der Finanzinstrumente und beträgt per 30. April 2015 TEUR 299.777 (VJ TEUR 277.691). Dieser Betrag setzt sich vor allem aus den Posten "Forderungen aus Lieferungen & Leistungen" sowie "Liquide Mittel" zusammen (siehe auch Kapitel 2.6.10.1).

2.6.11.2 Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiko ist das Risiko der Zumtobel Group, ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht zeitgerecht bzw. nicht in voller Höhe nachkommen zu können. Zur Sicherung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hält die Zumtobel Group einerseits Liquidität in Form von mehrheitlich täglich verfügbaren Bankguthaben vor, um erwartete betriebliche Aufwendungen und finanzielle Verbindlichkeiten bedienen zu können. Sie verfügt andererseits über umfangreiche Betriebsmittelkreditlinien, um Liquiditätsschwankungen auszugleichen, die sowohl während eines Monats als auch im Jahresfortgang durch den Geschäftsverlauf auftreten. Daher bestehen keine wesentlichen Liquiditätsrisiken im Bereich der kurzfristigen Finanzierung.

Zum Bilanzstichtag 30. April 2015 stehen der Zumtobel Group neben dem Konsortialkreditvertrag sowie zwei weiteren Kreditverträgen (siehe Kapitel 2.6.6.16) kurzfristige unbesicherte Kontokorrentkreditlinien in Höhe von insgesamt TEUR 93.414 (VJ TEUR 88.978) zur Verfügung. Die Verzinsung hängt von den lokalen Marktgegebenheiten ab und entspricht den landesüblichen Konditionen.

Die nachfolgende Aufstellung der künftigen Zahlungen stellt die Perioden dar, in denen die Zahlungsströme voraussichtlich eintreten. Die zum 30. April 2015 ausgewiesenen Verbindlichkeiten werden zu folgenden zukünftigen Zahlungen führen.

30. April 2015

Künftige Zahlungen
in TEUR Buchwert Summe < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Finanzschulden 208.205 236.956 21.156 180.312 35.488
Darlehen von Kreditinstituten 166.214 174.142 2.538 165.625 5.979
Darlehen der öffentlichen Hand 3.553 3.622 26 3.596 0
Ausleihungen von sonstigen Dritten 49 49 49 0 0
Finanzierungsleasing 22.399 43.153 2.553 11.091 29.509
Working Capital-Kredite 15.990 15.990 15.990 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 174.040 174.040 174.040 0 0
Übrige Verbindlichkeiten 158.163 158.321 156.137 2.184 0
Derivate des Handelsbestandes 10.516 10.703 10.703 0 0
Derivate (Hedge Accounting) 11.077 11.048 8.864 2.184 0
Sonstige Finanzinstrumente 128 128 128 0 0
Verbindlichkeiten Non-FI 136.442 136.442 136.442 0 0
Aushaftende Verbindlichkeiten 540.408 569.317 351.333 182.496 35.488

30. April 2014

Künftige Zahlungen
in TEUR Buchwert Summe < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Finanzschulden 202.671 224.412 10.105 185.639 28.668
Darlehen von Kreditinstituten 175.460 176.879 2.937 173.942 0
Darlehen der öffentlichen Hand 3.597 3.689 1.426 2.263 0
Ausleihungen von sonstigen Dritten 49 49 49 0 0
Finanzierungsleasing 20.126 40.356 2.254 9.434 28.668
Working Capital-Kredite 3.439 3.439 3.439 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 159.912 159.912 159.912 0 0
Übrige Verbindlichkeiten 126.292 126.309 120.139 6.188 -18
Derivate des Handelsbestandes 1.832 1.909 1.815 94 0
Derivate (Hedge Accounting) 7.521 7.462 1.386 6.094 -18
Sonstige Finanzinstrumente 75 75 75 0 0
Verbindlichkeiten Non-FI 116.863 116.863 116.863 0 0
Aushaftende Verbindlichkeiten 488.875 510.633 290.156 191.827 28.650

Die künftigen Zahlungen der Derivate mit positiven Marktwerten stellen sich wie folgt dar:

30. April 2015 Künftige Zahlungen
in TEUR Buchwert Summe < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Finanzielle Vermögenswerte 3.398 3.342 3.342 0 0
Derivate des Handelsbestandes 3.398 3.342 3.342 0 0
30. April 2014 Künftige Zahlungen
in TEUR Buchwert Summe < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Finanzielle Vermögenswerte 464 406 406 0 0
Derivate des Handelsbestandes 464 406 406 0 0

Es werden keine Wertpapiere als Sicherheiten gehalten.

2.6.11.3 Marktrisiko

Unter Marktrisiko wird das Risiko verstanden, welches aufgrund von Marktpreisänderungen in fremden Währungen sowie aufgrund von Veränderungen von Zinssätzen und Rohstoffpreisen entsteht und geeignet ist, das Ergebnis der Zumtobel Group und den Marktwert der eingesetzten Finanzinstrumente negativ zu beeinflussen. Die Zielsetzung des Marktrisiko-Managements ist es, die vorhandenen Risiken zu beurteilen und, so weit wie möglich, wirtschaftlich sinnvoll unter Anwendung geeigneter Maßnahmen zu minimieren.

Um diese Risiken abzusichern, setzt die Zumtobel Group teilweise derivative Finanzinstrumente ein. Alle Derivatgeschäfte werden ausschließlich mit ausgewählten Banken abgeschlossen, um das Bonitätsrisiko aus den Kurssicherungsgeschäften möglichst gering zu halten. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt gemäß der gültigen Hedging Policy. Es werden keine Derivate zu Handels- oder Spekulationszwecken verwendet.

Grundsätzlich werden geplante Cashflows, die einem Währungskursrisiko unterliegen, rollierend für einen Zeithorizont von durchschnittlich ein bis drei Quartalen durch geeignete Sicherungsgeschäfte abgesichert. Durch diese Methodik verfügt das Unternehmen über einen relativ konstanten Hedge-Bestand, das Fremdwährungsexposure wird dadurch geglättet. Rohstoffpreisrisiken werden nach Möglichkeit durch entsprechende Lieferantenvereinbarungen reduziert.

Zinsänderungsrisiko Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko ist die mögliche Wertschwankung eines Finanzinstrumentes aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes sowie die zukünftige Änderung von Cashflows aus zinstragenden Positionen, die mit einem variablen Zinssatz verzinst werden. Ein Zinsänderungsrisiko liegt vor allem bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von über einem Jahr vor. Im operativen Bereich sind diese Laufzeiten nicht von materieller Bedeutung, sie können jedoch bei finanziellen Vermögenswerten und Finanzschulden eine Rolle spielen.

Der derzeit unter dem Konsortialkreditvertrag aushaftende Betrag von TEUR 80.000 hat aufgrund der Laufzeit bis 28. Oktober 2016 langfristigen Charakter, unterliegt jedoch einer variablen Verzinsung (EURIBOR-Geldmarktzinsen). Die im Berichtsjahr auf bilateraler Basis abgeschlossenen langfristigen Darlehen über jeweils TEUR 40.000 weisen eine Festzinsvereinbarung auf und unterliegen daher keinem Zinsänderungsrisiko.

Um das aus dem Konsortialkreditvertrag resultierende Zinsänderungsrisiko zu verringern, wurden mit verschiedenen Banken EUR-Zins-Swaps (Interest Rate Swaps) für ein derzeit wirksames Nominalvolumen von TEUR 80.000 abgeschlossen, also 100% des derzeit aushaftenden, variabel verzinsten langfristigen Kreditvolumens. Diese Zinsinstrumente sind in unterschiedliche Laufzeiten gestaffelt (längstens bis Juni 2019) und tauschen die variablen Zinszahlungen der Finanzierung in Fixzinszahlungen von maximal 2,694%. Die in Euro nominierten Zins-Swaps mit zu zahlenden Festzinssätzen sind gemäß IAS 39 "Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung" als "Hedge Accounting" einzustufen. Die Effektivität wird über die Hypothetische-Derivate-Methode nachgewiesen. Daneben besteht ein EUR/CHF-Cross-Currency-Swap mit Zahlungsverpflichtungen in Schweizer Franken. Dieser erfüllt bezüglich der Währungskomponente die Voraussetzungen eines Sicherungsinstrumentes für eine Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb gemäß IAS 21 "Auswirkungen von Wechselkursänderungen", so dass der Marktwert unter Derivate "Hedge Accounting" ausgewiesen wird. Die zugehörige Fixzinskomponente für die Zahlungen in Schweizer Franken wird unter "Derivate des Handelsbestandes" ausgewiesen.

Nominal in Tsd. Beizulegender Beizulegender
Landeswährung Zeitwert in TEUR Zeitwert in TEUR
Nominalwährung 2014/15 2013/14
EUR 80.000 -3.742 -3.961
CHF 28.728 -7.335 -3.560
Negative Marktwerte aus Zinssicherungsinstrumenten (Hedge Accounting) -11.077 -7.521
CHF 28.728 -163 -470
Negative Marktwerte aus Zinssicherungsinstrumenten (Held for Trading) -163 -470

>> Aushaftendes Zinsänderungsrisiko

Zum Bilanzstichtag stellt sich die Aufteilung der verzinslichen Finanzinstrumente nach fester und variabler Verzinsung wie folgt dar:

in TEUR 30. April 2015 30. April 2014
Finanzschulden -128.205 -32.670
Fest verzinste Finanzinstrumente -128.205 -32.670
Finanzielle Vermögenswerte 5.845 4.197
Liquide Mittel 59.345 74.191
Finanzschulden -80.000 -170.000
Variabel verzinste Finanzinstrumente -14.810 -91.612
Summe -143.015 -124.282

Zinserhöhungen – insbesondere für die Währung EUR – können sich zu Lasten des Finanzergebnisses auswirken und den Durchschnittszinssatz erhöhen.

>> Sensitivitätsanalyse

Bei den variabel verzinsten Instrumenten würde eine Änderung von 100 Basispunkten für einen Betrachtungszeitraum von einem Jahr zu einer Veränderung des Zinsergebnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung von TEUR 347 (VJ TEUR 991) führen. Aufgrund der Tatsache, dass die fest verzinsten Finanzschulden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, verursacht eine Veränderung des Zinsniveaus keine Bewertungseffekte in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Eigenkapital.

Für die zur Zinssicherung abgeschlossenen Zinsderivate würde für einen Betrachtungszeitraum von einem Jahr eine Änderung von 100 Basispunkten einen gegenläufigen Bewertungseffekt von TEUR 706 (VJ TEUR 924) ergeben.

Währungsänderungsrisiko

Die Währungssicherungsinstrumente haben zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Zumtobel Group setzt überwiegend Devisenterminkontrakte mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr ein, ergänzend auch Optionen. Translationsrisiken werden nicht abgesichert.

Die Hauptwährungen im Konzern sind EUR, GBP, USD sowie die an den USD gebundenen asiatischen Währungen, CHF, NOK und AUD.

Da das Fremdwährungsexposure aus generellen Planungsannahmen ermittelt wird und nicht aus konkret bestimmbaren Einzelverträgen, können die Voraussetzungen für Hedge Accounting grundsätzlich nicht erfüllt werden.

>> Sensitivitätsanalyse

Die folgenden Angaben beschreiben aus Konzernsicht die Sensitivität von EUR-Kursänderungen gegenüber Fremdwährungen. Dabei werden alle zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Finanzinstrumente (inklusive konzerninterne Finanzinstrumente) in die Berechnung miteinbezogen.

Finanzinstrumente in den jeweiligen funktionalen Währungen der nicht im Euro-Raum ansässigen Tochtergesellschaften stellen kein Risiko dar und fließen somit nicht in die Sensitivitätsanalyse mit ein.

Eine zehnprozentige Auf- beziehungsweise Abwertung des Euros gegenüber der jeweiligen Währung zum 30. April 2015 hätte das Ergebnis sowie das Eigenkapital unter Berücksichtigung der wesentlichsten Fremdwährungspaare wie folgt beeinflusst. Alle weiteren Variablen (insbesondere die Zinssätze) werden in der Analyse als konstant angenommen. Die Effekte im Eigenkapital betreffen langfristige konzerninterne Darlehen.

EUR Abwertung um 10% EUR Aufwertung um 10%
in TEUR GuV Eigenkapital GuV Eigenkapital
EUR - GBP 5.016 6.605 -5.016 -6.605
EUR - SEK 929 3.914 -929 -3.914
EUR - USD -1.577 401 1.577 -401

Die folgende Tabelle veranschaulicht den Effekt aus Derivaten bei einer Kursveränderung von +/- 10%.

in TEUR Beizulegender
Zeitwert
EUR Abwertung
um 10%
EUR Aufwertung
um 10%
EUR - GBP -3.117 -11.825 10.656
EUR - CHF -5.344 -3.963 3.603
EUR - AUD -138 -586 533
EUR - USD -1.808 3.125 -3.061
EUR - NOK -151 -282 256

Rohstoffpreisrisiko isrisiko

Die wesentlichen Rohstoffe sind Energie, Aluminium, Stahl und Kupfer. Zur Verringerung von Risiken aus unerwarteten Preisänderungen werden nach Möglichkeit (Energie, Aluminium, Stahl) befristete Lieferverträge abgeschlossen.

2.6.12 Geschäftssegmente

2.6.12.1 Segment Geschäftsbereiche

Die Zumtobel Group besteht aus zwei operativen Segmenten: dem Lighting Segment und dem Components Segment. Das Lighting Segment beinhaltet die Geschäftsbereiche Thorn, Zumtobel und OEM & TPP und stellt Lichtlösungen, Leuchten für die Innen- und Außenraumbeleuchtung und elektronisch-digitale Licht- und Raummanagementsysteme zur Verfügung. Das Components Segment enthält den Geschäftsbereich Tridonic, welcher elektronische Lichtkomponenten, LED-Lichtkomponenten und bis zum Ende des Geschäftsjahres 2013/14 auch magnetische Vorschaltgeräte entwickelt, produziert und vermarktet. Die Verrechnung von Lieferungen und Leistungen erfolgt zu marktüblichen Konditionen.

Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich die gleichen Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. In Anlehnung an den im IFRS 8 "Geschäftssegmente" geforderten "Management Approach" wird in den Segmentinformationen die für die interne Berichterstattung maßgebliche Erfolgskennzahl, welche das Betriebsergebnis (EBIT) darstellt, herangezogen.

Als Segmentvermögen wurden den Geschäftssegmenten das direkt zuzuordnende Sachanlagevermögen, das immaterielle Vermögen und das Working Capital (ohne Zinsabgrenzungen, Steuerforderungen und -verbindlichkeiten) zugeordnet.

Nicht den Geschäftssegmenten zuzuordnendes Vermögen und die daraus resultierenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie segmentübergreifend genutztes Sachanlagevermögen, Finanzverbindlichkeiten und Steuern werden in der Spalte "Überleitung" ausgewiesen.

Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen betrifft mit TEUR -145 (VJ TEUR 289) das Lighting Segment. Im Vorjahr waren dem Components Segment TEUR -10 zuzuordnen. Das restliche Finanzergebnis sowie die Steuern sind keinem Segment zugeordnet.

In den Abschreibungen des laufenden Jahres sind TEUR 2.810 (VJ TEUR 12.139) außerplanmäßige Abschreibungen beinhaltet, die mit TEUR 1.767 (VJ TEUR 5.802) dem Components Segment und mit TEUR 1.043 (VJ TEUR 6.337) dem Lighting Segment zuzurechnen sind. Die Eliminierung der segmentübergreifenden Innenerlöse wird in der Spalte "Überleitung" ausgewiesen.

Lighting Segment Components Segment Überleitung Konzern
in TEUR 2014/15 2013/14 2012/13 2014/15 2013/14 2012/13 2014/15 2013/14 2012/13 2014/15 2013/14 2012/13
Nettoumsätze 989.907 938.450 935.662 393.819 384.546 377.722 -71.106 -76.165 -69.768 1.312.620 1.246.831 1.243.616
Außenerlöse 988.419 937.897 934.883 323.897 308.849 308.344 304 85 389 1.312.620 1.246.831 1.243.616
Innenerlöse 1.488 553 779 69.922 75.697 69.378 -71.410 -76.250 -70.157 0 0 0
Betriebsergebnis 42.194 21.075 24.298 24.670 11.617 8.605 -25.773 -20.549 -11.243 41.091 12.143 21.660
Investitionen 49.186 49.970 41.140 19.899 13.768 16.296 7.491 1.815 2.073 76.576 65.553 59.509
Abschreibungen -35.321 -39.220 -33.675 -21.109 -26.711 -22.000 -2.618 -2.136 -2.136 -59.048 -68.067 -57.811
in TEUR 30. April
2015
30. April
2014
30. April
2013
30. April
2015
30. April
2014
30. April
2013
30. April
2015
30. April
2014
30. April
2013
30. April
2015
30. April
2014
30. April
2013
Vermögen 743.925 668.998 640.657 207.140 209.046 208.852 135.210 128.557 145.329 1.086.275 1.006.601 994.838
30. April
2015
30. April
2014
30. April
2013
30. April
2015
30. April
2014
30. April
2013
30. April
2015
30. April
2014
30. April
2013
30. April
2015
30. April
2014
30. April
2013
Mitarbeiter
(Vollzeitkräfte)
5.302 5.186 5.091 1.752 1.971 1.946 180 134 125 7.234 7.291 7.162

Die Spalte "Überleitung" setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2014/15 2013/14
Konzernobergesellschaften -25.398 -20.424
Konzernbuchungen -375 -125
Betriebsergebnis -25.773 -20.549

Konzernobergesellschaften sind jene Gesellschaften, die konzernübergreifende administrative Tätigkeiten oder Finanzierungstätigkeiten durchführen und nicht direkt einem Segment zugeordnet werden. Die Überleitung des Betriebsergebnisses beinhaltet Konzernbuchungen im Zusammenhang mit der Zwischengewinneliminierung des Umlauf- als auch des Anlagevermögens.

in TEUR 30. April 2015 30. April 2014
Gemeinschaftlich genutztes Vermögen 130.995 129.266
Konzernobergesellschaften 58.155 48.927
Konzernbuchungen -53.940 -49.636
Vermögen 135.210 128.557

Die Umsatzerlöse mit einzelnen externen Kunden liegen jeweils unter 10 % der Gesamtumsatzerlöse.

2.6.12.2 Segment Regionen

Es erfolgt eine Darstellung auf Basis der Regionen "D/A/CH", "Nordeuropa", "Südeuropa & Lateinamerika", "Benelux & Osteuropa", "Mittlerer Osten & Afrika", "Asien & Pazifik" sowie "Nordamerika":

Außenerlöse Vermögen
in TEUR 2014/15 2013/14 30. April 2015 30. April 2014
D/A/CH 370.745 350.568 508.449 447.366
Nordeuropa 342.946 312.266 148.965 126.925
Südeuropa & Lateinamerika 200.791 212.528 71.100 77.819
Benelux & Osteuropa 116.417 105.762 22.131 19.592
Mittlerer Osten & Afrika 97.620 91.792 18.109 15.796
Asien & Pazifik 149.590 141.117 82.675 69.571
Nordamerika 34.511 32.799 13.102 9.528
Überleitung 0 0 221.744 240.004
Summe 1.312.620 1.246.831 1.246.831 1.086.275 1.086.275 1.006.601

Überleitung der Regionen:

in TEUR 30. April 2015 30. April 2014
Gemeinschaftlich genutztes Vermögen 215.110 235.134
Konzernbuchungen 6.634 4.870
Vermögen 221.744 240.004

2.6.13 Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Innerhalb des Konzerns wurden für Bankgarantien in Höhe von TEUR 8.898 (VJ TEUR 8.135) diverse Haftungen übernommen.

2.6.14 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es liegen keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zum 30. April 2015 vor.

2.6.15 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Personen umfassen den Vorstand und Aufsichtsrat der Zumtobel Group AG. Zum 30. April 2015 sind keine Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen vorhanden.

Mit assoziierten Unternehmen (siehe auch Kapitel 2.6.6.4) bestehen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen Konditionen. In Summe bestehen zum 30. April 2015 gegenüber assoziierten Unternehmen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 932 (VJ TEUR 742) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 2.560 (VJ TEUR 3.528). Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden keine Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen als uneinbringlich ausgebucht. Zum 30. April 2015 sind auch keine Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen als uneinbringlich klassifiziert.

Zum 30. April 2015 besteht eine Finanzforderung gegenüber einem assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 616 (VJ TEUR 2.253).

Organvergütungen

in TEUR 2014/15 2013/14
Gesamtbezüge des Vorstands 3.845 6.839
davon fixe Bezüge 1.700 1.368
davon kurzfristige variable Bezüge 528 181
davon langfristige variable Bezüge 1.617 615
Aufwendungen für Aufhebungsvereinbarungen 0 4.675
in TEUR 2014/15 2013/14
Ulrich Schumacher (ab 1. Oktober 2013) 1.905 960
davon fixe Bezüge 750 379
davon kurzfristige variable Bezüge 231 116
davon langfristige variable Bezüge 924 465
Karin Sonnenmoser (ab 1. Mai 2014) 894 0
davon fixe Bezüge 400 0
davon kurzfristige variable Bezüge 148 0
davon langfristige variable Bezüge 346 0
Martin Brandt (bis 31. Juli 2014) 1.046 765
davon fixe Bezüge 550 550
davon kurzfristige variable Bezüge 149 64
davon langfristige variable Bezüge 347 150
Harald Sommerer (bis 30. September 2013) 0 4.123
davon fixe Bezüge 0 273
davon kurzfristige variable Bezüge 0 0
davon langfristige variable Bezüge 0 0
Aufwendungen für Aufhebungsvereinbarungen 0 3.850
Mathias Dähn (bis 30. September 2013) 0 992
davon fixe Bezüge 0 167
davon kurzfristige variable Bezüge 0 0
davon langfristige variable Bezüge 0 0
Aufwendungen für Aufhebungsvereinbarungen 0 825

Die Zielvergütung sowie die tatsächliche Vergütung von Ulrich Schumacher beinhaltet im Geschäftsjahr 2014/15 die vertraglich vereinbarte Kompensation für die Funktionen des CEO sowie eine zusätzliche Kompensation für die Funktion des COO ad interim (01. August 2014 – 30. April 2015). Im Geschäftsjahr 2013/14 beinhaltete die Vergütung von Ulrich Schumacher die vertraglich vereinbarte Kompensation für die Funktionen des CEO sowie eine zusätzliche Kompensation für die Funktion des CFO ad interim (01. Oktober 2013 – 30. April 2014).

Zum 30. April 2015 bestehen seitens des Vorstands keine Ansprüche aus anteilsbasierten Vergütungsprogrammen mehr. Des Weiteren bestehen zum 30. April 2015 auch keine Ansprüche auf Leistungen nach und aus Anlass der Beendigung des Dienstverhältnisses.

Für Details zur Vergütungsregelung des Vorstandes wird auf die Angaben im Corporate Governance Bericht verwiesen.

Der Aufsichtsrat der Zumtobel Group AG erhielt folgende Vergütungen:

in TEUR 2014/15 2013/14
Gesamtvergütungen des Aufsichtsrats 313 319
davon Aufsichtsratsvergütungen 180 180
davon Sitzungsgelder 129 135
davon Spesenersatz 4 4

2.6.16 Angaben zu Personalstruktur und Organen

2.6.16.1 Personalstruktur

2014/15 2013/14
Durchschnitt Stichtag Durchschnitt Stichtag
Produktion/Herstellung 3.401 3.346 3.528 3.524
F&E 590 593 601 602
Vertrieb 2.042 2.026 2.197 2.146
Verwaltung 492 522 485 493
Sonstiges 649 747 410 526
Summe 7.174 7.234 7.221 7.291

Die angegebene Anzahl der Mitarbeiter ist inklusive der in der Zumtobel Group beschäftigten Leiharbeiter.

2.6.16.2 Organe des Konzerns

Aufsichtsrat

Jürg Zumtobel (Vorsitzender) Hero Brahms (Stellvertreter des Vorsitzenden) Johannes Burtscher (Stellvertreter des Vorsitzenden) Fritz Zumtobel (Mitglied) Stephan Hutter (Mitglied) Hans-Peter Metzler (Mitglied)

Vom Betriebsrat entsandt: Richard Apnar Erich Zucalli Mario Wintschnig

Vorstand

Ulrich Schumacher, ab 1. Oktober 2013, bestellt bis 30. April 2017 Karin Sonnenmoser, ab 1. Mai 2014, bestellt bis 30. April 2017 Martin Brandt, ausgeschieden per 31. Juli 2014

2.7 Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 Börsegesetz

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Dornbirn, am 12. Juni 2015

Der Vorstand

Ulrich Schumacher Karin Sonnenmoser Chief Executive Officer (CEO) Chief Financial Officer (CFO)

2.8 Konsolidierungskreis

Nr. Gesamt Land Anteil in % Konsolidierungs
methode
Stichtag Währung
1 ATCO Finance Pty. Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
2 ATCO Industrial Pty. Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
3 Thorn Lighting Pty Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
4 Tridonic Australia Pty. Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
5 Tridonic Oceania Holding Pty. Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
6 Zumtobel Lighting Pty. Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
7 FURIAE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
8 LEDON Lighting GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
9 Tridonic Jennersdorf GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
10 LEXEDIS Lighting GmbH Österreich 50 equity 30. April EUR
11 ZG Lighting CEE GmbH Österreich 99,95 voll 30. April EUR
12 Tridonic GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
13 Tridonic GmbH & Co KG Österreich 100 voll 30. April EUR
14 Tridonic Holding GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
15 Zumtobel Group AG Österreich 100 voll 30. April EUR
16 Zumtobel Holding GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
17 Zumtobel Insurance Management GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
18 Zumtobel LED GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
19 Zumtobel LED Holding GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
20 ZG Lighting Austria GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
21 Zumtobel Lighting GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
22 Zumtobel Pool GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
23 N.V. Zumtobel Lighting S.A. Belgien 100 voll 30. April EUR
24 ZG ILUMINACION LATAM LIMITADA Chile 100 voll 30. April CLP
25 Thorn Lighting (Guangzhou) Ltd. China 100 voll 31. Dezember CNY
26 Thorn Lighting (Hong Kong) Ltd. China 100 voll 30. April HKD
27 Thorn Lighting (Tianjin) Co. Ltd. China 100 voll 31. Dezember CNY
28 Tridonic (Shanghai) Co. Ltd. China 100 voll 31. Dezember CNY
29 TridonicAtco (Shenzhen) Co. Ltd. China 100 voll 31. Dezember CNY
30 TridonicAtco Hong Kong Ltd. China 100 voll 30. April HKD
31 Zumtobel Licht d.o.o. Kroatien 100 voll 30. April HRK
32 ZG Lighting Czech Republic, s r.o. Tschechische Republik 100 voll 30. April CZK
33 Thorn Lighting AS Dänemark 100 voll 30. April DKK
34 Thorn Lighting OY Finnland 100 voll 30. April EUR
35 Thorn Europhane S.A. Frankreich 99,95 voll 30. April EUR
36 Tridonic France Sarl Frankreich 100 voll 30. April EUR
37 Zumtobel Lumière Sarl Frankreich 100 voll 30. April EUR
38 ZG Licht Süd GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
39 Reiss Lighting GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
40 Tridonic Deutschland GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
41 Zumtobel Holding GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
42 ZG Licht Nord-West GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
43 ZG Licht Mitte-Ost GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
44 Zumtobel Lighting GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
45 Luxmate Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
46 Rewath Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
47 Thorn Lighting Group Großbritannien 100 voll 30. April GBP
48 Thorn Lighting Holdings Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
49 Thorn Lighting International Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
50 Thorn Lighting Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
51 Tridonic UK Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
52 Wengen-Five Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
53 Wengen-Four Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
54 Wengen-One Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
55 Wengen-Three Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
56 Wengen-Two Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
57 Zumtobel Lighting Limited Großbritannien 100 voll 30. April GBP
58 Zumtobel Hongkong Limited Hongkong 100 voll 30. April HKD
59 Zumtobel Lighting Kft Ungarn 100 voll 30. April HUF
60 Thorn Lighting India Private Limited Indien 100 voll 30. April INR
61 Thorn Lighting (Ireland) Limited Irland 100 voll 30. April EUR
62 Thorn Europhane SPA Italien 99.89 voll 30. April EUR
63 Tridonic Italia SRL Italien 100 voll 30. April EUR
64 Zumtobel Illuminazione SRL Italien 100 voll 30. April EUR
65 Zumtobel LED Illuminazione Holding srl Italien 100 voll 30. April EUR
66 Tridonic (Malaysia) Sdn, Bhd. Malaysia 100 voll 30. April MYR
67 Thorn Lighting (Mauritius) Holdings Ltd. Mauritius 100 voll 30. April USD
68 Thorn Lighting Asian Holdings BV Niederlande 100 voll 30. April EUR
69 Thorn Lighting (NZ) Limited Neuseeland 100 voll 30. April NZD
70 Tridonic NZ Limited Neuseeland 100 voll 30. April NZD
71 Thorn Lighting AS Norwegen 100 voll 30. April NOK
72 ZG Lighting Polska sp.z o.o. Polen 100 voll 30. April PLN
73 Thorn Lighting Limited Liability Qatar 49 voll 30. April QAR
74 R Lux Immobilien Linie SRL Rumänien 100 voll 31. Dezember RON
75 Zumtobel Lighting Romania SRL Rumänien 100 voll 31. Dezember RON
76 ZG Lighting Russia Russland 100 full 30. April RUB
77 Zumtobel Lighting Saudi Arabia Limited Saudi-Arabien 51 voll 31. Dezember SAR
78 Thorn Lighting (Singapore) Pte Ltd. Singapur 100 voll 30. April SGD
79 Tridonic (S.E.A.) Pte Ltd. Singapur 100 voll 30. April SGD
80 Zumtobel Lighting s.r.o Slowakei 100 voll 30. April EUR
81 ZUMTOBEL LICHT d.o.o. Slowenien 100 voll 30. April EUR
82 Tridonic SA (Proprietary) Limited Südafrika 100 voll 30. April ZAR
83 Luxmate S.L. Spanien 100 voll 30. April EUR
84 Staff Iberica S.A. Spanien 50 equity 30. April EUR
85 Tridonic Iberia SL Spanien 100 voll 30. April EUR
86 ZG Lighting Nordic AB Schweden 100 voll 30. April SEK
87 Thorn Lighting Nordic AB Schweden 100 voll 30. April SEK
88 TLG Sweden Holdings AB Schweden 100 voll 30. April SEK
89 Tridonic Schweiz AG Schweiz 100 voll 30. April CHF
90 Zumtobel Licht AG Schweiz 100 voll 30. April CHF
91 Zumtobel Pool AG in Liquidation Schweiz 100 voll 30. April EUR
92 Tridonic Aydinlatma Ticaret Limited Sirketi Türkei 100 voll 30. April TRY
93 Thorn Gulf LCC UAE 49 voll 31. Dezember AED
94 Tridonic (ME) FZE UAE 100 voll 30. April AED
95 Lemgo Realty Corp. USA 100 voll 30. April USD
96 Zumtobel Lighting Inc. USA 100 voll 30. April USD

Im Geschäftsjahr 2014/15 endkonsolidiert/fusioniert:

1 Tridonic connection technology GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
2 Tridonic connection technology GmbH & Co KG Österreich 100 voll 30. April EUR
3 LEDON OLED Lighting Verwaltungs GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
4 Tridonic Dresden GmbH & Co. KG Deutschland 100 voll 30. April EUR
5 Thorn Lighting CS Spol s.r.o. Tschechische Republik 99,95 voll 30. April CZK
6 Zumtobel Belysning Nordic AB Schweden 100 voll 30. April SEK

Konzernabschluss Konzernabschluss Zumtobel Group AG 1. Mai 2014 bis 30. April 2015

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der

Zumtobel Group AG, Dornbirn,

für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2014 bis zum 30. A Geschäftsjahr vom Mai bis zum 30. April 201 pril 2015 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 30. April 2015, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzern-Gesamtergebnisrechnung, die Konzerngeldflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 30. April 2015 endende Geschäftsjahr sowie den Konzernanhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und die Buchführung nzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den zusätzlichen Anforderungen des § 245a UGB vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. April 2015 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2014 bis zum 30. April 2015 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 12. Juni 2015

KPMG Austria GmbH

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Thomas Smrekar ppa Mag. Renate Vala

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Konzernabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Konzernabschluss samt Konzernlagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

Konzernabschluss Konzernabschluss

Zumtobel Group AG 1. Mai 2014 bis 30. April 2015

3. Corporate Governance Bericht 2014/15

Inhalt

3. Corporate Governance
3.1 Corporate Governance in der Zumtobel Group _____ 133
3.2 Der Österreichische Corporate Governance Kodex ________ 134
3.2.1
Comply or Explain ___________ 134
3.2.2
Sonstige Berichtspflichten ___________ 135
3.3 Risikomanagement und Internes Kontrollsystem ______ 136
3.4 Die Organe und Gremien der Zumtobel Group AG ________ 137
3.4.1
Die Aktionäre und die Hauptversammlung __________ 137
3.4.2
Der Vorstand _________ 137
3.4.3
Der Aufsichtsrat ____________ 140
3.5 Vergütungsbericht ___________ 144
3.5.1
Vorstandsvergütung __________ 144
3.5.2
Aufsichtsratsvergütung _______ 148
3.6 Bericht des Aufsichtsrats ____________ 150

3. Corporate Governance

3.1 Corporate Governance in der Zumtobel Group

In der Zumtobel Group wird Corporate Governance als umfassende Steuerung und Überwachung des Unternehmens verstanden. Diese Corporate Governance- Kultur manifestiert sich in einer strategischen Ausrichtung der Unternehmensgruppe auf Nachhaltigkeit, Langfristigkeit und Verantwortung.

Als Rahmenwerk für die Ausgestaltung des Corporate Governance Systems in der Zumtobel Group dient der Österreichische Corporate Governance Kodex. Die wesentlichen Bausteine des Corporate Governance Systems sind die Unternehmenswerte, der Verhaltenskodex sowie die Konzernrichtlinien. Sie tragen maßgeblich zum Ziel der langfristigen Wertschöpfung und nachhaltigen Wertsteigerung bei.

Die Unternehmensleitung ermutigt alle Mitarbeiter, mögliche Verstöße gegen den Verhaltenskodex vertraulich zu melden. Den Mitarbeitern stehen dafür der Chief Ethics & Compliance Officer der Zumtobel Group sowie geschulte Kollegen aus der Rechtsabteilung und der Konzernrevision zur Verfügung. Weitere interne Ansprechpartner für Meldungen von Verstößen oder jegliche Fragen zum Verhaltenskodex sind die jeweiligen Führungskräfte, Mitarbeiter der Personalabteilung sowie der Betriebsrat. Bewusstsein und Akzeptanz der Mitarbeiter für Sinn und Inhalte des Verhaltenskodex werden jährlich in einer unternehmensweiten Umfrage überprüft und liegen auf erfreulich hohem Niveau. Im Berichtsjahr machten die Mitarbeiter und Führungskräfte von der Möglichkeit, die genannten Ansprechpartner in Compliance-Fragen zu konsultieren, regen Gebrauch. Alle erhaltenen Hinweise auf mögliche Verstöße gegen den Verhaltenskodex wurden durch den Chief Ethics & Compliance Officer in enger Zusammenarbeit mit der Konzernrevision, der Rechtsabteilung sowie anderen Fachabteilungen und – falls erforderlich – externen Experten untersucht und an den Vorstand berichtet.

Weiterentwicklungen im Geschäftsjahr im Geschäftsjahr eschäftsjahr 2014/15

Entsprechend dem Anspruch der Zumtobel Group, das Corporate Governance System hinsichtlich Wirksamkeit und Effizienz laufend an sich ändernde Anforderungen und Rahmenbedingungen anzupassen, wurden auch im Geschäftsjahr 2014/15 entsprechende Maßnahmen durchgeführt. Ein wesentliches Element war die Überarbeitung der konzernweiten Vision, Mission und Werte.

Ein weiterer Schwerpunkt bestand in dem Aufbau einer eigenständigen Compliance-Abteilung als Ergebnis der externen Evaluierung des Compliance-Management-Systems (CMS) im vergangenen Geschäftsjahr. Seit Juli 2014 erfolgt die Konzeption und der schrittweise Auf- und Ausbau des CMS durch die Abteilung Corporate Integrity unter Leitung des Chief Ethics & Compliance Officers. Als wesentliche Tätigkeitsfelder von Corporate Integrity wurden präventive Antikorruptionsmaßnahmen, z. B. durch in die SAP-Prozesse integrierte Prüf- und Genehmigungsroutinen, Anti-Fraud-Management, Insider Compliance gem. Emittenten-Compliance-Verordnung (ECV), Datenschutz sowie die Überprüfung der Einhaltung des Österreichischen Corporate Governance Kodex (ÖCGK) definiert. Ein Ausbildungs- und Schulungsprogramm zum Verhaltenskodex, Insider-Compliance, Korruptions- und Betrugsprävention, Datenschutz sowie weiteren zentralen Aspekten des Compliance-Managements befindet sich im Aufbau. Darüber hinaus wird von Corporate Integrity ein zentrales Management der Konzernrichtlinien (Corporate Policies) aufgebaut, welches der regelmäßigen Überprüfung, Anpassung, Harmonisierung und Kommunikation der einzelnen Konzernrichtlinien dient.

Weiterhin besteht eine eng abgestimmte Zusammenarbeit zwischen Corporate Integrity und der Rechtsabteilung, der Konzernrevision, dem Risikomanagement, der Personalabteilung sowie der IT. Der Chief Ethics & Compliance Officer berichtet regelmäßig in den Vorstandssitzungen über aktuelle Compliance-Themen sowie Planung und Fortschritt beim Auf- und Ausbau des CMS. Er trifft sich mindestens zweimal jährlich zu Vier-Augen-Gesprächen mit dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses und berichtet ebenfalls

Informationen zur Corporate Governance auch unter www.zumtobelgroup.com zweimal jährlich an den Prüfungsausschuss über Status und wesentliche Entwicklungen im Bereich Compliance.

Im Intranet-Informationsportal zur Fraud-Awareness wurden unter anderem mehrere Warnmeldungen zu externen Betrugsversuchen wie z. B. Phishing-Angriffen mittels Telefon oder E-Mail verbreitet, um das Bewusstsein der Mitarbeiter zu schärfen. Der jährliche fragebogenbasierte Fraud-Awareness-Check wurde von Corporate Integrity vollständig überarbeitet, um Fragen zu wesentlichen Ethics & Compliance-Themen ergänzt und mit einem wesentlich erweiterten Teilnehmerkreis durchgeführt.

Die Bestellung des Chief Ethics & Compliance Officers ist ein deutlicher Beleg für den großen Stellenwert, welchen die Zumtobel Group den Themen Corporate Governance, Ethics & Compliance beimisst.

3.2 Der Österreichische Corporate Governance Kodex

Der Österreichische Corporate Governance Kodex wird vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance herausgegeben und stellt ein über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehendes Regelwerk für die verantwortungsvolle Führung und Leitung von Unternehmen gemäß internationalen Standards dar. Der Kodex wurde im Jahr 2002 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und seither mehrfach überarbeitet, zuletzt im Januar 2015, um neuen Bestimmungen des Aktiengesetzes sowie des Unternehmensgesetzbuchs zu entsprechen, insbesondere in Bezug auf die Qualität der Berichterstattung über die Unternehmensführung ("Comply or Explain") sowie auf die AFRAC-Stellungnahme zur Aufstellung und Prüfung eines Corporate Governance Berichts gemäß § 243 UGB. Der aktuelle Corporate Governance Bericht basiert auf dem Kodex in der Fassung vom Juli 2012, zudem sind die Hauptinhalte der Revision 2015 bereits berücksichtigt. Die aktuellste Version des Kodex kann auf der Website des Arbeitskreises abgerufen werden (www.corporate-governance.at).

Die Zumtobel Group AG erklärt ihre freiwillige Selbstverpflichtung auf den Österreichischen Corporate Governance Kodex. Mit diesem Bekenntnis soll ein möglichst hohes Maß an Transparenz erreicht und das Vertrauen der Investoren in das Unternehmen gestärkt werden. Die Zumtobel Group sieht die aktive Umsetzung des Kodex als wesentliche Verpflichtung im Sinne einer auf nachhaltige und langfristige Wertsteigerung ausgerichteten Leitung der Unternehmensgruppe und strebt die bestmögliche Anwendung der Regeln an. Durch die freiwillige Selbstverpflichtung bekommt der Kodex Geltung und damit ist die Nichteinhaltung von C-Regeln (Comply or Explain) zu begründen.

Wie schon in den Jahren zuvor wurde der Kodex auch im Geschäftsjahr 2014/15 von der Zumtobel Group AG nahezu lückenlos eingehalten. Bei drei C-Regeln der insgesamt 83 Regeln des Kodex besteht eine teilweise abweichende Umsetzung. Diese Abweichungen werden nachfolgend erläutert.

3.2.1 Comply or Explain

Folgende C-Regeln des Kodex wurden bzw. werden derzeit nicht bzw. nur teilweise eingehalten:

  • Regel 30 Regel 30: Informationen über den Versicherungsschutz im Allgemeinen und über D&O-Versicherungen im Besonderen werden von der Zumtobel Group als vertrauliche Unternehmensdaten betrachtet, deren Veröffentlichung geeignet ist, dem Unternehmen Schaden zuzufügen. Die Zumtobel Group sieht daher von einer Veröffentlichung ab.
  • Regel 43: Regel 43: Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten entspricht dem Vergütungsausschuss gemäß Regel 43. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel, ist allerdings nicht Vorsitzender dieses Ausschusses, sondern stellvertretender Vorsitzender.

Regel 83: Die externe Evaluierung der Funktionsfäh Regel 83: igkeit des Risikomanagements durch den Wirtschaftsprüfer erfolgt im Zweijahresrhythmus. Die Beurteilung wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr durchgeführt.

3.2.2 Sonstige Berichtspflichten

3.2.2.1 Offenlegung der Honorare des Wirtschaftsprüfers

Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft wurde von der Hauptversammlung am 25. Juli 2014 zum Konzern- und Einzelabschlussprüfer der Zumtobel Group AG bestellt. Darüber hinaus ist die KPMG mit ihren Partnerbüros auch in der Steuer- und Finanzberatung für die Zumtobel Group tätig.

Im Geschäftsjahr 2014/15 sind in der Zumtobel Group AG folgende Leistungen von der KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft erbracht bzw. vereinbart worden:

In TEUR 2014/15 2013/14
Gesamthonorar
Gesamthonorar
283 192
davon Prüfung 198 180
davon sonstige Honorare 85 12

Das sonstige Honorar steht im Zusammenhang mit prüfungsnahen Beratungsleistungen, der Evaluierung des Risikomanagements als auch der Prüfung der Zumtobel Group durch die Österreichische Prüfstelle für Rechnungslegung. Das gesamte mit Gesellschaften des KPMG-Netzwerks für Prüfungsleistungen in der Zumtobel Group vereinbarte Honorarvolumen beläuft sich unter Berücksichtigung der verrechenbaren Kosten auf TEUR 1.482 (Vorjahr TEUR 1.556).

3.2.2.2 Maßnahmen zur Förderung von Frauen im Unternehmen

In der Zumtobel Group gibt es seit dem Jahr 2004 einen Verhaltenskodex, der auch in seiner aktuellen Fassung festlegt, dass keine Art der Diskriminierung im Unternehmen geduldet wird. Erfahrung, Qualifikation und Leistung bilden im Unternehmen die Basis der Personalentscheidungen für alle Unternehmensbereiche und Managementebenen. Als "Equal Opportunity Employer" ermöglicht die Zumtobel Group etwa durch flexible Arbeitszeitmodelle oder das Arbeiten aus dem Homeoffice berufstätigen Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Für viele leitende Positionen im Unternehmen ist eine technische Ausbildung Voraussetzung. Die Zumtobel Group erhält für solche Positionen wenige Bewerbungen von Frauen, was die generelle Situation am Arbeitsmarkt in Bezug auf technische Berufe widerspiegelt. Um dem entgegenzuwirken, fördert das Unternehmen, z. B. in der firmeninternen Lehrlingsausbildung, die Ausbildung von Frauen in technischen Berufen.

Zum Geschäftsjahresende lag der Anteil der Arbeitnehmerinnen in der Zumtobel Group bei ca. 34% (Vorjahr 35%). Der Anteil von Frauen in Führungspositionen betrug zum 30. April 2015 13,3% (Vorjahr 11,2%), im Aufsichtsrat waren, wie im Vorjahr, keine weiblichen Delegierten bestellt. Die Zumtobel Group ist bemüht, den Anteil von Frauen in leitenden Positionen zu erhöhen. Es ist deshalb besonders erfreulich, dass zum 1. Mai 2014 die Position des Finanzvorstands mit Frau Karin Sonnenmoser, einer sehr erfahrenen Finanzmanagerin, besetzt werden konnte. Der Frauenanteil im Vorstand beträgt somit 50% (Vorjahr 0%).

3.3 Risikomanagement und Internes Kontrollsystem

In der Zumtobel Group orientieren sich sowohl das Risikomanagementsystem als auch das Interne Kontrollsystem sehr eng an den international etablierten Standard-Rahmenwerken des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO). Dementsprechend ergänzen und beeinflussen sich Risikomanagementsystem und Internes Kontrollsystem in der bei der Zumtobel Group gelebten Praxis gegenseitig.

Das Risikomanagement wird als eigenständiger, strategisch ausgerichteter Prozess verstanden, der sich dem Umgang mit Risiken und Chancen widmet. Je mehr sich das Risikomanagement mit den globalen Unternehmensrisiken beschäftigt, desto mehr ist es als eigenständiger Prozess erkennbar. Je mehr es sich mit den Risiken einzelner Unternehmensprozesse beschäftigt, desto mehr verschmilzt es mit dem Internen Kontrollsystem.

Gemäß § 243a Absatz 2 UGB sowie den Regeln 69 und 70 sind die wesentlichen Merkmale des Internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess im Lagebericht zu beschreiben. Die entsprechenden Informationen befinden sich im Konzernlagebericht in den Kapiteln 1.13 (Internes Kontrollsystem) und 1.14 (Risikomanagement).

Interne Revision

Die Konzernrevision der Zumtobel Group AG (Corporate Internal Audit) ist als Stabsfunktion des Vorstands eingerichtet und berichtet an den Gesamtvorstand. Gemäß Regel 18 berichtet der Leiter der Konzernrevision dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Audit-Planung und wesentliche Ergebnisse der Prüfungstätigkeit.

Gemäß der in diesem Geschäftsjahr vom Vorstand verabschiedeten Geschäftsordnung der Konzernrevision (Internal Audit Charter) ist die Konzernrevision eine unabhängige und objektive Prüfungs- und Beratungsaktivität, welche von der Grundphilosophie geleitet wird, Mehrwerte zu schaffen und die Geschäftsprozesse der Zumtobel Group zu verbessern. Sie unterstützt die Zumtobel Group bei der Erreichung ihrer Zielsetzungen, indem sie mit einem systematischen und zielgerichteten Ansatz die Effektivität des Risikomanagements, der Kontrollen und der Führungs- und Überwachungsprozesse bewertet und diese verbessern hilft.

Die Prüfungsprojekte der Konzernrevision finden im Rahmen der vom Vorstand genehmigten und mit dem Prüfungsausschuss abgestimmten risikoorientierten Jahresprüfungsplanung statt.

Ein zusätzliches Betätigungsfeld der Konzernrevision sind vom Vorstand beauftragte Ad-hoc-Audits. Diese fokussieren sich auf aktuelle Risiken und auf Prüfungen abseits von Prozessen, beispielsweise von Projekten und sonstigen Einmalaktivitäten.

Die Konzernrevision arbeitet in Übereinstimmung mit den internationalen Standards für die berufliche Praxis der Internen Revision (International Professional Practices Framework) und lässt ihr internes Programm zur Qualitätssicherung und -verbesserung (Quality Assessment and Improvement Program) gemäß den besagten Berufsstandards regelmäßig mindestens alle 5 Jahre einer externen Qualitätsbeurteilung unterziehen. Das letzte externe Quality Assessment fand im Juni 2011 statt.

3.4 Die Organe und Gremien der Zumtobel Group AG

Entsprechend der österreichischen Gesetzeslage beruht die Organisation der Zumtobel Group AG auf den drei unabhängigen Organen Hauptversammlung, Aufsichtsrat und Vorstand. Der Vorstand ist für die Führung des Unternehmens verantwortlich. Der Aufsichtsrat, ein vom operativen Management völlig getrenntes und von der Hauptversammlung gewähltes Organ, nimmt die Kontrollfunktion wahr. Vorstand und Aufsichtsrat sind nach dem Prinzip der strikten personellen Trennung organisiert, eine gleichzeitige Mitgliedschaft in beiden Organen ist nicht zulässig. Die Zusammenarbeit zwischen den drei Organen wird in der Satzung sowie in den Geschäftsordnungen für den Vorstand und den Aufsichtsrat geregelt. Die Satzung ist auf der Website der Zumtobel Group (www.zumtobelgroup.com) veröffentlicht.

3.4.1 Die Aktionäre und die Hauptversammlung

Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Die Aktien der Zumtobel Group AG sind nach dem Prinzip "one share – one vote" ausgestaltet.

Die Hauptversammlung wird mindestens 28 Tage vor dem Versammlungstermin einberufen und wird am Sitz der Gesellschaft oder in Wien oder in einer anderen österreichischen Landeshauptstadt abgehalten. Die vom österreichischen Aktiengesetz vorgeschriebenen Informationen sind spätestens ab dem 21. Tag vor der Hauptversammlung auf der im Firmenbuch eingetragenen Internetseite der Gesellschaft verfügbar.

Die Aktien der Zumtobel Group AG sind reine Inhaberaktien. Angaben über die Aktionärsstruktur sind daher nur dann möglich, wenn die Aktionäre ihre Aktien für die Hauptversammlung hinterlegen oder die Zumtobel Group AG von sich aus über ihren Aktienanteil informieren. Die verfügbaren Angaben über die Aktionärsstruktur sind im Konzernlagebericht in Kapitel 1.3 (Die Zumtobel Group Aktie) erläutert.

Die Zumtobel Group legt höchsten Wert auf eine umfassende, zeitnahe Informationspolitik unter besonderer Berücksichtigung der Gleichbehandlung aller Aktionäre. Dazu wird über die gesetzlichen Anforderungen hinaus (u.a. Jahresfinanzbericht, Quartalsberichte, Ad-hoc-Meldungen) regelmäßig mit Pressemitteilungen, Telefonkonferenzen und auf Investorenveranstaltungen über aktuelle Entwicklungen im Unternehmen informiert. Alle Berichte und Meldungen sowie die wesentlichen Präsentationen werden unter www.zumtobelgroup.com veröffentlicht. Unter dem Punkt "Investor Relations" werden auf der Website ein detaillierter Finanzkalender sowie sonstige Aktieninformationen publiziert.

3.4.2 Der Vorstand

Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat bestellt. Die Vorstände dürfen Nebentätigkeiten nur nach vorheriger Zustimmung des Aufsichtsrats ausüben.

Dienstzeit
Name Funktion erstmalig bestellt bestellt bis bis dato
Dr. Ulrich Schumacher CEO (Chief Executive Officer) 01.10.2013 30.04.2017 2 Jahre
Dipl.-Kff. Karin Sonnenmoser CFO (Chief Financial Officer) 01.05.2014 30.04.2017 1 Jahr
Dipl.-Wirtsch.-Ing. Martin Brandt COO (Chief Operating Officer) 01.09.2009 31.07.2014 5 Jahre

Dr. Ulrich Schumacher Schumacher–CEO

Ulrich Schumacher wurde per 1. Oktober 2013 zum neuen CEO und interimistisch, bis zum Eintritt von Karin Sonnenmoser, auch zum CFO der Zumtobel Group AG bestellt. Sein Mandat läuft bis zum 30. April 2017. Dr. Ulrich Schumacher, 1958 in Bergisch Gladbach (Deutschland) geboren, studierte Elektrotechnik und Betriebswirtschaft. 1986 trat er in den Siemens-Konzern ein, ab 1996 verantwortete er den Bereich Halbleiter. 1998 wurde er in den Zentral-Vorstand der Siemens AG berufen. 2000 führte er den ausgegliederten und in Infineon Technologies AG umbenannten Bereich an die Börse. Nach seinem Ausscheiden im Jahr 2004 – Infineon war mittlerweile der viertgrößte Halbleiter-Produzent der Welt – wurde er Partner eines amerikanischen Private Equity-Unternehmens im Technologiebereich, Francisco Partners, und betreute dort unter anderem die Entstehung von Numonyx, einem Joint Venture zwischen Intel und STMicroelectronics mit einem Umsatz von 3 Mrd. US\$. Von 2007 bis 2011 war Ulrich Schumacher CEO der Grace Semiconductor Manufacturing Corporation, einer zum Teil staatlichen chinesischen Unternehmung mit Sitz in Schanghai, welche er erfolgreich sanierte. Seit 2011 hält er einige Aufsichtsratsmandate und berät Technologieunternehmen.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: Mitglied des Aufsichtsrats von ASM International N.V., Almere (Niederlande) seit Mai 2008, Vorsitzender des Aufsichtsrats von PACT XPP Technologies AG, München (Deutschland) seit 31. August 2012.

Dipl.-Kff. Karin Sonnenmoser Sonnenmoser Sonnenmoser–CFO

Seit 1. Mai 2014 ist Karin Sonnenmoser Finanzvorstand der Zumtobel Group AG. Sie ist auf drei Jahre bis 30. April 2017 bestellt. Karin Sonnenmoser studierte Betriebswirtschaft an der Universität Augsburg (Deutschland) und erlangte noch während ihres Studiums einen Master of Business Administration von der University of Dayton in Ohio (USA). Sie begann ihre berufliche Laufbahn 1995 im Trainee-Programm der Volkswagen AG. Ab 1996 bekleidete sie zahlreiche Positionen im Finanzwesen der Volkswagen Gruppe, beginnend mit einer Position im Rechnungswesen der spanischen Tochter Seat in Barcelona. Später übernahm Karin Sonnenmoser verschiedene Funktionen im Controlling und Rechnungswesen bei der Marke Volkswagen Pkw. Von 2002 bis 2006 leitete sie das Generalsekretariat der Markengruppe Volkswagen und war in dieser Position auch Generalsekretär des Vorstandsvorsitzenden der Volkswagen AG in Wolfsburg. Von 2007 bis 2010 war sie zuerst als kaufmännische Geschäftsführerin und dann als Vorsitzende der Geschäftsführung der AutoVision GmbH tätig. Ab 2010 zeichnete sie als Geschäftsführerin Controlling und Finanzen der Volkswagen Sachsen GmbH und als kaufmännische Geschäftsführerin der Volkswagen Bildungsinstitut GmbH in Zwickau verantwortlich. 2011 übernahm sie zusätzlich die Geschäftsführung Finanzen und Controlling der Gläsernen Manufaktur in Dresden und trug damit Mitverantwortung für einen Umsatz von 5,5 Mrd EUR sowie 9.600 Mitarbeiter an vier Standorten.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: Mitglied des Aufsichtsrats (Vorsitzende des Prüfungsausschusses) bei der Vivantes – Netzwerk für Gesundheit GmbH, Berlin (Deutschland) seit 25. Februar 2014.

Dipl.-Wirtsch. Wirtsch.Wirtsch.-Ing. Martin Brandt Brandt–COO(bis 31. Juli 2014) (bis 31. 2014)

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Martin Brandt hat im Juli 2014 seinen Rücktritt eingereicht und ist zum 31. Juli 2014 aus der Zumtobel Group AG ausgeschieden. Er war seit 1. September 2009 Mitglied des Vorstands und Chief Operating Officer (COO) der Zumtobel Group.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Group (zum 31. Juli 2014): keine.

Aufgabenverteilung des Vorstands

Der Vorstand steuert und verantwortet die Geschäftstätigkeit der Zumtobel Group gemeinschaftlich als ein Organ und die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam die Verantwortung für den Erfolg und die langfristige Ausrichtung des Konzerns. Um die tägliche Arbeit zu erleichtern, wurden Themenschwerpunkte definiert, bei denen einzelne Mitglieder des Vorstands als Ansprechpartner fungieren. Diese Themenschwerpunkte sind gruppenübergreifend und entsprechen nicht notwendigerweise der disziplinarischen Führung.

Die Aufteilung der Themen stellt sich wie folgt dar:

Ulrich Schumacher
Ulrich Schumacher
CEO
Karin Sonnenmoser
Karin Sonnenmoser
CFO
Operative Bereiche Bereiche - Geschäftsbereiche (OEM & TPP, Thorn,
Tridonic, Zumtobel)
- Vertrieb
- Einkauf
Zentralb Zentralbereiche ereicheereiche - Strategie
- Unternehmenszusammenschlüsse und
Akquisitionen
- Geschäftsprozesse
- Kommunikation
- Personal
- Investor Relations
- Werke (inkl. Logistik)
- Treasury
- Controlling
- Rechnungswesen und Steuern (inkl. Zoll)
- Einhaltung von Konzernrichtlinien
(Compliance)
- Interne Revision
- Recht
- IT
- Technologie - Risikomanagement und Versicherungen

Zur übergreifenden Steuerung und Kontrolle des Konzerns dient die Vorstandssitzung, die in der Regel mindestens einmal monatlich stattfindet und über die Protokoll geführt wird. Daneben unterrichten sich die Mitglieder des Vorstands gegenseitig laufend über wichtige Maßnahmen und Vorgänge in ihren Vorstandsbereichen sowie die jeweiligen Beurteilungen der an einzelne Vorstandsmitglieder berichtenden Führungskräfte.

Für die Beziehungen zwischen den Vorstandsmitgliedern und dem Unternehmen ist der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten des Aufsichtsrats zuständig, der auch als Vergütungsausschuss im Sinne von Regel 43 und als Nominierungsausschuss im Sinne von Regel 41 fungiert. Für Nachbesetzungen im Vorstand wurden vom Aufsichtsrat gemäß Regel 38 ein Anforderungsprofil und ein Besetzungsverfahren definiert.

3.4.3 Der Aufsichtsrat

Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden von der Hauptversammlung bestellt. Die Arbeitnehmervertreter sind gemäß österreichischem Aktiengesetz berechtigt, für je zwei von der Hauptversammlung gewählte Mitglieder ein Mitglied aus ihren Reihen zu entsenden.

erstmalig bestellt bestellt bis Dienstzeit
Name Funktion bzw. entsendet bis dato
Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel Vorsitzender 2003 2015 12 Jahre
Dipl.-Kfm. Hero Brahms 1. Stv. Vorsitzender 2008 2015 7 Jahre
Dr. Johannes Burtscher 2. Stv. Vorsitzender 2010 2015 5 Jahre
Dipl.-Ing. Fritz Zumtobel Mitglied 1996 2015 19 Jahre
Dr. Stephan Hutter Mitglied 2010 2015 5 Jahre
Dipl.-Phys. Hans-Peter Metzler Mitglied 2010 2015 5 Jahre
Mario Wintschnig Delegierter des Betriebsrats 2007 8 Jahre
Richard Apnar Delegierter des Betriebsrats 2012 3 Jahre
Erich Zucalli Delegierter des Betriebsrats 2012 3 Jahre

Der Aufsichtsrat hat die Unabhängigkeitskriterien nach Regel 53 in seiner Sitzung vom 29. September 2006 erstmalig festgelegt und in seiner Sitzung vom 26. Juni 2009 eine geänderte Fassung beschlossen, welche sich noch enger an den Leitlinien des Österreichischen Corporate Governance Kodex orientiert. Diese seit 2009 geltenden Kriterien wurden vom Aufsichtsrat der Zumtobel Group AG in seiner Sitzung am 25. Juni 2013 aktualisiert, wobei es sich dabei um eine formelle, aber nicht materielle Anpassung handelt. Gemäß diesen Kriterien ist ein Aufsichtsratsmitglied als unabhängig anzusehen, wenn es nicht in einer geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Zumtobel Group oder zum Vorstand der Zumtobel Group AG steht. Solche Beziehungen sind unter anderem wesentliche Kunden-Lieferanten-Beziehungen oder enge verwandtschaftliche Beziehungen. Die vollständigen Unabhängigkeitskriterien sind auf der Website der Zumtobel Group publiziert (www.zumtobelgroup.com).

Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben erklärt, unabhängig im Sinne dieser Kriterien zu sein. Damit werden die Regeln 39 und 53 vollumfänglich eingehalten. Die derzeitigen Aufsichtsratsmitglieder Hero Brahms, Stephan Hutter, Hans-Peter Metzler und Johannes Burtscher sind sowohl unabhängig als auch keine Anteilseigner oder Vertreter von Anteilseignern mit einer Beteiligung von mehr als 10%, womit auch Regel 54 vollumfänglich eingehalten wird.

Zwischen den Aufsichtsräten und der Zumtobel Group gibt es keine Verträge, die gemäß Regel 48 und 49 zustimmungspflichtig oder offenzulegen sind.

Bekleiden Mitglieder des Aufsichtsrats zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Group, so werden diese gemäß Regel 56 und 57 sowohl auf der Website der Zumtobel Group (www.zumtobelgroup.com) als auch in diesem Corporate Governance Bericht veröffentlicht.

3.4.3.1 Der Aufsichtsrat | Ausschüsse

Der Aufsichtsrat der Zumtobel Group AG hat folgende Ausschüsse gebildet:

Prüfungsausschuss (Audit Committee)

Mitglieder: Dr. Johannes Burtscher (Vorsitzender und Finanzexperte), Dipl.-Kfm. Hero Brahms (stellvertretender Vorsitzender und Finanzexperte), Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel und Mario Wintschnig.

Aufgaben: Der Prüfungsausschuss ist zuständig für die Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses sowie des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Vorschlags für die Gewinnverwendung. Der Prüfungsausschuss unterbreitet einen Vorschlag für die Wahl des Abschlussprüfers zur Beschlussfassung durch die Hauptversammlung. Der Abschlussprüfer wird anschließend durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats beauftragt. Außerdem ist der Prüfungsausschuss zuständig für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Tätigkeit des Abschlussprüfers sowie des Internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und der Internen Revision. Diesen Aufgaben ist der Prüfungsausschuss im Geschäftsjahr 2014/15 umfassend nachgekommen. Unter anderem lässt sich der Prüfungsausschuss in jeder Sitzung von den für die genannten Systeme und Prozesse verantwortlichen Führungskräften persönlich über den aktuellen Status berichten. Ergänzend trifft sich der Vorsitzende des Prüfungsausschusses zweimal jährlich zu einem Vier-Augen-Gespräch mit dem Leiter Corporate Internal Audit.

Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten Vorstandsangelegenheiten

Mitglieder: Dr. Stephan Hutter (Vorsitzender), Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel (stellvertretender Vorsitzender), Dipl.- Kfm. Hero Brahms.

Aufgaben: Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten ist verantwortlich für die Beziehungen zwischen dem Unternehmen und den Vorstandsmitgliedern und entspricht dem Vergütungsausschuss gemäß Regel 43. Er nimmt außerdem die Aufgaben des Nominierungsausschusses gemäß Regel 41 wahr. Als solcher hat er unter anderem das Anforderungsprofil und das Besetzungsverfahren für den Vorstand gemäß Regel 38 ausgearbeitet und beschlossen.

3.4.3.2 Der Aufsichtsrat | Aktionärsvertreter

Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel Ing. Zumtobel

Seit 1. September 2003 ist Jürg Zumtobel Vorsitzender des Aufsichtsrats der Zumtobel Group AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2014/15. Im Jahr 1936 in Frauenfeld (Schweiz) geboren, trat Jürg Zumtobel im Jahr 1963 in die Zumtobel Group ein und übte verschiedene Funktionen in Produktionsplanung und -steuerung, Produktion und Vertrieb aus. Von 1991 bis 2003 war er CEO und Vorsitzender des Vorstands der Zumtobel Group AG.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: Mitglied des Aufsichtsrats der Vorarlberger Kulturhäuser Betriebsgesellschaft mbH, Bregenz (Österreich).

Dipl.-Kfm. Hero Brahms Hero Brahms

Seit 29. Juli 2008 ist Herr Brahms Mitglied und seit 23. Juli 2010 erster Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden der Zumtobel Group AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2014/15. Herr Brahms wurde 1941 in Münster/Westfalen (Deutschland) geboren. Seine berufliche Laufbahn umfasst Positionen wie Mitglied des Vorstands der Hoesch AG in Dortmund, Deutschland (1982 bis 1991), Vizepräsident der Treuhandanstalt Berlin, Deutschland (1991 bis 1994), Vorstandsmitglied und CFO der Kaufhof AG in Köln, Deutschland (1994 bis 1996) und Vorstandsmitglied und CFO der Linde AG in Wiesbaden, Deutschland (1996 bis 2004).

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: Mitglied des Aufsichtsrats der Deutsche Post AG, Bonn (Deutschland) (bis 26. Mai 2014), stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Georgsmarienhütte Holding GmbH, Georgsmarienhütte (Deutschland), stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Krauss-Maffei-Wegmann GmbH & Co. KG, München (Deutschland).

Dipl.-Phys. Hans Phys. Hans-Peter Metzler Peter Metzler

Seit 23. Juli 2010 ist Herr Hans-Peter Metzler Mitglied des Aufsichtsrats der Zumtobel Group AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2014/15. Herr Metzler wurde 1959 in Bregenz (Österreich) geboren. Nach seinem Universitätsabschluss in Mathematik und Theoretischer Physik begann seine berufliche Laufbahn 1984 mit dem Eintritt in die Siemens AG, Zentralbereich Forschung, München. Es folgten 1992 die Position des Geschäftsführers und Leiters Forschung & Entwicklung Siemens Components, Asia Pacific und 1996 des General Managers Mikrocontroller-Geschäft der Siemens AG, München. 1997 gründete Herr Metzler NewLogic Technologies. Im Jahr 2000 folgte die Gründung von Photeon Technologies und 2008 die Gründung von Interclick.

Zusätzliche Funktionen und Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: Verwaltungsratsvorsitzender der CCS Group Holding AG, Lyss (Schweiz), Mitglied des Aufsichtsrats der Aquin & Cie GmbH, München (Deutschland), Mitglied des Aufsichtsrats der Dornbirner Sparkasse Bank AG, Dornbirn (Österreich), Mitglied des Verwaltungsrates der Dacuda AG, Zürich (Schweiz), Präsident der Bregenzer Festspiele Privatstiftung, Bregenz (Österreich), Vorstandsmitglied der Eugen Russ Privatstiftung, Bregenz (Österreich).

Dr. Johannes Burtscher Johannes Burtscher

Seit 23. Juli 2010 ist Herr Johannes Burtscher Mitglied des Aufsichtsrats und zweiter Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden der Zumtobel Group AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2014/2015. Dr. Burtscher wurde 1969 in Egg (Österreich) geboren und ist Lizenziat und Doktor der Wirtschaftswissenschaften der Universität St. Gallen (HSG). Von 1996 bis 2007 war Herr Burtscher in verschiedenen Positionen in der Zumtobel Group tätig, zuerst als Assistent von Jürg Zumtobel im Konzernstab für Strategie und Organisation. Im Anschluss daran übernahm er das Konzerncontrolling der Group. Mit der Akquisition von Thorn Lighting wurde Herr Burtscher zum CFO der britischen Tochtergesellschaft in London bestellt. Danach leitete Herr Burtscher von Hongkong aus das Leuchtengeschäft in Asien. Von 2007 bis 2011 war Herr Burtscher CFO der in München ansässigen Rodenstock Gruppe und seit Juli 2012 ist er CFO von Novem, einem Zulieferer der Automobilindustrie.

Zusätzliche Funktionen und Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: keine.

Dr. Stephan Hutter

Seit 23. Juli 2010 ist Herr Stephan Hutter Mitglied des Aufsichtsrats der Zumtobel Group AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2014/15. Herr Hutter wurde 1961 in Dornbirn (Österreich) geboren. Er ist seit 2012 Partner der Kanzlei Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom LLP in Frankfurt am Main. Herr Hutter berät vorwiegend auf dem Gebiet des internationalen Kapitalmarktrechts sowie bei grenzüberschreitenden Unternehmensakquisitionen und Bankfinanzierungen. Stephan Hutter begann seine anwaltliche Tätigkeit bei Shearman & Sterling in New York im Jahre 1986 und ist seit 1987 in New York als Anwalt zugelassen. Von 2008 bis 2012 war Herr Hutter Managing Partner der europäischen und asiatischen Kapitalmarktrechtspraxis von Shearman & Sterling.

Zusätzliche Funktionen und Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: Mitglied des Aufsichtsrats der Zürcher Kantonalbank Österreich AG, Salzburg (Österreich), Mitglied im Vorstand des Städelschen Museumsvereins, Frankfurt (Deutschland), Honorarkonsul der Republik Österreich in Hessen und Rheinland-Pfalz (Deutschland), Mitglied im Kuratorium der Kronberg Academy (Deutschland).

Dipl.-Ing. Fritz Zumtobel Ing. Zumtobel

Seit 1996 gehört Fritz Zumtobel dem Aufsichtsrat der Zumtobel Group AG an. Bis 1. September 2003 war er Vorsitzender, vom 1. September 2003 bis zum 7. April 2006 Stellvertreter des Vorsitzenden und ist seither Mitglied. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2014/15. Fritz Zumtobel wurde 1939 in Frauenfeld (Schweiz) geboren. Er trat 1965 in die Zumtobel Group ein und bekleidete verschiedene Positionen, hauptsächlich im technischen Bereich. Von 1974 bis 1996 war er Mitglied des Vorstands der Zumtobel Group AG.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: Mitglied des Stiftungsvorstands der Aurelio Privatstiftung.

3.4.3.3 Der Aufsichtsrat | Delegierte des Betriebsrats

Mario Wintschnig Wintschnig

Seit Januar 2007 ist Herr Wintschnig (akad. gepr. Betr. oec) als vom Betriebsrat der Angestellten entsandtes Mitglied Angehöriger des Aufsichtsrats der Zumtobel Group AG. Herr Wintschnig ist im Jahr 1961 in Dornbirn (Österreich) geboren und trat im Jahr 1981 in die Zumtobel Group ein. Er war bis April 2014 Pricing Manager in der Zumtobel Lighting GmbH und ist seit dem 1. Mai 2014 Head of Health & Age der Zumtobel Group. Von Januar 2007 bis April 2014 war er der Vorsitzende und ist seither stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrates der Angestellten von Zumtobel Lighting GmbH, Zumtobel Group AG und der Zumtobel Licht GmbH.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: keine.

Richard Apnar Apnar

Seit Juni 2012 ist Herr Apnar als vom Betriebsrat der Arbeiter entsandtes Mitglied Angehöriger des Aufsichtsrats der Zumtobel Group AG. Er wurde 1974 in Lustenau (Österreich) geboren und begann 1990 die Lehre als Kunststofftechniker bei der Zumtobel Lighting GmbH. Nach der erfolgreichen Abschlussprüfung als Kunststofftechniker im Jahr 1993 arbeitete er bis 2008 als Facharbeiter in der Produktion. Im Jahr 2008 wechselte er in die Supply-Chain-Organisation der Zumtobel Group. Seit

September 2012 ist Herr Apnar der Vorsitzende des Betriebsrates der Arbeiter der Zumtobel Lighting GmbH.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: keine.

Erich Zucalli Erich Zucalli

Seit November 2012 ist Herr Zucalli als Delegierter des Zentralbetriebsrates der Tridonic Mitglied des Aufsichtsrats der Zumtobel Group AG. Geboren im Jahr 1954 in Hohenems (Österreich), trat Herr Zucalli 1970 die Lehre als Betriebselektriker in der Zumtobel Group an. Nach verschiedenen Funktionen wurde er 1991 zum Betriebsratsvorsitzenden der Angestellten der Tridonic GmbH gewählt.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Group: keine.

3.5 Vergütungsbericht

3.5.1 Vorstandsvergütung

Das Vergütungssystem für den Vorstand und das obere Management der Zumtobel Group AG ist darauf ausgerichtet, dass die Vergütung leistungsgerecht ausfällt. Dazu gehört, dass überdurchschnittliche Leistung einen positiven und unterdurchschnittliche Leistung einen negativen Effekt auf die Höhe der Vergütung des Vorstandes hat. Zudem legt das Vergütungssystem einen Fokus auf nachhaltiges, langfristig orientiertes Handeln.

Die Gesamtvergütung jedes Vorstandsmitglieds besteht aus einem fixen und einem variablen Anteil. Das fixe Basisgehalt orientiert sich am Verantwortungsbereich des Vorstands und wird, wie in Österreich üblich, in 14 Monatsgehältern im Nachhinein ausbezahlt.

Für jedes Vorstandsmitglied wird vor dem Geschäftsjahr eine variable Zielvergütung festgelegt. Bei Zielerreichung als Ergebnis der Performance Evaluation wird diese Zielvergütung zugeteilt. Bei Über- oder Untererreichung des Ziels wird die variable Vergütung im Vergabejahr nach oben oder unten angepasst. Die Höchstgrenze der variablen Vergütung liegt im Geschäftsjahr 2014/15 bei 200% der variablen Zielvergütung. Diese Höchstgrenze wurde für die Folgejahre gestrichen.

Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand:

Die variable Vergütung setzt sich aus einer kurzfristigen Komponente (Short-Term Incentive; STI) und einer langfristigen Komponente (Long-Term Incentive; LTI) zusammen. Der STI wird zum Zeitpunkt der Zuteilung direkt in Cash ausbezahlt. Die Ausschüttung des LTI in Cash wird auf die fünf folgenden Jahre verteilt1 , wobei der Wert der ausbezahlten Tranche anhand einer Performance Evaluation zum jeweiligen Ausschüttungszeitpunkt bestimmt wird. Durch die Bewertung der LTI-Tranchen wird sichergestellt, dass nicht nur die kurzfristigen Effekte von Managemententscheidungen, sondern eben auch deren langfristige Auswirkungen auf die Unternehmensentwicklung in der Vergütung angemessen berücksichtigt werden.

Bei der Performance Evaluation zum Zeitpunkt der Zuteilung der variablen Vergütung sowie zum Zeitpunkt der Auszahlung der LTI-Tranchen wird die Leistung des Vorstands anhand eines relativen Leistungsindikators gemessen. Der relative Leistungsindikator für das Geschäftsjahr 2014/152 basiert auf dem Total Shareholder Return der Zumtobel Group AG, welcher mit dem Total Shareholder Return einer spezifisch auf den Konzern zugeschnittenen Gruppe von Vergleichsunternehmen (Peer Group) verglichen wird. Die Peer Group ist sowohl geografisch als auch bezüglich Industriesektoren breit abgestützt.

1 Verträge mit Vorstandsmitgliedern, die vor dem 1. Oktober 2013 Gültigkeit erlangten, weisen den LTI auf der Basis von 3-Jahres-Tranchen zu. Verträge mit Vorstandsmitgliedern, die ab dem 1. Oktober 2013 Gültigkeit erlangten, weisen den LTI auf Basis von 5-Jahres-Tranchen zu. 2 Der relative Leistungsindikator für das Geschäftsjahr 2013/14 basierte auf dem operativen Ergebnis der Zumtobel Group AG, welches mit dem operativen Ergebnis von ausgewählten Vergleichsunternehmen (Peer Group) verglichen wurde.

Zusammensetzung der Peer Group3 der Zumtobel Group AG:

Geographische Verteilung
Geographische Verteilung
Anteil Verteilung der Industriesektoren
Verteilung der Industriesektoren
Industriesektoren
Anteil
D/A/CH 41,5% Lighting 53,5%
Nordeuropa 19,9% Construction, same level of supply 23,5%
Benelux & Osteuropa 2,8% Construction, upstream level of supply 16,1%
Südeuropa & Lateinamerika 4,1% Manufacturing and Electrics 6,9%
Asien & Pazifik 9,7%
Mittlerer Osten & Afrika 4,6%
Nordamerika 17,4%

In der Regel wird die variable Vergütung eines Vorstandsmitglieds einzig und alleine über den Zielerreichungsgrad des relativen Leistungsindikators bestimmt. In begründeten Fällen kann die über die Zielerreichung des relativen Leistungsindikators ermittelte variable Vergütung um einen Faktor von bis zu 20% der variablen Zielvergütung nach oben und unten abweichen.

Die Zusammensetzung der Peer Group, die Zielsetzung und der Zielerreichungsgrad des relativen Leistungsindikators sowie ein individueller, im Kontext der Geschäftsentwicklung zu begründender Bonus/Malus von bis zu 20% der variablen Zielvergütung werden jährlich im Compensation Committee (CC) evaluiert und abgenommen. Das Compensation Committee ist das Gremium, das Entscheidungen zum Vergütungssystem trifft. Es setzt sich aus Vertretern des Vorstands, des Aufsichtsrats und der Personalabteilung zusammen. Das Compensation Committee wird von einem unabhängigen Beratungsunternehmen4 unterstützt.

3 Die Peer Group wurde zum Zeitpunkt der Einführung des relativen Leistungsindikators auf Basis des Total Shareholder Returns im Geschäftsjahr 2014/15 umfangreich überarbeitet und angepasst.

4 FehrAdvice & Partners AG

Die Performance Evaluation für das Geschäftsjahr 2014/15 führte zu folgender Vergütung der Vorstandsmitglieder:

Vergütung des Vorstands5 Offenlegung gemäß Regeln 29, 30 und 31:

Gesamt Fix Variabel
Ziel LTI-Auszahlung aus Abfindungs
In TEUR vergütung6 Vergütung7 Grundgehalt STI LTI8 Vorperioden zahlungen9
Gesamtbezüge des
Vorstands
2014/15 3.141 3.845 1.700 528 1.617 421 0
2013/14 2.320 2.164 1.368 181 615 37 4.675
Ulrich Schumacher, CEO
(seit 1. Oktober 2013)
2014/1510 1.500 1.905 750 231 924 143 0
2013/1411 960 960 379 116 465 0 0
Karin Sonnemoser, CFO
(seit 1. Mai 2014)
2014/1512 721 894 400 148 346 103 0
2013/14 0 0 0 0 0 0 0
Martin Brandt, COO
(bis 31. Juli 2014)
2014/1513 920 1.046 550 149 347 175 0
2013/14 920 765 550 64 150 37 0
Harald Sommerer, CEO
(bis 30. September 2013)
2014/15 0 0 0 0 0 0 0
2013/14 273 273 273 0 0 0 3.850
Mathias Dähn, CFO
(bis 30. September 2013)
2014/15 0 0 0 0 0 0 0
2013/14 167 167 167 0 0 0 825

5 Hinweis: Im Sinne von Transparenz und Klarheit sind jene Vergütungen dargestellt, welche im Geschäftsjahr 2014/15 erworben wurden, unabhängig von deren Auszahlungszeitpunkt.

  • 6 Die Zielvergütung umfasst alle Vergütungsbestandteile, die vertraglich festgelegt sind, exklusive vertraglich festgelegte Abfindungszahlungen.
  • 7 Die Vergütung umfasst alle Vergütungsbestandteile, die im Geschäftsjahr erworben wurden, exklusive LTI-Auszahlungen aus Vorperioden und Abfindungszahlungen.
  • 8 Das Verhältnis von LTI zu STI liegt auf Vorstandsebene bei 70:30 respektive 80:20; die Auszahlungsdauer des LTI auf Vorstandsebene umfasst 3 und 5 Jahre.

10 Die Zielvergütung sowie die tatsächliche Vergütung von Dr. Ulrich Schumacher beinhaltete im Geschäftsjahr 2014/15 die vertraglich vereinbarte Kompensation für die Funktionen des CEO sowie eine zusätzliche Kompensation für die Funktion des COO ad interim (1.08.2014 – 30.04.2015). 11 Die Zielvergütung sowie die tatsächliche Vergütung von Dr. Ulrich Schumacher beinhaltete im Geschäftsjahr 2013/14 die vertraglich vereinbarte

Kompensation für die Funktionen des CEO sowie eine zusätzliche Kompensation für die Funktion des CFO ad interim (1.10.2013 – 30.04.2014). 12 Gemäß vertraglicher Vereinbarung wurde ein "Signing Bonus" mit vier unterschiedlichen Tranchen in den LTI zugewiesen. Für das Geschäftsjahr 2014/15 kommt die erste Tranche zur Auszahlung.

13 Gemäß der Auflösungsvereinbarung bezog Herr Brandt bis zum 30. April 2015 weiterhin seine fixen und variablen Vergütungsanteile. Die zugewiesenen LTI-Tranchen verbleiben im Auszahlungsschema bis zum Geschäftsjahr 2017/18.

9 Die Abfindungszahlungen für Dr. Harald Sommerer und Dr. Mathias Dähn im Rahmen der Vertragsauflösung per 30.09.2013.

Auf Wunsch von Herrn Martin Brandt wurden seine organschaftlichen Verpflichtungen als Vorstandsmitglied zum 31. Juli 2014 aufgelöst. Gemäß der Auflösungsvereinbarung bezog Herr Brandt bis zum 30. April 2015 weiterhin seine fixen und variablen Vergütungsanteile. Die zugewiesenen LTI-Tranchen verbleiben im Auszahlungsschema bis zum Geschäftsjahr 2017/18. Auch in Zukunft werden die zugewiesenen LTI-Tranchen im Falle eines Austritts eines Vorstandsmitglieds im regulären Auszahlungsschema über 3 respektive 5 Jahre ausbezahlt. Im Allgemeinen gilt der Beschluss des Compensation Committees, dass jene Verträge mit Vorstandsmitgliedern, die mit oder nach dem 1. Oktober 2013 in Kraft getreten sind bzw. treten werden, bei vorzeitiger bzw. nicht geplanter Beendigung mit bis zu maximal 2 Jahres-Zielgehältern abgefunden werden.

Es gibt keine besondere betriebliche Altersvorsorge für Vorstandsmitglieder. Die Vorstandsverträge enthalten eine Change-of-Control-Klausel. Im Falle einer Übernahme der Gesellschaft durch einen neuen Mehrheitsaktionär steht den Vorstandsmitgliedern das Recht zu, ihr Mandat einseitig zurückzulegen. In diesem Fall erhalten die Vorstandsmitglieder die fixen und die variablen Bezüge bis zum ursprünglich vereinbarten Ablauf des Vertrages, mindestens jedoch für die Dauer von zwölf Monaten.

Darüber hinaus haben die Vorstandsmitglieder keine besonderen Ansprüche oder Anwartschaften im Falle der Beendigung ihrer Funktion.

Auf der Website der Zumtobel Group (www.zumtobelgroup.com) wird laufend über den Kauf und Verkauf eigener Aktien durch die Directors im Sinne des österreichischen Börsengesetzes berichtet. Über die Anforderungen der Regel 73 hinaus bleiben diese Informationen für mindestens sechs Monate auf der Website verfügbar.

3.5.2 Aufsichtsratsvergütung

Gemäß Geschäftsordnung des Aufsichtsrats (letztmalig geändert am 7. April 2006) erhält jedes gewählte Aufsichtsratsmitglied Ersatz für seine baren Auslagen, ein Anwesenheitsgeld für jede Sitzung und eine jährliche Aufsichtsratsvergütung. Die Aufsichtsratsvergütungen und die Anwesenheitsgelder werden von der Hauptversammlung beschlossen und wurden letztmalig in der ordentlichen Hauptversammlung vom 15. Juli 2005 betragsmäßig neu festgelegt. Das Anwesenheitsgeld (Sitzungsgeld) beträgt 3.000 EUR, wobei das Sitzungsgeld auch bei zwei oder mehr Sitzungen am selben Tag nur einmal beansprucht werden kann. Die jährliche Aufsichtsratsvergütung beträgt für den Vorsitzenden und seine Stellvertreter 40.000 EUR, für alle anderen Mitglieder 20.000 EUR. Die Belegschaftsvertreter erhalten keine Aufsichtsratsvergütung, sondern nur das Sitzungsgeld. Die Sitzungsgelder und der Spesenersatz werden unmittelbar nach der betreffenden Sitzung zur Auszahlung gebracht, die Aufsichtsratsvergütungen werden spätestens am Ende jenes Monats ausbezahlt, in welchem die Hauptversammlung über das abgelaufene Geschäftsjahr stattfindet. Gesamtvergütungen des Aufsichtsrats:14

In TEUR 2014/15 2013/14
Gesamtvergütungen des Aufsichtsrats
Gesamtvergütungen des AufsichtsratsAufsichtsrats
313 319
davon Aufsichtsratsvergütungen 180 180
davon Sitzungsgelder 129 135
davon Spesenersatz 4 4

Vergütungen für Aufsichtsratsmitglieder

Offenlegung gemäß Regel 51:
In TEUR 2014/15 2013/14
Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel 55 55
Dipl.-Kfm. Hero Brahms 55 55
Dr. Johannes Burtscher 55 55
Dipl.-Ing. Fritz Zumtobel 35 35
Dr. Stephan Hutter 29 35
Dipl.-Phys. Hans-Peter Metzler 35 35

Dornbirn, am 12. Juni 2015

Der Vorstand

Ulrich Schumacher Karin Sonnenmoser Chief Executive Officer (CEO) Chief Financial Officer (CFO)

14 Hinweis: Im Sinne von Transparenz und Klarheit sind jene Vergütungen dargestellt, welche auf die im jeweiligen Geschäftsjahr stattgefundenen Sitzungen entfallen, unabhängig von deren Auszahlungszeitpunkt.

3.6 Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

das Geschäftsjahr 2014/15 war gekennzeichnet durch die strategische Neuausrichtung der Zumtobel Group. Im Rahmen der Neuausrichtung konnten wir, nach der im Geschäftsjahr 2013/14 erfolgten Bestellung von Dr. Ulrich Schumacher zum CEO des Konzerns, gleich zu Beginn des abgelaufenen Geschäftsjahres die Position des Finanzvorstandes mit Karin Sonnenmoser besetzen. Am 25. Juli 2014 nahmen wir das Demissionierungsgesuch von Martin Brandt, Chief Operating Officer, an, dessen Mandat am 31. Juli 2014 endete. Mit Dr. Ulrich Schumacher und Karin Sonnenmoser steht uns nunmehr ein hervorragendes Vorstandsteam zur Verfügung, dessen bisher eingeleitete Maßnahmen für zukünftiges profitables und dynamisches Wachstum bereits deutlich Früchte tragen.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben wir die uns nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben ordnungsgemäß wahrgenommen, indem wir den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig kontrolliert und die Geschäftsführung der Zumtobel Group AG überwacht haben. Der Vorstand berichtete uns mündlich und schriftlich regelmäßig, zeitnah und umfassend über die allgemeine Geschäftsentwicklung, wesentliche Vorgänge und die Lage der Zumtobel Group AG sowie des gesamten Konzerns. Zu einzelnen Themen wurden Experten in unsere Sitzungen eingeladen, die vertiefende Informationen bereitgestellt haben. Zwischen den abgehaltenen Sitzungen informierte der Vorstand den Aufsichtsrat laufend über wichtige Einzelthemen. Darüber hinaus fanden auch persönliche Gespräche zwischen dem Vorsitzenden des Vorstands und dem Vorsitzenden des Aufsichtsrats statt. Dadurch wurde der Aufsichtsrat in die Lage versetzt, seinen Verpflichtungen vollumfänglich nachzukommen.

Der Aufsichtsrat der Zumtobel Group AG bestand zum 30. April 2015 aus den folgenden sechs Kapitalvertretern: Jürg Zumtobel, Hero Brahms, Fritz Zumtobel, Hans-Peter Metzler, Johannes Burtscher und Stephan Hutter.

Sitzungen des Aufsichtsrats Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2014/15 insgesamt fünf Mal. Dabei handelte es sich um vier ordentliche Sitzungen sowie eine Strategieklausur. Bei zwei Sitzungen hat jeweils ein Mitglied entschuldigt gefehlt, bei den übrigen Sitzungen ist der Aufsichtsrat jeweils vollzählig zusammengetreten.

In der Aufsichtsratssitzung vom 24. Juni 2014 wurden insbesondere der Jahresabschluss der Zumtobel Group AG sowie der entsprechende Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2013/14 behandelt. Nach einer ausführlichen Diskussion zur operativen Entwicklung der Zumtobel Group mit ihren beiden Segmenten (Leuchten und Komponenten) im vierten Quartal sowie im Gesamtjahr 2013/14 haben wir den vom Prüfungsausschuss unterbreiteten Vorschlägen zur Feststellung des geprüften Jahresabschlusses samt Lagebericht zugestimmt und den Konzernabschluss samt Konzernlagebericht zustimmend zur Kenntnis genommen. Dabei schloss sich der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzgewinnes an, eine Dividende in Höhe von EUR 0,18 je Aktie auszuschütten. Ebenso haben wir den Bericht des Beauftragten für Insider Compliance zustimmend zur Kenntnis genommen und – der Empfehlung des Prüfungsausschusses folgend – der Hauptversammlung die KPMG Austria AG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, als Abschluss- und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2014/15 vorgeschlagen. Zudem wurde der Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung diskutiert und beschlossen. Basierend auf einer per Fragebogen ermittelten Selbstevaluierung wurden die Effizienz der eigenen Arbeit sowie Verbesserungspotenziale in Bezug auf die Organisation und Arbeitsweise des Gremiums offen diskutiert. Abschließend wurden Mandatsbestellungen behandelt und genehmigt.

Am 22. Juli 2014 hat der Aufsichtsrat per Umlaufbeschluss den Abschluss eines Vertrages über die Erbringung von Beratungsleistungen mit der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Dortmund, genehmigt. Inhalt des Vertrages ist die Durchführung des Kostensenkungsprojektes "Zumtobel Synergy".

In der Sitzung vom 26. September 2014 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Lagebericht und den finanziellen Eckdaten zum ersten Quartal 2014/15. Als zustimmungspflichtige Geschäfte wurden Refinanzierungsgeschäfte behandelt und genehmigt.

Am 5. November 2014 tagte der Aufsichtsrat im Rahmen einer Klausur, in der strategische Fragestellungen zu den einzelnen Geschäftsbereichen der Zumtobel Group diskutiert wurden.

Bei der Aufsichtsratssitzung am 23. Januar 2015 lag das Hauptaugenmerk neben der Behandlung des Lageberichts zum Halbjahr und der Vorschau für das Gesamtjahr 2014/15 auf Statusberichten zur Entwicklung kritischer Vertriebsregionen. Als zustimmungspflichtige Geschäfte wurden eine Refinanzierungsmaßnahme, die Änderung der Geschäftsordnung des Vorstandes sowie Mandatsbestellungen behandelt und genehmigt.

Zentrale Themen der Aufsichtsratssitzung vom 24. April 2015 waren der Lagebericht zum dritten Quartal 2014/15, das Budget für das Geschäftsjahr 2015/16 und die darauf aufbauende Mittelfristplanung für die darauf folgenden Geschäftsjahre bis 2018/19. Das Budget wurde vom Aufsichtsrat genehmigt und die Mittelfristplanung zustimmend zur Kenntnis genommen. Als berichts- und zustimmungspflichtige Geschäfte wurden u. a. der Geschäftsverteilungsplan für den Vorstand behandelt und genehmigt.

Prüfungsausschuss (Audit Committee) Prüfungsausschuss (Audit Committee)

Der Prüfungsausschuss kam im Geschäftsjahr 2014/15 zu zwei Sitzungen zusammen, bei denen jeweils alle Mitglieder anwesend waren.

Der Themenschwerpunkt der Sitzung vom 24. Juni 2014 war der Jahresabschluss 2013/14. Der Prüfungsausschuss ließ sich vom Abschluss- und Konzernabschlussprüfer und von den internen Mitarbeitern aus den Fachbereichen umfassend über den Konzernabschluss und den Einzelabschluss der Zumtobel Group AG, den Rechnungslegungsprozess an sich sowie die wesentlichen Grundsätze der Bilanzierung berichten. Zudem wurden eine Systematik und der Ausweis von Sondereffekten diskutiert und beschlossen. Auch wurden die Neuerungen in der Compliance-Organisation vorgestellt. Darüber hinaus wurden diverse weitere Berichte (Risikomanagementsystem, Internes Kontrollsystem, Interne Revision, Corporate Governance und Insider Compliance) diskutiert und zustimmend zur Kenntnis genommen. Dem Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung wurde zugestimmt. Abschließend verabschiedete der Prüfungsausschuss seinen Vorschlag an den Aufsichtsrat mit Blick auf die Bestellung des Abschlussprüfers für das kommende Geschäftsjahr.

In der Sitzung vom 23. Januar 2015 befasste sich der Prüfungsausschuss mit dem Halbjahresabschluss zum 31. Oktober 2014 und nahm die entsprechenden Berichte des Abschlussprüfers und der internen Mitarbeiter aus den Fachbereichen zur Kenntnis. Der Rechnungslegungsprozess und die Review-Schwerpunkte sowie einige Teilaspekte wurden dabei detailliert erläutert. Zudem wurden der aktuelle Status sowie die Schwerpunkte der Prüfung durch die "Österreichische Prüfstelle für Rechnungslegung" erläutert. Des Weiteren wurden die Statusberichte zum Internen Kontrollsystem, zum Risikomanagementsystem, zur Internen Revision, zum Corporate Compliance Management sowie über die Antikorruptionsmaßnahmen und Corporate Governance in der Zumtobel Group zur Kenntnis genommen.

Abschließend wurden die aktuellen gesellschaftsrechtlichen Änderungen in der Konzernstruktur und deren bilanzielle und steuerliche Auswirkungen diskutiert.

Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten (AfVS) Vorstandsangelegenheiten (AfVS)

Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten kam im Geschäftsjahr 2014/15 zu sieben Sitzungen zusammen, an denen jeweils alle Mitglieder teilnahmen. Im Vorfeld zu diesen Sitzungen fanden zahlreiche vorbereitende Telefonkonferenzen statt.

Ein sehr wesentliches Aufgabenfeld, welches den Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten im Geschäftsjahr 2014/15 beschäftigte, war die Arbeit im Compensation Committee. Das Compensation Commitee ist das Gremium, das Entscheidungen zum Vergütungssystem trifft und setzt sich aus Vertretern des Vorstands, des Aufsichtsrats und der Personalabteilung zusammen und wird von dem in Zürich ansässigen, unabhängigen Beratungsunternehmen, FehrAdvice & Partner AG unterstützt. Wie bereits im Corporate Governance Bericht des Vorjahres angekündigt und in der Sitzung am 24. April 2014 verabschiedet, wurde im Geschäftsjahr 2014/15 ein neues System zur Berechnung der variablen Vergütung für den Vorstand sowie für das obere Management der Zumtobel Group AG eingeführt. Die Erfahrungen aus dem variablen Vergütungssystem für die Geschäftsjahre 2012/13 und 2013/14 haben gezeigt, dass eine Performance Evaluierung auf Basis des bereinigten operativen Ergebnisses im Vergleich mit dem bereinigten operativen Ergebnis relevanter Wettbewerber für die Zumtobel Group und ihre Marken einen hohen Diskussionsund Abstimmungsbedarf erfordert. Mit der neuen Strategie verfolgt der Vorstand das Ziel, die Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe zu fördern, Synergieeffekte zu heben und so die Gruppe als Ganzes zu optimieren ("One-Firm"). Aus diesem Grund wurde eine Umstellung auf einen am Kapitalmarkt ausgerichteten Leistungsindikator (sogenannten "Total Shareholder Return") für die gesamte Gruppe beschlossen. Dieses neue System vergleicht zur Performance Evaluierung den Total Shareholder Return der Zumtobel Group AG mit dem Total Shareholder Return einer spezifisch auf den Konzern zugeschnittenen Gruppe von Vergleichsunternehmen. In den zahlreichen Sitzungen und Telefonkonferenzen wurde im Berichtsjahr die detaillierte Ausgestaltung des neuen Vergütungssystems ausführlich diskutiert. In der Sitzung vom 22. April 2015 wurde beschlossen, dass auch im Geschäftsjahr 2015/16 der Total Shareholder Return als Leistungsindikator angewendet wird. Auf die Erläuterungen im Vergütungsbericht wird verwiesen.

In der Sitzung vom 23. Juni 2014 wurden die Modalitäten im Zusammenhang mit dem freiwilligen Ausscheiden von Martin Brandt, Chief Operating Officer (COO), mit Wirkung zum 31. Juli 2014 behandelt. Im Vorfeld dieser Sitzung gab es eine Reihe von vorbereitenden Telefonkonferenzen mit den Ausschussmitgliedern und den Vorständen.

Ein weiterer Themenschwerpunkt im Geschäftsjahr 2014/15 war die Entwicklung neuer Schemata für die Aufsichtsratsvergütung in Zusammenarbeit mit FehrAdvice & Partner AG. Die Aufgaben und Anforderungen an den Aufsichtsrat als oberstes Kontrollorgan sind durch die erhöhte Komplexität der Geschäftsmodelle, durch die zunehmende Internationalisierung sowie durch wachsende Haftungsrisiken in den letzten Jahren erheblich gestiegen. Die derzeitige Vergütung spiegelt weder die erhöhten Anforderungen an die Aufgaben noch die Haftungsrisiken für Mitglieder des Aufsichtsrates wider. Um weiterhin eine hohe Professionalität sowie langfristig die Attraktivität der AR-Arbeit zu gewährleisten, wird eine Erweiterung der Ausschusstätigkeiten sowie die Anpassung der AR-Vergütung auf ein im europäischen Vergleich angemessenes Niveau empfohlen. Die vorgeschlagenen Adaptionen wurden in der Sitzung vom 22. April 2015 diskutiert und werden dem Aufsichtsrat und in Folge der Hauptversammlung der Zumtobel Group AG, die am 24. Juli 2015 stattfindet, zur Entscheidung vorgelegt.

Jahresabschluss Jahresabschluss

Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss samt Lagebericht sowie der Konzernabschluss samt Konzernlagebericht der Zumtobel Group AG für das Geschäftsjahr 2014/15 wurden von KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft, Wien, als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer geprüft und jeweils mit uneingeschränkten Bestätigungsvermerken versehen. Nach umfassender Prüfung und Erörterung des Jahresabschlusses der Zumtobel Group AG mit dem Abschlussund Konzernabschlussprüfer im Prüfungsausschuss und im Aufsichtsrat, die keinen Anlass zu Einschränkungen gab, erklärte sich der Aufsichtsrat mit dem gemäß § 96 Abs. 1 Aktiengesetz erstatteten Lagebericht und Konzernlagebericht einverstanden und billigte den Jahresabschluss der Zumtobel Group AG, der damit gemäß § 96 Abs. 4 Aktiengesetz festgestellt ist. Das Gleiche gilt für den Konzernabschluss. Ebenso stimmte der Aufsichtsrat dem vom Prüfungsausschuss geprüften Corporate Governance Bericht zu.

Der Aufsichtsrat unterstützt den Vorschlag des Vorstands, an die Hauptversammlung aus dem Bilanzgewinn der Zumtobel Group AG eine Dividende von 0,22 EUR je Aktie auszuschütten und den sich danach ergebenden Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Zumtobel Group AG und deren verbundenen Unternehmen für ihren großen persönlichen Einsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr.

Ebenso danken wir den Aktionären der Zumtobel Group AG für das in uns gesetzte Vertrauen.

Für den Aufsichtsrat

DI Jürg Zumtobel Vorsitzender des Aufsichtsrats

Dornbirn, am 23. Juni 2015

Corporate Governance

Zumtobel Group AG 1. Mai 2014 bis 30. April 2015

4. Einzelabschluss und Lagebericht der Zumtobel Group AG

Einzelabschluss Einzelabschluss

Zumtobel Group AG 1. Mai 2014 bis 30. April 2015

Inhalt

4. Einzelabschluss der Zumtobel Group AG
4.1 Bilanz _____________ 158
4.2 Gewinn- und Verlustrechnung _______ 160
4.3 Anhang ____________ 161
4.3.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden __________ 161
4.3.2 Erläuterungen zur Bilanz ___________ 163
4.3.3 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung _____ 170
4.3.4 Sonstige Angaben __________ 173
4.4 Anlagenspiegel ____________ 176
4.5 Lagebericht der Zumtobel Group AG ______ 177
4.5.1 Die Zumtobel Group AG im Überblick ______ 177
4.5.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld ______ 178
4.5.3 Die Zumtobel Group Aktie _________ 179
4.5.4 Geschäftsverlauf (inklusive finanzielle Leistungsindikatoren) ___ 179
4.5.5 Mitarbeiter _________ 181
4.5.6 Bericht über die Forschung und Entwicklung ________ 181
4.5.7 Berichterstattung über wesentliche Merkmale des Internen Kontroll- und des
Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ____ 181
4.5.8 Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen
Verpflichtungen ____________ 185
4.5.9 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens ___ 186
Bestätigungsvermerk _____________ 188

4. Einzelabschluss der Zumtobel Group AG

4.1 Bilanz

Aktiva 30. April 2015
EUR
30. April 2014
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen 7.304.571,70 4.206
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 61.648.162,91 62.107
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.947.121,22 333
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 0,00 8
63.595.284,13 62.448
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 585.297.395,30 585.632
2. Beteiligungen 29.143,94 29
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 250.125,00 250
4. Sonstige Ausleihungen 198.109,30 0
585.774.773,54 585.912
656.674.629,37 652.566
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 785.594,65 32
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 23.702.851,05 6.512
3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 390,00 1
4. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 982.171,34 839
25.471.007,04 7.384
II. Wertpapiere und Anteile
Eigene Anteile 3.361.628,73 3.429
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 86.418,47 52
28.919.054,24 10.865
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.129.181,78 1.514
687.722.865,39 664.945
Passiva 30. April 2015 30. April 2014
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Grundkapital 108.750.000,00 108.750
II. Rücklage für eigene Anteile 3.361.628,73 3.429
III. Kapitalrücklagen
1. Gebundene 311.573.240,00 311.573
2. Nicht gebundene 54.448.832,07 54.382
366.022.072,07 365.955
IV. Gewinnrücklagen
Andere Rücklagen (freie Rücklagen) 25.713.305,87 25.713
V. Bilanzgewinn 60.382.887,22 69.821
davon Gewinnvortrag: EUR 62.055.450,67; Vorjahr: Gewinnvortrag TEUR 50.520
564.229.893,89 573.668
B. Unversteuerte Rücklagen
Bewertungsreserve aufgrund von Sonderabschreibungen 355.190,73 387
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 4.554.710,31 3.217
2. Steuerrückstellungen 440.124,00 417
3. Sonstige Rückstellungen 29.766.197,49 17.326
34.761.031,80 20.961
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 80.158.458,82 30.093
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.596.369,86 8.651
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 476.281,92 30.244
4. Sonstige Verbindlichkeiten 2.145.638,37 941
davon aus Steuern: EUR 33.299,50; Vorjahr: TEUR 25
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 314.911,66; Vorjahr: TEUR 230
88.376.748,97 69.929
687.722.865,39 664.945
Haftungsverhältnisse 283.432.223,91 238.880

4.2 Gewinn- und Verlustrechnung

2014/15 2013/14
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 35.834.930,94 33.825
2. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung zum Anlagevermögen mit Ausnahme der
Finanzanlagen
251.914,67 200
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 0,00 100
c) Übrige 1.263.040,28 797
1.514.954,95 1.097
3. Personalaufwand
a) Löhne 17.866,69 28
b) Gehälter 16.742.111,59 15.963
c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 1.125.687,87 767
d) Aufwendungen für Altersversorgung 11.010,95 33
e) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge
3.124.181,96 2.995
f) Sonstige Sozialaufwendungen 764.515,99 657
21.785.375,05 20.444
4. Abschreibungen
a) auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5.974.862,75 4.781
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern 95.013,74 94
b) Übrige 32.342.166,10 24.453
32.437.179,84 24.547
6. Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebsergebnis) -22.847.531,75 -14.850
7. Erträge aus Beteiligungen (aus verbundenen Unternehmen) 35.000.000,00 35.000
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 3.335,00 3
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 281.005,98 4.050
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 6.403,24; Vorjahr: TEUR 1
10. Erträge aus dem Abgang von und der Zuschreibung zu Finanzanlagen und Wertpapieren
des Umlaufvermögens
0,00 365
11. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens -1.046.972,22 0
davon Abschreibungen: EUR -335.000,00; Vorjahr TEUR 0
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR -1.046.972,22; Vorjahr: TEUR 0
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -13.085.177,61 -5.319
davon betreffend verbundene Unternehmen: EUR -99.474,42; Vorjahr: TEUR -196
13. Zwischensumme aus Z 7 bis 12 (Finanzergebnis) 21.152.191,15 34.100
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.695.340,60 19.249
15. Steuern vom Einkommen -9.514,98 19
16. Jahresfehlbetrag/-überschuss -1.704.855,58 19.268
17. Auflösung unversteuerter Rücklagen 32.292,13 32
18. Jahresverlust-/gewinn -1.672.563,45 19.300
19. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 62.055.450,67 50.520
20. Bilanzgewinn 60.382.887,22 69.821

4.3 Anhang

4.3.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

4.3.1.1 Allgemeine Grundsätze

Der Jahresabschluss wurde gemäß den Rechnungslegungsbestimmungen in der geltenden Fassung (UGB) und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens angenommen. Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.

4.3.1.2 Anlagevermögen

4.3.1.2.1 Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind. Die geringwertigen Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.

Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:

Jahre
Software 3 bis 7
Rechte 4

4.3.1.2.2 Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind. Die geringwertigen Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.

Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:

von bis
Gebäude 30 50 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 10 Jahre

4.3.1.2.3 Finanzanlagen

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. bei nachhaltigen und wesentlichen Wertminderungen mit den niedrigeren Werten zum Bilanzstichtag bewertet.

4.3.1.3 Forderungen

Die Forderungen sind mit dem Nennwert angesetzt. Im Falle erkennbarer Einzelrisiken wird der niedrigere beizulegende Wert ermittelt und angesetzt.

4.3.1.4 Eigene Anteile

Die eigenen Anteile sind zum strengen Niederstwertprinzip bewertet.

4.3.1.5 Rückstellungen

4.3.1.5.1 Rückstellungen für Anwartschaften auf Abfertigungen und Rückstellungen für ähnliche Verpflichtungen

Die Abfertigungsrückstellungen und die Rückstellung für Jubiläumsgelder werden unter Anwendung der Bestimmungen des IAS 19 nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 1,6% (VJ 3,4%), einer zukünftigen Gehaltssteigerung von 3,0% (VJ 3,0%) und einer empirischen Fluktuation – gestaffelt nach Dienstjahren – zwischen 0% und 13% sowie eines frühestmöglichen Pensionsantrittsalters unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen gemäß Pensionsreform unter Zugrundelegung der Sterbetafeln 2008 berechnet. Aufgrund zum Vorjahr geänderter Parameter entstand bei der Abfertigungsrückstellung ein zusätzlicher Aufwand von EUR 678.868,00 (VJ Ertrag EUR 15.339,00) und bei der Rückstellung für Jubiläumsgelder ein zusätzlicher Aufwand von EUR 54.732,00 (VJ EUR 12.956,00). Die Korridormethode wird nicht angewandt. Der Zinsaufwand in Höhe von EUR 123.080,00 (VJ EUR 127.372,00) wird zur Gänze im Finanzergebnis ausgewiesen. Vom Zinsaufwand entfallen EUR 109.299,00 (VJ EUR 112.651,00) auf die Abfertigungsrückstellung und EUR 13.781,00 (VJ EUR 14.721,00) auf die Rückstellung für Jubiläumsgelder.

Die mit steuerlicher Wirkung geltend gemachten Abfertigungsrückstellungen wurden gemäß § 124 b Z 68 EStG im Jahr 2003 auf eine als versteuert geltende Rücklage übertragen.

4.3.1.5.2 Übrige Rückstellungen

In den übrigen Rückstellungen werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe und dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind.

4.3.1.6 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

4.3.1.7 Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind mit dem Anschaffungskurs oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

4.3.1.8 Änderungen von Bewertungsmethoden

Die angewandten Bewertungsmethoden wurden auch bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.

4.3.2 Erläuterungen zur Bilanz

  • 4.3.2.1 Anlagevermögen
  • 4.3.2.1.1 Entwicklung

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Jahresabschreibung nach einzelnen Posten sind im Anlagenspiegel dargestellt. Im Anlagenspiegel ist auch der Grundwert angeführt.

4.3.2.1.2 Geringwertige Vermögensgegenstände

Die geringwertigen Vermögensgegenstände bis zu einem Anschaffungswert von EUR 400,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

4.3.2.1.3 Angaben über verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen

Anteile an verbundenen Unternehmen

Name und Sitz Whrg Eigenkapital der
Gesellschaft
30. April 2015
Anteil
in
%
Jahresüberschuss/
-fehlbetrag
GJ 2014/15
Buchwert
30. April 2015
EUR
Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn EUR 321.889.113,52 100 34.327.067,84 511.771.742,88
Tridonic GmbH & Co KG, Dornbirn EUR 40.271.261,04 100 11.299.335,43 62.694.447,96
Tridonic GmbH, Dornbirn EUR -658.562,56 100 -1.068.950,00 0,00
Zumtobel Insurance Management GmbH, Dornbirn EUR 78.925,10 100 -52.972,22 18.168,21
Zumtobel LED Holding GmbH, Lustenau EUR 20.088.625,90 100 3.793.042,93 10.813.031,05
Zumtobel Lighting Ltd., Hayes, Großbritannien GBP Zwerganteil 5,20
585.297.395,30
Name und Sitz Whrg Eigenkapital der
Gesellschaft
30. April 2014
Anteil
in
%
Jahresüberschuss/
-fehlbetrag
GJ 2013/14
Buchwert
30. April 2014
EUR
Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn EUR 312.562.045,68 100 32.989.730,57 511.771.742,88
Tridonic GmbH & Co KG, Dornbirn EUR 38.971.925,61 100 10.014.836,31 62.694.447,96
Tridonic GmbH, Dornbirn EUR 410.387,44 100 -9.222,88 335.000,00
Zumtobel Insurance Management GmbH, Dornbirn EUR 78.925,10 100 634,89 18.168,21
Zumtobel LED Holding GmbH, Lustenau EUR 16.295.582,97 100 -83.990,19 10.813.031,05
Zumtobel Lighting Ltd., Hayes, Großbritannien GBP Zwerganteil 5,20
585.632.395,30

Im Geschäftsjahr 2014/15 erfolgte eine Abschreibung in Höhe von EUR 335.000,00 auf die Anteile an der Tridonic GmbH. Zur Abdeckung des negativen Eigenkapitals der Tridonic GmbH wurde am 22. Mai 2015 ein Großmutterzuschuss in Höhe von EUR 1.000.000,00 geleistet.

Die Zumtobel Lighting GmbH hat im Geschäftsjahr 2014/15 EUR 25.000.000,00 (VJ EUR 25.000.000,00) an die Zumtobel Group AG ausgeschüttet, die Gewinnentnahme aus der Tridonic GmbH & Co KG betrug EUR 10.000.000,00 (VJ EUR 10.000.000,00).

Der Jahresfehlbetrag der Zumtobel Insurance Management GmbH für das Geschäftsjahr 2014/15 in Höhe von EUR 52.972,22 (VJ Jahresüberschuss EUR 634,89) ist aufgrund eines bestehenden Ergebnisabführungsvertrags in der Position "Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens" (VJ "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge") enthalten.

Übrige Beteiligungen

Nominale Anschaffungswert
= Buchwert
Name und Sitz EUR
EIBA Société cooperative, Brüssel, Belgien (1,5% Beteiligung) 7.267,28 14.951,72
Dornbirner Messe GmbH, Dornbirn (0,66% Beteiligung) 1.816,82 290,69
Vorarlberger Volksbank reg. Gen.mbH, Dornbirn (Zwerganteil) 76,67 76,67
Dornbirner Seilbahn GmbH, Dornbirn (ca. 0,01% Beteiligung) 4.004,98 1.824,86
Kompetenzzentrum Licht GmbH, Dornbirn (33,33% Beteiligung) 36.000,00 12.000,00
29.143,94

4.3.2.1.4 Wertpapiere des Anlagevermögens

Der Bestand beläuft sich unverändert zum Vorjahr auf 667 Stückaktien der CEESEG AG.

4.3.2.2 Forderungen

Bilanzwert
30. April 2015
EUR
Restlaufzeit von
mehr als einem
Jahr
davon
wechselmäßig
verbrieft
enthaltene
Pauschal-WB
Forderungen aus Leistungen 785.594,65 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 23.702.851,05 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
390,00 0,00 0,00 0,00
sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 982.171,34 0,00 0,00 0,00
25.471.007,04 0,00 0,00 0,00
Bilanzwert
30. April 2014
EUR
Restlaufzeit von
mehr als einem
Jahr
davon
wechselmäßig
verbrieft
enthaltene
Pauschal-WB
Forderungen aus Leistungen 32.265,46 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 6.511.691,90 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
969,50 0,00 0,00 0,00
sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 839.004,98 0,00 0,00 0,00
7.383.931,84 0,00 0,00 0,00

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen stammen mit EUR 7.972.181,57 (VJ EUR 6.381.678,03) aus der laufenden Leistungsverrechnung. EUR 5.219.437,18 (VJ EUR 0,00) stammen aus einer Forderung gegenüber der Thorn Lighting Limited aufgrund der Übernahme von Zahlungsverpflichtungen in den Thorn Lighting Pension Fund. Weiters ist eine Finanzierungsforderung gegenüber der Zumtobel Pool GmbH in Höhe von EUR 10.491.982,30 (VJ Verbindlichkeit EUR 29.961.644,19) enthalten. Die Forderungen aus der Steuerumlage an die österreichischen Gesellschaften der Zumtobel Group aus dem laufenden Geschäftsjahr betragen EUR 19.250,00 (VJ EUR 130.013,87).

Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände

30. April 2015 30. April 2014
Forderungen an Finanzämter 643.547,75 597.114,80
Forderungen gegenüber der Belegschaft 206.034,89 2.600,00
Forderungen gegenüber Lieferanten aus Bonusvereinbarungen 16.000,00 229.905,44
Geleistete Anzahlungen an Lieferanten für Dienstleistungen 91.780,51 2.500,00
Übrige sonstige Forderungen 24.808,19 6.884,74
Summe sonstige Forderungen 982.171,34 839.004,98

Die sonstigen Forderungen werden bis auf geleistete Anzahlungen zur Gänze nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam.

4.3.2.3 Eigene Anteile

Im Geschäftsjahr wurden aus dem Stock Option Program 7.077 Stück Optionen ausgeübt (VJ 5.170 Stück).

Zum Bilanzstichtag beträgt der Bestand eigener Anteile 353.863 Stück (VJ 360.940 Stück) zu einem Bilanzwert von EUR 3.361.628,73 (VJ EUR 3.428.931,00).

Der Kurswert der Zumtobel Group Aktie betrug am 30. April 2015 EUR 24,445/Stück. (VJ EUR 15,00/Stück).

Die Entwicklung der eigenen Anteile stellt sich wie folgt dar:

Stück EUR Buchkurs
Stand am 30
Stand
30. April 2012
393.390 3.743.565,89
3.743.565,89
9,5
Ausübungen 2012/13 -27.280 -259.432,26
Abschreibung 0 -371.100,30
Stand am 30
Stand
30. April 2013
366.110 3.113.033,33 8,503
Ausübungen 2013/14 -5.170 -49.166,70
Zuschreibung 365.064,37
Stand am 30
Stand
30. April 2014
360.940 360.940 3.428.931,00
3.428.931,00
9,5
Ausübungen 2014/15 -7.077 -67.302,27
Stand am 30
Stand
30. April 2015
353.863 3.361.628,73 9,5

4.3.2.4 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Vom ausgewiesenen Betrag entfallen EUR 82.808,55 (VJ EUR 49.055,59) auf kurzfristig fällige Guthaben bei Kreditinstituten.

4.3.2.5 Aktive Rechnungsabgrenzungen

In den aktiven Rechnungsabgrenzungen in Höhe von EUR 2.129.181,78 (VJ EUR 1.514.702,55) sind im Wesentlichen Wartungsgebühren für diverse Hard- und Software, Grundsteuern und Mitgliedsbeiträge enthalten.

4.3.2.6 Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 108.750.000,00 und ist in 43.500.000 zur Gänze einbezahlte, auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien zerlegt. Die Aktien werden im Prime Market an der Wiener Börse gehandelt. Das Börsenkürzel lautet ZAG, die internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) der Zumtobel Group AG lautet AT0000837307. Es gibt keine Aktien mit besonderen Vorzugs- oder Kontrollrechten. Zum 30. April 2015 befinden sich 43.146.137 Aktien (VJ 43.139.060) im Umlauf. Im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogrammes (Stock Option Program) wurden 7.077 (VJ 5.170) Optionen ausgeübt. Die Gesellschaft verfügt zum 30. April 2015 über 353.863 eigene Aktien (VJ 360.940).

In der Hauptversammlung vom 25. Juli 2014 wurde für das Geschäftsjahr 2013/14 die Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,18 (VJ EUR 0,07) je Aktie beschlossen. Auf die am 31. Juli 2014 im Umlauf befindlichen 43.140.512 Stückaktien (43.500.000 Aktien abzüglich 359.488 eigene Aktien) wurden somit EUR 7.765.292,16 (VJ EUR 3.019.372,30) ausgeschüttet, die Auszahlung an die Aktionäre erfolgte am 1. August 2014.

In der Hauptversammlung vom 25. Juli 2014 wurde folgender Beschluss gefasst: Der Vorstand ist gemäß § 169 AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung dieser Satzungsänderung in das Firmenbuch das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu weitere EUR 10.875.000,00 durch Ausgabe von bis zu 4.350.000 Stück neue, auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100% (einhundert Prozent) des anteiligen Betrages am Grundkapital gegen Bar- oder Sacheinlage, auch in mehreren Tranchen und auch im Wege des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs 6 AktG, zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes Kapital) und das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien auszuschließen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

Weiters wurde in der Hauptversammlung die Änderung des Firmenwortlauts von Zumtobel AG in Zumtobel Group AG mit Wirkung vom 1. September 2014 beschlossen.

4.3.2.7 Unversteuerte Rücklagen

Stand am Zuführung Verbrauch Stand am
1. Mai 2014 30. April 2015
Bewertungsreserve
Sachanlagen 387.482,86 0,00 32.292,13 355.190,73
Summe Bewertungsreserve 387.482,86 0,00 32.292,13 355.190,73

Die Bewertungsreserve besteht aus Abschreibungen gemäß §§ 6, 8 und 12 EStG 1972 und wird analog zur Restnutzungsdauer der Anlagen verbraucht. Aufgrund der Feststellungen aus einer Betriebsprüfung ist der im Jahr 1990 von der Republik Österreich für ein bebautes Grundstück geleistete Investitionszuschuss, der ursprünglich als steuerfreier Ertrag vereinnahmt wurde, von den Anschaffungskosten des Grundstücks abzusetzen.

4.3.2.8 Sonstige Rückstellungen

Stand am Verbrauch Dotierung Stand am
1. Mai 2014 30. April 2015
Personalrückstellungen
noch nicht konsumierte Urlaube 614.759,07 614.759,07 940.660,00 940.660,00
Sonderzahlungen 638.383,06 638.383,06 810.402,00 810.402,00
Jubiläumsgelder 438.172,35 40.965,35 193.342,07 590.549,07
Mitarbeiterprämien 1.726.037,64 875.451,20 2.522.895,30 3.373.481,74
Gleitzeitguthaben und Freizeitoption 160.415,37 160.415,37 296.751,39 296.751,39
Summe Personalrückstellungen 3.577.767,49 2.329.974,05 4.764.050,76 6.011.844,20
übrige Rückstellungen
Bilanzprüfungsaufwand 148.996,80 148.996,80 169.830,00 169.830,00
Beratungsaufwand 274.935,00 274.935,00 162.000,00 162.000,00
Bilanzveröffentlichung 28.200,00 28.200,00 30.000,00 30.000,00
Aufsichtsratsvergütung 180.000,00 180.000,00 180.000,00 180.000,00
drohende Kursverluste 8.243.903,31 397.216,06 9.689.911,04 17.536.598,29
Kreditbereitstellungsprovision 138.600,00 138.600,00 240.000,00 240.000,00
Sanierungsaufwand 4.600.000,00 0,00 659.000,00 5.259.000,00
sonstige übrige Rückstellungen 133.618,00 133.618,00 176.925,00 176.925,00
Summe übrige Rückstellungen 13.748.253,11 1.301.565,86 11.307.666,04 23.754.353,29
Summe sonstige Rückstellungen 17.326.020,60 3.631.539,91 16.071.716,80 29.766.197,49

Zur Ermittlung der Rückstellung für drohende Kursverluste wurden bezüglich konzerninternen und mit Dritten abgeschlossenen Derivatgeschäften Bewertungseinheiten gebildet, sofern Fälligkeitstermine und nominierte Währungen übereinstimmen. Die verbleibenden negativen Überhänge wurden als Rückstellung für drohende Kursverluste ausgewiesen. Ergänzende Erläuterungen zu den derivativen Finanzinstrumenten siehe unter Ziffer 4.3.2.11.4.

Die gebildete Sanierungsrückstellung dient zur Abdeckung des negativen Eigenkapitals der ZG Lighting CEE GmbH in Höhe von EUR 4.600.000,00. Zudem wurde im Berichtsjahr eine Rückstellung in Höhe von EUR 659.000,00 dotiert, die zur Abdeckung des negativen Eigenkapitals der Tridonic GmbH dient.

4.3.2.9 Verbindlichkeiten

Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung für die Zumtobel Group stellt der am 8. November 2011 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Oktober 2016 und einem derzeit maximal ausnutzbaren Rahmen von EUR 350.000.000,00 dar. Der zum 30. April 2014 von der Zumtobel Group AG genutzte Kreditrahmen innerhalb der Konsortialfinanzierung in Höhe von EUR 30.000.000,00 wurde im Berichtsjahr zur Gänze zurückgezahlt.

An Stelle des rückgeführten Kreditrahmens stehen der Zumtobel Group AG zwei weitere, langfristige Kreditverträge über je EUR 40.000.000,00 mit endfälliger Tilgung und einer Laufzeit bis September 2018 beziehungsweise Januar 2020 zur Verfügung, die auf bilateraler Basis mit Banken vereinbart wurden. Beide wurden im Berichtsjahr vollständig ausbezahlt. Damit wurde die durchschnittliche Fristigkeit der Konzernfinanzierung deutlich verlängert.

Restlaufzeit bis zu
einem Jahr
Restlaufzeit von
einem bis fünf
Jahren
Restlaufzeit von
über fünf Jahren
Bilanzwert
30. April 2015
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 158.458,82 80.000.000,00 0,00 80.158.458,82
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.596.369,86 0,00 0,00 5.596.369,86
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 476.281,92 0,00 0,00 476.281,92
sonstige Verbindlichkeiten 2.145.638,37 0,00 0,00 2.145.638,37
davon aus Steuern 33.299,50 0,00 0,00 33.299,50
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 314.911,66 0,00 0,00 314.911,66
Summe Verbindlichkeiten 17.916.167,43 80.000.000,00 0,00 97.916.167,43
Restlaufzeit bis zu
einem Jahr
Restlaufzeit von
einem bis fünf
Jahren
Restlaufzeit von
über fünf Jahren
Bilanzwert
30. April 2014
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 93.212,79 30.000.000,00 0,00 30.093.212,79
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 8.651.411,88 0,00 0,00 8.651.411,88
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 30.243.943,74 0,00 0,00 30.243.943,74
sonstige Verbindlichkeiten 940.666,46 0,00 0,00 940.666,46
davon aus Steuern 24.971,22 0,00 0,00 24.971,22
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 230.289,37 0,00 0,00 230.289,37
Summe Verbindlichkeiten 39.929.234,87 30.000.000,00 0,00 69.929.234,87

Die Verbindlichkeiten sind nicht dinglich besichert.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen stammen mit EUR 423.309,70 aus der laufenden Leistungsverrechnung (VJ EUR 282.299,55). Die Übernahme des Jahresfehlbetrags der Zumtobel Insurance Management GmbH aufgrund der bestehenden Organschaft ist mit EUR 52.972,22 (VJ Jahresüberschuss EUR 634,89) enthalten.

Sonstige Verbindlichkeiten

30. April 2015 30. April 2014
sonstige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Gemeinden 33.299,50 24.971,22
Verbindlichkeiten gegenüber Dienstnehmern 1.606.113,21 522.741,70
Verbindlichkeiten gegenüber der Krankenkasse 314.911,66 230.289,37
Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsunternehmen 157.272,05 122.701,93
übrige Verbindlichkeiten 34.041,95 39.962,24
Summe sonstige Verbindlichkeiten 2.145.638,37 940.666,46

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr zur Gänze nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam.

4.3.2.10 Anteilsbasierte Vergütungen an leitende Angestellte

Stock Option Program (SOP)

Von 2004 bis 2008 gab es ein aktienbasiertes Vergütungsprogramm, das Stock Option Program (SOP). Aus dem SOP erfolgen keine Zuteilungen von Optionen mehr. Das letzte Ausübungsfenster des SOP endet mit 30. April 2015.

4.3.2.11 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

4.3.2.11.1 Haftungsverhältnisse

30. April 2015 davon für
verbundene
Unternehmen
Verpflichtungen aus Eventualverbindlichkeiten 258.032.334,00 258.032.334,00
Unternehmensgarantien 22.399.889,91 22.399.889,91
Leasing 3.000.000,00 3.000.000,00
Bankgarantien 0,00 0,00
283.432.223,91 283.432.223,91
30. April 2014 davon für
verbundene
Unternehmen
Verpflichtungen aus Eventualverbindlichkeiten 215.721.454,58 215.721.454,58
Unternehmensgarantien 20.126.366,95 20.126.366,95
Leasing 3.000.000,00 3.000.000,00
Bankgarantien 31.833,32 0,00
238.879.654,85 238.847.821,53

4.3.2.11.2 Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen

30. April 2015
des folgenden
Geschäftsjahres
der folgenden fünf
Geschäftsjahre
Verpflichtungen aus Leasingverträgen 146.155,00 309.935,00
Verpflichtungen aus Mietverträgen 1.148.198,16 3.223.763,96
1.294.353,16 3.533.698,96
30. April 2014
des folgenden
Geschäftsjahres
der folgenden fünf
Geschäftsjahre
Verpflichtungen aus Leasingverträgen 169.687,00 283.014,00
Verpflichtungen aus Mietverträgen 222.298,44 615.073,47
391.985,44 898.087,47

4.3.2.11.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die IT-Outsourcing-Partnerschaft mit der ATOS IT Solution and Services GmbH, wurde im Geschäftsjahr 2014/15 vorzeitig gekündigt. Als Folge der Kündigung der Partnerschaft mit Wirkung zum 1. März 2015 wurden die bei ATOS beschäftigten Mitarbeiter in die Zumtobel Group AG übernommen. Gleichzeitig wurde das Gebäude, in dem sich das Rechenzentrum von ATOS befand, zur Gänze von der Zumtobel Group AG angemietet.

4.3.2.11.4 Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden in der Zumtobel Group AG zur Absicherung von Marktpreisrisiken der gesamten Zumtobel Group, die aus Schwankungen von Währungskursen und Zinssätzen resultieren können, eingesetzt. Die Berechnung von stichtagsbezogenen Marktwerten aus Derivaten erfolgt durch eine Treasury-Software basierend auf üblichen anerkannten Berechnungsmethoden.

Durch weitere Marktpreisschwankungen können die hier angeführten Werte jedoch von den später bei Fälligkeit realisierten Werten abweichen.

Die Zumtobel Group AG schließt teilweise gemäß der gültigen Hedging Policy interne Termingeschäfte mit Konzerngesellschaften der Zumtobel Group zur Absicherung deren Währungskursrisikos ab. Das daraus resultierende Nettoexposure in den einzelnen Währungen wird teilweise zeitgleich, teilweise sukzessive extern durch gegengleiche Derivatgeschäfte mit ausgewählten Banken als Kontraktpartnern eingedeckt. Damit ist das Bonitätsrisiko aus Sicherungsgeschäften als äußerst gering einzustufen. Die Summe der nach Bildung von Bewertungseinheiten verbleibenden negativen Überhänge für diese Sicherungsgeschäfte wurde in die Rückstellung für drohende Kursverluste mit einem Betrag von EUR 6.296.079,46 (VJ EUR 252.337,33) eingestellt.

Um das aus dem Konsortialkreditvertrag resultierende Zinsänderungsrisiko zu verringern, hat die Zumtobel Group AG als Konzernobergesellschaft mit verschiedenen Banken EUR-Zins-Swaps (Interest Rate Swaps) für ein derzeit wirksames Nominalvolumen von rund EUR 80.000.000,00 abgeschlossen. Diese Zinsinstrumente sind in unterschiedliche Laufzeiten gestaffelt (längstens bis Juni 2019) und tauschen variable Zinszahlungen in Fixzinszahlungen von maximal 2,694%. Zur Überprüfung der Effektivität wird die Dollar-Offset-Methode verwendet. Daneben besteht ein EUR/CHF-Cross-Currency-Swap über CHF 28.728.000,00 mit Zahlungsverpflichtungen in Schweizer Franken. Aufgrund des Rückgangs des Marktzinsniveaus seit dem Abschluss dieser Zinsinstrumente und der Aufwertung des CHF gegenüber dem EUR bildeten sich negative Marktwerte von insgesamt EUR 11.240.518,83 (VJ EUR 7.991.565,98), die ebenfalls in der Rückstellung für drohende Kursverluste enthalten sind.

4.3.3 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.3.3.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse nach geografisch bestimmten Märkten setzen sich wie folgt zusammen:

2014/15 2013/14
Inland 21.682.542,68 20.523.596,32
EU-Staaten 10.897.777,61 10.405.199,47
Drittland 3.254.610,65 2.896.357,80
35.834.930,94 33.825.153,59

Nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:

2014/15 2013/14
IT-Dienstleistungen 21.142.704,72 19.951.267,23
Mieterlöse 8.039.437,31 7.933.418,76
sonstige Umlagen 6.652.788,91 5.940.467,60
35.834.930,94 33.825.153,59

Von den Umsatzerlösen wurden EUR 34.997.844,08 (97,66% vom Gesamtumsatz; VJ EUR 33.386.349,31 bzw. 98,70%) mit Gesellschaften des Konzerns getätigt.

4.3.3.2 Sonstige betriebliche Erträge

2014/15 2013/14
Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung zum Anlagevermögen mit Ausnahme
der Finanzanlagen
251.914,67 200.000,00
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 0,00 100.000,00
Erträge aus weiterverrechneten Betriebskosten an Dritte 283.351,57 374.787,79
Erträge aus sonstigen weiterverrechneten Aufwendungen an Konzerngesellschaften 934.747,43 403.158,35
Erträge aus übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen 44.941,28 18.676,04
1.514.954,95 1.096.622,18

4.3.3.3 Personalaufwand

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sowie die Aufwendungen für Altersversorgung setzen sich wie folgt zusammen:

2014/15 2013/14
leitende Angestellte 305.839,33 502.088,21
sonstige Arbeitnehmer 830.859,49 298.330,60
1.136.698,82 800.418,81

Im Gesamtbetrag sind mit EUR 137.899,53 (VJ EUR 174.741,38) auch die Beträge, die an die Mitarbeitervorsorgekasse im Rahmen der "Abfertigung Neu" bezahlt wurden, enthalten.

4.3.3.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen

2014/15 2013/14
Steuern 95.013,74 94.319,38
Übrige
IT-Dienstleistungen 5.276.748,80 5.730.298,26
Beratung 10.373.757,53 5.765.447,91
Datenleitungen, Telekommunikation 4.386.097,51 3.366.890,04
Werbung 1.334.169,11 565.164,78
Versicherungen 2.540.578,58 2.478.017,25
Instandhaltungen 3.943.156,89 3.092.695,33
Sonstiger Aufwand 4.487.657,68 3.454.350,92
Summe Übrige 32.342.166,10 24.452.864,49
32.437.179,84 24.547.183,87

Hinsichtlich der auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Wirtschaftsprüfer verweisen wir auf die Angaben im Konzernabschluss.

4.3.3.5 Finanzergebnis

Die Erträge von verbundenen Unternehmen verteilen sich wie folgt:

2014/15 2013/14
Gewinnausschüttung Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn 25.000.000,00 25.000.000,00
Entnahme Tridonic GmbH & Co KG, Dornbirn 10.000.000,00 10.000.000,00
35.000.000,00 35.000.000,00

Die Position "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" betreffen im Vorjahr mit EUR 4.048.573,83 vor allem Erträge aus Kurssicherungs- und Swap-Geschäften. Im Geschäftsjahr resultierte aus demselben Sachverhalt ein Aufwand in Höhe von EUR 9.292.694,98, welcher in der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen ist. Die Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" beinhaltet weiters mit EUR 2.732.383,09 (VJ EUR 2.911.378,62) Zinsaufwendungen gegenüber Kreditinstituten. EUR 837.545,33 (VJ EUR 661.624,51) betreffen Kreditbereitstellungs-, Haftungs- und Kreditbearbeitungsgebühren, EUR 123.079,79 (VJ EUR 127.372,00) entfallen auf Zinsaufwendungen aus den Personalrückstellungen (Abfertigung und Jubiläumsgelder) und EUR 99.474,42 (VJ EUR 195.732,71) auf Zinsaufwendungen gegenüber verbundenen Unternehmen aus dem Cash-Pooling.

Die Position "Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens" beinhaltet mit EUR 335.000,00 die Abschreibung auf die Beteiligung an der Tridonic GmbH. Weiters wurde zur Abdeckung des negativen Eigenkapitals der Tridonic GmbH eine Rückstellung in Höhe von EUR 659.000,00 dotiert.

4.3.3.6 Steuern vom Einkommen

Die Veränderung der unversteuerten Rücklagen hatte keine Auswirkung auf die Steuern vom Einkommen.

Seit dem Wirtschaftsjahr 2004/05 wird in Österreich von der Möglichkeit der Errichtung einer steuerlichen Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG Gebrauch gemacht. Zu diesem Zwecke wurde zwischen der Zumtobel Group AG als Gruppenträger und den Gruppenmitgliedern

Zumtobel Lighting GmbH (beteiligte Körperschaft) ZG Lighting Austria GmbH (vormals Zumtobel Licht GmbH) Zumtobel Holding GmbH Zumtobel Insurance Management GmbH (beteiligte Körperschaft) Zumtobel Pool GmbH Tridonic GmbH (beteiligte Körperschaft) Tridonic Jennersdorf GmbH Tridonic Holding GmbH LEDON Lighting GmbH Zumtobel LED Holding GmbH (beteiligte Körperschaft) Zumtobel LED GmbH

ein Steuerumlagevertrag abgeschlossen.

In diesem Steuerumlagevertrag wurde vereinbart, dass ein nach den Vorschriften des KStG und EStG ermittelter steuerpflichtiger Gewinn oder Verlust im Sinne der stufenweisen Ergebniszurechnung an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger weiterzuverrechnen ist.

Ein auf Basis des steuerpflichtigen Gewinnes des Gruppenmitglieds ermittelter Steueraufwand ist unabhängig davon, in welcher Höhe der Gruppenträger insgesamt für das betreffende Wirtschaftsjahr und für die gesamte Unternehmensgruppe Körperschaftsteuer schuldet, als Steuerumlage an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger zu entrichten. Im Falle eines steuerlichen Verlustes des Gruppenmitgliedes verpflichtet sich die beteiligte Körperschaft bzw. der Gruppenträger, diese Verluste als internen Verlustvortrag für zukünftige verrechenbare Gewinne des jeweiligen Gruppenmitgliedes evident zu halten. Das Gruppenmitglied wiederum ist verpflichtet, im Falle eines steuerlichen Verlustes die Mindestkörperschaftsteuer an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger zu entrichten.

Vorgruppen- und Außergruppenverluste iSd § 9 KStG werden unter Berücksichtigung einer allfälligen Vortrags- und Verrechnungsgrenze gegen die steuerlichen Gewinne des jeweiligen Gruppenmitglieds bzw. des Gruppenträgers verrechnet.

Aus der Gruppenbesteuerung wurden insgesamt EUR 19.250,00 an Gruppenmitglieder verrechnet (VJ EUR 130.013,87).

4.3.4 Sonstige Angaben

4.3.4.1 Zahl der Arbeitnehmer

Die Zahl der Arbeitnehmer – nach Vollzeitäquivalenten – während des Geschäftsjahres, gegliedert in Arbeiter und Angestellte, beträgt:

Durchschnitt Stichtag
2014/15 2013/14 30. April 2015 30. April 2014
Arbeiter 1 1 1 1
Angestellte 145 128 173 132
146 129 174 133

Im Zusammenhang mit der Kündigung der IT-Outsourcing-Partnerschaft mit ATOS IT Solutions and Services GmbH mit Wirkung 1. März 2015 wurden 23 Mitarbeiter in die Zumtobel Group AG übernommen.

4.3.4.2 Gesellschaftsrechtliche Verhältnisse

Die Gesellschaft wurde mit Satzung vom 17. Dezember 1984 errichtet.

Die Gesellschaft ist im Firmenbuch des Landes- als Handelsgerichtes Feldkirch unter der Nummer 62309 g eingetragen.

Im Geschäftsjahr waren folgende Personen als Mitglieder des Aufsichtsrats tätig: Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel (Vorsitzender) Dr. Johannes Burtscher (Stellvertreter des Vorsitzenden) Dipl.-Kfm. Hero Brahms (Stellvertreter des Vorsitzenden) Dipl.-Ing. Fritz Zumtobel (Mitglied) Dr. Stephan Hutter (Mitglied) Dipl.-Phys. Hans-Peter Metzler (Mitglied)

Vom Betriebsrat delegiert: Richard Apnar Mario Wintschnig Erich Zucalli

Die Funktionsperiode für die gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats endet mit der Hauptversammlung, welche über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2014/15 beschließt. Die Gesamtvergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrats beliefen sich auf EUR 313.131,06 (VJ EUR 319.308,22).

Im Geschäftsjahr waren als Mitglieder des Vorstands tätig:

Dr. Ulrich Schumacher, bestellt bis 30. April 2017 Dipl.-Kff. Karin Sonnenmoser, bestellt bis 30. April 2017 Dipl.-Wirtsch.-Ing. Martin Brandt, ausgeschieden per 31. Juli 2014

Gesamtbezüge des Vorstands

in TEUR 2014/15 2013/14
Gesamtbezüge des Vorstands 3.845 6.839
davon fixe Bezüge 1.700 1.368
davon kurzfristige variable Bezüge 528 181
davon langfristige variable Bezüge 1.617 615
davon Aufwendungen für Aufhebungsvereinbarungen 0 4.675
in TEUR 2014/15 2013/14
Ulrich Schumacher (ab 1. Oktober 2013) 1.905 960
davon fixe Bezüge 750 379
davon kurzfristige variable Bezüge 231 116
davon langfristige variable Bezüge 924 465
Karin Sonnenmoser (ab 1. Mai 2014) 894 0
davon fixe Bezüge 400 0
davon kurzfristige variable Bezüge 148 0
davon langfristige variable Bezüge 346 0
Martin Brandt (bis 31. Juli 2014) 1.046 765
davon fixe Bezüge 550 550
davon kurzfristige variable Bezüge 149 64
davon langfristige variable Bezüge 347 150
Harald Sommerer (bis 30. September 2013) 0 4.123
davon fixe Bezüge 0 273
davon kurzfristige variable Bezüge 0 0
davon langfristige variable Bezüge 0 0
davon Aufwendungen für Aufhebungsvereinbarungen 0 3.850
Mathias Dähn (bis 30. September 2013) 0 992
davon fixe Bezüge 0 167
davon kurzfristige variable Bezüge 0 0
davon langfristige variable Bezüge 0 0
davon Aufwendungen für Aufhebungsvereinbarungen 0 825

Die Vergütung umfasst alle Vergütungsbestandteile, die im jeweiligen Geschäftsjahr erworben wurden.

4.3.4.3 Angaben zum Konzernabschluss

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft. Sie ist die Muttergesellschaft der Zumtobel Group und erstellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen. Der Konzernabschluss wird im Amtsblatt zur Wiener Zeitung veröffentlicht. Mit nahestehenden Unternehmen werden ausschließlich Geschäfte zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen.

Dornbirn, 12. Juni 2015

Ulrich Schumacher Karin Sonnenmoser Chief Executive Officer (CEO) Chief Financial Officer (CFO)

4.4 Anlagenspiegel

Stand
Zugänge
Abgänge
Stand
kumulierte
Buchwert
Buchwert
Umbu
Jahresab
chungen
schreibung
1. Mai 2014
30. April 2015
Abschreibung
30. April 2015
30. April 2014
abgeleitete Lizenzen
18.633.770,01
5.106.754,86
155.611,94
0,00
23.584.912,93
16.280.341,23
7.304.571,70
4.206.475,00
2.008.658,16
0,00
830,38
830,38
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
830,38
18.633.770,01
5.107.585,24
156.442,32
0,00
23.584.912,93
16.280.341,23
7.304.571,70
4.206.475,00
2.009.488,54
bebaute Grundstücke 113.925.136,59
2.958.455,82
23.085,33
8.016,19 116.868.523,27
61.542.148,70
55.326.374,57
55.785.043,67
3.402.055,78
davon Grundwert
4.819.204,67
0,00
23.085,33
0,00
4.796.119,34
0,00
4.796.119,34
4.796.119,34
0,00
unbebaute
Grundstücke
6.321.788,34
0,00
0,00
0,00
6.321.788,34
0,00
6.321.788,34
6.321.788,34
0,00
Geschäftsausstattung
2.796.231,34
2.130.182,03
480,18
0,00
4.925.933,19
2.978.811,97
1.947.121,22
332.716,14
515.776,95
8.016,19
0,00
0,00
-8.016,19
0,00
0,00
0,00
8.016,19
0,00
0,00
47.541,48
47.541,48
0,00
0,00
0,00
0,00
0,00
47.541,48
123.051.172,46
5.136.179,33
71.106,99
0,00 128.116.244,80
64.520.960,67
63.595.284,13
62.447.564,34
3.965.374,21
680.899.395,30
0,00
0,00
0,00 680.899.395,30
95.602.000,00 585.297.395,30 585.632.395,30
335.000,00
0,00
198.109,30
0,00
0,00
198.109,30
0,00
198.109,30
0,00
0,00
29.143,94
0,00
0,00
0,00
29.143,94
0,00
29.143,94
29.143,94
0,00
Anlagevermögens
250.125,00
0,00
0,00
0,00
250.125,00
0,00
250.125,00
250.125,00
0,00
Summe Finanzanlagen
681.178.664,24
198.109,30
0,00
0,00 681.376.773,54
95.602.000,00 585.774.773,54 585.911.664,24
335.000,00
Summe Anlagevermögen 822.863.606,71 10.441.873,87 10.441.873,87
0,00 833.077.931,27
833.077.931,27 176.403.301,90 656.674.629,37 652.565.703,58
Anschaffungs- und Herstellungskosten
Werte in EUR
I) Immaterielle
I) Immaterielle
Vermögensgegenstände
Vermögensgegenstände
Konzessionen, Rechte und
ähnliche Rechte und
Vorteile sowie daraus
geringwertige
Vermögensgegenstände
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
II) Sachanlagen Sachanlagen
Grundstücke und Bauten
Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geleistete Anzahlungen
und Anlagen in Bau
geringwertige
Vermögensgegenstände
Summe Sachanlagen
III) Finanzanlagen
III) Finanzanlagen
Anteile an verbundenen
Unternehmen
Ausleihungen
gegenüber Dritten
Beteiligungen
Wertpapiere
(Wertrechte) des
Summe Anlagevermögen 227.549,31 227.549,31 652.565.703,58 6.309.862,75 6.309.862,75

4.5 Lagebericht der Zumtobel Group AG

4.5.1 Die Zumtobel Group AG im Überblick

4.5.1.1 Organisationsstruktur

Die Zumtobel Group AG fungiert als Konzernobergesellschaft und stellt konzernübergreifende Management- und Servicefunktionen bereit. Die Zentralbereiche umfassen das Controlling, Personalwesen, Konzernrechnungswesen und Steuern, Recht, Interne Revision, Versicherungswesen, Treasury (inklusive zentraler Finanzierung und Liquiditätsmanagement des Konzerns), IT, Unternehmenskommunikation, Investor Relations, Corporate Integrity sowie das Corporate Center, welches unter anderem für Strategieentwicklung, M&A-Aktivitäten und Prozessmanagement zuständig ist. Die Zentralbereiche haben die Aufgabe, die Umsetzung der Unternehmensstrategie über standardisierte Prozesse und Instrumente zu unterstützen sowie gruppenweit Transparenz und Effizienz sicherzustellen. Auf diese Weise werden Synergieeffekte zwischen den Geschäftsbereichen der Zumtobel Gruppe sowie in zentral von der Zumtobel Group AG verwalteten Bereichen erzielt. Weiters verwaltet die Gesellschaft den überwiegenden Teil der inländischen Liegenschaften. Die Erträge der Gesellschaft kommen aus der internen Leistungsverrechnung mit den verbundenen Unternehmen und aus Ausschüttungen der Obergesellschaft des Leuchtensegments (Zumtobel Lighting GmbH) sowie des Komponentensegments (Tridonic GmbH & Co KG).

Der Vorstand der Zumtobel Group AG verantwortet die Führung und Steuerung des Konzerns. Ulrich Schumacher bekleidet seit 1. Oktober 2013 die Funktion des Vorstandsvorsitzenden (CEO) der Zumtobel Group. Karin Sonnenmoser wurde mit Wirkung vom 1. Mai 2014 zum neuen Chief Financial Officer (CFO) der Zumtobel Group bestellt. Martin Brandt, Chief Operating Officer (COO), hat das Unternehmen mit Wirkung zum 31. Juli 2014 auf eigenen Wunsch verlassen. Im Dezember 2013 wurde durch den CEO der Zumtobel Group eine grundlegend neue Organisationsstruktur eingeführt und mit Wirkung 1. Mai 2014 im Berichtswesen umgesetzt, die zu Synergieeffekten und einer verbesserten Marktbearbeitung auf Basis des Mehrmarkenansatzes führte.

Zumtobel Group*
Leuchtensegment Komponentensegment
globale Vertriebsorganisation globale Vertriebsorganisation
Geschäftsbereich
Thorn
Geschäftsbereich
Zumtobel
Geschäftsbereich
OEM & TPP
Geschäftsbereich
Tridonic
globale Produktionsorganisation globale Produktionsorganisation
Group Technology
Group Purchasing
Corporate Functions

*vereinfachte Darstellung

4.5.1.2 Unternehmensstrategie

Die Zumtobel Group verfolgt eine langfristig ausgerichtete, profitable Wachstumsstrategie. Ein wesentlicher Kern der Konzernstrategie ist der Mehrmarkenansatz sowie die umfassende Abdeckung der Wertschöpfungskette vom Modul bis zur Lichtlösung. Damit kann die Zumtobel Group Synergie- und Differenzierungspotenziale gegenüber dem Wettbewerb heben. Es ist daher das Ziel des Managements, die Zumtobel Group als Ganzes zu optimieren und zu führen. In der europäischen Bauwirtschaft haben sich die Anzeichen für eine Trendwende von einem über viele Jahre rückläufigen hin zu einem leicht wachsenden Marktumfeld im Berichtsjahr verfestigt. Insbesondere in den beiden für die Zumtobel Group größten Absatzmärkten Großbritannien und Deutschland haben sich die Prognosen im Geschäftsjahr 2014/15 stetig verbessert. In der professionellen Beleuchtungsindustrie verstärkt sich dieser positive Trend durch den Technologiewandel hin zu LED und durch das Thema Energieeffizienz mit besonderem Fokus auf intelligent gesteuerte Lichtlösungen. Damit entkoppelt sich die Nachfrage in der professionellen Beleuchtungsindustrie derzeit zu einem gewissen Grad von den Neubauaktivitäten im Gewerbebau. Die Zumtobel Group verfügt durch den breit gefächerten Marktzugang aller Marken, das profunde Know-how in der Lichtanwendung, die starke Technologieposition und die umfassende Abdeckung der Wertschöpfungskette über eine ausgezeichnete Position, um von den Wachstumsimpulsen der Branche überdurchschnittlich zu profitieren. Vor diesem Hintergrund hat sich die Zumtobel Group im Rahmen ihrer Mittelfristplanung bis zum Jahr 2016/17 zum Ziel gesetzt, ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 3% bis 5% zu erreichen sowie die Profitabilität von aktuell ca. 4% schrittweise auf etwa 8% bis 10% zu steigern.

4.5.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Das Geschäftsjahr 2014/15 war von einer weiterhin schwierigen ökonomischen Situation sowohl in Europa als auch den wichtigsten außereuropäischen Wirtschaftsräumen geprägt. Eine ungleiche Wachstumsdynamik in den verschiedenen Regionen der Welt, die anhaltende Schwäche des Welthandels, Preisrückgänge bei Öl und sonstigen Rohstoffen, geopolitische Spannungen sowie ein niedriger Euro-Wechselkurs prägten das globale wirtschaftliche Umfeld im Jahr 2014. Dies führte dazu, dass die Weltwirtschaft ein nur moderates Wachstum vorweisen konnte. Der IWF bezifferte das globale Wirtschaftswachstum in 2014 auf 3,4%, das damit auf dem Niveau des Jahres 2013 liegt (2013: 3,4%)1 . Die Eurozone konnte im Kalenderjahr 2014 mit 0,9% ein leicht positives Wachstum erzielen, jedoch wurden die optimistischen Erwartungen vom Jahresbeginn nicht erreicht. Während insbesondere die Unruhen in der Ukraine die Investitionsbereitschaft hemmten und für eine hohe Marktunsicherheit sorgten, führten Zinssenkungen sowie ein Wertpapier-Kaufprogramm der Europäischen Zentralbank zu einer Abwertung des Euros und damit zu einer erhöhten Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen aus dem Euroraum. In der für die Zumtobel Group wichtigen D/A/CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) beschleunigte sich die Wachstumsdynamik nach einer Verlangsamung im Jahr 2013. Deutschlands Wirtschaft konnte um 1,6% wachsen, die Schweiz legte um 2,0% zu, Österreich wies jedoch mit 0,4% nur ein sehr schwaches Wachstum auf. In Südeuropa waren die Länder Spanien (plus 1,4%) sowie Portugal (plus 0,9%), nach einem Rückgang der Wirtschaftsleistung in 2013, im Jahr 2014 wieder auf Wachstumskurs. Lediglich Italiens Wirtschaft schrumpfte das dritte Jahr in Folge, wenn auch mit minus 0,4% weniger stark als in den Jahren zuvor. In Nordeuropa erlebt Großbritannien seit einigen Quartalen einen kräftigen Aufschwung und legte im Kalenderjahr 2014 um 2,6 % zu.

Die Wirtschaft in den USA zeigte mit einem Wachstum von 2,4% im Jahr 2014 eine sehr positive Entwicklung. Der Aufschwung wurde maßgeblich von der Privatwirtschaft getragen. Die Wirtschaftsleistung Chinas lag im Gesamtjahr 2014 mit einem Wachstum von 7,4% unter den prognostizierten Wachstumszielen, blieb aber die mit Abstand dynamischste der großen Volkswirtschaften. Die übrigen BRIC-Nationen zeigten ein gemischtes Bild. Indien konnte mit einem Wachstum von 7,2% beträchtlich zulegen, Brasilien und Russland standen mit einem leichten Wachstum von 0,1% bzw. 0,6% kurz vor einer Rezession. Während sich in Brasilien ein Reformstau bemerkbar machte, wirkten sich in Russland der Konflikt mit der Ukraine, Wirtschaftssanktionen sowie der Ölpreisverfall negativ auf die Wirtschaftsentwicklung aus. In seiner jüngsten Konjunkturprognose vom April 2015 zeichnet der IWF für die globale Entwicklung ein verhalten positives Bild und erwartet für 2015 ein globales Wirtschaftswachstum von 3,5% und in 2016 von 3,8%. Da sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen unmittelbar

1 Quelle: Prognose des IWF, World Economic Outlook, April 2015

auf die Bau- und Bauzulieferindustrie auswirken, beobachtet die Zumtobel Group AG die Entwicklungen und die entsprechenden Frühindikatoren sehr genau.

4.5.3 Die Zumtobel Group Aktie

Für die Zumtobel Group Aktionäre verlief das Geschäftsjahr 2014/15 ausgesprochen erfreulich. Von Anfang Mai 2014 bis Ende April 2015 konnten sich die Anleger über eine Kursperformance von 63,0% freuen. Damit entwickelte sich die Zumtobel Group Aktie deutlich besser als der österreichische Leitindex ATX (plus 2,4%). Während der ersten beiden Quartale des Geschäftsjahres bewegte sich die Aktie seitwärts und erreichte am 20. Oktober 2014 mit 12,935 EUR ihr Jahrestief. In den letzten beiden Quartalen legte der Kurs kontinuierlich zu. Hauptgründe dafür waren die soliden Finanzzahlen, die Erholung der europäischen Wirtschaft mit positiven Impulsen für die Bauwirtschaft sowie positive Effekte aus der strategischen Neuausrichtung der Zumtobel Group. Das Jahreshoch wurde am 29. April 2015 bei 25,4 EUR erreicht. Die Aktie beendete das Geschäftsjahr am 30. April 2015 mit einem Schlusskurs von 24,445 EUR.

Schlusskurs 30.04.14 EUR 15,000 Währung EUR
Schlusskurs 30.04.15 EUR 24,445 ISIN AT0000837307
Performance GJ 2014/15 63,0% Börsenkürzel Wiener Börse (XETRA) ZAG
Marktkapitalisierung am 30.04.15 1.063 Mio EUR Marktsegment Prime Market
Höchstkurs am 29.04.15 EUR 25,400 Reuters Symbol ZUMV.VI
Tiefstkurs am 20.10.14 EUR 12,935 Bloomberg Symbol ZAG AV
Ø tägl. Handelsvolumen (Stück) 99.111 Anzahl der Aktien 43.500.000

Kennzahlen zur Zumtobel Aktie im GJ 2014/15

Die Marktkapitalisierung der Zumtobel Group AG veränderte sich im Berichtsjahr 2014/15 analog zum Aktienkurs. Auf Basis einer gegenüber dem Vorjahr unveränderten Zahl von 43,5 Millionen Inhaberstammaktien wurde das Unternehmen zum 30. April 2015 mit 1.063 Mio EUR (Vorjahr 653 Mio EUR) bewertet. Im Ranking bezüglich der Indexmitgliedschaft im ATX belegte das Unternehmen per 30. April 2015 im Vergleich zu den größten börsennotierten Unternehmen Österreichs Platz 16 in Bezug auf die Marktkapitalisierung und Platz 20 in Bezug auf das Handelsvolumen. Der durchschnittliche Tagesumsatz an der Wiener Börse verringerte sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr von 104.035 auf 99.111 Stück (Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht). Die Aktionärsstruktur der Zumtobel Group AG hat sich gegenüber dem Jahresabschluss 2013/14 nicht wesentlich verändert. Die Familie Zumtobel ist mit einem Anteil von 35,4% der Stimmrechte weiterhin der seit dem Börsengang etablierte stabile Kernaktionär der Zumtobel Group AG. Darüber hinaus hielt zum 30. April 2015 der institutionelle Investor BlackRock Inc. eine Beteiligung von über 5%. Der Rest der Anteilscheine liegt nach Kenntnis des Unternehmens zum Großteil bei institutionellen Investoren. Zum Bilanzstichtag lag der Bestand eigener Anteile bei 353.863 Stück (Vorjahr 360.940 Stück).

4.5.4 Geschäftsverlauf (inklusive finanzielle Leistungsindikatoren)

Die Entwicklung der Zumtobel Gruppe wird im Rahmen der Konsolidierung auf Konzernebene dargestellt. In diesem Zusammenhang wird auch auf den Konzernlagebericht und Konzernabschluss 2014/15 verwiesen.

4.5.4.1 Ertragslage

Die Nettoumsatzerlöse in Höhe von 35,8 Mio EUR (Vorjahr 33,8 Mio EUR) beinhalten IT-Dienstleistungen in Höhe von 21,1 Mio EUR (Vorjahr 20,0 Mio EUR), Mieteinnahmen in Höhe von 8,0 Mio EUR (Vorjahr 7,9 Mio EUR) sowie sonstige Umlagen in Höhe von 6,7 Mio EUR (Vorjahr 5,9 Mio EUR).

Das Betriebsergebnis verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um 8,0 Mio EUR auf minus 22,8 Mio EUR, insbesondere aufgrund des gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Personal- und Beratungsaufwands. Die Erträge aus verbundenen Unternehmen beliefen sich wie im Vorjahr auf 35,0 Mio EUR. Aus der Tridonic GmbH & Co KG (Obergesellschaft des Components Segments) wurden 10,0 Mio EUR entnommen (Vorjahr 10,0 Mio EUR) und die Ausschüttung der Zumtobel Lighting GmbH als Obergesellschaft des Lighting Segments belief sich auf 25,0 Mio EUR (Vorjahr 25,0 Mio EUR). Das Jahresergebnis lag bei minus 1,7 Mio EUR (Vorjahr plus 19,3 Mio EUR).

4.5.4.2 Vermögenslage

Die unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen ausgewiesenen Beteiligungen betreffen in Höhe von 511,8 Mio EUR die Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn (Produktions- und Holdinggesellschaft für das Lighting Segment der Zumtobel Group AG), in Höhe von 62,7 Mio EUR die Tridonic GmbH & Co KG, Dornbirn (Produktionsunternehmen und Holdinggesellschaft für das Components Segment der Zumtobel Group AG), und in Höhe von 10,8 Mio EUR die Zumtobel LED Holding GmbH, Lustenau (Holdinggesellschaft für den Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen im In- und Ausland).

Das Eigenkapital der Zumtobel Group AG veränderte sich im Wesentlichen aufgrund der Einstellung des Jahresfehlbetrages in Höhe von 1,7 Mio EUR und der Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 7,8 Mio EUR am 1. August 2014.

Zum 30. April 2015 umfassen die Kapitalrücklagen gebundene Rücklagen in Höhe von 311,6 Mio EUR (Vorjahr 311,6 Mio EUR) sowie nicht gebundene Rücklagen in Höhe von 54,4 Mio EUR (Vorjahr 54,4 Mio EUR). Die gebundene Kapitalrücklage beträgt 286,5% des Grundkapitals und weist demnach die gesetzlich erforderliche Höhe auf. Die Gewinnrücklagen (25,7 Mio EUR) enthalten wie im Vorjahr ausschließlich andere (freie) Rücklagen.

Für die Dividendenausschüttung steht der Zumtobel Group AG im Geschäftsjahr 2014/15 durch den Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 62,1 Mio EUR ein Bilanzgewinn von insgesamt 60,4 Mio EUR (Vorjahr 69,8 Mio EUR) zur Verfügung. Die Zumtobel Group verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik. Die Höhe der Dividende hängt neben der laufenden Ertragskraft auch von den Gewinnprognosen und der erwarteten wirtschaftlichen Gesamtentwicklung ab. Vor dem Hintergrund der deutlich verbesserten operativen Entwicklung im Berichtsjahr sowie eines stabilen konjunkturellen Umfelds in Europa plant der Vorstand dem Aufsichtsrat und in Folge der Hauptversammlung der Zumtobel Group AG, die am 24. Juli 2015 stattfindet, eine Dividende von 22 Eurocent je Aktie für das Geschäftsjahr 2014/15 vorzuschlagen (Vorjahr 18 Eurocent). Die Eigenkapitalquote der Zumtobel Group AG belief sich zum 30. April 2015 auf 82,0% (Vorjahr 86,3%).

4.5.4.3 Finanzlage

Zur Sicherung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hält die Zumtobel Group einerseits Liquidität in Form von mehrheitlich täglich verfügbaren Bankguthaben, um erwartete betriebliche Aufwendungen und finanzielle Verbindlichkeiten bedienen zu können, und verfügt andererseits über umfangreiche Betriebsmittelkreditlinien, um Liquiditätsschwankungen auszugleichen, die durch den Geschäftsverlauf auftreten. Zum Bilanzstichtag 30. April 2015 stehen der Gruppe kurzfristige Kontokorrentkreditlinien in Höhe von insgesamt 93,4 Mio EUR (Vorjahr 89,0 Mio EUR) zur Verfügung. Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung stellt der am 08. November 2011 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Oktober 2016 und einem derzeit maximal ausnutzbaren Rahmen von 350 Mio EUR dar. Davon sind zum 30. April 2015 insgesamt 80 Mio EUR (Vorjahr 170 Mio EUR) in Anspruch genommen worden. Der zum 30. April 2014 von der Zumtobel Group AG genutzte Kreditrahmen innerhalb des Konsortialkreditvertrages in Höhe von 30 Mio EUR wurde im Berichtsjahr zur Gänze zurückgezahlt. An Stelle des rückgeführten Kreditrahmens stehen der Zumtobel Group AG zwei weitere langfristige Kreditverträge über je 40 Mio EUR mit endfälliger Tilgung und einer Laufzeit bis September 2018 beziehungsweise Januar 2020 zur Verfügung, die auf bilateraler Basis vereinbart wurden. Diese beiden Kredite sind per 30. April 2015 vollständig in Anspruch genommen worden. Die Finanzierung ist an die Einhaltung von Financial Covenants (Schuldendeckungsgrad kleiner als 3,5 sowie Eigenkapitalquote größer als 25%) geknüpft. Zum 30. April 2015 wurden die Financial Covenants dank eines Schuldendeckungsgrades von 1,48 (Vorjahr 1,57) und einer Eigenkapitalquote von 29,6% (Vorjahr 32,5%) des Zumtobel Konzerns vollumfänglich eingehalten.

Um die Liquidität im Konzern besser und effektiver steuern zu können, wird für die wesentlichen Länder Europas ein Cash-Pooling-System angewendet. Dadurch wird ein zinsoptimaler Ausgleich von kurzfristigen Liquiditätsüber- und -unterdeckungen ermöglicht und der Bedarf an kurzfristigen unbesicherten Kontokorrentkrediten reduziert.

4.5.4.4 Zweigniederlassungen

Zum 30. April 2015 hatte die Zumtobel Group AG keine Zweigniederlassungen.

4.5.4.5 Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Nach dem Bilanzstichtag zum 30. April 2015 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung für die Gesellschaft eingetreten, die zu einer Änderung der Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage geführt hätten.

4.5.5 Mitarbeiter

Qualifizierte, engagierte und leistungsbereite Mitarbeiter tragen wesentlich zum unternehmerischen Erfolg der Zumtobel Group bei. Mit ihrer fachlichen und persönlichen Kompetenz, ihrer Passion für das Thema Licht, aber auch dank konsequenter Kundenorientierung und mit viel Innovationsgeist schaffen sie anspruchsvolle Lichtlösungen, die weltweit Maßstäbe setzen.

Der Zentralbereich Corporate Human Resources (CHR) leitet in enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung die strategischen Schwerpunkte der Personalpolitik aus der Unternehmensstrategie ab. Dabei erarbeitet CHR unter anderem in den Bereichen Weiterbildung, Vergütung, Arbeitgebermarke unter Einbindung der lokalen HR-Business Partner globale Richtlinien, Prozesse und Projekte, die für die gesamte Zumtobel Group Gültigkeit haben. Bei der Umsetzung strategischer Projekte wird besonderes Augenmerk auf die Einbindung des lokalen Know-hows sowie auf das Training der HR-Business Partner gelegt.

4.5.6 Bericht über die Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung (F&E) ist durch die Entwicklung und Anwendung neuer Technologien ein entscheidender Erfolgsfaktor für die Zumtobel Group. Die eigentliche Produktentwicklung liegt in der Zuständigkeit der einzelnen Marken. Auf Gruppen- bzw. AG-Ebene sind insbesondere koordinative Aufgaben wie Forschungsförderung und Gremienarbeit, die Standardisierung und Weiterentwicklung der Werkzeuge wie CAD- und Simulationsprogramme sowie die Anmeldung, Verwaltung und Verteidigung der Schutzrechte angesiedelt. Ebenfalls auf Gruppenebene behandelt werden die Themen Standardisierung von LED-Modulen und -Drivern sowie das Technologie-Scouting.

4.5.7 Berichterstattung über wesentliche Merkmale des Internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

4.5.7.1 Internes Kontrollsystem

Die Zumtobel Group AG orientiert sich beim Internen Kontrollsystem (IKS) sowie beim Risikomanagement seit vielen Jahren an den methodischen Grundlagen der Rahmenwerke des Committee of the Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO): Dies ist zum einen das COSO "Internal Control – Integrated Framework" und zum anderen das "Enterprise Risk Management – Integrated Framework". Hinzu kommt im Bereich der IT-Kontrollen das COBIT IT Governance Framework von ISACA (Information Systems Audit and Control Association). Das Interne Kontrollsystem ist definiert als die Gesamtheit der in die Prozesse integrierten Überwachungs- und Steuerungsmaßnahmen zur Sicherung der Vermögenswerte des Unternehmens, der Vollständigkeit und Zuverlässigkeit von Informationen und Systemen, der Wirtschaftlichkeit und Effektivität von Prozessen sowie der Compliance mit gesetzlichen, vertraglichen und internen Regelungen. Die Verantwortung für die Implementierung und Überwachung des Internen Kontrollsystems liegt beim prozessverantwortlichen Management und wird auf zentralen wie dezentralen Ebenen wahrgenommen. Die übergreifenden Rahmenbedingungen werden zentral vom Vorstand vorgegeben und sind in der Corporate Policy on Internal Control System schriftlich fixiert. Die Umsetzung dieser Regelungen erfolgt durch das Linienmanagement. Die Konzernrevision (Corporate Internal Audit) als unabhängige Prüfungsinstanz unterstützt die Organisation bei der laufenden Überwachung und Verbesserung des Internen Kontrollsystems. Das Interne Kontrollsystem der Zumtobel Group AG stützt sich seit Jahren unter anderem auf folgende Schlüsselkontrollen:

  • >> Integrität und ethische Werte
  • >> Transparente Organisationsstruktur
  • >> Systematisch definierte Unternehmensrichtlinien und Verfahren (Policies & Procedures)
  • >> Klare Zuweisung von Rollen und Verantwortlichkeiten
  • >> Klar definierte Entscheidungskompetenz und Verantwortlichkeit mit entsprechend gestaffelten Freigabe- und Genehmigungsverfahren
  • >> Angemessene Dokumentation der Prozesse
  • >> Funktionstrennung und Vier-Augen-Prinzip
  • >> Vollständigkeitskontrollen, Plausibilitätsprüfungen, Quervergleiche und Abweichungsanalysen
  • >> Abstimmungsverfahren, Konsistenz- und Gültigkeitsprüfungen
  • >> Analytical Reviews durch die Fachbereiche und das Management
  • >> Angemessene allgemeine IT-Kontrollen (IT General Controls)
  • >> IT-Anwendungskontrollen wie Mussfelder, Prüfziffern und Logikabfragen (IT Application Controls)
  • >> Laufende und gezielte Beurteilung durch das Management
  • >> Prüfungen durch die Konzernrevision

Bei der Ausgestaltung der einzelnen Kontroll- und Steuerungsmaßnahmen orientiert sich die Zumtobel Group AG an folgenden Grundsätzen:

  • >> Das Interne Kontrollsystem wird als ein integraler Bestandteil der Unternehmensprozesse verstanden und ist kein separates, von den betrieblichen Prozessen getrenntes System.
  • >> Das Interne Kontrollsystem ist risikoorientiert, d.h. die Überwachungs- und Steuerungsmaßnahmen sind dem Umfang und der Intensität des zu kontrollierenden Risikos angemessen (Kosten-Nutzen-Betrachtung).
  • >> Präventive Kontrollen sind aufdeckenden und korrigierenden Kontrollen vorzuziehen.
  • >> Primär sollen automatisierte Kontrollmaßnahmen zum Einsatz kommen. Wo das nicht möglich oder sinnvoll ist, werden organisatorische bzw. manuelle Kontrollen verwendet.

Die schriftliche Dokumentation der Prozesse, des Internen Kontrollsystems sowie der durchgeführten Kontrollen ist so gestaltet, dass sich ein sachverständiger Dritter in angemessener Zeit ein verlässliches Bild über Prozesse, Risiken und Kontrollen verschaffen kann.

Internes Kontrollsystem in der Finanzberichterstattung

Die Corporate Policy on Internal Control System enthält eine umfassende Darstellung der für die Finanzberichterstattung der Zumtobel Group AG wichtigen Prozesse und Systeme:

  • >> Jahres- und Quartalsabschlüsse sowie Konzernabschlüsse der Zumtobel Group AG und der wesentlichen Konzerngesellschaften, jeweils inklusive Lagebericht und Anhang sowie Unterlagen und Informationen für Analysten, Investoren und Roadshows.
  • >> Alle für die Finanzberichterstattung wesentlichen IT-Systeme, was neben den buchführenden Systemen auch wichtige Systeme für die Veröffentlichung der Finanzberichte umfasst.

Zur schriftlichen Dokumentation der Prozesse und des Internen Kontrollsystems in der Finanzberichterstattung ist im Intranet der Zumtobel Group AG ein eigenes Themenportal eingerichtet. Es enthält unter anderem die sogenannte COSO-Matrix, in der entlang der fünf Komponenten des COSO-Modells (Internal Environment, Risk Management, Control Activities, Information & Communication, Monitoring) die wesentlichen Merkmale des Internen Kontrollsystems dargestellt sind. Das Interne Kontrollsystem der Zumtobel Group AG wird hinsichtlich Wirksamkeit und Effizienz fortlaufend an sich ändernde Bedingungen und neu identifizierte Risiken und Chancen angepasst.

4.5.7.2 Risikomanagementsystem

Die Zumtobel Group AG ist sich bewusst, dass ein angemessenes Chancen- und Risikomanagementsystem – ebenso wie ein Internes Kontrollsystem – ein wesentlicher Beitrag zum Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsposition ist. In der Zumtobel Group AG bedeutet Risikomanagementdie aktive Auseinandersetzung mit Risiken zur Sicherung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und gleichermaßen das Erkennen von Chancen sowie die Abwägung von unternehmerischen Entscheidungen. Ziel des Risikomanagements ist es, durch einen systematischen Ansatz Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, um so aktiv durch geeignete Maßnahmen auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren zu können. Bei der Zumtobel Group AG ist das Risikomanagement ein eigenständiger, strategisch ausgerichteter Prozess sowie Teil der operativen Führungsarbeit. Basisinstrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind neben einer konzernweit implementierten Risikomanagement-Software standardisierte Planungs- und Controlling-Prozesse, konzernweite Richtlinien, eine laufende Berichterstattung sowie das Interne Kontrollsystem.

Die in der Konzernzentrale als Teil des Konzerncontrollings angesiedelte Funktion "Corporate Risk Management" ist für die ständige Weiterentwicklung des Risikomanagement-Prozesses sowie für die Koordination des gruppenweiten Risikomanagements und die Risikoüberwachung zuständig. Das Risikomanagementsystem der Zumtobel Group AG ist eng mit den Controlling-Prozessen und dem Internen Kontrollsystem verknüpft. Das bei der Zumtobel Group AG implementierte Risikomanagementsystem basiert ebenso wie das Interne Kontrollsystem auf den methodischen Grundlagen des COSO-Modells.

Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken kommt dem Berichtswesen eine zentrale Bedeutung zu. Der Vorstand wird regelmäßig von den operativen Geschäftsführungen über die aktuelle und die zu erwartende Geschäftsentwicklung sowie über vorhandene Risiken und Chancen informiert. Darüber hinaus existiert neben dem monatlichen Managementbericht, der eine Zusammenfassung der wesentlichen Finanzkennzahlen als auch Performance-Entwicklungen aufzeigt, ein Risikobericht, welcher die kritischen Erfolgsfaktoren und kurzfristigen Risikothemen der einzelnen Geschäftsbereiche und des Konzerns abbildet. Der Aufsichtsrat wird jedes Quartal mithilfe eines Risikoberichts sowie halbjährlich im Rahmen des Prüfungsausschusses über die wesentlichen Risiken und Chancen der Gruppe in Kenntnis gesetzt. Die Risikoermittlungsund Bewertungsverfahren und Werkzeuge der Gruppe werden unter Hinzuziehung der Internen Revision und des Abschlussprüfers ständig verbessert und weiterentwickelt. Der Konzernabschlussprüfer beurteilt im Zweijahresrhythmus die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements der Zumtobel Group AG und berichtet darüber an Vorstand und Aufsichtsrat. Für eine detailierte Darstellung der wesentlichen Risiken der Zumtobel Group AG wird auch auf den Konzernlagebericht und Konzernabschluss 2014/15 verwiesen.

Risiken im Finanzbereich

Die Aufrechterhaltung und Absicherung einer starken Kapitalbasis ist ein zentrales Anliegen der Zumtobel Group AG.

Marktrisiko

Da die Zumtobel Group AG eine global agierende AG ist, ist diese einer Reihe finanzieller Risiken ausgesetzt. Unter Marktrisiko wird das Risiko verstanden, welches aufgrund von Marktpreisänderungen in fremden Währungen sowie aufgrund von Veränderungen von Zinssätzen und Rohstoffpreisen entsteht und geeignet ist, das Ergebnis der AG und den Marktwert der eingesetzten Finanzinstrumente negativ zu beeinflussen. Die Zielsetzung des Marktrisiko-Managements ist es, die vorhandenen Risiken zu beurteilen und so weit wie möglich wirtschaftlich sinnvoll unter Anwendung geeigneter Maßnahmen zu minimieren. Um diese Risiken abzusichern, setzt die Zumtobel Group AG teilweise derivative Finanzinstrumente gemäß der gültigen Hedging Policy ein. Die Berechnung von stichtagsbezogenen Marktwerten aus Derivaten erfolgt durch eine Treasury-Software basierend auf üblichen anerkannten Berechnungsmethoden. Es werden keine Derivate zu Handels- oder Spekulationszwecken verwendet. Grundsätzlich werden geplante Cashflows, die einem Währungsrisiko unterliegen, rollierend für einen Zeithorizont von durchschnittlich ein bis drei Quartalen durch geeignete Sicherungsgeschäfte abgesichert. Rohstoffpreisrisiken werden nach Möglichkeit durch entsprechende Lieferantenvereinbarungen reduziert.

Liquiditätsrisiko

Zur Sicherung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hält die Zumtobel Group einerseits Liquidität in Form von mehrheitlich täglich verfügbaren Bankguthaben, um erwartete betriebliche Aufwendungen und finanzielle Verbindlichkeiten bedienen zu können und verfügt andererseits über umfangreiche Betriebsmittelkreditlinien, um Liquiditätsschwankungen auszugleichen, die durch den Geschäftsverlauf auftreten. Zum Bilanzstichtag 30. April 2015 stehen der Gruppe kurzfristige Kontokorrentkreditlinien in Höhe von insgesamt 93,4 Mio EUR (Vorjahr 89,0 Mio EUR) zur Verfügung. Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung stellt der am 8. November 2011 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Oktober 2016 und einem derzeit maximal ausnutzbaren Rahmen von 350 Mio EUR dar. Davon sind zum 30. April 2015 insgesamt 80 Mio EUR in Anspruch genommen worden. Neben dem Konsortialkreditvertrag stehen der Zumtobel Group AG zwei weitere langfristige Kreditverträge über je 40 Mio EUR mit endfälliger Tilgung und einer Laufzeit bis September 2018 beziehungsweise Januar 2020 zur Verfügung, die auf bilateraler Basis vereinbart wurden. Diese beiden Kredite wurden im Berichtsjahr vollständig in Anspruch genommen und dienten zur teilweisen Rückführung des Konsortialkredites. Dadurch wurde die durchschnittliche Fristigkeit der Konzernfinanzierung deutlich verlängert. Der zum 30. April 2014 von der Zumtobel Group AG genutzte Kreditrahmen in Höhe von 30 Mio EUR wurde im Berichtsjahr zur Gänze zurückbezahlt.

Zinsänderungsrisiko

Der derzeit unter dem Konsortialkreditvertrag aushaftende Betrag von 80,0 Mio EUR hat aufgrund der Laufzeit bis Oktober 2016 langfristigen Charakter, unterliegt jedoch einer variablen Verzinsung (EURIBOR-Geldmarktzinsen). Die im Berichtsjahr auf bilateraler Basis abgeschlossenen langfristigen Darlehen über jeweils 40,0 Mio EUR weisen eine Festzinsvereinbarung aus und unterliegen daher keinem Zinsänderungsrisiko. Um das Zinsänderungsrisiko für die Mittelfristplanung der Zumtobel Group zu verringern, hat die Zumtobel Group AG als Konzernobergesellschaft mit verschiedenen Banken EUR-Zins-Swaps (Interest Rate Swaps) für ein derzeit wirksames Nominalvolumen von rund 80 Mio EUR abgeschlossen. Diese Zinsinstrumente sind in unterschiedliche Laufzeiten gestaffelt (längstens bis Juni 2019) und tauschen die variablen Zinszahlungen der Finanzierung in Fixzinszahlungen von maximal 2,694%.

Währungsrisiko

Die Devisenmärkte sind weiterhin von hoher Unsicherheit und Volatilität geprägt. Die ergebnisrelevanten Währungsrisiken bestehen insbesondere aus Transaktionseffekten. Auch konzerninterne Dividendenzahlungen oder Darlehen können aus Sicht der lokalen Gesellschaften in Fremdwährungen getätigt werden. Das Translationsrisiko (Umrechnung ausländischer Einzelabschlüsse in die Konzernwährung Euro im Rahmen der Konsolidierung) ist für die Zumtobel Group von untergeordneter Bedeutung und wird nicht abgesichert. Zur Absicherung des Transaktionsrisikos setzt die Zumtobel Group überwiegend Devisenterminkontrakte mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr ein, ergänzend auch Optionen. Die Zumtobel Group AG schließt interne Termingeschäfte mit Konzerngesellschaften der Zumtobel Group zur Absicherung deren Währungskursrisikos ab. Das daraus resultierende Nettoexposure in den einzelnen Währungen wird teilweise zeitgleich, teilweise sukzessive extern durch gegengleiche Derivatgeschäfte mit ausgewählten Banken als Kontraktpartner eingedeckt. Damit ist das Bonitätsrisiko aus Sicherungsgeschäften als äußerst gering einzustufen.

4.5.8 Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen

  1. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 108.750.000 EUR und ist in 43.500.000 zur Gänze einbezahlte, auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien mit einem anteiligen Wert am Grundkapital von 2,50 EUR pro Aktie unterteilt. Sämtliche 43.500.000 Aktien sind in einer Sammelurkunde verbrieft, die bei der Oesterreichischen Kontrollbank (OeKB) hinterlegt ist. Alle Aktien der Gesellschaft unter der ISIN AT0000837307 waren zum Stichtag 30. April 2015 zum Handel an der Wiener Börse zugelassen. Zum 30. April 2015 besaß die Gesellschaft 353.863 Stück eigene Aktien.

  2. Jede Stückaktie gewährt eine Stimme und das Recht zur Teilnahme an Hauptversammlungen der Gesellschaft.

AUGMENTOR Privatstiftung (4.215.752 Aktien), ASTERIX Privatstiftung (4.157.002 Aktien), GWZ Privatstiftung (1.044.660 Aktien), Hektor Privatstiftung (2.310.180 Aktien), ORION Privatstiftung (3.090.752 Aktien), Ingrid Reder (264.088 Aktien), Fritz Zumtobel (176.210 Aktien) und Jürg Zumtobel (144.248 Aktien) (gemeinsam: das "Syndikat") sind Vertragsparteien eines Syndikatsvertrages.

Der Syndikatsvertrag sieht vor, dass sich die Parteien vor einer Hauptversammlung über das Stimmverhalten zu den einzelnen Tagesordnungspunkten abstimmen und ein von den Parteien ernannter Repräsentant das Stimmrecht, wie gemäß Syndikatsvertrag beschlossen, für alle Parteien gemeinsam ausübt. Der Syndikatsvertrag enthält Übertragungsbeschränkungen für die von den Parteien gehaltenen Aktien und gilt, solange die Parteien zusammen mindestens 25% des stimmberechtigten Aktienkapitals der Gesellschaft halten. Der Syndikatsvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2017. Darüber hinausgehende Informationen zum Syndikatsvertrag sind dem Vorstand nicht bekannt.

Es gibt keine statutarischen Übertragungsbeschränkungen. Übertragungsbeschränkungen, die sich aus einer vertraglichen Vereinbarung mit Ausnahme des Syndikatsvertrages ergeben, sind dem Vorstand nicht bekannt.

  1. Zum 30. April 2015 hielt das Syndikat 35,4% des Grundkapitals der Gesellschaft. Zudem hielt der institutionelle Investor BlackRock Inc. eine Beteiligung von über 5%. Weitere meldepflichtige Beteiligungen sind der Gesellschaft nicht bekannt.

  2. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.

  3. Von 2004 bis 2008 gab es ein Stock Option Program (SOP). Aus dem SOP erfolgen seither keine Zuteilungen von Optionen mehr. Das letzte Ausübungsfenster des SOP endete am 30. April 2015. Hierzu sei auf die ausführliche Erläuterung im Konzernanhang Kapitel 2.6.8.4 verwiesen. Insgesamt wurden bis zum 30. April 2015 1.185.348 Aktien zur Bedienung von Mitarbeiterprogrammen an Mitarbeiter weitergegeben.

Das SOP sah im Falle eines Pflichtangebotes oder eines Angebots, das auf die Erlangung einer kontrollierenden Beteiligung im Sinne des Übernahmegesetzes abzielt, vor, dass alle gewährten Optionen (einschließlich der als gewährt geltenden Optionen) am letzten Tag des entsprechenden Angebotes als ausgeübt gelten (ohne dass eine Mitteilung der Gesellschaft erforderlich wäre).

Im Geschäftsjahr 2012/13 wurde für den Vorstand und das obere Management der Zumtobel Group ein Cash-basierter Long Term Incentive (LTI) eingeführt. Die Ausschüttung des LTI wird auf die folgenden drei bis fünf Jahre verteilt. Im Falle eines (erfolgreichen) öffentlichen Übernahmeangebots bleiben die offenen LTI-Forderungen der Vorstandsmitglieder oder Arbeitnehmer gegenüber der Gesellschaft unberührt.

  1. Der Vorstand ist gemäß § 169 AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 25. Juli 2014 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch, sohin bis zum 30. August 2019, das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu weitere EUR 10.875.000 durch Ausgabe von bis zu 4.350.000 Stück neue, auf Inhaber lautende, nennbetragslose Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100% des anteiligen Betrages am Grundkapital gegen Bar- oder Sacheinlage, auch in mehreren Tranchen und auch im Wege des mittelbaren Bezugsrechts gemäß § 153 Abs 6 AktG, zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes Kapital) und das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien auszuschließen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

  2. Scheiden Aufsichtsratsmitglieder vor dem Ablauf ihrer Funktionsperiode aus, so bedarf es einer Ersatzwahl erst in der nächsten ordentlichen Hauptversammlung. Eine Ersatzwahl durch eine außerordentliche Hauptversammlung ist jedoch unverzüglich vorzunehmen, wenn die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder unter drei sinkt. Ersatzwahlen erfolgen für den Rest der Funktionsperiode des ausgeschiedenen Mitgliedes. Das maximal zulässige Alter eines Vorstandsmitglieds zum Zeitpunkt der (erstmaligen oder neuerlichen) Bestellung beträgt 65 Jahre. Für die (erstmalige oder neuerliche) Bestellung eines Aufsichtsratsmitglieds gibt es kein maximal zulässiges Alter. Die vorzeitige Abberufung von Aufsichtsratsmitgliedern ist mit einfacher Stimmmehrheit möglich.

  3. Sofern das Gesetz nicht eine größere Mehrheit oder noch andere Erfordernisse vorschreibt, beschließt die Hauptversammlung mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Weitere, sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebende Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates sowie über Änderungen der Satzung der Gesellschaft bestehen nicht.

  4. Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung für die Zumtobel Group stellt der am 8. November 2011 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Oktober 2016 und einem derzeit maximal ausnutzbaren Rahmen von 350 Mio EUR dar. Davon sind zum 30. April 2015 insgesamt 80 Mio EUR in Anspruch genommen. Der Konsortialkreditvertrag beinhaltet eine Change-of-Control-Klausel bei Änderung der absoluten Mehrheit der Stimmrechte. Neben dem Konsortialkreditvertrag stehen zwei weitere langfristige Kreditverträge über je 40 Mio EUR mit endfälliger Tilgung und einer Laufzeit bis September 2018 beziehungsweise Januar 2020 zur Verfügung, die auf bilateraler Basis vereinbart wurden. Diese beiden Kredite sind per 30. April 2015 vollständig in Anspruch genommen worden.

  5. Die Vorstandsverträge enthalten eine Change-of-Control-Klausel. Im Falle einer Übernahme der Gesellschaft durch einen neuen Mehrheitsaktionär steht den Vorstandsmitgliedern das Recht zu, ihr Mandat einseitig zurückzulegen. In diesem Fall erhalten die Vorstandsmitglieder die fixen und variablen Bezüge bis zum ursprünglich vereinbarten Ablauf des Vertrages, mindestens jedoch für die Dauer von zwölf Monaten. Darüber hinaus haben die Vorstandsmitglieder keine besonderen Ansprüche oder Anwartschaften im Falle der Beendigung ihrer Funktion.

4.5.9 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

Ein wesentliches Risiko für die Geschäftsentwicklung der Zumtobel Group besteht in der unsicheren konjunkturellen Entwicklung der wichtigsten Absatzmärkte, insbesondere in Europa. Eine erneute Abschwächung der Konjunktur könnte dazu führen, dass sich der Auftragseingang der Zumtobel Group deutlich verringert und bestehende Aufträge verzögert oder storniert werden. Darüber hinaus könnten verstärkte Sparanstrengungen bei den Ausgaben durch die öffentliche Hand sowie ein verstärkter Lagerabbau durch die Großhändler die Umsatzentwicklung belasten. Dadurch ergeben sich Risiken in Bezug auf die allgemeine Ergebnisentwicklung, belastet durch Unterauslastung in der Produktion, erhöhten Preisdruck und negative Produktmixverschiebungen. Gegebenenfalls notwendige Maßnahmen zur Anpassung der Strukturkosten und Kapazitäten an ein schwieriger werdendes Marktumfeld oder im Rahmen der organisatorischen beziehungsweise strategischen Neuausrichtung der Zumtobel Group könnten zu zusätzlichen Restrukturierungsaufwendungen führen, die das Ergebnis negativ beeinträchtigen könnten.

Dank der umfassenden Restrukturierung im Geschäftsjahr 2014/15 wurde ein solides Fundament geschaffen, um im Jahr 2015/16 weiteres Wachstum zu realisieren und Kostensynergien aus der strategischen Neuausrichtung der Zumtobel Group zu heben. Ergänzend dazu werden im Geschäftsjahr 2015/16 zusätzliche Optimierungsmöglichkeiten in den Strukturkosten fortlaufend evaluiert.

In der europäischen Bauwirtschaft haben sich im Berichtsjahr die Anzeichen für eine Trendwende von einem über viele Jahre rückläufigen hin zu einem leicht wachsenden Marktumfeld verfestigt. In der professionellen Beleuchtungsindustrie verstärkt sich dieser positive Trend durch den Technologiewandel hin zu LED. Damit entkoppelt sich derzeit zu einem gewissen Grad die Nachfrage in der professionellen Beleuchtungsindustrie von den Neubauaktivitäten im Gewerbebau.

Dank der Mehrmarkenstrategie verfügt die Zumtobel Group über einen sehr breit gefächerten Marktzugang, über profundes Know-how in der Lichtanwendung sowie eine starke Technologieposition. All dies und die umfassende Abdeckung der Wertschöpfungskette bringen die Gruppe in eine ausgezeichnete Position, um von den Wachstumsimpulsen der Branche überdurchschnittlich zu profitieren. Darüber hinaus investiert der Konzern gezielt in den Ausbau der Kompetenzen und Kapazitäten in den Bereichen intelligente Steuerungen und Datenmanagement, Servicegeschäft und weitere innovativer Geschäftsmodelle. Die Leuchte mit ihren zunehmend digitalen Komponenten wird in Zukunft immer mehr Teilnehmer im Internet der Dinge (IoT).

Insgesamt erwartet der Vorstand für das kommende Geschäftsjahr 2015/16 ein Umsatzwachstum von rund 5% und ein operatives Ergebnis (bereinigtes EBIT) von 90 bis 100 Mio EUR (GJ 2014/15: 66,5 Mio EUR). Damit liegt die Zumtobel Group auch weiterhin im Plan, die bereinigte EBIT-Marge bis 2016/17 schrittweise auf etwa 8% bis 10% zu steigern.

Dornbirn, am 12. Juni 2015

Der Vorstand

Ulrich Schumacher Karin Sonnenmoser Chief Executive Officer (CEO) Chief Financial Officer (CFO)

Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der

Zumtobel Group AG, AG, Dornbirn,

für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2014 bis vom 1. bis zum 30. April 201 zum 30. 2015 unter Einbeziehung der Buchführu 5 ng geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 30. April 2015, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 30. April 2015 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Ja Verantwortung der Jahresabschluss und die Buchführung hresabschluss Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung Verantwortung des Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. April 2015 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2014 bis zum 30. April 2015 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 12. Juni 2015

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steueberatungsgesellschaft

Mag. Thomas Smrekar ppa Mag. Renate Vala

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses mit unserem Bestätigungsvermerk darf nur in der von uns bestätigten Fassung erfolgen. Dieser Bestätigungsvermerk bezieht sich ausschließlich auf den deutschsprachigen und vollständigen Jahresabschluss samt Lagebericht. Für abweichende Fassungen sind die Vorschriften des § 281 Abs 2 UGB zu beachten.

Einzelabschluss Einzelabschluss

Zumtobel Group AG 1. Mai 2014 bis 30. April 2015

Service Zumtobel Group AG 1. Mai 2014 bis 30. April 2015

5. Service

Finanzkennzahlen ___________ 193
Abkürzungen und Fachbegriffe _____________ 194
Finanzterminplan ___________ 196
Kontaktinformation _________ 196
Finanzberichte _____________ 196
Mehr Informationen _________ 196
Impressum __________ 196
Disclaimer __________ 197

1. Service

Finanzkennzahlen

CAPEX Investitionen in Anlagevermögen
Eigenkapitalquote = Eigenkapital in Prozent der Bilanzsumme
EBIT Gewinn vor Finanzergebnis und Ertragsteuern
Bereinigtes EBIT EBIT bereinigt um Sondereffekte
Bereinigte EBIT-Marge = bereinigtes EBIT in Prozent vom Umsatz
EBITDA Gewinn vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen
Mitarbeiterproduktivität = bereinigtes EBIT in Prozent von Personalkosten
Nettoverbindlichkeiten = Langfristige Finanzschulden + Kurzfristige Finanzschulden – Liquide Mittel –
Kurzfristige Finanzforderungen gegenüber assoziierten Unternehmen
Schuldendeckungsgrad = Nettoverbindlichkeiten dividiert durch EBITDA
Verschuldungsgrad (Gearing) = Nettoverbindlichkeiten in Prozent vom Eigenkapital
WACC (Weighted Average Cost of Capital) = Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten
(Fremdkapital und Eigenkapital)
Working Capital (Betriebsmittel) = Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen – Erhaltene Anzahlungen

Abkürzungen und Fachbegriffe

Betriebsgerät Die meisten künstlichen Lichtquellen, mit Ausnahme von Glühlampen und Halogenlampen,
benötigen ein spezielles Betriebsgerät für Start und Betrieb. Abhängig vom Lampentyp
werden diese als Vorschaltgeräte, Konverter, Zündgeräte oder Transformatoren bezeichnet.
COB Chip on Board. Verfahren zur Bestückung einer Leiterplatte. Der ungehäuste LED-Chip wird
direkt auf der Platine verklebt und über die "Bond-Drähte" kontaktiert. Dann wird der
Phosphor
zur
Lichtkonversion
aufgebracht.
Fallweise
verbessert
eine
zusätzliche
Kunststofflinse die Lichtverteilung. Je nach Ausprägung der Linse kann eine COB-LED somit
sehr eng oder sehr breit strahlend sein.
Lampe Lampen sind künstliche Lichtquellen. Es gibt viele verschiedene Arten, die sich durch die
Methode der Lichterzeugung, den abgegebenen Lichtstrom, die aufgenommene Leistung, die
Lichtausbeute, die Geometrie, die spektrale Zusammensetzung der abgegebenen Strahlung,
ihre Eigenhelligkeit und ihre Lichtabstrahlcharakteristik unterscheiden.
LED/Licht emittierende Dioden Eine LED oder Lumineszenzdiode ist ein kleines elektronisches Bauteil, ein Halbleiter, der Licht
erzeugt, wenn er von Strom durchflossen wird. LEDs sind energiesparend und zeichnen sich
durch eine lange Lebensdauer aus. Am häufigsten sind sie in den Farben Rot, Grün, Blau,
Amber oder Weiß. Durch die Mischung der einzelnen Strahlungsanteile können LED-Module
beliebige Farben erzeugen. LEDs erzeugen gerichtetes Licht (Punktlichtquelle).
LED-Chip Lichterzeugendes Halbleiterbauteil (wird von der Zumtobel Gruppe zugekauft)
LED-Komponente Eingehäuster LED-Chip mit integriertem Schaltkreis oder Widerstand. Bei weißen LEDs wird
auf dem Chip eine Phosphorbeschichtung aufgebracht, die das blaue Licht in weißes Licht
konvertiert.
LED-Konverter LED-Betriebsgerät. Dieses stellt für ein LED-Modul Spannung und Strom bereit (wird im
Englischen auch als "driver" bezeichnet).
LED-Lampe Künstliche Lichtquelle auf Basis von LED-Technologie. Dazu zählen auch sogenannte LED
Retrofit-Lampen, deren Formgebung und Sockel den Maßen herkömmlicher Leuchtmittel
entsprechen (z. B. Glühlampen- oder Leuchtstofflampenersatz).
LED-Light Engine Dieser Begriff wird in der Branche für ein LED-Modul in Verbindung mit einem Konverter
verwendet. Im Deutschen wird dafür auch der Begriff "LED-Modul" verwendet.
LED-Modul Eine Einheit, die als Lichtquelle dient. Eine oder mehrere LEDs bestückt und verdrahtet auf
eine Leiterplatte mit Optik (z. B. Kunststofflinse) und fallweise weiteren elektronischen
Bauteilen (Widerstände, Asics, Transistoren etc.). Hochleistungs-Module benötigen zusätzlich
einen Kühlkörper zur Wärmeleitung.
Lichtausbeute Lichtausbeute ist das Maß für die Wirtschaftlichkeit einer Lampe. Sie sagt aus, wie viel
Lichtstrom (lm) pro eingesetzter elektrischer Energie (W) eine Lampe erzeugt. Je höher das
Verhältnis Lumen pro Watt, desto besser setzt eine Lampe die eingebrachte Energie in Licht
um und desto effizienter ist sie somit.
Lichtlösungen Unter einer Lichtlösung versteht die Zumtobel Gruppe den geplanten, auf eine spezifische
Architektur- und Anwendungssituation ausgerichteten, kombinierten Einsatz von Leuchten,
Lichtmanagement und Notbeleuchtung mit der Zielsetzung, eine oder mehrere gewünschte
Lichtstimmungen/Beleuchtungssituationen zu erreichen. Eine Lichtlösung stellt somit immer
eine Kombination aus Produkten und Dienstleistungen dar und kann nur gemeinsam mit dem
Kunden erarbeitet werden.
Leuchten Leuchten sind Vorrichtungen, in denen die Lampe und das Betriebsgerät montiert, betrieben
und geschützt werden. Sie steuern die Verteilung von Licht und Wärme, gewährleisten die
Bereitstellung der geeigneten elektrischen Energie über Komponenten und stellen die
optische
Vorrichtung
bereit,
in
der
die
Lampe
untergebracht
ist.
Der
gesamte
Beleuchtungskörper inklusive aller für Befestigung, Betrieb und Schutz der Lampe
notwendigen Komponenten ist die "Leuchte". Die Leuchte schützt die Lampe, verteilt und
lenkt deren Licht und verhindert, dass es blendet. Die Differenzierung von Leuchten kann
nach der Art der Lampen (für Glühlampen, für Leuchtstofflampen, für Entladungslampen)
erfolgen, nach der Anzahl der Lampen (ein-, zweilampig usw.), nach dem Einsatzort
(Innenleuchten, Außenleuchten), nach der Schutzart (Leuchten für trockene, feuchte und
staubige Räume), nach der Bauart (offene Leuchten, geschlossene Leuchten, Reflektorleuchten,
Spiegelleuchten, Rasterleuchten, Wannenleuchten, Scheinwerfer), nach der Montageart
(Wand-, Decken-, Pendel- oder Handleuchten) und nach dem Verwendungszweck (technische
Leuchten, dekorative Leuchten oder Effektleuchten).
OLED Organische Leuchtdiode. Ein dünnfilmiges, leuchtendes Bauelement aus halbleitenden
organischen Materialien. Im Aufbau besteht eine OLED aus einem Schichtsystem, das sich
zwischen zwei Elektroden befindet. Beim Anlegen eines Stroms wird Licht erzeugt, welches
durch mindestens eine der Elektroden austritt. OLEDs erzeugen flächiges Licht.
OLED-Modul Ein oder mehrere OLED-Panels kombiniert mit einer optischen Auskoppeleinheit und einem
Kontaktierungssystem integriert in einem Gehäuse.
OLED-Panel Organische Leuchtdiode, die luftdicht verschlossen auf einer Folie, einer Glasplatte oder einer
Metallfläche aufgebracht ist.
OLED-Stack Schichtsystem, das aus mehreren dünnen organischen Schichten aufgebaut ist und Licht mit
einem spezifischen Spektrum aussendet.
SMD Surface Mounted Device (oberflächenmontiertes Bauelement). Alternatives Verfahren zur
Bestückung einer Leiterplatte. Bei diesem Verfahren wird der LED-chip zunächst in ein
Gehäuse montiert, danach direkt auf die Leiterplatte bestückt und anschließend im Lötbad
kontaktiert.
Vorschaltgerät Vorschaltgeräte
sind
elektrische
Vorrichtungen
zum
Betrieb
von
Leuchtstoff-
oder
Hochdruckentladungslampen (HID), die genügend Spannung für das Starten und den Betrieb
der Lampe liefern und danach den Strom während des Betriebs begrenzen. Vorschaltgeräte
sind in magnetischer oder elektronischer Ausführung sowie in der elektronischen Variante in
dimmbarer und schaltbarer Version erhältlich.

Finanzterminplan

  1. ordentliche Hauptversammlung 24. Juli 2015 Ex-Dividendentag 28. Juli 2015 Dividendenzahltag 31. Juli 2015 Bericht zum 1. Quartal 2015/16 (1. Mai 2015 – 31. Juli 2015) 08. September 2015 Bericht zum 1. Halbjahr 2015/16 (1. Mai 2015 – 31. Oktober 2015) 09. Dezember 2015 Bericht zum 3. Quartal 2015/16 (1. Mai 2015 – 31. Januar 2016) 02. März 2016

Kontaktinformation

Harald Albrecht Astrid Kühn-Ulrich Head of Investor Relations Head of Corporate Communications Telefon +43 (0)5572 509-1125 Telefon +43 (0)5572 509-1570 E-Mail [email protected] E-Mail [email protected]

Finanzberichte

Investor Relations Relations Presse/Unternehmens Presse/Unternehmenskommunikation ommunikationommunikation

Sie finden unsere Finanzberichte zum Download in deutscher und englischer Sprache unter http://www.zumtobelgroup.com. Der Geschäftsbericht 2014/15 wird auf der 39. ordentlichen Hauptversammlung veröffentlicht. Gerne senden wir Ihnen die Printfassung zu, Bestellungen über Telefon +43 (0)5572 509-1125.

Mehr Informationen

zur Zumtobel Group AG und unseren Marken finden Sie im Internet unter:

www.zumtobelgroup.com www.zumtobel.com www.thornlighting.com www.tridonic.com

Impressum

Herausgeber: Zumtobel Group AG, Investor Relations, Harald Albrecht Koordination Finanzen: Jan Güstemeyr Covergestaltung (Coverdesign): Green Dragon Office, Los Angeles Copyright: Zumtobel Group AG 2015

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Disclaimer

Dieser Jahresfinanzbericht enthält Aussagen über zukünftige Entwicklungen, die auf derzeit zur Verfügung stehenden Informationen beruhen und Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den vorausschauenden Aussagen abweichen können. Die Aussagen über zukünftige Entwicklungen sind nicht als Garantien zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Dazu zählen zum Beispiel nicht vorhersehbare Veränderungen der politischen, wirtschaftlichen und geschäftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Umfeld der Zumtobel Group, der Wettbewerbssituation, der Zins- und Währungsentwicklungen, technologischer Entwicklungen sowie sonstiger Risiken und Unwägbarkeiten. Weitere Risiken sehen wir unter anderem in Preisentwicklungen, nicht vorhersehbaren Geschehnissen im Umfeld akquirierter Unternehmen und bei Konzerngesellschaften sowie bei den laufenden Kostenoptimierungsprogrammen. Die Zumtobel Group beabsichtigt nicht, diese vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren. Dieser Jahresfinanzbericht wird auch in Englisch präsentiert, jedoch nur der deutsche Text ist verbindlich.

Service

Zumtobel Group AG 1. Mai 2014 bis 30. April 2015

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