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Zalando SE Audit Report / Information 2012

Mar 27, 2013

499_10-k_2013-03-27_a0673dc2-3781-4e48-a9e5-8f35daedacdb.pdf

Audit Report / Information

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Konzernabschluss 20121

Zalando GmbH, Berlin

1 Hinweis gemäß § 328 (2) HGB: Die Wiedergabe des Konzernabschlusses erfolgt in verkürzter Form ohne Beifügung des Konzernlageberichts und entspricht dahingehend nicht der gesetzlich vorgeschriebenen Form einer vollständigen Veröffentlichung im Sinne des § 328 (1) HGB. Der vollständige Konzernabschluss mit beigefügtem Konzernlagebericht wurde von einem Abschlussprüfer aufgrund gesetzlicher Vorschriften einer Prüfung unterzogen und es wurde ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk im Sinne des § 322 (2) S. 1 Nr. 1 HGB erteilt. Ferner ist eine mit § 328 (1) HGB in Einklang stehende Einreichung bei dem Betreiber des Bundesanzeigers erfolgt.

Inhalt 2
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 4
Konzern-Bilanz 5
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 7
Konzern-Kapitalflussrechnung 8
Konzernanhang 9
A. Informationen zum Unternehmen 9
B. Allgemeine Grundsätze 10
C. Neue Rechnungslegungsvorschriften des IASB 11
D. Grundsätze der Konsolidierung
Konsolidierungskreis
15
15
Stichtag des Konzernabschlusses 15
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 15
Schuldenkonsolidierung 15
Erfolgskonsolidierung 15
Währungsumrechnung 15
E. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung 17
Immaterielle Vermögenswerte 17
Sachanlagen 18
Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten 18
Leasingverhältnisse – Konzern als Leasingnehmer
Ertragsteuern
19
19
Latente Steuern 20
Vorräte 21
Finanzinstrumente 21
Derivative Finanzinstrumente und Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen 26
Rückstellungen 28
Anteilsbasierte Vergütungen 28
Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer 30
Ertrags- und Aufwandsrealisierung 30
Zuwendungen der öffentlichen Hand 31
F. Verwendung von Schätzungen und Annahmen 32
G. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 33
(1.)
Umsatzerlöse
33
(2.)
Umsatzkosten
33
(3.) Vertriebskosten 33
(4.) Verwaltungskosten 34
(5.) Sonstige betriebliche Erträge 34
(6.) Sonstige betriebliche Aufwendungen 34
(7.) Finanzergebnis 35
(8.) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 35
(9.) Personalaufwand 36
H. Erläuterungen zur Konzern-Bilanz 37
(10.) Immaterielle Vermögenswerte 37
(11.) Sachanlagen 38
(12.) Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 40
(13.) Vorräte und geleistete Anzahlungen 40
(14.) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 40
(15.) Sonstige finanzielle Vermögenswerte und sonstige nicht finanzielle
Vermögenswerte 41
(16.) Liquide Mittel 41
(17.) Eigenkapital 41
(18.) Anteilsbasierte Vergütungen 42
(19.) Rückstellungen 45
(20.) Zuwendungen der öffentlichen Hand 46
(21.) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und erhaltene Anzahlungen 46
(22.) Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
und Verbindlichkeiten aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 46
(23.) Angaben zur Kapitalflussrechnung 46
(24.) Finanzielle Verbindlichkeiten 47
(25.) Latente Steuern 48
(26.) Finanzinstrumente 49
I. Sonstige Angaben 53
Risiken aus Finanzinstrumenten und Finanzrisikomanagement 53
Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen 57
Organe 57
Operate-Leasingverhältnisse
Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers
58
58
Aufstellung Anteilsbesitz 59
Ereignisse nach der Berichtsperiode 59
Genehmigung des Abschlusses 60

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012

01.01. - 01.01. -
in TEUR Anhang 31.12.2012 31.12.2011
Umsatzerlöse (1.) 1.158.675 509.943
Umsatzkosten (2.) -613.052 -270.673
Bruttoergebnis vom Umsatz 545.623 239.270
Vertriebskosten (3.) -526.859 -260.221
Verwaltungskosten (4.) -83.242 -32.625
Sonstige betriebliche Erträge (5.) 6.704 2.535
Sonstige betriebliche Aufwendungen (6.) -25.801 -7.906
Betriebliches Ergebnis (EBIT) -83.575 -58.947
Zinsertrag (7.) 1.447 451
Zinsaufwand (7.) -2.405 -1.097
Übriges Finanzergebnis -21 4
Finanzergebnis -979 -642
Ergebnis vor Steuern (EBT) -84.554 -59.589
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (8.) -516 -153
Periodenergebnis -85.070 -59.742
davon den Gesellschaftern der Zalando GmbH zuzurechnendes Ergebnis -85.070 -59.742
Periodenergebnis in Prozent vom Umsatz -7,3% -11,7%
Überleitung Periodenergebnis zu Gesamtergebnis
01.01. - 01.01. -
in TEUR 31.12.2012 31.12.2011
Periodenergebnis -85.070 -59.742
Effektiver Teil der Gewinne/Verluste aus Cashflow Hedges nach Steuern -499 0
Währungsumrechnungsdifferenzen ausländischer Jahresabschlüsse -33 0
Sonstiges Ergebnis -532 0
Gesamtergebnis -85.602 -59.742
davon den Gesellschaftern der Zalando GmbH zuzurechnendes Ergebnis -85.602 -59.742

Konzern-Bilanz

zum 31. Dezember 2012

Aktiva
in TEUR Anhang 31.12.2012 31.12.2011
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte (10.) 9.947 3.848
Sachanlagen (11.) 45.172 14.542
Finanzbeteiligungen 0 120
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (12.) 31.684 6.630
86.803 25.140
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (13.) 228.723 108.120
Geleistete Anzahlungen (13.) 1.552 1.084
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (14.) 105.477 33.378
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (15.) 14.407 784
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte (15.) 18.592 3.649
Liquide Mittel (16.) 382.307 101.829
751.058 248.844
Bilanzsumme 837.861 273.984

Konzern-Bilanz

zum 31. Dezember 2012

Passiva
in TEUR Anhang 31.12.2012 31.12.2011*
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital (17.) 111 93
Kapitalrücklage (17.) 628.625 190.368
Gewinnrücklage -532 0
Bilanzverlust (17.) -170.008 -84.938
458.196 105.523
Langfristige Schulden
Rückstellungen (19.) 2.234 553
Zuwendungen der öffentlichen Hand (20.) 1.925 1.482
Finanzverbindlichkeiten (24.) 11.100 0
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (22.) 1.842 850
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten (22.) 1.983 8
19.084 2.893
Kurzfristige Schulden
Rückstellungen (19.) 35.323 9.936
Finanzverbindlichkeiten (24.) 3.243 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (21.) 294.624 135.045
Erhaltene Anzahlungen (21.) 2.243 1.381
Verbindlichkeiten aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (22.) 384 349
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (22.) 7.192 4.631
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten (22.) 17.572 14.226
360.581 165.568
Bilanzsumme 837.861 273.984

* Die Zuordnung zu den Schuldpositionen wurde geändert, das Geschäftsjahr 2011 entsprechend den Erläuterungen im Anhang angepasst.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012

Gewinnrücklagen
in TEUR Anhang Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Ergebnisse
aus
Cashflow
Hedges
Differenzen
aus der
Währungs
umrechnung
Bilanz
verlust
Summe
Stand 01.01.2012 93 190.368 0 0 -84.938 105.523
Periodenergebnis
Sonstiges Ergebnis
0
0
0
0
0
-499
0
-33
-85.070
0
-85.070
-532
Gesamtergebnis 0 0 -499 -33 -85.070 -85.602
Kapitalerhöhung (17.) 18 431.784 0 0 0 431.802
Anteilsbasierte
Vergütungen
(18.) 0 5.633 0 0 0 5.633
Einzahlungen
von Gesellschaftern
(17.) 0 840 0 0 0 840
Stand 31.12.2012 111 628.625 -499 -33 -170.008 458.196

für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis 31. Dezember 2011

Gewinnrücklagen
in TEUR Anhang Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Ergebnisse
aus
Cashflow
Hedges
Differenzen
aus der
Währungs
umrechnung
Bilanz
verlust
Summe
Stand 01.01.2011 83 60.000 0 0 -24.985 35.098
Periodenergebnis 0 0 0 0 -59.742 -59.742
Sonstiges Ergebnis 0 0 0 0 0 0
Gesamtergebnis 0 0 0 0 -59.742 -59.742
Kapitalerhöhung (17.) 10 128.227 0 0 0 128.237
Anteilsbasierte
Vergütungen
(18.) 0 2.141 0 0 0 2.141
Sonstige Änderungen 0 0 0 0 -211 -211
Stand 31.12.2011 93 190.368 0 0 -84.938 105.523

Konzern-Kapitalflussrechnung

für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012

in TEUR Anhang 01.01. -
31.12.2012
01.01. -
31.12.2011*
1. Jahresergebnis vor Zinsen und Steuern -83.575 -58.947
2. + zahlungsunwirksamer Aufwand aus
anteilsbasierten Vergütungen
(18.) 6.473 2.141
3. + Abschreibungen auf Anlagevermögen (10.),
4. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen (11.) 6.688 1.792
5. +/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge (19.) 27.068 5.475
6. +/- Abnahme/Zunahme der Vorräte 410 0
7. +/- Abnahme/Zunahme der Forderungen aus (13.) -120.603 -66.887
Lieferungen und Leistungen
8. +/- Abnahme/Zunahme sonstigen Aktiva (14.) -72.099 -19.052
9. +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus -28.514 -4.786
Lieferungen und Leistungen
10. +/- Zunahme/Abnahme der sonstigen Passiva (21.) 159.579 89.479
11. - gezahlte Zinsen 11.884 10.044
12. + vereinnahmte Zinsen (7.) -2.483 -921
13. - gezahlte Ertragsteuern (7.)
(8.)
1.447
-610
528
-6
14. = Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -94.335 -41.140
15. - Auszahlungen für Investitionen
in das Sachanlagevermögen (11.) -37.029 -9.753
16. - Auszahlungen für Investitionen
in immaterielle Vermögenswerte (10.) -9.540 -3.173
17. +/- Veränderung der Zahlungsmittel, die einer
Verfügungsbeschränkung unterliegen (12.) -24.741 -6.320
18. = Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -71.310 -19.246
19. + Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen der Gesellschafter (17.) 431.802 128.237
20. + Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 15.116 0
21. - Auszahlungen für die Tilgung von Krediten -774 0
22. +/- sonstige zahlungswirksame Änderungen
im Finanzbereich -21 0
23. = Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit 446.123 128.237
24. = zahlungswirksame Veränderungen
des Finanzmittelbestands 280.478 67.851
25. + Verfügbarer Finanzmittelbestand zu Beginn des Geschäftsjah
res 101.829 33.978
26. = Verfügbarer Finanzmittelbestand am 31.12. 382.307 101.829

* Die Zuordnung zu den Aktivitätsformaten wurde geändert, das Geschäftsjahr 2011 entsprechend den Erläuterungen im Anhang angepasst.

Konzernanhang

A. Informationen zum Unternehmen

Firma, Sitz

Zalando GmbH, Berlin, Deutschland

Ort der Geschäftsleitung

Sonnenburger Str. 73,10437 Berlin, Deutschland

Handelsregister

Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg zu HRB 112394 B geführt und wurde dort am 12. März 2008 in das Handelsregister eingetragen.

Art der Geschäftstätigkeit

Das E-Commerce Unternehmen Zalando ist ein Anbieter für Schuhe und Fashion im Internet. Das umfangreiche Angebot für Damen, Herren und Kinder reicht von bekannten Trendmarken bis hin zu gefragten Designerlabels. Neben Schuhen und Bekleidung gehören auch Accessoires, Beauty-Produkte sowie Sport- und Wohnartikel zum umfassenden Sortiment. Erweitert und ergänzt wird das Angebot um die Zalando Lounge, die für registrierte Mitglieder zusätzliche Verkaufsaktionen zu rabattierten Preisen bereithält. Das Unternehmen wurde 2008 gegründet und hat seinen Sitz in Berlin. Nach dem erfolgreichen Start in Deutschland werden seit 2009 auch europäische Nachbarländer beliefert. Ende 2012 war Zalando in 14 europäischen Ländern aktiv.

B. Allgemeine Grundsätze

Die Zalando GmbH, Berlin, ist Mutterunternehmen der Zalando-Gruppe (nachfolgend auch "Zalando" oder "Konzern" genannt). Der Konzernabschluss der Zalando GmbH und ihrer Tochtergesellschaften zum 31. Dezember 2012 wird in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt.

§ 315a HGB bildet zusammen mit der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards die Rechtsgrundlage für die Konzernrechnungslegung nach internationalen Standards in Deutschland. Zalando nutzt das in § 315a Abs. 3 HGB eingeräumte Wahlrecht, wonach Mutterunternehmen ihren Konzernabschluss dann nach den IFRS aufstellen dürfen, sofern die IFRS vollständig befolgt werden.

Der Konzernabschluss berücksichtigt alle zum Bilanzstichtag verabschiedeten und in der Europäischen Union verpflichtend anzuwendenden IFRS. Durch Einhaltung der Standards und Interpretationen wird ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Zalando-Gruppe vermittelt.

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich auf der Basis einer Bilanzierung der Vermögenswerte und Schulden zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanzgliederung erfolgt nach der Fristigkeit der Vermögenswerte und Schulden.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend (TEUR) auf- oder abgerundet.

C. Neue Rechnungslegungsvorschriften des IASB

Grundlage der Rechnungslegung nach IFRS ist entsprechend der EU-Verordnung Nr. 1606/2002 i.V.m. § 315a Abs. 1 HGB die von der Kommission der Europäischen Gemeinschaften im Rahmen des Endorsement-Verfahrens für die Europäische Union übernommenen Rechnungslegungsstandards des IASB. Die durch das IASB neu herausgegebenen IFRS bzw. Überarbeitungen von IFRS sind erst nach einem entsprechenden Beschluss der Kommission im Rahmen des Endorsement-Verfahrens verpflichtend anzuwenden.

Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Konzernabschlusses bekanntgemachte, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen werden nachfolgend dargestellt. Soweit nichts anderes angegeben ist, sind die Standards und Interpretationen bzw. Änderungen von bestehenden Standards für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem angegebenen Anwendungszeitpunkt beginnen.

IFRS 9 – Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung

Der derzeitige Stand von IFRS 9 spiegelt die erste Phase des IASB-Projekts zum Ersatz von IAS 39 wider. Der Standard behandelt die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, die gegenwärtig nach IAS 39 zu bilanzieren sind. Der ursprüngliche Plan sah vor, den Standard erstmals in Geschäftsjahren anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Mit der im Dezember 2011 veröffentlichten Änderung des IFRS 9 Mandatory Effective Date of IFRS 9 and Transition Disclosures wurde der Zeitpunkt der verpflichtenden Erstanwendung auf den 1. Januar 2015 verschoben. In weiteren Projektphasen wird der IASB die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen und das Thema Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten behandeln. Wenn der endgültige Standard einschließlich aller Phasen veröffentlicht ist, wird der Konzern die Auswirkung in Verbindung mit den anderen Phasen quantifizieren. IFRS 9 ist bisher noch nicht im Wege des Endorsement-Verfahrens der Europäischen Union übernommen worden.

Änderung von IFRS 7 – Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten

Gemäß dieser Änderung muss ein Unternehmen Informationen zu Aufrechnungsrechten und damit verbundenen Vereinbarungen (z. B. Sicherungsvereinbarungen) offenlegen. Auf diese Weise sollen Abschlussadressaten Informationen erhalten, mit deren Hilfe sie die Auswirkungen von Verrechnungen auf die Finanzlage von Unternehmen beurteilen können. Die neuen Angaben sind für alle bilanzierten Finanzinstrumente erforderlich, die nach IAS 32 Finanzinstrumente: Darstellung saldiert wurden. Sie gelten ebenso für angesetzte Finanzinstrumente, die einklagbaren Globalverrechnungsverträgen oder ähnlichen Vereinbarungen unterliegen, unabhängig davon, ob sie gemäß IAS 32 saldiert werden. Die Änderung ist

erstmals auf Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die Änderung von IFRS 7 wird keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben.

IFRS 10 – Konzernabschlüsse

IFRS 10 wurde im Mai 2011 veröffentlicht. Der Standard ersetzt die Konsolidierungsleitlinien von IAS 27 Konzern und separate Einzelabschlüsse nach IFRS und SIC 12 Konsolidierung – Zweckgesellschaften. Mit IFRS 10 wird nur noch ein einziges Konsolidierungsmodell für alle beherrschten Unternehmen bestehen. Der Beherrschungstatbestand ist hiernach erfüllt, wenn ein Investor über Bestimmungsmacht über das Investitionsobjekt verfügt und diese nutzen kann, um auf die Erträge des Investitionsobjekts einzuwirken. Die Vorschriften für separate Abschlüsse bleiben Bestandteil des IAS 27 und werden im Gegensatz zu den anderen Teilen von IAS 27, die durch den neuen IFRS 10 ersetzt werden, nicht verändert. Nach den Ergebnissen einer vorläufigen Analyse wird IFRS 10 keine Auswirkungen auf die Einstufung der Beteiligungen haben, die vom Konzern zum Abschlussstichtag gehalten werden. IFRS 10 ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnt.

IFRS 11 – Gemeinschaftliche Vereinbarungen

IFRS 11 wurde im Mai 2011 veröffentlicht. Der Standard reformiert die Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen. IFRS 11 ersetzt die bestehenden IAS 31 Anteile an Joint Ventures und SIC 13 Gemeinschaftlich geführte Einheiten – Nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen. Das bisher bestehende Wahlrecht zur quotalen Konsolidierung wird durch IFRS 11 gestrichen. Gemeinschaftlich beherrschte Vermögenswerte sind nicht im Anwendungsbereich von IFRS 11 inbegriffen. Der Standard behandelt lediglich gemeinsame Geschäftstätigkeiten und Joint Ventures. IFRS 11 wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Zalando GmbH haben. Der Standard ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnt. Die Änderung von IFRS 11 wird keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben.

IFRS 12 – Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen

Der Standard regelt die Angabepflichten für den Bereich der Konzernrechnungslegung. IFRS 12 vereint die Angaben für Tochterunternehmen, die bislang in IAS 27 geregelt sind, die Angaben für gemeinschaftlich geführte und assoziierte Unternehmen, die bislang in IAS 31 und IAS 28 geregelt sind, sowie die Angaben für strukturierte Unternehmen. Der Standard definiert eine Reihe von Angaben, die keine Auswirkungen auf die Berichterstattung des Konzerns haben werden. IFRS 12 ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnt.

IAS 28 – Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

Mit der Verabschiedung von IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen und IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen wurde IAS 28 in Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen umbenannt. Sein Anwendungsbereich, der sich bislang auf assoziierte Unternehmen beschränkte, wurde auf Gemeinschaftsunternehmen erweitert. Der überarbeitete Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Änderung von IAS 28 wird keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben.

IFRS 13 – Bemessung des beizulegenden Zeitwerts

IFRS 13 bündelt die zuvor über das IFRS-Regelwerk verteilten Vorgaben zur Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in einem einzigen Standard. Darüber hinaus macht der Standard zusätzliche Angaben zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erforderlich. In welchen Situationen eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vorzunehmen ist, regelt IFRS 13 nicht. Nach einer ersten summarischen Prüfung erwartet das Management durch die Erstanwendung von IFRS 13 keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Zalando GmbH. IFRS 13 ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt.

Änderung von IAS 32 – Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Schulden

Die Änderung stellt die Formulierung "hat zum gegenwärtigen Zeitpunkt einen Rechtsanspruch auf Verrechnung" klar. Außerdem präzisiert sie die Anwendung der Saldierungskriterien von IAS 32 auf Abwicklungssysteme (wie z. B. zentrale Clearingstellen), die einen Bruttoausgleich vornehmen, bei den die einzelnen Geschäftsvorfälle nicht gleichzeitig stattfinden. Der überarbeitete Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Änderung wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben.

Änderung von IAS 1 – Darstellung von Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses

Die Änderung von IAS 1 führt zu einer neuen Gruppierung von Posten, die im sonstigen Ergebnis dargestellt werden. Posten, die zu einem späteren Zeitpunkt in das Periodenergebnis umgegliedert werden (darunter Gewinne aus der Absicherung einer Nettoinvestition, Umrechnungsdifferenzen aus der Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe, Verluste und Gewinne aus der Absicherung von Cashflows und aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten), sind getrennt von jenen Sachverhalten auszuweisen, die keine Umgliederung nach sich ziehen (darunter versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen und Effekte aus der Neubewertung von Grundstücken und Gebäuden). Die Änderung betrifft lediglich den Ausweis und wirkt sich

nicht auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns aus. Die Änderung ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen. Sie wird vom Konzern bei der ersten jährlichen Berichterstattung nach dem Inkrafttreten angewandt.

IAS 19 – Leistungen an Arbeitnehmer (überarbeitet)

Der IASB hat IAS 19 umfassend überarbeitet. Die vorgenommenen Anpassungen reichen von grundlegenden Änderungen wie bspw. die Ermittlung von erwarteten Erträgen aus dem Planvermögen und der Aufhebung der Korridormethode bis hin zu einfachen Klarstellungen und Umformulierungen. Die Änderung ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Sie wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Zalando GmbH haben.

Sammelstandard zu Änderungen verschiedener International Financial Reporting Standards

Der IASB überarbeitet ständig die bestehenden Standards. Im Mai 2012 veröffentlichte der IASB einen weiteren entsprechenden Sammelstandard, in dem sieben Verbesserungen zu fünf verschiedenen Standards gebündelt sind. Die Änderungen beziehen sich auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Der Konzern erwartet – nach einer ersten Einschätzung – keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage durch die erstmalige Anwendung der Änderungen. Der Standard ist bisher noch nicht im Wege des Endorsement-Verfahrens der Europäischen Union übernommen worden.

D. Grundsätze der Konsolidierung

Konsolidierungskreis

Der Konsolidierungskreis umfasst zwölf (Vorjahr: sieben) Tochterunternehmen. Es handelt sich um neun (Vorjahr: fünf) deutsche und drei (Vorjahr: zwei) internationale Tochterunternehmen. Die Tochterunternehmen werden ab dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, an dem der Konzern die Beherrschung über das Tochterunternehmen erlangt hat.

Stichtag des Konzernabschlusses

Der vorliegende Konzernabschluss umfasst das Geschäftsjahr 2012 auf Basis der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember des Jahres 2012. Die einbezogenen Unternehmen haben – abgesehen von gründungsbedingten Rumpfgeschäftsjahren – ebenfalls ein dem Kalenderjahr identisches Geschäftsjahr.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens aufgestellt.

Die Konzerngesellschaften erstellen ihre Abschlüsse jeweils in der funktionalen Währung.

Alle konzerninternen Geschäftsvorfälle, Salden und Zwischenergebnisse werden im Zuge der Konsolidierung vollständig eliminiert.

Schuldenkonsolidierung

Konzerninterne Forderungen und konzerninterne Verbindlichkeiten werden aufgerechnet. Aufrechnungsdifferenzen werden, soweit sie im Berichtszeitraum entstanden sind, erfolgswirksam erfasst.

Erfolgskonsolidierung

Im Rahmen der Erfolgskonsolidierung werden die konzerninternen Erträge und Aufwendungen verrechnet. Zwischenergebnisse werden eliminiert.

Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wurde in Euro, der funktionalen Währung der Zalando GmbH und der Darstellungswährung des Konzerns, aufgestellt. Die Vermögenswerte und Schulden von Tochterunternehmen, deren funktionale Währungen nicht dem Euro entsprechen, werden zu

dem am Bilanzstichtag vorliegenden Kurs umgerechnet. Posten der Gewinn- und Verlustrechnung werden zum gewogenen Durchschnittskurs des jeweiligen Jahres in die Berichtswährung transformiert. Das Eigenkapital der Tochterunternehmen wird zum entsprechenden historischen Kurs umgerechnet. Die aus der Umrechnung resultierenden Währungsdifferenzen werden als Ausgleichsposten aus der Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen innerhalb des sonstigen Ergebnisses erfolgsneutral vereinnahmt.

Fremdwährungstransaktionen werden von den Konzernunternehmen zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls jeweils gültigen Kassakurs in die funktionale Währung umgerechnet.

Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagkassakurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.

E. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Immaterielle Vermögenswerte

Es wird zwischen immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter und solchen mit unbestimmter Nutzungsdauer differenziert.

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung überprüft, sofern Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Die Abschreibungsdauer und die Abschreibungsmethode werden bei immateriellen Vermögenswerten mit einer bestimmten Nutzungsdauer mindestens zum Ende jeder Berichtsperiode überprüft. Die aufgrund von Änderungen der erwarteten Nutzungsdauer oder des erwarteten Verbrauchs des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens des Vermögenswerts erforderlichen Änderungen der Abschreibungsmethode oder der Abschreibungsdauer werden als Änderungen von Schätzungen behandelt.

Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst.

Die immateriellen Vermögenswerte werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten oder Herstellungskosten bewertet. Sämtliche immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme der Marken- und Domainrechte, weisen eine bestimmbare Nutzungsdauer auf. Sie werden linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von drei bis acht Jahren abgeschrieben.

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden in Höhe ihrer Entwicklungskosten aktiviert, wenn die Aktivierungskriterien gemäß IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte erfüllt sind. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder eine neu entwickelte Software eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar und entweder für die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weitere Voraussetzungen für die Aktivierung sind die voraussichtliche Erzielung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens und eine zuverlässige Bewertung des Vermögenswerts.

Aktivierte Entwicklungskosten werden planmäßig über die Nutzungsdauer von i.d.R. drei bis vier Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung beginnt nach dem Abschluss der Entwicklungsphase zu dem Zeitpunkt, zu dem der Vermögenswert genutzt werden kann. Sie erfolgt über den Zeitraum, über den ein künftiger Nutzen zu erwarten ist. Die Abschreibung wird in den Umsatzkosten erfasst. Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode ihrer Entstehung gebucht.

Die Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden der langfristigen Vermögenswerte werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei Bedarf prospektiv angepasst.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Aufwandskategorie erfasst, die der Funktion des immateriellen Vermögenswerts im Unternehmen entspricht.

Sachanlagen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und planmäßig linear entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Änderungen der Restwerte bzw. der Nutzungsdauern, die während der Nutzung der Vermögenswerte eintreten, werden in der Bemessung der Abschreibungsbeträge berücksichtigt. Die Abschreibung der Sachanlagen erfolgt ausschließlich linear nach der Anschaffungskostenmethode gemäß IAS 16. Die Abschreibungen werden über die folgenden wirtschaftlichen Nutzungsdauern linear vorgenommen:

Nutzungsdauer Jahre
Einbauten 11-17
Technische Anlagen und Maschinen 13-15
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2-23

Sachanlagen werden entweder infolge eines Abgangs ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der der Vermögenswert ausgebucht wird.

Die Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden der Sachanlagen werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei Bedarf prospektiv angepasst.

Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung für in der Bilanz ausgewiesene nicht finanzielle Vermögenswerte vorliegen. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar bzw. ist eine jährliche Überprüfung vorgeschrieben, wird ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Im Geschäftsjahr 2012 wurden keine Hinweise auf Wertminderungen der nicht finanziellen Vermögenswerten offenbar.

Leasingverhältnisse – Konzern als Leasingnehmer

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung getroffen und erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt, selbst wenn dieses Recht in einer Vereinbarung nicht ausdrücklich festgelegt ist.

Leasingverhältnisse werden als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn durch die Leasingbedingungen im Wesentlichen alle typischerweise mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operate-Leasingverhältnisse klassifiziert.

Gemietete Vermögenswerte, bei denen es sich wirtschaftlich um Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung handelt, sind als Finanzierungsleasingverhältnisse einzustufen. Sie werden im Zugangszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder mit dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt. Die entsprechende Verbindlichkeit wird in der Bilanz als Leasingverbindlichkeit ausgewiesen. Derzeit gibt es in der Zalando-Gruppe keine Finanzierungsleasingverträge.

Beim Operate-Leasing wird der Leasinggegenstand nicht aktiviert. Die Leasingzahlungen werden stattdessen linear über die Laufzeit der Leasingverhältnisse aufwandswirksam erfasst. Wesentliche Leasingvereinbarungen betreffen in der Zalando-Gruppe die Anmietung von Geschäftsräumen und von Logistikimmobilien.

Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Steuern werden im Periodenergebnis erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.

Der laufende Steueraufwand wird unter Anwendung der zum Bilanzstichtag geltenden Steuervorschriften der Länder, in denen die Gesellschaften tätig sind und zu versteuerndes Einkommen erwirtschaften, berechnet.

Das Management überprüft regelmäßig die Steuerdeklarationen, vor allem in Bezug auf auslegungsfähige Sachverhalte, und bildet Rückstellungen basierend auf den Beträgen, die an die Finanzverwaltung erwartungsgemäß abzuführen sind.

Tatsächliche Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital verbucht werden, werden nicht im Periodenergebnis, sondern im Eigenkapital erfasst. Das Management

beurteilt die einzelnen Steuersachverhalte nach den geltenden steuerlichen Vorschriften. Bei Bedarf werden Steuerrückstellungen angesetzt.

Latente Steuern

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt unter Anwendung der Liability-Methode auf Basis der Vorschriften von IAS 12. Die latenten Steuern werden aufgrund von temporären Differenzen zwischen im Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den Wertansätzen der Steuerbilanz gebildet, sofern diese Differenzen in der Zukunft zu Steuerentlastungen oder Steuerbelastungen führen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt dabei unter Berücksichtigung der Steuersätze und Steuervorschriften, deren Geltung im Zeitpunkt der Umkehr der Differenzen erwartet wird. Aktive latente Steuern auf temporäre Differenzen und Verlustvorträge werden nur dann angesetzt, sofern ihre Realisierbarkeit in näherer Zukunft hinreichend gesichert erscheint.

Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernde temporäre Differenzen erfasst, mit Ausnahme von

  • latenten Steuerschulden aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts oder eines Vermögenswerts oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst,
  • latenten Steuerschulden aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen stehen, wenn der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.

Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähige temporäre Unterschiede, noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und nicht genutzte Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können, mit Ausnahme von

• latenten Steueransprüchen aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst,

• latenten Steueransprüchen aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen stehen, wenn es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden oder kein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen aufgerechnet werden können.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ermöglicht.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Vorräte

Die als Vorräte bilanzierten Handelswaren werden gemäß IAS 2 zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten werden auf Basis einer Einzelbewertung der Zugänge aus Sicht des Beschaffungsmarkts ermittelt.

Die Bewertung der Handelswaren zum Bilanzstichtag erfolgt zum jeweils niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert. Der Nettoveräußerungswert stellt dabei den voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten dar. Absatz- und sonstige Risiken werden, soweit erforderlich, im Nettoveräußerungswert berücksichtigt. Wenn die Gründe, die zu einer Abwertung der Handelswaren geführt haben, weggefallen sind, ist eine entsprechende Wertaufholung zu erfassen.

Finanzinstrumente

Allgemeines

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder zu einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn die Zalando-Gruppe Vertragspartei eines Finanzinstruments wird. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus diesen finanziellen Vermö-

genswerten auslaufen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Chancen und Risiken übertragen werden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten erfolgt bei üblichem Kauf oder Verkauf zum Erfüllungstag, das heißt zu dem Tag, an dem der Vermögenswert geliefert wird.

Sollten bei nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumenten Anzeichen für eine dauerhafte Wertminderung vorliegen, werden entsprechende Wertminderungen vorgenommen. Beim Wegfall der Gründe für Wertminderungen werden bei Krediten und Forderungen sowie bei den bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finanzinvestitionen erfolgswirksame Wertaufholungen bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Bei allen Finanzinstrumenten werden die Wertberichtigungen in separaten Konten erfasst.

Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Betrag, den zwei unabhängige vertragswillige Parteien für dieses Instrument vereinbaren würden. Sofern Preisnotierungen auf einem aktiven Markt vorliegen (z. B. Börsennotierungen), werden diese bei der Bewertung zugrunde gelegt. Wenn kein aktiver Markt existiert, wird der Wert eines Finanzinstruments mittels finanzmathematischer Methoden, z. B. durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme mit dem Marktzinssatz oder durch die Anwendung anerkannter Optionspreismodelle, ermittelt und durch Bestätigungen der Banken, die die Geschäfte abwickeln, überprüft.

Als fortgeführte Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswertes oder einer finanziellen Verbindlichkeit wird der Betrag bezeichnet,

  • mit dem ein finanzieller Vermögenswert oder eine finanzielle Verbindlichkeit bei der erstmaligen Erfassung bewertet wurde,
  • abzüglich eventueller Tilgungen und
  • etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen für Wertminderungen oder Uneinbringlichkeit sowie
  • zu- oder abzüglich der kumulierten Verteilung einer etwaigen Differenz zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei der Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag (Agio), die mittels der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes oder der finanziellen Verbindlichkeit verteilt wird.

Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag bzw. dem Rückzahlungsbetrag.

Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte werden vor allem für die Zwecke der Folgebewertung einer der folgenden Kategorien zugeordnet:

  • Kredite und Forderungen,
  • bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen,
  • erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte oder
  • zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.

Beim erstmaligen Ansatz erfolgt die Bewertung eines finanziellen Vermögenswerts zum beizulegenden Zeitwert. Bei allen Kategorien – mit Ausnahme der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte – werden die angefallenen Transaktionskosten in die Zugangsbewertung einbezogen.

Für die Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten ist die Zuordnung zu den zuvor genannten Kategorien zu beachten. Für jede Kategorie gelten unterschiedliche Bewertungsregeln.

Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Dieser Bewertungskategorie werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sowie die Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen zugeordnet.

In die Bewertungskategorie der bis zur Endfälligkeit gehaltenen finanziellen Vermögenswerte fallen nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen und einer festgelegten Laufzeit, für die das Unternehmen sowohl die Absicht als auch die Fähigkeit hat, sie bis zum Ende der Laufzeit zu halten. Sie werden ebenfalls mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Die Zalando-Gruppe besitzt derzeit keine Vermögenswerte, die dieser Kategorie zugordnet werden können.

Innerhalb der Kategorie der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte sind alle finanziellen Vermögenswerte als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert. Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente sind solche, die mit kurzfristiger Verkaufs- oder Rückkaufsabsicht erworben werden. Ferner sind derivative Finanzinstrumente, die nicht in einer wirksamen bilanziellen Sicherungsbeziehung stehen, dieser Kategorie zwangsweise zuzuordnen. Eine fakultative Designation in diese Kategorie wurde von der Zalando-Gruppe nicht vorgenommen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts

finanzieller Vermögenswerte werden zum Zeitpunkt der Wertsteigerung bzw. Wertminderung erfolgswirksam erfasst.

Die Kategorie der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte umfasst diejenigen nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte, die nicht einer der zuvor genannten Kategorien zugeordnet wurden. Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte werden erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Die Übernahme der erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Wertschwankungen in das Periodenergebnis erfolgt erst zum Zeitpunkt des Abgangs oder im Falle einer nachhaltigen Wertminderung des Vermögenswerts. Sofern bei Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und ihr beizulegender Wert nicht verlässlich ermittelbar ist, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten. Im Falle einer dauerhaften Wertminderung wird eine Abwertung auf den Barwert der zukünftigen Cashflows vorgenommen.

Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern ermittelt zu jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegen. Ein finanzieller Vermögenswert oder eine Gruppe von finanziellen Vermögenswerten gilt nur dann als wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswerts eintraten, objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen und dieser Schadensfall eine Auswirkung auf die erwarteten künftigen Cashflows des finanziellen Vermögenswerts oder der Gruppe der finanziellen Vermögenswerte hat. Ein Wertminderungsverlust ist erfolgswirksam zu erfassen.

Die Wertminderungen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden auf der Basis von pauschalierten Einzelwertberichtigungen vorgenommen, die mit Hilfe von länderspezifischen Wertberichtigungssätzen auf Basis von Überfälligkeiten ermittelt werden.

Forderungen werden einschließlich der damit verbundenen Wertberichtigung ausgebucht, wenn sie einerseits als uneinbringlich eingestuft werden und andererseits sämtliche Sicherheiten in Anspruch genommen und verwertet wurden. Erhöht oder verringert sich die Höhe eines geschätzten Wertminderungsaufwands in einer folgenden Berichtsperiode aufgrund eines Ereignisses, das nach der Erfassung der Wertminderung eintrat, wird der früher erfasste Wertminderungsaufwand durch Anpassung des Wertberichtigungskontos erfolgswirksam erhöht oder verringert. Wird eine ausgebuchte Forderung aufgrund eines Ereignisses, das nach der Ausbuchung eintrat, später wieder als einbringlich eingestuft, wird der entsprechende Betrag unmittelbar im sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet, im Fall von Darlehen zuzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten. Beim erstmaligen Ansatz von finanziellen Verbindlichkeiten legt die Zalando-Gruppe die Zuordnung zu einer der Kategorie fest.

Finanzielle Verbindlichkeiten fallen in eine der beiden folgenden Kategorien:

  • erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten oder
  • zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Verbindlichkeiten sowie andere finanzielle Verbindlichkeiten, die bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert werden. Darunter fallen zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Verbindlichkeiten, insbesondere derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrument zu einer Sicherungsbeziehung designiert sind. Eine fakultative Designation in diese Kategorie wurde von der Zalando-Gruppe nicht vorgenommen. Aus der Folgebewertung resultierende Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst.

Nach der erstmaligen Erfassung werden die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Bankverbindlichkeiten sowie die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und somit der Bewertungskategorie der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten zugeordnet.

Saldierung von Finanzinstrumenten

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden nur dann saldiert und somit der Nettobetrag in der Bilanz ausgewiesen, wenn

  • zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Rechtsanspruch besteht, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen und
  • beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis oder gleichzeitig mit der Realisierung des betreffenden Vermögenswertes herbeizuführen.

Derivative Finanzinstrumente und Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen

Die Zalando-Gruppe verwendet derivative Finanzinstrumente wie Devisenterminkontrakte und Zinsswaps, um sich gegen Wechselkurs- und Zinsrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist. Sie erscheinen als finanzielle Verbindlichkeiten in der Bilanz, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist.

Die Erfassung von Gewinnen und Verlusten aus Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten ist davon abhängig, ob die Anforderungen von IAS 39 hinsichtlich der Bilanzierung als Sicherungsgeschäfte erfüllt sind (hedge accounting). Derivative Finanzinstrumente, die Bestandteil einer standardkonformen Sicherungsbeziehung sind, werden keiner der oben dargestellten Kategorien zugeordnet.

Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten, die nicht dem hedge accounting unterfallen, werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Beim hedge accounting werden derivative Finanzinstrumente entweder als Instrumente zur Absicherung des beizulegenden Zeitwertes eines bilanzierten Grundgeschäfts (fair value hedge), als Instrument zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsverpflichtungen (cashflow hedge) oder als Instrumente zur Absicherung einer Nettoinvestition in eine ausländische Tochtergesellschaft (hedge of a net investment in a foreign entity) qualifiziert.

Für Devisentermingeschäfte wird der beizulegende Zeitwert auf Basis der am Bilanzstichtag geltenden aktuellen Referenzkurse der Europäischen Zentralbank unter Berücksichtigung von Terminaufschlägen und -abschlägen für die jeweilige Restlaufzeit des Kontrakts im Vergleich zum kontrahierten Devisenkurs ermittelt. Die Bewertung der Zinssicherungsinstrumente erfolgt auf Basis abgezinster, zukünftig erwarteter Cashflows auf Basis von Marktzinsen, die für die Restlaufzeit der Kontrakte gelten.

Im Rahmen ihres Risikomanagements hat die Zalando-Gruppe Zielsetzungen und Strategien zur Reduzierung des Risikos formal festgelegt und dokumentiert. In der Dokumentation zum hedge accounting sind darüber hinaus folgende zusätzliche Punkte enthalten:

  • Festlegung des Sicherungsinstrumentes,
  • Festlegung des Grundgeschäftes bzw. der abgesicherten Transaktion,
  • Art des abgesicherten Risikos und
  • Beschreibung, in welcher Weise die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung ermittelt wird.

Der überwiegende Teil der Devisenterminkontrakte dient zur Sicherung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ist in USD abgeschlossen.

Die Zinssicherungsinstrumente werden zur Reduzierung des Zinsrisikos aus den variabel verzinslichen Bankdarlehen abgeschlossen.

Die Zalando-Gruppe hat zum Bilanzstichtag keine derivativen Finanzinstrumente als Instrumente zur Absicherung einer Nettoinvestition in eine ausländische Tochtergesellschaft qualifiziert.

Absicherung des beizulegenden Zeitwerts (fair value hedge)

Ein fair value hedge sichert den beizulegenden Zeitwert von bilanzierten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Die Änderung des beizulegenden Zeitwertes der Derivate sowie die Marktwertänderung des Grundgeschäfts, die auf dem abgesicherten Risiko basiert, werden zeitgleich erfolgswirksam im laufenden Ergebnis erfasst.

Die Zalando-Gruppe nutzt Devisenterminkontrakte, um das Risiko von Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts von USD-Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund von Marktwertänderungen zu reduzieren.

Absicherung von Cashflows (cashflow hedges)

Ein cashflow hedge sichert die Schwankungen zukünftiger Zahlungsströme aus bilanzierten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten (im Falle von Zinsrisiken), aus geplanten oder mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen und aus festkontrahierten, bilanzunwirksamen Verpflichtungen, die einem Währungsrisiko ausgesetzt sind.

Soweit ein cashflow hedge effektiv ist, werden die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des Sicherungsinstrumentes im sonstigen Ergebnis direkt im Eigenkapital erfasst. Die Änderungen des beizulegenden Zeitwertes des uneffektiven Teils des Sicherungsinstrumentes werden sofort erfolgswirksam im laufenden Ergebnis in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Die aus Sicherungsmaßnahmen resultieren Gewinne und Verluste bleiben zunächst im Eigenkapital stehen und sind später in jener Periode erfolgswirksam zu erfassen, in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis beeinflusst.

Die Zalando-Gruppe nutzt Devisenterminkontrakte als Sicherungsinstrumente zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken, die aus kontrahierten Warenbeschaffungsgeschäften resultieren. Entsprechend wird der erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Betrag über den Materialaufwand ausgebucht, wenn die entsprechenden Waren verkauft werden.

Darüber hinaus nutzt die Zalando-Gruppe Payer-Zinsswap-Geschäfte zur Absicherung von Zinsrisiken aus aufgenommenen variabel verzinslichen Bankdarlehen.

Rückstellungen

Allgemeines

Rückstellungen sind nach IAS 37 zu bilden, wenn der Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses hat, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich ist und darüber hinaus die Höhe der Verpflichtung verlässlich geschätzt werden kann.

Die Rückstellungshöhe wird unter Berücksichtigung aller aus der Verpflichtung erkennbaren Risiken bestmöglich geschätzt. Dabei wird grundsätzlich von dem Erfüllungsbetrag mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit ausgegangen. Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden auf den Bilanzstichtag abgezinst.

Retourenrückstellungen

Die Rückstellung für erwartete Retouren (Warenrücksendungen) beinhaltet das Risiko für die vertragsgemäße Rücksendung von Artikeln. Rückstellungen für erwartete Retouren werden im Zeitpunkt des Verkaufs der zugrunde liegenden Produkte gebildet. Die zum Bilanzstichtag ausgewiesene Retourenrückstellung betrifft im Wesentlichen die im Dezember generierten Warenumsätze, für die Retouren nach dem Bilanzstichtag erfolgen könnten. Unter Anwendung der Bruttomethode wird auf Basis der durchschnittlichen Retourenquote die durchschnittliche Rohgewinnmarge zurückgestellt. Außerdem werden die sonstigen Kosten für erwartete Rücklieferungen passiviert.

Rückbauverpflichtungen

Der Konzern erfasst Rückstellungen für Rückbauaufwand von Einbauten in den angemieteten Lägern. Die Rückstellung wird in Höhe des Barwerts der geschätzten künftigen Rückbauverpflichtungen angesetzt. In entsprechender Höhe werden die Rückbauverpflichtungen als Teil der Anschaffungs- und Herstellungskosten der Mietereinbauten aktiviert. Die geschätzten Cashflows werden auf der Basis eines aktuellen Abzinsungssatzes, der die mit dem Rückbauaufwand verbundenen spezifischen Risiken widerspiegelt, abgezinst. Die Aufzinsung wird in der Periode, in der sie anfällt, in der Gewinn- und Verlustrechnung als Finanzaufwendungen erfasst.

Anteilsbasierte Vergütungen

Allgemeines

Die in der Zalando-Gruppe bestehenden anteilsbasierten Vergütungsprogramme werden als anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente und als anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich bilanziert.

Die an Führungskräfte gewährten anteilsbasierten Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente werden einerseits als Aufwand und andererseits als Einlage in die Kapitalrücklage in Höhe des beizulegenden Zeitwerts erfasst. Die Aufwandserfassung und Zuführung in die Kapitalrücklage erfolgt über den vertraglich vereinbarten Erdienungszeitraum. Der beizulegende Zeitwert der ausgegebenen Optionen wird zum Zeitpunkt ihrer Gewährung (grant date) ermittelt.

Bei den anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich wird die erworbene Arbeitsleistung und die entstandene Schuld mit dem beizulegenden Zeitwert der Verbindlichkeit erfasst. Die Schuld ist zu jedem Berichtsstichtag und zum Erfüllungstag neu zum beizulegenden Zeitwert zu berechnen. Die Schuld wird ratierlich über den Erdienungszeitraum angesammelt.

Transaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente

Die Erfassung von aus der Gewährung der Eigenkapitalinstrumente resultierenden Aufwendungen und die korrespondierende Erhöhung der Kapitalrücklage im Eigenkapital erfolgt über den Zeitraum, in dem die Leistungs- und Dienstbedingungen erfüllt werden müssen (sog. Erdienungszeitraum). Die an jedem Berichtsstichtag bis zum Zeitpunkt der ersten Ausübungsmöglichkeit ausgewiesenen kumulierten Aufwendungen aus der Gewährung der Eigenkapitalinstrumente reflektieren den bereits abgelaufenen Teil des Erdienungszeitraums sowie die Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die nach bestmöglicher Schätzung des Konzerns mit Ablauf des Erdienungszeitraums tatsächlich ausübbar werden. Der im Periodenergebnis erfasste Ertrag oder Aufwand entspricht der Entwicklung der zu Beginn und am Ende des Berichtszeitraums erfassten kumulierten Aufwendungen.

Für Vergütungsrechte, die nicht ausübbar werden, weil eine Dienstbedingung nicht eingehalten worden ist, wird kein Aufwand erfasst. Hiervon ausgenommen sind Transaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente, für deren Ausübbarkeit bestimmte Markt- oder Nicht-Ausübungsbedingungen erfüllt sein müssen. Diese werden, unabhängig davon, ob die Markt- oder Nicht-Ausübungsbedingungen erfüllt sind, als ausübbar betrachtet, vorausgesetzt, dass alle sonstigen Leistungs- und Dienstbedingungen erfüllt sind.

Werden die Bedingungen einer Transaktion mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente geändert, so werden Aufwendungen mindestens in der Höhe erfasst, in der sie angefallen wären, wenn die Vergütungsvereinbarung in der ursprünglichen Fassung erfüllt worden wäre. Zalando erfasst außerdem die durch eine Modifikation entstehende Erhöhung des beizulegenden Zeitwerts der zugesagten Eigenkapitalinstrumente.

Wird eine Vergütungsvereinbarung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente annulliert, wird diese so behandelt, als ob sie am Tag der Annullierung ausgeübt worden wäre. Der bislang noch nicht erfasste Aufwand wird grundsätzlich sofort erfasst. Wird die annullierte Vergütungsvereinbarung jedoch durch eine neue Vergütungsvereinbarung ersetzt und die

neue Vergütungsvereinbarung am Tag ihrer Gewährung als Ersatz für die annullierte Vergütungsvereinbarung deklariert, werden die annullierte und die neue Vergütungsvereinbarung wie eine Änderung der ursprünglichen Vergütungsvereinbarung bilanziert (vgl. hierzu den obigen Abschnitt). Sämtliche Annullierungen von Vergütungsvereinbarungen bei Transaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente werden gleich behandelt (zu Einzelheiten siehe Angabe (18.)).

Transaktionen mit Barausgleich

Die Kosten, die aufgrund von Transaktionen mit Barausgleich entstehen, werden zunächst mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung bewertet. Der beizulegende Zeitwert wird über den Zeitraum bis zum Tag der ersten Ausübungsmöglichkeit erfolgswirksam unter Erfassung einer korrespondierenden Schuld verteilt. Die Schuld wird zu jedem Berichtsstichtag und am Erfüllungstag neu bemessen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst (zu Einzelheiten siehe Angabe (18.)).

Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer

Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer sind nach IAS 19 zu bilanzieren. Es handelt sich um Leistungen an Arbeitnehmer (außer Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses), die nicht innerhalb von zwölf Monaten nach Ende der Berichtsperiode, in der die damit verbundene Arbeitsleistung erbracht wurde, in voller Höhe fällig werden.

Der Wert der zu bilanzierenden Schuld ist grundsätzlich unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (sog. projected unit credit method) zu ermitteln. Dafür ist der Barwert der Zusage als diskontierter erwarteter Cashflow zu bestimmen. Der Barwert der anzusetzenden Schuld ist zu jedem Bilanzstichtag neu zu ermitteln. Die Veränderungen sind ergebniswirksam zu erfassen.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Die Erfassung von Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt gemäß IAS 18 zum Zeitpunkt der Leistungserbringung, sofern es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung oder der zu beanspruchenden Gegenleistung unter Berücksichtigung vertraglich festgelegter Zahlungsbedingungen bewertet, wobei Steuern oder andere Abgaben unberücksichtigt bleiben. Die Umsatzerlöse werden um Erlösschmälerungen gemindert.

Die Ertragsrealisierung setzt darüber hinaus die Erfüllung nachfolgend aufgelisteter Ansatzkriterien voraus:

  • Bei der Veräußerung von Handelswaren an Kunden liegt die Leistungserbringung grundsätzlich zu dem Zeitpunkt vor, an dem die Handelswaren in das wirtschaftliche Eigentum des Kunden übergegangen sind. Der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums ist dabei nicht an den Übergang des rechtlichen Eigentums gebunden.
  • Sofern bei Produktverkäufen Rückgaberechte vereinbart sind, wird der Umsatz nur dann realisiert, wenn entsprechende Erfahrungswerte vorliegen. Auf Basis dieser Erfahrungswerte aus der Vergangenheit werden die voraussichtlichen Rückgaben betragsmäßig geschätzt und umsatzmindernd abgegrenzt.

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst.

Zinsen werden periodengerecht – unter Anwendung der Effektivzinsmethode – als Aufwand bzw. Ertrag erfasst.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Zugewendete Investitionszuschüsse werden in der Bilanz als passivischer Abgrenzungsposten angesetzt und in gleichen Raten über die geschätzte Nutzungsdauer des entsprechenden Vermögenswerts ertragswirksam aufgelöst.

Aufwandsbezogene Zuwendungen der öffentlichen Hand werden planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, über den die entsprechenden Aufwendungen, für deren Ausgleich sie bestimmt sind, verbucht werden. Zuwendungen, die für den Ausgleich von bereits entstandenen Aufwendungen vereinnahmt werden, werden erfolgswirksam in der Periode der Anspruchsentstehung erfasst und mit dem entsprechenden Aufwand verrechnet.

F. Verwendung von Schätzungen und Annahmen

Die Erstellung von Abschlüssen in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert vom Management Annahmen und Schätzungen, die Auswirkungen auf ausgewiesene Beträge und damit im Zusammenhang stehende Angaben haben. Obwohl diese Schätzungen nach bestem Wissen und auf den gegenwärtigen Ereignissen und Maßnahmen beruhend erfolgen, kann es bei den tatsächlichen Ergebnissen zu Abweichungen von diesen Schätzungen kommen. Wesentliche Schätzungen und Annahmen werden insbesondere bei folgenden Sachverhalten vorgenommen:

  • Bestimmung von Abschreibungsdauern von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten; siehe Ausführungen unter E. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung,
  • Bestimmung von Wertberichtigungen auf Handelswaren und Forderungen; siehe Ausführungen unter Punkt (13.) und (14.),
  • Bestimmung von Retourenquoten für die Bewertung der Rückstellungen aus erwarteten Retouren; siehe Ausführungen unter E. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung, sowie
  • Bestimmung des Zeitwerts der Verpflichtungen aus finanziellen Verbindlichkeiten und anteilsbasierten Vergütungen; siehe Ausführungen unter I. Sonstige Angaben Risiken aus Finanzinstrumenten und Finanzrisikomanagement sowie Punkt (18.).

Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Einschätzungen am Berichtsstichtag und der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung der Zalando-Gruppe unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Entwicklung seines wirtschaftlichen Umfeldes. Soweit sich diese Rahmenbedingungen abweichend entwickeln, werden die Annahmen sowie die Buchwerte der angesetzten Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst.

G. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(1.) Umsatzerlöse

in TEUR 01.01. - 31.12.2012 01.01. - 31.12.2011
Erträge aus dem Verkauf von Handelswaren 1.148.489 507.377
Erträge aus übrigen Dienstleistungen 10.186 2.566
Summe 1.158.675 509.943

Die Steigerung der Umsatzerlöse ist einerseits auf die zunehmende Ausweitung des Geschäfts in neuen und etablierten Märkten zurückzuführen. Nach der Eröffnung neuer Online-Shops in Italien, Großbritannien, Österreich und der Schweiz im Jahr 2011 startete Zalando im Jahr 2012 nun auch mit eigenen Online-Shops in Schweden, Dänemark, Finnland, Belgien, Spanien, Norwegen und Polen. Andererseits ist die Zalando-Gruppe in den etablierten Märkten weiter gewachsen.

(2.) Umsatzkosten

in TEUR 01.01. - 31.12.2012 01.01. - 31.12.2011
Sachkosten 597.432 264.352
Personalkosten 15.620 6.321
Summe 613.052 270.673

Die Umsatzkosten umfassen im Wesentlichen Materialaufwand, Personalaufwand, Fremdleistungen sowie Kosten der Infrastruktur.

Der Materialaufwand im Konzern beträgt insgesamt TEUR 589.126 (Vorjahr: TEUR 264.696).

Insgesamt erzielte die Zalando-Gruppe ein Bruttoergebnis vom Umsatz in Höhe von TEUR 545.623 (Vorjahr: TEUR 239.270).

(3.) Vertriebskosten

in TEUR 01.01. - 31.12.2012 01.01. - 31.12.2011
Sachkosten 467.616 240.976
Personalkosten 59.243 19.245
Summe 526.859 260.221

Aufgrund der Entwicklung des Geschäfts sind die Vertriebskosten um TEUR 266.638 auf TEUR 526.859 gestiegen. Sie beinhalten im Wesentlichen Marketing- sowie Fracht- und Logistikkosten.

(4.) Verwaltungskosten

in TEUR 01.01. - 31.12.2012 01.01. - 31.12.2011
Sachkosten 37.252 15.727
Personalkosten 45.990 16.898
Summe 83.242 32.625

Die Verwaltungskosten beinhalten überwiegend Personal- und Paymentkosten sowie Rechts- und Beratungskosten. Die Paymentkosten entstehen hauptsächlich aus dem Zahlungsverkehr mit Lieferanten und Kunden.

(5.) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen die Auflösung des Sonderpostens aus Zuwendungen der öffentlichen Hand sowie Erträge aus dem Anzeigengeschäft.

(6.) Sonstige betriebliche Aufwendungen

in TEUR 01.01. - 31.12.2012 01.01. - 31.12.2011
Wertberichtigungen auf Forderungen 24.145 7.166
Sonstige Aufwendungen 1.656 740
Summe 25.801 7.906

Zu den Erläuterungen der Wertberichtigungen auf Forderungen verweisen wir auf Punkt (14.).

(7.) Finanzergebnis

in TEUR 01.01. - 31.12.2012 01.01. - 31.12.2011
Zinserträge aus Bankguthaben 1.447 451
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.447 451
Sonstige Zinsaufwendungen -2.405 -1.097
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.405 -1.097
Zinsergebnis -958 -646

Die sonstigen Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen die Zinsaufwendungen aus der Verlängerung der Zahlungsziele durch Reverse Factoring.

(8.) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erfasst. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich dabei aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und den entsprechenden ausländischen Einkommen- und Ertragsteuern zusammen. Der gesetzliche Körperschaftsteuersatz in Deutschland für den Veranlagungszeitraum 2012 betrug wie im Vorjahr 15%. Hieraus resultiert – einschließlich Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag – ein Unternehmenssteuersatz von 30,175%.

in TEUR 01.01. - 31.12.2012 01.01. - 31.12.2011
Laufende Steuern im Inland 273 30
Laufende Steuern im Ausland 243 123
Summe 516 153

Der Betrag der körperschaftsteuerlichen bzw. gewerbesteuerlichen Verlustvorträge, für die keine latenten Steueransprüche aktiviert wurden, beläuft sich zum Ende des Berichtsjahres auf vorläufig rund 160,9 Mio. EUR bzw. 163,5 Mio. EUR (Vorjahr: 80,9 Mio. EUR bzw. 80,6 Mio. EUR). Diese steuerlichen Verluste können unbegrenzt mit den künftigen zu versteuernden Ergebnissen der Unternehmen, in denen diese Verluste entstanden sind, verrechnet werden. Die Verlustvorträge verfallen nicht.

Für diese steuerlichen Verlustvorträge wurden keine latenten Steueransprüche angesetzt, da die vom Standard geforderte Wahrscheinlichkeit für den Ansatz aktiver latenter Steuern zum jetzigen Zeitpunkt nicht gegeben ist.

Der erwartete Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, der sich bei Anwendung des Steuersatzes der Konzernobergesellschaft Zalando GmbH in Höhe von 30,175%

auf das IFRS-Konzernergebnis vor Steuern ergeben hätte, lässt sich wie folgt auf die tatsächlichen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag überleiten:

in TEUR 31.12.2012 31.12.2011
Ergebnis vor Steuern -84.554 -59.589
Ertragssteuersatz Konzern (national inkl. Gewerbesteuer) 30,175% 30,175%
Erwarteter Steueraufwand/-ertrag (Ertrag +, Aufwand -) 25.514 17.981
Nichtansatz von aktiven latenten Steuern -25.461 -17.959
Steuersatzabweichungen -125 3
Steuerlich nicht abzugsfähige Betriebsausgaben -11 -86
Gewerbesteuerliche Hinzurechnungen und Kürzungen -24 -106
Sonstiges -409 14
Ertragssteueraufwand
laut Gewinn- und Verlustrechnung -516 -153
Effektiver Steuersatz 0,61% 0,26%

(9.) Personalaufwand

in TEUR 01.01. - 31.12.2012 01.01. - 31.12.2011
Löhne und Gehälter 102.382 35.697
Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für Unterstützung 18.471 6.768
- davon für Altersversorgung 196 136
Summe 120.853 42.465

Im Geschäftsjahr 2012 waren im Konzern durchschnittlich 4.100 angestellte Mitarbeiter (Vorjahr: 1.624) beschäftigt. Im Vorjahr wurde eine Umgliederung in Höhe von TEUR 5.393 vom Sozialaufwand in die Löhne und Gehälter vorgenommen. Aufgrund des gestiegenen Personalbestandes sind die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung um fast das Dreifache auf TEUR 7.951 gestiegen.

H. Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

(10.) Immaterielle Vermögenswerte

Zur Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte wird auf den nachfolgenden Konzern-Anlagenspiegel verwiesen. Die im Geschäftsjahr ausgewiesenen Zugänge entfallen mit TEUR 3.050 (Vorjahr: TEUR 1.856) auf aktivierte Entwicklungskosten.

Forschungsaufwendungen im Rahmen der Entwicklung von Software sind in unwesentlicher Höhe angefallen.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer liegen mit Ausnahme der angesetzten Markenrechte und Domains von TEUR 602 (Vorjahr: TEUR 130) nicht vor.

In der Berichtsperiode wurden Abschreibungen in Höhe von TEUR 3.441 (Vorjahr: TEUR 737) vorgenommen. Davon sind TEUR 215 (Vorjahr: TEUR 57) in den Umsatzkosten, TEUR 1.431 (Vorjahr: TEUR 391) in den Vertriebskosten und TEUR 1.795 (Vorjahr: TEUR 289) in den Verwaltungskosten erfasst.

Die folgende Tabelle zeigt die Veränderung der immateriellen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2012 auf:

in TEUR Aktivierte
Entwicklungskosten
Gewerbliche Schutzrechte,
ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen
Geleistete
Anzahlungen
Summe
Historische
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2012 2.423 2.356 0 4.779
Zugänge 3.050 5.653 837 9.540
Stand 31.12.2012 5.473 8.009 837 14.319
Abschreibungen
Stand 01.01.2012 355 576 0 931
Zugänge 1.349 2.092 0 3.441
Stand 31.12.2012 1.704 2.668 0 4.372
Buchwerte
Stand 31.12.2011 2.068 1.780 0 3.848
Stand 31.12.2012 3.769 5.341 837 9.947

Die folgende Tabelle zeigt die Veränderung der immateriellen Vermögenswerte in der Vergleichsperiode 2011 auf:

Gewerbliche Schutzrechte,
in TEUR Aktivierte
Entwicklungskosten
ähnliche Rechte und Werte
sowie Lizenzen
Geleistete
Anzahlungen
Summe
Historische
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2011 567 874 0 1.441
Zugänge 1.856 1.482 0 3.338
Stand 31.12.2011 2.423 2.356 0 4.779
Abschreibungen
Stand 01.01.2011 63 131 0 194
Zugänge 292 445 0 737
Stand 31.12.2011 355 576 0 931
Buchwerte
Stand 31.12.2010 504 743 0 1.247
Stand 31.12.2011 2.068 1.780 0 3.848

(11.) Sachanlagen

Zur Entwicklung der Sachanlagen wird auf den nachfolgenden Konzern-Anlagenspiegel verwiesen. Die Zugänge betreffen überwiegend die Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Investitionen in den Ausbau der Logistikstandorte.

Die Abschreibungen der Sachanlagen mit einem Gesamtbetrag von TEUR 3.247 (Vorjahr: TEUR 1.055) sind in Höhe von TEUR 741 (Vorjahr: TEUR 177) in den Umsatzkosten, in Höhe von TEUR 1.458 (Vorjahr: TEUR 391) in den Vertriebskosten und in Höhe von TEUR 1.048 (TEUR 487) in den Verwaltungskosten erfasst.

Die folgende Tabelle zeigt die Veränderung der Sachanlagen im Geschäftsjahr 2012 auf:

Andere Anlagen,
in TEUR Technische Anlagen
und Maschinen
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
Geleistete
Anzahlungen
Summe
Historische
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2012 1.016 9.666 5.142 15.824
Zugänge 784 15.952 17.152 33.888
Abgänge 0 -172 0 -172
Umbuchungen -248 4.975 -4.727 0
Stand 31.12.2012 1.552 30.421 17.567 49.540
Abschreibungen
Stand 01.01.2012 29 1.253 0 1.282
Zugänge 90 3.157 0 3.247
Abgänge 0 -161 0 -161
Umbuchungen -4 4 0 0
Stand 31.12.2012 115 4.253 0 4.368
Buchwerte
Stand 31.12.2011 987 8.413 5.142 14.542
Stand 31.12.2012 1.437 26.168 17.567 45.172

Die folgende Tabelle zeigt die Veränderung der Sachanlagen in der Vergleichsperiode 2011 auf:

Technische Andere Anlagen,
in TEUR Anlagen und
Maschinen
Betriebs- und
Geschäftsausstattung
Anlagen
im Bau
Geleistete
Anzahlungen
Summe
Historische
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2011 0 1.159 0 0 1.159
Zugänge 204 4.319 948 9.198 14.669
Abgänge 0 -4 0 0 -4
Umbuchungen 812 4.192 -948 -4.056 0
Stand 31.12.2011 1.016 9.666 0 5.142 15.824
Abschreibungen
Stand 01.01.2011 0 227 0 0 227
Zugänge 29 1.026 0 0 1.055
Stand 31.12.2011 29 1.253 0 0 1.282
Buchwerte
Stand 31.12.2010 0 932 0 0 932
Stand 31.12.2011 987 8.413 0 5.142 14.542

(12.) Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Kautionen aus den bestehenden Mietverträgen der Zalando-Gruppe in Höhe von TEUR 502 (Vorjahr: TEUR 302) sowie Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 31.061 (Vorjahr: TEUR 6.320), die einer langfristigen Verfügungsbeschränkung unterliegen.

(13.) Vorräte und geleistete Anzahlungen

Als Vorräte wird der Bestand an Waren, der sich im Wesentlichen aus den Warengruppen Schuhe und Textilien zusammensetzt, in Höhe von TEUR 228.723 (Vorjahr: TEUR 108.120) ausgewiesen.

Auf Vorräte in Höhe von TEUR 98.188 (Vorjahr: TEUR 8.005) wurden Wertminderungen in Höhe von TEUR 22.549 (Vorjahr: TEUR 4.517) vorgenommen. Der Anstieg der Vorräte um TEUR 120.603 auf TEUR 228.723 resultiert aus dem gestiegenen Geschäftsvolumen und dem damit einhergehenden Bedarf an einem umfangreicheren Lagerbestand an Schuhen, Textilien und weiteren Artikeln.

Die geleisteten Anzahlungen betreffen Anzahlungen auf Waren.

(14.) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Wesentlichen gegen die Kunden der Zalando GmbH. Der gesamte Forderungsbestand wurde im Berichtsjahr 2012 um Wertberichtungen und um Abschreibungen aufgrund der Uneinbringlichkeit von Forderungen reduziert.

Im Berichtsjahr 2012 wurden Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 24.145 (Vorjahr: TEUR 7.166) aufwandswirksam erfasst. Zum Bilanzstichtag ist der Forderungsbestand somit kumuliert um TEUR 34.514 (Vorjahr: TEUR 10.369) pauschaliert einzelwertberichtigt. Zusammengefasst entwickelten sich die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie folgt:

in TEUR 2012 2011
kumulierte Wertberichtigungen zum 01.01. 10.369 3.203
Aufwand in der Berichtsperiode 24.145 7.166
kumulierte Wertberichtigungen zum 31.12. 34.514 10.369

Die Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen (siehe Punkt (6.)). Die Forderungen sind sofort fällig und werden nicht verzinst. Sie unterliegen daher keinem Zinsrisiko.

Die Abschreibungen aufgrund uneinbringlicher Forderungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 834 (Vorjahr: TEUR 337). Diese Abschreibungen sind in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen (siehe Punkt (6.)) enthalten.

Zum 31. Dezember stellt sich die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nach Abschreibungen aufgrund von Uneinbringlichkeit aber vor Wertberichtigungen wie folgt dar:

in TEUR nicht überfällig überfällig
1 - 18 Tage
überfällig
19 - 53 Tage
überfällig
54 - 163 Tage
überfällig mehr
als 163 Tage
31.12.2012 54.370 33.583 13.117 15.149 23.772
31.12.2011 26.716 6.193 2.254 8.584 0

Im Zalando-Konzern werden sowohl die überfälligen als auch die nicht überfälligen Forderungen entsprechend ihres Alters und in Abhängigkeit vom Ursprungsland pauschaliert einzelwertberichtigt.

(15.) Sonstige finanzielle Vermögenswerte und sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte bestehen im Wesentlichen aus Forderungen gegen Kreditkartenunternehmen sowie aus debitorischen Kreditoren.

Die sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte resultieren im Wesentlichen aus Steuererstattungsansprüchen.

(16.) Liquide Mittel

Die liquiden Mittel umfassen ausschließlich Bank- und Kassenbestände in Höhe von TEUR 382.307 (Vorjahr: TEUR 101.829).

(17.) Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital der Muttergesellschaft wurde im Geschäftsjahr 2012 um insgesamt EUR 17.473 auf EUR 110.721 erhöht und ist voll eingezahlt. Der Nennwert der GmbH-Anteile beträgt EUR 1.

Die Kapitalrücklage beinhaltet überwiegend Zuzahlungen der Gesellschafter. Im Geschäftsjahr 2012 erfolgte eine Zuzahlung von TEUR 431.784. Darüber hinaus werden in der Kapitalrücklage die Beträge aus anteilsbasierten Vergütungen nach IFRS 2 erfasst.

Der Bilanzverlust resultiert aus den Verlustvorträgen der vergangenen Berichtsperioden sowie aus dem im Geschäftsjahr 2012 entstandenen Jahresfehlbetrag.

Zur Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung. Die in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellten Einlagen von Gesellschaftern in Höhe von TEUR 840 stammen aus der Ablösung von Mitarbeiter-Put-Optionen durch Gesellschafter.

(18.) Anteilsbasierte Vergütungen

Die von Zalando ausgegebenen anteilsbasierten Vergütungszusagen sind vorwiegend als Pläne mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente und in begrenztem Umfang als Pläne mit Barausgleich ausgestaltet.

Pläne mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente

Zalando hat Führungskräften Optionsrechte gewährt, die die Begünstigten nach dem Ableisten einer bestimmten Dienstzeit zum Erwerb von Anteilen der Gesellschaft berechtigen. Die Begünstigten können die insgesamt gewährten Optionsrechte in Teiltranchen erarbeiten. Die Optionen werden ausübbar, wenn der Begünstigte über den Erdienungszeitraum der jeweiligen Teiltranche bei Zalando angestellt ist. Die Optionsrechte verfallen, sofern der Begünstige den Konzern vor Ablauf des Erdienungszeitraums verlässt. Die Führungskräfte haben keinen Anspruch auf Barausgleich. Die Bilanzierung der ausgegebenen anteilsbasierten Vergütungsvereinbarungen erfolgt im Einklang mit IFRS 2 als anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente.

Die abgeschlossenen Vereinbarungen variieren hinsichtlich der Anzahl der insgesamt in Aussicht gestellten Optionen, der vereinbarten Ausübungspreise, der Anzahl von Teiltranchen, die eine Vergütungszusage umfasst, und hinsichtlich der Länge des Erdienungszeitraums.

Die von Zalando gewährten Vergütungszusagen wurden zu verschiedenen Zeitpunkten abgeschlossen. Den im Berichtszeitraum aktiven Vergütungsvereinbarungen liegen jeweils mindestens drei Teiltranchen zugrunde. Der Ausübungspreis entspricht in der Regel mit EUR 1 dem Nennwert eines Geschäftsanteils. Die von der Gesellschaft ausgegebenen Optionen werden unmittelbar nach dem Zeitpunkt der Unverfallbarkeit ausübbar. Die Anzahl der ausstehenden Optionen hat sich im Berichtszeitraum folgendermaßen entwickelt:

gewichteter
durchschnittlicher
Anzahl Ausübungspreis (in EUR)
Zum 1. Januar 2011 ausstehende Optionen 2.046 1
In der Berichtsperiode gewährte Optionen 1.847 9.438
In der Berichtsperiode verwirkte Optionen 44 1
In der Berichtsperiode ausgeübte Optionen 173 1
In der Berichtsperiode verfallene Optionen 0 0
Zum 31. Dezember 2011 ausstehende Optionen 3.676 4.743
Zum 31. Dezember 2011 ausübbare Optionen 1.349 1
Zum 1. Januar 2012 ausstehende Optionen 3.676 4.743
In der Berichtsperiode gewährte Optionen 269 1
In der Berichtsperiode verwirkte Optionen 107 1
In der Berichtsperiode ausgeübte Optionen 314 1
In der Berichtsperiode verfallene Optionen 0 0
Zum 31. Dezember 2012 ausstehende Optionen 3.524 4.947
Zum 31. Dezember 2012 ausübbare Optionen 1.993 2.863

Der gewichtete durchschnittliche Anteilswert am Tag der Ausübung aller in der Berichtsperiode ausgeübten Optionen beträgt EUR 20.439 (Vorjahr: EUR 9.101).

Den am Berichtsstichtag ausstehenden Optionsrechten liegen Ausübungspreise in einer Bandbreite von EUR 1 bis EUR 10.565 (Vorjahr: ebenso EUR 1 bis EUR 10.565) zugrunde; davon haben 1.874 (Vorjahr: 2.026) Optionen einen Ausübungspreis von EUR 1 und 1.650 (Vorjahr: ebenso 1.650) Optionen einen Ausübungspreis von EUR 10.565. Die Begünstigten können unverfallbare Optionen zeitlich unbefristet ausüben.

Der gewichtete durchschnittliche beizulegende Zeitwert einer im Berichtsjahr 2012 neu gewährten Option beträgt EUR 20.438 (Vorjahr: EUR 4.763). Der beizulegende Zeitwert der Optionsrechte setzt sich aus dem inneren Wert und dem Zeitwert zusammen. Der Zeitwert wurde mithilfe des Black Scholes-Optionspreismodells berechnet. Bei Optionen, bei denen der Ausübungskurs mit dem Nennwert eines Geschäftsanteils in Höhe von 1 EUR übereinstimmt, ist der Zeitwert der Optionsrechte aufgrund des im Vergleich zum Zeitwert eines Anteils niedrigen Ausübungspreises vernachlässigbar gering.

Die in die Berechnung der neu gewährten Optionen eingeflossenen Inputparameter sind in der folgenden Übersicht zusammengefasst:

2012 2011
Gewichteter durchschnittlicher Anteilswert (EUR) 20.439 10.584
Gewichteter durchschnittlicher Ausübungspreis (EUR) 1 9.438
Erwartete Volatiliät (%) n/a 43,0%
Erwartete Optionslaufzeit (Jahre) n/a 5 Jahre
Erwartete Dividenden (%) 0,0% 0,0%
Fristenäquivalenter risikoloser Zinssatz (%) n/a 1,1%
Erwartete Mitarbeiterfluktuation (%) 20,0% 20,0%

Die in das Modell einfließende erwartete Volatilität basiert auf Vergangenheitswerten börsengelisteter Vergleichsunternehmen. Der fristenäquivalente, risikolose Zinssatz wurde mithilfe der Svensson-Methode errechnet. Der in das Bewertungsmodell einfließende Anteilswert wurde transaktionsbezogen bestimmt.

Anteilsbasierte Vergütungszusagen mit Barausgleich

Zum Berichtsstichtag sind anteilsbasierte Vergütungsvereinbarungen in Kraft, die – sofern eine Auszahlung tatsächlich erfolgen wird – in bar auszugleichen sind. Die Bilanzierung solcher anteilsbasierten Vergütungsvereinbarungen erfolgt im Einklang mit IFRS 2 als anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich.

Zu den am Berichtsstichtag ausstehenden anteilsbasierten Vergütungszusagen mit Barausgleich zählen erstens Pläne, die es den Begünstigten ermöglichen, Anteile an die Gesellschaft zu einem festgelegten Preis zu verkaufen (sog. Put-Optionen). Diese Put-Optionen haben zum Berichtsstichtag näherungsweise einen beizulegenden Zeitwert von null.

Zweitens existieren Pläne, die vom Eintritt bestimmter zukünftiger Ereignisse abhängig sind. Sie sind für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Zalando-Konzerns von untergeordneter Bedeutung.

Zu den am Berichtsstichtag ausstehenden anteilsbasierten Vergütungszusagen mit Barausgleich zählt drittens ein virtuelles Optionsprogramm. Diese Optionen können nur im Falle einer stark negativen Unternehmenswertentwicklung einen positiven beizulegenden Zeitwert aufweisen. Auch das virtuelle Optionsprogramm ist für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Zalando-Konzerns von untergeordneter Bedeutung.

An Mitarbeiter gewährte Optionsrechte können nur dann ausübbar werden, wenn die Begünstigten über den gesamten Erdienungszeitraum der Teiltranche beim Unternehmen angestellt sind.

Zalando hat zum Berichtsstichtag insgesamt TEUR 2.799 für anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich passiviert (Vorjahr: TEUR 174).

Für anteilsbasierte Vergütungszusagen erfasster Gesamtaufwand

Der in den Geschäftsjahren 2012 und 2011 aus anteilsbasierten Vergütungszusagen erfasste Aufwand stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 2012 2.011
Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten 6.473 2.141
Ausgleich in bar 1.059 -3
Erfasster Gesamtaufwand 7.532 2.138

(19.) Rückstellungen

Die Entwicklung der Rückstellungen im Geschäftsjahr 2012 stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 01.01.2012 Verbrauch Zuführung sonstige
Änderungen
31.12.2012
Retourenrückstellungen 9.936 9.936 35.323 0 35.323
Rückbauverpflichtungen 549 0 1.612 64 2.225
Sonstige Rückstellungen 4 0 5 0 9
Summe 10.489 9.936 36.940 64 37.557

Aus Gründen der Klarheit wurden die im Vorjahr unter den Rückstellungen ausgewiesenen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in diesem Jahr unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst, indem die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 30.050 erhöht und die Rückstellungen um den gleichen Betrag vermindert worden sind.

Ebenso wurde aus Gründen der Klarheit die im Vorjahr unter den Rückstellungen ausgewiesenen Personalrückstellungen in diesem Jahr unter den sonstigen finanziellen und sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst, indem die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten um TEUR 1.400 und die sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten um TEUR 1.292 erhöht wurden und die Rückstellungen um den gleichen Betrag vermindert worden sind.

Rückstellungen wurden darüber hinaus für Rückbauverpflichtungen gebildet. Sie betreffen ausschließlich Mietereinbauten.

Die Rückstellung für erwartete Retouren deckt das Risiko für die vertragsgemäße Rücksendung von Artikeln durch den Kunden ab.

Folgende Tabelle zeigt die Fristigkeiten der Rückstellungen im Geschäftsjahr 2012 auf:

in TEUR Restlaufzeit bis
1 Jahr
Restlaufzeit 1-5
Jahre
Restlaufzeit über
5 Jahre
Gesamt
Retourenrückstellungen 35.323 0 0 35.323
Rückbauverpflichtungen 0 0 2.225 2.225
Sonstige Rückstellungen 0 0 9 9
Summe 35.323 0 2.234 37.557

(20.) Zuwendungen der öffentlichen Hand

Die Zuwendungen resultieren im Wesentlichen aus Investitionszuschüssen für Sachanlagevermögen.

(21.) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und erhaltene Anzahlungen

Analog zur Ausweitung des operativen Geschäfts haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von TEUR 135.045 auf TEUR 294.624 erhöht. Wesentliche Verbindlichkeiten in fremder Währung bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Die erhaltenen Anzahlungen betreffen Kundenanzahlungen auf Bestellungen.

(22.) Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Verbindlichkeiten aus dem Verkauf von Geschenkgutscheinen werden in Höhe der erwarteten Inanspruchnahme angesetzt.

Die sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten resultieren überwiegend aus Gutscheinverbindlichkeiten, Verpflichtungen gegenüber Mitarbeiter sowie Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer.

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern sowie kreditorische Debitoren.

Die Verbindlichkeiten aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag betreffen die Rückstellungen für Gewerbe- und Körperschaftsteuer.

(23.) Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wurde in Übereinstimmung mit IAS 7 Kapitalflussrechnung aufgestellt und zeigt die Veränderung des Bestands an liquiden Mitteln im Konzern im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse.

Gemäß IAS 7 werden die Zahlungsströme getrennt nach Herkunft und Verwendung aus dem operativen Bereich sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Die Mittelzu- und -abflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit werden, ausgehend vom Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT), indirekt abgeleitet. Die Mittelzu- und -abflüsse aus Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt ermittelt. Die liquiden Mittel umfassen die frei verfügbaren Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten.

Der negative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit resultiert aus dem um zahlungsunwirksame Effekte bereinigten Jahresfehlbetrag. Das Wachstum der Zalando-Gruppe spiegelt sich ebenso in einem deutlich höheren Bestand an Waren sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen wider.

Im Vorjahr wurde die Veränderung der Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 6.320, die einer langfristigen Verfügungsbeschränkung unterliegen, aus dem Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit in den Cashflow aus Investitionstätigleit umgegliedert.

Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit folgt überwiegend aus den Investitionen in die Logistikinfrastruktur. Investiert wurde hier insbesondere in das im Sommer 2012 neu eröffnete Logistikzentrum in Erfurt. Zudem erfolgten Investitionen in EDV-Software sowie Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet ausschließlich Zahlungen von Gesellschaftern in das Eigenkapital der Zalando GmbH, wodurch das beabsichtige Wachstum vorfinanziert und die Substanz der Gruppe weiter gestärkt wurde.

Insgesamt sind die frei verfügbaren Finanzmittel gegenüber dem Vorjahr um TEUR 280.478 auf TEUR 382.307 gestiegen.

(24.) Finanzielle Verbindlichkeiten

Aus der nachfolgenden Tabelle sind die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der finanziellen Verbindlichkeiten ersichtlich:

Restlaufzeit
in TEUR Gesamt bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre
Finanzverbindlichkeiten 31.12.2012 14.343 3.243 11.100 0
31.12.2011 0 0 0 0
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen 31.12.2012 294.624 294.624 0 0
31.12.2011 135.045 135.045 0 0
sonstige finanzielle Verbindlichkeiten 31.12.2012 9.034 7.192 1.842 0
31.12.2011 5.481 4.631 850 0
Summe 31.12.2012 318.001 305.059 12.942 0
31.12.2011 140.526 139.676 850 0

(25.) Latente Steuern

Latente Steuern werden auf Unterschiede zwischen IFRS-Buchwert und steuerlichem Buchwert gebildet. Sie würden auf folgende Bilanzposten entfallen:

Aktivische Passivische
latente Steuern latente Steuern Saldo
in TEUR 2012 2011 2012 2011 2012 2011
Immaterielle Vermögenswerte 7 0 -1.386 -624 -1.379 -624
Sachanlagen 0 0 -299 -54 -299 -54
Vorräte 0 0 -298 -265 -298 -265
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 0 0 -88 0 -88 0
Sonstiges Ergebnis 152 0 -2 0 150 0
Sonstige Rückstellungen 829 305 0 0 829 305
Verbindlichkeiten 10 0 0 0 10 0
Sonderposten 44 69 0 0 44 69
Verlustvorträge 48.841 17.488 0 0 48.841 17.488
Steuer
Vermögenswerte/
-Schulden (-) 49.883 17.862 -2.073 -943 47.810 16.919

Es werden aktive latente Steuern in Höhe der passiven latenten Steuern gebildet.

Der verbleibende Überhang aktiver latenter Steuern wird weder im Geschäftsjahr 2012 noch im Geschäftsjahr 2011 bilanziert, da die vom Standard geforderte Wahrscheinlichkeit für den Ansatz aktiver latenter Steuern zum jetzigen Zeitpunkt nicht gegeben ist.

(26.) Finanzinstrumente

Buchwerte und beizulegende Zeitwerte (Fair Values) der Finanzinstrumente

in TEUR Kategorie*
gemäß
IAS 39
Buchwert
zum
31.12.2012
Fair Value
zum
31.12.2012
Buchwert
zum
31.12.2011
Fair Value
zum
31.12.2011
Langfristige
finanzielle Vermögenswerte
Finanzbeteiligungen AfS - - 120 -
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 31.684 31.684 6.630 6.630
Kurzfristige
finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen LaR 105.477 105.477 33.378 33.378
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 14.367 14.367 784 784
Derivative Finanzinstrumente
in einer Hedgebeziehung n.a. 7 7 - -
Derivative Finanzinstrumente
ohne Hedgebeziehung FAHfT 40 40 - -
Liquide Mittel LaR 382.307 382.307 101.829 101.829
Langfristige
finanzielle Schulden
Finanzverbindlichkeiten FLAC 11.100 11.100 - -
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 1.821 1.821 850 850
Derivative Finanzinstrumente
in einer Hedgebeziehung n.a. 302 302 - -
Derivative Finanzinstrumente
ohne Hedgebeziehung FLHfT 21 21 - -
Kurzfristige
finanzielle Schulden
Finanzverbindlichkeiten FLAC 3.243 3.243 - -
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen FLAC 294.624 294.624 135.045 135.045
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 7.166 7.166 4.631 4.631
Derivative Finanzinstrumente
in einer Hedgebeziehung n.a. 289 289 - -
Derivative Finanzinstrumente
ohne Hedgebeziehung FLHfT 26 26 - -

*

LaR - Loans and Receivables FLAC - Financial Liabilities measured at Amortized Cost AfS - Available for Sale FAHfT - Financial Assets Held for Trading FLHfT - Financial Liabilities Held for Trading

n.a. - keiner Kategorie zugordnet

In der Zalando-Gruppe wurden am Bilanzstichtag Devisentermingeschäfte in US-Dollar sowie Zinsswaps in Euro gehalten.

Die Nominal- und Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:

Nominalwert Vermögen Marktwert
Schulden
Summe Nominalwert Marktwert
in TEUR 31.12.2012 31.12.2012 31.12.2012 31.12.2012 31.12.2011 31.12.2011
Devisentermingeschäfte in
einer Hedge-Beziehung 13.483 7 289 -282 0 0
davon US-Dollar 13.483 7 289 -282 0 0
Zinsswaps in einer Hedge
Beziehung 10.863 0 302 -302 0 0
Devisentermingeschäfte zu
Handelszwecken 4.311 40 26 14 0 0
davon US-Dollar 4.311 40 26 14 0 0
Zinsswaps nicht in einer
Hedge-Beziehung 6.619 0 21 -21 0 0
Summe 35.276 47 638 -591 0 0

Die Nominalwerte entsprechen der Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Die ausgewiesenen Marktwerte entsprechen dem beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente wurden ohne Berücksichtigung von gegenläufigen Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften berechnet.

Die Marktwerte der Zinsswaps werden in der Bilanz unter den sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Die Marktwerte für die Devisentermingeschäfte werden in der Bilanz unter den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten bzw. den sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Neben den Devisentermingeschäften, die als Cashflow Hedge designiert sind, hatte die Zalando-Gruppe zum Bilanzstichtag auch Devisentermingeschäfte zu Handelszwecken gehalten, welche zwar nicht den strengen Anforderungen des Hedge-Accountings gemäß IAS 39 erfüllen, jedoch im Sinne des Risikomanagements effektiv zur Reduzierung des finanziellen Risikos beitragen. Die Gewinne und Verluste aus diesen Devisentermingeschäften werden erfolgswirksam erfasst.

Für den Fall, dass sämtliche Vertragspartner ihren Verpflichtungen aus den Devisentermingeschäften nicht nachkommen, besteht für die Zalando-Gruppe zum Bilanzstichtag ein Ausfallrisiko von TEUR 47 (Vorjahr: TEUR 0).

Im Berichtsjahr wurden amortisierende Zinsswaps mit einem ursprünglichen Nominalvolumen von TEUR 17.482 abgeschlossen, die eine Restlaufzeit von bis zu neun Jahren haben. Die Zinsswaps sichern die Zalando-Gruppe gegen Zinsänderungsrisiken aus variabel verzinsten Darlehen ab. Die Darlehen wurden zur Finanzierung der Betriebs- und Geschäftsausstattung des Logistikzentrums in Erfurt aufgenommen. Die Zinsswaps wurden als Cashflow-Hedge designiert. Ineffektivitäten, die im Rahmen dieser Designation festgestellt wurden, sind erfolgswirksam in den sonstigen Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Die am Bilanzstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Im Berichtsjahr wurden Aufwendungen aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von Finanzinstrumenten, die als Cashflow-Hedge designiert sind, in Höhe von TEUR 499 (Vorjahr: TEUR 0) erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet.

Die Nettogewinne/-verluste aus finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten Effekte aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von Derivaten, die nicht Teil einer Sicherungsbeziehung sind, und Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts weiterer Finanzinstrumente sowie Zinszahlungen. Darüber hinaus enthalten die Nettogewinne/-verluste Effekte aus der Wertminderungen, Wertaufholungen, Ausbuchungen und Wechselkursänderungen von Ausleihungen und Forderungen sowie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten.

Wertberichtigung/
in TEUR aus Zinsen aus Bewertung
zum Fair Value
Währungsumrechnung/
Abgangsverluste
Gesamt
2012
Ausleihungen und Forderungen 1.423 0 -24.979 -23.556
Vermögenswerte der Kategorie:
zur Veräußerung verfügbar 0 0 -120 -120
zu Handelszwecken gehalten 0 40 0 40
Verbindlichkeiten der Kategorie:
bewertet zu fortgeführten Anschaffungs
kosten -1.803 0 17 -1.786
zu Handelszwecken gehalten 9 -47 0 -38
Summe -371 -7 -25.082 -25.460

Darstellung der Nettogewinne/-verluste aus Finanzinstrumenten

aus Zinsen aus Bewertung
zum Fair Value
Wertberichtigung/
Währungsumrechnung/
Abgangsverluste
Gesamt
2011
Ausleihungen und Forderungen 451 0 -7.166 -6.715
Vermögenswerte der Kategorie:
zur Veräußerung verfügbar 0 0 0 0
zu Handelszwecken gehalten 0 0 0 0
Verbindlichkeiten der Kategorie:
bewertet zu fortgeführten Anschaffungs
kosten -933 0 0 -933
zu Handelszwecken gehalten 0 0 0 0
Summe -482 0 -7.166 -7.649

Fair-Value-Hierarchie

Zum 31.12.2012 wurden die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert, gehalten.

Diese Finanzinstrumente sind in eine dreistufige Fair-Value-Hierarchie eingeordnet, deren Stufen die Marktnähe der bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte einbezogenen Daten widerspiegeln:

  • Stufe 1: auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten;
  • Stufe 2: für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preise) oder indirekt (in Ableitung von Preisen) beobachtbaren Inputdaten, die keinen notierten Preise nach Stufe 1 darstellen;
  • Stufe 3: herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswertes oder der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare Inputdaten).
31.12.2012 31.12.2011
in TEUR Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3
Finanzielle Vermögenswerte bewertet zum Fair Value
Übrige finanzielle Vermögenswerte (erfolgsneutral) 0 0 0 0
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (erfolgsneutral) 0 7 0 0
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung (erfolgswirksam) 0 40 0 0
Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zum Fair Value
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 0 0 0 0
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (erfolgsneutral) 0 591 0 0
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung (erfolgswirksam) 0 47 0 0

I. Sonstige Angaben

Risiken aus Finanzinstrumenten und Finanzrisikomanagement

Als international aufgestelltes Unternehmen ist die Zalando-Gruppe im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken und Marktrisiken (Währungsund Zinsrisiken) ausgesetzt. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, die aus der operativen Geschäftstätigkeit entstehenden Risiken durch den Einsatz ausgewählter derivativer und nicht-derivativer Sicherungsinstrumente zu begrenzen. Die derivativen Finanzinstrumente werden in der Zalando-Gruppe ausschließlich für die Zwecke des Risikomanagements eingesetzt. Ohne die Nutzung dieser Instrumente wäre die Zalando-Gruppe höheren finanziellen Risiken ausgesetzt. Die Steuerung der Risiken obliegt dabei dem Management der Zalando-Gruppe.

Änderungen von Währungskursen und Zinssätzen können zu erheblichen Schwankungen der Marktwerte der eingesetzten Derivate führen. Daher sollten diese Marktwertschwankungen nicht isoliert von den gesicherten Grundgeschäften betrachtet werden, da Derivate und Grundgeschäfte im Hinblick auf ihre gegenläufige Wertentwicklung eine Einheit bilden.

Marktrisiko

Unter dem Marktrisiko wird das Risiko verstanden, dass der beizulegende Zeitwert oder der künftige Cashflow eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwankt. Zu den Marktrisiken zählen Zinsrisiken, Währungsrisiken und sonstige Preisrisiken.

Das Währungsrisiko lässt sich in zwei weitere Arten unterteilen – dem Transaktionsrisiko und dem Translationsrisiko. Das Translationsrisiko beschreibt das Risiko von Veränderungen der Bilanz- und GuV-Positionen einer Tochtergesellschaft aufgrund von Wechselkursänderungen bei der Umrechnung der lokalen Einzelabschlüsse in die Konzernwährung. Die durch Währungsschwankungen verursachten Veränderungen aus der Translation von Bilanzpositionen werden im Eigenkapital abgebildet. Die Zalando-Gruppe ist derzeit nur bei einer Tochtergesellschaft einem solchen Risiko ausgesetzt, welches aufgrund der Größe dieser Gesellschaft als sehr gering einzustufen ist. Dementsprechend erfolgt auch keine Sicherung dieses Risikos.

Das Transaktionsrisiko besteht darin, dass es aufgrund von Wechselkursschwankungen zu Wertänderungen von zukünftigen Fremdwährungszahlungen kommen kann. Die Zalando-Gruppe tätigt Einkäufe in Fremdwährungen. Zur Absicherung dieser Aktivitäten werden Devisentermingeschäfte eingesetzt. Der Abschluss und die Abwicklung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgen nach internen Richtlinien, welchen den Handlungsrahmen, die Verantwortlichkeiten sowie die Berichterstattung und die Kontrollen verbindlich festlegen.

Die Fremdwährungssensitivität der Zalando-Gruppe wird ermittelt durch die Aggregation aller Fremdwährungspositionen, die nicht in der funktionalen Währung der jeweiligen Gesellschaft abgebildet werden. Diesen Positionen werden dann die aggregierten Sicherungsgeschäfte gegenübergestellt. Die Marktwerte der einbezogenen Grundpositionen und Sicherungsgeschäfte werden dabei zu Ist-Wechselkursen und zu Sensitivitätskursen bewertet. Die Differenz zwischen diesen Bewertungen stellen die Auswirkungen auf Ergebnis und Eigenkapital dar. Im Vorjahr wurde aus Wesentlichkeitsgesichtspunkten auf eine Sensitivitätsanalyse verzichtet.

Wenn der Wert des Euro gegenüber den betrachteten Fremdwährungen zum 31. Dezember 2012 um 5 % aufgewertet hätte, wäre das Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag um TEUR 1.553 niedriger ausgefallen. Bei einer Abwertung um 5 % im Vergleich zum dem am 31.12.2012 bestehenden Kurs, wäre das Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag um TEUR 1.776 höher ausgefallen.

Die Rücklage für Derivate im Eigenkapital der Zalando-Gruppe wäre bei einer Aufwertung des Euro um 5 % im Vergleich zum dem am 31.12.2012 bestehenden Kurs um TEUR 614 niedriger gewesen. Bei einer Abwertung des EUR um 5 % wäre diese Rücklage um TEUR 679 höher ausgefallen.

Das Zinsrisiko umfasst den Einfluss von positiven oder negativen Veränderungen von Zinsen auf das Ergebnis, das Eigenkapital oder den Cashflow der aktuellen oder zukünftigen Berichtsperiode. Zinsrisiken aus Finanzinstrumenten entstehen der Zalando-Gruppe im Wesentlichen im Zusammenhang mit Finanzschulden. Diese Risiken werden durch den Abschluss von Zinsswaps reduziert.

Bei den variabel verzinslichen Finanzinstrumenten wird das Zinsrisiko mittels der Cashflow-Sensitivität gemessen. Ausgehend vom hypothetischen Zinsaufwand der sich im Bestand befindlichen variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zum Bilanzstichtag werden die Zinserträge/-aufwendungen aus den vorhandenen Zinssicherungsinstrumenten in Abzug gebracht. Bei einer Erhöhung des Zinsniveaus um 100 Basispunkte auf den Bestand zum Bilanzstichtag würden sich die Zinsaufwendungen um TEUR 79 erhöhen.

Für die Ermittlung der Zinssensitivität für die im Eigenkapital für Zinsderivate erfasste Rücklage wird die Zinsstrukturkurve um 100 Basispunkte nach oben verschoben, wodurch sich diese Rücklage um TEUR 679 erhöhen würde. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass teilweise Zinssicherungsinstrumente zum Bilanzstichtag in der Bewertung enthalten sind, die jedoch erst ab 2013 Einfluss auf das Zinsergebnis haben werden.

Auf die Darstellung einer Verschiebung der Zinsstrukturkurve nach unten wurde angesichts des derzeitigen Zinsniveaus verzichtet, da ein analoges Absenken um 100 Basispunkte zu einer Negativverzinsung hinsichtlich des Basiszinses führen würde.

Ausfallrisiko

Unter Ausfallrisiko wird das Risiko des Zahlungsausfalls eines Kunden oder Vertragspartners verstanden, das dazu führt, dass in der Konzern-Bilanz ausgewiesene Vermögenswerte, Finanzanlagen oder Forderungen einer Wertberichtigung unterzogen werden müssen. Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten dieser Vermögenswerte.

Ausfallrisiken bestehen bei der Zalando-Gruppe im Wesentlichen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Das Ausfallrisiko für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist durch eine Einzelwertberichtigung anhand der Altersstruktur berücksichtigt. Darüber hinaus erfolgt auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen eine auf Erfahrungswerten basierende pauschalierte Einzelwertberichtigung. Uneinbringliche Forderungen werden vollständig einzelwertberichtigt.

Es besteht keine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos. Im Berichtsjahr 2012 wurde der Forderungsbestand um Wertberichtungen und um Abschreibungen aufgrund der Uneinbringlichkeit reduziert (siehe Punkt (14.)).

Zusätzlich besteht für liquide Mittel dahingehend ein Ausfallrisiko, dass Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht mehr erfüllen können. Die maximale Risikoposition entspricht den Buchwerten dieser finanziellen Vermögenswerte zum jeweiligen Bilanzstichtag. Dieses Ausfallrisiko wird dadurch eingeschränkt, indem die Anlage bei verschiedenen Kreditinstituten mit guter Bonität erfolgt.

Das maximale Ausfallrisiko für alle Klassen von finanziellen Vermögenswerten besteht in Höhe der Summe der jeweiligen Buchwerte.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beinhaltet das Risiko, dass die Zalando-Gruppe nicht in der Lage ist, ihre eingegangenen finanziellen Verbindlichkeiten bei Fälligkeit zu begleichen. Aus diesem Grund besteht das wesentliche Ziel des Liquiditätsmanagements in der Sicherstellung jederzeitiger Zahlungsfähigkeit. Durch die laufende Planung des Liquiditätsbedarfes und Überwachung der Liquidität erfolgt eine Reduzierung dieses Risikos. Die Zalando-Gruppe steuert ihre Liquidität, indem neben dem Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft in einem ausreichenden Umfang liquide Mittel und Kreditlinien bei Banken vorgehalten werden.

Zur weiteren Reduzierung des Liquiditätsrisikos wurden mit verschiedenen Lieferanten sowie mit zwei Factoring-Gesellschaften Reverse Factoring-Verträge abgeschlossen, nach denen der Factor Forderungen des jeweiligen Lieferanten gegenüber der Zalando-Gruppe kauft. Der Ausweis dieser Positionen erfolgt in der Bilanz der Zalando-Gruppe unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

In den nachfolgenden Tabellen werden die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zinsund Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzintrumente mit ihrem negativen Zeitwert dargestellt. Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31.12.2012 bzw. am 31.12.2011 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten wurden hierbei nicht berücksichtigt. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31.12.2012 bzw. 31.12.2011 fixierten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühestmöglichen Zeitpunkt zugeordnet.

Buchwert Cashflows 2013
Cashflows 2014 - 2017
Cashflows 2018 ff.
in TEUR 31.12.2012 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung
Finanzverbindlichkeiten 14.343 486 3.243 842 11.100 0 0
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen 294.624 0 294.624 0 0 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlich
keiten 9.008 0 7.166 0 1.842 0 0
Zwischensumme 317.975 486 305.033 842 12.942 0 0
Verbindlichkeiten aus Derivaten 638 0 433 0 205 0 0
Summe 318.613 486 305.466 842 13.147 0 0
Buchwert Cashflows 2012 Cashflows 2013 - 2016 Cashflows 2017 ff.
in TEUR 31.12.2011 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung
Finanzverbindlichkeiten 0 0 0 0 0 0 0
Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen
135.045 0 135.045 0 0 0 0
Sonstige finanzielle Verbindlich
keiten
5.481 0 4.631 0 850 0 0
Zwischensumme 140.526 0 139.676 0 850 0 0
Verbindlichkeiten aus Derivaten 0 0 0 0 0 0 0
Summe 140.526 0 139.676 0 850 0 0

Kapitalsteuerung

Die Ziele des Kapitalmanagements der Zalando-Gruppe sind die langfristige Steigerung des Unternehmenswerts, seine kurzfristige Zahlungsfähigkeit sowie die Sicherung der Kapitalbasis zur fortwährenden Finanzierung des Wachstumsvorhabens. Dabei wird sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren

können. Das Kapitalmanagement wird auf Basis verschiedener finanzieller Kennzahlen laufend überwacht. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 54,7 % (Vorjahr: 38,5 %).

Sicherheiten

Die Zalando-Gruppe hat im Berichtsjahr finanzielle Vermögenswerte als Sicherheiten für Eventualverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 30.626 (Vorjahr TEUR 6.320) gestellt. Sie entfallen im Wesentlichen auf Sicherheiten im Zusammenhang mit Mietverträgen.

Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Als der Zalando-Gruppe nahe stehend gelten jene Personen und Unternehmen, die Zalando beherrschen oder einen maßgeblichen Einfluss auf den Konzern ausüben bzw. durch die Zalando-Gruppe beherrscht oder maßgeblich beeinflusst werden.

Die Zalando-Gruppe hatte im Geschäftsjahr 2012 und im Geschäftsjahr 2011 folgende Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen aus in der Vergangenheit vereinbarten Liefer- und Leistungsbeziehungen: Die Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen betragen zum Stichtag TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 15). Die Aufwendungen aus erhaltenen Leistungen für das Geschäftsjahr 2012 betragen TEUR 1.162 (Vorjahr: TEUR 980). Sie resultieren aus Beratungs- und sonstigen Dienstleistungsverträgen mit Rocket Internet GmbH, Berlin, sowie den übrigen Gesellschaftern.

Organe

Geschäftsführer ausgeübter Beruf
Robert Gentz Geschäftsführer
David Schneider Geschäftsführer
Frank Biedka (bis zum 31. Juli 2012) Geschäftsführer
Rubin Ritter Geschäftsführer

Den Mitgliedern des Managements, die in der Zalando-Gruppe Schlüsselpositionen einnehmen, wurden im Geschäftsjahr 2012 insgesamt Leistungen in Höhe von TEUR 4.439 (Vorjahr: TEUR 951) gewährt. Davon entfallen im Geschäftsjahr 2012 TEUR 3.848 auf anteilsbasierte Vergütungszusagen (Vorjahr: TEUR 517). Der Aufwandsberechnung liegt dabei das sog. Frontloading-Modell (graded vesting) zugrunde, was bewirkt, dass im Laufe des Erdienungszeitraums stetig weniger Aufwand erfasst wird. Alle anderen Bezüge sind als kurzfristig fällige Leistungen einzustufen.

Im Geschäftsjahr 2012 wurden der Geschäftsleitung keine neuen Optionsrechte gewährt (Vorjahr: 1.650). Die im Vorjahr gewährten Optionen besaßen am Tag der Gewährung einen beizulegenden Zeitwert TEUR 6.943. Sie sind über eine bestimmte Zeitspanne erdienbar

und werden über diese Zeitspanne verteilt in die Angabe der Gesamtbezüge entsprechend der im jeweiligen Geschäftsjahr geleisteten Tätigkeit einbezogen. Die den Mitarbeitern in Schlüsselpositionen gewährten anteilsbasierten Vergütungszusagen sind in den im Punkt (18.) im Konzernanhang erläuterten Plänen enthalten.

Operate-Leasingverhältnisse

Der Konzern hat Verpflichtungen aus Operate-Leasingverhältnissen für die Anmietung von Immobilien, für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie für Kraftfahrzeuge. Die Verträge haben eine Restlaufzeit von einem bis zu elf Jahren. Sie beinhalten zum Teil Verlängerungs- und Kaufoptionen sowie Preisanpassungsklauseln, die jedoch keine Auswirkung auf die Einordnung als Operate-Leasingverhältnis haben.

Der im Berichtszeitraum erfasste Aufwand aus Operate-Leasingverhältnissen beträgt TEUR 7.577 (Vorjahr: TEUR 7.011).

Die künftigen Mindestleasingzahlungen aufgrund von nicht kündbaren Operate-Leasingverhältnissen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

in TEUR bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre Summe
2012 13.034 19.057 24.791 56.882
2011 6.767 5.216 142 12.125

Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers

Die im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare für den Abschlussprüfer, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, betragen

  • für die Abschlussprüfung (Einzel- und Konzernabschluss) TEUR 377 (Vorjahr: TEUR 195),
  • für Steuerberatungsleistungen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 8) und
  • für sonstige Leistungen TEUR 134 (Vorjahr: TEUR 46).

Aufstellung Anteilsbesitz

Zum 31.12.2012 stellt sich der Anteilsbesitz der Zalando GmbH im Überblick folgendermaßen dar:

2012 2011
Anteilshöhe Anteilshöhe
1. zLabels GmbH, Berlin 100% 100%
2. MyBrands Zalando Verwaltungs GmbH, Berlin 100% 100%
3. Zalando S.A.S., Paris, Frankreich 100% 100%
4. Zalando Ltd., London, Großbritannien 100% 100%
5. MyBrands GmbH, Berlin 100% 100%
6. MyBrands Zalando eLogistics GmbH & Co. KG, Brieselang 100% 100%
7. MyBrands Zalando eServices GmbH & Co. KG, Berlin 100% 100%
8. MyBrands Zalando eProduction GmbH & Co. KG, Berlin 100% 100%
9. MyBrands Zalando eStudios GmbH & Co. KG, Erfurt 100% -
10. Zalando S.r.l., Mailand, Italien 100% -
11. MyBrands Zalando eLogistics West GmbH & Co. KG, Berlin 100% -
12. Kiomi GmbH, Berlin 100% -

Ereignisse nach der Berichtsperiode

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind und Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, haben sich nicht ergeben.

Genehmigung des Abschlusses

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Zalando GmbH werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Geschäftsführung hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht am 27. März 2013 zur Veröffentlichung genehmigt.

Berlin, den 27. März 2013

Die Geschäftsführung

Robert Gentz David Schneider Rubin Ritter