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Zalando SE Annual Report 2013

Mar 3, 2014

499_10-k_2014-03-03_23f1cfd9-cd26-4e1b-bf01-60a211bec59b.pdf

Annual Report

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Konzernabschluss 20131

Zalando AG, Berlin

(vormals Zalando GmbH, Berlin)

1 Hinweis gemäß § 328 (2) HGB: Die Wiedergabe des Konzernabschlusses erfolgt in verkürzter Form ohne Beifügung des Konzernlageberichts und entspricht dahingehend nicht der gesetzlich vorgeschriebenen Form einer vollständigen Veröffentlichung im Sinne des § 328 (1) HGB. Der vollständige Konzernabschluss mit beigefügtem Konzernlagebericht wurde von einem Abschlussprüfer aufgrund gesetzlicher Vorschriften einer Prüfung unterzogen und es wurde ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk im Sinne des § 322 (2) S. 1 Nr. 1 HGB erteilt. Ferner ist eine mit § 328 (1) HGB in Einklang stehende Einreichung bei dem Betreiber des Bundesanzeigers erfolgt.

Inhaltsverzeichnis 2
Konzern-Gesamtergebnisrechnung 4
Konzern-Bilanz 5
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 7
Konzern-Kapitalflussrechnung 9
Konzernanhang 10
A. Informationen zum Unternehmen 10
B. Allgemeine Grundsätze 11
C. Neue Rechnungslegungsvorschriften des IASB
Anzuwendendes Regelwerk
15
15
Neue, erstmalig im Geschäftsjahr 2013 anzuwendende Vorschriften des IASB
Neue, noch nicht im Geschäftsjahr 2013 anzuwendende Vorschriften des IASB
15
16
D. Grundsätze der Konsolidierung
Konsolidierungskreis
Stichtag des Konzernabschlusses
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Schuldenkonsolidierung
Erfolgskonsolidierung
Währungsumrechnung
19
19
19
19
19
19
19
E. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung
Immaterielle Vermögenswerte
Sachanlagen
Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten
Klassifizierung in kurzfristig und langfristig
Leasingverhältnisse – Konzern als Leasingnehmer
Ertragsteuern
Latente Steuern
Vorräte
Finanzinstrumente
Derivative Finanzinstrumente und Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen
Bemessung des beizulegenden Zeitwertes
Rückstellungen
Anteilsbasierte Vergütungen
Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer
Ertrags- und Aufwandsrealisierung
Erwartete Retouren
Zuwendungen der öffentlichen Hand
21
21
22
22
22
23
24
24
26
26
30
32
33
34
35
36
37
37
F. Verwendung von Schätzungen und Annahmen 38
G. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 39
(1.)
Umsatzerlöse
39
(2.)
Umsatzkosten
39
(3.)
Vertriebskosten
39
(4.)
Verwaltungskosten
40
(5.)
Sonstige betriebliche Erträge
40
(6.)
Sonstige betriebliche Aufwendungen
40
(7.)
Finanzergebnis
41
(8.)
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
41
(9.)
Personalaufwand
43
H. Erläuterungen zur Konzern-Bilanz 44
(10.)
Immaterielle Vermögenswerte
44
(11.)
Sachanlagen
47
(12.)
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte
48
(13.)
Vorräte und geleistete Anzahlungen
48
(14.)
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
49
(15.)
Sonstige finanzielle Vermögenswerte und sonstige nicht finanzielle
Vermögenswerte 49
(16.)
Liquide Mittel
49
(17.)
Eigenkapital
50
(18.)
Anteilsbasierte Vergütungen
50
(19.)
Rückstellungen
54
(20.)
Zuwendungen der öffentlichen Hand
55
(21.)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und erhaltene Anzahlungen
55
(22.)
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verbindlichkeiten
und Verbindlichkeiten aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 55
(23.)
Angaben zur Kapitalflussrechnung
55
(24.)
Latente Steuern
57
(25.)
Finanzinstrumente
58
I. Sonstige Angaben 62
Risiken aus Finanzinstrumenten und Finanzrisikomanagement 62
Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen 67
Organe 67
Operate-Leasingverhältnisse 68
Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers 69
In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen 70
Inanspruchnahme gemäß § 264b HGB 70
Segmentberichterstattung 71
Ereignisse nach der Berichtsperiode 72
Genehmigung des Abschlusses 73

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013

in TEUR Anhang 01.01. -
31.12.2013
01.01.* -
31.12.2012
Umsatzerlöse (1.) 1.762.020 1.158.675
Umsatzkosten (2.) -1.046.960 -623.831
Bruttoergebnis vom Umsatz 715.060 534.844
Vertriebskosten (3.) -733.460 -560.679
Verwaltungskosten (4.) -105.107 -63.178
Sonstige betriebliche Erträge (5.) 12.461 6.260
Sonstige betriebliche Aufwendungen (6.) -2.900 -822
Betriebliches Ergebnis (EBIT) -113.946 -83.575
Zinsertrag (7.) 393 1.447
Zinsaufwand (7.) -2.873 -2.405
Übriges Finanzergebnis (7.) -826 -21
Finanzergebnis -3.306 -979
Ergebnis vor Steuern (EBT) -117.252 -84.554
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (8.) 660 -516
Periodenergebnis/ Ergebnis nach Steuern -116.592 -85.070
davon den Gesellschaftern der Zalando AG zuzurechnendes Ergebnis -116.592 -85.070
Periodenergebnis in Prozent vom Umsatz -6,6% -7,3%
Überleitung Periodenergebnis zu Gesamtergebnis
01.01. - 01.01. -
in TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Periodenergebnis/ Ergebnis nach Steuern -116.592 -85.070
Posten, die in Folgeperioden in das Periodenergebnis umgegliedert werden
Effektiver Teil der Gewinne/Verluste aus Cashflow Hedges nach Steuern 355 -499
Währungsumrechnungsdifferenzen ausländischer Jahresabschlüsse -94 -33
Sonstiges Ergebnis 261 -532
Gesamtergebnis -116.331 -85.602
davon den Gesellschaftern der Zalando AG zuzurechnendes Ergebnis -116.331 -85.602

* Die Zuordnung zu den Funktionsbereichen und die Darstellung von Zuwendungen der öffentlichen Hand wurden geändert, das Geschäftsjahr 2012 entsprechend den Erläuterungen im Anhang unter Punkt B angepasst.

Konzern-Bilanz

zum 31. Dezember 2013

Aktiva
in TEUR Anhang 31.12.2013 *31.12.2012
Langfristige Vermögenswerte
Immaterielle Vermögenswerte (10.) 21.265 9.866
Sachanlagen (11.) 105.734 43.328
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (12.) 48.053 31.684
Latente Steueransprüche (8.),(24.) 1.017 0
176.069 84.878
Kurzfristige Vermögenswerte
Vorräte (13.) 332.526 231.430
Geleistete Anzahlungen (13.) 795 1.552
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (14.) 87.241 65.595
Sonstige finanzielle Vermögenswerte (15.) 13.454 14.407
Sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte (15.) 44.482 45.182
Liquide Mittel (16.) 417.161 382.307
895.659 740.473
Bilanzsumme 1.071.728 825.351

* Die Darstellungsmethode erwarteter Retouren und von Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte wurde geändert. Das Geschäftsjahr 2012 wurde entsprechend den Erläuterungen im Anhang unter Punkt B angepasst.

Konzern-Bilanz

zum 31. Dezember 2013

Passiva
in TEUR Anhang 31.12.2013 *31.12.2012
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital (17.) 118 111
Kapitalrücklage (17.) 833.264 628.625
Gewinnrücklage -271 -532
Bilanzverlust (17.) -286.600 -170.008
546.511 458.196
Langfristige Schulden
Rückstellungen (19.) 4.692 2.234
Zuwendungen der öffentlichen Hand (20.) 1.449 0
Finanzverbindlichkeiten (I.) 16.973 11.100
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (22.) 2.948 1.842
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten (22.) 3.116 1.983
29.178 17.159
Kurzfristige Schulden
Finanzverbindlichkeiten (I.) 3.243 3.243
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (21.) 410.022 294.624
Erhaltene Anzahlungen (21.) 7.353 2.243
Verbindlichkeiten aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (22.) 126 384
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten (22.) 34.946 31.930
Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten (22.) 40.349 17.572
496.039 349.996
Bilanzsumme 1.071.728 825.351

* Die Darstellungsmethode erwarteter Retouren und von Zuwendungen der öffentlichen Hand für Vermögenswerte wurde geändert. Das Geschäftsjahr 2012 wurde entsprechend den Erläuterungen im Anhang unter Punkt B angepasst.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

für den Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013

Gewinnrücklagen
in TEUR Anhang Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Cashflow
Hedges
Währungs
umrechnung
Bilanz
verlust
Summe
Stand 01.01.2013 111 628.625 -499 -33 -170.008 458.196
Periodenergebnis
Sonstiges Ergebnis
0
0
0
0
0
355
0
-94
-116.592
0
-116.592
261
Gesamtergebnis 0 0 355 -94 -116.592 -116.331
Kapitalerhöhung (17.) 7 199.990 0 0 0 199.997
Anteilsbasierte
Vergütungen
(18.) 0 5.316 0 0 0 5.316
Einzahlungen
von Gesellschaf
tern
(17.) 0 0 0 0 0 0
Transaktions
kosten
(17.) 0 -667 0 0 0 -667
Stand 31.12.2013 118 833.264 -144 -127 -286.600 546.511

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

für den Zeitraum vom 1. Januar 2012 bis 31. Dezember 2012

Gewinnrücklagen
in TEUR Anhang Gezeichnetes
Kapital
Kapital
rücklage
Cashflow
Hedges
Währungs
umrechnung
Bilanz
verlust
Summe
Stand 01.01.2012 93 190.368 0 0 -84.938 105.523
Periodenergebnis
Sonstiges Ergebnis
0
0
0
0
0
-499
0
-33
-85.070
0
-85.070
-532
Gesamtergebnis 0 0 -499 -33 -85.070 -85.602
Kapitalerhöhung (17.) 18 431.784 0 0 0 431.802
Anteilsbasierte
Vergütungen
(18.) 0 5.633 0 0 0 5.633
Einzahlungen
von Gesellschaf
tern
(17.) 0 840 0 0 0 840
Transaktions
kosten
(17.) 0 0 0 0 0 0
Stand 31.12.2012 111 628.625 -499 -33 -170.008 458.196

Konzern-Kapitalflussrechnung

für den Zeitraum vom 1. Januar 2013 bis 31. Dezember 2013

in
TEUR
Anhang 01.01. -
31.12.2013
01.01. -
31.12.2012
1. Periodenergebnis/Ergebnis nach Steuern
zahlungsunwirksamer Aufwand aus
-116.592 -85.070
2. + anteilsbasierten Vergütungen (18.) 5.316 6.473
(10.),
3. + Abschreibungen auf Anlagevermögen (11.) 14.944 6.244
4. + Zunahme der Rückstellungen (19.) 19 609
5. +/- sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge -3.335 540
6. - Zunahme der Vorräte (13.) -101.096 -122.483
7. - Zunahme der Forderungen aus (14.) -21.646 -44.594
Lieferungen und Leistungen
8. + Zunahme der Verbindlichkeiten aus (21.) 101.462 163.923
Lieferungen und Leistungen
9. +/- Abnahme/Zunahme sonstigen Aktiva/Passiva 40.774 -19.977
10. = Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit -80.154 -94.335
Auszahlungen für Investitionen
11. - in das Sachanlagevermögen (11.) -54.508 -37.029
12. - Auszahlungen für Investitionen (10.) -19.305 -9.540
in immaterielle Vermögenswerte
13. +/- Abnahme/Zunahme der Zahlungsmittel, die einer (12.) -16.382 -24.741
Verfügungsbeschränkung unterliegen
14. = Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -90.195 -71.310
15. + Einzahlungen aus Kapitalerhöhungen der Gesellschafter (17.) 199.330 431.802
16. + Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 9.116 15.116
17. - Auszahlungen für die Tilgung von Krediten -3.243 -774
18. +/- Sonstige zahlungswirksame Änderungen 0 -21
19. = Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit 205.203 446.123
zahlungswirksame Veränderungen
20. = des Finanzmittelbestands 34.854 280.478
Verfügbarer Finanzmittelbestand zu Beginn des Ge
21. + schäftsjahres 382.307 101.829
22. = Verfügbarer Finanzmittelbestand am 31.12. 417.161 382.307

Konzernanhang

A. Informationen zum Unternehmen

Firma, Sitz

Zalando AG, Berlin, Deutschland

Ort der Geschäftsleitung

Sonnenburger Str. 73,10437 Berlin, Deutschland

Handelsregister

Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht Berlin-Charlottenburg zu HRB 154823 B geführt und wurde erstmals dort am 12. März 2008 in das Handelsregister eingetragen.

Mit Beschluss vom 6. Dezember 2013 und Handelsregistereintragung vom 12. Dezember 2013 ist die Zalando GmbH nach den Bestimmungen des Umwandlungsgesetzes durch Formwechsel in die Rechtsform der Aktiengesellschaft umgewandelt. Die Umwandlung der Gesellschaftsform ist ein lang geplanter Schritt in Richtung einer Unternehmensstruktur, die der Größe des Unternehmens gerecht wird und die internationale Akzeptanz des Unternehmens erhöht.

Art der Geschäftstätigkeit

Zalando ist in Europa einer der größten Online-Anbieter für Schuhe und Bekleidung im Internet. Das umfangreiche Angebot für Damen, Herren und Kinder reicht von bekannten Trendmarken bis hin zu gefragten Designerlabels – insgesamt arbeitet Zalando mit über 1.500 Markenherstellern zusammen. Neben Schuhen und Bekleidung gehören auch exklusive Accessoires und Sportartikel zum umfassenden Sortiment. Erweitert und ergänzt wird das Angebot mit der Zalando-Lounge, die für registrierte Mitglieder Verkaufsaktionen zu stark rabattierten Preisen anbietet. Darüber hinaus setzt das Unternehmen auf eine Kombination umfangreicher Serviceleistungen: Kostenloser Versand und Rückversand, eine kostenlose Service-Hotline sowie 100 Tage Rückgaberecht auf alle Produkte machen den Online-Einkauf zu einem sicheren und entspannten Erlebnis.

Das Unternehmen wurde 2008 gegründet und hat seinen Sitz in Berlin. Nach dem großen Erfolg in Deutschland werden seit 2009 auch europäische Nachbarländer beliefert. Gestartet wurde mit Österreich (2009), es folgten im Geschäftsjahr 2010 die Niederlande und Frankreich. Im Geschäftsjahr 2011 kamen Italien, Großbritannien und die Schweiz hinzu. Seit 2012 ist Zalando auch in Schweden, Belgien, Spanien, Dänemark, Finnland, Polen und Norwegen online. Im aktuellen Geschäftsjahr kam das Nachbarland Luxemburg als Auslieferungsland hinzu.

B. Allgemeine Grundsätze

Anwendung der IFRS

Die Zalando AG, Berlin, ist Mutterunternehmen der Zalando-Gruppe (nachfolgend auch "Zalando" oder "Konzern" genannt). Der Konzernabschluss der Zalando AG für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2013 stimmt mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, überein. Ergänzend werden die Vorschriften des § 315a Abs. 1 i.V.m. Abs. 3 HGB berücksichtigt.

§ 315a HGB bildet zusammen mit der Verordnung (EG) Nr. 1606/2002 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards die Rechtsgrundlage für die Konzernrechnungslegung nach internationalen Standards in Deutschland. Zalando nutzt das in § 315a Abs. 3 HGB eingeräumte Wahlrecht, wonach Mutterunternehmen ihren Konzernabschluss dann nach den IFRS aufstellen dürfen, sofern die IFRS vollständig befolgt werden.

Der Konzernabschluss berücksichtigt alle zum Bilanzstichtag verabschiedeten und in der Europäischen Union verpflichtend anzuwendenden IFRS. Durch Einhaltung der Standards und Interpretationen wird ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Zalando-Gruppe vermittelt.

Allgemeines

Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfolgt grundsätzlich auf der Basis einer Bilanzierung der Vermögenswerte und Schulden zu fortgeführten Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt. Die Bilanzgliederung erfolgt nach der Fristigkeit der Vermögenswerte und Schulden.

Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Sofern nichts anderes angegeben ist, werden sämtliche Werte entsprechend kaufmännischer Rundung auf Tausend (TEUR) auf- oder abgerundet.

Rückwirkende Anpassungen – Umsatzkostenverfahren

Im Zuge der Harmonisierung des internen und externen Rechnungswesens wurde die Zuordnung von Kosten in die Funktionsbereiche des Umsatzkostenverfahrens teilweise geändert. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Im Einzelnen wurden

• die Wertberichtigungen und Forderungsverluste auf Forderungen von den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in die Vertriebskosten umgegliedert (im Vorjahr: TEUR 24.979);

  • Teile der Kosten für Zahlungsabwicklung von den Umsatz- (im Vorjahr: TEUR 190) und Verwaltungskosten (im Vorjahr: TEUR 8.739) in die Vertriebskosten verschoben und
  • Teile der Kosten der Einkaufsabteilung von den Verwaltungskosten (im Vorjahr TEUR 10.982) in die Umsatzkosten umgegliedert.

Da die Änderungen nur Verschiebungen innerhalb der Funktionsbereiche des Umsatzkostenverfahrens nach sich ziehen, bleiben EBIT und Jahresfehlbetrag auch im Vorjahr unberührt.

Rückwirkende Anpassungen – Nettodarstellung für Zuschüsse

Zalando hat den Ausweis von Investitionszuschüssen für das Sachanlagevermögen an den Branchenstandard angeglichen, um so die Vergleichbarkeit zu Abschlüssen von Wettbewerbern zu erhöhen. Die Zuschüsse werden nun sowohl in der Bilanz als auch in der Gewinnund Verlustrechnung netto abgebildet – die für das Anlagevermögen gewährten Zuschüsse mindern die Anschaffungskosten bei entsprechender Reduzierung der Abschreibungen. Die Änderung der Rechnungslegungsmethodik bewirkt, dass

  • die bisher passivisch abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand mit den Immateriellen Vermögenswerten (im Vorjahr: TEUR 81) und dem Sachanlagevermögen (im Vorjahr: TEUR 1.844) verrechnet werden;
  • die bisher in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgswirksam erfasste Auflösung des Abgrenzungspostens (im Vorjahr: TEUR 444) mit den Umsatzkosten (im Vorjahr: TEUR 13), mit den Vertriebskosten (im Vorjahr: TEUR 88) und mit den Verwaltungskosten (im Vorjahr: TEUR 343) saldiert werden.

Bei Beibehaltung der alten Methode wären im Geschäftsjahr 2013

  • passivisch abgegrenzte Zuwendungen der öffentlichen Hand nicht mit den Immateriellen Vermögenswerten (TEUR 192) und dem Sachanlagevermögen (TEUR 10.790) verrechnet worden;
  • die sonstigen betrieblichen Erträge um TEUR 1.396, die Umsatzkosten um TEUR 105, die Vertriebskosten um TEUR 705 und die Verwaltungskosten um TEUR 585 höher ausgefallen.

Die Ausweisänderung hat weder Einfluss auf das Eigenkapital noch auf das Periodenergebnis.

Rückwirkende Anpassungen – Bruttodarstellung erwartete Retouren

Zalando hat die bilanzielle Verbuchung erwarteter Retouren (Warenrücksendungen) auf eine informativere Bruttodarstellung umgestellt. Die neue Verbuchungsweise entspricht der im Revised Exposure Draft ED/2011/6 Revenue from Contracts with Customers vorgesehenen Darstellungsmethode.

Bisher hat Zalando das Risiko für die vertragsgemäße Rücksendung von Artikeln in einer Rückstellung abgebildet. Unter Anwendung einer bisher auf die Gewinn- und Verlustrechnung beschränkten Bruttomethode wurde auf Basis der durchschnittlichen Retourenquote die durchschnittliche Rohgewinnmarge zurückgestellt. Die Retourenrückstellung umfasste darüber hinaus auch die sonstigen Kosten für erwartete Rücklieferungen.

Zalando bildet die erwartete Rücksendung von Waren nunmehr auch in der Bilanz brutto ab. Dazu aktiviert das Unternehmen einen Herausgabeanspruch aus erwarteten Retouren, bucht noch nicht gezahlte Kundenforderungen pauschaliert aus und passiviert für bereits bezahlte Kundenforderungen, für die mit einer Rücklieferung gerechnet wird, eine Rückerstattungsverpflichtung. Im Übergang auf die neue Darstellungsmethode ergeben sich folgende Änderungen:

  • Zalando aktiviert in den sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerten einen Herausgabeanspruch auf Waren (im Vorjahr: TEUR 26.590) aus erwarteten Retouren. Die Höhe des Vermögenswerts entspricht den Anschaffungskosten der gelieferten Waren, für die eine Rücklieferung erwartet wird, unter Berücksichtigung der für die Retourenabwicklung anfallenden Kosten und der sich bei der Verwertung dieser Waren ergebenden Verluste;
  • Das Vorratsvermögen erhöht sich um die auf den Herausgabeanspruch entfallende Wertberichtigung (im Vorjahr: TEUR 2.707);
  • Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die noch nicht gezahlt wurden und denen Geschäfte zugrunde liegen, die voraussichtlich aufgrund der Rücksendung nicht abgeschlossen werden, werden ausgebucht (im Vorjahr: TEUR 39.882);
  • Für bereits gezahlte Kundenforderungen, die voraussichtlich in der Zukunft noch retourniert werden, passiviert Zalando innerhalb der sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten eine Rückerstattungsverpflichtung gegenüber dem Kunden (im Vorjahr: TEUR 24.738).

Die Gewinn- und Verlustrechnungen der Jahre 2013 und 2012 werden durch diese Änderungen nicht tangiert.

Bei Beibehaltung der alten Methode wären im Geschäftsjahr 2013

  • die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 28.144 höher ausgefallen;
  • die innerhalb der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte bilanzierten Herausgabeansprüche an Kunden um TEUR 18.729 niedriger ausgefallen;
  • die Vorräte um TEUR 3.152 niedriger ausgefallen;
  • die sonstige finanzielle Verbindlichkeit für Rückerstattungsverpflichtungen um TEUR 19.887 niedriger ausgefallen;
  • die Retourenrückstellungen um TEUR 26.151 höher ausgefallen.

Wäre die zuvor angewendete Verbuchungsweise auf die Eröffnungsbilanz zum 1. Januar 2012 angewendet worden, wären

  • die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um TEUR 12.377 höher ausgefallen;
  • die innerhalb der sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte bilanzierten Herausgabeansprüche an Kunden um TEUR 10.129 niedriger ausgefallen;
  • die Vorräte um TEUR 827 niedriger ausgefallen;
  • die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten für Rückerstattungsverpflichtungen um TEUR 8.515 niedriger ausgefallen;
  • die Retourenrückstellungen um TEUR 9.936 höher ausgefallen.

C. Neue Rechnungslegungsvorschriften des IASB

Anzuwendendes Regelwerk

Grundlage der Rechnungslegung nach IFRS ist entsprechend der EU-Verordnung Nr. 1606/2002 i.V.m. § 315a Abs. 1 HGB die von der Kommission der Europäischen Gemeinschaften im Rahmen des Endorsement-Verfahrens für die Europäische Union übernommenen Rechnungslegungsstandards des IASB. Die durch das IASB neu herausgegebenen IFRS bzw. Überarbeitungen von IFRS sind erst nach einem entsprechenden Beschluss der Kommission im Rahmen des Endorsement-Verfahrens verpflichtend anzuwenden.

Neue, erstmalig im Geschäftsjahr 2013 anzuwendende Vorschriften des IASB

Die folgenden neuen Standards, Interpretationen und Änderungen der IAS/IFRS-Standards wurden innerhalb des Berichtszeitraums verpflichtend angewendet.

Änderung von IAS 1 – Darstellung von Bestandteilen des sonstigen Ergebnisses

Die Änderung von IAS 1 führt zu einer neuen Gruppierung von Posten, die im sonstigen Ergebnis dargestellt werden. Posten, die zu einem späteren Zeitpunkt in das Periodenergebnis umgegliedert werden (darunter Gewinne aus der Absicherung einer Nettoinvestition, Umrechnungsdifferenzen aus der Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe, Verluste und Gewinne aus der Absicherung von Cashflows und aus zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten), sind getrennt von jenen Sachverhalten auszuweisen, die keine Umgliederung nach sich ziehen (darunter versicherungsmathematische Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Pensionsplänen und Effekte aus der Neubewertung von Grundstücken und Gebäuden). Die Änderungen des IAS 1 sind für ab dem 1. Juli 2012 beginnende Geschäftsjahre anzuwenden. Sie hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Zalando AG.

IAS 19 – Leistungen an Arbeitnehmer (überarbeitet)

Das IASB hat IAS 19 umfassend überarbeitet. Die vorgenommenen Anpassungen reichen von grundlegenden Änderungen wie bspw. die Ermittlung von erwarteten Erträgen aus dem Planvermögen und der Aufhebung der Korridormethode bis hin zu einfachen Klarstellungen und Umformulierungen. Die Änderung ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Sie hat keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Zalando AG.

IFRS 13 – Bemessung des beizulegenden Zeitwerts

IFRS 13 bündelt die zuvor über das IFRS-Regelwerk verteilten Vorgaben zur Bewertung zum beizulegenden Zeitwert in einem einzigen Standard. Darüber hinaus macht der Standard zusätzliche Angaben zur Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts erforderlich. In wel-

chen Situationen eine Bewertung zum beizulegenden Zeitwert vorzunehmen ist, regelt IFRS 13 nicht. IFRS 13 ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnt. Die Erstanwendung von IFRS 13 hat lediglich Auswirkungen auf die Anhangangaben im Konzernabschluss der Zalando AG.

Darüber hinaus waren in 2013 noch weitere Änderungen von Standards erstmalig anzuwenden, die aber auf den Konzernabschluss keine Auswirkung hatten.

Neue, noch nicht im Geschäftsjahr 2013 anzuwendende Vorschriften des IASB

Bis zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Konzernabschlusses bekanntgemachte, jedoch noch nicht verpflichtend anzuwendende Standards und Interpretationen werden nachfolgend dargestellt. Soweit nichts anderes angegeben ist, sind die Standards und Interpretationen bzw. Änderungen von bestehenden Standards für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem angegebenen Anwendungszeitpunkt beginnen.

IFRS 9 – Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung

Im November 2009 hat das IASB den ersten Teil des IFRS 9 veröffentlicht, der zunächst nur die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten regelt. Hiernach sind finanzielle Vermögenswerte abhängig von ihren Charakteristika und unter Berücksichtigung der Geschäftsmodelle entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert zu bilanzieren. Der im Oktober 2010 ergänzte Teil regelt die neuen Vorschriften für die Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten. Die neuen Regelungen ändern insbesondere die Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten, die in Anwendung der sogenannten "Fair-Value-Option" erfolgswirksam bewertet werden. Im November 2013 gab das IASB Ergänzungen zu IFRS 9 heraus, die neue Regelungen zum Hedge-Accounting enthalten und die entsprechenden Regelungen in IAS 39 ersetzen. Mit diesen Ergänzungen wurde ein neues allgemeines Modell für die Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen eingeführt, das den Umfang der infrage kommenden Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente erweitert.

Es besteht jedoch ein Methodenwahlrecht sämtliche Sicherungsbeziehungen nach den bestehenden Regelungen des IAS 39 oder nach den neuen Vorschriften des IFRS 9 abzubilden. Des Weiteren hat das IASB den bisher in IFRS 9 enthaltenen Erstanwendungszeitpunkt ab dem 1. Januar 2015 aufgehoben. Ein neuer Erstanwendungszeitpunkt wird festgelegt, wenn der Standard vollständig vorliegt.

IFRS 10 – Konzernabschlüsse

IFRS 10 wurde im Mai 2011 veröffentlicht. Der Standard ersetzt die Konsolidierungsleitlinien von IAS 27 Konzern und separate Einzelabschlüsse und SIC 12 Konsolidierung – Zweckgesellschaften. Mit IFRS 10 wird nur noch ein einziges Konsolidierungsmodell für alle beherrschten Unternehmen bestehen. Der Beherrschungstatbestand ist hiernach erfüllt, wenn ein Investor über Bestimmungsmacht über das Investitionsobjekt verfügt und diese nutzen kann, um auf die Erträge des Investitionsobjekts einzuwirken. Die Vorschriften für separate Abschlüsse bleiben Bestandteil des IAS 27 und werden im Gegensatz zu den anderen Teilen von IAS 27, die durch den neuen IFRS 10 ersetzt werden, nicht verändert. Nach den Ergebnissen einer vorläufigen Analyse wird IFRS 10 keine Auswirkungen auf die Einstufung der Beteiligungen haben, die vom Konzern zum Abschlussstichtag gehalten werden. IFRS 10 ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnt.

IFRS 11 – Gemeinschaftliche Vereinbarungen

IFRS 11 wurde im Mai 2011 veröffentlicht. Der Standard reformiert die Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen. IFRS 11 ersetzt die bestehenden IAS 31 Anteile an Joint Ventures und SIC 13 Gemeinschaftlich geführte Einheiten – Nicht monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen. Das bisher bestehende Wahlrecht zur quotalen Konsolidierung wird durch IFRS 11 gestrichen. Gemeinschaftlich beherrschte Vermögenswerte sind nicht im Anwendungsbereich von IFRS 11 inbegriffen. Der Standard behandelt lediglich gemeinsame Geschäftstätigkeiten und Joint Ventures. IFRS 11 wird voraussichtlich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Zalando AG haben. Der Standard ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnt. Die Änderung von IFRS 11 wird keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben.

IFRS 12 – Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen

Der Standard regelt die Angabepflichten für den Bereich der Konzernrechnungslegung. IFRS 12 vereint die Angaben für Tochterunternehmen, die bislang in IAS 27 geregelt sind, die Angaben für gemeinschaftlich geführte und assoziierte Unternehmen, die bislang in IAS 31 und IAS 28 geregelt sind, sowie die Angaben für strukturierte Unternehmen. Der Standard definiert eine Reihe von Angaben, die keine Auswirkungen auf die Berichterstattung des Konzerns haben werden. IFRS 12 ist erstmals im Geschäftsjahr anzuwenden, das am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnt.

Änderungen von IAS 28 – Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen

Mit der Verabschiedung von IFRS 11 Gemeinschaftliche Vereinbarungen und IFRS 12 Angaben zu Beteiligungen an anderen Unternehmen wurde IAS 28 in Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen umbenannt. Sein Anwendungsbereich, der sich bislang auf assoziierte Unternehmen beschränkte, wurde auf Gemeinschaftsunternehmen erweitert. Der überarbeitete Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Die Änderung von IAS 28 wird keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns haben.

Änderungen von IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12 – Änderung der Übergangsbestimmung

Die Änderung betrifft Übergangsvorschriften für die erstmalige Anwendung der Standards. Hiernach ist die Beurteilung von Beherrschung nach den neuen Vorschriften zu Beginn der erstmaligen Anwendung und nicht schon zu Beginn der Vergleichsperiode vorzunehmen. Außerdem entfällt eine Angabe von vergleichenden Informationen zu nicht konsolidierten strukturierten Unternehmen. Die Änderung ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2014 beginnen. Es ergeben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Zalando AG.

Darüber hinaus hat das IASB noch weitere Standards bzw. Änderungen von Standards veröffentlicht, die künftig anzuwenden sind, aber auf den Konzernabschluss von Zalando keine Auswirkung haben werden.

D. Grundsätze der Konsolidierung

Konsolidierungskreis

Durch den Verkauf einer Tochtergesellschaft sowie acht Neugründungen wurde die Anzahl der im Konsolidierungskreis eingeschlossenen Tochterunternehmen von zwölf (Vorjahr) auf 19 erhöht.

Stichtag des Konzernabschlusses

Der vorliegende Konzernabschluss umfasst das Geschäftsjahr 2013 auf Basis der Berichtsperiode vom 1. Januar bis 31. Dezember des Jahres 2013. Die einbezogenen Unternehmen haben – abgesehen von gründungsbedingten Rumpfgeschäftsjahren – ebenfalls ein dem Kalenderjahr identisches Geschäftsjahr.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens aufgestellt.

Die Konzerngesellschaften erstellen ihre Abschlüsse jeweils in ihrer funktionalen Währung.

Alle konzerninternen Geschäftsvorfälle, Salden und Zwischenergebnisse werden im Zuge der Konsolidierung vollständig eliminiert.

Schuldenkonsolidierung

Konzerninterne Forderungen und konzerninterne Verbindlichkeiten werden aufgerechnet. Aufrechnungsdifferenzen werden, soweit sie im Berichtszeitraum entstanden sind, erfolgswirksam erfasst.

Erfolgskonsolidierung

Im Rahmen der Erfolgskonsolidierung werden die konzerninternen Erträge und Aufwendungen verrechnet. Zwischenergebnisse werden eliminiert.

Währungsumrechnung

Der Konzernabschluss wurde in Euro, der funktionalen Währung der Zalando AG und der Darstellungswährung des Konzerns, aufgestellt. Die Vermögenswerte und Schulden von Tochterunternehmen, deren funktionale Währungen nicht dem Euro entsprechen, werden zu dem am Berichtsstichtag vorliegenden Kurs umgerechnet. Erträge und Aufwendungen der Gesamtergebnisrechnungen werden zum Wechselkurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Soweit die Wechselkurse nicht stark schwanken, werden stattdessen gewogene Durchschnittskurse verwendet. Das Eigenkapital der Tochterunternehmen wird zum ent-

sprechenden historischen Kurs umgerechnet. Die aus der Umrechnung resultierenden Währungsdifferenzen werden als Ausgleichsposten aus der Umrechnung von Fremdwährungsabschlüssen innerhalb des sonstigen Ergebnisses erfolgsneutral vereinnahmt.

Fremdwährungstransaktionen werden von den Konzernunternehmen zunächst zu dem am Tag des Geschäftsvorfalls jeweils gültigen Kassakurs in die funktionale Währung umgerechnet.

Monetäre Vermögenswerte und Schulden in Fremdwährung werden zu jedem Stichtag unter Verwendung des Stichtagkassakurses in die funktionale Währung umgerechnet. Alle Umrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam erfasst.

E. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung

Immaterielle Vermögenswerte

Im Folgenden ist zwischen immateriellen Vermögenswerten mit bestimmter und solchen mit unbestimmter Nutzungsdauer zu differenzieren.

Immaterielle Vermögenswerte mit bestimmter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung überprüft, sofern Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Die Abschreibungsdauer und die Abschreibungsmethode werden bei immateriellen Vermögenswerten mit einer bestimmten Nutzungsdauer mindestens zum Ende jeder Berichtsperiode überprüft. Die aufgrund von Änderungen der erwarteten Nutzungsdauer oder des erwarteten Verbrauchs des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens des Vermögenswerts erforderlichen Änderungen der Abschreibungsmethode oder der Abschreibungsdauer werden als Änderungen von Schätzungen behandelt.

Gewinne oder Verluste aus der Ausbuchung immaterieller Vermögenswerte werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode, in der der Vermögenswert ausgebucht wird, erfolgswirksam erfasst.

Die Immateriellen Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. Sämtliche immaterielle Vermögenswerte, mit Ausnahme der Markenund Domainrechte, weisen eine bestimmbare Nutzungsdauer auf. Sie werden linear über die wirtschaftliche Nutzungsdauer von drei bis acht Jahren abgeschrieben. Die Buchwerte der Marken- und Domainrechte sind aus Konzernsicht unwesentlich.

Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden in Höhe ihrer Entwicklungskosten aktiviert, wenn die Aktivierungskriterien gemäß IAS 38 Immaterielle Vermögenswerte erfüllt sind. Selbst erstellte immaterielle Vermögenswerte werden aktiviert, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder eine neu entwickelte Software eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar und entweder für die eigene Nutzung oder die Vermarktung vorgesehen ist. Weitere Voraussetzungen für die Aktivierung sind die voraussichtliche Erzielung eines künftigen wirtschaftlichen Nutzens und eine zuverlässige Bewertung des Vermögenswerts.

Aktivierte Entwicklungskosten werden planmäßig über die Nutzungsdauer von i.d.R. drei bis vier Jahren abgeschrieben. Die Abschreibung beginnt nach dem Abschluss der Entwicklungsphase zu dem Zeitpunkt, zu dem der Vermögenswert genutzt werden kann. Sie erfolgt über den Zeitraum, über den ein künftiger Nutzen zu erwarten ist. Forschungskosten werden als Aufwand in der Periode ihrer Entstehung verbucht.

Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte mit bestimmbarer Nutzungsdauer werden in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Aufwandskategorie erfasst, die der Funktion des immateriellen Vermögenswerts im Unternehmen entspricht.

Sachanlagen

Die Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert und planmäßig linear entsprechend der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Änderungen der Restwerte bzw. der Nutzungsdauern, die während der Nutzung der Vermögenswerte eintreten, werden in der Bemessung der Abschreibungsbeträge berücksichtigt. Die Abschreibungen werden über die folgenden wirtschaftlichen Nutzungsdauern linear vorgenommen:

Nutzungsdauer Jahre
Einbauten 11-17
Technische Anlagen und Maschinen 5-15
Betriebs- und Geschäftsausstattung 2-15

Sachanlagen werden entweder infolge eines Abgangs ausgebucht oder dann, wenn aus der weiteren Nutzung oder Veräußerung des Vermögenswerts kein wirtschaftlicher Nutzen mehr erwartet wird. Die aus der Ausbuchung resultierenden Gewinne oder Verluste werden als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswerts ermittelt und in der Periode erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, in der der Vermögenswert ausgebucht wird.

Die Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden der Sachanlagen werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei Bedarf prospektiv angepasst.

Wertminderung von nicht finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern ermittelt an jedem Abschlussstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung für in der Bilanz ausgewiesene nicht finanzielle Vermögenswerte vorliegen. Sind solche Anhaltspunkte erkennbar bzw. ist eine jährliche Überprüfung vorgeschrieben, wird ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Im Geschäftsjahr 2013 wurden keine Hinweise auf Wertminderungen der nicht finanziellen Vermögenswerten offenbar.

Klassifizierung in kurzfristig und langfristig

Der Konzern gliedert seine Vermögenswerte und Schulden in der Bilanz in kurz- und langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden.

Ein Vermögenswert ist als kurzfristig einzustufen, wenn:

  • die Realisierung des Vermögenswerts innerhalb des normalen Geschäftszyklus erwartet wird oder der Vermögenswert zum Verkauf oder Verbrauch innerhalb dieses Zeitraums gehalten wird,
  • der Vermögenswert primär für Handelszwecke gehalten wird,
  • die Realisierung des Vermögenswerts innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag erwartet wird oder

es sich um Zahlungsmittel oder Zahlungsmitteläquivalente handelt, es sei denn, der Tausch oder die Nutzung des Vermögenswerts zur Erfüllung einer Verpflichtung sind für einen Zeitraum von mindestens zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag eingeschränkt.

Alle anderen Vermögenswerte werden als langfristig eingestuft. Eine Schuld ist als kurzfristig einzustufen, wenn:

  • die Erfüllung der Schuld innerhalb des normalen Geschäftszyklus erwartet wird,
  • die Schuld primär für Handelszwecke gehalten wird,
  • die Erfüllung der Schuld innerhalb von zwölf Monaten nach dem Abschlussstichtag erwartet wird oder
  • das Unternehmen kein uneingeschränktes Recht zur Verschiebung der Erfüllung der Schuld um mindestens zwölf Monate nach dem Abschlussstichtag hat.

Alle anderen Schulden werden als langfristig eingestuft.

Latente Steueransprüche und –schulden werden als langfristige Vermögenswerte bzw. Schulden eingestuft.

Leasingverhältnisse – Konzern als Leasingnehmer

Die Feststellung, ob eine Vereinbarung ein Leasingverhältnis enthält, wird auf Basis des wirtschaftlichen Gehalts der Vereinbarung zum Zeitpunkt des Abschlusses der Vereinbarung getroffen. Sie erfordert eine Einschätzung, ob die Erfüllung der vertraglichen Vereinbarung von der Nutzung eines bestimmten Vermögenswerts oder bestimmter Vermögenswerte abhängig ist und ob die Vereinbarung ein Recht auf die Nutzung des Vermögenswerts einräumt, selbst wenn dieses Recht in einer Vereinbarung nicht ausdrücklich festgelegt ist.

Leasingverhältnisse werden als Finanzierungsleasing klassifiziert, wenn durch die Leasingbedingungen im Wesentlichen alle typischerweise mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übertragen werden. Alle anderen Leasingverhältnisse werden als Operate-Leasingverhältnisse klassifiziert.

Gemietete Vermögenswerte, bei denen es sich wirtschaftlich um Anlagenkäufe mit langfristiger Finanzierung handelt, sind als Finanzierungsleasingverhältnisse einzustufen. Sie werden im Zugangszeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert des Leasinggegenstandes oder mit dem niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen angesetzt. Die entsprechende Verbindlichkeit wird in der Bilanz als Leasingverbindlichkeit ausgewiesen. Derzeit gibt es in der Zalando-Gruppe keine Finanzierungsleasingverträge.

Beim Operate-Leasing wird der Leasinggegenstand nicht aktiviert. Die Leasingzahlungen werden stattdessen linear über die Laufzeit der Leasingverhältnisse aufwandswirksam erfasst. Wesentliche Operate-Leasingvereinbarungen betreffen in der Zalando-Gruppe die Anmietung von Geschäftsräumen und von Logistikimmobilien.

Ertragsteuern

Der Ertragsteueraufwand der Periode setzt sich aus laufenden und latenten Steuern zusammen. Steuern werden im Periodenergebnis erfasst, es sei denn, sie beziehen sich auf Posten, die unmittelbar im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst wurden. In diesem Fall werden die Steuern ebenfalls im Eigenkapital oder im sonstigen Ergebnis erfasst.

Der laufende Steueraufwand wird unter Anwendung der zum Berichtsstichtag geltenden Steuervorschriften der Länder, in denen die Gesellschaften tätig sind und zu versteuerndes Einkommen erwirtschaften, berechnet.

Das Management überprüft regelmäßig die Steuerdeklarationen, vor allem in Bezug auf auslegungsfähige Sachverhalte, und bildet Rückstellungen basierend auf den Beträgen, die an die Finanzverwaltung erwartungsgemäß abzuführen sind.

Tatsächliche Steuern, die sich auf Posten beziehen, die direkt im Eigenkapital verbucht werden, werden nicht im Periodenergebnis, sondern im Eigenkapital erfasst. Das Management beurteilt die einzelnen Steuersachverhalte nach den geltenden steuerlichen Vorschriften. Bei Bedarf werden Steuerrückstellungen angesetzt.

Latente Steuern

Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt unter Anwendung der Liability-Methode auf Basis der Vorschriften von IAS 12. Die latenten Steuern werden aufgrund von temporären Differenzen zwischen im Konzernabschluss angesetzten Buchwerten und den Wertansätzen der Steuerbilanz gebildet, sofern diese Differenzen in der Zukunft zu Steuerentlastungen oder Steuerbelastungen führen. Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt dabei unter Berücksichtigung der Steuersätze und Steuervorschriften, deren Geltung im Zeitpunkt der Umkehr der Differenzen erwartet wird. Latente Steueransprüche auf temporäre Differenzen und Verlustvorträge werden nur dann angesetzt, sofern ihre Realisierbarkeit in näherer Zukunft hinreichend gesichert erscheint.

Latente Steuerschulden werden für alle zu versteuernden temporären Differenzen erfasst, mit Ausnahme von

  • latenten Steuerschulden aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts oder eines Vermögenswerts oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst,
  • latenten Steuerschulden aus zu versteuernden temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen stehen, wenn der zeitliche Verlauf der Umkehrung der temporären Differenzen gesteuert werden kann und es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden.

Latente Steueransprüche werden für alle abzugsfähige temporäre Unterschiede, noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge und nicht genutzte Steuergutschriften in dem Maße erfasst, in dem es hinreichend wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Einkommen verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähigen temporären Differenzen und die noch nicht genutzten steuerlichen Verlustvorträge und Steuergutschriften verwendet werden können, mit Ausnahme von

  • latenten Steueransprüchen aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die aus dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswerts oder einer Schuld aus einem Geschäftsvorfall entstehen, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und der zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis beeinflusst,
  • latenten Steueransprüchen aus abzugsfähigen temporären Differenzen, die im Zusammenhang mit Beteiligungen an Tochterunternehmen stehen, wenn es wahrscheinlich ist, dass sich die temporären Unterschiede in absehbarer Zeit nicht umkehren werden oder kein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporären Differenzen aufgerechnet werden können.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang reduziert, in dem es nicht mehr wahrscheinlich ist, dass ein ausreichendes zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das der latente Steueranspruch zumindest teilweise verwendet werden kann. Nicht angesetzte latente Steueransprüche werden an jedem Abschlussstichtag überprüft und in dem Umfang angesetzt, in dem es wahrscheinlich geworden ist, dass ein künftig zu versteuerndes Ergebnis die Realisierung des latenten Steueranspruchs mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ermöglicht.

Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch zur Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hat und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden.

Vorräte

Die als Vorräte bilanzierten Handelswaren werden gemäß IAS 2 zu Anschaffungskosten angesetzt. Die Anschaffungskosten werden auf Basis einer Einzelbewertung unter Berechnung eines gewogenen Durchschnitts der Zugänge aus Sicht des Beschaffungsmarkts ermittelt.

Die Bewertung der Handelswaren zum Berichtsstichtag erfolgt zum jeweils niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten und Nettoveräußerungswert. Der Nettoveräußerungswert stellt dabei den voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten dar. Risiken aus überdurchschnittlicher Lagerdauer und/oder geminderter Verwertbarkeit wurden durch angemessene Abwertungen im Nettoveräußerungswert berücksichtigt. Wenn die Gründe, die zu einer Abwertung der Handelswaren geführt haben, weggefallen sind, ist eine entsprechende Wertaufholung zu erfassen.

Finanzinstrumente

Allgemeines

Ein Finanzinstrument ist ein Vertrag, der gleichzeitig bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen Unternehmen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder zu einem Eigenkapitalinstrument führt. Finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn die Zalando-Gruppe Vertragspartei eines Finanzinstruments wird. Finanzielle Vermögenswerte werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungen aus diesen finanziellen Vermögenswerten auslaufen oder die finanziellen Vermögenswerte mit allen wesentlichen Chancen und Risiken übertragen werden. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.

Der beizulegende Zeitwert eines Finanzinstruments ist der Betrag, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Sofern Preisnotierungen auf einem Hauptmarkt vorliegen (z. B. Börsennotierungen), werden diese bei der Bewertung zugrunde gelegt. Wenn ein solcher Hauptmarkt nicht existiert, so ist bei der Bewertung der für das Unternehmen vorteilhafteste Markt auszuwählen.

Als fortgeführte Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswerts oder einer finanziellen Verbindlichkeit wird der Betrag bezeichnet,

  • mit dem ein finanzieller Vermögenswert oder eine finanzielle Verbindlichkeit bei der erstmaligen Erfassung bewertet wurde,
  • abzüglich eventueller Tilgungen und
  • etwaiger außerplanmäßiger Abschreibungen für Wertminderungen oder Uneinbringlichkeit (trifft nur bei finanziellen Vermögenswerten zu) sowie
  • zu- oder abzüglich der kumulierten Verteilung einer etwaigen Differenz zwischen dem ursprünglichen Betrag und dem bei der Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag (Agio), die mittels der Effektivzinsmethode über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswerts oder der finanziellen Verbindlichkeit verteilt wird.

Bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten entsprechen die fortgeführten Anschaffungskosten grundsätzlich dem Nennbetrag bzw. dem Rückzahlungsbetrag.

Finanzielle Vermögenswerte

Finanzielle Vermögenswerte werden vor allem für die Zwecke der Folgebewertung einer der folgenden Kategorien zugeordnet:

  • Kredite und Forderungen,
  • bis zur Endfälligkeit gehaltene Finanzinvestitionen,
  • erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte oder
  • zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte.

Beim erstmaligen Ansatz erfolgt die Bewertung eines finanziellen Vermögenswerts zum beizulegenden Zeitwert. Bei allen Kategorien – mit Ausnahme der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte – werden die angefallenen Transaktionskosten in die Zugangsbewertung einbezogen.

Für die Folgebewertung von finanziellen Vermögenswerten ist die Zuordnung zu den zuvor genannten Kategorien zu beachten. Für jede Kategorie gelten unterschiedliche Bewertungsregeln.

Sollten bei nicht erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten Anzeichen für eine dauerhafte Wertminderung vorliegen, werden entsprechende Wertminderungen vorgenommen. Beim Wegfall der Gründe für Wertminderungen werden bei Krediten und Forderungen sowie bei den bis zur Endfälligkeit gehaltenen Finan-

zinvestitionen erfolgswirksame Wertaufholungen bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten vorgenommen. Bei allen finanziellen Vermögenswerten werden die Wertberichtigungen in separaten Konten erfasst.

Kredite und Forderungen sind nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Dieser Bewertungskategorie werden die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die sonstigen finanziellen Vermögenswerte sowie die Zahlungsmittel und kurzfristigen Einlagen zugeordnet.

In die Bewertungskategorie der bis zur Endfälligkeit gehaltenen finanziellen Vermögenswerte fallen nicht derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen und einer festgelegten Laufzeit, für die das Unternehmen sowohl die Absicht als auch die Fähigkeit hat, sie bis zum Ende der Laufzeit zu halten. Sie werden ebenfalls mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode angesetzt. Die Zalando-Gruppe besitzt derzeit keine Vermögenswerte, die dieser Kategorie zuzuordnen sind.

Innerhalb der Kategorie der erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte sind alle finanziellen Vermögenswerte als zu Handelszwecken gehalten klassifiziert. Zu Handelszwecken gehaltene Finanzinstrumente sind solche, die mit kurzfristiger Verkaufs- oder Rückkaufsabsicht erworben werden. Ferner sind derivative Finanzinstrumente, die nicht in einer wirksamen bilanziellen Sicherungsbeziehung stehen, dieser Kategorie zwangsweise zuzuordnen. Eine fakultative Designation in diese Kategorie wurde von der Zalando-Gruppe nicht vorgenommen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts finanzieller Vermögenswerte werden erfolgswirksam erfasst.

Die Kategorie der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte umfasst diejenigen nicht derivativen finanziellen Vermögenswerte, die nicht einer der zuvor genannten Kategorien zugeordnet wurden. Änderungen des beizulegenden Zeitwertes der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte werden erfolgsneutral im sonstigen Gesamtergebnis erfasst. Die Übernahme der erfolgsneutral im sonstigen Gesamtergebnis erfassten Wertschwankungen in das Periodenergebnis erfolgt erst zum Zeitpunkt des Abgangs oder im Falle einer nachhaltigen Wertminderung des Vermögenswerts. Sofern bei Finanzinvestitionen in Eigenkapitalinstrumente kein auf einem aktiven Markt notierter Preis vorliegt und ihr beizulegender Wert nicht verlässlich ermittelbar ist, erfolgt die Bewertung zu Anschaffungskosten. Im Falle einer dauerhaften Wertminderung wird eine Abwertung auf den Barwert der zukünftigen Cashflows vorgenommen.

Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Der Konzern ermittelt zu jedem Berichtsstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung eines finanziellen Vermögenswerts oder einer Gruppe von finanziellen Vermögenswerten vorliegen. Ein finanzieller Vermögenswert oder eine Gruppe von finanziellen Vermögenswerten gilt nur dann als wertgemindert, wenn infolge eines oder mehrerer Ereignisse, die nach dem erstmaligen Ansatz des Vermögenswerts eintraten, objektive Hinweise auf eine Wertminderung vorliegen und dieser Schadensfall eine Auswirkung auf die erwarteten künftigen Cashflows des finanziellen Vermögenswerts oder der Gruppe der finanziellen Vermögenswerte hat. Ein Wertminderungsverlust ist erfolgswirksam zu erfassen.

Die Wertminderungen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden auf der Basis von pauschalierten Einzelwertberichtigungen vorgenommen, die mit Hilfe von vertriebskanal- und länderspezifischen Wertberichtigungssätzen auf Basis von Überfälligkeiten und weiteren wertbeeinflussenden Faktoren ermittelt werden.

Forderungen werden einschließlich der damit verbundenen Wertberichtigung ausgebucht, wenn sie einerseits als uneinbringlich eingestuft werden und andererseits sämtliche Sicherheiten in Anspruch genommen und verwertet wurden. Erhöht oder verringert sich die Höhe eines geschätzten Wertminderungsaufwands in einer folgenden Berichtsperiode aufgrund eines Ereignisses, das nach der Erfassung der Wertminderung eintrat, wird der früher erfasste Wertminderungsaufwand durch Anpassung des Wertberichtigungskontos erfolgswirksam erhöht oder verringert. Wird eine ausgebuchte Forderung aufgrund eines Ereignisses, das nach der Ausbuchung eintrat, später wieder als einbringlich eingestuft, wird der entsprechende Betrag unmittelbar im sonstigen betrieblichen Ergebnis erfasst.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die finanziellen Verbindlichkeiten werden bei der erstmaligen Erfassung zum beizulegenden Zeitwert bewertet, im Fall von Darlehen zuzüglich der direkt zurechenbaren Transaktionskosten. Beim erstmaligen Ansatz von finanziellen Verbindlichkeiten legt die Zalando-Gruppe die Zuordnung zu einer der Kategorie fest.

Finanzielle Verbindlichkeiten fallen in eine der beiden folgenden Kategorien:

  • erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten oder
  • zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten.

Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Verbindlichkeiten umfassen die zu Handelszwecken gehaltenen finanziellen Verbindlichkeiten sowie andere finanzielle Verbindlichkeiten, die bei ihrem erstmaligen Ansatz als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet klassifiziert werden. Darunter fallen zu Handelszwecken gehaltene

finanzielle Verbindlichkeiten, insbesondere derivative Finanzinstrumente, die nicht als Sicherungsinstrument zu einer Sicherungsbeziehung designiert sind. Eine fakultative Designation in diese Kategorie wurde von der Zalando-Gruppe nicht vorgenommen. Aus der Folgebewertung resultierende Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst.

Nach der erstmaligen Erfassung werden die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Bankverbindlichkeiten sowie die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet und somit der Bewertungskategorie der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten zugeordnet.

Saldierung von Finanzinstrumenten

Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden nur dann saldiert und somit der Nettobetrag in der Bilanz ausgewiesen, wenn

  • zum gegenwärtigen Zeitpunkt ein Rechtsanspruch besteht, die erfassten Beträge miteinander zu verrechnen und
  • beabsichtigt ist, den Ausgleich auf Nettobasis oder gleichzeitig mit der Realisierung des betreffenden Vermögenswerts herbeizuführen.

Derivative Finanzinstrumente und Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen

Die Zalando-Gruppe verwendet derivative Finanzinstrumente wie Devisenterminkontrakte und Zinsswaps, um sich gegen Wechselkurs- und Zinsrisiken abzusichern. Diese derivativen Finanzinstrumente werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert angesetzt und in den Folgeperioden mit dem beizulegenden Zeitwert neu bewertet. Derivative Finanzinstrumente werden als finanzielle Vermögenswerte ausgewiesen, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist. Sie erscheinen als finanzielle Verbindlichkeiten in der Bilanz, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist.

Die Erfassung von Gewinnen und Verlusten aus Marktwertänderungen von derivativen Finanzinstrumenten ist davon abhängig, ob die Anforderungen von IAS 39 hinsichtlich der Bilanzierung als Sicherungsgeschäfte erfüllt sind (hedge accounting). Derivative Finanzinstrumente, die Bestandteil einer standardkonformen Sicherungsbeziehung sind, werden keiner der oben dargestellten Kategorien zugeordnet.

Gewinne oder Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten, die nicht dem hedge accounting unterfallen, werden sofort erfolgswirksam erfasst.

Beim hedge accounting werden derivative Finanzinstrumente entweder als Instrumente zur Absicherung des beizulegenden Zeitwertes eines bilanzierten Grundgeschäfts (fair value

hedge), als Instrument zur Absicherung von zukünftigen Zahlungsverpflichtungen (cashflow hedge) oder als Instrumente zur Absicherung einer Nettoinvestition in eine ausländische Tochtergesellschaft (hedge of a net investment in a foreign entity) qualifiziert.

Für Devisentermingeschäfte wird der beizulegende Zeitwert auf Basis der am Berichtsstichtag geltenden aktuellen Referenzkurse der Europäischen Zentralbank unter Berücksichtigung von Terminaufschlägen und -abschlägen für die jeweilige Restlaufzeit des Kontrakts im Vergleich zum kontrahierten Devisenkurs ermittelt. Die Bewertung der Zinssicherungsinstrumente erfolgt unter Abzinsung zukünftig erwarteter Cashflows mithilfe marktkonformer Diskontierungssätze, die für die Restlaufzeit der Kontrakte gelten.

Im Rahmen ihres Risikomanagements hat die Zalando-Gruppe Zielsetzungen und Strategien zur Reduzierung des Risikos formal festgelegt und dokumentiert. In der Dokumentation zum hedge accounting sind darüber hinaus folgende zusätzliche Punkte enthalten:

  • Festlegung des Sicherungsinstrumentes,
  • Festlegung des Grundgeschäftes bzw. der abgesicherten Transaktion,
  • Art des abgesicherten Risikos und
  • Beschreibung, in welcher Weise die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung ermittelt wird.

Der überwiegende Teil der Devisenterminkontrakte dient zur Sicherung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und ist in US-Dollar abgeschlossen.

Die Zinssicherungsinstrumente werden zur Reduzierung des Zinsrisikos aus den variabel verzinslichen Bankdarlehen abgeschlossen.

Die Zalando-Gruppe hat zum Berichtsstichtag keine derivativen Finanzinstrumente als Instrumente zur Absicherung einer Nettoinvestition in eine ausländische Tochtergesellschaft qualifiziert.

Absicherung des beizulegenden Zeitwerts (fair value hedge)

Ein fair value hedge sichert den beizulegenden Zeitwert von bilanzierten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Die Änderung des beizulegenden Zeitwerts der Derivate sowie die Marktwertänderung des Grundgeschäfts, die auf dem abgesicherten Risiko basiert, werden zeitgleich erfolgswirksam im laufenden Ergebnis erfasst.

Die Zalando-Gruppe nutzt Devisenterminkontrakte, um das Risiko von Schwankungen des beizulegenden Zeitwerts von US-Dollar-Verbindlichkeiten und Britische Pfund-Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund von Marktwertänderungen zu reduzieren.

Absicherung von Cashflows (cashflow hedges)

Ein cashflow hedge sichert die Schwankungen zukünftiger Zahlungsströme aus bilanzierten Vermögenswerten und Verbindlichkeiten (im Falle von Zinsrisiken), aus geplanten oder mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden Transaktionen und aus festkontrahierten, bilanzunwirksamen Verpflichtungen, die einem Währungsrisiko ausgesetzt sind.

Soweit ein cashflow hedge effektiv ist, werden die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsinstruments im sonstigen Ergebnis direkt im Eigenkapital erfasst. Die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des ineffektiven Teils des Sicherungsinstruments werden sofort erfolgswirksam im laufenden Ergebnis in der Gewinn- und Verlustrechnung berücksichtigt. Die aus Sicherungsmaßnahmen resultierenden Gewinne und Verluste bleiben zunächst im Eigenkapital stehen und sind später in jener Periode erfolgswirksam zu erfassen, in der die abgesicherte Transaktion das Periodenergebnis beeinflusst.

Die Zalando-Gruppe nutzt Devisenterminkontrakte als Sicherungsinstrumente zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken, die aus kontrahierten Warenbeschaffungsgeschäften resultieren. Entsprechend wird der erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Betrag über den Materialaufwand ausgebucht, wenn die entsprechenden Waren verkauft werden.

Darüber hinaus nutzt die Zalando-Gruppe Payer-Zinsswap-Geschäfte zur Absicherung von Zinsrisiken aus aufgenommenen variabel verzinslichen Bankdarlehen.

Bemessung des beizulegenden Zeitwertes

Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts wird davon ausgegangen, dass der Geschäftsvorfall, in dessen Rahmen der Verkauf des Vermögenswerts oder die Übertragung der Schuld erfolgt, entweder auf dem:

  • Hauptmarkt für den Vermögenswert bzw. die Schuld;
  • vorteilhaftesten Markt für den Vermögenswert bzw. die Schuld, sofern kein Hauptmarkt vorhanden ist.

Der Konzern muss Zugang zum Hauptmarkt oder zum vorteilhaftesten Markt haben.

Der beizulegende Zeitwert eines Vermögenswerts oder einer Schuld bemisst sich anhand der Annahmen, die Marktteilnehmer bei der Preisbildung für den Vermögenswert bzw. die Schuld zu Grunde legen würden. Hierbei wird davon ausgegangen, dass die Marktteilnehmer in ihrem besten wirtschaftlichen Interesse handeln.

Der Konzern wendet Bewertungstechniken an, die unter den jeweiligen Umständen sachgerecht sind und für die ausreichend Daten zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts zur Verfügung stehen. Dabei sind beobachtbare Inputfaktoren den nicht beobachtbaren Inputfaktoren vorzuziehen.

Alle Vermögenswerte und Schulden, für die der beizulegende Zeitwert bestimmt oder im Abschluss ausgewiesen wird, werden in die nachfolgend beschriebene Fair-Value-Hierarchie eingeordnet. Die Klassifizierung basiert auf dem Input-Parameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist:

  • Stufe 1: auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten;
  • Stufe 2: Bewertungsverfahren bei denen der niedrigste Inputfaktor, der sich wesentlich auf die Bewertung auswirkt, entweder direkt oder indirekt beobachtbar ist;
  • Stufe 3: Bewertungsverfahren bei denen der niedrigste Inputfaktor, der sich wesentlich auf die Bewertung auswirkt, nicht beobachtbar ist.

Bei Vermögenswerten oder Schulden, die auf wiederkehrender Basis im Abschluss erfasst werden, bestimmt der Konzern, ob Umgruppierungen zwischen den Stufen der Hierarchie stattgefunden haben, indem er am Ende jeder Berichtsperiode die Klassifizierung (basierend auf dem Inputparameter der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert insgesamt wesentlich ist, überprüft.

Rückstellungen

Allgemeines

Rückstellungen sind nach IAS 37 zu bilden, wenn der Konzern eine gegenwärtige (gesetzliche oder faktische) Verpflichtung aufgrund eines vergangenen Ereignisses hat, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung der Verpflichtung wahrscheinlich ist und darüber hinaus die Höhe der Verpflichtung verlässlich geschätzt werden kann.

Die Rückstellungshöhe wird unter Berücksichtigung aller aus der Verpflichtung erkennbaren Risiken bestmöglich geschätzt. Dabei wird grundsätzlich von dem Erfüllungsbetrag mit der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit ausgegangen. Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr werden auf den Berichtsstichtag abgezinst.

Rückbauverpflichtungen

Der Konzern erfasst Rückstellungen für Rückbauaufwand von Einbauten in den angemieteten Lägern. Die Rückstellung wird in Höhe des Barwerts der geschätzten künftigen Rückbauverpflichtungen angesetzt. In entsprechender Höhe werden die Rückbauverpflichtungen als Teil der Anschaffungs- und Herstellungskosten der Mietereinbauten aktiviert. Die geschätzten Cashflows werden auf der Basis eines aktuellen Abzinsungssatzes, der die mit dem Rückbauaufwand verbundenen spezifischen Risiken widerspiegelt, abgezinst. Die Aufzinsung wird in der Periode, in der sie anfällt, in der Gewinn- und Verlustrechnung als Finanzaufwand erfasst.

Anteilsbasierte Vergütungen

Allgemeines

Die in der Zalando-Gruppe bestehenden anteilsbasierten Vergütungsprogramme werden als anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente und als anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich bilanziert.

Die an Führungskräfte gewährten anteilsbasierten Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente werden einerseits als Aufwand und andererseits als Einlage in die Kapitalrücklage in Höhe des beizulegenden Zeitwerts erfasst. Die Aufwandserfassung und Zuführung in die Kapitalrücklage erfolgt über den vertraglich vereinbarten Erdienungszeitraum. Der beizulegende Zeitwert der ausgegebenen Optionen wird zum Zeitpunkt ihrer Gewährung (grant date) ermittelt.

Bei den anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich werden die erworbene Arbeitsleistung und die entstandene Schuld mit dem beizulegenden Zeitwert der Verbindlichkeit erfasst. Die Schuld ist zu jedem Berichtsstichtag und zum Erfüllungstag neu zum beizulegenden Zeitwert zu berechnen. Die Schuld wird ratierlich über den Erdienungszeitraum angesammelt.

Transaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente

Die Erfassung von aus der Gewährung der Eigenkapitalinstrumente resultierenden Aufwendungen und die korrespondierende Erhöhung der Kapitalrücklage im Eigenkapital erfolgt über den Zeitraum, in dem die Leistungs- und Dienstbedingungen erfüllt werden müssen (sog. Erdienungszeitraum). Die an jedem Berichtsstichtag bis zum Zeitpunkt der ersten Ausübungsmöglichkeit ausgewiesenen kumulierten Aufwendungen aus der Gewährung der Eigenkapitalinstrumente reflektieren den bereits abgelaufenen Teil des Erdienungszeitraums sowie die Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die nach bestmöglicher Schätzung des Konzerns mit Ablauf des Erdienungszeitraums tatsächlich ausübbar werden. Der im Periodenergebnis erfasste Ertrag oder Aufwand entspricht der Entwicklung der zu Beginn und am Ende des Berichtszeitraums erfassten kumulierten Aufwendungen.

Für Vergütungsrechte, die nicht ausübbar werden, weil eine Dienstbedingung nicht eingehalten worden ist, wird kein Aufwand erfasst. Hiervon ausgenommen sind Transaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente, für deren Ausübbarkeit bestimmte Markt- oder Nicht-Ausübungsbedingungen erfüllt sein müssen. Diese werden, unabhängig davon, ob die Markt- oder Nicht-Ausübungsbedingungen erfüllt sind, als ausübbar betrachtet, vorausgesetzt, dass alle sonstigen Leistungs- und Dienstbedingungen erfüllt sind.

Werden die Bedingungen einer Transaktion mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente geändert, so werden Aufwendungen mindestens in der Höhe erfasst, in der sie angefallen wären, wenn die Vergütungsvereinbarung in der ursprünglichen Fassung erfüllt worden wäre. Zalando erfasst außerdem die durch eine Modifikation entstehende Erhöhung des beizulegenden Zeitwerts der zugesagten Eigenkapitalinstrumente.

Wird eine Vergütungsvereinbarung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente annulliert, wird diese so behandelt, als ob sie am Tag der Annullierung ausgeübt worden wäre. Der bislang noch nicht erfasste Aufwand wird grundsätzlich sofort erfasst. Wird die annullierte Vergütungsvereinbarung jedoch durch eine neue Vergütungsvereinbarung ersetzt und die neue Vergütungsvereinbarung am Tag ihrer Gewährung als Ersatz für die annullierte Vergütungsvereinbarung deklariert, werden die annullierte und die neue Vergütungsvereinbarung wie eine Änderung der ursprünglichen Vergütungsvereinbarung bilanziert (vgl. hierzu den obigen Abschnitt). Sämtliche Annullierungen von Vergütungsvereinbarungen bei Transaktionen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente werden gleich behandelt (zu Einzelheiten siehe Angabe H (18.)).

Transaktionen mit Barausgleich

Die Kosten, die aufgrund von Transaktionen mit Barausgleich entstehen, werden zunächst mit dem beizulegenden Zeitwert zum Zeitpunkt ihrer Gewährung bewertet. Der beizulegende Zeitwert wird über den Zeitraum bis zum Tag der ersten Ausübungsmöglichkeit erfolgswirksam unter Erfassung einer korrespondierenden Schuld verteilt. Die Schuld wird zu jedem Berichtsstichtag und am Erfüllungstag neu bemessen. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts werden erfolgswirksam erfasst (zu Einzelheiten siehe Angabe H (18.)).

Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer

Andere langfristig fällige Leistungen an Arbeitnehmer sind nach IAS 19 zu bilanzieren. Es handelt sich um Leistungen an Arbeitnehmer (außer Leistungen nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses und Leistungen aus Anlass der Beendigung des Arbeitsverhältnisses), die nicht innerhalb von zwölf Monaten nach Ende der Berichtsperiode, in der die damit verbundene Arbeitsleistung erbracht wurde, in voller Höhe fällig werden.

Der Wert der zu bilanzierenden Schuld ist grundsätzlich unter Anwendung des Anwartschaftsbarwertverfahrens (sog. projected unit credit method) zu ermitteln. Dafür ist der Bar-

wert der Zusage als diskontierter erwarteter Cashflow zu bestimmen. Der Barwert der anzusetzenden Schuld ist zu jedem Berichtsstichtag neu zu ermitteln. Die Veränderungen sind ergebniswirksam zu erfassen.

Ertrags- und Aufwandsrealisierung

Die Erfassung von Umsatzerlösen und sonstigen betrieblichen Erträgen erfolgt gemäß IAS 18 zum Zeitpunkt der Leistungserbringung, sofern es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Erträge werden zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung oder der zu beanspruchenden Gegenleistung unter Berücksichtigung vertraglich festgelegter Zahlungsbedingungen bewertet, wobei Steuern oder andere Abgaben unberücksichtigt bleiben. Die Umsatzerlöse werden um Erlösschmälerungen gemindert.

Die Ertragsrealisierung setzt darüber hinaus die Erfüllung nachfolgend aufgelisteter Ansatzkriterien voraus:

  • Bei der Veräußerung von Handelswaren an Kunden liegt die Leistungserbringung grundsätzlich zu dem Zeitpunkt vor, an dem die Handelswaren in das wirtschaftliche Eigentum des Kunden übergegangen sind. Der Übergang des wirtschaftlichen Eigentums ist dabei nicht an den Übergang des rechtlichen Eigentums gebunden.
  • Sofern bei Produktverkäufen Rückgaberechte vereinbart sind, wird der Umsatz nur dann realisiert, wenn entsprechende Erfahrungswerte vorliegen. Auf Basis dieser Erfahrungswerte aus der Vergangenheit werden die voraussichtlichen Rückgaben betragsmäßig geschätzt und umsatzmindernd abgegrenzt.

Betriebliche Aufwendungen werden mit Inanspruchnahme der Leistung bzw. zum Zeitpunkt ihrer Verursachung ergebniswirksam erfasst.

Zinsen werden periodengerecht – unter Anwendung der Effektivzinsmethode – als Aufwand bzw. Ertrag erfasst.

Erwartete Retouren

Zalando bildet die erwartete Rücksendung von Waren in der Gewinn- und Verlustrechnung brutto ab und schmälert die Erlöse um den geschätzten retournierten Umsatz in voller Höhe. Der beim Versand aufwandswirksam erfasste Warenabgang wird in Höhe der geschätzten Retouren korrigiert.

Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass die Zuwendungen gewährt werden und das Unternehmen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt. Zuschüsse werden in der Bilanz von den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten der bezuschussten Vermögenswerte abgesetzt.

Aufwandsbezogene Zuwendungen der öffentlichen Hand werden planmäßig als Ertrag über den Zeitraum erfasst, über den die entsprechenden Aufwendungen, für deren Ausgleich sie bestimmt sind, verbucht werden. Zuwendungen, die für den Ausgleich von bereits entstandenen Aufwendungen vereinnahmt werden, werden erfolgswirksam in der Periode der Anspruchsentstehung erfasst und mit dem entsprechenden Aufwand verrechnet.

F. Verwendung von Schätzungen und Annahmen

Die Erstellung von Abschlüssen in Übereinstimmung mit den IFRS erfordert vom Management Annahmen und Schätzungen, die Auswirkungen auf ausgewiesene Beträge und damit im Zusammenhang stehende Angaben haben. Obwohl diese Schätzungen nach bestem Wissen und auf den gegenwärtigen Ereignissen und Maßnahmen beruhend erfolgen, kann es bei den tatsächlichen Ergebnissen zu Abweichungen von diesen Schätzungen kommen. Wesentliche Schätzungen und Annahmen werden insbesondere bei folgenden Sachverhalten vorgenommen:

  • Bestimmung von Abschreibungsdauern von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten; siehe Ausführungen unter E. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung,
  • Bestimmung von Wertberichtigungen auf Handelswaren und Forderungen; siehe Ausführungen unter Punkt H (13.) und H (14.),
  • Bestimmung von Retourenquoten, siehe Ausführungen unter E. Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung, sowie
  • Bestimmung des Zeitwerts der Verpflichtungen aus finanziellen Verbindlichkeiten und anteilsbasierten Vergütungen; siehe Ausführungen unter I. Sonstige Angaben Risiken aus Finanzinstrumenten und Finanzrisikomanagement sowie Punkt H (18.).

Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Einschätzungen am Berichtsstichtag und der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung der Zalando-Gruppe unter Berücksichtigung der voraussichtlichen Entwicklung seines wirtschaftlichen Umfeldes. Soweit sich diese Rahmenbedingungen abweichend entwickeln, werden die Annahmen sowie die Buchwerte der angesetzten Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst.

G. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

(1.) Umsatzerlöse

in TEUR 01.01. - 31.12.2013 01.01. - 31.12.2012
Erträge aus dem Verkauf von Handelswaren 1.742.571 1.148.489
Erträge aus übrigen Dienstleistungen 19.449 10.186
Summe 1.762.020 1.158.675

Zalando konnte die Umsatzerlöse in allen Märkten deutlich steigern. Insbesondere die in 2012 gestarteten Länder zeigen ein hohes Wachstum. Im aktuellen Geschäftsjahr kam das Nachbarland Luxemburg als Auslieferungsland hinzu.

(2.) Umsatzkosten

in TEUR 01.01. - 31.12.2013 01.01. - 31.12.2012
Sachkosten 1.002.561 608.211
Personalkosten 44.399 15.620
Summe 1.046.960 623.831

Die Umsatzkosten umfassen im Wesentlichen Materialaufwand, Personalaufwand, Fremdleistungen sowie Kosten der Infrastruktur.

Der Materialaufwand im Konzern beträgt insgesamt TEUR 979.861 (Vorjahr: TEUR 589.126).

Die Zalando-Gruppe erzielte im Geschäftsjahr 2013 ein Bruttoergebnis vom Umsatz in Höhe von TEUR 715.060 (Vorjahr: TEUR 534.844).

(3.) Vertriebskosten

in TEUR 01.01. - 31.12.2013 01.01. - 31.12.2012
Sachkosten 628.600 501.436
Personalkosten 104.860 59.243
Summe 733.460 560.679

Aufgrund des starken Umsatzwachstums sind die Vertriebskosten um TEUR 172.781 auf TEUR 733.460 gestiegen. Sie beinhalten im Wesentlichen Marketing- sowie Fracht- und Logistikkosten.

(4.) Verwaltungskosten

in TEUR 01.01. - 31.12.2013 01.01. - 31.12.2012
Sachkosten
Personalkosten
38.087
67.020
17.188
45.990
Summe 105.107 63.178

Die Verwaltungskosten beinhalten überwiegend Personal- und Bürokosten sowie Rechtsund Beratungskosten.

(5.) Sonstige betriebliche Erträge

in TEUR 01.01. - 31.12.2013 01.01. - 31.12.2012
Sonstige Erträge Marketing 4.711 4.410
Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten 1.781 83
Versicherungsentschädigung und Schadenersatz 654 250
Periodenfremde Erträge 653 2
Sonstige Erträge 4.662 1.515
Summe 12.461 6.260

Die sonstigen Erträge Marketing betreffen im Wesentlichen Erträge aus dem Anzeigengeschäft und aus Werbekostenzuschüssen. Die sonstigen Erträge enthalten im Wesentlichen Erträge aus Versandkosten des Partner-Programms, Erträge aus Abfallentsorgung und sonstige Sachbezüge.

(6.) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen periodenfremde Aufwendungen.

(7.) Finanzergebnis

in TEUR 01.01. - 31.12.2013 01.01. - 31.12.2012
Zinserträge aus Bankguthaben 393 1.447
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 393 1.447
Sonstige Zinsaufwendungen -2.873 -2.405
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.873 -2.405
Zinsergebnis -2.480 -958

Die sonstigen Zinsaufwendungen betreffen im Wesentlichen die Zinsaufwendungen aus der Kreditaufnahme. Das übrige Finanzergebnis in Höhe von TEUR -826 (Vorjahr: TEUR -21) betrifft überwiegend Aufwendungen und Erträge aus Kursdifferenzen.

(8.) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Als Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind die in den einzelnen Ländern gezahlten oder geschuldeten laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erfasst. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich dabei aus Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag und den entsprechenden ausländischen Einkommen- und Ertragsteuern zusammen. Der gesetzliche Körperschaftsteuersatz in Deutschland für den Veranlagungszeitraum 2013 betrug wie im Vorjahr 15 %. Hieraus resultiert – einschließlich Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag – ein Unternehmenssteuersatz von 30,175 %.

in TEUR 01.01. - 31.12.2013 01.01. - 31.12.2012
Latente Steuern 1.017 0
Laufende Steuern im Inland -225 -273
Laufende Steuern im Ausland -132 -243
Summe 660 -516

Zalando hat im Berichtsjahr 2013 latente Steueransprüche auf Verlustvorträge in Höhe von TEUR 1.017 (Vorjahr: TEUR 0) aktiviert. Die Aktivierung bei dem Tochterunternehmen zLabels GmbH basiert auf dem in der Berichtsperiode erwirtschafteten Überschuss und den Ertragsaussichten in zukünftigen Perioden.

Für die restlichen steuerlichen Verlustvorträge, soweit sie nicht mit passiven latenten Steuern verrechnet worden sind, wurden keine latenten Steueransprüche angesetzt, da die vom

Standard geforderte Wahrscheinlichkeit für den Ansatz aktiver latenter Steuern zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gegeben ist.

Der Betrag der körperschaftsteuerlichen bzw. gewerbesteuerlichen Verlustvorträge, für die keine latenten Steueransprüche aktiviert wurden, beläuft sich zum Ende des Berichtsjahres auf vorläufig rund Mio. EUR 274 bzw. Mio. EUR 277 (Vorjahr: Mio. EUR 161 bzw. Mio. EUR 164). Diese steuerlichen Verluste können unbegrenzt mit den künftigen zu versteuernden Ergebnissen der Unternehmen, in denen diese Verluste entstanden sind, verrechnet werden. Die Verlustvorträge verfallen nicht.

Der erwartete Aufwand für Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, der sich bei Anwendung des Steuersatzes der Konzernobergesellschaft Zalando AG in Höhe von 30,175 % auf das IFRS-Konzernergebnis vor Steuern ergeben hätte, lässt sich wie folgt auf die tatsächlichen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag überleiten:

in TEUR 31.12.2013 31.12.2012
Ergebnis vor Steuern -117.252 -84.554
Ertragssteuersatz Konzern (national inkl. Gewerbesteuer) 30,175% 30,175%
Erwarteter Steueraufwand/-ertrag (Ertrag +, Aufwand -) 35.381 25.514
Nichtansatz von aktiven latenten Steuern -34.108 -25.461
Steuersatzabweichungen -1.282 -125
Gewerbesteuerliche Hinzurechnungen und Kürzungen -476 -24
Aktivierung von latenten Steuern aus Vorperioden 1.017 0
Sonstiges 128 -420
Ertragssteueraufwand
laut Gewinn- und Verlustrechnung 660 -516
Effektiver Steuersatz -0,56% 0,61%

(9.) Personalaufwand

in TEUR 01.01. - 31.12.2013 01.01. - 31.12.2012
Löhne und Gehälter 181.645 102.382
Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für Unterstützung 34.634 18.471
- davon für Altersversorgung 120 196
Summe 216.279 120.853

Im Geschäftsjahr 2013 waren im Konzern durchschnittlich 6.632 angestellte Mitarbeiter (Vorjahr: 4.100) beschäftigt. Die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung sind um TEUR 7.015 auf TEUR 14.966 gestiegen.

H. Erläuterungen zur Konzern-Bilanz

(10.) Immaterielle Vermögenswerte

Zur Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte wird auf den nachfolgenden Konzern-Anlagenspiegel verwiesen. Die in der Berichtsperiode ausgewiesenen Zugänge entfallen mit 11.243 (Vorjahr: TEUR 3.049) auf aktivierte Entwicklungskosten. Es handelt sich dabei ausschließlich um Software.

Forschungskosten sind in unwesentlicher Höhe angefallen.

Immaterielle Vermögenswerte mit unbestimmbarer Nutzungsdauer liegen mit Ausnahme der angesetzten Markenrechte und Domains von TEUR 690 (Vorjahr: TEUR 602) nicht vor.

In der Berichtsperiode wurden Abschreibungen in Höhe von TEUR 7.907 (Vorjahr: TEUR 3.353) vorgenommen. Davon sind TEUR 1.202 (Vorjahr: TEUR 215) in den Umsatzkosten, TEUR 3.571 (Vorjahr: TEUR 1.431) in den Vertriebskosten und TEUR 3.134 (Vorjahr: TEUR 1.707) in den Verwaltungskosten erfasst.

Die folgende Tabelle zeigt die Veränderung der immateriellen Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2013 auf:

Gewerbliche Schutzrechte,
Aktivierte ähnliche Rechte und Werte Geleistete
in TEUR Entwicklungskosten sowie Lizenzen Anzahlungen Summe
Historische
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2013 5.472 7.841 837 14.150
Zugänge 11.243 6.700 1.370 19.313
Abgänge 0 -11 0 -11
Umbuchungen 823 0 -823 0
Stand 31.12.2013 17.538 14.530 1.384 33.452
Abschreibungen
Stand 01.01.2013 1.704 2.580 0 4.284
Zugänge 3.873 4.034 0 7.907
Abgänge 0 -3 0 -3
Umbuchungen 0 0 0 0
Stand 31.12.2013 5.577 6.611 0 12.187
Buchwerte
Stand 31.12.2012 3.768 5.261 837 9.866
Stand 31.12.2013 11.961 7.919 1.385 21.265

Die folgende Tabelle zeigt die Veränderung der immateriellen Vermögenswerte in der Vergleichsperiode 2012 auf:

Gewerbliche Schutzrechte,
Aktivierte ähnliche Rechte und Werte Geleistete
in TEUR Entwicklungskosten sowie Lizenzen Anzahlungen Summe
Historische
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2012 2.423 2.356 0 4.779
Zugänge 3.049 5.485 837 9.371
Stand 31.12.2012 5.472 7.841 837 14.150
Abschreibungen
Stand 01.01.2012 355 576 0 931
Zugänge 1.349 2.004 0 3.353
Stand 31.12.2012 1.704 2.580 0 4.284
Buchwerte
Stand 31.12.2011 2.068 1.780 0 3.848
Stand 31.12.2012 3.768 5.261 837 9.866

(11.) Sachanlagen

Zur Entwicklung der Sachanlagen wird auf den nachfolgenden Konzern-Anlagenspiegel verwiesen. Die Zugänge betreffen überwiegend die Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Investitionen in den Ausbau der Logistikstandorte.

Die Abschreibungen der Sachanlagen mit einem Gesamtbetrag von TEUR 7.037 (Vorjahr: TEUR 2.890) sind in Höhe von TEUR 1.655 (Vorjahr: TEUR 728) in den Umsatzkosten, in Höhe von TEUR 4.192 (Vorjahr: TEUR 1.458) in den Vertriebskosten und in Höhe von TEUR 1.190 (Vorjahr: TEUR 704) in den Verwaltungskosten erfasst.

Die folgende Tabelle zeigt die Veränderung der Sachanlagen im Geschäftsjahr 2013 auf:

Andere Anlagen,
Technische Anlagen Betriebs- und Geleistete
und Maschinen Geschäftsausstattung Anzahlungen Summe
47.301
5.765 17.528 46.507 69.800
0 -403 -69 -472
15.505 1.982 -17.487 0
22.822 47.289 46.519 116.630
115 3.858 0 3.973
1.418 5.620 0 7.037
0 -115 0 -115
1.533 9.363 0 10.894
43.328
105.734
1.552
1.437
21.290
28.182
24.324
37.926
17.567
17.567
46.519

Die folgende Tabelle zeigt die Veränderung der Sachanlagen in der Vergleichsperiode 2012 auf:

Technische Andere Anlagen,
Anlagen und Betriebs- und Geleistete
in TEUR Maschinen Geschäftsausstattung Anzahlungen Summe
Historische
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2012 1.016 8.374 5.142 14.532
Zugänge 784 15.005 17.152 32.941
Abgänge 0 -172 0 -172
Umbuchungen -248 4.975 -4.727 0
Stand 31.12.2012 1.552 28.182 17.567 47.301
Abschreibungen
Stand 01.01.2012 29 1.215 0 1.244
Zugänge 90 2.800 0 2.890
Abgänge 0 -161 0 -161
Umbuchungen -4 4 0 0
Stand 31.12.2012 115 3.858 0 3.973
Buchwerte
Stand 31.12.2011 987 7.159 5.142 13.288
Stand 31.12.2012 1.437 24.324 17.567 43.328

(12.) Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Kautionen aus den bestehenden Mietverträgen der Zalando-Gruppe in Höhe von TEUR 493 (Vorjahr: TEUR 502) sowie Zahlungsmittel in Höhe von TEUR 47.443 (Vorjahr: TEUR 31.061), die einer langfristigen Verfügungsbeschränkung unterliegen.

(13.) Vorräte und geleistete Anzahlungen

Als Vorräte wird der Bestand an Waren, der sich im Wesentlichen aus den Warengruppen Schuhe und Textilien zusammensetzt, in Höhe von TEUR 332.526 (Vorjahr: TEUR 231.430) ausgewiesen.

Auf Vorräte und voraussichtlich zu retournierende Waren sind Wertminderungen in Höhe von TEUR 58.156 (Vorjahr: TEUR 22.549) gebildet.

Der Anstieg der Vorräte um TEUR 101.096 auf TEUR 332.526 resultiert aus dem gestiegenen Geschäftsvolumen und dem damit einhergehenden Bedarf an einem umfangreicheren Lagerbestand an Schuhen, Textilien und weiteren Artikeln.

Die geleisteten Anzahlungen betreffen Anzahlungen auf Waren.

(14.) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Wesentlichen gegen die Kunden der Zalando AG. Der gesamte Forderungsbestand wurde wie auch im Vorjahr um Wertberichtigungen reduziert.

In der Berichtsperiode wurden Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 17.548 (Vorjahr: TEUR 24.145) aufwandswirksam erfasst. Zum Berichtsstichtag ist der Forderungsbestand somit kumuliert um TEUR 52.062 (Vorjahr: TEUR 34.514) pauschaliert einzelwertberichtigt. Zusammengefasst entwickelten sich die Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie folgt:

in TEUR 31.12.2013 31.12.2012
kumulierte Wertberichtigungen zum 01.01. 34.514 10.369
Aufwand pauschalierte Einzelwertberichtigung 17.548 24.145
kumulierte Wertberichtigungen zum 31.12. 52.062 34.514

Die Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden unter den Vertriebskosten ausgewiesen. Die Forderungen sind sofort fällig und werden nicht verzinst. Sie unterliegen daher keinem Zinsrisiko.

Die Abschreibungen aufgrund uneinbringlicher Forderungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 4.522 (Vorjahr: TEUR 834).

(15.) Sonstige finanzielle Vermögenswerte und sonstige nicht finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen finanziellen Vermögenswerte bestehen im Wesentlichen aus debitorischen Kreditoren sowie Forderungen aus Personalkostenzuschüssen.

Die sonstigen nicht finanziellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen in Höhe von TEUR 18.728 (Vorjahr: TEUR 26.590) den Herausgabeanspruch auf Waren aufgrund erwarteter Retouren sowie Forderungen gegen das Finanzamt.

(16.) Liquide Mittel

Die liquiden Mittel umfassen ausschließlich Bank- und Kassenbestände in Höhe von TEUR 417.161 (Vorjahr: TEUR 382.307).

(17.) Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital beträgt zum 31. Dezember 2013 EUR 117.789 (Vorjahr: EUR 110.721). Es wurde in voller Höhe durch Formwechsel gemäß § 190 ff. UmwG erbracht. Das Gezeichnete Kapital ist eingeteilt in 117.789 auf den Namen lautende Stückaktien.

Der Vorstand ist ermächtigt, das Grundkapital bis zum 28. Dezember 2018 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu EUR 2.877 durch Ausgabe von bis zu 2.877 auf den Namen lautende Stückaktien gegen Bareinlage zu erhöhen (Genehmigtes Kapital 2013).

Das Grundkapital ist um bis zu EUR 5.250 bedingt erhöht durch die Ausgabe von bis zu 5.250 auf den Namen lautenden Stückaktien (Bedingtes Kapital 2013). Das Bedingte Kapital steht im Zusammenhang mit der Bedienung von Bezugsrechten. Bis zum 31. Dezember 2013 wurde kein diesbezügliches Bezugsrecht ausgeübt.

Die Kapitalrücklage beinhaltet überwiegend Zuzahlungen der Gesellschafter in Höhe von TEUR 199.990 (Vorjahr: TEUR 431.784) aus den oben beschriebenen Kapitalerhöhungen. Daneben wurden Beträge aus anteilsbasierten Vergütungen nach IFRS 2 zugeführt sowie Transaktionskosten im Zusammenhang mit Eigenkapital-Transaktionen in Abzug gebracht.

Der Bilanzverlust resultiert aus den Verlustvorträgen der vergangenen Berichtsperioden sowie aus dem in der aktuellen Berichtsperiode entstandenen Fehlbetrag.

Die Entwicklung des Eigenkapitals ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung detailliert dargestellt.

(18.) Anteilsbasierte Vergütungen

Die von Zalando ausgegebenen anteilsbasierten Vergütungszusagen sind vorwiegend als Pläne mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente und in begrenztem Umfang als Pläne mit Barausgleich ausgestaltet.

Pläne mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente

Bei Zalando sind zum Abschlussstichtag verschiedene anteilsbasierte Vergütungszusagen mit Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten in Kraft. Für Zwecke der Berichterstattung werden Pläne mit substanziellen Ähnlichkeiten zusammengefasst dargestellt. Zalando unterscheidet im Folgenden zwei Arten von Vergütungszusagen: Dem ersten Cluster gehören – wie bisher – Vergütungszusagen an, deren Ausübbarkeit ausschließlich von der Dienstbedingung abhängt. Die dem zweiten Cluster zugeordneten Pläne enthalten über die Dienstbedingung hinaus auch eine Leistungsbedingung.

Cluster 1

Zalando hat Führungskräften Optionsrechte gewährt, die die Begünstigten nach dem Ableisten einer bestimmten Dienstzeit zum Erwerb von Anteilen der Gesellschaft berechtigen. Die Begünstigten können die insgesamt gewährten Optionsrechte in Teiltranchen erarbeiten. Die Optionen werden ausübbar, wenn der Begünstigte über den Erdienungszeitraum der jeweiligen Teiltranche bei Zalando angestellt ist. Die Optionsrechte verfallen, sofern der Begünstigte den Konzern vor Ablauf des Erdienungszeitraums verlässt. Die Begünstigten haben keinen Anspruch auf Barausgleich. Die Bilanzierung der ausgegebenen anteilsbasierten Vergütungsvereinbarungen erfolgt im Einklang mit IFRS 2 als anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente.

Die abgeschlossenen Vereinbarungen variieren hinsichtlich der Anzahl der insgesamt in Aussicht gestellten Optionen, der vereinbarten Ausübungspreise, der Anzahl von Teiltranchen, die eine Vergütungszusage umfasst, und hinsichtlich der Länge des Erdienungszeitraums.

Die von Zalando gewährten Vergütungszusagen wurden zu verschiedenen Zeitpunkten erteilt. Den im Berichtszeitraum aktiven Vergütungsvereinbarungen liegen jeweils mindestens drei Teiltranchen zugrunde. Die von der Gesellschaft ausgegebenen Optionen werden unmittelbar nach dem Zeitpunkt des Eintretens der Unverfallbarkeit ausübbar.

Die Anzahl der ausstehenden Optionen hat sich im Berichtszeitraum folgendermaßen entwickelt:

gewichteter durchschnittlicher Aus
Anzahl übungspreis (in EUR)
Zum 1. Januar 2012 ausstehende Optionen 3.676 4.743
In der Berichtsperiode gewährte Optionen 269 1
In der Berichtsperiode verwirkte Optionen 107 1
In der Berichtsperiode ausgeübte Optionen 314 1
Zum 31.12.2012 ausstehende Optionen 3.524 4.947
Zum 31.12.2012 ausübbare Optionen 1.993 2.863
Zum 1. Januar 2013 ausstehende Optionen 3.524 4.947
In der Berichtsperiode gewährte Optionen 130 1
In der Berichtsperiode verwirkte Optionen 57 1
In der Berichtsperiode ausgeübte Optionen 736 1
Zum 31.12.2013 ausstehende Optionen 2.861 6.093
Zum 31.12.2013 ausübbare Optionen 1.764 4.492

Der gewichtete durchschnittliche Anteilswert am Tag der Ausübung einer in der Berichtsperiode 2013 ausgeübten Option betrug EUR 24.881 (Vorjahr: EUR 20.439).

Den am Berichtsstichtag im Cluster 1 zusammengefassten ausstehenden Optionsrechten liegen Ausübungspreise in einer Bandbreite von EUR 1 bis EUR 10.565 (Vorjahr: ebenso EUR 1 bis EUR 10.565) zugrunde; davon haben 1.211 ausstehende Optionen (Vorjahr: 1.874 ausstehende Optionen) einen Ausübungspreis von EUR 1 und 1.650 ausstehende Optionen (Vorjahr: ebenso 1.650 ausstehende Optionen) einen Ausübungspreis von EUR 10.565. Die Begünstigten können unverfallbare Optionen zeitlich unbefristet ausüben.

Der gewichtete durchschnittliche beizulegende Zeitwert einer im Geschäftsjahr 2013 neu gewährten Option beträgt EUR 21.993 (Vorjahr: EUR 20.438). Der beizulegende Zeitwert der Optionsrechte setzt sich aus dem inneren Wert und dem Zeitwert zusammen. Bei den in Cluster 1 zusammengefassten Optionen, deren Ausübungspreis EUR 1 beträgt, ist der Zeitwert der Optionsrechte aufgrund des im Vergleich zum Zeitwert eines Anteils niedrigen Ausübungspreises vernachlässigbar gering.

Die in die Berechnung der neu gewährten Optionen eingeflossenen Inputparameter sind in der folgenden Übersicht zusammengefasst:

01.01. - 31.12.2013 01.01. - 31.12.2012
Gewichteter durchschnittlicher Anteilswert (EUR) 21.994 20.439
Gewichteter durchschnittlicher Ausübungspreis (EUR) 1 1
Erwartete Volatiliät (%) n/a n/a
Erwartete Optionslaufzeit (Jahre) n/a n/a
Erwartete Dividenden (%) 0,0% 0,0%
Fristenäquivalenter risikoloser Zinssatz (%) n/a n/a

Der in das Bewertungsmodell einfließende Anteilswert wurde transaktionsbezogen bestimmt.

Cluster 2

Dem zweiten Cluster gehören Call-Optionen an, die den Mitgliedern des Managements, die in der Zalando-Gruppe Schlüsselpositionen einnehmen, im Geschäftsjahr 2013 gewährt wurden. Die Optionsrechte berechtigen zum Erwerb von Anteilen der Gesellschaft, wenn im Wesentlichen drei Bedingungen erfüllt sind: Die Mitarbeiter müssen erstens die vorgesehene Dienstzeit ableisten, zweitens das Leistungsziel erfüllen und drittens den Ablauf der Stillhaltefrist abwarten.

Die Begünstigten können die insgesamt gewährten Optionsrechte in 60 Teiltranchen über einen Zeitraum von fünf Jahren erarbeiten. Die Dienstbedingung ist erfüllt, wenn der Begünstigte über den Erdienungszeitraum der jeweiligen Teiltranche bei Zalando angestellt ist. Das Leistungsziel setzt voraus, dass Zalando über die kommenden vier Jahre ein bestimmtes durchschnittliches jährliches Umsatzwachstum erreicht. Die Stillhaltefrist beginnt am Tag der Gewährung. Sie beträgt vier Jahre.

Die Begünstigten haben keinen Anspruch auf Barausgleich. Die Bilanzierung der ausgegebenen anteilsbasierten Vergütungsvereinbarungen erfolgt im Einklang mit IFRS 2 als anteilsbasierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente.

Die Anzahl der ausstehenden Optionen hat sich im Berichtszeitraum folgendermaßen entwickelt:

gewichteter durchschnittlicher Aus
Anzahl übungspreis (in EUR)
Zum 1. Januar 2013 ausstehende Optionen 0 0
In der Berichtsperiode gewährte Optionen 5.250 29.234
In der Berichtsperiode verwirkte Optionen 0 0
In der Berichtsperiode ausgeübte Optionen 0 0
Zum 31.12.2013 ausstehende Optionen 5.250 29.234
Zum 31.12.2013 ausübbare Optionen 0 0

Der gewichtete Durchschnitt der restlichen Vertragslaufzeit beträgt zum Abschlussstichtag vier Jahre und zwei Monate. Der gewichtete durchschnittliche beizulegende Zeitwert einer im Geschäftsjahr 2013 neu gewährten Option beträgt EUR 5.968. Der beizulegende Zeitwert der Optionsrechte setzt sich zusammen aus dem inneren Wert und dem Zeitwert multipliziert mit der Wahrscheinlichkeit für das voraussichtliche Erreichen der Leistungsbedingung. Der Zeitwert der Option wurde mithilfe des Black/Scholes-Optionspreismodells berechnet. Die in die Berechnung der neu gewährten Optionen eingeflossenen Inputparameter sind in der folgenden Übersicht zusammengefasst:

01.01. - 31.12.2013 01.01. - 31.12.2012
Gewichteter durchschnittlicher Anteilswert (EUR) 29.234 n/a
Gewichteter durchschnittlicher Ausübungspreis (EUR) 29.234 n/a
Erwartete Volatiliät (%) 30,1% n/a
Erwartete Optionslaufzeit (Jahre) 4,2 n/a
Erwartete Dividenden (%) 0,0% n/a
Fristenäquivalenter risikoloser Zinssatz (%) 0,6% n/a
Wahrscheinlichkeit für das Erfüllen des Leistungsziels (%) 81,2% n/a

Der in das Bewertungsmodell einfließende Anteilswert wurde transaktionsbezogen bestimmt. Die in das Modell einfließende erwartete Volatilität basiert auf Vergangenheitswerten börsengelisteter Vergleichsunternehmen. Die erwartete Optionslaufzeit wurde mit Blick auf die in IFRS 2.B18 enthaltenen Faktoren bestmöglich geschätzt. Der fristenäquivalente, risikolose Zinssatz wurde mithilfe der Svensson-Methode errechnet. Die Wahrscheinlichkeit, mit der die Leistungsbedingung voraussichtlich erfüllt wird, wurde so weit wie möglich marktbezogen bestimmt.

Anteilsbasierte Vergütungszusagen mit Barausgleich

Zum Berichtsstichtag sind anteilsbasierte Vergütungsvereinbarungen in Kraft, die – sofern eine Auszahlung tatsächlich erfolgen wird – in bar auszugleichen sind. Die Bilanzierung solcher anteilsbasierten Vergütungsvereinbarungen erfolgt im Einklang mit IFRS 2 als anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich.

Zum Berichtsstichtag existieren erstens Pläne, die vom Eintritt bestimmter zukünftiger Ereignisse abhängig sind. Sie sind für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Zalando-Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Zu den am Berichtsstichtag ausstehenden anteilsbasierten Vergütungszusagen mit Barausgleich zählt zweitens ein virtuelles Optionsprogramm. Es ist für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Zalando-Konzerns ebenfalls von untergeordneter Bedeutung.

An Mitarbeiter gewährte Optionsrechte können nur dann ausübbar werden, wenn die Begünstigten über den gesamten Erdienungszeitraum der Teiltranche beim Unternehmen angestellt sind.

Zalando hat zum Berichtsstichtag insgesamt TEUR 5.002 (Vorjahr: TEUR 2.799) für anteilsbasierte Vergütungen mit Barausgleich passiviert.

Für anteilsbasierte Vergütungszusagen erfasster Gesamtaufwand

Der in den Geschäftsjahren 2013 und 2012 aus anteilsbasierten Vergütungszusagen erfasste Aufwand stellt sich wie folgt dar (in TEUR):

in TEUR 01.01. - 31.12.2013 01.01. - 31.12.2012
Ausgleich in Eigenkapitalinstrumenten 5.316 6.473
Ausgleich in bar 2.124 1.059
Erfasster Gesamtaufwand 7.440 7.532

(19.) Rückstellungen

Die Entwicklung der Rückstellungen für das Geschäftsjahr 2013 stellt sich wie folgt dar:

in TEUR 01.01.2013 Zuführung Zinsaufwand 31.12.2013
Rückbauverpflichtungen
Sonstige Rückstellungen
2.225
9
2.318
19
121
0
4.664
28
Summe 2.234 2.337 121 4.692

Es wurden im Wesentlichen Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen gebildet. Sie betreffen ausschließlich Mietereinbauten.

Die folgende Tabelle zeigt die Fristigkeiten der Rückstellungen im Geschäftsjahr 2013 auf:

in TEUR Restlaufzeit
bis 1 Jahr 1-5 Jahre über 5 Jahre Gesamt
Rückbauverpflichtungen 0 0 4.664 4.664
Sonstige Rückstellungen 0 0 28 28
Summe 0 0 4.692 4.692

(20.) Zuwendungen der öffentlichen Hand

Die Zuwendungen resultieren ausschließlich aus Investitionszuschüssen für Personalkosten.

(21.) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und erhaltene Anzahlungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 115.398 auf TEUR 410.022 erhöht. Wesentliche Verbindlichkeiten in fremder Währung bestehen zum Berichtsstichtag nicht.

Die erhaltenen Anzahlungen betreffen Kundenanzahlungen auf Bestellungen.

(22.) Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten, sonstige finanzielle Verbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten resultieren überwiegend aus Gutscheinverbindlichkeiten, Verpflichtungen gegenüber Mitarbeiter sowie Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer. Verbindlichkeiten aus dem Verkauf von Geschenkgutscheinen werden in Höhe der erwarteten Inanspruchnahme angesetzt.

Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen die Rückerstattungsverpflichtung gegenüber Kunden in Höhe von TEUR 19.886 (Vorjahr: TEUR 24.738) aus zukünftigen erwarteten Retouren sowie Kreditorische Debitoren.

Die Verbindlichkeiten aus Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultieren aus Gewerbe- und Körperschaftsteuer.

(23.) Angaben zur Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung wurde in Übereinstimmung mit IAS 7 Kapitalflussrechnung aufgestellt und zeigt die Veränderung des Bestands an liquiden Mitteln im Konzern im Laufe der Berichtsperiode durch Mittelzu- und -abflüsse.

Gemäß IAS 7 werden die Zahlungsströme getrennt nach Herkunft und Verwendung aus dem operativen Bereich sowie aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Die Mittelzu- und Mittelabflüsse aus laufender Geschäftstätigkeit werden, ausgehend vom Ergebnis nach Steuern, indirekt abgeleitet. Die Mittelzu- und Mittelabflüsse aus Investitionsund Finanzierungstätigkeit werden direkt ermittelt. Die liquiden Mittel umfassen die frei verfügbaren Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten.

Der negative Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit resultiert im Wesentlichen aus dem negativen Jahresergebnis.

Im Mittelabfluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit sind gezahlte Zinsen in Höhe von TEUR 2.548 (Vorjahr: TEUR 2.483), vereinnahmte Zinsen in Höhe von TEUR 392 (Vorjahr: TEUR 1.447) sowie gezahlte Ertragssteuern von TEUR 735 (Vorjahr: TEUR 610) enthalten.

Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit folgt überwiegend aus den Investitionen in die Logistikinfrastruktur. Investiert wurde hier insbesondere in die Logistikzentren in Erfurt und Mönchengladbach. Zudem erfolgten Investitionen in EDV-Software sowie Investitionen in die Betriebs- und Geschäftsausstattung.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beinhaltet Mittelzuflüsse aus der Einzahlung von Kapitalerhöhungen durch die Gesellschafter sowie durch die Aufnahme und Tilgung von Bankkrediten, wodurch das beabsichtige Wachstum vorfinanziert und die Substanz der Gruppe weiter gestärkt wurde.

Insgesamt sind die frei verfügbaren Finanzmittel gegenüber dem 31. Dezember 2012 um TEUR 34.854 auf TEUR 417.161 gestiegen.

Die frei verfügbaren Finanzmittel setzen sich aus Bankguthaben, Kassenbeständen und kurzfristige Bankeinlagen zusammen.

(24.) Latente Steuern

Latente Steuern werden auf Unterschiede zwischen IFRS-Buchwert und steuerlichem Buchwert gebildet. Sie würden auf folgende Bilanzposten entfallen:

Aktivische Passivische
latente Steuern latente Steuern Saldo
in TEUR 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2013 31.12.2012
Immaterielle
Vermögenswerte 7 7 -3.610 -1.386 -3.603 -1.379
Sachanlagen 35 0 -601 -299 -566 -299
Vorräte 0 0 0 -298 0 -298
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände 247 0 -36 -88 211 -88
Rückstellungen 604 829 0 0 604 829
Verbindlichkeiten 1.144 10 -154 0 990 10
Sonderposten 19 44 0 0 19 44
Verlustvorträge 3.362 1.181 0 0 3.362 1.181
Steuer
Vermögenswerte/
-Schulden (-) 5.418 2.071 -4.401 -2.071 1.017 0
Saldierung -4.401 -2.071 4.401 2.071 0 0
Bilanzierung latenter
Steueransprüche 1.017 0 0 0 0 0

Es werden latente Steueransprüche in Höhe der passiven latenten Steuern gebildet.

(25.) Finanzinstrumente

Kategorie*
gemäß Buchwert zum Buchwert zum
in TEUR IAS 39 31.12.2013 31.12.2012
Langfristige
finanzielle Vermögenswerte
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 48.053 31.684
Kurzfristige
finanzielle Vermögenswerte
Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen LaR 87.241 65.595
Sonstige finanzielle Vermögenswerte LaR 13.454 14.367
Derivative Finanzinstrumente
in einer Hedgebeziehung n.a. 69 7
Derivative Finanzinstrumente
ohne Hedgebeziehung FAHfT 0 40
Liquide Mittel LaR 417.161 382.307
Langfristige
finanzielle Schulden
Finanzverbindlichkeiten FLAC 16.973 11.100
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 2.948 1.821
Derivative Finanzinstrumente
in einer Hedgebeziehung n.a. 81 302
Derivative Finanzinstrumente
ohne Hedgebeziehung FLHfT 0 21
Kurzfristige
finanzielle Schulden
Finanzverbindlichkeiten FLAC 3.243 3.243
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen FLAC 410.022 294.624
Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten FLAC 34.946 31.904
Derivative Finanzinstrumente
in einer Hedgebeziehung n.a. 286 289
Derivative Finanzinstrumente
ohne Hedgebeziehung FLHfT 0 26

LaR - Loans and Receivables

FLAC - Financial Liabilities measured at Amortized Cost

AfS - Available for Sale

FAHfT - Financial Assets Held for Trading

FLHfT - Financial Liabilities Held for Trading

n.a. - keiner Kategorie zugordnet

*

Die Fair Values der langfristigen Schulden entsprechen im Wesentlichen den Buchwerten der Verbindlichkeiten. Die Fair Values werden mit Hilfe eines vereinfachten DCF-Verfahren errechnet. Das Verfahren ist der Stufe 2 der Fair Value Hierarchie zuzuordnen.

Für nicht notierte Finanzinstrumente mit kurzen Restlaufzeiten wie kurzfristige Forderungen, Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente und kurzfristige Verbindlichkeiten entsprechen die Buchwerte zum Abschlussstichtag näherungsweise dem Zeitwert.

In der Zalando-Gruppe wurden am Berichtsstichtag Devisentermingeschäfte in US-Dollar und in Britischen Pfund sowie Zinsswaps in Euro gehalten.

Die Nominal- und Marktwerte der am Berichtsstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:

Nominalwert Marktwert Nominalwert Marktwert
Vermögen Schulden Summe
in TEUR 31.12.2013 31.12.2013 31.12.2013 31.12.2013 31.12.2012 31.12.2012
Devisentermingeschäfte in
einer Hedge-Beziehung 17.649 69 286 -217 13.483 -282
davon US-Dollar 13.915 1 285 -284 13.483 -282
davon GBP 3.734 68 1 67 0 0
Zinsswaps in einer Hedge
Beziehung 15.241 0 81 -81 10.863 -302
Devisentermingeschäfte zu
Handelszwecken 0 0 0 0 4.311 14
davon US-Dollar 0 0 0 0 4.311 14
davon GBP 0 0 0 0 0 0
Zinsswaps nicht in einer
Hedge-Beziehung 0 0 0 0 6.619 -21
Summe 32.890 69 367 -298 35.276 -591

Die Nominalwerte entsprechen der Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Die ausgewiesenen Marktwerte entsprechen dem beizulegenden Zeitwert. Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente wurden ohne Berücksichtigung von gegenläufigen Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften berechnet.

Die Marktwerte der Zinsswaps in einer Hedge-Beziehung werden in der Bilanz unter den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten bzw. Vermögenswerten ausgewiesen. Zinsswaps, welche nicht als Sicherungsinstrument designiert sind, werden in der Bilanz in den sonstigen langfristigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten bzw. Vermögenswerten ausgewiesen.

Die Marktwerte für die Devisentermingeschäfte in einer Hedge-Beziehung werden in der Bilanz unter den sonstigen kurzfristigen nicht finanziellen Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Neben den Devisentermingeschäften, die als Cashflow Hedge designiert sind, hatte die Zalando-Gruppe im Vorjahr auch Devisentermingeschäfte zu Handelszwecken gehalten, welche zwar nicht den strengen Anforderungen des Hedge-Accountings gemäß IAS 39 erfüllten, jedoch im Sinne des Risikomanagements effektiv zur Reduzierung des finanziellen Risikos beitrugen. Die Gewinne und Verluste aus diesen Devisentermingeschäften wurden erfolgswirksam erfasst. Die Marktwerte dieser Devisentermingeschäfte wurden in der Bilanz unter den sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten bzw. Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Für den Fall, dass sämtliche Vertragspartner ihren Verpflichtungen aus den Devisentermingeschäften nicht nachkommen, besteht für die Zalando-Gruppe zum Berichtsstichtag ein Ausfallrisiko von TEUR 69 (Vorjahr: TEUR 47).

Die am Berichtsstichtag bestehenden Devisentermingeschäfte haben alle eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Im Berichtsjahr wurden Erträge aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von Finanzinstrumenten, die als Cashflow-Hedge designiert sind, in Höhe von TEUR 355 (Vorjahr: Aufwendungen TEUR 499) erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet.

Die Nettogewinne/-verluste aus finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten beinhalten Effekte aus der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert von Derivaten, die nicht Teil einer Sicherungsbeziehung sind, und Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts weiterer Finanzinstrumente sowie Zinszahlungen. Darüber hinaus enthalten die Nettogewinne/-verluste Effekte aus Wertminderungen, Wertaufholungen, Ausbuchungen und Wechselkursänderungen von Ausleihungen und Forderungen sowie zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete Verbindlichkeiten.

aus Bewer
tung zum Fair
Wertberichtigung/
Währungsumrechnung/
Gesamt
in TEUR aus Zinsen Value Abgangsergebnis 2013
Ausleihungen und Forderungen 393 0 -21.988 -21.595
Vermögenswerte der Kategorie:
zur Veräußerung verfügbar 0 0 -10 -10
zu Handelszwecken gehalten 0 -40 0 -40
Verbindlichkeiten der Kategorie:
bewertet zu fortgeführten Anschaffungs
kosten -2.873 0 1.785 -1.088
zu Handelszwecken gehalten 0 47 0 47
Summe -2.480 7 -20.213 -22.686
aus Zinsen aus Bewer
tung zum Fair
Value
Wertberichtigung/
Währungsumrechnung/
Abgangsergebnis
Gesamt
2012
Ausleihungen und Forderungen 1.447 0 -24.979 -23.532
Vermögenswerte der Kategorie:
zur Veräußerung verfügbar 0 0 -120 -120
zu Handelszwecken gehalten 0 0 0 0
Verbindlichkeiten der Kategorie:
bewertet zu fortgeführten Anschaffungs
kosten -3.224 0 0 -3.224
zu Handelszwecken gehalten 0 0 0 0
Summe -1.777 0 -25.099 -26.876

Fair-Value-Hierarchie

Zum 31.12.2013 wurden die in der nachfolgenden Tabelle dargestellten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten, bewertet zum beizulegenden Zeitwert, gehalten. Diese Finanzinstrumente sind in eine dreistufige Fair Value-Hierarchie eingeordnet.

Für Finanzinstrumente, die regelmäßig zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, stellt die Zalando-Gruppe fest, ob es zwischen den Hierarchiestufen zu Umgliederungen gekommen ist. Diese Feststellung erfolgt anhand einer Neubeurteilung des Inputfaktors der niedrigsten Stufe, der für die Bewertung erheblich ist, zum Ende jeder Berichtsperiode.

31.12.2013 31.12.2012
Stu Stu Stu Stu Stu Stu
in TEUR fe 1 fe 2 fe 3 fe 1 fe 2 fe 3
Finanzielle Vermögenswerte bewertet zum Fair Value
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (erfolgsneutral) 0 69 0 0 7 0
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung (erfolgswirk
sam) 0 0 0 0 40 0
Finanzielle Verbindlichkeiten bewertet zum Fair Value
Derivative Finanzinstrumente mit Hedge-Beziehung (erfolgsneutral) 0 367 0 0 591 0
Derivative Finanzinstrumente ohne Hedge-Beziehung (erfolgswirk
sam) 0 0 0 0 47 0

In der Berichtsperiode gab es keine Umgliederungen zwischen der Stufe 1 und der Stufe 2 sowie keine Umgliederungen aus und in die Stufe 3.

Die Devisenterminkontrakte werden auf der Basis von beobachtbaren Devisenkassakursen und den Zinsstrukturkurven der entsprechenden Währungen bewertet.

Die Bewertung von Zinssicherungsinstrumenten erfolgt durch Abzinsung der zukünftig zu erwartenden Cashflows, wobei laufzeitäquivalente Marktzinssätze zur Abzinsung herangezogen werden.

I. Sonstige Angaben

Risiken aus Finanzinstrumenten und Finanzrisikomanagement

Die Zalando-Gruppe ist im Rahmen seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Ausfallrisiken, Liquiditätsrisiken und Marktrisiken (Währungs- und Zinsrisiken) ausgesetzt. Ziel des finanziellen Risikomanagements ist es, die aus der operativen Geschäftstätigkeit entstehenden Risiken durch den Einsatz ausgewählter derivativer und nicht-derivativer Sicherungsinstrumente zu begrenzen. Die derivativen Finanzinstrumente werden in der Zalando-Gruppe ausschließlich für die Zwecke des Risikomanagements eingesetzt. Ohne die Nutzung dieser Instrumente wäre die Zalando-Gruppe höheren finanziellen Risiken ausgesetzt. Die Steuerung der Risiken obliegt dabei dem Management der Zalando-Gruppe.

Änderungen von Währungskursen und Zinssätzen können zu erheblichen Schwankungen der Marktwerte der eingesetzten Derivate führen. Daher sollten diese Marktwertschwankungen nicht isoliert von den gesicherten Grundgeschäften betrachtet werden, da Derivate und Grundgeschäfte im Hinblick auf ihre gegenläufige Wertentwicklung eine Einheit bilden.

Marktrisiko

Unter dem Marktrisiko wird das Risiko verstanden, dass der beizulegende Zeitwert oder der künftige Cashflow eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktpreise schwankt. Zu den Marktrisiken zählen Zinsrisiken, Währungsrisiken und sonstige Preisrisiken.

Das Währungsrisiko lässt sich in zwei weitere Arten unterteilen – dem Transaktionsrisiko und dem Translationsrisiko. Das Translationsrisiko beschreibt das Risiko von Veränderungen der Bilanz- und GuV-Positionen einer Tochtergesellschaft aufgrund von Wechselkursänderungen bei der Umrechnung der lokalen Einzelabschlüsse in die Konzernwährung. Die durch Währungsschwankungen verursachten Veränderungen aus der Translation von Bilanzpositionen werden im Eigenkapital abgebildet. Die Zalando-Gruppe ist derzeit nur bei einer Tochtergesellschaft einem solchen Risiko ausgesetzt, welches aufgrund der Größe dieser Gesellschaft als sehr gering einzustufen ist. Dementsprechend erfolgt auch keine Sicherung dieses Risikos.

Das Transaktionsrisiko besteht darin, dass es aufgrund von Wechselkursschwankungen zu Wertänderungen von zukünftigen Fremdwährungszahlungen kommen kann. Die Zalando-Gruppe tätigt Einkäufe in Fremdwährungen. Zur Absicherung dieser Aktivitäten werden Devisentermingeschäfte eingesetzt. Der Abschluss und die Abwicklung von derivativen Finanzinstrumenten erfolgen nach internen Richtlinien, welche den Handlungsrahmen, die Verantwortlichkeiten sowie die Berichterstattung und die Kontrollen verbindlich festlegen.

Die Fremdwährungssensitivität der Zalando-Gruppe wird ermittelt durch die Aggregation aller Fremdwährungspositionen, die nicht in der funktionalen Währung der jeweiligen Gesellschaft abgebildet werden. Diesen Positionen werden dann die aggregierten Sicherungsgeschäfte gegenübergestellt. Die Marktwerte der einbezogenen Grundpositionen und Sicherungsgeschäfte werden dabei zu Ist-Wechselkursen und zu Sensitivitätskursen bewertet. Die Differenz zwischen diesen Bewertungen stellen die Auswirkungen auf Ergebnis und Eigenkapital dar. Für die Vergleichsperiode wird aus Wesentlichkeitsgesichtspunkten auf eine Sensitivitätsanalyse verzichtet.

Wenn der Wert des Euro gegenüber den betrachteten Fremdwährungen zum 31. Dezember 2013 um 5 % aufgewertet hätte, wäre das Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag um TEUR 2.074 (Vorjahr: TEUR 2.544) niedriger ausgefallen. Bei einer Abwertung um 5 % im Vergleich zu dem am 31.12.2013 bestehenden Kurs, wäre das Ergebnis vor Steuern vom Einkommen und Ertrag um TEUR 2.292 (Vorjahr: TEUR 2.818) höher ausgefallen.

Die Rücklage für Derivate im Eigenkapital der Zalando-Gruppe wäre bei einer Aufwertung des Euro um 5 % im Vergleich zum dem am 31.12.2013 bestehenden Kurs um TEUR 388 (Vorjahr: TEUR 740) niedriger gewesen. Bei einer Abwertung des EUR um 5 % wäre diese Rücklage um TEUR 432 (Vorjahr: TEUR 827) höher ausgefallen.

Das Zinsrisiko umfasst den Einfluss von positiven oder negativen Veränderungen von Zinsen auf das Ergebnis, das Eigenkapital oder den Cashflow der aktuellen oder zukünftigen Berichtsperiode. Zinsrisiken aus Finanzinstrumenten entstehen der Zalando-Gruppe im Wesentlichen im Zusammenhang mit Finanzschulden und Verbindlichkeiten aus Reverse-Factoring-Programmen. Diese Risiken werden zum Teil durch den Abschluss von Zinsswaps reduziert.

Bei den variabel verzinslichen Finanzinstrumenten wird das Zinsrisiko mittels der Cashflow-Sensitivität gemessen. Ausgehend vom hypothetischen Zinsaufwand der im Bestand befindlichen variabel verzinslichen Finanzinstrumenten zum Berichtsstichtag werden die Zinserträge/-aufwendungen aus den vorhandenen Zinssicherungsinstrumenten in Abzug gebracht. Bei einer Erhöhung des Zinsniveaus um 100 Basispunkte auf den Bestand zum Berichtsstichtag würden sich die Zinsaufwendungen um TEUR 377 (Vorjahr: TEUR -31) erhöhen.

Für die Ermittlung der Zinssensitivität für die im Eigenkapital für Zinsderivate erfasste Rücklage wird die Zinsstrukturkurve um 100 Basispunkte nach oben verschoben, wodurch sich diese Rücklage um TEUR 548 (Vorjahr: TEUR 632) erhöhen würde.

Auf die Darstellung einer Verschiebung der Zinsstrukturkurve nach unten wurde angesichts des derzeitigen Zinsniveaus verzichtet, da ein analoges Absenken um 100 Basispunkte zu einer Negativverzinsung hinsichtlich des Basiszinses führen würde.

Ausfallrisiko

Unter Ausfallrisiko wird das Risiko des Zahlungsausfalls eines Kunden oder Vertragspartners verstanden, das dazu führt, dass in der Konzern-Bilanz ausgewiesene Vermögenswerte, Finanzanlagen oder Forderungen einer Wertberichtigung unterzogen werden müssen. Das maximale Ausfallrisiko entspricht den Buchwerten dieser Vermögenswerte.

Ausfallrisiken bestehen bei der Zalando-Gruppe im Wesentlichen bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Dem Ausfallrisiko wird durch eine auf Erfahrungswerten basierende und die Altersstruktur berücksichtigende pauschalierte Einzelwertberichtigung Rechnung getragen. Uneinbringliche Forderungen werden vollständig einzelwertberichtigt.

Es besteht keine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos.

Zusätzlich besteht für liquide Mittel dahingehend ein Ausfallrisiko, dass Finanzinstitute ihre Verpflichtungen nicht mehr erfüllen können. Die maximale Risikoposition entspricht den Buchwerten dieser finanziellen Vermögenswerte zum jeweiligen Berichtsstichtag. Dieses

Ausfallrisiko wird dadurch eingeschränkt, indem die Anlage bei verschiedenen Kreditinstituten mit guter Bonität erfolgt.

Das maximale Ausfallrisiko für alle Klassen von finanziellen Vermögenswerten besteht in Höhe der Summe der jeweiligen Buchwerte.

Liquiditätsrisiko

Das Liquiditätsrisiko beinhaltet das Risiko, dass die Zalando-Gruppe nicht in der Lage ist, ihre eingegangenen finanziellen Verbindlichkeiten bei Fälligkeit zu begleichen. Aus diesem Grund besteht das wesentliche Ziel des Liquiditätsmanagements in der Sicherstellung jederzeitiger Zahlungsfähigkeit. Durch die laufende Planung des Liquiditätsbedarfes und Überwachung der Liquidität erfolgt eine Reduzierung dieses Risikos. Die Zalando-Gruppe steuert ihre Liquidität, indem neben dem Zahlungsmittelzufluss aus dem operativen Geschäft in einem ausreichenden Umfang liquide Mittel und Kreditlinien bei Banken vorgehalten werden.

Zur weiteren Reduzierung des Liquiditätsrisikos wurden mit verschiedenen Lieferanten sowie mit einer Factoring-Gesellschaft Reverse Factoring-Verträge abgeschlossen, nach denen der Factor Forderungen des jeweiligen Lieferanten gegenüber der Zalando-Gruppe kauft. Der Ausweis dieser Positionen erfolgt in der Bilanz der Zalando-Gruppe unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

In den nachfolgenden Tabellen werden die vertraglich vereinbarten (undiskontierten) Zinsund Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten sowie der derivativen Finanzinstrumente mit ihrem negativen Zeitwert dargestellt. Einbezogen wurden alle Instrumente, die am 31.12.2013 bzw. am 31.12.2012 im Bestand waren und für die bereits Zahlungen vertraglich vereinbart waren. Planzahlen für zukünftige neue Verbindlichkeiten wurden hierbei nicht berücksichtigt. Die variablen Zinszahlungen aus den Finanzinstrumenten wurden unter Zugrundelegung der zuletzt vor dem 31.12.2013 bzw. 31.12.2012 fixierten Zinssätze ermittelt. Jederzeit rückzahlbare finanzielle Verbindlichkeiten sind immer dem frühestmöglichen Zeitpunkt zugeordnet.

Buchwert Cashflows 2014 Cashflows 2015 -
2018
ff. Cashflows 2019
in TEUR 31.12.2013 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung
Finanzverbindlichkeiten 20.216 759 3.243 1.878 12.178 154 4.795
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
410.022 299 410.022 0 0 0 0
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
37.894 0 34.946 0 2.948 0 0
Zwischensumme 468.132 1.058 448.211 1.878 15.126 154 4.795
Verbindlichkeiten aus
Derivaten
367 0 367 0 0 0 0
Summe 468.499 1.058 448.578 1.878 15.126 154 4.795
Buchwert Cashflows 2013 Cashflows 2014 -
2017
ff. Cashflows 2018
in TEUR 31.12.2012 Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung Zinsen Tilgung
Finanzverbindlichkeiten 14.343 486 3.243 842 11.100 0 0
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen
294.624 0 294.624 0 0 0 0
Sonstige finanzielle
Verbindlichkeiten
33.746 0 31.904 0 1.842 0 0
Zwischensumme 342.713 486 329.771 842 12.942 0 0
Verbindlichkeiten aus
Derivaten
638 0 433 0 205 0 0
Summe 343.351 486 330.204 842 13.147 0 0

Kapitalsteuerung

Die Ziele des Kapitalmanagements der Zalando-Gruppe sind die kurzfristige Zahlungsfähigkeit sowie die Sicherung der Kapitalbasis zur fortwährenden Finanzierung des Wachstumsvorhabens und die langfristige Steigerung des Unternehmenswerts. Dabei wird sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können. Das Kapitalmanagement wird auf Basis verschiedener finanzieller Kennzahlen laufend überwacht. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Berichtsstichtag 51,0 % (Vorjahr: 55,5 %).

Sicherheiten

Die Zalando-Gruppe hat im Berichtsjahr finanzielle Vermögenswerte als Sicherheiten in Höhe von TEUR 47.443 (Vorjahr: TEUR 31.061) gestellt. Sie entfallen im Wesentlichen auf Sicherheiten im Zusammenhang mit Mietverträgen.

Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen

Zalando identifiziert die der Zalando AG nahe stehenden Personen und Unternehmen in Übereinstimmung mit IAS 24.

Zalando hat im Berichtszeitraum Transaktionen im Rahmen des gewöhnlichen Geschäftsverkehrs mit nahe stehenden Unternehmen getätigt. Die Geschäfte wurden wie unter fremden Dritten abgeschlossen. Die Unternehmen, mit denen Lieferung- und Leistungsbeziehungen bestehen, sind zum Berichtsstichtag als sonstige nahe stehende Unternehmen und Personen einzuordnen.

Aus diesen Liefer- und Leistungsbeziehungen resultieren zum Berichtsstichtag Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Personen in Höhe von TEUR 112 (im Vorjahr: TEUR 0). Die im Berichtszeitraum verbuchten Aufwendungen aus erhaltenen Dienstleistungen betragen TEUR 2.340 (im Vorjahr: TEUR 1.162). Im Berichtszeitraum wurden Vermögenswerte von nahe stehenden Unternehmen in einem Umfang von TEUR 1.880 (im Vorjahr: TEUR 0) geordert. Soweit diesen Lieferbeziehungen Warenbeschaffungsgeschäfte zugrunde liegen, wurden sie zu handelsüblichen Konditionen abgeschlossen.

Nahe stehende Unternehmen, die von der Zalando AG beherrscht werden, sind in der Anteilsbesitzliste verzeichnet.

Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats wurden nach den in IAS 24 enthaltenen Grundsätzen als der Zalando AG nahe stehend identifiziert. Der Vorstand der Zalando AG setzt sich wie folgt zusammen:

Vorstand ausgeübter Beruf
Robert Gentz Vorstand
David Schneider Vorstand
Rubin Ritter Vorstand

Organe

Der Aufsichtsrat umfasst zum Berichtsstichtag die folgende Personengruppe:

Aufsichtsrat ausgeübter Beruf
Mia Brunell Livfors (Vorsitzende des AR) Chief Executive Officer der Investment AB Kinnevik
Lorenzo Grabau (Stellvertretender Vorsitzender) Investor, nicht geschäftsführendes
Verwaltungsratsmitglied der Investment AB Kinnevik
Mikael Larsson Chief Financial Officer der Investment AB Kinnevik
Alexander Samwer Unternehmer
Anders Holch Povlsen Chief Executive Officer der Bestseller Gruppe
Martin Weber Geschäftsführer und Partner der
HV Holtzbrinck Ventures Adviser GmbH

Die Mitglieder des Geschäftsführungs- und Aufsichtsorgans erhalten lediglich Bezüge aufgrund ihrer Funktion als Personen in Schlüsselpositionen.

Den Mitgliedern des Managements, die in der Zalando-Gruppe Schlüsselpositionen einnehmen, wurden im Geschäftsjahr 2013 insgesamt Leistungen in Höhe von TEUR 3.282 (Vorjahr: TEUR 4.439) gewährt. Davon entfallen im Geschäftsjahr 2013 TEUR 2.731 auf anteilsbasierte Vergütungszusagen (Vorjahr: TEUR 3.848). Der Aufwandsberechnung von anteilsbasierten Vergütungszusagen liegt dabei das sog. Frontloading-Modell (graded vesting) zugrunde, was bewirkt, dass im Laufe des Erdienungszeitraums stetig weniger Aufwand aus einem Plan erfasst wird. Alle anderen Bezüge sind als kurzfristig fällige Leistungen einzustufen.

Die anteilsbasierten Vergütungen wurden im Geschäftsjahr 2011 und im Geschäftsjahr 2013 gewährt. Sie sind über eine bestimmte Zeitspanne erdienbar und werden über diese Zeitspanne verteilt in die Angabe der Gesamtbezüge entsprechend der im jeweiligen Geschäftsjahr geleisteten Tätigkeit einbezogen. Die den Mitarbeitern in Schlüsselpositionen gewährten anteilsbasierten Vergütungszusagen sind in den im Punkt H (18.) im Konzernanhang erläuterten Plänen enthalten.

Operate-Leasingverhältnisse

Der Konzern hat Verpflichtungen aus Operate-Leasingverhältnissen für die Anmietung von Immobilien, für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie für Kraftfahrzeuge. Die Verträge haben eine Restlaufzeit von einem bis zu zwölf Jahren. Sie beinhalten zum Teil Verlängerungs- und Kaufoptionen sowie Preisanpassungsklauseln, die jedoch keine Auswirkung auf die Einordnung als Operate-Leasingverhältnis haben.

Der im Berichtszeitraum erfasste Aufwand aus Operate-Leasingverhältnissen beträgt TEUR 18.561 (Vorjahr: TEUR 7.764).

Die künftigen Mindestleasingzahlungen aufgrund von nicht kündbaren Operate-Leasingverhältnissen sind in der folgenden Tabelle dargestellt:

in TEUR bis 1 Jahr 2-5 Jahre über 5 Jahre Summe
31.12.2013 24.277 62.758 54.083 141.118
31.12.2012 10.953 16.014 20.833 47.800

Die künftig zu erhaltenden Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Untermietverhältnissen betragen:

in TEUR bis 1 Jahr 2-5 Jahre Summe
31.12.2013 533 145 0 678
31.12.2012 63 0 0 63

Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers

Die im Berichtszeitraum als Aufwand erfassten Honorare für den Abschlussprüfer, die Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Berlin, betragen

  • für die Abschlussprüfung (Einzel- und Konzernabschluss) TEUR 903 (Vorjahr: TEUR 377),
  • für sonstige Leistungen TEUR 198 (Vorjahr: TEUR 135).

In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen

Zum 31.12.2013 stellt sich der mittelbare und unmittelbare Anteilsbesitz der Zalando AG an Tochtergesellschaften im Überblick folgendermaßen dar:

31.12.2013 31.12.2012
Anteilshöhe Anteilshöhe
1. zLabels GmbH, Berlin 100% 100%
2. Zalando Operations GmbH, Berlin 100% 100%
3. Zalando S.A.S., Paris, Frankreich 100% 100%
4. Zalando Plc., London, Großbritannien 100% 100%
5. MyBrands GmbH, Berlin i.L. 100% 100%
6. Zalando Logistics GmbH & Co. KG, Brieselang 100% 100%
7. Zalando Customer Service DACH GmbH & Co. KG, Berlin 100% 100%
8. MyBrands Zalando eProduction GmbH & Co. KG, Berlin - 100%
9. Zalando Content Creation GmbH & Co. KG, Erfurt 100% 100%
10. Zalando S.r.l., Mailand, Italien 100% 100%
11. Zalando Logistics Mönchengladbach GmbH & Co. KG,
Mönchengladbach 100% 100%
12. Kiomi GmbH, Berlin 100% 100%
13. MyBrands Zalando eStyles GmbH & Co. KG, Berlin 100% -
14. Portokali Property Development I GmbH & Co. KG, Berlin 100% -
15. Portokali Property Development II GmbH & Co. KG, Berlin 100% -
16. Portokali Property Development III GmbH & Co. KG, Berlin 100% -
17. zVentures Operations GmbH, Berlin 100% -
18. zOutlet Berlin GmbH, Berlin 100% -
19. Zalando Customer Service International, GmbH & Co. KG, Berlin 100% -
20. zOutlet Frankfurt GmbH, Frankfurt 100% -

Die Gesellschaften Zalando Operations GmbH (ehem. MyBrands Zalando Verwaltungs GmbH), Zalando Plc. (Zalando Ltd.), Zalando Logistics GmbH & Co. KG (ehem. MyBrands Zalando eLogistics GmbH & Co. KG), Zalando Customer Service DACH GmbH & Co. KG (ehem. MyBrands Zalando eStudios GmbH & Co. KG) und die Zalando Logistics Mönchengladbach GmbH & Co. KG (ehem. MyBrands Zalando eLogistics West GmbH & Co. KG) wurden im Geschäftsjahr 2013 umbenannt.

Inanspruchnahme gemäß § 264b HGB

Die in der Anteilsbesitzliste aufgeführten Personenhandelsgesellschaften nehmen die Befreiungsvorschriften des § 264b HGB in Anspruch.

Segmentberichterstattung

Über die Geschäftssegmente wird in einer Art und Weise berichtet, die mit der internen Berichterstattung übereinstimmt. Grundsätzlich entspricht die interne Steuerung und Berichterstattung den in Abschnitt E beschriebenen Grundsätzen der Rechnungslegung nach IFRS.

Die interne Berichtsstruktur der Zalando AG basiert in einem ersten Schritt auf einer absatzkanalbezogenen Perspektive. Der Vorstand betrachtet darüber hinaus in einem zweiten Schritt die Entwicklung des Geschäftes für den Hauptabsatzkanal Zalando Shop nach einer geografischen Unterteilung in die Regionen DACH (Deutschland, Österreich und Schweiz), Nordeuropa (Schweden, Finnland, Dänemark und Norwegen), Südeuropa (Frankreich, Italien und Spanien), West- und Osteuropa (Niederlande, Belgien, Polen, Luxemburg und UK). Der Hauptabsatzkanal Zalando Shop umfasst die Umsätze aller Länder aus dem Verkauf von Schuhen, Bekleidung und Accessoires über das jeweilige länderspezifische Zalando-Portal. Die Segmente Nordeuropa, Südeuropa, West- und Osteuropa wurden aufgrund ihrer vergleichbaren wirtschaftlichen Merkmale in dem Berichtssegment "Übriges Europa" zusammengefasst.

Alle anderen Absatzkanäle werden gesammelt im Segment "Sonstige" erfasst. Der wesentliche Anteil entfällt dabei auf die Umsätze des Absatzkanals Zalando Lounge. Die Umsätze der Zalando Lounge resultieren aus zusätzlichen Verkaufsaktionen ausgewählter Produkte zu rabattierten Preisen für registrierte Mitglieder. Die durch den Zalando-Konzern vertriebenen Produkte sind alle der Produktgruppe Fashion zuzuordnen.

Der Vorstand misst den Erfolg der Segmente durch das nach IFRS ermittelte EBIT. Die Segmentergebnisgröße EBIT ist definiert als Ergebnis vor Steuern und Zinsen. Intersegmentäre Transaktionen gibt es in der internen Berichtsstruktur nicht. Informationen über Segmentvermögenswerte oder -schulden sind nicht vorhanden bzw. entscheidungsrelevant.

in TEUR DACH Übriges
Europa
Sonstige Gesamt
2013
Umsatzerlöse 1.056.120 630.190 75.710 1.762.020
Umsatzkosten -611.062 -389.068 -46.830 -1.046.960
Bruttoergebnis vom Umsatz 445.058 241.122 28.880 715.060
Vertriebskosten -393.768 -306.736 -32.956 -733.460
Verwaltungskosten -53.648 -37.181 -14.278 -105.107
Sonstige betriebliche Erträge 9.400 2.948 113 12.461
Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.750 -979 -171 -2.900
Betriebliches Ergebnis (EBIT) 5.292 -100.826 -18.412 -113.946
in TEUR DACH Übriges
Europa
Sonstige Gesamt
2012
Umsatzerlöse
Umsatzkosten
772.998
-405.235
335.846
-190.998
49.831
-27.598
1.158.675
-623.831
Bruttoergebnis vom Umsatz 367.763 144.848 22.233 534.844
Vertriebskosten
Verwaltungskosten
Sonstige betriebliche Erträge
-330.544
-28.467
4.297
-205.979
-23.762
1.176
-24.156
-10.949
787
-560.679
-63.178
6.260
Sonstige betriebliche Aufwendungen -503 -288 -31 -822
Betriebliches Ergebnis (EBIT) 12.546 -84.005 -12.116 -83.575

Vom Gesamtumsatz DACH entfallen 72,1 % (Vorjahr: 73,6 %) der Umsatzerlöse auf Deutschland. Von den im Berichtssegment Sonstige erwirtschafteten Umsatzerlösen sind 57,8 % (im Vorjahr 79,0 %) Deutschland zuzuordnen. Die langfristigen Vermögenswerte des Zalando-Konzerns befinden sich in Deutschland.

Das Finanzergebnis der Gruppe ist den Segmenten nicht zugeordnet.

Ereignisse nach der Berichtsperiode

Die Vorsitzende des Aufsichtsrats Mia Brunell Livfors und Mikael Larsson sind zum 10. Februar 2014 aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden. Cristina Stenbeck und Lothar Lanz wurden zum 10. Februar 2014 in den Aufsichtsrat gewählt. Dabei wurde Cristina Stenbeck mit Beschluss vom 13. Februar 2014 zur Vorsitzenden des Aufsichtsrats gewählt.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss dem Berichtsstichtag eingetreten sind und Einfluss auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten, haben sich nicht ergeben.

Genehmigung des Abschlusses

Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der Zalando AG werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Geschäftsführung hat den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht am 3. März 2014 zur Veröffentlichung genehmigt.

Berlin, den 3. März 2014

Der Vorstand

Robert Gentz David Schneider Rubin Ritter