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Zumtobel Group AG

Annual Report Jun 30, 2008

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Annual Report

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Jahresfinanzbericht 2007/08 Zumtobel AG

  1. Mai 2007 bis 30.April 2008

Fünfjahresübersicht

in Mio EUR 2007/08 2006/07 2005/06* 2004/05 2003/04
Umsatzerlöse 1.282,3 1.234,0 1.168,0 1.129,2 1.142,2
Bereinigtes EBITDA 162,2 154,1 137,7 132,0 125,4
in % vom Umsatz 12,7 12,5 11,8 11,7 11,0
Bereinigtes EBIT 123,0 112,3 99,1 90,1 73,2
in % vom Umsatz 9,6 9,1 8,5 8,0 6,4
Jahresergebnis 93,5 103,6 49,5 29,1 12,6
in % vom Umsatz 7,3 8,4 4,2 2,6 1,1
Bilanzsumme 1.105,9 1.145,4 1.085,8 1.023,0 1.057,3
Eigenkapital 514,2 441,6 187,8 173,6 147,2
Eigenkapitalquote in % 46,5 38,6 17,3 17,0 13,9
Nettoverbindlichkeiten 129,0 185,7 356,1 397,1 447,1
Cashflow aus dem operativen Ergebnis 166,0 173,8 128,8 102,1 101,6
ROCE in % 18,9 17,3 15,9 14,8 11,5
Investitionen 66,0 54,3 49,6 45,9 34,8
in % vom Umsatz 5,1 4,4 4,2 4,1 3,1
Mitarbeiter (Vollzeitkräfte) 7.708 7.480 7.182 7.000 7.643

Zu Kennzahlendefinitionen siehe 5. Service – Finanzkennzahlen und Fachbegriffe

Inhalt

Fünfjahresbericht 2
1. Konzernlagebericht 5
1.1 Die Zumtobel Gruppe im Überblick __________8
1.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld _______13
1.3 Wesentliche Ereignisse seit dem 30.April 2007 _______14
1.4 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag_______14
1.5 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen ________15
1.6 Geschäftsverlauf_____________15
1.7 Mitarbeiterentwicklung________24
1.8 Unternehmerische Verantwortung für Umwelt, Qualität und Gesellschaft _____28
1.9 Forschung und Entwicklung __________31
1.10 Risikomanagement ___________35
1.11 Angaben zu § 243a UGB ____________39
1.12 Ausblick und Ziele ___________41
2. Konzernabschluss 43
2.1 Gewinn- und Verlustrechnung ________46
2.2 Bilanz _______________47
2.3 Kapitalflussrechnung __________48
2.4 Eigenkapitalveränderungsrechnung___________49
2.5 Anhang _____________51
2.6 Bestätigungsvermerk (Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers) ____96
2.7 Konsolidierungskreis__________98
3. Corporate Governance 101
3.1 Corporate Governance in der Zumtobel Gruppe __________104
3.2 Der Österreichische Corporate Governance Kodex ________105
3.3 Risikomanagement und Internes Kontrollsystem _____106
3.4 Die Organe und Gremien der Zumtobel AG________107
4. Einzelabschluss ZAG 115
4.1 Bilanz ______________118
4.2 Gewinn- und Verlustrechnung _______120
4.3 Anhang ____________121
4.4 Lagebericht _________136
4.5 Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk ___________136
4.6 Anlagenspiegel _____________137

1. Konzernlagebericht

Inhalt

1. Konzernlagebericht
1.1 Die Zumtobel Gruppe im Überblick __________8
1.1.1
Die Konzernstruktur: Marken und Divisionen __________8
1.1.2
Steuerung des Konzerns ________9
1.1.3
Unternehmensstrategie und Ziele ______9
1.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld _______13
1.3 Wesentliche Ereignisse seit dem 30.April 2007 _______14
1.4 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag_______14
1.5 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen ________15
1.6 Geschäftsverlauf_____________15
1.6.1
Auf einen Blick ________15
1.6.2
Umsatzentwicklung___________15
1.6.3
Ertragswicklung________18
1.6.4
Wirtschaftliche Lage der Zumtobel AG und Dividende _______21
1.6.5
Saisonalität, Cashflow und Vermögenslage______22
1.7 Mitarbeiterentwicklung________24
1.8 Unternehmerische Verantwortung für Umwelt, Qualität und Gesellschaft _____28
1.9 Forschung und Entwicklung __________31
1.9.1
Zumtobel Lighting Division___________32
1.9.2
TridonicAtco Division _________32
1.9.3
LED __________34
1.10
Risikomanagement ___________35
1.10.1 Markt- und Wettbewerbsrisiken in der Beleuchtungsindustrie___36
1.10.2 Geschäftsrisiken/Vertrieb/Produktion _________36
1.10.3 Vermögensrisiken ____________37
1.10.4 Produkthaftungsrisiken ________38
1.10.5 Rechtliche Risiken ____________38
1.10.6 Risiken im Finanzbereich _______38
1.10.7 Kreditrisiko ___________38
1.11
Angaben zu § 243a UGB ____________39
1.12
Ausblick und Ziele ___________41

1. Konzernlagebericht

Erstmals wird von der Möglichkeit des § 267 Abs 4 UGB in Verbindung mit dem § 251 Abs 3 UGB Gebrauch gemacht, den Konzernlagebericht und den Lagebericht der Zumtobel AG zu einem Lagebericht zusammenzufassen.

1.1 Die Zumtobel Gruppe im Überblick

"Wir haben eine gemeinsame Vision: Wir wollen weltweit die anerkannte Autorität in der Lichtindustrie sein."

Die Zumtobel Gruppe will weltweit die anerkannte Autorität in der Lichtindustrie sein. Geleitet von dieser Vision will die Zumtobel Gruppe ihre Position als Global Player und Innovationsführer in der Branche weiter ausbauen. Durch Hebung von Synergien, Effizienzverbesserungen und Optimierung von Prozessen soll die Ertragskraft der Zumtobel Gruppe weiter gesteigert werden und weltweit Maßstäbe bei Profitabilität und Qualität gesetzt werden.

1.1.1 Die Konzernstruktur: Marken und Divisionen

Der Konzern verfolgt eine Mehrmarkenstrategie, die mit starken, international etablierten und neu eingeführten, jungen Marken unterschiedliche Geschäftsfelder und Kundenzielgruppen im Lichtmarkt anspricht. Eine gemeinsame Klammer aller Marken ist die konsequente Orientierung an Innovation und neuen Technologien sowie Energieeffizienz und Nachhaltigkeit.

Die Zumtobel AG fungiert als Konzernobergesellschaft und stellt konzernübergreifende Management- und Servicefunktionen bereit. Diese umfassen unter anderem die Bereiche Strategie und Konzernentwicklung, Human Resources, Corporate Accounting, Steuern und Recht, Interne Revision, Versicherungswesen, Treasury, IT, Corporate Communications und Investor Relations.

Das operative Geschäft wurde bis zum Ablauf des Geschäftsjahres über die Zumtobel Lighting Division sowie die Tridonic Atco Division abgewickelt. Jede Division umfasst eigenständige Marketing- und Vertriebsorganisationen sowie Produktions- und Beschaffungsnetzwerke. Die Zumtobel Lighting Division deckt mit den Marken Zumtobel und Thorn sowie der deutlich kleineren OEM-Marke Reiss das Geschäft mit professionellen Leuchten, Lichtmanagement und Lichtlösungen für den Innen- und Außenraum ab. Die Marken Thorn und Zumtobel differenzieren sich über Produktportfolio, Kundenzielgruppen und Vertriebskanal und stellen damit eine breite Abdeckung des internationalen Leuchtenmarktes sicher. Unter dem Markennamen TridonicAtco ist die gleichnamige Division ein führender Hersteller von Komponenten für das OEM-Geschäft. Gefertigt werden Lichtkomponenten und –managementsysteme, LED-Module und – systeme sowie Verbindungstechnologie. Die TridonicAtco Division beliefert zum überwiegenden Teil Leuchtenhersteller weltweit wie auch mit rund 17% des Umsatzes die internen Kunden der Zumtobel Lighting Division.

Mit Wirkung zum 1. Mai 2008 wurde die Konzernstruktur verändert: Um die Chancen und Herausforderungen der neuen Lichtquelle LED optimal zu adressieren, wurde mit der neuen Zumtobel LED Division ein interner Spezialist für diese wichtige Zukunftstechnologie geschaffen. Die LED Division unterstützt alle Konzernmarken als interner Technologiezulieferer und soll unter der Marke Ledon neue Anwendungsbereiche und Kundenzielgruppe für wegweisende LED-Lichtlösungen erschließen. Ebenfalls zum 1. Mai 2008 wurde die Zumtobel Residential Division gegründet, die unter der Marke Zumtobel Lighteriors hochwertige Leuchten für den privaten Gebrauch entwickelt und vertreibt. Neben dem Aufbau eines profitablen Geschäfts mit hochwertigen Wohnraumleuchten ist es das Ziel, das Image der Kernmarke Zumtobel weiter zu stärken. Im Zuge dieser Organisationsänderung wurde die TridonicAtco Division in Zumtobel Components Division umbenannt.

In der Segmentberichterstattung über Teilkonzerne werden unverändert die beiden Segmente "Leuchten" und "Komponenten" berichtet. Das Segment "Leuchten" umfasst die Zumtobel Lighting Division, die Zumtobel Residential Division sowie anteilig die Zumtobel LED Division. Unter dem Segment "Komponenten" sind die Zumtobel Components Division sowie ebenfalls anteilig die Zumtobel LED Division zusammengefasst.

1.1.2 Steuerung des Konzerns

Der Vorstand der Zumtobel AG verantwortet die Führung und Steuerung des Konzerns. Das operative Geschäft der Divisionen wird durch die jeweilige Divisionsgeschäftsleitung gesteuert, die direkt an den Vorstand berichtet. Die operative Tätigkeit der Divisionen sowie deren strategische Ausrichtung wird vom Vorstand in regelmäßigen Sitzungen mit den Geschäftsleitern begleitet und gestaltet.

Die operative Steuerung der Zumtobel Gruppe erfolgt im wesentlichen auf Basis von drei zentralen Finanzkennzahlen: Umsatzwachstum, Betriebsergebnis (bereinigtes EBIT) und Working Capital. Als Spitzenkennzahl wird die Gesamtkapitalverzinsung (ROCE) verwendet. Aufgrund der Bedeutung von Technologie und Innovation werden darüber hinaus der Ressourceneinsatz bei Forschung und Entwicklung, die Innovationskraft –gemessen an der Neuproduktquote – sowie die Investitionstätigkeit (CAPEX) im Rahmen des erweiterten Steuerungsinstrumentariums überwacht. Diese Messgrößen werden im gesamten Konzern für Zielvorgaben und Erfolgskontrolle in die einzelnen Verantwortungsbereiche aufgebrochen. Eine ganzheitliche Performance-Steuerung von Konzern und Divisionen mittels Balanced Scorecard ist derzeit im Aufbau.

1.1.3 Unternehmensstrategie und Ziele

Als Gruppe führender Leuchtenmarken und -hersteller bietet Zumtobel professionelle ganzheitliche Lichtlösungen, Leuchten, Lichtmanagementsysteme und Lichtkomponenten für Anwendungen im Innen- und Außenbereich. Geleitet von Innovation und Qualität in allen Geschäftsprozessen ist es das erklärte Ziel der Zumtobel Gruppe, weltweit die erste Wahl bei ihren Kunden zu sein. Die Erwartungen der Kunden sollen durch höchsten Anspruch an Qualität und Service übertroffen werden. Dabei stellt sich die Gruppe bewusst ihrer Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft.

Es ist das übergeordnete Ziel des Konzerns, als erfolgreiches, unabhängiges und auf das Thema Licht fokussiertes Unternehmen allen seinen Stakeholdern – Aktionären, Kunden und Mitarbeitern – eine langfristig attraktive Zukunftsperspektive zu verschaffen.

Der weltweite Anspruch fokussiert einerseits auf die technologische Innovationsführerschaft bei Lichtlösungen, Produkten und Dienstleistungen. Darüber hinaus positioniert sich die Zumtobel Gruppe mit ihren unterschiedlichen Marken in einem globalen Netzwerk von Entscheidungsträgern und Meinungsbildnern wie z.B. Architekten, die Lichtindustrie, Investoren, Großhandel, Kommunen, am Ausschreibungsprozess beteiligten Spezialisten, Planer und Ingenieure für Hochbau- und Infrastrukturprojekte. Damit verschafft sich die Zumtobel Gruppe als Global Player Wettbewerbsvorteile durch Präsenz in ausgewählten Regionen und bei internationalen Beleuchtungsprojekten. Der Konzern verfügt derzeit über 24 Produktionsstätten auf vier Kontinenten sowie Vertriebsgesellschaften und -partnern in über 70 Ländern.

Die Kompetenz der Zumtobel Gruppe erstreckt sich auf professionelle Innenraum- und Außenbeleuchtung, Lichtsteuerungs- und Notlichtsysteme, Lichtkomponenten, LED und künftig auch auf exklusive Wohnraumbeleuchtung. Die Zumtobel Gruppe deckt im Leuchtengeschäft im wesentlichen die Anwendungsbereiche Büro und Kommunikation, Bildung und Wissen, Industrie und Technik, Präsentation und

Verkauf, Kunst und Kultur, Sport und Freizeit, Hotel und Wellness, Gesundheit und Pflege, Verkehrsbauten und Parkhäuser, Orientierung und Sicherheit, sowie Außenbeleuchtung für Straßen, Tunnel und öffentliche Räume ab. Im Komponentengeschäft positioniert sich die Gruppe mit der Marke TridonicAtco als innovativer Zulieferer mit einem breitgefächerten Produktangebot.

Die 5-stufige Wertschöpfungskette der professionellen Beleuchtung wird von den Divisionen und Marken der Zumtobel Gruppe vollumfänglich abgedeckt, im Bereich der Lichtquellen fokussiert der Konzern ausschließlich auf die LED-Technologie.

Aufgrund von Größe und Finanzierungskraft ist die Zumtobel Gruppe in der Lage, ihre führende Rolle bei Fertigung, Forschung und Entwicklung auszubauen. Insbesondere im Wettbewerb mit vielen kleinen und mittelgroßen Leuchtenherstellern können Vorteile im Bereich Technologie und Innovation sowie Effizienzsteigerungen aus Skaleneffekten realisiert werden.

Die Zumtobel Gruppe will die Lichtindustrie wesentlich mitgestalten, sei es durch Akquisitionen, die Etablierung der LED-Technologie oder die Mitarbeit bei wirksamen Gesetzgebungsverfahren für energieeffiziente Beleuchtung.

Wachstum

Wesentlicher Treiber für organisches Wachstum bleibt die Fähigkeit der Zumtobel Gruppe, als Anbieter von integrierten Lichtlösungen neue Trends aktiv zu gestalten und in neue Anwendungen und Konzepte einfließen zu lassen.

LED als Zukunftstechnologie Die Potentiale der LED-Technologie (Licht Emittierende Dioden) in der Lichtindustrie sind derzeit eines der bestimmenden Themen: Durch den enormen Anstieg der Lichtleistung bei gleichzeitig sinkenden Bezugskosten von LED Chips gewinnt die LED inzwischen auch in der professionellen Allgemeinbeleuchtung spürbar an Bedeutung. In Anwendungsbereichen wie z.B. bei Notlicht oder Werbebeleuchtung rechtfertigen bereits heute deutlich reduzierte Wartungs- und Betriebskosten die höheren Investitionsausgaben, die aus den genannten Einsparungen in kurzer Zeit amortisiert werden. Zudem entstehen aufgrund der Eigenschaften als Halbleiter und durch die geringe Baugröße völlig neue Möglichkeiten bei Produktdesign und Funktionalität. Diese wird die Zumtobel Gruppe als Spezialist für Anwendungslösungen im engen Verbund mit Architekten, Designern und Lichtplanern nutzen. Technologisch positioniert sich die Gruppe mit einem klaren Fokus auf weißes LED Licht. Bis zum Geschäftsjahr 2010/11 will der Konzern mit der LED Technologie ein überproportionales Umsatzwachstum auf über 100 Mio EUR (Geschäftsjahr 2007/08: rd. 37 Mio EUR) erreichen.

Das Thema Beleuchtung erfährt derzeit im Zusammenhang mit Energieeinsparung und Reduzierung von CO2-Emissionen zusätzliche Aufmerksamkeit. In Folge des Verbots der Glühbirne in Australien wurde auf breiter internationaler Ebene eine nützliche Diskussion angestoßen: Auf Beleuchtung entfallen 19% des Energieeffizient als Wachstumstreiber

weltweiten Stromverbrauchs. Das größte Potential für Energieeinsparungen ist mit einem Anteil von rund 69% im Bereich gewerblicher Bauten wie Büros, Fabriken und Außenbeleuchtung zu finden, also genau in den Anwendungsfeldern, die die Kernkompetenz der Zumtobel Gruppe bilden. Jenseits des Verbots von Glühbirnen (die Lichtlösungen der Zumtobel Gruppe enthalten nahezu ausschließlich energieeffizientere Lampentypen, wie z.B. Leuchtstoffröhren oder Metalldampflampen) bestehen im Bereich der Lichtsysteme deutlich größere Einsparpotentiale von bis zu 80% des Stromverbrauchs. Diese erschließen sich durch die Kombination von unterschiedlichen Optimierungsmaßnahmen, beginnend beim Design von Leuchten zur Verbesserung von Thermomanagement und Lichtverteilung (Reflektoroberflächen, Reflektorprofile, Diffusoroptik u.a.), über den Einsatz von dimmbaren elektronischen anstelle von deutlich weniger effizienten magnetischen Vorschaltgeräten, bis hin zu intelligenten Steuerungssystemen, die tageslicht- und zeitabhängig und über Bewegungsmelder geregelt, den Beleuchtungspegel situationsgerecht kontrollieren. Bezogen auf den Konzernumsatz werden im Leuchtengeschäft über 70% und im Komponentengeschäft über 60% des Umsatzes mit energieeffizienten Produkten erreicht. Durch Marketingkampagnen wie Humanergy Balance bei Zumtobel, Performance, Efficiency & Comfort bei Thorn oder Ecolution bei TridonicAtco wird dieses Geschäft weiter ausgebaut.

Auch aus politischer Sicht wurden die enormen Potentiale zur CO2-Reduzierung durch energieeffiziente professionelle Beleuchtung erkannt: Die Europäische Union setzt mit Direktiven zur Energieeffizienz von Gebäuden, Produkten und Dienstleistungen einen Rahmen, dessen schrittweise Umsetzung in nationales Recht einen zusätzlichen Nachfrageimpuls erwarten lässt. Durch den vom Vorstandsvorsitzenden der Zumtobel Gruppe wahrgenommenen Vorsitz im Präsidium des Europäischen Dachverbandes der Hersteller von Leuchten und Leuchtenzubehör (CELMA) und die Mitarbeit in weiteren Fachverbänden begleitet und gestaltet die Zumtobel Gruppe diesen Gesetzgebungsprozess aktiv mit.

Die Zumtobel Gruppe stellt ein vollständiges und umfangreiches Leistungs- und Produktspektrum bereit, um einerseits die möglichen Energieeinsparungen zu realisieren aber gleichermaßen allen Aspekten von verbessertem Lichtkomfort gerecht zu werden. Infolge niedrigerer Wartungskosten, längerer Lampenlebensdauer und deutlich reduziertem Stromverbrauch amortisieren sich die Mehrkosten für höherwertigere und energieeffizientere Lichtlösungen innerhalb weniger Jahre.

Die Zumtobel Gruppe setzt weiterhin auf den konsequenten Auf- und Ausbau des internationalen Vertriebsnetzwerkes, bestehend aus eigenen Vertriebsorganisationen in großen oder potentialstarken Märkten, sowie Spezialistenteams, die insbesondere in Ländern ohne eigene Vertriebstöchter internationale Projekte und das Key Account Business abwickeln. Ein besonderer Fokus wird dabei auf die strategischen Wachstumsregionen in Osteuropa, China, Hongkong, Singapur, Indien sowie den Mittleren Osten gelegt.

Zusätzliches Wachstum soll durch gezielte Akquisitionen generiert werden. Dabei werden drei wesentliche Auswahlkriterien verfolgt: Regionale Expansion, zusätzliche Anwendungslösungen und neue Technologien. Ziel ist die Wertschaffung innerhalb des bestehenden internationalen Vertriebs- und Produktionsnetzwerkes durch Nutzung von Synergien, Marktpotentialen und Anwendungs-Know-how.

Eine regionale Expansion erfolgte während des abgelaufenen Geschäftsjahres durch die Akquisition von Vertriebsgesellschaften in Indien, Ungarn und Dänemark. Ähnliche Schritte könnten in einigen wenigen westeuropäischen Ländern zum Füllen von "weißen Flecken" und ansonsten insbesondere in Osteuropa und Asien stattfinden, sofern sich entsprechende Akquisitionsobjekte ergeben.

Bei Anwendungslösungen konnten das Produktportfolio durch die Akquisition von OY light im Bereich der gehobenen Wohnraumbeleuchtung und durch die Übernahme von SpaceCannon um Kompetenz zur Entwicklung LED-basierter Außen-, Fassaden- und Eventbeleuchtung erweitert werden.

Expansionsstrategie und Akquisitionen

Im Bereich Technologie wurde im Verlauf des abgelaufenen Geschäftsjahres die bereits im Januar 2007 übernommene und auf LED-Medienkommunikationsfassaden spezialisierte my-tronic GmbH erfolgreiche in die Zumtobel Gruppe integriert.

Die Zumtobel Gruppe verfügt aufgrund des geringen Verschuldungsgrades über eine solide Bilanzstruktur und konnte im Juni 2008 zudem einen neuen Kreditrahmen mit einem Bankenkonsortium vereinbaren, aus dem während der fünfjährigen Laufzeit bis zu 280 Mio EUR zusätzliche Bankmittel aufgenommen werden können. Für strategische Schritte besteht so die notwendige finanzielle Flexibilität.

Profitabilitätsverbesserung

Die Zumtobel Gruppe arbeitet weiterhin konsequent an Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Kostendisziplin. Einen nächsten großen Schritt für das europäische Fertigungsnetzwerk stellt die bis Dezember 2008 geplante vollständige Inbetriebnahme des neuen Werkes in Spennymoor dar, womit das Upgrading der Leuchtenproduktionsstandorte größtenteils abgeschlossen sein wird. Die außereuropäischen Werke in Asien und Osteuropa werden mit zunehmender Auslastung die Kostenstrukturen im Konzern verbessern, aber auch eine stabile Produktionsbasis für erfolgreiches Projektgeschäft in den jeweiligen Regionen sicherstellen. Weitere Effizienzsteigerungen in Fertigung und Logistik sollen durch eine Vielzahl von Einzelmaßnahmen aus Prozessoptimierung, Automatisierung, weitere Konzentration der Beschaffungsseite und insbesondere die konsequente Einführung der bereits im Komponentengeschäfts erfolgreich umgesetzten Lean Six Sigma Methodik in der Leuchtendivision erzielt werden.

Vertriebsseitig bilden Know-how und Ausbildung der Mitarbeiter ein wesentliches Element für den Erfolg und die Ertragskraft im Lichtlösungsgeschäft. Ein systematisches Product Lifecyle Management setzt das intensive Engagement in Forschung und Entwicklung in ein stetig erneuertes, und innovatives Produktportfolio um. Die Vertriebsprozesse werden konsequent auf Kundenorientierung und Servicequalität ausgerichtet und durch fortgesetzte Investitionen in die IT-Infrastruktur unterstützt. Ebenso werden in der Verwaltung schlanke, einheitliche und kosteneffiziente Prozesse weiter vorangetrieben.

Marktposition

Die Zumtobel Gruppe ist europäischer Marktführer im Bereich professioneller Beleuchtungssysteme, weltweit an führender Position für Lichtkomponenten und -steuerungssysteme und damit einer der wenigen Global Player der internationalen Lichtindustrie. Rund 80% des Konzernumsatzes werden in Europa generiert. Durch einen flächendeckenden Vertrieb wird die Nähe zum Kunden und das enge Netzwerk zu wichtigen Entscheidungsträgern und Multiplikatoren sichergestellt.

Langfristige Ziele

Geleitet von der Überzeugung, dass Innovation der zentrale Schlüssel für zukünftigen Erfolg ist, hat sich der Konzern zum Ziel gesetzt, mittelfristig rund 30% des Umsatzes mit Neuprodukten (nicht älter als drei Jahre) zu erwirtschaften. Als Technologie- und Innovationsführer der Branche will die Zumtobel Gruppe mit ihren starken Marken ihre Marktpräsenz weiter ausbauen und in Europa stärker als der gewerbliche Hochbau sowie in ausgewählten globalen Märkten nachhaltig zweistellig wachsen. Mittelfristig strebt der Konzern einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro an, davon 100 Millionen Euro mit der Zukunftstechnologie LED. Gezielte Akquisitionen sollen das Wachstum zusätzlich unterstützen.

Auch beim Ergebnis verfolgt die Zumtobel Gruppe ambitionierte Ziele. Gestützt auf Wachstum und die Hebung weiterer Synergien und Effizienzverbesserungen, vor allem durch die konzernweite Implementierung der Lean Six Sigma Methodik sowie eine kontinuierliche Entwicklung des Produktportfolios soll die Ertragskraft weiter gesteigert werden. Unter der Annahme eines positiven Konjunkturumfelds ist es das Ziel des Konzerns, zunächst eine zweistellige, auf längere Sicht sogar eine 12-prozentige EBIT-Marge zu erreichen.

1.2 Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Weltwirtschaft geprägt von Finanzmarktkrise und hoher Dynamik der Schwellenländer

Die konjunkturellen Rahmenbedingungen des Berichtsjahres der Zumtobel AG (1. Mai 2007 bis 30. April 2008) wurden zum einen von der Finanzmarktkrise, zum anderen von der anhaltenden Wirtschaftsdynamik der Schwellenländer und einer starken Aufwertung des Euro geprägt. Bis Anfang Juli 2007 dominierten weltweit positive konjunkturelle Daten, die dann mit dem Beginn der US-amerikanischen Subprime-Krise, insbesondere in den USA und den industrialisierten Staaten der westlichen Welt, deutlich eingetrübt wurden. Da jedoch die Wachstumsdynamik der Schwellenländer hiervon kaum beeinträchtigt war, wies die Weltwirtschaft im Gesamtjahr 2007, nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF), einen Anstieg der Wirtschaftsleistung von 4,9% aus.

Die US-amerikanische Wirtschaft erreichte 2007 aufgrund einer deutlichen "Konjunktur-Abkühlung" durch die Kreditkrise ein Wachstum von 2,2%. Für den Euroraum ermittelte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ein Wachstum von 2,6%. In Deutschland erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt nach Angaben des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie im vergangenen Jahr preisbereinigt um 2,5,%. Großbritannien wies laut IWF ein Wachstum von 3,1% aus. Getrieben wurde der globale Aufschwung jedoch primär durch die Dynamik der Schwellenländer Asiens und Osteuropas. So wuchs die chinesische Volkswirtschaft um 11,4%, Indien um 9,2% sowie Zentral- und Osteuropa um 5,8%.

Wirtschaftswachstum 2007

Die von der OECD für das erste Quartal des Kalenderjahres 2008 abgegebenen Schätzungen zeigen vor allem für die US-Wirtschaft bereits eine Abschwächung des Wachstums. Auch wenn das erste Quartal besser als ursprünglich erwartet war (plus 1,0%), ist für den weiteren Jahresverlauf zunächst mit einem weiteren Rückgang des Wachstums zu rechnen. Ähnlich stellt sich die Entwicklung im ersten Kalenderquartal in der Eurozone (plus 3,1%) und für die 30 OECD-Mitgliedstaaten dar (plus 2,1%). Nach einem soliden Start wird für den weiteren Verlauf des Jahres 2008 ebenfalls von geringeren Wachstumsraten ausgegangen.

1.3 Wesentliche Ereignisse seit dem 30.April 2007

Werkszusammenführung in Australien vollständig abgeschlossen

Immobilienprojekt "LITE": Neubau in Spennymoor schreitet zügig voran

Ende Mai 2007 erfolgte die Inbetriebnahme des neuen Leuchtenwerks im Westen Sydneys und mit Wirkung zum zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2007/08 auch der Verkauf der alten Liegenschaft am Standort Smithfield. Damit ist die Zusammenführung der beiden bisherigen Leuchtenfertigungsstätten als wesentlicher Meilenstein des Restrukturierungsprojekts in Australien, wenngleich unter operativen Anlaufproblemen abgeschlossen.

Nach Baubeginn für das neue Werk in Spennymoor (Großbritannien) im Juli 2007 erfolgte die Rohbauabnahme im April 2008. Der Innenausbau schreitet planmäßig voran, die Baufertigstellung wird bis Herbst 2008 erwartet. Die Verlagerung des Betriebs in die neue Fabrik soll schrittweise erfolgen und Ende des Kalenderjahres 2008 abgeschlossen sein. Für die mit dem Neubau verbundenen Rationalisierungsmaßnahmen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 2 Mio EUR im wesentlichen für Abfindungszahlungen als Sondereffekte aufwandswirksam. Der Verkauf der aufzugebenden bisherigen Liegenschaft ist unter der Voraussetzung attraktiver Konditionen im Laufe des Jahres 2008 geplant.

Expansion in Wachstumsmärkten Um an der überproportionalen Wachstumsdynamik in Indien, dem elftgrößten Lichtmarkt der Welt zu partizipieren, wurde mit Wirkung zum Mai 2007 die Beteiligung an der Thorn India Pvt. Ltd. von 10% auf derzeit 70% erhöht. Die Vertriebsorganisation mit über 40 Mitarbeitern lieferte im laufenden Geschäftsjahr einen Umsatzbeitrag von rund 6,8 Mio EUR.

Mit Wirkung zum 01. Oktober 2007 wurde der bisherige Vertriebspartner in Ungarn übernommen. Mit den bestehenden 10 Mitarbeitern sollen künftig unter der Firmierung Zumtobel Lighting Kft die Wachstumspotentiale im ungarischen Markt verstärkt genutzt und die Geschäftstätigkeit von derzeit rund 5 Mio EUR Jahresumsatz weiter ausgebaut werden.

Als weiterer Baustein zum Ausbau des Regionalvertriebs wurde per 5. Dezember 2007 eine Mehrheitsbeteiligung an der Lightmakers A/S erworben, dem bisherigen Zumtobel-Vertriebspartner in Dänemark.

Für den Aufbau eines eigenen Geschäfts mit hochwertigen Wohnraumleuchten verstärkte sich die Zumtobel Gruppe mit Kaufvertrag vom 1. April 2008 durch den Erwerb der Firma "OY light", Mailand, die bislang einen Umsatz von unter 1,0 Mio EUR erzielte. Ziel ist es, ein eigenständiges Geschäftsfeld in der exklusiven Wohnraumbeleuchtung zu entwickeln. Durch die Akquisition von OY light soll eine Erweiterung des Produktportfolios von Zumtobel Lighteriors und ein Zugang zu einer flexiblen Supply Chain und einer Agentenstruktur speziell für das Endkundengeschäft aufgebaut werden. Die unternehmerische Leitung nimmt die Zumtobel Gruppe ab dem 1. Mai 2008 wahr.

1.4 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Im April 2008 konnte die Zumtobel Gruppe eine weitere Akquisition bekannt geben, die ab Mai 2008 im Konzern berücksichtigt wird: Die Übernahme des italienischen Unternehmens SpaceCannon. SpaceCannon mit Sitz Fubine/Piemont ist vor allem spezialisiert auf LED-basierte Lichtlösungen in den Bereichen Außen-, Fassaden- und Eventbeleuchtung und weist mit einer Belegschaft von aktuell knapp 50 Mitarbeitern einen Jahresumsatz von rund 7 Mio EUR aus. Organisatorisch wird SpaceCannon in die neu gebildete Zumtobel LED Division, den konzerninternen Spezialisten für LED-Technologie, integriert. Akquisition in neuen Anwendungsgebieten

Am 12. Juni 2008 wurde mit einem sieben Banken umfassenden Konsortium ein Kreditvertrag mit einer Laufzeit von 5 Jahren abgeschlossen. Der Kreditvertrag hat einen maximal ausnutzbaren Rahmen von 480 Mio EUR. Hiervon werden mit Wirkung zum 30. Juni 2008 langfristige, seit 2001 aus der Thorn-Akquisition Neuer Kreditvertrag sichert langfristige Finanzierung

bestehende Darlehen in Höhe von restlichen 200 Mio EUR vorzeitig zur ursprünglichen Fälligkeit per 31. Dezember 2009 refinanziert. Die verbleibende Kreditlinie von 280 Mio EUR wird für Wachstums- und Akquisitionsfinanzierungen bereitgestellt, ist derzeit aber nicht valutiert.

Weitere wesentliche Ereignisse im Berichtszeitraum oder nach dem Bilanzstichtag sind nicht zu vermelden.

1.5 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Personen umfassen den Vorstand und Aufsichtsrat der Zumtobel AG. Zum Bilanzstichtag 30. April 2008 sind keine Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen vorhanden.

Mit assoziierten Unternehmen und Joint Ventures bestehen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen Konditionen.

1.6 Geschäftsverlauf

1.6.1 Auf einen Blick

Die Zumtobel Gruppe blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2007/08 zurück, in dem sie weiterhin sowohl im Umsatz als auch beim Betriebsergebnis wachsen konnte.

Der Konzernumsatz erreichte 1.282,3 Mio EUR, das sind 3,9% mehr als im Vorjahr. Bereinigt um negative Währungseffekte lag das Umsatzwachstum im Konzern auf Jahresbasis bei plus 5,5%. Damit konnte die Zumtobel Gruppe erneut deutlich stärker wachsen als der gewerbliche Hochbau in Europa.

Das bereinigte EBIT verbesserte sich um 9,5% auf 123,0 Mio EUR. In Prozent vom Umsatz entspricht dies einer EBIT-Marge von 9,6%. Das Finanzergebnis verschlechterte sich unter anderem aufgrund der starken Fremdwährungseffekte deutlich um 9,8 Mio EUR.

Im Geschäftsjahr 2007/08 wurde ein Jahresergebnis (inklusive Minderheitenanteile) von 93,5 Mio EUR erreicht. Im Vorjahr war vor allem durch einen Einmalertrag von 9,4 Mio EUR aus dem Verkauf der Airfieldsparte ein noch höheres Jahresergebnis (103,6 Mio EUR) erzielt worden.

Der freie Cashflow konnte auf 111,8 Mio EUR verdoppelt werden.

1.6.2 Umsatzentwicklung

  • Währungsbereinigt solides Wachstum von 5,5%

  • Folgen der Finanzmarktkrise

  • Währungstranslationseffekt kostet 20 Mio EUR Wachstum

  • Positive Entwicklung in beiden Divisionen

  • Materialpreisbedingte Preiserhöhungen bei Magnetikprodukten

  • LED-Technologie wächst um 80%

  • Ungebrochenes Wachstum in Europa: Erstmals über 1 Mrd EUR

  • Überseeregionen bleiben hinter Erwartungen

Im Geschäftsjahr 2007/08 (1. Mai 2007 bis 30. April 2008) konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 3,9% auf 1.282,3 Mio EUR gesteigert werden. Das Wachstum war durch negative Währungstranslationseffekte im Ausmaß von minus 20,0 Mio EUR oder 1,6% belastet. Bereinigt um diese Währungseffekte betrug das Wachstum 5,5%.

Währungsbereinigt solides Wachstum von 5,5%

Folgen der Finanzmarktkrise

Währungstranslationseffekt kostet 20 Mio EUR

Wachstum

In Folge der Finanzmarktkrise hatten sich seit Oktober 2007 die Währungsrelationen zum EUR sehr ungünstig entwickelt. So ergaben sich im Jahresverlauf zwei sehr unterschiedliche Halbjahre: Im ersten Halbjahr (Mai bis Oktober) betrug die Wachstumsrate 6,5%, die Währungstranslationseffekte waren mit minus 1,6 Mio EUR relativ klein. Im zweiten Halbjahr (November bis April) führte die starke Euroaufwertung beim Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum zu einem negativen Translationseffekt von 18,3 Mio EUR, so dass nur noch 1,3% Umsatzwachstum erreicht wurden. Zusätzlich zeigte sich in der zunehmenden Volatilität der monatlichen Wachstumsraten im zweiten Halbjahr die gestiegene Nervosität der Kunden über die neuerlichen Kapitalmarktturbulenzen und die Verunsicherung über die weitere konjunkturelle Entwicklung.

Der Währungseffekt ist auf die starke Aufwertung des Euro, vor allem gegenüber dem Britischen Pfund (GBP) zurückzuführen: Die Zumtobel Gruppe erwirtschaftete in Großbritannien einen Umsatz von rund 175 Mio GBP. Aus der Euroaufwertung ergibt sich unter Berücksichtung von Jahresdurchschnittskursen ein Umrechnungsnachteil von 5,4% oder 13,9 Mio EUR. Weitere negative Effekte in Höhe von 9,0 Mio EUR resultieren aus der Abwertung von Umsätzen im Amerikanischen Dollar (USD), den meisten asiatischen Währungen und dem Schweizer Franken (CHF). Dies konnte nur in geringem Umfang (plus 3,0 Mio EUR) durch positive Effekte beim Australischen Dollar (AUD), Neuseeländischen Dollar (NZD) und einigen osteuropäischen Währungen kompensiert werden. Über alle Währungen hinweg ergab sich ein Translationseffekt von 19,9 Mio EUR.

Umsatzentwicklung (in Mio EUR)

Positive Entwicklung in beiden Divisionen

Die Zumtobel Lighting Division war von den genan en Währungstranslationseffekten mit 16,8 Mio EUR überproportional stark betroffen und erreichte deshalb nur ein Wachstum von 2,9% auf 948,9 Mio EUR nt (Vorjahr 921,9 Mio EUR).Währungsbereinigt ergibt dies ein Wachstum von 4,8%.

Materialpreisbedingte Preiserhöhungen bei Magnetikprodukten

2 Mio EUR belastet. Sie profitierte vom Preisanstieg bei magnetischen Vorschaltgeräten in Höhe von 5,1 Mio EUR (1,3% Wachstum). Die TridonicAtco Division wurde von Währungseffekten im Umsatz nur mit 3, Dieser Preisanstieg konnte die gestiegenen Bezugskosten für Kupfer, welches als wesentlicher Materialbestandteil in diesen Komponenten enthalten ist, dennoch nur zum Teil kompensieren. Ungebrochen ist weiterhin der technologische Substitutionseffekt bei Vorschaltgeräten: So konnte durch den starken Volumensanstieg bei technologisch und preislich höherwertigen elektronischen Vorschaltgeräten der Rückgang der Stückzahlen bei magnetischen Vorschaltgeräten mehr als kompensiert werden. Die TridonicAtco Division erreichte ein Wachstum von 5,7% auf 400,4 Mio EUR und überschritt erstmals die Grenze von 400 Mio EUR:

2007/08 2006/07 Veränderung
Entwicklung Divisionen in Mio EUR in %
Zumtobel Lighting Division 948,9 921,9 2,9
TridonicAtco Division 400,4 378,9 5,7
Sonstige & Konsolidierung -66,9 -66,8 -0,1
Zumtobel Group 1.282,3 1.234,0 3,9

In der Zukunftstechnologie lichtemittierender Dioden (LED) konnte die Zumtobel Gruppe im abgelauf nen weiteren Schritt nach vorn machen. Neben dem Ei n LED-Modulen vor allem in er Werbebeleuchtung, konnte sich die Zumtobel Gruppe mit der LED-Technologie dank des raschen enen Geschäftsjahr ei nsatz vo d technologischen Fortschritts bei der Lichtleistung von LEDs und der konzerneigenen Entwicklungsarbeit auch als Anbieter von integrierten Beleuchtungslösungen positionieren: Beim "Stadioncenter Wien", dem bislang größten LED-Projekt der Zumtobel Gruppe und ebenso beim BMW-Museum in München kombinierte die Zumtobel Gruppe die eigene Lichtlösungskompetenz erfolgreich mit dem Anwendungs-Knowhow in der LED-Technologie. Der Umsatz mit LED-basierten Produkten und Lösungen stieg um 80% auf 37, 1 Mio EUR (Vorjahr 20,6 Mio EUR) an.

LED-Technologie wächst um 80%

Regionale Geschäftsentwicklung

2007/08 Wachstum Umsatzerlöse
+- in % in Mio EUR
D/A/CH 5,7 308,9
Osteuropa 9,9 67,9
Nordeuropa 7,6 106,9
Westeuropa 4,2 427,4
Südeuropa 9,1 129,9
Europa 5,9 1041,0
Asien -6,5 87,4
Australien & Neuseeland 4,1 107,5
Amerika -14,6 35,5
Rest -16,7 10,9
Gesamt 3,9 1.282,3

Die Zumtobel Gruppe erwir ete in Eu 1.041,0 Mio EUR, das sind rund 81% vom Konzernumsatz. achstumsrate in diesem wichtigen Wirtschaftsraum erreichte im Geschäftsjahr 2007/08 5,9%, ährungsbereinigt sogar 7,6%. tschaft ropa Die W w

er Währungstranslationseffekte weiter wachsen. Im Wachstumsmarkt Osteuropa konnte der Umsatz auf 67,9 Mio EUR (+9,9%) gesteigert werden. In Nordeuropa wurde ein In der D/A/CH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) wies Deutschland das stärkste Wachstum aus, die Schweiz konnte trotz negativ solides Wachstum erreicht, insbesondere hat sich der Turnaround in Norwegen weiter verfestigt. Innerhalb Westeuropas konnte die Marke Thorn in Großbritannien ihren Umsatz nach einem nicht zufriedenstellenden Vorjahr wieder deutlich steigern, unverändert positiv war auch die Geschäftsentwicklung in Frankreich. Bereinigt um die Translationseffekte aus der Abwertung des Britischen Pfundes (GBP) betrug das Wachstum in Westeuropa sogar 7,6%.

Ungebrochenes Wachstum in Europa: Erstmals über 1 Mrd EUR

Überseeregionen bleiben hinter Erwartungen

Die Situation in Asien ist nicht zufriedenstellend: Neben im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Umsätzen aus Großprojekten in China belastete ein weitgehender Baustopp in Macao, ausgelöst durch eine innenpolitische Affäre, sowie die deutliche Abkühlung bei öffentlichen Auftragsvergaben in Hongkong vor allem das Geschäft der Zumtobel Lighting Division. Nach Umsatzrückgängen in den ersten drei Quartalen konnte die Zumtobel Gruppe im vierten Quartal des Geschäftsjahres jedoch aus Projektauslieferungen wieder ein leichtes Umsatzplus erreichen.

Im amerikanischen Raum hat sich der Amerikanische Dollar (USD) um 10% abgeschwächt und somit einen Großteil des Umsatzrückgangs verursacht. Zudem konnten im konjunkturell schwierigeren Umfeld keine den Großprojekten des Vorjahres vergleichbaren Aufträge realisiert werden. In Australien/Neuseeland wuchsen die Umsatzerlöse im Jahresverlauf um 4,1%, unterstützt durch positive Währungseffekte von rund 2,5%.

1.6.3 Ertragsentwicklung

  • Bereinigtes EBIT steigt um 10,7 Mio EUR

  • Bruttoergebnismarge auf 38,2% verbessert

  • Herstellkosten trotz Tariflohnanstieg und höheren Materialpreisen verbessert

  • Leuchtengeschäft in Überseeregionen bleibt hinter den Erwartungen

  • Nettozinsaufwand sinkt um 4,2 Mio EUR

  • Finanzergebnis durch starken Euro belastet

  • Ertrag aus latenten Steuern

Gewinn- und Verlustrechnung in Mio EUR 2007/08 2006/07 Veränderung
in %
Umsatzerlöse 1.282,3 1.234,0 3,9
Kosten der umgesetzten Leistungen -792,9 -772,9 -2,6
Bruttoergebnis vom Umsatz 489,5 461,1 6,2
in % vom Umsatz 38,2 37,4
Vertriebs-,Verwaltungs- und sonstige Aufwendungen ohne Sondereffekte -366,5 -348,8 -5,1
Bereinigtes EBIT 123,0 112,3 9,5
in % vom Umsatz 9,6 9,1
Sondereffekte -1,1 2,3 <-100
EBIT 121,9 114,5 6,4
Finanzergebnis -34,0 -24,2 -40,1
Ergebnis vor Ertragsteuern 87,9 90,3 -2,7
Ertragsteuern 6,1 3,9 0,6
Jahresergebnis aus aufgegebenen Bereichen -0,5 9,4 <-100
Jahresergebnis 93,5 103,6 -9,8
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuordenbar 93,0 103,2 -9,9
Abschreibungen und Amortisierungen ohne Sondereffekte 39,3 41,8 -6,1
Ergebnis je Aktie (in EUR) 2,09 2,34 -10,8

Nachrichtlich: Das EBITDA (EBIT zzgl.Abschreibungen) im Geschäftsjahr 2007/08 betrug 161,1 Mio EUR.

Im Geschäftsjahres 2007/08 verbesserte sich das um Sondereffekte bereinigte EBIT um 10,7 Mio EUR bzw. 9,5% auf 123,0 Mio EUR (Vorjahr 112,3 Mio EUR). Dies entspricht einer gegenüber dem Vorjahr um 50 Basispunkte verbesserten Umsatzrendite von 9,6%.

Bereinigtes EBIT steigt um 10,7 Mio EUR

Entwicklung bereinigtes EBIT (in Mio EUR)

Das Bruttoergebnis verbesserte sich im Geschäftsjah 07/08 um 28,4 Mio EUR auf 489,5 Mio EUR. Die Bruttoergebnismarge stieg um 80 Basispunkte auf 38,2% vom Umsatz an. Das Bruttoergebnis wuchs vor r 20 allem durch zusätzliche Deckungsbeiträge aus der Umsatzausweitung und durch Effizienzverbesserungen im Bereich der Herstellkosten.

erkaufspreiserhöhungen bei magnetischen Vorschaltgeräten abzüglich Materialpreiserhöhungen bei Kupfer) führte im Verlauf des Geschäftsjahres 2007/08 zu einem negativen Der Nettokupfereffekt (V Ergebnisbeitrag von 1,5 Mio EUR im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

upfereffekt bereinigten Kosten der umgesetzten Leistungen) konnte eine Verbesserung von 13,6 Mio EUR gegenüber dem Vorjahr erzielt Bei Betrachtung der sonstigen Herstellkosten (d.h. die um den K werden. Diese Verbesserung resultiert aus verschiedenen Effizienz- und Kostensenkungsprogrammen im Fertigungsbereich in Europa. Der Personalkostenanteil der Herstellkosten in Prozent vom Umsatz konnte trotz Tariflohnerhöhungen etwas von 14,6% auf 14,5% gesenkt werden. Geringere Abschreibungen führten zu weiteren Kostenentlastungen. Weitere Materialpreiserhöhungen vor allem bei Aluminium, Stahl und Kunststoff hatten sich ebenfalls belastend ausgewirkt.

g in den Überseeregionen der Zumtobel Lighting Division: Nach der zu Beginn des Geschäftsjahres 2007/08 vollzogenen Werksverlagerung in Australien Nicht zufriedenstellend war die Ergebnisentwicklun konnte im weiteren Verlauf aufgrund von Anlaufproblemen die angestrebte Ergebnisverbesserung noch nicht realisiert werden. Ebenso wie in Asien hat sich das operative Ergebnis auch in Australien im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert.

ereinigten Vertriebs-, Verwaltungs- und sonstigen Kosten stiegen im Geschäftsjahr 2007/08 gegenüber dem Vorjahr um 5,1% auf 366,5 Mio EUR (Vorjahr 348,8 Mio EUR) an. Dazu trugen neben allgemeinen Kostensteigerungen vor allem höhere Personalkosten aufgrund von Tariflohnerhöhungen Die um Sondereffekte b

Bruttoergebnismarge auf 38,2% verbessert

Nettokupfereffekt belastet mit 1,5 Mio EUR

ellkosten trotz Tariflohnanstieg und t Herst höheren Materialpreisen verbesser

Leuchtengeschäft in Überseeregionen bleibt hinter den Erwartungen

Anstieg der Vertriebskosten

* Fixkosten =Vertriebs-,Verwaltungs- und sonstige Aufwendungen

(rund 3%) sowie der zur Ausweitung der Geschäftsaktivitäten erforderliche Aufbau von (auf Durchschnittsbasis) über 80Vertriebsmitarbeitern bei.

Im Geschäftsjahres 2007/08 wurden als Aufwand Sondereffekte in Höhe von 1,1 Mio EUR verbucht. Diese resultieren aus dem Saldo von positiven Veräußerungserlösen aus Liegenschaftsverkäufen in Deutschland, Australien und Österreich im Zusammenhang mit dem Immobilienprojekt "LITE" einerseits und andererseits von Restrukturierungskosten im Zusammenhang mit der Vorbereitung auf die Werksverlagerung Spennymoor, Kosten aus der bereits vollzogenen Werksverlagerung in Australien sowie sonstigen Wertminderungen. Sondereffekte im Betriebsergebnis

inzelnen Liegenschaften durchgeführt. Dabei wurden insgesamt 14,6 Mio EUR Liquidität erlöst, die mit 5,5 Mio EUR Ertrag in den beiden Geschäftsjahren 2007/08 und 2006/07 als Im Rahmen des Projekts "LITE" wurden im Zeitraum von Oktober 2006 bis 30. April 2008 Anpassungen im Immobilienportfolio bei acht e Sondereffekte ausgewiesen worden sind. Als letzter Schritt ist im Laufe des Jahres 2008 unter der Voraussetzung attraktiver Konditionen der Verkauf des alten Werksstandorts in Spennymoor geplant. Status Projekt "LITE"

Zur Darstellung des operativen Erfolgs wurde das EBIT um die genannten Sondereffekte bereinigt:

Bereinigtes EBIT in Mio EUR 2007/08 2006/07 Veränderung
in %
Berichtetes EBIT 121,9 114,5 6,4
davon Sondereffekte -1,1 2,3 <-100
Bereinigtes EBIT 123,0 112,3 9,5
in % vom Umsatz 9,6 9,1

Nettozinsaufwand sinkt um 4,2 Mio EUR

Der Zinssaldo aus Zinsaufwand und Zinsertrag verbesserte sich in de chtsperi egenüber V um 4,2 Mio EUR und resultierte in einem Aufwand von Mio EUR. kte si us, dass für vorzeitige Darlehensrückzahlungen nur mehr 0,6 Mio EUR Vorfälligkeitskosten anfielen (Vorjahr r Beri ode g dem orjahreszeitraum 18,2 Positiv wir ch a 2,3 Mio EUR). Zudem konnte durch die Rückführung der Nettoverschuldung und eine Vergrößerung des konzerninternen Cashpools eine Strukturoptimierung der zinstragenden Positionen erreicht werden.

Finanzergebnis durch starken Euro belastet

adurch realisierten und buchmäßigen Kursverluste, sowie Zuführungen zu Rückstellungen für den Leasingvertrag in Die übrigen finanziellen Aufwendungen und Erträge verschlechterten sich um 12,1 Mio EUR auf minus 15,7 Mio EUR. Der Anstieg ist vor allem auf die negative Entwicklung der Fremdwährungskurse und die d Spennymoor zurückzuführen. Auf die Ausführungen im Anhang zu Fremdwährungsgeschäften und einer Ausweisänderung (vgl. Konzernanhang Kapitel 2.5.3.3 sowie 2.5.4.5) wird verwiesen.

Insgesamt verschlechterte sich das Finanzergebnis im Geschäftsjahr 2007/08 gegenüber Vorjahr um 9,8 Mio EUR und wies einen Aufwand von 34,0 Mio EUR aus.

Finanzergebnis in Mio EUR 2007/08 2006/07 Veränderung
in %
Zinsaufwand -22,6 -24,8 8,9
Zinsertrag 4,4 2,4 86,3
Zinssaldo -18,2 -22,4 19,0
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge -15,7 -3,6 <-100
Ergebnisanteile assoziierter Unternehmen -0,1 1,8 <-100
Finanzergebnis -34,0 -24,2 -40,1

Wie schon im Vorjahr erfolgte aufgrund der guten Ertragssituation im äftsjah 8 uflösung von Bewertungsabschlägen auf aktive latente Steuern aus Verlustvorträgen. Sa egenläufigen Aufwandsbuchungen ergibt sich ein Ertrag a enten St von 10,2 EU r 13,0 Mio EUR). Der Aufwand aus laufenden Steuern verring sich um 5 io EUR a . Saldiert verblieb somit wieder ein positives Ertragsteuerergeb n 6,1 M R (Vorja Gesch r 2007/0 wieder eine ertragswirksame Teila ldiert mit g us Lat euern Mio R (Vorjah erte ,0 M uf 4,1 Mio EUR nis vo io EU hr 3,9 Mio EUR).

ng der im Cashflow ausgewiesenen Steuerzahlungen von io EUR t sich au Vorsteuergewinns von 87,9 Mio EUR eine Steuerzahllast von rund 14% vom Vorsteuerergebnis. Bei Betrachtu 12,1 M ergib f Basis des

Das Jahresergebnis (inklusive Minderheiten) verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 10,1 Mio EUR auf 93,5 Mio EUR. Die Verbesserungen bei EBIT und Ertragssteuern wurden durch die negative Entwicklung im Finanzergebnis aufgezehrt, so dass sich das Jahresergebnis aus fortzuführenden Bereichen um 0,2 Mio EUR auf 94,0 Mio EUR verringerte. Als Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen hatte im Vorjahr der Verkauf des Airfield-Geschäfts mit einem Ertrag von 9,4 Mio EUR das Jahresergebnis erstmals auf über 100 Mio EUR gehoben.

Für die Aktionäre der Zumtobel AG ergibt dies ein Ergebnis je Aktie (unverwässert bei 44,5 Mio Aktien) von 2,09 EUR (Vorjahr 2,34 EUR bei 44,1 Mio Aktien).

1.6.4 Wirtschaftliche Lage der Zumtobel AG und Dividende

sicherungswesen, Treasury, IT und Corporate Communications. Weiters verwaltet die Gesellschaft den überwiegenden Teil der inländischen Liegenschaften. Die Zumtobel AG hatte im Berichtsjahr keine Die Zumtobel AG fungiert als Konzernobergesellschaft der Zumtobel Gruppe und stellt in ihrer Funktion als Strategie- und Finanzholding konzernübergreifende Management- und Servicefunktionen bereit. Diese umfassen unter anderem die Bereiche Strategie- und Konzernentwicklung, Investor Relations, Steuern und Recht, Ver Zweigniederlassungen.

Die Nettoumsatzerlöse in Höhe von 32,7 Mio EUR (Vorjahr 30,0 Mio EUR) beinhalten IT-Dienstleistungen men in Höhe von 7,6 Mio EUR (Vorjahr 7,5 in Höhe von 16,6 Mio EUR (Vorjahr 14,3 Mio EUR), Mieteinnah Mio EUR), sowie sonstige Dienstleistungen in Höhe von 8,5 Mio EUR (Vorjahr 8,2 Mio EUR).

GmbH als Obergesellschaft der Zumtobel Lighting Division in Das Betriebsergebnis verschlechterte sich gegenüber dem Vorjahr um 2,2 Mio EUR und wies ein Minus von 2,6 Mio EUR aus. Die Erträge aus verbundenen Unternehmen stiegen von 12,1 Mio EUR im Vorjahr auf 46,4 Mio EUR an. Dieser Anstieg resultiert im wesentlichen aus Entnahmen aus der TridonicAtco GmbH & Co KG (Obergesellschaft der TridonicAtco Division) in Höhe von 26,3 Mio EUR (Vorjahr 12,0 Mio EUR) sowie aus Ausschüttungen der Zumtobel Lighting Höhe von 20 Mio EUR (Vorjahr 0 EUR).

Das Jahresergebnis verbesserte sich von 3,1 Mio EUR auf 32,4 Mio EUR.

Aus der im April 2008 in der Zumtobel Gruppe getätigten Teilrückzahlung auf langfristige Darlehen im Gesamtbetrag von 82,1 Mio EUR entfiel ein Teilbetrag von 13,1 Mio EUR auf die Zumtobel AG.

Für die Dividendenausschüttung steht ein Bilanzgewinn von 60,3 Mio EUR (VJ 50,1 Mio EUR) zur Verfügung. Aufgrund der Verbesserungen bei EBIT, Cashflow und in der Bilanzstruktur werden Vorstand und Aufsichtsrat der Hauptversammlung am 29. Juli 2008 die Anhebung der Dividendenausschüttung um 40% auf 0,70 EUR je Aktie (Vorjahr 0,50 EUR) vorschlagen.

Ertrag aus latenten Steuern

,5 Mio EUR. Jahresergebnis erreicht 93

on der Zumtobel AG Funkti

Der Einzelabschluss der Zumtobel AG

1.6.5 Saisonalität, Cashflow und Vermögenslage

Ausgeprägte Saisonalität des Geschäftsverlaufs Der Geschäftsverlauf der Zumtobel Gruppe unterliegt unverändert einer ausgeprägten Saisonalität: Im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres (1. Mai bis 31. Oktober) ist die Geschäftstätigkeit höher, da von Sommer bis Herbst eine relativ höhere Anzahl Bauprojekte fertiggestellt werden und damit der Einbau der edrigeren Ergebnis im dritten Quartal. Beleuchtung als eines der letzten Gewerke vorgenommen wird. Im dritten Quartal (1. November bis 31. Januar) ist das Umsatzniveau deutlich niedriger, bedingt durch die Weihnachts- und Winterpause in der Baubranche. Im vierten Quartal (1. Februar bis 30. April) nimmt die Aktivität wieder sukzessive zu. Einhergehend mit dem Umsatzverlauf entwickelt sich auch das Ergebnis (gemessen am bereinigten EBIT) mit saisonalen Schwankungen und einem deutlich ni

Am Der durchschnittliche Auftragsbestand lag im Berichtsjahr bei 170 Mio EUR, 0,7% über dem Vorjahr. Bilanzstichtag betrug der Auftragsbestand 162 Mio EUR.

auf Mio on ntes nd rt, als auch in seiner Altersstruktur verbessert und überfällige Forderungen reduziert werden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 2,8%. Der Mittelabfluss bei Rückstellungen reduzierte sich um 25,2 Mio EUR. Im Vorjahreszeitraum enthielt diese Position die Auszahlungen der Rückstellungen für den Operativer Cashflow steigt um 33,1 Mio EUR Der Cashflow aus dem operativen Geschäft hat sich gegenüber dem Vorjahr um 33,1 Mio EUR 156,0 Mio EUR verbessert. Im wesentlichen ist dies auf die im Vergleich zur Vorjahresperiode um 23,3 EUR deutlich bessere Entwicklung des Working Capitals zurückzuführen: Trotz des Umsatzwachstums v 3,9% konnte aus dem Working Capital Liquidität von 9,8 Mio EUR freigesetzt werden. Durch konseque Working Capital Management gelang es, im Jahresverlauf die Vorräte deutlich zu reduzieren. Der Besta von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen konnte sowohl betragsmäßig verringe Börsengang im Mai 2006.

Die Entwicklung des Working Capital, gemessen in Prozent vom rollierenden 12-Monatsumsatz, folgte Positive Entwicklung wiederum im saisonalen Muster dem Geschäftsverlauf: Im umsatzstärkeren ersten Halbjahr erhöhte sich das Working Capital, im Verlauf des zweiten Halbjahres konnte eine schrittweise Reduzierung erreicht werden. im Working Capital

Working Capital in % von rollierenden 12-Monats-Umsätzen

Aufgrund des konsequenten Working Capital Managements konnten seit dem zweiten Quartal jeweils gegenüber dem Vorjahr verbesserte Werte im Working Capital erreicht werden. Zum 30. April 2008 lag das Working Capital bei 18,2% vom Umsatz.

Für Anlageninvestitionen wurden im Geschäftsjahr 2007/08 66,0 Mio EUR ausgegeben, 11,7 Mio EUR mehr als im Vorjahr. Hiervon entfielen 9,2 Mio EUR auf Einbauten und Betriebsausstattung für den Werksneubau im englischen Spennymoor. Neben Instandhaltungs- und Modernisierungsinvestitionen für Gebäude und Produktionsanlagen umfassen Investitionen auch die Herstellung von Werkzeugen und außerdem 12,7 Mio EUR (Vorjahr 10,8 Mio EUR) aktivierte Kosten für Forschung und Entwicklung. Die Abschreibungen in der Zumtobel Gruppe beliefen sich für das Geschäftsjahr 2007/08 auf 39,3 Mio EUR (Vorjahr 42,4 Mio).

n zu. Im Vorjahr waren aus der Bildung der Finanzanlage 20,3 Mio EUR abgeflossen. Der Zufluss aus Anlagenabgängen vor allem durch Immobilienverkäufe im Zusammenhang mit dem Projekt "LITE" erhöhte sich um 8,5 Mio EUR auf 11,6 Mio EUR. Zusätzliche Mittel flossen aus der Liquidierung (11,8 Mio EUR) aus Finanzanlagevermöge

Aus dem Freien Cashflow von 111,8 Mio EUR (Vorjahr 55,9 Mio EUR) wurden Dividendenzahlungen von 22,6 Mio EUR sowie umfangreiche Tilgungen in Höhe von 101,5 Mio EUR auf Finanzschulden geleistet. Die Tilgungszahlung enthielt eine freiwillige vorzeitige Rückzahlung von 82,1 Mio EUR aus verfügbaren Bankguthaben.

Cashflow aus Investitionstätigkeit sinkt um 22,4 Mio EUR

bezahlt 22,6 Mio EUR Dividende

Bilanzkennzahlen in Mio EUR 30. April 2008 30. April 2007
Bilanzsumme 1.105,9 1.145,4
Nettoverbindlichkeiten 129,0 185,7
Eigenkapital 514,2 441,6
Eigenkapitalquote in % 46,5 38,5
Verschuldungsgrad in % 25,1 42,1
Durchschnittliches Capital Employed 650,2 647,4
ROCE in % 18,9 17,3
Investitionen 66,0 54,3
Working Capital 232,9 253,7
in % von rollierendem 12-Monatsumsatz 18,2 20,6

Solide Bilanzstruktur verbessert Bonität

Die Bilanzstruktur konnte im Geschäftsjahr 2007/08 weiter verbessert werden. Das Eigenkapital erhöhte sich trotz der Dividendenzahlung um 72,6 Mio EUR auf 514,2 Mio EUR. Durch die Tilgung von Finanzschulden aus Bankguthaben verkürzte sich die Bilanz trotz der Ausweitung des Geschäftsvolumens auf 1.105,9 Mio EUR. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich somit auf 46,5% (Vorjahr 38,6%). Die Nettoverbindlichkeiten haben sich im Berichtsjahr von 185,7 Mio EUR auf 129,0 Mio EUR verringert. Der Verschuldungsgrad (Gearing) ging im gleichen Zeitraum von 42,1% auf 25,1% zurück.

Aus der Steigerung des bereinigten EBIT um 9,5% auf 123,0 Mio EUR und des nur geringfügig (plus 0,4%) erhöhten Capital Employed von 650,2 Mio EUR ergibt sich ein um 160 Basispunkte auf 18,9% erhöhter ROCE (Vorjahr 17,3%). ROCE steigt um 160 Basispunkte

Gute Bonität reduziert Kreditmargen Die in den letzten Jahren erreichte Steigerung der Profitabilität und Verbesserung der Bilanzstruktur hat auch günstige Auswirkung auf die Bonitätsbeurteilung und Finanzierungsmöglichkeiten der Zumtobel Gruppe: Der am 12. Juni 2008 unterzeichnete neue fünfjährige Kreditvertrag über 480 Mio EUR (siehe Kapitel 1.4 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag) ermöglicht die Refinanzierung bestehender Darlehen in Höhe von 200 Mio EUR und kann zusätzlich im Ausmaß von 280 Mio EUR für Wachstums- und Akquisitionsfinanzierungen abgerufen werden. Die Finanzierungskonditionen verbessern sich aufgrund der derzeit gegebenen Bilanz- und Ertragssituation um rund 40 Basispunkte auf eine Kreditzinsmarge von 65 Basispunkten.

1.7 Mitarbeiterentwicklung

Die Mitarbeiterentwicklung in der Zumtobel Gruppe wird entscheidend durch die Vision geprägt, weltweit die anerkannte Autorität in der Lichtindustrie zu sein. Alle Maßnahmen und Projekte im Berichtszeitraum waren somit daran ausgerichtet, die richtigen Talente für Schlüsselfunktionen zu gewinnen, das Leistungspotenzial der Mitarbeiter zu fördern und zu steigern sowie das Unternehmen als Arbeitgeber nachhaltig attraktiv zu machen.

Die Mitarbeiterzahl in der Zumtobel Gruppe erhöhte sich zum Bilanzstichtag (30. April 2008) um 228 auf 7708Vollzeitkräfte. Die Verteilung nach Tätigkeitsbereich und Regionen zeigt die folgende Graphik:

Verteilung nach Tätigkeitsbereich und Regionen

Mitarbeiter 30.April 2008 Gesamt Produktion/
Herstellung
Forschung &
Entwicklung
Vertrieb Verwaltung
Zumtobel Gruppe 7.708 4.286 411 2.345 666
Europa 5.764 3.035 372 1.859 498
Asien 1.131 747 29 250 105
Australien/Pazifik 599 354 9 192 44
Amerika 214 150 1 44 19

Die Labour Productivity1 entwickelte sich von 30,1% im Vorjahr auf 31,9% im Berichtszeitraum. Der Umsatz je Mitarbeiter (auf Durchschnittsbasis) stieg auf 171Tsd EUR je Mitarbeiter (Vorjahr 168Tsd EUR).

Die im Geschäftsjahr 06/07 begonnene Implementierung der Unternehmenswerte und des Verhaltenskodex wurde im Berichtszeitraum weiter vorangetrieben. Die Unternehmenswerte rücken das Engagement der Zumtobel Gruppe für ihre Kunden, ihre Mitarbeiter, optimale Geschäftsprozesse und Werteorientierung in den Mittelpunkt. Der Verhaltenskodex basiert auf den Unternehmenswerten, und setzt zudem die Richtlinie der Initiative "Partnering Against Corruption" (PACI) des Weltwirtschaftsforums in Davos um, welche von der Zumtobel Gruppe als erstem Unternehmen in Österreich im September 2004 unterzeichnet wurde. Der Verhaltenskodex regelt detailliert, welches Verhalten von allen Mitarbeitern in kritischen Bereichen des Geschäftslebens erwartet wird, so z.B. die Bekämpfung von Korruption und keine Toleranz gegenüber jeglicher Art von Diskriminierung.

In Workshops wurden den Mitarbeitern, die in die erste Implementierungsphase noch nicht eingebunden waren, die Inhalte nähergebracht. Im Dialog mit dem Management konnten sich die Mitarbeiter aktiv mit den Werten und dem Verhaltenskodex auseinander setzen und für ihre Bereiche erarbeiten, welche konkreten Auswirkungen diese auf ihr Arbeitsleben und den täglichen Umgang miteinander haben. Weitere Veranstaltungen hatten zum Ziel, im Rahmen der ersten Implementierungsphase identifizierte Verbesserungspotenziale im täglichen Miteinander umzusetzen.

Produktivität und Umsatz je Mitarbeiter

Verankerung der Unternehmenswerte und des Verhaltenskodex

Für besonders erfolgskritische Bereiche (Product Lifecycle Management, Research & Development, IT) wurden europaweite Vergütungsstudien durchgeführt, um auf die schwierigen Marktbedingungen im Hinblick auf diese Mitarbeitergruppen zu reagieren und weitere Anreize für die Gewinnung und Bindung hochqualifizierter Mitarbeiter aus diesen Bereichen bieten zu können. Vergütungsstudien für kritische Bereiche

Das jährliche Mitarbeiterfördergespräch ist bereits seit Jahren weltweiter Standard für die individuelle Karriere- und Kompetenzentwicklung eines jeden Mitarbeiters und bildet die Basis für einen konsistenten Performance-Management-Prozess. Darin wird die Leistung im Hinblick auf Fachkompetenz und Verhalten des Mitarbeiters in der Vergangenheit beurteilt, die Ziele für das Jahr festgelegt und ein individueller Entwicklungsplan ausgearbeitet. Dieser enthält Maßnahmen sowohl zur fachlichen wie auch zur persönlichen Kompetenzentwicklung. Hierbei können Mitarbeiter nicht nur auf externe Weiterbildungsangebote, sondern auch auf ein stetig wachsendes internes Schulungsprogramm zurückgreifen, das Fach-, Führungs- und persönliche Kompetenzen abdeckt und sowohl mit internen als auch externen Trainern arbeitet. Performance Management

Als Folge des Projekts "Sales Excellence" innerhalb der Zumtobel Lighting Division (ZLD) konnte die Implementierung eines Managementsystems weiter vorangetrieben werden, das auf ganzheitliche und nachhaltige Effizienzsteigerung im Vertrieb abzielt. Kern dieses Managementsystems ist ein konsistenter und transparenter Leistungsbewertungsprozess für Vertriebsmitarbeiter sowie ein Maßnahmenkatalog zur konsequenten Potenzialerkennung und -förderung. Zudem wurde der "Salesperson of the Year Award" ins Leben gerufen, mit dem die Leistungen der besten Vertriebsmitarbeiter aller europäischen Vertriebsbereiche gewürdigt und ein zusätzlicher Leistungsanreiz geschaffen werden soll. Auch die besten Nachwuchskräfte aus dem Vertrieb werden ausgezeichnet. Im Fokus: Forschung & Entwicklung, Fertigung, Vertrieb

Im Berichtszeitraum stand neben dem Vertrieb auch der Bereich Forschung & Entwicklung wieder im Fokus: Die bereits im vorigen Geschäftsjahr gestartete Personalmarketing-Initiative speziell für Nachwuchskräfte aus dem Bereich Forschung und Entwicklung wurde deutlich erweitert. So wurde z. B. bei TridonicAtco eine europaweite Evaluierung von Zieluniversitäten durchgeführt, und besonders geeignete Partneruniversitäten ausgewählt, mit denen ein enger Kontakt gestartet wurde. Darüber hinaus nutzen Vertreter der HR Bereiche erstmals gezielt die größte Messe der Branche – die "Light+Building" in Frankfurt – um bestehende Hochschulkontakte zu intensivieren, mit interessierten Studenten einschlägiger technischer Fachrichtungen in Kontakt zu kommen und erste Gespräche mit Jobinteressenten zu führen. Insgesamt ist die Zahl der in Forschung und Entwicklung beschäftigen Mitarbeiter erneut gestiegen, von 364 im Vorjahr auf 411 im Berichtszeitraum.

Darüber hinaus waren die Produktionsbereiche der beiden größten Werke der TridonicAtco Division und der Zumtobel Lighting Division Ziel umfassender Performance Management Maßnahmen: Mit der internen Qualifizierungsoffensive zur Produktionsfachkraft soll das Qualifizierungsniveau der Produktionsmitarbeiter im ZLD-Werk Dornbirn schrittweise angehoben werden. Das Projekt "Change Management" in der Produktion von TridonicAtco in Dornbirn verfolgte das Ziel, von der Linien- auf eine Prozessstruktur umzustellen, um signifikante Kapazitätssteigerungen sowie eine höhere Flexibilität der Produktionsprozesse zu erzielen. Um eine nachhaltige Verbesserung zu erreichen, konnten sich die Produktionsmitarbeiter selbst in großem Umfang einbringen. Ihr fachliches Know-how wurde gezielt für die Prozessgestaltung genutzt, und es wurden Maßnahmen vereinbart und umgesetzt, um die Kommunikation und Arbeitskultur im Bereich zu optimieren und damit die Leistungsmotivation zu erhöhen.

Kompetenzentwicklung im Rahmen interner Akademien Die im vergangenen Geschäftsjahr neu geschaffenen internen Akademien – die "Thorn Academy of Light" und die "TridonicAtco Academy" – nahmen im Berichtszeitraum ihre Arbeit auf: Fachexperten aus allen relevanten Bereichen schulten Vertriebsmitarbeiter markenspezifisch in bezug auf Produkte, Anwendungen und Geschäftsprozesse. Die Veranstaltungen fanden weltweit in verschiedenen, z. T. neu

geschaffenen Schulungszentren statt. So wurden z. B. bei der TridonicAtco Academy im Berichtszeitraum über 200 Teilnehmer aus 20 Nationen geschult, und Trainings in Österreich, der Schweiz, der Türkei, China, Singapur und in Australien durchgeführt. Die hohe Qualität der Vermittlung der Lerninhalte wird durch Mindeststandards für die Inhalte sowie eine professionelle interne Train-the-Trainer-Ausbildung für die Referenten gewährleistet. Auch die Ausbildung zum "Zumtobel Lichtlösungsberater", bereits ein Maßstab für Weiterbildung von Vertriebsmitarbeitern in der Lichtbranche, wurde weiter verbessert: Ergänzend zu den Präsenzveranstaltungen wurde ein umfangreiches E-Learning Angebot entwickelt und bereit gestellt, das durch seine hohe mediendidaktische Qualität Lernen noch effizienter gestaltet.

Das "Leadership Development Program" trägt seit Jahren erfolgreich dazu bei, dass Potenzialträger mit herausragenden fachlichen und persönlichen Fähigkeiten aus der gesamten Zumtobel Gruppe in einem jährlichen Prozess systematisch erkannt und im Rahmen einer umfassenden Nachfolgeplanung gefördert werden. So konnten im Berichtszeitraum 60% aller gehobenen Managementfunktionen im Unternehmen mit Mitarbeitern aus den eigenen Reihen besetzt werden. Zudem wurden alle internen Führungstrainings konzeptionell den aktuellen Bedürfnissen sowie der wachsenden Internationalisierung der Zumtobel Gruppe angepasst: Mit Beginn des Geschäftsjahres 08/09 werden innerhalb der folgenden drei Jahre weltweit alle Führungskräfte der Zumtobel Gruppe verpflichtend ein auf ihren Erfahrungshintergrund und Hierarchielevel abgestimmtes internes, konzernübergreifendes Führungstraining besuchen. Alle Führungskräfte mit internationalem Verantwortungsbereich werden dabei in englischer Sprache geschult, die Führungskräfte mit lokalem Verantwortungsbereich in ihrer Landessprache.

Im Berichtszeitraum wurde die erste weltweite Mitarbeiterbefragung gestartet. Alle Mitarbeiter der Zumtobel Gruppe waren aufgefordert, entweder online oder per Papierfragebogen an der Befragung teilzunehmen. Gegenstand der Befragung war, wie zufrieden die Mitarbeiter mit ihrem Arbeitsumfeld sind, und inwieweit die Unternehmenswerte im täglichen Arbeitsalltag gelebt werden. Die Ergebnisse werden zu Beginn des Geschäftsjahres 08/09 vorliegen.

Einen hohen Stellenwert hatte im Berichtsjahr das Thema Arbeitssicherheit. So wurde in allen Werken des Konzerns auf Basis eines einheitlichen, monatlichen Reportings nach der TRI-Rate (Total Recorded Injuries = Anzahl Arbeitsunfälle bezogen auf eine Million Arbeitsstunden) ein Maßnahmenpaket installiert mit dem Ziel, betriebliche Arbeitsunfälle deutlich zu reduzieren. Das Programm wird an allen Standorten durch eine intensive, kontinuierliche Mitarbeiterkommunikation und -aufklärung begleitet. Zusätzlich haben die Standorte spezifische Maßnahmen zur Vermeidung von Arbeitsunfällen entwickelt und implementiert.

Im Geschäftsjahr 2007/08 zeigte sich bereits eine signifikante Verbesserung der als TRI Rate ermittelten relevanten Kennzahl:

TRI Rate 2007/08 2006/07
Zumtobel Lighting Division2 23,9 29,4
TridonicAtco Division 10,7 15,4

Die Integration von ausländischen Mitarbeitern wird durch Sprachkurse gefördert, die während und außerhalb der Arbeitszeit angeboten und vom Unternehmen finanziert werden.

Integration ausländischer Mitarbeiter

Führungskräfteentwicklung und Nachfolgeplanung

Weltweite Mitarbeiterbefragung

Arbeitssicherheit

2 Zumtobel Lighting Division, nur europäische Leuchtenwerke

Frauenförderung und Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Förderung von Mitarbeitern mit Behinderung

An allen Standorten findet die Integration von Mitarbeiterinnen, die nach Mutterschutz und Elternzeit wieder in den Beruf zurückkehren möchten, im Rahmen der gesetzlichen Anforderungen statt, und geht teilweise darüber hinaus. So erlauben flexible Arbeitszeitmodelle und die Einrichtung von Heimarbeitsplätzen die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Außerdem bietet das Unternehmen auch interessierten Vätern Elternzeit an.

Zur Förderung von Mitarbeitern mit Behinderung wird in Österreich im Rahmen des Berufsförderprogramms eine Ausbildung für lernschwache Jugendliche durchgeführt. Im Anschluss daran stehen speziell betreute Arbeitsplätze zur Verfügung. Für Behinderungen, die im Laufe des Arbeitslebens dazukommen, wird im Rahmen der betrieblichen Möglichkeiten ein angemessener Ersatzarbeitsplatz gesucht. Technische Hilfen werden ggf. gebaut, angeschafft und vom Unternehmen finanziert.

Ausbildung und Traineeprogramm Nach wie vor ist die Lehrlingsausbildung, die das Unternehmen schwerpunktmäßig in Österreich und Deutschland seit vielen Jahren durchführt, ein wichtiges Standbein der Personalentwicklung. Auf Konzernebene hat sich mittlerweile das internationale Traineeprogramm etabliert. Den ersten Konzerntrainees konnten nach dem Abschluss ihres 24-monatigen Traineeprogramms herausfordernde Positionen im Unternehmen angeboten werden. Im Berichtszeitraum wurden fünf weitere Trainees für die Bereiche Sales & Marketing, Operations und F & E eingestellt. Aufgrund der positiven Rückmeldungen aus den Fachabteilungen wurden zum Geschäftsjahr 2008/09 weitere vier Trainees verpflichtet, und das Programm um den Bereich Finance & Controlling erweitert.

1.8 Unternehmerische Verantwortung für Umwelt, Qualität und Gesellschaft

Unternehmerische Verantwortung

Basierend auf ihrer Unternehmensvision und ihren Werten bekennt sich die Zumtobel Gruppe zu ihrer unternehmerischen Verantwortung ("Corporate Responsibility"). Ein wesentlicher Teil dieser Verantwortung ist die Verpflichtung zu einer transparenten und guten Unternehmensführung basierend auf dem Österreichischen Corporate Governance Kodex, welche das Unternehmen in ihrem jährlichen Corporate Governance Bericht dokumentiert. Im Sinne einer guten "Corporate Social Responsibility" bekennt sich die Zumtobel Gruppe zu ihrer Verantwortung gegenüber Mitarbeitern, Gesellschaft und der Umwelt. Als international agierender Konzern engagiert sich das Unternehmen im Rahmen seiner "Corporate Citizenship" auch im Bereich des Sponsorings bzw. eines freiwilligen gesellschaftlichen Engagements.

Verantwortung für Umwelt, Qualität und Sicherheit

Energieeffizienz und der nachhaltige Umgang mit Ressourcen sind für die Zumtobel Gruppe sowohl hinsichtlich der Entwicklung innovativer, energieeffizienter Produkte und Lichtlösungen (vgl. Lagebericht, Teilkapitel Strategie / Forschung & Entwicklung) als auch mit Blick auf eine umweltfreundliche, Ressourcen schonende Produktion von großer Bedeutung. Als weltweit produzierendes Unternehmen respektiert die Gruppe international anerkannte Qualitäts- und Umweltstandards. Die Produktionsabläufe sind auf Ressourceneffizienz ausgerichtet, Materialien werden nach strengen Qualitätskriterien ausgewählt und verwendet. Mit Ausnahme der beiden Werke in USA sind bereits alle übrigen 22 Produktionsstandorte nach der Qualitätsmanagementnorm ISO 9.001 zertifiziert. Langfristig strebt die Zumtobel Gruppe eine schrittweise Zertifizierung aller ihrer Produktionsstätten weltweit auch nach der Umweltmanagementnorm ISO 14.001 an.

Das Unternehmen nimmt seine Verantwortung auch mit Blick auf seine Lieferkette wahr. Es ist das Ziel der Zumtobel Gruppe, bei allen Lieferanten einen Werte- und Verhaltenskodex zur Sicherstellung

internationaler Sozial-, Qualitäts- und Umweltstandards zu implementieren. Ein weiterer zentraler Aspekt der unternehmerischen Verantwortung in der Produktion sind Maßnahmen und Strategien zur Verbesserung der Arbeitssicherheit für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Zertifizierungen und ProzessverbesserungenTridonicAtco

In der TridonicAtco Division werden alle umweltrelevanten Abläufe als integraler Bestandteil des Prozessmanagements wahrgenommen. Alle Mitarbeiter sind in den Prozess einbezogen und leisten so ihren Beitrag zur Sicherung einer lebenswerten Umwelt. Das Stammwerk in Dornbirn / Österreich ist seit 2004 nach ISO 14.001 zertifiziert und wurde 2008 zum zwölften Mal mit dem "Ökoprofit"-Signet der Landesregierung Vorarlberg ausgezeichnet. Im Geschäftsjahr 2007/08 war außerdem die Vorbereitung auf die Zertifizierung des Arbeitssicherheits- und Gesundheitschutz-Managements gemäß ISO 18.001 eine Hauptaktivität. Die Erstzertifizierung wird im Juli 2008 durchgeführt werden. Zwei weitere Elektronikwerke an den Standorten Innsbruck und Jennersdorf, beide Österreich, wurden im Jahr 2007 gemäß der Umweltmanagementnorm ISO 14.001 zertifiziert. Das Werk in Innsbruck wurde 2008 zudem erstmalig durch das Land Tirol im Rahmen des "Tiroler Nachhaltigkeitscheck" als "Nachhaltiges Unternehmen" ausgezeichnet. Im dem chinesischen Werk in Shenzhen ist die Erstzertifizierung nach ISO 14.001 in Vorbereitung und soll bis Ende des Kalenderjahres abgeschlossen sein. Darauf folgend soll auch die Fertigung in Ennenda, Schweiz, und Fertigung in dem neuen Werk in Spennymoor, UK, nach ISO 14.001 zertifiziert werden. Es ist das Ziel der TridonicAtco Division, bis Ende 2009 alle Elektronikwerke nach ISO 14.001 zu zertifizieren.

Durch unterschiedliche Maßnahmen konnten an zahlreichen Standorten der TridonicAtco signifikante Einsparungen und umwelttechnische Optimierungen dargestellt werden. So konnte beispielsweise im Werk Dornbirn der Acetoneinsatz zu Reinigungszwecken um 89% und die Styroporabfälle um 8.900 Kilogramm (entspricht 64%) reduziert werden. Zusätzlich wurden vorbeugende Schallreduktionsmaßnahmen bei Stanzund Fräsvorgängen umgesetzt. Auf Grund der allgemeinen Wasserverknappung wurde im Werk Melbourne ein Projekt zur Trinkwassereinsparung durchgeführt. Durch die erzielte Reduktion um zwölf Millionen Liter pro Jahr konnte der Wasserbedarf auf zirka ein Drittel des ursprünglichen Wertes verringert werden. Am Standort Spennymoor wurden im Rahmen des Mülltrennungs- und Recyclingprogramms neue Abfallpressen installiert. Mit dem Umzug in das neue Werk in Spennymoor Ende des Kalenderjahres wird die Energiebilanz nochmals verbessert: Das neue Werk, das von TridonicAtco und der Zumtobel Lighting Division gemeinsam genutzt wird, ist mit einem Wärmerückgewinnungssystem und Schnelllauftoren ausgestattet und leistet durch die optimale Nutzung von Tageslicht und eine dimmbare Beleuchtungslösung einen weiteren Beitrag zu mehr Energieeffizienz. 10% der Energie werden im Werk Spennymoor künftig aus erneuerbaren Ressourcen gewonnen. Die Summe aller Maßnahmen wird für das neue Werk zu einer Verringerung der CO2- Ausstoßes um 20% führen.

Mit Blick auf die stetige Verbesserung der Qualität wurde das Lean Six Sigma-Programm der TridonicAtco im Berichtsjahr konsequent weitergeführt. Der Fokus des Programms liegt auf der Verkürzung der Durchlaufzeiten sowie der Erhöhung der Produktivität in den Produktionsprozessen wie auch in den administrativen Abläufen. Insgesamt konnten im Geschäftsjahr 80 Projekte abgeschlossen werden, davon 30% außerhalb der deutschsprachigen Standorte. Dies entspricht dem diesjährigen Schwerpunkt, Lean Six Sigma auch auf die Werke in England, China, Australien, Neuseeland und Malaysia auszurollen. Inzwischen haben 184 Mitarbeiter weltweit das Lean Six Sigma-Training absolviert. 40 Mitarbeiter haben den Green-Belt-Status eines Projektleiters erreicht, neun Mitarbeiter sind als Black Belts vollzeit als Lean Six Sigma-Experten im Einsatz. Für das neue Geschäftsjahr 2008/09 sind weitere 60 Projekte geplant.

Basierend auf den Unternehmenswerten und dem "Code of Conduct" hat TridonicAtco außerdem Anfang 2008 damit begonnen, seine Lieferantenkette in sein Engagement für Sozial-, Qualitäts- und

Umweltschutz TridonicAtco

Fortsetzung Lean Six Sigma

Einführung eines Lieferanten-Kodex Umweltstandards einzubinden. In einem ersten Schritt wurde ein entsprechender Lieferanten-Kodex entwickelt und an alle A-Lieferanten übermittelt. Für neue Lieferanten ist der Kodex ein fester Bestandteil im Rahmen der Auftragsvergabe. Die Einhaltung des Kodex wird stichprobenartig im Zuge des Lieferantenfreigabeaudits verifiziert.

Zertifizierungen und Prozessverbesserungen in der Zumtobel Lighting Division

In der Zumtobel Lighting Division (ZLD) ist das Werk in Landskrona / Schweden bereits seit vielen Jahren nach ISO 14.001 zertifiziert. Das Leuchtenwerk Dornbirn wurde im Jahr 2008 – genauso wie die Elektronikfertigung - zum zwölften Mal mit dem "Ökoprofit"-Zertifikat ausgezeichnet. In dem neuen Werk in Curtici, Rumänien, laufen derzeit die Vorbereitungen für die ISO 14.001-Erstzertifizierung, die für Ende des Geschäftsjahres angestrebt wird. Das neue Werk in Wetherill Park, Australien, ist nach ISO 9.001 zertifiziert, das Labor durch die NATA (National Association of Testing Authorities) akkreditiert. Im Fokus der weiteren Implementierung des Umweltmanagements nach ISO 14.001 stehen in der Leuchtendivision das Werk in Dornbirn, Österreich, sowie das neue Werk am Standort Spennymoor, UK.

Auch in der Zumtobel Lighting Division konnten im Geschäftsjahr weitere Fortschritte mit Blick auf einen umweltgerechten, ressourcenschonenden Material- und Energieeinsatz erreicht werden. Im Werk Landskrona wurde ein Chemikalien-Register entwickelt und ein neues Recycling-Management etabliert. Auf Basis einer Energieanalyse wurde außerdem ein Einsparprogramm mit Schwerpunktmaßnahmen in den Bereichen Heizung und Klima verabschiedet. Auch am Standort Usingen wurde ein Energiekonzept erstellt, mit dessen Umsetzung pro Jahr 50.000 EUR Energiekosten eingespart und der CO2-Ausstoss des Werkes um rund 25% gesenkt wird. Umweltschutz ZLD

Das Abfallvolumen im Werk Les Andelys, Frankreich, wird dank einer neuen Kartonagen-Presse verringert und auch in Australien setzt das Unternehmen beim Thema Recycling neue Signale, in dem es bereits beim Bestellprozess eines Produkts das spätere Recycling berücksichtigt. Neben einer standortweiten Initiative zu Energieeinsparung lag der Schwerpunkt der Umweltschutzmaßnahmen in Spennymoor auf der Verringerung von Verpackungsmaterial und Stahlabfällen. Am Standort in Lemgo, Deutschland, wurde im Berichtszeitraum eine neue UV-Lackieranlage in Betrieb genommen, die dank einer besseren Reproduzierbarkeit der Lackierparameter und geringeren Staubeinschlüssen zu deutlichen Qualitätsverbesserungen führt und zudem flexiblere Produktionsprozesse ermöglicht.

Im Berichtsjahr wurden die bestehenden Lean Six Sigma-Aktivitäten der ZLD intensiviert. Seit Anfang 2008 laufen für alle europäischen Werke der ZLD die Vorbereitungen für eine systematische Einführung und Ausrollung der Lean Six Sigma-Methodik. Die Umsetzung wird sich an den Kenngrößen Six Sigma-Qualität, Liefertreue (On-Time-Delivery), Produktivität und Durchlaufzeit (Cycle Efficiency) ausrichten. Bis Ende des Geschäftsjahres wurden bereits erste Workshops an den Standorten Dornbirn, Lemgo, Usingen, Spennymoor und Landskrona durchgeführt. Die weitere Ausrollung auf alle Standorte wird eine Schwerpunktaktivität des Geschäftsjahres 2008/09 darstellen. Systematische Einführung Lean Six Sigma

Einen hohen Stellenwert hatte im Berichtsjahr das Thema Arbeitssicherheit. Eine detaillierte Erläuterung ist im Kapital 1.7 Mitarbeiterentwicklung zu finden. Schwerpunkt Arbeitssicherheit

Corporate Citizenship

Hinsichtlich ihrer gesellschaftspolitischen Verantwortung bündelt die Zumtobel Gruppe ihr Engagement in langfristig ausgerichtete Programme auf Konzernebene. So wurde im September 2007 erstmalig der "Zumtobel Group Award for Sustainability and Humanity in the Built Environment" vergeben. Mit diesem Award, der mit insgesamt 140.000 Euro dotiert ist und im Zweijahres-Turnus ausgelobt wird, fördert das Zumtobel Group Award erstmalig vergeben

Unternehmen nachhaltige Lösungsansätze in der Architektur und dem Ingenieurwesen, die einen richtungsweisenden Beitrag für eine lebenswerte Zukunft leisten. Die Auszeichnung wurde 2007 in der Kategorie "Wissenschaft und Initiative" an das Ingenieurbüro Schlaich Bergermann Solar für deren Konzept eines solarbetriebenen Aufwindkraftwerks und in der Kategorie "Gebaute Umwelt" an den USamerikanischen Architekten und Pritzkerpreisträger Thom Mayne für die in ökologischer und ästhetischer Hinsicht vorbildliche Architektur des "US Federal Building" in San Francisco vergeben. Um die von der Award-Jury gewürdigten Projekte und Konzepte einem breiteren Publikum zugänglich zu machen, hat das Unternehmen – in Zusammenarbeit mit den Kuratoren des Awards, dem Aedes Architekturforum Berlin – eine begleitende Wanderausstellung entwickelt, die im Berichtszeitraum bereits in Dornbirn,Wien und Berlin zu sehen war. Weitere Stationen in Zumtobel Lichtzentren weltweit sind in Vorbereitung. Bezugnehmend auf Zumtobel Group Award erschien im April 08 zudem eine Publikation im Gestalten Verlag mit dem Titel "Architecture of Change". Weitere Informationen befinden sich auf der Website www.zumtobel-groupaward.com.

Gegründet auf ihr enges Netzwerk mit führenden Architekten, Designern und Künstlern engagiert sich vor allem die Marke Zumtobel im Bereich des Kunst- und Kultursponsorings. Dabei ist es Ziel der Marke, sich durch die Unterstützung von Lichtkunstprojekten neuen Herausforderungen für Beleuchtungsaufgaben kreativ zu stellen und neue Impulse für Weiterentwicklung sowohl des Produktportfolios als auch der Unternehmenskultur zu bekommen. Die Zusammenarbeit mit vielen international renommierten Künstler ist langfristig angelegt. Im Berichtszeitraum hat Zumtobel unter anderem James Turrell, Olafur Eliasson, Karsten Höller oder Siegrun Appelt bei der Realisierung von Lichtinstallationen unterstützt. Das Engagement der Marke erstreckt sich auch auf die Unterstützung von Kunstmuseen wie dem Schweizer Architektur Museum, Bern, der Neuen Sammlung, München oder der Art Basel Miami Beach. Hier geht es oftmals um die lichttechnische Unterstützung von Ausstellungen, teilweise auch um fest installierte, wegweisende Beleuchtungslösungen, wie im April im Frankfurter Liebieghaus, wo Zumtobel ein innovatives, tageslichtgesteuertes LED-System installierte.

Auch die Marke Thorn hat in ihrem Kerngeschäft Licht im Berichtsjahr gesellschaftliche Verantwortung übernommen: Als Mitglied des LUCI-Forums, einem internationalen Netzwerk aus Kommunen, Lichtplanern, Universitäten und Industrie, das mit guter Außenbeleuchtung einen Entwicklungsbeitrag leisten will, unterstützt Thorn die Beleuchtung von historischen Wahrzeichen der Stadt Jericho in der palästinensischen Westbank. Ziel des Projektes ist neben der Beleuchtung der Touristenmagneten auch der Wissenstransfer an die lokale Kommune für eine gute Beleuchtung des öffentlichen Raumes.

Als Ausdruck seines sozialen Engagements engagiert sich das Unternehmen an seinem Stammsitz in Dornbirn bereits seit 18 Jahren für die Integration von behinderten Jugendlichen. Im Rahmen des zweijährigen Berufsförderprogramms werden junge Menschen mit Behinderung stufenweise an die Arbeitswelt eines Produktionsbetriebs herangeführt und durch gezielte Ausbildung für ein selbstständiges Arbeitsleben trainiert. Jedes Jahr werden vier bis fünf Jugendliche in das Programm aufgenommen. Seit 1989 wurden im Zumtobel Berufsförderprogramm mehr als 70 Jugendliche ausgebildet. 20 von ihnen haben im Unternehmen anschließend eine feste Anstellung gefunden.

1.9 Forschung und Entwicklung

Kennzahlen für Forschung und Entwicklung

Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) umfassen neben den aufwandswirksamen Ausgaben auch aktivierte Entwicklungskosten. Die gesamten Ausgaben für Forschung und Entwicklung wurden auf dieser Basis im Berichtsjahr um 13,2% auf 41,1 Mio EUR erhöht.

Zumtobel Kunstförderung

Wissenstransfer durch Thorn

Behindertenintegration am Stammsitz Dornbirn

Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Mio EUR 2007/08 2006/07
FuE Aufwendungen in GuV 28,4 25,5
Aktivierte FuE-Kosten 12,7 10,8
FuE Ausgaben gesamt 41,1 36,3
in % vom Umsatz 3,2 2,9
Mitarbeiter (Vollzeitkräfte) Forschung und Entwicklung 411 364

1.9.1 Zumtobel Lighting Division

LED als zentrales Entwicklunggebiet

Thorn-

schreitet voran

Die F&E-Tätigkeiten der Zumtobel Lighting Division wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr 2007/08 sehr stark durch die Leuchtdiode (LED) als neuartiger Lichtquelle für die Allgemeinbeleuchtung geprägt. LED's sind kleine, sehr lichtstarke Punktlichtquellen mit hoher Energieeffizienz, langer Lebensdauer und unterschiedlichen Farben. Als Lichtquellen des 3. Jahrtausends lösen sie zunehmend klassische Glühlampen, Halogenglühlampen und Kompaktleuchtstofflampen ab.

Dieser Entwicklung hat die Zumtobel Lighting Division dahingehend Rechnung getragen, dass einerseits gänzlich neue Produkte für das neue Leuchtmittel LED entwickelt wurden, andererseits bestehende Produktfamilien um Typen mit LED-Lampen ergänzt wurden.

Darüber hinaus wurden die beiden Marken Thorn und Zumtobel mit folgenden Produkten in ihren Kernsegmenten gestärkt:

Mit dem Produkt PLANOR wurde die Mikroprismentechnologie nun auch in der Marke Thorn eingeführt. Mit den neuen Außenleuchten Plurio, Alumet und New Areaflood wurde die Position von Thorn als innovatives Unternehmen im Bereich Außenbeleuchtung unterstrichen. Im Innenleuchtenbereich wurde mit der bereits sehr erfolgreichen X-Force die Feuchtraumleuchten-Plattformentwicklung abgeschlossen. Die Zumtobel Lighting Division verfügt nun für beide Marken über ein komplettes Feuchtraumleuchtenportfolio, das auf einer markenübergreifenden Plattform basiert und damit Skaleneffekte ermöglicht. Die neue Hallenreflektorleuchte Glacier II und die robuste Zweckleuchte Piazza II runden die Neuentwicklungen für Thorn im Indoor-Bereich ab. Erneuerung und Verbesserung des Produktportfolios

Die Marke Zumtobel hat mit den Neuprodukten SCONFINE und ARCOS Produkte für die derzeit rasch wachsenden Anwendungsbereiche Hotel und Museumsbeleuchtung entwickelt, die es dem Architekten und Planer ermöglichen, klassische Formen mit modernen Leuchtmitteln und Lichttechnik zu kombinieren. In Zusammenarbeit mit dem Lampenhersteller OSRAM wurde für dessen neue Leuchtstofflampe die Lichtleiste LINARIA entwickelt, die erstmals keinen dunklen und damit störenden Fassungsbereich zwischen aneinander stoßenden Leuchten aufweist. Mit SOLINA wurde dem Trend nach flacheren Hallenleuchten Rechnung getragen. Mit SLOTLIGHT II wurde eine Lichtlinie sowohl für Außen- als auch Innenanwendungen geschaffen, die dem Architekten den Einsatz einer durchgängigen Licht- und Formensprache ermöglicht. Design- und Technologieinnovation bei Zumtobel

Dem Trend nach energiesparenden Lichtmanagement-Lösungen wurde gleich in zweierlei Richtung nachgekommen: Mit DIMLITE wurde ein modulares, einfach zu installierendes Lichtsteuerungssystem nach dem Motto "plug&play" geschaffen. LITENET hingegen ist ein professionelles System für gehobene Lichtund Gebäudemanagementansprüche primär in größeren Verwaltungsgebäuden.

1.9.2 TridonicAtco Division

Mit der Einführung der neuen Prozessortechnologie "xitec" setzt TridonicAtco wieder einen Meilenstein beim Einsatz der digitalen Steuerungstechnologie. Dabei wird die Betriebsgeräteintelligenz wiederum in anwendungsspezifischen integrierten Schaltkreisen (ASIC) konzentriert. Diese Eigenentwicklung kommt Kompetenz für den Schritt nach vorn

ausschließlich in TridonicAtco-Geräten zum Einsatz. Mittlerweile dokumentieren fünf ASIC-Generationen die digitale Kompetenz von TridonicAtco, wobei das Innenleben in der fünften Generation gegenüber der ersten eine um Faktor 100 höhere Bauteilezahl und um den Faktor 30 mehr Funktionen aufweist. Im Geschäftsjahr 2007/08 wurden in diesem Zusammenhang 69 neue Patente angemeldet. Insgesamt bestehen aus den letzten 20 Jahren zu dieser Technologie noch über 1000 aktive Patente.

Die "xitec"-Technologie bündelt branchenführend die Erfahrungen und das Entwicklungs-Know-How aus fast zwei Jahrzehnten mit dimmbaren und nicht dimmbaren Vorschaltgeräten. Eine hohe Integrationstiefe und ein Plus an weiteren innovativen Funktionen für intelligentes Lampen- und Lichtmanagement sind das eindrucksvolle Ergebnis. So gewährleistet beispielweise das neue Heizkonzept den energieeffizienten Betrieb sowie konstanten Lichtstrom von Leuchtstofflampen. Präventive Überwachungsmaßnahmen ermöglichen die Kontrolle von Eingangsspannung bzw. Temperatur im Vorschaltgerät, um so Schäden vorzubeugen. Ein Optimum an Fehlerfreiheit der Betriebsgeräte liegt hier im Fokus. Daraus resultieren zukunftsweisende, intelligente Betriebsgeräte mit hoher Funktionalität und Energieeffizienz.

Auf Basis der neuen "xitec" Prozessortechnologie wurde im Geschäftsjahr 2007/08 damit begonnen, das gesamte Portfolio von elektronischen Betriebsgeräten für Leuchtstofflampen, Hochdruckentladungslampen und Notlichtversorgungseinheiten bis 2010 umzustellen. Hierfür stehen 150 kompetente Entwickler weltweit zur Verfügung.

Die neu eingeführte nicht-dimmbare Vorschaltgerätefamilie für Leuchtstofflampen präsentiert sich mit verbesserten Eigenschaften. Als entscheidungs- und anwendungsrelevanter Aspekt erweist sich heute mehr denn je die Energieeffizienz. Deren Verbesserung resultiert unter anderem aus der geringeren Verlustleistung durch das verbesserte Thermomanagement. So verringert sich die erzeugte Wärme und damit die thermische Belastung des Vorschaltgerätes, was gleichzeitig die Gerätezuverlässigkeit erhöht. Mit diesen Eigenschaften beweist die neue Generation nicht nur Stärke beim ganz universellen Einsatz, sondern bietet darüber hinaus noch hervorragenden Lichtkomfort.

Mit noch mehr Anwendernutzen wird ab Herbst 2008 die dimming und nicht-dimming Vorschaltgeräte-Familie für Multi-Lampenbetrieb im Markt eingeführt, wodurch sich das Vorschaltgeräte-Sortiment deutlich straffen lässt. Die reduzierte Gerätezahl führt zu vielfältigem Kundennutzen. So können einerseits Großhändler und Leuchtenhersteller ihr Komponenten- bzw. Leuchtenlager verkleinern, da sich eine Leuchte mit Multi-Lampen-Vorschaltgerät mit unterschiedlichen Lampen gleicher Länge bestücken lässt. Andererseits entsteht für Planer, Betreiber bzw. Facility Manager ein deutlicher Freiheitsgrad, da bei Umnutzungen oder Mieterwechsel mit differenzierten Bedürfnissen die Beleuchtungsstärke entsprechend angepasst werden kann. Dabei setzt TridonicAtco konsequent auf Qualität beim Multi-Lampenbetrieb. Die jeweilige Lampe wird richtig erkannt und genau im Arbeitspunkt betrieben, d.h. mit langer Lebensdauer und hohem Lichtstrom.

Bei Notlichtversorgungseinheiten für Leuchtstofflampen stellt TridonicAtco eine preisgünstige Lösung vor, die Notlichtbetriebsgerät und digitales Vorschaltgerät kombiniert und erstmals in einem platzsparenden Niederquerschnittgehäuse unterbringt. Optimierter Lampenbetrieb im Notbetrieb, effiziente Batteriesteuerung oder präventive Schutzmaßnahmen gehören zu den innovativen Eigenschaften dieses Produkts.

Auch bei Betriebsgeräten für Hochdruckentladungslampen steht die Erweiterung durch eine neue Produktfamilie mit innovativen Eigenschaften in den nächsten Monaten bevor. Dabei stehen Zuverlässigkeit und Energieeffizienz neben kompakten Abmessungen, geringem Gewicht und einem hervorragenden Lampenmanagement im Mittelpunkt.

Die neue Zündgeräte-Baureihe präsentiert sich mit einem breiten Spektrum, das alle relevanten Anwendungen abdeckt. Damit lassen sich alle gängige Hochdruckentladungslampen im Leistungsbereich von 35 W bis 2.000 W spezifikationsgemäß betreiben. Die neue Baureihe zeichnet sich durch geringere Gehäuseabmessungen, optimiertes Temperaturverhalten und verbesserte Eigenschaften aus.

Den neuen elektronischen Transformator TE VIPER kennzeichnet ein hervorragendes Preis-Leistungsverhältnis. Er steht für Aufbauanwendungen mit 60 VA und 105 VA Leistung zum Betrieb von Halogenlampen zur Verfügung und vereint Anwenderfreundlichkeit mit der bewährten Technologie und Qualität von TridonicAtco.

1.9.3 LED

Die für Werbebeleuchtung erfolgreiche "Signage"-Produktlinie wurde um Varianten mit spezifischen Weißtönen ergänzt. Die neuen Kettenmodule in "yellow-white" sollen bevorzugt für Leuchtbuchstaben mit gelbem Erscheinungsbild zum Einsatz kommen. So wurden damit bereits Projekte für IKEA, La Poste (F) oder McDonalds realisiert. Spezifisch abstimmbare Farben sind ein Alleinstellungsmerkmal der TridonicAtco Division und ermöglichen dem Kunden optimale Energieeffizienz in seiner Anwendung. Das Portfolio wird im kommenden Geschäftsjahr um Produkte mit hohen Schutzarten (Schmutz und Feuchtigkeit) für erweiterte Einsatzbereiche bzw. Spezifikationen für den US Markt erweitert werden.

Bei der Light+Building Messe in Frankfurt konnten im April 2008 Prototypen eines LED Spots präsentiert werden, die auf einer gänzlich neuartigen von TridonicAtco zum Patent angemeldeten LED-Technologie basieren: Diese ermöglicht auf kleinstem Raum die Generierung von weißem Licht höchster Farbkonstanz und -homogenität selbst bei Verwendung stark bündelnder Optiken. Die Prototypen liefern ein Lichtpaket von über 1000 Lumen unter einem Abstrahlwinkel von 25°. Dieses Produkt wird im kommenden Geschäftsjahr in den Markt gebracht werden.

Von großen Erwartungen begleitet wird der Markteintritt der Talexx engine line, die für Anwendungen im Shop – und Retailbereich konzipiert wurde. Diese Serie von linearen LED Leuchten sind in verschiedenen Längen bis zu 120 cm konfigurierbar und zielen auf den Ersatz von Leuchtstoffröhren in Kühlvitrinen, Regalen oder Gefriertruhen ab. Die Produktpalette in den Standardweißtönen "Daylight", "Neutral" und "Warmweiß" wird um spezifische Farbtöne ergänzt, die beispielsweise Fleisch, Käse oder Salate besonders gut in Szene setzen können. Der Messeauftritt dieser Produktlinie bei der Euroshop 2008 war bereits ein großer Erfolg. Durch Konzeption von weiteren Optiken wird der Einsatzbereich im kommenden Geschäftsjahr auf (Tief-) Kühlschränke erweitert werden.

Für Anwendungen in Verbindung mit dem neuen EmPowerLED-Konverter der TridonicAtco wurde das Notlichtmodul Talexx engine EM-AP 001 entwickelt. Dieses Produkt kann in bestehende Leuchten nachgerüstet werden und liefert in zwei Versionen kostengünstige Antipanik- bzw. Fluchtwegbeleuchtung in der bewährten Weißlichtqualität.

Für das Produktportfolio im Architektur- und Design-, aber auch im Signage-Bereich wurde die Talexx Tape Power White FP 101 entwickelt. Dabei sind NanoXed Komponenten auf flexiblen Leiterplatten angebracht, die dem Kunden einen hohen Freiheitsgrad in der Länge (durch in der Länge zuschneidbare Modulstreifen) und der Krümmung der Unterlagen für die LED Module bieten. Dieses Produkt wird im ersten Halbjahr 2008 auf den Markt kommen. Flexible LED-Leiterplatten

Im abgelaufenen Jahr konnten einige LED-basierte Großprojekte realisiert werden. Eines davon stellt die Beleuchtung des demnächst der Öffentlichkeit zugänglichen BMW-Museums in München dar. Hier wurden LED Komponenten

Vielfältige Anwendungsbereiche für LED Module

400.000 NanoXeds in fertig montierbaren Profilen verbaut. Die NanoXed ist mit 2,5 x 2,5 Millimeter derzeit die weltweit kleinste Hochleistungs-LED-Lampe mit einem Lichtstrom von 30 Lumen.

Die XED Produktfamilie aus den Labors von Lexedis Lighting, wurde um die PowerXed mit einem Lichtstrom von 60 Lumen erweitert, die bei gleicher Baugröße eine höhere Lichtstärke in allen verfügbaren Farben liefert.

Eine weitere technologische Innovation konnte mittels LED-Modulen präsentiert werden, die die variable Einstellung spezifischer Weißlichtfarbtemperaturen im Bereich vom Warmweiß (2700 Kelvin) bis Kaltweiß (8000 Kelvin) erlauben und gleichzeitig mit höchster Effizienz arbeiten. Module dieser Art konnten bereits in der Museumsbeleuchtung auf den Markt gebracht werden.

Die Zumtobel Gruppe verfügt in ihren LED-Aktivitäten über ein einzigartiges Verfahren, mit welchem trotz des geringen Farbkonversionsvolumens eine äußert hohe Prozesssicherheit erreicht wird, die Farbabweichungen in engsten definierten Toleranzgrenzen ermöglicht ("Zero Colour Binning").

Die Strategie Innovationen aktiv durch LED-Patente abzusichern, wurde fortgesetzt. So konnten im abgelaufenen Geschäftsjahr 23 neue Patentfamilien angemeldet werden, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Die Zahl der Lizenznehmer von Schlüsselpatenten konnte auf über 25 gesteigert werden. Patentstrategie

Um die Aktivitäten der Zumtobel Gruppe im Bereich LED rascher vorantreiben zu können, werden mit Beginn des kommenden Geschäftsjahres die LED Aktivitäten in der neugegründeten LED Division gebündelt.

Im Rahmen der Light+Building wurde die strategische Kooperation mit dem führenden US Hersteller CREE veröffentlicht, welche der Zumtobel Gruppe nun den Zugang zu den effizientesten Hochleistungschips ermöglicht und eine perfekte Ergänzung zur strategischen Partnerschaft mit dem japanischen Chiphersteller Toyoda Gosei im niedrigeren und mittleren Leistungsbereich darstellt. CREE

1.10 Risikomanagement

In der Zumtobel Gruppe bedeutet Risikomanagement die aktive Auseinandersetzung mit Risiken zur Sicherung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und gleichermaßen zur Erkennung von Chancen und Abwägung von unternehmerischen Entscheidungen. Bei der Zumtobel Gruppe wird das Risikomanagement als eigenständiger Prozess gesehen und an der Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems gearbeitet. Abhängig vom Risikopotential für die Gruppe wird die Verantwortung für den Umgang mit den Risiken dezentral in den operativen Einheiten oder durch zentrale Fachabteilungen übernommen. Der Konzernvorstand wird in regelmäßigen Abständen von den operativen Geschäftsführungen über die aktuelle und zu erwartende Geschäftsentwicklung sowie über vorhandene Risiken und Chancen informiert. Weiter wurden neben dem monatlichen Finanzreporting ein Performancereport sowie ein Risikoreport eingeführt, die sich an den kritischen Erfolgsfaktoren der Divisionen und des Konzerns orientieren.

Im März 2008 wurde die neue Funktion "Corporate Financial Analysis & Risk Management" eingerichtet, die sich federführend um die Weiterentwicklung des Risikomanagements und des Risk-Monitorings kümmern wird.

Das Risikomanagementsystem der Zumtobel Gruppe ist zudem eng mit den Controllingprozessen der Gruppe verknüpft. Die Gruppe arbeitet kontinuierlich daran, die entsprechenden Systeme zu verbessern und die Risiken transparenter darzustellen, um effektive Maßnahmen entgegenzusetzen.

Die wesentlichen Risiken und Handlungsmöglichkeiten stellen sich wie folgt dar:

Hohe Kompetenz bei weißem LED-Licht

Strategische Partnerschaft mit

1.10.1 Markt- und Wettbewerbsrisiken in der Beleuchtungsindustrie

Die regionalen Absatzmärkte sind stark von der jeweiligen Entwicklung der Konjunktur im gewerblichen Hochbau abhängig, die stets ausgeprägten, zyklischen Schwankungen unterworfen ist. Hohe Markenbekanntheit und technische Alleinstellungsmerkmale reduzieren konjunkturelle Abhängigkeiten. Durch Flexibilisierung der Kostenstrukturen bei Produktion und Vertrieb (z.B. Zeitarbeitskräfte) setzt die Zumtobel Gruppe entsprechende Risikominimierungsinstrumente ein. Durch regionale Erweiterung der Märkte sowie durch technologische Führerschaft in Produkteigenschaft und Design ist es möglich, zyklische Marktschwankungen teilweise ausgleichen zu können. Ausgeprägte Zyklizität

Einer Schwächung oder dem Verlust der führenden Marktposition im europäischen Kernmarkt wird vor allem durch Innovation und Optimierung bei Produkten, Design und Produktionsprozessen entgegengewirkt. Gefährdung der Marktposition

  • In Europa ist eine starke Fragmentierung des Marktes festzustellen. Die zehn größten Leuchtenhersteller decken nur rund ein Drittel des Gesamtmarktes ab. Der restliche Markt wird von rund 800 Anbietern bedient. Zumtobel hat die bilanzielle Stärke auch weiterhin am Konsolidierungsprozess in Europa teilzunehmen und somit auch zusätzliches Wachstum durch Akquisitionen zu erzeugen. Konsolidierung der Industrie
  • Technologische Veränderungen, insbesondere durch den Einzug der LED als Lichtquelle, kann auch neue Wettbewerber hervorrufen, aber unter Umständen auch die Konsolidierung des Marktes beschleunigen. Zumtobel ist aktiver Teilnehmer und Gestalter in der Technologieentwicklung und Forschung im Bereich der LED. Mit der Schaffung einer eigenen LED-Division werden die konzerninternen Kräfte gebündelt und der Fokus auf dieses Feld weiter ausgebaut. Die LED-Division hat ihren Schwerpunkte auf Beleuchtungsanwendung für gewerbliche Lichtlösungen und im Bereich LED, insbesondere bei weißem LED-Licht. Durch die Konzentration der neuen Technologien in einer eigenen Division kann Zumtobel rasch und flexibel auf Kundenwünsche reagieren und so vorhandene und neue Potenziale optimal nutzen, ohne auf das im Kerngeschäft vorhandene technische- und Markt-Know-how zu verzichten. Technologiewechsel durch LED
  • Das Fehlen von Fachkräften, insbesondere im Bereich der Forschung und Entwicklung, kann die langfristige Ausrichtung einer Unternehmung gefährden. Zur Sicherstellung der notwendigen Kompetenzen legt der Konzern große Bedeutung auf Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter. Dies sowohl durch die Schaffung von eigenen Akademien, wie auch durch externe Schulungsprogramme. Den Fach- und Führungskräften in allen Unternehmensteilen bietet die Gruppe qualifizierte Weiterbildungsmöglichkeiten. Die Personalentwicklung ist ein zentraler Bestandteil der Konzernstrategie. Das Unternehmen legt des weiteren darauf Wert, seine Mitarbeiter ziel- und leistungsorientiert zu entlohnen. Risiken im Personalmanagement

1.10.2 Geschäftsrisiken/Vertrieb/Produktion

Zumtobel setzt zur optimalen Betreuung des Netzwerks von Geschäftspartnern, Meinungsbildnern und Entscheidungsträgern hochqualifizierte, in internen Akademien ausgebildete Vertriebs- und Marketingteams ein. Ebenso sind Kundenschulungen Bestandteil des Kundenbindungsprozesses. Zumtobel pflegt zudem ein exzellentes technologisches Netzwerk im Bereich von Forschungsinstituten und Universitäten. So gelingt es Zumtobel am Stand der Technik und technologischer und designorientierter Trendsetter zu bleiben. Abhängigkeit von Geschäftspartnern und Meinungsbildnern innerhalb des Fachpublikums

Zur Minimierung des Risikos wird moderne Hard- und Software mit entsprechenden Wartungsverträgen eingesetzt. Angriffen durch EDV-Hacker wird mit Firewall- und Virenschutzsoftware vorgebeugt. Zur Absicherung der EDV-Systeme wird von einem Serviceprovider ein Back-up Rechenzentrum betrieben, das ständig auf Stand der Technik gehalten wird. Damit die Informationstechnologie der Gruppe stets die Geschäftsanforderungen erfüllt, hat das IT-Management eine Vielzahl von Prozessen, Richtlinien und Maßnahmen entwickelt. Diese werden zumindest jährlich überprüft und, wo notwendig, angepasst. Durch EDV-Risiko

eine regelmäßige Erneuerung der Hard- und Software werden Ausfallsrisiken sowie das Risiko von Datenverlust minimiert. Die Datenbestände werden permanent von Virenscannern überprüft und regelmäßig gesichert.

Die Zumtobel Gruppe ist eine global agierende Gruppe, wobei sich die Hauptmärkte auf Zentraleuropa , Australien, USA sowie auf die aus heutiger Sicht sicheren Märkte in Asien konzentrieren. Dort konzentrieren sich auch die Investitionen in Sachanlagen, um für die Gruppe Risiken wie Enteignungen von Wirtschaftsgütern, Kapitaltransferverboten, Krieg und sonstige Risiken weistestgehend zu minimieren. In den übrigen Ländern agiert die Gruppe vorwiegend mit Agentenverträgen oder ist nicht tätig, gleichzeitig werden Investitionsvorhaben unter Berücksichtigung politischer Risiken bewertet. Politische Risiken

Die starke Nachfrage nach Rohstoffen und Material ist ungebrochen und führt zu deutlichen Preiserhöhungen, die sich nicht oder nur zeitlich begrenzt (z.B. Kupfer, Energie und Aluminium) absichern lassen. Auch kann mangelnde Qualität der Rohstoffe beziehungsweise der Halbzeuge für die Zumtobel Gruppe nachteilige Effekte haben. Beschaffungsrisiken

Durch zentrale Koordination der Beschaffung aller wesentlichen Rohstoffe und Materialien kann über die Zusammenführung zu größeren Einkaufsvolumina eine verbesserte Verhandlungsposition im Einkauf und durch langfristige Lieferkontrakte eine Planbarkeit mit den Lieferanten hergestellt werden. Kupferpreise werden teilweise rollierend auf Termin abgesichert. Materialpreiserhöhungen werden nach Möglichkeit an Kunden weitergegeben. Das Risiko der Abhängigkeit von Großlieferanten auf den Beschaffungsmärkten wird durch weltweite Einkaufsaktivitäten, langfristige Verträge für strategisch wichtige Rohstoffe sowie durch die kontinuierliche Optimierung des Lieferantenportfolios minimiert.

Die Zumtobel Gruppe ist als Lieferant von Qualitätsprodukten bekannt und setzt dieselbe Eigenschaft von ihren Lieferanten voraus. Durch konsequente Lieferantenaudits und Wareneingangsprüfung können Qualitätsrisiken frühzeitig erkannt und entsprechende Maßnahmen gesetzt werden. Eine professionelle Kommunikation und Zusammenarbeit mit den Lieferanten ermöglicht der Gruppe eine frühzeitige Erkennung und Beseitigung möglicher Risiken.

1.10.3 Vermögensrisiken

Eine konsequente Instandhaltungs- und Ersatzinvestitionspolitik reduziert das Risiko an Produktionsausfall aufgrund von technischen Gebrechen. Die Investitionen in wesentlichen Maschinen werden mit Wartungsverträgen geknüpft. Die Lieferantenauswahl wird entsprechend o.a. Kriterien aber auch in Richtung Nachhaltigkeit getroffen.

Eine eigene Betriebsfeuerwehr an den Hauptproduktionsstandorten sowie eine regelmäßige Begutachtung des technischen Sicherheitsstandards durch externe Experten minimieren ebenfalls das Ausfallsrisiko und das Betriebsunterbrechungsrisiko erheblich. Des weiteren verfügt die Zumtobel Gruppe über eine umfassende All-Risk-Versicherung, welche substanzielle Vermögensschäden ausgleicht. Ebenso arbeitet das Risikomanagement sehr eng mit der Versicherungsabteilung zusammen, um absicherbare sonstige Risiken zu identifizieren und optimal mit Versicherungsschutz abzudecken.

An allen wesentlichen Produktionsstandorten wird schrittweise (z.B. durch Installation von Sprinkleranlagen) ein High protected Risk (HPR)-Status angestrebt.

Ein vorsichtiger, an der Umschlagshäufigkeit orientierter, Wertansatz der Lagerbestände vermindert die Bilanzrisiken.

Schadensrisiko an Vermögenswerten

Bestandsrisiken im Fertigwarenlager

1.10.4 Produkthaftungsrisiken

Risiken der Regresspflicht aus Qualitätsmängeln können durch Fehler bei der Produktentwicklung oder herstellung verursacht werden. Qualitätssicherungssysteme überwachen die Einhaltung der selbst gesetzten hohen Anforderungen der Produktqualität. Zusätzlich besteht eine Produkthaftpflichtversicherung.

1.10.5 Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken können aus Änderungen der arbeitsrechtlichen Gesetzeslage, aus politischen Risiken, Rechtsstreitigkeiten sowie aus Veränderungen der umweltpolitischen Rahmenbedingungen entstehen.

Die Zumtobel Gruppe betreibt ein konsequentes Monitoring der rechtlichen Rahmenbedingungen in den wesentlichen Konzernregionen, um rechtzeitig geeignete Maßnahmen einleiten zu können. Diese Aufgabe wird sowohl zentral wie dezentral wahrgenommen.

1.10.6 Risiken im Finanzbereich

Es bestehen Risiken hinsichtlich der Marktänderung bei Zinsen, Fremdwährungswechselkursen und Commodity-Preisen sowie Liquiditätsrisiken.

Da die Zumtobel Gruppe eine global agierende Gruppe ist, ist diese einer Reihe finanzieller Risiken ausgesetzt. Durch regelmäßige Überwachung der Entwicklung der verschiedenen risikobehafteten Bereiche und den Einsatz derivativer Instrumente wird dieses Risiko wenn möglich eingegrenzt. Siehe auch Konzernanhang Kapitel 2.5.9.3. Der Umgang mit den vorhandenen Risiken erfolgt gemäß klarer Konzernrichtlinien. Diese Richtlinien werden jährlich vom Vorstand überprüft und notwendige Anpassungen vorgenommen. Marktrisiken

Die Ermittlung und die Beurteilung der Risiken erfolgt zentral durch die Treasury und die Risk-Management Abteilung. Das Setzen von geeigneten Maßnahmen erfolgt unter der Leitung des Vorstandes

Zur Durchführung, Abbildung und Bewertung von Handelsgeschäften wurde in der Zumtobel Gruppe im Geschäftsjahr 2007/08 ein neues Treasury-Managementsystem implementiert.

Um die Liquidität im Konzern besser und effektiver steuern zu können, wurde ein Cash Pool System installiert. Des weiteren arbeitet die Gruppe mit ausgewählten Finanzinstituten zusammen, welche ein adäquates sehr gutes Rating ausweisen. Die Zumtobel Gruppe verfügt sowohl über genügend liquide Mitteln als auch über genügend offene Kreditlinien, sodass mittelfristig ein Liquiditätsrisiko ausgeschlossen ist. Liquiditätsrisiken

1.10.7 Kreditrisiko

Ausfallrisiken für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch die Überwachungsprozesse im 'Kreditrisikomanagement' in Verbindung mit einer Warenkreditversicherung weitgehend beschränkt. Siehe auch Konzernanhang Kapitel 2.5.9.1

Gesamtrisiko-Einschätzung der Zumtobel Gruppe

Die Risikoermittlungs- und Bewertungstools der Gruppe werden unter Hinzuziehung der internen Revision und des Abschlussprüfers ständig verbessert und weiterentwickelt.

Die Gesamtwürdigung der genannten Risikofelder resultiert im wesentlichen in Marktrisiken in Abhängigkeit von der konjunkturellen Preis- und Mengenentwicklung, sowohl auf der Absatz- wie auch auf der Beschaffungsseite. Interne Prozesse der Leistungserstellung sind demgegenüber deutlich weniger risikobehaftet. Die finanzwirtschaftlichen Risiken sind durch die Absicherungsmaßnahmen kontrollierbar. Auf Basis der aktuell zur Verfügung stehenden Informationen bestehen weder gegenwärtig noch in absehbarer Zukunft wesentliche Einzelrisiken, die den Unternehmensbestand gefährden könnten. Auch die kumulierte Betrachtung der Einzelrisiken gefährdet nicht den Fortbestand der Zumtobel Gruppe. Die Risiken, die sich aus der innovativen, ergebnis- und wachstumsorientierten Strategie ergeben, können durch die Mitarbeiter in der Zumtobel Gruppe sowie die gruppenweiten Controlling- und Reviewprozesse schnell identifiziert und falls notwendig limitiert werden.

1.11 Angaben zu § 243a UGB

  1. Das Grundkapital der Gesellschaft beträgt 111.760.860 EUR und ist in 44.704.344 zur Gänze einbezahlte auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien mit einem anteiligen Wert am Grundkapital von 2,5 EUR pro Aktie unterteilt. 29.434.984 Aktien sind in einer Globalurkunde verbrieft und bei der Österreichischen Kontrollbank (OeKB) hinterlegt. 15.269.360 Aktien sind mittels Zwischenscheinen verbrieft und bei der Gesellschaft hinterlegt. Zum 30.04.2008 besaß die Gesellschaft eigene Aktien im Ausmaß von 112.181 Stück. Diese Aktien wurden zur Bedienung von zwei Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen über die Börse erworben (siehe 5).

  2. AUGMENTOR Privatstiftung (4.165.752 Aktien), ASTERIX Privatstiftung (4.115.752 Aktien), GWZ Privatstiftung (1.044.660 Aktien), Hektor Privatstiftung (2.310.180 Aktien), ORION Privatstiftung (3.090.752 Aktien), Ingrid Reder (264.088 Aktien), DI Fritz Zumtobel (164.088 Aktien) und DI Jürg Zumtobel (124.248 Aktien) sind Vertragsparteien eines Syndikatsvertrages. Der Syndikatsvertrag sieht vor, dass die Parteien sich vor einer Hauptversammlung über das Stimmverhalten zu einigen haben und ein von den Parteien ernannter Repräsentant das Stimmrecht, so wie im Syndikat beschlossen, für alle Parteien gemeinsam ausübt.

Weiters sieht der Syndikatsvertrag vor, dass das Syndikat bis zum 31. Dezember 2008 zumindest 30% der Anteile zuzüglich einer Aktie und bis zum 31. Dezember 2009 zumindest 25% und eine Aktie an der Gesellschaft halten wird.

Weitere Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind der Gesellschaft nicht bekannt.

3.Weitere Beteiligungen über 5% sind der Gesellschaft nicht bekannt.

  1. Es gibt keine Aktien mit besonderen Kontrollrechten.

  2. Die Zumtobel Gruppe verfügt über zwei Mitarbeiterbeteiligungsprogramme ("SOP" und "MSP"), an denen leitende Angestellte von Konzerngesellschaften teilnehmen. Die beiden Mitarbeiterbeteiligungsmodelle sehen keine Stimmrechtskontrolle vor. Hierzu sei verwiesen auf die ausführliche Erläuterung im Konzernanhang Kapitel 2.5.5.13.

  3. Scheiden Aufsichtsratsmitglieder vor dem Ablauf ihrer Funktionsperiode aus, so bedarf es einer Ersatzwahl erst in der nächsten ordentlichen Hauptversammlung. Eine Ersatzwahl durch eine außerordentliche Hauptversammlung ist jedoch unverzüglich vorzunehmen, wenn die Zahl der Aufsichtsratmitglieder unter drei sinkt. Ersatzwahlen erfolgen für den Rest der Funktionsperiode des ausgeschiedenen Mitgliedes. Das maximal zulässige Alter eines Vorstandsmitglieds zum Zeitpunkt der (erstmaligen oder neuerlichen) Bestellung beträgt 65 Jahre. Das maximal zulässige Alter eines Aufsichtsratsmitglieds zum Zeitpunkt der (erstmaligen oder neuerlichen) Bestellung beträgt 75 Jahre. Weitere sich nicht unmittelbar aus dem Gesetz ergebende Bestimmungen über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstandes und Aufsichtsrates sowie über Änderungen der Satzung der Gesellschaft bestehen nicht.

  4. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 7. April 2006 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch – allenfalls in mehreren Tranchen – das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 31.425.000,- EUR durch Ausgabe von bis zu Stück 12.570.000 neue, auf Inhaber lautende Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100% des anteiligen Betrages am Grundkapital auf bis zu 123.448.360,- EUR gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes Kapital). Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen, neuen Aktien ist ausgeschlossen. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

In Konkretisierung der Grundsatzbeschlüsse des Vorstands und des Aufsichtsrates der Gesellschaft vom 25. April 2006 fasste der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrates am 10. Mai 2006 den Beschluss, das Grundkapital um 19.737.500,- EUR auf 111.760.860 EUR durch Ausgabe von 7.895.000 neue auf Inhaber lautende, nennbetragslose stimmrechtsberechtigte Stückaktien zu erhöhen. Die verbliebene Ermächtigung zur Kapitalerhöhung lautet auf 11.687.500,- EUR und somit auf 4.675.000 Aktien.

Der Vorstand ist weiters ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 7. April 2006 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch – allenfalls in mehreren Tranchen – eine bedingte Kapitalerhöhung zur Einräumung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens um bis zu 3.312.840 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.325.136 neue, auf Inhaber lautende Stückaktien gegen Bareinlage zu beschließen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes bedingtes Kapital). Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten bedingten Kapital ergeben, zu beschließen. In Konkretisierung des Grundsatzbeschlusses hat der Vorstand am 20. Februar 2008 mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom 14. März 2008 beschlossen, eine bedingte Kapitalerhöhung im Ausmaß von EUR 607.500 durch Ausgabe von bis zu 243.000 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien durchzuführen. Dies insoweit als die berechtigten Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes von ihrem Bezugsrecht Gebrauch machen. Bisher hat noch keine der berechtigten Personen vom Bezugsrecht Gebrauch gemacht.

Aufgrund des Beschlusses des Vorstands der Gesellschaft vom 29. Juni 2006, gemäß der am 7. April 2006 erteilten Ermächtigung der Hauptversammlung nach Zustimmung des Aufsichtsrats eigene Aktien zu erwerben, wurden bis 31. Oktober 2006 800.000 eigene Aktien zur Bedienung der Mitarbeiterbeteiligungsprogramme erworben und bis zum 30. April 2008 im Ausmaß von 687.819 Aktien an Mitarbeiter weitergegeben.

  1. Die Gesellschaft hat am 29. Januar 2001 einen Kreditvertrag mit einem Konsortium von Banken abgeschlossen, der in der Fassung vom 7. Februar 2006 zum 30. April 2007 noch eine Aushaftung von rund 200 Mio EUR hatte und eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2009 aufweist. Sollte innerhalb der Laufzeit der Anteil des unter Punkt 2. beschriebenen Syndikates unter 25% und eine Aktie fallen oder eine andere Aktionärsgruppe einen Anteil erwerben, der größer ist als der des Syndikats, würde dies eine verpflichtende vorzeitige Rückzahlung des zu diesem Zeitpunkt noch offenen Kreditbetrages auslösen. Dieser Kreditvertrag wird per 30. Juni 2008 getilgt (siehe Kapitel 1.4 Wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag). Die zur Refinanzierung bereitgestellte Fazilität enthält lediglich eine Change-of-Control Klausel, bei Änderung der absoluten Mehrheit der Stimmrechte.

  2. Das "SOP" sieht im Falle eines Pflichtangebotes oder eines Angebots, das auf die Erlangung einer kontrollierenden Beteiligung im Sinne des Übernahmegesetzes abzielt, vor, dass alle zu gewährenden Optionen des betreffenden Geschäftsjahres oder eines folgenden Geschäftsjahres als zur Gänze gewährt gelten. Zusätzlich gelten die gewährten Optionen (einschließlich der als gewährt geltenden Optionen) am letzten Tag des entsprechenden Angebotes als ausgeübt (ohne dass eine Mitteilung der Gesellschaft erforderlich wäre). Jede als ausgeübt geltende Option berechtigt zum Empfang einer Barzahlung hinsichtlich des positiven Unterschiedsbetrages zwischen dem im Rahmen des Angebots angebotenen Preis und dem Ausübungspreis (sofern für den entsprechenden Begünstigten anwendbar). Ein solcher Unterschiedsbetrag ist am 15. Kalendertag nach der Veröffentlichung des Ergebnisses eines solchen Angebotes zur Zahlung fällig.

Das "MSP" sieht im Falle eines Pflichtangebotes oder eines Angebots, das auf die Erlangung einer kontrollierenden Beteiligung im Sinne des Übernahmegesetzes abzielt, vor, dass das MSP beendet und durch den Aufsichtsrat der ZUMTOBEL AG nach Vorschlag des Vorstandes in angemessener Weise abgerechnet werden kann.

  1. Die Vorstandsverträge enthalten seit April 2008 eine Change-of-Control-Klausel. Im Falle einer Übernahme der Gesellschaft durch einen neuen Mehrheitsaktionär steht den Vorstandsmitgliedern das Recht zu, ihr Mandat einseitig zurückzulegen. In diesem Fall erhalten die Vorstandsmitglieder die fixen und variablen Bezüge bis zum ursprünglich vereinbarten Ablauf des Vertrages, mindestens jedoch für die Dauer von 12 Monaten. Darüber hinaus haben die Vorstandsmitglieder keine besonderen Ansprüche oder Anwartschaften im Falle der Beendigung ihrer Funktion.

1.12 Ausblick und Ziele

Im Geschäftsjahr 2008/09 dürfte die Weltwirtschaft erneut zulegen

Für das am 1. Mai 2008 beginnende Zumtobel Berichtsjahr 2008/09 wird mit einem weiteren Wachstum der Weltwirtschaft gerechnet. Im Gesamtjahr 2008 soll die Weltwirtschaft nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) um 3,7% expandieren, wobei die Dynamik in den USA gegen Ende des Kalenderjahres 2008 zunehmen dürfte. Hierauf basiert nach den Prognosen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) ein Großteil des Jahreswachstums der US-Wirtschaft von 1,2%. Mit einem Anstieg des Sozialprodukts von jeweils 1,4% entwickeln sich die Euro-Zone und Japan laut IWF, trotz ebenfalls spürbarer Verlangsamung der Dynamik, etwas besser. Für die wichtigsten europäischen Länder Frankreich, Großbritannien und Deutschland werden ähnliche Wachstumsraten zwischen 1,4 und 1,6% erwartet. Stagnation sehen die Volkswirte dagegen in Italien. Hauptantriebsquelle für das Wachstum der Weltwirtschaft in 2008 ist erneut die Region Ost- und Südostasien. China kann auf ein Wachstum des Sozialprodukts von 9,3% und Indien auf ein Plus von 7,9% hoffen. Zuversicht herrscht auch für Osteuropa unter der Führung von Russland (plus 6,8%).

Für das Kalenderjahr 2009 rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) mit einer Expansion der Weltwirtschaft um 3,8%. Die traditionellen Industrieregionen in Nordamerika, Europa und Japan können mit einem Anstieg der Wirtschaftsleistung von insgesamt 1,3% rechnen, wobei von den USA mit einem Plus von 0,6% kaum Wachstumsimpulse ausgehen dürften. Die Eurozone soll moderat um 1,2% zulegen, dabei sehen die Volkswirte für Deutschland (plus 1,0%) und Frankreich (plus 1,2%) ein ähnliches Wachstum. Großbritannien kann auf einen Anstieg der Wirtschaftsleistung um 1,6% hoffen. Auch Japan mit plus 1,5% dürfte ein ähnliches Expansionstempo ausweisen. Für die Schwellenländer wird dagegen ein Wirtschaftswachstum von insgesamt 6,6% prognostiziert. Getrieben wird diese Entwicklung erneut von China mit einem Anstieg des Sozialprodukts um 9,5% und Indien mit plus 8,0%. Dynamisch sollten sich erneut die Volkswirtschaften Russlands (plus 6,3%) und des Mittleren Osten (plus 6,1%) entwickeln.

Während sich bezüglich der Subprimekrise Mitte 2008 erneut Verunsicherung abzeichnet, sieht die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) weltweit ein zunehmendes Inflationsrisiko, dem die Notenbanken durch Zinsschritte kaum entgegenwirken können, ohne das eigene Wachstum zu gefährden. Dieses wird getrieben von immer höheren Ölpreisnotierungen und stark steigenden Nahrungsmittel- und Rohstoffkosten. Für exportabhängige Nationen und Unternehmen der Euro-Zone drohen zudem weitere Belastungen aufgrund der Währungsschwäche des amerikanischen Dollars (USD) und des britischen Pfundes (GBP). Auf kurze Sicht ist deshalb mit einem relativ schwierigen Umfeld zu rechnen.

Ausblick:Weiterhin vorsichtig optimistisch

Für das Restjahr 2008 erwartet die Zumtobel Gruppe schwächere Märkte. Dies bestätigt die Euroconstruct Prognose vom Juni 2008: Für den gewerblichen Hochbau in den sieben für die Zumtobel Gruppe wichtigsten europäischen Märkten (Österreich, Schweiz, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Skandinavien) nimmt Euroconstruct ihre Wachstumsprognose von 3,0% auf 1,5% für das Kalenderjahr 2008 und von 2,1% auf 0,6% für das Jahr 2009 zurück. Euroconstruct erwartet geringeres Wachstum

Eine wesentliche Belastung für die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2008/09 werden weitere negative Währungstranslationseffekte darstellen, da der Euro gegenüber den meisten westlichen Währungen, vor allem aber gegenüber dem Britischen Pfund (GBP), im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahreszeitraums deutlich aufgewertet hat. Darüber hinaus geht der Vorstand der Zumtobel Gruppe von einer weiterhin stark volatilen Nachfrage aus, was eine solide Wachstumsprognose erschwert. Das währungsbereinigte Umsatzwachstum der Zumtobel Gruppe sollte im Geschäftsjahr 2008/09 dennoch 2-3% über den Wachstumsraten der zugrunde liegenden europäischen Märkte liegen. Währungseffekte belasten weiterhin

In diesem sehr unsicheren konjunkturellen Umfeld und aufgrund der erheblichen Belastungen sowohl durch die Euro-Aufwertung wie auch den starken Anstieg bei Personal- und Materialkosten hält das Unternehmen für das Geschäftsjahr 2008/09 eine EBIT-Marge von 8% bis 9% für realistisch. Aufgrund der Wechselkursentwicklungen der vergangenen Monate und der sehr starken Vorjahresquartale wird insbesondere in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres mit den größten negativen Abweichungen zum Vorjahr gerechnet.

Sofern sich wieder ein positiveres konjunkturelles Umfeld und eine Stabilisierung der Wechselkursentwicklungen in den für die Zumtobel Gruppe relevanten Regionen einstellt, hält das Unternehmen an seinem Ziel fest, mittelfristig eine zweistellige und auf längere Sicht sogar eine zwölfprozentige EBIT-Marge zu erreichen. Diese Zielsetzung gründet sich auf dem erwiesenen Ergebnispotential des Kerngeschäfts in Europa, der angestrebten Umsatz- und Ergebnisverbesserung der außereuropäischen Aktivitäten, vor allem in Asien, und den zukünftigen Ergebnisbeiträgen der LED-Aktivitäten. Langfristziel bleibt intakt

Dornbirn, am 19. Juni 2008

Dr.Andreas Ludwig e.h. Dipl.Wirtsch.-Ing.Thomas Spitzenpfeil e.h. Chief Executive Officer Chief Financial Officer

Konzernabschluss Zumtobel AG 1. Mai 2007 bis 30.April 2008

2. Konzernabschluss

Inhalt

2. Konzernabschluss
2.1 Gewinn- und Verlustrechnung ________ 46
2.2 Bilanz_______________ 47
2.3 Kapitalflussrechnung _________ 48
2.4 Eigenkapitalveränderungsrechnung __________ 49
2.5 Anhang _____________ 51
2.5.1 Allgemeine Angaben _________ 51
2.5.2 Konsolidierungskreis und –methoden ________ 51
2.5.2.1
Konsolidierungskreis ______ 51
2.5.2.2
Konsolidierungsmethoden
_______ 53
2.5.3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden _____ 54
2.5.3.1
Erstmalige Anwendung von neuen bzw. geänderten IAS / IFRS bzw.
Änderungen in der Darstellung ______ 54
2.5.3.2
Nicht vorzeitig angewandte Rechnungslegungsvorschriften____ 54
2.5.3.3
Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ______ 55
2.5.4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung ______ 64
2.5.4.1
Umsatzerlöse ________ 64
2.5.4.2
Aufwandsarten_______ 64
2.5.4.3
Sonstiges betriebliches Ergebnis ______ 65
2.5.4.4
Zinsergebnis_________ 66
2.5.4.5
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge _______ 66
2.5.4.6
Ertragsteuern ________ 66
2.5.4.7
Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen _______ 67
2.5.5 Erläuterungen zur Bilanz ____________ 68
2.5.5.1
Firmenwerte ________ 68
2.5.5.2
Immaterielle Vermögensgegenstände ________ 69
2.5.5.3
Sachanlagen _________ 70
2.5.5.4
Anteile an assoziierten Unternehmen _______ 70
2.5.5.5
Finanzanlagen ________ 72
2.5.5.6
Übrige Forderungen und Vermögensgegenstände_____ 72
2.5.5.7
Latente Steuern ____________ 73
2.5.5.8
Vorräte_____________ 74
2.5.5.9
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen _________ 74
2.5.5.10 Liquide Mittel ________ 76
2.5.5.11 Zur Veräußerung bestimmte Anlagen ________ 76
2.5.5.12 Übrige Rückstellungen _______ 76
2.5.5.13 Aktienoptionsprogramme___________ 77
2.5.5.14 Finanzschulden _______ 79
2.5.5.15 Operating Leasing __________ 80
2.5.5.16 Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen _____ 80
2.5.5.17 Beitragsorientierte Verpflichtungen ______ 85
2.5.5.18 Übrige Verbindlichkeiten
__________ 85
2.5.6 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung _______ 86
2.5.7 Erläuterungen zur Eigenkapitalveränderungsrechnung ________ 86
2.5.8 Segmentberichterstattung ___________ 88
2.5.8.1
Segment Geschäftsbereiche _________ 88
2.5.8.2
Segment Regionen __________ 89
2.5.9 Angaben zu Risikomanagement im Bereich der Finanzinstrumente ____ 89
2.5.9.1
Kreditrisiko __________ 89
2.5.9.2
Liquiditätsrisiko_______ 90
2.5.9.3
Marktrisiko __________ 91
2.5.10 Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse ____ 94
2.5.11 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag ___________ 94
2.5.12 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen ________94
2.5.13 Angaben zu Personalstruktur und Organen __________94
2.5.13.1 Personalstruktur ____________94
2.5.13.2 Organe des Konzerns ________95
2.5.14 Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs 4 Börsegesetz_______95
2.6 Bestätigungsvermerk (Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers) ____96
2.7 Konsolidierungskreis__________98

2. Konzernabschluss

2.1 Gewinn- und Verlustrechnung

Anhang 2007/08 2006/07 Veränderung
in TEUR in %
Umsatzerlöse 2.5.4.1 1.282.338 1.233.951 3,9
Kosten der umgesetzten Leistungen 2.5.4.2 -792.882 -772.854 2,6
Bruttoergebnis vom Umsatz 489.456 461.097 6,2
In % vom Umsatz 38,2 37,4
Vertriebskosten 2.5.4.2 -294.153 -278.474 5,6
Verwaltungskosten 2.5.4.2 -77.385 -74.667 3,6
Sonstiges betriebliches Ergebnis 2.5.4.3 3.941 6.578 -40,1
davon Sondereffekte -1.097 2.276 >100
Betriebsergebnis 121.859 114.534 6,4
In % vom Umsatz 9,5 9,3
Zinsaufwand 2.5.4.4 -22.595 -24.799 -8,9
Zinsertrag 2.5.4.4 4.441 2.384 86,3
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge 2.5.4.5 -15.733 -3.619 >100
Ergebnisanteile assoziierter Unternehmen 2.5.5.4. -89 1.791 >100
Finanzergebnis -33.976 -24.243 40,1
In % vom Umsatz -2,6 -2,0
Ergebnis vor Ertragsteuern 87.883 90.291 -2,7
Ertragsteuern 2.5.4.6 6.100 3.916 55,8
Jahresergebnis aus fortzuführenden Bereichen 93.983 94.207 -0,2
Jahresergebnis aus aufgegebenen Bereichen 2.5.4.7 -525 9.436 >100
Jahresergebnis 93.458 103.643 -9,8
In % vom Umsatz 7,3 8,4
davon den Minderheitengesellschaftern zuordenbar 471 449 4,9
davon den Anteilseignern des Mutterunternehmens zuordenbar 92.986 103.193 -9,9
Anzahl ausstehender Aktien unverwässert - Durchschnitt (in 1000 Stk.) 44.531 44.060
Verwässerungseffekt (Aktienoptionen) - Durchschnitt (in 1000 Stk.) 235 154
Anzahl ausstehender Aktien verwässert - Durchschnitt (in 1000 Stk.) 44.766 44.214
Ergebnis je Aktie (in EUR)
Ergebnis je Aktie unverwässert 2,09 2,34
Ergebnis je Aktie verwässert 2,08 2,33
Ergebnis je Aktie aus fortzuführenden Bereichen (in EUR)
Ergebnis je Aktie unverwässert 2,10 2,13
Ergebnis je Aktie verwässert 2,09 2,12

Vorstand und Aufsichtsrat werden in der Hauptversammlung am 29. Juli 2008 die Ausschüttung einer Dividende von EUR 0,70 € je Aktie vorschlagen, somit eine Ausschüttung von maximal TEUR 31.293 abhängig vom Bestand eigener Aktien zum Ausschüttungszeitpunkt.

2.2 Bilanz

in TEUR Anhang 30. April 2008 in % 30. April 2007 in %
Firmenwerte 2.5.5.1 278.967 25,2 278.468 24,3
Immaterielle Vermögenswerte 2.5.5.2 40.635 3,7 30.884 2,7
Sachanlagen 2.5.5.3 211.222 19,1 196.451 17,2
Anteile an assoziierten Unternehmen 2.5.5.4 6.486 0,6 7.164 0,6
Finanzanlagen 2.5.5.5 15.604 1,4 26.828 2,3
Übrige Forderungen & Vermögensgegenstände 2.5.5.6 5.338 0,5 7.179 0,6
Latente Steuern 2.5.5.7 43.035 3,9 35.157 3,1
Langfristiges Vermögen 601.287 54,4 582.131 50,8
Vorräte 2.5.5.8 162.181 14,7 174.908 15,3
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 2.5.5.9 225.113 20,4 228.766 20,0
Übrige Forderungen & Vermögensgegenstände 2.5.5.6 28.750 2,6 29.169 2,5
Finanzanlagen 2.5.5.5 497 0,0 644 0,1
Liquide Mittel 2.5.5.10 87.678 7,9 126.486 11,0
Zur Veräußerung bestimmte Anlagen 2.5.5.11 442 0,0 3.275 0,3
Kurzfristiges Vermögen 504.661 45,6 563.248 49,2
VERMÖGEN 1.105.948 100,0 1.145.379 100,0
Grundkapital 111.761 10,1 111.761 9,8
Kapitalrücklagen 355.893 32,2 354.143 30,9
Gewinnrücklagen -48.409 -4,4 -129.074 -11,3
Jahresergebnis 92.986 8,4 103.193 9,0
Kapital der Anteilseigner der Muttergesellschaft 512.231 46,3 440.023 38,4
Kapital der Minderheitengesellschafter 1.969 0,2 1.567 0,1
Eigenkapital 2.5.7 514.200 46,5 441.590 38,5
Rückstellungen für Pensionen 2.5.5.16 35.762 3,2 55.317 4,8
Rückstellungen für Abfertigungen 2.5.5.16 29.931 2,7 28.962 2,5
Übrige Rückstellungen 2.5.5.12 10.392 1,0 11.679 1,1
Finanzschulden 2.5.5.14 211.631 19,1 303.287 26,5
Übrige Verbindlichkeiten 2.5.5.18 1.012 0,1 1.036 0,1
Latente Steuern 2.5.5.7 10.224 0,9 9.632 0,8
Langfristige Schulden 298.952 27,0 409.913 35,8
Rückstellungen für Ertragsteuern 29.196 2,6 35.875 3,1
Übrige Rückstellungen 2.5.5.12 21.121 1,9 16.306 1,4
Finanzschulden 2.5.5.14 5.024 0,5 8.906 0,8
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 144.326 13,1 140.387 12,3
Übrige Verbindlichkeiten 2.5.5.18 93.129 8,4 92.402 8,1
Kurzfristige Schulden 292.796 26,5 293.876 25,7
EIGENKAPITAL UND SCHULDEN 1.105.948 100,0 1.145.379 100,0

2.3 Kapitalflussrechnung

in TEUR 2007/08 2006/07
Betriebsergebnis aus fortzuführenden und aufgegebenen Bereichen 121.333 124.002
Abschreibungen und Amortisierungen 39.270 42.357
Sonstige unbare Bewegungen 5.378 15.833
Ergebnis aus der Aufgabe von Geschäftsbereichen 0 -8.437
Cashflow aus dem operativen Ergebnis 165.981 173.755
Vorräte 8.038 -28.387
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen -5.654 12.996
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 7.110 2.310
Erhaltene Anzahlungen 344 -333
Veränderung des Working Capital 9.838 -13.414
Langfristige Rückstellungen -9.287 -12.526
Kurzfristige Rückstellungen -73 -22.020
Sonstige lang- und kurzfristige Forderungen &Verbindlichkeiten 1.638 4.399
Veränderungen der sonstigen operativen Positionen -7.722 -30.147
Bezahlte Steuern -12.141 -7.315
Cashflow aus dem operativen Geschäft 155.956 122.879
Einzahlungen aus Anlagenabgängen 11.644 3.119
Auszahlungen für Anlagenzugänge -66.013 -54.324
Veränderung von lang- und kurzfristigen Finanzanlagen 11.775 -20.324
Veränderung liquider Mittel aus Konsolidierungskreisänderungen -1.531 4.570
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -44.125 -66.959
FREIER CASHFLOW 111.831 55.920
Veränderung der lang- und kurzfristigen Finanzschulden -101.484 -149.799
davon nicht frei verfügbare Zahlungsmittelbestände 2.239 -1.341
Kapitalerhöhungen 0 148.742
Dividenden -22.568 0
Aktienrückkauf 0 -14.194
Ausübung Optionen 1.750 3.604
Bezahlte Zinsen -17.146 -22.162
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -139.448 -33.809
Einfluss von Wechselkursänderungen auf den Finanzmittelbestand -5.190 -514
VERÄNDERUNG DES FINANZMITTELBESTANDES -32.807 21.597
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode 118.970 97.373
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 86.163 118.970
Veränderung -32.807 21.597

2.4 Eigenkapitalveränderungsrechnung

Geschäftsjahr 2007/08

Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens
in TEUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Jahres
ergebnis
Summe Minder
heiten
Summe
Eigenkapital
30. April 2007 111.761 354.143 -129.074 103.193 440.023 1.567 441.590
+/- Einstellungen in die Gewinnrücklagen 0 0 103.193 -103.193 0 0 0
+/- Jahresergebnis 0 0 0 92.986 92.986 471 93.457
+/- Aktienrückkauf / Ausübung Optionen 0 1.750 0 0 1.750 0 1.750
+/- Dividenden 0 0 -22.280 0 -22.280 -288 -22.568
+/- Erfolgsneutrale Währungsdifferenzen 0 0 -6.390 0 -6.390 31 -6.359
+/- Währungsdifferenzen aus Darlehen 0 0 -6.308 0 -6.308 0 -6.308
+/- Erfolgsneutrales Hedge Accounting 0 0 -763 0 -763 0 -763
+/-Versicherungsmathematischer Gewinn / Verlust 0 0 7.818 0 7.818 0 7.818
+/- Aktienoptionen - Dotierung 0 0 5.191 0 5.191 0 5.191
+/-Veränderung aus Erwerb Minderheitenanteile 0 0 204 0 204 -957 -753
+/- Erstkonsolidierung 0 0 0 0 0 1.145 1.145
30. April 2008 111.761 355.893 -48.409 92.986 512.231 1.969 514.200

Geschäftsjahr 2006/07

Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens
in TEUR Grund
kapital
Kapital
rücklagen
Gewinn
rücklagen
Jahres
ergebnis
Summe Minder
heiten
Summe
Eigenkapital
30. April 2006 92.023 232.452 -190.662 49.128 182.941 4.836 187.777
+/- Einstellungen in die Gewinnrücklagen 0 0 49.128 -49.128 0 0 0
+/- Jahresergebnis 0 0 0 103.193 103.193 449 103.642
+/- Kapitalerhöhungen 19.738 142.110 0 0 161.848 0 161.848
+/- Transaktionskosten 0 -9.829 0 0 -9.829 0 -9.829
+/- Aktienrückkauf / Ausübung Optionen 0 -10.590 0 0 -10.590 0 -10.590
+/- Dividenden 0 0 0 0 0 -246 -246
+/- Erfolgsneutrale Währungsdifferenzen 0 0 -1.004 0 -1.004 16 -988
+/- Erfolgsneutrales Hedge Accounting 0 0 -5.479 0 -5.479 4 -5.475
+/- Aktienoptionen 0 0 12.353 0 12.353 0 12.353
+/-Versicherungsmathematischer Gewinn / Verlust 0 0 9.422 0 9.422 0 9.422
+/- Veränderung Minderheitenanteil 0 0 -2.832 0 -2.832 -3.492 -6.324
30. April 2007 111.761 354.143 -129.074 103.193 440.023 1.567 441.590

Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen (SORIE)

in TEUR 2007/08 2006/07
Jahresergebnis 92.986 103.193
Hedge Accounting -1.062 -7.607
Versicherungsmathematischer Gewinn / Verlust 10.898 13.086
Latente Steuern -2.781 -1.534
Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge 7.055 3.945
Summe 100.041 107.138
Anteil der Gesellschafter des Mutterunternehmens 99.570 106.685
Minderheitenanteil 471 453

2.5 Anhang

2.5.1 Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss wurde gemäß § 245a UGB auf Basis aller am Bilanzstichtag gültigen IFRS/IAS, die das International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht hat, sowie aller Interpretationen (IFRIC/SIC) des International Financial Reporting Interpretations Committee bzw. des Standing Interpretations Committee erstellt, sofern diese auch von der Europäischen Union im Endorsement-Verfahren übernommen wurden. Der Konzernabschluss der Zumtobel AG entspricht daher den für das Geschäftsjahr 2007/08 gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS).

Der Vorstand der Zumtobel AG hat den Konzernabschluss am 19. Juni 2008 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt.

Zumtobel ist ein international tätiger Leuchtenkonzern mit dem Sitz der Muttergesellschaft Zumtobel AG in Dornbirn, Österreich und ist beim Landes- und Handelsgericht Feldkirch, Österreich, unter der Nummer FN 62309 g registriert. Bilanzstichtag ist der 30. April. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Mai 2007 bis 30. April 2008. Die Berichtswährung ist Euro. Die Geschäftstätigkeit ist im Wesentlichen in die Teilkonzerne "Zumtobel Lighting Division" (Lichtlösungen, Leuchten für die Innenund Außenraumbeleuchtung und elektronisch-digitale Licht- und Raummanagementsysteme) sowie "TridonicAtco Division" (elektronische und magnetische Lichtkomponenten) eingeteilt. Die ab 1. Mai 2008 zusätzlich geschaffenen Divisionen "Zumtobel LED" und "Zumtobel Residential" haben derzeit noch untergeordnete Bedeutung, sodass sie auch im nächsten Geschäftsjahr nicht als eigene Segmente geführt werden.

Den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen liegen einheitliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze zu Grunde. Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Umsatzkostenverfahren. Zur Verbesserung der Klarheit und Aussagefähigkeit des Abschlusses werden sowohl in der Bilanz als auch in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert ausgewiesen. Die Angabe in den Tabellen erfolgt – sofern nicht anders angegeben - in Tausend Euro (TEUR).

2.5.2 Konsolidierungskreis und –methoden

2.5.2.1 Konsolidierungskreis

Im Konzernabschluss 2007/2008 sind 97 (VJ 95) Gesellschaften vollkonsolidiert, die entweder von der Zumtobel AG kontrolliert werden oder an denen der Zumtobel AG unmittelbar oder mittelbar die Mehrheit der Stimmrechte zusteht. Nach der Equity-Methode werden 5 (VJ 4) Unternehmen konsolidiert; nach der quotalen Konsolidierungsmethode wird kein (VJ 1) Unternehmen berücksichtigt. Nicht konsolidiert werden 16 (VJ 22) verbundene Unternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist.

Etwaige weitere Verpflichtungen zur Aufstellung von Teilkonzernabschlüssen auf Basis von lokalen Vorschriften sind mit der Veröffentlichung dieses Konzernabschlusses abgegolten.

Die Veränderungen des Konsolidierungskreises stellen sich im Berichtsjahr wie folgt dar:

Konsolidierungsmethode
Konsolidierungskreis voll quotal at equity TOTAL
30. April 2007 95 1 4 100
Wechsel Einbeziehungsart 0 -1 1 0
Im Berichtsjahr erstmals einbezogen 9 0 0 9
davon Neugründung 3 0 0 3
davon Unternehmenserwerb 6 0 0 6
Im Berichtsjahr fusioniert / liquidiert -7 0 0 -7
30. April 2008 97 0 5 102

Die Unternehmenserwerbe des Geschäftsjahres betreffen folgende Gesellschaften:

Anteil in % Erstkonsolidierung Kaufpreis Jahresergebnis
in TEUR in TEUR
FURIAE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH,Wien 100% 1. August 2007 17 -138
Lightmakers A/S, Dänemark 51% 5. Dezember 2007 1.027 2
Zumtobel Lighting Kft. Ungarn 100% 1. Oktober 2007 677 151
my-tronic LEDON GmbH, Deutschland 100% 1. Mai 2007 307 -455
Thorn Lighting India Private Ltd., Indien 70% 1. Mai 2007 867 114

Mit der FURIAE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH wurde auch ihre 100%ige Beteiligung, die Raiffeisen Lux S.r.l., erworben. Da diese beiden Unternehmen konsolidiert betrachtet werden, liegen für die Raiffeisen Lux S.r.l. keine gesonderten Daten zum Kaufpreis bzw. Ergebnis vor.

Der im Geschäftsjahr erworbene Anteil an Thorn Lighting India Private Ltd. liegt bei 60%, 10% waren bereits vorher im Besitz der Gruppe. Es besteht eine Option, im Jahr 2010 die restlichen 30% zu erwerben. Der aufgedeckte Firmenwert ist im Kapitel 2.5.5.1 erläutert.

Die Konsolidierungskreisänderungen haben folgende Auswirkungen, die Darstellung bezieht sich auf den Zeitpunkt der Erstkonsolidierung:

in TEUR Lightmakers A/S my-tronic
LEDON GmbH
Thorn Lighting
India Private Ltd
Zumtobel
Lighting Kft.
Ungarn
FURIAE
Raiffeisen
Immobilien
Leasing GmbH
Summe
Langfristiges Vermögen 1.575 152 93 573 6.118 8.512
Kurzfristiges Vermögen 1.333 961 2.587 1.420 134 6.436
davon liquide Mittel 435 329 431 736 0 1.931
Vermögen 2.909 1.113 2.680 1.994 6.252 14.948
Langfristige Schulden 0 0 587 0 6.646 7.233
Kurzfristige Schulden 842 450 1.556 1.271 0 4.119
Eigenkapital 2.067 664 536 722 -394 3.595
Eigenkapital und Schulden 2.909 1.113 2.680 1.994 6.252 14.948

Weiters wurden folgende Gesellschaften neu gegründet:

  • TRIDONICATCO AYDINLATMA TICARET LIMITED SIRKETI,Türkei

  • Zumtobel LED Holding GmbH, Österreich

  • Zumtobel LED GmbH, Österreich

Folgende Gesellschaften wurden im Geschäftsjahr 2007/08 liquidiert bzw. fusioniert:

  • Thorn Lighting Manufacturing Industries Sdn. Bdn, Malaysien

  • Thorn Lighting (Philippines) Inc., Philippinen

  • Thorn Lighting Holdings Ltd., Großbritannien

  • Thorn Lighting CLK Ltd., China

  • Thorn Lighting (Mauritius) International Ltd., Mauritius

  • Auckland Transformer Company Ltd., NZL (Fusion mit Tridonic Atco NZ Limited)

  • Luxmate WSW GmbH, Deutschland (Fusion mit Zumtobel Lighting GmbH & Co KG)

Die bislang quotal in den Konzernabschluss einbezogene Lexedis Lighting GmbH, Österreich wird ab 1. Januar 2008 nach der Equity-Methode bewertet. Dabei wurde sowohl die Beteiligung von TEUR 1.300 als auch das Genussrecht von TEUR 3.500 mit den bereits zuvor aufgelaufenen Verlusten von TEUR 2.176 verrechnet, das verbleibende Genussrecht wurde auf EUR 0 abgewertet.

2.5.2.2 Konsolidierungsmethoden

Grundsätze der Kapitalkonsolidierung

Die Kapitalkonsolidierung bei vollkonsolidierten Unternehmen erfolgt nach den Grundsätzen von IFRS 3. Danach werden beim Unternehmenserwerb die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten der entsprechenden Tochterunternehmen mit ihren beizulegenden Zeitwerten im Erwerbszeitpunkt bewertet. Übersteigen die Anschaffungskosten des Unternehmenserwerbs die beizulegenden Zeitwerte der erworbenen und identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden, so wird der Unterschiedsbetrag als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Passive Unterschiedsbeträge sind gemäß IFRS 3.56 sofort erfolgswirksam zu erfassen.

Die Anteile von Minderheitsanteilseignern werden zum, dem Minderheitsanteil entsprechenden Teil der beizulegenden Zeitwerte der erfassten Vermögenswerte und Schulden ausgewiesen.

Die Ergebnisse der im Laufe des Jahres erworbenen oder veräußerten Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt oder bis zum Abgangszeitpunkt in die Konzerngewinn- und Verlustrechnung einbezogen.

Die Equity-Methode wird bei assoziierten Unternehmen angewendet, bei welchen – in der Regel aufgrund eines Stimmrechtsanteils zwischen 20 – 50% - maßgeblicher Einfluss vorliegt. Die at-equity bewerteten Unternehmen werden mit dem anteilsmäßigen Eigenkapital übernommen, wobei dann der Buchwert zum Abschlussstichtag um das anteilige Periodenergebnis abzüglich erhaltener Gewinnausschüttungen, allfälliger wesentlicher Zwischengewinne und Abschreibungen auf Firmenwerte angepasst wird. Sämtliche Fortschreibungskomponenten werden in einem Erfolgsposten der Konzerngewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt.

Sonstige Konsolidierungsgrundsätze

Im Rahmen der Schuldenkonsolidierung werden konzerninterne Forderungen mit den korrespondierenden Verbindlichkeiten aufgerechnet. Die konzerninternen Aufwendungen und Erträge werden im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung eliminiert. Zwischenergebnisse aus Anlagenerstellung, Anlagenübertragungen im Konzern sowie auf Konzernvorräte werden eliminiert, soweit sie nicht von untergeordneter Bedeutung sind.

Währungsumrechnung

Bei der Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Abschlüsse der einbezogenen Gesellschaften wird das Konzept der funktionalen Währung angewendet. Bei sämtlichen Gesellschaften ist dies die jeweilige Landeswährung, da die Gesellschaften ihr Geschäft in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig betreiben. Bei der Umrechnung der funktionalen Währungen in die Berichtswährung werden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit dem Devisenmittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. In der Gewinn- und Verlustrechnung werden die Aufwendungen und Erträge mit den Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Dies gilt ebenso für die direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen (SORIE). Der sich daraus ergebende Unterschiedsbetrag wird ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet.

Die wichtigsten Währungen für die Umrechnung der Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften in EUR stellen sich wie folgt dar:

Durchschnittskurse Gewinn
und Verlustrechnung
Stichtagskuse Bilanz
1 EUR entspricht 30. April 2008 30. April 2007 30. April 2008 30. April 2007
AUD 1,6361 1,6741 1,6610 1,6420
CHF 1,6349 1,5918 1,6140 1,6450
USD 1,4351 1,2919 1,5540 1,3600
SEK 9,3122 9,2067 9,3570 9,1520
GBP 0,7153 0,6767 0,7901 0,6827
HKD 11,1869 10,0606 12,1100 10,6300

2.5.3 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

2.5.3.1 Erstmalige Anwendung von neuen bzw. geänderten IAS / IFRS bzw. Änderungen in der Darstellung

Aus der Anwendung von IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" bzw IAS 1.124 ergeben sich erweiterte Angaben zu in diesem Abschluss dargestellten Finanzinstrumenten des Konzerns und der Steuerung des Kapitals. Der Standard ergänzt die bisherigen Standards IAS 32: Finanzinstrumente Darstellung und IAS 39: Finanzinstrumente Ansatz und hat vorrangig das Ziel, die Bedeutung der Finanzinstrumente auf Ertrags- und Finanzlage sowie die damit verbundenen Risken bzw. deren Steuerung zu erläutern. Die neuen Angaben sind im Konzernabschluss der Zumtobel Gruppe für das Geschäftsjahr 2007/08 bzw. das Vergleichsjahr enthalten.

2.5.3.2 Nicht vorzeitig angewandte Rechnungslegungsvorschriften

IFRS 8 "Operative Segmente" enthält neue Vorschriften für die Darstellung der Segmentberichterstattung und ersetzt IAS 14. Im Gegensatz zu IAS 14, der eine Segmentberichterstattung nach Geschäftsbereichen und Regionen fordert, folgt IFRS 8 dem sogenannten "Management Approach". Danach liegen der Abgrenzung der Segmente und den Angaben für die Segmente die Informationen zugrunde, die vom Management für Zwecke der Ressourcenallokation und Leistungsbeurteilung der Unternehmensbestandteile intern verwendet werden. IFRS 8 ist erstmals verpflichtend für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2009 beginnen und wird bei Zumtobel nicht vorzeitig angewandt.

Die wesentlichen Änderungen der 2007 überarbeiteten Fassung von IAS 23 "Borrowing Costs" betrifft die Streichung des Wahlrechts, Fremdkapitalkosten direkt als Aufwand zu erfassen, sofern diese direkt dem Erwerb, Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können. Diese Fremdkapitalkosten sind zukünftig im Rahmen der Anschaffungsoder Herstellungskosten der Vermögenswerte zu aktivieren. Die Änderung ist anzuwenden für Fremdkapitalkosten, die qualifizierten Vermögenswerten zuzuordnen sind, deren Aktivierung am oder nach dem 1. Januar 2009 erfolgt. Eine vorzeitige freiwillige Anwendung findet nicht statt.

Die Auswirkungen der Anwendung der neuen Regelungen auf den Konzernabschluss wurden noch nicht ermittelt.

2.5.3.3 Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Firmenwerte

Der im Rahmen der Konsolidierung anfallende Firmenwert stellt den Überschuss der Anschaffungskosten eines Unternehmenserwerbs über den Anteil des Konzerns am beizulegenden Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden eines Tochterunternehmens, assoziierten Unternehmens oder gemeinschaftlich geführten Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt dar.

Der Geschäfts- oder Firmenwert wird als Vermögenswert erfasst und mindestens jährlich mit der entsprechenden zahlungsmittelgenerierenden Einheit auf Werthaltigkeit getestet. Als Vergleichsgröße dient der Nutzungswert, welcher in Form von Discounted Cashflows der jeweiligen zahlungsmittelgenerierenden Einheit mit einem WACC von 8,1% (VJ 8,6%) berechnet wird. Die Schätzungen der zukünftigen Mittelzuflüsse basieren auf internen Planungen, welche detailliert für das Jahr 2008/09 und mit geringen Vereinfachungen für weitere vier Jahre vorliegen. Für spätere Perioden werden konstante Cashflows basierend auf dem Jahr 2012/13 unterstellt. Die Qualität der Planungsdaten wird laufend durch eine Abweichungsanalyse mit den aktuellen Ergebnissen überprüft. Diese Erkenntnisse werden bei der Erstellung des nächsten Jahresplans berücksichtigt. Die Schätzung der Cashflows erfolgt unter Berücksichtigung regionalspezifischer Annahmen über die Marktentwicklung. Die Kostenstrukturen werden dabei in der Regel auf Basis der Erfahrungswerte der Vergangenheit geplant und extrapoliert. Jede Wertminderung wird sofort erfolgswirksam erfasst. Eine spätere Wertaufholung findet nicht statt.

Patente, Lizenzen und ähnliche immaterielle Vermögensgegenstände

Patente, Lizenzen und ähnliche Rechte werden im Jahr der Anschaffung zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert und linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.

Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte

Ausgaben für Forschungsaktivitäten werden als Aufwand der Periode erfasst.

Ein selbsterstellter immaterieller Vermögenswert, der aus der Produktentwicklung oder aus Softwareimplementierungen des Konzerns entsteht, wird nur bei Vorliegen der Voraussetzungen des IAS 38.57 aktiviert, die vor allem folgende Bedingungen umfassen:

  • Identifizierbarkeit des selbsterstellten Vermögenswertes

  • Wahrscheinlichkeit der Erbringung eines zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens

  • Kosten des Vermögenswertes können verlässlich bestimmt werden

Selbsterstellte immaterielle Vermögenswerte werden linear abgeschrieben. Darf ein selbsterstellter immaterieller Vermögenswert nicht erfasst werden, werden die Entwicklungskosten in der Periode als Aufwand erfasst, in der sie angefallen sind.

Sachanlagen

Erworbene und selbsterstellte Sachanlagen werden mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und werden, soweit abnutzbar, entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Herstellungskosten enthalten neben Einzelkosten angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Zinsaufwendungen werden nicht aktiviert, sondern in der zuzurechnenden Periode als Aufwand erfasst.

Die regelmäßig durchzuführende Überprüfung der Nutzungsdauern hat in einigen Gesellschaften im ersten Halbjahr 2007/08 zu einer partiellen Veränderung der Nutzungsdauern geführt.

Nachträgliche Anschaffungs- oder Herstellungskosten werden aktiviert, wenn diese die allgemeinen Ansatzvorschriften gemäß IAS 16, d.h. die Wahrscheinlichkeit eines Nutzenzuflusses sowie deren verlässliche Messbarkeit, erfüllen. Laufende Reparaturen und Servicekosten werden aufwandswirksam erfasst.

Der lineare Abschreibungsaufwand wird auf Basis der folgenden Abschreibungsprozentsätze errechnet:

Abschreibungs
Lineare Abschreibung prozentsatz p.a.
Immaterielle Vermögenswerte 10 - 25%
Gebäude 2 - 3,3%
Technische Anlagen und Maschinen 14,3 - 20%
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 14,3 - 33,3%

Wertminderung von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten

Zu jedem Bilanzstichtag wird überprüft, ob es Anhaltspunkte für einen Wertminderungsbedarf bei den Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten gibt. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar, wird der erzielbare Betrag des einzelnen Vermögenswertes geschätzt, um den Umfang des eventuellen Wertminderungsaufwands festzustellen. Kann der erzielbare Betrag für den einzelnen Vermögenswert nicht geschätzt werden, erfolgt die Schätzung des erzielbaren Betrags der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu der der Vermögenswert gehört. Diese stellt dann in der Regel das gesamte Produktionswerk dar.

Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer und solchen, welche noch nicht verfügbar sind (z.B.. noch nicht abgschlossene Entwicklungsprojekte), sowie bei Firmenwerten werden jedes Jahr Wertminderungstests durchgeführt, auch wenn kein Anzeichen für eine Wertminderung vorliegt.

Der erzielbare Betrag ist der höhere Wert aus dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und dem Nutzungswert. Bei der Ermittlung des Nutzungswertes werden die geschätzten künftigen Zahlungsströme mit einem WACC von 8,1% (VJ 8,6%), der die spezifischen Risiken des Vermögenswertes, die nicht in den Zahlungsströmen berücksichtigt werden, reflektiert, auf den Barwert abgezinst.

Wenn der geschätzte erzielbare Betrag eines Vermögenswertes (oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit) den Buchwert unterschreitet, wird der Buchwert des Vermögenswertes (der zahlungsmittelgenerierenden Einheit) auf den erzielbaren Betrag vermindert. Der Wertminderungsaufwand wird sofort erfolgswirksam erfasst.

Bei anschließender Umkehrung einer Wertminderung wird der Buchwert des Vermögenswertes (der zahlungsmittelgenerierenden Einheit) auf den neu geschätzten erzielbaren Betrag erfolgswirksam zugeschrieben. Die Erhöhung des Buchwerts ist dabei auf den Wert beschränkt, der bestimmt worden wäre, wenn für den Vermögenswert (der zahlungsmittelgenerierenden Einheit) in Vorahren kein Wertminderungsaufwand erfasst worden wäre.

Bilanzierung von Leasingverhältnissen

Leasingverhältnisse werden als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn durch die Leasingbedingungen im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operating-Leasing klassifiziert.

Mietzahlungen bei Operating-Leasing werden im Periodenergebnis linear über die Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses verteilt.

Im Rahmen von Finanzierungsleasing gehaltene Vermögenswerte werden zu Beginn des Leasingverhältnisses als Vermögenswerte mit ihren beizulegenden Zeitwerten, falls dieser niedriger ist, oder mit dem Barwert der Mindestleasingzahlungen erfasst. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber wird in der Bilanz als Verpflichtung aus Finanzierungsleasing erfasst. Die Leasingzahlungen werden so auf Zinsaufwendungen und Tilgung der Leasingverpflichtung aufgeteilt, dass eine konstante Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird. Zinsaufwendungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Vorräte

Vorratsbestände werden zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- oder Herstellungskosten (basierend auf der Durchschnittspreismethode) und Nettoveräußerungswert bewertet. Bei Fertigwaren, unfertigen Erzeugnissen und Halbfabrikaten wird ein entsprechender Anteil der fixen und variablen Fertigungs- und Materialgemeinkosten in die Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter der Annahme einer Normalauslastung einbezogen. Fremdkapitalzinsen und Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten sind nicht Bestandteil der Herstellungskosten. Für Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer bzw. aus verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden angemessene und konzerneinheitliche Abschläge berücksichtigt, die sich an der Umschlagsdauer orientieren.

Fertigungsaufträge

Die Bilanzierung von kundenspezifischen Projektaufträgen erfolgt nach der percentage of completion-Methode, um periodengerecht den Fortschritt widerzuspiegeln. Unter der Voraussetzung der verlässlichen Ermittlung von Auftragserlösen, Auftragskosten und dem Fertigstellungsgrad erfolgt eine Gewinnrealisierung entsprechend der Vollendung eines physischen Teiles des Vertragswerkes (outputorientierte Methode, z.B. nach Teilleistungen).

Finanzinstrumente

Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn der Konzern Vertragspartei hinsichtlich der vertraglichen Regelungen des Finanzinstruments wird. Ein Finanzinstrument wird gemäß IAS 32 definiert als Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei dem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führt. Körperliche Vermögenswerte, Abgrenzungen und Rückstellungen sowie Steuerforderungen und –verbindlichkeiten fallen daher nicht unter diesen Begriff.

Die Zumtobel Gruppe unterscheidet folgende Klassen von Finanzinstrumenten:

  • Wertpapiere und Wertrechte
  • Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
  • Sonstige Forderungen und Verbindlichkeiten
  • Darlehen und Ausleihungen
  • Finanzierungsleasing
  • Positive Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes
  • Positive Marktwerte aus Derivaten (Hedge Accounting)
  • Negative Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes
  • Negative Marktwerte aus Derivaten (Hedge Accounting)

>> Wertpapiere und Wertrechte

Wertpapiere und Wertrechte (z.B. Beteiligungen an Unternehmen) werden bei Zugang zu Anschaffungskosten einschließlich Transaktionskosten bewertet. Diese werden entweder als dem Handelsbestand zugehörig oder zur Veräußerung verfügbar eingeordnet und in den Folgeperioden zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Werden Wertpapiere zu Handelszwecken gehalten, werden die aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes resultierenden Gewinne und Verluste im Periodenergebnis erfasst. Bei zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren werden Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes direkt im Eigenkapital erfasst, bis das Wertpapier veräußert oder eine Wertminderung festgestellt wird. Zu diesem Zeitpunkt werden die kumulierten Gewinne und Verluste, die davor im Eigenkapital erfasst wurden, in der Gewinn- und Verlustrechung der Periode ausgewiesen.

>> Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Forderungen sind grundsätzlich zum Nennbetrag, langfristige Forderungen mit dem abgezinsten Barwert angesetzt. Bei den Forderungen werden für erkennbare Risiken Wertberichtigungen vorgenommen.

>> Darlehen,Ausleihungen und Finanzierungsleasing

Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag, dem Nennwert bzw. dem höheren zum Bilanzstichtag beizulegenden Wert angesetzt. Langfristige Verbindlichkeiten werden mit dem Barwert bilanziert.

>> Marktwerte aus Derivaten des Handelsbestandes

Wertänderungen vom Zeitwert von derivativen Instrumenten, die nicht Teil des Hedge Accounting sind, werden in der Gewinnund Verlustrechnung ausgewiesen.

>> Marktwerte aus Derivaten (Hedge Accounting)

Wertänderungen des Zeitwerts derivativer Instrumente, die sich als Cashflow Hedge Accounting im Sinne des IAS 39 (Absicherung zukünftiger Cashflows) qualifizieren, werden für den effektiven Teil direkt im Eigenkapital verbucht. Die im Eigenkapital abgegrenzten Beträge werden im gleichen Zeitpunkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in dem die abgesicherte Position das Periodenergebnis berührt.

Die Anwendung von Hedge Accounting wird eingestellt, wenn das Sicherungsinstrument ausläuft, verkauft, beendet oder ausgeübt wird oder sich nicht länger für eine solche Bilanzierung qualifiziert. Bis zu diesem Zeitpunkt werden alle kumulierten Gewinne oder Verluste des Sicherungsinstruments, die im Eigenkapital erfasst wurden, dort beibehalten, bis die geplante Transaktion eintritt. Falls von einer abgesicherten Transaktion nicht länger erwartet wird, dass sie eintritt bzw., spätestens bei Eintritt der Transaktion wird der Saldo aus kumulierten Gewinnen oder Verlusten, die im Eigenkapital ausgewiesen wurden, in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Änderungen des beizulegenden Zeitwertes von derivativen Finanzinstrumenten, die sich nicht für die Bilanzierung von Sicherungszusammenhängen qualifizieren, werden bei ihrem Eintritt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

>> Kategorien der Finanzinstrumente

Die bei Zumtobel eingesetzten Finanzinstrumente teilen sich wie folgt auf die Kategorien des IAS 39 auf:

Erläuterung der Bewertungskategorien:

  • at FV/P&L zum Zeitwert über die GuV bewertet (at Fair Value in P&L)
  • HFT Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente (Held for Trading)
  • HTM Bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinstrumente (Held to Maturity)
  • AFS Zur Veräußerung verfügbare Finanzinstrumente (Available for Sale)
  • L&R Kredite und Forderungen (Loans and Receivables)
  • Hedge Accounting Absicherungsgeschäfte
  • at amortised cost bewertet zu fortgeführten Anschaffungskosten (Financial Liabilities Measured at Amortised Cost)

Daneben sind in verschiedenen Bilanzposten noch Vermögensgegenstände und Schulden enthalten, welche kein Finanzinstrument gemäß IAS 32 darstellen (Non-FI).

Geschäftsjahr 2007/08

Aktiva
Buchwert at FV/P&L HFT HTM AFS L&R Hedge Non-FI
in TEUR Accounting
Übrige Forderungen &
Vermögensgegenstände 5.338 0 0 0 0 1.288 0 4.050
Finanzanlagen 15.604 0 0 23 2.074 13.507 0 0
Langfristig 20.942 0 0 23 2.074 14.795 0 4.050
Übrige Forderungen &
Vermögensgegenstände 28.750 0 876 0 0 7.091 0 20.783
Finanzanlagen 497 0 306 7 5 34 145 0
Forderungen aus
Lieferungen & Leistungen 225.113 0 0 0 0 225.113 0 0
Liquide Mittel 87.678 0 0 0 0 87.678 0 0
Kurzfristig 342.038 0 1.182 7 5 319.916 145 20.783
Summe 362.980 0 1.182 30 2.079 334.711 145 24.833

Passiva

Buchwert at FV/P&L at amortised Hedge Non-FI
cost Accounting
211.631 0 211.631 0 0
1.012 0 0 0 1.012
212.643 0 211.631 0 1.012
5.024 401 4.623 0 0
144.326 0 144.326 0 0
93.129 396 0 0 92.733
242.479 797 148.949 0 92.733
455.122 797 360.580 0 93.745

Geschäftsjahr 2006/07

Aktiva
Buchwert at FV/P&L HFT HTM AFS L&R Hedge Non-FI
in TEUR Accounting
Übrige Forderungen &
Vermögensgegenstände 7.179 0 0 0 0 1.816 0 5.363
Finanzanlagen 26.828 3.314 0 29 1.030 22.455 0 0
Langfristig 34.007 3.314 0 29 1.030 24.271 0 5.363
Übrige Forderungen &
Vermögensgegenstände 29.169 0 501 0 0 2.671 992 25.005
Finanzanlagen 644 0 0 7 5 14 618 0
Forderungen aus
Lieferungen & Leistungen 228.766 0 0 0 0 228.766 0 0
Liquide Mittel 126.486 0 0 0 0 126.486 0 0
Kurzfristig 385.065 0 501 7 5 357.937 1.610 25.005
Summe 419.072 3.314 501 36 1.035 382.208 1.610 30.368

Passiva

Buchwert at FV/P&L at amortised Hedge Non-FI
in TEUR cost Accounting
Finanzschulden 303.287 0 303.287 0 0
Übrige Verbindlichkeiten 1.036 0 0 0 1.036
Langfristig 304.323 0 303.287 0 1.036
Finanzschulden 8.906 462 8.444 0 0
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen & Leistungen 140.387 0 140.387 0 0
Übrige Verbindlichkeiten 92.402 1.299 0 0 91.103
Kurzfristig 241.695 1.761 148.831 0 91.103
Summe 546.018 1.761 452.118 0 92.139

Zu Veräußerungszwecken gehaltene langfristige Vermögenswerte

Langfristige Vermögenswerte oder Gruppen von Vermögenswerten werden als zu Veräußerungszwecken gehalten klassifiziert, wenn ihr Buchwert besser durch Verkauf als durch fortgesetzte Nutzung erlöst werden kann. Diese Bedingung wird nur dann als erfüllt angesehen, wenn der Verkauf sehr wahrscheinlich möglich ist und der Vermögenswert (oder die zur Veräußerung gehaltene Gruppe von Vermögenswerten) in seinem jetzigen Zustand zur sofortigen Veräußerung verfügbar ist. Die Geschäftsführung muss zum Verkauf verpflichtet sein, was bei einer Erfassung des abgeschlossenen Verkaufs innerhalb eines Jahres beginnend ab dem Zeitpunkt der Zuordnung erfüllt ist. Die Bewertung erfolgt mit dem niedrigeren der beiden Beträge aus Buchwert und dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten.

Kurzfristige und langfristige Vermögensgegenstände und Schulden

Vermögenswerte bzw. Schulden, deren Realisierung bzw. Tilgung innerhalb von zwölf Monaten erwartet bzw. fällig wird, gelten als kurzfristig. Alle anderen Vermögensgegenstände und Schulden gelten als langfristig.

Aktienbasierte Vergütungen

Bei den Aktienoptionsprogrammen der Zumtobel AG handelt es sich um aktienbasierte Vergütungstransaktionen, die durch Eigenkapitalinstrumente beglichen werden. Die Bewertung von Vergütungen für Dienstleistungen von Arbeitnehmern richtet sich nach dem Marktwert der ausgegebenen Eigenkapitalinstrumente zum Zeitpunkt der Zusage (grant date) auf der Grundlage von anerkannten Optionsbewertungsmodellen. Die Dotierung der Rücklage erfolgt aufwandswirksam, eine erfolgswirksame Anpassung der Rücklage an den tatsächlichen Aufwand erfolgt dabei nicht. Der Ausweis erfolgt unter den Gewinnrücklagen.

Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen werden angesetzt, wenn eine gegenwärtige Verpflichtung als Folge früherer Ereignisse besteht, der Abfluss von Ressourcen zur Begleichung der Verpflichtung wahrscheinlich sowie eine zuverlässige Schätzung des Betrages der Verpflichtung möglich ist. Sind diese Bedingungen nicht erfüllt, ist keine Rückstellung anzusetzen. Ist ein Abfluss von Ressourcen nicht unwahrscheinlich, wird eine Eventualverbindlichkeit angegeben.

Rückstellungen für Restrukturierungsaufwand werden nur bei Erfüllung der allgemeinen Ansatzkriterien sowie bei rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen zur Restrukturierung (IAS 37.70ff) angesetzt.

Rückstellungen für Garantiefälle werden zum einen nach individuellen Gesichtspunkten auf Einzelfallbasis gebildet. Zum anderen erfolgt nach konzerneinheitlichen Richtlinien eine Bildung von Garantierückstellungen für noch nicht bekannte Fälle. Als deren Basis gelten die angefallenen Aufwendungen für Garantieleistungen im Verhältnis zum Umsatz der letzten 3 Jahre.

Bei den sonstigen langfristigen Rückstellungen wird aus Wesentlichkeitsgründen auf eine Abzinsung verzichtet.

Leistungen an Arbeitnehmer

Kurzfristig fällige Leistungen fallen innerhalb von zwölf Monaten nach Ende des Geschäftsjahres an und werden in voller Höhe erfolgsmindernd angesetzt. Daraus resultierende Schuld- oder Abgrenzungsposten sind mit dem Nominalwert unter den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses umfassen langfristige Vorsorgen für Pensionen und Abfertigungen.

Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer umfassen im Wesentlichen die Rückstellungen für Jubiläumsgelder und Altersteilzeitregelungen in Österreich und Deutschland sowie den Sonderurlaub in Australien.

>> Leistungsorientierte Pläne

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (defined benefit obligation, DBO) am Abschlussstichtag wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mit der Methode der laufenden Einmalprämien (projected unit credit method) ermittelt. Diese Methode geht davon aus, dass der Arbeitnehmer jährlich gewissermaßen einen zusätzlichen gleichen Teil des gesamten Anspruches verdient. Dabei wird in Zinsaufwand, das ist der Betrag, um den sich die Verpflichtung über das Jahr alleine durch das Näherrücken der Zahlungen erhöht hat, und Dienstzeitaufwand, das sind im betreffenden Jahr neu erdiente Ansprüche, getrennt. Der Zinssatz zur Abzinsung der künftigen Leistungen ist ein aktueller Marktzinssatz. Die Annahmen über die Höhe der Leistungen berücksichtigen erwartete künftige Gehaltssteigerungen oder Gehaltstrends sowie zugesagte Leistungen. Änderungen in den Ansprüchen können auf der Neuzusage einer Leistung oder der Änderung bestehender Leistungsansprüche beruhen, welche als nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand ausgewiesen werden.

Planvermögen sind Vermögensgegenstände, die von einem Fonds gehalten werden und die mit dem Barwert der Pensionsverpflichtung saldiert werden. Die Bewertung der Pensionsverpflichtungen wird jährlich von anerkannten Aktuaren durchgeführt.

Die Bewertung erfolgt zu jedem Bewertungsstichtag mit den aktuellen besten Schätzannahmen, die sich von einem Stichtag zum anderen ändern können. Die wertmäßigen Auswirkungen aus der Veränderung der Schätzannahmen werden als versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste bezeichnet. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden nach Berücksichtigung latenter Steuern in der Periode ihres Entstehens ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst.

Der Zinsaufwand sowie die Erträge aus Planvermögen werden im Finanzergebnis ausgewiesen, die anderen Komponenten im Betriebsergebnis.

>> Beitragsorientierte Pläne

Bei beitragsorientierten Plänen bestehen keine über die Entrichtung von Beitragszahlungen an zweckgebundene Versorgungseinrichtungen hinausgehende Verpflichtungen. Die Beiträge sind im Personalaufwand der Periode erfasst.

Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand stellt die Summe des laufenden und latenten Steueraufwands dar. Der laufende Steueraufwand wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Geschäftsjahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Jahresüberschuss laut der Gewinn- und Verlustrechnung, da es Aufwendungen und Erträge ausschließt, die in späteren Jahren oder niemals steuerbar bzw. steuerlich abzugsfähig werden. Die Verbindlichkeit des Konzerns für den laufenden Steueraufwand wird auf Grundlage der geltenden Steuersätze berechnet.

Latente Steuern sind die zu erwartenden Steuerbe- bzw. -entlastungen aus den Differenzen der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden im Jahresabschluss und des Wertansatzes bei der Berechnung des zu versteuernden Einkommens sowie aus steuerlichen Verlustvorträgen. Dabei kommt die bilanzorientierte Ermittlungsmethode zur Anwendung. Latente Steuerverbindlichkeiten werden für alle steuerbaren temporären Differenzen erfasst. Latente Steueransprüche werden insoweit erfasst, als es wahrscheinlich ist, dass steuerbare Gewinne zur Verfügung stehen, für welche die abzugsfähigen temporären Differenzen genutzt werden können.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird jedes Jahr am Stichtag geprüft und herabgesetzt, falls es nicht wahrscheinlich ist, dass genügend zu versteuerndes Einkommen zur Verfügung steht, um den Anspruch in einem absehbaren Zeitraum vollständig oder teilweise wiedereinzubringen. Latente Steuern werden auf Basis der erwarteten Steuersätze ermittelt, die im Zeitpunkt der Begleichung der Schuld oder der Realisierung des Vermögenswertes Geltung haben. Ertragsteuern werden erfolgswirksam erfasst, außer die Transaktionen, auf die sich der Steuereffekt bezieht, werden direkt im Eigenkapital gebucht.

Ertragsrealisierung

Umsätze aus dem Verkauf von Gütern und Dienstleistungen werden realisiert, wenn der Konzern die wesentlichen Risiken und Chancen, auf den Käufer überträgt. Rabatte und Skonti werden von den Umsatzerlösen abgezogen. Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam.

Zinserträge sind zeitproportional unter Berücksichtigung der Effektivverzinsung des Finanzinstrumentes erfasst. Dies ist genau der Zinssatz, der die geschätzten künftigen Zahlungsmittelzuflüsse über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes auf den Nettobuchwert des Vermögenswertes abzinst.

Dividendenerträge werden mit der Entstehung des Rechtsanspruches auf Zahlung erfasst.

Fremdkapitalkosten

Fremdkapitalkosten werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst.

Fremdwährungsgeschäfte

Fremdwährungsgeschäfte werden mit dem aktuellen Kurs am Tag der Abwicklung bilanziert. Zum Bilanzstichtag werden monetäre Aktiva und Passiva unter Verwendung des Stichtagskurses umgerechnet. Realisierte und unrealisierte Gewinne sowie Verluste aus Transaktionen in Fremdwährung werden grundsätzlich im Finanzergebnis ausgewiesen. Infolge erstmaliger Anwendung des IFRS 7 werden nunmehr die Bewertungseffekte sämtlicher Finanzinstrumente, also auch der Lieferforderungen und –verbindlichkeiten dort gezeigt. Diese Effekte wurden im Vorjahr im Betriebsergebnis gezeigt. Der Effekt dieser Ausweisänderung ist eine Verbesserung des Betriebsergebnisses zu Lasten des Finanzergebnisses von EUR 3,0 Mio. Bei Anwendung dieser Ausweisänderung im Vorjahr würde sich eine Verbesserung des Betriebsergebnisses um EUR 0,2 Mio. ergeben, eine entsprechende Umgliederung wurde im Vorjahr aufgrund der geringen Auswirkung jedoch unterlassen. Die Bewertungseffekte von langfristigen Darlehen, welche sich gemäß IAS 21 als Teil einer Nettoinvestition im ausländischen Geschäftsbetrieb qualifizieren, werden direkt im Eigenkapital erfasst.

Ermessensausübungen und Schätzungsunsicherheiten

Die Erstellung des Konzernabschlusses in Übereinstimmung mit IFRS erfordert Schätzungen und Annahmen durch die Geschäftsleitung, die Auswirkungen auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie der Eventualschulden der Berichtsperiode haben. Die tatsächlichen Werte können von diesen Schätzungen abweichen. Der Grundsatz des "true and fair view" wird auch bei der Verwendung von Schätzungen uneingeschränkt gewahrt. Schätzungen, Annahmen und Interpretationen beziehen sich im Wesentlichen auf die Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte, die Festlegung des wahrscheinlichsten Erfüllungsbetrages von Rückstellungen, die Ermittlung von Nutzungswerten im Rahmen der Abzinsung von künftigen Cashflows (Impairmenttest) und die Optionswertbestimmung mit Hilfe des Black-Scholes-Modells.

Zum Bilanzstichtag sind keine bedeutsamen Fälle bekannt, die zu einer wesentlichen Abweichung eines Buchwertes eines Vermögenswertes oder einer Schuld innerhalb des nächsten Geschäftjahres führen können.

Sondereffekte

Sondereffekte sind gemäß IAS 1 gesondert anzugeben, wenn diese hinsichtlich ihrer betragsmäßigen Höhe, Art oder Seltenheit relevant für die Erklärung der Ertragskraft sind. Es handelt sich hierbei insbesondere um Ergebnisse aus nicht wiederkehrenden, einmaligen Ereignissen wie Restrukturierungen, wesentliche Prozesskosten, Veräußerungen nicht betriebsnotwendiger Liegenschaften, sowie wesentliche Auflösungen von Rückstellungen und Wertminderungen von Vermögensgegenständen. Die gesonderte Angabe erfolgt im vorliegenden Konzernabschluss als "davon"-Vermerk in der Gewinn- und Verlustrechnung.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Ertragsbezogene Zuwendungen der öffentlichen Hand zur Deckung von Aufwendungen, werden in der Periode, in der sie gewährt werden in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Soweit sie sich auf zukünftige Aufwendungen beziehen, werden sie über einen Passivposten abgegrenzt. Zuwendungen für Vermögenswerte werden planmäßig über die Nutzungsdauer des Vermögenswertes erfolgswirksam erfasst.

2.5.4 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

2.5.4.1 Umsatzerlöse

In den Umsatzerlösen werden Erlösschmälerungen (vornehmlich Kundenskonti) in Höhe von TEUR 53.182 (VJ TEUR 53.941) abgezogen. Die Bruttoumsatzerlöse belaufen sich auf TEUR 1.335.520 (VJ TEUR 1.287.892).

2.5.4.2 Aufwandsarten

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Umsatzkostenverfahren erstellt. In den Kosten der umgesetzten Leistungen (inkl. Entwicklungskosten), Vertriebskosten (inkl. Forschungskosten) und Verwaltungskosten als auch dem sonstigen betrieblichen Ergebnis sind folgende Aufwandsarten und Erträge enthalten:

Geschäftsjahr 2007/08

in TEUR Kosten der
umgesetzten
Leistungen
Vertriebs
kosten
Verwaltungs
kosten
Sonstiges
betriebliches
Ergebnis
Summe
Materialaufwand -551.629 -6.645 -212 -4 -558.490
Personalaufwand -185.937 -144.180 -47.087 -98 -377.302
Abschreibungen -31.753 -5.705 -1.752 -60 -39.270
Sonstiger Aufwand -54.063 -133.232 -31.947 -1.165 -220.407
Aktivierte Eigenleistungen 13.549 65 205 0 13.819
Interne Verrechnung 6.649 -9.715 3.069 0 3
Summe Aufwände -803.184 -299.412 -77.724 -1.327 -1.181.647
Sonstige Erträge 10.302 5.259 339 5.268 21.168
Summe -792.882 -294.153 -77.385 3.941 -1.160.479

Geschäftsjahr 2006/07

in TEUR Kosten der
umgesetzten
Leistungen
Vertriebs
kosten
Verwaltungs
kosten
Sonstiges
betriebliches
Ergebnis
Summe
Materialaufwand -524.753 -4.371 -443 -15 -529.582
Personalaufwand -180.709 -137.944 -44.838 -173 -363.664
Abschreibungen -34.010 -5.765 -2.030 -553 -42.358
Sonstiger Aufwand -54.421 -129.528 -30.708 740 -213.917
Aktivierte Eigenleistungen 12.704 190 39 0 12.933
Interne Verrechnung 5.841 -6.388 768 -39 182
Summe Aufwände -775.348 -283.806 -77.212 -40 -1.136.406
Sonstige Erträge 2.494 5.332 2.545 6.618 16.989
Summe -772.854 -278.474 -74.667 6.578 -1.119.417

Im Materialaufwand sind Kosten für bezogene Leistungen in Höhe von TEUR 23.013 (VJ TEUR 22.619) enthalten.

In den sonstigen Erträgen sind Zuwendungen der öffentlichen Hand in Höhe von TEUR 2.860 (VJ TEUR 1.632) enthalten, wobei es sich hauptsächlich um Forschungsförderungen handelt.

In den Kosten der umgesetzten Leistungen sind Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 27.099 (VJ TEUR 25.159) enthalten. Aktivierte Entwicklungskosten belaufen sich auf TEUR 12.700 (VJ TEUR 10.799), die Abschreibung der aktivierten Entwicklungskosten beträgtTEUR 4.902 (VJ TEUR 3.891).

In den Vertriebskosten ist Forschungsaufwand in Höhe von TEUR 1.314 (VJ TEUR 356) enthalten.

In den Herstellungs-,Vertriebs- und Verwaltungskosten sind folgende Personalaufwendungen enthalten:

in TEUR 2007/08 2006/07
Löhne -79.969 -83.209
Gehälter -217.065 -204.512
Aufwendungen für Abfertigungen -3.562 -2.758
Aufwendungen für Altersvorsorge -5.723 -2.380
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige Abgaben und
Pflichtbeträge -58.249 -59.275
Sonstige Sozialaufwendungen -12.734 -11.530
Personalaufwand -377.302 -363.664

2.5.4.3 Sonstiges betriebliches Ergebnis

in TEUR 2007/08 2006/07
Förderungen der öffentlichen Hand 1.500 803
Lizenzeinnahmen 2.979 3.630
Sondereffekte -1.097 2.276
Wertminderungen von (-) / Zuschreibungen zu (+) Anlagevermögen 0 -550
Sonstige Wertminderungen -2.648 0
Restrukturierungen -3.200 2.211
Veräußerungsgewinne / -verluste 4.751 615
Sonstiges 559 -131
Sonstiges betriebliches Ergebnis 3.941 6.578

Die Förderungen der öffentlichen Hand stellen zur Gänze ertragswirksam vereinnahmte Zuschüsse dar.

Die Lizenzeinnahmen resultieren aus Erträgen aus dem LED-Geschäft.

Unter den Sondereffekten gemäß IAS 1 sind folgende wesentliche Positionen enthalten:

Bei den sonstigen Wertminderungen handelt es sich um Bereinigungen von Altsalden im Bereich der debitorischen Kreditoren einer chinesischen Gesellschaft der Zumtobel Lighting Division, die sich als nicht werthaltig erwiesen haben.

In der Zeile Restrukturierungen sind Aufwendungen für einen Sozialplan in Großbritannien ausgewiesen, da der Neubau der Fabrik in Spennymoor zu einer Rationalisierung und Straffung der Produktion führt und damit erste Personalmaßnahmen nötig wurden (TEUR 1.840). Außerdem sind Aufwendungen im Zusammenhang mit dem im ersten Halbjahr erfolgten Umzug in das neue Werk Wetherhill Park in Australien ausgewiesen (TEUR 874). Der Rest betrifft kleinere Sozialpläne in zwei weiteren Fabriken. Der im Jahr 2006/07 ausgewiesene Ertrag betrifft Effekte aus in Vorjahren gestarteten Restrukturierungsprojekten.

Die Veräußerungsgewinne/-verluste resultieren hauptsächlich aus dem Verkauf von Liegenschaften in Smithfield, Australien (TEUR 3.030), Dornbirn, Österreich (TEUR 1.362) sowie in Lindau, Deutschland (TEUR 380).

Die Zeile Sonstiges betrifft den Saldo aus Aufwendungen und Erträgen aus der normalen Geschäftstätigkeit, die anderen Funktionsbereichen nicht eindeutig zugeordnet werden können.

2.5.4.4 Zinsergebnis

Die Zinserträge umfassen Erträge aus Bankguthaben und sonstigen Darlehen. In den Zinsaufwendungen enthalten sind Aufwendungen aus Bankverbindlichkeiten und Zinsanteile aus Finanzierungsleasing gemäß IAS 17.

2.5.4.5 Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge

in TEUR 2007/08 2006/07
Zinskomponente gemäß IAS 19 abzüglich Erträge aus Planvermögen -1.962 -2.221
Fremdwährungsergebnis -7.329 985
Marktbewertung von Finanzinstrumenten -6.634 -2.383
Veräußerungsgewinne / -verluste 192 0
Übrige finanzielle Aufwendungen und Erträge -15.733 -3.619

Das Fremdwährungsergebnis beinhaltet vor allem Effekte aus der Bewertung von Fremdwährungsforderungen und – verbindlichkeiten. Die bewerteten Finanzinstrumente sind dabei in die Kategorie "Kredite und Forderungen" bzw. "Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten" einzustufen.

Die Position "Marktbewertung von Finanzinstrumenten" zeigt zum einen das Ergebnis aus der Bewertung von Devisentermingeschäften (einzustufen in die Kategorie "Held for trading") mit den jeweiligen Marktwerten zum Abschlussstichtag (TEUR 1.185). Im aktuellen Geschäftsjahr ist darüber hinaus noch die Vorsorge für einen aus heutiger Sicht nachteiligen Leasingvertrag für die neu errichtete Fabrik in England enthalten (TEUR 5.452). Die Rückstellung umfasst die Differenz zwischen dem Barwert der Mindestleasingzahlungen und dem beizulegenden Zeitwert für vergleichbare Industriegebäude, der Unterschiedsbetrag ist dabei gemäß IAS 17 als zusätzlicher Finanzierungsaufwand zu qualifizieren.

Der Veräußerungsgewinn betrifft ausschließlich den Verkauf einer Wandelanleihe der kanadischen TIR Systems Ltd., welche im Vorjahr zum Zeitwert über die GuV bewertet wurde.

2.5.4.6 Ertragsteuern

Der Ertrag aus latenten Steuern resultiert wie im Vorjahr im Wesentlichen aus der teilweisen Auflösung der Wertberichtigung auf aktive latente Steuern aus Verlustvorträgen von österreichischen Gesellschaften.

Die Aufteilung der Ertragsteuern auf laufende und latente Steuern ist wie folgt:

in TEUR 2007/08 2006/07
Laufende Steuern -4.106 -9.094
Latente Steuern 10.206 13.010
Ertragsteuern 6.100 3.916

Der Steuerertrag von TEUR 6.100 (VJ Steuerertrag TEUR 3.916) ist um TEUR 28.071 (VJ TEUR 26.489) geringer als der rechnerische Ertragsteueraufwand, der sich unter Anwendung des Steuersatzes von 25% (VJ 25%) auf den Gewinn vor Ertragsteuern von TEUR 87.883 (VJ TEUR 90.291) ergeben würde. Dieser fiktive Steueraufwand beträgt TEUR 21.971 (VJ TEUR 22.573). Der tatsächliche Steuersatz stellt einen gewichteten Durchschnitt aller im Konsolidierungskreis enthaltenen Gesellschaften dar.

Die Ursachen für den Unterschied zwischen rechnerischem und ausgewiesenem Ertragsteueraufwand im Konzern stellen sich folgendermaßen dar:

Differenz rechnerischer / ausgewiesener Steuerertrag

in TEUR 2007/08 2006/07
Rechnerischer Ertragsteueraufwand, der sich aus dem inländischen Steuersatz von 25% ergibt -21.971 -22.573
Steuermehrungen -17.447 -17.076
Nicht abzugsfähige Aufwendungen -3.106 -1.528
Ausländische Steuersätze -3.219 -5.163
Bewertungsabschläge für latente Steuern -8.105 -9.448
Nachzahlungen -78 -93
Sonstige Posten -2.939 -844
Steuerminderungen 45.518 43.565
Investitionsbegünstigungen und Forschungsförderung 267 0
Ausländische Steuersätze 4.594 3.536
Bewertungsabschläge für latente Steuern 33.571 34.363
Steuerfreie Erträge 2.586 1.564
Sonstige Posten 4.500 4.102
Gesamter Steuerertrag 6.100 3.916

Aufgrund der Dotierung der aktiven latenten Steuern insbesondere aufgrund der voraussichtlichen Nutzung von Verlustvorträgen ergibt sich eine Steuerquote von 6,9% (VJ 4,3%).

2.5.4.7 Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen

Das Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen beinhaltet im Wesentlichen die Wertberichtigung einer Kaufpreisforderung aus dem im Jahr 2004/05 erfolgten Verkauf einer Produktionsstätte (TEUR -432).

Das Ergebnis aus aufgegebenen Bereichen aus dem Vorjahr betrifft zur Gänze das Airfield-Geschäft, welches im Geschäftsjahr 2006/07 veräußert worden ist.

2.5.5 Erläuterungen zur Bilanz

2.5.5.1 Firmenwerte

in TEUR Thorn Lighting
Gruppe
Atco-Gruppe Staff-Gruppe Atco
Singapore &
Malaysia
TridonicAtco
Optoelectronics
Thorn India Summe
Firmenwerte vor Impairment 520.236 4.733 427 569 1.722 0 527.687
Abgang Firmenwert aus
Vorperioden
-4.405 0 0 0 0 0 -4.405
Impairment aus Vorperioden -244.245 0 0 -569 0 0 -244.814
Firmenwerte nach Impairment
April 2007
271.586 4.733 427 0 1.722 0 278.468
Zugang Firmenwert aus
Erstkonsolidierung
0 0 0 0 0 499 499
Firmenwerte per April 2008 271.586 4.733 427 0 1.722 499 278.967

Die Firmenwerte sind folgenden zahlungsmittelgenerierenden Einheiten (ZGE) zugeordnet:

Firmenwerte ZGE
"Thorn Lighting Gruppe" & "Staff-Gruppe" Zumtobel Lighting Division
"Atco-Gruppe" Konsolidierter Teilbereich "Atco" der TridonicAtco Division
TridonicAtco Sdn. Bhd. (Malaysia) sowie TridonicAtco (S.E.A.) Pte Ltd.
"Atco Singapore & Malaysia" (Singapur)
"TridonicAtco Optoelectronics" TridonicAtco Optoelectronics GmbH (Österreich )
"Thorn India" Thorn Lighting India Ltd

Für das Geschäftsjahr 2007/08 ergab sich aufgrund des Erwerbs der indischen Gesellschaft ein Firmenwert in Höhe von TEUR 499. Dieser ist in der Segmentberichterstattung dem Geschäftsbereich Zumtobel Lighting Division zugeordnet.

2.5.5.2 Immaterielle Vermögensgegenstände

Die Veränderung dieser Position stammt im Wesentlichen aus der Aktivierung von Entwicklungsprojekten.

in TEUR Patente, Lizenzen
und ähnliche
Entwicklungskosten
und ähnliche
Summe
Anschaffungskosten
30. April 2007 26.753 30.789 57.542
Währungsumrechnung 59 -861 -802
Konsolidierungskreisänderung 1.519 -345 1.174
Zugänge 3.331 12.700 16.031
Abgänge -533 -300 -833
Umbuchungen 949 90 1.039
30. April 2008 32.078 42.073 74.151
Kumulierte Abschreibung
30. April 2007 -21.420 -5.238 -26.658
Währungsumrechnung -43 249 206
Konsolidierungskreisänderung 5 -37 -32
Zugänge -2.672 -4.902 -7.574
Abgänge 489 53 542
Umbuchungen 0 0 0
30. April 2008 -23.641 -9.875 -33.516
Nettobuchwert 30.April 2007 5.333 25.551 30.884
Nettobuchwert 30.April 2008 8.437 32.198 40.635

Entwicklungskosten und ähnliche

In dieser Position sind die selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenstände gemäß IAS 38 enthalten. Die Zugänge der Anschaffungskosten sind zur Gänze den aktivierten Entwicklungskosten (TEUR 12.700, VJ TEUR 10.799) zuzurechnen. Bei den Entwicklungsprojekten handelt es sich um Produktentwicklungen im Leuchten- und Vorschaltgerätebereich, wovon zum Bilanzstichtag TEUR 12.144 (VJ TEUR 9.301) noch nicht zum Gebrauch verfügbar sind. Der Abgang im Rahmen von Konsolidierungskreisänderungen betrifft die Lexedis Lighting GmbH, welche nun at-equity in den Konzernabschluss einbezogen wird.

2.5.5.3 Sachanlagen

in TEUR Land & Gebäude Fabriksanlagen &
Maschinen
Sonstiges
Anlagevermögen
Anlagen im Bau &
geleistete
Anzahlungen
Summe
Anschaffungskosten
30. April 2007 161.840 349.715 99.868 8.137 619.560
Währungsumrechnung -1.898 -7.554 -1.603 -1.192 -12.247
Konsolidierungskreisänderung 6.205 -493 94 -21 5.785
Zugänge 2.890 11.971 8.212 26.909 49.982
Abgänge -4.381 -18.192 -4.483 -13 -27.069
Umbuchungen 472 11.443 1.017 -13.970 -1.038
30.April 2008 165.128 346.890 103.105 19.850 634.973
Kumulierte Abschreibung
30. April 2007 -65.345 -277.262 -80.502 0 -423.109
Währungsumrechnung 1.093 5.544 1.312 0 7.949
Konsolidierungskreisänderung -90 168 -129 0 -51
Zugänge -5.252 -19.212 -7.232 0 -31.696
Abgänge 1.314 17.621 4.221 0 23.156
Umbuchungen 0 0 0 0 0
30. April 2008 -68.280 -273.141 -82.330 0 -423.751
Nettobuchwert 30.April 2007 96.495 72.453 19.366 8.137 196.451
Nettobuchwert 30.April 2008 96.848 73.749 20.775 19.850 211.222

Die Umbuchungen bei den Anschaffungskosten betreffen die Umgliederungen von Anlagen in Bau zu den anderen Anlagenklassen.

Die Veränderung bei den Konsolidierungskreisänderungen steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit der Erstkonsolidierung der Raiffeisen Lux Srl. (TEUR 6.118).

Die als Sicherheiten für Schulden verpfändeten Sachanlagen belaufen sich auf TEUR 68.705 (VJ TEUR 64.849). Dieser Betrag teilt sich auf wie folgt: Land und Gebäude TEUR 62.708 (VJ TEUR 62.604), Fabrikanlagen und Maschinen TEUR 5.506 (VJ TEUR 2.048), und sonstiges Anlagevermögen TEUR 491 (VJ TEUR 197).

Ferner bestehen Verpflichtungen für den Erwerb von Sachanlagen in Höhe von TEUR 3.033 (VJ TEUR 4.817). Diese teilen sich auf wie folgt: Land und Gebäude TEUR 113 (VJ TEUR 72), Fabrikanlagen und Maschinen TEUR 2.411 (VJ TEUR 3.778) und sonstiges Anlagevermögen TEUR 509 (VJ TEUR 967).

Die Position "Anlagen in Bau und geleistete Anzahlungen" teilt sich wie folgt auf: Land und Gebäude TEUR 4.141 (VJ TEUR 1.287), Fabrikanlagen und Maschinen TEUR 14.728 (VJ TEUR 6.502) und sonstiges Anlagevermögen TEUR 981 (VJ TEUR 348).

2.5.5.4 Anteile an assoziierten Unternehmen

Bei fünf Unternehmen, an denen die Gesellschaft beteiligt ist, besteht auf wesentliche Bereiche der Finanz- oder Geschäftspolitik ein maßgeblicher Einfluss, diese werden jedoch nicht beherrscht. Daher werden diese Unternehmen "at-equity" in den Konzernabschluss einbezogen.

Tridonic South
Africa
Thorn Gulf Staff Iberica z-werkzeugbau
Gmbh
Lexedis Lighting
GmbH
Summe
in TEUR 49,99% 60% 50% 30% 50%
30.April 2007 1.376 1.658 3.555 576 7.164
Methodenwechsel 2.624 2.624
Jahresergebnis 20 1.065 552 428 -701 1.364
außerplanmäßige Abschreibung -1.923 -1.923
Dividenden -762 -1.501 -2.263
Zwischengewinneliminierung 36 36
Währungsumrechnung -262 -255 -517
30.April 2008 1.135 1.705 2.606 1.040 0 6.486

Die bislang quotal in den Konzernabschluss einbezogene Lexedis Lighting GmbH, Österreich wird ab 1. Januar 2008 nach der Equity-Methode bewertet. Daher wurden zu diesem Stichtag die Beteiligung von TEUR 1.300 bzw. das Genussrecht von TEUR 3.500 abzüglich der in Summe bis zu diesem Zeitpunkt aufgelaufenen Verluste von TEUR 2.176 umgegliedert. Aufgrund der Ergebniserwartungen wurde das Genussrecht von TEUR 3.500 bereits auf TEUR 0 abgeschrieben. Der anteilige Jahresverlust der Gesellschaft von TEUR 1.424 wurde mit TEUR 723 im Rahmen der Quotenkonsolidierung und mit TEUR 701 im Rahmen der Equitykonsolidierung berücksichtigt.

Im Zuge der Veräußerung des Teilbereichs "Werkzeugbau" im Jahr 2005 ist ein Zwischengewinn in Höhe von TEUR 2.600 entstanden, welcher in eine passive Rechnungsabgrenzungsposition eingestellt und unter Berücksichtigung einer ursprünglichen Amortisationszeit von 6 Jahren im Finanzergebnis (Ergebnisanteile aus assoziierten Unternehmen) erfolgswirksam aufgelöst wurde (Buchwert TEUR 1.300). Daneben werden auch wesentliche Zwischengewinne aus Anlagenlieferungen an die Gruppe über die Nutzungsdauer der der Anlage verteilt.

Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen setzt sich wie folgt zusammen:

in TEUR 2007/08 2006/07
Jahresergebnis 1.364 1.537
außerplanmäßige Abschreibung -1.923 0
Zwischengewinneliminierung Anlagenverkäufe 36 -180
Zwischengewinn Veräußerung Werkzeugbau 434 434
Summe -89 1.791

Zum Bilanzstichtag bestehen kurzfristige Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR 2.770 (VJ TEUR 3.514), es waren keine Wertberichtigungen vorzunehmen. Zwischen den jeweiligen Muttergesellschaften und den "at-equity" bilanzierten Gesellschaften bestehen operative Liefer- und Leistungsbeziehungen.

Nachfolgend die wichtigsten anteiligen Kennzahlen der assoziierten Unternehmen mit den jeweils zugrunde liegenden Bilanzstichtagen:

Tridonic South
Africa
Thorn Gulf Staff Iberica z-werkzeugbau
Gmbh
Lexedis Lighting
GmbH
in TEUR 49,99% 60% 50% 30% 50%
Bilanzsumme 1.408 2.510 3.202 3.861 715
Umsatzerlöse 2.625 7.387 4.839 6.817 2.064
Jahresergebnis 20 1.065 552 428 -1.424

2.5.5.5 Finanzanlagen

Der wesentliche Teil der langfristigen Finanzanlagen in Höhe von TEUR 15.604 betrifft eine festverzinsliche Finanzanlage bei einem Kreditinstitut (qualifiziert als Kategorie "Kredite und Forderungen"), welche im Geschäftsjahr zum Teil rückgeführt wurde. Der Fair Value dieser Anlage entspricht dem Buchwert und betrug per 30. April 2008 TEUR 13.507 (VJ TEUR 20.205). Der Restbestand betrifft eine Beteiligung in Höhe von TEUR 1.480 sowie Wertpapiere der Kategorie "Available for Sale".

Im Vorjahr war unter der Kategorie "zum Zeitwert über die GuV bewertet" die Wandelanleihe der kanadischen TIR Systems Ltd. zu einem Marktwert von TEUR 3.314 enthalten, welche im Geschäftsjahr um TEUIR 3.513 veräußert wurde. Ebenso wurde die Kaufpreisforderung aus dem Verkauf des Werkzeugbaus aus dem Geschäftsjahr 2005/06 in Höhe von TEUR 1.500 zur Gänze beglichen (im Vorjahr unter der Kategorie "Kredite und Forderungen" ausgewiesen)

In den kurzfristigen Finanzanlagen sind hauptsächlich Derivate enthalten.

2.5.5.6 Übrige Forderungen und Vermögensgegenstände

Die übrigen lang- und kurzfristigen Forderungen und Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:

in TEUR 30. April 2008 30. April 2007
Deckungskapital Gruppenlebensversicherung 3.333 3.251
Sonstige 2.005 3.928
Übrige langfristige Forderungen & Vermögensgegenstände 5.338 7.179
Aktive Rechnungsabgrenzungen 4.860 4.960
Steuerforderungen 9.092 10.416
Geleistete Anzahlungen 802 818
Derivate 876 1.493
Instandhaltungsmaterial, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.753 1.824
Sonstige 11.367 9.658
Übrige kurzfristige Forderungen & Vermögensgegenstände 28.750 29.169

Die Position "Deckungskapital Gruppenlebensversicherung" betrifft die Zumtobel-Gesellschaften in Deutschland. Dargestellt sind Vermögenswerte im Zusammenhang mit den Pensionsverpflichtungen, die sich aber nicht als Planvermögen gemäß IAS 19 qualifizieren.

Unter den sonstigen langfristigen Forderungen ist eine Forderung im Zusammenhang mit der im Vorjahr erfolgten Veräußerung des Airfield-Geschäftes mit einem Barwert von TEUR 1.288 ausgewiesen, welche in die IAS 39-Kategorie "Kredite und Forderungen" einzuordnen ist.

In den sonstigen kurzfristigen Forderungen und Vermögensgegenständen ist eine Kaufpreisforderung aus einer Grundstücksveräußerung in Höhe von TEUR 3.744 enthalten. Weitere wesentliche Posten betreffen Versicherungsforderungen und debitorische Kreditoren, nur zu einem kleinen Teil enthält die Position auch Darlehen an Mitarbeiter, Kautionen sowie sonstige Ausleihungen, welche der IAS 39-Kategorie "Kredite und Forderungen" zugeordnet werden.

Bei den Derivaten handelt es sich um Rohstoffabsicherungsgeschäfte und Zinsswaps. In diesem Geschäftsjahr qualifizieren sich die Zinsswaps zum Teil als Hedge Accounting.

In der Position übrige kurzfristige Forderungen & Vermögensgegenstände sind in Summe Finanzinstrumente mit einem Buchwert von TEUR 7.967 enthalten, dieser entspricht dem Marktwert.

2.5.5.7 Latente Steuern

Unter den aktiven und passiven latenten Steuern in der Bilanz werden Unterschiedsbeträge ausgewiesen, die sich aus zeitlich abweichenden Wertansätzen zwischen der Konzern- und der steuerlichen Bewertung von Vermögensgegenständen und Schulden ergeben. Daraus resultieren folgende latente Steuern:

30. April 2008 30. April 2007
in TEUR Aktiva Passiva Aktiva Passiva
Immaterielle Vermögenswerte 20 6.127 87 6.578
Sachanlagen 1.653 6.820 2.244 1.162
Finanzanlagen 2.246 54 396 202
Vorräte 5.303 267 5.302 296
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 1.015 3.893 1.051 3.666
Übrige Forderungen 616 1.185 1.604 2.222
Langfristige Rückstellungen 19.473 113 21.217 75
Übrige Rückstellungen 3.720 3.577 3.265 1.210
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 13 6.000 935 8.701
Verlustvorträge 106.321 0 105.247 0
Latente Steuerguthaben bzw. -verbindlichkeiten 140.380 28.036 141.348 24.112
Konsolidierungskreisänderung 0 0 -236 0
Bewertungsabschläge für latente Steuern -79.533 0 -91.475 0
Saldierung von aktiven und passiven Steuern gegenüber derselben Steuerbehörde -17.812 -17.812 -14.480 -14.480
Latente Steuern 43.035 10.224 35.157 9.632

Im Konzernabschluss wurden latente Steuern für Verlustvorträge und sonstige temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 318.132 (VJ TEUR 365.900) nicht aktiviert, da ihr Verbrauch nicht ausreichend gesichert ist. TEUR 6.445 (VJ TEUR 3.554) der steuerlichen Verlustvorträge verfallen innerhalb von 10 Jahren. In Übereinstimmung mit IAS 12.39 wurde keine latente Steuerschuld für zeitliche Differenzen im Zusammenhang mit Anteilen an Tochtergesellschaften gebildet. Für die Berechnung der latenten Steuern wurden konzernweit die Landessteuersätze angesetzt.

Die im Eigenkapital erfassten latenten Steuern in Höhe von TEUR -2.781 (VJ TEUR -1.534) betreffen mit TEUR -3.080 die Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen gemäß IAS 19, sowie mitTEUR 299 die Hedge Reserve.

2.5.5.8 Vorräte

Der Aufriss der Vorräte in Bruttowert und Wertberichtigungen, unterteilt nach Vorratsklassen, gliedert sich wie folgt:

in TEUR 30. April 2008 30. April 2007
Rohmaterial 49.004 54.889
Bruttowert 56.891 62.780
Wertberichtigungen -7.887 -7.891
Ware in Arbeit 2.733 4.621
Halbfabrikate 14.020 14.430
Bruttowert 15.201 15.596
Wertberichtigungen -1.181 -1.166
Handelswaren 15.458 16.181
Bruttowert 18.124 18.338
Wertberichtigungen -2.666 -2.157
Fertigfabrikate 80.939 84.787
Bruttowert 89.298 94.040
Wertberichtigungen -8.359 -9.253
Noch nicht fakturierte Leistungen 27 0
Vorräte 162.181 174.908

Die ergebniserhöhend erfassten Veränderungen der Wertberichtigungen zu Vorräten belaufen sich in Summe auf TEUR 373 (VJ TEUR 1.960) und beinhalten Auflösungen von Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 248 (VJ TEUR 109). In den australischen und englischen TridonicAtco-Gesellschaften wurden Vorräte im Wert von TEUR 18.783 (VJ TEUR 21.141) als Sicherheiten für Verbindlichkeiten verpfändet.

2.5.5.9 Forderungen aus Lieferungen & Leistungen

in TEUR 30. April 2008 30. April 2007
Lieferforderungen 244.759 245.953
Wertberichtigungen zu Forderungen -32.116 -31.337
Lieferforderungen nach Wertberichtigung 212.643 214.616
Forderungen aus Projektaufträgen 19.748 22.247
Teil- und Schlussabrechnungen -7.278 -8.097
Fertigungsaufträge 12.470 14.150
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 225.113 228.766

>> Lieferforderungen nach Wertberichtigung

Die Lieferforderungen werden mit dem Nennbetrag angesetzt. Die Wertberichtigungen zu Forderungen enthalten die Wertminderung aufgrund von tatsächlichen Fällen oder Erfahrungswerten in Höhe von TEUR 8.569 (VJ TEUR 9.566), die Rückstellung für Kundenboni und Skonti TEUR 23.524 (VJ TEUR 21.744) sowie die Abzinsung von Forderungen TEUR 23 (VJ TEUR 27).

Die Wertberichtigung zu den Forderungen aus Lieferungen & Leistungen aufgrund von tatsächlichen Fällen oder Erfahrungswerten hat sich wie folgt entwickelt:

in TEUR 30. April 2008 30. April 2007
Anfangsbestand 9.566 9.628
Dotierung 1.748 3.224
Verbrauch -1.247 -725
Auflösung -1.498 -2.560
Endbestand 8.569 9.566

Für eventuelle Forderungsausfälle wurden Einzelwertberechtigungen vorgenommen. Die Einzelwertberichtigung erfolgt je nach Klassifikation in zweifelhafte und nicht-zweifelhafte Forderungen. Nicht-zweifelhafte Forderungen, die seit über 60 Tagen fällig sind, werden je nach Fälligkeit zwischen 20 und 50% wertberichtigt. Zweifelhafte Forderungen werden grundsätzlich um mindestens 60% wertberichtigt. Zudem wird eine 1%ige Wertberichtigung vorgenommen, um Forderungsverluste abzudecken, welche zwar eventuell bereits entstanden, aber noch nicht bekannt sind (TEUR 1.092). Versicherte Forderungen werden aus der Basis für die Berechnung der Wertberichtigungen ausgenommen.

Die im Rahmen einer Factoringvereinbarung einiger Konzerngesellschaften verkauften Forderungen betrugen zum Bilanzstichtag TEUR 31.613 (VJ TEUR 26.973).

Die Alterstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stellt sich wie folgt dar:

30. April 2008 30. April 2007
Buchwert Wert Buchwert Wert
in TEUR berichtigungen berichtigungen
Noch nicht fällig 210.748 123 204.854 137
Überfällig 1-60 Tagen 19.264 381 26.194 426
Überfällig 61-90 Tagen 2.717 300 713 335
Überfällig 91-180 Tagen 2.222 698 3.591 779
Überfällig > 180 Tagen 9.808 7.067 10.601 7.889
Summe 244.759 8.569 245.953 9.566

In den Lieferforderungen sind zweifelhafte Forderungen in Höhe von TEUR 6.345 enthalten, welche mit TEUR 5.694 überwiegend seit mehr als 180 Tagen überfällig sind.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gemäß IAS 11

Bei den Projektaufträgen handelt es sich um Projektaufträge mit vereinbarten Teillieferungen an Kunden, welche nach der "percentage of completion"-Methode bewertet werden. Zur Bestimmung des Fertigungsgrades werden output-orientierte Verfahren, d.h. das Verhältnis der erreichten Leistung zur Gesamtleistung, herangezogen.

Die Teillieferungen sind unter der Position "Forderungen aus Projektaufträgen" ausgewiesen und ergeben die Summe der angefallenen Kosten und ausgewiesenen Gewinne, abzüglich etwaiger ausgewiesener Verluste gemäß IAS 11.40 (a).

Die effektiven Teil- bzw. Schlussfakturierungen an den Kunden sind unter der Position "Teil- und Schlussabrechnungen" ausgewiesen.

Die erhaltenen Anzahlungen aus Projektaufträgen betragen TEUR 8.815 (VJ TEUR 8.435). Die in der Berichtsperiode erfassten Auftragserlöse belaufen sich auf TEUR 34.163 (VJ TEUR 36.345).

Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht annähernd ihrem beizulegenden Zeitwert.

2.5.5.10 Liquide Mittel

Die flüssigen Mittel setzen sich aus Bankguthaben, Kassenbeständen und Schecks zusammen. Von den Bankguthaben kann über einen Gesamtbetrag von TEUR 624 (VJ TEUR 2.885) nicht frei verfügt werden; dieser kann erst nach Freigabe des Kreditgebers für Kredittilgungen verwendet werden. Aufgrund der Fristigkeit dieser Mittel entspricht der Buchwert der flüssigen Mittel dem Marktwert.

2.5.5.11 ZurVeräußerung bestimmte Anlagen

In Deutschland ist die Veräußerung einer bebauten Liegenschaft geplant, weshalb sich das Grundstück und das Gebäude als "zur Veräußerung bestimmt" klassifizieren. Der erwartete Verkaufserlös abzüglich der Veräußerungskosten liegt über den angesetzten Buchwerten. Die Liegenschaft wird der Zumtobel Lighting Division bzw. der Region DACH zugeordnet.

Im August 2007 wurde die Liegenschaft in Smithfield in Australien zu einem Preis von TEUR 6.723 (Buchgewinn TEUR 3.030) verkauft, die sich zum Bilanzstichtag 30. April 2007 noch als "zur Veräußerung bestimmte Anlagen" gemäß IFRS 5 qualifizierte. Der Gewinn ist im sonstigen betrieblichen Ergebnis unter den Sondereffekten ausgewiesen und betrifft die Zumtobel Lighting Division bzw. die Region Australien/Neuseeland.

2.5.5.12 Übrige Rückstellungen

in TEUR Sonstige
leistungs
orientierte
Pläne
Garantien Restruk
turierungen
Rechts
streitigkeiten
Belastende
Verträge
Sonstige Summe
30. April 2007 9.649 7.191 2.473 2.097 44 6.531 27.985
Dotierung 2.359 3.991 678 247 5.454 3.412 16.141
Auflösung /Verwendung -2.489 -2.571 -2.473 -227 -44 -3.984 -11.788
Konsolidierungskreisänderung -1 0 0 0 0 0 -1
Währungsumrechnung -26 -160 -46 -5 -518 -69 -824
30. April 2008 9.492 8.451 632 2.112 4.936 5.890 31.513
davon kurzfristig 0 8.451 632 2.112 4.936 4.990 21.121
davon langfristig 9.492 0 0 0 0 900 10.392

Sonstige leistungsorientierte Pläne

Diese betreffen Rückstellungen für langfristige Leistungen gemäß IAS 19 und sind detailliert in Kapitel 2.5.5.16 erläutert.

Rückstellung für Garantien

Die Rückstellungen für Garantien unterteilen sich in Einzelrückstellungen für individuelle Schadensfälle in Höhe von TEUR 5.471 (VJ TEUR 4.319) sowie in Rückstellungen für nicht einzeln erfasste bzw. noch nicht bekannte Fälle in Höhe von TEUR 2.980 (VJ TEUR 2.872), welche basierend auf Erfahrungswerten ermittelt wurden.

Restrukturierungsrückstellungen

Die Veränderung dieser Position resultiert überwiegend aus der Verwendung der Rückstellungen im Zusammenhang mit Restrukturierungen im Rahmen der Neuerrichtungen der Fabriken in Australien bzw. in Spennymoor (England). Der verbleibende Rückstellungsbetrag betrifft die Vorsorge für Aufwendungen im Rahmen von Sozialplänen in zwei Fabriken (siehe auch Kapitel 2.5.4.3).

Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten

Unter den Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten ist im Wesentlichen eine mögliche Rückforderung der französischen Sozialversicherung in Höhe von TEUR 1.347 enthalten.

Belastende Verträge

Für die in England neu errichtete Produktionsstätte wurde eine Rückstellung gebildet, welche die Differenz zwischen dem Barwert der Mindestleasingzahlungen und dem Marktpreis für vergleichbare Industriegebäude betrifft.

Unter den sonstigen kurzfristigen Rückstellungen sind u.a. Rückstellungen für Lizenzen, Provisionen, Zölle, Frachten, Berufsgenossenschaften, Beratungs- und Prüfungskosten enthalten, in den sonstigen langfristigen Rückstellungen ist überwiegend Vorsorge für Abfindungen an Handelsvertreter enthalten.

2.5.5.13 Aktienoptionsprogramme

Für leitende Angestellte der Zumtobel Gruppe existieren 2 aktienbasierte Vergütungsprogramme, das Stock Options Program (SOP) und das Matching Stock Program (MSP).

SOP

Beim SOP, welches 2003/04 eingeführt wurde, werden die Optionen im Gewährungszeitraum von fünf Jahren jährlich zugeteilt. 50% des Optionsanspruchs sind fix, der Rest ist variabel und wird in Abhängigkeit von der Steigerung des Unternehmenswertes zugeteilt ("market option"). Die Optionen können nur innerhalb bestimmter Zeitfenster ("exercise slots") während der Ausübungszeit eingelöst werden. Für eine Option kann eine Aktie zu einem fixen Preis gekauft werden. Die Optionen können frühestens im Jahr nach ihrer Zuteilung eingelöst werden. Nach Ablauf des Gewährungszeitraumes folgt eine Ausübungsfrist von 7 Jahren. Innerhalb dieser Ausübungsfrist werden mehrere Ausübungsfenster festgesetzt. Eine vorzeitige Schließung der Ausübungsfenster bleibt vorbehalten. Der Gewährungszeitraum ist mit Ende des Geschäftsjahres abgelaufen, daher wird es in den folgenden Geschäftsjahren nur mehr Ausübungen geben. Das Programm wurde nun vollends durch das MSP abgelöst.

MSP

Das MSP wurde im Zusammenhang mit dem Börsengang eingeführt. Um am MSP teilnehmen zu können, muss die Führungskraft eine bestimmte Anzahl Aktien ("MSP-Aktien") in einem Sperrdepot hinterlegen. Das maximale Gesamtinvestitionsvolumen der Führungskräfte in das MSP ist mit 2,2 Mio EUR begrenzt und ist in 3 Teilprogramme (MSP I, MSP II, MSP III) aufgeteilt, wobei jedes Teilprogramm in 5 Tranchen unterteilt ist. Die Laufzeit jeder Tranche beträgt sieben Jahre ab dem Startzeitpunkt. Für jede so gehaltene MSP-Aktie wird der Wertzuwachs der Aktie multipliziert mit Faktor 8 in Form zusätzlicher Aktien bonifiziert. Der Wertzuwachs errechnet sich aus der Differenz 60-Tage-Kursmittelwert bei Ausübung abzüglich dem um 10% erhöhten 60-Tage-Kursmittelwert bei Zuteilung. Die Zuteilung erfolgt jeweils zu Beginn des Geschäftsjahres, die Ausübung erfolgt automatisch zwei Jahre nach der jeweiligen Zuteilung. Ist der Wertzuwachs kleiner oder gleich Null, entfällt der Bonus.

Die Ermittlung der Marktwerte erfolgte nach der Black-Scholes-Methode zum Stichtag 2. Mai 2007.

Die wesentlichen Parameter für SOP und MSP sind:

  • Marktwert der Aktie pro Stück EUR 27,0 (VJ EUR 20,5)

  • Ausübungspreise SOP EUR 7,50 für Berechtigte GJ 03/04; EUR 11,55 bzw. 14,22 GJ 04/05; EUR 16,60 GJ 05/06 und GJ 06/07

  • Basispreis MSP EUR 28,226

  • Erwartete Volatilität 24% (VJ 23,7%) p.a.

  • Laufzeit SOP bis 30.April 2015

  • Risikoloser Zinssatz: 4,24% p.a. (VJ 4,0% p.a.)

In Ausübung des Hauptversammlungsbeschlusses vom 7. April 2006 wurden im Geschäftsjahr 2006/07 800.000 Stück Aktien zu einem Durchschnittskurs von EUR 17,74 (insgesamt TEUR 14.192) erworben, wobei zum Stichtag noch 112.181 Stück im Bestand sind. Der Bestand hat sich wie folgt entwickelt:

in Stk. Summe
30. April 2007 331.414
Aktienrückkauf 0
Ausübungen -219.233
30. April 2008 112.181

Der im Geschäftsjahr von den Mitarbeitern zu bezahlende Ausübungspreis belief sich auf TEUR 1.750 (durchschnittlich EUR 8,0 pro Aktie), in Summe wurde für die bisher eingelösten 687.819 Stück ein Ausübungspreis von TEUR 5.354 bezahlt.

Rücklage Aktienoptionen

Die in den Gewinnrücklagen ausgewiesene Rücklage für Aktienoptionen hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

in TEUR SOP MSP Summe
30. April 2007 11.960 393 12.353
Erfolgswirksame Zuführung 4.026 1.165 5.191
30. April 2008 15.986 1.558 17.544

Die Zuführung beim SOP betrifft die für das Geschäftsjahr 2007/08 zu gewährenden Optionen (271.787 Stück) mit einem Marktpreis von TEUR 4.026. Die in dieser Dotierung enthaltenen "market options" (116.963 Stück) gelangen wegen Verfehlens der Performancekriterien nicht zur Zuteilung.

Die Zuführung zum MSP betrifft die zu gewährenden Optionen aus den MSP I Tranche I und II, als auch MSP II Tranche I (331.216 Stück) in Höhe von TEUR 1.165. Die erfolgswirksame Zuführung erfolgt über 2 Jahre. Die Tranche I vom MSP I läuft mit 12. Mai 2008 aus.Aufgrund der Aktienkursentwicklung sind diese Optionen mittlerweile verfallen.

Die Überleitung der ausgegebenen Optionen vom Anfangsbestand auf den Endbestand ist wie folgt:

SOP MSP
2007/08 2006/07 2007/08 2006/07
Gewährte Optionen Anfangsbestand 425.815 590.076 308.072 0
Neuzuteilungen 154.827 314.573 331.216 337.088
Ausübungen -219.233 -468.586 0 0
Erlöschen -5.800 -10.248 -8.560 -29.016
Gewährte Optionen Endbestand 355.609 425.815 630.728 308.072
davon ausübbar 193.449 187.042 0 0

Die Ausübungspreise der gewährten, aber noch nicht ausgeübten Optionen aus dem SOP sind wie folgt:

2007/08 2006/07 2005/06 2004/05 2003/04 Summe
Ausübungspreis 7,5 138.907 67.670 47.843 32.273 23.312 310.005
Ausübungspreis 11,5 640 640 640 384 0 2.304
Ausübungspreis 14,2 12.000 13.364 9.520 1.644 0 36.528
Ausübungspreis 16,6 3.280 2.320 1.172 0 0 6.772
Summe gewährte Stück 154.827 83.994 59.175 34.301 23.312 355.609

2.5.5.14 Finanzschulden

in TEUR 30. April 2008 30. April 2007
Darlehen von Kreditinstituten 2.792 3.039
Finanzierungsleasing 4 14
Darlehen der öffentlichen Hand 622 417
Ausleihungen von sonstigen Dritten 449 421
Working Capital-Kredite 800 4.567
Derivate 357 448
Kurzfristige Finanzschulden 5.024 8.906
Schuldverschreibungen 965 1.103
Darlehen von Kreditinstituten 206.649 298.206
Finanzierungsleasing 6 8
Darlehen der öffentlichen Hand 3.497 3.731
Ausleihungen von sonstigen Dritten 514 239
Langfristige Finanzschulden 211.631 303.287
FINANZSCHULDEN 216.655 312.193

Im Geschäftsjahr 2007/08 wurden kurzfristige und langfristige Darlehen von Kreditinstituten in Höhe von TEUR 101.024 (VJ TEUR 147.217) zurückgeführt.

Die Finanzschulden werden mit Ausnahme der Derivate, welche zum Marktwert bewertet werden, ausschließlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Der Buchwert der kurzfristigen Finanzschulden entspricht aufgrund der Fristigkeiten dem Marktwert. Da die Verzinsung sämtlicher Darlehen von Kreditinstituten per 30. Juni 2008 auf variable Verzinsung umgestellt wird, entspricht der Buchwert der langfristigen Finanzschulden ebenso dem Marktwert.

Die wesentlichste Finanzierungsvereinbarung betrifft folgenden Vertrag:

Akquisitionsfinanzierung

Am 29. Januar 2001 (mit diversen späteren Anpassungen) wurde von wesentlichen Gesellschaften der Zumtobel Gruppe ein Kreditvertrag mit einem Kreditkonsortium über TEUR 603.912 abgeschlossen (Akquisitionsfinanzierung). Dieser Kredit wurde im Zusammenhang mit der Akquisition der Thorn Lighting Gruppe aufgenommen. Das Laufzeitende ist der 31. Dezember 2009.

Unter Berücksichtigung von planmäßigen und vorzeitigen Tilgungen (u.a. EUR 143 Mio im Rahmen des Börsegangs) war der Außenstand zum 30. April 2007 EUR 296 Mio. Am 31. Oktober 2007 erfolgte eine vertragsgemäße Tilgung in Höhe von

EUR 14 Mio aus Verkaufserlösen von Grundstücken. Am 28. April 2008 erfolgte eine vorgezogene Tilgung in Höhe von EUR 82 Mio. Per 30.April 2008 belief sich der noch aushaftende Akquisitionskredit auf EUR 200 Mio.

Der gewichtete Zinssatz der Akquisitionsfinanzierung beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 5,86% p.a. Zur Sicherstellung des Kredits besteht eine Pfandbestellungsurkunde in Höhe von maximal EUR 70 Mio auf österreichische Liegenschaften.

2.5.5.15 Operating Leasing

Die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen auf Grund von unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen für das Geschäftsjahr und für die folgenden Perioden, ferner die Summe der künftigen Mindestleasingzahlungen, deren Erhalt auf Grund von unkündbaren Untermietverhältnissen erwartet wird, sowie die Zahlungen aus Leasingverhältnissen und Untermietverhältnissen, die erfolgswirksam erfasst worden sind, stellen sich wie folgt dar:

Künftige Zahlungen an Dritte
in TEUR Aufwand
2007/08
< 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre Summe
Mindestleasingzahlungen aufgrund von unkündbaren
Leasingverhältnissen
17.068 14.909 35.735 44.600 95.244
minus erhaltene Zahlungen aus Leasing- und
Untermietverhältnissen
512 512 504 0 1.016
Netto Mindestleasingzahlungen 16.556

Es handelt sich im Wesentlichen um Leasingverträge für Bürogebäude, Fabrikanlagen/Lagerhäuser und Fuhrpark. Die Dauer reicht von 12 Monaten bis 20 Jahren, je nach Objekt und Vertrag.

2.5.5.16 Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen

Bei den Rückstellungen für Pensionen und Abfertigungen handelt es sich um Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und andere langfristige fällige Leistungen an Arbeitnehmer gemäß IAS 19.

Die Überleitung der leistungsorientierten Verpflichtungen von den Anfangsbeständen zu den Endbeständen gestaltet sich wie folgt:

Leistungsorientierte Pläne nach IAS 19 Pensionen Abfertigungen Sonstige
in TEUR 2007/08 2006/07 2007/08 2006/07 2007/08 2006/07
Anfangsbestand Nettoschuld 55.317 69.920 28.962 28.361 9.649 10.303
Währungsumrechnung & Umgliederungen -2.929 1.366 0 3 -26 -118
Veränderung Konsolidierungskreis &
Reklassifizierungen
0 981 2 -2 -1 -11
Erfolgswirksame Veränderungen 3.404 3.195 2.700 2.603 1.648 963
davon Dienstzeitaufwand 3.069 4.998 1.395 1.329 866 1.048
davon nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 0 -2.929 0 0 470 0
davon Plankürzungen und Planabgeltungen 0 523 0 74 0 -23
davon Zinsaufwand 8.704 8.932 1.305 1.200 322 263
davon erwartete Erträge aus Planvermögen -8.369 -8.329 0 0 0 0
davon versicherungsmathematischer Gewinn/ -
Verlust
0 0 0 0 -10 -325
Zahlungen -9.156 -6.983 -1.709 -2.079 -1.778 -1.488
Im Eigenkapital erfasster
versicherungsmathematischer (Gewinn)/Verlust
-10.874 -13.162 -24 76 0 0
Endbestand Nettoschuld 35.762 55.317 29.931 28.962 9.492 9.649

Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Die erfolgswirksamen Veränderungen werden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Der "Zinsaufwand" sowie die "erwarteten Erträge aus Planvermögen" werden im Finanzergebnis ausgewiesen, die restlichen Posten im Betriebsergebnis.

Die im Eigenkapital verrechneten Verluste haben sich um TEUR 10.898 (VJ TEUR 13.086) vermindert, die Veränderung der darauf gebildeten latenten Steuern im Eigenkapital beträgt TEUR 3.080 (VJ TEUR 3.664).

Als Berechnungsparameter wurden in den einzelnen Ländern folgende angesetzt:

Zinssatz Erträge aus
Gehaltstrend
Planvermögen
Pensionstrend Pensionsalter
(Frauen/Männer)
2007/08 2006/07 2007/08 2006/07 2007/08 2006/07 2007/08 2006/07 2007/08 2006/07
Deutschland 5,3% 4,6% - - 3,0% 2,5% 2,0% 1,8% 57-65 57-651)
Großbritannien 6,6% 5,5% 7,5% 7,5% 3,5% 3,0% 3,3% 2,8% 65/65 65/65
Schweiz 3,7% 3,0% 4,0% 3,3% 1,5% 1,5% 0,3% 0,3% 64/65 64/65
Norwegen 4,5% 4,8% 5,9% 5,9% 3,5% 3,5% 1,6% 2,0% 67/67 67/67
Schweden 4,5% 4,0% - - 0,0% - 2,0% 2,0% 65/65 65/65
Österreich 5,3% 4,6% - - 3,3% 2,7% - - 2) 2)
Frankreich 5,3% 4,6% - - 3,0% 3,0% - - 60/65 60/65
Italien 5,3% 4,6% - - - - 3,0% 2,7% 60/65 60/65
Australien 6,0% 5,9% - - 4,0% 4,0% - - - -

Ferner sind landesübliche Sterblichkeits- und Invaliditätstafeln sowie Fluktuationsraten berücksichtigt.

Anmerkung 1): Pensionsverpflichtungen 60/65 Jahre, Jubiläumsverpflichtungen 60/62 Jahre und Verpflichtungen für Altersteilzeit 57 Jahre.

Anmerkung 2): Es wurde das frühest mögliche Anfallsalter für die Alterspension unter Berücksichtigung der gesetzlichen Übergangsregelungen zugrundegelegt.

Pensionsverpflichtungen

Leistungsorientierte Pensionspläne sind in den deutschen, englischen, schwedischen, norwegischen und schweizerischen Konzerngesellschaften implementiert. Die nicht durch externe Fonds finanzierten Pläne betreffen die deutschen und schwedischen Gesellschaften, die restlichen sind durch externe Fonds finanziert. Diese Fonds sind rechtlich unabhängig vom jeweiligen Konzernunternehmen, deren Zweck ausschließlich in der Erfüllung von Leistungsverpflichtungen besteht. Die nach Abzug des Planvermögens verbleibende Verpflichtung wird als Rückstellungen ausgewiesen.

Darüber hinaus besteht in Schweden noch eine Pensionskassenlösung, welche sich grundsätzlich als leistungsorientierte Verpflichtung qualifiziert. Es handelt sich dabei um einen "gemeinschaftlichen Plan mehrerer Arbeitgeber" im Sinne von IAS 19.29, jedoch stehen vom Versicherungsunternehmen keine ausreichenden Informationen zur Verfügung, um diesen Plan wie einen leistungsorientierten Plan zu bilanzieren. Die geleisteten Zahlungen werden daher im Sinne von IAS 19.30 als beitragsorientierter Plan sofort aufwandswirksam im Abschluss erfasst. Diese belaufen sich auf TEUR 462 (VJ TEUR 538). Per März 2007 besteht eine nach schwedischen Gesetzen berechnete Vermögensüberdeckung von 141% (VJ 153%) für alle Teilnehmer dieses gemeinschaftlichen Plans. Diese entspricht der Differenz aus den Versicherungsverpflichtungen und dem Marktwert des Vermögens, der entsprechend den von dem gemeinschaftlichen Plan zur Verfügung gestellten Informationen berechnet wurde.

Der Bilanzansatz der Nettoverpflichtung bzw. des Nettovermögens stellt sich wie folgt dar:

Nettoverpflichtung bzw. Nettovermögen

in TEUR 30. April 2008 30. April 2007
nicht über Fonds finanzierte Verpflichtung 26.472 27.976
über Fonds finanzierte Verpflichtung 117.238 147.405
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) 143.710 175.381
Beizulegender Zeitwert des Planvermögens -107.948 -120.064
In der Bilanz erfasste Nettoschuld 35.762 55.317

Die Pensionsrückstellung gliedert sich auf folgende Länder auf:

Nettoschuld

in TEUR 30. April 2008 30. April 2007
Deutschland 23.331 24.481
Schweden 3.141 3.495
Großbritannien 8.984 26.744
Sonstige 306 597
In der Bilanz erfasste Nettoschuld 35.762 55.317
2007/08 2006/07
in TEUR DBO Planvermögen DBO Planvermögen
30. April 2007 175.381 120.064 190.840 120.920
Konsolidierungskreisänderung 0 0 -2.629 -3.062
Währungsumrechnung -18.012 -15.083 -6 1.009
Dienstzeitaufwand 3.069 0 4.998 0
Zinsaufwand bzw. (-ertrag) 8.704 8.369 8.932 8.329
Im Eigenkapital erfasster versicherungsmathematischer
(Gewinn)/Verlust -18.319 -7.445 -17.453 -4.291
Plankürzungen und -abgeltungen 0 0 -2.374 -2.897
Zahlungen -7.113 2.043 -6.927 56
30. April 2008 143.710 107.948 175.381 120.064

Die Überleitung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) sowie des Planvermögens vom Anfangsbestand auf den Endbestand zeigt sich wie folgt:

Das Planvermögen zum 30. April 2008 setzt sich zu 40% aus internationalen Aktien, zu 37% aus festverzinslichen Wertpapieren,zu 11% aus Alternative Investments und zu 12% aus liquiden Mitteln zusammen. Der tatsächliche Ertrag aus dem Planvermögen beträgt TEUR 4.141 (VJ TEUR 3.989).

Die Entwicklung der Barwerte der Pensionsverpflichtung und des Planvermögens stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 30. April 2008 30. April 2007 30. April 2006 30. April 2005 30. April 2004
Barwert 143.710 175.381 190.840 188.483 154.132
Planvermögen -107.948 -120.064 -120.920 -101.769 -75.164
Unterdeckung 35.762 55.317 69.920 86.714 78.968

Die erfahrungsbedingten Anpassungen des Geschäftsjahres führten zu einer Verminderung des Barwertes der Pensionsverpflichtung von TEUR 223 (VJ Verminderung von TEUR 597). Erfahrungsbedingte Anpassungen sind jene versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste, die durch Abweichungen individueller personenbezogener Parameter zum Unterschied von den auf den Gesamtbestand anzuwendenden Parametern verursacht werden. Dies betrifft beispielsweise Gehaltsentwicklungen, Anzahl der Todesfälle, vorzeitige Pensionierungen sowie Austritte.

Die direkt im Eigenkapital verrechneten versicherungsmathematischen Verluste entwickelten sich wie folgt:

in TEUR 2007/08 2006/07
30. April 2007 34.159 46.463
Währungsumrechnung -3.166 858
Versicherungsmathematische Gewinne -10.874 -13.162
30. April 2008 20.119 34.159

Im Geschäftsjahr wurden latente Steuern in Höhe von TEUR 3.051(VJ TEUR 3.685) direkt im Eigenkapital erfasst.

Abfertigungsverpflichtungen

Dabei handelt es sich um die gesetzlich geregelte Verpflichtung, dem Dienstnehmer unter gewissen Voraussetzungen bei dessen Ausscheiden aus dem Unternehmen einen bestimmten Betrag zu bezahlen.

Die Verpflichtung gliedert sich auf folgende Länder:

in TEUR 30. April 2008 30. April 2007
Österreich 27.079 26.040
Frankreich 2.199 2.355
Italien 653 567
Abfertigungsverpflichtungen 29.931 28.962

Die Überleitung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtung (DBO) vom Anfangsbestand auf den Endbestand zeigt sich wie folgt:

in TEUR 2007/08 2006/07
30. April 2007 28.962 28.361
Konsolidierungskreisänderung 2 -2
Währungsumrechnung 0 3
Dienstzeitaufwand 1.395 1.329
Zinsaufwand bzw. (-ertrag) 1.305 1.200
Im Eigenkapital erfasster versicherungsmathematischer (Gewinn)/Verlust -24 76
Plankürzungen und -abgeltungen 0 74
Zahlungen -1.709 -2.079
30. April 2008 29.931 28.962

Die Entwicklung der Barwerte der Abfertigungsverpflichtung stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 30. April 2008 30. April 2007 30. April 2006 30. April 2005 30. April 2004
Barwert 29.931 28.962 28.361 25.293 28.126

Die erfahrungsbedingten Anpassungen des Geschäftsjahres führten zu einer Erhöhung des Barwertes der Verpflichtung von TEUR 469 (VJ Erhöhung von TEUR 381).

Im Geschäftsjahr wurden versicherungsmathematische Gewinne von TEUR 24 (VJ Verluste von TEUR 76) direkt im Eigenkapital verrechnet.

Im Geschäftsjahr wurden latente Steuern in Höhe von TEUR 29 (VJ TEUR -21) direkt im Eigenkapital erfasst.

Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer

Diese Verpflichtungen in Höhe von TEUR 9.492 umfassen die Rückstellungen für Jubiläumsgelder und Altersteilzeitregelungen in Österreich und Deutschland, Sonderurlaub in Australien sowie Rückstellungen für ein gesetzlich vorgeschriebenes Gewinnbeteiligungsmodell als auch Bonuszahlungen für langjährige Betriebszugehörigkeit in Frankreich.

Die erfahrungsbedingten Anpassungen des Geschäftsjahres führten zu einer Erhöhung der Verpflichtung von TEUR 115 (im Vorjahr: Verminderung von TEUR 259).

Der nachzuverrechnende Dienstzeitaufwand betrifft ausschließlich die Veränderungen der Altersteilzeitverpflichtungen der deutschen Gesellschaften.

2.5.5.17 Beitragsorientierte Verpflichtungen

An beitragsorientierten Zahlungen für diverse Versorgungspläne wurden in verschiedenen Konzerngesellschaften im Berichtsjahr TEUR 4.220 (VJ TEUR 3.499) geleistet. Darunter fällt auch die in Österreich geltende "Abfertigung-NEU"-Regelung.

2.5.5.18 Übrige Verbindlichkeiten

Die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten von TEUR 1.012 (VJ TEUR 1.036) enthalten im Wesentlichen eine Verbindlichkeit in Höhe von TEUR 300 (VJ TEUR 555) für den Erwerb von Minderheitenanteilen an der TridonicAtco Optoelectronics GmbH aus dem Geschäftsjahr 2003/04, welche in Raten getilgt wird sowie die bedingte Kaufpreisverbindlichkeit aus dem Erwerb der Elios project s.r.o. in Höhe von TEUR 405 (VJ TEUR 405). Die Bewertung dieser Verbindlichkeiten erfolgt zu Anschaffungskosten.

Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten verteilen sich wie folgt:

in TEUR 30. April 2008 30. April 2007
Urlaubs- und Gleitzeitguthaben / Sonderzahlungen Personal 43.665 38.861
Verbindlichkeiten gegenüber Personal 7.749 8.690
Sonstige Steuern 12.724 13.890
Sozialversicherungen 5.606 4.899
Erhaltene Anzahlungen 10.061 9.574
Zinsabgrenzungen 1.232 1.473
Passive Abgrenzungen 2.107 2.525
Derivate 396 1.299
Zoll 1.805 1.711
Sonstige Verbindlichkeiten 7.784 9.480
Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten 93.129 92.402

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um Aufwandsabgrenzungen und kreditorische Debitoren, welche keine Finanzinstrumente darstellen.

2.5.6 Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung

Für die Ermittlung des Cashflows aus operativer Geschäftstätigkeit wurde die indirekte Methode angewandt, wobei das Betriebsergebnis um Auswirkungen – in Übersteinstimmung mit den wesentlichen unbaren Bewegungen gemäß IAS 14 (Segmentberichterstattung) - von nicht zahlungswirksamen Geschäftsvorfällen (z.B. Abschreibungen und Amortisierungen sowie Dotierungen von Wertberichtigungen bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vorräten und langfristigen Rückstellungen) sowie um Ertrags- und Aufwandsposten, die dem Investitions- oder Finanzierungsbereich zuzurechnen sind, berichtigt wird.

Der Finanzmittelfonds beinhaltet Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente. Letztere dienen dazu, kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Sie unterliegen nur unwesentlichen Wertschwankungsrisiken und haben eine Restlaufzeit - gerechnet vom Erwerbszeitpunkt - von nicht mehr als drei Monaten. Verbindlichkeiten gegenüber Banken aus Kontokorrentkrediten werden den Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten zugerechnet, da sie einen integralen Bestandteil der Zahlungsmitteldisposition des Konzerns darstellen.

Die Bankguthaben, Sichteinlagen bei Banken und sonstigen Finanzmittel sind in der Bilanz unter der Position "Liquide Mittel" ausgewiesen. Die Kontokorrent-Kredite sind in der Bilanz unter den kurzfristigen Finanzschulden (Zeile Working Capital-Kredite) ausgewiesen.

Die Bilanzposition "Liquide Mittel" enthaltet darüber hinaus noch die oben erwähnten Bankguthaben, über die nicht frei verfügt werden kann sowie kleinere Guthaben, welche eine Laufzeit von über 3 Monaten aufweisen. Beide Positionen sind nicht Bestandteil des Finanzmittelfonds.

Überleitung Finanzmittelfonds

in TEUR 30. April 2008 30. April 2007
Liquide Mittel 87.678 126.486
nicht frei verfügbar -624 -2.885
Sichteinlagen und Sonstige -891 -4.631
Finanzmittelfonds 86.163 118.970

Die Auswirkungen der Konsolidierungskreisänderungen aufgrund der im Rahmen der Unternehmenserwerbe übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden sind im Kapitel Konsolidierungskreis (siehe Kapitel 2.5.2.1) erläutert.

2.5.7 Erläuterungen zur Eigenkapitalveränderungsrechnung

Das Grundkapital der Gesellschaft ist in 44.704.344 zur Gänze einbezahlte auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien mit einem anteiligen Wert am Grundkapital von EUR 2,5 pro Aktie unterteilt. Die Aktien werden im Prime Market an der Wiener Börse gehandelt. Das Börsenkürzel lautet ZAG, die internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) der Zumtobel AG lautet AT 0000837307. Es gibt keine Aktien mit besonderen Vorzugs- oder Kontrollrechten. Zum 30. April 2007 waren 44.372.930 Aktien im Umlauf, aufgrund der im Geschäftsjahr im Rahmen des Mitarbeiterbeteiligungsprogrammes ausgeübten 219.233 Optionen hat sich der Bestand auf 44.592.163 Aktien erhöht. Zum 30.April 2008 verfügt die Gesellschaft daher noch über 112.181 eigene Aktien.

In der Hauptversammlung vom 7. April 2006 wurde der Vostand unter Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft innerhalb von 5 Jahren um bis zu EUR 31.425.000,- durch Ausgabe von bis zu 12.570.000 Stück neue auf Inhaber lautende Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100% des anteiligen Betrages am Grundkapital auf bis zu EUR 123.448.360,- gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes Kapital). Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien ist ausgeschlossen. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen. Aufgrund bereits durchgeführter Kapitalerhöhungen verbleibt zum 30. April 2008 noch eine Ermächtigung von EUR 11.687.500,- bzw. 4.675.000 Aktien.

Der Vorstand ist weiters ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 7. April 2006 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch – allenfalls in mehreren Tranchen – eine bedingte Kapitalerhöhung zur Einräumung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens um bis zu EUR 3.312.840 durch Ausgabe von bis zu 1.325.136 neue, auf Inhaber lautende Stückaktien gegen Bareinlage zu beschließen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes bedingtes Kapital). Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten bedingten Kapital ergeben, zu beschließen. In Konkretisierung des Grundsatzbeschlusses hat der Vorstand am 20. Februar 2008 mit Zustimmung des Aufsichtsrat vom 14. März 2008 beschlossen, eine bedingte Kapitalerhöhung im Ausmaß von EUR 607.500 durch Ausgabe von bis zu 243.000 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien durchzuführen. Dies insoweit als die berechtigten Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes von ihrem Bezugsrecht Gebrauch machen. Bisher hat noch keine der berechtigten Personen vom Bezugsrecht Gebrauch gemacht.

Betreffend Aktienoptionsprogramm und Ausübungen siehe Kapitel 2.5.5.13.

Die erfolgsneutralen Währungsdifferenzen resultieren aus der Differenz des zum Erstkonsolidierungsstichtag vorliegenden historischen Umrechnungskurses und des aktuellen Stichtagskurses am Bilanzstichtag der nicht in Euro berichtenden Gesellschaften sowie aus der Differenz der Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem kumulierten Durchschnittskurs und dem Stichtagskurs am Bilanzstichtag.

Die Währungsdifferenzen aus Darlehen von TEUR 6.308 betreffen die Bewertung von Konzernfinanzierungen mit langfristigem Charakter, welche gemäß IAS 21.15 als Nettonivestitionen in ausländische Geschäftsbetriebe zu qualifizieren sind. Diese Bewertungsergebnisse sind als separater Posten im Eigenkapital auszuweisen.

Die Eigenkapitalveränderungen aus der Anwendung des Hedge Accounting ergeben sich aus erfolgsneutral verbuchten Marktwertveränderungen von bestehenden Derivatkontrakten sowie aus erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung zurückgebuchten Beträgen aufgrund von ausgeübten bzw. realisierten Kontrakten und den darauf entfallenden latenten Steuern. Der Endbestand der Hedge Reserve beträgt zum Stichtag TEUR 84 (VJ TEUR 1.291).

Betreffend IAS 19 versicherungsmathematische Verluste siehe Kapitel 2.5.5.16.

Die wesentlichen Veränderungen im Bereich der Minderheitenanteile betreffen zum einen den Erwerb der Lightmakers A/S, woraus sich ein Minderheitenanteil von 49% ergibt sowie den Erwerb der Thorn Lighting India Private Ltd. mit einem Minderheitenanteil von 30%. Zum anderen verringern sich die Minderheitenanteile durch den Erwerb des bisherigen Fremdanteils von 30% an Tridonic Atco (ME) FZCO Dubai.

Aus den Gewinnrücklagen und dem Konzernergebnis kann maximal jener Betrag an die Aktionäre ausgeschüttet werden, der unter dem Posten "Bilanzgewinn" im nach österreichischen Unternehmensrecht aufgestellten Einzelabschluss der Zumtobel AG ausgewiesen ist (TEUR 60.266).

Eigenkapitalmanagement

Die Ziele unseres Eigenkapitalmanagements sind die Sicherstellung der Unternehmensfortführung, eine adäquate Verzinsung des Eigenkapitals und eine kontinuierliche Dividendenpolitik mit einer Payout-Ratio von 30 – 50% des Konzernergebnisses. Die Steuerung des Eigenkapitals erfolgt anhand der Kennzahl Gearing. Das Gearing wird dabei definiert als Verhältnis der Netto-Finanzschulden (lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten abzüglich der liquiden Mittel und der Wertpapiere) und des Eigenkapitals gemäß der Konzernbilanz. Als Instrumente der Steuerung dienen in erster Linie die Aufnahme oder Rückführung von Finanzschulden sowie die Stärkung der Eigenkapitalbasis durch Gewinnthesaurierung oder Anpassung der Dividendenzahlungen. Für das Gearing wird kein zahlenmäßig konkretes Ziel vorgegeben, mittelbar soll jedoch die Nettoverschuldung nicht mehr als 100% betragen.

2.5.8 Segmentberichterstattung

2.5.8.1 Segment Geschäftsbereiche

Für die Zumtobel Gruppe stellen die Geschäftsbereiche die primären Segmente dar. Die Geschäftsbereiche bestehen aus den Teilkonzernen "Zumtobel Lighting Division" (Lichtlösungen, Leuchten für die Innen- und Außenraumbeleuchtung und elektronischdigitale Licht- und Raummanagementsysteme) sowie "TridonicAtco Division" (elektronische und magnetische Lichtkomponenten). Die Verrechnung von Lieferungen und Leistungen zwischen den Geschäftsbereichen erfolgt zu marktüblichen Konditionen.

Als Segmentvermögen und –schulden wurden den Geschäftssegmenten das direkt zuordenbare Sachanlagevermögen, das immaterielle Vermögen und das Working Capital (ohne Zinsabgrenzungen, Steuerforderungen und –verbindlichkeiten) zugeordnet.

Nicht den Geschäftssegmenten zuordenbares Vermögen und Schulden und die daraus resultierenden Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sowie segmentübergreifend genutztes Sachanlagevermögen, Finanzverbindlichkeiten und Steuern werden in der Spalte "Sonstige und Konsolidierung" ausgewiesen.

Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen in Höhe von TEUR -89 betrifft mit TEUR -2.604 den Geschäftsbereich TridonicAtco Divsion und mit TEUR 2.515 den Geschäftsbereich Zumtobel Lighting Division. Das restliche Finanzergebnis sowie die Steuern sind keinem Geschäftsbereich zugeordnet.

Zumtobel Lighting Division TridonicAtco Division Sonstige & Konsolidierung Konzern
in TEUR 2007/08 2006/07 2005/06 2007/08 2006/07 2005/06 2007/08 2006/07 2005/06 2007/08 2006/07 2005/06
Nettoumsätze 948.872 921.894 893.359 400.400 378.891 339.511 -66.933 -66.835 -64.876 1.282.338 1.233.951 1.167.994
Außenerlöse 948.405 921.788 890.017 333.001 311.861 275.273 932 302 2.703 1.282.338 1.233.951 1.167.994
Innenerlöse 466 106 3.342 67.399 67.030 64.237 -67.865 -67.137 -67.579 0 0 0
Betriebsergebnis 82.164 77.105 67.000 46.836 39.695 32.894 -7.140 -2.266 -14.241 121.859 114.534 85.653
Investitionen 41.058 31.886 31.995 22.332 21.510 16.849 2.623 928 758 66.013 54.324 49.602
Abschreibungen -24.257 -25.758 -21.288 -16.891 -21.023 -18.280 1.879 4.423 4.761 -39.270 -42.357 -34.807
in TEUR 30. April
2008
30. April
2007
30. April
2006
30. April
2008
30. April
2007
30. April
2006
30. April
2008
30. April
2007
30. April
2006
30. April
2008
30. April
2007
30. April
2006
Vermögen 754.848 728.292 711.661 233.295 242.104 218.200 117.805 174.983 155.912 1.105.948 1.145.379 1.085.773
Schulden 281.339 293.825 250.266 96.774 102.283 73.161 213.635 307.681 574.569 591.748 703.789 897.996
in Stk.
Mitarbeiter
(Vollzeitkräfte) 5.670 5.394 5.374 1.926 1.989 1.788 112 97 51 7.708 7.480 7.213

2.5.8.2 Segment Regionen

Die Länderverteilung auf die Regionen ist wie folgt:

DACH: Deutschland, Österreich, Schweiz
Osteuropa: Tschechien, Kroatien, Ungarn, Polen, Rumänien, Russland, Slowakei, Baltikum
Nordeuropa: Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden, Island
Westeuropa: Großbritannien, Benelux, Frankreich
Südeuropa: Italien, Spanien, Griechenland,Türkei
Amerika: Nord- und Südamerika
Asien: Länder des fernen und mittleren Ostens
Rest: Afrika

In der Region Europa sowie auf Gesamtkonzernebene wurden im Rahmen der Konsolidierung verschiedene Vermögenswerte wie beispielsweise Firmenwerte ausgewiesen, die sich den darunterliegenden Regionen nicht eindeutig zuordnen lassen.

Außenerlöse Vermögen Investitionen
in TEUR 2007/08 2006/07 2005/06 30. April
2008
30. April
2007
30. April
2006
2007/08 2006/07 2005/06
D/A/CH 308.897 292.325 286.517 389.430 393.566 385.470 37.719 39.716 31.108
Osteuropa 67.937 61.790 47.413 20.932 9.753 5.062 1.625 1.177 863
Nordeuropa 106.885 99.300 106.436 31.346 29.162 30.102 1.630 810 1.566
Westeuropa 427.373 410.033 397.888 178.089 178.887 181.483 20.616 6.964 9.232
Südeuropa 129.940 119.152 103.869 23.133 19.918 21.149 85 360 212
Europa 1.041.033 982.599 942.123 642.930 631.285 623.266 61.674 49.027 42.981
Asien 87.418 93.446 80.421 40.260 39.449 34.703 1.398 1.493 3.084
Australien & Neuseeland 107.461 103.226 96.877 60.909 71.405 71.799 2.463 3.346 2.556
Amerika 35.484 41.549 39.881 13.162 14.472 14.939 478 459 981
Rest 10.942 13.130 8.692 0 0 0 0 0 0
Sonstige & Konsolidierung 0 0 0 348.686 388.768 341.066 0 0 0
Summe 1.282.338 1.233.951 1.167.994 1.105.948 1.145.379 1.085.773 66.013 54.324 49.602

2.5.9 Angaben zu Risikomanagement im Bereich der Finanzinstrumente

Aufgrund der Verwendung von Finanzinstrumenten ist die Gruppe insbesondere folgenden Risiken ausgesetzt:

  • Kreditrisiko

  • Liquiditätsrisiko

  • Marktrisiko

Das Risikomanagement ist durch Konzernrichtlinien geregelt. Der Vorstand ist für die Erstellung und Überwachung des konzernweit gültigen Risikomanagements verantwortlich. Eine detaillierte Beschreibung von weiteren finanziellen und nicht-finanziellen Risken sowie des Risikomanagements findet man im Lagebericht unter Kapitel 1.10.

2.5.9.1 Kreditrisiko

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen

Da keine generellen Aufrechnungsvereinbarungen mit den Kunden bestehen, stellt die Gesamtheit der bei den Aktiva ausgewiesenen Beträgen gleichzeitig das maximale Bonitäts- und Ausfallsrisiko dar. Da es sich bei den Kunden und Kreditinstituten überwiegend um solche mit bester Bonität handelt, ist das Bonitäts- und Ausfallsrisiko als gering anzusehen. Im Geschäftsjahr 2007/08 betrugen die Forderungsverluste im Konzern unter 0,1% vom Jahresumsatz. 18% des Konzernumsatzes erfolgt mit den 10 größten Kunden.

Darüber hinaus besteht eine konzernweite Kreditversicherung für bestimmte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, um potentiellen Ausfallsrisiken entgegenzuwirken, wobei jeder neue Kunde, ab einem Saldo von TEUR 100, der Kreditversicherung angedient wird. Kundenspezifische interne Kreditlimits werden je nach Höhe von unterschiedlichen Führungsebenen im Konzern freigegeben.

Liquide Mittel,Wertpapiere des Anlagevermögens, Derivate und sonstige Finanzanlagen

Die Gruppe minimiert ihr Kreditrisiko indem sie in nur kurzfristige Anlagen bei Banken mit einem Mindestkreditrating von A investiert.

>> Aushaftendes Kreditrisiko

Das maximale Risiko besteht aus dem Buchwert der Finanzinstrumente und betrug per 30. April 2008 TEUR 338.147. Dieser Betrag setzt sich vor allem aus den Posten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie liquide Mitteln zusammen.

2.5.9.2 Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiko ist das Risiko der Zumtobel Gruppe, ihren gegenwärtigen und zukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht zeitgerecht bzw. nicht in voller Höhe nachkommen zu können. Zur Sicherung ihrer jederzeitigen Zahlungsfähigkeit verfügt die Zumtobel Gruppe über genügend Liquidität, um auch in Stresssituationen Liquidität zu genererieren, ohne untragbare Verluste oder Rufschädigungen erleiden zu müssen.

Aufgrund der Liquiditätsposition der Gruppe bestehen keine wesentlichen Liquiditätsrisiken im Bereich der kurzfristigen Finanzierung. Weiters hat die Gruppe ausreichende und zum Teil gesicherte Kreditlinien mit Banken abgeschlossen, um erwartete betriebliche Aufwendungen und finanzielle Verbindlichkeiten bedienen zu können. Zum Bilanzstichtag 30. April 2008 standen der Gruppe folgende kurzfristigen Kreditlinien zur Verfügung:

  • TEUR 116.000 unbesicherte Kontokorrentkredite. Die Verzinsung würde im Falle der Inanspruchnahme Euribor/Eonia plus 25-32 Basispunkte betragen.

  • TEUR 36.850 bestehend aus kurzfristigen Kreditlinien für Einzelgesellschaften der Gruppe in unterschiedlichen Ländern. Diese Verzinsung hängt von den lokalen Marktgegebenheiten ab und entspricht den landesüblichen Konditionen.

Die zum 30. April 2008 ausgewiesenen Finanzschulden werden zu folgenden zukünftigen Zahlungen (Tilgungen und Zinsen) führen:

30. April 2008

Buchwert Summe < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
209.441 228.715 14.353 208.134 6.228
4.119 4.278 709 3.471 98
963 963 449 514 0
10 10 4 6 0
965 1.103 23 92 988
144.326 144.326 144.326 0 0
800 800 800 0 0
360.624 380.195 160.664 212.217 7.314
Künftige Zahlungen

30. April 2007

Künftige Zahlungen
in TEUR Buchwert Summe < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Darlehen von Kreditinstituten 301.245 326.013 16.240 309.773 0
Darlehen der öffentlichen Hand 4.148 4.426 536 3.815 75
Ausleihungen von sonstigen Dritten 660 660 421 239 0
Finanzierungsleasing 22 22 14 8 0
Schuldverschreibungen 1.103 1.202 27 108 1.067
Verbindlichkeiten aus Lieferungen & Leistungen 140.386 140.386 140.386 0 0
Working Capital-Kredite 4.567 4.567 4.567 0 0
Liquiditätsrisiko 452.131 477.276 164.103 316.464 4.432

2.5.9.3 Marktrisiko

Unter Marktrisiko wird das Risiko verstanden, welches aufgrund von Marktpreisänderungen in fremden Währungen sowie aufgrund von Veränderungen von Zinssätzen und Rohstoffpreisen entsteht und geeignet ist, das Ergebnis der Gruppe und den Marktwert der eingesetzten Finanzinstrumente negativ zu beeinflussen. Die Zielsetzung des Marktrisiko-Managements ist es, die vorhanden Risiken zu beurteilen und soweit wie möglich, wirtschaftlich sinnvoll, unter Anwendung geeigneter Maßnahmen zu minimieren.

Um diese Risiken abzusichern, setzt die Zumtobel Gruppe teilweise derivative Finanzinstrumente ein. Alle Derivatgeschäfte werden ausschließlich mit Partnern erstklassiger Bonität abgeschlossen, womit das Bonitätsrisiko aus den Kurssicherungsgeschäften als äußerst gering einzustufen ist. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumente erfolgt gemäß den vom Vorstand vorgeschlagenen und vom Aufsichtsrat beschlossenen Richtlinien.

Zinsänderungsrisiko

Das Zinsänderungsrisiko ist die mögliche Wertschwankung eines Finanzinstrumentes aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes. Ein Zinsänderungsrisiko liegt vor allem bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von über einem Jahr vor. Im operativen Bereich sind diese Laufzeiten nicht von materieller Bedeutung, können jedoch bei Finanzanlagen und Finanzschulden eine Rolle spielen.

Für die Akquisitionsfinanzierung wurden in der Vergangenheit auf Grund des niedrigen Euro-Zinsniveaus Zinssicherungsgeschäfte über Zins-Swaps in Fixzinsen bis Dezember 2009 getätigt, welche sich gemäß IAS 39 für "Hedge Accounting" qualifizieren und daher im Eigenkapital erfasst werden:

Währung Nominal in Tsd. Landeswährung Marktwert in TEUR
2007/08
Marktwert in TEUR
2006/07
EUR 13.690 145 255

Zur teilweisen Währungssicherung im Rahmen der Akquisitionsfinanzierung für die TridonicAtco Manufacturing Pty. Ltd. wurde ein Forward-Start-Cross-Currency-Swap abgeschlossen. Um den daraus erhöhten Zinsaufwand innerhalb des Zumtobel-Konzerns zu kompensieren, wurde zusätzlich ein gegenläufiger Cross-Currency-Swap in der Zumtobel AG abgeschlossen. Beide Cross-Currency-Swaps haben eine Laufzeit bis Dezember 2009 und werden der Kategorie "Held for Trading" zugeordnet bzw. zu Marktwerten über die GuV bewertet:

Währung Nominal inTsd.
Landeswährung
Währung Nominal inTsd.
Landeswährung
Marktwert
2007/08
Marktwert
2006/07
EUR 21.664 AUD 35.485 -401 -462
AUD 35.485 EUR 21.664 350 379

>> Aushaftendes Zinsänderungsrisiko

Zum Bilanzstichtag stellt sich die Aufteilung der verzinslichen Finanzinstrumente nach fester und variabler Verzinsung wie folgt dar:

in TEUR 30. April 2008 30. April 2007
Finanzschulden -190.427 -274.822
Fest verzinste Finanzinstrumente -190.427 -274.822
Finanzanlagen 13.530 25.769
Liquide Mittel 87.678 126.486
Finanzschulden -26.228 -37.371
Variabel verzinste Finanzinstrumente 74.980 114.884

Die festverzinsten Finanzschulden weisen eine Reagibilität auf Veränderungen des Zinsniveaus auf, da am Stichtag nahezu alle Finanzschulden eine Zinsbindung von unter sechs Monaten haben. Dies betrifft im Wesentlichen die Akquisitionsfinanzierung.

Zinserhöhungen – insbesondere im EUR – können sich zu Lasten des Finanzergebnisses auswirken und den Durchschnittszinssatz erhöhen.

>> Sensitivitätsanalyse

Sollte sich der Zinssatz um 100 Basispunkte ändern, so führt dies bei den fest verzinsten Finanzinstrumenten zu einer Veränderung des Marktwertes um TEUR 3.369 (VJ TEUR 6.092). Aufgrund der Tatsache, dass die fest verzinsten Finanzschulden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, hat eine Veränderung des Zinsniveaus keine Auswirkungen auf die GuV und das Eigenkapital.

Bei den variabel verzinsten Instrumenten würde eine Änderung von 100 Basispunkten zu einer Veränderung des Zinsergebnisses in der GuV von TEUR 671 (VJ TEUR 1.049) führen.

Währungsänderungsrisiko

Zur Währungssicherung für das operative Geschäft werden derivative Instrumente gemäß Gruppenrichtlinien eingesetzt. Das Ziel von Hedging-Aktivitäten ist, die aus dem Budget für das nächste Geschäftsjahr abgeleiteten Währungspositionen vor Anfang des Jahres abzusichern. Die meisten Instrumente haben zum Bilanzstichtag eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Gruppe setzt überwiegend Devisenterminkontrakte mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr ein, setzt jedoch, wenn erforderlich, auch alternative Instrumente wie Optionen ein.Translationsrisiken werden nicht abgesichert.

Die Hauptwährungen im Konzern sind EUR, GBP, USD (sowie die an den USD gebundenen asiatischen Währungen), AUD und CHF. Der Großteil der europäischen Produktionsgesellschaften fakturiert in EUR und GBP.

>> Marktwertrisiko der offenen Währungspositionen

In der nachfolgenden Tabelle sind mit positiven Vorzeichen die in EUR ausgedrückten Long-Positionen, bzw. mit negativen die Short-Positionen der Gruppe zum Bilanzstichtag ausgedrückt.

30. April 2008

in TEUR GBP USD CHF AUD CNY NOK EUR
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 55.194 3.373 12.296 14.289 9.391 2.650 106.771
Verbindlichkeiten aus Lieferungen &
Leistungen -12.231 -9.034 -3.748 -4.370 -3.776 -88 -45.091
Nettoposition in den Hauptwährungen 42.963 -5.661 8.548 9.919 5.615 2.562 61.680
Derivative Positionen für kommendes
Geschäftsjahr -115.006 82.339 -32.046 -27.596 17.000 -13.280 95.344
Offene Währungspositionen -72.043 76.678 -23.498 -17.677 22.615 -10.718 157.024
30. April 2007
in TEUR GBP USD CHF AUD CNY NOK EUR
Forderungen aus Lieferungen & Leistungen 59.043 9.127 12.922 13.913 8.100 2.401 114.304
Verbindlichkeiten aus Lieferungen &
Leistungen -14.636 -9.979 -4.417 -5.475 -6.846 -267 -53.678
Nettoposition in den Hauptwährungen 44.407 -852 8.505 8.438 1.254 2.134 60.626
Derivative Positionen für kommendes
Geschäftsjahr -111.421 77.430 -33.834 -20.388 11.456 -14.792 88.933
Offene Währungspositionen -67.014 76.578 -25.329 -11.950 12.710 -12.658 149.559

Die "Derivativen Positionen für das kommende Geschäftsjahr" dienen zur Absicherung der in den jeweiligen Währungen denominierten, budgetierten Geldströme des nächsten Geschäftsjahres.

>> Sensitivitätsanalyse

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Veränderung der Marktwerte der Sicherungsgeschäfte und der "Nettopositionen in den Hauptwährungen" zum Bilanzstichtag 30. April bei einer hypothetischen Erhöhung des EUR gegenüber der abgesicherten Währung um 10%.

2007/2008 2006/2007
in TEUR Marktwert
Veränderung
Derivate
Marktwert
Veränderung
Nettopositionen
Summe Marktwert
Veränderung
Derivate
Marktwert
Veränderung
Nettopositionen
Summe
GBP 8.820 -4.296 4.524 2.069 -4.441 -2.372
USD -5.546 566 -4.980 -6.493 85 -6.408
CHF 2.513 -855 1.658 1.312 -851 461
AUD 2.368 -992 1.376 1.205 -844 361
CNY -45 -562 -607 -10 -125 -135
NOK 1.293 -256 1.037 666 -213 453
Summe 9.403 -6.395 3.008 -1.251 -6.389 -7.640

Die Tabelle zeigt unter Berücksichtigung der abgesicherten Positionen und der offenen Nettopositionen in den Hauptwährungen, dass das Risiko oder die Chance einer hypothetischen Erhöhung des Euros um 10% TEUR 3.008 (VJ TEUR -7.640) beträgt.

2.5.10 Eventualverbindlichkeiten und Haftungsverhältnisse

Im Konzern bestehen Eventualverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 440 (Vorjahr: TEUR 1.767) für Garantien und Gewährleistungsfälle, welche die Kriterien für die Bildung einer Rückstellung nicht erfüllen. Daneben wurden Bankgarantien in Höhe von TEUR 9.072 (Vorjahr:TEUR 8.451) für diverse Haftungen begeben.

Weiters besteht eine vertragliche Verpflichtung aus der Errichtung bzw. dem Leasing einer neuen Fabrik in Spennymoor, England. Der Leasingvertrag hat eine Laufzeit von 21 Jahren und einen jährlichen Mietbetrag in Höhe von GBP 1,6 Mio mit einer Indexanpassung nach jeweils 5 Jahren und tritt mit Fertigstellung des Gebäudes im kommenden Jahr in Kraft.

2.5.11 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Wirkung 5. Mai 2008 wurden 100% der Anteile an der italienischen Gesellschaft Space Cannon VH S.P.S. mit Sitz in Fubine erworben. Über die Höhe des Kaufpreises wurde mit dem Verkäufer Stillschweigen vereinbart.

Am 12. Juni 2008 wurde mit einem sieben Banken umfassenden Konsortium ein Kreditvertrag mit einer Laufzeit von 5 Jahren abgeschlossen. Der Kredit hat einen Rahmen von EUR 480 Mio, wobei EUR 200 Mio zur Rückzahlung des derzeit aushaftenden Akquisitionskredites verwendet werden.

Weitere Ereignisse von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag sind nicht eingetreten.

2.5.12 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Nahestehende Personen umfassen den Vorstand und Aufsichtsrat der Zumtobel AG. Zum 30. April 2008 sind keine Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden Personen vorhanden.

Mit assoziierten Unternehmen bestehen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen zu marktüblichen Konditionen.

Organvergütungen

Der Vorstand der Zumtobel AG erhielt im Geschäftsjahr 2007/08 aufwandswirksam erfasste Bezüge fester und variabler Art in Höhe von TEUR 1.871 (VJ TEUR 1.831). Dem Vorstand wurden 33.000 (VJ 126.000) Stück Aktienoptionen aus dem SOP mit einem Ausübungspreis von 7,50 Euro zugeteilt. Weiters ist der Vorstand berechtigt, mit 19.113 (VJ 13.658) Aktien am MSP-Programm teilzunehmen. Weitere Vergütungen wie Pensionen und andere nach Beendigung des Dienstverhältnisses zu zahlende Leistungen wurden nicht gewährt. Der Aufsichtsrat der Zumtobel AG erhielt im Geschäftsjahr 2006/07 laufende Bezüge in Höhe von TEUR 277 (VJ TEUR 315).

2.5.13 Angaben zu Personalstruktur und Organen

2.5.13.1 Personalstruktur

2007/08 2006/07
Durchschnitt Stichtag Durchschnitt Stichtag
Produktion / Herstellung 4.149 4.286 4.162 4.248
Forschung und Entwicklung 394 411 357 364
Vertrieb 2.282 2.345 2.199 2.218
Verwaltung 647 666 641 650
Summe 7.472 7.708 7.359 7.480

2.5.13.2 Organe des Konzerns

Aufsichtsrat

KR Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel (Vorsitzender) Dr. Harald Sommerer (Stellvertreter des Vorsitzenden) Johannes P. Huth (Mitglied) Dipl.-Ing. Fritz Zumtobel (Mitglied) KR Walter M. Dünser (Mitglied) Dkfm. Dr.Wolf Klinz (Mitglied)

Vom Betriebsrat entsandt: Ludwig Auer Herbert Kaufmann Mario Wintschnig

Vorstand

Dr.Andreas Ludwig, bestellt bis 30.April 2012 Dipl.Wirtsch.-Ing.Thomas Spitzenpfeil, bestellt bis 30.April 2010

2.5.14 Erklärung des Vorstands gemäß § 82 Abs 4 Börsegesetz

Der im Einklang mit den International Financial Reporting Standards aufgestellte Jahresabschluss zum 30. April 2008 vermittelt im Sinne der börsenrechtlichen Anforderungen nach bestem Wissen ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesamtheit der in die Konsolidierung einbezogenen Unternehmen. Der Konzernlagebericht stellt den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Konzerns so dar, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns entsteht. Der Konzernlagebericht beschreibt die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten, denen der Konzern ausgesetzt ist.

Wir bestätigen nach bestem Wissen, dass der im Einklang mit den maßgebenden Rechnungslegungsstandards aufgestellte Jahresabschluss des Mutterunternehmens ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens vermittelt, dass der Lagebericht den Geschäftsverlauf, das Geschäftsergebnis und die Lage des Unternehmens so darstellt, dass ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage entsteht, und dass der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasste Lagebericht der Einzelgesellschaft die wesentlichen Risiken und Ungewissheiten beschreibt, denen das Unternehmen ausgesetzt ist.

Dornbirn, am 19. Juni 2008

Der Vorstand

Dr.Andreas Ludwig e.h. Dipl.Wirtsch.-Ing.Thomas Spitzenpfeil e.h.

2.6 Bestätigungsvermerk (Bericht des unabhängigen Abschlussprüfers)

Bericht zum Konzernabschluss

Wir haben den beigefügten Konzernabschluss der

Zumtobel AG, Dornbirn,

für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2007 bis zum 30. April 2008 geprüft. Dieser Konzernabschluss umfasst die Konzernbilanz zum 30.April 2008, die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, die Konzernkapitalflussrechnung und die Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das am 30.April 2008 endende Geschäftsjahr sowie eine Zusammenfassung der wesentlichen angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und sonstige Anhangangaben.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss

Die gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft sind für die Aufstellung eines Konzernabschlusses verantwortlich, der ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, vermittelt. Diese Verantwortung beinhaltet: Gestaltung, Umsetzung und Aufrechterhaltung eines internen Kontrollsystems, soweit dieses für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, damit dieser Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler, ist; die Auswahl und Anwendung geeigneter Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden; die Vornahme von Schätzungen, die unter Berücksichtigung der gegebenen Rahmenbedingungen angemessen erscheinen.

Verantwortung des Abschlussprüfers

Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Konzernabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung. Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und der vom International Auditing and Assurance Standards Board (IAASB) der International Federation of Accountants (IFAC) herausgegebenen International Standards on Auditing (ISAs) durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, dass wir die Standesregeln einhalten und die Prüfung so planen und durchführen, dass wir uns mit hinreichender Sicherheit ein Urteil darüber bilden können, ob der Konzernabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist. Eine Prüfung beinhaltet die Durchführung von Prüfungshandlungen zur Erlangung von Prüfungsnachweisen hinsichtlich der Beträge und sonstigen Angaben im Konzernabschluss. Die Auswahl der Prüfungshandlungen liegt im pflichtgemäßen Ermessen des Abschlussprüfers, unter Berücksichtigung seiner Einschätzung des Risikos eines Auftretens wesentlicher Fehldarstellungen, sei es auf Grund beabsichtigter oder unbeabsichtigter Fehler. Bei der Vornahme dieser Risikoeinschätzungen berücksichtigt der Abschlussprüfer das interne Kontrollsystem, soweit es für die Aufstellung eines Konzernabschlusses und die Vermittlung eines möglichst getreuen Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von Bedeutung ist, um unter Berücksichtigung der Rahmenbedingungen geeignete Prüfungshandlungen festzulegen, nicht jedoch um ein Prüfungsurteil über die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems des Konzerns abzugeben. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der Angemessenheit der angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen, wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Konzernabschlusses.

Wir sind der Auffassung, dass wir ausreichende und geeignete Prüfungsnachweise erlangt haben, sodass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Prüfungsurteil

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30.April 2008 sowie der Ertragslage und der Zahlungsströme des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2007 bis 30.April 2008 in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind.

Bericht zum Konzernlagebericht

Der Konzernlagebericht ist auf Grund der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften darauf zu prüfen, ob er mit dem Konzernabschluss in Einklang steht und ob die sonstigen Angaben im Konzernlagebericht nicht eine falsche Vorstellung von der Lage des Konzerns erwecken.

Der Konzernlagebericht steht nach unserer Beurteilung in Einklang mit dem Konzernabschluss.

Wien, am 19. Juni 2008

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag.Thomas Smrekar e.h. DDr. Martin Wagner e.h. Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

2.7 Konsolidierungskreis

Nr. Gesellschaft Land Anteil in % Konsolidierungs
methode
Währung
1 ATCO Industrial Pty. Ltd. Australien 100 voll AUD
2 TridonicAtco Pty. Ltd. Australien 100 voll AUD
3 TridonicAtco Oceania Holding Australien 100 voll AUD
4 Atco Finance Pty. Ltd. Australien 100 voll AUD
5 TridonicAtco Manufacturing Pty Ltd Australien 100 voll AUD
6 Thorn Lighting Pty. Ltd. Australien 100 voll AUD
7 Zumtobel Lighting Pty. Limited Australien 100 voll AUD
8 Multilux Pty. Limited Australien 100 voll AUD
9 Conlux Pty. Limited Australien 100 voll AUD
10 Staff/Conlux Administration Pty. Ltd. Australien 100 voll AUD
11 N.V. Zumtobel Lighting S.A. Belgien 100 voll EUR
12 TridonicAtco (Shenzhen) Co. Ltd. China 100 voll CNY
13 TridonicAtco (Shanghai) Co., Ltd. China 100 voll CNY
14 TridonicAtco Hong Kong Ltd. China 100 voll HKD
15 Thorn Lighting (Hong Kong) Ltd. China 100 voll HKD
16 Thorn Lighting (Guangzhou) Ltd. China 100 voll CNY
17 Thorn Lighting (Tianjin) Co. Ltd. China 70 voll CNY
18 Thorn Lighting (Guangzhou) Operations Ltd. China 100 voll CNY
19 Lightmakers AS Dänemark 51 voll DKK
20 Thorn Lighting AS Dänemark 100 voll DKK
21 Zumtobel Lighting GmbH Deutschland 100 voll EUR
22 Zumtobel Licht GmbH Deutschland 100 voll EUR
23 Zumtobel Electronic GmbH Deutschland 100 voll EUR
24 Zumtobel Lighting GmbH & Co. KG Deutschland 100 voll EUR
25 Zumtobel Holding GmbH Deutschland 100 voll EUR
26 my-tonic Ledon GmbH Deutschland 100 voll EUR
27 Reiss Lighting GmbH Deutschland 100 voll EUR
28 TridonicAtco Deutschland GmbH Deutschland 100 voll EUR
29 Luxmate GmbH Deutschland 100 voll EUR
30 Thorn Lighting Oy Finnland 100 voll EUR
31 Zumtobel Lumière France s.a.r.l. Frankreich 100 voll EUR
32 TridonicAtco France s.a.r.l. Frankreich 100 voll EUR
33 Thorn Europhane S.A. Frankreich 99,89 voll EUR
34 Zumtobel Lighting Ltd. Großbritannien 100 voll GBP
35 TridonicAtco UK Ltd. Großbritannien 100 voll GBP
36 Luxmate Ltd. Großbritannien 100 voll GBP
37 Thorn Lighting Ltd. Großbritannien 100 voll GBP
38 Thorn Lighting International Ltd. Großbritannien 100 voll GBP
39 Thorn Lighting Holdings Ltd. Großbritannien 100 voll GBP
40 Thorn Lighting Group Großbritannien 100 voll GBP
41 Rewath Ltd. Großbritannien 100 voll GBP
42 Wengen - One Ltd. Großbritannien 100 voll GBP
43 Wengen - Three Ltd. Großbritannien 100 voll GBP
44 Wengen -Two Ltd. Großbritannien 100 voll GBP
45 Wengen - Five Ltd. Großbritannien 100 voll GBP
46 Wengen - Four Ltd. Großbritannien 100 voll GBP
47 Zumtobel Lighting Kft, Budapest Ungarn 100 voll HUF
48 Thorn Lighting India Ltd Indien 100 voll INR
49 Thorn Lighting (Ireland) Limited Irland 100 voll EUR
50 Zumtobel Illuminazione SRL Italien 100 voll EUR
51 TridonicAtco Italia SRL Italien 100 voll EUR
52 Thorn Europhane SPA Italien 99,89 voll EUR
53 TridonicAtco Sdn. Bhd. Malaysia 100 voll MYR
54 Thorn Lighting (Mauritius) Holdings Ltd. Mauritius 100 voll USD
55 Thorn Lighting Asian Holdings BV Niederlande 100 voll EUR
56 TridonicAtco NZ Limited Neuseeland 100 voll NZD
57 Thorn Lighting (NZ) Limited Neuseeland 100 voll NZD
58 Zumtobel Belysning AS Norwegen 100 voll NOK
59 Thorn Lighting AS Norwegen 100 voll NOK
60 Thorn Lighting Holdings AS Norwegen 100 voll NOK
61 z-werkzeugbau gmbh Österreich 30 equity EUR
62 FURIAE Raiffeisen-Immobilien-Leasing GmbH Österreich 100 voll EUR
63 Zumtobel Lighting GmbH Österreich 100 voll EUR
64 Zumtobel Licht GmbH Österreich 100 voll EUR
65 LEDON Lighting GmbH Österreich 100 voll EUR
66 Zumtobel Aktiengesellschaft Österreich 100 voll EUR
67 Zumtobel Pool GmbH Österreich 100 voll EUR
68 Zumtobel Trust Gesellschaft mbH Österreich 100 voll EUR
69 Zumtobel Holding Gesellschaft mbH Österreich 100 voll EUR
70 TridonicAtco GmbH & Co. KG. Österreich 100 voll EUR
71 TridonicAtco connection technology GmbH & Co KG Österreich 100 voll EUR
72 TridonicAtco Optoelectronics GmbH Österreich 95 voll EUR
73 LEXEDIS Lighting GmbH Österreich 50 equity EUR
74 TridonicAtco GmbH Österreich 100 voll EUR
75 TridonicAtco Holding GmbH Österreich 100 voll EUR
76 TridonicAtco connection technology GmbH Österreich 100 voll EUR
77 Thorn Licht Gesellschaft mbH Österreich 99,89 voll EUR
78 Zumtobel LED Holding GmbH Österreich 100 voll EUR
79 Zumtobel LED GmbH Österreich 100 voll EUR
80 Thorn Lighting Polska Sp.z.o.o. Polen 100 voll PLN
81 Zumtobel Lighting Romania SRL Rumänien 100 voll RON
82 Raiffeisen Lux S.r.l. Rumänien 100 voll EUR
83 TridonicAtco (S.E.A.) Pte Ltd. Singapur 100 voll SGD
84 Thorn Lighting (Singapore) Pte. Ltd. Singapur 100 voll SGD
85 Zumtobel Lighting d.o.o. Slowenien 100 voll SIT
86 Tridonic S.A . Süd Afrika 49,99 equity ZAR
87 Staff Iberica S.A. Spanien 50 equity EUR
88 Luxmate S.L. Spanien 100 voll EUR
89 Thorn Lighting Nordic AB Schweden 100 voll SEK
90 Thorn Lighting AB Schweden 100 voll SEK
91 Hans-Agne Jakobsson AB Schweden 100 voll SEK
92 TLG Sweden Holdings AB Schweden 100 voll SEK
93 Zumtobel Licht AG Schweiz 100 voll CHF
94 Zumtobel Pool AG Schweiz 100 voll EUR
95 TridonicAtco Schweiz AG Schweiz 100 voll CHF
96 Zumtobel Lighting s.r.o. Tschechische
Republik
100 voll CZK
97 Thorn Lighting CS, spol. s.r.o Tschechische
Republik
99,89 voll CZK
TRIDONICATCO AYDINLATMA TICARET LIMITED
98 SIRKETI Türkei 100 voll TRY
99 TridonicAtco (ME) FZCO (Dubai) UAE 100 voll AED
100 Thorn Gulf Ltd. Liability Company UAE 49 equity AED
101 Lemgo Realty Corp. USA 100 voll USD
102 Zumtobel Lighting Inc. USA 100 voll USD

Entkonsolidierung

1 Thorn Lighting CLK Ltd. China 100 voll HKD
2 Luxmate WSW GmbH Deutschland 100 voll EUR
3 TLG Holdings Ltd. Großbritannien 100 voll GBP
4 Thorn Lighting Manufacturing Industries Sdn. Bhd. Malaysia 100 voll MYR
5 Thorn Lighting (Mauritius) International Ltd. Mauritius 100 voll GBP
6 AucklandTransformer Company Ltd. Neuseeland 100 voll NZD
7 Thorn Lighting (Philippines) Inc. Philippinen 100 voll PHP

Corporate Governance Zumtobel AG 1. Mai 2007 bis 30.April 2008

3. Corporate Governance Bericht 2007/08

Corporate Governance Zumtobel AG 1. Mai 2007 bis 30.April 2008

Inhalt

3. Corporate Governance
3.1 Corporate Governance in der Zumtobel Gruppe __________104
3.1.1
Wesentliche Weiterentwicklungen im Geschäftsjahr 2007/08 ________104
3.2 Der Österreichische Corporate Governance Kodex ________105
3.2.1
Comply or Explain __________105
3.2.2
Offenlegung der Honorare desWirtschaftsprüfers ____105
3.3 Risikomanagement und Internes Kontrollsystem _____106
3.4 Die Organe und Gremien der Zumtobel AG________107
3.4.1
Die Aktionäre und die Hauptversammlung__________107
3.4.2
Der Vorstand ________107
3.4.3
Der Vorstand Vergütungsregelungen und Bezüge ____108
3.4.4
Der Aufsichtsrat ____________110
3.4.5
Der Aufsichtsrat Ausschüsse ________111
3.4.6
Der Aufsichtsrat Aktionärsvertreter ________112
3.4.7
Der Aufsichtsrat Delegierte des Betriebsrats _______113
3.4.8
Der Aufsichtsrat Vergütungsregelung________114

3. Corporate Governance

3.1 Corporate Governance in der Zumtobel Gruppe

Die strategische Ausrichtung auf Nachhaltigkeit, Langfristigkeit und Verantwortung ist bei Zumtobel eine langjährig gelebte Tradition. Entsprechend wird Corporate Governance im Sinne einer umfassenden Überwachung und Steuerung des Unternehmens schon lange als eine wesentliche Basis für langfristige Wertschöpfung und nachhaltige Steigerung und Sicherung des Unternehmenswertes gesehen. Neben dieser eindeutigen strategischen Ausrichtung ist das Bekenntnis zu Transparenz, zu Gleichbehandlung der Rechte aller Stakeholder und zu fairer und offener Kommunikation die Grundlage des Corporate Governance Systems der Zumtobel Gruppe.

Ein wichtiger Baustein dieses Corporate Governance Systems, namentlich für Transparenz, Kommunikation und Gleichbehandlung, ist der Österreichische Corporate Governance Kodex. Bausteine hinsichtlich langfristiger Wertschöpfung und nachhaltiger Wertsteigerung sind die Unternehmensvision und die Unternehmenswerte ("Corporate Values"). Zur langfristigen und nachhaltigen Sicherung der Unternehmenswerte tragen die Bausteine Verhaltenskodex ("Code of Conduct") und die Konzernrichtlinien ("Corporate Policies") bei, sowie das Risikomanagementsystem, das Interne Kontrollsystem und die Konzernrevision ("Corporate Internal Audit").

3.1.1 Wesentliche Weiterentwicklungen im Geschäftsjahr 2007/08

Das Corporate Governance System der Zumtobel Gruppe ist kein statisches Gebilde, sondern entwickelt sich gezielt weiter und passt sich den geänderten Voraussetzungen an.

Dabei wurde in den vergangenen Jahren das Hauptaugenmerk auf das Hinzufügen von zusätzlichen und das Aktualisieren von nicht mehr ganz zeitgemäßen Bausteinen in diesem System gerichtet. Dazu zählten Aktivitäten wie die grundlegende Überarbeitung der Unternehmenswerte ("Corporate Values") und die Entwicklung des Verhaltenskodex ("Code of Conduct"). Speziell mit Letzterem wurden einerseits die in der Vergangenheit bereits existierenden ungeschriebenen Regelungen dokumentiert und transparent gemacht und andererseits neue bzw. ergänzende Normen eingebracht. Namentlich zu erwähnen sind zB die Richtlinien der "Partnering Against Corruption Initiative" (PACI) des Weltwirtschaftsforums in Davos, welche von der Zumtobel Gruppe im September 2004 als erstem Unternehmen in Österreich unterzeichnet wurde.

Dem gegenüber lag der Arbeitsschwerpunkt im Geschäftsjahr 2007/08 überwiegend auf der langfristigen Sicherung der erzielten Verbesserungen im Corporate Governance System. Insbesondere wurden die bestehenden Konzernrichtlinien ("Corporate Policies") weiter optimiert, sei es hinsichtlich Verbesserung der Durchlaufgeschwindigkeit von Entscheidungs- und Genehmigungsprozessen, der Erhöhung der Transparenz und Bedienerfreundlichkeit von Berechnungsmodellen oder der Implementierung von neuen, gruppenweit gültigen Entscheidungskriterien. Ebenfalls im Fokus lag die weitere gruppenweite Vereinheitlichung von Prozessen und Abläufen. Dazu wurden gleich mehrere neue Corporate Policies und Manuals entwickelt und ausgerollt, darunter die Corporate Policy on Physical Stocktaking ("Inventurrichtlinie") und die Corporate Credit Management Policy.

Ein wichtiger neuer Baustein im Corporate Governance System wurde im Oktober 2007 hinzugefügt, als die neue gruppenweit verfügbare elektronische Informationsplattform "mynet" in Betrieb genommen werden konnte. Erstmals können nun alle Mitarbeiter/-innen der Zumtobel Gruppe neben ihren lokalen Informationsplattformen auch auf eine gruppenweite Plattform zugreifen. Sie enthält alle im Sinne der Corporate Governance wichtigen Informationen wie die bereits erwähnten Corporate Policies, den Code of Conduct und die Unternehmenswerte, sowie Organigramme und Rollenbeschreibungen in der jeweils aktuellen Fassung.

Die Aktivitäten zur laufenden Optimierung und Ergänzung des Corporate Governance Systems werden im neuen Geschäftsjahr fortgesetzt. Bereits jetzt zeichnen sich zwei wesentliche Arbeitsschwerpunkte ab: die Aktualisierung des bestehenden Role Manuals, welches die Aufgaben und Verantwortlichkeiten der wichtigsten Konzernfunktionen und Gremien beschreibt und die Umsetzung der Vorgaben der 8. EU-Richtlinie. Bereits sehr frühzeitig befasste sich ein kleines Team mit den zu erwartenden neuen Anforderungen aus dieser EU-Richtlinie. Nachdem sie im April 2008 mit dem Unternehmensrechtsänderungsgesetz 2008 (URÄG

2008) in österreichisches Recht übernommen wurde, wird nun im neuen Geschäftsjahr die konkrete Umsetzung in Angriff genommen.

Im Vorgriff auf die künftigen Anforderungen der 8. EU-Richtlinie und des URÄG 2008, und obwohl Zumtobel von diesen Anforderungen erst ab dem Geschäftsjahr 2009/10 betroffen sein wird, weitet Zumtobel die Berichterstattung über das Risikomanagement, das Interne Kontrollsystem und die Organe und Gremien bereits mit dem vorliegenden Corporate Governance Bericht aus. Es wird jedoch noch keine vollständige Übereinstimmung mit dem URÄG 2008 beansprucht.

3.2 Der Österreichische Corporate Governance Kodex

Die Zumtobel AG erklärt ihre freiwillige Selbstverpflichtung zum Österreichischen Corporate Governance Kodex in der Fassung von Juni 2007. Zumtobel sieht die aktive Umsetzung des Kodex als wesentliche Verpflichtung. Die aktuelle Fassung des Kodex kann jederzeit auf der Website des Österreichischen Arbeitskreises für Corporate Governance abgerufen werden (www.corporategovernance.at).

Wie schon in den Jahren zuvor wurde auch im Geschäftsjahr 2007/08 der Kodex von der Zumtobel AG nahezu lückenlos eingehalten. Es wurden nicht nur die Mindestanforderungen umgesetzt, sondern auch die R-Regeln weitestgehend angewendet. Lediglich bei drei C-Regeln der insgesamt 80 Regeln des Kodex besteht eine teilweise abweichende Umsetzung. Diese Abweichungen werden nachfolgend im Sinne des Grundsatzes "Comply or Explain" erläutert.

Für das Geschäftsjahr 2008/09 wird die Einhaltung des Kodex entsprechend fortgesetzt und auch weiterhin die bestmögliche Anwendung der Regelungen angestrebt.

3.2.1 Comply or Explain

Der Vorstand der Zumtobel AG hat die Konzernrevision ("Corporate Internal Audit") beauftragt, einen Compliance Review zum Österreichischen Corporate Governance Kodex für das Geschäftsjahr 2007/08 durchzuführen und darüber Bericht zu erstatten. Basierend auf diesem Compliance Review erklärt die Zumtobel AG, dass sie im Geschäftsjahr 2007/08 alle L-Regeln des Österreichischen Corporate Governance Kodex in der Fassung von Juni 2007 eingehalten hat. Unverändert zum Vorjahr wurden bzw. werden folgende C-Regeln nicht bzw. nicht vollständig angewendet:

  • Regel 38: Der Aufsichtsrat hat kein Anforderungsprofil und kein Besetzungsverfahren für Vorstandsmitglieder definiert, da derzeit keine Besetzungen notwendig sind. Die entsprechenden Aufgaben werden bei Bedarf vom Gesamt-Aufsichtsrat bzw. vom Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten wahrgenommen.
  • Regel 41: Der Aufsichtsrat hat keinen eigenen Nominierungsausschuss eingerichtet. Die entsprechenden Aufgaben werden bei Bedarf vom Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten wahrgenommen.
  • Regel 55: Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel, war bis zu seiner Bestellung zum Mitglied und Vorsitzenden des Aufsichtsrats im September 2003 der Vorsitzende des Vorstands der Zumtobel AG.

3.2.2 Offenlegung der Honorare des Wirtschaftsprüfers

Die KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft wurde von der Hauptversammlung am 26. Juli 2007 zum Konzern- und Einzelabschlussprüfer der Zumtobel AG bestellt. Darüber hinaus ist die KPMG mit ihren Partnerbüros in geringem Umfang auch für Steuer- und Finanzberatung für die Zumtobel Gruppe tätig.

Im Geschäftsjahr 2007/08 sind bei der Zumtobel AG folgende Leistungen von der KPMG Austria angefallen bzw. vereinbart worden: Quartals- und Abschlussprüfungen in Höhe von 213.561 EUR, prüfungsnahe Dienstleistungen 177.293 EUR.

3.3 Risikomanagement und Internes Kontrollsystem

In der Zumtobel Gruppe bedeutet Risikomanagement die aktive Auseinandersetzung mit Risiken zur Sicherung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage und gleichermaßen zur Erkennung von Chancen und Abwägung von unternehmerischen Entscheidungen. Bei der Zumtobel Gruppe wird das Risikomanagement als eigenständiger Prozess gesehen und konsequent an der Weiterentwicklung des Risikomanagementsystems gearbeitet. Abhängig vom Risikopotential für die Gruppe wird die Verantwortung für den Umgang mit den Risiken dezentral in den operativen Einheiten oder durch zentrale Fachabteilungen übernommen. Der Konzernvorstand wird in regelmäßigen Abständen von den operativen Geschäftsführungen über die aktuelle und zu erwartende Geschäftsentwicklung sowie über vorhandene Risiken und Chancen informiert. Weiter wurden neben dem monatlichen Finanzreporting ein Performancereport sowie ein Risikoreport eingeführt, die sich an den kritischen Erfolgsfaktoren der Divisionen und des Konzerns orientieren.

Mit dem Risikoreport überwacht die Zumtobel Gruppe bestimmte Risiken intensiv und formalisiert. Zu den so überwachten Risiken zählen unter anderem das Marktrisiko, das Kurs- und Währungsrisiko, das Kreditrisiko und das Lagerumschlagsrisiko ("Obsolete Stock Risk"). Der Risikomanagement-Prozess als solches orientiert sich am "COSO1 Enterprise Risk Management Integrated Framework".

Die weitere Verbesserung des Risikomanagements wird einen wichtigen Arbeitsschwerpunkt im neuen Geschäftsjahr darstellen. Die personellen und organisatorischen Weichen dazu sind bereits gestellt. Im März 2008 wurde die neue Funktion "Corporate Financial Analysis & Risk Management" eingerichtet, die sich federführend um die Weiterentwicklung des Risikomanagements und des Risk-Monitorings kümmern wird. Vorgesehen ist einerseits die Aufnahme zusätzlicher Risiken ins regelmäßige Risk-Montoring und andererseits die Ergänzung des Risikomanagement-Prozesses um bisher noch zu wenig ausgeprägte Bestandteile des COSO-Modells. Weitere Fachbereiche, die sich im Rahmen ihrer Tätigkeit schon seit vielen Jahren intensiv mit Risikomanagement befassen, sind das Corporate Treasury und das Corporate Insurance Management.

Gemäß Regel 80 des Österreichischen Corporate Governance Kodex beurteilt der Wirtschaftsprüfer jährlich die Funktionsfähigkeit des Risikomanagements und berichtet darüber dem Vorstand und dem Aufsichtsrat. Die Prüfung für das Geschäftsjahr 2007/08 wurde im Mai 2008 durch die KPMG Austria durchgeführt und dem Audit Committee wurde in seiner Sitzung vom 26. Juni 2008 darüber berichtet.

Im Unterschied zum Risikomanagement, welches einen eigenen, strategisch ausgerichteten Prozess darstellt, versteht die Zumtobel Gruppe unter dem Begriff Internes Kontrollsystem die Gesamtheit der in die betrieblichen Prozesse integrierten operativen Überwachungs- und Steuerungsmaßnahmen. Das Interne Kontrollsystem unterstützt und sichert die Vollständigkeit und Zuverlässigkeit von Informationen und Systemen (Assurance), die Wirtschaftlichkeit und Effektivität von Prozessen, die Einhaltung von gesetzlichen, internen und vertraglichen Regelungen (Compliance) und sichert die Vermögenswerte des Unternehmens.

Wesentliche Bausteine des Internen Kontrollsystems der Zumtobel Gruppe sind angemessener Umfang und Transparenz von organisatorischen Regelungen und Richtlinien, Dokumentation und Nachvollziehbarkeit der Prozesse und Abläufe und in die Prozesse integrierte Kontrollmechanismen. Diese Kontrollmechanismen umfassen unter anderem Kontrollen der Richtigkeit und Vollständigkeit, Analysen von Abweichungen und Ausnahmen, sowie physische Kontrollen wie etwa Zugriffs- und Zugangskontrollen. Ein wichtiges Prinzip des Internen Kontrollsystems ist die Funktionstrennung. Darunter versteht Zumtobel im Einklang mit anerkannten, internationalen Standards die personelle Trennung von genehmigenden, ausführenden, verwaltenden, abrechnenden und auszahlenden Funktionen. Zur Umsetzung dieser Funktionstrennung kommen bei Zumtobel sowohl technische als auch organisatorische Maßnahmen zum Einsatz.

In den letzten Jahren ist das Interne Kontrollsystem der Zumtobel Gruppe parallel zum Corporate Governance System stetig weiterentwickelt worden. Einen weiteren Schub wird diese Entwicklung durch die Umsetzung der Anforderungen der 8. EU-

1 COSO: Committee of Sponsoring Organisations of the Treadway Commission

Richtlinie erfahren. Das Interne Kontrollsystem wird sich künftig noch mehr an den COSO-Modellen (zB "Internal Control over Financial Reporting") und an den vom Institute of Internal Auditors (IIA) herausgegebenen Standards orientieren.

Als eines der ersten, damals noch im Familienbesitz befindlichen Industrieunternehmen in Österreich hat die Zumtobel AG bereits 1995 eine Konzernrevision ("Corporate Internal Audit") eingerichtet. Das Corporate Internal Audit besteht aus drei Mitarbeitern und berichtet an den Vorstand und gemäß Regel 18 des Österreichischen Corporate Governance Kodex seit dem Börsengang auch an den Prüfungsausschuss des Aufsichtsrats ("Audit Committee").

Im Rahmen der vom Vorstand genehmigten und mit dem Audit Committee abgestimmten risiko-orientierten Audit-Planung überprüft die Konzernrevision das Interne Kontrollsystem der betrieblichen Prozesse. Dabei lag der Schwerpunkt in den vergangenen Jahren auf den Vertriebsprozessen samt zugehörigen Finanzprozessen, sowie auf der Sicherheit und Zuverlässigkeit der IT-Systeme. Im neuen Geschäftsjahr wird der Schwerpunkt der Prüfungen auf den Supply Chain Prozessen, insbesondere auf den Beschaffungsprozesse (ebenfalls samt zugehöriger Finanzprozesse) und auf den Überseegesellschaften liegen. Der IT-Schwerpunkt wird auch im neuen Geschäftsjahr beibehalten.

Ein zusätzliches Betätigungsfeld der Konzernrevision sind vom Vorstand beauftragte Ad-hoc Audits. Diese fokussieren sich auf aktuelle Risiken und auf Prüfungen abseits von Prozessen, beispielsweise von Projekten und sonstigen Einmalaktivitäten.

3.4 Die Organe und Gremien der Zumtobel AG

Entsprechend der österreichischen Gesetzeslage beruht die Organisation der Zumtobel AG auf den drei unabhängigen Organen Hauptversammlung, Aufsichtsrat und Vorstand. Der Vorstand ist für die Führung des Unternehmens verantwortlich. Der Aufsichtsrat, ein völlig getrenntes und von der Hauptversammlung gewähltes Organ, nimmt die Kontrollfunktion wahr. Vorstand und Aufsichtsrat sind nach dem Prinzip der strikten personellen Trennung organisiert, eine gleichzeitige Mitgliedschaft in beiden Organen ist nicht zulässig. Das ist ein wesentlicher Unterschied zum angloamerikanischen Board System.

Die Zusammenarbeit zwischen den drei Organen wird in der Satzung sowie in den Geschäftsordnungen für den Vorstand und den Aufsichtsrat geregelt. Satzung und Geschäftsordnungen sind auf der Website der Zumtobel Gruppe (www.zumtobelgroup.com) veröffentlicht.

3.4.1 Die Aktionäre und die Hauptversammlung

Die Aktionäre nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung wahr und üben dort ihr Stimmrecht aus. Die Aktien der Zumtobel AG sind nach dem Prinzip "one share - one vote" ausgestaltet und es gibt keine Vorzugs- oder Mehrfachstimmrechte.

Die Hauptversammlung wird mindestens 21 Tage vor dem Versammlungstermin einberufen und wird am Sitz der Gesellschaft oder in Wien oder in einer anderen österreichischen Landeshauptstadt abgehalten.

Der Hauptversammlung sind bestimmte wichtige Entscheidungen vorbehalten, darunter die Verwendung des Bilanzgewinnes, die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, die Wahl des Abschlussprüfers und die Wahl von neuen Aufsichtsratsmitgliedern. Außerdem entscheidet sie über Satzungsänderungen und Kapitalmaßnahmen.

Die Aktien der Zumtobel AG sind Inhaberaktien, keine Namensaktien. Angaben über die Aktionärsstruktur sind daher nur dann möglich, wenn die Aktionäre ihre Aktien für die Hauptversammlung hinterlegen oder Zumtobel von sich aus über ihren Aktienanteil informieren. Die verfügbaren Angaben über die Aktionärsstruktur sind im Konzernlagebericht unter Kapitel 1.11 erläutert.

3.4.2 Der Vorstand

Die Mitglieder des Vorstands werden vom Aufsichtsrat bestellt. Die Vorstände dürfen Nebentätigkeiten nur nach vorheriger Zustimmung des Aufsichtsrats ausüben.

Dr. Andreas Ludwig - CEO

Seit 1. Mai 2003 ist Dr. Andreas Ludwig Mitglied des Vorstands und seit 1. September 2003 CEO und Vorsitzender des Vorstands der Zumtobel AG. Er ist bestellt bis 30. April 2012. Hr. Ludwig wurde 1959 in Wien geboren und machte seinen Doktor der Rechte an der Universität Wien. Er begann seine Karriere 1984 als Prüfungsassistent bei der Wr. Treuhand- und WirtschaftsberatungsgesmbH, Wien. 1986 trat er in die Swarovski America Ltd., Rhode Island, als Assistent des CFO ein. Zwischen 1987 und 2001 war Herr Ludwig in verschiedenen Managementpositionen innerhalb der Swarovski-Gruppe tätig, darunter als Vice President Finance der Daniel Swarovski Corporation AG, Feldmeilen / Schweiz (1987–1990), CFO und COO der Zale Corporation, Dallas / USA (1991–1993), und CEO der Tyrolit Gruppe, Schwaz / Österreich (1994–2001). 2001 wechselte Herr Ludwig als Managing Director zu UBS Warburg, London, und übte diese Funktion bis 2003 aus.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: Mitglied des Vorstands der österreichischen Industriellenvereinigung, Vorstandsmitglied und Vizepräsident der Industriellenvereinigung Vorarlberg, Stellvertretender Vorsitzender des ZVEI2 , Fachbereich Elektroleuchten sowie Präsident der CELMA3 .

Dipl. Wirtsch. Ing. Thomas Spitzenpfeil - CFO

Seit 1. Mai 2004 ist Thomas Spitzenpfeil CFO und Mitglied des Vorstands der Zumtobel AG. Er ist bestellt bis 30. April 2010. Hr. Spitzenpfeil wurde 1962 in Saulgau, Deutschland, geboren und erwarb 1989 sein Diplom als Wirtschaftsingenieur an der Technischen Universität in Darmstadt. Im Jahr 1990 begann er seine Karriere als Trainee bei der Robert Bosch GmbH und übernahm anschließend eine Funktion als Controller und Assistent eines Division CFO; diese Position übte er von 1990 bis 1993 aus. 1993 trat er als Leiter Controlling Aluminium in die VIAG AG ein. 1995 wurde er Leiter des Werkscontrolling bei der Kodak AG in Stuttgart. Von 1996 bis 2002 übte er verschiedene Managementpositionen in der VAW Aluminium AG aus, darunter Leiter Controlling Rolled Products Division (1996–1998), Finance Director Rolled Products Division (1998–2000) und Managing Director Service Center Accounting (2000–2002). Nach der Übernahme der VAW Aluminium AG durch die Norsk Hydro in 2002 wurde Herr Spitzenpfeil CFO der Division Rolled Products und Mitglied des Aufsichtsrats der Hydro Aluminium Deutschland GmbH.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: Mitglied des Aufsichtsrats der Austria Metall AG in Braunau-Ranshofen / Österreich (seit 23. November 2007)

Die Aufgabenverteilung des Vorstands ist in der vom Aufsichtsrat verabschiedeten und zuletzt im Jahr 2006 geänderten Geschäftsordnung des Vorstands festgelegt.

Dr. Andreas Ludwig: Vertrieb, Marketing, Produktion, Forschung und Entwicklung, interne und externe Kommunikation, Personalwesen, Strategie und Unternehmensentwicklung.

Dipl. Wirtsch. Ing. Thomas Spitzenpfeil: Controlling, Rechnungswesen, Treasury, Recht und Steuern, EDV, Interne Revision, Investor Relations ,Versicherungswesen, Gebäudeverwaltung.

Jedes Vorstandsmitglied führt seine Geschäftsbereiche eigenständig. Zur übergreifenden Kontrolle und Steuerung dient die Vorstandssitzung, die monatlich stattfindet und über die Protokoll geführt wird.

3.4.3 Der Vorstand |Vergütungsregelungen und Bezüge

Das fixe Basisgehalt orientiert sich unverändert am Verantwortungsbereich des Vorstands und wird, wie in Österreich üblich, in 14 Monatsgehältern im Nachhinein ausbezahlt.

Für den variablen Anteil gibt es kein gesondertes Erfolgsbeteiligungsmodell, die Vorstandsmitglieder nehmen gemeinsam mit anderen Führungskräften (Managementpositionen mit wesentlichem strategischem und operativem Einfluss) am "Leadership

2 ZVEI - Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie e.V., Frankfurt am Main, Deutschland 3 CELMA - Europäischer Dachverband der Hersteller von Leuchten und Leuchtenzubehör

Incentive Program" (LIP) teil. Seit dem Geschäftsjahr 2006/07 orientiert sich die Bonuszahlung an der Verbesserung der Kennzahlen bereinigtes EBIT, Umsatz, Working Capital und ROCE (Return on Capital Employed / Gesamtkapitalverzinsung) gegenüber den Ist-Werten des Vorjahrs ("year-over-year improvement"). Das Bonussystem kann sowohl zu positiven (bei Zielüberschreitung) als auch zu negativen (bei Zielunterschreitung) Boni führen.

Aufwandswirksame Vergütung des Vorstands

Offenlegung gemäß Regel 29 und 30 des Österreichischen Corporate Governance Kodex:

In TEUR 2007/08
Gesamtbezüge des Vorstands 1 871
_ davon fixe Bezüge 833
_ davon variable Bezüge 1 039

Es gibt keine besondere betriebliche Altersvorsorge für Vorstandsmitglieder.

Die Vorstandsverträge enthalten seit April 2008 eine Change-of-Control-Klausel. Im Falle einer Übernahme der Gesellschaft durch einen neuen Mehrheitsaktionär steht den Vorstandsmitgliedern das Recht zu, ihr Mandat einseitig zurückzulegen. In diesem Fall erhalten die Vorstandsmitglied die fixen und variablen Bezüge bis zum ursprünglich vereinbarten Ablauf des Vertrages, mindestens jedoch für die Dauer von 12 Monaten. Darüber hinaus haben die Vorstandsmitglieder keine besonderen Ansprüche oder Anwartschaften im Falle der Beendigung ihrer Funktion.

Die aktienorientierte Vorstandsvergütung basiert unverändert auf den Mitarbeiterbeteiligungsprogrammen für Führungskräfte, und zwar auf dem "Stock Option Program" (SOP) und auf dem "Matching Stock Program" (MSP). Beide Programme werden ausführlich im Konzernanhang unter Kapitel 2.5.5.13 erläutert. Die Zuteilung aus dem SOP endete mit Ablauf des Geschäftsjahres 2007/08.

Der Vorstand hat aus dem SOP bisher folgende Optionen zugeteilt erhalten bzw. ausgeübt:

2007/08 2006/07 1. Mai 2003 bis
Zuteilung Ausübung Verfügbar Zuteilung Ausübung 30. April 2006
Dr. Andreas Ludwig 25 000 50 000 25 000 100 000 180 000 130 000
Dipl. Wirtsch. Ing. Thomas Spitzenpfeil 8 000 16 000 33 600 26 000 20 400 36 000
Gesamt 33 000 66 000 58 600 126 000 200 400 166 000
Ausübungspreis 7,50 EUR 7,50 EUR 7,50 EUR 7,50 EUR 7,50 EUR 7,50 EUR

Der Vorstand hat aus dem MSP bisher folgende Aktien zugeteilt erhalten bzw. ausgeübt.

2007/08 2006/07
Zuteilung Ausübung Verfügbar Zuteilung
Dr. Andreas Ludwig 109 224 78 048 109 224 78 048
Dipl. Wirtsch. Ing. Thomas Spitzenpfeil 43 680 31 216 43 680 31 216
Ausübungspreis 0,00 EUR
Ausübungsbetrag 0,00 EUR

Nachrichtlich: Der Ausübungstermin war der 12. Mai 2008

Die Ausübung erfolgt automatisch und unbeeinflussbar zwei Jahre nach der Zuteilung. Der Ausübungspreis hängt von der Kurssteigerung zwischen dem Aktienkurs zum Zeitpunkt der Zuteilung gegenüber dem Kurs zum Zeitpunkt der Ausübung ab. Findet keine Kurssteigerung statt ist der Ausübungskurs 0 EUR und die Vergütung demzufolge ebenfalls 0 EUR (Anspruch verfällt).

Die Bewertung des Stock Option Program und des Matching Stock Program ist im Konzernanhang unter Kapitel 2.5.5.13 im Detail dargestellt.

Auf der Website der Zumtobel Gruppe (www.zumtobelgroup.com) wird laufend über den Kauf und Verkauf eigener Aktien durch die Directors im Sinne des Österreichischen Börsengesetzes berichtet. Zu diesem Kreis gehören die Vorstände, die Geschäftsleitung der Divisionen und die Aufsichtsräte der Zumtobel AG, ferner die Aufsichtsräte der Divisionsobergesellschaften Zumtobel Lighting GmbH und TridonicAtco GmbH & Co KG, sowie der Leiter Corporate HR.

3.4.4 Der Aufsichtsrat

Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden von der Hauptversammlung bestellt. Die Arbeitnehmervertreter sind gemäß österreichischem Aktiengesetz berechtigt, für je zwei von der Hauptversammlung gewählte Mitglieder ein Mitglied aus ihren Reihen zu entsenden. Das gilt sowohl für den Aufsichtsrat als auch für seine Ausschüsse, ausgenommen den Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten.

Name Verantwortungsbereich erstmalig bestellt /
entsendet
bestellt bis
Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel Vorsitzender 2003 2010
Dr. Harald Sommerer Stv. Vorsitzender 2006 2010
Walter M. Dünser Mitglied 1994 2010
Johannes P. Huth Mitglied 2000 2010
Dr. Wolf Klinz Mitglied 2001 2010
Dipl.-Ing. Fritz Zumtobel Mitglied 1996 2010
Ludwig Auer Delegierter des Betriebsrats 2004
Herbert Kaufmann Delegierter des Betriebsrats 2004
Mario Wintschnig Delegierter des Betriebsrats 2007

Der Gesamt-Aufsichtsrat tagte im Geschäftsjahr 2007/08 insgesamt vier mal. Dabei haben neun Mitglieder an allen vier Sitzungen teilgenommen und ein Mitglied an drei Sitzungen (Anwesenheitsquote: 35 von 36 möglichen Anwesenheiten).

Bei den vier Aufsichtsratssitzungen sowie im Rahmen der laufenden Berichterstattung haben Aufsichtsrat und Vorstand intensiv über die wirtschaftliche Lage und wesentliche Ereignisse beraten. Sie haben die strategische Weiterentwicklung des Unternehmens vorangetrieben und Beschlüsse über wesentliche Investitionen,Akquisitionen und Maßnahmen gefasst.

In der Sitzung vom 4. Juli 2007 befasste sich der Aufsichtsrat vor allem mit dem Jahresabschluss und dem Lagebericht 2006/07 samt Empfehlung an die Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns und formeller Feststellung des Jahresabschlusses. Darüber hinaus ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand ausführlich über Fragen des laufende Geschäfts berichten. Weiters wurde der Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung verabschiedet und der Tätigkeitsbericht des Compliance Beauftragten gemäß Emittenten Compliance Verordnung (ECV) zur Kenntnis genommen. Außerdem traten Aufsichtsrat und Vorstand in einen ausführlichen Dialog hinsichtlich der strategischen Ausrichtung der Zumtobel Gruppe ein. Die wesentlichen Themen der Sitzung vom 5. Oktober 2007 waren der Lagebericht zum 1. Quartal 2007/08, die Personalentwicklung und die strategische Planung für die Geschäftjahre nach 2008/09, sowie der Bericht über das laufende Geschäft, darunter auch der Bericht über das Projekt zum Werksneubau in Spennymoor (UK).

Am 11. Januar 2008 beschäftigte sich der Aufsichtsrat mit dem Halbjahresergebnis 2007/08 und führte den in der letzten Sitzung begonnenen Dialog über die strategische Planung und die Eckpunkte der mittel- und langfristigen Zielsetzungen fort. Im Rahmen des Berichts zum laufenden Geschäft ließ er sich über die geplanten Schritte zur Bündelung der LED Aktivitäten und den Projektstatus zum Werksneubau in Spennymoor (UK) berichten.

Die Sitzung am 11. April 2008 fand anlässlich der Messe "Light & Building" in Frankfurt statt und der Aufsichtsrat nutzte die Gelegenheit, sich am Messestand der Zumtobel Gruppe ausführlich über die neuesten Produkte sowie die Wettbewerbssituation zu informieren. Es wurde der Lagebericht zum 3. Quartal 2007/08 sowie die Vorschau auf das 4. Quartal ausführlich diskutiert. Das Budget 2008/09 wurde nach intensiver Beratung genehmigt. Der Aufsichtsrat ließ sich außerdem vom Vorstand über die Projekte zur Umsetzung der Strategie berichten. Zudem wurde die Verlängerung des Vertrags mit dem Vorsitzenden des Vorstands, Dr.Andreas Ludwig, beschlossen (Verlängerung bis April 2012).

Der Aufsichtsrat hat die Unabhängigkeitskriterien nach Regel 53 des Österreichischen Corporate Governance Kodex in seiner Sitzung vom 29. September 2006 festgelegt und auf der Website der Zumtobel Gruppe publiziert (www.zumtobelgroup.com). Folgende drei Mitglieder des Aufsichtsrat haben erklärt, unabhängig im Sinne dieser Kriterien zu sein: Johannes P. Huth, Dr. Wolf Klinz und Dr. Harald Sommerer. Damit wird die Regel 54 des Österreichischen Corporate Governance Kodex mehr als nur eingehalten (die Regel fordert nur 2 unabhängige Mitglieder).

Kein Aufsichtsrat hat verwandtschaftliche Beziehungen zu den Vorständen und es lagen keine Interessenskonflikte und keine Kreuzverflechtungen vor. Zwischen den Aufsichtsräten und der Zumtobel Gruppe gibt es keine Verträge, die gemäß Regel 48 und 49 des Österreichischen Corporate Governance Kodex zustimmungspflichtig oder offenzulegen sind.

Bekleiden Mitglieder des Aufsichtsrats zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe, so werden diese gemäß Regel 56 und 57 des Österreichischen Corporate Governance Kodex sowohl auf der Website der Zumtobel Gruppe (www.zumtobelgroup.com) als auch in diesem Corporate Governance Bericht veröffentlicht (siehe weiter unten).

3.4.5 Der Aufsichtsrat | Ausschüsse

Der Aufsichtsrat der Zumtobel AG hat folgende Ausschüsse gebildet:

Prüfungsausschuss (Audit Committee)

Mitglieder: Dr. Harald Sommerer (Vorsitzender und Finanzexperte), Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel, Walter M. Dünser und Mario Wintschnig.

Aufgaben: Das Audit Committee ist für die Prüfung und Vorbereitung der Feststellung des Jahresabschlusses sowie des Konzernabschlusses, des Vorschlags für die Gewinnverteilung und des Lageberichts zuständig. Der Prüfungsausschuss unterbreitet einen Vorschlag für die Wahl des Abschlussprüfers zur Beschlussfassung durch die Hauptversammlung. Dieser Vorschlag muss von der Hauptversammlung genehmigt werden. Der Wirtschaftsprüfer wird anschließend durch den Vorsitzenden des Aufsichtsrats beauftragt. Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2007/08 zwei mal und bei beiden Sitzungen waren alle Mitglieder anwesend.

In der Sitzung von 20. Juni 2007 beschäftigte sich das Audit Committee mit der Feststellung des Jahresabschlusses 2006/07 und dem Bericht des Wirtschaftsprüfers. Weitere Themen waren der interne Compliance Review zum Österreichischen Corporate Governance Kodex, die Evaluierung des Risikomanagementsystems durch den Wirtschaftsprüfer gemäß Regel 80 des Österreichischen Corporate Governance Kodex und die Neubestellung des Wirtschaftsprüfers für 2007/08.

In der Sitzung von 5. Oktober 2007 befasste sich das Audit Committee mit dem Jahresbericht des Corporate Internal Audit und dem Management Letter des Wirtschaftsprüfers vom April 2007. Außerdem wurden die Änderungen an den International Financial Reporting Standards (IFRS) und im Fast Close Prozess zur Kenntnis genommen und die daraus notwendigen Beschlüsse gefasst.

Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten

Mitglieder: Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel (Vorsitzender), Johannes P. Huth,Walter M. Dünser.

Aufgaben: Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten ist verantwortlich für die Beziehungen zwischen dem Unternehmen und den Vorstandsmitgliedern und entspricht dem in Regel 43 des Österreichischen Corporate Governance Kodex vorgesehenen Vergütungsausschuss. Der Ausschuss für Vorstandsangelegenheiten befasste sich im Geschäftsjahr 2007/08 intensiv mit seinen Aufgaben. Aus Gründen der Sitzungsökonomie finden seine Zusammenkünfte normalerweise in Form von Telefonkonferenzen oder am Rande von Aufsichtsrats- oder sonstigen Sitzungen statt. Im Berichtsjahr fanden über zehn solche Telefonkonferenzen statt. Dabei befasste sich der Ausschuss sowohl mit der Vertragsverlängerung für den Vorstandsvorsitzenden als auch mit Themen der Organisationsentwicklung im Allgemeinen.

3.4.6 Der Aufsichtsrat | Aktionärsvertreter

Dipl.-Ing. Jürg Zumtobel

Seit September 2003 ist Jürg Zumtobel Vorsitzender des Aufsichtsrats der Zumtobel AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2009/10. Im Jahr 1936 in Frauenfeld, Schweiz, geboren, trat Jürg Zumtobel im Jahr 1963 in die Zumtobel Gruppe ein und übte verschiedene Funktionen in Produktionsplanung und -steuerung, Produktion und Vertrieb aus. Von 1991 bis 2003 war er CEO und Vorsitzender des Vorstands der Zumtobel AG.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: Kulturhäuser Betriebsgesellschaft, Bregenz/Österreich (Mitglied des Aufsichtsrats), Verein der Freunde des Kunsthaus Bregenz, Bregenz/Österreich (Präsident), Committee on Architecture and Design at the Museum of Modern Art, New York (Mitglied), Stern Stewart Institute, München/Deutschland (Mitglied des Beirats).

Dr. Harald Sommerer

Seit April 2006 ist Herr Sommerer Mitglied und stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats der Zumtobel AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2009/10. Er wurde 1967 in Wien, Österreich, geboren, ist Doktor der Sozialund Wirtschaftswissenschaften der Universität für Wirtschaft und Unternehmensverwaltung in Wien und Master of Management der J. L. Kellogg Graduate School of Management, Northwestern University. Seit 1997 ist Herr Sommerer Vorstandsmitglied der AT&S Austria Technologie & Systemtechnik AG, davon zwischen 1998 und 2005 als CFO und seit 2005 als CEO.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: verschiedene Funktionen innerhalb des AT&S Konzerns.

Dipl.-Ing. Fritz Zumtobel

Seit 1996 gehört Fritz Zumtobel dem Aufsichtsrat der Zumtobel AG an. Bis 1. September 2003 war er Vorsitzender, vom 1. September 2003 bis zum 7. April 2006 war er Stellvertretender Vorsitzender und ist seither Mitglied. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2009/10. Fritz Zumtobel wurde 1939 in Frauenfeld, Schweiz, geboren. Er trat 1965 in die Zumtobel Gruppe ein und bekleidete verschiedene Positionen, hauptsächlich im technischen Bereich. Von 1974 bis 1996 war er Mitglied des Vorstands der Zumtobel AG.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: keine

Johannes P. Huth

Seit 2000 ist Herr Huth Mitglied des Aufsichtsrats der Zumtobel AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2009/10. Er wurde 1960 in Heidelberg, Deutschland, geboren und ist Träger eines Bachelor of Science (BSc) der London School of Economics und eines Master of Business Administration (MBA) der University of Chicago. Bevor Herr Huth im Mai 1999 bei KKR eintrat, war er Mitglied der Geschäftsleitung der Investcorp und mitverantwortlich für das Europageschäft der Investcorp. Von 1986 bis 1991 arbeitete er bei Salomon Brothers und war dort Vice President in den Merger&Acquisitons Abteilungen in London und New York.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: A.T.U Auto-Teile-Unger Holding GmbH, Weiden/Deutschland (Vorsitzender des Aufsichtsrats), Rally Lux Holding One S.a.r.l., Luxemburg (Director), Rally Lux Holding Two S.a.r.l., Luxemburg (Director), KION Holding 1 GmbH, Wiesbaden/Deutschland (Vorsitzender des Aufsichtsrats, Vorsitzender des Personnel Committees, Vorsitzender des Audit Committees), KKR & Co Limited, London/UK (Director), KKR & Co SAS, Paris/Frankreich (President), NXP BV, Eindhoven/Niederlande (Mitglied des Aufsichtsrats), ProSieben Sat1 Media AG, Unterföhring/Deutschland (Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats).

Dr. Wolf Klinz

Herr Klinz ist seit 2001 Mitglied des Aufsichtsrats der Zumtobel AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2009/10. Geboren im Jahr 1941 in Wien, beinhaltet Herr Klinz' Karriere Positionen als Managing-Partner von McKinsey & Company und als Mitglied des Vorstands mehrerer europäischer Technologieunternehmen wie Landis & Gyr, Lurgi und Hartmann & Braun. Von 1990 bis 1994 war er Mitglied des Vorstands der Treuhandanstalt, Berlin. Zudem war er als Präsident der Frankfurter Industrie- und Handelskammer tätig. Seit 2004 ist er Mitglied des Europäischen Parlaments.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: AVECO AG, Frankfurt am Main/Deutschland (Mitglied des Aufsichtsrats), IVG Immobilien AG, Bonn (Mitglied des Beirats).

Walter M. Dünser

Seit 1994 ist Herr Dünser Mitglied des Aufsichtsrats der Zumtobel AG. Er ist bestellt bis zur Hauptversammlung über das Geschäftsjahr 2009/10. Herr Dünser ist seit 58 Jahren in der Zumtobel Gruppe tätig. Geboren im Jahr 1930 in Dornbirn, Österreich, Absolvent der Handelsakademie, hatte er bereits 1949 erste Kontakte mit dem nachmaligen Gründer der Zumtobel KG und übernahm 1950 nach Gründung der Zumtobel KG die Buchhaltung und kaufmännischen Agenden als Einzelprokurist. Er wurde 1976 Vorstandsmitglied und CFO der Zumtobel AG und trat 1994 in den Aufsichtsrat über.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: Hilti & Jehle GmbH, Feldkirch/Österreich (Vorsitzender des Aufsichtsrats), Dornbirner Sparkasse Bank AG, Dornbirn/Österreich (Vorsitzender des Aufsichtsrats), Anteilsverwaltungssparkasse Dornbirn, Dornbirn/Österreich (Mitglied des Sparkassenrats), Hektor Privatstiftung, Dornbirn/Österreich (Vorsitzender des Stiftungsrats), GWZ Privatstiftung,Wien/Österreich (Vorsitzender des Stiftungsrats).

3.4.7 Der Aufsichtsrat | Delegierte des Betriebsrats

Mario Wintschnig

Seit Januar 2007 ist Herr Wintschnig (akad. gepr. Betr. oec) als vom Betriebsrat der Angestellten entsendetes Mitglied Angehöriger des Aufsichtsrates der Zumtobel AG. Herr Wintschnig ist im Jahr 1961 in Dornbirn, Österreich, geboren und trat im Jahr 1981 in die Zumtobel Gruppe ein. Er ist Pricing Manager in der Zumtobel Lighting GmbH und seit Januar 2007 der Vorsitzende des Betriebsrates der Angestellten von Zumtobel Lighting GmbH, Zumtobel AG und der Zumtobel Licht Österreich Vertriebs-GmbH.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: keine

Ludwig Auer

Seit September 2004 ist Herr Auer als vom Betriebsrat der Arbeiter entsendetes Mitglied Angehöriger des Aufsichtsrats der Zumtobel AG. Er wurde 1955 in Treibach, Österreich, geboren und trat 1980 als Mitarbeiter im Musterbau in die Zumtobel Gruppe ein. Im Jahr 2004 wurde Herr Auer Vorsitzender des Betriebsrats der Arbeiter der Zumtobel Lighting GmbH.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: keine

Herbert Kaufmann

Seit August 2004 ist Herr Kaufmann als vom Betriebsrat der Arbeiter entsendetes Mitglied Angehöriger des Aufsichtsrats der Zumtobel AG. Geboren im Jahr 1957 in Dornbirn, Österreich, trat Herr Kaufmann 1985 als Mitarbeiter in der Elektronikmontage in die Zumtobel Gruppe ein. Seit 2004 ist er Vorsitzender des Betriebsrats der Arbeiter der TridonicAtco GmbH & Co KG.

Zusätzliche Funktionen oder Organschaften außerhalb der Zumtobel Gruppe: keine

3.4.8 Der Aufsichtsrat |Vergütungsregelung

Gemäß Geschäftsordnung des Aufsichtsrats (letztmalig geändert am 7. April 2006) erhält jedes Aufsichtsratsmitglied Ersatz für seine baren Auslagen, ein Anwesenheitsgeld für jede Sitzung und eine jährliche Aufsichtsratsvergütung. Die Höhe des Anwesenheitsgeldes und der Aufsichtsratsvergütung wird durch Beschluss der Hauptversammlung festgesetzt. Übernehmen Mitglieder des Aufsichtsrates in dieser Eigenschaft eine besondere Tätigkeit im Interesse der Gesellschaft, so kann ihnen hierfür durch Beschluss der Hauptversammlung eine Sondervergütung bewilligt werden.

Die oben genannten Bezüge wurden letztmalig in der ordentlichen Hauptversammlung vom 15. Juli 2005 neu festgelegt. Das Anwesenheitsgeld (Sitzungsgeld) beträgt 3.000 EUR. Die jährliche Aufsichtsratsvergütung beträgt für den Vorsitzenden und seine Stellvertreter 40.000 EUR, für alle anderen Mitglieder 20.000 EUR. Die Belegschaftsvertreter erhalten nur das Sitzungsgeld von 3.000 EUR. Die Sitzungsgelder werden unmittelbar nach der Sitzung ausgeschüttet, die Aufsichtsratsvergütungen werden nachschüssig im folgenden Geschäftsjahr ausgezahlt.

Offenlegung gemäß Regel 51 des Österreichischen Corporate Governance Kodex:

Im Geschäftsjahr 2007/08 wurden insgesamt 117.000 EUR an Sitzungsgeldern (Vorjahr: 135.000 EUR) und 160.000 EUR an Aufsichtsratsvergütungen (Vorjahr: 180.000 EUR) an die Mitglieder des Aufsichtsrats ausgeschüttet.

Einzelabschluss Zumtobel AG 1. Mai 2007 bis 30.April 2008

4. Einzelabschluss Zumtobel AG

Einzelabschluss Zumtobel AG 1. Mai 2007 bis 30.April 2008

Inhalt

4. Einzelabschluss ZAG 118
4.1 Bilanz _____________ 118
4.2 Gewinn- und Verlustrechnung_______ 120
4.3 Anhang____________ 121
4.3.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden __________ 121
4.3.1.1 Allgemeine Grundsätze ___________ 121
4.3.1.2 Anlagevermögen __________ 121
4.3.1.3 Forderungen _______ 121
4.3.1.4 Eigene Anteile ____________ 121
4.3.1.5 Rückstellungen ___________ 122
4.3.1.6 Verbindlichkeiten __________ 122
4.3.1.7 Währungsumrechnung ___________ 122
4.3.1.8 Änderungen von Bewertungsmethoden ____ 122
4.3.1.9 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag_________ 122
4.3.2 Erläuterung zur Bilanz _______ 123
4.3.2.1 Anlagevermögen __________ 123
4.3.2.2 Angabe über Beteiligungsunternehmen _____ 123
4.3.2.3 Forderungen _______ 125
4.3.2.4 Eigene Anteile ____________ 125
4.3.2.5 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten ______ 125
4.3.2.6 Aktive Rechnungsabgrenzungen __________ 125
4.3.2.7 Eigenkapital ________ 125
4.3.2.8 Unversteuerte Rücklagen _________ 127
4.3.2.9 Rückstellungen ___________ 127
4.3.2.10 Verbindlichkeiten __________ 128
4.3.2.11 Anteilsbasierte Vergütungen _______ 129
4.3.2.12 Sonstige finanzielle Verpflichtungen ________ 130
4.3.3 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung_____ 132
4.3.3.1 Umsatzerlöse ____________ 132
4.3.3.2 Sonstige betriebliche Erträge_______ 132
4.3.3.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen_______ 133
4.3.3.4 Erträge aus Beteiligungen, Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus
Wertpapieren des Umlaufvermögens ______ 133
4.3.3.5 Steuern vom Einkommen _________ 133
4.3.4 Sonstige Angaben __________ 134
4.3.4.1 Zahl der Arbeitnehmer ___________ 134
4.3.4.2 Organe der Gesellschaft __________ 134
4.3.4.3 Angabe zum Konzernabschluss _____ 135
4.4 Lagebericht_________ 136
4.5 Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk___________ 136
4.6 Anlagenspiegel ____________ 137

4. Einzelabschluss ZAG

4.1 Bilanz

Aktiva 30. April 2008 30. April 2007
EUR TEUR
A.Anlagevermögen
I.Immaterielle Vermögensgegenstände
1.Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Vorteile sowie daraus
abgeleitete Lizenzen
2.482.754,00 1.033
II.Sachanlagen
1.Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem
Grund
42.539.589,11 45.115
2.Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 235.176,14 296
42.774.765,25 45.412
III.Finanzanlagen
1.Anteile an verbundenen Unternehmen 659.712.075,97 641.986
2.Ausleihungen an verbundene Unternehmen 2.123.552,12 1.471
3.Beteiligungen 24.319,15 24
4.Wertpapiere (Wertrechte) des Anlagevermögens 13.006.051,53 18.748
674.865.998,77 662.228
720.123.518,02 708.673
B.Umlaufvermögen
I.Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1.Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.084,80 9
2.Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 7.130.151,78 9.044
3.Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 168.884,23 121
4.Sonstige Forderungen undVermögensgegenstände 3.940.740,75 88
11.246.861,56 9.261
II.Wertpapiere und Anteile
Eigene Anteile 1.991.947,10 5.881
III.Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 293.917,11 1.739
13.532.725,77 16.881
C.Rechnungsabgrenzungsposten 811.828,95 812
734.468.072,74 726.366
Passiva
30. April 2008
30. April 2007
EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Grundkapital 111.760.860,00 111.761
II. Rücklage für eigene Anteile 1.991.947,10 5.881
III. Kapitalrücklagen
1. Gebundene 308.562.380,00 308.562
2. Nicht gebundene 64.008.052,90 60.119
372.570.432,90 368.681
IV. Gewinnrücklagen
Andere Rücklagen (freie Rücklagen) 53.759.961,49 53.760
V. Bilanzgewinn 60.265.837,95 50.139
davon Gewinnvortrag: EUR 27.859.341,39;Vorjahr: Gewinnvortrag TEUR 47.073;
600.349.039,44 590.222
B. Unversteuerte Rücklagen
Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen 629.386,08 662
C. Rückstellungen
1.Rückstellungen für Abfertigungen 1.897.614,00 1.657
2.Steuerrückstellungen 16.626,00 12
3.Sonstige Rückstellungen 7.536.543,50 5.137
9.450.783,50 6.807
D. Verbindlichkeiten
1.Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 64.404.914,59 82.306
2.Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.751.921,10 3.796
3.Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 53.846.620,79 41.440
4. SonstigeVerbindlichkeiten 1.035.407,24 1.133
davon aus Steuern EUR 102.035,29;Vorjahr:TEUR 300;
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 161.061,43;Vorjahr:TEUR 137;
124.038.863,72 128.676
734.468.072,74 726.366
Haftungsverhältnisse 335.995.810,07 347.111

4.2 Gewinn- und Verlustrechnung

30. April 2008 30. April 2007
EUR TEUR
1. Umsatzerlöse 32.727.776,84 29.976
2. Sonstige betriebliche Erträge
a) Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 1.457.906,25 2.422
b) Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 59.750,00 3.079
c) Übrige 3.396.063,87 1.338
4.913.720,12 6.838
3. Personalaufwand
a) Löhne 24.993,00 29
b) Gehälter 9.237.111,62 8.568
c) Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 218.489,87 312
d) Aufwendungen für Altersversorgung 135.698,76 66
e) Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abhängige
Abgaben und Pflichtbeiträge
1.880.135,91 1.916
f) Sonstige Sozialaufwendungen 899.391,95 680
12.395.821,11 11.571
4. Abschreibungen
a) auf immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.789.750,09 3.013
5. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Steuern 85.684,16 1.691
b) Übrige 25.010.276,92 20.935
25.095.961,08 22.626
6. Zwischensumme aus Z 1 bis 5 (Betriebsergebnis) -2.640.035,32 -396
7. Erträge aus Beteiligungen (aus verbundenen Unternehmen) 46.384.436,76 12.088
8. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.056.483,42 1.440
davon aus verbundenen Unternehmen: 1.028.326,52 EUR ;Vorjahr:TEUR 1.218;
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 391.977,85 4.256
davon aus verbundenen Unternehmen: 181.635,83 EUR ;Vorjahr:TEUR 3.955;
10. Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen 945.985,51 0,00
11.Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens -2.843.643,60 -2.440
davon Abschreibungen: 2.000.000 EUR;Vorjahr:TEUR 0;
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -10.948.443,54 -14.613
davon betreffend verbundene Unternehmen: 3.155.285,75 EUR;Vorjahr:TEUR 3.013;
13. Zwischensumme aus Z 7 bis 12 (Finanzergebnis) 34.986.796,40 731
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 32.346.761,08 335
15. Steuern vom Einkommen 27.442,52 2.698
16. Jahresüberschuss 32.374.203,60 3.033
17.Auflösung unversteuerter Rücklagen
Bewertungsreserve auf Grund von Sonderabschreibungen 32.292,96 32
18. Jahresgewinn 32.406.496,56 3.066
19. Gewinnvortrag aus demVorjahr 27.859.341,39 47.073
20. Bilanzgewinn 60.265.837,95 50.139

4.3 Anhang

4.3.1 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

4.3.1.1 Allgemeine Grundsätze

Der Jahresabschluss wurde gemäß UGB und unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung, sowie unter Beachtung der Generalnorm, ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens zu vermitteln, aufgestellt.

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurde der Grundsatz der Vollständigkeit eingehalten.

Bei der Bewertung der einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden wurde der Grundsatz der Einzelbewertung beachtet und eine Fortführung des Unternehmens unterstellt.

Dem Vorsichtsprinzip wurde dadurch Rechnung getragen, dass nur die am Abschlussstichtag verwirklichten Gewinne ausgewiesen wurden.Alle erkennbaren Risiken und drohenden Verluste wurden berücksichtigt.

4.3.1.2 Anlagevermögen

4.3.1.2.1 Immaterielle Vermögensgegenstände

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind.

Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.

Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrundegelegt:

Jahre
Software 5-7
Sonstige 4

4.3.1.2.2 Sachanlagevermögen

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, die um die planmäßigen Abschreibungen vermindert sind. Die geringwertigen Vermögensgegenstände werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Die planmäßige Abschreibung wird linear vorgenommen.

Folgende Nutzungsdauer wird der planmäßigen Abschreibung zugrundegelegt:

von bis
Gebäude 30 50 Jahre
Andere Anlagen, Geschäfts- und Betriebsausstattung 4 10 Jahre

4.3.1.2.3 Finanzanlagen

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Börsenkursen zum Bilanzstichtag bewertet.

4.3.1.3 Forderungen

Die Forderungen sind mit dem Nennwert angesetzt. Im Falle erkennbarer Einzelrisiken wird der niedrigere beizulegende Wert ermittelt und angesetzt.

4.3.1.4 Eigene Anteile

Die eigenen Anteile sind mit den Anschaffungskosten bewertet.

4.3.1.5 Rückstellungen

4.3.1.5.1 Rückstellungen für Anwartschaften auf Abfertigungen und Rückstellungen für ähnliche Verpflichtungen Die Abfertigungsrückstellungen und die Rückstellung für Jubiläumsgelder werden unter Anwendung der Bestimmungen des IAS 19 nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen auf Basis eines Rechnungszinssatzes von 5,25% (VJ 4,6%), einer zukünftigen Gehaltssteigerung von 3,25% (VJ 2,7%) und einer empirischen Fluktuation, gestaffelt nach Dienstjahren, zwischen 0% und 13%, sowie eines frühest möglichen Pensionsantrittsalter unter Berücksichtigung der Übergangsregelungen gemäß Pensionsreform berechnet. Aufgrund zum Vorjahr geänderter Parameter entstand sowohl bei der Abfertigungsrückstellung als auch bei der Rückstellung für Jubiläumsgelder ein zusätzlicher Ertrag von EUR 19.813,00 bzw. EUR 2.075,00. Die Korridormethode wird nicht angewandt.

4.3.1.5.2 Übrige Rückstellungen

In den übrigen Rückstellungen werden unter Beachtung des Vorsichtsprinzips alle im Zeitpunkt der Bilanzerstellung erkennaren Risiken und der Höhe und den Grunde nach ungewisse Verbindlichkeiten mit den Beträgen berücksichtigt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung erforderlich sind.

4.3.1.6 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

4.3.1.7 Währungsumrechnung

Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten sind mit dem Anschaffungskurs oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisengeldkurs zum Bilanzstichtag bewertet worden.

Im Falle der Deckung durch Termingeschäfte wird die Bewertung unter Berücksichtigung des Terminkurses durchgeführt.

4.3.1.8 Änderungen von Bewertungsmethoden

Die angewandten Bewertungsmethoden wurden auch bei der Erstellung des vorliegenden Jahresabschlusses beibehalten.

4.3.1.9 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Die Akquisitionsfinanzierung wird durch eine adäquate langfristige Finanzierung ersetzt werden. Deshalb und für die weitere Verwendung in der Gruppe, wie für weiter Akquisitionen, wurde nach dem Bilanzstichtag im Juni 2008 mit einem Bankenkonsortium eine über fünf Jahre garantierte Kreditlinie vereinbart.

4.3.2 Erläuterung zur Bilanz

4.3.2.1 Anlagevermögen

4.3.2.1.1 Entwicklung

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens und die Aufgliederung der Jahresabschreibung nach einzelnen Posten ist im Anlagenspiegel dargestellt. Im Anlagenspiegel ist auch der Grundwert angeführt.

4.3.2.1.2 Geringwertige Vermögensgegenstände

Die geringwertigen Vermögensgegenstände bis zu einem Anschaffungswert von EUR 400,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

4.3.2.2 Angabe über Beteiligungsunternehmen

Anteile an verbundenen Unternehmen

Whrg Eigenkapital Anteil in % Jahres
überschuss/
Name und Sitz -fehlbetrag
Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn EUR 308.605.840,53 100 47.510.348,93
TridonicAtco GmbH & Co KG, Dornbirn EUR 57.294.691,01 100 31.388.553,32
TridonicAtco GmbH, Dornbirn EUR 308.416,96 100 2.800,00
Zumtobel Holding GmbH, Dornbirn EUR 78.925,10 100 108.736,76
Zumtobel Pool GmbH, Dornbirn EUR 1.955.827,93 34,05 491.329,36
Zumtobel LED Holding GmbH, Lustenau EUR 19.824.979,21 100 -720,79
Zumtobel Lighting Ltd., Hongkong HKD Zwerganteil
Zumtobel Lighting Ltd., Hayes, Großbritannien GBP Zwerganteil

Im Berichtsjahr wurde der Beteiligungsansatz an der TridonicAtco GmbH, Dornbirn, durch einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von EUR 300.000,-- erhöht.

Die im November 2007 neu gegründete Zumtobel LED Holding GmbH, Millennium Park 2, 6890 Lustenau, wurde mit einem Stammkapital von EUR 50.000,-- ausgestattet.

Als 100%-ige Tochtergesellschaft der Zumtobel LED Holding GmbH erhielt die Zumtobel LED GmbH im Jänner 2008 einen freiwilligen nicht rückzahlbaren Großmutterzuschuss in Höhe von EUR 5.000.000,--. Dieser Betrag wurde in die nicht geundene Kapitalrücklage der Zumtobel LED GmbH eingestellt.

Mit Einbringungs- und Übernahmevertrag vom 23. Jänner 2008 wurden die in der TridonicAtco GmbH & Co KG, Dornbirn, gehaltenen Anteile an der TridonicAtco Optoelectronics GmbH, Jennersdorf, der Lexedis Lighting GmbH, Jennersdorf, und der Ledon Lighting GmbH, Lustenau, mit Buchwerten in Höhe von insgesamt EUR 14.240.700,-- von der Zumtobel Beteiligungs GmbH, Dornbirn, übernommen. Die Zumtobel Beteiligungs GmbH wurde in einem weiteren Schritt im Geschäftsjahr 2007/08 mit der Zumtobel LED GmbH, Lustenau, verschmolzen.

Ein weiterer Großmutterzuschuss in Höhe von EUR 500.000,00 wurde im April 2008 an die Zumtobel LED GmbH, Lustenau, gewährt.

Eine zum Bilanzstichtag durchgeführte Unternehmensbewertung auf die Beteiligung an der Zumtobel LED Holding GmbH machte eine Teilwertabschreibung in Höhe von EUR 2.000.000,00 notwendig. Der Buchwert der Anteile der Zumtobel AG an der Zumtobel LED Holding GmbH beläuft sich zum Bilanzstichtag somit auf EUR 17.825.700,00.

Der Jahresüberschuss 2007/08 der Zumtobel Holding GmbH, Dornbirn, in Höhe von EUR 108.736,76 (VJ EUR 88.012,50) ist aufgrund eines bestehenden Ergebnisabführungsvertrags in der Position "Erträge aus Beteiligungen von verbundenen Unternehmen)" enthalten.

Ausleihungen an verbundene Unternehmen

Diese Position betrifft eine Ausleihung an die Zumtobel Lighting Inc., Garfield, USA. Diese Ausleihung wurde im März 2004 in einer Höhe von USD 6.000.000,00 gewährt. Durch Teilrückzahlungen im August 2004 (USD 1 Mio), Oktober 2004 (USD 1 Mio) und Mai 2005 (USD 2 Mio) wies die Ausleihung am Bilanzstichtag 2007 mit einem Betrag von USD 2.000.000,00 aus.

Mit Vereinbarung vom 14. November 2007 wurde die Ausleihung wieder um USD 1.500.000,-- erhöht. Nach einer im April 2008 erfolgten Teilrückzahlung von USD 200.000,-- beläuft sich der Gesamtbetrag der Ausleihung zum Bilanzstichtag auf USD 3.300.000,--.

Die Bewertung der Ausleihung am Bilanzstichtag führte zu einem nicht realisierten Kursverlust von EUR 247.719,92 (VJ EUR 85.456,98). Bei der im April 2008 erfolgten Teilrückzahlung wurde ein Kursverlust von EUR 12.001,94 (VJ EUR 56.393,60) realisiert.

Name und Sitz Nominale Anschaffungswert kumulierte
Abschreibung
Buchwert
EIBA Société cooperative, Brüssel, Belgien, (1,5% Beteiligung) EUR 7.267,28 14.951,72 0,00 14.951,72
Dornbirner Messe GmbH, Dornbirn, (0,66% Beteiligung) EUR 1.816,82 290,69 0,00 290,69
VorarlbergerVolksbank reg. GenmbH, Dornbirn, (Zwerganteil) EUR 76,67 76,67 0,00 76,67
Dornbirner Seilbahn GmbH, Dornbirn, (ca. 0,88% Beteiligung) EUR 2.180,19 0,07 0,00 0,07
Kompetenzzentrum Licht GmbH,Altrans, (25% Beteiligung) EUR 36.000,00 9.000,00 0,00 9.000,00
24.319,15 0,00 24.319,15

Übrige Beteiligungen

4.3.2.2.1 Wertpapiere des Anlagevermögens

In den Wertpapieren des Anlagevermögens sind zwei von der Thorn Europhane S.A., Paris, ausgegebene "Bearer Notes" im Gesamtwert von EUR 12.755.926,53 (VJ EUR 15.648.451,95) enthalten. Die "Bearer Notes" haben eine Fälligkeit von unter einem Jahr.

Der Bestand der im Vorjahr erworbenen 667 Stückaktien der Wiener Börse AG im Nominale von EUR 250.125,-- ist zum Bilanzstichtag unverändert.

Die im Vorjahr mit einem Buchwert von EUR 2.849.002,84 (Nominale CAD 4.000.000,00) gehaltene Wandelanleihe wurde im Juni 2007 verkauft.Aus dem Verkauf wurde ein Gewinn von EUR 664.396,05 erzielt.

4.3.2.3 Forderungen

Bilanzwert Restlaufzeit von
mehr als einem
Jahr
davon
wechselmäßig
verbrieft
enthaltene
Pauschal-WB
Forderungen aus Leistungen 7.084,80 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 7.130.151,78 0,00 0,00 0,00
Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein
Beteiligungsverhältnis besteht
168.884,23 0,00 0,00 0,00
sonstige Forderungen und Vermögensgegenstände 3.940.740,75 0,00 0,00 0,00
11.246.861,56 0,00 0,00 0,00

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen stammen mit EUR 6.671.609,12 (VJ EUR 6.502.974,87) aus der laufenden Verrechnung. Die Ergebnisübernahme der Zumtobel Holding GmbH, Dornbirn, ist mit EUR 108.736,76 (VJ EUR 88.012,50) enthalten.

Die Forderungen aus der Steuerumlage an die österreichischen Gesellschaften der Zumtobel Gruppe betragen EUR 39.554,79 (VJ EUR 1.815.288,70), die Forderungen aus dem Aktien-Options-Programm belaufen sich auf EUR 217.783,00 (VJ EUR 545.101,60). Ein Betrag in Höhe von EUR 92.468,11 (VJ EUR 92.912,69) stammt aus Finanzierungsforderungen.

Die sonstigen Forderungen beinhalten im Wesentlichen eine Forderung aus dem Verkauf eines Grundstücks in Höhe von 3.790.578,00 (VJ EUR 0,00). Forderungen an Finanzämter belaufen sich auf EUR 139.707,06 (VJ EUR 51.610,71), Forderungen gegenüber der Belegschaft sind mit EUR 10.455,69 (VJ EUR 21.038,56) enthalten.

4.3.2.4 Eigene Anteile

Der Vorstand der Zumtobel AG hat am 29. Juni 2006 in Ausübung des Hauptversammlungsbeschlusses vom 7. April 2006 beschlossen, maximal 1 Mio Stückaktien im Zeitraum vom 6. Juli 2006 bis 31. Oktober 2006 zu erwerben. Der Zweck des Rückerwerbs lag in der Bedienung von Aktienoptionen. Tatsächlich wurden 800.000 Stück Aktien zu einem Durchschnittskurs von EUR 17,74 erworben.

Im Geschäftsjahr 2007/08 wurden insgesamt 219.233 Aktienoptionen (VJ 468.586) ausgeübt. Zum 30. April 2008 beträgt der Bestand eigener Aktien 112.181 Stück (VJ 331.414 Stück).

4.3.2.5 Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten

Die Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von EUR 290.760,45 (VJ EUR 1.734.563,61) sind kurzfristig fällig. Darin enthalten ist u. a. das Sicherheitenkonto bei der Bank Austria Creditanstalt AG mit einem Saldo von EUR 28.556,98 (VJ EUR 871.688,62). Der verbleibende Restbetrag entfällt auf den Kassenbestand.

4.3.2.6 Aktive Rechnungsabgrenzungen

In den aktiven Rechnungsabgrenzungen in Höhe von EUR 811.828,95 (VJ EUR 811.548,49) sind im Wesentlichen Wartungsgebühren für div. Hard- und Software, Grundsteuern und Mitgliedsbeiträge enthalten.

4.3.2.7 Eigenkapital

Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 7. April 2006 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch – allenfalls in mehreren Tranchen – das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 31.425.000,00 durch Ausgabe von bis zu Stück 12.570.000 neue auf Inhaber lautende Stückaktien zum Mindestausgabekurs von 100% des anteiligen Betrages am Grundkapital auf bis zu

EUR 123.448.360,00 gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes Kapital). Das Bezugsrecht der Aktionäre auf die aus dem genehmigten Kapital ausgegebenen neuen Aktien ist ausgeschlossen. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten Kapital ergeben, zu beschließen.

Im Mai 2006 wurde das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 92.023.360,00 um EUR 19.737.500,00 auf EUR 111.760.860,00 durch Ausgabe von 7.895.000 neue auf Inhaber lautende nennbetragslose stimmberechtigte Stückaktien mit Gewinnberechtigung ab 1. Mai 2006 erhöht. Die verbliebene Ermächtigung zur Kapitalerhöhung lautet auf EUR 11.687.500,00 und somit auf 4.675.000 Aktien.

Das Grundkapital der Gesellschaft ist in 44.704.344 zur Gänze einbezahlte auf Inhaber lautende nennbetragslose Stückaktien mit einem anteiligen Wert am Grundkapital von EUR 2,50 pro Aktie unterteilt.

Im Zuge des Börseganges der Zumtobel AG wurden 17.700.638 Stück alte Aktien aus Aktionärsbesitz und 7.895.000 Stück junge Aktien aus einer Kapitalerhöhung (EUR 19.737.500) zur öffentlichen Zeichnung zu einem Angebotspreis von EUR 20,5 platziert. Die Aktien wurden erstmals am 12. Mai 2006 im Prime Market an der Wiener Börse gehandelt. Das Börsenkürzel lautet ZAG, die internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) der Zumtobel AG lautet AT 0000837307.

Der Vorstand ist weiters ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats innerhalb von fünf Jahren ab Eintragung der in der Hauptversammlung vom 7. April 2006 beschlossenen Satzungsänderung in das Firmenbuch – allenfalls in mehreren Tranchen – eine bedingte Kapitalerhöhung zur Einräumung von Aktienoptionen an Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft oder eines mit ihr verbundenen Unternehmens um bis zu EUR 3.312.840,00 durch Ausgabe von bis zu 1.325.136 neue auf Inhaber lautende Stückaktien gegen Bareinlage zu beschließen und den Ausgabekurs sowie die Ausgabebedingungen festzusetzen (genehmigtes bedingtes Kapital). Der Aufsichtsrat ist ermächtigt, Änderungen der Satzung, die sich durch die Ausgabe von Aktien aus dem genehmigten bedingten Kapital ergeben, zu beschließen.

In Konkretisierung des Grundsatzbeschlusses hat der Vorstand am 20. Februar 2008 mit Zustimmung des Aufsichtsrates vom 14. März 2008 beschlossen, eine bedingte Kapitalerhöhung im Ausmaß von EUR 607.500,00 durch Ausgabe von bis zu 243.000 Stück auf Inhaber lautende Stückaktien durchzuführen. Dies insoweit als die berechtigten Arbeitnehmer, leitende Angestellte und Mitglieder des Vorstandes von ihrem Bezugsrecht Gebrauch machen. Bisher hat noch keine der berechtigten Personen vom Bezugsrecht Gebrauch gemacht.

Zudem ist der Vorstand ermächtigt, binnen 18 Monaten ab dem Beschluss der Hauptversammlung vom 7. April 2006 gemäß § 65 Abs 1 Z 4 AktG und § 65 Abs 1a AktG eigene Aktien im Ausmaß von bis zu 10% des Grundkapitals zu einem Preis von zumindest EUR 5,00 und höchstens EUR 50,00 je Stückaktie zu erwerben, unter Einschluss der Ermächtigung des Vorstandes, die eigenen Aktien über die Börse oder im Rahmen eines öffentlichen Angebotes wieder zu verkaufen, wobei der Handel in eigenen Aktien ausgeschlossen ist.

Aufgrund des Beschlusses des Vorstands der Gesellschaft vom 29. Juni 2006, gemäß der am 7. April 2006 erteilten Ermächtigung der Hauptversammlung nach Zustimmung des Aufsichtsrates eigene Aktien zu erwerben, wurden bis 31. Oktober 2006 800.000 eigene Aktien zur Bedienung der Mitarbeiterbeteiligungsprogramme erworben und im Ausmaß von 468.586 Aktien an Mitarbeiter weitergegeben.

In der 31. ordentlichen Hauptversammlung im Juli 2007 wurde die Ausschüttung einer Dividende in Höhe von EUR 22.279.507,50 beschlossen. Die Ausschüttung an die Aktionäre erfolgte im Juli 2007.

4.3.2.8 Unversteuerte Rücklagen

Stand am Zuführung Verbrauch Stand am
1. Mai 2007 30. April 2008
Bewertungsreserve
Sachanlagen 661.679,04 0,00 32.292,96 629.386,08
Summe Bewertungsreserve 661.679,04 0,00 32.292,96 629.386,08

Die Bewertungsreserve besteht aus Abschreibungen gemäß §§ 6, 8 und 12 EStG 1972 und wird analog zur Restnutzungsdauer der Anlagen verbraucht. Auf Grund der Feststellungen aus einer Betriebsprüfung ist der im Jahr 1990 von der Republik Österreich für ein bebautes Grundstück geleistete Investitionszuschuss, der ursprünglich als steuerfreier Ertrag vereinnahmt wurde, von den Anschaffungskosten des Grundstücks abzusetzen.

4.3.2.9 Rückstellungen

Abfertigungsrückstellungen

Stand am Saldo aus Verbrauch, Stand am
1. Mai 2007 Auflösung u. Dotierung 30. April 2008
Abfertigungsrückstellungen 1.657.355,00 240.259,00 1.897.614,00
Summe Abfertigungsrückstellungen 1.657.355,00 240.259,00 1.897.614,00

Steuerrückstellungen

Stand am Verbrauch Dotierung Stand am
1. Mai 2007 Auflösung (A) 30. April 2008
KöSt 2007/2008 12.250,00 10.500,00 14.876,00 16.626,00
Summe Steuerrückstellungen 12.250,00 10.500,00 14.876,00 16.626,00

Sonstige Rückstellungen

Stand am Verbrauch Dotierung Stand am
1. Mai 2007 Auflösung (A) 30. April 2008
Personalrückstellungen
noch nicht konsumierte Urlaube 387.979,99 387.979,99 477.751,69 477.751,69
Sonderzahlungen 419.188,04 419.188,04 482.931,45 482.931,45
Gleitzeitguthaben 85.967,43 85.967,43 110.424,91 110.424,91
Invalideneinstellungsgesetz 2.913,28 2.913,28 2.913,28 2.913,28
Jubiläumsgelder 192.114,00 0,00 43.119,00 235.233,00
Mitarbeiterprämien 1.031.299,00 954.792,81 1.300.168,00 1.376.674,19
Summe Personalrückstellungen 2.119.461,74 1.850.841,55 2.417.308,33 2.685.928,52
übrige Rückstellungen
Bilanzprüfungskosten 184.000,00 164.250,00 85.785,00 85.785,00
19.750,00 (A)
Beratungskosten 40.000,00 40.000,00 342.175,00 342.175,00
Bilanzveröffentlichung 15.000,00 15.000,00 25.000,00 25.000,00
Aufsichtsratsvergütung 200.000,00 160.000,00 160.000,00 160.000,00
40.000,00 (A)
drohende Kursverluste 2.264.493,11 2.264.493,11 4.094.206,59 4.094.206,59
fehlende Eingangsrechnungen 314.000,00 314.000,00 143.448,39 143.448,39
Summe übrige Rückstellungen 3.017.493,11 2.957.743,11 4.850.614,98 4.850.614,98
59.750,00 (A)
Summe sonstige Rückstellungen 5.136.954,85 4.808.584,66 7.267.923,31 7.536.543,50
59.750,00 (A)

4.3.2.10 Verbindlichkeiten

Restlaufzeit bis zu
einem Jahr
Restlaufzeit von
einem bis fünf
Jahren
Restlaufzeit von
über fünf Jahren
Bilanzwert
30. April 2008
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.569.421,93 62.835.492,66 0,00 64.404.914,59
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 4.751.921,10 0,00 0,00 4.751.921,10
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 53.846.620,79 0,00 0,00 53.846.620,79
sonstige Verbindlichkeiten 1.035.407,24 0,00 0,00 1.035.407,24
davon aus Steuern 102.035,29 0,00 0,00 102.035,29
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 161.061,43 0,00 0,00 161.061,43
Summe Verbindlichkeiten 61.203.371,06 62.835.492,66 0,00 124.038.863,72

Restlaufzeit bis zu
einem Jahr
Restlaufzeit von
einem bis fünf
Jahren
Restlaufzeit von
über fünf Jahren
Bilanzwert
30. April 2007
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.344.585,36 77.961.894,38 0,00 82.306.479,74
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.796.489,95 0,00 0,00 3.796.489,95
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.007.470,84 35.432.926,53 0,00 41.440.397,37
sonstige Verbindlichkeiten 1.132.550,67 0,00 0,00 1.132.550,67
davon aus Steuern 299.628,88 0,00 0,00 299.628,88
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 137.065,64 0,00 0,00 137.065,64
Summe Verbindlichkeiten 15.281.096,82 113.394.820,91 0,00 128.675.917,73

Zur Besicherung der Verbindlichkeiten aus dem Kreditvertrag wurden die Anteile an der Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn, der TridonicAtco GmbH, Dornbirn, sowie der TridonicAtco GmbH & Co KG, Dornbirn, an das Bankenkonsortium verpfändet. Weiters wurden die betriebsnotwendigen Grundstücke durch Eintragung von Pfandrechten bis zum Ausmaß von EUR 70 Mio belastet und die Inhaberschuldverschreibungen von Thorn Europhane, Paris, verpfändet.

Die übrigen Verbindlichkeiten sind nicht dinglich besichert.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Finanzierungsverbindlichkeiten gegenüber der Zumtobel Lighting GmbH, Dornbirn, in Höhe von EUR 35.495.899,22 (VJ EUR 38.405.599,01) enthalten. Die im Vorjahr enthaltene Finanzierungsverbindlichkeit gegenüber der Zumtobel Pool AG, Zürich, ist mit EUR 13.913.106,62 (VJ EUR 17.819,11) enthalten. Weiters besteht eine Finanzierungsverbindlichkeit gegenüber der Zumtobel Pool GmbH, Dornbirn, in Höhe von EUR 4.168.596,40 (VJ EUR 0,00).Aus der laufenden Leistungsverrechnung stammen EUR 269.018,55 (VJ EUR 16.979,25).

Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten neben den Verbindlichkeiten an Gemeinden in Höhe von EUR 21.741,04 (VJ EUR 22.356,89) im Wesentlichen Verbindlichkeiten an Dienstnehmer in Höhe von EUR 530.816,95 (VJ EUR 579.446,83). Weiters sind EUR 80.294,25 (VJ 277.271,99) gegenüber dem Finanzamt sowie EUR 161.061,43 (VJ EUR 137.065,64) gegenüber der Krankenkasse enthalten.

4.3.2.11 Anteilsbasierte Vergütungen

Für leitende Angestellte der Zumtobel AG existieren 2 aktienbasierte Vergütungsprogramme, das Stock Options Program (SOP) und das Matching Stock Program (MSP).

Das im Wirtschaftsjahr 2003/04 eingeführte SOP, welches sich als aktienbasierte Vergütung mit Barausgleich qualifizierte, wurde bis April 2006 als langfristige Rückstellung bilanziert. Im Hinblick auf den von der Gesellschaft durchgeführten Börsegang wurde das Beteiligungsprogramm mit Wirkung zum 12. Mai 2006 in ein aktienbasiertes Modell mit Ausgleich durch Aktien umgewandelt. Dabei wurden auch die Bestimmungen hinsichtlich Gewährung, Ausübung und Beendigung des Dienstverhältnisses geändert.

Während der Laufzeit werden die Optionen jährlich zugeteilt. 50% des Optionsanspruchs sind fix, der Rest ist variabel und wird in Abhängigkeit von der Steigerung des Unternehmenswertes zugeteilt. Die Optionen können nur innerhalb bestimmter Zeitfenster ("exercise slots") während der Ausübungszeit eingelöst werden. Für eine Option kann eine Aktie zu einem fixen Preis gekauft werden. Die Optionen können frühestens im Jahr nach ihrer Zuteilung eingelöst werden. Nach Ablauf des Gewährungszeitraumes folgt eine Ausübungsfrist von 7 Jahren. Innerhalb dieser Ausübungsfrist werden mehrere Ausübungsfenster festgesetzt. Eine vorzeitige Schließung der Ausübungsfenster bleibt vorbehalten.

Das MSP wurde im Zusammenhang mit dem Börsengang zum 01. Mai 2006 eingeführt. Um am MSP teilnehmen zu können, muss die Führungskraft eine bestimmte Anzahl Aktien ("MSP-Aktien") in einem Sperrdepot hinterlegen. Das MSP ist in 3 Teilprogramme (MSP I, MSP II, MSP III) aufgeteilt, wobei jedes Teilprogramm in 5 Tranchen unterteilt ist. Für jede so gehaltene MSP-Aktie wird der Wertzuwachs multipliziert mit Faktor 8 in Form zusätzlicher Aktien bonifiziert. Der Wertzuwachs errechnet sich aus der Differenz 60-Tage-Kursmittelwert bei Ausübung abzüglich dem um 10% erhöhten 60-Tage-Kursmittelwert bei Zuteilung. Die Zuteilung erfolgt jeweils zu Beginn des Geschäftsjahres, die Ausübung erfolgt automatisch zwei Jahre nach der jeweiligen Zuteilung. Ist der Wertzuwachs kleiner oder gleich Null, entfällt der Bonus. Die erstmalige Ausübung ist zum 30.April 2008 möglich.

Im Wirtschaftsjahr wurden insgesamt 43.640 (VJ 147.600) Optionen aus dem SOP zugeteilt. Der Ausübungspreis für die zugeteilten Optionen beträgt für Mitglieder, die bereits 2003/04 im Programm waren EUR 7,50. Für die ab dem Wirtschaftsjahr 2004/05 neu hinzugekommenen Mitglieder wird der Ausübungspreis vom Vorstand in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat festgelegt.

Zum 30.April 2008 betrug der Bestand an MSP-Aktien 26.773 Stück (VJ 18.999 Stück),

Im Zusammenhang mit anteilsbasierten Vergütungen werden die Regelungen des IFRS 2 (International Financial Reporting Standards) nicht angewandt. Der Wert der im Geschäftsjahr neu eingeräumten Optionen nach IFRS 2 beträgt für das SOP EUR 1.326.302,00 (VJ EUR 1.640.188,50) und für das MSP EUR 548.456,00 (VJ EUR 190.606,00).

Die Bewertung der Marktpreise erfolgt in Form eines versicherungsmathematischen Gutachtens.

4.3.2.12 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

4.3.2.12.1 Haftungsverhältnisse

Betrag davon gegenüber
verbundenen
Unternehmen
Mitverpflichtungen aus Eventualverbindlichkeiten 297.739.869,70 297.739.869,70
Unternehmensgarantien 27.162.804,27 0,00
Leasing 3.000.000,00 0,00
Verpflichtung aus Patronatserklärung 5.032.895,10 5.032.895,10
Bankgarantien 3.060.241,00 0,00
335.995.810,07 302.772.764,80

In den Mitverpflichtungen aus Eventualverbindlichkeiten sind Garantien im Zusammenhang mit dem Akquisitionskreditvertrag in Höhe von EUR 138,3 Mio (VJ EUR 220,4 Mio) enthalten.

4.3.2.12.2 Verpflichtungen aus der Nutzung von in der Bilanz nicht ausgewiesenen Sachanlagen

des folgenden
Geschäftsjahres
der folgenden fünf
Geschäftsjahre
Verpflichtungen aus Leasingverträgen 69.908,52 279.634,08
Verpflichtungen aus Mietverträgen 108.604,68 543.023,40
178.513,20 822.657,48

4.3.2.12.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Im Rahmen komplexer Restrukturierungsmaßnahmen wurden vereinzelt Schadloshaltungserklärungen von Seiten der Zumtobel AG an Führungskräfte des Konzerns abgegeben.

Weiters hat die Zumtobel AG der Thorn Europhane SA, Paris, Frankreich, die Werthaltigkeit der Bilanzansätze der Beteiligung an Thorn Licht GmbH, Dornbirn, garantiert.

Der mit ATOS ORIGIN im April 2004 abgeschlossene Dienstleistungsvertrag hat eine Laufzeit von 7 Jahren, danach ist eine gegenseitige Kündigung möglich. Für den unkündbaren Zeitraum wurde von der Zumtobel AG ein Mindestumsatz in Höhe von EUR 38 Mio garantiert.

4.3.2.12.4 Derivative Finanzinstrumente

Derivative Finanzinstrumente werden in der Zumtobel AG zur Absicherung von Währungs-, Zinssatzänderungsrisiken eingesetzt. Die für die Bestimmung von Marktwerten erforderliche Interpretation von Marktinformationen verlangt mitunter subjektive Beurteilung. Entsprechend können die hier aufgeführten Werte auch von den später am Markt realisierten Werten abweichen. Alle Derivatgeschäfte werden ausschließlich mit Partnern erstklassiger Bonität abgeschlossen, womit das Bonitätsrisiko aus den Kurssicherungsgeschäften als äußerst gering einzustufen ist.

Im Rahmen eines Cash-Flow-Hedge zur teilweisen Zinssicherung im Rahmen der Akquisitionsfinanzierung wurde ein Interest-Rate-Swap mit einer Laufzeit bis Dezember 2009 abgeschlossen. Der Nominalbetrag dieses Cash-Flow-Hedges beläuft sich auf EUR 4.221.317,00. Zum Bilanzstichtag errechnete sich ein positiver Marktwert von EUR 43.944,00 (VJ EUR 57.348,00).

Zur teilweisen Währungssicherung im Rahmen der Akquisitionsfinanzierung wurde bei der TridonicAtco Manufacturing Pty Ltd., Tullamarine, Australien, ein Forward-Start-Cross-Currency-Swap abgeschlossen. Um den daraus erhöhten Zinsaufwand innerhalb der Zumtobel-Gruppe zu kompensieren wurde zusätzlich ein gegenläufiger Cross-Currency-Swap in der Zumtobel AG abgeschlossen. Der negative Marktwert dieses bis Dezember 2009 laufenden Forward-Start-Cross-Currency-Swap beträgt zum Bilanzstichtag EUR 51.315,00 (VJ EUR 83.930,00).

Die Zumtobel AG schließt für ihre Tochtergesellschaften Währungssicherungsgeschäfte ab, die wiederum mit entsprechenden konzerninternen Geschäften an die betreffenden Konzerngesellschaften weitergegeben werden. Die negativen Marktwerte dieser Sicherungsgeschäfte belaufen sich zum Bilanzstichtag auf EUR 4.042.891,59 (VJ EUR 2.180.563,11). Der negative Marktwert ist vor allem durch die Aufwertung von Euro gegenüber USD verursacht.

4.3.3 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

4.3.3.1 Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse nach geographisch bestimmten Märkten setzen sich wie folgt zusammen:

2007/08 2006/07
Inland 18.958.800,44 17.732.072,25
EU-Staaten 10.989.859,07 9.701.822,11
Drittland 2.779.117,33 2.541.755,85
32.727.776,84 29.975.650,21

Nach Tätigkeitsbereichen gliedern sich die Umsatzerlöse wie folgt:

2007/08 2006/07
Mieterlöse 7.597.566,63 7.507.049,50
IT-Dienstleistungen 16.593.231,74 14.267.774,31
sonstige Umlagen 8.536.978,47 8.200.826,40
32.727.776,84 29.975.650,21

Von den Umsatzerlösen wurden EUR 32.387.605,49, d.s. 98,96% (VJ EUR 29.627.662,85 oder 98,84%) mit Gesellschaften des Konzerns getätigt.

4.3.3.2 Sonstige betriebliche Erträge

2007/08 2006/07
Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen 1.457.906,25 2.421.625,76
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 59.750,00 3.078.669,00
Übrige 3.396.063,87 1.337.546,54
4.913.720,12 6.837.841,30

Die Erträge aus dem Abgang vom Anlagevermögen mit Ausnahme der Finanzanlagen resultieren aus dem Verkauf eines unbebauten Grundstücks in Dornbirn.

In den übrigen sonstigen betrieblichen Erträgen sind im wesentlichen weiterverrechnete Aufwendungen an Gesellschaften des Konzerns enthalten.

Personalaufwand

2007/08 2006/07
Löhne 24.993,00 29.024,32
Gehälter 9.237.111,62 8.567.894,27
Aufwendungen für Abfertigungen und Leistungen an betriebliche Mitarbeitervorsorgekassen 218.489,87 312.238,21
Aufwendungen für Altersversorgung 135.698,76 66.434,12
Aufwendungen für gesetzlich vorgeschriebene Sozialabgaben sowie vom Entgelt abgängige
Abgaben und Pflichtbeiträge 1.880.135,91 1.916.160,16
sonstige Sozialaufwendungen 899.391,95 679.562,61
12.395.821,11 11.571.313,69

Die Aufwendungen für Abfertigungen setzen sich wie folgt zusammen:

2007/08 2006/07
leitende Angestellte 49.766,03 103.912,88
sonstige Arbeitnehmer 168.723,84 208.325,33
218.489,87 312.238,21

Die Aufwendungen für Abfertigungen beinhalten mit EUR 53.140,87 (VJ EUR 35.260,22) auch die Beträge, die an die Mitarbeitervorsorgekasse im Rahmen der "Abfertigung neu" bezahlt wurden.

4.3.3.3 Sonstige betriebliche Aufwendungen

2007/08 2006/07
Steuern 85.684,16 1.690.725,85
Übrige 25.010.276,92 20.934.949,92
25.095.961,08 22.625.675,77

4.3.3.4 Erträge aus Beteiligungen,Aufwendungen aus Finanzanlagen und aus Wertpapieren des Umlaufvermögens

Im Finanzergebnis sind Beteiligungserträge von verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 46.275.700,00 (VJ EUR 12.000.000,00) sowie Erträge aus Organschaft in Höhe von EUR 108.736,76 (VJ EUR 88.012,50) enthalten.

Auf die Zumtobel LED Holding GmbH, Lustenau, wurde eine Teilwertabschreibung in Höhe von EUR 2.000.000,-- durchgeführt.

4.3.3.5 Steuern vom Einkommen

Die Veränderung der unversteuerten Rücklagen hatte keine Auswirkung auf die Steuern vom Einkommen.

Die Steuern vom Einkommen haben das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nicht belastet.

Seit dem Wirtschaftsjahr 2004/05 wird in Österreich von der Möglichkeit der Errichtung einer steuerlichen Unternehmensgruppe gemäß § 9 KStG Gebrauch gemacht. Zu diesem Zwecke wurde zwischen der Zumtobel AG als Gruppenträger und den Gruppenmitgliedern

Zumtobel Lighting GmbH (beteiligte Körperschaft) Zumtobel Licht GmbH Zumtobel Trust GmbH Zumtobel Holding GmbH Zumtobel Pool GmbH TridonicAtco connection technology GmbH TridonicAtco GmbH TridonicAtco Optoelectronics GmbH TridonicAtco Holding GmbH

am 18.4.2005 ein Steuerumlagevertrag abgeschlossen.

Einzelabschluss Zumtobel AG 1. Mai 2007 bis 30.April 2008

Im Wirtschaftsjahr 2005/06 sind weiters die

TridonicAtco Holding GmbH LEDON Lighting GmbH

sowie im Wirtschaftsjahr 2007/08 die

Zumtobel Beteiligungs GmbH Zumtobel LED Holding GmbH (beteiligte Körperschaft) Zumtobel LED GmbH (beteiligte Körperschaft)

als Gruppenmitglieder diesem Vertrag beigetreten.

In diesem Steuerumlagevertrag wurde vereinbart, dass ein, nach den Vorschriften des KStG und EStG ermittelter steuerpflichtiger Gewinn oder Verlust im Sinne der stufenweisen Ergebniszurechnung an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger weiterzuverrechnen ist.

Ein auf Basis des steuerpflichtigen Gewinnes des Gruppenmitglieds ermittelter Steueraufwand ist unabhängig davon, in welcher Höhe der Gruppenträger insgesamt für das betreffende Wirtschaftsjahr und für die gesamte Unternehmensgruppe Körperschaftsteuer schuldet, als Steuerumlage an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger zu entrichten. Im Falle eines steuerlichen Verlustes des Gruppenmitgliedes verpflichtet sich die beteiligte Körperschaft bzw. der Gruppenträger diese Verluste als internen Verlustvortrag für zukünftige verrechenbare Gewinne des jeweiligen Gruppenmitgliedes evident zu halten. Das Gruppenmitglied wiederum ist verpflichtet im Falle eines steuerlichen Verlustes die Mindestkörperschaftsteuer an die beteiligte Körperschaft bzw. an den Gruppenträger zu entrichten.

Vorgruppen- und Außengruppenverluste iSd § 9 KStG werden unter Berücksichtigung einer allfälligen Vortrags- und Verrechengrenze gegen die steuerlichen Gewinne des jeweiligen Gruppenmitglieds bzw. des Gruppenträgers verrechnet.

Aus der Gruppenbesteuerung wurden insgesamt EUR 51.942,52 (VJ EUR 2.707.191,69) an Gruppenmitglieder weiterbelastet.

4.3.4 Sonstige Angaben

4.3.4.1 Zahl der Arbeitnehmer

Die Zahl der Arbeitnehmer während des Geschäftsjahres, gegliedert in Arbeiter und Angestellte, beträgt:

Durchschnitt Stichtag
2007/08 2006/07 30. April 2008 30. April 2007
Arbeiter 1 1 1 1
Angestellte 112 94 115 99
113 95 116 100

4.3.4.2 Organe der Gesellschaft

Im Geschäftsjahr waren folgende Personen als Mitglieder des Aufsichtsrates tätig: KR Dipl. Ing. Jürg Zumtobel (Vorsitzender) Dr. Harald Sommerer (Stellvertreter des Vorsitzenden) Dipl. Ing. Fritz Zumtobel (Mitglied) Johannes P. Huth (Mitglied) KR Walter M. Dünser (Mitglied) Dr.Wolf Klinz (Mitglied)

Vom Betriebsrat entsandt: Ludwig Auer Herbert Kaufmann Mario Wintschnig

Die Funktionsperiode für die gewählten Mitglieder des Aufsichtsrates endet mit der Hauptversammlung, welche über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2008/2009 beschließt. Die Vergütungen an die Mitglieder des Aufsichtsrats beliefen sich auf EUR 277.000,00 (VJ EUR 315.000,00).

Im Geschäftsjahr waren folgende Personen als Mitglieder des Vorstands tätig:

Dr.Andreas Ludwig, bestellt bis 30.April 2012 Dipl.Wirtsch. Ing.Thomas Spitzenpfeil, bestellt bis 30.April 2010.

Der Vorstand erhielt im Wirtschaftsjahr 2007/08 laufende Bezüge fester und variabler Art in Höhe von EUR 1.871.275,00 (VJ EUR 1.831.315,00). Im Wirtschaftsjahr wurden 25.000 (VJ 100.000) Optionen aus dem SOP an den Vorstandsvorsitzenden Dr. A. Ludwig und 8.000 (VJ 26.000) Optionen an den Finanzvorstand Dipl. Wirtsch. Ing. T. Spitzenpfeil mit einem Ausübungspreis von EUR 7,50 zugeteilt. Dr. A. Ludwig ist berechtigt, mit 13.653 (VJ 9.756) Aktien am MSP-Programm teilzunehmen. Die MSP-Aktien von Finanzvorstand Dipl.Wirtsch. Ing.T. Spitzenpfeil belaufen sich auf 5.460 (VJ 3.902) Stück.

4.3.4.3 Angabe zum Konzernabschluss

Die Gesellschaft ist die Muttergesellschaft der Zumtobel Gruppe und erstellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen. Der Konzernabschluss wird im Amtsblatt zur Wiener Zeitung veröffentlicht.

Dornbirn, am 19. Juni 2008

Dr.Andreas LUDWIG Dipl.Wirtsch. Ing.Thomas SPITZENPFEIL

4.4 Lagebericht

Wie bereits zu Beginn des Lageberichtes des Zumtobel Konzerns hingewiesen, wurde von der Möglichkeit des § 267 Abs 4 UGB in Vebindung mit § 251 Abs 3 UGB Gebrauch gemacht, den Konzernlagebericht und den Lagebericht der Zumtobel AG zu einem Lagebericht zusammenzufassen. Die Zumtobel AG hatte im Berichtsjahr keine Zweigniederlassungen.

Dornbirn, am 19. Juni 2008

Dr.Andreas LUDWIG Dipl.Wirtsch. Ing.Thomas SPITZENPFEIL

4.5 Uneingeschränkter Bestätigungsvermerk

Wir haben den beigefügten Jahresabschluss der

Zumtobel AG, Dornbirn,

für das Geschäftsjahr vom 1. Mai 2007 bis 30. April 2008 unter Einbeziehung der Buchführung geprüft. Die Buchführung, die Aufstellung und der Inhalt dieses Jahresabschlusses sowie des Lageberichtes in Übereinstimmung mit den österreichischen unternehmensrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Verantwortung besteht in der Abgabe eines Prüfungsurteils zu diesem Jahresabschluss auf der Grundlage unserer Prüfung und einer Aussage, ob der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss steht.

Wir haben unsere Prüfung unter Beachtung der in Österreich geltenden gesetzlichen Vorschriften und Grundsätze ordnungsgemäßer Abschlussprüfung durchgeführt. Diese Grundsätze erfordern, die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass ein hinreichend sicheres Urteil darüber abgegeben werden kann, ob der Jahresabschluss frei von wesentlichen Fehldarstellungen ist und eine Aussage getroffen werden kann, ob der Lagebericht mit dem Jahresabschluss in Einklang steht. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Unternehmens sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Nachweise für Beträge und sonstige Angaben in der Buchführung und im Jahresabschluss überwiegend auf Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst ferner die Beurteilung der angewandten Rechnungslegungsgrundsätze und der von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen, wesentlichen Schätzungen sowie eine Würdigung der Gesamtaussage des Jahresabschlusses.Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unser Prüfungsurteil darstellt.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss nach unserer Beurteilung den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt ein möglichst getreues Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens in Übereinstimmung mit den österreichischen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss.

Wien, am 19. Juni 2008

KPMG Austria GmbH Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft

Mag.Thomas Smrekar DDr. Martin Wagner Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüfer

4.6 Anlagenspiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Werte in EUR Stand
1. Mai 2007
Zugänge Abgänge Um
buchungen
Stand
30. April
2008
kumulierte
Abschreib
ung
Buchwert
30. April
2008
Buchwert
30. April
2007
Jahres
abschreib
ung
I) Immaterielle
Vermögens
gegenstände
Konzessionen und
Rechte sowie
daraus abgeleitete
Lizenzen
9.468.956,38 2.156.052,81 39.884,26 0,00 11.585.124,93 9.102.370,93 2.482.754,00 1.033.431,00 693.371,81
geringwertige
Wirtschaftsgüter
0,00 861,96 861,96 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 861,96
Summe
immaterielle
Vermögensgegenst
ände
9.468.956,38 2.156.914,77 40.746,22 0,00 11.585.124,93 9.102.370,93 2.482.754,00 1.033.431,00 694.233,77
II) Sachanlagen
Grundstücke und
Bauten
bebaute
Grundstücke
81.422.702,46 1.812.438,64 1.367.815,89 0,00 81.867.325,21 43.414.149,07 38.453.176,14 39.646.630,36 1.984.624,64
davon
Grundwert
5.818.426,36 0,00 998.182,89 0,00 4.820.243,47 0,00 4.820.243,47 4.820.243,47 0,00
unbebaute
Grundstücke
5.593.512,67 0,00 1.507.099,70 0,00 4.086.412,97 0,00 4.086.412,97 5.468.730,50 0,00
Andere Anlagen,
Betriebs- und
Geschäfts
ausstattung 2.191.520,86 41.964,79 3.280,60 0,00 2.230.205,05 1.995.028,91 235.176,14 296.169,14 102.957,79
Geleistete
Anzahlungen und
Anlagen in Bau
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
geringwertige
Wirtschaftsgüter
0,00 7.933,89 7.933,89 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 7.933,89
Summe
Sachanlagen
89.207.735,99 1.862.337,32 2.886.130,08 0,00 88.183.943,23 45.409.177,98 42.774.765,25 45.411.530,00 2.095.516,32
III) Finanzanlagen
Anteile an
verbundene
Unternehmen
644.585.986,51 20.125.700,00 399.610,54 0,00 664.312.075,97 4.600.000,00 659.712.075,97 641.985.986,51 2.000.000,00
Ausleihungen an
verbundene
Unternehmen 1.470.588,24 1.038.781,16 385.817,28 0,00 2.123.552,12 0,00 2.123.552,12 1.470.588,24 0,00
Beteiligungen 24.319,15 0,00 0,00 0,00 24.319,15 0,00 24.319,15 24.319,15 0,00
Wertpapiere des
Anlagevermögens
18.795.410,98 0,00 5.789.359,45 0,00 13.006.051,53 0,00 13.006.051,53 18.747.579,79 0,00
Summe
Finanzanlagen
664.876.304,88 21.164.481,16 6.574.787,27 0,00 679.465.998,77 4.600.000,00 674.865.998,77 662.228.473,69 2.000.000,00
Summe
Anlagevermögen
763.552.997,25 25.183.733,25 9.501.663,57 0,00 779.235.066,93 59.111.548,91 720.123.518,02 708.673.434,69 4.789.750,09

Service Zumtobel AG 1. Mai 2007 bis 30.April 2008 Service Zumtobel AG 1. Mai 2007 bis 30.April 2008

5. Service

Finanzkennzahlen __________ 141
Abkürzungen und Fachbegriffe ____________ 142
Finanzterminplan __________ 143
Kontaktinformation_________ 143
Finanzberichte ____________ 143
Mehr Informationen ______________ 143
Impressum _______________ 143
Disclaimer _______________ 144

5. Service

Finanzkennzahlen

CAPEX Investitionen in Anlagevermögen
Durchschnittliches Capital Employed = Firmenwerte + Immaterielle Vermögenswerte + Sachanlagen + Vorräte
+ Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen – Rückstellungen für Ertragssteuern – Übrige Rückstellungen
– Übrige Verbindlichkeiten, als Durchschnitt aus vier Quartalen
Eigenkapitalquote = Eigenkapital in Prozent der Bilanzsumme
EBIT Gewinn vor Finanzergebnis und Ertragssteuern
Bereinigtes EBIT EBIT bereinigt um Sondereffekte
Bereinigte EBIT-Marge = bereinigtes EBIT in Prozent vom Umsatz
EBITDA Gewinn vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen
Bereinigtes EBITDA EBITDA bereinigt um Sondereffekte
Labour productivity = bereinigtes EBIT in Prozent von Personalkosten
Nettoverbindlichkeiten = Langfristige Finanzschulden + Kurzfristige Finanzschulden – Liquide Mittel
ROCE (Return On Capital Employed) = Gesamtkapitalverzinsung als bereinigtes EBIT in
Prozent vom durchschnittlichem Capital Employed
Verschuldungsgrad (Gearing) = Nettoverbindlichkeiten in Prozent vom Eigenkapital
WACC (Weighted Average Cost of Capital) = Gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten
(Fremdkapital und Eigenkapital)
Working Capital (Betriebsmittel) = Vorräte + Forderungen aus Lieferungen und Leistungen – Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen – Erhaltene Anzahlungen

Abkürzungen und Fachbegriffe

Lampe Lampen sind künstliche Lichtquellen. Es gibt viele verschiedene Arten, die sich durch die
Methode der Lichterzeugung, den abgegebenen Lichtstrom, die aufgenommene Leistung, die
Lichtausbeute, die Geometrie, die spektrale Zusammensetzung der abgegebenen Strahlung,
ihre Eigenhelligkeit und ihre Lichtabstrahlcharakteristik unterscheiden.
LED / Licht emittierende Dioden Eine LED oder Lumineszenzdiode ist ein kleines elektronisches Bauteil, ein Halbleiter, der
aufleuchtet, wenn er von Strom durchflossen ist. LEDs sind Energie sparend und zeichnen sich
durch eine lange Lebensdauer aus. Am häufigsten sind sie in den Farben Rot, Grün, Blau,
Amber oder Weiß. Durch die Mischung der einzelnen Strahlungsanteile können LED-Bausätze
beliebige Farben erzeugen.
Lichtlösungen Unter einer Lichtlösung versteht die Zumtobel Gruppe den geplanten, auf eine spezifische
Architektur- und Anwendungssituation ausgerichteten, kombinierten Einsatz von Leuchten,
Lichtmanagement und Notbeleuchtung mit der Zielsetzung, eine oder mehrere gewünschte
Lichtstimmungen/ Beleuchtungssituationen zu erreichen. Eine Lichtlösung stellt somit immer
eine Kombination aus Produkten und Dienstleistungen dar und kann nur gemeinsam mit dem
Kunden erarbeitet werden.
Leuchten Leuchten sind Vorrichtungen, in denen die Lampe montiert, betrieben und geschützt wird. Sie
steuern die Verteilung von Licht und Wärme, gewährleisten die Bereitstellung der geeigneten
elektrischen Energie über Komponenten und stellen die optische Vorrichtung bereit, in der die
Lampe untergebracht ist. Der gesamte Beleuchtungskörper inklusive aller für Befestigung,
Betrieb und Schutz der Lampe notwendigen Komponenten ist die "Leuchte". Die Leuchte
schützt die Lampe, verteilt und lenkt deren Licht und verhindert, dass es blendet. Die
Differenzierung von Leuchten kann nach der Art der Lampen (für Glühlampen, für
Leuchtstofflampen, für Entladungslampen) erfolgen, nach der Anzahl der Lampen (ein-,
zweilampig usw.), nach dem Einsatzort (Innenleuchten, Außenleuchten), nach der Schutzart
(Leuchten für trockene, feuchte und staubige Räume), nach der Bauart (offene Leuchten,
geschlossene Leuchten, Reflektorleuchten, Spiegelleuchten, Rasterleuchten, Wannenleuchten,
Scheinwerfer), nach der Montageart (Wand-, Decken-, Pendel- oder Handleuchten) und nach
dem Verwendungszweck (technische Leuchten, dekorative Leuchten oder Effektleuchten).
TAD TridonicAtco Division
ZLD Zumtobel Lighting Division
Vorschaltgerät Vorschaltgeräte sind elektrische Vorrichtungen für den Einsatz mit Leuchtstoff- oder
Hochdruckentladungslampen (HID), die genügend Spannung für das Starten und den Betrieb
der Lampe liefern und danach den Strom während des Betriebs begrenzen. Vorschaltgeräte
sind in magnetischer oder elektronischer Ausführung erhältlich.

Finanzterminplan

Hauptversammlung 29. Juli 2008 Ex-Dividenden Tag 31. Juli 2008 Dividenden Zahltag 04.August 2008 1. Quartalsbericht 2008/09 (1. Mai 2008 – 31. Juli 2008) 16. September 2008 Privatanlegerveranstaltung 16. September 2008 Zwischenbericht 2008/09 (1. Mai 2008 – 31. Oktober 2008) 09. Dezember 2008 3. Quartalsbericht 2008/09(1. Mai 2008 – 31. Januar 2008) 12. März 2009

Kontaktinformation

Christian Hogenmüller Astrid Kühn-Ulrich Head of Investor Relations Head of Corporate Communications Telefon +43 (0)5572 509-1510 Telefon +43 (0)5572 509-1570 E-Mail [email protected] E-Mail [email protected]

Investor Relations Presse/Unternehmens-Kommunikation

Finanzberichte

Sie finden unsere Finanzberichte zum Download unter: http://www.zumtobelgroup.com. Der Geschäftsbericht 2007/08 wird bei der Hauptversammlung veröffentlicht. Gerne senden wir Ihnen die Printfassung zu, Bestellungen überTelefon +43 (0)5572 509-1510

Mehr Informationen

zur Zumtobel AG, unseren Marken und LED-Aktivitäten finden Sie im Internet unter:

www.zumtobelgroup.com www.zumtobel.com www.thornlighting.com www.zumtobellighteriors.com www.tridonicatco.com www.ledonlighting.com

Impressum

Herausgeber: Zumtobel AG, Investor Relations, Christian Hogenmüller Koordination: Verena Stättner Koordination Finanzen: Michael Köb Übersetzung: Donna Schiller, Paul Boothroyd Titelgestaltung:Andreas Koch, Berlin Copyright: Zumtobel AG 2008

Inhouse produziert mit FIRE.sys

Disclaimer

Dieser Jahresfinanzbericht enthält Aussagen über zukünftige Entwicklungen, die auf derzeit zur Verfügung stehenden Informationen beruhen und Risiken und Unsicherheiten bergen, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den vorausschauenden Aussagen abweichen können. Die Aussagen über zukünftige Entwicklungen sind nicht als Garantien zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Dazu zählen zum Beispiel nicht vorhersehbareVeränderungen der politischen, wirtschaftlichen und geschäftlichen Rahmenbedingungen, insbesondere im Umfeld der Zumtobel Gruppe, der Wettbewerbssituation, der Zins- und Währungsentwicklungen, technologischer Entwicklungen sowie sonstiger Risiken und Unwägbarkeiten.Weitere Risiken sehen wir u. a. in Preisentwicklungen, nicht vorhersehbaren Geschehnissen im Umfeld akquirierter Unternehmen und bei Konzerngesellschaften sowie bei den laufenden Kostenoptimierungsprogrammen. Die Zumtobel Gruppe beabsichtigt nicht, diese vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren. Dieser Jahresfinanzbericht wird auch in Englisch präsentiert, jedoch nur der deutscheText ist verbindlich.

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