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Zumtobel Group AG

Annual Report Jun 26, 2013

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Annual Report

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Titelbildgestaltung John Morgan studio, London.

Der diesjährige künstlerische Geschäftsbericht wurde von David Chipperfield Architects, London, in Zusammenarbeit mit John Morgan studio, London, gestaltet. Nach der Veröffentlichung anlässlich der Hauptversammlung der Zumtobel AG am 26. Juli 2013 ist der Bericht als PDF zum Download verfügbar bzw. kann als Printexemplar bestellt werden zumtobelgroup.com/de/bestellservice.htm

Titelmotiv Interieur, Standen House, Wendy Leach, 2010, Tempera auf Leinwand, Private collection, Image: Harriet Brigdale /Wendy Leach

Jahresfinanzbericht 2012/13 Zumtobel AG

  1. Mai 2012 bis 30. April 2013

Fünfjahresübersicht

in Mio EUR 2012/13 2011/12 2010/11 2009/10 2008/09
Umsatzerlöse 1.243,6 1.280,3 1.228,2 1.114,6 1.169,0
Bereinigtes EBIT 35,7 35,0 78,4 51,4 78,9
in % vom Umsatz 2,9 2,7 6,4 4,6 6,7
Jahresergebnis 6,1 15,2 51,3 -69,8 13,3
in % vom Umsatz 0,5 1,2 4,2 -6,3 1,1
Bilanzsumme 994,8 1.036,3 1.020,5 972,8 1.010,3
Eigenkapital 357,4 370,6 378,7 340,4 412,4
Eigenkapitalquote in % 35,9 35,8 37,1 35,0 40,8
Nettoverbindlichkeiten 113,2 141,4 141,3 131,4 163,5
Cashflow aus dem operativen Ergebnis 79,8 88,1 123,2 80,4 107,3
Investitionen 59,5 57,2 57,3 48,7 64,7
in % vom Umsatz 4,8 4,5 4,7 4,4 5,5
Mitarbeiter inkl. Leiharbeiter (Vollzeitkräfte) 7.162 7.456 7.814 7.329 7.165

Zu Kennzahlendefinitionen siehe 5. Service – Finanzkennzahlen

Inhalt

Fünfjahresübersicht
Brief des Vorstandsvorsitzenden
2
4
1. Konzernlagebericht 7
1.1 Die Zumtobel Gruppe im Überblick _________10
1.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld _______17
1.3 Die Zumtobel Aktie__________18
1.4 Wesentliche Ereignisse seit dem 30. April 2012 _______20
1.5 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen ________21
1.6 Geschäftsverlauf_____________21
1.7 Mitarbeiter___________30
1.8 Lieferanten___________33
1.9 Qualität _____________34
1.10 Betrieblicher Umweltschutz __________35
1.11 Forschung und Entwicklung __________36
1.12 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag_______37
1.13 Risikomanagement___________38
1.14 Internes Kontrollsystem _____________45
1.15 Angaben zu § 243a UGB ____________47
1.16 Ausblick und Ziele ___________49
2. Konzernabschluss 53
2.1 Gewinn- und Verlustrechnung ________56
2.2 Gesamtergebnisrechnung____________57
2.3 Bilanz _______________58
2.4 Kapitalflussrechnung __________59
2.5 Eigenkapitalveränderungsrechnung___________60
2.6 Anhang _____________61
2.7 Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs 4 Börsegesetz _____116
2.8 Konsolidierungskreis_________117
Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk (Bericht des Abschlussprüfers) _____120
3. Corporate Governance Bericht 123
3.1 Corporate Governance in der Zumtobel Gruppe __________125
3.2 Der Österreichische Corporate Governance Kodex ________125
3.3 Risikomanagement und Internes Kontrollsystem _____127
3.4 Die Organe und Gremien der Zumtobel AG________128
4. Einzelabschluss ZAG 143
4.1 Bilanz ______________145
4.2 Gewinn- und Verlustrechnung _______147
4.3 Anhang ____________148
4.4 Anlagenspiegel _____________164
4.5 Lagebericht _________165
Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk (Bericht des Abschlussprüfers) _____175
5. Service 177

Brief des Vorstandsvorsitzenden

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Harald Sommerer

alle Marken der

das Geschäftsjahr 2012/13 war geprägt von einem insgesamt schwierigen konjunkturellen Umfeld sowie großen Herausforderungen im Zusammenhang mit dem Technologiewandel hin zu LED. Das Marktumfeld für die spätzyklische professionelle Beleuchtungsindustrie hat sich dabei vor allem in der zweiten Jahreshälfte markant verschlechtert und damit zu einem niedrigeren Umsatz geführt, als wir dies zu Beginn des Berichtsjahres prognostiziert hatten. So ging der Konzernumsatz im Berichtsjahr um 2,9% auf 1.243,6 Mio EUR zurück. Durch die zeitnah eingeleiteten personellen und strukturellen Anpassungen konnte aber das bereinigte EBIT erfreulicherweise leicht über das Niveau des Vorjahres gesteigert werden. Der Technologiewandel ist weiterhin mit erheblichen strukturellen und finanziellen Herausforderungen verbunden, so stiegen die gesamten Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Berichtsjahr auf 85,2 Mio EUR und erreichen damit einen neuen Höchststand von 6,9% vom Umsatz. Trotzdem sehen wir diesen tiefgreifenden Transformationsprozess mittelbis langfristig als eine große Chance für die Zumtobel Gruppe. Dementsprechend freut es uns sehr, dass wir den Konzernumsatz mit LED-Produkten im Vergleich zum Vorjahr um 49,8% auf 274,5 Mio EUR steigern konnten. Damit wird auch die Strategie der Zumtobel Gruppe bestätigt, trotz schwieriger wirtschaftlicher Rahmenbedingungen in dieser wichtigen Phase des Transformationsprozesses gezielt in den Ausbau des innovativen Produktportfolios, einschließlich intelligenter Lichtsteuerungen, zu investieren.

Beide Marken (Zumtobel/Thorn) im Lighting Segment wurden von der schwachen Branchenentwicklung im gewerblichen Hochbau in Europa belastet. Aufgrund des hohen Umsatzanteils in Europa profitierten sie außerdem nur unzureichend von der vergleichsweise guten konjunkturellen Entwicklung in einigen wichtigen außereuropäischen Wirtschaftsräumen. Der Segmentumsatz fiel im Geschäftsjahr 2012/13 leicht um 1,4% auf 935,7 Mio EUR (Vorjahr 949,2 Mio EUR). Vor allem bei der Leuchtenmarke Thorn machten sich im zweiten Halbjahr das schwierige konjunkturelle Umfeld in den Kernmärkten Großbritannien und Frankreich, die Abhängigkeit vom Großhandelslagergeschäft sowie Einsparungen der öffentlichen Hand deutlich bemerkbar und führten zu einer Eintrübung des Geschäftsverlaufs. Schwache Branchenentwicklung belastet Zumtobel Gruppe

Der Wandel in Richtung LED stellt insbesondere für das Components Segment (Marke Tridonic) nach wie vor eine große Herausforderung dar. Zwar konnten wir unseren Marktanteil in Europa bei elektronischen Vorschaltgeräten im Berichtsjahr bei ca. 25% halten, aber durch den Schwenk in Richtung LED geht dieser Markt stetig zurück. Im Vergleich dazu liegt unser Marktanteil bei Steuergeräten für LEDs (Konverter) bei unter 5%. Fortschritte bei der Entwicklung und beim Absatz von LED-Konvertern und LED-Modulen konnten die sowohl konjunkturbedingte als auch strukturell rückläufige Nachfrage nach konventionellen Komponenten im Berichtsjahr noch nicht ausgleichen. Nach einem deutlichen Umsatzrückgang um 6,7% im Vorjahr sank der Segmentumsatz im Geschäftsjahr 2012/13 daher neuerlich um 7,4% auf 377,7 Mio EUR (Vorjahr 408,1 Mio EUR).

Im Berichtsjahr sind in beiden Segmenten umfassende Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet worden, um einerseits die Kostenstrukturen an das niedrigere Umsatzniveau anzupassen und andrerseits den Herausforderungen des Technologiewandels zu begegnen. Diese Maßnahmen führten im Geschäftsjahr 2012/13 zu negativen Sondereffekten in Höhe von 14,0 Mio EUR sowie einem Rückgang der Mitarbeiterzahl um 3,9% auf nun 7.162 Vollzeitarbeitskräfte. Strukturelle Anpassungen

Das um Sondereffekte bereinigte Gruppen-EBIT konnte mit 35,7 Mio EUR trotz leichter Umsatzrückgänge und Belastungen aus dem Technologiewandel im Vergleich zum Vorjahr (35,0 Mio EUR) leicht verbessert werden, allerdings ist die Entwicklung der Profitabilität nach Segmenten weiter sehr unterschiedlich. Im Lighting Segment konnte die Marke Zumtobel das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr trotz maßgeblich gesteigerter Entwicklungsaufwendungen – vor allem für neue Controls & Systems-Produkte – sowie eines deutlichen Umsatzanstiegs bei derzeit noch margenschwächeren LED-Produkten verbessern und die Verluste der Marke Thorn überkompensieren. Im Components Segment führten das schwierige Marktumfeld und die Leicht gesteigerte Profitabilität

Strukturverschiebung von elektronischen Vorschaltgeräten zu LED-Komponenten zu einer Unterauslastung in den Produktionswerken bei anhaltend hohem Preisdruck. Dementsprechend mussten deutliche Abschläge in der Ergebnisentwicklung hingenommen werden, obwohl sich die Verluste mit LED-Komponenten gegenüber dem Vorjahr verringerten.

Erfreulich ist die positive Entwicklung beim Working Capital und beim Free Cashflow. Im letzten Geschäftsjahr konnten in beiden Segmenten nennenswerte Fortschritte im Bestands- und Forderungsmanagement erzielt werden. Im Vergleich zum 30. April 2012 reduzierte sich der Working Capital-Bestand von 17,8% auf 15,8% des rollierenden Zwölfmonatsumsatzes. Dies führte zu einem deutlich positiven Free Cashflow in Höhe von 44,8 Mio EUR (Vorjahr 22,3 Mio EUR) und zu einer Reduzierung der Nettoverbindlichkeiten zum Bilanzstichtag auf 113,2 Mio EUR (Vorjahr 141,4 Mio EUR).

Die Zumtobel Gruppe verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik, die vorsieht, dass zwischen rund 30% und 50% des Jahresgewinnes an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Dementsprechend wird der Vorstand dem Aufsichtsrat und in Folge der Hauptversammlung der Zumtobel AG, die am 26. Juli 2013 stattfindet, eine Dividende von 7 Eurocent je Aktie für das Geschäftsjahr 2012/13 vorschlagen. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von 50% vom Jahresergebnis.

Die Zumtobel Gruppe steht weiterhin vor großen strategischen Herausforderungen und Chancen

Der Vorstand hält in dieser wichtigen Phase des Technologiewandels an der Globalisierungs- und Wachstumsstrategie fest. Grundlage dieser Strategie sind der breit gefächerte Marktzugang aller Marken, das profunde Know-how in der Lichtanwendung, die starke Technologieposition und die umfassende Abdeckung der Wertschöpfungskette. Angesichts vieler struktureller Veränderungen in der Industrie und eines derzeit sehr schwachen Marktumfelds sind die Herausforderungen aber für jede Marke unterschiedlich.

Die Premium-Leuchtenmarke Zumtobel hat sich in den letzten Jahren dynamisch entwickelt und ist vor allem in Europa sehr solide aufgestellt. Europa wird aber nach unserer Einschätzung auch in den kommenden Jahren kein Wachstumsmotor sein. Dennoch bietet die auf viele, meist regionale Anbieter aufgeteilte europäische Leuchtenindustrie die Chance, durch einen noch aktiveren Vertriebsansatz Marktanteile zu gewinnen. Darüber hinaus setzt Zumtobel für die Zukunft verstärkt auf die Globalisierung der Marktpräsenz, die innovative Weiterentwicklung des Produktportfolios, auf den Ausbau der Controls-Aktivitäten sowie die Weiterentwicklung des Service-Geschäfts bei gleichzeitiger Verbesserung der Profitabilität. Die in den letzten Quartalen entwickelten global einsetzbaren Produktfamilien mit zugehöriger Supply Chain sowie die bereits implementierte globale Matrix-Organisationsstruktur bilden nun eine solide Grundlage für den globalen Roll-out des erfolgreichen europäischen Geschäftsmodells. Dabei wird der Fokus auf organischem Wachstum liegen, eventuell unterstützt durch gezielte Akquisitionen.

Die Leuchtenmarke Thorn hat eine führende Marktposition in wesentlichen Kernmärkten in Europa und Australien sowie eine gut etablierte Präsenz in den Wachstumsmärkten in Asien und dem Mittleren Osten. Thorn war, nach einem ausgeglichenen Ergebnis im Vorjahr, im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2012/13 konjunkturbedingt in die Verlustzone geraten. Im Rahmen der Restrukturierung wurden in den letzten Jahren wesentliche Weichenstellungen zur Modernisierung des Produktportfolios, zur Fokussierung der Marktbearbeitung sowie zu einer nachhaltigen Effizienz- und Performancesteigerung in den Werken eingeleitet. Die Maßnahmen werden mit aller Konsequenz fortgesetzt, um das Thorn Geschäftsmodell konjunkturunabhängig und nachhaltig profitabel zu machen. Schwerpunkte dabei sind neben der notwendigen Senkung der Fixkostenbasis eine verbesserte Auslastung der weltweiten Produktionskapazitäten durch Anpassung der Werksstrukturen und Insourcing von extern zugekauften Produkten, die Stärkung des Direktvertriebs, um die konjunkturbedingten Schwankungen des reinen Lagergeschäfts abzufedern, sowie ein verstärkter Ausbau der Wachstumsaktivitäten in Asien und dem Deutliche Verbesserung der Liquidität

Dividendenvorschlag von 7 Cent je Aktie

Fokus auf globale Wachstumsstrategie

Globalisierung der Marktpräsenz bei der Marke Zumtobel

Fortsetzung der Thorn Restrukturierung mit aller Konsequenz

Mittleren Osten. Der Aufbau eines attraktiven, auf die Markenpositionierung und die Vertriebskanäle zugeschnittenen Produktportfolios wird mit voller Kraft fortgesetzt.

Umfassende Strukturanpassungen bei Tridonic

Ein wesentlicher Kern der Konzernstrategie ist es, die Wertschöpfungskette in der professionellen Beleuchtung möglichst umfassend abzudecken. Mit der zunehmenden Digitalisierung der Beleuchtungsindustrie durch den verstärkten Einsatz von LED und Controls wird diese Kompetenz noch wichtiger. Bei der Marke Tridonic erfordert der Technologiewandel eine umfassende Restrukturierung des Geschäfts. Der Umsatz mit konventionellen Komponenten ist strukturell rückläufig und neue, aggressive Wettbewerber drängen in den Markt für LED-Komponenten. Das Magnetikgeschäft ist eine auslaufende Technologie. Die Herausforderung liegt darin, auf der einen Seite die Kostenstrukturen konsequent an das Umsatzniveau anzupassen und auf der anderen Seite schnell in neue, innovative LED-Produkte sowie den Ausbau der globalen Präsenz zu investieren. Die langjährige Partnerschaft mit den OEM-Kunden war und ist ein wichtiger Erfolgsfaktor der Tridonic. In Zukunft sollen nicht mehr die einzelnen Komponenten, sondern eine auf den Kunden abgestimmte Lösung und Dienstleistung im Vordergrund stehen. Um das dafür notwendige umfassende Portfolio zur Verfügung stellen zu können, strebt Tridonic künftig zunehmend strategische Partnerschaften an.

Große Unsicherheit hinsichtlich Marktumfeld für das Geschäftsjahr 2013/14

Das makroökonomische Umfeld hat sich im Laufe des vergangenen Geschäftsjahres deutlich verschlechtert. Insbesondere in dem für die Zumtobel Gruppe entscheidenden europäischen Markt ist eine konjunkturelle Entspannung derzeit nicht erkennbar und die Visibilität weiterhin sehr gering. Im Lichte der verstärkten Planungsunsicherheit ist eine verlässliche Umsatz- und Ergebnisprognose zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich. Neben der Kosteneffizienz stehen im laufenden Geschäftsjahr vor allem Fortschritte in der strategischen Entwicklung der Marken im Vordergrund.

Die großen Veränderungen in unserer Branche erfordern volles Engagement und hohe Flexibilität in der gesamten Zumtobel Gruppe. Hierbei können wir uns auf unsere motivierten und hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlassen, bei denen ich mich ausdrücklich auch im Namen meiner Vorstandskollegen sehr herzlich für ihren Einsatz und ihre Leistungen bedanken möchte. Für das entgegengebrachte Vertrauen, die Unterstützung und den offenen Dialog gilt unser Dank auch unseren Kunden und sonstigen Geschäftspartnern sowie unseren Aktionärinnen und Aktionären.

Mit freundlichen Grüßen,

Harald Sommerer Chief Executive Officer Konzernlagebericht Zumtobel AG 1. Mai 2012 bis 30. April 2013

1. Konzernlagebericht

Konzernlagebericht

Zumtobel AG 1. Mai 2012 bis 30. April 2013

Inhalt

1. Konzernlagebericht
1.1 Die Zumtobel Gruppe im Überblick _________10
1.1.1
Zumtobel Group – Passion for Light _________10
1.1.2
Konzernstruktur und Markenstrategie_________10
1.1.3
Produkte und Produktionsstandorte__________11
1.1.4
Kritische Erfolgsfaktoren der Zumtobel Gruppe _______12
1.1.5
Wachstumspotenziale, Chancen und Unternehmensstrategie___13
1.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld _______17
1.3 Die Zumtobel Aktie__________18
1.4 Wesentliche Ereignisse seit dem 30. April 2012 _______20
1.5 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen ________21
1.6 Geschäftsverlauf_____________21
1.6.1
Vorzeitige Anwendung des geänderten IAS 19-Standards______21
1.6.2
Auf einen Blick ________21
1.6.3
Umsatzentwicklung___________22
1.6.4
Ertragsentwicklung ___________24
1.6.5
Saisonalität, Cashflow und Vermögenslage______27
1.7 Mitarbeiter___________30
1.8 Lieferanten___________33
1.9 Qualität _____________34
1.10 Betrieblicher Umweltschutz __________35
1.11 Forschung und Entwicklung __________36
1.12 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag_______37
1.13 Risikomanagement___________38
1.13.1 Markt- und Wettbewerbsrisiken in der Beleuchtungsindustrie___39
1.13.2 Geschäftsrisiken / Vertrieb / Produktion _______40
1.13.3 Vermögensrisiken ____________41
1.13.4 Risiken aus Pensionsverpflichtungen __________41
1.13.5 Produkthaftungsrisiken ________41
1.13.6 Rechtliche Risiken ____________42
1.13.7 Risiken im Finanzbereich_______42
1.13.8 Kreditrisiko ___________43
1.13.9 Bilanzielle Risiken ____________43
1.13.10
Andere Risiken _______44
1.14 Internes Kontrollsystem _____________45
1.14.1 Grundsätze des Internen Kontrollsystems______45
1.14.2 Internes Kontrollsystem in der Finanzberichterstattung________45
1.15 Angaben zu § 243a UGB ____________47
1.16 Ausblick und Ziele ___________49

1. Konzernlagebericht

1.1 Die Zumtobel Gruppe im Überblick

1.1.1 Zumtobel Group – Passion for Light

Über die Jahrzehnte ist in unserer Gruppe eine einzigartige Unternehmenskultur gewachsen. Dafür stehen unsere drei Kernwerte Passion, Performance und Partnership. Sie bestimmen unser Denken und Handeln und sind die treibende Kraft bei der Umsetzung unserer Vision und Mission.

Unsere Vision

Unser Ziel ist das beste Licht für Mensch und Umwelt.

Wir wollen stets die erste Wahl unserer Kunden sein.

Im weltweiten Lichtmarkt nehmen wir eine führende Rolle ein.

Unser Selbstverständnis (Mission)

Licht ist unsere Leidenschaft und Profession. Licht in bester Qualität – perfekt abgestimmt auf Mensch und Umwelt. Unser Wissen über Licht und seine Wirkung ist umfassend.

Wir bauen auf ein einzigartiges Partnernetzwerk aus Forschung und Entwicklung, Technologie und Lichtanwendung. Unsere Kunden profitieren von den Stärken einer global agierenden Gruppe und unserer Präsenz vor Ort.

Mit der Qualität unserer Produkte, Lösungen und Services begeistern wir unsere Kunden. Voraussetzung sind die stetige Optimierung unserer Prozesse und ein tiefes Verständnis der Kundenbedürfnisse.

Grundlage unseres Erfolgs ist eine Unternehmenskultur, in der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihre Begeisterung leben, ihre Kreativität und ihr Wissen einbringen und entwickeln können. So erreichen wir höchste Kundenzufriedenheit und eine optimale Balance aus Lichtqualität und Energieeffizienz.

1.1.2 Konzernstruktur und Markenstrategie

Die Zumtobel AG fungiert als Konzernobergesellschaft und stellt übergreifende Management- und Servicefunktionen bereit. Diese umfassen unter anderem die Bereiche Controlling, Personalwesen, Konzernrechnungswesen, Steuern und Recht, Interne Revision, Versicherungswesen, Treasury (inklusive zentraler Finanzierung und Liquiditätsmanagement des Konzerns), IT, Unternehmenskommunikation und Investor Relations. Der Vorstand der Zumtobel AG verantwortet die Führung und Steuerung des Konzerns.

Harald Sommerer bekleidet seit 1. Mai 2010 die Funktion des Chief Executive Officer (CEO), Mathias Dähn ist seit 1. Februar 2011 Chief Financial Officer (CFO) und Martin Brandt seit 1. September 2009 Chief Operating Officer (COO) der Zumtobel AG. Organisatorisch ist die Zumtobel Gruppe nach einem "Stammhauskonzept" aufgestellt, demzufolge das Leuchtengeschäft direkt vom Konzernvorstand geführt wird. Das Komponentengeschäft wird als eigenständige Tochtergesellschaft mit eigener Geschäftsführung geführt und untersteht dem CEO der Zumtobel AG.

Der Konzern verfolgt eine Mehrmarkenstrategie, die mit starken, international etablierten Marken unterschiedliche Geschäftsfelder und Kundenzielgruppen im Lichtmarkt anspricht. Der gemeinsame Kern aller Marken ist die konsequente Orientierung an Energieeffizienz sowie Innovation und Nachhaltigkeit.

Die Segmentberichterstattung erfolgt nach den beiden Segmenten "Leuchten" und "Komponenten". Die ausgewiesenen Umsätze mit LED-basierten Produkten – das sind Umsätze mit LED-Leuchten und LED-Komponenten – betreffen beide Segmente und werden je nach Produktart im jeweiligen Segment erfasst. Das Segment "Leuchten" (Lighting Segment) deckt das Geschäft mit professionellen Leuchten, Lichtmanagement und Lichtlösungen für den Innen- und Außenbereich ab und umfasst die Marken Zumtobel und Thorn sowie die deutlich kleinere OEM-Marke Reiss. Die Marken Zumtobel und Thorn differenzieren sich über Produktportfolio, Kundenzielgruppen und Vertriebskanal und stellen damit eine breite Abdeckung des internationalen Leuchtenmarktes sicher. Wesentliche Kundenzielgruppen sind Entscheidungsträger und Meinungsbildner für Hochbau- und Infrastrukturprojekte wie etwa Architekten, Investoren, Großhandel, Kommunen, Lichtplaner, Elektroplaner und Elektriker. Das Segment "Komponenten" (Components Segment) entwickelt und vertreibt unter der Marke Tridonic im Wesentlichen Betriebsgeräte für konventionelle Lichtquellen, LED-Betriebsgeräte ("Konverter") und LED/OLED-Module, Lichtmanagementsysteme sowie Verbindungstechnologie. Tridonic beliefert zum überwiegenden Teil externe professionelle Leuchtenhersteller, aber mit einem Anteil von rund 18% des Umsatzes auch die Schwestermarken Zumtobel und Thorn.

1.1.3 Produkte und Produktionsstandorte

Die Zumtobel Gruppe bietet professionelle ganzheitliche Lichtlösungen, Leuchten, Lichtmanagementsysteme und Lichtkomponenten für Anwendungen im Innen- und Außenbereich an. Im Lighting Segment deckt das Unternehmen mit den Marken Zumtobel und Thorn die Anwendungsbereiche Büro und Kommunikation, Bildung und Wissen, Industrie und Technik, Präsentation und Verkauf, Kunst und Kultur, Sport und Freizeit, Fassade, Hotel und Wellness, Gesundheit und Pflege, Verkehrsbauten und Parkhäuser, Orientierung und Sicherheit sowie Außenbeleuchtung für Straßen, Tunnel und öffentliche Räume ab. Das breit gefächerte Produktangebot des Components Segments umfasst magnetische, elektronische sowie digital dimmbare Lampenbetriebsgeräte, Zündgeräte, Lichtmanagementsysteme, LED-Module, OLED-Module, LED-Betriebsgeräte ("Konverter") und Verbindungstechnologie. Die Zumtobel Gruppe hat vor Jahren die strategische Entscheidung getroffen, nicht in die kapitalintensive LED-Chip-Fertigung zu investieren, sondern diese Produkte von Chipherstellern zuzukaufen.

Die fünfstufige Wertschöpfungskette der professionellen Beleuchtung wird von den Marken der Zumtobel Gruppe vollumfänglich abgedeckt. Bei Lichtquellen ist der Konzern seit 2001 im Bereich der LED-Technologie aktiv mit Fokus auf LED-Module für gerichtetes Licht, basierend auf Chip-on-Board-Technologie. Konventionelle Lichtquellen werden zugekauft.

LED-Modul Betriebsgeräte Leuchten Lichtmanagement Lichtlösung

Der Konzern verfügt derzeit über 20 Produktionsstätten auf vier Kontinenten sowie Vertriebsgesellschaften und -partner in über 100 Ländern.

Die Zumtobel Gruppe hat sowohl im Bereich der professionellen Beleuchtung als auch bei konventionellen Betriebsgeräten eine führende Marktposition in Europa und Australien. Damit ist der Konzern eines der wenigen weltweit agierenden Unternehmen der internationalen Lichtindustrie. Rund 79% des Konzernumsatzes werden in Europa generiert. Die professionelle europäische Leuchtenindustrie ist mit über 800 Anbietern weiterhin stark fragmentiert. Die zehn größten europäischen Leuchtenhersteller decken nur etwas mehr als 40% des Gesamtmarktes ab. Demgegenüber weist die konventionelle Komponentenindustrie weltweit einen höheren Konsolidierungsgrad auf. In den Bereichen LED-Module und LED-Konverter drängen in jüngster Zeit viele neue Anbieter in den Markt, vor allem aus dem asiatischen Raum.

1.1.4 Kritische Erfolgsfaktoren der Zumtobel Gruppe

Die ausgezeichnete Wettbewerbsposition der Zumtobel Gruppe basiert vor allem auf dem breit gefächerten Marktzugang, dem profunden Know-how in der Lichtanwendung, der umfassenden Abdeckung der Wertschöpfungskette sowie der starken Technologieposition.

Der Vertrieb nimmt eine Schlüsselrolle im Geschäftsmodell der Zumtobel Gruppe ein. Der Konzern verfügt über 2.250 Mitarbeiter im Vertrieb und verfolgt unterschiedliche Vertriebsansätze. Der Vertriebsansatz der Marke Zumtobel geht direkt über das professionelle Projektgeschäft. Die Geschäftsaktivitäten der Marke Thorn, die teilweise auf einem vorab spezifizierten Projektgeschäft beruhen, werden sowohl über einen Direktvertrieb als auch über den Großhandel abgewickelt. Ein verbindendes Element der Marken Thorn und Zumtobel ist das Arbeiten in Netzwerken, etwa mit Architekten, Elektrikern und Lichtplanern. Solche Netzwerke können nur über entsprechende Investitionen in die Vertriebsstruktur aufgebaut und über die Jahre entwickelt werden. Die große Bedeutung des Marktzugangs zeigt sich auch im Components Segment, da die Produkte in den fragmentierten Leuchtenherstellermarkt verkauft werden. Eine besondere Stärke der Tridonic sind dabei die langfristigen Kundenbeziehungen mit den vielen Leuchtenherstellern, insbesondere in Europa. Fokus auf Kundenschnittstelle Vertrieb

Eine kundenspezifische Lichtlösung erfordert viel Wissen über die konkrete Anwendung von Licht. Vertriebsmitarbeiter müssen dabei nicht nur die technische und funktionale Seite des Themas Licht, sondern auch die ästhetischen und emotionalen Implikationen verstehen und die positive Wirkung von gutem Licht auf das Wohlbefinden des Nutzers sowie das Energieeinsparpotenzial vermitteln können. Daher ist eine fundierte und umfassende Aus- und Weiterbildung für die Vertriebsqualität entscheidend.

Die Zumtobel Gruppe wächst durch die Anwendung neuer Technologien für innovative, energieeffiziente und qualitativ hochwertige Produkte sowie Lichtmanagementsysteme. Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden die gesamten Ausgaben für Forschung und Entwicklung (F&E) um 22,1% auf 85,2 Mio EUR erhöht. Der technologische Wandel von herkömmlichen Lichtquellen zu LEDs sowie die zunehmende Komplexität intelligenter Beleuchtungssysteme stellt für F&E eine große Herausforderung dar. Dies führt zu steigendem Kapital- und Ressourcenbedarf. Die Zumtobel Gruppe als einer der größten Anbieter in Europa hat hier Vorteile im Wettbewerb gegenüber den vielen kleinen und mittelgroßen Leuchtenherstellern. Das umfangreiche Patentportfolio macht die innovative Kraft des Unternehmens deutlich und sichert Wachstum, Wettbewerbsvorsprung und den Zugang zu strategischen Kooperationen mit Unternehmen aus der Elektronikindustrie. Auf weitere Ausführungen im Kapitel 1.11 Forschung und Entwicklung wird verwiesen.

1.1.5 Wachstumspotenziale, Chancen und Unternehmensstrategie

Wachstumspotenziale und Chancen

Wesentliche Umsatztreiber für die professionelle Beleuchtungsindustrie sind das Thema Energieeffizienz mit besonderem Fokus auf intelligent gesteuerte Lichtlösungen, die Potenziale der LED-Technologie sowie die Wachstumschancen insbesondere in Asien und dem Mittleren Osten.

Das Thema Energieeffizienz erfährt im Zusammenhang mit der geforderten Reduzierung von CO2- Emissionen eine wachsende Aufmerksamkeit und ist der zentrale Wachstumstreiber für die Zumtobel Gruppe. Auf Beleuchtung entfallen 19% des weltweiten Stromverbrauchs. Davon verbrauchen gewerbliche Bauten und Außenbeleuchtungen – also Licht in genau den Anwendungsfeldern, die die Kernkompetenz der Zumtobel Gruppe darstellen – gut zwei Drittel.

Mit einer intelligent gesteuerten Lichtlösung lassen sich Einsparungen von bis zu 80% des Stromverbrauchs erreichen. Die wichtigsten Ansatzpunkte für mehr Energieeffizienz sind neben dem Leuchtendesign der Einsatz intelligenter Steuerungssysteme, elektronischer und elektronisch dimmbarer Vorschaltgeräte und neuer, innovativer Leuchtmittel wie LEDs. Die Einsparpotenziale erschließen sich durch die Kombination unterschiedlicher Optimierungsmaßnahmen, beginnend beim Design einer Leuchte hinsichtlich einer Verbesserung der Licht- und Wärmeeigenschaften (Wirkungsgrad, Wärmehaushalt, Lichtverteilung etc.) über die richtige Auswahl der Lampentechnologie und Materialien bis hin zur exakten Berechnung von Reflektoren und Prismen (optische Systeme). Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Einsatz von elektronischen bzw. elektronisch dimmbaren Betriebsgeräten anstelle der herkömmlichen, deutlich weniger effizienten magnetischen Vorschaltgeräte. Zusätzlich regeln intelligente Steuerungssysteme etwa über Präsenzmelder und abhängig von Tageslicht und -zeit situationsgerecht die Beleuchtungsintensität. Neben den signifikanten finanziellen Einsparungspotenzialen wird die wachsende Nachfrage nach energieeffizienter Beleuchtung auch durch gesetzliche Vorgaben wie den EU-Richtlinien zu Gebäudeeffizienz und Ökodesign unterstützt.

Bei der gezielten Vermarktung energieeffizienter Produkte rückt die vergleichende Berechnung von Energieund Investitionskosten während des Lebenszyklus unterschiedlicher Lichtlösungen ("Total Cost of Ownership") immer mehr in den Vordergrund. Es ist aber der Anspruch der Zumtobel Gruppe, Lichtlösungen zu schaffen, die eine ausgewogene Balance zwischen Energieeinsparung und optimaler Beleuchtungsqualität erzielen. Gutes Licht kann das Wohlbefinden des Menschen fördern und ideale Voraus-

Know-how in der Lichtanwendung

Starke Technologieposition

Energieeffizienz ist der zentrale Wachstumstreiber

Einsparpotenzial von bis zu 80% durch intelligent gesteuerte Lichtlösungen

Gutes Licht fördert das Wohlbefinden der Menschen

setzungen für Leistungsfähigkeit, Zufriedenheit sowie Gesundheit schaffen und gleichzeitig die Belastung der Umwelt minimieren.

Balance zwischen Energieeffizienz und Lichtqualität

Zur Veranschaulichung der Energieeffizienz und Lichtqualität einer geplanten Lichtlösung dienen die unternehmenseigenen Softwarelösungen "VIVALDI" und "ecoCalc". VIVALDI ist ein interaktives Werkzeug für die Gestaltung von Lichtszenen und die Planung dynamischer Beleuchtungskonzepte. Dadurch können Einsparpotenziale durch intelligente Beleuchtungskonzepte realisiert werden. ecoCalc dient der Analyse der Kosten einer Beleuchtungslösung über die gesamte Lebensdauer hinweg. Die Simulation des Betriebs, der Optimierung der Auswahl der Leuchten und des Wartungskonzepts, der maximalen Kosten- und Energieeffizienz bilden eine hervorragende Basis für die Investitionsentscheidung des Kunden.

Die Potenziale der LED-Technologie sind weiterhin eines der bestimmenden Themen in der Lichtindustrie. LEDs (Licht emittierende Dioden) bieten deutliche Vorteile gegenüber herkömmlichen Leuchtmitteln hinsichtlich Lichtleistung, Lebensdauer und Energieverbrauch und ermöglichen angesichts ihrer kompakten Bauform neue Ansätze für Produktdesign und Funktionalität. Diese Technologie gewinnt durch die stetig steigende Lichtleistung bei gleichzeitig sinkenden Bezugskosten von LED-Chips und der zunehmenden Sensibilisierung hinsichtlich des Themas Energieeffizienz eine immer größere Bedeutung. Aktuelle Hochleistungs-LEDs haben bezüglich Energieeffizienz sowohl die Leuchtstofflampe als auch die Hochdruckentladungslampe bereits überflügelt und stellen heute die in Hinblick auf Effizienz und Lichtqualität beste Weißlichtquelle dar. In vielen Anwendungsbereichen rechtfertigen die erheblich geringeren Energiekosten während der Gebrauchsphase sowie die deutlich reduzierten Wartungs- und Instandhaltungskosten die höheren Investitionsausgaben. Die Amortisationszeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr reduziert und liegen grundsätzlich je nach Anwendung zwischen ein und sechs Jahren. Stark steigende Nachfrage nach LED-Beleuchtung

Für die Zumtobel Gruppe bieten sich mit der innovativen LED-Technologie neue Chancen nachhaltiger Lichtlösungen mit zum Teil auch neuen Anwendungsmöglichkeiten. Alle Marken der Zumtobel Gruppe bieten ein umfassendes Portfolio an LED-Produkten, beginnend bei effizienten LED-Downlights und LED-Strahlern über innovative LED-Fassadenlösungen und LED-Flächenleuchten bis hin zu LED-Straßenleuchten. Das LED-Produktportfolio im Components Segment besteht neben LED-Modulen und -Konvertern für die Allgemeinbeleuchtung aus LED-Modulen für Lichtwerbung.

  • Derzeit existieren unzählige LED-Modul-Varianten, die sich mit großer Geschwindigkeit weiterentwickeln, da es noch keine anerkannten Standards gibt. Aus diesem Grund unterstützen schon mehr als 180 Unternehmen der Lichtbranche die Initiative Zhaga, die die Standardisierung von LED-Lichtquellen zum Ziel hat. International einheitliche Vorgaben wie Spannung, Dimensionen oder auch thermische Charakteristika werden es Kunden zukünftig erlauben, Module unterschiedlicher Hersteller in ihren Leuchten einzusetzen. Die Zumtobel Gruppe, insbesondere Tridonic, ist Teil des Konsortiums und engagiert sich in mehreren Arbeitsgruppen. Zhaga-Initiative
  • Zusätzlich zu den intensiven Aktivitäten im Bereich LED investiert die Zumtobel Gruppe auch in die Zukunftstechnologie OLED (organische Leuchtdioden), wobei der Fokus in der Anwendung und im Betrieb von OLEDs liegt. Die organische Leuchtdiode selbst wird wie der LED-Chip zugekauft. OLEDs erzeugen flächiges, blendfreies Licht und unterscheiden sich von herkömmlichen LEDs vor allem durch das eingesetzte organische Material sowie eine äußerst flache Bauform. Neben OLEDs auf starrem Trägermaterial, beispielsweise Glas, werden für die Zukunft auch flexible Ausführungen entwickelt. OLEDs befinden sich im Gegensatz zur Punktlichtquelle LED noch in der Startphase. Dies betrifft zum einen die technischen Eigenschaften wie Lichtausbeute und Lebensdauer, zum anderen die Kostenseite der OLED-Elemente. OLEDs präsentieren sich als erste wirkliche Flächenlichtquelle und werden in der Zukunft der Flächenbeleuchtung eine wesentliche Rolle spielen. Im Herbst 2009 hat die Zumtobel Gruppe gemeinsam mit der Fraunhofer-Investitionen in die OLED-Technologie

Gesellschaft und Mitarbeitern des Fraunhofer Instituts für Photonische Mikrosysteme in Dresden dazu ein Joint-Venture-Unternehmen gegründet. Seit Anfang 2013 bietet Tridonic ein hocheffizientes OLED-Modul an, welches eine neue Leistungsklasse markiert. LUREON REP erreicht erstmals einen Lichtstrom von über 100 Lumen bei einer Größe von 99 x 99 mm. Zudem ist die Systemeffizienz der LUREON REP mit über 50 lm/W in Neutralweiß weit höher als bei Vergleichsprodukten. OLEDs ermöglichen die 100%-Nutzung des erzeugten Lichts ohne Verluste durch die Nutzung von Reflektoren. Diese Eigenschaften zusammen mit der hohen Energieeffizienz sorgen für Ressourcenschonung: weniger Energieaufwand, Emissionen und Umweltbelastungen bei der Entsorgung ausgedienter Leuchtmittel.

Das weltweite Wirtschaftswachstum ist getrieben durch eine dynamische Entwicklung in den Entwicklungsund Schwellenländern, insbesondere in den als BRIC-Staaten bekannten Nationen Brasilien, Russland, Indien und China. Die Zumtobel Gruppe ist bestrebt, am prognostizierten Wachstum dieser Länder überproportional zu partizipieren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf China, Südostasien, Indien, dem Mittleren Osten, Russland und Osteuropa. Allerdings muss auch berücksichtigt werden, dass die Wirtschaftsleistung im Großteil dieser Länder noch lange nicht das Niveau der Europäischen Union oder den USA erreichen wird. Daher setzt der Konzern auf mittlere Frist sowohl auf eine stärkere Durchdringung der etablierten Märkte in Europa als auch auf einen deutlichen Ausbau seiner Präsenz in den Wachstumsmärkten.

Unternehmensstrategie

Die Zumtobel Gruppe verfolgt mit allen ihren Marken eine langfristig ausgerichtete, globale Wachstumsstrategie. Grundlage dieser Strategie sind der breit gefächerte Marktzugang aller Marken, das profunde Know-how in der Lichtanwendung, die starke Technologieposition und zusammen die umfassende Abdeckung der Wertschöpfungskette. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, ein durchschnittliches jährliches Wachstum zu erreichen, das über dem Branchenwachstum liegt, wobei die jeweilige Wachstumserwartung dem konjunkturellen Rahmen angepasst werden muss. Grundsätzlich hält der Vorstand in der wichtigen Phase des Technologiewandels an der Globalisierungs- und Wachstumsstrategie fest, angesichts vieler struktureller Veränderungen in der Industrie und eines derzeit sehr schwachen Marktumfelds sind die Herausforderungen aber für jede Marke unterschiedlich.

Die Premium-Leuchtenmarke Zumtobel hat sich in den letzten Jahren dynamisch entwickelt und ist vor allem in Europa sehr solide aufgestellt. Europa wird aber nach unserer Einschätzung auch in den kommenden Jahren kein Wachstumsmotor sein. Dennoch bietet die auf viele, meist regionale Anbieter aufgeteilte europäische Leuchtenindustrie die Chance, durch einen noch aktiveren Vertriebsansatz Marktanteile zu gewinnen. Darüber hinaus setzt Zumtobel für die Zukunft verstärkt auf die Globalisierung der Marktpräsenz, die innovative Weiterentwicklung des Produktportfolios, auf den Ausbau der Controls-Aktivitäten sowie die Weiterentwicklung des Service-Geschäfts bei gleichzeitiger Verbesserung der Profitabilität. Die in den letzten Quartalen entwickelten global einsetzbaren Produktfamilien mit zugehöriger Supply Chain sowie die bereits implementierte globale Matrix-Organisationsstruktur bilden nun eine solide Grundlage für den globalen Roll-out des erfolgreichen europäischen Geschäftsmodells. Dabei wird der Fokus auf organischem Wachstum liegen, eventuell unterstützt durch gezielte Akquisitionen.

Die Leuchtenmarke Thorn hat eine führende Marktposition in wesentlichen Kernmärkten in Europa und Australien sowie eine gut etablierte Präsenz in den Wachstumsmärkten in Asien und dem Mittleren Osten. Thorn war, nach einem ausgeglichenen Ergebnis im Vorjahr, im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2012/13 konjunkturbedingt in die Verlustzone geraten. Im Rahmen der Restrukturierung wurden in den letzten Jahren wesentliche Weichenstellungen zur Modernisierung des Produktportfolios, zur Fokussierung der Marktbearbeitung sowie zu einer nachhaltigen Effizienz- und Performancesteigerung in den Werken eingeleitet. Die Maßnahmen werden mit aller Konsequenz fortgesetzt, um das Thorn Geschäftsmodell konjunkturunabhängig und nachhaltig profitabel zu machen. Schwerpunkte dabei sind neben der

Dynamische Entwicklung in Wachstumsmärkten

Langfristig ausgerichtete globale Wachstumsstrategie

Globalisierung der Marktpräsenz bei der Marke Zumtobel

Fortsetzung der Thorn Restrukturierung mit aller Konsequenz

Umfassende Strukturanpassungen bei Tridonic

notwendigen Senkung der Fixkostenbasis eine verbesserte Auslastung der weltweiten Produktionskapazitäten durch Anpassung der Werksstrukturen und Insourcing von extern zugekauften Produkten, die Stärkung des Direktvertriebs, um die konjunkturbedingten Schwankungen des reinen Lagergeschäfts abzufedern, sowie ein verstärkter Ausbau der Wachstumsaktivitäten in Asien und dem Mittleren Osten. Der Aufbau eines attraktiven, auf die Markenpositionierung und die Vertriebskanäle zugeschnittenen Produktportfolios wird mit voller Kraft fortgesetzt.

Ein wesentlicher Kern der Konzernstrategie ist es, die Wertschöpfungskette in der professionellen Beleuchtung möglichst umfassend abzudecken. Mit der zunehmenden Digitalisierung der Beleuchtungsindustrie durch den verstärkten Einsatz von LED und Controls wird diese Kompetenz noch wichtiger. Bei der Marke Tridonic erfordert der Technologiewandel eine umfassende Restrukturierung des Geschäfts. Der Umsatz mit konventionellen Komponenten ist strukturell rückläufig und neue, aggressive Wettbewerber drängen in den Markt für LED-Komponenten. Das Magnetikgeschäft ist eine auslaufende Technologie. Die Herausforderung liegt darin, auf der einen Seite die Kostenstrukturen konsequent an das Umsatzniveau anzupassen und auf der anderen Seite schnell in neue, innovative LED-Produkte sowie den Ausbau der globalen Präsenz zu investieren. Die langjährige Partnerschaft mit den OEM-Kunden war und ist ein wichtiger Erfolgsfaktor der Tridonic. In Zukunft sollen nicht mehr die einzelnen Komponenten, sondern eine auf den Kunden abgestimmte Lösung und Dienstleistung im Vordergrund stehen. Um das dafür notwendige umfassende Portfolio zur Verfügung stellen zu können, strebt Tridonic künftig zunehmend strategische Partnerschaften an.

Nachhaltigkeitsstrategie

"Through Light, we care"

Die globale Wachstumsstrategie ist eng verzahnt mit der Nachhaltigkeitsstrategie der Zumtobel Gruppe "Through Light, we care". Ein energieeffizientes Produktangebot, das Know-how und Engagement der Mitarbeiter, effiziente, ressourcenschonende Geschäftsprozesse und Integrität sind sowohl die vier Handlungsfelder der Nachhaltigkeitsstrategie als auch Grundvoraussetzung und wesentliche Erfolgsfaktoren für globales Wachstum.

Um das Thema Nachhaltigkeit in der Gruppe besser steuern und transparent kommunizieren zu können, hat die Zumtobel Gruppe Ende 2009 die oben genannte Nachhaltigkeitsstrategie verabschiedet und veröffentlichte im Juli 2010 erstmalig einen Nachhaltigkeitsbericht, basierend auf Vorgaben des internationalen Leitfadens "G3" der Global Reporting Initiative. Der vierte Nachhaltigkeitsbericht wird zeitgleich mit dem Jahresfinanzbericht 2012/13 veröffentlicht. Darin berichtet die Zumtobel Gruppe über die Fortschritte im abgelaufenen Jahr sowie im Rahmen eines formellen Nachhaltigkeitsprogramms über zukünftige Ziele und Maßnahmen zum Thema Nachhaltigkeit. Vierter Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht

1.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Wachstum der Weltwirtschaft schwächte sich im Berichtsjahr ab

Das Geschäftsjahr 2012/13 war von einer insgesamt schwierigen ökonomischen Situation sowohl in Europa als auch den wichtigsten außereuropäischen Wirtschaftsräumen geprägt, die sich im Spätherbst 2012 noch einmal verschärfte. Dies führte dazu, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Konjunkturprognosen im Laufe des Jahres mehrfach reduzierte und sich das Wachstum der Weltwirtschaft im Geschäftsjahr der Zumtobel Gruppe (1. Mai 2012 bis 30. April 2013) stärker als erwartet abgeschwächt hat. Der IWF bezifferte das globale Wirtschaftswachstum für 2012 auf 3,2% nach 4,0% in 20111 . Die industrialisierte Welt konnte dabei wegen der deutlich spürbaren Auswirkungen der Schuldenkrise in wichtigen Industrienationen, insbesondere in Europa, nur ein moderates Plus von 1,2% erzielen. Die Eurozone wies im Kalenderjahr 2012 sogar einen Rückgang der Wirtschaftsleistung von 0,6% aus. Vor allem die südeuropäischen Nationen verharren in der Rezession, aber auch in der für die Zumtobel Gruppe wichtigen D/A/CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) verlangsamte sich die Wachstumsdynamik im Berichtsjahr. Deutschlands Wirtschaft wuchs nach Angaben des IWF um 0,9%, Österreichs Wirtschaft um 0,8%, die der Schweiz um 1,0%. Um der latenten Konjunkturabkühlung entgegenzuwirken, hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins im Berichtsjahr weiter gesenkt und angekündigt, unlimitierte Anleihenkäufe zu tätigen, um das Zinsniveau notleidender Euro-Staaten zu stabilisieren. Die Wirtschaftsleistung der USA legte um 2,2% zu, die Japans erholte sich nach der Natur- und Atomkatastrophe vom März 2011 leicht und wuchs um 0,2%. Weiterhin erfreulich, aber vergleichsweise weniger dynamisch als in den vergangenen Jahren, entwickelten sich dagegen die Schwellen- und Entwicklungsländer. Von den BRIC-Nationen konnte China eine Expansion des Sozialprodukts um 7,8% verkünden, auch Indien (plus 4,0%) und Russland (plus 3,4%) konnten deutlich zulegen, während Brasiliens wirtschaftliche Entwicklung mit vergleichsweise bescheidenen plus 0,9% deutlich an Dynamik verlor. Auch in diesen Ländern wirkten sich die Staatsschuldenkrise in Europa sowie die moderate Wirtschaftsentwicklung in den USA negativ aus.

Auch für 2013 ist kein globaler Wachstumsschub in Sicht und die Unsicherheiten für die Weltkonjunktur sind weiterhin hoch. Der IWF zeichnet in seinem jüngsten Konjunktur-Update vom April 2013 für die globale Entwicklung ein nur sehr verhalten positives Bild, das weiterhin von der Finanzkrise in Europa und der moderaten Wachstumsdynamik in den Entwicklungs- und Schwellenländern geprägt ist. Dies schlägt sich für die Eurozone in einem Rückgang der erwarteten Wirtschaftsleistung um 0,3% in diesem Kalenderjahr nieder. Für Frankreich, Italien, Spanien, Niederlande, Griechenland und Portugal wird für 2013 ein negatives Wirtschaftswachstum prognostiziert. Keine nennenswerten Wachstumsimpulse sind auch aus den übrigen für die Zumtobel Gruppe wichtigen Absatzmärkten wie Österreich, Schweiz, Deutschland und Großbritannien zu erwarten. Angesichts drastischer Interventionen der Zentralbanken hat sich die Situation an den Kapitalmärkten zwar etwas entspannt, die eigentlichen Risiken der massiven Verschuldung wichtiger Industrienationen sind jedoch unverändert groß. Da sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen unmittelbar auf die Bau- und Bauzulieferindustrie auswirken, beobachtet die Zumtobel AG die Entwicklungen und die entsprechenden Frühindikatoren sehr genau.

Wirtschaft der Eurozone in 2012 mit negativer Entwicklung

Große Unsicherheiten erschweren Prognose

1.3 Die Zumtobel Aktie

Internationale Aktienmärkte im Berichtszeitraum 2012/13 mit hoher Volatilität

Die meisten internationalen Börsen können 2012/13 zulegen Die Entwicklung der internationalen Aktienmärkte war im Jahr 2012 eng mit den Themen globale Konjunkturerwartungen, politischen Entscheidungen auf nationalstaatlicher und internationaler Ebene sowie der Geldpolitik der Notenbanken verbunden. Nach erfreulichen Kursanstiegen in den ersten sechs Monaten 2012 korrigierten vor allem die europäischen Märkte zur Jahresmitte zum Teil markant nach unten, ehe sich die Leitindizes zum Jahreswechsel wieder deutlich freundlicher zeigten und zum Ende des Berichtsjahres teilweise sogar wieder in die Nähe historische Höchststände entwickelten. Der österreichische Leitindex ATX (Austrian Traded Index), in dem auch die Zumtobel Aktie enthalten ist, konnte im Berichtsjahr von 2.119 auf 2.414 zulegen, was einer Kurssteigerung von 13,9% entspricht. Deutlich im Plus waren in diesem Zeitraum auch andere Leitbörsen wie der Dow Jones (12,3%) in den USA, der DAX (+17,1%) in Deutschland oder der europäische Leitindex Euro Stoxx 50 (+17,6%).

Zumtobel Aktie mit enttäuschender Performance

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen in Europa sowie Schwäche im Komponentengeschäft sorgen für Unsicherheit

Für die Zumtobel Aktionäre verlief das Geschäftsjahr 2012/13 alles andere als erfreulich. Insgesamt ging der Kurs im Berichtszeitraum 1. Mai 2012 bis 30. April 2013 um 18,2% nach unten. Damit blieb die Performance deutlich hinter der Entwicklung des ATX zurück. Die rückläufige wirtschaftliche Entwicklung in wesentlichen europäischen Kernmärkten, die enttäuschende Branchenentwicklung im gewerblichen Hochbau sowie die großen Herausforderungen im Komponentengeschäft sorgten für Unsicherheit und belasteten die Kursentwicklung. Bereits während des ersten Quartals des Geschäftsjahres, am 13. Juli 2012, erreichte die Aktie mit 7,38 EUR ihr Jahrestief. Im Zuge der allgemeinen Entspannung der Eurokrise und generell steigenden Investoreninteresses übersprang der Kurs am 19.12.2012 die 10-Euro-Schwelle. Ein generell freundliches Börsenumfeld, die Hoffnungen des Kapitalmarktes auf eine konjunkturelle Belebung und positive Analystenveröffentlichungen haben im dritten Quartal 2012/13 zu einem deutlichen Kursanstieg der Zumtobel Aktie geführt. Das Jahreshoch wurde am 28. Februar 2013 bei 11,47 EUR ausgewiesen. Eine nach unten revidierte Prognose im Zuge der Veröffentlichung der Neunmonatszahlen belastete die weitere Kursentwicklung. Die Aktie beendete das Geschäftsjahr am 30. April 2013 mit einem Schlusskurs von 8,50 EUR.

Die Marktkapitalisierung der Zumtobel AG veränderte sich im Berichtsjahr 2012/13 analog zum Aktienkurs. Auf Basis einer gegenüber dem Vorjahr unveränderten Zahl von 43,5 Millionen Inhaberstammaktien wurde das Unternehmen zum 30. April 2013 mit 370 Mio EUR bewertet. Im Ranking bezüglich der Indexmitgliedschaft im ATX belegte das Unternehmen per 30. April 2013 im Vergleich zu den größten börsennotierten Unternehmen Österreichs Platz 25 in Bezug auf die Marktkapitalisierung und Platz 19 in Bezug auf das Handelsvolumen. Die Überprüfung und Anpassung der Indexmitgliedschaft im ATX erfolgt halbjährlich (März, September). Am 24. September 2012 ist das Unternehmen vorübergehend aus dem ATX ausgeschieden und am 18. März 2013 wieder aufgenommen worden. Trotz des starken Kursanstieges des Leitindex ATX ging das Handelsvolumen an der Wiener Börse deutlich zurück. Dieser Entwicklung konnte sich auch die Zumtobel Aktie nicht entziehen. Der durchschnittliche Tagesumsatz an der Wiener Börse verringerte sich im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr von 155.548 auf 115.328 Stück (Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht).

Kennzahlen zur Zumtobel Aktie im GJ 2012/13

Schlusskurs 30.04.13 EUR 8,50 Währung EUR
Schlusskurs 30.04.12 EUR 10,40 ISIN AT0000837307
Performance GJ 2012/13 -18,2% Börsenkürzel Wiener Börse (XETRA) ZAG
Marktkapitalisierung am 30.04.13 370 Mio EUR Marktsegment Prime Market
Höchstkurs am 28.02.13 EUR 11,47 Reuters Symbol ZUMV.VI
Tiefstkurs am 13.07.12 EUR 7,38 Bloomberg Symbol ZAG AV
Ø tägl. Handelsvolumen (Stück) 115.328 Anzahl der Aktien 43.500.000

Aktionärsstruktur kaum verändert

Die Aktionärsstruktur der Zumtobel AG hat sich im Berichtsjahr 2012/13 kaum verändert. Die Familie Zumtobel ist mit einem Anteil von 35,4% der Stimmrechte weiterhin der seit dem Börsengang etablierte stabile Kernaktionär der Zumtobel AG. Darüber hinaus verfügt der institutionelle Investor Delta Lloyd Asset Management NV seit 18. Jänner 2013 über einen Stimmrechtsanteil von knapp über 10%. FMR LLC (Fidelity) hat den Stimmrechtsanteil per 13. Februar 2013 auf unter 5%, aber immer noch über 4% der ausgegebenen Aktien gesenkt. Mit Wirkung 06. Juni 2013 informierte FMR LLC die Zumtobel AG, dass der Anteil an Zumtobel auf unter 4% reduziert wurde. Der Rest der Anteilscheine liegt nach Kenntnis des Unternehmens zum Großteil bei institutionellen Investoren. Zum Bilanzstichtag betrug der Bestand eigener Anteile 366.110 Stück (Vorjahr 393.390 Stück).

Kontinuierliche Dividendenpolitik

Die Zumtobel Gruppe verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik, die vorsieht, dass zwischen rund 30% und 50% des Jahresgewinnes an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Dementsprechend wird der Vorstand dem Aufsichtsrat und in Folge der Hauptversammlung der Zumtobel AG, die am 26. Juli 2013 stattfindet, eine Dividende von 7 Eurocent je Aktie für das Geschäftsjahr 2012/13 vorschlagen. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von 50%.

Investor-Relations-Arbeit mit Fokus auf Transparenz und Dialog

Eine transparente und kontinuierlich offene Kommunikation mit allen Kapitalmarktteilnehmern genießt beim Zumtobel Management eine sehr hohe Priorität. Dies gilt insbesondere auch in schwierigen Zeiten an den Kapitalmärkten. Entsprechend haben der Vorstand und die Investor-Relations-Abteilung des Unternehmens auf zahlreichen Roadshows und in einer Vielzahl von Einzelgesprächen den Dialog mit Investoren und Analysten im In- und Ausland intensiv fortgeführt. Dabei fanden unter anderem Besuche bei institutionellen Investoren in London, New York, Boston, Chicago, Zürich, Frankfurt, Paris, Amsterdam und Wien statt. Im

Familie Zumtobel hält weiterhin 35,4%

Dividendenvorschlag von 7 Cent je Aktie für 2012/13

Intensiver Kontakt mit den Investoren

Marktkapitalisierung sinkt auf unter 400 Mio EUR

Geschäftsjahr 2012/13 berichteten zwölf renommierte internationale und heimische Investmentbanken regelmäßig über die Zumtobel Aktie und gaben dabei ihre Einschätzung zur Unternehmensbewertung ab.

Im Zuge der Quartalsberichterstattung und im Rahmen des Jahresabschlusses bietet Zumtobel regelmäßig Conference Calls zur Erläuterung der Geschäftszahlen an, wovon zahlreiche Investoren und Analysten Gebrauch machen. Ein wichtiges Medium, um alle Investoren und am Unternehmen Interessierte zeitgleich zu erreichen, ist das Internet. Unter der Unternehmens-Webseite www.zumtobelgroup.com sind sämtliche Unternehmensveröffentlichungen und alles Wissenswerte über die Zumtobel Gruppe für jeden abrufbar. Darüber hinaus kann die Investor-Relations-Abteilung direkt unter den folgenden Kontaktdaten erreicht werden:

Zumtobel AG Investor Relations Höchster Straße 8 A-6850 Dornbirn Tel. +43 (5572) 509-1125 [email protected]

1.4 Wesentliche Ereignisse seit dem 30. April 2012

Auf der am 27. Juli 2012 stattgefundenen 36. ordentlichen Hauptversammlung wurde beschlossen, für das Geschäftsjahr 2011/12 eine Dividende in Höhe von 0,20 EUR je anspruchsberechtigter Stückaktie auszuschütten. Die Auszahlung der Dividende erfolgte am 03. August 2012 (8,6 Mio EUR).

Mit Wirkung zum 01. November 2012 ist Alfred Felder neuer Chief Executive Officer (CEO) der Tridonic. Er löste damit den Vorstandsvorsitzenden der Zumtobel AG, Harald Sommerer, ab, der diese Aufgabe interimistisch zusätzlich übernommen hatte.

Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung für die Zumtobel Gruppe stellt der am 08. November 2011 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Oktober 2016 dar. Aufgrund der positiven Free Cashflow-Entwicklung wurde der maximal ausnutzbare Rahmen des Konsortialkreditvertrages im November 2012 von der Zumtobel Gruppe freiwillig von 500 Mio EUR auf 400 Mio EUR reduziert. Damit werden auch die laufenden Belastungen aus der Bereitstellungsprovision reduziert und es besteht grundsätzlich weiterhin die notwendige finanzielle Flexibilität für strategische Schritte. Insgesamt sind zum 30. April 2013 170 Mio EUR aus dem Konsortialkreditvertrag in Anspruch genommen worden.

Im Februar 2013 verkaufte die Zumtobel Gruppe die Firma Ledon Lamp GmbH, ein 2009 gegründetes Start-up-Unternehmen für LED-Lampen für Endverbraucher, und hat damit die strategische Fokussierung auf das Kerngeschäft in der professionellen Beleuchtung fortgesetzt. Ledon Lamp GmbH verkauft

Am 22. März 2013 gab die Firma Tridonic bekannt, dass aufgrund des Umsatzrückgangs in der konventionellen Lichttechnik weltweit rund 60 Mitarbeiter abgebaut werden, um die indirekten Kosten auf das niedrigere Umsatzniveau anzupassen. Die Tridonic Hauptverwaltung in Dornbirn (Österreich) ist mit knapp 30 Stellen betroffen. Stellenabbau bei

Am 25. März 2013 informierte die Firma Thorn Lighting die Öffentlichkeit über die Restrukturierung ihres Produktionsstandortes in Landskrona (Schweden). Um das Werk an die Anforderungen des Technologiewandels sowie an die aktuelle Auslastung der Produktion anzupassen, müssen in Landskrona 45 Mitarbeiter abgebaut werden. Restrukturierung im Leuchtenwerk in Landskrona

Hauptversammlung beschloss Dividende für GJ 2011/12

Alfred Felder ist neuer Tridonic CEO

Rahmen des Konsortialkreditvertrages freiwillig auf 400 Mio EUR reduziert

Tridonic

In der Aufsichtsratssitzung am 26. April 2013 wurde beschlossen, die bereits eingeleitete Restrukturierung von Thorn mit aller Konsequenz fortzusetzen.

Fortsetzung der Thorn Restrukturierung

Weitere wesentliche Ereignisse im Berichtszeitraum sind nicht zu vermelden.

1.5 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Personen umfassen den Vorstand und Aufsichtsrat der Zumtobel AG. Zum Bilanzstichtag 30. April 2013 sind keine Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen vorhanden. Mit assoziierten Unternehmen bestehen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu markt-üblichen Konditionen. Auf die Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.15 wird verwiesen.

1.6 Geschäftsverlauf

1.6.1 Vorzeitige Anwendung des geänderten IAS 19-Standards

Im Rahmen des Abschlusses des Geschäftsjahres 2012/13 wurden die Änderungen der überarbeiteten Fassung des IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" vorzeitig angewandt. In Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften des IAS 19 wurden die Änderungen auch rückwirkend angewandt, was zu einer Anpassung der Vorjahreszahlen führte. Auf die Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.3.1 sowie 2.6.3.3 wird verwiesen.

1.6.2 Auf einen Blick

Das Geschäftsjahr 2012/13 war von einem zunehmend schwierigen konjunkturellen Umfeld geprägt. Dementsprechend zeigt die Betrachtung der Umsatzentwicklung im Quartalsverlauf eine stetige Verlangsamung der Umsatzdynamik gegenüber dem Vorjahr. Während das Komponentengeschäft in allen Quartalen eine zum Teil deutlich rückläufige Nachfrage verzeichnete, litt das spätzyklische Leuchtengeschäft der Zumtobel Gruppe insbesondere ab dem zweiten Halbjahr unter der zurückhaltenden kommerziellen Bautätigkeit. In Summe sank der Umsatz der Zumtobel Gruppe im Berichtsjahr um 2,9% auf 1.243,6 Mio EUR.

Bereinigtes EBIT

Das um Sondereffekte bereinigte Gruppen-EBIT konnte im Geschäftsjahr 2012/13 trotz leicht gefallener Umsatzvolumen und Belastungen aus dem Technologiewandel mit 35,7 Mio EUR im Vergleich zum Vorjahr (35,0 Mio EUR) leicht gesteigert werden. Das entspricht einer verbesserten Umsatzrendite von 2,9% (Vorjahr 2,7%). Die Entwicklung der Profitabilität nach Segmenten ist weiterhin sehr unterschiedlich, aber sowohl im Lighting Segment als auch im Components Segment sind insbesondere in der zweiten Geschäftsjahreshälfte die positiven Auswirkungen der eingeleiteten Maßnahmen zur Anpassung der Kostenstruktur an die Marktnachfrage erkennbar.

1.6.3 Umsatzentwicklung

  • Gruppenumsatz sinkt um 2,9%

  • Umsatz im Lighting Segment mit minus 1,4% leicht unter Vorjahresniveau

  • Deutlicher Rückgang im Components Segment (minus 7,4%)

  • Hohe Wachstumsdynamik mit LED-Produkten (plus 49,8%)

Gruppenumsatz sinkt um 2,9%

Im Geschäftsjahr 2012/13 (1. Mai 2012 bis 30. April 2013) sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des deutlich eingetrübten konjunkturellen Umfelds um 2,9% auf 1.243,6 Mio EUR (Vorjahr 1.280,3 Mio EUR). Das Thema Energieeffizienz bleibt weiterhin der zentrale Wachstumstreiber für beide Segmente der Zumtobel Gruppe. Speziell der Trend zu intelligent gesteuerten, energieeffizienten Beleuchtungsanlagen sowie die LED-Technologie bringen wichtige Wachstumsimpulse.

Im Lighting Segment mit den Marken Zumtobel und Thorn hat sich die gute Wachstumsdynamik aus den beiden Vorjahren nicht fortgesetzt. In einem zunehmend herausfordernden konjunkturellen Umfeld und damit verbunden schwachen Branchenumfeld für die professionelle Leuchtenindustrie ging der Segmentumsatz im Berichtsjahr leicht um 1,4% auf 935,7 Mio EUR (Vorjahr 949,2 Mio EUR) zurück. Vor allem bei der Leuchtenmarke Thorn machten sich im zweiten Halbjahr das schwierige konjunkturelle Umfeld in den Kernmärkten Großbritannien und Frankreich, die Abhängigkeit vom Großhandelslagergeschäft sowie Einsparungen der öffentlichen Hand deutlich bemerkbar und führten zu einer Eintrübung des Geschäftsverlaufs. Umsatz im Lighting Segment leicht unter Vorjahresniveau

Der Wandel in Richtung LED stellt insbesondere für das Components Segment (Marke Tridonic) nach wie vor eine große Herausforderung dar. Zwar konnten wir unseren Marktanteil in Europa bei elektronischen Vorschaltgeräten im Berichtsjahr bei ca. 25% halten, aber durch den Schwenk in Richtung LED geht dieser Markt stetig zurück. Im Vergleich dazu liegt unser Marktanteil bei Steuergeräten für LEDs (Konverter) bei unter 5%. Das Magnetikgeschäft ist eine auslaufende Technologie mit stark rückläufigen Umsätzen. Fortschritte bei der Entwicklung und beim Absatz von LED-Konvertern und LED-Modulen konnten die sowohl konjunkturbedingte als auch strukturell rückläufige Nachfrage nach konventionellen Komponenten im Berichtsjahr noch nicht ausgleichen. Nach einem deutlichen Umsatzrückgang um 6,7% im Vorjahr sank der Segmentumsatz im Geschäftsjahr 2012/13 daher neuerlich um 7,4% auf 377,7 Mio EUR (Vorjahr 408,1 Mio EUR). Components Segment deutlich unter Vorjahresniveau

Entwicklung Segmente in Mio EUR 2012/13 2011/12 Veränderung
in %
Lighting Segment 935,7 949,2 -1,4
Components Segment 377,7 408,1 -7,4
Überleitung -69,8 -77,0 -9,4
Zumtobel Gruppe 1.243,6 1280,3 -2,9

Das dynamische Wachstum mit LED-Produkten konnte auch im Berichtsjahr fortgesetzt werden. Der Gesamtumsatz mit LED-Produkten stieg im Vergleich zum Vorjahr um 49,8% auf 274,5 Mio EUR (Vorjahr 183,2 Mio EUR). Der LED-Anteil am Gruppenumsatz erhöhte sich damit auf nunmehr 22,1% gegenüber 14,3% im Geschäftsjahr 2011/12. Vor allem das Lighting Segment konnte mit einem umfassenden innovativen LED-Leuchtenportfolio von der stark steigenden Nachfrage nach LED-Beleuchtung profitieren, der LED-Segmentumsatz stieg um 55,8% auf 212,8 Mio EUR. Das LED-Produktportfolio im Components Segment besteht neben LED-Modulen und -Konvertern für die Allgemeinbeleuchtung aus LED-Modulen für Lichtwerbung ("Signage"). Im Rahmen der strategischen Fokussierung im Bereich LED-Komponenten auf das Kerngeschäft in der professionellen Allgemeinbeleuchtung werden die erfolgreichen Aktivitäten im Bereich der Lichtwerbung in einem eigenen Profit-Center dargestellt. Darüber hinaus wurden die Geschäfte zur Kühlmöbelbeleuchtung sowie der LED-Retrofit-Lampen für Endverbraucher (Ledon Lamp GmbH) im Berichtsjahr veräußert. Der Umsatz mit LED-Komponenten stieg um 30,7% auf 71,5 Mio EUR.

Regionale Geschäftsentwicklung

Umsatzerlöse Veränderung
2012/13 in Mio EUR in %
D/A/CH 340,5 -0,6
Osteuropa 64,7 0,1
Nordeuropa 103,4 -4,2
Westeuropa 372,4 -1,6
Südeuropa 96,7 -4,8
Europa 977,7 -1,7
Asien 109,4 -4,7
Australien & Neuseeland 105,9 -14,8
Amerika 39,4 10,9
Rest 11,3 5,2
Gesamt 1.243,6 -2,9

Die Entwicklung in den einzelnen Regionen im Geschäftsjahr 2012/13 verlief sehr unterschiedlich. Während das Components Segment im Berichtsjahr in allen Regionen mit Ausnahme von Nordeuropa zum Teil deutliche Umsatzrückgänge verzeichnete, konnte das Lighting Segment den Umsatz sowohl in als auch außerhalb Europas annähernd auf dem Niveau des Vorjahres halten. In Summe sank der Umsatz der Zumtobel Gruppe in Europa im Berichtszeitraum geringfügig um 1,7% auf 977,7 Mio EUR (Vorjahr 995,0 Mio EUR). In der D/A/CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) fiel der Umsatz aufgrund einer nicht zufriedenstellenden Entwicklung in Deutschland leicht um 0,6%. Die Nachfrage in der Region Nordeuropa (Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden, Island) entwickelte sich insbesondere für das Lighting Segment im zweiten Halbjahr enttäuschend. Insgesamt ging der Umsatz in dieser Region im Berichtsjahr um 4,2% zurück. In der Region Osteuropa konnten die Umsätze trotz Rückgängen im Components Segment im Berichtsjahr stabil gehalten werden (plus 0,1%). In der umsatzstärksten Region Westeuropa (Großbritannien, Frankreich, Benelux) machte sich im zweiten Halbjahr das schwierige konjunkturelle Umfeld in den Kernmärkten Großbritannien und Frankreich bemerkbar und der Umsatz ging im Gesamtjahr um 1,6% auf 372,4 Mio EUR (Vorjahr 378,3 Mio EUR) zurück. Die Region Südeuropa (Italien, Spanien, Griechenland, Türkei) verzeichnete in beiden Segmenten konjunkturbedingt einen Umsatzrückgang von in Summe 4,8%. Der relative Umsatzanteil Europas am Konzernumsatz ist im Berichtszeitraum mit 78,6% leicht gestiegen (Vorjahr 77,8%).

Europa leicht unter Vorjahresniveau

Umsatz mit LED-Produkten wächst dynamisch

Dynamische Entwicklung in Amerika

In der Region Asien (umfasst im Wesentlichen China, Hongkong, Singapur, Indien und den Mittleren Osten) führte vor allem ein stark rückläufiges Komponentengeschäft im Mittleren Osten im Berichtsjahr zu einem Umsatzrückgang von 4,7% auf 109,4 Mio EUR (Vorjahr 114,7 Mio EUR). Im Lighting Segment ist die Umsatzentwicklung annähernd auf dem Niveau des Vorjahres. In der Region Amerika tragen die ergriffenen Maßnahmen weiterhin Früchte und im Geschäftsjahr 2012/13 konnte ein Wachstum von 10,9% erzielt werden. Die Umsatzentwicklung in der Region Australien & Neuseeland ist wiederum vor allem durch ein stark rückläufiges Komponentengeschäft belastet. Der Umsatz ging im Geschäftsjahr 2012/13 deutlich um 14,8% auf 105,9 Mio EUR (Vorjahr 124,3 Mio EUR) zurück.

1.6.4 Ertragsentwicklung

  • Bereinigtes EBIT mit 35,7 Mio EUR leicht über Vorjahresniveau (35,0 Mio EUR)

  • Weiterer Anstieg der Entwicklungskosten

  • Vertriebskosten verringern sich um 9,7 Mio EUR

  • Restrukturierungen führen zu negativen Sondereffekten in Höhe von 14,0 Mio EUR

  • Jahresergebnis sinkt auf 6,1 Mio EUR (Vorjahr 15,2 Mio EUR)

Gewinn- und Verlustrechnung in Mio EUR 2012/13 2011/12
*angepasst
Veränderung
in %
Umsatzerlöse 1.243,6 1.280,3 -2,9
Kosten der umgesetzten Leistungen -855,0 -882,2 -3,1
Bruttoergebnis vom Umsatz 388,6 398,2 -2,4
in % vom Umsatz 31,2 31,1
SG&A Aufwendungen ohne Sondereffekte -352,9 -363,2 -2,8
Bereinigtes EBIT 35,7 35,0 2,0
in % vom Umsatz 2,9 2,7
Sondereffekte -14,0 0,0 > 100
EBIT 21,7 35,0 -38,1
in % vom Umsatz 1,7 2,7
Finanzergebnis -13,8 -14,8 7,1
Ergebnis vor Ertragsteuern 7,9 20,2 -60,9
Ertragsteuern -1,6 -4,2 -60,8
Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen -0,2 -0,8 78,7
Jahresergebnis 6,1 15,2 -60,1
Abschreibungen und Amortisierungen -57,8 -53,9 7,3
Ergebnis je Aktie (in EUR) 0,14 0,35 -60,9

Nachrichtlich: Das EBITDA im Geschäftsjahr 2012/13 betrug 79,5 Mio EUR (Vorjahr 88,9 Mio EUR2).

Bereinigtes EBIT leicht über Vorjahresniveau

Das um Sondereffekte bereinigte Gruppen-EBIT konnte mit 35,7 Mio EUR trotz leichter Umsatzrückgänge und Belastungen aus dem Technologiewandel im Vergleich zum Vorjahr (35,0 Mio EUR) leicht verbessert werden. Das entspricht einer verbesserten Umsatzrendite von 2,9% (Vorjahr 2,7%). Die Entwicklung der Profitabilität nach Segmenten ist weiterhin sehr unterschiedlich. Im Lighting Segment konnte die Marke Zumtobel das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr trotz maßgeblich gesteigerter Entwicklungsaufwendungen – vor allem für neue Controls & Systems-Produkte – sowie eines deutlichen Umsatzanstiegs bei derzeit noch margenschwächeren LED-Produkten verbessern und die Verluste der Marke Thorn überkompensieren. Im

2 Der EBITDA-Vorjahreswert von 88,9 Mio EUR berechnet sich aus 88,5 Mio EUR wie veröffentlicht im Jahresfinanzbericht 2011/12 plus Anpassung aufgrund vorzeitiger Anwendung des geänderten IAS 19-Standards von 0,4 Mio EUR.

Components Segment führten das schwierige Marktumfeld und die Strukturverschiebung von elektronischen Vorschaltgeräten zu LED-Komponenten zu einer Unterauslastung in den Produktionswerken bei anhaltend hohem Preisdruck. Dementsprechend mussten deutliche Abschläge in der Ergebnisentwicklung hingenommen werden, obwohl sich die Verluste mit LED-Komponenten gegenüber dem Vorjahr verringerten.

Zur Absicherung der guten Wettbewerbsposition muss die Zumtobel Gruppe gleichzeitig in den Bereichen LED und konventionelle Lichttechnik investieren. Dies führt zu einer übergangsweise größeren Produktvielfalt und damit zu deutlich höheren F&E-Aufwendungen und Investitionen. Um die Aussagekraft des Abschlusses weiter zu verbessern, wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr die Kosten des Bereichs Sonderleuchten in Höhe von 7,2 Mio EUR innerhalb der Kosten der umgesetzten Leistungen umgegliedert und verursachungsgerecht dem Entwicklungsbereich zugeordnet. Die in den Kosten der umgesetzten Leistungen enthaltenen Entwicklungskosten stiegen im Berichtsjahr in Summe um 10,8 Mio EUR auf 65,6 Mio EUR – ohne diese Umgliederung hätten sich die Entwicklungskosten um 6,6% auf 58,4 Mio EUR erhöht.

Aufgrund der mittelfristigen Wachstumsperspektiven investierte die Zumtobel Gruppe im Geschäftsjahr 2011/12 deutlich in den Ausbau der Vertriebsstrukturen, was zu einer Erhöhung der Vertriebskosten um 26,1 Mio EUR gegenüber dem Geschäftsjahr 2010/11 führte. Um der unsicheren konjunkturellen Entwicklung in den wichtigsten Absatzmärkten Rechnung zu tragen, wurde dieser Ausbau im Berichtsjahr nicht weiter fortgesetzt und in beiden Segmenten Maßnahmen zur Effizienzsteigerung eingeleitet. Diese Schritte tragen bereits erste Früchte und die Vertriebskosten reduzierten sich trotz Tariflohnerhöhungen um 9,7 Mio EUR von 331,3 Mio EUR auf 321,6 Mio EUR. Die Verwaltungskosten stiegen geringfügig auf 39,7 Mio EUR (Vorjahr 38,0 Mio EUR). Das sonstige betriebliche Ergebnis ohne Sondereffekte beinhaltet wie im Vorjahr vor allem Lizenzeinnahmen aus dem LED-Geschäft sowie Förderungen der öffentlichen Hand und stieg von 6,1 Mio EUR auf 8,4 Mio EUR.

Im Berichtsjahr sind in beiden Segmenten umfassende Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet worden, um einerseits die Kostenstrukturen an das niedrigere Umsatzniveau anzupassen und andrerseits den Herausforderungen des Technologiewandels zu begegnen. Neben Anpassungen in einigen europäischen Vertriebgesellschaften fanden Restrukturierungsmaßnahmen vor allem im Thorn Werk in Landskrona (Schweden) und den Tridonic Werken in Ennenda (Schweiz) und Melbourne (Australien) statt. Zumtobel USA gab im Frühjahr bekannt, die Produktionsaktivitäten auf den Standort in Highland (USA/New Jersey) zu konzentrieren. Im Zuge dessen wird der kleinere Produktionsstandort in Fair Lawn (USA/New York) geschlossen. Im Februar 2013 wurde die Firma Ledon Lamp GmbH, ein 2009 gegründetes Start-up-Unternehmen für LED-Lampen für Endverbraucher, an einen strategischen Investor verkauft. Im März gab die Firma Tridonic bekannt, dass aufgrund des Umsatzrückgangs in der konventionellen Lichttechnik weltweit rund 60 Mitarbeiter im indirekten Bereich abgebaut werden. All diese Maßnahmen führten im Geschäftsjahr 2012/13 zu negativen Sondereffekten in Höhe von 14,0 Mio EUR. Auf die Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.4.3 wird verwiesen. Im Geschäftsjahr 2011/12 wurden keine Sondereffekte verbucht.

Weiterer Anstieg bei den Entwicklungskosten

Vertriebskosten verringern sich um 9,7 Mio EUR

Strukturelle Anpassungen führen zu negativen Sondereffekten in Höhe von 14,0 Mio EUR

Zur Darstellung des operativen Erfolges wurde das EBIT um die genannten Sondereffekte bereinigt:

Bereinigtes EBIT in Mio EUR 2012/13 2011/12
*angepasst
Veränderung
in %
Berichtetes EBIT 21,7 35,0 -38,1
davon Sondereffekte -14,0 0,0 > 100
Bereinigtes EBIT 35,7 35,0 2,0
in % vom Umsatz 2,9 2,7

Leicht verbessertes Finanzergebnis

Das Finanzergebnis verbesserte sich im Berichtsjahr um 1,1 Mio EUR auf minus 13,8 Mio EUR (Vorjahr minus 14,8 Mio EUR). Im Zinsaufwand sind im Wesentlichen Zinsen und Spesen für den laufenden Konsortialkreditvertrag enthalten, welche aufgrund der verminderten durchschnittlichen Inanspruchnahme in Verbindung mit dem nochmals gesunkenen Marktzinsniveau im Geschäftsjahr 2012/13 um 1,5 Mio EUR gesunken sind. Das Minus bei den übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträgen beträgt 4,6 Mio EUR (Vorjahr 4,9 Mio EUR). Diese Position beinhaltet vor allem das Ergebnis aus der Bewertung von Devisentermingeschäften zu den jeweiligen Marktwerten zum Abschlussstichtag sowie Effekte aus der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten. Darüber hinaus ist in dieser Position die Zinskomponente gemäß IAS 19 abzüglich Erträge aus Planvermögen enthalten. Auf die Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.4.4 wird verwiesen.

Finanzergebnis in Mio EUR 2012/13 2011/12
*angepasst
Veränderung
in %
Zinsaufwand -9,9 -11,3 -12,9
Zinsertrag 1,2 2,1 -40,9
Zinssaldo -8,6 -9,2 6,6
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge -4,6 -4,9 6,5
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen -0,6 -0,7 18,3
Finanzergebnis -13,8 -14,8 7,1

Das Ergebnis vor Steuern verringerte sich im Geschäftsjahr 2012/13 auf 7,9 Mio EUR (Vorjahr 20,2 Mio EUR). Der Ertragsteueraufwand beläuft sich auf 1,6 Mio EUR (Vorjahr 4,2 Mio EUR). Der tatsächliche Steuersatz stellt einen gewichteten Durchschnitt aller im Konsolidierungskreis enthaltenen Gesellschaften dar und beträgt 20,7%. Aus der Veränderung der latenten Steuerpositionen ergab sich ein positiver erfolgswirksamer Effekt in Höhe von 2,5 Mio EUR (Vorjahr 0,8 Mio EUR). Auf die detaillierten Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.4.6 wird verwiesen. Vorsteuerergebnis sinkt auf 7,9 Mio EUR

Das Ergebnis aus aufgegebenen Geschäftsbereichen in Höhe von minus 0,2 Mio EUR bezieht sich auf nachträgliche Aufwendungen und Erträge in Zusammenhang mit dem Reorganisationsverfahren für den im Geschäftsjahr 2010/11 aufgegebenen Bereich der Eventbeleuchtung (Space Cannon VH SRL). Das Jahresergebnis (inklusive Minderheiten) nach Steuern ging im Berichtsjahr deutlich auf 6,1 Mio EUR (Vorjahr 15,2 Mio EUR) zurück. Für die Aktionäre der Zumtobel AG ergibt dies ein Ergebnis je Aktie (unverwässert bei 43,1 Mio Aktien) von 0,14 EUR (Vorjahr 0,35 EUR bei 43,1 Mio Aktien). Jahresergebnis erreicht 6,1 Mio EUR

1.6.5 Saisonalität, Cashflow und Vermögenslage

  • Positive Entwicklung beim Working Capital

  • Anlageninvestitionen auf dem Niveau des Vorjahres

  • Free Cashflow verdoppelt sich auf 44,8 Mio EUR

  • Weiterhin gesicherte Liquiditätsposition und solide Bilanzstruktur

Der Geschäftsverlauf der Zumtobel Gruppe unterliegt einer typischen Saisonalität. Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres (1. Mai bis 31. Oktober) ist die Geschäftstätigkeit üblicherweise höher, da von Sommer bis Herbst eine relativ höhere Anzahl von Bauprojekten fertiggestellt wird und dabei der Einbau der Beleuchtung als eine der letzten Maßnahmen vorgenommen wird. Im dritten Quartal (1. November bis 31. Januar) ist das Umsatzniveau wegen der Weihnachts- und Winterpause in der Baubranche deutlich niedriger und im Schlussquartal (1. Februar bis 30. April) nimmt die Aktivität wieder sukzessive zu. Einhergehend mit dem Umsatzverlauf entwickelt sich auch das Ergebnis (gemessen am bereinigten EBIT) mit saisonalen Schwankungen, was ein deutlich niedrigeres Ergebnis im zweiten Halbjahr zur Folge hat. Zusätzlich ist das zweite Geschäftshalbjahr häufig mit Ausgaben für Fachmessen belastet.

Die Cashflows werden mit dem jeweiligen monatlichen Durchschnittskurs umgerechnet und aggregiert, während die Bilanzpositionen mit dem Stichtagskurs umgerechnet werden. Aus diesem Grund kommt es vor allem in den einzelnen Positionen des Cashflows aus dem operativen Geschäft zu deutlich abweichenden Werten im Vergleich zu den Differenzen der jeweiligen Bilanzpositionen.

Zum 30. April 2013 lag der Working Capital-Bestand mit 196,7 Mio EUR deutlich unter dem Niveau des Vorjahres (228,3 Mio EUR). Im Jahresverlauf konnten in beiden Segmenten nennenswerte Fortschritte im Bestands- und Forderungsmanagement erzielt werden. Im Vergleich zum 30. April 2012 reduzierte sich der Working Capital-Bestand von 17,8% auf 15,8% des rollierenden Zwölfmonatsumsatzes und liegt damit unterhalb des vom Konzern definierten Zielkorridors von 18 bis 20%. Während der Mittelzufluss aus dem Abbau von Working Capital seit dem Bilanzstichtag im Vorjahr noch 9,3 Mio EUR betrug, konnte im Geschäftsjahr 2012/13 ein Zufluss von 31,4 Mio EUR verzeichnet werden. Zur gleichen Zeit blieb das Factoring zum Bilanzstichtag mit 41,8 Mio EUR unverändert zum Vorjahr. Die negative Veränderung bei den langfristigen Rückstellungen ergibt sich überwiegend aus der im Gesamtergebnis erfassten Veränderung der IAS 19-Rücklage im laufenden Geschäftsjahr. Der positive Cashflow-Effekt bei den sonstigen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus der erhaltenen letzten ausständigen Kaufpreisrate aus der Veräußerung der Fabrik in Spennymoor im Dezember 2008.

Saisonalität des Geschäftsverlaufs

Positive Entwicklung beim Working Capital

Working Capital in % von rollierenden 12-Monats-Umsätzen

Operativer Cashflow
erhöht sich um
25,2 Mio EUR
Der Cashflow aus dem operativen Geschäft erhöhte sich im Berichtsjahr um 25,2 Mio EUR auf
103,3 Mio EUR (Vorjahr 78,1 Mio EUR). Die Verbesserung gegenüber dem Vorjahr trotz eines deutlich
niedrigeren Betriebsergebnisses nach Sondereffekten resultiert im Wesentlichen aus dem Mittelzufluss durch
den Abbau des Working Capital.
Anlageninvestitionen
auf dem Niveau des
Vorjahres
Für Anlageninvestitionen wurden im Berichtsjahr 59,5 Mio EUR (Vorjahr 57,2 Mio EUR) ausgegeben.
Anlageninvestitionen umfassen Investitionen in die Herstellung von Werkzeugen für neue Produkte,
Erweitungsinvestitionen, Instandhaltungsinvestitionen sowie aktivierte Kosten für F&E in Höhe von
16,1 Mio EUR (Vorjahr 11,1 Mio EUR). Die Erweiterungs- und Instandhaltungsinvestitionen betreffen vor
allem die Leuchtenwerke in Dornbirn (Österreich), Lemgo (Deutschland), Les Andelys (Frankreich) und
Spennymoor (Großbritannien).
Free Cashflow
verdoppelt sich auf
44,8 Mio EUR
Aufgrund der positiven Entwicklung beim Working Capital verdoppelte sich der Free Cashflow im
Geschäftsjahr 2012/13 auf 44,8 Mio EUR. Im Cashflow aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von minus
46,3 Mio EUR (Vorjahr minus 14,6 Mio EUR) sind vor allem die Zahlung der Dividende an die Aktionäre der
Zumtobel AG für das Geschäftsjahr 2011/12 in Höhe von 8,6 Mio EUR, die Zinszahlungen in Höhe von
7,8 Mio EUR sowie die Verringerung der Inanspruchnahme der Kreditlinien enthalten.
Gesicherte
Liquiditätsposition
Zum Bilanzstichtag 30. April 2013 verfügt die Zumtobel Gruppe zur Sicherung einer jederzeitigen Zahlungs
fähigkeit über unbesicherte Kontokorrentkreditlinien in Höhe von insgesamt 88,0 Mio EUR
(Vorjahr
100,6 Mio EUR) sowie einen im November 2011 abgeschlossenen Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit
bis 2016 und einem derzeit maximal ausnutzbaren Rahmen von 400 Mio EUR. Hiervon sind zum
Bilanzstichtag 170 Mio EUR (Vorjahr 200 Mio EUR) in Anspruch genommen worden. Die Finanzierung aus
dem Konsortialkreditvertrag ist an die Einhaltung von Financial Covenants (Schuldendeckungsgrad kleiner als
3,5 sowie Eigenkapitalquote größer als 25%) geknüpft. Zum Bilanzstichtag wurden die Financial Covenants
vollumfänglich eingehalten. Der Schuldendeckungsgrad lag bei 1,42 (Vorjahr 1,60) und die Eigenkapitalquote
bei 35,9% (Vorjahr 35,8%). Die Nettoverbindlichkeiten betrugen zum Bilanzstichtag 113,2 Mio EUR (Vorjahr
141,4 Mio EUR) und lagen damit 28,2 Mio EUR unter dem Vorjahreswert.
30. April 2013 30. April 2012
Bilanzkennzahlen in Mio EUR *angepasst
Bilanzsumme 994,8 1.036,3
Nettoverbindlichkeiten 113,2 141,4
Schuldendeckungsgrad 1,42 1,60
Eigenkapital 357,4 370,6
Eigenkapitalquote in % 35,9 35,8
Verschuldungsgrad in % 31,7 38,1
Investitionen 59,5 57,2
Working Capital 196,7 228,3
in % vom rollierenden Zwölfmonatsumsatz 15,8 17,8

Solide Bilanzstruktur

Die Qualität der Bilanzstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2012/13 nicht wesentlich verändert. Die Bilanzsumme verringerte sich im Vergleich zum 30. April 2012 aufgrund des reduzierten Working Capital-Bestands. Das Eigenkapital sank aufgrund der Belastungen aus der Dividendenausschüttung sowie der Erhöhung der Rückstellung für Pensionen. Die Eigenkapitalquote stieg gegenüber dem 30. April 2012 von 35,8% auf 35,9%. Der Verschuldungsgrad (Gearing) – als Quotient von Nettoverbindlichkeiten zum Eigenkapital – verbesserte sich von 38,1% auf 31,7%.

1.7 Mitarbeiter

Der unternehmerische Erfolg der Zumtobel Gruppe ist zu einem sehr großen Anteil auf ihre qualifizierten, engagierten und leistungsbereiten Mitarbeiter zurückzuführen. Mit ihrer fachlichen und persönlichen Kompetenz sowie Passion für das Thema Licht schaffen sie anspruchsvolle Lichtlösungen, die weltweit Maßstäbe setzen. Das Unternehmen legt großen Wert auf konsequente Kundenorientierung, Innovationsgeist und unternehmerisches Handeln.

Mitarbeiterzahl sank um 3,9%

Zum Stichtag 30. April 2013 beschäftigt die Zumtobel Gruppe weltweit 7.162 Vollzeitkräfte (inklusive Leiharbeiter). Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Abbau von 294 Mitarbeitern und betraf mit Ausnahme der F&E-Teams sämtliche Tätigkeitsbereiche. Strukturelle Veränderungen durch den Technologiewandel sowie die schwache Marktentwicklung in Europa sind die wesentlichen Gründe für den Rückgang der Beschäftigtenzahlen. Die Verteilung und Entwicklung nach Tätigkeitsbereichen und Regionen zeigt die folgende Grafik:

Verteilung nach Tätigkeitsbereich und Region

Leichte Verbesserung beim Umsatz je Mitarbeiter

Die Mitarbeiterproduktivität – als Quotient von bereinigtem EBIT zu den Personalkosten – lag im Berichtsjahr mit 8,2% auf dem Niveau des Vorjahres (8,3%). Der Umsatz je Mitarbeiter auf Durchschnittsbasis (inklusive Leiharbeiter) verbesserte sich leicht von 165.600 EUR auf 167.600 EUR je Mitarbeiter.

Aktuelle Herausforderungen

Die Zumtobel Gruppe begegnet den Herausforderungen des Technologiewandels mit einer nachhaltigen und verantwortungsbewussten Personalpolitik. Zu den größten Herausforderungen zählen die Qualifizierung bestehender Mitarbeiter, die Rekrutierung neuer Talente und die Einschulung von Kollegen in den neuen Märkten. Neben der fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung der Mitarbeiter sind eine leistungsgerechte Vergütung, die gute Einbindung in ein internes Netzwerk und die gelebten Unternehmenswerte die Basis für den langfristigen Unternehmenserfolg. Technologiewandel bringt neue Herausforderungen

Weiterbildungsangebote und betriebliche Berufsausbildung

In den Fachakademien der Marken werden markenspezifische Kompetenzen vorwiegend für Vertriebs- und Marketingmitarbeiter – wie etwa zu den Technologien, Anwendungen, Kundenanforderungen, aber auch zu Fachakademien der Marken

Energieeffizienz und nachhaltigen Lichtlösungen – vermittelt. Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit, neben externen Weiterbildungen auch ein umfassendes internes Trainingsangebot wahrzunehmen.

Im Berichtsjahr absolvierten Mitarbeiter und Führungskräfte insgesamt 490 Schulungstage (Vorjahr 800) des Corporate Trainings. Zusätzlich wurden 500 Schulungstage durch lokale HR Manager durchgeführt. In diesem Rahmen werden Führungs-, Methodik- und Sozialkompetenzen geschult. Die Schulungen wurden zu etwa zwei Dritteln durch interne Referenten durchgeführt. Aufgrund der deutlichen Zeit-, Reise- und Kostenersparnisse und der hohen Anzahl potenzieller Teilnehmer wird das Online-Schulungsangebot kontinuierlich ausgebaut. Im Geschäftsjahr 2013/14 soll ein erweiterter Einführungsprozess für Berufseinsteiger implementiert werden, der eine längere und intensivere Betreuung der Einsteiger in die Gruppe vorsieht.

Die Anzahl der Auszubildenden konnte im Vergleich zum Vorjahr von 158 auf 179 gesteigert werden. Die betriebliche Berufsausbildung ist ein wichtiges Instrument, um dem Fachkräftemangel im Zuge des demographischen Wandels zu begegnen. In den elf Berufsfeldern Elektronik, Elektrotechnik, Maschinenmechanik, Kunststofftechnik, Produktionstechnik, Anlagenelektrik, Werkzeugmechanik, Zerspannungstechnik, Mechatronik, Industriekaufmann und Medienfachmann wird vor allem in Österreich und Deutschland ausgebildet.

Unternehmenswerte und soziale Verantwortung

Die Zumtobel Gruppe baut auf eine über Jahrzehnte gewachsene, starke Unternehmenskultur auf. Die drei Kernwerte Passion, Performance, Partnership bilden das Fundament für das tägliche Handeln und sind eng mit der Unternehmensstrategie verknüpft. Im Berichtsjahr wurden weltweit Workshops zur Implementierung der Werte durchgeführt. Dabei wurden die Führungskräfte von ihren lokalen HR-Business Partnern sowie den von sogenannten "Wertebotschaftern", speziell für diesen Zweck geschulte Mitarbeiter, unterstützt. Bis Ende des Berichtsjahres nahmen mehr als 80% der Mitarbeiter an diesen Workshops teil.

Die Zumtobel Gruppe legt großen Wert auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. So werden beispielsweise Teilzeitarbeit oder das Arbeiten aus dem Homeoffice ermöglicht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr lag der Anteil der Teilzeitbeschäftigten bei 6% gemessen am gesamten Vollzeitäquivalent. Mütter und Väter, die nach Mutterschutz und Elternteilzeit wieder in den Beruf zurückkehren, werden vom Unternehmen aktiv bei der Wiederintegration unterstützt. Die Quote der nach der Elternzeit in das Unternehmen zurückkehrenden Mitarbeiter wurde für Deutschland, Österreich und die Schweiz erstmalig erhoben und liegt bei etwa 75%.

Im Verhaltenskodex der Zumtobel Gruppe ist die Einhaltung der Kernarbeitsnormen der International Labour Organization ("ILO") verbindlich festgeschrieben. Zur Überprüfung der Einhaltung dieser Normen findet jährlich eine umfassende Abfrage bei den Geschäftsführern aller Tochtergesellschaften weltweit statt, in der die Einhaltung bestätigt werden muss. Weitere Inhalte der Abfrage sind Menschenrechte, soziale Leistungen, Gesundheit, Sicherheit der Mitarbeiter etc. Zahlreiche Tochtergesellschaften gewähren, je nach den Bedürfnissen der lokalen Mitarbeiter, verschiedene freiwillige soziale Leistungen, darunter Zuschüsse bzw. betriebliche Angebote zu Kranken-, Unfall- oder Lebensversicherung.

Die Zumtobel Gruppe duldet keinerlei Diskriminierung. Dementsprechend sind Leistung und Qualifikation die Basis aller Personalentscheidungen. Die Zumtobel Gruppe, deren Belegschaft einen Anteil weiblicher Mitarbeiter von rund 34% hat, verfolgt keine Zielquote für die Besetzung von Managementpositionen durch weibliche Mitarbeiter. Aufgrund des Fachkräftemangels ist es grundsätzlich eine große Herausforderung, qualifizierte Bewerbungen zu erhalten und die richtigen Fachkräfte für die entsprechende Position zu rekrutieren. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen liegt derzeit bei 10,1%.

Corporate Trainings

Fundierte Lehrlingsausbildung in 11 Berufsfeldern

Identifikation der Mitarbeiter mit gemeinsamen Werten

Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Hohe Arbeitsstandards

Chancengleichheit und Vielfalt

Die Zumtobel Gruppe möchte zur Integration behinderter Jugendlicher beitragen bzw. die Erwerbstätigkeit behinderter Erwachsener fördern. In den einzelnen Gesellschaften der Zumtobel Gruppe werden Mitarbeiter mit körperlicher Beeinträchtigung bestmöglich unterstützt. An Standorten, an denen die gesetzliche Behindertenquote nicht erreicht wird, leistet die Zumtobel Gruppe die vorgeschriebenen Ausgleichszahlungen. Integration von Menschen mit Behinderung

Vergütung

Leistungsorientierte Vergütungssysteme

Die Zumtobel Gruppe arbeitet auf Grundlage einer einheitlichen Vergütungssystematik mit dem Ziel einer hohen Transparenz und leistungsgerechten Entlohnung. Das Unternehmen entlohnt in der Regel über dem gesetzlichen beziehungsweise kollektivvertraglichen Niveau. Die Durchführung von internen und externen Gehaltsvergleichen gewährleistet, dass Löhne und Gehälter marktkonform sind. Auch in Ländern mit niedrigen Lohnstandards bezahlt die Zumtobel Gruppe Löhne, die über dem gesetzlich vorgeschriebenen Mindestlohn liegen. Seit Mai 2012 ist die variable Entlohnung für das mittlere und gehobene Management neu geregelt. Eine über drei Jahre gestaffelte variable Entlohnung für das obere Management, in der die Tranchen mit dem Zielerreichungsfaktor des jeweiligen Jahres bewertet werden, gewährleistet den Fokus auf nachhaltige Entscheidungen. Die Leistungskennzahl ist das absolute EBIT, welches mit der Ergebnisentwicklung ähnlich strukturierter Unternehmen ("Peer Group") verglichen wird.

Anhand systematischer Aufgabenbeschreibungen ("Grading") kann die Entlohnung grundsätzlich eingeordnet werden; auf dieser Basis wird gewährleistet, dass die Bezahlung sowohl der fachlichen Qualifikation entspricht als auch fair und gerecht ist. Damit sind auch etwaige geschlechterspezifische Ungerechtigkeiten ausgeschlossen. Die Implementierung des Grading-Systems konnte im Berichtsjahr für das Lighting Segment in Österreich abgeschlossen werden.

Jährliches Mitarbeiterentwicklungsgespräch

Das Mitarbeiterentwicklungsgespräch ist ein wichtiges Instrument in der Zusammenarbeit von Mitarbeitern und Vorgesetzten. In dem strukturierten Gespräch werden ein gemeinsames Verständnis über die Werte, die Unternehmensstrategie und Ziele entwickelt, gegenseitige Erwartungen abgeglichen und systematisch Entwicklungspotenziale identifiziert. Je nach individuellem Bedarf werden gemeinsam Maßnahmen zur Weiterentwicklung definiert. Nach der Überarbeitung dieses Prozesses im Geschäftsjahr 2011/12 wurde im Berichtsjahr mit dessen Implementierung begonnen, welche global bis Ende 2013/14 abgeschlossen sein soll.

Arbeitssicherheit

Arbeitssicherheit hat einen hohen Stellenwert

Arbeitssicherheit und der Gesundheitsschutz der Mitarbeiter haben in der gesamten Zumtobel Gruppe einen hohen Stellenwert. Bei allen Marken werden spezifische Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsrichtlinien durch lokale Sicherheitsbeauftragte überwacht. Um die Arbeitssicherheit zu erhöhen, werden stetig Maßnahmen wie etwa Mitarbeiterschulungen, Verbesserung der Schutzbekleidung und Erneuerung des Maschinenparks ergriffen. In allen Werken wird monatlich die TRI-Rate (Total Recorded Injuries: Anzahl der Arbeitsunfälle auf eine Million Arbeitsstunden) erhoben. Die häufigsten Verletzungen sind Schnittverletzungen. Für die Leuchtenwerke fiel die TRI-Rate im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 15,2 (Vorjahr 18,0) und in den Komponentenwerken sank diese auf 5,4 (Vorjahr 5,5). In der Gruppe wurde die TRI-Rate von 13,6 auf 12,0 verbessert, mittelfristig strebt die Zumtobel Gruppe eine TRI-Rate von 10 an.

TRI-Rate 2012/13 2011/12 2010/11
Lighting Segment 15,2 18,0 18,9
Components Segment 5,4 5,5 10,6
Zumtobel Gruppe 12,0 13,6 15,8

1.8 Lieferanten

Die Zusammenarbeit zwischen den Unternehmen der Zumtobel Gruppe und ihren Lieferanten ist auf Langfristigkeit, gegenseitiges Vertrauen und Fairness angelegt. Auf dieser Grundlage kann wirtschaftlich, ökologisch und sozial verantwortungsvoll die Versorgungssicherheit aller wichtigen Rohstoffe und Vorprodukte bei gleichzeitig höchster Qualität sichergestellt werden. Dabei stellen die wirtschaftlichen Unsicherheiten, stark schwankende Währungseinflüsse, der technologische Wandel sowie die zunehmende Verknappung von Rohstoffen den Einkauf der Zumtobel Gruppe vor stetig neue Herausforderungen.

Beide Segmente wenden das sogenannte "Lead Buyer"-Konzept an. Durch die Bündelung der Beschaffung für einzelne Warengruppen durch spezialisierte Einkäufer verbessert sich die Verhandlungsposition gegenüber oft ebenfalls global agierenden Lieferanten. Durch eine Plattform- und "Multi-Sourcing"-Strategie wird die Versorgung auch bei unerwarteten, externen Ereignissen und Bedarfsschwankungen sichergestellt. Die "Multi-Sourcing"-Strategie, also der Aufbau von mindestens zwei Lieferanten pro Produkt, ist vor allem bei Volumenprodukten unerlässlich, um flexibel agieren zu können. Strategische Partnerschaften mit Lieferanten helfen, den veränderten Umfeldbedingungen flexibel zu begegnen und Innovationen zu fördern.

Die Lieferantenbeziehungen sind in beiden Segmenten besonders von Langfristigkeit geprägt: Mit mehr als der Hälfte der Lieferanten besteht die Geschäftsbeziehung seit mehr als 15 Jahren. Die Marken Thorn und Zumtobel beziehen ihre Waren alleine in Europa über ein Netzwerk von ca. 1.180 Lieferanten, wobei 7% dieser Lieferanten ca. 80% des Einkaufsvolumens bedienen. Bei Tridonic zeichnet sich das Netzwerk durch einen hohen Grad an Standardisierung aus: Etwa 11% der Lieferanten bedienen ca. 80% des Einkaufsvolumens. Ziel der Marken ist es, die Anzahl der Lieferanten bis Ende 2014 um 20% zu reduzieren.

Aus Zentraleuropa beziehen alle Marken wesentliche Rohstoffe wie etwa Stahl, Kupfer, Aluminium und Kunststoffgranulat. Dagegen werden elektronische und LED-Komponenten insbesondere in Asien zugekauft, wo sich die wettbewerbsfähigsten Lieferanten für diese Teile angesiedelt haben. Im Zuge des Wachstums mit LED-Produkten nahm entsprechend das Beschaffungsvolumen aus Asien im abgelaufenen Geschäftsjahr wiederum zu und liegt im Komponentengeschäft derzeit bei 81% und im Leuchtensegment bei ca. 10% des Einkaufsvolumens.

Alle Marken der Zumtobel Gruppe haben standardisierte Prozesse zur regelmäßigen Bewertung und Auditierung von Lieferanten etabliert. Diese Bewertung wird vom strategischen Einkauf koordiniert und in Zusammenarbeit mit Technik, Beschaffung und dem Bereich Supplier Quality durchgeführt. Neben den Erfolgsfaktoren Liefertreue, Qualität und Service werden gleichfalls auch Aspekte der Nachhaltigkeit (Umweltmanagementsystem, Code of Conduct) bewertet. Die Zumtobel Gruppe führt Audits zur Überprüfung der Lieferanten nach einem systematischen Auditplan durch. Im Berichtsjahr führten Thorn und Zumtobel weltweit insgesamt 44 Lieferantenaudits durch, davon 20 bei bestehenden Lieferanten und 24 bei potenziellen neuen Lieferanten Die eingesetzten Bewertungssysteme erlauben gezielte Maßnahmen zur gemeinsamen Lieferantenentwicklung, um Schwachstellen zu beseitigen und die Lieferqualität auf Dauer sicherzustellen. Alle neuen Zulieferer müssen unter anderem das Vorhandensein eines auditierbaren Umweltmanagementsystems vorweisen sowie die Einhaltung des Code of Conduct der Zumtobel Gruppe unterzeichnen. Damit verpflichtet sich der Lieferant zur Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnormen der Internationalen Arbeitsorganisation und zur Bekämpfung der Korruption. Grundsätzlich gilt, dass Fehlverhalten von Geschäftspartnern gegen den Code of Conduct oder Umweltstandards dokumentiert und Abstellmaßnahmen eingefordert werden. Sollten diese nicht innerhalb angemessener Fristen umgesetzt werden, werden rechtliche Maßnahmen eingeleitet oder die Geschäftsbeziehungen beendet.

Qualität, Kosten und Versorgungssicherheit stehen im Mittelpunkt

"Lead Buyer"- Konzept und "Second-Source-Strategie"

Langfristiges und vertrauensvolles Lieferantenmanagement

Asien gewinnt zunehmend an Bedeutung

Systematische Lieferantenbewertung und Audits

1.9 Qualität

Die Zumtobel Gruppe hat sich höchsten Qualitätsansprüchen verpflichtet. Qualität beinhaltet nicht nur eine fehlerfreie Produktion, sondern darüber hinaus einheitliche Prozess- und Servicequalität in allen Unternehmensbereichen weltweit. Der Anspruch ist, dem Kunden das gewünschte Produkt mit den benötigten Funktionen zum richtigen Zeitpunkt zu liefern, inklusive aller Serviceleistungen. Gleichzeitig erwartet die Zumtobel Gruppe diesen Qualitätsanspruch auch von ihren Zulieferern. Die Abstimmung und Koordination der globalen Qualitätspolitik der Zumtobel Gruppe erfolgte seit 2011 im Zumtobel Group Quality Council. Im Berichtsjahr wurden der bestehende Zumtobel Group Quality Council und der Production Council zum neuen, gemeinsamen "Zumtobel Group Operations Council" zusammengelegt, um Themenfelder wie Werksplanungen, Investitionen, Produktionstechnologien, Qualität, Betrieblicher Umweltschutz und Nachhaltigkeit übergreifend abstimmen zu können. Im Rahmen der kontinuierlichen Verbesserung verfolgt die Zumtobel Gruppe das Ziel, redundante Prozesse zu vermeiden, Abfall und Ausschuss durch Fehlproduktion zu reduzieren, unnötige Transporte zu vermeiden und damit Ressourcen zu schonen. Das minimiert externe und interne Kosten und gleichzeitig die Belastungen für die Umwelt. Das Leuchten- und das Komponentensegment verwenden vielfältige Methoden und Kontrollmaßnahmen, um die Qualität in den Prozessen und der Produkte kontinuierlich zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen hierbei das Total Quality Management (TQM) und Lean Six Sigma. TQM nutzt verschiedene Instrumente, um bei allen Mitarbeitern und an jedem Arbeitsplatz eine Qualitätskultur zu etablieren. Ziel von Lean Six Sigma ist es, Fehlerquellen zu beseitigen sowie Aktivitäten, die keine Wertschöpfung generieren, zu minimieren. Mit Ausnahme des Werkes in den USA sind alle Produktionsstandorte der Zumtobel Gruppe weltweit nach dem internationalen Standard ISO 9001 für Qualitätsmanagementsysteme zertifiziert. Ebenfalls zertifiziert sind die Vertriebsorganisationen der Marke Zumtobel in Österreich, Deutschland, Schweiz, Italien, Benelux, der Thorn Vertrieb Schweden sowie der Vertrieb der Tridonic in Deutschland. Nachdem die Marke Zumtobel 2010 die gesetzlich vorgeschriebene Gewährleistungsfrist freiwillig auf fünf Jahre verlängert hat, wurde in 2012 von der Marke Thorn ebenfalls eine verlängerte Fünf-Jahres-Garantie eingeführt. Die Zumtobel Gruppe garantiert, dass alle geltenden Normen und Regulierungen bei den Produkten in beiden Segmenten eingehalten werden. Dies gilt insbesondere für Vorschriften zur Lichtqualität und Energieeffizienz sowie für Kennzeichnungspflichten. Zu den gesetzlichen Regulierungen gehören unter anderem die CE-Kennzeichnung (Übereinstimmung mit den EU-Richtlinien), die WEEE-Kennzeichnung (Richtlinie über die Entsorgung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten), REACH (EU-Chemikalienverordnung) sowie RoHS (EU-Richtlinie zur Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe). Im Berichtszeitraum wurde gruppenweit die Implementierung einer Material Compliance Software vorbereitet, mit deren Hilfe die Überprüfung und Dokumentation der Einhaltung von Normen und Höchste Qualitätsansprüche Enge Abstimmung zwischen den Marken Qualitativ hochwertige Prozesse und Produkte Standards und Vorschriften

Materialdeklarationen direkt in das Dokumentationssystem einzuspeisen. Bei Tridonic steht das Implementierungsprojekt bereits kurz vor dem Abschluss. Im zeitgleich mit dem Jahresfinanzbericht 2012/13 publizierten Nachhaltigkeitsbericht sind weiterführende

Informationen zum Thema Qualität bei den einzelnen Marken umfassend dargestellt.

Regulierungen von Seiten der Lieferanten gewährleistet wird. Die Software ermöglicht es den Zulieferern,

1.10 Betrieblicher Umweltschutz

Umweltschutz hat in der Zumtobel Gruppe eine hohe Bedeutung. Nicht nur im Hinblick auf die Entwicklung energieeffizienter Produkte, sondern gleichfalls in Bezug auf eine umweltfreundliche Produktion. Dies spiegelt sich auch in der Nachhaltigkeitsstrategie ("Through Light, we care") der Zumtobel Gruppe wider und beinhaltet einen sorgsamen und effizienten Umgang mit Ressourcen sowie die Vermeidung und Verminderung von Emissionen und Abfall entlang des gesamten Lebenszyklus der Produkte. Bei Entscheidungen über die Ausstattung der Produktionsgebäude und Anlageinvestitionen werden mit Beginn des Jahres 2013/14 auch ökologische Aspekte systematisch im Entscheidungsprozess berücksichtigt.

Das Umweltmanagement der Zumtobel Gruppe basiert auf drei Säulen: die konsequente Einhaltung interner und externer Richtlinien, zertifizierte Umweltmanagementsysteme nach der Norm ISO 14001 sowie die Anwendung der Lean Six Sigma-Methode. Eine Koordinierungsstelle auf globaler Ebene ist für die Organisation des Umweltmanagements verantwortlich; sie verabschiedet die Richtlinien und gibt so Strukturen für Maßnahmen zur stetigen Optimierung der Umweltleistung vor. Um den lokalen Anforderungen gerecht zu werden, liegt die operative Verantwortung beim Umweltbeauftragten des jeweiligen Werks. Dieser setzt in Abstimmung mit dem Management individuelle Schwerpunkte und Ziele und ist verantwortlich für die Umsetzung der Maßnahmen.

Der Gedanke des Umweltschutzes ist sowohl im Verhaltenskodex, in der Umweltschutz-, Gesundheits- und Arbeitssicherheitsrichtlinie und der Qualitäts-Richtlinie von Thorn und Zumtobel sowie der Unternehmenspolitik von Tridonic verankert. Um die Leistungen zum Umweltschutz kontinuierlich zu stärken, werden an allen Werksstandorten extern wie intern erkannte Potenziale in Programme gefasst und in strukturierter Form abgearbeitet. Identifiziertes Verbesserungspotenzial mit hoher Relevanz wird im Zumtobel Group Operations Council behandelt. Zusätzlich werden die Mitarbeiter durch Schulungen für das Thema Umweltschutz sensibilisiert. So werden beispielsweise neue Mitarbeiter im Rahmen des Einführungsplans speziell zu Umweltthemen geschult. Des Weiteren finden in den sechs europäischen Produktionswerken der Marken Thorn und Zumtobel jährlich Informationsveranstaltungen zu Gesetzesänderungen im Umweltbereich statt.

Die Zertifizierung eines Umweltmanagementsystems nach ISO 14001 setzt Verfahren zur kontinuierlichen Verbesserung aller umweltrelevanten Abläufe und Prozesse voraus. Mit Erhalt des Zertifikats für den Thorn Standort Guanghzou (China) sind derzeit sieben von elf Produktionsstandorten bei Thorn und Zumtobel und alle Elektronikstandorte der Tridonic sowie der Standort Tridonic connection technology in Innsbruck nach ISO 14001 zertifiziert. Thorn und Zumtobel bereiten derzeit die Zertifizierung der weiteren Standorte außerhalb Europas vor. Diese sind für 2013/14 vorgesehen.

Die Methode Lean Six Sigma wird im Components Segment seit 2003 und im Lighting Segment seit 2008 erfolgreich angewendet. Diese Managementphilosophie beinhaltet eine ressourceneffiziente Produktion, Reduzierung der negativen Umweltauswirkungen und Steigerung der Sicherheit für die Mitarbeiter. Ein schonender Umgang mit Ressourcen ist ein wesentlicher Bestandteil der Lean Six Sigma-Philosophie, die sich in der kontinuierlichen Analyse der Kennzahlen, Identifizierung von Verbesserungspotenzial und daraus abgeleiteten Maßnahmen widerspiegelt.

Die Zumtobel Gruppe publiziert zeitgleich mit dem Jahresfinanzbericht 2012/13 den vierten Nachhaltigkeitsbericht, in dem weiterführende Informationen zum betrieblichen Umweltschutz einschließlich Daten zu Energieverbrauch, Emissionen, Wasserverbrauch, Abfall & Recycling, Transport & Logistik, Gefahrenstoffe und Verordnungen etc. umfassend dargestellt werden.

Fester Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie

Umweltmanagement: Globale Richtlinien lokal umgesetzt

Schulungen für das Thema Umweltschutz

Zertifiziertes Umweltmanagement nach ISO 14001

Lean Six Sigma-Methode

1.11 Forschung und Entwicklung

Kennzahlen für F&E

F&E-Ausgaben wieder deutlich gestiegen

Forschung und Entwicklung (F&E) ist durch die Entwicklung und Anwendung neuer Technologien ein entscheidender Erfolgsfaktor für die globale Wachstumsstrategie der Zumtobel Gruppe. Die Gesamtausgaben für F&E umfassen neben den aufwandswirksamen Ausgaben in der Gewinn- und Verlustrechnung (inklusive Abschreibung der aktivierten Entwicklungskosten) auch die im aktuellen Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungskosten. Entsprechend dem Ziel, die hervorragende Technologieposition der Zumtobel Gruppe weiter auszubauen, wurden die gesamten Ausgaben für F&E im Berichtsjahr um 22,1% auf 85,2 Mio EUR erhöht sowie das F&E-Team ausgebaut. Um die Aussagekraft des Abschlusses weiter zu verbessern, wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr die Mitarbeiter (29 FTEs) und Kosten (7,2 Mio EUR) des Bereichs Sonderleuchten innerhalb der Kosten der umgesetzten Leistungen umgegliedert und verursachungsgerecht dem Entwicklungsbereich zugeordnet. Nach einer Studie des Beratungsunternehmens Booz & Company vom Oktober 2012 belegt die Zumtobel Gruppe hinsichtlich absoluter Ausgaben für F&E im Vergleich börsennotierter, österreichischer Unternehmen den dritten Platz.

2012/13 2011/12 Veränderung
Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Mio EUR in %
F&E-Aufwendungen in GuV 69,1 58,7 17,7
Aktivierte F&E-Kosten 16,1 11,1 45,5
F&E-Ausgaben gesamt 85,2 69,8 22,1
in % vom Umsatz 6,9 5,4
Mitarbeiter (Vollzeitkräfte) F&E 548 512 6,9

Einzelne Marken sind für Produktentwicklung zuständig

Die eigentliche Produktentwicklung liegt in der Zuständigkeit der einzelnen Marken, da die Nähe zu Produktmanagement und Produktion einen wichtigen Beitrag zu immer schnelleren Entwicklungsprozessen leistet. Auf Gruppenebene dagegen sind insbesondere koordinative Aufgaben wie Forschungsförderung und Gremienarbeit, die Standardisierung und Weiterentwicklung der Werkzeuge wie CAD- und Simulationsprogramme sowie die Anmeldung, Verwaltung und Verteidigung der Schutzrechte angesiedelt.

Energieeffizienz, Lichtqualität und intelligente Steuerungen stehen im Mittelpunkt

Die Schwerpunkte der F&E-Aktivitäten leiten sich von der "Wirkungskette" der Beleuchtung ab: Lichtquelle, Optik, Betriebsgeräte und Lichtsteuerung. Wesentliche Themen hierbei sind: LED und OLED bei den Lichtquellen, neue optische Konzepte zur Lichtlenkung bei LEDs, neue Betriebsgeräte zum Betrieb von LEDs und OLEDs sowie neue Ansätze zum Management von Beleuchtungsanlagen. Diese Schwerpunkte führen zu Differenzierungspotenzialen in den Gebieten Lichtqualität, Energieeffizienz, Zusatznutzen und Intelligenz der Beleuchtungssteuerung.

Weiterhin hohe Innovationskraft Die Innovationskraft des Unternehmens hängt maßgeblich mit F&E zusammen. Ein umfangreiches Patentportfolio gerade im Bereich der neuen Technologien sichert den Marken der Zumtobel Gruppe Wachstum, Wettbewerbsvorsprung und den Zugang zu strategischen Kooperationen mit anderen Unternehmen. Im Berichtsjahr wurden vom Leuchtensegment 108 (Vorjahr 81) und vom Komponentensegment 80 (Vorjahr 91) Patente angemeldet. Nach Angaben des Österreichischen Patentamts belegt die Zumtobel Gruppe damit den vierten Rang bei den Anmeldezahlen in Österreich im Jahr 2012. Des Weiteren wird jährlich der Neuproduktanteil (Produkte nicht älter als drei Jahre) am Umsatz erhoben. Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden im Leuchtensegment 26,2% (europaweit; Vorjahr 28,9%) und im Komponentensegment 46,0% (weltweit; Vorjahr 36,0%) mit neuen Produkten umgesetzt. Die Anzahl aktiver gewerblicher Schutzrechte von derzeit zirka 6.700 – darunter 4.100 Patente – und der Neuproduktanteil am Gesamtumsatz sprechen für die Innovationskraft des Unternehmens.

Technologischer Wandel

Der Bereich F&E ist wie in den Jahren zuvor stark geprägt durch die LED-Technologie; die konventionelle Technologie verliert an Bedeutung. Eine der größten Herausforderungen in diesem Zusammenhang sind die kurzen Lebenszyklen, die eine erhöhte und stetig wachsende Geschwindigkeit im Entwicklungsprozess bei gleichzeitig stark erhöhtem F&E-Aufwand fordern. Schon bei der Entwicklung muss die Weiterentwicklung der LED konzeptionell berücksichtigt werden, bis hin zu einem Technologiewechsel von LED zu OLED. Hinzu kommen die Notwendigkeit zu mehr Systemkompetenz, höhere Qualitätsanforderungen und steigender Wettbewerb.

Konzernlagebericht

Neben der gezielten Förderung der Qualifikation der Mitarbeiter in Richtung Elektronik und Systemkompetenz kann den Herausforderungen insbesondere durch einen modularen Aufbau der Produkte, die Nutzung technischer Plattformen und durch interne und externe Standardisierung (siehe Zhaga) begegnet werden. Ferner werden zukünftig Entwicklungspartnerschaften einen noch größeren Stellenwert einnehmen. Schon heute liefern langfristige strategische Partnerschaften mit Zulieferern, Forschungsinstitutionen und industriellen Partnern, wie etwa dem Kompetenzzentrum Licht, LG Innotec oder Schneider Electric, einen wertvollen Beitrag.

Darüber hinaus soll die F&E-Organisation auch über europäische Grenzen hinweg weiterentwickelt und beispielsweise bei der Marke Thorn ein F&E-Netzwerk mit China, bei der Marke Zumtobel eine verbesserte Zusammenarbeit mit den USA aufgebaut werden. Ziel ist ein Transfer im Bereich neuer Technologien, Nutzung derselben Werkzeuge und Schaffung einheitlicher Prozesse, um der Entwicklung in Richtung globaler Produkte für globale Märkte Rechnung zu tragen.

Ergänzend zur eigenen Forschungsarbeit helfen Kooperationen nachhaltige Innovationsprozesse anzustoßen. Die Forschungsprojekte, die die Marken der Zumtobel Gruppe mit ihren Partnern kontinuierlich durchführen, beschäftigen sich neben der Entwicklung neuer technischer Lösungen vor allem mit der Wirkung von Licht auf Menschen und Umwelt in den unterschiedlichen Anwendungen. Zu den Partnern gehören insbesondere Universitäten, die auch im Sinne gezielter Nachwuchsförderung eine große Rolle einnehmen. Zu diesen gehören unter anderem die TH Ilmenau, die TU Berlin, die HAW Hamburg (alle Deutschland), die Technischen Universitäten von Graz (Österreich) und Lund (Schweden), die KTH Stockholm (Schweden) sowie die ETH in Zürich (Schweiz) und die Durham University (Großbritannien). Ein weiterer wichtiger Netzwerkpartner für die Zumtobel Gruppe ist das Fraunhofer Institut für Produktionstechnologie in Aachen (Deutschland).

Derzeit existieren unzählige LED-Modul-Varianten, die sich mit großer Geschwindigkeit weiterentwickeln, da es noch keine anerkannten Standards gibt. Aus diesem Grund unterstützen schon mehr als 180 Unternehmen der Lichtbranche die Initiative Zhaga. Die Zumtobel Gruppe, insbesondere Tridonic, ist Teil des Konsortiums und engagiert sich in mehreren Arbeitsgruppen.

1.12 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung für die Zumtobel Gruppe stellt der am 08. November 2011 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Oktober 2016 dar. Aufgrund der positiven Free Cashflow-Entwicklung im Geschäftsjahr 2012/13 wurde der maximal ausnutzbare Rahmen des Konsortialkreditvertrages im Juni 2013 von der Zumtobel Gruppe freiwillig um weitere 50 Mio EUR von 400 Mio EUR auf 350 Mio EUR reduziert. Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zum 30. April 2013 sind nicht zu vermelden.

Technologischer Wandel zu mehr Elektronik und LEDs

Zumtobel AG

Zunehmende Bedeutung von strategischen Partnerschaften

Forschungskooperationen mit Universitäten

Zhaga-Initiative

Rahmen des Konsortialkreditvertrages um weitere 50 Mio EUR reduziert

1.13 Risikomanagement

Systematischer Ansatz für frühzeitiges Erkennen von Chancen und Risiken

Die Zumtobel Gruppe ist sich bewusst, dass ein angemessenes Chancen- und Risikomanagementsystem – ebenso wie ein Internes Kontrollsystem – ein wesentlicher Beitrag zum Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsposition ist. In der Zumtobel Gruppe bedeutet Risikomanagement die aktive Auseinandersetzung mit Risiken zur Sicherung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und gleichermaßen die Erkennung von Chancen sowie die Abwägung von unternehmerischen Entscheidungen. Ziel des Risikomanagements ist es, durch einen systematischen Ansatz Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, um so aktiv durch geeignete Maßnahmen auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren zu können. Bei der Zumtobel Gruppe ist das Risikomanagement ein eigenständiger, strategisch ausgerichteter Prozess sowie Teil der operativen Führungsarbeit. Basisinstrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind neben einer im Geschäftsjahr 2011/12 konzernweit implementierten Risikomanagement-Software standardisierte Planungsund Controllingprozesse, konzernweite Richtlinien, eine laufende Berichterstattung sowie das Interne Kontrollsystem (siehe Punkt 1.14).

Risikomanagement basiert auf anerkannten Best Practices und Standards

Die in der Konzernzentrale als Teil des Konzerncontrollings angesiedelte Abteilung "Corporate Financial Analysis & Risk Management" ist für die ständige Weiterentwicklung des Risikomanagement-Prozesses sowie für die Koordination des gruppenweiten Risikomanagements und die Risikoüberwachung zuständig. Das Risikomanagementsystem der Zumtobel Gruppe ist eng mit den Controllingprozessen und dem Internen Kontrollsystem verknüpft. Das bei der Zumtobel Gruppe implementierte Risikomanagementsystem basiert (ebenso wie das Interne Kontrollsystem) auf den methodischen Grundlagen des COSO-Modells3 "Enterprise Risk Management – Integrated Framework" (COSO II, 2004), einem international anerkannten Regelwerk für Risikomanagement und Interne Kontrolle. Eine systematische Identifizierung und Bewertung der Risiken und Chancen wird zumindest dreimal jährlich dezentral von den "Risk-Ownern" der operativen Einheiten durchgeführt. Diese Evaluierung erfolgt mittels standardisierter Werkzeuge und Verfahren. Die Bewertung der Ereignisse hinsichtlich ihrer Auswirkung auf die Ergebnisse der Gruppe sowie deren Eintrittswahrscheinlichkeit erfolgt ebenfalls mittels konzernweit definierter Methoden. Für wesentliche Risiken und Chancen werden Maßnahmen zur Steuerung definiert und umgesetzt. Das Corporate Risk Management begleitet diese Prozesse und führt ein regelmäßiges Maßnahmencontrolling durch. Ad-hoc auftretende Risiken werden, sofern bedeutend, umgehend an die zentrale Risikomanagement-Abteilung gemeldet, der Vorstand wird entsprechend informiert. Richtlinien und Prozessbeschreibungen zum Risikomanagement stehen konzernweit zur Verfügung.

Die Steuerung der meisten Risiken findet dezentral in den operativen Einheiten statt. Manche Risiken mit konzernweiter Bedeutung werden jedoch zentral über spezielle Richtlinien geregelt, so zum Beispiel das Kreditmanagement oder der Umgang mit Währungsrisiken.

Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken kommt dem Berichtswesen eine zentrale Bedeutung zu. Der Vorstand wird regelmäßig von den operativen Geschäftsführungen über die aktuelle und die zu erwartende Geschäftsentwicklung sowie über vorhandene Risiken und Chancen informiert. Darüber hinaus existieren neben dem monatlichen Finanzbericht ein Performance- und ein Risikobericht, welche die kritischen Erfolgsfaktoren und kurzfristigen Risikothemen der Segmente und des Konzerns abbilden. Der Aufsichtsrat wird jedes Quartal mithilfe eines Risikoberichts sowie halbjährlich im Rahmen des Prüfungsausschusses über die wesentlichen Risiken und Chancen der Gruppe in Kenntnis gesetzt.

Die Risikoermittlungs- und Bewertungsverfahren und Werkzeuge der Gruppe werden unter Hinzuziehung der Internen Revision und des Abschlussprüfers ständig verbessert und weiterentwickelt. Der

3 COSO = Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (www.coso.org)

Konzernabschlussprüfer beurteilt regelmäßig entsprechend Regel 83 des Österreichischen Corporate Governance Kodex die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements der Zumtobel Gruppe und berichtet darüber an Vorstand und Aufsichtsrat.

Die Chancen der Zumtobel Gruppe sind in Kapitel 1.1.5 ausführlich beschrieben. Die wesentlichen Risiken und Handlungsmöglichkeiten stellen sich im Einzelnen wie folgt dar:

1.13.1 Markt- und Wettbewerbsrisiken in der Beleuchtungsindustrie

Ein wesentliches Risiko für die Geschäftsentwicklung der Zumtobel Gruppe besteht in der unsicheren konjunkturellen Entwicklung der wichtigsten Absatzmärkte, insbesondere in Europa. Eine zusätzliche Abschwächung der Konjunktur könnte dazu führen, dass sich der Auftragseingang der Zumtobel Gruppe deutlich verringert und bestehende Aufträge verzögert oder storniert werden. Darüber hinaus könnten verstärkte Sparanstrengungen bei den Ausgaben durch die öffentliche Hand negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung insbesondere der Marke Thorn haben, da ungefähr 40% des Markenumsatzes aus öffentlichen Mitteln wie etwa mit Außenbeleuchtungen für Straßen oder Beleuchtung für öffentliche Gebäude generiert werden. Zusätzlich könnte ein verstärkter Lagerabbau durch die Großhändler die Umsatzentwicklung belasten. Dadurch ergeben sich Risiken in Bezug auf die allgemeine Ergebnisentwicklung, belastet durch Unterauslastung in der Produktion, erhöhten Preisdruck und negative Produktmixverschiebungen. Gegebenenfalls notwendige Maßnahmen zur Anpassung der Strukturkosten und Kapazitäten an das schwierige Marktumfeld können zu Restrukturierungsaufwendungen führen.

Die Geschwindigkeit des technologischen Transformationsprozesses von der konventionellen Beleuchtung in Richtung LED liegt deutlich über den Erwartungen der Zumtobel Gruppe und stellt für die gesamte Lichtindustrie und insbesondere für das Komponentengeschäft eine große Herausforderung dar. Zur Absicherung der Wettbewerbsposition muss gleichzeitig in die Bereiche LED und konventionelle Lichttechnik investiert werden. Dies führt zu einer übergangsweise höheren Produktvielfalt und damit zu deutlich höheren Forschungs- und Entwicklungsausgaben. Die kürzeren Innovationszyklen und steigende Systemkomplexität der digitalen Beleuchtung erfordern zudem ein wesentlich engeres Bestandsmanagement sowie ein restriktiveres Vorgehen bei der Aktivierung von Entwicklungskosten.

Neue Anbieter, allen voran die asiatischen LED-Chip-Produzenten, drängen auf den professionellen Lichtmarkt und streben eine Vorwärtsintegration an. Diese stellen vor allem in den Bereichen LED-Module und LED-Konverter teilweise eine direkte Konkurrenz für das LED-Komponentengeschäft der Zumtobel Gruppe dar. Damit einhergehend steigt auch der Preisdruck für LED-Standardkomponenten. Diesen Unternehmen fehlt allerdings zum Großteil einschlägiges Anwendungswissen über alle relevanten Bereiche der Innen- und Außenbeleuchtung, die Kompetenz für komplexe Lichtmanagementsysteme unter Einbeziehung konventioneller und neuer LED-Lichttechnik sowie das umfassende direkte Vertriebsnetzwerk. Konkurrenz aus Asien

Das Fehlen von Fachkräften, wie etwa in den Bereichen der F&E und des Vertriebes, kann die langfristige Ausrichtung einer Unternehmung gefährden, Wachstumspotenziale können dann nur unzureichend ausgeschöpft werden. Zur Sicherstellung der notwendigen Kompetenzen legt der Konzern großen Wert auf die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter, sowohl durch Ausbildung in eigenen Akademien als auch durch externe Schulungsprogramme. Die weiteren Eckpfeiler der Personalarbeit sind eine leistungsgerechte Entlohnung, eine positive Arbeitsatmosphäre, internationale Karrierechancen und Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Es kann jedoch nie ausgeschlossen werden, dass gut qualifizierte Mitarbeiter abgeworben werden.

Risiken aus der Konjunkturentwicklung

Technologiewechsel durch LED

Risiken im Personalmanagement

1.13.2 Geschäftsrisiken / Vertrieb / Produktion

Der Zugang zu einem globalen Netzwerk von Meinungsbildnern und Entscheidungsträgern ist sowohl im Projektgeschäft der Marken Zumtobel und Thorn wie auch im OEM-Geschäft der Tridonic von großer Bedeutung. Es ist auch eine besondere Stärke der Tridonic, die langfristigen Kundenbeziehungen mit den vielen Leuchtenherstellern auf- und auszubauen. Die Zumtobel Gruppe setzt zur optimalen Betreuung dieses Netzwerks hochqualifizierte, in internen Akademien ausgebildete Vertriebs- und Marketingteams ein. Ebenso sind intensive Kundenschulungen Bestandteil des Kundenbindungsprozesses. Das Unternehmen pflegt zudem ein weitreichendes technologisches Netzwerk mit Forschungsinstituten und Universitäten. So gelingt es der Zumtobel Gruppe, ein führender technologischer sowie designorientierter Trendsetter zu bleiben. Zugang zu globalen Netzwerken von Entscheidungsträgern

  • Mithilfe der Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb kann die Marktposition gefestigt und eine angemessene Margenqualität sichergestellt werden. Die Zumtobel Gruppe steht sowohl im Leuchten- als auch im Komponentengeschäft vor der Herausforderung, ihre starke Technologieposition in der Branche regelmäßig zu beweisen und Neuentwicklungen an sich ändernde Bedürfnisse der unterschiedlichen Anwendungsgebiete anzupassen. Dies geschieht durch einen konsequenten Fokus der Zumtobel Gruppe auf das Thema Innovation und die enge Zusammenarbeit zwischen Entwicklung und Vertrieb. Insbesondere im Components Segment hängt die weitere Entwicklung von der Marktakzeptanz für die neuen innovativen Produkte in den Bereichen elektronische Vorschaltgeräte sowie LED-Komponenten für die Allgemeinbeleuchtung ab. Marktakzeptanz für die neuen Produkte
  • Die Zumtobel Gruppe ist ein weltweit agierender Konzern, wobei Europa mit 78,6% vom Umsatz der mit Abstand wichtigste Absatzmarkt ist. Sonstige strategisch wichtige Märkte sind Australien, die USA sowie China. In diesen Kernregionen konzentrieren sich auch die Investitionen in Sachanlagen, die politischen Risiken wie etwa Enteignungen von Wirtschaftsgütern, Kapitaltransferverbote und Krieg werden in diesen Märkten als gering eingeschätzt. In den übrigen Märkten agiert die Gruppe vorwiegend mittels lokaler Vertriebsorganisationen sowie Agentenverträgen. Gleichzeitig werden neue Investitionsvorhaben unter Berücksichtigung politischer Risiken bewertet. Die Schuldenprobleme in einem Großteil der EU-Staaten gefährden die Stabilität der Eurozone und stellen damit auch einen wesentlichen Unsicherheitsfaktor für die Zumtobel Gruppe dar. Durch die zuletzt gestiegene Kriegsgefahr in Korea und Syrien sind weitere wirtschaftliche Risiken entstanden. Politische Risiken
  • Eine stark steigende globale Nachfrage nach Rohstoffen in konjunkturellen Aufschwungphasen kann zu einer Verknappung der weltweiten Bestände führen. Die kontinuierliche Lieferfähigkeit kann teilweise nur mittels langfristiger Disposition sichergestellt werden. Die Weltmarktpreise der für die Zumtobel Gruppe wichtigsten Materialien wie Kunststoffgranulate, Aluminium, Stahl und Kupfer haben sich im letzten Jahr aufgrund der wieder einsetzenden Unsicherheiten in den Märkten stabilisiert bzw. sind teilweise gesunken. Energie wie etwa Strom, Gas und Öl ist für die Zumtobel Gruppe von geringerer Bedeutung, das Ergebnisrisiko aufgrund von Energiepreisänderungen ist daher unwesentlich. Kupferpreisschwankungen werden durch Termingeschäfte oder Optionen rollierend abgesichert. Die Materialpreiserhöhungen werden so weit wie möglich an die Kunden weitergegeben. Aufgrund des eingesetzten Technologiewandels wird der Anteil der LED-Zukaufprodukte (LED-Chip, LED-Modul oder LED-Light-Engine) am gesamten Rohmaterialbedarf signifikant steigen. Hier beobachtet die Zumtobel Gruppe bereits deutlich sinkende Preise. Beschaffungsrisiken

Die Zumtobel Gruppe ist als Lieferant von Qualitätsprodukten bekannt und setzt dieselbe Eigenschaft bei ihren Lieferanten voraus. Durch konsequente Lieferantenaudits und Wareneingangsprüfung können Qualitätsrisiken frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen eingeleitet werden. Eine professionelle Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Lieferanten ermöglicht der Gruppe eine frühzeitige Erken-

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nung und Beseitigung möglicher Risiken. Um das Risiko eines Lieferantenausfalls so gering als möglich zu halten, wird "Single Sourcing" weitestgehend vermieden. Weitere Details dazu unter Kapital 1.8 Lieferanten.

Zur Minimierung der EDV-Risiken wird moderne Hard- und Software mit entsprechenden Wartungsverträgen eingesetzt. Angriffen durch IT-Hacker wird mit mehrstufigen Firewall- und Virenschutzkonzepten bestmöglich vorgebeugt. Zur Absicherung der EDV-Systeme wird neben dem modernen Hochsicherheitsrechenzentrum ein zusätzliches Backup-Rechenzentrum betrieben, das im sogenannten "Hot Stand-by" arbeitet und ständig auf dem aktuellen Stand der Technik gehalten wird. Damit die Informationstechnologie der Gruppe stets die Geschäftsanforderungen erfüllt, hat das IT-Management eine Vielzahl von Prozessen, Richtlinien und Maßnahmen entwickelt. Diese werden zumindest einmal jährlich überprüft und, wo notwendig, angepasst. Durch eine regelmäßige Erneuerung der Hard- und Software werden Ausfallsrisiken sowie das Risiko von Datenverlusten minimiert. Die Datenbestände werden permanent von Virenscannern überprüft und regelmäßig gesichert.

1.13.3 Vermögensrisiken

Eine konsequente Instandhaltungs- und Ersatzinvestitionspolitik reduziert das Risiko von Produktionsausfällen. Die Investitionen in wesentliche Maschinen werden mit Wartungsverträgen verknüpft. Die Lieferantenauswahl wird dabei entsprechend den in Kapitel 1.8 beschriebenen Kriterien getroffen.

Eine eigene Betriebsfeuerwehr an den Hauptproduktionsstandorten sowie eine regelmäßige Begutachtung der technischen Sicherheitsstandards durch externe Experten minimieren ebenfalls das Ausfalls- und das Betriebsunterbrechungsrisiko. Des Weiteren verfügt die Zumtobel Gruppe über eine umfassende All-Risk-Versicherung, welche substanzielle Vermögensschäden ausgleichen könnte. Ebenso arbeitet das Risikomanagement sehr eng mit der Versicherungsabteilung zusammen, um sonstige absicherbare Risiken zu identifizieren und optimal mit Versicherungsschutz abzudecken. An allen wesentlichen Produktionsstandorten wird schrittweise (zum Beispiel durch Installation von Sprinkleranlagen) ein Highly Protected Risk (HPR)- Status angestrebt. Derzeit sind drei große Produktionsstandorte – Dornbirn (Österreich), Spennymoor (Großbritannien), Sydney (Australien) – als HPR qualifiziert.

Ein vorsichtiger, an der Umschlagshäufigkeit orientierter Wertansatz der Lagerbestände vermindert grundsätzlich die Bilanzrisiken. Die kürzeren Innovationszyklen und die steigende Systemkomplexität der digitalen Beleuchtung erfordern zudem ein wesentlich engeres Bestandsmanagement sowie ein restriktiveres Vorgehen bei der Aktivierung von Entwicklungskosten. Diese Vorgangsweise reduziert das Risiko für Abschreibungen von Beständen und aktivierten Entwicklungskosten.

1.13.4 Risiken aus Pensionsverpflichtungen

Leistungsorientierte Pensionspläne sind in den deutschen, englischen, schwedischen, norwegischen, australischen und schweizerischen Konzerngesellschaften implementiert. Die nach Abzug des Planvermögens verbleibende Verpflichtung wird als Rückstellung ausgewiesen. Die Höhe der Pensionsrückstellung hängt vorwiegend vom Marktwert des veranlagten Vermögens, aber auch von der Gehaltsentwicklung, der Lebenserwartung gemäß aktueller Sterbetafel und vom Diskontierungszinssatz ab. Weitere Details dazu sind im Konzernanhang unter Punkt 2.6.6.11 zu finden.

1.13.5 Produkthaftungsrisiken

Risiken der Regresspflicht und des daraus resultierenden Imageschadens aus Qualitätsmängeln können durch Fehler in der gesamten internen und externen Lieferkette verursacht werden. Qualitätssicherungssysteme überwachen die Einhaltung der selbst gesetzten hohen Anforderungen an die Produktqualität. Weitere Details dazu unter Kapital 1.9 Qualität. Zusätzlich besteht eine Produkthaftpflichtversicherung. Die in der

EDV-Risiken

Konsequente Instandhaltungs- und Ersatzinvestitionspolitik

Bestandsrisiken bei den Vorräten

Gruppe teilweise eingeführte Fünfjahresgarantie kann zu höheren Garantiekosten führen. Eine entsprechende Bilanzvorsorge wird seit dem Geschäftsjahr 2010/11 schrittweise bis 2014/15 aufgebaut.

1.13.6 Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken können aus Änderungen der arbeitsrechtlichen Gesetzeslage, aus politischen Risiken, Rechtsstreitigkeiten sowie aus Veränderungen der umweltpolitischen Rahmenbedingungen entstehen.

Die Rechtsabteilung der Zumtobel Gruppe betreibt eine konsequente Überwachung der rechtlichen Rahmenbedingungen in den wesentlichen Konzernregionen sowie aller anhängigen Verfahren, um rechtzeitig geeignete Maßnahmen einleiten zu können. Das geistige Eigentum der Gruppe wird als wesentlicher Wettbewerbsfaktor regelmäßig überprüft und gesichert. Auf Schutzrechte fremder Dritter wird systematisch geachtet. Schwebende Rechtsstreitigkeiten, die ein substanzielles Gefährdungspotenzial aufweisen, liegen nicht vor.

1.13.7 Risiken im Finanzbereich

Aufgrund der weltweiten Präsenz der Zumtobel Gruppe ist diese einer Reihe finanzieller Risiken ausgesetzt. Unter Marktrisiko wird das Risiko verstanden, welches aufgrund von Marktpreisänderungen in fremden Währungen sowie aufgrund von Veränderungen von Zinssätzen und Rohstoffpreisen entsteht und geeignet ist, das Ergebnis der Gruppe und den Marktwert der eingesetzten Finanzinstrumente negativ zu beeinflussen. Die Zielsetzung des Marktrisiko-Managements ist es, die vorhandenen Risiken zu beurteilen und so weit wie möglich wirtschaftlich sinnvoll unter Anwendung geeigneter Maßnahmen zu minimieren. Um diese Risiken abzusichern, setzt die Zumtobel Gruppe teilweise derivative Finanzinstrumente ein. Alle Derivatgeschäfte werden ausschließlich mit ausgewählten Banken abgeschlossen, um das Bonitätsrisiko aus den Kurssicherungsgeschäften möglichst gering zu halten. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt gemäß der gültigen Hedging Policy. Es werden keine Derivate zu Handels- oder Spekulationszwecken verwendet. Grundsätzlich werden geplante Cashflows, die Marktpreisänderungsrisiken aus Währungskursoder Rohstoffpreisänderungen unterliegen, rollierend für einen Zeithorizont von zwei bis drei Quartalen durch geeignete Sicherungsgeschäfte abgesichert. Durch diese Methodik verfügt das Unternehmen über einen relativ konstanten Hedge-Bestand, das Fremdwährungsexposure wird dadurch geglättet. Marktrisiko

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiko ist das Risiko der Zumtobel Gruppe, ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht zeitgerecht bzw. nicht in voller Höhe nachkommen zu können. Zur Sicherung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hält die Zumtobel Gruppe einerseits Liquidität in Form von mehrheitlich täglich verfügbaren Bankguthaben, um erwartete betriebliche Aufwendungen und finanzielle Verbindlichkeiten bedienen zu können und verfügt andererseits über umfangreiche Betriebsmittelkreditlinien, um Liquiditätsschwankungen auszugleichen, die sowohl während eines Monats als auch im Jahresfortgang durch den Geschäftsverlauf auftreten. Zum Bilanzstichtag 30. April 2013 stehen der Gruppe kurzfristige unbesicherte Kontokorrentkreditlinien in Höhe von insgesamt 88,0 Mio EUR (Vorjahr 100,6 Mio EUR) zur Verfügung. Die Verzinsung hängt von den lokalen Marktgegebenheiten ab und entspricht den landesüblichen Konditionen.

Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung stellt der am 08. November 2011 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Oktober 2016 dar. Aufgrund der positiven Free Cashflow-Entwicklung im ersten Halbjahr wurde der maximal ausnutzbare Rahmen des Konsortialkreditvertrages im November 2012 von der Zumtobel Gruppe freiwillig von 500 Mio EUR auf 400 Mio EUR reduziert. Damit reduzieren sich auch die Belastungen aus der Bereitstellungsprovision. Insgesamt sind 170 Mio EUR vom Konsortialkreditvertrag zum Bilanzstichtag in Anspruch genommen worden. Die Finanzierung ist an die Einhaltung von Financial Covenants (Schuldendeckungsgrad kleiner als 3,5 sowie Eigenkapitalquote größer als 25%) geknüpft. Zum 30. April 2013 wurden die Financial Covenants dank eines Schuldendeckungsgrades von 1,42 (Vorjahr 1,60) und einer Eigenkapitalquote von 35,9% (Vorjahr 35,8%) vollumfänglich eingehalten. Eine Verschlechterung oder Verbesserung dieser Finanzkennzahlen kann eine schrittweise Erhöhung oder Verringerung der Kreditmarge nach sich ziehen. Nicht eingehaltene Covenants könnten dazu führen, dass bestehende Kredite fällig gestellt werden.

Um die Liquidität im Konzern besser und effektiver steuern zu können, wird für die wesentlichen Länder Europas ein Cash-Pool-System angewendet. Dadurch wird ein zinsoptimaler Ausgleich von kurzfristigen Liquiditätsüber- und -unterdeckungen ermöglicht und der Bedarf an kurzfristigen unbesicherten Kontokorrentkrediten reduziert.

Die Verzinsung der bestehenden Bankverbindlichkeiten ist variabel. Um das hieraus resultierende Zinsänderungsrisiko zu verringern, wurden mit verschiedenen Banken Zins-Swaps (Interest Rate Swaps) für ein derzeit wirksames Nominalvolumen von rund 122 Mio EUR abgeschlossen, also rund 70% des derzeit aushaftenden langfristigen Kreditvolumens. Für im Juni 2013 endende Zinsswaps über 62,0 Mio EUR wurden bereits auf Forward-Start-Basis Folgesicherungen in Höhe von 60,0 Mio EUR abgeschlossen. Diese Zinsinstrumente sind in unterschiedliche Laufzeiten gestaffelt (längstens bis Juni 2019) und tauschen die variablen Zinszahlungen der Finanzierung in Fixzinszahlungen von maximal 3,34%. Siehe dazu auch Punkt 2.6.11.3 im Konzernanhang für Marktwerte aus Zinssicherungsinstrumenten zum Bilanzstichtag.

Die Devisenmärkte sind weiterhin von hoher Unsicherheit und Volatilität geprägt. Die ergebnisrelevanten Währungsrisiken der Gruppe bestehen insbesondere aus Transaktionseffekten (die lokalen Gesellschaften kaufen und/oder verkaufen ihre Waren teilweise in – aus ihrer Sicht – Fremdwährungen). Auch konzerninterne Dividendenzahlungen oder Darlehen können aus Sicht der lokalen Gesellschaften in Fremdwährungen getätigt werden. Das Translationsrisiko (Umrechnung ausländischer Einzelabschlüsse in die Konzernwährung Euro im Rahmen der Konsolidierung) ist für die Zumtobel Gruppe von untergeordneter Bedeutung und wird nicht abgesichert. Zur Absicherung des Transaktionsrisikos setzt die Zumtobel Gruppe überwiegend Devisenterminkontrakte mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr ein, ergänzend auch Optionen. Die Hauptwährungen im Konzern sind EUR, GBP, USD (sowie die an den USD gebundenen asiatischen Währungen), AUD und CHF. Da das Fremdwährungsexposure aus generellen Planungsannahmen ermittelt wird und nicht aus konkret bestimmbaren Einzelverträgen, können die Voraussetzungen für Hedge-Accounting grundsätzlich nicht erfüllt werden. Auf die Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.11.3 wird verwiesen.

1.13.8 Kreditrisiko

Ausfallsrisiken für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch Überwachungsprozesse im "Kreditrisikomanagement" in Verbindung mit einer Warenkreditversicherung beschränkt (siehe dazu auch Konzernanhang Kapitel 2.6.11.1). In Fällen, bei denen die Kreditversicherung die Deckung verweigert oder reduziert, erfolgt eine sorgfältige Risikoprüfung und es werden nach einem internen Genehmigungsverfahren gegebenenfalls Eigenlimits gesetzt. Teilweise verlangt die Zumtobel Gruppe Bankgarantien oder Vorauszahlungen. Auch für das Geschäftsjahr 2013/14 ist aus heutiger Sicht nicht mit einer Erhöhung des Ausfallsrisikos zu rechnen, obgleich bei schwierigen konjunkturellen Entwicklungen grundsätzlich mit höheren Zahlungsausfällen gerechnet werden muss.

1.13.9 Bilanzielle Risiken

Bilanzielle Risiken entstehen vor allem aus der Bewertung einzelner Vermögenswerte. Währungseffekte, die notwendige Verwendung von Schätzungen und die Ermessensspielräume in den Bereichen der nicht finanziellen Vermögenswerte, aktiven latenten Steuern, Vorrats- und Forderungsbewertungen, Pensions-, Abferti-

Zinsänderungsrisiko

Währungsänderungsrisiko

gungs- und Jubiläumsgeldrückstellungen sowie Garantie- und Gewährleistungsrückstellungen haben eine unmittelbare Auswirkung auf die Darstellung der Vermögens- und Ertragslage. Die größten bilanziellen Risiken bei der Zumtobel Gruppe betreffen die Firmenwerte, welcher im Rahmen der Akquisition von Thorn im Geschäftsjahr 2000/01 entstanden, die Bewertung der aktivierten Entwicklungskosten und Vorräte sowie die Bewertung des Pensionsfonds in Großbritannien. In Bezug auf die Firmenwerte wird auf die detaillierten Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.6.6.1 verwiesen. Bei Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer wird ein jährlicher Werthaltigkeitstest durchgeführt, bei Vermögenswerten mit einer bestimmten Nutzungsdauer findet dieser Test bei Vorliegen eines Anhaltspunktes für Wertminderung statt. In Fremdwährung nominierte Wertgegenstände führen zu eigenkapitalrelevanten erfolgsneutralen Bewertungseffekten.

1.13.10 Andere Risiken

Die Zumtobel Gruppe ist in vielen Ländern von umfassenden und zunehmend verschärften Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsvorschriften betroffen. Die Gruppe investiert regelmäßig in die bestehenden Standorte, um die Risiken aus strengeren Auflagen zu minimieren, jedoch können erhöhte Investitionen infolge von Umweltauflagen in Zukunft nicht ausgeschlossen werden.

Gesamtrisiko-Einschätzung der Zumtobel Gruppe

Keine Risiken erkennbar, die den Unternehmensbestand gefährden

Die Gesamtwürdigung der genannten Risiko- und Chancenfelder resultiert im Wesentlichen in Marktrisiken in Abhängigkeit von der konjunkturellen Preis- und Mengenentwicklung, sowohl auf der Absatz- wie auch auf der Beschaffungsseite. Der technologische Transformationsprozess bringt Risiken in Form neuer Wettbewerber, höherer F&E-Ausgaben, steigender Produkt- und Systemkomplexität, eröffnet aber durchaus auch Chancen durch Erschließung neuer Marktsegmente und Applikationen. Die Innovationsszyklen der Produkte verkürzen sich aufgrund des Technologiewandels hin zur LED, dadurch vergrößert sich auch das Abwertungsrisiko im Bereich der Vorräte und aktivierten Entwicklungskosten. Interne Prozesse der Leistungserstellung sind demgegenüber deutlich weniger risikobehaftet. Die finanzwirtschaftlichen Risiken sind durch Absicherungsmaßnahmen kontrollierbar (siehe auch Konzernanhang Kapitel 2.6.11). Durch die konjunkturbedingten Verluste bei der Marke Thorn wird ein besonderes Augenmerk auf den der Marke Thorn zugeordneten Firmenwert gelegt. Alle aufkommenden wesentlichen Risiken können mit hoher Wahrscheinlichkeit durch die gruppenweiten Controlling- und internen Kontrollsysteme schnell identifiziert werden.

Auf Basis der aktuell zur Verfügung stehenden Informationen bestehen gegenwärtig keine wesentlichen Einzelrisiken, die den Unternehmensbestand gefährden könnten.

1.14 Internes Kontrollsystem

Die Zumtobel Gruppe orientiert sich beim Internen Kontrollsystem sowie beim Risikomanagement seit vielen Jahren an den methodischen Grundlagen der COSO-Modelle sowie im Bereich der IT-Kontrollen an Cobit. Das Interne Kontrollsystem ist definiert als die Gesamtheit der in die Prozesse integrierten Überwachungs- und Steuerungsmaßnahmen zur Sicherung der Vermögenswerte des Unternehmens, der Vollständigkeit und Zuverlässigkeit von Informationen und Systemen, der Wirtschaftlichkeit und Effektivität von Prozessen sowie der Compliance mit gesetzlichen, vertraglichen und internen Regelungen.

Die Verantwortung für die Implementierung und Überwachung des Internen Kontrollsystems liegt beim prozessverantwortlichen Management und wird auf zentralen wie dezentralen Ebenen wahrgenommen. Die übergreifenden Rahmenbedingungen werden zentral vom Vorstand vorgegeben und sind in der Corporate Policy on Internal Control System schriftlich fixiert. Die Umsetzung dieser Regelungen erfolgt durch das Linienmanagement. Die Konzernrevision (Corporate Internal Audit) als Stabsstelle des Vorstands unterstützt das Management bei der laufenden Überwachung und Verbesserung des Internen Kontrollsystems.

1.14.1 Grundsätze des Internen Kontrollsystems

Das Interne Kontrollsystem der Zumtobel Gruppe stützt sich seit Jahren unter anderem auf folgende Schlüsselkontrollen:

  • Transparente Organisation und klare Zuweisung von Rollen und Verantwortlichkeiten

  • Ausreichend gestaffelte Freigabe- und Genehmigungsverfahren

  • Angemessene Dokumentation der Prozesse

  • Funktionstrennung und Vier-Augen-Prinzip

  • Vollständigkeitskontrollen, Plausibilitätsprüfungen, Quervergleiche und Abweichungsanalysen

  • Abstimmungsverfahren, Konsistenz- und Gültigkeitsprüfungen

  • Analytical Reviews durch die Fachbereiche und das Management

  • IT-Prozesskontrollen wie Mussfelder, Prüfziffern und Logikabfragen (IT Application Controls)

  • Angemessene allgemeine IT-Kontrollen (IT General Controls)

Für die einzelnen Kontroll- und Steuerungsmaßnahmen gelten in der Zumtobel Gruppe folgende Grundsätze:

  • Die Überwachungs- und Steuerungsmaßnahmen müssen dem Umfang und der Intensität des zu kontrollierenden Risikos angemessen sein (Kosten-Nutzen-Betrachtung). Das Interne Kontrollsystem verfolgt daher immer einen risikoorientierten Ansatz.

  • Das Interne Kontrollsystem ist kein separates, von den betrieblichen Prozessen getrenntes System, sondern vielmehr ein integrierter Bestandteil der Prozesse.

  • Primär sollen automatisierte Kontrollmaßnahmen zum Einsatz kommen. Wo das nicht möglich oder sinnvoll ist, werden organisatorische bzw. manuelle Kontrollen verwendet.

Die schriftliche Dokumentation der Prozesse, des Internen Kontrollsystems sowie der durchgeführten Kontrollen ist so gestaltet, dass sich ein sachverständiger Dritter in angemessener Zeit ein verlässliches Bild über Prozesse, Risiken und Kontrollen verschaffen kann.

1.14.2 Internes Kontrollsystem in der Finanzberichterstattung

Die Corporate Policy on Internal Control System enthält eine umfassende Darstellung der für die Finanzberichterstattung der Zumtobel Gruppe wichtigen Prozesse und Systeme.

COSO-Modelle und anerkannte Best Practices bilden Grundlagen

Verantwortung für das Interne Kontrollsystem ist deckungsgleich mit der Business-Verantwortung

Etablierte und anerkannte Schlüsselkontrollen

Grundsatz der Angemessenheit von Risiko und Kontrolle

Angemessene schriftliche Dokumentation

  • Jahres- und Quartalsabschlüsse sowie Konzernabschlüsse der Zumtobel AG und der wesentlichen Konzerngesellschaften, jeweils inklusive Lagebericht und Anhang sowie Unterlagen und Informationen für Analysten, Investoren und Roadshows.

  • Alle für die Finanzberichterstattung wesentlichen IT-Systeme, was neben den buchführenden Systemen auch wichtige Systeme für die Veröffentlichung der Finanzberichte umfasst.

Zur schriftlichen Dokumentation der Prozesse und des Internen Kontrollsystems in der Finanzberichterstattung ist im Intranet der Zumtobel Gruppe ein eigenes Themenportal eingerichtet. Es enthält unter anderem die sogenannte COSO-Matrix, in der entlang der fünf Komponenten des COSO-Modells (Internal Environment, Risk Management, Control Activities, Information & Communication, Monitoring) die wesentlichen Merkmale des Internen Kontrollsystems dargestellt sind.

  • In der Zumtobel Gruppe sind die Unternehmenswerte, der Verhaltenskodex (Code of Conduct), die Konzernstrategie sowie die Aufbauorganisation (Organigramme) schriftlich dokumentiert und im Intranet verfügbar. Das Gleiche gilt für die Satzung, die Geschäftsordnungen, die Geschäftsverteilungspläne, den Themenbereich Corporate Responsibility und weitere gruppenweit gültige Regelungen. Internal Environment
  • Risikomanagement wird in der Zumtobel Gruppe in zweierlei Hinsicht betrieben: Einerseits gibt es einen gesonderten, von der Konzernzentrale gesteuerten Risikomanagement-Prozess, der sich um die konzernweiten Risiken und das zentrale Risikoreporting kümmert. Andererseits erfolgt das prozessspezifische Risikomanagement integriert in den einzelnen Geschäftsprozessen durch die jeweiligen Prozessverantwortlichen. Eine umfassende Erläuterung des Risikomanagements befindet sich im Konzernlagebericht in Kapitel 1.13. Risk Management
  • In der Zumtobel Gruppe basieren die Kontrollmaßnahmen unter anderem auf den Corporate Policies und dem Corporate Authorisation Framework (konzernweite Genehmigungs- und Freigaberegelungen). Von besonderer Bedeutung für das Interne Kontrollsystem in der Finanzberichterstattung sind das Finance Group Manual und die gruppenweit einheitliche Closing Checklist. Im Finance Group Manual sind alle für die Zumtobel Gruppe wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze enthalten. Die Closing Checklist enthält all jene Aufgaben und Kontrollschritte, die im Rahmen der Bilanzierung zwingend ausgeführt werden müssen. Control Activities
  • In der Zumtobel Gruppe stützt sich die Informationserfassung und -verarbeitung wesentlich auf die zentralen SAP-Systeme. Die Datenaufbereitung und -ausgabe erfolgt entweder direkt mit diesen Systemen oder über das SAP Business Warehouse. Daraus werden standardisierte Monats-, Quartals- und Jahresberichte erstellt, die den Vorstand und das Management bei der Wahrnehmung ihrer Überwachungsund Kontrollfunktion unterstützen. Das konzernweite Intranet ("Lightweb"), basierend auf einem Enterprise Wiki sowie Microsoft Sharepoint, sind darüber hinaus die wesentlichsten Informations-, Dokumentationsund Collaboration-Plattformen der Zumtobel Gruppe. Information & Communication
  • Zum Monitoring gehören einerseits laufende Überwachungsaktivitäten im Rahmen der normalen Managementaktivitäten und andererseits gesonderte Beurteilungen durch separate Überwachungsfunktionen. Beispielsweise überwacht das Management die Leistung von Segmenten und Gesellschaften anhand monatlicher Reviews. Für die gesonderte Überwachung des Internen Kontrollsystems sind Corporate Internal Audit, Corporate Controlling sowie die Qualitätsmanagement-Bereiche zuständig. Der externe Review der Halbjahres- und die Prüfung der Jahresabschlüsse werden durch den Wirtschaftsprüfer vorgenommen, der durch sein internationales Netzwerk die Anwendung einheitlicher Prüfungsstandards in allen Konzerngesellschaften sicherstellt. Eine weitere Überwachung des Internen Kontrollsystems findet durch den Prüfungsausschuss der Zumtobel AG statt, der sich in jeder Sitzung über Monitoring

den Rechnungslegungsprozess, die Jahresabschlussprüfung bzw. den Halbjahresreview, den aktuellen Stand des Risikomanagements und des Internen Kontrollsystems in der Finanzberichterstattung sowie die Prüfungsaktivitäten von Corporate Internal Audit berichten lässt.

Das Interne Kontrollsystem der Zumtobel Gruppe wird hinsichtlich Wirksamkeit und Effizienz fortlaufend an sich ändernde Bedingungen und neu identifizierte Risiken und Chancen angepasst.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden alle weltweiten Geschäftsführer und Top-Führungskräfte im Rahmen des neu entwickelten Trainingsprogramms "LEAF - Legal & Financial Essentials" geschult. Die vier von einem Experten-Panel der Konzernzentrale durchgeführten Webinare umfassten unter anderem die Themenbereiche Compliance, Internes Kontrollsystem, Financial Reporting und Fraud-Awareness. Der zum Ende des Geschäftsjahres 2011/12 neu veröffentlichte Verhaltenskodex wurde im Intranet um Antworten zu in der Praxis auftretenden Auslegungsfragen erweitert.

Weitere Arbeitsschwerpunkte waren die Anpassung verschiedener Corporate Policies sowie die inhaltliche Weiterentwicklung von Kontrollen.

Bei den Corporate Policies sind unter anderem die Anpassungen der globalen Approval Matrix aufgrund der neu geschaffenen Corporate Citizenship Policy sowie Änderungen beim Corporate Authorisation Framework hervorzuheben. Weitere Anpassungen betrafen die Corporate Insider Policies (personelle Änderungen beim Beauftragten für Insider Compliance). In den ersten Wochen des neuen Geschäftsjahres 2013/14 werden die im abgelaufenen Geschäftsjahr erarbeiteten neuen Business Policies mit aktualisierten Detailregeln zu Geschenken, Veranstaltungen, Sponsoring etc. verabschiedet und im Konzern kommuniziert.

Die im Geschäftsjahr 2010/11 eingeführten unterjährigen Bilanz- sowie Cash & Bank-Reviews durch Corporate Finance und Corporate Treasury wurden fortgeführt und die Abbildung der weltweit verwendeten Bankkonten der Konzerngesellschaften im zentralen Treasury-System wurde weiter ausgebaut. Das im vorherigen Geschäftsjahr eingerichtete Informationsportal zu Fraud-Awareness im Intranet wurde erweitert, wobei unter anderem die per Januar 2013 erfolgten Änderungen im Korruptionsstrafrecht in Österreich aufgearbeitet wurden. Der ebenfalls im Vorjahr eingeführte fragebogenbasierte Fraud-Awareness-Check wird konzernübergreifend mindestens einmal jährlich durchgeführt.

Der eingeschlagene Weg ständiger Verbesserung und laufender Weiterentwicklung des Internen Kontrollsystems wird auch im neuen Geschäftsjahr fortgesetzt.

1.15 Angaben zu § 243a UGB

  1. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 108.750.000 EUR und ist in 43.500.000 zur Gänze einbezahlte, auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien mit einem anteiligen Wert am Grundkapital von 2,50 EUR pro Aktie unterteilt. Sämtliche 43.500.00 Aktien sind in einer veränderbaren Sammelurkunde verbrieft und bei der Oesterreichischen Kontrollbank AG (OeKB) hinterlegt. Zum 30.04.2013 besaß die Gesellschaft 366.110 Stück eigene Aktien.

  2. AUGMENTOR Privatstiftung (4.215.752 Aktien), ASTERIX Privatstiftung (4.157.002 Aktien), GWZ Privatstiftung (1.044.660 Aktien), Hektor Privatstiftung (2.310.180 Aktien), ORION Privatstiftung (3.090.752 Aktien), Ingrid Reder (264.088 Aktien), Fritz Zumtobel (176.210 Aktien) und Jürg Zumtobel (144.248 Aktien) sind Vertragsparteien eines Syndikatsvertrages.

Der Syndikatsvertrag, der dem Vorstand nicht näher bekannt ist, sieht vor, dass sich die Parteien vor einer Hauptversammlung über das Stimmverhalten zu den einzelnen Tagesordnungspunkten abstimmen und ein Weiterentwicklung

von den Parteien ernannter Repräsentant das Stimmrecht, wie gemäß Syndikatsvertrag beschlossen, für alle Parteien gemeinsam ausübt. Der Syndikatsvertrag enthält Übertragungsbeschränkungen für die von den Parteien gehaltenen Aktien und gilt, solange die Parteien zusammen mindestens 25% des stimmberechtigten Aktienkapitals der Gesellschaft halten. Der Syndikatsvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2014.

  1. Zum 30.04.2013 wurde eine Beteiligung von über 10% von Delta Lloyd Asset Management NV und eine Beteiligung von über 4% von der FMR LLC (Fidelity) gehalten. Mit Wirkung 06. Juni 2013 informierte FMR LLC die Zumtobel AG, dass der Anteil an Zumtobel auf unter 4% reduziert wurde. Weitere Beteiligungen über 4% sind der Gesellschaft nicht bekannt.

  2. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.

  3. Für leitende Angestellte der Zumtobel Gruppe existierte bis 30. April 2012 ein aktienbasiertes Vergütungsprogramm, das Matching Stock Option Program (MSP). Mit Ende des Geschäftsjahres 2011/12 wurden sämtliche Ansprüche aus dem MSP abgegolten. Das MSP wurde im Geschäftsjahr 2012/13 durch ein Cash-basiertes Long Term Incentive (LTI) abgelöst. Von 2004 bis 2008 gab es zudem ein Stock Option Program (SOP). Aus dem SOP erfolgen keine Zuteilungen von Optionen mehr. Die Ausübungszeit des SOP läuft jedoch noch bis 2015. Hierzu sei verwiesen auf die ausführliche Erläuterung im Konzernanhang Kapitel 2.6.8.4.

  4. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von drei Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 22. Juli 2011 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch – auch in mehreren Tranchen – das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 10.875.000 durch Ausgabe von bis zu Stück 4.350.000 neuen auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100% des anteiligen Betrages am Grundkapital gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen und das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien auszuschließen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

  5. Scheiden Aufsichtsratsmitglieder vor dem Ablauf ihrer Funktionsperiode aus, so bedarf es einer Ersatzwahl erst in der nächsten ordentlichen Hauptversammlung. Eine Ersatzwahl durch eine außerordentliche Hauptversammlung ist jedoch unverzüglich vorzunehmen, wenn die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder unter drei sinkt. Ersatzwahlen erfolgen für den Rest der Funktionsperiode des ausgeschiedenen Mitgliedes. Das maximal zulässige Alter eines Vorstandsmitglieds zum Zeitpunkt der (erstmaligen oder neuerlichen) Bestellung beträgt 65 Jahre. Für die (erstmalige oder neuerliche) Bestellung eines Aufsichtsratsmitglieds gibt es kein maximal zulässiges Alter. Weitere sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebende Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates sowie über Änderungen der Satzung der Gesellschaft bestehen nicht.

  6. Aufgrund des Beschlusses des Vorstands der Gesellschaft vom 29. Juni 2006, gemäß der am 7. April 2006 erteilten Ermächtigung der Hauptversammlung nach Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien zu erwerben, wurden bis 31. Oktober 2006 800.000 eigene Aktien zur Bedienung der Mitarbeiterbeteiligungsprogramme erworben.

Aufgrund des Beschlusses des Vorstands der Gesellschaft vom 29. Juli 2008, auf Basis der vom selben Tag resultierenden Ermächtigung der Hauptversammlung nach Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien in einem Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals zu erwerben, wurden gemäß §65 Abs 1 Z 8 und §65 Abs 1a AktG 1.943.555 eigene Aktien erworben. Von diesen Aktien wurden 1.204.344 Stück im Geschäftsjahr 2009/10 eingezogen.

Insgesamt wurden bis zum 30. April 2013 1.173.101 Aktien zur Bedienung von Mitarbeiterprogrammen an Mitarbeiter weitergegeben.

  1. Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung für die Zumtobel Gruppe stellt der am 08. November 2011 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Oktober 2016 dar. Aufgrund der positiven Free Cashflow-Entwicklung wurde der maximal ausnutzbare Rahmen des Konsortialkreditvertrages im November 2012 von der Zumtobel Gruppe freiwillig von 500 Mio EUR auf 400 Mio EUR reduziert. Insgesamt sind zum 30. April 2013 170 Mio EUR aus dem Konsortialkreditvertrag in Anspruch genommen worden. Der Konsortialkreditvertrag beinhaltet eine Change-of-Control-Klausel bei Änderung der absoluten Mehrheit der Stimmrechte.

  2. Das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm "SOP" sieht im Falle eines Pflichtangebotes oder eines Angebots, das auf die Erlangung einer kontrollierenden Beteiligung im Sinne des Übernahmegesetzes abzielt, vor, dass alle zu gewährenden Optionen des betreffenden Geschäftsjahres oder eines folgenden Geschäftsjahres als zur Gänze gewährt gelten. Zusätzlich gelten die gewährten Optionen (einschließlich der als gewährt geltenden Optionen) am letzten Tag des entsprechenden Angebotes als ausgeübt (ohne dass eine Mitteilung der Gesellschaft erforderlich wäre). Jede als ausgeübt geltende Option berechtigt zum Empfang einer Barzahlung hinsichtlich des positiven Unterschiedsbetrages zwischen dem im Rahmen des Angebots angebotenen Preis und dem Ausübungspreis (sofern für den entsprechenden Begünstigten anwendbar). Ein solcher Unterschiedsbetrag ist am 15. Kalendertag nach der Veröffentlichung des Ergebnisses eines solchen Angebotes zur Zahlung fällig.

Mit Ende des Geschäftsjahres 2011/12 wurden sämtliche Ansprüche aus dem MSP abgegolten und im Geschäftsjahr 2012/13 durch einen Cash-basierten Long Term Incentive (LTI) abgelöst. Die Ausschüttung des LTI wird auf die drei folgenden Jahre verteilt. Im Falle eines (erfolgreichen) öffentlichen Übernahmeangebots müssen die offenen LTI-Forderungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstandsmitgliedern oder ihren Arbeitnehmern vom Käufer übernommen werden.

  1. Die Vorstandsverträge enthalten jeweils eine Change-of-Control-Klausel. Im Falle einer Übernahme der Gesellschaft durch einen neuen Mehrheitsaktionär steht den Vorstandsmitgliedern jeweils das Recht zu, ihr Mandat einseitig zurückzulegen. In diesem Fall erhalten die Vorstandsmitglieder die fixen und variablen Bezüge bis zum ursprünglich vereinbarten Ablauf des Vertrages, mindestens jedoch für die Dauer von zwölf Monaten. Darüber hinaus haben die Vorstandsmitglieder keine besonderen Ansprüche oder Anwartschaften im Falle der Beendigung ihrer Funktion.

  2. Die wichtigsten Merkmale des Risikomanagementsystems sowie des Internen Kontrollsystems sind im Konzernlagebericht unter 1.13 bzw. 1.14 umfassend beschrieben.

1.16 Ausblick und Ziele

Der Internationale Währungsfonds (IWF) 4 prognostiziert für das Kalenderjahr 2013 ein nur moderates Wachstum der Weltwirtschaft um 3,3% und für 2014 um 4,0%. Wie schon in den Vorjahren geht das Gros der Dynamik in beiden Jahren von den Entwicklungs- und Schwellenländern aus. Die dortige Wirtschaftsleistung soll in diesem Jahr um 5,3% und 2014 um 5,7% zulegen. Für die industrialisierte Welt lauten die Prognosen auf plus 1,2% in 2013 respektive 2,2% in 2014. Die US-Wirtschaft kann in beiden Jahren auf ein solides Plus von 1,9% beziehungsweise 3,0% hoffen. Nach dem Schrumpfen des Sozialprodukts in der Eurozone um 0,6% in 2012 sagt der IWF für das Jahr 2013 noch einmal einen

IWF erwartet für 2013 Rezession in Eurozone

Rückgang der Wirtschaftsleistung von 0,3%, gefolgt von einem geringen Wachstum um 1,1% in 2014 voraus. Angesichts drastischer Interventionen der Zentralbanken hat sich die Situation an den Kapitalmärkten zwar etwas entspannt, die eigentlichen Risiken der massiven Verschuldung wichtiger Industrienationen sind jedoch unverändert groß. Daher sehen die Experten des IWF weiterhin hohe Unsicherheiten für die Weltkonjunktur. Dies wirkt sich unmittelbar auf die Entwicklung der für die Zumtobel Gruppe entscheidenden Bau- und Bauzulieferindustrie aus, was sich in einem deutlich volatileren und kurzfristigeren Bestellverhalten der Kundengruppen als in den Vorjahren widerspiegelt.

Ausblick auf die Wirtschaftsentwicklung in 2013 and 2014

Große strategische Herausforderungen und Chancen

Fokus auf globale Wachstumsstrategie Der Vorstand hält in dieser wichtigen Phase des Technologiewandels an der Globalisierungs- und Wachstumsstrategie fest. Grundlage dieser Strategie sind der breit gefächerte Marktzugang aller Marken, das profunde Know-how in der Lichtanwendung, die starke Technologieposition und die umfassende Abdeckung der Wertschöpfungskette. Angesichts vieler struktureller Veränderungen in der Industrie und eines derzeit sehr schwachen Marktumfelds sind die Herausforderungen aber für jede Marke unterschiedlich.

Globalisierung der Marktpräsenz bei der Marke Zumtobel

Die Premium-Leuchtenmarke Zumtobel hat sich in den letzten Jahren dynamisch entwickelt und ist vor allem in Europa sehr solide aufgestellt. Europa wird aber nach unserer Einschätzung auch in den kommenden Jahren kein Wachstumsmotor sein. Dennoch bietet die auf viele, meist regionale Anbieter aufteilte europäische Leuchtenindustrie die Chance, durch einen noch aktiveren Vertriebsansatz Marktanteile zu gewinnen. Darüber hinaus setzt Zumtobel für die Zukunft verstärkt auf die Globalisierung der Marktpräsenz, die innovative Weiterentwicklung des Produktportfolios, auf den Ausbau der Controls-Aktivitäten sowie die Weiterentwicklung des Service-Geschäfts bei gleichzeitiger Verbesserung der Profitabilität. Die in den letzten Quartalen entwickelten global einsetzbaren Produktfamilien mit zugehöriger Supply Chain sowie die bereits implementierte globale Matrix-Organisationsstruktur bilden nun eine solide Grundlage für den globalen Roll-out des erfolgreichen europäischen Geschäftsmodells. Dabei wird der Fokus auf organischem Wachstum liegen, eventuell unterstützt durch gezielte Akquisitionen.

Die Leuchtenmarke Thorn hat eine führende Marktposition in wesentlichen Kernmärkten in Europa und Australien sowie eine gut etablierte Präsenz in den Wachstumsmärkten in Asien und dem Mittleren Osten. Thorn war, nach einem ausgeglichenen Ergebnis im Vorjahr, im zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2012/13 konjunkturbedingt in die Verlustzone geraten. Im Rahmen der Restrukturierung wurden in den letzten Jahren wesentliche Weichenstellungen zur Modernisierung des Produktportfolios, zur Fokussierung der Marktbearbeitung sowie zu einer nachhaltigen Effizienz- und Performancesteigerung in den Werken eingeleitet. Die Maßnahmen werden mit aller Konsequenz fortgesetzt, um das Thorn Geschäftsmodell konjunkturunabhängig und nachhaltig profitabel zu machen. Schwerpunkte dabei sind neben der notwendigen Senkung der Fixkostenbasis eine verbesserte Auslastung der weltweiten Produktionskapazitäten durch Anpassung der Werksstrukturen und Insourcing von extern zugekauften Produkten, die Stärkung des Direktvertriebs, um die konjunkturbedingten Schwankungen des reinen Lagergeschäfts abzufedern, sowie ein verstärkter Ausbau der Wachstumsaktivitäten in Asien und dem Mittleren Osten. Der Aufbau eines attraktiven, auf die Markenpositionierung und die Vertriebskanäle zugeschnittenen Produktportfolios wird mit voller Kraft fortgesetzt.

Ein wesentlicher Kern der Konzernstrategie ist es, die Wertschöpfungskette in der professionellen Beleuchtung möglichst umfassend abzudecken. Mit der zunehmenden Digitalisierung der Beleuchtungsindustrie durch den verstärkten Einsatz von LED und Controls wird diese Kompetenz noch wichtiger. Bei der Marke Tridonic erfordert der Technologiewandel eine umfassende Restrukturierung des Geschäfts. Der Umsatz mit konventionellen Komponenten ist strukturell rückläufig und neue, aggressive Wettbewerber drängen in den Markt für LED-Komponenten. Das Magnetikgeschäft ist eine auslaufende Technologie. Die Herausforderung liegt darin, auf der einen Seite die Kostenstrukturen konsequent an das Umsatzniveau anzupassen und auf der anderen Seite schnell in neue, innovative LED-Produkte sowie den Ausbau der globalen Präsenz zu investieren. Die langjährige Partnerschaft mit den OEM-Kunden war und ist ein wichtiger Erfolgsfaktor der Tridonic. In Zukunft sollen nicht mehr die einzelnen Komponenten, sondern eine auf den Kunden abgestimmte Lösung und Dienstleistung im Vordergrund stehen. Um das dafür notwendige umfassende Portfolio zur Verfügung stellen zu können, strebt Tridonic künftig zunehmend strategische Partnerschaften an.

Große Unsicherheit hinsichtlich Marktumfeld für das Geschäftsjahr 2013/14

Das makroökonomische Umfeld hat sich im Laufe des vergangenen Geschäftsjahres deutlich verschlechtert. Insbesondere in dem für die Zumtobel Gruppe entscheidenden europäischen Markt ist eine konjunkturelle Entspannung derzeit nicht erkennbar und die Visibilität weiterhin sehr gering. Im Lichte der verstärkten Planungsunsicherheit ist eine verlässliche Umsatz- und Ergebnisprognose zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich. Neben der Kosteneffizienz stehen im laufenden Geschäftsjahr vor allem Fortschritte in der strategischen Entwicklung der Marken im Vordergrund.

Dornbirn, am 11. Juni 2013

Der Vorstand

Harald Sommerer Mathias Dähn Martin Brandt

Chief Executive Officer Chief Financial Officer Chief Operating Officer

Fortsetzung der Thorn Restrukturierung mit aller Konsequenz

Umfassende Strukturanpassungen bei der Tridonic

Konzernlagebericht

Zumtobel AG 1. Mai 2012 bis 30. April 2013 Konzernabschluss Zumtobel AG 1. Mai 2012 bis 30. April 2013

2. Konzernabschluss

Inhalt

2. Konzernabschluss
2.1 Gewinn- und Verlustrechnung _________ 56
2.2 Gesamtergebnisrechnung ____________ 57
2.3 Bilanz __________ 58
2.4 Kapitalflussrechnung___________ 59
2.5 Eigenkapitalveränderungsrechnung ___________ 60
2.6 Anhang ______________ 61
2.6.1 Allgemeine Angaben __________ 61
2.6.2 Konsolidierungskreis und -methoden__________ 61
2.6.2.1
Konsolidierungskreis _________ 61
2.6.2.2
Konsolidierungsmethoden___________ 62
2.6.3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ______ 63
2.6.3.1
Auswirkungen neuer und geänderter Standards______ 63
2.6.3.2
Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ______ 64
2.6.3.3
Anpassung der Vorjahreszahlen _______ 72
2.6.4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung ______ 74
2.6.4.1
Umsatzerlöse_________ 74
2.6.4.2
Aufwandsarten _______ 74
2.6.4.3
Sonstiges betriebliches Ergebnis ______ 75
2.6.4.4
Zinsergebnis _________ 76
2.6.4.5
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge _______ 76
2.6.4.6
Ertragsteuern_________ 77
2.6.4.7
Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen_____ 78
2.6.4.8
Ergebnis je Aktie
_________ 78
2.6.5 Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung______ 78
2.6.5.1
Währungsdifferenzen
_______ 78
2.6.5.2
Währungsdifferenzen aus Darlehen _________ 78
2.6.5.3
Versicherungsmathematischer Verlust/Gewinn _______ 79
2.6.5.4
Latente Steuern _______ 79
2.6.6 Erläuterungen zur Bilanz _______ 79
2.6.6.1
Firmenwerte _________ 79
2.6.6.2
Übrige immaterielle Vermögenswerte________ 80
2.6.6.3
Sachanlagen __________ 81
2.6.6.4
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen ________ 83
2.6.6.5
Finanzielle Vermögenswerte _________ 84
2.6.6.6
Übrige Vermögenswerte ______ 85
2.6.6.7
Latente Steuern_______ 86
2.6.6.8
Vorräte________ 87
2.6.6.9
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen _________ 87
2.6.6.10 Liquide Mittel_________ 87
2.6.6.11 Leistungen an Arbeitnehmer (IAS 19R)____ 88
2.6.6.12 Beitragsorientierte Verpflichtungen
_______ 94
2.6.6.13 Übrige Rückstellungen________ 94
2.6.6.14 Finanzschulden________ 95
2.6.6.15 Finanzierungsleasing__________ 96
2.6.6.16 Operating Leasing ___________ 96
2.6.6.17 Übrige Verbindlichkeiten ______ 97
2.6.7 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung ________ 97
2.6.7.1
Überleitung Finanzmittelfonds ________ 98
2.6.8 Erläuterungen zur Eigenkapitalveränderungsrechnung_________ 99
2.6.8.1
Grundkapital _________ 99
2.6.8.2
Kapitalrücklage ________ 99
2.6.8.3
Gewinnrücklagen ____________ 99
2.6.8.4
Aktienoptionsprogramme __________ 100
2.6.8.5
Dividendenausschüttung______101
2.6.9 Kapitalmanagement___________102
2.6.10 Angaben zu Finanzinstrumenten_______102
2.6.10.1 Kategorien von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39 ___102
2.6.10.2 Ergebnisse aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorie IAS 39______105
2.6.11 Angaben zum Risikomanagement______105
2.6.11.1 Kreditrisiko __________105
2.6.11.2 Liquiditätsrisiko _______107
2.6.11.3 Marktrisiko __________108
2.6.12 Geschäftssegmente ___________111
2.6.12.1 Segment Geschäftsbereiche _________111
2.6.12.2 Segment Regionen __________113
2.6.13 Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse ____113
2.6.14 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ___________113
2.6.15 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen________113
2.6.16 Angaben zu Personalstruktur und Organen __________115
2.6.16.1 Personalstruktur ____________115
2.6.16.2 Organe des Konzerns________115
2.7 Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs 4 Börsegesetz ______116
2.8 Konsolidierungskreis __________117
Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk ____________120

2. Konzernabschluss

2.1 Gewinn- und Verlustrechnung

in TEUR Anhang 2012/13 2011/12
*angepasst
Veränderung
in %
Umsatzerlöse 2.6.4.1 1.243.616 1.280.312 -2,9
Kosten der umgesetzten Leistungen 2.6.4.2 -855.048 -882.154 -3,1
Bruttoergebnis vom Umsatz 388.568 398.158 -2,4
in % vom Umsatz 31,2 31,1
Vertriebskosten 2.6.4.2 -321.581 -331.291 -2,9
Verwaltungskosten 2.6.4.2 -39.664 -38.013 4,3
Sonstiges betriebliches Ergebnis 2.6.4.3 -5.663 6.149 <-100
davon Sondereffekte -14.043 0
Betriebsergebnis 21.660 35.003 -38,1
in % vom Umsatz 1,7 2,7
Zinsaufwand 2.6.4.4 -9.856 -11.315 -12,9
Zinsertrag 2.6.4.4 1.225 2.072 -40,9
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge 2.6.4.5 -4.592 -4.911 -6,5
Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 2.6.6.4 -560 -685 -18,2
Finanzergebnis -13.783 -14.839 7,1
in % vom Umsatz -1,1 -1,2
Ergebnis vor Ertragsteuern 7.877 20.164 -60,9
Ertragsteuern 2.6.4.6 -1.629 -4.155 -60,8
Ergebnis aus fortzuführenden Bereichen 6.248 16.009 -61,0
Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen 2.6.4.7 -162 -764 78,8
Jahresergebnis 6.086 15.245 -60,1
in % vom Umsatz 0,5 1,2
davon den Minderheitengesellschaftern zuordenbar 127 23 >100
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuordenbar 5.959 15.222 -60,9
Anzahl ausstehender Aktien unverwässert – Durchschnitt (in 1.000 Stk.) 43.122 43.100
Verwässerungseffekt (Aktienoptionen) – Durchschnitt (in 1.000 Stk.) 3 41
Anzahl ausstehender Aktien verwässert – Durchschnitt (in 1.000 Stk.) 43.125 43.141
Ergebnis je Aktie (in EUR) 2.6.4.8
Ergebnis je Aktie unverwässert 0,14 0,35
Ergebnis je Aktie verwässert 0,14 0,35
Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Bereichen (in EUR)
Ergebnis je Aktie unverwässert 0,14 0,37
Ergebnis je Aktie verwässert 0,14 0,37
Ergebnis je Aktie aus aufgegebenen Bereichen (in EUR)
Ergebnis je Aktie unverwässert 0,00 -0,02
Ergebnis je Aktie verwässert 0,00 -0,02

2.2 Gesamtergebnisrechnung

in TEUR Anhang 2012/13 2011/12*
angepasst
Veränderung
in %
Jahresergebnis 6.086 15.245 -60,1
Währungsdifferenzen 2.6.5.1 -1.341 19.513 <-100
Währungsdifferenzen aus Darlehen 2.6.5.2 -337 4.198 <-100
Hedge Accounting -970 -2.936 -67,0
Versicherungsmathematischer Verlust 2.6.5.3 -11.214 -25.115 -55,3
Latente Steuern 2.6.5.4 2.339 2.728 -14,2
davon IAS 19 2.096 1.994 5,2
davon Hedge Accounting 243 734 -67,0
Sonstige Gesamtergebnisbestandteile -11.523 -1.612 <-100
davon den Minderheitengesellschaftern zuordenbar 50 353 -85,8
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuordenbar -11.573 -1.965 <-100
Gesamtergebnis -5.437 13.633 <-100
davon den Minderheitengesellschaftern zuordenbar 177 376 -53,0
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuordenbar -5.614 13.257 <-100

2.3 Bilanz

in TEUR Anhang 30. April 2013 in % 30. April 2012
*angepasst
in %
Firmenwerte 2.6.6.1 190.035 19,1 190.842 18,4
Übrige immaterielle Vermögenswerte 2.6.6.2 52.837 5,3 51.414 5,0
Sachanlagen 2.6.6.3 239.966 24,1 242.271 23,4
Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen 2.6.6.4 3.667 0,4 4.366 0,4
Finanzielle Vermögenswerte 2.6.6.5 1.101 0,1 2.547 0,2
Übrige Vermögenswerte 2.6.6.6 4.233 0,5 4.005 0,4
Latente Steuern 2.6.6.7 38.413 3,9 36.337 3,5
Langfristiges Vermögen 530.252 53,4 531.782 51,3
Vorräte 2.6.6.8 160.472 16,1 172.748 16,7
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 2.6.6.9 185.533 18,6 209.724 20,2
Finanzielle Vermögenswerte 2.6.6.5 2.435 0,3 8.390 0,8
Übrige Vermögenswerte 2.6.6.6 29.098 2,9 25.936 2,5
Liquide Mittel 2.6.6.10 87.048 8,7 87.704 8,5
Kurzfristiges Vermögen 464.586 46,6 504.502 48,7
VERMÖGEN 994.838 100,0 1.036.284 100,0
Grundkapital 108.750 10,9 108.750 10,5
Kapitalrücklagen 335.210 33,7 335.005 32,3
Gewinnrücklagen -96.042 -9,7 -91.070 -8,8
Jahresergebnis 5.959 0,6 15.222 1,5
Kapital der Anteilseigner der Muttergesellschaft 353.877 35,5 367.907 35,5
Kapital der Minderheitengesellschafter 3.509 0,4 2.714 0,3
Eigenkapital 2.6.8 357.386 35,9 370.621 35,8
Rückstellungen für Pensionen 2.6.6.11 74.669 7,5 71.658 6,9
Rückstellungen für Abfertigungen 2.6.6.11 42.744 4,3 39.149 3,8
Sonstige Personalrückstellungen gemäß IAS 19 2.6.6.11 14.146 1,4 13.068 1,3
Übrige Rückstellungen 2.6.6.13 921 0,1 668 0,1
Finanzschulden 2.6.6.14 197.001 19,9 227.342 21,9
Übrige Verbindlichkeiten 2.6.6.17 1.911 0,2 14 0,0
Latente Steuern 2.6.6.7 7.307 0,7 10.175 1,0
Langfristige Schulden 338.699 34,1 362.074 35,0
Rückstellungen für Ertragsteuern 20.487 2,1 21.242 2,0
Übrige Rückstellungen 2.6.6.13 24.580 2,5 22.849 2,2
Finanzschulden 2.6.6.14 4.264 0,4 3.744 0,4
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 131.801 13,2 130.960 12,6
Übrige Verbindlichkeiten 2.6.6.17 117.621 11,8 124.794 12,0
Kurzfristige Schulden 298.753 30,0 303.589 29,2
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN 994.838 100,0 1.036.284 100,0

2.4 Kapitalflussrechnung

in TEUR Anhang 2012/13 2011/12
*angepasst
Betriebsergebnis aus fortzuführenden und aufgegebenen Bereichen 2.1 21.497 34.239
Abschreibungen und Amortisierungen 2.6.4.2 57.811 53.883
Gewinn/Verlust aus Anlagenabgängen 1.246 178
Konsolidierungskreisänderungen -420 0
Ergebnis aus der Aufgabe von Geschäftsbereichen -382 -220
Cashflow aus dem operativen Ergebnis 79.752 88.080
Vorräte 12.459 24.812
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 26.849 -23.104
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen -2.414 -8.004
Erhaltene Anzahlungen -5.473 15.631
Veränderung des Working Capital 31.421 9.335
Langfristige Rückstellungen -10.787 -6.382
Kurzfristige Rückstellungen 1.910 -3.175
Übrige lang- und kurzfristige Vermögenswerte und Verbindlichkeiten 6.193 -3.758
Veränderungen der sonstigen operativen Positionen -2.684 -13.315
Bezahlte Steuern -5.181 -5.968
Cashflow aus dem operativen Geschäft 103.308 78.132
Einzahlungen aus Anlagenabgängen 111 1.068
Auszahlungen für Anlagenzugänge -59.509 -57.159
Veränderung von lang- und kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten 702 227
Veränderung liquider Mittel aus Konsolidierungskreisänderungen 237 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -58.459 -55.864
FREIER CASHFLOW 44.849 22.268
Veränderung der lang- und kurzfristigen Finanzschulden -30.979 15.654
davon nicht frei verfügbare Zahlungsmittelbestände 185 -122
Dividenden -8.957 -22.523
Ausübung Optionen 205 -381
Bezahlte Zinsen -7.792 -9.540
Vereinnahmte Zinsen 1.222 2.170
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -46.301 -14.620
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand 616 5.333
VERÄNDERUNG DES FINANZMITTELBESTANDES -836 12.981
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 2.6.7.1 83.738 70.757
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 2.6.7.1 82.902 83.738
Veränderung -836 12.981

2.5 Eigenkapitalveränderungsrechnung

Geschäftsjahr 201 2012/13

Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens
in TEUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Sonstige
Gewinn
rücklagen
Währungs
rücklage
Hedge
Accounting
Rücklage
Aktien
optionen
Rücklage
IAS 19
*angepasst
Jahres
ergebnis
*angepasst
Summe Minder
heiten
Summe
Eigen
kapital
30. April 2012 108.750 335.005 3.293 -27.738 -3.643 19.732 -82.714 15.222 367.907 2.714 370.621
+/- Einstellungen in die
Gewinnrücklagen
0 0 15.222 0 0 0 0 -15.222 0 0 0
+/- Gesamtergebnis 0 0 0 -1.728 -728 0 -9.117 5.959 -5.614 177 -5.437
+/- Kapitalerhöhungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 402 402
+/- Aktienoptionen –
Ausübungen
0 205 0 0 0 0 0 0 205 0 205
+/- Aktienoptionen –
Dotierung/Auflösung
0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
+/- Dividenden 0 0 -8.621 0 0 0 0 0 -8.621 -336 -8.957
+/- Konsolidierungskreis-
änderungen
0 0 0 0 0 0 0 0 0 552 552
30. April 2013 108.750 335.210 9.894 -29.466 -4.371 19.732 -91.831 5.959 353.877 3.509 357.386

Geschäftsjahr 201 2011/12

Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens Summe
in TEUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Sonstige
Gewinn
rücklagen
Währungs
rücklage
Hedge
Accounting
Rücklage
Aktien
optionen
Rücklage
IAS 19
*angepasst
Jahres
ergebnis
*angepasst
Summe Minder
heiten
Eigen
kapital
30. April 2011 108.750 335.386 -25.750 -51.095 -1.441 18.418 -59.950 51.026 375.344 3.308 378.652
Anpassungen 0 0 0 0 0 0 356 -431 -75 0 -75
30. April 2011 108.750 335.386 -25.750 -51.095 -1.441 18.418 -59.594 50.595 375.269 3.308 378.577
+/- Einstellungen in die
Gewinnrücklagen
0 0 50.595 0 0 0 0 -50.595 0 0 0
+/- Gesamtergebnis 0 0 0 23.357 -2.202 0 -23.120 15.222 13.257 376 13.633
+/- Kapitalerhöhungen 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
+/- Aktienoptionen –
Ausübungen
0 -381 0 0 0 0 0 0 -381 0 -381
+/- Aktienoptionen –
Dotierung/Auflösung
0 0 0 0 0 1.314 0 0 1.314 0 1.314
+/- Dividenden 0 0 -21.552 0 0 0 0 0 -21.552 -970 -22.522
30. April 2012 108.750 335.005 3.293 -27.738 -3.643 19.732 -82.714 15.222 367.907 2.714 370.621

2.6 Anhang

2.6.1 Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss wurde gemäß § 245a UGB auf Basis aller am Bilanzstichtag gültigen IFRS/IAS, die das International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht hat, sowie aller Interpretationen (IFRIC/SIC) des International Financial Reporting Interpretations Committee beziehungsweise des Standing Interpretations Committee erstellt, sofern diese auch von der Europäischen Union im Endorsement-Verfahren übernommen wurden. Der Konzernabschluss der Zumtobel AG entspricht daher den für das Geschäftsjahr 2012/13 in der Europäischen Union anzuwendenden International Financial Reporting Standards (IFRS).

Die Regelung der überarbeiteten Fassung des IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" wurde ab dem Geschäftsjahr 2012/13 vorzeitig angewendet. Dieser Standard wurde im Juni 2011 vom IASB veröffentlicht, im Juni 2012 von der Europäischen Union anerkannt und ist für Geschäftsjahre beginnend ab 01. Jänner 2013 verpflichtend anzuwenden. Die mit der vorzeitigen Anwendung des Standards verbundenen Änderungen sind in den "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" in Kapitel 2.6.3.3 beschrieben.

Der Vorstand der Zumtobel AG hat den Konzernabschluss am 11. Juni 2013 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Die feststellende Aufsichtsratssitzung findet am 25. Juni 2013 in Dornbirn statt.

Zumtobel ist ein international tätiger Leuchtenkonzern mit Sitz der Muttergesellschaft Zumtobel AG in der Höchster Straße 8, A-6850 Dornbirn, Österreich, und ist beim Landes- als Handelsgericht Feldkirch, Österreich, unter FN 62309g registriert. Bilanzstichtag ist der 30. April. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Mai 2012 bis 30. April 2013. Die Berichtswährung ist Euro. Die Geschäftstätigkeit wird durch das "Lighting Segment" (Lichtlösungen, Leuchten für die Innen- und Außenraumbeleuchtung und elektronisch-digitale Licht- und Raummanagementsysteme) sowie das "Components Segment" (elektronische und magnetische Lichtkomponenten, LED-Lichtkomponenten und Verbindungstechnik) erbracht.

Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zugrunde. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren. Zur Verbesserung der Klarheit und Aussagefähigkeit des Abschlusses werden sowohl in der Bilanz als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Die Angabe in den Tabellen erfolgt – sofern nicht anders angegeben – in Tausend Euro (TEUR). Durch maschinelle Rechenhilfen können Rundungsdifferenzen entstehen.

Der Konzernabschluss wurde mit Ausnahme folgender Positionen auf Basis von historischen Anschaffungskosten erstellt:

  • Derivative Finanzinstrumente (Bewertung zum beizulegenden Zeitwert)

  • Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente

2.6.2 Konsolidierungskreis und -methoden

2.6.2.1 Konsolidierungskreis

Im Konzernabschluss 2012/13 sind 93 (VJ 94) Gesellschaften vollkonsolidiert, die entweder von der Zumtobel AG kontrolliert werden oder an denen der Zumtobel AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Nach der Equity-Methode werden fünf (VJ 6) Unternehmen konsolidiert, nach der quotalen Konsolidierungsmethode wird kein Unternehmen berücksichtigt. Nicht konsolidiert werden 15 (VJ 16) verbundene Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns einzeln und gesamt von untergeordneter Bedeutung sind.

Für Einzelabschlüsse mit abweichendem Bilanzstichtag werden IFRS-Zwischenabschlüsse zum 30. April erstellt.

Etwaige weitere Verpflichtungen zur Aufstellung von Teilkonzernabschlüssen auf Basis von lokalen Vorschriften sind mit der Veröffentlichung dieses Konzernabschlusses abgegolten.

Die Veränderungen des Konsolidierungskreises stellen sich im Berichtsjahr wie folgt dar:

Konsolidierungsmethode
voll at equity Summe
30. April 2012 94 6 100
Im Berichtszeitraum erstmals einbezogen 1 0 1
davon Neugründung 1 0 1
Im Berichtszeitraum endkonsolidiert -2 -1 -3
30. April 2013 93 5 98

Die Gesellschaft Zumtobel Lighting Saudi Arabia Limited wurde mit Mai des Geschäftsjahres 2012/13 erstkonsolidiert. Die Zumtobel Gruppe hält 51% der Anteile an der neu gegründeten Gesellschaft.

Die Endkonsolidierungen bei den vollkonsolidierten Tochtergesellschaften betreffen die Gesellschaften Ledon Lamp GmbH, Österreich und die LM AF 30. APRIL 2013 A/S I LIKVIDATION (vormals Lightmakers A/S), Dänemark.

Die Mehrheitseigentümer der z-werkzeugbau-gmbh haben im dritten Quartal 2009/10 die Option auf die restlichen 30% der Gesellschaft ausgeübt. Die Übertragung der Anteile ist am 31. Mai 2012 erfolgt.

2.6.2.2 Konsolidierungsmethoden

Grundsätze der Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung bei vollkonsolidierten Unternehmen erfolgt nach den Grundsätzen von IFRS 3. Danach werden beim Unternehmenserwerb die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten der entsprechenden Tochterunternehmen mit ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt bewertet. Übersteigen die Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen und identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden, so wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Passive Unterschiedsbeträge sind gemäß IFRS 3 sofort erfolgswirksam zu erfassen.

Die Anteile von Minderheitsanteilseignern werden zu dem Minderheitsanteil entsprechenden Teil der beizulegenden Zeitwerte der erfassten Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen.

Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt oder bis zum Abgangszeitpunkt in die Konzerngewinn- und Verlustrechnung einbezogen.

Die Equity-Methode wird bei assoziierten Unternehmen angewendet, bei welchen – in der Regel aufgrund eines Stimmrechtsanteils zwischen 20 und 50 Prozent – maßgeblicher Einfluss vorliegt. Die at equity bewerteten Unternehmen werden mit dem anteilsmäßigen Eigenkapital übernommen, wobei der Buchwert zum Abschlussstichtag um das anteilige Periodenergebnis abzüglich erhaltener Gewinnausschüttungen, allfälliger wesentlicher Zwischengewinne und Abschreibungen auf Firmenwerte angepasst wird. Sämtliche Fortschreibungskomponenten werden in einem Erfolgsposten der Konzerngewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Sonstige Konsolidierungsgrundsätze Sonstige Konsolidierungsgrundsätze

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden konzerninterne Forderungen mit den korrespondierenden Verbindlichkeiten aufgerechnet. Die konzerninternen Aufwendungen und Erträge werden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung eliminiert. Zwischenergebnisse aus Anlagenerstellungen, Anlagenübertragungen im Konzern sowie aus Konzernvorräten werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Währungsumrechnung Währungsumrechnung

Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Bei sämtlichen Gesellschaften ist dies die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbstständig betreiben. Die funktionale Währung der Zumtobel Gruppe ist der Euro. Bei der Umrechnung der funktionalen Währungen der Gesellschaften in die Berichtswährung werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Aufwendungen und Erträge mit monatlichen Durchschnittskursen umgerechnet. Dies gilt ebenso für die direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen. Der sich daraus ergebende Unterschiedsbetrag wird in der Gesamtergebnisrechnung dargestellt.

Die wichtigsten Währungen stellen sich wie folgt dar:

Durchschnittskurse Gewinn
und Verlustrechnung
Stichtagskurse Bilanz
1 EUR entspricht 30. April 2013 30. April 2012 30. April 2013 30. April 2012
AUD 1,2463 1,3116 1,2649 1,2684
CHF 1,2117 1,2057 1,2238 1,2018
USD 1,2858 1,3681 1,3072 1,3214
SEK 8,5812 9,0186 8,5420 8,9185
GBP 0,8172 0,8585 0,8443 0,8130

2.6.3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.6.3.1 Auswirkungen neuer und geänderter Standards

Folgende geänderte Standards beziehungsweise Interpretationen sind für die Zumtobel Gruppe im Geschäftsjahr 2012/13 erstmals anwendbar:

Der geänderte IAS 12 "Latente Steuern – Realisierung zugrunde liegender Vermögenswerte" verdeutlicht die Behandlung temporärer steuerlicher Differenzen bei als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien. Die Bewertung der latenten Steuern hat auf Basis einer widerlegbaren Vermutung zu erfolgen und die Umkehrung erfolgt durch Veräußerung.

Die Änderungen zu IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" (Datum des Inkrafttretens laut IASB: 1. Januar 2013 mit Möglichkeit zu vorzeitiger Anwendung), die im Juni 2012 von der EU übernommen wurden, wurden in diesem Jahresabschluss vorzeitig angewandt. Der überarbeitete Standard enthält eine Reihe von Änderungen, die sowohl fundamentale Änderungen als auch einfache Klarstellungen und Umformulierungen umfassen. Die wichtigste Änderung betrifft die Verpflichtung, versicherungsmathematische Gewinne und Verluste für Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zum Zeitpunkt ihres Entstehens ohne spätere Umbuchung in die Gewinn- und Verlustrechnung ("Recycling") im sonstigen Ergebnis zu erfassen. Des Weiteren wird der Ertrag aus dem Planvermögen nicht mehr auf Basis der erwarteten Planvermögensrendite bemessen, sondern unter Zugrundelegung desselben Zinssatzes wie für die Diskontierung der leistungsorientierten Verpflichtung bewertet. Darüber hinaus sieht der überarbeitete IAS 19 erweiterte Angabepflichten zu leistungsorientierten Plänen sowie Änderungen in der Bilanzierung von Leistungen aus dem Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses vor. Die Änderungen wurden rückwirkend in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften des IAS 19 angewandt, was zu einer Anpassung der Vorjahreszahlen führte. Die Auswirkungen der Anpassung der Vorjahreszahlen sind in Kapitel 2.6.3.3 dargestellt.

Durch die Anpassungen zu IFRS 1 "Hochinflation und Ersetzung des festen Umstellungszeitpunktes für IFRS-Erstanwender" wurde klargestellt, wie die Bilanzierung nach einer Periode, in der das Unternehmen die IFRS aufgrund einer von drastischer Hochinflation geprägten funktionalen Währung nicht einhalten konnte, wieder aufgenommen wird.

Die Änderungen zu IFRS 7 "Angabepflichten bei der Übertragung finanzieller Vermögenswerte" sehen zusätzliche Angaben bei der Übertragung finanzieller Vermögenswerte vor und sollen den Bilanzadressaten ein besseres Verständnis der Auswirkungen der beim Unternehmen verbleibenden Risiken ermöglichen.

Bis auf die Änderungen zu IAS 19 ergeben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2012/13.

Im Wesentlichen werden folgende neue beziehungsweise geänderte IAS/IFRIC-Interpretationen nicht vorzeitig angewandt und finden daher im Geschäftsjahr 2012/13 für die Zumtobel Gruppe keine Berücksichtigung:

Überarbeitete Standards beziehungsweise Interpretationen Anzuwenden ab
Geschäftsjahresbeginn nach
IAS 1 Darstellung von Sachverhalten im sonstigen Ergebnis der Gesamtergebnisrechnung 01. Juli 2012
IAS 27 Einzelabschlüsse 01. Januar 2014
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures 01. Januar 2014
IAS 32 Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden 01. Januar 2014
IFRS 1 Darlehen der öffentlichen Hand 01. Januar 2013
IFRS 7 Anhangangaben – Saldierung finanzieller Vermögenswerte und Schulden 01. Januar 2013
IFRS 9 Finanzinstrumente 01. Januar 2015*
IFRS 10 Konzernabschlüsse 01. Januar 2014
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen 01. Januar 2014
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen 01. Januar 2014
IFRS 13 Bemessung des beizulegenden Zeitwerts 01. Januar 2013
IFRIC 20 Abraumkosten in der Produktionsphase eines Tagebaubergwerks 01. Januar 2013

* Dieser Standard wurde von der Europäischen Union noch nicht im Wege des Endorsement-Verfahrens übernommen.

Es werden keine wesentlichen Auswirkungen aus der Anwendung der neuen Regelungen auf den Konzernabschluss 2013/14 erwartet.

2.6.3.2 Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Firmenwerte

Der im Rahmen der Konsolidierung anfallende Firmenwert stellt den Überschuss der Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs über den Anteil des Konzerns am beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden eines Tochterunternehmens, assoziierten Unternehmens oder gemeinschaftlich geführten Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird als Vermögenswert erfasst und mindestens jährlich auf Ebene der entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Werthaltigkeit getestet. Jede Wertminderung wird sofort erfolgswirksam erfasst (siehe auch Abschnitt "Ermessensausübungen und Schätzungsunsicherheiten").

Übrige immaterielle Vermögens Übrige immaterielle Vermögens Vermögenswerte

Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte werden im Jahr der Anschaffung zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer (4 bis 10 Jahre) abgeschrieben.

Ein selbsterstellter immaterieller Vermögenswert, der aus der Produktentwicklung oder aus Softwareimplementierungen des Konzerns entsteht, wird nur bei Vorliegen der Voraussetzungen des IAS 38.57 aktiviert, die vor allem folgende Bedingungen umfassen:

  • Identifizierbarkeit des selbsterstellten Vermögenswertes

  • Wahrscheinlichkeit der Erbringung eines zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens

  • Verlässliche Bestimmbarkeit der Kosten des Vermögenswertes

Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte werden linear abgeschrieben (4 bis 8 Jahre). Darf ein selbsterstellter immaterieller Vermögenswert nicht erfasst werden, werden die Entwicklungskosten in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind. Ausgaben für Forschungsaktivitäten werden als Aufwand der Periode erfasst.

Sachanlagen

Erworbene und selbsterstellte Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten enthalten neben Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Zinsaufwendungen für qualifizierte Vermögenswerte werden – soweit wesentlich – aktiviert und nicht in der zuzurechnenden Periode als Aufwand erfasst.

Der lineare Abschreibungsaufwand wird auf Basis der folgenden Abschreibungsprozentsätze errechnet:

Lineare Abschreibung Abschreibungs
prozentsatz p.a.
Gebäude 2 - 3,3%
Technische Anlagen und Maschinen 14,3 - 20%
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14,3 - 33,3%

Bilanzierung von Leasingverhältnissen

Leasingverhältnisse werden als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn durch die Leasingbedingungen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating Leasing klassifiziert.

Mietzahlungen bei Operating Leasing werden im Periodenergebnis linear über die Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses verteilt.

Im Rahmen von Finanzierungsleasing gehaltene Vermögenswerte werden zu Beginn des Leasingverhältnisses als Vermögenswerte mit ihren beizulegenden Zeitwerten oder, falls dieser niedriger ist, mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen erfasst. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber wird in der Bilanz als Verpflichtung aus Finanzierungsleasing innerhalb der lang- und kurzfristigen Finanzschulden erfasst. Die Leasingzahlungen werden so auf Zinsaufwendungen und Tilgung der Leasingverpflichtung aufgeteilt, dass eine konstante Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird. Zinsaufwendungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Vorräte Vorräte

Vorratsbestände werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten (basierend auf der Durchschnittspreismethode) und Nettoveräußerungswert bewertet. Bei Halb- und Fertigfabrikaten wird ein entsprechender Anteil der fixen und variablen Fertigungs- und Materialgemeinkosten in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter der Annahme einer Normalauslastung einbezogen. Fremdkapitalzinsen sowie Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten sind nicht Bestandteil der Herstellungskosten. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer beziehungsweise aus verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden angemessene konzerneinheitliche Abschläge berücksichtigt, die sich an der Umschlagsdauer ("Reichweite") orientieren.

Finanzinstrumente Finanzinstrumente

Die Zumtobel Gruppe unterscheidet folgende Klassen von Finanzinstrumenten:

  • Wertpapiere und Wertrechte
  • Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
  • Sonstige Verbindlichkeiten
  • Darlehen und Ausleihungen
  • Finanzierungsleasing
  • Positive/Negative Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes
  • Positive/Negative Marktwerte aus Derivaten (Hedge Accounting)
  • Liquide Mittel
  • Wertpapiere und Wertrechte

Wertpapiere und Wertrechte (z. B. Beteiligungen an Unternehmen) werden bei Zugang zu Anschaffungskosten bewertet. Diese werden als dem Handelsbestand zugehörig eingeordnet und in den Folgeperioden erfolgswirksam zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet.

  • Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Forderungen sind grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Bei den Forderungen werden für erkennbare Risiken Wertberichtigungen vorgenommen.

  • Darlehen und Ausleihungen, sonstige Forderungen (Finanzielle Vermögenswerte) Gegebene Darlehen und Ausleihungen sowie sonstige Forderungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

  • Darlehen und Ausleihungen, Finanzierungsleasing (Finanzielle Verbindlichkeiten) Erhaltene Darlehen und Ausleihungen sowie Finanzierungsleasingverbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag oder dem Nennwert unter Berücksichtigung von Transaktionskosten bilanziert (fortgeführte Anschaffungskosten). Langfristige Verbindlichkeiten werden mit dem Barwert bilanziert.

Derivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.

  • Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes Marktwertveränderungen von derivativen Instrumenten, die nicht Teil des Hedge Accounting sind, werden in der Gewinnund Verlustrechnung im Finanzergebnis ausgewiesen.

  • Marktwerte aus Derivaten (Hedge Accounting) Der effektive Teil der Wertänderungen des Zeitwerts derivativer Instrumente, die sich für Cashflow Hedge Accounting im Sinne des IAS 39 (Absicherung zukünftiger Cashflows) qualifizieren, wird direkt im Eigenkapital erfasst. Der ineffektive Teil wird sofort in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Die im Eigenkapital abgegrenzten Beträge werden zum gleichen Zeitpunkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, zu welchem die abgesicherte Position das Periodenergebnis berührt. Die Effektivität wird über die Hypothetische-Derivate-Methode nachgewiesen.

  • Marktwerte aus einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb Des Weiteren werden derivative Instrumente, die im Sinne des IAS 21 ("hedge of a net investment in a foreign operation") abgeschlossen wurden, in der Bilanz als Derivate (Hedge Accounting) ausgewiesen und damit verbundene Wertänderungen der Zeitwerte direkt im Eigenkapital verbucht.

>> Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte erfolgt mittels dreistufiger Hierarchie, welche die Bewertungssicherheit widerspiegelt.

Level 1: Notierte Preise auf aktiven Märkten für identische Instrumente Level 2: Bewertung auf Basis von Inputfaktoren, die am Markt beobachtbar sind Level 3: Bewertung auf Basis von Inputfaktoren, die nicht beobachtbar sind

In der Zumtobel Gruppe werden im Wesentlichen Marktwerte zur Berechnung des beizulegenden Zeitwertes herangezogen. Der Marktwert einer langfristigen Forderung und sonstiger nicht derivativer Finanzinstrumente entspricht dem Barwert abgezinst mit dem Marktzinssatz. Der Marktwert der kurzfristigen Finanzinstrumente entspricht aufgrund ihrer Fristigkeit dem Buchwert.

Der beizulegende Zeitwert derivativer Finanzinstrumente kann zu jedem Bilanzstichtag verlässlich ermittelt werden, da die Bewertung im Wesentlichen auf externen Datenquellen (Börsenpreise beziehungsweise Bankbestätigungen) beruht. Es handelt sich somit nur um Level 1- und Level 2-Bewertungen.

Die unter Level 2 fallenden Finanzinstrumente betreffen die unter den finanziellen Vermögenswerten und Finanzschulden ausgewiesenen Derivate (positive Marktwerte TEUR 1.409, VJ TEUR 1.667; negative Marktwerte TEUR -12.504, VJ TEUR -12.340; siehe auch Kapitel 2.6.10).

Kurzfristige und langfristige Vermögenswerte und langfristige und Schulden und Schulden Schulden

Vermögenswerte beziehungsweise Schulden, deren Realisierung beziehungsweise Tilgung innerhalb von zwölf Monaten erwartet beziehungsweise fällig wird, gelten als kurzfristig. Alle anderen Vermögenswerte und Schulden gelten als langfristig.

Aktienbasierte Vergütungen

Bei den Aktienoptionsprogrammen – dem "Stock Option Program" (SOP) und dem "Matching Stock Program" (MSP) – der Zumtobel AG handelt es sich um aktienbasierte Vergütungstransaktionen, die durch Eigenkapitalinstrumente beglichen werden. Die Bewertung von Vergütungen für Dienstleistungen von Arbeitnehmern richtet sich nach dem Marktwert der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente zum Zeitpunkt der Zusage (grant date) auf der Grundlage von anerkannten Optionsbewertungsmodellen. Die Dotierung beziehungsweise Auflösung der Rücklage innerhalb der Berichtsperiode erfolgt erfolgswirksam. Eine erfolgswirksame Anpassung der Rücklage an die tatsächlich ausgeübten Optionen erfolgt nicht. Der Ausweis in der Bilanz erfolgt unter den Gewinnrücklagen. Das MSP wurde im Vorjahr jedoch zur Gänze abgegolten und ab dem Geschäftsjahr 2012/13 durch einen Cash-basierten Long Term Incentive abgelöst. Aus dem SOP erfolgen ebenfalls keine Zuteilungen von Optionen mehr. Weiterführende Informationen sind in Kapitel 2.6.8.4 ersichtlich.

Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, wenn eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung als Folge früherer Ereignisse gegenüber Dritten besteht, der Abfluss von Ressourcen zur Begleichung der Verpflichtung wahrscheinlich sowie eine zuverlässige Schätzung des Betrages der Verpflichtung möglich ist. Sind diese Bedingungen nicht erfüllt, ist keine Rückstellung anzusetzen. Unterscheidet sich der auf Basis eines marktüblichen Zinssatzes ermittelte Barwert der Rückstellung wesentlich vom Nominalwert, wird der Barwert der Verpflichtung angesetzt. Ist ein Abfluss von Ressourcen weder wahrscheinlich noch die Höhe der Verpflichtung schätzbar, wird eine Eventualverbindlichkeit angegeben.

Rückstellungen für Restrukturierungsaufwand werden nur bei Erfüllung der allgemeinen Ansatzkriterien sowie bei rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen zur Restrukturierung (IAS 37.70 ff.) angesetzt.

Rückstellungen für Garantiefälle werden zum einen nach individuellen Gesichtspunkten auf Einzelfallbasis gebildet. Zum anderen erfolgt nach konzerneinheitlichen Richtlinien eine Bildung von Garantierückstellungen für noch nicht bekannte Fälle. Für die Ermittlung des Rückstellungsbetrages werden produktspartenbasierte Prozentsätze auf die Umsatzerlöse der jeweiligen Produkte der Periode angewandt.

Eine Rückstellung für belastende Verträge wird angesetzt, wenn die zur Erfüllung der Verpflichtung erforderlichen unvermeidbaren Kosten die aus einem abgeschlossenen Vertrag erwarteten Erlöse übersteigen. Die Rückstellung wird zum niedrigeren Betrag aus den bei Ausstieg aus dem Vertrag resultierenden Kosten und den bei Erfüllung des Vertrages anfallenden Nettokosten gebildet. Vor der Erfassung einer separaten Rückstellung für einen belastenden Vertrag wird ein Wertminderungsaufwand auf Vermögenswerte erfasst, die mit dem Vertrag verbunden sind.

Leistungen an Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2012/13 wurde der überarbeitete IAS 19 erstmalig angewendet. Die dadurch notwendige Anpassung der Vorjahreszahlen erfolgte rückwirkend in Übereinstimmung mit den Bestimmungen des IAS 8. Die wesentlichen Änderungen, welche sich durch den überarbeiteten Standard ergeben, sind in Kapitel 2.6.3.1 erläutert. Die Auswirkungen hinsichtlich der Anpassung der Vorjahreszahlen sind in Kapitel 2.6.3.3 dargestellt.

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses umfassen langfristige Vorsorgen für Pensionen und Abfertigungen.

  • Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer umfassen im Wesentlichen die Rückstellungen für Jubiläumsgelder und die Altersteilzeitregelung in Deutschland sowie den Sonderurlaub in Australien.

  • Leistungsorientierte Pläne

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation, DBO) am Abschlussstichtag wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit der Methode der laufenden Einmalprämien (projected unit credit method) ermittelt. Dabei wird in Zinsaufwand – das ist der Betrag, um den sich die Verpflichtung über das Jahr alleine durch das Näherrücken der Zahlungen erhöht hat – und Dienstzeitaufwand – das sind im betreffenden Jahr neu erdiente Ansprüche – getrennt. Der Zinssatz zur Abzinsung der künftigen Leistungen ist ein aktueller Marktzinssatz. Die Annahmen über die Höhe der Leistungen berücksichtigen erwartete künftige Gehaltssteigerungen oder Gehaltstrends sowie zugesagte Leistungen. Änderungen in den Ansprüchen können auf der Neuzusage einer Leistung oder der Änderung bestehender Leistungsansprüche beruhen, welche als nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand ausgewiesen werden.

Planvermögen sind Vermögenswerte, die von einem Fonds gehalten werden und die mit dem Barwert der Pensionsverpflichtung saldiert werden. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird jährlich von anerkannten Aktuaren durchgeführt.

Die Bewertung erfolgt zu jedem Bewertungsstichtag mit den aktuellen besten Schätzannahmen, die sich von einem Stichtag zum anderen ändern können. Die Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, die sich aus Änderungen versicherungsmathematischer Annahmen beziehungsweise aus Abweichungen zwischen früheren versicherungsmathematischen Annahmen und der tatsächlichen Entwicklung ergeben, erfolgt unter Berücksichtigung latenter Steuern im sonstigen Ergebnis in der Periode ihrer Entstehung. Dadurch zeigt die Bilanz – nach Abzug des Planvermögens – den vollen Umfang der Verpflichtung unter Vermeidung von Aufwandsschwankungen, die sich insbesondere bei Änderungen der Berechnungsparameter ergeben können. Die in der jeweiligen Berichtsperiode erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden in der Gesamtergebnisrechnung inklusive angefallener latenter Steuer gesondert dargestellt.

Der Zinsaufwand sowie die Erträge aus Planvermögen werden im Finanzergebnis ausgewiesen, die anderen Komponenten im Betriebsergebnis.

>> Beitragsorientierte Pläne

Bei beitragsorientierten Plänen bestehen keine über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Versorgungseinrichtungen hinausgehenden Verpflichtungen. Die Beiträge sind im Personalaufwand der Periode erfasst.

Ertragsteuern

Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Geschäftsjahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Jahresüberschuss laut der Gewinn- und Verlustrechnung, da es Aufwendungen und Erträge ausschließt, die in späteren Jahren oder niemals steuerbar beziehungsweise steuerlich wirksam werden. Die Verbindlichkeit des Konzerns für den laufenden Steueraufwand wird auf Grundlage der geltenden Steuersätze berechnet.

Latente Steuern sind die zu erwartenden Steuerbe- beziehungsweise -entlastungen aus den Differenzen der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden im Jahresabschluss und des Wertansatzes bei der Berechnung des zu versteuernden Einkommens sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Dabei kommt die bilanzorientierte Ermittlungsmethode zur Anwendung. Latente Steuerverbindlichkeiten werden für alle steuerbaren temporären Differenzen erfasst. Latente Steueransprüche werden insoweit erfasst, als es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen werden, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Stichtag geprüft und herabgesetzt, falls es nicht wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung stehen wird, um den Anspruch in einem absehbaren Zeitraum vollständig oder teilweise wieder einzubringen. Latente Steuern werden auf Basis der erwarteten Steuersätze ermittelt, die zum Zeitpunkt der Begleichung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswertes Geltung haben. Ertragsteuern werden erfolgswirksam erfasst, außer die Transaktionen, auf die sich der Steuereffekt bezieht, werden im gleichen oder einem anderen Geschäftsjahr in der Gesamtergebnisrechnung gebucht.

Ertragsrealisierung

Umsätze aus dem Verkauf von Gütern und Dienstleistungen werden realisiert, wenn der Konzern die wesentlichen Risiken und Chancen auf den Käufer überträgt. Rabatte und Skonti werden von den Umsatzerlösen abgezogen. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung beziehungsweise zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst.

Zinserträge sind zeitproportional unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung des Finanzinstrumentes erfasst. Dies ist genau der Zinssatz, der die geschätzten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes auf den Nettobuchwert des Vermögenswertes abzinst.

Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruches auf Zahlung erfasst.

Fremdwährungsgeschäfte

Fremdwährungsgeschäfte werden mit dem aktuellen Kurs am Tag der Abwicklung bilanziert. Zum Bilanzstichtag werden monetäre Aktiva und Passiva unter Verwendung des Stichtagskurses umgerechnet. Realisierte und unrealisierte Gewinne und Verluste aus Transaktionen in Fremdwährung werden grundsätzlich im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Bewertungseffekte von langfristigen konzerninternen Darlehen, welche sich gemäß IAS 21 als Teil einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb qualifizieren, werden in der Gesamtergebnisrechnung erfasst.

Ermessensausübungen und Schätzungsunsicherheiten Schätzungsunsicherheiten

Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen durch die Geschäftsleitung, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden der Berichtsperiode haben. Der Grundsatz des "true and fair view" wird auch bei der Verwendung von Schätzungen uneingeschränkt gewahrt.

Die tatsächlichen Werte können von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen, wenn sich Rahmenbedingungen entgegen den Erwartungen zum Bilanzstichtag entwickeln. Die Schätzungen und Annahmen werden laufend überprüft. Wesentliche Änderungen führen zu einer Anpassung der Prämissen und zu einer erfolgswirksamen Erfassung.

Schätzungen und Annahmen betreffen vor allem folgende Bereiche:

Wertminderungen von Firmenwerten, übrigen immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen

Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob es Anhaltspunkte für einen Wertminderungsbedarf bei den Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten gibt. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag des einzelnen Vermögenswertes geschätzt, um den Umfang des eventuellen Wertminderungsaufwands festzustellen. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu der der Vermögenswert gehört.

Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer und solchen, welche noch nicht verfügbar sind (z. B. noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte), sowie bei Firmenwerten werden jedes Jahr Wertminderungstests durchgeführt, auch wenn kein Anzeichen für eine Wertminderung vorliegt.

Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes werden die geschätzten künftigen Zahlungsströme abgezinst. Wie im Vorjahr wurde ein einheitlicher Weighted Average Cost of Capital (WACC) in Höhe von 6,4% (VJ 7,2%) als Diskontierungszinssatz für die Werthaltigkeitsprüfung der aktivierten Entwicklungskosten verwendet.

Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 erfolgte aufgrund einer Anpassung der internen Berichtsstruktur für Zwecke der Werthaltigkeitsprüfung eine Aufteilung der bisher nach Regionen aufgeteilten Firmenwerte ("ZGE Lighting Brands – Europa", "ZGE Lighting Brands – MENA und Asien", "ZGE Lighting Brands – Australien und Neuseeland" und "ZGE Lighting Brands – USA") auf neu definierte zahlungsmittelgenerierende Einheiten (ZGE) im Sinne des IAS 36.87.

Der ursprünglich aus dem Erwerb der Thorn Lighting Gruppe entstandene Firmenwert, der zuvor nach Regionen aufgeteilt worden war, wurde im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 entsprechend der neuen Berichtsstruktur nach Marken definierten ZGE zugeordnet. Die neu definierten ZGE sind:

"ZGE Zumtobel Brand" "ZGE Thorn Brand"

Die nunmehrige Überwachung der Ergebnisse mittels der nach Marken aufgegliederten Finanzinformationen erforderte die entsprechende Neuzuordnung der Firmenwerte auf Basis der relativen beizulegenden Zeitwerte der ZGE. Die neu gebildeten Einheiten entsprechen den operativen Segmenten im Sinne des IFRS 8.5, die für Zwecke der Segmentberichterstattung zum aggregierten Segment "Lighting Brands" zusammengefasst werden. Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden für folgende ZGE nachstehende WACC-Sätze berücksichtigt:

ZGE Zumtobel Brand: WACC 6,4% ZGE Thorn Brand: WACC 6,6%

Diese beiden Diskontierungszinssätze leiten sich aus regionalen Diskontierungszinssätzen ab, welche entsprechend dem Geschäftsvolumen in den jeweiligen Regionen gewichtet sind. Bei der Ableitung der zugrunde liegenden regionalen Zinssätze wurden vor allem Inflationsdifferenzen der jeweiligen Länder zum risikofreien Basiszinssatz, Länderrisikoprämien sowie unterschiedliche Steuersätze berücksichtigt.

Bei der Überprüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte dient als Vergleichsgröße der Nutzungswert, welcher in Form von Discounted Cashflows der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit berechnet wird. Die Schätzungen der zukünftigen Mittelzuflüsse basieren auf internen Planungen, welche detailliert für das Jahr 2013/14 und mit geringen Vereinfachungen für weitere drei Jahre vorliegen. Für Perioden nach dem Detailplanungszeitraum wird eine markenspezifische Wachstumsrate, welche die regionalen Inflationsunterschiede berücksichtigt, angewandt. Die Qualität der Planungsdaten wird laufend durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft. Die Schätzung der Cashflows erfolgt unter Berücksichtigung regionalspezifischer Annahmen über die Marktentwicklung. Die Kostenstrukturen werden dabei in der Regel auf Basis der Erfahrungswerte der Vergangenheit geplant und extrapoliert. Jede Wertminderung wird sofort erfolgswirksam erfasst.

Selbst bei relativen Abweichungen der Planungsannahmen und des ZGE Zumtobel Brand-WACC-Satzes von jeweils mehr als 10% ergibt sich beim Firmenwert, welcher der "ZGE Zumtobel Brand" zugeordnet wurde, kein Wertminderungserfordernis. Das Wertminderungserfordernis des Firmenwerts "ZGE Thorn Brand" beliefe sich bei Erhöhung des ZGE Thorn Brand-WACC-Satzes und bei gleichzeitiger negativer Planungsabweichung um jeweils 10% auf TEUR 26.416.

>> Rückstellungen für Leistungen an Arbeitnehmer

Bei der versicherungsmathematischen Bewertung von Leistungen an Arbeitnehmer werden Annahmen über Zinssätze, erwartete Erträge aus Planvermögen, Gehalts- und Pensionssteigerungen, Pensionsalter und Lebenserwartung getroffen.

>> Übrige Rückstellungen

Bei der Ermittlung von Restrukturierungsrückstellungen werden Annahmen zu Belegschaftsreduzierungen und damit einhergehenden Kosten sowie zu Kosten von Vertragsauflösungen getroffen. Die Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten basieren auf der Einschätzung des Managements bezüglich des möglichen Ausgangs der jeweiligen Rechtsstreitigkeit. Es wird eine Garantierückstellung basierend auf Erfahrungswerten der Vergangenheit gebildet. Die getroffenen Annahmen sind mit Unsicherheiten behaftet und die tatsächlichen Zahlungen können von den getroffenen Einschätzungen abweichen.

>> Aktive latente Steuern

Die Aktivierung latenter Steuern erfolgt auf Basis der erwarteten zukünftigen Steuersätze sowie der Einschätzung der künftigen steuerlichen Ertragsfähigkeit. Eventuelle Steuersatzänderungen oder von den Annahmen abweichende zu versteuernde Einkommen können zu einer Abschreibung aktiver latenter Steuern führen.

>> Aktienoptionsprogramme

Bei der Ermittlung der Optionswerte nach der Black-Scholes-Methode werden Annahmen betreffend Zinssatz, erwarteter Volatilität und Dividendenpolitik getroffen.

Zum Bilanzstichtag sind keine bedeutsamen Fälle bekannt, die zu einer wesentlichen Abweichung des Buchwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld innerhalb des nächsten Geschäftjahres führen können.

Sondereffekte Sondereffekte

Sondereffekte sind gemäß IAS 1.98 gesondert anzugeben, wenn diese hinsichtlich ihrer betragsmäßigen Höhe, Art oder Seltenheit relevant für die Erklärung der Ertragskraft sind. Es handelt sich hierbei insbesondere um Ergebnisse aus nicht wiederkehrenden, einmaligen Ereignissen wie etwa Restrukturierungen, außerplanmäßigen Wertminderungen von Vermögenswerten und Ergebniseffekten aus der Endkonsolidierung von Konzerngesellschaften. Die gesonderte Angabe erfolgt im vorliegenden Konzernabschluss als "davon"-Vermerk in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Zuwendungen der öffentlichen Hand Zuwendungen der

Ertragsbezogene Zuwendungen der öffentlichen Hand zur Deckung von Aufwendungen werden in der Periode, in der sie gewährt werden, in der Gewinn- und Verlustrechnung als Ertrag berücksichtigt. Soweit sie sich auf zukünftige Aufwendungen beziehen, werden sie über einen Passivposten abgegrenzt. Zuwendungen für Vermögenswerte werden planmäßig über die Nutzungsdauer des Vermögenswertes erfolgswirksam erfasst.

2.6.3.3 Anpassung der Vorjahreszahlen

Die vorzeitige Anwendung der überarbeiteten Fassung des IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" führt aufgrund der Vorschriften des IAS 8 "Rechnungslegungsmethoden, Änderungen von rechnungslegungsbezogenen Schätzungen und Fehler" zu einer Anpassung der Vorjahreszahlen. Die neuen Vorschriften des überarbeiteten IAS 19 sind rückwirkend anzuwenden. Daher wurden die Saldenvorträge auf den 1. Mai 2011, das berichtete Vorjahr sowie die Saldenvorträge auf den 1. Mai 2012 angepasst und vergleichbar dargestellt.

Sämtliche im vorliegenden Bericht dargestellten Vorjahreszahlen, welche sich durch die vorzeitige Anwendung des überarbeiteten IAS 19 geändert haben, beziehen sich in weiterer Folge auf die bereits angepassten Vergleichswerte.

Aufgrund der Anwendung des überarbeiteten IAS 19 wurden die folgenden Anpassungen der Finanzinformationen vorgenommen:

Anpassungen der Gewinn- und Verlustrechnung
in TEUR 2011/12
Kosten der umgesetzten Leistungen 373
Bruttoergebnis vom Umsatz 373
Vertriebskosten 21
Verwaltungskosten 18
Betriebsergebnis
Betriebsergebnis
412
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge -980
Finanzergebnis -980
Ergebnis vor Ertragsteuern
Ergebnis vor
-568
Ertragsteuern -165
Ergebnis aus fortzuführenden Bereichen
Ergebnis aus fortzuführenden Bereichen
hrenden Bereichen
-733
Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen
Ergebnis aus
0
Jahresergebnis -733
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuordenbar -733
Ergebnis je Aktie (in EUR)
Ergebnis je
Ergebnis je Aktie unverwässert -0,02
Ergebnis je Aktie verwässert -0,02
Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Bereichen (in EUR)
Ergebnis je Aktie unverwässert -0,02
Ergebnis je Aktie verwässert -0,02
Ergebnis je Aktie aus aufgegebenen Bereichen (in EUR)
Ergebnis je Aktie unverwässert 0,00
Ergebnis je Aktie verwässert 0,00

Die Anpassung des Betriebsergebnisses des Vorjahres in Höhe von TEUR 412 betrifft mit TEUR 19 das Components Segment und mit TEUR 393 das Lighting Segment.

Anpassungen der Gesamtergebnisrechnung

in TEUR 2011/12 2011/12
Jahresergebnis -733
Währungsdifferenzen -428
Versicherungsmathematischer Verlust/Gewinn 1.357
Latente Steuern -46
davon IAS 19 -46
Sonstige Gesamtergebnisbestandteile
Gesamtergebnisbestandteile
883
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuordenbar 883
Gesamtergebnis
Gesamtergebnis
150
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuordenbar 150

Anpassungen der Bilanz

in TEUR 30. April 2012 1. Mai 2011
Gewinnrücklagen 809 356
Jahresergebnis -733 -431
Kapital der Anteilseigner der Muttergesellschaft 76 -75
Eigenkapital 76 -75
Rückstellungen für Pensionen 860 1.171
Rückstellungen für Abfertigungen 491 523
Sonstige Personalrückstellungen gemäß IAS 19 -1.685 -1.386
Latente Steuern 258 -233
Langfristige Schulden
Langfristige Schulden
-76 75
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN
UND SCHULDEN
0 0

Anpassungen der Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung des Geschäftsjahres 2011/12 wurde in den Positionen "Betriebsergebnis aus fortzuführenden und aufgegebenen Bereichen" und "Langfristige Rückstellungen" um je TEUR 412 angepasst.

Anpassungen der Eigenkapitalveränderungsrechnung

Die Anpassungen der Eigenkapitalveränderungsrechnung sind direkt in der Eigenkapitalveränderungsrechnung in Kapitel 2.5 dargestellt.

2.6.4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

2.6.4.1 Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen sind Erlösschmälerungen (vornehmlich Kundenskonti) in Höhe von TEUR 51.141 (VJ TEUR 50.630) enthalten. Die Bruttoumsatzerlöse belaufen sich auf TEUR 1.294.757 (VJ TEUR 1.330.941).

2.6.4.2 Aufwandsarten

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. In den Kosten der umgesetzten Leistungen (inkl. Entwicklungskosten), Vertriebskosten (inkl. Forschungskosten) und Verwaltungskosten sowie im sonstigen betrieblichen Ergebnis sind folgende Aufwandsarten und Erträge enthalten:

Geschäftsjahr 201 2012/13

in TEUR Kosten der
umgesetzten
Leistungen
Vertriebs
kosten
Verwaltungs
kosten
Sonstiges
betriebliches
Ergebnis
Summe
Materialaufwand -538.291 -5.113 -66 0 -543.470
Personalaufwand -219.429 -180.038 -28.638 -9.803 -437.908
Abschreibungen -49.236 -6.264 -1.221 -1.090 -57.811
Sonstiger Aufwand -76.644 -126.041 -14.286 -3.373 -220.344
Aktivierte Eigenleistungen 17.670 620 13 0 18.303
Interne Verrechnung 5.924 -10.018 4.094 0 0
Summe Aufwände -860.006 -326.854 -40.104 -14.266 -1.241.230
Sonstige Erträge 4.958 5.273 440 8.603 19.274
Summe -855.048 -321.581 -39.664 -5.663 -1.221.956

Geschäftsjahr 20 2011/12

in TEUR Kosten der
umgesetzten
Leistungen
Vertriebs
kosten
Verwaltungs
kosten
Sonstiges
betriebliches
Ergebnis
Summe
Materialaufwand -573.297 -5.291 -60 1 -578.647
Personalaufwand -220.947 -174.364 -28.129 -44 -423.484
Abschreibungen -46.940 -6.008 -935 0 -53.883
Sonstiger Aufwand -70.554 -140.579 -12.851 -291 -224.275
Aktivierte Eigenleistungen 11.961 148 9 0 12.118
Interne Verrechnung 8.012 -11.176 3.164 0 0
Summe Aufwände -891.765 -337.270 -38.802 -334 -1.268.171
Sonstige Erträge 9.611 5.979 789 6.483 22.862
Summe -882.154 -331.291 -38.013 6.149 -1.245.309

Im Materialaufwand sind Kosten für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 21.510 (VJ TEUR 21.951) enthalten.

In den sonstigen Erträgen sind Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 5.166 (VJ TEUR 3.705) enthalten, wobei es sich hauptsächlich um Forschungsförderungen handelt. Davon werden TEUR 3.913 (VJ TEUR 2.446) im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.

In den Kosten der umgesetzten Leistungen sind Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 65.586 (VJ TEUR 54.786) enthalten. Der Anstieg resultiert unter anderem aus einer Umgliederung von Kosten innerhalb der Kosten der umgesetzten Leistungen. Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden Kosten in der Höhe von TEUR 7.187 dem Entwicklungsbereich zugeordnet, welche im Vergleichzeitraum des Vorjahres den restlichen Kosten der umgesetzten Leistungen zugeordnet waren. Der Vergleichswert des Vorjahres beläuft sich auf TEUR 6.576.

Die im aktuellen Geschäftsjahr aktivierten Entwicklungskosten belaufen sich auf insgesamt TEUR 16.079 (VJ TEUR 11.053), die planmäßige Abschreibung der aktivierten Entwicklungskosten beträgt TEUR 13.108 (VJ TEUR 11.024), außerplanmäßig wurden TEUR 150 (VJ TEUR 1.828) abgeschrieben. Somit wurden die aufwandswirksamen Entwicklungskosten im Geschäftsjahr 2012/13 resultierend aus der Aktivierung um netto TEUR 2.852 entlastet (VJ Belastung des Aufwands um netto TEUR -1.799).

In den Vertriebskosten ist Forschungsaufwand in Höhe von TEUR 3.527 (VJ TEUR 3.898) enthalten. Die Kriterien des IAS 38.57 für die Aktivierung von Forschungsaufwendungen sind nicht erfüllt.

In den Verwaltungskosten sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 1.587 (VJ TEUR 1.275) für Prüfungsleistungen des KPMG-Netzwerks in der Zumtobel Gruppe enthalten.

Die aktivierten Eigenleistungen in den Vertriebskosten im Geschäftsjahr 2012/13 betreffen im Wesentlichen den Umbau eines Kundenschauraumes in England.

Die Veränderung des sonstigen betrieblichen Ergebnisses im Vergleich zum Vorjahr ist vor allem auf Sondereffekte des Geschäftsjahres 2012/13 zurückzuführen (siehe Kapitel auch 2.6.4.3).

In den Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind folgende Personalaufwendungen enthalten:

in TEUR 2012/13 2011/12
Löhne -79.804 -79.440
Gehälter -250.773 -244.208
Aufwendungen für Abfertigungen -3.893 -4.372
Aufwendungen für Altersvorsorge -4.173 -4.281
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie entgeltabhängige Abgaben und Pflichtbeiträge -67.452 -65.892
Sonstige Sozialaufwendungen -11.935 -11.973
Leiharbeiter -10.090 -13.318
Aufwendungen aus Restrukturierungen -9.788 0
Personalaufwand -437.908 -423.484

2.6.4.3 Sonstiges betriebliches Ergebnis

in TEUR 2012/13 2011/12
Förderungen der öffentlichen Hand 3.913 2.446
Lizenzeinnahmen 4.370 4.138
Sondereffekte -14.043 0
Wertminderungen von Anlagevermögen -1.090 0
Restrukturierungen -11.873 0
Wertminderungen von Umlaufvermögen -1.500 0
Konsolidierungskreisänderungen 420 0
Sonstiges 97 -435
Summe -5.663 6.149

Die Förderungen der öffentlichen Hand stellen, wie im Vorjahr, zur Gänze ertragswirksam vereinnahmte Zuschüsse dar.

Die Lizenzeinnahmen des Geschäftsjahres 2012/13 betreffen, wie im Vorjahr, überwiegend Lizenzeinnahmen aus dem LED-Geschäft.

Unter den im Geschäftsjahr 2012/13 ausgewiesenen Sondereffekten gemäß IAS 1 sind folgende wesentliche Positionen enthalten:

Die unter der Position "Wertminderungen von Anlagevermögen" erfassten Aufwendungen betreffen im Wesentlichen außerplanmäßige Abschreibungen von Sachanlagen in Höhe von TEUR 403 sowie die Abschreibung eines aktivierten Kundenstocks im Ausmaß von TEUR 457, welcher aufgrund von Restrukturierungsmaßnahmen im betroffenen Markt nicht mehr werthaltig ist.

Von den im Geschäftsjahr 2012/13 ausgewiesenen Restrukturierungsaufwendungen entfallen TEUR 8.276 auf das Lighting Segment und TEUR 3.597 auf das Components Segment. Die Aufwendungen im Lighting Segment umfassen dabei im Wesentlichen Restrukturierungsmaßnahmen in verschiedenen europäischen Standorten im Ausmaß von TEUR 6.856. Diese Aufwendungen betreffen wesentliche, vor allem vertriebsseitige, Reorganisationen in Deutschland, England, Frankreich und Dänemark in Höhe von TEUR 3.708 sowie auch die Restrukturierung des Produktionsstandortes in Schweden im Ausmaß von TEUR 2.993. Des Weiteren sind TEUR 726 an Restrukturierungsaufwand im Zusammenhang mit der Schließung eines Produktionswerkes in den USA in der Restrukturierungsposition des Lighting Segments enthalten.

Die Restrukturierungsaufwendungen im Components Segment entfallen hauptsächlich auf Aufwendungen für die Fertigungsstandorte in Australien und in der Schweiz im Ausmaß von TEUR 2.769 sowie auf Aufwendungen im Zusammenhang mit Restrukturierungsmaßnahmen in Österreich. Letztere belaufen sich auf TEUR 828 im abgelaufenen Berichtsjahr.

Im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres wurde im Components Segment eine Wertminderung auf Umlaufvermögen in Höhe von TEUR 1.500 im Zusammenhang mit der im Februar 2013 veräußerten Ledon Lamp GmbH erfasst.

Der in der Position "Konsolidierungskreisänderung" erfasste Ertrag betrifft die Ergebnisse aus der Endkonsolidierung der im Geschäftsjahr 2012/13 abgegangenen vollkonsolidierten Konzerngesellschaften. Vom ausgewiesenen Betrag entfallen TEUR 456 auf die Endkonsolidierung der LM AF 30. APRIL 2013 A/S I LIKVIDATION, Dänemark (vormals Lightmakers A/S) und TEUR -36 auf die Endkonsolidierung der Ledon Lamp GmbH, Österreich.

Die Zeile "Sonstiges" betrifft den Saldo aus Aufwendungen und Erträgen aus der normalen Geschäftstätigkeit, die anderen Funktionsbereichen nicht eindeutig zugeordnet werden können.

2.6.4.4 Zinsergebnis

Im Zinsaufwand sind vor allem Zinsen und Spesen für den laufenden Kreditvertrag enthalten. Der Zinsaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 1.459 auf TEUR 9.856 gesunken. Dies ist vor allem auf die verminderte durchschnittliche Inanspruchnahme von Krediten in Verbindung mit dem nochmals gesunkenen Marktzinsniveau bei variabel verzinsten Kreditteilen zurückzuführen.

Im Zinsergebnis sind Zinsen aus dem Leasingvertrag für die Fabrik in England in Höhe von TEUR 1.948 (VJ TEUR 1.856) enthalten.

2.6.4.5 Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge
in TEUR 2012/13 2011/12
Zinskomponente gemäß IAS 19 abzüglich Erträge aus Planvermögen -5.168 -5.668
Fremdwährungsergebnis 61 395
Marktbewertung von Finanzinstrumenten 115 362
Veräußerungsgewinne/-verluste 400 0
Summe -4.592 -4.911

Das Fremdwährungsergebnis enthält realisierte Fremdwährungskursgewinne aus Forderungen und Verbindlichkeiten sowie realisierte Fremdwährungskursverluste aus Devisentermingeschäften.

Die Position "Marktbewertung von Finanzinstrumenten" zeigt das Ergebnis aus der Bewertung von Devisentermingeschäften mit den jeweiligen Marktwerten zum Abschlussstichtag.

2.6.4.6 Ertragsteuern

Die Aufteilung der Ertragsteuern auf laufende und latente Steuern ist wie folgt:

in TEUR 2012/13 2011/12
Laufende Steuern -4.080 -4.988
davon laufendes Jahr -3.354 -4.950
davon vergangene Jahre -726 -38
Latente Steuern 2.451 833
Ertragsteuern -1.629 -4.155

Der tatsächliche Steuersatz stellt einen gewichteten Durchschnitt aller im Konsolidierungskreis enthaltenen Gesellschaften dar und beträgt 21% (VJ 19%).

Die Ursachen für den Unterschied zwischen rechnerischem und ausgewiesenem Ertragsteueraufwand im Konzern stellen sich folgendermaßen dar:

Differenz rechnerischer/ausgewiesener Differenz rechnerischer/ausgewiesener ausgewiesener Ertragsteueraufwand ErtragsteueraufwandErtragsteueraufwand

in TEUR 2012/13 2011/12
Ergebnis vor Ertragsteuern 7.877 20.164
Rechnerischer Ertragsteuerertrag (-aufwand), der sich aus dem inländischen Steuersatz von 25% ergibt -1.969 -5.041
Differenz rechnerischer/ausgewiesener Ertragsteueraufwand -340 -886
Nicht abzugsfähige Aufwendungen -2.410 -9.466
Ausländische Steuersätze -848 -863
Bewertungsabschläge für latente Steuern 3.230 4.885
Steuergutschriften/Nachzahlungen 1.795 -916
Steuerfreie Erträge 1.369 715
Sonstige Posten -2.797 6.531
Gesamter Ertragsteueraufwand -1.629 -4.155

Auf steuerliche Beteiligungsabschreibungen wurden auf Ebene des Gruppenträgers und der beteiligten Körperschaften latente Steuern iHv TEUR 7.837 gebildet (VJ TEUR 7.414). Dies entspricht 100% der offenen Teilwertabschreibungen in Österreich.

Die Zumtobel AG bildet eine Steuergruppe gemäß § 9 Körperschaftsteuergesetz 1988, in der das steuerpflichtige Ergebnis aller wesentlichen österreichischen Tochtergesellschaften zusammengefasst wird.

Beteiligungserträge inländischer Tochtergesellschaften sind grundsätzlich in Österreich steuerbefreit. Seit 2009 sind Dividenden von EU- und EWR-Beteiligungen ebenfalls in der Regel von der österreichischen Körperschaftsteuer befreit, sofern gewisse Voraussetzungen erfüllt sind. Dividenden sonstiger ausländischer Beteiligungen, an denen der Konzern einen Anteil von 10% oder mehr besitzt, sind ebenfalls auf der Ebene der österreichischen Muttergesellschaft steuerbefreit.

2.6.4.7 Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen

Das Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen betrifft nachträgliche Aufwendungen und Erträge in Zusammenhang mit dem Reorganisationsverfahren der Space Cannon VH SRL. Die Space Cannon VH SRL war Teil des im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2009/10 aufgegebenen Bereichs der Eventbeleuchtung. Auch das im Vorjahr ausgewiesene Ergebnis dieser Position resultiert aus der Aufgabe dieses Bereichs.

2.6.4.8 Ergebnis je Aktie

Für die Berechnung der Kennzahl "Ergebnis je Aktie" wurde das Jahresergebnis herangezogen.

Aus den Gewinnrücklagen und dem Konzernergebnis kann maximal jener Betrag an die Aktionäre ausgeschüttet werden, der unter dem Posten "Bilanzgewinn" im nach österreichischem Unternehmensrecht aufgestellten Einzelabschluss der Zumtobel AG ausgewiesen ist (TEUR 53.540; VJ TEUR 38.601, siehe auch Kapitel 2.6.8.5).

Überleitung der Anzahl ausstehender Zumtobel Aktien (in 1.000 Stk.):

Geschäftsjahr 201 2012/13

in 1.000 Stk. Stichtag Durchschnitt
1. Mai 2012 43.106 43.106
Aktienoptionen – Ausübungen 27 16
30. April 2013 43.133 43.122

Geschäftsjahr 20 2011/12

in 1.000 Stk. Stichtag Durchschnitt
1. Mai 2011 42.821 42.821
Aktienoptionen – Ausübungen 285 279
30. April 2012 43.106 43.100

2.6.5 Erläuterungen zur Gesamtergebnisrechnung

2.6.5.1 Währungsdifferenzen

Die Währungsdifferenzen resultieren aus der Differenz des zum Erstkonsolidierungsstichtag vorliegenden historischen Umrechnungskurses und des aktuellen Stichtagskurses am Bilanzstichtag der nicht in Euro berichtenden Gesellschaften sowie aus der Differenz der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem monatlichen Durchschnittskurs und dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag. Ebenso in den Währungsdifferenzen berücksichtigt ist die währungsbedingte Anpassung der Firmenwerte in Höhe von TEUR -806 (VJ TEUR 6.973). In der Währungsrücklage ist überdies ein Währungseffekt resultierend aus Minderheitenanteilen in Höhe von TEUR 50 (VJ TEUR 353) enthalten.

2.6.5.2 Währungsdifferenzen aus Darlehen

Die Währungsdifferenzen aus Darlehen in Höhe von TEUR -337 (VJ TEUR 4.198) resultieren aus langfristigen Konzerndarlehen in SEK, GBP und USD, welche gemäß IAS 21 als Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe zu qualifizieren und aus diesem Grund im Gesamtergebnis auszuweisen sind. Ferner sind in dieser Position auch Währungsdifferenzen aus einem Zinssicherungsgeschäft enthalten.

2.6.5.3 Versicherungsmathematischer Verlust/Gewinn

In den versicherungsmathematischen Verlusten des Geschäftsjahres 2012/13 in Höhe von TEUR 11.214 sind TEUR 6.236 für Pensionsrückstellungen in Großbritannien enthalten. Die Veränderung resultiert aus einem Anstieg des Barwertes der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) infolge der Verwendung eines niedrigeren Zinssatzes sowie durch die Anpassung der erwarteten Rendite aus dem Planvermögen an den Diskontierungsfaktor bei der Berechnung der Verpflichtungen. Durch Zinssatzanpassungen bei den Rückstellungen für Abfertigungen entstand weiters ein versicherungsmathematischer Verlust in Höhe von TEUR 3.103. Der versicherungsmathematische Verlust des Vorjahres ist großteils auf die Zinssatzanpassungen bei den britischen Pensionsplänen zurückzuführen.

2.6.5.4 Latente Steuern

Die Veränderung gegenüber dem Vorjahr von TEUR 2.728 auf TEUR 2.339 resultiert im Wesentlichen aus den ergebnisneutral erfassten Steuern im Zusammenhang mit IAS 19.

2.6.6 Erläuterungen zur Bilanz

2.6.6.1 Firmenwerte

Im Geschäftsjahr 2012/13 erfolgte aufgrund einer Anpassung der internen Berichtsstruktur für Zwecke der Werthaltigkeitsprüfung eine Aufteilung der bisher nach Regionen aufgeteilten Firmenwerte ("ZGE Lighting Brands – Europa", "ZGE Lighting Brands – MENA und Asien", "ZGE Lighting Brands – Australien & Neuseeland" und "ZGE Lighting Brands – USA") auf neu definierte zahlungsmittelgenerierende Einheiten (ZGE) im Sinne des IAS 36.87.

Der ursprünglich aus dem Erwerb der Thorn Lighting Gruppe entstandene Firmenwert, der zuvor nach Regionen aufgeteilt worden war, wurde im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 entsprechend der neuen Berichtsstruktur nach Marken definierten ZGE zugeordnet. Die neu definierten ZGE sind:

"ZGE Zumtobel Brand" "ZGE Thorn Brand"

Die nunmehrige Überwachung der Ergebnisse mittels der nach Marken aufgegliederten Finanzinformationen erforderte die entsprechende Neuzuordnung der Firmenwerte auf Basis der relativen beizulegenden Zeitwerte der ZGE.

Die neu gebildeten Einheiten entsprechen den operativen Segmenten im Sinne des IFRS 8.5, die für Zwecke der Segmentberichterstattung zum aggregierten Segment "Lighting Brands" zusammengefasst werden.

in TEUR ZGE Zumtobel Brand ZGE Thorn Brand Tridonic Jennersdorf Summe
30. April 2012 140.486 48.634 1.722 190.842
Währungseffekte -969 162 0 -807
30. April 2013 139.517 48.796 1.722 190.035

Der ursprüngliche "Thorn Lighting Gruppe"-Firmenwert hatte historische Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 543.661. Die kumulierte Firmenwertabschreibung bis zum 30. April 2010 belief sich auf TEUR 338.278, der kumulierte Währungseffekt auf TEUR 23.654.

Zum 30. April 2011 erfolgte eine Neuaufteilung des ursprünglichen "Thorn Lighting Gruppe"-Firmenwertes nach Regionen. Der Buchwert der nach Regionen aufgeteilten Firmenwerte belief sich zum 30. April 2012 auf TEUR 189.120. In diesem ist ein kumulierter ergebnisneutral gebuchter Währungseffekt von TEUR 7.391 berücksichtigt. Dieser Buchwert wurde im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres aufgrund der Anpassung an die interne Berichtsstruktur neu nach Marken zugeordnet.

Durch die Anwendung der IAS 21 ("Auswirkungen von Wechselkursänderungen") ergibt sich im Geschäftsjahr 2012/13 eine nicht erfolgswirksame währungsbedingte Anpassung der Firmenwerte von TEUR -806 (VJ TEUR 6.973). In der Segmentberichterstattung sind diese Währungseffekte dem Vermögen des Geschäftsbereiches "Lighting Segment" zugeordnet.

Die Neuaufteilung der Firmenwerte hat keinen Einfluss auf deren Werthaltigkeit. Im laufenden Geschäftsjahr sowie im Vorjahr war keine Abschreibung erforderlich.

2.6.6.2 Übrige immaterielle Vermögenswerte

Die Veränderung dieser Position stammt im Wesentlichen aus der Aktivierung von Entwicklungsprojekten.

Geschäftsjahr 201 2012/13

in TEUR Patente, Lizenzen
und ähnliche
Entwicklungskosten
und ähnliche
Summe
Anschaffungskosten
30. April 2012 40.559 91.919 132.478
Währungsumrechnung -69 -357 -426
Konsolidierungskreisänderungen 0 -133 -133
Zugänge 2.313 16.079 18.392
Abgänge -1.663 -413 -2.076
Umbuchungen 194 0 194
30. April 2013 41.334 107.095 148.429
Kumulierte Abschreibung
30. April 2012 -32.549 -48.515 -81.064
Währungsumrechnung 67 274 341
Konsolidierungskreisänderungen 0 133 133
Planmäßige Abschreibung -2.764 -13.250 -16.014
Außerplanmäßige Abschreibung -506 -181 -687
Abgänge 1.682 17 1.699
30. April 2013 -34.070 -61.522 -95.592
Nettobuchwert 30. April 2012 8.010 43.404 51.414
Nettobuchwert 30. April 2013 7.264 45.573 52.837

Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten keine aktivierten Markenrechte.

Patente, Lizenzen und ähnliche und ähnliche

Die außerplanmäßige Abschreibung betrifft überwiegend die Abschreibung eines nicht mehr werthaltigen Kundenstocks in Höhe von TEUR 457.

Entwicklungskosten und ähnliche Entwicklungskosten und

In dieser Position sind selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte gemäß IAS 38 enthalten. Die Zugänge zu Anschaffungskosten inklusive Umbuchungen sind nahezu zur Gänze den aktivierten Entwicklungskosten (TEUR 16.079, VJ TEUR 11.053) zuzurechnen. Bei diesen Zugängen handelt es sich überwiegend um Produktentwicklungen im Leuchten- und Lichtkomponentenbereich, wovon zum Bilanzstichtag TEUR 14.787 (VJ TEUR 8.808) noch nicht zum Gebrauch verfügbar sind.

Geschäftsjahr 201 2011/12

Patente, Lizenzen Entwicklungskosten Summe
in TEUR und ähnliche und ähnliche
Anschaffungskosten
30. April 2011 36.741 80.780 117.521
Währungsumrechnung 6 1.408 1.414
Zugänge 4.012 10.918 14.930
Abgänge -291 -1.322 -1.613
Umbuchungen 91 135 226
30. April 2012 40.559 91.919 132.478
Kumulierte Abschreibung
30. April 2011 -30.669 -36.034 -66.703
Währungsumrechnung -29 -799 -828
Planmäßige Abschreibung -2.131 -11.176 -13.307
Außerplanmäßige Abschreibung 0 -1.828 -1.828
Abgänge 280 1.322 1.602
30. April 2012 -32.549 -48.515 -81.064
Nettobuchwert 30. April 2011 6.072 44.746 50.818
Nettobuchwert 30. April 2012 8.010 43.404 51.414

2.6.6.3 Sachanlagen

Geschäftsjahr 201 2012/13

Land & Gebäude Fabriksanlagen &
Maschinen
Sonstiges
Anlagevermögen
Anlagen in Bau &
geleistete
Summe
in TEUR Anzahlungen
Anschaffungskosten
30. April 2012 220.019 413.181 115.058 10.043 758.301
Währungsumrechnung -867 -1.016 408 -16 -1.491
Konsolidierungskreisänderungen -97 -119 -254 0 -470
Zugänge 5.237 9.267 3.259 23.353 41.116
Abgänge 10.554 -42.023 -8.651 0 -40.120
Umbuchungen 4.238 9.833 1.599 -15.864 -194
30. April 2013 239.084 389.123 111.419 17.516 757.142
Kumulierte Abschreibung
30. April 2012 -93.801 -329.734 -92.495 0 -516.030
Währungsumrechnung -13 791 -359 0 419
Konsolidierungskreisänderungen 97 57 252 0 406
Planmäßige Abschreibung -9.216 -24.070 -7.422 0 -40.708
Außerplanmäßige Abschreibung 0 -305 -98 0 -403
Abgänge -10.723 41.110 8.753 0 39.140
Umbuchungen -1.110 0 1.110 0 0
30. April 2013 -114.766 -312.151 -90.259 0 -517.176
Nettobuchwert 30. April 2012 126.218 83.447 22.563 10.043 242.271
Nettobuchwert 30. April 2013 124.318 76.972 21.160 17.516 239.966

Die Umbuchungen bei den Anschaffungskosten betreffen die Umgliederungen von Anlagen in Bau zu den anderen Anlagenklassen.

Im Rahmen des Konsortialkreditvertrages wurden keine Sachanlagen als Sicherheiten verpfändet.

Ferner bestehen Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen in Höhe von TEUR 4.749 (VJ TEUR 3.326). Diese teilen sich auf wie folgt: Land und Gebäude TEUR 454 (VJ TEUR 448), Fabriksanlagen und Maschinen TEUR 3.362 (VJ TEUR 2.695), sonstiges Anlagevermögen TEUR 933 (VJ TEUR 183).

Die Position "Anlagen in Bau und geleistete Anzahlungen" teilt sich auf wie folgt: Land und Gebäude TEUR 6.638 (VJ TEUR 1.117), Fabriksanlagen und Maschinen TEUR 5.364 (VJ TEUR 8.613), sonstiges Anlagevermögen TEUR 5.514 (VJ TEUR 313).

Geschäftsjahr 2011/ 2011/12
Land & Gebäude Fabriksanlagen &
Maschinen
Sonstiges
Anlagevermögen
Anlagen in Bau &
geleistete
Summe
in TEUR Anzahlungen
Anschaffungskosten
30. April 2011 206.567 390.071 111.355 11.189 719.182
Währungsumrechnung 4.869 8.594 2.245 228 15.936
Zugänge 6.389 9.652 6.298 19.890 42.229
Abgänge -1.229 -10.825 -6.766 0 -18.820
Umbuchungen 3.423 15.689 1.926 -21.264 -226
30. April 2012 220.019 413.181 115.058 10.043 758.301
Kumulierte Abschreibung
30. April 2011 -84.918 -310.853 -89.568 0 -485.339
Währungsumrechnung -1.488 -6.445 -1.595 0 -9.528
Planmäßige Abschreibung -7.854 -23.014 -7.880 0 -38.748
Abgänge 459 10.578 6.548 0 17.585
30. April 2012 -93.801 -329.734 -92.495 0 -516.030
Nettobuchwert 30. April 2011 121.649 79.218 21.787 11.189 233.843
Nettobuchwert 30. April 2012 126.218 83.447 22.563 10.043 242.271

2.6.6.4 Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen

Bei fünf (VJ sechs) Unternehmen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist, handelt es sich um assoziierte Unternehmen. Es besteht auf wesentliche Bereiche der Finanz- oder Geschäftspolitik ein maßgeblicher Einfluss, diese werden jedoch nicht beherrscht. Daher werden diese Unternehmen "at equity" in den Konzernabschluss einbezogen.

Staff Iberica
S.A.
Tridonic SA
(Pty) Ltd.
LEDON
OLED Lighting
GmbH & Co.
KG
LEDON
OLED Lighting
Verwaltungs
GmbH
z-werkzeugbau
gmbh
LEXEDIS
Lighting
GmbH
Total
in TEUR 50,00% 49,99% 51,00% 49,00% 30,00% 50,00%
30. April 2011 2.488 978 1.417 6 0 0 4.889
Zugänge 0 0 701 0 0 0 701
Jahresergebnis -106 76 -660 5 0 0 -685
Dividenden -500 0 0 0 0 0 -500
Währungsumrechnung 0 -39 0 0 0 0 -39
30. April 2012 1.882 1.015 1.458 11 0 0 4.366
Kapitalerhöhungen 0 0 0 0 0 0 0
Jahresergebnis 136 56 -752 0 0 0 -560
Dividenden 0 0 0 0 0 0 0
Währungsumrechnung 0 -139 0 0 0 0 -139
30. April 2013 2.018 932 706 11 0 0 3.667

Der Anteil am Eigenkapital der LEDON OLED GmbH & Co. KG beträgt 51%, während der Anteil am Ergebnis 85% beträgt. Ein beherrschender Einfluss besteht nicht, da die Geschäftsführung dieser Gesellschaft der LEDON OLED Verwaltungs GmbH obliegt, an deren Eigenkapital die Zumtobel Gruppe mit nur 49% beteiligt ist und daher weder einen beherrschenden Einfluss auf die LEDON OLED Verwaltungs GmbH noch auf die LEDON OLED Lighting GmbH & Co. KG ausüben kann.

Die Mehrheitseigentümer der z-werkzeugbau gmbh haben im dritten Quartal 2009/10 die Option auf die restlichen 30% der Gesellschaft ausgeübt. Die Übertragung der Anteile ist am 31. Mai 2012 erfolgt. Die Gesellschaft ist somit im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2012/13 aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden.

Die "at equity"-Bewertung der LEXEDIS Lighting GmbH wird aufgrund der bisher angesammelten Verluste ausgesetzt. Der im Geschäftsjahr 2012/13 erwirtschaftete Gewinn wurde den Verlusten gegenübergestellt. Übersteigen die Gewinne die angesammelten Verluste, wird die Bewertung wieder aufgenommen.

Zum Bilanzstichtag bestehen kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 991 (VJ TEUR 1.513), es waren keine Wertberichtigungen vorzunehmen. Zwischen den jeweiligen Muttergesellschaften und den "at equity" bilanzierten Gesellschaften bestehen operative Liefer- und Leistungsbeziehungen.

Nachfolgend die wichtigsten Kennzahlen der assoziierten Unternehmen:

Staff Iberica
S.A.
Tridonic SA
(Pty) Ltd.
LEDON
OLED Lighting
GmbH & Co.
KG
LEDON
OLED Lighting
Verwaltungs
GmbH
z-werkzeugbau
gmbh
LEXEDIS
Lighting
GmbH
in TEUR 50,00% 49,99% 51,00% 49,00% 30,00% 50,00%
30. April 2013
Vermögen 6.902 3.366 827 23 0 2.044
Schulden 2.866 1.502 0 0 0 4.729
Eigenkapital 4.036 1.864 827 23 0 -2.685
Umsatzerlöse 6.998 4.511 61 0 0 19.159
Jahresergebnis 208 112 -884 1 0 138
Staff Iberica
S.A.
Tridonic SA
(Pty) Ltd.
LEDON
OLED Lighting
GmbH & Co.
KG
LEDON
OLED Lighting
Verwaltungs
GmbH
z-werkzeugbau
gmbh
LEXEDIS
Lighting
GmbH
in TEUR 50,00% 49,99% 51,00% 49,00% 30,00% 50,00%
30. April 2012
Vermögen 2.845 1.481 928 11 2.858 1.512
Schulden 963 467 55 0 2.193 2.921
Eigenkapital 1.882 1.015 873 11 665 -1.409
Umsatzerlöse 2.940 2.349 123 0 5.792 9.406
Jahresergebnis -106 76 -660 5 196 69

Im Zusammenhang mit Anteilen an assoziierten Unternehmen ist ein aktiver latenter Steuerposten in Höhe von TEUR 228 (VJ TEUR 53) angefallen, welcher gemäß IAS 12.39 nicht bilanziert wurde.

2.6.6.5 Finanzielle Vermögenswerte

Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Wertpapiere und Wertrechte, welche zum beizulegenden Zeitwert angesetzt sind.

Der Rückgang der kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte ist hauptsächlich auf die Bezahlung der letzten Rate (TEUR 4.373) aus dem Verkauf der Fabrik in Spennymoor zurückzuführen.

Bezüglich einer Detailaufstellung wird auf Kapitel 2.6.10.1 verwiesen.

2.6.6.6 Übrige Vermögenswerte

Die übrigen lang- und kurzfristigen Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 30. April 2013 30. April 2012
Deckungskapital Gruppenlebensversicherung 3.429 3.335
Sonstige 804 670
Übrige langfristige Vermögenswerte 4.233 4.005
Aktive Rechnungsabgrenzungen 5.663 5.372
Steuerforderungen 6.531 7.485
Geleistete Anzahlungen 1.149 1.758
Sonstige 15.755 11.321
Übrige kurzfristige Vermögenswerte 29.098 25.936

Die Position "Deckungskapital Gruppenlebensversicherung" betrifft die Zumtobel Gesellschaften in Deutschland. Dargestellt sind Vermögenswerte im Zusammenhang mit den Pensionsverpflichtungen, die aber nicht als Planvermögen gemäß IAS 19 qualifizieren.

Die Steuerforderungen betreffen hauptsächlich Forderungen im Zusammenhang mit Umsatzsteuern.

In der Position "Sonstige" sind überwiegend Instandhaltungsmaterialien, Forderungen aus Altersteilzeit gegenüber Arbeitnehmern in Deutschland und vorausbezahlte Pensionskassenbeiträge aus den Schweizer Pensionsplänen ausgewiesen. Die Veränderung der Position "Sonstige" im Vergleich zum Vorjahr resultiert hauptsächlich aus einer Forderung betreffend eine Sicherungsleistung aus einem anhängigen Verfahren im Zusammenhang mit der im Geschäftsjahr 2009/10 endkonsolidierten Space Cannon VH SRL, Italien.

2.6.6.7 Latente Steuern

Unter den aktiven und passiven latenten Steuern in der Bilanz werden Unterschiedsbeträge ausgewiesen, die sich aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen der Konzern- und der steuerlichen Bewertung von Vermögenswerten und Schulden ergeben. Daraus resultieren folgende latente Steuern:

30. April 2013 30. April 2012
in TEUR Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Übrige immaterielle Vermögenswerte 52 10.382 64 9.339
Sachanlagen 1.703 6.627 1.498 6.605
Finanzielle Vermögenswerte 0 0 1.478 0
Vorräte 3.286 166 3.846 209
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 1.060 601 1.133 691
Übrige Forderungen 340 4.454 638 6.731
Langfristige Rückstellungen 18.029 1.668 15.194 1.362
Übrige Rückstellungen 2.094 1.326 1.699 3.276
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 4.292 83 5.204 12
Verlustvorträge 132.752 0 131.615 0
Latente Steuerguthaben bzw. -verbindlichkeiten 163.608 25.307 162.369 28.225
Bewertungsabschläge für latente Steuern -107.195 0 -107.982 0
Saldierung von aktiven und passiven Steuern gegenüber derselben Steuerbehörde -18.000 -18.000 -18.050 -18.050
Latente Steuern 38.413 7.307 36.337 10.175

Im Konzernabschluss wurden für Verlustvorträge und sonstige temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 428.780 (VJ TEUR 431.926) keine latenten Steuern aktiviert, da deren Verbrauch nicht ausreichend gesichert ist. TEUR 22.170 (VJ TEUR 14.463) der steuerlichen Verlustvorträge verfallen innerhalb von zehn Jahren. In Übereinstimmung mit IAS 12.39 wurde keine latente Steuerschuld für zeitliche Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften gebildet. Für die Berechnung der latenten Steuern wurden konzernweit die Landessteuersätze angesetzt. Latente Steuern auf Verlustvorträge werden nur insoweit aktiviert, als ihnen passive Steuerlatenzen gegenüberstehen oder die Verwertung der Verlustvorträge ausreichend gesichert ist.

Die im abgelaufenen Geschäftsjahr in der Gesamtergebnisrechnung erfassten latenten Steuern in Höhe von TEUR 2.339 (VJ TEUR 2.728) betreffen mit TEUR 2.096 die Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen aufgrund versicherungsmathematischer Verluste gemäß IAS 19 sowie mit TEUR 243 die Hedge Accounting-Rücklage.

2.6.6.8 Vorräte

Der Aufriss der Vorräte in Bruttowert und Wertberichtigungen, unterteilt nach Vorratsklassen, gliedert sich wie folgt:

in TEUR 30. April 2013 30. April 2012
Rohmaterial 55.361 61.369
Bruttowert 65.696 71.321
Wertberichtigungen -10.335 -9.953
Ware in Arbeit 2.593 3.171
Halbfabrikate 11.342 12.062
Bruttowert 12.658 13.362
Wertberichtigungen -1.316 -1.300
Handelswaren 19.513 17.420
Bruttowert 23.905 20.753
Wertberichtigungen -4.392 -3.333
Fertigfabrikate 71.663 78.726
Bruttowert 81.144 90.317
Wertberichtigungen -9.481 -11.591
Vorräte 160.472 172.748

Die in Summe ergebniserhöhend erfassten Veränderungen der Wertberichtigungen zu Vorräten belaufen sich im Geschäftsjahr 2012/13 auf TEUR -653 (im VJ Ergebnisminderungseffekt in Höhe von TEUR 780).

Darüber hinaus wurde im Geschäftsjahr 2012/13 eine Sonderwertberichtigung auf Vorratsvermögen im Zusammenhang mit der Veräußerung der Ledon Lamp GmbH, Österreich, in Höhe von TEUR 1.500 ergebniswirksam erfasst.

2.6.6.9 Forderungen aus Lieferungen & Leistungen

in TEUR 30. April 2013 30. April 2012
Lieferforderungen brutto 211.223 237.185
Wertberichtigungen zu Forderungen -9.414 -9.675
Rückstellung für Kundenboni und Skonti -16.276 -17.786
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 185.533 209.724

Im Kapitel 2.6.11.1 werden Details zu den Wertberichtigungen erläutert.

Die im Rahmen einer Factoringvereinbarung einiger Konzerngesellschaften verkauften Forderungen betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 41.781 (VJ TEUR 41.795). Die entsprechenden Forderungen wurden vollständig ausgebucht.

2.6.6.10 Liquide Mittel

Die flüssigen Mittel setzen sich aus Bankguthaben, Kassenbeständen und Schecks zusammen. Von den Bankguthaben kann über einen Gesamtbetrag von TEUR 204 (VJ TEUR 391) nicht frei verfügt werden. Aufgrund der Fristigkeit dieser Mittel entspricht der Buchwert der flüssigen Mittel dem Marktwert.

2.6.6.11 Leistungen an Arbeitnehmer (IAS 19R)

Bei den Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen handelt es sich um Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. In den sonstigen Rückstellungen sind andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer gemäß des überarbeiteten IAS 19 enthalten.

Wie in Kapitel 2.6.3.1 erläutert, wurde die überarbeitete IAS 19-Regelung vorzeitig angewandt. Die Vorjahreszahlen wurden gemäß den Bestimmungen des IAS 8 entsprechend angepasst. Die nachfolgenden Vorjahreszahlen beziehen sich bereits auf die angepassten Werte. Die Anpassung der Vorjahreszahlen ist in Kapitel 2.6.3.3 dargestellt.

Die Überleitung der Anfangsbestände zu den Endbeständen der Barwerte gestaltet sich wie folgt:

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses Sonstige
Leistungsorientierte Pläne nach IAS 19 Pensionen Abfertigungen
in TEUR 2012/13 2011/12 2012/13 2011/12 2012/13 2011/12
Anfangsbestand Nettoschuld 71.658 58.561 39.149 33.820 13.068 10.945
Währungsumrechnung & Umgliederungen -1.450 3.228 0 0 -18 209
Veränderung Konsolidierungskreis &
Reklassifizierungen
0 0 -20 0 -5 -61
Erfolgswirksame Veränderungen 5.230 5.965 3.312 3.191 3.635 3.395
davon Dienstzeitaufwand 2.915 2.778 1.674 1.494 2.360 2.051
davon nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 0 0 0 0 0
davon Plankürzungen und Planabgeltungen -842 0 0 0 0 0
davon Zinsaufwand 9.368 10.163 1.638 1.697 372 372
davon erwartete Erträge aus Planvermögen -6.211 -6.976 0 0 0 0
davon versicherungsmathematischer Verlust 0 0 0 0 903 972
Im Eigenkapital erfasster
versicherungsmathematischer Verlust/Gewinn
10.893 15.342 3.103 4.147 0 0
aufgrund demographischer Anpassungen 1.911 0 0 0 0 0
aufgrund finanzieller Anpassungen 8.773 15.554 2.814 3.753 0 0
aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen 210 -212 289 394 0 0
Zahlungen -11.662 -11.438 -2.800 -2.009 -2.534 -1.420
davon Arbeitgeber -10.421 -10.103 -2.800 -2.009 -2.534 -1.420
davon Arbeitnehmer -1.241 -1.335 0 0 0 0
Endbestand Nettoschuld 74.669 71.658 42.744 39.149 14.146 13.068

Die erfolgswirksamen Veränderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der "Zinsaufwand" sowie die "erwarteten Erträge aus Planvermögen" werden in der Position "Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge" ausgewiesen, die restlichen Posten im Personalaufwand im Betriebsergebnis. In der Spalte "Sonstige" sind im Wesentlichen Rückstellungen für Jubiläumsgelder, Altersteilzeitregelungen in Deutschland sowie Rückstellungen für Sonderurlaub in Australien enthalten.

Die in der Gesamtergebnisrechnung erfassten versicherungsmathematischen Verluste werden im Abschnitt "IAS 19 Rücklage" detailliert erläutert.

Zinssatz Erträge aus
Planvermögen
Gehaltstrend Pensionstrend Pensionsalter
(Frauen/Männer)
2012/13 2011/12 2012/13 2011/12 2012/13 2011/12 2012/13 2011/12 2012/13 2011/12
Deutschland 3,5% 4,3% - - 3,0% 3,0% 2,0% 1,8% 1) 1)
Großbritannien 4,3% 4,7% 4,3% 4,7% - - 2,3% 3,1% 65/65 65/65
Schweiz 2,1% 2,5% 2,1% 2,5% 1,5% 1,5% 0,0% 0,0% 64/65 64/65
Norwegen 2,8% 2,6% 2,8% 2,6% 3,3% 3,3% 0,1% 0,1% 67/67 67/67
Schweden 3,3% 3,5% - - - - 1,8% 2,0% 65/65 65/65
Österreich 3,8% 4,3% - - 3,3% 3,3% - - 2) 2)
Frankreich 3,0% 4,3% - - 2,0% 2,5% - - 3) 63/67
61/65
Italien 3,2% 4,3% - - 3,0% 3,0% - - 60/65 60/65
Australien 2,9% 3,5% 2,9% 3,5% 3,5% 4,0% - - - -

Als Berechnungsparameter wurden in den einzelnen Ländern folgende angesetzt:

Ferner sind landesübliche Sterblichkeits- und Invaliditätstafeln sowie Fluktuationsraten berücksichtigt.

Anmerkung 1): Pensionsverpflichtungen 60/65 Jahre, Jubiläumsverpflichtungen 60/63 Jahre und Verpflichtungen für Altersteilzeit 57 Jahre.

Anmerkung 2): Es wurde das frühestmögliche Anfallsalter für die Alterspension unter Berücksichtigung der gesetzlichen Übergangsregelungen zugrunde gelegt.

Anmerkung 3): Angestellte 63/67, Arbeiter 62/65

Pensionsverpflichtungen

Leistungsorientierte Pensionspläne sind in den deutschen, englischen, schwedischen, norwegischen, australischen und schweizerischen Konzerngesellschaften implementiert. Die nicht durch externe Fonds finanzierten Pläne betreffen die deutschen und schwedischen Gesellschaften, die restlichen sind durch externe Fonds finanziert. Diese Fonds, deren Zweck ausschließlich in der Erfüllung von Leistungsverpflichtungen besteht, sind rechtlich unabhängig vom jeweiligen Konzernunternehmen. Die nach Abzug des Planvermögens verbleibenden Verpflichtungen werden als Rückstellungen ausgewiesen.

Die Verpflichtungen aus den Pensionsplänen der Gruppe betreffen im Wesentlichen gehaltsabhängige Pensionszusagen und beinhalten in Einzelfällen auch pensionsbezogene Hinterbliebenen- und Invaliditätszusagen der Planteilnehmer.

Die leistungsorientierten Pläne in den englischen Konzerngesellschaften betreffen überwiegend die Verpflichtungen aus dem "Thorn Lighting Pension Fund", welche im Zuge der Akquisition der Thorn Unternehmensgruppe übernommen wurden. Die Zusagen bestehen im Wesentlichen aus gehaltsabhängigen Pensionsleistungen. Des Weiteren sind unter bestimmten Voraussetzungen auch Hinterbliebenenleistungen vorgesehen. Der Plan wurde jedoch in 2003 für Neuzutritte und in weiterer Folge in 2009 auch für weitere Anspruchszuwächse der Planteilnehmer geschlossen. Da der Pensionsplan geschlossen ist, bestehen hauptsächlich versicherungsmathematische Risiken.

Um die Vermögensunterdeckung des Plans auszugleichen, wurden im Wesentlichen zwei Maßnahmen ergriffen. Mit dem Treuhänder des Plans ("Trustee") wurde vereinbart, dass die Unterdeckung durch jährliche Zuzahlungen in den Plan seitens der betroffenen britischen Konzerngesellschaft bis 2022 reduziert wird. Überdies legt der Treuhänder des Plans eine Investitionsstragie in Form eines "Statement of Investment Principles" (SIP) fest, sodass eine über dem Diskontierungsfaktor liegende Rendite aus dem Portfolio erwirtschaftet werden soll.

Zur Sicherstellung der Werthaltigkeit des Planvermögens enthält die Investitionsstrategie Komponenten zur systematischen Risikoreduzierung, im Wesentlichen durch Diversifikation des Portfolios. Für das tägliche Vermögensmanagement wurden in den einzelnen Vermögensklassen professionelle Vermögensverwalter mandatiert, welche durch die Financial Services Authority (FSA) in Großbritannien zugelassen und entsprechend reguliert sind.

Die Pensionspläne in Deutschland sind zur Gänze rückstellungsfinanziert und betreffen im Wesentlichen Zusagen von festen gehaltsabhängigen Rentenbeiträgen sowie aus endgehaltsabhängigen Zusagen, deren Höhe abhängig von der Betriebszugehörigkeit ist. Sämtliche deutschen Pensionspläne sind jedoch seit mehr als 10 Jahren für Neuzutritte geschlossen. Somit bestehen für die Gesellschaft vorwiegend versicherungsmathematische Risiken. Es besteht keine Verpflichtung zur Deckung der Verpflichtungen durch Planvermögen.

Die Schweizer Pensionsverpflichtungen betreffen die berufliche Vorsorge gemäß den Bestimmungen des schweizerischen "Berufliche Vorsorge-Gesetzes" (BVG), welches auch Hinterbliebenenleistungen und Zusagen bei Invalidität berücksichtigt. Bei beiden betroffenen Schweizer Konzerngesellschaften wurden die Verpflichtungen durch Abschluss von sogenannten Vollversicherungsverträgen mit Sammelstiftungen von Versicherungsgesellschaften ausgegliedert. Dennoch sind gemäß Schweizer Expertenmeinung diese Vollversicherungspläne aufgrund gesetzlich garantierter Mindestleistung unter den Bestimmungen des IAS 19 als leistungsorientierte Pläne zu qualifizieren. Dies betrifft im Geschäftsjahr 2012/13 erstmalig nunmehr auch den Pensionsplan der Zumtobel Licht AG, Schweiz. Die Vermögensverwaltung des Planvermögens durch die Sammelstiftungen erfolgt auf Basis der Vorschriften des BVG und der Schweizer Verordnung über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invaliditätsvorsorge (BVV 2).

Der schwedische leistungsorientierte Pensionsplan ist ein zur Gänze rückstellungsfinanzierter Plan und ist für Neuzutritte und weitere Anspruchszuwächse geschlossen. Die leistungsorientierten Zusagen bestehen wiederum in gehaltsabhängigen Pensionsleistungen. Eine externe Versicherungsgesellschaft ("PRI Pensionsgaranti") verwaltet dabei die Administration der Ansprüche und verrechnet die von ihr bezahlten Pensionsleistungen an die Planteilnehmer den betroffenen schwedischen Konzerngesellschaften weiter.

Darüber hinaus besteht in Schweden noch eine Pensionskassenlösung, welche sich grundsätzlich als leistungsorientierte Verpflichtung qualifiziert. Es handelt sich dabei um einen "gemeinschaftlichen Plan mehrerer Arbeitgeber" im Sinne von IAS 19.29, jedoch stehen vom Versicherungsunternehmen keine ausreichenden Informationen zur Verfügung, um diesen Plan wie einen leistungsorientierten Plan zu bilanzieren. Die geleisteten Zahlungen werden daher im Sinne von IAS 19.30 als beitragsorientierter Plan sofort aufwandswirksam im Abschluss erfasst. Diese belaufen sich auf TEUR 577 (VJ TEUR 471). Per Dezember 2012 besteht eine nach schwedischen Gesetzen berechnete Vermögensüberdeckung von 129% (VJ 113%) für alle Teilnehmer dieses gemeinschaftlichen Plans. Diese entspricht der Differenz aus den Versicherungsverpflichtungen und dem Marktwert des Vermögens, der entsprechend den von dem gemeinschaftlichen Plan zur Verfügung gestellten Informationen berechnet wurde.

Der norwegische Pensionsplan ist ein zur Gänze durch Arbeitgeberbeiträge finanzierter Plan, dessen Vermögenswerte durch eine Versicherungsgesellschaft gehalten werden. Der Plan ist offen für Neuzutritte.

Die australischen leistungsorientierten Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen Zusagen auf Endgehaltsbasis. Der Anteil des Plans, welcher leistungsorientierte Zusagen umfasst, ist jedoch für Neuzutritte geschlossen. Das Planvermögen ist in einem gepoolten Investmentfonds investiert, dessen Treuhänder den Plan gemäß den Bestimmungen der australischen "Superannuation Industry Supervision Legislation" verwaltet.

Der Bilanzansatz der Nettoverpflichtung bzw. des Nettovermögens stellt sich wie folgt dar:

Nettoverpflichtung bzw. Nettovermögen

in TEUR 30. April 2013 30. April 2012
nicht über Fonds finanzierte Verpflichtung 29.660 27.613
über Fonds finanzierte Verpflichtung 211.063 199.291
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) 240.723 226.904
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -166.054 -155.246
In der Bilanz erfasste Nettoschuld 74.669 71.658

Die Pensionsrückstellung gliedert sich auf folgende Länder auf:

Nettoschuld
in TEUR 30. April 2013 30. April 2012
Großbritannien 39.824 40.940
Deutschland 26.653 24.512
Schweiz 4.923 2.123
Schweden 3.006 3.102
Sonstige 263 981
In der Bilanz erfasste Nettoschuld 74.669 71.658

Die Überleitung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) sowie des Planvermögens vom Anfangsbestand auf den Endbestand stellt sich wie folgt dar:

2012/13 2011/12
in TEUR DBO Planvermögen DBO Planvermögen
30. April 2012 226.905 155.246 190.767 132.207
Währungsumrechnung -6.531 -5.081 15.228 12.000
Dienstzeitaufwand 2.915 0 2.778 0
Plankürzungen und -abgeltungen -3.138 -2.295 0 0
Zinsaufwand bzw. -ertrag 9.368 6.211 10.163 6.976
Im Eigenkapital erfasster versicherungsmathematischer
Verlust/Gewinn
19.830 8.937 16.746 1.404
aufgrund demographischer Anpassungen 1.911 0 0 0
aufgrund finanzieller Anpassungen 17.709 8.937 16.959 1.404
aufgrund erfahrungsbedingter Anpassungen 210 0 -213 0
Zahlungen -8.626 3.036 -8.777 2.660
30. April 2013 240.723 166.054 226.904 155.246

Die Plankürzungen und -abgeltungen entfallen ausschließlich auf eine Schweizer Konzerngesellschaft, aufgrund des Ausscheidens von Planteilnehmern aus dem bestehenden Pensionsplan. Die tatsächlichen Zahlungen aus den Pensionsplänen im Geschäftsjahr belaufen sich auf TEUR 8.626 (VJ TEUR 8.777).

Die DBO der Schweizer Pensionspläne wurde durch die Anwendung des überarbeiteten IAS 19 ebenfalls angepasst. Neben der Anpassung der erwarteten Erträge aus dem Planvermögen wurden die Vorsorgeverpflichtung sowie der Dienstzeitaufwand aufgrund des angepassten Standards nun unter Berücksichtigung der Risikoteilung ("Risk Sharing") zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer berechnet.

Das Planvermögen zum 30. April 2013 setzt sich zu 25% (VJ 26%) aus internationalen Aktien, zu 55% (VJ 51%) aus festverzinslichen Wertpapieren, zu 11% (VJ 16%) aus alternativen Investments und zu 9% (VJ 7%) aus liquiden Mitteln/Immobilien zusammen. Der tatsächliche Ertrag aus dem Planvermögen beträgt TEUR 15.149 (VJ TEUR 8.084).

Für das Planvermögen des australischen und norwegischen Pensionsplans besteht zum Abschlussstichtag keine Marktnotierung an einem aktiven Markt. In Summe beläuft sich der beizulegende Zeitwert des Planvermögens dieser beiden Pläne zum 30. April 2013 auf TEUR 4.587.

Von den alternativen Investments eines britischen Plans im Ausmaß von TEUR 1.358 besteht ebenfalls keine Marktnotierung an einem aktiven Markt. Für das verbleibende Planvermögen zum 30. April 2013 bestehen Marktpreisnotierungen.

Die Entwicklung der Barwerte der Pensionsverpflichtung und des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 30. April 2013 30. April 2012
Barwert 240.723 226.904
Planvermögen -166.054 -155.246
Unterdeckung 74.669 71.658

Erfahrungsbedingte Anpassungen sind jene versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die durch Abweichungen individueller personenbezogener Parameter zum Unterschied von den auf den Gesamtbestand anzuwendenden Parametern verursacht werden. Dies betrifft beispielsweise Gehaltsentwicklungen, Anzahl der Todesfälle, vorzeitige Pensionierungen sowie Austritte.

Abfertigungsverpflichtungen Abfertigungsverpflichtungen

Dabei handelt es sich um die gesetzlich geregelte Verpflichtung, dem Dienstnehmer unter gewissen Voraussetzungen bei dessen Ausscheiden aus dem Unternehmen einen bestimmten Betrag zu bezahlen.

Die wesentlichste Verpflichtung resultiert dabei aus der österreichischen gesetzlichen Abfertigungsregelung, welche für Mitarbeiter österreichischer Konzerngesellschaften, die bis zum 31. Dezember 2002 eingetreten sind, Gültigkeit hatte. Diese Mitarbeiter haben im Falle der Erreichung des Pensionsalters bzw. wenn sie gekündigt werden einen Abfertigungsanspruch. Der Anspruch ist abhängig von der Anzahl der Dienstjahre und der Höhe des letzten Bezugs. Für Mitarbeiter, welche nach dem 31. Dezember 2002 eingetreten sind, wird für Abfertigungsansprüche in beitragsorientierten Plänen vorgesorgt.

Die Verpflichtungen gliedern sich auf folgende Länder auf:

in TEUR 30. April 2013 30. April 2012
Österreich 37.573 34.730
Frankreich 3.596 3.123
Italien 1.575 1.296
Abfertigungsverpflichtungen 42.744 39.149

IAS 19 Rücklage Rücklage Rücklage

Die direkt im Eigenkapital verrechneten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste inklusive latenter Steuern entwickelten sich wie folgt:

Pensionen Abfertigungen Summe
30. April 2011 58.295 1.299 59.594
Versicherungsmathematischer Verlust 15.342 4.146 19.488
Währungsumrechnung 5.626 0 5.626
Latente Steuern -942 -1.052 -1.994
30. April 2012 78.321 4.393 82.714
Versicherungsmathematischer Verlust 10.893 3.102 13.995
Währungsumrechnung -2.782 0 -2.782
Latente Steuern -1.298 -798 -2.096
30. April 2013 85.134 6.697 91.831

Im Geschäftsjahr wurden latente Steuern in Höhe von TEUR 2.096 (VJ TEUR 1.994) direkt im Eigenkapital erfasst.

Sensitivitäten Sensitivitäten

Auswirkungen auf die DBO zum 30. April 2013:

Diskontierungsfaktor Pensionstrend Gehaltstrend
+0,5% -0,5% +0,5% -0,5% +0,5% -0,5%
Pensionspläne -18.695 21.125 15.362 -14.818 445 -388
Abfertigungen -2.658 2.755 0 0 2.757 -2.680

Gewichtete durchschnittliche Laufzeiten der Verpflichtungen in Jahren chtungen

2012/13
Pensionspläne 19
Abfertigungen 13

Für das Geschäftsjahr 2013/14 betragen die erwarteten Beiträge in die Pensionspläne TEUR 10.738. Die erwarteten Abfertigungszahlungen belaufen sich auf TEUR 1.223.

Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer

Diese Verpflichtungen in Höhe von TEUR 14.146 (VJ TEUR 13.068) umfassen im Wesentlichen die Rückstellungen für Jubiläumsgelder in Österreich mit TEUR 5.305 (VJ TEUR 4.910), die Altersteilzeitregelung in Deutschland mit TEUR 5.039 (VJ TEUR 3.970), Sonderurlaub in Australien mit TEUR 2.986 (VJ TEUR 3.426) sowie Rückstellungen für ein gesetzlich vorgeschriebenes Gewinnbeteiligungsmodell und Bonuszahlungen für langjährige Betriebszugehörigkeit in Frankreich.

Durch die Anwendung des überarbeiteten IAS 19 ergibt sich auch eine Anpassung der Vorjahreszahlen im Bereich der anderen langfristig fälligen Leistungen an Arbeitnehmer. Die Änderung betrifft die Altersteilzeitregelung in Deutschland, da die Aufstockungsleistungen des Arbeitgebers nach nunmehriger Sichtweise ratierlich anzusparen und nicht mit Abschluss der Altersteilzeitvereinbarung bereits vollständig erdient sind. Dadurch ergibt sich bei neu abgeschlossenen Altersteilzeitvereinbarungen auch kein auszuweisender nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand mehr.

Der versicherungsmathematische Verlust des Geschäftsjahres resultiert im Ausmaß von TEUR 499 (VJ TEUR 461) aus erfahrungsbedingten Anpassungen im Geschäftsjahr 2012/13. Die restlichen versicherungsmathematischen Verluste in Höhe von TEUR 404 (VJ TEUR 510) entfallen auf die Anpassung der finanziellen Annahmen bei der Berechnung der Verpflichtung.

2.6.6.12 Beitragsorientierte Verpflichtungen

An beitragsorientierten Zahlungen für diverse Versorgungspläne wurden in verschiedenen Konzerngesellschaften im Berichtsjahr TEUR 6.438 (VJ TEUR 5.912) geleistet. Darunter fällt auch die in Österreich geltende "Abfertigung neu"-Regelung.

Die Anpassung des Vorjahreswertes in Höhe von TEUR 679 ergibt sich aus der Umklassifizierung eines Schweizer Pensionplanes, welcher im Vorjahr noch als beitragsorientiert behandelt wurde und nunmehr als leistungsorientierter Plan bilanziert ist.

2.6.6.13 Übrige Rückstellungen

Geschäftsjahr 2012/13 2012/13

Garantien Restruk Rechts Belastende Sonstige Summe
in TEUR turierungen streitigkeiten Verträge
30. April 2012 12.984 436 1.140 1.466 7.491 23.517
Dotierung 4.951 5.620 107 672 5.615 16.965
Verbrauch -3.854 -419 -434 -1.460 -5.795 -11.962
Auflösung -2.014 -18 -360 0 -444 -2.836
Konsolidierungskreisänderungen -42 -61 0 -6 0 -109
Währungsumrechnung -20 -30 6 -11 -20 -75
30. April 2013 12.005 5.529 459 661 6.847 25.501
davon kurzfristig 12.005 5.529 459 661 5.926 24.580
davon langfristig 0 0 0 0 921 921

Rückstellung für Garantien

Die Rückstellungen für Garantien unterteilen sich in Einzelrückstellungen für individuelle Schadensfälle in Höhe von TEUR 7.298 (VJ TEUR 8.735) sowie in Rückstellungen für nicht einzeln erfasste bzw. noch nicht bekannte Fälle in Höhe von TEUR 4.707 (VJ TEUR 4.249), welche basierend auf Erfahrungswerten ermittelt wurden. Für die Ermittlung des Rückstellungsbetrags werden dabei produktspartenbasierte Prozentsätze auf die Umsatzerlöse der Periode der jeweiligen Produkte angewandt.

Restrukturierungsrückstellungen

Der Anstieg der Restrukturierungsrückstellung resultiert aus den Restrukturierungsmaßnahmen, welche in Kapitel 2.6.4.3 erläutert und zum 30. April 2013 noch nicht abgeschlossen sind.

Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten für Rechtsstreitigkeiten

Die Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten ist vor allem aufgrund des positiven Ausgangs einer Rechtsstreitigkeit in einer österreichischen Gruppengesellschaft zurückgegangen.

Belastende Verträge

In dieser Position ist die Rückstellung für Büroräumlichkeiten in Zusammenhang mit der Schließung einer Vertriebsniederlassung in Großbritannien ausgewiesen.

Unter den sonstigen kurzfristigen R Rückstellungen ückstellungenückstellungen sind unter anderem Rückstellungen für Lizenzen, Provisionen, Zölle, Frachten, Berufsgenossenschaften, Beratungs- und Prüfungskosten enthalten. In den sonstigen langfristigen gen langfristigen langfristigen Rückstellungen Rückstellungen sind überwiegend Vorsorgen für Abfindungen an Handelsvertreter enthalten.

Geschäftsjahr 201 2011/12

Garantien Restruk Rechts Belastende Sonstige Summe
in TEUR turierungen streitigkeiten Verträge
30. April 2011 14.338 2.171 1.364 1.902 6.085 25.860
Dotierung 7.066 0 125 0 6.412 13.603
Verbrauch -4.801 -1.652 -365 -673 -4.534 -12.025
Auflösung -3.953 0 -42 0 -528 -4.523
Umgliederungen 0 -92 28 92 -28 0
Währungsumrechnung 334 8 30 145 84 601
30. April 2012 12.984 436 1.140 1.466 7.491 23.517
davon kurzfristig 12.984 436 1.140 1.466 6.823 22.849
davon langfristig 0 0 0 0 668 668

2.6.6.14 Finanzschulden

in TEUR 30. April 2013 30. April 2012
Darlehen von Kreditinstituten 10 16
Finanzierungsleasing 312 79
Darlehen der öffentlichen Hand 0 75
Ausleihungen von sonstigen Dritten 0 0
Working Capital-Kredite 3.942 3.574
Kurzfristige Finanzschulden 4.264 3.744
Darlehen von Kreditinstituten 175.322 205.097
Finanzierungsleasing 19.619 20.809
Darlehen der öffentlichen Hand 2.060 1.099
Ausleihungen von sonstigen Dritten 0 337
Langfristige Finanzschulden 197.001 227.342
Finanzschulden 201.265 231.086

Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung für die Zumtobel Gruppe stellt der am 08. November 2011 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Oktober 2016 dar. Aufgrund der positiven Free Cashflow-Entwicklung im ersten Halbjahr wurde der maximal ausnutzbare Rahmen des Konsortialkreditvertrages im November 2012 von der Zumtobel Gruppe freiwillig von TEUR 500.000 auf TEUR 400.000 reduziert. Damit werden auch die laufenden Belastungen aus der Bereitstellungsprovision reduziert und es besteht grundsätzlich weiterhin die notwendige finanzielle Flexibilität für strategische Schritte. Insgesamt sind zum 30. April 2013 TEUR 170.000 (30. April 2012: TEUR 200.000) aus dem Konsortialkreditvertrag in Anspruch genommen worden.

2.6.6.15 Finanzierungsleasing

Mindestleasingzahlungen
Künftige Zahlungen
in TEUR Aufwand
2012/13
< 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Verbindlich
keit
Nettobuchwert
Anlage
vermögen
Patente, Lizenzen und ähnliche 70 0 0 0 0 120
Land & Gebäude 2.014 2.197 8.421 30.917 41.535 11.006
Fabriksanlagen & Maschinen 7 2 0 0 2 2
Sonstiges Anlagevermögen 0 0 0 0 0 0
Summe Mindestleasingzahlungen 2.091 2.199 8.421 30.917 41.537 11.128
minus Finanzierungsaufwand = Zinsaufwand 1.950 1.887 6.804 12.915 21.606
Nettobarwert der Mindestleasingzahlungen 141 312 1.617 18.002 19.931

Es bestehen keine bedingten Mietzahlungen für Finanzierungsleasing.

Für das Fabriksgebäude in Spennymoor wurde 2008/09 ein Finanzierungsleasingvertrag in Höhe von GBP 15,7 Mio abgeschlossen. Der Finanzierungsleasingvertrag hat eine Laufzeit von 21 Jahren, wobei das erste Jahr tilgungsfrei war. Der Nettobarwert der Mindestleasingzahlungen beläuft sich zum 30. April 2013 auf TEUR 19.929 (VJ TEUR 20.764). Die Verminderung des Nettobarwerts der Mindestleasingzahlungen im Vergleich zum Vorjahr resultiert hauptsächlich aus Fremdwährungsumrechnungseffekten.

2.6.6.16 Operating Leasing

Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen aufgrund von unkündbaren Operating Leasing-Verhältnissen für das Geschäftsjahr und für die folgenden Perioden, ferner die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen, deren Erhalt aufgrund von unkündbaren Untermietverhältnissen erwartet wird sowie die Zahlungen aus Leasingverhältnissen und Untermietverhältnissen, die erfolgswirksam erfasst worden sind, stellen sich wie folgt dar:

Künftige Zahlungen an Dritte
in TEUR Aufwand
2012/13
< 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Summe
Mindestleasingzahlungen aufgrund von unkündbaren
Leasingverhältnissen
22.531 18.929 31.864 11.410 62.203
minus erhaltene Zahlungen aus Leasing- und
Untermietverhältnissen
438 800 1.451 23 2.274
Netto Mindestleasingzahlungen 22.093 18.129 30.413 11.387 59.929

Es handelt sich im Wesentlichen um Leasingverträge für Bürogebäude, Fabriksanlagen/Lagerhäuser und Fuhrpark. Die Dauer reicht von einem Monat bis 69 Jahre, je nach Objekt und Vertrag.

Für das stillgelegte Leuchtenwerk in Rumänien wurde beginnend mit 1. Mai 2010 ein Operating Leasing-Verhältnis mit einem externen Leasingnehmer eingegangen. Die unkündbare Vertragsdauer beträgt fünf Jahre und sechs Monate. Dem Leasingnehmer wird eine fortlaufende Verlängerungsoption eingeräumt. Die Rate wird jeweils am 1. Mai entsprechend der Entwicklung des harmonisierten Verbraucherpreisindexes der EU angepasst.

Künftige Zahlungen von Dritten
Zahlungen von
in TEUR Ertrag 2012/13 < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Summe
Mindestleasingzahlungen aufgrund von unkündbaren
Leasingverhältnissen 495 490 736 0 1.226

2.6.6.17 Übrige Verbindlichkeiten

Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten verteilen sich wie folgt:

in TEUR 30. April 2013 30. April 2012
Urlaubs- und Gleitzeitguthaben/Sonderzahlungen Personal 42.962 42.333
Verbindlichkeiten gegenüber Personal 10.489 11.785
Sonstige Steuern 14.743 16.713
Sozialversicherungen 5.772 5.995
Erhaltene Anzahlungen 17.527 23.258
Zinsabgrenzungen 67 64
Passive Erlösabgrenzungen 1.174 976
Derivate (Hedge Accounting) 9.384 8.854
Derivate des Handelsbestandes 3.120 3.486
Zoll 1.534 1.907
Sonstige Verbindlichkeiten 10.849 9.423
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 117.621 124.794

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Aufwandsabgrenzungen und kreditorische Debitoren, welche keine Finanzinstrumente darstellen.

Die Verringerung der erhaltenen Anzahlungen ergibt sich im Wesentlichen aus der Endabrechnung eines Großprojektes, welches im laufenden Geschäftsjahr fertig gestellt worden ist.

Die Erhöhung der übrigen langfristigen Verbindlichkeiten ergibt sich im Wesentlichen aus der Abgrenzung der langfristigen Komponente des in diesem Geschäftsjahr neu eingeführten Long Term Incentive-Programmes für Führungskräfte (TEUR 1.857).

2.6.7 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Für die Ermittlung des Cashflows wurde die indirekte Methode monatsgenau angewandt. Die so erstellten monatlichen Cashflows werden mit dem jeweiligen monatlichen Durchschnittskurs umgerechnet und aggregiert, während die Bilanzpositionen mit dem Stichtagskurs umgerechnet werden. Diese Vorgehensweise führt zu Währungsdifferenzen vor allem in den einzelnen Positionen des Cashflows aus dem operativen Geschäft und damit zu deutlich abweichenden Werten im Vergleich zu den Differenzen der jeweiligen Bilanzpositionen.

Im Rahmen der indirekten Methode wird das Betriebsergebnis um Auswirkungen von nicht zahlungswirksamen Geschäftsvorfällen (z. B. Abschreibungen und Amortisierungen) sowie um Ertrags- und Aufwandsposten, die dem Investitions- oder Finanzierungsbereich zuzurechnen sind, berichtigt. In den Abschreibungen und Amortisierungen sind die planmäßigen Abschreibungen (TEUR 56.721) sowie sonstige außerplanmäßige Abschreibungen (TEUR 1.090) enthalten.

Die in der Gesamtergebnisrechnung erfassten Beträge gemäß IAS 19, IAS 21 und IAS 39 sind im Cashflow bei den Veränderungen der jeweiligen Bilanzpositionen ausgewiesen.

Der Cashflow aus dem operativen Geschäft stieg im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 25.176. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus der Reduktion des Working Capital, weshalb – trotz eines Rückgangs des Cashflows aus dem operativen Ergebnis aufgrund des erzielten Betriebsergebnisses im Vergleich zum Vorjahr – in Summe ein Anstieg zu verzeichnen ist. Die negative Veränderung bei den langfristigen Rückstellungen ergibt sich überwiegend aus der im Gesamtergebnis erfassten Veränderung der IAS 19 Rücklage im laufenden Geschäftsjahr. Der positive Cashflow-Effekt bei den sonstigen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus der erhaltenen letzten ausständigen Kaufpreisrate aus der Veräußerung der Fabrik in Spennymoor.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit liegt um TEUR 2.595 über dem Vergleichswert des Vorjahres, was auf erhöhte Auszahlungen für Anlagenzugänge im Geschäftsjahr 2012/13 bei gleichzeitig gesunkenen Einzahlungen aus Anlagenverkäufen zurückzuführen ist. Die Auszahlungen betreffen vor allem die Aktivierungen von Forschungs- und Entwicklungskosten sowie Investitionen im Zusammenhang mit Gebäuden und Produktionsanlagen in den Werken Dornbirn, Lemgo, Les Andelys und Spennymoor. Die Position "Veränderung liquider Mittel aus Konsolidierungskreisänderungen" beinhaltet vor allem den positiven Effekt aus der Erstkonsolidierung der Zumtobel Lighting Saudi Arabia Limited in Höhe von TEUR 740 sowie die negativen Cash-Effekte aus der Endkonsolidierung der beiden im Berichtsjahr abgegangenen vollkonsolidierten Konzerngesellschaften.

Die Entwicklung des Cashflows aus der Finanzierungstätigkeit von TEUR -14.620 im Vorjahr auf TEUR -46.301 im aktuellen Berichtsjahr resultiert vor allem aus der Rückzahlung von Mitteln des verfügbaren Rahmens des Konsortialkreditvertrages, während im Vorjahr noch eine höhere Inanspruchnahme des Konsortialkreditvertrages zu verzeichnen war. Gegen diesen Effekt wirkt vor allem die im Vergleich zum Vorjahr niedrigere Dividendenauszahlung an die Aktionäre der Zumtobel AG.

Der Finanzmittelfonds beinhaltet Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Letztere dienen dazu, kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Sie unterliegen nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken und haben eine Restlaufzeit – gerechnet vom Erwerbszeitpunkt – von nicht mehr als drei Monaten. Verbindlichkeiten gegenüber Banken aus Kontokorrent-krediten werden den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zugerechnet, da sie einen integralen Bestandteil der Zahlungsmitteldisposition des Konzerns darstellen.

Die Bankguthaben, Sichteinlagen bei Banken und sonstigen Finanzmittel sind in der Bilanz unter der Position "Liquide Mittel" ausgewiesen. Die Kontokorrentkredite sind in der Bilanz unter den kurzfristigen Finanzschulden (Zeile "Working Capital-Kredite") ausgewiesen.

Die Bilanzposition "Liquide Mittel" enthält darüber hinaus noch die oben erwähnten Bankguthaben, über die nicht frei verfügt werden kann sowie kleinere Guthaben, welche eine Laufzeit von über drei Monaten aufweisen. Beide Positionen sind nicht Bestandteil des Finanzmittelfonds.

2.6.7.1 Überleitung Finanzmittelfonds

in TEUR 30. April 2013 30. April 2012
Liquide Mittel 87.048 87.704
nicht frei verfügbar -204 -391
Kontokorrent-Kredite -3.942 -3.575
Finanzmittelfonds 82.902 83.738

Finanzmittel, welche einer Verfügungsbeschränkung unterliegen, werden nicht im Finanzmittelfonds ausgewiesen.

2.6.8 Erläuterungen zur Eigenkapitalveränderungsrechnung

2.6.8.1 Grundkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 108.750.000 und ist in 43.500.000 auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien zerlegt. Die Aktien werden im Prime Market an der Wiener Börse gehandelt. Das Börsenkürzel lautet ZAG, die internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) der Zumtobel AG lautet AT0000837307. Es gibt keine Aktien mit besonderen Vorzugs- oder Kontrollrechten.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von drei Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 22. Juli 2011 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch das Grundkapital der Gesellschaft auch in mehreren Tranchen um bis zu EUR 10.875.000 durch Ausgabe von bis zu 4.350.000 Stück neuen auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100% des anteiligen Betrages am Grundkapital gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen und das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien auszuschließen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

Zum 30. April 2013 befinden sich 43.133.890 Aktien (VJ 43.106.610) im Umlauf. Im Rahmen der Mitarbeiterbeteiligungsprogramme wurden 27.280 Optionen (VJ 24.239) aus dem Stock Option Program ausgeübt. Es wurden keine Aktien mehr aus dem Matching Stock Program an die Mitarbeiter ausgegeben (VJ 260.924 Aktien), da dieses Programm mit Ende des Geschäftsjahres 2011/12 annulliert wurde. Die Gesellschaft verfügt zum 30. April 2013 über 366.110 eigene Aktien (VJ 393.390) im Bestand.

2.6.8.2 Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage enthält gebundene und nicht gebundene Kapitalrücklagen der Zumtobel AG. In der Kapitalrücklage werden die Transaktionen mit eigenen Aktien dargestellt. Dies beinhaltet auch die zahlungswirksame Veränderung bei der Ausübung von Aktienoptionen (Ausübungspreis).

2.6.8.3 Gewinnrücklagen

Sonstige Gewinnrücklagen

In den sonstigen Gewinnrücklagen ist der Gewinnvortrag ausgewiesen.

Währungsrücklage Währungsrücklage

In der Währungsrücklage sind zum einen die Währungsdifferenzen resultierend aus der Differenz des zum Erstkonsolidierungsstichtag vorliegenden historischen Umrechnungskurses und des aktuellen Stichtagskurses am Bilanzstichtag der nicht in Euro berichtenden Gesellschaften sowie aus der Differenz der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem monatlichen Durchschnittskurs und dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag enthalten. Zum anderen werden hier sowohl die Währungsdifferenzen aus langfristigen Konzerndarlehen in SEK, GBP und USD, die gemäß IAS 21 als Nettoinvestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe zu qualifizieren sind (siehe auch Kapitel 2.6.5.1 und 2.6.5.2), sowie der Währungseffekt aus einem Zinssicherungsgeschäft ausgewiesen. Ferner werden währungsbedingte Anpassungen der Firmenwerte in dieser Position berücksichtigt.

Hedge Accounting Accounting

Die Eigenkapitalveränderungen aus der Anwendung des Hedge Accounting ergeben sich aus erfolgsneutral gebuchten Marktwertänderungen von bestehenden Derivatkontrakten sowie aus erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung zurückgebuchten Beträgen aufgrund von ausgeübten bzw. realisierten Kontrakten und den darauf entfallenden latenten Steuern.

Rücklage Aktienoptionen Aktienoptionen

Betreffend Rücklage Aktienoptionen siehe auch Kapitel 2.6.8.4

IAS 19 Rücklage

Betreffend IAS 19 versicherungsmathematische Verluste siehe auch Kapitel 2.6.6.11.

2.6.8.4 Aktienoptionsprogramme

Für leitende Angestellte der Zumtobel Gruppe existierte bis zum 30. April 2012 ein aktienbasiertes Vergütungsprogramm, das "Matching Stock Program" (MSP). Dieses wurde mit Ende des Geschäftsjahres 2011/12 annulliert und im Geschäftsjahr 2012/13 durch einen Cash-basierten Long Term Incentive abgelöst. Bis 2008 gab es zudem ein weiteres aktienbasiertes Vergütungsprogramm, das "Stock Option Program" (SOP).

SOP (Stock Option Program)

Von 2004 bis 2008 gab es ein aktienbasiertes Vergütungsprogramm, das Stock Option Program (SOP), das 2008 durch das MSP abgelöst wurde. Aus dem SOP erfolgen keine Zuteilungen von Optionen mehr. Die Ausübungszeit des SOP läuft jedoch noch bis 2015. Innerhalb dieser Ausübungszeit werden mehrere Ausübungsfenster ("exercise slots") zur Einlösung der Optionen festgesetzt. Eine vorzeitige Schließung der Ausübungsfenster bleibt vorbehalten. Für eine Option kann jeweils eine Aktie zu einem fixen Preis gekauft werden.

MSP (Matching Stock Program)

Das MSP wurde im Zusammenhang mit dem Börsengang zum 01. Mai 2006 eingeführt. Um am MSP teilnehmen zu können, musste die Führungskraft eine bestimmte Anzahl Aktien ("MSP-Aktien") in einem Sperrdepot hinterlegen, was den Invest darstellte. Das maximale Gesamtinvestitionsvolumen der Führungskräfte in das MSP wurde auf 2,2 Mio EUR begrenzt und war in drei Teilprogramme (MSP I, MSP II, MSP III) aufgeteilt, wobei jedes Teilprogramm in fünf Tranchen unterteilt war. Die Laufzeit jedes Programms betrug sieben Jahre ab dem Startzeitpunkt und die der einzelnen Tranchen betrug zwei Jahre. Jede an die Führungskraft ausgegebene Tranche bestand aus dem achtfachen Wert der im jeweiligen Programm investierten Aktienanzahl. Dieser multiplizierte Wert wurde in sogenannten Phantom Stocks auf einem für den Teilnehmer bei einer Bank angelegten Konto gebucht und mit einem Basispreis (60-Tage-Kursmittelwert bei Zuteilung + 10%) versehen. Die Zuteilung erfolgte jeweils zu Beginn des Geschäftsjahres. Die Ausübung erfolgte automatisch zwei Jahre nach der jeweiligen Zuteilung, wobei der Basispreis der Tranche mit dem 60-Tage-Kursmittelwert (Strike Price) bei Ausübung verglichen wurde. Die Differenz, multipliziert mit der Anzahl der Phantom Stocks, ergab den MSP Gross Profit. Mit diesem Profit wurden wiederum zum Strike Price Aktien erworben, die der Führungskraft gutgeschrieben wurden. War der Wertzuwachs kleiner oder gleich null, entfiel die Zuteilung. Nach einer Sperrfrist von zwei Jahren konnte die Führungskraft über die Aktien frei verfügen.

Mit Ende des Geschäftsjahres 2011/2012 wurden sämtliche Ansprüche aus dem MSP (außer bei bereits feststehenden Austritten) abgegolten. Die aus der Abgeltung ausbezahlten Beträge (TEUR 192) wurden im Vorjahr im Personalaufwand erfasst. Eine Allokation der letzten Tranche im Mai 2012 hat nicht mehr stattgefunden. Das Matching Stock Program wurde im Geschäftsjahr 2012/13 durch einen Cash-basierten Long Term Incentive abgelöst.

Die SOP- und MSP-Optionen sind beziehungsweise waren nicht übertragbar. Eine Behaltefrist für bezogene Aktien besteht beim SOP nicht, beim MSP betrug diese zwei Jahre.

Die Ermittlung des SOP-Optionswertes erfolgt nach der Black-Scholes-Methode. Die wesentlichen Parameter dafür sind:

  • Marktwert der Aktie pro Stück EUR 8,50 (VJ EUR 24,30)

  • Erwartete Volatilität 39,15 % (VJ 36,40%) p.a.

  • Risikoloser Zinssatz: 0,51 % p.a. (VJ 2,359% p.a.)

  • Dividendenrendite 0 % p.a.

  • Ausübungspreise SOP EUR 7,50 für Berechtigte GJ 03/04; EUR 11,55 bzw. 14,22 GJ 04/05; EUR 16,60 GJ 05/06 und GJ 06/07

  • Laufzeit SOP bis 30. April 2015

Die erwartete Volatilität wurde aus der historischen Volatilität des letzten Jahres ermittelt. Der Bestand eigener Aktien für Aktienoptionsprogramme hat sich wie folgt entwickelt:

in Stk. Summe
Aktienrückkauf bis 30. April 2012 1.539.211
Ausübungen bis 30. April 2012 -1.145.821
30. April 2012 393.390
Ausübungen bzw. Ausgabe von eigenen Aktien -27.280
30. April 2013 366.110

Der im Geschäftsjahr von den Mitarbeitern zu bezahlende Ausübungspreis belief sich auf TEUR 205, in Summe wurde für die bisher eingelösten 912.177 Stück ein Ausübungspreis von TEUR 7.106 bezahlt (durchschnittlich EUR 7,80 pro Aktie), der in der Kapitalrücklage berücksichtigt ist.

Rücklage Aktienoptionen Aktienoptionen

Die Rücklage für Aktienoptionen steht unverändert zum Vorjahr mit einem Wert von TEUR 19.732 in den Gewinnrücklagen, da sowohl aus dem "Stock Option Program" (SOP) als auch dem "Matching Stock Program" (MSP) keine Zuteilungen mehr erfolgen.

Die Überleitung der ausgegebenen Optionen vom Anfangsbestand auf den Endbestand ist wie folgt:

SOP MSP
2012/13 2011/12 2012/13 2011/12
Gewährte Optionen Anfangsbestand 77.251 124.146 70.912 788.624
Neuzuteilungen 0 0 0 241.808
Ausübungen -27.280 -24.239 0 -367.520
Verfallen -28.082 -22.656 -70.912 -592.000
Verzichtet 0 0 0 0
Gewährte Optionen Endbestand 21.889 77.251 0 70.912
davon ausübbar 21.889 77.251 0 0

Die Ausübungspreise der gewährten, aber noch nicht ausgeübten Optionen aus dem SOP sind wie folgt:

2007/08 2006/07 2005/06 2004/05 2003/04 Summe
Ausübungspreis 7,5 4.728 6.326 2.720 1.632 2.003 17.409
Ausübungspreis 11,5 0 0 0 0 0 0
Ausübungspreis 14,2 520 1.040 1.040 0 0 2.600
Ausübungspreis 16,6 840 1.040 0 0 0 1.880
Summe gewährte Stück 6.088 8.406 3.760 1.632 2.003 21.889

2.6.8.5 Dividendenausschüttung

In der Hauptversammlung am 27. Juli 2012 wurde für das Geschäftsjahr 2011/12 die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von EUR 0,20 je Aktie beschlossen. Auf die am 31. Juli 2012 im Umlauf befindlichen 43.106.610 Stückaktien (43.500.000 Aktien abzüglich 393.390 eigene Aktien) wurden somit am 3. August 2012 TEUR 8.621 an die Aktionäre ausbezahlt.

Die Zumtobel Gruppe verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik, die vorsieht, dass zwischen rund 30% und 50% des Jahresgewinnes an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Dementsprechend wird der Vorstand dem Aufsichtsrat und in Folge der Hauptversammlung der Zumtobel AG, die am 26. Juli 2013 stattfindet, eine Dividende von 7 Eurocent je Aktie für das Geschäftsjahr 2012/13 vorschlagen. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von 50%.

2.6.9 Kapitalmanagement

Das Ziel des Eigenkapitalmanagements der Zumtobel Gruppe ist einerseits die Sicherstellung des Fortbestandes ("going concern") der Konzerngesellschaften und andererseits, die Rendite der Aktionäre durch Optimierung des Eigen- und Fremdkapitaleinsatzes zu optimieren. Die Kapitalstruktur wird laufend überwacht. Dabei werden die Kapitalkosten und Risiken, welche mit jeder Art von Kapital verbunden sind, berücksichtigt. Als Instrumente der Steuerung dienen in erster Linie die Aufnahme oder Rückführung von Finanzschulden, Dividendenausschüttungen sowie Neuemissionen und Aktienrückkäufe. Die Zumtobel Gruppe verfolgt eine möglichst kontinuierliche Dividendenpolitik mit einer angestrebten Payout-Ratio von 30 bis 50% des Konzernergebnisses.

Die finanzpolitischen Vorgaben ergeben sich dabei insbesondere aus der im November 2011 mit sieben Banken abgeschlossenen Finanzierungsvereinbarung. Diese hat eine Laufzeit bis Oktober 2016 und einen maximal ausnutzbaren Rahmen von TEUR 400.000. Hiervon sind TEUR 170.000 in Anspruch genommen worden. Die Finanzierung ist an die Einhaltung von Financial Covenants geknüpft. Danach muss der Schuldendeckungsgrad kleiner als 3,5 sowie die Eigenkapitalquote größer als 25% sein. Zum Bilanzstichtag per 30. April 2013 wurden die Financial Covenants auf Basis eines Schuldendeckungsgrades von 1,42 (VJ 1,60) und einer Eigenkapitalquote von 35,9% (VJ 35,8%) vollumfänglich eingehalten.

2.6.10 Angaben zu Finanzinstrumenten

2.6.10.1 Kategorien von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39

Die bei der Zumtobel Gruppe eingesetzten Finanzinstrumente teilen sich wie folgt auf die Kategorien des IAS 39 auf:

  • Beim erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet eingestuft (at Fair Value through P&L)

  • HFT Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (Held for Trading)

  • HTM Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinstrumente (Held to Maturity)

  • L&R Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)

  • Hedge Accounting Absicherungsgeschäfte

  • Cash Liquide Mittel

  • at amortised cost bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial instruments measured at amortised cost)

Daneben sind in verschiedenen Bilanzposten noch Vermögenswerte und Schulden enthalten, welche kein Finanzinstrument gemäß IAS 32 darstellen (Non-FI). Darunter fallen beispielsweise Rechnungsabgrenzungen, debitorische Kreditoren, Sozialversicherungsoder Steuerzahlungen.

Die Marktwerte der kurzfristigen Finanzinstrumente entsprechen aufgrund ihrer Fristigkeiten den Buchwerten. Die Verzinsung sämtlicher Darlehen von Kreditinstituten beruht auf variabler Verzinsung, daher entspricht der Buchwert der langfristigen Finanzschulden ebenso dem Marktwert.

Geschäftsjahr 2012/13 2012/13

Aktiva

Erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert
in TEUR Buchwert Beizulegender
Zeitwert
beim erstm.
Ansatz
eingestuft
HFT HTM L&R Cash
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 1.101 1.101 594 - - 507 -
Wertpapiere und Wertrechte 603 - 594 - - 9 -
Darlehen, Ausleihungen und sonstige
Forderungen
498 - - - - 498 -
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 2.435 2.435 - 1.409 - 1.026 -
Wertpapiere und Wertrechte 18 - - - - 18 -
Darlehen, Ausleihungen und sonstige
Forderungen
1 - - - - 1 -
Positive Marktwerte aus Derivaten des
Handelsbestandes
1.409 - - 1.409 - - -
Sonstige 1.007 - - - - 1.007 -
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 185.533 185.533 - - - 185.533 -
Liquide Mittel 87.048 87.048 - - - - 87.048
Summe 276.117 276.117 594 1.409 - 187.066 87.048

In der Position "Sonstige" unter den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten ist eine Finanzforderung gegenüber einem assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 995 (VJ TEUR 2.003) enthalten.

Passiva

in TEUR Buchwert Beizulegender
Zeitwert
HFT at amortised
cost
Hedge
Accounting
Non-FI
Langfristige Finanzschulden 197.001 197.001 - 197.001 - -
Darlehen und Ausleihungen 177.382 - - 177.382 - -
Finanzierungsleasing 19.619 - - 19.619 - -
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 1.911 1.911 - - - 1.911
Kurzfristige Finanzschulden 4.264 4.264 - 4.264 - -
Darlehen und Ausleihungen 3.952 - - 3.952 - -
Finanzierungsleasing 312 - - 312 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 131.801 131.801 - 131.801 - -
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 117.621 117.621 3.120 567 9.384 104.550
Negative Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes 3.120 - 3.120 - - -
Negative Marktwerte aus Derivaten (Hedge Accounting) 9.384 - - - 9.384 -
Sonstige 105.117 - - 567 - 104.550
Summe 452.598 452.598 3.120 333.633 9.384 106.461

Die Buchwerte der langfristigen Darlehen und Ausleihungen entsprechen den Marktwerten, da diese zum wesentlichen Teil (TEUR 170.000; VJ TEUR 200.000) variabel verzinst sind und daher nicht vom aktuellen Marktzins abweichen. Bei den fest verzinsten langfristigen Darlehen und Ausleihungen handelt es sich mit TEUR 2.060 (VJ TEUR 1.099) um geförderte Darlehen, deren Zinssatz nur unwesentlich vom aktuellen Marktzinsniveau abweicht. Die Abweichungen der Zinssätze der restlichen fest verzinsten Darlehen und Ausleihungen zum Marktzins sind zu vernachlässigen.

Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind in Kapitel 2.6.6.17 dargestellt.

Geschäftsjahr 2011/12

Aktiva

Erfolgswirksam zum
beizulegenden Zeitwert
in TEUR Buchwert Beizulegender
Zeitwert
beim erstm.
Ansatz
eingestuft
HFT HTM L&R Cash
Langfristige finanzielle Vermögenswerte 2.547 2.547 422 - - 2.125 -
Wertpapiere und Wertrechte 422 - 422 - - - -
Darlehen, Ausleihungen und sonstige
Forderungen
2.125 - - - - 2.125 -
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 8.390 8.390 9 1.667 - 6.714 -
Wertpapiere und Wertrechte 27 - 9 - - 18 -
Darlehen, Ausleihungen und sonstige
Forderungen
4.693 - - - - 4.693 -
Positive Marktwerte aus Derivaten des
Handelsbestandes
1.667 - - 1.667 - - -
Sonstige 2.003 - - - - 2.003 -
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 209.724 209.724 - - - 209.724 -
Liquide Mittel 87.704 87.704 - - - - 87.704
Summe 308.365 308.365 431 1.667 - 218.563 87.704

Passiva

in TEUR Buchwert Beizulegender
Zeitwert
HFT at amortised
cost
Hedge
Accounting
Non-FI
Langfristige Finanzschulden 227.342 227.342 - 227.342 - -
Darlehen und Ausleihungen 206.533 - - 206.533 - -
Finanzierungsleasing 20.809 - - 20.809 - -
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 14 14 - - - 14
Kurzfristige Finanzschulden 3.744 3.744 - 3.744 - -
Darlehen und Ausleihungen 3.665 - - 3.665 - -
Finanzierungsleasing 79 - - 79 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 130.960 130.960 - 130.960 - -
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 124.794 124.794 3.486 1.464 8.854 110.990
Negative Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes 3.486 - 3.486 - - -
Negative Marktwerte aus Derivaten (Hedge Accounting) 8.854 - - - 8.854 -
Sonstige 112.454 - - 1.464 - 110.990
Summe 486.854 486.854 3.486 363.510 8.854 111.004

2.6.10.2 Ergebnisse aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorie IAS 39

in TEUR 2012/13 2011/12
Nettogewinne oder -verluste 576 757
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente 61 395
Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente 115 362
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente 400 0
Zinsaufwand -9.856 -11.315
Zinsaufwendungen aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten -7.607 -9.752
Zinsaufwendungen aus zu Hedge Accounting gehaltenen Finanzinstrumenten -2.512 -1.563
Zinsaufwendungen aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten 263 0
Zinsertrag 1.226 2.072
Zinserträge aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten 1.087 1.667
Zinserträge aus zu Hedge Accounting gehaltenen Finanzinstrumenten 78 262
Zinserträge aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten 61 143
Bewertungseffekte Kredite und Forderungen -817 807

Die übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträge (TEUR -4.592; VJ TEUR -4.911) beinhalten neben dem Nettoergebnis (TEUR 576; VJ TEUR 757) noch die Zinskomponente gemäß IAS 19 abzüglich Erträge aus Planvermögen (TEUR -5.168; VJ TEUR -5.668).

Die Nettoergebnisse sowie die Gesamtzinsaufwendungen und -erträge sind im Finanzergebnis ausgewiesen, während der Wertminderungsaufwand aus Krediten und Forderungen im operativen Ergebnis erfasst ist.

Die positiven Bewertungseffekte der Kredite und Forderungen ergeben sich im Wesentlichen aus den um Währungseffekte bereinigten Anpassungen der Forderungswertberichtigungen auf den aktuellen Stand zum Bilanzstichtag.

Es ist kein weiterer Wertminderungsaufwand für andere Klassen von Finanzinstrumenten aufgetreten.

2.6.11 Angaben zum Risikomanagement

Aufgrund der Verwendung von Finanzinstrumenten ist die Gruppe insbesondere folgenden Risiken ausgesetzt:

  • Kreditrisiko

  • Liquiditätsrisiko

  • Marktrisiko

Das Risikomanagement ist durch Konzernrichtlinien geregelt. Der Vorstand ist für die Erstellung und Überwachung des konzernweit gültigen Risikomanagements verantwortlich.

2.6.11.1 Kreditrisiko

>> Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Da keine generellen Aufrechnungsvereinbarungen mit den Kunden bestehen, stellt die Gesamtheit der bei den Aktiva ausgewiesenen Beträge gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar. Da bei den Kunden und Kreditinstituten auf breite Streuung geachtet wird, ist das Bonitäts- und Ausfallsrisiko als gering anzusehen. Im Geschäftsjahr 2012/13 betragen die Forderungsverluste im Konzern, die den ausgebuchten Forderungen entsprechen, 0,2% (VJ 0,3%) des Jahresumsatzes. Der Rückgang der ausgebuchten Forderungen im Vergleich zum Vorjahr resultiert vor allem aus der Ausbuchung von uneinbringlichen Forderungen aus Vorperioden im Vorjahr, welche jedoch bereits voll wertberichtigt waren. Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden 21% (VJ 20%) des Konzernumsatzes mit den zehn größten Kunden getätigt.

Darüber hinaus besteht eine konzernweite Kreditversicherung für bestimmte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, um potenziellen Ausfallsrisiken entgegenzuwirken, wobei jeder neue Kunde ab einem Saldo von TEUR 100 der Kreditversicherung angedient wird. Der mit der Kreditversicherung vereinbarte Selbstbehalt im Schadensfall beträgt zum 30. April 2013 25% des versicherten Forderungsbetrags. Kundenspezifische interne Kreditlimits werden je nach Höhe von unterschiedlichen Führungsebenen im Konzern freigegeben.

Die Wertberichtigung zu den Forderungen aus Lieferungen & Leistungen aufgrund von tatsächlichen Fällen oder Erfahrungswerten hat sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 30. April 2013 30. April 2012
Anfangsbestand 9.675 10.726
Dotierung 3.679 3.549
Verbrauch -1.840 -2.971
Auflösung -2.100 -1.629
Endbestand 9.414 9.675

Für eventuelle Forderungsausfälle wurden Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Die Einzelwertberichtigung erfolgt je nach Klassifikation in zweifelhafte und nicht zweifelhafte Forderungen. Nicht zweifelhafte Forderungen, die seit über 60 Tagen fällig sind, werden je nach Fälligkeit zwischen 20% und 70% wertberichtigt. Zweifelhafte Forderungen werden grundsätzlich zu mindestens 80% wertberichtigt. Versicherte Forderungen werden aus der Basis für die Berechnung der Wertberichtigungen unter Berücksichtigung des Selbstbehalts ausgenommen.

Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen & Leistungen stellt sich wie folgt dar:

30. April 2013 30. April 2012
in TEUR Lieferforderungen
brutto
Wert
berichtigungen
Lieferforderungen
brutto
Wert
berichtigungen
Noch nicht fällig 180.566 147 204.365 20
Überfällig 1-60 Tage 16.436 107 17.691 23
Überfällig 61-90 Tage 2.293 451 3.185 678
Überfällig 91-120 Tage 1.199 444 716 278
Überfällig 121-180 Tage 1.381 826 1.585 584
Überfällig > 180 Tage 9.348 7.439 9.644 8.092
Summe 211.223 9.414 237.185 9.675

In den Lieferforderungen zum Nennwert sind zweifelhafte Forderungen in Höhe von TEUR 5.620 (VJ TEUR 5.993) enthalten, die mit TEUR 5.272 (VJ TEUR 5.343) wertberichtigt sind.

  • Liquide Mittel, Wertpapiere des Anlagevermögens, Derivate und sonstige finanzielle Vermögenswerte Die Zumtobel Gruppe minimiert ihr Kreditrisiko, indem sie kurzfristige Anlagen nur bei ausgewählten Banken investiert.

  • Aushaftendes Kreditrisiko

Das maximale Risiko besteht aus dem Buchwert der Finanzinstrumente und beträgt per 30. April 2013 TEUR 276.117 (VJ TEUR 308.365). Dieser Betrag setzt sich vor allem aus den Posten "Forderungen aus Lieferungen & Leistungen" sowie "Liquide Mittel" zusammen.

2.6.11.2 Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiko ist das Risiko der Zumtobel Gruppe, ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht zeitgerecht bzw. nicht in voller Höhe nachkommen zu können. Zur Sicherung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hält die Zumtobel Gruppe einerseits Liquidität in Form von mehrheitlich täglich verfügbaren Bankguthaben vor, um erwartete betriebliche Aufwendungen und finanzielle Verbindlichkeiten bedienen zu können. Sie verfügt andererseits über umfangreiche Betriebsmittelkreditlinien, um Liquiditätsschwankungen auszugleichen, die sowohl während eines Monats als auch im Jahresfortgang durch den Geschäftsverlauf auftreten. Daher bestehen keine wesentlichen Liquiditätsrisiken im Bereich der kurzfristigen Finanzierung.

Zum Bilanzstichtag 30. April 2013 stehen der Gruppe neben dem Konsortialkreditvertrag (siehe Kapitel 2.6.6.14) kurzfristige unbesicherte Kontokorrentkreditlinien in Höhe von insgesamt TEUR 88.004 (VJ TEUR 100.653) zur Verfügung. Die Verzinsung hängt von den lokalen Marktgegebenheiten ab und entspricht den landesüblichen Konditionen.

Die künftigen Zahlungen stellen die Perioden dar, in denen die Zahlungsströme voraussichtlich eintreten und in denen sie sich voraussichtlich auf den Gewinn und Verlust auswirken werden. Die zum 30. April 2013 ausgewiesenen Verbindlichkeiten werden zu folgenden zukünftigen Zahlungen führen:

Künftige Zahlungen
in TEUR Buchwert Summe < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Finanzschulden 201.265 227.368 8.892 187.559 30.917
Darlehen von Kreditinstituten 175.332 179.742 2.715 177.027 0
Darlehen der öffentlichen Hand 2.060 2.147 36 2.111 0
Ausleihungen von sonstigen Dritten 0 0 0 0 0
Finanzierungsleasing 19.931 41.537 2.199 8.421 30.917
Working Capital-Kredite 3.942 3.942 3.942 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 131.801 131.801 131.801 0 0
Übrige Verbindlichkeiten 119.532 119.523 111.836 7.756 -69
Derivate des Handelsbestandes 3.120 3.201 2.713 488 0
Derivate (Hedge Accounting) 9.384 9.294 2.095 7.268 -69
Sonstige Finanzinstrumente 567 567 567 0 0
Verbindlichkeiten Non-FI 106.461 106.461 106.461 0 0
Aushaftende Verbindlichkeiten 452.598 478.692 252.529 195.315 30.848

30. April 2013

30. April 2012

Künftige Zahlungen
in TEUR Buchwert Summe < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Finanzschulden 231.086 271.806 10.678 227.118 34.010
Darlehen von Kreditinstituten 205.113 221.314 4.943 216.371 0
Darlehen der öffentlichen Hand 1.174 1.243 97 1.146 0
Ausleihungen von sonstigen Dritten 337 389 25 364 0
Finanzierungsleasing 20.888 45.286 2.039 9.237 34.010
Working Capital-Kredite 3.574 3.574 3.574 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 130.960 130.960 130.960 0 0
Übrige Verbindlichkeiten 124.808 121.978 114.675 7.281 22
Derivate des Handelsbestandes 3.486 1.035 230 805 0
Derivate (Hedge Accounting) 8.854 8.475 1.977 6.476 22
Sonstige Finanzinstrumente 1.464 1.464 1.464 0 0
Verbindlichkeiten Non-FI 111.004 111.004 111.004 0 0
Aushaftende Verbindlichkeiten 486.854 524.744 256.313 234.399 34.032

Die künftigen Zahlungen der Derivate mit positiven Marktwerten stellen sich wie folgt dar:

30. April 2013 Künftige Zahlungen
in TEUR Buchwert Summe < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Finanzielle Vermögenswerte 1.409 1.321 1.321 0 0
Derivate des Handelsbestandes 1.409 1.321 1.321 0 0
30. April 2012 Künftige Zahlungen
in TEUR Buchwert Summe < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Finanzielle Vermögenswerte 1.667 1.348 1.348 0 0
Derivate des Handelsbestandes 1.667 1.348 1.348 0 0

Es werden keine Wertpapiere als Sicherheiten gehalten.

2.6.11.3 Marktrisiko

Unter Marktrisiko wird das Risiko verstanden, welches aufgrund von Marktpreisänderungen in fremden Währungen sowie aufgrund von Veränderungen von Zinssätzen und Rohstoffpreisen entsteht und geeignet ist, das Ergebnis der Gruppe und den Marktwert der eingesetzten Finanzinstrumente negativ zu beeinflussen. Die Zielsetzung des Marktrisiko-Managements ist es, die vorhandenen Risiken zu beurteilen und, soweit wie möglich, wirtschaftlich sinnvoll unter Anwendung geeigneter Maßnahmen zu minimieren.

Um diese Risiken abzusichern, setzt die Zumtobel Gruppe teilweise derivative Finanzinstrumente ein. Alle Derivatgeschäfte werden ausschließlich mit ausgewählten Banken abgeschlossen, um das Bonitätsrisiko aus den Kurssicherungsgeschäften möglichst gering zu halten. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt gemäß der gültigen Hedging Policy.

Grundsätzlich werden geplante Cashflows, die Marktpreisänderungsrisiken aus Währungskurs- oder Rohstoffpreisänderungen unterliegen, rollierend für einen Zeithorizont von zwei bis drei Quartalen durch geeignete Sicherungsgeschäfte abgesichert. Durch diese Methodik verfügt das Unternehmen über einen relativ konstanten Hedge-Bestand, das Fremdwährungsexposure wird dadurch geglättet.

Zinsänderungsrisiko Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko ist die mögliche Wertschwankung eines Finanzinstrumentes aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes. Ein Zinsänderungsrisiko liegt vor allem bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von über einem Jahr vor. Im operativen Bereich sind diese Laufzeiten nicht von materieller Bedeutung, sie können jedoch bei finanziellen Vermögenswerten und Finanzschulden eine Rolle spielen.

Der derzeit unter dem Konsortialkreditvertrag aushaftende Betrag von TEUR 170.000 hat aufgrund der Laufzeit bis 28. Oktober 2016 langfristigen Charakter, unterliegt jedoch einer variablen Verzinsung (EURIBOR-Geldmarktzinsen).

Um das hieraus resultierende Zinsänderungsrisiko zu verringern, wurden mit verschiedenen Banken Zins-Swaps (Interest Rate Swaps) für ein derzeit wirksames Nominalvolumen von TEUR 122.000 (hiervon TEUR 20.000 als Cross-Currency-Swap mit Zahlungsverpflichtungen in Schweizer Franken) abgeschlossen, also rund 70% des derzeit aushaftenden langfristigen Kreditvolumens. Für im Juni 2013 endende Zinsswaps über TEUR 62.000 wurden bereits auf Forward-Start-Basis Folgesicherungen in Höhe von TEUR 60.000 abgeschlossen. Diese Zinsinstrumente sind in unterschiedliche Laufzeiten gestaffelt (längstens bis Juni 2019) und tauschen die variablen Zinszahlungen der Finanzierung in Fixzinszahlungen von maximal 3,34%. Die in Euro nominierten Zins-Swaps mit zu zahlenden Festzinssätzen sind gemäß IAS 39 als "Hedge Accounting" einzustufen. Die Effektivität wird über die Hypothetische-Derivate-Methode nachgewiesen. Der Cross-Currency-Swap mit Zahlungsverpflichtungen in Schweizer Franken erfüllt bezüglich der Währungskomponente die Voraussetzungen eines Sicherungsinstrumentes für eine Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb gemäß IAS 21. Die Fixzinskomponente für die Zahlungen in Schweizer Franken wird unter "Derivate des Handelsbestandes" ausgewiesen.

Nominal in Tsd.
Landeswährung
Beizulegender
Zeitwert in TEUR
Beizulegender
Zeitwert in TEUR
Nominalwährung 2012/13 2011/12
EUR 62.000 -412 -2.053
EUR 20.000 -758 -1.130
EUR 20.000 -852
CHF 28.728 -3.492 -3.883
EUR Forward Start 1 20.000 -1.352 -775
EUR Forward Start 2 20.000 -1.868 -1.013
EUR Forward Start 3 10.000 -311 0
EUR Forward Start 4 10.000 -339 0
Negative Marktwerte aus Zinssicherungsinstrumenten (Hedge Accounting) -9.384 -8.854
Negative Marktwerte aus Derivaten (Hedge Accounting) -9.384 -8.854

>> Aushaftendes Zinsänderungsrisiko

Zum Bilanzstichtag stellt sich die Aufteilung der verzinslichen Finanzinstrumente nach fester und variabler Verzinsung wie folgt dar:

in TEUR 30. April 2013 30. April 2012
Finanzschulden -31.264 -31.086
Fest verzinste Finanzinstrumente -31.264 -31.086
Finanzielle Vermögenswerte 3.536 10.937
Liquide Mittel 87.048 87.704
Finanzschulden -170.000 -200.000
Variabel verzinste Finanzinstrumente -79.416 -101.359
Summe -110.680 -132.445

Zinserhöhungen – insbesondere für die Währung EUR – können sich zu Lasten des Finanzergebnisses auswirken und den Durchschnittszinssatz erhöhen.

>> Sensitivitätsanalyse

Bei den variabel verzinsten Instrumenten würde eine Änderung von 100 Basispunkten für einen Betrachtungszeitraum von einem Jahr zu einer Veränderung des Zinsergebnisses in der Gewinn- und Verlustrechnung von TEUR 871 (VJ TEUR 1.141) führen. Aufgrund der Tatsache, dass die fest verzinsten Finanzschulden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, verursacht eine Veränderung des Zinsniveaus keine Bewertungseffekte in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Eigenkapital.

Für die zur Zinssicherung abgeschlossenen Zinsderivate würde für einen Betrachtungszeitraum von einem Jahr eine Änderung von 100 Basispunkten einen gegenläufigen Bewertungseffekt von TEUR 923 (VJ TEUR 1.209) ergeben.

Währungsänderungsrisiko

Die Währungssicherungsinstrumente haben zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Zumtobel Gruppe setzt überwiegend Devisenterminkontrakte mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr ein, ergänzend auch Optionen. Translationsrisiken werden nicht abgesichert.

Die Hauptwährungen im Konzern sind EUR, GBP, USD (sowie die an den USD gebundenen asiatischen Währungen), AUD und CHF.

Da das Fremdwährungsexposure aus generellen Planungsannahmen ermittelt wird und nicht aus konkret bestimmbaren Einzelverträgen, können die Voraussetzungen für Hedge Accounting grundsätzlich nicht erfüllt werden.

>> Sensitivitätsanalyse

Die folgenden Angaben beschreiben aus Konzernsicht die Sensitivität eines Anstiegs des EUR gegenüber der Fremdwährung. Dabei werden alle zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Finanzinstrumente (inklusive konzerninterne Finanzinstrumente) in die Berechnung miteinbezogen.

Finanzinstrumente in den jeweiligen funktionalen Währungen der nicht im Euro-Raum ansässigen Tochtergesellschaften stellen kein Risiko dar und fließen somit nicht in die Sensitivitätsanalyse mit ein.

Eine zehnprozentige Auf- beziehungsweise Abwertung des Euros gegenüber der jeweiligen Währung zum 30. April 2013 hätte das Ergebnis nach Steuern sowie das Eigenkapital unter Berücksichtigung der wesentlichsten Fremdwährungspaare wie folgt beeinflusst. Alle weiteren Variablen (insbesondere die Zinssätze) werden in der Analyse als konstant angenommen. Die Effekte im Eigenkapital betreffen langfristige konzerninterne Darlehen.

EUR Aufwertung um +10% EUR Abwertung um -10%
in TEUR GuV Eigenkapital GuV Eigenkapital
EUR - GBP 8.065 5.685 -8.065 -5.685
EUR - SEK 4.819 527 -4.819 -527
EUR - USD -1.330 344 1.330 -344

Die folgende Tabelle veranschaulicht den Effekt aus Derivaten bei einer Kursveränderung von +/- 10%.

in TEUR Beizulegender
Zeitwert
EUR Aufwertung
um +10%
EUR Abwertung
um -10%
EUR - GBP -526 -6.384 4.650
EUR - CHF -415 -3.259 2.199
EUR - AUD 25 -924 840
EUR - USD 498 5.340 -5.478
EUR - SEK 191 -929 845

Rohstoffpreisrisiko isrisiko

Die wesentlichen Rohstoffe sind Energie, Aluminium, Stahl und Kupfer. Zur Verringerung von Risiken aus unerwarteten Preisänderungen werden nach Möglichkeit (Energie, Aluminium, Stahl) befristete Lieferverträge abgeschlossen. Kupferpreisschwankungen werden gegebenenfalls durch Derivate (Termingeschäfte oder Optionen) auf Kupferpreise abgesichert.

>> Sensitivitätsanalyse

Das Volumen an Kupfereinkäufen betrug im Geschäftsjahr 2012/13 1.270 MT (metrische Tonnen). Bei einer Preiserhöhung von 1.000 EUR/MT bedeutet dies ein jährliches Preisänderungsrisiko von rund TEUR 1.270.

2.6.12 Geschäftssegmente

2.6.12.1 Segment Geschäftsbereiche

Für die Zumtobel Gruppe stellen die Geschäftsbereiche die primären Segmente dar. Die Geschäftsbereiche bestehen aus dem "Lighting Segment" (Lichtlösungen, Leuchten für die Innen- und Außenraumbeleuchtung und elektronisch-digitale Licht- und Raummanagementsysteme) sowie dem "Components Segment" (elektronische und magnetische Lichtkomponenten). Die Verrechnung von Lieferungen und Leistungen zwischen den Geschäftsbereichen erfolgt zu marktüblichen Konditionen.

Den Segmentinformationen liegen grundsätzlich die gleichen Ausweis-, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie dem Konzernabschluss zugrunde. In Anlehnung an den im IFRS 8 geforderten "Management Approach" wird in den Segmentinformationen die für die interne Berichterstattung maßgebliche Erfolgskennzahl, welche das Betriebsergebnis (EBIT) darstellt, herangezogen.

Als Segmentvermögen wurden den Geschäftssegmenten das direkt zuzuordnende Sachanlagevermögen, das immaterielle Vermögen und das Working Capital (ohne Zinsabgrenzungen, Steuerforderungen und -verbindlichkeiten) zugeordnet.

Nicht den Geschäftssegmenten zuzuordnendes Vermögen und die daraus resultierenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie segmentübergreifend genutztes Sachanlagevermögen, Finanzverbindlichkeiten und Steuern werden in der Spalte "Überleitung" ausgewiesen.

Das Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen in Höhe von TEUR -560 (VJ TEUR -685) betrifft mit TEUR 56 (VJ TEUR 76) den Geschäftsbereich "Components Segment" und mit TEUR -616 (VJ TEUR -761) den Geschäftsbereich "Lighting Segment". Das restliche Finanzergebnis sowie die Steuern sind keinem Geschäftsbereich zugeordnet.

In den Abschreibungen des laufenden Jahres sind TEUR 1.090 (VJ TEUR 1.828) außerplanmäßige Abschreibungen beinhaltet. Die außerplanmäßige Abschreibung des laufenden Jahres betrifft zur Gänze den Geschäftsbereich "Lighting Segment". Die außerplanmäßige Abschreibung des Vorjahres betrifft mit TEUR 1.730 den Geschäftsbereich "Components Segment" und mit TEUR 98 den Geschäftsbereich "Lighting Segment".

Die Eliminierung der segmentübergreifenden Innenerlöse wird in der Spalte "Überleitung" ausgewiesen.

Lighting Segment Components Segment Überleitung Konzern
in TEUR 2012/13 2011/12 2010/11 2012/13 2011/12 2010/11 2012/13 2011/12 2010/11 2012/13 2011/12 2010/11
Nettoumsätze 935.662 949.191 868.966 377.722 408.093 437.338 -69.768 -76.972 -78.100 1.243.616 1.280.312 1.228.204
Außenerlöse 934.883 948.424 868.078 308.344 331.520 359.530 389 368 596 1.243.616 1.280.312 1.228.204
Innenerlöse 779 767 888 69.378 76.573 77.808 -70.157 -77.340 -78.696 0 0 0
Betriebsergebnis 24.298 26.020 28.250 8.605 19.558 54.750 -11.243 -10.575 -6.997 21.660 35.003 76.002
Investitionen 41.140 33.638 26.942 16.296 19.932 26.841 2.073 3.589 3.520 59.509 57.159 57.304
Abschreibungen -33.675 -32.331 -28.957 -22.000 -20.015 -21.247 -2.136 -1.537 -1.346 -57.811 -53.883 -51.550
in TEUR 30. April
2013
30. April
2012
30. April
2011
30. April
2013
30. April
2012
30. April
2011
30. April
2013
30. April
2012
30. April
2011
30. April
2013
30. April
2012
30. April
2011
Vermögen 640.657 662.142 624.458 208.852 222.124 247.232 145.329 152.018 148.796 994.838 1.036.284 1.020.486
30 April
2013
30. April
2012
30. April
2011
30 April
2013
30. April
2012
30. April
2011
30 April
2013
30. April
2012
30. April
2011
30 April
2013
30. April
2012
30. April
2011
Mitarbeiter
(Vollzeitkräfte)
5.091 5.328 5.322 1.946 2.000 2.368 125 128 124 7.162 7.456 7.814

Die Spalte "Überleitung" setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2012/13 2011/12
Konzernobergesellschaften -10.377 -10.780
Konzernbuchungen -866 205
Betriebsergebnis -11.243 -10.575

Konzernobergesellschaften sind jene Gesellschaften, die konzernübergreifende administrative Tätigkeiten oder Finanzierungstätigkeiten durchführen und nicht direkt einem Segment zugeordnet werden. Die Überleitung des Betriebsergebnisses beinhaltet Konzernbuchungen im Zusammenhang mit der Zwischengewinneliminierung des Umlauf- als auch des Anlagevermögens.

in TEUR 30. April 2013 30. April 2012
Gemeinschaftlich genutztes Vermögen 136.385 157.997
Konzernobergesellschaften 42.429 40.858
Konzernbuchungen -33.485 -46.837
Vermögen 145.329 152.018

Die Umsatzerlöse mit einzelnen externen Kunden liegen jeweils unter 10 % der Gesamtumsatzerlöse.

2.6.12.2 Segment Regionen

Es erfolgt eine Darstellung auf Basis der Regionen "Europa", "Asien", "Australien & Neuseeland", "Amerika" sowie "Rest":

Außenerlöse Vermögen
in TEUR 2012/13 2011/12 2010/11 2012/13 2011/12 2010/11
Europa 977.662 995.001 944.872 624.251 656.222 647.253
Asien 109.361 114.701 113.453 52.071 49.160 50.823
Australien & Neuseeland 105.863 124.312 122.263 42.895 45.799 49.664
Amerika 39.397 35.530 35.095 10.707 13.356 13.080
Rest 11.333 10.768 12.521 0 0 0
Überleitung 0 0 0 264.913 271.747 259.666
Summe 1.243.616 1.280.312 1.228.204 994.838 1.036.284 1.020.486

Überleitung der Regionen:

in TEUR 2012/13 2011/12
Gemeinschaftlich genutztes Vermögen 258.472 278.251
Konzernbuchungen 6.441 -6.504
Vermögen 264.913 271.747

2.6.13 Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Im Konzern wurden Bankgarantien in Höhe von TEUR 6.782 (VJ TEUR 7.274) für diverse Haftungen begeben.

2.6.14 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung für die Zumtobel Gruppe stellt der am 08. November 2011 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Oktober 2016 dar. Aufgrund der positiven Free Cashflow-Entwicklung im Geschäftsjahr 2012/13 wurde der maximal ausnutzbare Rahmen des Konsortialkreditvertrages im Juni 2013 von der Zumtobel Gruppe freiwillig um weitere TEUR 50.000 von TEUR 400.000 auf TEUR 350.000 reduziert.

Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zum 30. April 2013 sind nicht zu vermelden.

2.6.15 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Personen umfassen den Vorstand und Aufsichtsrat der Zumtobel AG. Zum 30. April 2013 sind keine Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen vorhanden.

Mit assoziierten Unternehmen (siehe auch Kapitel 2.6.6.4) bestehen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen Konditionen. In Summe bestehen zum 30. April 2013 gegenüber assoziierten Unternehmen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 991 (VJ TEUR 1.513) und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 1.770 (VJ TEUR 2.137). Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden keine Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen als uneinbringlich ausgebucht. Zum 30. April 2013 sind auch keine Forderungen gegenüber assoziierten Unternehmen als uneinbringlich klassifiziert.

Organvergütungen

in TEUR 2012/13 2011/12
Gesamtbezüge des Vorstands 2.559 1.989
davon fixe Bezüge 1.478 1.468
davon kurzfristige variable Bezüge 271 421
davon langfristige variable Bezüge 810 0
davon sonstige Bezüge aus der Abgeltung des MSP 0 100
in TEUR 2012/13 2011/12
Harald Sommerer 1.210 882
davon fixe Bezüge 675 625
davon kurzfristige variable Bezüge 107 206
davon langfristige variable Bezüge 428 0
davon sonstige Bezüge aus der Abgeltung des MSP 0 51
Mathias Dähn 674 570
davon fixe Bezüge 401 441
davon kurzfristige variable Bezüge 82 117
davon langfristige variable Bezüge 191 0
davon sonstige Bezüge aus der Abgeltung des MSP 0 12
Martin Brandt 675 537
davon fixe Bezüge 402 402
davon kurzfristige variable Bezüge 82 98
davon langfristige variable Bezüge 191 0
davon sonstige Bezüge aus der Abgeltung des MSP 0 37

Im April 2012 wurde das Matching Stock Program (MSP) annulliert und sämtliche Ansprüche aus dem Programm durch eine Ausgleichszahlung, welche im Personalaufwand erfasst wurde, abgegolten. Die dabei auf den Vorstand entfallenen Ausgleichszahlungen können aus der Aufstellung entnommen werden. Das MSP wurde im Geschäftsjahr 2012/13 durch einen Cash-basierten Long Term Incentive abgelöst. Zum 30. April 2013 bestehen seitens des Vorstands keine Ansprüche aus anteilsbasierten Vergütungsprogrammen mehr. Des Weiteren bestehen zum 30. April 2013 auch keine Ansprüche auf Leistungen nach und aus Anlass der Beendigung des Dienstverhältnisses.

Für Details zur Vergütungsregelung des Vorstandes wird auf die Angaben im Corporate Governance Bericht verwiesen.

Im Mai 2011 wurden aus dem MSP erstmals eigene Aktien an die teilnehmenden Mitarbeiter zugeteilt. Aus diesem Programm erhielt das Vorstandsmitglied Martin Brandt 43.486 Aktien.

Der Aufsichtsrat der Zumtobel AG erhielt folgende Vergütungen:

in TEUR 2012/13 2011/12
Gesamtvergütungen des Aufsichtsrats 337 351
davon Aufsichtsratsvergütungen 180 180
davon Sitzungsgelder 153 168
davon Spesenersatz 4 3

2.6.16 Angaben zu Personalstruktur und Organen

2.6.16.1 Personalstruktur

2012/13 2011/12
Durchschnitt Stichtag Durchschnitt Stichtag
Produktion/Herstellung 3.794 3.648 4.053 3.890
F&E 540 547 503 512
Vertrieb 2.339 2.250 2.340 2.354
Verwaltung 499 487 494 505
Sonstiges 247 230 342 195
Summe 7.419 7.162 7.732 7.456

Die angegebene Anzahl der Mitarbeiter ist inklusive der in der Zumtobel Gruppe beschäftigten Leiharbeiter.

2.6.16.2 Organe des Konzerns

Aufsichtsrat

Jürg Zumtobel (Vorsitzender) Hero Brahms (Stellvertreter des Vorsitzenden) Johannes Burtscher (Stellvertreter des Vorsitzenden) Fritz Zumtobel (Mitglied) Stephan Hutter (Mitglied) Hans-Peter Metzler (Mitglied)

Vom Betriebsrat entsandt: Ludwig Auer, bis 28. Juni 2012 Richard Apnar, ab 28. Juni 2012 Herbert Kaufmann, bis 8. November 2012 Erich Zucalli, ab 8. November 2012 Mario Wintschnig

Vorstand Vorstand

Harald Sommerer, bestellt bis 30. April 2016 Martin Brandt, bestellt bis 30. April 2015 Mathias Dähn, bestellt bis 30. April 2014

2.7 Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs. 4 Z 3 Börsegesetz

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Konzernabschluss ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt, dass der Konzernlagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht, und dass der Konzernlagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der Lagebericht die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Dornbirn, am 11. Juni 2013

Der Vorstand

Harald Sommerer Mathias Dähn Martin Brandt

Chief Executive Officer (CEO) Chief Financial Officer (CFO) Chief Operating Officer (COO)

2.8 Konsolidierungskreis

Konsolidierungs
Nr. Gesellschaft Land Anteil in % methode Stichtag Währung
1 ATCO Finance Pty. Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
2 ATCO Industrial Pty. Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
3 Conlux Pty. Limited Australien 100 voll 30. April AUD
4 Thorn Lighting Pty Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
5 Tridonic Australia Pty. Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
6 Tridonic Manufacturing Pty Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
7 Tridonic Oceania Holding Pty. Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
8 Zumtobel Lighting Pty. Ltd. Australien 100 voll 30. April AUD
9 FURIAE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
10 LEDON Lighting GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
11 Tridonic Jennersdorf GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
12 LEXEDIS Lighting GmbH Österreich 50 equity 30. April EUR
13 Thorn Licht Gesellschaft mbH Österreich 99,95 voll 30. April EUR
14 Tridonic connection technology GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
15 Tridonic connection technology GmbH & Co KG Österreich 100 voll 30. April EUR
16 Tridonic GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
17 Tridonic GmbH & Co KG Österreich 100 voll 30. April EUR
18 Tridonic Holding GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
19 Zumtobel AG Österreich 100 voll 30. April EUR
20 Zumtobel Holding GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
21 Zumtobel Insurance Management GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
22 Zumtobel LED GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
23 Zumtobel LED Holding GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
24 Zumtobel Licht GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
25 Zumtobel Lighting GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
26 Zumtobel Pool GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
27 N.V. Zumtobel Lighting S.A. Belgien 100 voll 30. April EUR
28 Thorn Lighting (Guangzhou) Ltd. China 100 voll 31. Dezember CNY
29 Thorn Lighting (Hong Kong) Ltd. China 100 voll 30. April HKD
30 Thorn Lighting (Tianjin) Co. Ltd. China 70 voll 31. Dezember CNY
31 Tridonic (Shanghai) Co. Ltd. China 100 voll 31. Dezember CNY
32 TridonicAtco (Shenzhen) Co. Ltd. China 100 voll 31. Dezember CNY
33 TridonicAtco Hong Kong Ltd. China 100 voll 30. April HKD
34 Zumtobel Licht d.o.o. Kroatien 100 voll 30. April HRK
35 Thorn Lighting CS Spol s.r.o. Tschechische Republik 99,95 voll 30. April CZK
36 Zumtobel Lighting s.r.o. Tschechische Republik 100 voll 30. April CZK
37 Thorn Lighting AS Dänemark 100 voll 30. April DKK
38 Thorn Lighting OY Finnland 100 voll 30. April EUR
39 Thorn Europhane S.A. Frankreich 99,95 voll 30. April EUR
40 Tridonic France Sarl Frankreich 100 voll 30. April EUR
41 Zumtobel Lumière Sarl Frankreich 100 voll 30. April EUR
42 Thorn Licht GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
43 LEDON OLED Lighting Verwaltungs GmbH Deutschland 49 equity 30. April EUR
44 LEDON OLED Lighting GmbH & Co. KG Deutschland 51 equity 30. April EUR
45 Reiss Lighting GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
46 Tridonic Deutschland GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
47 Zumtobel Holding GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
48 Zumtobel Licht GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
49 Zumtobel Lighting GmbH Deutschland 100 voll 30. April EUR
50 Luxmate Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
51 Rewath Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
52 Thorn Lighting Group Großbritannien 100 voll 30. April GBP
53 Thorn Lighting Holdings Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
54 Thorn Lighting International Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
55 Thorn Lighting Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
56 Tridonic UK Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
57 Wengen-Five Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
58 Wengen-Four Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
59 Wengen-One Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
60 Wengen-Three Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
61 Wengen-Two Ltd. Großbritannien 100 voll 30. April GBP
62 Zumtobel Lighting Limited Großbritannien 100 voll 30. April GBP
63 Zumtobel Lighting Kft Ungarn 100 voll 30. April HUF
64 Thorn Lighting India Private Limited Indien 100 voll 30. April INR
65 Thorn Lighting (Ireland) Limited Irland 100 voll 30. April EUR
66 Thorn Europhane SPA Italien 99,89 voll 30. April EUR
67 Tridonic Italia SRL Italien 100 voll 30. April EUR
68 Zumtobel Illuminazione SRL Italien 100 voll 30. April EUR
69 Zumtobel LED Illuminazione Holding srl Italien 100 voll 30. April EUR
70 Tridonic (Malaysia) Sdn, Bhd. Malaysia 100 voll 30. April MYR
71 Thorn Lighting (Mauritius) Holdings Ltd. Mauritius 100 voll 30. April USD
72 Thorn Lighting Asian Holdings BV Niederlande 100 voll 30. April EUR
73 Thorn Lighting (NZ) Limited Neuseeland 100 voll 30. April NZD
74 Tridonic NZ Limited Neuseeland 100 voll 30. April NZD
75 Thorn Lighting AS Norwegen 100 voll 30. April NOK
76 Thorn Lighting Polska SP ZOO Polen 100 voll 30. April PLN
77 R Lux Immobilien Linie SRL Rumänien 100 voll 31. Dezember EUR
78 Zumtobel Lighting Romania SRL Rumänien 100 voll 31. Dezember RON
79 Zumtobel Lighting Saudi Arabia Limited Saudi-Arabien 70 voll 31. Dezember SAR
80 Thorn Lighting (Singapore) Pte Ltd. Singapur 100 voll 30. April SGD
81 Tridonic (S.E.A.) Pte Ltd. Singapur 100 voll 30. April SGD
82 ZUMTOBEL LICHT d.o.o. Slowenien 100 voll 30. April EUR
83 Tridonic SA (Proprietary) Limited Südafrika 49,99 equity 28. Februar ZAR
84 Luxmate S.L. Spanien 100 voll 30. April EUR
85 Staff Iberica S.A. Spanien 50 equity 30. April EUR
86 Tridonic Iberia SL Spanien 100 voll 30. April EUR
87 Hans-Agne Jakobsson AB Schweden 100 voll 30. April SEK
88 Thorn Lighting AB Schweden 100 voll 30. April SEK
89 Thorn Lighting Nordic AB Schweden 100 voll 30. April SEK
90 TLG Sweden Holdings AB Schweden 100 voll 30. April SEK
91 Tridonic Schweiz AG Schweiz 100 voll 30. April CHF
92 Zumtobel Licht AG Schweiz 100 voll 30. April CHF
93 Zumtobel Pool AG Schweiz 100 voll 30. April EUR
94 Tridonic Aydinlatma Ticaret Limited Sirketi Türkei 100 voll 30. April TRY
95 Thorn Gulf LCC UAE 60 voll 31. Dezember AED
96 Tridonic (ME) FZE UAE 100 voll 30. April AED
97 Lemgo Realty Corp. USA 100 voll 30. April USD
98 Zumtobel Lighting Inc. USA 100 voll 30. April USD

Im Geschäftsjahr 2012/13 endkonsolidiert:

1 z-werkzeugbau gmbh Österreich 30 equity 30. April EUR
2 Ledon Lamp GmbH Österreich 100 voll 30. April EUR
3 LM AF 30. APRIL 2013 A/S I LIKVIDATION Dänemark 51 voll 30. April DKK

Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der

Zumtobel AG, Dornbirn,

für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2012 bis zum 2012 30. April 2013 30. geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Bilanz zum 30. April 2013, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie die Gesamtergebnisrechnung, die Kapitalflussrechnung und die Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 30. April 2013 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Konzernbuchführung sowie für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es aufgrund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. April 2013 sowie der Ertragslage des Konzerns und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2012 bis zum 30. April 2013 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Aussagen zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist aufgrund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Konzernlagebericht mit dem Konzern¬abschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 11. Juni 2013

KPMG Austria AG

Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Michael Schlenk ppa MMag. Angelika Vogler Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Konzernabschluss

Zumtobel AG 1. Mai 2012 bis 30. April 2013

3. Corporate Governance Bericht 2012/13

Inhalt

3. Corporate Governance
3.1 Corporate Governance in der Zumtobel Gruppe__________125
Weiterentwicklungen im Geschäftsjahr 2012/13 _____125
3.2 Der Österreichische Corporate Governance Kodex________125
3.2.1 Comply or Explain __________126
3.2.2 Sonstige Berichtspflichten___________126
3.3 Risikomanagement und Internes Kontrollsystem _____127
Interne Revision____________127
3.4 Die Organe und Gremien der Zumtobel AG _______128
3.4.1 Die Aktionäre und die Hauptversammlung _________128
3.4.2 Der Vorstand ________128
3.4.3 Der Vorstand Vergütungsregelungen und Bezüge ____130
3.4.4 Der Aufsichtsrat ____________133
3.4.5 Der Aufsichtsrat Tätigkeitsbericht __________134
3.4.6 Der Aufsichtsrat Ausschüsse________135
3.4.7 Der Aufsichtsrat Aktionärsvertreter ________137
3.4.8 Der Aufsichtsrat Delegierte des Betriebsrats _______139
3.4.9 Der Aufsichtsrat Vergütungsregelung _______140

3. Corporate Governance

3.1 Corporate Governance in der Zumtobel Gruppe

In der Zumtobel Gruppe wird Corporate Governance als umfassende Steuerung und Überwachung des Unternehmens verstanden. Diese Corporate Governance Kultur manifestiert sich in einer strategischen Ausrichtung der Gruppe auf Nachhaltigkeit, Langfristigkeit und Verantwortung.

Als Rahmenwerk für die Ausgestaltung des Corporate Governance Systems in der Zumtobel Gruppe dient der Österreichische Corporate Governance Kodex. Die wesentlichen Bausteine des Corporate Governance Systems sind die Unternehmenswerte. Sie tragen maßgeblich zum Ziel der langfristigen Wertschöpfung und nachhaltigen Wertsteigerung bei, ebenso wie der Verhaltenskodex und die Konzernrichtlinien.

Die Unternehmensleitung ermutigt die Mitarbeiter, mögliche Verstöße gegen den Verhaltenskodex vertraulich zu melden. Den Mitarbeitern stehen dafür die geschulten Kollegen der Rechtsabteilung und der Konzernrevision sowie der Ethics Officer der Zumtobel Gruppe zur Verfügung. Weitere interne Ansprechpartner sind die Betriebsräte sowie die Mitarbeiter der Personalabteilung. Wissen und Bewusstsein der Mitarbeiter hinsichtlich des Verhaltenskodex sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Im Berichtsjahr machten die Mitarbeiter von der Möglichkeit, die Fachabteilungen in Compliance-Fragen zu konsultieren, regen Gebrauch.

Weiterentwicklungen im Geschäftsjahr 2012/13

Entsprechend dem Anspruch der Zumtobel Gruppe, das Corporate Governance System laufend an sich ändernde Anforderungen und Rahmenbedingungen anzupassen, wurden auch im Geschäftsjahr 2012/13 entsprechende Maßnahmen durchgeführt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden zum Beispiel alle weltweiten Geschäftsführer und Top-Führungskräfte im Rahmen eines neu entwickelten Trainingsprogramms in den Themenbereichen Compliance, Internes Kontrollsystem, Financial Reporting und Fraud Awareness geschult. Ebenso wurde der zum Ende des Geschäftsjahres 2011/12 neu veröffentlichte Verhaltenskodex im Intranet um Antworten zu in der Praxis auftretenden Auslegungsfragen erweitert. Zusätzlich wurden über die Rechtsabteilung Vorträge primär in den Vertriebsorganisationen zu den Themen Compliance und Verhaltenskodex abgehalten. Weitere Arbeitsschwerpunkte waren die Anpassung verschiedener Corporate Policies sowie die inhaltliche Weiterentwicklung von Kontrollen an sich ändernde Rahmenbedingungen und gesetzliche Anforderungen. Unter anderem sind Anpassungen der globalen Approval Matrix aufgrund der neu geschaffenen Corporate Citizenship Policy sowie Änderungen beim Corporate Authorisation Framework hervorzuheben. Weitere Anpassungen betrafen die Corporate Insider Policies.

Im Berichtsjahr wurde das Compliance Management System der Zumtobel Group einem Audit durch einen neutralen, externen Auditor unterzogen. Die Ergebnisse sollen im Jahr 2013/14 die notwendige Basis bilden, um die organisatorische Ausgestaltung sowie die Prozesse des Compliance Management Systems weiterzuentwickeln.

3.2 Der Österreichische Corporate Governance Kodex

Der Österreichische Corporate Governance Kodex wird vom Österreichischen Arbeitskreis für Corporate Governance herausgegeben und stellt ein über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehendes Regelwerk für die verantwortungsvolle Führung und Leitung von Unternehmen gemäß internationalen Standards dar. Der Kodex wurde im Jahr 2002 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und seither mehrfach überarbeitet, zuletzt im Juli 2012. Die aktuellste Version des Kodex kann jederzeit auf der Website des Arbeitskreises abgerufen werden (www.corporate-governance.at).

Die Zumtobel AG erklärt ihre freiwillige Selbstverpflichtung auf den Österreichischen Corporate Governance Kodex. Mit diesem Bekenntnis soll ein möglichst hohes Maß an Transparenz erreicht und das

Informationen zur Corporate Governance auch unter www.zumtobelgroup.com Vertrauen der Investoren in das Unternehmen gestärkt werden. Zumtobel sieht die aktive Umsetzung des Kodex als wesentliche Verpflichtung im Sinne einer auf nachhaltige und langfristige Wertsteigerung ausgerichteten Leitung der Unternehmensgruppe und strebt die bestmögliche Anwendung der Regeln an. Durch die freiwillige Selbstverpflichtung bekommt der Kodex Geltung.

Wie schon in den Jahren zuvor wurde auch im Geschäftsjahr 2012/13 der Kodex von der Zumtobel AG nahezu lückenlos eingehalten. Es wurden nicht nur die Mindestanforderungen umgesetzt, sondern auch die R-Regeln weitestgehend angewendet. Bei drei C-Regeln der insgesamt 83 Regeln des Kodex besteht eine teilweise abweichende Umsetzung. Diese Abweichungen werden nachfolgend im Sinne des Grundsatzes Comply or Explain erläutert.

3.2.1 Comply or Explain

Der Vorstand der Zumtobel AG hat die Abteilung Investor Relations beauftragt, einen Compliance Review zum Österreichischen Corporate Governance Kodex für das Geschäftsjahr 2012/13 durchzuführen. Basierend auf diesem Compliance Review erklärt die Zumtobel AG, dass sie im Geschäftsjahr 2012/13 alle L-Regeln der Kodex-Fassung von Juli 2012 eingehalten hat. Folgende C-Regeln der Kodex-Fassung von Juli 2012 wurden bzw. werden derzeit nicht bzw. teilweise eingehalten:

  • Regel 27a: Bei vorzeitiger Beendigung von Vorstandsverträgen durch den Aufsichtsrat bzw. durch Eigentümerwechsel (Change of Control-Klausel) muss in der Regel der Anspruch aus der Restlaufzeit der bestehenden Verträge ausbezahlt werden. Dies kann im Maximum zwei Jahresgesamtvergütungen überschreiten, da die Vorstandsverträge in der Regel auf einen längeren Zeitraum abgeschlossen sind.
  • Regel 30: Informationen über den Versicherungsschutz im Allgemeinen und über D&O-Versicherungen im Besonderen werden von der Zumtobel Gruppe als vertrauliche Unternehmensdaten betrachtet, deren Veröffentlichung geeignet ist, dem Unternehmen Schaden zuzufügen. Die Zumtobel Gruppe sieht daher von einer Veröffentlichung ab.
  • Regel 43: Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten entspricht dem Vergütungsausschuss gemäß Regel 43. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel, ist allerdings nicht Vorsitzender dieses Ausschusses, sondern stellvertretender Vorsitzender.

3.2.2 Sonstige Berichtspflichten

3.2.2.1 Offenlegung der Honorare des Wirtschaftsprüfers

Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft wurde von der Hauptversammlung am 27. Juli 2012 zum Konzern- und Einzelabschlussprüfer der Zumtobel AG bestellt. Darüber hinaus ist die KPMG mit ihren Partnerbüros in geringem Umfang auch in der Steuer- und Finanzberatung für die Zumtobel Gruppe tätig.

Im Geschäftsjahr 2012/13 sind in der Zumtobel AG folgende Leistungen von der KPMG Austria erbracht bzw. vereinbart worden:

In TEUR 2012/13 2011/12
Gesamthonorar 291 177
davon Prüfung 229 158
davon sonstige Honorare 62 19

Die sonstigen Honorare beziehen sich zu einem großen Teil auf die Transaktionsunterstützung im Rahmen der Veräußerung der Ledon Lamp GmbH. Das gesamte mit Gesellschaften des KPMG-Netzwerks für Prüfungsleistungen in der Zumtobel Gruppe vereinbarte Honorarvolumen beläuft sich unter Berücksichtigung der verrechenbaren externen Kosten auf 1.587 TEUR (Vorjahr 1.275 TEUR).

3.2.2.2 Maßnahmen zur Förderung von Frauen im Unternehmen

In der Zumtobel Gruppe gibt es seit dem Jahr 2004 einen Verhaltenskodex, der auch in seiner aktuellen Fassung von Februar 2012 festlegt, dass keine Art der Diskriminierung im Unternehmen geduldet wird. Erfahrung, Qualifikation und Leistung bilden im Unternehmen die Basis der Personalentscheidungen für alle Unternehmensbereiche und Managementebenen. Als "Equal Opportunity Employer" ermöglicht die Zumtobel Gruppe etwa durch flexible Arbeitszeitmodelle oder das Arbeiten aus dem Homeoffice berufstätigen Eltern die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Für die meisten leitenden Positionen im Unternehmen ist eine technische Ausbildung Voraussetzung. Die Zumtobel Gruppe erhält für solche Positionen wenige Bewerbungen von Frauen, was die generelle Situation am Arbeitsmarkt in Bezug auf technische Berufe widerspiegelt. Um dem entgegenzuwirken, fördert das Unternehmen z. B. in der firmeninternen Lehrlingsausbildung sehr stark die Ausbildung von Frauen in technischen Berufen. Die Zumtobel Gruppe ist bemüht, den Anteil von Frauen in leitenden Positionen zu erhöhen.

3.3 Risikomanagement und Internes Kontrollsystem

In der Zumtobel Gruppe orientieren sich sowohl das Risikomanagementsystem als auch das Interne Kontrollsystem sehr eng an den COSO-Modellen. Dementsprechend ergänzen und beeinflussen sich Risikomanagementsystem und Internes Kontrollsystem in der bei Zumtobel gelebten Praxis gegenseitig.

Das Risikomanagement wird als eigenständiger, strategisch ausgerichteter Prozess verstanden, der sich dem Umgang mit Risiken und Chancen widmet. Je mehr sich das Risikomanagement mit den globalen Unternehmensrisiken beschäftigt, desto mehr ist es als eigenständiger Prozess erkennbar. Je mehr es sich mit den Risiken einzelner Unternehmensprozesse beschäftigt, desto mehr verschmilzt es mit dem Internen Kontrollsystem.

Gemäß § 243a Absatz 2 UGB sowie den Regeln 69 und 70 sind die wesentlichen Merkmale des Internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess im Lagebericht zu beschreiben. Die entsprechenden Informationen befinden sich im Konzernlagebericht in den Kapiteln 1.13 (Risikomanagement) und 1.14 (Internes Kontrollsystem).

Interne Revision

Die Konzernrevision der Zumtobel AG (Corporate Internal Audit) ist als Stabsstelle des Vorstands eingerichtet und berichtet an den Vorstand. Gemäß Regel 18 berichtet der Leiter des Corporate Internal Audit dem Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats regelmäßig über die Audit-Planung und wesentliche Ereignisse.

Im Rahmen der vom Vorstand genehmigten und mit dem Prüfungsausschuss abgestimmten risikoorientierten Audit-Planung überprüft die Konzernrevision das Interne Kontrollsystem der betrieblichen Prozesse im gesamten Konzern. Dazu gehört unter anderem auch das Monitoring des Internen Kontrollsystems in der Finanzberichterstattung.

Ein zusätzliches Betätigungsfeld der Konzernrevision sind vom Vorstand beauftragte Ad-hoc-Audits. Diese fokussieren sich auf aktuelle Risiken und auf Prüfungen abseits von Prozessen, beispielsweise von Projekten und sonstigen Einmalaktivitäten.

3.4 Die Organe und Gremien der Zumtobel AG

Entsprechend der österreichischen Gesetzeslage beruht die Organisation der Zumtobel AG auf den drei unabhängigen Organen Hauptversammlung, Aufsichtsrat und Vorstand. Der Vorstand ist für die Führung des Unternehmens verantwortlich. Der Aufsichtsrat, ein vom operativen Management völlig getrenntes und von der Hauptversammlung gewähltes Organ, nimmt die Kontrollfunktion wahr. Vorstand und Aufsichtsrat sind nach dem Prinzip der strikten personellen Trennung organisiert, eine gleichzeitige Mitgliedschaft in beiden Organen ist nicht zulässig. Die Zusammenarbeit zwischen den drei Organen wird in der Satzung sowie in den Geschäftsordnungen für den Vorstand und den Aufsichtsrat geregelt. Die Satzung ist auf der Website der Zumtobel Gruppe (www.zumtobelgroup.com) veröffentlicht.

3.4.1 Die Aktionäre und die Hauptversammlung

Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Die Aktien der Zumtobel AG sind nach dem Prinzip "one share – one vote" ausgestaltet.

Die Hauptversammlung wird mindestens 28 Tage vor dem Versammlungstermin einberufen und wird am Sitz der Gesellschaft oder in Wien oder in einer anderen österreichischen Landeshauptstadt abgehalten. Die vom österreichischen Aktiengesetz vorgeschriebenen Informationen sind spätestens ab dem 21. Tag vor der Hauptversammlung auf der Website der Gesellschaft verfügbar.

Die Aktien der Zumtobel AG sind reine Inhaberaktien. Angaben über die Aktionärsstruktur sind daher nur dann möglich, wenn die Aktionäre ihre Aktien für die Hauptversammlung hinterlegen oder die Zumtobel AG von sich aus über ihren Aktienanteil informieren. Die verfügbaren Angaben über die Aktionärsstruktur sind im Konzernlagebericht in Kapitel 1.3 (Die Zumtobel Aktie) erläutert.

Die Zumtobel Gruppe legt höchsten Wert auf eine umfassende, zeitnahe Informationspolitik unter besonderer Berücksichtigung der Gleichbehandlung aller Aktionäre. Dazu wird über die gesetzlichen Anforderungen hinaus (u.a. Jahresfinanzbericht, Quartalsberichte, Ad-hoc-Meldungen) regelmäßig mit Pressemitteilungen, Telefonkonferenzen und auf Investorenveranstaltungen über aktuelle Entwicklungen im Unternehmen informiert. Alle Berichte und Meldungen sowie die wesentlichen Präsentationen werden unter www.zumtobelgroup.com veröffentlicht. Unter dem Punkt "Investor Relations" werden auf der Homepage ein detaillierter Finanzkalender sowie sonstige Aktieninformationen publiziert.

3.4.2 Der Vorstand

Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat bestellt. Die Vorstände dürfen Nebentätigkeiten nur nach vorheriger Zustimmung des Aufsichtsrats ausüben.

erstmalig Dienstzeit
Name Funktion bestellt bestellt bis bis dato
Dr. Harald Sommerer CEO (Chief Executive Officer) 2010 2016 3 Jahre
Dipl. Wirtsch. Ing. Martin Brandt COO (Chief Operating Officer) 2009 2015 4 Jahre
Dr. Mathias Dähn CFO (Chief Financial Officer) 2011 2014 2 Jahre

Dr. Harald Sommerer – CEO

Seit 25. März 2010 ist Dr. Harald Sommerer Mitglied des Vorstands und seit 1. Mai 2010 Chief Executive Officer (CEO) und Vorsitzender des Vorstands der Zumtobel AG. Er ist bestellt bis 30. April 2016. Herr Sommerer wurde 1967 in Wien, Österreich, geboren, ist Doktor der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Universität für Wirtschaft und Unternehmensverwaltung in Wien und Master of Management der J. L. Kellogg Graduate School of Management, Northwestern University. Von 1997 bis 2010 war Herr Sommerer Vorstandsmitglied der AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG, davon zwischen 1998 und 2005 als CFO und von 2005 bis Januar 2010 als CEO. Seit 2006 war Herr Sommerer Mitglied des Aufsichtsrats der Zumtobel AG. Er legte das Mandat mit dem Wechsel in den Vorstand per 25. März 2010 nieder.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: Mitglied im Fachverbandsausschuss des FEEI (Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie), Wien/Österreich seit 01.05.2010, Vorstandsmitglied der Industriellenvereinigung Vorarlberg und Bundesvorstandsmitglied der Industriellenvereinigung Österreich seit 01.05.2010, Mitglied im Executive Board von Lighting Europe seit 01.02.2013.

Dipl. Wirtsch. Ing. Martin Brandt – COO

Dipl. Wirtsch. Ing. Martin Brandt ist seit 1. September 2009 Mitglied des Vorstands und Chief Operating Officer (COO) der Zumtobel Gruppe. Er ist bestellt bis 30. April 2015. Herr Brandt wurde 1960 in Ravensburg, Deutschland, geboren und erlangte seinen Titel Diplom-Wirtschaftsingenieur an der TH Karlsruhe. Martin Brandt begann seine Karriere bei der Mercer Management Consulting GmbH, danach wurde er Leiter des Münchner Büros der Unternehmensberatung Baumgartner & Partner. 1996 trat er als Divisionsleiter in die Effeff Fritz Fuss GmbH & Co KGAA in Albstatt ein und wurde 1998 Geschäftsführer. Seit 2004 war er in der ASSA ABLOY Sicherheitstechnik GmbH in Berlin Market Regional Manager für die Region D/A/CH. Von 2006 bis 2009 war Martin Brandt als Executive Vice President der ASSA ABLOY AG in Hongkong und gleichzeitig als CEO der ASSA ABLOY Asia Pacific tätig.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: keine.

Dr. Mathias Dähn – CFO

Dr. Mathias Dähn ist seit 1. Februar 2011 Mitglied des Vorstands und Chief Financial Officer (CFO) der Zumtobel AG. Er ist auf drei Jahre bis 30. April 2014 bestellt. Herr Dähn wurde 1967 in München, Deutschland, geboren. Er studierte an der Universität Bamberg und begann seine berufliche Laufbahn bei der Robert Bosch GmbH, wo er u.a. als Controlling-Leiter für Osteuropa verantwortlich war. Nach weiteren leitenden Controlling-Funktionen innerhalb der debitel AG und als CFO bei der Loyalty Partner GmbH wechselte er 2005 in die MAN Gruppe. Dort war er zunächst als Direktor für das Konzern-Controlling verantwortlich, zuletzt besetzte er die Position des Director Group Purchasing, MAN Diesel & Turbo.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: keine.

Die Aufgabenverteilung des Vorstands ist in der vom Aufsichtsrat verabschiedeten und zuletzt im Jahr 2012 geänderten Geschäftsordnung des Vorstands festgelegt.

Dr. Harald Sommerer
CEO
Dipl. Wirtsch. Ing.
Martin Brandt
COO
Dr. Mathias Dähn
CFO
Operative Bereiche Lighting Brands Gesamtkoordination
Marken- und
Werkskoordination
Marken- und
Werkskoordination
Reiss
Lighting Brands
Regionalverantwortung
Lighting Brands Europa
Lighting Brands USA
Lighting Brands Europa
Lighting Brands Au/Nz
Lighting Brands Asia/Mena
Lighting Brands
Querschnittsfunktionen
Research & Development
inkl. Product Development
Human Resources
Marketing
Qualitätsmanagement/
Lean Six Sigma
Operations Excellence
Business Process
Management
Pricing Systems
Supply Chain Management/
Logistics
Globale Finance
Funktionen
Controlling
Internal Audit
Investor Relations
Corporate IT
Purchasing

Das Components Segment wird durch eine an den Vorstand berichtende Geschäftsführung gesteuert. Seit November 2012 ist Alfred Felder neuer Geschäftsführer des Components Segments, nachdem Harald Sommerer diese Position nach dem Ausscheiden der Tridonic Geschäftsführung interimistisch besetzt hatte.

Jedes Vorstandsmitglied führt seine Geschäftsbereiche eigenständig. Darüber hinaus werden innerhalb des Lighting Segments definierte Aufgabenbereiche vom Vorstand operativ wahrgenommen. Zur übergreifenden Steuerung und Kontrolle des Konzerns sowie des Lighting Segments dient die Vorstandssitzung, die im vergangenen Geschäftsjahr zweiwöchentlich stattgefunden hat und über die Protokoll geführt wird.

Für die Beziehungen zwischen den Vorstandsmitgliedern und dem Unternehmen ist der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten des Aufsichtsrats zuständig, der auch als Vergütungsausschuss im Sinne von Regel 43 und als Nominierungsausschuss im Sinne von Regel 41 fungiert. Für Nachbesetzungen im Vorstand wurden vom Aufsichtsrat gemäß Regel 38 ein Anforderungsprofil und ein Besetzungsverfahren definiert.

3.4.3 Der Vorstand | Vergütungsregelungen und Bezüge

Das Vergütungssystem für den Vorstand und das obere Management der Zumtobel AG ist darauf ausgerichtet, dass die Vergütung leistungsgerecht ausfällt. Dazu gehört, dass überdurchschnittliche Leistung einen positiven und unterdurchschnittliche Leistung einen negativen Effekt auf die Höhe der Vergütung des Vorstandes hat. Zudem legt das Vergütungssystem einen Fokus auf nachhaltiges, langfristig orientiertes Handeln.

Die Gesamtvergütung jedes Vorstandsmitglieds besteht aus einem fixen und einem variablen Anteil. Das fixe Basisgehalt orientiert sich am Verantwortungsbereich des Vorstands und wird, wie in Österreich üblich, in 14 Monatsgehältern im Nachhinein ausbezahlt.

Für die variable Vergütung wird vor dem Geschäftsjahr für jedes Vorstandsmitglied eine Zielvergütung festgelegt. Bei Zielerreichung als Ergebnis der Performance Evaluation wird diese Zielvergütung zugeteilt. Bei Über- oder Untererreichung des Ziels wird die variable Vergütung im Vergabejahr nach oben oder unten angepasst. Die Höchstgrenze der variablen Vergütung liegt bei 200% der variablen Zielvergütung.

Die variable Vergütung setzt sich aus einer kurzfristigen Komponente (Short-Term Incentive; STI) und einer langfristigen Komponente (Long-Term Incentive; LTI) zusammen. Der STI wird im Vergabejahr direkt in Cash ausbezahlt. Die Ausschüttung des LTI in Cash wird auf die drei folgenden Jahre verteilt, wobei der Wert der ausbezahlten Tranche anhand einer Performance Evaluation zum jeweiligen Ausschüttungszeitpunkt bestimmt wird. Durch die langfristige LTI-Entwicklung werden finanzielle und nichtfinanzielle Leistungskriterien als Teil der variablen Vergütung berücksichtigt.

Struktur des Vergütungssystems:

Bei der Performance Evaluation wird die Leistung des Vorstands anhand eines relativen Leistungsindikators gemessen. Dazu wird das operative Ergebnis der Zumtobel Gruppe mit jener einer spezifisch auf den Konzern zugeschnittenen Gruppe von Vergleichsunternehmen (Peer Group) verglichen. Die Peer Group ist sowohl geografisch als auch bezüglich Industriesektoren breit abgestützt.

Zusammensetzung der Peer Group der Zumtobel Gruppe:

Anteil Verteilung der Industriesektoren Anteil
8% Lighting 12%
6% Construction 19%
2% Building Components 33%
25% Building Materials 18%
13% Electrics 9%
1% Electronics 9%
19%
25%
Verteilung der Industriesektoren Anteil
Lighting 12%
Construction 19%
Building Components 33%
Building Materials 18%
Electrics 9%
Electronics 9%

Zusammensetzung der Peer Group, Zielsetzung und Ergebnis des Leistungsindikators werden halbjährlich im Compensation Committee (CC) abgenommen. Das Compensation Committee ist das Gremium, das Entscheidungen zum Vergütungssystem trifft. Es setzt sich aus Vertretern des Vorstands, des Aufsichtsrats und der Personalabteilung zusammen. Das Compensation Committee wird von einem unabhängigen Beratungsunternehmen 1 unterstützt. Aus der Performance Evaluation ergaben sich für das Geschäftsjahr 2012/13 für die Vorstandsmitglieder folgende Vergütungen:

Vergütung des Vorstands2

Offenlegung gemäß Regeln 29, 30 und 31:

fix variabel
Ziel
vergütung
Vergütung Grundgehalt3 STI3 LTI4 LTI-Auszahlung
aus Vorperioden3
Abgeltung
MSP5
Gesamtbezüge des Vorstands
2.749 2.558 1.478 271 810 - -
n/a 1.989 1.468 421 n/a n/a 100
1.304 1.210 675 107 428 - -
n/a 882 625 206 n/a n/a 51
722 674 401 82 191 - -
n/a 570 441 117 n/a n/a 12
Dipl. Wirtsch. Ing. Martin Brandt
723 675 402 82 191 - -
n/a 537 402 98 n/a n/a 37

1 Fehr Advice & Partners AG

2 Hinweis: Im Sinne von Transparenz und Klarheit sind jene Vergütungen dargestellt, welche im Geschäftsjahr 2012/13 erworben wurden, unabhängig von deren Auszahlungszeitpunkt

3 Zur Auszahlung 2012/13

4 Zur Auszahlung in späteren Perioden

5 Sämtliche Ansprüche aus dem MSP wurden mit Ende des Geschäftsjahres 2011/12 abgegolten

Im Falle eines Austritts eines Vorstandsmitglieds verbleiben die noch nicht zur Auszahlung gelangten LTI-Tranchen im regulären Auszahlungsschema über 3 Jahre.

Es gibt keine besondere betriebliche Altersvorsorge für Vorstandsmitglieder. Die Vorstandsverträge enthalten eine Change-of-Control-Klausel. Im Falle einer Übernahme der Gesellschaft durch einen neuen Mehrheitsaktionär steht den Vorstandsmitgliedern das Recht zu, ihr Mandat einseitig zurückzulegen. In diesem Fall erhalten die Vorstandsmitglieder die fixen und variablen Bezüge bis zum ursprünglich vereinbarten Ablauf des Vertrages, mindestens jedoch für die Dauer von zwölf Monaten.

Darüber hinaus haben die Vorstandsmitglieder keine besonderen Ansprüche oder Anwartschaften im Falle der Beendigung ihrer Funktion.

Aufgrund der Umstellung der aktienorientierten Vergütung im Rahmen des MSP (Matching Stock Program) auf ein Cash-basiertes Long-Term Incentive-Program (LTI) seit dem Geschäftsjahr 2012/13 wurden sämtliche Ansprüche aus dem MSP gegenüber Vorstandsmitgliedern mit Ende des Geschäftsjahres 2011/12 abgegolten.

Auf der Website der Zumtobel Gruppe (www.zumtobelgroup.com) wird laufend über den Kauf und Verkauf eigener Aktien durch die Directors im Sinne des österreichischen Börsengesetzes berichtet. Über die Anforderungen der Regel 73 hinaus bleiben diese Informationen für mindestens sechs Monate auf der Website verfügbar.

3.4.4 Der Aufsichtsrat

Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden von der Hauptversammlung bestellt. Die Arbeitnehmervertreter sind gemäß österreichischem Aktiengesetz berechtigt, für je zwei von der Hauptversammlung gewählte Mitglieder ein Mitglied aus ihren Reihen zu entsenden. Das gilt sowohl für den Aufsichtsrat als auch für seine Ausschüsse, ausgenommen den Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten.

erstmalig bestellt bestellt bis Dienstzeit
Name Funktion bzw. entsendet bis dato
KR Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel Vorsitzender 2003 2015 10 Jahre
Hero Brahms 1. Stv. Vorsitzender 2008 2015 5 Jahre
Dr. Johannes Burtscher 2. Stv. Vorsitzender 2010 2015 3 Jahre
Dipl.-Ing. Fritz Zumtobel Mitglied 1996 2015 17 Jahre
Dr. Stephan Hutter Mitglied 2010 2015 3 Jahre
Dipl.-Phys. Hans-Peter Metzler Mitglied 2010 2015 3 Jahre
Ludwig Auer Delegierter des Betriebsrats (bis 28.06.2012) 2004 8 Jahre
Herbert Kaufmann Delegierter des Betriebsrats (bis 08.11.2012) 2004 8 Jahre
Mario Wintschnig Delegierter des Betriebsrats 2007 6 Jahre
Richard Apnar Delegierter des Betriebsrats (seit 28.06.2012) 2012 1 Jahr
Erich Zucalli Delegierter des Betriebsrats (seit 08.11.2012) 2012 1 Jahr

Der Aufsichtsrat hat die Unabhängigkeitskriterien nach Regel 53 in seiner Sitzung vom 29. September 2006 erstmalig festgelegt und in seiner Sitzung vom 26. Juni 2009 eine geänderte Fassung beschlossen, welche sich noch enger an den Leitlinien des Österreichischen Corporate Governance Kodex orientiert. Gemäß diesen Kriterien ist ein Aufsichtsratsmitglied als unabhängig anzusehen, wenn es nicht in einer geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Zumtobel Gruppe oder zur Konzernleitung der Zumtobel Gruppe steht. Solche Beziehungen sind unter anderem wesentliche Kunden-Lieferanten-Beziehungen oder enge verwandtschaftliche Beziehungen. Die vollständigen Unabhängigkeitskriterien sind auf der Website der Zumtobel Gruppe publiziert (www.zumtobelgroup.com).

Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben erklärt, unabhängig im Sinne dieser Kriterien zu sein. Damit werden die Regeln 39 und 53 vollumfänglich eingehalten. Die derzeitigen Aufsichtsratsmitglieder Hero Brahms, Stephan Hutter, Hans-Peter Metzler und Johannes Burtscher sind sowohl unabhängig als auch keine Anteilseigner oder Vertreter von Anteilseignern, womit auch Regel 54 vollumfänglich eingehalten wird.

Zwischen den Aufsichtsräten und der Zumtobel Gruppe gibt es keine Verträge, die gemäß Regel 48 und 49 zustimmungspflichtig oder offenzulegen sind.

Bekleiden Mitglieder des Aufsichtsrats zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe, so werden diese gemäß Regel 56 und 57 sowohl auf der Website der Zumtobel Gruppe (www.zumtobelgroup.com) als auch in diesem Corporate Governance Bericht veröffentlicht.

3.4.5 Der Aufsichtsrat | Tätigkeitsbericht

Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2012/13 insgesamt sieben Mal, davon vier Mal im Rahmen ordentlicher Aufsichtsratssitzungen, zwei Mal im Rahmen außerordentlicher Aufsichtsratssitzungen und einmal im Rahmen einer Aufsichtsratsklausur. Bei zwei Sitzungen haben ein bzw. zwei Mitglieder entschuldigt gefehlt.

In der Aufsichtsratssitzung vom 26. Juni 2012 wurde vor allem der Jahresabschluss der Zumtobel AG und des Konzerns des Geschäftsjahres 2011/12 behandelt. Nach einer ausführlichen Diskussion der operativen Entwicklung des Konzerns und der Segmente im vierten Quartal und im Gesamtjahr 2011/12 wurden unter anderem die vom Prüfungsausschuss unterbreiteten Vorschläge zur Feststellung des Jahresabschlusses sowie des Konzernabschlusses samt Anhang und Konzernlagebericht zustimmend zur Kenntnis genommen. Dabei schloss sich der Aufsichtsrat dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Bilanzergebnisses an, eine Dividende in Höhe von EUR 0,20 je Aktie auszuschütten. Ebenso wurde dem Bericht des Beauftragten für Insider Compliance im Rahmen der Emittenten-Compliance-Verordnung (ECV) zugestimmt. Des Weiteren wurde in dieser Sitzung auch der Vorschlag des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung in Bezug auf die Wahl des Abschlussprüfers beschlossen. Auf Empfehlung des Prüfungsausschusses wurde der Hauptversammlung im Juli 2012 die KPMG Austria AG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012/13 vorgeschlagen. Zudem wurde der Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung diskutiert und beschlossen. Weiters wurden zustimmungspflichtige Geschäfte genehmigt. Danach befasste sich der Aufsichtsrat mit der Effizienz seiner Tätigkeit gemäß Regel 36 des Österreichischen Corporate Governance Kodex. Basierend auf einer per Fragebogen ermittelten Selbstevaluierung wurden offen Verbesserungspotenziale hinsichtlich Organisation und Arbeitsweise des Aufsichtsrats diskutiert.

In der Sitzung vom 25. September 2012 befasste sich der Aufsichtsrat mit dem Lagebericht und den finanziellen Eckdaten zum ersten Quartal 2012/13. Des Weiteren wurden verschiedene Punkte der Executive Agenda anhand einiger Detailberichte erläutert. Unter anderem wurden die Themen Kostenentwicklung der Gruppe und die Asien-Strategie der Lighting Brands ausführlich diskutiert. Unter den zustimmungspflichtigen Geschäften wurde die Bestellung von Herrn Dr. Alfred Felder zum Geschäftsführer der Tridonic GmbH per 1.11.2012 genehmigt.

Am 1. Oktober 2012 und am 5. November 2012 wurden im Rahmen von zwei außerordentlichen Aufsichtsratssitzungen ein Compliance-Vorfall behandelt und entsprechende Maßnahmen diskutiert und genehmigt.

Zur eingehenden Diskussion strategischer Fragestellungen kam der Aufsichtsrat am 18. Dezember 2012 im Rahmen einer Aufsichtsratsklausur zusammen. Dabei wurden strategische Handlungsoptionen für die einzelnen Marken der Zumtobel Gruppe durch den Vorstand erläutert und darauf basierende Managemententscheidungen mit dem Aufsichtsrat diskutiert. Unter anderem wurden strategische Optionen für die Marke Thorn sowie unterschiedliche Szenarien für die Marke Tridonic behandelt. Insbesondere wurde vom Aufsichtsrat einem möglichen Verkauf von Ledon Lamp zugestimmt.

Bei der Aufsichtsratssitzung am 31. Januar 2013 lagen die Schwerpunkte neben dem Lagebericht zum Halbjahr 2012/13 auf der Vorschau für das Gesamtjahr 2012/13. Besonders die aktuellen Herausforderungen der Entwicklung der Marke Thorn wurden eingehend diskutiert. Des Weiteren wurde einer Neuordnung des Controls & Systems-Bereichs zugestimmt. In einem weiteren Tagesordnungspunkt wurde die Asien-Strategie der Lighting Brands behandelt. Unter den zustimmungspflichtigen Geschäften wurde vom Aufsichtsrat unter anderem die Beauftragung eines externen Unternehmens für die Evaluierung des Compliance Management Systems genehmigt.

Die Arbeitsschwerpunkte der Aufsichtsratssitzung vom 26. April 2013 waren der Lagebericht zum dritten Quartal 2012/13 sowie das Budget für das Geschäftsjahr 2013/14 und die darauf aufbauende, detaillierte Mittelfristplanung für die darauf folgenden Geschäftsjahre. Das Budget wurde vom Aufsichtsrat genehmigt und die Mittelfristplanung zustimmend zur Kenntnis genommen. Bei den Berichts- und zustimmungspflichtigen Geschäften wurde der Schließung des Zumtobel Leuchtenwerks Fairlawn, USA, zugestimmt. Des Weiteren wurden mögliche strategische Handlungsoptionen für die Marke Thorn eingehend diskutiert, mit dem Ergebnis, die bereits eingeleitete Restrukturierung des Geschäftsbereichs Thorn mit aller Konsequenz fortzuführen.

3.4.6 Der Aufsichtsrat | Ausschüsse

Der Aufsichtsrat der Zumtobel AG hat folgende Ausschüsse gebildet:

Prüfungsausschuss (Audit Committee)

Mitglieder: Dr. Johannes Burtscher (Vorsitzender und Finanzexperte), Hero Brahms (stellvertretender Vorsitzender und Finanzexperte), Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel und Mario Wintschnig.

Aufgaben: Der Prüfungsausschuss ist zuständig für die Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses sowie des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Vorschlags für die Gewinnverwendung. Der Prüfungsausschuss unterbreitet einen Vorschlag für die Wahl des Abschlussprüfers zur Beschlussfassung durch die Hauptversammlung. Der Abschlussprüfer wird anschließend durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats beauftragt. Außerdem ist der Prüfungsausschuss zuständig für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Tätigkeit des Abschlussprüfers sowie des Internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und der Internen Revision. Diesen Aufgaben ist der Prüfungsausschuss im Geschäftsjahr 2012/13 umfassend nachgekommen. Unter anderem lässt sich der Prüfungsausschuss in jeder Sitzung von den für die genannten Systeme und Prozesse verantwortlichen Führungskräften persönlich über den aktuellen Status berichten. Ergänzend trifft sich der Vorsitzende des Prüfungsausschusses zweimal jährlich zu einem Vier-Augen-Gespräch mit dem Leiter Corporate Internal Audit.

Der Prüfungsausschuss kam im Geschäftsjahr 2012/13 zu zwei Sitzungen zusammen, zusätzlich wurde eine vorbereitende Telefonkonferenz abgehalten. Bei der Telefonkonferenz hat ein Mitglied entschuldigt gefehlt.

Der Themenschwerpunkt der Sitzung vom 26. Juni 2012 war der Jahresabschluss 2011/12. Durch den großen Umfang dieses Themenbereichs wurde zudem bereits am 21. Juni 2012 eine vorbereitende Telefonkonferenz mit allen Mitgliedern durchgeführt. In der Sitzung am 26. Juni sowie der vorhergegangenen Telefonkonferenz ließ sich der Prüfungsausschuss vom Konzernabschlussprüfer und von internen Auskunftspersonen umfassend über den Konzernabschluss und den Einzelabschluss der Zumtobel AG sowie über den Rechnungslegungsprozess an sich und die wesentlichen Grundsätze der Bilanzierung berichten. Zudem wurde über die Umsetzung des Maßnahmenpakets zur Verbesserung des Internen Kontrollsystems berichtet, welches aufgrund von Bilanzmanipulationen in einer Konzerngesellschaft, die im April 2011 aufgedeckt wurden, geschnürt wurde. Die Ausführungen wurden vom Prüfungsausschuss zur Kenntnis genommen und das Maßnahmenpaket daraufhin als abgeschlossen erklärt. Dem Vorschlag des Vorstands zur Gewinnverwendung wurde zugestimmt. Außerdem wurden die Berichte über das Risikomanagementsystem, das Interne Kontrollsystem und die Interne Revision diskutiert und zustimmend zur Kenntnis genommen. Des Weiteren wurden der Corporate Governance Bericht sowie der Bericht des Beauftragten für Insider Compliance zustimmend zur Kenntnis genommen. Ferner wurde der Vorschlag zur Bestellung des Abschlussprüfers an den Aufsichtsrat verabschiedet.

In der Sitzung vom 31. Januar 2013 befasste sich der Prüfungsausschuss mit dem Halbjahresabschluss zum 31. Oktober 2012 und nahm die entsprechenden Berichte des Abschlussprüfers und der internen Auskunftspersonen zur Kenntnis. Der Rechnungslegungsprozess sowie einige Teilaspekte wurden dabei detailliert erläutert. Im Hinblick auf den Jahresabschluss 2012/13 wurden Prüfungsansatz und Prüfungsschwerpunkte des Abschlussprüfers sowie Details zum Steuerberichtswesen und Impairment Testing-Prozedere diskutiert. Des Weiteren wurde über den Status der Finance Organisation sowie des Compliance System Reviews berichtet. Ferner wurden die Statusberichte zum Internen Kontrollsystem, das Risikomanagementsystem sowie der Statusreport von Corporate Internal Audit über die Interne Revision zur Kenntnis genommen, wobei auch über wesentliche Erkenntnisse aus einzelnen Prüfungen diskutiert wurde. In Bezug auf die Überarbeitung des Corporate Governance Kodex in der Fassung vom Juli 2012 wurden im Prüfungsausschuss die wesentlichen Änderungen und der Zeitpunkt der Anwendbarkeit erläutert.

Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten

Mitglieder: Dr. Stephan Hutter (Vorsitzender), Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel (stellvertretender Vorsitzender), Hero Brahms.

Aufgaben: Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten ist verantwortlich für die Beziehungen zwischen dem Unternehmen und den Vorstandsmitgliedern und entspricht dem Vergütungsausschuss gemäß Regel 43. Er nimmt außerdem die Aufgaben des Nominierungsausschusses gemäß Regel 41 wahr. Als solcher hat er unter anderem das Anforderungsprofil und das Besetzungsverfahren für den Vorstand gemäß Regel 38 ausgearbeitet und beschlossen.

Im Geschäftsjahr 2012/13 wurde ein neues System zur Berechnung der variablen Vergütung für Vorstand und leitende Mitarbeiter beraten und eingeführt. Dieses TOTAL REWARD SYSTEM vergleicht das operative Ergebnis der einzelnen Sparten der Zumtobel Gruppe mit dem relevanter Wettbewerber und sonstiger vergleichbarer Unternehmen. Es wurde gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen Fehr Advice, Zürich entwickelt.

Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten legt gemeinsam mit dem Beratungsunternehmen die Zielsetzungen des Systems als Grundlage für eine Bonusberechnung fest. Außerdem wurde dazu ein spezielles Compensation Committee gebildet (Teilnehmer: Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten, Fehr Advice, Vorstand sowie Personalabteilung der Zumtobel AG), das sich mit den Zielsetzungen befasst und die Entwicklung laufend verfolgt. Insgesamt fanden zur Vorbereitung und zur Gründung des Compensation Committees zwischen Fehr Advice und Mitgliedern des Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten fünf Telefonkonferenzen statt. Am 17. Dezember 2012 fand ein abschließendes Gespräch zwischen Mitgliedern des Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten und Fehr Advice in Zürich statt.

Am 18. Dezember 2012 wurde die erste Sitzung des Compensation Committees abgehalten. Es wurde festgestellt, dass es aufgrund der sich rasch verändernden Wirtschaftslage und des Technologiewandels notwendig wird, in regelmäßigen Abständen Überlegungen zur Anpassung der Peer Groups zu treffen sowie die Anreizintensität neu zu definieren.

In Vorbereitung zur Sitzung des Compensation Committees am 19. März 2013 fanden zwei Telefonkonferenzen zwischen dem Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten und Fehr Advice statt.

Weiters wurde der Vorstandsvertrag von Herrn Martin Brandt für den Zeitraum vom 1. Mai 2013 bis zum 30. April 2015 verhandelt und beschlossen. Dazu hielt der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten vier Telefonkonferenzen ab.

3.4.7 Der Aufsichtsrat | Aktionärsvertreter

Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel

Seit 1. September 2003 ist Jürg Zumtobel Vorsitzender des Aufsichtsrats der Zumtobel AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2014/15. Im Jahr 1936 in Frauenfeld, Schweiz, geboren, trat Jürg Zumtobel im Jahr 1963 in die Zumtobel Gruppe ein und übte verschiedene Funktionen in Produktionsplanung und -steuerung, Produktion und Vertrieb aus. Von 1991 bis 2003 war er CEO und Vorsitzender des Vorstands der Zumtobel AG.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: Mitglied des Aufsichtsrats der Vorarlberger Kulturhäuser-Betriebs GmbH, Bregenz/Österreich.

Hero Brahms

Seit 29. Juli 2008 ist Herr Brahms Mitglied und seit 23. Juli 2010 erster Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden der Zumtobel AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2014/15. Herr Brahms wurde 1941 in Münster/Westfalen, Deutschland, geboren. Seine berufliche Laufbahn umfasst Positionen wie Mitglied des Vorstands der Hoesch AG in Dortmund, Deutschland (1982 bis 1991), Vizepräsident der Treuhandanstalt Berlin, Deutschland (1991 bis 1994), Vorstandsmitglied und CFO der Kaufhof AG in Köln, Deutschland (1994 bis 1996) und Vorstandsmitglied und CFO der Linde AG in Wiesbaden, Deutschland (1996 bis 2004).

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: Mitglied des Aufsichtsrats der Deutsche Post AG, Bonn/Deutschland, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Georgsmarienhütte Holding GmbH, Georgsmarienhütte/Deutschland, Mitglied des Aufsichtsrats der Kraus-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG, München/Deutschland, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Live Holding AG, Berlin/Deutschland, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Telefunken SE, Frankfurt/Deutschland.

Dipl.-Phys. Hans-Peter Metzler

Seit 23. Juli 2010 ist Herr Hans-Peter Metzler Mitglied des Aufsichtsrats der Zumtobel AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2014/15. Herr Metzler wurde 1959 in Bregenz, Österreich, geboren. Nach seinem Universitätsabschluss in Mathematik und Theoretischer Physik begann seine berufliche Laufbahn 1984 mit dem Eintritt in die Siemens AG, Zentralbereich Forschung, München. Es folgten 1992 die Position des Geschäftsführers und Leiters Forschung & Entwicklung Siemens Components, Asia Pacific und 1996 des General Managers Mikrocontroller-Geschäft der Siemens AG, München. 1997 gründete Herr Metzler NewLogic Technologies. Im Jahr 2000 folgte die Gründung von Photeon Technologies und 2008 die Gründung von Interclick.

Zusätzliche Funktionen und Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: Verwaltungsratsvorsitzender der CCS Group Holding AG, Lyss/Schweiz, Verwaltungsrat der Dacuda AG, Zürich/Schweiz, Beiratsvorsitzender der Heliatek GmbH, Dresden/Deutschland, Mitglied des Aufsichtsrats der Aquin & Cie GmbH, Deutschland, Präsident der Bregenzer Festspiele, Bregenz/Österreich, Vorstandsmitglied der Eugen Russ Privatstiftung, Bregenz/Österreich.

Dr. Johannes Burtscher

Seit 23. Juli 2010 ist Herr Johannes Burtscher Mitglied des Aufsichtsrats und zweiter Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden der Zumtobel AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2014/2015. Dr. Burtscher wurde 1969 in Egg, Österreich, geboren und ist Lizenziat und Doktor der Wirtschaftswissenschaften der Universität St. Gallen (HSG). Von 1996 bis 2007 war Herr Burtscher in verschiedenen Positionen in der Zumtobel Gruppe tätig, zuerst als Assistent von Jürg Zumtobel im Konzernstab für Strategie und Organisation. Im Anschluss daran übernahm er das Konzerncontrolling der Gruppe. Mit der Akquisition von Thorn Lighting wurde Herr Burtscher zum CFO der britischen Tochtergesellschaft in London bestellt. Danach leitete Herr Burtscher von Hongkong aus das Leuchtengeschäft in Asien. Von 2007 bis 2011 war Herr Burtscher CFO der in München ansässigen Rodenstock Gruppe und seit Juli 2012 CFO von Novem, einem Zulieferer der Automobilindustrie.

Zusätzliche Funktionen und Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: keine.

Dr. Stephan Hutter

Seit 23. Juli 2010 ist Herr Stephan Hutter Mitglied des Aufsichtsrats der Zumtobel AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2014/15. Herr Hutter wurde 1961 in Dornbirn, Österreich, geboren. Er ist seit 2012 Partner der Kanzlei Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom LLP in Frankfurt am Main. Herr Hutter berät vorwiegend auf dem Gebiet des internationalen Kapitalmarktrechts sowie bei grenzüberschreitenden Unternehmensakquisitionen und Bankfinanzierungen. Stephan Hutter begann seine anwaltliche Tätigkeit bei Shearman & Sterling in New York im Jahre 1986 und ist seit 1987 in New York als Anwalt zugelassen. Von 2008 bis 2012 war Herr Hutter Managing Partner der europäischen und asiatischen Kapitalmarktrechtspraxis von Shearman & Sterling.

Zusätzliche Funktionen und Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: Mitglied des Aufsichtsrats der Zürcher Kantonalbank (Österreich) AG, Salzburg/Österreich, Mitglied des Vorstands des Städelschen Museumsvereins, Frankfurt/Deutschland.

Dipl.-Ing. Fritz Zumtobel

Seit 1996 gehört Fritz Zumtobel dem Aufsichtsrat der Zumtobel AG an. Bis 1. September 2003 war er Vorsitzender, vom 1. September 2003 bis zum 7. April 2006 Stellvertreter des Vorsitzenden und ist seither Mitglied. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2014/15. Fritz Zumtobel wurde 1939 in Frauenfeld, Schweiz, geboren. Er trat 1965 in die Zumtobel Gruppe ein und bekleidete verschiedene Positionen, hauptsächlich im technischen Bereich. Von 1974 bis 1996 war er Mitglied des Vorstands der Zumtobel AG.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: Mitglied des Stiftungsvorstands der JHD Privatstiftung, Mitglied des Stiftungsvorstands der Aurelio Privatstiftung.

3.4.8 Der Aufsichtsrat | Delegierte des Betriebsrats

Mario Wintschnig

Seit Januar 2007 ist Herr Wintschnig (akad. gepr. Betr. oec) als vom Betriebsrat der Angestellten entsandtes Mitglied Angehöriger des Aufsichtsrats der Zumtobel AG. Herr Wintschnig ist im Jahr 1961 in Dornbirn, Österreich, geboren und trat im Jahr 1981 in die Zumtobel Gruppe ein. Er ist Pricing Manager in der Zumtobel Lighting GmbH und seit Januar 2007 der Vorsitzende des Betriebsrates der Angestellten von Zumtobel Lighting GmbH, Zumtobel AG und der Zumtobel Licht GmbH.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: keine.

Richard Apnar

Seit Juni 2012 ist Herr Apnar als vom Betriebsrat der Arbeiter entsandtes Mitglied Angehöriger des Aufsichtsrats der Zumtobel AG. Er wurde 1974 in Lustenau, Österreich, geboren und begann 1990 die Lehre als Kunststofftechniker bei der Zumtobel Lighting GmbH. Nach der erfolgreichen Abschlussprüfung als Kunststofftechniker im Jahr 1993 arbeitete er bis 2008 als Facharbeiter in der Produktion. Im Jahr 2008 wechselte er in die Supply-Chain-Organisation der Zumtobel Gruppe. Seit September 2012 ist Herr Apnar der Vorsitzende des Betriebsrates der Arbeiter der Zumtobel Lighting GmbH.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: keine.

Erich Zucalli

Seit November 2012 ist Herr Zucalli als Delegierter des Zentralbetriebsrates der Tridonic Mitglied des Aufsichtsrats der Zumtobel AG. Geboren im Jahr 1954 in Hohenems, Österreich, trat Herr Zucalli 1970 die Lehre als Betriebselektriker in der Zumtobel Gruppe an. Nach verschiedenen Funktionen wurde er 1991 zum Betriebsratsvorsitzenden der Angestellten der Tridonic GmbH gewählt.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: keine.

Ludwig Auer

Herr Auer war von September 2004 bis Juni 2012 als vom Betriebsrat der Arbeiter entsandtes Mitglied Angehöriger des Aufsichtsrats der Zumtobel AG. Er wurde 1955 in Treibach, Österreich, geboren und trat 1980 als Mitarbeiter im Musterbau in die Zumtobel Gruppe ein. Im Jahr 2004 wurde Herr Auer Vorsitzender des Betriebsrats der Arbeiter der Zumtobel Lighting GmbH.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: keine.

Herbert Kaufmann

Von August 2004 bis November 2012 war Herr Kaufmann als vom Betriebsrat der Arbeiter entsandtes Mitglied Angehöriger des Aufsichtsrats der Zumtobel AG. Geboren im Jahr 1957 in Dornbirn, Österreich, trat Herr Kaufmann 1985 als Mitarbeiter in der Elektronikmontage in die Zumtobel Gruppe ein. Seit 2004 war er Vorsitzender des Betriebsrats der Arbeiter der Tridonic GmbH & Co KG.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: keine.

3.4.9 Der Aufsichtsrat | Vergütungsregelung

Gemäß Geschäftsordnung des Aufsichtsrats (letztmalig geändert am 7. April 2006) erhält jedes gewählte Aufsichtsratsmitglied Ersatz für seine baren Auslagen, ein Anwesenheitsgeld für jede Sitzung und eine jährliche Aufsichtsratsvergütung. Die Aufsichtsratsvergütungen und die Anwesenheitsgelder werden von der Hauptversammlung beschlossen und wurden letztmalig in der ordentlichen Hauptversammlung vom 15. Juli 2005 betragsmäßig neu festgelegt. Das Anwesenheitsgeld (Sitzungsgeld) beträgt 3.000 EUR, wobei das Sitzungsgeld auch bei zwei oder mehr Sitzungen am selben Tag nur einmal beansprucht werden kann. Die jährliche Aufsichtsratsvergütung beträgt für den Vorsitzenden und seine Stellvertreter 40.000 EUR, für alle anderen Mitglieder 20.000 EUR. Die Belegschaftsvertreter erhalten keine Aufsichtsratsvergütung, sondern nur das Sitzungsgeld. Die Sitzungsgelder und der Spesenersatz werden unmittelbar nach der betreffenden Sitzung zur Auszahlung gebracht, die Aufsichtsratsvergütungen werden spätestens am Ende jenes Monats ausbezahlt, in welchem die Hauptversammlung über das abgelaufene Geschäftsjahr stattfindet.

Gesamtvergütungen des Aufsichtsrats:6

In TEUR 2012/13 2011/12
Gesamtvergütungen des Aufsichtsrats 337 351
davon Aufsichtsratsvergütungen 180 180
davon Sitzungsgelder 153 168
davon Spesenersatz 4 3

6 Hinweis: Im Sinne von Transparenz und Klarheit sind jene Vergütungen dargestellt, welche auf die im jeweiligen Geschäftsjahr stattgefundenen Sitzungen entfallen, unabhängig von deren Auszahlungszeitpunkt.

Vergütungen für Aufsichtratsmitglieder Offenlegung gemäß Regel 51:

In TEUR 2012/13 2011/12
KR Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel 58 67
Hero Brahms 58 64
Dr. Johannes Burtscher 58 52
Dipl.-Ing. Fritz Zumtobel 35 35
Dr. Stephan Hutter 35 33
Dipl.-Phys. Hans-Peter Metzler 35 30

Dornbirn, am 11. Juni 2013

Der Vorstand

Harald Sommerer Mathias Dähn Martin Brandt

Chief Executive Officer Chief Financial Officer Chief Operating Officer

Corporate Governance

Zumtobel AG 1. Mai 2012 bis 30. April 2013

4. Einzelabschluss und Lagebericht der Zumtobel AG

Inhalt

4. Einzelabschluss der Zumtobel AG

4.1 Bilanz______________ 145
4.2 Gewinn- und Verlustrechnung _______ 147
4.3 Anhang ____________ 148
4.3.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden __________ 148
4.3.2 Erläuterungen zur Bilanz ___________ 150
4.3.3 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung _____ 158
4.3.4 Sonstige Angaben __________ 161
4.4 Anlagenspiegel ____________ 164
4.5 Lagebericht der Zumtobel AG ____________ 165
4.5.1 Die Zumtobel AG im Überblick______ 165
4.5.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld ______ 165
4.5.3 Die Zumtobel Aktie_________ 166
4.5.4 Geschäftsverlauf (inklusive finanzielle Leistungsindikatoren) ___ 167
4.5.5 Mitarbeiter__________ 168
4.5.6 Umweltschutz _____________ 169
4.5.7 Bericht über die Forschung und Entwicklung ________ 169
4.5.8 Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und des
Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ____ 169
4.5.9 Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen
Verpflichtungen ____________ 172
4.5.10 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens____ 174
Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk___________ 175

4. Einzelabschluss der Zumtobel AG

4.1 Bilanz

Aktiva 30. April 2013 30. April 2012
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Konzessionen, Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen 4.752.855,00 4.627
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 45.468.242,51 43.983
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 270.218,14 388
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 6.588.289,27 1.536
52.326.749,92 45.907
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 585.632.395,30 585.632
2. Beteiligungen 29.143,94 27
3. Wertpapiere des Anlagevermögens 250.125,00 250
585.911.664,24 585.910
642.991.269,16 636.444
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 27.349,96 62
2. Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 6.162.557,43 7.479
3. Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 642,00 0
4. Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 449.766,44 354
6.640.315,83 7.894
II. Wertpapiere und Anteile
Eigene Anteile 3.113.033,33 3.744
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 225.514,71 27
9.978.863,87 11.665
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.075.493,08 722
654.045.626,11 648.831
Passiva 30. April 2013 30. April 2012
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Grundkapital 108.750.000,00 108.750
II. Rücklage für eigene Anteile 3.113.033,33 3.744
III. Kapitalrücklagen
1. Gebundene 311.573.240,00 311.573
2. Nicht gebundene 54.697.427,47 54.067
366.270.667,47 365.640
IV. Gewinnrücklagen
Andere Rücklagen (freie Rücklagen) 25.713.305,87 25.713
V. Bilanzgewinn 53.539.732,43 38.601
davon Gewinnvortrag: EUR 29.979.274,43; Vorjahr: Gewinnvortrag TEUR 7.333
557.386.739,10 542.448
B. Unversteuerte Rücklagen
Bewertungsreserve aufgrund von Sonderabschreibungen 419.775,82 452
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Abfertigungen 3.038.366,00 2.790
2. Steuerrückstellungen 416.500,00 805
3. Sonstige Rückstellungen 21.209.552,19 20.113
24.664.418,19 23.708
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 45.050.394,51 75.120
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.027.174,77 5.038
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 19.415.405,90 1.032
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.081.717,82 1.034
davon aus Steuern: EUR 32.361,50; Vorjahr: TEUR 44
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 226.009,90; Vorjahr: TEUR 201
71.574.693,00 82.224
654.045.626,11 648.831
Haftungsverhältnisse 228.614.714,39 224.181

4.2 Gewinn- und Verlustrechnung

2012/13 2011/12
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 34.175.005,65 34.513
2. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung zum Anlagevermögen mit Ausnahme der
Finanzanlagen
108,25 0
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 0,00 71
c) Übrige 1.031.092,89 961
1.031.201,14 1.032
3. Personalaufwand
a) Löhne 38.849,04 22
b) Gehälter 11.901.639,48 10.959
c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 425.301,46 533
d) Aufwendungen für Altersversorgung 43.274,23 45
e) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge
2.453.197,06 2.421
f) Sonstige Sozialaufwendungen 614.344,57 830
15.476.605,84 14.810
4. Abschreibungen
a) auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 4.329.069,19 3.652
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern 91.972,59 92
b) Übrige 22.618.118,78 22.802
22.710.091,37 22.893
6. Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebsergebnis) -7.309.559,61 -5.810
7. Erträge aus Beteiligungen (aus verbundenen Unternehmen) 40.000.000,00 50.400
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 3.335,00 3
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 0,00; Vorjahr: TEUR 0
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 909.682,44 45
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 7.759,29; Vorjahr: TEUR 42
10. Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens -399.165,82 -5.599
davon Abschreibungen: EUR -371.100,30; Vorjahr TEUR 0
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR -27.020,52; Vorjahr: TEUR -4.608
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -9.217.951,27 -7.843
davon betreffend verbundene Unternehmen: EUR -2.404.462,91; Vorjahr: TEUR -1.149
12. Zwischensumme aus Z 7 bis 11 (Finanzergebnis) 31.295.900,35 37.007
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 23.986.340,74 31.197
14. Steuern vom Einkommen -458.175,70 38
15. Jahresüberschuss 23.528.165,04 31.235
16. Auflösung unversteuerter Rücklagen 32.292,96 32
17. Jahresgewinn 23.560.458,00 31.267
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 29.979.274,43 7.333
19. Bilanzgewinn 53.539.732,43 38.601

4.3 Anhang

4.3.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

4.3.1.1 Allgemeine Grundsätze

Der Jahresabschluss wurde gemäß den Rechnungslegungsbestimmungen in der geltenden Fassung (UGB) und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt. Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten. Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens angenommen. Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.

4.3.1.2 Anlagevermögen

4.3.1.2.1 Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind. Die geringwertigen Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.

Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:

Jahre
Software 3 bis 7
Rechte 4

4.3.1.2.2 Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind. Die geringwertigen Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.

Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrunde gelegt:

von bis
Gebäude 30 50 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 10 Jahre

4.3.1.2.3 Finanzanlagen

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. bei nachhaltigen und wesentlichen Wertminderungen mit den niedrigeren Werten zum Bilanzstichtag bewertet.

4.3.1.3 Forderungen

Die Forderungen sind mit dem Nennwert angesetzt. Im Falle erkennbarer Einzelrisiken wird der niedrigere beizulegende Wert ermittelt und angesetzt.

4.3.1.4 Eigene Anteile

Die eigenen Anteile sind zum strengen Niederstwertprinzip bewertet.

4.3.1.5 Rückstellungen

4.3.1.5.1 Rückstellungen für Anwartschaften auf Abfertigungen und Rückstellungen für ähnliche Verpflichtungen

Die Abfertigungsrückstellungen und die Rückstellung für Jubiläumsgelder werden unter Anwendung der Bestimmungen des IAS 19 nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 3,75% (VJ 4,25%), einer zukünftigen Gehaltssteigerung von 3,25% (VJ 3,25%) und einer empirischen Fluktuation – gestaffelt nach Dienstjahren – zwischen 0% und 13% sowie eines frühestmöglichen Pensionsantrittsalters unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen gemäß Pensionsreform unter Zugrundelegung der Sterbetafeln 2008 berechnet. Aufgrund zum Vorjahr geänderter Parameter entstand bei der Abfertigungsrückstellung ein zusätzlicher Aufwand von EUR 203.452,00 (VJ EUR 331.965) und bei der Rückstellung für Jubiläumsgelder ein zusätzlicher Aufwand von EUR 4.817,00 (VJ EUR 36.946,00). Die Korridormethode wird nicht angewandt. Der Zinsaufwand in Höhe von EUR 133.541,00 (VJ EUR 133.415,00) wird zur Gänze im Finanzergebnis ausgewiesen. Vom Zinsaufwand entfallen EUR 117.404,00 (VJ EUR 116.721,00) auf die Abfertigungsrückstellung und EUR 16.137,00 (VJ EUR 16.694,00) auf die Rückstellung für Jubiläumsgelder.

Die mit steuerlicher Wirkung geltend gemachten Abfertigungsrückstellungen wurden gemäß § 124 b Z 68 EStG im Jahr 2003 auf eine als versteuert geltende Rücklage übertragen.

4.3.1.5.2 Übrige Rückstellungen

In den übrigen Rückstellungen werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe und dem Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind.

4.3.1.6 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

4.3.1.7 Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind mit dem Anschaffungskurs oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

4.3.1.8 Änderungen von Bewertungsmethoden

Die angewandten Bewertungsmethoden wurden auch bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.

4.3.2 Erläuterungen zur Bilanz

4.3.2.1 Anlagevermögen

4.3.2.1.1 Entwicklung

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Jahresabschreibung nach einzelnen Posten sind im Anlagenspiegel dargestellt. Im Anlagenspiegel ist auch der Grundwert angeführt.

4.3.2.1.2 Geringwertige Vermögensgegenstände

Die geringwertigen Vermögensgegenstände bis zu einem Anschaffungswert von EUR 400,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

4.3.2.1.3 Angaben über verbundene Unternehmen und Beteiligungsunternehmen

Anteile an verbundenen Unternehmen

Name und Sitz Whrg Eigenkapital der
Gesellschaft
30. April 2013
Anteil
in
%
Jahresüberschuss/
-fehlbetrag
GJ 2012/13
Buchwert
30. April 2013
EUR
Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn EUR 313.193.915,11 100 32.167.775,50 511.771.742,88
Tridonic GmbH & Co KG, Dornbirn EUR 38.957.089,30 100 2.498.854,87 62.694.447,96
Tridonic GmbH, Dornbirn EUR 419.610,32 100 8.205,06 335.000,00
Zumtobel Insurance Management GmbH, Dornbirn EUR 78.925,10 100 -27.008,80 18.168,21
Zumtobel LED Holding GmbH, Lustenau EUR 16.379.573,16 100 2.483.194,83 10.813.031,05
Zumtobel Lighting Ltd., Hayes, Großbritannien GBP Zwerganteil 5,20
585.632.407,02
Name und Sitz Whrg Eigenkapital der
Gesellschaft
30. April 2012
Anteil
in
%
Jahresüberschuss/
-fehlbetrag
GJ 2011/12
Buchwert
30. April 2012
EUR
Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn EUR 306.026.139,61 100 31.670.051,38 511.771.742,88
Tridonic GmbH & Co KG, Dornbirn EUR 51.458.234,44 100 18.568.673,02 62.694.447,96
Tridonic GmbH, Dornbirn EUR 411.405,26 100 75.573,38 335.000,00
Zumtobel Insurance Management GmbH, Dornbirn EUR 78.925,10 100 -7.742,64 18.168,21
Zumtobel LED Holding GmbH, Lustenau EUR 13.896.378,33 100 3.697.916,41 10.813.031,05
Zumtobel Lighting Ltd., Hongkong HKD Zwerganteil 11,72
Zumtobel Lighting Ltd., Hayes, Großbritannien GBP Zwerganteil 5,20
585.632.407,02

Im Geschäftsjahr 2012/13 erfolgte weder eine Abschreibung noch eine Zuschreibung.

Die Zumtobel Lighting Ltd., Hongkong, wurde liquidiert, der Beteiligungsbuchwert in Höhe von EUR 11,72 wurde ausgebucht.

Der Jahresfehlbetrag der Zumtobel Insurance Management GmbH, Dornbirn, für das Geschäftsjahr 2012/13 in Höhe von EUR -27.008,80 (VJ EUR -7.742,64) ist aufgrund eines bestehenden Ergebnisabführungsvertrags in der Position "Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens" enthalten.

Übrige Beteiligungen

Name und Sitz Nominale Anschaffungswert
=Buchwert
EUR
EIBA Société cooperative, Brüssel, Belgien (1,5% Beteiligung) 7.267,28 14.951,72
Dornbirner Messe GmbH, Dornbirn (0,66% Beteiligung) 1.816,82 290,69
Vorarlberger Volksbank reg. Gen.mbH, Dornbirn (Zwerganteil) 76,67 76,67
Dornbirner Seilbahn GmbH, Dornbirn (ca. 0,01% Beteiligung) 4.004,98 1.824,86
Kompetenzzentrum Licht GmbH, Dornbirn (33,33% Beteiligung) 36.000,00 12.000,00
29.143,94

Der Zugang in Höhe von EUR 1.824,79 betrifft den Kauf von Geschäftsanteilen an der Dornbirner Seilbahn GmbH, Dornbirn.

4.3.2.1.4 Wertpapiere des Anlagevermögens

Der Bestand beläuft sich unverändert zum Vorjahr auf 667 Stückaktien der CEESEG AG (vormals Wiener Börse AG).

4.3.2.2 Forderungen

Bilanzwert
30. April 2013
EUR
Restlaufzeit von
mehr als einem
Jahr
davon
wechselmäßig
verbrieft
enthaltene
Pauschal-WB
Forderungen aus Leistungen 27.349,96 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 6.162.557,43 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
642,00 0,00 0,00 0,00
sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 449.766,44 0,00 0,00 0,00
6.640.315,83 0,00 0,00 0,00
Bilanzwert
30. April 2012
EUR
Restlaufzeit von
mehr als einem
Jahr
davon
wechselmäßig
verbrieft
enthaltene
Pauschal-WB
Forderungen aus Leistungen 61.659,74 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 7.478.580,01 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
0,00 0,00 0,00 0,00
sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 354.059,13 0,00 0,00 0,00
7.894.298,88 0,00 0,00 0,00

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen stammen mit EUR 6.097.308,97 aus der laufenden Leistungsverrechnung (VJ EUR 7.414.150,89). Die Forderungen aus der Steuerumlage an die österreichischen Gesellschaften der Zumtobel Gruppe aus dem laufenden Geschäftsjahr betragen EUR 65.248,46 (VJ EUR 64.429,12).

Die sonstigen Forderungen und Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen an Finanzämter in Höhe von EUR 28.889,64 (VJ EUR 16.946,41), Forderungen gegenüber der Belegschaft von EUR 3.471,36 (VJ EUR 7.667,28) sowie Forderungen aus Bonusvereinbarungen gegenüber Lieferanten in Höhe von EUR 417.405,44 (VJ EUR 297.905,44). In den sonstigen Forderungen und Vermögensgegenständen sind keine Anzahlungen an Lieferanten (VJ EUR 31.540,00) enthalten. Die sonstigen Forderungen werden zur Gänze nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam.

4.3.2.3 Eigene Anteile

Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden aus dem Stock Option Program 27.280 Stück Optionen ausgeübt (VJ 24.239 Stück). Das Matching Stock Program wurde im Vorjahr zur Gänze abgegolten.

Zum Bilanzstichtag beträgt der Bestand eigener Anteile 366.110 Stück (VJ 393.390 Stück) zu einem Bilanzwert von EUR 3.113.033,33 (VJ EUR 3.743.565,89). Der Bestand eigener Aktien wurde auf den Kurswert der Zumtobel Aktie am 30. April 2013 auf EUR 8,503/Stück (VJ EUR 10,40/Stück) abgeschrieben.

Die Entwicklung der eigenen Anteile stellt sich wie folgt dar:

Stück EUR Durchschnitts
kurs
Stand am 1. Mai 2006 0 0,00 0,0
Aktienrückkauf (Hauptversammlungsbeschluss vom 7. April 2006) 800.000 14.193.856,80
Ausübungen 2006/07 -468.586 -8.312.715,60
Stand am 30. April 2007 331.414 5.881.141,20 17,8
Ausübungen 2007/08 -219.233 -3.889.194,10
Stand am 30. April 2008 112.181 1.991.947,10 17,8
Aktienrückkauf (Hauptversammlungsbeschluss vom 29. Juli 2008) 1.943.555 17.331.052,28
Ausübungen 2008/09 -64.625 -1.146.448,00
Abschreibung 0 -4.636.996,58
Stand am 30. April 2009 1.991.111 13.539.554,80 6,8
Einziehung von Aktien (Hauptversammlungsbeschluss vom 24. Juli 2009) -1.204.344 -8.189.539,20
Ausübungen 2009/10 -11.810 -105.346,00
Zuschreibung 0 2.103.536,52
Stand am 30. April 2010 774.957 7.348.206,12 9,5
Ausübungen 2010/11 -96.404 -892.740,10
Stand am 30. April 2011 678.553 6.455.466,02 9,5
Ausübungen 2011/12 -285.163 -2.711.900,13
Stand am 30. April 2012 393.390 3.743.565,89 9,5
Ausübungen 2012/13 -27.280 -259.432,26
Abschreibung 0 -371.100,30
Stand am 30. April 2013 366.110 3.113.033,33 8,503

4.3.2.4 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Vom ausgewiesenen Betrag entfallen EUR 220.075,43 (VJ EUR 23.265,73) auf kurzfristig fällige Guthaben bei Kreditinstituten.

4.3.2.5 Aktive Rechnungsabgrenzungen

In den aktiven Rechnungsabgrenzungen in Höhe von EUR 1.075.493,08 (VJ EUR 722.085,01) sind im Wesentlichen Wartungsgebühren für diverse Hard- und Software, Grundsteuern und Mitgliedsbeiträge enthalten.

4.3.2.6 Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 108.750.000,00 und ist in 43.500.000 auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien zerlegt. Die Aktien werden im Prime Market an der Wiener Börse gehandelt. Das Börsenkürzel lautet ZAG, die internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) der Zumtobel AG lautet AT0000837307. Es gibt keine Aktien mit besonderen Vorzugs- oder Kontrollrechten. Zum 30. April 2013 befinden sich 43.133.890 Aktien (VJ 43.106.610) im Umlauf. Im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogrammes (Stock Option Program) wurden in the gesamten Gruppe 27.280 (VJ 24.239) Optionen ausgeübt. Das Matching Stock Program wurde im Vorjahr zur Gänze abgegolten, in 2011/12 wurden 260.924 Aktien ohne Veräußerungspreis an die Mitarbeiter ausgegeben. Die Gesellschaft verfügt zum 30. April 2013 über 366.110 eigene Aktien (VJ 393.390).

In der Hauptversammlung vom 27. Juli 2012 wurde für das Geschäftsjahr 2011/12 die Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,20 (VJ EUR 0,50) je Aktie beschlossen. Auf die am 31. Juli 2012 im Umlauf befindlichen 43.106.610 Stückaktien (43.500.000 Aktien abzüglich 393.390 eigene Aktien) wurden somit EUR 8.621.322,00 (VJ EUR 21.552.209,00) ausgeschüttet, die Auszahlung an die Aktionäre erfolgte am 3. August 2012. Weiters wurde die Änderung der Satzung entsprechend dem Gesellschaftsrechtsänderungsgesetz beschlossen. Diese betrifft vor allem die Anpassung der Satzung hinsichtlich der Organisation von Hauptversammlungen.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von drei Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 22. Juli 2011 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch das Grundkapital der Gesellschaft auch in mehreren Tranchen um bis zu EUR 10.875.000,00 durch Ausgabe von bis zu 4.350.000 Stück neuen auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100% des anteiligen Betrages am Grundkapital gegen Bar- oder Sacheinlage zu erhöhen und das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien auszuschließen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

4.3.2.7 Unversteuerte Rücklagen

Stand am Zuführung Verbrauch Stand am
1. Mai 2012 30. April 2013
Bewertungsreserve
Sachanlagen 452.068,78 0,00 32.292,96 419.775,82
Summe Bewertungsreserve 452.068,78 0,00 32.292,96 419.775,82

Die Bewertungsreserve besteht aus Abschreibungen gemäß §§ 6, 8 und 12 EStG 1972 und wird analog zur Restnutzungsdauer der Anlagen verbraucht. Aufgrund der Feststellungen aus einer Betriebsprüfung ist der im Jahr 1990 von der Republik Österreich für ein bebautes Grundstück geleistete Investitionszuschuss, der ursprünglich als steuerfreier Ertrag vereinnahmt wurde, von den Anschaffungskosten des Grundstücks abzusetzen.

4.3.2.8 Sonstige Rückstellungen

Stand am Verbrauch Dotierung Stand am
1. Mai 2012 30. April 2013
Personalrückstellungen
noch nicht konsumierte Urlaube 693.823,29 71.790,67 0,00 622.032,62
Sonderzahlungen 590.417,30 590.417,30 602.397,28 602.397,28
Jubiläumsgelder 385.852,00 26.990,72 42.326,72 401.188,00
Mitarbeiterprämien kurzfristig 1.008.826,75 1.008.826,75 704.515,00 704.515,00
Mitarbeiterprämien langfristig 0,00 0,00 943.870,00 943.870,00
Gleitzeitguthaben 131.184,13 0,00 24.949,02 156.133,15
Summe Personalrückstellungen 2.810.103,47 1.698.025,44 2.318.058,02 3.430.136,05
übrige Rückstellungen
Bilanzprüfungsaufwand 117.043,52 117.043,52 111.939,00 111.939,00
Beratungsaufwand 315.700,04 315.700,04 145.000,00 145.000,00
Bilanzveröffentlichung 23.000,04 23.000,04 28.000,00 28.000,00
Aufsichtsratsvergütung 180.000,00 180.000,00 180.000,00 180.000,00
drohende Kursverluste 10.120.306,47 296.791,77 2.468.962,44 12.292.477,14
Kreditbereitstellungsprovision 264.000,00 264.000,00 203.000,00 203.000,00
Sanierungsaufwand 4.600.000,00 0,00 0,00 4.600.000,00
Lizenzgebühren 1.682.854,00 1.682.854,00 0,00 0,00
sonstige übrige Rückstellungen 0,00 0,00 219.000,00 219.000,00
Summe übrige Rückstellungen 17.302.904,07 2.879.389,37 3.355.901,44 17.779.416,14
Summe sonstige Rückstellungen 20.113.007,54 4.577.414,81 5.673.959,46 21.209.552,19

Zur Ermittlung der Rückstellung für drohende Kursverluste wurden bezüglich konzerninternen und mit Dritten abgeschlossenen Derivatgeschäften Bewertungseinheiten gebildet, sofern Fälligkeitstermine und nominierte Währungen übereinstimmen. Die verbleibenden negativen Überhänge wurden als Rückstellung für drohende Kursverluste ausgewiesen. Ergänzende Erläuterungen zu den derivativen Finanzinstrumenten siehe unter Ziffer 1.3.2.11.4.

Mit der Philips Electronics NV, Eindhoven/Niederlande, wurde im Mai 2009 ein weltweiter Lizenzaustauschvertrag, welcher gegenwärtige und zukünftige Lizenzen in den Bereichen Beleuchtungstechnik und LED umfasst, abgeschlossen. Für die Lizenzzahlungen an Philips wird entsprechend vorgesorgt, die Aufwendungen werden an die vom Lizenzvertrag umfassten Tochterunternehmen des Konzerns weiterverrechnet. Aufgrund geänderter Verrechnungsmodalitäten wird die Rückstellung für das GJ 2012/13 erstmalig bei den Tochtergesellschaften der Zumtobel Gruppe gebildet.

Die im Vorjahr erstmals gebildete Sanierungsrückstellung dient zur Abdeckung des negativen Eigenkapitals der Thorn Licht Gesellschaft m. b. H., Dornbirn, und blieb im Geschäftsjahr unverändert.

4.3.2.9 Verbindlichkeiten

Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung für die Zumtobel Gruppe stellt der am 8. November 2011 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Oktober 2016 dar. Aufgrund der positiven Free Cashflow-Entwicklung im ersten Halbjahr wurde der maximal ausnutzbare Rahmen des Konsortialkreditvertrages im November 2012 von der Zumtobel Gruppe freiwillig von 500 Mio EUR auf 400 Mio EUR reduziert. Damit werden auch die laufenden Belastungen aus der Bereitstellungsprovision reduziert und es besteht grundsätzlich weiterhin die notwendige finanzielle Flexibilität für strategische Schritte. Zum 30. April 2013 hat die Zumtobel Gruppe EUR 170.000.000,00 des bestehenden Kreditrahmens beansprucht, davon entfallen auf die Zumtobel AG EUR 45.000.000,00.

Restlaufzeit bis zu
einem Jahr
Restlaufzeit von
einem bis fünf
Jahren
Restlaufzeit von
über fünf Jahren
Bilanzwert
30. April 2013
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 50.394,51 45.000.000,00 0,00 45.050.394,51
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.027.174,77 0,00 0,00 6.027.174,77
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 19.415.405,90 0,00 0,00 19.415.405,90
sonstige Verbindlichkeiten 1.081.717,82 0,00 0,00 1.081.717,82
davon aus Steuern 32.361,50 0,00 0,00 32.361,50
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 226.009,90 0,00 0,00 226.009,90
Summe Verbindlichkeiten 26.574.693,00 45.000.000,00 0,00 71.574.693,00
Restlaufzeit bis zu
einem Jahr
Restlaufzeit von
einem bis fünf
Jahren
Restlaufzeit von
über fünf Jahren
Bilanzwert
30. April 2012
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 119.821,05 75.000.000,00 0,00 75.119.821,05
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.037.861,19 0,00 0,00 5.037.861,19
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.031.738,60 0,00 0,00 1.031.738,60
sonstige Verbindlichkeiten 1.034.138,33 0,00 0,00 1.034.138,33
davon aus Steuern 44.472,83 0,00 0,00 44.472,83
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 201.068,33 0,00 0,00 201.068,33
Summe Verbindlichkeiten 7.223.559,17 75.000.000,00 0,00 82.223.559,17

Die Verbindlichkeiten sind nicht dinglich besichert.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Gegenüber der Zumtobel Pool GmbH, Dornbirn, besteht eine Finanzierungsverbindlichkeit in Höhe von EUR 19.075.191,90 (VJ EUR 715.924,32). Aus der laufenden Leistungsverrechnung bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von EUR 313.205,20 (VJ EUR 308.071,64). Die Verbindlichkeit aus der Übernahme des Jahresverlustes aufgrund der Organschaft mit der Zumtobel Insurance Management GmbH, Dornbirn, ist mit einem Betrag von EUR 27.008,80 (VJ EUR 7.742,64) enthalten.

Sonstige Verbindlichkeiten

30. April 2013 30. April 2012
sonstige Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Gemeinde aus Kommunalsteuern 26.725,23 25.172,98
Verbindlichkeiten gegenüber Dienstnehmern 656.283,80 475.044,46
Verbindlichkeiten gegenüber dem Finanzamt 5.636,27 19.299,85
Verbindlichkeiten gegenüber der Krankenkasse 226.009,90 201.068,33
Verbindlichkeiten gegenüber Versicherungsunternehmen 137.190,38 80.865,97
Verbindlichkeiten aus abgegrenzten Aufwendungen 0,00 131.163,40
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 0,00 69.895,44
Übrige Verbindlichkeiten 29.872,24 31.627,90
Summe sonstige Verbindlichkeiten 1.081.717,82 1.034.138,33

Die sonstigen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr zur Gänze nach dem Bilanzstichtag zahlungswirksam.

4.3.2.10 Anteilsbasierte Vergütungen an leitende Angestellte

Stock Option Program (SOP)

Von 2004 bis 2008 gab es ein aktienbasiertes Vergütungsprogramm, das Stock Option Program (SOP), das 2008 durch das MSP abgelöst wurde. Aus dem SOP erfolgen keine Zuteilungen von Optionen mehr. Die Ausübungszeit des SOP läuft jedoch noch bis 2015. Innerhalb dieser Ausübungszeit werden mehrere Ausübungsfenster ("exercise slots") zur Einlösung der Optionen festgesetzt. Eine vorzeitige Schließung der Ausübungsfenster bleibt vorbehalten. Für eine Option kann eine Aktie zu einem fixen Preis gekauft werden. Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden sämtliche – die Mitarbeiter der Zumtobel AG betreffenden – Optionen ausgeübt (VJ 58.600). Zum 30. April 2013 bestehen keine eingeräumten Optionen mehr (VJ 520 Stk.).

Betreffend anteilsbasierte Vergütungen werden die Regelungen des IFRS 2 im Zusammenhang mit der AFRAC-Stellungnahme vom September 2007 zur Behandlung anteilsbasierter Vergütungen nicht angewandt.

Matching Stock Program (MSP)

Das Matching Stock Program wurde im Vorjahr zur Gänze abgegolten und wurde ab dem Geschäftsjahr 2012/13 durch einen Cash-basierten Long Term Incentive abgelöst.

4.3.2.11 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

4.3.2.11.1 Haftungsverhältnisse

30. April 2013 davon für
verbundene
Unternehmen
Verpflichtungen aus Eventualverbindlichkeiten 205.638.218,21 205.638.218,21
Unternehmensgarantien 19.928.935,21 19.928.935,21
Leasing 3.000.000,00 3.000.000,00
Bankgarantien 47.560,97 0,00
228.614.714,39 228.567.153,42
30. April 2012 davon für
verbundene
Unternehmen
Verpflichtungen aus Eventualverbindlichkeiten 200.370.854,67 200.370.854,67
Unternehmensgarantien 20.762.654,53 20.762.654,53
Leasing 3.000.000,00 3.000.000,00
Bankgarantien 47.560,97 0,00
224.181.070,17 224.133.509,20

4.3.2.11.2 Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen

30. April 2013
des folgenden
Geschäftsjahres
der folgenden fünf
Geschäftsjahre
Verpflichtungen aus Leasingverträgen 82.350,00 411.750,00
Verpflichtungen aus Mietverträgen 214.885,00 1.074.425,00
297.235,00 1.486.175,00
30. April 2012
des folgenden
Geschäftsjahres
der folgenden fünf
Geschäftsjahre
Verpflichtungen aus Leasingverträgen 73.438,00 367.190,00
Verpflichtungen aus Mietverträgen 217.045,00 1.085.225,00
290.483,00 1.452.415,00

4.3.2.11.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die IT-Outsourcing-Partnerschaft mit der ATOS IT Solution and Services GmbH (vormals Atos Origin GmbH), Wien, wurde um weitere 6 Jahre bis zum 31. Dezember 2018 verlängert.

4.3.2.11.4 Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden in der Zumtobel AG zur Absicherung von Marktpreisrisiken der gesamten Zumtobel Gruppe, die aus Schwankungen von Währungskursen, Kupferpreisen und Zinssätzen resultieren können, eingesetzt. Die Berechnung von stichtagsbezogenen Marktwerten aus Derivaten erfolgt durch eine Treasury-Software basierend auf üblichen anerkannten Berechnungsmethoden.

Durch weitere Marktpreisschwankungen können die hier angeführten Werte jedoch von den später bei Fälligkeit realisierten Werten abweichen.

Die Zumtobel AG schließt einerseits interne Termingeschäfte mit Konzerngesellschaften der Zumtobel Gruppe zur Absicherung deren Währungskurs- und Kupferpreisrisikos ab. Das daraus resultierende Nettoexposure in den einzelnen Währungen bzw. Kupfer wird teilweise zeitgleich, teilweise sukzessive extern durch gegengleiche Derivatgeschäfte mit ausgewählten Banken als Kontraktpartner eingedeckt. Damit ist das Bonitätsrisiko aus Sicherungsgeschäften als äußerst gering einzustufen. Die Summe der nach Bildung von Bewertungseinheiten verbleibenden negativen Überhänge für diese Sicherungsgeschäfte wurde in die Rückstellung für drohende Kursverluste mit einem Betrag von EUR 2.079.303,78 (VJ EUR 296.791,77) eingestellt.

Um das Zinsänderungsrisiko für die Mittelfristplanung der Zumtobel Gruppe zu verringern, hat die Zumtobel AG als Konzernobergesellschaft mit verschiedenen Banken Zins-Swaps (Interest Rate Swaps) für ein derzeit wirksames Nominalvolumen von rund EUR 122.000.000,00 (hiervon EUR 20.000.000,00 als Cross-Currency-Swap mit Zahlungsverpflichtungen in Schweizer Franken) abgeschlossen. Für im Juni 2013 endende Zinsswaps über EUR 62.000.000,00 wurden bereits auf Forward-Start-Basis Folgesicherungen in Höhe von EUR 60.000.000,00 abgeschlossen. Diese Zinsinstrumente sind in unterschiedliche Laufzeiten gestaffelt (längstens bis Juni 2019) und tauschen variable Zinszahlungen in Fixzinszahlungen von maximal 3,34%. Zur Überprüfung der Effektivität wird die Dollar-Offset-Methode verwendet. Aufgrund des weiteren Rückgangs des Zinsniveaus seit dem Abschluss dieser Zinsinstrumente bildeten sich negative Marktwerte von insgesamt EUR 10.213.173,36 (VJ EUR 9.823.514,70), die ebenfalls in der Rückstellung für drohende Kursverluste enthalten sind.

4.3.3 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.3.3.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse nach geografisch bestimmten Märkten setzen sich wie folgt zusammen:

2012/13 2011/12
Inland 21.227.176,77 21.530.386,08
EU-Staaten 9.767.713,35 9.845.869,06
Drittland 3.180.115,53 3.136.408,02
34.175.005,65 34.512.663,16

Nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:

2012/13 2011/12
Mieterlöse 7.978.559,88 7.671.093,81
IT-Dienstleistungen 19.516.466,46 19.685.780,85
sonstige Umlagen 6.679.979,31 7.155.788,50
34.175.005,65 34.512.663,16

Von den Umsatzerlösen wurden EUR 33.795.207,92, das sind 98,89% (VJ EUR 34.145.737,54 bzw. 98,94%), mit Gesellschaften des Konzerns getätigt.

4.3.3.2 Sonstige betriebliche Erträge

2012/13 2011/12
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 0,00 71.247,17
Erträge aus dem Abgang vom und der Zuschreibung zum Anlagevermögen mit Ausnahme
der Finanzanlagen
108,25 0,00
Erträge aus weiterverrechneten Betriebskosten an Dritte 460.830,21 462.775,62
Erträge aus sonstigen weiterverrechneten Aufwendungen an Konzerngesellschaften 557.046,51 310.763,04
Erträge aus Schadensfällen 0,00 162.371,50
Erträge aus übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen 13.216,17 25.235,50
1.031.201,14 1.032.392,83

4.3.3.3 Personalaufwand

Die Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen sowie die Aufwendungen für Altersversorgung setzen sich wie folgt zusammen:

2012/13 2011/12
leitende Angestellte 31.884,42 47.704,30
sonstige Arbeitnehmer 436.691,27 530.164,00
468.575,69 577.868,30

Im Gesamtbetrag sind mit EUR 100.138,10 (VJ EUR 113.454,82) auch die Beträge, die an die Mitarbeitervorsorgekasse im Rahmen der Abfertigung Neu bezahlt wurden, enthalten.

4.3.3.4 Sonstige betriebliche Aufwendungen

2012/13 2011/12
Steuern 91.972,59 91.693,60
Übrige
IT-Dienstleistungen 5.490.585,63 6.003.409,05
Beratung 4.206.874,26 4.623.474,00
Datenleitungen, Telekommunikation 3.252.259,14 3.005.063,03
Werbung 1.022.078,75 774.967,69
Versicherungen 2.430.913,66 2.345.455,02
Instandhaltungen 2.565.863,54 2.415.667,62
Sonstiger Aufwand 3.649.543,80 3.633.628,91
Summe Übrige 22.618.118,78 22.801.665,32
22.710.091,37 22.893.358,92

Hinsichtlich der auf das Geschäftsjahr entfallenden Aufwendungen für den Wirtschaftsprüfer verweisen wir auf die Angaben im Konzernabschluss.

4.3.3.5 Finanzergebnis

Die Erträge von verbundenen Unternehmen verteilen sich wie folgt:

2012/13 2011/12
Gewinnausschüttung Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn 25.000.000,00 10.000.000,00
Entnahme Tridonic GmbH & Co KG, Dornbirn 15.000.000,00 40.000.000,00
Gewinnausschüttung Tridonic GmbH, Dornbirn 0,00 400.000,00
40.000.000,00 50.400,000,00

Der Jahresfehlbetrag aus dem Ergebnisabführungsvertrag mit der Zumtobel Insurance Management GmbH in Höhe von EUR -27.008,80 (VJ EUR -7.742,64) ist in der Position "Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens" enthalten.

In der Position "Aufwendungen aus Finanzanlagen" ist im Vorjahr ein Betrag in Höhe von EUR 4.600.000,00 enthalten. Dieser Betrag dient zur Abdeckung des negativen Eigenkapitals der Thorn Licht Gesellschaft m. b. H., Dornbirn.

Im Zuge des Verkaufs der Ledon Lamp GmbH, Dornbirn, wurde in der Zumtobel Pool GmbH, Dornbirn, die ausstehende Forderung gegenüber der Ledon Lamp GmbH in Höhe von EUR 2.340.948,00 zur Gänze abgeschrieben. Aufgrund der bestehenden Verlustübernahmegarantie der Zumtobel AG gegenüber der Zumtobel Pool GmbH wurde der gesamte Abschreibungsbetrag von der Zumtobel AG übernommen und wird in der Position "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Die Position "Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge" beinhaltet den positiven Saldo aus Erträgen und Aufwendungen in Höhe von EUR 901.040,21 aus Kurssicherungs- und Swap-Geschäften. Im Vorjahr war der negative Saldo in Höhe von EUR 321.566,95 aus Kurssicherungs- und Swap-Geschäften in der Position "Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen" enthalten.

4.3.3.6 Steuern vom Einkommen

Die Veränderung der unversteuerten Rücklagen hatte keine Auswirkung auf die Steuern vom Einkommen.

Seit dem Wirtschaftsjahr 2004/05 wird in Österreich von der Möglichkeit der Errichtung einer steuerlichen Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG Gebrauch gemacht. Zu diesem Zwecke wurde zwischen der Zumtobel AG als Gruppenträger und den Gruppenmitgliedern

Zumtobel Lighting GmbH (beteiligte Körperschaft) Zumtobel Licht GmbH Zumtobel Holding GmbH Zumtobel Insurance Management GmbH (beteiligte Körperschaft) Zumtobel Pool GmbH Tridonic connection technology GmbH Tridonic GmbH (beteiligte Körperschaft) Tridonic Jennersdorf GmbH Tridonic Holding GmbH LEDON Lighting GmbH Zumtobel LED Holding GmbH (beteiligte Körperschaft) Zumtobel LED GmbH

ein Steuerumlagevertrag abgeschlossen.

In diesem Steuerumlagevertrag wurde vereinbart, dass ein nach den Vorschriften des KStG und EStG ermittelter steuerpflichtiger Gewinn oder Verlust im Sinne der stufenweisen Ergebniszurechnung an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger weiterzuverrechnen ist.

Ein auf Basis des steuerpflichtigen Gewinnes des Gruppenmitglieds ermittelter Steueraufwand ist unabhängig davon, in welcher Höhe der Gruppenträger insgesamt für das betreffende Wirtschaftsjahr und für die gesamte Unternehmensgruppe Körperschaftsteuer schuldet, als Steuerumlage an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger zu entrichten. Im Falle eines steuerlichen Verlustes des Gruppenmitgliedes verpflichtet sich die beteiligte Körperschaft bzw. der Gruppenträger, diese Verluste als internen Verlustvortrag für zukünftige verrechenbare Gewinne des jeweiligen Gruppenmitgliedes evident zu halten. Das Gruppenmitglied wiederum ist verpflichtet, im Falle eines steuerlichen Verlustes die Mindestkörperschaftsteuer an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger zu entrichten.

Vorgruppen- und Außergruppenverluste iSd § 9 KStG werden unter Berücksichtigung einer allfälligen Vortrags- und Verrechnungsgrenze gegen die steuerlichen Gewinne des jeweiligen Gruppenmitglieds bzw. des Gruppenträgers verrechnet.

Die Ledon Lamp GmbH, Dornbirn, wurde im Berichtsjahr verkauft und ist damit aus der steuerlichen Unternehmensgruppe ausgeschieden.

Aus der Gruppenbesteuerung wurden im laufenden Wirtschaftsjahr insgesamt EUR 65.248,46 an Gruppenmitglieder verrechnet (VJ EUR 64.429,12).

4.3.4 Sonstige Angaben

4.3.4.1 Zahl der Arbeitnehmer

Die Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres, gegliedert in Arbeiter und Angestellte, beträgt:

Durchschnitt Stichtag
2012/13 2011/12 30. April 2013 30. April 2012
Arbeiter 1 1 1 1
Angestellte 123 120 119 121
124 121 120 122

4.3.4.2 Gesellschaftsrechtliche Verhältnisse

Die Gesellschaft wurde mit Satzung vom 17. Dezember 1984 errichtet.

In der Hauptversammlung vom 27. Juli 2012 wurde die Änderung der Satzung entsprechend dem Gesellschaftsrechtsänderungsgesetz beschlossen. Diese betrifft vor allem die Anpassung der Satzung hinsichtlich der Organisation von Hauptversammlungen.

Die Gesellschaft ist im Firmenbuch des Landes- als Handelsgerichtes Feldkirch unter der Nummer 62309 g eingetragen.

Im Geschäftsjahr waren folgende Personen als Mitglieder des Aufsichtsrats tätig: KR Dipl. Ing. Jürg Zumtobel (Vorsitzender) Dr. Johannes Burtscher (Stellvertreter des Vorsitzenden) Dipl. Kfm. Hero Brahms (Stellvertreter des Vorsitzenden) Dipl. Ing. Fritz Zumtobel (Mitglied) Dr. Stephan Hutter (Mitglied) Dipl. Phys. Hans-Peter Metzler (Mitglied)

Vom Betriebsrat delegiert: Ludwig Auer, bis 28. Juni 2012 Richard Apnar, ab 28. Juni 2012 Herbert Kaufmann, bis 8. November 2012 Erich Zucalli, ab 8. November 2012 Mario Wintschnig

Die Funktionsperiode für die gewählten Mitglieder des Aufsichtsrats endet mit der Hauptversammlung, welche über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2014/15 beschließt. Die Gesamtvergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrats beliefen sich auf EUR 337.335,93 (VJ EUR 350.792,20).

Im Geschäftsjahr waren folgende Personen als Mitglieder des Vorstands tätig:

Dr. Harald Sommerer, bestellt bis 30. April 2016 Dipl. Wirtsch. Ing. Martin Brandt, bestellt bis 30. April 2015 Dr. Mathias Dähn, bestellt bis 30. April 2014

Gesamtbezüge des Vorstands

Ziel
vergütung
Vergütung Grundgehalt STI LTI LTI-Auszahlung
aus
Abgeltung
MSP
In TEUR Vorperioden
Gesamtbezüge des Vorstands
2012/13 2.749 2.558 1.478 271 810 - -
2011/12 n/a 1.989 1.468 421 n/a n/a 100
Dr. Harald Sommerer
2012/13 1.304 1.210 675 107 428 - -
2011/12 n/a 882 625 206 n/a n/a 51
Dr. Mathias Dähn
2012/13 722 674 401 82 191 - -
2011/12 n/a 570 441 117 n/a n/a 12
Dipl. Wirtsch. Ing. Martin Brandt
2012/13 723 675 402 82 191 - -
2011/12 n/a 537 402 98 n/a n/a 37

4.3.4.3 Angaben zum Konzernabschluss

Bei der Gesellschaft handelt es sich um eine große Kapitalgesellschaft. Sie ist die Muttergesellschaft der Zumtobel Gruppe und erstellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen. Der Konzernabschluss wird im Amtsblatt zur Wiener Zeitung veröffentlicht. Mit nahestehenden Unternehmen werden ausschließlich Geschäfte zu marktüblichen Konditionen abgeschlossen.

Dornbirn, 11. Juni 2013

Dr. Harald Sommerer Dipl. Wirtsch. Ing. Martin Brandt Dr. Mathias Dähn Chief Executive Officer (CEO) Chief Operating Officer (COO) Chief Financial Officer (CFO)

4.4 Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Werte in EUR Stand
1. Mai 2012
Zugänge Abgänge Umbuch
ungen
Stand
30. April 2013
kumulierte
Abschreibung
Buchwert
30. April 2013
Buchwert
30. April 2012
Jahresab
schreibung
I) Immaterielle
Vermögensgegenstände
Konzessionen, Rechte und
ähnliche Rechte und
Vorteile sowie daraus
abgeleitete Lizenzen
16.295.915,95 1.573.781,69 0,00 0,00 17.869.697,64 13.116.842,64 4.752.855,00 4.626.766,87 1.447.693,56
geringwertige
Wirtschaftsgüter
0,00 5.711,24 5.711,24 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 5.711,24
Summe immaterielle
Vermögensgegenstände
16.295.915,95 1.579.492,93 5.711,24 0,00 17.869.697,64 13.116.842,64 4.752.855,00 4.626.766,87 1.453.404,80
II) Sachanlagen
Grundstücke und Bauten
bebaute Grundstücke 90.060.404,35 3.107.958,72 0,00 1.073.402,87 94.241.765,94 55.095.311,77 39.146.454,17 37.661.204,67 2.696.112,09
davon Grundwert 4.819.204,67 0,00 0,00 0,00 4.819.204,67 0,00 4.819.204,67 4.819.204,67 0,00
unbebaute
Grundstücke
6.321.788,34 0,00 0,00 0,00 6.321.788,34 0,00 6.321.788,34 6.321.788,34 0,00
Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
2.524.063,97 45.363,63 430,25 0,00 2.568.997,35 2.298.779,21 270.218,14 388.098,14 162.921,63
Geleistete Anzahlungen
und Anlagen in Bau
1.536.186,74 6.125.505,40 0,00 -
1.073.402,87
6.588.289,27 0,00 6.588.289,27 1.536.186,74 0,00
geringwertige
Wirtschaftsgüter
0,00 16.630,67 16.630,67 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 16.630,67
Summe Sachanlagen 100.442.443,40 9.295.458,42 17.060,92 0,00 109.720.840,90 57.394.090,98 52.326.749,92 45.907.277,89 2.875.664,39
III) Finanzanlagen
Anteile an verbundenen
Unternehmen
680.899.407,02 0,00 11,72 0,00 680.899.395,30 95.267.000,00 585.632.395,30 585.632.407,02 0,00
Beteiligungen 27.319,15 1.824,79 0,00 0,00 29.143,94 0,00 29.143,94 27.319,15 0,00
Wertpapiere
(Wertrechte) des
Anlagevermögens
250.125,00 0,00 0,00 0,00 250.125,00 0,00 250.125,00 250.125,00 0,00
Summe Finanzanlagen 681.176.851,17 1.824,79 11,72 0,00 681.178.664,24 95.267.000,00 585.911.664,24 585.909.851,17 0,00
Summe Anlagevermögen 797.915.210,52 10.876.776,14 22.783,88 0,00 808.769.202,78 165.777.933,62 642.991.269,16 636.443.895,93 4.329.069,19

4.5 Lagebericht der Zumtobel AG

4.5.1 Die Zumtobel AG im Überblick

4.5.1.1 Organisationsstruktur

Die Zumtobel AG fungiert als Konzernobergesellschaft der Zumtobel Gruppe und stellt übergreifende Management- und Servicefunktionen bereit. Diese umfassen unter anderem die Bereiche Controlling, Personalwesen, Konzernrechnungswesen, Steuern und Recht, Interne Revision, Versicherungswesen, Treasury (inklusive zentraler Finanzierung und Liquiditätsmanagement des Konzerns), IT, Unternehmenskommunikation und Investor Relations. Auf diese Weise werden Synergieeffekte zwischen den Segmenten und Marken der Zumtobel AG sowie in zentral von der Zumtobel AG verwalteten Bereichen erzielt. Weiters verwaltet die Gesellschaft den überwiegenden Teil der inländischen Liegenschaften. Die Erträge der Gesellschaft kommen aus der internen Leistungsverrechnung mit den verbundenen Unternehmen und aus Ausschüttungen der Obergesellschaft des Leuchtensegments (Zumtobel Lighting GmbH) sowie des Komponentensegments (Tridonic GmbH & Co KG).

Der Vorstand der Zumtobel AG verantwortet die Führung und Steuerung des Konzerns. Harald Sommerer bekleidet seit 1. Mai 2010 die Funktion des Chief Executive Officer (CEO), Mathias Dähn ist seit 1. Februar 2011 Chief Financial Officer (CFO) und Martin Brandt seit 1. September 2009 Chief Operating Officer (COO) der Zumtobel AG. Organisatorisch ist die Zumtobel Gruppe nach einem "Stammhauskonzept" aufgestellt, demzufolge das Leuchtengeschäft direkt vom Konzernvorstand geführt wird. Das Komponentengeschäft wird als eigenständige Tochtergesellschaft mit eigener Geschäftsführung geführt und untersteht dem CEO der Zumtobel AG.

4.5.1.2 Unternehmensstrategie

Die Zumtobel AG verfolgt eine Mehrmarkenstrategie, die mit starken, international etablierten Marken unterschiedliche Geschäftsfelder und Kundenzielgruppen im Lichtmarkt anspricht. Wesentliche Umsatztreiber für die professionelle Beleuchtungsindustrie sind das Thema Energieeffizienz mit besonderem Fokus auf intelligent gesteuerte Lichtlösungen, die Potenziale der LED-Technologie sowie die Wachstumschancen insbesondere in Asien und dem Mittleren Osten.

Um von den sich bietenden Marktchancen bestmöglich profitieren zu können, verfolgt die Zumtobel AG mit allen ihren Marken eine langfristig ausgerichtete, globale Wachstumsstrategie. Grundlage dieser Strategie ist der breit gefächerte Marktzugang aller Marken, das profunde Know-how in der Lichtanwendung, die starke Technologieposition und zusammen die umfassende Abdeckung der Wertschöpfungskette. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, ein durchschnittliches jährliches Wachstum zu erreichen, das über dem Branchenwachstum liegt, wobei die jeweilige Wachstumserwartung dem konjunkturellen Rahmen angepasst werden muss.

Seit der Gründung zeichnet sich die Zumtobel AG durch nachhaltiges Wirtschaften aus. Die globale Wachstumsstrategie ist eng verzahnt mit der Nachhaltigkeitsstrategie der Zumtobel AG "Through Light, we care". Ein energieeffizientes Produktangebot, das Know-how und Engagement der Mitarbeiter, effiziente, ressourcenschonende Geschäftsprozesse und Integrität sind sowohl die vier Handlungsfelder der Nachhaltigkeitsstrategie als auch Grundvoraussetzung und wesentliche Erfolgsfaktoren für globales Wachstum. Der vierte Nachhaltigkeitsbericht wird zeitgleich mit dem Jahresfinanzbericht 2012/13 veröffentlicht. Darin berichtet die Gesellschaft über die Fortschritte im abgelaufenen Jahr sowie im Rahmen eines formellen Nachhaltigkeitsprogramms über zukünftige Ziele und Maßnahmen zum Thema Nachhaltigkeit.

4.5.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Das Geschäftsjahr 2012/13 war von einer insgesamt schwierigen ökonomischen Situation sowohl in Europa als auch den wichtigsten außereuropäischen Wirtschaftsräumen geprägt, die sich im Herbst 2012 noch einmal verschärfte. Dies führte dazu, dass der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Konjunkturprognosen im Laufe des Jahres mehrfach reduzierte und sich das Wachstum der Weltwirtschaft im Geschäftsjahr der Zumtobel Gruppe (1. Mai 2012 bis 30. April 2013) stärker als erwartet abgeschwächt hat. Der IWF bezifferte das globale Wirtschaftswachstum für 2012 auf 3,2% nach 4,0% in 20111 . Die industrialisierte Welt konnte dabei wegen der deutlich spürbaren Auswirkungen der Schuldenkrise in wichtigen Industrienationen, insbesondere in Europa, nur ein moderates Plus von 1,2% erzielen. Die Eurozone wies im Kalenderjahr 2012 sogar einen Rückgang der Wirtschaftsleistung von 0,6% aus. Vor allem die südeuropäischen Nationen verharren in der Rezession, aber auch in der für die Zumtobel Gruppe wichtigen D/A/CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) verlangsamte sich die Wachstumsdynamik im Berichtsjahr. Um der latenten Konjunkturabkühlung entgegenzuwirken, hat die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins im Berichtsjahr weiter gesenkt und angekündigt, unlimitierte Anleihenkäufe zu tätigen, um das Zinsniveau notleidender Euro-Staaten zu stabilisieren.

Angesichts drastischer Interventionen der Zentralbanken hat sich die Situation an den Kapitalmärkten zwar etwas entspannt, die eigentlichen Risiken der massiven Verschuldung wichtiger Industrienationen sind jedoch unverändert groß. Daher sehen die Experten des IWF weiterhin hohe Unsicherheiten für die Weltkonjunktur. Da sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen unmittelbar auf die Bau- und Bauzulieferindustrie auswirken, beobachtet die Zumtobel AG die Entwicklungen und die entsprechenden Frühindikatoren sehr genau.

4.5.3 Die Zumtobel Aktie

Für die Zumtobel Aktionäre verlief das Geschäftsjahr 2012/13 alles andere als erfreulich. Insgesamt ging der Kurs im Berichtszeitraum 1. Mai 2012 bis 30. April 2013 um 18,2% nach unten. Damit blieb die Performance deutlich hinter der Entwicklung des ATX zurück. Die rückläufige wirtschaftliche Entwicklung in wesentlichen europäischen Kernmärkten, die enttäuschende Branchenentwicklung im gewerblichen Hochbau sowie die großen Herausforderungen im Komponentengeschäft sorgten für Unsicherheit und belasteten die Kursentwicklung.

Schlusskurs 30.04.13 EUR 8,50 Währung EUR
Schlusskurs 30.04.12 EUR 10,40 ISIN AT0000837307
Performance GJ 2012/13 -18,2% Börsenkürzel Wiener Börse (XETRA) ZAG
Marktkapitalisierung am 30.04.13 370 Mio EUR Marktsegment Prime Market
Höchstkurs am 28.02.13 EUR 11,47 Reuters Symbol ZUMV.VI
Tiefstkurs am 13.07.12 EUR 7,38 Bloomberg Symbol ZAG AV
Ø tägl. Handelsvolumen (Stück) 115.328 Anzahl der Aktien 43.500.000

Kennzahlen zur Zumtobel Aktie im GJ 2012/13

Auf Basis einer gegenüber dem Vorjahr unveränderten Zahl von 43,5 Millionen Inhaberstammaktien wurde das Unternehmen zum 30. April 2013 mit 370 Mio EUR bewertet. Die Familie Zumtobel hält weiterhin 35,4% der Stimmrechte. Darüber hinaus verfügt der institutionelle Investor Delta Lloyd Asset Management NV über einen Stimmrechtsanteil von knapp über 10% und die FMR LLC (Fidelity) über 4% der ausgegebenen Aktien. Mit Wirkung 06. Juni 2013 informierte FMR LLC (Fidelity) die Zumtobel AG, dass der Anteil an Zumtobel auf unter 4% reduziert wurde. Im Ranking bezüglich der Indexmitgliedschaft im ATX belegte das Unternehmen per 30. April 2013 im Vergleich zu den größten börsennotierten Unternehmen Österreichs Platz 25 in Bezug auf die Marktkapitalisierung und Platz 19 in Bezug auf das Handelsvolumen. Der durchschnittliche Tagesumsatz an der Wiener Börse verringerte sich im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr von 155.548 auf 115.328 Stück (Doppelzählung, wie von der Wiener Börse veröffentlicht). Zum Bilanzstichtag betrug der Bestand eigener Anteile 366.110 Stück (Vorjahr 393.390 Stück).

4.5.4 Geschäftsverlauf (inklusive finanzielle Leistungsindikatoren)

Die Entwicklung der Zumtobel Gruppe wird im Rahmen der Konsolidierung auf Konzernebene dargestellt. In diesem Zusammenhang wird auch auf den Konzernlagebericht und Konzernabschluss 2012/13 verwiesen.

4.5.4.1 Ertragslage

Die Nettoumsatzerlöse in Höhe von 34,2 Mio EUR (Vorjahr 34,5 Mio EUR) beinhalten IT-Dienstleistungen in Höhe von 19,5 Mio EUR (Vorjahr 19,7 Mio EUR), Mieteinnahmen in Höhe von 8,0 Mio EUR (Vorjahr 7,7 Mio EUR) sowie sonstige Umlagen in Höhe von 6,7 Mio EUR (Vorjahr 7,2 Mio EUR).

Das Betriebsergebnis verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um 1,5 Mio EUR auf minus 7,3 Mio EUR, insbesondere aufgrund des gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Personalaufwands. Die Erträge aus verbundenen Unternehmen beliefen sich auf 40,0 Mio EUR (Vorjahr 50,4 Mio EUR). Aus der Tridonic GmbH & Co KG (Obergesellschaft des Components Segments) wurden 15,0 Mio EUR entnommen (Vorjahr 40,0 Mio EUR) und die Ausschüttungen der Zumtobel Lighting GmbH als Obergesellschaft des Lighting Segments beliefen sich auf 25,0 Mio EUR (Vorjahr 10,0 Mio EUR). Im Vorjahr gab es darüber hinaus eine Ausschüttung der Tridonic GmbH in Höhe von 0,4 Mio EUR.

Der Jahresgewinn verschlechterte sich vor allem aufgrund der geringeren Erträge aus Beteiligungen aus verbundenen Unternehmen von 31,3 Mio EUR auf 23,6 Mio EUR.

4.5.4.2 Vermögenslage

Die unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen ausgewiesenen Beteiligungen betreffen in Höhe von 511,8 Mio EUR die Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn, (Produktions- und Holdinggesellschaft für das Zumtobel Lighting Segment der Zumtobel AG), in Höhe von 62,7 Mio EUR die Tridonic GmbH & Co KG, Dornbirn, (Produktionsunternehmen und Holdinggesellschaft für das Component Segments der Zumtobel AG) und in Höhe von 10,8 Mio EUR die Zumtobel LED Holding GmbH, Lustenau, (Holdinggesellschaft für den Erwerb und die Verwaltung von Beteiligungen im In- und Ausland).

Der Bilanzwert der eigenen Anteile verminderte sich im Geschäftsjahr 2012/13 aufgrund der Ausübung der Aktienoptionen um 0,3 Mio EUR Mio (27.280 Stück) sowie der Abschreibung des Bestands eigener Aktien auf den Kurswert der Zumtobel Aktie zum 30. April 2013. Das Eigenkapital der Zumtobel AG veränderte sich im Wesentlichen aufgrund der Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 8,6 Mio EUR am 03. August 2012. Demgegenüber steht die Einstellung des Jahresüberschusses in Höhe von 23,6 Mio EUR.

Zum 30. April 2013 umfassen die Kapitalrücklagen gebundene Rücklagen in Höhe von 311,6 Mio EUR (Vorjahr 311,6 Mio EUR) sowie nicht gebundene Rücklagen in Höhe von 54,7 Mio EUR (Vorjahr 54,1 Mio EUR). Die gebundene Kapitalrücklage beträgt 286,5% des Grundkapitals und weist demnach die gesetzlich erforderliche Höhe auf. Die Gewinnrücklagen (25,7 Mio EUR) enthalten wie im Vorjahr ausschließlich andere (freie) Rücklagen.

Für die Dividendenausschüttung steht der Zumtobel AG im Geschäftsjahr 2012/13 durch den Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von 30,0 Mio EUR ein Bilanzgewinn von insgesamt 53,5 Mio EUR (Vorjahr 38,6 Mio EUR) zur Verfügung. Die Zumtobel Gruppe verfolgt eine kontinuierliche Dividendenpolitik, die vorsieht, dass zwischen rund 30% und 50% des Jahresgewinnes an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Dementsprechend wird der Vorstand dem Aufsichtsrat und in Folge der Hauptversammlung der Zumtobel AG, die am 26. Juli 2013 stattfindet, eine Dividende von 7 Eurocent je Aktie für das Geschäftsjahr 2012/13 vorschlagen. Das entspricht einer Ausschüttungsquote von 50% vom Jahresergebnis. Die Eigenkapitalquote der Zumtobel AG belief sich zum 30. April 2013 auf 85,2% (Vorjahr 83,6%).

4.5.4.3 Finanzlage

Um die mittfristige Liquidität sicherzustellen, verfügt die Zumtobel Gruppe über den im November 2011 abgeschlossenen Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis 2016 und einem derzeit maximal ausnutzbaren Rahmen von 400 Mio EUR. Hiervon sind zum Bilanzstichtag 170 Mio EUR (Vorjahr 200 Mio EUR) in Anspruch genommen worden, davon entfallen auf die Zumtobel AG 45 Mio EUR (Vorjahr 75 Mio EUR). Die Finanzierung aus dem Konsortialkreditvertrag ist an die Einhaltung von Financial Covenants (Schuldendeckungsgrad der Zumtobel Gruppe kleiner als 3,5 sowie Eigenkapitalquote der Zumtobel Gruppe größer als 25%) geknüpft.

Weiters bestehen gegenüber der Zumtobel Pool GmbH (Konzern-Cash-Pooling-Gesellschaft), Dornbirn, eine Finanzierungsverbindlichkeit in Höhe von 19,1 Mio EUR.

Um die Liquidität im Konzern besser und effektiver steuern zu können, wird für die wesentlichen Länder Europas ein Cash-Pool-System angewendet. Dadurch wird ein zinsoptimaler Ausgleich von kurzfristigen Liquiditätsüber- und -unterdeckungen ermöglicht und der Bedarf an kurzfristigen unbesicherten Kontokorrentkrediten reduziert.

4.5.4.4 Zweigniederlassungen

Zum 30. April 2013 hatte die Zumtobel AG keine Zweigniederlassungen.

4.5.4.5 Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung für die Zumtobel Gruppe stellt der am 08. November 2011 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Oktober 2016 dar. Aufgrund der positiven Free Cashflow-Entwicklung im Geschäftsjahr 2012/13 wurde der maximal ausnutzbare Rahmen des Konsortialkreditvertrages im Juni 2013 von der Zumtobel Gruppe freiwillig um weitere 50 Mio EUR von 400 Mio EUR auf 350 Mio EUR reduziert.

Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag zum 30. April 2013 sind nicht zu vermelden.

4.5.5 Mitarbeiter

Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind engagierte und motivierte Mitarbeiter und Manager der Schlüsselfaktor zum Unternehmenserfolg. Eine konzernweite Unternehmenskultur, in deren Mittelpunkt Leistung, Verantwortung, Offenheit und Unternehmergeist stehen, ist die Basis für die erfolgreiche Umsetzung der notwendigen Maßnahmen zur Bewältigung der gegenwärtigen Wirtschaftskrise.

Die Zumtobel Gruppe baut auf eine über Jahrzehnte gewachsene, starke Unternehmenskultur auf. Die drei Kernwerte Passion, Performance, Partnership bilden das Fundament für das tägliche Handeln und sind eng mit der Unternehmensstrategie verknüpft. Im Berichtsjahr wurden weltweit Workshops zur Implementierung der Werte durchgeführt. Dabei wurden die Führungskräfte von ihren lokalen HR-Business Partnern sowie den von sogenannten "Wertebotschaftern", speziell für diesen Zweck geschulte Mitarbeiter, unterstützt.

Der Personalstand der Zumtobel AG zeigt im Berichtsjahr folgendes Bild:

Durchschnitt Stichtag
2012/13 2011/12 30. April 2013 30. April 2012
Arbeiter 1 1 1 1
Angestellte 123 120 119 121
124 121 120 122

Der Zentralbereich Corporate Human Resources (CHR) leitet in enger Zusammenarbeit mit der Geschäftsführung die strategischen Schwerpunkte der Personalpolitik aus der Unternehmensstrategie ab. Dabei erarbeitet CHR unter anderem in den Bereichen Weiterbildung, Vergütung, Arbeitgebermarke unter Einbindung der lokalen HR-Business Partner globale Richtlinien, Prozesse und Projekte, die für die gesamte Zumtobel Gruppe Gültigkeit haben. Bei der Umsetzung strategischer Projekte wird besonderes Augenmerk auf die Einbindung des lokalen Know-hows sowie auf das Training der HR-Business Partner gelegt.

4.5.6 Umweltschutz

Die Maßnahmen der Zumtobel Gruppe betreffend Umweltschutz sind seitens des Konzerns angeführt und erläutert. Außerdem wird der vierte Nachhaltigkeitsbericht zeitgleich mit dem Jahresfinanzbericht 2012/13 veröffentlicht. Darin berichtet die Zumtobel Gruppe über die Fortschritte im abgelaufenen Jahr sowie im Rahmen eines formellen Nachhaltigkeitsprogramms über zukünftige Ziele und Maßnahmen zum Thema Nachhaltigkeit einschließlich Daten zu Energieverbrauch, Emissionen, Wasserverbrauch, Abfall & Recycling, Transport & Logistik.

4.5.7 Bericht über die Forschung und Entwicklung

Forschung und Entwicklung (F&E) ist durch die Entwicklung und Anwendung neuer Technologien ein entscheidender Erfolgsfaktor für die globale Wachstumsstrategie der Zumtobel AG. Die eigentliche Produktentwicklung liegt in der Zuständigkeit der einzelnen Marken, da die Nähe zu Produktmanagement und Produktion einen wichtigen Beitrag zu immer schnelleren Entwicklungsprozessen leistet. Auf AG-Ebene dagegen sind insbesondere koordinative Aufgaben wie Forschungsförderung und Gremienarbeit, die Standardisierung und Weiterentwicklung der Werkzeuge wie CAD- und Simulationsprogramme sowie die Anmeldung, Verwaltung und Verteidigung der Schutzrechte angesiedelt.

4.5.8 Berichterstattung über wesentliche Merkmale des internen Kontroll- und des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

4.5.8.1 Internes Kontrollsystem

Die Zumtobel AG orientiert sich beim Internen Kontrollsystem sowie beim Risikomanagement seit vielen Jahren an den methodischen Grundlagen der COSO-Modelle sowie im Bereich der IT-Kontrollen an Cobit. Das Interne Kontrollsystem ist definiert als die Gesamtheit der in die Prozesse integrierten Überwachungs- und Steuerungsmaßnahmen zur Sicherung der Vermögenswerte des Unternehmens, der Vollständigkeit und Zuverlässigkeit von Informationen und Systemen, der Wirtschaftlichkeit und Effektivität von Prozessen sowie der Compliance mit gesetzlichen, vertraglichen und internen Regelungen. Die Verantwortung für die Implementierung und Überwachung des Internen Kontrollsystems liegt beim prozessverantwortlichen Management und wird auf zentralen wie dezentralen Ebenen wahrgenommen. Die übergreifenden Rahmenbedingungen werden zentral vom Vorstand vorgegeben und sind in der Corporate Policy on Internal Control System schriftlich fixiert. Die Umsetzung dieser Regelungen erfolgt durch das Linienmanagement. Die Konzernrevision (Corporate Internal Audit) als Stabsstelle des Vorstands unterstützt das Management bei der laufenden Überwachung und Verbesserung des Internen Kontrollsystems.

Das Interne Kontrollsystem der Zumtobel AG stützt sich seit Jahren unter anderem auf folgende Schlüsselkontrollen:

  • Transparente Organisation und klare Zuweisung von Rollen und Verantwortlichkeiten

  • Ausreichend gestaffelte Freigabe- und Genehmigungsverfahren

  • Angemessene Dokumentation der Prozesse

  • Funktionstrennung und Vier-Augen-Prinzip

  • Vollständigkeitskontrollen, Plausibilitätsprüfungen, Quervergleiche und Abweichungsanalysen

  • Abstimmungsverfahren, Konsistenz- und Gültigkeitsprüfungen

  • Analytical Reviews durch die Fachbereiche und das Management

  • IT-Prozesskontrollen wie Mussfelder, Prüfziffern und Logikabfragen (IT Application Controls)

  • Angemessene allgemeine IT-Kontrollen (IT General Controls)

Bei der Ausgestaltung der einzelnen Kontroll- und Steuerungsmaßnahmen orientiert sich die Zumtobel AG an folgenden Grundsätzen:

  • Die Überwachungs- und Steuerungsmaßnahmen müssen dem Umfang und der Intensität des zu kontrollierenden Risikos angemessen sein (Kosten-Nutzen-Betrachtung). Das Interne Kontrollsystem verfolgt daher immer einen risikoorientierten Ansatz.

  • Das Interne Kontrollsystem ist kein separates, von den betrieblichen Prozessen getrenntes System, sondern vielmehr ein integrierter Bestandteil der Prozesse.

  • Primär sollen automatisierte Kontrollmaßnahmen zum Einsatz kommen. Wo das nicht möglich oder sinnvoll ist, werden organisatorische bzw. manuelle Kontrollen verwendet.

Die schriftliche Dokumentation der Prozesse, des Internen Kontrollsystems sowie der durchgeführten Kontrollen ist so gestaltet, dass sich ein sachverständiger Dritter in angemessener Zeit ein verlässliches Bild über Prozesse, Risiken und Kontrollen verschaffen kann.

Internes Kontrollsystem in der Finanzberichterstattung

Die Corporate Policy on Internal Control System enthält eine umfassende Darstellung der für die Finanzberichterstattung der Zumtobel AG wichtigen Prozesse und Systeme.

  • Jahres- und Quartalsabschlüsse sowie Konzernabschlüsse der Zumtobel AG und der wesentlichen Konzerngesellschaften, jeweils inklusive Lagebericht und Anhang sowie Unterlagen und Informationen für Analysten, Investoren und Roadshows.

  • Alle für die Finanzberichterstattung wesentlichen IT-Systeme, was neben den buchführenden Systemen auch wichtige Systeme für die Veröffentlichung der Finanzberichte umfasst.

Zur schriftlichen Dokumentation der Prozesse und des Internen Kontrollsystems in der Finanzberichterstattung ist im Intranet der Zumtobel AG ein eigenes Themenportal eingerichtet. Es enthält unter anderem die sogenannte COSO-Matrix, in der entlang der fünf Komponenten des COSO-Modells (Internal Environment, Risk Management, Control Activities, Information & Communication, Monitoring) die wesentlichen Merkmale des Internen Kontrollsystems dargestellt sind. Das Interne Kontrollsystem der Zumtobel AG wird hinsichtlich Wirksamkeit und Effizienz fortlaufend an sich ändernde Bedingungen und neu identifizierte Risiken und Chancen angepasst.

4.5.8.2 Risikomanagementsystem

Die Zumtobel AG ist sich bewusst, dass ein angemessenes Risikomanagementsystem – ebenso wie ein Internes Kontrollsystem – ein wesentlicher Beitrag zum Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsposition ist. In der Zumtobel AG bedeutet Risikomanagement die aktive Auseinandersetzung mit Risiken zur Sicherung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und gleichermaßen die Erkennung von Chancen sowie die Abwägung von unternehmerischen Entscheidungen. Ziel des Risikomanagements ist es, durch einen systematischen Ansatz Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, um so aktiv durch geeignete Maßnahmen auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren zu können. Bei der Zumtobel AG ist das Risikomanagement ein eigenständiger, strategisch ausgerichteter Prozess und Teil der operativen Führungsarbeit. Basisinstrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind standardisierte Planungs- und Controllingprozesse, konzernweite Richtlinien, eine laufende Berichterstattung sowie das Interne Kontrollsystem.

Die in der Konzernzentrale als Teil des Konzerncontrollings angesiedelte Abteilung "Corporate Financial Analysis & Risk Management" ist für die ständige Weiterentwicklung des Risikomanagement-Prozesses sowie für die Koordination des gruppenweiten Risikomanagements und des Risk-Monitorings zuständig. Das Risikomanagementsystem der Zumtobel AG ist eng mit den Controllingprozessen und dem Internen Kontrollsystem verknüpft. Das bei der Zumtobel AG implementierte Risikomanagementsystem (ebenso wie das Interne Kontrollsystem) basiert auf den methodischen Grundlagen des COSO-Modells "Enterprise Risk Management – Integrated Framework" (COSO II, 2004), einem international anerkannten Regelwerk für Risikomanagement und Interne Kontrolle.

Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken kommt dem Berichtswesen eine zentrale Bedeutung zu. Der Vorstand wird regelmäßig von den operativen Geschäftsführungen über die aktuelle und die zu erwartende Geschäftsentwicklung sowie über vorhandene Risiken und Chancen informiert. Darüber hinaus existieren neben dem monatlichen Finanzbericht ein Performance- und ein Risikobericht, welche die kritischen Erfolgsfaktoren und kurzfristigen Risikothemen der Segmente und des Konzerns abbilden. Der Aufsichtsrat wird jedes Quartal mithilfe eines Risikoberichts sowie halbjährlich im Rahmen des Prüfungsausschusses über die wesentlichen Risiken und Chancen der Gruppe in Kenntnis gesetzt.

Die Risikoermittlungs- und Bewertungsverfahren und Werkzeuge der AG werden unter Hinzuziehung der Internen Revision und des Abschlussprüfers ständig verbessert und weiterentwickelt. Der Konzernabschlussprüfer beurteilt regelmäßig entsprechend Regel 83 des Österreichischen Corporate Governance Kodex die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements der Zumtobel Gruppe und berichtet darüber an Vorstand und Aufsichtsrat. Für eine detailierte Darstellung der wesentlichen Risiken der Zumtobel Gruppe wird auch auf den Konzernlagebericht und Konzernabschluss 2012/13 verwiesen.

Risiken im Finanzbereich

Die Aufrechterhaltung und Absicherung einer starken Kapitalbasis ist ein zentrales Anliegen der Zumtobel AG.

Marktrisiko

Da die Zumtobel AG eine global agierende AG ist, ist diese einer Reihe finanzieller Risiken ausgesetzt. Unter Marktrisiko wird das Risiko verstanden, welches aufgrund von Marktpreisänderungen in fremden Währungen sowie aufgrund von Veränderungen von Zinssätzen und Rohstoffpreisen entsteht und geeignet ist, das Ergebnis der AG und den Marktwert der eingesetzten Finanzinstrumente negativ zu beeinflussen. Durch regelmäßige Überwachung der Entwicklung der verschiedenen risikobehafteten Bereiche und den gezielten Einsatz derivativer Instrumente wird dieses Risiko, soweit möglich, eingegrenzt. Es werden keine Derivate zu Handels- oder Spekulationszwecken verwendet. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt gemäß der gültigen Hedging Policy. Die Berechnung von stichtagsbezogenen Marktwerten aus Derivaten erfolgt durch eine Treasury-Software basierend auf üblichen anerkannten Berechnungsmethoden.

Liquiditätsrisiko

Zur Sicherung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hält die Zumtobel Gruppe einerseits Liquidität in Form von mehrheitlich täglich verfügbaren Bankguthaben, um erwartete betriebliche Aufwendungen und finanzielle Verbindlichkeiten bedienen zu können und verfügt andererseits über umfangreiche Betriebsmittelkreditlinien, um Liquiditätsschwankungen auszugleichen, die sowohl während eines Monats als auch im Jahresfortgang durch den Geschäftsverlauf auftreten. Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung stellt der am 08. November 2011 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Oktober 2016 dar. Aufgrund der positiven Free Cashflow-Entwicklung im ersten Halbjahr wurde der maximal ausnutzbare Rahmen des Konsortialkreditvertrages im November 2012 von der Zumtobel Gruppe freiwillig von 500 Mio EUR auf 400 Mio EUR reduziert. Insgesamt sind 170 Mio EUR vom Konsortialkreditvertrag zum Bilanzstichtag in Anspruch genommen worden, davon entfallen auf die Zumtobel AG 45 Mio EUR.

Zinsänderungsrisiko

Die Verzinsung der bestehenden Bankverbindlichkeiten ist variabel. Um das Zinsänderungsrisiko für die Mittelfristplanung der Zumtobel Gruppe zu verringern, hat die Zumtobel AG als Konzernobergesellschaft mit verschiedenen Banken Zins-Swaps (Interest Rate Swaps) für ein derzeit wirksames Nominalvolumen von rund 122 Mio EUR abgeschlossen, also rund 70% des derzeit aushaftenden langfristigen Kreditvolumens. Für im Juni 2013 endende Zins-Swaps über 62,0 Mio EUR wurden bereits auf Forward-Start-Basis Folgesicherungen in Höhe von 60,0 Mio EUR abgeschlossen. Diese Zinsinstrumente sind in unterschiedliche Laufzeiten gestaffelt (längstens bis Juni 2019) und tauschen die variablen Zinszahlungen der Finanzierung in Fixzinszahlungen von maximal 3,34%.

Währungsrisiko

Die Devisenmärkte sind weiterhin von hoher Unsicherheit und Volatilität geprägt. Die ergebnisrelevanten Währungsrisiken bestehen insbesondere aus Transaktionseffekten. Auch konzerninterne Dividendenzahlungen oder Darlehen können aus Sicht der lokalen Gesellschaften in Fremdwährungen getätigt werden. Das Translationsrisiko (Umrechnung ausländischer Einzelabschlüsse in die Konzernwährung Euro im Rahmen der Konsolidierung) ist für die Zumtobel Gruppe von untergeordneter Bedeutung und wird nicht abgesichert. Zur Absicherung des Transaktionsrisikos setzt die Zumtobel Gruppe überwiegend Devisenterminkontrakte mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr ein, ergänzend auch Optionen. Die Zumtobel AG schließt interne Termingeschäfte mit Konzerngesellschaften der Zumtobel Gruppe zur Absicherung deren Währungskursrisikos ab. Das daraus resultierende Nettoexposure in den einzelnen Währungen wird teilweise zeitgleich, teilweise sukzessive extern durch gegengleiche Derivatgeschäfte mit ausgewählten Banken als Kontraktpartner eingedeckt. Damit ist das Bonitätsrisiko aus Sicherungsgeschäften als äußerst gering einzustufen.

4.5.9 Angaben zu Kapital-, Anteils-, Stimm- und Kontrollrechten und damit verbundenen Verpflichtungen

  1. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 108.750.000 EUR und ist in 43.500.000 zur Gänze einbezahlte, auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien mit einem anteiligen Wert am Grundkapital von 2,50 EUR pro Aktie unterteilt. Sämtliche 43.500.00 Aktien sind in einer veränderbaren Sammelurkunde verbrieft und bei der Oesterreichischen Kontrollbank AG (OeKB) hinterlegt. Zum 30.04.2013 besaß die Gesellschaft 366.110 Stück eigene Aktien.

  2. AUGMENTOR Privatstiftung (4.215.752 Aktien), ASTERIX Privatstiftung (4.157.002 Aktien), GWZ Privatstiftung (1.044.660 Aktien), Hektor Privatstiftung (2.310.180 Aktien), ORION Privatstiftung (3.090.752 Aktien), Ingrid Reder (264.088 Aktien), Fritz Zumtobel (176.210 Aktien) und Jürg Zumtobel (144.248 Aktien) sind Vertragsparteien eines Syndikatsvertrages.

Der Syndikatsvertrag, der dem Vorstand nicht näher bekannt ist, sieht vor, dass sich die Parteien vor einer Hauptversammlung über das Stimmverhalten zu den einzelnen Tagesordnungspunkten abstimmen und ein von den Parteien ernannter Repräsentant das Stimmrecht, wie gemäß Syndikatsvertrag beschlossen, für alle Parteien gemeinsam ausübt. Der Syndikatsvertrag enthält Übertragungsbeschränkungen für die von den Parteien gehaltenen Aktien und gilt, solange die Parteien zusammen mindestens 25% des stimmberechtigten Aktienkapitals der Gesellschaft halten. Der Syndikatsvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31.12.2014.

  1. Zum 30.04.2013 wurde eine Beteiligung von über 10% von Delta Lloyd Asset Management NV und eine Beteiligung von über 4% von der FMR LLC (Fidelity) gehalten. Mit Wirkung 06. Juni 2013 informierte FMR LLC (Fidelity) die Zumtobel AG, dass der Anteil an Zumtobel auf unter 4% reduziert wurde. Weitere Beteiligungen über 4% sind der Gesellschaft nicht bekannt.

  2. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.

  3. Für leitende Angestellte der Zumtobel AG existierte bis 30. April 2012 ein aktienbasiertes Vergütungsprogramm, das Matching Stock Option Program (MSP). Mit Ende des Geschäftsjahres 2011/12 wurden sämtliche Ansprüche aus dem MSP abgegolten. Das MSP wurde im Geschäftsjahr 2012/13 durch ein Cash-basiertes Long Term Incentive (LTI) abgelöst. Von 2004 bis 2008 gab es zudem ein Stock Option Program (SOP). Aus dem SOP erfolgen keine Zuteilungen von Optionen mehr. Die Ausübungszeit des SOP läuft jedoch noch bis 2015. Hierzu sei verwiesen auf die ausführliche Erläuterung im Konzernanhang Kapitel 2.6.8.4.

  4. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von drei Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 22. Juli 2011 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch – auch in mehreren Tranchen – das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 10.875.000 durch Ausgabe von bis zu Stück 4.350.000 neuen auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100% des anteiligen Betrages am Grundkapital gegen Baroder Sacheinlage zu erhöhen und das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien auszuschließen. Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

  5. Scheiden Aufsichtsratsmitglieder vor dem Ablauf ihrer Funktionsperiode aus, so bedarf es einer Ersatzwahl erst in der nächsten ordentlichen Hauptversammlung. Eine Ersatzwahl durch eine außerordentliche Hauptversammlung ist jedoch unverzüglich vorzunehmen, wenn die Zahl der Aufsichtsratsmitglieder unter drei sinkt. Ersatzwahlen erfolgen für den Rest der Funktionsperiode des ausgeschiedenen Mitgliedes. Das maximal zulässige Alter eines Vorstandsmitglieds zum Zeitpunkt der (erstmaligen oder neuerlichen) Bestellung beträgt 65 Jahre. Für die (erstmalige oder neuerliche) Bestellung eines Aufsichtsratsmitglieds gibt es kein maximal zulässiges Alter. Weitere sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebende Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates sowie über Änderungen der Satzung der Gesellschaft bestehen nicht.

  6. Aufgrund des Beschlusses des Vorstands der Gesellschaft vom 29. Juni 2006, gemäß der am 7. April 2006 erteilten Ermächtigung der Hauptversammlung nach Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien zu erwerben, wurden bis 31. Oktober 2006 800.000 eigene Aktien zur Bedienung der Mitarbeiterbeteiligungsprogramme erworben.

Aufgrund des Beschlusses des Vorstands der Gesellschaft vom 29. Juli 2008, auf Basis der vom selben Tag resultierenden Ermächtigung der Hauptversammlung nach Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien in einem Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals zu erwerben, wurden gemäß §65 Abs 1 Z 8 und §65 Abs 1a AktG 1.943.555 eigene Aktien erworben. Von diesen Aktien wurden 1.204.344 Stück im Geschäftsjahr 2009/10 eingezogen.

Insgesamt wurden bis zum 30. April 2013 1.173.101 Aktien zur Bedienung von Mitarbeiterprogrammen an Mitarbeiter weitergegeben.

  1. Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung für die Zumtobel Gruppe stellt der am 08. November 2011 mit sieben Banken abgeschlossene Konsortialkreditvertrag mit einer Laufzeit bis Oktober 2016 dar. Aufgrund der positiven Free Cashflow-Entwicklung wurde der maximal ausnutzbare Rahmen des Konsortialkreditvertrages im November 2012 von der Zumtobel Gruppe freiwillig von 500 Mio EUR auf 400 Mio EUR reduziert. Insgesamt sind zum 30. April 2013 170 Mio EUR aus dem Konsortialkreditvertrag in Anspruch genommen worden. Der Konsortialkreditvertrag beinhaltet eine Change-of-Control-Klausel bei Änderung der absoluten Mehrheit der Stimmrechte.

  2. Das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm "SOP" sieht im Falle eines Pflichtangebotes oder eines Angebots, das auf die Erlangung einer kontrollierenden Beteiligung im Sinne des Übernahmegesetzes abzielt, vor, dass alle zu gewährenden Optionen des betreffenden Geschäftsjahres oder eines folgenden Geschäftsjahres als zur Gänze gewährt gelten. Zusätzlich gelten die gewährten Optionen (einschließlich der als gewährt geltenden Optionen) am letzten Tag des entsprechenden Angebotes als ausgeübt (ohne dass eine Mitteilung der Gesellschaft erforderlich wäre). Jede als ausgeübt geltende Option berechtigt zum Empfang einer Barzahlung hinsichtlich des positiven Unterschiedsbetrages zwischen dem im Rahmen des Angebots angebotenen Preis und dem Ausübungspreis (sofern für den entsprechenden Begünstigten anwendbar). Ein solcher Unterschiedsbetrag ist am 15. Kalendertag nach der Veröffentlichung des Ergebnisses eines solchen Angebotes zur Zahlung fällig.

Mit Ende des Geschäftsjahres 2011/12 wurden sämtliche Ansprüche aus dem MSP abgegolten und im Geschäftsjahr 2012/13 durch einen Cash-basierten Long Term Incentive (LTI) abgelöst. Die Ausschüttung des LTI wird auf die drei folgenden Jahre verteilt. Im Falle eines (erfolgreichen) öffentlichen Übernahmeangebots müssen die offenen LTI-Forderungen zwischen der Gesellschaft und ihren Vorstandsmitgliedern oder ihren Arbeitnehmern vom Käufer übernommen werden.

  1. Die Vorstandsverträge enthalten jeweils eine Change-of-Control-Klausel. Im Falle einer Übernahme der Gesellschaft durch einen neuen Mehrheitsaktionär steht den Vorstandsmitgliedern jeweils das Recht zu, ihr Mandat einseitig zurückzulegen. In diesem Fall erhalten die Vorstandsmitglieder die fixen und variablen Bezüge bis zum ursprünglich vereinbarten Ablauf des Vertrages, mindestens jedoch für die Dauer von zwölf Monaten. Darüber hinaus haben die Vorstandsmitglieder keine besonderen Ansprüche oder Anwartschaften im Falle der Beendigung ihrer Funktion.

4.5.10 Bericht über die voraussichtliche Entwicklung und die Risiken des Unternehmens

Ein wesentliches Risiko für die Geschäftsentwicklung der Zumtobel AG besteht in der unsicheren konjunkturellen Entwicklung der wichtigsten Absatzmärkte, insbesondere in Europa. Eine zusätzliche Abschwächung der Konjunktur könnte dazu führen, dass sich der Auftragseingang bei den einzelnen Marken deutlich verringert und bestehende Aufträge verzögert oder storniert werden. Darüber hinaus könnten verstärkte Sparanstrengungen bei den Ausgaben durch die öffentliche Hand negative Auswirkungen auf die Geschäftsentwicklung insbesondere der Marke Thorn haben, da ungefähr 40% des Markenumsatzes aus öffentlichen Mitteln wie etwa mit Außenbeleuchtungen für Straßen oder Beleuchtung für öffentliche Gebäude generiert werden. Zusätzlich könnte ein verstärkter Lagerabbau durch die Großhändler die Umsatzentwicklung belasten. Dadurch ergeben sich Risiken in Bezug auf die allgemeine Ergebnisentwicklung, belastet durch Unterauslastung in der Produktion, erhöhten Preisdruck und negative Produktmixverschiebungen. Gegebenenfalls notwendige Maßnahmen zur Anpassung der Strukturkosten und Kapazitäten an das schwierige Marktumfeld können zu Restrukturierungsaufwendungen führen.

Das makroökonomische Umfeld hat sich im Laufe des vergangenen Geschäftsjahres deutlich verschlechtert. Insbesondere in dem für die Zumtobel Gruppe entscheidenden europäischen Markt ist eine konjunkturelle Entspannung derzeit nicht erkennbar und die Visibilität weiterhin sehr gering. Im Lichte der verstärkten Planungsunsicherheit ist eine verlässliche Umsatzund Ergebnisprognose zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich.

Dornbirn, 11. Juni 2013

Harald Sommerer Martin Brandt Mathias Dähn Chief Executive Officer (CEO) Chief Operating Officer (COO) Chief Financial Officer (CFO)

Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der

Zumtobel AG, Dornbirn,

für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2012 bis zum 30. April 2013 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 30. April 2013, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 30. April 2013 endende Geschäftsjahr sowie den Anhang.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und die Buchführung

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschlussprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 30. April 2013 sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2012 bis zum 30. April 2013 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 11. Juni 2013

KPMG Austria AG Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Michael Schlenk ppa MMag. Angelika Vogler

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Service Zumtobel AG 1. Mai 2012 bis 30. April 2013

5. Service

Finanzkennzahlen __________ 179
Abkürzungen und Fachbegriffe ____________ 180
Finanzterminplan __________ 180
Kontaktinformation_________ 182
Finanzberichte ____________ 182
Mehr Informationen ______________ 182
Impressum _______________ 182
Disclaimer _______________ 183

5. Service

Finanzkennzahlen

CAPEX Investitionen in Anlagevermögen
Eigenkapitalquote = Eigenkapital in Prozent der Bilanzsumme
EBIT Gewinn vor Finanzergebnis und Ertragsteuern
Bereinigtes EBIT EBIT bereinigt um Sondereffekte
Bereinigte EBIT-Marge = bereinigtes EBIT in Prozent vom Umsatz
EBITDA Gewinn vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen
Bereinigtes EBITDA EBITDA bereinigt um Sondereffekte
Mitarbeiterproduktivität = bereinigtes EBIT in Prozent von Personalkosten
Nettoverbindlichkeiten = Langfristige Finanzschulden + Kurzfristige Finanzschulden – Liquide Mittel –
Kurzfristige Finanzforderungen gegenüber assoziierten Unternehmen
Schuldendeckungsgrad = Nettoverbindlichkeiten dividiert durch EBITDA
Verschuldungsgrad (Gearing) = Nettoverbindlichkeiten in Prozent vom Eigenkapital
WACC (Weighted Average Cost of Capital) = Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten
(Fremdkapital und Eigenkapital)
Working Capital (Betriebsmittel) = Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen – Erhaltene Anzahlungen

Abkürzungen und Fachbegriffe

Betriebsgerät Die meisten künstlichen Lichtquellen, mit Ausnahme von Glühlampen und Halogenlampen,
benötigen ein spezielles Betriebsgerät für Start und Betrieb. Abhängig vom Lampentyp
werden diese als Vorschaltgeräte, Konverter, Zündgeräte oder Transformatoren bezeichnet.
COB Chip on Board. Verfahren zur Bestückung einer Leiterplatte. Der ungehäuste LED-Chip wird
direkt auf der Platine verklebt und über die "Bond-Drähte" kontaktiert. Dann wird der
Phosphor zur Lichtkonversion aufgebracht. Eine Kunststofflinse definiert die Lichtverteilung. Je
nach Ausprägung der Linse kann eine COB-LED somit sehr eng oder sehr breit strahlend sein.
Lampe Lampen sind künstliche Lichtquellen. Es gibt viele verschiedene Arten, die sich durch die
Methode der Lichterzeugung, den abgegebenen Lichtstrom, die aufgenommene Leistung, die
Lichtausbeute, die Geometrie, die spektrale Zusammensetzung der abgegebenen Strahlung,
ihre Eigenhelligkeit und ihre Lichtabstrahlcharakteristik unterscheiden.
LED/Licht emittierende Dioden Eine LED oder Lumineszenzdiode ist ein kleines elektronisches Bauteil, ein Halbleiter, der Licht
erzeugt, wenn er von Strom durchflossen wird. LEDs sind energiesparend und zeichnen sich
durch eine lange Lebensdauer aus. Am häufigsten sind sie in den Farben Rot, Grün, Blau,
Amber oder Weiß. Durch die Mischung der einzelnen Strahlungsanteile können LED-Bausätze
beliebige Farben erzeugen. LEDs erzeugen gerichtetes Licht (Punktlichtquelle).
LED-Chip Lichterzeugendes Halbleiterbauteil (wird von der Zumtobel Gruppe zugekauft)
LED-Komponente Eingehäuster LED-Chip mit integriertem Schaltkreis oder Widerstand. Bei weißen LEDs wird
auf dem Chip eine Phosphorbeschichtung aufgebracht, die das blaue Licht in weißes Licht
konvertiert.
LED-Konverter LED-Betriebsgerät. Dieses stellt für ein LED-Modul Spannung oder Konstantstrom bereit
(wird im Englischen auch als "driver" bezeichnet).
LED-Light Engine Dieser Begriff wird in der Branche für ein LED-Modul in Verbindung mit einem Konverter
verwendet. Im Deutschen wird dafür auch der Begriff "LED-Modul" verwendet.
LED-Lampe Künstliche Lichtquelle auf Basis von LED-Technologie. Dazu zählen auch sogenannte LED
Retrofit-Lampen, deren Formgebung und Sockel den Maßen herkömmlicher Leuchtmittel
entsprechen (z. B. Glühlampenersatz).
LED-Modul Eine Einheit, die als Lichtquelle dient. Eine oder mehrere LEDs bestückt und verdrahtet auf
eine Leiterplatte mit Optik (z. B. Kunststofflinse) und weiteren elektronischen Bauteilen
(Widerstände, Asics, Transistoren etc.). Hochleistungs-Module benötigen zusätzlich einen
Kühlkörper zur Wärmeleitung.
Lichtausbeute Lichtausbeute ist das Maß für die Wirtschaftlichkeit einer Lampe. Sie sagt aus, wie viel Lumen
(lm) pro Watt (W) eine Lampe erzeugt. Je höher das Verhältnis Lumen pro Watt, desto besser
setzt eine Lampe die eingebrachte Energie in Licht um.
Lichtlösungen Unter einer Lichtlösung versteht die Zumtobel Gruppe den geplanten, auf eine spezifische
Architektur- und Anwendungssituation ausgerichteten, kombinierten Einsatz von Leuchten,
Lichtmanagement und Notbeleuchtung mit der Zielsetzung, eine oder mehrere gewünschte
Lichtstimmungen/Beleuchtungssituationen zu erreichen. Eine Lichtlösung stellt somit immer
eine Kombination aus Produkten und Dienstleistungen dar und kann nur gemeinsam mit dem
Kunden erarbeitet werden.
Leuchten Leuchten sind Vorrichtungen, in denen die Lampe montiert, betrieben und geschützt wird. Sie
steuern die Verteilung von Licht und Wärme, gewährleisten die Bereitstellung der geeigneten
elektrischen Energie über Komponenten und stellen die optische Vorrichtung bereit, in der die
Lampe untergebracht ist. Der gesamte Beleuchtungskörper inklusive aller für Befestigung,
Betrieb und Schutz der Lampe notwendigen Komponenten ist die "Leuchte". Die Leuchte
schützt die Lampe, verteilt und lenkt deren Licht und verhindert, dass es blendet. Die
Differenzierung von Leuchten kann nach der Art der Lampen (für Glühlampen, für
Leuchtstofflampen, für Entladungslampen) erfolgen, nach der Anzahl der Lampen (ein-,
zweilampig usw.), nach dem Einsatzort (Innenleuchten, Außenleuchten), nach der Schutzart
(Leuchten für trockene, feuchte und staubige Räume), nach der Bauart (offene Leuchten,
geschlossene Leuchten, Reflektorleuchten, Spiegelleuchten, Rasterleuchten, Wannenleuchten,
Scheinwerfer), nach der Montageart (Wand-, Decken-, Pendel- oder Handleuchten) und nach
dem Verwendungszweck (technische Leuchten, dekorative Leuchten oder Effektleuchten).
OLED Organische Leuchtdiode. Ein dünnfilmiges, leuchtendes Bauelement aus halbleitenden
organischen Materialien. Im Aufbau besteht eine OLED aus einem Schichtsystem, das sich
zwischen zwei Elektroden befindet. Beim Anlegen eines Stroms wird Licht erzeugt, welches
durch mindestens eine der Elektroden austritt. OLEDs erzeugen flächiges Licht.
OLED-Modul Ein oder mehrere OLED-Panels kombiniert mit einer optischen Auskoppeleinheit und einem
Kontaktierungssystem integriert in einem Gehäuse.
OLED-Panel Organische Leuchtdiode, die luftdicht verschlossen auf einer Folie oder Glasplatte oder
Glasfolie aufgebracht ist.
OLED-Stack Schichtsystem, das aus mehreren dünnen organischen Schichten aufgebaut ist und Licht mit
einem spezifischen Spektrum aussendet.
SMD Surface Mounted Device (oberflächenmontiertes Bauelement). Alternatives Verfahren zur
Bestückung einer Leiterplatte. Bei diesem Verfahren wird die LED zunächst auf ein SMD
Bauteil montiert, danach direkt auf die Leiterplatte bestückt und anschließend im Lötbad
kontaktiert.
Vorschaltgerät Vorschaltgeräte sind elektrische Vorrichtungen für den Einsatz bei Leuchtstoff- oder
Hochdruckentladungslampen (HID), die genügend Spannung für das Starten und den Betrieb
der Lampe liefern und danach den Strom während des Betriebs begrenzen. Vorschaltgeräte
sind in magnetischer oder elektronischer Ausführung sowie in der elektronischen Variante in
dimmbarer und schaltbarer Version erhältlich.

Finanzterminplan

  1. ordentliche Hauptversammlung 26. Juli 2013 Ex-Dividendentag 30. Juli 2013 Dividendenzahltag 02. August 2013 1. Quartalsbericht 2013/14 (1.Mai 2013 – 31. Juli 2013) 03. September 2013 Zwischenbericht 2013/14 (1. Mai 2013 – 31. Oktober 2013) 10. Dezember 2013 3. Quartalsbericht 2013/14 (1. Mai 2013 – 31. Januar 2014) 04. März 2014

Kontaktinformation

Harald Albrecht Astrid Kühn-Ulrich Head of Investor Relations Head of Corporate Communications Telefon +43 (0)5572 509-1125 Telefon +43 (0)5572 509-1570 E-Mail [email protected] E-Mail [email protected]

Finanzberichte

Investor Relations Presse/Unternehmenskommunikation

Sie finden unsere Finanzberichte zum Download in deutscher und englischer Sprache unter http://www.zumtobelgroup.com. Der Geschäftsbericht 2012/13 wird auf der 37. ordentlichen Hauptversammlung veröffentlicht. Gerne senden wir Ihnen die Printfassung zu, Bestellungen über Telefon +43 (0)5572 509-1510.

Mehr Informationen

zur Zumtobel AG und unseren Marken finden Sie im Internet unter:

www.zumtobelgroup.com www.zumtobel.com www.thornlighting.com www.tridonic.com

Impressum

Herausgeber: Zumtobel AG, Investor Relations, Harald Albrecht Koordination Finanzen: Stefan Tschol Covergestaltung (Coverdesign): John Morgan and Mathias Clottu, John Morgan Studio, London Copyright: Zumtobel AG 2013

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Disclaimer

Dieser Jahresfinanzbericht enthält Aussagen über zukünftige Entwicklungen, die auf derzeit zur Verfügung stehenden Informationen beruhen und Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den vorausschauenden Aussagen abweichen können. Die Aussagen über zukünftige Entwicklungen sind nicht als Garantien zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Dazu zählen zum Beispiel nicht vorhersehbare Veränderungen der politischen, wirtschaftlichen und geschäftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Umfeld der Zumtobel Gruppe, der Wettbewerbssituation, der Zins- und Währungsentwicklungen, technologischer Entwicklungen sowie sonstiger Risiken und Unwägbarkeiten. Weitere Risiken sehen wir unter anderem in Preisentwicklungen, nicht vorhersehbaren Geschehnissen im Umfeld akquirierter Unternehmen und bei Konzerngesellschaften sowie bei den laufenden Kostenoptimierungsprogrammen. Die Zumtobel Gruppe beabsichtigt nicht, diese vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren. Dieser Jahresfinanzbericht wird auch in Englisch präsentiert, jedoch nur der deutsche Text ist verbindlich.

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