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Zumtobel Group AG

Annual Report Jun 29, 2009

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Annual Report

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zumtobel group

JAHRESFINANZBERICHT 2008/09

zumtobel ag 1. Mai 2008 bis 30. April 2009

Jahresfinanzbericht 2008/09 Zumtobel AG

  1. Mai 2008 bis 30. April 2009

Fünfjahresübersicht

in Mio EUR 2008/09 2007/08 2006/07 2005/061 2004/05
Umsatzerlöse 1.174,0 1.282,3 1.234,0 1.168,0 1.129,2
Bereinigtes EBITDA 121,6 162,2 154,1 137,7 132,0
in % vom Umsatz 10,4 12,7 12,5 11,8 11,7
Bereinigtes EBIT 78,9 123,0 112,3 99,1 90,1
in % vom Umsatz 6,7 9,6 9,1 8,5 8,0
Jahresergebnis 13,3 93,5 103,6 49,5 29,1
in % vom Umsatz 1,1 7,3 8,4 4,2 2,6
Bilanzsumme 1.053,9 1.105,9 1.145,4 1.085,8 1.023,0
Eigenkapital 456,0 514,2 441,6 187,8 173,6
Eigenkapitalquote in % 43,3 46,5 38,6 17,3 17,0
Nettoverbindlichkeiten 163,5 129,0 185,7 356,1 397,1
Cashflow aus dem operativen Ergebnis 107,3 166,0 173,8 128,8 102,1
ROCE in % 11,9 18,9 17,3 15,9 14,8
Investitionen 64,7 66,0 54,3 49,6 45,9
in % vom Umsatz 5,5 5,1 4,4 4,2 4,1
Mitarbeiter inkl. Leiharbeiter (Vollzeitkräfte) 7.165 7.908 7.911 7.384 7.000

Zu Kennzahlendefinitionen siehe 5. Service – Finanzkennzahlen und Fachbegriffe1

Inhalt

Fünfjahresübersicht 2
Brief des Vorstandes 4
1. Konzernlagebericht 7
1.1 Die Zumtobel Gruppe im Überblick _________10
1.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld _______15
1.3 Die Zumtobel Aktie__________16
1.4 Wesentliche Ereignisse seit dem 30. April 2008 _______18
1.5 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen ________18
1.6 Geschäftsverlauf_____________19
1.7 Mitarbeiterentwicklung________28
1.8 Einkauf _____________32
1.9 Betrieblicher Umweltschutz __________33
1.10 Forschung und Entwicklung __________35
1.11 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag_______38
1.12 Risikomanagement ___________38
1.13 Internes Kontrollsystem ____________44
1.14 Angaben zu § 243a UGB ____________45
1.15 Ausblick und Ziele ___________48
2. Konzernabschluss 51
2.1 Gewinn- und Verlustrechnung ________54
2.2 Bilanz ______________55
2.3 Kapitalflussrechnung __________56
2.4 Eigenkapitalveränderungsrechnung___________57
2.5 Anhang _____________59
2.6 Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk ___________106
2.7 Konsolidierungskreis_________108
3. Corporate Governance 111
3.1 Corporate Governance in der Zumtobel Gruppe __________113
3.2 Der Österreichische Corporate Governance Kodex ________114
3.3 Risikomanagement und Internes Kontrollsystem _____115
3.4 Die Organe und Gremien der Zumtobel AG________116
4. Einzelabschluss ZAG 127
4.1 Bilanz ______________129
4.2 Gewinn- und Verlustrechnung _______131
4.3 Anhang ____________132
4.4 Lagebericht _________146
4.5 Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk ___________146
4.6 Anlagenspiegel _____________148

Brief des Vorstandes

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

Dr. Andreas Ludwig

Thomas Spitzenpfeil

Sofortiges Gegensteuern zeigt erste Erfolge

Sicherung der Liquidität im Fokus

das Geschäftsjahr 2008/09 (1. Mai 2008 bis 30. April 2009) war für die Zumtobel Gruppe ein Jahr der Extreme. Nach dem operativen Rekordergebnis des Vorjahres und einem guten Start ins Geschäftsjahr verlangsamte sich die Entwicklung aufgrund der konjunkturellen Eintrübung im Laufe des Berichtsjahres erheblich. Die Zumtobel Gruppe ist nach den schweren Turbulenzen im Finanzsektor und dem davon ausgelösten beispiellosen Rückgang der Nachfrage im gewerblichen Hochbau ab dem zweiten Halbjahr voll von den Auswirkungen der größten Wirtschaftskrise seit mehr als 60 Jahren getroffen worden. Eine Krise, die in ihrer globalen Ausbreitung, ihrer Intensität und Geschwindigkeit eine bislang nie gekannte Dimension erreichte. Anders als in früheren Konjunkturabschwächungen haben die Kunden der Lichtindustrie deutlich schneller auf die unsichere Marktsituation reagiert.

Entsprechend blickt die Zumtobel Gruppe auf ein Geschäftsjahr der zwei Geschwindigkeiten zurück. Während im ersten Halbjahr 2008/09 der Umsatz währungsbereinigt noch auf dem hohen Vorjahresniveau lag, führte der Konjunktureinbruch in der zweiten Jahreshälfte zu deutlichen Umsatz- und damit auch Ergebnisrückgängen. Der Konzernumsatz sank im zweiten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um 13,5% und auf Jahresbasis um 8,4% auf 1.174,0 Mio EUR. Bereinigt um negative Währungstranslationseffekte im Ausmaß von 43,0 Mio EUR – vor allem aufgrund des Wertverlusts von Britischem Pfund (GBP) und Australischem Dollar (AUD) gegenüber dem Euro – lag der Konzernumsatz 5,1% unter dem Vorjahreswert. Die Ergebnisentwicklung zeigt noch stärker, wie unterschiedlich die zwei Jahreshälften verliefen. Nach einem EBIT vor Sondereffekten von 60,1 Mio EUR (nach Sondereffekte 57,4 Mio EUR) im ersten Halbjahr, konnte die Zumtobel Gruppe im zweiten Halbjahr bedingt durch die schwache Konjunktur nur noch ein Ergebnis von 18,8 Mio EUR (nach Sondereffekten minus 0,4 Mio EUR) erwirtschaften. Betrachtet auf das Gesamtjahr ergibt dies ein EBIT vor Sondereffekten in Höhe von 78,9 Mio EUR (nach Sondereffekte 57,0 Mio EUR). Die negativen Sondereffekte in Höhe von insgesamt 21,9 Mio EUR standen vor allem im Zusammenhang mit den eingeleiteten personellen und strukturellen Anpassungen an das schwierige Marktumfeld.

Die Dramatik der globalen Wirtschaftskrise erforderte ein rasches Gegensteuern. Entsprechend haben wir bereits im Herbst 2008 mit dem Projekt "Excellerate" ein umfassendes Maßnahmenpaket gestartet, das eine Anpassung unserer strukturellen Fixkosten um 50 Mio EUR bis 2010/11 vorsieht. Die Umsetzung dieser Maßnahmen verläuft nach Plan und wird konsequent auf allen Ebenen und an allen Standorten des Konzerns vorangetrieben. Die ersten positiven Effekte waren im zweiten Halbjahr 2008/09 schon sichtbar. So wurden durch die eingeleiteten Einsparungsmaßnahmen die Verwaltungs- und Vertriebskosten im dritten und vierten Quartal 2008/09 gegenüber dem Vorjahr bereits um 16,3 Mio EUR gesenkt. Aufgrund der hohen Unsicherheit hinsichtlich der weiteren konjunkturellen Entwicklung hat sich die Zumtobel Gruppe in der Folge auf verschiedene Nachfrageszenarien vorbereitet. Darauf aufbauend wurde im April 2009 eine zweite Phase des Effizienzsteigerungsprogramms "Excellerate" gestartet und weitere Maßnahmen zur Anpassung der Kostenstruktur initialisiert.

Vor dem Hintergrund des schwierigen und unsicheren wirtschaftlichen Umfelds fokussierten wir neben der Verbesserung der Kosteneffizienz nunmehr vor allem das Thema Liquidität. Die Optimierung des Cashflows erfolgt über aktives Kapazitätsmanagement, Reduktion der Fixkosten in der Fertigung, geringere Investitionstätigkeit, noch strikteres Working Capital Management und zusätzliche Anpassungen der Verwaltungs- und Strukturkosten. Im Berichtsjahr ist es gelungen, das Nettoumlaufvermögen nicht nur absolut um mehr als 36,5 Mio EUR auf unter 196,4 Mio EUR (Vorjahr 232,9 Mio EUR) sondern auch in Prozent vom Umsatz auf 16,7% (Vorjahr: 18,2%) zu senken. Der erwirtschaftete positive Free Cashflow in Höhe von 57,8 Mio EUR ist vor dem Hintergrund des eingetrübten Marktumfeldes sehr zufriedenstellend. Die Auszahlungen für Anlagezugänge in Höhe von 64,7 Mio EUR beinhalten auch die Investitionen in die Ausstattung der neuen Fabrik im nordenglischen Spennymoor, als letzte Maßnahme der vor zwei Jahren begonnenen Werksverlagerung, welche mit der Inbetriebnahme im Februar 2009 abgeschlossen wurde. Bilanziell ist das Unternehmen mit einer Eigenkapitalquote von 43,3% und einem Verschuldungsgrad von 35,9% weiterhin sehr solide aufgestellt, um der globalen Rezession zu begegnen.

Angesichts eines weiterhin unsicheren Ausblicks haben der Vorstand und Aufsichtsrat der Zumtobel AG beschlossen, auf der Hauptversammlung am 24. Juli 2009 die Aussetzung der Dividende vorzuschlagen und die thesaurierten Mittel zur Verbesserung der Finanzkraft einzubehalten. Die Stärkung der Liquidität zur Absicherung der langfristigen Unternehmensentwicklung hat in diesem sehr unsicheren Umfeld nach Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat oberste Priorität. Nach einer Normalisierung der konjunkturellen Rahmenbedingungen beabsichtigen wir, wieder attraktive Dividenden auszuschütten.

In Folge der krisenbedingten rückläufigen Unternehmensperformance sind auch die Managementgehälter gesunken. Damit wird deutlich, dass das variable Vergütungssystem der Zumtobel Gruppe funktioniert, indem in schlechteren Zeiten entsprechend niedrigere variable Anteile gezahlt werden. Bei unveränderter Höhe der Fixgehälter haben sich die variablen Gehaltsbestandteile des Vorstands im Geschäftsjahr 2008/09 gegenüber dem Vorjahr um rund 35% verringert. Zudem führten die langfristig orientierten, aktienbasierten Vergütungsmodelle zu keinen Auszahlungen. Darüber hinaus wurde für das Geschäftsjahr 2009/10 das variable Vergütungssystem angepasst und die maximal zu erreichenden Bonuszahlungen halbiert.

Weitere Verschlechterung der wirtschaftlichen Entwicklung erwartet

Wir rechnen mit einer weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Entwicklung in der Bauwirtschaft und gehen davon aus, dass aufgrund der spätzyklischen Natur unseres Geschäfts, der konjunkturelle Tiefpunkt für die Lichtindustrie erst in 2010 erreicht sein wird. Dies bestätigt auch die Euroconstruct Prognose vom Juni 2009: Für den gewerblichen Hochbau in unseren wesentlichen Märkten in Europa nahm Euroconstruct ihre Wachstumsprognosen für 2009 und 2010 erneut deutlich zurück.

Eine zusätzliche Belastung für Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Geschäftsjahr 2009/10 wird aus weiteren negativen Währungstranslations- und -transaktionseffekten erwartet, da der Euro gegenüber den meisten westlichen Währungen in den letzten zwölf Monaten erneut aufgewertet hat. Da sämtliche Wirtschaftsprognosen mit großer Unsicherheit behaftet sind, ist auch eine verlässliche Umsatz- und Ergebnisprognose zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich. Wir streben jedoch an, den Free Cashflow auch unter schwierigen konjunkturellen Randbedingungen weiterhin auf positivem Niveau zu halten.

Wir rüsten uns mit dem Effizienzsteigerungsprogramm "Excellerate" so weit wie möglich für die derzeitige sehr schwierige konjunkturelle Lage. Das Unternehmen wird nach Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen deutlich schlanker und flexibler aufgestellt sein, ohne seine Schlagkraft als Markt- und Technologieführer einzubüßen. Wir investieren zudem weiterhin in neue Technologien und den Ausbau unserer Präsenz in ausgewählten Schwellenländern, um gestärkt aus der globalen Rezession hervorzugehen. Dank der weiterhin bestehenden Wachstumstreiber unserer Branche, Produktinnovationen mit Fokus auf energieeffiziente Beleuchtung und die Potentiale der LED-Technologie, planen wir nach der Normalisierung der konjunkturellen Bedingungen wieder auf einen nachhaltig profitablen Wachstumskurs zurückzukehren.

Wir möchten uns an dieser Stelle besonders auch bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanken. Ohne ihre Flexibilität und ihren Einsatz würde es uns weit schwerer fallen, der globalen Krise zu trotzen. Unser Dank gilt auch unseren Kunden, Lieferanten und Aktionären für das uns entgegengebrachte Vertrauen.

Chief Executive Officer Chief Financial Officer

Dr. Andreas J. Ludwig Dipl. Wirtsch.-Ing. Thomas Spitzenpfeil

Keine Dividende für 2008/09 geplant

Deutlicher Rückgang der Managementgehälter

Konzernlagebericht

Zumtobel AG 1. Mai 2008 bis 30. April 2009

Konzernlagebericht Konzernlagebericht onzernlagebericht Zumtobel AG 1. Mai 2008 bis 30. April 2009

  1. Konzernlagebericht

Konzernlagebericht

Zumtobel AG 1. Mai 2008 bis 30. April 2009

Inhalt

1. Konzernlagebericht
1.1 Die Zumtobel Gruppe im Überblick _________10
1.1.1
Unsere Vision _________10
1.1.2
Konzernstruktur und Markenstrategie_________10
1.1.3
Unternehmensstrategie und Wachstumspotentiale_____11
1.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld _______15
1.3 Die Zumtobel Aktie__________16
1.4 Wesentliche Ereignisse seit dem 30. April 2008 _______18
1.5 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen ________18
1.6 Geschäftsverlauf_____________19
1.6.1
Auf einen Blick ________19
1.6.2
Umsatzentwicklung___________20
1.6.3
Ertragsentwicklung ___________22
1.6.4
Wirtschaftliche Lage der Zumtobel AG und Dividende _______25
1.6.5
Saisonalität, Cashflow und Vermögenslage______26
1.7 Mitarbeiterentwicklung________28
1.8 Einkauf ______________32
1.8.1
Lighting Segment ____________32
1.8.2
Components Segment ________32
1.9 Betrieblicher Umweltschutz __________33
1.9.1
Lighting Segment ____________33
1.9.2
Components Segment ________34
1.10 Forschung und Entwicklung __________35
1.10.1 LED-Technologie ____________35
1.10.2 Lighting Segment ____________36
1.10.3 Components Segment ________37
1.11 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag_______38
1.12 Risikomanagement ___________38
1.12.1 Markt- und Wettbewerbsrisiken in der Beleuchtungsindustrie___39
1.12.2 Geschäftsrisiken/Vertrieb/Produktion _________40
1.12.3 Vermögensrisiken ____________41
1.12.4 Risiken aus Pensionsverpflichtungen __________41
1.12.5 Produkthaftungsrisiken ________42
1.12.6 Rechtliche Risiken ____________42
1.12.7 Risiken im Finanzbereich _______42
1.12.8 Kreditrisiko ___________43
1.13 Internes Kontrollsystem _____________44
1.13.1 Grundsätze des Internen Kontrollsystems______44
1.13.2 Internes Kontrollsystem in der Finanzberichterstattung________45
1.14 Angaben zu § 243a UGB ____________45
1.15 Ausblick und Ziele ___________48

1. Konzernlagebericht

Wie im Geschäftsjahr 2007/08 wird auch heuer von der Möglichkeit des § 267 Abs 4 UGB (Unternehmensgesetzbuch) in Verbindung mit dem § 251 Abs 3 UGB Gebrauch gemacht, den Konzernlagebericht und den Lagebericht der Zumtobel AG zu einem Lagebericht zusammenzufassen.

1.1 Die Zumtobel Gruppe im Überblick

1.1.1 Unsere Vision

"Wir haben eine gemeinsame Vision: Wir wollen weltweit die anerkannte Autorität in der Lichtindustrie sein."

Die Zumtobel Gruppe hat sich zum Ziel gesetzt, weltweit die anerkannte Autorität in der Lichtindustrie zu ied sein. Als Gruppe führender Leuchtenmarken und -hersteller bieten wir professionelle ganzheitliche Lichtlösungen, Leuchten, Lichtmanagementsysteme und Lichtkomponenten für Anwendungen im Innen- und Außenbereich. Geleitet von Innovation und Qualität in allen unseren Geschäftsprozessen ist es unser erklärtes Ziel, weltweit die erste Wahl bei unseren Kunden zu sein. Wir übertreffen die Erwartungen unserer Kunden durch höchsten Anspruch an Qualität und Service im vollen Bewusstsein unserer Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft.

1.1.2 Konzernstruktur und Markenstrategie

Die Zumtobel AG Zumtobel AGAG fungiert als Konzernobergesellschaft und stellt konzernübergreifende Management- und Servicefunktionen bereit. Diese umfassen unter anderem die Bereiche Strategie und Konzernentwicklung, Personalwesen, Konzernrechnungswesen, Steuern und Recht, Interne Revision, Versicherungswesen, Treasury (umfasst unter anderem die zentrale Finanzierung und das Liquiditätsmanagement des Konzerns), IT, Unternehmenskommunikation und Investor Relations. Der Vorstand der Zumtobel AG verantwortet die Führung und Steuerung des Konzerns. Das operative Geschäft der Divisionen wird durch die jeweilige Divisionsgeschäftsleitung gesteuert, die direkt an den Vorstand berichtet. Die operative Tätigkeit der Divisionen sowie deren strategische Ausrichtung werden vom Vorstand in regelmäßigen Sitzungen mit den Geschäftsleitern begleitet und gestaltet.

Der Konzern verfolgt eine Mehrmarkenstrategie, die mit starken, international etablierten Marken unterschiedliche Geschäftsfelder und Kundenzielgruppen im Lichtmarkt anspricht. Der gemeinsame Inhalt und Kern aller Marken ist die konsequente Orientierung an Innovation und neuen Technologien sowie an Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Die Zumtobel Gruppe positioniert sich mit ihren unterschiedlichen Marken in einem globalen Netzwerk von Entscheidungsträgern und Meinungsbildnern wie z. B. Architekten, Investoren, Großhandel, Kommunen, am Ausschreibungsprozess beteiligten Spezialisten, Lichtplanern und Ingenieuren für Hochbau- und Infrastrukturprojekte und verschafft sich damit Wettbewerbsvorteile bei internationalen Beleuchtungsprojekten.

Die Segmentberichterstattung erfolgt in den beiden Segmenten "Leuchten" und "Komponenten". Die LED-Umsätze (Licht Emittierende Dioden) werden je nach Produktart anteilig in den beiden Segmenten gebucht. Das Segment "Leuchten" Segment "Leuchten" "Leuchten" (Lighting Segment) deckt das Geschäft mit professionellen Leuchten, Lichtmanagement und Lichtlösungen für den Innen- und Außenbereich ab und umfasst die Marken Zumtobel ZumtobelZumtobelZumtobel, Thorn sowie die deutlich kleinere OEM-Marke Reiss. Die Marken Zumtobel und Thorn differenzieren sich über Produktportfolio, Kundenzielgruppe und Vertriebskanal und stellen damit eine breite Abdeckung des internationalen Leuchtenmarktes sicher. Das Segment "Kompone Segment "Kompone "Komponenten" (Components Segment) entwickelt und vertreibt unter der Marke TridonicAtco TridonicAtcoTridonicAtco Lichtkomponenten und -managementsysteme, LED-Module und -Systeme sowie Verbindungstechnologie. TridonicAtco beliefert weltweit zum überwiegenden Teil externe Leuchtenhersteller, aber auch zu rund 17% des Umsatzes an die internen Konzernmarken Zumtobel und Thorn. Das Geschäft mit innovativen LED-Modulen und -Komponenten wird unter der Marke Ledon geführt. Die Umsätze werden anteilig in beiden Segmenten ausgewiesen.

Die Zumtobel Gruppe ist im Bereich professioneller Beleuchtungssysteme europäischer Marktführer und im Bereich Lichtkomponenten und -steuerungssysteme unter den weltweit führenden Unternehmen. Damit ist der Konzern einer der wenigen Global Player der internationalen Lichtindustrie. Rund 80% des Konzernumsatzes werden in Europa generiert. Die europäische Leuchtenindustrie ist mit über 800 Anbietern weiterhin stark fragmentiert. Die zehn größten Leuchtenhersteller decken nur rund ein Drittel des Gesamtmarktes ab. Demgegenüber weist die Komponentenindustrie weltweit einen hohen Konsolidierungsgrad auf.

Im Leuchtengeschäft deckt die Zumtobel Gruppe die Anwendungsbereiche Büro und Kommunikation, Bildung und Wissen, Industrie und Technik, Präsentation und Verkauf, Kunst und Kultur, Sport und Freizeit, Hotel und Wellness, Gesundheit und Pflege, Verkehrsbauten und Parkhäuser, Orientierung und Sicherheit, sowie Außenbeleuchtung für Straßen, Tunnel und öffentliche Räume ab. Im Komponentengeschäft positioniert sich die Gruppe als innovativer Zulieferer mit einem breitgefächerten Produktangebot.

Die 5-stufige Wertschöpfungskette der professionellen Beleuchtung wird von den Marken der Zumtobel Gruppe vollumfänglich abgedeckt. Im Bereich der Lichtquellen fokussiert der Konzern seit 2001 ausschließlich auf die LED-Technologie. Im konventionellen Lichtquellengeschäft, also Lampen, ist das Unternehmen nur als Einkäufer aktiv.

Aufgrund von Größe und Finanzierungskraft ist die Zumtobel Gruppe in der Lage, eine führende Rolle bei Fertigung, Forschung und Entwicklung einzunehmen. Insbesondere im Wettbewerb mit vielen kleinen und mittelgroßen lokalen Leuchtenherstellern können Vorteile im Bereich Technologie und Innovation sowie Effizienzsteigerungen aus Skaleneffekten realisiert werden.

Der Konzern verfügt derzeit über 22 Produktionsstätten auf vier Kontinenten sowie Vertriebsgesellschaften und -partner in über 70 Ländern.

1.1.3 Unternehmensstrategie und Wachstumspotentiale

Konsequente Fortsetzung der Unternehmensstrategie

Es ist das übergeordnete Ziel des Konzerns, als erfolgreiches, unabhängiges und auf das Thema Licht fokussiertes Unternehmen allen seinen Interessengruppen – Aktionären, Kunden und Mitarbeitern – eine langfristig attraktive Zukunftsperspektive zu verschaffen.

Im Geschäftsjahr 2008/09 ist zur strategiekonformen Steuerung der Zumtobel Gruppe die Balanced Scorecard eingeführt worden. Die Balanced Scorecard dient als Führungsinstrument zur Ausrichtung der gesamten Gruppe an den langfristigen strategischen Zielen und ist ein wesentlicher Bestandteil des Performance Management. Die strategischen Ziele werden den unterschiedlichen Perspektiven (Potentiale, Einführung der Balanced Scorecard Prozesse, Kunden und Finanzen) zugeordnet, was eine ausgewogene Sichtweise auf die unterschiedlichen Ziele erlaubt. Das Management der Zumtobel Gruppe hat seine strategischen Ziele und Überlegungen im Rahmen von insgesamt 13 Workshops, die auf unterschiedlichen Stufen des Konzerns stattfanden, in einer Strategy Map für den Konzern zusammengefasst. In Ergänzung zu den bis dato angewendeten klassischen Kennzahlen (bereinigtes Betriebsergebnis, Working Capital, Umsatzwachstum und Gesamtkapitalverzinsung) lenkt die Strategy Map den Blick auch vermehrt auf nicht-finanzielle Faktoren, über deren Entwicklung regelmäßig an Vorstand und Aufsichtsrat berichtet wird. In einem kontinuierlichen Prozess werden Ziele und Zielerreichung gegenübergestellt und, falls notwendig, korrigierende Maßnahmen eingeleitet. Zusätzlich erlaubt die Einführung von Balanced Scorecard und Strategy Map einen integrierten Planungsablauf der die enge inhaltliche und zeitliche Verzahnung von strategischer Planung und jährlicher Budgetierung sicherstellt.

Wachstumspotentiale

Wesentlicher Treiber für organisches Wachstum sind für die Zumtobel Gruppe die Potentiale der LED-Technologie, das Thema energieeffiziente Beleuchtung und der verstärkte Fokus auf ausgewählte globale Märkte mit hohem Wachstumspotential.

LED als Zukunftstechnologie

Die Potentiale der LED-Technologie in der Lichtindustrie sind derzeit eines der bestimmenden Themen. Durch den enormen Anstieg der Lichtleistung bei gleichzeitig sinkenden Bezugskosten von LED-Chips gewinnt die LED inzwischen auch in der professionellen Allgemeinbeleuchtung spürbar an Bedeutung. In Anwendungsbereichen wie z.B. bei Notlicht oder Werbebeleuchtung rechtfertigen bereits heute deutlich reduzierte Wartungs- und Betriebskosten die höheren Investitionsausgaben, die über diese Einsparungen in kurzer Zeit amortisiert werden. Zudem entstehen aufgrund der geringen Baugröße und sonstigen Vorteilen wie Robustheit, lange Lebensdauer, keine UV-Strahlung usw. völlig neue Möglichkeiten bei Produktdesign und Funktionalität. Diese will die Zumtobel Gruppe über ihren direkten Vertriebszugang in professionelle Beleuchtungsprojekte und als Spezialist für Anwendungslösungen im engen Verbund mit Architekten, Designern und Lichtplanern konsequent nutzen. Technologisch positioniert sich die Gruppe mit einem klaren Fokus auf Weißlichtkonvertierung und hocheffizienten LED-Lichtquellen für die professionelle Beleuchtung.

Das Thema Beleuchtung erfährt derzeit im Zusammenhang mit Energieeinsparung und Reduzierung von CO2 -Emissionen große Aufmerksamkeit. Auf Beleuchtung entfallen 19% des weltweiten Stromverbrauchs. Das größte Potential für Energieeinsparungen ist mit einem Anteil von rund 69% im Bereich gewerblicher Bauten wie Büros, Fabriken und Außenbeleuchtung zu finden, also genau in den Anwendungsfeldern, die die Kernkompetenz der Zumtobel Gruppe bilden. Obwohl das Glühlampenverbot die öffentliche Wahrnehmung für dieses Thema gestärkt hat (die Lichtlösungen der Zumtobel Gruppe enthalten nahezu ausschließlich energieeffizientere Lampentypen, wie z. B. Leuchtstoffröhren oder Metalldampflampen) bestehen im Bereich der ganzheitlichen, intelligent gesteuerten Lichtlösungen deutlich größere Einsparpotentiale von bis zu 80% des Stromverbrauchs. Diese erschließen sich durch die Kombination von unterschiedlichen Optimierungsmaßnahmen, beginnend beim Design von Leuchten zur Verbesserung von Thermomanagement und Lichtverteilung (Reflektoroberflächen, Reflektorprofile, Diffusoroptik u.a.), über den Einsatz von dimmbaren elektronischen anstelle von deutlich weniger effizienten magnetischen Vorschaltgeräten, und bis hin zu intelligenten Steuerungssystemen, die tageslicht- und zeitabhängig über Bewegungsmelder geregelt, den Beleuchtungspegel situationsgerecht kontrollieren. Bezogen auf den Konzernumsatz werden im Leuchtengeschäft über 70% und im Komponentengeschäft 67% des Umsatzes mit energieeffizienten Produkten erreicht. Mit Unterstützung von umfassenden Kommunikationskampagnen wie "Humanergy Balance" bei Zumtobel, "Performance, Efficiency & Comfort" bei Thorn oder "Ecolution" bei TridonicAtco wird das innovative Produktportfolio vermarktet. Wichtiger Bestandteil der Kampagnen ist es auch, eine perfekte Balance zwischen positiven Effekten auf die Energieeinsparung und optimaler Beleuchtungsqualität zu kommunizieren. Auch aus politischer Sicht werden die enormen Potentiale zur CO2 - Reduzierung durch energieeffiziente professionelle Beleuchtung zunehmend erkannt: Die Europäische Union setzt mit Direktiven zur Energieeffizienz von Gebäuden, Produkten und Dienstleistungen einen Rahmen, dessen schrittweise Umsetzung in nationales Recht einen zusätzlichen Nachfrageimpuls erwarten lässt. Durch den Europäischen Dachverband der Hersteller von Leuchten und Leuchtenzubehör (CELMA) und die Mitarbeit in weiteren nationalen Fachverbänden begleitet und gestaltet die Zumtobel Gruppe diesen Gesetzgebungsprozess aktiv mit.

Die Zumtobel Gruppe setzt weiterhin auf den konsequenten Auf- und Ausbau ihres internationalen Vertriebsnetzwerkes, bestehend aus eigenen Vertriebsorganisationen in großen oder potentialstarken Märkten, sowie Spezialistenteams, die insbesondere in Ländern ohne eigene Vertriebstöchter internationale Projekte und das Key Account Business betreuen. Da wir davon ausgehen, dass die Märkte in den Schwellenländern – trotz der auch dort zu verzeichnenden Negativeinflüsse aufgrund der Finanzkrise – schneller wieder deutliche Wachstumsperspektiven haben werden, hat die Zumtobel Gruppe im Frühjahr 2009 weitere Maßnahmen zur Stärkung ihrer Präsenz in Osteuropa, China, im Nahen Osten, Indien sowie Südostasien umgesetzt. In diesen Märkten soll durch eine stärkere lokale Vertriebspräsenz, klare Positionierung und Kommunikation der Marken, eindeutige Managementverantwortlichkeiten und Entwicklung eines regional angepassten Produktportfolios in Zukunft eine höhere Marktdurchdringung und somit ein nachhaltiges Wachstum erreicht werden.

Akquisitionsstrategie

Die Zumtobel Gruppe verfügt aufgrund des geringen Verschuldungsgrades über eine solide Bilanzstruktur. Für strategische Schritte besteht so grundsätzlich die notwendige finanzielle Flexibilität. Wachstum durch gezielte Akquisitionen zu generieren, ist zu gegebener Zeit eine strategische Option, sofern Akquisitionsziel und Kaufpreis in den strategischen und finanziellen Rahmen passen. Dabei geht die Zumtobel Gruppe diszipliniert vor und Akquisitionsziele müssen mindestens eines der drei folgenden Auswahlkriterien erfüllen: Regionale Expansion, zusätzliche Anwendungslösungen oder neue Technologien. Ziel ist die Wertschaffung Energieeffizienz als Wachstumstreiber

Stärkerer Fokus auf ausgewählte globale Märkte

innerhalb des bestehenden internationalen Vertriebs- und Produktionsnetzwerkes durch Nutzung von Synergien, Marktpotentialen und Anwendungs-Know-how.

Kurzfristige Anpassung an die geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen

Anpassung an das schwierige Marktumfeld

Seit dem zweiten Halbjahr des Geschäftsjahres 2008/09 wurde auch die Zumtobel Gruppe voll von den Auswirkungen der globalen Finanzkrise auf die Realwirtschaft und somit auf den gewerblichen Hochbau getroffen. Die Wirtschafts- und Finanzkrise löste – wenn auch im unterschiedlichen Ausmaß – in allen für die Zumtobel Gruppe relevanten Absatzmärkten beispiellose Nachfrageeinbrüche aus. Völlig neu sind dabei Intensität und Geschwindigkeit der globalen Rezession und die außergewöhnlich große Unsicherheit bezüglich der weiteren Konjunkturaussichten. Auf diese geänderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat das Management der Zumtobel Gruppe reagiert und entsprechende – teilweise sehr einschneidende – Maßnahmen zur Verbesserung von Kostenposition und Liquidität eingeleitet und zum schon Teil umgesetzt, um die Erreichung der avisierten strategischen Ziele sicher zu stellen.

Angesichts der Konjunkturkrise und der Unsicherheit über deren weiteren Verlauf hat derzeit die Erhaltung einer gesunden finanziellen Basis und Sicherung der Liquidität oberste Priorität. Es ist kurzfristig das übergeordnete Ziel der Zumtobel Gruppe, die Gesamtkostenstruktur möglichst schnell auf die herausfordernden Markt- und Absatzgegebenheiten anzupassen sowie den Free Cashflow auch unter schwierigen Rahmenbedingungen weiterhin auf positivem Niveau zu halten. Vor diesem Hintergrund wurden die finanziellen Steuerungsgrößen des Konzerns angepasst. Diese fokussieren nunmehr verstärkt auf Free Cashflow und Kostenmanagement. Sicherung der Liquidität und Optimierung der Kostenstruktur

Die Sicherstellung des Cashflows erfolgt über aktives Kapazitätsmanagement, Reduktion von Investitionen, noch strikteres Working Capital Management sowie zusätzliche Anpassungen der Verwaltungs- und Strukturkosten. Aus dem im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2008/09 gestarteten Effizienzsteigerungsprogramm "Excellerate" sollen bis zum Ende des Geschäftsjahres 2010/11 die Sach- und Personalkostenstruktur nachhaltig um ungefähr 50 Mio EUR entlastet werden. Die Umsetzung dieses Ziels verläuft nach Plan und wird konsequent auf allen Ebenen und an allen Standorten des Konzerns vorangetrieben. Aufgrund der hohen Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung hat sich die Zumtobel Gruppe zusätzlich auf verschiedene Konjunktur- und Nachfrageszenarien vorbereitet. Darauf aufbauend wurde im April 2009 eine zweite Phase des Effizienzsteigerungsprogramms "Excellerate" gestartet, um weiteren Kostenabbau zu realisieren. Zusätzliche Maßnahmenpakete

Dies beinhaltet die weitere Anpassung des Mitarbeiterstandes in der Fertigung, Verwaltung und Vertriebsadministration an den verstärkten Volumenrückgang. In unserem Leuchtenwerk im rumänischen Curtici konnte aufgrund des anhaltenden Umsatzrückgangs der ursprüngliche Geschäftsplan nicht realisiert werden. Durch Stilllegung des rumänischen Produktionsstandorts bei gleichzeitiger Verlagerung von Produktionslinien an andere Werke wird die Auslastung der verbleibenden Standorte verbessert ohne dabei die Flexibilität und Lieferfähigkeit zu gefährden. Schnelle Anpassung der bestehenden Kapazitäten

Für das Geschäftsjahr 2009/10 werden die Investitionen im Wesentlichen auf notwendige Instandhaltungsaufwendungen und Aufwendungen für Forschung und Entwicklung für Neuprodukte reduziert. Dabei soll weder die Innovationskraft – gemessen an der Neuproduktquote – noch die Leistungsfähigkeit der Werke beeinträchtigt werden. Investitionen werden reduziert

Die positive Entwicklung des Working Capital in Prozent vom rollierenden 12-Monatsumsatz soll auf dem derzeit guten Niveau stabilisiert werden. Durch entsprechende Maßnahmen werden Lagerbestände und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen so schnell wie möglich proportional zum Umsatz abgebaut. Mittelzufluss durch Abbau von Working Capital

1.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Weltwirtschaft ist in der tiefsten Rezession seit mehr als 60 Jahren

Das Berichtsjahr der Zumtobel AG (1. Mai 2008 bis 30. April 2009) war geprägt von den im Jahresverlauf zunehmend stärker werdenden negativen Effekten der Finanzkrise auf die Realwirtschaft. Bis etwa zur Jahresmitte 2008 zeigten die Konjunkturindikatoren noch deutlich nach oben. Mit dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehmann Brothers im September 2008 und dem entsprechenden Vertrauensverlust im weltweiten Finanzsektor kam es zu einer drastischen Verknappung der Kreditvergabe und in allen Industriesektoren zu beispiellosen Nachfrageeinbrüchen. Die Dynamik des daraufhin für die produzierende Industrie einsetzenden Abwärtssoges war von keinem Wirtschaftsexperten exakt vorhergesagt worden. Die Zentralbanken versuchten weltweit mit massiven Leitzinssenkungen und Finanzmarktinterventionen entgegenzusteuern. Aufgrund der relativ guten Wachstumsdynamik in der ersten Hälfte des Kalenderjahres 2008 wies das jährliche Weltwirtschaftswachstum nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) noch ein Plus von 3,2% auf. Fast alle industrialisierten Länder mussten jedoch im Schlussquartal schmerzhafte Rückgänge verkraften. So brach die Wirtschaftsleistung der USA im vierten Quartal 2008 um 3,8% ein. Auch die Schwellenländer konnten ihre in den Vorjahren gezeigte Wirtschaftsdynamik nicht mehr realisieren. 2

Ausblick auf die Wirtschaftsentwicklung 20092

Für das Kalenderjahr 2009 sehen die Experten die Weltwirtschaft in die tiefste Rezession seit mehr als 60 Jahren abgleiten. So prognostiziert der IWF für 2009 einen globalen Rückgang der Wirtschaftsleistung von 1,3%. Während sich die USA mit einem Minus von 2,8% aufgrund des bereits vorzeitigen Eintritts in die Wirtschaftskrise vergleichsweise gut darstellen, sind die Prognosen für die Eurozone mit einem Minus von 4,2% deutlich schlechter. Besonders hart werden die exportabhängigen Nationen wie Deutschland und Japan beziehungsweise rohstofflastige Länder wie Russland von den Nachfrageeinbrüchen getroffen. Diese Länder stehen laut IWF vor einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um minus 6%. Der nur noch moderate Anstieg der Konjunkturzahlen in den Schwellenländern von 1,6% kann die Rückgänge in der industrialisierten Welt von minus 3,8% nicht kompensieren, obwohl China nach IWF-Schätzung weiter eine vergleichsweise hohe Wachstumsdynamik von 6,5% ausweisen dürfte. Da die Volkswirte die massivsten Rückgänge für die ersten Kalendermonate 2009 berechnen, war das bis Ende April laufende Geschäftsjahr 2008/09 der Zumtobel Gruppe hiervon bereits voll betroffen.

1.3 Die Zumtobel Aktie

Österreichischer ATX büßt mehr als die Hälfte seines Wertes ein.

Das Jahr 2008 dürfte als eines der schwächsten in die Börsenhistorie eingehen. Geprägt von den Erwartungen des Kapitalmarktes einer nahenden globalen Rezession, stürzten die Kurse weltweit auf breiter Front ab. So verloren die wichtigsten Leitindizes im Berichtsjahr der Zumtobel AG (1. Mai 2008 bis 30. April 2009) deutlich an Wert. Exemplarisch seien hier der EuroStoxx 50 (Europa) mit minus 38%, der Dow Jones (USA) mit minus 36% oder der deutsche DAX mit minus 31% genannt. Die Wiener Börse konnte sich den weltweit ungünstigen Rahmenbedingungen nicht entziehen und wurde zudem durch die vorsichtige Haltung internationaler Anleger gegenüber den zentral- und osteuropäischen Ländern – österreichische Unternehmen und vor allem österreichische Banken sind dort sehr stark engagiert – negativ berührt. So büßte der österreichische Leitindex ATX (Austrian Traded Index), in dem auch die Zumtobel Aktie enthalten ist, rund 57% seines Wertes ein. Es war das schlechteste Börsenjahr des Leitindex seit seinem Bestehen. Überproportional stark wurden dabei aufgrund ihrer limitierten Börsenliquidität vor allem kleine und mittelgroße Aktiengesellschaften von dem Abwärtssog erfasst.

Zumtobel Aktie im Sog schwacher Kapitalmärkte

Auch der Aktienkurs der Zumtobel Aktie ist im Geschäftsjahr 2008/09 in den Abwärtsstrudel an den Weltbörsen geraten. Neben dem schwierigen Kapitalmarktumfeld belastete dabei zusätzlich die sich immer stärker abzeichnende Abschwächung des Bau- und baunahen Sektors die Aktienperformance von Zumtobel. So erreichten die Anteilsscheine bereits am ersten Handelstag des Geschäftsjahres ihr Jahreshoch bei einem Kurs von 20,64 EUR. Bis Anfang Juni 2008 hielt die Aktie das Niveau um die 20 EUR. Weltweite Rezessionsängste und die Sorge um die Revision der Gewinnerwartungen führten jedoch danach zu heftigen Kursverlusten, die sich im Jahresverlauf mit dem Durchschlagen der Finanzkrise auf die Realwirtschaft weiter fortsetzten. Das Kursniveau unterschritt entsprechend Ende September erstmals die Marke von 10 EUR und fiel bis zum Jahresende 2008 auf 5,58 EUR. Die große Unsicherheit der Anleger bezüglich der Entwicklung an den Finanzmärkten und damit auch der Zumtobel Aktie spiegelte sich in den ersten Monaten des Kalenderjahres 2009 in einer Kursspanne zwischen 5,12 und 6,80 EUR wider. Die sich verschlechternden operativen Kennzahlen des Konzerns führten zudem zu Herabstufungen der Unternehmensbewertung durch die Finanzanalysten. Somit beendete die Zumtobel Aktie das Geschäftsjahr am 30. April 2009 mit einer negativen Kursentwicklung von minus 67% im Zwölfmonatsvergleich bei einem Kurs von 6,80 EUR. Zu Beginn des Geschäftsjahres zeigten die Kapitalmärkte wieder leichte Erholungstendenzen, wovon auch Zumtobel profitieren konnte. So kletterte der Kurs bis zum Redaktionsschluss dieses Jahresfinanzberichts Mitte Juni deutlich auf 8,51 EUR.

Entwicklung der Zumtobel Aktie

Die Marktkapitalisierung des Unternehmens entwickelte sich analog zum Aktienkurs ebenfalls nach unten. Auf Grundlage einer gegenüber dem Vorjahr unveränderten Aktienzahl von 44,7 Millionen Inhaberstammaktien wurde das Unternehmen zum 30. April 2009 mit 304 Mio. EUR bewertet. Damit nimmt die Aktie im ATX der 20 liquidesten Aktien Österreichs bezogen auf das Handelsvolumen den 18. Platz ein. Bezogen auf die Marktkapitalisierung lag die Aktie auf Position 20. Der durchschnittliche Tagesumsatz im Berichtszeitraum lag bei 129.757 Stück, nach 153.795 im Jahr zuvor.

Schlusskurs 30.04.08 € 19,64 Währung EUR Schlusskurs 30.04.09 € 6,80 ISIN AT0000837307 Performance GJ 2008/09 -65,4% Börsenkürzel Wiener Börse (XETRA) ZAG Performance seit IPO -66,8% Marktsegment Prime Market Marktkapitalisierung am 30.04.09 304 Mio € Reuters Symbol ZUMV.VI Höchstkurs am 02.05.08 € 20,49 Bloomberg Symbol ZAG AV

Kennzahlen zur Zumtobel Aktie im GJ 2008/09

Ø tägl. Handelsvolumen (Stück) 129.757 Datastream O:ZAG
Streubesitz 60,7% Anzahl der Aktien 44.704.344
Die Aktionärsstruktur der Zumtobel AG hat sich im Vorjahresvergleich leicht verändert. Das Gros der Aktien
liegt weiterhin bei institutionellen Investoren, primär im deutschsprachigen und angelsächsischen Raum. Der
Anteil der Privatanleger liegt nach unternehmensinternen Schätzungen weiterhin bei unter 10%. Mitte April
2009 gab das britische Versicherungsunternehmen Aviva plc. bekannt, rund 5,1% der Stimmrechte an der
Zumtobel AG zu halten. Der Stimmrechtsanteil der Familie Zumtobel beläuft sich unverändert auf 34,2%.
Somit lag der Streubesitz mit Ende April 2009 bei 60,7%. Aufgrund eines Aktienrückkaufprogramms vom
11. August 2008 bis 18. Dezember 2008 befinden sich rund 4,5% der Anteile im Eigenbesitz.

Seit dem Börsengang hat eine professionelle Investor-Relations-Arbeit eine hohe Priorität für die Zumtobel Gruppe. Entsprechend unserer Philosophie eines "Fair Disclosure" steht eine transparente und zeitgleiche Information aller Kapitalmarktteilnehmer bei Zumtobel im Fokus der Investor-Relations-Arbeit. Dies gilt umso mehr auch in schwierigen Zeiten an den Kapitalmärkten. Aus diesem Grund wurden auch im Geschäftsjahr 2008/09 eine Vielzahl von Aktivitäten für private und institutionelle Anleger sowie Finanzanalysten durchgeführt. Dies umfasste zum einen eine erneut hohe Zahl an Präsentationen und Roadshows an den wichtigsten internationalen Finanzplätzen wie London, New York, Zürich, Frankfurt, Paris und Wien. Außerdem stand das Management institutionellen Investoren und Analysten auf mehreren Konferenzen Rede und Antwort. Insgesamt wurden 2008/09 auf Vorstands- und Investor-Relations-Ebene wie schon im Vorjahr mehr als 200 Einzelgespräche und Conference Calls geführt. Die Zahl der renommierten heimischen und internationalen Investmentbanken, die regelmäßig über die Zumtobel Aktie berichten und dabei auch eine Unternehmensbewertung abgeben, wurde in 2008/09 von 10 auf 12 erhöht. Während des vergangenen Jahres haben HSBC und Deutsche Bank die Aktiencoverage aufgenommen.

Kontakt ZKontakt Z Zumtobel AG: umtobel AG:Alle wichtigen Informationen zur Zumtobel AG finden Sie selbstverständlich auch auf unseren Internetseiten unter: www.zumtobelgroup.com. Sie können natürlich auch jederzeit direkt Kontakt zu unserer Investor Relations Abteilung aufnehmen:

Zumtobel AG / Investor Relations Höchster Strasse 8 A-6850 Dornbirn Telefon: +43 (5572) 509-1510 [email protected]

Leicht veränderte Aktionärsstruktur

Investor-Relations-Arbeit wichtiger denn je

Position im österreichischen Leitindex ATX bestätigt

1.4 Wesentliche Ereignisse seit dem 30. April 2008

Mit Wirkung zum 5. Mai 2008 wurde die im April 2008 bekanntgegebene Akquisition von Space Cannon VH SRL im Konzern konsolidiert. Space Cannon ist vor allem spezialisiert auf LED-basierte Lichtlösungen in den Bereichen Außen-, Fassaden- und Eventbeleuchtung. Am 12. Juni 2008 wurde mit einem sieben Banken umfassenden Konsortium eine Finanzierungsvereinbarung mit einer Laufzeit von fünf Jahren und einem Rahmen von insgesamt 480 Mio EUR abgeschlossen. Hieraus wurden 186 Mio EUR zur Refinanzierung bestehender Verbindlichkeiten verwendet. Die restlichen 294 Mio EUR stehen als freier Kreditrahmen zur Verfügung. Mit Wirkung 8. Dezember 2008 wurde mit einem britischen Immobilienentwickler ein rechtlich bindender Vertrag über den Verkauf des alten Werksstandortes im nordenglischen Spennymoor abgeschlossen. Der Verkaufserlös in Höhe von 20,4 Mio GBP ist in fünf Jahresraten zu je 4,0 Mio GBP zahlbar, wobei die erste Rate wie vereinbart Anfang März 2009 eingegangen ist. Die vollständige Bezahlung des Kaufpreises ist mit einer Hypothek auf die veräußerte Liegenschaft zu Gunsten von Thorn Lighting Limited besichert. Dieser Verkauf ist der letzte wesentliche Schritt im Rahmen des im Oktober 2006 gestarteten Projektes "LITE" zur Optimierung des Immobilienportfolios der Zumtobel Gruppe. Das Aktienrückkaufprogramm der Zumtobel AG wurde am 18. Dezember 2008 abgeschlossen. Zwischen dem 11. August 2008 und dem 18. Dezember 2008 wurden über die Wiener Börse insgesamt 1.943.555 Stückaktien, die rund 4,35% des Grundkapitals entsprechen, zu einem Durchschnittspreis von 8,91 EUR zurückgekauft. Zusätzliche Rückkäufe sind bis auf weiteres nicht vorgesehen. Im Februar 2009 erfolgte die Inbetriebnahme des neuen Leuchtenwerks in Spennymoor. Das neue Produktionsgebäude umfasst auf einer Fläche von 40.000 m2 ein Leuchtenwerk für die Marke Thorn, ein Komponentenwerk für die Marke TridonicAtco und ein neues Kunden- und Trainingszentrum, die Thorn Academy of Light. Im April 2009 hat die Zumtobel Gruppe als notwendige Reaktion auf die konjunkturbedingten Nachfragerückgänge die Stilllegung des Leuchtenwerks im rumänischen Curtici beschlossen. Von der Stilllegung sind 180 Mitarbeiter betroffen. Das Produktionsvolumen der rumänischen Fabrik wird in die bestehenden europäischen Leuchtenwerke transferiert. Akquisition in neuen Anwendungsgebieten Neue Kreditvereinbarung sichert langfristige Finanzierung Alter Werksstandort in Spennymoor verkauft Aktienrückkaufprogramm abgeschlossen Neues Leuchtenwerk in Spennymoor eröffnet Leuchtenwerk im rumänischen Curtici stillgelegt

Weitere wesentliche Ereignisse im Berichtszeitraum sind nicht zu vermelden.

1.5 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Personen umfassen den Vorstand und Aufsichtsrat der Zumtobel AG. Zum Bilanzstichtag 30. April 2009 sind keine Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen vorhanden.

Mit assoziierten Unternehmen und Joint Ventures bestehen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen Konditionen.

1.6 Geschäftsverlauf

1.6.1 Auf einen Blick

Die Zumtobel Gruppe blickt analog zur Entwicklung der Weltwirtschaft im Berichtszeitraum auf ein Geschäftsjahr der zwei Geschwindigkeiten zurück. Über das gesamte Berichtsjahr sank der Umsatz um 8,4% auf 1.174,0 Mio EUR. Bereinigt um negative Währungseffekte lag der Konzernumsatz 5,1% unter dem Vorjahreswert. Während im ersten Halbjahr 2008/09 der Umsatz währungsbereinigt noch auf dem hohen Vorjahresniveau lag, führte der Konjunktureinbruch in der zweiten Jahreshälfte zu deutlichen Umsatz- und Ergebnisrückgängen. Der Konzernumsatz sank im zweiten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahr um 13,5%, währungsbereinigt um minus 10,1%.

Das um Sondereffekte bereinigte EBIT betrug im Geschäftsjahr 2008/09 78,9 Mio EUR (erstes Halbjahr 60,1 Mio EUR und zweites Halbjahr 18,8 Mio EUR) und liegt damit rund ein Drittel unterhalb des Rekordwertes aus dem Vorjahr. In Prozent vom Umsatz entspricht dies einer um Sondereffekte bereinigten EBIT-Marge von 6,7% (Vorjahr 9,6%).

Die Entwicklung des EBIT nach Sondereffekten zeigt noch deutlicher, wie unterschiedlich die zwei Jahreshälften verliefen. Nach einem berichteten EBIT von 57,4 Mio EUR im ersten Halbjahr, konnte die Zumtobel Gruppe das Ergebnis im zweiten Halbjahr bedingt durch die schwache Konjunktur und erforderlichen außerordentlichen Restrukturierungsaufwendungen nicht weiter erhöhen. Für das Gesamtjahr betrug das EBIT nach Sondereffekten 57,0 Mio EUR. Die negativen Sondereffekte in Höhe von insgesamt 21,9 Mio EUR standen vor allem im Zusammenhang mit den im Herbst 2008 eingeleiteten personellen und strukturellen Anpassungen an das schwierige Marktumfeld. Die ersten positiven Effekte dieser Maßnahmen auf die Kostenstruktur der Zumtobel Gruppe waren im zweiten Halbjahr 2008/09 schon sichtbar.

1.6.2 Umsatzentwicklung

  • Währungsbereinigter Umsatz sinkt um 5,1%

  • Währungstranslationseffekt belastet Umsatz mit 43,0 Mio EUR

  • Deutliche Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfelds prägt Entwicklung beider Segmente

  • Rezession belastet sämtliche Absatzmärkte

  • Umsatz mit LED-basierten Produkten wächst um 37,0%

Währungsbereinigter Umsatz sinkt um 5,1%

Im Geschäftsjahr 2008/09 (1. Mai 2008 bis 30. April 2009) sank der Umsatz um 8,4% auf 1.174,0 Mio EUR (Vorjahr 1.282,3 Mio EUR). Die Umsatzentwicklung war durch negative Währungstranslationseffekte im Ausmaß von 43,0 Mio EUR oder 3,3% belastet. Bereinigt um diese Währungseffekte lag der Umsatz 5,1% unter dem Vorjahreswert. Während im ersten Halbjahr 2008/09 der Umsatz währungsbereinigt noch auf dem hohen Vorjahresniveau lag, war das zweite Halbjahr 2008/09 von einer deutlich nachlassenden Wirtschaftsdynamik in allen für die Zumtobel Gruppe relevanten Märkten geprägt. Entsprechend sank der Umsatz gegenüber dem zweiten Halbjahr 2007/08 währungsbereinigt um minus 10,3%.

Währungstranslationseffekt belastet Umsatz mit 43,0 Mio EUR

Der Währungseffekt ist auf die starke Aufwertung des Euro, vor allem gegenüber dem Britischen Pfund (GBP) und dem Australischen Dollar (AUD), zurückzuführen: Aus der Euroaufwertung ergibt sich im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum unter Berücksichtung der monatlichen Durchschnittskurse für das Britische Pfund ein Umrechnungsnachteil von 17,6% oder 33,9 Mio EUR und für den Australischen Dollar von 11,9% oder 8,9 Mio EUR. Weitere negative Effekte resultieren aus der Abwertung von Umsätzen im Neuseeländischen Dollar (NZD), Schwedischer Krone (SEK) und einigen asiatischen Währungen. Dies konnte nur in geringem Umfang durch positive Effekte beim Schweizer Franken (CHF), Amerikanischen Dollar (USD), Chinesischen Yuan (CNY) und einigen osteuropäischen Währungen kompensiert werden. Über alle Währungen hinweg ergibt sich ein negativer Translationseffekt von 43,0 Mio EUR.

Umsatzentwicklung (in Mio EUR)

Verschiebungen und Stornierungen von Projekten belasten Lighting Segment

Das Lighting Segment war von den genannten Währungstranslationseffekten überproportional stark betroffen (31,8 Mio EUR). Der Umsatz sank im Berichtszeitraum um 8,2% auf 871,4 Mio EUR (Vorjahr 948,9 Mio EUR). Währungsbereinigt ergibt sich ein Minus von 4,8%. – im erstes Halbjahr minus 0,4% und im zweiten Halbjahr minus 9,6%. Im zweiten Halbjahr hat sich der weltweit negative Konjunkturtrend beschleunigt und es kam in vermehrtem Umfang zu Verschiebungen und Stornierungen von laufenden Projekten und zu einer Zunahme des Preisdrucks.

Das Components Segment wurde im Geschäftsjahr 2008/09 von Währungseffekten in Höhe von 11,2 Mio EUR belastet. Der Umsatz sank um 8,7% (währungsbereinigt minus 5,8%) auf 365,8 Mio EUR (Vorjahr 400,4 Mio EUR). Währungsbereinigt beträgt das Wachstum im ersten Halbjahr plus 3,0% und im zweiten Halbjahr minus 15,5%. Im zweiten Halbjahr kam es aufgrund des schwächer werdenden Marktumfelds zu einer deutlichen Verlangsamung im Auftragseingang. Kunden aus der Leuchtenindustrie reagierten auf den Rückgang der Marktnachfrage und auf die außergewöhnliche Unsicherheit über den weiteren Konjunkturverlauf mit kleineren Bestellmengen sowie dem Abbau ihres Lagerbestandes. Auch in diesem wirtschaftlichen Umfeld setzte sich im Komponentengeschäft der technologische Substitutionseffekt zu höherwertigen elektronischen Vorschaltgeräten fort.

Deutlicher Rückgang in der Leuchtenindustrie belastet Components Segment

Entwicklung Segmente in Mio EUR 2008/09 2007/08 Veränderung
in %
Währungs
bereinigt in %
Lighting Segment 871,4 948,9 -8,2 -4,8
Components Segment 365,8 400,4 -8,7 -5,8
Sonstige & Konsolidierung -63,1 -66,9 5,7 -
Zumtobel Gruppe 1.174,0 1.282,3 -8,4 -5,1

In der Zukunftstechnologie Licht Emittierender Dioden (LED) konnte die Zumtobel Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr ihr Wachstum weiter fortsetzen. Der Umsatz mit LED-basierten Produkten und Lösungen stieg um 37,0% auf 50,6 Mio EUR (Vorjahr 37,0 Mio EUR), bereinigt um die Akquisition von Space Cannon um 26,3%.

Umsatz mit LEDbasierten Produkten wächst um 37,0%

Regionale Geschäftsentwicklung

Umsatzerlöse
in Mio EUR
Veränderung
in %
Regionale Umsatzverteilung
298,5 -3,4
66,7 -1,8
97,5 -8,7 Australien &
Amerika
Rest
Neuseeland
2,7%
1,0%
383,5 -10,3 7,7%
D/A/CH
105,7 -18,6 25,4%
Asien
7,6%
952,0 -8,6
88,7 1,5 Südeuropa
9,0%
Osteuropa
89,9 -16,3 5,7%
31,9 -10,2 Nordeuropa
11,5 5,5 Westeuropa
8,3%
32,7%
1174,0 -8,4

Alle europäischen Märkte befinden sich mittlerweile in der Rezession. Im Berichtszeitraum sank der Umsatz der Zumtobel Gruppe in Europa um 8,6% auf 952,0 Mio EUR (Vorjahr: 1.041,0 Mio EUR). Das sind 81,1% vom Konzernumsatz. Der Umsatzrückgang im Vergleich zum Vorjahr wurde auch durch negative Währungstranslationseffekte in Höhe von minus 34,9 Mio EUR, beziehungsweise minus 3,4% vom europäischen Umsatz, verursacht.

In der D/A/CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) war im zweiten Halbjahr 2008/09 ein deutlicher Rückgang in der Marktnachfrage erkennbar (minus 7,4%). Über das gesamte Jahr sank der Umsatz um 3,4%. Der bisherige Wachstumsmarkt Osteuropa konnte die positive Entwicklung aus dem ersten Halbjahr (plus 6,3%) ebenfalls nicht fortsetzen. Der Umsatz verringerte sich im Berichtszeitraum um 1,8%. In Nordeuropa

Währungsbereinigter Umsatz sinkt in Europa um 5,2%

Rezession belastet sämtliche Absatzmärkte

sank der Umsatz nach einer stabilen Entwicklung in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2008/09 in der zweiten Jahreshälfte deutlich zweistellig. Die Entwicklung in Schweden ist zusätzlich von der Abwertung der Schwedischen Krone (SEK) gegenüber dem Euro belastet. In Westeuropa haben die schwache Marktentwicklung in Frankreich (minus 4,6%) und die bereits beschriebene Abwertung beim Britischen Pfund (GBP) die Umsatzentwicklung erwartungsgemäß stark belastet. Diese Entwicklung war daher mit einem Umsatzrückgang von 8,0% bereits im ersten Halbjahr spürbar und hat sich im zweiten Halbjahr nur noch etwas verschlechtert. Ohne Währungstranslationseffekte wäre die Umsatzentwicklung in Großbritannien im Zwölfmonatsvergleich nur leicht negativ gewesen. Südeuropa war bereits im ersten Halbjahr deutlich von der Wirtschaftkrise erfasst. Vor allem das Components Segment litt unter der deutlich nachlassenden Wirtschaftsentwicklung in Italien und Spanien. Insgesamt ging der Umsatz in Südeuropa im Geschäftsjahr 2008/09 um 18,6% zurück.

In Asien entwickelte sich der Umsatz im Berichtszeitraum leicht über Vorjahresniveau (plus 1,5%). Der amerikanische Raum leidet weiterhin an einer sehr schwachen Baukonjunktur. Der dortige Umsatz sank im Geschäftsjahr 2008/09 um 10,2%. Auch in Australien/Neuseeland gingen die Umsätze im Berichtszeitraum um 16,3% zurück – bereinigt um die Abwertung des AUD und NZD gegenüber dem Euro sank der Umsatz um rund 5%.

1.6.3 Ertragsentwicklung

  • Konjunkturkrise belastet Ergebnisentwicklung im zweiten Halbjahr stark

  • Effizienzsteigerungsprogramm zeigt bereits erste positive Effekte

  • Reduktion der Verwaltungs- und Vertriebskosten um 11,3 Mio EUR

  • Signifikante Sondereffekte in Höhe von minus 21,9 Mio EUR im Betriebsergebnis

  • Bereinigte EBIT-Marge von 6,7%

  • Verbessertes Finanzergebnis trotz belastender Einmaleffekte

  • Vorsteuerergebnis sinkt auf 29,3 Mio EUR

  • Jahresergebnis erreicht 13,3 Mio EUR

2008/09 2007/08 Veränderung
Gewinn- und Verlustrechnung in Mio EUR in %
Umsatzerlöse 1.174,0 1.282,3 -8,4
Kosten der umgesetzten Leistungen -739,9 -792,9 6,7
Bruttoergebnis vom Umsatz 434,1 489,5 -11,3
in % vom Umsatz 37,0 38,2
Vertriebs-, Verwaltungs- u. sonstige Aufwendungen ohne Sondereffekte -355,2 -366,5 3,1
Bereinigtes EBIT 78,9 123,0 -35,8
in % vom Umsatz 6,7 9,6
Sondereffekte -21,9 -1,1 <-100
EBIT 57,0 121,9 -53,2
Finanzergebnis -27,7 -34,0 18,3
Ergebnis vor Ertragsteuern 29,3 87,9 -66,7
Ertragsteuern -6,3 6,1 <-100
Jahresergebnis aus aufgegebenen Bereichen -9,6 -0,5 <-100
Jahresergebnis 13,3 93,5 -85,8
Abschreibungen und Amortisierungen 53,0 39,3 35,0
Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Bereichen (in EUR) 0,53 2,09 -74,8

Nachrichtlich: Das EBITDA im Geschäftsjahr 2008/09 betrug 110,0 Mio EUR.

Die Entwicklung des EBIT nach Sondereffekten zeigt noch deutlicher, wie unterschiedlich die zwei Jahreshälften verliefen. Nach einem EBIT von 57,4 Mio EUR im ersten Halbjahr, konnte die Zumtobel Gruppe das Ergebnis im zweiten Halbjahr bedingt durch die schwache Konjunktur und erforderlichen außerordentlichen Restrukturierungsaufwendungen nicht weiter erhöhen. Für das Gesamtjahr betrug das EBIT nach Sondereffekten 57,0 Mio EUR. Die hohen negativen Sondereffekte standen vor allem im Zusammenhang mit den im Herbst 2008 eingeleiteten personellen und strukturellen Anpassungen an das schwierige Marktumfeld. 3

Konjunkturkrise belastet Ergebnisentwicklung im zweiten Halbjahr stark

in Mio EUR 1. Halbjahr 2. Halbjahr Gesamtjahr
EBIT 07/08 74,7 47,2 121,9
Sondereffekte 1,1 0,0 1,1
Bereinigtes EBIT 75,7 47,2 123,0
Volume/Preis/Mix -9,6 -31,7 -41,3
GBP Währungseffekt -6,0 -6,0 -12,0
Herstellkosten 5,0 -7,0 -2,0
davon Ausgaben für Forschung und Entwicklung -2,5 -3,3 -5,7
davon Abschreibungen -1,3 -1,5 -2,8
Fixkosten -5,0 16,3 11,3
Bereinigtes EBIT 60,1 18,8 78,9
Sondereffekte -2,7 -19,2 -21,9
EBIT 08/09 57,4 -0,4 57,0

Die Bruttoergebnismarge ging im Berichtsjahr um 120 Basispunkte auf 37,0% vom Umsatz zurück. Das Bruttoergebnis wurde durch den – vor allem im zweiten Halbjahr – deutlichen Umsatzrückgang, erhebliche Negativeffekte aus der Euroaufwertung und höhere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung belastet. Infolge der im Berichtsjahr veränderten nachteiligen Kursrelation von GBP/EUR entstand alleine aus den Exporten nach Großbritannien ein negativer Währungstransaktionseffekt in Höhe von rund 12 Mio EUR. Durch den Personalabbau von annähernd 700 Mitarbeitern (inklusive Leiharbeiter) in der Produktion konnte der Personalkostenanteil an den Herstellkosten in Prozent vom Umsatz trotz deutlicher Umsatzrückgänge mit 15,3% annähernd auf dem Niveau des Vorjahres gehalten werden (Vorjahr 14,5%). Der direkte Effizienzsteigerungsprogramm zeigt bereits erste positive Effekte

Personalkostenanteil an den Herstellkosten entwickelte sich durch Kapazitätsanpassungen nahezu proportional zum Umsatzrückgang. Der Materialkostenanteil reduzierte sich einerseits aufgrund von Preisrückgängen bei Rohmaterialien (zum Beispiel Aluminium, Kupfer, Plastik) und andererseits durch die Realisierung von beschaffungsbezogenen Währungsabsicherungen (z. B. auf den USD) von 43,0% auf 42,7% (bzw. 41,7% bereinigt um den GBP-Währungstransaktionseffekt). In der EBIT-Überleitung ergibt sich daher aus der Material- und Personaltangente gegenüber dem vergleichbaren Vorjahrszeitraum eine Bruttoersparnis in Höhe von rund 6,5 Mio EUR. Demgegenüber stiegen die in den Herstellkosten enthaltenen Ausgaben für Forschung und Entwicklung um 5,7 Mio EUR auf 32,8 Mio EUR (plus 21,1% gegenüber Vorjahr) sowie die Abschreibungen um 2,8 Mio EUR auf 34,5 Mio EUR. Ein Großteil der höheren Entwicklungskosten kam dem Ausbau der LED-Aktivitäten zu Gute.

Reduktion der Verwaltungs- und Vertriebskosten um 11,3 Mio EUR

Signifikante Sondereffekte im Betriebsergebnis

ersten Halbjahr 2008/09 gegenüber der Vorjahresperiode um 2,8%. Im zweiten Halbjahr konnten die Verwaltungs- und Vertriebskosten durch die zwischenzeitlich eingeleiteten Einsparmaßnahmen um 8,8% gegenüber dem zweiten Halbjahr 2007/08 gesenkt werden. Auf Jahresbasis errechnet sich für das Berichtsjahr eine Ersparnis von 11,3 Mio EUR oder 3,1% gegenüber dem Vorjahr.

Die um Sondereffekte bereinigten Vertriebs-, Verwaltungs- und sonstigen Kosten stiegen tarifbedingt im

Das Geschäftsjahr 2008/09 war von signifikanten Sondereffekten in Höhe von 21,9 Mio EUR geprägt. Durch die Veräußerung des alten Werksstandorts im nordenglischen Spennymoor konnte ein EBIT-wirksamer Einmalertrag (Verkaufserlös abzüglich Buchwert) von 17,4 Mio EUR erzielt werden. Demgegenüber stehen Restrukturierungskosten in Höhe von rund 28,7 Mio EUR für Abfertigungen und sonstige Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Effizienzsteigerungsprogramm "Excellerate" sowie Rationalisierungsmaßnahmen im Zuge des Fabriksneubaus in Spennymoor. Weiters wirkten sich Firmenwertabschreibungen in Höhe von 6,5 Mio EUR (Atco Gruppe Australien mit 4,7 Mio EUR und Space Cannon mit 1,8 Mio EUR) sowie eine im Zusammenhang mit der Stilllegung des Leuchtenwerks in Rumänien durchgeführte außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von 2,9 Mio EUR belastend aus.

Zur Darstellung des operativen Erfolgs wurde das EBIT um die genannten Sondereffekte bereinigt:

Bereinigtes EBIT in Mio EUR 2008/09 2007/08 Veränderung
in %
Berichtetes EBIT 57,0 121,9 -53,2
davon Sondereffekte -21,9 -1,1 <-100
Bereinigtes EBIT 78,9 123,0 -35,8
in % vom Umsatz 6,7 9,6

Bereinigte EBIT-Marge von 6,7%

Im Geschäftsjahres 2008/09 verringerte sich das um Sondereffekte bereinigte EBIT um 44,1 Mio EUR bzw. 35,8% auf 78,9 Mio EUR (Vorjahr 123,0 Mio EUR). Dies entspricht einer gegenüber dem Vorjahr um 290 Basispunkte niedrigeren Umsatzrendite von 6,7%.

Verbessertes Finanzergebnis trotz belastender Einmaleffekte

Das Finanzergebnis verbesserte sich im Geschäftsjahr 2008/09 gegenüber dem Vorjahr trotz belastender Einmaleffekte um 6,3 Mio EUR und wies einen Aufwand von 27,7 Mio EUR aus. Der Zinsaufwand erreichte wie im Vorjahr 22,6 Mio EUR, beinhaltet allerdings im Berichtsjahr Einmalkosten von rund 4,4 Mio EUR im Zusammenhang mit der vorzeitigen Refinanzierung des seit 2001 aus der Thorn-Akquisition bestehenden Darlehens sowie Zinsen aus dem Leasingvertrag für die neue Fabrik in England in Höhe von 1,7 Mio EUR. Der restlichen Zinsen betrugen für das Geschäftsjahr 2008/09 16,5 Mio EUR (Vorjahr 22,6 Mio EUR) und betreffen hauptsächlich den Zinsaufwand für die laufenden Kreditverträge. Die übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträge enthalten vor allem währungsbedingte Bewertungseffekte und betrugen minus 8,8 Mio EUR (Vorjahr minus 15,7 Mio EUR). Auf die Ausführungen im Konzernanhang Kapitel 2.5.4.5 wird verwiesen.

Finanzergebnis in Mio EUR 2008/09 2007/08 Veränderung
in %
Zinsaufwand -22,6 -22,6 -0,2
Zinsertrag 2,1 4,4 -52,3
Zinssaldo -20,5 -18,2 -13,0
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge -8,8 -15,7 44,0
Ergebnisanteile assoziierter Unternehmen 1,6 -0,1 >100
Finanzergebnis -27,7 -34,0 18,3

Das Ergebnis vor Steuern sank im Geschäftsjahr 2008/09 um 66,7% auf 29,3 Mio EUR. Darauf entfielen laufende Ertragssteuern in Höhe von 6,3 Mio EUR. Im Vergleich zu den letzten beiden Geschäftsjahren erfolgte in 2008/09 aufgrund der deutlich schlechteren Ertragssituation keine ertragswirksame Teilauflösung von Bewertungsabschlägen auf aktive latente Steuern aus Verlustvorträgen.

Das Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen betrug minus 9,6 Mio EUR. In dieser Position sind einerseits die Effekte aus der infolge der Wirtschaftskrise aufgegebenen Aktivität im Bereich der Wohnraumleuchten (7,1 Mio EUR) sowie eine Kaufpreisanpassung aus einer in der Vergangenheit getätigten Desinvestition enthalten. Das Jahresergebnis (inklusive Minderheiten) verringerte sich im Berichtsjahr entsprechend deutlich auf 13,3 Mio EUR (Vorjahr: 93,5 Mio EUR). Für die Aktionäre der Zumtobel AG ergibt dies ein Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Bereichen (verwässert bei 43,6 Mio Aktien) von 0,53 EUR (Vorjahr 2,09 EUR bei 44,8 Mio Aktien). Jahresergebnis erreicht 13,3 Mio EUR

1.6.4 Wirtschaftliche Lage der Zumtobel AG und Dividende

Die Zumtobel AG fungiert als Konzernobergesellschaft der Zumtobel Gruppe und stellt konzernübergreifende Management- und Servicefunktionen bereit. Diese umfassen unter anderem die Bereiche Strategie und Konzernentwicklung, Personalwesen, Konzernrechnungswesen, Steuern und Recht, Interne Revision, Versicherungswesen, Treasury (umfasst unter anderem die zentrale Finanzierung und das Liquiditätsmanagement des Konzerns,), IT, Unternehmenskommunikation und Investor Relations. Weiters verwaltet die Gesellschaft den überwiegenden Teil der inländischen Liegenschaften. Die Zumtobel AG hatte im Berichtsjahr keine Zweigniederlassungen.

Die Nettoumsatzerlöse in Höhe von 34,7 Mio EUR (Vorjahr 32,7 Mio EUR) beinhalten IT-Dienstleistungen in Höhe von 18,8 Mio EUR (Vorjahr 16,6 Mio EUR), Mieteinnahmen in Höhe von 7,6 Mio EUR (Vorjahr 7,6 Mio EUR), sowie sonstige Dienstleistungen in Höhe von 8,3 Mio EUR (Vorjahr 8,5 Mio EUR).

Das Betriebsergebnis verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,0 Mio EUR auf Minus 4,6 Mio EUR. Die Erträge aus verbundenen Unternehmen beliefen sich auf 35,1 Mio EUR gegenüber 46,5 Mio EUR im Vorjahr. Aus der TridonicAtco GmbH & Co KG (Obergesellschaft der TridonicAtco Division) wurden 15,0 Mio EUR entnommen (Vorjahr 26,3 Mio EUR). Die Ausschüttungen der Zumtobel Lighting GmbH als Obergesellschaft der Zumtobel Lighting Division beliefen sich wie im Vorjahr auf 20 Mio EUR. Auf die Beteiligung an der Zumtobel LED Holding GmbH wurde eine Teilwertabschreibung in Höhe von 23,6 Mio EUR (Vorjahr 2,0 Mio EUR) durchgeführt.

Das Jahresergebnis verschlechterte sich von 32,4 Mio EUR im Vorjahr auf Minus 7,1 Mio EUR, was zum wesentlichen Teil auf das geringere Beteiligungsergebnis zurückzuführen ist. Im Rahmen der Umfinanzierung

Vorsteuerergebnis sinkt auf 29,3 Mio EUR

Funktion der Zumtobel AG

Der Einzelabschluss der Zumtobel AG

des Akquisitionskreditvertrages erfolgten die Rückführung von 61,7 Mio EUR aus dem bisherigen Vertrag und eine Neuaufnahme in Höhe von 62,0 Mio EUR.

Aussetzung der Dividende zur Stärkung der Finanzkraft

Die Zumtobel AG zeigt für das Geschäftsjahr 2008/09 einen Bilanzgewinn von 29,2 Mio EUR (Vorjahr 60,3 Mio EUR). Vor dem Hintergrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage und des unsicheren Ausblicks hat der Vorstand und der Aufsichtsrat der Zumtobel AG beschlossen, auf der anstehenden Hauptversammlung am 29. Juli 2009 eine Aussetzung der Dividende vorzuschlagen und die thesaurierten Mittel zur Verbesserung der Finanzkraft einzubehalten. Die Stärkung der Liquidität zur Absicherung der langfristigen Unternehmensentwicklung hat nach Einschätzung von Vorstand und Aufsichtsrat in diesem gegenwärtigen wirtschaftlichen Umfeld oberste Priorität.

1.6.5 Saisonalität, Cashflow und Vermögenslage

Unabhängig von der Wirtschaftskrise unterliegt der Geschäftsverlauf der Zumtobel Gruppe einer ausgeprägten Saisonalität: Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres (1. Mai bis 31. Oktober) ist die Geschäftstätigkeit höher, da von Sommer bis Herbst eine relativ höhere Anzahl von Bauprojekten fertig gestellt wird und damit der Einbau der Beleuchtung als eine der letzten Maßnahmen vorgenommen wird. Im dritten Quartal (1. November bis 31. Januar) ist das Umsatzniveau wegen der Weihnachts- und Winterpause in der Baubranche deutlich niedriger. Im vierten Quartal (1. Februar bis 30. April) nimmt die Aktivität wieder sukzessive zu. Einhergehend mit dem Umsatzverlauf entwickelt sich auch das Ergebnis (gemessen am bereinigten EBIT) mit saisonalen Schwankungen, was ein deutlich niedrigeres Ergebnis insbesondere im dritten Quartal zur Folge hat.

Die Entwicklung des Working Capital folgte wiederum dem saisonalen Muster des Geschäftsverlaufs: Im umsatzstärkeren ersten Halbjahr erhöhte sich das Working Capital, im Verlauf des zweiten Halbjahres konnte eine schrittweise Reduzierung erreicht werden. In Prozent vom rollierenden 12-Monatsumsatz verringerte sich das Working Capital zum siebenten Mal in Folge gegenüber dem jeweiligen Vorjahresquartal und erreichte zum 30. April 2009 16,7% (Vorjahr: 18,2%) vom Umsatz. Durch die deutlich bessere Entwicklung des Working Capitals konnte Liquidität in Höhe von 26,8 Mio EUR (Vorjahr 9,8 Mio EUR) freigesetzt werden. Dies ist vor allem auf eine Verringerung des Forderungsbestandes aus Lieferungen und Leistungen, auch aufgrund eines zum Bilanzstichtag erweiterten Factorings in Höhe von 49,0 Mio EUR (Vorjahr 31,6 Mio EUR), zurückzuführen.

Working Capital in % von rollierenden 12-Monats-Umsätzen

Geschäftsverlaufs

Ausgeprägte Saisonalität des

Positive Entwicklung im Working Capital fortgesetzt

Der Cashflow aus dem operativen Geschäft betrug im Berichtsjahr 114,1 Mio EUR (Vorjahr 156,0 Mio EUR). Der Rückgang gegenüber der Vorjahresperiode resultiert hauptsächlich aus dem deutlich niedrigeren Betriebsergebnis.

Für Anlageninvestitionen wurden im Berichtsjahr 64,7 Mio EUR (Vorjahr 66,0 Mio EUR) ausgegeben. Neben Instandhaltungs- und Modernisierungsinvestitionen für Gebäude und Produktionsanlagen (z. B. Investitionen in die Ausstattung der neuen Fabrik in Spennymoor) umfassen Anlageninvestitionen auch die Herstellung von Werkzeugen für neue Produkte (rund 5,0 Mio EUR) sowie aktivierte Kosten für Forschung und Entwicklung in Höhe von 13,1 Mio EUR (Vorjahr 12,7 Mio EUR) Die laufende Abschreibungen ohne Sondereffekte in der Zumtobel Gruppe beliefen sich für das Geschäftsjahr 2008/09 auf 42,7 Mio EUR (Vorjahr 39,3 Mio).

Der Zufluss aus Anlagenabgängen in Höhe von 4,1 Mio EUR (Vorjahr 11,6 Mio EUR) resultiert im Wesentlichen aus dem Eingang der vereinbarten ersten Ratenzahlung im März 2009 aus dem Verkauf des alten Werksstandorts in Spennymoor. Zusätzliche Mittel flossen aus der Liquidierung (11,7 Mio EUR) aus Finanzanlagevermögen zu. Die Veränderung liquider Mittel aus Konsolidierungskreisänderungen bezieht sich vor allem auf die Akquisition von Space Cannon VH SRL.

Aufgrund des deutlich geringeren operativen Cashflows und der gestiegene Auszahlungen für Investitionstätigkeiten hat sich der Free Cashflow im Geschäftsjahr 2008/09 auf 57,8 Mio EUR gegenüber dem Vorjahr (111,8 Mio EUR) fast halbiert. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit umfasst im Wesentlichen die Zahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2007/08 von 31,3 Mio EUR (Vorjahr 22,6 Mio EUR), Auszahlungen für den im ersten Halbjahr getätigten Aktienrückkauf in Höhe von 17,3 Mio EUR sowie Zinszahlungen auf Finanzschulden in Höhe von 17,4 Mio EUR. Zuflüsse im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit resultieren aus der Erhöhung der Kreditverbindlichkeiten. Die Nettoverbindlichkeiten erhöhten sich zum Bilanzstichtag auf 163,5 Mio EUR (Vorjahr 129,0 Mio EUR) und lagen damit 34,5 Mio EUR über dem Vorjahreswert.

Zur Sicherung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit verfügt die Zumtobel Gruppe durch die im Juni 2008 abgeschlossene Finanzierungsvereinbarung über 480 Mio EUR und einer Laufzeit von fünf Jahren über einen ausreichenden finanziellen Rahmen. Die Finanzierung ist an die Einhaltung von Financial Covenants, Schuldendeckungsgrad kleiner als 3,5 sowie Eigenkapitalquote größer als 25%, geknüpft. Zum Bilanzstichtag wurden die Financial Covenants dank eines Schuldendeckungsgrades von 1,49 und einer Eigenkapitalquote von 43,3% vollumfänglich eingehalten.

Bilanzkennzahlen in Mio EUR 30. April 2009 30. April 2008
Bilanzsumme 1.053,9 1.105,9
Nettoverbindlichkeiten 163,5 129,0
Eigenkapital 456,0 514,2
Eigenkapitalquote in % 43,3 46,5
Verschuldungsgrad in % 35,9 25,1
Durchschnittliches Capital Employed 664,0 650,2
ROCE in % 11,9 18,9
Investitionen 64,7 66,0
Working Capital 196,4 232,9
in % von rollierendem 12-Monatsumsatz 16,7 18,2

Operativer Cashflow sinkt um 26,9%

Cashflow aus Investitionstätigkeit steigt um 12,2 Mio EUR

Rückgang des Free Cashflow auf 57,8 Mio EUR

Gefestigte Liquiditätsposition

Solide Bilanzstruktur

Die Bilanzstruktur hat sich im Geschäftsjahr 2008/09 nicht wesentlich verändert. Die Eigenkapitalquote sank gegenüber dem 30. April 2008 auf 43,3% (Vorjahr 46,5%). Hauptgründe dafür sind das geringere Jahresergebnis von 13,3 Mio EUR (Vorjahr 93,5 Mio EUR), die Dividendenausschüttung der Zumtobel AG in Höhe von 31,3 Mio EUR (Vorjahr 22,3 Mio EUR), versicherungsmathematischen Gewinne / Verluste aus Pensions- und Abfertigungsrückstellungen in Höhe von minus 14,4 Mio EUR sowie der Rückkauf von eigenen Aktien in Höhe von 17,3 Mio EUR.

Investitionen wurden aus dem laufenden Cashflow und über langfristiges Fremdkapital finanziert. Der Verschuldungsgrad (Gearing) stieg aufgrund der höheren Nettoverbindlichkeiten von 25,1% auf 35,9%.

1.7 Mitarbeiterentwicklung

Gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten sind engagierte und motivierte Mitarbeiter und Manager der Schlüsselfaktor zum Unternehmenserfolg. Eine konzernweite Unternehmenskultur, in deren Mittelpunkt Leistung, Verantwortung, Offenheit und Unternehmergeist stehen, ist die Basis für die erfolgreiche Umsetzung der notwendigen Maßnahmen zur Bewältigung der Wirtschaftskrise.

Wirtschaftskrise als zentrale Herausforderung an das Personalwesen im Berichtsjahr

Die deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die Auswirkungen auf die Zumtobel Gruppe machten in vielen Unternehmensbereichen einen entsprechenden Personalabbau erforderlich, um die Personalkapazitäten und -kosten den Marktgegebenheiten anzupassen. Dabei bleibt es das Ziel, mit diesen Maßnahmen den langfristigen Erfolg des Unternehmens und die damit verbundenen Arbeitsplätze zu sichern. Die dennoch notwendigen Maßnahmen zur Anpassung des Personalstands wurden in enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretern nach Kriterien der Sozialverträglichkeit definiert und umgesetzt. Um möglichst viele Arbeitsplätze zu sichern, wurden je nach Standort und gesetzlichen sowie tariflichen Möglichkeiten kreative und flexible Lösungen entwickelt. Dies schließt Maßnahmen wie Bildungskarenz, staatliche geförderte Qualifizierungsmaßnahmen, Kurzarbeit, Aussetzungsverträge und temporäre Arbeitszeitverkürzungen ein.

Die Mitarbeiterzahl in der Zumtobel Gruppe verringerte sich zum Bilanzstichtag (30. April 2009) im Jahresvergleich um 743 auf weltweit 7.165 Vollzeitkräfte (inklusive Leiharbeiter). Der Personalabbau betraf Mitarbeiter in den Produktions- und Administrationsbereichen sowie Leiharbeiter (minus 38% auf 124 Beschäftigte). Demgegenüber steht ein Zuwachs von 38 Beschäftigen (plus 9,2%) in Forschung & Entwicklung. Damit wird das Ziel verfolgt, die hervorragende Technologieposition der Zumtobel Gruppe auch in Krisenzeiten gezielt auszubauen. Die Verteilung und Entwicklung nach Tätigkeitsbereichen und Regionen zeigt die folgende Graphik: Krisenbedingter Personalabbau

Verteilung nach Tätigkeitsbereich und Region

Die Mitarbeiterproduktivität entwickelte sich aufgrund des deutlich schwächeren operativen Ergebnis von 32,4% im Vorjahr auf 20,4% im Berichtszeitraum. Der Umsatz je Mitarbeiter auf Durchschnittsbasis (inklusive Leiharbeiter) fiel von 162.500 EUR je Mitarbeiter auf 152.000 EUR.

Produktivität und Umsatz je Mitarbeiter

Sicherheit am Arbeitsplatz

Auch im Geschäftsjahr 2008/09 nahm das Thema Arbeitssicherheit wieder einen hohen Stellenwert ein. Die im vergangenen Jahr gestarteten Aktivitäten zur Reduzierung von betrieblichen Arbeitsunfällen wurden konsequent fortgesetzt und zum Teil erweitert. So wurde an einigen Standorten die Meldung und Bearbeitung von Beinah-Unfällen ("Near-Miss") eingeführt, um die Mitarbeiter noch stärker für das Thema zu sensibilisieren. Betriebliche Arbeitsunfälle konnten in der Folge im Geschäftsjahr 2008/09 im Konzern weiter reduziert werde. Die TRI-Rate (Total Recorded Injuries = Anzahl Arbeitsunfälle bezogen auf eine Million Arbeitsstunden) zeigte folgende Entwicklung:

TRI Rate 2008/09 2007/08 2006/07
Lighting Segment 17,4 23,9 29,4
Components Segment 12,2 10,7 15,4

Ausbildung in der Zumtobel Gruppe

Die Zumtobel Gruppe legt großen Wert auf die konsequente und kontinuierliche Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter.

Die vor zwei Jahren zusätzlich zur bestehenden "Zumtobel Academy of Light" neu geschaffenen internen Akademien – die "Thorn Academy of Light" und die "TridonicAtco Academy" – konnten im Berichtszeitraum ihr Angebot weiter professionalisieren. Fachexperten aus allen relevanten Bereichen schulten Vertriebsmitarbeiter markenspezifisch in Bezug auf Produkte, Anwendungen und Geschäftsprozesse. Im neuen Werk Spennymoor wurde mit der "Thorn Academy of Light" ein modernes Schulungszentrum für Thorn eröffnet. Auch die Ausbildung zum "Zumtobel Lichtlösungsberater", bereits ein Maßstab für Weiterbildung von Vertriebsmitarbeitern in der Lichtbranche, wurde weiter verbessert. Als Folge der Innovationsstrategie der Zumtobel Gruppe wurde eine umfangreiche Ausbildungsinitiative zur LED Technologie gestartet.

Aus- und Weiterbildung im Rahmen interner Akademien

Zahl der Arbeitsunfälle im Konzern weiter reduziert

Lehrlingsausbildung und Traineeprogramm

Die Lehrlingsausbildung, die das Unternehmen seit vielen Jahren schwerpunktmäßig in Österreich und Deutschland durchführt, ist weiterhin ein wichtiges Standbein der Personalentwicklung. Trotz der anhaltenden Konjunkturkrise wird die Lehrlingsausbildung auf gleich hohem Niveau fortgesetzt, um den Zugang zu bestens ausgebildeten Fachkräften langfristig zu sichern. Allen Lehrlingen wird nach Beendigung der Ausbildung ein Arbeitplatz in der Zumtobel Gruppe zugesichert. Auch das im Jahre 2006 gestartete internationale Traineeprogramm zeigt Erfolge: den fünf Trainees der "zweiten Generation" konnten nach Abschluss ihres 24-monatigen Traineeprogramms herausfordernde Positionen im Unternehmen angeboten werden.

Lean Six Sigma Ausbildungsinitiative im Lighting Segment

Zusätzlich zu bereits im vergangenen Jahr gestarteten, langfristig angelegten lokalen Qualifizierungsoffensiven (z. B. zur Produktionsfachkraft im größten Leuchtenwerk in Dornbirn) wurde in allen europäischen Leuchtenwerken eine umfassende Lean Six Sigma Ausbildungsinitiative gestartet. Durch den Fokus auf nachhaltige Qualitäts-, Produktivitäts- und Prozessfähigkeiten zur Steigerung der Liefertermintreue und Verringerung der Durchlaufzeiten wurden bisher rund 170 sogenannte Yellow, Green und Black Belts in den Lean Six Sigma Methoden ausgebildet. Der äußerst praxisnahe Lernansatz führte dazu, dass die im Training bearbeiteten und dem Produktionsalltag entnommenen echten Problemstellungen direkt in Verbesserungsmaßnahmen umgesetzt werden konnten.

Auch beim Components Segment stand die Weiterbildung von Produktionsmitarbeitern im Fokus: So wurden in Österreich die staatlichen Bildungskarenzangebote zur Weiterqualifizierung von Produktionsmitarbeitern genutzt. Darüber hinaus wurde die bereits im Vorjahr gestartete Recruiting-Offensive für Spezialisten im Bereich Elektrotechnik erweitert. Es wurden z. B. Hochschulkontakte mit ausgewählten Zieluniversitäten in Europa intensiviert, erstmals Auslandspraktika für Schüler aus Österreich an europäischen Standorten der Zumtobel Gruppe angeboten und die Teilnahme an Jobmessen im In- und Ausland ausgeweitet.

Führungskräfteentwicklung und Nachfolgeplanung Das "Leadership Development Program" trägt seit Jahren erfolgreich dazu bei, dass Potentialträger mit herausragenden fachlichen und persönlichen Fähigkeiten aus der gesamten Zumtobel Gruppe in einem jährlichen Prozess systematisch erkannt und im Rahmen einer umfassenden Nachfolgeplanung gefördert werden. So konnten im Berichtszeitraum erstmals 70% aller gehobenen Managementfunktionen im Unternehmen mit Mitarbeitern aus den eigenen Reihen besetzt werden – das sind 10% mehr als im Vorjahr.

Unternehmenswerte und soziale Verantwortung

Identifikation der Mitarbeiter mit gemeinsamen Werten

Die Unternehmenswerte rücken das Engagement der Zumtobel Gruppe für ihre Kunden, ihre Mitarbeiter, optimale Geschäftsprozesse und Werteorientierung in den Mittelpunkt. Der Zumtobel-Verhaltenskodex basiert auf den Unternehmenswerten und setzt zudem die Richtlinie der Initiative "Partnering Against Corruption" (PACI) des Weltwirtschaftsforums in Davos um, welche von der Zumtobel Gruppe als erstem Unternehmen in Österreich im September 2004 unterzeichnet wurde. Der Verhaltenskodex regelt detailliert, welches Verhalten von allen Mitarbeitern in kritischen Bereichen des Geschäftslebens erwartet wird, so z. B. die Bekämpfung von Korruption und keine Toleranz gegenüber jeglicher Art von Diskriminierung.

Weltweite Mitarbeiterumfrage

Im Rahmen der anonymen Umfrage konnten sich alle Mitarbeiter der Zumtobel Gruppe dazu äußern, wie zufrieden sie mit ihrem Arbeitsumfeld sind, und inwieweit die Unternehmenswerte im täglichen Arbeitsalltag gelebt werden. Die Beteiligungsquote lag bei 60%. Erfreulich waren die sehr guten Ergebnisse im Hinblick auf die Themen 'Kundenorientierung' und 'Teamorientierung'. Verbesserungspotenzial zeigte sich insbesondere bei der aktiven Förderung von Weiterbildungsmaßnahmen. Als Folge davon wurden unter anderem auf Konzernebene verpflichtende Führungstrainings für alle Führungskräfte der Zumtobel Gruppe eingeführt, welche sich auch auf die Förderung der Weiterbildung von Mitarbeitern konzentrieren.

Die Integration von ausländischen Mitarbeitern beziehungsweise von Mitarbeitern mit Migrationshintergrund wird durch Sprachkurse gefördert, die während und außerhalb der Arbeitszeit angeboten und vom Unternehmen finanziert werden.

An allen Standorten findet die Integration von Mitarbeiterinnen, die nach Mutterschutz und Elternzeit wieder in den Beruf zurückkehren möchten, im Rahmen der gesetzlichen Anforderungen statt und geht teilweise darüber hinaus. So erlauben flexible Arbeitszeitmodelle und die Einrichtung von Heimarbeitsplätzen die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zudem bietet die TridonicAtco an ihrem größten Standort in Dornbirn geförderte Kindergartenplätze an.

Zur Förderung von Mitarbeitern mit Behinderung führt der Konzern in Österreich im Rahmen des Berufsförderprogramms eine Ausbildung für lernschwache Jugendliche durch. Im Anschluss daran stehen speziell betreute Arbeitsplätze zur Verfügung.

Leistungsorientierte Unternehmenskultur

Zur Motivation und Identifikation mit den Unternehmenszielen erhalten leitende Angestellte und die Vertriebsmitarbeiter ein Einkommen, das sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammensetzt. Der variable Anteil des Jahreseinkommens ist von der Erreichung der individuellen und der Segmentbeziehungsweise Konzernziele abhängig, welche zu Jahresbeginn mit dem Vorgesetzten vereinbart werden.

Das jährliche Mitarbeiterfördergespräch ist bereits seit Jahren weltweiter Standard für die individuelle Karriere- und Kompetenzentwicklung eines jeden Mitarbeiters und bildet die Basis für einen konsistenten Performance-Management-Prozess. Im Berichtszeitraum wurde ein IT-basierendes "Employee- und Manager-Self-Service"-Instrument für das Topmanagement, das mittlere Management und Fachexperten eingeführt, um diesen Prozess zu standardisieren und qualitativ zu verbessern. Im Rahmen des Mitarbeiterfördergesprächs werden die Leistung im Hinblick auf Fachkompetenz und Verhalten des Mitarbeiters in der Vergangenheit beurteilt, die Ziele für das Folgejahr festgelegt und ein individueller Entwicklungsplan ausgearbeitet

Als Folge des Projekts "Sales Excellence" innerhalb des Lighting Segments wurde die Implementierung eines europaweiten Managementsystems abgeschlossen, das auf ganzheitliche und nachhaltige Effizienzsteigerung im Vertrieb abzielt. Dieses Managementsystem gewährleistet einen konsistenten und transparenten Leistungsbewertungsprozess sowie die konsequente Potenzialerkennung und -förderung der Vertriebsmitarbeiter. Als zusätzlicher Leistungsanreiz wurde erstmalig der "Salesperson of the Year Award" vergeben, mit dem herausragende Leistungen von Vertriebsmitarbeitern aller europäischen Vertriebsbereiche gewürdigt und die besten Nachwuchskräfte aus dem Vertrieb ausgezeichnet wurden. Diese Auszeichnung wird in Zukunft jährlich verliehen.

Integration ausländischer Mitarbeiter

Frauenförderung und Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Förderung von Mitarbeitern mit Behinderung

Leistungsorientierte Vergütungssysteme

Standardisierung des Performance Managements

"Salesperson of the Year Award"

1.8 Einkauf

Die Beschaffungsstrategie wird in der Zumtobel Gruppe als wertschöpfender Prozess verstanden und ist fokussiert auf Produktqualität, Preis, Liefertreue, Service und Innovation. Aufgrund segmentspezifischer Anforderungen an den Einkauf verfolgt das Lighting Segment sowie das Components Segment spezifische Einkaufsstrategien. Beide Segmente verfolgen dabei einen best-in-class Ansatz, um die segmentspezifischen Anforderungen optimal abzudecken und die Wettbewerbsposition der Gruppe zu stärken.

1.8.1 Lighting Segment

Zentral koordiniertes Einkaufsnetzwerk

Um die Potentiale der immer stärker global ausgerichteten Beschaffungsmärkte auszuschöpfen, wurde Anfang 2009 die Einkaufsorganisation neu strukturiert und anstelle eines überwiegend dezentralen Werkseinkaufs ein globales, zentral koordiniertes Einkaufsnetzwerk aufgebaut. Im Verantwortungsbereich dieser neu geschaffenen Organisationseinheit liegt sowohl der Einkauf von Rohstoffen und Materialien als auch die damit verbundene Logistik. Die wichtigsten Warengruppen im Lighting Segment sind elektronische Komponenten (z. B. Vorschaltgeräte), Metalle (z. B. Aluminium, Stahl) sowie Kunststoffgranulate. Ziel ist es, Synergien zu identifizieren und diese durch ein koordiniertes Vorgehen zwischen den lokalen Produktionsstandorten und der Zentrale auf dem Beschaffungsmarkt zu realisieren. Durch die Zusammenführung zu größeren Einkaufsvolumina soll die Verhandlungsposition gegenüber den Lieferanten gestärkt und damit die Kosten reduziert werden.

Um die Zusammenarbeit mit Schlüssellieferanten zu intensivieren und lokale Einkaufabteilungen bei der Suche nach neuen Lieferanten zu unterstützen, wird ein Lieferantenpool auf zentraler Ebene koordiniert und ein Lieferantenbeurteilungs- und Managementsystem zur Verfügung gestellt. Zur Qualitätsverbesserung unterhält das Lighting Segment langfristige Beziehungen zu seinen wichtigsten Lieferanten.

1.8.2 Components Segment

Lieferantenintegration und "Lead buying" Ansatz

Die Einkaufsorganisation im Components Segement trägt maßgeblich dazu bei, die Wettbewerbsfähigkeit von TridonicAtco weiter zu steigern. Die wichtigsten Materialien im Components Segment sind elektronische Bauteile, Stahl und Kupferdraht. Durch eine flexible Multi-Sourcing-Strategie wie auch eine partnerschaftliche Integration der Lieferanten konnten die Kosten gesenkt und die Prozesse optimiert werden. Alternative Lieferanten gewährleisten höchste Flexibilität bei Bedarfsschwankungen, vermeiden Abhängigkeiten und verringern das Risiko von Lieferengpässen. Zusätzlich wird der Erhalt des Wettbewerbs zwischen gleichwertigen Lieferanten sichergestellt. Aufgrund einer zentral gesteuerten Bündelung des Einkaufs für den größten Teil der Warengruppen ("Lead buying") kann eine Verbesserung der Verhandlungspositionen gegenüber oft ebenfalls global agierenden Lieferanten sowie ein koordiniertes strategisches Vorgehen in der Warengruppe erreicht werden. Die damit einhergehenden Skaleneffekte führen zu einer Reduzierung der direkten und indirekten Beschaffungskosten.

Im Components Segment gibt es einen global etablierten und systematischen Prozess zur Überprüfung und Auditierung von Lieferanten. Seit Jahren eingesetzte Bewertungssysteme erlauben gezielte Maßnahmen zur gemeinsamen Lieferantenentwicklung. Basierend auf den Unternehmenswerten und dem Code of Conduct verpflichtet TridonicAtco seine Lieferantenkette, die Sozial-, Qualitäts- und Umweltstandards einzuhalten. Ein entsprechender Lieferantenkodex bildet einen festen Bestandteil im Rahmen der Lieferantenauditierung.

Im November 2008 führte TridonciAtco erstmalig den Wettbewerb um den "Excellent Supplier Award" durch und zeichnete damit außergewöhnliche Leistungen von Lieferanten aus. Diese Auszeichnung wird künftig jedes Jahr verliehen.

1.9 Betrieblicher Umweltschutz

Energieeffizienz und der nachhaltige Umgang mit Ressourcen sind für die Zumtobel Gruppe sowohl hinsichtlich der Entwicklung innovativer, energieeffizienter Produkte und Lichtlösungen als auch mit Blick auf eine umweltfreundliche, Ressourcen schonende Produktion von großer Bedeutung. Als weltweit produzierendes Unternehmen respektiert die Gruppe international anerkannte Qualitäts- und Umweltstandards. Die Zumtobel Gruppe erfüllt sämtliche gesetzliche Anforderungen hinsichtlich Produktkennzeichnung (CE bzw. ENEC-Kennzeichnung) und Umweltschutz, darunter wesentliche EU-Richtlinien wie REACH (Registrierung / Grenzwerte chemischer Substanzen), RoHS (Grenzwerte zu gefährlichen Inhaltsstoffen), WEEE (Entsorgung von Elektro- und Elektronikgeräten), die Direktiven zu Batterien/Akkus und Vorschaltgeräten sowie die Ecodesign-Richtlinie.

Grundsätzlich ist festzuhalten, dass bei der Herstellung von Leuchten und Komponenten vergleichsweise wenig Energie benötigt wird. Auch hinsichtlich des Wassereinsatzes ist der Bedarf vergleichsweise niedrig, für die Elektronikfertigung der TridonicAtco wird grundsätzlich kein Prozesswasser benötigt. Die Schwerpunkte im Umweltmanagement liegen in den Werken der Zumtobel Gruppe auf der stetigen Verringerung der benötigten Energie, auf umweltverträglichen Verpackungskonzepten sowie einer kontinuierlichen Vermeidung, einer systematischen Trennung und einer optimalen Verwertung von Abfällen. Ein wichtiges Augenmerk liegt weiter auf den eingesetzten Materialien sowie Emissionen. Hier besteht das Ziel, im Rahmen der gesetzlichen Anforderungen erlaubte, aber dennoch gefährliche Inhaltsstoffe bzw. Emissionen zu minimieren bzw. durch unbedenkliche Alternativmaterialien zu ersetzen. So werden in der Leuchtenfertigung z. B. PVC-haltige Kabel systematisch durch PVC-freie Kabel ersetzt. Im Bereich der Emissionen wurde mit der Umrüstung auf hochmoderne Pulverbeschichtungsanlagen in verschiedensten Werken eine deutliche Verbesserung erreicht.

Die Produktionsabläufe sind in allen Werken der Zumtobel Gruppe auf Ressourceneffizienz ausgerichtet und werden kontinuierlich nach der Lean Six Sigma Methodik optimiert. Hinsichtlich der Sicherstellung höchster Qualität und einer optimalen Umweltleistung bedient sich das Unternehmen international etablierter Managementsysteme. Mit Ausnahme der beiden kleinen Werke in USA sind alle Produktionsstandorte weltweit nach dem Qualitätsmanagementsystem ISO 9001 zertifiziert. Hinsichtlich des Umweltmanagementsystems ISO 14001 strebt die Zumtobel Gruppe ebenfalls eine schrittweise Zertifizierung aller Produktionsstandorte weltweit an. Derzeit sind sechs Werke nach ISO 14001 zertifiziert (Vorjahr: vier Werke),

Die Transportkonzepte in beiden Segmenten orientieren sich an ökonomischen und ökologischen Kriterien und werden nach Lean Six Sigma kontinuierlich optimiert. Die Auswahl der Verkehrsträger erfolgt u. a. nach Umweltgesichtspunkten, Schienenverkehr wird vor allem für Transporte innerhalb Österreichs, in die Schweiz sowie nach Slowenien und Kroatien genutzt. Ein weiteres wesentliches Kriterium der Transportkonzepte ist die Nutzung von Systemverkehren. Im Lighting Segment werden die Transporte durch ein sog. HUB-System (sternförmiges Transportnetz mit einem zentralen Knotenpunkt) gebündelt. Im Berichtsjahr konnte vor allem durch die Befüllung der LKW mit einem neuen Doppelstock-System der Auslastungsgrad deutlich verbessert werden. Weiter trägt die kontinuierliche Optimierung des Kommissionierungsprozesses zu einer Verbesserung der Ressourcennutzung im Transport bei.

1.9.1 Lighting Segment

Im Lighting Segment ist das Werk in Landskrona / Schweden bereits seit vielen Jahren nach ISO 14001 zertifiziert. Im Berichtszeitraum wurde nun auch das Leuchtenstammwerk in Dornbirn, das 2009 ebenfalls zum 13. Mal das "Ökoprofit"-Signet erhielt, nach ISO 14001 zertifiziert. Im Zusammenhang dieser Zertifizierung wurden für das Lighting Segment weltweit verbindliche Richtlinien für Umweltschutz, Gesundheit Schwerpunkte im Umweltschutz

Schrittweise ISO 14001 Zertifizierung aller Produktionsstandorte

Umweltfreundliche Transportkonzepte

Umweltmanagement im Lighting Segment

und Arbeitssicherheit festgeschrieben. Für das weitere Kalenderjahr 2009 sind entsprechende Audits auch für die Werke in England, Deutschland und Frankreich geplant.

Meilensteine 2008/09 im betrieblichen Umweltschutz des Lighting Segment

Den größten Fortschritt im betrieblichen Umweltschutz brachte im Berichtsjahr das neue Leuchtenwerk im englischen Spennymoor. Dank der Optimierung und Verschlankung der Produktionsprozesse wurden die Wege für den Materialfluss um 42% reduziert. Insgesamt wurde die CO2 -Bilanz des Werks um rund ein Viertel verringert. Dazu tragen auch eine moderne Lichtlösung und eine Warmwasseraufbereitungsanlage durch Biomasse bei. Im Zumtobel Stammwerk in Dornbirn wurde das Abfallmanagement konsequent fortgesetzt. Inzwischen gehen 95% der gesamten Abfälle in die Wiederverwertung, was einen Gesamterlös von rund 0,7 Mio EUR erbrachte. Die Restmüllmenge hat sich seit der Jahrtausendwende von 125 Tonnen auf nun rund 85 Tonnen / Jahr verringert. Außerdem wurde im Berichtsjahr im Werk Dornbirn eine umweltfreundliche Reinigungsstation für Werkzeuge installiert, die sowohl Gefahrstoffe durch umweltverträglichere Stoffe substituiert als auch das Brandrisiko verringert.

In den Werken Usingen / Deutschland und Les Andelys / Frankreich wurden jeweils Papierballenpressen aufgestellt, um das Müllvolumen zu reduzieren und somit auch die LKW-Abholfahrten zu minimieren. In Les Andelys wurden zudem die Kabinen und die Roboter der Pulverbeschichtungsanlage ausgetauscht, was zu einem deutlich reduzierten Einsatz der benötigten Farbe führte. Auch im Werk Lemgo / Deutschland hat das Abfallmanagement weiter einen hohen Stellenwert: Mit 447 Tonnen für das Abfallgesamtaufkommen wurde das Niveau der guten Vorjahreszahl (431 Tonnen) fast erreicht. Grund für den leichten Anstieg ist u.a. die durchgeführte Lagerbereinigung. Das Restmüllaufkommen in Lemgo hat sich durch die konsequente Anwendung des dualen Systems um 2,5 Tonnen auf 43 Tonnen weiter reduziert.

1.9.2 Components Segment

Umweltmanagement im Components Segment

Bei TridonicAtco ist das Stammwerk in Dornbirn bereits seit 2004 nach ISO 14001 zertifiziert und wurde 2009 zum 13. Mal mit dem "Ökoprofit"-Signet der Landesregierung Vorarlberg ausgezeichnet. Als Vorreiter im Konzern wurde dieses Werk im Berichtszeitraum erstmalig auch nach dem Arbeitssicherheits- und Gesundheitschutz-Managmentsystem OHSAS 18001 zertifiziert. In diesem Zusammenhang wurde die bestehende Umweltpolitik der TridonicAtco zu einer ganzheitlichen Politik für Qualität, Umwelt-, Arbeitsund Gesundheitsschutz und Risikomanagement erweitert. Ebenfalls im Berichtszeitraum wurde auch das Elektronikwerk von TridonicAtco in Shenzhen / China erstmalig nach ISO 14001 zertifiziert. Die Fertigung für elektrische Verbindungstechnik in Innsbruck ist seit 2007 nach ISO 14001 zertifiziert. Dieses Werk wurde vom Land Tirol 2008 im Rahmen des "Tiroler Nachhaltigkeitscheck" als "Nachhaltiges Unternehmen" ausgezeichnet. Für das Kalenderjahr 2010 ist geplant, auch die Elektronikwerke in der Schweiz und in Großbritannien nach ISO 14001 zu zertifizieren.

Meilensteine 2008/09 im betrieblichen Umweltschutz des Components Segment

Auch innerhalb der TridonicAtco hat sich die Umweltleistung im Berichtsjahr weiter verbessert. Im Stammwerk Dornbirn wurde ein Six Sigma-Projekt zur Senkung der Energiekosten gestartet. Als Teilergebnis konnte der Energieverbrauch in den ersten zwei Beobachtungsmonaten um ca. 50.000 kWh/Monat reduziert werden, was einer monatlichen CO2 -Reduktion von 7.200 kg entspricht. Aufgrund von weiterem Potential wird das Projekt im nun laufenden Geschäftsjahr 2009/10 fortgesetzt. Weitere Schwerpunkte lagen im Elektronikwerk Dornbirn auf der Verringerung der Lärmemissionen und der Lötzinnabfälle. Dank einer neuen Ballenpresse im Abfalllager können nun Kartonabfälle jeder Zeit ohne störenden Lärm für die Anlieger verpresst werden. Ein weiterer Vorteil der neuen Presse ist, dass die verpressten Kartonballen direkt vermarktet werden können. Die Lötzinnabfälle konnten dank einer Investition in ein Monitorsystem und eine neue Krätztrennanlage um 5.180 kg (= 29%) verringert werden.

Im Elektronikwerk in Ennenda / Schweiz wurde der Ausschuss in der Produktion durch umfangreiche Maßnahmen in der Wertschöpfungskette um 38,7 % gesenkt. Und auch in diesem Werk konnte der Lötzinnabfall beim Wellenlöten im Rahmen eines Verbesserungsprojektes um 68% deutlich reduziert werden. In den beiden Magnetikwerken in Fürstenfeld / Österreich und Melbourne / Australien wurde der Verbrauch an Betriebsstoffen (Lack und Styrol) durch eine Umstellung des Tränkprozesses um insgesamt 100,4 Tonnen reduziert. Bei TridonicAtco Innsbruck wurde ein neuer Grundwasserbrunnen auf dem Firmengelände gebaut. Damit wurde die Grundwasserkühlung auf die gesamte Produktion ausgedehnt, so dass auf eine kosten- und energieaufwändige Klimatisierung durch Strom und Stadtwasser verzichtet werden kann. Der neue Grundwasserbrunnen ermöglicht zudem einen geschlossenen Wasserkreislauf, durch den auch das Lager beheizt werden kann.

Bei der LED-Fertigung bei Ledon in Jennersdorf lag der Schwerpunkt auf der Optimierung der Verpackungskonzepte: Die Verpackung von LED-Ketten konnte von Kunststofffolien auf Karton umgestellt werden. Auch bei kundenspezifischen Produkten wurde die Verpackung teilweise auf Mehrweg- bzw. Umlaufverpackungen umgestellt.

1.10 Forschung und Entwicklung

Kennzahlen für Forschung und Entwicklung

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) umfassen neben den aufwandswirksamen Ausgaben auch aktivierte Entwicklungskosten. Entsprechend dem Ziel, die hervorragende Technologieposition der Zumtobel Gruppe auch in Krisenzeiten gezielt auszubauen, wurden die gesamten Ausgaben für Forschung und Entwicklung im Berichtsjahr um 15,7% auf 47,6 Mio EUR erhöht. Die Themen Energieeffizienz und LED sind weiterhin die wesentlichen Schwerpunkte für die FuE-Aktivitäten in der Zumtobel Gruppe. Der hohe Stellenwert des Bereichs FuE und der damit verbundenen Innovationskultur zeigt sich auch im deutlich von 5,2% auf 6,3% gestiegenen Anteil der FuE Mitarbeiter an der Gesamtbelegschaft.

Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Mio EUR 2008/09 2007/08 Veränderung in %
FuE Aufwendungen in GuV 34,5 28,4 21,5
Aktivierte FuE-Kosten 13,1 12,7 2,9
FuE Ausgaben gesamt 47,6 41,1 15,7
in % vom Umsatz 4,1 3,2
Mitarbeiter (Vollzeitkräfte) Forschung und Entwicklung 449 411 9,2

1.10.1 LED-Technologie

LED's (Licht Emittierende Dioden) sind kleine, sehr lichtstarke Punktlichtquellen mit hoher Energieeffizienz und langer Lebensdauer. Technologisch positioniert sich die Zumtobel Gruppe mit einem klaren Fokus auf Weißlichtkonvertierung und hocheffiziente weiße LED-Lichtquellen für die professionelle Allgemeinbeleuchtung. Die Entwicklung und Produktion von innovativen LED-Modulen und -Komponenten wird sowohl für das Lighting Segment als auch das Components Segment federführend vom Konzernunternehmen Ledon Lighting GmbH wahrgenommen. Im laufenden Geschäftsjahr 2008/09 konnten LED-Light Engines entwickelt und patentiert werden, welche die Generierung von weißem Licht in höchster Farbkonstanz und -homogenität selbst bei Verwendung stark bündelnder Optiken ermöglichen. Diese LED-Module können in Leuchten integriert werden und liefern ein Lichtpaket von über 1.300 Lumen unter einem flachen Abstrahlwinkel. Erste Produkte mit dieser Technologie sind die Zumtobel Strahler TEMPURA, ARCOS und VIVO. Eine weitere technologische Innovation konnte mit neuen LED-Modulen erreicht werden, die eine variable Einstellung spezifischer Weißlichtfarbtemperaturen im Bereich vom Warmweiß (2.700 Kelvin) bis Kaltweiß (8.000 Kelvin) bei gleichzeitig höchster Effizienz erlauben.

Hohe Kompetenz bei weißem LED-Licht

Marktreife Standardprodukte entwickeln sich aus individuellen Projektlösungen

Aus ursprünglichen kundenspezifischen Projektlösungen wurden im Geschäftsjahr im Bereich Medienfassaden marktreife Standardprodukte entwickelt. So ist HEDERA ein LED-Lichtmodul mit einer Vielzahl von Farb- und Leuchtoptionen. Diese LED-Lösung eignet sich hervorragend für funktionelle und dekorative Anwendungen. HILIO ist eine LED-Lichtlinie mit sehr geringem Durchmesser und eignet sich zur architektonischen Gestaltung von Linien, Ecken und Kanten, was eindrücklich beim afrikanischen Expo-Pavillon im spanischen Saragossa demonstriert wurde. CAPIX ist eine anpassungsfähige LED-Kette, die mittels intelligenter Steuerung die Gestaltung von Farben und Effekten sowie das Abspielen von Videos ermöglicht.

Strategische Zusammenarbeit mit CREE vertieft

Zum weiteren Ausbau der innovativen LED-Produktpalette hat die Zumtobel Gruppe ihre im Frühjahr 2008 begonnene Zusammenarbeit mit dem führenden amerikanischen LED-Chip Hersteller CREE weiter vertieft. Im Rahmen eines Kooperationsvertrages haben beide Unternehmen vereinbart, dass die Zumtobel Gruppe ein technologisch wegweisendes CREE Downlight für den europäischen Markt adaptiert und in Europa sowie ausgewählten Exportmärkten exklusiv über die Markennamen Zumtobel und Thorn vertreibt. Dadurch verfügt die Zumtobel Gruppe über LED-Leuchten mit im Markt bislang unerreichten technologischen Leistungsmerkmalen. Die bereits bestehende strategische Kooperation, sichert weiterhin den Zugang zu den effizientesten LED-Hochleistungschips und stellt eine gute Ergänzung zur strategischen Partnerschaft im niedrigeren und mittleren Leistungsbereich mit dem japanischen Chiphersteller Toyoda Gosei dar.

1.10.2 Lighting Segment

Das Hauptaugenmerk der FuE-Aktivitäten im Lighting Segment wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/2009 auf den Einsatz von LEDs in der Allgemeinbeleuchtung, auf energiesparende Betriebsgeräte und hochwertige Lichtmanagement-Systeme gelegt. Insgesamt wurden 55 neue Patente angemeldet. Fokus auf energieeffiziente Lichtlösungen

Ausbau LED Leuchtenportfolio für beide Marken

Für die Marken Zumtobel und Thorn stehen mittlerweile Downlight- und Strahlervarianten mit LED-Modulen zur Verfügung. Abgerundet wird das Portfolio durch die beiden Downlightserien CRAYON für die Marke Zumtobel und BASELED für die Marke Thorn, die beide auf der CREE-Technologie basieren.

Bestehende Leuchtenprogramme wie Mildes Licht bei Zumtobel oder MENLO bei Thorn wurden hinsichtlich ihrer Wirkungsgrade optimiert. Die erzielten, signifikanten Verbesserungen in der Energieeffizienz ermöglichen es, bei Ersatzinvestitionen sehr kurze Amortisationszeiten zu erreichen.

Für beide Marken wurden neue Hallenreflektorleuchten mit Fluoreszenzlampen entwickelt, die die bestehenden Leuchtenprogramme mit Hochdruck-Entladungslampen ergänzen. Damit wird es auch im Bereich der Industriebeleuchtung möglich, das Kunstlicht tageslichtabhängig und bedarfsgerecht zu steuern und so nennenswerte Energieeinsparungen zu erzielen. Unterstützt wird dies durch den Vorteil längerer Lampenlebensdauern und den damit verbundenen längeren Wartungsintervallen.

Primär für den Anwendungsbereich Schul- und Bürobeleuchtung wurde das Produkt ECOOS für die Marke Zumtobel entwickelt. Es handelt sich dabei um eine hocheffiziente Prismenleuchte mit ausgefeilter Lichttechnik, die es aufgrund ihres komplett transparenten Gehäuses ermöglicht, Licht sehr gezielt nicht nur auf die Nutzebene, sondern ebenfalls auf Wände und Decken zu bringen. Damit wird mit einer einzigen Leuchtentype ein Raum ausgewogen hell und hoch effizient beleuchtet. Im Außenbeleuchtungsbereich wurde die Erneuerung des Produktportfolios weiter vorangetrieben. Die Ausbau der Innovationsführerschaft bei Zumtobel Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der

Entwicklung der Leuchtenserie PLURIO und des Fluterprogramms LIBERTY für die Marke Thorn wurden abgeschlossen. Die bestehenden Fluterprogramme QBA und CONTRAST werden um LED-Varianten ergänzt. Das ALUMET-Programm wurde um Varianten erweitert, die es ermöglichen, im städtischen Raum Beleuchtungsakzente durch Spotlight-Effekte zu setzen.

Marke Thorn

Für den energieeffizienten Einsatz von Leuchten sind moderne Lichtmanagement-Systeme unerlässlich. Deshalb wurde nicht nur die Entwicklung des hochwertigen Systems LITENET vorangetrieben, das für große Gebäude mit Einbindung in die Hausleittechnik vorgesehen ist, sondern auch mit DIMLITE ein einfaches "plug and play"-System für kleinere Anwendungen geschaffen, das es ermöglicht, unterschiedliche Leuchtmittel anzusteuern und mit Anwesenheits- und Tageslichtsensoren zu ergänzen.

Die interaktive Visualisierungssoftware VIVALDI ist ein Werkzeug zur Unterstützung von Humanergy Balance Beleuchtungskonzepten und macht Energieeffizienz und Lichtqualität für Planer, Architekten und dem Kunden, sicht- und messbar. Mit dem neuen Lifecycle Cost Calculator können zusätzlich auch Wirtschaftlichkeitsrechnungen durchgeführt werden. Das eingerichtete Energy Chart informiert den Anwender über den Energieverbrauch und den CO2 Ausstoß.

1.10.3 Components Segment

Die FuE-Aktivitäten der TridonicAtco wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 2008/09 sehr stark durch das Thema energieeffiziente und umweltschonende Lichttechnik geprägt. Als Ergebnis wurden im letzten Geschäftsjahr insgesamt 60 neue Patente angemeldet.

Die eigenentwickelte Prozessorttechnologie "xitec" bündelt branchenführend die Erfahrungen und das Entwicklungs-Know-How aus fast zwei Jahrzehnten mit dimmbaren und nicht-dimmbaren Vorschaltgeräten. Eine hohe Integrationstiefe und ein Plus an weiteren innovativen Funktionen für perfektes Lampen- und Lichtmanagement sind das eindrucksvolle Ergebnis. Diese Technologie kommt ausschließlich bei den von der TridonicAtco entwickelten Produktlinien zum Einsatz und ermöglicht die Entwicklung von zukunftsweisenden, intelligenten Betriebsgeräten mit hoher Funktionalität und Energieeffizienz.

Auf Basis der "xitec"-Technologie wurde die Umstellung des gesamten Portfolios von elektronischen Betriebsgeräten für Leuchtstofflampen, Hochdruckentladungslampen und Notlichtversorgungseinheiten fortgesetzt. Innovative Eigenschaften wie platzsparendes Gehäuse, optimierter Lampenbetrieb im Notbetrieb, effiziente Batteriesteuerung oder präventive Schutzmaßnahmen ermöglichen umfassenden Anwendernutzen in der Notbeleuchtung.

Im Bereich der nicht-dimmbaren Vorschaltgeräte für lineare Leuchtstofflampen wurde die Erneuerung der gesamten Palette an preisgünstigen Standardgeräten für die einzelnen Leistungsstufen abgeschlossen. Besonderer Fokus wurde hierbei auf die Energieeffizienz gelegt. Durch verbessertes Thermomanagement konnten geringere Energieverluste erreicht werden.

Im Herbst 2008 erfolgte die Markteinführung der Vorschaltgerätefamilie für Multi-Lampenbetrieb für Leuchtstofflampen. Diese verbessert den Anwendernutzen und strafft das Vorschaltgeräte-Sortiment deutlich. Die reduzierte Gerätezahl führt zum erhöhten Kundennutzen. So können einerseits Großhändler und Leuchtenhersteller ihr Komponenten- bzw. Leuchtenlager verkleinern, da sich eine Leuchte mit Multi-Lampen-Vorschaltgerät mit unterschiedlichen Lampen gleicher Länge bestücken lässt. Andererseits entsteht für Planer, Betreiber bzw. Facility Manager ein deutlicher Freiheitsgrad, da bei Umnutzung oder Mieterwechsel mit differenzierten Bedürfnissen die Beleuchtungsstärken entsprechend angepasst werden können.

Die Betriebsgeräte der Hochdruckentladungslampen wurden durch eine komplett neue Produktfamilie erneuert bzw. das Spektrum im Bereich Außenbeleuchtung mit Leistungen bis zu 250W erweitert. Hier stehen Zuverlässigkeit und Energieeffizienz neben kompakten Abmessungen, geringem Gewicht und einem hervorragenden Lampenmanagement im Mittelpunkt.

Energieeffizienz als zentrales Entwicklungsgebiet

Einführung neuer Prozessorttechnologie fortgesetzt

Geringere Energieverluste durch verbessertes Thermomanagement

Vorschaltgerätefamilie für Multi-Lampenbetrieb eingeführt

LED-Module für den Bereich Werbung und Signage

Für die in der LED-Werbebeleuchtung erfolgreich eingesetzte Produktlinie SIGNAGE wurde für das gesamte Produktportfolio eine Umstellung der Farbmetrik vorgenommen, um eine noch bessere Farbhomogenität zwischen den einzelnen Leuchtschriftbuchstaben zu gewährleisten. Spezifisch abstimmbare Farben sind ein Alleinstellungsmerkmal von TridonicAtco und ermöglichen dem Kunden optimale Energieeffizienz in seiner Anwendung. Die Produktlinie wurde im laufenden Geschäftsjahr auch mit robusteren Gehäusen versehen, um einen höheren Schutz gegen Schmutz und Feuchtigkeit zu erreichen, um somit den Einsatz auch unter schwierigen Bedingungen zu ermöglichen.

Die LED TALEXX engine line, die für Anwendungen im Shop- und Retailbereich konzipiert wurde, konnte um eine spezielle Anwendung im Segment (Tief) Kühlvitrinen erweitert werden. Diese Serie bietet eine Alternative zu Leuchtstoffröhren in Kühlvitrinen, Regalen oder Gefriertruhen mit Temperaturen bis zu minus 40°C. Die Produktpalette in den Standardweißtönen "Daylight", "Neutral" und "Warmweiß" wird um spezifische Farbtöne ergänzt, die beispielsweise Fleisch, Käse oder Salate besonders gut in Szene setzen. LED-Module für den Bereich Showcase Lighting

"corridor" Funktion in allen dimmbaren Vorschaltgeräten eingeführt

Umfassender Patentaustauschvertrag mit Philips unterzeichnet

geräten eingeführt. Mit dieser Funktion präsentieren sich anwesenheitsgesteuerte Beleuchtungsanlagen mit neuen Ansätzen, die in unterschiedlichen Anwendungen Nutzen hinsichtlich Energieeffizienz, Sicherheit und Komfort gewährleisten.

Im Bereich von Lichtmanagementlösungen wurde die "corridor" Funktion in allen dimmbaren Betriebs-

1.11 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Mai 2009 hat die Zumtobel Gruppe und die niederländische Royal Philips Electronics einen umfassenden, weltweiten Patentaustauschvertrag ("cross-licensing") über gegenwärtige und zukünftige Patente in den Bereichen Beleuchtungstechnik und LED unterzeichnet. Im Rahmen der Vereinbarung wurde eine ausgewogene, gegenseitige Ausgleichszahlung formuliert, die die starke Technologieposition beider Parteien, im Bereich Beleuchtung reflektiert. Als ein Ergebnis der Vereinbarung erhält die Zumtobel Gruppe mit allen ihren Marken den Status eines offiziellen Lieferanten ("qualified supplier") nach dem Philips-LED-Leuchtenprogramm. Hierdurch werden auch die Kunden der OEM-Marken der Zumtobel Gruppe, TridonicAtco und Ledon, von Lizenzzahlungen an Philips befreit.

Weitere wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag sind nicht zu vermelden.

1.12 Risikomanagement

Die Zumtobel Gruppe ist sich bewusst, dass ein angemessenes Risikomanagementsystem – ebenso wie ein Internes Kontrollsystem – ein wesentlicher Beitrag zum Erhalt und Ausbau der Wettbewerbsposition ist. In der Zumtobel Gruppe bedeutet Risikomanagementdie aktive Auseinandersetzung mit Risiken zur Sicherung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und gleichermaßen zur Erkennung von Chancen und Abwägung von unternehmerischen Entscheidungen. Ziel des Risikomanagements ist es, durch einen systematischen Ansatz, Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen, um so aktiv durch geeignete Maßnahmen auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren zu können. Bei der Zumtobel Gruppe ist das Risikomanagement ein eigenständiger, strategisch ausgerichteter Prozess und Teil der operativen Führungsarbeit. Basisinstrumente zur Risikoüberwachung und -kontrolle sind standardisierte Planungs- und Controllingprozesse, konzernweite Richtlinien, eine laufende Berichterstattung sowie das Interne Kontrollsystem (siehe 1.13).

Systematischer Ansatz für frühzeitiges Erkennen von Chancen und Risiken

anerkannten Best Practices und Standards

Konzernlagebericht Konzernlagebericht Zumtobel AG

  1. Mai 2008 bis 30. April 2009

Die in der Konzernzentrale als Teil des Konzerncontrollings angesiedelte Abteilung "Corporate Financial Analysis & Risk Management" ist für die ständige Weiterentwicklung des Risikomanagement-Prozesses sowie für die Koordination des gruppenweiten Risikomanagements und des Risk-Monitorings zuständig. Das Risikomanagementsystem der Zumtobel Gruppe ist eng mit den Controllingprozessen und dem Internen Kontrollsystem verknüpft. Das bei der Zumtobel Gruppe implementierte Risikomanagementsystem (ebenso wie das Interne Kontrollsystem) basiert auf den methodischen Grundlagen des COSO4 Modells "Enterprise Risk Management – Integrated Framework" (COSO II, 2004), einem international anerkannten Regelwerk für Risikomanagement und Interne Kontrolle. Im Geschäftsjahr 2008/09 lagen die Schwerpunkte auf der Weiterentwicklung des Risikomanagementprozesses im Rahmen der Integration von neuen Gesellschaften und Geschäftsfeldern aber auch auf der Analyse möglicher Auswirkungen der Finanzkrise auf die Gesamtwirtschaft und somit auf die Ergebnisse der Zumtobel Gruppe.

Bei der Überwachung und Kontrolle der wirtschaftlichen Risiken kommt dem Berichtswesen eine zentrale Bedeutung zu. Der Konzernvorstand wird regelmäßig von den operativen Geschäftsführungen über die aktuelle und zu erwartende Geschäftsentwicklung sowie über vorhandene Risiken und Chancen informiert. Der Aufsichtsrat wird über die wesentlichen Risiken der Gruppe regelmäßig in Kenntnis gesetzt. Weiters besteht neben dem monatlichen Finanzbericht, ein Performance- und ein Risikobericht, welche die kritischen Erfolgsfaktoren der Segmente und des Konzerns abbilden.

Die Risikoermittlungs- und Bewertungstools der Gruppe werden unter Hinzuziehung der Internen Revision und des Abschlussprüfers ständig verbessert und weiterentwickelt. Der Konzernabschlussprüfer beurteilt jährlich entsprechend Regel 83 des Österreichischen Corporate Governance Kodex die Funktionsfähigkeit des Zumtobel Risikomanagements und berichtet darüber an den Aufsichtsrat und Vorstand.

Die Chancen der Zumtobel Gruppe sind in Kapitel 1.1.3 ausführlich beschreiben. Die wesentlichen Risiken und Handlungsmöglichkeiten stellen sich im Einzelnen wie folgt dar:

1.12.1 Markt- und Wettbewerbsrisiken in der Beleuchtungsindustrie

Die regionalen Absatzmärkte sind stark von der jeweiligen Entwicklung der Konjunktur im gewerblichen Hochbau abhängig, die stets ausgeprägten, zyklischen Schwankungen unterworfen ist. Die weltweite Konjunkturkrise stellt das bedeutendste Risiko für das Geschäftsjahr 2009/10 dar, da dies zu Verzögerungen bei der Abwicklung bestehender Aufträge sowie zu Verzögerungen oder Einstellung laufender Projekte führen könnte. Auch neue Bauprojekte könnten im großen Umfang, z. B. wegen der fehlenden Finanzierung durch Banken, auf unbestimmte Zeit verschoben oder storniert werden. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es noch zu früh, die möglichen Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise auf das Geschäftsjahr 2009/10 genau einzuschätzen. Das Management der Zumtobel Gruppe hat umfangreiche Maßnahmen eingeleitet, um den Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung entgegenzutreten. Durch die bereits angekündigten sowie weiteren Maßnahmenpaketen soll die Gesamtkostenstruktur möglichst schnell auf die herausfordernden Absatzgegebenheiten angepasst werden.

Zusätzlich ist es durch die weiterhin intakten Wachstumstreiber, Produktinnovation mit Fokus auf energieeffiziente Beleuchtung und die Potentiale der LED-Technologie teilweise möglich, den deutlichen Nachfragerückgang abzuschwächen.

Einer Schwächung oder dem Verlust der führenden Marktposition im europäischen Kernmarkt wird vor allem durch Innovation und Optimierung bei Produkten, Design und Produktionsprozessen entgegengewirkt.

Gefährdung der Marktposition

4 COSO = Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (www.coso.org)

Risikomanagement basiert auf

Funktionsfähigkeit des Risikomanagements

Konjunkturkrise und ausgeprägte Zyklizität

In Europa ist eine starke Fragmentierung des Marktes festzustellen. Die zehn größten Leuchtenhersteller decken nur rund ein Drittel des Gesamtmarktes ab. Der restliche Markt wird von rund 800 Anbietern bedient. Die Zumtobel Gruppe verfügt aufgrund des geringen Verschuldungsgrades über eine solide Bilanzstruktur. Für strategische Schritte besteht so grundsätzlich die notwendige finanzielle Flexibilität. Konsolidierung der Industrie

  • Technologische Veränderungen, insbesondere durch den Einzug der LED als Lichtquelle, können zwar neue Wettbewerber hervorrufen, aber unter Umständen auch die Konsolidierung des Marktes beschleunigen. Zumtobel ist aktiver Teilnehmer und Gestalter in der Technologieentwicklung und Forschung im Bereich der LED. Technologisch positioniert sich die Gruppe mit einem klaren Fokus auf Weißlichtkonvertierung und hocheffizienten LED-Lichtquellen für die professionelle Allgemeinbeleuchtung. Im Mai 2009 hat die Zumtobel Gruppe und die niederländische Royal Philips Electronics einen umfassenden, weltweiten Patentaustauschvertrag über gegenwärtige und zukünftige Patente in den Bereichen Beleuchtungstechnik und LED unterzeichnet und damit die hervorragende Technologieposition weiter ausgebaut. Technologiewechsel durch LED
  • Das Fehlen von Fachkräften, insbesondere im Bereich der Forschung und Entwicklung, kann die langfristige Ausrichtung einer Unternehmung gefährden. Dieses Risiko hat sich aufgrund der momentanen Wirtschaftskrise etwas relativiert, wird sich aber im Rahmen eines möglichen Aufschwungs sicherlich wieder verstärken. Zur Sicherstellung der notwendigen Kompetenzen legt der Konzern große Bedeutung auf die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter/innen. Dies sowohl durch die Schaffung von eigenen Akademien, wie auch durch externe Schulungsprogramme. Den Fach- und Führungskräften in allen Unternehmensteilen bietet die Gruppe qualifizierte Weiterbildungsmöglichkeiten. Die Personalentwicklung ist ein zentraler Bestandteil der Konzernstrategie. Das Unternehmen legt des Weiteren darauf Wert, seine Mitarbeiter ziel- und leistungsorientiert zu entlohnen. Risiken im Personalmanagement

1.12.2 Geschäftsrisiken/Vertrieb/Produktion

Der Zugang zu einem globalen Netzwerk von Meinungsbildern und Entscheidungsträgern ist im Projektgeschäft von großer Bedeutung. Zumtobel setzt zur optimalen Betreuung dieses Netzwerks hochqualifizierte, in internen Akademien ausgebildete Vertriebs- und Marketingteams ein. Ebenso sind Kundenschulungen Bestandteil des Kundenbindungsprozesses. Zumtobel pflegt zudem ein exzellentes, technologisches Netzwerk im Bereich von Forschungsinstituten und Universitäten. So gelingt es Zumtobel am Stand der Technik zu bleiben und seine Position als technologischer und designorientierter Trendsetter zu halten. Dies zeigt sich im deutlichen Ausbau der Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Abhängigkeit von Geschäftspartnern und Meinungsbildnern innerhalb des Fachpublikums

Zur Minimierung der IT-Risiken wird moderne Hard- und Software mit entsprechenden Wartungsverträgen eingesetzt. Angriffen durch IT-Hacker wird mit mehrstufigen Firewall- und Virenschutzkonzepten bestmöglich vorgebeugt. Zur Absicherung der IT-Systeme wird neben dem modernen Hochsicherheitsrechenzentrum ein zusätzliches Backup Rechenzentrum betrieben, welches im sogenannten "Hot Stand-by" arbeitet und ständig auf Stand der Technik gehalten wird. Damit die Informationstechnologie der Gruppe stets die Geschäftsanforderungen erfüllt, hat das IT-Management eine Vielzahl von Prozessen, Richtlinien und Maßnahmen entwickelt. Diese werden zumindest jährlich überprüft und, wo notwendig, angepasst. Durch eine regelmäßige Erneuerung der Hard- und Software werden Ausfallsrisiken sowie das Risiko von Datenverlusten minimiert. Die Datenbestände werden permanent von Virenscannern überprüft und regelmäßig gesichert. IT-Risiken

Die Zumtobel Gruppe ist ein global agierender Konzern, wobei sich die Hauptmärkte auf Zentraleuropa, Australien, USA sowie auf die aus heutiger Sicht sicheren Märkte in Asien verteilen. Dort konzentrieren sich auch die Investitionen in Sachanlagen, um für die Gruppe Risiken wie Enteignungen von Wirtschaftsgütern, Kapitaltransferverboten, Krieg und sonstige Risiken weitestgehend zu minimieren. In den übrigen Ländern Politische Risiken

agiert die Gruppe vorwiegend mit Agentenverträgen oder ist nicht tätig, gleichzeitig werden Investitionsvorhaben unter Berücksichtigung politischer Risiken bewertet.

Durch die sinkende globale Nachfrage nach Rohstoffen, teilweise ausgelöst durch die Wirtschaftskrise, reduzierten sich im Laufe des letzten Geschäftsjahres die Preise der für Zumtobel wichtigsten Materialien wie Aluminium, Kupfer und Stahl. Dadurch ergeben sich kurzfristig Chancen auf der Kostenseite. Preiserhöhungen sind erst nach Beendigung der Rezession wieder zu erwarten.

Durch zentrale Koordination der Beschaffung aller wesentlichen Rohstoffe und Materialien kann über die Zusammenführung zu größeren Einkaufsvolumina eine verbesserte Verhandlungsposition im Einkauf und durch langfristige Lieferkontrakte eine Planbarkeit mit den Lieferanten hergestellt werden. So werden Kupferpreise rollierend auf Termin abgesichert. Materialpreisveränderungen werden anteilig an die Kunden weitergegeben. Das Risiko der Abhängigkeit von Großlieferanten auf den Beschaffungsmärkten wird durch weltweite Einkaufsaktivitäten, langfristige Verträge für strategisch wichtige Rohstoffe sowie durch die kontinuierliche Optimierung des Lieferantenportfolios minimiert.

Die Zumtobel Gruppe ist als Lieferant von Qualitätsprodukten bekannt und setzt dieselbe Eigenschaft von ihren Lieferanten voraus. Durch konsequente Lieferantenaudits und Wareneingangsprüfung können Qualitätsrisiken frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen gesetzt werden. Eine professionelle Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Lieferanten ermöglicht der Gruppe eine frühzeitige Erkennung und Beseitigung möglicher Risiken.

1.12.3 Vermögensrisiken

Eine konsequente Instandhaltungs- und Ersatzinvestitionspolitik reduziert das Risiko von Produktionsausfällen aufgrund von technischen Gebrechen. Die Investitionen in wesentliche Maschinen werden mit Wartungsverträgen geknüpft. Die Lieferantenauswahl wird entsprechend den zuvor beschriebenen Kriterien aber auch in Richtung Nachhaltigkeit getroffen.

Eine eigene Betriebsfeuerwehr an den Hauptproduktionsstandorten sowie eine regelmäßige Begutachtung des technischen Sicherheitsstandards durch externe Experten minimieren ebenfalls das Ausfallsrisiko und das Betriebsunterbrechungsrisiko erheblich. Des Weiteren verfügt die Zumtobel Gruppe über eine umfassende All-Risk-Versicherung, welche substanzielle Vermögensschäden ausgleicht. Ebenso arbeitet das Risikomanagement sehr eng mit der Versicherungsabteilung zusammen, um sonstige absicherbare Risiken zu identifizieren und optimal mit Versicherungsschutz abzudecken.

An allen wesentlichen Produktionsstandorten wird schrittweise (z. B. durch Installation von Sprinkleranlagen) ein High Protected Risk (HPR)-Status angestrebt.

Ein vorsichtiger, an der Umschlagshäufigkeit orientierter, Wertansatz der Lagerbestände vermindert die Bilanzrisiken.

1.12.4 Risiken aus Pensionsverpflichtungen

Leistungsorientierte Pensionspläne sind in den deutschen, englischen, schwedischen, norwegischen und schweizerischen Konzerngesellschaften implementiert. Die nach Abzug des Planvermögens verbleibende Verpflichtung wird als Rückstellung ausgewiesen. Das Planvermögen zum 30. April 2009 setzt sich zu 33% aus internationalen Aktien, zu 42% aus festverzinslichen Wertpapieren, zu 14% aus Alternativen Investments und zu 11% aus liquiden Mitteln / Immobilien zusammen. Die in der Bilanz in diesem Zusammenhang erfasste Nettoschuld erhöhte sich zum Bilanzstichtag (30. April 2009) von 35,8 Mio EUR im Vorjahr auf

Beschaffungsrisiken

Vermögenswerten

Schadensrisiko an

Bestandsrisiken im Fertigwarenlager

47,4 Mio EUR. Die Höhe der Pensionsrückstellung hängt vorwiegend vom Marktwert des veranlagten Vermögens aber auch von der Gehaltsentwicklung, der Lebenserwartung gemäß aktueller Sterbetafel und vom Diskontierungszinnsatz ab. Zum Ende des Geschäftsjahrs 2008/09 wurde der größte Pensionsplan (Thorn Lighting Ltd., Großbritannien) für neue Ansprüche geschlossen. Dadurch können hier die genannten Risiken nunmehr auf den Altbestand beschränkt werden. Weitere Details sind im Konzernanhang unter Punkt 2.5.5.16 zu finden.

1.12.5 Produkthaftungsrisiken

Risiken der Regresspflicht und des daraus resultierenden Imageschaden aus Qualitätsmängeln können durch Fehler bei der Produktentwicklung oder -herstellung verursacht werden. Qualitätssicherungssysteme überwachen die Einhaltung der selbst gesetzten hohen Anforderungen der Produktqualität. Zusätzlich besteht eine Produkthaftpflichtversicherung.

1.12.6 Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken können aus Änderungen der arbeitsrechtlichen Gesetzeslage, aus politischen Risiken, Rechtsstreitigkeiten sowie aus Veränderungen der umweltpolitischen Rahmenbedingungen entstehen.

Die Rechtsabteilung der Zumtobel Gruppe betreibt ein konsequentes Monitoring der rechtlichen Rahmenbedingungen in den wesentlichen Konzernregionen sowie aller anhängigen Verfahren, um rechtzeitig geeignete Maßnahmen einleiten zu können.

1.12.7 Risiken im Finanzbereich

Es bestehen Risiken hinsichtlich der Marktänderung bei Zinsen, Fremdwährungswechselkursen und Commodity-Preisen sowie Liquiditätsrisiken. Siehe auch Konzernanhang Kapitel 2.5.9

Da die Zumtobel Gruppe eine global agierende Gruppe ist, ist diese einer Reihe finanzieller Risiken ausgesetzt. Durch regelmäßige Überwachung der Entwicklung der verschiedenen risikobehafteten Bereiche und den Einsatz derivativer Instrumente wird dieses Risiko wenn möglich eingegrenzt. Der Umgang mit den vorhandenen Risiken erfolgt gemäß klaren Konzernrichtlinien. Diese Richtlinien werden regelmäßig vom Vorstand, zuletzt im Januar 2009, überprüft, notwendige Anpassungen vorgenommen und vom Aufsichtsrat genehmigt. Marktrisiko

Die Ermittlung und die Beurteilung der Risiken erfolgt zentral durch die Treasury und die Risk-Management Abteilung. Das Setzen von geeigneten Maßnahmen, wie der Einsatz von Derivativen Finanzinstrumente, erfolgt unter der Leitung des Vorstandes gemäß den vom Aufsichtsrat genehmigten Richtlinien.

Zur Durchführung, Abbildung und Bewertung von Handelsgeschäften wurde in der Zumtobel Gruppe im Geschäftsjahr 2007/08 ein Treasury-Managementsystem implementiert und im Geschäftsjahr 2008/09 weiter ausgebaut und finalisiert.

Zur Sicherung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit verfügt die Zumtobel Gruppe durch die im Juni 2008 abgeschlossene Finanzierungsvereinbarung über 480 Mio EUR und einer Laufzeit von fünf Jahren über einen ausreichenden finanziellen Rahmen. Die Finanzierung ist an die Einhaltung von Financial Covenants, Schuldendeckungsgrad kleiner als 3,5 sowie Eigenkapitalquote größer als 25%, geknüpft. Zum Bilanzstichtag wurden die Financial Covenants vollumfänglich eingehalten. Der Schuldendeckungsgrad lag bei 1,49 und die Eigenkapitalquote bei 43,3%. Um die Liquidität im Konzern besser und effektiver steuern zu können, wird ein Cash Pool System angewendet. Des Weiteren arbeitet die Gruppe ausschließlich mit systemrelevanten Finanzinstituten zusammen. Eine erhebliche Ausweitung der Wirtschaftskrise kann die Performance des Liquiditätsrisiko

Konzerns und damit die Einhaltung der Covenants gefährden. Eine Verschlechterung der Finanzkennzahlen würde auch eine Erhöhung der Kreditmargen bei Bankverbindlichkeiten nach sich ziehen. Bei den variable zerzinsten Bankverbindlichkeiten würde eine Änderung von 100 Basispunkten zu einer Veränderung des Zinsergebnisses in der GuV von ca. 1,1 Mio EUR führen.

Die Verzinsung der bestehenden Bankverbindlichkeiten ist variabel. Um die Volatilität im Zinsaufwand zu reduzieren, wurde im November 2008 circa ein Drittel der bestehenden Bankverbindlichkeiten (62,0 Mio EUR) über einen Zins-Swap in eine Fixverzinsung von 3,35% mit einer Laufzeit bis Juni 2013 umgewandelt. Zinsänderungsrisiko

Die zuletzt gültige Hedging Policy aus dem Jahr 2005 wurde im Januar 2009 überprüft und überarbeitet. Die wesentlichen Änderungen betreffen die zeitliche Reichweite der Sicherungsgeschäfte und den Zeitpunkt der Entscheidungsfindung zum Abschluss von Sicherungsgeschäften. Zur Währungsabsicherung für das nicht in Euro getätigte operative Geschäft werden hauptsächlich Devisenterminkontrakte eingesetzt. Hierzu werden auf rollierender vierteljährlicher Basis die planmäßigen Nettowährungspositionen für einen Zeitraum von zwei bis drei Quartalen in der Zukunft liegend abgesichert. Durch diese Methode verfügt das Unternehmen über einen relativ konstanten Hedge-Bestand, das Fremdwährungs-Exposure wird dadurch geglättet. Translationsrisiken werden nicht abgesichert. Die Hauptwährungen im Konzern sind EUR, GBP, USD, AUD und CHF. Im Geschäftsjahr 2009/10 ist aus der Aufwertung des Euro ein weiterer negativer Transaktionseffekt zu erwarten, vor allem da die für das Geschäftsjahr 2008/09 auf günstigem Niveau abgesicherten GBP- und AUD-Kurse nicht wieder erreicht werden können. In Summe rechnet der Konzern für das kommende Geschäftsjahr mit einer Ergebnisbelastung aus negativen Währungstransaktionseffekten von ca. 20,0 EUR Mio gegenüber dem Berichtsjahr.

1.12.8 Kreditrisiko

Ausfallrisiken für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch die Überwachungsprozesse im 'Kreditrisikomanagement' in Verbindung mit einer Warenkreditversicherung beschränkt. Siehe auch Konzernanhang Kapitel 2.5.9.1. Im Geschäftsjahr 2008/09 wurde keine signifikante Verschlechterung im Zahlungsverhalten der Kunden festgestellt. Eine erhöhte Vorsicht bei der Kreditversicherung ist jedoch bemerkbar. In Fällen, bei denen die Kreditversicherung die Deckung verweigert oder reduziert, erfolgt eine sorgfältige Risikoprüfung und werden nach einem internen Genehmigungsverfahren gegebenenfalls Eigenlimits gesetzt. Teilweise verlangt die Zumtobel Gruppe Bankgarantien oder Vorauszahlungen. Für das Geschäftsjahr 2009/10 ist im Falle einer längerfristig anhaltenden Wirtschaftskrise ein erhöhtes Ausfallsrisiko nicht auszuschließen.

Gesamtrisiko-Einschätzung der Zumtobel Gruppe

Die Gesamtwürdigung der genannten Risiko- und Chancenfelder resultiert im Wesentlichen in Marktrisiken in Abhängigkeit von der konjunkturellen Preis- und Mengenentwicklung, sowohl auf der Absatz- wie auch auf der Beschaffungsseite. Interne Prozesse der Leistungserstellung sind demgegenüber deutlich weniger risikobehaftet. Die finanzwirtschaftlichen Risiken sind durch die Absicherungsmaßnahmen kontrollierbar. Auf Basis der aktuell zur Verfügung stehenden Informationen bestehen gegenwärtig keine wesentlichen Einzelrisiken, die den Unternehmensbestand gefährden könnten. Auch die Risiken im Zusammenhang mit der Konjunkturkrise gefährden nach unserer Einschätzung aus heutiger Sicht, aufgrund der eingeleiteten Maßnahmen, nicht den Unternehmensbestand. Alle wesentlichen Risiken, können mit hoher Wahrscheinlichkeit durch die gruppenweiten Controlling- und internen Kontrollsysteme schnell identifiziert und falls notwendig limitiert werden.

Keine Risiken erkennbar die den Unternehmensbestand gefährden

1.13 Internes Kontrollsystem

Gemäß § 243a Abs 2 UGB sind die wesentlichsten Merkmale des Internen Kontrollsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess im Lagebericht zu beschreiben. Obwohl diese Verpflichtung erst für Geschäftsjahre gilt, die nach dem 31. Dezember 2008 beginnen, für die Zumtobel Gruppe somit erst für den Jahresabschluss zum 30. April 2010, hat der Konzern bereits im vorliegenden Jahresfinanzbericht eine umfassende Beschreibung aufgenommen.

Die Zumtobel Gruppe definiert das Interne Kontrollsystem – in Übereinstimmung mit international anerkannten Standards – als die Gesamtheit der vom Management gestalteten und in die Prozesse integrierten Überwachungs- und Steuerungsmaßnahmen. Das Interne Kontrollsystem der Zumtobel Gruppe sichert die Vermögenswerte des Unternehmens, die Vollständigkeit und Zuverlässigkeit von (Finanz) Informationen und Systemen (Assurance), die Wirtschaftlichkeit und Effektivität von Prozessen, und die Einhaltung von gesetzlichen, vertraglichen und internen Regelungen (Compliance). Bei der Ausgestaltung des Internen Kontrollsystems (ebenso wie des Risikomanagements) orientiert sich die Zumtobel Gruppe eng an den methodischen Grundlagen der COSO Modelle, welche international anerkannte Best Practices für Interne Kontrolle und Risikomanagement darstellen. COSO Modelle und anerkannte Best Practices bilden Grundlage

Verantwortung für das Interne Kontrollsystem ist deckungsgleich mit der Business-Verantwortung

Verständliche und überschaubare Schlüsselkontrollen Die Verantwortung für die Implementierung und Überwachung des Internen Kontrollsystems liegt bei dem für den jeweiligen Geschäftsprozess verantwortlichen Management und wird auf unterschiedlichen Management-Ebenen wahrgenommen (zentral oder dezentral). Die übergreifenden Rahmenbedingungen und Regelungen werden zentral vom Vorstand vorgegeben, während die Umsetzung dieser Regelungen in den einzelnen Geschäftsprozessen durch das Linienmanagement erfolgt. Die Konzernrevision als Stabsstelle des Gesamtvorstands unterstützt das Management bei der laufenden Überwachung und Verbesserung des Internen Kontrollsystems.

1.13.1 Grundsätze des Internen Kontrollsystems

Das Interne Kontrollsystem der Zumtobel Gruppe stützt sich auf eine überschaubare Anzahl von Kontrollmechanismen. Diese werden teils "manuell" und teils automatisiert (z. B. als IT Kontrollen) durchgeführt. Wesentliche Schlüsselkontrollen sind unter anderem:

  • Transparente Organisation und klare Zuweisung von Rollen und Verantwortlichkeiten,

  • Ausreichend gestaffelte Freigabe- und Genehmigungsverfahren,

  • Angemessene Dokumentation der Prozesse,

  • Vier-Augenprinzip und Funktionstrennung,

  • Vollständigkeitskontrollen, Plausibilitätsprüfungen, Quervergleiche und Abweichungsanalysen,

  • Abstimmungsverfahren, Konsistenz- und Gültigkeitsprüfungen,

  • Mussfelder, Prüfziffern, Logikabfragen und ähnliche IT Prozesskontrollen,

  • Analytical Review durch die Fachbereiche und das Management,

  • Angemessene allgemeine IT Kontrollen (z. B. Infrastruktursicherheit, Benutzerverwaltung / Zugriffskontrollen, Change Management Verfahren).

Grundsatz der Angemessenheit von Risiko und Kontrolle Bei der Ausgestaltung der einzelnen Kontroll- und Steuerungsmaßnahmen orientiert sich die Zumtobel Gruppe an folgenden Grundsätzen:

Die Überwachungs- und Steuerungsmaßnahmen müssen dem Umfang und der Intensität des zu kontrollierenden Risikos angemessen sein (Kosten-Nutzen Betrachtung). Das Interne Kontrollsystem verfolgt daher immer einen risikoorientierten Ansatz.

  • Die Kontrollmaßnahmen sind immer in die Betriebsabläufe integriert, das heißt. sie erfolgen arbeitsbegleitend oder sind dem Ablauf unmittelbar vor- oder nachgelagert. Das Interne Kontrollsystem ist kein separates, von den betrieblichen Prozessen getrenntes System, sondern vielmehr ein integrierter Bestandteil der Prozesse.

  • Primär sollen automatisierte Kontrollmaßnahmen (z. B. IT gesteuerte Kontrollen) zum Einsatz kommen. Wo das nicht möglich oder sinnvoll ist werden organisatorische Kontrollen (z. B. Anweisungen) verwendet.

Die schriftliche Dokumentation des Internen Kontrollsystems wird so gestaltet, dass sich ein sachverständiger Dritter in angemessener Zeit ein verlässliches Bild über Prozesse, Risiken und Kontrollen machen kann, dies gilt insbesondere im Bereich des Rechnungswesen und der Finanzberichterstattung. Die Rahmenbedingungen und Mindestanforderungen für die Gestaltung von Internen Kontrollsystemen in der Zumtobel Gruppe und deren Dokumentation sind in einer Konzernrichtlinie geregelt.

1.13.2 Internes Kontrollsystem in der Finanzberichterstattung

Die Weiterentwicklung des Interne Kontrollsystems in der Finanzberichterstattung war der Arbeitsschwerpunkt des URÄG Umsetzungsprojekts der Zumtobel Gruppe. Unter Finanzberichterstattung ist in diesem Zusammenhang zu verstehen: Einzelabschlüsse und Konzernabschluss, Lagebericht, sowie Unterlagen und Informationen für Analysten, Investoren und Roadshows.

Im Zuge dieser Aktivitäten wurde der Umfang des Internen Kontrollsystems in der Finanzberichterstattung überarbeitet und neu festgelegt Es wurde eine umfassende, für alle Konzernunternehmen geltende Prozessdarstellung entwickelt, welche unter anderem Querverweise auf alle für den Prozess wichtigen Konzernvorgaben und -Regelungen enthält. Ergänzend zur Prozessdarstellung wurde eine für alle Konzernunternehmen gültige Checkliste für den Monats-, Quartals- und Jahresabschluss erstellt (Closing Checkliste). Sie enthält im Sinne einer Sollvorgabe all jene Aufgaben und Kontrollschritte, die beim Abschluss zwingend ausgeführt werden müssen. Selbstverständlich können die einzelnen Konzernunternehmen zusätzliche, beispielsweise aufgrund lokaler Anforderungen notwendige Kontrollschritte in diese Checkliste aufnehmen. Für die Checkliste gilt das "Comply or Explain" Prinzip: Wenn bestimmte Aufgaben und Kontrollen in einem bestimmte Konzernunternehmen nicht durchgeführt werden müssen (z. B. weil nicht relevant) oder können (z. B. weil das lokale Buchhaltungssystem diese Funktion nicht unterstützt) muss dies entsprechend offen gelegt werden. Weiterhin wurde die sogenannte "COSO Matrix für das Interne Kontrollsystem in der Finanzberichterstattung" gestaltet: Sie enthält einerseits die auf Ebene des Gesamtkonzerns und seiner Divisionen vorhandenen Elemente des Internen Kontrollsystems in der Finanzberichterstattung und definiert andererseits die konkreten Anforderungen an das dazugehörige Kontrollsysteme in den einzelnen Konzernunternehmen. Eine Mustermatrix sowie ein Self Assessment Fragebogen unterstützen die Konzerngesellschaften bei der Umsetzung dieser Anforderungen. Zur Kommunikation und Verwaltung des Internen Kontrollsystems in der Finanzberichterstattung kommt konzernweit eine Intranet-Plattform auf Basis der Wiki-Technologie zum Einsatz.

1.14 Angaben zu § 243a UGB

  1. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 111.760.860 EUR und ist in 44.704.344 zur Gänze einbezahlte auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien mit einem anteiligen Wert am Grundkapital von 2,5 EUR pro Aktie unterteilt. 29.434.984 Aktien sind in einer Globalurkunde verbrieft und bei der Österreichischen Kontrollbank (OeKB) hinterlegt. 15.269.360 Aktien sind mittels Zwischenscheinen verbrieft und bei der Gesellschaft hinterlegt. Zum 30.04.2009 besaß die Gesellschaft eigene Aktien im Ausmaß von 1.991.111 Stück.

Weitere Formalisierung des etablierten Internen Kontrollsystems

Neue Kontrollinstrumente: Prozessdarstellung, Closing Checkliste und COSO Matrix

  1. AUGMENTOR Privatstiftung (4.165.752 Aktien), ASTERIX Privatstiftung (4.115.752 Aktien), GWZ Privatstiftung (1.044.660 Aktien), Hektor Privatstiftung (2.310.180 Aktien), ORION Privatstiftung (3.090.752 Aktien), Ingrid Reder (264.088 Aktien), DI Fritz Zumtobel (176.088 Aktien) und DI Jürg Zumtobel (144.248 Aktien) sind Vertragsparteien eines Syndikatsvertrages. Der Syndikatsvertrag sieht vor, dass die Parteien sich vor einer Hauptversammlung über das Stimmverhalten zu einigen haben und ein von den Parteien ernannter Repräsentant das Stimmrecht, so wie im Syndikat beschlossen, für alle Parteien gemeinsam ausübt.

Weiters sieht der Syndikatsvertrag vor, dass das Syndikat bis zum 31. Dezember 2009 zumindest 25% der Anteile zuzüglich einer Aktie an der Gesellschaft halten wird. Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind der Gesellschaft nicht bekannt.

  1. Eine Beteiligungen über 5% wird von der Aviva plc. gehalten. Weiter Beteiligungen über 5% sind der Gesellschaft nicht bekannt.

  2. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.

  3. Die Zumtobel Gruppe verfügt über zwei Mitarbeiterbeteiligungsprogramme ("SOP" und "MSP"), an denen leitende Angestellte von Konzerngesellschaften teilnehmen. Die beiden Mitarbeiterbeteiligungsmodelle sehen keine Stimmrechtskontrolle vor. Hierzu sei verwiesen auf die ausführliche Erläuterung im Konzernanhang Kapitel 2.5.5.13.

  4. Scheiden Aufsichtsratsmitglieder vor dem Ablauf ihrer Funktionsperiode aus, so bedarf es einer Ersatzwahl erst in der nächsten ordentlichen Hauptversammlung. Eine Ersatzwahl durch eine außerordentliche Hauptversammlung ist jedoch unverzüglich vorzunehmen, wenn die Zahl der Aufsichtsratmitglieder unter drei sinkt. Ersatzwahlen erfolgen für den Rest der Funktionsperiode des ausgeschiedenen Mitgliedes. Das maximal zulässige Alter eines Vorstandsmitglieds zum Zeitpunkt der (erstmaligen oder neuerlichen) Bestellung beträgt 65 Jahre. Das maximal zulässige Alter eines Aufsichtsratsmitglieds zum Zeitpunkt der (erstmaligen oder neuerlichen) Bestellung beträgt 75 Jahre. Weitere sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebende Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates sowie über Änderungen der Satzung der Gesellschaft bestehen nicht.

  5. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 7. April 2006 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch – allenfalls in mehreren Tranchen – das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 31.425.000,- EUR durch Ausgabe von bis zu Stück 12.570.000 neue, auf Inhaber lautende Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100% des anteiligen Betrages am Grundkapital auf bis zu 123.448.360,- EUR gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes Kapital). Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen, neuen Aktien ist ausgeschlossen. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

In Konkretisierung der Grundsatzbeschlüsse des Vorstands und des Aufsichtsrates der Gesellschaft vom 25. April 2006 fasste der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates am 10. Mai 2006 den Beschluss, das Grundkapital um 19.737.500,- EUR auf 111.760.860 EUR durch Ausgabe von 7.895.000 neue auf Inhaber lautende, nennbetragslose stimmrechtsberechtigte Stückaktien zu erhöhen. Die verbliebene Ermächtigung zur Kapitalerhöhung lautet auf 11.687.500,- EUR und somit auf 4.675.000 Aktien.

Der Vorstand ist weiters ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 7. April 2006 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch – allenfalls in mehreren Tranchen – eine bedingte Kapitalerhöhung zur Einräumung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens um bis zu 3.312.840 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.325.136 neue, auf Inhaber lautende Stückaktien gegen Bareinlage zu beschließen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes bedingtes Kapital). Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten bedingten Kapital ergeben, zu beschließen. In Konkretisierung des Grundsatzbeschlusses hat der Vorstand am 20. Februar 2008 mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom 14. März 2008 beschlossen, eine bedingte Kapitalerhöhung im Ausmaß von EUR 607.500 durch Ausgabe von bis zu 243.000 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien durchzuführen. Dies insoweit als die berechtigten Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes von ihrem Bezugsrecht Gebrauch machen. Bisher hat noch keine der berechtigten Personen vom Bezugsrecht Gebrauch gemacht.

Aufgrund des Beschlusses des Vorstands der Gesellschaft vom 29. Juni 2006, gemäß der am 7. April 2006 erteilten Ermächtigung der Hauptversammlung nach Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien zu erwerben, wurden bis 31. Oktober 2006 800.000 eigene Aktien zur Bedienung der Mitarbeiterbeteiligungsprogramme erworben und bis zum 30. April 2009 im Ausmaß von 752,444 Aktien an Mitarbeiter weitergegeben.

Aufgrund des Beschlusses des Vorstands der Gesellschaft vom 29. Juli 2008, auf Basis der vom selben Tag resultierenden Ermächtigung der Hauptversammlung nach Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien in einem Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals zu erwerben, wurden gemäß §65 Abs 1 Z 8 und §65 Abs 1a AktG 1.943.555 eigene Aktien erworben.

  1. Konzerngesellschaften haben am 12. Juni 2008 Kreditverträge mit einem Konsortium von Banken abgeschlossen, die ein Gesamtvolumen 480 Mio EUR und eine 5 jährige Laufzeit bis zum 12. Juni 2013 aufweisen. Aus diesen Fazilitäten bestehen zum Stichtag Aushaftungen von 186 Mio EUR. Sie beinhalten eine Changeof-Control Klausel bei Änderung der absoluten Mehrheit der Stimmrechte.

  2. Das "SOP" sieht im Falle eines Pflichtangebotes oder eines Angebots, das auf die Erlangung einer kontrollierenden Beteiligung im Sinne des Übernahmegesetzes abzielt, vor, dass alle zu gewährenden Optionen des betreffenden Geschäftsjahres oder eines folgenden Geschäftsjahres als zur Gänze gewährt gelten. Zusätzlich gelten die gewährten Optionen (einschließlich der als gewährt geltenden Optionen) am letzten Tag des entsprechenden Angebotes als ausgeübt (ohne dass eine Mitteilung der Gesellschaft erforderlich wäre). Jede als ausgeübt geltende Option berechtigt zum Empfang einer Barzahlung hinsichtlich des positiven Unterschiedsbetrages zwischen dem im Rahmen des Angebots angebotenen Preis und dem Ausübungspreis (sofern für den entsprechenden Begünstigten anwendbar). Ein solcher Unterschiedsbetrag ist am 15. Kalendertag nach der Veröffentlichung des Ergebnisses eines solchen Angebotes zur Zahlung fällig.

Das "MSP" sieht im Falle eines Pflichtangebotes oder eines Angebots, das auf die Erlangung einer kontrollierenden Beteiligung im Sinne des Übernahmegesetzes abzielt, vor, dass das MSP beendet und durch den Aufsichtsrat der ZUMTOBEL AG nach Vorschlag des Vorstandes in angemessener Weise abgerechnet werden kann.

  1. Die Vorstandsverträge enthalten seit April 2008 eine Change-of-Control-Klausel. Im Falle einer Übernahme der Gesellschaft durch einen neuen Mehrheitsaktionär steht den Vorstandsmitgliedern das Recht zu, ihr Mandat einseitig zurückzulegen. In diesem Fall erhalten die Vorstandsmitglieder die fixen und variablen Bezüge bis zum ursprünglich vereinbarten Ablauf des Vertrages, mindestens jedoch für die Dauer von 12 Monaten. Darüber hinaus haben die Vorstandsmitglieder keine besonderen Ansprüche oder Anwartschaften im Falle der Beendigung ihrer Funktion.

  2. Die wichtigsten Merkmale des Risikomanagementsystems sowie des Internen Kontrollsystems sind im Konzernlagebericht unter 1.12 bzw. 1.13 umfassend beschrieben.

1.15 Ausblick und Ziele

Belebung der Weltwirtschaft nicht vor 2010 erwartet

Das Kalenderjahr 2009 wird bezüglich der konjunkturellen Entwicklung weltweit eines der schwierigsten seit mehr als 60 Jahren. Zumindest die gesamte erste Jahreshälfte sehen die Experten die Weltwirtschaft in einer tiefen Rezession. Der internationale Währungsfonds (IWF) hat Mitte April 2009 für die Weltwirtschaft seinen Prognosen für das Kalenderjahr 2010 auf ein Plus von 1,9% reduziert. Stabilisierende Effekte aufgrund der stark gefallenen Rohstoffpreise, der von vielen Regierungen angestoßenen Konjunkturprogramme und der deutlichen Interventionen auf der Zinsseite und bei der Geldmenge durch die Zentralbanken, werden frühestens gegen Ende 2009 erwartet. Ab 2010 ist wieder mit einem – wenngleich moderaten – Weltwirtschaftswachstum zu rechnen, wobei die großen Industriestaaten nur mit einer Stagnation rechnen können. Die Vorhersagen für 2010 sind derzeit allerdings noch mit sehr großen Unsicherheiten behaftet. Der Eurozone (minus 0,4%) und allen voran Deutschland (minus 1,0%) drohen in 2010 ein weiterer, wenngleich geringerer Rückgang als in 2009. Voraussetzung für die leichte globale Konjunkturbelebung ist jedoch, dass es gelingt, den Finanzsektor wieder auf solide Beine zu stellen.5

Ausblick auf die Wirtschaftsentwicklung 20105

Weitere Verschlechterung der Entwicklung im gewerblichen Hochbau

Euroconstruct senkt neuerlich Wachstumsprognose für 2009 und 2010

Die Zumtobel Gruppe rechnet mit einer weiteren Verschlechterung der wirtschaftlichen Entwicklung in der Bauwirtschaft und geht davon aus, dass aufgrund der spätzyklischen Natur des Geschäfts, der konjunkturelle Tiefpunkt für die Lichtindustrie erst in 2010 erreicht sein wird. Dies bestätigt auch die Euroconstruct Prognose vom Juni 2009: Für den gewerblichen Hochbau in den sieben für die Zumtobel Gruppe wichtigsten europäischen Märkten (Österreich, Schweiz, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Skandinavien) nimmt Eurocontruct ihre Wachstumsprognose von Minus 2,5% auf Minus 6,3% für das Kalenderjahr 2009 und von Minus 0,4% auf Minus 2,6 % für das Kalenderjahr 2010 zurück. Für das Kalenderjahr 2011 wird noch ein leichter Rückgang von 0,2% vorhergesagt.

5 Quelle – Prognose des IWF, April 2009

Mit dem Effizienzsteigerungsprogramm "Excellerate" hat sich der Konzern so weit wie möglich für die derzeitige sehr schwierige konjunkturelle Krise gerüstet. Das Unternehmen wird nach Umsetzung der Restrukturierung deutlich schlanker und flexibler aufgestellt sein, ohne seine Schlagkraft als Markt- und Technologieführer einzubüßen. Dank der weiterhin bestehenden Wachstumstreiber unserer Branche, Produktinnovationen mit Fokus auf energieeffiziente Beleuchtung und die Potentiale der LED-Technologie, plant die Gruppe nach der Normalisierung der konjunkturellen Bedingungen wieder auf einen nachhaltig profitablen Wachstumskurs zurückzukehren. Wir sind davon überzeugt, dass wir aufgrund unserer internationalen Marktpräsenz und der Technologiekompetenz im Konzern nach der Krise überdurchschnittliche von diesen Wachstumstreibern profitieren werden. Damit bleibt es unser langfristiges Ziel, stärker als der Wettbewerb zu wachsen und dabei wieder deutlich höhere EBIT Margen zu erreichen.

Für das laufende Geschäftsjahr wird aus neuerlichen negativen Währungstranslations- und Transaktionseffekte eine zusätzliche Belastung für Umsatz- und Ergebnisentwicklung erwartet, da der Euro gegenüber den meisten westlichen Währungen in den letzten zwölf Monaten weiter aufgewertet hat. Da sämtliche Wirtschaftprognosen mit großer Unsicherheit behaftet sind, ist für den kurzfristigen Ausblick eine verlässliche Umsatz- und Ergebnisprognose zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht möglich. Die Zumtobel Gruppe strebt jedoch an, den Free Cashflow auch unter schwierigen konjunkturellen Randbedingungen weiterhin auf positivem Niveau zu halten.

Dornbirn, am 23. Juni 2009

Chief Executive Officer Chief Financial Officer

Dr. Andreas Ludwig e.h. Dipl. Wirtsch.-Ing. Thomas Spitzenpfeil e.h.

Wachstumstreiber energieeffiziente Beleuchtung und LED-Technologie

Volumenrückgang und Währungseffekte belasten 2009/10

Konzernlagebericht

Zumtobel AG 1. Mai 2008 bis 30. April 2009

Konzernabschluss Konzernabschluss onzernabschluss Zumtobel AG 1. Mai 2008 bis 30. April 2009

2. Konzernabschluss

Inhalt

Konzernabschluss
Gewinn- und Verlustrechnung ________ 54
Bilanz___________ 55
Kapitalflussrechnung
_____________ 56
Eigenkapitalveränderungsrechnung __________ 57
Anhang _____________ 59
2.5.1 Allgemeine Angaben _________ 59
2.5.2 Konsolidierungskreis und –methoden ________ 59
2.5.2.1
Konsolidierungskreis ______ 59
2.5.2.2
Konsolidierungsmethoden
_______ 61
2.5.3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden _____ 62
2.5.3.1
Auswirkungen neuer und geänderter Standards______ 62
2.5.3.2
Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden_______ 63
2.5.4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung ______ 69
2.5.4.1
Umsatzerlöse ________ 69
2.5.4.2
Aufwandsarten_______ 69
2.5.4.3
Sonstiges betriebliches Ergebnis ______ 70
2.5.4.4
Zinsergebnis_________ 71
2.5.4.5
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge _______ 71
2.5.4.6
Ertragsteuern ________ 72
2.5.4.7
Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen _______ 72
2.5.5 Erläuterungen zur Bilanz ____________ 73
2.5.5.1
Firmenwerte ________ 73
2.5.5.2
Immaterielle Vermögenswerte _______ 74
2.5.5.3
Sachanlagen _________ 75
2.5.5.4
Anteile an assoziierten Unternehmen ____ 75
2.5.5.5
Finanzanlagen
___________ 77
2.5.5.6
Übrige Forderungen und Vermögenswerte _________ 77
2.5.5.7
Latente Steuern ____________ 78
2.5.5.8
Vorräte_____________ 79
2.5.5.9
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen _________ 79
2.5.5.10 Liquide Mittel ________ 80
2.5.5.11 Zur Veräußerung bestimmte Anlagen ________ 80
2.5.5.12 Übrige Rückstellungen _______ 80
2.5.5.13 Aktienoptionsprogramme___________ 81
2.5.5.14 Finanzschulden _______ 83
2.5.5.15 Operating Leasing __________ 84
2.5.5.16 Leistungen an Arbeitnehmer (IAS 19) ____ 84
2.5.5.17 Beitragsorientierte Verpflichtungen
_______ 89
2.5.5.18 Übrige Verbindlichkeiten ______ 89
2.5.6 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung _______ 90
2.5.7 Erläuterungen zur Eigenkapitalveränderungsrechnung ________ 91
2.5.8 Angaben zu Finanzinstrumenten ______ 93
2.5.8.1
Kategorien von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39____ 93
2.5.8.2
Ergebnisse aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorie IAS 39_ 96
2.5.9 Angaben zum Risikomanagement ___________ 96
2.5.9.1
Kreditrisiko __________ 96
2.5.9.2
Liquiditätsrisiko_______ 97
2.5.9.3
Marktrisiko __________ 98
2.5.10 Segmentberichterstattung __________ 101
2.5.10.1 Segment Geschäftsbereiche ________ 101
2.5.10.2 Segment Regionen _________ 103
2.5.11 Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse _________ 103
2.5.12 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag __________103
2.5.13 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen _______104
2.5.14 Angaben zu Personalstruktur und Organen _________104
2.5.14.1 Personalstruktur ___________104
2.5.14.2 Organe des Konzerns _______104
2.5.15 Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs 4 Börsegesetz______105
2.6 Bestätigungsvermerk (Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers) ___106
2.7 Konsolidierungskreis_________108

2. Konzernabschluss

2.1 Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang 2008/09 2007/08 Veränderung
in TEUR in %
Umsatzerlöse 2.5.4.1 1.174.006 1.282.338 -8,4
Kosten der umgesetzten Leistungen 2.5.4.2 -739.892 -792.882 6,7
Bruttoergebnis vom Umsatz 434.114 489.456 -11,3
in % vom Umsatz 37,0 38,2
Vertriebskosten 2.5.4.2 -285.616 -294.153 2,9
Verwaltungskosten 2.5.4.2 -75.682 -77.385 2,2
Sonstiges betriebliches Ergebnis 2.5.4.3 -15.791 3.941 <-100
davon Sondereffekte -21.883 -1.097 <-100
Betriebsergebnis 57.025 121.859 -53,2
in % vom Umsatz 4,9 9,5
Zinsaufwand 2.5.4.4 -22.638 -22.595 -0,2
Zinsertrag 2.5.4.4 2.116 4.441 -52,3
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge 2.5.4.5 -8.810 -15.733 44,0
Ergebnisanteile assoziierter Unternehmen 2.5.5.4. 1.584 -89 >100
Finanzergebnis -27.748 -33.976 18,3
in % vom Umsatz -2,4 -2,6
Ergebnis vor Ertragsteuern 29.277 87.883 -66,7
Ertragsteuern 2.5.4.6 -6.321 6.100 <-100
Ergebnis aus fortzuführenden Bereichen 22.956 93.983 -75,6
Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen 2.5.4.7 -9.649 -525 <-100
Jahresergebnis 13.307 93.458 -85,8
in % vom Umsatz 1,1 7,3
davon den Minderheitengesellschaftern zuordenbar -119 472 <-100
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuordenbar 13.426 92.986 -85,6
Anzahl ausstehender Aktien unverwässert - Durchschnitt (in 1000 Stk.) 43.618 44.531
Verwässerungseffekt (Aktienoptionen) - Durchschnitt (in 1000 Stk.) 33 235
Anzahl ausstehender Aktien verwässert - Durchschnitt (in 1000 Stk.) 43.651 44.766
Ergebnis je Aktie (in EUR)
Ergebnis je Aktie unverwässert 0,31 2,09
Ergebnis je Aktie verwässert 0,31 2,08
Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Bereichen (in EUR)
Ergebnis je Aktie unverwässert 0,53 2,10
Ergebnis je Aktie verwässert 0,53 2,09

Aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage und des unsicheren Ausblicks haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, auf der Hauptversammlung am 24. Juli 2009 eine Aussetzung der Dividende vorzuschlagen.

2.2 Bilanz

in TEUR Anhang 30. April 2009 in % 30. April 2008 in %
Firmenwerte 2.5.5.1 275.455 26,1 278.967 25,2
Immaterielle Vermögenswerte 2.5.5.2 49.669 4,7 40.635 3,7
Sachanlagen 2.5.5.3 233.427 22,1 211.222 19,1
Anteile an assoziierten Unternehmen 2.5.5.4 7.861 0,7 6.486 0,6
Finanzanlagen 2.5.5.5 624 0,1 15.604 1,4
Übrige Forderungen & Vermögenswerte 2.5.5.6 15.436 1,5 5.338 0,5
Latente Steuern 2.5.5.7 46.228 4,4 43.035 3,9
Langfristiges Vermögen 628.700 59,7 601.287 54,4
Vorräte 2.5.5.8 148.819 14,1 162.181 14,7
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 2.5.5.9 169.378 16,1 225.113 20,4
Übrige Forderungen & Vermögenswerte 2.5.5.6 37.946 3,6 28.750 2,6
Finanzanlagen 2.5.5.5 21 0,0 497 0,0
Liquide Mittel 2.5.5.10 69.008 6,5 87.678 7,9
Zur Veräußerung bestimmte Anlagen 2.5.5.11 0 0,0 442 0,0
Kurzfristiges Vermögen 425.172 40,3 504.661 45,6
VERMÖGEN 1.053.872 100,0 1.105.948 100,0
Grundkapital 111.761 10,6 111.761 10,1
Kapitalrücklagen 339.048 32,2 355.893 32,2
Gewinnrücklagen -10.217 -1,0 -48.409 -4,4
Jahresergebnis 13.426 1,3 92.986 8,4
Kapital der Anteilseigner der Muttergesellschaft 454.018 43,1 512.231 46,3
Kapital der Minderheitengesellschafter 1.962 0,2 1.969 0,2
Eigenkapital 2.5.7 455.980 43,3 514.200 46,5
Rückstellungen für Pensionen 2.5.5.16 47.370 4,5 35.762 3,2
Rückstellungen für Abfertigungen 2.5.5.16 30.758 2,9 29.931 2,7
Übrige Rückstellungen 2.5.5.12 10.718 1,0 10.392 0,9
Finanzschulden 2.5.5.14 215.600 20,5 211.631 19,1
Übrige Verbindlichkeiten 2.5.5.18 84 0,0 1.012 0,1
Latente Steuern 2.5.5.7 9.133 0,9 10.224 0,9
Langfristige Schulden 313.663 29,8 298.952 27,0
Rückstellungen für Ertragsteuern 25.332 2,4 29.196 2,6
Übrige Rückstellungen 2.5.5.12 34.534 3,3 21.121 1,9
Finanzschulden 2.5.5.14 16.886 1,6 5.024 0,5
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 109.895 10,4 144.326 13,0
Übrige Verbindlichkeiten 2.5.5.18 97.582 9,3 93.129 8,4
Kurzfristige Schulden 284.229 27,0 292.796 26,5
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN 1.053.872 100,0 1.105.948 100,0

2.3 Kapitalflussrechnung

in TEUR 2008/09 2007/08
Betriebsergebnis aus fortzuführenden und aufgegebenen Bereichen 47.377 121.333
Abschreibungen und Amortisierungen 53.023 39.270
Gewinn/Verlust aus Anlagenverkäufen -2.436 5.378
Ergebnis aus der Aufgabe von Geschäftsbereichen 9.305 0
Cashflow aus dem operativen Ergebnis 107.269 165.981
Vorräte 10.048 8.038
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 49.792 -5.654
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen -33.856 7.110
Erhaltene Anzahlungen 777 344
Veränderung des Working Capital 26.761 9.838
Langfristige Rückstellungen -8.530 -9.287
Kurzfristige Rückstellungen 12.536 -73
Sonstige lang- und kurzfristige Forderungen & Verbindlichkeiten -11.755 1.638
Veränderungen der sonstigen operativen Positionen -7.749 -7.722
Bezahlte Steuern -12.138 -12.141
Cashflow aus dem operativen Geschäft 114.143 155.956
Einzahlungen aus Anlagenabgängen 4.140 11.644
Auszahlungen für Anlagenzugänge -64.730 -66.013
Veränderung von lang- und kurzfristigen Finanzanlagen 11.695 11.775
Veränderung liquider Mittel aus Konsolidierungskreisänderungen -7.452 -1.531
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -56.347 -44.125
FREIER CASHFLOW 57.796 111.831
Veränderung der lang- und kurzfristigen Finanzschulden -21.009 -101.484
davon nicht frei verfügbare Zahlungsmittelbestände 294 2.239
Dividenden -31.255 -22.568
Aktienrückkauf / Ausübung Optionen -16.845 1.750
Bezahlte Zinsen -17.377 -17.146
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -86.486 -139.448
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand -1.520 -5.190
VERÄNDERUNG DES FINANZMITTELBESTANDES -30.210 -32.807
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 86.163 118.970
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 55.953 86.163
Veränderung -30.210 -32.807

2.4 Eigenkapitalveränderungsrechnung

Geschäftsjahr 2008 200 eschäftsjahr 2008/09

Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Jahres
ergebnis
Summe Minder
heiten
Summe
Eigenkapital
111.761 355.893 -48.409 92.986 512.231 1.969 514.200
0 0 92.986 -92.986 0 0 0
0 0 0 13.426 13.426 -119 13.307
0 -16.845 0 0 -16.845 0 -16.845
0 0 -31.255 0 -31.255 0 -31.255
0 0 2.605 0 2.605 112 2.717
0 0 -10.295 0 -10.295 0 -10.295
0 0 -1.608 0 -1.608 0 -1.608
0 0 -14.415 0 -14.415 0 -14.415
0 0 174 0 174 0 174
0 0 0 0 0 0 0
0 0 0 0 0 0 0
111.761 339.048 -10.217 13.426 454.018 1.962 455.980
Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens

Geschäftsjahr 2007 200 eschäftsjahr 2007/08

Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens
in TEUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Jahres
ergebnis
Summe Minder
heiten
Summe
Eigenkapital
30. April 2007 111.761 354.143 -129.074 103.193 440.023 1.567 441.590
+/- Einstellungen in die Gewinnrücklagen 0 0 103.193 -103.193 0 0 0
+/- Jahresergebnis 0 0 0 92.986 92.986 471 93.457
+/- Aktienrückkauf / Ausübung Optionen 0 1.750 0 0 1.750 0 1.750
+/- Dividenden 0 0 -22.280 0 -22.280 -288 -22.568
+/- Erfolgsneutrale Währungsdifferenzen 0 0 -6.390 0 -6.390 31 -6.359
+/- Währungsdifferenzen aus Darlehen 0 0 -6.308 0 -6.308 0 -6.308
+/- Erfolgsneutrales Hedge Accounting 0 0 -763 0 -763 0 -763
+/- Versicherungsmathematischer Gewinn 0 0 7.818 0 7.818 0 7.818
+/- Aktienoptionen - Dotierung 0 0 5.191 0 5.191 0 5.191
+/- Veränderung aus Erwerb Minderheitenanteile 0 0 204 0 204 -957 -753
+/- Minderheitenanteil Kapitalerhöhung 0 0 0 0 0 1.145 1.145
30. April 2008 111.761 355.893 -48.409 92.986 512.231 1.969 514.200

Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen (SORIE)

in TEUR 2008/09 2007/08
Jahresergebnis 13.307 93.457
Hedge Accounting -2.176 -1.062
Versicherungsmathematischer Verlust / Gewinn -20.379 10.898
Latente Steuern 6.532 -2.781
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge -16.023 7.055
Summe -2.716 100.512
Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens -2.597 100.041
Minderheitenanteil -119 471

2.5 Anhang

2.5.1 Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss wurde gemäß § 245a UGB auf Basis aller am Bilanzstichtag gültigen IFRS/IAS, die das International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht hat, sowie aller Interpretationen (IFRIC/SIC) des International Financial Reporting Interpretations Committee bzw. des Standing Interpretations Committee erstellt, sofern diese auch von der Europäischen Union im Endorsement-Verfahren übernommen wurden. Der Konzernabschluss der Zumtobel AG entspricht daher den für das Geschäftsjahr 2008/09 gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS).

Der Vorstand der Zumtobel AG hat den Konzernabschluss am 23. Juni 2009 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

Zumtobel ist ein international tätiger Leuchtenkonzern mit dem Sitz der Muttergesellschaft Zumtobel AG in Dornbirn, Österreich, und ist beim Landes- als Handelsgericht Feldkirch, Österreich, unter FN 62309 g registriert. Bilanzstichtag ist der 30. April. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Mai 2008 bis 30. April 2009. Die Berichtswährung ist Euro. Die Geschäftstätigkeit ist im Wesentlichen in die Teilkonzerne "Lighting Segment" (vormals "Zumtobel Lighting Division" - Lichtlösungen, Leuchten für die Innen- und Außenraumbeleuchtung und elektronisch-digitale Licht- und Raummanagementsysteme) sowie "Components Segment" (vormals "TridonicAtco Division" - elektronische und magnetische Lichtkomponenten) eingeteilt. Die am 1. Mai 2008 zusätzlich geschaffene Division "Zumtobel LED" hat derzeit noch untergeordnete Bedeutung, sodass sie nicht als eigenes Segment geführt wird.

Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu Grunde. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren. Zur Verbesserung der Klarheit und Aussagefähigkeit des Abschlusses werden sowohl in der Bilanz als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Die Angabe in den Tabellen erfolgt – sofern nicht anders angegeben - in Tausend Euro (TEUR).

2.5.2 Konsolidierungskreis und –methoden

2.5.2.1 Konsolidierungskreis

Im Konzernabschluss 2008/2009 sind 96 (VJ 97) Gesellschaften vollkonsolidiert, die entweder von der Zumtobel AG kontrolliert werden oder an denen die Zumtobel AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Nach der Equity-Methode werden 5 (VJ 5) Unternehmen konsolidiert; nach der quotalen Konsolidierungsmethode wird kein Unternehmen berücksichtigt. Nicht konsolidiert werden 16 (VJ 16) verbundene Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns einzeln und gesamt von untergeordneter Bedeutung ist.

Etwaige weitere Verpflichtungen zur Aufstellung von Teilkonzernabschlüssen auf Basis von lokalen Vorschriften sind mit der Veröffentlichung dieses Konzernabschlusses abgegolten.

Die Veränderungen des Konsolidierungskreises stellen sich im Berichtsjahr wie folgt dar:

Konsolidierungsmethode
Konsolidierungskreis voll at equity TOTAL
30. April 2008 97 5 102
Im Berichtsjahr erstmals einbezogen 4 0 4
davon Neugründung 2 0 2
davon Unternehmenserwerb 2 0 2
Im Berichtszeitraum fusioniert / liquidiert -5 0 -5
30. April 2009 96 5 101

Die Unternehmenserwerbe des Geschäftsjahres betreffen folgende Gesellschaften:

Anteil in % Erstkonsolidierung Kaufpreis in TEUR Jahresergebnis in
TEUR
Space Cannon VH SRL, Italien 100% 5. Mai 2008 7.631 -429
Zumtobel Residential Lighting srl, Italien 100% 1. Mai 2008 1.647 -5.665

Mit Wirkung 5. Mai 2008 wurden 100% der Anteile an der italienischen Gesellschaft Space Cannon VH SRL. (nachfolgend Space Cannon) mit Sitz in Fubine, Italien erworben. Space Cannon ist vor allem spezialisiert auf LED-basierte Lichtlösungen in den Bereichen Außen-, Fassaden- und Eventbeleuchtung. Der aufgedeckte Firmenwert wird im Kapitel 2.5.5.1 erläutert.

Ebenfalls im Mai 2008 wurden 90% der Anteile an der Zumtobel Residential Lighting S.r.l. (vormals Oylight - nachfolgend Zumtobel Residential) mit Sitz in Mailand, Italien akquiriert. Im Feber 2009 wurden die restlichen 10% Anteil erworben. Die auf Wohnraumleuchten spezialisierte Gesellschaft wurde aufgrund der schwachen Entwicklung infolge der Wirtschaftskrise im April 2009 stillgelegt. Das laufende Ergebnis (TEUR 5.665) und der aufgedeckte Unterschiedsbetrag (TEUR 1.461) werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in der Position "Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen" nach IFRS 5 erfasst (siehe Kapitel 2.5.4.7).

Die Konsolidierungskreisänderungen haben folgende Auswirkungen, die Darstellung bezieht sich auf den Zeitpunkt der Erstkonsolidierung:

in TEUR Space Cannon
VH SRL.,
Italien
Zumtobel
Residential
Lighting srl.,
Italien
Summe
Langfristiges Vermögen 8.068 1.038 9.106
Kurzfristiges Vermögen 1.857 511 2.368
Vermögen 9.925 1.549 11.474
Langfristige Schulden 3.163 454 3.617
Kurzfristige Schulden 2.152 909 3.061
Eigenkapital 4.610 186 4.796
Eigenkapital und Schulden 9.925 1.549 11.474

Weiters wurden folgende Gesellschaften neu gegründet:

  • Zumtobel LED Illuminazione Holding srl, Italien

  • Zumtobel Licht doo, Kroatien

Folgende Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2008/09 liquidiert bzw. fusioniert:

  • Luxmate GmbH, Deutschland (Fusion mit Zumtobel Licht GmbH, Deutschland)

  • Zumtobel Lighting GmbH & Co. KG, Deutschland (Fusion mit Zumtobel Lighting GmbH, Deutschland)

  • Zumtobel Electronic GmbH, Deutschland (Fusion mit Zumtobel Lighting GmbH, Deutschland)

  • Zumtobel Belysning AS, Norwegen (Fusion mit Thorn Lighting AS, Norwegen)

  • Thorn Lighting Holdings AS, Norwegen (Fusion mit Thorn Lighting AS, Norwegen)

2.5.2.2 Konsolidierungsmethoden

Grundsätze der Kapitalkonsolidierung Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung bei vollkonsolidierten Unternehmen erfolgt nach den Grundsätzen von IFRS 3. Danach werden beim Unternehmenserwerb die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten der entsprechenden Tochterunternehmen mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Übersteigen die Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen und identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden, so wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Passive Unterschiedsbeträge sind gemäß IFRS 3.56 sofort erfolgswirksam zu erfassen.

Die Anteile von Minderheitsanteilseignern werden zum, dem Minderheitsanteil entsprechenden Teil der beizulegenden Zeitwerte der erfassten Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen.

Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt oder bis zum Abgangszeitpunkt in die Konzerngewinn- und Verlustrechnung einbezogen.

Die Equity-Methode wird bei assoziierten Unternehmen angewendet, bei welchen – in der Regel aufgrund eines Stimmrechtsanteils zwischen 20 – 50% - maßgeblicher Einfluss vorliegt. Die at-equity bewerteten Unternehmen werden mit dem anteilsmäßigen Eigenkapital übernommen, wobei dann der Buchwert zum Abschlussstichtag um das anteilige Periodenergebnis abzüglich erhaltener Gewinnausschüttungen, allfälliger wesentlicher Zwischengewinne und Abschreibungen auf Firmenwerte angepasst wird. Sämtliche Fortschreibungskomponenten werden in einem Erfolgsposten der Konzerngewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Sonstige Konsolidierungsgrundsätze Konsolidierungsgrundsätze

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden konzerninterne Forderungen mit den korrespondierenden Verbindlichkeiten aufgerechnet. Die konzerninternen Aufwendungen und Erträge werden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung eliminiert. Zwischenergebnisse aus Anlagenerstellung, Anlagenübertragungen im Konzern sowie auf Konzernvorräte werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Währungsumrechnung Währungsumrechnung

Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Bei sämtlichen Gesellschaften ist dies die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben. Bei der Umrechnung der funktionalen Währungen in die Berichtswährung werden Vermögenswerte und Verbindlichkeiten mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Aufwendungen und Erträge mit monatlichen Durchschnittskursen umgerechnet. Dies gilt ebenso für die direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen (SORIE). Der sich daraus ergebende Unterschiedsbetrag wird ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet.

Die wichtigsten Währungen stellen sich wie folgt dar:

Durchschnittskurse Gewinn
und Verlustrechnung
Stichtagskurse Bilanz
1 EUR entspricht 30. April 2009 30. April 2008 30. April 2009 30. April 2008
AUD 1,8312 1,6361 1,8146 1,6610
CHF 1,5550 1,6349 1,5066 1,6140
USD 1,4006 1,4351 1,3275 1,5540
SEK 10,1157 9,3122 10,6915 9,3570
GBP 0,8413 0,7153 0,8934 0,7901
HKD 10,8893 11,1869 10,2881 12,1100

2.5.3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.5.3.1 Auswirkungen neuer und geänderter Standards

Im Wesentlichen werden folgende neue bzw. geänderte IAS / IFRS nicht vorzeitig angewandt und finden daher im Geschäftsjahr 2008/09 für die Zumtobel Gruppe keine Anwendung.

Nr. Titel Anzuwenden ab
Geschäftsjahresbeginn nach
Überarbeitete Standards
IAS 1 Darstellung des Abschlusses 01. Januar 2009
IAS 23 Fremdkapitalkosten 01. Januar 2009
IAS 39/ IFRS 7 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung 01. Januar 2009
IFRS 2 Aktienbasierte Vergütung 01. Januar 2009
Neue Standards
IFRS 8 Operative Segmente 01. Januar 2009

Aus den geänderten Standards IFRS 2, IAS 39 und IFRS 7 ergeben sich keine Auswirkungen auf die Zumtobel Gruppe.

IAS 1 enthält neue Vorschriften zur Darstellung des Abschlusses. Die Änderungen des Standads werden insbesondere Auswirkungen auf die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung sowie die "Aufstellung der erfassten Erträge und Aufwendungen" (Comprehensive Income Statement) und der Eigenkapitalveränderungsrechnung haben.

IFRS 8 "Operative Segmente" enthält neue Vorschriften für die Darstellung der Segmentberichterstattung und ersetzt IAS 14. Im Gegensatz zu IAS 14, der eine Segmentberichterstattung nach Geschäftsbereichen und Regionen fordert, folgt IFRS 8 dem sogenannten "Management Approach". Danach liegen der Abgrenzung der Segmente und den Angaben für die Segmente die Informationen zugrunde, die vom Management für Zwecke der Ressourcenallokation und Leistungsbeurteilung der Unternehmensbestandteile intern verwendet werden. IFRS 8 ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen und wird bei Zumtobel nicht vorzeitig angewandt.

Die wesentlichen Änderungen der 2007 überarbeiteten Fassung von IAS 23 "Borrowing Costs" betrifft die Streichung des Wahlrechts, Fremdkapitalkosten direkt als Aufwand zu erfassen, sofern diese direkt dem Erwerb, Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können. Diese Fremdkapitalkosten sind zukünftig im Rahmen der Anschaffungsoder Herstellungskosten der Vermögenswerte zu aktivieren. Die Änderung ist anzuwenden für Fremdkapitalkosten, die qualifizierten Vermögenswerten zuzuordnen sind, deren Aktivierung am oder nach dem 1. Januar 2009 erfolgt. Eine vorzeitige freiwillige Anwendung findet nicht statt.

Die Auswirkungen der Anwendung der neuen Regelungen auf den Konzernabschluss werden derzeit untersucht und es wird kein wesentlicher Effekt auf den Konzernabschluss erwartet.

2.5.3.2 Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Firmenwerte

Der im Rahmen der Konsolidierung anfallende Firmenwert stellt den Überschuss der Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs über den Anteil des Konzerns am beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden eines Tochterunternehmens, assoziierten Unternehmens oder gemeinschaftlich geführten Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird als Vermögenswert erfasst und mindestens jährlich auf Ebene der entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Werthaltigkeit getestet. Als Vergleichsgröße dient der Nutzungswert, welcher in Form von Discounted Cashflows der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit einem WACC von 8,0% (VJ 8,1%) berechnet wird. Die Schätzungen der zukünftigen Mittelzuflüsse basieren auf internen Planungen, welche detailliert für das Jahr 2009/10 und mit geringen Vereinfachungen für weitere vier Jahre vorliegen. Für spätere Perioden werden konstante Cashflows basierend auf dem Jahr 2013/14 unterstellt. Die Qualität der Planungsdaten wird laufend durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft. Diese Erkenntnisse werden bei der Erstellung des nächsten Jahresplans berücksichtigt. Die Schätzung der Cashflows erfolgt unter Berücksichtigung regionalspezifischer Annahmen über die Marktentwicklung. Die Kostenstrukturen werden dabei in der Regel auf Basis der Erfahrungswerte der Vergangenheit geplant und extrapoliert. Jede Wertminderung wird sofort erfolgswirksam erfasst. Eine spätere Wertaufholung wird berücksichtigt.

Patente, Lizenzen und ähnliche immaterielle Vermögenswerte Lizenzen und ähnliche immaterielle Vermögenswerte

Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte werden im Jahr der Anschaffung zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Marken werden zu Anschaffungskosten bilanziert und stellen immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer dar.

Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte Selbsterstellte immaterielle

Ausgaben für Forschungsaktivitäten werden als Aufwand der Periode erfasst.

Ein selbsterstellter immaterieller Vermögenswert, der aus der Produktentwicklung oder aus Softwareimplementierungen des Konzerns entsteht, wird nur bei Vorliegen der Voraussetzungen des IAS 38.57 aktiviert, die vor allem folgende Bedingungen umfassen:

  • Identifizierbarkeit des selbsterstellten Vermögenswertes

  • Wahrscheinlichkeit der Erbringung eines zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens

  • Kosten des Vermögenswertes können verlässlich bestimmt werden

Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte werden linear abgeschrieben. Darf ein selbsterstellter immaterieller Vermögenswert nicht erfasst werden, werden die Entwicklungskosten in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

SachanlagenSachanlagen Sachanlagen

Erworbene und selbsterstellte Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten enthalten neben Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Zinsaufwendungen werden nicht aktiviert, sondern in der zuzurechnenden Periode als Aufwand erfasst.

Der lineare Abschreibungsaufwand wird auf Basis der folgenden Abschreibungsprozentsätze errechnet:

Lineare Abschreibung Abschreibungs
prozentsatz p.a.
Immaterielle Vermögenswerte 10 - 25%
Gebäude 2 - 3,3%
Technische Anlagen und Maschinen 14,3 - 20%
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14,3 - 33,3%

Wertminderung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten Vermögenswerten

Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob es Anhaltspunkte für einen Wertminderungsbedarf bei den Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten gibt. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag des einzelnen Vermögenswertes geschätzt, um den Umfang des eventuellen Wertminderungsaufwands festzustellen. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu der der Vermögenswert gehört. Diese stellt dann in der Regel das gesamte Produktionswerk dar.

Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer und solchen, welche noch nicht verfügbar sind (z.B. noch nicht abgeschlossene Entwicklungsprojekte), sowie bei Firmenwerten werden jedes Jahr Wertminderungstests druchgeführt, auch wenn kein Anzeichen für eine Wertminderung vorliegt.

Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes werden die geschätzten künftigen Zahlungsströme mit einem WACC von 8,0% (VJ 8,1%), der die spezifischen Risiken des Vermögenswertes, die nicht in den Zahlungsströmen berücksichtigt werden, reflektiert, auf den Barwert abgezinst.

Bilanzierung von Leasingverhältnissen Leasingverhältnissen

Leasingverhältnisse werden als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn durch die Leasingbedingungen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating-Leasing klassifiziert.

Mietzahlungen bei Operating-Leasing werden im Periodenergebnis linear über die Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses verteilt.

Im Rahmen von Finanzierungsleasing gehaltene Vermögenswerte werden zu Beginn des Leasingverhältnisses als Vermögenswerte mit ihren beizulegenden Zeitwerten, falls dieser niedriger ist, oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen erfasst. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber wird in der Bilanz als Verpflichtung aus Finanzierungsleasing erfasst. Die Leasingzahlungen werden so auf Zinsaufwendungen und Tilgung der Leasingverpflichtung aufgeteilt, dass eine konstante Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird. Zinsaufwendungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Vorräte Vorräte Vorräte

Vorratsbestände werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten (basierend auf der Durchschnittspreismethode) und Nettoveräußerungswert bewertet. Bei Fertigwaren, unfertigen Erzeugnissen und Halbfabrikaten wird ein entsprechender Anteil der fixen und variablen Fertigungs- und Materialgemeinkosten in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter der Annahme einer Normalauslastung einbezogen. Fremdkapitalzinsen und Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten sind nicht Bestandteil der Herstellungskosten. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer bzw. aus verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden angemessene und konzerneinheitliche Abschläge berücksichtigt, die sich an der Umschlagsdauer orientieren.

Fertigungsaufträge Fertigungsaufträge

Die Bilanzierung von kundenspezifischen Projektaufträgen erfolgt nach der percentage of completion-Methode, um periodengerecht den Fortschritt des Projekts widerzuspiegeln. Unter der Voraussetzung der verlässlichen Ermittlung von Auftragserlösen, Auftragskosten und dem Fertigstellungsgrad erfolgt eine Gewinnrealisierung entsprechend der Vollendung eines physischen Teiles des Vertragswerkes (outputorientierte Methode, z.B. nach Teilleistungen).

Finanzinstrumente Finanzinstrumente

Die Zumtobel Gruppe unterscheidet folgende Klassen von Finanzinstrumenten:

  • Wertpapiere und Wertrechte
  • Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
  • Sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten
  • Darlehen und Ausleihungen
  • Finanzierungsleasing
  • Positive / Negative Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes
  • Positive / Negative Marktwerte aus Derivaten (Hedge Accounting)
  • Liquide Mittel

>> Wertpapiere und Wertrechte

Wertpapiere und Wertrechte (z.B. Beteiligungen an Unternehmen) werden bei Zugang zu Anschaffungskosten einschließlich Transaktionskosten bewertet. Diese werden entweder als dem Handelsbestand zugehörig oder zur Veräußerung verfügbar eingeordnet und in den Folgeperioden zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet.

>> Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Forderungen sind grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Bei den Forderungen werden für erkennbare Risiken Wertberichtigungen vorgenommen.

>> Darlehen, Ausleihungen und Finanzierungsleasing

Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag oder dem Nennwert unter Berücksichtigung von Transaktionskosten bilanziert (fortgeführte Anschaffungskosten). Langfristige Verbindlichkeiten werden mit dem Barwert bilanziert.

Derivative Finanzinstrumente werden grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert bilanziert.

>> Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes

Marktwertveränderungen von derivativen Instrumenten, die nicht Teil des Hedge Accounting sind, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung im Finanzergebnis ausgewiesen.

>> Marktwerte aus Derivaten (Hedge Accounting)

Wertänderungen des Zeitwerts derivativer Instrumente, die sich für Cashflow Hedge Accounting im Sinne des IAS 39 (Absicherung zukünftiger Cashflows) qualifizieren, werden für den effektiven Teil direkt im Eigenkapital gebucht. Die im Eigenkapital abgegrenzten Beträge werden im gleichen Zeitpunkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem die abgesicherte Position das Periodenergebnis berührt.

Zu Veräußerungszwecken gehaltene langfristige Vermögenswerte gehaltene langfristige Vermögenswerte

Langfristige Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten werden als zu Veräußerungszwecken gehalten klassifiziert, wenn ihr Buchwert besser durch Verkauf als durch fortgesetzte Nutzung erlöst werden kann. Diese Bedingung wird nur dann als erfüllt angesehen, wenn der Verkauf sehr wahrscheinlich möglich ist und der Vermögenswert (oder die zur Veräußerung gehaltene

Gruppe von Vermögenswerten) in seinem jetzigen Zustand zur sofortigen Veräußerung verfügbar ist. Die Bewertung erfolgt mit dem niedrigeren der beiden Beträge aus Buchwert und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten.

Kurzfristige und langfristige und langfristige ngfristige Vermögens VermögensVermögensVermögenswerteund Schulden und Schulden Schulden

Vermögenswerte bzw. Schulden, deren Realisierung bzw. Tilgung innerhalb von zwölf Monaten erwartet bzw. fällig wird, gelten als kurzfristig. Alle anderen Vermögenswerte und Schulden gelten als langfristig.

AktienbasiAktienbasi Aktienbasierte Vergütungen erte Vergütungen

Bei den Aktienoptionsprogrammen der Zumtobel AG handelt es sich um aktienbasierte Vergütungstransaktionen, die durch Eigenkapitalinstrumente beglichen werden. Die Bewertung von Vergütungen für Dienstleistungen von Arbeitnehmern richtet sich nach dem Marktwert der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente zum Zeitpunkt der Zusage (grant date) auf der Grundlage von anerkannten Optionsbewertungsmodellen. Die Dotierung der Rücklage erfolgt aufwandswirksam, eine erfolgswirksame Anpassung der Rücklage an die tatsächlich ausgeübten Optionen erfolgt dabei nicht. Der Ausweis erfolgt unter den Gewinnrücklagen.

Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, wenn eine gegenwärtige Verpflichtung als Folge früherer Ereignisse besteht, der Abfluss von Ressourcen zur Begleichung der Verpflichtung wahrscheinlich sowie eine zuverlässige Schätzung des Betrages der Verpflichtung möglich ist. Sind diese Bedingungen nicht erfüllt, ist keine Rückstellung anzusetzen.

Ist ein Abfluss von Ressourcen weder wahrscheinlich noch ist die Höhe der Verpflichtung schätzbar, wird eine Eventualverbindlichkeit angegeben.

Rückstellungen für Restrukturierungsaufwand werden nur bei Erfüllung der allgemeinen Ansatzkriterien sowie bei rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen zur Restrukturierung (IAS 37.70ff) angesetzt.

Rückstellungen für Garantiefälle werden zum einen nach individuellen Gesichtspunkten auf Einzelfallbasis gebildet. Zum anderen erfolgt nach konzerneinheitlichen Richtlinien eine Bildung von Garantierückstellungen für noch nicht bekannte Fälle. Als deren Basis gelten die angefallenen Aufwendungen für Garantieleistungen im Verhältnis zum Umsatz der letzten 3 Jahre.

Leistungen an Arbeitnehmer

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses umfassen langfristige Vorsorgen für Pensionen und Abfertigungen.

Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer umfassen im Wesentlichen die Rückstellungen für Jubiläumsgelder und Altersteilzeitregelungen in Österreich und Deutschland sowie den Sonderurlaub in Australien.

>> Leistungsorientierte Pläne

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation, DBO) am Abschlussstichtag wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit der Methode der laufenden Einmalprämien (projected unit credit method) ermittelt. Dabei wird in Zinsaufwand, das ist der Betrag, um den sich die Verpflichtung über das Jahr alleine durch das Näherrücken der Zahlungen erhöht hat, und Dienstzeitaufwand, das sind im betreffenden Jahr neu erdiente Ansprüche, getrennt. Der Zinssatz zur Abzinsung der künftigen Leistungen ist ein aktueller Marktzinssatz. Die Annahmen über die Höhe der Leistungen berücksichtigen erwartete künftige Gehaltssteigerungen oder Gehaltstrends sowie zugesagte Leistungen. Änderungen in den Ansprüchen können auf der Neuzusage einer Leistung oder der Änderung bestehender Leistungsansprüche beruhen, welche als nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand ausgewiesen werden.

Planvermögen sind Vermögenswerte, die von einem Fonds gehalten werden und die mit dem Barwert der Pensionsverpflichtung saldiert werden. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird jährlich von anerkannten Aktuaren durchgeführt.

Die Bewertung erfolgt zu jedem Bewertungsstichtag mit den aktuellen besten Schätzannahmen, die sich von einem Stichtag zum anderen ändern können. Die wertmäßigen Auswirkungen aus der Veränderung der Schätzannahmen werden als versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste bezeichnet. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nach Berücksichtigung latenter Steuern in der Periode ihres Entstehens ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst.

Der Zinsaufwand sowie die Erträge aus Planvermögen werden im Finanzergebnis ausgewiesen, die anderen Komponenten im Betriebsergebnis.

>> Beitragsorientierte Pläne

Bei beitragsorientierten Plänen bestehen keine über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Versorgungseinrichtungen hinausgehende Verpflichtungen. Die Beiträge sind im Personalaufwand der Periode erfasst.

Ertragsteuern

Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Geschäftsjahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Jahresüberschuss laut der Gewinn- und Verlustrechnung, da es Aufwendungen und Erträge ausschließt, die in späteren Jahren oder niemals steuerbar bzw. steuerlich abzugsfähig werden. Die Verbindlichkeit des Konzerns für den laufenden Steueraufwand wird auf Grundlage der geltenden Steuersätze berechnet.

Latente Steuern sind die zu erwartenden Steuerbe- bzw. -entlastungen aus den Differenzen der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden im Jahresabschluss und des Wertansatzes bei der Berechnung des zu versteuernden Einkommens sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Dabei kommt die bilanzorientierte Ermittlungsmethode zur Anwendung. Latente Steuerverbindlichkeiten werden für alle steuerbaren temporären Differenzen erfasst. Latente Steueransprüche werden insoweit erfasst, als es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Stichtag geprüft und herabgesetzt, falls es nicht wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, um den Anspruch in einem absehbaren Zeitraum vollständig oder teilweise wiedereinzubringen. Latente Steuern werden auf Basis der erwarteten Steuersätze ermittelt, die im Zeitpunkt der Begleichung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswertes Geltung haben. Ertragsteuern werden erfolgswirksam erfasst, außer die Transaktionen, auf die sich der Steuereffekt bezieht, werden direkt im Eigenkapital gebucht.

Ertragsrealisierung

Umsätze aus dem Verkauf von Gütern und Dienstleistungen werden realisiert, wenn der Konzern die wesentlichen Risiken und Chancen auf den Käufer überträgt. Rabatte und Skonti werden von den Umsatzerlösen abgezogen. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.

Zinserträge sind zeitproportional unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung des Finanzinstrumentes erfasst. Dies ist genau der Zinssatz, der die geschätzten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes auf den Nettobuchwert des Vermögenswertes abzinst.

Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruches auf Zahlung erfasst.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst.

Fremdwährungsgeschäfte

Fremdwährungsgeschäfte werden mit dem aktuellen Kurs am Tag der Abwicklung bilanziert. Zum Bilanzstichtag werden monetäre Aktiva und Passiva unter Verwendung des Stichtagskurses umgerechnet. Realisierte und unrealisierte Gewinne sowie Verluste aus Transaktionen in Fremdwährung werden grundsätzlich im Finanzergebnis ausgewiesen. Die Bewertungseffekte von langfristigen

konzerninternen Darlehen, welche sich gemäß IAS 21 als Teil einer Nettoinvestition im ausländischen Geschäftsbetrieb qualifizieren, werden direkt im Eigenkapital erfasst.

Ermessensausübungen und Schätzungsunsicherheiten

Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen durch die Geschäftsleitung, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden der Berichtsperiode haben. Die tatsächlichen Werte können von diesen Schätzungen abweichen. Der Grundsatz des "true and fair view" wird auch bei der Verwendung von Schätzungen uneingeschränkt gewahrt. Schätzungen, Annahmen und Interpretationen beziehen sich im Wesentlichen auf die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte, die Festlegung des wahrscheinlichsten Erfüllungsbetrages von Rückstellungen, die Ermittlung von Nutzungswerten im Rahmen der Abzinsung von künftigen Cashflows (Impairmenttest) und die Optionswertbestimmung mit Hilfe des Black-Scholes-Modells.

Zum Bilanzstichtag sind keine bedeutsamen Fälle bekannt, die zu einer wesentlichen Abweichung eines Buchwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld innerhalb des nächsten Geschäftjahres führen können.

Sondereffekte Sondereffekte

Sondereffekte sind gemäß IAS 1 gesondert anzugeben, wenn diese hinsichtlich ihrer betragsmäßigen Höhe, Art oder Seltenheit relevant für die Erklärung der Ertragskraft sind. Es handelt sich hierbei insbesondere um Ergebnisse aus nicht wiederkehrenden, einmaligen Ereignissen wie Restrukturierungen, wesentliche Prozesskosten, Veräußerungen nicht betriebsnotwendiger Liegenschaften, sowie wesentliche Auflösungen von Rückstellungen und Wertminderungen von Vermögenswerten. Die gesonderte Angabe erfolgt im vorliegenden Konzernabschluss als "davon"-Vermerk in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Ertragsbezogene Zuwendungen der öffentlichen Hand zur Deckung von Aufwendungen werden in der Periode, in der sie gewährt werden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Soweit sie sich auf zukünftige Aufwendungen beziehen, werden sie über einen Passivposten abgegrenzt. Zuwendungen für Vermögenswerte werden planmäßig über die Nutzungsdauer des Vermögenswertes erfolgswirksam erfasst.

2.5.4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

2.5.4.1 Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen werden Erlösschmälerungen (vornehmlich Kundenskonti) in Höhe von TEUR 49.302 (VJ TEUR 53.182) abgezogen. Die Bruttoumsatzerlöse belaufen sich auf TEUR 1.223.308 (VJ TEUR 1.335.520).

2.5.4.2 Aufwandsarten

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. In den Kosten der umgesetzten Leistungen (inkl. Entwicklungskosten), Vertriebskosten (inkl. Forschungskosten) und Verwaltungskosten als auch dem sonstigen betrieblichen Ergebnis sind folgende Aufwandsarten und Erträge enthalten:

Geschäftsjahr 2008 2008/09

in TEUR Kosten der
umgesetzten
Leistungen
Vertriebs
kosten
Verwaltungs
kosten
Sonstiges
betriebliches
Ergebnis
Summe
Materialaufwand -501.287 -5.091 -346 0 -506.724
Personalaufwand -179.472 -142.933 -42.813 -20.790 -386.008
Abschreibungen -34.510 -5.916 -2.220 -10.377 -53.023
Sonstiger Aufwand -54.161 -125.970 -37.022 9.097 -208.056
Aktivierte Eigenleistungen 14.327 86 837 0 15.250
Interne Verrechnung 6.538 -10.845 4.331 -24 0
Summe Aufwände -748.565 -290.669 -77.233 -22.094 -1.138.561
Sonstige Erträge 8.673 5.053 1.551 6.303 21.580
Summe -739.892 -285.616 -75.682 -15.791 -1.116.981

Geschäftsjahr 2007/08 Geschäftsjahr eschäftsjahr 2007/082007/08

in TEUR Kosten der
umgesetzten
Leistungen
Vertriebs
kosten
Verwaltungs
kosten
Sonstiges
betriebliches
Ergebnis
Summe
Materialaufwand -551.629 -6.645 -212 -4 -558.490
Personalaufwand -185.937 -144.180 -47.087 -2.051 -379.255
Abschreibungen -31.753 -5.705 -1.752 -60 -39.270
Sonstiger Aufwand -54.063 -133.232 -31.947 788 -218.454
Aktivierte Eigenleistungen 13.549 65 205 0 13.819
Interne Verrechnung 6.649 -9.715 3.069 0 3
Summe Aufwände -803.184 -299.412 -77.724 -1.327 -1.181.647
Sonstige Erträge 10.302 5.259 339 5.268 21.168
Summe -792.882 -294.153 -77.385 3.941 -1.160.479

Im Materialaufwand sind Kosten für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 20.113 (VJ TEUR 23.013) enthalten.

In den sonstigen Erträgen sind Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 3.971 (VJ TEUR 2.860) enthalten, wobei es sich hauptsächlich um Forschungsförderungen handelt. Der überwiegende Teil in Höhe von TEUR 2.465 (VJ 1.500) wird im sonstigen betrieblichen Ergebnis ausgewiesen.

In den Kosten der umgesetzten Leistungen sind Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 32.830 (VJ TEUR 27.099) enthalten. Aktivierte Entwicklungskosten belaufen sich auf TEUR 13.066 (VJ TEUR 12.700), die Abschreibung der aktivierten Entwicklungskosten beträgt TEUR 6.692 (VJ TEUR 4.902).

In den Vertriebskosten ist Forschungsaufwand in Höhe von TEUR 1.679 (VJ TEUR 1.314) enthalten.

In den Herstellungs-, Vertriebs- und Verwaltungskosten sind folgende Personalaufwendungen enthalten:

in TEUR 2008/09 2007/08
Löhne -73.382 -79.969
Gehälter -214.376 -217.065
Aufwendungen für Abfertigungen -2.575 -3.562
Aufwendungen für Altersvorsorge -2.945 -5.723
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und
Pflichtbeträge
-59.393 -58.249
Sonstige Sozialaufwendungen -12.599 -12.734
Aufwendungen aus Restrukturierungen -20.738 -1.953
Personalaufwand -386.008 -379.255

2.5.4.3 Sonstiges betriebliches Ergebnis

in TEUR 2008/09 2007/08
Förderungen der öffentlichen Hand 2.465 1.500
Lizenzeinnahmen 3.085 2.979
Sondereffekte -21.883 -1.097
Wertminderungen von (-) / Zuschreibungen zu (+) Anlagevermögen -10.358 0
Sonstige Wertminderungen 0 -2.648
Restrukturierungen -28.734 -3.200
Veräußerungsgewinne / -verluste 17.660 4.751
Rechtsstreitigkeiten -451 0
Sonstiges 542 559
Summe -15.791 3.941

Die Förderungen der öffentlichen Hand stellen zur Gänze ertragswirksam vereinnahmte Zuschüsse dar.

Die Lizenzeinnahmen betreffen Erträge aus dem LED-Geschäft.

Unter den Sondereffekten gemäß IAS 1 sind folgende wesentliche Positionen enthalten:

In den "Wertminderungen von Anlagevermögen" sind die Firmenwertabschreibungen der "Atco-Gruppe" (TEUR 4.733) sowie von Space Cannon (TEUR 1.800) ausgewiesen. Im April 2009 hat die Zumtobel Gruppe die Stilllegung des Leuchtenwerks in Rumänien beschlossen. Die in diesem Zusammenhang durchgeführte außerplanmäßige Abschreibung des Fabriksgebäudes in Höhe von TEUR 2.854 ist ebenfalls in den "Wertminderungen von Anlagevermögen" enthalten. Weitere TEUR 970 stammen aus einer außerplanmäßigen Abschreibung von Land & Gebäude in der Gesellschaft TridonicAtco Manufacturing Pty, Australien.

Bei den "sonstigen Wertminderungen" des Vorjahres handelt es sich um Bereinigungen von Altsalden im Bereich der debitorischen Kreditoren einer chinesischen Gesellschaft des Lighting Segments, die sich als nicht werthaltig erwiesen haben.

In der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2008/09 wurde mit dem Effizienzsteigerungsprogramm "Excellerate" ein umfassendes Maßnahmenpaket gestartet, das eine Anpassung der strukturellen Fixkosten um 50 Mio EUR bis 2010/11 vorsieht. Die in diesem Zusammenhang stehenden Aufwendungen sind in der Zeile "Restrukturierungen" ausgewiesen. Aus dem Projekt "Excellerate" sowie aus dem Fabriksneubau in Spennymoor sind in Großbritannien Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von TEUR 7.413 enstanden. Weitere Restrukturierungsaufwendungen sind vor allem in den europäischen und australischen Werken angefallen. Die im Jahr 2007/08 ausgewiesenen Aufwendungen sind auf bereits im Vorjahr gestartete Restrukturierungsprojekte zurückzuführen.

Die "Veräußerungsgewinne/-verluste" resultieren im Wesentlichen aus dem positiven Ergebnis aus der Veräußerung des alten Werksstandortes in Spennymoor, Großbritannien in Höhe von TEUR 17.367.

Die "Veräußerungsgewinne/-verluste" des Vorjahres resultierten hauptsächlich aus dem Verkauf von Liegenschaften in Smithfield, Australien (TEUR 3.030), in Dornbirn, Österreich (TEUR 1.362) sowie in Lindau, Deutschland (TEUR 380).

Die Zeile "Sonstiges" betrifft den Saldo aus Aufwendungen und Erträgen aus der normalen Geschäftstätigkeit, die anderen Funktionsbereichen nicht eindeutig zugeordnet werden können.

2.5.4.4 Zinsergebnis

Im Vergleich zum Vorjahr veränderte sich der Zinsaufwand unwesentlich. Im Geschäftsjahr 2008/09 sind darin allerdings Einmalkosten von TEUR 4.370 im Zusammenhang mit der vorzeitigen Refinanzierung des seit 2001 aus der Thorn-Akquisition bestehenden Darlehens sowie Zinsen aus dem Leasingvertrag für die neue Fabrik in England in Höhe von TEUR 1.731 enthalten. Die restlichen Zinsen betrugen TEUR 16.535 (VJ TEUR 22.595) und betreffen hauptsächlich den Zinsaufwand für die laufenden Kreditverträge.

2.5.4.5 Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge

in TEUR 2008/09 2007/08
Zinskomponente gemäß IAS 19 abzüglich Erträge aus Planvermögen -2.830 -1.962
Fremdwährungsergebnis -5.125 -7.329
Marktbewertung von Finanzinstrumenten -729 -6.634
Veräußerungsgewinne / -verluste -126 192
Summe -8.810 -15.733

Das Fremdwährungsergebnis beinhaltet vor allem Effekte aus der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und – verbindlichkeiten.

Die Position "Marktbewertung von Finanzinstrumenten" zeigt das Ergebnis aus der Bewertung von Devisentermingeschäften mit den jeweiligen Marktwerten zum Abschlussstichtag.

Im Vorjahr ist darüber hinaus noch die Vorsorge für einen nachteiligen Leasingvertrag für die neu errichtete Fabrik in England enthalten (TEUR 5.452).

2.5.4.6 Ertragsteuern

Die Aufteilung der Ertragsteuern auf laufende und latente Steuern ist wie folgt:

in TEUR 2008/09 2007/08
Laufende Steuern -4.572 -4.106
Latente Steuern -1.749 10.206
Ertragsteuern -6.321 6.100

Der Steueraufwand von TEUR 6.321 (VJ Steuerertrag TEUR 6.100) ist um TEUR 998 (VJ TEUR 28.071) niedriger als der rechnerische Ertragsteueraufwand, der sich unter Anwendung des Steuersatzes von 25% (VJ 25%) auf den Gewinn vor Ertragsteuern von TEUR 29.277 (VJ TEUR 87.883) ergeben würde. Dieser fiktive Steueraufwand beträgt TEUR 7.319 (VJ TEUR 21.971). Der tatsächliche Steuersatz in Höhe von 22% stellt einen gewichteten Durchschnitt aller im Konsolidierungskreis enthaltenen Gesellschaften dar. Im Vorjahr bertrug der tatsächliche Steuersatz aufgrund des Ansatzes von aktiven latenten Steuern auf Verlustvorträge 7%.

Die Ursachen für den Unterschied zwischen rechnerischem und ausgewiesenem Ertragsteueraufwand im Konzern stellen sich folgendermaßen dar:

in TEUR 2008/09 2007/08
Rechnerischer Ertragsteueraufwand, der sich aus dem inländischen Steuersatz von 25% ergibt -7.319 -21.971
Steuermehrungen -23.835 -17.447
Nicht abzugsfähige Aufwendungen -5.623 -3.106
Ausländische Steuersätze -3.564 -3.219
Bewertungsabschläge für latente Steuern -10.860 -8.105
Nachzahlungen -439 -78
Sonstige Posten -3.349 -2.939
Steuerminderungen 24.833 45.518
Investitionsbegünstigungen und Forschungsförderung 388 267
Ausländische Steuersätze 3.613 4.594
Steuergutschriften 163 0
Bewertungsabschläge für latente Steuern 11.045 33.571
Steuerfreie Erträge 5.634 2.586
Sonstige Posten 3.990 4.500
Gesamter Steuerertrag -6.321 6.100

Differenz rechnerischer / ausgewiesener Steuerertrag Steuerertrag

2.5.4.7 Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen

Das Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen beinhaltet zu einem wesentlichen Teil die Effekte aus der infolge der Wirtschaftskrise aufgegebenen Aktivität im Bereich der Wohnraumleuchten (TEUR 7.126). Weiters ist eine Kaufpreisanpassung aus einer in der Vergangenheit getätigten Desinvestition enthalten.

2.5.5 Erläuterungen zur Bilanz

2.5.5.1 Firmenwerte

in TEUR Thorn
Lighting
Gruppe
Atco
Gruppe
Staff-Gruppe Atco
Singapore &
Malaysia
Tridonic
Atco Opto
electronics
Thorn India Space
Cannon
Summe
Firmenwerte vor Impairment 547.639 4.733 427 569 1.722 499 0 555.589
Abgang Firmenwert aus
Vorperioden
-4.405 0 0 0 0 0 0 -4.405
Impairment aus Vorperioden -271.648 0 0 -569 0 0 0 -272.217
Firmenwerte nach
Impairment April 2008
271.586 4.733 427 0 1.722 499 0 278.967
Zugang Firmenwert aus
Erstkonsolidierung
0 0 0 0 0 0 3.021 3.021
Abschreibung Firmenwert
2009
0 -4.733 0 0 0 0 -1.800 -6.533
Firmenwerte per April 2009 271.586 0 427 0 1.722 499 1.221 275.455

Die Firmenwerte sind folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) zugeordnet:

Firmenwerte ZGE
"Thorn Lighting Gruppe" & "Staff-Gruppe" Lighting Segment
"Atco-Gruppe" Konsolidierter Teilbereich "Atco" des Component Segments
TridonicAtco Sdn. Bhd. (Malaysia) sowie TridonicAtco (S.E.A.) Pte Ltd.
"Atco Singapore & Malaysia" (Singapur)
" TridonicAtco Optoelectronics" Ledon Lighting Jennersdorf GmbH (Österreich)
"Thorn India" Thorn Lighting India Ltd
"Space Cannon" Space Cannon VH SRL (Italien)

Im Geschäftsjahr 2008/09 wurde aus dem Kauf der Gesellschaft Space Cannon VH SRL, Italien, ein Firmenwert in Höhe von TEUR 3.021 angesetzt. Im vierten Quartal 2008/09 erfolgte, basierend auf dem durch die Wirschaftskrise niedrigeren erwarteten zukünftigen Mittelzufluss, eine Firmenwertabschreibung in Höhe von TEUR 1.800. Dieser Firmenwert ist in der Segmentberichterstattung dem Geschäftsbereich Lighting Segment zugeordnet.

Aufgrund der rückläufigen Marktchancen von magnetischen Vorschaltgeräten wurde der Firmenwert der Atco Gruppe in Höhe von TEUR 4.733 im Geschäftsjahr 2008/09 abgeschrieben.

2.5.5.2 Immaterielle Vermögenswerte

Die Veränderung dieser Position stammt im Wesentlichen aus der Aktivierung von Entwicklungsprojekten.

in TEUR Patente, Lizenzen
und ähnliche
Entwicklungskosten
und ähnliche
Summe
Anschaffungskosten
30. April 2008 32.078 42.073 74.151
Währungsumrechnung -149 -476 -625
Konsolidierungskreisänderung 3.442 255 3.697
Zugänge 3.139 13.066 16.205
Abgänge -115 0 -115
Umbuchungen 377 -32 345
30. April 2009 38.772 54.886 93.658
Kumulierte Abschreibung
30. April 2008 -23.641 -9.875 -33.516
Währungsumrechnung 45 231 276
Konsolidierungskreisänderung -34 -138 -172
Planmäßige Abschreibung -3.573 -6.420 -9.993
Abschreibung aufgegebene Bereiche -709 -272 -980
Abgänge 115 282 397
30. April 2009 -27.797 -16.192 -43.989
Nettobuchwert 30. April 2008 8.437 32.198 40.635
Nettobuchwert 30. April 2009 10.975 38.694 49.669

Entwicklungskosten und ähnliche Entwicklungskosten und

In dieser Position sind die selbsterstellten immateriellen Vermögenswerte gemäß IAS 38 enthalten. Die Zugänge zu Anschaffungskosten sind nahezu zur Gänze den aktivierten Entwicklungskosten (TEUR 13.066, VJ TEUR 12.700) zuzurechnen. Bei den Entwicklungsprojekten handelt es sich um Produktentwicklungen im Leuchten- und Vorschaltgerätebereich, wovon zum Bilanzstichtag TEUR 12.935 (VJ TEUR 12.144) noch nicht zum Gebrauch verfügbar sind. Die Zugänge im Rahmen von Konsolidierungskreisänderungen betreffen die Aktivierung der Marke der Gesellschaft Space Cannon.

2.5.5.3 Sachanlagen

Land & Gebäude Fabriksanlagen &
Maschinen
Sonstiges
Anlagevermögen
Anlagen in Bau &
geleistete
Summe
in TEUR Anzahlungen
Anschaffungskosten
30. April 2008 165.128 346.890 103.105 19.850 634.973
Währungsumrechnung -3.511 -6.224 -1.201 -2.589 -13.525
Konsolidierungskreisänderung 930 1.489 840 3.279 6.538
Zugänge 5.055 10.235 5.205 43.115 63.610
Abgänge -4.640 -16.079 -5.166 -33 -25.918
Umbuchungen 34.476 15.354 1.489 -51.664 -345
30. April 2009 197.438 351.665 104.272 11.958 665.333
Kumulierte Abschreibung
30. April 2008 -68.280 -273.141 -82.330 0 -423.751
Währungsumrechnung 805 4.829 1.151 0 6.785
Konsolidierungskreisänderung -239 -905 -459 0 -1.603
Planmäßige Abschreibung -5.464 -19.579 -7.630 0 -32.673
Außerplanmäßige Abschreibung -3.824 0 0 0 -3.824
Abschreibung aufgegebene Bereiche 0 -743 -123 0 -866
Abgänge 3.590 15.609 4.827 0 24.026
30. April 2009 -73.412 -273.930 -84.564 0 -431.906
Nettobuchwert 30. April 2008 96.848 73.749 20.775 19.850 211.222
Nettobuchwert 30. April 2009 124.026 77.735 19.708 11.958 233.427

Die Umbuchungen bei den Anschaffungskosten betreffen die Umgliederungen von Anlagen in Bau zu den anderen Anlagenklassen.

Die Veränderung bei den Konsolidierungskreisänderungen der Sachanlagen steht im Zusammenhang mit der Erstkonsolidierung der Space Cannon und Zumtobel Residential Lighting.

In den Zugängen ist das im Rahmen des Finanzierungsleasing erworbene Gebäude in Spennymoor, Großbritannien (TEUR 15.085) enthalten.

Im Rahmen der Neuverhandlungen des Akquisitionskreditvertrages werden keine Sachanlagen mehr als Sicherheiten verpfändet. Im Vorjahr beliefen sich die als Sicherheiten für Schulden verpfändeten Sachanlagen auf TEUR 68.705.

Ferner bestehen Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen in Höhe von TEUR 2.041 (VJ TEUR 3.033). Diese teilen sich auf wie folgt: Land und Gebäude TEUR 129 (VJ TEUR 113), Fabriksanlagen und Maschinen TEUR 1.363 (VJ TEUR 2.411) und sonstiges Anlagevermögen TEUR 549 (VJ TEUR 509).

Die Position "Anlagen in Bau und geleistete Anzahlungen" teilt sich wie folgt auf: Land und Gebäude TEUR 3.433 (VJ TEUR 4.141), Fabrikanlagen und Maschinen TEUR 8.287 (VJ TEUR 14.728) und sonstiges Anlagevermögen TEUR 237 (VJ TEUR 981).

2.5.5.4 Anteile an assoziierten Unternehmen

Bei fünf Unternehmen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist, besteht auf wesentliche Bereiche der Finanz- oder Geschäftspolitik ein maßgeblicher Einfluss, diese werden jedoch nicht beherrscht. Daher werden diese Unternehmen "at-equity" in den Konzernabschluss einbezogen.

Tridonic South
Africa
Thorn Gulf Staff Iberica z-werkzeugbau
Gmbh
Lexedis Lighting
GmbH
Summe
in TEUR 49,99% 60% 50% 30% 50%
30. April 2008 1.135 1.705 2.606 1.040 0 6.486
Jahresergebnis 20 1.304 -47 -163 0 1.114
Dividenden 0 -162 0 0 0 -162
Zwischengewinneliminierung 0 0 0 36 0 36
Währungsumrechnung 52 335 0 0 0 387
30. April 2009 1.207 3.182 2.559 913 0 7.861

Im Zuge der Veräußerung des Teilbereichs "Werkzeugbau" im Jahr 2005 ist ein Zwischengewinn in Höhe von TEUR 2.600 entstanden, welcher in eine passive Rechnungsabgrenzungsposition eingestellt und unter Berücksichtigung einer ursprünglichen Amortisationszeit von 6 Jahren im Finanzergebnis (Ergebnisanteile aus assoziierten Unternehmen) erfolgswirksam aufgelöst wurde (Buchwert TEUR 868). Daneben werden auch wesentliche Zwischengewinne aus Anlagenlieferungen an die Gruppe über die Nutzungsdauer der Anlage verteilt.

Die "at-equity" Bewertung der Lexedis Lighting GmbH wird aufgrund der bisher angesammelten Verluste ausgesetzt. Der im laufenden Geschäftsjahr 2008/09 erwirtschaftete Gewinn wird den Verlusten gegenübergestellt. Übersteigen die Gewinne die angesammelten Verluste, wird die Bewertung wieder aufgenommen.

Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2008/09 2007/08
Jahresergebnis 1.114 1.364
außerplanmäßige Abschreibung 0 -1.923
Zwischengewinneliminierung Anlagenverkäufe 36 36
Zwischengewinn Veräußerung Werkzeugbau 434 434
Summe 1.584 -89

Zum Bilanzstichtag bestehen kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 4.160 (VJ TEUR 2.770), es waren keine Wertberichtigungen vorzunehmen. Zwischen den jeweiligen Muttergesellschaften und den "at-equity" bilanzierten Gesellschaften bestehen operative Liefer- und Leistungsbeziehungen.

Nachfolgend die wichtigsten anteiligen Kennzahlen der assoziierten Unternehmen mit den jeweils zugrunde liegenden Bilanzstichtagen:

Tridonic South
Africa
Thorn Gulf Staff Iberica z-werkzeugbau
Gmbh
Lexedis Lighting
GmbH
in TEUR 49,99% 60% 50% 30% 50%
Bilanzsumme 1.542 4.478 3.125 3.442 1.403
Umsatzerlöse 2.178 7.994 2.707 6.231 3.803
Jahresergebnis 20 1.304 -47 -163 7

2.5.5.5 Finanzanlagen

In den langfristigen Finanzanlagen sind im Wesentlichen Wertpapiere enthalten. Der wesentliche Teil der langfristigen Finanzanlagen des Vorjahres in Höhe von TEUR 15.604 betraf eine festverzinsliche Finanzanlage bei einem Kreditinstitut.

Im Unterschied zum Vorjahr, in dem ein Teil der Derivate (TEUR 306) unter den kurzfristigen Finanzanlagen ausgewiesen wurde, werden im Geschäftsjaht 2008/09 alle Derivate in Höhe von TEUR 6.827 den übrigen Forderungen und Vermögenswerten zugewiesen.

2.5.5.6 Übrige Forderungen und Vermögenswerte

Die übrigen lang- und kurzfristigen Forderungen und Vermögenswerte stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 30. April 2009 30. April 2008
Deckungskapital Gruppenlebensversicherung 3.423 3.333
Sonstige 12.013 2.005
Übrige langfristige Forderungen & Vermögenswerte 15.436 5.338
Aktive Rechnungsabgrenzungen 4.870 4.860
Steuerforderungen 12.244 9.092
Geleistete Anzahlungen 759 802
Derivate (Hedge Accounting) 287 0
Derivate des Handelsbestandes 6.540 876
Sonstige 13.246 13.120
Übrige kurzfristige Forderungen & Vermögenswerte 37.946 28.750

Die Position "Deckungskapital Gruppenlebensversicherung" betrifft die Zumtobel-Gesellschaften in Deutschland. Dargestellt sind Vermögenswerte im Zusammenhang mit den Pensionsverpflichtungen, die sich aber nicht als Planvermögen gemäß IAS 19 qualifizieren.

Die sonstigen langfristigen Forderungen resultieren im Wesentlichen aus dem Verkauf der alten Fabrik in Spennymoor im Dezember 2008 (TEUR 11.289). Der Verkaufserlös in Höhe von GBP 20,4 Mio wird in 5 Jahresraten bezahlt. Die erste Rate in Höhe von GBP 4,0 Mio wurde im März 2009 überwiesen. Die Forderung ist mit einer Hypothek auf die veräußerte Liegenschaft besichert.

Im Unterschied zum Vorjahr werden sämtliche Derivate mit positivem Marktwert unter den übrigen Forderungen und Vermögenswerten dargestellt.

Die sonstigen kurzfristigen Forderungen und Vermögenswerte beinhalten den kurzfristigen Teil des Veräußerungserlöses aus dem Verkauf der Fabrik in Spennymoor (TEUR 4.240) sowie Instandhaltungsmaterial in Höhe von TEUR 1.541 (VJ TEUR 1.753). Weitere wesentliche Posten betreffen Versicherungsforderungen und debitorische Kreditoren, nur zu einem kleinen Teil enthält die Position auch Darlehen an Mitarbeiter, Kautionen sowie sonstige Ausleihungen.

2.5.5.7 Latente Steuern

Unter den aktiven und passiven latenten Steuern in der Bilanz werden Unterschiedsbeträge ausgewiesen, die sich aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen der Konzern- und der steuerlichen Bewertung von Vermögenswerten und Schulden ergeben. Daraus resultieren folgende latente Steuern:

30. April 2009 30. April 2008
in TEUR Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Immaterielle Vermögenswerte 8 7.638 20 6.127
Sachanlagen 2.459 8.937 1.653 6.820
Finanzanlagen 289 77 2.246 54
Vorräte 3.957 206 5.303 267
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 819 778 1.015 3.893
Übrige Forderungen 620 2.035 616 1.185
Langfristige Rückstellungen 21.603 616 19.473 113
Übrige Rückstellungen 4.014 3.018 3.720 3.577
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 53 6.082 13 6.000
Verlustvorträge 102.123 0 106.321 0
Latente Steuerguthaben bzw. -verbindlichkeiten 135.945 29.387 140.380 28.036
Konsolidierungskreisänderung 0 0 0 0
Bewertungsabschläge für latente Steuern -69.463 0 -79.533 0
Saldierung von aktiven und passiven Steuern gegenüber derselben Steuerbehörde -20.254 -20.254 -17.812 -17.812
Latente Steuern 46.228 9.133 43.035 10.224

Im Konzernabschluss wurden latente Steuern für Verlustvorträge und sonstige temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 277.852 (VJ TEUR 318.132) nicht aktiviert, da ihr Verbrauch nicht ausreichend gesichert ist. TEUR 17.725 (VJ TEUR 6.445) der steuerlichen Verlustvorträge verfallen innerhalb von 10 Jahren. In Übereinstimmung mit IAS 12.39 wurde keine latente Steuerschuld für zeitliche Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften gebildet. Für die Berechnung der latenten Steuern wurden konzernweit die Landessteuersätze angesetzt.

Die im Eigenkapital erfassten latenten Steuern in Höhe von TEUR 6.532 (VJ TEUR -2.781) betreffen mit TEUR 5.964 die Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen gemäß IAS 19 sowie mit TEUR 568 die Hedge Reserve.

2.5.5.8 Vorräte

Der Aufriss der Vorräte in Bruttowert und Wertberichtigungen, unterteilt nach Vorratsklassen, gliedert sich wie folgt:

in TEUR 30. April 2009 30. April 2008
Rohmaterial 46.796 49.004
Bruttowert 55.485 56.891
Wertberichtigungen -8.689 -7.887
Ware in Arbeit 3.012 2.733
Halbfabrikate 12.702 14.020
Bruttowert 13.998 15.201
Wertberichtigungen -1.296 -1.181
Handelswaren 15.893 15.458
Bruttowert 18.481 18.124
Wertberichtigungen -2.588 -2.666
Fertigfabrikate 70.416 80.939
Bruttowert 79.630 89.298
Wertberichtigungen -9.214 -8.359
Noch nicht fakturierte Leistungen 0 27
Vorräte 148.819 162.181

Die ergebnisvermindernd erfassten Veränderungen der Wertberichtigungen zu Vorräten belaufen sich in Summe auf TEUR 1.693 (VJ TEUR 373 ergebniserhöhend) und beinhalten Auflösungen von Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 523 (VJ TEUR 248). In den australischen TridonicAtco-Gesellschaften wurden Vorräte im Wert von TEUR 7.703 (VJ TEUR 9.241) als Sicherheiten für Verbindlichkeiten verpfändet. In der TridonicAtco UK Ltd. bestanden zum Bilanzstichtag keine Sicherheiten für Verbindlichkeiten (VJ TEUR 9.542).

2.5.5.9 Forderungen aus Lieferungen & Leistungen

in TEUR 30. April 2009 30. April 2008
Lieferforderungen 183.954 244.759
Wertberichtigungen zu Forderungen -8.555 -8.569
Rückstellung für Kundenboni und Skonti -19.754 -23.547
Lieferforderungen nach Wertberichtigung 155.645 212.643
Forderungen aus Projektaufträgen 23.760 19.748
Teil- und Schlussabrechnungen -10.027 -7.278
Fertigungsaufträge 13.733 12.470
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 169.378 225.113

Im Kapitel 2.5.9.1 werden Details zu den Wertberichtigungen erläutert.

Die im Rahmen einer Factoringvereinbarung einiger Konzerngesellschaften verkauften Forderungen betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 49.021 (VJ TEUR 31.613).

>> Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gemäß IAS 11

Bei den Projektaufträgen handelt es sich um Projektaufträge mit vereinbarten Teillieferungen an Kunden, welche nach der "percentage of completion"-Methode bewertet werden. Zur Bestimmung des Fertigungsgrades werden output-orientierte Verfahren, d.h. das Verhältnis der erreichten Leistung zur Gesamtleistung, herangezogen.

Die Teillieferungen sind unter der Position "Forderungen aus Projektaufträgen" ausgewiesen und ergeben die Summe der angefallenen Kosten und ausgewiesenen Gewinne, abzüglich etwaiger ausgewiesener Verluste gemäß IAS 11.40 (a).

Die effektiven Teil- bzw. Schlussfakturierungen an den Kunden sind unter der Position "Teil- und Schlussabrechnungen" ausgewiesen.

Die erhaltenen Anzahlungen aus Projektaufträgen betragen TEUR 9.686 (VJ TEUR 8.815). Die in der Berichtsperiode erfassten Auftragserlöse belaufen sich auf TEUR 33.475 (VJ TEUR 34.163).

2.5.5.10 Liquide Mittel

Die flüssigen Mittel setzen sich aus Bankguthaben, Kassenbeständen und Schecks zusammen. Von den Bankguthaben kann über einen Gesamtbetrag von TEUR 412 (VJ TEUR 624) nicht frei verfügt werden; dieser kann erst nach Freigabe des Kreditgebers für Kredittilgungen verwendet werden. Aufgrund der Fristigkeit dieser Mittel entspricht der Buchwert der flüssigen Mittel dem Marktwert.

2.5.5.11 Zur Veräußerung bestimmte Anlagen

Bei dem im Vorjahr unter dieser Position ausgewiesenen Vermögenswert, handelt es sich um eine bebaute Liegenschaft in Deutschland. Die Liegenschaft wurde dem Lighting Segment bzw. der Region D/A/CH zugeordnet.

2.5.5.12 Übrige Rückstellungen

in TEUR Sonstige
leistungs
orientierte
Pläne
Garantien Restruk
turierungen
Rechts
streitigkeiten
Belastende
Verträge
Sonstige Summe
30. April 2008 9.492 8.451 632 2.112 4.936 5.890 31.513
Dotierung 3.061 4.719 19.475 463 1.316 4.568 33.602
Auflösung / Verbrauch -2.552 -5.395 -3.035 -279 -4.921 -3.646 -19.828
Konsolidierungskreisänderung 0 0 0 0 0 79 79
Währungsumrechnung -187 23 91 6 -15 -32 -114
30. April 2009 9.814 7.798 17.163 2.302 1.316 6.859 45.252
davon kurzfristig 0 7.798 17.163 2.302 1.316 5.955 34.534
davon langfristig 9.814 0 0 0 0 904 10.718

Sonstige leistungsorientierte Pläne Sonstige leistungsorientierte rientierte Pläne

Diese betreffen Rückstellungen für langfristige Leistungen gemäß IAS 19 und sind detailliert in Kapitel 2.5.5.16 erläutert.

Rückstellung für Garantien

Die Rückstellungen für Garantien unterteilen sich in Einzelrückstellungen für individuelle Schadensfälle in Höhe von TEUR 5.680 (VJ TEUR 5.471) sowie in Rückstellungen für nicht einzeln erfasste bzw. noch nicht bekannte Fälle in Höhe von TEUR 2.118 (VJ TEUR 2.980), welche basierend auf Erfahrungswerten ermittelt wurden.

Restrukturierungsrücks Restrukturierungsrückstellungen Restrukturierungsrückstellungentellungentellungen

Die Veränderung dieser Position resultiert überwiegend aus Rückstellungsdotierungen in Zusammenhang mit dem Effizienzsteigerungsprogramm "Excellerate". Weiters wurde im Rahmen der Neustrukturierung der LED-Aktivitäten, mit welcher eine optimale Nutzung der Synergien innerhalb der Zumtobel Gruppe erzielt werden soll, eine entsprechende Restrukurierungsrückstellung gebildet (siehe auch Kapitel 2.5.4.3).

Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten

Unter den Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten ist im Wesentlichen eine mögliche Rückforderung der französischen Sozialversicherung in Höhe von TEUR 1.347 enthalten.

Belastende Verträge Verträge

In der Zeile Auflösung/Verbrauch ist auch die Umgliederung der im Vorjahr dotierten Rückstellung im Zusammenhang mit der neu errichteten Produktionsstätte in England zu den Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing enthalten. Die im abgelaufenen Geschäftsjahr dotierte Rückstellung betrifft ein Vertriebsbüro in Irland sowie ein Bürogebäude in Lustenau.

Unter den sonstigen kur kurkurzfristigen Rückstellungen fristigen Rückstellungen sind u.a. Rückstellungen für Lizenzen, Provisionen, Zölle, Frachten, Berufsgenossenschaften, Beratungs- und Prüfungskosten enthalten, in den sonstigen langfristigen langfristigen langfristigen Rückstellungen Rückstellungen ist überwiegend Vorsorge für Abfindungen an Handelsvertreter enthalten.

2.5.5.13 Aktienoptionsprogramme

Für leitende Angestellte der Zumtobel Gruppe existiert ein aktienbasiertes Vergütungsprogramm, das Matching Stock Program (MSP).

SOP (Stock Option Program) (Stock

Von 2004 bis 2008 gab es ein aktienbasiertes Vergütungsprogramm, das Stock Options Program (SOP), das 2008 durch das MSP abgelöst wurde. Aus dem SOP erfolgen keine Zuteilungen von Optionen mehr. Die Ausübungszeit des SOP läuft jedoch noch bis 2015. Innerhalb dieser Ausübungszeit werden mehrere Ausübungsfenster ("exercise slots") zur Einlösung der Optionen festgesetzt. Eine vorzeitige Schließung der Ausübungsfenster bleibt vorbehalten. Für eine Option kann eine Aktie zu einem fixen Preis gekauft werden.

MSP (Matching Stock Program) MSP (Matching

Das MSP wurde im Zusammenhang mit dem Börsengang zum 01. Mai 2006 eingeführt. Um am MSP teilnehmen zu können, muss die Führungskraft eine bestimmte Anzahl Aktien ("MSP-Aktien") in einem Sperrdepot hinterlegen. Das maximale Gesamtinvestitionsvolumen der Führungskräfte in das MSP ist mit 2,2 Mio EUR begrenzt und ist in 3 Teilprogramme (MSP I, MSP II, MSP III) aufgeteilt, wobei jedes Teilprogramm in 5 Tranchen unterteilt ist. Die Laufzeit jeder Tranche beträgt sieben Jahre ab dem Startzeitpunkt. Für jede so gehaltene MSP-Aktie wird der Wertzuwachs der Aktie multipliziert mit Faktor 8 in Form zusätzlicher Aktien bonifiziert. Der Wertzuwachs errechnet sich aus der Differenz 60-Tage-Kursmittelwert bei Ausübung abzüglich dem um 10% erhöhten 60-Tage-Kursmittelwert bei Zuteilung. Die Zuteilung erfolgt jeweils zu Beginn des Geschäftsjahres, die Ausübung erfolgt automatisch zwei Jahre nach der jeweiligen Zuteilung. Ist der Wertzuwachs kleiner oder gleich Null, entfällt der Bonus.

Die SOP und MSP Optionen sind nicht übertragbar. Eine Behaltefrist für bezogene Aktien besteht beim SOP nicht, beim MSP beträgt diese 2 Jahre.

Die Ermittlung der Optionswerte erfolgt nach der Black-Scholes-Methode.

Die wesentlichen Parameter für SOP und MSP sind:

  • Marktwert der Aktie pro Stück EUR 17,85 (VJ EUR 27,00)

  • Ausübungspreise SOP EUR 7,50 für Berechtigte GJ 03/04; EUR 11,55 bzw. 14,22 GJ 04/05; EUR 16,60 GJ 05/06 und GJ 06/07

  • Basispreis MSP EUR 22,54 (VJ EUR 28,23)

  • Erwartete Volatilität 37,5% (VJ 24,0%) p.a.

  • Laufzeit SOP bis 30. April 2015

  • Risikoloser Zinssatz: 4,56% p.a. (VJ 4,24% p.a.)

In Ausübung des Hauptversammlungsbeschlusses vom 7. April 2006 wurden im Geschäftsjahr 2006/07 800.000 Stück Aktien zu einem Durchschnittskurs von EUR 17,74 (insgesamt TEUR 14.192) erworben. Im Geschäftsjahr 2008/09 wurden aufgrund des Beschlusses des Vorstandes vom 29. Juli 2008, welcher auf einer Ermächtigung der Hauptversammlung basierte, 1.943.555 eigene Aktien erworben, von welchen 239.211 Aktien dem SOP gewidmet sind.

Der Bestand eigener Aktien für Aktienoptionsprogramme hat sich wie folgt entwickelt:

in Stk. Summe
30. April 2008 112.181
Aktienrückkauf 239.211
Ausübungen -64.625
30. April 2009 286.767

Der im Geschäftsjahr von den Mitarbeitern zu bezahlende Ausübungspreis belief sich auf TEUR 486 (durchschnittlich EUR 7,52 pro Aktie), in Summe wurde für die bisher eingelösten 752.444 Stück ein Ausübungspreis von TEUR 5.840 bezahlt.

Rücklage Aktienoptionen Aktienoptionen

Die in den Gewinnrücklagen ausgewiesene Rücklage für Aktienoptionen hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

in TEUR SOP MSP Summe
30. April 2008 15.986 1.558 17.544
Erfolgswirksame Zuführung - 174 174
30. April 2009 15.986 1.732 17.718

Die erfolgswirksame Zuführung des MSP erfolgt über 2 Jahre. Für das Geschäftsjahr 2008/09 wurde eine erfolgswirksame Zufürung in Höhe von TEUR 1.666 vorgenommen. Seitens des Managements wurde auf die in 2007/08 gewährten Optionen MSP I (Tranche II), MSP II (Tranche I) verzichtet. Der Verzicht wurde ertragswirksam (TEUR 1.492) in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die Überleitung der ausgegebenen Optionen vom Anfangsbestand auf den Endbestand ist wie folgt:

SOP MSP
2008/09 2007/08 2008/09 2007/08
Gewährte Optionen Anfangsbestand 355.609 425.815 764.192 308.072
Neuzuteilungen 0 154.827 634.280 466.040
Ausübungen -64.625 -219.233 0 0
Verfallen -14.911 -5.800 -437.584 0
Verzichtet 0 0 -392.304 -9.920
Gewährte Optionen Endbestand 276.073 355.609 568.584 764.192
davon ausübbar 276.073 193.449 0 0

Die Ausübungspreise der gewährten, aber noch nicht ausgeübten Optionen aus dem SOP sind wie folgt:

2007/08 2006/07 2005/06 2004/05 2003/04 Summe
Ausübungspreis 7,5 83.070 57.167 44.514 30.353 20.689 235.793
Ausübungspreis 11,5 320 640 640 384 0 1.984
Ausübungspreis 14,2 9.880 13.360 9.520 1.644 0 34.404
Ausübungspreis 16,6 1.680 1.680 532 0 0 3.892
Summe gewährte Stück 94.950 72.847 55.206 32.381 20.689 276.073

2.5.5.14 Finanzschulden

in TEUR 30. April 2009 30. April 2008
Darlehen von Kreditinstituten 1.988 2.792
Finanzierungsleasing 183 4
Darlehen der öffentlichen Hand 1.693 622
Ausleihungen von sonstigen Dritten 468 449
Working Capital-Kredite 12.554 800
Derivate (Hedge Accounting) 0 357
Kurzfristige Finanzschulden 16.886 5.024
Schuldverschreibungen 0 965
Darlehen von Kreditinstituten 193.523 206.649
Finanzierungsleasing 19.462 6
Darlehen der öffentlichen Hand 2.447 3.497
Ausleihungen von sonstigen Dritten 168 514
Langfristige Finanzschulden 215.600 211.631
FINANZSCHULDEN 232.486 216.655

Im Geschäftsjahr 2008/09 wurden kurzfristige und langfristige Darlehen von Kreditinstituten in Höhe von TEUR 203.364 (VJ TEUR 101.024) zurückgeführt. Im Rahmen der neuen Finanzierungsvereinbarung (siehe unten) wurden TEUR 186.000 ausbezahlt.

Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung stellt der am 12. Juni 2008 mit einem sieben Banken umfassenden Konsortium abgeschlossenen Kreditvertrag mit einer Laufzeit von 5 Jahren dar. Der Kreditvertrag hat einen maximal ausnutzbaren Rahmen von 480 Mio EUR. Hiervon wurden mit Wirkung zum 30. Juni 2008 langfristige, seit 2001 aus der Thorn-Akquisition bestehende Darlehen in Höhe von 186 Mio EUR getilgt. Die verbleibende Kreditlinie von 294 Mio EUR wird für Wachstums- und Akquisitionsfinanzierungen bereitgestellt, ist derzeit aber nicht valutiert.

Für das Fabriksgebäude in Spennymoor wurde ein Finanzierungsleasingvertrag in Höhe von GBP 15,7 Mio abgeschlossen. Der Finanzierungsleasingvertrag hat eine Laufzeit von 21 Jahren wobei das erste Jahr tilgungsfrei ist. Die offene Verbindlichkeit beläuft sich auf TEUR 19.208.

Im Unterschied zum Vorjahr werden im Geschäftsjahr 2008/09 alle Derivate mit negativem Markwert in Höhe von TEUR 4.610 (VJ TEUR 753) in den übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

2.5.5.15 Operating Leasing

Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen auf Grund von unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen für das Geschäftsjahr und für die folgenden Perioden, ferner die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen, deren Erhalt auf Grund von unkündbaren Untermietverhältnissen erwartet wird, sowie die Zahlungen aus Leasingverhältnissen und Untermietverhältnissen, die erfolgswirksam erfasst worden sind, stellen sich wie folgt dar:

Künftige Zahlungen an Dritte
in TEUR Aufwand
2008/09
< 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Summe
Mindestleasingzahlungen aufgrund von unkündbaren
Leasingverhältnissen
18.625 15.224 26.308 8.623 50.155
minus erhaltene Zahlungen aus Leasing- und
Untermietverhältnissen
-541 -457 -942 0 -1.399
Netto Mindestleasingzahlungen 18.084

Es handelt sich im Wesentlichen um Leasingverträge für Bürogebäude, Fabriksanlagen/Lagerhäuser und Fuhrpark. Die Dauer reicht von 12 Monaten bis 25 Jahren, je nach Objekt und Vertrag.

2.5.5.16 Leistungen an Arbeitnehmer (IAS 19)

Bei den Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen handelt es sich um Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses. In den sonstigen Rückstellungen sind andere langfristige fällige Leistungen an Arbeitnehmer gemäß IAS 19 enthalten. Die Überleitung von den Anfangsbeständen zu den Endbeständen gestaltet sich wie folgt:

Leistungsorientierte Pläne nach IAS 19 Pensionen
Abfertigungen
Sonstige
in TEUR 2008/09 2007/08 2008/09 2007/08 2008/09 2007/08
Anfangsbestand Nettoschuld 35.762 55.317 29.931 28.962 9.492 9.649
Währungsumrechnung & Umgliederungen -1.453 -2.929 0 0 -216 -26
Veränderung Konsolidierungskreis &
Reklassifizierungen
0 0 285 2 0 -1
Erfolgswirksame Veränderungen 1.492 3.404 2.981 2.700 2.230 1.648
davon Dienstzeitaufwand 2.459 3.069 1.441 1.395 1.245 866
davon nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 0 0 0 548 470
davon Plankürzungen -1.908 0 0 0 0 0
davon Zinsaufwand 8.097 8.704 1.540 1.305 349 322
davon erwartete Erträge aus Planvermögen -7.156 -8.369 0 0 0 0
davon versicherungsmathematischer Verlust /
Gewinn
0 0 0 0 88 -10
Zahlungen -8.349 -9.156 -2.900 -1.709 -1.692 -1.778
Im Eigenkapital erfasster
versicherungsmathematischer Verlust / Gewinn
19.918 -10.874 461 -24 0 0
Endbestand Nettoschuld 47.370 35.762 30.758 29.931 9.814 9.492

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Die erfolgswirksamen Veränderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der "Zinsaufwand" sowie die "erwarteten Erträge aus Planvermögen" werden im Finanzergebnis ausgewiesen, die restlichen Posten im Betriebsergebnis.

Die im Eigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Verluste haben sich um TEUR 20.379 erhöht (VJ TEUR 10.898 vermindert). Die Veränderung der darauf gebildeten latenten Steuern im Eigenkapital beträgt TEUR 5.964 (VJ TEUR 3.080).

Als Berechnungsparameter wurden in den einzelnen Ländern folgende angesetzt:

Zinssatz Erträge aus
Planvermögen
Gehaltstrend Pensionstrend Pensionsalter
(Frauen/Männer)
2008/09 2007/08 2008/09 2007/08 2008/09 2007/08 2008/09 2007/08 2008/09 2007/08
Deutschland 5,3% 5,3% - - 3,0% 3,0% 1,8% 2,0% 1) 1)
Großbritannien 6,6% 6,6% 7,5% 7,5% 3,5% 3,5% 3,3% 3,3% 65/65 65/65
Schweiz 3,5% 3,7% 3,0% 4,0% 1,5% 1,5% 0,3% 0,3% 64/65 64/65
Norwegen 4,1% 4,5% 5,8% 5,9% 3,8% 3,5% 1,5% 1,6% 67/67 67/67
Schweden 4,0% 4,5% - - - - 2,0% 2,0% 65/65 65/65
Österreich 5,3% 5,3% - - 3,3% 3,3% - - 2) 2)
Frankreich 5,3% 5,3% - - 3,0% 3,0% - - 60/65 60/65
Italien 5,3% 5,3% - - - - 3,0% 3,0% 60/65 60/65
Australien 6,0% 6,0% - - 4,0% 4,0% - - - -

Ferner sind landesübliche Sterblichkeits- und Invaliditätstafeln sowie Fluktuationsraten berücksichtigt.

Anmerkung 1): Pensionsverpflichtungen 60/65 Jahre, Jubiläumsverpflichtungen 60/62 Jahre und Verpflichtungen für Altersteilzeit 57 Jahre.

Anmerkung 2): Es wurde das frühest mögliche Anfallsalter für die Alterspension unter Berücksichtigung der gesetzlichen Übergangsregelungen zugrundegelegt.

Pensionsverpflichtungen

Leistungsorientierte Pensionspläne sind in den deutschen, englischen, schwedischen, norwegischen, australischen und schweizerischen Konzerngesellschaften implementiert. Die nicht durch externe Fonds finanzierten Pläne betreffen die deutschen und schwedischen Gesellschaften, die restlichen sind durch externe Fonds finanziert. Diese Fonds sind rechtlich unabhängig vom jeweiligen Konzernunternehmen, deren Zweck ausschließlich in der Erfüllung von Leistungsverpflichtungen besteht. Die nach Abzug des Planvermögens verbleibende Verpflichtung wird als Rückstellungen ausgewiesen.

Der Pensionsplan der Thorn Lighting Ltd., Großbritannien, wurde zum 30. April 2009 für Neuansprüche geschlossen. Der sich daraus ergebende positive Effekt (TEUR 1.908) wird in der Zeile "davon Plankürzungen" ausgewiesen.

Darüber hinaus besteht in Schweden noch eine Pensionskassenlösung, welche sich grundsätzlich als leistungsorientierte Verpflichtung qualifiziert. Es handelt sich dabei um einen "gemeinschaftlichen Plan mehrerer Arbeitgeber" im Sinne von IAS 19.29, jedoch stehen vom Versicherungsunternehmen keine ausreichenden Informationen zur Verfügung, um diesen Plan wie einen leistungsorientierten Plan zu bilanzieren. Die geleisteten Zahlungen werden daher im Sinne von IAS 19.30 als beitragsorientierter Plan sofort aufwandswirksam im Abschluss erfasst. Diese belaufen sich auf TEUR 396 (VJ TEUR 462). Per März 2009 besteht eine nach schwedischen Gesetzen berechnete Vermögensüberdeckung von 122% (VJ 141%) für alle Teilnehmer dieses gemeinschaftlichen Plans. Diese entspricht der Differenz aus den Versicherungsverpflichtungen und dem Marktwert des Vermögens, der entsprechend den von dem gemeinschaftlichen Plan zur Verfügung gestellten Informationen berechnet wurde.

Der Bilanzansatz der Nettoverpflichtung bzw. des Nettovermögens stellt sich wie folgt dar:

Nettoverpflichtung bzw. Nettovermögen

in TEUR 30. April 2009 30. April 2008
nicht über Fonds finanzierte Verpflichtung 25.820 26.472
über Fonds finanzierte Verpflichtung 110.904 117.238
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) 136.724 143.710
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -89.354 -107.948
In der Bilanz erfasste Nettoschuld 47.370 35.762

Die Pensionsrückstellung gliedert sich auf folgende Länder auf:

Nettoschuld

in TEUR 30. April 2009 30. April 2008
Deutschland 22.955 23.331
Schweden 2.865 3.141
Großbritannien 20.729 8.984
Sonstige 821 306
In der Bilanz erfasste Nettoschuld 47.370 35.762
2008/09 2007/08
in TEUR DBO Planvermögen DBO Planvermögen
30. April 2008 143.710 107.948 175.381 120.064
Währungsumrechnung -12.800 -11.348 -18.012 -15.083
Dienstzeitaufwand 2.459 0 3.069 0
Zinsaufwand bzw. (-ertrag) 8.097 7.156 8.704 8.369
Im Eigenkapital erfasster versicherungsmathematischer Verlust /
Gewinn
2.950 -16.967 -18.319 -7.445
Plankürzungen und -abgeltungen -1.908 0 0 0
Zahlungen -5.784 2.565 -7.113 2.043
30. April 2009 136.724 89.354 143.710 107.948

Die Überleitung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) sowie des Planvermögens vom Anfangsbestand auf den Endbestand zeigt sich wie folgt:

Das Planvermögen zum 30. April 2009 setzt sich zu 33% aus internationalen Aktien, zu 42% aus festverzinslichen Wertpapieren, zu 14% aus Alternative Investments und zu 11% aus liquiden Mitteln / Immobilien zusammen. Der tatsächliche Verlust aus dem Planvermögen beträgt TEUR 9.811 (VJ Ertrag TEUR 4.141).

Die Entwicklung der Barwerte der Pensionsverpflichtung und des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 30. April 2009 30. April 2008 30. April 2007 30. April 2006 30. April 2005
Barwert 136.724 143.710 175.381 190.840 188.483
Planvermögen -89.354 -107.948 -120.064 -120.920 -101.769
Unterdeckung 47.370 35.762 55.317 69.920 86.714

Die erfahrungsbedingten Anpassungen des Geschäftsjahres führten zu einer Verminderung des Barwertes der Pensionsverpflichtung von TEUR 440 (VJ Verminderung von TEUR 223). Erfahrungsbedingte Anpassungen sind jene versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die durch Abweichungen individueller personenbezogener Parameter zum Unterschied von den auf den Gesamtbestand anzuwendenden Parametern verursacht werden. Dies betrifft beispielsweise Gehaltsentwicklungen, Anzahl der Todesfälle, vorzeitige Pensionierungen sowie Austritte.

Die direkt im Eigenkapital verrechneten versicherungsmathematischen Verluste/Gewinne entwickelten sich wie folgt:

in TEUR 2008/09 2007/08
30. April 2008 20.119 34.159
Währungsumrechnung -2.597 -3.166
Versicherungsmathematischer Verlust / Gewinn 19.918 -10.874
30. April 2009 37.440 20.119

Im Geschäftsjahr wurden latente Steuern in Höhe von TEUR 5.848 (VJ TEUR 3.051) direkt im Eigenkapital erfasst.

Abfertigungsverpflichtungen Abfertigungsverpflichtungen

Dabei handelt es sich um die gesetzlich geregelte Verpflichtung, dem Dienstnehmer unter gewissen Voraussetzungen bei dessen Ausscheiden aus dem Unternehmen einen bestimmten Betrag zu bezahlen.

Die Verpflichtung gliedert sich auf folgende Länder:

in TEUR 30. April 2009 30. April 2008
Österreich 27.582 27.079
Frankreich 2.114 2.199
Italien 1.062 653
Abfertigungsverpflichtungen 30.758 29.931

Die Überleitung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) vom Anfangsbestand auf den Endbestand zeigt sich wie folgt:

in TEUR 2008/09 2007/08
30. April 2008 29.931 28.962
Konsolidierungskreisänderung 285 2
Dienstzeitaufwand 1.441 1.395
Zinsaufwand bzw. (-ertrag) 1.540 1.305
Im Eigenkapital erfasster versicherungsmathematischer Verlust / Gewinn 461 -24
Plankürzungen und -abgeltungen 0 0
Zahlungen -2.900 -1.709
30. April 2009 30.758 29.931

Die Entwicklung der Barwerte der Abfertigungsverpflichtung stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 30. April 2009 30. April 2008 30. April 2007 30. April 2006 30. April 2005
Barwert 30.758 29.931 28.962 28.361 25.293

Die erfahrungsbedingten Anpassungen des Geschäftsjahres führten zu einer Erhöhung des Barwertes der Verpflichtung von TEUR 490 (VJ Erhöhung von TEUR 469).

Im Geschäftsjahr wurden versicherungsmathematische Verluste von TEUR 461 (VJ Gewinne von TEUR 24) direkt im Eigenkapital verrechnet.

Im Geschäftsjahr wurden latente Steuern in Höhe von TEUR 115 (VJ TEUR 29) direkt im Eigenkapital erfasst.

Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer Andere langfristig fällige Leistungen Arbeitnehmer

Diese Verpflichtungen in Höhe von TEUR 9.814 umfassen die Rückstellungen für Jubiläumsgelder und Altersteilzeitregelungen in Österreich und Deutschland, Sonderurlaub in Australien sowie Rückstellungen für ein gesetzlich vorgeschriebenes Gewinnbeteiligungsmodell als auch Bonuszahlungen für langjährige Betriebszugehörigkeit in Frankreich.

Die erfahrungsbedingten Anpassungen des Geschäftsjahres führten zu einer Erhöhung der Verpflichtung von TEUR 26 (VJ Erhöhung von TEUR 115).

Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand betrifft ausschließlich die Veränderungen der Altersteilzeitverpflichtungen der deutschen Gesellschaften.

2.5.5.17 Beitragsorientierte Verpflichtungen

An beitragsorientierten Zahlungen für diverse Versorgungspläne wurden in verschiedenen Konzerngesellschaften im Berichtsjahr TEUR 4.128 (VJ TEUR 4.220) geleistet. Darunter fällt auch die in Österreich geltende "Abfertigung-NEU"-Regelung.

2.5.5.18 Übrige Verbindlichkeiten

Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten verteilen sich wie folgt:

in TEUR 30. April 2009 30. April 2008
Urlaubs- und Gleitzeitguthaben / Sonderzahlungen Personal 39.298 43.665
Verbindlichkeiten gegenüber Personal 10.032 7.749
Sonstige Steuern 13.403 12.724
Sozialversicherungen 5.399 5.606
Erhaltene Anzahlungen 11.903 10.061
Zinsabgrenzungen 396 1.232
Passive Erlösabgrenzungen 1.839 2.107
Derivate (Hedge Accounting) 2.307 0
Derivate des Handelsbestandes 2.302 396
Zoll 1.303 1.805
Sonstige Verbindlichkeiten 9.400 7.784
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 97.582 93.129

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Aufwandsabgrenzungen und kreditorische Debitoren, welche keine Finanzinstrumente darstellen.

Im Unterschied zum Vorjahr, in dem ein Teil der Derivate (TEUR 357) in den kurzfristigen Finanzschulden enthalten waren, werden im Geschäftsjahr 2008/09 sämtliche Derivate mit negativem Marktwert einheitlich in den übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

2.5.6 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Für die Ermittlung des Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit wurde die indirekte Methode angewandt, wobei das Betriebsergebnis um Auswirkungen – in Übersteinstimmung mit den wesentlichen unbaren Bewegungen gemäß IAS 14 (Segmentberichterstattung) - von nicht zahlungswirksamen Geschäftsvorfällen (z.B. Abschreibungen und Amortisierungen) sowie um Ertrags- und Aufwandsposten, die dem Investitions- oder Finanzierungsbereich zuzurechnen sind, berichtigt wird.

In den Abschreibungen und Amortisierungen sind neben der laufenden Abschreibung (TEUR 42.666) Wertminderungen von Anlagevermögen (TEUR 10.358) enthalten. Die Wertminderungen von Anlagevermögen werden im Kapitel 2.5.4.3 erläutert.

Die im Eigenkapital erfassten Beträge gemäße IAS 19 und IAS 21 sind im Cashflow bei den Veränderungen der jeweiligen Bilanzpositionen ausgewiesen.

Der Cashflow aus dem operativen Geschäft sank im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 41.813. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus dem geringeren Betriebsergenbis, welches im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielt werden konnte. Die Verbesserung des Working Capital ist hauptsächlich auf die Veräußerungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in England im Rahmen eines Factoringvertrages zurückzuführen. Weiters hat sich der Stand der Forderungen und Verbindlichkeiten aufgrund der angespannten Marktlage verringert.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit liegt um TEUR 12.222 über dem Vergleichswert des Vorjahres. Diese Veränderung resultiert vor allem aus den Akquisitionstätigkeiten während des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie aus höheren Erlösen aus Anlagenverkäufen im Vorjahr.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten enthält die im August erfolgte Dividendenausschüttung in Höhe von TEUR 31.255 sowie den Erwerb eigener Aktien in Höhe von TEUR 17.333.

Der Finanzmittelfonds beinhaltet Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Letztere dienen dazu, kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Sie unterliegen nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken und haben eine Restlaufzeit - gerechnet vom Erwerbszeitpunkt - von nicht mehr als drei Monaten. Verbindlichkeiten gegenüber Banken aus Kontokorrentkrediten werden den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zugerechnet, da sie einen integralen Bestandteil der Zahlungsmitteldisposition des Konzerns darstellen.

Die Bankguthaben, Sichteinlagen bei Banken und sonstigen Finanzmittel sind in der Bilanz unter der Position "Liquide Mittel" ausgewiesen. Die Kontokorrent-Kredite sind in der Bilanz unter den kurzfristigen Finanzschulden (Zeile Working Capital-Kredite) ausgewiesen.

Die Bilanzposition "Liquide Mittel" enthält darüber hinaus noch die oben erwähnten Bankguthaben, über die nicht frei verfügt werden kann sowie kleinere Guthaben, welche eine Laufzeit von über 3 Monaten aufweisen. Beide Positionen sind nicht Bestandteil des Finanzmittelfonds.

Überleitung Finanzmittelfonds

in TEUR 30. April 2009 30. April 2008
Liquide Mittel 69.008 87.678
nicht frei verfügbar -412 -624
Kontokorrent-Kredite -12.643 -891
Finanzmittelfonds 55.953 86.163

2.5.7 Erläuterungen zur Eigenkapitalveränderungsrechnung

Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt EUR 111.760.860,00 und ist in 44.704.344 zur Gänze einbezahlte auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien mit einem anteiligen Wert am Grundkapital von EUR 2,5 pro Aktie unterteilt. Die Aktien werden im Prime Market an der Wiener Börse gehandelt. Das Börsenkürzel lautet ZAG, die internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) der Zumtobel AG lautet AT 0000837307. Es gibt keine Aktien mit besonderen Vorzugs- oder Kontrollrechten. Zum 30. April 2008 waren 44.592.163 Aktien im Umlauf. Aufgrund des Beschlusses des Vorstands vom 29. Juli 2008, auf Basis der vom selben Tag resultierenden Ermächtigung der Hauptversammlung nach Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien in einem Ausmaß von bis zu 10 % des Grundkapitals zu erwerben, wurden im Geschäftsjahr 1.943.555 eigene Aktien zu einem Durchschnittskurs von EUR 8,9 erworben. Im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogrammes wurden 64.625 Optionen ausgeübt, sodass die Gesellschaft zum 30. April 2009 über 1.991.111 eigene Aktien im Bestand verfügt. Zum 30. April 2009 befinden sich 42.713.233 Aktien im Umlauf.

In der Hauptversammlung vom 7. April 2006 wurde der Vorstand unter Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft innerhalb von 5 Jahren um bis zu EUR 31.425.000,- durch Ausgabe von bis zu 12.570.000 Stück neue auf Inhaber lautende Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100% des anteiligen Betrages am Grundkapital auf bis zu EUR 123.448.360,- gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes Kapital). Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien ist ausgeschlossen. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen. Aufgrund bereits durchgeführter Kapitalerhöhungen verbleibt zum 30. April 2009 noch eine Ermächtigung von EUR 11.687.500,00 bzw. 4.675.000 Aktien.

Der Vorstand ist weiters ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 7. April 2006 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch – allenfalls in mehreren Tranchen – eine bedingte Kapitalerhöhung zur Einräumung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens um bis zu EUR 3.312.840 durch Ausgabe von bis zu 1.325.136 neue, auf Inhaber lautende Stückaktien gegen Bareinlage zu beschließen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes bedingtes Kapital). Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten bedingten Kapital ergeben, zu beschließen. In Konkretisierung des Grundsatzbeschlusses hat der Vorstand am 20. Februar 2008 mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom 14. März 2008 beschlossen, eine bedingte Kapitalerhöhung im Ausmaß von EUR 607.500 durch Ausgabe von bis zu 243.000 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien durchzuführen. Dies insoweit, als die berechtigten Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes von ihrem Bezugsrecht Gebrauch machen. Bisher hat noch keine der berechtigten Personen vom Bezugsrecht Gebrauch gemacht.

Betreffend Aktienoptionsprogramm und Ausübungen siehe Kapitel 2.5.5.13.

In der Hauptversammlung am 29. Juli 2008 wurde die Ausschüttung einer Dividende von 0,70 EUR je Aktie beschlossen. Am 4. August 2008 wurden TEUR 31.255 an die Aktionäre der Zumtobel AG ausgeschüttet.

Die erfolgsneutralen Währungsdifferenzen resultieren aus der Differenz des zum Erstkonsolidierungsstichtag vorliegenden historischen Umrechnungskurses und des aktuellen Stichtagskurses am Bilanzstichtag der nicht in Euro berichtenden Gesellschaften sowie aus der Differenz der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem monatlichen Durchschnittskurs und dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag.

Die Währungsdifferenzen aus Darlehen von TEUR 10.295 betreffen die Bewertung von Konzernfinanzierungen mit langfristigem Charakter, welche gemäß IAS 21.15 als Nettonivestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe zu qualifizieren sind. Diese Bewertungsergebnisse sind als separater Posten im Eigenkapital auszuweisen.

Die Eigenkapitalveränderungen aus der Anwendung des Hedge Accounting ergeben sich aus erfolgsneutral gebuchten Marktwertveränderungen von bestehenden Derivatkontrakten sowie aus erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung zurückgebuchten Beträgen aufgrund von ausgeübten bzw. realisierten Kontrakten und den darauf entfallenden latenten Steuern. Die Hedge Reserve entwickelt sich wie folgt:

in TEUR 30. April 2009 30. April 2008
Anfangsbestand 85 -678
Veränderung -2.176 1.062
Latente Steuern 568 -299
Endbestand -1.523 85

Betreffend IAS 19 versicherungsmathematische Verluste siehe Kapitel 2.5.5.16.

Aus den Gewinnrücklagen und dem Konzernergebnis kann maximal jener Betrag an die Aktionäre ausgeschüttet werden, der unter dem Posten "Bilanzgewinn" im nach österreichischen Unternehmensrecht aufgestellten Einzelabschluss der Zumtobel AG ausgewiesen ist (TEUR 29.153; VJ TEUR 60.266).

Eigenkapitalmanagement

Die grundsätzlichen Ziele unseres Eigenkapitalmanagements sind die Sicherstellung der Unternehmensfortführung, eine adäquate Verzinsung des Eigenkapitals und eine unter den Restriktionen des erstgenannten Ziels möglichst kontinuierliche Dividendenpolitik mit einer Payout-Ratio von 30 – 50% des Konzernergebnisses. Für das Geschäftsjahr 2008/09 haben Vorstand und Aufsichtsrat zur Sicherung von Liquidität und Eigenkapital beschlossen, eine Aussetzung der Dividendenzahlung vorzuschlagen. Die Steuerung des Eigenkapitals erfolgt anhand der Kennzahl Gearing. Das Gearing wird dabei definiert als Verhältnis der Netto-Finanzschulden (langund kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich der liquiden Mittel und der Wertpapiere) und des Eigenkapitals gemäß der Konzernbilanz. Als Instrumente der Steuerung dienen in erster Linie die Aufnahme oder Rückführung von Finanzschulden sowie die Stärkung der Eigenkapitalbasis durch Gewinnthesaurierung oder Anpassung der Dividendenzahlungen. Für das Gearing wird kein zahlenmäßig konkretes Ziel vorgegeben, mittelbar soll jedoch die Nettoverschuldung nicht mehr als 100% betragen. Für das Geschäftsjahr 2008/09 beträgt das Gearing 35,9% (VJ 25,1%)

2.5.8 Angaben zu Finanzinstrumenten

2.5.8.1 Kategorien von Finanzinstrumenten gemäß IAS 39

Die bei der Zumtobel Gruppe eingesetzten Finanzinstrumente teilen sich wie folgt auf die Kategorien des IAS 39 auf:

Erläuterung der Bewertungskategorien:

  • at FV/P&L zum Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung bewertet (at Fair Value in P&L)

  • HFT Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (Held for Trading)

  • HTM Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinstrumente (Held to Maturity)

  • AFS Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available for Sale)

  • L&R Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)

  • Hedge Accounting Absicherungsgeschäfte

  • Cash Liquide Mittel

  • at amortised cost bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)

Daneben sind in verschiedenen Bilanzposten noch Vermögenswerten und Schulden enthalten, welche kein Finanzinstrument gemäß IAS 32 darstellen (Non-FI). Darunter fallen beispielsweise Rechnungsabgrenzungen, debitorische Kreditoren, Sozialversicherungs- oder Steuerzahlungen.

Der Marktwert der kurzfristigen Finanzinstrumente entspricht aufgrund ihrer Fristigkeit dem Buchwert. Da die Verzinsung sämtlicher Darlehen von Kreditinstituten per 30. Juni 2008 auf variable Verzinsung umgestellt wurde, entspricht der Buchwert der langfristigen Finanzschulden ebenso dem Marktwert.

Es gibt keine zum Zeitwert über die Gewinn- und Verlustrechnung bewerteten aktiven Finanzinstrumente.

Geschäftsjahr 200 2008 2008/09

Aktiva

Buchwert Marktwert HFT HTM AFS L&R Hedge Cash Non-FI
in TEUR Accounting
Übrige langfristige Forderungen &
Vermögenswerte
15.436 15.436 0 0 0 11.343 0 0 4.093
Langfristige Finanzanlagen 624 624 0 11 613 0 0 0 0
Wertpapiere und Wertrechte 624 0 11 613 0 0 0 0
Übrige kurzfristige Forderungen &
Vermögenswerte
37.946 37.946 6.711 0 49 7.517 287 0 23.382
Positive Marktwerte aus
Derivaten des Handelsbestandes
6.540 6.540 0 0 0 0 0 0
Positive Marktwerte aus
Derivaten (Hedge Accounting)
287 0 0 0 0 287 0 0
Sonstige 31.119 171 0 49 7.517 0 0 23.382
Kurzfristige Finanzanlagen 21 21 0 9 0 12 0 0 0
Forderungen aus Lieferungen &
Leistungen
169.378 169.378 0 0 0 169.378 0 0 0
Liquide Mittel 69.008 69.008 0 0 0 0 0 69.008 0
Summe 292.413 292.413 6.711 20 662 188.250 287 69.008 27.475

Passiva

Buchwert Marktwert at FV/P&L at amortised Hedge Non-FI
in TEUR cost Accounting
Langfristige Finanzschulden 215.600 215.600 0 215.600 0 0
Darlehen und Ausleihungen 196.138 0 196.138 0 0
Finanzierungsleasing 19.462 0 19.462 0 0
Übrige langfristige
Verbindlichkeiten
84 84 0 0 0 84
Kurzfristige Finanzschulden 16.886 16.886 0 16.886 0 0
Darlehen und Ausleihungen 16.703 0 16.703 0 0
Finanzierungsleasing 183 0 183 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
& Leistungen
109.895 109.895 0 109.895 0 0
Übrige kurzfristige
Verbindlichkeiten
97.582 97.582 2.302 944 2.307 92.029
Negative Marktwerte aus
Derivaten des Handelsbestandes
2.302 2.302 0 0 0
Negative Marktwerte aus
Derivaten (Hedge Accounting)
2.307 0 0 2.307 0
Sonstige 92.973 0 944 0 92.029
Summe 440.047 440.047 2.302 343.325 2.307 92.113

Geschäftsjahr 2007/08 2007/08

Aktiva

Buchwert Marktwert HFT HTM AFS L&R Hedge Cash Non-FI
in TEUR Accounting
Übrige langfristige Forderungen &
Vermögenswerte 5.338 5.338 0 0 0 1.288 0 0 4.050
Langfristige Finanzanlagen 15.604 15.604 0 23 2.074 13.507 0 0 0
Wertpapiere und Wertrechte 15.604 0 23 2.074 13.507 0 0 0
Übrige kurzfristige Forderungen &
Vermögenswerte 28.750 28.750 876 0 0 7.091 0 0 20.783
Positive Marktwerte aus Derivaten
des Handelsbestandes 876 876 0 0 0 0 0 0
Sonstige 27.874 0 0 0 7.091 0 0 20.783
Kurzfristige Finanzanlagen 497 497 306 7 5 34 145 0 0
Wertpapiere und Wertrechte 46 0 7 5 34 0 0 0
Positive Marktwerte aus Derivaten
des Handelsbestandes 306 306 0 0 0 0 0 0
Positive Marktwerte aus Derivaten
(Hedge Accounting) 145 0 0 0 0 145 0 0
Forderungen aus Lieferungen &
Leistungen 225.113 225.113 0 0 0 225.113 0 0
Liquide Mittel 87.678 87.678 0 0 0 0 0 87.678 0
Summe 362.980 362.980 1.182 30 2.079 247.033 145 87.678 24.833

Passiva

Buchwert Marktwert at FV/P&L at amortised Hedge Non-FI
in TEUR cost Accounting
Langfristige Finanzschulden 211.631 211.631 0 211.631 0 0
Darlehen und Ausleihungen 211.625 0 211.625 0 0
Finanzierungsleasing 6 0 6 0 0
Übrige langfristige Verbindlichkeiten 1.012 1.012 0 0 0 1.012
Kurzfristige Finanzschulden 5.024 5.024 357 4.667 0 0
Darlehen und Ausleihungen 4.663 0 4.663 0 0
Finanzierungsleasing 4 0 4 0 0
Negative Marktwerte aus
Derivaten des Handelsbestandes 357 357 0 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen &
Leistungen 144.326 144.326 0 144.326 0 0
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 93.129 93.129 396 0 0 92.733
Negative Marktwerte aus
Derivaten (Hedge Accounting) 396 396 0 0 0
Sonstige 92.733 0 0 0 92.733
Summe 455.122 455.122 753 360.624 0 93.745

2.5.8.2 Ergebnisse aus Finanzinstrumenten nach Bewertungskategorie IAS 39

in TEUR 2008/09 2007/08
Nettogewinne oder -verluste -5.980 -13.771
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Finanzinstrumente -5.125 -7.329
Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente -729 -6.634
Zum Zeitwert über die GuV bewertet -126 192
Zinsaufwand -22.638 -22.595
Zinsaufwendungen aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten -22.592 -22.560
Zinsaufwendungen aus zu Handelszwecken gehaltenen Finanzinstrumenten -46 -35
Zinsertrag 2.116 4.441
Zinserträge aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten Finanzinstrumenten 1.925 4.209
Zinserträge aus Hedge Accounting 191 232
Minderungsverluste aus Kredite und Forderungen 9.448 9.358

Die übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträge (TEUR -8.810) beinhalten neben dem Nettoergebnis (TEUR -5.980) noch die Zinskomponente gemäß IAS 19 abzüglich Erträge aus Planvermögen (TEUR -2.830).

Die Nettoergebnisse sowie die Gesamtzinsaufwendungen und –erträge sind im Finanzergebnis ausgewiesen, während die Minderungsverluste im operativen Ergebnis erfasst sind.

2.5.9 Angaben zum Risikomanagement

Aufgrund der Verwendung von Finanzinstrumenten ist die Gruppe insbesondere folgenden Risiken ausgesetzt:

  • Kreditrisiko

  • Liquiditätsrisiko

  • Marktrisiko

Das Risikomanagement ist durch Konzernrichtlinien geregelt. Der Vorstand ist für die Erstellung und Überwachung des konzernweit gültigen Risikomanagements verantwortlich. Eine detaillierte Beschreibung von weiteren finanziellen und nicht-finanziellen Risken sowie des Risikomanagements findet man im Lagebericht unter Kapitel 1.12.

2.5.9.1 Kreditrisiko

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Da keine generellen Aufrechnungsvereinbarungen mit den Kunden bestehen, stellt die Gesamtheit der bei den Aktiva ausgewiesenen Beträgen gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar. Da bei den Kunden und Kreditinstituten auf breite Streuung geachtet wird, ist das Bonitäts- und Ausfallsrisiko als gering anzusehen. Im Geschäftsjahr 2008/09 betrugen die Forderungsverluste im Konzern, wie auch im Vorjahr, unter 0,1% vom Jahresumsatz. Im Geschäftsahr 2008/09 erfolgte 16% (VJ 18%) des Konzernumsatzes mit den 10 größten Kunden.

Darüber hinaus besteht eine konzernweite Kreditversicherung für bestimmte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, um potentiellen Ausfallsrisiken entgegenzuwirken, wobei jeder neue Kunde, ab einem Saldo von TEUR 100, der Kreditversicherung angedient wird. Kundenspezifische interne Kreditlimits werden je nach Höhe von unterschiedlichen Führungsebenen im Konzern freigegeben.

Die Wertberichtigung zu den Forderungen aus Lieferungen & Leistungen aufgrund von tatsächlichen Fällen oder Erfahrungswerten hat sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 30. April 2009 30. April 2008
Anfangsbestand 8.569 9.566
Dotierung 4.344 1.748
Verbrauch -527 -1.247
Auflösung -3.831 -1.498
Endbestand 8.555 8.569

Für eventuelle Forderungsausfälle wurden Einzelwertberechtigungen vorgenommen. Die Einzelwertberichtigung erfolgt je nach Klassifikation in zweifelhafte und nicht-zweifelhafte Forderungen. Nicht-zweifelhafte Forderungen, die seit über 60 Tagen fällig sind, werden je nach Fälligkeit zwischen 20 und 50% wertberichtigt. Zweifelhafte Forderungen werden grundsätzlich um mindestens 60% wertberichtigt. Zudem wird eine 1%ige Wertberichtigung in Höhe von TEUR 930 (VJ TEUR 1.092) vorgenommen, um Forderungsverluste abzudecken, welche zwar eventuell bereits entstanden, aber noch nicht bekannt sind. Versicherte Forderungen werden aus der Basis für die Berechnung der Wertberichtigungen ausgenommen.

Die Alterstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

30. April 2009 30. April 2008
Buchwert Wert Buchwert Wert
in TEUR berichtigungen berichtigungen
Noch nicht fällig 152.111 1.049 210.748 123
Überfällig 1-60 Tagen 17.087 597 19.264 381
Überfällig 61-90 Tagen 4.015 436 2.717 300
Überfällig 91-180 Tagen 2.298 540 2.222 698
Überfällig > 180 Tagen 8.443 5.933 9.808 7.067
Summe 183.954 8.555 244.759 8.569

Forderungen in Höhe von TEUR 16.918 (VJ TEUR 18.883) sind überfällig (1-60 Tage) aber nicht wertgemindert. Alle anderen überfälligen Forderungen sind wertgemindert. In den Lieferforderungen zum Nennwert sind zweifelhafte Forderungen in Höhe von TEUR 6.592 (VJ TEUR 6.345) enthalten, davon sind TEUR 6.083 (VJ TEUR 5.694) seit mehr als 180 Tagen überfällig und mit TEUR 4.931 (VJ EUR 5.029) wertberichtigt.

Liquide Mittel, Wertpapiere des Anlagevermögens, Derivate und sonstige Finanzanlagen

Die Gruppe minimiert ihr Kreditrisiko, indem sie kurzfristige Anlagen nur bei systemrelevanten Banken investiert.

>> Aushaftendes Kreditrisiko

Das maximale Risiko besteht aus dem Buchwert der Finanzinstrumente und betrug per 30. April 2009 TEUR 264.938 (VJ TEUR 338.147). Dieser Betrag setzt sich vor allem aus den Posten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie liquiden Mitteln zusammen.

2.5.9.2 Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiko ist das Risiko der Zumtobel Gruppe, ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht zeitgerecht bzw. nicht in voller Höhe nachkommen zu können. Zur Sicherung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit hält die Zumtobel Gruppe einerseits Liquidität in Form von mehrheitlich täglich verfügbaren Bankguthaben vor, um erwartete betriebliche Aufwendungen und finanzielle Verbindlichkeiten bedienen zu können. Sie verfügt andererseits über umfangreiche Betriebsmittelkreditlinien, um Liquiditätsschwankungen auszugleichen, die sowohl während eines Monats als auch im Jahresfortgang aufgrund der Saisonalität im Geschäftsverlauf auftreten. Daher bestehen keine wesentlichen Liquiditätsrisiken im Bereich der kurzfristigen Finanzierung.

Zum Bilanzstichtag 30. April 2009 stehen der Gruppe neben der langfristigen Konsortialfinanzierung (siehe 2.5.5.14) kurzfristige unbesicherte Kontokorrentkreditlinien in Höhe von insgesamt TEUR 147.056 zur Verfügung. Die Verzinsung hängt von den lokalen Marktgegebenheiten ab und entspricht den landesüblichen Konditionen.

Die zum 30. April 2009 ausgewiesenen Verbindlichkeiten werden zu folgenden zukünftigen Zahlungen (Tilgungen und Zinsen) führen:

30. April 2009

Künftige Zahlungen
in TEUR Buchwert Summe < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Finanzschulden 232.486 270.659 22.650 210.486 37.523
Darlehen von Kreditinstituten 195.511 205.916 5.663 200.253 0
Darlehen der öffentlichen Hand 4.140 4.352 1.997 2.355 0
Ausleihungen von sonstigen Dritten 636 636 468 168 0
Finanzierungsleasing 19.645 47.201 1.968 7.710 37.523
Working Capital-Kredite 12.554 12.554 12.554 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 109.895 109.895 109.895 0 0
Übrige Verbindlichkeiten 97.666 97.872 96.686 1.186 0
Derivate des Handelsbestandes 2.302 2.484 2.484 0 0
Derivate (Hedge Accounting) 2.307 2.331 1.229 1.102 0
Sonstige Finanzinstrumente 944 944 944 0 0
Verbindlichkeiten Non FI 92.113 92.113 92.029 84 0
Aushaftende Verbindlichkeiten 440.047 478.426 229.231 211.672 37.523

30. April 2008

Künftige Zahlungen
in TEUR Buchwert Summe < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Finanzschulden 216.655 236.243 16.712 212.217 7.314
Darlehen von Kreditinstituten 209.441 228.715 14.353 208.134 6.228
Darlehen der öffentlichen Hand 4.119 4.278 709 3.471 98
Ausleihungen von sonstigen Dritten 963 963 449 514 0
Finanzierungsleasing 10 10 4 6 0
Schuldverschreibungen 965 1.103 23 92 988
Working Capital-Kredite 800 800 800 0 0
Derivate (Hedge Accounting) 357 374 374 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 144.326 144.326 144.326 0 0
Übrige Verbindlichkeiten 94.141 94.141 93.129 1.012 0
Derivate (Hedge Accounting) 396 414 414 0 0
Verbindlichkeiten Non FI 93.745 93.727 92.715 1.012 0
Aushaftende Verbindlichkeiten 455.122 474.710 254.167 213.229 7.314

2.5.9.3 Marktrisiko

Unter Marktrisiko wird das Risiko verstanden, welches aufgrund von Marktpreisänderungen in fremden Währungen sowie aufgrund von Veränderungen von Zinssätzen und Rohstoffpreisen entsteht und geeignet ist, das Ergebnis der Gruppe und den Marktwert der eingesetzten Finanzinstrumente negativ zu beeinflussen. Die Zielsetzung des Marktrisiko-Managements ist es, die vorhandenen Risiken zu beurteilen und, soweit wie möglich, wirtschaftlich sinnvoll unter Anwendung geeigneter Maßnahmen zu minimieren.

Um diese Risiken abzusichern, setzt die Zumtobel Gruppe teilweise derivative Finanzinstrumente ein. Alle Derivatgeschäfte werden ausschließlich mit systemrelevanten Banken abgeschlossen, um das Bonitätsrisiko aus den Kurssicherungsgeschäften möglichst gering zu halten. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten erfolgt gemäß den vom Aufsichtsrat genehmigten Richtlinien.

Die zuletzt gültige Hedging Policy aus dem Jahr 2005 wurde im Januar 2009 überprüft und überarbeitet. Die wesentlichen Änderungen betreffen die zeitliche Reichweite der Sicherungsgeschäfte und den Zeitpunkt der Entscheidungsfindung zum Abschluss von Sicherungsgeschäften. Grundsätzlich werden geplante Cash Flows, die Marktpreisänderungsrisiken aus Währungskurs- oder Rohstoffpreisänderungen unterliegen, rollierend für einen Zeithorizont von zwei bis drei Quartalen durch geeignete Sicherungsgeschäfte abgesichert. Durch diese Methodik verfügt das Unternehmen über einen relativ konstanten Hedge-Bestand, das FX-Exposure wird dadurch geglättet.

ZinsänderuZinsänderu Zinsänderungsrisiko Zinsänderungsrisikongsrisikongsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko ist die mögliche Wertschwankung eines Finanzinstrumentes aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes. Ein Zinsänderungsrisiko liegt vor allem bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von über einem Jahr vor. Im operativen Bereich sind diese Laufzeiten nicht von materieller Bedeutung, können jedoch bei Finanzanlagen und Finanzschulden eine Rolle spielen.

Der derzeit unter der Akquisitionsfinanzierung aushaftende Betrag von 186 Mio EUR hat aufgrund der Laufzeit bis 13. Juni 2013 langfristigen Charakter, referenziert jedoch auf eine variablen Verzinsung. Um das hieraus resultierende Zinsänderungsrisiko zu verringern, wurde mit einer Bank ein Zins-Swap (Interest Rate Swap) für ein Volumen von EUR 62 Mio – somit ein Drittel des derzeit aushaftenden Kreditvolumens – abgeschlossen, so dass die variable Verzinsung in eine Fixzinszahlung von 3,35% getauscht wird. Die Laufzeit des Zins-Swap sowie Zahlungstermine und Feststellungstermine für die zu erhaltenden variablen Zahlungen stimmen mit denen der Akquisitionsfinanzierung in hohem Maße überein, so dass keine Ineffektivitäten außerhalb der anzuwendenen Bandbreite von 80 bis 120 Prozent bestehen. Daher qualifiziert sich der Zins-Swap gemäß IAS 39 für "Hedge Accounting", so dass Bewertungseffekte im Eigenkapital erfasst werden:

Währung Nominal in Tsd. Landeswährung Marktwert in TEUR 2008/09
EUR 62.000 -2.307

Die zum 30. April 2008 ausgewiesenen Zinssicherungsgeschäfte wurden im Geschäftsjahr 2008/09 erfolgswirksam aufgelöst.

Währung Nominal in Tsd. Landeswährung Marktwert in TEUR 2007/08
EUR 13.690 145

>> Aushaftendes Zinsänderungsrisiko

Zum Bilanzstichtag stellt sich die Aufteilung der verzinslichen Finanzinstrumente nach fester und variabler Verzinsung wie folgt dar:

in TEUR 30. April 2009 30. April 2008
Finanzschulden -46.486 -190.427
Fest verzinste Finanzinstrumente -46.486 -190.427
Finanzanlagen 645 13.530
Liquide Mittel 69.008 87.678
Finanzschulden -186.000 -26.228
Variabel verzinste Finanzinstrumente -116.347 74.980
Summe -162.832 -115.447

Im Rahmen der Refinanzierung der Akquisitionsfinanzierung im Juni 2008 wurde die Verzinsung vom fixen auf den variablen Verfahrenszinssatz der Oesterreichiche Kontrollbank AG umgestellt.

Zinserhöhungen – insbesondere in EUR – können sich zu Lasten des Finanzergebnisses auswirken und den Durchschnittszinssatz erhöhen.

>> Sensitivitätsanalyse

Bei den variabel verzinsten Instrumenten würde eine Änderung von 100 Basispunkten zu einer Veränderung des Zinsergebnisses in der GuV von TEUR 1.199 (VJ TEUR 671) führen. Aufgrund der Tatsache, dass die fest verzinsten Finanzschulden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, hat eine Veränderung des Zinsniveaus keine Auswirkung auf die GuV und das Eigenkapital.

Für den zur Zinssicherung abgeschlossenen Zinsswap würde eine Änderung von 100 Basispunkten einen gegenläufigen Eigenkapitaleffekt von TEUR 475 ergeben.

Währungsänderungsrisiko

Die meisten derivativen Währungssicherungsinstrumente haben zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Gruppe setzt überwiegend Devisenterminkontrakte mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr ein, daneben, wenn erforderlich, auch alternative Instrumente wie Optionen. Translationsrisiken werden nicht abgesichert.

Die Hauptwährungen im Konzern sind EUR, GBP, USD (sowie die an den USD gebundenen asiatischen Währungen), AUD und CHF. Der Großteil der europäischen Produktionsgesellschaften fakturiert in EUR und GBP.

Da das Fremdwährungsexposure aus generellen Planungsannahmen ermittelt wird und nicht auf konkret bestimmbaren Einzelverträgen, können die Voraussetzungen für Hedge Accounting grundsätzlich nicht erfüllt werden. Lediglich für einen einzelnen fest vereinbarten langfristigen Einkaufskontrakt für Komponenten auf USD-Basis konnten Devisenterminkontrakte auf den zugrundeliegenden Zahlungsplan abgeschlossen und die Qualifizierung für Hedge Accounting (positiver Marktwert zum 30. April 2009 TEUR 287) dargestellt werden.

>> Sensitivitätsanalyse

Die folgenden Angaben beschreiben aus Konzernsicht die Sensitivität eines Anstiegs des EUR gegenüber der Fremdwährung. Dabei werden alle zum Bilanzstichtag ausgewiesenen Finanzinstrumente (inklusive konzerninterne Finanzinstrumente) in die Berechnung miteinbezogen.

Finanzinstrumente in den jeweiligen funktionalen Währungen der nicht im EUR-Raum ansässigen Tochtergesellschaften stellen kein Risiko dar und fließen somit nicht in die Sensitivitätsanalyse mit ein.

Eine zehnprozentige Auf- bzw. Abwertung des Euros gegenüber der jeweiligen Währung zum 30. April 2009 hätte das Ergebnis nach Steuern sowie das Eigenkapital unter Berücksichtigung der wesentlichsten Fremdwährungspaare wie folgt beeinflusst. Die Effekte im Eigenkapital betreffen langfristige konzerninterne Darlehen.

EUR Aufwertung um + 10% EUR Abwertung um - 10%
in TEUR GuV Eigenkapital GuV Eigenkapital
EUR-GBP 1.557 4.477 -1.557 -4.477
EUR-SEK 426 2.993 -426 -2.993

Die folgende Tabelle veranschaulicht den Effekt aus Derivaten bei einer Kursveränderung von +/- 10%.

in TEUR Marktwert EUR
Aufwertung
um + 10%
EUR
Abwertung
um - 10%
EUR - GBP 2.639 -6.624 6.772
EUR - CHF 232 -1.401 1.286
EUR - AUD -996 -1.308 1.423
EUR - USD 2.061 4.034 -4.054
EUR - SEK -150 -532 485

Neben den Derivaten mit echtem Absicherungscharakter (definierter "Worst Case" vorhanden) wurden als Beimischung Kursoptimierungsinstrumente für EUR - AUD und EUR - GBP abgeschlossen. Diese hatten zum Bilanzstichtag einen negativen Marktwert von TEUR 80. Das negative Risikopotential wird mit TEUR 2.566 bis zum Ende der Laufzeit der Kontrakte im April 2010 beurteilt.

2.5.10 Segmentberichterstattung

2.5.10.1 Segment Geschäftsbereiche

Für die Zumtobel Gruppe stellen die Geschäftsbereiche die primären Segmente dar. Die Geschäftsbereiche bestehen aus den Teilkonzernen "Lighting Segment" (vormals "Zumtobel Lighting Division" - Lichtlösungen, Leuchten für die Innen- und Außenraumbeleuchtung und elektronisch-digitale Licht- und Raummanagementsysteme) sowie "Components Segment" (vormals "TridonicAtco Division" - elektronische und magnetische Lichtkomponenten). Die Verrechnung von Lieferungen und Leistungen zwischen den Geschäftsbereichen erfolgt zu marktüblichen Konditionen.

Als Segmentvermögen und –schulden wurden den Geschäftssegmenten das direkt zuordenbare Sachanlagevermögen, das immaterielle Vermögen und das Working Capital (ohne Zinsabgrenzungen, Steuerforderungen und –verbindlichkeiten) zugeordnet.

Nicht den Geschäftssegmenten zuordenbares Vermögen und Schulden und die daraus resultierenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie segmentübergreifend genutztes Sachanlagevermögen, Finanzverbindlichkeiten und Steuern werden in der Spalte "Sonstige und Konsolidierung" ausgewiesen.

Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 1.584 betrifft mit TEUR 20 den Geschäftsbereich "Components Segment" und mit TEUR 1.564 den Geschäftsbereich "Lighting Segment". Das restliche Finanzergebnis sowie die Steuern sind keinem Geschäftsbereich zugeordnet.

Lighting Segment
Components Segment
Sonstige & Konsolidierung Konzern
in TEUR 2008/09 2007/08 2006/07 2008/09 2007/08 2006/07 2008/09 2007/08 2006/07 2008/09 2007/08 2006/07
Nettoumsätze 871.380 948.872 921.894 365.763 400.400 378.891 -63.137 -66.933 -66.835 1.174.006 1.282.338 1.233.951
Außenerlöse 870.456 948.405 921.788 302.672 333.001 311.861 878 932 302 1.174.006 1.282.338 1.233.951
Innenerlöse 924 466 106 63.091 67.399 67.030 -64.015 -67.865 -67.137 0 0 0
Betriebsergebnis 31.899 82.164 77.105 37.945 46.836 39.695 -12.819 -7.140 -2.266 57.025 121.859 114.534
Investitionen 41.344 41.058 31.886 23.108 22.332 21.510 278 2.623 928 64.730 66.013 54.324
Abschreibungen -25.390 -24.257 -25.758 -15.654 -16.891 -21.023 -1.622 1.879 4.423 -42.666 -39.270 -42.357
in TEUR 30. April
2009
30. April
2008
30. April
2007
30. April
2009
30. April
2008
30. April
2007
30. April
2009
30. April
2008
30. April
2007
30. April
2009
30. April
2008
30. April
2007
Vermögen 698.053 754.848 728.292 204.661 233.295 242.104 151.158 117.805 174.983 1.053.872 1.105.948 1.145.379
Schulden 277.189 281.339 293.825 74.328 96.774 102.283 246.375 213.635 307.681 597.892 591.748 703.789
Mitarbeiter
(Vollzeitkräfte)
5.167 5.670 5.394 1.745 1.926 1.989 129 112 97 7.041 7.708 7.480

2.5.10.2 Segment Regionen

Die Länderverteilung auf die Regionen ist wie folgt:

D/A/CH: Deutschland, Österreich, Schweiz
Osteuropa: Tschechien, Kroatien, Ungarn, Polen, Rumänien, Russland, Slowakei, Baltikum
Nordeuropa: Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden, Island
Westeuropa: Großbritannien, Benelux, Frankreich
Südeuropa: Italien, Spanien, Griechenland, Türkei
Amerika: Nord- und Südamerika
Asien: Länder des fernen und mittleren Ostens
Rest: Afrika

In der Region Europa sowie auf Gesamtkonzernebene wurden im Rahmen der Konsolidierung verschiedene Vermögenswerte wie beispielsweise Firmenwerte ausgewiesen, die sich den darunterliegenden Regionen nicht eindeutig zuordnen lassen.

Außenerlöse Vermögen Investitionen
in TEUR 2008/09 2007/08 2006/07 30. April
2009
30. April
2008
30. April
2007
2008/09 2007/08 2006/07
D/A/CH 298.494 308.897 292.325 367.062 389.430 393.566 35.367 37.719 39.716
Osteuropa 66.737 67.937 61.790 14.823 20.932 9.753 1.065 1.625 1.177
Nordeuropa 97.541 106.885 99.300 26.289 31.346 29.162 1.431 1.630 810
Westeuropa 383.502 427.373 410.033 151.799 178.089 178.887 22.110 20.616 6.964
Südeuropa 105.709 129.940 119.152 34.754 23.133 19.918 1.679 85 360
Europa 951.983 1.041.033 982.599 594.727 642.930 631.285 61.652 61.674 49.027
Asien 88.695 87.418 93.446 35.214 40.260 39.449 1.344 1.398 1.493
Australien & Neuseeland 89.922 107.461 103.226 43.336 60.909 71.405 805 2.463 3.346
Amerika 31.857 35.484 41.549 13.246 13.162 14.472 929 478 459
Rest 11.549 10.942 13.130 0 0 0 0 0 0
Sonstige & Konsolidierung 0 0 0 367.349 348.686 388.768 0 0 0
Summe 1.174.006 1.282.338 1.233.951 1.053.872 1.105.948 1.145.379 64.730 66.013 54.324

2.5.11 Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Im Konzern bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 29 (VJ TEUR 440) für Garantien und Gewährleistungsfälle, welche die Kriterien für die Bildung einer Rückstellung nicht erfüllen. Daneben wurden Bankgarantien in Höhe von TEUR 7.881 (VJ TEUR 9.072) für diverse Haftungen begeben.

2.5.12 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im Mai 2009 hat die Zumtobel Gruppe und die niederländische Royal Philips Electronics einen umfassenden, weltweiten Patentaustauschvertrag (cross-licensing) über gegenwärtige und zukünftige Patente in den Bereichen Beleuchtungstechnik und LED unterzeichnet. Im Rahmen der Vereinbarung wurde eine ausgewogene, gegenseitige Ausgleichszahlung formuliert, die die starke Technologieposition beider Parteien, im Bereich Beleuchtung reflektiert. Als ein Ergebnis der Vereinbarung erhält die Zumtobel Gruppe mit allen ihren Marken den Status eines offiziellen Lieferanten ("qualified supplier") nach dem Philips-LED-Leuchtenprogramm.

Weitere Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.

2.5.13 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Personen umfassen den Vorstand und Aufsichtsrat der Zumtobel AG. Zum 30. April 2009 sind keine Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen vorhanden.

Mit assoziierten Unternehmen bestehen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen Konditionen.

Organvergütungen

Der Vorstand der Zumtobel AG erhielt im Geschäftsjahr 2008/09 aufwandswirksam erfasste Bezüge fester und variabler Art in Höhe von TEUR 1.514 (VJ TEUR 1.871). Dr. A. Ludwig ist berechtigt, mit 19.141(VJ 13.653) Aktien am MSP-Programm teilzunehmen. Die MSP-Aktien von Finanzvorstand Dipl. Wirtsch. Ing. T. Spitzenpfeil belaufen sich auf 7.655 (VJ 5.460) Stück. Weitere Vergütungen wie Pensionen und andere nach Beendigung des Dienstverhältnisses zu zahlende Leistungen wurden nicht gewährt. Der Aufsichtsrat der Zumtobel AG erhielt im Geschäftsjahr 2008/09 laufende Bezüge in Höhe von TEUR 330 (VJ TEUR 277).

2.5.14 Angaben zu Personalstruktur und Organen

2.5.14.1 Personalstruktur

2008/09 2007/08
Durchschnitt Stichtag Durchschnitt Stichtag
Produktion / Herstellung 4.121 3.714 4.149 4.286
Forschung und Entwicklung 448 449 394 411
Vertrieb 2.316 2.226 2.282 2.345
Verwaltung 668 652 647 666
Summe 7.553 7.041 7.472 7.708

2.5.14.2 Organe des Konzerns

AufsichtsratAufsichtsrat Aufsichtsrat

KR Dipl. Ing. Jürg Zumtobel (Vorsitzender) Dr. Harald Sommerer (Stellvertreter des Vorsitzenden) Dipl. Kfm. Hero Brahms (Stellvertreter des Vorsitzenden seit 29. Juli 2008) Dipl. Ing. Fritz Zumtobel (Mitglied) Johannes P. Huth (Mitglied bis 27. Juni 2008) KR Walter M. Dünser (Mitglied) Dr. Wolf Klinz (Mitglied)

Vom Betriebsrat entsandt: Ludwig Auer Herbert Kaufmann Mario Wintschnig

VorstandVorstand Vorstand

Dr. Andreas Ludwig, bestellt bis 30. April 2012 Dipl. Wirtsch.-Ing. Thomas Spitzenpfeil, bestellt bis 30. April 2010

2.5.15 Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs 4 Börsegesetz

Der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards aufgestellte Jahresabschluss zum 30. April 2009 vermittelt im Sinne der börsenrechtlichen Anforderungen nach bestem Wissen ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen. Der Konzernlagebericht stellt den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so dar, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht. Der Konzernlagebericht beschreibt die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht der Einzelgesellschaft die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Dornbirn, am 23. Juni 2009

Der Vorstand

Dr. Andreas Ludwig e.h. Dipl. Wirtsch.-Ing. Thomas Spitzenpfeil e.h.

2.6 Bestätigungsvermerk (Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers)

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss zernabschlusszernabschluss der

Zumtobel AG, Dornbirn,Dornbirn, Dornbirn,

für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2008 bis zum 30. April 2009 vom 1. 30. April 2009 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 30. April 2009, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzernkapitalflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 30. April 2009 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler, ist; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers, unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzungen berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen, wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. April 2009 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2008 bis 30. April 2009 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRSs), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Bericht zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Wien, am 23. Juni 2009

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Thomas Smrekar e.h. DDr. Martin Wagner e.h. Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

2.7 Konsolidierungskreis

Nr. Gesellschaft Land Anteil in % Konsolidierungs
methode
Währung
1 Atco Finance Pty. Ltd. Australien 100 voll AUD
2 ATCO Industrial Pty. Ltd. Australien 100 voll AUD
3 Conlux Pty. Limited Australien 100 voll AUD
4 Multilux Pty. Limited Australien 100 voll AUD
5 Staff/Conlux Administration Pty. Ltd. Australien 100 voll AUD
6 Thorn Lighting Pty Ltd Australien 100 voll AUD
7 TridonicAtco Australia Pty. Ltd. Australien 100 voll AUD
8 TridonicAtco Manufacturing Pty Ltd Australien 100 voll AUD
9 TridonicAtco Oceania Holding Pty. Ltd. Australien 100 voll AUD
10 Zumtobel Lighting Pty. Ltd. Australien 100 voll AUD
11 N.V. Zumtobel Lighting S.A. Belgien 100 voll EUR
12 Thorn Lighting (Guangzhou) Ltd. China 100 voll CNY
13 Thorn Lighting (Guangzhou) Operations Ltd. China 100 voll CNY
14 Thorn Lighting (Hong Kong) Ltd. China 100 voll HKD
15 Thorn Lighting (Tianjin) Co. Ltd. China 70 voll CNY
16 TridonicAtco (Shanghai) Co. Ltd. China 100 voll CNY
17 TridonicAtco (Shenzhen) Co. Ltd. China 100 voll CNY
18 TridonicAtco Hong Kong Ltd. China 100 voll HKD
19 Lightmakers A/S Dänemark 51 voll DKK
20 Thorn Lighting AS Dänemark 100 voll DKK
21 Ledon Lighting Morbach GmbH Deutschland 100 voll EUR
22 Reiss Lighting GmbH Deutschland 100 voll EUR
23 TridonicAtco Deutschland GmbH Deutschland 100 voll EUR
24 Zumtobel Holding GmbH Deutschland 100 voll EUR
25 Zumtobel Licht GmbH Deutschland 100 voll EUR
26 Zumtobel Lighting GmbH Deutschland 100 voll EUR
27 Thorn Lighting OY Finnland 100 voll EUR
28 Thorn Europhane S.A. Frankreich 99,89 voll EUR
29 TridonicAtco France Sarl Frankreich 100 voll EUR
30 Zumtobel Lumière Sarl Frankreich 100 voll EUR
31 Luxmate Ltd. Großbritannien 100 voll GBP
32 Rewath Ltd. Großbritannien 100 voll GBP
33 Thorn Lighting Group Großbritannien 100 voll GBP
34 Thorn Lighting Holdings Ltd. Großbritannien 100 voll GBP
35 Thorn Lighting International Ltd. Großbritannien 100 voll GBP
36 Thorn Lighting Ltd. Großbritannien 100 voll GBP
37 TridonicAtco UK Ltd Großbritannien 100 voll GBP
38 Wengen - Five Ltd. Großbritannien 100 voll GBP
39 Wengen - Four Ltd. Großbritannien 100 voll GBP
40 Wengen - One Ltd. Großbritannien 100 voll GBP
41 Wengen - Three Ltd. Großbritannien 100 voll GBP
42 Wengen - Two Ltd. Großbritannien 100 voll GBP
43 Zumtobel Lighting Limited Großbritannien 100 voll GBP
44 Thorn Lighting India Private Limited Indien 70 voll INR
45 Thorn Lighting (Ireland) Limited Irland 100 voll EUR
46 Space Cannon VH SRL Italien 100 voll EUR
47 Thorn Europhane SPA Italien 99,89 voll EUR
48 TridonicAtco Italia SRL Italien 100 voll EUR
49 Zumtobel LED Illuminazione Holding srl Italien 100 voll EUR
50 Zumtobel Illuminazione SRL Italien 100 voll EUR
51 Zumtobel Residental Lighting srl Italien 100 voll EUR
52 Zumtobel Licht d.o.o. Kroatien 100 voll HRK
53 TridonicAtco (Malaysia) Sdn, Bhd. Malaysia 100 voll MYR
54 Thorn Lighting (Mauritius) Holdings Ltd. Mauritius 100 voll USD
55 Thorn Lighting (NZ) Limited Neuseeland 100 voll NZD
56 TridonicAtco NZ Limited Neuseeland 100 voll NZD
57 Thorn Lighting Asian Holdings BV Niederlande 100 voll EUR
58 Thorn Lighting AS Norwegen 100 voll NOK
59 FURIAE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH Österreich 100 voll EUR
60 LEDON Lighting GmbH Österreich 100 voll EUR
61 Ledon Lighting Jennersdorf GmbH Österreich 95 voll EUR
62 LEXEDIS Lighting GmbH Österreich 50 equity EUR
63 Thorn Licht Gesellschaft mbH Österreich 99,89 voll EUR
64 TridonicAtco connection technology GmbH Österreich 100 voll EUR
65 TridonicAtco connection technology GmbH & Co KG Österreich 100 voll EUR
66 TridonicAtco GmbH Österreich 100 voll EUR
67 TridonicAtco GmbH & Co KG Österreich 100 voll EUR
68 TridonicAtco Holding GmbH Österreich 100 voll EUR
69 Zumtobel AG Österreich 100 voll EUR
70 Zumtobel Holding GmbH Österreich 100 voll EUR
71 Zumtobel Insurance Management GmbH Österreich 100 voll EUR
72 Zumtobel LED GmbH Österreich 100 voll EUR
73 Zumtobel LED Holding GmbH Österreich 100 voll EUR
74 Zumtobel Licht GmbH Österreich 100 voll EUR
75 Zumtobel Lighting GmbH Österreich 100 voll EUR
76 Zumtobel Pool GmbH Österreich 100 voll EUR
77 z-werkzeugbau gmbh Österreich 30 equity EUR
78 Thorn Lighting Polska SP ZOO Polen 100 voll PLN
79 Raiffeisen Lux S.r.l. Rumänien 100 voll EUR
80 Zumtobel Lighting Romania srl Rumänien 100 voll RON
81 Hans-Agne Jakobsson A/B Schweden 100 voll SEK
82 Thorn Lighting AB Schweden 100 voll SEK
83 Thorn Lighting Nordic A/B Schweden 100 voll SEK
84 TLG Sweden Holdings AB Schweden 100 voll SEK
85 TridonicAtco Schweiz AG Schweiz 100 voll CHF
86 Zumtobel Licht AG Schweiz 100 voll CHF
87 Zumtobel Pool AG Schweiz 100 voll EUR
88 Thorn Lighting (Singapore) Pte Ltd Singapur 100 voll SGD
89 TridonicAtco (S.E.A.) Pte Ltd. Singapur 100 voll SGD
90 ZUMTOBEL LICHT d.o.o. Slowenien 100 voll EUR
91 Luxmate S.L. Spanien 100 voll EUR
92 Staff Iberica S.A. Spanien 50 equity EUR
93 Tridonic S.A . Süd Afrika 49,99 equity ZAR
94 Thorn Lighting CS Spol s.r.o. Tschechische Republik 99,89 voll CZK
95 Zumtobel Lighting s.r.o. Tschechische Republik 100 voll CZK
96 TridonicAtco Aydinlatma Ticaret Limited Sirketi Türkei 100 voll TRY
97 Thorn Gulf LCC UAE 49 equity AED
98 TridonicAtco (ME) FZE UAE 100 voll AED
99 Zumtobel Lighting Kft Ungarn 100 voll HUF
100 Lemgo Realty Corp. USA 100 voll USD
101 Zumtobel Lighting Inc. USA 100 voll USD
1
Luxmate GmbH
Deutschland
100
voll
EUR
2
Zumtobel Lighting GmbH & Co. KG
Deutschland
100
voll
EUR
Entkonsolidierung
3
Zumtobel Electronic GmbH
Deutschland
100
voll
EUR
4
Zumtobel Belysning AS
Norwegen
100
voll
NOK
5
Thorn Lighting Holdings AS
Norwegen
100
voll
NOK

3. Corporate Governance Bericht 2008/09

Inhalt

3. Corporate Goverance Bericht
3.1 Corporate Governance in der Zumtobel Gruppe__________ 113
3.1.1
Wesentliche Weiterentwicklungen im Geschäftsjahr 2008/09________ 113
3.2 Der Österreichische Corporate Governance Kodex________ 114
3.2.1
Comply or Explain __________ 114
3.2.2
Offenlegung der Honorare des Wirtschaftsprüfers____ 115
3.3 Risikomanagement und Internes Kontrollsystem _____ 115
3.3.1
Interne Revision ____________ 116
3.4 Die Organe und Gremien der Zumtobel AG _______ 116
3.4.1
Die Aktionäre und die Hauptversammlung _________ 116
3.4.2
Der Vorstand ________ 117
3.4.3
Der Vorstand Vergütungsregelungen und Bezüge ____ 118
3.4.4
Der Aufsichtsrat ____________ 119
3.4.5
Der Aufsichtsrat Tätigkeitsbericht __________ 120
3.4.6
Der Aufsichtsrat Ausschüsse________ 121
3.4.7
Der Aufsichtsrat Aktionärsvertreter ________ 123
3.4.8
Der Aufsichtsrat Delegierte des Betriebsrats _______ 125
3.4.9
Der Aufsichtsrat Vergütungsregelung _______ 125

3. Corporate Governance

3.1 Corporate Governance in der Zumtobel Gruppe

Entsprechend der langjährigen strategischen Ausrichtung der Zumtobel Gruppe auf Nachhaltigkeit, Langfristigkeit und Verantwortung wird Corporate Governance - im Sinne einer umfassenden Steuerung und Überwachung des Unternehmens - als eine wesentliche Basis für langfristige Wertschöpfung und nachhaltige Steigerung und Sicherung des Unternehmenswertes gesehen. Ein wichtiger Grundpfeiler des Corporate Governance Systems in der Zumtobel Gruppe ist das Bekenntnis zu Transparenz, fairer und offener Kommunikation und Gleichbehandlung der Rechte aller Stakeholder.

Ein wesentlicher Baustein dieses Corporate Governance Systems ist der Österreichische Corporate Governance Kodex, insbesondere als Rahmenwerk bezüglich Transparenz, Kommunikation und Gleichbehandlung der Stakeholder. Hinsichtlich langfristiger Wertschöpfung und nachhaltiger Wertsteigerung sind die Unternehmensvision und die Unternehmenswerte ("Corporate Values") die maßgeblichen Bausteine. Zur langfristigen und nachhaltigen Sicherung der Unternehmenswerte tragen die Bausteine Verhaltenskodex ("Code of Conduct") und Konzernrichtlinien ("Corporate Policies") bei, sowie das Risikomanagementsystem, das Interne Kontrollsystem und die Konzernrevision ("Corporate Internal Audit").

3.1.1 Wesentliche Weiterentwicklungen im Geschäftsjahr 2008/09

Das Corporate Governance System der Zumtobel Gruppe ist kein statisches Gebilde, sondern entwickelt sich gezielt weiter und passt sich den geänderten Voraussetzungen an. Dabei lag der Arbeitsschwerpunkt im Geschäftsjahr 2008/09 auf der Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems und des Internen Kontrollsystems. Obwohl die diesbezüglichen Anforderungen der 8. EU-Richtlinie und des österreichischen Unternehmensrechtsänderungsgesetzes 2008 (URÄG 2008) für Zumtobel erst ab dem Geschäftsjahr 2009/10 gelten werden, war es das erklärte Ziel von Zumtobel diese Anforderungen so früh als möglich umzusetzen. Entsprechend wurde bereits im Herbst 2008 ein Umsetzungsprojekt gestartet. Zu den Hauptaktivitäten des Projekts gehörten die Überarbeitung der Grundlagen und Grundsätze für das Interne Kontrollsystem und die Weiterentwicklung des Internen Kontrollsystems in der Finanzberichterstattung sowie die weitere Verankerung des Risikomanagementsystems im gesamten Konzern. Das Projekt konnte im April 2009 erfolgreich abgeschlossen werden.

Im Rahmen der laufenden Weiterentwicklung des Corporate Governance Systems wurden die vorhandenen Konzernrichtlinien ("Corporate Policies") weiter optimiert und die Implementierung verschiedener Prozessvereinheitlichungen abgeschlossen, darunter der neue, gruppenweit einheitliche Ablauf für Kreditlimits und Kreditversicherungen.

Kommunikation ist ein wichtiger Baustein im Corporate Governance System der Zumtobel Gruppe. Hinsichtlich der Kommunikation nach außen ist die Inbetriebnahme der neu gestalteten Website www.zumtobelgroup.com als wesentliche Weiterentwicklung zu sehen. Die Seite wurde noch benutzerfreundlicher gestaltet, auf häufig abgefragte Informationen kann nun noch einfacher zugegriffen werden. Außerdem steht nun auch der sogenannte RSS1 Feed zur Verfügung, mit dem man sich über neue Inhalte per Nachrichtenticker informieren lassen kann. Im Bereich der internen Kommunikation wurde das GroupWiki in Betrieb genommen. Es verwendet die gleiche Technologie wie die bekannte Internet-Enzyklopädie Wikipedia und wird neben der allgemeinen Informationsvermittlung auch speziell für das Wissensmanagement genutzt. Die Aktivitäten zur laufenden Optimierung und Ergänzung des Corporate Governance Systems werden im neuen Geschäftsjahr fortgesetzt.

1 RSS = Really Simple Syndication, ein Standard für den elektronischen Austausch von Nachrichten.

3.2 Der Österreichische Corporate Governance Kodex

Die Zumtobel AG erklärt ihre freiwillige Selbstverpflichtung zum Österreichischen Corporate Governance Kodex in der Fassung von Januar 2009. Zumtobel sieht die aktive Umsetzung des Kodex als wesentliche Verpflichtung im Sinne einer auf nachhaltige und langfristige Wertsteigerung ausgerichteten Leitung und Steuerung der Unternehmensgruppe. Die aktuelle Fassung des Kodex kann jederzeit auf der Website des Österreichischen Arbeitskreises für Corporate Governance abgerufen werden (www.corporate-governance.at).

Wie schon in den Jahren zuvor wurde auch im Geschäftsjahr 2008/09 der Kodex von der Zumtobel AG nahezu lückenlos eingehalten. Es wurden nicht nur die Mindestanforderungen umgesetzt, sondern auch die R-Regeln weitestgehend angewendet. Lediglich bei vier C-Regeln der insgesamt 83 Regeln des Kodex besteht eine teilweise abweichende Umsetzung. Diese Abweichungen werden nachfolgend im Sinne des Grundsatzes "Comply or Explain" erläutert.

Für das Geschäftsjahr 2009/10 wird die Einhaltung des Kodex fortgesetzt und auch weiterhin die bestmögliche Anwendung der Regeln angestrebt.

3.2.1 Comply or Explain

Der Vorstand der Zumtobel AG hat die Konzernrevision ("Corporate Internal Audit") beauftragt, einen Compliance Review zum Österreichischen Corporate Governance Kodex für das Geschäftsjahr 2008/09 durchzuführen und darüber Bericht zu erstatten. Basierend auf diesem Compliance Review erklärt die Zumtobel AG, dass sie im Geschäftsjahr 2008/09 alle L-Regeln des Österreichischen Corporate Governance Kodex in der Fassung von Januar 2009 eingehalten hat. Ebenso werden nunmehr auch die in den Vorjahren nicht vollständig angewendeten C-Regeln 38 und 41 eingehalten. Folgende C-Regeln wurden bzw. werden derzeit nicht vollständig angewendet:

  • Regel 30 Regel 30: Informationen über den Versicherungsschutz im Allgemeinen und über D&O Versicherungen im Besonderen werden in der Zumtobel Gruppe als vertrauliche Unternehmensdaten betrachtet, deren Veröffentlichung geeignet ist, dem Unternehmen Schaden zuzufügen. Die Zumtobel Gruppe sieht daher von einer Veröffentlichung ab.
  • Regel 31 Regel 31: Die Vergütungen für jedes Vorstandsmitglied werden nicht einzeln veröffentlicht. Die Zumtobel Gruppe vertritt die Auffassung, dass diese Daten dem Leser des Jahresfinanzberichts keinen Informationsmehrwert bieten.
  • Regel 51 Regel 51: Die Vergütungen für jedes Aufsichtsratsmitglied werden nicht einzeln veröffentlicht. Die Zumtobel Gruppe vertritt die Auffassung, dass diese Daten dem Leser des Jahresfinanzberichts keinen Informationsmehrwert bieten.
  • Regel 55:Regel 55: 55: Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel, war bis zu seiner Bestellung zum Regel Mitglied und Vorsitzenden des Aufsichtsrats im September 2003 der Vorsitzende des Vorstands der Zumtobel AG.

3.2.2 Offenlegung der Honorare des Wirtschaftsprüfers

Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft wurde von der Hauptversammlung am 29. Juli 2008 zum Konzern- und Einzelabschlussprüfer der Zumtobel AG bestellt. Darüber hinaus ist die KPMG mit ihren Partnerbüros in geringem Umfang auch für Steuer- und Finanzberatung für die Zumtobel Gruppe tätig.

Im Geschäftsjahr 2008/09 sind in der Zumtobel Gruppe folgende Leistungen von der KPMG Austria angefallen bzw. vereinbart worden:

In TEUR 2008/09
Gesamthonorar
davon Prüfung und prüfungsnahe Tätigkeiten 209
davon prüfungsnahe Beratung 13
davon sonstige Honorare 9

Das gesamte von Gesellschaften des KPMG Netzwerks für Prüfungsleistungen in der Zumtobel Gruppe vereinbarte Honorarvolumen beläuft sich unter Berücksichtigung der verrechenbaren externen Kosten auf 1.720 TEUR.

3.3 Risikomanagement und Internes Kontrollsystem

In der in der Zumtobel Gruppe gelebten Praxis überschneiden und beeinflussen sich Risikomanagementsystem und Internes Kontrollsystem gegenseitig, was nicht zuletzt auf die gemeinsame Orientierung an den COSO2 Modellen zurückzuführen ist.

Das Risikomanagement wird als separater, strategisch ausgerichteter Prozess verstanden, der sich dem Umgang mit Risiken und Chancen widmet. Je mehr sich das Risikomanagement mit den globalen Unternehmensrisiken beschäftigt, desto mehr ist es als eigenständiger Prozess erkennbar. Je mehr es sich mit den Risiken einzelner Unternehmensprozesse beschäftigt, desto mehr verschmilzt es mit dem Internen Kontrollsystem.

Gemäß § 243a Absatz 2 UGB sind die wesentlichsten Merkmale des Internen Kontrollsystems sowie des Risikomanagementsystems im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess im Lagebericht zu beschreiben. Obwohl diese Verpflichtung erst für Geschäftsjahre gilt, die nach dem 31. Dezember 2008 beginnen, für die Zumtobel Gruppe somit erst für den Jahresabschluss zum 30. April 2010, hat die Zumtobel Gruppe bereits in den vorliegenden Jahresfinanzbericht eine umfassende Beschreibung aufgenommen. Die entsprechenden Informationen befinden sich im Konzernlagebericht in den Kapiteln 1.12 (Risikomanagement) und 1.13 (Internes Kontrollsystem).

Gemäß Regel 83 (früher 80) des Österreichischen Corporate Governance Kodex 3 beurteilt der Wirtschaftsprüfer jährlich die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements und berichtet darüber dem Vorstand und dem Aufsichtsrat. Die Prüfung für das Geschäftsjahr 2008/09 wurde im Juni 2009 durch die KPMG Austria durchgeführt und dem Audit Committee wurde in seiner Sitzung vom 25. Juni 2009 darüber berichtet.

2 COSO: Committee Of Sponsoring Organisations of the Treadway Commission, siehe www.coso.org

3 Hinweis: zur Verbesserung der Lesbarkeit wird in weiterer Folge auf den Zusatz "des Österreichischen Corporate Governance Kodex" im Zusammenhang mit der Erwähnung der Regeln verzichtet

3.3.1 Interne Revision

Als eines der ersten, damals noch im Familienbesitz befindlichen Industrieunternehmen in Österreich hat die Zumtobel AG bereits 1995 eine Konzernrevision ("Corporate Internal Audit") eingerichtet. Das Corporate Internal Audit besteht aus 2,5 Mitarbeitern und berichtet an den Vorstand. Gemäß Regel 18 berichtet der Leiter des Corporate Internal Audit dem Audit Committee regelmäßig über die Audit Planung und wesentliche Ergebnisse.

Im Rahmen der vom Vorstand genehmigten und mit dem Audit Committee abgestimmten risikoorientierten Audit-Planung überprüft die Konzernrevision das Interne Kontrollsystem der betrieblichen Prozesse im gesamten Konzern. Dabei lag der Schwerpunkt der Prüfungen im Geschäftsjahr 2008/09 auf den Überseegesellschaften, insbesondere in Asien, und auf den Beschaffungsprozessen samt zugehöriger Finanzprozesse. Ein weiterer Schwerpunkt waren Prüfungen im IT-Bereich. Im Geschäftsjahr 2009/10 werden diese Themenschwerpunkte im Grundsatz beibehalten, jedoch wird sich der geographische Schwerpunkt wieder mehr in den europäischen Raum verlagern.

Ein zusätzliches Betätigungsfeld der Konzernrevision sind vom Vorstand beauftragte Ad-hoc Audits. Diese fokussieren sich auf aktuelle Risiken und auf Prüfungen abseits von Prozessen, beispielsweise von Projekten und sonstigen Einmalaktivitäten.

3.4 Die Organe und Gremien der Zumtobel AG

Entsprechend der österreichischen Gesetzeslage beruht die Organisation der Zumtobel AG auf den drei unabhängigen Organen Hauptversammlung, Aufsichtsrat und Vorstand. Der Vorstand ist für die Führung des Unternehmens verantwortlich. Der Aufsichtsrat, ein völlig getrenntes und von der Hauptversammlung gewähltes Organ, nimmt die Kontrollfunktion wahr. Vorstand und Aufsichtsrat sind nach dem Prinzip der strikten personellen Trennung organisiert, eine gleichzeitige Mitgliedschaft in beiden Organen ist nicht zulässig. Das ist ein wesentlicher Unterschied zum angloamerikanischen Board System.

Die Zusammenarbeit zwischen den drei Organen wird in der Satzung sowie in den Geschäftsordnungen für den Vorstand und den Aufsichtsrat geregelt. Die Satzung ist auf der Website der Zumtobel Gruppe (www.zumtobelgroup.com) veröffentlicht.

3.4.1 Die Aktionäre und die Hauptversammlung

Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Die Aktien der Zumtobel AG sind nach dem Prinzip "one share - one vote" ausgestaltet und es gibt keine Vorzugs- oder Mehrfachstimmrechte.

Die Hauptversammlung wird satzungsgemäß mindestens 21 Tage vor dem Versammlungstermin einberufen und wird am Sitz der Gesellschaft oder in Wien oder in einer anderen österreichischen Landeshauptstadt abgehalten.

Der Hauptversammlung sind bestimmte wichtige Entscheidungen vorbehalten, darunter die Verwendung des Bilanzgewinnes, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Wahl des Abschlussprüfers und die Wahl von neuen Aufsichtsratsmitgliedern. Außerdem entscheidet sie über Satzungsänderungen und Kapitalmaßnahmen.

Die Aktien der Zumtobel AG sind Inhaberaktien, keine Namensaktien. Angaben über die Aktionärsstruktur sind daher nur dann möglich, wenn die Aktionäre ihre Aktien für die Hauptversammlung hinterlegen oder Zumtobel von sich aus über ihren Aktienanteil informieren. Die verfügbaren Angaben über die Aktionärsstruktur sind im Konzernlagebericht in Kapitel 1.3 erläutert.

3.4.2 Der Vorstand

Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat bestellt. Die Vorstände dürfen Nebentätigkeiten nur nach vorheriger Zustimmung des Aufsichtsrats ausüben.

Dr. Andreas Ludwig - Andreas Ludwig - CEO

Seit 1. Mai 2003 ist Dr. Andreas Ludwig Mitglied des Vorstands und seit 1. September 2003 CEO und Vorsitzender des Vorstands der Zumtobel AG. Er ist bestellt bis 30. April 2012. Hr. Ludwig wurde 1959 in Wien geboren und machte seinen Doktor der Rechte an der Universität Wien. Er begann seine Karriere 1984 als Prüfungsassistent bei der Wr. Treuhand- und WirtschaftsberatungsgesmbH, Wien. 1986 trat er in die Swarovski America Ltd., Rhode Island, als Assistent des CFO ein. Zwischen 1987 und 2001 war Herr Ludwig in verschiedenen Managementpositionen innerhalb der Swarovski-Gruppe tätig, darunter als Vice President Finance der Daniel Swarovski Corporation AG, Feldmeilen / Schweiz (1987–1990), CFO und COO der Zale Corporation, Dallas / USA (1991–1993), und CEO der Tyrolit Gruppe, Schwaz / Österreich (1994–2001). 2001 wechselte Herr Ludwig als Managing Director zu UBS Warburg, London, und übte diese Funktion bis 2003 aus.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: Mitglied des Vorstands der österreichischen Industriellenvereinigung, Vorstandsmitglied und Vizepräsident der Industriellenvereinigung Vorarlberg, Stellvertretender Vorsitzender des ZVEI 4 , Fachbereich Elektroleuchten sowie Präsident der CELMA5 .

Dipl. Wirtsch. Ing. Thomas Spitzenpfeil - Thomas - CFO

Seit 1. Mai 2004 ist Thomas Spitzenpfeil CFO und Mitglied des Vorstands der Zumtobel AG. Er ist bestellt bis 30. April 2010. Hr. Spitzenpfeil wurde 1962 in Saulgau, Deutschland, geboren und erwarb 1989 sein Diplom als Wirtschaftsingenieur an der Technischen Universität in Darmstadt. Im Jahr 1990 begann er seine Karriere als Trainee bei der Robert Bosch GmbH und übernahm anschließend eine Funktion als Controller und Assistent eines Division CFO; diese Position übte er von 1991 bis 1993 aus. 1993 trat er als Leiter Controlling Aluminium in die VIAG AG ein. 1995 wurde er Leiter des Werkscontrolling bei der Kodak AG in Stuttgart. Von 1996 bis 2002 übte er verschiedene Managementpositionen in der VAW Aluminium AG aus, darunter Leiter Controlling Rolled Products Division (1996–1998), Finance Director Rolled Products Division (1998–2000) und Managing Director Service Center Accounting (2000–2002). Nach der Übernahme der VAW Aluminium AG durch die Norsk Hydro in 2002 wurde Herr Spitzenpfeil CFO der Division Rolled Products und Mitglied des Aufsichtsrats der Hydro Aluminium Deutschland GmbH.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: Mitglied des Aufsichtsrats der Austria Metall AG in Braunau-Ranshofen / Österreich (seit 23. November 2007)

Die Aufgabenverteilung des Vorstands Aufgabenverteilung des Vorstands des ist in der vom Aufsichtsrat verabschiedeten und zuletzt im Januar 2009 geänderten Geschäftsordnung des Vorstands festgelegt.

4 ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V., Frankfurt am Main, Deutschland

5 CELMA - Europäischer Dachverband der Hersteller von Leuchten und Leuchtenzubehör

Dr. Andreas Ludwig: Vertrieb, Marketing, Produktion, Forschung und Entwicklung, interne und externe Kommunikation, Personalwesen, Strategie und Unternehmensentwicklung.

Dipl. Wirtsch. Ing. Thomas Spitzenpfeil: Controlling, Rechnungswesen, Treasury, Recht und Steuern, EDV, Interne Revision, Investor Relations, Versicherungswesen, Gebäudeverwaltung.

Jedes Vorstandsmitglied führt seine Geschäftsbereiche eigenständig. Zur übergreifenden Steuerung und Kontrolle dient die Vorstandssitzung, die monatlich stattfindet und über die Protokoll geführt wird.

Für die Beziehungen zwischen den Vorstandsmitgliedern und dem Unternehmen ist der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten des Aufsichtsrats zuständig, der auch als Vergütungsausschuss im Sinne von Regel 43 und als Nominierungsausschuss im Sinne von Regel 41 fungiert. Für die Nachbesetzung von Vorstandspositionen wurden im Aufsichtsrat ein Anforderungsprofil und ein Besetzungsverfahren definiert (Regel 38).

3.4.3 Der Vorstand | Vergütungsregelungen und Bezüge

Das fixe Basisgehalt orientiert sich am Verantwortungsbereich des Vorstands und wird, wie in Österreich üblich, in 14 Monatsgehältern im Nachhinein ausbezahlt.

Für den variablen Anteil gibt es kein gesondertes Erfolgsbeteiligungsmodell, die Vorstandsmitglieder nehmen gemeinsam mit anderen Führungskräften am "Leadership Incentive Program" (LIP) teil. Für das Geschäftsjahr 2008/09 orientierte sich die Bonuszahlung an der Verbesserung der Kennzahlen bereinigtes EBIT, Umsatz, Working Capital und ROCE (Return on Capital Employed / Gesamtkapitalverzinsung) gegenüber den Ist-Werten des Vorjahres ("year-over-year improvement"). Vor dem Hintergrund der aktuellen Herausforderungen durch die Wirtschaftskrise wurde das Bonussystem unterjährig erweitert. Zusätzlich zu den oben genannten Zielen wurde ein Bonus für die Sicherung des Cash Flows, die Einhaltung einer Mindest-EBIT Marge sowie für die Umsetzung ambitionierter Kostensenkungsprogramme definiert.

Für das Geschäftsjahr 2009/10 wurden als bonusrelevante Ziele die Sicherung eines positiven Free Cash Flow, die Erreichung signifikanter Kostenreduktionen sowie der Ausbau der Marktanteile festgelegt.

Vergütung des Vorstands6 Offenlegung gemäß Regeln 29, 30 und 31:

In TEUR 2008/09 2007/08
Gesamtbezüge des Vorstands 1.514 1.871
davon fixe Bezüge 830 833
davon variable Bezüge 684 1.039

Es gibt keine besondere betriebliche Altersvorsorge für Vorstandsmitglieder.

Die Vorstandsverträge enthalten seit April 2008 eine Change-of-Control-Klausel. Im Falle einer Übernahme der Gesellschaft durch einen neuen Mehrheitsaktionär steht den Vorstandsmitgliedern das Recht zu, ihr Mandat einseitig zurückzulegen. In diesem Fall erhalten die Vorstandsmitglieder die fixen und variablen Bezüge bis zum ursprünglich vereinbarten Ablauf des Vertrages, mindestens jedoch für die Dauer von

6 Hinweis: im Sinne von Transparenz und Klarheit sind jene Vergütungen dargestellt, welche im Geschäftsjahr 2008/09 erworben wurden, unabhängig von deren Auszahlungszeitpunkt

12 Monaten. Mit Ausnahme dieser Change-of-Control Klausel haben die Vorstandsmitglieder keine besonderen Ansprüche oder Anwartschaften im Falle der Beendigung ihrer Funktion.

Die aktienorientierte Vorstandsvergütung basiert unverändert auf den Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen für Führungskräfte, bestehend aus dem "Stock Option Program" (SOP) und dem "Matching Stock Program" (MSP). Beide Programme und die Bewertung werden ausführlich im Konzernanhang im Kapitel 2.5.5.13 erläutert. Die Zuteilung aus dem SOP endete mit Ablauf des Geschäftsjahres 2007/08.

Der Vorstand hat aus dem SOP bisher folgende Optionen zugeteilt erhalten bzw. ausgeübt7 :

Dr. Andreas Ludwig Dipl. Wirtsch. Ing. Thomas Spitzenpfeil
01.05.2003 - 01.05.2003 -
2008/09 2007/08 30.04.2007 2008/09 2007/08 30.04.2007
Zuteilung 0 25.000 230.000 0 8.000 62.000
Ausübung 0 50.000 180.000 0 16.000 20.400
VerfügbarVerfügbar Verfügbar Verfügbar 25.000 25.000 50.000 33.600 33.600 41.600
Ausübungspreis 7,50 EUR 7,50 EUR 7,50 EUR 7,50 EUR 7,50 EUR 7,50 EUR

Der Vorstand hat aus dem MSP bisher folgende Optionen zugeteilt erhalten bzw. ausgeübt7 :

Dr. Andreas Ludwig Dipl. Wirtsch. Ing. Thomas Spitzenpfeil
2008/09 2007/08 2006/07 2008/09 2007/08 2006/07
Zuteilung (granted) 153.128 109.224 78.048 61.240 43.680 31.216
Ausübung (executed) 0 0 0 0 0 0
Verfallen (expired) 78.048 0 0 31.216 0 0
Verzichtet (waived) 109.224 0 0 43.680 0 0
VerfügbarVerfügbar Verfügbar 153.128 187.272 78.048 61.240 74.896 31.216
Ausübungspreis

Auf der Website der Zumtobel Gruppe (www.zumtobelgroup.com) wird laufend über den Kauf und Verkauf eigener Aktien durch die Directors im Sinne des Österreichischen Börsegesetzes berichtet. Zu diesem Kreis gehören die Vorstände, die Geschäftsleitung der Divisionen und die Aufsichtsräte der Zumtobel AG, ferner die Aufsichtsräte der Divisionsobergesellschaften Zumtobel Lighting GmbH und TridonicAtco GmbH & Co KG, sowie der Leiter Corporate HR.

3.4.4 Der Aufsichtsrat

Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden von der Hauptversammlung bestellt. Die Arbeitnehmervertreter sind gemäß österreichischem Aktiengesetz berechtigt, für je zwei von der Hauptversammlung gewählte Mitglieder ein Mitglied aus ihren Reihen zu entsenden. Das gilt sowohl für den Aufsichtsrat als auch für seine Ausschüsse, ausgenommen den Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten.

Name Verantwortungsbereich erstmalig bestellt bestellt bis
bzw. entsendet
Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel Vorsitzender 2003 2010
Dr. Harald Sommerer 1. Stv. Vorsitzender 2006 2010
Hero Brahms 2. Stv. Vorsitzender seit 29.07.2008 2008 2010
Walter M. Dünser Mitglied 1994 2010
Johannes P. Huth Mitglied bis 29.07.2008 2000 2010
Dr. Wolf Klinz Mitglied 2001 2010
Dipl.-Ing. Fritz Zumtobel Mitglied 1996 2010
Ludwig Auer Delegierter des Betriebsrats 2004
Herbert Kaufmann Delegierter des Betriebsrats 2004
Mario Wintschnig Delegierter des Betriebsrats 2007

Der Aufsichtsrat hat die Unabhängigkeitskriterien nach Regel 53 in seiner Sitzung vom 29. September 2006 erstmalig festgelegt. Im Jahr 2009 hat sich der Aufsichtsrat erneut intensiv mit den Unabhängigkeitskriterien auseinandergesetzt und in seiner Sitzung vom 26. Juni 2009 eine geänderte Fassung beschlossen, welche sich noch enger an den im Österreichischen Corporate Governance Kodex enthaltenen Leitlinien orientiert. Gemäß diesen Kriterien ist ein Aufsichtsratsmitglied als unabhängig anzusehen, wenn es nicht in einer geschäftlichen oder persönlichen Beziehung zur Zumtobel Gruppe oder zur Konzernleitung der Zumtobel Gruppe steht. Solche Beziehungen sind unter anderem wesentliche Kunden-Lieferantenbeziehungen oder enge verwandtschaftliche Beziehungen. Die vollständigen Unabhängigkeitskriterien sind auf der Website der Zumtobel Gruppe publiziert (www.zumtobelgroup.com).

Alle Mitglieder des Aufsichtsrats haben erklärt, unabhängig im Sinne dieser Kriterien zu sein. Damit werden die Regeln 39, 53 und 54 vollumfänglich eingehalten.

Zwischen den Aufsichtsräten und der Zumtobel Gruppe gibt es keine Verträge, die gemäß Regel 48 und 49 zustimmungspflichtig oder offenzulegen sind.

Bekleiden Mitglieder des Aufsichtsrats zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe, so werden diese gemäß Regel 56 und 57 sowohl auf der Website der Zumtobel Gruppe (www.zumtobelgroup.com) als auch in diesem Corporate Governance Bericht veröffentlicht (siehe weiter unten).

3.4.5 Der Aufsichtsrat | Tätigkeitsbericht

Der Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2008/09 insgesamt viermal. Bei allen Sitzungen waren sämtliche Aufsichtsratsmitglieder anwesend, wobei in einem Fall die Anwesenheit als Konferenzschaltung per Telefon wahrgenommen wurde (Anwesenheitsquote: 100%).

Bei den vier Aufsichtsratssitzungen sowie im Rahmen der laufenden Berichterstattung haben Aufsichtsrat und Vorstand intensiv über die wirtschaftliche Lage und wesentliche Ereignisse beraten.

In der Sitzung vom 27. Juni 2008 befasste sich der Aufsichtsrat vor allem mit dem Jahresabschluss und dem Lagebericht 2007/08 samt Empfehlung an die Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns und formeller Feststellung des Jahresabschlusses. Darüber hinaus ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand ausführlich über den Fortschritt wesentlicher Projekte sowie über die zustimmungspflichtigen Geschäfte berichten. Weiterhin wurde der Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung verabschiedet und der Tätigkeitsbericht des Compliance Beauftragten gemäß Emittenten Compliance Verordnung (ECV) und der Bericht des Wirtschaftsprüfers zur Prüfung des Risikomanagements gemäß Regel 80 zur Kenntnis genommen. Außerdem befasste sich der Aufsichtsrat mit der weiteren Optimierung seiner Arbeitsweise, namentlich hinsichtlich der Tätigkeitsbereiche Budget und Strategie.

Am 2. Oktober 2008 befasste sich der Aufsichtsrat eingangs mit seiner Neukonstituierung, welche durch die bei der Hauptversammlung am 27. Juli 2008 beschlossene Satzungsänderung notwendig wurde. Satzungsgemäß wurde Hero Brahms zum 2. Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden gewählt. Außerdem wurde Hr. Brahms auch in den Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten und ins Audit Committee des Aufsichtsrats gewählt. Fortgesetzt wurde die Sitzung mit den Themen Lagebericht zum 1. Quartal 2008/09, Strategieentwicklung für das LED Geschäft sowie Bericht aus dem Audit Committee. Im Rahmen des Berichts über zustimmungspflichtige Geschäfte wurde intensiv über die notwendigen unterjährigen Anpassungen für das LIP-Bonusprogramm infolge der krisenhaften Wirtschaftslage und über das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm MSP beraten. Außerdem wurde dem Aufsichtsrat berichtet, dass aufgrund der sich abzeichnenden weiteren Eintrübung der konjunkturellen Lage zusätzliche ergebnisstützende Maßnahmen ausgearbeitet wurden und sich in Umsetzung befinden.

Am 15. Januar 2009 beschäftigte sich der Aufsichtsrat ausführlich mit dem Halbjahresergebnis 2008/09 und befasste sich außerdem mit der strategischen Planung für das Geschäftsjahr 2009/10 und die Folgejahre sowie - unter besonderer Berücksichtigung der möglichen Effekte der Wirtschaftskrise - mit den Eckdaten der Mittelfristplanung. Beim Bericht über zustimmungspflichtige Geschäfte wurde unter anderem der Bericht aus dem Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten zur Kenntnis genommen sowie der Bericht zum aktuellen Status des Liegenschaftsverkaufs in Spennymoor. Außerdem wurde die geänderte Foreign Exchange Hedging Policy genehmigt. Abschließend wurden Satzungsänderungen zur Genehmigung durch die nächste Hauptversammlung vorgeschlagen und dem Vorstand eine Änderung seiner Geschäftsordnung zur Kenntnis gebracht.

Die Arbeitsschwerpunkte der Sitzung vom 24. April 2009 waren der Bericht über das 3. Quartal 2008/09 und die Vorschau auf das Gesamtjahr 2008/09. Anschließend befasste sich der Aufsichtsrat intensiv mit den Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf das operative Geschäft und die strategische und Mittelfristplanung. Insbesondere wurde ausführlich über die vom Vorstand vorgelegte Szenarienanalyse und die daraus abgeleiteten zusätzlichen Maßnahmen zur Ergebnisstabilisierung diskutiert und die notwendigen Beschlüsse gefasst. Ebenso wurde über Marktchancen und Rahmenbedingungen von zusätzlichen Geschäftsfeldern im LED Geschäft diskutiert. Im Rahmen des Berichts aus dem Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten wurde das LIP Bonusprogramm für 2009/10 beschlossen.

3.4.6 Der Aufsichtsrat | Ausschüsse

Der Aufsichtsrat der Zumtobel AG hat folgende Ausschüsse gebildet:

Prüfungsausschuss (Audit Committee)

Mitglieder: Dr. Harald Sommerer (Vorsitzender und Finanzexperte), Walter M. Dünser, Hero Brahms (ab 29.07.2008), Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel und Mario Wintschnig.

Aufgaben: Das Audit Committee ist zuständig für die Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses sowie des Konzernabschlusses, des Lageberichts und des Vorschlags für die Gewinnverteilung. Der Prüfungsausschuss unterbreitet einen Vorschlag für die Wahl des Abschlussprüfers zur Beschlussfassung durch die Hauptversammlung. Der Wirtschaftsprüfer wird anschließend durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats beauftragt. Außerdem ist das Audit Committee ab dem Geschäftsjahr 2009/10 zuständig für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Tätigkeit des Wirtschaftsprüfers sowie des Internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und der Internen Revision. Diesen Aufgaben ist das Audit Committee - obwohl noch nicht verpflichtend notwendig - bereits im Geschäftsjahr 2008/09 nachgekommen.

Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2008/09 zweimal und bei beiden Sitzungen waren alle Mitglieder anwesend. Zusätzlich waren bei beiden Sitzungen weitere Aufsichtsratsmitglieder als Gäste anwesend.

In der Sitzung vom 26. Juni 2008 beschäftigte sich das Audit Committee ausführlich mit der Feststellung des Jahresabschlusses 2007/08 sowie den Berichten des Wirtschaftsprüfers und des Corporate Accounting zum Rechnungslegungs- und Abschlussprüfungsprozess. Außerdem wurde der Zwischenbericht des Corporate Internal Audit zur Kenntnis genommen und der Vorschlag für die Neubestellung des Wirtschaftsprüfers für 2008/09 zum Beschluss in der Hauptversammlung vorbereitet. Weitere Themen waren der Compliance Review zum Österreichischen Corporate Governance Kodex und die Evaluierung des Risikomanagementsystems durch den Wirtschaftsprüfer gemäß Regel 80. Ebenso befasste sich das Audit Committee mit der weiteren Optimierung seiner Arbeitsweise, namentlich hinsichtlich Termingestaltung und Handhabung von Berichtsdokumenten.

In der Sitzung vom 2. Oktober 2008 befasste sich das Audit Committee mit dem Jahresbericht des Corporate Internal Audit und dem Statusbericht des Wirtschaftsprüfers zum Management Letter vom April 2008. Außerdem wurden die Änderungen an den International Financial Reporting Standards (IFRS) und die vorgesehenen Prüfungsschwerpunkte für den Jahresabschluss 2008/09 zur Kenntnis genommen. Der Vorschlag hinsichtlich Anforderungsprofil und Bestellungsverfahren für Vorstände (im Sinne der Regel 38) wurde akzeptiert und dem Aufsichtsrat zur Beschlussfassung empfohlen. Weiterhin wurde dem Audit Committee ein Statusbericht des Projekts zur Umsetzung der Anforderungen des Unternehmensrechtsänderungsgesetzes 2008 (URÄG 2008) zur Kenntnis gebracht.

Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten

Mitglieder: Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel (Vorsitzender), Hero Brahms (ab 29.07.2008), Walter M. Dünser, Johannes P. Huth (bis 29.07.2008).

Aufgaben: Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten ist verantwortlich für die Beziehungen zwischen dem Unternehmen und den Vorstandsmitgliedern und entspricht dem in Regel 43 vorgesehenen Vergütungsausschuss. Er nimmt außerdem seit Juni 2008 die Aufgaben des Nominierungsausschusses gemäß Regel 41 wahr.

Der Ausschuss beschäftigte sich im Geschäftsjahr 2008/09 intensiv mit seinen Aufgaben. Dabei fanden vier Sitzungen jeweils am gleichen Tag wie die Aufsichtsratssitzungen statt, weitere Beratungen erfolgten an separaten Terminen bzw. im Rahmen von Telefonkonferenzen. Ebenfalls wurden zu spezifischen Einzelthemen mehrere Telefonkonferenzen und Sitzungen mit externen Experten abgehalten. Besonders ausführlich beschäftigte sich der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten mit der Weiterentwicklung der konzernweiten Bonussysteme und Mitarbeiterbeteiligungsprogramme. Wesentliche Zielsetzung war es, die bestehenden Incentivesysteme an die Herausforderungen der Wirtschaftskrise anzupassen und sicherzustellen, dass eine Balance zwischen herausfordernden Zielen einerseits und angemessenen, der wirtschaftlichen Lage entsprechenden Boni andererseits gegeben ist. Weiters wurde sehr ausführlich Art, Umfang und Ausgestaltung der aktienbasierten Vergütungen im Konzern diskutiert und die vorgeschlagenen Änderungen zum Aktienprogramm MSP bzw. seine Ablösung dem Aufsichtsrat nach eingehender Beratung zur Ablehnung empfohlen. Weiterhin befasste sich der Ausschuss mit Fragestellungen der Organisations- und Strategieentwicklung.

3.4.7 Der Aufsichtsrat | Aktionärsvertreter

Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel Ing. Zumtobel

Seit 1. September 2003 ist Jürg Zumtobel Vorsitzender des Aufsichtsrats der Zumtobel AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2009/10. Im Jahr 1936 in Frauenfeld, Schweiz, geboren, trat Jürg Zumtobel im Jahr 1963 in die Zumtobel Gruppe ein und übte verschiedene Funktionen in Produktionsplanung und -steuerung, Produktion und Vertrieb aus. Von 1991 bis 2003 war er CEO und Vorsitzender des Vorstands der Zumtobel AG.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: Kulturhäuser Betriebsgesellschaft, Bregenz/Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats), Verein der Freunde des Kunsthauses Bregenz, Bregenz/Österreich (Präsident), Committee on Architecture and Design at the Museum of Modern Art, New York (Mitglied), Stern Stewart Institute, München/Deutschland (Mitglied des Beirats).

Dr. Harald Sommerer Sommerer

Seit 7. April 2006 ist Herr Sommerer Mitglied und 1. Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden der Zumtobel AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2009/10. Er wurde 1967 in Wien, Österreich, geboren, ist Doktor der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften der Universität für Wirtschaft und Unternehmensverwaltung in Wien und Master of Management der J. L. Kellogg Graduate School of Management, Northwestern University. Seit 1997 ist Herr Sommerer Vorstandsmitglied der AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG, davon zwischen 1998 und 2005 als CFO und seit 2005 als CEO.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: verschiedene Funktionen innerhalb des AT&S Konzerns.

Hero Brahms Hero Brahms

Seit 29. Juli 2008 ist Herr Brahms Mitglied und 2. Stellvertreter des Aufsichtsratsvorsitzenden der Zumtobel AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2009/2010. Hr. Brahms wurde 1941 in Münster/Westfalen, Deutschland, geboren. Seine berufliche Laufbahn umfasst Positionen wie Mitglied des Vorstands der Hoesch AG in Dortmund/Deutschland (1982 bis 1991), Vizepräsident der Treuhandanstalt Berlin/Deutschland (1991 bis 1994), Vorstandsmitglied und CFO der Kaufhof AG in Köln/Deutschland (1994 bis 1996) und Vorstandsmitglied und CFO der Linde AG in Wiesbaden/Deutschland (1996 bis 2004).

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: Deutsche Post AG, Bonn/Deutschland (Mitglied des Aufsichtsrats), M. M. Warburg & Co. KGaA, Hamburg/Deutschland (Mitglied des Aktionärsausschusses), Georgsmarienhütte Holding GmbH, Georgsmarienhütte/Deutschland (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender), Arcandor AG, Essen/Deutschland (Vorsitzender des Aufsichtsrats bis 31.10.2008), Wincor Nixdorf AG, Paderborn/Deutschland (Mitglied des Aufsichtsrats), Société Générale, Corporate and Investment Banking, Frankfurt/Deutschland (Senior Advisor), Live Holding AG, Berlin/Deutschland (Mitglied des Aufsichtsrats).

Walter M. Dünser Dünser Dünser

Seit 1994 ist Herr Dünser Mitglied des Aufsichtsrats der Zumtobel AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2009/10. Herr Dünser ist seit dem Jahr 1949 in der Zumtobel Gruppe tätig. Geboren im Jahr 1930 in Dornbirn, Österreich, Absolvent der Handelsakademie, hatte er bereits 1949 erste Kontakte mit dem nachmaligen Gründer der Zumtobel KG und übernahm 1950 nach Gründung der Zumtobel KG die Buchhaltung und kaufmännischen Agenden als Einzelprokurist. Er wurde 1976 Vorstandsmitglied und CFO der Zumtobel AG und trat 1994 in den Aufsichtsrat über.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: Anteilsverwaltungssparkasse Dornbirn, Dornbirn/Österreich (Mitglied des Sparkassenrats), Dornbirner Sparkasse Bank AG, Dornbirn/Österreich (Vorsitzender des Aufsichtsrats), Hilti & Jehle GmbH, Feldkirch/Österreich (Vorsitzender des Aufsichtsrats), GWZ Privatstiftung, Wien/Österreich (Vorsitzender des Stiftungsrats), Hektor Privatstiftung, Dornbirn/Österreich (Vorsitzender des Stiftungsrats).

Johannes P. Huth

Bis 29. Juli 2009 war Herr Huth Mitglied des Aufsichtsrats der Zumtobel AG, dem er seit 2000 angehörte. Er wurde 1960 in Heidelberg, Deutschland, geboren und ist Träger eines Bachelor of Science (BSc) der London School of Economics und eines Master of Business Administration (MBA) der University of Chicago. Bevor Herr Huth im Mai 1999 bei KKR eintrat, war er Mitglied der Geschäftsleitung der Investcorp und mitverantwortlich für das Europageschäft der Investcorp. Von 1986 bis 1991 arbeitete er bei Salomon Brothers und war dort Vice President in den Merger&Acquisitons Abteilungen in London und New York.

Dr. Wolf Klinz

Herr Klinz ist seit 2001 Mitglied des Aufsichtsrats der Zumtobel AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2009/10. Geboren im Jahr 1941 in Wien, beinhaltet Herr Klinz' Karriere Positionen als Managing-Partner von McKinsey & Company und als Mitglied des Vorstands mehrerer europäischer Technologieunternehmen wie Landis & Gyr, Lurgi und Hartmann & Braun. Von 1990 bis 1994 war er Mitglied des Vorstands der Treuhandanstalt, Berlin. Zudem war er als Präsident der Frankfurter Industrie- und Handelskammer tätig. Seit 2004 ist er Mitglied des Europäischen Parlaments.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: AVECO AG, Frankfurt am Main/Deutschland (Mitglied des Aufsichtsrats), IVG Immobilien AG, Bonn (Mitglied des Beirats).

Dipl.-Ing. Fritz Zumtobel Ing. Fritz Zumtobel

Seit 1996 gehört Fritz Zumtobel dem Aufsichtsrat der Zumtobel AG an. Bis 1. September 2003 war er Vorsitzender, vom 1. September 2003 bis zum 7. April 2006 war er Stellvertretender Vorsitzender und ist seither Mitglied. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2009/10. Fritz Zumtobel wurde 1939 in Frauenfeld, Schweiz, geboren. Er trat 1965 in die Zumtobel Gruppe ein und bekleidete verschiedene Positionen, hauptsächlich im technischen Bereich. Von 1974 bis 1996 war er Mitglied des Vorstands der Zumtobel AG.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: JHD Privatstiftung (Mitglied des Stiftungsvorstands).

3.4.8 Der Aufsichtsrat | Delegierte des Betriebsrats

Ludwig AuerLudwig Auer Auer

Seit September 2004 ist Herr Auer als vom Betriebsrat der Arbeiter entsendetes Mitglied Angehöriger des Aufsichtsrats der Zumtobel AG. Er wurde 1955 in Treibach, Österreich, geboren und trat 1980 als Mitarbeiter im Musterbau in die Zumtobel Gruppe ein. Im Jahr 2004 wurde Herr Auer Vorsitzender des Betriebsrats der Arbeiter der Zumtobel Lighting GmbH.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: keine.

Herbert Kaufmann

Seit August 2004 ist Herr Kaufmann als vom Betriebsrat der Arbeiter entsendetes Mitglied Angehöriger des Aufsichtsrats der Zumtobel AG. Geboren im Jahr 1957 in Dornbirn, Österreich, trat Herr Kaufmann 1985 als Mitarbeiter in der Elektronikmontage in die Zumtobel Gruppe ein. Seit 2004 ist er Vorsitzender des Betriebsrats der Arbeiter der TridonicAtco GmbH & Co KG.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: keine.

Mario Wintschnig Wintschnig

Seit Januar 2007 ist Herr Wintschnig (akad. gepr. Betr. oec) als vom Betriebsrat der Angestellten entsendetes Mitglied Angehöriger des Aufsichtsrates der Zumtobel AG. Herr Wintschnig ist im Jahr 1961 in Dornbirn, Österreich, geboren und trat im Jahr 1981 in die Zumtobel Gruppe ein. Er ist Pricing Manager in der Zumtobel Lighting GmbH und seit Januar 2007 der Vorsitzende des Betriebsrates der Angestellten von Zumtobel Lighting GmbH, Zumtobel AG und der Zumtobel Licht GmbH.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: keine.

3.4.9 Der Aufsichtsrat | Vergütungsregelung

Gemäß Geschäftsordnung des Aufsichtsrats (letztmalig geändert am 7. April 2006) erhält jedes Aufsichtsratsmitglied Ersatz für seine baren Auslagen, ein Anwesenheitsgeld für jede Sitzung und eine jährliche Aufsichtsratsvergütung. Die Höhe des Anwesenheitsgeldes und der Aufsichtsratsvergütung wird durch Beschluss der Hauptversammlung festgesetzt. Übernehmen Mitglieder des Aufsichtsrates eine besondere Tätigkeit im Interesse der Gesellschaft, so kann ihnen hierfür durch Beschluss der Hauptversammlung eine Sondervergütung bewilligt werden.

Die Aufsichtsratsvergütungen werden von der Hauptversammlung beschlossen, wurden letztmalig in der ordentlichen Hauptversammlung vom 15. Juli 2005 betragsmäßig neu festgelegt und sind seither unverändert. Das Anwesenheitsgeld (Sitzungsgeld) beträgt 3.000 EUR, wobei das Sitzungsgeld auch bei zwei oder mehr Sitzungen am gleichen Tag nur einmal beansprucht werden kann. Die jährliche Aufsichtsratsvergütung beträgt für den Vorsitzenden und seine Stellvertreter 40.000 EUR, für alle anderen Mitglieder 20.000 EUR. Die Belegschaftsvertreter erhalten nur das Sitzungsgeld von 3.000 EUR. Die Sitzungsgelder und der Spesenersatz werden unmittelbar nach der betreffenden Sitzung zur Auszahlung gebracht, die Aufsichtsratsvergütungen werden spätestens am Ende jenes Monats ausbezahlt, in welchem die Hauptversammlung über das abgelaufene Geschäftsjahr stattfindet.

Vergütung des Aufsichtsrats8 Offenlegung gemäß Regel 51:

In TEUR 2008/09 2007/08
Gesamtvergütungen des Aufsichtsrats
des Aufsichtsrats
330 277
davon Aufsichtsratsvergütungen 180 160
davon Sitzungsgelder 150 117

8 Hinweis: im Sinne von Transparenz und Klarheit sind jene Vergütungen dargestellt, welche auf die im Geschäftsjahr 2008/09 stattgefundenen Sitzungen entfallen, unabhängig von deren Auszahlungszeitpunkt

Einzelabschluss inzelabschluss Zumtobel AG 1. Mai 2008 bis 30. April 2009

4. Einzelabschluss Zumtobel AG

Inhalt

4. Einzelabschluss ZAG
Bilanz______________ 129
Gewinn- und Verlustrechnung _______ 131
Anhang ____________ 132
4.3.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden __________ 132
4.3.1.1 Allgemeine Grundsätze ___________ 132
4.3.1.2 Anlagevermögen __________ 132
4.3.1.3 Forderungen _______ 133
4.3.1.4 Eigene Anteile ____________ 133
4.3.1.5 Rückstellungen ____________ 133
4.3.1.6 Verbindlichkeiten __________ 133
4.3.1.7 Währungsumrechnung______ 133
4.3.1.8 Änderungen von Bewertungsmethoden ____ 133
4.3.1.9 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag _________ 133
4.3.2 Erläuterung zur Bilanz _______ 134
4.3.2.1 Anlagevermögen __________ 134
4.3.2.2 Angabe über Beteiligungsunternehmen _____ 134
4.3.2.3 Forderungen _______ 135
4.3.2.4 Eigene Anteile ____________ 136
4.3.2.5 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten ______ 136
4.3.2.6 Aktive Rechnungsabgrenzungen_____ 136
4.3.2.7 Eigenkapital ________ 136
4.3.2.8 Unversteuerte Rücklagen__________ 137
4.3.2.9 Rückstellungen ____________ 138
4.3.2.10 Verbindlichkeiten __________ 139
4.3.2.11 Anteilsbasierte Vergütungen________ 140
4.3.2.12 Sonstige finanzielle Verpflichtungen_________ 140
4.3.3 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung _____ 142
4.3.3.1 Umsatzerlöse_______ 142
4.3.3.2 Sonstige betriebliche Erträge _______ 142
4.3.3.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen _______ 143
4.3.3.4 Erträge aus Beteiligungen, Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus
Wertpapieren des Umlaufvermögens ______ 143
4.3.3.5 Steuern vom Einkommen _________ 143
4.3.4 Sonstige Angaben___________ 144
4.3.4.1 Zahl der Arbeitnehmer ___________ 144
4.3.4.2 Organe der Gesellschaft __________ 145
4.3.4.3 Angabe zum Konzernabschluss _____ 145
Lagebericht _________ 146
Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk ___________ 146
Anlagenspiegel ____________ 148

4. Einzelabschluss ZAG

4.1 Bilanz

Aktiva 30. April 2009 30. April 2008
EUR TEUR
A.Anlagevermögen
I.Immaterielle Vermögensgegenstände
1.Konzessionen, Rechte und Vorteile sowie daraus abgeleitete Lizenzen 3.091.532,00 2.483
II.Sachanlagen
1.Grundstücke und Bauten 43.067.317,31 42.540
2.Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 247.790,14 235
43.315.107,45 42.775
III.Finanzanlagen
1.Anteile an verbundenen Unternehmen 644.119.407,02 659.712
2.Ausleihungen an verbundene Unternehmen 10.605.687,01 2.124
3.Beteiligungen 27.319,15 24
4.Wertpapiere des Anlagevermögens 250.125,00 13.006
655.002.538,18 674.866
701.409.177,63 720.124
B.Umlaufvermögen
I.Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1.Forderungen aus Leistungen 25.131,74 7
2.Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 7.192.058,45 7.130
3.Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 142.006,40 169
4.Sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 120.357,22 3.941
7.479.553,81 11.247
II.Wertpapiere und Anteile
Eigene Anteile 13.539.554,80 1.992
III.Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 88.644,76 294
21.107.753,37 13.533
C.Rechnungsabgrenzungsposten 805.777,07 812
723.322.708,07 734.468
Passiva 30. April 2009 30. April 2008
EUR TEUR
A.Eigenkapital
I.Grundkapital 111.760.860,00 111.761
II.Rücklage für eigene Anteile 13.539.554,80 1.992
III.Kapitalrücklagen
1.Gebundene 308.562.380,00 308.562
2.Nicht gebundene 52.460.445,20 64.008
361.022.825,20 372.570
IV.Gewinnrücklagen
Andere Rücklagen (freie Rücklagen) 46.559.961,49 53.760
V.Bilanzgewinn 29.153.375,96 60.266
davon Gewinnvortrag: EUR 29.011.054,95; Vorjahr: Gewinnvortrag TEUR 27.859
562.036.577,45 600.349
B.Unversteuerte Rücklagen
Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen 548.947,66 629
C.Rückstellungen
1.Rückstellungen für Abfertigungen 2.314.637,00 1.898
2.Steuerrückstellungen 28.438.00 17
3.Sonstige Rückstellungen 8.327.472,07 7.537
10.670.547,07 9.451
D.Verbindlichkeiten
1.Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 63.467.828,89 64.405
2.Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.068.558,40 4.752
3.Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 80.795.709,69 53.847
4.Sonstige Verbindlichkeiten 1.734.538,91 1.035
davon aus Steuern EUR 288.597,55; Vorjahr: TEUR 102
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 191.562,40; Vorjahr: TEUR 161
150.066.635,89 124.039
723.322.708,07 734.468
Haftungsverhältnisse 194.601.022,71 335.996

4.2 Gewinn- und Verlustrechnung

30. April 2009 30. April 2008
EUR TEUR
1.Umsatzerlöse 34.711.228,15 32.728
2.Sonstige betriebliche Erträge
a)Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 3.961,20 1.458
b)Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 0,00 60
c)Übrige 884.198,27 3.396
888.159,47 4.914
3.Personalaufwand
a)Löhne 37.308,39 25
b)Gehälter 10.095.765,78 9.237
c)Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 383.048,92 218
d)Aufwendungen für Altersversorgung 67.493,44 136
e)Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge
2.158.448,03 1.880
f)Sonstige Sozialaufwendungen 851.114,16
13.593.178,72
899
12.396
4.Abschreibungen
a)auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.083.563,83 2.790
5.Sonstige betriebliche Aufwendungen
a)Steuern 84.674,03 86
b)Übrige 23.425.537,21 25.010
23.510.211,24 25.096
6.Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebsergebnis) -4.587.566,17 -2.640
7.Erträge aus Beteiligungen (aus verbundenen Unternehmen) 35.097.310,04 46.384
8.Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 697.655,23 1.056
davon aus verbundenen Unternehmen: 678.312,23 EUR ; Vorjahr: TEUR 1.028
9.Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 461.623,80 392
davon aus verbundenen Unternehmen: 373.601,58 EUR ; Vorjahr: TEUR 182
10.Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen 0,00 946
11.Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens -28.334.430,38 -2844
davon Abschreibungen: 28.236.996,58 EUR; Vorjahr: TEUR 2.000
12.Zinsen und ähnliche Aufwendungen -10.480.107,78 -10.948
davon betreffend verbundene Unternehmen: 3.101.518,59 EUR; Vorjahr: TEUR 3.155
13.Zwischensumme aus Z 7 bis 12 (Finanzergebnis) -2.557.949,09 34.987
14.Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -7.145.515,26 32-347
15.Steuern vom Einkommen 7.397,85 27
16.Jahresfehlbetrag/-überschuss -7.138.117,41 32.374
17.Auflösung unversteuerter Rücklagen
Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen 80.438,42 32
18. Auflösung von Gewinnrücklagen 7.200.000,00 0
19.Jahresgewinn 142.321,01 32.406
20.Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 29.011.054,95 27.859
21.Bilanzgewinn 29.153.375,96 60.266

4.3 Anhang

4.3.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

4.3.1.1 Allgemeine Grundsätze

Der Jahresabschluss wurde gemäß UGB und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens angenommen.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden. Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.

4.3.1.2 Anlagevermögen

4.3.1.2.1 Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind.

Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.

Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrundegelegt:

Jahre
Software 5-7
Sonstige 4

4.3.1.2.2 Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind. Die geringwertigen Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.

Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrundegelegt:

von bis
Gebäude 30 50 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 10 Jahre

4.3.1.2.3 Finanzanlagen

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Börsenkursen zum Bilanzstichtag bewertet.

4.3.1.3 Forderungen

Die Forderungen sind mit dem Nennwert angesetzt. Im Falle erkennbarer Einzelrisiken wird der niedrigere beizulegende Wert ermittelt und angesetzt.

4.3.1.4 Eigene Anteile

Die eigenen Anteile sind mit dem Kurswert am Bilanzstichtag bewertet.

4.3.1.5 Rückstellungen

4.3.1.5.1 Rückstellungen für Anwartschaften auf Abfertigungen und Rückstellungen für ähnliche Verpflichtungen

Die Abfertigungsrückstellungen und die Rückstellung für Jubiläumsgelder werden unter Anwendung der Bestimmungen des IAS 19 nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 5,25% (VJ 5,25%), einer zukünftigen Gehaltssteigerung von 3,25% (VJ 3,25%) und einer empirischen Fluktuation, gestaffelt nach Dienstjahren, zwischen 0% und 13%, sowie eines frühest möglichen Pensionsantrittsalter unter Berücksichtigung der Übergangs-regelungen gemäß Pensionsreform unter Zugrundelegung der Sterbetafeln 2008 (VJ Sterbetafeln 1999) berechnet. Aufgrund zum Vorjahr geänderter Parameter entstand bei der Abfertigungsrückstellung ein zusätzlicher Ertrag von EUR 1.731,00 (VJ EUR 19.813,00), bei der Rückstellung für Jubiläumsgelder hingegen eine Verlust von EUR 5.123,00 (VJ Ertrag EUR 2.075,00). Die Korridormethode wird nicht angewandt.

4.3.1.5.2 Übrige Rückstellungen

In den übrigen Rückstellungen werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und der Höhe und den Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind.

4.3.1.6 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

4.3.1.7 Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind mit dem Anschaffungskurs oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkurs zum Bilanzstichtag bewertet.

4.3.1.8 Änderungen von Bewertungsmethoden

Die angewandten Bewertungsmethoden wurden auch bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.

4.3.1.9 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Nach dem Bilanzstichtag fanden keine nennenswerten Ereignisse statt.

4.3.2 Erläuterung zur Bilanz

4.3.2.1 Anlagevermögen

4.3.2.1.1 Entwicklung

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Jahresabschreibung nach einzelnen Posten ist im Anlagenspiegel dargestellt. Im Anlagenspiegel ist auch der Grundwert angeführt.

4.3.2.1.2 Geringwertige Vermögensgegenstände

Die geringwertigen Vermögensgegenstände bis zu einem Anschaffungswert von EUR 400,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

4.3.2.2 Angabe über Beteiligungsunternehmen

Anteile an verbundenen Unternehmen

Name und Sitz Whrg Eigenkapital Anteil in % Jahres
überschuss/
-fehlbetrag
Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn EUR 274.727.239,11 100 -13.878.601,42
TridonicAtco GmbH & Co KG, Dornbirn EUR 64.975.526,93 100 22.680.835,92
TridonicAtco GmbH, Dornbirn EUR 1.031.234,62 100 722.817,66
Zumtobel Insurance Management GmbH (vorm.
Zumtobel Holding GmbH), Dornbirn
EUR 78.925,10 100 97.310,04
Zumtobel LED Holding GmbH, Lustenau EUR 2.225.238,30 100 -25.599.740,91
Zumtobel Lighting Ltd., Hongkong HKD Zwerganteil
Zumtobel Lighting Ltd., Hayes, Großbritannien GBP Zwerganteil

Im Berichtsjahr wurde der Beteiligungsansatz an der Zumtobel LED Holding GmbH, Lustenau, durch einen nicht rückzahlbaren Grossmutterzuschuss an die Zumtobel LED GmbH in Höhe von EUR 8.000.000,00 erhöht.

Eine zum Bilanzstichtag intern durchgeführte Bewertung der Beteiligung an der Zumtobel LED Holding GmbH machte eine Teilwertabschreibung in Höhe von EUR 23.600.000,00 notwendig. Der Buchwert der Anteile der Zumtobel AG an der Zumtobel LED Holding GmbH beläuft sich zum Bilanzstichtag somit auf EUR 2.233.031,05.

Der Jahresüberschuss 2008/09 der Zumtobel Insurance Management GmbH (vormals Zumtobel Holding GmbH), Dornbirn, in Höhe von EUR 97.310,04 (VJ EUR 108.736,76) ist aufgrund eines bestehenden Ergebnisabführungsvertrags in der Position "Erträge aus Beteiligungen von verbundenen Unternehmen" enthalten.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Diese Position betrifft die Zumtobel Lighting Inc., USA., und die Zumtobel LED Illuminazione Holding SRL, Meran, Italien.

Übrige Beteiligungen

Nominale Anschaffungswert kumulierte Buchwert
Name und Sitz Abschreibung
EIBA Société cooperative, Brüssel, Belgien, (1,5% Beteiligung) EUR 7.267,28 14.951,72 0,00 14.951,72
Dornbirner Messe GmbH, Dornbirn, (0,66% Beteiligung) EUR 1.816,82 290,69 0,00 290,69
Vorarlberger Volksbank reg. GenmbH, Dornbirn, (Zwerganteil) EUR 76,67 76,67 0,00 76,67
Dornbirner Seilbahn GmbH, Dornbirn, (ca. 0,01% Beteiligung) EUR 2.180,19 0,07 0,00 0,07
Kompetenzzentrum Licht GmbH, Altrans, (33.33% Beteiligung) EUR 36.000,00 12.000,00 0,00 12.000,00
27.319,15 0,00 27.319,15

Die Beteiligung am Kompetenzzentrum Licht GmbH, Altrans, wurde durch Ausscheiden eines Gesellschafters und anteilige Übernahme der Beteiligung des ausgeschiedenen Gesellschafters um EUR 3.000,00 erhöht.

4.3.2.2.1 Wertpapiere des Anlagevermögens

Die im Vorjahr in den Wertpapieren des Anlagevermögens ausgewiesenen "Bearer Notes" der Thorn Europhane S.A., Paris, im Gesamtwert von EUR 12.755.926,53 wurden zurückbezahlt.

Der Bestand der im Vorjahr erworbenen 667 Stückaktien der Wiener Börse AG im Nominale von EUR 250.125,00 ist zum Bilanzstichtag unverändert.

4.3.2.3 Forderungen

Bilanzwert
30.4.2009
Restlaufzeit von
mehr als einem
Jahr
davon
wechselmäßig
verbrieft
enthaltene
Pauschal-WB
Forderungen aus Leistungen 25.131,74 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 7.192.058,45 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
142.006,40 0,00 0,00 0,00
sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 120.357,22 0,00 0,00 0,00
7.479.553,81 0,00 0,00 0,00
Bilanzwert
30.4.2008
Restlaufzeit von
mehr als einem
Jahr
davon
wechselmäßig
verbrieft
enthaltene
Pauschal-WB
Forderungen aus Leistungen 7.084,80 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 7.130.151,78 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
168.884,23 0,00 0,00 0,00
sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 3.940.740,75 0,00 0,00 0,00
11.246.861,56 0,00 0,00 0,00

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen stammen mit EUR 6.892.359,19 (VJ EUR 6.671.609,12) aus der laufenden Verrechnung. Die Ergebnisübernahme der Zumtobel Insurance Management GmbH (Vormals Zumtobel Holding GmbH), Dornbirn, ist mit EUR 97.310,04 (VJ EUR 108.736,76) enthalten.

Die Forderungen aus der Steuerumlage an die österreichischen Gesellschaften der Zumtobel Gruppe betragen EUR 159.052,56 (VJ EUR 39.554,79). Aus dem Aktien-Options-Programm bestehen zum Stichtag keine Forderungen (VJ EUR 217.783,00). Ein Betrag in Höhe von EUR 43.336,66 (VJ EUR 92.468,11) stammt aus Finanzierungsforderungen.

Die sonstigen Forderungen beinhalten Forderungen an Finanzämter in Höhe von EUR 111.989,94 (VJ EUR 139.707,06) und Forderungen gegenüber der Belegschaft mit EUR 8.367,28 (VJ EUR 10.455,69).

4.3.2.4 Eigene Anteile

Der Vorstand der Zumtobel AG hat am 29. Juni 2006 in Ausübung des Hauptversammlungsbeschlusses vom 7. April 2006 beschlossen, maximal 1 Mio Stückaktien im Zeitraum vom 6. Juli 2006 bis 31. Oktober 2006 zu erwerben. Der Zweck des Rückerwerbs lag in der Bedienung von Aktienoptionen. Tatsächlich wurden 800.000 Stück Aktien zu einem Durchschnittskurs von EUR 17,74 erworben.

In der am 29. Juli 2008 stattgefundenen 32. Hauptversammlung wurde der Vorstand vom Aufsichtsrat ermächtigt, innerhalb von 18 Monaten gemäß § 65 Abs 1 Z 8 und § 65 Abs 1a AktG eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals, unter Berücksichtigung der bereits im Besitz befindlichen eigenen Aktien, zu einem Preis von mindestend EUR 5,00 und höchstens EUR 50,00 je Stück zu erwerben. Dies unter Einschluss der Ermächtigung des Vorstandes, die eigenen Aktien einzubeziehen, über die Börse oder im Rahmen eines öffentlichen Angebots wieder zu verkaufen, wobei der Handel der eigenen Aktien ausgeschlossen ist. Im Zeitraum August bis Dezember 2008 wurden insgesamt 1.943.555 Stück Aktien zu einem Durchschnittspreis von EUR 8,91 erworben.

Im Geschäftsjahr 2008/09 wurden insgesamt 64.625 Aktienoptionen (VJ 219.233 Stück) ausgeübt. Zum 30. April 2009 beträgt der Bestand eigener Aktien 1.991.111 Stück (VJ 112.181 Stück). Der Kurswert der Zumtobel Aktie belief sich zum Bilanzstichtag auf EUR 6,80. Zum Bilanzstichtag wurde eine Abwertung in Höhe von EUR 4.636.996,58 (VJ EUR 0,00) durchgeführt, somit beläuft sich der Bilanzwert auf EUR 13.539.554,80 (VJ EUR 1.991947,10).

Die Rücklage für eigene Anteile wurde wie in den Vorperioden durch Umwidmung frei verfügbarer Kapitalrücklagen auf den Bilanzwert von EUR 13.539.554,80 (VJ EUR 1.991.947,10) erhöht.

4.3.2.5 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Der gesamte ausgewiesene Betrag entfällt auf Guthaben bei Kreditinstituten und ist kurzfristig fällig. Das im Vorjahr enthaltene Sicherheitenkonto bei der UniCredit Bank Austria AG wurde im Berichtsjahr aufgelöst.

4.3.2.6 Aktive Rechnungsabgrenzungen

In den aktiven Rechnungsabgrenzungen in Höhe von EUR 805.777,07 (VJ EUR 811.828,95) sind im Wesentlichen Wartungsgebühren für div. Hard- und Software, Grundsteuern und Mitgliedsbeiträge enthalten.

4.3.2.7 Eigenkapital

Die Aktien der Zumtobel AG notieren seit dem 12. Mai 2006 im Prime Market Segment der Wiener Börse. Das Börsenkürzel lautet ZAG, die internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) lautet AT 0000837307.

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 7. April 2006 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch – allenfalls in mehreren Tranchen – das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 31.425.000,00 durch Ausgabe von bis zu 12.570.000 Stück neue auf Inhaber lautende Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100% des anteiligen Betrages am Grundkapital auf bis zu EUR 123.448.360,00 gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes Kapital). Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen, neuen Aktien ist ausgeschlossen. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

Im Mai 2006 wurde das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 92.023.360,00 um EUR 19.737.500,00 auf EUR 111.760.860,00 durch Ausgabe von 7.895.000 neue auf Inhaber lautende nennbetragslose stimmberechtigte Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab 1. Mai 2006 erhöht. Die verbliebene Ermächtigung zur Kapitalerhöhung lautet auf EUR 11.687.500,00 und somit auf 4.675.000 Aktien.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist in 44.704.344 zur Gänze einbezahlte auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien mit einem anteiligen Wert am Grundkapital von EUR 2,50 pro Aktie unterteilt.

Der Vorstand ist weiters ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 7. April 2006 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch – allenfalls in mehreren Tranchen – eine bedingte Kapitalerhöhung zur Einräumung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens um bis zu EUR 3.312.840,00 durch Ausgabe von bis zu 1.325.136 neue auf Inhaber lautende Stückaktien gegen Bareinlage zu beschließen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes bedingtes Kapital). Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten bedingten Kapital ergeben, zu beschließen.

In Konkretisierung des Grundsatzbeschlusses hat der Vorstand am 20. Februar 2008 mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom 14. März 2008 beschlossen, eine bedingte Kapitalerhöhung im Ausmaß von EUR 607.500,00 durch Ausgabe von bis zu 243.000 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien durchzuführen. Dies insoweit als die berechtigten Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes von ihrem Bezugsrecht Gebrauch machen. Bisher hat noch keine der berechtigten Personen vom Bezugsrecht Gebrauch gemacht.

Aufgrund des Beschlusses des Vorstands der Gesellschaft vom 29. Juni 2006, gemäß der am 7. April 2006 erteilten Ermächtigung der Hauptversammlung nach Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien zu erwerben, wurden bis 31. Oktober 2006 800.000 Stück eigene Aktien zur Bedienung der Mitarbeiterbeteiligungsprogramme erworben und bis zum 30. April 2009 im Ausmaß von 752.444 Stück an Mitarbeiter weitergegeben.

Aufgrund des Beschlusses des Vorstands der Gesellschaft vom 29. Juli 2008, auf Basis der vom selben Tag resultierenden Ermächtigung der Hauptversammlung nach Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien in einem Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals zu erwerben, wurden gemäß § 65 Abs 1 Z 8 und § 65 Abs 1a AktG 1.943.555 Stück eigene Aktien erworben.

In der am 29. Juli 2008 stattgefundenen 32. Hauptversammlung wurde die Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,70 (VJ EUR 0,50) je Aktie beschlossen, das entspricht einem Gesamtbetrag von EUR 31.254.783,00 (VJ EUR 22.279.507,50). Die Ausschüttung an die Aktionäre erfolgte im August 2008.

4.3.2.8 Unversteuerte Rücklagen

Stand am Zuführung Verbrauch Stand am
1. Mai 2008 30. April 2009
Bewertungsreserve
Sachanlagen 629.386,08 0,00 80.438,42 548.947,66
Summe Bewertungsreserve 629.386,08 0,00 80.438,42 548.947,66

Die Bewertungsreserve besteht aus Abschreibungen gemäß §§ 6, 8 und 12 EStG 1972 und wird analog zur Restnutzungsdauer der Anlagen verbraucht. Auf Grund der Feststellungen aus einer Betriebsprüfung ist der im Jahr 1990 von der Republik Österreich für ein bebautes Grundstück geleistete Investitionszuschuss, der ursprünglich als steuerfreier Ertrag vereinnahmt wurde, von den Anschaffungskosten des Grundstücks abzusetzen.

4.3.2.9 Rückstellungen

4.3.2.9.1 Abfertigungsrückstellungen

Stand am Saldo aus Verbrauch, Stand am
1. Mai 2008 Auflösung u. Dotierung 30. April 2009
Abfertigungsrückstellungen 1.897.614,00 417.023,00 2.314.637,00
Summe Abfertigungsrückstellungen 1.897.614,00 417.023,00 2314.637,00

4.3.2.9.2 Steuerrückstellungen

Stand am Verbrauch Dotierung Stand am
1. Mai 2008 Auflösung (A) 30. April 2009
KöSt 2009 0,00 0,00 21.438,00 21.438,00
KöSt 2007/2008 16.626,00 9.626,00 0,00 7.000,00
Summe Steuerrückstellungen 16.626,00 9.626,00 21.438,00 28.438,00

4.3.2.9.3 Sonstige Rückstellungen

Stand am Verbrauch Dotierung Stand am
1. Mai 2008 30. April 2009
Personalrückstellungen
noch nicht konsumierte Urlaube 477.751,69 477.751,69 524.829,21 524.829,21
Sonderzahlungen 482.931,45 482.931,45 566.979,65 566.979,65
Jubiläumsgelder 235.233,00 5.270,16 67.905,16 297.868,00
Mitarbeiterprämien 1.376.674,19 1.203.230,19 828.193,00 1.001.637,00
Übrige 113.338,19 113.338,19 135.756,51 135.756,51
Summe Personalrückstellungen 2.685.928,52 2.282.521,68 2.123.663,53 2.527.070,37
übrige Rückstellungen
Bilanzprüfungsaufwand 85.785,00 85.785,00 131.850,00 131.850,00
Beratungsaufwand 342.175,00 342.175,00 202.400,00 202.400,00
Bilanzveröffentlichung 25.000,00 25.000,00 21.000,00 21.000,00
Aufsichtsratsvergütung 160.000,00 160.000,00 180.000,00 180.000,00
drohende Kursverluste 4.094.206,59 4.094.206,59 5.265.151,70 5.265.151,70
fehlende Eingangsrechnungen 143.448,39 143.448,39 0,00 0,00
Summe übrige Rückstellungen 4.850.614,98 4.850.614,98 5.800.401,70 5.800.401,70
Summe sonstige Rückstellungen 7.536.543,50 7.133.136,66 7.924.065,23 8.327.472,07

4.3.2.10 Verbindlichkeiten

Restlaufzeit bis zu
einem Jahr
Restlaufzeit von
einem bis fünf
Jahren
Restlaufzeit von
über fünf Jahren
Bilanzwert
30. April 2009
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 63.467.828,89 0,00 0,00 63.467.828,89
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.068.558,40 0,00 0,00 4.068.558,40
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 80.795.709,69 0,00 0,00 80.795.709,69
sonstige Verbindlichkeiten 1.614.538,91 120,000,00 0,00 1.734.538,91
davon aus Steuern 288.597,55 0,00 0,00 288.597,55
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 191.562,40 0,00 0,00 191.562,40
Summe Verbindlichkeiten 149.946.635,89 120,000,00 0,00 150.066.635,89
Restlaufzeit bis zu
einem Jahr
Restlaufzeit von
einem bis fünf
Jahren
Restlaufzeit von
über fünf Jahren
Bilanzwert
30. April 2008
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.569.421,93 62.835.492,66 0,00 64.404.914,59
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.751.921,10 0,00 0,00 4.751.921,10
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 53.846.620,79 0,00 0,00 53.846.620,79
sonstige Verbindlichkeiten 1.035.407,24 0,00 0,00 1.035.407,24
davon aus Steuern 102.035,29 0,00 0,00 102.035,29
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 161.061,43 0,00 0,00 161.061,43
Summe Verbindlichkeiten 61.203.371,06 62.835.492,66 0,00 124.038.863,72

Die Verbindlichkeiten sind nicht dinglich besichert.

Eine wesentliche Finanzierungsvereinbarung innerhalb der Zumtobel Gruppe stellt der am 12. Juni 2008 mit einem sieben Banken umfassenden Konsortium abgeschlossene Kreditvertrag mit einer Laufzeit von 5 Jahren dar. Der Kreditvertrag hat einen maximal ausnutzbaren Rahmen von EUR 480.000.000,00. Hieraus wurden mit Wirkung zum 30. Juni 2008 langfristige Darlehen in Höhe von EUR 186.000.000,00 getilgt. Die verbleibende Kreditlinie von EUR 294.000.000,00 wird für Wachstums- und Akquisitionsfinanzierungen bereitgestellt, ist derzeit aber nicht valutiert. Aus dem per 30. April 2009 aushaftenden Betrag von EUR 186.000.000,00 entfällt auf die Zumtobel AG ein Kreditbetrag von EUR 62.000.000,00. Dieser Betrag ist nominell am 31. Dezember 2009 zurückzuzahlen.

Die Finanzverbindlichkeit gegenüber der Zumtobel Lighting GmbH ist mit einem Restbetrag in Höhe von EUR 4.827.000,00 (VJ EUR 35.495.899,22) aushaftend. Die übrigen Finanzierungsverbindlichkeiten wurden in Höhe von EUR 10.668.899,22 (incl. Zinsen EUR 62.972,69) zurückgeführt. Die Finanzierungsverbindlichkeit gegenüber der Zumtobel Pool AG, Zürich, ist mit EUR 13.678.336,66 (VJ EUR 13.913.106,62) enthalten. Gegenüber der Zumtobel Pool GmbH besteht eine Finanzierungsverbindlichkeit in Höhe von EUR 62.290.373,03 (VJ EUR 4.168.596,40). Aus der laufenden Leistungsverrechnung bestehen keine Verbindlichkeiten (VJ EUR 269.018,55).

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten neben den Verbindlichkeiten an die Gemeinde aus Kommunalsteuer in Höhe von EUR 21.839,61 (VJ EUR 21.741,04) im Wesentlichen Verbindlichkeiten an Dienstnehmer in Höhe von EUR 624.560,74 (VJ EUR 530.816,95). Weiters sind EUR 266.757,94 (VJ EUR 80.294,25) gegenüber dem Finanzamt, EUR 191.562,40 (VJ EUR 161.061,43) gegenüber der Krankenkasse und EUR 222.875,31 (VJ EUR 132.261,87) gegenüber Versicherungsunternehmen enthalten.

4.3.2.11 Anteilsbasierte Vergütungen

Für leitende Angestellte der Zumtobel Gruppe existiert ein aktienbasiertes Vergütungsprogramm, das Matching Stock Program (MSP).

Stock Options Program (SOP)

Von 2004 bis 2008 gab es ein aktienbasiertes Vergütungsprogramm, das Stock Options Program (SOP), das 2008 durch das MSP abgelöst wurde. Aus dem SOP erfolgen keine Zuteilungen von Optionen mehr. Die Ausübungszeit des SOP läuft jedoch noch bis 2015. Innerhalb dieser Ausübungszeit werden mehrere Ausübungsfenster ("exercise slots") zur Einlösung der Optionen festgesetzt. Eine vorzeitige Schließung der Ausübungsfenster bleibt vorbehalten. Für eine Option kann eine Aktie zu einem fixen Preis gekauft werden. Im Geschäftsjahr 2008/09 wurden 9.836 Optionen zu einem Ausübungspreis von EUR 7,50 ausgeübt. Zum 30. April 2009 betrug der Bestand an eingeräumten Optionen 63.424 Stück.

Matching Stock Program (MSP)

Das MSP wurde im Zusammenhang mit dem Börsengang zum 1. Mai 2006 eingeführt. Um am MSP teilnehmen zu können, muss die Führungskraft eine bestimmte Anzahl Aktien ("MSP-Aktien") in einem Sperrdepot hinterlegen. Das MSP ist in 3 Teilprogramme (MSP I, MSP II, MSP III) aufgeteilt, wobei jedes Teilprogramm in 5 Tranchen unterteilt ist. Für jede so gehaltene MSP-Aktie wird der Wertzuwachs multipliziert mit Faktor 8 in Form zusätzlicher Aktien bonifiziert. Der Wertzuwachs errechnet sich aus der Differenz 60-Tage-Kursmittelwert bei Ausübung abzüglich dem um 10% erhöhten 60-Tage-Kursmittelwert bei Zuteilung. Die Zuteilung erfolgt jeweils zu Beginn des Geschäftsjahres, die Ausübung erfolgt automatisch zwei Jahre nach der jeweiligen Zuteilung. Ist der Wertzuwachs kleiner oder gleich Null, entfällt die Zuteilung. Im Geschäftsjahr 2008/09 wurden 289.312 Optionen eingeräumt.

Im Geschäftsjahr 2008/09 wurde seitens des Managements auf die in 2007/08 gewährten MSP Optionen (205.352 Stk.) verzichtet.

Zum 30. April 2009 betrug der Bestand an MSP-Aktien 36.164 Stück (VJ 26.773 Stück). Die SOP und MSP Optionen sind nicht übertragbar. Eine Behaltefrist für bezogene Aktien besteht beim SOP nicht, beim MSP beträgt diese 2 Jahre.

Im Zusammenhang mit anteilsbasierten Vergütungen werden die Regelungen des IFRS 2 (International Financial Reporting Standards) nicht angewandt. Der Wert der im Geschäftsjahr neu eingeräumten Optionen nach IFRS 2 beträgt für das MSP EUR 130.833,00 (VJ EUR 548.456,00). Die Bewertung der Marktpreise erfolgt in Form eines finanzmathematischen Gutachtens (Black Scholes Modell).

4.3.2.12 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

4.3.2.12.1 Haftungsverhältnisse

Betrag davon gegenüber
verbundenen
Unternehmen
Verpflichtungen aus Eventualverbindlichkeiten 159.535.090,17 159.535.090,17
Unternehmensgarantien 27.162.804,27 27.162.804,27
Leasing 3.000.000,00 3.000.000,00
Verpflichtung aus Patronatserklärung 4.860.115,18 4.860.115,18
Bankgarantien 43.013,09 0,00
194.601.022,71 194.558.009,62

4.3.2.12.2 Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen

des folgenden
Geschäftsjahres
der folgenden fünf
Geschäftsjahre
Verpflichtungen aus Leasingverträgen 93.877,00 469.385,00
Verpflichtungen aus Mietverträgen 107.011,00 535055,00
200.888,00 1.004.440,00

4.3.2.12.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Rahmen komplexer Restrukturierungsmaßnahmen wurden vereinzelt Schadloshaltungserklärungen von Seiten der Zumtobel AG an Führungskräfte des Konzerns abgegeben.

Weiters hat die Zumtobel AG der Thorn Europhane SA, Paris, Frankreich, die Werthaltigkeit der Bilanzansätze der Beteiligung an Thorn Licht GmbH, Dornbirn, garantiert.

Der mit ATOS ORIGIN im April 2004 abgeschlossene Dienstleistungsvertrag hat eine Laufzeit von 7 Jahren, danach ist eine gegenseitige Kündigung möglich. Für den unkündbaren Zeitraum wurde von der Zumtobel AG ein Mindestumsatz in Höhe von EUR 38,0 Mio garantiert.

4.3.2.12.4 Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden in der Zumtobel AG zur Absicherung von Marktpreisrisiken der gesamten Zumtobel Gruppe, die aus Schwankungen von Währungskursen, Kupferpreisen und Zinssätzen resultieren können, eingesetzt. Die Berechnung von stichtagsbezogenen Marktwerten aus Derivaten erfolgt durch eine konzerneigene Treasury-Software basierend auf üblichen anerkannten Berechnungsmethoden.

Durch weitere Marktpreisschwankungen können die hier aufgeführten Werte jedoch von den später bei Fälligkeit realisierten Werten abweichen.

Die Zumtobel AG schließt einerseits intern mit Konzerngesellschaften der Zumtobel Gruppe zur Absicherung deren Währungskursrisikos Derivatgeschäfte ab. Das daraus resultierende Nettoexposure in den einzelnen Währungen wird teilweise zeitgleich, teilweise sukzessive extern durch gegengleiche Derivatgeschäfte mit systemrelevanten Banken als Kontraktpartner eingedeckt. Damit ist das Bonitätsrisiko aus den Kurssicherungsgeschäften als äußerst gering einzustufen. Die negativen Marktwerte dieser Sicherungsgeschäfte belaufen sich zum Bilanzstichtag auf EUR 2.957.871,34 (VJ EUR 4.042.891,59). Der negative Marktwert ist vor allem in USD-Positionen verursacht.

Im November 2008 wurde mit einer Bank ein Zins-Swap (Interest Rate Swap) für ein Volumen von EUR 62.000.000,00 mit einer Laufzeit bis 13. Juni 2013 abgeschlossen. Aus diesem Swap erhält die Zumtobel AG variable Zinszahlungen auf Basis des 3-Monats-Euribor gegen Zahlung von fixen Zinsen zum Zinssatz von 3,34%. Aufgrund des weiteren Rückgangs des Zinsniveaus seit dem Abschluss des Swaps, bildete sich ein negativer Marktwert von EUR 2.307.280,36. Der im Vorjahr bestehende Interest Rate Swap hatte eine Zinssicherung nur bis zum ursprünglichen Rückzahlungstermin (Dezember 2009) gebildet und wurde deshalb im Juli 2008 zum Marktwert aufgelöst, ebenso ein Cross-Currency-Swap mit gleicher Laufzeit.

4.3.3 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.3.3.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten setzen sich wie folgt zusammen:

2008/09 2007/08
Inland 20.016.733,33 18.958.800,44
EU-Staaten 11.189.816,00 10.989.859,07
Drittland 3.504.678,82 2.779.117,33
34.711.228,15 32.727.776,84

Nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:

2008/09 2007/08
Mieterlöse 7.593.596,82 7.597.566,63
IT-Dienstleistungen 18.829.190,18 16.593.231,74
sonstige Umlagen 8.288.441,15 8.536.978,47
34.711.228,15 32.727.776,84

Von den Umsatzerlösen wurden EUR 34.238.976,11, d.s. 98,64% (VJ EUR 32.387.605,49 oder 98,96%) mit Gesellschaften des Konzerns getätigt.

4.3.3.2 Sonstige betriebliche Erträge

2008/09 2007/08
Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 3.961,20 1.457.906,25
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 0,00 59.750,00
Übrige 884.198,27 3.396.063,87
888.159,47 4.913.720,12

In den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen weiterverrechnete Aufwendungen an Gesellschaften des Konzerns enthalten.

Personalaufwand

2008/09 2007/08
Löhne 37.308,39 24.993,00
Gehälter 10.095.765,78 9.237.111,62
Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 383.048,92 218.489,87
Aufwendungen für Altersversorgung 67.493,44 135.698,76
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abgängige
Abgaben und Pflichtbeiträge 2.158.448,03 1.880.135,91
sonstige Sozialaufwendungen 851.114,16 899.391,95
13.593.178,72 12.395.821,11

Die Aufwendungen für Abfertigungen setzen sich wie folgt zusammen:

2008/09 2007/08
leitende Angestellte 142.253,80 49.766,03
sonstige Arbeitnehmer 240.795,12 168.723,84
383.048,92 218.489,87

Die Aufwendungen für Abfertigungen beinhalten mit EUR 82.787,28 (VJ EUR 53.140,87) auch die Beträge, die an die Mitarbeitervorsorgekasse im Rahmen der "Abfertigung neu" bezahlt wurden.

4.3.3.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen

2008/09 2007/08
Steuern 84.674,03 85.684,16
Übrige 23.425.537,21 25.010.276,92
23.510.211,24 25.095.961,08

4.3.3.4 Erträge aus Beteiligungen, Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens

Die Erträge von verbundenen Unternehmen belaufen sich auf EUR 35.000.000,00 (VJ EUR 46.275.700,00), die Erträge aus der Organschaft sind mit EUR 97.310,04 (VJ EUR 108.736,76) enthalten.

Auf die Beteiligung an der Zumtobel LED Holding GmbH, Lustenau, wurde eine Teilwertabschreibung in Höhe von EUR 23.600.000,00 (VJ EUR 2.000.000,00) durchgeführt.

4.3.3.5 Steuern vom Einkommen

Die Veränderung der unversteuerten Rücklagen hatte keine Auswirkung auf die Steuern vom Einkommen.

Die Steuern vom Einkommen haben das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nicht belastet.

Seit dem Wirtschaftsjahr 2004/05 wird in Österreich von der Möglichkeit der Errichtung einer steuerlichen Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG Gebrauch gemacht. Zu diesem Zwecke wurde zwischen der Zumtobel AG als Gruppenträger und den Gruppenmitgliedern

Zumtobel Lighting GmbH (beteiligte Körperschaft) Zumtobel Licht GmbH Zumtobel Holding GmbH, vorm. Zumtobel Trust GmbH Zumtobel Insurance Management GmbH, vorm. Zumtobel Holding GmbH (beteiligte Körperschaft) Zumtobel Pool GmbH TridonicAtco connection technology GmbH TridonicAtco GmbH (beteiligte Körperschaft) Ledon Lighting Jennersdorf GmbH, vorm. TridonicAtco Optoelectronics GmbH

am 18.4.2005 ein Steuerumlagevertrag abgeschlossen.

Im Wirtschaftsjahr 2005/06 sind weiters die

TridonicAtco Holding GmbH LEDON Lighting GmbH

sowie im Wirtschaftsjahr 2007/08 die

Zumtobel LED Holding GmbH (beteiligte Körperschaft) Zumtobel LED GmbH

als Gruppenmitglieder diesem Vertrag beigetreten.

Die Zumtobel Beteiligungs GmbH wurde im Berichtsjahr mit der Zumtobel LED GmbH verschmolzen.

In diesem Steuerumlagevertrag wurde vereinbart, dass ein, nach den Vorschriften des KStG und EStG ermittelter steuerpflichtiger Gewinn oder Verlust im Sinne der stufenweisen Ergebniszurechnung an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger weiterzuverrechnen ist.

Ein auf Basis des steuerpflichtigen Gewinnes des Gruppenmitglieds ermittelter Steueraufwand ist unabhängig davon, in welcher Höhe der Gruppenträger insgesamt für das betreffende Wirtschaftsjahr und für die gesamte Unternehmensgruppe Körperschaftsteuer schuldet, als Steuerumlage an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger zu entrichten. Im Falle eines steuerlichen Verlustes des Gruppenmitgliedes verpflichtet sich die beteiligte Körperschaft bzw. der Gruppenträger diese Verluste als internen Verlustvortrag für zukünftige verrechenbare Gewinne des jeweiligen Gruppenmitgliedes evident zu halten. Das Gruppenmitglied wiederum ist verpflichtet im Falle eines steuerlichen Verlustes die Mindestkörperschaftsteuer an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger zu entrichten.

Vorgruppen- und Außengruppenverluste iSd § 9 KStG werden unter Berücksichtigung einer allfälligen Vortrags- und Verrechengrenze gegen die steuerlichen Gewinne des jeweiligen Gruppenmitglieds bzw. des Gruppenträgers verrechnet.

Aus der Gruppenbesteuerung wurden insgesamt EUR 159.052,55 (VJ EUR 51.942,52) an Gruppenmitglieder weiterbelastet.

4.3.4 Sonstige Angaben

4.3.4.1 Zahl der Arbeitnehmer

Die Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres, gegliedert in Arbeiter und Angestellte, beträgt:

Durchschnitt Stichtag
2008/09 2007/08 30. April 2009 30. April 2008
Arbeiter 1 1 1 1
Angestellte 133 112 134 115
134 113 135 116

4.3.4.2 Organe der Gesellschaft

Im Geschäftsjahr waren folgende Personen als Mitglieder des Aufsichtsrates tätig: KR Dipl. Ing. Jürg Zumtobel (Vorsitzender) Dr. Harald Sommerer (Stellvertreter des Vorsitzenden) Dipl. Kfm. Hero Brahms (Stellvertreter des Vorsitzenden seit 29. Juli 2008) Dipl. Ing. Fritz Zumtobel (Mitglied) Johannes P. Huth (Mitglied bis 27. Juni 2008) KR Walter M. Dünser (Mitglied) Dr. Wolf Klinz (Mitglied)

Vom Betriebsrat entsandt: Ludwig Auer Herbert Kaufmann Mario Wintschnig

Die Funktionsperiode für die gewählten Mitglieder des Aufsichtsrates endet mit der Hauptversammlung, welche über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2008/09 beschließt. Die Vergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrats beliefen sich auf EUR 330.000,00 (VJ EUR 277.000,00).

Im Geschäftsjahr waren folgende Personen als Mitglieder des Vorstands tätig:

Dr. Andreas Ludwig, bestellt bis 30. April 2012 Dipl. Wirtsch. Ing. Thomas Spitzenpfeil, bestellt bis 30. April 2010.

Der Vorstand erhielt im Wirtschaftsjahr 2008/2009 laufende Bezüge fester und variabler Art in Höhe von EUR 1.514.172,00 (VJ EUR 1.871.275,00). Dr. A. Ludwig ist berechtigt, mit 19.141(VJ 13.653) Aktien am MSP-Programm teilzunehmen. Die MSP-Aktien von Finanzvorstand Dipl. Wirtsch. Ing. T. Spitzenpfeil belaufen sich auf 7.655 (VJ 5.460) Stück.

4.3.4.3 Angabe zum Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist die Muttergesellschaft der Zumtobel Gruppe und erstellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen. Der Konzernabschluss wird im Amtsblatt zur Wiener Zeitung veröffentlicht.

Dornbirn, am 23. Juni 2009

Dr. Andreas LUDWIG e.h. Dipl. Wirtsch. Ing. Thomas SPITZENPFEIL e.h.

4.4 Lagebericht

Wie bereits zu Beginn des Lageberichtes des Zumtobel Konzerns hingewiesen, wurde von der Möglichkeit des § 267 Abs 4 UGB in Verbindung mit § 251 Abs 3 UGB Gebrauch gemacht, den Konzernlagebericht und den Lagebericht der Zumtobel AG zu einem Lagebericht zusammenzufassen. Die Zumtobel AG hatte im Berichtsjahr keine Zweigniederlassungen.

Dornbirn, am 23. Juni 2009

Dr. Andreas LUDWIG e.h. Dipl. Wirtsch. Ing. Thomas SPITZENPFEIL e.h.

4.5 Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Bericht zum Jahresabschluss Bericht zum Jahresabschluss richt

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der

Zumtobel AG, Dornbirn,Dornbirn, Dornbirn,

für das Geschäftsjahr vom 1. 1. 1.Mai 2008 bis zum 30. Mai 30.April 2009 April 2009April 2009 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Dieser Jahresabschluss umfasst die Bilanz zum 30. April 2009, die Gewinn- und Verlustrechnung für das am 30. April 2009 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und die Buchführung Verantwortung der gesetzlichen für den Jahresabschluss und

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Buchführung sowie für die Aufstellung und den Inhalt eines Jahresabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, damit dieser frei von wesentlichen Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler, ist; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers und Beschreibung von Art und Umfang der gesetzlichen Abschluss Verantwortung des und Beschreibung der Abschlussprüfung prüfungprüfung

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist.

Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Jahresabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund von beabsichtigten oder unbeabsichtigten Fehlern. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzung berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung des Jahresabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungs-handlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden unter der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft zum 30. April 2009, sowie der Ertragslage der Gesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2008 bis zum 30. April 2009 in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung.

Aussagen zum Lagebericht Aussagen zum Lagebericht

Der Lagebericht ist auf Grund der gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Lagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage der Gesellschaft erwecken. Der Bestätigungsvermerk hat auch eine Aussage darüber zu enthalten, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht und ob die Angaben nach § 243a UGB zutreffen.

Der Lagebericht steht nach unserer Beurteilung im Einklang mit dem Jahresabschluss. Die Angaben gemäß § 243a UGB sind zutreffend.

Wien, am 23. Juni 2009

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag. Thomas Smrekar e.h. DDr. Martin Wagner e.h. Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

4.6 Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Werte in EUR Stand
1. Mai 2008
Zugänge Abgänge Um
buchungen
Stand
30. April
2009
kumulierte
Abschreib
ung
Buchwert
30. April
2009
Buchwert
30. April
2008
Jahres
abschreib
ung
I) Immaterielle
Vermögens
gegenstände
Konzessionen und
Rechte sowie
daraus abgeleitete
Lizenzen
11.585.124,93 1.498.226,75 0,00 0,00 13.083.351,68 9.991.819,68 3.091.532,00 2.482.754,00 889.448,75
geringwertige
Wirtschaftsgüter
0,00 2.099,23 2.099,23 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2.099,23
Summe
immaterielle
Vermögensgegenst
ände
11.585.124,93 1.500.325,98 2.099,23 0,00 13.083.351,68 9.991.819,68 3.091.532,00 2.482.754,00 891.547,98
II) Sachanlagen
Grundstücke und
Bauten
bebaute
Grundstücke
81.867.325,21 2.601.036,54 1.038,80 0,00 84.467.322,95 45.486.418,61 38.980.904,34 38.476.261,47 2.072.269,54
davon
Grundwert
4.820.243,47 0,00 1.038,80 0,00 4.819.204,67 0,00 4.819.204,67 4.819.204,67 0,00
unbebaute
Grundstücke
4.086.412,97 0,00 0,00 0,00 4.086.412,97 0,00 4.086.412,97 4.063.327,64 0,00
Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung 2.230.205,05 108.594,63 0,00 0,00 2.338.799,68 2.091.009,54 247.790,14 235.176,14 95.980,63
Geleistete
Anzahlungen und
Anlagen in Bau
0,00 23.765,68 23.765,68 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 23.765,68
geringwertige
Wirtschaftsgüter
88.183.943,23 2.733.396,85 24.804,48 0,00 90.892.535,60 47.577.428,15 43.315.107,45 42.774.765,25 2.192.015,85
Summe
Sachanlagen
81.867.325,21 2.601.036,54 1.038,80 0,00 84.467.322,95 45.486.418,61 38.980.904,34 38.476.261,47 2.072.269,54
III) Finanzanlagen
Anteile an
verbundene
Unternehmen
664.312.075,97 8.007.331,05 0,00 0,00 672.319.407,02 28.200.000,00 644.119.407,02 659.712.075,97 23.600.000,00
Ausleihungen an
verbundene
Unternehmen 2.123.552,12 8.715.416,38 233.281,49 0,00 10.605.687,01 0,00 10.605.687,01 2.123.552,12 0,00
Beteiligungen 24.319,15 3.000,00 0,00 0,00 27.319,15 0,00 27.319,15 24.319,15 0,00
Wertpapiere des
Anlagevermögens
13.006.051,53 0,00 12.755.926,53 0,00 250.125,00 0,00 250.125,00 13.006.051,53 0,00
Summe
Finanzanlagen
679.465.998,77 16.725.747,43 12.989.208,02 0,00 683.202.538,18 28.200.000,00 655.002.538,18 674.865.998,77 23.600.000,00
Summe
Anlagevermögen
779.235.066,93 20.959.470,26 13.016.111,73 0,00 787.178.425,46 85.769.247,83 701.409.177,63 720.123.518,02 26.683.563,83

Service

Zumtobel AG 1. Mai 2008 bis 30. April 2009

  1. Service
Finanzkennzahlen __________ 151
Abkürzungen und Fachbegriffe ____________ 152
Finanzterminplan __________ 153
Kontaktinformation_________ 153
Finanzberichte ____________ 153
Mehr Informationen ______________ 153
Impressum _______________ 153
Disclaimer _______________ 154

5. Service

Finanzkennzahlen

CAPEX Investitionen in Anlagevermögen
Durchschnittliches Capital Employed = Firmenwerte + Immaterielle Vermögenswerte + Sachanlagen + Vorräte
+ Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen – Rückstellungen für Ertragssteuern – Übrige Rückstellungen
– Übrige Verbindlichkeiten, als Durchschnitt aus vier Quartalen
Eigenkapitalquote = Eigenkapital in Prozent der Bilanzsumme
EBIT Gewinn vor Finanzergebnis und Ertragssteuern
Bereinigtes EBIT EBIT bereinigt um Sondereffekte
Bereinigte EBIT-Marge = bereinigtes EBIT in Prozent vom Umsatz
EBITDA Gewinn vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen
Bereinigtes EBITDA EBITDA bereinigt um Sondereffekte
Mitarbeiterproduktivität = bereinigtes EBIT in Prozent von Personalkosten
Nettoverbindlichkeiten = Langfristige Finanzschulden + Kurzfristige Finanzschulden – Liquide Mittel
ROCE (Return On Capital Employed) = Gesamtkapitalverzinsung als bereinigtes EBIT in
Prozent vom durchschnittlichem Capital Employed
Schuldendeckungsgrad = Nettoverbindlicheiten dividiert durch EBITDA
Verschuldungsgrad (Gearing) = Nettoverbindlichkeiten in Prozent vom Eigenkapital
WACC (Weighted Average Cost of Capital) = Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten
(Fremdkapital und Eigenkapital)
Working Capital (Betriebsmittel) = Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen – Erhaltene Anzahlungen

Abkürzungen und Fachbegriffe

Lampe Lampen sind künstliche Lichtquellen. Es gibt viele verschiedene Arten, die sich durch die
Methode der Lichterzeugung, den abgegebenen Lichtstrom, die aufgenommene Leistung, die
Lichtausbeute, die Geometrie, die spektrale Zusammensetzung der abgegebenen Strahlung,
ihre Eigenhelligkeit und ihre Lichtabstrahlcharakteristik unterscheiden.
LED / Licht emittierende Dioden Eine LED oder Lumineszenzdiode ist ein kleines elektronisches Bauteil, ein Halbleiter, der
aufleuchtet, wenn er von Strom durchflossen ist. LEDs sind Energie sparend und zeichnen sich
durch eine lange Lebensdauer aus. Am häufigsten sind sie in den Farben Rot, Grün, Blau,
Amber oder Weiß. Durch die Mischung der einzelnen Strahlungsanteile können LED-Bausätze
beliebige Farben erzeugen.
Lichtlösungen Unter einer Lichtlösung versteht die Zumtobel Gruppe den geplanten, auf eine spezifische
Architektur- und Anwendungssituation ausgerichteten, kombinierten Einsatz von Leuchten,
Lichtmanagement und Notbeleuchtung mit der Zielsetzung, eine oder mehrere gewünschte
Lichtstimmungen/ Beleuchtungssituationen zu erreichen. Eine Lichtlösung stellt somit immer
eine Kombination aus Produkten und Dienstleistungen dar und kann nur gemeinsam mit dem
Kunden erarbeitet werden.
Leuchten Leuchten sind Vorrichtungen, in denen die Lampe montiert, betrieben und geschützt wird. Sie
steuern die Verteilung von Licht und Wärme, gewährleisten die Bereitstellung der geeigneten
elektrischen Energie über Komponenten und stellen die optische Vorrichtung bereit, in der die
Lampe untergebracht ist. Der gesamte Beleuchtungskörper inklusive aller für Befestigung,
Betrieb und Schutz der Lampe notwendigen Komponenten ist die "Leuchte". Die Leuchte
schützt die Lampe, verteilt und lenkt deren Licht und verhindert, dass es blendet. Die
Differenzierung von Leuchten kann nach der Art der Lampen (für Glühlampen, für
Leuchtstofflampen, für Entladungslampen) erfolgen, nach der Anzahl der Lampen (ein-,
zweilampig usw.), nach dem Einsatzort (Innenleuchten, Außenleuchten), nach der Schutzart
(Leuchten für trockene, feuchte und staubige Räume), nach der Bauart (offene Leuchten,
geschlossene Leuchten, Reflektorleuchten, Spiegelleuchten, Rasterleuchten, Wannenleuchten,
Scheinwerfer), nach der Montageart (Wand-, Decken-, Pendel- oder Handleuchten) und nach
dem Verwendungszweck (technische Leuchten, dekorative Leuchten oder Effektleuchten).
Vorschaltgerät Vorschaltgeräte sind elektrische Vorrichtungen für den Einsatz mit Leuchtstoff- oder
Hochdruckentladungslampen (HID), die genügend Spannung für das Starten und den Betrieb
der Lampe liefern und danach den Strom während des Betriebs begrenzen. Vorschaltgeräte
sind in magnetischer oder elektronischer Ausführung erhältlich.
OEM Own Equipment Manufacturer

Finanzterminplan

Hauptversammlung 24. Juli 2009 Ex-Dividenden Tag 28. Juli 2009 Dividenden Zahltag 31. Juli 2009 1. Quartalsbericht 2009/10 (1. Mai 2009 – 31. Juli 2009) 15. September 2009 Zwischenbericht 2009/10 (1. Mai 2009 – 31. Oktober 2009) 09. Dezember 2009 3. Quartalsbericht 2009/10 (1. Mai 2009 – 31. Januar 2010) 16. März 2010

Kontaktinformation

Investor Relations Relations nvestor Presse/Unternehmens- Presse/Unternehmens-Kommunikat KommunikatKommunikatKommunikation

Harald Albrecht Astrid Kühn-Ulrich Head of Investor Relations Head of Corporate Communications Telefon +43 (0)5572 509-1510 Telefon +43 (0)5572 509-1570 E-Mail [email protected] E-Mail [email protected]

Finanzberichte

Sie finden unsere Finanzberichte zum Download unter: http://www.zumtobelgroup.com. Der Geschäftsbericht 2008/09 wird bei der Hauptversammlung veröffentlicht. Gerne senden wir Ihnen die Printfassung zu, Bestellungen über Telefon +43 (0)5572 509-1510

Mehr Informationen

zur Zumtobel AG und unseren Marken finden Sie im Internet unter:

www.zumtobelgroup.com www.zumtobel.com www.thornlighting.com www.tridonicatco.com www.ledonlighting.com www.spacecannon.it

Impressum

Herausgeber: Zumtobel AG, Investor Relations, Harald Albrecht Koordination: Lisa Pfurtscheller Koordination Finanzen: Christa Pfeiffer Übersetzung: Donna Schiller Titelgestaltung: M/M (Paris), Paris Inhaltliche und textliche Unterstützung: GFD Finanzkommunikation, Peter Dietz Copyright: Zumtobel AG 2009

Inhouse produziert mit FIRE.sys

Disclaimer

Dieser Jahresfinanzbericht enthält Aussagen über zukünftige Entwicklungen, die auf derzeit zur Verfügung stehenden Informationen beruhen und Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den vorausschauenden Aussagen abweichen können. Die Aussagen über zukünftige Entwicklungen sind nicht als Garantien zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Dazu zählen zum Beispiel nicht vorhersehbare Veränderungen der politischen, wirtschaftlichen und geschäftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Umfeld der Zumtobel Gruppe, der Wettbewerbssituation, der Zins- und Währungsentwicklungen, technologischer Entwicklungen sowie sonstiger Risiken und Unwägbarkeiten. Weitere Risiken sehen wir u. a. in Preisentwicklungen, nicht vorhersehbaren Geschehnissen im Umfeld akquirierter Unternehmen und bei Konzerngesellschaften sowie bei den laufenden Kostenoptimierungsprogrammen. Die Zumtobel Gruppe beabsichtigt nicht, diese vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren. Dieser Jahresfinanzbericht wird auch in Englisch präsentiert, jedoch nur der deutsche Text ist verbindlich.

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